Ur. 153. flbonncnietifS'Bcdingnngenj ItBonncmentä- Prcis pränumerando i Vicrtcljährl. 3,3Q SDJf, monatt. 1,10 Ml. wöchentlich 28 Psg, frei ins Haus. Einzelne Slummer 5 Pfg, SonntagS- numnier mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste, Unter Kreuzband siir Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien. Dänemark, Holland, Italien. Luxemburg. Portugal, nänien, Schweden und die Schweiz. 38. Jahrg. oltlieim lsgllch außer Blcntags. Vevlinev Volksblatt. Zentralorgan der fozlaldemohratifcben parte! Deutfchlands. Die TnlertionS'GcbObr veträgt für die scchsgespaltenc Kolonel- zeile oder deren Raum 00 Psg„ für politische und gewcrlschaftliche Vereins- und Bersammlungs.Anzcigen 30 Pfg, „Aleine Kn-eigen", das fettgedrullie Wort 20 Pfg,(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstcllenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg,, jedes weitere Bort 5 Pfg, Worte über IS Buch- slaben zählen für zwei Worts, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geofsnet. Telegramm. Adresse: „SozialiKmoKrat BtrllD". Redaktion: SM. 68. Linden Strasse 69* Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. An die Rchtlchn! Eine schamlose Komödie haben die herrschenden Parteien im preußischen Dreiklassenhause mit Eurer wichtigsten und ernstesten Forderung getrieben. Zhr verlangt, wie die Bürger Elsaß-Lothrin- gens, wie die Bewohner der meisten anderen deutschen Staaten, Euer politisches Selbstbestimmungs- rscht; Ihr wollt als Gleichberechtigte zur Urne schreiten. Das widerspricht, so erklärten die Wortführer der Wahlrechtsfeiude, denpreußischenTraditionen. Die preußische Zucht, so sagen die Zunker, fordert Eure Entrechtung, die preußische Ordnung ver- langt die Uerewigung Eurer politischen Minderwertigkeit. (Line frechere.Herausforderung der arbeitenden Massen, eine blutigere Verhöhnung jener, auf deren Arbeit die gewaltige Kultur der Gegenwart auf- gebaut ist, ist selbst in diesem Privilegienparlament, dessen (Grundlage der Kaub an dem Uolksrecht ist!, noch nicht dagewesen! And wer sind jene, die so Herausfordemde Reden sichren? Es sind die Vertreter der 19000 preußischen Großgrundbesitzer, dieser unnützen Klasse, der wir die Ver- teuerung aller Lebensmtitel verdanken, die den Raubzug der Finanzreform vollführt hat, um sich um die Steuerleistung herumzudrücken. Es ist die Klasse, die alle hohen Aemter im Reiche und Staate für sich usurpiert, die aber sofort rebelliert, wenn ihr zugemutet wird, ihren Anteil an den Staatslasten zu übernehmen. Es ist die Klasse, die ge- wohnt ist, zu ernten, wo andere gesät haben. Sie ver- weigert dem Volke sein Wahlrecht, weil sie weiß, daß das Volk keine heißere Sehnsucht kennt, als ihrer Herrschast ein Ende zu machen. Ihr helfen die Klerikalen, denen der Bund mit den Konservativen die Herrschaft über die Geister sichern soll; ihr verbünden sich die nationalliberalen Groß- kapita listen, die dem Aufstieg der Arbeiterklasse mit der Gewalt des Staates entgegentreten möchten. Sie alle zittem um ihre Privilegien, sie alle wollen Euch in Eurer Rechtlosigkeit erhalten, sie alle haben mitgewirkt, daß der Dreiklassenlandtag unter hohnvollem Gelächter Eure Forde- rung nach dem freien Wahlrecht schnöde verweigert hat. imt gelit tijimi Em Aiitimt! Erscheint aUe am Dienstag in unseren Urotestversammlnngen! Sorgt dafür, daß den Herrschenden ihr Hohn ver- geht. Zeigt Eure Entschlossenheit und Euren Willen. nicht zu ruhen ,und zu rasten, bis endlich für Preußen »wobert ist: Das allgemeine, gleiche, geheime «ad direlite Wahlrecht! ver einzelne uvck die Drciklaiknichmad). Wieder rüsten sich in Preußen die Massen, um den viel- tausendstimmigen Ruf nach einem freien Wahlrecht zu erheben. Und mit diesem nie verstummenden Schrei nach politischer Gleichberechtigung wird diesmal der Protest laut werden gegen das umvürdige Komödienspiel, mit dem die Nutznießer des Dreiklassenwahlrechts die letzte Landtags- session abgeschlossen haben. Angst und Frechheit sind noch einmal ihre Berater gewesen, als sie unter Clownspäßcn den Wahlrechtsantrag erdrosselten. Jetzt hat das entrechtete und verspottete Volk das Wort. Die politisch reifen und aufgeklärten Arbeiter sind sich vollständig darüber klar, was bei unserem Wahlrechtskampfe auf dem Spie'/e steht. Sie wissen, daß die freiheitliche Ent- Wickelung nicht allein Preußens, sondern ganz Deutschlands von der Erringung eines freien Preußcnwahlrcchts abhängt, daß sogar die internationale Lage davon beeinflußt wird. Den politisch reifen Arbeitern kann auch nicht mehr viel Neues über die Wahlrcchtsfeindschaft und die Wahlrechts- Heuchelei der großen bürgerlichen Parteien gesagt werden. Sie begreifen, daß die Konservativen mit der ihnen eigenen Brutalität und Hartnäckigkeit an diesem Dreiklassenwahlrecht hängen, daß die Zentrumsjesuiten in der Wahlrechtsfrage das empörendste Ränkespiel treiben, und daß die Nationallibcralen eine Wahlreform erstreben, die nur den Herrschaften von Bildung und Besitz zugute käme. Die Zahl der Wissenden und Aufgeklärten ist infolge der immer wieder einsetzenden Wahlrechtsagitation- der Sozial- demokratie größer und größer geworden. Protestversamm- lungen, Wahlrcchtsdemonstrationen, Flugblätter usw. haben in Verbindung mit der Parteipresse immer weitere Kreise für den Wahlrechtskampf mobil gemacht. Aber wir dürfen nicht blind sein gegen die Tatsache, daß es noch Tausende und Aber- tausende in der werktätigen Bevölkerung Preußens gibt, die gleich uns unter der Dreiklassenschmach leiden, sich über ihre Bedrückung und ihre Ausbeutung aber noch nicht klar ge- worden sind und sich daher den Scharen der Wahlrechts- kämpfer noch nicht angeschlossen haben. Diese gilt es zu gewinnen. Die Augen müssen ihnen ge- öffnet- werden, daß sie ihre Rechtlosigkeit greifbar vor sich sehen. Ein heiliger Zorn muß in ihnen entfacht werden. damit sie sich im frisch-fröhlichen Wahlrechtskampfe in Reih und Glied stellen. Von W a h Ire ch ts a kti 0 n zu Wahlrechts- aktion müssen die Massen zahlreicher, der Protest drohender, der Ruf:„Her mit dem freien Wahlrecht für Preußen!" gellender werden. Wenn die Bataillone der PkHlrechtskämPfer aber stärker werden sollen, muß die Werbearbeit des einzelnen auch intensiver ausgestaltet werden. Die reifen und fortgeschrittenen Arbeiter, die überzeugten Verfechter eines freien Wahlrechts dürfen ihre Pflicht nicht bloß darin erblicken, in Versanim- lungen zu gehen und einer Resolution zuzustimmen, nein, sie haben auch selbst in ihrem Kreise als Agita- toren für ein freies Wahlrecht zu wirken. Jeder einzelne hat an seiner Arbeitsstätte, in seinem Bc- kanntenkreise noch genug Personen, die dem Wahlrechtskampfe noch femstehen. Hier heißt es einsetzen. Das sind die Re- kruteu. die das Heer der Wahlrechtskämpfcr verstärken, die den protestierenden Massen verstärkte Wucht geben können. Diese Agitationsarbeit des Einzelnen am Einzelnen wird am besten dadurch ausgeführt, daß nian den Unaufgeklärten zeigt, wie der Fluch des Dreiklassenwahlrechts sich auf Schritt und Tritt bemerkbar macht, wie die Regierung und die Gefetz- gebung nur im Interesse der herrschenden Klassen arbeiten, denen das Wahlrecht alle politische und wirtschaftliche Macht verleiht. Die Taten der preußischen Regierung und des Land- tagcs geben ein unerschöpfliches Agitationsmatcrial, aus dessen Fülle für jeden einzelnen etwas herausgegriffen werden kann, das ihn aufreizt und aufrüttelt. Das Dreiklassenwahlrecht hat es ermöglicht, daß eine Landtagsmehrheit vorhanden war, die dem König von Preußen eine Zulage von 3'/z Millionen Mark gewährte. Dieses Wahlrecht setzt die Agrarier in die Lage, durch be- sonders raffiniert ausgeklügelte Landesgesetze die Politik der Getreidezölle noch zu verschärfen und dem Volke Brot und Fleisch noch mehr zu verteuern. Unter dem Dreiklassenwahl- recht ist die Steuergesetzgebung so gestaltet worden, daß das dürftige Arbeitereinkommen auf Heller und Pfennig versteuert wird, während Großgrundbesitzer und Kapitalisten der Steuerbehörde leicht ein Schnippchen schlagen können. Dank des Dreiklassenwahlrechts feiert im Landtage die Arbeitcrfeindschaft wahre Orgien. Die elementarsten Forde- rungen des Arbeiterschutzes, so zum Beispiel die Bauten- kontrolle durch Arbeiter, die Teilnahme der Bergarbeiter an Sicherheitsmaßregcln ihres mörderischen Berufes finden bei den Privilegierten des Klassenhauses kein Gehör. Die Allmacht der Polizei, unter der die arbeitende Bevölkerung am meisten zu leiden hat, fühlt sich in der Hut eines Parlamentes, in dem durch das Dreiklasscnwahlrecht Expedition: 8M. 68» Lindenstrasse 69» Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1981. Junker, Pfaffen und Geldprotzen den Ausschlag geben, sicher und geborgen. Die Klassenjustiz weiß, daß in einem solchen Parlamente ihre Urteile gegen Arbeiter und gegen freiheitliche Politiker keine scharfe Kritik, vielmehr liebevolles Verständnis finden. Ungestraft kann die Bureaukratie des preußischen Polizeistaates das Vereins- und Versammlungsrecht des Volkes illusorisch machen, die Mehrheit des Dreiklassenparlaments regt sich darüber nicht auf. Die gesetzgebende Körperschaft, die dem Dreiklassenwahl- recht ihr schon zu lange geduldetes Dasein verdankt, hat sich noch stets dem geistigen Fortschritt entgegengestemmt. Ihr und damit dem Drciklassenwahlrecht ist es zu danken, daß die Kinder in den Volksschulen mit mittelalterlichem Religions- stoff vollgepfropft und hurrapatriotisch gedrillt werden, daß die Schulen in den Junkcrgefilden in der denkbar traurigsten Verfassung sind und die Verachtung der gesamten gesitteten Welt herausfordern. Wir greifen hier nur wenige Giftblüten aus dem Sünden- pfuhl der Dreiklassenschmach heraus, um darzutun, daß dem eifrigen Werber für den Wahlrechtskampf eine unerschöpfliche Fülle von Material zur Verfügung steht, mit dem er dein einzelnen, der noch fern stand, beweisen kann, wie schwer er selbst unter der politischen Rechtlosigkeit zu leiden hat, wie sehr auch er daran interessiert ist, daß die Cliquen, die heute das preußische Volk nüt Hilfe des Dreiklassenwahlrechts bedrücken und aussaugen, vom allgemeinen Volkszorn davon- geweht werden. Werden auf diese Weise viele einzelne für den Wahl- rechts kämpf gewonnen, so werden die Massen immer mehr an- schwellen, wird ihr Ruf so laut und dröhnend werden, daß auch die harthörigste Regierung ihn nicht mehr überhöreu kann. Das freie Wahlrecht für Preußen ist eine Forderung, die jeden einzelnen angeht, die aber nur durch das geschlossene Vorgehen der Massen zu erringen ist. Die IReglening gegen das gleiche Wahlrecht. Im Landtag hat die Regierung geschwiegen. In der„Nordd. Allgem. Ztg." nimmt sie jetzt das Wort, um den konservativen Wahlrechtsfreundcn zu versichern, daß sie auch nach der Einführung des gleichen Wahlrechts für Elsaß-Loth- ringen in Preußen von der Einführung des Reichs- tags Wahlrechts nichts wissen will. Das osfizivse Organ schreibt: .Zu heftigen Debatten gab am Tage vor dem Schluß des Landtages der freisiniiig-sozialdemokrntische Antrag wegen des Wahl- rechts Anlaß. Auch wenn dieser Antrag nach dem Wunsche der Antragsteller bereits zu Beginn der Session zur Verhandlung gekonunen wäre, bezweifeln wir, daß er die e r h 0 f f l e Aktion der Regierung zur Folge gehabt hätte. Denn in den Boraussetzungen siir das Gelingeir einer solchen Aktion hat sich seit dem Scheitern des früheren Resormversnchs nichts g e- ändert. Ein sachlicher Erfolg war von dem Antrage nicht zu erwarten. Durch die Abstimmungen, auch wenn sie zum Teil taktischer Natur waren, wurde wieder nur nach der negativen Seite festgestellt, daß die Abgrenzung der Wahlkreise nach der Bc- völkerungszahl, die Uebertragung des Reichstags- Wahlrechts und dabei insonderheit die Einführung des gleichen Wahlrechts von der Mehrheit des Ab- geordnetenhauses abgelehnt werden.! An den jetzigen Verhandlungen hat sich die Regieruug ent- sprechend der Haltung, die sie bei Initiativanträgen grundsätzlich einnimmt, nicht beteiligt. Verschiedentlich ist eine Anfllärung darüber vermißt worden, ob und inwiefern sich ihre Stellung zum preußischen Wahlrecht durch ihre Stellung zur� elsaß-lothringischen Berfas sungs- r e f 0 r in verändert habe. Die Antivort hierauf hat der Reichs- kanzler bereits im Reichstage bei Einführung der rcichö- ländischen Berfassnngsgesetze gegeben. Der Reichskanzler hat damals ansgeftihrt, daß die Ordnung des Wahlrechts in einem VnndeSstaate oder in, Reichsland völlig unverbindlich ist für die Gestaltung des preußischen Wahlrechts. So wenig für Elfasz- Loihringen die Einführung des dort historisch un b e ka nn ten und mit seiner Steuerverfassung unvercinbaren preußischen LtlassenwahlrcchtS in Frage kommen konnte, so wenig kann jetzt die Rede davon sein, das preußische Wahlrecht nach dem reichsländischen Muster zu reformieren. Derartige Konsequenzen kaiin nur ziehen, wer das Wahlrecht für einen Gegenstand hält, der nach theoretischen und schematischen Dogmen zu regeln ist." Nun. Herr v. Bethman Hollweg wird nicht verhindern, daß die Volksmassen aus der Einführung des gleichen Wahl- rechts in Elsaß-Lothringen sehr gewichtige Kon- s e qm e n z e n ziehen werden. Man muß wirklich ein verknöcherter Vureaukrat sein, um den Massen mit dem Argument zu kommen, den Elsässern hätte man die Schmach des Drei- klassenwahlrechts nicht zumilten können, weil sie ja daran n i ch t gewöhnt waren. Die Preußen aber müßten die Infamie weiter dulden, weil sie sie sich 60 Jahre lang hätten gefallen lassen. Eine stärkere Aneiferung zum Kampfe als diese Beweisführung der Regierung kann es allerdings kaum mehr geben. Ruft doch die Regierung selbst dem preußischen Volke zu: Nur Preußen sind so geduldig. Zu- stände zu ertragen, die für alle anderen Völker un- erträglich sind. Ob sich die Regierung am Ende über die Geduld des preußischen Volkes nicht doch einer Täuschung hingibt? Der achte deutsche GewerMchafts« Kongreß. Nun haben die Pforten des„Tivoli" in der Wettiner Straße zu Dresden sich hinter den Delegierten des achten deutschen Gewerkschaftskongresses geschlossen. Mit Befriedigung dürfen die Teiliichuicr auf den Verlauf der arbeitsreichen Woche zurückblicken. Die eine Tatsache vor allein müssen wir freudig hervorheben, daß diese große Arbeitertagung von den: Willen beseelt getvesen ist, ihre geistige Zusammengehörigkeit mit deckt anderen Teil der Arbeiterbewegung zu bekunden� und das deutliche Bestreben erkennen ließ, ettvaige Differenz punkte mit der politischen Bewegung ans der Welt zu schaffen. Die'e Zusammengehörigkeit zwischen den beiden Teilen der Arvciterbewegung kam auch darin äußerlich zum Ausdruck, daß Genosse Ebert vom Parteivorstand den Ver> Handlungen als Gast beiwohnte. Ebenso zeigte sich der inteo nationale Charakter der Gewerkschaftsbewegung in der großen Zahl von ausländischen Gästen, unter denen der Veteran der schweizerischen Arbeiterbewegung, Genosse Grcultch mit seinem charakteristischen Patriarchenhaupt besonders auffiel. Eine Differenz der Anschauungen, wie sie in der Partei auf der einen und den Gewerkschaften auf der anderen Seite vorherrschen, hätte höchstens bei der Diskussion über die Gewerkschaftsschule hervortreten können. Hier wurde von dem Vertreter der Generalkommission betont/ daß diese Kurse mehr einen fachtechnischen Charakter tragen und i halb bloß die tvissenschaftliche Qualifikation, nicht aber die Parteizugehöriakeit der Lehrer in Betracht käme. In ber Diskussion zeigte sich, daß auch in Gewerkschafts kreisen die Ansicht zahlreiche Vertreter hat, daß eine theoretische umfassendere Ausbildung der Funktionäre von großem Vorteil sei. Zu einer Beschlußfassung, die eine Aenderung herbeigeführt hätte, ist es nicht gekommen. Doch darf man auch von dieser Debatte den Eindruck mitnehmen, daß die Aussprache auf eine Annäherung der Anschauungen hingewirkt hat und daß auch auf dem wichtigen Gebiete der obersten Bildungs institutionell Partei und Gewerkschaften zu stets größerem Ein vernehmen ihrer Anschauungen kommen werden, wenn auch natürlich die besonderen Zwecke der beiden Organisationsarten der Arbesterklasse stets besondere Berücksichstgung heischen werden. Auch die Frage der Maifeier rief keine umfangreiche Diskussion hervor, obwohl unter den deutschen Gewerkschaften die Meinungen über ihre Bedeutung auseinandergehen. Aber Legten sprach auch ihnen aus der Seele, als er meinte, es fei endlich an der Zeit, einmal in dieser Angelegenheit„zur Ruhe zu kommen". So fielen denn auf dem Kongreß alle Anträge, die geeignet gewesen wären, Differenzen in der Auffassung zu tage treten zu lassen, rechts und links unter den Tisch. Desto eifriger wurden jene Dinge erörtert, die dazu angetan sind, die einzelnen Zweige der Arbeiterbewegung zusammenzuführen und besonders die Akttonsfähigkeit der Gcivcrkschaften zu steigern. So ist das Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften ein immer innigeres, engeres geworden. Und zur Abwehr der Niesenaussperrungen durch das Großunternehmertum mußte man notgedrungen zu einer Regelung kommen, bei der die große Masse der orgamsierten Arbeiterschaft mehr als bisher herangezogen wird, den augenblicklich Betroffenen im Kampfe zur Seite zu stehen, so daß der Aus- fall solcher Kämpfe nicht dem Zufall überlassen bleibt, od die betreffende Gewerkschaft tm Besitz der notwendigen Geldmittel oder ob sie zwar gut organisiert, aber durch vorangegangene Bewegungen finanziell schon erschöpft ist. Mit Recht sah aber der Gewerkschaftskongreß den bloßen Zusammen- schluß der heterogensten Elemente in einer Organisation, auch wenn diese unter dem Namen eines Jndustrieverbandes marschiert, nicht als die beste Lösung der Zusammenschlußfrage an. So lehnte er die Schaffung eines Verbandes der Nahrungs- und Gennßmittelarbeiter ab, bei der etwa die Tabakardeitcr mst den Fleischern unter einen Hut gebracht worden wären. Mehr und immer mehr wenden die Gelverkschaften auf eibefahrt. Glauben Sie'S? Wer, ich? Ja, Siel Ach nein I Dieses in einem Eouplekverse niedergelegte Frage- und Ant- Wortspiel wiederholte sich in den ersten Tagen des Gcwerkschafts- kongresseS tagtäglich, wenn Delegierte auf den für Donnerstag nachmittag geplante» Ausflug nach der Sächsischen Schweiz zu sprechen kamen. Was wollte man denn nicht glauben? Ach, eS war unter der Hand verbreitet worden, daß der Bürgermeister des Städtchens Wehlen an der Elbe die Delegierten des Gewertschafts- kongresses aus offenem Marktplätze als tÄist« der Stadt begrüßen werde. Der Kongreß ist gewohnt, von den Behörden nach Möglich- keit gemieden zu werden. Er macht sich so viel oder so wenig dar- aus. wie aus oer urkomischen Nichtachtung, die ihm die bürgerliche Presse Dresdens zu teil werden läßt und welche die Schmocks damit zu entschuldigen versuchen, daß sie sagen, sie wären zum Kongreß „nicht eingeladen" worden. Aber wunder darf es wyhl nicht nehmen, wenn jeder Kongreßteilnehmer aus die Frage:„Glauben Sie, daß ein leibhaftiger sächsischer Bürgermeister den deutschen Ge- Werkschaftskongreß mit einer Ansprache begrüßen wird?" nur die Antwort finden konnte:„Ach nein!" Aber... Stein, nun der Reihe nach!-- Also: Die beiden großen Elbdampfer, welche die Delegierten nach der Sächsischen Schweiz führen sollten, lagen buntbewimpelt oberhalb der neuen Augustusbrücke. Schnell waren sie gefüllt von Kongreßteilnehmern und Gästen, und unter den Klängen der „Internationale" setzten sie sich in Bewegung. Menschen hielten die Ufer, hielten die Brücken beseht. Sie winkten, sie riefen, die Musik spielte und die Tampferschaufeln machten„Patsch- patsch". Langsam wanden-die Schisse sich durch die Brücken. Die Elb- dampfer sind bei derselben Breite erheblich länger als unsere Ber- liner Schiffe. Vorsichtigerweise tauchen sie aber nicht so tief, denn die Oberelbe hat nur wenig Wasser. Das ist wohl auch der Grund, daß die Maschinenkraft dieser Schiffe nicht allzu groß ist.. Mit Toppcldeck versehene über 700 Personen fassende Raddampfer haben nur ebenso viel Pferdestärken als halb so viel Passagiere auf- nehmende Berliner Schraubenschiffe..Die Oberclbe Hai etwa die Breite der Oberspree, aber nicht deren seeartige Erweiterungen. In gleichmäßiger Breite, doch mit hurtiger Eile fließt sie dahin. Die Uferbildung ist eine nur der Elbe eigene. Im Anfang unserer Fahrt sahen wir dre Berge noch in weiter Entfernung. Sanft gewellt, schmeicheln sie sich allmählich immer weiter an das Wasser. Bei Loschivitz, wo das„Blaue Wunder", eine mächtige Hängebrücke, den Strom mit einem einzigen Sprunge übersetzt, lohnt es sich schon, eine Drahtseil- und eine Schwebebahn aus die Höhen kriechen zu lassen. Bis hierher der- folgt uns die Stadt zuletzt noch mit zahlreichen Wasserwerks- und Billenbauten, die auf dem rechten hohen Elbufer sich wie weiße, gelbe und rote Pilze im Grünen geradezu dräugew Bis hierher ihren Kongressen sich mit Recht der Erörterung von Fragen> Gebiete des Koalitionsrechtes zu. die aus dem Gebiete der Gesetzgebung liegen. Es kann...... nicht angehen, daß die größte Berufsorganisation der Welt, die der deutschen Generalkommission angeschlossene freie deutsche Geiverkschaftsbeweguug sich beschränkte auf den direkten Kamp' mit dem Unternehmertum ohne Beachtung der gesetzgeberischen Aktionen, wenn auf der anderen Seite die Unternehmerver bände ihren ganzen Einfluß aufwenden, in sozialpolitischer Be ziehung zu bremsen, die in Deutschland an der Niederringung der Koalitionsfreiheit tätigen Elemente aber vorwärts zu treiben. Die Gewerkschaftsbewegung hat lange Zeit hindurch ihre Aufmerksamkeit gezivungenermaßen zunächst den Berufen zu lvenden müssen, in denen die Organisationsmöglichkeit groß genug war, um dort Erfolge erhoffen zu lassen. Ein Blick auf die Organisationsziffern der freien Gewerkschaften zeigt, daß die Fortschritte auf den» Gebiete der Organisation in einzelnen Gelverkschaften über alle Erivartungen große gewesen sind. Auf diesem Standpunkt der Entwickelung angelangt, kann die deutsche Gewerkschaftsbewegung jetzt ihr Interesse auch in erhöhtem Maße jenen Teilen der Bevölkerung zuwen de», die tief in den unteren Schichten unseres sozialen Gesell schaftskörpers abgestumpft nicht nach Licht und Luft, sondern uni das bloße Recht zu vegetieren rnigen. Die Heimarbeiter meinen wir. Man hat versucht, ihnen durch Beteiligung an der Hygiene-Ausstellung beizuspringen, ihre Verhältnisse der weiteren Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Aber das Unternehmertum, das seine Vertrauensleute überall zu sitzen hat, wußte dieses Unterfangen zu verhindern. So befaßte sich denn der Gewerkschaftskongreß damit, Forderungen für jene Leute auf zustellen, die von allen Arbeiterschichten am meisten ge drückt sind, so gedrückt, daß sie die Energie zum Zusammenschluß und zum gemeinschaftlichen Auftakt gegenüber einer Gesellschaft, die sie so stiefmiitter lich behandelt, nicht zu finden vermögen. Der Kon greß forderte eine Aenderung in der rechtlichen Stellung der Heimarbeiter, die sinngemäße Uebertragung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse, die für die Fabrik- und Werkstätten- arbeiter teils erkämpft, teils gesetzlich fixiert sind, auch auf die eimarbeiterschaft und die Einreihung derselben auch in alle weige der sozialen Versicherung. Dann trat der Kongreß mehr fordernd auch dem Gebiete des Arbciterschutzes und der Arbeiterversicherung näher. Er stellte dabei fest, daß die soeben im Reichstage verabschiedete Reichsversicherungsordnung" keine den Anforderungen der Ar- beiter entsprechende Reform der Arbeiterversichcrung" sei. Der Referent wies nach, wie wenig der Einwand des Unter- nehmertums berechtigt sei, die Industrie werde bei weiteren Ansprüchen auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung ihre Kon- kurrenzsähigkcit einbüßen. Im Gegenteil schaffe die Be- grenzung der Ausbeutung durch einen Maximalarbeits- tag, Verbot der Nachtarbeit, Verbot der Kinder- arbeit, Schutz der Ardeiterinnen leistungsfähige intelligente Arbeitskräfte. Nicht gebremst dürfe auf dem Gebiete der So- zialgesctzgebung werden, sondern vorwärts müsse dieselbe ge- trieben werden. Auf sozialem Gebiete liegen auch die Forderungen, die der Kongreß auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung und des Arbeitsnachweises stellte. Die Wichttgkeit dieser Be- chlüsse, wslche die Gewerkschaften als Träger der Arbeits- losenversicherung angesehen wissen wollen, erhellt Wohl am besten die Tatsache, daß ja der Arbeiter in seinem ganzen Dasein auf der Hände Arbeit angewiesen ist, daß er zum Hungertod verurteilt wäre, wenn er dauernd— sei es durch Zufall, sei es mit Absicht der Scharfmacher— an der Verwertung seiner Arbeitskraft verhindert wäre. Den Höhepunkt der Verhandlungen bildete ohne Zweifel das Referat des Genossen Heinemann über das KoalittonS- recht in Deutschland und den Vorentwurf zu einem deutschen Strafgesetzbuch. Der Kongreß würdigte auch die Wichttgkeit der Sache sowohl als die Form, in welche der Referent den Stoff zu gießen verstand, durch den Beschluß, den Vortrag im Separatabdruck erscheinen zu lassen. Wenn Heinemann der deutschen Iusttz wie der deutschen Gesetzgebung auf dem unterbrochenen Massenkundgebung. Aus allen Fenstern und vor den Häusern werden Tücher geschwenkt. Auf den Bauten und in zahllosen Fabriken ist die Arbeit unterbrochen, während wir vor- überfahren. Die Badeanstalten wimmeln von Menschen. Rote Fahnen loehtn, wehe» überall. Selbst in schwindelnder Höhe, auf dem Dachgestühl eine» Neubaues,- seiltänzert ein Arbeiter und chwenkt. während unser Schiff sich weiter windet, ein rotes Barnier — imnier wieder— immer Wieoer. Er wird kleiner und kleiner, er verschwindet fast unseren Augen; aber hoch über allen unten Wandelnden streckt er kühn und unermüdlich die rote Fahne gen Himmel! Dann wird vorübergehend die Landschaft flacher, die Berge treten zurück. Auf den Feldern halten die Landleute in ihrer Tätigkeit inne, sehen dem geschmückten Dampfer nach und vertiefen ich wieder in ihre Arbeit. Sie wissen nicht, wer dort fährt, sonst würden sie wioken! Aus einer Villa ruft die Musik die Bewohner heraus, die dem Luxusdampfer mit Mund und Hand Grüße nach- enden. Sie wissen nicht, wer da fährt, sonst würden sie nicht winken! Ein mächtiges Elbeschisf kommt langsam herabgeschwommen. Klick-klack-klick-klack fährt ein Kettenschlepper vorüber. Ein Bagger arbeitet im Strom. Potsch-patsch-patsch— patfch-patsch- Patsch— Pff-tsch— Pff-tsch arbeiten sich unsere Schiffe gegen den Strom weiter. Jetzt tauchen Fabriken auf, Papierfabriken, Zelluloidfabriken. Die Arbeiter, die Arbeiterinnen— und diese in der Mehrzahl— stürzen an die Fenster. Jubelnde Zurufe werden ausgetauscht. Wir haben Pirna erreicht. Menschen, Menschen, Menschen I Böllerschüsse krachen! Und nun schneiden scheinbar die Schiffsschnäbel Berge entzwei. "elsgebilde. an uns n Wehlen grüßen eder Schauselschlag zwingt neue phantastische eranzutreten und sich uns zu präsentieren. uns wieder Böller. Aber wir fahren vorbei. Am Fuß der Himmel- hoch steilaufragenden Bastei landen wir in Rathen. Unter Vorantritt von zwei Musikkapellen gchtS in mehr als tausendköpfigcm Zuge durch Schluchten, an Felsen vorbei, über Brücken hinauf nach der Bastei, wo sich im Restaurant ein reges Leben entwickelt. Still stehlen wir uns aus der Menge und werfen von der Höhe einen Blick ins herrliche weite Elbetal. Ein Trom» petensignal ruft und weckt uns aus der Versunkenheit. Weiter ziehen wir mit der Menge, bergab jetzt, durch den Zscherregrund nach Wehlen. Wehlen hat einen wunderschönen Marktplatz. Hier können unsere Heimatskünstler Studien treiben. Nur wenige„Hotels" versuchen sich dort breit zu machen. Im Typ dominiert das„Gast- haus". Mit Birkcnbäumchen und Fahnen hat die Gemeinde diesen schönen Platz geschmückt, um den 8. Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands in ihren Mauern zu empfangen. Die Kongreßtcil. nehmer lassen sich an Tafeln nieder, die auf dem Markt Aufftellung gefunden haben. Auf dem Balkon einer der Hotels steht, ohne daß wir sein Kommen bemerkt haben, plötzlich ein älterer Herr im Frack. Der Bürgermeister von Wehlen ist er, schienen, um im Namen seiner Gemeinde die Vertreter der freigewerkschaftlich organisier. ____ Jl„.... I_______„_____ u______„_____,_... ten Arbeiter Deutschlands zu begrüßen! Welch folgt uM glich die SMpMie Iis Aibeitüs in Lsisi einas M-I.hWMs Zosm»ü tag iqjch ua ge&MttKP ÄlMNtssrZU kein Lob zu spenden vermochte." so ist das nicht seine Schuld. Daß die schlechte Zensur, welche er der krassen Klassenjustiz, ausgeübt an im wirtschaftlichen Kampfe stehenden Arbeitern, nicht vorzuenthalten vermochte, leider allzu berechtigt war, erwies hinterher die Diskussioii. Kein Mensch wird auch daran zweifeln, jrnß seine harte Kritik des Vorentwurfs zu einem deutschen Strafgesetzbuch mitten in-3 Schwarze traf. Vielleicht trägt sein beigebrachtes Material mit dazu bei, dem Entwurf wenigstens'eine Anzahl der Gift- zähne auszubrechen. Daß die deutsche Arbeiterbewegung alle Versuche, sie niederzuknütteln. mit ruhiger Energie zu verhindern wissen wird, ließ auch der Gewerkschaftskongreß klar und ur zweifelhast erkennen I Nachdem der Kongreß sich dann noch mit der Stellun- der Privatangestellten im Wirtschaftsleben beschäftigt hath kam er am letzten Tage noch dazu, sich mit den Bilduni bestrebungen und dem Bibliothekswesen in den Gewerkschas zu beschäftigen. Bei der Behandlung dieses Themas dokum tierte sich wieder eine erfreuliche Uebereinstimmung zwisc Partei und Gewerkschaften. S a s s e n b a ch als Refer hatte eine Anzahl Thesen aufgestellt. Nach il, sprach noch Genosse Schulz, der Leiter de Bildungswesens in der Partei. Schon vorher hatte r dem Referenten eine Anzahl Wünsche auf Modifikatton(' Resolutton unterbreitet. Und es ist erfreulich für b Teile, daß er nur unwesentliche redaktionelle Aenderunc? wünschen nötig hatte und daß der Sprecher des Gewerksi kongresses in der Lage war, den Wünschen des Parteivertl ohne Einschränkung entgegen zu kommen._ l Der Kongreß hat fleißig gearbeitet, er hat seine Aufl. mit Würde gelöst. Die schöne Uebereinstimmung zwischen dei wirtschaftlichen und der politischen Arbeiterbewegung, die*■ offenbarte, erfüllt uns alle mit Freuden. Unseren Gee � aber möge sie eine Warnung sein! Eine einige und geschlossene Arbeiterschaft braucht kei wirtschaftlichen und politischen Gegner zu fürchten! im. poUtilchc ücbcrficbt. Berlin, den 1. Juli Wahlverwandte der Krautjunker. Die Revolte der großindustriellen Schlotjunker v Syndikatsmagnaten gegen die Geschäftsführung des Hm. bundes greift immer weiter um sich. Unter dem Vorsitz i Geheimen Kommerzienrats Kirdorf, deS Leiters des rheinp westfälischen Kohlensyndikats, hat am Freitag in Essen. Vorstand der niederrheinisch-westfälischen Bezirksgruppe /.» Hansabundes mit beträchtlicher Majorität beschlossen, fß diesem Bunde auszutreten und unter dem Titel„ R i e d � rheinisch-westfälische Bezirksgruppe z Schutz und zur Förderung von Gewer> Handel und Industrie" eine selbständige Organisä zu bilden. In einem langen Rundschreiben an die glieder, in dem der Vorstand diesen Schritt zu begrün' sucht, heißt es: .Vom Standpunkt der Interessen des niederrheinisch- v fälischen JndustriebezirkS kommt insbesondere in Betracht, l. der von der Leitung deS Hansabundes jetzt proklamierte mitc schiedslose Kampf gegen rechts, der nichts andere» bedeutet a eine ausschließliche Unterstützung des LinkSliberaliSmuS znnSr" bei den bevorstehenden RelchStagswahlen, zu einer Insamme setzung de» Reichstages führen kann, die als schwer- Gefahr für die Bismarcks che Wirtschaftspoliti die Politik des Schutzes der nationalen Arbeit angeseh werden muß. Einer derartigen Gefahr können sich die C werbsgrnppen unseres Reviers, deren wirtschaftliches Gede- ausnahmslos— mag es sich um Gewerbe, Handel oder Indus um Unternehmer oder Angestellte handeln— mit der A rechterhaltung und konsequenten Weiter führ jener Wirtschaftspolitik aufs engste zufamm-j. hängt, nicht aussetzen. AuZ denselben Gründen, wie auch ouS allgemein politisa, nattonalen Gesichtspunkten heraus können diese ErwerbSgruppe Bis in den letzten Winkel hört man die Stimme des sprechenden StadtoberhaupteS. Der Herr ist ein gar feiner Diplomat, vo-' dem mancher preußisch-deutsche Regierungsvertreter lernen könnte wie man sich mit solchen Situationen abfinden kann. Er sagte, er wäre nicht in der Lage gewesen, das Material, welches ihm zum Studium der Zwecke deS Gewerkschaftskongresses zugestellt sei, voll auszustudieren. Aber er habe daraus ersehen, daß es sich um ernste Arbeit handele. Namentlich habe es ihn gefreut, daß die Arbeiter- bcwegung sich auch des Kinderschuhes annehiue. Das sei etwas, das allseitig Sympathie erwecken müsse. Und er stehe nicht an, bie Männer und Frauen, die so etnxis erstreben, im Namen iei>\. Gemeinde herzlichst willkommen zu heißen I„n. Nachdem der Beifall sich gelegt, nahm Genosse Bauer sie der Generalkommission das Wort, um dem Bürgermeister � Namen des Kongresses für die warmen Worte des Empfa d. dwie der Gesamtbürgevschaft Wehlens für den herrlichen Sch ich und die bekundete Sympathie zu danken. Dann begrüßte, ebenfalls unter großem Beifall, noch ein> heimischer Genosse die Erschienenen im Namen der organisier. Arbeiterschaft des 8. sächsischen Wahlkreise». Nun gab man sich zwanglos dein Augenblick hin. Die Sch'\e kapellcn spielten Arbeiterlieder oder Tänze, die Kampfgesänge deutschen Arbeiterschaft erschallten, und mitten auf dem Markt; c drehten sich die Paare im Tanz.— 1- Mit sinkender Nacht traten die Schiffe ihre Rückfahrt 6 Böllerschüsse krachten, in bengalischem Feuer erstrahlten Häufe- und Höhen. An den in rote? Licht getauchten Felswänden triet riesenhafte dunkle Fabelwesen ihr Spiel. Es sind die Schattend das Feuer unterhaltenden Anwohner, die sich einen Scherz dar- machen, durch unmögliche Glicderverrenkungen die Wirkung Schattenbilder ins Phantastische zu steigern. Klick-klack-klick-klack kommt ein Kettendampfer de» Strom Hr- auf. Im elektrischen Licht unseres Dampfers wird er unS sie' bar. Nur für kurze Zeit. Wir zählen seinen Anhang: ein, d uns— acht Riesenkähne. Sie tauchen aus dem Dunkel neben> auf und verschwinden in einer tiefschwarzen samtenen Finsteri Welche Nerven gehören dazu, auf diesem gefährlichen Strom, dieser finsteren Nacht ein Schiff zu führen! Plötzlich tönt Gesang über das Wasser. Ein illuminier chiff mit Ar.beitersängern ist uns aus Pirna entgegengefahr � Es schwimmt langsam neben uns zu Tal. Ter Dampfer stoppt. Ein Feuerwerk prasselt am Ufer aus. Unterhalb der Brücke Habe- Arbeiterturner eine bengalisch beleuchtete Gruppe gestellt. Nun geht die Fahrt in dieser Weise von Pirna bis DreSdei Arbeitersänger, Arbeiterturner stehen überall bereit, bengatt Licht. Raketen. Feuersunkenregen. Böllerschüsse grüßen. Dann erreichen die Schiffe Dresden.> Klinge-ling-klinge-ling sagt der Maschinentelegraph.' l Maschine seufzt leise und bleibt stehen. Klinge-ling-klinge-ling ruft der Maschinentelegraph wie Zornig schlagen die Räder rückwärts. Das Wasser gurgelt. Dampfer schlagt mit dem Hinterteil leise an den LandungS? Langsam ertvachcwwir auS einem Märchentraum und w�.... durch dj« lgue Sommernacht nach ülff«« Hoberge. ■*" t» � �-w} jßaul SftJir , auch nicht bäiwt einbSrstanvSn sein, daß die Leitung des Hausa- bundeZ— im Gegensatz zu der früher vom Präsidium vertretenen Ansicht,.daß dem Hansabund eine Förderung der Sozialdemokratie A unbedingt fernliegen müsse und daß er diese ebenso zu bekämpfen habe, wie dies seitens aller übrigen in ihm vertretenen bürger- W lichen politischen Parteien geschieht"— neuerdings über die Stellung des Bundes zur Sozialdemokratie bei den Wahlen Unklarheit obwalten läßt und die Gefahr heraufbeschwört, daß an Stelle von Vertretern bürgerlicher Parteien mit Hilfe des Hansabundes Angehörige der auf den Umsturz der heutigen Gesellschafts« und Wirtschaftsordnung abzielenden sozialdemo- Erotischen Partei in den Reichstag gewählt werden." Zugleich wird erklärt, daß die in der Abendausgabe des Berliner Tageblatts" vom 30. Juni d. I.(Nr. 328) ent- -'tene, von uns wiedergegebene Mitteilung, daß das Di- wrium des Zentralverbandes deutscher Industrieller seine erVerbände zu einer Tagung nach Hannover mit der �esordnung„Die Krisis im Hansabunde" eingeladen habe, itreffend ist. Es findet lediglich eine Besprechung unter Geschäftsführern der dem Zcutralverbande angeschlossenen rbände statt, zu welches die Anregung von den Kreisen der seschäftsführer selbst ausgegangen sein soll. Wohin geht die Z?ahrt? � bic„Nord d eu ts che Allgemeine Zei« '' meldet, haben die im Süden Marokkos inter- en deutschen Firmen die kaiserliche Regierung Hinweis auf die Gefahren, die angesichts der Möglich- es Uebergreifens der in anderen Teilen Marokkos Herr- .Jwkn Unruhen den dortigen gewichtigen deutschen Inter- essen drohen, um Maßregeln zur Sicherung von Leben und j�mtum der Deutschen und deutschen Schutzgenossen in Gegenden gebeten. Die kaiserliche Regierung hat zu . m Zwecke zunächst die Entsendung des -euzers„P a n t h e r", der sich in der Nähe befand, fach dem Hafen von Agodir beschlossen und dies n Mächten angezeigt. Den in jener Gegend maßgebenden Marokkanern ist gleichzeitig mitgeteilt worden, daß mit dem rscheinen des deutschen Kriegsschiffs in dem Hafen keinerlei freundliche Absicht gegen Marokko oder feine Bewohner �"bunden ist. 6 Diese Nachricht des offiziösen Blattes ist eine Ueber- t kchung, aber keine angenehme. Es sind in der letzten Zeit sie Meldungen aus Südmarokko gekommen, die die Ge- nsterseherei der„interessierten deutschen Firmen" recht- tigen könnten. Die Vermutung liegt nahe, daß da hinter ? Kulissen etwas vorgegangen sein muß. Hat sich die Re- ' ung von den Marokkatreiberni breitschlagen lassen? Be- v ers befremdlich wirkt die Entsendung des deutschen Kriegs- D stes gerade in dem Augenblick, in dem das neue frvn- sehe Ministerium in Tätigkeit tritt. Auf jeden Fall ver- it diese neue Phase der Marokkoaffäre die g e s p a n n- la.te Aufmerksamkeit des deutschen Volkes. allem muß mit allem Nachdruck schon jetzt Verwah- Z lg dagegen eingelegt werden, daß diese Schutzaktion auch ■v zu einer Ausschiffung deutscher Landimgstruppen führt. � wäre da« Signal zu den ernstesten internationalen erwickelungeni,., \ Die unerwartete deutsche Marokkoaktion bekommt noch -in viel ernsteres Gesicht, wenn man sich die vorliegenden J'ommentare der bürgerlichen Presse ansieht. So äußert sich ie„Köln. Z t g."- recht zufrieden mit der Maßimhme und läßt durchblicken, daß es mjt dem einen Kriegsschiff nicht �ein Bewenden haben werde. Ebenso hält sie es für selbstver- ändlich, daß der Hafen von Agadir durch die Deutschen be- tzt werde, freilich nur„vorübergehend", bis«die Ordnung i Marokko wieder hergestellt" fei. Auch das, was das Köl- mfche Kapitalistenblatt über die„Wahrung der deutschen teressen" sagt, entspricht ganz der Sprachweise der deutschen arokkohetzer. •p-,: Auch die«Freisinnige Ztg." bespricht die Ange- �.enheit durchaus nicht in ablehnendem Sinne, man kann 'as ihren Aeußerungen ganz gut eine Zustimmung heraus- !tescn, wenn sie auch die Gegend von Agadir als eine sehr -ungesunde bezeichnet.._ Die Lüge der„Norddeutsche« Allgem. Zeitung". Die Julinummev der«Sozialist Review" veröffentlicht einen Artikel über die Unterredung Macdonalds mit Wilhelm II. Der Artikel stammt von Macdonald selbst her. Uns interessiert daran nur die Konstatierung, daß die Begegnung auf den Wunsch Wilhelms II. zurückzuführen ist. Die«Nordd. Allg. Ztg." hat somit, wie wir bereits wiederholt konstatiert haben, die Oeffentlichkeit be- schwindelt, als sie, um Wilhelm II. bei den Konser- tiven in ein besseres Licht zu setzen, die Lüge in die llt setzte, die Einladung sei von englischer Seite, vom iegsminister Haldane, ausgegangen. Wir erwarten nmehr, da jetzt auch von nächstbeteiligter Seite die Be- tigung vorliegt, daß die„Nordd. Allg. Ztg." Auskunft ot, weshalb sie lügen mußte und woher die Lüge .ammt. Zweitens hat das offiziöse Papier uns um ' n t s ch u l d i g u n g zu bitten, weil es nicht nur unsere arstellung wider besseres Wissen dementiert, sondern sich bei noch Frechheiten gegen uns herausgenommen hat. i Der Schrei nach dem starken Mann. Die„Deutsche TageSztg." ist durch die Vorfälle der letzten Tage cs Lmiirls" Kerlim KldsM SonvtllS» 2. Aali IM Achter lüovgrek cler Gewerkschaften veutlchlanüs. Dresden, den 1. Juli 1911. Sechster Berhandlungstag. Zu Beginn der, Sitzung wird die Wahl der Gencralkommission Vorgenommen. Das Ergebnis wird später mitgeteilt werden. Vorsitzender L e g i e n: Aus verschiedenen Druckereien in Berlin und zwar aus der Druckerei..Vorwärts", H e m p e l, Herrmann und Elsner liegen gleichlautende Schrei- ben des Personals, Buchdrucker und Hilfsarbeiter, vor, worin folgende Frage gestellt wird: „Wie stellt sich der Deutsche G e w e r k scha f t s- kongretz zu dem vom Tarifamt der Deutschen Buchdrucker gefällten Schiedsspruch im Kon- flikt der Maschinenmeister beim„Berliner Lokalanzeiger" undzu den daraus für die ganze T a r i fgem e i n sch a fts sra g e sich ergebenden Kon- scquenzen?" Es kann nicht Aufgabe des Gewerkschaftskongresses sein, in einer Angelegenheit, in der die Organisationsinstanzen noch nicht gesprochen haben, eine Entscheidung zu fällen.(Sehr richtig!) Die Briefschreiber haben sich an eine falsche Adresse gewandt. Ehe nicht die Organisationsinstanzen, das ist die Gauvorsteher- konferenz und des weiteren die Generalversammlung des Deutschen Buchdruckerverbandes gesprochen haben, kann, selbst wenn es sich um eine allgemein interessierende Frage handelt, der Kongrest nicht entscheiden. Ich glaube das im Einverständnis mit Ihnen fest- stellen zu können(Zustimmung) oder sind sie anderer Meinung? (Vielfaches Nein!) Ich stelle fest, daß der Gewerkschaftskongreß diese meine Meinung zu der seinigen macht und daß damit die Sache erledigt ist. Bildungsbestrebungen und Bibliothekwesen in den Gewerkschaften. Referent I. Sassen dach-Berlin: Die deutschen GeWerk. schaften haben von ihrer Begründung an versucht, auf ihre Mit- glieder erzieherisch einzuwirken und ihnen die Kenntnisse zu vermitteln, die sie befähigen, mit Ueberzeugung und Ueberlegung den wirtschaftlichen und politischen Kampf zu führen. Nur der kann ein guter Mitkämpfer sein, der weiß, was er will. Besonders in den Zeiten der Krisis zeigt es sich, wie wertvoll die durch die Erziehungsarbeit bedingte klare Ueberzeugung in der Mitgilcdschaft ist. Presse, Vorträge und Bibliotheken standen den Gewerkschaften zu diesem Zweck zur Verfügung. Ohne Ueberhebung können wir sagen, daß das gewerkschaftliche Zeitungswesen auf hoher Stufe steht. Das Vortragswesen hat großen und guten Einfluß geübt. Wie mancher Gewerkschaftler und auch wie mancher von uns ist durch die Vorträge in den Gewerkschaften zum erstenmal zum Nachdenken über wirtschaftliche Fragen angeregt worden. Tie politischen Versammlungen kamen vielfach erst dann in Betracht, wenn die Gewerkschaft bereits vorgearbeitet hatte. Was in jener ersten Zeit den Vorträgen vielleicht an wissenschaftlicher Tiefe mangelte, wurde durch Be- geisterung ersetzt, und begeistert wurden sie auch aufgenommen. Inzwischen sind die Ansprüche gestiegen und die Begeisterung ist dielfach einer natürlichen Ueberlegung gewichen. Die Arbeiterschaft hat sich im allgemeinen geistig höher ent- wickelt und verlangt auch nach besserer Kost. TaS Bildungswesen kann für die Gewerkschaften nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck sein. Es kann sich für sie nicht darum handeln, die Lücken auszufüllen, die die Volksschule leider in d:n Elementarkenntnissen hinterlassen hat. Ihre Aufgabe ist es, die Mitglieder mit den Fragen des öffentlichen Lebens bekannt zu machen und sie als Kämpfende zu unterstützen. Immerhin sind auch Versuche gemacht worden, die Lücken der Elementar- kenntnisse zu beseitigen, so in vielen Universitätsstädten durch die freie Studentenschaft. Diese Bestrebungen verdienen durchaus die Unter st ützung der Gewerkschaften. Ebenso ist es an- Krieg und frieden. Von Anatole Franc e*). Wir sind nicht dem Friedenswahn verfallen. Wir versperren uns nicht mit aufgehäuften Oelzwcigen den Blick auf die in der rauhen Schule des Kriegs zu ihren Tugenden erzogenen Mensch- heit. Der Häuptling der Wilden, der beim Nahen des FeindeS die Frauen, die Kinder und das Vieh seines Stammes hinter einem Karrcmvall barg und den Angreifer mit Pfeilen und Steinen über- schüttete— dieser Wilde hat die Familie und die Gemeinde ge- gründet. Alexanders Siege gründeten die moderne Welt und schufen die Zivilisation, die die Barbareneinfälle nicht zerstören konnten und deren Gaben wir heute noch genießen. Sie sehen, daß wir den Krieg durchaus gelten lassen wollen. Aber, wenn er ehedem notwendig war, hat er jetzt sein Lebensrecht verloren. Dies ist eine reale, gewisse Tatsache, die vielen Beob- achtern nur darum entgeht, weil sie unermeßlich ist und nicht alle Augen sie in ihrem weiten Umfang zu umfassen vermögen. Aber sehen Sie doch- Kolonisten, Land und Landesfriichte, Vieh, Gr- treibe, Rohstoffe, gewerbliche Erzeugnisse, blankes Geld und Kredit — all das, was das Gedeihen der Völker und die Kraft der Rassen erschafft, gewann man ehedem mittels der Gewalt. Heute ist das ein Gegenstand des Einvernehmens zwischen Nationen der gleichen Zivilisationsstufe. Es ist wahr, daß die tiefcrstehendcn Rassen nur allzu oft die Kosten zu bezahlen haben. Aber man kann voraus. sehen, daß ein so grausamer Mißbrauch nicht ewig währen wird. Zwischen den Völkern von kultureller Ebenbürtigkeit verwirklicht sich trotz der Rivalitäten und trotz des Mißtrauens mit jedem Tag fortschreitend, freiwillig oder unfreiwillig das Einvernehmen. Die wachsende Masse der Verkehrs- und Austauschmittel, die unvermeidliche Solidarität der Handels- und Finanzmärkte, die rapiden Fortschritte des internationalen Sozialismus, des Prole- tarierbundes, bereiten unmerklich die Vereinigung der Völker aller Weltteile vor. Ter allgemeine Friede wird sich eines Tages verwirklichen, nicht weil die Menschen besser sein werden— dies zu hoffen ist uns nicht gestattet—, sondern tveil eine neue Ordnung der Dinge, eine neue Wissenschaft, neue ökonomische Notwendigkeiten, die wir entstehen und wachsen sehen, ihnen den FriedenZzustand ebenso auf- erlegen werden, wie ehedem die Bedingungen ihrer Existenz selbst sie in den Kriegszustand versetzten und darin festhielten. Ich fürchte da?, was man die„Ucberraschungen des Herzens" genannt hat und will die Suggestionen des Gefühls ausscheiden. *) Wir geben hier die Rede wieder, die der berühmte Dichter bei einem Festabend anläßlich des zehnjährigen Gedenktages der Haager Friedenskonferenz am� 28. Juni im Pariser„Trocadero" gehalten hat. Unsere Leser wissen, was sie vom zarischen Friedens- schwindcl, der zu dieser Konferenz die Initiative gab, zu halten haben. Der Anlaß aber nimmt der Ansprache Franccs glücklicher- weise nichts von ihrer gedanklichen und sprachlichen Schönheit. Die ideologische Entgleisung am Ende mit ihrem Appell an die Staatsmänner der Bourgeoisie wird man dem Poeten zugute halten. S, Red. gebracht, die Gewerkschaftsmitglieder auf die von der Arbeiterschaft gegründeten eigenen Bildungseinrichtungen aufmerksam zu machen, also auf Arbeiterbildungs- schulen und freie Volksbühnen. Nun liegt dem Kongreß ein nichtgedruckter Antrag vor, daß die Stenographie unter die Bildungsmittcl der Arbeiter aufgenommen wird. Eine, solche Erklärung wäre durchaus schädlich. Die Stenographie ist eine schöne Kunst und sehr nützlich für alle diejenigen, die berufs- mäßig viel zu schreiben haben. Was aber will der Arbeiter, der nur für eigene Bedürfnisse oder ab und zu auch im Dienst der Organisation eine Feder anzufassen hat. mit Stenographie? Es ist ihm viel dienlicher, wenn er ein gutes Buch liest.(Lebhafte Zustimmung.) Wie kann nun für bessere Vorträge gesorgt werden? Dadurch, daß an Stelle des heutigen sozusagen wilden Verfahrens einsystematischesVorgehen tritt. Ich will damit durchaus nicht eine Zentralisation des Bildungswcsens der Gewerkschaften vorschlagen. Es kann sich hier nur um Anregungen handeln, nicht um schablonenmätziges Vorgehen. Solche Anregungen werden bereits jetzt gegeben, durch den von der sozialdemokratischen Partei eingesetzten Zentralbildungsausschuß und durch die Bildungs- ausschüsse an den einzelnen Orten. An den örtlichen Aus- schlissen sind die Gewerkschaften bereits jetzt meist beteiligt. Ich möchte nun dringend wünschen, daß diese Teilnahme an allen Orten allgemein wird.(Sehr richtig!) Fernere Voraussetzung ist, daß Lehrgegenstände, die das Gebiet der Gewerkschaften berühren, auch im Sinne der Gewerkschaften vorgetragen werden. Wir haben keine Veranlassung, Veranstaltungen zu unterstützen, in denen den Arbeitern die Freude an den Gewerkschaf- ten verekelt wird. Immer wird es sich darum handeln, gute Vortragskräfte zu besorgen. In kleinen Orten ist das nicht immer möglich, hier wird die Gesamtheit einzu- treten haben. In den großen Orten aber mutz mit dem bis- herigen System gebrochen werden, erst im letzten Augenblick einen Referenten zu besorgen und diesen über ein beliebiges Thema reden zu lassen. Hier dürfte es sich empfehlen, für eine längere Periode die Vorträge festzulegen, etwa für ein halbes Jahr. Dann müßten die Vorträge so ge- wählt werden, daß sie sich ergänzen, ohne daß dabei das Ver- ständnis irgendeines Vortrages erschwert wird, wenn der vorher gehaltene Vortrag nicht gehört wurde. Dagegen empfiehlt es sich nicht, in den Vereinsversammlungen geschlossene Vor- tragskurse zu veranstalten. Auch soweit es sich um V e r a n st a l t u n g e n zur Bildung der Jugend handelt, käme in erster Linie ein gemeinsames Vorgehen in Frage. Daß auf diesem Gebiete eine rege Tätigkeit der Gewerkschaften erwünscht und nötig ist, hat ja der vorhergehende Gewerkschafts- kongretz nachdrücklich betont. Die Wirkung der Vorträge wird aber auch erhöht, wenn am besten während der ganzen Versamm- lung kein Ausschank stattfindet. Es ist besser, statt der indirek- t e n Entschädigung durch den Verbrauch von Getränken eine direkte Miete für das Lokal zu zahlen.