Nr. 196. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingert. in der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins: und Veriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 22. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Wünsche der Innungsmeister werkerinteressen zu gebärden. Ihr Einfluß und ihre politische mentirung der wirthschaftlichen Verhältnisse widerstreben; und die Parteien. Bedeutung läßt sich aber nicht bestreiten, sie wird gelegent die freisinnigen Gruppen und die Volkspartei verwerfen lich der Besprechung der neuen Regierungsvorlage, betreffend aus manchesterlichen und politischen Beweggründen die die Drganisation des Handwerks in den Zeitungen, Ver- Forderungen der Innungsfanatifer. Der Niedergang des Handwerks wird heute von nie- sammlungen und im Reichstage zum Ausdrucke tommen. Die Sozialdemokratie kann ihnen nicht zustimmen, weil mandem mehr geleugnet, nur darüber gehen die Meinungen Deshalb müssen wir hier die Forderungen der Zünftler sie weiß, daß alle diese Mittelchen dem Handwerke nicht auseinander, ob die Form des handwerksmäßigen Betriebes kurz zusammenfassen. Die Hauptpunkte sind die obli- aufhelfen können, weil sie den Handwerksmeistern zu lehren noch erhalten werden kann. All diejenigen, die die wirth- gatorische Innung und der Befähigungs- hat, daß die alten Formen nicht die alten Zustände herbeischaftliche Entwickelung klar überschauen, haben sich mit der n a ch weis. Dann folgen Wünsche betreffs Bestrafung des führen können, diese alten Formen Ausdruck und nicht UrThatsache abgefunden, daß die handwerksmäßige Betriebs- Kontraktbruchs der Arbeiter, Beschränkungen und wo- sache des früheren dem Handwerke günstigen Zustandes weise dem Wettbewerbe der Großindustrie nicht gewachsen möglich Verbot der Konsumvereine, Abzahlungs- waren, endlich kann die Sozialdemokratie einer Stärkung ist. Diese unvermeidliche Entwickelung hat den wirthschaft- geschäfte, des Hausithandels und der Gefängnißarbeit der Jnnungen nicht das Wort reden, weil sie zu weiterer lichen Untergang zahlreicher Handwerksmeister zur Folge. und Regelung des Submissionswesens im Interesse der Knechtung der Arbeiter fühen würde. Den BefähigungsEin Theil derselben sieht mit den Händen im Schooße dem Handwerksmeister. nachweis kann sie nicht empfehlen, weil derselbe eine Verhängniß entgegen, ein anderer Theil versucht durch ge- Wie stellen sich nun zu diesen Fragen die großen poli- Aristokratie im Handwerke schaffen würde und weil sie es nossenschaftliche Bereinigung den Prozeß aufzuhalten, wieder tischen Parteien und die Reichsregierung? für ungerecht halten muß, daß die jetzigen Handwerksmeister andere wenden sich in klarer Erkenntniß der Wirkung der Ueberaus entgegenkommend ist die Stellung der Deutsch- des Befähigungsnachweises enthoben wären und gleichzeitig wirthschaftlichen Geseze der Sozialdemokratie zu, andere konservativen und der Zentrumspartei. über die Befähigung anderer urtheilen sollten. endlich glauben durch Wiederherstellung der alten gewerbe- Der deutschkonserativen Partei erscheint für das Hand- Aufgabe der Sozialdemokratie kann es endlich nicht rechtlichen Bestimmungen aus der Zeit des ausgehenden werk vornehmlich die Einführung des Befähigungsnachweises, sein, die wirthschaftliche Entwicklung zu hemmen, da das Mittelalters den Fortbestand der handwerksmäßigen Pro- die Stärkung der Innungen und Innungsverbände, die Wohl aller Gedrückten, der Arbeiter wie der Handwerker, duktionsform erreichen zu können. Begründung und Förderung genossenschaftlicher Ver- davon abhängt, daß an stelle unserer heutigen, ihrem HöheDie Handwerker, die ihre Hoffnungen auf Schulge- einigungen geboten. Redlicher Handel und Gewerbebetrieb punkte zueilenden wirthschaftlichen Ordnung die gemeinDelitzsch'sche oder Broich'sche Vorschußkassen u. dergl. sehen, ist, wie sie in ihrem Programme fordert, durch Beschrän- wirthschaftliche trete, deren Voraussetzung die höchste Entspielen in der Handwerkerbewegung keine Rolle, die sozial- fung und Beaufsichtigung des Hausirhandels und der Abwicklung des Großbetriebes ist. demokratischen Handwerksmeister sind innerhalb unserer zahlungsgeschäfte, sowie durch die Beseitigung der Wander- Die Stellung der Reichsregierung zu den HandwerkerBewegung thätig und sehen in Erkenntniß der vollkommenen lager und der Wanderauktionen zu schützen. fragen war stets eine schwankende. und sie hat es trotz aller Aussichtslosigkeit selbstverständlich von einer eigenen Hand- In dem neuen sozialpolitischen Programmentwurfe der Aenderungen der Gewerbe- Ordnung dazu gebracht, daß werkerbewegung ab; die Folge hiervon ist, daß die große Bentrumspartei wird für das Handwerk verlangt: weder die Innungsanhänger noch deren Gegner mit ihr Deffentlichkeit lediglich von der auf dem Zunftsstandpunkte Förderung des Fnnungswesens für das Kleingewerbe, zufrieden waren, sie bewilligte einzelne Wünsche der Zünftler, stehenden Handwerkerbewegung erfährt. Dieselbe ist gut insoweit dasselbe bei der fortgeschrittenen Produktions- sette anderen wieder starren Widerstand entgegen. Am organisirt, fie besitzt viele Zeitungen, hält häufig provin- weise in ersprießlicher Weise noch handwerksmäßig betrieben liebsten würde wohl die Reichsregierung den bestehenden ziale und allgemeine Handwerkertage ab, bestürmt die Volts- werden kann, durch gesetzliche Privilegien hinsichtlich des Zwitterzustand der Innungen erhalten, aber sie kann dies vertretungen mit Petitionen und Resolutionen und besitzt einzuführenden Befähigungsnachweises, hinsichtlich der Lehr- nicht, das Drängen der die Innungen unterstützenden Parin zwei mächtigen parlamentarischen Parteien, der deutsch- linge, der Gesellen und der Herstellung und des Absages teien, der immer stärker werdende Zuzug, den die Sozialkonservativen und der Zentrumspartei einflußreiche und kleingewerblicher Waarenerzeugnisse. Regelung der Ge- demokratie aus den Reihen der Handwerker erhält, ein eifrige Beschützer, weil diese Parteien in anderen Kreisen fängniß- und Militär- Arbeiten, Einschränkung des Zwischen- Versprechen des Kaisers an eine Handwerker- Deputation, des Bürgerthums feinen nennenswerthen Anhang besitzen. handels zum Schutze des Handwerkerstandes. Gefeßliche daß den Wünschen der Handwerker Rechnung geAll diese Umstände führen dazu, daß wenig sachkundige Abgrenzung von Handwerk und Großindustrie durch Fest- tragen werden solle, zwingen die zwingen die Reichsregierung, Kenner der Handwerkerbewegung annehmen, die Innungs- segung einer Maximalzahl von Gehilfen für den hand- sich mit den Wünschen der Handwerker zu befassen. Die führer vertreten wirklich die Wünsche der überwiegenden Mehr- werksmäßigen Betrieb. preußische Regierung hat einen Gesetzentwurf über die zahl der deutschen Handwerksmeister. Dies ist aber durchaus Man ersieht hieraus, daß die zünftlerische Handwerker- Organisation des Handwerkes und die Regelung des Lehrnicht der Fall, denn die Innungen haben im deutschen Klein- Partei auf die volle Unterstützung ihrer Forderungen seitens lingswesens ausgearbeitet und ihn der öffentlichen Kritik gewerbe eine viel geringere Verbreitung gefunden, als man dieser beiden großen Parteien rechnen darf. Eine Zufalls vorgelegt. Er erfüllt den Hauptwunsch der Zünftler, die nach Erlaß des Innungsgesetzes vom 18. Juli 1881 all- mehrheit im Reichstage stimmte sogar einmal für die Ein- Einführung des Befähigungsnachweises, nicht, er läßt die gemein erwartete. In ganz Deutschland bestanden am führung des Befähigungsnachweises. Nur der Widerspruch Jnnungen zwar weiter bestehen, legt aber die wichtigsten 1. Dezember 1890 blos 10223 Jnnungen mit 321 219 Jnnungs- des Bundesraths verhinderte, daß der Beschluß des Befugnisse den neu zu schaffenden Handwerkerkammern bei. mitgliedern, so daß kaum 10 pCt. der deutschen Handwerks- Reichstages Gesetz wurde. Das Zentrum stellte in Die Bünftler werden von diesem Entwurfe nicht befriedigt meister, in Baden noch nicht 5 pCt. und in Württemberg der letzten kurzen Reichstags- Session Anträge, die sein, ebenso wenig fönnen aber wir, denen die Vertretung noch nicht 1 pCt. aus dem Beitritte zur Jnnung sich irgend vollständig den Wünschen der Zünstler entsprachen. der Arbeiterinteressen obliegt, an dem Entwurfe Gefallen welchen Vortheil versprachen. In vielen Theilen Deutsch- Volle Unterstützung finden auch diese Forderungen bei finden. Wir werden in einem weiteren Artikel die Einzellands überwiegen die freien Gewerbevereine die Innungen den Antisemiten. Bei der Reichspartei und bei den heiten des Entwurfes einer eingehenden Kritik untersowohl an Zahl der Vereine als der Mitglieder beträchtlich. Nationalliberalen ist die Stimmung für die Wünsche der ziehen. Man ersieht hieraus, daß die Innungen nicht das Recht reaktionären Handwerker keine so warme, weil hier die haben, sich als die einzig berufenen Vertreter der Hand- großkapitalistischen Interessen überwiegen, die einer RegleFeuilleton. Nabbrud verboten.] ( 48 Die Bekehrung André Savenay's. Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. war auch nicht böse darüber, daß ein anderer ihm all die gefüllt, als in demselben Augenblicke, wo der von einem schrecklichen Unterhandlungen abnahm, die ihm den ganzen blendenden Lichtkranze halbverdeckte Katafalk im HauptMorgen durch, wie Nadelstiche in die offenen Wunden seiner schiffe den Leichnam des jungen Mädchens aufnahm, eine schmerzdurchwühlten Seele, zur Bein geworden waren. bestochen durch die Blumen und weißen Behänge, die Braut Hochzeit kleiner Leute vor dem dürftig beleuchteten Altar Hunderte von Traueranzeigen auf Luxuspapier waren einer Seitenkapelle stattfand. Einen Augenblick vermischten also von Dukel Theodor in ganz Paris verschickt worden; sich die beiden Menschenmassen; einige Personen zögerten, er hatte zu der Trauerfeierlichkeit alle diejenigen gut gestellten Personen eingeladen, die früher mit den Savenay's wurde bleich vor Schreck über das böse Vorzeichen. bekannt gewesen waren. Am nächsten Tage hielt zur fest- Alfred Bernaud, der mit seiner Frau gekommen war, gesetzten Stunde eine stattliche Zahl von Wagen vor dem machte laut die philosophische Bemerkung, daß eigentlich Hause. Die meisten waren leer, da die Besizer ihre jede Hochzeit eine Art Begräbniß sei. Nachdem endlich die Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Kutscher und Pferde für würdig genug gehalten hatten, sie Ordnung wieder hergestellt war, wickelte sich eine Stunde Als er erfuhr, daß sie ganz bescheiden stattfinden sollte, zu vertreten. Sechs Trauerwagen standen den übrigen lang der Trauergottesdienst beim Klang der Orgel ab mit schrie er laut auf. Empfand er leise Gewissensbisse bei Theilnehmern zur Verfügung. Der Leichenwagen, von weiß der ganzen majestätischen Langsamkeit der Gebete und der dem Gedanken, daß er seine Nichte hatte sterben lassen, ohne verhüllten Rappen gezogen, verschwand fast unter einer Fülle theuer bezahlten Psalmen. einen Versuch zu machen, sie zu retten, und wollte er nach weißer Blumen, Flieder, Tubarosen, Chrysanthemen, und Ein einziger Zwischenfall störte die korrekte Anordnung träglich noch etwas gut zu machen suchen? Oder wollte er an einem Kreuze prangte ein ungeheurer Kranz aus Rosen der Zeremonie. Als die Träger beim Verlassen der Kirche vielmehr als echter Bourgeois, dem die Meinung der Welt mit einer großen seidenen Schleife, von der sich in riesigen, den gebührend eingesegneten Sarg auf die Schulter nahmen, über alles geht, daß das Begräbniß der Familie Ehre schwarzen Lettern die Inschrift abhob: Meiner innig ge- richtete Frau Savenay, die ununterbrochen unter ihrem machen sollte? Gewiß ist, daß er einen Anfall von Groß- liebten Nichte". Der Flur des Hauses, der in eine langen schwarzen Schleier geschluchzt hatte, sich plötzlich auf, muth und Freigebigkeit hatte, der ihn zuerst selbst in Erstaunen Trauerhalle umgewandelt war, war mit weißen Stoffen außer sich gebracht durch die grausam lange Dauer des versezte. ausgeschlagen, aus denen in silbernen Buchstaben die Ini- Gottesdienstes und durch die ergreifenden Töne des Ge " " Das kann so nicht bleiben", sagte er. Es mag ja tialen der Verstorbenen glänzten. Als der Sarg hinaus- fanges. Die Augen starr auf die Männer gerichtet, die ganz anständig sein. Aber es würde aussehen, als wollten getragen wurde, konnte die neugierige Menge auf dem ihre Tochter hinaustrugen, rief sie mit gebrochener Stimme: wir fnausern. Die Beerdigung muß dritter Klasse statt- Trottoir mit Bewunderung konstatiren, daß er aus Mein Kind! Mein Kind! ich werde Dich nicht wieder: finden. Das Mehr an Rosten nehme ich auf mich. Sorgt polirtem Nußbaumholz war mit Leisten von Ebenholz und sehen." Dann brach sie ohnmächtig zusammen. André Euch um nichts. Ich werde alles besorgen. fing fie in seinen Armen auf und vertraute sie Johanna an, die sie nach Hause brachte. Frau Savenay war von ihrem Schmerz so tief gebeugt, daß sie kaum begriff, um was es sich handle. Thu' was Du willst, Bruder," sagte sie mit der Gleichgiltigkeit, die sich unser bei großem Kummer bemächtigt. filbernen Füßen. Es war wirklich ein schönes Begräbniß, und Onkel Theodor, der barhaupt mit André hinter dem Sarge herging, warf einen befriedigten Blick auf die Anordnung des Buges. Die kleine Kirche Saint François de Sales war eben André dachte nur daran, seine Mutter zu trösten. Er falls von Wagen umgeben und umsomehr von Menschen Der Zug wälzte sich nun dem Pere Lachaise zu, and Onkel Theodor, der aufrecht und würdevoll in seinem Frack, den er nur an großen Tagen anlegte, einher schritt schien zu den Vorübergehenden zu sagen: Geht, das ist ein gut bürgerliches, nobles Begräbniß! Haben wir nicht eine Politische Lebersicht. = Berlin, den 21. August. " im Reiche des Herrn von Stephan gestellt. So beziehen| konzessionirten Wirthschaften hat Stuttgart jetzt schon 660, zum Beispiel die Packetträger und Stadtpostboten nur ein Wiesbaden bei 268 Wirthen 334 Flaschenbier- Verkäufer. Die Gehalt von 700 bis 1100 M., und die 15 000 voll- Bitte der Wirthe geht daher auf Einführung der KonzessionsZur Lage der Post- Unterbeamten. Man schreibt beschäftigten und etatsmäßig angestellten Landbriefträger pflicht des Flaschenbier- Handels. Aus der Besteuerung des gar nur 650 bis 900 m. Derartig niedrige Anfangs- Flaschenbiers wären jährlich 10 Mill. Mark zu gewinnen." Daß uns: Herr v. Stephan, der Generalpoftgewaltige und Jn gehälter findet man weder in dem österreichischen, noch in die große Masse, die durch den Bezug von Flaschenbier haber der Domherrn- Pfründe von Merseburg tann es noch dem russischen Bostetat. Daher will es nicht viel sagen, sich bequem und billig ihren Haustrunk verschafft, die immer nicht verschmerzen, daß er im Jahre 1890 auf Bewenn Herr von Stephan alle Jahre einige Hundert neue Steuer trüge, fümmert die Steuerkünstler des Gastwirthsschluß des Reichstags 11 Millionen Mark für die noth- etatsmäßige Stellen einrichtet, besonders nachdem er in den gewerbes gar nicht. Sie verlangen gleich ihren Kameraden leidenden Postbeamten hat opfern" müssen. Sein bekannter Geheimrath, der in der vorgestrigen Nummer des Vor- großen Städten, dank der Arbeiter- Organisation, keinen vom Handwerk, daß der Staat die dem Untergang geweihten Geheimrath, der in der vorgestrigen Nummer des Vor- zuverlässigen Arbeiter mehr unter 2 M. täglich be- Kleinbetriebe künstlich erhalte, ganz gleich, ob dadurch das wärts" als Finanzkünstler" gekennzeichnet worden ist, be- tommt. Thatsache ist, daß die deutschen Militäranwärter Interesse der erdrückenden Mehrheit des Volkes geschädigt hauptete kürzlich in der„ Norddeutschen Allgemeinen Zei- sich im Allgemeinen für die Post- Unterbeamtestellen bedanken. wird oder nicht. Herr Miquel erklärte denn auch, daß er tung", daß die 11 Millionen Mark zur Erhöhung der ,, nach einheitlichem Vorgehen der deutschen Einzelstaaten Unterbeamten Gehälter verwendet worden seien. Maßregeln gegen die Cholera. Jm„ Reichs- beim Bundesrath für die Konzessionspflicht der FlaschenbierDiese Behauptung können wir nicht unwidersprochen lassen. Anzeiger" vom 21. August werden die von den preußischen geschäfte eintreten werde". Wenn der erste Steuerfeldzug Nicht 11 Millionen, sondern nur 4 189 920 m. haben die Ministern des Innern, für Handel und Gewerbe, der nicht genug Kriegsbeute liefern sollte, taucht am Horizonte 30 616 etatsmäßig angestellten Post- Unterbeamten erhalten, öffentlichen Arbeiten und der geistlichen zc. Angelegenheiten auf die volksbeglückende Flaschenbiersteuer. Herr also der Einzelne durchschnittlich etwa 137 M. jährlich, oder unterm 8. August getroffenen Anordnungen, betreffend Miquel nimmt's, wo er's friegen fann. Die fapitalschwachen 38 Pf. täglich. Allerdings ist der Hilfsarbeiterfonds um Maßnahmen gegen Weiterverbreitung der Kneipwirthe aber wird auch diese Steuer und die Konzessions2 336 755 Mark erhöht worden, wodurch die Tagegelder Cholera, veröffentlicht. pflicht nicht vom Untergang retten. der Post Tagelöhner um durchschnittlich 25 Pf. fonnten. erhöht werden Dagegen find auf die Der deutsch- schweizerische Auslieferungsvertrag. Amtliches Ergebnis der Reichstags- Erfahwahl 16 557 mittleren Beamten 4 256 900 Mart Abgegeben wurden ent Die streitige Frage, ob die für die vorläufige Festhaltung im. Hamburger Wahlkreis. fallen, mithin auf den Einzelnen durchschnittlich eines Auszuliefernden vorgesehene zwanzigtägige Frist erst 27 580 St. Davon erhielten Molkenbuhr( Soz.) 16 476 St., etwa 257 M. jährlich, oder 71 Pf. täglich. Insbesondere dann als verstrichen zu gelten hat, wenn zwanzig Tage von Laeisz( natt.) 8802 St., Raab( Antis.) 2290 St. Molkenf) 290 St. ist das Meistgehalt der Postsekretäre um 500 Mt., und kurz der auf die Festnahme folgenden Mitternacht an gerechnet buhr gewählt. darauf das Meistgehalt der Post direktoren um verstrichen sind, oder ob die erwähnte Frist vom Augenblicke 600 M. erhöht worden. der Verhaftung ab zu berechnen ist, ist von der schweize Nun fragen wir sind diese Thatsachen dem„ Finanz- rischen Regierung in letzterem Sinne entschieden worden. künstler" etwa unbekannt? D nein, aber er = Palliativmittel. Im Reichs- Anzeiger" liest man: Aus Kreisen der Kleinindustrie ist darüber geklagt schuldigen, nachdem Herr v. Stephan selbst ist zu ent- Demgemäß hat der preußische Minister des Innern verfügt, worden, daß bei dem Abschluß von Lieferungsverträgen von d. J. im Reichstage folgendes erklärt hat: Ja, meine Herren, erinnern Sie sich denn nicht, daß erst vor zwei Jahren im Etat der Postverwaltung eine Summe von 11 Millionen jährlich an Zulagen für Gehälter der unteren Bamten ausgebracht ist jährlich, meine Herren!( Stenogr. Ber. S. 1402) Herr v. Stephan macht Soch sonst einen genauen Unterschied zwischen unteren, mittleren und höheren Beamten! Warum nicht hier? Vielleicht ist ihm nicht unbekannt, daß die Post- Unterbeamten in Rußland und Desterreich besser gestellt sind. Nach dem russischen Post- und Telegraphen- Jonrnal" Nr. 15 vom August 1889 find die Gehälter der PostUnterbeamten in den größeren Städten Rußlands wie folgt normirt: Unterbeamte. der die gleiche Auslegung zu bringen. Zur Tabatfabrikatsteuer. Wir verbrauchen, wie die Süddeutsche Tabakzeitung" berechnet, in Deutschland 958 476 Ctr. ausländischen Tabat, à 80 M. 556 362 Ctr. inländischen Tabat, à 30 M. ( Säße und Zahlen laut Angaben des taiserl. statistischen Amtes.) Dazu Zoll Dazu Steuer.c Arbeitslöhne... ( Tabakberufsgenossenschaft.) Verpackungen • . 76 678 080, M. 16 500 000, 43 256 600, 11 568 200, 53 482 021, 35.000 000, 236 484 901,-. zu knapp bemessen würden. Meist sei dies die Folge einer verspäteten Bestellung der Lieferung, welche dann in ge drängter Zeit bewerkstelligt werden solle, während welcher die die Arbeitskräfte unter Buhilfenahme von Ueberschichten und Sonntagsarbeit übermäßig angestrengt werden müßten. Nach Fertigstellung des Auftrags pflege später häufig in dem betreffenden Betriebe ein Mangel an Beschäftigung einzutreten, der den Betriebsinhaber zwinge, einen Theil seiner Leute zu entlassen. Um diesen Uebelständen abzuhelfen, hat der preußische Minister des Innern die Regierungs" Präsidenten ersucht, auf die zur Verwaltung des Innern gehörigen Behörden in dem Sinne einzuwirken, daß die Lieferungen, die von den Behörden zu vergeben sind, soweit dies angeht, gleichmäßig über das ganze Jahr vertheilt werden. Dies wird sich besonders bei der Vergebung der Herstellung von Bekleidungsstücken durchführen lassen. Vor allem soll darauf gehalten werden, daß alle Vergebungen von Lieferungsarbeiten möglichst frühzeitig erfolgen, und daß ausreichende Lieferungsfristen gewährt B07 430 371,30 werden, die ein ruhiges und gleichmäßiges Fertigstellen der Also nicht, wie ein Regierungsblatt, das den Tabak Arbeiten gestatten." Gegen die Maßnahme der Regierung provisorisch oder definitiv angestellten Staatsdiener der Post- nicht rasch und nicht gründlich genug bluten lassen kann, ist gewiß nichts einzuwenden. Aber weshalb wird nicht der und Telegraphenanstalt, welche Gehalt oder Jahreslohn un- behauptet hat, 780 Millionen Mart. Wie man ohne die gesegliche Normal- Arbeitstag eingeführt, der mittelbar aus Staatsmitteln genießen, in a) dem Gehalt, unerhörteste Steigerung der Steuerlast 100 Millionen aus wenigstens die ärgsten Wirrnisse und schlimmsten Uebelb) der Aktivitätszulage, c) dem Genuß des Dienst- dem Tabak herausschlagen will, ist ein Geheimniß der stände der zügellosen Gütererzeugung beseitigte und die industrielle Reserve- Armee zu einem sehr großen Bruchtheil tleides oder des Aequivalentes hierfür. in beschäftigte Arbeiter umwandelte, ganz abgesehen von den anderen heilsamen Einwirkungen auf die Arbeiterzustände? Oberer Abtheilungs- Unterbeamter. 