Nr. 169. nbonnementS'ßedingüngen: Abonnements- Breis pränumerando i Vierteljährl. 3,30 Mb, jnonatl. 1,10 Mb. wöchentlich 2a Pfg, frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- »ummcr mit illustrierter Sonntags- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- ilbonncmcnl: 1,10 Marl pro Monab Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monab PostabouncmentS nehmen an: Belgien, Dänemarb Holland. Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. 28. 1-W. Crfdxlnt täglich aiiücr montags. Vevlinev Zentralorgan der foztaldemokrati feben Partei Deutfcblands. Die IntcrlionS'Gebüf)? Beftägt für die sechsgespaltene Kolonel« »eile oder deren Raum M Pfg., für politische und gcwerlschastliche Vereins« und Versamnilungs-Anzeigcn 30 Pfg. �Kt-in- Bn-eigin", das settgedruckie Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlasstellcnan- zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Psg. Worte über ISVuch- ftabcn zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpeditioi, gbgegcben werden. Die Expedition tj» bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-Adresse: toSozialdemokrat BerliD". Redaktion: SM. 68, Lindenstrasec 69, Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonnabend, den 22, Juli 1911. Expedition: 8M. 68„ lUndenstrasse 69« Fernsprecher: Am t IV, Nr. 1984. Reiclisfioanzkbwindel. 11. (Schluß.) Die kleinen Beleuchwngsefiekte, die wir in unserem ersten Artikel charakterisiert haben, genügen aber Herrn Erzberger noch nicht, er braucht noch einen imponierenden Knalleffekt, bei dem seine ahnungslosen Leser vor bewunderndem Ent- zücken Mund und Nase aufsperren. So bindet er ihnen denn das Märchen auf, daß die Ergebnisse der Finanzreform des Schnapsblocks selbst die kühnsten Hoffnungen weit hinter sich gelassen hätten, die die Regierung selbst mit ihrem eigenen Reformplane verbunden habe. Denn— man höre und staune— die Regierung habe auch für den Fall der Durch- führung ihres Finanzre'formprojektes für das Jahrfünft 1909 bis 1913 noch niit einer Vermehrung der Schulden u m 762 Millionen gerechnet, während doch nach der wirklichen Gestaltung des Etats infolge der glorreichen schwarz- blauen Finanzreforch nicht nur bei weitem nicht soviel An- leihen erforderlich seien, sondern man sogar noch Schulden tilgen könne! Doch geben wir zu dieser wahrhaft abenteuer- liehen Darstellung wiederum Herrn Erzberger selbst das Wort: «Man muß zur richtigen Beurteilung der Gesamtlage auf das Jahr 1909 zurückgehen, wo man die Reform schuf. Am 7. Januar 1909 ist der Finanzkommission eine Denkschrift des Reichsschatz- amtes unterbreitet worden, in welcher die Z u k u n f t s b e l a st u n g des Reiches durch neue Anleihen für die fünf Jahre 1999— 1913 auf 762 Millionen Mark berechnet worden war und zwar nur-durch Ausgaben, die schon damals im Prinzip oder schon in den ersten Raten genehmigt waren. Diese Kostenberechnung ist seither um rund 49 Millionen Mark erhöht worden sMehrauSgabe für Festungen), so daß man mit 899 Millionen Mark neuer Schulden rechnen mußte, die von 1919 ab zu machen sind. Auf dieser Berechnung war mit die ganze Reichsfinanzrcform aus gebaut. Von dieser bevorstehenden Schuldensumme von 899 Mill. Mark gehen nur 135 Millionen Mark für werbende Zwecke ab, sodotz nach dem Plane der Regierung noch 665 Millionen Mark neuer Schulden gemacht werden sollten. Der Reichstag hat an diesem Vorschlag nichts geändert, er hat insbesondere nicht die Summe der neuen Steuern erhöht, um diese Schuldenlast nicht herabzumindem. Verteilt man die schon kontrahierte Schuldenlast gleichmäßig auf die Jahre 1919, 1911, 1912 und 1913, dann würde jährlich 169 Millionen Mark Anleihe erforderlich gewesen sein. Daneben sollten von der ordentlichen Reichsschuld jährlich 45 Millionen Mark getilgt werden, sodaß noch eine Vermehrung der ReichSschuldcn um durchschnittlich 115 Millionen Mark pro Jahr eintreten sollte. Wenn man sich nun diese Berechnung vor Augen hält, und daneben die Tatsache, daß man schon 1919 nicht nur ohne neue Schulden auskam, sondern noch 2,5 Millionen tatsächlich heimzahlen konnte, dann versteht man erst den großen Fortschritt in der Gesundung der Reichsfinanzcn gegenüber dem Reformplane der R e g i e r u n g.(!) Es besteht heute somit begründete Aussicht, daß man die in Aussicht genommenen(!) 665 Millionen Mark Schulden nicht aufzunehmen braucht, sondern daß man schon im Finanzquinquennat zur tatsächlichen Schuldentilgung kommt, und das ist entscheidend.� Herr Erzberger behauptet also allen Ernstes, daß die Regierung selbst nach Durchführung der von ihr vorgeschlagenen Finanzreform noch für das Jahrfünft 1909— 1913 mit einem Anlcihebcdarf von 762 Millionen gerechnet habe. Und daß nun— dank der Finanzreform des Schnapsblocks und der günstigen Konjunktur— bei weitem nicht so viel gepumpt zu werden brauche, beweise die geradezu glänzende EntWickelung unseres Finanzwesens. Wir müssen schon gestehen: wir waren ja bei Herrn Erzberger auf mancherlei gefaßt, aber einer so tollen Münchhausiade hätten wir ihn denn doch nicht für fähig gehalten. Denn, um es gleich mit dürren Worten zn sagen/ die Behauptung, die Regierung habe auch für den Fall des Zustandekommens der von ihr vorgeschlagenen Reichs- finanzreform noch mit einem weiteren Schuldenmachen in Höhe von 762 Millionen gerechnet, ist eine geradezu beispiellose Entstellung der Tatsach enl Die 762 Millionen angeblich in Aussicht genommener Anleihen entstammen offenbar der„Berechnung der Zukunfts- belastung des Reichs aus bereits erfolgten Bewilligungen und ckus den ersten Anforderungen im Etatsentwurfe für 1909", die der Finanzreformkommission als Material zugegangen war. Diese 762 Millionen sind die Beträge, die nach den bestehenden Grundsätzen auf den außerordentlichen Etat zu übernehmen, also durch Anleihe zu decken waren. Wenn aber Herr Erzberger nun einfach behauptet, diese 762 Millionen stellten ein reines Defizit dar, mit dem