Nr. 200. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. = Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Dampfkesselrevision in Preußen im Jahre 1893. Sonnabend, den 26. August 1893. die = Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " zu ungeeignete Nebenbeschäftigung für die Aufsichtsbeamten, inspektion in Preußen nunmehr blos noch als eine weil denselben sehr begreiflicher Weise der gute Stand der Nebenbeschäftigung der Kesselrevisoren betrachtet wird, geht Refsel viel wichtiger erscheinen muß als die Kontrolle über aus einer anderen Stelle des Berichtes hervor, wo der die Durchführung der Arbeiterschutz- Bestimmungen. Findet Beamte schreibt, daß er viel Zeit mit Kesselrevisionen in einmal eine Reffelexplosion statt, die materiellen Schaden landwirthschaftlichen Kreisen verbringen mußte, an die sich oder gar Verlust an Menschenleben verursacht, so wird die keine Besichtigung gewerblicher Anlagen anschließen ließ. Die soeben erschienenen Jahresberichte der königlich Verantwortung der die Kessel revidirenden Aufsichtsbeamten Andererseits", heißt es dort wörtlich weiter, blieb preußischen Regierungs- und Gewerberäthe und Bergbehörden eine sehr große sein, disziplinarische vielleicht auch straf- vorab den Gewerbe- Inspektoren noch nicht die Zeit, für 1892*) müssen das allgemeine Interesse mehr auf sich ziehen gerichtliche Untersuchung wird ihnen drohen, Amtsentsegung einzelne wichtige, aber nicht mit der Eisenbahn zu erals ihre Vorgänger feit 1880, weil in den vorliegenden eventuell auch Gefängnißstrafen, Vernichtung der Eristenz reichende gewerbliche Anlagen besonders zu besich Berichten zum ersten Male über die Durchführung der kann die Folge hiervon sein. Während Unterlassungen bei tigen, wenn deren Dampfkessel einem Ueberwachungsvereine Arbeiterschutznovelle vom 1. Juni 1891 berichtet wurde, den Dampffefsel Revisionen nicht leicht verborgen bleiben, zugehören, also die Kesseluntersuchung für die durch die seit dem 17. Juli 1878 der erste und noch dazu können lange Zeit die Bestimmungen zum Schuße Staatsbeamten teine Veranlassung mehr als vorsichtige Schritt auf der Bahn des Arbeiter der Arbeiterinnen und der Kinder von den Fabrikanten deren Besichtigung ergab." Kluge Fabrikanten, denen schußes im Deutschen Reiche gemacht worden ist. außer acht gelassen werden, ohne daß deshalb die Aufsichts- die Bestimmungen unseres Arbeiterschußgesezes unbequem Mit Rücksicht auf die Entwicklung der Industrie, und beamten große Gefahr laufen. sind, werden aus vorstehendem Sah ersehen, daß ihnen die auf die gesteigerten Aufgaben, die der Fabrikinspektion durch Auch deshalb ist die Vereinigung der Kesselrevisionen kleine Ausgabe als Mitglied eines Dampftessel- Revisionsdas Gesetz vom 1. Juni 1891 zugewiesen wurden, aber noch mit der Gewerbe- Aufsicht zu bekämpfen, weil die Regierung vereins die Besuche der Gewerbe- Aufsichtsbeamten erfeineswegs dem Bedürfnisse entsprechend, wurde in Preußen sich hierdurch selbst in der Auswahl der Personen besparen kann. Bei dieser Lage der Dinge ist es begreifdie Zahl der Aufsichtsbeamten vermehrt. Mit Rückschränkt, fie zu Fabrik Aufsichtsbeamten erlich, wenn die zwei Gewerbe- Inspektoren dieses Bezirkes im ficht auf die nicht blos dem Reiche, sondern nennt. Während den Inspektor mit medizinischer Jahre 1892 blos 224 Fabriken besichtigen konnten. auch den Einzelstaaten durch die Anforderungen und nationalökonomischer Vorbildung beim Betreten Der Leiter der Gewerbe- Inspektion in den Regierungsdes Militarismus aufgenöthigte äußerste Sparsamkeit bei der Fabrik zuerst der Arbeiter interessiren wird, bezirken Köln und Koblenz berichtet:„ Wenn die Zahl Erfüllung aller Kulturaufgaben wurde die von der Regie- ist dies beim Techniker nicht der Fall, ihn interesfirt erst in der Fabrik. Besichtigungen mit der auf rung und dem Landtage für nothwendig gehaltene Ber- zweiter Linie der Mensch, in erster die technische Einrichtung. Reisen verwendeten Beit nicht im Vermehrung des Aufsichtspersonals blos schrittweise vor- Nun können aber wegen der Verbindung der Kesselrevision hältniß steht, so ist das auf die erhebliche Begenommen. Man begann mit der Neuregelung des Ge- mit der Fabrikinspektion blos Techniker Fabrit- Aufsichts- lastung zurückzuführen, welche die Beamten durch werbeaufsichts- Dienstes" im Jahre 1891, im Jahre 1892 beamte werden, so daß die Beamten, denen sozialpolitische Uebertragung der Kesseluntersuchung er wurde dieselbe für die Regierungsbezirke Potsdam, Münster, Vorbildung in der Regel abgehen wird, niemals ihre Auf- fahren haben. Diese Belastung ist um so fühlMinden, Kassel, Wiesbaden, Koblenz, Köln, Trier und gaben ganz erfüllen können. barer, als erfahrungsgemäß die größeren Fabrikanten Aachen, sowie für die Stadt Berlin weitergeführt. Im Um Mißverständnisse zu vermeiden, wollen wir noch und Besitzer von Dampffesseln, welche an bequem Ganzen waren 1892 in Preußen 96 Fabrikaufsichtsbeamte besonders betonen, daß wir die Kesselrevision keineswegs für zugänglichen Orten wohnen und größere Umsicht in der gegen 64 im Jahre 1891 thätig. Leider wird der Vortheil etwas Nebensächliches, den Arbeitern Gleichgiltiges halten, Wartung ihrer Dampfkessel und sorgfältigere Vorbereitung der Vermehrung des Aufsichtspersonals mehr als wett ge- wir fordern nur, daß die Kessel wie früher nicht von den der fälligen Untersuchungen zeigen, meist den Revisionsmacht durch die Uebertragung von Aufgaben, die Gewerbe- Inspektoren, sondern von Bau- Inspektoren, die vereinen angehören, während den staatlichen Aufsichtsaußerhalb des Bereiches der Fabrifinspektion liegen, mit der Fabrikinspektion nichts zu thun haben, revidirt beamten hauptsächlich solche Kessel zufallen, welche schwer indem man den Beamten die Revision der Dampfkessel werden. zugänglich sind und deren Beaufsichtigung mit größerem übertrug. Es kann nicht oft genug auf diesen In bezug auf die Dampfkessel- Revisionen wollen wir Beitaufwande verknüpft ist." Mißstand aufmerksam gemacht werden, immer wieder haben aus den Berichten einiges hier mittheilen. Der Leiter der Der Regierungs- und Gewerberath für den Regierungsalle, die an der Durchführung des Arbeiterschutzes wirklich Fabrikinspektion für Berlin berichtet: Seit dem 1. April bezirk Düsseldorf berichtet über die Kesselrevisionen folgeninteressirt sind, darauf zu bringen, daß mit diesem ver 1892 ist auch die Besichtigung der Dampskessel, insoweit des:„ Eine öftere, insbesondere aber eine fehlten Systeme gebrochen werde. Die Fabrik- Auf- fie bisher den Bau- Inspektoren oblag, auf die Gewerbe- eingehendere und gründlichere Handsichtsbeamten werden, unter der Voraussetzung ihrer vollen Aufsichtsbeamten übergegangen und hat die Thätigkeit der habung des Fabrikaufsichts- Dienstes wird Befähigung ihres Eifers und ihrer Unparteilichkeit, nur letzteren ganz erheblich, und zwar um so mehr in aber in den meisten hiesigen Inspektionsbezirken in hohem dann ihre Aufgaben erfüllen, wenn sie von der Beobachtung Anspruch genommen, als schon die Uebernahme Grade auch durch die große Zahl der unter der der Arbeitsverhältnisse durch nichts abgezogen werden. eine Beit erforderte, die in späteren Jahren erspart werden Aufsicht der Inspektionsbeamten stehenden DampfJedes Nebenamt, alles, was sie von ihrem Berufe abziehen kann." Der Leiter der Fabrikinspektion im Regierungs- kessel und Dampfgefässe erschwert. Wenn fönnte, sollte ihnen verboten werden. Deshalb wollen wir, bezirk Rassel schreibt: Die Thätigkeit der Gewerbe- es zu ermöglichen wäre, hier Wandel zu schaffen bevor wir den weiteren Inhalt der Berichte kritisiren, diesen Inspektoren wurde durch die Errichtung ihrer Bureaus, und die Inspektionsbeamten in einer oder Punkt eingehend beleuchten. durch die Aufstellung der Kesselkat a ster, der anderen Weise von einem Theil der ihnen jetzt Im Besonderen ist gerade die Kesselrevision, ganz ab- und endlich durch die fälligen Ressel obliegenden Dampftessel- Ueberwachungs= gesehen von der zeitraubenden Thätigkeit, deshalb eine untersuchungen vorwiegend in Anspruch ge- arbeiten zu befreien, so würde dies im Inter nommen, so daß bisher der eigentliche Fabrik- esse des übrigen Aufsichtsdienstes gewiß *) Amtliche Ausgabe. Berlin, Verlag von W. T. Bruer, Aufsichtsdienst mehr als erwünscht in den freudig zu begrüßen sein." Auf die 15 Beamten 1893. 80. LV in 482 Seiten. Hintergrund getreten ist." Wie sehr die Fabrit- dieses Bezirkes tamen nicht weniger als 4124 DampfkesselFeuilleton. Nadbrud verboten.] ( 52 " freiwillig die letzten Privilegien ihrer Herrschaft zum Opfer brachten. Warum sollten denn nicht heute auch Bourgeois - nicht alle, sondern nur die Besten und Intelligentesten an der Umgestaltung der Gesellschaft mithelfen, selbst wenn sie sich gegen ihre Klasse richtet?" Warum? Weil sie hart, geizig, beschränkt und Die Bekehrung André Savenay's. egoistisch find!" Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Sigismund biß sich auf die Lippen. Johanna, die von der Wendung, welche das Gespräch genommen hatte, etwas erschreckt war, hob die großen Augen bittend zu André empor. Durch eine kaum merkliche Bewegung be ruhigte er sie. Sigismund antwortete: Das ist ja eine schöne Litanei," sagte André lachend. Aber ich denke doch, daß nicht alle Bourgeois solche Bourgeois find, wie Sie sie schildern." „ Es ist sehr natürlich, daß Sie die Bourgeois vertheidigen. Sie gehören ja zu ihnen." Sozialisten kennen zu lernen, als Sie es sind. Fräulein Johanna weiß wohl, was ich damit sagen will." Johanna lächelte erröthend. Sie fühlte sich durch die zarte Huldigung, die André ihr damit erwies, geschmeichelt. Da sie aber noch immer einen Streit zwischen den beiden Männern fürchtete, that sie, als beziehe sie seine Worte nicht auf sich und sagte mit schlecht verhaltener Bes wegung: " Ich danke Ihnen für meinen Großvater für das, was Sie eben sagten, Herr André." Sigismund erbleichte; André's Worte schienen ihm ein Beweis für die Vertraulichkeit, die zwischen Johanna und Sie wollen sagen, daß ich zu ihnen gehört habe, seinem Nebenbuhler bestand, zu sein. Die Antwort des denn Sie wissen ja, daß ich zum Feinde übergegangen bin. jungen Mädchens, das ihn ganz ungezwungen„ Herr André" Wenigstens habe ich Zeit gehabt, sie von Grund aus kennen genannt hatte, stachelte seine Eifersucht nur noch mehr auf. lernen, und Sie werden einem ehemaligen Er antwortete im Tone bittrer Fronie: Bourgeois wohl gestatten, Ihnen zu sagen, daß" Ja, man könnte die Bourgeois vielleicht bekehren, Ist es denn so nöthig, daß wir den Bourgeois ge- es unter ihnen eine schwankende Masse giebt, wenn man damit anfinge, sie zu ruiniren, wie es Ihnen fallen? Glauben Sie, daß sie jemals aus freien Stücken Leute, die nicht schlechter sind als andere, die das Schlechte geschehen ist. Das ist eine Methode, die ich mir auf ihre Privilegien verzichten werden? Die Gewalt ist aus Sorglosigkeit, aus Trägheit, auch aus Unkenntniß der noch gefallen lasse. Wenn sie uns aber auf andere die Geburtshelferin neuer Gesellschaftsformen", sagt Mary. Leiden der Armen fortbestehen lassen. Sie selbst, Herr Weise zugeführt werden sollen, dann möchte ich wohl wissen, Die Geschichte liefert dafür Beispiele zur Genüge." Roguet, würden, wenn Sie das Unglück gehabt hätten, als durch welche Mittel." Die Geschichte beweist alles, was man will," erwiderte Sohn eines Bankiers oder reichen Kaufmanns geboren" Dadurch," sagte André, daß man sich bemüht, unsere André. Alles hängt davon ab, wie man sie befragt. Wenn worden zu sein, zweifellos ebenso theilnahmslos dem Schicksal Ansichten in einer etwas ansprechenderen, einfacheren und ich Ihnen nun sage, daß niemals eine Revolution ohne der Armen gegenüberstehen, wie jene Leute. protestiren präziseren Form an sie heranzubringen; dadurch, daß man Betheiligung eines Theils derer, gegen die sie gerichtet ist, Sie nicht! Es ist so schwer, sich in anderer Leute Schuhe ihnen begreiflich macht, daß die Armen ebenso gut ein gelungen ist? Ich glaube aus der Geschichte, die Sie so zu stellen, sich in ihre Lage zu versetzen. Ich selbst dachte Recht auf Glück haben, wie die Reichen, dadurch, daß man gern als Zeugen anrufen, genau zu wissen, daß der Graf noch vor zwei Jahren nicht anders vom Elend der Menschen, das Rechtsgefühl, ihr Mitleid mit den Armen und Elenden von Mirabeau und der Abbé Sieyes, selbst der Bischof als daß ich es für etwas so Natürliches in der Gesellschaft in ihnen weckt; dadurch, daß man ihnen klar macht, daß von Autun vor hundert Jahren ihren Theil dazu bei wie etwa eine Krankheit beim Menschen hielt. Um die die französischen Arbeiter und Bauern ebenso gut ihre getragen haben, daß die Macht des Adels und der Geist Dinge von einem andern Gesichtswinkel aus betrachten zu Brüder sind wie die Schwarzen in Afrika. Man hat eine lichkeit gebrochen wurde. Die Geschichte erzählt auch noch können, mußte ich das Glück haben, zuerst ruinirt zu werden, internationale Vereinbarung zur Abschaffung der Sklaverei von jener Nacht des 4. August, in der Priester und Adlige dann aber und vor allen Dingen, weniger abstoßende getroffen. Wer weiß, ob man nicht möglicherweise auch " vor Sorge dem Be prüfungen, demnach auf jeden 275, da diese aber jedesmal, die Vertreter" der einzelnen an dieser Frage interesfirten verzögert bie Militärverwaltung den Prozeß, abgesehen von den Reisen, eine Reihe von Stunden in An- Berufszweige zu Konferenzen nach Berlin berufen werden, weshalb diese Bertagungen? spruch nehmen, die Leiter der Juspektion außerdem noch an wie sie bei der Eintheilung der Gewerbe in der Reichs- Und die zweite Frage: Warum wird die Oeffentlich den Sigungen der Bezirksregierungen theilnehmen müssen, Berufs- Statistik eingeschlagen ist. Zuerst mußten demnach keit der Verhandlung ausgeschlossen? Sieht die bayerische Re die Gewerbe- Inspektoren als Sachverständige häufig vor die Vertreter" des Bergbaues, des Hütten- und Salinen- gierung nicht ein, daß diese Geheimnißkrämerei von der öffentlichen Gericht und anderwärts vernommen werden, sie Gutachten wesens einberufen werden. Bu ihrer vorherigen In Meinung gerichtet ist? Daß der Ausschluß der Deffentan die Bezirksausschüsse erstatten müssen, zur Theilnahme an formation sind die betreffenden Ausnahmebeſtimmungen lichkeit gedeutet werden wird als die Furcht vor peins gemeinschaftlichen Berathungen der Unternehmer herangezogen mitgetheilt worden. Ein ähnliches Verfahren dürfte Enthüllungen, als die werden, Sprechstunden abhalten müssen, eine Menge betreffs der übrigen Berufszweige eingehalten werden, lichen Schreibarbeit zu verrichten haben, vielfach sonst noch in so daß nach einander immer erst die schrift kanntwerden des Thatbestandes? Daß also der Militaris. Anspruch genommen werden, so von Berufsgenossenschaften, liche Information, sodann die Einberufung zur mus, den man zu schüßen meint, um so viel mehr ge Ortsbehörden, Unternehmern, Arbeitern, vorgesetzten Beamten mündlichen Konferenz erfolgen dürfte. Es werden demgemäß schädigt wird? Was im Dunkel des geheimen Verfahrens vor und Gerichten, so bleibt ihnen für ihre eigentliche Thätig- nach dem schon erwähnten Berufszweige an die Reihe kommen sich geht, das, so wird das Volk urtheilen, hat das Licht der keit, das Studium der Arbeiterverhältnisse und die Aufsicht die Industrie der Steine und Erden, darunter hauptsächilch Deffentlichkeit zu scheuen. über die Durchführung der Arbeiterschutz- Bestimmungen, fast Keramik und Glasindustrie, die Metallverarbeitung, der Ein Offizier, dessen Menschlichkeit, dessen Edelmuth ungar feine Zeit. Maschinenbau, die chemische Industrie, Gasanstalten, die Endlich sei noch auf einen weiteren Nachtheil der Textilindustrie, die Papierindustrie, die Lederindustrie, die zweifelhaft sind, ein Offizier, der sich ausgezeichnet geführt hat, Reffelaufsicht hingewiesen. Die Kessel tönnen blos in er Holz- und Schnigstofferzeugung, die Nahrungs- und Genuß ein Offizier, den feine Untergebenen auf Händen tragen, steht taltetem Zustande revidirt werden, deshalb müssen wohl mittelindustrie, die Bekleidungsindustrie, das Baugewerbe vor den Richtern, angeklagt wegen„ fozialistischer Umtriebe". Ziegt die Aufsichtsbeamten den Unternehmern ihre Ankunft vorher und das polygraphische Gewerbe. Jedoch ist es nicht aus es nicht im Interesse der Herrschenden selbst, offen vorzugehen? anzeigen, damit die Kessel kalt gestellt werden können. geschlossen, daß einer oder der andere dieser Berufszweige, 3ft etwa der Staat in Gefahr, weil ein Lieutenant anders denkt Diese Anzeige bietet den Unternehmern Gelegenheit, alle bei welchem die Regelung der Ausnahmen auf Schwierig- als die Mehrzahl seiner Kameraden? Aber was ergäbe der gefezwidrigen Zustände in seiner Fabrik für den betreffen- teiten nicht gestoßen ist, nicht weiter in Anspruch genommen öffentliche Prozeß? Daß es sich um einen Gesinnungsprozes den Tag abzuschaffen, zu junge Kinder nach Hause zu werden dürfte." Das skandalöse Ausnahmeverfahren handelt. Denn nicht mehr fann Hofmeister vorgeworfen werden, schicken, die gesetzliche Arbeitszeit einzuhalten u. f. w. So- gegen