536 Rubel( à 3,20 m.) Unteroffizier Hauswart Postschaffner, in fieben Gehaltsklassen, von 240 bis 440 380 N " 400" In Desterreich bestehen seit 1. Juli 1889 die ständigen Bezüge der in die Kategorie der Dienerschaft gehörigen Das Gehalt wird nach drei Klassen, wie folgt festgesetzt: 1. Stufe 1. Klasse{ 2. Stufe . 1. Stufe 11. Klaffe 2. Stufe 111. Klasse. . t 600 fl. 550 500 " " 450. 400" " Fabrikations- und Verkaufsspesen, Unternehmergewinn, Anlagen 2c. 2c., angenommen mit 30 Prozent von 236 484 901 M. Mithin Umsatz.. Miqueliden.. 4 A ( b) R 70 945 470,30 . " 19 Die Gastwirthszünftler. Wie wir vor kurzem berichteten, hatten am 8. August in Franfurt a. M. die Vertreter des württembergischen, badischen, bayrischen, Rhein, Der Zwist im Polenlager lodert immer höher, die Main-, pfälzischen, elsaß Lothringischen und rheinisch- west- Mißtrauenstundgebungen gegen die bewilligungseifrigen fälischen Verbandes der Wirthe eine Audienz beim FinanzKnappen des von Koscielski mehren sich. Der Abgeordnete Die Aktivitätszulage wird für die erste Klasse der minister Dr. Miquel und beim Staatssekretär Freiherrn von Czarlinski, der bei der Abstimmung über die Aktivitätszulagen mit 50 pCt. vom Gehalte, für die v. Malzahn. Die Allgemeine Zeitung" erfährt jezt von Militärvorlage sich der Stimme enthalten hat, stellte dem Bromzweite mit 30 pCt. vom Gehalte, für die dritte mit 25 pCt. dem Vorsitzenden des Süddeutschen Verbandes eine Reihe Militärvorlage sich der Stimme enthalten hat, stellte dem Bromberger Kreis- Wahlkomitee sein Mandat zur Verfügung. Nur vom Gehalte festgesetzt. von Einzelheiten, die unser Urtheil, daß die Zünftler des Die in eine von den drei Gehaltsklassen eingereihten, Gastwirthsgewerbes rückschrittliche Wünsche vorgebracht schabe, daß das Komitee gerade zurückgetreten war! Ob in definitiver Eigenschaft angestellten Bediensteten sind hätten und von Herrn Miquel wohlwollend auf die Zukunft der eble" Pole so bereit gewesen wäre, das theure Mandat pensionsfähig. vertröstet worden seien, vollauf bestätigen. Der Flaschen- zur Disposition zu stellen, wenn das Komitee noch bestanden Allerdings erhalten in Deutschland die Ober Post- bierhandel vor allem ist es, der den Gastwirthen ein Sie verweisen den Quellenpackmeister, die Ober- Briefträger, die Postpacketmeister, die Dorn im Auge ist. Kaisermanöver. Das Raisermanöver beim XIII.( württemdie Postwagenaufseher, Briefträger, Postschaffner, Telegraphen finder Miquel auf die neue Steuer, diesen bergischen) Armeekorps fällt in diesem Jahre nun endgiltig fort. auffeber jezt nach der vielgerühmten Gehaltsaufbesserung bisher steuerfreien Handel, das heißt die Ver- Eine Kabinetsordre vom 11. d. m. bestimmt, daß außer dem Dem Staate" erklären VIII., XIV. und XVI. Korps auch das XV. Korps( in Lothringen) ein Gehalt von 900 bis 1500 m. und einen Wohnungsgeld- braucher, treffen könnte. zuschuß von 60 bis 240 m. jährlich; aber es ist hierbei zu sie, entgehen dadurch alljährlich nicht allein Millionen an vor dem Kaiser Manöver in dem bereits durch Kabinetsordre berücksichtigen, daß die Lebensmittel in Rußland und Dester- Steuern, das Publikum ist auch, weil die Kontrolle fehlt, XV. Korps wird hierbei an stelle des VIII. drei Tage hindurch reich erheblich billiger sind, wie jeder, der an der Ostgrenze nicht geschützt gegen den Ausschank verdorbener und ver- gegen bas XIV. Korps manövriren. Trotz Futternoth und gelebt hat, bestätigen wird. fälschter Biere. Es giebt Flaschenbier- Läden mit täglich holeragefahr werden also doch große Manöver abViel schlechter als die Post- Unterbeamten in Rußland 200 Liter steuerfreiem Bierumsay, während Wirthe mit gehalten. Aus Brüssel aber wird gemeldet: Obschon bis und Desterreich sind zweifellos alle anderen Unterbeamten über 80 Liter Absatz immer mehr verschwinden. Bei 600 jest amtlich keine Cholera in Belgien festgestellt wurde, hat die - Haltung, wie sie Leuten, die eine Familiengrabstätte befizen, zukommt!" Als der Leichnam in die Gruft hinab gesenkt wurde, die er nie wieder verlassen sollte, sagte Herr Savenay tröstend zu André, der sein Taschentuch zernagte, um nicht in Schluchzen auszubrechen: ,, Vorwärts! Muth! Alles ist gegangen, wie es mußte." hätte? Zeile Artikel für eine zu zürnen vermochte. So wurde sie schließlich immer mehr pro große Enzyklopädie. zur Einsiedlerin. Ja, sie ließ sich zuweilen so weit hin- Aber der, welcher ihm diese Arbeit verschafft hatte, in seiner Eigenschaft als Vermittler auch reißen, daß sie selbst vor ihren legten und treuejten glaubte Freunden die Thür verschloß. Ihr ganzes Denken ton- feinen kleinen Profit einstreichen zu müssen. Er fand es zentrirte sich in dem krankhaften Wunsch, bald denjenigen nur natürlich, daß die Hälfte der Summe, die eigentlich ihrer Theuren, die der Rasen nun deckte, nachzufolgen. dem Autor zukam, in seine Tasche floß. André hatte ihm André war noch das einzige Band, das sie mit der für seine Freundlichkeit gedankt. Und in der That, der Außenwelt verknüpfte. Mit der zärtlichsten Liebe sorgte er ehrliche Mafler hätte ihm ja ebenso gut noch weniger befür seine Mutter wie für das gebrechlichste Wesen. Un- zahlen und seinen Namen unter das Wert seines Schützglücklicherweise war er nur des Abends zu Hause. Die lings setzen können. Ist es nicht der Brauch der Welt, ganze übrige Zeit verbrachte er mit dem Suchen nach daß der Starke den Schwachen ausbeutet und von der Arbeit anderer lebt? So dachte der junge Mann, der jetzt zum einer Stellung, die sie beide ausreichend ernähren konnte. Die arme Frau hatte ihre Tochter seit ihrer Geburt Kluge Leute, die das Leben kannten, hatten ihm ge- einfachen Arbeiter der Feder geworden war, und der Zorn nicht verlassen. Daran gewöhnt, immer und überall mit sagt:„ Berschaffen Sie sich Fürsprache, Protektion. Schicken in ihm wuchs über dieses Meer von Ungerechtigkeiten, das ihr zusammen zu sein, hatte sie jetzt die Hälfte ihres Selbst Sie ein Gesuch über das andere," Aber ein unüberwind- sich von den Großen auf die Kleinen ergießt in einer Gesellverloren, Ihr Leben war nicht mehr ganz, es war wie licher Stolz bewahrte ihn vor dem Handwerk des verschaft, in der jeder nur daran denkt, seinem Nächsten zuvors verstümmelt. Es schien ihr unglaublich, unmöglich, daß schämten Bettlers. Er wußte, daß die Pflanzen, die sich in zukommen. Nach diesem Tage war Frau Savenay wie ein steuer loser Nachen, der sich nur durch das Wunder der Gewohnheit noch eine Weile auf den Fluthen hält, in den aber das Wasser von allen Seiten eindringt, und der schließlich in den Ozean hinaustreibt und dort untersinkt. Germaine nicht mehr da war, um mit ihr zu denken, zu die Höhe ranken, auch kriechen müssen. Er konnte sich nicht Außer Abschriften, die er vielfach lieferte, gab André leiden und zu lieben. Zuweilen trat sie in das Zimmer dazu entschließen, sich durch Selbsterniedrigung empor- hier und da Stunden an einige Dummköpfe, deren Eltern fie um ihrer Tochter, um an sie eine Frage zu richten. Sie über- zuschwingen, demüthig zu sein und zu schmeicheln, damit er jeden Preis studiren lassen wollten. Wenn er täglich zwölf Bei Stunden arbeitete, konnte er die Bedürfnisse des Haushaltes raschte sich dabei, wie sie neben ihr Kouvert das Germaine's eines Tages mächtig sei und ihm geschmeichelt werde. deckte. Zweimal wöchentlich besuchte sie ihr Grab auf dem seinem hartnäckigen Verharren in seiner Unabhängigkeit und decken, aber da er immer unterwegs war, entweder in den Friedhofe, brachte ihr Blumen und sprach mit ihr durch die seiner Selbstachtung verurtheilte er sich dazu, es nie in der Welt Bibliotheken oder in seinen Unterrichtsstunden, so blieb ihm sechs Fuß Erde, die sie trennten. In diesen Augen zu etwas zu bringen. Die Leute verziehen es ihm denn auch nur ganz wenig Zeit zum Zuhausesein. Frau Savenay benutzte die Abwesenheit ihres Sohnes blicken war es ihr, als lebte sie wieder Herz an nicht, daß er Mittel zurückwies, die sie ohne alle Skrupeln Sie mit derjenigen, Herz die zwanzig Jahre hin- angewandt hatten. Sie betrachteten dies als eine Art dazu, sich einem wahren Anachoretenleben zu ergeben. durch zu allen Stunden bei ihr gewesen war. Wenn persönlicher Beleidigung und begannen schließlich das ver- sparte an der Feuerung, an der Kleidung, der Nahrung, fie jedoch wieder nach Hause kam, Hause tam, fühlte fühlte sie abscheute und gefürchtete Urtheil: er ist ein Deklassirter! fie ersann immer neue Opfer und Entbehrungen, die sie sich bas Bedrückende, der Einsamkeit und die tödtliche Leere über ihn zu verhängen. André hatte sich geweigert, eine auferlegte. Es that ihr weh, wenn sie sah, wie André fich ihres Daseins nur um so stärker. Sie gewöhnte fich daran, gut bezahlte Reklame für ein Buch, das er für schlecht quälte, weil sie sich für verpflichtet hielt, für ihn geizig zu mit niemandem von ihren früheren Bekannten mehr zu hielt, zu schreiben, er wollte nun auch nicht mehr der sein. Sie lub niemand mehr zum Essen ein, sie benutte sprechen oder sie zu besuchen. Das alles war jetzt er- Sekretär eines Politikers werden, den er nicht achtete. feinen Wagen mehr. Wenn sie allein war, trant fie Waffer. müdend und unerträglich langweilig für sie. Alte Freunde Bon da an hielt man ihn für einen lächerlichen Puritaner. Sie weigerte sich, den Arzt aufzusuchen, der ihr vielleicht bei sich zu empfangen, wurde ihr, die früher so gaftfrei Ein unbedeutender Mensch!" sagten die Nachsichtigen. eine fostspielige Arznei verordnet hätte. Wie sonderbar! war, nun unendlich schwer. Johanna und Magdalene" Ein verbitterter Geist, der sich anmaßt, anderen Vor- Dbgleich sie fast von nichts lebte, zerrann das Geld, das ihr empfing fie noch, weil sie sich mit ihnen ohne jeden Zwang, schriften zu machen" sagten die Uebelwollenden. Und so Sohn ihr einhändigte, immer mit merkwürdiger Schnelligwie ihr Herz fie trieb, von der, die nicht mehr war, unter schloß sich eine Thür nach der anderen vor ihm. Schließlich feit. Mehrmals schon hatte André sich darüber gewundert, halten konnte. Aber oft warf sie sich vor, daß sie auch war er auf das angewiesen, was man literarische Gelegen- ohne etwas zu sagen, mehrmals hatte er bemerkt, daß Er schrieb für einen Soul werthvolle Gegenstände verschwunden waren, die für ihn ihnen auf Augenblicke wegen ihrer blühenden Gesundheit heits- Arbeiten nennt. " " In manchen Unteroffizieren steckt ein Gift, das verdirbt uns die Mannschaften. Doch ich werde es austreiben. Meine Macht reicht weit." " Belgische Regierung beschlossen, die geplanten Herbstmanöver| Kandidaten, die bei der ersten Wahl die meisten Stimmen|( Wales) griff die dortige Polizei am 20. Auguft Abends zwischen Beverloo und Brüssel nicht abzuhalten. Die bereits erhielten, beschränkt sind, sondern daß Jeder soweit nicht eine lärmende Menge streifender Arbeiter an, wobei zahleinberufenen Reserveklassen von 1886, 1887, 1888 und 1889 haben gesetzliche Hindernisse obwalten auch bei der Stichwahl reiche Personen verwundet, auch mehrere Bolizeiagenten Gegenordre erhalten." kandidiren kann. Der einzige Unterschied zwischen Stich- schwer verletzt wurden. Aus derselben trüben Quelle schöpft Der Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich, soll wahl und erster Wahl ist der, daß bei der Stichwahl man die folgende Nachricht:„ Sieben Personen wurden verim Hinblick auf die Soldaten mißhandlungen( Ballotage) die relative Mehrheit gilt, während bei der haftet. In Ferndale plünderte gestern Abend eine Voltsersten Wahl die absolute Mehrheit erforderlich ist. menge die Bäckerläden und zertrümmerte die Schaufenster gesagt haben: Aus den vorliegenden Wolff'schen Telegrammen geht derselben. Auch hier griff die Polizei ein." hervor, daß die ungeheuere Mehrzahl der Gewählten Republikaner" sind, d. h. prinzipielle Gegner der Monarchie, Der Kaiser selbst hat vor längerer Zeit eine Verfügung und daß die sogenannten„ Ralliirten", d. h. die zur Regegen die Soldatenmißlungen erlassen, die Erlasse des publik bekehrten Monarchisten, nur in sehr geringer Anzahl Herzogs Georg zu Sachsen und des bayerischen Kriegs- durchgekommen sind. Unverkleidete Monarchisten haben sich ministers von Safferling sind bekannt. Trogalledem hat überhaupt nicht anzubieten gewagt. Lafargue ist die Geschichte vom Martyrium des Bürgers im Waffenrock zu Lille in Stichwahl mit besten Aussichten; Ferroul ist immer neue Fälle, immer neue Opfer verzeichnen müssen. in Narbonne durchgefallen.- Clemenceau hat keine absolute Und diese Geschichte ist Geheim geschichte, nur wenig Majorität. Seine Wiederwahl ist unsicher. dringt in die Oeffentlichkeit, nur ein Bruchtheil gelangt zur Anzeige und Verhandlung; das geheime Verfahren, wie es abgesehen von Bayern herrscht, steigerte die Furchtbarkeit der Vorgänge für das Volk. Ein Einzelner, mag er sich für noch so mächtig halten, und auch die Heeresverwaltung fann nicht Wandel schaffen, so lange nicht der Militarismus selbst an der Wurzel gepackt wird. Die angebliche Aeußerung des Prinzen Heinrich, die von der Verantwortlichkeit der höheren Vorgesetzten, die in dem sächsischen und bayerischen Erlasse betont wurde, ganz absieht, wird am besten beleuchtet durch die von uns an anderer Stelle veröffentlichte amtliche Zusammenstellung der bayerischen Soldatenmißhandlungen. Rückwärts, rückwärts! Die PersonenverkehrsKommission des Vereins deutscher Eisenbahnen hat die Behandlung der Angelegenheit einheitlicher Personen tarife als aussichtslos abgelehnt. Die Junker, so erklärt ihr Leibblatt, die Kreuz Beitung", wollen wie bisher ihre politischen Geschäfte bald mit dem Zentrum, bald mit den Nationalliberalen abschließen. Wir haben nie gezweifelt, daß der alte Kuhhandel immer wieder vor sich gehen wird. Bis die Sozialdemokratie die Händler verjagt.... unterblieb. Wolff's Telegraphen- Bureau meldet: Nach amtlicher Feststellung stellt sich das Wahlergebnis bis jetzt wie folgt: Gewählt find 812 Republikaner, 80 sozialistische Radikale bezw. Sozialisten, 13 Ralliirte( d. h. mit der Republit ausgeföhnte" Monarchisten) und 56 Konservative; 155 Stichwahlen sind erforderlich. Die Republikaner haben In den meisten Wahlkreisen, wo 63 Mandate gewonnen. Stichwahlen nöthig sind, liegen die Verhältnisse für die Republitaner günstig. Deutsche und franzöfifche Bourgeoisblätter be haupten in der rührenden Harmonie gleichedelgefinnter Seelen, die französischen Sozialisten seien auf die schweiger und deutschen Sozialisten erbost, weil der Züricher Kongreß nicht mit Rücksicht auf die französischen Wahlen vertagt worden sei. Dies die Dichtung. Und die Wahrheit: Erstens sind die französischen Sozialisten nicht erbost auf die deutschen und schweizer Sozialisten. Zweitens würden die Franzosen, wenn sie über die Nichtvertagung des Kongresses erbost wären, auch nicht den entferntesten Grund haben, die deutschen Sozialisten dafür veraytwortlich zu machen. Tiff Soziale Ueberlicht. Thatsache ist, daß der Antrag, den Züricher Kongreß mit Rücksicht auf die französischen Wahlen zu vertagen, von deutscher Seite zuerst gestellt und warm befürwortet wurde, und daß dieser Antrag auch unzweifelDie Vorgänge in Aigues- Mortes haben zu aller- haft durchgedrungen wäre, wenn man auf französischer lei ,, Rundgebungen" in Rom geführt. Da haben betrieb- Seite in der Ungewißheit über den genauen Wahltermin fame Geschäfts ,, patrioten" die italienische Fahne umflort, nicht zu viel Zeit verloren hätte. Genosse Alle ma me, da hat der Mob, der Seidenhüte trägt, die National der in der Petite République"( Kleine Republik) die hymne" spielen lassen, und Gaffenbuben, die zumeist sehr Nichtvertagung des Kongresses bedauert, fpricht uns ganz gebildete" Kleider tragen, haben dem französischen Bot- aus der Seele. Auch wir hätten es lieber gesehen, wenn schafter etwelche Fenster eingeschmissen. Die Glaser und die die französische Sozialdemokratie die doppelte und dreifache Diplomaten haben nun zu thun, jene setzen neue Scheiben Zahl von Vertretern hätte entfenden tönnen, allein Ge ein, diese tauschen höfliche Reden und Schreiben, worin sie schehenes läßt sich nicht ungeschehen machen. Und auf ihr lebhaftes Bedauern über die betrübenden Vorkommnisse Zürich folgt ja London. ausdrücken. Die, denen solche Skandale nügen, die Kriegsparteien, die Chauvinisten, reiben sich die Hände, alle, die Saß zwischen den Völkern säen und den Unfrieden unter die Nationen tragen, die Interessenvertreter des vom Hader der Nationen profitirenden Kapitalismus. Es reut fie Badisches. Der großh. Oberschulrath hat sich durch den nicht, wenn der Spaß sie ein erkleckliches Sümmchen für Schöne Aussichten. Die nun schon seit längerer Zeit Lärm der nationalliberalen und antisemitischen Presse über die Trinkgelder kostet. Denn im Trüben fischen die Herren bevorstehende Beglückung unferer Kriegerinvaliden um ein Mehr Abschiedsrede des Abiturienten Ludwig Frank vom Zahrer gar gerne, und die Lockspizzel find wohlfeil wie Brom- von volle 10 Pfennige täglich, war die Veranlassung einer am Gymnasium nicht beeinflussen lassen. Frant, der im Besitze des beeren. Darüber jedoch schweigt die großbürgerliche Höflich- 13. August in Essen tagenden Versammlung. Wir entnehmen Schillerpreises ist, erhielt, wie die Frantf. 3tg." meldet, sein feit in Rom wie in Paris, daß die Bourgeoisie, die die aus Nr. 110 des in Essen erscheinenden Blattes Neueste NachAbgangszeugniß regelrecht ausgestellt; jede kritisirende Bemerkung Schutzkonkurrenz züchtet, die allein Schuldige an den be- richten" folgenden Bericht: trübenden Vorgängen ist. Der französische MinisterKriegs- und Invaliden- Vereine. Am 18. August fand hierEine neue glänzende Kundgebung für das allge- präsident, Herr Dupuy, hat den Opfern von Aigues- Mortes selbst im Saale des Herrn Vogel eine Versammlung des Kriegsund Friedens- Invaliden- Vereins statt, welche zahlreich besucht meine Wahlrecht haben unsere Wiener Genoffen und ihren Angehörigen, ehe die Frage der Verantwortlich war. In dieser Versammlung verbreitete sich das Borstandsam 20. August unter freiem Himmel veranstaltet. An der feit entschieden ist", 2000 Franks geschickt und den Prä- mitglied Herr Direktor Wieghard aus Berge- Borbeck in einem Demonstration betheiligten sich nach dem offiziösen Wolff fekten aufgefordert, ihm die dringendsten Erfordernisse" sehr beifällig aufgenommenen Vortrage über das dem Bundes40 000 Arbeiter. Glückauf! anzuzeigen. Das dringendste Erforderniß ist eine durch- rathe vorliegende Gesetz betreffend die Verbesserung der greifende soziale Reform, die es unmöglich macht, daß die Invaliden aus dem Feldzuge von 1866. Nach dem am 6. Mai Das Ergebnis der französischen Wahlen, deren Arbeiter verschiedenen Stammes zu Nuß und Frommen d. I. vom Reichstag angenommenen Militärpensionsgesetz seien, Haupttag am 20. August war, läßt sich noch nicht über gewinngieriger Unternehmer gegen einander ausgespielt so führte Redner aus, nur die Invaliden von 1870/71 berückfichtigt und sollten durch die neue Vorlage die Invaliden von sehen. So lange wie in Deutschland wird man allerdings werden, daß der italienische Arbeiter als Lohnbrücker gegen 1866 denjenigen von 1870/71 gleichgestellt werden. Die Vorlage nicht auf das Gesammtergebniß zu warten haben, allein den französischen in die Schranken tritt. Das gilt für alle hat insofern Mängel, als die Berbesserung von Würdigkeit bei der großen Zahl von Kandidaturen- weit über 2000, Kulturstaaten". Ob der Kuli gelbhäutig oder schwarz- und Bedürftigkeit abhängig gemacht werden soll. Wer etiva 4 durchschnittlich auf jeden Wahlkreis ist ein Ueberhäutig, ob er Böhme oder Pole ist, gegen die Kuliwirth- würdig und bedürftig ist, darüber folle die Verwaltungsblick außerordentlich erschwert. Gewiß ist, daß, ähnlich wie schaft muß mit sozialpolitischen Mitteln gekämpft werden.behörde unter Ausschluß des Rechtsweges entscheiden. Würde bei den letzten Wahlen in Deutschland, sehr viele, wohl die Wolff's Telegraphen- Bureau meldet unterm 21. August die Vorlage in diesem Sinne Gefeß, so seien die Invaliden der gute Hälfte der Wahlen, unentschieden bleiben werden; und vor aus Paris: Die italienische Regierung hat der französischen Willkür der Behörden ausgefeßt, was fehr zu bedauern fei. Vollendung der Stichwahlen, die nach der Verfassung 14 Tage mitgetheilt, sie verlange die strenge Bestrafung aller an den Die Frage nach Bedürftigkeit fei eine vieldeutige, man könne sie eventuell erst dann bejahen, wenn man für das nach der Hauptwahl auch an einem Sonntag diesmal also Unthaten von Aigues- Mortes Schuldigen, sowie die Be- Armenhaus reif set, man tönne fie auch eher als den 3. September stattfinden werden, dürften wir strafung des Bürgermeisters von Marseille wegen Ver- vorhanden annehmen. Da der Rechtsweg ausgeschlossen, würde kaum ein annähernd richtiges Bild des Gesammtergebnisses weigerung der Aufnahme der Verwundeten in die Kranken- mancher Krieger sich schämen, sich der Behörde gegenüber als behaben. häuser." Das chauvinistische Preßgesinde in Deutschland dürftig hinzustellen( also gewissermaßen als Bettel) und so den Im Augenblick, wo wir dies schreiben Montag het wacker mit, in wessen Auftrag und zu wessen Nußen, Genuß einer Verbesserung entbehren müssen. Was die WürdigMittag sind die telegraphischen Mittheilungen so ver- liegt klar auf der Hand. Man sieht es auch, wenn man keit anbetreffe, so sei jeder würdig, der einen Feldzug mit wirrt und unvollständig, daß sich die Wiedergabe gar nicht nicht wüßte, daß die Leiter gewisser Blätter für Skandal gemacht( natürlich hielten es viele patriotische Maulhelden für würdiger zu Hause bei Bier, Wein und Braten patriotische verlohnt. Eine gute Nachricht ist uns von unseren Freunden und Wadelstrümpfelei weiland offiziöſe Tintenkulis ge- zieder zu fingen); ausgenommen könnte nur der sein, welcher aus Roubaix telegraphirt worden, wo Jules Guesde wesen sind. wegen Hochverraths, Landesverraths und anderer gemeiner Vermit großer Mehrheit gewählt ist. Redner ermunterte sodann die brechen bestraft worden. " Die