Dr. 130. 28. Jahrg. flbonncmentS'Bedlngungen: Ht.AxAx�IhI D,f InffrUons-GebOftr «r°nnem°ntS. Preis prSnmner-md-i W L» Ws � � Sicttcljäf)rl. SM i0tt, monatl. 1,10 iDif., Q| EM MW 5 // W HR W W Bf W? Lh wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus! ZW �ZWI BB B l»> B B B WW W ff H I �S7�7/ Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Is�LW B B B W) B B B B B B iL■ WD{*"// numnict mit illustrierter Sonntags. SgSm I RH BS BH H> B WD V) BD // tra�rt ii a Seilage„Die Neue West" 10 Pfg. Post. WHH fTB B B B B B B B B B M» I to iSla lÄ j J!r. flin m1!, Sffi"££S« I I mi ZUM HM, K» Hv MWLWS VSQM� ILA A/M WMMM msmm*�xSyo Cridieint täaiidj aaßer tnontass. C�TPf ♦..s�uMtnommfr. Zcntralorgan der fozialdcmokrati fehen Partei Deutfcblands. Redaktion: SM. 68, Lindenstrasse 69, Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. ifcuwafylen in Oesterreich. III. Nach der Methode des Reichsverbandes. An das Bürgertum ist der Ruf ergangen, in diesen Wahlen die Sozialdemokratie zu besiegen. Unter allen Ge- sichtspunkten hat man ihnen die„Gefahren" geschildert, die hereinbrechen würden, wenn die Sozialdemokraten ins Par- lament in unverminderter Stärke wiederkehrten, oder wenn gar die fürchterliche Partei wachsen würde, wie es dann um Staat und Station und wie es dann vor allem um den Be- stand der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung bestellt wäre. Also hätte man erwarten können, dah es ein Wahlkampf werden wird, in dem sich die zum„Zerschmettern" der Sozial- demokratie Berufenen anstrengen werden, die„Verderblich- keit" der Sozialdemokratie als Weltanschauung, als gesell- fchaftliche Partei, als parlamentarische Fraktion, soweit es ihnen erreichbar, mit Argumenten und Tatsachen zu erweisen. Aber wer einen solchen Wahlkampf erwartet hat, der hat die geistige Kraft unserer Gegner weit überschätzt und der ist nun bitter enttäuscht. In Wahrheit ist die österreichische Sozialdemokratie ob der geistigen und moralischen Minder- Wertigkeit ihrer Feinde nur zu bemitleiden. Denn in einen Wahlkampf tauchen zu müssen, in dem den Gegnern als einzige Waffe die persönliche Verleumdung willkommen ist, das mag vielleicht den Sieg erleichtern, bleibt aber doch unter allen Umständen eine peinliche Schmerzhaftigkeit. Tatsächlich erscheinen die sogenannten Freiheitlichen, die eigentliche Partei des deutschen Bürgertums in Oesterreich, in diesem Wahlkampf als einer sachlichen Auseinandersetzung vollständig unfähig. Auf eine Polemik mit ihnen zu hoffen, in der etwa Wert und Unwert ihres vielgepriesenen Systems Bienerth beleuchtet oder ihr neuester Beruf als k. k. Staats- stützen untersucht werden könnte, ist vollständig aussichtslos. Nicht einmal der Umstand, der anderswo die ganze Wahl- agitation beherrschen würde: daß es sich bei diesen Wahlen um eine förmliche Volksabstimmung über die neue imperia- listische Politik mit allen ihren traurigen Folgewirkungen, also' um das unheimliche Anwachsen' der niilitärischen Rüstungen und der daraus entstehenden Steuerforderungen handelt, beirrt sie: sie reden nicht davon, was im aufgelösten Parlament geschehen ist, nicht davon, was im neuen geschehen soll, sie plappern und reden und heulen ohne Ermüdung und ohne Unterlaß die paar Lügen ab, die man ihnen als„Ma- terial" gegen die Sozialdemokratie zugesteckt hat, die auch jeder Kandidat auswendig kann, und die in dem geplanten konzentrischen Angriff auf unsere Partei das ganze Rüstzeug sind. Wird man es außerhalb Oesterreichs überhaupt be- greifen können, wenn man berichtet, daß die„Hauptwaffe" in dem Feldzug gegen die Sozialdemokratie, den dieser Wahl- kämpf darstellen soll— die genossenschaftlicheBrot- f a b r i k ist, die sich die Wiener Arbeiter in den Hammcrbrot- werken in Schwechat errichtet haben? Und daß über diese an sich beinahe selbstverständliche Gründung nicht etwa bloß der verständnislose Kleingewerbetreibende raunzt, sondern daß auch die sogenannten Jndustriekandidaten. also zum Beispiele die Sekretäre der Handelskammer und Unternehmer- Verbände den Zorn der Wähler(und zwar in ganz Oester- reich!) mit der liebevollen Schilderung des„kapitalistischen" Charakters dieser Gründuna zu erregen hoffen und auch er- regen? Wobei noch als besondere Pikanterie mitläuft, daß der Feldzug gegen die genossenschaftliche Bäckerei von einer privaten Wiener Brotfabrik inspiriert ist, die in den Hammer- brotwerken ein unwillkommenes Konkurrenzunternehmen sieht und dadurch eine Schmälerung ihres Profites fürchtet! Und von diesen Hammerbrotwerken wird nicht etwa beiläufig ge- redet, sondern in allen Reden, Flugblättern, Broschüren sind sie die Hauptsache, das ganze Um und Auf der bürgerlichen Agitation: an diesem Knochen nagen alle! Daß der klein- bürgerliche Kandidat mit der genossenschaftlichen Gründung die Bäcker- und Schustermeister graulen machen möchte, wäre schließlich zu begreifen, obwohl auch das nur eine Kinderei ist, weil in Wien schon lange kein Bissen Brot mehr verzehrt wird, der nicht aus großen Brotfabriken käme: die Handwerks- mäßige Erzeugung ist hier durch den Großbetrieb längst ver- drängt worden. Aber es ist wahrscheinlich doch nur in Oesterreich möglich, daß man den sicherlich nicht überraschenden Umstand, daß die Hammerbrotwerke für ihr entliehenes Kapital Zinsen zahlen, den Wählern als eine— Auslieferung von Arbeitermitteln an das Großkapital hinstellen kann: und wohl nur in Oester- reich ist es möglich, daß sich gegenüber der Suggestion schreien- der Worte und Lettern nicht einmal das bescheidene Maß von gesundem Menschenverstand behauptet, welches nötig erscheint, um den horriblen Unsinn zu durchschauen. Und von diesem Niveau des Wahlkampfes hebt sich von den Bürgerlichen schlechthin niemand ab: es gibt keinen, der von den Dreadnoughts oder den neuen Steuern, der von In- dustriepolitik und agrarischem Uebermut. der von irgendeiner der wichtigen und brennenden Fragen des Staates und des Volkes reden wollte: alle reden sie nur von den Hammerbrot- werken und kommen mit dem„Thema" ganz gut aus! Sich mit solchen Gegnern herumschlagen zu müssen, ist wirklich ein Jammer! Es triumphiert eben ln Oesterreich nun auf allen Linien die Methode des Reichsverbandes. Die reichsdeutschen Ge- Mittwoch, den 7. Juni 1911. ? uossen haben diese Methode der„Materialsammlung" bei den letzten Wahlen ausreichend genossen: die österreichischen So- s zialdemokraten erleben sie jetzt. Es ist vor allem die Methode, die führenden Männer der Partei, ihre Vertrauensmänner, überhaupt alle, deren man habhaft wird, persönlich zu verunglimpfen. Also wird kein Bourgeois nun in den heiligen Kampf ziehen, ohne sich ausgiebig mit dem„Material" gegen die Sozialdemokraten ausgerüstet zu haben. Das sind immer Adlers„Millionen", oder das„Landhaus" Pcrnerstorfers, oder daß ein Sozialdemokrat einmal in einem Auto gefahreu sei, oder der andere in einem Hotel„ersten Ranges" über- nachtet habe: viel ist es natürlich nicht, was da an„Material" aufgespürt ward, aber die armseligen Schächer verschmähen gar nichts. Zum zweiten besteht dann die Methode, wie man in Deutschland ausreichend weiß, aus„Zitaten", die immer irgendwelche Redefetzen sind, ohne Quelle, ohne Zeit- angabe(damit sie ja nur nicht nachgeprüft werden können) serviert werden und die mit einer rührenden Gleichmäßigkeit durch alle Wahlbezirke und alle Wahlen als„Jllustrations- proben" wandern. Die Geschichte sieht in Oesterreich, wo ja auch die Erbärmlichkeit auf einem niedrigen Niveau steht, besonders drollig aus: weil die„Zitate" aus den ältesten Zeiten stammen und überdies alle aus dem Ausland impor- tiert werden mußten. Ergänzt wird die Methode würdig damit, daß die persönliche Verfehlung aller möglichen Men- schen, die man als Sozialdemokraten bezeichnen kann, ob sie sich nun in dem kleinsten Dorf oder in dem entferntesten Staat ereignet habe, unweigerlich als Beweis der Schlechtig- keit der heimischen Partei ausgenutzt wird. Wenn das nur die kleinen Blätter täten, so würde man darüber mit einem Achselzucken vorbeigehen, aber diese Auffassung von einer weltgeschichtlichen Bewegung, als die sich in der ganzen Welt die Sozialdemokratie nun auch dem verbissensten Gegner dar- stellt, ist heute die bürgerliche Kampfmethode überhaupt. Sie rönnen an den reinen Schild unseres Wirkens und Han- delns nicht heran, also suchen sie uns hinterrücks zu überfallen. Doch dieses ist nur das, was an �der Oberfläche sichtbar ist und was afö Dummheit und Bosheit entlarvt werden kann. Da sich das Bürgertum unfähig, fühlt, die gewaltige An- ziehungskraft der Sozialdemokratie geistig zu überwinden, da es ihr immer deutlicher ward, daß die künftige Entwicke- lung die Einbeziehung aller arbeitenden Menschen in den Gedanken- und Willcnskreis der Sozialdemokratie unaus- weichlich zeitigen muß. so ist es nun ihr planmäßiges Be- streben geworden, die Arbeiterklasse durch Scheinorgan i- s a t i o n e n, durch Scheinparteien, durch Schein- kandidaturen zu täuschen, das Proletariat zu s p a l- t e n. Es ist die saubere Idee der gelben„Gewerkschaften", die da ins- Politische übertragen wird: die Verräterei in der gewerkschaftlichen Organisation, die die Gelben darstellen, findet ihre Vollendung in der Rolle, die die sogenannte „Deutsche Arbeiterpartei" bei den Wahlen übernommen hat und übt. Dieser netten Partei, einem Produkt der Aus- beuterlist und eine kunstgemäße Aufzucht durch Unternehmer- geld, ist nämlich die Aufgabe zugewiesen, das Bedürfnis der Arbeiter nach einem Arbeitervertreter irrezuführen, also durch Aufstellung von„Arbeiterkandidaten" den Sozialdemokraten Arbeiterstimmen abzusprengen, um dann diese Stimmen den bürgerlichen Kandidaten in der Stichwahl zutreiben zu können, nicht selten einfach um klingendes Geld! Der feine Plan ist zum erstenmal in Böhmen bei der Gablonzer Nach- wähl versucht worden und da er dort bedauerlicherweise ge- glückt ist, wird er jetzt als Regel praktiziert: den Sozialdemo- kraten werden nun ständig von derselben Partei zwei Kandidaten entgegengestellt und wenn die„Deutsche Arbeiter- kandidatur" ihren Zweck erreicht, also die Stichwahl herbei- geführt hat, wird der„Arbeiterkandidat" abgefertigt und seine Stimmen werden auf den Bürgerlichen überführt! Für die Qualität jener„Deutschen Arbeiterpartei" ist es ganz be- zeichnend, daß es ihr nicht bloß an der Empfindung dafür. welche schmähliche Rolle ihr damit zugewiesen worden ist, fehlt, daß sie sogar ihren Stolz darin sieht, zum Zutreiber der kapitalistischen Kandidaten auSerwählt worden zu sein! Aber soweit man das Ergebnis der Wahlen heute schon voraussagen kann, ist es zu erwarten, daß die Arbeiterschaft in allen Industriegebieten diese Infamie klar durchschauen und den Spekulanten auf ihren Wankelmut die verdiente Antwort in voller Deutlichkeit geben wird. Sie Gründling der„ÄiZÜ-cothringiichen llstionalpnrtei". Am Sonnabend, den 3. Juni, am Vorabend der Pfingstfeier- tage, wurde sie im Hotel de France in Straßburg vollzogen— nach einem guten, von bis 3»hc dauernden Essen, denn wenn man wie die elsaß-lothringische Nationalpartei als einzigen Punkt in seinem Programm den„Kampf um den Futtertrog" oder die „Eroberung der Staatskrippe" oder— wie Wetterle in derb-realistischer Anwandlung sich einst ausdrückte— die„qiiestion de venire"(die Bauchfrage) führt, so hieße es die schlimmste Unter- lassungssünde begehen, wollte man nicht vor der Konstituierung als Partei sich zunächst leiblich gehörig erquicken. Am 3. Juni also, nachmittags, nach beendetem LiebeSmahle, beschlossen die Herren Kreiß, Ostermeher. Kublxr, Blumenthal, Pfleger, Lgbroise, Expedition: SM. 68, �.indenstrasse 69» Fernsprecher: Amt IV» Nr. 1981» Wetterle, Schott, Ricklin, Hauß, Gilliot, Weber, Pierson und andere im Hotel de France zu Straßburg dieses Manifest an das elsaß-lothringische Volk: Liebe Mitbürger! Gegen den Willen unseres Landesausschusses und der Mehr- hcit der elsaß-lothringischen Reichstags-Abgeordncten, gegen den Willen des elsaß-lothringischen Volles, ist uns eine neue Bcr- fassung aufgenötigt worden. Sie bedeutet in ihrer Gesamtheit einen RückschrUt. Wir sind weiter von der Autonomie entfernt als vorher. Es ist uns aufs neue zum Bewußtsein gebracht worden, daß wir zur Erfüllung der gerechten Forderungen unseres Volkes auf die Parteien im Reichstag ebensowenig rechnen dürfen wie auf die>tm Bundesrat vertretenen Regierungen. Wir sind und bleiben auf uns selbst angewiesen, Der Anschluß an die im Reiche bestehenden Parteigruppie- rungen hat unscrm Lande keinen Nutzen gebracht. Eine kleine, aber in sich geschlossene Gruppe, welche oft das Zünglein an der Wage bilden kann, vermag dagegen im Reichstag mehr auszu- richten, als einzelne, in große Fraktionen verlorene Abgeordnete. 'Es mutz daher die Wiederherstellung der elf aß- lothringischen Gruppe im Reichstag ins Auge ge- faßt werden. Unser, in jeder Beziehung ebenbürtiges Volk, hat ein An- recht darauf, hinter niemanden im Reiche zurückgesetzt zu werden. Wir verlangen volle Gleichberechtigung. Die würdelose Bevormundtmg durch die Gesamtheit der beut- schen Einzelregierungcn und durch die Gesamtheit der Abgeord- neten des Reiches werden wir uns niemals gefallen lassen. Unser Ziel kann nur erreicht werden durch einmütiges Zusammengehen aller guten Elsaß-Lothrin- g e r. Nur auf diesem Wege wird es gelingen, unsqrer Volkes- individualität die ihr gebührende Achtung zu verschaffen. Wir haben uns entschlossen, eine elsaß-lothringische Nationalpartei zu gründen, in der alle wahren Elsaß-Lothringer zu einer tatkräftigen Aktion im Reichs- tag und Landtag sich vereinigen können. Elsässer und Lothringer! Ohne Eure auf den verschieden- sten Gebieten vielfach auseinandergehenden Ueberzeugungen auf- zugeben, stellt bis auf weiteres alles Trennende zurück! Denkt nur an das eine hohe Ziel, das zunächst uns allen gemeinsam ist: Die Schaffung eines gleichberechtigten selbständigen Staates Elsaß-Lothringen im Deutschen Reiche, in welchem unser clsaß- lothringisches Volkstum sich frei entfalten kann. Elsässer und Lothringer! Tretet uns bei zum Kampfe für unsere Freiheiten, für unsere Rechte in den bevorstehendeu Wahlen zum elsaß-lothringischen Landtag und zum Reichstag. Der Aufruf wurde, wie die„Stratzburger Neue Zeitung" be- richtet, von sämtlichen Anwesenden, mit Ausnahme der Zentrums. führer Ricklin,.Hauß und Schott, sowie des Demokraten Dr. Hecker- Barr unterzeichnet. Die- Vertreter des Zentrums erklärten. keinerlei Stellung nehmen zu können, da sie erst die Beschlüsse ihres Delegiertentages, welcher bekanntlich auf den tt. Juni einberufen worden ist, abwarten müßten. Die neue Partei ist nach Ansicht der Hauptbeteiligten in der Hauptsache als Kartell derbestehen- den Organisationen mit Ausschluß der Libe- ralen, Demokraten. und Sozia Idemokraten gedacht, in die aber auch noch Nichtorganisierte eintreten können. So kanns also losgehen! Da: Pech der englischen Chauvinisten. London, 3. Juni.(Eig. Ber.) Das Unglück verfolgt die englischen Chauvinisten in den letzten Jahren auf Schritt und Tritt. Seit etwa einem Jahre gehen sie mangels eines besseren Stoffes mit der Gefahr hausieren, die dem Lande von der Bestätigung der Londoner Seerechtscrklärung drohen soll. Alle pensionierten Admirale und Eisenfresser haben sie gegen die Ratifizierung des Ab- kommcns auf die Beine gebracht, was die Handels- und Schiff- fahrtskannnern so nervös gemacht hat, daß diese in ihrer großen Mehrheit Resolutionen gegen die Londoner Erklärung faßten. Die größte Hoffnung der Chauvinisten war aber die Reichskonferenz, die augenblicklich in London tagt. Man er- wartete, daß die kolonialen Brüder sich auf dieser Konferenz energisch der Bestätigung eines Abkommens widersetzen wür- den, daß das von Jingos als heilig betrachtete Recht der englischen Flotte, aus den Meeren ungeachtet aller inter- nationalen Rechtsbestimmungen schalten und walten zu können, in vielen Punkten einschränkt. Man glaubte an- nehmen zu dürfen, daß sich die Kolonien, die hauptsächlich mit Lebensmitteln handeln, gegen den Artikel 24 der Erklä- rung, der Lebensmittel zu bedingter Konterbande macht, auf- lehnen würden. Es ist aber anders gekommen, als sich die Chauvinisten haben träumen lassen. Wohl legten die Vertreter Australiens auf der Konserenz Protest dagegen ein, daß die Kolonien vor der Annahme der Londoner Erklärung durch die Dele- gierten Großbritanniens nicht zu Rate gezogen worden sind; auch wandten sich die Australier gegen die Annahme des er- wähnten Artikels 24 und der Artikel 48 und 54. die die Zer- störung neutraler Schiffe unter gewissen Voraussetzungen zulassen: als sie aber vor die Entscheidung gestellt wurden, zogen sie ihre Resolution zurück und obwohl sie sich bei der Abstimmung über die von dem Ministerpräsidenten Neusec- lands eingebrachte Resolution, in der die Ratifizierung der Erklärung befürwortet wird, der Stimme enthielten, legten sie der endgültigen Annahme des Abkommens, daß der Ministerpräsident Fisher als einen großen Fortschritt be- zeichnete, nichts in den Weg. Die Vertreter Kanadas. Süd- afrikas. Neuseelands und Neufundlands waren mit der Lon- Koner Erklärung KuMaus enröerstanKen. Die Bedenken, die Australien gegen die Erklärung hat, erklären sich aus seiner geographischen Lage. In der Londoner Erklärung verpflichten sich die kriegführenden Parteien, bedingte Konterbande(also auch Nahrungsmittel) unbehelligt zu lassen, wenn sie für einen neutrvlen Hafen bestimmt ist, selbst wenn der eigentliche Empfänger die feindliche Regierung ist. Im Kriegsfalle käme diese Bestimmungen Großbritannien in dem Falle, daß es nicht gelänge, den Atlantischen Ozean von feindlichen Kren- zern zu säubern, sehr zu statten. Großbritannien könnte dann, wie Sir Edward G r e y auf der Konferenz ausführte, die einzuführenden Lebensmittel nach neutralen kontinentalen Häfen schicken, um sie von dort aus durch den von ihm be- herrschten Kanal nach englischen Häfen zu verschiffen. Süd- afrika stünde unter ähnlichen Verhältnissen der Weg durch Dclagoa Bai offen. Australien hingegen hat keinen benach- barteN neutralen Hafen, der als Zwischenstation für bedingte Konterbande dienen könnte. Einer der heftigsten Gegner der Londoner Erklärung hat seine Kritik in dem Schlagwort„Seerecht mucke in (? e r m u u �" zusammengefaßt. Der Ausdruck charakteri- siert die ganze Agitation der Chauvinisten. Nach ihnen sind die Vertreter Großbritanniens, die sich mit den Vertretern der anderen Seemächte im Februar des Jahres 1909 in bezug auf ein allgemein gültiges Seerecht einigten, von den tückischen Vertretern Deutschlands übers Ohr gehauen worden und die blamierte Regierung versucht nun die Ratifizierung der Lon- doner Erklärung mit allen Mitteln durchzudrücken, um sich keine Blöße zu geben. Sie behaupten, daß die Londoner Erklärung Englands Lebensmittelzufuhr mehr denn je be- drohe, obwohl bisher die kriegführenden Parteien Nahrungs- mittel immer als bedingte und manchmal als absolute Konter- bände betrachtet haben, daß die Bestimmung, nach der ein Kriegsschiff Schiffe einer neutralen Macht, deren Ladung zur Hälfte aus Konterbande besteht, unter gewissen Voraussehungen zerstören kann, die Interessen Großbritanniens als neutraler Macht schwer schädige, obwohl noch in dem letzten Seekrieg derartige Schiffe ohne Unterschied vernichtet wur- den. Man kann die Kritik der Eisenfresser nur verstehen, wenn man sich auf ihren Rechtsstandpunkt stellt. Nach ihrer Ansicht ist es töricht von England als der Beherrscherin der Meere sich von anderen Staaten vorschreiben zu lassen, wie es im Kriegsfalle seine Flotte zu verwenden hat: mögen sich die anderen Staaten nach dem Seerecht richten, das England von Zeit zu Zeit je nach feinen Bedürfnissen festzulegen be- liebt. Es ist zu begrüßen, daß die englische Negierung diese kurzsichtigen Anschauungen nicht teilt und darauf bedacht ist, nach Erledigung der Prisenbill im Parlament die Londoner Erklärung zu ratifizieren. Wie gering auch der Fortschritt sein mag, den die Erklärung auf völkerrechtlichem Gebiete darstellt, so ist doch anzuerkennen, daß die Einsetzung eines internationalen Prisengerichts als Berufsinstanz und die da- durch notwendig gewordene Regelung des bisher chaotischen Seerechts die Gefahr unheilvoller Reibereien vermindert. Nach der unerwarteten Entscheidung der Kolonien stehen die Chauvinisten wie die begossenen Pudel da. Man glaube aber nicht, daß sich diese Herren nach der großen Blamage ruhig verhalten werden. Mit nichten: schon haben sie aus der nunmehr ziemlich sicheren Ratifizierung der Londoner Er- klärung die nötigen Schlüsse gezogen. Da ja nach ihrer An- ficht England in künftigen Kriegen von Hungersnöten bedroht wird, müssen jetzt die K r e u z e r, die bei der Konzentrierung der englischen Geschwader in heimischen Gewässern von ihren Stationen auf den großen Handelswegen zurückberufen wur- den. durch neue ersetzt werden. Der Oberhetzer Lord Charles Beresford hat schon die Parole ausgegeben. Schlägt man der Hydra des Militarismus und des Marinismus einen Kopf ab. so wächst auch gleich wieder ein anderer, bis sich der proletarische Herkules dazu entschließt, die Stümpfe ab- zuhrenNSii._ politische Oeberficbt Berlin, den 6. Juni 1911. Eine Polizeiattacke gegen die Jugend. Während der Pfingsttage hatten sich die jugendlichen Ar- Leiter des Regierungsbezirks Merseburg— etwa 700— in H a ll e versammelt. Ter Empfang am Bahnhofe und die Besichtigung der Stadt blieben ungestört: aber schon beim Mittagessen zog Polizei ins Schützenhaus, und auf dem Wege zu eine? Dampferfahrt der Jugendlichen machte sie Jagd auf rote Abzeichen. keliebriefe vom Balhan. Durch die Miridita. II. Skutari. 16. Mai 1611. AlS wir an jenem wunderschönen Morgen aus Prizren heraus- riiten, warf ich noch einen wehmütigen Blick nach der Stadt mit den vielen weihen Minaretts und Kuppeln zurück: ein vertracktes orien- talisches Nest, das wir hinter unS ließen, aber doch noch eine blühende Oase im Vergleich zu der Wildnis, die vor unS lag. Und vor unS lag nicht minder das große Ungewisse, daS jede Minute hinter jedem Felshang austauchen und sich jählings in eine lustig draufloskuallende Gewißheit mit weißen Käppchen verwandeln konnte... Aber zu wehleidigen Betrachtungen war wirUich nicht Zeit noch Ort. Ein blauer Himmel, eine leuchtende Sonne, frisches Grün und Vogelsang, schneeige Bergkuppen rings und das Bewußtsein gänz- licher Freiheit und LoSgelöstheit— froh hob ich mich rn den Bügeln, klopfte meinem Braunen, Dorg mit Namen, den HalS und suchte zu meinen Begleitern seelische Beziehungen. Von den beiden mir vom Mütessarif aufgezwungenen Gendarmen war der eine, Herr Ibrahim, ein langer PhlegmatikuS. Der zweite, Hairi-Beg geheißen, ersetzte, was ihm an Länge der Glieder fehlte, durch einiges Temperament. Schon beim Ausreiten au« Prizren erzählte er freudig bewegt, daß er seinerzeit, als Wilhelm II. Abdul Hannd in Konstantiiiopel besuchte, den Sicherheitsdienst habe ver- stärken helfen. Na, das schlug immerhin eine Brücke zwischen uns. Zwar hinderte mich der Mangel an profunder Beherrschung der Landessprache an einer Klowlegung meines republikanischen Bekennt- nisses: statt dessen verwies ich, mehr mit Gebärde» als mit Worten, auf die Borzüge des hochgebürsteten Schnurrbarts und stieß bei dem psiffig lächelnden Hairi-Beg auf volles Verständnis. Bekannte er sich samt seinem Gefährten, ohne sonderliche innere Teilnahme allerdings, zum JSlam, so rühmte sich der Dritte von der Partie, der freilich seit Jahrzehnten verstädterte Miridit Frok Pietz, mit einer gewissen edlen Bescheidenheit, die auch zwischen Prizren und Skutari den Mann ziert, seines katholischen Glaubens. Im übrigen war er deS Gepäck- pserdes und mein» Bagage beflissen und eine bodenständige Bieder'. � Der NnkerhaltmlgsabSnK ttrnrSe ncicTj einein Prologe, Ken ein Kommissar beim vorherigen Durchlesen nicht beanstandet hatte, für politisch erklärt. Der Leiter wurde veranlaßt,, die Jugendlichen unter 18 Jahren aufzufordern, das Lokal zu verlassen. Die Polizei räumte Saal und Garten des Lokals und nahm auch mehrere Verhaftungen vor. Als sich die Jugendlichen später wieder im Lokal versammelten, wurden dort unter Polizeiaufsicht Lieder gesungen und Deklamationen angehört. Am 2. Feiertag wurden Ausflüge in ganz kleinen Trupps durchgeführt: beim Spielen wurden die Jugendlichen von einen: Gendarmenaufgebot„entdeckt" und aus dem Walde bei Dölau vertrieben. In kleinen Trupps gelangten sie dann unbehindert in die Stadt zurück, zum Volkspark. Dort wurde die Jugend zeitweise beim Mittagessen und dauernd beim Photographieren überwacht. Als Peters-Berlin seine Festrede mit einem Ver- gleich zwischen der Bedeutung der jetzigen Jugendfeier und der Bedeutung des altjüdischen Befreiungsfestes für die Juden einleitete, forderte Kommissar Sommer einen Festleiter auf, die Jugendlichen aus dem Lokal zu weisen, da der Vortrag beginne das politische Gebiet zu streifen.