(Sehr richtig!) Was in anderen Ländern möglich war, sollte auch in Deutschland ein- führbar sein. Der erfreuliche Fortschritt der Gewerkschaften macht eine Menge Kräfte nötig, die nicht mehr in der alten Weise her- angebildet werden können. Die älteren Gewerkschaftsfunktionäre sind mit den Organisationen groß geworden und allmählich in die immer größer werdenden Aufgaben der Gewerkschaft hin eingewachsen. Wenn aber heute ein Mitglied einer Organisation in eine gewerkschaftliche Stellung hineingewählt wird, steht er so« fort den ganzen komplizierten Aufgben der jetzigen Gewerkschaftsbewegung gegenüber. Die Erkennt- nis, daß hier die allmählich gewonnene praktische Erfahrung durch ein anderes Mittel ersetzt werden muß, hat nun die Gewerkschaften veranlaßt, die Untcrrichtskurse in Berlin ins Leben zu rufen. Es ist daher zu überlegen, ob man nicht ein Stück weitergehen und auch den leitenden Genossen in den einzelnen Orten die Mög- lichkeit geben soll, sich eine bessere SpezialVorbildung für gewerkschaftliche Tätigkeit anzueignen. Soweit einzelne Orte nicht selbst etwas leisten können, würde die Generalkom- Ich sage: Möge der Frieden zugrunde gehen, wenn er die Mensch- heit kleiner macht! Und ich sage: Möge der Krieg untergehen, weil er heute nicht imstande ist, die Verluste und Schäden, die er dem Sieger verursacht, zu ersetzen. Möge der Krieg untergehen, da jetzt die Industrie der große, der einzige Eroberer geworden ist. Der Frieden! Zu allen Zeiten hat die Welt nach ihm ge- dürstet. Wir erröten nicht, weil wir ihn ersehnen— die Besten haben ihn vor uns ersehnt. Die Schwerter in Pflugscharen umzu- schmelzen ist der Wunsch der Propheten Israels, wie der Poeten von Athen und Ron,. Es ist der Wunsch der besten und vornehmsten Seelen der modernen Zeitalter. Und mehr noch: Man hat Krieg immer nur geführt, um den Frieden zu erlangen. Es ist also die Bestimmung des Krieges, in seinem Triumph unterzugehen. Möge er doch für immer untergehen! Völker, erinnert euch, was er euch an Macht, an Elend und an Ruhm gebracht hat und rollt ihn in sein Purpurlinnen! Und fürderhin von schimmernder Sklaverei in seinem Joch befreit, suchet Größe und Reichtum nicht in den Siegen eines Tages, son- dern im Frieden, der auch ein Sieg und der einzige dauernde ist! Wer aber wird um den toten Krieg weinen? Wenn unter Ihnen noch einige sind, die, von einer düsteren Theologie genährt, ihn vermissen, ihn als eine Geißel erhoffen und in den Schlachten das blutige Opfer sehen, das dem Gott der Heerscharen wohl- gefällt— ja diesen habe ich nichts zu erwidern. Fürchten Sie etwa, daß man mit dem Krieg zugleich den Mut. die Beharrlichkeit, die Selbstverleugnung tötet, die stolzesten Tugenden, die das Menschcnherz schwellen machen? Nein! Auch die Künste des Friedens, die Wissenschaft— die reine, spekulative wie die handelnde, den Bedürfnissen der Individuen und der Ge- scllschaftcn angepaßte Wissenschaft— und die Werke der Zivilisa. tion feuern die Energie» an, erregen den Mut und zeugen Helden. Es ist nicht der Augenblick, daran zu zweifeln, jetzt, wo die fried- liche Eroberung des Luftraums unter den Jüngsten und An- crschrockcnsten so schomirigSlos ihre Opfer fordert. Mögen also alle, die glauben, daß die harten Prüfungen nötig sind, um die Herzen zu stählen, sich beruhigen. Auch wenn die Kricgstrompete, deren Ton in der Welt immer seltener wird, auf- gehört haben wird, die Rassen zum Gemetzel zu rufen, wird die Menschheit nicht in Gefahr kommen, in den Wonnen eines neuen goldenen Zeitalters einzuschlafen. Asträa wird nicht vom Zodiakus herabsteigen, um die Menschen für die holde Muße eines ewigen Frühlings zu unterweisen, und miS dem Strunk der alten Eichen wird kein Honig in Bächen strömen. Die Mühe, die harte Mühe wird nach wie vor der unglücklichen Menschheit notwendig sein. Selbst die Kunst, die Kunst, die eitel Freude und Lächeln scheint— hat sie nicht ihre Märtyrer und fordert sie nicht von denen, die sich ihr weihen, grausame und bisweilen blutige Opfer, selbst in ihren leichtesten Spielen? Wenn der Kampf für den Tod gefährlich ist, bietet der Kampf gegen den Tod nicht minder furchtbare Gefahren dar. Das Ge- dächtnis der Aerzte, der Gelehrten, der Erfinder, aller der edlen Menschen, die untergingen, da sie die Leiden ihrer Ncbenmcnschen stillten, sei mein Zeuge. Aber, wenn man�von Armeen sprechen will, leidet jene andere, die große Armee der Arbeiter nicht Müdigkeit und Kvt, Mission eingreifen müssen. In ungefähr 6 Vorträgen könnte ein weites Gebiet der gewerkschaftlichen Grundanschauungen be» handelt werden. In großen Städten, in denen Vortragskräfte vorhanden, könnte 6 Wochen hindurch an einem bestimmten Wochen- tag ein Vortrag veranstaltet werden. Auch in dem Bibliothekswesen haben die Gewerkschaften von Anfang an ihre Schuldigkeit getan. Aber ein Fortschritt gegen früher ist nicht erzielt worden. Der Posten des Bibliothekars ist in der Regel noch immer der u n t e r st e P o st eN in der ganzen Verwaltung. DaS Bibliothekswesen darf nicht so betrieben werden, daß in geistloser Weise die zufällig vorhandenen Bücher an die zufällig kommenden Mitglieder ausgegeben werden. Will man Besseres leisten, so kommen die Fragen der Zusammensetzung der Bibliothek, ihrer Er» gänzung. der technischen Verwaltung und der Propaganda in Be» tracht. Was die Zusammensetzung anlangt, so geht die Sache meist so vor sich, daß der Verband eine bestimmte Summe bewilligt, und die Beauftragten dann zu der örtlichen Parteibuchhandlung gehen und ziemlich wahllos einen Haufen Bücher zusammenkaufen. Es gibt eine Anzahl Favoritbücher, die immer gekauft werden und in den verschiedenen Bibliotheken einen einseitigen Charakter geben, der besonders bei späteren Zusammenlegungen in die Er» scheinung tritt. Außer diesen Favoritbüchern wird vielfach ge» nommen, was gerade da ist. Das vom Zentralbildungsausschuß herausgegebene Musterverzeichnis und die von der Zentralstelle für die arbeitende Jugend herausgegebene Zusammenstellung für Jugendbibliothcken hat ja vieles gebessert. Leider wird von diesen Hilfsmitteln noch nicht genügend Gebrauch gemacht. Bei einer Neu- Herausgabe des Verzeichnisses des Biltmngsausschusses werden die Herausgeber jedenfalls gern bereit sein, der gewerkschaftlichen Literatur weitgehendst Platz einzuräumen. Auch die Unterhal» tungsliteratur verdient, soweit es sich um gute Bücher handelt, durchaus Berücksichtigung. Bei den größeren Bibliotheken spielt die technische Einrichtung eine große Rolle. Auch hier müßten sich unsere Bibliotheken die modernen Errungenschaften und die verschiedenartigen Hilfsmittel für das Bibliothekswesen zunutze machen. Die Literaturbcilage des„Correspon- denzblattes" muß so ausgebaut werden, daß si» zu einem Rat» geber der Bibliothekare bei der Einrichtung, Ergänzung und Verwaltung der Bibliotheken wird. � Redner legt folgende Leitsätze vor: 1. Die Gewerkschaften haben die Aufgabe, die Mitglieder mit Fragen des öffentlichen Lebens bekannt zu machen und ihnen Kenntnisse zu vermitteln, die geeignet sind, sie als Menschen zu heben und als kämpfende Arbeiter in ihren Kämpfen zu unter. stützen. Die Erweiterung der Elementarkenntnisse der Volksschule ist nicht Aufgabe der Gewerkschaften. Wo von dritter Seite solche Versuche gemacht werden, können sie durch die Gewerkschaften ge- fördert werden. 2. Die Vorträge in den Gewerkschaftsversammlungen sind systematischer zu gestalten. Es wird empfohlen, die Vorträge für eine längere Zeit vorher festzulegen. Bei dem Wechsel der Mit- glieder erscheint es nicht angängig, in den regelmäßigen Versamm- lungen Vortragskurse zu veranstalten, dagegen ist zu empfehlen, daß die Vorträge eines Halbjahres zueinander in Beziehung stehen. Soweit einzelne Organisationen imstande sind, für sich selbst Vor» tragskurse zu veranstalten, möge dieses außerhalb der regelmäßigen Versammlungen geschehen. 3. Die Veranstaltung von Vortragskurfcn, die allen Gewer!- schaftsmitgliedern zugängig sind, wird den örtlichen Bildungsaus» schössen überlassen. In Ermangelung eines solchen kann das Ge» werkschaftskartcll Vortragskurse veranstalten. Voraussetzung der Beteiligung am Bildungsausschuß ist, daß die Gewerkschaften in ihm in paritätischer Weise vertreten sind und daß diejenigen Lehr» gegenstände, die das Gebiet der Gewerkschaften behandeln, im Sinne der Gewerkschaften vorgetragen werden. 4. Den Gewerkschaftsfunktionären an den einzelnen Orten sollen durch Vortragskurse, die da? Gcwerkschaftskartell veranstaltet. eine genaue Kenntnis der gewerkschaftlichen Grundsätze vermittelt werden. ö. Die Literaturbeilage des„CorrospondenzblatteS" ist so auS- zugestalten, daß sie den Bibliothekaren bei der Einrichtung, der Er» gänzung und technischen Verwaltung der Bibliotheken als Ratgeber dienen kann. behrung, läuft sie etwa keine Gefahr, ist sie Wunden und gewalt- samem Tod nicht ausgesetzt? Die Armee der Arbeiter, die mit ihren Armen das wunderbare Gebäude unserer Zivilisation erbaut und aufrechthält: Arbeiter der Erde und der Bergwerke, Arbeiter in Metall und Stein, die friedliche und wohltätige Armee, die im Dunkel, zu jeder Stunde Wunder von Hingabe, Kraft und Un- erschrockenheit vollbringt! Wird diese Armee nicht immer— ach. auch im allgemeinen Frieden!—. ihre Helden und ihre Opfer haben? Ihr jedoch, letzte getreue Freunde des Krieges, die ihr ihn liebt, weil ihr ihn für vornehm, rein und heldenhaft haltet und ihn erhalten wollt, um der gerechten Sache zu dienen, als ob er nicht stets zu gleicher Zeit der Gerechtigkeit und der Ungerechtigkeit diente— ihr, vor denen ich mich neige, weil ihr loyal seid, de» wahret in eurem Herzen die Erinnerung an seine alten Tugenden, die er besaß, als das Schwert Schiedsrichter der Welt war. Durch das Schwert erwarb der Krieg Erhabenheit. Klaget, weinet um das Schwert! Es ist nicht mehr! Die blanke Klinge, die so- zusagen ein Recht der Stärke schuf, ist durch eine kostspielige Metallurgie und Pyrotechnik ersetzt worden, die den Mut der Bürger dem Reichtum der Nationen unterordnet. Die Göttin des Krieges ist heute keine Kriegerin mehr. Sie ist eine Metallfqbri» kantin, eine Großindustrielle, die das Material und das Werkzeug des Friedens und der Kultur entwendet und zu ihrem eigenen Nutzen verdirbt. Menschen, entfernt euch von ihr! Volksvertreter, Gesandte der Nationen, Bürger de? ErMreifeS. Proletarier beider Welten, dereinigt euch, um dieser ehernen Raserei ein Ende zu setzen, die mörderischer ist als das Fieber der Schlachten! Einigt euch, um den verbrecherischen Wahnsinn der Rüstungen zu unterdrücken und die Welt aus den Klauen eines Uebels zu retten, das tödlicher ist als der Krieg: de? bewaff» neteg Friedens!_*>■ Humor und Satire. KröcherS Abschied. Sehr frei nach Schiller. Will sich Kröcher ewig von uns wenden, Der so oft mit starken Junkcrhänden Die Dreiklassenbudenglocke schwang? Wer wird künftig Hoffmann Mores lehren Und dem wilden Revoluzzer Liebknecht ivehren, Wenn der Jordan vom Präsidenfeflel schwankt? Teure Freunde, wehret Euren Tränen I Ich Habs satt; nach Ruhe geht mein Sehnen, Diese Roten machen mich noch toll. Wenn auch die verdammten Jesuwiter Treu jetzt halten zu dem preußischen Ritter— Von den Roten Hab' die Ras' ich voll! Sucht nach einem andern starken Knaben,— Viel Gehirn braucht er ja nicht zu haben,-» Der der Bande derb die Zähne zeigt. Laßt mich homogen in eure Reihen tauchen, Und mit euch laut grunzen oder pfauchen. Wenn dann eine Sozi-Rede steigt. Ernst, i 8. Im emzelneä iSerSeH kium Vibliol�eWesen folgende Grundsätze anerkannt.' s) Zentralbibliotheken der gesan iten Arbeiterschaft eines Ortes mit genügenden, in den verst hiedenen Stadtteilen gelegenen Ausgabestellen sind der jehig'.n Zersplitterung vorzuziehen. b) Wo die Möglichkeit besteht, eänen Bibliothekar anzustellen, X ist dieses anzustreben. Bei der Wahl des Bibliothekars ist darauf zu sehen, daß er nicht allein imstande ist, die tech- L nischen Arbeiten zu erledigen, sondern daß er auch literari- < sches Verständnis hat und es versteht, in freundlicher und angemessener Weise den Besuchern bei der Auswahl von Büchern behilflich zu sein. c) Die Ergänzmng der Bibliothak hat regelmäßig und laufend zu erfolgen. Dem Bibliothekar in Gemeinschaft mit der BibliothekSkoW.mission ist im voraus ein Jahreskredit zu bewilligen, imierhalb dessen sie aus eigenem Entschluß neue Bücher anschaffen können. d) Der Gewerkschaftsliteratur ist mehr Platz einzuräumen. «) Gute Unterhvltungslektüre ist geeignet, anregend auf den Leser zu wirken. Hier dürste es sich empfehlen, die neuere Literatur mehr als bisher zu berücksichtigen. ' Redner schließt: Mit diesen Leitsätzen ist der Leiter des Bildungsausschusses der Partei. Genosse Heinrich Schulz, mit dem ich sie während des Kongresses besprochen habe, vollständig ei ri verstanden,� wünscht aber einige kleine Aenderungen. Ich bin damit einverstanden und füge auf Wunsch des Genossen Schulz noch als Punkt 4a ein: Den Gewerkschaften wird empfohlen, den künstlerischen Be j dürfnissen ihrer Mitglieder in geeigneter Weise Rechnung zu � tragen. Ich bin mir wohl bewußt, daß es mir nicht möglich war, neue Wege zu weisen. Es kann sich immer nur darum handeln, die vor. handenen Pfade in bescheidener Weise auszubauen. Aber auch damit, hoffe ich. kann der Arbeiterbewegung ein Dienst geleistet und zu ihrem weiteren Fortschritt beigetragen werden.(Lebhafter Beifall.) ES ist folgender Antrag eingegangen: den Leitsätzen als Ab- satz 4 zuzufügen: «In den Orten, wo gemeinsame Bildungsausschüsse be- stehen, ist diese Materie in den von diesen mitveranstalteten Kursen mitzubehandeln." Die Diskussion. Heinrich Schulz»Berkin(Zentralbikdungsausschuß): Ich gebe meiner Freude darüber Ausdruck, daß Sassenbach in seinen Leitsätzen die ihm von mir vorgeschlagenen Aenderungen auf. genommen hat, so daß tzfj meine volle Zustimmung zu den Leit- sähen erklären kann. Vor allem ist dem Bildungswesen die Zen- tralisation auch für Partei und Gewerkschastsveranstaltungen nötig. ES können ja in den gemeinsamen Bildungsausschüssen Gewerkschaften die Arbeit für den gewerkschaftlichen Zweig der Bildungstätigkeit besorgen. Zu der in den Leit- sähen enthaltenen Verwahrung, daß der Unterricht stets im Sinne der Gewerkschaften zu erfolgen habe, liegt gar kein Grund vor. Aber durch die von Sassenbach vorgenommene redaktionelle Aende- rung ist mein Bedenken, als ob eine Einschränkung der MdnungS- freiheit eintreten solle, beseitigt. Wir sind schon daran, auch die gewerkschaftliche Literatur in unseren Hinweisen und Katalogen gleichmäsiig zu berücksichtigen. Wir haben Legiens Buch über die Gewerkschaften schon empfohlen, ehe es borlag '(Heiterkeit.) Besonders freudig begrüße ich Sassenbachs Auf, fassung, daß auch die Bildungsarbeit dem Befreiungskampf der Archeiter zu dienen hat. Je mehr er hat, je mehr er will, nie schweigen seine Klagen still. DaS gilt noch ganz anders für den heutigen Arbeiter als in jenem harmlosen Sinne des Dichters. Lassen wir den Arbeiter auch blicken in das weite und heitere Reich der Kunst, und nützen wir auch die Bildungsarbeit zur Schaffung einer freien Gemeinschaft der Arbeit.(Lebhafter Beifall.) P l o o g- Leipzig begründet seinen Antrag. Alle neuen strebungen gelangen nottvendigerweise auf die Bahn der Zentrali- sation. In den Leitsätzen hätte die grundsätzliche Forderung alkoholfreier Vortragslokale stehen sollen, so wichtig ist dies. In Leipzig arbeiten die Bibliothekskommissionen musterhaft zusammen, so daß sich eine Anstellung von Bibliothe- kcrren auf länger hinaus erübrigt. Dittmer-Berlin(Eemeindearbeiter)� Die Fluktuation der Mitglieder in den Bildungsveranstaltungen ist gar nicht so schlimm. Ein Stamm Mitglieder kommt immer wieder. Diese wollen aber auch nicht immer das gleiche hören. Die Arbeiter. f e st e sind noch lange nicht auf der Höhe. Es fehlt häufig an der pädagogischen Leitung. In der erweiterten Literatur. beilage deS„Correfpondenzblattes" sollten die Buch. besprechungen doch ausführlicher fein; sie sollen kein bloßes Werturteil, sondern eine referierende Wieder- gäbe sein. Könnte die Generalkommission nicht Legien veran. lassen, auf Grund seiner Vorträge ein Buch über die deutsche Gewerkschaftsbewegung zu schreiben? Die Pflege der Geschichte, Literatur und Kulturgeschichte kann sehr viel zur Vertiefung beitragen. Trotz Heinz Sperber. der sich da im„Vorwärts" betätigt, können wir sehr viel aus der bürgerlichen Literatur lernen. Um breit-Berlin(Gencralkommission): Hier ist zu wenig Aufmerksamkeit für diese wichtige Frage der Durchbildung unserer neugewonnenen Hunderttausende zu konstatieren. Die in den Leit- sätzen geforderte Ausgestaltung des„Correspondenz. Matt" war auch die maßgebende Erwägung für die Schaffung der Literaturbeilage. Aber alle Einrichtungen müssen sich erst ent- wickeln. Es ist außerdem schwierig, gerade bierfür Mitarbeiter zu gewinnen. Wir sind willens, die Literaturbeilage aus- zuge st alten durch Verdoppelung des UmfangS auf 16 Seiten. Ganz vorzügliche Anleitungen zu Referaten bringt die Wiener„Bil- dungsarbeit", das wollen auch wir in der Literaturbeilage an- streben. Das Blatt„Der Bibliothekar" ist von allen G e- werkschaften zu unterstützen. Fördern Sie auch mehr wie bisher die Tätigkeit der Redaktion, namentlich durch kräftige Mitarbeit.(Beifall.)» B a r t h e l- Friedrichshagen(Lithograph): Die Arbeiter sind in ihrer Ausbildung ganz auf sich selbst gestellt. So nützlich die Stenographie ist, so gehört ihr Unterricht doch nicht in die Bildungsprogramme. Unsere Organisation war eine der ersten, die planmäßig Bildungsarbeit geleistet hat und die Ent- Wickelung des Menschengeschlechts, dann die der Welt- und Ge- schichtsauffassungen unseren Mitgliedern vorgeführt hat. In unseren Jugendorganisationen findet die Fachbildung besonderen Anklang.(Bravo!) Die Diskusfion schließt. Sassenbach. Berlin(Schlußwort): Vorhin beglückwünschte mich ein Genosse zu meiner Haltung zur Stenographie und bat mich, doch auch das Esperanto totzuschlagen.(Heiterheit.) So reaktionär will ich aber nicht sein.— Den Antrag P lö o g bitte ich a b z u l e h n e n. Er hat mit den Absätzen 3 und 4 der Leitsätze gar nichts zu tun Der Antrag Ploog wird abgelehnt. Die Leitsätze des Referenten werden einstimmig an- genommen. Die Wahl der Generalkommission. Horn-Bochum(Bergarbeiter) berichtet namens der Wahl- kommission: Abgegeben wurden 363 Stimmzettel, S davon waren ungültig. Gewählt werden Legien mit 348 Stimmen. Bauer mit 342, Silberschmidt mit 346, Schmidt mit 338, K U b e mit 338, Cohen mit 309, Hübsch mit 294, Sassenbach mit 296, Sabath mit 293, Schumann mit 274, Knokl mit 263 und D ö b l i n mit 260 Stimmen. Ferner erhielten S a ch, e 169, D runs el 162, Käpp lex 97, BruhoZ S3/MoSS �Thiede 18 aaJßstu* 3ß©tuaniöi. r' Zwischen Sachse und Drunsel mutz Stichwahl stall' finden, da keiner von beiden die absolute Mehrheit erlangt hat Die Stichwahl ergibt die Wahl von Sachse mit 227 Stimmen. Drunsel erhalt 127, 1 Stimmzettel war leer. Es folgt die Beratung über folgende Resolution des Tabakarbeiterverbandes. „Infolge der steuer- und zollpolitischen Maßnahmen der Reichs regierung ist die Tabakindustrie, die sowieso schon über alles Maß belastet war, abermals schwer geschädigt worden. Durch diese erneute Schädigung der Industrie ist über die Tabakarbeiter Deutschlands, die ohnehin schon ein kärgliches Dasein führen mußten, unsägliches Elend herbeigeführt worden. Die Fabrikanten suchten die neuen Lasten durch Lohnabzüge auf die Arbeiter abzu- wälzen und drückten dadurch die Lebenslage der Tabakarbeiter auf das niedrigste Niveau. Den Tabakarbeitern wurde dadurch die Möglichkeit auf eine halbwegs anständige Existenz genommen. Mit Rücksicht auf diese Matznahmen der Regierung und die Tabakindustriellen gegen die Tabakarbeiter fordert der 8. Gewerk- schaftskongreß die Arbeiter ganz Deutschlands auf, dahin zu wirken, daß nur Waren von tariftreuen Firmen der Tabakindustrie gekauft werden. Der Gewerkschaftskongreß empfiehlt im übrigen den deut- schen Arbeitern, den Kampf des Tabakarbeiterverbandes gegen Re gierung und Unternehmer zu unterstützen. Kiesel- Berlin(Tabakarbeiter): Unsere Resolution ist ein Notschrei! Sie kennen die unerhörten Drangsa l i e r u n g e n, denen die Tabakarbeiter durch die Politik der Re gierung ausgesetzt worden sind. Die Situation der Tabakarbeiter spottet aller Beschreibung. Wir sind das Opfer des Molochs Kapitalismus geworden. S i e können uns viel helfen, ich wende mich na- mentlich an die Berliner Delegierten. In vielen Ar beiterlokalen werden Waren geführt, die unter den Minimallöhnen hergestellt werden. Die von den sozialdemokratischen Gastwirten in Berlin, Köln usw. gegründete Einkaufsvereinigung hat, ich mutz das leider aussprechen, m dem Ausbeuterorgan„Süd- deutsche Tabakzeitung" nach Waren i n s e r ier t und gerade in Süddeutschland werden doch die elendesten Löhne in der Tabak- industrie gezahlt. Ich appelliere an die Solidarität aller Gc- Werkschaftsgenossen, unserem schweren Kampf dadurch beizustehen. daß sie solche Produkte nicht kaufen.(Beifall.) v. Elm-Hamburg: Leider kaufen die Arbeiter mit Vorliebe die billigsten Tabakprodutte. Die 4 Ps.-Zigarren, die in Sachsen noch gekauft werden, können gar nicht zu Tariflöhnen hergestellt werden. Wenn die Arbeiter die Organisation der Tabakarbeiter fördern wollen, dann dürfen sie solche Produkte nicht kaufen. Wir haben auf diesem Kongreß beschlossen, daß nicht tarifmäßig entlohnte Arbeit durch Kauf ihrer Produkte nicht unterstützt werden darf. Kontrollieren können die Arbeiter aber nur Genossenschafts- arbeit. Wer solch ganz billige Zigarren kauft, unterstützt die Schwitz-, Heim- und Zuchthausarbeit.(Zustimmung.) Die Resolution wird darauf einstimmig ange- nom m en. Damit ist die Tagesordnung des Kongresses erschöpft. Vors. Alexander S ch l i ck e- Stuttgart iMetallarbeiter): Ge' Nossen und Genossinnen! Vor uns liegt heute eine Jubel' n u m m e r des„Kupferschmied". Ich glaube im Namen des Kongresses zu handeln, wenn ich unserem kleinen Bruder, dem Kupferschmied(Heiterkeit), die herzlichsten Glückwünsche des Kongresses übermittele und den Wunsch ausspreche, daß es ihm gelingen möge, durch Organisierung der Arbeiter seines Berufs dazu beizutragen, die Gewerkschaftsarmee Deutschland zu stärken. Weiterer Dank gebührt dem Lokalkomitee für seine Ar- beiten vor und während des Kongresses. Wohl mancher Delegierte mag Unmut darüber empfunden haben, daß er am Ziel seiner Reise hierher die Wohnungsfrage unfreiwillig studieren konnte.(Heiterkeit.) Aber dieser Unmut darf sich nicht gegen das Lokalkomitee richten, sondern gegen die Verhält- nisse. Heute am Schlutztajje haben wir es nicht zu beklagen, däß der Kongreß gerade am Ausstellungsorte, in Dresden, abgehalten wurde. (Bravo!) Wir danken der Arbeiterschaft Dresdens für ihre V e r a n st a l t u n g e n, für ihre warme Aufnahme und den Empfang, den sie uns bereitet hat. Wenn irgendwo bewiesen worden ist, daß die Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung ein Stück Kulturarbeit leistet, so hat es die Arbeiterschaft Dresdens bewiesen. (Beifall.) Unser Dank gebührt auch der Arbeiterschaft über DreS- dens Grenze hinaus. Ich erinnere an das Arrangement des Ausflugs in die Sächsische Schweiz. DaS Marktsest legte uns Süddeutschen den.Gedanken nahe, ob eS nicht zweckmäßig wäre, die Mainliaie etwas weiter nordwärts zu verschiebe«». (Lebhafte Heiterkeit und Beifall.) Die Veranstaltungen, die unsere Genossen da getroffen haben, legen Zeugnis dafür ab, mit welchem Vertrauen die Arbeiterschaft dieser Gegend ihren gewerkschaftlichen Vertretern entgegenkommt. DaS war eine Demonstration, die aller Welt gezeigt hat, daß Massen und Führer ein? sind'. (Stürmischer, anhaltender Beifall und Händeklatschen.)' Wohl alle von uns haben die Ausstellung besucht und' wir können nicht bestreiten, daß sie instruktiv ist, aber wir vermissen an dieser Ausstellung die Erklärung des Gebotenen und die Hin- weise darauf, was notwendig ist, um die Ursachen und Folge- erscheinungcn des Ausgestellten zu beseitigen.(Sehr richtig!) DaS, was wir auf der Ausstellung nicht zum Ausdruck bringen konnten. haben wir hier reichlich nachgeholt. In würdiger und fach- licher Form hat der Kongreß darauf hingewiesen, welche Schritte notwendig sind, um die gesundheitlichen Gefahren für das gesamte Volk einzuschränken oder, soweit möglich, ganz zu beseitigen. Mit der Hygiene stand unsere Tagesordnung in bedeutend engerem Zusammenhang als manche Veranstaltung auch der Hygieneaus- stellung selbst.