Aufnahme des Schächtverbotes in die schweizeSo hätte dieser glänzende Redner und kühne Partei- rische Bundesverfassung ist in der Volksabstimmung mit mann, nachdem er bei den letzten Wahlen in Marseille er- 187 000 gegen 112 000 Stimmen und mit 11% gegen legen, nun endlich den Wirkungskreis gefunden, dessen er 10/2 Kantonstimmen beschlossen worden. Die Arbeiter zur Bethätigung seiner eminenten Fähigkeiten bedurfte! Auch aus Fourmies wird uns gemeldet, daß der blätter der ganzen Schweiz hatten sich gegen die Initiative ausgesprochen. Sieg des sozialistischen Kandidaten dort gesichert sei. Betreffs der Stichwahlen sei noch bemerkt, daß. Der englische Grubenarbeiterausstand. Nach einer dieselben in Frankreich nicht, wie bei uns, auf die beiden Meldung des" Reuter'schen Bureaus" aus Pontypridd alte Freunde aus seiner Kinderzeit waren. Immer waren und als endlich der keuchende Athem der Sterbenden nach es Gegenstände, die seiner Mutter gehörten. Er fragte, und nach in der Brust erstickte und verstummte, als schließwas aus ihnen geworden wäre, und Frau Savenay ant- lich feierliche und furchtbare Todtenstille im Zimmer wortete:„ Ich habe sie verkaufen müssen". Da mußte er herrschte, als André der Todten die Augen zugedrückt und sich sagen, daß der Haushalt mehr toste, als er glaubte, einen langen Abschiedskuß auf die talte Stirn gedrückt and er gelobte sich, seine Energie zu verdoppeln. Wohl sah er, daß die Mutter in beunruhigender Weise von Tag zu Tag schwächer wurde. Aber was thun? Sie flagte nicht, immer zeigte sie die gleiche gelassene Traurigkeit. Sie verabscheute nichts mehr, als wenn man sich mit ihr zu beschäftigen schien. hatte, blieb er noch lange wie zerbrochen, wie vernichtet, wie von einem Alpdruck verfolgt unter dem unvergeßlichen Eindruck dieses Röchelns, und heftiges, konvulsivisches Schluchzen erstickte ihn fast. Frau Savenay war vom Tode nicht überrascht worden. Sie hatte ihn kommen sehen und seit langem schon auf ihn gewartet. Vor mehreren Monaten bereits hatte sie eines Abends zu André gesagt: Kameraden zur Einigkeit und zum Eintritt in den Waffenpetitionen die Lage der Invaliden zu verbessern. Petitionen Invalidenverband, der es sich zur Aufgabe gestellt, durch Ginzelner würden in den Papierkorb wandern, kämen aber sämmtliche deutsche Invaliden mit einer Betition, so sei bei der allgemeinen günstigen Stimmung für die Invaliden ein Erfolg ihrer Anträge gesichert. Redner verbreitet sich dann weiter über die Verhältnisse des Invalidenfonds. Dann heißt es weiter, daß die Invaliden sich mit dem bis jetzt Erreichten keineswegs zufrieden geben könnten, beliefe sich die bevorstehende Verbefferung doch bei mehr als 90 p& t. der Invaliden auf monatlich nur drei Mart, also pro Tag fage und schreibe 10 Pfennige ( ehn Pfennige)! Es ist charakteristisch, daß der Invalidenverband, der ganz im Fahrwasser der herrschenden Parteien schwimmt, es überhaupt wagt Stellung zu nehmen, gegen die so reichlich segenspendenden Gewaltigen. Man sieht hier in unverblümter Deutlichkeit, wie sorgsam man in Preußen die Würdigen von den Unwürdigen zu sondern bestrebt ist. Des nämlichen Staates, der von Speichelleckern seiner sozialreformatorischen Thätigkeit wegen fo überlaut gepriesen wird. Früher waren die im Kriege zu Krüppeľn geschossenen Soldaten auf die Orgel angewiesen, mit der die armen Teufel über Land zogen. Zur Zeit Friedrich II. nach dem siebenjährigen Kriege fand man auf allen Landstraßen bettelnd zerlumpte halbuniformirte preußische Krüppel. Jeßt, wo das Bolt beginnt mündig zu werden und es eine öffentliche Meinung giebt, fann man sich immer noch nicht dazu bequemen, die zerschossenen Krüppel auskömmlich zu bezahlen. Ueber den Rückgang der Hausweberei in der sächsischen In diesem Winter war Paris von der Influenza heimgesucht worden, dieser heimtückischen Krankheit, die einen ohne jede vorhergehende Warnung tödtet, gerade so wie das Mein Sohn, Du siehst dieses Papier, es enthält rauchlose Pulver. Im Anfang forderte die Epidemie, einer Armee gleich, die sich kämpfend zurückzieht und deren Nachhut noch meinen letzten Willen. Achte wohl darauf, wo ich es einige Schüsse abgiebt, nur wenige Opfer, bis an einem dieser aufbewahre. Du wirst es öffnen, wenn ich nicht mehr sein verrätherischen Februartage, an denen der Wind heult, werde. Dann öffne es aber sofort, ich bitte Dich darum!" Oberlausit und das Berdrängen durch den mechanischen während die Sonne scheint, Frau Savenay fich plößlich von Darauf hatte sie vor seinen Augen das Papier zusammen- Betrieb berichtet die Zittauer Handels- und Gewerbekammer in einem eisigen Schauer gerüttelt fühlte. Sie legte sich ins gefaltet und zwischen Glas und Rahmen des Spiegels, der ihrem Jahresbericht u. a. wie folgt: Während im Jahre 1872 Bett; als der von André herbeigerufene Arzt am Abend den Kamin ihres Zimmers schmückte, geschoben. Sobald in der Leinen- und Baumwollenweberei des Bezirks 29 500 Handfam, hatte sie schon den unheilverkündenden pfeifenden André wieder einen Gedanken fassen konnte, entnahm er stühle und 1275 mechanische Stühle beschäftigt waren, betrug im Athem. Der Arzt konstatirte Lungenentzündung. Als er das vergilbte Papier seinem Aufbewahrungsort. Es trug Jahre 1892 die Zahl der Handstühle etwa 15 000, die Zahl der den elenden Körper der Kranken sah, schüttelte er vielsagend die Aufschrift: An meinen Sohn." Zuerst verschwammen mechanischen Stühle etwa 12 200. Nur für einzelne Waarenden Kopf. Sie sprach noch einige zusammenhanglose Worte, die unregelmäßigen Zeilen der zitternden Handschrift, in gattungen ist die Handweberei noch mit Recht bevorzugt. Die Großschönauer Damastweberei beschäftigt ausschließlich Handaber erkannte dabei schon niemand mehr. Bald hörte sie denen ihm der erloschene Geist seiner Mutter fortlebte, vor weber." Demnach hat sich also in den letzten 20 Jahren die dann auf, sich zu bewegen und zu sprechen. Sie war jetzt seinen Augen. Dann las er folgendes: Zahl der im Zittauer Bezirk aufgestellten Handstühle um reichlich nur noch ein armes, kleines, kraftloses Geschöpf, das Mein innig geliebter Sohn, mein André, Du wirst 40 pet. vermindert, während sich die Zahl der mechanischen röchelnd im Sterben lag, ohne ein Bewußtsein zu haben sehr traurig sein, wenn Du dieses liest. Ich will wenigstens, Stühle in derselben Beit nahezu verzehnfacht hat. Wieviel Elend mag dieser langsame Bernichtungsprozeß für von dem schmerzlichen Echo, das ihre beständige unartiku- daß Du in Deinem Kummer noch ein letztes Lebewohl, ben Einzelnen im Gefolge gehabt haben. lirte Klage in dem Herzen ihres Sohnes und der alten einen legten Segenswunsch von mir empfangen sollst. den Einzelnen im Gefolge gehabt haben. Norine weckte. D diese Stunden des Todestampfes, diese Jch will Dir dafür danken, daß Du gegen Ger- Ganz wie anderswo auch. In Odense auf der Insel endlosen, troftlosen Stunden, in denen das heiße maine und mich Dein ganzes Leben so gut warst, Fünen streiken bekanntlich die Glasarbeiter. Nun wird gemeldet, Ringen des Lebens mit dem Tode so herz besonders seit unserm Unglück. Ich will Dich auch um daß drei der Streifenden nach dem Gefängniß abgeführt wurden zerreißend für diejenigen ist, welche den Kranken lieben, Berzeihung bitten, weil ich Euch alle Beide durch meine und zwar weil sie angeblich anonyme Briefe nach Deutschland gesandt haben, um ihre deutschen Kollegen vor Streitbrecherdaß sie schließlich wider Willen zu dem Wunsche getrieben thörichte Bertrauensseligkeit und meine Unkenntniß in Geld- Diensten zu warnen. Die Briefe sollen nach dem Komptoir der werden, seine Leiden möchten durch die unvermeidliche Auf- fachen zu Grunde gerichtet habe. Du hast es mir niemals Firma zurückgesandt worden sein. Die dänische Polizei scheint lösung geendigt werden. André zogen sich diese Stunden vorgeworfen. fich als Beauftragte der herrschenden Klasse zu fühlen und sich grausam lang eine Nacht und einen ganzen Tag durch hin, ( Fortsetzung folgt.) mit Gifer ihrer Kommisgeschäfte au entledigen. 298 Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater: Dienstag, den 22. Auguft. Kroll's Theater. Die Favoritin. Leffing Theater. Das Recht 31 lieben. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fatiniza. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Dienstag, den 22. Auguß, Abends 8 Ahr: Große Elite- Vorstellung. Ausgewähltes Programm. Zum 45. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet Zum 15. Male: Hiermit zur traurigen Nachricht, daß Sozialdemokratischer Wahlverein für den mein lieber Mann, mein guter Vater, 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 22. Auguft. Ab. 8 Uhr, im Vereinsh. Südost, Waldemarstr. 75: der Stereotypeur 1157b am Sonnabend, den 19. Auguft, im Heinrich Oldenburg, Alter von 43 Jahren am Gehirnschlag plötzlich gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 22. Auguft, Nachm. 6 Uhr, von der Halle des Emmaus Kirchhofes in Brig aus statt. = Wwe. Oldenburg nebst Tochter. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fritz Hansen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 377/6 Gäste willkommen." Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Adolph Ernst- Theater. Golblotte. geführt v. Springpferden 1. staffe unter Achtung! Filzschuharbeiter! für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Viktoria- Theater. Frau Venus. Aleranderplak Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas, oder: Meine Tante, deine Tante. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam st. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wafferkur". Boffe mit Gefang und Tanz in 2 Aften von Mylius. Regie: Hugo Hummel. Mufit von Meyer. Vorher: Novität! Die trische Bank, Sprungszene, ausSattel. 500 M. Prämie demjenigen, welcher mit eigenem Pferde die in dieser Pièce ausgeführten Sprünge nachmacht. Offene Konkurrenz. Ferner Auftreten des gesammten Herren- und Damen- Personals. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Große Galla- Vorstellung. = Reichhaltiges Programm. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren Flach Rennen, Hürden- Rennen, Post, mit je vier Pferden ger., Quadrigafahren 2c. Neu! Neu I The Original Three Johnson's, Athleten und Kraft- Jongleure. Nur noch kurze Zeit: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Jm prachtvollen Park von 5 Uhr an: Großes Concert. Preise der Plätze 4, 3, 2, 1, 0,75 M. Jeder Erwachsene hat das Recht ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Chansonetten- Liebe. Victoria- Brauerei, traf Posse mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Friz Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen. Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst Theater. Zum 66. Male: Goldlokke. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson u. W. Mannstädt. Rouplets theilweise Don G. Görss. Musik von W. Steffens. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Fauteuil 2,50 M. Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Lühowstraße -112. Garten resp. Saal ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger Stets wechselndes Programm, Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags keine Giltigkeit. MorigEtablissement Plas. Buggenhagen. Morit Play. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Castan's. Panopticum. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Die Beerdigung unseres an der Schwindsucht verstorbenen Kollegen Herm. Muths findet heute, Dienstag, den 22. d. M., Nachm. 5 Uhr, von der Charitee aus statt. 166/3 Versammlung am Dienstag, den 22. d. M., Abends 8/2 Uhr, in Uhlik' Salon( früher Schirm), Badstraße 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. G. Wagner über:" Direkte Gesetzgebung durch Um zahlreiche Betheiligung ersucht das Volk". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. Ich sage allen Bekannten u. Freunden meines Mannes, des verunglückten Karl Weisspflug, für die Betheiligung bei der Beerdigung meinen besten Dant. Den Genossen zur Nachricht, daß die Lassalle- Feier 240/20 am 26. August stattfindet. Für Moabit in der 15215 Kronenbrauerei, für die übrigen Stadttheile des Kreises in Weimann's Volksgarten. Die trauernde Wittwe mit fünf unmündigen Kindern. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Theater- und und Spezialitäten Vorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, Hermann Jmbs. Konzert, Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturztünstler. The Moras, musikalische Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Atrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Volksbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. ratweil' sche Bierhallen Kommandantenftr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Balalt. Unf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., Billets find in sämmtlichen Zahlstellen, sowie in den mit Plakaten be< legten Handlungen zu haben. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: Franz Gleinert, Fenn- und Müller- Joh. Gnadt, Swinemünderstr. 120. straßen- Ecfe.. Steinbach, Antonstr. 1. Saverlandt, Bellermannſtr. 87. Seemerschmidt, Moabit, Perlebergerstraße 28. Raabe, Ruppinerstr. 46. A. Linneken, Beuffelitr. 57.. 240/19 24 Hilgenfeld, Bergstr. 60. Emil Schmidt, Tresckow- u. Diedens hofenerstraßen- Ecke. Meinhardt, Pappel- Allee 3-4. Kalkowski, Moabit, Calvinstr. 1. E. Lükke, Schwedterstr. 33. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 28. August, Abends 81/2 Uhr, bei Boltz' Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Roland. 2. Diskussion. 3. Verschmelzung der fleinen Hilfsarbeiter- Organisationen zu einer Gewerkschaft und deren Vortheil. 4. Verschiedenes. 161/1 Es ist Pflicht aller Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen in der Versaminlung an erscheinen. Wir laden die Kollegen und Kolleginnen, welche in Gasanstalten, in Giswerken, Gummi- und elektrischen Fabriken arbeiten, sowie fämmtliche Fabrik- und Handarbeiter und Arbeiterinnen zu der Versammlung ein. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Agitationskommission der Hilfsarbeiter- und- Arbeiterinnen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Filiale Nord. Deffentliche Mitglieder- Versammlung am Mittwody, 28. August, Ab. 81/2 Uhr, in Pape's Salon, Rolbergerstr. 23. Tages Ordnung: = 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 230/7 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen sämmtlicher Metallarbeiter ersucht Der Vorstand. Frauen und Mädchen- Bildungs- Verein für Berlin und Umgegend. Mittwoch, den 23. August 1893, Abends 81/2 Uhr, im fleinen Saal der„ Konkordia", Andreasstraße 64: Riesen- Schlangen- Säle für Versammlungen, Kommerse, reſervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Wander Versammlung. Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow u. f. w. Boltsbelustigungen aller Art. Entree 30- Grosser Ball. Pf. Gräglich Th. Boltz' Festsäle, ( vorm. G. Feuerstein) Alte Jakobstrasse No. 75.[ 727b Gr. u. kl. Säle z. all. Festlichkeiten u. Versammlungen. Coulante Bed. Teleph.- Anschl. Amt I 1082. Festlichkeiten 2c. Elysium Landsberger- Allee 40-41. Einige Sonnabende im Oktober und November sind noch frei u. beabsichtige ich, die Säle an Vereine zur Veranstaltung von Festlichkeiten bei toulanten Bedingungen zu vergeben. 1205b Eduard Koch. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. G. Brochnow's Fest- Säle, 39, Sebastianftr. 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Sonnabend großer Ball. Em pfehle meine Säle zu allen Festlich feiten und Versammlungen. Lassalle- Feier. 46752 4. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Schulz. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. 411/13 Freie Volksbühne. Am Sonntag, 3. September, Nachm. präz. 22 Uhr, findet für die 1. Abtheilung, 10. 17. " #P 24. " " n 21/2 21/2 " " " 21/2# Der Arbeiterverein für Rummelsburg und Umgegend ie eine Vorstellung im Lessingtheater statt. hat zum Sonntag, den 27. Auguft er., unter Mitwirkunp eines Musikchors, fowie mehrerer Gesangvereine( M. 6. A.-S.) 338/17 zum Andenken an Ferdinand Lassalle einen Ausflug nach der Köpnicker Haide veranstaltet. Zur Aufführung gelangt: Heimath von Sudermann. 2. " " 3. " " 4. 00 890. 18 Neue Mitglieder werden für sämmtliche Abtheilungen in allen Zahlstellen aufgenommen. Einschreibegeld 50 Pf., monatlicher Beitrag 50 resp. 60 Pf. Die Zahlstellen des Vereins find folgende: Norden: Emil Dieke, Restaurat.,| W. Börner, Zigarrenhandlg., RitterAbmarsch Mittags präzis 1 Uhr von Borchmann's Lokal, Haupt- Lothringerstr. 67. A. Hinze, Bigarren- straße 108. H. Baake, Buchhandlung, straße 83. Freunde und Genossen sind hierzu bestens eingeladen. handlung, Pantstr. 14a. Aug. Fellen- City- Passage. berg, Restaurant, Brunnenstraße 122. H. Mehnert, Zigarrenhandl., Dieden hofenerstr. 8. Aug. Penn, Zigarrenh., Demminerstr. 62. M. Winkelmann, Lassalle- Feier. Sonntag, den 27. August 1893: Tegel, Restaurant Schulz, Schloss- Strasse 7-8, Bigarrenhandl., Ackerstr. 153. Crust veranstaltet vom 159/15 Gesangverein, Immergrün", Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Anfang 3 Uhr. Gesangs Aufführungen, grosses Vogelwerfen, Hauptgewinn eine Gans. Verloosungen, Tanzkränzchen u. s. W. Das Komitee. Um zahlreichen Besuch bittet Beyer, Zigarrenhdl., Veteranenstr. 14. Nordosten: Niemeyer, Zigarren handlung, Weberstr. 19.$. Gumpel, Zigarrenhandlung, Barnimstr. 42. Osten: Franz Ungering, Restaurateur, Breslauerstr. 27. E. Böhl, Restaurateur, Frankfurter Allee 74. Südwest: A. Ochs, Zigarrenhandig., Lindenstr. 59. J. Windhorst, Bigarrenhdlg., Junkerstr. 1. A. Laege, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. Rich. Schulk, Papierhdlg., Kazbachstr. 21. Alb. Böttger, Bigarrenhandlung, Boffenerstr. 31. 3offenerstr. 81. Westen: C. Behrend, Restaurat., Blumenthalstr. 5. M. Faller, Restaurateur, Pallasstr. 16. Nordwesten: F. Vok, ZigarrenUnterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter Sadosten: E. Arndt, Zigarren handlung, Lübeckerstr. 8. ( Filiale Berlin). Mitglieder- Versammlung handlg., Stalizerstr. 107. E. Böhlert, 820/18 Bigarrenhandlung, Mariannenstraße 5. Zentrum: Albert Löwenberg, A. Kehr, Hutgeschäft, Röpnickerstr. 126. Bigarrenhdl., Neue Schönhauserstr. 18. H. Wolter, Zigarrengeschäft, Pückler- P. Horsch, Zigarrenhandlung, Gipsstraße 53. straße 5. Bruno Scheithauer, MusiSüden: 3. Gödicke, Zigarren- falienhandlung, Rosenthalerstraße 64, handlung, Gräfestr. 93. G. Schulz, vis- à- vis der Auguststraße. Bigarrenhandlung, Admiralstraße 40.1 am Mittwoch, 23. August, Abends 1/29 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1893. 2. Die in Vorschlag zu bringenden Bevollmächtigten und Kontrolleure. 13. Abrechnung über die Schußmarke. 4. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Der Bevollmächtigte. Halensee. Kurfürstenpark. CF Weissbier- Ausschank von J. Reimann. Ausflügler zur Lassallefeier werden gebeten mein Lokal zu berückI " fichtigen. Vorwärts" liegt aus. 1523b Am Ende eines jeden Monats liegt der Spielplan für den nächsten Monat in jeder Zahlstelle aus. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 196. Militärisches. " Des Zufalls tückisches Spiel ermöglicht unserem Bruderblatte, der Münchener Post", den Abdruck eines amtlichen Aktenstückes, das wieder eine beredte Urfunde zu der Naturgeschichte des Militarismus bildet, dessen Wesen die vom Vorwärts" veröffentlichten drei Urkunden im Falle Schröder soeben erst grell beleuchtet haben: Es gewinnt an Bedeutung, als es neuesten Datums ist, und in demselben mit dürren Worten zugestanden wird, daß trog der vielfach bethätigten Allerhöchsten Absicht", in bezug auf Beschränkung bezi. Beseitigung vorschriftswidriger Behandlung der Untergebenen beim Militär nichts erreicht wurde, Somit ist die Behauptung, daß Soldatenmißhandlungen mit dem Wesen des Militarismus eng verwachsen sind und nur beseitigt werden können mit dem Militarismus selbst, sich nothwendig aber steigern werden mit der Erweiterung desselben, erwiesen und glänzend dargelegt. Die Bestätigung für dieses früher Ausgesprochene liegt vor uns, vom Kriegsminister Freiherrn von Asch unterzeichnet. Das Aktenstück lautet: Nr. 12993. München, 2 August 1893. Kriegsministerium. Betreff: Dienstbetrieb in der Armee für Mißhandlung und vorschriftswidrige Behandlung Untergebener. Inhaltlich des vorliegenden summarischen Verzeichnisses find im Jahre 1892 über vorschriftswidrige Behandlung und Mißhandlung Untergebener 84 Anzeigen erstattet worden, und zwar: 7 gegen Offiziere 77 gegen Unteroffiziere. Hiervon wurden bestraft: 7 Offiziere Freigesprochen wurden 63 Unteroffiziere. 9 Unteroffiziere. Dienstag, den 22. August 1893. Das Verfahren wurde eingestellt gegen 5 Unteroffiziere. 10. Jahrg. hatten, Anklage wegen Vergehens wider§ 181 St.-G. B erhoben. Als Kolporteure waren ermittelt der Schlosse Die größte Zahl der Anzeigen trifft auf das I. Schwere Wilhelm Alter, der Schneider Thomas Kukla und der Reiter- Regiment. Die Anzeigen vertheilen sich auf Infanterie 34 Kavallerie 35 Artillerie 8 Eisenbahn- Bat. 2 Train 4 Bezirkskommando 1 Die gegen Unteroffiziere angezeigten 77 Fälle betrafen 49 geborene Bayern 28 geborene Nichtbayern Von diesen 28 Nichtbayern treffen auf Infanterie Kavallerie Artillerie Eisenb.- Bataillon 9 16 2 1 Kapitulanten wurden angezeigt 58. Diese 58 Kapitulanten vertheilen sich auf Infanterie Kavallerie Artillerie Eisenbahn- Bataill. 