der Reform- plan der Regierung von vornherein gerechnet habe, und dies Defizit werde uns nun dank der glänzenden Resultate der schwarz-blauen Finanzreform erspart bleiben, so ist das nichts als oberfaulster Zauber. Wie lagen die Dinge in Wirklichkeit? Der Gesamt- fehl betrag für die Jahre 1909—1913 war für das Ordinarium von der Regierung auf 2252014000 M. beziffert worden. In diesen Fehlbetrag eingerechnet waren auch die Ausfälle aus der vorgeschlagenen Herabsetzung der Z u ck e r st e u e r in Höhe von 35 Millionen und der Aufhebung der F a h r k a r t e n st e u e r in Höhe von 22 Millionen. . Dieser gesamte Fehlbetrag von 2252 Millionen sollte aber durch"die neuen Steuern der Finanzreform in dem Jahrfünft seine volle Deckung finden. Ja niehr noch: Die Denkschrift rechnete sogar einen U e b e r s ch u ß von 145 Millionen heraus, der sich 1910— 1913 ergeben sollte I Durch diesen Ueberschuß sollte dann ein T e i l d e r g e- stuzideten Mätrikularbeiträge, die man zu- züglich der Fehlbeträge aus dem Jahre 1909 auf 339 Millionen bezifferte, seine Deckung finden. Aber nicht nur um 145 Millionen gedachte die Regierung die Schulden aus den vor- hergehenden Jahren zu tilgen, sondern die gesamten 339 Millionen sollten bis zum Jahre 1�13 getilgt werden! Heißt es doch auf Seite 18 der Denkschrift wörtlich: „Ueberschüsse im Gesamtbeträge von 145 121 909 M. können und sollen ohne weiteres zur Deckung jener 242 652 999 M., zu denen der Fehlbetrag des Jahres 1999 mit 96 573 999 M. noch hinzutritt, insgesamt also von 339 225 900 M., vor allen anderen Ausgaben verwendet werden. U n- gedeckt bleiben alsdann noch 194 194 999 M. Sollte nicht die EntWickelung der wirtschaftlichen Konjunktur iin Laufe der Jahre gegenüber den zurzeit möglichen Einnahme- anschlügen im tatsächlichen Ergebnis eine Besserung bringen, was jedoch mit irgend welcher Sicherheit nicht in Aussicht ge- stellt werden kann, so e r ü b r i g h n n r, für die v e r- bleibende Summe die erforderliche Deckung im Wege weiterer strengster Sparsamkeit zu beschaffen." Das also war der Reformplan der Regierung: nicht nur 450 Millionen jährlichen Mehrbedarfs, insgesamt 2252 Millionen, sollten durch die Reichsftnanzreform ihre volle Deckung finden, sondern es sollten auch innerhalb des Zeitraums 1909—1913 nicht weniger als 339 Millionen Schulden getilgt werden I Aber weiter: In der Bedarfsberechnung für das Ordi- narium, das durch die neuen Steuern völlig gedeckt werden sollte, war auch die Tilgung der fundierten Schuld.vorgesehen. Das sind jährlich 45 Millionen, für die 5 Jahre 1909 bis 1913 also 225 Millionen. Es sollten nach dem Reforniplane der Regierung demnach in dem Jahrfünft zusammen Schulden- tilgungen in Höhe von 564 Millionen in den ordentlichen Etat eingesetzt werden. Den 762 Millionen Anleihe stand demnach eine Schuldentilgung von 564 Millionen gegenüber I Der wirkliche Anleihebedarf belief sich danach nicht auf 762 iKillionen, sondern, und zwar einschließlich der 135 Millionen Anleihe für werbende Zwecke, nur auf rund 200 Millionen I Und gegenüber diesen Tatsachen wagt Herr Erzberger gutgläubigen Lesern das dreiste Märchen aufzubinden, in dem Reforniplan der Regierung habe es gelegen, auch nach Durchführung der Reichsfinanzrcform noch 762 Millionen neuer Schulden zu machen! Derselbe Herr Erzberger, der sich über die Unwissenheit feiner parlamentarischen Kollegen entrüstet, verrät selbst— es ist das die mildeste Annahme!— eine geradezu unglaubliche Unwissenheit über die elementarsten Fragen der Reichs- finanzreform! Aber freilich, diese Ignoranz kommt ihm ja so gelegen! Denn wie vermöchte Herr Erzberger unsere gegenwärtige Finanzlage als eine so über Erwarten glänzende hinzustellen, wenn er nicht das absurde Märchen von den 762 Millionen angeblich vorgesehener Anleihen aufbrächte I In Wirklichkeit rechnete, wie dargelegt, der Reformplan der Re- gserung mit einer Schitldentilgung von 225 Z- 339 — 564 Millionen; Herr Erzberger dichtet ihr dagegen die Absicht an, 762 Millionen neu zu pumpen. Die Differenz zwischen Wirklichkeit und Erzbergerscher Phantasie beträgt also„nur" eine dicke halbe Milliarde, eine Lumperei für einen ultramontanen Klopffechter! Die Erwartungen aber,« die die Regierung an die von i h r vorgeschlagene Lösung des Finanzproblems knüpfte, hätte doch natürlich auch die Finanzreform des S ch n a p s b l o ck>s erfüllen müssen. Hat doch gerade der Schnapsblock selbst immer damit renommiert, daß er die Dcckungsfrage in so genialer und ausreichender Weise gelöst habe. Hat er doch mit folgendem Ertrag der neuen Steuern gerechnet: 428 Millionen neue Steuern 25 Millionen erhöhte Mätrikularbeiträge 453 Millionen insgesamt. Dabei muß aber auch noch berücksichtigt werden, daß diese Stcuerbeträge den von der Regierung geforderten schon deshalb mindestens gleich zu erachten sind, weil in die Bedarfsrechnung der Regierung ja auch der schon erwähnte Ausfall an Zucker- und Fahrkarten steuern mit zusammen 57 Millionen einbezogen war. Die vom Schnaps- block ausgeheckten neuen Steuern mußten also mit Leichtig- keit ausreichen, um die Ziele des amtlichen Rcformplanes zu realisieren. Sie mußten also für sämtliche Ausgaben des ordentlichen Etats volle Deckung schaffen, sie mußten auch für die vorgesehene Schuldentilgung ausreichen, nicht nur für die 1 prozcntige Tilgung der allgemeinen Neichsschuld, die 45 Millionen erfordert, sondern auch für die Tilgung der ge- stundeten Mätrikularbeiträge, mit deren Abbürdnng in Höhe von 339 Millionen ja der Reformplan der Regierung so bestimmt rechnete. Selbst der so optimistische Herr Erzberger rechnet aber bis zum Jahre 1913 nicht mit irgendwelcher Schuldenverminderung. Die Schuldentilgung, die, wie wir alten- mäßig nachgewiesen haben, in der Bedarfsberechnung des Ordinariums enthalten war,)oll nach wie vor auf dem Papiere stehen bleiben, während das Schuldenmachen munter weiter geht. Und ein solcher Zustand begeistert