(Heitere Zustimmung.) Ich möchte betonen, daß wir in gedrängter Kürze kein Wort zu wenig, aber keinS zu viel über all diese Angelegenheiten beraten haben. Wir haben aber auch darüber sprechen müssen, daß nicht nur unser n a t ü r licher Gegner, das Unternehmertum, sondern auch der angebliche Sachwalter aller Staatsbürger unseren Bestrebungen nicht nur nicht willfährig, sondern feindlich gegenüber st e h t. Wir haben uns bei unserer Arbeit auf das Notwendigste, auf das Nötige beschränkt. Es war schon von jeher Usus, nicht nur in den deutschen Gewerkschaften, seine Meinung durch Resolutionen zum Ausdruck zu bringen. Wir wissen genau, welchen Eindruck unsere Beschlüsse auf die Regierenden machen können. Legien hat es uns in seiner Eröffnungsrede gezeigt. Wir wissen aber auch, daß hinter unseren Beschlüssen die Massen stehen und daß wir im Sinne dieser Beschlüsse weiter arbeiten werden. ES ist ein Verdienst des Kongresses, die Gedanken der deutschen Gewerkschaftsbewegung nicht nur durch Worte, sondern durch Handlungen zum Ausdruck gebracht zu haben.(Zu- stimmung.) Wenn wir die Arbeit des Kongresses uberblicken, können wir sagen, dieser Kongreß gehört zu den besten, die wir erlebt habeir. (Lebhafte Zustimmung.) Wir haben vor aller Welt dokumentiert. daß wir unsere Aufgabe darin erblicken, nicht nur den Schutz unserer eigenen Mitglieder zu fordern, nicht nur darin dagegen zu protestieren, daß dieser Schutz ungenügend ist und daß die ganze Sozialreform ungenügend ist, sondern auch dagegen, daß die Herr- schenden Klassen den Geist der Sozialrcform verkümmern lassen. Wir haben dagegen protestiert, daß man unS sogar bei unseren BildungSbestrebungen Steine in den Weg legt und uns ßsäl tz£S SÄulgefetzeo behandeln will M, Mx Meli ieikr eins gedenk sein müssen, daß es gerade der größte Bundesstaat DeuW< lands ist, der ja angeblich seiner preußischen Eigenart gemäß— in der Welt vorangeht und der auch auf dem Gebiete der(St* drosselung der Arbeiterbestrebungen in der Welt voranschreitet- (Sehr wahr!) Wir wissen, wo unsere Feinde stehen(lebhaste Zu- stimmung), und ich glaube, im Sinne des Kongresses erklären zu können, daß wir vollständig erkannt haben, daß die Rechtlosigkeit der preußischen Arbeit er in politischer Be- ziehung mit eine Ursache für den Uebermut der Regierung ist.(Lebhafte Zustimmung.) Wir erklären uns einverstanden mit der Haltung unserer preußischen Arbeitsbrüder gegenüber der Regierung. Wir erklären uns einig in der Beurteilung der Haltung der preußischen Regierung zum Wahlrecht.(Sehr wahr!) Wir erklären einmütig, daß wir uns verpflichtet fühlen, alle außer- halb Preußens diesem Kampf der preußischen Arbeiterklasse unsere volle Aufmerksamkeit zuzuwenden und ihn nach besten Kräften zu unter st ützem(Allgemeiner Beifall.) Wir sind einmütig beherrscht und beseelt von dem ßi.c* danken, den schwierigen Aufgaben unserer Zukunft gerüstet entgegenzugehen. Ich habe noch den Genossen zu danken, die aus dem A u s- lande zu uns gekommen sind, die einer Meinung mit uns sind in dem Kampf gegen die bestehenden Zustände; ich danke ihnen für die Teilnahme, die sie uns durch ihr Kommen bekundet haben.(Beifall.) Nach Beendigung unserer Arbeit auf dem Kongreß kehren wir jeder heim an die Stätte seiner Tätigkeit. Die Anregungen, die wir empfangen haben, werden wir benützen im Interesse der gesamten Arbeiterschaft. Wir werden dafür sorgen, daß die un- bedingt notwendige Aufklärungsarbeit auch geleistet wird und daß wir. wenn wir bei späteren Konaressen vor schwierigeren Problemen stehen, die gesamte Mitgliedschaft deü deutschen Gewerkschaften diesen Ausgaben gewachsen ist. Wir hosten, daß, wenn wir wieder zusammenkommen, unsere Gewerkschaften gestärkt und in ihrer Einmütigkeit nicht erschüttert dastehen, um ihren großen Aufgaben gerecht zu werden. In diesem Sinne bitte ich Sie. mit mir einzustimmen: Die der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands angeschlossenen Organisationen sie leben hoch! Die Versammlung hat sich erhoben und stimmt begeistert drei- mal in den Hochruf ein. Vors. Schlicke: Der 8. Deutsche Gewerkschaftskongreß ist ge- schloffen. In einer stürmischen Beifallssalve dankt der Kongreß PräMum.' '" Schluß:«12 Uhr- deml Hue der frauenbeivegung. Protest der Frauen gegen die Versagung des Mutterschutzes« Bei der Erledigung der Reichsversicherungsordnung zeigte sich wieder in aller Glorie die Arbeiterfeindschaft der Helden deS Schnapsblocks, der Ritter, Heiligen und Scharfmacher, ihr Prole« tarierinnenhaß kam unverhüllt zur Geltung, als sie zu den sozial- demokratischen Anträgen betreffend den Mutterschutz Stellung zu nehmen hatten. Die erbärmliche Witwen- und Waisenversicherung ist noch durch die Aufhebung der Beitragsrückerstattung, durch Versagung einer obligatorischen Hcbammenhilfe und durch die Re- duktion der Schwangerenunterstützung auf nur 4 Wochen für die in den Landkrankenkassen Versicherten verschandelt worden. Da eS weiter den Großgrundbesitzern freigestellt ist, ihre Arbeiterinne» überhaupt nicht zu versichern, fehlt für viele Tausende der Aermsten jeder gesicherte Unterstützungsanspruch. Für das Weib» liehe Haus- und Nutzvieh ist im Staate der Sozialreform besser gesorgt als für proletarische Mütter. Auf trächtiges und ge* bärendes Vieh wird mehr Rücksicht genommen als auf die Weib- liehen Lohnsklaven, denen neben der Arbeitsfron auch noch die Pflicht obliegt, dem Kapital und den Junkern den Nachwuchs zu liefern. Sollen und wollen die Töchter des Volkes zu solche«» Skandal, zu solchem Hohn stillschweigen? DaS kann und darf nicht geschehen! Bis weit in die Kreise des Bürgertums hinein ist ma» von der Notwendigkeit eines ausreichenden Mutter- urrd Säuglings» fchutzes überzeugt. Sozialpolitiker, humanistische Vereine, die Träger und Trägerinnen großer Namen, Fürstinnen und noch höherstehende Damen unterstützen dergleichen Forderungen. Die Männer dieser Frauen, Priester. Aerzte und christliche Arbeiter» Vertreter, mißachteten alle auf den Mutterschutz hinzielende Be» strebungen; auS brutalen, parteitaktischen und gemein-egoistischeu Motiven versagten sie den Aermsten und Hilflosesten Schutz und Hilfe. Sie, die sich quälen und mühen vom frühen Morgen bis zum späten Abend, deren Brüste oft infolge der tagtäglichea Schufterei bei mangelhafter Nahrung versiegen, wurden von einem frommen Zentrumsmann verhöhnt durch den Zuruf:„Die Frauen wollen nicht stillen!" Diesen Schimpf, diese Schande, diese Miß- Handlung dürfen die Proletarierinnen nicht unbeantwortet hin, nehmen. Die Frage einer besonderen Straßendcmonstration der Frauen ist schon früher ventiliert worden. DaS Verhalten der Reichstags* Mehrheit in der Frage des Mutter- und Säuglingsschutzes wäre sicherlich genügender Anlaß zu einer solchen Kundgebung. Diese oder eine andere Art der Demonstration kann und soll selbst- verständlich an dieser Stelle nicht angeordnet werden. Hier soll nur die Anregung dazu gegeben werden, mit dieser Frage die in- differenten Frauen in die Leseabende hineinzuholen, hier gründ» lich Aufklärungsarbeit zu leisten. Und in Beratung mit den Ge- nassen werden die Genossinnen auch eine geeignete Form finden. um den Reichstag, wenn er wieder zusammentritt, durch eine wuchtige Kundgebung, an der das ganze weibliche Proletariat be- teiligt ist. die gebührende Antwort zu geben und Stimmung für die nächsten ReichStagSwahlen zu machen. Versammlungen— Veranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. MittKöch, den 5. Juli: Ausflug nach Treptow(Kinderfest), LutzwigS Bolls» garten. Köpenicker Landstraße. LSasserstandS-Nochrkchteu der LandeSansiall für Eewässerkunde. mitgeteilt vom Berliner Wetterdureao. Sasierstand Kemel. TUM L r e g- l. Jnfterdlng S« i ch j e l, Thorv Oder, Ratibor , Krossen , Krantwrt v a r t h«. Schrnnm , LandSberg Ritze, Vordamm Elb«, Leilmeritz , Dresden , Barbtz . Magdeburg Wasserstand Saal», Grochlttz Havel, Spandaus , Rakbenoiv') Spree, Svremberg') , veeSlo» Leser, Münden , Minden R tz« l«», Maximilian Sau , Kaub , Köln Neckar, Haibronn Main, Lertdeu» Mosel, Tri« 0+ Vtdvltt Ssttv 9 3aS C 9 llLtapegrt. G.m.b.H. Leipziger Straße 75/76 am Donhoffplatz Potsdamer Strafie 10, II>, V....jetzt Meter 35, 55 Ft. Büstseide solide haltbare Qnalltit,"i.• TT.. jetzt Meter 90 PI. 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Im Herzen der Stadt, in einem prachtvollen Park, dem Königlichen Großen Garten, erhebt sich ein Komplex von zirka 100 Gebäuden in großartiger architektonischer Einheitlichkeit, weißschimmemd mit grünen Dächern, eine Stadt für sich, Belehrung, Anregung, Zerstreuung und Erholung in gleichem Maße bietend. Der Ausstellung ist die Lösung der Aufgabe gelungen, den Menschen in leicht faßlicher Art über alle Fragen der Gesundheit zu belehren. In einem Palast»Der Mensch", etwa 6000 qm bedeckend, wird der Besucher mit ganz neuartigen Methoden und Anschauungsmitteln spielend unterrichtet über die Beschaffenheit des menschlichen Körpers in allen seinen Teilen, über seine Lebensvorgänge, über die Krankheiten und Schädigungen des Körpers und die Möglichkeit ihrer Verhütung; über alles, was mit dem menschlichen Leben zusammenhängt; Arbeit und Erholung, Wohnung und Kleidung; über die Grundsätze einer richtigen Ernährung wird in besonderen großen Abteilungen das Wissenswerteste dargestellt So werden jedem Besucher gewissermaßen in Unterhaltungsform Schätze an Kenntnissen geboten, die ihm für sein ganzes späteres Leben von ungeahntem Nutzen sein können. In einer Historischen Abteilung bekommt der Qeschauer in Tausenden von Gegenständen Kunde von den Anschauungen, die unsere Vorfahren und die alten Völker über den Körper des Menschen und die Gesundheitspflege gehabt haben. In hochinteressanten Vorführungen werden die verschiedenen Sitten und Gewohnheiten, die sich für die Leibespflege herausgebildet hatten, die Ernährungsweise, die Art des Wohnens usw. gezeigt. In einer großartigen wissenschaftlichen Abteilung mit 44 Untergruppen findet der Fachmann wie in einem großen plastischen Lehrbuch und seinen einzelnen Kapiteln, von den hervorragendsten Gelehrten in jahrelanger Arbeit geschaffen, alle wissenschaftlichen Errungenschaften auf dem Gebiete der modernen Gesundheitspflege streng systematisch und übersichtlich vorgeführt. Eine Sammlung, etwa 12 000 qm bedeckend, wie sie in dieser Vollendung nach dem Ausspruch von Fachleuten kaum in Jahrzehnten wieder zusammenzubringen ist, eine Fundstätte für jeden Hygieniker, für jeden Arzt und Techniker, Verwaltungsbeamten und Lehrer. Eine Sportabteilung zeigt in wissenschaftlicher Darlegung, wie in zahlreichen praktischen Vorführungen auf allen Sportgebieten, welche segensreiche Wirkung eine richtige von Uebertreibungen freie körperliche Betätigung auf den Menschen und jedes Lebensalter ausübt. Umrahmt und ergänzt wird jede dieser Abteilungen von zahlreichen Darbietungen der gewaltig entwickelten Industrie(zirka 56 000 qm umfassend), die die praktischen Beispiele zu den wissenschaftlichen Ausstellungen vorführt, die zeigt, wie weit die moderne Industrie heute schon die hygienischen Erkenntnisse nutzbar gemacht hat und Anregungen für das gibt, was von ihr noch gefördert werden muß. In der Herkulesallee(der Völkerstraße), an deren beiden Seiten die Paläste der fremden Staaten, großartige hygienische Museen bergend, sich erheben und die das ganze Gebiet als Hauptverkehrsader durchzieht, flutet ständig ein gewaltiger Menschenstrom, hört man alle Kultursprachen der Erde. Die Ausstellung bietet ein Leben und Treiben, wie man es sonst nur in einem großen Weltkurort finden kann. Neben dem internationalen Besucherpublikum finden sich auch zahlreiche Vertreter fremder Völker, die in nationaler Eigenart ihre Sitten und Gebräuche vorführen. So sieht man in der Abteilung Ostasien japanische Kunsthandwerker; japanische Geishas, die Tänze und Weisen aus ihrer Heimat vortragen, indische Tanzmädchen(Nautchgirls) und Zauberer; ein äthiopisches Dorf gewährt Einblick in die Lebensweise der Bewohner des nordafrikanischen Hochlandes und ihrer Nachbarvölker. Im arabischen Cafe finden sich echte Derwische, Allmeh's Bauchtänzerinnen und arabische Musik, und chinesische Rikshas vermitteln den Verkehr auf dem weitläufigen Ausstellungsterrain. Alt Seurtkilung ist eiue stttea einmütige, wie sie eine Anssttllnng seit MenslhengedenKea nicht gefnaden hat! ... ES ist nicht daran zu zweifeln, datz die Internationale Hhgiene-SuSstelllsng nach Inhalt und äußerer Ausgestaltung die bedeutendste aller bisherigen deutschen Ausstellungen fein wird. (Frankfurter Zeitung.) Die Dresdener Hygiene-AuSstellung... ist wohl die groß- artigste Unternehmung auf dem Gebiete der Hygiene, die je die Welt gesehen hat.(Neues Wiener Journal.) ... Diese überwältigende Anteilnahme ist schon ein Beweis, daß die Internationale Hygiene-AuSstellung weit über Dresden und Lachsen hinaus eine Bedeutung gewonnen hat, wie sie Beranstaltungen aus diesem Gebiete bisher kaum zukamen.(Der Tag.) ... Die große Schau ist weit mehr und bedeutet etwas viel Wichtigeres, als der bescheidene Name.Hygiene-AuSstellung' ver- muten läßt... Die berühmteste» Mediziner auS allen Ländern der Erde haben sich zu einem erlauchten Seropag zusammengetan, um in einem imponierenden und geschlossenen Ganzen die Größe und ungeheure Mannigfaltigkeit der Aufwendungen darzustelle», die heute für daS höchste Gut der Menschheit, die Gesundheit, überall gc- macht werden.(Berliner Tageblatt.) ... Eine Stadt, eine Stätte der Gesundheit ist diese Aus- stellnng.... Ein Werk, wie es großartiger bisher nicht den, Ge- danken der Hygiene diente, einer Kulturtat, auf die Ivir stolz sein können. Und nicht nur wir, die gesamte zivilisierte Well mit UN»...(Neue Freie Presse. Wien.) ... Die Internationale Hygiene-AuSstellung in Dresden be- deutet eine Kulturtat ersten Ranges. (Leipziger Neueste Nachrichten.) ... In dieser Wirkung und in der Durchdringung der breiten Masie mir hygienischer Erkenntnis liegt die Bedeutung der Aus- stellung. Sie will namentlich der Aufklärung dienen. (Kölnische Zeitung.) So wie diese AnSstelldng aufgebaut ist, wo alle? darauf ab- zielt. Laien und Fachleuten Wissen und Belehrung in der leichtesten, anschaulichen Form darzubieten, darf man sicher sein, daß sie nntz« bringend sein werde für Millionen von Menschen. Jeder wird bc- lehrt und bereichert in seinem Wissen nn, die menschliche Gesund- hcit und die Gefahren, die ihr gerade in unserer Zeil drohen,... (Königsbergcr Hartungsche Zeitung.) ... Ihre segensreiche, nutzbringende Ausstrahlung wird unser Volk und Baterland noch spüren, wenn sich schon längst die Pforten zum AuSstcllungSplatze in Dresden wieder geschlossen habcii werden. (Leipziger Tageblatt.) ... EincS steht heute schon fest: Die Internationale Hygiene- AnSstellimg zu Dresden wird die deutsche Ausstellung des Jahres 1S11 sein. (R h e i n i s ch- W e st f ä l i s ch e Z e i t u n g, E s s e n.) ... ein epochemachendes Unternehmen ist, wohl geeignet,«die Gewohnheiten vieler Menschen in neue Bahnen zu lenken. (Dresdner Anzeiger.) Mit der in Dresden eröffneten Hygiene-AuSstellung ist ein großartiges, in der Geschichte einzig dastehendes Werk vollendet worden.(La Plata-Zeitung. Buenos SireS.) ... Die Ausstellung stellt eine plastische Geschichte der mensch- lichen Kultur dar.(B o h e m i a.) ... Die Internationale Hygiene-AuSstellung bedeutet eine ge» waltige Tat. zn deren Ausführung sich Wissenschaft, Technik. In- dnstrie und Kunst miS aller Herren Länder die Hand gereicht haben. (Hamburger Nachrichten.) ... Die Ausstellung stellt einen Triumph deutscher Organi» sationSkunst, deutscher gründlicher Arbeit und Wissenschaft dar. Sie ist so lehrreich und so reichhaltig, wie man dies von einer solchen Ausstellung auch bei hochgestellten Ansprüchen kaum hätte erwarien können.(Tägliche Rundschau.) ... ES ist wohl da» erstemal, daß ein Problem von solchem Ernst einem internationalen Massenpnblikum vorgelegt wird, und man kann nur hoffen, daß der Respekt, der damit den Besuchern gezeigt wird, gerechtfertigt wird. DaS stille Dresden ist eine Welt- stadt geworden.(S ch l e s i s ch e Zeitung.) »... Die Ausstellung darf als eine der großartigsten Leistungen auf diesem Gebiete betrachtet werden.(MedizinischeKlinik.) verantwortlicher fütiaitmi filtert Wachs, Berlin, gut ita Lnsergtenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag-Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer U.C&, Berlin 5� Hr. 152. 28. Iahrgmlg. 2. Kcilm des JMits" Kcrlim WllisblM Sonntag, 2. Juli 191L Hus Induftrie und Kandel. Deutsch-Luxemburg-Rümeliugen. Immer wieder mutz sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit des jüngsten der grotzen deutschen Montanriesen, die Deut sch-Luxe in burgische Bergwerks- und Hütten- aktienges ellschaft richten. Die ehedem unbestrittenen Herren im deutschen Kohlen-, Eisen- und Stahlgebiet, Friedrich Krupp, mir einem Kapital, das bald an das der Deutschen Bank heran- reicht, die Gelsenkirchcner Berg Werksgesellschaft und die P hö n ix gese l ls cha ft, mutzten den„Neuling" neben sich heranwachsen sehen. Deut sch»Luxemburg, mit der Dernburg durch die Darmstädter Bank seine berüchtigt ge- wordenen Transaktionen ausführte und heute Hugo Stinncs als Aufsichtsratsvorsitzender Herr im wahrsten Sinne des Wortes ist, hat sich äußerst lebhaft entwickelt. Im Stahlwcrksverbande steht D e u t s ch- L u x, wie der abge- kürzte Börsentitel lautet, heute als Anwärter der zweiten Stelle, und als Formeiscnproduzent mutzte das Peiner Walzwerk seinen erstxn Platz an die Luxemburgische Hüttengesellschaft schon vor Jahresfrist beginnen schwinden zu sehen. Deutsch-Luxemburg hat im ganzen eine nicht allzu ruhige Eni- Wickelung durchgemacht: die Zeit unter dem Ternburgischen Ein- flutz war dabei sicher und unbestritten die„lebendigste" im üblen Sinne. Frühjahr lSOI wurden die Aktien der Deutsch-Luxemburg an der Berliner Börse eingeführt. Bald kamen die Zcchenfusionen, der Verlust des halben Aktienkapitals, und die wüste Spekulation an der Börse, die durch geschickt und planmätzig verbreitete und stets wieder erneute Fusions- und Transaktionsobjekte weit über den inneren Wert des Unternehmens hinaus, die Kurse zu halten versuchte. Seitdem ist Teutsch-Lux nie recht zur Ruhe gekommen, die grotzen Pläne seiner leitenden Köpfe liehen noch keine Rast zu. Den Zechen Tannenbaum und den Hochöfen Differdingep wurde die Bergbau A.-G. Friedlicher Nachbar schon 1304 angegliedert, dann kam die Friedrich-Wilhelmhütte in Mülheim a. d. R. daran, nicht lange danach das bekannte Dortmunder Steinkohlenbergwerk Louise Tiefbau und 1310 erst wieder die über mächtige Kohlenvor- kommen verfügende Saar, und Moselgesellschaft. In diesem Jahre wurde auch die Vereinigung mit der Dortmunder Union, ebenfalls eines der Unternehmen, das recht stürmische Zeiten erlebt hat, voll- zogen. Jetzt ist es nun zur Vereinigung mit der JRümelinger und St. Jngberter Hochofen» und Stahlwerks- g e s e l l s ch a f t gekommen. Die in Berlin tagende Äeneralver- sammlung von Deutsch-Luxemburg billigte den Pachtvertrag mit Tividcndengarantie, welcher mit Rümelingen geschlossen worden ist. Die Interessen der letztgenannten Gesellschaft gingen darauf hinaus, sich für kommende Kämpfe, überhaupt für die Zukunft nicht mehr als Eisen- und Stahlwerk fühlen zu müssen, das vom Kohlen- und Koksmarkt abhängig ist. Es wollte direkte Verbindung mit der Kohle haben. Die Zeit der reinen Werke ist vorüber, der ge- mischte Betrieb, als die höhere Form, hat sich durchgesetzt. Mög- lichst alle Zwischenstadien der Produktion, die ganze Kette aller Nebcnprozcsse soll in einem Unternehmen vereinigt sein. Die Saar- und Moselgesellschaft— Deutsch-Lux besitzt die Hälfte der Aktien, die andere hat Thyssen— hat den Ausbau so forciert, datz für Rümelingen sehr bald die Möglichkeit gegeben sein wird, seinen Koksbedarf von dort zu bekommen. Dazu rechnen noch Erzkon- Zessionen, welche in der Nähe von Rümelingen liegen: auch sie sind natürlich recht angenehm. Dazu kommt, datz bis jetzt ein ratio- neller Abbau dieser wertvollen Erzkonzessionen noch nicht zu Wege gebracht worden war. Die überschüssigen Gase der Hochofenanlage sollen nun dazu dienen, die Erzkonzessionen hochwirtschaftlich auszubeuten, die jetzt verwendete Eleftrizität der Differdmger Werke wird dadurch zu neuen Unternehmungen frei. Wir sehen hier, wie wieder eines der grotzen Montanunter- nehmen, mit seinen 100 Millionen Mark Aktienkapital— vor zwei Jahren waren es erst 4L— immer weiter und systematisch auf dem Wege der nach autzen völlig abgeschlossenen Produftion übergeht. Vom Erz und der Kohle bis zum fertigen Stahl und Formeisen, alles, alles soll im eigenen Betriebe vorhanden sein resp. in ihm hergestellt werden. Da sind natürlich die Kartelle und Syndikate, welche auf der reinen Produktion eines bestiumiten Stuscnwertes basieren, eine veraltete Organisationssorm der Produktions- und Warcnverteilung. Ein Werk, das Kohlen fördert für den Selbst- gebrauch, braucht sich nicht darum zu kümmern. waS für Kohlen- und Kokspreise auf dem offenen Markte gefordert und ge- zahlt werden. Und das Eisen- oder Stahlwerk, das sich nicht nach den Marktpreisen der Kohle zu richten hat, kann mit biet ge- ringeren Gestehungskosten rcckmen als ein reines Unternehmen, das den Hochofcnkoks zu beziehen gezwungen ist. Dabei mutz be- achtet werden, datz z. B. die Hochöfen wieder in ihrem Gas unschätz- bare Energie abgeben können, die bei einem gemischten Betriebe natürlich viel leichter und rationeller verwendet werden kann, als in einem reinen Werke. Alles in allem: die„grohe" Zeit der Produktionsstufenkartelle ist zum wenigsten in der Montanindustrie vorüber; was da jetzt kommt, das sind die Vereinigungen der Montan« konzerne. Sericbts- Leitung. Kammergericht gegen Obervcrwaltungsgericht. In einem Prozetz wegen Berteilens von Druckschriften hat sich dieser Tage das Kammcrgcricht ausdrücklich in Gegensatz zum Oberverwaltungsgericht gestellt. Nach Z 10 des preutzischen Pretzgcsetzes in Verbindung mit 8 30 Absatz 2 des Reichsprehgesetzes bedarf bekanntlich der Polizei» lichen Erlaubnis, wer unentgeltlich und öffentlich Aufrufe, Be- kanntmachungen und Plakate verteilen will. Das Kammergericht hat nun ständig daran festgehalten, datz ein nicht darunter fallendes unentgeltliches Verteilen vorliegt, wenn der Verteiler von seinem Auftraggeber ein ernst gemeintes Entgelt erhalten hat. In solchen Fällen hat es stets freigesprochen, wenn die Verteilung öffentlich ohne polizeiliche Erlaubnis erfolgte und deshalb Anklage erhoben worden war. Im Gegensatz zu dieser höchstinstanzlichen Praxis hat nun das Landgericht Düsieldorf die Arbeiter Fritsch und Jausen wegen Verteilenz von Flugblättern in Benrath zu Geldstrafen verurteilt, indem es den Standpunkt vertrat, es käme nicht auf das Ver- hältnis zum Auftraggeber an, wenn es sich darum handele, festzu- stellen, ob ein entgeltliches oder ein unentgeltliches Verteilen vor- liege. Matzgebend sei, so meinte das Landgericht, ob der Verteiler von den Empfängern der Blätter etwas erhalte. Das sei nicht der Fall gewesen, also handele es sich um ein unentgeltliches Verteilen, da? unter 8 k0 des preutzischen Pretzgesetzes falle. Die Angeklagten legten Revision ein. Der Vertreter der Ober- staatSanwaltschaft am Kammergericht stellte sich auf den Stand- Punkt des Landgerichts und verwies auf ein im b?. Bande ab- gedrucktes Urteil des preutzischen OberverwaltungdgerichteS, wo dieses Gericht denselben Standpunkt vertritt. Ferner machte der Oberstaatsanwalt noch geltend, datz man im Volksmunde oft Acutzc- rungen hören könne, wie die:„Ach, das Blatt wollen Sie haben? Gehen Sie nur an die nächste Ecke, da wird es unentgeltlich ver- teilt." Das Volk meine damit, datz man nichts zu zahlen brauche an den Verteiler. So sei auch die Bestimmung des Gesetzes auf- zufassen. Das Kammcrgcricht gab aber der Revision der Angeklagten statt und sprach sie frei, weil sie von ihrem Auftraggeber ein Ent- gelt erhalten hätten und das Verteilen, das auch nicht gewerbs- mähig gewesen sei, sich somit als ein entgeltliches kennzeichne. Begründend wurde dann weiter ausgeführt: Trotz der Ausführun- gen des Oberstaatsanwalts und der vom OberverwaltungSgericht vertretenen Auffassung, die übrigens in dem Urteil nicht näher begründet sei, habe das Kammergericht keinen Anlast, von seiner Praxis abzugehen. Auch der Einwand des Oberstaatsanwalts hin- sichtlich der Aeutzerungen aus dem Volksmunde sei nicht stichhaltig, denn im gewöhnlichen Leben werde oft so ein Pleonasmus ge- braucht. Vom Gesetzgeber sei dagegen anzunehmen, datz er den Ausdruck bedacht brauche, was im gewöhnlichen Leben oft nicht der Fall sei. Das Kammergericht bleibe bei seiner Auffassung und müsse somit hier zur Freisprechung kommen. Die„Wahrheit" vor Gericht. Eine Pribatklage des Verlegers Rudolf Masse gegen den ver« antwortlichcn Redakteur der„Wahrheit", Alfred Leupold, wurde gestern ick zweiter Instanz vor der Strafkammer 3a verhandelt. Dem Privatkläger stand Justizrat Moffe zur Seite, der Angeklagte wurde vom Rechtsanwalt Bredercck verteidigt. Unter Anklage stan- den zwei Artikel der„Wahrheit" unter der Ueberschrift„Anonyme Schmähbriefe über Rudolf Masse" und„Die Presse und die Börse". Beide Artikel beschäftigten sich mit der Person des Privattlägcrs in beleidigender Form und stellten Behauptungen auf, die geeignet waren, den Privatkläger in der öffentlichen Achtung herabgu- wuvdigen. Das Schöffengericht hatte seinerzeit diese Behauptungen als durch die Beweisaufnahme völlig widerlegt erachtet und den Angeklagten zu 400 M. Geldstrafe eventuell 40 Tagen Gefängnis verurteilt. Gegen das Urteil hatte der Angeklagte Berufung ein- gelegt, beschränkte diese aber auf das Strafmatz. Er machte durch den Mund seines Verteidigers einen Vergleichsborschlag auf der Grundlage, er wollte erklären, er habe sich überzeugt, datz das, was aus den Artikeln herausgelesen werden könne, nicht aufrecht erhalten werden kann, und er wollte ferner die sämtlichen Kosten übernehmen. Der Privatkläger lehnte aber jeden Vergleich ab. — Die neue Verhandlung endete mit der Verwerfung der Be- rufung. Auch dieser Gerichtshof stellte fest, datz der Wahrheits. beweis nicht geglückr ist. Das Gericht hält ferner mit dem ersten Richter die Beleidigung für so schwer, datz die erkannte Strafe keineswegs zu hoch erscheine._ Ein netter Polizeibeamter. Vor der Heidelberger Straflammer hatte sich der Polizeiwacht- meister Karl Mover wegen Verbrechens gegen§ 173 im Zusammen» hang mit 8 176 Abs. 2 fBlutschawde) zu verantworten. Der Staatsanwalt beantragte IL Jahre Zuchthaus; das Urteil lautete auf 9 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Durch die Ver- Handlung wurde erwiesen, datz der Angeklagte drei seiner Kinder gebraucht hatte. In einem Falle war der verbrecherische Verkehr nicht ohne Folgen geblieben., Scgn 1667 Zentrale und Versand: Jerusalemer Strasse 38-39 Potsdamer Strasse 2 Friedrich-Strasse 75 Tauentzien- Strasse 19 a König-Strasse 25-26 Schöneberg, Hauptstr. 