25 wovon 16 Bayern 9 Nichtbayern, Train 23 12 11 IP " 6 4 OP 21 2 1 2 1 " 19 2 2 " " Wenn hiernach die Zahl der Anzeigen gegen das Jahr 1891 sich auch um 10 vermindert hat, so entspricht dieses Ergebniß den so vielfach bethätigten Allerhöchsten Absichten um so weniger, als die bei einzelnen Truppentheilen erscheinende hohe Zahl der Anzeigen das Obwalten von Mißständen nicht verfennen läßt, welchen entgegenzutreten Aufgabe der Dienstesstellen ist, weshalb neuerdings auf die Kriegsministerialrestripte vom 13. Mai 1890 Nr. 6128 und vom 3. März 1891 Nr. 4317 hingewiesen wird. Kriegsministerium gez. Frhr. v. Asch. Dem ist eine tabellarische leicht übersichtliche Zusammenstellung beigefügt, die wir ebenfalls genau im Wortlaut folgen lassen: Zusammenstellung Arbeiter Adolf Patschike, sämmtlich in Breslau, sowi der Uhrmacher Mar Rahlert, der Hilfsschreiber Karl Barisch der Kolporteur Gustav Bauß, der Zigarrenmacher Hermann Drewnik und der Drechsler Bruno Stellmacher in Brieg. Außerdem waren noch die Fuhrwerksbefizer Gottlieb Scholz unt Reinhold Tesche, welche die Ballen verfahren hatten, mit zuz Verantwortung gezogen. Die Verhandlung fand heute vor der unter Vorsitz des Landgerichts- Direktors Hartmann tagenden Ferien- Straffammer statt. Inkriminirt war besonders ein Bassus des Textes, welcher besagte, daß jährlich Hunderttausende im Elend vergehen. daß tein ernsthafter, gesetzlicher Schuh zu gunsten der Arbeiter eingreife, und daß der Gegenwartsstaat sie politisch rechtlos mache, wirthschaftlich tnechte und im Dunkeln verkommen lasse. Die Anklage fand darin das Bestreben, die Arbeiterschutz- Gesetzgebung verächtlich zu machen. Der Staatsanwalt beantragte daher, weil die im Vorstehenden mitgetheilten Thatsachen in dem Flugblatte fälschlich behauptet seien und die Verbreiter dieses Unistandes sich bewußt geeine Ge= wesen seien, gegen sämmtliche Angeklagte fängnißstraße von je vier Monaten. Dagegen trat Rechtsanwalt Urbach, welcher in Vertretung des Rechtsanwalts Markuse die Vertheidigung führte, für die völlige Freisprechung ein, indem er sich auf eine in einer ganz gleichartigen Sache ergangene Reichsgerichts- Entscheidung berief. Damals sei der sozialdemo tratische Redakteur Baginsti wegen eines ganz ähnlich lautenden Zeitungsartikels vom Landgericht Schweidnih verurtheilt worden; das Reichsgericht habe aber die dagegen eingelegte Revision für berechtigt gehalten und in seinem Erkenntniß ausgeführt, daß derartige allgemeine Raisonnements nicht für behauptete Thatsachen anzusehen seien. Unter Thatsachen im Sinne des§ 131 habe man nur fonkrete Vorgänge und zeitlich bestimmte Begebenheiten zu verstehen. Das ergebe sich aus den Motiven zu diesem Paragraphen, da gerade in diesem Punkte der Gesetzgeber von dem alten preußischen Strafgesetz abweichen zu müssen geglaubt habe. Außerdem, fuhr der Wertheidiger fort, wenn man den intriminirten Passus fehle auch dann, für eine Behauptung von Thatsachen halten wolle, immer noch das Moment der Wiffentlichkeit. Im Gegentheil sei jeder Sozialdemokrat von der Richtigkeit dieser Behauptung überzeugt, und wenn er sie verbreite, könne man Der Gerichtshof bekannte sich zu derselben Auffassung und sprach die Angeklagten aus den von dem Reichsgericht im Baginsti schen Prozeß geltend gemachten Gründen frei. Es habe, fagte der Vorsitzende bei der Publikation, in dem inkriminirten Baffus des Flugblattes nirgends die Behauptung einer Thatsache im Sinne des§ 131 gefunden werden können, und deshalb sei der. Thatbestand des Paragraphen nicht erfüllt. Eine Verurtheilung erfolgte nur gegen den Uhrmacher Franz Kahlert. Ueber denselben wurde eine Geldstrafe von 10 m. verhängt, weil er nachgewiesenermaßen nach der ausgesprochenen Konfistation noch ein Exemplar des Flugblattes weiter gegeben und dadurch gegen das Preßgefeß sich vergangen hatte. Gegen den Zigarrenmacher Hermann Drewnik mußte die Verhandlung vertagt werden, weit er nicht erschienen war. Er wird also noch separatim freigesprochen werden. der Anzeigen, über vorschriftswidrige Behandlung und Mißhandlung Untergebener im Jahre 1892. ihm nicht nachsagen, daß er dies wieder besseres Wissen thue. Truppentheil Summa der Anzeigen Offiziere Hierunter sind Unteroffiziere Bayern Kapitulanten NichtNichtbayern Zur Anzeige gekommen Bestraft wurden fapitulanten Kapitulanten durch Denunziation in der Presse tapitulanten Nichtinfolge Beschwerde in anderer Art Freigesprochen Untersuchung eingestellt Disziplinär gerichtlich 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 1 1 1 Infanterie- Leib- Regiment 1. Infanterie- Regiment 2. 3. 5. 7. 8. 10. " 11. " 13. 15. 16. 17. 18. " 19. " " " • 34 1. Jäger- Bataillon 1. Schweres- Reiter- Regiment 1. Ulanen- Regiment. 1. Chevaurlegers- Regiment 2. 2. • . 2. " 3. n 4. " " 5. " " 6. . " Equitationsanstalt. 1. Feld- Artillerie- Regiment 2. # 1 3. " 4. " " 1 5. B 35 113I552221123122 81238163441 111131 1143 11 23 9. 121 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 11 111E 111 11 11 1 1 1 1 2 1 1 2 8 1 3 1 111 311 41 1 1 1 1 1 1 1 1 4 1 1 1 1 12 " " • " 3 • 1 8 2 1 1. Fuß- Artillerie- Regiment Eisenbahn- Bataillon... 1. Train- Bataillon •• Bezirks- Kommandschaften. 2. " 1. 2 4 • 1 22 1 84 78 2 1 27 4 22 110 21 541 24 1121 Bemerkungen. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 1 1 1 2 1 1 2 2 2 1 1 1 1 1 1 2 11 2 21 1 4121 15233 11111 12 111121 1 1 1 1 2 1 2 7 35 14 23 50 2 32 12 TT 11 11 2 2 3 3 1 1 1 1 50 9 50 IL 11 22112 BBBB 3 3 3 1 2 1 1 1 1 21 1 1 1 12 1 5 82 38 Parteinachrichten. Das sozialdemokratische Wahlflugblatt, welches vor der Eine Konferenz der Parteigenoffen des Wahlkreises Merseburg- Querfurt tagt am 27. August Nachmittags 3 Uhr in Frante's Saal in Schkeudig mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht und Abrechnung der Vertrauensleute; 2. Organisation, Agitation und Presse. Referent Otto Mittag; 3. Der Parteitag in Köln a. Rh. und event. Wahl eines Delegirten; 4. Allgemeine Anträge. Zahlreiche Betheiligung ist erwünscht. " Die Furcht vor der rothen Farbe. Der sächsische Lands tag wird eine Genugthuung empfinden, so schreibt der Wähler" wenn er fieht, wie die Definition der bekannten Verordnung gegen republifanifche Abzeichen, welche die Majorität der 2. Kammer beliebte, auch von den Gerichten akzeptirt wird. Folgende Meldung legt von den politischen Zuständen Sachsens ein sprechendes Zeugniß ab: Wegen Tragens republikanischer Abzeichen erhielt der Weber K. A. Gärtner in Steinigtwolmsdorf vom Amtsgericht Neusalza einen Strafbefehl über 15 M. eventuell 5 Tage Gefängniß. Er erhob Einspruch hiergegen, und das Schöffengericht erhöhte die Strafe auf 30 m. oder 10 Tage Gefängniß. Es stellte fest, daß der Angeklagte an einer sozialdemokratischen Wählerversammlung am 22. Mai d. J. in Wassergrund theilgenommen und bei dieser Gelegenheit vorn auf der Brust, so daß es jedermann hat sehen können, eine künstliche Blume von rother Farbe getragen hat", daß die Blume ganz das Aussehen einer rothen Nelke gehabt hat" und daß der Angeklagte ein Führer der Sozialdemokratie sei, der durch das Tragen der rothen Blume seiner fozialdemokratischen, republikanischen Gesinnung hat Ausdruck geben wollen. Ronstatirt" wurde ferner, daß die Bestrebungen der sozialdemokratischen Partei vor allem auch auf eine unter Umständen gewaltsame Beseitigung der bestehenden monarchischen Staatsform auch im Königreich Sachsen gerichtet sind, daß diese Partei als sogenannte Umsturzpartei republikanische Gesinnungen hegt und auch solche Tendenzen verfolgt." Die rothe Farbe erscheint nach berühmten Mustern auch dem Senat der Republik Bremen staatsgefährlich. Für das am 27. August stattfindende Gewerkschaftsfest hat er angeordnet, daß im Festzuge teine rothen Fahnen entfaltet werden dürfen. Wir glauben, so bemerkt unser Bremer Parteiorgan zu dieser Nachricht, daß der Senat mit der Beschränkung des Festzuges nun doch gerade genug Vorkehrungen für etwaige Leibschmerzen des Spießbürgerthums getroffen hätte, oder sollte das Tragen rother Fahnen vielleicht auch eine Verkehrsstörung verursachen? * * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In der Sitzung des Frankfurter Schöffengerichts vom 16. August wurde gegen den Parteigenossen Katzenmeyer von Rödelheim, der ein Strafmandat auf 5 M. wegen Verbreitung von Bebel's Rede über den Zukunftsstaat erhalten hatte, verhandelt. Genosse K. hatte Einspruch erhoben. Der Gericht sprach ihn frei, weil festgestellt sei, daß er die Schrift nicht auf dem Hausflur oder dem Vorplay, was als öffentlich zu betrachten sei, sondern innerhalb der Wohnungen abgegeben habe. Lokales. Das also find die Resultate. Statt 94 Mann| ausgesuchten Soldatenschinders ertragen mußte. Die Selbstim vorigen Jahre, wurden 84 Soldaten in diesem morde in der bayerischen Armee legen hiervon Zeugniß ab. Jahre mißhandelt. Dabei stellte sich heraus, daß selbst die Herren Offiziere nicht umhin konnten, ihr Müthchen zu fühlen an armen Refruten und Soldaten. Ferner ist sehr beachtenswerth, daß in nur 32 Fällen, wo Soldatenmißhandlung vorlag, Beschwerde ergriffen wurde, wogegen alle anderen Schindereien auf andere Art zur Anzeige und Aburtheilung gelangten, wie auch die letzten Reichstagswahl im Juni d. J. in Breslau und mit Disziplinarbestrafung von 32 Mann eine gewisse Begünsti- Aenderung des Namens des Kandidaten auch in Neumarkt und Vom städtischen Obdach. I. Das Familien. gung der Sache, bezw. Umgehung des öffentlichen Militär- Brieg verbreitet wurde, hatte in der letztgenannten Stadt bei den Obdach. Das städtische Obdach kann als eine Art Gradmesser gerichtsverfahrens vermuthen läßt. Daß die zur Anzeige Behörden Bedenken erregt und war deshalb auf Verfügung des des Elends gelten, das in Berlin die Wermsten unter den Armen gelangten Mißhandlungen wieder nur ein Bruchtheil von dortigen Amtsgerichts tonfiszirt worden. In der Folge wurde zu erdulden haben. Der Bericht des Berliner Magistrats über dann, so berichtet die„ Breslauer Morgen- Zeitung", gegen den die Verwaltung des städtischen Obdachs im Jahre 1892/93 zeigt dem find, was thatsächlich vorgekommen ist, wird wohl Berleger desselben, den Buchdrucker Emil May, gegen den darauf wieder, daß dieses Elend noch lange nicht seinen Höhepunkt erniemand bezweifeln, der einen Blick auf das Beschwerde- genannten Drucker, Buchdruckereibejißer Gustav Hoyer in Breslau reicht hat, sondern immer noch in der Zunahme begriffen ist. recht der gemeinen Soldaten und dessen Wirkungen wirft, und gegen die Personen, welche die Verbreitung des Blattes in Nach Abrechnung einer Anzahl im Obdach mit untergebrachten eventuell selbst Rekrut gespielt und all die Torturen eines Brieg und Neumarkt, sowie im Landkreise Breslau besorgt Rorrigenden und Hospitaliten des städtischen Arbeitshauses und 9 " 1 eines Häufleins obdachlos gewordener russischer Auswanderer er| Portemonnaies, die man bei der Diebin noch vorfand, befindet nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Die Ver geben sich für das Berichtsjahr täglich im Durchschnitt 285 Stöpfe fich ein braunes Plüschportemonnaie, ein anderes trägt in Silber legung ist dem Helbing anscheinend von einem Mädchen beimit 104 066 Verpflegungstagen für das ganze Jahr, gegen täg- gravirt die Morte Willy Lange. 1892. gebracht worden, das nach der That aus dem Fenster gesprungen lich im Durchschnitt 277 Röpfe mit 100 503 Verpflegungstagen ist und dabei innere Verlegungen erlitten hat, so daß auch dieses für das Vorjahr. Der Bericht konstatirt, daß die Zahl der Ueber das mysteriöse Verbrechen, welches am Sonnabend nach dem Krankenhause am Friedrichshain überführt werden obdachlosen Familien wiederum gestiegen" ist, und fügt hinzu: Vormittag in der Friedenstr. 96 begangen worden ist, verbreitet mußte. Vor dem Hause Ackerstr. 138 wurde ein siebeninfolge des ftrengen Winters und der anhaltenden die Untersuchung immer mehr Licht, und nachdem am gestrigen jähriger Knabe durch einen Geschäftswagen überfahren und am Arbeitsnoth." Das soll natürlich nicht eine Antlage, Mittag am Thatort durch die Polizei Untersuchungen angestellt Fuße bedeutend verlegt. Er wurde nach dem Lazarus- Krankensondern eine Vertheidigung der befizenden Klasse und der und Zeugen vernommen worden sind, gewinnt es den Anschein, hause gebracht. Auf dem Hofe des Grundstücks Adalbertstr. 28 von ihr hochgehaltenen Gesellschaftsordnung sein. Am Ende als ob die Emma Trappe dem sie zur Rede stellenden Paul wurde Nachmittags ein Mann von einem Ziehhunde gebissen kann die besitzende Klasse in der That nichts für die Strenge des Helbing die Beilhiebe beigebracht hat und dann selber zum Fenster und im Gesicht so bedeutend verlegt, daß er sich nach dem KrankenWinters, und auch die anhaltende Arbeitsnoth, soweit sie sich als hinausgesprungen ist. hause Bethanien begeben mußte. Ein Handlungsgehilfe erschoẞ Folge des Winters darstellt, wird man nicht auf ihr Konto ſehen Das B. T." berichtet darüber: Durch den Lokaltermin und sich in der Wohnung seiner Eltern, in der Heimstraße, mittels Efter, Ein Handlungsgehilfe erſchoß dürfen. Aber dafür ist sie verantwortlich zu machen, daß der durch die Vernehmung der Personen, welche in die Trappe'sche Revolvers. Gegen Abend wurde vor dem Hause LeipzigerWinter mit seiner Arbeitsnoth für den größten Theil der Bevöl Wohnung durch das Fenster zunächst eingedrungen sind, wurde straße 18 eine Arbeiterfrau durch einen Arbeitswagen überfahren ferung, nämlich für alle die, die nichts haben, so schwer fühl- festgestellt, daß der regungslose Körper des verwundeten Helbing und an der Schulter und am Arm so schwer verlegt, daß ihre bar wird. Um diesen Punkt drückt sich die städtische Verwal- mit dem Kopfe nach der Thür zu, das Gesicht aufwärts, gelegen Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Abends tung herum, wenn sie aufgefordert wird, einmal etwas zu gunsten hat. Das Beil, mit welchem die mörderischen Schläge geführt gegen 82 Uhr wurde der Schuhmann Herz nach dem Hauſe der weniger steuerkräftigen Bevölkerung zu thun und wenigstens worden sind, hatte man nach fünfviertelstündigem Suchen unter Poststr. 12 gerufen, wo die vier Arbeiter Karl Fistler und im Winter die Folgen einer verkehrten Wirthschaftsordnung mit einem im betreffenden Zimmer befindlichen Bett zwischen schmutziger Wilhelm, Adolf und Hermann Krüger einen Hausfriedensbruch städtischen Mitteln einigermaßen zu lindern. Es find thatsächlich Wäsche versteckt vorgefunden, den Stubenschlüssel in der Decke verübt und Mobiliar zertrümmert haben sollten. Als Herz gegen fast nur Handarbeiter, die sich ins Obdach retten müssen. Im ganzen desselben Bettes verwickelt. Es erscheint, dem Befunde nach die Erzedenten einschritt, wurde er von denselben so bedrängt, wurden 2678 Familien mit 10 653 Röpfen( einschließlich 1727 Ginzel- ausgeschlossen, daß Helbing Beil und Schlüssel in dieser Weise daß es ihm nur durch die Hilfe eines zweiten, zufällig hinzupersonen) aufgenommen. Bei 1672 Familien war noch ein verborgen haben könne. gekommenen Schuhmanns gelang, dieselbe auf die Straße zu Vater Ernährer" pflegt man so schön zu sagen am Leben. Die beiden bei der Affäre betheiligten Personen, die Emma brängen und später zur Wache zu sistiren. Die Beamten wurden Von den 1672 Vätern werden 751 als Arbeiter" und 823 als Trappe und Paul Helbing, haben sich im Krankenhause bereits von ihnen thätlich angegriffen, so daß sie gezwungen waren, " Handwerker" bezeichnet. Unter" Handwerkern" find auch die so weit erholt, daß sie am geftrigen Tage Besuche empfangen von ihrer Waffe Gebrauch zu machen, wobei der Wilhelm Unselbständigen mit einbegriffen, die ebenfalls zu den„ Arbeitern" fonnten. Bei dieser Gelegenheit erzählte Helbing, daß er am Krüger durch einen Säbelhieb am Kopfe leicht verlegt wurde. gerechnet werden müßten. Der Rest, ganze 98, find Kaufleute, Sonnabend Vormittag gegen 93/4 Uhr in seiner Kutscherkleidung In der Nacht zum 20. d. M. entstand vor dem Hause LangeGelehrte, Beamte u. f. w. Im Alter von 21-50 Jahren standen und mit seiner Peitsche nach Hause gekommen sei, weil die Pferde, straße 34 eine Schlägerei, wobei ein Maurer durch Messerstiche beinahe 4000 Personen. Die kapitalistische Wirthschaftsordnung die er sonst zu führen pflegte, einem anderen Kutscher anvertraut am Kopfe und am Halse verlegt wurde. Am 20. d. M. hatte sie gerade im arbeitsfähigsten Alter der Arbeit beraubt. worden waren, und ihm erst am Montag ein anderes Gespann Morgens sprang ein obdachloser Kaufmann von der KronprinzenDem Bourgeois find natürlich alle diese Personen nur Faulenzer, zugewiesen werden sollte. Er habe sich nun mit der Emma brücke in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser die sich nicht schämen, der Stadt zur Laft zu fallen. Aber der Trappe, in Abwesenheit von deren Mutter, endgiltig auseinander- gezogen und nach der Charitee gebracht.- Auf dem KönigsAufenthalt selbst im Familien- Obdach scheint wahrhaftig nicht sehen wollen und sie gefragt, ob sie ihn heirathen wolle. einladend zu sein, und wer es als„ Ferienkolonie" betrachtet, in hatte schon am Nachmittag vorher mit ihr darüber gesprochen, und fuhr an der Gife der Stoonutar Er plage ging Vormittags das Pferd eines Lohnfuhrwerts durch mit dem Wagen gegen der man sich bei guter Verpflegung eine Zeit lang auf Gemeinde: aber eine abweisende Antwort erhalten; darüber sei er so einen Laternenpfahe bedeutende Verlegung am Kopfe und sodaß der Rutscher vom Bock foften ausruhen kann, der hat die Rechnung ohne den Ob- wüthend gewesen, daß er gegen das Mädchen im heftigen Streit wurde. Er dachs Wirth gemacht. Des Morgens giebt's: Kaffee mit ein gemeines Schimpfwort gebraucht habe. Emma Trappe mußte nach der Charitee gebracht werden. In der Nacht zum trockener Schrippe zu Mittag: ¡ Gemüse oder Hülsen- fei infolge dessen in Weinkrämpfe verfallen, was den 21. d. M. wurde ein Arbeiter in seiner in der Brunnenstraße früchte, Reis, Gries, Graupen mit Kartoffeln( an anderen Schlafburschen, Hombach, veranlaßt habe, einen Schuh belegenen Wohnung erhängt vorgefunden.- Am 21. d. M. 4 Tagen in der Woche Fleisch), zum Abend: Suppe; außerdem: mann zur Hilfe herbeizuholen, der indeß unverrichteter Sache Morgens stürzte sich ein Mädchen von der Bellealliancebrücke in den Schwarzbrot; für stillende Mütter und Kinder:' Mittelbrot; wieder abgezogen sei, nachdem ihm Helbing gesagt, daß er mit Landwehrkanal, wurde aber von ihrem Bräutigam aus dem für stillende Mütter, Krante oder Schwache auf ärztliche Ver: seiner Braut nur einen Wortwechsel gehabt habe. Am Sonn- Waffer gezogen und nach der Sanitätswache am Plan- Ufer georduung: Semmel, Milch, Brühe, Eier, Bier. Brot und Kar- abend Vormittag habe ihm die Trappe auf seine dringende bracht, wo es wieder ins Leben zurückgerufen wurde.- Am 19. toffeln spielen aber die Hauptrolle; sie stehen mit rund 34 000 Frage eine ausweichende Antwort gegeben; um zu verhindern, und 20. d. M. fanden elf Brände statt. bezw. 75 000 Kilogramm obenan. Die Verpflegungskosten be- daß fie fich der endgiltigen Auseinanderfeßung entziehe, habe er trugen daher pro Kopf und Tag nur 3912 Pfennige gegen die Thür abschließen wollen, nachdem er der Widerstrebenden 46 Pfennige im Vorjahr, was der Bericht aus dem Rückgange angedroht, daß er sich vor ihren Augen aus dem Flurfenster des Der Preise der hauptsächlichsten Lebensmittel" erklärt. Ein vierten Stockwerks stürzten werde, wenn sie ihn nicht heirathen nennenswerther Preisrückgang war aber im vergangenen Jahre wolle. Beim Abschließen der Thür sei ihm der Schlüffel entnur beim Brot zu beobachten, das im Obdach allerdings, wie fallen, er habe sich dann niedergebeugt um ihn wieder aufgefagt, zu den hauptsächlichsten Lebensmitteln gehört und zuheben. In diesem Augenblick habe er aber einen Ein famoser Theater Unternehmer" ist der frühere daher die Gesammttosten namentlich zu beeinflussen ge- furchtbaren Schlag mit einem Stumpfen Instrument Monteur Friedrich Wilhelm Hamann, welcher schon mehrfach eignet ist. Das ganze Elend der Obdach- Insaffen enthüllt sich auf den Hinterkopf erhalten; er babe infolge dessen wegen Diebstahls, auch bereits mit Zuchthaus vorbestraft ist, im Rapitel Unterstützungen bei der Entlassung". Die Summe fich umgewendet, die Besinnung verloren und wiffe 8. 3. eine wegen Kautionsschwindels ihm zudiktirte zweijährige Der Unterstützungen zur Zahlung der ersten Miethe hat sich gegen daher nicht, was weiter geschehen sei. Es ist auch bei Gefängnißstrafe in Plögensee verbüßt und sich gestern wegen das Vorjahr um beinahe 18 pet., die Durchschnittsunterstützung dem Patienten in der That eine von einem stumpfen Instrument eines neuen Betrugsfalles vor der ersten Straffammer des Landum über 2 pet. erhöht. Dabei mußte bereits der vorjährige der Rückseite des Beiles herrührende Verlegung am gerichts I zu verantworten hatte. Der Angeklagte betrieb früher Bericht eine Erhöhung um 812( 1) bezw. 15%( pt. ton Hinterkopf konstatirt worden, außer den zwei Wunden am das Schlosserhandwerk, als ihn der Theaterteufel packte und er statiren. In 263 Fällen mußten die durch den Hauswirth wegen Borderhaupt, welche mit der scharfen Seite des Beiles hervor plötzlich in sich das Talent entdeckte, an dem Thespiskarren mit rückständiger Miethe einbehaltenen Sachen erft eingelöst werden. gebracht wurden. zu ziehen. Er zog zuerst mit einer" Kunst Arena" Die Summe der hierfür gezahlten Unterstützungen ist um 171(!!), Emma Trappe dagegen, welche sich übrigens sehr lieblos und dann mit einem Spezialitäten" Korps in der Welt die Durchschnittshöhe um 3 pet. gestiegen. Und der vorjährige über Helbing ausspricht und unter anderem in bezug auf den- umher, scheint aber wenig Glück gehabt zu hahen, denn Bericht meldete hier bereits eine Steigerung von 831/2 bezw. felben gestern Nachmittag geäußert hat:„ Der kommt nicht wieder schließlich befanden sich seine gesammte Requisiten, bestehend aus 1134 pCt. Aus solchen Zahlen begreift man erst die ganze Größe auf; ich wollte, er wäre todt!" bestreitet, mit dem Beil auf den einigen Kostümen, einem Drahtseil und mehreren anderen Seilen der Keckheit, die dazu gehört, das Vorhandensein von Noth und Helbing losgeschlagen zu haben. Sie giebt an, daß sie sich vor als Pfandobjekt in Höhe von 45 M. bei einem Spediteur. Auch Elend zu leugnen. demselben, weil er mit verstörter Miene nach Hause gekommen hierin will der Angeflagte Unglück gehabt haben, denn er be sei und die Thür habe verschließen wollen, gefürchtet habe und hauptet, daß die„ Requisiten" für ihn einen Werth von 1000 m. in ihrer Angst sofort aus dem Fenster gesprungen fei. gehabt haben. Trotzdem er gänzlich verkracht war, stellte er noch So steht Behauptung gegen Behauptung, der Befund läßt verschiedene„ Kassirer" für fein Theaterunternehmen an, denen er jedoch die Angaben des Helbing als wahrscheinlicher gelten auf dem Wege des Kautionsschwindels ihre Ersparnisse abnahm. als die der Emma Trappe. Bei dem Lokaltermin am Sein letztes Opfer war ein 23 jähriger Drechslergefelle Scholz, gestrigen Nachmittag mußte der Hausbewohner, welcher das welcher von dem Angeklagten als Rassirer für sein angeblich in Mädchen aus dem Fenster hat springen sehen, genau angeben, Leipzig bestehendes Theater engagirt worden war. Er sollte wie sich dies zugetragen; er demonstrirte, daß Emma Trappe 500 M. Raution stellen und dafür die mindestens 4000 M. rechtseitig und zwar mit einem folchen Schwung aus dem Fenster werthe Ausstattung verpfändet erhalten. Er zahlte 200 M. an gekommen sei, daß er geglaubt habe, annehmen zu müssen, sie sei und erhielt dagegen einen bildschönen Engagementsvertrag. von fremder Hand hinausgeworfen worden. Im Schwunge habe 13 sich Scholz am nächsten Tage zum Antritt der Reise nach die Trappe eine derartige Wendung gemacht, daß sie auf den Leipzig bei dem Angeklagten einfand, erklärte ihm dieser, daß Rücken gefallen fei. Es wurde nun festgestellt, daß das Mädchen die Vorstellungen in Leipzig vorläufig nicht stattfinden könnten, Robert Kaul, Echankwirth, Hussitenstr. 