Herrn Erzberger dann noch zu einem wahren Panegyrikus auf unser Finanzwesen! Uebersehen darf dabei anch nicht werden, daß die Bedarfs- berechnung der Regierung, die sich(einschließlich der oben spezifizierten Schuldentilgungsbeträge) auf 500 Millionen jährlich belief, deshalb besonders hoch war, weil sie die zu erwartenden Einnahmen aus den bisherigen Zöllen, Steuern und Betriebseinnahmen sehr niedrig angesetzt hatte. Schon in der Kommission wurde, was auch Herrn Erzberger nicht unbekannt sein kann, diese den Ausnah mezu st and der Krisenjahre verallgemeinernde Berechnung lebhaft bc- anstandet. Inzwischen haben wir die Krise längst überwunden, so daß schon dadurch die ganze Finanzgcstaltung tvesentlich günstiger geworden ist. Umsoweniger Ursache hat aber Herr Erzberger, durch total unrichtige Angaben über den angeblich vorgesehenen Anleihebedarf den derzeitigen Stand unserer Etatverhältnisse als einen über alles Erwarten günstigen erscheinen zu lassen l Hinzu kommt aber, daß unsere Reichsfinanzen(bei deren richtiger Würdigung auch die in einen besonderen Kolonial- etat abgeschobenen riesig wachsenden Kolonialanleihen nicht übersehen werden dürfen) auch ein ganz anderes Bild gewinnen werden, sobald erst die vollen Mehrkosten der Militärvorlage und die Ausgaben für die unausbleib- lichen marinistischen Mehrbeivilligungen in Er- scheinung treten werden. Dann wird das Defizit trotz der günstigen Konjunktur erheblich anschwellen. Sollte mit diesem Anwachsen der Ausgaben aber gar wieder eine rückläufige Konjunktur zusammenfallen, so werden wir im Handumdrehen wieder in die uferloseste Schuldeitwirtschaft hineingeraten. Dabei wollen wir gar nicht einmal davon sprechen, daß erst eben auf sozialem Gebiete die dringendsten Kulturforde- rungen aus„Mangel an Deckung" abgewiesen worden sind. Nicht einmal für ausreichenden Wöchnerinnen- und Säuglings- schütz, nicht einmal für eine auch nur halbivegs zureichende Witwen- und Waisenversorgung war die Mehrheit zu haben— und da erkühnt sich Herr Erzberger, obendrein unter den abenteuerlichsten Entstellungen der feststehenden Tatsachen, von unserer„über alles Erwarten günstigen", ja„glänzenden" Finanzlage zu faseln!_ Zum Fall lacho. AuS Köln wird uns geschrieben: Dieser Tage fand in Köln eine von der dortigen Ortsgruppe des Deutschen Monistenbundes veranstaltete Versammlung statt, in der zum Fall Jatho Stellung genommen werden sollte. Das Referat hatte Maurenbrecher aus Erlangen übernommen, der dem Menschen und Seelsorger Jatho alle Anerkennung zollte, ihn aber als Theologen und Philosophen der Unklarheit, Halbheit und Zwei- deutigkcit zieh und zu dem Schluß kam, daß ein frei denkender Mensch der Kirche den Rücken kehren müsse. In der Diskussion berief sich ein Redner— kein Sozialdemokrat— auf den„Vor- wärts", der es abgelehnt habe, Jatho, dem eine gute Pension und die Unterstützung reicher Freunde sicher sei. als Märtyrer zu be- trachten. Kaum hatte der Redner den Satz vollendet— noch wußte niemand, ob er sich mit der Meinung des„Vorwärts" einverstanden erklärte—, da erhob sich unter den zahlreich anwesenden Jatho- freunden ein heilloser Lärm. Pfuis schwirrten durch die Luft;„Gemeinheit",„Beleidigung zurücknehmen", „Raus mit dem Kerl" und ähnliche Acußerungen kirchlich- liberaler„Toleranz" wurden laut. Minutenlang war es weder dem Diskussionsredner noch dem Vorsitzenden möglich, sich verstand- lich zu machen. Die Hauptschreicr stiegen sogar auf die Tische und brüllten von dort aus in den Saal. Nur langsam kehrte die Ruhe wieder. Die Anhänger JathoS nennen sich„Freunde c v a n g e» lisch er Freihei t". Sie zetern über Intoleranz, wenn die Kirchcnobrigkcit in gesetzmäßigem Verfahren Herrn Jatho bc- grciflich macht, daß er sich nicht mehr zum Pfarrer eignet, weil seine religiöse Auffassung sich nicht mehr mit der Kirchenlebre ver- trägt. Aber sie betragen sich wie die Besessenen, wenn jemand das Verbrechen begeht, an die Tatfache zu erinnern, daß Jatho finanziell gesichert und es deshalb verfehlt ist. ihn als Märtyrer zu betrachten. Auf den Obcrkirchcnrat schimpfen, das gereicht den echten Luthermännern zur unvergänglichen Zierde. Wenn aber jemand wagt, in Herrn Jatho nicht das Ideal zu sehen, zu dem ihn seine Freunde gestempelt haben, dann heißt est „Raus mit dem Kerl!" Das ist„evangelische Freiheit"! In dieser Versammlung konnte man übrigens die Beobachtung machen, wie stark die Jathobewegung durch das weibliche Element beeinflußt wird. Wie in der Religion überhaupt, so ist auch im Falle Jatho das Gefühl ausschlaggebend. Jathos Predigten sind unendliche Stimmungsmclodien, bei denen sich alles und nichts den- kcn läßt, die unendliche Seelenkost für gefühlvolle Naturen, wie sie im weiblichen Geschlecht so zahlreich vertreten sind. Und. Jatho selber, dieses groge Kind, das von dem„großen warmen Herzen" seiner Kölner Gemeinde schwärmt, er ist der rechte Mann, um die ältere und jüngere Weiblichkeit in Verzückung zu versetzen. Wo über Jatho geredet und wo für ihn demonstriert wird, da kann man, wie auch in dieser Versammlung, beobachten, wie nicht nur der Zahl, (»nbcrii amH Lei: Stärke der LiefühlsbeWegllNg NaD ein gewisses tteiblichcs Element überwiegt. tjnL noch ettpoZ.?lls jüngst in Kölner Blättern über die Höhe der Jathospende quittiext wurde, da geschah das mit dem Ausdruck de« Bedauern«, daß die kleineren Spenden sehr schlecht eingingen. An 9g lXX) M.. über die damals berichtet wurde, waren 799 Geber beteiligt. Um auch die kleineren Leute heranzuziehen, sollte die Sammlung„organpsiert". d. h. durch Bettelbriefe das..große warme Herz" der Aathoschen Gemeinde an die Pflicht erinnert werden, für die„evcmgelische Freiheit" etwas mehr zu tun, als gelegentlich bei einevi Jathoempfang Hurra zu rufen und das Luthexlied zu singen. Die Jathospende ist im wesentlichen ein Werk der zahlungsfähigen Leute in Köln; sie können sich ihre ..Weltanschauung", die es ihnen gestattet, mit