— Unmittelbar darauf wurde der Vorsitzende der Bezirksleitung der Jugend- ausschüsse, Böttge-Halle, verhaftet. Als Peters trotz der Aufregung der Anwesenden seine Festrede fortzusetzen ver- suchte, wurde er von drei Schutzleuten von der Tribüne geholt. Nach einem Hoch auf den verhafteten Redner verließ die Jugend das Lokal: einige der Jugendlichen wurden dabei verhaftet. Weiter wurden kurz darauf der Geschäftsführer des Volksparks, der Redakteur Genosse Caspare! und Genosse Götze, der Vorsitzende des Halleschen Jugendaus- schusses, verhaftet. Das Volksparkrestaurant wurde polizeilich geräumt, alle Gäste hinausgetrieben und auch hierbei kam es wieder zu einigen Verhaftungen. Die Polizei zog auf der Straße blank, säuberte die Straße und sperrte einige Straßen ab: der Volkspark blieb drei Stunden durch Polizeiposten gesperrt. Die Verhafteten wurden erst am Abend wieder ent- lassen: Genosse Peters, der vom Inspektor auch wieder ent- lassen worden war, wurde auf Veranlassung des Kommissars wieder festgenommen, um erst„ausreichende" Legitiniations- Papiere und die Mappe mit seinem Vortragsmanuskript her- beizuschaffen. Diese Mappe ist verschwunden, obwohl sie un- mittelbar vom Rednerpulte zur Wache gebracht wurde. Ge- nasse Peters befindet sich noch in Haft: ein Rechtsanwalt ist beauftragt worden. Schritte zu seiner Entlassung einzuleiten. Die Hallesche Polizei hat ihre Pfingstmission erfüllt. Der Geist, der durch ihr staatsretterisches Vorgehen auf die Jugend ausgegossen wurde, wird in den jungen Herzen lodern und sie mit der Erkenntnis durchleuchten, daß das so viel ge- rühmte„Vaterland" für das Proletariat und seine Jugend nur eine Stiefmutter ist. Die blanken Polizeiplempen haben hier die Rolle der feurigen Zungen gespielt. Eine bessere Agitation für die proletarische Jugendbewegung als diese Hallesche Polizeiheldentat kann man sich kaum wünschen. Sie wirkt besser als ein Vortrag über Klassenstaat und Uassen- recht._ Die Altersgrenze. Die„Berliner Politischen Nachrichten" führet? aus, b'on her demokratischen Presse werde der Versuch unternommen, die Be- merkungen deS württembergischen Ministers v. P i s ch e k»gogen dies gesetzgeberische Werk zu fruktifizieren, und zwar namentlich in bezug auf die Bemerkung des Ministers, daß er die Herabsetzung der Grenze für die Mtersrente von 76 auf ßö Jahre gewünscht hätte. Wenn er hinzugefügt habe, daß dies bedauerlicherweise aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen sei, so möge es von Interesse sein, darauf hinzuweisen, daß gerade die Vertreter der Mittel st aaten, besonders auch der süddeutschen Mittel- staaten, im Bundesrate jede Mehrbelastung der Bundesstaaten durch die Reichsversicherungsordnung für völlig unannehm- bar erklärt hätten. Diese nachdrücklichste Betonung der finan- ziellen Seite der Sache durch diese Bundesratsmitglieder sei sogar so weit gegangen, daß die verhältnismäßig geringe Belastung der Bundesstaaten mit den Kosten der Beisitzer der Versicherungsämter von ihnen für völlig unannehmbar erklärt worden sei. Wie gering diese finanzielle Belastung in Wirklichkeit sich gestellt hätte, erhelle aus der Tatsache, daß man gerechnet habe, sie werde für die große Stadt Stettin im ganzen 87 M. im Jahre ausmachen. Trotzdem habe man den bereits gefaßten Beschlutz, diese Kosten den Bundes- staaten aufzuerlegen, nach der Erklärung der Unannehmbar- keit fallen lassen müssen, weil man selbstverständlich an einer solchen Nebenfrage das große Werk der Reichsversicherungsordnung nicht scheitern lassen wollte. Unter diesen Umständen mache es aller- dings einen eigentümlichen Eindruck, wenn der Minister eines der keit lembtete aus seinem runden Antlitz. Ich hätte ihm keinen Vor- schuß abschlagen können. Auf einem für türkische Verhältnisse leidlichen Vizinalweg gingS flott dahin. Zwei Stunden Ritt, und das Tal des weißen Drin nahm uns auf. Mit starkem Gefälle, Wirbel und gischtige Schaumkronen aufwerfend, breit und wuchtig wälzte er seine lehmgelbe Flut dahin, die im Hochsommer wesentlich von ihrer rauschenden Majestät verlieren mag. Zur Rechten der Fluß. am anderen Ufer steil ansteigende Höhen und auch zur Linke» un- erklimmbare, bebuschte Hänge, so erstreckte ftch der Pfad nun stundenlang. Ihrer sechs waren verstrichen, da machten wir an einer halb verfallenen Kula, einem der berühmten albanischen Wacht« türme, Halt. Sie diente als Gendarmeriestation und die Uniformierten tauschten Gruß und Meinung über die seltene Wanderfahrt. Willkommene Latzung bot daS Wasser, daS an seiner gelben Farbe die Herkunft aus dem Drin nicht verleugnen konnte noch wollte. Aber ganz gleich, wenn die Sonne so sengend am Himmel steht I Ganze große Reinkulturen von TyPhiiSbazillen muß ich in diesen drei Tagen mit den verschiedensten Wassern geschluckt haben l An dieser Stelle vereinigt sich, aus den südlichen Bergen hervorbrechend, der schwarze mit dem weißen Drin, und erstaunlich hohe, mit kühnen spitzen Bogen gebaute Drücken setzen über den Strom. Der Pfad zwang unS auf daS rechte Ufer hinüber und als wir bei Uro Vezirit wieder auf das linke hinüberwechselten, ver» ließen wir mit dem Wilajct Kossowo auch zugleich die Gegend, für deren Sicherheit sich der Mütessarif von Prizren noch verbürgt hatte. Hier begann das Wilajet Skutari und der Bereich des Be- lagerungszustandes. Adieu, wilde Ljuma i Guten Tag, wildere Miridita I Eigentlich guten Abend, denn beträchtlich war schon die Sonne im Sinken und als wir an dcksi Reiseziel des ersten TageS anlangten, kündigte sich mit langen Schatten schon der Agschäm, der Abend an, mit dessen Hereinbrechen der MoSlem eS für eine heilige Pflicht hält, keinen Finger mehr zu rühren. Dieses Reiseziel, Hani Spaschtt oder von den drei Arnauten Wey Bey genannt, war, un- mittelbar am Drin gelegen, ein Han, eine jener Baracken, die Kram- laden. Wirtshaus und Herberge in einem sind. Ein paar Miridilen auS nahegelegenen Hütten wohnten mit maßlosem Erstaunen der Ankunft des Fremdlings im fränkischen Hut bei. Dann wurden die Pferde verstaut, eine Säuberung im Fluß vorgenommen, bei der ich wich in t\m splcadit isoiatioa bxfgnd, und dann dachte männiglich VunKessiäalekk, die' auf LaZ Nachdrücklichste fcftet Mehrstekastussg durch die Reichsversicherungsordnung entgegengetreten seien, jetzt beklage, daß die Grenze für die Altersrente nicht auf 6ö Jahre herabgesetzt werden konnte. Diese offiziöse Polemik der Minister untereinander kann ja noch ganz interessant werden. Das Schuldbewußtsein der Verbündeten Regierungen spricht sich allerdings recht deutlich darin aus, daß jetzt jede der anderen die Verantwortung dafür zuschieben möchte, daß selbst eine so geringfügige Verbesserung wie die Herabsetzung der Altersgrenze vereitelt wurde. Das liberal-konservative Stichtvahlbiindnis. Unserer Meinung, daß in das freisinnig-konservative Stich- w a h l a b k o m m e n von Weißenfels auch der von dem Kon- servativen W i n ck l e r vertretene Wahlkreis Merseburg-Ouer- furt einbezogen worden sei, wird jetzt von den Liberalen dieses Kreises widersprochen. In einer offiziellen Erklärung des Liberalen Vereins heißt eS: „Demgegenüber sei mit aller Entschiedenheit erklärk, daß weder die Liberalen im Wahlkreise Merseburg-Ouerfurt ir- gendwelche Verpflichtungen den Konservativen gegenüber übernommen, noch Verhandlungen wegen Unterstützung irgendwelcher Art mit den Konservativen gepflogen worden siird. Die Parteileitung der Liberalen in unserm Wahllreise sowie der Kandidat, Herr Gutsbesitzer Koch, haben keine Veranlassung, mit den Konservativen irgendwie zu paktieren. Nach den offenen und versteckten Angriffen seitens der Konservativen gegen den bewährten liberalen Kandidaten fehlt auch jeder Grund zu Ver- Handlungen mit den Konservativen. Von einem Vertrage aus Gegenseitigkeit zwischen den Wahlkreisen Merseburg und Weißen- fels kann t e i n e R e d e sein.... Die S t i ch w a h l f r a g e ist in dem Wahlkreise Merseburg-Ouerfurt noch gar nicht vcn- tiliert, was bei der gegenwärtigen Lage im Wahlkreise und bei der herrschenden Stimmung auch überflüssig erscheint." Das sind ja ganz entschiedene Worte. Vorsichtig aber, wie wir nun einmal sind) wollen wir doch abwarten, was herauskommt, wenn die Stichwahlfrage ventiliert sein wird, und bc- sonders, wie am Stichwahltage selbst die Entscheidung ausfallen wird._ Dernburg wieder Bankdirektor? Die konservative„Deutsche Montagszeitung" meldet in ihrer Nummer vom 6. Juni, daß Bernhard Dernburg. der Staatssekretär a. D., in das Direktorium der Deutsch- Asiatischen Bank eintreten werde. Da es sich um ein Neben- institut, eine Bank mit 18 Millionen Mark Kapital, handelt. habe man zunächst nicht recht glauben wollen, daß eine richtige Exzellenz sich zur Annahme dieses Postens entschließen werde. Erkundigungen hätten aber ergeben, daß die Nachricht gut be- gründet sei. Mächtige Finanzherren bemühen sich noch, die Hindernisse wegzuräumen(die nicht von Herrn Dernburg stammen). Gelinge es ihnen— und das sei außerordentlich wahrscheinlich— so werde Bernhard Dernburg die Leitung der Deutsch- Asiatischen Bank übernehmen, auf die mehrere erste Großbanken, vor allem die Disconto-Ge» sellschaft, be st im menden Einfluß haben. Unter allerhand spitzigen Bemerkungen teilt daS konservative Blatt noch mit. daß Dernburg, der in Ostasien war, allerlei deutsch-asiatische Pläne habe. Parteitag der Demokratischen Vereinigung. Die Demokratische Vereinigung trat am Pfingst- sonntag in Gotha unter Beteiligung von 116 Delegierten zu ihrem dritten Parteitag zusammen. Aus dem Geschäftsbericht ergibt sich, daß die Demokratische Vereinigung gegenwärtig 10776 Mit- g l i e d e r zählt, gegen 7614 im Jahre vorher. Im abgelaufenen Jahre find 4277 Mitglieder der Vereinigung neu beigetreten. Da- gegen sind viele wohlhabende Mitglieder aus- geschieden, weil sie das auf dem Kölner Parteitage beschlossene Programm der Partei in sozialpolitischer Beziehung für zu weitgehend hielten. Dr. Glaser betonte, daß die Partei die reinliche Scheidung von solchen Salondemokraten nicht bedaure- Den politischen Rückblick und Ausblick gab Dr. Breit- scheid, lieber die Stellung der Demokratischen Vereinigung zu den bevorstehenden Rei ch s t a g S w a h len äußerte er sich unter der Zustimmung des Parteitages dahin, daß die Demokratische Ver- einigung dort, wo eS ihre finanziellen und sonstigen Mittel er- lauben, mit eigenen Kandidaten vorgehen werde. Niemals aber werde sie aussichtslose Kandidaturen aufstellen, wo dadurch der Sieg eines reaktionären Kandidaten herbeigeführt werden könne. Die Nationalliberalen müsse man zur Reaktion rechnen. Wenn es sich um Stichwahlen handele, so gebe die Partei im Gegensatz zur Fortschrittlichen Volkspartei ein für allemal die Parole aus, daß immer der am weitesten links st e h e n d e Kandidat zu unterstützen sei, bei einer Stichwahl zwischen dem Fortschritt und der Sozialdemokratie also der Sozialdemokrat- Bisher sind Kandidaten aufgestellt in Essen, Lachen, anö Schlafengehen— wir hatten fünfzig Kilometer an diesem Tage zurückgelegt. Eine mir auf die Brust gesetzte Pistole hätte nicht vermocht, mich zum Uebernachten iu dem Han zu bewegen. Die stickige Luft, die Ausdünstungen der Schlafgefährten, der Rauch des stets brennenden Feuers, dazu die in den Kissen verborgenen krabbelnden Burschen, dre bereits zur reichlichen Mahlzeit die Gäste unter sich verteilen mochten— kurz und gut l ich ordnete an, daß man mir Heu vor das HauS schütte und eine Decke, auf der man eine Razzia abgehalten, dazu lege. Die beiden Suwari und auch der Hand>chi. der Hotelier, erhoben lebhafte Einwendungen, aber mit der Zähigkeit des Mannes, dessen winziger Sprachschatz ihn für alles Parlamen- tieren und Zureden unempfindlich macht, lehnte ich jeden Kompromiß- Vorschlag ad. So hatte ich mich bereits in mein ünyrovisierteS Lager eingewühlt, als leuchtend in goldener Pracht am albanischen Hinimel die Sterne aufgingen, und oaS Rauschen des Drin wiegte mich schnell in den ersten Schlaf. Aber bald fuhr ich aus. Eine Ratte oder Katze oder beide» war mir über das Gesicht gestrichen, ein Hahn krähte neben mir mit einer Ausdauer, die nicht nur einer bessern, nein I die j« d e r andern Sache würdig gewesen wäre, die Nachtlühle machte sich bemerkbar und was jetzt vom Fluß herüberwehte, waren unverkennbar Fieber- dünste. Angenehme Aussichten! Und jetzt entdeckte ich auch, warum die Gendarmen sich gegen meinen Schlunimer unter freiem Himmel gesträubt hatten. Auf seine Flinte gestützt, hob sich Hairi-Beg init verschwommener Silhouette von seiner dunkle» Umgebung ab. Ver- gebens, daß ich ihn hinausgehen hieß. Ich konnte von den Miri- diten gestohlen werden und sie beide waren dem Mütessarif verant- wörtlich! Ich schlief darum nicht besser.... Am andern Morgen, alö schon wieder laiige Burschen, mit Skalp- locken wie leibhaftige Indianer, um den Han herumlümmelten, erlebte Waz Baz die größte Sensation seit Menschengedenken: derFremdling mit dem frankischen Hut stand am Fluß, goß aus einer blau-weißen Flcksche etliche Tropfen in ein Glas Wasser und fuhr sich mit einem seltsamen Instrument im Munde herum. Noch lange wird man in der Umgegend singen und sogen von den merkwürdigen religiösen Gepflogenheiten ver Männer äns dem Westen. Aber schon wurden die Pferde vorgeführt, in den Sattel! und nun hieß es Abschied nehmen vorn Drin, der nach Nordwest weiter floß, während unser Weg nach Südwest bog. Sehen wir ihn wieder, de» mchändigen Gesellen, so gehps uns besser. («Muß kslgt.) Bonn, Köln und Dortmund. Die Kandidatur des Professors Gurlitt siir Bremen ist zurückgezogen worden. In der lebhaften Diskussion, die sich an das Referat knüpfte. wurde ein Antrag N i x d o r f aussührlich besprochen, der den Partei- tag aufforderte, die Demokratische Vereinigung solle überall da, wo sie selbst keinen Kandidaten aufstellen könne, ohne weiteres den Sozialdemokraten unterstützen. Diesem Antrag wurde entgegengehalten, daß der Parteitag einen solchen Druck nicht ausüben könne, und daß im übrigen das vom Antrag gewollte Ver- langen etwas Selbstverständliches für die Demokratische Vereinigung sei. Der Antrag wurde schließlich abgelehnt, jedoch betonte Dr. Breitscheid namens der Mehrheit, daß die Ablehnung nicht aus prinzipiellen, sonder» nur aus taktischen Gründen er- folgt sei. Der Parteitag beschäftigte sich weiter mit einer Reihe aktueller politischer Tagesftagen._ Die Viehverseuchung in Baden hat auch im Monat April einen fortdauernd ungünstigen Stand aufgewiesen. Bekanntlich ist die Maul- und Klauenseuche in diesem Winter durch die Vieheinfuhr aus norddeutschen Märkten in das seuchenfreie Land eingeschleppt worden. Die Folge war eine doppelt schlimme; es wurde auch die für den Schlachtvieh- Import geöffnete französische Grenze, trotzdem nur gesundes Vieh von dort in die badischen Schlachthöfe kam, gesperrt. Im Monat April wurden von der Maul- und Klanenseuche neu be- troffen 3S b ad i sch e Gemeinden und S3S Ställe, während das Erlöschen gemeldet wird für 31 Gemeinden mit 198 Ställen; eS blieben für Anfang SOTa j noch Viehbestände in 76 Gemeinden und 520 Ställen verseucht. 76 Rinder, 29 Schweine und 7 Ziegen sind der Krankheit erlegen, 80 Rinder und 7 Schweine sind freiwillig getötet worden. Die Fleischpreise des badischen Landes haben ihre bisher noch unerreichte Höhe beibehalten. Eigenartige Sühne für eine» russischen Grenzüderfall. Vor einiger Zeit wurde ein deutscher Fischer Pencis aus Nimmersatt bei der Polanger Landungsbriicke von einem russischen Grenz- soldaten ohne jeden Grund auf deutscher Seite durch einen Gewehr- schuß schwer verletzt. Jetzt hat das Oberkriegsgericht in Riga den russischen Grenzsoldaten, der sich wegen dieses Ueberfalles dort zu verantworten hatte, freigesprochen. Bei den deutschen Grenz- bewohnern herrscht hierüber begreifliche Erregung. franhrcich. Neue Winzernnruhen. Paris, 6. Juni. Wie aus Bar s u r A u b e gemeldet wird, haben die Winzer, unter denen die Entscheidung des Staatsrats große Erbitterung hervorgerufen hat, in vielen Ortschaften Versammlungen abgehalten, um gegen die Teilung des Champagnergebiets in zwei Zonen Einspruch zu erheben. Am Abend wurden die Winzer durch Sturmglocken und Feuerzeichen aufgefordert, nach Bar snr Aube zu ziehen und- dort Protest kund- gedungen zu veranstalten. Fußtruppen und Reiterei sperrten jedoch die nach der Stadt führenden Straßen und Brücken ab, so daß die Mehrzahl der Winzer ihr Vorhaben aufgeben mußten. 300 Winzern gelang es trotzdem, in die Stadt zu kommen. Sie wurden jedoch von Dragonern vertrieben. Die Gendarmerie nahm zahlreiche Ver-, Haftungen vor. Die Ausschüsse der Winzerv'erbäiide wollen den für morgen angekündigten Erlaß zur Entscheidung des Staatsrats abwarten. Sollte diese nicht geändert werden, sollen die Gemeindevertretungen von neuem ihre Entlassung geben und die Steuern verweigert werden._ Der Champaguerkrieg. Paris, 4. Juni. Wie verlautet, hat der Staatsrat sich daht» ausgesprochen, daß das Champagne wein baugebiet in zweiZonen einzuteilen sei. von denen die erste das bisher als Champagne bezeichnete Weinbaugebiet umfassen soll, die zweite die Arrondissements Bar-sur- Seine und Bar-sur-Aube, sowie Teile der Departements Aube,'Seine-et-Marne und Haute Marne, deren Weine Champagnerweine der z w e i t e n Z o n e heißen sollen und in die erste Zone gebracht werden können, um dort unter Bedingungen, die ein Mittwoch im Amtsblatt erscheinendes Dekret bestimmen wird, zu Champagner verarbeitet zu werden. Belgien. Die Schulfrage. Brüssel, 5. Junk. Viel kommentiert wird die Tatsache, daß der König nach einander den Kammerpräsidenten C o o r e m a n so- wie den Staatsminister Beernaert in längerer Audienz emp- fangen hat. Obgleich keine Einzelheiten über die Unterredung in die Oeffentlichkeit gelangten, durfte man in der Behauptung nicht fehlgehen, daß die Schulfrage den Gegenstand der Unterredung gebildet hat. In liberalen Kreisen glaubt man hierin die ersten Anzeichen einer bevorstehenden Ministerkrjje erblicken zu können. Spanien. Landarbeiterbewegung. Madrid, 6. Juni. Die� Landarbeiter in dev Umgegend von TereS find in eine Lohnbewegung eingetreten und drohen rn die Stadt einzudringen. Der städtischen Bevölkerung hat sich deshalb eine starke Aufregung bemächtigt, da man' Aus- schreitungen der landwirtschaftlichen Arbeiter befürchtet, die bisher einen Tagelohn von nur 60 Cts. erhielte� 500 Gendarmen wurden zusammengezogen. Englanä. Gegen Schiffahrtssubventionen. London, 6. Juni. Nach dem amtlichen Bericht über die Ver- Handlungen der R e i chs k o n f e r e n z hat diese am Freitag ein- mütig einen Beschluß angenommen, durch den es für Wünschens- wert erklärt wird, daß der unbillige Wettbewerb frem- der subventionierter Schiffe wit der britischen Schiff- fahrt verhindert werde., OrKei.# Um das Bndgetrechk. Konstantinopel, 4. Juni. Infolge des zwischen der Kammer und dem Senat ausgebrochenen Konflikts hielten beide Körper- schaften in der Nacht abwechselnd Sitzungen ab, die erst um 4 Uhr früh ihr Ende nahmen. Die Kammer bestand darauf, daß ausschließlich ihr die Kompetenz zustehe, über Budget- fragen zu entscheiden. Schsießlich lehnte der Senat eine Weiterberatung ab. worauf der Großwcfir ein Dekret ver- las. durch das die Session des Parlaments geschlossen wird. Tie strittigen Artilel des Budgctgesetzes blieben unerledigt. Ausdehnung des albanische» Anfstandes. Laado», S. Juni. Die Times meldet auS Cctinjc von gestern: Nach Mitteilungen aus amtlichen Kreisen haben sich die Mirediten, der mächtigste aller albanischen Stämme, e m- p ö r t und die türjijche Mrnijoti pog AleM angegriffen, Zn Orosi, der 2 larn rncshau ptstadt, lvurde eine prövisorifche Re- g i e r u n g eingerichtet und die Autonomie Albaniens ver- kündet. Die Türken entsenden schleunigst Truppen aus anderen Garnisonen zum Entsatz von Aleffw. Von türkisch offiziöser Seite wird diese Meldung als über- t.riehzn bezeichnet. Mrolcko. Spanisch- französische Rivalitäten» Spanien hat schon lange das Vorgehen Frankreichs mit eifersüchtigen Augen verfolgt. Es antwortete auf den Einmarsch des Generals Moinier mit der Erweiterung seines Postengürtels im Gebiete von Tetuan. Jetzt scheint es so- gar noch weitergehende Besetzungsaktionen vorzuhaben. Mit der nicht ganz unberechtigten Begründung, daß durch das französische Lorgehen der Frenidenhaß der niaro'ckanischen Stämme geschürt worden sei, sind einige spanische Kriegsschiffe nach dem im Norden des atlantischen Küstengebietes liegenden Hafen Larrasch gesandt lvorden. Einige hundert Mann Marine- infaiiterie werden bereit gehalten, um aus Wunsch des spa- irischen Konsuls ans Land zu gehen, wenn bedrohliche Un- ruhen das nottvendig machen würden. Im Hinterlande von Larrasch, im Gebiete von Elksar, hat sich ein Prätendent, der Roghi Tazzia, erhoben, von denen die Spanier eine Ge- fährdung ihrer Staatsangehörigen zu befürchten vorgeben. Charakteristisch für die ganze Situation ist die gereizte Sprache, die jetzt in der regierungstreuen Presse beider Länder angeschlagen wird. Spanische und französische Blätter werfen dem Gegner eine Durchbrechung der Algecirasakte vor und suchen diese Akte mit diplomatischen Spitzfindigkeiten zugunsten des eigenen Landes auszulegen. Zweifelhaft ist, ob Spanien sein aggressives Vorgehen in Larrasch so ganz auf eigene Rechnung und Gefahr unternimmt. Es ist nicht unmöglich, daß es sich vorher die Zustimmung anderer in Marokko inter- essierter Mächte eingeholt hat. Sollte etwa Deutschland der spanischen Regierung den Rücken gesteift haben? Es gibt ja immer noch Leute in Deutschland, die ihren Appetit auf einen marokkanischen Hafen nicht verbergen können. Und das in letzter Zeit wieder recht aufdringliche Gebaren der Gebrüder Mannesmann und ihrer Preßtrabanten, die mit allen möglichen marokkanischen Abenteuern, die Angestellten dieser Großfirma zugestoßen sein sollen, hausieren gehen, gibt ebenfalls zu denken. Die Franzosen haben, um dem Vorgehen der Spanier ein Paroli zu bieten, die im Mulujagebiet stehende Division des Generals Toutee halb und halb ausgeschaltet. Die Truppen dieser Division sollen in ihre algerischen und tune- fischen Garnisonen zurückkehren, nur ein Besatzungsdetachement soll im Mulujagebiet zurückbleiben. Diese Maßregel ist zu- nächst nur ein diplomatischer Kniff; Spanien soll sich nicht auf die Besetzung des Malujagebiets durch Frankreich berufen können. Es ist noch sehr fraglich, ob die Evakuierung des Mulujagebietes so prompt vor sich gehen wird. Die Marokko- Militaristen, die iin„Temps" ihre Interessen verfechten, sprechen sich schon ingrimmig über den Befehl und über die bisherige Untätigkeit des Generals Toutöe aus. Jedenfalls ist auch in diesem Teile Marokkos noch nicht das letzte Wort gesprochen worden. General MoinierS Strafexpeditioneu. Paris, 6. Juni. Wie rtfe„Agence Havas" aus Tanger meldet, ist General Moinier am 31. Mai in Zegotta eingetroffen, nachdem er den Duar Äheruiet, deffen Bewohner an den Angriffen gegen den Obersten Gouraud sich beteiligt hatten, beschossen hatte. Die Mahalla vop Mazagan wird sich nach FeS begeben. Mxiko. Schandtaten der Sieger. New Jork, 6. Juni. Nach einer Meldung aus Tucson in Arizona sind bei Eampania im Altardistrikt 28 Gegner M a d e r o s, sogenannte Liberale, summarisch erschossen worden.- Huq der Partei. Bon der Parteipresse. In die Redaktion der Erfuriev..Tri» b ü n e" ist am 1. Juni Genosse Georg B e p e r als politischer Re- dakteur eingetreten, der über zwei Jahre an der Dortmunder ..Arbeiterzeitung" tätig war. Gleichzeitig ist als AushilfS- redakteur Genosse Georg Röder aus Köln in die Redaktion der „Tribüne" eingetreten.__ Die Neichsversicherungsordmmg ist jetzt Gesetz geworden. Für die Arbeiterschaft, besonders für die Sekretariate und Bureaus der Arbeiterorganisationen ist der Wort- laut des Gesetzes unentbehrlich. Deshalb hat der Reichstagsab- geordnete Gustav Hoch, Mitglied der Reichstagskommission zur Beratung der Neichsversichcrungsordnung, eine Textaus gäbe der R.-V.-O. nebst Einführungsgesetz mit Erläute- r u n g e n herausgegeben. Das Buch wird in dauerhafter und ge- schmackvoller Ausstattung Ende Juni 1911 erscheinen. Bei Vorbestellung bis zum 15. Juni kostet es 4,50 M., nach Erscheine» 5 M. Bestellungen nehmen alle Parteibuchhandlungen entgegen» polizeiliches, pericvtiickes uk». Der Rcichsverbani» auf dem Kricgspfade. Am 10. Januar dieses Jahres fand in N e u st r e l i tz eine sozialdemokratische Versammlung statt, in welcher Frau Kahler, Berlin-Steglitz, referierte. Im Verlaufe ihres Referats kam Frau Kahler auf die Machenschaften des Reichsverbandes gegen die So- zialdemokratie zu sprechen. In diesem Teile ihrer Darlegungen soll sie den genannten Verband mehrfach als„Reichslügenverband" bezeichnet haben. Hierdurch fühlten sich zwei empfindsame Mit- glieder des Reichsverbandes, der Landrichter G und lach und der Referendar v. d. Decken, in ihrer-Ehre gekränkt; sie gingen zum Kadi' und erstatteten gegen Frau Kahler Anzeige wegen Belcidi- gung. Aber die Ehre eines Reichsverbändlers ist ein so kostbares Ding, daß ihre Verletzung noch ein weiteres Offfer heischte. Am 14. Januar erschien in der„Mecklenburger Volk sz ei- t u n g" ein Bericht über die Versammlung, in welchem es unter anderem hieß:„Auch wies die Frau Kühler die falschen Angaben, die Verdrehungen und Verleumdungen zurück, womit der Reichs- verband unsere Partei bekämpft". Wegen dieses Berichts erhoben die schwer gekränkten Reichsverbändler ebenfalls Beleidigungs- klage gegen den Redakteur der„V o l k S z e U u n g", Genossen Fr an k e- R o sto ck. Am Freitag fand bor dem Neustrelitzer Schöffengericht gegen Genossin Kühler und Genossen Franke Ter- min statt. Der Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Her zfeld- Berlin, wies darauf hin, daß die Bezeichnung „Reichslügenverband" allgemein üblich sei; sie könne nicht einzelne Mitglieder des Verbandes treffen, sondern wolle nur seine Kampfesweise charakterisieren. Der Redakteur Franke habe ledig- lich den ihm zugegangenen Bericht aufgenommen; ihm habe offen- sichtlich jede beleidigende Absicht fern gelegen. Außerdem fei beiden Angeklagten der Schutz des§ 183(Wahrung berechtigter Interessen) zuzubillige». * Das Gericht kam zu einer Verurteilung. Fran Kühler er- hielt 50 M., Genosse Franke 200 M. Geldstrafe, eventuell 20 Tage Gefängnis. In der Begründung vertrat das Gericht den Stand- pünlt, daß sich durch dM Ausdruck �Biichslügenverbgnd" i ä ffl t- liche. Mitglieder des Verbandes beleidigt fuhleft könnten. Bei dem. Angeklagten Franke nahm das Gericht strafverschärfend an, da.'ß der Vorwurf der Verleumdung außerordentlich, schwer sei und durch bis Zeitung eine weite Verbreitung gefunden habe. Soziales* Boykottjustiz. Das Hanseatische Oberlandesgericht als Berufungsinstanz hak vor kurzem in einem Boykottprozeß ein Urteil gefällt, das, wenn es vom Reichsgericht sanktioniert werden sollte, die Anwendung des Boykotts in wirtschaftlichdn Kämpfen unmöglich machen würde. Tie Hansa-Brotfabrik in Hamburg hat gegen den Tranportarbeiter- Verband und den Bevollmächtigten der Ortsverwaltung Hamburg dieses Verbandes, Gaack, eine auf 4500 M. lautende Schadensersatz- klage anhängig gemacht, die in erster Instanz glatt abgewiesen wurde. Tagegen hat das Lberlandesgcricht die Klage gegen Gaack dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückverwiesen. Die Kutscher und Hausdiener genannter Fabrik hatten die Arbeit eingestellt, weil, wie sie be- haupteten, sie bis 18 Stunden arbeiten niußten. In Flugblättern und Veröffentlichungen im„Echo" wurden die Ursachen des Streiks behandelt und bemerkt:„Brot wird überall gebacken und auchi schmackhaft". In einem der Zirkulare wurde mitgeteilt, daß der Streik unverändert fortdauere und wurden Arbeiter und Arbeiter- frauen aufgefordert, die genannte Firma nicht mit ihrem Einkauf zu belästigen." Während die Firma sonst mit Jahresgewinnen bis zu 24 000 M. abgeschlossen hat, will sie im„Boykottjahr" einen Verlust von 18 000 M. gehabt haben. Nach Meinung des Oberlandcsgerichts darf in zum Boykott auffordernden Zirkularen usw. keine unrichtige Angabe unterlaufen, den guten Glauben läßt es nicht gelten.