29. bei dem Sprunge an eine vor dem Fenster aufgespannte Wasch- weil daselbst die Cholera ausgebrochen sei. Er überredete den Ernst Dumte, Maurerpolirer, Hussitenstr. 29, leine gerathen ist, wodurch die Art des Niederfallens erklärt Kassirer", bis zur Besserung der Verhältnisse, mit ihm zuſammen wird. Auf die Thatumstände hin ist der Emma Trappe auch Haufirergeschäfte zu machen, und Scholz ging auch in ErDer Vorstand des Gesangvereins Unverdrossen" schickt bereits auf den Kopf zugesagt worden, daß sie den Helbing mit mangelung von etwas Besserem darauf ein. Da das Leipziger uns eine längere Erklärung, ohne daß der Einsender des Schreibers dem Beile niedergeschlagen habe; sie bestritt dies jedoch mit Theater aber in immer nebelhaftere Fernen rückte und der Anfeinen Namen und Adresse angiebt, dahingehend, daß Herr Entschiedenheit und blieb bei ihrer Darstellung. getlagte auf grund seines Scheins auch noch den Kautionsrest Sachse, Lindowerstr. 26, auf Borstellung des Vereins schon seit längerer Zeit das Bier der Spandauer Bergbrauerei abbestellt Ein mächtiger Feuerschein allarmirte in der letzten Nacht von 300 M. von Scholz verlangte, erstattete dieser die Straf hätte, nur auf Bestellung privater Kundschaft hatte Frau Sachse ganz Moabit. Im linken Seitenflügel des Grundstücks Emdener- anzeige. Der Gerichtshof verurtheilte den ehrlosen Jünger des in Abwesenheit ihres Mannes noch eine Vierteltonne von der betr. ftraße 8 war um 1/22 Uhr, wie die Hausbewohner aussagten, Apoll aufs neue zu se ch 3 Monaten Gefängniß. Brauerei entnommen, Ferner theilt Herr Beese, Holzmarktstr. 3, durch Brandstiftung ein gewaltiger Dachstuhlbrand entstanden, mit, daß er das Bier abbestellt hat. Der Schantwirth Genficke der auch einen Theil des Quergebäudes ergriffen hatte. schänkt das Bier weiter, obgleich die Arbeiter der Schraubenfabrik, Alt- Moabit 93/94 deshalb von demselben fortgeblieben sind. Ferner schänken weiter aus: Fist I er, Kochstr. 54; Hamann, Brinzen- Allee u. Bellermannstraßen Ede; E. Knopf. Beller " Zu der vom ,, Vorwärts" am 9. Auguft gebrachten Notiz unter der Spißmarte: Dem Markensystem und den Schant betrieben der Maurerpolirer widmet u. f. w." entnommen dem Bauhandwerker", geht uns von den Unterzeichneten eine längere Berichtigung zu, der wir folgendes entnehmen: Die gehässige Bemerkung: Der Budiker habe gar keine Schnapstonzession, Dirtaufe aber folchen und was für eine Sorte", ist eine Unwahrheit, da ich die Schankkonzession befize und schlechte Waare nicht führe." " Der Mitunterzeichnete Maurerpolier Dumte behauptet, daß er nie einen Zwang auf die Arbeiter ausgeübt habe, von dem unterzeichneten Restaurateur Marken zu nehmen. mannstraße 1. M Die Lotalfommission. J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. Er erfuhr denn " Gerichts- Beitung. " # Als ein Ringnepper von besonderer Gefährlichkeit zeigte sich der Handelsmann Isidor Löwenstein, welcher gestern driften Ferien- Strafkammer des Landgerichts I stand. Der AnAbgekühlt. Ein hiesiger Eisenbahnbeamter besitzt einen wegen wiederholten vollendeten und versuchten Betrugs vor der achtjährigen Sohn und eine doppelt so alte Tochter. Die nicht geklagte, ein schon bejahrter Herr von respektablem Aeußeren, unschöne Hedwig ließ sich troß ihrer Jugend gern den Hof handelt mit Schmucksachen, wie Ringen, Uhrketten u. s. w. in machen und hatte sich dieserhalb schon mehr als einen väterlichen der bekannten Weise, daß er auf der Straße an Personen heranVerweis zugezogen. Dieser Tage erhielt das junge Mädchen anstandslos die Erlaubniß, mit einer befreundeten Familie einen Berlegenheit eines zufällig aller Baarmittel entblößten Familientritt, die er für geeignete Versuchsgegenstände hält, ihnen die Ausflug nach Köpenick zu unternehmen. Später stellten sich aber Einen sonderbaren Besuch hatte gestern Vormittag das bei dem Vater Bedenken ein, und er unternahm mit Frau und paters schildert und dann einen Gegenstand hervorholt, den die hiesige Polizeipräsidium. Es stellte sich dort eine etwa 50 Jahre Sohn gleichfalls eine Partie nach Köpenick, um sein Noth thn zwinge, für die Hälfte des Werthes zu verkaufen. Das Kleinod" glänzte stets wie Gold und etwaige Bedenken in betreff alte Dame vor, die eine Enkelin Ludwigs XV. sein will. Sie Töchterchen zu beobachten. auch bald, nannte sich Marguérita Apollonia, Prinzessin von Hohenlohe- daß das junge Mädchen sich von der Familie mit einem jungen der Echtheit wußte der Angeklagte dadurch zu zeritreuen, daß er auf den vorhandenen Stempel hinwies. Dieser Stempel Savanza, und gab an, im Februar 1847 in Savanza, Departe Manne getrennt habe, und er machte sich auf die Suche nach ment Averon, geboren zu fein. Die Dame, die nur der franzö- dem Töchterlein, Der Bruder entdeckte Hedwig, als sie im war aber nur ein Fabrikzeichen. Die Unkundigen ließen sich dafischen Sprache mächtig sein will, bat, ihr zur Erlangung eines Begriffe war, mit ihrem Begleiter ein Boot zu besteigen. Seine durch täuschen, sie zahlten für Gegenstände, die nach dem Gutachten des Sachverständigen einen Werth von höchstens einer Geburtsattestes behilflich zu sein. Sie wende sich, wie sie hinzu Rufe: Hedwig, Papa ist hier", spornten den jungen Mann zum Mart hatten, das fünf und sechsfache. Schon am folgenden fügte, an das Polizeipräsidium, weil die hiesige französische Bot- schnellen Abstoßen vom Lande an, und der Vater glich dem Tage zeigten die Gegenstände ein so verändertes Aussehen, daß schaft und der Maire von Savanza ihre bezüglichen Anträge ab- Menelaus, als er zunächst rathlos am Ufer stand. Bald aber gelehnt hätten. Die Dame, eine fleine unansehnliche Gestalt, hatte er ein anderes Fahrzeug gemiethet, und die kräftigen Arme den Käufern kein Zweifel darüber blieb, daß sie betrogen waren. Der Angeklagte erhob im Termine den Einwand, daß er nie von hatte aber noch eine zweite Bitte. Sie präfentirte zugleich eine eines Bootsmannes ruderten dem Entführer nach. Endlich war Rechnung eines hiesigen Hotelwirthes in Höhe von 60 Mt. und bat, man dem Paare nahe, und der junge Mann, der nicht mehr ent- echtem Gold" gesprochen, sondern uur gesagt habe, daß die Gegenstände echt" seien und man könne doch auch von echtem da sie nur 5 Pfg. baares Geld besaß, den Wirth zu veranlassen, rinnen konnte, machte gute Miene zum bösen Spiel, indem er Zalmi und echtem Doublée reden. Der Gerichtshof verurtheilte daß er sich mit der Zahlung noch etwas gedulde. Wenn sie auch sich dem verfolgenden Boot näherte. Der Beamte, eine herkulische ben wegen gleicher Schwindeleien vorbestraften Angeklagten zu augenblicklich kein baares Geld habe, so fei sie dem Wirthe doch Gestalt, hatte bald seine Tochter in das eigene Fahrzeug ge- einer Gefängnißstrafe von anderthalb Jahren sicher; denn sie besitze eine goldene Krone im Werthe von hoben und reichte nun auch scheinbar in guter Absicht dem jungen und zweijährigem Ehrverlust, auch wurde der Verurtheilte sofort 200 Millionen Franken. Die Polizei hat noch nicht feststellen Manne die Hand. Raum hatte er ihn gefaßt, so hob er ihn in Haft genommen. tönnen, ob man es mit einer Geisteskranken oder mit einer Hoch- empor, tauchie ihn zur Abkühlung in die Fluthen und segte ihn Staplerin zu thun hat; vermuthlich aber ist die angebliche Entelin dann in sein Boot zurück. Ludwig's XV. geistesgestört, stellte deshalb Observationen an, und ein Kriminalschutzmann " Um die misbräuchliche Verwendung eines SparkassenBei zwei festgenommenen Einbrechern, die mehrfach buchs handelte es sich in einer Anklage wegen Betrugs, die gestern Eine junge Tafchendiebin, die längere Zeit mit Erfolg Diebstähle in Wohnungen und Geschäftsläden ausgeführt haben, drei Personen, die Fuhrherrns- Ehefrau Wilhelmine Gutsche, hat die Kriminalpolizei ein braunes Kleid gefunden und be- deren Tochter Emma Gutsche und den Schwager der ersteren, " gearbeitet" hat, ist von der Kriminalpolizei in der Person einer schlagnahmt, dessen Eigenthümerin sie bisher nicht ermitteln den Schneidermeister bel vor die erste Ferienstrafkammer des zwöljjährigen Emma R. festgenommen worden. In der Markt konnte. Es handelt sich um ein Kleid ohne Taille, dessen vor- Landgerichts I führte. Der Fuhrherr Gutsche hatte ein Sparhalle VII wurden in der letzten Zeit häufig Damen die Porte berer Theil oben und unten mit braunem Sutasch garnirt ist. tassenbuch auf den Namen seiner Tochter Emma ausstellen monnaies aus den Kleidertaschen gestohlen. Die Kriminalpolizei Die Gigenthümerin des Kleides, das wahrscheinlich schon vor laffen, da er die geleisteten Einzahlungen für eine Aussteuer für beobachtete auch bald, wie ein junges Mädchen zwei Damen in einigen Monaten gestohlen worden ist, wird gebeten, sich in den dieselbe bestimmt hatte. Im Herbste 1888 war eine Gesammtsumme von 550 M. eingezahlt. Bu damaliger Beit ging der die Paletottasche griff, ohne etwas daraus hervorzuholen, dann vormittagsstunden im Zimmer Nr. 37 des Polizei- Präsidial- Schwager der Ehefrau Gutsche, der Angeklagte Obel, dieselbe an, sie aber einem Herrn ein Portemonnaie mit 23 M. aus der Tasche gebäudes zu melden. möchte doch hinter dem Rücken ihres Ehemannes ihm mit Hilfe des Jaquets entwendete. Die Ergriffene räumt ein, schon seit Polizeibericht. Am 19. b. Mts. Morgens wurde im des Sparkassenbuches ein Darlehn von 250 m. verschaffen. Frau Wochen sich auf Taschendiebstähle verlegt zu haben. Zum Theil Landwehr- Kanal, gegenüber dem Grundstück Kottbuser Ufer 23, Gutsche ließ sich überreden, fie begab sich mit Obel zu dem habe sie diese in der Markthalle Vll, zum Theil in der Hafen- die Leiche eines unbekannten Mannes angeschwemmt. Im Kaufmann, der gleichzeitig eine Nebenstelle der Sparkasse inne haide ausgeführt oder versucht. Das gestohlene Geld will sie Wohnzimmer seiner Wirthin, Friedenstr. 96, wurde Vormittags hatte, bezeichnete sich als die Eigenthümerin des Buches und bat ihrer Mutter gegeben haben; diese ist daher wegen gewerbs- der Kutscher Helbing mit einer schweren Verlegung am Kopfe den Kaufmann, ihrem Begleiter 250 M. darauf zu leihen. Der mäßiger Hehlerei ebenfalls festgenommen worden. Unter den besinnungslos aufgefunden und nach Anlegung eines Verbandes Kaufmann erfüllte die Bitte unter der Bedingung, daß er die 250 M. sofort bei der Sparkasse tündigen und dies Geld zur verfallen, sämmtliche Thüren geschlossen, so daß niemand mehr| Grube in Brand gefeßt und namenloses Unglück über einen Theil Deckung des Darlehns benutzen dürfe. Nach einiger Zeit war Dbel Einlaß fand; auch wurden nach dieser Zeit Getränke nicht mehr der bergmännischen Bevölkerung gebracht hat. Die" Rheinisch wieder in Gelbverlegenheit. Diesmal wandte er sich an die gefordert und auch nicht verabfolgt. unter diesen Umständen Westfälische Zeitung" berichtet über das Grubenunglück: In Tochter seiner Schwägerin, auf deren Namen das Buch lautete. konnte diese Versammlung denn auch ohne Zwischenfall bis zu üblicher Weise war die Morgenschicht eingefahren, nicht ahnend Er überredete sie so lange, bis diese ihn zu dem Kaufmann be- Ende tagen. Für die letzte Versammlung am 19. August waren daß der Tod nach einigen Stunden in ihre Reihen fahren und gleitete, dem Letzteren vorspiegelte, daß sie im Auftrage ihrer nun dieselben Bedingungen geschaffen, wie für die am 15. Mai. furchtbare Ernte halten werde. Gegen 114 Uhr durchzitterte erkrankten Mutter, der angeblichen Emma Gutsche komme und Der Saal war bis 3 Uhr Nachts gemiethet, um 11 Uhr wurden plöglich die ganze Grube ein dumpfer Knall und im nächsten für Obel um ein nochmaliges Darlehn von 150 m. bat, das ihr auch die Thüren geschlossen, niemand fand mehr Einlaß. Vielleicht Augenblick verdüsterte sich das Grubenlicht und die Luft wurde gewährt wurde. Obel hielt sein Versprechen der Rückzahlung war es nun das Thema: Wann beginnt die Revolution?" dicer; fein Zweifel, es hatte eine Explosion schlagender Wetter nicht, der Fuhrherr Gutsche entdeckte das Spiel, das man hinter seinem welches Genosse Hoffmann behandelte, das es der stattgefunden, deren Gase sich weithin verbreiteten. Nach einigen Rücken getrieben, und es tam zu bösen Auftritten. Gutsche machte den für unser Wohl so sehr besorgten Behörde rathsam er- Augenblicken hatte man den Herd der Explosion, Flöß Kaufmann erfaspflichtig, es tam zu einem Prozeß, der endlich zu scheinen ließ, uns Gelegenheit zu geben, diese staatsgefährliche Null, entdeckt, und im selben Augenblick auch überschaut, gunsten Gutsche's vom Kammergericht entschieden wurde. Der Verhandlung bei Zeiten abzubrechen. Trotz der angeführten Um- daß die Explosion von den bösesten Folgen begleitet gewesen war. Kaufmann mußte Schadenersatz leisten und hatte noch gegen stände forderte der überwachende Beamte derfelbe Gendarm Sofort wurde mit der Bergung der Leichen und mit der Rettung 300 M. Prozeßtoften. Die Sache erhielt dann noch das friminal Posselt gleich nach eingetretener Polizeistunde den Vorsitzenden der Verunglückten begonnen, ein Wert, das kein leichtes war, gerichtliche Nachspiel. Der Gerichtshof hatte keinen Zweifel auf, die Versammlung zu schließen, da" Personen anwesend sind, mit Todesverachtung drangen die muthigen Arbeiter unter daran, daß die drei Angeklagten sich des Betruges schuldig ge- die nicht zum Verein gehören". Auf die Einwendungen des Vor- Führung der Steiger vorwärts, und einer nach dem andern der macht, die beiden Frauen hätten aber unter dem Einflusse des fizenden und auf die Erklärung desselben, daß er den Saal bis verunglückten Kameraden wurde zum Schacht befördert, um lebend Angeklagten Obel gestanden. Der Letztere wurde zu drei 3 Uhr gemiethet habe und die Versammlung jezt nicht schließe, oder todt am Tage gebettet zu werden. Unaufhaltsam wurde Monaten Gefängniß, die Ehefrau Gutsche zu 30 M. erklärte der Gendarm:„ Dann löse ich die Versammlung die Bergungsarbeit fortgesetzt, bis 3 Uhr Nachmittags waren bis 3 und deren Zochter zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt. hiermit auf und fordere die Anwesenden auf, binnen fünf Mi- 18 Todte und 17 schwer Verwundete zu Tage gefördert. Die nuten den Saal zu verlassen!" Diese Erklärung des Beamten Todten wurden der Reihe nach auf einem Strohlager in der Todtenprovozirte einige Entrüftungsrufe aus der Versammlung. Es halle auf dem Bechenplatz untergebracht, während die Verwundeten gelang bald, die wohl begreifliche Erregung zu beherrschen und auf geeigneten Karren, die mit Stroh gefüllt waren, unter Begleitung still wichen die zahlreichen Versammlungstheilnehmer der Gewalt von Kameraden nach dem und entfernten sich aus dem Lokal. zugerichtet, einige aber waren fast Friedrichstraße glaubte man einige Polizisten zu bemerken. gar nicht entstellt und waren anscheinend ohne Schmerz vom Auch gegen diese Auflösung wird Beschwerde geführt werden. Tode überrascht worden. Unter den Todten befinden sich auch von Steglig und Umgegend tagte am 17. Auguft. Ge- ftätte befand sich Berghauptmann Täglichsbeck, der im Begriff Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer zwei Gebrüder Hiddemann; im Leben und bei der Arbeit vereint, hat sie nun der Tod gemeinsam abberufen. An der Unglückenoffe Kasper hielt einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag. Die den Mitgliedern unterbreitete Abrechnung ergab eine Ein- war, per Bahn nach der Zeche" König Ludwig", zu fahren, um nahme von 32,70 M. und eine Ausgabe von 22,00 M., mithin sich dort über das am 18. d. M. stattgehabte Grubenunglück zu einen Ueberschuß von 10,70 M., der der Vereinskasse überwiesen unglück auf Schacht Raiserstuhl ereilte. Auf der Unglücksstelle von Bereinstaſſe informiren, als ihn an der Bahn die Nachricht von dem Grubenwurde. Einen Nachtrag im Statut lehnte die Versammlung ab. erschienen alsbald mehrere Aerzte. fach aber erat. Die Nachmittagsschicht wahl eines ersten Borsitzenden, Bibliothet- Abend. Gauverein Berliner Bildhauer. Annenstr. 16, Restaurant Ehrenberg. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8-10% Uhr. SüdSchule, Reichenbergerstraße 183: Gefegestunde und Deutsch( unt). Oft Schule, Markusstraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit Aus: nahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. bet T. Behrend, Blumenthalftr. 5. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag." Empor", Abends 8% Uhr, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Nenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 70. Dienstag, bbs. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1 bet Berliner, 114. Olympia, Adalbertstr. 8 bet Sauermann. Schildhorn, Usedomstr. 33 bei Mielte. Allegro, Wrangelstr. 141, bet Schmidt.- Alpen glo de, Grüner Weg 29, bei Saeger. Versammlungen. Die Marmor- und Granitarbeiter hielten am 20. August eine öffentliche Versammlung ab. Kollege Thies berichtete über die Verhandlungen der Gewerkschaftskommission. Die Versamm lung erklärte ihr Einverständniß mit der geplanten Errichtung eines ständigen Bureaus und verpflichtete sich, das Vorgehen der Bäcker, mittels der Kontrollmarke thatkräftig zu unterſtüßen. Weiter wurde über den Anschluß an die" Organisation aller in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter" berathen. Die Kollegen Thies, Paulikat und Sto b sprachen sich für baldigen Uebertritt aus; wenn auch der Fachverein viel dazu beigetragen habe, Höhe zu erhalten, so sei man boch gewillt, weitere Forderungen better 3 Cubbing be gone Bier der Spandauer Berg- Brauerei zurückzuweisen und die Adressen der Wirthe, welche dieses Bier ausschänken, der Lokalkommission ( Obmann J. Wernau, Rosenstr. 30) mitzutheilen, wurde die Bersammlung mit einem Hoch auf die neue Organisation geschlossen. 1 ( Stenfiag Auf der finsteren Kaiser Leichen waren theilweiferantenhause überführt wurden. Die Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bei Winter. Borwärts 8, Marmit, bei Boge. Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmftr. 10 1 fortgefekt, jo be mußte wieder nach Hause umkehren, da ein Anfahren nicht möglich war. Die Bergungsarbeiten wurden mit großem Eifer daß um 6 Uhr Abends die sämmtlichen Verunglückten bis auf einen Mann zu Tage gefördert waren. Die Bahl der Todten beträgt 51, die der Verlegten 16. " Literarisches. und Verkürzung der Arbeitszeit an die Fabrikanten zu stellen und sichere sich durch den Anschluß mehr Bewegungsfreiheit und die Solidarität der Steinmetzen und der übrigen Berufsgenossen ganz Die Cholera. Posen, 21. Auguft. Nach einer BekanntDeutschlands. Etwaige Bedenken über die Beitragshöhe wurden machung des Regierungspräsidenten wird die russische Grenze von von dem Vertrauensmann der Steinmezen zerstreut. Diese heute ab gesperrt. Der Uebergang wird nur in Strzalkowo, fönnten sich die Marmor- und Granitarbeiter eventuell selbst bePogorzelice, Skalmierzice und Podsamtsche gestattet. Der Ueberstimmen, wenn ihnen die der Steinmeßen( 25 Pf. pro Woche für gang ist indessen auch dort nur nach ärztlicher Untersuchung möglich. 9 Monat im Jahre) zu hoch erscheine. Nach eingehender Erörterung Russische Auswanderer oder sonst verdächtige Personen werden gelangte eine Resolution zur Annahme, in der sich die Anbis auf weiteres an der Grenze zurückgehalten. Zur Durchwesenden verpflichteten, Mann für Mann der neuen Organisation führung dieser Maßregel wird die Gendarmerie verstärkt. Außersämmtlicher Steinarbeiter anzuschließen. Der am 16. Juli d. J. bergerstraße 3 bet Birt. Bruderherz, Andreasstr. 26 bei Wilke Ihn'scher Humor, Strauß- dem sollen Steuerbeamte zu diesem Dienst herangezogen gewählten 7gliedrigen Tarifskommission bewilligte die Versamm- soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet Gräß. werden. Für Schiffer und Flößer sind in Pogorzelice, lung pro Person und Sigung 75 Pfg. für Fahrt und Behrkosten, watotapette, Reichenbergerstr. 19 bet Roscher.- Ar better- Mai Schrimm und Posen Kontrollstationen eingerichtet, ebenso für da man allgemein der Ansicht war, daß ihre Aufgabe mit der Damm 74 bet A. Hilte. bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Sängertette, Rottbuser den Eisenbahnverkehr in Posen, Lissa und Bentschen. wichtigste Punkt der Organisation sei, andererseits diesen Ite Linde, Reichenbergerstraße 39 bet Fürstenau. Borwärts 4 Weitere Kontrollstationen sind für Podsamtsche, Ostrowo und Kollegen jedoch nicht allzu große pekuniäre Opfer zugemuthet bebergerftr. 