146 Rixdorf, Berg-Str. 25-26 RosenthalerStrasseS Tauentzien- Strasse 7b Mark 12.50 Spezial-Verkaut Neu eröffnet; Charlottenburg Wilmersdorfer Strasse 45 Eck« Schfllcr-StmM \ Reich illustrierter Haupt-Katalog gratis Für 5le Reise! 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Nach§ 27 des Gewerbegerichtsgesctzcs ist dasjenige Gewerbe- gericht zuständig, in dessen Bezirk die streitige Verpflichtung zu erfüllen ist oder sich die gewerbliche Niederlassung des Arbeitgebers befindet oder beide Parteien ihren Wohnsitz haben. Nach dieser Bestimmung hat der Kläger die Wahl nicht nur zwischen den Gc- Werbegerichten des Erfüllungsortes und dem Wohnort, sondern er kann, wenn ein Arbeitgeber mehrere gewerbliche Niederlassungen hat, auch zwischen den Gewerbegcrichten, in deren Bezirk sich eine solche Niederlassung befindet, wählen. So entschied bereits zu wiederholten Malen und erst kürzlich wieder die 5. Kammer des Berliner Gewerbegerichts in einem Streitfall gegen die Bergmann- Elektrizitätswerke, als ein im Rosenthaler Werk beschäftigt ge- wesener Arbeiter am Berliner Gewerbcgericht gegen sie klagte. Die Beklagte hatte sich sogar sagen lassen müssen, das; selbst die auf ihrem in Böhmen belegenen Werke beschäftigten Arbeiter in Berlin klagen könnten. Doch komplizierter wie bei den gewerblichen Niederlassungen ist es mit den Unternehmungen in der Binnenschiffahrt. Hier ist, obwohl an sich die Gewerbcgerichte zuständig sind, durch die Bc- stimmungen des§ 6 des Reichsgesetzes betreffend die Binnenschiff- fahrt ein mit dem im Z 27 des Gewerbegerichtsgcsetzcs konkurrierender Gerichtsstand angeordnet. Es heißt a. a. O.: „Das Gericht des Ortes, von dem aus die Schiffahrt mit dem Schiffe betrieben wird lHeimatsort), ist für alle gegen den Schiffs- eigner als solchen zu erhebenden Klagen zuständig, ohne Unter- schied, ob er persönlich oder nur mit Schiff und Fracht haftet. Unter mehreren hiernach in Betracht kommenden Orten gilt als Heimatsort der Ort, wo die Geschäftsniederlassung, bei mehreren Niederlassungen die Hauptniederlassung und in Er- mangelung einer Geschäftsniederlassung der Wohnfitz des Schiffs« eigners sich befindet. Ist ein Heimatsort nicht festzustellen, so gilt als solcher Ort, wo der Schiffseigner zur Gewerbesteuer oder Einkommensteuer veranlagt wird." Obwohl der hier angeordnete Gerichtsstand den des Z 27 im Gewerbegerichtsgesetz keineswegs ausschließt, hielt sich die Kammer 7 des hiesigen Gewerbegerichts gelegentlich eines dieser Tage verhandelten Prozesses nur an diese Bestimmung. Es klagte nämlich der Bootsmann R. gegen die Berliner Kalksandsteinwcrke Robert�Guthmann, G. in. b. H., auf Zeugnisänderung und 25,69 Mark Schadenersatz. Die Beklagte hatte ihm in das Zeugnis den Vermerk eingetragen:„Wegen Streik das Arbeitsverhältnis ge. löst." Tie Beklagte gab zu, daß sie auch hier in Berlin eine Ge- schäftsniederlassung hätte, die Hauptniederlassung sei aber in Niederlehme. Es wäre somit nicht das Berliner Gcwerbegericht, sondern das Amtsgericht in Königs-Wusterhauscn zuständig. Das Gewerbegericht unter Vorsitz des Magistratsassessors Dreher schloß sich dieser Ansicht an und wies die Klage wegen örtlicher Unzuständigkeit des Gewerbegerichts ab. Lese- und Tiskutierklub„Paul Singer". Montag, den 3. Inst, abends 9 Uhr, bei Beck. Samaritcrstr. 19: Sitzung. Gäste willkommen. Hilfskasse der Graveure. Ziseleure und verwandten Berussgenosscn in Berlin lagt jeden 1. Montag im Monat Restaurant Braunert, Luisen« user 1, abends 8— 10 Uhr. 1 Enorm billiges Sonder-Angebot l Für die Reise! - Damen- A. 2240, Graun Chevr.-Schnürschuh, Derby mit C50 Laokkappe.............. jetzt A. 2266. Braun Chevr.-Schnürschuh, enjl. Ab- ZT 50 satz................. jetzt" A. 2364. Braun sämisch Pumps-Schuh, modemer C90 schwedischer Absatz........ jetzt«•' A. 2323. Braun Chevr.-Moliere-Schuh mit schwed.*790 Leder-Absatz............ jetzt' A. 2384. Grau und braun Leinen-Derby-Schnür- 025 Schuh................ jetzt � A. 2400. 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Juli 1911. Idee- Vonstand. S. Dannheuser, Vorsitzender. 4- Magerkeit+ i' schwindet durch Haute's NS.hr- ulver„Thilossia". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6Wochen 24 Pfund arztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unschädl. Viele Anerk. Karton 2 M., bei Postversand Porto und Nachnahmespesen extra. H. Haute, Berlin N-, Greifenhagenerstr. 70. Depots in folgenden Apotheken; Lothringers traue 50(am Rosenthaler Tor), ßlefanten-Äpothoke, Loipzigerstr. 74, Wcifienburger- straße 53, Potsdamers tr. 29, Kö- penickerstr. 119, Bernburgerstr. 3, Frankfurter Allee 74, Rosenthaler» Straße 61, Reiniokendorferstr. 1. Charlotte nb g.:Bismarok8tr. 81. Spandau: Potsdamerstraße 40. Best.; Pfl. Eiw. Haemogl. Lecitb. Bamn. Natronclh. Cac. Zucker.*, Haupllager: O., Andreaastr.SS. 2. Lager; Charlottenburg. KlaUtstr. 16. 3. Lager: Weiuanaea.BerllnerAllM 229. 4. Lager: Wilmersdorf, Berliner Str.34. 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Juli, im Lokal von Bercht,„Nitterfäle", Ritterstr. 75, abends« Uhr. statt. Wtf Ganz besonders sind dazu die Drücker der Emaillier- werke eingeladen._ «ekttung' Vertrauensleute. �tuug: Die nächste ordentliche Generaloersammlung der Verwaltungsstelle Berlin findet am 14. August d. I. statt. Anträge hierzu müssen recht- zeitig vier Wochen vorher bei der OrtSoerwaltung eingereicht lern. 11g/g Die vrt«vertvaltang. Vkibsull der Saltler u. Portefeuiiier Ortsvenualtung Sedin. Branchen-Versammlungen fuibcn statt t Eeldjlrr-Srllllche*. Donnerstag, den C. Juli, abends«'/, Uhr, im GewerkichaftShanse. Engeluser tS. »«rtch-illel. und x-ch-did-ldl-ndlk:»T«! Graumann, Naunynstr. 27. Militär-Krauche mt jinnlknmlegkr u. Ffppiilinälrt;""AXm!' bei Weihnacht, Grünstr. 21. MagtN-KllMdjt: wmo�, den S. 3ulf, aSmdS S'/, Uhr. im Gc. werkschaftShanfe, Engeluser IS. «stninödkl.». l-der|tnl|lii°ls!nn: m» GewrrkschaftShause. Engeluser 15. 157/8 SkKtioll ElMloÜtNbUrg: Mittwoch. S. Lust, admds K'/, Uhr. im Volkshnuse. Rofinenstr. 3. Zahlreichen Besuch erwarten_ Die vranchenleitunge». ioalobin rerv/echseln Nicht zuverv/echseln mit äluüidi: lautenden Namen. I AerztUcta empfohlen bei> Körperschwäche, Blutarmut, Nervosität, Schiailosigkeit, Appetitmangel, wirkt blntbildcnd, maskeUtBrkend, nerveniitarkend, appelltanregeBd, gleich gut lllr Krwacnsono n. Kinder, Welnutlstt, blutbildendes Getrink Vcrzügllditr Woklgesdimedt D,R.P.Nc. 11*770 ohne nachteilige Folgen Verl&nffen 81« erklftreode Drucksachen, 0tstaehteB usw. gratis. Prciß p. Flasche M, 2a50 u. 1.50 m den Apotheken und PfogtiteBp sonst direkt vom Fabrikanten .. L. BENADE BerUa,(ieorgeaklrchplaU??. 'Ba» M&P«tfCJtf Muaikt* anrflek.' Kennen Sie sie? Wenn nicht, dann besichligen Sie dle Villenkolonie Karow, die aussichtsreichste Gartensicdelung a. d. Sicttiner Bahn. 26 Pf. Fahrt. 3l>v— ZOOM. Anz. genüg. Pläne gratis. J. Rieger, Berlin, Gontardstr. 5. Nur soweit Vorrat! 3 Posten beispiellos billig! 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Den Parteigenossen zur Nach- richt, daß unser Mitglied, der Lackierer Gustav Klawunder am 29. Juni an Herz- und Nierenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Juli, nachmittag« 3 Uhr, von der Leichenhalle des Luisen-stirchhoseS, Fnrftenbrunner Weg, aus statt. Die Genossen treffen fich um 2 Uhr bei Olm, Reuchllnstr. S. Rege Beteiligung erwartet 250/13 Rer Vorstand. Zentral-Kranken- und Sterbe- i E. H. Filiale Berlin XII. Am 29. Juni starb nach schwerem Leiden unser Mitglied, der Lackierer Gustsv Klawunder. Ehre seinem Andenke« i Die Beerdigung findet am Montag, nachmitiagS 3 Uhr, von der Leichenhalle des Luisen-Kirch- hoscS am gürstenbrunner Weg aus statt. 257/14 Mo Ortsverwaltung. Nerbaud der Maler, Lackierer, Asißreichernsiv. Filiale Berlin. Hierdurch den Mitgliedern zur Nachricht, daß der L a ck i e r e r, Kollege Gustav Ktavvuuder am 29. Inni im Aller Von 41 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Juli, nachmittags 3Ubr,'von der Halle de« Luisen- Kirchhoses, Neuer Fürstenbrunncr Weg aus statt. 129/114 0!e Orisverwaliung. Am 29. Juni verstarb nach langem schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwieger- und Großvater, Schwager und Onlel, der Maurer WGthetm Schüler im 69, Lebensjahre. Dies zeigen im Namen der Hinterbliebenen tiesbetrübt an Elise Donath geb. Schüler. Hermann Donath. Herbert Donath. 4S90L Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. Juli, nachm. 2'/, Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Friedhofes, Max- straße, aus statt, Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater .Julius Kreutz im 64. Lebensjahre am 30. Juni sanst entschlafen ist. In tiefer Trauer Ann» Ktrent�. nebst Kindern, Hoheeiichönbonien. Die Beerdigung findet am Man- tag, den 3. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle de» Gemeinde-FriedhoseS. Sohensch ön- Hausen au« statt, Statt besonderer Meldung kl Am 30. d. Mts., vormittags I 8'/. Uhr, verschied nach langem! schweren Leiden mein lieberMann, I unser guter Vater, Schwieger- und I Großoaler, Bruder, Schwieger- 1 lohn, Schwager und Onlel, derl Restaurateur KarS Gruhl im vollendeten 49. Lebensjahr. Um stilles Belleid bitten Oie trauernden Kintorbllebonen. Die Beerdigung findet am! Dienstag nachmittag 5 Uhr vom l Trauerhause, Priesterstraße 69, aus nach dem Friedhos i» der Goethestraße statt._ iSozlaläenioMcbJablverein Nowawes. Den Mitgliedern zur Nachricht. I daß unser Mitglied, der Gemeinde- J vertretet Genosse Marl Crrultl larn Freitag, den 30. Juni nach einem schweren, langen Kranken- lager insolge eines Magenleidens ] verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am DienS- I tag, den 4. Juli, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Priester- s straße 69, ans statt. 203/4 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Rer Torstand. Xeniral-Verhaad Deutscher Textilarbeiter und Arbelterinnen.— Filiale Nowawes. Am Freitag, den 29. Juni, ver- schied nach langen, geduldig ge- tragenen schweren Leiden unser unvergeßliches, ältestes Mitglied, Gründer und stets uneriyüdlicher Berater und Agitator unserer Filiale, der Kollege Katri Gruhl im Alter von 49 Jahren. Der Dahingeschiedene wird der Filiale ein ewiges, unvergeßliches Mitglied verbleiben. Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 5 Uhr vom Trauerhauie aus statt._ 197/7 Heute nacht 12'/, Uhr verschied nach langem Leiden mew lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, der Maurer Paul Gornrnert im nach nicht vollendeten 45LebenS- jahre. Die» zeigen tiefbeirübt, nm stille Teilnahme bittend, an Schwerin a.W., l.Iull 1911. Hartha Gornrnert, geb. Winzler. Erich Gonimert. Richard Gommert. Er Ida Gommert. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 3 Uhr vom Trauer- hause, Kirch enstt. 5, ans statt. Zgnhä.-Vösbznij der Zintmerer Dsutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk Tl. Den BerusS genossen zur Nach- richt, daß unser langjähriges Alltalied Vilhcini Haupt am Sonnabend, den 24. Juni, an den Folgen eines UnsalleS ver. starben ist. Ehre seinem Andenke« k Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Juli, nachmittags 4'/, Uhr, von der Leichenhalle der EmmauS- Gemeinde in Ahrensfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 254/13 Der Torstand. Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaliungaatelle Berlin. Todes-Anzeige. Den Kollegen und Kolleginnen zur Nachricht, daß unser iNiiglled, die Arbeiterin Nsipretiie Broede am 29. Juni an Gehirnlähmung gestorben ist. Ehre ihrem Andeukcn k Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Juli, nach« mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle deS PhilippuS-Apoftel-Kirch- Hofes in der Müllerstraße aus statt. 119/8 Rege Beteiligung erwartet Die Ortövcnvaltnug. Für die ausrichtige Teilnahme an der Beerdigung meine?' lieben Mannes, unseres guten Vaters sprechen wir unseren Dank au«. Mathilde Schöuewaldt, 25626 nebst Kindern. Dodes-Anselge- Nach langem, schwerem Leiden verschied am 30. Juni unser lieber Kollege, der Echristsetzer Hugo Kraut im Alter von 57 Jahren. Ein bleibendes Andenken werden ihm bewahren 96/13 vis Setrer des„verliuer Tageblatts-, Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Juli, nach- mittags 5'/, Uhr, aus dem neuen Jakobi-Kirchhos in Rixdors, Her- mannstratze, statt. . Am 1. Juli starb unser werter | Kollege, der Schristsetzer-Jnvalide Mdiael Zeitler [ im 50. Lebensjahre. | Wir werden seiner i» Ehren ! gedenken. Berlin, den 1. JitlMSlI. Die Kollegen der„Vossiscben Zeitung-, Die Beerdigung findet am , Dienstag, den 4. Juli, vormittags 10 Uhr, von der Kapelle des St. Hedwig- KirchhoseS, Weit- Reinickendors. Berliner Str. 26, aus statt. Typogpaphäa* Den Mitgliedern die belrübende Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Setzer-Jiwalide /VUehsel Zeitler nach langen Leiden am 1. Juli verschieden ist. Wir verlieren sn ihm einen braven Kameraden und ehemals treuen Sanges- bruder, Die Beerdigung findet qm Dienstag, den 4. Juli, vormittags 10 Uhr, von der Kapelle des St. Hedwig-Kirchhoses, Reinicken- dors-West, Berliner Str. 26, ans statt.__ Ferner entriß uns der Tod unser langjähriges, Passives Mitglied Huxo Kraut. Dke Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Juli,'nachmittags 5l/j'U6r> aus dem neuen Jakobi-Kirchhos in Rixdors, Her- mannstraße, statt. Rege Beteiligung der Sänger erwartet Rer Tdrstand. Deutscher Transpcrtarbeiter Verband. Setlrksverwaltung GroB-BeHlp. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Laus- bursche H Lebmann am 25. v. MtS. im Alter von 16 Jahren insolge Ertrinkens verstorben ist. Ehre feinem Andeute«! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der HauS dien« Otto Henze am 25. Junt im Alt« von 27 Jahren verstorben ist Ehr« seinem Stube, Ifen! 69/1 Die Bezlrksverwaltuug Verbanil der Litbcgranhea, Steindrneker u. verw. Berule. (Deutscher Senaielder-Bund.) Am 29. Juni oerftarh unser Kollege und Mitglied, der Ehemi. graph 292/17 Friedrich Kuoert im Alter von 40 Lahe« an der Zuckerkrankheit. Ehre seinem Andenke»! Die- Beerdigung findet. am Montag, den 3r Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichen, Halle deS alten Thomas-jürchhoseS, Rixdors. Hermannfiraße, aus statt. Die Verwaltung der Filiale II. SozialdemokritischJalilterein Hieder-Baim Bezirk LichtenbeFg. Den Genoffen Mk" Nachricht daß uiss« Mitglied. d«'Bau- arbelter u/7 Gustav Bußler, . BlumeuthMr. t»,;/ verstorben ist. Ehre seinem Andeute«!- Die Beerdigung findet Man- tag. den 3. Juli, nachmittags» 4 Uhr. von d« Leichenhalle' deS � Lichtenberger FriedhajeS in Rar-./ zahn aus statl. Rege-Veteilizung erwartet". Die BeztrksleituttO. 1 fl.3andorf&e Spittelmarkt Belle-Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm GroHer Trotz der enorm hüligen Preise bleibt die Ausgab« der Rabattmarken bestehen. 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Finger. Anklamer Str. 23, P. Hanke. , 26, L. Synakewicz. » 36, H. Claßen. m 48, G. Haase. , 57, A. Weigt. Annenstr. 41. F. Niemeyer. Antonftr. 3, Trentler. Antwerpen«! Str. 4, Hattwla. Arndlftr. 5, Konsumgenoffenlchast. Artilleriestr. 4. Goldacker. Auguststr. 58. O. Hanke. Badslr. 13, C. Kappler. , 26. Rieh. , 33a, Goldacker. , 37a, Schimezek. , 69, Klickermann. vandelstr. 38, P. Hanke. Sarnimftr. 17, M. Klepka. , 35, Beuthin. 47. Schutt. Bastianstr. 18, Herber». 20. W. Wendt. BarsuSstr. 6, Hoffmann. , 16,- R. Krause. BSrwaldstr. 47. Raatz. Behmstr. 37, tz. Bröge. vellermannstr. 8/10, H. Bär. . 84, P. Hanke. Belle-Alliance-Str. 24, O. Hanke. Bclforter Str. 22, Holländer. Lergstr. 38, Nenlwich. 68, O. Fickcrt. Lergmannstr. 10, KnofiuS. , 14a, Polenz. » 19. O. Hanke. , 99, Bäckereigenoffenschast 104, Blotwer. Lerllchingenstr. 1, G. Höhne. 12. Ruft. Dernauer Str. 33, SoZnowSkt. , 47, Plagemann. 77. P. Pohl. 97. Marx. Leilffelstr. 7, W. Eckert. , 20, Blollner. 24, A. Gras 36, Thiele. , 42, I. Langguth. 44, A. Grelhlein. . 50. W. Welche. , 56, I. Benthin. , 59, Schneider. 74.«. Krull. , 87, Rittner. Liesenlhalcr Str. 2, Mensing. 5, F. Hanke. 14. M." Maue. Birkciiktr 32. O. Frank. Blankcnscldcstr., 6, Schutt. Blumenstr. 14, D. Hanke. , 29, Schocher. , 51a, Krause. , 51c, Peter. . 64. I. Sedlalschek. , 67a, Kuhn. . 68, Nordstern. Blilchcrstr. II, O. Hanke. , 16, Blollner, Pödilerslr. 5, Hanke u. Co. , 7, Konsiimgcnossenschast. , 31, Bäckercigenossciischast. 36. W. Hesse. Boppslr. 9, Kelch. Böllgcrftr. 5. G. Jordan. Bötzowstr. 24. Peter. 34, Konsumgenossenschaft. Lorkumslr. 6, R. Ludwig. Bornholmcr Str. 14, E. Bugge. , 18, F. Gronau. 75, Schneider. , 90, R. Sonntag. , 94. Schmidt. Bornemannstr. 2, P. Braun. 8, Sander. Boffestr. 8. Kilics. Poyenstr. 11, E. Fiebig. 24, Niesnoy. 37. A. Possin. 42. F. Hanke. voeckhstr. 37, Schlcgelmtlch. . 41. Pcler. 46. H. Aust. Boxhagencr Chaussee 19, Peter. voxhagencr Slr. l. Peter. , 27, F. Flemming. Brandcnburgstr�21, A. Becker. Braunsberg er eotr. 13, F. Klausing. Brcdowstr. 1, Hcidrich. , 16s 17. F. Lemgcr. 43, Schön. Bremer Str. 57, Pcslcrling. , 60, I. Beyer. Britzer Str. 7, H. Briese. , 2l, Seidel u. Co. „ 41, L. Osterhagen. Brunnenstr. 3, Mollmeide. , 41, Hanke. 82. I. Krast. 87. W. Gruuwaldt. , 110, Hanke u. Co. . 129/130, Goldackcr. 154, K. Bullinger. Brückenstr. 13a, Nordstern. Brüsseler Str. 5, Szillat. , 18, Dumröse. , 22. Huschle. . 37, Patzichke. , 43, E. Buller. « 53. Hanke u. Co. Buchstr. 3, Hirschseld. Buggcnhagenstr. 3, Zipperling. BurgSdorsstr. 4, Krankel. 15, K. Linder. Buttmannstr. 16. R. Flügel. , 20, Kränke!. Bülowstr. 18, Blollner. Büschingstr. 12, Konsumgenossenschaft. Cadiner Str. 4, Ponzet. . 13, Papenbrock. . 19, W. Horden. Camphausenstr. 6, Zindler. 21, Peter. Caprioistr. 9, I. Dchmel. . 25, Hanke u. Co. Chamissoplatz 1, P. Tschocke. Carmen Shlvastr. 155, E. Battinke. 157, A. Scholz. Chauffeestr. 39, Goldacker. . 93, F. Hanke. . 105, Hoffmann. , 112, O. Hanke. Chodowieckistr. 1, Gebr. Fächer. , 33, A. Hanke. Choriner Str. 11, L. stockiah. 15. B. Müller. I» 24, R. Kügow. » 34, Gand. . 37. Schutt. . 55, F. Hanke. . 85, H. Wendt. Chriffburger Str. 25, Schüler. 30. Tank. 35, C. Heilmann. Christianiastr. 8, R. Doege. , 116, Eppinger. Colberger Str. 14, H. Hermenau. CöSliner Str. 1, H. Kästner. , 3, KwlazdowSki. . 4, Kammel. Courbiörestr. 19, P. Hanke. Cnvrhstr. 5, O. Stieler. , 22, Schönig. . 28, Plautz. , 37, G. Kraatz.>. , 42, v. Lienen. . 44. F. Debes. Dänenstr. 5, F. Kynast. Danziger Str. 4, Goldacker. . 8, Conrad. 15. Bokel. , 21, Huder. 42, Nikisch. » 46, E. Körner. » 70, Vondran. , 94, Nobiling. Demminer Str. 23, Wille. 25,« Galling. 35. Micheli. Dennewitzstr. 6, Blollner. . 19, Blollner. Dieffenbachstr. 52, W. Laupe. . 58a, Gebr. Pook. Dirschauer Str. 3, P. Hohcnsee. . 11, G. Huthmann. . 13, F. Bachstein. Dölzig er Str. 31, G. Schosisch. , 39, H. Kähne. » 36, Weber. „ 51, Dahmes. Dragonerstr. 15. Hoffmann. Dresdener Str. 6. Goldacker. . 17, O. Hanke. , 90, R. Doherr. 104, P. Hanke. Drlesener Str. 10, G. Ouyel. 15, Nougcbauer. Drontheimer Str. 13, Barth. 25. A. Peiser. 40. K. Aust. Dunckcrslr. 2, I. Czerwcnka. 7. M. Ramsch. . 23, Sander. , 70, TrczinSkl. , 78, E. Kaulitz. , 80a, F. Dcinert. „ 90, Reichert. Ebelingstr. 3, O. Hanke. „ 5, Blender. , 10, C. Bocfe. EberSwaldcr Str. 21, M. Teschner. Ebcrtystr. 23, Meyer. 33, D. Hanke. 37, Peler. 45, Schramm. , 50, A. Brückner. 54. Peter. Eckertslr. 1, Bläsffng. 13, E. Hartwig. . 17. Pilz.» Eisenbahnstr. 3, Haupt. , 8, O. Hanke. . 13, K. Hampel. » 31, Rolhc. Elbinger Str. 3, O. Hanke. . 32, Wensch. » 34a, Utecht. 76. G. Winkler. , 86, I. JanaS. » 90, FenSke. , 99. F. Reimmm. Eldenaer Str. 2, Merkel. 25. Sasram. Elisabcthstr. 37, O. Hanke. Elisabclhuscr 59, Lerche. Elsasscr Str. 19, O. Hanke. 33. O. Hanke. Emdener Slr. 17, Pohl. 21. O. Müller. . 49. P. Dutlke. , 50, Konsulngcuoffensch. . 55, F. Drost. Erasmusstr. 5, Konsumgenossenschaft. Esmarchstr. I, G. Schutt. . 14, Fratzke. . 20, R. Martinsohn. Exerzicrstr. 3a, P. Hanke. , 19», Koschel. Ehlaucr Str. 13, Blotlner. Falkplatz 1, Schobert. Falckenftcinstr. 8, P. Hanke. . 17, O. Oanle. 20. I. Fischer. . 34. G. Grützmacher. , 37, Manthey. 43, H. Albrccht. 45. Hanke u. Co. Fehmarn str. 1, Barz. » 10, Volksbrot. . 19, Hanke u. Co. 23, Busse. Fchrbelliner Str. 27, R. Hösclbarth. . 35, Somineileld. , 54. Konsumgcn. 79. I. Loreck. Fennstr. 9, F. Stark. , 34, F. Hanke. 48. A. Haber. , 61, F. Hanke. Fichtestr. 22. Schönseldt. Fidicinilr. 11, Preuh. Fischcrstr. 7. Glah. 12. H. Liebe. Flensburger Str. 29, O. Hanke. Forster Str. 3, Konsumgenollenschaft. , 6, O. Wcidner, , 20, Bäckereigcuossenschast. , 42, W. Hildebrandt. » 48, Maritcs. Franksurter Allee 29/30, Hanke u. Co. ,, 32, Turban. „ 123, Goldacker. 145, O. Schalck. Gr. Franksurter Str. 38, P. Hanke. ,, 139, Goldacker. Kl.. 14. Mitteistädt. » 18, Goldacker. Franseckystr. 7, A. Wöhlcrt. . 25, Günther. F 37, G. Sy. 4t, R. Bengisch. . 45, Thiel. 5t. K. Wittkopf. Freicnwalder Str. 21, G. Gcrlach. , 28, P. Hanke. Friedenstr. 44, Hartmann. , 46, F. Hanke. » 47, G. Janlisch. , 57, Strcssig. , 74, Türpe. 101, P. Barth. Friedcberger Strahe 1, John. » 14, Hohcisel. Friedrichstr. 27, O. Hanke. . 247, Koldacker. FriedrichSberger Str. 17, Schütt. . 20, Spcrhake. Friedrichsselder Str. 13, Bobcl. » 26, Janke. ,, 39, Ouandt. Am FriedrichShaln 34, A. Rennoch.. Friedrich-Wilhelm-Str. 23, Zapp. Friesenstr. 27, Blottner. Fruchtstr. 4, Hanke u. Co. 36. E. Dobrick. . 37, Schcrnilau. « 65, Mllläch. . 83a, Bartsch. Fürstenberger Str. 8, O. Hanke. . 9, G. Konz. « 15, Ohwald. Fürstcnwalder Str. 7, L. Heinrich. Kabricl-Max-Str. 2, Groh. Gartcnstr. 3, Konsumgenossenschast. . 5, Wach. . 61, R. Schers. . 104, K. Loth. Gaudystr. 9, E. ElSner. Genthiner Str. 37, Blottner. Gcnter Str. 4, G. Strauß. 42, Lüddicke. Georgenlirchflr. 67, Schulz. Gerichtstr. 3, Konsumgenossenschaft. , 9, Hoffmann. , 14, Schwemler. . 23, Bcrl. GenoffenschastS- , 32, Legler. sbäckerei. 53, Jhle. 78, Hanfe u. Co. 84, 81. Thoma. Gipsstr. 9, Mattke. Gilschiner Str. 58, Heinroth. Glasgow Str. 29, Naujock. Gleimslr. 2, Peter. 7. K. Metsch. , 12, Zl. Mertens. . 11, Jaape. . 21, G. Pardemann. , 29, A. Braun. . 42. E. Hemmaim. , 50, E. Grothe. , 55, Martin. . 67. K. Busse. Glogaucr Str. 2, A. Schulz. . 17, Wagcnlnecht. 26. K. Lacke. , 28, Bäckcreigenoffensch. Gneiscnaustr. 96, Bergler. „ 108, E. HcnscL GotzkowSkystr. 6, G. Müller. 12, Hanke. Gollnowstr. 9, O. Hanke. Kocbenstr. 17, Konsumgenoffenschast. Göriitzcr User 2. R. Heide. , 28, Hanke u. Co. » 32, A. Nowosadko. Görlitzer Str. 24, Thiel. , 36, Beckmann. . 55, I. Fischer. , 63, M. Spillmann. . 68, Stcruhcim. Gormannstr. 24, Thiel. 25/26, O. Miuuth. Gräscstr. 4, Miiibe. . 10, Peilt. . 12, P. Hanke. 19, Schulz. 27, Peter. 35, Bäckcreigenoffeiifchast. , 39, Kiizgc. . 65a, Konsumgelioffenschast. . 80. Mitteistädt. Graudenzer Str. 5, O. Gregor. * 12, Sperling. Grauiistr. 5, Schenl. , 22, Kütmer. , 28, Selrcnz. . 3-2, F Hanfe. 37, Müller. GreisenhagmerStr. 8/9, Krlen. . 15. 8l. Niklasch. .. 58, Strehlow. , 84, Konsum gen. GreisSwalder Str. 12, O. Hanke. , 46, Lehmann. 