die Arbeiter, die nicht in freier Wahl ihre als daß er sich seine eigenen Gedanken machte über Menschen mit kann der Gewerbe- Juspettor in den meisten Fällen den Bertrauensleute selbst wählen dürfen das bleibt das und Dinge, und daß er deshalb die Soldaten mit leider zu selUnternehmer nicht überraschen, ihn bei der Gesetzes Vorrecht der Großindustriellen- wird beibehalten. übertretung nicht auf frischer That ertappen und so geht Die Arbeiterschaft sieht also, wie ihre gerechten Ansprüche tener Humanität behandelte! Oder nicht? Oder stünde mehr auf der ganze Nußen der Inspektion verloren. berücksichtigt werden. So wirkt die Sozialreform von dem Spiel? Dann hätte die Regierung die doppelte Pflicht, Oben. Farbe zu bekennen. Die Herrn von Berlepsch zu dankende Reform der preußischen Fabrikinspektion hat, wie wir gesehen haben, die Fabrikaufsicht nicht gebessert, sondern nach jeder Richtung verschlechtert. Wir haben statt einer Fabritinspektion jetzt eine Kesselrevision, ein System, das in anerkennenswerther Weise von den eigenen Beamten des preußischen Handelsministers in dem amtlichen Berichte entschieden verurtheilt wird. Herr von Berlepsch hat bei Berathung der Denkschrift über die Organisation der preußischen Fabrikinspektion im Landtage erklärt, daß die Verbindung der Kesselrevision mit der Fabrikinspektion lediglich ein Bersuch sei, der, wenn er mißlinge, nicht weiter geführt werden wird. Die bisherigen Erfahrungen genügen, um dieses System auf das schärfste zu verurtheilen, um zu beweisen, daß es gar keinen Nutzen gebracht hat. Herr von Berlepsch hat nun sein Wort einzulösen und die Fabrikinspektion wieder in volle Thätigkeit zu sehen, die Kesselrevision den technischen Beamten der Regierungen wieder zu übertragen und die Gewerbeinspektoren ihren eigentlichen Aufgaben zurückzugeben. Politische teberlicht. Zum Falle Hofmeister wird uns geschrieben: Kuhhandel? In einem die Thätigkeit der Ansie= Im April 1898 ist Lieutenant Hofmeister wegen, sozialistischer belungstommission kritisch behandelnden DruckUmtriebe" verhaftet worden. Fast sechs Monate sind seitdem heft wird erzählt, die Ansiedelungskommission habe unter verflossen, die auf den 18. Auguft angesetzte Verhandlung hat der Leitung des Grafen Zedlig einem polnischen Besizer nicht stattgefunden, ein neuer Termin ist für den 29. September das von ihm gekaufte Gut zu dem Kaufpreise zurückgegeben, angefeßt worden. Allen Qualen der langen Untersuchungshaft, um, wie Graf Zedlig dem Verfasser der Broschüre erklärt die weit furchtbarer auf das Gemüth einwirkt, als die Strashaft, hat, der polnischen Bevölkerung des Kreises in der Person ist der junge Offizier ausgefeßt, den seine edle Gesinnung in den oder der Regierung dafür abzustatten, daß sie bei eines ihrer Mitglieder den Dank der Kommission Kerker geführt hat. Wenn nun schon ein fester Organismus den letzten Reichstagswahlen im März 1890 unter Verzicht durch dieses beständige Hinhalten, durch die Politik des auf die Aufstellung eines eigenen, d. h. polnischen KanVerzögerns und Vertagens auf das ärgste versehrt wird, didaten den der Regierung genehmen Kartell. um wie viel schwerer muß ein von Haus aus leidenschaftlicher, kandidaten gewählt hätten." Die preußische nervöser, exzentrischer Mensch mitgenommen werden! Die Ent- Regierung hat die Pflicht, auf die schwere Anklage, bie, den schnödesten gesetzwidrigen scheidung immer wieder hinausgeschoben, die Pein der wenn sie wahr wäre, ungewißheit verewigt! Und worum handelt es sich? Stimmenkauf bedeutete, mit einer bündigen Erklärung zu antworten. ft es in der That nothwendig, den jungen Lieutenant, der feine Mannschaften menschlich behandelte und Militärische Schneidigkeit in Elsaß- Lothringen nicht geschunden hat, der makellos und musterhaft gelebt hat, und anderswo. Ein Streiflicht auf die Art und Weise, durch dies Geduldspiel vollends zu Grunde zu richten? In der wie sich der Altdeutsche, speziell der Offizier, hier beliebt zu für Nervöse so gefährlichen Einsamkeit der Einzelhaft wächst die machen weiß, wirft wieder einmal folgender Borfall. Als Erregung, fie steigert sich zu einem Uebermaß, das den Druck am 16. August in Straßburg das Infanterie- Regiment der furchtbaren Verlassenheit nicht erträgt. Und so sucht Hof- Nr. 138 vom Ererzierplage auf der verkehrreichen PolygonBerlin, den 25. Auguft. meister, dem es gewiß ein Leichtes gewesen wäre, während seines straße zurückkehrte und den Eisenbahnübergang in Neudorf Der Zollfrieg hat nach Zuschriften aus Industriellen Lazarethaufenthaltes in der ärztlichen Voruntersuchung zu ent- passirte, wurde dem Barrièrenwärter ein Bug signalisirt. Der Beamte wartete, bis ein Zwischenraum zwischen Freifen an die" Frankfurter Zeitung" bereits Arbeiterfliehen, aus dem Würzburger Gefängniß den Ausweg. Das zwei Kompagnien eintrat und schloß dann seinem entlassungen herbeigeführt. Für die Offenbacher ist fein Schuldbekenntniß; so handelt ein durch die dra- Reglement gemäß die Barrière. Dies verfekte, so Lederindustrie sind in den letzten zwei Wochen schon Auf- tonische Haft zum Aeußersten gebrachter Unglücklicher, den meldet die Frankfurter Zeitung", den Hauptmann träge im Werthe von 200-300 000 m. feitens russischer ein Gefühl beherrscht: Heraus aus diesem qual- der abgetrennten Kompagnie so in Aufregung, daß er auf Kunden zurückgezogen worden. Dabei wurden sonst erst vollen Zustand! So spricht sich denn auch Hofmeister den Beamten lossprengte, auf ihn die gröbsten Schimpfdie meisten Aufträge im September nach der Messe von Nischnij Nowgorod, ertheilt, die nun in diesem Jahre aus- selbst in einem der Frankfurter Zeitung" zur Verfügung worte herabdonnern ließ und drohte, ihm den Schädel mit gestellten Briese aus. Er verwahrt sich darin gegen die An- dem Säbel zu spalten. Auch wollte er den Mann durch nahme, daß sein„ dummer" Fluchtversuch aus Furcht vor Strafe zwei Unteroffiziere verhaften lassen. Der Zug mußte infolge Die Sonntagsruhe im Gewerbe wird wohl am geschehen sei. Er sei sich keiner strafbaren Handlung bewußt; dieser Szene angehalten werden. St. Nimmerleinstage eingeführt werden. Ein Offiziofus Lieutenant Schönlein vom 3. Infanterie- Regiment in theilt mit, daß sich jezt noch nicht absehen" ließe, hätte ihn Furcht zur Flucht getrieben, so würde er schon in Ludwigsburg, der in Untersuchung war, weil er sich welchen Zeitraum die zur Herbeiführung eines Bundes- Landau entflohen sein, wo er Geld und Gelegenheit zur Flucht mit blanker Waffe gegen die Sicherheitsorgane stellte, hat Die rathsbeschlusses über die Ausführungs- Bestimmungen zur hatte. Die eigentliche Ursache der Flucht sei die Art seiner sich nach der Ulm. 3tg." am 18. August erschossen. Sonntagsruhe für Industrie und Handwerk nothwendigen Inhaftirung und die Ausdehnung der Untersuchung. Seit vier Schlußverhandlung gegen ihn war auf diesen Tag früh Vorarbeiten noch beanspruchen werden. Erst wenn diese Monaten size er in seinem Zimner, fast ohne Bewegung. Be- 10 Uhr anberaumt. ihrem Abschluß nahe gebracht sein werden, wird sich mit sonders Mittags herrsche darin eine Hige zum Wahnsinnigeiniger Sicherheit der Zeitpunkt der Jukraftsetzung der be- werden"; die Abende, wenn er allein Preußische Sozialreform. Unser Bruderblatt, das züglichen gefeßlichen Bestimmung ins Auge fassen lassen". gangenen Leiden und über die Behandlung nachdächte, wären Hallesche" Boltsblatt", theilt mit, daß an dem Bau des Die famosen Konferenzen, bei denen die Arzweiten Geleises der Bahnlinie Halle Halbers beiter als Interessenten zweiter Klasse erscheinen, wurde, sei eine Folge der Behandlung und des Bewußtseins schäftigt sind, während so viele männliche Arbeiter mangels Interessenten zweiter Klasse erscheinen, unerträglich. Die Aufregung, in der der Brief geschrieben it a dt jetzt auch Arbeiterinnen, Bolinnen, be= werden schon dafür sorgen daß die Sonntagsruhe dem Unternehmerthum nicht peinlich wird. Es sollen näm- des Rechten. Der Brief schließt: Mehr will ich nicht schreiben, Arbeit feiern müssen. lich, wie derfelbe Offiziofus meldet der Reichs- Anzeiger" sonst verfalle ich wieder in Raserei über alles." scheint für solch wichtige Mittheilungen nicht zu existiren bleiben würden. " einmal dahin gelangen könnte, das Elend unserer weißen Brüder abzuschaffen?" über seine verUnd immer wieder drängt sich die Frage auf: Weshalb Die Börsengesetzgebung. Offiziös wird geschrieben: " Ob eine Vorlage zur Regelung der allgemeinen Börsenverhältnisse dem Reichstage schon in " Um so schlimmer für Sie, wenn Sie wahr ge der nächsten Tagung zugehen wird, ist bei der großen sprochen haben. In Ihrer Dreieinigkeit sehe ich nichts Schwierigkeit gesetzlicher Regelung dieser Angelegenheit sehr Sigismund hatte nur ein spöttisches Lächeln. O ja," Gutes außer der Wissenschaft. Und spricht sie nicht aus- fraglich. Unter allen Umständen wird aber wenigstens ein sagte er, das Recht, das Mitleid, die Brüderlichkeit schließlich zum Geiste? Was machen Sie denn mit dem das Bank depotwesen neu ordnender Gesezentwurf große Worte ohne Inhalt, Seifenblasen, die bald Herzen? Ah, es gefällt Ihnen, das Gefühl in Acht und als besonders dringlich dem Reichstage zugehen, wobei die jerplazen. Sie sind mit Ihren Ansichten noch um ein Bann zu thun und zu unterdrücken! Und dabei sprechen allbekannten Vorgänge der letzten Jahre berücksichtigt halbes Jahrhundert in der Zeit zurück! Sie befinden sich Sie von Revolution! Das macht mich lachen! Eine Re- werden sollen". Die Sommerfeld und Wolff gehören zum in der Zeit um Achtundvierzig herum, der Zeit des volution ohne Leidenschaft ist wie eine Lokomotive ohne Börsenwesen so gut wie die Hansemann und Bleichröder: Humanitätssozialismus. Aber der ist todt und begraben. Dampf. Die Leidenschaft ist die Seele jeglichen sozialen Polizeigesetzchen ändern daran nichts. Wenn Sie es nicht wissen sollten, erfahren Sie es hiermit. Fortschritts. Eine Jdee fann wohl der Hebel sein, mit dem Wir befinden uns jetzt mitten im wissenschaftlichen Sozialis man die Welt aus den Angeln hebt: die Leidenschaft aber Die hessischen Landtags- Wahlen. Die Wahlen der mus. Das Gefühl? Ein alter Bourgeoisplunder, um den ist der Arm, der den Hebel in Bewegung setzt. Eine Joee, Wahlmänner zum 24. Landtag werden Montag, den wir uns ebenso wenig fümmern wie um einen Pappenstiel. Die nur Idee ist, ist eine unfruchtbare und gewissermaßen 25. September, vorgenommen. Sehen Sie, man bleibt immer, was man von Kindheit an auch eine todte Kraft. Damit sie lebe, damit sie handle, gewesen ist. Der Bourgeois, der Sozialist zu sein glaubt, muß sie zum Gefühl werden. Das Licht muß sich in Soldatenschicksal. Der Vater eines bei der 1. Batterie ist wie ein Neger, der sich gepudert hat, um weiß zu Wärme verwandeln, um Früchte zu reifen und Gewitter zu des 3. Feld- Art.- Reg.( Hauptmann Seidl) dienenden Fahrwerden. Er wird niemals aussehen wie ein Weißer. Sie erzeugen. fanoniers Namens Wickel in München hatte sich an mögen sich noch so schön herausstaffiren, Sie sind, Sie Was mich am meisten in Erstaunen versezt, ist, daß ein den Regimentskommandeur mit der brieflichen tönnen tein wahrer Sozialist sein, Herr Savenay." Redner wie Sie, Herr Roguet, denn Sie scheinen ein Bitte gewandt, seinen Sohn vor den fortwährenden QuäleBis dahin hatte André sich in der Abwehr gehalten. begabter Redner zu sein die Leidenschaft in die Acht reien zu schützen, deneu er bei genannter Batterie ausgesetzt Johanna zu Liebe hatte er seinen Gegner geschont. Er erklärt haben. Womit bewegen Sie denn die Menge, wenn sei, da er sich wegen diefer mit Selbstmordgedanken trage. war immer gleich höflich geblieben, während der andere ich fragen darf?" Vom Regimentskommando erhielt der Vater keine Anteinen immer gereizteren Ton anschlug. Aber diese Art, ihn Sigismund wurde durch diesen direkten, in ein Kom- wort, dagegen eine solche von Hauptmann Seidl, von der Welt auszuschließen, der Johanna angehörte, ließ pliment gehüllten Angriff in einige Verlegenheit gejezt. welche eine schroffe Zurückweisung enthielt. Eine Münchener ihn die Gednld verlieren. Entschlossen, ihm alle Seiten- Allein er ließ sich nichts merken und beeilte sich, zu er- Korrespondenz fragte unter anderem auch wegen dieses Falls hiebe heimzuzahlen, anstatt sich darauf zu beschränken, sie widern: den Kriegsminister, der nach derselben erklärt haben soll, zu pariren, entgegnete er lebhaft: „ O, wir verdammen ja nicht alle Gefühle. Wir schäzen er werde in der Sache gar nichts thun, sondern es dem Warten Sie gefälligft, Herr Roguet! Man kann ein und erregen diejenigen, welche wahrhaft männlich sind, wie Hauptmann überlassen, sich Genugthuung(!) zu verschaffen. wahrer Sozialist sein, ohne daß man es auf Ihre Weise den Zorn gegen die Unterdrückung, den Muth zur Empö- Am Mittwoch Nachmittag hat sich nun Fahrkanonier Wickel ift. Und da Sie wie ein kleiner unfehlbarer Bapst sagen: rung, die Beharrlichkeit im Rampje." von seiner Truppe entfernt, und am Samstag Abend wurde seine Außer meiner Kirche kein Heil! könnte ich vielleicht er- Ich verstehe Sie. Sie laffen diejenigen zu, welche Leiche im Würmkanal aufgefunden. Der neue bayerische Kriegsfahren, welches Ihre Prinzipien oder vielmehr Ihre Lehren Spielarten des Hasses find. Sie halten nur diejenigen für minister, Herr v. Asch, sollte doch aus dem von ihm unterzeichthöricht, die mit der Liebe verwandt sind. Es scheint Ihnen neten Rundschreiben über die Soldatenmißhandlungs- Statistit find?" " Nichts leichter als das. Ich kann es Ihnen mit drei kindisch und überflüssig, wenn man die Gerechtigkeit, die Hu- gelernt haben, was noth thut. Wenn die Offiziere wissen, Worten sagen: Die soziale Revolution ist unser Ziel. Das manität liebt, wenn man mit allem sympathisirt, was daß der Kriegsminister nicht gegen sie einschreitet, warum Aber damit werden Sie niemals die sollten die Soldaten tribulivenden Unteroffiziere nicht auf Klasseninteresse soll die Arbeiter zu diesem Ziele lebt und leidet. führen, die Wissenschaft ihnen die Wegweiserin dazu Frauen für sich gewinnen, ohne eine große Anzahl die freundliche Gesinnung der Offiziere rechnen? So wirthsein und die Gewalt soll die Revolution zur Aus- Männer zu rechnen, die es sich zur Ehre schäßen, in diesem schaftet der Militarismus mit Leib und Leben der führung bringen. Wir kennen nichts anderes." Bunkte weiblich zu empfinden."( Fortsetzung folgt.) Bürger. Gothaisches. Der Geheime Staatsrath Jacobis, Blanquisten" u. f. w. getauft haben. Man begreift,| Staatskirche austreten und freie Gemeinden bilden. Die wird am 1. Oktober in den Ruhestand treten." Nach dem welchen Schaden das gethan haben muß. Was sollen zweite Kammer hat den Vorschlag der Regierung, eine Goth. Tagebl." hängt der Rücktritt damit zusammen, daß z. B. die Wähler von Lyon und Marseille denken, die strengere Feiertagsordnung einzuführen, verworfen. die Staatskasse der herzoglichen General zwischen je 5 verschieden betitelten sozialistischen Kandidaten tasse Vorschüsse von ungeheurer Höhe ge- zu wählen haben? leistet hat. Daß dies Verfahren gefezwidrig ist, und daß der Thäter straf- und zivilrechtlich haftbar ist, versteht sich am Rande. Wird der Landtag dazu schweigen? " " Ist das nicht eine Verirrung( de l'aberration)? Hoffen wir, daß die Partei in Belgien der Welt nie ein so lächerliches Beispiel gebe!" " " = = Dabei Die französischen Wahlen. " Der fromme monarchische, auf das Gottesgnadenthum Und hoffen wir fügen wir hinzu daß die und die Legitimität eingeschworene Reichsbote" er französischen Genossen der Welt dieses lächerliche Beispiel Paris, 23. Auguft. hebt Einspruch dagegen, daß der Herzog von Edinburg, ein zum legten Mal gegeben haben!( Vergleiche unseren und eines uns mit wahrer Freude erfüllt, so ist es der eklatante Wenn irgend etwas unsere Brust höher zu schwellen vermag Engländer, ein britischer Admiral, den gothaischen Herzogs heutigen Pariser Brief.) mantel um seine nicht teutschen Schultern schlage. So Sieg, den Jules Guesde über die vereinten Gegner in Roubair wird das Recht der Gesalbten" von einem royaliAbsicht oder- Druckfehler? Das Wolff'sche erfocht. Denn dieser Sieg ist es, der den Wahlen vom 20. Auguft ftischen Organ angetastet. Aus chauvinistisch- borussischen Bureau hat von dem Juhalt der letzten Depesche der ihre eigentliche Bedeutung giebt. Wie auch immer die bürgerRücksichten, die allerdings nicht geltend gemacht wurden, französischen Regierung an die italienische ein beuteln suchen mögen, den Wahlsieg Guesde's vermögen sie nicht lichen Ratten, die hungrigen wie die fatten, die Wahlen zu als deutsche Prinzen in Bulgarien, Rumänien u. s. w. zur Resumé gegeben, das einen versöhnlichen Saz in das gerade wegzudeuteln. Und dieser eine Sieg ist von ungleich höherer Herrschaft kamen. Ob ein Engländer oder ein Deutscher Gegentheil verwandelt.