31 bet Bluſehold. Gefangverein der Einigtett 2 Wreschen in Aussicht genommen. Nach der Pofener Zeitung" werden dürften. Einen Antrag, eine Lassalle- Feier zu ver- eiche, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Gesangverein der Böttcher Stein soll die Regierung telegraphisch ersucht werden, ein Einfuhrverbot anstalten, lehnte die Versammlung ab. Es wurde empfohlen, sich bei Wilhelm Nölte. Hilaria, Frankfurterstr. 30 bet Haberecht. für gebrauchte Leibwäsche, alte Kleider und Lumpen unverzüglich rege den Arrangements der Wahlvereine der resp. Kreise anzu- iederball, Köpenickerstr. 191 Johannt, Oft zu erlassen. Morgen werden sich der Regierungspräsident Himly bahnhof bei Schulz. schließen. Nachdem noch aufgefordert worden war, überall das bei Momber. Gefangverein Rothe Nelte 2, bei Rabe, Ruppiner- und und der Medizinalrath Geronne wieder nach der Grenze begeben, Schönholzerstraßen- Ece.. Schneeglochen 1, Rirborf, Kartsgarten- um Genaueres festzustellen. Wien, 19. August. An dem fraße bet Silpert. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, geftrigen Tage sind in dem galizischen Bezirk Nadworna fünf Restaurant Hinz. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Erkrankungen an Cholera und 3 Todesfälle vorgekommen. In Gesangverein Frohsinn in Stralau, Gräft. Netschach'sche Brauerei. Deutsche Liebertafel, Grüner Weg 29 bet Säger.- Gängergruß, den Bezirken Brzesko und Sniatyn ist fein neuer Fall festgestellt. Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Epheu, Acterstr. 123 bei Stümte. In dem Bezirk Kolomea tamen 3 verdächtige Fälle vor, von Gefangverein Freiheit 1", Bülowftr. 65 bet Richter. Gefangverein Die Kistenmacher hatten am 20. Auguft eine gutbesuchte cho 29 Uhr übends uebungsstunde, bet Reimann, ane Schönhauser denen 2 tödtlich verliefen. ftraße 42. Gesangverein Gerechtigteit Westen, Bülowstr. 56 Versammlung. Auf der Tagesordnung stand: Können wir in bet Werner. Gefang- und Theaterverein" Acacte"( gemisch. Chor). eine Lohnbewegung eintreten? Kollege Märten betonte, daß Beughofstr. 8 bet Behlendorf.- Arbeiter- Gefangverein Freiheit 2, Adlersdiese Frage eine brennende, und auch aus Kollegentreifen Hof, Restaurant Kuhle. Freies Lied 1, Friedrichsberg, Friedrich- KarlWacht auf Wörther- und Rytestraßen- Ecke bei heraus dazu gedrängt worden sei. Seiner Meinung nach ist jetzt traße 11 bet Setecte. Schmidt. Lustige Sänger in Potsdam, Brandenburger Kommuntfür eine Lohnbewegung die ungünstigste Zeit, zumal von Seiten tation 16. Blumenlese, Sebastianstr. 3, bet Meier. Freiheit s der Fabrikanten dazu gedrängt würde, man hätte nicht Bernau, im Schüßenhaus. Frete Glocken, Mariannenstraße 31-32 bet Doberstein. nöthig für dieselben die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Bergißmein nicht bei Görite, Echul- u. Exerzterstraßen- Ecke. Senefelder, Landsbergerstr. 31 bet Seehausen. DoppelKollege Puhlmann ist gegentheiliger Meinung. Wohl tönne Quartett" Dämmer It ht", Frankfurter Allee 121 bet P. Beyer. Echo 3, man sogleich in eine Lohnbewegung eintreten, man müsse sich durch Behlendorf, Karlstraße bei Regler. Nordstern", Müllerstr. 7 bei Nichtuntergehenlassen des Kleinkapitalisten kampffähig erhalten, bei Hermann Sonntag. Männergesangverein Wa ch' Auf", Pantow, Wollantstr. 115 Männergesangverein Gich entrana", Prenzlau, um mit den Großkapitalisten den Kampf aufnehmen zu können. im Kaisergarten. Männergesangverein Rottbuser Harmonie", Aenderung des Lohntarifs bedeute Verkürzung der Arbeitszeit. Schönleinstraße 6 bei Otto Klein. Weddinger Harmonie, MüllerStraße 7. Gesangverein der Klempner. Stromstr. 28 bet Lange. Zur Winterszeit werde in den Werkstellen mit Dampfbetrieb nicht Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. länger wie ein Viertel Tag gearbeitet, die übrige Zeit müssen ane Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Senter, die Kollegen beschäftigungslos dort zubringen. Kollege Kauf- Bergmannstraße 21, of 3 Tr. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bei hold ist im Namen seiner Kollegen Theaterverein Blumeniese bet Sommer, Stall einverstanden mit Ratte, Andreasstr. 18. schreiberstr. 58.- Geselliger Verein off nung bei Fröhlich, Naunynstr. 43, einem sofortigen Streit, mur müssen die Fabrikanten durch alle 14 Tage. Tambourverein Wirbel, bei Müller, Gartenstraße 52. Unterschrift des Tarifs gezwungen werden, diesen ein Jahr lang Louisenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei Möhring, Admiralfir. 18c. inne zu halten. Die Verhältnisse in der Kistenmacherbranche Zambourverein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstraße 7. liegen derart, daß man alle Jahr in eine Lohnbewegung ein- Zambourerein Boruffia bet Scholz, Weidenweg, Ecke Möglinerstraße. Bergnügungsverein klim bim bei Bredlow, Bülowstr. 65. Tambour treten könne. Kollege Schernig mahnt zur Vorsicht, zumal verein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1.- Vergnügungsverein Amor II bet Mu fitverein Hoffnung, bei Dreßler, ein partieller Streit nußlos, es sich also um einen Generalstreit Bergemann, Prinzen- Allee 10. Eisenbahnstr. 6. Geselliger Verein Mehr& icht bei Golb, Gr. Frankhandele, es sei teine genügend starke Organisation vorhanden, Geselliger Musikdilettanten- Berein Münstermann, um im Streit Errungenes auf die Dauer festhalten zu können, bei Wilte, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein auch fehle das genügende Solidaritätsgefühl unter den Kollegen. Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, Tempelhofer ufer. Schüßenverein Freifugel, Staltherstr. 54 bei Hente. Seiner Meinung nach sei es für dieses Jahr zu spät, er rathe, Stauchttub Elvira, Abends 9 Uhr Friedrichsfelderstr. 24 bet Behmann. tüchtig vorzuarbeiten zu einem Streit für nächstes Jahr, und im Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein Falle eines Generalstreits diese Angelegenheit zuerst der Gewerk- natreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Musikverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bet Gendte. schafts- Kommission zu unterbreiten. Außerdem machte er die Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Mittheilung, daß der Fabrikantenbund von vor drei Jahren 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. nicht mehr existire. Hierauf nahm man gegen eine Stimme den Berliner Turngen offenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Antrag an: Eine neungliedrige Kommission zu wählen, welche Theater- Berein the ILo 2 Abends 9 Uhr, bei Zägers, Gartenstr. 13-14. den Tarif umzuarbeiten, und mit demselben in Unterhandlung- Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnicermit den Prinzipalen zu treten hat; im Falle dieselben darauf straße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo, Abends, bei Nicolay, Elisabethkirchstr. 14. Theaterverein Bultania bet Täger, eingehen, ist diese Vereinbarung so festzustellen, daß Abweichungen Gartenfiraße 18-14.- Theaterverein uitania 2 Abends 9% Uhr Ader: gewerbegerichtlich einzuflagen sind. An der Hand dieser Straße 144 Borstädtisches Kasino. Theaterverein Freundestreis", Forderungen könne nur in einen Streit eingetreten werden. Sigung 9 Uhr, Restaurant Razorte, Solmsstr. 1. Vergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. In die Kommission wurden gewählt die Kollegen Puhl- Bergnügungsverein Nordw a cht, abends 9 Uhr, im Botale Fennbräu- Basel, 21. Auguft. Bei dem zwischen Schaffhausen und mann, Karl Torfftecher, Beyer, Märten, Friese, Restaurant, Fennstraße Nr. 21. Geselliger Berein Brüderfchaft, im Herblingen stattgehabten Eisenbahnunfall find fünf Wagen entSchernig, Edert, Kaufhold, Keßner. Montag abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Sigung. Reft. Deutscher Reichsadler, Beusselstr. 9.- Bergnügungsverein Saturnalia. Bergnügungsverein Fidelio, gleist. Drei von denselben mit 80 Reisenden stürzten den über Abend soll die erste Sigung derselben stattfinden, und nächsten abends Oranten 6 Meter hohen Bahndamm hinab. Ernstliche Verlegungen sind Montag Abend eine große öffentliche Versammlung. 9 Uhr, nicht vorgekommen. " Reichard. furterstraße 133, Straße 21. 1.9efelliger Berein Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 47 hat folgenden Inhalt: Streits in Italien. Von Professor Dr. Werner Sombart. Die gewerbliche Fortentwickelung Berlins. Von Karl Thieß. Strafhaus- Arbeit für Armenzwecke in Preußen. Rentengüter in Preußen. Zum Weberelend in Schlesien. Der englische Rohlengräber- Ausstand. Der internationale Arbeiterkongreß in Zürich. Deutsche Handwerker- und Gewerbekammern. Zur Begutachtung der Ausnahmebestimmungen über die Sonntagsruhe. Jugendliche Arbeiter im Kohlenbergbau. Lohnzahlung, Sonntagsschulen und Gewerbekammern im Großherzogthum Heffen. Reform der deutschen Knappschaftskaffen. Gewerbegericht in Wien. Gewerbegericht in Halberstadt. Bau von Arbeiterwohnungen aus Mitteln der Invaliditätsund Altersversicherung. Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Chicago, 21. August. In der Kunstausstellung sind folgende Preise vertheilt worden: Deutschland erhielt 81 Preise, davon 70 für Delgemälde, 8 für Aquarelle, 3 für Kreidezeichnungen, Großbritanien 104, Nordamerita 95, Desterreich 26, Italien 15, Spanien 29, Schweden und Norwegen 26, Dänemark 12, Holland 27, Japan 38, Schweiz 2 und die Gesellschaft polnischer Maler 18. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) mit Damen bei Seifert, Abends Mehr Licht" Große Frankfurterstr. 133 bei Golds. Touristenklub Wander " Paris, 21. August. In den hiesigen politischen Kreisen Abends 9 Uhr, Franseckistr. und Schönhauser- Allee- Ecke. eeniger Arbeiterverein Hoffnung. Vereinslotal( Süddeutscher Brauerei werden als Ergebniß des ersten Wahlganges besonders hervorAusschant) Reichenbergerstr. 21. Alle 14 Tage Abends 8 Uhr. Geselliger Verein Regina Gigung mit Damen Drantenstr. 163 bet Schön gehoben der Wahlausfall bei den Ralliirten und den Sozialisten walder.-, Bergnügungsverein& una. Sigung bei Haberecht, Große Frant sowie die Bildung der Regierungs- Majorität. Man glaubte, Männerchor Waldesrauscheb im Restaurant daß eine beträchtliche Anzahl von Ralliirten und Sozialisten ge= furterstr. 30, Fidelitas. " Hohenzollern", Seydelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends wählt werden würde. Statt dessen sind nur 13 Ralliirte und 9 Uhr im Restaurant Proy, Annenstr. 9. in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Mufit- Dilettantenverein" Preziosa", Abends 8 Uhr, Uebungsstunde 9 reine Sozialisten gewählt. Die Erlangung einer um etwa Bithertlub 65 Stimmen gewachsenen Regierungs- Majorität wird als ein Freiheitstlänge" bei G. Frante, Apostelkirche 7 b. Stiherverein großer Erfolg im Hinblick auf die Zukunft, sowie die Stellung Ginigteit". Abends 9 Uhr bei Gulden, Drantenstr. 36, Uebungsstunde. Des Ministerpräsidenten Dupuy betrachtet. Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, " " Der Holzarbeiter.Verband hielt am 12. Auguft eine Ber- us", sammlung für den Westen ab. Des schwachen Besuches wegen wurde von dem Vortrag des Kollegen Hoppe abgesehen. Ebenso soll eine Erörterung über den privaten Arbeitsnachweis auf die Tagesordnung einer nächsten Versammlung gesetzt werden.( Durch ein Versehen ist die letztere Notiz in den Versamm Lungsbericht des Fachvereins der Tischler gekommen. Red. d.„ V.") Aufgelöst wurde, weil die Polizeistunde eingetreten war, wieder einmal eine Versammlung des Arbeitervereins für Pankow und Umgegend", welche am Sonnabend, Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. Rauchklub Dämmerwolte, Paris, 21. August. Von den bisher bekannt gewordenen den 19. August, im Restaurant zum Thürmchen zu Pankow, Böchstr. 51. Rauchilub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bet Stabernack, 455 Wahlergebnissen entfallen 267 auf die Republikaner, 12 auf Kaiser Friedrichstraße, tagte. Schon einmal in diesem Jahre, Bucklerstr. 49.- Rauchflub 8 ettgeist, abends a br bet Raspar, tuppin, die Ralliirten, 37 auf die Konservativen. Außerdem haben zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchflub Unverzagt bei C. am 22. April, verfiel in demselben Lokale eine Versammlung des Blumenstraße 49. Rauchflub Portorico, Abends 9 Uhr, bei 139 Stichwahlen stattzufinden. Unter den Gewählten befindet Arbeitervereins aus demselben Grunde der Auflösung. Als um Kohn, Wrangelſtraße Nr. 136. Rauchtlub Gemüthit tett 3, sich auch Biou, Cassagnac tommt in Stichwahl. 11 Uhr der Vorsitzende auf die Aufforderung seitens des über- abends 9 Uhr bet Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchtlub Blaue Luft, Rom, 21. Aug. Die Agenzia Stefani" tündigt ein Dekret wachenden Beamten des Gendarmen Posselt die Ver- bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchflub Abg us 1. Abends s uhr bei fammlung zu schließen, sich weigerte, der Aufforderung nach- Nawrod Martusstraße 23. Rauchklub Grüne Quaste", Abends 9 Uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. zukommen, löste der Gendarm einfach auf. Auf die hiergegen rabo Abends 8% ühr bei Gayer, Pallisadenstraße Nr. 66-67. Rauchklub Eldo Rauch eingelegte Beschwerde erwiderte der Amtsvorsteher, daß er, da flub Tabats blüthe, Sigung, abends 9 Uhr, Blumenstr. 19.die Versammlung durchaus den Charakter einer öffentlichen Ver- tiub Columbus, Abends s½ Uhr, bet a. utte, Oppelnerstr. 23. fammlung trug, teine Veranlassung habe, das Vorgehen des Beamten zu rettifiziren", und in demselben Sinne antwortete der Landrath: daß nach Lage der gefeßlichen Bestimmungen der Gendarm berechtigt war, die Versammlung aufzulösen. Ueber diese Angelegenheit schwebt das Verwaltungsstreitverfahren. Belehrt durch diese Vorgänge wurde für die nächste Versammlung Das Grubenunglück bei Dortmund. Wie wir in der des Vereins für Montag, den 15. Mai, der Saal der Wittwe Sonntagsnummer bereits telegraphisch mittheilten, hat am SonnSchulz in Niederschönhausen, Lindenstraße, gemiethet und am Ber- abend furz nach Mittag auf Schacht Kaiserstuhl bei Dortmund sammlungsabend um 11 Uhr, um nicht wieder der Polizeistunde zu eine Explosion schlagender Wetter stattgefunden, welche die ganze Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Ab guß, 8½ Uhr, Vermischtes: " des Ministers des Innern an, wonach infolge der Vorfälle auf der Piazza Farnese folgende Beamte von ihren Funktionen fuspendirt werden: Der Präfekt von Rom, Senator Calenda, der Rauch- Leiter der Polizeidirektion von Rom, Sandri, und der Polizeiinspektor des Viertels, in welchem das Palais Farnese- Mainetti liegt. Durch ein weiteres Defret wird eine Untersuchungstommission ernannt zur Feststellung der Verantwortlichkeit, welche die Zivile und Militärbeamten betrifft, weil sie die erhaltenen Instruktionen bezüglich der Aufrechterhaltung der Ordnung in Rom nicht befolgt haben... London, 21. August. Wie das Reuter'sche Bureau" meldet, liegen zahlreiche Anzeichen vor, daß der Streit in Merthyr demnächst beendigt sein wird. Die Bergarbeiter wollen morgen über die Wiederaufnahme der Arbeit abstimmen. Berlag des ,, Borwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth Straße 2. = Für Vereine, Lesezirkel, Privatbibliotheken, Arbeiterbildungsschulen und zu Agitationszwecken empfehlen wir den Parteigenossen die Schriffen von August Bebel: Die Frau und der Sozialismus. Neueſte Auflage. Brosch. Mt. 2,- Geb. 2,50. Das Bebel'sche Buch ist, wenn man von den Schriften eines Karl Marr und und Friedrich Engels absteht, das bedeutendste litterarische Erzeugniß, welches der deutsche Sozialismus hervorgebracht hat. Wer den Inhalt des Sozialismus und feine Stele genau tennen lernen will, wird nicht umbin tönnen, sich der Lektüre desselben zu unterziehen, deffen großer Fleiß und strenger, fittlicher Ernst selbst bei den delikatesten Fragen auch seitens des Gegners offen an= ertannt werden müssen. Charles Fourier. Sein Leben und feine Theorien. Mit einem Phalanstères. Porträt Fouriers und einer Abbildung des Broschirt Mt. 2,- Gebunden Mt. 2,50 Eine Streitschrift gegen die demokratische KorUnsere Biele. respondenz. Neue Aufl. unt. der Preſſe. Wt. 0,30 Die Schrift ist ein hiftorisches Dokument der deutschen Sozialdemokratie, troßdem der damalige Standpunkt des Verfassers nach verschiedenen Nichtungen hin überholt ist. Agitationsschrift 3n den Landtagswahlen in Sachsen. gelegentlich der Ergänzungswahlen zum fáchs. Landtage im Jahre 1891. Mt.0,15 Bur Lage der Arbeiter in den Bäckereien. m. 1, Nach einer vom Verfasser vorgenommenen Enquete, welche die schauderhaften Bustände über Arbeits-, Lohn- und Wohnungsverhältniffe im Bäckergewerbe zum ersten Mal statistisch bloslegt und nicht blos unbestritten blieb, sondern burch die seitherigen Untersuchungen nur bestätigt wurde, ohne die geforderte gefegliche Regelung zu finden. vom 16. bis gegen Ende des Die Entwickelung Frankreichs 18. Jahrhund. Mt. 0,15 Etne tulturhistorische Stizze über Frankreichs Reformationstämpfe, die Betten des Fürftenwahnsinns und der tollsten Verschwendungssucht, die darauf folgende Revolution der Geister, welche in der politischen Revolution von 1789 in die äußere Erscheinung trat. Die Mohamedanisch- Arabische Kultur- Periode. 2. Auflage. Mt. 0,50 Populäre Darstellung zweier Kulturperioden im Orient und in Spanten, die bort vom vordringenden Christenthum brutal vernichtet wurden. Das Reichs- Gesundheitsamt sozialistischen und sein Programm vom beleuchtet. sozialistischen Standpunkt Mt. 0,10 Ein nach dem Fall des Sozialistengefeges doppelt intereffant gewordene Broschüre: wie die Sozialdemokratte 1878 zu Regierungsvorlagen stand, wenn ste in dem Boden moderner Entwicklung wurzelten, und wie die bürgerlichen Parteten unterschiebslos frondirten, wenn dem privatkapitalistischen Ausbeutungsschwindel Gefahr drohte. des Deutschen ReichsDie parlamentarische Thätigkeit tages und der Lambtage von 1874-1876. 2. Auflage. Mt. 0,25 Die Thätigkeit des deutschen Reichstags 1887/89. Mr. 0,50 Die beiden Broschüren, gleichsam eine furze fritische Geschichte der deutschen Reichspolttit während der verflossenen anderthalb Jahrzehnte, bieten eine solche Summe historischen Materials, daß sie für jeden unentbehrlich sind, der am politischen Leben der Gegenwart Interesse nimmt. Gloffen zu Yves Guyot's und Sigismond Lacroix's" Die wahre Gestalt des Christenthums"( Etude sur les doctrines sociales du christianisme). Nebst einem Anhang: Ueber die gegenwärtige und fünftige Stellung der Frau. 3. durchgesehene Mi. 0,30 Auflage. In fnappen, scharfen Umrissen, eine Darlegung, daß alle religiösen Bewegungen im Grunde sozialer Natur find, insbesondere mit Bezug auf Luther's reaktionäre Reformationsbewegung. Der Anhang ist die Quintessenz der betreffenden größeren Schrift aus des Verfaffers Feder. Christenthum und Sozialismus. zwischen Herrn Kaplan Eine religiöse Polemik Mt. 0,10 Hohoff in Hüffe und Bebel. Ist zur Massenverbrettung namentlich in katholischen Gegenden sehr geeignet. Rede Unsere wirthschaftliche und politische Lage. Bebel's gehalten im September 1892 im Rasino Zürich. Mt. 0,20 Stehendes Heer oder Volkswehr? Rebe Beber's gur Militairvorlage, Mt. 0,10 gehalten im Reichstage am 13. Dezember 1892. vor dem deutschen ReichsDie Soldatenmißhandlungen tage. Stenographischer Bericht über die Sitzung vom Freitag den 13. März 1891. Enthält Reden Bebel's und Anderer. Mt. 0,15 Verhandlungen des ReichsEnthält Reden Bebel's und Anderer. Mt. 0,25 Wiederverkäufer erhalten Rabatt.= Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Die Soldatenmißhandlungen. tags v. 10. u. 21. März 1893. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. Für Agitationszwecke empfehlen wir den Parteigenossen: Ferd. Laffalle's Reden und Schriften in Einzel- Ausgaben: Meine Affisenrede, gehalten vor den Geschworenen zu Düffeldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben. Mr.-, 40 Ein Brief. Mt.-, 15 Fichte's politisches Bermächtniß und die neueſte Gegenwart. Die Philosophie Fichte's Boltsgettes. Festrede, gehalten bet und die Bedeutung des deutschen der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeier. Mr.-, 15 Heber Berfassungswesen. Ein Bortrag, gehalten in einem BerTiner Bezirksverein.- Was nun? Zwetter Vortrag über Verfassungswesen. Sendschreiben Ferd. Lassalle's. Macht und Recht. Ein offenes Mt.-, 35 Ueber den Zusammenhang der gegenwärtigen Arbeiterprogrammt. Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiter ftandes. Mr.-, 15 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine BertheidigungsRede vor dem Ber Itner Kriminalgericht gegen die Anklage, die besttlosen Klassen zum Haß und zur Berachtung gegen die Besigenden öffentlich angereizt zu haben. Mt.-, 30 Eine Vertheidigungs- Rede vor dem Königl. Kammergericht zu Berlin gegen die Anklage, die besiglosen Klaffen zum Haß und zur Berachtung geg. die Besitzenden öffentl. angereizt zu haben. Mt.-, 60 Die indirekte Steuer und die gage der arbeitenden Klaffen. Der Laffalle'sche Kriminalprozeß.. und III. Zweites Heft: lung nach dem stenographischen Bericht. Drittes Heft: Das Urtheil erster Instanz mit tritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung bearbeitet. Mt.-, 50 Offenes Antwortschreiben an das Central- Comitee zur Berufung eines Allgemeinen deutschen Arbetter- Kongresses zu Leipzig. 5. Auflage. Mr.-, 10 ab= Rede bet der am 16. April 1863 in Leipzig Bur Arbeiterfrage. gehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Profeffor Wuttte's und Lothar Bucher's. Mt.-, 10 Arbeiterlesebuch. 19. Mai 1863. Nach dem stenogr. Berichte. Mr.-, 25 Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und Kleine Auffäße: Die franzöfifchen Nationalwertstätten von 1848. Antwort an Herrn Professor Rau. Lassalle und die Statistit von Wackernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. Erwiderung auf eine Rezension der Kreuz- Zeitung". Mt.