„Als gegen die guten Sitten verstoßend ist es anzusehen, wenn in der Boykotterklärung bewußt unwahre Angaben über den wirtschaftlichen Gegner enthalten sind. Man wird aber auch weitergehend verlangen müssen, daß derjenige, von dem eine Verrufserklärung ausgeht, im Hinblick auf die schweren Schädigungen, die er hierdurch dem wirtschaftlichen Gegner zufügen kann, in seinen die Verrufserklärung begründenden Behauptungen mit besonderer Vorsicht verfährt und eine Boykott- erklärung erst dann erläßt, wenn er alles im Bereiche der Möglich- keit Liegende getan hat, um sich eine objektiv richtige Information zu verschaffen. Dieser Verpflichtung hat G. zuwider gehandelt, in- dem er fahrlässig verfuhr. Es kann somit keinem Zweifel unter- liegen, daß G. persönlich durch die Boykotterklärung der Klägerin eine gegen die guten Sitten verstoßende Handlung begangen und der Klägerin für den daraus erwachsenen iÄhaden verant« wortlich ist." Nun hat G. gerade alles getan, was in seineo Kräften stand, um sich„objektiv richtige Informationen zu verschaffen", indem er im Bureau des Rechtsanwalts Dr. Hcrz-Altona die Betreffenden befragte und ihre Aussagen durch eidesstattliche Versicherungen bekräftigen ließ. Statt„bis 18 Stunden" ist„nur" bis 17 Stunden gearbeitet worden. Dies die gegen die guten Sitten verstoßende Handlung, die zum Schadensersatz verpflichten soll. Merkwürdiger- weise bezieht sich das Berufungsgericht auf eine das Gegenteil be- sagende Entscheidung des Reichsgerichts(Band 71, Seite 112), wo es heißt(es handelte sich um die Aussperrung eines Lehrlings, der von den Berliner Metallfabrikantcu ausgesperrt worden war),„daß ein Irrtum über das Verhalten eines Arbeitgebers noch keineswegs eine Haftung des Arbeitgcberverbandes nach sich ziehe, daß aber selbst eine zu Unrecht erfolgte Vorenthaltung der Arbeitskarte(durch den Arbeitsnachweis) dem ausgesperrten Arbeiter keinen Anspruch auf Schadensersatz gewährt." Daraus folgt aber auch umgekehrt, daß Irrtümer, die auf feiten der Gewerkschaften oder der Gewcrk- schaftsführer bei Maßnahmen im Lohnkampfe begangen werden, keine Ersatzansprüche begründen. Das Oberlandesgericht zieht aber diese Schlußfolgerung keineswegs, sondern es greift vielmehr eine Bemerkung des Reichsgerichts auf, daß unter Umständen ein Ar- beitsnachweis haftpflichtig sei. wenn er ohne genügende Sorgfalt die Aussperrung eines Arbeiters anordnet. Hieraus folgert das Oberlandesgericht, daß derselbe Gesichtspunkt auch für Arbeiter- verbände bei Verhängung des Boykotts gelten müsse, und gelangt dadurch zu einer Entscheidung, die in Wirklichkeit völlige Aufhebung des Boykotts bedeutet. Die Klage gegen den Verband hat auch diese Instanz abge- wiesen, weil nicht behauptet werden könne, daß bei der Anstellung des Gaack zum Verbandstzcamten nicht mst der nötigen Sorgfalt verfahren worden sej._ Hus Induftrie und Dandel. Der Saatenstand in Preußen. In den Bemerkungen der„Statistischen Korrespondenz" über den Saatenstand in Preuße» Anfang Juni heißt es u. a.: In den letzten vierzehn Tagen seit dem vorigen Berichte hat sich die Lage kaum verändert, jedenfalls weniger verbessert als verschlimmert, wobei zu bemerken ist, daß der strichweise Rückgang des Saaten- standes nur zum geringen Teile auf die letzten Nachtfröste, im wesentlichen vielmehr auf die nachhaltige Trockenheit zurückgeführt wird. Stellenweise wurden deshalb noch Umnckerungen von Hafer und Klee auSgcfiihrt. Allerdings sind die Nachtfröste doch nicht ganz spurlos verlaufen. Die Mäuse sind durch Gift und Fallen größtenteils vernichtet und kommen nur in einigen Gegenden noch zahlreich vor. Da auch die Hamster sich in manchen Landesteilen sehr vermehrt haben, ist dort das Ausnehmen der Hamstcrbaue behördlich angeordnet worden. Allerlei Arten von Insekten werden als zahlreich vorkommend cu wähnt. Infolge der äußerst ungleichmäßig verteilten Niedersaf-ags- mengen war naturgemäß auch die Weiterentwickclung der Saaten sehr verschieden. Aus nahe aneinaiider liegenden Bezirken liefen die widersprechendsten Nachrichten ein. Der Stand der Winter- Halmfrüchte darf im ganzen durchaus nicht als ungünstig bezeichnet werden. Weizen scheint zufrieden zu stellen. Die für seinen An- bau vorzugsweise in Betracht kommenden Gegenden habe» die Mäuse weniger heimgesucht. Vereinzelt zeigen sick Rost und etwas Lager. Das über die Vcrschiedenartigkeit der Beurteilung Ge- sagte trifft am meisten auf den Winterroggen zu, derffast überall mit dem Schossen fertig lvar und vielfach schon in Blüte stand. Das erhoffte Zusammenziehen der durch die Mäuse entstandenen Kahl- stellen ist selten in Erfüllung gegangen. Der Stand ist dünn ge- blieben, der Halm durchschnittlich nicht lang genug ausgefallen. Die Oelfrüchte, Winterraps und-Rübsen, die auch in Blüte stehen, sollen vielfach unter dem Glanzkäfer zu leiden haben; sie tverdcn aber dennoch zufriedenstellend beurteilt. Wenig günstig lauten die Nachrichten über die Futterpflanzen und Wiesen. Zumeist wird- über den Klee geklagt, in manchen Gegenden auch über die Lu- zerne. Mit dem Luzerneschnitte ist begonnen. Als zufrieden- stellend sind nur die Rieselwicsen zu bezeichnen,"vährend die Na- turwiesen im ganzen mehr verloren«IS gewonnen baben. Weder über die Sommerhalm- und die Hülsenfrüchte, wxh über die Hackfrüchte kann bis jetzt Erfreuliches berichtet lnerden, da sie vielfach infolge der Trockenheit nicht aufkommen konnten; am weitesten zu- rück ist die Gerste. Soweit die Sommersaaten zeitig aufgelaufen waren, haben sie etwas durch die letzten Nachtfröste gelitten. Haupt- sächlich betrifft dies die'Frühkartoffeln, die mitunter ganz abge- froren sink und nochmals bestellt werden mußten, während die spä- teren Sorten zumeist noch nicht sichtbar waren. Auch die Zucker- rüben leiden sehr unter der Trockenheit. Dazu kommt, daß sie in manchen Gegenden von Wurzelbrand befallen sind, in anderen von Aaskäfern heimgesucht werden; außerdem sollen sie stark vcrun- krautet sein. JndeS scheinen diese Nachrichten sich wohl zumeist auf Ausnahmefälle zu gründen, da sowohl die Halm- und Hülsen- wie auch die Hackfrüchte im ganzen keineswegs ungünstig beurteilt tvurdcn. Den errechneten Ziffern liegen untunter nur wenige Noten zuguunde, so daß die augenblickliche Begutachtung der ge- sMten Sümmermia keineswegs qls ein fichercs Uxteil gelten darf, GewerfefchaftUchcs# Ke stellte Vynamitansckläge. New-Dork, 21. Mai 1911.(®ig. SBer.) Der Vergiftete, aus dem Hinterhalt abgeschnellte Pfc prallt auf den tückischen Schützen zurück. John I. McNamara und sein Bruder James B. McNamara sollten dem Henker überantwortet und der Verband der Brückenbauer und Bau- schlosser sollte zugleich mit seinem Sekretär und geistigen Führer John I. McNamara erwürgt werden. Hinter dem feinen Plan steckt die National Erectors Assoziation(Bund der Unternehmer in Brückenbauten und Eisenkonstruktionsarbeiten). Und nun steht der Scharfmacherverband am Pranger. Seine Beauftragten haben zusammen mit dem sauberen William I. Burns. dem Inhaber der nach ihm benannten Detektiv- agentur, sachverständigen Rat darüber eingeholt, wie sich Brücken, Hochöfen usw. am vorteilhaftesten in die Lust sprengen lassen. James Elliot, Nr. 2349 Bedford Ave., Pittsburg, wohn- hast, legte letzte Woche ein Geständnis des Inhalts ab. dast er der Ratgeber von Vertrauensleuten der National Erectors Assoziation war. Elliot wurde von dem schon genannten Burns, der das„Belastungsmaterial" gegen die beiden McNamara und Ortie Mc.Manigle lieferte, von dem hiesigen Advokaten Walter Drew, dem Anwalte der National Erectors Association, und deren Pittsburger Ver- treter John Poushey um Auskunft darüber angegangen, auf welche Art und Weise gewisse Brücken und andere Baulich- leiten unter Verwendung von Dynamit in die/!uft gesprengt werden können. Achtmal wurde Elliots Gutachten in den letzten drei Jahren eingeholt. Das Trio der Ehrenmänner versprach dem gleichwertigen Elliot 1000 Dollar Honorar, zahlte ihm aber nur 125 Dollar aus, obgleich die Sprengung eines Hochofens der Corrigan-McKinney Co. zu Cleveland, Ohio, und die Zer- störung der Steubenville- Brücke„ganz prächtig gelangen". Selbstverständlich wurden die beiden Bubenstreiche von der gesamten wohlgesinnten Presse der organisierten Arbeiterschaft zur Last gelegt. In der Untersuchung gegen die der Zerstörung des „Times"- Gebäudes zu Los Angeles und des im Zusammen- hang damit verübten etnundzwanzigfachen Mordes angeklagten Brüder McNamara sagten Drew, Burns und einige seiner Detektivagenten aus, sie hätten von einer Reihe von Dynamit- anschlügen im voraus gewußt, ohne etwas zur Verhinderung der Verbrechen zu unternehmen. Wurde schon damals die Vermutung laut, daß die Wissenden auch die Anstifter waren, so kann nach dem Geständnis Elliots in dieser Hinsicht kein Zweifel mehr bestehen. Die Beauftragten der organisierten Scharfmacher begnügten sich nicht mit der Anstiftung, sie besorgten auch die für die hinterhältigen Schandtaten notwendigen Sprengstoffe. So erstanden Drew und Poushey letztes Jahr gemeinsam mit Elliot in der Water Street zu Pittsburg für 17 Dollar Dynamit und Perkussionskapseln, die sie in Fousheys Bureau zwei Männern übergaben.—„Ich würde", meinte BurnS zu Elliot,„100000 Dollar verdienen und könnte mich zur Ruhe setzen, wenn es mir gelänge, den Verband der Brückenbauer und Bauschlosser durch eine gerichtliche Verurteilung zu ruinieren". An gutem Willen, das Geld unter allen Um- ständen zu verdienen, fehlt es einem Burns nicht. Daß John I. Mac Namara an der Explosion im Ge- bände der zu Los Angeles erscheinenden„Times" keinen An- teil hat, ist durch ein einwandfreies Alibi unwiderleglich dar- getan. Dennoch setzen die Unternehmer Klauen und Nägel daran, eine Verurteilung des Verhafteten zu erwirken. So behauptete am letzten Mittwoch John I. Kirby jr., Präsident der National Manufacturers Association(nationaler Fabrikantenbund) auf deren Konvention mit der an ihm bekannten eisernen Stirne:„Nach reiflicher Ueberlegung be- Haupte ich allen Ernstes, daß die Vernichtung von Eigentum und Menschenleben zu Los Angelos(gemeint ist die„Times"- Explosion) der aufgespeicherten Rachgier und dem ver- werflichen Hasse einer verbrecherischen Gewerkschaftsbewegung zur Last fällt." Nach allen Richtungen der Windrose trug der Telegraph diese kalt berechnete Verleumdung. An Arbeitgeber in allen Teilen der Vereinigten Staaten richtete James A. Emery, der Washingtoner Vertreter der National Manufacturers Association, die telegraphische Auf- forderung, auf die Behörden von Indiana, insbesondere auf den Gouverneur des Staates einzuwirken, damit dieselben „ihre volle Pflicht gegen die angeblichen Dynamitarden" tun. Die Citizens Jndustrial Association, der St. Louiser Zweig der National Manufacturers Association, sucht Stimmung gegen die Brüder McNamara zu machen, indem sie Geschäfts- leute auffordert, durch Einsendungen an Zeitungen die öffent- liche Meinung zu bearbeiten. So widerlich ist das Treiben der ob ihrer Bloßstellung wutschäumenden Herrenmenschen, daß ihre vertraulichen Rundschreiben vielfach von Unter- nehmern der Oeffentlichkeit unterbreitet werden. Sonnenklar ist erwiesen, daß die National Erectors Association gegen John I. McNamara und James B. Mc Namara das Spiel wiederholt, welches die Mine Owners Association(Bergwerksvereinigung) gegen die Western Föderation os Miners(Bergarbeiterverband des Westens) und deren Führer Meyer, Haywood und Pettibone, glücklicher- weise ersolglos, inszenierte. Dieses Mal war, man darf wohl sagen, die gesamte organisierte Arbeiterschaft gar rasch auf dem Plane, um die finsteren Pläne haßerfüllter Dividenden- Haie zu Nichte zu machen._ Berlin und Umgegend* Der Berliner Bäckerstreik. Nach den überaus günstigen Erfolgen des Lohnkampfes hält es die Streikleitung jetzt für angebracht, in einer heute(Mittwoch) nach- mittags im Gewerkschaftshause stattfindenden Mitgliederversammlung des Bäckerverbandes eine Aendcrung der seitherigen KampfeStaktik zu empfehlen. ES wird sich voraussichtlich darum handeln, wie die sich noch ablehnend verhaltenden Bäckermeister zur Bewilligung zu veranlassen sind und wie etwa auftauchenden Absichten, die ein- gegangenen Verpflichtungen zu durchbrechen, wirkungsvoll entgegen- getreten werden kann. Die BerbandSmitglieder werden auf diese Versammlung hiermit aufmerksam gemacht. » Vom„Bund der Bäcker- und Konditorgesellen" erhielten wir ein mit unleserlicher Unterschrift versehenes Schreiben, welche? in der Form einer Berichtigung die Behauptung aufstellt: „ES ist unwahr, daß Schmiegert Mitglied des Bundes ist." Schmiegert, der von uns als Mitglied deS gelben Bundes be- zeichnet wurde, ist nämlich jener Menlch, der von außen her in die "Nkräntw. Redakteur) Albert Wachs, Berlin. Ja feratenteil vergntw.) Backstube bon Papst hinein eine ekelhafte Schweinerei berühte. Ob Schmiegert jetzt noch Bundesmitglied ist, interessiert uns nicht. Es konimt nur darauf an, was er zur Zeit seiner schmutzigen Tat war. Hierüber teilt uns jemand, der Augen- zeuge bei der Festnahme Schmiegerts war, folgendes mit: Unter den bei Papst beschäftigten Gesellen, die bei der Fest- nähme des Schmiegert zugegen waren, befand sich einer mit Namen Otto Ouermann, der Schriftführer des meister- treuen Gesellenvereins Nordost und ein führendes Mit- glied des gelben Bundes ist. Als S ch m i e g e r t festgenommen wurde, rief Ouermann ans: „Donnerwetter, das ist ja ein Mitglied deS gelben Bundes. Das kann mich ganz besonders ärgern." Darauf machte Ouermann dem Schmiegert heftige Vorwürfe, und im Laufe der Auseinandersetzung sagte Schmiegert zu Quer- mann:„Ich kenne Dich sehr wohl, Du bist Mitglied des Nordost- Vereins. Ich bin Mitglied des Nordwestvereins." Der Augenzeuge, auf den sich unsere Information stützt, war selbst bis zum 7. Mai Mitglied des gelben Nordwestvereins und hat den Schmiegert per- sönlich in den Kreisen der Gelben kennen gelernt.— Die Angelegen- heit Schmiegert war am folgenden Tage Gegenstand des Gespräches in der Werkstatt von Papst. Hier wurde Herrn Ouermann zu- gerufen:.Schmiegert ist einer von Ihren Gelben!" und Ouermann hat das nicht bestritten. Will die Leitung de? gelben Bundes angesichts dieser Tatsachen noch streiten, daß Schmiegert zurZeit der Tat einer der Ihren war?_ Achtung, Bäcker! Die Kollegen des Verbandes der Bäcker werden auf das heutige Inserat des„Vorwärts" aufmerksam ge- macht und ersucht, sich zahlreich an der Versammlung zu beteiligen. Verband der Bäcker und Konditoren. Oentlches Reich. Ter Kampf der Handlungsgehilfen um die Erweiterung der Sonntagsruhe. In Görlitz werden jetzt die Ladengeschäfte des Sonntags um 2 Uhr geschlossen. Die Handlungsgehilfen reichten nun beim Ma- gistrat einen Antrag auf Einführung des Einuhr-Ladenschlusses an Sonntagen ein. Gegen diesen bescheidenen Antrag wandten sich die Geschäftsinhaber in einer öffentlichen Versammlung, aus der die anwesenden Handlungsgehilfen hinausgewiesen wurden. Der Ma- gistrat teilt auch den sozialpolitisch äußerst rückständigen Stano- punkt der Herren Prinzipale, wie sich in der Sitzung des Kauf- mannsgcrichts zeigte, das zur Begutachtung des Antrags ange- rufen war. Während in früheren Plenarsitzungen des Kaufmanns- gerichts nur das Magistratsmitglied, das den Borsitz führt, erschien und vor zwei Jahren mit für Erweiterung der Sonntagsruhe stimmte, erschienen diesmal der Vorsitzende und seine zwei Stell- Vertreter, also drei Magistratsmitglieder, um gegen den Antrag der Gehilfen zu votieren. Bei der letzten Kaufmannsgerichtswahl gelang es nun aber unseren Genossen, einen Sozialdemokraten als Prinzipalbeisitzer in das Kaufmannsgericht zu wählen, der sich mit den Angestelltenbeisitzern s ü r den Antrag erklärte, so daß trotz der drei gegnerischen Stimmen der Magistratsmitglieder sich das Kausmannsgericht mit 13 gegen 12 Stimmen für den Antrag er- klärte. In der Verhandlung machte ein Magistratsmitglied die Mitteilung, daß der Magistrat beschlossen habe, den Antrag nicht an die Stadtverordnetenversammlung weiterzugeben; da der Stadt- verordnetenversammlung aber auch acht Sozialdemokraten ange- hören, ist über die Angelegenheit noch nicht das letzte Wort ge- sprachen._ Zum Streik im mitteldeutschen Braunkohlenrevier. Der Streik erstreckt sich nunmehr auf die fünfte Woche. Mit derselben Entschlossenheit wie am ersten Tage des Streiks stehen die Arbeiter in ihrem Kampfe. Die Unternehmer haben in der ver- gangenen Woche mit den verschiedensten Mitteln versucht, diese Entschlossenheit zu brechen. Zu diesem Zwecke wurde ein großes .,Aufklärungs"-Jnserat, welches in zahlreichen bürgerlichen Zeitungen erschienen ist, von dem Braunkohlen-Jndustricvercin losgelassen. Das Inserat hat seinen Zweck verfehlt. In zwei sehr stark besuchten Volksversammlungen hat die Bürgerschaft ihr Urteil über die Unternehmer abgegeben. Dasselbe lautet: Die Unter- nehmer sind die Schuldigen, daß der Kampf entbrannt ist. Weiter hat das Unternehmertum versucht, das Revier mit Fremden zu überschwemmen. Die Gruben„Heureka",„Bismarck", „Voß" und„Gottlob" haben ihre Agenten in alle Welt entsandt. Mit den verwegensten und verlogensten Mitteln wird versucht, Leute zu betören. Ein Agent der Grube„Gottlob" verspricht im Schichtlohn einen Lohn von ö,kl> M.. im Gedinge einen solchen von 8 bis 9 M. Selbstverständlich denken die Unternehmer erst gar nicht daran, einen solchen Lohn zu zahlen. Der Zweck ist, Arbeiter aus ihren bisherigen Arbeitsstellen herauszulocken. Hat man sie im Streikrevier, dann sind sie mittellos und nicht mehr im Besitze ihrer Papiere. Die Grube„Bismarck" bei Zipsendorf erhielt am 1. Juni einen Transport von 4S Personen. Diese waren in Hamburg angeworben. Zum größten Teil hatten die Leute dort in Arbeit gestanden. Ein Agent hatte sie beschwindelt. Hierüber und über den Empfang am Bahnhof in Meuselwitz schreibt ein bürger- liches Blatt, der„Bote von der Schnauder": „Der größte Teil der vor dem Bahnhof Anwesenden begab sich auf den Wiesenwegen bor die für die engagierten neuen Ar- beitskrästc vorgesehenen Unterkunftsräume, wo nach kurzer Zeit auch die Wagen eintrafen. Nun bot sich den zahlreich Umstehen- den ein wahrhaft rührendes Bild. Kaum hatten die Wagen auf Werksgebict gehalten, da sprangen etwa 15 Mann herab und eilten— einer weinend— unter den Rufen:»Wir sind be- trogen!" der Straße zu. Nach ihrer Aussage waren die Leute in Hamburg von Agenten für einen B a h n b a u engagiert worden. Die Begrüßung seitens der Ausständigen war natürlich eine freudige. Als einer der Ankömmlinge den Tagebau erblickte, rief er:„Da hinein komme ich nicht mit", und schnell eilte er seinen Kameraden nach. Andere folgten. So hatte zwei Stunden später ein großer Teil des Transportes wieder den Ort verlassen, wohin man ihn unter so starker polizeilicher Bedeckung— es mochten ebenso viele Gendarmen wie Wageninsassen sein— gebracht hatte. Anerkennend muß hervorgehoben werden, daß die Ausständigen sowohl vor dem Bahnhof als auch vor dem Werke nicht nur Ruhe und Ordnung hielten, sondern auch selbst dafür sorgten."* Auch vom„Meuselwitzer Tageblatt", das sich sehr gerne in Scharfmacherei betätigt, wird anerkannt, daß die Streikenden sich musterhaft verhalten haben. Die Grubenbesitzer scheinen aber Vorstellungen beim Herzog- lich Sächsischen Ministerium gemacht zu haben. Es ist ihnen anscheinend schwer auf die Nieren gefallen, daß mit wenigen Aus- nahmen die geworbenen Leute, nachdem sie wußten, daß sie als Streikbrecher verwandt werden sollten, wieder abgereist sind. Von Grube„Heureka" wird erzählt, daß die 41 009 M., welche die Ak- tionäre zur Verfügung gestellt haben, um den Streik niederzu- knütteln, schon verpulvert sind. Immer aber hat die Grube noch keine Leute, welche als Ersatz für die Streikenden zu betrachten sind. Jetzt sollen anscheinend schärfere Maßnahmen ergriffen werden, wie folgende Bekanntmachung erkennen läßt: „Verordnung. Für die Dauer des Streiks im Braunkohlenrevier wird auf Grund von§ 1 bis 3 des Gesetzes vom 25. März 1837(Gesetz- sammlung Seite 51) folgendes verordnet: h Th.Glockk, Berlin. Druck u. Vkriag: Vorwärts BtMr. ßsilaföaniißlt Die Velrlebsleiker Set GruSen finS Eetjjfliüile!, Sei TttnK- porten Arbeitswilliger vor Festlegung des Transportes die Zu- stimmung der zuständigen Polizeibehörden(Stadträte, Landrats« ämter) zu der beabsichtigten Zeit des Eintressens auf dem im Herzogtum belegenen Bahnhof einzuholen. Die Einholung der Zustimmung hat mindestens 12 Stunden vor dem Eintreffen zu erfolgen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmvngen werden mit Geldstrafe bis zu 75 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Altenburg, den 1. Juni 1911. Herzoglich Sächs. Ministerium, Abt. des Innern." Vor Festlegung des Transportes die Zustimmung der� zu- ständigen Polizeibehörden zu der beabsichtigten Zeit des Eintreffens auf dem im Herzogtum belegenen Bahnhofe einzuholen. Das be- sagt alles. Die Bestimmungen, auf die hier verwiesen wird, han- dein von Aufruhr, von Vorkommnissen, welche zu Ruhestörungen führen können. Es sollte also früh genug Bescheid gegeben werden, wenn ein Transport Arbeitswilliger eintrifft, damit genügend Polizei vorhanden ist. Es soll wohl dadurch verhütet werden, daß die geworbenen Leute von den Streikenden zur Umkehr bewogen werden. Das scheinen die Grubenbesitzer durch ihr Geschrei erreicht zu haben. � Die Streikenden verhalten sich ruhig, wie selbst von der bür- gerlichen Presse hervorgehoben wird, trotzdem werden die Aufruhr- bestimmungen in Kraft gesetzt. So will es das Grubenkapital, und die Regierung kommt dem Willen entgegen. » �» Der Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands erläßt folgenden Aufruf: Achtung! Z u z ug f e r n ha l t e n. Im Zeitz-Weißenfelfer- Alten burger Revier und in der O b e r l a u s i tz stehen die Braunkohlenarbeiter schon seit einigen Wochen im Streik. Im Magdeburg- Helmstädter-Braunkohlenrevier haben die Arbeiter ihre Kündigung eingereicht. Die Unternehmer versuchen aus allen Gegenden Arbeits- willige heranzuschleppen. Um den Plan der Werksbesitzer zu zerstören, ersuchen wir alle Gewcrkschaftskartelle und arbeiter- freundlichen Zeitungen, auf den Kampf in den Braunkohlen- revieren aufmerksam zu machen und vor Zuzug zu warnen. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Ofensetzerstreik in Allenstein. In A l l e n st e i n(Ostpr.) ist ein Ofensetzerstreik ausgebrochen. Zuzug ist streng fernzuhalten. Tarifabschlusi im Strasiburger Hafcngebiet. Eine erfolgreiche Lohnbewegung haben die im Deutschen Transportarbeiterverband organisierten Stückgut- und Hafen- arbeiter der Straßburger Reederei- und Schisfahrtsgesellschaften ohne Arbeitseinstellung zur Durchführung gebracht. Tie VerHand- lungen zwischen der Verbandsleitung und den Arbeitgebern gestal- teten sich ziemlich schwierig, so daß schließlich das Bürgermeisteramt zur Vermittelung eingriff. Es wurde ein Tarifvertrag mit Dauer bis zum 39. April 1915 abgeschlossen, durch welchen etwa 299 Ar- beiter Lohnzulagen von 89 Pf. bis zu 3 M. pro Woche erzielten. Eine weitere Lohnstcigerung von 19 Pf. pro Tag tritt am 1. Juni 1913 und am 1. Juni 1914 ein. Ab 1. April 1912 wird die Arbeits- zeit um eine halbe Stunde verkürzt, für die Ueberstunden erfolgt höhere Bezahlung, auch wird bei Arbeiten mit gesundheitsschädlichen oder gefährlichen Stoffen, die näher bezeichnet sind, ein besonderer Zuschlag bezahlt. Durch den Tarifvertrag ist für die Straßburger Hafenarbeiter eine Grundlage geschaffen, auf der sie wciterbauen können, wenn sie ihre Organisation hochhalten. Die im städtischen Dienst beschäftigten Stückgut- und Hafenarbeiter haben gleichfalls den Deutschen TranSportcirbeitcrverbond mit der Einreichung von Forderungen an die städtische Verwaltung beauftragt. Der abge» schlossene Tarifvertrag gilt für folgende Firmen: Rhein- und See» Speditionsgesellschaft und Johann Philipp Gruber. Lohnbewegung der Elektromonteurr. Di« im. Deutschen Me- tallarbeiterverband organisierten Arbeiter der Lech-Elektrizitäts- werke A.-G. in Augsburg erreichten einen Tarifvertragsast- schluß, laut welchem ab 1. Juni die Arbeitszeit auf 9 Stunden täglich herabgesetzt wird. Ferner sind Mindestlühne nominiert und erhalten die Arbeiter eine Lohnerhöhung von 3 bezw. 2 Pf. pro Stunde, Montagezulage und Entschädigung für Ueberzeitarbeit. Die Firma ist eine Zweiganstalt der Lahmeherwerke in Frankfurt am Main. Huö der frauenbewcgung. Ein blutiger Kampf um» Frauenstimmrecht. Wie der„New York Times" au» Mexico- Stadt gemeldet wird, entstand dort aus Anlaß einer Kundgebung von Anhänge- rinnen des Frauenstimmrechts ein ernster Tumult, bei dem neun Personen erichossen sein sollen. Leseabende. Zehlenb-ef. Leseabend. Mittwoch, den 7. Juni, abends 8� Uhr. bei Mickley. Potsdamer Str. 25: Aerztlicher Vortrag. Ver- schiedenc«. Der Borstand. letzte Nachrichten« Weltrekord geschlagen. Am gestrigen dritten Tage der nationalen Flugwoche in Jo- hanniSthal erreichte Hirth bei einem Höhenfluge außer Kon- kurrenz mit Passagier eine Höhe von 1589 Meter und brach damit den Weltrekord der bisher 899 Meter betrug. Schwere Unwetter in Bayern. München, 6. Juni. An den Pfingstfeiertagen sind über mehrere Gegenden Bayerns schwere Wolkenbrüche und Gewitter nieder- gegangen. Wie die Neuesten Stachrichten melden, überschtvemmte in F r e y sin g ein Wolkenbruch die ganze Hauptstraße, so daß das Wasser in Häuser, Wohnungen und den Kirchhof eindrang. Auch aus der Gegend von P a s s a u und Ansbach werden schwere Unwetter gemeldet._ Abstürze in den Bergen. Innsbruck, 8. Juni.(W. T. B.) Die Leiche des vermißten Vorstehers der hiesigen Universitätsbibliothek, Dr. H i t t m a i r, ist vonOciner Rettungsexpedition im hinteren Padastertal gefunden worden. Hittmair war infolge eines Fehltritts abgestürzt. Linz, 6. Juni.(B. H.) Vom Hohen Ariel ist der 39jährige Gerichtsbeamte Franz U u H u b e r aus Waidhofen an der Abs ab- gestürzt und hat sich todlich verletzt. Die Cholera. Trieft, 8. Juni.(W. T. B.) Die bakteriologische Unter- suchung des an Bord des DampferS Saxonia der Cunardliuie unter Eholeravcrdacht erkrankten und heute früh gestorbenen ungarischen Rückwanderers BcrniS ergab daS Vorhandensein von cdolcrs asiatica. Budapest. 6. Juni.(B. H.) In der Gemeinde Dabolto bei Eperis ereignete sich ein choleraverdächtiger Todesfall._ ® aMlSina« 4 Ed., Berlin SW. Hierzu 3 Beilggen u. UnterbaUuagsbl. 130. 28.?ahrgavz. t KeilU des Jotmärts" ftrlinet WlksM. MittMlh,7.IMllSll. Partei- �Zngelegendeiten. 37. Kommunalwahlbezirk. Heute abend findet zur Stadt» derordnetenersatzwahl Flugblattverbreitung statt. Im An» schlutz hieran wird in den in Betracht kommenden Bezirken ein Extrazahlabend abgehalten. Die Genossen werden ersucht, vollzählig zu erscheinen/ Das Wahlkomitee. Nixdorf. Wir verweisen auf die Abmachungen am letzten Abend- vom Unterrichtskursus und laden diejenigen Genossen, welche gewillt find, an der Fortsetzung dieses Kursus teilzunehmen, zu einer Bor- besprechung heute abend SV, Uhr bei Bartsch(Hoppe) ein. Der BiidungSauSschutz. Tegel. Aur Aufnahme einer genauen Statistik wollen die Ge- nossen am nächsten �ahlabend ihr WahlvereinS» wie Gewerkschafts- buch bestimmt mitbringen. Die Bezirksleitung. berliner l�acbncbten. Sichere Tips. In unserer heutigen Gesellschaft ist kein Gewerbe zu schmählich, als daß sich keine gewissenlosen Elemente fänden, es zu betreiben. Und je müheloser und reichlicher der Gewinn ist, um so mehr Hyänen des Wirtschaftslebens wenden sich dieser Tätigkeit zu. Mag dabei der Weg über das Lebens- glück tausender zerstampfter Mitmenschen gehen, mögen an dem gewonnenen Gelds die Tränen gebrochener Herzen, der Fluch des Unglücks und des Lasters haften, was kümmert das solche Gentlemen. Wir leben nun einmal unter einer gött lichen Weltordnung, wo der Kampf aller gegen alle tobt, wo der krassen Rücksichtslosigkeit, der zügellosen Habgier Tür und Tor geöffnet sind und die niedrigsten Instinkte ausgelöst werden. Ein besonders beliebter und immer einträglicher Ge- schäftszweig ist der Handel mit Menschenfleisch, ganz gleich. in welcher Form er betrieben werden mag. Die Töchter des Proletariats und Kleinbürgertums bilden ein Handelsobjekt, das schon unzähligen Schurken die Taschen gefüllt hat. Not, Armut, Unerfahrenheit und nicht selten der Hunger nach Glück und Sonnenschein treiben alljährlich viele, allzu viele blühender Mädels einer grausigen Zukunft entgegen. Bor- wiegend sind es die Bretter, die die Welt bedeuten, ist es der bunte, schillernde Kulissenzauber, wo sich ihre glänzenden Träume verwirklichen sollen. Auf diesen Hang zur Bühne bei dem jungen Volke bauen raffinierte Spekulanten ihren Plan. Zwar können nicht alle„ans Theater", sämtliche Bühnen der Welt reichten nicht aus. die Zahl der Reflek- tantinnen zu bergen, doch wozu gibt es denn Varites, Spe- zialitätentheater, Kabaretts usw.? Hat nicht mancher„Star" unten angefangen, um dann bis zur steilen Höhe der Kunst und des Erfolgs zu klimmen? Also, rin ins Vergnügen Ein Blick in den Annoncenteil bürgerlicher Zeitungen genügt, imi jofort auf günstige Engagementsangebote zu stoßen. S«ubretten-L«hrmädchen verlangt altrenommier. teS Bariete. Kostüme. Noten frei. Steigendes Gehalt. Gutbezahlte Engagements nachdem garantiert. Verlockend, nicht wahr! Natürlich meldet sich immer eine Anzahl Mädchen darauf. Alle fühlen sich berufen, aber nicht alle werden auserwählt. Gutes Stimmaterial ist nicht er- forderlich, immerhin— wenn es vorhanden ist, so schadet es auch nichts. Worauf es vor allem ankommt, ist guter Gliederbau, schicke Figur und beileibe nicht„etepetete" sein, wie der Berliner sagt. Zimperlichkeit wäre gleichbedeutend niit Aufgeben der aussichtsvollen Laufbahn. Das schreiende Angebot schrumpft natürlich in der Wirklichkeit ganz erschreckend zusammen. Wir hatten kürzlich Gelegenheit. unS davon selbst einmal zu überzeugen. Und zwar wurden wir zu dieser Studie veranlaßt durch einen Trick, wie er nicht schamloser und ekel hafter ersonnen werden kann. Ein Wisch mit folgendem charakteristischem Inhalt zeigte uns den Weg: kleines Feuilleton, Der Acroplan als billiges Transportmittel. Es herrscht im Publikum heute noch die ganz irrige Annahme, datz der Aviation bloß eine Zukunft als eleganter und teuerer Sport beschieden sei, und datz die Aeroplane eventuell auch zwei oder drei Passagiere werden mitführen können. In Wirklichkeit werden sie aber, wie Julius Sachs�i» seinem interessanten Artikel»Der Aeroplan als Zivilisationsträger' im Münchener.März' nachweist, billiger als unsere heutigen Verkehrsmittel sein. Denn cS darf uns der bizarre Klang deS Satzes nicht die Anschauung der Tatsache trüben, dag in der Aviation die großen Geschwindigkeiten wohl- feiler sind als die kleinen. Es handelt sich hier tatsächlich um daZ Paradoxon der Aviatik. Eine durch die Luft geschleuderte Mäche erwirbt, durch diese gleitend, die Fähigkeit, eine gewisse Last au tragen, deren Äroße »proportional' der Oberfläche und dem Quadrate der Geschwindigkeit ist. mit der der Apparat dahinsaust. Wenn nun diese Geschwindigkeit. die im Quadrate wirkt, sehr gros; ist. crsardert die Hebung der Last eine sehr geringe, fast gar keine Kraft. Es kann daher die gesamte vcrsügbare Kraft für die Weiterbeförderung verwendet werden, und diese wird weit leichter erfolgen als auf dem Erdboden, da die Bc- förderung in der Lust nur die Schwerkraft und die Luftrcibung zu überwinden hat, daS heißt nur einen geringen Teil der Hindernisse, die sich der OrtSveränderung auf der Erde oder auf dem Wasser entgegenstellen. Gehen wir einen Schritt weiter: je rascher ein Aeroplan durch die Luft saust, um so kleiner braucht der Winkel zu sein, mit dem er diese durchschneiden muß: um so geringer ist auch die Reaktion, die Behinderung der Vor- wärtsbewcgiing, und um so geringer wird im Verhältnis die erforder- liche Kraft sein. Das heißt, ein entsprechend gebauter Aeroplan ver- braucht bei gleicher gegebener Wege st recke wenigerKraft, wenn er sich r a s ch e r, als wenn er sich langsainer bewegt. Legt man der Berechnung die vor einem Jahre von Paulhan noch als höchste Hoffnung ausgestellte Berecknung zugrunde, daß mit fünfzig Liter Benzin in siebe nstündiger Fahrt fünfhundert Kilometer mit einem zweiten Paffagier an Bord zurückgelegt werden, so kostet die Reise per Passagier und Kilometer drei Heller. Die Luftfahrt ist tatsächlich bestimmt, daS billigste Transportmittel nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch für den Gütertransport zu werden. Bernard Shaw über Religion. Der bekannte englische Dramatiker hat kürzlich in Cambridge vor einem großen Kreis von Studenten erneu Bortrag über die.Zukunft der Religion' gehalten, der in dem. Leitung Nr..... Nenntelegramm. Telegramm Nr... Sofort öffnen Z f mwut«, Blatt Nr......