*) Und der falsche Text, der Bedeutung für den Sozialismus in Frankreich als die Schlappe, Herzog von Gotha ist, bleibt für die sozialen und unseren Chauvinisten Wasser auf die Mühle war, ist sogar, welche die vereinigte Reaktion, dant ihrer Geld- und Machtpolitischen Bustände des Landes gleichgiltig. Die liberalen obgleich längst seitens der italienischen Regierung be- mittel, dem einen oder anderen Genossen beigebracht hat. Möge Schwäger aber, die etwa von der konstitutionellen Er- richtigt, in den Reichs- Anzeiger" übergegangen. Das ist das Organ des Faiseur Hebrard, der„ Temps", auch vergnügt ziehung" des englischen Prinzen viel Rühmtens machen, mindestens sehr sonderbar. Troß dieses-Mißverständnisses, leitartikeln: Die revolutionären Sozialisten, sicherlich berauscht scheinen nicht zu wissen, daß die Reaktion auch unter das einigermaßen an berühmte Muster erinnert, ist der von den Erfolgen der deutschen Sozialisten, feierten ihren Sieg englischer Herrschaft in Hannover geblüht hat, und daß 3wischenfall" von Aigues- Mortes erledigt zum großen schon im vorhinein. Dieser Sieg zeigt sich nun als eine Niederlage. Die Herren Lafargue und Moreau sind im Norddepartement, England feine Volksrechte und seine Freiheit hat nicht Bedauern der internationalen Kriegshezer und Mords- Herr Dereure in Paris und der Doktor Ferroul in Narbonne durch die Könige, sondern trotz der Könige und gegen die patrioten. geschlagen worden", der„ Temps" beweist damit nur, wie er Könige, die heute nichts mehr sind, als die gutbezahlten Austandsdamen" der Bourgeoisie, die politisch nix to reits von uns mitgetheilten Beschlüsse der Londoner Denn nur um diesen Wahlsieg zu schmälern und seine Bedeutung Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. Die be- felbst auf Kosten der eigenen Partei, wie er auf Kosten der WahrDie beheit die Bedeutung des Wahlsieges Guesde's wegzuwischen sucht. seggen haben". Delegirten- Konferenz des Grubenarbeiter Verbandes von nichtig zu machen, werden jene Niederlagen" so ins Licht geEin Eisenbahn Offiziofus schreibt: Die Ver- Großbritannien, der als Bedingung der Wiederaufnahme stellt. Sonst hätte das offiziöse Organ wahrlich teine Ursache, waltungen der preußischen Staatsbahnen haben schon seit der Arbeit lediglich die Beibehaltung der bisherigen Löhne sich über diese" Niederlagen" so gewaltig zu freiten. Denn wie Jahren ihr Augenmerk darauf gerichtet, die er ste aufgestellt und zugleich das Versprechen abgegeben hat, daß ist es mit diesen Niederlagen" in Wahrheit bestellt? Genosse Wagentlasse aus solchen Personenzügen auszuschalten, die Arbeiter feine Erhöhung der Löhne verlangen werden, Ferroul blieb, trotz aller Pression von oben, dem siegreichen in denen dieselbe nachgewiesenermaßen so gut wie gar nicht bis die Kohlenpreise den Stand von 1890 erreicht haben, Regierungskandidaten gegenüber nur mit 198 Stimmen in der Minderheit; Moreau unterlag nicht etwa einem Gesinnungsbenutzt wird. Bei der Feststellung des Winterfahrplans ist wollen die Grubenbefizer nicht annehmen." Das iſt," genoffen des Temps", einem liberalen Bourgeois der dieser Erwägung von vornherein in beschränktem Umfange so schreibt treffend die Frankfurter Zeitung"," um so un- Bourgeoistandidat hatte 1662 Stimmen weniger als Moreau Folge gegeben worden; es wird damit einzelnen Zügen das begreiflicher, als die Grubenbesizer von Durham und sondern dem royalistischen Grafen Montalembert; Lafargue blieb Mitfahren einer todten Last erspart." Bisher haben Northumberland ohne Lohnreduktion mit Nußen fort nur in der Minderheit einem Kleritalen gegenüber, mit dem er die dritte und vierte Wagenklasse die Kosten für die arbeiten laffen und diejenigen von Wales und übrigens noch in die Stichwahl kommt, und was endlich Dereure erste und auch zweite Klasse mittragen müssen. Wird nun Schottland zum Theil eine bedeutende Erhöhung anbelangt, weiß jeder nur halbwegs Gingemeihte, daß er blos als der Tarif für die vom steuerzahlenden Volk benutzten unteren der Löhne den Arbeitern zugestanden haben. Zähltandidat aufgestellt wurde- lauter Dinge, die der Leitartikler des ist noch besonders zu berücksichtigen, daß die Kohlenvorräthe" Gegner der sozialistischen Partei auch noch mehr kleinliche Siege Temps" aus guten Gründen verschweigt. Hätten aber die vereinigten Wagenklassen erniedrigt werden? in Mittelengland durch den nun beinahe schon vier Wochen über diese Partei errungen, als dies in der That der Fall war, Der Braunschweiger Lieutenant von Boffe, der dauernden Streit bedeutend vermindert worden sind. Wenn so hätten sie sie noch immer nicht so zu schwächen vermocht, als hoch zu Roß ein Kind verfolgt und mit der Reitpeitsche die Grubenbefizer trotz alledem den Vorschlag der Arbeiter fie der Sieg Guesde's stärkt. schlägt, ist von seinem Vorgesezten, dem Generallieutenant ablehnen, so wird man eben annehmen müffen, daß es Mir ist wahrlich nichts widerlicher als Personenkultus, aber und Divisionskommandeur von Bod, wie wir bereits ihnen zunächst gar nicht auf eine vortheilhaftere Gestaltung auch nichts verhaßter, als aus Abscheu vor diesem Kultus früher meldeten, nach Kräften vertheidigt worden. Die ihres Geschäftes, als vielmehr auf die Schwächung, wenn Abscheu, der oft nichts anderes als bloßer Neid ist der beStadtverordneten- Versammlung hatte mit echt bürgerlicher nicht Vernichtung des Grubenarbeiter Ver- sonderen Begabung des einen oder anderen Genossen die AnTapferkeit das eigenartige Schreiben des Herrn von Bock bandes antommt. Ein solches Beginnen wäre um so biefem Gesichtspunkt aus tann benn auch ohne Befürchtung vor erkennung zu versagen oder an seinem Werth zu mäkeln. Von aufgenommen. Nun unternimmt derselbe Herr in einem thörichter, als die Grubenbesizer doch erkannt haben sollten, unterschätzung des Ginen oder Ueberschätzung des Anderen ganz Schreiben an die Stadtgewaltigen eine neue Mohrenwäsche, daß die Ruheftörungen in Süd- Wales hauptsächlich dem dreift gesagt werden, daß die Wahlschlacht vom 20. August der worin es heißt: Umstande zuzuschreiben sind, daß die dortigen Arbeiter Partei wohl manchen Offizier gefoftet, ihr aber dafür einen Nach dem Resultat der gerichtlichen Untersuchung war teine feste Organisation haben. Wenn in Feldherrn gestellt hat, der ihr in der Kammer so manche Schlacht der Vorgang folgender: Als der Lieutenant von Bosse am 26. Mai dieses Jahres auf dem kleinen Exerzierplage ein England, wo mehr als 300 000 Arbeiter seit Wochen müßig gewinnen wird, die ohne ihn nicht geschlagen würde. Guesde Pferd anritt, warf der auf diesem Plage mit Sand spielende gehen, auch nicht die geringste Ruhestörung stattgefunden bedeutet eben mehr als ein Sozialist, der einen Sig errungen Knabe Eberhard Leiken, der den Offizier sehr wohl bemerkt hat, so haben die Grubenbefizer dies lediglich dem Gruben hat, er bedeutet geradezu die Partei, deren beredtester und anhatte, in dem Momente, als der Reiter in seiner nächsten arbeiter Verbande zu danken. Uebrigens sind auch, wie sich erkanntester Wortführer er ist. Damit soll aber nicht im mindesten gesagt sein, daß, Temps" Nähe vorbeiritt, hinter einem Baume hervor eine Hand voll jetzt herausstellt, die Nachrichten über Zusammenstöße in und Konsorten wenigstens in so ferne, als es sich um die Zahl groben Sand in der Richtung nach dem Pferde zu, so daß Süd- Wales arg übertrieben worden und zwar von der sozialistischen Size handelt, im Rechte seien, von einer das Pferd erschreckt zur Seite sprang. Der Offizier, in der feiten der Grubenbesitzer, von denen viele zugleich Magi- Niederlage der Sozialisten zu sprechen. Denn haben auch einige Meinung, daß der Knabe das Pferd zu erschrecken beabsichtigt strate, d. h. die Organe der Selbstverwaltung sind, auf Genossen ihren Abgeordnetensiz verloren, so haben wieder andere habe, ritt hinter dem nun davon laufenden Knaben in furzer beren Ersuchen unnüterweise Militär herangezogen worden Genoffen neue Size gewonnen. Ja, wie die Dinge gegenwärtig Gangart etwa 30 Schritt weit her von einem abfichtlichen Erschrecken oder von einem Hetzen des Knaben oder von ist. Die streiken den Grubenarbeiter von Wales haben den liegen, kann gesagt werden, daß die sozialistische Partei als einem Ausbäumen des Pferdes hat die Beweisaufnahme nichts Fehler begangen, plötzlich und ohne vorherige Kündigung französischen Kammer nahezu ebenso start vertreten sein wird als es Ganzes ich sehe von den einzelnen Fraktionen ab- in der ergeben und verfekte ihm, als das Kind nun von selbst die Arbeit niederzulegen, was auch nicht geschehen wäre, die deutschen Genossen im Heichstage sind. Dabei soll noch von all stehen blieb, einen leichten Schlag mit einer zirka 70 Zentimeter wenn sie einem wohlorganisirten Verbande, wie der jenen Sozialisten abgesehen werden, die sich noch nicht ganz und langen, dünnen Reitpeitsche über den Rücken. Weitere Schläge National Federation, angehören würden. Die englischen voll zum Kollektivismus bekennen, aber in allen Kämpfen über Arm und Kopf, wie sie in jenem Berichte dem Offizier Grubenbefizer würden sich noch mehr ins Unrecht setzen, zwischen Kapital und Arbeit ganz auf seiten der letzteren stehen vorgeworfen werden, bekam der Knabe nicht, und that auch der wenn sie jest nicht den maßvollen Vorschlag der Delegirten- und Schulter an Schulter mit den Kollektivisten für die Emanzierhaltene Schlag dem Kinde nach dessen eigener Angabe nicht konferenz des Grubenarbeiter- Verbandes annehmen und so pation des Proletariats kämpfen. Denn mit diesen zum Theil lange" web. Schon am selben Nachmittag spürte der Knabe nichts mehr davon. Wenn von der Mutter des Knaben am dem völlig unverschuldeten Elend vieler Tausende von sehr begabten Männern, dürfte die fozialistische Gruppe der tünftigen Rammer wohl an 60 Mitglieder zählen. Wenn Abend um 8 Uhr auf dessen Rücken ein rother Fleck bemerkt Arbeiterfamilien ein Ende machen." also irgend jemand zu früh gejubelt, so ist es die Partei worden ist, so war nach ärztlichem Gutachten der Schlag, selbst wenn jener Fleck durch ihn hervorgebracht sein sollte, doch kein Schweiz. Die Ausführung des neuen Artikels 25 bis der Satten. Und sie hat wohl gethan, es jetzt zu thun, denn nach den Stichwahlen, die für die sozialistischen fräftiger. Nachtheilige Folgen für die Gesundheit des Kindes traten der schweizerischen Bundesverfassung, der das Verfahren Kandidaten sehr günstig stehen, dürfte ihr die Lust nicht ein. Nach der Beweisaufnahme handelte es fich also beim Schlachten von Thieren regelt, erfordert noch zu jubeln wohl ganz und gar vergehen. Aber auch jetzt hätte nicht um ein Heßen" des Kindes und eine Mißhandlung des die Erlassung eines Bundesgesetzes, das zu bestimmen hat, fie schon alle Ursache gehabt, etwas weniger zu frohlocken, da sie ſelben, sondern nur um eine leichte Züchtigung für eine vom welche Thierarten gemeint sind, wer in den Kantonen und schon so manchen ihrer bedeutendsten Kämpen verloren hat und Lieutenant von Bosse nach den Umständen gewiß nicht mit in den Gemeinden die Durchführung zu überwachen hat, noch so manchen, wie den Sozialistentödter Yves Guyot, bei den Unrecht angenommene absichtliche, für einen Reiter mindestens welche Strafe die Zuwiderhandelnden trifft, vor welchem Stichwahlen verlieren wird. Während die Partei der Satten läftige findliche ungezogenheit. Daß der Knabe das Scheur machen des Pferdes wirklich beabsichtigt habe, ist wie nicht Gerichte die Strafverfolgung stattfindet u. s. w. Ueber dieses also in geistiger Beziehung gefchwächt aus den Wahlen hervor gehen wird, wird die sozialistische Partei nicht nur in numeunbemerkt bleiben soll- allerdings nicht festgestellt worden." Gesez wird wiederum eine Volksabstimmung stattfinden. rischer Beziehung, sondern auch in bezug auf ihre geistigen Auf diese schneidige" Buschrift, die jeder Unbefangene Argentinisches. Das Neueste aus Argentinien ist das Sträste es ist unter anderem auch der Sieg unseres Freundes richtig beurtheilen wird, schwiegen die muthigen Stadtväter stärker denn je aus Verschwinden" eines Kriegsschiffes, das im Vaillant als ein sicherer zu betrachten wieder. So fördert das Bürgerthum die Rücksichtslosigkeit Deutschen Kriegshafen von Kiel gebaut worden sein sollte. Unter dem Wahlkampf hervorgehen. Allerdings bleibt noch zu und den Wagemuth der Bosse und Genoffen. der Regierung des Dr. Pellegrini wurde, wie die Köln. Volts- wünschen, daß am 3. September jeder Fraktionsgeist schwindet jeitung" meldet, der Auftrag, ein solches Kriegsschiff zu bauen, und Allemanisten, Blanquisten, Broussisten und Marristen sowie befchloffen und am 5. Juli 1889 mit einem gewissen Francisconi unabhängige Sozialisten geeinigt zur Wahlurne gehen und denein Bertrag geschlossen. Laut diesem sollte das erwähnte Kriegs jenigen Genoffen ihre Stimmen geben, die beim ersten Wahlgang schiff in drei Staten bezahlt werden: die erste von 90 000 Befos die meisten Stimmen auf sich vereinigt haben. Hoffentlich geGold bei Ertheilung des Auftrages, die zweite von 120 000 Besos schiebt dies im Intereffe der gemeinsamen Sache, denn gegen Gold beim Stapellauf und die dritte von 200 000 Pesos Gold geeinigte Feinde ist ein geeinigter Angriff erste Bedingung des war am 21. Juli 1893 fällig. Troßdem Francisconi mit aller Sieges. Mögen die Genossen der verschiedenen Fraktionen vor Pünktlichkeit die ersten beiden Theilzahlungen von der Regierung allem diesen im Auge behalten, und er wird ihnen sicher erhoben hat, ist das neue Kriegsschiff bis heute nicht in den werden. Hafen Buenos- Ayres eingelaufen. Bei Herannahen des dritten und lehten Termins stellte sich heraus, daß das neue argentinische Kriegsschiff, das in Kiel gebaut worden sein sollte, spurios verschwunden ist( ebenso wie die Ziegel unter der Regierung des Juarez Celman verschwanden, die zum Bau des Regierungsgebäudes beſtimmt waren). Nachforschungen ergaben, daß ein Kriegsschiff in Europa gar nicht in Auftrag gegeben war. Francisconi wurde zur Wiedererstattung der erhobenen 210 000 Pesos Gold verurtheilt. Militärisches. Die für diesen Herbst in Aussicht genommene Uebung bei Thorn im Kampf um Festungen fällt aus. Db wegen der Cholera oder der Kosten, die auf etliche Millionen beziffert worden sind, darüber sagt der Reichs- Anzeiger" nichts. = Parlamentarisches. Der Reichstags Abgeordnete für Mecklenburg- Streliz, Domänenpächter Nauck( freitonservativ mit Vorbehalt" bezeichnete er seine Parteistellung), will, wie das Bolt" meldet, vor dem Beginne der neuen Session sein angefochtenes Mandat niederlegen. Defterreich. Eine kaiserliche Verordnung ermächtigt die Regierung, zur Bekämpfung des Nothstandes in den Ueberschwemmungs- Gebieten von Galizien, der Bukowina und Tirol 240 000 Gulden zu verausgaben. zu: das In Jsland weht Reformluft. Im Jahre 1882 hatte aus zwei Rammern bestehende Parlament, das Briefkaffen der Redaktion. R. 3., Nene Friedrichstr. Beruhigen Sie sich nur. Die Sache beruht vollständig auf Wahrheit. E. E., Friedrichshagen. Wir werden feiner Zeit der Angelegenheit näher treten. C. 6., Bärwaldstr. 49. Gedicht leider nicht verwendbar. C. M., Friedenste. Ihr Gedicht ist nicht zu verwenden. Aruswalde- Friedeberg. Vereine, welche nach dem 1. und Die sozialistische Fraktion wird in der neuen fran zösischen Kammer mindestens doppelt so zahlreich sein, als in der vorigen Kammer, und sie wird taktischen Althing, einen Gesezentwurf, durch welchen den 15. ds. Wits. tagen, haben ihre Anzeige hierzu jedesmal einfammenhalt haben, was früher nicht der Fall war. Mit isländischen Frauen das Wahlrecht für die zusenden. 6. S. Wenn der Rendant ordnungsmäßig gewählt ist, so der Goblet'schen Gruppe vereinigt, wird die sozialistische Fraktion sogar einen schwer ins Gewicht fallenden Faktor ommunalen Bertretungen gegeben wurde, an- mag er gegen den Vorstand Klagen und überdies bei der Rebilden, und in manchen Fragen eine ähnliche Rolle zu genommen. Nun ist vorgeschlagen worden, den Frauen gierung fich beschweren. Entscheide zu treffen und sich reinspielen vermögen, wie die Gruppe Clemenceau sie vor dem auch die Wählbarkeit für die Rammern zu ge- zumischen hat die Regierung nicht. währen. Eine andere Reform, die von der zweiten Kammer Jbaas. Legen Sie gegen den Befehl Einspruch ein, falls Panamastandal in der alten Kammer gespielt hat. Die Erfolge der französischen Sozialisten find also angenommen, von der ersten jedoch verworfen worden ist, von einem dortigen Sachverständigen Ihnen mitgetheilt wird, daß die Anlage der Dunggrube der dortigen Baupolizeikeineswegs unbedeutend; und sie wären noch viel bedeutender, geht darauf aus, die Zivile he einzuführen. Ein großer ordnung entspricht. Das läßt sich von hier aus nicht entscheiden. wenn Einigkeit geherrscht hätte. Mit Recht schreibt der Theil der Bevölkerung wünschte diese Reform, und nachdem V. 150. Fortbleiben genügt, vorherige Mittheilung entBrüsseler„ Peuple":" Wie kommt es, daß bei der so be- sie verworfen worden ist, wollen viele Isländer aus der spricht dem Anstand. die E. 2. Das ist als Beleidigung zu erachten. trächtlichen Bahl sozialistischer Wähler Zahl der gewählten Der französische Minister sagte: er habe die Entlassung Stammgäste bei N. 1. Wegen Ehebruchs sind beide Theile Sozialisten fo eine geringe ift. des Maires von Aigues Mortes nicht angenommen, weil er eine strafbar, wenn die Ehe wegen des Ehebruchs geschieden wird Einfach, weil unsere Freunde in vielen Wahl freifen zwei, drei, vier und mehr sozialistische Randi- ftrenge Untersuchung für nothwendig halte, die vielleicht zu und der schuldlose Gatte Bestrafung beantragt. schärferen Maßregeln( gegen den Maire) führen werde. Daraus Schwiegermutter strafbar ist, wenn sie ihre Tochter bewegt, daten aufgestellt und, statt ihre Kandidaten schlechthin macht Wolff: der französische Minister habe die Entlassung Klage wegen Abneigung gegen ihren Ehemann zu erheben? Sozialisten" zu nennen, sie Broussisten"," Guesdisten", nicht angenommen, weil er den Maire für unentbehrlich halte. Illert. Mündliche Kündigung genügt. Ob eine Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 26. Auguft. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Unserm Freund und Genossen, dem Königl. italienischer Circus Rtempner Carl Leps, zu seinem Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Sonnabend, den 26.Auguß, Abends 8 Ahr: Erste gr. Parforce- Vorstellung. 36 der besten Nummern des Repertoirs. In dieser einen Vorstellung wird dem den Circus besuchenden Publikum soviel Das Recht zu geboten, wie sonst an mehreren Abenden Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. zusammen. Leffing Theater. lieben. Der Zigeunerbaron. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas, oder: Meine Tante, deine Tante. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. D National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Sonnabend, den 26. August: EröffnungsProbe- Vorstellung von Internationalen Künstlern I. Ranges. Sensationelles Programmr. Anfang 8 Uhr. Entree 50 ẞf. A. Zimmermann. MorizMorih Etablissement Plas. Buggenhagen. Blas. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Lehmann auf der Weltaus- Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. stellung in Chicago. Spezial- Ausschaut von Pakenhofer Große Ausstattungsposse mit Gesang Lagerbier, hell und dunkel. und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Bei ungünstiger Witterung findet das Prudens. Kouplets v. Linderer. Konzert in den unteren RestaurationsMusik von Adolph Wiedecke. räumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. heutigen Geburtstag ein donnerndes Juste pfeift? Hoch! Karl, hörste denn nu, wenn die 1557b A. B. W. R. Todes- Anzeige. Am 24. d. Mts, Nachmittags 7 Uhr, ferie und der Tod unsere innigft geTochter liebte Helene Wringe im Alter von 21 Jahren. Um stilles Beileid bitten Achtung! Achtung! Parteigenossen! Mittwoch, den 30. August, Abends 82 Uhr, in den ,, Konkordia Festsälen", Andreasstr. 64: Sozialdemokr. Partei- Versammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom„ Internationalen Arbeiterkongreß in Zürich". Die tiefbetrübten Eltern, Geschwister und Gatte H. Neumann, Puter, Kirchbachstr. 16. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. d. Mts., Nachm. 6 Uhr, von 2. Diskussion. der Leichenhalle des Apostel- Kirchhofes aus statt. 1567b Am 23. August, Nachmitt. 64 Uhr, starb unser lieber Gatte, Vater und Bruder, der Bauarbeiter 1582b Wilhelm Tschiersnitz, im Alter von 31 Jahren, am Herzschlag. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. August, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Neu- Briz, statt. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 380/2 Die Vertrauenspersonen. Große Lassalle- Feier des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis am Sonntag, den 27. August 1893, im Schützenhause zu Schmargendorf bestehend in Konzert und Ball ausgeführt von Mitgliedern der Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Mitwirkung von Vereinen des Arbeiter- Sängerbundes. Laut Verfügung des Amtsvorstehers darf ein Entree und TanzDie von dem Zigarrenhändler Herrn Bökert ausgesprengten Verdächtigungen, zahlung statt. Wir ersuchen alle Genossen, mehr als bisher für den Vertrieb weisen wir entschieden als elende Ver- der Billets zu sorgen und dieselben zeitig resp. schon jetzt zu entnehmen. Billets à 10 Pf. sind in den Zahlstellen, sowie in den mit Plakaten versehenen Handlungen zu haben. 374/14 Es bittet um zahlreiche Betheiligung Das Komitee. Im Garten des Fest- Lokals„ Schüßenhaus"-Schmargendorf er Demain über unsern Vertrauensmann geld nicht erhoben werden. Der Tanz ist frei und findet keinerlei Nach1574b eumdungen zurück. Die Parteigenossen Adlershof's. J. A.: F. Richter. B. Graeber. P. Baumann. B. Casper. Riedorf. Kaffenöffnung 51 Uhr.- Anfang der Säle für Versammlungen, Rommerse, Verein ,, Vorwärts". Regie: Mar Samst. 51/2 Abend- Borstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wafferkur". Posse mit Gefang und Tanz in 2 Aften Mylius. Regie: Hugo Hummel. Mufit von Meyer. Vorher: Novität! von Festlichkeiten 2c. Versammlung ratweil'schet Herrn Hoffmann, Wergſtr. 133. Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Chansonetten Liebe. Grosses Frei- Concert. Bosse mit Gesang in 1 Att von Eugen Soiréen der Leipziger Sänger vom Prudens. Regie: Friz Schäfer. Kryßall- Palast. Vor, nach und zwischen den Possen. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 70. Male: Goldlokke. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson 1. W. Mannstädt. Rouplets theilweise von G. Görss. Musik von W. Steffens. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anf. 7 Uhr. Fauteuil 2,50 m. Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassageEntree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, Hermann Jmbs. GRüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Theater und Täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturztünstler. The Moras, musikalische Panopticum. centrics, 1 Dame, I Herr. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Troupe Metzetti, Parterre- Afrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus. : Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Theater- und Spezialitätenrichte ich einen ff. Fleischwaaren- und Wurstverkauf. Es werden alle Wurstforten in großer Auswahl und bekannter Gütesü zu mäßigen Preisen den Festtheilnehmern zur Verfügung stehen; das unbequeme Mitnehmen von Belag 2c. bleibt jedem somit erspart. Wilh. Arndt. Achtung! Achtung! Julius Türk: Hervorbringung und 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Vertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 433/8 Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Bormittags 104 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Vortrag 416/18 von Serrn Waldeck Manasse: Wie der Mensch, so sein Gott. Friedrichshagen. Heute Abend 81/2 Uhr, im Gesellschaftshause: Oefftt. Versammlung Vortrag des Genossen Adler, Lassalle- Feier am Sonnabend, den 26. August 1893, im Jägerhaus", Schönhauser Allee Nr. 103 bestehend in grossem Vokal- und Instrumental- Konzert, Gesangsvorträgen von mehreren Gesangvereinen. Volks- und Kinderbelustigungen aller Art.- Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Rob. Schmidt. Im festlich dekorirten Saale: Großer Ball( Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Programme à 5 Pf. find bei den Komiteemitgliedern zu haben. Anfang des Konzerts 4 Uhr Nachmittags. Entree fret. Das Comité. 351/ 18* Große öffentliche Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins. sämmtl. in der Kistenfabrikation besch. Arbeiter über: Ferdinand Lassalle. Vereins am Sonnabend, den 26. August, Abends präc. 82 Uhr, angelegenheiten: Beschlußfassung über die Lassallefeier. Verschiedenes.[ 1570b Dirigenten- Verband des Arbeiter- Sängerbundes. Sonntag, den 27. August, Vorm., Probe der zu unserm Stiftungsfest mitwirkenden Sänger im oberen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tenöre um 10 Uhr, Bässe um 11 Uhr. Um pünktliches Erscheinen bittet 1545b* 0. Suchsdorf, Hochstr. 29. Achtung! Empfehle allen Parteigenossen mein Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal. Mittagstisch, gute Hausmannskost. Ein fleines Vereinszimmer. 1550b J. Strangmann, Kaiserstr. 43. im Boltz' Lokal, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Tarifkommission über die Verhandlungen mit den Fabrifanten. 2. Dem Bericht entsprechende Beschlußfassungen. 437/1 Der Einberufer. Verb. deutsch. Gold- u. Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Montag, den 28. August cr., Abends 82 Uhr, BI im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 163/16 Zeitungen und Beiträge in der Versammlung beim Raffirer. Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen stets willkommen. Um zahlreiches und pünktDer Vorstand. Riesen- Schlangen- Vorstellung fowie Concert. Wirthshaus Schmargendorf. Wirthshaus Schmargendorf. liches Erscheinen ersucht Familie Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters, aus Carl Hagenbeck's hierpart. Etablissement Ohne Extra- Entree. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow u. f. m. Volksbeluftigungen aller Art. Gutree 30 Grosser Ball. P. Gräglich Carl Boll Wwe. Wiener Strasse 1 Süd- Ost Inhaber: Carl Ulric, Waldemarstrasse 75. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Saal für Vereine u. Gewerkschaften zu Versammlungen und jeder Art Fests 4649L* lichkeit steht zur Verfügung. Einige Sonnaben de sind noch frei Empfehle nach wie vor mein ver größertes Lokal, franz. Billard zc. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus. M. Berndt, [ 3596L Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Rixdorf, Karlsgarten- Straße Nr. 1. Ecke Hermannstraße. Warnemünderstr. 6. F. Friedrich. Saal und Garten zu jeder Gelegenheit zur Verfügung. 1559b Ma Achtung! Freunden u. Genossen empfehle mein Weiss- und Bayrisch- Bier- Lokal. C. Risch, Wrangelstr. 123. Großes Vereinszimmer mit Piano ist. noch ein paar Tage in der Woche frei. Lebuserstraße 5. $ 1552b Gänse Ausschieben und Schießen Sonnabend 1563b Brizerstraße Nr. 22. Der Ausschank von COCO bildet einen F lohnenden Erwerbszweig. Bibliothek 47952 Empfehle allen Freunden, Bekannten wird von einer Organisation zu kaufen und Genossen mein Weiß- u. Bairisch: Bierlokal. Gute Speisen u. Getränke. gesucht, wenn möglich von einer aufGroßes Vereinszimmer mit Piano. Weiß- und Bairisg- Bierlokal Paul Hilpert, Reſtaurateur. Garten mit 2 gelösten Gewerkschaft. Näheres zu richten an R. Gürtler, 1553b Adlershof und Umgegend. Große öffentl. Volksversammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 27. August, Vorm. präz. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder( öllstein's Lustgarten). Tagesordnung: 422/3 1. Vortrag des Stadtv. Th. Metzner über: Die Arbeiter- Bewegung und die Thätigkeit Lassalles ein Gedenktag". 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung erwartet das Erscheinen eines jeden Parteigenoffen Der Vertrauensmann. Es giebt für Bauhandwerker, Fabrikarbeiter, sparsame Familien fein Getränk, welches so durst stillend und so billig ist wie Coco- Neptun. Sofort herzustellen mit jedem beliebigen Wasser, auch wenn es nicht frisch, abgekocht oder abgestanden ist. Corowafer sieht wie Rothwein resp. Weißwein aus, und stellt sich auf 1 Pfennig das Liter, Coco- Neptun 4797L ist fäuflich als gelbes oder rothes Pulver in Blechdosen zu 10, 25, 50 und 125 Pf. in den Droguen- und Colonialwaaren- Handlungen. Uhren u. Goldwaaren Georg Wagner Oranienstr. 63, I. in bester Ausführung zu den billigsten Preisen. Silb. Cylinder- Remontoir 12,75 M. Bimmer für Vereine.[ 4579L* Ein gutes Glas Bier empfiehlt Weiße 20 Pf. Seidel 10 Pf: Gute Küche. 1551b] Ferd. Fistler, Kochstr. 54. Eisenbahnstraße 32, 1 Tr. L. Massiv gold. Trauringe, 1 Dukaten 10,50 M., 1%, Duk. 15,50 M., 2 Duk. 20 M. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. FI Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 200. Parteinachrichten. verbraucht hat. Der Vorstand Sonnabend. den 26. August 1893. der von Die Anwohner fein. = 10. Jahrg. der Mündung des Wiesengrabens in den Landwehrkanal, die sich bereits geboten würden. Die Bequemlichkeit der Briefmarkenam Maybach- Ufer gegenüber der auf das Kottbuser User aus- Automaten würde reichlich durch die Unbequemlichkeiten auflaufenden Grünauerstraße befindet, ist aus Brettern eine Art gewogen, welche die Aufstellung von dergleichen Säulen oder Warnung! Unterzeichneter Vorstand ersucht die Genossen allerorts, dem Herrn H. Grüneberg aus Güſtebiese a. D. Stauung errichtet worden, und hinter dieser Stauung hat sich eine Ständen für den Verkehr naturgemäß zur Folge haben würde. so gegenüber, der sich als Genosse überall auszudrängen sucht, alle gebildet, daß sie Widerstandsfähigkeit genug besißt, große leere uns wenig glücklich zu sein. In anderen großen Städtem, namentgegenüber, der sich als Genosse überall auszudrängen sucht, alle o dicke Schicht von verpestenden Gestank verbreitendem Unrath Die„ Bolts- Zeitung" bemerkt hierzu: Diese Begründung scheint Vorsicht zu gebrauchen, da derselbe bei uns das Vertrauen Blechkannen und zerbrochenes Geschirr zu tragen. Das Wasser lich in London, hat man Postwerthzeichen Automaten mit dem gemißbraucht hat, indem derselbe ihre anvertraute Gelder für sich des Grabens ist angefüllt mit Fäkalien, die dem Landwehrkanal größten Erfolg eingeführt, ohne daß dem Verkehr Hindernisse zugeschwemmt werden. In unmittelbarer Nähe der Mündung bereitet würden. Daß die Bedürfnißfrage vom Magistrat verdes Grabens befindet sich ein sogenannter Hafen, in dem Zillen neint wird, ist gleichfalls merkwürdig. Wie die Fahrkartendes sozialdemokratischen Wahlvereins Berlin V. und Rähne ankern. Dort ist das Wasser von grünschwarzer Automaten den mangelhaften Verkauf an den Billetschaltern Leipzig, 24. Auguft. Die heutige Arbeitslosen- Verfamm- Färbung und verseht mit Unrath, der sich an den Uferrändern erheblich verbessert haben, so würde auch die Aufstellung von lung in der" Flora" war von annähernd 1000 Personen be- ähnlich, aber in geringerem Maße als bei der obenerwähnten Briefmarken- Automaten für das Publikum von großem Nutzen sucht. Das Referat hielt Genosse Geyer, der die parlamentarische wissen nicht genug über den abscheulichen Zustand zu klagen, der Thätigkeit zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit und den Anschluß infolge dieser Kothansammlungen ihren Häusern zugeführt wird, Zu den gestern gemeldeten Cholerafällen können wir aller Arbeiter an die Sozialdemokratie befürwortete. Der und auf irgend eine Weise sollte da schleunigst Abhilfe geschaffen noch die folgenden Einzelheiten mittheilen: Der Schiffer Pinnow Anarchist Krüger trat in der Diskussion dem Referenten entgegen werden. Die Versicherung, daß die Kanalisation von Rixdorf ist mit seinem Fahrzeuge, das mit Zement befrachtet war, am und verwarf natürlich in der bekannten Weise die parla zum Spätherbst vollendet sein und dem Gebrauch übergeben werde, 18. d. M. aus Züllichau am Dammſee hier angekommen. Er mentarische Thätigkeit. Gegen eine verschwindende Minorität baß dann feine Gefahr mehr vorhanden sein wird, daß der war während der Cholerazeit des vorigen Jahres in Hamburg; gelangte die folgende Resolution zur Annahme: Die heute in der" Flora" tagende Versammlung der Wiesengraben den Landwehrkanal verfeucht, genügt nicht. Augen- diesem Umstande ist es wohl zuzuschreiben, daß die Behörde von blickliche Beseitigung des Nebelstandes ist bringend geboten.der Erkrankung der beiden Stieftöchter sofort Kenntniß erhielt. Arbeitslosen wolle beschließen, eine Kommission von drei Der zweite gefahrdrohende Punkt ist die große städtische Müa. Pinnow erschien am 23. d. M. Vormittags in einer am NordMitgliedern zu wählen, welche bei der hiesigen Behörde abladestelle vor dem Stralauer Thor furz oberhalb der städtischen hafen belegenen Destillation, um Eis zu holen. Auf die Frage, vorstellig wird, derselben die Noth, in welcher sich die Wafferwerte. Dort lagern nach oberflächlicher Schäßung ungefähr wozu er solches gebrauchen wolle, antwortete er:" Gestern iſt hiesigen Arbeitslosen befinden, darlegt und bei derselben 500 000 Kubikmeter Miüll, und es vergeht kein Tag, ohne daß meine älteste, heute meine jüngste Stieftochter erkrankt. Es kommt um Schutz und Beschäftigung für die Arbeitslosen er dort noch einige Hundert Fuhren Abfälle aller Art abgeladen mir beinahe so vor, als ob sie die Cholera hätten, denn in sucht. werden. Bei trockenem Wetter leiden hauptsächlich die in der Hamburg habe ich mehrere derartige Fälle beobachtet." Von In die Kommission wurden gewählt die Herren Geisler, nächsten Umgebung wohnhaften Bürger von dieser Abfallsamm- diesem Gespräch erfuhr ein Schuhmann, der sofort das Weitere Schmidt und Föhring. Ausführlicher Bericht folgt. lung, aber anders gestaltet sich die Sachlage bei anhaltendem veranlaßte. Das Fahrzeug, ein Deckkahn, ist von den übrigen Itzehoe, 22. Auguft. Donnerstag, den 17. August, stand Regenwetter. Das Unrathsgebirge liegt nur ungefähr 200 Meter getrennt und am Waste mit einer rothen Flagge versehen worden, Spree entfernt und die wird überhaupt auch streng gegen ein etwaiges Betreten bewacht. Entwässerung er= unser Vertrauensmann Genosse A. Hamann vor den Schranken folgt, da des hiesigen Schöffengerichts. Derselbe hatte vergangenen Monat noch fehlt, direkt in die Spree. es