Jathos Pre- digten in der einen und dem„Simplicissimus" in der anderen Hand durchs Leben zu wandeln, etwas kosten lassen. Uebrigens hat der Eifer, mit dem man jetzt die Sammelei betreibt, geholfen. An 189 999 M. sind schon beisammen. In der Monistenverf�immlung meinte Professor Geffcken, einer der Wortführer der Freunde der„evangelischen Freiheit", Jatho könne nur derjenige verstehen, der ihn persönlich kenne. Das ist merkwürdig für einen Maq'.n, der wie Jatho jedes seiner Worte und jeden seiner Gedanken hgt drucken lassen und über den seine Freunde mehr geredet und.geschrieben hüben, als sonst über einen Zeitgenossen geredet und geschrieben worden ist. Die Meinung des Professors ist deshalb Heller Unsinn. Biel richtiger aber ist, daß nur derjenige den Fall Jatho.ganz verstehen kann, der die Freunde und da? Gefolge JathoS kenn t. Das ist gerade keine er» freuliche Bekanntschast, aber sie ist nützlich. Sie bewahrt vor Illusionen und ffthrt zur Erkenntnis, daß man den Fall Jatho um so richtiger beurteilt, je nüchterner man sich zu ihm stellt und je weniger man sich durch die lauten Demonstrationen der Freunde der„evangelischen Freiheit", noch durch die sd>»ung- vollen Artikel und Telegramme der„liberalen" Presse noch durch die verzückten Abschieds- und Willkommensansprachen JathoZ in .seiner Nüchternheit stören läßt. » �» • Wir haben dem Bericht unseres Kölner Mitarbeiters nichts hinzuzufügen, da wir die gemischte Gefellschaft, die sich unter der kirchlich-liberalen Flagge zusammengefunden hat und sich jetzt an Jathos Rockschöße hängt, zu genau kennen, um ihr Toleranzgeschwätz ernst zu nehmen. Ihr Geschimpf auf den„Vorwärts" bestätigt uns nur, daß wir ihre Begriffe von evangelischer D�nkfreihejt und religiöser Äistttvng.richtig eingeschätzt haben. ver englische ücrfassungskampf vor der EDtfcheldung. In wenigen Tagen müssen in dem sich so lange hin- ziehenden Froschmäusekrieg zwischen Regierung und Oberhaus die entscheidenden Schläge fallen, aber die Lage bleibt so un- gewiß und verworren wie nur je. Die Kampfesstimmung, der Mut und die Hoffnung der gegnerischen Parteien scheinen sich mit jedem Wechsel der Temperatur z» ändern, und während man sich heute in der Ankündigung der heroischsten Be- schlüsse gefällt, hält man morgen eine friedliche Einigung sür den einzig denkbaren Ausgang. Augenblicklich sind die Haussespekulanten des Krieges bis zum äußersten entschieden obenan. Der große Peersschub wird als eine unmittelbar bevorstehende Tatsache behandelt, ja die Journalisten der beiden Parteien vollbringen das Kunststück, ihren Lesern un- widerleglich zu beweisen, daß dieser Ausgang, an den man früher nur mit frommem Entsetzen zu denken wagte, gerade für ihre eigene Partei der denkbar wünschenswerteste fei. Diese billigen Bravourreden verdecken jedoch schlecht die Be- sorgnis, mit der beide Parteien einer Verschärfung der Krise entgegensehen würden, und tatsächlich glaubt man heute ebenso- wenig wie je zuvor, daß es zu solchen drastischen Maßregeln kommen wird. Ein großer Peersschub wäre, ganz abgesehen von den allgemeinen politischen Gefahren eines solchen Unter- nehinens, schon au und für sich keine angenehme Sache für die Regierung. Daß es Hunderte von sattelfesten und ganz respektablen Radikalen gibt, die sehr begierig sind, sich zur Rettung des Vaterlandes eine Lordskrone aufs Haupt setzen zu lassen, kann niemand bezweifeln. Aber die Schwierig- keiten einer solchen Transaktion machen sich trotzdem schon im voraus in etwas amüsanter Weise bemerkbar. Die Regierung kann doch nicht gut Krethi und Plethi ins Oberhaus berufen. sondern wenigstens zum erheblichen Teil solche Personen, die auch unter normalen Umständen Aussicht hätten, mit der Zeit „geadelt" zu werden. Diese aber halten es sür unter ihrer Würde, als bloße Ziffer in einem Massenaufmarsch zu figu- rieren, und verlangen deshalb den etwas höheren Titel von „Viscounts", um sich von der vulgären Menge der auf- marschierten„Barons" abheben zu können. Noch ernstere Schwierigkeiten machen die schon existierenden liberalen Lords, die von dem Zuwachs die Entwertung ihres Ranges befürchten, und chrerseits die Erhebung zu einem höheren Rangtitel verlangen, um so der Mit, und Nachwelt anzu- deuten, daß sie nicht zu den ad hoc Lords gehören. Die Konservativen wieder vertreiben sich die Zeit damit, daß sie für die neuzuschasfenden Edelleute einen ganz neuen Titel vorschlagen, nämlich den des„Count", womit man in England jetzt nur ausländische Grafen bezeichnet. Mit diesem Titel (count— zählen) soll für alle Zeiten angedeutet werden, daß seine Besitzer ihn nur deshalb bekamen, weil sie in den Ab- stiminungen des Oberhauses zählen sollten. Was wieder andere Konservative unter Anspielung an den Titel„Vis- count" auf den schönen Titel„Discount"(Diskonto) amen- dieren wollen, um zu zeigen, daß sie nicht für voll genommen werden. Man sieht, auch eine Revolution braucht nicht ohne Humor abzugehen. Etwas ernster zu nehmen sind die aus liberalen Kreisen stammenden Gerüchte, wonach die Regierung alles in allem, aber recht bald, noch ehe die Lage es nötig macht, etwa Lords ernennen wird. Dies würde, heißt es, genügen, dem Oberhause zu zeigen, daß es der Regierung mit dem Peers- schub Ernst ist, und die LordS würden sich darauf beeilen, nachzugeben. Dies klingt plausibel. Denn niit einer solchen barmlosen Maßregel könnte dem Kamps der Schein des ver- zweifelten Ernstes gegeben werden. Die Lords könnten sich würdevoll der Uebernwcht beugen und die Regierung einer Anzahl ihrer zahlungsfähigen und titelhungrigen Anhänger die heißersehnte Lordskrone verleihen. Um was dreht sich der Streit jetzt eigentlich? Die Veto- bill ist vom Oberhause in zweiter Lesung angenommen worden, es wurden dann eine Anzahl von Amendements hinzu- gefügt und in dieser amendierten Form wird die Vorlage nächstens wieder vor das Unterhaus kommen. Ein Kampf kann jetzt nur noch um diese Amendements stattfinden. Tie