-, 15 und der Frankfurter Abgeordneten= Die Hefte, die Presse tag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Rede Etne Rede, gehalten in den Versammlungen des Allgemeineu Deutschen Arbeiter Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. Mt.-, 25 vor der forrettionellen Appellkammer zu Bertheidigungs= Rede gegen die Anklage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur Berachtung öffentlich angereizt zu haben. Mt.-, 10 Arbeiter des Allgemeinen Deutschen Mr.- 20 Düsseldorf am 27. Junt 1864. An die Arbeiter Berlins. Eine Ansprache im Namen der Arbeiter- Vereins. Der Hochverraths- Prozeß gerichtshofe au Berlin a. 12. März 1864. wider Ferb. Baffalle vor dem StaatsMt.-, 40 Nach dem stenographischen Bericht. des Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins Die Agitation nd das Bersprechen des Königs von Preußen. Gine Rede, gehalten am Stiftungsfeste des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. Mt.-, 25 scholien. Mt.-, 75 Herr Julian Schmidt, der iterarhiftoriter, mit GegerFranz von Sickingen. Eine historische Tragödie. 2. Auflage. Herr Baftiat- Schulze von Deliksch, der ökonom. Julian Arbeit. Mt. 2, oder Kapital und Mt. 1, Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bei Aufträgen von Auswärts ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra.) Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. B. Sax Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. Herren- u. Knaben- Garderobe. Empfehle mein Lager von fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie zur Anfertigung nach Maaß unter Garantie des Gutsizens. Solide Preise! Reelle Bedienung! Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, Schablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genossen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. 4820L Empfehle mein Geſchäft in friscaen Extra- Offerte Blumen und Kränzen. 3528 L F Robert Meyer, Nordhäuser, echt bei Entnahme von 5 Litern Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Uhren u. 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Trotzdem sie Privatsache ist und bleiben soll, finden sich doch eine An- zahl unserer agitatorisch wirkenden Genossen bemüßigt, bei jeder, oft der unpassendsten Gelegenheit auf dieseni Gegen- stand herumzureiten. In keinem Punkte ist nun aber die ländliche Bevölkerung empfindlicher als gerade in bezug auf die Religion.„Wir lassen uns unsere Religion, unseren Glauben nicht rauben!" Diesen Ausspruch hört man nur zu oft. Mit zahlreichen unserer Forderungen ist die klein- bäuerliche Bevölkerung einverstanden, wird aber die Religion mit herangezogen, sofort ist alle Sympathie zum Teufel. Und der Glaube, daß wir die Religion beseitigen wollen, wird geflissentlich von den Geistlichen, sogar wider besseres Wissen, genährt, und daß die Geistlichkeit noch einen sehr erheblichen, wenn auch stark im Schwinden begriffenen Ein- fluß auf die ländliche Bevölkerung besitzt, wer vermöchte das in Abrede zu stellen? Daraus envächst aber für uns, wollen wir festen Fuß aus dem Lande fassen, die Pflicht, alles zu unterlassen, was diese Voreingenommenheit scheinbar rechtfertigen, oder was als eine Herabsetzung der Religion angesehen werden kann. Das muß uns ja um so leichter werden, als nach unserem Programm unsere Bestrebungen im großen Ganzen mit der Religion nichts zu thun haben, sowohl mit als ohne dieselbe durchführbar sind. Würde ein Genosse so ungeschickt sein, und sich von den in unsere» Versammlungen anwesenden Geistlichen auf das religiöse Gebiet leiten lassen— auf politisch- wirthschaftlichem Gebiet sind ja S9 von 100 Geistlichen so unerfahren und unwissend, wie neugeboeene Kinder— und weiß er dann nicht den uöthigen Unterschied zwischen der Religion und ihren„Dienern" zu machen, versteht es nicht, seine Worte genau abzu- wägen, dann hat er verspielt. Die Herren Pastoren verstehen es oft nur zu gut, zu Fälschungen und Deutungen ihre Zuflucht zu nehmen und dann unserem Genossen das Gegentheil von dem zu unterschieben, was er ge- sagt hat. Wenn die Religion mit in die Diskussion gezogen wird, wenn von einem Geistlichen in einer unserer Versamm- lungen die Behauptung aufgestellt wird, daß wir gottlos seien, daß wir die Religion beseitigen wollen, dann empfiehlt es sich in den meisten Fällen, den Spieß umzudrehen und zu zeigen, wie wenig die besitzende Klasse und auch die Geistlichen die Gebote der angeblich von uns bedrohten Religion befolgen, im Uebrigen aber die Religion aus dem Spiele zu lassen. Genossen, die auf wirthschaftlichem Gebiet nicht sattel- fest sind, die Geistlichkeit und Religion von einander nicht zu trennen vermögen, sollten zur Agition aus dem Lande nicht verwandt werden. In der Regel sind es die jüngeren Genossen, die in ihrem Eiser glauben, wenn sie nur tüchtig aus die Religion loshauen, damit der Partei eimn großen Dienst zu leisten. Dies ist ein grober Jrrthum. Durch Bekämpfung der Religion ist der Laildmann nie- mals zu gewinnen, wir stoßen ihn nur ab. Gelingt es uns dagegen, nachzuweisen, daß alle die Animenmärchen, die geflissentlich, und nicht zum mindesten von Geistlichen über uns verbreitet werden, nur elende Verleumdungen sind, gelingt eS uns ferner, die ländliche Bevölkerung davon zu überzeugen, daß die heutige Ordnung der Dinge die Ursache ihrer elenden Lage, die auch bei den kleinen Bauern eine oft noch elendere ist als bei dem Fabrikarbeiter, dann haben wir gewonnenes Spiel. Ter ländliche Ar- beiter, der kleine Bauer, sie werden sich uns rückhaltlos anschließen, und keine Macht der Erde wird sie uns wieder abwendig machen können. In dem angeführten Artikel des„Vorwärts" heißt es dann zum Schluß: „Der Id. Juni 1893 hat klärlich bewiesen, daß unsere tastende und sicherlich nicht immer geschickte Agitation ans dem Laude uns schon zahlreiche Anhänger geworben hat. Je klarer, geschulter und prinzipieller unsere Agitatoren auf dem Lande vorgehen werden, desto größer werden ihre Erfolge sein!" Auch hier stimmen wir dem Verfasser zu. Gewiß, es ist mancher Fehler von unseren Genossen gemacht worden. Diese konnten aber kaum ausbleiben, da die nicisten unserer Agitatoren in der Stadt groß geworden sind, in der Stadt ihre Llusbildung genossen haben, bislang nur mit städtischen Genossen verkehrten und daher mit den Anschauungen und Bedürfnissen der ländlichen Bevölkeninz weniger vertraut waren. Dies wird aber mit jedem Tage besser und be- rechtigt uns zu der schönen Hoffnung, daß unsere Agitation auf dem Lande in Zukunft von größeren Erfolgen begleitet sein wird, als es bislang der Fall war. Dabei dürfen wir aber nicht verkennen, daß unsere Agitatoren auf dem Lande dazu der Hilfe, wenigstens der indirekten, unserer älteren und, wenn wir uns so ausdrücken sollen, führenden Genossen bedürfen. Diese müssen, und wir betonen dies hauptsächlich, alles sorgfältig vermeiden, was als eine Bekämpfung oder als eine Verhöhnung der Religion ausgelegt werden kann, sonst kämpfen unsere Genossen auf dem Lande einen Kamps gegen Windmühlen. Wir dürfen nicht verkennen, daß alle solche Aeußerungen, oder auch C i t a t e von unseren Gegnern als eine Willens- äußerung der G e s a m m t p a r t e i ausgelegt und geflissentlich verbreitet werden. Diese privaten Aeußerungen find die Steine, welche unseren Ägckatoren auf dem Lande zwischen die Beine ge- worfen werden und welche unserem Vormarsch fast unüber- steigliche Hindernisse in den Weg legen. Behauptet nun einer unserer Agitatoren auf dem Lande, und zwar mit Recht, daß jene Aeußerungen die privaten Ansichten einzelner Genossen seien, daß die Partei damit nicht das geringste zu thun habe, dann heißt es entweder:„Sie sind noch unerfahren, Sie kennen die Endziele Ihrer Partei noch nicht einmal", oder aber:„Sie sind zu schlau, um damit herauszurücken, weil Sie wohl wissen, daß Sie dann verlorenes Spiel haben!" Wenn aber ein junger Genosse Dummheiten über die Religion sagt, dann reißt man den Mund recht weit auf und sagt: „Seht, Landleute, der plaudert in seiner Naivität das aus, was Euch die geriebenen Führer geflissentlich verschweigen!"— Die Religion ist und soll Privatsache sein. Was geht es die Partei an, wie die einzelnen Genossen über die Religion denken? Das ist ihre Privatsache. Die brauchen wir nicht zu wissen und wollen sie auch nicht wissen. Nicht nur, daß die Partei keine Vorth eile davon hat, sie wird unmittelbar geschädigt. Welchen Vortheil bringt es denn, wenn ein Genosse am Beginn des Referats den An- wesenden die Mittheilung macht, daß er Atheist ist, oder wenn er öffentlich Verse zitirt, die als eine Ver- höhnung der Religion, wenn auch mit Unrecht, an- gesehen werden? Jeder Genosse hat die Pflicht, alles das zu vermeiden, was der Partei schädlich ist, sie in ihrer Ausbreitung hindert. Welch ungeheurer Schaden durch ein solches Vorgehen bereits angerichtet ist, davon bekommt man erst einen Begriff, wenn man mehr mit der ländlichen Bevölkerung verkehrt und nach der Ursache forscht, weshalb noch so sehr viele ländliche Bewohner der Sozialdemokratie abhold sind. Würden bei der Landagitation nur tüchtige Kräfte er- wandt und nicht, wie es jetzt oft leider geschieht, die weniger tüchtigen, aber trotzdem eifrigen Kräfte als für das Land gerade gut genug betrachtet, und würden dann diese Genossen in der geschilderten Weise kräftig unterstützt— wir zweifeln nicht daran, daß dann in absehbarer Zeit die ländlichen Bewohner zu der Fahne der Sozialdemokratie schwören und damit der Sieg derselben um ein Bedeutendes näher gerückt ist. Soziale LlebeelWlt: Aufruf an die Frauen und Mädchen Berlins und Umgegend. Seit Jahresfrist besteht hier ein Frauen- und Mädchen-Bildungsvercin, der de» Zweck verfolgt, aus wirth- schaftlichem Gebiete die Frauen und Mädchen aufzuklären. Um aber dieser Ausgabe gerecht zu werden, ist es nöthig. daß sich die Frauen und Mädchen diesem Verein zahlreich anschließen. Die ständigen Versammlungen des Vereins sind jeden Mittwoch nach dem I. in den Arminhallen und am Mittwoch nach dem 15. Wanderversammlnngen abwechselnd in allen Stadttheilen. Für Weißensee und Moabit besteht eine Filiale, und sollen für Schöneberg und Rixdorf in nächster Zeit Filialen gegründet werden. Für Gesundbrunnen findet am 5. September eine Versammlung statt zur Gründung einer Filiale. Nun bitten wir alle Genossen und Genossinnen, doch dafür zu agitire», ob sin Hause, in der Fabrik oder in der Arbcitsstube und überall, wo sie mit Frauen und Mädchen zusammen kommen, dieselben auf den Verein hinzuweisen, damit auch end- lich die Frauen sich ihrer Klassenlage bewußt werden, da sie oft noch schlimmer ausgebeutet werden wie die Männer. Genossinnen und Genossen! Laßt unsere Mahnung nicht wirkungslos verhallen und erscheint in den nächsten Versamm- lungen. Die erste findet am 23. August Abends 8l/2 Uhr in dem kleinen Saal der Konkordia, Andreasstr. 64, statt. Der Vorstand des Frauen- und Mädchen- Bildungsvereins des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. I. A.: Frau Klanke. Achtung, Schäftearbeiter nnd-Arbeiterinnen! Die zur Agitation bestimmten Flugblätter sind von Dienstag früh ab bei dem Unterzeichneten abzuholen. Kollegen und Kolleginnen! Be- theiligt Euch rege an der Verbreitung der Flugblätter, damit die Versammlung am Montag, den 28. August Abends 3 Uhr Insel st r. 10 bei Schäfser gut besucht wird. Herm. Bogs, Wallnertheaterstr. 45(bei Lange, Keller). Krankenkassenwesen. Die„Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Nach den 24 und 64 des Gesetzes vom 15. Juni 1883, be- treffend die Krankenversicherung der Arbeiter, darf eine beantragte Genehmigung der von der Generalversammlung beschlossenen Statutenänderung von dem Bezirksausschusse nur versagt werden, wenn die Aenderung den Anforderungen des Krankenversicherniigs- Gesetzes nicht genügt. Letzteres ist nach dem Urtheile des Ober- Verwaltungsgerichts vom II. Oktober 1886 allerdings auch bei Leistungen der Kassen, welche, wie beispielsweise die Vergütung der Hälfte der Arzneikosten an die Familienmitglieder der Kassen- Mitglieder, über das gesetzliche Mindestmaß fl)inausreiche», dann der Fall, wenn die Gewährung von einem im Einzel- falle zu übenden Ermessen des Kassenvorstandes abhängig gemacht ist. Das Ueberstiegenwerden der Ausgaben durch die Einnahmen und das Vorhandensein des gesetzlichen Reservefonds, durch welche Thatsachen die Vergütung der halben Arzneikonen bedingt ist, sind aber von dem Ermessen des Kassen- Vorstandes nicht abhängig. Sie sind objektive Ereignisse, und durch die Verknüpfung der Vergütung mit ihnen verliert der Anspruch auf die Vergütung noch nicht den Charakter eines Rechtsanspruchs. Dem steht auch nicht entgegen, daß die Wieder- gewährung der Vergütung, sobald der Reservefonds die gesetzliche Höhe wieder erreicht hat, von selbst und ohne daß hierzu ein neuer Nachtrag zum Statut oder ein Willensakt des Vorstandes erforderlich ist, eintritt. Die Gewährung der Vergütung fft der Grundsatz, der als solcher, auch wenn die Ausgaben die Ein- nahmen übersteigen und der gesetzliche Reservefonds nicht mehr vorhanden ist, bestehen bleibt und zufolge dessen die Kassen- Mitglieder, sobald der Grund für die Nichtgewährung sortsälll, sobald die Möglichkeit der Wiedergewährung(„kann") gegeben ist, wieder wie früher einen von besonderer Bewilligung nicht ab- hängigen Anspruch haben. Ans dem Kassenberichte des Verbandes deutscher Berg-»nd Hüttenarbeiter vom 1. August 1892 bis 1. August 1893, welcher auf der Generalversammlung am 20. August den Vertretern der Mitglieder zur Kennlniß gebracht wurde, ent- nehmen wir folgende Zahlen: Einnahme insgesammt.......... 29 898,41 23 i. Die Einnahme vertheilt sich aus folgende Reviere: Ruhr-Kohlenrevier..... 26 648,59 M. Saarrevier......., 139,45„ Wurmrevier.,,.,, 29,—„ Provinz Sachsen,,,,, 1687,22„ Provinz Schlesien..... 1394,15„ Ausgabe insgesammt........... 35 042,34 M. Die Ausgabe vertheilt sich auf folgende Reviere: Ruhrkohlenrevier..... 22 220,10 M. Provinz Schlesien..,,, 1542,30, Provinz Sachsen...... 1294,50, Königreich Sachsen... Wurmremer Saarrerner. 60,— 202,70 235,10 Summa 25 554,70 M. Dazu für Anschaffung der Druckerei und neue Schrift. 7 160,— M. An Waarenvorräthe.... 916,—„ An Zeitungsdruck pro Juli 1392 1411,64,, Die Ausgaben für Druckerei, Schrift, Waarenvorräthe sind als Vermögen, der Zeitungsdruck pro Juli 1392 als Schuld zu betrachten, welche zusammen von der Gesammtausgabe in Abzug zu bringen sind, es ergiebt sich dann eine Mehr- einnähme der Ausgabe gegenüber von 4344,71 M. Die Ausgaben entfallen auf Gebrauchsgegenstände...... 94,25 M. Inventar........... 98,50„ Korrespondenz- und Expeditions-Porto 2648,51„ Verwaltung.......... 3964,40„ Agitation.......... 1870,32„ Rechtsschutz.......... 1314,55„ Allgem. Ausgaben(Miethe, Heizung rc.) 1123.99„ Druckerei(Ankauf, Arbeitslvhn und Waaren insgesammt).... 20566,32 0 Redaktion.......... 2040,50„ Expedition.......... 1316,—„ 1037 Geldsendungen, 4619 Briefe, Karten, Packet« sind ein- gegangen. 2757 Briefe, Karten, 166 Geldsendungen und 3396 Zeitungspackete sind abgegangen. 71 Zahlstellen haben die Selbstkosten nicht und 94 Zahl- stellen haben die Selbstkosten und mehr aufgebracht. 4 Zahlstellen sind neu errichtet und 23 sind abgemeldet resp. mit andere» vereinigt. 94 haben mit der Hauptlasfe abgerechnet und 103 nicht. In den Zahlstellen wurde insgesammt verbraucht 1303,96 M. Zinsbar angelegtes Kapital 21 260 M. Wie die Heiligkeit der Ehe von den Unternehmern ge- achtet wird, zeigt ver nachfolgende Artikel, den wir der„Würz. Zeitung" entnehmen. Unser Wurzener Parteiorgan schreibt: „Auf unserer Redaktion erschien eine Frau und erzählte: Ich bin 4 Wochen lang an der Wasserleitung beschäftigt gewesen. Als ich eines Tages auf dem Komptoir war, um Petroleum für die Laternen zu holen, befand sich Herr Tille allein im Komptoir. Er fragte mich, wann er einmal mit mir schlafe» gehen könne. Ich sagte:„Nein, Herr Tille, ich habe meinen Mann. Ich bin nicht eine für alle." Darauf erwiderte Tille:„Ich will Sie bezahlen." Ich sagte:„Das habe ich früher nicht getrieben und jetzt als verheirathete Frau erst recht nicht." Herr Tille sagte nun:„Sagen Sie Ihrem Manne nichts davon, daß er nichts erfährt."— Ich habe die Geschichte meinem Manne erzählt und hinzugefügt:„Deshalb werde ich nun schon Feier- abend kriegen." Mein Mann wollte das erst nicht glauben. Aber am andern Morgen habe ich wirklich Feierabend erhalten. Dann hat man auch noch gesagt, ich sei entlassen worden, weil ich ein Liter Petroleum mitgenommen und IVz Stunde bei der Kirschbude verbummelt hätte. Beides ist nicht wahr. Auch anderen Frauen sind Anträge gestellt worden. Von den vier hiesigen Frauen, die früher mit an der Leitung beschäftigt waren, iit nur noch eine dabei, dafür aber zwei junge Böhminnen. Der eine Herr hat direkt zu den Frauen gesagt: „Zum Arbeiten brauchen wir Sie nicht, sondern Sie sollen uns die Frau ersetzen." Die Frauen können das be- schwören.— So die Erzählung der Frau. 23 Wochen lang waren sie und ihr Mann vorher ohne Arbeit gewesen, als sie endlich bei der Wasserleitung Beschäftigung fanden. In der langen Zeit hatte alles Entbehrliche und auch gar manches Unentbehrliche versetzt oder verkaust werden müssen, um Brot für die füissköpsige Familie herbeizuschaffen. Endlich war wieder Arbeit. Fleißig schaffen Mann und Frau von früh bis in die Nacht. Da verlangt einer der Unternehmer nach dem Leibe der Frau. Sie, die Proletarierin, weigert sich, obwohl sie weiß, daß ihre Weigerung die Kündigung nach sich ziehen wird. Sie hat sich nicht verrechnet. Der mißglückte Ansturm aus die eheliche Treue einer Frau veranlaßt den Brünstigen, der Ar- beiterin Feierabend zu geben. Der Ehemann, der gleich seiner Frau bisher an der Wasserleitung sein Brot gesunden hatte, hörte natürlich auch auf. Seit drei Wochen sind nun beide ohne Arbeit. Durch Pilzesuchen ernähren sie sich kümmerlich. Und Tille? Nun, dieser schw— elgende Vertreter der satten bürger» lichen Moral spielt nach wie vor den Geschwollenen." Vom idyllischen Landarbeiterleben. Die ledige Th., welche auf dem Rittergute Loffa bedienstet ist, wurde Ende Juni von einem Kinde entbunden. Schon 14 Tage darauf war sie wieder bei den schwersten Ernte-Arbeiten thätig. Sie erkrankte und obwohl sie körperlich stark war, starb sie nach zehntägigem Kranksein. Ihrem Bruder, der eine starke Familie hat und auch noch das verwaiste Kind annahm, wurde vom Rittergate an: 1. Juli gekündigt. Binnen vier. Wochen hatte er Logis und Arbeit zn verlassen.— Bergangenen Sonntag wurde ebenfalls ein Knecht forrgejagt, weil er am Sonntag nur einen halben Tag gearbeitet hatte. Er muß Anfang Oktober beim Militär ein- lreffen, und da die Ernte geborgen ist, hat der Herr Amtmann bei der Erntezeche nun einen Magen weniger zu befriedigen. Nenteugiiter. Die in Preußen für die Regulirung der rechtlichen Verhältnisse der Bauerngüter eingesetzten General- kommissionen, deren je eine in Breslau, Bromberg, Kassel, Düsseldorf, Frankfurt a. O., Hannover, Merseburg und Münster in Westfalen besteht, haben nach dem Gesetz vom 7. Juli 1891 bis zum Schlüsse des Jahres 1392 aus 59 Gütern insgesammt 392 Rentengüter endgilug errichtet, und zwar 27 mit weniger als 2Vs Hektar Fläche, 75 mit 2Vs— 5 Hektar, 79 mit 5 bis 772, 70 mit 7VJ—10, 94 mit 10—25 47 mit mehr als 25 Hektar Fläche. Sie verwendeten dazu 59 bereits vorhandene Güter mit 20 770 Hektar Flächeninhalt. 5033 Hektar davon wurden zur Bildung von Rentengütern aufgetheill. Die nach der Auf- theilung verbliebenen Theile der Güter, nunmehr Restgüter genannt. sind meist im Besitz der Rentengutsausgeber ge- blieben, d. h. der Leute, die ihre Güter zur Errichtung von Rentengütern zur Verfügung stellten ein Theil wurde anderweit irnd zwar freihändig verkauft, ein Theit endlich ist noch zur Renteugutsbildung verfügbar. Der Taxwerth der 5033 " Gie Versammlungen: Hektar Fläche umfassenden 392 Rentengüter betrug im Durch- schon vor zwei Jahren und, merkwürdig genug von denselben schnitt 842 M. für den Hektar und der Kaufpreis durchschnittlich Leuten ausgeplündert worden war. Der Konsul nahm die Sache 26 M. in( jährlicher) Rente( einschließlich der Verzinsung) und 140 M. auf und ließ durch die Behörden das Nest aufheben. Das in Kapital für den Hektar. In den einzelnen Provinzen er- Haupt der Bande, welches 15 Personen als Schlepper beDer Ausführungs- Ausschuß des Berliner Bauarbeiter. gaben sich hierbei große Schwankungen des Bodenpreises. So schäftigte, erhielt eine Gefängnißstrafe von 12 Monaten, und den Kartells hatte zum 20. d. M. eine öffentliche Versammlung der wurde in Westfalen der Hektar durchschnittlich auf 1471 M., in übrigen Betheiligten wurden dementsprechende Strafen zugetheilt. Bauhandwerker und Bauarbeiter Berlins und Umgegend einSchlesien auf 1196, in Brandenburg auf 1092, in Westpreußen auf Der Seemann erlangte durch Urtheil des Gerichtshofes berufen zwecks Stellungnahme zur Fensterverglasung und offenen 993, in Posen auf 763, in Pommern auf 747, in Ostpreußen auf einen Schadenersatz von ca. 800 m. so daß er annähernd Roatsfeuer- Heizung, sowie zur Berliner Gewerkschaftskommission. 