vor dem Stralauer Thor an Kanalisation Die städtische Desinfektionsanstalt hat gestern nicht blos eine Es liegt auf der gründliche Reinigung daselbst vorgenommen, sondern auch alle ein Strafmandat von 20 M. zugestellt bekommen, wogegen er gerichtliche Entscheidung beantragte. Die Anklage lautete: Ver- Hand, daß unter solchen Umständen nach starken Regengüssen vorgefundenen Kleiddungsstücke und Nahrungsmittel verbrannt. gehen gegen die§§ 147, 33a der Reichsgewerbe- Ordnung und vom Abladeplatz aus mit dem ablaufenden Regenwasser Die beiden an der Ost- und Westseite des Hafens belegenen gesundheitsschädliche Elemente in eben so großer Maffe Bade- Anstalten tragen Plakate mit der Aufschrift: Die Anstalt ist § 48 des Strafgesetzbuches. Der Sachverhalt ist furz folgenter: wie Verschiedenartigkeit zugeführt werden müssen. Vielleicht läßt bis auf Weiteres geschlossen- Magistrat der königl. Haupt- und Zu Donnerstag, den 11. Mai, als am Himmelfahrtstage, veranstaltete der Genoffe Hamann im Auftrage der hiesigen Arbeiter ich dieser Uebelstand mit der wiederholt beobachteten Erscheinung Residenzstadt." Nach der Weigerung des Dr. Hirschfeld hat der einen gemüthlichen Abend mit Ball. Dabei wurde ein Theaterstück in Verbindung bringen, daß nach starten Regengüssen in der Direktor des Moabiter Barackenlazareths die Anordnung ge= aufgeführt, welches ein Verstoß gegen den§ 33 a der Gewerbe- Spree großes Fischsterben einzutreten pflegt. Wenn nun auch troffen, daß den Vertretern der Presse hinsichtlich des Standes Ordnung sein sollte. Der§ 48 des Strafgesetzbuchs sollte des am 15. Oktober d. J. die Wasserwerke vor dem Stralauer Thore der Cholera unbedingte Auskunft ertheilt werde. Die Arbeiterhalb in Anwendung gebracht werden, weil die Behörde annahm, geschlossen werden sollen, so ist es doch gewiß nicht unbedenklich, jamilie Endruhn, die gestern Vormittag aus dem Haufe Schönwenn die Spree Waffer, das durch Zufluß vom Abladeplay ver- hauser Allee 78 als choleraverdächtig nach Moabit eingeliefert daß Genosse Hamann den Besitzer vom Tivoli" überredet habe, jaucht ist, durch Berlin führt. Abhilfe könnte hier leicht ge- wurde, ist, wie sich herausgestellt hat, mit der asiatischen Cholera sein Lokal zu dieser Feier herzugeben resp. uns hierzu zur Verschaffen werden; es bedarf nur der Herstellung von 400 bis 500 nicht behaftet. fügung zu stellen. Nachdem die Zeugen ihre Aussagen gemacht Meter Kanalisation, um zu erreichen, daß das schlechte Wasser hatten, beantragte der Amtsanwalt mit kurzen Worten statt der Spree den Rieselfeldern zugeführt werde. Im übrigen Ein Opfer der Wahrsagekunft. Die achtzehnjährige die Bestrafung des Angeklagten, und zwar zu 20 M. Geldstrafe wäre es aber auch wohl sehr zu wünschen, daß die Pläne, mit Tochter der an der Köpenicker Chaussee wohnenden Wittwe event. 4 Tagen Haft. Darauf erhielt unser Genosse Hamann zu denen man sich seit geraumer Zeit wegen eines neuen Systems Bertram hatte sich vor einiger Zeit mit einem in Berlin wohDer§ 147 der Gewerbe- Ordnung ist doch gewiß auf das Ver- zur Beseitigung des Mülles beschäftigt, endlich greifbare Gestalt nenden Kaufmann verlobt; am nächsten Sonntag sollte die Hochzeit gefeiert werden. Am vergangenen Montag erhielt nun annehmen. gehen, auf grund dessen ich angeklagt bin, nicht anzuwenden. die junge Braut, wie das" Int.-BI." berichtet, von einer guten Ich tann überhaupt nicht einsehen, was dieser Paragraph mit Die so sattsam bekannte Verordnung des Amtsvor- Freundin die Nachricht, daß der Bräutigam mit einer Vermeiner Angelegenheit zu thun hat. Mit dem§ 33a der Ge- ftehers zu Dt. Wilmersdorf bekommt nunmehr auch der fäuferin am Spittelmarkt verkehre. Das Mädchen wandte sich werbe- Ordnung, welcher von gewerbsmäßigen Veranstaltungen fozialdemokratische Wahlverein des III. Berliner Reichstags- unverzüglich an eine in der Nähe wohnende Kartenlegerin, spricht, will ich mich zunächst befassen. Vorerst erlaube ich mir, Wahlkreises zu foften. Am 3. August tam das Komitee zur welcher sie ihr Herzeleid flagte und Aufklärung in der Sache entschieden zu widerstreiten, daß die Festlichkeit, welche ich im Beranstaltung der Lassallefeier um Erlaubniß und Verlängerung verlangte. Diese ist ihr denn auch in einer Weise zutheil geAuftrage der hiesigen Arbeiter arrangirte, als eine gewerbsmäßige der Polizeistunde bis 1 Uhr Nachts ein. Nachdem wir nun worden, daß sie vom Leben nichts mehr wissen wollte. Seiner anzusehen ist. Wenn wir jedes Jahr ein paarmal Theater geben, hierauf bis zum 18. Auguft vergebens gewartet hatten, gelangten Mutter erklärte das junge Mädchen gestern früh, daß es seinem so fann doch gewiß von einer gewerbsmäßigen Handlung hierbei wir endlich nach persönlicher Vorstellung im Besitz folgenden Dasein ein gewaltsames Ende machen wollte. Wiewohl Frau nicht die Rede sein. Wir haben schon mehrere Jahre derartige Schreibens. Bertram ihrer Tochter diese thörichten Gedanken auszureden verFeste in demselben Sinne gefeiert, ohne daß wir auch nur im Amts- Vorsteher. Dt. Wilmersdorf, den 11. August 1893. suchte, so hat lettere dennoch am Abend desselben Tages ihren geringsten daran gehindert wurden. Wenn der Herr Landrath J. N. A. I. 8793. Entschluß ausgeführt, indem sie sich in ihrer Schlafkammer am selbst, von dem eigentlich dieses Strafmandat herrührt, derartige Thürpsofteu erhängte. Alle Wiederbelebungsversuche blieben Festlichkeiten veranstaltet unter dem wohlflingenden Titel Voltserfolglos. unterhaltungsabend, wobei ebenfalls Theater gespielt wurde, so glauben wir doch gewiß dasselbe Recht zu besitzen. Oder sollte uns nun plötzlich verboten werden, was wir jahrelang als unser gutes Recht ansehen, nur deshalb, weil es der Wille des Herrn Landraths ist?! Sollte uns hier das verboten werden, was den Arbeitern in anderen Städten freisteht? Ich glaube doch wohl mit Recht annehmen zu dürfen, daß meine Herren Richter dieses zu würdigen verstehen und uns unsere wenigen Rechte nicht vorenthalten werden. Was den§ 48 des Strafgesetzbuchs anbetrifft, so ist wohl vollkommen durch die Zeugenausfagen aufgeklärt, daß dieser Paragraph hinfällig ist. Zum Schluß möchte ich noch bemerken, daß es mir fern gelegen hat, gegen das Gesetz zu verstoßen, sondern ich glaubte vielmehr nur von meinem guten Recht Gebrauch zu machen. Aus allen diesen Gründen darf ich wohl von Ihnen erwarten, daß Sie ein freisprechendes Urtheil fällen werden." Nach ziemlich langer Berathung des Gerichts erfolgte tostenlose Freisprechung unseres Genossen Hamann. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Infolge der Eingabe vom 3. d. M. ertheile ich Ihnen hiermit die polizeiliche Erlaubniß, am Sonntag, den 27. August d. J. bis 1 Uhr Nachts in dem Lokale Schützenhaus zu Schmargendorf ein Sommerfest des sozialdemo- Opfer der Arbeit. Durch den Zusammenbruch eines Ge tratischen Wahlvereins des dritten Berliner Reichstags- rüftes ist eine Person getödtet, eine andere schwer verletzt worden. wahlkreises abzuhalten. Am Donnerstag Nachmittag war der Maler Franz Weibricht mit dem Lehrling Paul Möwes im Hauptgebäude des Ostbahnhofes mit Anstreich arbeiten beschäftigt und hatte eine Tritt- und eine Sproffenleiter von je 3,50 Meter zusammengestellt, die durch Bretler mit einander verbunden waren. Während beide oben arbeiteten, gab die eine Leiter nach, so daß Weibricht und Möwes hinabstürzten. Der Erstere schlug mit dem Kopfe derart auf die Steinplatten, daß er einen Schädelbruch erlitt und sofort todt war, während der letztere sich schwere innere Verlegungen zuzog und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Für Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung ist Sorge zu tragen. Der Lanz darf nicht öffentlich sein. Entree- und Tanzgeld darf nicht erhoben werden. ( Stempel.) Der Amts Vorsteher. gez. Rauenberg. An Herrn G. 2. Parteigenoffen, hieraus ist wieder zu ersehen, mit welchen Waffen gegen uns gekämpft wird. Wäre es eine Sedanfeier oder dergleichen, dann würde schon Entree und Tanzgeld erhoben werden können. Aber in diesem Falle ist es ja keine Kriegerfeier, und so darf auch kein Entree und Tanzgeld erhoben werden. Darum trage ein jeder dazu bei, daß es ein Fest werde, welches geführten Mordverfuch wird uns gemeldet: Gestern Abend leber einen mit außerordentlicher Rohheit and dem Tag, dem es geweiht ist, Ghre macht. Ehrt die Kämpfer für Freiheit, Wahrheit und Recht, betrachtet diesen Tag aber gerieth der Schlächter Lange in einem Schanklokal an der Schöneauch als Tag der Völkerverbrüderung gegen den sogenannten bergerstraße bei Bezahlung der Zeche mit vier unbekannten Außer Verfolgung: gesezt wurde der verant- Sedanrummel. Wir alle lassen uns dadurch nicht abhalten und Männern in Streit. Um Thätlichkeiten aus dem Wege zu gehen, wortliche Redakteur der„ Münchner Post" in zwei seitens der versprechen denen, die das Fest besuchen, einen genußreichen Tag und griffen ihn auf der Straße an. Im Kampf gegen die Ueberentfernte sich Lange, aber die vier Unbekannten verfolgten ihn Staatsanwaltschaft gegen denselben erhobenen Anklagen und Im Walde finden Unterhaltungs- und Gesellschaftsspiele statt, in macht wußte Lange sich nicht anders zu helfen, als daß er einen zwar: a) wegen Beleidigung, verübt durch die Presse in zwei Garten Konzertirt eine Kapelle von Mitgliedern der Freien Ver- Stein aufhob und mit demselben einen seiner Angreifer, in dem Artikeln vom 10. Februar:" Zur Militärvorlage", und vom einigung der Berufsmusiker, ferner wirken die Gesangvereine später der Arbeiter" Franz Müller ermittelt wurde, auf den 17. Februar Soldatenschinderei", einen bekannten Fall in Meß Norddeutsche Schleife, Liedertafel der Maler, Bretzelschluß, Kopf schlug. Darauf entfloh Lange. Vollkommen erschöpft er betreffend; b) wegen Vergehens wider die Religion durch ein Freiheitsklänge I und Gefangverein Schmargendorf unter Leitung reichte er die Königin Augusta Brücke und sant auf einer Bank Gedicht Erlösung". des Bundesdirigenten Herrn D. Gutau mit. Wir bitten also nochmals um zahlreichen Besuch und bitten die Festkarten mög- nieder. Hier wurde er von seinen Verfolgern eingeholt, schwer lichst bald zu entnehmen und sind solche à 10 Pf.( inkl. Tanz) gemißhandelt und schließlich in den Landwehrkanal geworfen. Da Lange zu schwimmen versteht, gelang es ihm, in den Zahlstellen sowie in den mit Plakaten belegten Handsich über Wasser zu halten. Zweimal versuchte er lungen zu haben an einer Ausladestelle ans Land zu klettern, aber jedes Mal 11 " Lokales. " Es muß gespart" werden. Den unteren" Eisenbahn- wurde er von seinen Gegnern ins Wasser zurückgestoßen. Er beamten und ständigen Arbeitern der Bahn war bisher die Ver- wäre gewiß ertrunken, wenn nicht einige Personen seine Hilfegünstigung gewährt, daß sie, sobald sie entfernt von der Arbeits- rufe gehört hätten und zu seinem Beistand herbeigeeilt wären. ftätte wohnten, also etwa der billigeren Miethe halber in einem Leider ist es bis jetzt nur gelungen, den Arbeiter" Franz Der Station benachbarten Dorf, mit der Bahn unentgeltlich hin- Müller dingfest zu machen, während dessen Genossen die Flucht und zurückbefördert wurden. Diese Wohlthat ist ihnen nach und gelang. Müller, gegen den ein Verfahren wegen versuchten nach entzogen worden. Die Leute müssen sich jetzt, wie andere Mordes eingeleitet worden ist, hat schon wegen Diebstahls Personen, Fahrkarten lösen. und Körperverlegung gesessen und ist auch mit Zuchthaus vorbestraft. Die Freifinnige Vereinigung"( Wadelftrümpfler) will im Oktober einen Parteitag in Berlin abhalten. Man erfährt diese Thatsache zuerst aus dem„ Zonentaris", der mittheilt, daß ein Antrag auf gründliche Umgestaltung und Berbilligung des Personentarifs auf dem Barteitage zur Berathung kommen werde und gute Aussicht auf Annahme habe. Drollig fügt das ge nannte Fachblatt hinzu:" Ohne hierdurch für irgend eine Partei besonders eintreten zu wollen, da unsere Bestrebungen über allem Parteiwesen stehen und von jeder volksfreundlichen Partei ver- Das Polizeipräsidium hat im Einvernehmen mit dem treten werden könnten und werden sollten, sind wir doch be- Eisenbahn- Betriebsamt Stadt- und Ringbahn, als der zurechtigt, denjenigen unserer Mitglieder und Freunde, die ihrer ständigen Eisenbahn- Behörde, prinzipielle Ginwendungen gegen politischen Ueberzeugung nach sich jener Partei anschließen das Projekt zur Anlegung einer von Berlin( Ecke der Badstraße möchten, auf's dringendste zu empfehlen, so bald wie möglich sich und Prinzen- Allee) nach Pankow zu führenden elektrischen Straßendem Wahlverein der Freisinnigen Vereinigung" als Mitglieder bahn nicht erhoben. anzumelden, damit sie das Recht erlangen, auf dem Parteitage persönlich zu erscheinen, zu sprechen und zu stimmen. Die Adresse lautet: Reichstags- Abgeordneter Barth 2c." Gegen Fran Apotheker Ihrer aus Velten schwebt vor dem Amtsgericht in Spandau ein Strafverfahren wegen Beamten beleidigung. In einer sozialdemokratischen Versammlung auf Bichelswerder, in der sie Hauptrednerin war, sagte sie, als der überwachende Gendarm die Versammlung wegen des Eintritts der Polizeistunde auflöſte: wenn es eine fonservative Versammlung wäre, so würde die Auflösung nicht erfolgt sein". Durch diese Aeußerung hat sich der Beamte beleidigt gefühlt. Die Polizeiverwaltung von Köpenick hat hierher ge= meldet, daß vorgestern Morgen im Köpenicker Stadtforst am Ufer der Dahme die Leiche einer jungen Frauensperson ans Land geschwemmt worden ist. Wahrscheinlich ist es die Leiche des bis jezt noch nicht gefundenen Mädchens, das am 20. d. M. mit einer Freundin, die gleichfalls verunglückt ist, und drei jungen Kaufleuten aus Berlin von Grünau aus eine Wasserfahrt unter= nahm, die damit endete, daß das Boot kenterte. Bekanntlich ist auch einer der Kaufleute ertrunten. Marktpreise in Berlin am 24. August, nach Ermittelungen des königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von 16,40-15,80 M., mittlerer von 15,70-15,10 M., geringer von 15,00-14,40 M., Roggen per 100 kg. guter von 13,70 bis 13,20 M., mittlerer von 13,10-12,60 m., geringerer von 12,50 ,, Schöne Gegenden". Wenn auch bezüglich der Cholera gefahr fein Grund zu ernstlicher Besorgniß vorhanden ist, so muß doch zur Vorsicht und zur Beseitigung aller Uebelſtände gemahnt werden, die nachtheiligen Einfluß auf die Gestaltung der gefund heitlichen Verhältnisse Berlins ausüben können. Es erscheint daher angebracht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf zwei Gegenden zu lenken, in denen sich leicht Brutstätten von Seuchen entwickeln 500 Stück Briefmarken Automaten wollte ein hiesiger bis 12,00 M. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., fönnten. Da ist erstens, wie die Bossische Zeitung" mit Recht Unternehmer auf hiesigen Straßen und Plägen aufstellen. Der mittlere von 15,90-15,00 m., geringe von 14,90-14,00 m. bemerkt, der Wiesengraben, der die Köllnischen Wiesen durch- Magistrat hat jedoch die hierzu erforderliche Erlaubniß nicht Hafer per 100 Kg. guter von 19,00-18,00 M., mittlerer von schneidet und den Unrath von fast ganz Rixdorf dem Landwehr- ertheilt, da genügende Gelegenheiten, Briefmarken zu kaufen, in 17,90-17,00 m., geringer von 16,90 bis 16,00 M. Stroh, kanal zuführt, von wo er seinen Weg in die Spree findet. Unweit den Postanstalten, Verkaufsstellen und anderwärts dem Publikum| Richt- per 100 Kilogramm von M. Heu per 11 17 100 Kilogramm von--M. Erbsen, gelbe zum Rochen einem der Mitwirkenden ein Portemonnaie aus der Tasche ge-| Deshalb trete ein Jeder, der noch fern unserer Organisation per 100 g. von 40,00-24,00 Mt. Speisebohnen, weiße per fallen, welches sich ein jüdischer Einjährig- Freiwilliger Guttmann steht, in unsere Reihen, um so gemeinsam für die gerechte Sache 100 g. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 bis widerrechtlich angeeignet habe. Derfelbe habe die ganze Sache als zu fämpfen. Noch ein Wort an die männlichen Arbeiter. 30,00 M. Kartoffeln, neue per 100 g. von 10,00-5,50 M. Rind Scherz darstellen wollen, seine Kameraden hätten aber Anzeige Kollegen, der größte Theil von Euch hat eine Antipathie gegen fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch erstattet, und Guttmann sei zu drei Monaten Festung verurtheilt den Berein, die, wenn wir näher zusehen, gänzlich unberechtigt per 1 Kg. von 1,30-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von worden. Dem gegenüber nahm das Tageblatt" eine Notiz des ist. Als sich vor 2 Jahren der Zuschneiderverein auflöfte und die 1,50-1,00. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. zweiten Angeklagten auf, in welcher jene Meldung der Abwehr" jezige Organisation geschaffen wurde, hatte man die Absicht, auch den Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. als ein Beispiel antisemitischer Verlogenheit bingestellt Arbeiterinnen unserer Branche bessern Lobn und Arbeitsbedin von 2,80-1,80 M. Gier per 60 Stück von 4,00-2,40 m. Fische und behauptet wurde, daß der verurtheilte Einjährig gungen zu verschaffen, und wir glauben, ein jeder Kollege, der per 1 Kg. Karpfen von 2,40-1,80 M. Aale von 2,80 bis Freiwillige Guttmann gar kein Jude, sondern der Sohn des noch etwas mitgefühl besigt, wird seine Hilfe nicht versagen, 1,20 M. Zander von 2,40-1,20. Hechte von 2,00-1,20 m. evangelisch- lutherischen Lehrers Guttmann in Eimsbüttel sei denn das Glend unserer Kolleginnen muß jedem die Schamröthe Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 M. Bleie Diese Behauptung war nun thatsächlich unrichtig. Ein solches ins Gesicht treiben ob der so tief traurigen Zustände. Darum, von 1,40 bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-1,25 M. Gerücht ging allerdings in Altona um, war aber falsch. Der Kollegen und Kolleginnen, tretet ein in die Reihen der KämAngeklagte Harich brachte sofort eine Berichtigung und beide pfenden, dann wird auch das Fabrikantenthum wieder Respekt Polizeibericht. In der Nacht zum 24. d. Mts. wurde Angeklagte drückten dem Lehrer Guttmann und dessen Söhnen vor unserer Macht bekommen. Schwedterstr. 25 im Bodenraum eines Schuppens der Maurer ihr Bedauern über den Irrthum aus, konnten damit aber die Um den Kollegen und Kolleginnen Gelegenheit zum AnSchüler schwer verletzt aufgefunden und nach dem Lazarus- Anklage nicht umgehen. Der Staatsanwalt beantragte gegen schluß an die Organisation zu geben, findet am Mittwoch, den Krankenhause gebracht. Schüler war betrunken nach Hause ge- Harich einen Monat Gefängniß, gegen Blättner 30. August, Abends 82 Uhr, im alten Schüzenhause, Linienkommen, hatte nach einem Streit mit seiner Mutter mehrere 300 Mart Geldbuße event. 30 Tage Gefängniß. Die straße 5, eine öffentliche Versammlung statt. Wirthschaftsgegenstände zerschlagen und war dann nach dem Rechtsanwälte Mosse und Löwy beanspruchten für ihre Diejenigen, die gewillt sind, Flugblätter zu verbreiten, werBoden des vierstöckigen Borderhauses gegangen und von da auf Klienten den Schutz des§ 193, da sich die Angeklagten in der den gebeten, am Sonnabend, den 26. August, Abends 1/27 Uhr, das Schieferdach geklettert, von wo er auf das Dach des niedrigen Abwehr" einer sehr gehäfügen Notiz mit stark prononzirter anti- Hirtenstr. 10 bei Krüger zu erscheinen. Schuppens herabgestürzt ist und das Dach durchschlagen hat.femitischer Tendenz befunden haben. Der Gerichtshof billigte Um 24. d. Mts. Vormittags wurde gegenüber dem Grundstücke den Angeklagten den Schutz des§ 193 nicht zu und verurtheilte An alle in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter! Rottbuser Ufer 20 die Leiche eines etwa 25 Jahre alten Mannes Harich zu 1000 Mart, Blättner zu 200 Mart Seit Montag, den 21. d. W., find in Dresden ca. 800 Steinangeschwement. In einem Zimmer des Empfangsgebäudes der Geld buße. Den Beleidigten wurde die Publikationsbefugniß megen ausgesperrt worden. Gerichts- Beitung. Da eine Wir ersuchen allen Zuzug fern zu halten und wenn das geschieht, so muß die Aussperrung innerhalb 8 Tagen aufgehoben werden. Das Büreau für die Ausgesperrten befindet sich in Dresden, fleine Brüdergasse, Selts Gasthaus, Vorsigender Arthur Schmidt, wohin alle Briefe und Sendungen zu richten sind. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Aufruf! fönigl. Oftbahn fielen Nachmittags die mit dem Anstreichen der zugesprochen. Als Veranlassung dient folgendes: Vor drei Wochen entDecke beschäftigten Maler, und zwar der Gehilfe Weibricht und standen Lohndifferenzen zwischen den Gehilfen und Arbeitgebern der Lehrling Möwes, infolge Zusammenbruches der Rüstung etwa An den Geschäftsbetrieb fogenannter schwarzer auf Spitbarth's Werfplatz, welche durch die Meistervereinigung 21/2 m herab. Weibricht erlitt einen Schädelbruch und starb auf der Banden" erinnerte die Verhandlung, welche gestern vor der zu gunsten der Gehilfen, nachdem dieselben einen Tag nicht geStelle, und Möwes wurde innerlich so schwer verletzt, daß er siebenten Straffammer des Landgerichts I gegen die drei arbeitet hatten, beigelegt wurden. Nach einigen Tagen stellten nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden Kaufleute Emil Schmidt, Paul Loosen und Emil Nüsser sich schon wieder Differenzen heraus, welche abermals zu gunsten mußte. Abends stürzte sich ein Arbeiter aus dem Fenster feiner stattfand. Die drei Angeschuldigten sollen sich verbunden haben, der Gehilfen entschieden wurden, durch diese Chikanen und das im dritten Stocke des Hauses Fürstenwalderstr. 18 belegenen um von auswärtigen Firmen Waaren zu erlangen, die sofort brutale Auftreten seitens Spitzbarth aufgebracht, verlangten Schlafitelle auf den Hof hinab und erlitt so schwere Ver- wieder verschleudert wurden. Ihr gemeinsames Wirken wird jetzt die Gehilfen für die verfäumte Zeit eine fleine Entschädiwieder aufnehmen. legungen, daß er bald darauf im Krankenhause am Friedrichs- daraus geschlossen, daß sie zumeist dieselben Firmen geschädigt gung, ehe sie die Arbeit hain starb. In der Nacht zum 25. d. M. entstand in der haben und daß bei Aufgabe von Referenzen ich einer auf den Einigung nicht erzielt wurde, nahmen sämmtliche in der Schönebergerstraße eine Schlägerei, bei der der Schlächter Lange anderen berief. Alle drei Angeklagten sind mitellos, sie haben Steinindustrie beschäftigten Arbeiter Dresdens Stellung hierzu, dem Arbeiter Müller mit einem Stein auf den Kopf schlug und sämmtlich den Offenbarungseid geleistet und die gegen fie vor- und eine Versammlung billigte das Vorgehen der Kollegen auf ihn leicht verlegte. Infolge dessen ergriffen Müller und drei genommenen Zwangsvollstreckungen waren ohne Erfolg. dem Werkplatz Spitbarth. Daraufhin hat die Meistervereini andere Männer den Lange und warfen ihn in den Landwehrkanal. Durch die Beweisaufnahme wurde der Angeklagte Schmidt gung uns au gegeben, bedingungslos die Arbeit auf dem Lange versuchte sich durch Schwimmen zu retten, wurde jedoch am schwersten belastet. Er besaß im vorigen Jahre betreffenden Platz aufzunehmen, welches aber in einer zweiten von seinen Gegnern mehrfach zurückgestoßen und am Landen ver ein Kolonialwaarengeschäft in der Schönleinstraße, gerieth in Versammlung abgelehnt wurde. Darauf führten die hiesigen hindert, schließlich aber durch einen Unbetheiligten aus dem Konkurs und eröffnete ein neues Geschäft in der Boeckhstraße, Arbeiter am Montag die Aussperrung durch, bis auf diejenigen, Waffer gezogen. Lange und Müller sind verhaftet. Am ohne Anlagekapital zu besigen. In Briefen, die in besonders welche der Meistervereinigung nicht angehören und welche ca. 24. d. M. fanden zwei kleine Brände statt. Vertrauen erweckender Weise abgefaßt waren, richtete Schmidt 130 Mann beschäftigen. an auswärtige Firmen das Grsuchen, ihm zunächst eine Probesendung ihrer Erzeugnisse zu senden. Er hob hervor, daß er Nachnahmesendungen grundsätzlich" nicht annehme, stelle aber anheim, eine Tratte auf ihn durch die Deutsche Bank zu ziehen. Hierdurch erweckte er in den Lieferanten die Annahme, daß er zahlungsfähig fei, nicht nur Ein recht böses Abenteuer lag einer Anklage wegen die Probebestellung wurde ausgeführt, sondern auch die wissentlich falscher Anschuldigung und versuchten Betruges zu von dem Angeklagten in rascher Aufeinanderfolge gemachten Grunde, welche die erste Straffammer gestern gegen den schon größeren Nachbestellungen wurden effettuirt. Als der erste Bebejahrten Geschäftsreisenden Gustav Geyer zu verhandeln frag fällig war, erfolgte feine Zahlung, die Lieferanten erfuhren, hatte. Der Angeklagte hat dieses Abenteuer in einer an das daß Schmidt zu der Deutschen Bank in gar feiner Beziehung Eisenbahn- Betriebsamt Berlin- Schneidemühl gerichteten Bestehe und daß auf Bahlung faum zu rechnen fei. Die Haupt- Organisation, welche sich dem Deutschen Glasarbeiter- Verband, schwerde wie folgt erzählt. Er war auf der Reise von Küftrin geschädigten waren eine Wolkerei- Genossenschaft in Süd- Deutsch- Siz in Bergedorf, und der internationalen Union, Sitz in London, nach Berlin begriffen. Auf dem Bahnhofe Gusow habe er sich land, ein Wurstfabrikant in Braunschweig, ein Wildhändler in angeschlossen hat. Wir haben schon verschiedene Kongreffe beanfänglich eine Fahrkarte nach Strausberg genommen, weil er Gnesen und ein hiesiger Bierhändler. Bei dem Wildhändler hatte sucht, in der Hoffnung, mit Spiegelglas- Arbeitern über unsere dachte, dort noch einige Kunden besuchen zu können. Er habe Schmidt eine Bestellung auf 2000 Enten gemacht, als dieser wegen wirthschaftliche Lage Berathungen pflegen zu können. Adein sich dann aber anders besonnen und den Schalterbeamten ge- der Größe des Auftrags bedenklich wurde und erst für die früheren unsere Hoffnung war bisher vergebens und stehen wir paar beten, ihm doch lieber eine Starte vierter Klasse direkt bis Berlin Sendungen Zahlung verlangte. Als der Wurstfabrikant sich an Hundert organisirten Arbeiter in Fürth, den anarchischen zuzu geben. Der Beamte habe sich dessen aber geweigert und den Angeklagten Nusser wandte, den Schmidt als Referenz auf- tänden, welche sich von Jahr zu Jahr verschlimmern, machtlos ihm anheimgegeben, in Strausberg sich eine Karte nach gegeben, stellte Nüffer dem Schmidt ein glänzendes Zeugniß aus gegenüber. Deswegen sind wir gezwungen, alle Glasarbeiter der Berlin zu lösen, da der Zug dort 6 Minuten halten diesem Falle wurde Nüsser daher der Beihilfe zum Betruge Spiegelbranche anzurufen, mit uns Hand in Hand zu gehen, Wie festgestellt worden ist, hat der Angeklagte gleich beschuldigt. Die Wild- und Geflügelhandlung in Gnesen soll damit wir uns vor einem gänzlichen Untergang retten können. hinter Gusom sich bei dem Schaffner ernstlich erfundigt, ebenfalls durch den Angeklagten Nüsser arg geschädigt sein. Sie Bei uns in Bayern ist Ueberproduktion schon längst ein ob in Strausberg noch Zeit zur Lösung einer Fahrkarte sei, und hat eine Menge Waare geliefert, wurde mit der Abrechnung von chronisches Uebel, denn es müssen fast alle Jahre sämmtliche ist darüber beruhigt worden. Der Zug hatte aber Verspätung einem Termin zum andern vertröstet und hat schließlich keinen Fabriken, ca. 300 an der Bahl, 6-8 Wochen zugesperrt werden, und hielt nur eine Minute, so daß der Angeklagte nicht Zeit Pfennig erhalten. Nüffer trat im Termin mit der Behauptung um nur einigermaßen die Lager zu lichten. Den Arbeitern wurde fand, ein Billet zu lösen. Er wandte sich abermals an den auf, daß das Geflügelgeschäft seiner Ghefrau gehöre, die bisher etwas vergütet, um nicht zu verhungern, jedoch wird das Schaffner, dieser trug den Sachverhalt dem Zugführer vor und auch ohne sein Wissen sämmtliche Bestellungen gemacht habe. in Zukunft ein Ende haben und die Arbeiter werden ihrem Schicksal letzterer entschied, daß Geyer in Lichtenberg sich eine Fahrkarte Da die Ehefrau Nüsser dies bestätigte, beantragte der Staats- überlassen werden. In Belgien liegt die Sache nicht anders, nach Strausberg und nach Berlin zu lösen und außerdem wegen anwalt die Bertagung dieses Falles und gegen den Angeklagten furzum es ist Ueberproduktion im größten Stile vorhanden, und Fahrens ohne Billet 1 M. Strafe zu zahlen habe. Er richtete, Nüsser nur wegen der Beihilfe zum Betruge eine Gefängniß- dazu kommen noch die foloffalen Fortschritte auf technischem um diese Mark wieder zu erhalten, eine Eingabe an das Be- strafe von sechs Monaten. Gegen den Angeklagten Loofer, der Gebiete, so daß die Arbeitslosigkeit in erschreckendem Maße zutriebsamt, schilderte den Sachverhalt und rieth der Behörde, die fein offenes Geschäft besaß und nur als Kommissionär angesehen nimmt. Beamten doch anzuweisen, den Reisenden die Billets zu geben, werden wollte, lagen mehrere Betrugsfälle vor, die An alle Spiegelglas- Arbeiter des In- und Auslandes! Kollegen! Schon seit 1888 besteht in Fürth in Bayern eine Wer sind diese, welche zu viel Waaren produziren? und wer die sie verlangen und nicht aus Bequemlichkeit denselben in gleicher Weise begangen sein sollten, wie die von hat am schwersten darunter zu leiden? Die Antwort ist kurz, es Schwierigkeiten und Merger zu bereiten. Die Antwort auf diese Schmidt ausgeführten. Auch gegen Looser tonnten sind die Glasarbeiter! Eingabe war eine Anklage nicht nur wegen falscher Andrei Fälle nicht erledigt werden, für diejenigen, welche Die Rohglasschleifer müssen täglich 18 Stunden, die Polirer schuldigung, sondern auch wegen versuchten Betruges. Die zur vom Staatsanwalte für erwiesen angesehen wurden, be- Tag und Nacht arbeiten, um es auf einen wöchentlichen Verdienst Rechenschaft gezogenen Bahnhofsbeamten in Gusow erklärten antragte derfelbe fünf Monate Gefängniß. Gegen Schmidt von 5 bis 6 M. zu bringen; find dann die Lager überfüllt, dann nämlich sämmtlich, von einem Gefuch des Angeklagten zum Um lautete der Antrag auf anderthalb Jahre Gefängniß. wird wieder zugesperrt. tausche einer Fahrkarte absolut nichts zu wissen, der Angeklagte Der Gerichtshof hielt nicht für erwiesen, daß der Angeklagte Auf den Facettenschleifereien ist es dasselbe; ist Arbeit vorvermochte auch den Beamten nicht heraus zu finden. Die Eisen- Nüsser mit dem Angeklagten Schmidt unter einer Decke gesteckt handen, so ist jeder Fabrikant bestrebt, den größten Theil fertig bahnbehörde kam nun auf den Gedanken, daß der Angeklagte hatte und sprach denselben deshalb von der Beihilfe zum Betruge zu bringen. Damit die Arbeit kein Anderer erhält, wird die den angeblichen Vorfall in Gusom frei erfunden habe, um auf frei. Gegen den Angeklagten Loosen wurde auf Vertagung Arbeitszeit nach Belieben täglich festgesetzt: 3. B. eine Zeit lang diese Weise wieder in den Besitz der Strafmark zu kommen. Sie erkannt, der Angeklagte Schmidt dagegen zu anderthalb 12 bis 14 Stunden, dann wieder 4 bis 6 Stunden und oft ist nahm an, daß dieser mit guter Absicht nur bis Strausberg Jahren Gefängniß und 2jährigem Ehrverlust verurtheilt. gar keine Arbeit vorhanden. Ebenso bleibt in den Spiegelbelegen eine Fahrkarte fich genommen habe, um dann von dort aus die Schmidt wurde sofort in Hajt genommen. sehr viel zu wünschen übrig. vierte Fahrklasse mit der billigeren dritten Klaffe im Vorortzuge Die Glasarbeiter von Fürth in Bayern haben zu dem Der pensionirte Polizei Wachtmeister Panfien sollte zu vertauschen. Die Beweisaufnahme ergab feinen Anhalt für diesen Verdacht und der Staatsanwalt beantragte nur wegen gestern der siebenten Straffammer des Landgerichts I aus der Verfall der Spiegelglasindustrie Berathungen gepflogen, und der falschen Anschuldigung 2 Monate Gefängniß. Der Untersuchungshaft vorgeführt werden, um sich wegen wider- find zu der Ueberzeugung gelangt, daß durch eine gute Organi Gerichtshof hielt auch eine wissentlich falsche Auschuldigung für natürlicher Ünzucht zu verantworten. Anstatt des Angeklagten fation der Spiegelglasarbeiter aller Länder dem gänzlichen vorliegend und verurtheilte den Angeklagten zu 1 Monat erschien ein Gefangenenwärter, welcher die Anzeige machte, daß Verfall der Spiegelglasindustrie ein Damm gefeßt werden könnte. Gefängniß. Pansien sich in der verwichenen Nacht in seiner Belle er- Es wurde deshalb eine Kommission eingefeßt, welche sich hängt habe. = Soziale teberlicht. mit allen Spiegelglas- Arbeitern ins Benehmen sehen soll, ob sie nicht geneigt wären, zu einem Rongreß nach Fürth in Bayern ibre Zustimmung zu geben; würde dies der Fall sein, dann würde die Kommission das Weitere besorgen. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß wir von allen Seiten, vorzüglich von den Robglasarbeitern in Bayern Zustimmungen erhalten, denn es ist Mannespflicht, für seine Existenz zu sorgen. Alle Briefe und Anfragen sind zu richten: an Joh. Fischer in Fürth in Bayern, Glückstr. 12. Sollte ein anderer Ort gewünscht werden, so bitten wir dies fund zu geben. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Wien, 25. Auguft. Die Bildhauergehilfen eröffneten den Sie fordern eine achtiündige Arbeitszeit ohne Generalstreit. Lohukürzung, die Anerkennung ihrer Vertrauensmänner feitens der Prinzipale, die Uebergabe der Arbeitsvermittelung und die Schaffung einer eigenen Krankenkasse. Wie ein Modell zu einem Verbrecherbilde, wie sie mit. unter in den Fliegenden Blättern" erscheinen, zeigte sich der Kaufmann Salo Sittenfeld, welcher gestern in graugestreiftem Drillich- Anzuge aus der Strafanstalt zu Heilbronn durch einen Gendarmen der 8. Straffammer vorgeführt wurde. Sittenfeld hatte sich wegen eines groben Vertrauensbruches zu verantworten. Er war bei dem Holzhändler Wittkomsti angestellt und erhielt Achtung, Musik- Juftrumentenarbeiter! am 8. Mai von diesem den Auftrag, einen mit 12 Hundertmark- Gemaßregelt wurden eine Anzahl Kollegen der Scharf'schen scheinen beschwerten Brief zur Poft zu geben. Sittenfeld zog es Pianofabrit, Köpenickerstraße 154, weil sich dieselben einen bevor, das Geld in die eigene Tasche zu stecken und den Brief mit deutenden Abzug für Zuschneiden beim Holzfahren nicht bedin einem alten Zeitungsblatt zu beschweren. Ein unbestimmter gungslos gefallen lassen wollten. Eine Vermittelung der DiffeDrang zu Abenteuern veranlaßte den Angeklagten, das veruntreute renz scheiterte an dem Verhalten des Fabrikanten, der erklärte, Geld so bald als möglich wieder an den Mann, oder vielmehr an die Faulen und Nörgler fliegen hinaus. Soweit ist also die Andie Frau zu bringen. Er ging zunächst in das Moore'sche maßung der Herren Unternehmer bereits gekommen, wenn die Konzert- Lokal in der Friedrichstraße und ergößte sich dort an Arbeiter auch nur einen bescheidenen Einwand gegen das weidem Genuß theurer Weine im Preise von 26 M. pro Flasche. tere Herabdrücken ihrer Lebenshaltung wagen, müssen sich die Er blieb nicht allein, als er das Moore'sche Lokal verlassen selben als faul bezeichnen lassen, und fliegen als Mörgler hinhatte, vielmehr sah man ihn bald Arm in Arm mit einer jungen aus. Wir erwarten von den Kollegen dieser Branchen ein foliDame dem Bahnhofe sich zuwenden. Er machte eine Ver- darisches Verhalten den Gemaßregelten gegenüber. gnügungsreise zunächst nach Dresden, dann nach München und Jugendliche Arbeiter im Kohlen- Bergbau. Wie offiziös endlich nach Stuttgart. Hier sah er mit Staunen, daß die mitgetheilt wird, war dem Ober- Bergamte Breslau aufgefallen, 1200 M. in dem turzen Zeitraum von 10 Tagen bereits bis auf daß die jugendlichen Arbeiter aus den Steinkohlen- Bergwerken den letzten Nickel verpufft waren, und da er das, fidele Leben feines Bezirks fast ganz verschwunden waren. Es hatte sich desAn die Kollegen der Wäsche- und Kravattenbranche. halb an den Vorstand des Oberschlesischen Berg- und Hüttengern noch einige Zeit fortsetzen wollte, fing er an, falsche Wechsel an den Mann zu bringen. Wegen dieser verbrecherischen Schon mehrere Jahre besteht hier eine Organisation, die es sich männischen Vereins mit dem Ersuchen gewendet, ihm die Gründe Der Vorstand hat nun als Handlungen hat ihn die Stuttgarter Strafftammer zu 8 Monaten zur Aufgabe gemacht hat, den schlechten Zuständen, den niederen dieser Erscheinung mitzutheilen. Gefängniß verurtheilt, welche er zur Zeit in Heilbronn verbüßt. Löhnen und miserablen Arbeitsverhältnissen ein Ende zu machen. Grund u. a. auch die Schutzbestimmungen, die für die jugendDer hier verübten Unterschlagung war er ohne weiteres ge- Weil die große Masse der Kollegen und Kolleginnen gleichgiltig lichen Arbeiter gelten, angeführt. Als einzig durchgreifende Abständig. Das Gericht erkannte auf eine Zusatzstrafe von einem in den Tag hineinlebt, sich um unsere Organisation nicht hilfe empfiehlt er naiver Weise, daß davon abgesehen werde, tümmert, hat unsere Bewegung so wenige, fast gar feine Erfolge besondere gefeßliche Erschwerungen mit der Beschäftigung jugendJahre Gefängniß. aufzuweisen. Dabei tritt uns das Unternehmerthum mit jedem licher Arbeiter zu verbinden, daß man vielmehr den Arbeitgebern Wegen Beleidigung wurden gestern der Redakteur des Tage brutaler entgegen. Wegen der nichtigsten Gründe zutraue, sie würden auch ohne gesetzliche Vorschrift den jugend Berliner Tageblattes" a rich und Harich der Berichterstatter folgen Entlassungen. Löhne werden uns angeboten, die lichen Arbeitern nicht größere Anstrengungen zumuthen, als mit Samuel Blättner aus Altona vor der I. Strastammer wohl zum Verhungern zu viel, zum anständigen Leben ihrer Gesundheit vereinbar sei." hiesigen Landgerichts I zur Verantwortung gezogen. Das anti- aber bei weitem nicht ausreichen. Fabrikordnungen drängt uns auf, die man wohl Sklaven, aber nicht Die fächsische Arbeitermedaille. Unter diefer Uebersemitische Organ" Die Abwehr" brachte einen Artikel, in welchem man folgendes erzählt wurde: Bei einer in einer Hamburger Kaserne einem Arbeiter anbieten dürfte. Gegen alle diese Uebel schrift veröffentlicht eine größere Zeitschrift einen Artikel, in zu Kaisers Geburtstag stattgefundenen Soldaten- Vorstellung sei stände muß mit Entschiedenheit Front gemacht werden. welchem das System der sächsischen Arbeitermedaille, natürlich Die Werkstatt- Kontrollfommission des Deutschen Holzarbeiter Verbandes. 3ahlstelle Berlin. " " Berein bei " Italia" Rauchklub, Anita", Koppenftr. 48 bei Lorenz. Vergnügungsverein " Helgoland", Stralauerftr. 57 bei Miegel. Gefang-, Surn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Nickel'scher Musitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ecke Forsterstraße. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute - Zurnverein Fichte von 8-10% Uhr in der Zurnhalle, Freienwalderstr. 39. ( Mitglied des Märkischen Arbeiter Turnerbundes) turnt Sonnabend von, bis 11 in ber Turnhalle Friedenstr. 37. Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bei zeichnis, Königsbergerfir. 24. Privattheatergesellschaft, ch neeglöckchen", Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116.- Theaterverein Berliner är jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weict, Köpenickerstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Vergnügungsveretn Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Sustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryftr. 8.- Bergnügungsverein Bustige Becher Abends Vergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9% Uhr Mendelssohnftr. 9. Geselliger Verein Uhr im Restaurant von D. Wits, Martannen- Ufer 2. Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Nausch, Hussitenstraße 9. gnügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends& Uhr, bei Went. Mitglieder pünktlich. Vergnügungsverein Blumenstr. 46 Rauchklub Morgenstern, eigung 9 Uhr, bet Erbsmehl, Gtfaſſerſtr. 58. Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertftr. 2. Stattlub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Star Schilling. Bücklerstr. 55.- Danst Forening Freia( Dänischer Berein Verein ehemaliger Schüler Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe. der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppen= fraße 58. Gefelliger Verein Stalia, jeben Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerfir. 23. Ver= 1ehr anerkennend, besprochen wird. In dem Artikel heißt es: 1 in größerer Bahl arbeiten, die Verhältnisse am traurigsten liegen, verein 3p big enta", bet Kramer, Rirborf, Germannstraße Nr. 140. Bahn, Hochstraße Diese Medaille hat einen Durchmesser von 32 mm bei 4 mm und in den betreffenden Geschäften die Leute geringschätzend beefelliger Stärke am erhöhten Rande und zeigt auf der Schauſeite das handelt werden, so daß es also Zeit wäre, mit diesem Sonder Theaterverein" Aurelia", Mendelssohnfir. 9 bet Miethe Abends 8 UhrBildniß des Königs, auf der Rückseite die Inschrift Für Treue interessen dienenden Verein tabula rasa zu machen. in der Arbeit." In der Regel wird sie bei Arbeiterjubiläen, Fabrikfesten u. f. w. zuerkannt. Sie ist eine sehr begehrte Aus- Die freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und zeichung und genießt große Volksthümlichkeit. Bom Ministerium Verkäufer hielt am 21. August in den Arminhallen ihre wird sie erst nach genauer Prüfung und nur an solche Arbeiter Monatsversammlung ab, in der beschlossen wurde, die Bekannt verliehen, die nach zurückgelegtem 50. Lebensjahre ununterbrochen machung des Vereins zum bevorstehenden Umzug, am Sonntag, wenigstens 30 Jahre lang auf der nämlichen Arbeitsstätte den 24. September im Vorwärts" und der Berliner Zeitung" oder bei dem nämlichen Arbeitgeber oder bei der nämlichen stattfinden zu lassen. Weiter wurde bekannt gegeben, daß das Familie beschäftigt waren. In jedem einzelnen Verleihungsfalle diesjährige Stiftungsfest am Sonntag, den 15. Oftober, in Sodann wurde wird amtlich festgestellt, ob der vorgeschlagene Arbeiter gerichtlich Norbert's Festsälen, Beuthstr. 20, stattfindet. oder polizeilich bestraft worden ist, ob er seine staats- und ge- über den zweiten Gegenstand der Tagesordnung betreffend Das meindebürgerlichen Verpflichtungen regelmäßig erfüllt hat, in Kleine Journal" verhandelt. Die Veranlassung hierzu ist: die welchem Rufe er steht u. s. w., damit nur würdige Leute aus- genannte Zeitung soll vom 1. Oktober ab zwei Mal täglich er: gezeichnet werden." Und dann heißt es noch zum Schlusse des scheinen und der Verleger hat den Preis des Bestellgeldes auf Artikels: Von einem Kreise bewährter Arbeiterfreunde soll 35 Pf. pro Monat festgesetzt, während der Vorsitzende Schäfer, demmächst die preußische Regierung ersucht werden, nach sächsi- der in Unterhandlung mit dem Verleger getreten war, die Fordeschem Vorbilde auch ihrerseits eine Arbeitermedaille zu schaffen, damit rung von 50 Pf. ftellte, welches Ansinnen jedoch abgelehnt wurde. verdiente Arbeiter öffentlich ausgezeichnet, anerkannt und erfreut Nach einer lebhaften Diskussion, an der sich die Kollegen Schäfer, werden fönnen." Es müssen ganz aufgeklärte" Sozial- Politiker sein, Quandt, Schönstein, Kuhleb, Beschnitt und Birch betheiligten, welche ein solches Anliegen bei der preußischen Regierung durchsetzen wurde ein Antrag des Kollegen Kugleb angenommen: Den Verwollen. Hat sich also ein Arbeiter 30 Jahre und darüber bei einem leger des„ Kleinen Journal" zu ersuchen, eine Einrichtung ähnlich Arbeitgeber" aufgearbeitet, so soll er mit einer Arbeitermedaille wie beim" Berliner Tageblatt" zu schaffen, und zwar dadurch, dekorirt werden. Dies kennzeichnet so recht das Verständniß, daß am Kopfe der Zeitung gedruckt steht: Das„ Kleine Journal" welches diese Herren für die Bestrebungen der Arbeiter haben. toftet bei täglich einmaliger Bestellung pro Monat 1 Mart, bei Sie meinen also, all die Schicksale, wie Noth, Hunger, Elend, täglich zweimaliger Zustellung 1 M. 20 Pf. Unter Verschiedenem welche der Arbeiter zu erdulden hat, tönnten aufgewogen werden wurde ein Fall zur Kenntniß der Versammlung gebracht, wonach durch die Verleihung einer Medaille an denselben. Nein, der Bigarrenhändler Bappel, Mariannenstr. 3, im Schaufenster mit solchen Mittelchen bleibe man dem Arbeiter doch lieber vom feines Ladens ein Platat angeheftet hat mit dem Wortlaut: Leibe. Wollten die Herren den Arbeitern wirklich eine Freude Gratis erhält jeder eine rauchbare Zigarre, der den Wahren bereiten, so sollten sie darauf dringen, daß die heutigen elenden Jakob" à 10 Pf. bei mir kauft." Die Versammelten sprachen Hungerlöhne aufgebessert würden, damit den Arbeitern eine wegen dieser Schmutzkonkurrenz ihre schärfste Mißbilligung aus. höhere Lebenshaltung ermöglicht würde. Dieselben würden dann gern, sehr gern auf eine Auszeichnung" durch die Arbeiter medaille verzichten. 21. Auguft seine halbjährliche Generalversammlung ab. Nach Der Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg hielt am einem interessanten und anregenden Vortrage des Genossen Die schädliche Wirkung der Lebensmittelzölle wird 8 unter erstattete der Kassirer Genoffe Hoffmann den durch den Jahresbericht der Zittauer Handelskammer bestätigt. Staffenbericht für das erste Halbjahr 1893. Restbestand vom In demselben heißt es in bezug auf die Lage im Jahre 1892: 15. Januar 51 M. 11 Pf. Einnahme 86 M. 30 Pf., Ausgabe Der Rückgang in der Preisbildung für Lebensmittel war ein 76 9. 80 Pf.; mithin Bestand 60 M. 61 Pf. Nachdem die allgemeiner. Die Wirkung der Verbilligung der Lebensmittel Revisoren den Bericht für richtig erklärt hatten, wurde dem tritt besonders flar in der Uebersicht über die zollfreie Einfuhr Kassirer Decharge ertheilt. In der Diskussion über Vereins- Anim Grenzbezirke hervor. Wenn auch die Tabelle darüber immer gelegenheiten erörterte Genoffe Ledebour die Frage, wie die hin noch große Zahlen aufweist und die üble Lage des Bäcker- Entwicklung des Vereinslebens zu fördern und für die Bewegung und Fleischergewerbes im Grenzbezirk erkennen läßt, so ist gegen nugbringender zu machen sei als bisher. Er schlug vor, die 1891 doch erfreulicherweise ein Rückgang in der zolfreien Ein- Vereinsversammlungen fünftig zweimal statt bisher einmal mofuhr von Mühlenfabrikaten und Badwerk um 32 pet., von natlich abzuhalten. Anstatt Referenten von auswärts, follten Fleisch um 54 pet. zu verzeichnen." Sobald also die Lebens- aus den Mitgliedern abwechselno je zwei Genossen über Tagesmittelpreise innerhalb der Reichsgrenzen fanten, gingen die fragen und sonstige allgemein intereffirende Themata Grenzbewohner nicht mehr über die Grenze nach Böhmen behufs referiren möglichst starfe Betheiligung billigerer Lebensmitteleinkäufe, sondern kauften in ihrem Wohn- an der Diskussion herbeizuführen, das Diskussionsthema follte orte ein. Innerhalb des Deutschen Reiches steigerte die Auf- durch Vereinsbeschluß immer für die nächstfolgende Versammlung legung von Zöllen die Lebensmittelpreise, über der Grenze des festgestellt werden. Nachdem verschiedene Genossen ihr Ein Reid, es, wo feine Zölle Brot und Fleisch vertheuerten, war verständniß damit erklärt hatten, beschloß die Versammlung, den beit es viel billiger, daher die Völkerwanderungen" über die Vorschlag anzunehmen. Die Vereinsversammlungen werden somit Grenze nach billigen Lebensmitteln. fünftig an den Montagen nach dem 1. und 15. eines jeden Monats stattfinden. In der nächsten Versammlung am 4. September werden die Genossen Nillert und Bänsch über die fozialen Verhältnisse auf dem Lande" referiren. Die Schöneberger Genossen werden zu einer regen Betheiligung dringend aufgefordert. Ter Bettelparagraph. Die Lorbeeren, die die preußische und sächsische Polizei im Rampf gegen die Stärkung der sozialdemokratischen Parteifinanzen errungen haben, wecken zur Zeit die Polizei des Großherzogthums Hessen zu reger Nacheiferung. So schreibt unser Mainzer Bartezblatt: Der§ 99 des Straf gesetzbuches, der sogenannte Bettel- oder Kollettenparagraph, hat in den letzten Jahren eine nicht unbedeutende Rolle gespielt, und es ist speziell gegen Sozialdemokraten eine Interpretation beliebt worden, die manchen zum Kopfschütteln veranlaßte. In unserem Großherzogthum wurde nach verschiedener Praxis verfahren. Im Falle Kirchmann hat das Oberlandesgericht das un erlaubte Sammeln in einer Versammlung als eine ftrafbare Kollette bezeichnet. Nach einem solchen Urtheil liegt es auf der Hand, daß man solche Sammlungen unterläßt. Die Polizei scheint jedoch die Absicht zu haben, uns die Adern vollständig zu unterbinden, denn in einer Wählerversammlung zu Bischofsheim fahen die Besucher von einer Rollette ab, gründeten auf grund des§ 17 des Wahlgesetzes einen Wahlverein und er hoben von jedem, der beitrat, sogleich 10 Pf. Auch das fand in den Augen der Polizei feine Gnade, und es wurden zwei Bischofsheimer Genossen und der Landtags- Abgeordnete Philipp Müller wegen Vergebens wider den§ 99 des Polizei- Strafgesetzbuches mit je einem Strafmandat in Höhe von 30 M. überrascht. Es ist selbstverständlich gegen diese Verfügung das ordent liche Gericht angerufen und sind wir gespannt, wie die Entfcheidung ausfällt. Versammlungen. Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am 13. Auguft eine Mitgliederversammlung ab. Zunächst wurde die Stellungnahme des Vereins zur Errichtung eines ständigen Bureaus für die Gewerkschaftskommission erörtert. Mehrere Redner sprachen sich im Prinzip für diesen Antrag aus, und wurde dem Delegirten anheimgegeben, fich eventuell für diesen Antrag zu erklären. Bei der hierauf erfolgten Wahl des Vorstandes wurden mit Ausnahme des zweiten Schriftführers fämmtliche Mitglieder des Vorstandes wiedergewählt. zweiten Schriftführer ernannte die Versammlung Kollegen Santowsty und zu Revisoren Kollegen Seefeld, Klein und Lindmüller, als Kontrolleure Kanal und Rüger. Nachdem der Vorstand über seine Thätigkeit im verflossenen Jahre Bericht erstattet hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Als Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Zinkgicker und Stürzer für Berlin und Umgegend hielt am 15. Auguft seine ordentliche Generalversammlung ab. Der vom Kassirer gegebene Rassenbericht weist eine Einnahme von 44,20 W. und eine Ausgabe von 15,30 m. auf; so daß ein Ueberschuß von 28,90 m. zu verzeichnen ist. Mit dem Beſtand von 138,50 M. ist ein Baarbestand von 167,40 M. vorhanden. Einem Antrage des Vorstandes, vom Kollegen Gürtler befürwortet, der dahin geht, eine Bibliothek anzuschaffen, wurde allseitig zugestimmt. Nächste Mitgliederversammlung am Dienstag, den 29. August, Abends 81/2 Uhr, bei Osang, Reichenbergerftraße 47. itm eine Sta ttlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Stattlub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder= tette tagt jeben Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. kartenftub Rulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Sochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wutite, Graudenzerstr. 2. Zouristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer sof, Admiralstr. 