Amendement» wollen das Obstruktionsrecht der Lords, das ihnen die N�i&pngsvpxlage leMp zuliÄetf/ in toritfietor Weise stärkest und etweitern. Mit Bezvg fistf Finanz- vorlagen, bei denen das Oberhausveto ganz abgeschafft (also die bisherige Rcchtspraxis ausdrücklich niedergelegt) werden soll, wollen die Amendements der Lords den Begris der..Finanzvorlagen" noch enger umgrenzen, als es die Re- gierungsvorlage schon tat. so daß keinerlei fremder Stoff, etwa eine Steuer niit politischer Tendenz, inbegriffen werden könne. Die Entscheidung darüber, ob eine bestimmte Vorlage eine reine Ftnanzbill ist. soll nicht, wie die Regierungsvorlage vorschlägt, dem Sprecher des Unterhauses, sondern einem gemeinschaftlichen Komitee beider Häuser mit dem Sprecher als Vorsitzenden, in welchem die konservativen Elemente woh, regelmäßig die Mehrheit hätten, zustehen. Was nicht- finanzielle Vorlagen anbetrifft, so sollten sie nach der Regierungsvorlage nach zweimaliger Ablehnung durch die Lords auch ohne Zustimmung des Oberhauses Gesetz werden können. Das Oberhaus hat dem im Prinzip zugestimmt, will aber gewisse Gesetzesmaßnahmen von diesem Verfahren ausgenommen wissen, nämlich Verfassungsänderungen und dann Gegenstände, die nach der Ansicht des früher erwähnten gemeinschaftlichen Ausschusses der beiden Häuser als schwer- wiegend zu betrachten und über die die Wähler noch keinen klaren Entschluß geäußert haben. In diesen Fällen müßte die betreffende Vorlage nach der dritten Ablehnung durch das Oberhaus erst durch allgemeine Wahlen oder durch ein Re- ferendum bestätigt werden, ehe sie Gesetz werden könnte. Wir wollen die Bedeutung der Abänderungsanträge der Lords nicht unterschätzen. Sie wollen die recht geringe Vor- Machtsstellung, die die Regierungsvorlage dem Unterhause noch zuerkennt, völlig illusorisch machen. Sie zeigen, mit welcher Zähigkeit eine privilegierte Schicht nicht nur um die Beibehaltung ihrer alten Vorrechte, sondern auch um die Er- oberung von neuen kämpft, obschon sie bereits so demoralisiert und diskreditiert ist, daß sie außer der Schwäche ihrer angeb- lichen Gegner nichts niehr ins Feld zu führen vermag. Aber das Streitobjekt ist bei alledem derart zusammengeschrumpft, daß es für alle Beteiligten der helle Wahnsinn tväre, da noch ernste Verwickelungen, die Entfachung von Volksleiden- schasten, die sich dann nicht mehr beliebig zügeln ließen, zu riskieren. Weder die Lords, noch auch die Regierung haben den mindesten Grund, sich aufzuregen. Die Arbeitermassen haben bisher ihren gesunden politischen Instinkt bewiesen, in- sie dem Scheingefecht mit kalter Indifferenz zusehen. politifcbe Ucbcriicbf. Wie verhalte» sich die Nationalliberalea in Düffeldorf? Längst wird von klerikalen und rechtS-nationalliberalen Führern de? rheinisch-westfälischen JndustrierevierS versucht, für die nächsten Reichstagswahlen ein Abkommen zustande zu bringen, das die Wahl- kreise jene« Gebiets zwischen den Nationalliberalen und dem Zentrum austeilt und jede dieser beiden Parteien verpflichtet, der anderen im Wahlkampf gegen die Sozialdemokratie Hilfe zu leisten ES ist deshalb den nationalliberalen Drahtziehern des Ruhr- reviers und ihren grossindustriellen Gönnern höchst unangenehm, dass die Liberale Bereinigung in Düsseldorf für die dort om 19. Sep- tember stattfindende ReichötagSerfatzwahl keinen nationalliberalen Kandidaten aufgestellt hat: denn man rechnet in jenen Kreisen damit, daß es sicherlich gelungen wäre, den grössten Teil der für diesen Kandidaten abgegebenen Stimmen in der Stichwahl dem Zentrumskandidaten zuzuführen und dadurch die Kompromtsielei zwischen Zentnim und NationalliberaltsmuS im Rnhrrevier wesentlich zu fördeni. Die„Rheinisch- Westfälische Zeitung" als gehorsame Dienerin der Grossindustriellen deS rheinisch- westfälischen Industriegebiets ist deswegen recht ungehalten darüber, dass die Nationalliberalen in Düsseldorf versäumt haben, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Doch meint sie, der Schaden liesse sich noch kurieren, wenn die Nationalliberalen nicht strenge Wahl- enthaltung übten, sondern gegen die zentrumsparteiliche Zusicherung. dass den Nationalliberalenbeider nächstenReichS« tagSwahl gewisse Wahlkreise im Ruhrrevier überlassen w e r d en sollen. für den Zentrums- kandidaten Dr. Friedrich stimmten, mit dessen Aufstellung ja das Zentrum ztveifellos einen„glücklichen Grift" gemacht hätte. Nachdem es weidlich über die Sufttellnng Dr. Breit- scheids durch die Demokratische Bereinigung gehöhnt hat, meint daS Blatt der Zechen- und Hüttenmagnatcn: „Nun, den schliesslichen Wahlausgang werden die unentwegten Neudemokraten ebensowenig entscheiden als die christlichsozialen Anhänger des Pastor» Tetzlaff aus Solingen. Beide zusammen werden kaum ausreichen, eine Stichwahl herbeizuführen. Stach aller Vorausficht wird schon im ersten Gang die Entscheidung fallen, ob der sozialdemokratische Parteisekretär Haberland auS Barmen oder der ZentrumSkandidat, Bankdirektor Dr. Jobannes Friedrich von der Rheinisch-WestfÄischen Diskontogesellschaft in Aachen als Lertreter der Kunst- und Industriestadt Düsseldorf dem Kehraus des„sterbenden" Reichstag? beiwohnen wird. Mit der Aufstellung diese? Mannes hat daS Zentrum, da« anfänglich an den Landesrat Stadtverordneten Adams dachte, z w e i s e l- los einen glücklichen Griff getan. Dr. Friedrich ist parteipolitisch nicht hervorgetreten, sogar Mitglied des Hansa- bundeS—„mit drei Mark Jahresbeitrag", wie die Hansapresse, der solche Eventualität im Kampf gegen die„schwarz-blaue Reaktion" sehr ungelegen kommt, begütigt; aber.praktizierender Katholik", wie die Zentrumspresse versichert. Wie werden die Nationalliberalen sich in dem Dilemma verhalten? Sie haben sich bisher nur sür die Nichtaufttellung eines eigenen Bewerber« ausgesprochen. Oh sie in der„Stichlvahlsituation" strenge Wahlenthalrung ver- künden und üben oder in die Wahl aktiv eintreten werden; das