161. E. KilllauS. 167. Haff. „ 202, Förster. Grenadicrstr. 3,©. Schipper. Grenzftr. 13, 23. Zicgclski. Griebcnowftr. 8/9, K. Pieck. Grimmstr. 1, Pusch. . 29, O. Hanke. Grohbcerenstr. 65.'Blottner. Gr.-Görschenstr. 43, O. Hauke. Grünauer Slr. 12, Buh. 21. Puff. , 26. Barack. Grüner Weg 19, Nordstern. , 54, N. Wiesuer. , 60, Peter. „ 62. Hch. , 63, O. Hanke. . 75. E. Wolff. . 88, MackS. . 115, Spillmann. Grünthaler Str. 8, Schinschke. Grünthaler Str. 17, Tictsch. 70, R. Tietze. 84, W. Jäckel. Gubener Str. 21, Peter. , 31, Lcmet. » 41, Kupalt. . 58. Zl. DeuS. 59, Hanke u. Co. Gntneastr. 1, Mindt. 26, 81. Lippert. , 41, Kübelte. Hagcnauer Str. 1. F. Hanke. , 13, K. Ephan. agclberger Str. 26, MerzhauS. illsenbeidc 49, Krüger. Havelbergerslr. 12. Koppe. Gr. Hamburger Str. 29, Bobcl. Hausburgstr. 5, Brendlau. 12, Gerland. , 16, L. Engel. , 27, Knobloch. Heckmann-Uscr 5, 81. Speisekorn. Heidenscldstr. 11. Witschib. 17. Chr. Wilsche!. , 19, O. Hanle. 21, Müller. Heimslr. 7, A. Krüger. Heinersdorfcr Str. 27, Menz. Hennigsdorser Slr. 1. Hcrrmann. 13. Kahl. 37, Müller. HermSdorfcr Str. 6, Bobel. Hohenlohcstr. 3, Görke. 18, Bäckereigenoffensch. Hochftr. 2a, 8l. Rudolf . 25, W. Duckcrt. , 31, I. Maue. „ 40, Hentschcl. Hochstr., Neue 8, Hanke. 13, Herzog. . 24, Schulz. . 31, Hosfinann. , 35, Kreysel. „ 45, Langner. Hochmeisterstr. 1, O. Hanke. , 16ck,Konsumgeilossensch. 20. F. Reinsch. Hochstädterstr. 14, Lüloff. Höchstcstr. 11, Sbrzesny. Holzmarktstr. 13, Blotlner. . 36a, Plenert. Huselandstr. 1, Peter. , 28, W. Hermanns. . 37, Obcrreicher. 46, A. Czok. Hussilcnstr. 6, E. Werner. , 15, Potschcr. 20, E. Ruhwedel. , 28, Ncigenfiiidt. „ 30, F. Hanke. „ 38, H. Lebclt. 40. Machtans u. Barz. „ 43, F. KieSltng. „ 58, Konsumgenossenschast. „ 71, Hanle u. Co. Huttenstr. 4, F. Rechcnberg. 26. O. Benjch. Hübncrstr. 6, R. Bauer. 14. A. Ncske. Jablonskistr. 1, Weise. . 11. O. Batzau. , 14, E. Berndt. . 21, Höhn. . 39, Br. Boh, Jagowstr. 10, K. Brandt. 17. Hanle. 20, K. Brüggemann. 28. P. Delenrant. Jahnstr. 21. Köhler. 24, Sperling. Alte Jakobstr. 18/19. Lück. 47. G. Müller. 57/59, Konsumgenoff. 138. Lück. Neue Jakobstr. 17, Blottner. Jasmundcrstr. 15, H. Below. , 18, Böltcher. Jcrusalemcr Strahe, Richter. Jinmanuellirchstr. 10, Jcndroyko. . 20, Lamla. 32, I. Kaletla. Jnstcrvurgerstr. 5, H. Cyrus. , 12, Peter. Jnvalidenstr. 14, Hoffmann. , 156, Hanke. 157, Goldacker. Josesstr. 12, Haute. Jslandslr. 18, A. Daum«. Jungstr. 3, Peter. Kaiscrstr. 18, B. Dannert. Karlstr. 26, O. Haute. Kastanien-Allee 13/14. O. Hanle. , 35, Goldackcr. „ 46, Schm wanz. , 57, Künscher. 58. Schuchmann. Katzlerstr. 18, Merzhaus. Kameruner Str. 8, W. Czckalla. , 16, A. Dachwitz. , 51, G. Klitzing. 57, W. Heinert. Keibelstr. 5, Hirsch. Kcssclur. 36, Hofiinann. Kirchsir. 1, Goldacker. 8, Blottner. Kiaulschoustr. 5, Schern«. 17, E. Bescke. Kochhannstr. 14, Konsuingenoffensch. , 26, F. Hanke. . 28,.v. KrinneS. . 34, Wolfram 35, F. Ludwig. Kochftr. 49, Biotiner. 62, Konsunigenoffenschaft. Koloniestr. 9. Engel. , 10, Schröder. „ 30, 31. Döring. , 33, Krankel. 34, A. Wiese. » 7l, I. Weichmann. , 138, Dimde u. Breitung. Kolbcrgcr Str. 14, H. Hermenau. 27, I. Braun. Königstr., Neue 82, P. Haute. Köiiigsbcrgcr Str. 1, Goldacker. , 20, Blottner. „ 30, D. Bohmdors. „ 35, M. Gruschla. Köpenicker Str. 9 b, Blottner. „ 23, P. Hanke. , 48/49, Hanke. 137, Nordstern. 172, Fischer. 193, Hrllwig. Kopernikusstr. 3, Konsumgenossensch. , 3, Tcupel u. Vichhöser. , 9, 28. Wellnib. , 25, Kahns.' . 33, H. Winncnburg. Koppcnstr. 8, R. Wicsener. 12. Bobel. 14, O. Hanke. 15. Heh. . 23, Hanke u. Co. , 25, stradtmcicr. , 45, Hanke u. Co. 46. Wahl. 49, 8l. Richter. 58. Wobiick. 70, Hch. „ 75, Goldacker. Kopenhageiier Sir. 2, Müller. , 11, O. Hanke. 28. S. Vechtel. . 36, Söder. » 49, Kurth. . 65, K. Welz. . 74, Schön. Korsörer Str. 2, E. Barth. » 17, Hübncr. . 20. F. Hanke. Kottbuscr Damm 14, biichter. 35, Jüling. Kottbuscr Ufer 62a, Schöiiberncr. Krautslr. 4/5, O. Hanke. 22, G. Arndt. 45/46, Zl. Röhl. Kremmcncr Slr. 15, Sosnowski. Kreutzigerstr. 16, 8l. Kiehne. 20, C. Jahn. Knglerstr. 4, H. Ernst. . 8, R. Schulze. Kunkelstr. 5, Bummler. Landsberger Allee 1, O. Hanke. , 37, Stcinmüller. , 43, E. Heimele. , 51, Seeländer. 123, P. Hanke. Landsberger Str. 1/2, P. Hanke. 17, Mache. , 75, Nordstern. Landwehrstr. 7, Matjchke. Langestr. 8, Nordstern. . 25. O. Hildebrandt. , 36, Gumniar. ..40, B. Höhne. , 46, Peter. . 78. F. Purschke. . 93/94, Schütt. Lausitzer Str. 34, O. Schulz«. 47, H. Nculuckatz. Lebuser Str. 2, Mäjenthin. 11. P-ter. 12, O. Hanke. Lehrter Str. 32, Lorenz. Lessingslr. 28, Blottner. . 36, R. Richter. Libauer Str. 1, Jeske. 4. Albrecht. 9. I. Weih. . 11. Peter. . 17, K. Weber. Lichtenberger Str. 6, I. KicrzkowSkt. 21. W. Feist. Liebemvalder Str. 1, Lucas. , 8. O. Kränket. »1. M. Jäkel. . 34a, I. Bei». . 44, P. Hanke. .«. H. ftifrmm Liebigstr. 1. Peter. , 7, Konsumgenoffentchast. , 38, I. Hanke. x icgnitzer Str. 5, Wllde. 7. M. Eckold. , 28, Gustav Mieth. Lindolv>'r Str. 9, Nilson. Linienstr. 1, O. Hanle. 5rh Joppich. , 72. Schuberth. , 156, Kemnitz. . 244. Schütt. Lippchner Str. 3o, O. Hank». Litthauerstr. 16, C. Smobod» Löwestr. 1. I. Kasilsuh. 18, Walter/ Lortzingstr. 6, Schulz. 17. Steffen. Lothringer Str. 24, O. Hanke. , 34, Malt meide. 64, W. Gaml. Lottumstr. 13 a, Rauschenberg. Lübbener Str. 24. O. PscimigSdors. „ 29. E. Gierz. Lübecker Str. 7, F. Bauch. „. 47, Schmidt. Lüderitzstr. 5, E. Sch/nimiese. , 9, Hoffmotw. , 55, R. Engel. 60. G. Klitzing. Lützowstr. 105, Blottner. Luisenstr. 7. O. Hanke. Lhchcncr Str. 4, Walter. 17, te Bart. „ 26, Koch. 31, Bobel. 110, P. BorowSkt. 124, A. Brumm. �Lynarstr. 4, P. Tänzlcr. . 27. P. Gutsche. Maif'laqnelstr. 6, Olberg. ', 11, M. Schaut ._ 14/16, F. Laddach. Malmöer Str. 6, A. Zlvcssin. Mautcussclstr. 11. O. Ernüsch. h. A. Rohr. , 45, l?lotttier. , 61, Kir/chke. . 67, F. Tivme. , 87, B. Jucre. , 90, O. Hanke. , 91, Konsum/renoffensch. 99, W. Behr> rid. 103, I. Ullrich. , 129, Rusickc. Markgrascndamm 3l. Gutich. , 32, Lehmann. 35, Hanke u. Co. Markgrafcustr. 73, R. Richter. , 99, O. Hanle. Mariaimcnstr. 5, Toei litz. , 7, Hanke u. Co. , 12, O. Hanke. , 27, Wenzel. , 31/32, Gebr. Pool. Maricnburger Str. 7. F. Haute. 32, Hetz. 48, Eckstein. MarkllSsir. II, Emst. , 27, Woimau. , 37, Konsumgenossenschaft. „ 38, Davideit. MarkuSstr. Kl., 9, Wicdcrsich. . 12/13. Gebr. Pclschel. Marttn-Opitzstr. 2, Mascrat. 24, Hernnan» Mattcrnstr. 2, Hcmpel. . 11, F. Hauke. 13, Dörner. Manerstr. 66/67, R. Richter. Maxstr. 7, Broisabrik, Heinr. Wittler. „ 13 a, Konsumgenossenschast. 17, G. Dzikowski. Melchiorslr. 25, Genschow. Medncrstr. 21, Giebelmann. Mcnicler Str. 1a, B. Fechnvt. , 7, Knoke. . 14a, Wilh. Zepltn. , 16, Hnnkc u, Co. 20, A. Ahlschwede. » 32, O. Lucko. 47. A. Eisert. . 48a, Hauke u. To. . 52, St. Borbe. 69, L. Halbe. 65, M.Äohplesch. 77. Elster. „ LI, Fcchner. MendelSsohnstr. 10, Ziegler. Metzcr Str. 2, E. Zcitlcr. „ 11. W. Döring. 17. W. Block. * 29, F. Bartel. , 42, Eing. Weihenburger Strahe, Oskar Hanke. Michaelkirchplatz 4, Konjuingcnosjensch. Mirbachstr. 14,.Volksbrot'. . 20, K. Böhm«. 25, K. Keil. . 26, Konsumgenoffenschast. 29. P. Bcrger. . 37, C. Bur, nester. . 44, Brosch. Mittcnwalder Str. 30, F. Dohnal. . 44, siegwald. 50, Behnl». Möckernstr. 124, Blottner. Mühlenstr. 4/5, Heinz. 46 a. P. Bohl». » 51, I. Schön. » 68 a, Gäkel. Müllcrstr. 12c, F. Ramm. . 33/34, Broljabr.Vebr.MlIler .«o. Tropp. h 63, Hoffmann. . 113, S. Glitztng, . 120. Huschke. » 121, Hörder. » 132, Nowack. . 144. Sank- tt 9», : ste». . tSCbj». aSflletflr. 163, Krause. _.. 166 a, P. Hanke. Müncheveiger Str. 6, Hanke«. Co. 15, Lene. WuSkauer Str. 6, U. Barduh«. » 28. MoscS. 3t. M. Lerche. H G BicderMlUM. Skaugarder Str. 4. Willgaz. 14, Muche. 33. R. Skibbe. Naunhnftr. 7, E. ,�llitz. . 64. O..veilman». 73. O. Winllcr. Razarethkirchslr. 37. O. Krankel. . 45, Zi. Schwämmlein. Neanderstr. 27, O. Hanke. « 23, Fr. SaklikowSki. . 30, Rowosadko. Reue Höchste. 18, K. Herzog. Nollendorfstr. 40. P. Hanle Nostizstr. S, R. Berger. ,. 43, Kraug. Norweger Str. 3. I. Paulise. Oderberger Str. 8, R. Müller. « 21, Gerson. 27, Bobel. 38. O. Busch. » 46, Janigti. 43,®. Böhme. ,» 61, Heide. Ohmstc. 3. F. Jendreyto. , 12, Nowosndlo. Olbenburger Str. 8, Müller. » 1t, Geisler. . 21, T. Neumann. _ K, E. Lanze. Oppelner Str. 4. W. Schenk. «. 20, tz. Hornig. » 28, Hanke u Co. 23. H. Müller. 35. K. Niegel. . 43. Natz. Oranwnstr, 13, O. Winkler. .. 31, K. Siauffe. » 101, Köhl«. » 181, Nordstern. » 186, O. Hanke. . 186, 21. Stuller. Ostender Str. 43, O. Weber. Oudenarderstr, 4. F. Hanke. » 36, W. Sautcr. _.. 44, 21. Lieben«. Palisadenstr. 2, P. Hanke. „ 20, O. Hanke. . 44, T. Schelcnz. 58, Jäkel. 106, Nordstern. Panlstr. 38. M. Mendt. 42. Zl. Albrccht. » 46, R. Kümmel. . 68/63, Hanke u. Co. 74, Hartmann. ,, 83, Klang. » 87, P. Hanke. ., 31, W. Schwafjn. Pappel-Allee 7, Lülost. 18, F.(»iöfen. „ 21. Schüller. 24, 5, Caselcr. „ 50, Kotz. 64, R. Müller. . 62, F. Hanke. 85. Adam. Pasteurstr. 12, Zeisler. . 15, Hahniann. „ 23, Geriike. » 38, Schult. » 42, Mager. Peitenkoserstr. 5, Hanke u. Co. 17 a, Peter. B«siusstr. 1. E. Lange. Planus« 32. R. Blume. Planlagensir. 7. G. Tennigkeit. » 38, O. Kränket. Potsdam« Str. 138 a. R. Richter. Prinz-Eugcn-Str. 8, H. Berg. . 10, P. Blümel. . 10, Kolodzey. 20. J?. Tautz. Pillauer Str. 5, R. Mertens. Pintschslr. 4. F. Klinder. » 13, Mcinhardt. Petersburger Platz 6, F. Hanke. Petersburger Str. 2. Schnabel. 10, W. Oehm. . 32, F. Becker. 33. Ä. Lawerenz. . 47. K. Schneid«. „ 58, Kratzlcr. 66. Peter. Pflugstr. 2, A. Lebedon. 3, A. Hossmann. Posen« S trage 2. H. Heinrich. , 32, Janke. Prenzlaiecr Allee 42. Delow. 53, B. Hoheisel. „ 86. W. Nauber. 177, A. Beilh. 182, E. Burg«. « 203, Hcirmaon. 230, W. Harllepp. Prenzlauer Str. 43. P. Hanke. Pücklerstr. 8. R. Hardtke. , 42, E. Günther. Prinzen-Allee 10, P. Hanke. . 13, Ziabenhorst. » 34, Schwenobi. . 6l, G. Taupitz. 85. Konsumgenossensch. Prinzenstr. 12, O. Hanke. , 85. Nordstern. Prinzessinnenstr. 31, Grinds. ProSkauer Str. 8, A. Nellschütz. . 21. Sorge. 38, Kabclmann. Putbuser Str. 14. Pei«. 18. Rothe. , 2l, P. Hanke. „ 24, L. Winkl«. 37. Bobel. . 46, W. Stange. . 43. g. Hanke. „ 62/53, G. Tonn. Putlitzstr. 1. Maul. Ouitzvwstr. 108. Blotwer. Roabeslr. 12, Matheike. Ramlerstr 24, E. Herber». . 31. T. Dahlenburg. 34, P. DehmeU. 36, M. Bael«. . 27, O. Hanke. 38. Peter. Rathenow« Strohe 27, E. Ma� Ratiborstr. 17. Rücker. Ztzawnerstr. 17. Dziemtaa. 26. Peter. „ 36, W. Maluschke. 41. P. Heerde. 55, Haubold. UgtHmbttg« Str. 40, Z M«We. 61, Blottn«. 68, Köhl«. 64, Ney«. 71, R. PlazalZki. 72a. Jülmg. 78. Blottn». VL&Slma. Relchenberg« Str. 91, Bertholb. 35a, A. GeschinSki. » 101. C. Wagner. ,. III, E. Trotz. ,, 114, Hanke u. So. » 121, Nordstern. 135, ist. Rost. . 145, S. Klaulsch. 150, O. Hanke. 153, Zenker. 161, C. Schulz. 168, C. Schmiedel. Remickendors« Str. 1, Henlschel. . 25, P. Hanl«. 48. Schon. , 50, P. Hanke. „ 77. H. Kurtzwcg. 87. H. Bloch. » 35, H. Huhnstock. „ 102, R. Wenzel. » 112, Goldackcr. 118, Kappl«. Revaler Straße 14. Reich. Rheinsberger Str. 2l, A. Scholz. 26. M. Lorenz. 35. Buschack. Rhlnowerstr. 2. Mühlsleph. „ 7, E. Wallte. 11. Bobel. Richthosenftr. 13, O. Müll«. „ 34, Künzl. Rigaer efc. 21, Reuter. „ 57b, K. Dammköhlu. , 79, Hanke u. Co. 32, Peter. 100, Görlem. 104, Hanke u. Co. Ritterstr. 114. Lange. Rodenbergstr. 1, A. Scholz. 2, R. Engel. 33, schaeser. Romintener sUaße 3. Peter. „ 5, O. Sommer. „ 8, O. Hank«. 20, Atsch«. „ 25. R. Bienert. 40, A. Bräumer. 43, F. Horstmei«. „ 54, GorgaS. Rostock« Str. 2, O. Hanle. „ 18, P. Hanke. 31. A. Kclb. „ 35, Konsumgenossensch. 40, H. Tschöcke. 46, Krüger. 51. Wulle. Rudoliplatz 2, Matzke. Ruppiner Str. 3, E. Geißln. 12, O. Hanle. 26. Bobel. RüduSdors« Str. 2, M. Lerche. „ 20, Stier. . 23. Hanle u. Co. „ 62. Büttner. 67. Krack«. Rügener Straße 3, K. Beyer. . 16, I. Götzwein. Rhkestr. 2. Müll«. 7, ft. Bieweger. 10. Bobel. 16. H. Libutzki. 23. Hesse. . 32. B. Reiche,!. Samariterstr. 2. F. Grohmann. . 11, H. Könncmann. « 2l, Vierhell«. 28. Jhlenfeldt. Samoastr. 22, Schcwe. Scharnborslstr 7, Gutsche. Schererstr. 2, Fr. Burel. „ 12. P. Hanke. Schillingstr. 13. O. Hanke. Schioelbeiner Str. 4, I. Hildelrandt. 8. Peter. 3, Konlumgenossenlch. 16, Köhler. 18. Wolst. 28, Müller. 44, R. Engel. Schtesischestr. 19, Tennert. Schliemannslr. 24, Reiscwitz. 30, F. Hanke. 22. Japo. 46, K. Krause. Schonensche Str. 1. H. Ed«. 5, Runge. . 8, Waith«. 15. Pirschet. Schönfließ« Str. 2, Hesse. , 16, Brandt. Schönhauser Allee 63. O. Hanke. „ 70s, Goldacker. 81. M. Schmidt. . 86. Kielewetter. . 98, Kiesewett«. 10l, O. Hanle. „ 131, Siebert. „ 150, Notuack. „ 158a. Kluge. ., 160, Beyer. , 164, Fiedler. „ 177c, Goldacker. Schönhaus« Str., Alle, 33, Goldacker. .. 33/40. P. Hanke. Schönholz« Str. 6. Fr. Miltelbach. Schönleinstv. 4, Müller. 17, Peter. . 19, Drauschke. 27, A. Hollunder. Schönwalder Str. 14, P. Hanke. , 16, Hagen. 27, Herberg. Schönweid« Str. 9, F. Leinau. Schreinerslr. 4. 13. Peter. . 33, Steffen. , 43. A. Dorow. „ 50, Owsiannv. 52, E. Schaller. Schulzmdorser Str. 14. Agricola. 23, Riedel. Schulstr. 6. A. Höhne. . 28, Franz Naumann. , 35, Schmidt. , 51, A. Knaus«. , 67, Thal«. . 102, Klein«. . 110, Praschma. Schwartzkopffsir. 4, O. Kränkt. Schwedter Str. 48, Böttcher. „ 52, A. Hübner. 240, O. Feustel. „ 254. O. Hanle. Echwedenstr. 3. Heppner. IIa, F. Hanke. 16. Manitz. 13, Kappler. Gebastianstr. 19, Hossmann. Seestr. 69, P, Menden. . Ruschkc. Seelow« Str. 17. Fröhlich. Gickmgenstr. 76, Dint«. SiemenSstr. 7, C. LaabS. . 17. Preuß. Simeonstr. 14. Lück. Smion-Dach-Str. 1. Zinß«. , 5, A. Gruschka. I A. Zitch«. Simon-Dach-Str. 18. Menckbekm. 28. B. Wallo«. Simplonstr. 41, Stresow. Stalitzcr Slr. 18, Winkler. Stj/64. C. Dehme«. , 95, SiekolaS. 96, 91. Dietrich. 109, 9l. Köhler. 120, Gerlach. 124, 3. Mertin». Soldiner Str. 12, E. Ritter. 30, Kappler. 32. Schultz. 69, Kleich. „ 69, H. Frankenstein. 72/74, O. Kränket. , 76, F. Hanke. , 99, Kränket. 103, Konsumgenossensch Sonnenburg« Slr. 13, Gräsling. Sophienstr. 16, Aichinger. Sarau« Str. 1. O. König jun. 8. F. Kretzschmar. 18. I. Henlschel. Spandauer Brücke lb, O. Hanke. Sparrftr. 10, A. Kosubeck. , 20, Hanke u. Co. Sprengelsir. 4/5, Weber. 33, P. Jarrasch. Stargarder Str. 2. F. Hanle. 12a, Lepki. 21. Peter. . 32, Leijchn«. 57, Kaulitz. 63. Rell. . 69/70, 51. Funk. 78, Bart u. Waller. Stallschreiberstr. 32a, P. Hanke. 60, Lorenz. Steglitzer Str. 73. P. Hanle. Stemmetzstr. 22, Blottner. 29. MerzhauS. 42. Blottner. 66. Bäckereigenoffensch. Stendal« Str. 5, Konsumgenoffensch. » 5, CorlS u. Co. 15. P. Hanke. Stephanstr. 7. H. Damaschke. 35. P. Dtieleke. 40, Bühl. 47, Krug. Stettm« Str, 7. F. Hanke. 21, Krause. » 26. Kleincrt. 54, Zeschmann. 56. E. Krista. Stolpische Str. 3. W. Meißner. 22, O. Donath. , 26, F. Hanle. » 35. Schunert. 33. Peter. 4l. F. Hanke. 47. Wurst. Stralau« Allee 17c, Albrecht. 23. Buge. Stralauer Allee 32a, Güstin. Stralsund« Str. 8, P. Jllmann. 23, F. Kögl«. 56. A. Loth. Straßburger Str. 13, TremuS. , 28. Lach witz. 35. Helluuum, Straßmannstr. 2, Hauke. 8. Feller. , 15, Llumel. 35. Sligt. Strausberger Str. 1, C. RegNen. , 5, Schubert. , 23. Heinrich. 33, Schiele. Strelitz« Str. 4. Näse. 15. v. GrabowSki. 21, Schutze. 3l. Hey. 64. E. GramZ. Stromstr. 20, Bühl. 33, P. Zastrow. 48. Siedel. Stubbenkammcrstr. 2, Sieling. Swmeuuind« Str. 33, Konsumgenoss. , 43, R. Engel. 54. Libok. . 58, Müll«. , 66. R. Beck«. . 74. F. Hank«. 80, Prug. 82. Winkler. 33. E. Marlins. . 114, P. Hanke. 119, Weiß. Tegeler Str. 11, O. Lenzn«. 23. M. Dahlke. 32, H. Krause. Thaerjtr. 18, Sonneck. , 21, Wernicke. . 23, F. Hanke. . 64, Blottner. Thorncr Str. 6, Beyer. 62, F. Hanke. Thurneyßerstr. 5, Rinke. Tieckstt. 9, Bobel. . 16, Hofimann. Tilsit« Str. 12. P. Schür«. . 13, O. Hanke. 24. Plötz. , 26. Gegner. . 84, König. „ 68, Ouandt. , 77, SkahnSdors. 81, Owfiani. 91, P. Hanle. Togostr. 4, Konsumgenossenschast. . 8, H. Blettermann. „ 81, Zand«. Torellstr. 4, F. Doliwa. Torsstr. 3, Huw«. . 13, König. 14, Pcukert. 17, ZieSmer. „ 23, Hanke u. Co. 28a. Konsumgenossenschaft. TranSvaalftr. 14, Ebnes. 20. Bäckerei„Zulunst". TreSckowstr. 25, Deubach. , 44, Gärtner. 57. Wecke. Triststr. 4, Renzel. „ 9, Kühl. , 43, Krause. . 47, K. Huwe. . 55. Radak. . 64, O. Kränkel. . 66. Stähr. Turiner Str. 36, P. Rißmann. Turmslr. 43, Goldack«. 67. Hank«. Türkenstr. 22, Panlisa. Ueckermünd« Str. 11, F. Arnst. 17. Ulbrich. Urbanstr. 1, Neubarth. 25. Th. Herzog. 23. Mittelftädt. . R. ft-hs«. , 43. W. Hein. , 61, C. Blllmg. , 80, Blottn«. . 94, Slawe. . 104, Zwtschkt. Nrvansti. 112, H. Luiosch. Usedomstr. 4. I. Slulnik. 20, Schmalenberg. 31, Pcler. Utrechter Str. 8, Stanicki. 15, F. Hanke. 20,«chröder. Beteranenstr. 8, W. Bantsch. 11, O- Hanke. 27. Flebach. Boigtstr. 17, Schaum. « 26, Höhnke. 32. W. Henning. 38, Heidt. Vollastt. 32, BertelmaiM. . 42, O. Eckel 49, Köster. Daldftr. 4, Krug. 17. P. Hanke. 22, Schreiber. . 25. E. Jglisch. „ 35. Langgui. 42, H. Bau«. . 46. H. Pohl. Waldemarstr. 37, Nordsler». ., 62. Lerche. , 66, Hamel. 76, ClauS. Waldcnscrstr. 3, GierSzcwSki. „ 15, R. König. 23. Kuppert. 33, SlairnnSki. Waldey«str. 3, P. Henke. Wallncr-Thcaler-Str. 10, Frankel. Warschauer Str. 16, JarzembowSki. 60, H. Schulze. 64. Lück. 63, W. Fiebiz. 83, O. Hanke. Wassertorstr. 22, Bloltuer. 43. Halisch. Waßmannstr. 20, Beter. Wattslr. 1, Pinwitz. . 10, Gast. . 21, F. Hanke. Weberstr. 1/2, Knüpf«. . � 33. Goldacker. 40d, Nordstern. „ 42, Schölt. „ 47, Jaelel. 53, 91. Poltrock. Weidcnwez 7, Müller. 25. Brosin. „ 84, O. Hanke. „ 48, Hanke u. Co. , 51, Krause. 57, Lehmann. 74, Klose. „ 75, Peter. 82, Milbäch. „ 87, Kirchmei«. Wiinb«gSweg 7, P. Hanke. Weinstr. 7, O. Stade. 12a. Bobel. 27. Rohm«. Dcißenburger Str. 24. 91 Büttner. 42, G. MoSIer. 46. Peter. , 55, Nobiling. , 63, MohSIer. 78, Förster. Werftstr. 12. Blottner. Wichertstr. 5, KierzkowStt. 153, Krause. Wictesstr. 21. 91 Staub. 27,«. Reisewitz. 36, Li«. 47. Ulbrich. 49, Krug. 55, RothäuSl«. Wiener Str. 8. E. Schmidt. 32, Klammek. 49. Handle. . 56a, Langwitz. . 58, Wcinert. . 61, Weckwerl 68, Gaule. Diesen str. 7. F. Hanke. . 13. Drei«. 26, I. Seger. 31, Görtz. 64, P. Scharolien. Wilhelmshavener Str. 8, Bodenffein. 13. Badeke. „ 17. Danielzik. , 23, George. , 32, Winde. 37, TeSle. 61, Glück. Wilhelm-Stolze-Str. 4, F. Hanke. . 15. Slbmidl . 21. Schulze. . 35, Lachmann. 38. Löhn«. «3. Gieje. Dilldenowstr. 17, TönyeS. . 23. Breiec. 30, Konsumgenoffensch. 37(BertausSst.), Kränkel WilSnack« Str. 15. Goldacker. , 33. Kranafl 45, P. Hanl«. WinSstr. 6, Müller. . 13. Schutt. . 30, Götze. , 47, NabakoWSkl . Peter. 60, Brandt. , 63. Konsumgenossenschajl WiSbyer Str. 3, Schulze. 74. Migul. Wiltstocker Str. 7. K. GleSman«. . 24, Schreiber. 25. LukowStt. Söblertstr. 21, W. Kaiser. Woldenbergstr. 7. Reimann. 17. Bley. Wolgaster Str. 4, Dunkel. Wolliner Str. 23, Dahlen. . 31, ll. Schiweck. 36. G. Hein. 44, Kunze. 50. P. Riebenslahl 53. Scholtyssel 68, Leopold. Wörther Str. 27. R. Schütz. Wrangclstr. 21, F. Franke. 25, O. Schnase. 45, Tzschetsch. . 65, Konsumgenosienschast. 66a, Nordstern. , 63, Schwinge. , 75, Hanke u. Co. 77. Hinke. , 91, O. Hanke. , 117, Nordstern. 122, Stresow. , 126, Spickermanu. Wriezen« Slr. 3. Heise. 31. Zahl Iorckstr. 40, Blottner. 65, Bäckcreigenossenschast. Zellestr. 2, Halst«. 11, Müll«. Zimmerstr. 10, Schuf«. 84, R. Richter. Zinzenhorsltr. 8, Rapsch. ZionSklrchstr. 10. Koch. 13. Bobel 17. P. Andersch. 24, P, Thiele. ZionSlirchplatz 1, Mollweide. Zorndorscr Str. 2, P. Hanke. „ 3, L. Gocbel. . 20. Waith«. 27. M. Mitschwg. 3t. Maoß. 55, Th. Klein. 61, Konsumgenoss. Zwinglislr. 23, Danielzik. 34, Daniclzil 34, Ziclinsll 39, Tieck. Zossener Sir. 41, Blottner. Adlcrsbof. 9lrndtstr.?a, H. Kaushotd. Bismarckstr. l 1. Konlumgenossenschast. 12, Thoma. . 14b, Zugwursl 17c, A. Martenbng. 18. Wolff. „ 21, M. Griebe. „ 48, Laserich. Friedenstr. 15, Krüger. Hackenbergslr. 2, Grieger. voffmamistr. 15, R. Behr. Radickestr. 37, A. Noack. Sedanstr. 4, O. Drogies. 25, Peler. Selchowstr. 33, Peter. Sllt-Glienicke. Grünauer Str. 2, R. Solle. 23. Wendt. Köpenick« Str. 32. Konsumgenossensch. .„ 41, Belling. . 44, 81. Lothe. Rudower Str. 50, Beuslcr. 60. O. Krenge. ., 72. E. Peris. Bnumschulciiweg. Baumschulenstr. 23, Schulz. 65b, K. Frankcnstein. ,. 70,«tenzel. „ 87, Schmidt. , 34, E. Menzel 86. Gaedicke. Bchringstr. 3, Aokuhl Errststr. 9, P. Hofimüll«. Kieshoizstr. 173, Schatz. .. 254, I. Leupold. Scheiblerstr. 23, A. Schulze. Blankenfelde. Sommerkorn. Bohnsdorf. Straße 21. Konsumgenossenschasl Bahnhosstraße, Lelschlägel , Gebhardl Borsigwalde. Ernststr. 2, Taselski. , 6, K. Etzrodl . 25. S. Loff. Rausch str. 57. Schuberl Schubertstr. 21, Konsumverew. Boxhagen'RnmmetSbnrg. Alt-Borhagen 4/5, Behnke. 10, O. Rauhitt. 31. L. MichaellS. . 35. Peter. 44. Löchel 49, I. Rülke. Bahnhosstr. v, Fritsche. Boxhagen« Chaussee 5/6, H. Schuberl Gabriet-Max-Str. 1. Luzemann. 2, Groß«. Gärtnerstt. 5. Wach. 31, A. Schern«. Goethestr. 16. Bachler. 17, Hanle. Grimberg« Str. 12, F. Sandmav». 18, E. Löwa. 20. Haspel GrhphiuSstr. 18, Biedermann. 28. Sperlich. Bauptftr. 82, KieSiing. olteistr. 5, Dorrhauer. 13. Engl«. Kantstr. 1, R. DiuzewSkl 3. Pet«. .. 13. A. SpötNich. 18. NikoloviuS. . 47. Michler. Kronprinzenftr. 13, Fritsche. Krassen« Slr. 15. Marquardl , 19, Brenner. 24, Medzwietz. Lenbachstr. 1, I. Pardemano. 7a. Engelien. Lückstr. 3, Böhme. 12, Peter. . 15, Werner. , 30, Malchin ann. 58/59, P. Franke. Mozartstr. 2, Konsumgenossenschaft. Neue Bahnhosstr. 3, Frilsche. . 13, R. Schubert. , 23 und 33, Peter. 27, O. Behling. 34,®. Bondmann. RummelSburger Str. 15, Pet«. Schillcrstr. 27, P. Mellenburg. Seumestr. 6, Kroll. 15, Wonneberg«. 2 t, Geisler. Sonntagstr. 31, Manlheh. 36, Joachim. Türrschmidtstr. 21, F. Westphal. 31, Pfennig. 38, Peter. Wilhelmstr. 42. M. Luukwltz. WiSmarpIatz 3, Konsumgenollmslhast. Wühlischstr. 3. Selul. 27, Marguardt. . 32, O. Jand«. Brii». Bürgerstr. 12, Dieckhoff. 24, Thoß. Chausseestr. 4. A. Wiangke. . 17, Hagemeifter u. Dalli. . 36, Hagemeifter u. Dalli , 37, Däumler. m 43, E. Schädel 75, Zäg«. , 77, R. Schulz. 114, R. Dietrich. Dorsstr. 13, Völskow. 47, Stahn. Franz-Körner-Str. 4, Michaelis, Hannemannstr. 1, Luck«. Jahnstr. 41, I. Plack. 45, Becker. RungiuSstr. 3. Adamek. Rudow« Str? 6. Liersch. 13. Bollmanu. 34a, Müller. Werderstr. 21. A. Pannwitz. . 31. Ecke RungiuSstratze. Kauserverein. Werderstr. 56. A. Trunk. , 70, G. Richnow. Buckow. Chausseestr. 1. Dläsing. , 2, Ackcnnan». . 11, Michaticka. . 38, Ramdohr. 41/42. Maas. . 49, Blume. . 51, Kaiser. 53. Tarlatt. Dorsstr. 20, Simon. Charlottenburg. Ansbach« Str. 3, Blottn«. 23. P. Hanke. Augsburg« Str. 18, Blottn«. 26, Bloltn«. Berliner Str. 115, Goldack«. 116, Porath. 135. Ulbrich. Beusselstr. 78, Ullrich. Cauerstr. 27, Bäckereigenossenschast. 19, Ulbrich. Charlottenburger User 10, Kotzau. Christstr. 13. Bäckereigenosseuschajl 33, Donner. Danckelmannstr. 1. Porath. 44. Lehman». 55, Ulbrich. Eosanderstr. 11, Ulbrich. Erasmusslr. 12, R. B-dnaririck. 16, Dietrich. Fasanenstr. 6l, P. Hanle. Franklinstr. 20. Bäckereigenossenschast. Friedbcrgstr. 39. Ulbrich. Friedrich-Karl-Piatz la, Nitsche. Zrilschestr. 37, Scholtisek. , 67, P. Hinzelmanu. Galoanistr. 8, Kahle. Karde du CorpS»Str. 6, Klimmeck. Goethestr. 17, P. Hanke. 25, Ellert. Grolmanstr. 15, Ulbrich. G.ünstr. 27, Thiel Hallerstr. 9, H. Lösfl«. Haoclstr. 12, Kopp. Helmholtzstr. 2, Natzke. 40. Bucksbaum. Huttenstr. 62, Schäfer. 70. A. SlernSdorg. Kalckreuthftt. 1, Bloltn«. Kamminer Str. 31, Fr. Butzot. Kanalstr. 15, H. Heine. Kantstr. 32, Porath. 67. Ulbrich. , 80. Porath. „ 134b, Goldack«. Kauerstr. 17, Schultz«. ftuodelSdorssstr. 7. Thiel. 40, Danlelztk. 42,®. Stach. 43, Ulbrich. KöntgSweg 5, Otto Düring Krummestr. 14. Ulbrich. Leibnizstt. 65. Ulbrich. Meerscheidtstr. 3. Vollsbrot. Motzstr. 19. Ulbrich. Mindener Stt. 8, Ballhausen. 26. BäckereigeuostenfH. Nehringstr. 21, Proske. m 28, La un. Nettelbeckstr. 14. Blottn«. Nürnberg« Str. 22, P. Hanke. , 39, Ulbrich. , 42,®o[backet. Osnabrück« Slr. 31, Schteft 26. PrW. PaScalstr: 1. Wolff. Pestalozzistr. 12, Böhl» 64. Jahn. . 74. Thiel_ . 101, Backe» elgMiMily. , 104. Porath. PotSdamerGtr. 1 2, KonsumgoeoLMh. . 30, Thiel 42. Ulbrich. Scharr enstr. 28, Kraule. 30. Ulbrich. Sesenheim« Str. 9, FreadewxSch. 37. Pew«. sop!)!c�!harlolteu>Str. 87. Ulbrich. . 33, Bl-fr Spandau« Str. 80, Ulbrich. Spreeftr. 43/44, Ulbrich. Tauroggen« Str. l. Zimm». 2. Thiel , 10. Kon , 40, Teuler. 45. Uibrich. Usnaustr. 10, Hawellel Wallsir. 23. Konsumgenojseulchckfl. 50. Ulbrich. , 85, Müller. , 100, Porath. Weimarer Str. 14, Schwedl». , 23. Konsumgenoffeofch. WiIm«SdorI« Str. 41, Ulbrich. 44, Goldack«. . 62—63, Ulbrich. , 66. Goldack» 105, Porath. 15«. Losse. 163, Ulbrich. Falkenhage»« Berliner Str. 50, Schulz. Hauptstraße, Bock. Franz.- Buchhok». Berilner Str. 43, Taumetz«. . 50, Schulz. Pankow« Str. 23, H. Ullrich. Friede»«», Cranachstr. 68, Porath. Ariedrich-Withelmplatz 2. Moselstr. 