744, in Schleswig- Holstein auf 650, in Hannover auf 619 M. auch den Verlust der früheren Jahre wett machte. Die Trotz des mangelhaften Besuches der Versammlung und des abgeschäßt. Zur erstmaligen Einrichtung erhielten die Käufer der wenigsten derartigen Fälle nehmen einen solchen günstigen Ausbleibens des Referenten zum ersten Punkte der Tagesordnung, Rentengüter 115 447 M. in Rentenbriefen. Die Eigen Verlauf; die meisten kommen überhaupt nicht ans Tageslicht, da Maurer Blauroc, beschlossen die Anwesenden doch, in die thümer der 59 Güter, die zur Errichtung von Renten- fich der betrogene Jan Maat in der Regel refignirt in sein Verhandlungen einzutreten. Töpfer Thieme übernahm es, die gütern hergegeben wurden, haben für das Viertel Schicksal findet.ro schon oft erörterte Gesundheitsschädlichkeit der offenen KoatsLand( 5083 Hektar), das sie von ihrem im ganzen 20 770 Hektar In deutschen Hafenstädten wuchert bekanntlich die Aus- feuer- Heizung nochmals vor Augen zu führen und darauf hinzubetragenden Besitzthum hergaben, bekommen: an Anzahlung beutung Jan Maats durch die Schlaf- und Heuerbaase lustig weisen, daß trotz erlaſſener Geseze und behördlicher Verordnungen 709 781 M., in Rentenbriefen( des Staates) 2960 803 M., in fort und die Bemühungen der organisirten Seeleute in Ham- noch kein Wandel geschafft worden wäre in dieſen mißlichen VerPrivatrenten 16 831 M., in Hypotheken 65 434 M., insgesammt burg, dem Unwesen zu steuern, sind erfolglos geblieben, weil die hältnissen. Ebenso verhalte es sich mit der Fensterverglasung 3 752 849 M. Da der Tarwerth des abgetretenen Areals, wie Rheder allen Klagen der Ausgebeuteten gegenüber nur taube während der Wintermonate. Die Zustände in dieser Hinsicht erwähnt, 4 278 423 M. betrug, so würden die Verkäufer ins- Dhren hatten. auf den Bauten seien geradezu unerhörte. Zur Beseitigung gesammt 525 574 M. weniger bekommen haben. Jedenfalls dieser Mißstände seien die Arbeiter wiederum auf sich selbst fuhren sie dabei aber besser, als wenn sie ihre Landstücke in der Die industrielle Krisis in Nordamerika. Aus den neu angewiesen. Die Töpfer, Stuckateure und Maler seien in den gewöhnlichen Weise vertauft hätten. Von den 392 Rentengütern eintreffenden Nummern unserer amerikanischen Parteipresse geht letzten Jahren eifrig bemüht gewesen, Abhilfe zu schaffen. Die befinden sich 283 in deutscher, 109 in polnischer Hand, oder 271 hervor, daß dort die Arbeitslosigkeit in ungeheurem Maße wächst. Töpfer würden, trotzdem in ihrer lezten Versammlung gewisserin evangelischem" und 121 in katholischem" Besitz. Von den Besonders die Textil- und Eiſenindustrie hat daran Theil. Die maßen in dieser Frage zum Rückzuge geblasen worden wäre, 5083 Heftaren, die sie umfassen, find 34 Hektar Hof- und Garten- Finanz- und Handelskrisis äußert sich in immer zahlreicheren auch fernerhin energisch Front machen gegen die gedachten Mißraum, 3549 Hektare Acker, 740 Hektar Wiese und Hütung, Busammenbrüchen auf dem ganzen Gebiete der Waarenproduktion. stände. Mindestens alle organisirten Gewerkschaften müßten die 753 Hektar Holzung, 7 Hektar Wege, Gewässer und Anland. Tausende von Fabriken haben ihre Thätigkeit eingestellt. In Töpfer, welche gewillt seien, nöthigenfalls den Kampf gegen diese Die Errichtung von Rentengütern hat den Zweck, namentlich Attlebora( Mass.) allein sind durch Schließung der großen Auswüchse des Kapitalismus allein fortzuführen, nachdrücklichst die Erhaltung und Ausbreitung des mittlern Bauernstandes in Uhrenfabriken 6000 Arbeiter erwerbslos geworden. Bahlreiche unterstützen. In der folgenden Diskussion wurde der Indifferen Preußen zu fördern. Das hofft man auf folgende Weise zu er- Eisenminen haben den Betrieb eingestellt; andere werden alsbald tismus der Kollegen, welche den Kampf gegen die Mißstände auf möglichen. Eine Generalkommission fordert alle die Grundeigen- diesem Beispiele folgen. Schaarenweise ziehen die brotlosen den Bauten selber illusorisch machen, scharf gegeißelt. Seitens thümer, die ihre Güter zur Bildung von Rentengütern hergeben Arbeiter zu Fuße nach dem Westen, in der Hoffnung, dort Be- der Maler wurde moralische und petuniäre Unterstüßung wie wollen, auf, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Das von ihnen schäftigung zu finden. Für die Lage der Arbeiter dorten ist eine bisher zugesagt, wenn dieselben an eine Arbeitseinstellung auch zur Verfügung gestellte Land wird nun von der Generalfommission Warnung bezeichnend, die in der Zeitung" The Star" in nicht denken könnten. Maurer Garbe wies nach, daß auch die ausgeboten, und diese besorgt auch den ganzen Verkehr zwischen Aberdeen erlassen wird. Maurer ein gleiches Interesse haben an der Beseitigung der Käufer und Verkäufer, sowie die Vermessung und die Eintragung Es heißt in derselben: Es wird den Arbeitern gerathen, offenen Roatstorbfeuerung, beklagte tief die Zerrissenheit und Zerder Grundstücke in das Kataster und in das Grundbuch. Die von Süd- Dakota fern zu bleiben. Sie sind hier nicht zu ver- tlüftung in den gewerkschaftlichen Organisationen und ermahnte zum Höhe des Kaufpreises zu bestimmen steht im Belieben des Käufers wenden. Dieselben unbarmherzigen Umstände, die den Arbeiter gemeinsamen Frontmachen gegen die Rücksichtslosigkeiten des Kapita und des Verkäufers. Hat man sich geeinigt, so zahlt die General- im Often verstlaven, haben auch schon den neuen Westen lismus. Töpfer Habanz hob angesichts der Thatsache, daß die Kartelltommission dem Verkäufer den Kaufpreis in Gestalt von forrumpirt. Es ist teine Beschäftigung hier. Die Farmer versammlungen stets schwach besucht seien, die Nothwendigkeit 3 1/2 prozentigen Rentenbriefen aus, die unter Staats- sind zu verarmt, als daß sie Hände beschäftigen können, hervor, daß die Fenster- und Koatstorbfrage in den Versammgarantie von den staatlichen Rentenbanken herausgegeben werden, und der Staat ist überlaufen mit Menschen, die nach lungen der einzelnen Gewerkschaften schleunigst zur Erörterung die im Jahre 1850 zur Ablösung der Reallasten eingerichtet Arbeit umschauen und feine finden können. Diese Menschen gebracht werden müßten. Hervorgehoben wurde ferner, daß die worden sind. Der Käufer des Rentenguts hat an die General- find Tramps. werden durch die Polizei unserer Verbote von offenen Koatstörben in Räumen, in denen Arbeiter tommiffion eine mäßige Anzahlung zu leisten und den Rest des Städte gehegt wie Hunde und behandelt wie das Bieh. beschäftigt find, nur in den Baukonsensen für Berlin und Raufgeldes in Form einer 4prozentigen Rente auf das Gut Alle unsere Städte befördern die Emigranten durch Anwendung Charlottenburg vorgesehen sind, für die übrigen Vororte Berlins eintragen zu laffent. Das Mehr von 1/2 pet. dient dazu, die von Kugel und Kette." Die Aberdeen" Daily News", ein Pluto sei hiervon Abstand genommen worden, weil ein Bedürfniß hierzu Schuld binnen 60 Jahren abzutragen. Außerdem soll der Käufer fraten- Organ, sagt: sich noch nicht fühlbar gemacht habe". Angesichts des mangelsoviel Mittel haben, um die erste Ausrüstung des Gutes mit Aus Yankton und Sioux Falls durch die Furcht vor Rugel haften Besuches wurde von einer Beschlußfassung Abstand geGebäuden und mit dem sonstigen todten, sowie mit dem lebenden und Ketten vertrieben, ziehen Banden von Strolchen nordwärts, nommen, der Ausführungs- Ausschuß des Bauarbeiter- Kartells Inventar bestreiten zu können, inbessen ist es zugelassen, dem und Einbruch, Raub, Nothzucht und Diebstahl bezeichnen ihren vielmehr beauftragt, in nächster Zeit an einem Wochentage eine Käufer hierfür Darlehne bis zur Höhe von 3/4 des Werthes der Weg. Duhende von ihnen machen augenblicklich unsere Stadt neue Kartell- Bersammlung mit derselben Tagesordnung einzuGebäude zu gewähren. Diese Darlehne werden gleichfalls in unsicher, und sie sind nur die Avantgarde jener, die noch tommen berufen, nachdem dieselbe in den einzelnen Gewerkschafter 4prozentigen Rentenbriefen verabfolgt und sind wie die Kauf- werden." vorher ventilirt worden sei. Mit dem Vorgehen der Töpfer summe in Jahresraten binnen 60 Jahren zurückzuzahlen. Die Dieses Bild ist richtig. Wenn diese Menschen um eine erklärte sich die Versammlung einverstanden und erkannte die dem Käufer nicht gekündigt werden, auch er selbst Rinde Brot bitten, giebt man ihnen Kugel und Kette. Sie sind gerügten Mißstände und die Nothwendigkeit der Beseitigung fann sie erst nach 10 Jahren der Rentenbank tündigen und seine angeschlossen an den Fußwegen unserer Hauptstraßen wie das derselben voll und ganz an. Maurer Pielicke forderte auch Schuld in baar bezahlen. Vieh und dort dem Erbarmen einer spottenden und höhnenden von den Malern völlige Solidarität und gab namens der Menge überliefert. Man sollte meinen, Gott habe aufgehört zu organisirten Maurer die Erklärung ab, daß diefelben den regieren, und der Teufel habe seine Erbschaft angetreten. Selbft Töpfern solidarisch zur Seite stehen. Maler Riesop begründete verständlich stehlen die Menschen, wenn es sicherer ist, zu stehlen die Unmöglichkeit einer Arbeitseinstellung der Maler in Anals zu betteln. Warum sollten die Menschen verhungern?" gelegenheit der Koatskörbe mit noch nicht genügend starter So das bürgerliche Organ. Unser New- Yorker Partei- Organ Organisation. Der zweite Punkt der Tagesordnung:„ Stellungbemerkt dazu: nahme zur Gewerkschafts- Kommission" blieb unerörtert und Diese Warnung spricht für sich selbst. Man stelle sich nur wurde bis zur nächsten Bersammlung vertagt. Zapezirer Feder vor: Die Arbeiter, ohne Arbeit und vom Hunger geplagt, betteln gab noch die Erklärung ab, daß er dem Bauarbeiter- Kartell sehr um ein Stück Brod. Die Vertreter der Staatsmacht ergreifen sympathisch gegenüberstehe und seine ganze Kraft dafür einsetzen Freiwillig rührt das Unternehmerthum keinen Finger, sie dafür, hängen ihnen eine Kette mit einer eisernen Kugel werde, daß die auf Bauten beschäftigten Tapezirer sich dem um den Arbeiter vor den Gefahren zu schüßen, denen er aus- ans Bein und zwingen sie, öffentlich an den Straßen zu arbeiten. Baukartelle anschließen. gefekt ist, wenn er sich schindet und plagt um Mehrwerth zu Und warum? Weil sie, um ihren Hunger zu stillen, um ein schaffen. Das zeigt aufs neue folgender Fall. In einer Ma- Stück Brot gebeten haben. Ist es da nicht natürlich, Die in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen schinenfabrik des Kreises Schmalkalden, so wird der Arbeiter- daß Raub und Diebstahl überhand nehmen muß! Daß beschäftigten Arbeiter hielten am 20. August eine öffentliche Wochen- Chronik" geschrieben, wo gegenwärtig 8-9 Mann be- Banden sich zusammenthun, um im Kampfe mit Geset" Versammlung mit Frauen ab, in der Genosse Kretschmar schäftigt sind, wurden in furzem Zeitraum hinter einander und Ordnung" sich die Existenz zu sichern, die ihnen durch über" Die Zustände im Bäckergewerbe und die Einführung der 2 Arbeitern mehrere Glieder zerquetscht, obwohl schon längst dieses Geset", durch diese Ordnung" verweigert wird!? einer der Arbeiter darauf hingewiesen hatte, daß hier eine Schutz- Schade um die Kräfte, die in diesem kleinen Kampfe gegen vorrichtung angebracht werden müsse. Aber erst nachdem der die bestehende Ordnung der Dinge verloren gehen. Organisirt, zweite Arbeiter seine Glieder ruinirt hatte, wurde schnell eine zusammengefaßt in eine große Bewegung, fönnte der Wider Schußvorrichtung angebracht. Zweitens hatten sich zwei Ar- stand der Arbeiter gegen die aus der bestehenden Ordnung der beiter bei dem Prinzipal gemeldet mit der Bitte, ihnen Dinge resultirenden Uebelstände Großes bewirken, könnte er diese doch eine Schutzbrille zukommen zu lassen, da fie ganzen Uebelstände vom Erdboden hinwegfegen. Aber:" Der einen sehr harten Guß zu bearbeiten hätten, und unverstand der Massen", das ist der Feind!" ihnen schon mehrere Mal Stücke in die Augen gesprungen wären, Unser New Yorker Korrespondent schreibt zu der gegen wobei man so leicht sein Augenlicht verlieren tann; sie wurden wärtigen Krise: In der seit meinem letzten Bericht verflossenen mit dem Bescheid von dem Prinzipal abgefertigt: wenn Ihnen Woche hat die industrielle Krisis von Tag zu Tag eine größere das nicht past, dann können Sie gehen und wurde ihnen sofort Ausdehnung gewonnen und wüthet sie jetzt hier im Often in gekündigt. Sobald es an den Geldfack geht, und der Arbeiter gleicher Weise, wie am Ausgangspunkte, dem Westen. Auf nur das Allernothwendigste zum Schuße für seine Glieder verfallend ist dabei die stehende Redensart von dem Mangel an langt, da hört die Gemüthlichkeit auf. Bemerkt sei noch, daß in den einzelnen Provinzen Rentengüter errichtet werden: in Westpreußen 89 mit insgesammt 860 Hektar Fläche, Pommern 88 mit 2104, Posen 79 mit 795, Brandenburg 56 mit 409, Ostpreußen 44 mit 626, Schlesien 20 mit 55, Westfalen 11 mit 186, Schleswig- Holstein 3 mit 40, Hannover 2 mit insgesammt 8 Heftar Fläche. In der Rheinproving und den Provinzen Sachsen und Hessen wurden keine Rentengüter errichtet. Eine so erbärmliche Nichtachtung der Gesundheit derer, denen der Fabrikant seinen Reichthum zu verdanten hat, sollte den Arbeitern von neuem als Fingerzeig dienen, daß sie nur in der Organisation im stande sind, sich ihr Recht zu verschaffen. " " " Kontrollmarte" referirte. Redner schilderte die schauderhaften Zustände in den Werkstätten und Schlafräumen der BäckereiArbeiter und die schamlose Ausbeutung der letzteren seitens der Unternehmer, und forderte die Anwesenden auf, nur Brot mit Kontrollmarkte zu kaufen, um die Bäckerei- Arbeiter in ihrem Kampfe gegen die schreiendsten Mißstände zu unterstützen und sich selbst vor Schaden an der Gesundheit zu bewahren. Mit Beifall nahm die Versammlung diese Ausführungen auf. In der Diskussion bezweifelte Brachwih, daß die Frauen allgemein Brot mit Kontrollmarke kaufen werden, und rieth den Bäckereiarbeitern, immer wieder in der Presse die Mißstände zu erörtern, um die Gesetzgebung zu bewegen, endlich hiergegen einzuschreiten. Frau Palm ſtimmte den Schilderungen des Referenten zu und schlug vor, Flugblätter über diese Angelegen= Aufträgen", welcher die zeitweise Einstellung der Produktion heit der Frauen- Agitationskommission zum Vertriebe unter den nöthig mache. Diese Phrase findet man auch in der sozialistischen Frauen zu übergeben. Rühl meinte ironisch, das beste Mittel, die Presse tommentarlos wiedergege ben, obwohl deren Redakteure Polizei zur Untersuchung der Mißstände in den Schlaf- und doch wissen, daß die kapitalistische Produktion, bei vollkommenster Arbeitsräumen der Bäcker zu veranlassen, wäre die Vertheilung Organisation im einzelnen Etablissement, im allgemeinen eine verbotener Schriften an alle Bäckereiarbeiter, da die Polizei dann durchaus planlose ist, die sich nicht nach dem Bedarf richtet, sondern in allen Bäckereien Haussuchung vornehmen würde. Günther Zum Schute der englischen Seeleute gegen die Aus- in welcher der einzelne Unternehmer durch stete Herabsetzung der machte auf die frechen Antworten, welche einzelne Bäckermeister beutung derselben seitens der Schlaf- und Heuerbaase in Eng Produktionskosten seine Ronkurrenten zu verdrängen sucht. Es der Agitationskommission der Bäckereiarbeiter haben zugehen land Crimps( Seelenverkäufer) genannt-in ausländischen fönnte sich jener angebliche Grund also nur auf die monopolisti- lassen, aufmerksam. In seinem Schlußworte polemisirte Häfen, ist, wie die W. 3." schreibt, in Dünkirchen ein Versuch schen Produktionszweige beziehen, in denen die Konkurrenz durch Kon- Kretschmar gegen zwei Vorredner die sich gegen die Eingemacht, welcher vielleicht auch deutsche Schifffahrtsinteressenten zentration des ganzes Betriebes in wenigen Händen beseitigt ist. Die führung der Bäcker- Kontrollmarke ausgesprochen hatten. Die interessiren dürfte. Die Sache verhält sich wie folgt: Sobald Nachrichten der letzten Woche haben aber ergeben, daß die Krise Versammlung lehnte sodann eine gegen die Kontrollmarke geein Schiff den Hafen von Dünkirchen erreicht, begiebt sich ein sich so ziemlich auf alle Industriezweige erstreckt. Sehr häufig richtete Resolution ab und stimmte folgender Resolution zu: Agent des englischen Handelsamtes( Board of Trade officer), wird gar fein Hehl daraus gemacht, daß binnen türzerer oder Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des welcher eigens zu diesem Zwecke ernannt ist, an Bord. Sein längerer Frist die Thätigkeit wieder aufgenommen werden würde Referenten sowohl wie mit dem Vorgehen der Bäckerei- Arbeiter ihre Erstes ist, daß er feststellt, wer von der Mannschaft ohne Verzug bei Verminderung der Produktionskosten durch Reduzirung der einverstanden." Die Versammlung erörterte hierauf Bureaus und Andie Reise nach der Heimath anzutreten wünscht; meldet Löhne. Hier und da ist dies schon nach einige Tage dauerndem Stellungnahme zur Gründung eines sich nun jemand, so erkundigt so erkundigt er sich beim Kapitän Stillstand geschehen; so heißt es aus Davenport( Jowa), daß in den nach der Höhe der verdienten Heuer, sowie nach den dortigen Zigarrenfabriken von den Arbeitern eine 10prozentige etwa darauf ruhenden Abzügen, welch lettere er auf ihre Lohnherabjegung afzeptirt wurde, da nur unter dieser BeRichtigkeit zu prüfen hat; er macht dann die Schlußrechnung dingung der Betrieb fortgesezt werden könne". darüber auf und läßt sich von dem betreffenden Seemann den Es ist erklärlich, daß man in den Kreisen der„ Pure and Richtigbefund durch Unterschrift bescheinigen. Ist dieses ge- Simpler", in denen man noch kurz vor dem Krach einen Aufschwung schehen, so giebt er den betreffenden eine Fahrkarte, sowie eine der Arbeiterbewegung auf ökonomischem Gebiete erhoffte, demnächst sich über den Anschluß an den Holzarbeiterindustriefür die Reise angemessene Summe zur Bestreitung der Behrkosten oder doch so that über die neuen Vorgänge ganz pajf" Verband schlüssig werden müßten. und sorgt nun dafür, daß der Seemann die Fahrgelegenheit, ist, da sich die Leute ja bisher mit einer wahren Leidenschaft welche ihn der Heimath zuführen soll, ohne weiteren Verzug be- gegen das Eindringen der Erkenntniß über die Ursachen solcher nußt. Der von der verdienten Heuer verbleibende Rest wird Erscheinungen gewehrt haben und somit keine Erklärung dafür kostenfrei durch die Vermittelung des Board of Trade an die auf- finden. Sie kommen dabei wie dies bekanntlich auch bei gegebene Adresse befördert, und der Seemann ist auf diese Weise anderen Dingen eine Eigenthümlichkeit der Spezies Mensch ist ficher, daß die Früchte seiner schweren und gefahrvollen Arbeit auf die abenteuerlichsten Kalkulationen, ehe die so einfache Wahrihm selbst und seinen Angehörigen zu gute kommen. 3wang wird heit Eingang findet; und so müssen wir darauf gefaßt sein, daß Lappen von den unter Sweldrups Regierung eingeführten GeEinen nicht geahnten finureichen Gebrauch machen die bei diesem eigenartigen Schubsystem" natürlich nicht aus- die Lehren der neuen Krise in der nächsten Zeit nur einen fleinen geübt; es steht vielmehr in dem freien Willen des Einzelnen, die Ein- Theil der amerikanischen Arbeiter auf den richtigen Weg bringen sich ein Haufe zusammen und verordnet 3. B., daß einer, während schworenengerichten. Wie Fremstridt"( Fortschritt) erzählt, thut richtung zu benutzen, und sie wird gern benußt, wenn die Gelegenheit werden. Aber wir sind immerhin damit dem Zeitpunkt näher ge- andere es bemerken, ein Rennthiersell stehle. Der Dieb wird dazu im rechten Augenblick geboten wird. Denn die Crimps rückt, wo die Erkenntniß über das Wesen unserer heutigen Geverstehen ihr Handwerk; die Ankunft eines Schiffes ist für sie sellschaft und die Mittel zur einzig zweckmäßigen Reorganisirung angezeigt, und das Schöffengericht verurtheilt ihn zu einigen Tagen bei ein Freudenfest, und jeder Seemann, der dieser Clique ins Garn derselben in progressiver Weise um sich greifen wird. Er ruft aber das Geschworenengericht an, Wasser und Brot. tommt, muß bluten, bis der letzte Pfennig in der Tasche des Ge- Wie es neuerdings heißt, ist die massenhajte Auswanderung und nun wird die ganze Bande nach irgend einer, mehrere findels ist; und dabei wissen sie schnell zu handeln. So be der Minen- und sonstigen Arbeiter aus den„ Silberstaaten", in hundert Kilometer entfernten Stadt Finmarkens vor das„ Bagrichtet der englische Konsul in Dünkirchen dem Board of Trade denen wie schon mitgetheilt mandos"( Geschworenen-) Gericht geladen. Der Dieb erhält freie der Bergwerksbetrieb gänzlich Beförderung; die anderen, welche als Zeugen auftreten, fahren über einen Fall, welcher dort in diesem Frühjahr vorkam. Ein eingestellt ist, eine von den Minenbefizern künstlich ver- mit eigenen Rennthieren und erheben ihren reichlichen Ersatz für abgemusterter Seemann, der eine Heuer von ca. 530 M. anlaßte gewesen. Dieselben sollen damit bezweckt haben, den empfangen hatte, weigerte sich, dafür eine Board of Trade- Bundestongreß zu veranlassen, ihnen auch ferner unter die Fuhre( Stjut) und Betöftigung und verdienen so viel Geld. Eine Rennthierhaut kostet so dem Staate sechstausend Kronen. Anweisung zu nehmen; am anderen Morgen nannte er von Arme zu greifen, indem er dem Silber auch ferner Die Geschichte geht die Reihe herum, so daß das nächste Mal der Summe teinen Pfennig mehr sein Eigen; der ganze feine Monopolstellung unter den Produkten wenigstens Verdienst einer neunmonatlichen Reise war in einer Nacht einigermaßen belasse. Gestern ist bekanntlich der Kongreß zu einer der Zeugen Dieb ist u. s. w. draufgegangen. Eine Untersuchung seitens des englischen Kon einer Spezialfession zusammengetreten, um ausschließlich über die Toulon. Auf dem Panzerschiff Magenta", so wird aus suls, welcher den Mann nun auf Kosten des Landes in die Silberfrage zu entscheiden; in der ersten Sigung lag aber noch Toulon berichtet, explodirte während der Prüfung der Maschine Heimath befördern mußte, ergab, daß der leichtsinnige Mensch teine Botschaft des Präsidenten vor. ein Dampfrohr, wodurch 11 Personen verwundet wurden. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 11 stellung eines ständigen Beamten für die Gewerkschaftskommission. Nachdem mehrere Redner sich im Prinzip für diese Einrichtung ausgesprochen, einige von denselben aber wegen der Aufbringung der Kosten Bedenken geäußert hatten, wurde die Beschlußfassung darüber bis zur nächsten Versammlung vertagt. Zu Verschiedenem machte Kobold darauf aufmerksam, daß die Kollegen Vermischtes. "