ist die grosse Frage nächster Zu- kunft, deren Lösung allerdings von der Beantwortung einiger anderer Borfragen im parteipolitischen Zusammenhang ab- hängt, deren Lösung aber zugleich die parla- mentarische Vertretung de» rheinisch-west- fälischen Industriegebietes entscheiden dürfte. Nach dieser letzteren Bemerkung steht eS fast so aus, als würde bereits über ein Eintreten der Nationalliberalen für Dr. Johannes Friedrich unterhandelt. Auch Guben dankt. Der arme Bassermann I Selbst die Nationalliberalen Gubens wollen von einer Kandidatur BassermannS in ihrer Sladt nichts wissen. Die nationalliberale„Gubener Zeitung' tut die Vorschläge. den in Saarbrücken gefährdeten Parteichef Bassermann im dortigen WahUreiS aufzustellen, mit der unwirschen Bemerkung ab:„Die Wahlmacher sollten bei ihren rein akademische» Erörterungen zu- vörderst berücksichtigen, dass bei der Kandidatenfrage in unserem Wahlkreise doch wohl in erster Linie die bisherigen Wähler des Prinzen Carolath daS entscheidende Wort zu sprechen haben. Daß diesen eine Doppelkandidatur, die sie möglicherweise in einen neuen WahUamps stürzt, genehm ist, möchten tyir bezweifeln."_ Erklärung des Aachener Oberbürgermeisters. Dem Aachener Oberbürgermeister veltmau ist bekanntlich wegen seiner HÄtung bei der Beratung&S LeuerbestattungSgesetze» im preußischen Herrenhauss von der Zentrumsfcaktion des Aachener Rathauses«iu Mißtrauensvotum erteilt worden. Erst hiess es, Herr Velrman sei darüber so erbost. daß er von seinem Amt zurückzutreten gedenke. Er scheint sich nachträglich aber emeS besseren besonnen zu haben, denn er hat jetzt mit einer Erlläruug a» den Lorsitzenden der Zentrumsfraltion des Stadtverordneteu- kollegiums geantwortet, in der es heißt: „Die Erklärung, welche die der Zentrumspartei angehörigen Herren Mitglieder. der Stadtverordnetenversammlung wegen meiner Stellungnahme zum Feuerbestattungsgesetz abgegeben habe», nötigt mich zu einer Erwiderung. Den Versuch einer Be- einflussung und Kritik meines Verhaltens im Herrenhause seitens der Stadtverordnetenversammlung oder gar eines einer einzelnen politischen Partei angehörigen Teils derselben, muß ich als unzulässig zurückweisen. Meine Ab- ficht, durch eine unparteiische Stellungnahme gegenüber dem Feuerbestattungsgesetz, das vielfach einen schroffen Widerspruch der Meinungen hervorrief, das friedliche Einvernehmen unter de» Bürgern unserer Stadt zu wahren, ist leider durch die öffentliche Erörterung vereitelt worden. Die daraus von dem politisch andersdenkenden Teil der Stadtverordnetenversammlung abgegebene Gegenerklärung spricht meines Erachtens am besten für die Richtigkeit meines Verhaltens. Dass eine Veröffentlichung der. Erklärung in den Zeitungen für angezeigt erachtet wurde, be- dauere ich im Interesse eines guten Einvernehmens zwischen der Stadtverorduetenversammlung und mir." Ter Bund deutscher Gastwirte und die vächsteu Reichstagswahlen. Der Bund deutscher Gastwirte hat diese Woche in Kassel seinen 19. Bundestag abgehalten. Angesichts der bevorstehenden Reichs- tagswahlen durste man einigermassen gespannt sein auf die Ver- Handlung dieser Gruppe von Gewerbetreibenden, die.� wie sie be- haupten, unter den vom schlvarzblauen Block geschaffenen Steuern am stärksten zu leiden gehabt haben. Man konnte erwarten, dass diese Unzufriedenheit mit den politischen Zuständen zu einer enl- schiedenen Stellungnahme gegen die junkerlichen Steuermacher führen würde. In der Besorgnis, nach oben anzustoßen, haben jedoch die Gastwirte die Vorsicht als den besseren Teil der Tapferkeit erkannt und jede entschiedene Stellungnahme abgelehnt. Als königstreu möchten die deutschen Gastwirte unter allen Umständen gelten, wenn es ihnen angeblich auch so schlecht geht. Deshalb war die erste Tat des Bundestages die Ab- sendung eines Huldigungstelegramms an Wilhelm II. Als der Vor- sitzende die Absendung des Telegramms vorschlug, meldete sich ein süddeutscher Delegierter zum Wort, um gegen die Huldigung zu sprechen. Man erteilte diesem Redner aber erst das Wort, als das Telegramm beschlossene Sache war. Trotz alledem wurde den Wirten nichts von dem Redner geschenkt. Er führte aus,„er hätte eS für richtiger gehalten, wenn man derartige Huldigungstelegramme unter- liesse, weil alle Parteirichtungen im Saale vertreten seien. Man solle auch denjenigen Rechnung tragen, die mit dem gegenwärtigen System nicht einverstanden sind, und beachten, dass die G a st» Wirte gar keinen Anlaß hätten, diesem System, unter dem sie so unendlich viel weg en der fort- gesetzten unerhörten Besteuerungen und Schikanen zuleide» haben, noch Huldigungen darzubringen." Diese Bedenken fanden jedoch nicht den Beifall der Mehrheit. Unerhörter Tumult entstand. Rufe wie„Skandal",„Unverschämt- heit",„Raus mit dem Kerl" und andere von dem politischen Ver- sländni» der Rufer Zeugnis ablegende Ausdrücke schwirrten durch den Saal. Viel hätte nicht gefehlt, so wäre der Redner nieder- geschrien worden. Eine» weiteren Beweis für die Tatsache, dass die Mehrheit der Gastwirte deö Bundes weder vom politischen ReinlichkeitSgesühl an- gekränkelt zu sein scheint, noch die politische Situation begriffen hat. bildete die Anwesenheit der antisemitischen Abgeordneten L a t t m a n n und Werner unter den. E h r« n g ä st e n' de» Bundestage.?. Denn es mutzte doch der Leitung bekannt sein, dass der Wirteverein von Kassel vor zwei Jahren daS Verhaten des Abg. Latimann bei der Beratung der Relchsfinanzrefonn in einer scharfen Resolution verurteilt und es den Wirten zur Pflicht gemacht hatte, für die Beseitigung des Abg. Latlmann aus dem Reichstag zu wirken. Wie konnte der Gastwirtebund solche„Ehrengäste" laden? Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde in Resolutionen Beseitigung der preußischen Betriebösteuer und Aenderung der Be« dingungen zur Erhebung der Konzessionssteuer gefordert und gegen die„Irrlehren" der Abstinenzler sowie ihre Unterstützung durch Ge- meinden. Schule und Kirche geeifert. Erst am letzten BerhandlungZ- tage stand der bei weitem wichtigste Punkt zur Beratung: Stellungnahme zu den Reichstags Wahlen. Ein Herr B r ä u n i g- Wiesbaden referierte. Er meinte: Am beste» wäre es. den Vorstand zu beauftragen, eine Broschüre heraus- zugeben, in der eine genaue Darstellung der Belastung des Gast- wirtegewerbes in den letzten 29 Jahren gegebe» ivürde. Die Broschüre müßte in Tausenden von Exemplaren verbreitet und den ReichSlagSkandidaten vorgelegt werden, die dann in ihren Reden dazu Stellung nehmen müßten. Man müßte die Kandidaten vor die Frage stellen, ob sie die Bestrebungen der Gastwirte unterstützen wollen oder nicht; im letzteren Falle müßte man ihnen jede Unter- Stützung versagen. Der Bund und seine Unterverbände dürften nur Kandidaten unterstützen, und zwar gleichwelcher politischen Partei, die für die Interessen des deutschen Gastwirtegewerbes eintreten wollten. Wagner«Leipzig teilte mit, daß der sächsische Verband bereits beschlossen habe, die Abgeordneten, die für die Äeichsfinanzreform gestimmt hätten, in den Fachblättern zu nennen, damit es de» Gast- Wirten möglich sei, diese bei den nächsten Wahlen nicht wieder- zuwählen. Da« war alles. Schliesslich wurde folgende Resolution an» genommen: Der Bund deutscher Gastwirte beauftragt seinen Vor- iand, durch den Reichsverband deutscher Gastwirte eine Broschüre verbreiten zu lassen, welche die heutige Lage in unserem Gewerbe eingehend behandelt. Diese Broschüre sollen in den einzelnen Be- zirken die VereinSvorfitzenden persönlich dem Kandidaten überreichen und demselben daS Versprechen abnehmen, dass sie einer weiteren Besteuerung unseres Gewerbes nicht zustimmen weiden, vielmehr gewillt seien, einen Ausgleich der vielfach bestehenden Doppel- bcsteuerung der Gasttvirte herbeizusühren. Landtagsersatztvahl im Hanauer Landkreis. Der nationalliberale Abg. Junghenn, Vertreter deS Hanauer Landkreises im preußischen Lbgeordnetenhause, ist gestorben. Bei den Wahlen im Jahre 1998 erhielt Junghenn im ersten Wahlgang 151 Stimmen nebeu 77 Stimmen für den Kandidaten de-5 Bauern- bundeS, 21 Stimmen für den freisinnigen Kandidaten Goldschmidt und 70 Stimmen für einen Kandidaten Stein. In der Stichwahl wurde Junghenn mit der grossen Mehrheit von 198 gegen 22 Stimmen gewählt. Zum Müllheimer Eisenbahnunfall. In O f f e n ß u r g wurde am Donnerstag der Lokomotivführer Platten aus seiner Wohnung nach Freiburg verbracht und dort verhaftet. Man will ihm angeblich einen Vorwurf daraus machen, dass er am Montag früh in der dienstfreien Zeit von siinf bis sieben Uhr nicht geschlafen, sondern sich in einer Wirtschaft restauriert habe. Platten hatte auf der Unglückssahrt keinen aus- gebildeten Heizer, sondern einen mit der Maschine noch nicht ganz vertrauten Reservisten, bei dem er verschiedenes tadelte. Der Reserveheizer soll nun belastende Aussagen gegen den Führer gc- macht haben. ES muß eben die Verwaltung einen Schuldigen haben, damit das Sparsystem ungerupft davonlonnnen kann l Und wieder das Oschatzer Ulanenregimeut! Wegen Ungehorsam» und Beharren» im Un- gehorsam vor versrnnmeller NüllMait Hütte sich her Ulan Katzmir spack von der l. Schwadron des Manenregiments Nr. 17 (Oschatz) vor dem Dresdener Kriegsgericht zu verantworten. Der Llugellagte hat bereits eine Anzahl Disziplinarstrafen erlitten, zu den meisten ist er aber gekommen, er weiß nicht wie. Dadurch hatte er Lust und Liebe zum Soldatenleben verloren und mehrfach den Wunsch geäußert, in die Arbeiterabteilung versetzt zu werden. Nach Verbüßung einer abermaligen Arreststrafe ließ er sich beim Rittmeister melden und erklärte:«Ich will in die Arbeiter- abteilung!" Dafür erhielt er wieder drei Tage! Und so ging eS fort. Der jetzigen Anklage liegt ein Vorgang zu Grunde. der sich am 4. Mai abspielte. An diesem Tage fand für eine Anzahl Soldaten Strafexerzieren statt, woran auch der An- geklagte teilnehmen mußte. Die Aussicht dabei führte der Oberleutnant von Minkwitz, der das Exerzieren mit den Worten einleitete: .Ich werde Euch schon schikanieren. Ihr Schufte, das Wasser muß Euch in die Stiefeln laufen; wer nachlässig ist, wird sofort arretiert 1" Dann gingS los. Ein Unter- offizier mußte die Kommandos geben und der Oberleutnant machte die„Ausstellungen". Bei diesem Exerzieren soll nun der Angeklagte „bummlig" gewesen und beim Aufmarschieren in die Linie ab- sichtlich, vorsätzlich und ostentativ langsam ge- laufen sein! Der Oberleutnant hielt eS für nötig, den An- geklagten vomPlatze weg arretieren zu lassen! K- hatte den Dienst gemacht so gut er konnte und war über diese Maß- nähme ganz erstaunt. Er begab sich zum Oberleutnant, um zu fragen, warum er arretiert werden solle. Letzterer ttat ihn aber mit den Worten entgegen:.„ScherDichweg, DuSchuftl" Auf die Meldung des Oberleutnants erhielt der Angeklagte drei Tage strengen Arrest aufgebrannt— wegen.Vernachlässigung". Nach Verbüßung dieser Strafe beschwerte sich der An« geklagte in einem Briefe an den zuständigen KriegSgerichtsrat über das Verhalten des Oberleutnants. Wegen Nichteinhaltung des Be- schwerdeweges erhielt der Soldat wieder drei Tage Arrest! Es kam aber noch besser. Der Regimentsführer hob die wegen der Vernachlässigung verhängte Strafe auf, hielt daS Vergehen für ein gerichtlich zu ahnendes Delikt und ordnete das Strafverfahren an! Die Beweisaufnahme gestaltet sich zu einer glänzenden Rechtfertigung deS Angeklagten und zu einer blamablen Niederlage des Oberleutnants. Festgestellt wurde, daß die Art des Strafexerzierens eine so sonderbare und komplizierte war. daß eS der allergrößten Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart der Sol- baten bedurfte, zu folgenundden richtigenPlatz zu finden. Der Oberleutnant gab an» er habe den An- geklagten wegen der Bummelei arretieren lassen. Er gab al» möglich zu, d i e ihm zugeschobenen Aeußerungen getan zu haben. Unter den obwaltenden Umständen