7. KonlumgenosfcnschgA. Rhemstr. 33, Porath. 65, Porath. Swbenrauchstr. 71, Seh» Varzw« Str. 18, Klei». FricdrichSfelde. Berlin« Str. 2. Meyer. m 66, Hampel , 102, Gillard. Caprivi-Allee 43, Jusl . 44, Konsumgenoffensch. Prinzen-Allee 3, StachowSll Walderseestr. 49, Mikoleil Wilhelmstr. 42, Meyer. Grüna«. Königstr. 2, Konsumgenoffenschasl Köpenicker Str. 12, Meyer. , Sladelhoft. Groft-Lichterfclde. Berliner Str. 68, F. Krüger. Ferdinandstr. 24, Klopsch. Schützenjtr. 3, Billtng. Halensee. Heilbronner Str. 11. Troyke. Kursürslendamm 114, Porath. Westsälischestr. 43, Ulbrich. Haselhorst. Am Kanal. Engel HeincrSdorf. Kaiser-WUhelm-Straße. Müll» Slr. 72. LuchwM. Rothenbachstr. 51, Opitz. Uckermarkslr. 47, Engel , 49, BriesemeU» Heuuigsdorf a. H. Alkert Barthet. Feige. Albert Lücke. Wilhelm Lücke. August Mahnkops. Karl Möwius. Wilhelm Seiler. Friedrich Wolter. Hermann Wolter. Karl Wolter. Wilhelm Wolter. Grassenberger. Hermsdorf. Berliner Str. t6a, Konsumverein. Hauptslr. 34, Herrmann. Neptunstr. 36, Lauser. Seebad 1, Ladewig. Ho?>en- Schönbausen. Berliner Str. 52, Schulze. ,, 99, Richter. Ouitzowstr. 2, Richter. Math ose-. Johannisthal. BiZmarckstr. 6, Konlumgenossenschast. griedrichstr. 6, Ludwig. lla, Ludley. Hovelstr. 1, Röbel. Kaiser-Wilhelmslraße, Senstieben. Karlshorft. Dönhoffstr. 9, Kneiding. 35. Hansen. Dorath eastr. 27, Eichhorn. Krausestr. 56, C. Schönherr. Treskowallee 100, Konsumgenossensch. Kaulsdorf. Dorsstr. 1, Springborn. Köpenick. Berliner Str. 33, Tauchert. Bergmannstr. 6, Bergmann. Dorotheenstr. l6, Huster. Flemmingstr. 32, Rott. Glienicker Str. 99, Hackenberg. Grünstr. 8,Hauck. Grünauer str. 10, Stiehr. 18, Peter. 27, Krämer. Gutenbergstr. 1. St. Breitkeutz. Kaiserin-Auguste-Vittoria'Str. 23, Ulbrich. Kais crin-Auguste-Viktoria-Str. IS, Schilling. Kaiier-Wilhelm-Str. 53, Haag. , 98. Bittner. IM, Dii-Iand. . 164, Peter. Kirchstr. 5. Peter. Louis cnstr. 9, O. Rehlaff. Mahlsdorser Str. 1, Richter. Marienstr. 14, Ulsert. Mentzelstr. 8, Biittner. Müggelheimer Ktr. 2, O. Scheibe. „ 13—14, JaroZ. 32o, Handle. «« 41, �Cl€1ro Parisiusstr. 17, Klümer. Pestalozzistr. 18, Schiel. Rosenstr. 2, Kämps. Rudower Str. 25, Hein. Echönlwder Str. 12, Kudell. Lichtenberg. Bürgerheimstr. 102. Konsumgenoss. Blumcnthalstr. 7, Schülhke. Dossestr. 6. Hossmeister. Eitelstr. 30, Kerkau. ginowstr. 30, Rother. . 38, Mondt. Zranks. Chaussee 25. Rüstow. > 41, O. Körber. 61. Holter. » 88, O. Strunk. . 91, K. Jörslerling. . 104,®. Scholtze. » 154, Katwoth. Franksurter Allee 185, Mägdcsrau. 197, Küster. Friedrich. Karl-Str. 1, Burlardt. . 14. B. Scheunert. Fried richstr. 7, M. Mattner. Gürteistr. 10, H. Schwarze. . 11. E. Bischoss. . 13, Prtebe. . 23. St. Wedde. „ 27, Kretichmer. Jrencnstr. 17, O. Neuendors. Jrmgstr. 14, O. Spannann. Kreutzigerstr. 1, Schinauer. Königstrahe. P. Pürschke. Kronprinzenslr. 1, Konsumgenossensch. „ 8. Nebel. 26, Susat. Lessingstr. 10, Fr. Schwalm. Margaretcnstr. 8a, Schacher. Mainzer Str. 24, L. Schmidt. Möllendorsstr. 32. Schulz. 82. B. Mägdesrau. Müggelslr. 25, Schwenke. 28. W. Dorrhauer. Riederbarnimstr. 5, C. Rudolph. , 12, Grog. » E. Gnohr. . 25, Rogge. Oderftr. 1, Feist. . 27a, R. Maschler. Psarrstr. 36, L. Hetzler. 73, Deya. RatbauSstr. 3, J. Werkmeister. Rittergutstr. 22. Konjumgenossenschast. Röderstr. 54. Feuer. Rummelsburger Str. 72. Römer. Sophienstr. 3. ZborowSli. 23. Erlich. Echarnwederstr. 2, Kunze im , 23, St. iöanke. , 34, 23. Köpke. 46, H. Schwarze. Echcstclstr. 14. A. Hönicke. Traweftr. 3, Bethle. Weichselstr. 15, Priebe. 22. BzadkowZki. , 29, SwillmS. „ 35, Haas. Dagncrstr.�1, K. Försterlwg. Wartenborgstr. 70, A. Friedl. Wcserstr. S. M. Buttler. „ 22. HuSheer. . 24, Lwsianny. Wilhelmstr. 18, Bödme. 67, I. Buchman». , 69, Bärwols. ,• 75, A. Linde. Lindenbcrg. Dorsstr. 23. E. Höst. LübarS. Kügow. MablSdorf. Lahnhosstr. 2, H. Delitz. 12, Scharny. 31, R. Grunow. Mariendorf. Bergstr. 23. Obenspcrger. Chausseestr. 21, M. Nowack. » 27, Kotzan. , 34, P. Pürschke. 62, A. Flatow. Dorsstr. 35, Müller. Grojzbeerenstr. 128, Tietz. Kaiserstr. 110, Koiisumzcnossenschajt. Königstr. 14, Wichmann. Kurjürstenstr. 49, Masser. 63, Bree. Lankwitzer Str. 30, Knos. Ringstr. 83, Schütz. Nicdcr-Ichölihausen. Buchholzer Str. 85, Psuhl. . 86, Conrad Richter. „ 89, Frohbcrg. Beuthstr. 11, Krügerke. 19, A. Böttger. Blankendurger Str. 1Ä, Thiel. Charlottenstr. 43, Schmidt. 52/53, Muchow. Elchenstr. 8, Hampel. Kaiser-Wilhelmstr. 51, Schäser, Körnerstr. 8, K. Fischer. „ 8, Remter. Lindenallee 39a. Mrose. Teutonenstr. 13, Meier. Treskowstr. 54. Baske. Uhlandstr. 3, Maicke. 41, K. Loewe. R. Seiler. Nieder- Ichöneweide. Berliner Str. 30, Gaedicke. , 32, Fellenbcrg. „ 38, Perücke. „ 49, H. Mache. „ 59, Müller. , 65, Lobecke. 110, Gaedicke. Brückenftr. 7, Gadicke. Sedanstr. 1, Singer. Nordend. Blankenselder Str. 2, AßnmS. vber.Schöneweide. Deulftr. 9. H. Lutz. „ 30, Gaedicke. Edisonstr. 9, Peter. „ 48, Konlumgenostenschast. . 49; G. Wittkops. Frischenstr. 2, Peter, 21, O. Sorg«. Lausenerftr. 4, Kleist. Luisenstr. 5, St. Gehler. . 8, M. Gaedicke. „ 12, Konsumgenossmschast. Lulseustr. 28, Gutzke. Mathildenslr. 1a, Härtung. Nalepastr. 51, Henke. Rathenaustr. 1, Leidner. , 7, F. Fronober. . 18a, F. Warlenberg. . 31. Peler. SiemenSstr. 11, Peter. „ 13, Kunze. 16, 33. Timm. Stabystr. 23, P. Franke. Tabbertstr. 35, P. Seidelmanu. Waltitr. 12. Zahl. 23, Großmann. Wilhelminenhosstt. 1, Herzog. „ 17, R Äebler. , 17, Ottmann. , 37, Katzke. , 40, Gaedicke. 44, Strache. Ostendstr. 20, Spazier. Pankow. Berliner Str. 23, Pape. , 84, Lielicke. Brehmestr. 52, P. Hanke. Borkumstr. 6, R. Ludwig. Florastr. 4t, Schneider. , 80, Engel. Görschstr. 11, Bochnig. Herlhastr. 4, Genz. Katser-Friedrich-Str. 67. Wienecke. Marimilianitr. 2, Diebe. Mühlenstr. 37, Müller. 17, Barsekow. Schulzestr. 14, Hennia. Schönholzer Str. 9. Seyffert. Uckcrmarkstr. 181, Barteit. Wollanlstr. 20, Taulitz. » 68, F. Hanke. , 102, Konsumgenostenschast. Plötzeusee. Charlottenburger Weg 12. Seissert. Remickendorf.i Amendestr. 18, Schmidt. 104, Popp. Antontenstr. 56, Hoffmann. Berliner Str. 3, P. Schweidler. „ 14, I. Bienert. „ 69, Mittendorf. „ 111, Guthmuths. 134, Gottschalt. Birienstr. 59, G. LowinSky. Bürgerslr. 20, E. Popp. Eichbornstr. 12, Ad. Behrendt. „ 16, Konsumverein. 25, H. Stube. Nchbornstr. 35, Kube. 72, Wurst. Gesellschastsstr. 31, Koblitz. Gottschedstr. 41, Hoffmann. Grüner Weg 50, Modrow. Hansastr. 3, Zimmer. Dauptstr. 34, Braun. Hausotterstr. 3, Hoffmann. „ 52. Spülmann. 102, R, Plumeyer. Herbsistr. 24, Fr. Kottenbahn. Holländerstr. 20, E. Nilschke. „ 125, Weihrauch. Hoppestr. 16, Koniumgenossenschast. JusluSstr. 14. Hoffmann. 49, Prajchma. Kamckestr. 12, Lütz, Markftr. 5, Scheer. „ 12/13, A. Albat. Provinzstr. 28, Rud. Walloschek. , 51. Langer. . 53, E. Rapp. » 72, König. . 80, H, Schröder. , 83, H. Baumgärtel. III, Münch. Restdenzstr. 61, Wille. 102, E. Großberndt. „ 12b, Brase. 150. Liebig. Rütlistr. 15. M. Förster. Scharnweberstr. 10, Schamberger. , 25, Wernecke. 55, Düwer. Scharnweberstr. 65, Wölle. • 113, Hoffmann. » 117, Brulling. 135, Auflebt. Sommerstr. 52, Neumann. Spandauer Weg 4, Mathner. Daldstr. 61, L. Giese. Wilkestr. 1, Schmidt, 62, Neue Berliner Gcnossetl- schastSbäckerei. Rixdorf. Allerstr. 37, F. Naubereit. 46. A. Keddi. Am Wasserturm, Eggers. Anzengruberstr. 5, P. Langer. Bergstr. 27, A. Gabbert. 32, R. Kiesling. „ 73, Kahlert. 84, H. Schäper. 96, Bobel. „ 122, Koch. » 143, Liebenow. Berliner Str. 16, R. Schibgitt. 20, P. Klammeck. 56/57, E. Haase. 76/77, P. Hanke. 80/81, 21, SP anbei. „ 85, K. Rübe. 98, P, Werneke. Berthelsdorser Str, 13, O. Markus. Boddinstr. 13, Bäckereigenossenschast. , 21, Hänsgen. 58, P. Brückner. 6 t, Langer. Bodestr. 1t, A, Schäfer, . 16. F. Scheffler. » 25, H, Haboeck. , 28, H. Oeck, . 31, F. NegraSzas. Böhmische Str. 47, Konsumgenossensch, Brusendorser Slr. 2, O, Frost. Bürlnerstr. 9, P. Timm. Tanner Chaussee 179, Döblet. Dellbrückstr. 35, F. Modrow. 65, P. Schreiber. Donaustr. 24a. Peter. 107, W. Fiedler. 112, G. Gernhöser. Elbcstr. 6, SB. Schneider. „ 13, St. Haupt. , 16, M, Lunlwitz. „ 37. Peter. Elsenstr. 52. F, Pietsch. 82, R. Woelli. Emser Str. 5, Schulz. 12.£>. Conrad. 26, Bobel. „ 33, Kousumgenossenschast, , 44, Burdack. 78, E,' . 91, E. Friedrich. 103, W. Schmidt. „ 115, Psefferkorn. 120, L. Riebe. Erkstr, 4, R. Raach. .. 15. O, Jahnke. Erlangerstr. 8, E. Bahrholz. Fallstr. 1, Bäckereigenossenschast. , 12, St. Rotzoll. „ 21, G. Schittenbelm. 25/26, Perseke. Friedelstr. 3, Sl. Zimmermann. „ 15, Konsumgenossenschasi. . 30. E. Zeibig. , 37/38, P. Hanke. „ 44, Schirrmeister. 47, St. Busch. Fuldastraße, B. Veith. 10. W. Petrich. 45, O. Springer. 60, I. Hübner. Glasowstr. 32, C. Kunz. Goethestr. 19, A. Dobrick. Hasenheide 117/118, Reinhardt. Heidelberger Str. 76, O. Hanle. Hermannstr. 16, C. Rasch. „ 28, E. Senkbeil. „ 34. F. Wagnitz. 42/43, F. Slrli. , 47, G. Jänicken. 54, R, Hildenbrand. 61/62, Badtke. „ 74. R. Kunz. 118, I. Bartsch. .. 143, H. Radtle. 149, R. Kluge. » 159a, Hagen. 170, H. Dallinger. 174, Bobel 175, E. Arnold. 226, I. Borchhard. termannstt. 231, H. Karl. errsurlbplatz 10, A. Wendt. Herrsurthslr. 23, Fr. Wachsmuth. „ 26, M. Firnstein. 34, O. Hanke. Herthastr. 3, Sl. Franz. Hertzbergstr. 21, R. Goertz. » 22, Fiedler. 28. Rummler. Hobrcchtstr. 21, M. Wölls „ 29, F. BoeliuS. „ 43, R. Sommer. Hohenzolleriiplatz 11, Bäckerelgenost. „ 13, SB, Schmidt. 18. O. Markus. Jägerstr. 63, F. Jonscher. „ 70, P- Halm. . 77, H. Ckrusch. Jansasw. 2, H. W-stenIoff. Ilse str. 30, C. Schul». Jnnstr. 9. M. Gorzyzka. Joha>m.Huß.Str, 1, H, Sponar. Jsarslr. 7. G, Putzke. Juliusstr. 31. Otto Ecke. 6b, I. Schulz. Kaiser-Friedrich-Str. 7, Hermann. 12. H. Zinke Barffch. .. Wagner. aupt, ordosch. 62, A.SahImanu, ., 72, L. Stephan, . 80, A. Schmidt. „ 162, M. Kalten. „ 175, J.Wügmann. 169, SB. Richter. 213. 1! 247, O. Hanke. KarkSgartenstr. IS, H. Vonnoh. Kirchhosstr, 13, C, Hoffmann. „ 46/47, I. Breska. Äticsebeckstr. 33. R. Gallert. „ 41, C. Beizig. „ 68, M. Scharf. 98, de la Motte. 146, Ph. Stühnel. Kottbuser Damni 69, P. Hanke. 101, 55 o einer. Stranoldplatz 7/8, Jacob!. Laubestr. 13, M. Bernhardiny. Leinestr. 57/58, H. Friedrich. Lenaustr. 14—15, Gustav Israel. Lessingstr. 22, Hammel. » 30, Hoppe. „ 34, Grunert Lichtenrader Str. 42, E. Ohlhoff. Mainzer Str. 1/2, B. Rennert. „ 15/16, Bennele. 56. A. Schack. Manitiusstr, 9, A. Guedel. Mareschstr. 10/tl. H. Reih». Mariendorser Weg 1, H. Freudenreich. Maybachuser 16, W. Lange. Münchener Str. 18, Kegel. 25, F. Lorenz. „ 39, Konsumgenossensch. „ 40/41, O. Hanke. 44. R. Weigclt. 54, Mackwitz. Neue Donaustr. 52,53, A. Wettebom. Neue JonaSstr. 33, Plagemann. Niemetzstr. 3, Sl. Holubar. 10, M. Perseke. Nogalstr. 8. W. Ruthe. „ 16, I. Jabneck. „ 32, O. Sluschwitz. Okerstr. 3, R. MetSkh. 11, C. Slnders. Pannierstr. 2/3, F. Albert. , 4, R. Riemer. „ 6, Peter. . 13, P. Frischgemuth. , 20, K. Junger. 27, Lütow. 34, G. Juling. Pflügerstr. 3, P. Mannigel. .. 11. F. Frick. „ 13, E. Grenz. „ 57, B. Vogel. .. 72, Bobel. „ 77, O. Nachtigall. Prinz-Handiery-Str. 7, O. Hanke. 22, C. Dänicke. „ 24, O. Krause. 38. R. Raschick. 58. I. Bartsch. 70, B. Mituttu. 75, R. Frese. „ 83, E. Fiedler. Reuterstr, 32, C. Richter. 33, E. Beyer. „ 46, E. Schmischke. .. 76, Bobel. „ Weigelt. 81, A. Vogtländer. Richardplatz 16, Blasius. Richardltr. 23, I. Ehrentraut. 28, A. Babing. „ 61, Bobel. 63, E. Mike. 104, K. Hantle. Ringbahnstr. 25, P. Scholz. Roseggerstr. 40, O. Arendt. Sandcrstr. 5/6, H, Kadow. , 7/8, Peter. . 18. M. Matschie. „ 21, H. Brandes. 23, I. Protzer. „ 31, R. Timm. Schillerpromenade 13, K. Dindo. 29, G.Schierarndt Schöneweider Str. g, F. Leinau. Schudomastr. 5, A. Stritzke. Setchower Str. 23, A. Messer. 27, M. Lehmann. Slegfriedktr. 44, A. Beier. «lcinmetzstr. 23. E. Kummer. „ 24, Gehle. „ 39, R. Senftleben. „ 53, R. Finger. 70. H. Milte. „ 74, C. Hennig. „ 101, A. Löwigt. .. 109, Bäckereigenossensch. III, R. Schaller. Stuttgarter Str. 53, F. Godawa. Tellstr. 10. H. Zille. Teupitzer Str., E. Schmidt. ThomaSstr. 6/7. V. Lobbe». „ 25, R. Reich. 37. P. Ciesior. Treptower Str. 13, R. Jacobi. „ 67, Spura. Thüringer Str. 5, I. Bartsch. „ 14, Sl. Eberhardt. „ 17, W. Schulz. „ 32, I. Thater. Danzlickstr. 12, E. Krocker. Warlhestr. 9, W. Marotz. 15. G. Janentskh. 68, B. Spandel. Weichselplatz 9, ZwierzchowSIi. Weichselstr. 3, F. Eymmer. „ 13, I. Kalicnhuber. „ 31, O. Schwärs. 34, R. Mar,. 60. H. Fleischer. Weisestr. 7, Bobel. 18. R. Pohl. 24, R. Schenkel. 34, R. Hcnschel. „ 62, Konsumgenossenschast. 56, E. Wölls. 59, Spata. Weserstr. 30, I. Bartsch. , 47, Kreil. . 168, A. Bielttz. » 206, Führer. Wildeilhruchstr. 8/9, F. Schmischke. 34/35, P. Belhge. 52. Geise. „ 61/62, Konsumgenoss. „ 63/64, Feysara. Wipperstr. 13, I. Runge. „ 16, O. Hanke. 21, P. Hellwig. Wissmannstr. 7, I. Troffer. „ 29, B. Krüger. 19. E. Ossa. „ 22, C. Steinsurt. 36, Fr. Zahn. 41, M. Hannig. Ziethenstr. 53, Bobel. 57, O. Kirschtein. 75, Sl. Klein. 81. E. HentschÄ. Rosenthal. Hauptstr. 179, Ziekow. Rudow. Köpenicker Str. 84, Sololl. Schmargendorf. Breitestr. 22, Georg Klingbeik. Schöneberg. Albertstr. 12, P. Stark. Apoftel.Paulusstr. 40, Konsumgenoss. Bahnstr. 2, Porath. Barbarossasir. 67, Wedel. B elziger Str. 61, Boche. Colonncnstr. 4, Hanke u. Co. EberSstr. 25/26, Ecke Tempelhoserstratze, Koniumgenossenschast. Ebersstr, 37, Weber. 42. O. Traeger. Eisenacher Str. 63, Btottner. Erdmannstr. 5, Cl. Friedrich. Goltz str. 16, Blottner. „ 3l, Goldacker. Gotenstr. 1, Slonsumgenoffenschast. 11. Blottner. Grunewaldstr. 35. Walter. Gustav-Frehtag-Str. 9, Hanke u. Co. Gustav-Müllcr-Str. 48, Möllinghoff. Hauptstr. 66, Hosanz. Herbertstr. 6, Kreutz. 10. Bricks. Hohenfriedbergstr. 19, Blottner. 2l, Schwarzer. Kaiser-Friedrich-Str. 4, Bricks. Merseburger Str. 9, Blottner. Motzstr. 30, Porath. Prinz-Keorgstr. 7, R. Jende. Sedanstr. 18, SengeS. 34. Bricks. . 36, A. Kratkh. 49, Fischer. Siegsriedstr. 1, Bricks. 10, Wytzisk. Speyerer Str, 1, Porath. Teoipelhoser Str. 2l, Porath. Selchow. E. Schulze. Spandau. Achenbachstr. 6. Bühl(Hauptgeschäst). Ackerstraße. Ecke Falleiihugener Straße, Adamstr. 2, Bühl. 40, Kröning. Charlottenstraße. Ecke Potsdamer Str, Földerichstr. 5, Konsumverein Merkur. Hamburger Str. 4g, Krämer. Jagowstr. 26, Freier. Körnerstr. 5, Schmidt. Lynarstr. 5. Bühl. Maucrstr. 8, Schulze. Mittelstr. 13, Konsumverein Merkur. Neuendorfer Str. 13, Schmidt. 16, Bühl. Neumeisterstr, 11, Scholz. PichelSdorser Straße 13 Bühl. Schönwalder Straße 26, Bühl. 64. Bühl. Strettstr. 23. H. Hähnel. Strcsowplatz 16, Bühl. Barthel, Fallenhagen. Steglitz. Albrechtstr. 18, Porath. Bergstr. 93, Marolt. Birkbuschstr. 16, Lindau. Lenbachstr. 2, Sulzer. Mommsenitr. 69, Schröder. Rheinstr. 41, Schröder. Schloßstr. 104, Porath. Stralau. All- Stralau 49, Schwabe. , 56,&. Restle. Tegel. Brunowstr. 41, Zieglcr. 56. Piek. Egellstr. 22, Mayer. tiuptjtr. 28, Petersohn. chlieperslr. 59, Schwanz. , 67, Reimann. , 70, Konsumverein. 78, Hümmer. Schloßstr. 27, Petersohn. Schöneberger Slr. 64, Konsumverein. Schulstr. 1, Zum Bruch. Tempelhof. Berliner Str.42/43, Konsumgenossensch. Friedrich-WilhelM'Str. 32, Kotzan. 117, Booszyn. Gottlieb-Dunkel-Str. 59, Herrmann, Oberlandstr. 1, Schaas. Treptow. Beermannstr. 6, Tetzlaff. Elsenstr. 33. W, Geske. Elsenstr, 108, K. Koldih. Grätzjtr. 6, O. Hacker. ,. 10. A. Psenzig. „ 19/20, Karl Mull«. „ 23, Gaedicke. „ 25, E. Krause. 28, Scholz. , 58, Konsumgenossenschast. „ 65, Gonsior. arzerstr. 119, Wodansch. tesholzfw. 17, K. Albrecht. Puderstr. 23, Krause. Waidmannslust. Freie Scholle, Konsumverein. Freie Scholle 16, Robloff. Waidmannstr, 1, I. Forgatsch. Weiftensee. Berliner Allee 6, Springer. „ 68, G. Schrot«. „ 75, Schüler. „ 144, Harenburg. 183, A. ThielmaM. . 216, Schöppe, .. 219, W. Hüttig. 232, A. Schadwinkel. Charlottenburger Str, 78, K. Steger. 79, H. Dahm. 80, Wiek. 93, A. Gollin. 98, Heyden. Elsaßstr. 15, P. Danielak. Frisickestr. 7, H. Bohnhoff. 22. F. Krause. Friedrichstr. 1, A. Popp. Generalstr. 12, E. Ortel. Große Seestr. 118, Kubitta. Gustav-Sldols-Straße 1/2, Tück. 7, Engel. Käblerstr. 8. Mannweiler. Gürtelitr. 12, B. Stolpe. QeinerZdorser Str, 4/6, Stuwe. . 1l. P. SilorSki. . 24, A. Mendt. , 37, Beßrich. . 48. K. Schreiber. „ 56, Boy. Langhansstr, 51, Koltnms. . 55, E. Suerow. 75, SB. Wauber. „ 94, G. Scharsenberg. 98, Emil Engel. 104, Eckert. 142, Kasischke. 144/145, KonsUMgenoH. 148, E. Schwarz. Lohderstr. 112, Thiele. 119, R. Klinke. Lindenallee 58, Meinhardt Lothringenstr. 12, Schenk. 3l, A. Kempe. Parkstr. 4, W. Engel. , 7, Fr. Wiedeman«. „ 97, Teichmann. PistoriuSstr. 8, L. Höhne. 16, H. Hähnge. „ 91, Buttgers. . 95, Lempsuhl. 118b. P. Sturm. Rölckestr. 10, Jeerstegen. „ 12, Sl. Lange. . 17a, Hilschner. „ 127, St. Hoffmann. Schönstr. 1, G. Gutcnmorgea. Sedanstr. 16, I. Dahm. „ 38, O. Engel. . 78, H. Hähnge. . 94, E. Dahm. 99, Rassau. „ 99, K. Meyer. .. 106, C. Vogt. Straßburgslraße 94, Gerloss. Streustr. 2, A. Bauer. Uckermarlstr. 3/4, M. Kohler. , 20, Spiller. 173, I. Stöhr. SBllhelmstr. 23, 81. Michaeli». 29, O. Gruiidman». Wörth str. 12, Heiden. , 24. Schulz u. Co. Wittenau. Bahnhosstr. 6, F. Karstad. Hermsdorser Str. 42, Gutschow. Rosenthalerjlr. 17, Karstädt. 18. 25, frost. stättner. 42, Prächter. Oranienburger Str. 78. Burkhardt. 98, Hennig. 3Ä t! Ij Ut A ö L k A» Koslestr. 17, F. Müller. Wilhelmsruh. Edelwelßftr. 1l, I. LaschtnSki. Fontancstr. 24, E. Grüschow. Hauptstr. 9. Rau. 30, G. Millctat. Linden-Allee t, König. » 7, Konsumverela. Wilmersdorf. Berliner Str. 135, Bloltner. Bruchsaler Str. t, Porath. . 4, Packhäuser. Düsseldorfer Str. 8, Blottner. Meinekestr. 16/17, Blottner. Uhlandstr. 38. Ulbrich. 49, Goldacker. 105, Porath. 133, Ulbrich. 150, Porath. Wilhelmsauc 27, Konsumgenossenschast. Aus der M der geregelteu Kuckemeu mgen Caristruchs gestrichen. Berlin. Brunnenstr. 48, Mörschel. Caprivistr. 22, Winter. Dieffenbachstr. 27, Steinbor». Ftdicinstr. 6, Hering. Freiligrathstr. 12, Boelan. Friedrichssetder Str. 17, Liebsch. Glpsstr. 19, Jambor. Goßlerstr. 13, Schulze, Gubener Str. 51, Tubbe. Alte Jatobsw. 7, Thiel. Kastanien-Sillee 29/30, Feuerherm. Langestr. 49, Deinert. Littyauer Str. 24. Jonoweit. Lynarstr. 14, Fiedler. Marienburger Str. 13, Scholz. Palisadcnstr. 84. Kinzel. Herr Kinzel hat mit dem Vorsatz unterschrieben, Nichts von dem Taris einzuhalten, weder die Slrbeitszeit, noch den Ruhetag. Prenzlauer Allee 220, Breitkops. Proskauer Str. 23, Rau. Straßmannstt. 24. Zander. Torsstr. 22, Peidei(Germania-Brot- sabrik). Turmstr. 62, Sprengel. Warschauer Str. 30, Gutschmidt. Wilhelm-Stolzestr, 32, Brenner. Winsstr. 56, Groeger. Zossener Str. 2, Runge. Boxhagen-Rummelsburg. Lückstr. 25, Seidel. Britz. Chausseestr. 23a, Scja. . 101a, Hoffmaim. (�OovtottciibMra» telmholtzstt. 18, Andrtsly. olsdamer Str. 14, Zwerg. Franz.-Buchholz. Mühlenstr. 1, Preuß. Johannisthal. Friedrichstr. 57/58, Ruhmle. Kaulödorf. Wilhelmstr.3l. Bieringer. Denjenigen Genossen, die ihn zur Bewilligung veranlaßt haben, liesert er jetzt leine Backware mehr. Groh-Lichterfelde. Chauffeestr. 56, Lehmann. Dürerstr. 45, Ernst, Mariendorf« Chausseestr. 262, Hentze. Pankow. Florastr. 10, Sy. Goltschalkstr. 27. Krüger. Slrbeitcr und Arbeiterinnen! Di« Zlgarrenfabrik Juhl, ebenso die Zigaretlensabrik J. Garbaty be- ziehen immer noch ihre Backlvare aus der nicht geregelten Bäckerei von Johann Rudnick, Pankow, Berliner Str. 103. Uebt Solldarität. Rixdorf. Bergstr. 129, Hartmann. Friedelstr. 52, Grügat, Tchöneberg, Helmstr. 2. Rub. sedanstr. 6/7, Gerlach. Spandau« Lynarstr. 1b, Korn, Weitzensee. Elsaßstr. 70, Zühl, Die Bewilligung zurstckgezoge» haben in Lankwitz» Kursürstenstr. 31, Thiele. Steglitz t Birkbuschstr. 10. Dahm». . 84, Gtesemann. Düppelftr. 28a, SarkowSli. Hubcrtusslr. 3, Prgom. Noch immer kämpfen die Baaergcsellen um einen Ruhetag in der Woche. Diese fo berechtigte und kulturelle Forderung mit durchbringen zu helfen ist P s l i ch t jedes Arbeiters und jeder Arbeiterin.— Die BertrauenSleute der Partei und Gewerkschaft „„ können von unS jederzeit Lifte» empfangen. Engelnfer 14, Zimmer LS. Telephon Amt IV, SSgv. In Zukunft werden neu hinzukommende Tarifbäckereien oder solche, die durchbrochen hatten und dann wieder neu bewilligen, in de« laufende« Nachträge» uur noch je einmal veröffentlicht, als» bitte» wir, diese Nachträge sorgfältig anfzubewahren.— Hoch die Solidarität l Die Lolmkoiiuiiiselon. Pulteigenlijscn! HllilchiMtN»ilii Arbeiter! Außergewöhnlich preiswerte Jonder�ngebote! Nur soweit Vorrat Ein Posten Serie I Eunfarbi? und gestreift in modernen Fassons Regulärer Wert 1 Q Jetzt bis M. durchweg iOOOMpahaWche 5 75 Serie II Prima Qualität in schwarz, marine und gestreift 7 Serie III Elegante Fassons mit aparten in hellen u.dunklen Regulärer Wert 1 /C Jetzt' � I Farben Q�T Jetzt bis M. durchweg B I Rezul.Wert bis M. durch we? fjf? tlegante ras- I Garnierungen, Ein Posten Leinen-Röcke in weiS und ecru mit hübschen Ein- MJv sätzen garniert, M, Ein Posten Serie I Reise Kostüme Aus reinwollenem marine Cheviot, mit Tressen garniert, Jacke gefüttert, M. 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Wir machen die Parteigenossinnen und Genossen ganz besonders darauf aufmerksam, daß die Wahlrechts- Versammlung am Dienstag abend 8'/z Uhr nicht im alten Ort, sondern im Kurfürsteupark zu Halensee, Kurfürstendamm IIS, statt- findet, und bitten, sür zahlreichen Besuch dieser wichtigen Versammlung agitieren zu wollen. Der Vorstand. Treptow- Baumschulcnwrg. Zum Besuch des Waldfestes in der Königsheide treffen sich die Genossen mit Familie heute nachmittag 2 Uhr bei Kaiser, Grätzstr. 28. Der Vorstand. Maricndorf. Montag abend 7 Uhr Handzettelverbreitung von den bekannten Bezirkslokalen aus. Griinait-Bohnsdorf. Am Donnerstag, den 6. Juli, abends 8% Uhr, im Lokal von Ehrhardt in Grünau. Bahnhofstraffe 1: Oeffcntliche Ver- samnilung. Tagesordnung: Die Behandlung der Wahlrechtsfrage im preuhischen Abgeordnetenhaus. Am Dienstag, den 4. Juli: Hand« zettelverbreitung zu dieser Versammlung nach der neuen Bezirks- einteilung abends'/zf5 Uhr. Der Vorstund. Friedrichsfelde. Dienstag, den 4. Juli, abends 8 Uhr, bei Midlich, Schloffstraffe 2, Generalversammlung unseres Bezirks. Tages- ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Reu- bezw. Wiederwahl der Funklio- näre. 3. Stellungnahme zur Kreis» Generalversammlung. 4. Wer» schiedenes. Die Bezirksleitung. Weißens«. Die Generalversammlung des Bezirks findet am Dienstag, den 4. Juli, abends 8'/, Uhr, tm.Prälaten" statt. Es ist eine wichtige Tagesordnung zu erledigen. Auch auf den Beginn der Ferienspiele sei nochmals hingewiesen. Die Bezirksleitung. Reinickcndorf-West. Treffpunkt der Genosien zur Protestver- fammlung in Reinickendorf-Ost am DienStag im Lokal von Schulz, Humboldtstraffe, abends 7'/3 Uhr. Die Bezirksleitung. Potsdam. Mittwoch, den 6. Juli, abends 8'/, Uhr, bei Wilhelm: Wahlvereinsversammlung. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes und der Funklionäre. Die bevorstehenden Stadtverord- netenwahlen. Die Mitglieder werden daraus aufmerksam gemacht, daß vor der Versammlung Beitragszahlung stattfindet. _ Der Vorstand. Berliner JVadmebten. Vom Märchenbrunnen. In ver gestrigen Sitzung ver Kunst- veputation berichtete Geheimer Baurat Hosfmann über den Fort- gang der Arbeiten am Märchenbrunnen. Stte ganze Anlage wird im Laufe de? nächsten Jahres fertiggestellt werden. Die Deputa- tion bewilligte für die gärtnerischen Ausführungen unmittelbar am und um die Brunnenanlaae nach dem vorgelegten Anschlag den Betrag von SS 000 M. Die gärtnerischen Arbeiten sollen im Herbst dieses Jahres in Angriff genommen werden. Der mitfühlende Sirchenzettel. Wo daS Gotteswort den Gläu- bigen gepredigt wird, das ersieht man auS dem sogenannten Kirchenzettel, den allwöchentlich bürgerliche Zeitungen veröffent- lichen. Für Berlin und Umgegend zählt der Lttrchenzettel alle christlichen Kirchen und Kapellen auf— die evangelischen und die katholischen und auch die der verwandten Sekten—> und fügt An- gaben über Zeit und Art des Gottesdienstes hinzu. Im„Lokal- onzeiger" finden wir nun in dem für 3. Juli bestimmten Kirchen- zettel, der uns zufällig in die Hände kommt, in dem Abschnitt «Katholische Kirchen und Kapellen" die folgende Notiz: Beelitz(Heilstätten). Am 3. Juli und von da ab leider nur jeden zweiten Montag vorm. 11 M. u. P." „Leider" ist gut gesagtk Wie mag dieses bedauernde Wärt- ilhen, das auf ein mitfühlendes Herz schließen läßt, in die trockene Aufzählung des Kirchenzettels hineingeraten sein? Ist bei der Zusammenstellung diese? KirchcnzettelS der damit betrauten Per- son ein schmerzlicher Seufzer entfahren und hineingeschlüpst in die schreibende Feder, die unwillkürlich ihn in Buchstaben um- setzte? Oder hat der Teufel, der im Setzkasten haust, sich den Spaß gemacht, zu bedauern, daß in Beelitz der liebe Gott so ver- nachlässigt wird? Die letzten Spuren de? großen Brandes in der alten Alexander- kaserne an der Voltairestraße, sind bis auf das demolierte Dach und die verkohlten Türen fortgeschafft, aber die Erinnerung an die Schreckensszenen des verhängnisvollen Morgens ist unter der nach Hunderten zählenden Bewohnerschaft noch überaus lebendig. Nach den amtlichen Feststellungen sind mehr Personen als anfangs an- genommen, von den Mannschaften gerettet worden, aber doch scheint auch diese Zahl— 53— noch zu niedrig gegriffen zu sein. Denn bei der rapiden Eile, mit der die Rettungsattion vorgenommen werden mußte, war es unmöglich, eine genaue Kontrolle über die Zahl der Personen zu führen, die über die Leitern, an den Leinen und durch die verqualmten Korridore ins Freie gebracht wurden. Nachträglich sind noch einige Frauen und Kinder an den Nachwir- kungen des ausgestandenen Schreckens erkrankt, doch besteht bei allen keine besondere Gefahr. Der Frau Geyer und ihrem Sohn. die nach dem Krankenhans Am Friedrichshain gebracht werden muhten, geht es verhältnismäßig gut. Heerstraße und Pichelsberg. Wegen unvorhergesehener bau- sicher Schwierigkeiten kann die Inbetriebnahme der Stationen Heerstraße und"Pichelsberg am heutigen Tage noch nicht erfolgen. Die für die Zeit vom l. Juli bis lS. September d. I. vorgesehenen Züge zwischen Charlottenbura und Spandau-Wcst auf den Seiten 100 bis 108 und 230 bis 243 des Berliner Tasche» fahrplans werden daher vorläufig noch nicht gefahren. Ebenso berühren die dauernd zwischen Charlottenburg und Spandau verkehrenden Züge bis zur Inbetriebnahme der neuen Strecke die Stationen Rennbahn und Pichelsberg nicht. Die Ausstellungshallen am Zoologischen Garten sollen, wie in der letzten Generalversammlung des Aktienvcreins Zoologischer Garten mitgeteilt wurde, in ein großes Variete umgewandelt werden. Ueber das Projekt werden jetzt folgende nähere Mittei- lungen gemacht: Durch Vertrag ist die Halle l nebst den dazu ge- hörigen Räumlichkeiten und dem darin vorhandenen Inventar mit einem Flächeninhalt von 5777 Quadratmetern zunächst auf zwan- zig Jahre und mit einem Prolongationsrecht auf weitere 14 Jahre gesichert. Die Halle wird durch geeigneten Ausbau zu einem Ver- gnügungsetablisiement eingerichtet werden, das ein Variete erster Art sein und die Bezeichnung..V. B. W."— Variete Berlin-West— tragen soll. Die erforderlichen Genehmigungen der beteiligten Faktoren Aus dem vierten Stockwerk herabgesprungen. Ein aufregender Vorgang hat sich gestern morgen in der Hermannstr. 170 abgespielt. Der dort wohnhafte 36 Jahre alte Arbeiter Baltusack war, so wird berichtet, mit seiner Ehefrau in Streit geraten. Er geriet dabei in eine derartige Erregung, datz er plötzlich ans offene Fenster eilte und aus der Höhe des vierten Stockwerks in die Tiefe sprang. Der Lebensmüde zog sich schwere innere und äutzere Verletzungen zu. so datz er in sehr bedenklichem Zustand nach dem städtischen Krankenhaus gebracht werden mutzte, Rummelsburg. Ein aufregender Borfall spielte sich gestern früh gegen 7 Uhr bor dem Hause Lenbachstraße 4 ab. Dort stürzte sich der 32jährige Buchdrucker August Sedizina aus seiner in der 3. Etage belegenen Wohnung auf die Straße hinab und war sofort tot. S., der in einer großen Berliner Buchdruckerei angestellt war. hatte vor kurzem seine Stellung aufgegeben. Seit einiger Zeit machte sich eine schwermütige Stimmung bei ihm bemerkbar, so datz er wiederholt Selbstmordgedanken äußerte. Gestern morgen führte er seine Absicht aus, indem er sich aus dem Fenster seines Schlaf zimmers kopfüber in die Tiefe stürzte. Ein hinzugerufener Arzt konnte nur noch den inzwischen eingetretenen Tyd feststellen. Notvawes. Karl Gruhl, einer der bekanntesten Genossen deS Kreises Teltow, ist am Freitag früh im Alter von 49 Jahren nach einem langen schweren Krankenlager verstorben. In dem Toten, der aus einer armen Weberfamilie stammt und von Beruf Musterzeichner war, ist einer von denjenigen dahingegangen, die bereits vor und wäh- rend des Sozialistengesetzes mutig und unverzagt für die Partei ge- kämpft haben. Die Hauptbetätkgung des Verstorbenen lag in der Kkeinarbejt. Als die Partei in Nowawes noch auf schwachen Füßen stand, hat er freudig und unverdrossen gewirkt; besonders hat Gruhl auch seinen Mann in der Landagitation gestellt, die seinerzeit, wie bekannt, im Teltower Kreise nicht ungefährlich war. Im Jahre 1894 wählte ihn die Arbeiterschaft von NowaweS zum Ge> meindevertreter. welches Amt er bis zu seinem Tode un- unterbrochen inne hatte. Als er damals in das re- aktionäre Dorfparlament mit noch zwei sozialdemokratischen Gemeindevertretern einzog, fand er ein großes arbeitsreiches Feld vor. Durch sein selbstloses Wirken für die Sache der werktätigen Bevölkerung errang er sich nicht nur die Achtung seiner Partei- freunde, sondern auch die der Gegner. Neben seiner Arbeit als Ge- meindevertreter hat er auch verschiedene Aemter im Wahlverein inne- gehabt. Als sich der Teltower Kreis eine Zentralisation schuf, fungierte Gruhl auch als Kreisfunktionär. So war Karl Gruhl stets ein echter Sohn deS Volkes, ein Vorbild für die jüngeren Genosse» Alle, die ihn kannten, werden seiner stets in Ehren gedenken. Die Beerdigung sindet am Dienstag, den 4. Juli, nachmittags v Uhr, vom Trauerhause Priesterstratze 69 auS statt. Friedrichshagen. In der gut besuchten Generalversammlung deS Wahlvereins gab� der Vorsitzende Genosse Miele den Geschäftsbericht über das verflossene Halbjahr. Danach fanden 6 Mitgieder- und 2 öffent- liche Versammlungen statt. Der vom Bildungsausschutz veran- staltete Vortragskursus hatte nur 23 Teilnehmer, während sich die Theatervorstellung eines sehr guten Zuspruchs erfreute. Der Mit- gliederstand betragt 339 männliche und 32 weibliche Genossen. Als Kassierer teilte Genosse F. Schötzau mit, datz die Gesamteinnahmen 2347,28 M., die Ausgaben 2157,53 M. betragen. Genosse Stephan erstattete Bericht über die Tätigkeit unserer Vertreter im Ge- meindeparlament.— Die Neuwahl der Bezirksleitung ergab folgendes Resultat: Miele, 1. Vorsitzender; Korsing, 2. Vorsitzender; F. Schötzau, 1. Kassierer; Dalaszynski, 2 Kassie. rer; SS runner, 1. Schriftführer; K l i m s ch, 2, Schriftführer; Petermann. Hagesheim er und Frau Rose, Beisitzer; Franke. Holze und Barthel, Revisoren; Mäser, Steuer und Hoffmann, Bibliothekare; Werkmann. Lokalkonifnission; Frau Schwarz, Kinderschutzkommission; Werkmann, R. Wiedemann, Radue und K. Grau, Abteilungsleiter. Zur Kreisgeneralversammlung wurden die Ge- Nossen Miele, Werkmann, Kor sing und H. Schötzau delegiert, die drei elfteren gleichzeitig zur Verbandsgeneralver- fammlung Grotz-Berlin.— Der Antrag der Bezirksleitung, die Monatsversammlungen fallen zu lassen und dafür am letzten Dienstag jeden Quartals eine Vierteljahrs- resp. Generalversamm- lung abzuhalten, wurde, nachdem der Mittwoch für den Dienstag bestimmt war, nach längerer Diskussion angenommen.— Unter Vereinsmiiteilungen wurden 6 Neuaufnahmen bekanntgegeben. Zum Schluß wurde noch auf das am 8. Juli im Müggelschlotz- Kasino stattfindende Sommerfest zum Besten des Arbeiter-Jugend- heims hingewiesen. Adlershof. Aus der Gemeindevertretersitzung. Von den bor sechs Wochen von der Vertretung gewählten beiden Schöffen wurde zunächst Herr Ingenieur Müller eingeführt. Die Einführung des zweiten Herrn, des Oberlehrers Matthes, mutzte unterbleiben, weil bisher die Bestätigung dieses Herrn noch nicht erfolgte. Es kam nun- mehr ein Antrag des Kuratoriums der. höheren Schule zur Be- ratung; derselbe fordert den Erlaß einer neuen Besoldungs- ordnuNg für' die LehrpersoneN der höheren Schule, welche Wesens, lich höhere Sätze, wie die im Etat vorgesehenen, verlangt. Unsere Vertreter lehnten diese Mehrforderung ab und machten daraus aufmerksam, datz die höhere Lehranstalt unseres Ortes netto 42 Proz. des gesamten Einkommensteuerbetrages zu ihrer Aufrecht- erhaltung beansprucht. Ter Antrag wurde gegen 3 Stimmen ab- gelehnt. Ein anderer sehr wichtiger Punkt, der Bau einer Ge- meindeturnhalle mit Volksbadeanstalk, wurde vertagt. Unsere Genossen hatten, nachdem sie bereits sieben Jahre um die Schaffung einer öffentlichen Badegelegenheit kämpften, vor kurzem einer Vor- läge des Bürgermeisters Herrn Müller zugestimmt, welche in Ver- bindung mit dem Schulbade einige Wannen- und Brausebäder für den öffentlichen Verkehr bereitstellen wollte. Die Kosten dieser Anlage wapen auf 5000 M. berechnet. Sämtliche bürgerlichen Vertreter lehnten diese Vorlage ab. Lieber 30 000 bis 40 000 M. für ein größeres, ausreichendes Bad als 5000 M- für eine halbe Einrichtung, riefen damals mutig die Bürgerlichen. Unsere Ge- nassen nützten die Situation aus und stellten den Antrag, den Bau der Turnhalle mit dem eines Volksbades zu verbinden. Aber schon in den Kommissionsberatungen ließ der bürgerliche Mut bedenklich nach und im Plenum ergriff man die Gelegenheit, zu'vertagen, zu verschleppen. Unsere Genossen werden jedoch nicht nachlassen, bis auch die Adlershofer Arbeiterschaft ein ihre Gesundheit förderndes Volksbad besitzt. Eine Beschwerde der millionenschweren Firma Kahlbaum wegen Nichterteilung einer Bauerlaubnis wurde abgelehnt.- Die Firma wollte an dem noch nicht gepflasterten Glienicker Weg den Umbau einer Villa bewerkstelligen. Die Ge- meinde stützte sich auf den Z 12 des Fluchtliniengesetzes und sorgte dflfür, daß die polizeiliche Erlaubnis zum Bauen nur dann erfeilt werSe, kverln die FirRa KahlbäWi den auf sie entfallenden Teil der Pflasterkosten in Höhe von 39 000 M. bezahlen wolle. Der Landrat verstand die Schmerzen der Firma und verfügte die Er teilung der Bauerlaubnis. Es soll auf Antrag unserer Genossen der Klageweg beschritten werden. Dann wurde über die Erweite rung der Diensträume der Gemeindebeamten beraten. Die vor- handenen Räumlichkeiten sind durchaus unzureichend.. Im Armen bureau mutz z. B. der Sekretär alle internen Verhandlungen mit den Unterstützungsuchenden in Gegenwart von zwei anderen Kollegen erledigen. Mit Recht führte der Bürgermeister aus, datz, wenn diese Räume der Kontrolle der Gewerbeinspektion unter- liegen würden, sie wegen Ueberfüllung geschlossen werden müßten Tut nichts. Die Bürgerlichen wurden sparsam; sie lehnten die für diesen Zweck erforderlichen 500 M. rundweg ab, trotzdem sie vorher 350 M. ihrer Begeisterung für den Luftmilitarismus geopfert hatten. Tempelhof-Mariendorf. Der Samariterkursus findet am Montag bei Thiel, Berliner Stratze 41/42, abends 8ztz Uhr, statt. Fortsetzung des Vortrages über Verletzungen, Wundbehandlung und Blutstillung. Daran an- schließend Verbandübungeg. Karlshorst. In der Generalversammlung des hiesigen Bezirkswahlvereins gab Genosse Splindt den Vorstandsbericht. Die EntWickelung am Orte, so betonte der Redner, sei eine langsam fortschreitende ge- Wesen. Unser Wirken am Orte würde durch bürgerliche Vereine, besonders durch den Kriegeroerein, dadurch erschwert, daß uns größere Lokale vorenthalten werden. Stattgefunden haben 8 Ver- sammlungen, 1 öffentliche und 2 Frauenversommlungen. Die Genossenschaftsbewegung am Orte stehe günstig da. Der Kassen- bericht, welchen Genosse Förster gab, weist eine Jahreseinnahme von 1072,89 M. und«ine Ausgabe von 853,54 M. auf. Die Mitgliederzahl beträgt 258, davon sind 65 Frauen. Auf Biesdorf entfallen 40 Mitglieder, darunter 6 Frauen. Genossin Kaiser gab einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit in der Kinderschutz- kommission und in der Frauenbewegung. In die Bezirksleitung wurden folgende Genossen gewählt: Richard Küter als erster, B e r n d t als zweiter Bezirksleiter, Förster als erster, Böhme als zweiter Kassierer, G. Kaiser als Schriftführer. Beisitzer wurden Splindt, Bertram und Genossin Frl. Wundt. Der Lokalkommission gehören an die Genossen Herrmann, Prahl und Zander- Biesdorf. Zu Revisoren wurden die Ge- nassen Vierrether, Bast und H e r t i g bestimmt. Die Kinder- 'chutzkommission vertritt Genossin Küter, desgleichen das Amt als Bibliothekarin. Der Vorsitzende ersuchte um rege Mitarbeit im neuen Geschäftsjahr und macht auf die am 6. Juli bei Sa- browski stattfindende Frauenversammlung aufmerksam, in Welcher Genossin Luise Z i e tz sprechen wird, Potsdam. Soldaten als Statisten. Bei den Aufführungen der söge- nannten„Heimatfpiele*(„Der Eiserne Heiland") auf dem Brau- hausberge wirken seit mehreren Tagen an Stell« einiger entlassener Statisten Soldaten vom Leib-Gardehusaren-Regiment mit. Diese Aenderung soll hauptsächlich deshalb vorgenommen worden sein, um einen erhöhten Ueberschutz herauszuwirtschaften, da die mili- tärischen Statisten zugleich die Pferde mitbringen. Wenn täglich ünf Mann mitwirken können, zeigt sich wieder, datz die drei- ährige Dienstzeit bei der Kavallerie doch wohl zu lang ist; denn Theaterspielen gehört doch gewiß nicht zur militärischen Aus- bildung.— Im übrigen läßt der Besuch des Naturtheaters an den Wochentagen, abgesehen von den Schüler- und kommandierten Soldaten-Massenbesuchen sehr zu wünschen übrig. Man hat sich trotzdem entschlossen, die Spielzeit zu sogenannten„Ferienpreisen" bis zum 1. August zu verlängern, Wittenau-Borsigtvalde. AuS der Gemeindevertretung. Die Auflassung des Bauplatzes ür den neuen Schulhausbau in der Konradstratze an die Gemeinde durch die Terraingesellschaft ist erfolgt, es soll nunmehr mit dem Bau begonnen werden. Die Landesversicherungsanstalt der Provinz Brandenburg zu Berlin ist nicht in der Lage der Gemeinde eine Million zur Verfügung zu stellen, dagegen wird der Gemeinde eine Anleihe in sieben Raten von 550 000 M. zugesagt, mit der Be- dingung, daß die Anleihe mit 4 Proz. verzinst und mit 1 Proz. amortisiert wird. 100 000 M. sollen zur Tilgung der letzten Bau- kosten des Rathauses, der Rest zum Schulhausbau verwendet werden. Die Petition des Grundbefitzervereins, die Grundwertsteuer, Wasser- und Kanalisationsgebühren zu ermäßigen, wird vom Ge- meindevorsteher Witte dahin beantwortet, datz die Preise genau wie im vorigen Jahre festgesetzt worden seien und eine Ermäßigung ür dieses Jahr nicht eintreten könne. Die Kosten für einen zweiten Aufgang zum Nordbahnhof Wittenau sind von der Eisenbahn- direktion auf 30 000 M. veranschlagt; die Grundstücksanliegcr am Bahnhof lehnen jeden Beitrag zu den Kosten ab. Die Gemeinde- Vertretung beschloß, zunächst mit der Gemeinde Rosenthal zwecks Uebernahme eines Teil der Kosten zu verhandeln und der Gemeinde- Vertretung alsdann die Angelegenheit nochmals zu unterbreiten. Eine längere Debatte fand bei der Vergebung der Asphaltierungs- arbeiten der Stratze 86(verlängerte Hauptstraße) nach WaidmannS- lust statt. Unsere Parteigenossen beantragten, datz in dem Vertrage tarifliche Bezahlung der Arbeiter durch die Gemeinde nicht vorge- chrieben werden könne. Gemeindevertreter Schöneberg erklärte, )atz ja den hiesigen Arbeitern als Steuerzahlern durch die Annahme des Antrages nicht geholfen werde; die Firma beschäftige meist Arbeiter aus anderen Gemeinden.— Genosse Adam widerlegte alle Gegeneinwände. Die Arbeit wurde alsdann der. Firma Schier als Mindestfordernde zum Preise von 86 880 M. gegen die Stimmen unserer Genossen übertragen. Die Firma Kopp stand an erster Stelle mit 95 381 M. Ter Schiedsspruch in der Streitsache der Firma Liebold u. Co., A.-G., gegen die Gemeinde Wittenau, wurde vom Gemeindebaumeister Klinner erläutert. Wie bekannt, ist der gemauerte Kanal in der Breitenbachstratze von der Firma Liebold nicht nach den vertraglichen Bestimmungen ausgeführt worden. Den Parteien wurde vom Schiedsgericht ein Vergleich vorgeschlagen, in dem betont wird, datz der Kanal nicht sachgemäß ausgeführt sei, da die Dichtüngsschicht fehlt; das Schiedsgericht hält den Kanal aber nicht für so baufällig, datz das Bauwerk entfernt werden müßte. Herr Klinner meinte, datz das Mauerwerk Jahre halten könne, die Porösität des Kanals werde nach dem Gutachten von Sachverständigen mit der Zeit aushören, trotzdem die Dichtungs- schicht fehlt. Der Minderwert der Arbeit wurde durch das Schieds- gericht auf 10 Proz. festgestellt. Da der Kanal 100 000 M. koste, kämen für minderwertige Arbeiten 34 500 M. zur Verrechnung, so datz die Firma 10 Proz., gleich 3450 M. zu zahlen hätte. Nach eingehenden Messungen sei festgestellt worden, datz täglich 12 Kubik- metcr Grundwasser in den Kanal dringt; das Auspumpen ver- ursachte pro Kubikmeter jährlich 200 M., also insgesamt 2400 M., so datz also für die nicht vertraglich ausgeführten Arbeiten von der Firma Liebold an die Gemeinde 8290 M. zu zahlen seien. Die Gemeinde trägt für die Freilegung des Kanals zwei Drittel der entstandenen Kosten, die Firma ein Drittel.— Genosse Adam stellte fest, datz sämtliche seinerzeit vorgebrachte Fehler und Mißstände durch den Schiedsspruch als vorhanden anerkannt sind; die Ge- meinde müsse auf die Herstellung des Kanals laut vertraglicher Abmachung dringen. Vor der Abstimmung wurde befürwortet, datz die Undichtigkeit deS Kanals 12 Kubikmeter pro Tag nicht über- steigen darf und die Firma hierfür Garantie zu übernehmen habe. Der Schiedsspruch wurde mit allen gegen ttzer Stimmen an» genommen., «locken Spielplan der Berliner Cbeater. Neues königliches Operntheater. Sonntag: Tannhäuser.(Ansang 7'/, Uhr.) Montag: Tristan und Isolde. Dienstag: Die Meistersinger von Nürnberg, Mittwoch: Siegfried.(Ans. 7 Uhr.) Donnerstag: Lohengrm. (Ansang VL Uhr,) Frefkag: Die fflalkflw.(Anfang 7 Mr.) Sonnabend Tannhäuser.(Ansang VI, Uhr.) Sonntag: Tristan und Isolde.(Au- sang 7 Uhr.) Montag: Lohengrin.(Ansang VI, Uhr.)___ � Lessiiig-Thcater. Täglich: Sommerspuk.(Ansang 8 Uhr 20 Mm.) Komische Oper. Täglich: Der verbotene Kich.(Ansang 8 Uhr.) Kleines Theater. Sonntag und Wontag: Die vier Toten der Fiametta. Von Dienstag ab täglich: Norachen.(Ansang 81/, Uhr.) Neues Schauspielhaus. Allabendlich: Di« keusche Susanne.(Sn- fang 8 Uhr.) Neues Theater. Täglich: Der Rodelzigeuner.(Ansang 8 vhr.). Schiller-Tbeater v. Bis Mittwoch täglich: Panne.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater Eharlottenburg. Täglich: Der dunkle Punkt. (Ansang 8 Uhr.) Neues Operetten-Thcater. Täglich: Eine Million.(Anfang 8'/, Uhr. Trianon-Theater. Allabendlich: Das Pnnzchen.(Ansang 8',, Uhr.) Luisen-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Neue Heimat. Abends bis Freitag: Jke Steenbachs Erbe. Sonnabend: Neu« Heimat.(Ansang 80, Uhr.) Sonntag unbestimmt, Montag geschlossen. Thalia-Theater. Allabendlich: Polnische Wirtschast.(Ansang 8 Uhr.) LnstspielhauS. Täglich: Die dritte Eskadron.(Anfang 8 Uhr 20 Min.) Siose-Theater. Täglich: Kasernenlust.(Ansang 8>/, Uhr.) Metropol- Theater. Allabendlich: Höhest amüsiert sich.(Anfang S Uhr.) FolieS Caprice. Allabendlich bis aus weiteres: Die letzte Nacht. Die Hochzeitsreise.(Anfang 8-/, Uhr).........« Berliner Prater-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Im Krug zum grünen Kranze. Abends bis aus weiteres täglich: Di« ö Grazien. (Ansang VL Uhr.) Boigt-Theoter. Täglich: Goldene Jugend. Apollo-Tbeater. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Passage- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. All» abendlich: Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr.) Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Neichshnllcn-Theater. Täglich: SteMner Sanger.(Ansang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr.) Walhalla> Theater. Allabendlich: Prinz und Bettlerin.(Ansang 8'/. Uhr.) Earl-Haverlanb-Theater. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 7'/, Uhr.) Kaiser-Panorama. Täglich: III. Zyklus Indien. IV. Wanderung im Riesengebirge. Urania. Theater, Taubenstr 48/4S. Sonntag: Helgoland im Wechsel der Zeit. Montag: Lebende Tierbilder von nah und sein. Dienstag: Helgoland im Wechsel der Zeit. Mittwoch: Lebende Tierbilder von nah und fern. Donnerstag: Helgoland im Wechsel der Zett. Frestag: Lebende Tierbilder von nah und fern. Sonnabend: Lebende Tierbilder von nah und fern und Helgoland im Wechsel der Zeit. Sonntag: Helgoland im Wechsel der Zeit.(Ansang 8 Uhr.) Montag unbestimmt. Sternwarte, Jnvalidenstr. 57—82. Hub aller Alelt. Eine Dorftragödie. Ein Ehebrama hat am Freitagabend die Bewohner deS Dorfes Sellin in der Neumark in begreifliche Aufregung versetzt. In dem Dorfe hat der Gutsbefitzer Spremberg feine Frau und sich selbst erschossen. Das Eheleben dieser beiden schon alten Leute war ein uugetrübteS, bis vor einiger Zeit in ihre Dienste eine junge Magd trat, die den Gutsbefitzer in Liebe zu ihr entbrennen ließ. Das war die Ursache zu öfteren ehelichen Auseinandersetzungen. SIS a« Freitagabend die Frau wieder ihrem Manne Borhaltungen machte, griff dieser zum Revolver(und streckte sein» Frau nieder. Entsetzt über die Folgen seine» Zorne» jagt« sich Sprem» berg an der Leiche seiner Frau eineKugel(durch fcenftspi die seinen sofortigen Tod herbeiführte. Ueberfall auf eine« Eisenbahnzvg. In der Nabe von E r i e im Staate Pennsylvania versperrte et»« Bande maskierter Männer da» Gleis der Eisenbahn und hielt einen Personenzug an. Mit vorgehaltenem Revolver wurden die Beamten de» Zuges und die Passagiere in Schach gehalten und der Po st wagen ausgeplündert. Ein Postschaffner, der fich int Wehr setzt«, wurde durch einen Schutz tödlich verwundet. Ein Passagier wurde über den EisenVahndamm geworfen und chwer verletzt. Den Rändern gelang es unerkannt zu ent- kommen._ Ein fetter Prozeh. «m Freitag wurde in L o n d o n der SenfationSprozetz gege» den Abgeordneten B o t t o m l e y, den Herausgeber der geitfchrist John Bull', zu Ende geführt. Bottomley war von«wer Frau Curtitz auf Herausgabe von einer Million Mark verklagt worden, die ihr kürzlich verstorbener Bater unter vor» spiegelung falscher Tatsachen Bottomley übergeben hatte. Der Prozeß wurde außerordentlich lebhaft geführt und die Parteien warfen sich Schimpfwörter schlimmster Art an den Kopf. Das Ge- richt verurteilte den Abgeordneten, innerhalb sieden Jahre» die Schuld von einer Million Mark abzutrag»». Kleine Nottzen. Schweres Grulenunglück. Auf dem Richthofenschacht vet Benthe» in Oberschlesiien wurden durch eine Explosion dreiBergarbeiter getötet, sieben schwer und zwölf leicht verletzt. Explosion in einer Pulverfabrik. In der Pulverfabrik bei Ingolstadt explodierte am Sonnabend nachmittag au» noch nicht festgestellter Ursache ein größeres Quantum Nitrit. Ein Arbeiter wurde getötet, ein anderer schwer verletzt. Das Gebäude, tu dem die Explosion stattfand, ist erheblich beschädigt worden. Ungetreue Postbeamte. DaS Landgericht in Hamburg der» urteilt« die beiden Postboten Braun und Fischer, die auS einem Postbeutel Werte in Höhe von einer Million Mark raubten, zu zwei Jahren resp. 18 Monaten Gefängnis. Unwetter in Bulgarien. AuS vielen Gegenden Bulgarien» werden heftige Stürme und Wolkenbrüche gemeldet, die an verschiedenen Orten zu großen Ueberschwemmungen geführt habe». eingegangene Druckrchriften. Ulrich Raucher, Richard DankwardS Weltgericht. Roman. Preis oehestet 3 M., geb. 4M.— Otto Rung, Das Vermächtnis deS Frank Thauma. Preis geh. 2,50 M., geb. 3,50 M.— Otto Rung. Die weist« Jacht. Preis geh. 3.50 M., geb. 4,50 M. Verlag der Lilerarljche» Anstatt Rütten u. Loening, Frankfurt a. M. WitterungSiiderNch« vom I. Juli 1911. Swinemd«. eilte jjronfl.a vi. München Wien IJ 2 c «2 iE B? I 755 W 754 SSW 756 SW 757 SW 760 SSW 760Sttll Setter 2 bedeckt 3 Regen 3 wolkig 5 bedeckt 3 bedeckt bedeckt Wetterprognose für Zestweise heiter, jedoch sehr westlichen Winden, etwaS Regen verändert. w« ri* II w M* Ii LS II u iE Bf Havaranda 749® Petersburg 760 SSO Sctllp 1757 SS tlberdeen Pan» 750Sttw 758 SSW 8 Regen 3 bedeckt 2 wolkig bedeckt 2 bedeck» ! K* tJ 13 16 13 12 15 Sonntag, de« S. Juli 1911. unbeständig bei ziemlich lebhasten füd» und Gewitterneigung. Temperatur wenig Berliner Wetterdureaw Marktpreise von verlin am ZV. Juni 1911.»ach ErmUelung de» Königlichen Polizeipräsidiums. Rarkthallenpreise.(Kleinhandel.) 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 30,00— 60,00. Speisebohne», weifet 30,00-50.00. Linsen 20,00-60,00. Kartoffeln 7,00—11,00. 1 Kilo. gramm Riiidfleifch, von der Keule 1,60—2.40. Rindfleisch, Bauchfleifch 1.20 bis 1,80. Schweinefleisch 1,10—1.80. Kalbfleisch 1,20—2,40. Hammelfleisch 1.50—2,20. Butter 2.20—2.30. 60 Stück Eier 3.00—4.40. 1 Kilogramm Karpsen 0,00—0.00, Aale 1.60—3,00. Zander 1.50—3.60. Hechte 1.20 bis 2,80. Barsche 0.80-2,00. Schleie 1,20-3,40. Bleie 0,80-1,60. 60 Stück Jttebfe 2,00-40,00. . V G 'vh% ch>. V°» %, i, %.% q> � > � V> -t, t.»."■» %*4 •*0 � UND KEHRAUS DES LAGERS VOM 3.— 8. JULI FÜR DIE REISE ZU GANZ FRAPPANT BILLIGEN PREISEN. \lP-3? Ä»«JJ J? 4° � � � � �/<2>N � �\�e � 0° F � rsO � � r& Spezialhaus für Damen-Konfektion 'Berlin C, König- Straße 33 Spezialhaus für Damen-Konfektion MS" Mariendorf.-WZ Krjlliursnt Georg Löwenhagen, SfA" (früher Hermann Relchardt). gy Bitte Parteigenc�srn, Freunde und Bekannte, daS meinem Vorgänger pHT" geschenkte Wohlwollen auch aus mich übertragen zu wollen. Gute gy* SpelBen und Gctrttnke in bekannter Güte.__ Spätkirseben ii.EiDmachekirseheD, Einmacbe Erdbeeren, Johannis-, Stachel- u. 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