18c. Vermischtes. Mannheim, 24. Auguft. Rechtsanwalt Faas wurde heute von der Straffammer wegen fahrlässigen Meineids und Ver gehens gegen die Konkursordnung zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. Bei der Urtheilsverkündigung zog Faas einen Revolver und versuchte sich zu erschießen, was vereitelt wurde. Absturz. München, 24. August. Der hiesige Arzt Doktor Göringen ist gestern bei Heiligkreuz zwischen Sölden und Vent im Detthale von einem Felsen abgeglitten und hat sich zu Tode gestürzt. Metz, 24. Auguft. Die Versammlung deutscher Forstmänner findet 1895 in Würzburg statt. Explosion. Schwerin i. Med I., 25. August. In der Dynamitfabrit zu Dömih fand eine Explosion statt, in deren Folge 4 Arbeiter getödtet wurden. Geheimnisse eines Burgverließes. Jüngst wurde der Schloßthurm des Dominiums Girlachsdorf, welches sich schon seit Jahrhunderten im Besitz des Grafen Hochberg auf Rohnstock befindet und schon über 100 Jahre von der Familie Barchewiß in Bacht genommen ist, einer Umdeckung unterzogen. Der viereckige, aus Stein aufgeführte Thurm gehört zum Schloß, das früher mit einem tiefen Wallgraben umgeben gewesen sein soll. Der Dachdeckermeister Guttle aus Gutschdorf, welcher die Arbeit des Umdeckens ausführte, hat nun, wie das Jauer'sche Stadtblatt berichtet, versucht, in das bisher wohl schon über 100 Jahre nicht mehr betretene Innere des Thurmes zu bringen. Mit Anwendung aller Vorsichtsmaßregeln fuhr derselbe auf seinem Fahrzeug und Reinickendorf. Am Sonntag, den 20. August fand eine mit Laterne im Innern des Thurmes etwa 45 Meter hinab. Er gut besuchte Versammlung des Arbeiter Bildungs- gelangte zunächst in einen großen, stubenartigen, leeren Raum, vereins statt, in der Genosse Riesel über die Bourgeoisie in dessen Mitte sich ein etwa ein Quadratmeter großer, vierund die Arbeiter mit großem Beifall referirte. Dem Vortrage eciger Schacht befand, der früher mit Brettern bedeckt war, die aber folgte eine rege Diskussion, wobei sich die Genossen im Sinne inzwischen vermodert und verfault sind. Dieser Schacht, oder richtiger des Referenten aussprachen. Genosse Knauf stellte den An gesagt das Burgverließ, führte noch etwa 20 Meter tief; in den trag, für den Arbeiter- Bildungsverein einen Druckapparat an- vier Wänden desselben sind schräg nach der Mitte zu in aufzufchaffen, mit dem Druckfachen verfertigt werden, die Veröffent- wärtsstrebender Stellung 12 Eisenstabe eingemauert, deren Spitzen, lichungen enthalten über örtliche Verhältnisse, zum Beispiel Bor- die jedenfalls früher scharf waren, von Rost zerfressen find. fälle in der Gemeindevertretung, und Angelegenheiten, die der Dieselben dienten, so heißt es, dazu, die Unglücklichen, die ins Vorwärts" nicht veröffentlicht. Der Genoffe Zeitungsspediteur Verließ geworfen wurden, aufzuspießen. Auf dem Fußboden Knauf erbot sich, die Drucksachen den Zeitungen beizulegen. Der des Verließes fand Guttte Knochenüberreste, die jedoch beim BeAntrag wurde im Prinzip angenommen und eine Kommission rühren in Staub zerfielen, ferner einen alterthümlichen, schön gewählt, der es anheim gestellt wird, aus den verschiedenen vor- gearbeiteten Frauenschuh mit langer, breit auslaufender Spize, geschlagenen Apparaten den besten auszuwählen. " 1 dessen Leder, anscheinend Hirschleder, allerdings auch schon vom Bahn der Zeit mitgenommen ist. Den Schuh hat er dem Pfleger Köpenick. Eine große Volksversammlung tagte am für das schlesische Alterthums- Museum zu Breslau, Rechtsanwalt Donnerstag, den 26. August. Frau Rohrlack sprach über das Kühn hierselbst, übergeben. An einer Seite am Grunde fand Thema:" Die Frau und der Sozialismus." An der Diskussion Guitte eine etwa 45 Zentimeter im Quadrat messende Sandsteinbetheiligten sich die Genossen Panitscha, Wiwiora und tafel eingemauert, in welcher in großen Buchstaben eingemeißelt Fräulein Ring im Sinne der Referentin. Im Schlußwort steht: Friedrich Hans von Reibniz 1529", der wahrscheinlich nahm die Vortragende Veranlassung, einem Herrn Krause, dessen der Erbauer dieses Thurmes ist. Meinung dahin ging, daß nur eine Partei siegen könne durch Die Cholera. London, 24. Aug. Nach einer Meldung des Religion und Frömmigkeit, gebührend heimauleuchten. Eine Reuterschen Bureau's" aus Malta ist die Quarantäne für ProResolution die sich mit den Ansichten der Vortragenden venienzen aus deutschen Nordsee- Häfen, sowie aus österreichischeinverstanden erklärt, fand einstimmige Annahme. Sodann er ungarischen und belgischen Häfen von 5 auf 21 Tage erhöht worden; örterte Genoffe Lehmann noch die Bokalfrage, die Genossen die gleiche Quarantäne ist auch für Herkünfte aus Frankreich und ersuchend, geschlossen hinter der Lokalkommission zu stehen, Italien, sowie aus den türkischen Häfen des schwarzen Meeres und dieselbe in ihren Bestrebungen zu unterstützen. und aus Rumänien, Rußland, Smyrna, Tripolis, Tunis und Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 27. Auguft cr., Abends 8 Uhr, Algier festgesetzt worden. Antwerpen, 24. Auguft. Nach in den Arminhallen, Kommandanteniraße 20: Vortrag des Herrn Walded dem„ Precurseur" sind während des Monats August in den Manasse über:" Der Messias- Gedanke". Nach dem Vortrag gemüthliches Bet14 Todesfälle hiesigen Hospitälern 26 Erkrankungen und fammensein und Tanz. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 26. Auguft, unter choleraverdächtigen Erscheinungen konstatirt worden. Abends 9 Uhr, Bereinsversammlung im Restaurant Philipp", Rosenthaler: Sofia, 25. August. Der Sanitätsrath hat angeordnet, daß mit ftraße as. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Ingenieur A. Bogt. Thema: der Eisenbahn ankommende Reisende aus der Türkei einer ärzt" Steinkohlen, ihre Gewinnung und Förderung". Tischler- Verein. Heute, Sonnabend, den 26. Auguft cr., Abends 9 Uhr, lichen Untersuchung, zur See ankommende Reisende aus der Melchiorftr. 15: Bersammlung. Fachverein der Uhrmacher ete. Sonnabend, den 26. Auguft, Abends näther über:„ Der internationale Rongreß in Zürich". 9 Uhr, Bersammlung bei Wienecte, Alte Jakobftr. 83. Bortrag des Kollegen Türkei einer fünftägigen Quarantäne und Reisende aus der oberen Donaugegend einer achttägigen Quarantäne unterworfen werden sollen. Die Einfuhr von Lebensmitteln, Pflanzen, Häuten Schuhmacher. Bersammlung am Montag, den 28. Aug., Abends 8% Uhr, und anderen Artikeln ist verboten. Best, 24. August. Die im Sofale des Herrn Boltz, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung:" 3wed und Cholera gewinnt in der Theißgegend an Ausdehnung. Im Solnoker Nugen der freien Gewerkschaftsorganisation". Privat- Theater- Gesellschaft Preziosa". Sonntag, den 27. August, Komitat find bis jetzt 31 ertranft, 15 gestorben; in Orashaza gestern Nachm. 5 Uhr, im Restaurant Klubhaus, Ohmgaffe 2: Sigung und Tanz. 9 ertranft, 4 gestorben, darunter der Leiter einer Militartapelle.Bitherklub Alpenglöckchen- Edelweiß. Heute, Connabend, Abends ur, Gipsstr. 11, bei Golmann, Uebung. Damen und Herren willkommen. Brüssel, 25. August. Hier wird folgende Nachricht aus AntArbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Südwerpen verbreitet: In dem Hospital Stuyvenberg befänden sich Ost Schule, Reichenbergerfir. 183: Unterricht in Physiologie und Buch- gegenwärtig 5 unter choleraartigen Erscheinungen Erkrankte, führung( doppelte). Oft- Schule, Martusitraße 31: Unterricht in Rechnen ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buch- welche sonst keine Analogie mit an asiatischer Cholera Leidenden führung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des böten. Zwei dieser Kranken seien bereits auf dem Wege der Besserung. Die Vorstände aller Krankenhäuser versichern, daß in Deutscher sozialdemokratischer gefeklub in Paris. Sonore 814 Cafe bu Sion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber: Antwerpen teine Epidemie herrsche; die choleraartigen Grfammlung; reiche Bibliother, Bettungen, französischer Unterricht. Der deutsche frankungen hingen mit der tropischen Size zusammen. Der Arbeiter, der fremd nach Paris kommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Gesundheitszustand Antwerpens laffe nichts zu wünschen übrig, Rath und Belehrung. Sondon. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der derselbe sei fogar erheblich günstiger als in früheren Jahren. alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete Köln, 25. Auguft. Wie die Köln. Volts Zeitung" aus Neuß kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach meldet, sind auf Schiffen im Erstkanal drei Cholerafälle vorwie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Semesters, eintreten. ftraße 11 bet Heinecke. Rue St. " Am 17. August fand eine von den Anhängern sowie von Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. gekommen. Die Fälle sind aus Belgien und Holland eingeschleppt Düsseldorf, 25. August. Nachdem bereits am den Gegnern des Zentralvereins gut besuchte Gärtner Neumann. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich worden. versammlung statt. Nachdem der Referent Waßner die om, menteuffelfer. 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Auf Mittwoch auf dem Rotterdamer Schiff„ Maria" im Neußer nahme neuer Mitglieber. Grüne Giche, Rizdorf, Germann- u. Senefebed: Hafen ein Todesfall unter Anzeichen von Cholera erfolgt ist, Nothwendigkeit einer modernen Arbeiterorganisation geschildert fraßen- Ecke bei Benerte. bei Beŋerle.- 2yranta, Landsbergerstraße 81 bei Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. wurden, wie die Düsseldorfer Zeitung" meldet, gestern und heute. hatte, entwickelte sich eine interessante Debatte zwischen den beiden Wufehold. Glü au, 3 weitere Todesfälle fonstatirt. Die Behördeu trafen umfassende Gruppen. Hauptsächlich handelt es sich um die Reinigung, die grundfaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollkühn. Badstraße 56, Weimann's Bolksgarten. Esmeralda, Frucht in legter Zeit unter den Mitgliedern des Zentralvereins abge- ftraße 70 bei Ritsche. Stedertrans in Brandenburg, Mengeri's Vorsichtsmaßregeln, ließen die Besatzung der Schiffe isoliren, verhalten wurde; da nun im Lager des harmonieduselnden Gärtner- Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karl- fügten eine theilweise Hafensperre und verboten die Abhaltung Gesundbrunner Männerchor, der Neußer Schüßenbälle.. vereins auch nicht alles in Ordnung ist, wurde der von den An- Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Frisch auf" Friedrichsberg, hängern des letteren erhobene Vorwurf, die Zentralvereinler suchten Rummelsburgerstraße bet Deckert.„ Vorwärts 7" Rummelsburg, bei bie betr. Vorkommnisse zu beschönigen, gebührend zurückgewiesen Borgmann. und ihnen selbst ein Vertuschungssystem in ihrem Verein bewiesen. Von den Leitern des Allgemeinen Gärtnervereins wurde ausgeführt, daß nur ein Verein, welcher wie der ihrige liberalen Tendenzen huldige, die Lage der Gärtner heben könnte, vorerst fei jedoch als Hauptaufgabe das Ziel zu verfolgen, die Gärtner alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Warschau, 25. Auguft. Auf Befehl der Regierung wurde fachwissenschaftlich auszubilden. Die Anwesenden bedankten sich find zu richter an: P. Hentet, Bergmannstr. 21, Sof Tr. Sonn bereits mit Maßregeln begonnen, um in Zukunft die Betheiligung jedoch für diese Rathschläge. Gleichzeitig wurde darauf hin anglidftraßen- Ede. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Tambour der Juden Kongreßpolens an industriellen Unternehmungen zu gewiesen, daß da, wo Anhänger des Allgemeinen Gärtnervereins I verein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Theater beschränken. Gefangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bei Schulz. Gesangverein Süd- Ost 2", Faltenfieinftr. 41 bet Trittelwiz. Freier Männerchor Osten" Friedenftr. 74, bei Engelhardt. " Glühlicht"( gem. Chor), Stromstraße 28. Frisch auf 2", SchönLorbeerzweig, Gwinewalde in der Mart bet Restaurateur Schulz. münderstr. 85 bei Dueitsch. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend M Zambour Berein Vorwärts" abend: Rirdorf, Hermann- und Depeschen. ( Depeichen des Bureau Herold.) London, 25. August. Wie aus Longtons gemeldet wird, werden noch in der laufenden Woche mehrere große Thonwaarenfind daselbst Unruhen unter den Bergarbeitern vorgekommen. fabriken in Staffordshire wegen des infolge des Streits einBriefkaffen der Redaktion. Etwa 500 Arbeiter durchzogen die Straßen und begaben sich getretenen Kohlenmangels den Betrieb einstellen. A. K. Die Strafe wegen Nichtanmeldung ist eine Geldnach den Gruben, wo sie die arbeitenden Bergleute vertrieben London, 25. August. Streifende Bergarbeiter aus Stafford- ftrafe. Für das Ausüben des Gewerbes ist Gewerbesteuer zu und zum Theil mißhandelten. Die aufgebotenen Polizisten shire durchziehen die benachbarten Gebiete, schüchtern die nicht- zahlen. fonnten ihrer geringen Anzahl wegen die Erzesse nicht verhindern. streikenden Bergarbeiter ein, greifen dieselben an und begehen Bernau. Der Mann wohnt Leipziger Play 11; wann er London, 25. Auguft. In Schottland wurde heute ein großer Eigenthumsbeschädigungen. Eine Abtheilung Ulanen ist in Stofe zu sprechen ist, wissen wir nicht. Wie die Theilnahme der Frauen Theil der Hochöfen ausgeblafen. In Nidland wurde eine große eingetroffen. an dem Stiftungsfest verhindert werden kann, ist uns un Anzahl Metallwerke geschlossen. In Derbyshire find 50 000 Arbeiter infolge des Kohlenstreits beschäftigungslos. Paris, 25. Auguft. Die Abendblätter melden nähere erklärlich. Einer Genehmigung bedarf es dazu nicht. Einzelheiten über die Konflikte zwischen den französischen und versuchen; auch eine Klage gegen die Frau, weil diese die Waare H. B. 1. Arrestirung der Wechselforderung fönnen Sie italienischen Bergarbeitern von Maron bei Nancy. Danach sollen die Franzosen, als die Bauunternehmer vorgestern die Entlassung in ihrem Geschäft verwendet hat. 2. Notariell beglaubigte Vollder Italiener verweigerten, gerufen haben:" Jagt sie weg!" Die macht ist zweckmäßiger. Italiener erwiderten angeblich mit den Rufen: Nieder mit schwerlich etwas zufallen. Das Bett gehört, da es während der H. B., Rixdorf. Nach Ihrer Darstellung wird Ihnen Frankreich! Es lebe Italien!" Hierauf seien die Franzosen mit Ehe erworben, dem Mann. Sind weitere Kinder nicht vorhanden, schwerlich etwas zufallen. Das Bett gehört, da es während der Spaten und Schaufeln bewaffnet auf die Italiener eingedrungen, so fällt Ihrem Stiefvater und Ihnen je die Hälfte, einschließlich The erworben, dem Mann. Sind weitere Kinder nicht vorhanden, jedoch vor deren Ueberzahl zurückgewichen. Gestern Mittag seien so fällt Ihrem Stiefvater und Ihnen je die Hälfte, einschließlich der Schulden zu. Die Beerdigungskosten gehören zu den Nachlaßhundert Bergleute den Franzosen zur Hilfe gekommen und die der Schulden zu. Die Beerdigungskosten gehören zu den NachlaßItaliener seien geflüchtet. Dieselben verschanzten sich in einem schulden. Einigen Sie sich nicht gütlich, so müßten Sie gerichtliche Hause, welches von den Franzosen unter Schimpf- und Droh: Grbregulirung beantragen, würden dadurch aber wohl lediglich rufen angegriffen wurde. Die Gendarmerie habe die Ruhe wieder unnüße Kosten verursachen. 5. S. 14 und A. B. 1050 zu 1 und 2: nein. hergestellt. Gestern und heute seien mehrere Kompagnien Infanterie ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Glasgow, 25. Auguft. Eine Versammlung Delegirter der Bergarbeiter von ganz Schottland beschloß, daß die schottischen Bergleute, welche zwei Schilling Lohnaufbefferung erhalten haben, feine weiteren Forderungen auf Lohnerhöhung stellen sollten, falls nicht die Grubenbesitzer die gegenwärtigen Roblenpreise erhöhen würden. Der Beschluß bezweckt, zu verhindern, daß aus einer raschen Preissteigerung dem Publikum Verlegenheiten erwachsen. Nach den heute vorliegenden Meldungen aus Südwales feiern noch über 50 000 Bergarbeiter. Die Kohlenpreise sind in mehreren Distrikten über 50 pet. gestiegen. Eine große Zahl von Eisen-, Stahl- und Weißblechwerten stehen still. London, 25. August. Nach einer Meldung aus Longton nach Maron abgegangen. Charlottenburg. Den Theilnehmern des morgen, Sonntag, den 27. August, stattfindenden Besuches der„ Urania", Theater für volksthümliche Naturkunde, Invalidenstraße, am Lehrter Bahnhof, zur Kenntnißnahme, daß die Eröffnung pünktlich 9 Uhr Morgens, der Schluß 112 Uhr stattfindet. Treffpunkt 8 Uhr bei Genoffen Wernicke, Krummeftr. 19. Abfahrt Bahnhof Charlottenburg 81/2 Uhr. Der Vorstand. 422/5 Soeben erschien: Lassalle- Festnummer des ,, Volksblatt für Teltow etc." mit dem Porträt Ferdinand Lassalle's. Preis 10 Pf. Wiederverkäufer hohen Rabatt. Die Expedition des ,, Volksblatt für Teltow 2c." BERLIN SW., Beuthstr. 2. Soeben erschien im Verlage von Maurer& Dimmick, Elisabeth- User 55: Leben und Wirken Ferdinand Lassalle's. " Preis 10 Pf.- Wiederverkäufer hohen Rabatt. 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Mt. 1, -Verfaffung des Deutschen Reichs nebst Wahlgesels für den Reichstag und Wahlreglement.- Taschenf. Taschenf. Eleg. cart. 64 S. Mt. 0,30 Die Invaliditäts- u. Altersversicherung der Arbeiter nach dem Reichs- Gesetz vom 22. Juni 1889 furz und übersichtlich dargestellt. Zum Handgebrauch für alle bei der Ausführung des Gesetzes Betheiligten. Mit ausführlichem Sachregister und den Uebergangs- Bestimmungen des Gesetzes. 68 S. Brosch. Mt. 0,25 Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland, in ausführlichen Erläuterungen zum Preußischen Vereinsgesetz vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Textes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Versammlungsrecht und alphabetischem Sachregister. VIII u. 210 Seiten, 80. 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