(Folgt die Angabe der sauberen Nevor Sie eS Aufgenommen wird Firma.) erbalten die Vorstellung mit nX? großem Beifall. Gehen Sie sofort nach.. denn dort erhalten Sie die beste nßTips fürs nächste Rennen. Sicher sind: Lotte(18jährig). .. Selma(Vollblut mzigjährig). .. Alma, Favorit auf 20 Meter(17jährig). ,, Wilson, urkomischer Außenseiter für Wald-, Wiesen-, Wasser- und Luflrennen. RixdorfischeS Gestüt(einjährig). Kommen Sie sofort, da sämtliche Tips leicht vergriffen werden können, zum Lola— lisator--- Kabarett Gemütlichkeit. Wir gingen, wie gesagt, mal hin nach dem altrenom» m i e r t e n Variete, wo Soubretten-Lehrmädchen verlangt werden und 17jährige Favoriten für 20 Meter zu haben sind. Ein enges, tmnkliges, verräuchertes Lokal im tiefen Osten Berlins, mit dem Eingang vom Flur, zu dem ein paar Stufen führen. In der einen Ecke eine kleine Bühne, alles alt und schmierig, der Fußboden voller Schmutz. In mehreren Reihen ein paar Stühle, an der Seite kleine Tische. Das ist die Einrichtung dieses Kabaretts. Das Publikum, ein halbes Dutzend halbwüchsiger Burschen, zwei oder drei Männer im reiferen Alter, vermutlich Provinzler, und zuletzt noch ein älterer Mann mit grauem Bart. Auf dem kleinen Podium produziert sich mit dünnem, ach wie dünnem Stimmchen und unmöalichen Gesten ein auf- fallend hübsches, schwarzes Mädchen(17jähriger Favorit auf 20 Meter?) und singt eins der bekannten Couplets. Bei ihrem Abtreten klingt vereinzelter, gepreßter Beifall, der jedenfalls am wenigsten dem Gesänge galt, aus der spärlichen Zuhörerschar zu ihr herauf. Am kräftigsten klatschten jedes- mal der Kabarettinhaber und Soubrettenausbilder, ein wohl- genährter, breitschultriger Herr, und seine üppige Frau sowie die Kellnerinnen, deren mehrere anwesend sind. Nach und nach treten sämtliche„Tips" auf, bald allein, bald gemeinsam. Dann und wann erscheint auch ein Komiker. Sind die Sou- breiten gerade unbeschäftigt, so verteilen sie sich an den Tischen der Gäste. Sie akzeptieren natürlich Getränke und Ziga- retten ohne Zieren. Gegen �12 Uhr werden die Lampen am Podium ausgelöscht. Das künstlerische Programm ist er- ledigt. Nun folgt des Abends zweiter(und wahrscheinlich auch wichtigster) Teil, gem— ütliches Beisammensein an den Tischen, das allerdings nicht selten vom grauenden Morgen unterbrochen wird, wie wir erfahren konnten. Aus diesen zweiten und interessanten Teil des Programms haben wir leider verzichtet. Was wir sehen wollten, hatten wir gesehen, um die notwendigen Schlußfolgerungen ziehen zu können. Wir zweifelten gar nicht mehr daran, daß hier„Lehrmädchen ausgebildet" werden und auch bezüglich der„Tips" waren uns alle Bedenken geschwunden— sie waren jedenfalls durch- weg sicher, diese Tips._ Vom prächtigsten Psingstwetter waren die beiden Feiertage begünstigt. Die selten herrliche Witterung, die wir seit vielen Jahren am Pfingstfest nicht mehr beobachtet haben. brachte fast ganz Berlin auf die Beine. Hunderttausende von Menschen wanderten ins Freie, und nicht allein in der enge- ren Umgebung Berlins, sondern auch in den ferner gelegenem Ausflugsgegenden entwickelte sich an beiden Feiertagen ein Leben, wie dies wohl selten beobachtet worden ist. Alle die Sonderzüge, die seitens der Eisenbahnverwaltungen am ersten Feiertage abgelassen wurden, waren überfüllt. Ein ganz un gewöhnlicher Verkehr herrschte nach dem Svreewald, nach der Märkischen Schweiz und nach dem Harz. Viele Tausende suchten das idyllische Kloster Chorin auf und selbst auf der Insel Rügen war der Andrang der Berliner am Pfingstfest ein selten starker. Daß es in den Müggelbergen, im Grunewald, im Tegeler Forst und in all den Ausflugspunkten an der Grenzgemarkung der Reichshauptstadt von Ausslüglcrn wimmelte, war bei dem wunderschönen Wetter nicht anders zu erwarten. Der Ansturm der Massen war zeitweise ein so gewaltiger, daß die vorhandenen Verkehrsmittel versagten Wenn auch die Betriebsleitungen alles vorhandene Wagen zwar nicht übermäßig religiösen, aber aus Formen achtenden Eng land, großes Aufsehen hervorgerufen hat. Die Wölker, sagt Shaw. werden durch ein System von Götzendienern regiert. Geistliche, Richter und Könige, alle sind Götzen, die für gewöhnlich Geld genug haben, sich bester zu kleiden und besser zu leben, als anderes Volk. Tatsache ist, daß niemand in England ihre oder seine eigene Religion verstehen. Revolutionäre stürzen die Götzen und Crom- well machte Karl I. um«inen Kopf kürzer. Kein Mensch hat eS vorher gewagt, daS Haupt eines Königs abzuschlagen, und man war erstaunt, daß diese» möglich wäre. Könige, fügte Shaw hinzu, können ihm nicht imponieren. Er weiß, daß der König ein Mensch ist, aber schwerlich wird jemand in England zu finden sein, der ihn kenne. Das Volk macht sich seine Religion so gut als es vermag. Auf eine Anfrage de» Auditoriums antwortete Shaw:»Der Mann, der behauptet bat, daß Christus das höchste mögliche Wesen sei, ist ni-bt wert, daß man sich mit ihm abgebe.' Diese in England un« erhörte Sprache hat den, s-honungslosen Kritiker seiner heimische» Traditionen noch mehr Feinde gemacht, als er schon besitzt. Nur kümmert sich Shaw wenig darum. Noch einmal der Hallchsche Komet. Der Hallehsche Komet cheüit hinterher etwas von dem gut machen zu wollen,, was er bei /einer diesmaligen Wiederkehr zunächst gesündigt hatte. Nachdem man goglaubt hatte, von ihm bereits in den ersten Monaten dieses JahreS Abschied nehmen zu müssen, hat er sich noch immer nicht ganz empfohlen. In den letzten Tagen de- April war e- Professor Bainard, der sich freilich in dem beneidenswerten Besitz des größten Fernrohrs der Erde befindet, beschieden, daS merkwürdige Gestirn zu sichten. Die letzte Beobachtung, über die der Gelehrte jetzt einen Bericht gegeben hat, strnnmt vom 25. April. Tie Helligkeit des Kometen wurde bei dieser Gelegenheit auf die sechzehnte Größen- klasse geschätzt, die sich fast an der äußersten Grenze der Sichtbar- keit befindet. Die Abnahme der Helligkeit war nunmehr eine sehr rasche, da noch mn 23. April eine Lichtstärke von HVi odev 15 befanden hatte. Am 25. April war der Komet von der Sonne 745, wn der Erde 663 Millionen Kilometer entfernt. Dennoch glaubt Professor Barnard, daß die Beobachtung des Himmelskörpers mit den größten photographischen Spiegelsernrohren vielleicht noch bis in den nächsten Winter hinein möglich sein wird, aber erst, nachdem er hinter der Sonne durchgegangen und am Morgenhimmel er- chienen sein wird, während er bisher am Abenbhimmel zu beob- achten war. Zurzeit hat auch Barnard mit seinem Fernrohr von einem Dieter Oeffnung die weitere Verfolgung aufgegeben, da sie durch die zunehmende Länge des Tages aussichtslos gemacht wird. Uebrigens wird immer noch ein Streit um diesen Kometen unter den Astronomen fortgeführt, der sich darauf bezieht, daß er vov LahreSftijt seinen Schweis vpxübergehend der Sonne zugewgndt Material in Bewegung setzten, so war man einem Ansturm, wie er diesmal am Pfingstfest herrschte, keineswegs gewachsen. In krasser Weise zeigten die beiden Feiertage, wie resorm- bedürftig die Verkehrsverhältnisse nach der Umgebung für solche Anlässe sind. Und daß es sich an den Haltestellen der Straßenbahnen und aus den Vorortstationen wieder zu den unliebsamsten Szenen zuspitzte, war bei einem solch enormen Massenandrang eigentlich nicht zu verwundern. Stiftung für Blinde. Die verstorbenen Eheleute Kaumann, hier, haben der Stadt Berlin ein Vermächtnis von 75 000 M. für die städtiscke Blindenanstalt hinterlassen. Es sollen davon jährlich gegen die Weihnachtszeit 100 bedürftige Blinde eine Mahlzeit, für die ein Preis von 4— 5 M. für das Gedeck bestimmt ist, und ein Geldgeschenk von 20 M. erhallen. Der Magistrat hat die Annahme deS Legats beschlossen. Die Verkchrsdeputation hat in ihrer gesttigen Sitzung die Beratungen über den Entwurf eines Vertrages zwischen der Stadtgemeinde Berlin und der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen betreffend die Untergrundbahn von der Klosterstraße über den Alexanderplatz zur Frankfurter Allee und betreffend die Führung einer Linie vom Rollen- dorfplatz durch die Motz- und Kurfürstenstraße nach dem jetzigen Gleisdreieck, durch welche dieses als solches zur Auf- lösung kommt, zu Ende geführt. Der Vertrag wird demnächst den Magistrat beschäftigen. Berliner Asylverein für Obdachlose. Im Monat Mai nächtigten im Männerasyl 15 336 Personen, wovon 8208 badeten, im Frauen« asyl 402t Personen, wovon 1351 badeten. Arbeitsnachweis wird er» beten: für Männer: Wiesenstr. 55/59, für Frauen: Kolberger Str. 30. SubmissionSblüte. Bei dem Neubau der Synagoge hat die Er« öffnung der Angebote folgendes erstaunliche Ergebnis gehabt: Die bekannte Finna Flatow u. Priemer verlangt für die Tischlerarbeiten 134 542 M, Redelsheimer 115 900 M., die Firma Kimbel u. Frie- derichsen 114 767 M., Trunck u. Co. 101258 M.. Zelder u. Plothen 100 962 M.. Bendix Söhne 84 611 M.. Hyan 75 163 M.. Ernst Gosiow Noch f. 56 176 M. und Ad. Sommerfeld 62 120 M. Zwischen dem höchsten und niedrigsten Angebot demnach eine Differenz von nicht weniger als 82 422 M. Die Betrlebsanlagen der Konsumgenossenschaft in Lichtenberg können an den nächsten vier Sonntagen besichtigt werden. Der Be- such der in jeder Beziehung sehenswerten Anlagen lohnt sich, auch NichtMitglieder können an der Besichtigung teilnehmen und sich von den Einrichtungen persönlich überzeugen. Die Parteigenossen weroen auf die Konsumgenossenschaft besonders aufmerksam gemacht und aufgefordert, beizutreten. Ein Heim für jugendliche Obdachlose in der Bödickerstraße be- absichtigt der Verein„Berliner Jugendbund' ein Heim für jugend, liche Obdachlose männlichen Geschlechts zu errichten, und zwar zu- nächst ein Haus mit 40 einzelnen Stübchen, für die von einem Stadtverordneten schon die Einrichtung geschenkt worden ist. Der Zweck des Vereins ist, jugendliche Obdachlose vor den Verführungen der Großstadt und der Obdachlosen zu bewahren. Eine ganze Reihe von Bootsunfällen haben sich an den beiden Pfingstfeiertagen auf den Gewässern in der Umgebung Berlins zu- getragen. Infolge der schönen Witterung hatte sich auf den Seen, sowie auf der Havel und der Spree ein ganz bedeutender Verkehr entwickelt. Zahllose Segler, Ruderboote, Motorfahrzeuge und Dampfer kreuzten die Gewässer. Ein aufregender Unfall ereignete sich auf der unteren Havel am Eingang in den Wannsce. Dort kippte ein mit drei Mann besetztes Segelboot um. Bei einer scharfen Wendung wurde das Hauptsegel umgeschlagen und die» geschah mit solcher Heftigkeit, daß auch das Fahrzeug umgeworfen wurde und kenterte. Die Insassen stürzten in die Fluten, doch konnten sie von der Besatzung eines Motorbootes aufgenommen werden. An der Pfaueninsel sowie im Lehnitzsee gerieten bei Bootsunfällen mehrere Personen in große Lebensgefahr. Auf einen Bootsunfall mit tödlichem Ausgang deutet«in Vorgang hin, der bei Heiligensee beobachtet wurde. Dort wurde ein Ruderboot, das bei einem Bootsverleiher gemietet worden war. führerlos angetrieben. Das Fahrzeug lag auf der Seite. Waldbrände kamen auch an den beiden Pfingstfeiertagen wieder in den Forsten in der Umgebung Berlins mehrfach zum Ausbruche Unter anderem wütete ein erhebliches Feuer im königlichen Forst hinter Heiligensee. Als die freiwilligen Feuerwehren der anlie- gendcn Ortschaften am Brandort eintrafen, hatte das verheerende Element bereits eine große Baumfläche ergriffen. Bei der herv- schenden Dürre griff der Brand mit großer Schnelligkeit um sich und erst nach vierstündiger Tätigkeit konnte den Flammen Einhalt haben soll, was allen bisherigen Auffassungen vom Wesen der Kometen und von der Entstehung ihres Schweifes widerspricht. Notizen. Der Theaterbau dev Wiener Freien Volks» b ü h n e. Wie die Zeitschrift der Wiener Freien Volksbühne, Der Strom" mitteilt, wird der Theatcrbau von einem Kon- sortium, der Wiener Schauspielhausgescllschaft, ausgeführt und wahrscheinlich schon zum Herbst 1912 fertiggestellt werden. DaS Haus wird 1500 Sitzplätze haben. In ihm sollen das moderne Drama, daS Wiener Stück— aber nicht von der Pepi Glöckner» Weis— und das klassische Drama gepflegt werden. — Die neuen AuStauschprofefsoren. Professor William Sloane von der Columbiauniversität ist dazu oiiscrsichen, an der Berliner lliiivcrficät amerikanische Wissenschaft zu vcrkmiden. Die Amerikaner bekommen für den Historiker Sloane einen deutschen Zoologen, den vrealaner Professor Willy Kükenthal, den sich die Harvard-Universität in Cambridge(Massachusets) auserkoren hat. — Internationale Hhgiene-AuSstellung und Naturbeilvereine. Seitens des Vorstandes des deutschen NaturheilvereinSbundcS hatte man sich mit dem Gedanken getragen, auf der Internationalen Hygiene- Ausstellung in einer Gesamt- auSstellung die Bedeutung der deutschen Naturheilbewegung vor« zuführen. Die Ausstellung hat sich aber hiergegen ablehnend verhalten. Die größte Freude. Mein lieber Herr Negistrator. sprach der Stadtchef, Sie seiern am Ersten nächsten Monats Ihr fünfzig» ähriges Amtsjnbiläum. Es drängt mich, Ihnen schon jetzt zu sagen, daß dieser Tag für Sie ein Ehren- und Freudentog m jeder Beziehung werden sollt Die Herren Stadtverordneten hobm Ihnen ein halbes Dutzend silberner Teelöffel bewilligt, aus ei-n-« städtischen Stiftung erhalten Sie ein Ehrengeschenk von einhundert Mark, der Magistrat wird Sie zum„Oberregistrator' ernennnen und Seine Majestät werden geruhen, Ihnen die goldene Medaille für fünfzig» ährige Diensttreue zu verleihen. Dem alten Registrator traten die Tränen in die Angelt. Dem Herrn Oberbürgermeister möchte ich �chon jetzt für diese Ehrungen meinen allergehorsamsten Dank zu Füßen legen! stammelte er. Wenn Herr Oberbürgermeister mich jedoch ganz und gar zum glücklichsten Sterblichen machen luollen, dann haben Herr Oberbürgermeister die Gnade, eine Ver» Tigung von Aintswegen zu erlassen, daß die dreiundachtzig Akten- tllcke, die als angeblich wertlos zum Einstampfen bestimmt sind. auch fernerhin in den Aktenschränken zu verbleiben Kuben I... Der Gedanke, mich von den Akten trennen zu sov»-s drückt mir da» Herz ab! san» Reitir. gebolen SerVtt. Annähernd fünf MürgSN Wald sind vernichtet worden.— Ein anderer Waldbrand wütete in der Nähe von Schmöckwitz. Auch in diesem Fall ist erheblicher Schaden ange» richtet worden. Kleinere Waldbrände, die nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden konnten, wurden mehrfach in den Forsten an der Nordbahn beobachtet. Selbstmord eines Schaospielers. Aus bisher unbekannten Gründen verübte in der Nacht zum Pfingstmontag der Schauspieler und Regisseur Julius Deppe aus der Uhlandstr. S4/55 Selbst- mord, indem er sich mit Leuchtgas vergiftete. Als die Tat durch den Gasgeruch bemerkt wurde, hatte Deppe die Besinnung schon verloren. Hausbewohner benachrichtigten sofort die Wllmers- dorfer Feuerwehr, die mit einem Sauerswffapparat bald zur Stelle war. Alle Bemühungen waren aber vergeblich, da der Tod nach wenigen Minuten eintrat. Die Leiche wurde nach dem Wilmers- dorfer Schauhaus geschafft. Teure Reisetage verlebte ein Geschäftsmann aus der Probinz. der zum Besuch noch Berlin gekommen war. Hier geriet er in eine Gesellschaft, die sich mit der größten Liebenswürdigkeit bereit er- klärte, ihm die Hauptstadt zu zeigen. Nachdem er schon etwas reich- lich getrunken hatte und«in Stimmung' gekommen war. verschleppte man ihn nach einer Kneipe mit Mädchenbedienung, wo die Zecherei fortgesetzt wurde. Um S Uhr nachmittags brach mau von dort auf. Als der Provinzler in seinem Quartier wieder wach und nüchtern wurde, entdeckte er zu seinem Schrecken, daß er in dem Lokal nicht bloß eine ansehnliche Summe für die Zeche, sondern seine ganze Barschaft gelassen habe. Nicht weniger als 650 Mark, sechs Ein- Hundertmarkscheine und fünfzig Mark in Silber, hatte man ihm wegstibitzt mrd dazu noch seine silberne Uhr mit Kette, die auch noch 100 Mark wert find. Der Mann war so betrunken gewesen, daß er sich auch nicht entfernt erinnert, in welcher Gegend das Lokal mit der netten Bedienung liegt._ Die Flugwoche in Johannisthal, die am ersten Pfingstfeiertag ihren Anfang nahm, bewies abermals den bedeutenden Fortschritt auch der deutschen Flugtechnik. Da daS Wetter in den späteren Abendstunden fast windstill war, kam daS zahlreich erschienene Publikum vollauf auf seine Rechnung. ES wurden täglich zahlreiche Flüge mit und ohne Passagier ausgeführt, darunter auch eine Reihe prächtiger Höhenflüge. Am ersten Feier« tag erreichte der Dorner-Pilot S ch e n d e l mit Passagier eine Höhe von 1200 Meter, er würde dannt einen neuen internationalen Höhen- rekord im Passagierflug aufgestellt haben, wenn er nicht leider ver- gessen gehobt hätte, den offiziellen Höhenmesser mitzunehmen. Auch der Etrich-Pilot Vollmöller erreichte zur gleichen Zeit dieselbe Höhe. Am Montag konnte man noch stolzere Leistungen bewundern. Der Horlan-Pilot Jahnor flog zirka eine Stunde in einer Höhe von 1626 Meter und auch Voll möller brachte eS diesmal sogar auf 1870 Meter Höhe. Damit hatte der Etrich-Pilot den seinerzeit von MnezierS aufgestellten deutschen Höhenrekord von 1660 Meter um ein Beträchtliches geschlagen. Ueberhaupt war der Flugvetricb ein außerordentlich lebhafter, so daß sich meist sechs bis acht Flugzeuge zu gleicher Zeit in der Luft befanden. TodeSsturz ans dem Vorortzuge. Sonnabend abend nach 8 Uhr stürzte auS dem Vorortzuge Nr. 264 der Stettiner Bahn der 63 Jahre alte Arbeiter Hermann Krafft aus Wandlitz. Kurz vor dem Halte- Punkt Röntgental wurde von einem Fahrgast die Rotbremse des genannten Zuges gezogen. Der Zug hielt sofort und neben dem Zuge liegend wurde Krafft in bewußtlosem Zustande aufgefunden. Er wurde vom Zugpersonal in den letzten Wagen deS Zuge» ge- hoben und bis zur nächsten Station Buch mitgenommen. Hier wurde Krafft aus dem Zuge gebracht und durch einen Arzt wurde festgestellt, daß der Tod bereit» eingetreten war. Die Ursache de» HerauSstürzenS au» dem Zuge ist nicht fest- gestellt.«ShereS wird die behördlicherfeit» eingeleitete Unter- fuchung ergeben. Eine nicht sehr angenehme Bescherung wurde Montagnachmittag der 60 Jahre alten Witwe Anna des Handelsmanns Niese au» der Reichenberger Str. 113. Gegen 6'/, Uhr ging die Frau nach dem Spreewaldplatz am Görlitzer Bahnhos, um nach der Hitze des Tages etwas frische Luft zu schöpfen. Sie traf dort ein etwa 23 Jahre alte« Mädchen an. da« mit einem kleinen Kinde auf dem Gitter saß. Frau Niese setzte sich auch dort hin, weil sie fich etwa» ausruhen wollte. Bald kam die Unbekannte an fie mit der Bitte heran, das Kind doch einen Augenblick zu halten, weil sie auf dem Bahnhof etwas zu tun habe. ArgloS nahm die alte Frau die Kleine, ein Mädchen von etwa drei Monaten und setzte sich mit ihm wieder hin. Vergeblich aber lauerte sie nun auf die Rückkehr der Mutter. Nachdem sie bis 3'/, Uhr gewartet hatte, wußte sie sich keinen Rat mehr und ging mit oem Kinde zur Nevierpolizei, die eS ihr abnahm und nach dem Waisenhause brachte. Unfall im ReichStagSgebSude. Im Maschinensaal deS Reichs- tagSgebäudeS ereignete sich gestern morgen um?>/, Uhr ein schwerer Unfall. Bei Neparaturarbeiten stürzte dort der 86jShrige Heizer Jgnaz Karbski mehrere Meter tief in den Kesselraum hinab. Er erlitt einen komplizierten Schädelbruch und eine schwere Gehirn- erschütterung, so daß er in bedenklichem Zustande nach der Charitü gebracht werden mußte. Beim Baden ertrunken ist am zweiten Feiertag zwischen Spree- schloß und Tabberts Waldschlößchen der 13jährige Sohn deS Bahnbeamten Plog, Romintener Str. 39. Der Knabe war des Schwimmens unkundig, wagte sich aber zu weit ins Wasser, um sich von den durch die Dampfer erzeugten Wellen schaukeln zu lassen. Vor den Augen seiner Kameraden ging er uitler und kam nicht wieder zum Vor- schein. Die Leiche ist trotz eifrigen Euchens noch nicht geborgen. Bon eiuem Automobil überfahren wurde am Dienstagabend '/z7 Uhr auf der Chaussee am Freibad Müggelsee zwistben Friedrichshagen und Rahnsdorf der 16 Jahre alte Arbeiter Willi Schönfisch. Der junge Mann erlitt dabei Verletzungen am Knie und eine Lungenguetschung. die seine Ueberführung nach dem Kranken« Hause Ober-Schöneweide notwendig machten. Zwei größere Brände beschäftigten die Berliner Feuerwehr gester»(Dieiistag) nachmittag i» der Triftstr. 12 und in der Neuen Köuigstr. 27. An der ersten Stelle stand ein großer Haufen ge- trockneles Gras und an der zweiten eine Wohnung in Flammen. Hier wie dort bedurfte es längere» WassergebcnS mit einem Rohre, um die Gefahr zu beseitigen. AuS Gram über den Verlust ihres Manne» ging die 64 Jahre alte Frida Komischki au» der Brunnenstr. 180 in den Tod. Komischki, der Arbeiter war, starb vor zwei Jahren. Die ganze Zeit über trug sich seine Frau mit Selbstmordgedanken. Einmal schoß sie sich eine Revolverkugel in den Kops, wurde aber noch gerettet und wieder geheilt. Ein andere» Mal nahm sie Gift, kam aber wieder mit dem Leben davon. Noch mehrere Selbstmordversuche wußte ihre Schwester. bei der sie wohnte, zu verhindern. Endlich kam die Unglückliche au« der Werkstube nicht wieder nach Hause und ging in» Wasser. Gestern landete man am Kronprinzenufer ihre Leiche. Mit Zyankali vergiftet hat sich in der vergangenen Nacht ein junger Mann, dessen Persönlichkeit noch nicht feststeht. Im ver- gangcuen Winter wohnte tn einem Pensionat in der Neu- städtischen Kirchstraße einige Tage ein Gast, der sich Courier Lange nannte, über Herkunft und Beschäftigung aber sonst nichts mitteilte. Gestern mittag kam dieser Mann wieder und nahm fich ein Zimmer, in den, er nur einmal übernachten wollte. Noch kurzer Zeit ging er aus. In der Nacht um UV, Uhr kehrte er zurück. Eine halbe Stunde später hörten ihn die WirtSleute schwer.röcheln und fanden ihn krank daliegen. Als sie ihm Hilfe leisteten,'—ehrte er mit schwacher Stimme ab und bat, (in in Ruhe zu lasset weil er sterven wolle. Na» brachte den Lebensmüden nach der CharltS, wo man eine Zhankalivergistung feststellte. Der Unbekannte, der schwer danieder liegt, ist 1,70 Meter groß, hat ein hageres Gesicht und blondes Haar und ttug einen dunklen Anzug, gelbe Schnürschuhe, einen weißen Strohhut mit schwarzem Band, eme schwarze Krawatte und an der linken Hand einen silbernen Totenkopfring. Selbstmord einer Fünfzehnjährigen. Ein Leichenfund, der zu allerhand Gerüchten Veranlassung geben sollte, wurde am Sonn- tag in der Oberspree gemacht. Bootsfahrer sahen auf der Ober- fläche des Flusses den Leichnam eines jungen Mädchens treiben. Man schaffte die Tote ans Land und es stellte sich jetzt heraus, daß es sich um ein blutjunges Mädchen handelte. Die polizeilichen Er- Mittelungen ergaben, daß ein Selbstmord vorlag. Die Tote war die fünfzehnjährige Berta Gefche, die Tochter des Tischlermeisters G. aus Fürstenwalde. Die G. war feit mehreren Tagen spurlos verschwunden. In einem Schreiben, daS sie ihren Eltern hinter- lassen hatte, teilte sie mit, sie werde aus Scham ins Wasser gehen. Sie habe sich gern ein Paar neue Stiefel zum Pfingstfest ver- schaffen wollen und habe sie in einem Schuhwarengeschäft durch Vorspiegelungen erlangen wollen. Aus Scham hierüber werde sie jetzt in den Tod gehen. Mit Leuchtgas vergiftet hat sich gestern die 33 Jahrs alt« Uhr- macherSwitwe Emma Reche aus der Camphausenstr. 13. Feucr in der Friedrichstraße. Gestern abend kurz nach S Uhr wurde der dritte Löschzug der Berliner Feuerwehr nach der Friedrich st r. 83. zwischen der Behren- und RoSmarinstraße, gerufen, wo in der Hutfabrik von Max E ck a r d Feuer ausgebrochen war. Es brannte ein Lagerraum unmittelbar hinter dem Ver- kaufSladen im Erdgeschoß. Während der Löscharbeiten mußte der OmnibuS- und Wagenverkehr durch die Charlotten- und Behren- straße umgeleitet werden. Bald nach 9 Uhr konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Radrennen zu Zehlendorf, 4. Juni. Fritz T h e i l e f. Leider endete der schön begonnene Renntag mit einem beklagenswerten Unfall, der den Tod deS so beliebten und erfolgreichen Berliner DouerfahrerS Fritz Theile zur Folge hatte. Bei dem großen Pfingstpreise, einem über eine Sttrnde führenden Dauerrennen, lag Theile an der Spitze, er hatte bereits in der 18. Runde Janke über- holt und in der 32. auch den Franzosen Miquel, als er infolge Reifenschaden» zu Fall kam und von dem dichtauf folgenden Motor MiquelS, der ihm über die Brust ging, so schwer verletzt wurde, daß er zu Tode getroffen von der Bahn geschafft wurde. Such Miquel kam zu Fall, erlitt zum Glück nur leichte Verletzungen, ebenso sein Schrittmacher Reckzeh, während der Motor Feuer fing, das jedoch bald gelöscht wurde. DaS Renne» wurde sofort ab- gebrochen. Leider bestätigte fich die Tatsache, daß der Tod deS jungen strebsamen Berliners eingetreten sei; die Nachricht wurde allseitig mit größtem Bedauern aufgenommen. Die vorher abgehaltenen Fliegerrennen verliefen sehr spannend. Walter Rütt konnte wieder seine Ueberlegenheit zeigen: er ge- wann beim Rennen, an denen er teilnahm, vor Fahrern wie Arend, Henri Mayer, Schilling. Stabe. Lorenz. Techmer usw.' Ergebnisse: PfingstPreiSfürFlieger. 2000 Meter 200, 100, 60. 40 M. 1. W. Rütt 5: 2075. 2. H. Mayer. S. Schilling, 4. Stabe.(In den vier Vorläufen 26 Fahrer.)— Zehlendorfer Sport- p l a tz f a h r e n. 2000 Meter 80. 40. 30, 20 M. 1. W. Rütt 8: 1% 2. Lorenz, 3. Techmer. 4. Ehlers. Nicht placiert: Freiwald, Krahner.(In den drei Vorläufen 21 Fahrer.)— 1. Prämien« fahren. 8000 Meter 30. 20. 10 M. 1. H. Mayer 8:6% 2. Techmer, 3. Finn. Nicht placiert: 14 Fahrer. Prämien a 6 M.: Finn(3), Packebusch(4), Krahner<1).— 2. Prämien« fahren. 3000 Meter 30. 20. 10 M. 1. Lorenz 3: 16% 2. Wegener, 8. Stabe. Nicht placiert: 13 Fahrer. Prämien a 6 M.: Stabe(2). Schmittchen(3). A. Müller<3). Malfahren für Amateure. 1000 Meter. Drei Ehrenpreise. 1. O. Gesche 1:26%; 2. Arnold; 3. Hellwig. Nicht placiert: 4 Fahrer.— Vorgabefah ren für Amateure. 1609 Meter. Drei Ehrenpreise. 1. Gesche(0); 2. Gericke(0); 3. M. Götze (20 Meter Vorgabe.) Nicht placiert: 4 Fohrer.— Großer P sin gstp rei S.(1 Stunde.) 1200, 1000, 800. 700 M. Stand nach 10 Kilometer(30 Runden): 1. Theile in 8! 68%; 2. Waithour. 280 Meter; 3. Miquel, 810 Meter; 4. Janke, 600 Meter zurück. Nach der 32. Runde abgebrochen. Das Rennen soll am Mittwoch, abends 7 Uhr. beendet werden. vermißt wird feit dem 26. Mai die 78 Jahre alte Frau Gebert geb. Hennig. Die Greisin irrt wahrscheinlich planlos umher. Beim Fortgehen hatte sie eine schwarze Ledertasche mit zwei Henkeln bei sich. Sie ist 1,60 proß, hat graues Haar(fast weiß), ist ohne Zähne. trug schwarzes Kleid, schwarze» Cape mit Soutachestickerei, blau und weiß gestreifte Schürze(weiß auSlorgnettiert), schwarze Schnürstiefel, hellbraune wollene Strümpfe, blaugraue Barchentbeinkleider mit dunklen Streifen, dnnkelgranen Unterrock. Um Auskunft bittet Thielmann, Neu-Lichtenberg, Wilhelmstr. 2. Großer Dachstuhlbrand in Berlin N. Durch mehrfachen Alarm wurde die Berliner Feuerwehr gestern früh gegen 6 Uhr nach der Soldiner Straße 28, Ecke Freienwalder Straße, gerufen, wo im Dachgeschoß des großen Eckhauses Feuer ausgebrochen war. Die Gefahr war erst spät bemerkt worden, so daß die Lösck�üge bei ihrer Ankunft schon einen ausgedehnten Brandherd vorfanden. Da die Flammen an dem Inhalt der zahlreichen Bodenverschläge, an Möbeln, Gerumpel und allerhand HauSrat reichliche Nahrung hatten, so brannte in kurzer Zeit über die Hälfte deS DachstuhleZ. Die Feuerwehr griff daher sofort mit vier Schlauchleitungen ein, die über zwei mechanische Leitern und die Treppen geführt wurden. Obgleich nun unausgesetzt ungeheure Wassermengen in die Glut ge- schleudert wurden, datierte es doch über eine Stunde, bis die Ge- fahr als beseitigt gelten konnte. Der Dachstuhl wurde größten- teil? zerstört. Unfälle find bei den Löscharbeiten nicht vorgekommen.— Ein zweiter Dachstuhlbrand, der aber nur geringe Aus- dehnung erlangte, beschäftigte die Wehr vorher in der Alten Jakob- straße 32. Ucber die Ursache beider Brände konnte nichts Bestimm- tes ermittelt werden. Die Leiche einrS nengevorenci, Mädchens wurde gestern an dem Grundstück Königin-Augustastr. 1/2 von Schiffern aus dem Land- ivehrkannl gelandet. Sie hat vielleicht acht Tage im Wasser ge- legen. Noch dem vorläufige» Befunde scheint daS Kiud erdrosselt worden zu fein. Der Lnnapark wächst sich immer mehr zu einer Vergnügung?- stadt aus. Die Attraktionen werden fortgesetzt vermehrt. Am Sonnabend eröffnete die Direktion zwei' neue Schaustellungen. , K a i r o' ist die eine betitelt, deren Eröffnung erst gerichtlich er- stritten werden mußte. Echt orientalisches Leben spielt sich hier ab. Eine arabische Schule erinnert an unsere A-B-C-Schiitzcn. Kunsthandwerker sehen wir bei ihrer Arbeit und bewundern ,hre Geschick- lichkeit als Graveure, Ziseleure, Goldorbeitcr. Teppichweber. Töpfer u. a. Tanzende und heulende Derwische, Kamel- und Esels- sührer, öffentliche Etraßensänger vollführen einen Lärm, daß man sich die Ohren zuhalten möchte. Eine andere recht ernste Attraktion bringt die Lichtschau:.JohnStownS Untergang', in der die Erdbeben« katastrophe vom 31. Mai 1889 möglichst naturgetreu wiedergegeben wird. Die Aufmachung ist wirflich großzügig, die Bilder sind klar und deutlich. Zu alledem soll sich noch eine Schwebebahn gesellen, die in 3—10 Tagen.fertig tverden soll. Arbciter-Samariter-Kolonne Groß-Bcrli». Die Kolonne hält in dieser Woche folgende Uebnngöstunden ob: Abt. Rixdorf, Erkstr. 8 am Mittwoch, Abt. Schönebera, Vorbergstr. g, am Donnerstag, je abends 9 Uhr beginnend. Gäste willkommen. Kursusteilnehmer zu dem Anfang September beginnenden neuen LehrkursuS können schon jetzt eintreten Vorort-fitockmebtern Rixdorf. Es geschehe» Zeiche» und Wunder. Nachdem eS den Herren Rahmig. Beiß und Genoffen nicht gelungen ist, durch ihren bekanten Gewaltstreich die werktätige Bevölkerung RixdorfS zu dauernder Ohnmacht zu verurteilen, be« ginnen sie seit einiger Zeit mit ihren.Mitbürgern' zu liebäugeln. Dieselben Herren, die seinerzeit die tiefgehende Protestbewegung auS Anlaß der von der bürgerlichen Mehrheit beschlossenen Wahl- entrechtung ignorierten, haben, wie wir den beiden OrtSblättern ent- nehmen,.Anmeldestellen für kommunale Wüns che* eingerichtet. Diese Einrichtung wird als eine von der alten bürger« lichen Fraktion der Stadtverordnetenversammlung geschaffene Neuerung auf breitester Grundlage bezeichnet. Man will der Bürgerschaft Gelegenheit geben, Wünsche und Anregungen auf kommunalem Gebiete an geeigneter Stelle anbringen zu können. DaS»Rixdorfer Tageblatt' jubelt bereits, daß Rixdorf damit .auch wieder einmal vorangehe', da noch leine andere Stadt eine derartige Einrichtung bisher aufzuweisen habe. Man traut seinen Augen nicht, wenn man in einem von der alten bürgerlichen Fraktion unterzeichneten Aufruf unter den Anmeldestellen für kommunale Wünsche sogar die Herren N a h m i g und Beiß verzeichnet steht. Die ganze neue Einrichtung ist nichts anderes als ein Beweis dafür, daß sich die Herren für die nächsten Wahlen in einer recht verzweifelten Position fühlen und sie zeigt ferner, wie wenig dieselben bisher mit der Bürgerschaft überhaupt Fühlung hatten. Nachdem ihre Wahlentrechtung der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung die verdiente gerichtliche Korrektur erfahren hat, versuchen fich die Herren bei den Mitbürgern wieder in empfehlende Erinnerung zu bringen. Doch die Rahmig und Genossen befinden fich im Irrtum, wenn fie ernstlich glauben, daß fie von der werktätigen Bevölkerung als Ver« traute angesehen werden. Wer wie die alte Fraktion die Interessen der Wählerschaft in so schnöder Weise verraten bat, sollte e» anderen überlassen, sich als Befürworter kommunaler Wünsche aufzuspielen. Charlottenburg. Ein Kind verbrannt. Ein schweres Brandunglück ereignete fich vorgestern abend in der Schloßstr. 37. Als dort die zwölfjährige Tochter Gertrud der Witwe Silbernagel mit einem Spiritusanzünder das Gas auf den Hintertreppen anstecken wollte, lief etwas brennender Spiritus aus dem Anzünder heraus und setzte die Kleider des Mädchens in Brand. Bevor auf die Hilferufe des Kindes andere Hausbewohner hinzueilten, hatte die Kleine schon am ganzen Körper schwere Brandwunden davongetragen. Sie wurde von der Feuer- wehr nach dem Krankenhaus Westend gebracht, wo fie aber über Nacht ihren Verletzungen erlag. FeiertagSbrände. Die Charlottenburger Feuerivehr hatte Pfingsten an mehreren Stellen zu tun. U. a. mutzte am ersten Feiertage ein größerer Dachstuhlbrand in der Jägerstr. 2 gelöscht werden. Die Wehr mußte mit mehreren Schlauchleitungen tüchtig Wasser geben, um die Gefahr für die Nachbarschaft zu beseitigen. Eine Menge HauSrat der Mieter, die zum Teil nicht anwesend waren, wurde mit dem Dachstuhl ein Raub der Flammen. Die Entstehung konnte nicht aufgeklärt werden. AuS der Oldenburg. Allee wurde ein Wald- und GraSbrand gemeldet. Wegen eines FahrstuhlbrandeS wurde ein Zug nach dem fturfürstejidcBMn 195 gerufen. Ter Brand konnte auf seinen Herd beschränkt werden. Dann mußte in der Kalckreuthstr. 2 ein Zimmerbranü gelöscht werden. Treptow-Vaumschulenweg. Mutter und Tochter durch Leuchtgas verglstet. In der vcmm- schulenstraße 27 hat sich in der gestrigen Nacht eine Familientragödie abgespielt. Infolge zerrütteter Familienverhältnisse vergiftete fich dort die 63jährige Witwe Block mit ihrer 26jährigen Tochter durch Einatmen von Leuchtgas. Mutter und Tochter wurden gestern früh tot in der Wohnung aufgefunden. Die Familie hatte bessere Tage gesehen, bis vor 3 Jahren der Mann starb. Die Witwe mußte da» Geschäft, das in Berlin bestand, aufgeben und bezog zuletzt Armen« Unterstützung. Die Leichen wurden polizeilich beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Wandlitz. Eine von Männern und Frauen stark besuchte Volksversammlung tagte vor einigen Tagen im GesellschaftShanS. Reichstagsabgeordneter Lehmann- Wiesbaden hatte das Referat über die polittsch» Lag« übernommen, der denn auch die sich zumeist auS der ländlichen Be« völkerung rekrutierenden Versammlungsbesucher zu fesseln verstand. Die anderthalbstündigen Ausführungen de» Referenten waren eine flammende Anklage gegen die Regierung sowie die bürgerliche Mehr- heit deS Reichstags. Diskussion wurde nicht beliebt. Die vor einem Jahr an einer Versammlung teilnehmenden Radaupatrioten, in der Genosse Stadthagen sprach, zogen diesmal mit ihren Gewehren in kleinen Gruppen nach dem Schießstand. Nach einer kurzen ein- dringlichen Mahnung deS Vorsitzenden Genossen Neumann- Pankow an die Versammelten, nunmehr wacker für die Sozial- deniokratie tätig zu sein, wurde die Versammlung unter begeisterter Stimmung geschlossen._ Jugendbewegung* Die rheinische Arbeiterjugend gab sich am erste» Pfingsttage in der herrlichen Gartenstadt Düsseldorf ein Stelldichein. Von Elberfeld-Barmen. Essen, Remscheid, Ronsdorf, Solingen. Ohlig». Wald, Leichlingen ulw. brachen in den frühesten Morgen» stunden Hunderte aus. um sich per Bahn nach Düsseldorf befördern zu lassen, woselbst sie am Bahnhof von dortigen Jugendgenossen in Empfang genommen und nach dem GewerkschaftShause geleitet wurden. Um.11 Uhr ging'S inS 6000 Personen fassende Apollo- theater, woselbst eine Massenversammlung für die niederrheinische Arbeiterjugend arrangiert war, in der Genosse Jürgen Brand, einer der gemaßregelten bremischen Lehrer, über„Das Recht der Jugend' referierte. Der Redner erinnerte in seinem Referate an die Regierung»- und Polizeipraktiken. die der freien Jugendorgani« satio» gegenüber schon angewendet wurden, um die Bestrebungen der freien Jugendbewegung zu vernichten. Bis jetzt hätten sich aber alle angewandten Mittel als ein Schlag ins Wasser erwiesen. Die Jugendbewegung stände heute stärker und geschlossener da denn je, da» beweise auch die prächtige Massenkundgebung der rbeinischen Arbeiterjugend. Der Redner schloß sein Referat mit dem Wunsche. daß die Arbeiterjugend der Rheinprovinz auch in Zukunft treu zur Sache halte, denn der Jugend gehöre die Zu- kunft. Stürmischer Beifall dankte dem Redner für seine Ausführungen. Konnten bei der vorjährigen Zusammenkunft der rheinischen Arbeiterjugend am Dom zu Altenberg 2000 Jugend- liche gezählt werden, so war diesmal in Düsseldorf mindestens die doppelte Zahl vertreten. Am Nachmittage nahmen sämtliche Teil- nehmer an einem AuSfluge nach den Grafenberger Waldungen teil, wo bei Spiel und Gesang die Stunden nur zu schnell verflosten. Unter fröhlichen AbschiedSgrühen, und dem Wunsche»Auf Wieder- sehen im nächsten Jahre'! trennte sich die rheinische Arbeiterjugend. um per Bahn den heimatlichen Gefilden zuzueilen. ES war ein herrlicher Tag. den sich die Arbeiterjugend de» RheinlandeS gegeben hatte, der hoffentlich reiche Früchte tragen wird. Der zweite Thüringer Jugcndtag fand während des PfingstfesteS in Weimar statt. Ueber 600 LugvidliKe Arbeiter und ürdeiterwnen touw aus den größeren Orten der Thüringer Valerländer zusaminengefommen. Die staaZ- lichen und städtischen Behörden hatten nach verschiedenen VerHand- lungen die Museen, ferner das Schiller- und GoethehauZ zum un- entgeltlichen Besuch für die jugendlichen Arbeiter freigegeben, aber ganz ohne Nadelstiche ging es nicht ab. Ein Festzug war erlaubt, aber das Tragen roter Abzeichen war verboten! Ein Kranz mit roter Schleife und einer entsprechenden Widmung durfte auch am Schiller- und Goethedenkmal niedergelegt werden, aber— diese Huldigung mutzte eine stumme bleiben, denn eine Ansprache am Denkmal war verboten._ .Arbeiter-Jugend". AuS dem Inhalt der soeben erschienenen Nr. 11 heben wir hervor: Die Vergesellschaftung der Produktion.-- Zeitlohn und Stücklohn. Von Gustav Eckstein.— Die Dampfmaschine. I. Der Dampf, seine Erzeugung und seine Tätigkeit in der Maschine. Von Felix Kautsky(Illustriert).— Die Revolution in England. Von A. Conrady.— Das Lohnbeschlag- nahmegesetz.— Eine Agitationstour durch Thüringen. Von W. Stoecker.— Aus der Jugendbewegung(Gotha, Konferenz der Jugendausschüsse des Regierungsbezirks Merseburg in Halle).— Die Gegner an der Arbeit.— Vom Kriegsschauplatz usw. Beilage: Die Versuchung des Negers Slim. Erzählung von Erwin Rosen.— Weltgeschichte. Von Otto König.— Der Handwerkslehrling im Mittelalter. Von Engelbert Graf.— Silhouetten. Von Lu Märten.(Mit Abbildungen nach Silhouetten des Radierers und Bildhauer? W. Repsold.)— Die Birke. Gedicht von Emma Döltz.— Bücher für die Jugend. Interessantes von der Sprache.— Skizze. Von Gustav Finke-Bülter. 6mcbt9-Zcltun& Rechtsschutz und Irrenhaus. Die Absperrung Internierter von jedem Verkehr mik der Auhenwelt und jeder Verbindung mit Rechtsbeiständen hat wieder- holt daS öffentliche Jntersse beschäftigt. Einen lehrreichen Beitrag ...c Svi-r__ t___ Sio lGrohindustrie. niert war, wandte sich an den für die Reform der Jrrenrechtspflege lebhaft wirkenden Rechtsanwalt Dr. Ehrenfried-Berlin mit dem Ersuchen, ihm zu seiner Besreiung aus der Anstalt und zur Ab- Wendung des gegen ihn eingeleiteten Entmündigungsverfahrens Beistand zu leisten. Der Anwalt übernahm diese Aufgabe und reiste vor einigen Wochen nach Bonn. Der Leiter der in Frmje kommenden Privatirrenanstalt erklärte ihm jedoch bei seinem Er- scheinen, datz der Vormund des Internierten telegraphisch und telephonisch angeordnet habe, datz ihm der Zutritt zu dem Jnter- nierten versagt werde; der Vormund sei sein Auftraggeber, dessen Weisungen er Folge zu leisten habe. Der Anwalt begab sich darauf zu dem ständigen Prozetzrichter beim Königl. Amtsgericht in Bonn und beantragte aus eigenem Recht gegen den Anstaltsbesitzer eine einstweilige Verfügung auf Duldung seines Besuchs. Zur Begründung führte er an, datz er die Pflichten aus dem erteilten Auftrag ohne Rücksprache mit seinem Klienten unmöglich erfüllen könne, er selbst sei in seiner Eigenschaft als Anwalt zu dem Antrage auf Sprecherlaubnis legitimiert, der Anstaltsbesitzer müsse den Besuch auch gegen den Willen des Vormundes dulden, denn er sei nicht bloh der Beauftragte des Vormundes, sondern habe auch eine öffentliche rechtliche Stellung. Dies ergebe sich aus der Tatsache, es liege aber im öffentlichen Interesse, datz Internierte in der Ver- folgung ihrer Rechtsansprüche nicht gehindert werden. DaS Amts- gericht in Bonn erlieh darauf die beantragte einstweilige Ver- fügung, bei welcher der Anwalt die Rolle des Klägers, der Änstalts- Besitzer die Rolle des Beklagten hatte. Unter gleichzeitiger Zu- stellung der erwirkten einstweiligen Verfügung besuchte nunmehr ver Anwalt den Klienten. Etwa 14 Tage später wurde der Jnter- nierte auö der Privatirrenanstalt entlassen und befindet sich seit» dem in Freiheit.— Auch dieser Fall zeigt, wie dringend notwendig Reformen auf einem Gebiete sind, in dem der Willkür ein breiter Spielraum gelassen ist. Wenn sich daS Bonner Gericht der Auf- fassung des bevollmächtigten Anwalts nicht angeschlossen hätte, so wäre dem Internierten die Verfolgung seiner Rechte erheblich er- lchwert worden.__ Verband der Friseurgehilfe« Deutschlands. Zwelgvereln Berlin und Vororte. Donnerstag, den 8. Junt, abend O'l, Uhr Rosenthaler Straße 11/12: Versammlung und Vortrag. Huö aller Gleit. In der Weser gelandet. Eine recht unglückliche Landung hatten die drei Insassen des Ballon.Leipzig", der mit mehreren anderen am Sonnabend- abend 10 Uhr in Berlin zu einer Wettfahrt aufgestiegen war- Nach vierstündiger Fahrt in nordwestlicher Richtung beschlotz der Führer des Ballons zu landen. In der Meinung, festen Boden unter sich zu haben, wurde das Ventil gezogen. Erst als es zu spät war, erkannte man den Irrtum, denn das.feste Land" erwieS sich als die Mündung der Weser, in der die Luftschiff« notgedrungen niedergehen mutzten. Zwei von ihnen, des Schwimmens kundig, versuchten das Land zu erreichen, während der dritte, ein Nichtschwimmer, in dem brusttiefen Wasser stehend, die Rettung erwartete. Die andrängende Flut versetzte die Verunglückten in den Glauben, datz sie in imm« tieferes Wasser gelangten. Erst nach einem dreistündigen unfreiwiligen Bade wurden die Verunglückten durch Ein- wohner von Waddenserdeich geborgen. Der eine der drei Lust- schiff« ist an der Menge des geschluckten SeewasserS erkrantt; die beiden anderen sind wieder wohlauf. Zwei, die sich gut— waren. Ein SSjähriger Eisengietzer, der von seiner Frau getrennt kebt, suchte sie in ihrer Wohnung in der Schwindtstratze in München auf, um die Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft zu ver- langen, obwohl er der Frau vor mehreren Monaten mit dem Tode gedroht hatte. Die Frau warf ihrem Manne Pfeffer ins Gesicht und vertrieb ihn. Später kam der Mann wieder übergotz die Frau mit Säure und verletzte sie schwer im Gesicht. Der Täter wurde verhaftet. Ein französischer Militärflieger verschollen. Am Montagmorgen ist in Nizza der Marineleutnant Bague mit einem Blöriot-Aeroplan aufgestiegen, um einen Flug nach der Insel Korsika zu unternehmen. Bisher ist üb« den Verbleib des Fliegers nichts bekannt. Da befürchtet wird, datz Bague mit seinem Flugzeuge, das mit einer Echwimmvorrichtung versehen ist, auf dem Meere treibt, sind auf Veranlassung der stanzöfi- schen Regierung mehrere Torpedoboote abgesandt worden, um doS ligurische Meer nach dem Verschollenen abzusuchen. Die Streife ist ergebnislos geblieben. Es besteht noch die schwache Hoffnung, datz Leutnant Bague sich verflogen hat und an einer unwirtlichen Stelle der Korsila benachbarten Insel Sardinien gelandet ist. Eisenbahnunfälle. Am Sonntagvormittag ist auf dem Stuttgarter NordBahw hos die Schiebelokomotive eines Eilzuge«, die sich während der Fahrt vom Zuge abgetrennt hatte, aus den Zugschlutz aufgestotzen. Sechs Reisende wurden leicht verletzt.— In der Nähe der spanischen Eisenbahnstation L i n a r e s ist am Montag ein Eil u g entgleist. Elf Personen tourden verletzt, darunter drei ttleiae Notlze». Eine Ordnungsftütze. Seit Sonnabend ist aus Diez a. d. Lahn der Stadtverordnete Hauptmann Bartholomäus Streicher nach Unterschlagung von 20000 Mark verschwunden. Streich« war Kassierer des Sparvereins. Nachtfahrt de»„P. L. 6". DaS Luftschiff ,P. L. 6". daS in der Nacht zum Sonntag in Bitterfeld unter Führung des Ober- leutnantS Stelling um 12 Uhr 40 Mnuten zur Fahrt nach Hamburg aufgestiegen war, ist nach schwieriger Fahrt in H a m- bürg am Sonntagmorgen kurz nach 8 Uhr«ingetroffen und glatt gelandet. Fast bei der ganzen Fahrt war böenartiger Ostwind zu überwinden. D« Schatz im Ameisenhaufen. Im Haster Holze(Provinz Hannover) wurden am ersten Pfingstseiertaa von zwei Arbeitern in einem Ameisenhaufen versteckt 150 000 M. in Wertpapieren gesunden. Daneben lag ein schwerer Sack voll Silber« zeug und Stahlwaren. Der Fund rührt all« Wahrschein- lichkeit von Diebstählen her. mit denen ein vor kurzem in der Um- gegend festgenommener Höhlenbewohner im Zusammen- hang steht. Schwer« Automobilunfall. In der Nacht zum Sonntag fuhr auf einer Chaussee bei S a i n t- D e n i S ein unbeleuchtetes Auto- mobil in eine Abteilung des 128. französischen Infanterieregiments. Ein Soldat wurde getötet, fünf andere verwundet, davon zwei sehr schwer. Der Chauffeur des Automobils wurde verhaftet. Arbeiterrifiko. Die heftigen Regengüsse, die in London niedergegangen sind, haben zu ein« Uebersüllung des Wasserreser- voirS und einer Beschädigung des Mauerwerks an demselben geführt. Bei den deshalb von 50 Arbeit«» ausgeführten Ausbesserungs- arbeiten stürzte eine Mau« ein und tötete vier Arbeiter, während die anderen sich retten konnten. Folgenschwere Entgleisung eiueS Straßenbahnzuges. Auf einer abschüssigen Stratze der englischen Ortschaft Stalybridge sprang ein volldcsetzter Sttatzenbahnwagen aus dem Gleise und stürzte um. Vierzig Personen, meist Arbeiter, find vttletzt worden, einige unter ihnen erlitten tödliche Verletzungen. wer.— In einem Tunnel bei Pistoje ist der Blitz zug Mailand-Rom entgleist. Ein Schaffner wurde getötet, viele Steifende erlitten ernste Verletzungen.— Auf der Anatolischen Eisenbahn entgleiste noch einem Telegramm aus Konstanlinopel ein Lastzug beim Passieren einer Brücke zwischen Besirhan und Biledschik. Die Lokomotive und einige Wagen fielen ins Wasser. Der Lokomotivführer und der Heizer sind tot, drei Personen wurden verletzt. Ein Bureaukraten-Stucklei«. DaS Hauptzollamt in Görlitz kündigt durch Anschlag an der HauStüre der Oeffentlichkeit folgende große Auktion an: »Bekanntmachung. Am Sonnabend, den S. Juni 1011, vormittags 10 Uhr, sollen 0,05 Kilogramm(zwei Päckchen) grob geschnittener Rauchtabak und 0,25 Kilogramm schwedische Zündhölzer(20 Schachteln), die in einer Strafsache beschlagnahmt worden sind, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung an Amtsstelle hier— Zimmer Nr. 9— versteigert werden. Königliches Hauptzollamt." Ob bei der Auktion die Schreibgebühren— von den AuktionS» gebühren ganz abgesehen— eingekommen sind? eingegangene DrueKfchrtften. — Otto Bauer: DaS Ende des christlichen Sozialismus.— Ludo M. Hartmann: Vom KlerilaliSmuS.— Karl Renner: Die Stimme der Jntellek- tuellen.— Heinrich Weber: ReichSratSwahlen und auswärtige Politik.— N. Trotzky: Der rusfische Paragraph 14.— Friedrich Adler.— Der Wert deS Parlamentarismus.— Adolf Braun: Echarsmachertum und ReichsratS- wähl.— Josef Frey: Problem und Methode deS.Kapital".— Josef Luitpold Stern: Die Stimme der Demotratie. Vom»Wahren Jacob- ist soeben die 12. Nummer de» 28. Jahr- gang» im Umfang von IS Sellen erschienen. Au» ihrem Inhalt«wähnen wir folgende Beiwäg«: Bilder: Die Stuttgart« Oberbürgenneisterwahl.—• Die elfaß« lothringische Schaukel.— Mutterschutz. Von H.®. Jentzsch.— Schwarz. blau« Sozialresorm. Von A. Mrawek.— Untcrnehmersorgen. Von Rud. Woll.— D« Berliner UniverfitätSrektor. Von Erich Schilling.— Die Friedensstifter. Von M. Vanlelow.— Sicher« Aussichten. Vou W. Lehmann.— Im gemütlichen Oesterreich. Von H. G. Jentzsch.— Der lachende Dritte. Von Leo.— Wallfahrt. Bon Rich. Rost.— Kondolenzbesuch. Vou Rud. Wolf. Text: D« Reichstag und die Arbeiterverficherung. Bon Leopold.— Die Stuttgarter Wahl. Bon P.Jl— v. Below-PIeitenburg an v. Arnim- Schnodder!, eim.— Streilende Studenten.— Der rote Halbmond. Von ?. E.— Konservativer Raubzug. Von Tl.— Lieb« Jacob l Vou Jotthils Rauke.— Der Mädchenhandel. Von Paul Enderlwg. Von der..Gleichheit-, Zeilschrist für die Interessen der Arbeiterinnen ist un« soeben Rr. 18 des 21. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Wiiwen» und Walsenverhöhnung. — Von den italienischen Proietarierwnen. Bon Angelika Balabanoft.— Bürgerliche Reformversuche. Bon Gertrud Hanna.— Von einem anderen Lande. Von Elisabeth Pabft.— Für Mutter- und Säuglingsschutz.(Fort- s-tzung.)_ Marktpreise von Berlin am 3. Juni I9II, nach Ermittelung de» Königlichen Polizeipräsidiums. Martthallenprcisc.(Kleinhandel.) 100 Kilogramm Erbsen, gewe, zum Kochen 30,00— 60,00. Spetsebohnen, weiße 30,00—50,00. Linsen 20,00—60,00. Kartosieln 6,00—9,00. 1 Kilo. ramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,20 uS 1,80. Schweinefleisch 1,20—1,90. Kalbfleisch 1,60—2,50. Hammelfleisch 1,40—2,20. Butter 2,20—2,80. 60 Stück Eier 2,80-�,40. 1 Kilogramm Karpfen 1,40—2,20. Aale 1,20—3,00. Zander 1,40—3,60. Hechte 1,20 bis 2,80. Barsche 0,80-2,00. Schleie 1,20-3,10. Biete 0,60-1,80. 60 Stück Krebse 3,00-36,00. Achtung, Verbandsmltglieder! Die zum Donnerstag, den 8. Junt. festgesetzte Mitglieder- Versammlung muß umständehalber schon 40/16» Mittwoch, den 7. Juni, nachm. TV« Uhr tut großen Saal des GnwcrkschaftShaufeS, Engelufer IS stattfinden. Es Ist Pflicht aller Verbandsmitglieder, in dieser Versammlung bestimmt zu erscheinen. Ferner werden die Veriandsmitglieder, sofern sie in geregelten Bettieben beschästigt sind, daraus aufmerksam gemacht, daß un™* die erste Streikwoche abgelaufen amsam und der Streilbeitrag für diese erste Woche fällig ist. Wir«suchen alle unsere Funktionäre, unverzüglich diese fälligen Streikbeiträg« einzukassieren und erwarten von allen unseren Mitgltedcm, daß sie den Funkttonären anstandslos die fälligen Beiträge entrichten.— Mit kollegialem Gruß Franz Schneider. Bekannt in aller Welt ist'a lang: »Humor" nimmt ein den ersten Bang. Humor Putzt alle Metalle sauber und geruchlos. üeberall zu haben in FlSSCllCtl von 10 Pt an. Homor-Werke 6. m. b. II., Berlin-Lichtenberg. Malchower Kautabake Klar echt, wenn mit Zetteleinlage Johann Dannehl, Malchow. Generalvertrieb durch Carl RÖCkePa vn 3861. Berlin 0 27, Grünop Weg IIS. hißtet* Wer gesund, modern und billig wohnen will, ** besichtige die Wohnungen an der Schlosi-Allee, am kgl. Schloßpark Pankow-Nieder-Schönhauscn. Mi?- 4 Zimmer v. 750 M.. 3 Zimmer v. 620 M.. 2 Zimmer v. 400 M on.-WBfll Für 10 Pf. direkt zu erreichen mit der Stettin« Vorortbahn(bis Station Pankow-HcinerSdori), mit der SicmenSbahn von der Mittclstraße sowie der Linie 49. 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SozialdemoMeherWaMYerelii des 6. Beri. Refebstags-Vaiilknilses. Bezlrb 668. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unser Genoffe, der Zigarren- Händler ]?»iiK Idöbe (Wiclesstrabe 7) am S. Juni im Alter von 47 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags S Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- FriedhoseS in Friedrichsselde auS statt. Um rege Beteiligung ersucht 228/3 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innigstgcliebter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Groß- vater Hermann Räbiger plötzlich infolge schweren Nervenleidens verstorben ist. Die trauernden Hinter« bliebene». frau Antonie RAblger geb. LIumm. Hans Räbiger. Marie Räbiger geb. HBbner. Karl Räbiger. Helene Räbiger geb. Drescher. Martha Wojrach geb. Räbiger. Otto Woyach. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 8. Juni er., von der Halle des Gemeinde- Friedhofs in Treptow._| Todes- Anzeige. Am Sonnabend, den 3. Juni, nachmittags b'U Uhr, verschied nach längerem Leiden der Beamte der unterzeichneten Kasse Herr Poill LÖbe. Wir verlieren in dem Dahin. gegangenen, welcher seit dem 21. Juni 1900 w unseren Diensten stand, einen gewissenhasten und pflichttreuen Angestellten, dessen Andenken wir in Ehren halten werden. 27ö/18 Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse zu Berlin. W. stiehl. Vorsitzender. Die Beerdigung findet heute Mittwoch. den7..Juni, nachmittags S Uhr, von der Leichenhalle des '" 2 ral-Fried Fried! Städtischen Zentral-FriedhoseS in richssclde auS statt. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber, treuer Kollege Idöbe am Sonnabend, den 3. Juni ISlt plötzlich verstorben ist. 276/18 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am MItlivoch, den 7. Juni, nach- mittags S Uhr, von der Leichen- halle deS städtischen FriedhoseS in Friedrichsselde auS statt. Die Augrstellteu der Allaemeiue» OrtS» krankenkasse z« Berlin. Ortsgruppe 6ro6-Beriin. Den Kollegen zur gefl. Kennt- NiS, daß unser Mitglied l*»«! laöbe (Kassenangestellter: Allg.OrtSkasse) plötzlich verstorben ist. Ehre seine« Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags S Uhr, von der Leichenhalle des städtischen ssriedhoseS in Friedrichsselde auS Zahlreiche Beteiligung erbittet 45/00 Die Ortsverwaltung. SozialdemokratlseberWaiilverein Rlxdorf. Kachrnf. Den Parteigenossen zur Nach- richt. daß unser Mitglied, der Hulmacher l�icksrc! Becker Prtnz-Handjerh-Str. 59(18. Bez.) am 31. Mai verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 235/12 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Tischlermeisters 2127b Paul druckt sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten imsern innigsten Dank. Rißdorf, Warthcstraße 50. Witwe 71 Inn» Arndt nebst Mindern und Enkelkindern. Am ersten Pfingstseiertage, srüh 5 Uhr, starb nach kurzem schweren Leide» meine inniggeliebte Frau, unsere gute Mutter, Tochter und Enkelin 2126b EtariUe Bachmann im Alter von 32 Jahren. Sie solate ihrer lieben Line nach drei Wochen im Tode nach. Die tranernden Hinterlillebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. Juni, nach- mittaas 5 Uhr, von der Halle des Steglitzer Friedhofes(Berg- straße) aus statt. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, welche an der Beerdigung meines lieben Mannes teilgenommen, WS- besondere seinen Kollegen von der Firma Faul, meinen herzlichsten Dank. Nilwo Karoline Eich 45832 nebst Kindern. Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenslr. 41, Ä™tz, 10—2, 5—7. Sonntage 10—12, 2—4 nach Maß von Mark 38— 58. Als Spezialität empfehle meine 3 wander- vollen Schlager-Anzüse nach Maß zum Preise von Mark 48,00— 58,00— 68,00 in künstlerischer Vollendung des Sitzes. Große Läger in deutschen und englischen Stoffen. Teilzahlung nach DehereinkuDlt. M. RATZ Schneidermeister Dresdener Str. 76 II. Tel Amt IV 12170 nahe Thalia-Theator II. Geschäft: Seinslierg, Banptstp. 188 1. Telephon VI. 14278. Bureau: Engelufer 15, Zimm. 53. Z WeigVCreiO Berlin. Telephon: Amt IV, 4093. Donuerstag, den 8. Juni d. I., abends 8V2 Uhr: Deneralversammlung des Desamt-Zweipereins in Saal 4(großer Saal) deS GewerkschaftShaufeS, Engrlufer 15. TageS-Ordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht für das 1. Quartal 1911. 2. Bericht der Delegierten in der Berliner Sewerkschaststommisfion und Neuwahl derselben. 3. Neuwahl der Schiedslommission. 4. Verschiedenes. ssssss=ss= Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt.— 138/20«_____ Per ZwelgTerelnsvorztand. Zentral-Verband der Zimmerer ZahlfteUc Berlin und Umgegend. Donnerstag, den 8. Juni 1911, abends 8'/, Uhr, in der„Alhambra", Wallner-Theater-Straße Nr. 15: Weronlentliede Mitglieder-Versainmlung mit Trauen. TageS-Ordnung: Die Arbeiterbewegung als größte Kultnrbewegung.«»>-1?» luise zietz. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen aller Mitglieder und deren Frauen ersucht zm/io* Der Vorstand. Ortsverwaltang Berlin. Bureau: Berlin 0., Rosenthalerftr. 11/12, Restaurant Schilling. Amt Hl. 2483. Achtung! l— a-: 50/i« Wir empfehlen bei Veranstaltung von Vergnügen usw. den geehrten vorstände», Komitees und Saalinhabcr» unseren kostenlosen ÄrbeitZnochweis, Rosenthalerftr. M/1Ä. Geschäftszeit täglich von 10'/,— 1 Uhr mittags. Kapellen vom größten bis lleutfien Orchester stehen jederzeit zur Verfügung. Der vorstand. HL. Unsere Mitglieder sind im Lefitz einer Kontrolllarte. Dieselbe ist für das 2. Quartal rot und muß mit dem Verbandsstempel versehen sein. Alle andere Legitimation ist ungültig und ist sofort anzuhalten. Jeder Hrbdtcr, jeder Randwerke* sollte zur Hrbeit die Ledcrhos» Herkules s Unerreichte s Leistungsfähigkeit Allein-Yerkaaf. Sehr starkes Leder in grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. 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Juni 1011, abends 8'/, Uhr, bei Book«?, Weberstraße 17: VersammSung sämtlicher Jnnultgskollegen. TageS-Ordnung: l. Bericht über die Verhandlungen mit den Jnnnngen. 2. Beschluhsaffung über die weitere« Matznahmen. SM" Rur JnnungSkollegen haben Zutritt. Kollegen I Wir erwarten vollzähligen Besuch! Erscheint in Masse«! Insbesondere bitten wir die Kollegen, die umliegenden Werkstätten von dieser Versammlung in Kenntnis zu setzen. Mitgliedsbuch legitimiert! Ohne Mitgliedsbuch lein Zutritt. Nichtorganisierte Kollegen haben am anz deS Saales Gelegenheit, in den Verband einzutreten. Die Herren Meister vom Jimungsvorftaud haben ihr Er. scheinen zugesagt._ 176/15_ Die Ortsverwaltnug. Zentralverband der Lederarbeiter. Pillale Berlin I. Donnerstag, 8. Juni, abends 8 Uhr, Prinzenallee 33: Versammlung TageS-Ordnung: 1. Dorstandswahl. 2. Berichterstattung von der Generalversammlung zu München. 3. Wahlen zum Zentralvorstand. 4. VerbandSangelcgenheiten. 144/9 DaS pünktliche Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist erforderlich. I»ei> Vvrntisna. Arbeitsnachweis: Hos 1. Amt 3. 1239. Verwaltungsstelle Berltu. Hauptburea«: CharitdstraSs 3. Hos HL Ami 8, 1987. Donnerstag, den 8. Juni, abendS 8 Uhr. im GewerkschaftShanse (Saal I), Engeluser 15: Nkchmillliing der KinifischlSger. TageS-Ordnung: 1. Vortrag de« Schriftstellers Ed. Bernstein über: Wa« können wir von der kommenden Gesellschaft wissen? 2. DISfusfion. 3. Verbands, und Branchenangelegenhetten. 4. Verschiedenes. Kolleg en l Die Wichtigkeit dieser Versammlung erfordert zahl- reiches Erscheinen. —n-—aa Mitgliedsbuch legitimiert!— 118/1 Die OrtsTcrwaltnng. Die Hausfrau praktisch, rS'Ä die ganze Familie Florlanti Xahn pflege-Kasten, Zahnpulver, Zahnbürste, Mundwasser. Preis zus. nur M. 1.—. Zu haben in Konsumvereinen, Genossenschaften und einschlägigen Geschäften sowie direkt 10 Stück M. 8,50, 24 Stück M. 18,— franko Nachnahme durch Arthur IVasservogel, G. m. b. 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Ber.) Der vorwiegend technische Teil des Kongresses, der die beiden letzten Verhandlungstage ausfüllte, brachte gegenüber dem stürmt- scheu Verlauf des ersten politischen Teils eine recht wohltuende Sachlichkeit und Ruhe. Zunächst wurde die Frage über die Beziehungen zwischen G e- we r k scha fts bew e g u ng und G e n o s s e n s cha f t s b e- wegung verhandelt. Der Referent, Genosse Ricciardi, der Leiter der Genossenschaft der italienischen Flaschenarbeiter, die zut zeit 52 Proz. der gesamten Flaschenproduktion des Landes in HÄu den hat, hob zunächst hervor, datz in Italien die Genossenschaftsbe wegung im Gegensatz zur deutschen von Anfang an einen ausge sprachen proletarischen Charakter getragen habe. Die verbreitetste Form war nicht die des Konsumvereins, sondern die der Arbeits- genossenschaft. Vor allem haben sich diese durch die Uebernahme grosser öffentlicher Arbeiten betätigt. Redner meinte, datz es im proletarischen Kampf immerhin eine grosse Sache sei. wenn der Arbeiter dem Unternehmer den Profit entzieht, um diesen dann gegen da Unternehmertum zu gebrauchen. Er glaube nicht an die Verwirklichung des Sozialismus durch die Genossenschaften, aber immerhin schienen ihm die heutigen Erfahrungen dafür zu sprechen, dah durch sie eine wesentliche Verstärkung der proletarischen Kampf. stellung erfolgen könne.' Nun sage man allerdings, dah die Ge- nossenschaftsbewegung den Arbeiter zum Kleinbürger mache. Auf der einen Seite mit Unrecht, insofern, als gerade den Arbeitsge- nossenschaften gegenüber die Unternehmer rn allen Formen ihr wirtschaftliches Uebergewicht herauskehren, indem sie chnen den Kredit der Kaufleute entziehen, die Banken schlichen lassen usw. Auf der anderen Seite bestehe wirklich die Gefahr, daß die Ge nossenschaftler, die aus ihrem Unternehmen einen wesentlichen Reinertrag erzielen, sich weigern, neue Genossenschaftler aufzu- nehmen. Gerade deshalb wünsche er, daß die Konföderation die Führung und Leitung der Genossenschaften übernähme. Die Ge- nossenschaften seien zu beständigem Kontakt mit der bürgerlichen Welt genötigt. Das sei keine Gefahr, solange sie auf gewerkschaft- licher Grundlage ruhen, denn auf dieser Grundlage erhält sich der Klassencharakter. Referent glaubt, dah man noch nicht über das Stadium des Experiments hinaus sei, dah es aber immerhin auf Grund der bisherigen Erfahrungen nötig scheine, dieses Experi- ment zu machen. Riciardi legte eine Tagesordnung vor, die die Genossenschaftsbewegnng als die vorgeschrittenste Form der Aus- schaltung des parästiären Vermittlertums bezeichnet, die Gefahr ihrer Degeneration anerkennt und den Nationalrat der 5fonföde- ratun beaustragt, ein Reglement auszuarbeiten, das die finan- ziellen und moralischen Obliegenheiten der Genossenschaften gegen- über der Gewerkschaftsbewegung festfetze. Für diese Tagesordnung stimmten die Sozialisten, sowohl Jntransigeute als Reformisten. dagegen nur die Syndikalisten. Im Anschluß an die Frage der Genossenschastsbewegung wurde dann die Frage der Dreschmaschinen der Romagna in die Diskussion hineingezogen. Die Leiter der Konföderation hatten in einer Vorversammlung dem Wunsche Ausdruck gegeben, dah diese Frage in Padua nickst zur Sprache käme, sondern einer jwm- Mission überwiesen werde. Die Genossen der Romagna haben es aber für nötig gehalten, die Frage als zu dem Punkt:„Beziehun. gen von Arbeitergruppen in der Verwaltung der Genossenschaften' gehörig, heranzuziehen, da es sich im Grunde gerade um diese prin- zipielle Frage und nicht um ein lokales Phänomen handelt. Ge- nosse B a l d i n i setzte mit grosser Klarheit die wirtschaftliche Grundlag« des grossen Konflikts auseinander. In der Romagna sind 35 000 Hektar Land an Halbpartner vergeben, während nur 12 000 durch Tagelöhner bestellt werden. Auf die Halbpartner — ländliche Kleinpächter, die die Hälfte des Bruttoertrages dem Grundbesitzer als Pachtzins abliefern— kommen 2,8 Hektar pro Arbeitskraft, auf die Tagelöhner nur 0,84 Hektar. Es besteht also in der Romagna ein Ucberangebot ländlicher Arbeitskräfte, und diese Tatsache hat der ganzen EntWickelung der Gewerkschaftsbewe- gung dieser Region den Stempel aufgedrückt. Bis vor einem Jahr- zehnt pflegten die Halbpartner einander bei den Arbeiten auszu- helfen. In der Folge wurden landwirtschaftliche Maschinen einge- fuhrt, die die Arbeitk'osigkeit noch fühlbarer machten, und nun ba- gannen die Organisationen der Tagelöhner zunächst eine Agitation, um die gegenseitige Hilfeleistung der Tagelöhner, den sogenannten „Scambio belle opere" abzuschaffen. Während dieser Agitation begannen die Halbpartner sich zusammenzuschließen, um sich ge- meinsam Dreschmaschinen zu kaufen. Auf diese Weise wurde der Halbpartner, der ja im Grunde auch nichts anderes ist, als ein ländlicher Arbeiter im Jahresvertrag, der seinen Lohn in der Form von Bod-�produktion erhält, zum Unternehmer gegenüber dem Tagelögner. Aus dieser Situation entstand der Konflikt? die Ma- schinisten Heizer und übrigen bei den Dreschmaschinen beschäftigten Arbeite" forderten Lohnerhöhungen, die die Agrarier gewährten, während die Halbpartner, die in derselben Arbeiterkammer wie die Tagelöhner organisiert waren, die Forderung zurückwiesen. Es wurde nunmehr der Landarbeiterverband angerufen, der die Halb partner aufforderte, die Dreschmaschinen den Tagelöhnern zu ver- kaufen. Als ein Teil der Halbpartner dieser Aufforderung nicht nachkam, boykottierten die Tagelöhner die Maschinen der Halb- partner. Zu diesem Zeitpunkt mischten sich die Republikaner in den Konflikt. Diese vertreten in der Romagna die Interessen des Kleinbürgertums, die durch die Uebernahme der Dreschmaschinen durch die Tagelöhnerorganisation wesentlich bedroht waren. Allein für Reparaturen der Dreschmaschinen werden alljährlich in der Romagna mehrere Hunderttausend Lire ausgegeben, und diese» Geld fließt den Handwerkern, Klempnern, Schlossern usw. zu. Diese ganze Kategorie fürchtete durch Uebernahme der Maschinen durch die Tagelöhnerorganisationen diese Arbeit zu verlieren und auf eine Genossenschaft der Metallarbeiter übertragen zu sehen. Weiter mischten sich auch die Agrarier ein, die natürlich mehr In- teresse für das Kleinbürgertum als für das Proletariat hatten, und verboten auf ihrem Grund und Boden die Verwendung der Dresch» Maschinen der Tagelöhner. Die Republikaner riefen in Ravenna eine neue Arbeiterkammer ins Leben, die einen Tarifvertrag ab- schloß, in dem die Maschinenwahl ausdrücklich dem Grundbesitzer uberlassen blieb. B a l d i n i und M a z z o n i forderten den Kongreh auf, die Frage als Prinzipienfrage zu lösen. Es sei zwecklos, wie das Exekutivkomitee der Konföderation wünscht, ein Schiedsgericht anzu- rufen, da Schiedsrichter stets Leitsätze an der Hand haben müßten, nach denen sie entscheiden, mährend es sich in diesem Falle darum handle, diese Leitsätze selbst erst festzustellen. Mazzoni fragte die Flaschenarbeitcr, ob der Besitz der zur Herstellung nötigen Ma- schinen den Wirten zuzusprechen sei, die die Flaschen benutzen, oder den Flaschcnarbeitcrn, die sie produzieren. Dieselbe Frage müsse überall-'"stehen und reiche weit über die Grenzen der Romagna hinaus: Häven Arbeiter, die ein Werkzeug nicht benutzen, das Recht, dieses Werkzeug den Unternehmern abzunehmen, um sich seiner zu bedienen, indem sie andere Arbeiter anstellen und ausbeuten? Zu dieser Frage nahm auch ein Republikaner das Wort, der in langer Rede den Standpunkt vertrat, die sozialistische Politik in der Ro- magna wäre ausschliesslich von dem Gedanken beherrscht, für einen Ucberschuh von Arbeitskräften Verwendung zu finden, während die einzig rationelle Massnahme darin läge, entweder die Jichu- strialisierung der Region einzuleiten, oder aber die überschüssigen Arbeitskräste zur Auswanderung zu veranlassen. Der republika- nische Redner zerfaserte die in ihren prinzipiellen Grundzügen klare und durchsichtige Frage in eine Reihe belangloser Einzel- heitez?. Alles dreht sich einfach darpM, o.b die Sozialisten im Recht sind, wenn sie den Grundsatz vertreten: die Maschine ist Eigen- tum der organisierten Kollektivität, ihr Reinertrag kommt dem zu, der sie betreibt, also dem Maschinisten, Heizer und auch dem Halb- partner, soweit er die Maschine bedient. Da die Mehrheit der Kongressisten, vorwiegend industrielle Arbeiter, glaubten mit der Frage nicht genügend vertraut zu sein, beschloß man schließlich, auch auf Antrag des Genossen C a l d a, der im Auftrag der Kon- föderation eine Erhebung über die Frage veranstaltete, dem Ratio- nalrat der Konföderation zur Entscheidung zu überweisen. Obwohl über diesen ungemein wichtigen Punkt keine Entscheidung fiel, ist doch die Klarlegung der Grundlinien des Konflikts von großer Be- deutung. Die Diskussion über die Aenderung des Organisa- t i o n s st a t u t s, die mit grosser Ruhe und Sachlichkeit geführt wurde, ergab in ihrem Endresultat insofern nicht unbedeutende Konzessionen an die Syndikalisten— welche Konzessionen übrigens nicht bei der Abstimmung im Plenum, sondern bei den Kom- missionsberatungen gemacht wurden— als mehrere Vorschläge des Exekutivkomitees, gegen die vor allem die Syndikalisten auftraten, fallen gelassen wurden. So sah man zum Beispiel von der vorge- schlagenen Einbeziehung der Arbeitsgenossenschaften in die Kon- föderation ab. Weiter wurde der Vorschlag fallen gelassen, einen gemischten Zentralverband für alle die Arbeitergruppen zu bilden, die keinen eigenen Zentralberband besitzen: dieser Vorschlag schloß eine völlige Ausschaltung der Arbeiterkammern aus der eigentlichen Kampfbewegung des Proletariats ein. Es kann nämlich eine Ge- werkschaft der Konföderation nur angehören, wenn sie auch ihrem Zentralverband angehört, so weit ein solcher in dem betreffenden Gewerbe besteht. Wo der Zentralverband fehlt, genügt der Beitritt zur Arbeiterkammer des Ortes oder der Provinz. Durch die Grün- dung eines gemischten Zentralverbandes würde die Kategorie der außerhalb der Zentralverbände stehenden Gewerkschaften mit einem Schlage beseitigt worden sein. Während bisher der Ratio- nalrat und das Exekutivkomitee vom Kongreß gewählt wurden, wird nach dem neuen Statut diese Wahl von den konföderiertcn Organisationen, sowohl den Zentralverbänden, als den Arbeiter- kammern, nach Massgabe ihrer Mitglieder und gemäss ihrem eigenen Organisationsstatut stattfinden. Der Jahresbeitrag pro Mitglied wird auch für die Landarbeiter, für die er bisher 5 Cents betrug, auf 10 Cents erhöht. Schliesslich wird der Sitz des Exekutivkomitees von Turin nach Mailand verlegt. Wegen Zeitmangels— der Kongreß hat im ganzen 5 Tage ge- tagt— mußte die Frage der Arbeiterversicherung und der Sozial- gesetzgebung überhaupt, dem nächsten Kongreß überwiesen werden. Zum Schluß wurde noch durch Akklamation ein Votum für das Frauenstimmrecht, das in warmen Worten von der Genossin Maria G o j a vertreten worden war, angenommen, ein solches für den Eintritt der südrtalienischen Arbeiterorganisationen in die Konföderation und ein Protest gegen die Erhöhung der Militäraus- gaben. Die Gesamtbedeutung des Kongresses, der sich namentlich in den ersten Tagen nicht auf der Höhe der früheren Gewerkschafts- kongresse gehalten hat, wird in der Folge eine kurze Würdigung finden._ 10. Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Mannheim, 5. Fum. Im hiesigen„lSallhmise" wurde heute, einen Tag nach der zwanzigjährigen Wiederkehr des Gründungstages des Verbandes, die 10. Generalversammlung des Metallarbeiterve rbandes eröffnet. Die Generalversammlung ist stark besucht, es sind insgesamt zirka 250 Delegierte, Vorstandsmitglieder, Ganleiter und Gäste an- wesend. Die Generalkommission der Gewerkschaften vertritt C o h e n- Berlin, den Verbandsausschuß Weiß ig- und Siegel- Frankfurt a. M., die Redaktion der �Metallarbeiter- zeitung" Scherm- und Q u i st- Stuttgart. Der Zentralverband der Schmiede hat L a n g e- Hamburg, der Verband der Kupfer- schmiede Hecht-Berlin und der Verband der Maschinisten und Heizer Scheffel- Berlin delegiert. Die Bruderorganisationen in Oesterreich, Ungarn, Schweiz, Serbien, Dänemark, Holland, Nor- wegen,«Ähweden und England haben Vertreter entsandt. Die Generalversammlung nahm zunächst die üblichen Begrüßungs- ansprachen entgegen. Hierauf gibt V o l l e r- Remscheid den Bericht ber Mandatsprüfungskommission. Es seien 250 Personen auf der Generalversammlung anwesend, davon 209 Delegierte. Die Kommission beantragt. 208 Mandate für gültig zu erklären, bei 3 Mandaten die Beschlußfassung auszu- fetzen und das Mandat des Kollegen W o d r i ch- Hamburg für ungültig zu erklären. Gegen die Wahl dieses Kollegen wurde Protest eingereicht, weil gegen i?n ein Ausschlutzverfahren schwebt. Nach dem Statut ruhen aber die Rechte und Pflichten während eines Ausschlußverfahrens. Die Kommission hat geprüft, ob der Antrag auf Ausschluß nur gestellt wurde, um die Delegation zu verhindern und hat dies verneint. Auf Grund des Statuts kam die Kommission zu dem Schlüsse, dem Protest stattzugeben, das Mandat für ungültig zu erklären und es dem Kollogen Franz zuzusprechen. Die Kommission ist der Ansicht, daß die Ortsverwaltung Hamburg sehr leichtsinnig gehandelt habe, weil sie die Kandidatur Wodrich zuließ. Ueber diesen Fall entspinnt sich eine längere Debatte, in der zunächst K i r b i S- Hamburg die Delegation Wodrichs verteidigte. Der Fall Wodrich sei ein Schulbeispiel dafür, wie man das Statut nicht auslegen soll. Der Kollege Wodrich habe Mißstände eines Be- triebcs kritisiert und daraufhin hätte der Direktor dieses Betriebes („Produktion"), der Mitglied des Verbandes ist, das Ausschlußver- fahren beantragt. Es hat sich aber lediglich darum gehandelt, ein Schiedsgericht einzusetzen. Die Hamburger Ortsverwaltung hat dem Antrage auf Einleitung des Verfahrens stattgegeben, um eine Klarlegnng zu erzielen. Der Vorstand hat selbst betont, daß wegen Kritikübung an Mißständen in Betrieben ein Ausschluß nicht er- folgen kann; er hätte sich daher diesmal nicht rein formell an den Buchstaben des Statuts klammern sollen. Das bedeutet eine Bankerotterklärung der ganzen Paragraphen dos Statuts.(Ohol) Ich bitte, das Mandat für gültig zu erklären. In der weiteren Debatte wurde festgestellt, daß es sich nicht um ein Schiedsgerichts-, sondern um ein Ausschluß verfahren handelt: darum könnte nicht anders gehandelt werden, wie die Kommission vorschlug, wurde betont. Schließlich wunde mit III gegen 74 Stimmen das Mandat Wodrichs für ungültig erflärt. Die übrigen Mandate, mit Ausnahme der 3, bei denen die Beschluß- fassung ausgesetzt, wurden bestätigt. Die Generalversammlung konstituierte sich dann. Die vorgesehene Tagesordnung wurde bestätigt und nach Ein- setzung verschiedener Kommissionen wurden die Verhandlungen abends 8 Uhr vertagt._______ Zioeiter Kundestag des deutschen Arbkitersiingerbundes. Stuttgart, 4. Juni. Im hiesigen„Arbeiterheim" wurde am Sonnabendabend der zweite Bundestag unter äußerst zahlreicher Beteiligung eröffnet. Es find insgesamt 80 Delegierte erschienen, außerdem zahlreiche Gäste, darunter auch eine Vertretung der Schweizer Arbeiter- sänger, des Stuttgarter Sozialdemokratischen Vereins usw. AuS dem vom Bundesvorsitzenden Meyer- Berlin erstatteten Ge- schästSbericht ergibt sich eine erhebliche Zunahme der Mitglieder- zahl, die inzwischen dir 150 009 weit überschritten hat. Besonders legt die Bundesleitung Wert auf die Verschmelzung der kleinen Vereine zu großen künstlerisch leistungsfähigen Organisationen. Auch in der Kussengebarung kommt die gesunde innere Kraft zum Ausdruck. Von der Liederprüfungskommission erstattet Chordiri- gent Büt t n e r- Dresden einen Bericht, der zu einem kleinen Kolleg über die Entwickelung der Gesangskunst auswuchs. Gerade in der Arbeitersängersache gehe die EntWickelung zwar langsam, aber in unaufhaltsam aufsteigender Linie vor sich. Ueber 80 Musik- stücke hat jetzt der Bund in eigenem Verlag, und bald dürfte der Zeitpunkt kommen, wo man auch den höchsten Ansprüchen genügen könne. In einer sehr lebhaften Diskussion beanstanden die Dele- gierten aus dem Gau Frankfurt a. M., daß das künsil-rische Niveau nicht immer Schritt mit der Zeit halte und daß die Liedcrprüfungs- kommission bedeutend erweitert und reorganisiert werden müsse. In der Agitation weist der Bundestag eine Reihe neuer Wege an, worunter bemerkenswert ist die von vielen Rednern unterstützte Anregung, in der Partei mehr Verbindung zu suchen, um das Verhältnis zwischen Arbeiterbewegung und Arbeitergesang inniger zu gestalten. Viel zur Klärung würde die Behandlung der Frage in Zusammenhang mit der Volksbildung auf einem deutschen Parteitag beitragen. Im großen und ganzen fand die Tätigkeit der Bunoesleitung allseitige Zustimmung und wurde ihr ein- stimmig Decharge erteilt. Eine Resolution wurde angenommen, die, die Vorschläge der Diskussion zusammenfassend, für die Agiwtioir neue Möglichkeiten schafft. Die Meinung verschiedener Redner» das Gute in den Kompositionen zu nehmen, wo es geboten wird, mit besonderer Berücksichtigung des Tendenzliedes, fand die Zu- stimmung des Bundestages. In der Zusammensetzung des AuS- schusses zur Prüfung von eingesandten Liedern wurde nichts ge- ändert, da sie sich bewährt hat. Den Schluß des ersten VerHand- lungstages bildeten die Debatten über Verschmelzung, wozu eine besonders eingesetzte Kommission nähere Vorschläge machte. Jur allgemeinen herrschte aber auch hier der Wunsch vor, eine Zu- sammenlegung der Gesangsbestrebungen in den Städten herbei- zuführen, nur so könnten die Bildungsbestrcbungen des Prole- tariats unterstützt und gefördert werden. Suttgavt, 5. Juni.. Am zweiten Verhandlungstage werden zunächst die Anträge beraten, die andere Einteilungen der Agitationsbezirke vorsehen und die Wünsche in bezug auf das Liedermaterial. Unter diesen Anträgen befindet sich auch eine Anregung zur Gründung vor: Jugendchören. Von Chormeister Büttner wird dieser Antrag leb- Haft bekämpft, ebenso von anderen Rednern, die darin ein Kon- kurrenzunternehmen gegen die Jugendorganisationen erblicken. Man solle die Jugend einzig und allein der Partei überlassen und erst später diese zur Sängerbewegung heranziehen. In diesem Sinne wird nach längerer Debatte schließlich auch beschlossen. Heftige Debatten schlössen sich dann über die„Arbcitersünger- zeitung" an. Verschiedentlich sind von den Bezirken Anträge ge- stellt worden, die Zeitung allen, auch den passiven Mitgliedern, zugänglich zu machen, andere Anträge fordern öfteres Erscheinen und eine dritte Richtung wünscht bessere fachwissenschaftliche Ausgestal- tung. Hierzu sprechen eine große Reihe Redner, die im Grunde alle darin einig sind, daß vorläufig, wenn keine Beitragserhöhung beschlossen wird, diese Anregungen nicht auszuführen sind. Es wird schließlich beschlossen, die Erscheinungsweise beizubehalten, aber dem Bundesvorstand zu ermächtigen, den Umfang der einzelnen Nummern selbständig zu bestimmen. Ueber das Verhältnis der Parteiprcsse zu den künstlerischen Bestrebungen der Arbeitersänger- sache gehen die Meinungen dahin« daß es in der letzten Zeit etwas besser geworden ist, was wohl auch den großen leistungsfähigen Chören zu danken ist. Folgende Resolution fand einstimmige An- nähme: Nach dem Zeugnis weitester Kreise der Arbeiterbewegung ist es den im Deutschen Arbeitersängerbund vereinigten Arbeiter- gesangvereinen gelungen, den Beweis chrer Existenzberechtigung zu erbringen durch anerkannt hohe Leistungen, namentlich durch die Mitwirkung bei bildenden und künstlerischen Veranstaltungen der Bildungsausschüsse der modernen Arbeiterbewegung. Die General- Versammlung erklärt unter besonderem Hinweis auf den Z 2 des Statuts, daß sie in der tatkräftigen Unterstützung der Arbeiter- bildungsbestrebungen auch fernerhin die vornehmste Aufgabe aller Arbeitergesangvereine in©tadt und Land erblickt. Der Deutsche Arbeitersängerbund, dem gegenwärtig 2500 Vereine mit 150 000 Mitgliedern angehören, bittet den Gewerkschaftskongreß und den nächsten Parteitag der sozialdemokratischen Partei, vou dieser Er- klärung Kenntnis zu nehmen. Die Anstellung eines zweiten Sekretärs wird mit großer Mehr- heit beschlossen; die Stelle soll später öffentlich ausgeschrieben werden. Die Schaffung einer musikwissenschaftlichen Bibliothek für die 1900 Dirigenten wind fast einstimmig beschlossen; die Herausgabe eines mit Noten versehenen Taschenliederbuches wird ab- gelehnt, ebenfalls die Anregung, ein Archiv für große Chorwerke zu schaffen und BundeSsängerseste abzuhalten. Die kleinen Vereine sollen in Zukunft so viel als möglich von konservatorisch gebildeten Dirigenten unterstützt werden. Genosse Alex Kaiser- Berlin wird einstimmig als besoldeter Sekretär wiedergewählt, ebenso Genosse Meyer-Berlin als Vorsitzender. Der Sitz des Bundes bleibt Ber- l i n, der der Kontrollkommission in Leipzig. Schmidt-Lcipzig bleibt Obmann dieser Kommisston. Nach herglichen Dankreden der auswärtigen Gäste und dcZ Vorsitzenden schließen die Verhandlungen. Der nächste Bundestag findet 1914 in Leipzig statt. «Htterunftsildeeftlfit vom 6. Juni 1911. Wkttervrognose für Mittwoch, den 7. Juni 1911. Kühler, bei frischen nordwestlichen Winden und anfangs zunclmiender, später wieder abnehmender Bewölkung; leine erheblichen Niederschläge. Berliner Wette rbureau. WasserstandS-RachMititr» der LandeSanstalt fflr Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Wasserstand M e m e l, Tilsit Pregel, Jnstervurg Weichsel, Thor» Oder. Rattbor , Krassen , Frankfurt ar t h e, schrimm , Landsberg che, Vordamm Elbe, Leitmcrttz , Dresden , Larby . Magdeburg Wasserstand Saal«, Grochlih Havel, Spandau■) , Ratbenow') Spree, Svremberg') . BecSkow Weser, Münde» , Blinden Rhein, MaximilianSau , Kaub , Köln Neckar, Hciwconn Main, Wertheim Mosel, Trier •) 4. bedeute» Such»,» Sali.—») Unierpeg-l. 9W Achtuns! Diese Liste aulbewahren!"•S Liste der geregelten Bäckereien. Diese Liste erscheint in Zukunft nur Sonntass* »ckerstr. 45, . 86, Berlin. �«ntschel. zanke. lhoma. zoppe. zoffman«. .!!entwig. Adalbertstr. 45a, O. Hanke. , SS. F. Hoppe. , g3, W. Heyer. , 97, Manegold. , 100, Hanke u. Co. Admiralftr. 10, O. Hanke. , 19a, Ransst. , 27, Peter. , 30, M. Hcinroth. 37, W. Kahl. . 40, Ransst. kldolsstr. 11, KieSIing. , 12b, tzänisch. , 19, Bernroth. . 38, Kränket. Alexandrinenstr. 28, I. HMg. , IIS, P. Hanke. Mensteiner Str. ö, R. 5knepel. , 9, Ramthun. . 11, P. Hanke. 15, C. Ulbrtch. „ 26, Saunus. Ast-Moabit 42, Dinger. . 82a, Blottner. Amsterdamer Str. 9, M. Eule. 26, Herberg. Andreasftr. 5, Blottner. , 16, O. Hanke. , 32, Brotfabrik Wllhelma. . 35, P. Jahne. 51. F. Probst. , KS, Goldacker. kleme Andreasftr. 7, H. Hierse. 21. G. Schütt. AndreaSplad 3, R. Finger. Anklamer Str. 23, P. Hanke. , 2S, L. Synakewicz. , 3S, H. Claßen. , 48, G. Haase. 57. A. Weigt. Annenstr. 41, F. Niemeyer. Antonstr. 3, Treuster. Antwerpener Str. 4, Hattwia. . Arndtslr. 5, Konsumgenossenschast. Artillcriestr. 4, Goldacker. Augustslr. 58, O. Hanke. Badstr. 13, C. Kappler. . 26, Rietz. ».33a, Goldacker. • 37a, Schimezek. . 59, Klickermann. Bandelstr. 38, P. Hanke. Barnimstr. 17, M. Klepka. » 35, Beuthm. _. 47. Schutt. Bastianstr. 8, Sorge. » 18, Herberg. 20. W. Mendt. LarsuZftr. 6, Hoffmann. . 16, R. Krause. Bärwaldftr. 47, Raatz. Behmstr. 37, H. Bröge. Bellcrmannstr. 8/10, H. Bär. . 84, P. Hanke. Belle-Alliance-Str. 24, O. Hanke. Lelsorter Str. 22, Holländer. Bergstr. 38, Nentwich. . S8, O. Fickert. vergmannstr. 10, KnoffuS. , 14a, Polenz. , 19, D. Hanke. » 99, Bäckereigenoffenschast . 104, Blottner. verlichingenstr. 1, G. Höhne. 12. Ruft. Bernauer Str. 38, SosnowSst. , 47, Plagemann. 77, P. Pohl. „ 97, Marx. veuffelstr. 7, W. Eckert. , 20, Blottner. . 24, A. Gras 36, Thiele. 42, I. Langguth. 44, A. Grethlem. 50. W. Weiche. , 66, I. Benthin. , 69, Schneider. 74. A. Krull. , 87, Rittner. Biesenthaler Str. 2, Menflng. 6, F. Hanke. , 14, M. Maue. BIrkenstr. 32, O. Frank. Blankcnseldestr., S, Schutt. vlumenstr. 14, O. Hanke. » 29, Schocher. , 51a, Krause. . 51c, Peter. 64, I. Sedlatschek. 67a, Kuhn. 68, Nordstern. Blücherstr. 11, D. Hanke. 16, Blottner, Bödilerftr. 5, Hanke u. Co. „ 7, Konsumgenossenschaft. , 31, Bäckereigenoffenschast. . 36, SS. Hesse. Doppstr. 9, Kelch. Böttgerstr. 5, G. Jordan. Bötzowstr. 24, Peter. , 34, Konsumgenossenschaft. Börnholmer Str. 14, E. Bugge. , 18, F. Gronau. , 75, Schneider. , 90, R. Sonntag. , 94, Schmidt. Bornemannstr. 2, P. Braun. . 8, Sander. Bossestt. 8, KilieS. Boyenstr. 11, E. Fiebig. 24. Niestroy. 37, A. Posffn. 42. F. Hanke. «oeckhstr. 37. Schlegelmilch. 41. Peter. 46, H. Aust. Borhagener Chaussee 19, Peter. Boxhagener Str. 1, Peter. , 27, F. Flemming. Brandenburgstr. 21, A. Becker. BraunSberger Str. 13, F. Klaufing. Bredowstr. 1, Heidrich. 16/17. F. Lemger. , 43, Schön. Bremer Str. 57, Vesterling. , 60, I. Beyer. Britzer Str. 7, H. Briese. , 21, Seidel u. Co. SSrunnenstr. 3, Mollweide. , 41, Hanke. , 48, Ä. Marsche!. , 82, I. Kraft. , 87, 33. Grunwaldt." , 110, Hanke u. Co. , 129/130, Goldacker. . 154, K. Bullinger. Brückenstr. 13a, Nordstern. Brüffeler Str. 5, Szillat. » 18, Dumröse. , 22, Huschle. 37. Patzschke. . 43, E. Buller. „ 53, Hanke u. Co. Buchstr. 3, Hirschseld. Buggenhaaenstr. 3, Binte. Burgsdorsstr. 4, Kränket. , 15, K. Linder. Buttmannstr. 16, R. Flügel. , 20, Kränke!. Bülowstr. 18. Blottner. Büschtngstr. 12, Konsumgenossenschaft. Cadiner Str. 4, Ponzet. , 13, Papenbrock. , 19, 38. Hardeu. Camphaufenstr. 6, Zindler. » 21, Peter. Caprivistr. 9, I. Dehmel. , 22, E. Winter . 25, Hanke u. Co. Chamiffoplatz 1. P. Tschocke. Carmen Shivastr. 155, E. Battinke. 157, 81. Scholz. Chausseeftr. 39, Goldacker. 93, F. Hanke. , 105, Hoffmann. . 112, O. Hanke. Chodowieckistr. 1, Gebr. Fach«. . 33, A. Hanke. Chorwer Str. 15, P. Müller. » 24, R. Kügow. , 34, Gand. , 37, Schütt. . 46/47, RoZIY. , 55, F. Hanke. . 86, H. Mendt. Christburger Str. 25, Schüler. , 30, Tank. , 35, C. Hestmaim. Chrtstianiastr. 8, R. Doege. , 116, Eppinger. Colberger Str. 14, H. Hcrmenau. CöSlWer Str. 1, H. Kästner. , 3, Gwiazdowski. , 4, Kammel. Courbiörestr. 19, P. Hanke. Cuvrhstr. 5, O. Stieler. , 22, Schönig. . 28, Plautz. , 37, G. Kraatz. , 42, v. Lienen. . 44. F. DebeS. Dänenstr. 5, F. Kynast. Danziger Str. 4, Goldacker. , 8, F. Conrad. 15. Bobel. , 21, Huder. 42. Nikiich. » 46, E. Körner. . 70, P. Lehner. 94. Nobiling. Demminer Str. 23, Wille. , 25, A Galling. 35, Micheli. Dennewitzstr. 6, Blottner. , 19, Blottner. Dteffendachstr. 27, A. Steinbor». _ 52, W. LauHe. 58a, Gebr. Pool. Dtrschauer Str. 3, P. Hohcnsee. , 13, F. Bach stein. Dolziger Str. 31. G. Schofisch. . 39, H. Kähne. . 36, Weber. , 51, Dahme». Dragonerstr. 15, Hofsmann. Dresdener Str. 6. Goldacker. , 17, O. Hanle. , 90, R. Doherr. , 104, P. Hanke. Driesener Str. 10, G. Ouyel. , 15, Nsugebauer. Drontheimer Str. 13, Barth. 25. A. P-iser. 40. K. Aust. Dunckerftr. 2, I. Czerwenka. , 7, M. Ramsch. , 23, Sander. . 70, TrezinSki. 78. E. Kaulitz. „ 80a, F. Deinert. 90, Reichert. Ebelingstr. 3, O. Hanke. „ 5, Blender. „ 10, C. Bocse. Eberswaldcr Str. 21, M. Tcschner. , 2?, Hinkelmann. Ebertystr. 23, Meyer. , 33, O. Hanke. , 37, Peter. » 45, Schramm. , 50, A. Brückner. . 54, Peter. Eckertstr. 1, Blässing. , 13, E. Haiiwig. . 17. Pilz. Eifenbahnstr. 3, Haupt. „ 8, O. Hanke. , 13, K. Hampel. 31. Rothe. Elbinger Str. 3, O. Hanke. , 32, Wensch. , 34a, Ulecht. , 76, G. Winkler. r 86, I. Jana?. , 90, Fenske. Eldenaer Str. 2, Merkel. , 25, Safram. Elisabethstr. 37, O. Hanke. Elisabethuser 59, Lerche. Elsasser Str. 19, O. Hanke. . 33. O. Hanke. Emdener Str. 17, Pohl. 21. O. Müller. , 49, P. Dutlke. , 50, Konsumgenoffensch. 55. F. Droit. EraSmuSstr. 5, Konsumgenossenschaft. ESmarchstr. 1, G. Schutt. . 14. Fratzke. 20. R. Marttnsohm Exerzierstr. 3a, P. Hanke. 19a, Koschel. Eylauer Str. 13, Blottner. Falkplatz 1, Schobert. Falckensteinstr. 8, P. Hank«. , 17, O. Hanke. 20. I. Fischer. , 34, G. Krützmacher. , 37, Manthiy. 43. H. Albrecht. . 45, Hanke u. Co. Fehmarnstr. 1, Barz. . 10, Bolksbrot. . 19, tzanke u. Co. 23, Busse. Fehrbelliner Str. 27. R. Höselbarth. , 35, Sommerseid. , 54, Konsumgen. . 79, I. Sora. Fennstr. 9, F. Stark. , 34, F. Hanke. , 48, A. Haber. . 51, F. Hanke. Fichtcstr. 22. Schönseldt. Fidictnstr. 6, Heermg. 11, I. Preutz. Fffcherftr. 7, Glatz. 12. H. Liebe. Flensburger Str. 29, O. Hanke. Forster Str. 3, Konsumgenossenschaft. , 6, O. Weidner, , 20, Bäckereigenossenschaft. , 42, SB. Hildebrandt. , 48, Marites. Frankfurter Allee 29/30, Hanke u. Co. „ 32, Turban. „ 123, Goldacker. „ 145, O. Schalck. Gr. Frankfurter Str. 38, P. Hanke. . 139, Goldacker. Kl., 14. Mitt-Istädt. .. 18, Goldacker. Franseckhstr. 7, A. Wöhlert. , 25, Günther. » 37, G. Sy. 41. R. Bengisch. 45. Thiel. 51. K. Wittkopf. Freienwalder Str. 21, G. Gerlach. . 28, P. Hanke. Friedenstr. 44, Hartmann. , 46, F. Hanke. . 47, G. Janstsch. , 67, Streifig. . 74, Türpe. 101, P. Barth. Fried eberger S trotze 1, John. 14, Hoheisel. Friedrtchstr. 27, O. Hanke. , 247, Goldacker. FriedrichSberger Str. 17, Schüft. „ 20, Sperhalc, Friedrichs selb« Str. 13, Bobel. , 26, Janke. „ 39, Ouandt. Am FriedrichShain 34, A. Rennoch. 'Friedrich- Wilhelm-Str. 23, Zapp. iriesenstr. 27, Blottner. sruchtstr. 4, Hanke u. Co. . 36, E. Dobrick. , 37, Schernikau. 65, Milläch. . 83a, Bartsch. Fürstenberg er Str. 8. O. Hanke. , 9, G. Kanz. 15. Otzwald. Fllrstenwalder Str. 7, L. Hewrich. Gabriel-Max-Str. 2, Grotz. Gartenstr. 3. Konsumgenossenschast. . 5, Wach. 61. R. sch-rf. . 104, K. Lolh. Gaudystr. 9, E. ElSner. Genthiner Str. 37, Blottner. Genter Str. 4. G. Sttautz. » 42, Lüddicke. Georgenkirchstr. 67, Schulz. Gerichtstr. 3, Konsumgenossenschaft. , 9, Hoffmann. , 14, Schwemler. . 23, Berl. GenossenschastS- , 32, Legier. fbäckerei. 63, Jhle. , 78, Hanke u. Co. 84, A. Thoma. GiPSstr. 9, Mattke. 17, P. Jambor. Gilschiner Str. 58, Heinroth. Glasgow Str. 29, Naujock. Gleimstr. 2, Peter. . 7. K. Metsch. , 12, Sl. Mertens. . 14, Jaape. , 21, G. Pardemann. , 29, A. Braun. , 42, E. Hemmann. , 50, E. Grothe. , 55, Marlin. . 67. K. Busse. Glogauer Sir. 2. A. Schulz. , 17, Wagenknecht. „ 26, K. Lacke. . 28. Bäckereigenossensch. Gneisenaustr. 96. Bergler. , 108, E. Hensel. GotzkowSkhstr. 6, G. Müller. 12. Hanke. Gollnowstr. 9, O. Hanke. Goebenstr. 17, Konsumgenossenschaft. Görlitzer User 2, R. Heide. , 28, Hanke u. Co. , 32, A. Nowosadlo. Görlitzer Str. 24. Thiel. , 36, Beckmann. 55. I. Fischer. , 63, M. Spillmann. . 68, Witwe Most. Gormannstr. 24, Thiel. 25/26, O. Mnuth. Gräseftr. 4, Mülbe. 10. Penk. , 12, P. Hanke. , 19, Schniz. 27. Peter. . 35, Bäckereigenossenschast. . 39, Äligge. , 65a, Konsumgenossenschaft. 80, Mittelslädt. Graudenzer Str. 5, O. Gregor. .„ 12, Sperling. Graunstr. 5, Schenk. , 22, Küttner. , 28, Sekrenz. 32. F. Hanke. 37. Müller. GreisenhagcnerStr. 8/9, Krien. . 15. A. Nillasch. , ,58, Strehlow. ,. 84, Konsumgen. GreisSwalder Str. 12, O. Hanke. , 46, Letzmann. , 161, E. KittlauS. 167. Haff. , 202, Förster. Grenadierstr. 3, S. Schipper. Grenzftr. 13, W. Ziegels ki. Griebenowstr. 8/9, K. Meck. Grimmstr. 1, Pusch. . 29, O. Hanke. Grotzbeerenstr. 65, Blottner. Gr.-Görschenstr. 43, O. Hanke. Grünauer Str. 12, Butz. 21. Puff. , 26. Barock. Grüner Weg 19, Nordstern. , 54, R. WieSner. , 60. Peter. ..«2. Hetz. . 63, O. Hanke. . 75. E. Wolss. , 88, MackS. . 115, Spillmann. Grünthaler Str. 8, Schinschke. Grünthaler Str. 17, Tiestch. 70. R. Tietze. 84. W. Jäckel. Gubener Str. 21. Peter. 31, Lemet. 41, Kupalt. 51, Sudbe. 69, Hanke u. Co. Guweastr. 1, Mindt. 26. A. Lippert. 41, Kubelke. 8», A. DeuS. Hagenauer Str. 1. F. Hank«. 13, K. Ephau. asenheide 49, Krüger. avelbergerstr. 12, Koppe. r. Hamburger Str. 29, Bobel. Hausburgstr. 5, Brendlau. , 12, Gerland. , 16, L. Engel. , 27, Knobloch. Heckmann-User 5, Sl. Speisekorn. Heidenscldstr. 11. Wiffchib. .17. Chr. Witschet. , 19, D. Hanke. , 21, Müller. teftnstr. 7, A. Krüger. etncrSdorser CK. 27, Menz. Hennigsdorser Str. 1, Herrmann. 13. Kahl. 37. Müller. JermSdorfer Str. 6, Bobel. ohenlohestr. 3, Görke. 18, Bäckereigenossensch. Hochstr. 2a. A. Rudolf. » 25, W. Duckert. , 31, I. Maue. , 40, Hentschel. Hochstr., Neue 8, Hanke. . 18, Herzog. . 24, Schulz. , 31, Hoffmann. » 35, Krevsel. . 45. Langner. Hochmeisterstr. 1, O. Hanke. . 166. Konsumgenoffensch. 20. F. R-insch. Hochstädterftr. 14. Lüloff. töchstestr. 11, Sbrzesny. olzmarktstr. 13, Blottner. , 36a, Plenert. Huseiandstr. 1, Peter. , 28, 23. Hermanns. , 37, Oberreicher. 46, A. Czok. Hussitenstr. 6, E. Werner. , 15, Polscher. , 20, E. Ruhwedel. 28, Neigenfiudt. 30, F. Hanke. '. Lcbelt. iachtans u. Barz. Kiesling. ionsumgenoffenschast. „ 71. Hanke u. Co. Huttenstr. 4, F. Rcchenberg. , 26, O. Bensch. Hübnerstr. 6, R. Bauer. 14. A. Neske. IablonSllstr. 1, Weise. . 11, O. Batzau. . 14, E. Berndt. , 21, Höhn. 39, Br. Potz. Jagowstr. 10, K. Brandt. , 17. Hanke. , 20. K. Brüggemann. , 28, P. Dclenrant. Jahnstr. 21, Köhler. . 24, Sperling. Wie Jakobstr. 7. Thiel. 18/19. Lück. , 47, G. Müller. „ 57/59. Konsumgenoss. , 138, Lück. Reu« Jakobstr. 17, Blottner. Jasmunderstr. 15, H. Below. , 18, Böttcher. Jerusalemer Stratze, Richter. Jmmanuettirchstr. 10, Jendrohko. , 20, Lamla. 32, I. Kaletka. Jnsterburgerstr. 5, H. Cyrus. , 12, Peter. Jnvalidenstr. 14, Hoffmann. , 156, Hanke. . 157, Goldacker. Josefstr. 12, Hauke. Jslandstr. 18, 21. Daume. Jungstr. 3, Peter. Kaiscrftr. 18, B. Donnert. Karlftr. 26, O. Hanke. Kastanien-Allee 13/14. O. Hanke. , 29/30, Feuerherm. , 35, Goldacker. , 46, Schurwanz. , 57, Künscher. . 58, Schuchman». Katzlerstr. 18, Merzhaus. . 29, Blottner. Kameruner Str. 8, W. Czekalla. , 16, A. Dach Witz. . 51, G. Klitzing. , 57, W. Heinert. Keibelstr. 5, Hirsch. Keffelstr. 36, Hoffmann. Kirch str. 1, Goldacker. , 8, Blottner. Kiautschoustr. 5, Schewe. 17, E. Bestie. Kochhannstr. 14, Konsumgenosseosch. , 26, F. Hanke. , 28, H. KrtnneS. , 31, Wolfram , 35, F. Ludwig. Kochfft. 49, Blottner. , 62, Konsumgenossenschaft. Koloniestr. 9, Engel. m 10, Schröder. , 30, 21. Deiing. , 33, Krankel. , 34, A. Wiese. , 71, I. Weichmann. , 138, Dimde u. SSreitung. Kolberger Str. 14, H. Hermenau. , 27, I. Braun. Königstr., Neue 82, P. Hanke. KönigSberger Str. 1, Goldacker. , 20, Blottner. , 30, D. Bohmdorf. .. 35, M. Grujchka. Köpenicker Str. 9 b, Blottner. . 23. P. Hanke. , 48/49, Hanke. , 137, Nordstern. 172, Fischer. , 193, Hellwig. KopernikuSstr. 3, Konfumgenossensch. , 3, Teupel u. Viehhöser. , 9, W. Wellniy. , 25. KahnS. . 33, H. Winnenburg. Koppenstr. 8, R. Wiesen er. , 12. Bobel. . 14, O. Hanke. 15, Hetz. , 23, Hanke u. Co. , 25, stradtmeier. , 45, Hanke u. Co. 46. Wahl. . 49. A. Richter. 58. Woblick. 70. Setz. , 75, Goldacker. Kopenhagener Str. 2, Müller. 11. O. tzanke. . 28, S. Bechtel. , 36, Söder. . 49, Kurth. . 65, K. Weiz. . 74, Schön. Korsörer Str. 2, E. Barth. , 17, Hübner. , 20. F. Hanke. Kottbuser Damm 14. Richter. 35, Jüling. Kottbuser Ufer S2a, Schönbern er. Krautstr. 4/5, O. Hanke. 22,®. Arndt. 45/46, 21. Röhl. Kremmener Str. 15, SoSnowSki. Kreutzigerstr. 16, A. Kiehne. 20. C. Jahn. Kuglcrstr. 4. H. Ernst. , 8, R. Schulze. Kunkelstr. 5, Bummler. Landsberger Allee 1, O. Hanke. , 37, Steinmüller. . 43, E. Helmeke. , 51, Seeländcr. . 123, P. tzanke. Landsberger Str. 1/2, P. Hanke. , 17, Mache. 75, Nordstem. Landwehrstr. 7, Matschke. Langestr. 3, Nordstern. . 25, O. Hildebrandt. , 36, Gumniar. . 40. B. Höhne. . 46. Peter. . 78. F. Puttchke. . 93/94, Schütt. . 106. O. Paul. Langcnbeckstr. 12, Schrohen. Lausitzer Str. 34, O. Schulze. 47, tz. Ncukuckatz. Lebuser Str. 2. Masenthin. . 11. Pcter. 12. O. Hanke. Lehrter Str. 32. Lorenz. Lessingstr. 23. Blottner. , 36, R. Richter. Libauer Str. 1, JeSke. 4. Albrecht. , 9, J. Weih. 11. Peter. 17. K. Weber. Lichlenberger Str. 6, I. KierzkowSki. 21, S. Feist. Liebenwalder Str. 1, Lucas. , 8, O. Kränke!. . 31, M. Jäkel. . 84a. I. Beltz. . 44, P. Hanke. Liebenwalder Str. 60, tz. Rahmmm. Liebigftr. 1. Peter. , 7, Konsumgenossenschaft. . 38. I. Hanke. Liegnitzer Str. 5, Wilde. 7, M. Eckold. , 28, Gustav Mieth. Lindower Str. 9, Nilson. Linienstr. 1, O. tzanke. , 56. Joppich. , 72, Schuberth. , 156, Kemnitz. , 244, Schütt. Lippehner Str. 35, O. Hanke. Litthauerstr. 16, C. Swoboda. . 24, G. Joueweit. Löwestr. 1, I. Kahlsutz. , 18, Walter. Lortzingstr. 6, Schulz. , 17, Steffen. Lothringer Str. 24, O. Hanke. 34, Mollweide. . 64, W. Gaml. Lottumstr. 13 a, Rauschenberg. Lübbener Str. 24, O. Pfennigsdors. . 29. E. Gterz, Lübecker Str. 7, F. Bauch. ,, 47, Schmidt. Lüderitzstr. 5, E. Schönwiej«. , 9, Hoffmann. . 55, R. Engel. , 60, G. Klitzing. Lützowstr. 105, Blottner. Luisenstr. 7, O. Hanke. Lhchener Str. 4, Waller. 17. te Bart. „ 26, Koch. _ 81, Bobel. 110, P. BorowSA. , 124, A. Brumm. Lynarstr. 4, P. Tänzler. . 27, P. Gutsche. Malplaquetstr. 6, Olberg. , 11, M. schalst. . 14/16, F. Laddach. Malmöer Str. 6, 21. Zwesfin. Manteusselstr. 11, O. Ermisch. 19, A Rohr. , 45, Blottner. 61, Kirschke. , 67, F. Tieme. 87, B. Jurk«. , 90, O. Hanke. , 91, Koitsumgenossensch. , 99, W. Behrend. 103, I. Ullrich. . 129, Ruficke. Markgrasendamm 31, Gutsch. , 32, Lehmann. , 35, Hanke u. Co. Markgrafensir. 73, R. Richter. , 99, O. Hanke. Martannenftr. 5, Toerlitz. , 7, Hanke u. Co. , 12, O. Hanke. , 27, Wenzel. 31/32, Gebr. Pool. Marienburger Str. 7, F. Hanke. . 18. Scholz. ' 48.' 8cksttia. MarkuSstr. 11. Ernst. . 27, Wolwau. , 37. Konsumgenossenschaft. , 38, Davideit. MarkuSstr. Kl.. 9. Wiederfich. . 12,13. Gebr. Pcffchcl. MartimOpitzstr. 2, Maserak. . 24, Herrmanu. Matternstr. 2, Hempel. » F- Hanke. . 13, Dörner. Mauerstr. 66/67, R. Richter. Maxstr. 7, Brotfabrik, Heinr. Witster. » 13 a, Konsumgenosseuschast. . 17. G. DzikowSki. Mslchiorstr. 25, Genschow. Mehnerstr. 21, Giebelmann. Memeler Str. la. B. Fechner. • 7, Knoke. . 14a, Wilh. Zeplw. . 16, Hanke u. Co. . 20. 21. Ahlschwed«. , 32, O. Lucka. . 47. A. Eis-rt. , 48a, Hanke u. C» . 52. K. Borbe. „ 59, L. Halbe. ,. 65. M. Rotzptesch. 77. Elster. 81. Fechner. Mendeissohnstr. 10, Ziegler. Metzer Str. 2, E. Zeitler. , 11, W. Döring. 17, W. Block. 29, F. Bartel. , 42, Eing. Weitzenburger Stratze, OSkar Hanke. MtchaeMrchpIatz 4. Konsumgenollensch. Mirbachstr. 14..BolkSbrot». . 20, K. Böhme. , 25. K. Kell. , 26, Konsumgenossenschast. , 29. P. Berger. 37, C. Burmester. , 44, Brosey. Mitlenwalder Str. 30, F. Dohna!. . 44, Sicgwald. . 50. Behnke. Möckernstr. 124, Blottner. Mühlenstr. 4/5, Heinz. » 46 a, P. Böhla. „ 51, I. Schöu. . 68 a, Gäkel. Müllerstr. 12c, F. Ramm. „ 28, Londran. , 83/34, Brotsabr.Gebr.Mttler . 60, Tropp. 63, Hoffmann. 113, G. Glitzing. 120, Huschke. lörder. !owack. anke». da uichke. ioldacker. 166 b, G. Mittendmch BOTerftr, 163, Krause. . 166 a, P. Hanke. Müncheberger Str. 6, Hanke u. To. „ 15, 2c» e. Muskauer Str. 6, A. Barduhn. , 28, Moses. , 34, M. Lerche. 54, C. Biedermann. Naugarder SN. 4, Willgaz. » 14, Muche. 39. R. Skibbe. Naunhnstr. 7. E.!>lllitz. . 64, O. Heilman». „ 73, O. Winkler. Nazarcthkirchjtr. 37, O. Krankel. . 45, R. Schwämmlein Neanderstr. 27, O. Hanke. , 23, Fr. Saklilowski. . 39, Nowosadko. Neue Hochstr. 18, K. Herzog. NoSendorsstr. 49, P. Hanke Rostizstr. 9. R. Berger. 49, Krautz. Norweger Str. 3, I. Paulise. Oderberger Str. 8, R. Müller. , 21, Gerson. . 27. Bobel. . 38. O. Busch. » 46, Janidki. » 49, E. Böhme. , 61, Heide. Ohmstr. 9, F. Jendreyko. 12, Nowosadko. Oldenburger Str. 8, Müller. » 14, Geisler. , 21, T. Neumann. 25, C. Lanze. Oppelner Str. 4, 33. Schenk. „ 29, I. Hornig. „ 28, Hanke u. Co. . 29, H. Müller. , 35, G. Niegel. 49. Nag. Oranienstr. 19. O. Winkler. 31, K. Stausse. , 191, Köhler. . 181, Nordstern. , 186, O. Hanke. 196, A. Stuller. Ostender Str. 49, O. Weber. Oudenarderstr. 4, F. Hanke. . 36, W. sauter. . 44, A. Liebcner. Palisadenstr. 2. P. Hanke. » 29, O. Hanke. , 44. T. Schelenz. 58. Jäkel. Palisadenstr. 84, K. Kinzel. 196. Nordstern. Pankstr. 38. M. Mendt. 42. Zl. Albrccht. . 46, R. Kümmel. . 68/69, Hanke u. Co. „ 74. Hartmann. „ 83, Klang. . 87, P. Hanke. „ 91. W. Schwahn. Pappel-Zlllcc 7. Lüloff. . 18, F. GSken. „ 21. Schüller. 24, C. Caseler. , 59, Kotz. 54, ist. Müller. , 62, F. Hanke. 85, Zldam. Pastcurslr. 12, Kcisler. » 15, Habmann. m 23,(3 e riefe. » 38, Schult. . 42, Mager. Pettenkoferstr. 5, Hanke«. Co. 17». Peter. Persiusstr. 1, S. Lange. Planuser 92, R. Blume. Plantagenstr. 7, G. Tennigkeit. , 38, O. Kränke!. Potsdamer Str. 138», R. Nichter. Prinz-Eugen-Str. 8, H. Berg. , 19. P. Blümel. m 19, Kolodzey. 29, j. Tautz. Dillauer Str. 5, Zt. Mertens. Pintschstr. 4, F. Klinder. 13, Meinhardt. Petersburger Platz 6, F. Hanke. Petersburger Str. 2, Schnabel. . 19, W. Oehm. » 32,?. Becker. » 38, G. Saoercnz. » 47, K. Schneider. m„ 66, Peter. Pstugstr. 2, 91. Lebebon. ,, 9, 91. Hossmann. P-s-ver Straße 2. H. Heinrich. . 32, Janke. Prenzlauer Allee 42, Delow. 53. B. Hoheisel. „ 86, SS. Naubcr. .. 177, A. Velth. „ 182, E. Burger. „ 293, Herrmann . 229, Breilkopf. „ 239, 23. Hartlepp. Prenzlauer Str. 43. P. Hanke. Pücklerstr. 8, R. Hardtke. , 25, Cymmer. , 42, E. Güntber. Prinzen-Allee 19. P. Hanke. , 13, Rabenhorst. , 34, Schwenobi. , 61, G. Taupitz. , 85, Konsumgen offensch. Prinzenstr. 12, O. Hanke. , 85. Nordstern. Prinzesünnenstr. 31, Grinda. ProSkauer Str. 8, A. Nellschütz. . 21. Sorge. 38, Gabclmann. Putbuser Str. 14. Peter. , 18, Rothe. m 21. P. Hanke. „ 24, L. Winkler. „ 37, Bobel. . 46, W. Stange. , 49, F. Hanke. 52/53, G. T0NN Putlitzstr. 1, Maul. Luitzowstr. 198, Blotwer. Raabestr. 12. Matheike. Ramlerstr 24, E. Herberg. , 31, T. Dahlenburg. , 34, P. Dehmelt. . 36. M. Baeker. , 37, O. Hanke. . 38, Peter. Ratbenower Straße 27, E. Max. Ratiborstr. 17, Richter. Raumerstr. 17, Dziemian . 26. Peter. , 36, SS. Maluschke. » 41, P. Heerde. m 55, Haubold. Reichenberger Str. 49, MIericke. „ 51, Biotin er. # 58, Köhler. _ 64, Meyer. 71, R. Plazalski. , 72», Jüling. Reichenberger Str. 78, Blottner. » 82, B. Meyer. . 91, Bcrthold. „ 95», A. Geschinski. » 191, C. ZLagner. Hl. E. Trotz. „ 114, Hanke n Co. » 121, Nordstern 135, A. Rost. 145. H. St[autsch. » 159, O. Hauke. ,, 153, Zenker. » 161, C. Schulz. » 168, C. Schmiedel. Remickendorser Str. 1. Hentschel. . 25, P. Hanke. . 59, P. Hanke. » 77, H. Kurtzweg. 87. H. Bloch. » 95, H. Hubnstock. ,, 192, R. Wenzel. » 112, Goldacker. » 118, Kappler. Revaler Straße 14, Reich. Rheinsberger Str. 21, A. Scholz. „ 26, M. Lorenz. 35, Buschack. RHInowerstr. 2, Mühlsteph. „ 7. E. Wallke. „ 11, Bobel. Richthosenstr. 19. O. Müller. « 34, Künzl. Rigaer Str. 21, Reuter. „ 57d, K. Dammköhler. . 79, Hanke u. Co. „ 92, Peter. „ 199, Görlein. 194, Hanke u. Co. RItlerstr. 114, Lange. Rodenbergstr. 1, A. Scholz. „ 2, R. Engel. 33, Schaeser. Romintener Straße 3, Peter. „ 5, O. Sommer. „ 8, O. Hanke. „ 29, Sllscher. H 25, R. Bienert. H 49, 91. Bräumer. „ 43, F. Horstmeier. 54, GorgaS. Rostocker Str. 2, O. Hanke. „ 18, P. Hanke. 31. A. Kclb. „ 35, Konsumgenossmsch. 49. H. Tschöcke. „ 46, Krüger. „ 51, Wulle. Rudolsplatz 2, Matzke. Ruppiner Str. 8, E. Geißler. , 12, O. Hanke. . 26, Bobel. RüderSdorser Str. 2, M. Lerche. 29. Stier. » 29, Hanke n Co. m 62, Büttner. , 67, Kracker. Rügener Straße 3, K. Beyer. 16, I. Gößwein. Rhkesir. 3, Müller. „ 7, F. Vicweger. .. 19. Bobel. „ 16. H. Libutzki. » 23, Hesse. „ 32, B. Reichert. Samariterstr. 2. F. Grohmann. , Ii, H- Könnemann. » 21, Vierheller. 28, JHIenseldt. Samoastr. 22, Schern e. Schorn horftstr. 7, Gutsche. Schercrstr. 2, Fr. Burek. IL. P. Hanke. Schillingstr. 19, O. Hanke. Schiveloeiner Str. 4, I. Hildebrandt. , 8, Peter. „ 9, Konsumgenossensch » 16, Köhler. , 18, Wolfs. . 28, Müller. 44, R. Engel. Schlefischeftr. 19. Tennert. Schliemannftr. 24, Reisewitz. , 39, F. Hanke. . 32, Japp. 46, K. Kraus«. Schonensche Str. 1, H. Ed er. . 5, Runge. , 8, Walther. 15. Pirschet. Schönfließer Str. 2, Hesse. 16. Brandt. Schönhauser Allee 63, O. Hanke. „ 79s, Goldacker. . 81, M. Schmidt. . 86, Kiesewetter. . 98, Kiejewetter. , 191, O. Hanke. . 131, Siebert. „ 159, Nowack. „ 158», Klug». 169, Beyer. . 164, Fiedler. 177o, Goldacker. Schönhauser Str., Alte. 33. Goldacker. „„ 39/40, P. Hanke. Schönholz er Str. 5, Fr. Mittelbach. hönleinstr. 4, Müller. , 17, Peter. , 19, Drauschke. , 27. A. Hollunder. Schönwalder Str. 14, P. Hanke. , 16, Hagen. 27, Helberg. Schönweider Str. 9, F. Leinau. Schreinerst r. 4. , 19, Peter. . 39, Steffen. m 49, A. Dorow. „ 59, Owsianny. , 52,$. Schaller. Schulzendorser Str. 14, Agricola. 23, Riedel. Schulstr. 6. A. Höhne. . 28, Franz Naumann. » 35, Schmidt. , 51, 9l. Knaus«. . 67. Thaler. , 192, Kleiner. , 119, Praschma. Schwttrtztopstslr. 4, O. Kränke!. Schwedter Str. 52, A. Hübner. . 249, O. Feustel. „ 254, O. Hanke. Schwedenstr. 9, Heppner. , 11», F Hanke. , 16, Manitz. , 19, Kappler. Sebastianstr. 19. Hoffmann. Seestr. 69. P. Menden. . Ruschke. Seelower Str. 17, Fröhlich. Sickingenstr. 76, Winter. Siemensstr. 7, C. LaabS. 17. Preutz. Simeonstr. 14. Lück. Simon-Dach>Str. 1. Zinßer. . 5. A. Gruschta. » 7, A. Zinßer.: Simon-Dach»Str. 18, Menckheim. 28, B. Wallner. Simplonstr. 41, Stresow. Skalitzer Str. 18, Winkler. 63/64, C. Dehmel. . 95, Siekolas. » 96, A. Dietrich. 199, A. Köhler. » 129, Gerlach. 124. T. Mertins. Soldiner Str. 12, E. Ritter. . 39, Kappler. , 32, Schultz. 69, Kleich. , 69, H. Frankenstein. 72/74, O. Kränke!. , 76, F. Hanke. , 99, Krankel. „ 193, Konsumgenossensch Sonnenburger Str. 13, Gräsling. «oophienstr. 16, Aschinger. Soraucr Str. 1, O. König jun. , 8, F. Kretzschmar. 18. I. Hentschel. Spandauer Brücke 1K, O. Hanke. Sparrstr. 19, A. Kosubeck. . 29, Hanke u. Co. Sprengelstr. 4/5, Weber. , 33, P. Jarrasch. Stargarder Str. 2, F. Hanke. , 12», Lepki. , 21, Peter. , 32, Leischner. » 57, Kaulitz. 63. Rell. . 69/79, A. Funk. 78, Bark u. Waller. Stallschreibersir. 32», P. Hanke. , 69, Lorenz. Steglitzer Str. 73, P. Hanke. Steinmetzstr. 22, Blottner. , 42, Blottner. . 66, Bäckereigenossensch. Stendaler Str. 5, Konsumgenoffensch , 5, Corts u. Co. 15, P. Hanke. Stephanstr. 7, H. Damaschke. 35, P. Stieleke. 49. Bühl. 47, Krug. Stettiner Str. 7, F. Hanke. » 21, Krause. . 26, Kleinert. . 54, Zeschmann. 56, E. Krista. Stolpijche Str. 3, W. Meißner. , 22, O. Donath. » 26, F. Hanke. , 35, Schunert. . 38, Peter. , 41, F. Hanke. 47, Wurst. Stralauer Mee 17o, Albrecht. 23, Buge. Stralauer Allee 32», Gustin. Stralsunder Str. 8, P. Jllmann. . 28, F. Kögler. 56. A. Loth. Straßburger Str. 13, TremuS. 28, Sachwitz.. 35, Hellman» Straßmannstr. 2, Hanke. , 8, Feller. , 15, Blumel. , 24, Zander. 35. Sligt. Strausberger Str. 1, C. Reglien. , 5, Schubert. , 28, Heinrich. , 33, Schreie. Strelitzcr Str. 4, Näse. , 15, v. Grabowski. , 21, Schulze. .»l. Hey. 64, E. KramS. Stromstr. 29. Bühl. . 33, P. Zastrow. 48, Siedel. Stubbenkammerstr. 2, Sieling. Swinemünder Str. 33, Konsumgenoss. , 43, R. Engel. 54. Libok. 58. Müller. , 66, R. Becker. 74, F. Hanke. 89. Pru«. , 82, Winkler. , 93, E. Martins. 196, Meier. . 114, P. Hanke. 119, Weiß. Tegeler Str. 11, O. Lenzner. . 23. M. Dahlie. 32, H. Krause. Thaerstr. 18, Sonneck. , 2t, Werntcke. , 23, F. Hanke. , 64, Blottner. Thorner Str. 6, Beyer. 62. F. Hanke. Thurneyßerstr. 5, Rinke. Tieckstr. 9, Bobel. . 16. Hofimann. Tilsiter Str. 12. P. Schürer. . 19, O..Hanke. , 24, Plötz. » 26, Geßner. , 34, König. , 68, Ouandt. , 77, Stahnsdorf. , 81, Owfiani. , 91, P. Hank«. Togostr. 4, Konsumgenoffenschast. . 8, H. Blcttcrmann. , 81, Zander. Torellstr. 4, F. Doliwa. Torsstr. 9, Huwe. . 13, König. » 14, Peukcrt. . 17, Ziesmer. , 22, Preidel. . 23. Hanke u. Co. . 28». Konsumgenossenschaft. Transvaalstr. 14, Ebnes. TreSckowstr. 25, Dcnbach. » 44, Gärtner. 57, Wecke. Triststr. 4, Renzel. . 9. Kühl. , 43, Krause. , 47, K. Huwe. , 55, Radak. , 64, D. Kränkel. . 66, Stähr. Turiner Str. 36, P. Rißmann. Turmstr. 43, Goldacker. , 62, Sprengel. . 67, Hanke. Türkenstr. 22. Panlisa. Ueckermünder Str. 11, F. Arnst. 17. Llbrich. Urbanstr. 1, Neubarth. , 25. Th. Herzog. , 29, Mittelstädt. . N' , 43, W. Hein. , öl, C. Billing. Urbanstr. 89, Blottner. , 94, Rawe. , 194, Kruschke. . 112, H. Lutosch. Usedomftr. 4, I. Skutnik. „ 29, Schmalenberg. „ 31, Peter. Utrechter Str. 8, Stanicki. 15. F. Hanke. 29, Schröder. Veteranenstr. 8, W. Bantsch. . 11, D. Hanke. , 27, Fiedach. Voigtstr. 17, Schaum. , 26, Höhnte. . 32, W. Henning. 38, Heidt. Voltastr. 32, Bertelmann. . 42, O. Eckel. . 49. Köster. Waldstr. 4, Krug. , 17, P. Hanke. , 22, Schreiber. . 25, E. Jglisch. , 35, Langgut. , 42, H. Bauer. . 46. H. Pohl. Waldemarstr. 37, Nordstern. , 62, Lerche. , 66, Hamel. 76, ClauS. Waldenserstr. 9, GierszewSki. . 15, R. König. . 23. Kuppert. 33, SlawinSll. SSaldeyerstr. 3, P- Henke. Äallner-Theater-Str. 19, Frankel. Warschauer Str. 16, JarzembowSki. . 39, Gulschmidt. . 69, H. Schulze. . 64. Lück. . 69, W. Fiebig. . 83. O. Hanke. Waffertorstr, 22, Blottner. 49. Haiisch. Waßmannstr. 29, Beicr. Wattstr. 1, Pirrwitz. . 19. Gst-st- 21, F. Hanke. Weberstr. 1/2, Knüpser. , 39, Landahn. , 39, Goldacker. ,.49b, Nordstern. , 42, Schritt. . 47, Jaekel. 53. A. Poltrock. Weidenweg 7, Müller. , 25, Brosi». „ 34, D. Hanke. „ 48, Hanke u. Co. , 51, Kraul. , 57, Lehmann. 74, Klose. . 75, Peter. 82, Milbäch. 87, Kirchmeier. Weinbergsweg 7, P. Hanke. Wcinstr. 7, O. Stade. , 12», Bobel. 27, Rohmer. Weißenburger Str. 24, A. Büttner. , 42, G. MoSIer. . 46, Peter. , 55, Nobiling. , 69, MohSIer. 78, Förster. Werststr. 12, Blottner. Wichertstr. 5, Kierzkowskt. , 153, Krause. Wtelesstr. 21, A. Staub. , 27, A. Reisewitz. 36. Li-r. 47. Ulbrich. , 49, Krug. , 55, Rothäusler. Wiener Str. 8, E. Schmidt. , 32, Klammelt » 49, Handle. , 56», Langwttz. , 58, Weinert. , 6l, Weckwert. . 66, Gaus«. Wiesenstr. 7, F. Hanke. , 19, Dreier. , 23, I. Seger. , 31, Görtz. . 64, P. Scharolien. DilhelmShavener Str. 8, Bodenstein. . 13. Badeke. „ 17, Danielzik. , 23, George. » 32, Winde. 37, Teste. . 51, Glück. Wilhelm- Stolze-Str. 4, F. Hanke. . 15, Schmidt. » 2t, Schulze. , 32, Brenner. , 35, Bachmann. , 38, Löhn». .. 43. Giese. Willdenowstr. 17, TänyeS. . 29, Breier. , 30, Konsumgenoffensch. . 37(Verkaussst.), Krankel WilSnacker Str. 15, Goldacker. . 33. Kranast. » 45, P. Hanke. WWSstr. 6, Müller. . 13, Schölt , 30, Götze. » 47, NabakowSkl. ,. Peter. » 56, Groeger. , 69, Brandt. . 63, Konsumgenoffenschast. WiSbyer Str. 3, Schulze. 74, Migul. Wittstocker Str. 7, K. Gicsmann. , 24, Schreiber. . 25, Lukowstt. Wöhlertstr. 21, W. Kaiser. Woldenbergstr. 7, Reimann. 17. Bley. Wolgaster Str. 4, Dunkel. Wolliner Str. 23, Dahlen. , 31, C. Schiweck. , 38,®. Hein. » 44, Kunze. » 59, P. Riedenstahl. , 58, Scholtyssek. « 68, Leopold. Wörther Str. 27. R. Schütz. Wrangelstr. 21, F. Franke. » 25, O. Schnase. 48. Tischet, ch. » 65, Konsumgenoffenschast. . 66», Nordstern. . 69, Schwinge. » 75, Hanke u. Co. . 77, oarke. . 91, O. Hanke. . 117, Nordstern. , 122, Stresow. » 126, SpickermiUM. Driezener Str. 8, Heise. 81. Zahl. Forckstr. 49, Blottner. 65, Böckereigmoffenschast. Zellestr. 2, Halster. » 11, Müller. Zimmerstr. 19, Schute. 84. R. Richter. inzendorsstr. 8, Rapsch. stonSkirchstr. 19, Koch. . 13, Bobel. 17, P. Andersch. 24, P. Thiele. sionskirchplatz 1, Mollweide. sorndorser Str. 2, P. Hanke. „ 8, 2. Goebel. , 29, Walther. 27, M. Mitsching. , 34, Maaß. 55, Th. Klein. 61, Konsumgenoff. Zwinglistr. 23, Danielzik. , 34, Danielzik. , 34, Ziclinski. . 39, Tieck. Zoffener Str. 2, Kunze. , 41. Blottner. Adlershof. Arndtstr. 7». H. Kaushold. Bismarckstr. 11. Konsumgenoffenschast. , 12, Thoma. , 14b, Zugwurst. , 17c, A. Martenberg. 18, Wolfs. 48, Laserich. Friedenstr. 15, Krüger. Hackenbergstr. 2, Grieger. Hoffmannstr. 15, R. Seht. Radickestr. 37, A. Noack. Sedanstr. 4, O. DrogieS. . 25, Peter. Selchowstr. 33, Peter. Alt-Gltenicke. Grünauer Stt. 2, R. Solle. 29. Mendt. Köpenicker Str. 32, Konsumgenoffensch. .„ 41, Belling. „ 44, 81. Sethe. Rudower Str. 59, Beuster. , 69, O. Krenge. , j, 72. E. PeriS. Baumschulcnweg. Baumschulenstr. 29, Schulz. „ 65b, K. Frankenstein. „ 79, Stenzel. „ 87, Schmidt. , 94, E. Menzel. , 96, Gaedicke. Behringstr. 9, Fokuhl. Ernststr. 9, P. Hoffmüller. Kiefholzstr. 179, Schatz. 254, I. Leuvold. Scheiblerstr. 29, A. Schulze. Bohnsdorf. Straße 21, Konsumgenossenschast. Bahnhosstraße, Oelschlägel. , Gebhardt. Borsigwalde. Ernststr. 2, Taselski. , 6, G. Etzrodt. . 25. H. Loff. Räuschstr. 57, Schubert. Schuberlstr. 21, Konsumverein. Boxhagen-Rummelsburg. 8W-Boxhagen 4/5, Behnke. . 19, O. Rauhut. , 31. L. Michaeli». , 35, Peter. , 44. Löchel. 49, I. Rülke. Bahnhosstr. 9, Fritsche. Boxhagener Chaussee 5l». H. Schubert. Gadriel-Max-Str. 1, Luzemann. 2, Große. Gärtnerstr. 5, Wach. 31, 81. Scherner. Goethestr. 16, Bachler. . 17, Hanke. Grünberger Str. 12, F. Sandmann. „ 18, E. Löwa. 29. Haspel GrhphfajSstr. 18, Biedermann. , 28, Sperlich. Eauptstr. 82, KieSIing. olteistr. 5, Dorrhauer. 18, Engler. Kantstr. 1, R. DluzewSki. „ 3, Peter. _ 13, A. Spöttlich. . 18. Nikoloviu». . 47. Michler. Kronprinzenstr. 13, Fritsche. Krossener Str. 15, Marquardt. , 19, Brenner. , 24, Niedzwietz. Lenbachstr. 1, I. Pardcmann. 7». Engelien. Lückstr. 3, Böhme. 12. Peter. , 15, Werner. , 25. Seidel. , 30, Maschmann. . 58/59, P. Franke. Mozartstr. 2, Konsumgenoffenschast. Neue Bahnhosstr. 9, Fritsche. , 19. R. Schubert , 23 und 33, Peler. 27. O. Behling. , 34, K. Bondmann. RummelsbiHjger Str. 15, Peter. Schillerstr, 27, P. Mellenburg. Seumestr, 6. Kroll. 15, Wonneberger. 21, GeiSler. Sonnlagstr, 31, Mantheh. , 36, Joachim. Türrschmldtstr. 21, F. W-ftphal. . 31, Ps-nnig. , 38, Peter. Wilhelmstr. 42, M. Lankwitz. Wismarplatz 3, Konsumgenoffenschast. Wühlischstr. 3. Sekul. „ 27, Marquardt. , 32, O. Länder. Britz. Bürgerstr. 12, Dieckhoff. . 24, Thoß. Chausseestr. 17. Hagemeister S. Dalli. . 23», Seja. » 36, Hagemeister n. Dalli. , 37, Däumier. . 43, E. Schädel. 75, Zäge. , 77, R. Scholz. . 114, R. Dietrich. Dorsftr. 19. Bölskow. . 47, Stahn. ranz-Körner-Str. 4, Mchaell». annemannstr. 1. Lucker. ""füiU"1 RungiuSstr. 8, Adamet, Rudover Str. 6, Mersch. , 13, Bollmam». , 34», Müller. Derderstr. 21. A. Pannwitz. 31, Ecke RungmSstraße, Käuserverein. Derderstr. 56, A. Trunk. , 70, G. Richnow. Buckow. Bahnhosstr. 7. Smttg. 18. Weihrich. Chaüffeestr. 1, Blästng. , 2, Ackermann. , 11, Michalicka. , 38, Ramdohr. , 41/42, Maas. , 49, Blume. , 51, Kaiser. 53, Tarlatt. Dorsstr. 20, Simon. Charlottenbnrg. Ansbach er Str. 8, Blottner. 28. P. Hanke. AugSburger Str. 13, Blottner. 26. Blotwer. Berliner Str. 115, Goldacker. , 116, Porath. 135, Ulbrich. Beuffelstr. 78, Ulbrich. Cauerstr. 27, Bäckercigenossenschast. 19, Ulbrich. Charlottenburger User 19, Kotzau. Christstr. 18. Bäckereigenossenschast. 33, Donner. Danckelmannstr. 1, Porath. , 44, Lehmann. 55, Ulbrich. Eosanderstr. 11, Ulbrich. Erasmusstr. 12, R. Bednaririck. 16, Dietrich. Fasanenstr. 61, P. Hanke. Friedbergstr. 39. Ulbrich. Friedrich-Karl-Platz 1», Ritsch». Fritschestr. 37. Scholtisek. „ 67, P. Hinzelmann. Galvanistr. 8, Kahle. Karde du Corps-Str. 6, Klimmeck. Goethestr. 17, P. Hanle. 25, Eisert. Grolmanstr. 15, Ulbrich. Grünstr. 27, Thiel. Hallerstr. 9, H. Löfflet, Havelstr. 12, Kopp. Helmholtzstr. 2, Natzke. 18, AndriSlh. „ 40, BuckSbau«. Huttenstr. 62, Schäfer. 70, 81. SternSdorff. Kalckreuthstr. 1, Blottner. Kamminer Str. 81, Fr. Butzol. Kanaistr. 15, H. Heine. Kantstr. 32, Porath. . 67. Ulbrich. , 89, Porath. , 134b, Goldacker. Kauerstr. 17, Schnitze. Knobelsdorffstr. 7, Thiel. , 49, Danielzik. , 42, G. Stach. 43. Ulbrich. Krmnmestr. 14, Ulbrich. Leibnizstr. 65, Ulbrich. Mcerscheidtstr. 3, VolkSbrot. Motzstr. 19. Ulbrich. Mndener Str. 8, Ballhausen. 26, Bäckereigenoffensch Nehringstr. 2t, ProSle. , 28, Laun. Nettelveckstr. 14, Blottner. Nürnberger Str. 22, P. Hank». 39. Ulbrich. , 42, Goldacker. Osnabrücker Str. 31, Schiele. 26, Pribhl. PaScalstf. 1. Wolff. Pestalozzistr. 12. Böhm. . 64. Jahn. , 74. Thiel. . 191, Backcreigenossensch. . 194, Porach. PotSdamerStr.12, Konsumgenoffensch. . 30, Thiel. . 14, Zwerg. , 42, Ulbrich. Scharrenstr. 28, Krause. 39. Ulbrich. Sesenheimer Str. 9, Freudenreich. 37, Pew». Schillerstr. 71, Thiede. Sophie-Tharlotten-Str. 37, Ulbrich. 0 89, Biel). Spandauer Str. 30, Ulbrich. Spreestr. 43/44, Ulbrich. Tauroggener Str. t, Zimmer. 2. Thiel , 19, Korrsrrmgon , 40, Teuler. 45, Ulbrich. Ufnaustr. 10, Hawellek. Wallstr. 23, Konsumgenoffenschast. 50, Ulbrich. 85, Müller. . 100, Porath. Weimarer Str. 1«, Schwedler. . 29, Konsumgenoffensch. WilmerSdorser Str. 41, Ulbrich. 44, Goldacker. 68—63, Ulbrich. 66, Soldacker. 105, Porath. 156, Lossc. 163, Ulbrich. Nalkenhage». Berliner Str. 59, Schulz. Hauptstraße, Bock. Franz.. Buchholz. Berlwer Str. 43, Taumeyer. . 59, Schulz. Panlower Str. 28, H. Ullrich. W. Preuß. Friedenau» Cranachstr. 53, Porath. Friedrich.Wilhelmplatz 2. Moselstr. 7, Konsumgenoffenschast. Rhewstr. 38. Porath. , 65, Porath. Swbenrauchstr. 71, Seher. Varzwer Str. 18, Klein. Friedrichsfelde. Berlwer Str. 2, Meyer. 66, Hampel. ,, 192, Gillard. Caprivi-Allee 43, Just . 44, Konsumgenoffensch. Prinzen-Allee 3, SiachowSli. Waiderseeftr. 49, Milolett. Wilhelmstr. 42. Meyer. «rüua». Stadelhoff. Grofz-Lichterfelde. Berliner Str. 68, F. Krüger. Chausseestr, SS, Lekmann. Dürerslr. 45, Ernst, trdinandstr, 24. Klopsch. chützenstr. 9, Bitting. Halensee. HeWronner Str. II, Trohke. ltursürstcndamm 114, Porath. Westsälischestr. 49, Ulbrich. Haselhorst. Am Kanal, Engel. Heinersdorf. Kaiser-Wilhelm-Strabe. Müller. „ Str. 72, Buchwald. Rothenbachstr. 51, Opitz. Uckermarlftr. 47, Engel. , 49, Briesemeister. Hennigsdorf a. H. Zllbert Barthel. Feige. Silbert Lücke. Wilhelm Lücke. August Mahnlops. Karl MöwiuS. Wilhelm Seiler. Friedrich Wolter. Hermann Wolter. Karl Wolter. Wilhelm Wolter. Grassenberger. HermSdorf. Berliner Str. 16a, Konsumverein. Hauptstr. 34, Herrmann. Neptunstr. 36, Lauser. Seebad 1, Ladewig. Hohen> Schönhause«. Berliner Str. 52, Schulze. „ ,99, Richter. Ouitzowstr. 2, Richter. Maihoser. Johannisthal. BiSmarckstr. 6, Konlumgenossenschast. griedrichstr. 6, Ludwig. , IIa, Ludleh. 57/58, Ruhmke. Hovclstr. 1, Röbel. Kaiser-Wilhelmstrabe, Senstieben. Karlshorst. Dönhoffstr. 9, Kneiding. , 35, Hansen. Dorotbeastr. 27, Eichhorn. Krausestr. 56, C. Schönherr. Treskowallee 100, Konsumgenossensch. Kaulsdorf. Dorsstr. 1, Sprinaborn. Wllhelmstr. 31, Bininger. Köpenick. Berliner Str. 33, Tauchert. Bergmannstr. 6, Bergmann. Dorotheenslr. 23, H. Hähnel. Flemmingstr. 82, Rott Glienicker Srr. 99, Hackenberg. Grünstr. 8, Hauet. Grünauer str. 10, Sttehr. , 18, Peter. , 27, Krämer. Gutenbergstr. 1, K. Breitlreutz. Kaiserin-Auguste-Viltoria-Str. 23, Ulbrich. Kaiserin-Auguste-viNoria-Str. 16, Schilling. Kaiser.Wtlhelm-Str. 53, Haag. , 98. Bittner. , 100, Mieland. , 104, Peter. Kirchstr. 5. Peter. Louis cnstr. 9, O. Retzlaff. Mahlsdorser Str. 1, Richter. Marienstr. 14, Ulsert. Mentzelstr. 8, Büttner. Müggelheim er Str. 2, O. Scheide. „ 13-14, Jaros. , 320, Handle. 41, Peter. ParisiuSstr. 17, Klumer. Pestalozzistr. 18, Schiel. Rosenstr. 2, Kämpf. Nudower Str. 25, Hein. Schönlinder Str. 12, Kudell. Lankwitz. Kaiser-WUhelm-Str. 28, Klopsch. Kursürstenstr. 31. Thiele. Lichtenberg. Bürgerheimstr. 102, Konsumgeuoff. Blumenihalstr. 7, Schültzle. Eitclsir. 30, Kerkau. Fwowstr. 30, Rother. „ 38, Mondt. Krauls. Chaussee 25, Rüstow. . 41, O. Körber. , 61, Holter. , 88, O. Strunk. , 91, K. Försterling. . 104, E. Scholtze. . 154, KaZwoth. Franlsurter Allee 197, Küster. 185, Mägdesrau. Friedrich-Karl-Str. 1, Burkardt. 14, B. Scheunert. Friedrichstr. 7. M. Mattner. Gürtelstr. 10, H. Schwarze. 11, E. Bischofs. 13, Prlebe. « 23, K. Wedd«. „ 27, Kretschmer. gungstr. 14, D. Sparmann. Kreutzigcrstr. 1, Schinauer. Königstraße, P. Pürschle. Kronprtnzenstr. 1, Konsumgenossensch. „ 8, Nebel. „ 26, Susat Lesstngstr. 10, Ft. Schwalm. Margaretenstl. 8a, Schacher. Mainzer Sw. 24, L. Schmidt. Möllendorsstr. 32, Schulz. „ 82, B. Mägdesrau. Müggelslr. 25, Schwenke. 23. W. Dorrhauer. Niederbarnimslr. 5, C. Rudolph. 12, Grotz. » E. Gnohr. , 25, Rogge. Oderstr. 1, Feist . 27a. R. Maschler. Psarrstr. 36, L. Hehler. 73, Dcha. RathauSstr. 3, I. Werkmeister. Ritterautstr. 22. Konsumgenossenschaft, Röderstr. 64. Feuer. RnmmelSburger Str. 72, Römer. Sophienstr. 8, ZborowZki. 23, Erlich. Scharnweberstr. 2, Kunze jun. , 23, K. Hanke. , 34, W. Köpke. . 46, tz. Schwarze. Scheffelstr. 14. A. Honicke. Trawestr. 3, Bethke. Weichselstr. 15. Pricbe. , 22, Bzadkowski. , 29, Swillms. „ 35, HaaS. Wagnerstr. 1, K. Försterling. „ 74, Böhm. Wartenbergstr. 70, A. Frledl. Weserstr. 9. W. Bödner. , 22, Husheer. , 24, Owsianny. Wilhelmstr. 18, Böhme. 67, I. BuchinatM. , 69, Bärwols. , 75, A. Linde. Lübars. Kügow. Mahlsdorf. Bahnhosstr. 2, H. Delitz. „ 31, R. Grunow. Mariendorf. Bergstr. 23. Obensperger. Chausseestr. 21, M. Nowack. » 27, Kotzan. m 34, P Purschke. , 62, 81. Flatow. , 262, Hentze. 308, Laqua. Dorsstr. 35, Müller. Grobbeerenstr. 128, TIetz. Kaiserstr. HO, Konsumgenossenschaft. Königstr. 14, Wichmann. Kursürstenstr. 49, Masser. . 63, Bree. Lankwiher Str. 30, Knos. Ringstr. 83, Schütz. Nteder-Tchönhause«. Buchholzer Str. 85, Psuht , 86, Eonrad Richter. . 89. Jrohberg. Beuthstr. 11, Krügcrte. 19. A. Böttger. Blankenburger Str. t3, Thiel. Charlottenstr. 43, Schmidt 52/53, Muchow. Eichenstr. 3, Hampel. Kaiser-Wilbelmstr. 51, Schäser. Körnerstr. 8, K. Fischer. , 8, Remter. Lindenallee 39a. Mrose. Teutonenstr. 18, Meier. Treskowstr. 54, BoSke. Uhlandstr. 3, Maicke. „ 41, K. Loewe. R. Seiler. Nieder- Schöneweide. Berliner Str. 30, Gaedicke. . 32, Fellenberg. , 38, Persicke. , 59, Müller. . 65, Lobecke. HO, Gaedicke. Brückenstr. 7, Gadicke. Sedanstr. 1, Singer. Nordend. Blankenselder Str. 2, AßmuS. Ober-SchSneweide. Deulstr. 9, H. Lutz. . 30. Gaedicke. Edisonstr. 9, Peter. : ftrÄ""11*"1 Frischmstr. 2, Peter. . 21, D. Sorge. Lausenerstr. 4, Kleist. Lutsenstr. 5, K. Gehler. , 8, M. Gaedicke. . 12, Konsumgenossenschaft. Lutseustr. 28, Gutzke. Mathlldenstr. la, Härtung. Nalcpastr. 51, Henke. Rathenauftr. 1. Leidner. , 7, F. Fronober. , 18a, F. Wartenberg. 31, Peter. SIemenSstr. 11, Peter. , 13, Kunze. , 16, W. Timm. Stabhstr. 23, P. Franke. Tabbertslr. 35, P. Setdelmmm. Waltltr. 12, floht 23, Grohmann. Wtlhelmwenhosstr. 17, R. Gebier. , 17, Ottmann. , 87, Katzke. » 40, Gaedicke. . 44, Strache. Ostendstr. 20, Spazier. Pankow. Berliner Str. 23, Pape. 84, Bi-Iicke. Brehmestr. 52, P. Hanke. Gottschalkstr. 27. Sy. Florastr. 10, Sh. „ 41, Schneider. , 80, Enget Görschstr. 11, Bochnig. Kaiser. Friedrich. Itr, 67, Wieneck«. Maximuianitr. 2, Wiche. Mühlenstr. 37. Müller. 17, Barsekow. Schulzestr. 14, Hennig. Schönholzer Str. 9, Seßssert Uckermarkstr. 181, Bartelr. Wollankstr. 20, Taulitz. , 68, F. Hanke. , 102, Konsumgenossenschaft. Plötzensee. Charlottenburger Weg 12, Selssert. Reinickendorf. Amendestr. 18, Schmidt . 104. Popp. Anioniensw. 56, Hostmann. Berliner Sir. 3, P. Schwcidlev. „ 14, y. Bienert » 69, Mittendors. , III, GuthmuthS. . 134, Gottschalk. Birkenstr. 59, G. LowtnSky. Bürgerstr. 20, E, Popp. Eichbornstr. 12, Ad. Behrendt , 16, Konsumverein. , 25, H Kube. ornstr. 33, Hube. . 72, Wurst G-sellschasiSsir. 81, Koblitz. Golischedstr. 41, Hostmann. Krüner Weg 50, Modrow. Hansastr. 3, Zimmer. Saupistr. 34, Braun. ausotterstr. 3, Hoffmami. , 52, Spülmann. , 102, R. Plumeyer. Herbststr. 24, Fr. Kottenhahn. H-lländerstr. 20. E. Nitschke. , 125, Weihrauch. Hoppestr. 16, Konsumgenossenschaft. Justusstr. 14, Hostmann. . 39, Liebelt. , 49, Praschma. Kamekestr. 12, Lütz. Markstr. 5, Schecr. . 12/13, 81. 8Nbat. Provinzstr. 28, Rud. Wallosch et , 51, Langer. . 53, E. Rapp. . 72, König. „ 80, tz. Schröder. , 83, H. Baumgärtet . III, Münch. Restdenzstr. 61. Witte. , 102, E. Grojjverndt „ 125, Brase. , 150, Liebig. Rütlistr. 15, M. Förster. Scharnweberstr. 10. Schamberger. , 25, Wernccke. , 55, Düwer. . 65. Wölle. , 113, Hostmann. , 117, Brulling. 135, Anstedt. Sommcrstr. 52, Neumann. Spandauer Weg 4, Mathner. Wllkestr. 1, Schmidt. 62, Neue Berliner Genossen- schastsbäckeret Rixdorf. Allerstr. 37, F. Naubereit 46. A. Keddl. Am Wasserturm, EggerZ. Anzengruberstr. 5, P. Langer. Bergstr. 27, 81. Gabbert. 32, R. Kießling. „ 73, Kahlert. , 84, H. Schäp«. , 96. Bobet , 122, Koch. , 129, Hartmann. , 143, Liebcnow. Berliner Str. 16, R. Schivgitt. » 20, P. Klammeck. , 56/57, E. Haase. . 76/77. P. Hanke. , 80/81, A. Spandet , 85. K. 8! übe. . 98, P. Werncke. Berthelsdorfer Str. 13, O. Markus. Boddinstr. 13, Bäckereigenossenschast » 21, HänSgcn. , 58, P. Brückner. „ 61, Langer. Bodestr. 11, A. Schäfer. . 16, F. Schestler. , 25, H. Haboeck. , 28, H. Deck. , 31, F. NegraSzaZ. Böhmische Str. 47, Konsumgenossmsch Brusendorser Str. 2, O. Frost Bürknerstr. 9, P. Timm. garnier Chaussee 179, Döbler. Dellbrückstr. 35, F. Modrow. . 65, P. Schreiber. Donaustr. 24a, Peter. , 107, W. Fiedler. , 112, G. Gernhöfer. Eldeftr. 6, W. Schneider. „ 13, K. Haupt. , 16, M. Lunkwitz. . 37, Peter. Elsenstr. 52, F. Pietsch. „ 82, R. Woelkt Emjer Str. 5, Schulz. » 12, H. Conrad. , 26, Bobet , 33, Konsumgenossenschast. , 44, Burdack. , 78, E. Friedrich. , 91, E. Friedrich. » 103, G. Schmidt 120. L. Riebe. Erkstr. 4, R. Raach. „ 15, O. Jahnke. Erlangerstr. 8, E. Bahrholz. Falkstr. 1, Bäckereigenossenschast. , 12, 8t Roizolt t 21, G. Schiitenhelm. » 25/26, G. Perseke. Friedelstr. 3, 8l. Zimmermann. „ 15, Konsumgcnossenschast „ 30. E. Zcibig. . 87/38. P. Hanke. „ 44, Schimnclster. . 47. 81. Busch. „ 52, A. Grngat Fuldastrabi, B. Beiih. „ 10. W. Pelrich. , 45, O. Springer. , 60, I. Hübner. Glasowsir. 82, T. Kunz. Goelhesir. 19, A. Dobrick. Hasenhelde 117/113, Reinhardt Heidelberger Str. 76, O. Hanke. Hermannstr. 16, C. Rasch. „ 28, E. Senkbeit n 34. F. Wagnitz. 42/43, F. Arlt » 47, G. Jänicken. , 54, R. HUdenbrandi 61/62. Badtke. „ 74, R. Kunz. 118, I. Barisch. „ 143, tz. Rabtie. » 149, R. Kluge. , 159a, Hagen. . 170, H. Dallinger. „ 174. Bobel 175. E.«lrnold. „ 226, I. Borchhard. Hermannstr. 231, H. Kart Herrsurlbplatz 10, 8t Wendt. Herrsurthstr. 23. Fr. WachSmulh. 26. M. Flrnsteln. 34, O. Hanke. Herlhastr. 3, A. Franz. Hertzbergstr. 21, R. Goertz. , 22. Fiedler. . 28, Rummler. Hobrechtstr. LI, M. Wölls „ 29, F. BoctiuS. „ 43, R. Sommer. Hohenzollernplatz 11, Bäckerelginoss. , 13, W. Schmidt „ 18, O. Marius. Holsteinisches Ufer 72, G. Preuss. Jägerstr. 63, F. Jonscher. „ 70, P. Halm. .. 77. H. Ekrusch. Lansastr. 2. H. Westenloss. Jlsestr. 30. C. Schul,. Jnnftr. 9, M. Gorzhzka. Johann-Huß-Str. 1, H, Spottar. Jsarstr. 7, G. Putzke. JuItuSstr. 31, Otto Ecke. 65, I. Schul,. Kalser-Friedrich-Str. 7, Hermann. „ 12, H. Zinke. , 25, I. Bartsch. g 28, G. Wagner. , 34, Haupt, g 39, Bordasch. „ 62, A. Sahlmanu. „ 72, O. L-tephan. , 80, 31. Schmidt „ 162, M. Kasten. „ 175, JMügmann. „ 189, W. Richter. * 247, O. Hanke. KarlSgartenstr. 19, H. Vonnoh. Kirchhosstr. 13, C. Hoffmann. „ 46/47, I. Breska. Knesebeckftr. 33, R. Gallert. „ 41, g. Beizig. K 68, M. Schars. „ 96, de la Motte. 146. Ph. Sühnet Kottbuser Damm 69, P. Hanke. 101, Roemer. Kranoldplatz 7/8, Jacobi. Laubestr. 13, M. Bernhardinh. Leinestr. 57/58, H. Friedrich. Lenaustr. 14—15, Gustav JSraet Lesstngstr. 22, Hammel. „ 30, Hoppe. Lichtenrader Str. 42, E. Ohlhoss. Mainzer Str. l/2, B. Rennert. „ 15/16. O Grnnert „ 56. A. Schack. ManitiuSstr. 9, A. Guedel. Mareschstr. 10/11, H. ReihS. Mariendorser Weg 1, tz. Freudenreich. Mahbachufer l6, W. Lange. Münchener Str. 18, Kegel. „ 25, F. Lorenz. , 31. E. Kroker. „ 39, Koniumgenossensch. „ 40/41, O. Hanke. „ 44, R. Weizelt. „ 54, Mackwitz. Neue Donaustr. 52/53, 31. Wetteborn. Neue JonaSstr. 33, Plagemann. Niemetzstr. 3, A. Holubar. 10. M. Perseke. Nogatstr. 8, W. Ruthe. „ 16, I. Jabneck. „ 32. O. Auschwitz. Okerstr. 3, R. Melsly. „ 11, C. Anders. Panmerstr. 2/3, F. Awert , 4, R. Riemer. . 6, Peter. . 13, P. Frischgemuth. , 20, K. Junger. , 27, Bülow. , 34, G. Juling. Pslügerstr. 3, P. Manniget „ 11, F. Frick. „ 13, E. Grenz. „ 57, B. Vogel. „ 72, Bobel. „ 77, O. Nachtigall. Prinz-Handjery-Str. 7. O. Hanke. „ 22, C. Dänicke. . 24, O. Krause. _ 38, R. Raschtck. 58, I. Bartsch. „ 70. V. Mitulla. „ 75, R. Frese. . 83. E. Fiedler. Reuterstr. 32, C. Richter. „ 33, E. Beyer. „ 46, E. Schmischke. „ 76, Bobel. „ Weigelt. , 81, 8l. Vogtländer. Richardplatz 16, Blasius. Riqardstr. 23. I. Ehrentraut „ 28, A. Babing. . 61. Bobet ,, 63, E. Wille. „ 104, K. Hantle. Ringbahnstr. 25, P. Scholz. Roseagerstr. 40, O. Arendt. Sanderstr. 5/6, tz. Kadow. , 7/8, Peter. , 18. M. Maftchke. „ LI, tz. Brandes. , 23, I. Protzer. . 31, R. Timm. Schillerpromenade 13, K. Wind». 29, G. Schierarndt Schöneweider Str. 9, F. Leinau. Schudomastr. 5, A. Sttitzke. Selchower Str. 23, A. Wester. 27, M. Lehmann. Siegfriedstr. 44, A. Beler. Steinmetzstr. 23, E. Kummer. „ 24, Gcbl«. „ 39, R. Senftlebm. „ 53. R. Finger. 70, H. Wille. „ 74, E. Hennig. Steinmetzstr.101, A. Löwigt. „ 109, Bäckeretgenossensch. , III, R. Schaller. Tellstr. 10. H. Zille. Teupitzer Str., E. Schmidt. Thomasstr. 6,7. B Lobbes. „ 25, N. Reich. 37, P. Ciesior. Treptower Str. 13, R. Jacobi. „ 67, Spura. Thüringer Str. 5, I. Bartsch. 14, 8l. Eberhardt 17. W. Schulz. 32, I. Thaier. Wanzlickstr. 12, E. Krocker. W arlhestr. 9, W. Marotz. Aus der Liste der Berlin. Friedrichsselder Str. 17, Llebsch. Gotzlerstr. 18, Schulze. Langestr. 49, Deinert Lhnarstr. 14, Fiedler. Petersburger Str. 58, Krastler. Proskauer Str. 28, Rau. Schwedter Str. 43, Böttcher. Warthestr. 15, G. FanenUkh. „ 63, B. Spandet Weichselplatz 9, Zwierzchowslt Weichselstr. 3, F. Ehmmer. „ 13, I. Gassenhuber. „ 31, O. Schwärs. „ 34, R. Marz. „ 60, H. Fleischer. Weisestr. 7, Bobel. . 18. R. Poht , 24, R. Schenket . 34, R. Henschet , 52, Konsumgenossenschaft. . 56, E. Wölls. „ 59, Spata. Weserstr. 30, I. Bartsch. . 47. Kreil. , 163, A Vielitz. , 206, Führer. Wildenbrulhstr. 8/9, F. Schmidle. „ 34/35. P. Vethge. „ 52. Geise. ), 61/62, Konsumgenoss. 63/64, Feysara. Wipperstr. 13, I. Runge. , 16, O. Hanke. 21, P. Hellwig. Wissmannstr. 7, I. Troffer. 29. B. Krüger. 19. E. Ossa. , s22. E. Steinfurt . 36, Fr. Zahn. „ 41, M. Hannig. Ziethenstr. 53, Bobel. , 57, O. Kirschtein. , 75, 81. Klein. . 81, E. Henlschet Rosenthal. Hauptstr. 179, Ztelow. Rudow. Köpenicker Str. 84, Sokoll. Schmargendorf. Breltestr. 22, Georg Klingbeil. Schöneberg. 8lwertstr. 12. P. Start Apostel-Paulusstr. 40, Konsumgenost. Bahnstr. 2, Porath. Barbarossastr. 67, Wetzet Belziger Str. 61. Boche. Colonnenstr. 4, Hanle u. Co. EberSstr. 25/26. Ecke Tempelhoserstrasje, Konsumgenossenschast. EberSstr. 37, Weber. „ 42. O. Traeger. Ellenacher Sw. 63, Blottner. Erdmannslr. 5, El. Friedrich. Goltzftr. 16, Blotlner. „ 3t, Goldacker. Gotenstr. t, Konsumgenossenschast. .. 11. Blottner. Grunewaldstr. 35, Walter. Gustav-Frevtag-Sw'. 9, Hanke n. Co. Gustav-Müller-Slr. 43, Möllinghosf. Sauptstr. 66, Hosang. erbertstr. 6, Krentz. 10. BrickS. Selmstr. 2. Ritb. ohensriedbergstr. 19, Blottner. „ 21, Schwarzer. Kaiser-Friedrich- S w. 4. BrickS. Merseburg«: Str. 9, Blottner. Motzstr. 30, Porath. Prinz-Georgstr. 7, R. Jende. Sedanstr. 6/7, Gcrlach. , 18, SengeS. , 34, BrickS. , 36,«. Kratky. 49, Fischer. Sl-gsriedsw. 1, BrickS. , 10, Wytzisk. Speycrer Str. 1, Porath. Tempelhoser Str. 21, Porath. Selchow. E. Schulze. Spandau. 8lchenbachstr. 6, Bühl(Hanptgeschäst). Ackerstratze, Ecke Falkenhagener Swatz e. Adamstr. 2, Bükt . 40, Kröning. Eharlotlenstrasje, Ecke Potsdamer Str. Földerichstr. 5, Konsumverein Merkur. Hamburger Str. 49, Kramer. Jagowstr. 26, Freier. Körnerstr. 5, Schmidt. Lhnarstr. 5, Bühl. Mauerstr. 8. Schulze. Mittelstr. 13, Konsumverein Merkur. Neuendorser Str. 13. Schmidt 16, Büht Neumeisterstr. 11, Scholz. PichelSdorscr Swaste 13 Bühl. «chönwalder Straße 26, Büht 64. Büht Streitstr. 23. H. tzähnet Stresowplatz 16, Büht Barthel, Falkenhagen. Steglitz. Awrechtstr. 18, Porath. Bergstr. 93, Marolt. Lenbachstr. 2, Sulzer. Mommsenstr. 59, Schiöder. Schloßstr. 104, Porath. Stralau. 8llt-StraIau 49, Schwabe. 56, G. Reilke. Tegel. Brunowstr. 41, Ziegler. 56. Piek. Egellstr. 22, Mayer. Hauptstr. 28, Petersohn. Schlicperstr. 59, Schwanz. , 67, Reimann. , 70, Konsumverein. » 78, Hümmer. Schlotzstr. 27, Petersohn. Schöneberzer Str. 64, Konsumverein. Schulstr. 1, Zum Bruch. Tempelhof. Berliner Str. 42/43, Konsumgenossensch. Friedrich-Wilhelm-Str. 32, Kotzan. 117, Booszyn. Gottliev-Dunkel-Str. 59, Herrmann. Oberlandstr. 1, Schaas. Treptow. Beermannstr. 6, Tetzlass. Elsenstr. 38. W. GeSke. .„ 108, K Kolditz. Grätzstr. 6, O. Hacker. . 10. A. Pscnzig. , 19/20. Karl Mulla. g 23, Gaedicke. , 25, E. Krause. „ 28, Scholz. , 58, Konsumgenossenschaft. „ 65, Gonsior. Harzerstr. 119, Wodansch. Kieiholzstr. 17, K. Albrecht Puderslr. 23, Krause. Waidmannslust. Freie Scholle, Konsumverein. Freie Scholle 16, Robloff. Waidmamisir. 1, I. Forgatsch. Weifieusee. Berliner Allee 6, Springer. , 68, G. Schröter. „ 75, Schüler. , 144, Harenburg. „ 183, 81. Thiclmanu. , 216, Schöppe. 219, W. Hütttg. , 232, 81. Schadwinket Charlottenburger Str. 78. K. Steger. , 79, H. Dahm. , 80, Wiek. 93. A. Gollia. 98. Heyden. Elsaststr. 15. P. Danielak. Frisickestr. 7, H. Bohnhoss. , 22, F. Krause. Friedrichstr. 1, 8l. Popp. Generalstr. 12, E. Ortet Große seestr. 118, Kubitta. Gustav-Adols-Straße 1-2, F. Türt , 7. Engel. Gäblerstr. 8, Mannweiler. Gürlelslr. 12, B. Stolpe. Heinersdorser Sw. 11, P. SikorStt. 24, A. Wendt. , 37, Beßrich. , 48, K. Schreiber. , 56, Boy. Langhansstr. 51, Kollmus. , 55, E. Sacrow. , 75, W. Wauber. » 94, G. Scharjenberg. . 98, Enget , 104, Eckert. „ 142, Kafischke. g 144/145, Konsumgenoss. 148, E. Schwarz. Lehderstr. 112, Thiele. 119, R. Klinke. Lindenallee 53, Meinhardt Lolhringensw. 12, Schenk. „ 31, 81. Kemp«. Parksw. 4, SS. Enget , 7, Fr. Wiedemann, „ 97, Teichmann. Pistoriussw. 8, L. tzöbne. „ 16, tz. tzähnge. „ 91, Bungers. , 95, Lempfuht „ 118b, P. Sturm. Rölckesw. 10, Jcerftcgen. „ 12, 8l. Lange. » 17a, HUschner. „ 127, K. Hostmann. Schönste. 1, G. Gutenmorgea. Sedanstr. 16, I. Dahm. „ 38, O. Enget . 73, H. Hübnge. , 94, E. Dahm. „ 99, Rasjau. „ 99, K. Meyer. . 106, C. Vogt. Straßburgswaße 94, G erlöst. Sweustr. 2, 8l. Bauer. Uckermarlftr. 3/4, M. Kohler. , 20, Spiller. 178, I. Stöhr. Wilhelmstr. 23, A. Michaelis. „ 29, O. Grundmann. Wittenau. Bahnhosstr. 6, F. Karstad. Hermsdorser Str. 42, Gutschol». Siosenthalersw. 17, Karstadt. 1». Frost , 25, Plältner. „ 42, Prächter. Oranienburger Str. 78, Burkhardt , 98, Hennig. Wilhelmsberg. KoSIestr. 17, F. Müller. Wilhelmsruh. Edelweißstr. 11, I. LaschinStt, Fontanestr. 24, E. Grüschow. Hauptsw. 9, Rau. 30. G. Milletat Lwden-Allce 1, König. , 7, Konsumverei» Wilmersdorf. Berliner Ew. 135, Blottner. Bruchsaler Sw. 1, Porath. , 4, Packhäuser. Düsseldorfer Str. 8, Blottner. Mcinekestr. 16/17, Blottner. Uhlandsw. 38, Ulbrich. , 49, Goldacker. , 105, Porath. . 133, Ulbrich. „ 160, Porath. WilhelmSaue Ll�konsumgenossenschast. geregeltea Mckereien wegen Britz. Chausseestr. 101a, Hoffmann. Ober-Schöneweide. Wilhelminenhossw. 1, R. Herzog. Rirdorf. Emser Sw. 115, P. Psefferlorn. Lesstngstr. 34, E. Gruncrt. Weitzensee. Elsaßstr. 70, Zllhl. Aristruchs gestrichen. Heinersdorser Sw. 4/6, Stuwe. Die Bewilligung zurückgezogen habe» in Steglitz, BWIbuschstr. 10, DahmS. 84, Gicsemann. Düppelstr. 28a, SarlowSkt HubertuSsw. 8, Prgom. Hoch die Solidarität! Achtung! Die Mitglitder-Versammlung des Verbandes findet nicht Donnerstag, sondern heute, den 7. Juni, statt. _________ Die gohttUommission. Verantwortlicher Redakteur; Albert Wachs, Berlin, pr dpn Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. T ruck».Verlag: Torwarts Buchdruckcrei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. Hr. 130. 28.IahrMg. 3. Knllige Ks Jotmiittf Kerlim WMlt. . 7. Ittfli 1911 Dass wir heute die grösste Malzbier-Brauerei Deutschlands sind, verdanken wir den Sympathien des grossen Publikums, das die qualitative Erstklassigkeit unserer Biere dauernd anerkennt. Damit uns dieses entgegengebrachte Vertrauen auch fernerhin erhalten bleibe, bitten wir, beim Bezüge von Caramel-Bieren in Flaschen ausser auf das blaue Etikett auch auf die Firma zu achten. M i n d e rw e r t i g e ,N a c h a h m u n g e n sind, wegen der Aehnlichkeit der Etiketten, geeignet, unserem Renommee Schaden zuzufügen. Seien Sie daher vorsichtig und achten Sie stets auf den Namen: Engelhardt-Caramel-Bier = TTnaoro IQloro slncS.-LiToorcvll l3s.a,-u.tllol3L!— Messer und Gabeln werden blank wie neu bei dem Pnlzen mit echtem Hr. 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Kann aber eine Mutter ihrem Liebling diese Wohltat nicht erweisen, so gebe sie„Kuseke' als Zusatz zur Kuhmilch, denn.Kuseke' hat sich schon in Tausenden von Fällen auss beste bewährt und bildet infolge seiner hervorragenden Eigenschaften ein vorzügliches Nahrungsmittel für gesunde und kranke Kinder. □ □□ □ □□ Thealer und Vergnügungen Mittwoch, den 7. Juui. Anfang 7'/, Uhr. Sönigl. Opernhaus. Figaros Hoch» zeit. «önigl. Schauspielhaus. Die Quitzows. Deutsche». Judith. Ansang 8 Uhr. Kammerspiele. Simson und Delilai Leffing. Sommersvuk. Komische Oper. Tiesland. Berliner. Bunimelstudenten. Neues. Mein erlauchter Ahnherr. Neues Schauspielhaus. Die keusche Susanne. Kleines. Der Lclbaardift. LuitipielhauS. Unsere Pepi. Trianon. DaS Prinzchen. Ansang 8'/, Uhr. Thalia. Polnische Wirtschaft. Schiller O. Wallner. Tdeater.) Im Klubsessel. SchiUe,.(5 bari Ottenburg. Revo. lutionShochzeit. Friedrich. WilhelmstSdtische«. Kasernenlust. Neues Overetten. Eine Million. Luisen. Neue Heimat.(Ansang 8'/« Uhr.) Modernes. Wienerinnen.(Ansang 8',. Uhr.) Rose. Der SelbstmörderNub. Folies Eaprice. Parisiann- En> semble: Die letzte Nacht. Ein Fenster zu vermieten. DaS Strumpfband. Die Hochzeitsreise. (Ansang 8'j, Uhr.) Metrovot. Hoheit amüsiert pchl Apollo. Spezialitäten. Paiiage. Spezialitäten. Rcichshalleu. Steltmer Sänger. llvintergarten. Spezialitäten. Karl Haverland. Spezialitäten. Walhalla? �Prinz� und Bettlerin (Ansang 8-/. Uhr.) Intimes. Die neue Geliebte. Der Beichtvater.(Ansang 8'/, Uhr.) Wedding. Lichtspiele. Voigt. Goldene Jugend. Noact. Paulas Beichte. Kaiser- Panorama. Reise nach Ceylon und Indien. Im Lande der Mitternachtssonne. Urania. Tanbenstrafte 48/49. 4 Uhr und 8 Uhr: Lebende Tierbilder von nah und fern. Sternwarte. Jnvalidenstr. 57— 62. Berliner Theater. AbendS 8 Uhr: Bnmmelstndenten. Morgen; Bunimelstudenten. Friedrich-Wühelmstadtisches Schauspielhaus. Mittwoch, den 7. Juni, abendsS llhr: Kafernenlnft. Donnerstag u. Freitag: Kasernenluft. w Sonnabend zum erstenmal: Im lenkbaren Luftschiff._ SchillerTheaterO.lS: Mittwoch, abend? 8 Uhr: Im Klubsessel. Donnerstag, abends 8 Uhr: Revolutlonshochzelt. Freitag, abends 8 Uhr: Der Traum ein lieben. Sehiller-Theatep Chabrü?att.en Mittwoch, abends 8 Uhr: Revolntlonshochzelt. DonnerStaz, abends 8 Uhr: Im Klubsessel. Freitag, abends 3 Uhr: Ver Himmel auf Erden. Neues Theater. Täglich: Hein MM itieiT. Anfang 8 Uhr. OSE=THEATEI Wroge Frankfurter Str. 132. Ansang 8 Uhr. Der5t!hstmördkrhluh! Auf der Gartenbühne täglich: Es gibt uur ein Berlin. Graste Revue. Konzert, Spezialitäten. An- sang 4'/, Uhr._ Metropol-Theater. Operette in 3 Akten von I. Freund. Musik von Rudols Nelson. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schultz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Usus fimerikanischer Vergnügungspark, Besenheide. Große Spezialitäten-Vorstellung Ganz neues Programm: Ermakow, tatarische Kriegsspiele. Mmeerlape m. seinen dressiert. Schweinen. 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