erkannte das Gericht gemäß dem Antrage des Anklagevertreters auf Frei- fprechung! Was geschieht nun dem Oberleutnant? OefteiTdcb. Das Präsidium des neuen Parlaments. Wien, 21. Juli. Das Abgeordnetenhaus hat mit 367 von 429 Stimmen Dr. Sylvester zum Präsidenten gewählt. Zu Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses find der Italiener Conci, der Pole German, der Christlichsoziale Juckel, der Sozialdemokrat Perner st orfer, der Südslave Pogamih der Ruthene Romancuk und der Tscheche Zdarsly gewählt worden. Eine Marokto-Juterpellation. Wien, 21. Juli. Abgeordnetenhaus. Der Ab- geordnete Sustersik und Genossen überreichten eine Jnter- pellation an den Ministerpräsidenten, worin unter Hinweis auf die in der M a r o k k o f r a g e geschaffene neue Sachlage sowie auf die wichtigen Handelsinteressen Ocsterreich-Ungarns in Marokko die Regierung gefragt wird, wie sich die Monarchie zu der neuen Sachlage verhalte, und welche Maßnahmen er- griffen worden seien, um die Interessen des Landes unter allen Umständen zu wahren, insbesondere einem schädlichen Präjudiz durch die zwischen Deutschland, Frankreich und Eng- land eingeleiteten Verhandlungen vorzubeugen. SchtvetL. *$er Kampf gkgen die Kranken- und Unsallvetsicherung. Zürich. 19. Juli.(Eig. Wer.)- iß> Die Unternehmer und Aktionäre der reichen Versicherungs- gesellschaften. die aus dem Unglück der Proletarier Gold münzen, haben nun in der Ost- wie in der Westschweiz das Referendum gegen da? Kranken- und Unfallversicherungsgesetz beschloffen. Das Referendum wird zum Teil damit zu begründen versucht, daß es dem Wesen der Demokratie entspricht, den Entscheid in einer so wichtigen Sache in letzter Linie dem Volle zu überlaffen. während zum anderen Teil die..große Belastung der Industrie", die sie wieder einmal, und zwar zum tausendsten Male, ruinieren soll, vorgeschwindelt wird. Nun werden die Kapitalisten und die ihnen ergebene Presse den Feldzug beginnen, um zunächst mindesten» die erforderlichen 60 000 Unterschriften zusammenzubringen und dann den Kampf für die Verwerfung des Gesetzes in der Volksabstim, mung aufzunehmen. Immerhin ist daS Unternehmertum nicht einig. Geguep bei Gesetzes sind hauptsächlich die Textilsabrikanten. wähpend die Ma- schinenindustriellen dafür eintreten. Bon den Handelskammern ist cS nur die Berner, die da» Gesetz unterstützt, während die all- gemeine schweizerische Handcsskammer mit dem Sitz in Zürich an der Spitze der Verwersungskampagne steht. Unsere Partei, und Gewerkschastspresse hat nun ebenfalls den Kampf für das Gesetz aufgenommen und warnt dje Arbeiter vor dem MnJerfchxeiben der Unterschriftsbogen.„ franhmcb. Tas Ministerium Cailloux auf dem Kriegspsade gege» die Arbeiterbewegung. Paris. 2t. Juli. Im Auftrage des UntersuchungSrichlers igoucard nahmen gestern abend zwei Polizeikommiffare in Ange- legenheit der antimilitaristischen Umtriebe und der Sabotage der Eisenbahner abermals Haussuchungen bei mehreren Syndikats- führern vor und beschlagnahmten zahlreiche Schriftstücke. Es heißt, daß diese Schriftstücke wertvolle Fingerzeige für die Entdeckung der Urheber der jüngsten Sabotageanschläge enthalten. Der Führer der antimilitaristtsche.n Bewegung. H e r v e. wurde gestern abend im Auftrag des Justizministcrs aus dem Gefängnis de fa Santo, wo er als politischer Häftling behandelt wurde, nach dem Ge- sängnis von Clairvaux in Juradcpartement übergeführt. Als Grund dieser Maßnahme wird angegeben, daß Hervö im Ge- fängnis de la Santo allzugroße Freiheit genossen, die anti- militaristische Tätigkeit fortgesetzt und sogar nach Wie vor Leit, artitel für s»m Blatt„La Guerrc Sociale" geschrieben habe. Auch die Camelots du Roy Lacour und de Balleine wurden aus Pein Stfcaaul ta la Zaabi atö Asirvanx gebxgA./' � EMarLung eines Polizeispitzels. Paris, 21. Juli. Die..Bataille Syndicaliste" teilt mit, baß einer der Führer der Syndikatsbewegung, ein gewisser Meti» vier, schriftlich daS Geständnis abgelegt habe, daß er 1S0S nach einer Unterredung mit dem damaligen Ministerpräsidenten Clemenceau in den Dienst der Polizei getreten sei. mit der Verpflichtung, regelmäßig Bericht über die Arbeiterbewegung zu erstatten, und daß er dafür monatlich 250 Frank bezogen habe. Metivier hat besonders bei revolutionären Demonstrationen mitgelvirkt. Die Syndikalisten haben ihn ziemlich spät als A§eat p.ro.voatfiur erkannt. Spanien. Eine Petition für Sagrista. � T er bekannte spanische Zeichner Sagrista ist neulich wegen drei ziemlich harmloser politischer Karikaturen zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, und die Be- Handlung, die man dem„Verbrecher" zuteil werden läßt, ist selbst für spanische Verhältnisse skandalös. Die„Liga der Menschenrechte" nun wendet sich mit einer Petition zugunsten des Künstlers nicht etwa an Alfons, den sogenannten Regenten von Spanien, sondern an den Ministerpräsidenten, und sie bettelt nicht um „Gnade" für Sagrista, sondern sie fordert, daß er im Gefängnis angemessen behandelt werde.(Die bürgerlichen Journa. listen Deutschlands, die sich um den skandalösen Fall Mehl ich trotz unserer scharfen Proteste noch immer nicht gelümmexh haben; können von den Romanen noch sehr viel lernen!!)' Cnglancl. -'Drohende Spaltung in der Arbeiterpartei. * Man schreibt uns aus London: Der Konflikt zwischen den sozialistischen Mitgliedern der englischen Arbeiterpartei, die von der Partei die Befolgung einer entschlossenen sozialistischen Taktik verlangen, und den Arbeiterparteilern, die die Fühlung mit dem Liberalismus nicht verlieren wollen, droht eine recht ernste Gestalt anzu- nehmen. Schon im vorigen Jahre kam dieser Konflikt zum Ausbruch; der Parteitag der I. L- P. ging aber einer Lösung der Frage nach einer langen Debatte aus dem Wege. Ver- schiedene Vorkommnisse der letzten Zeit und namentlich die Haltung der Arbeiterpartei in der Beratung der Versiche- rungsvorlage haben nun den Kampf der Anschauungen auf einmal wieder zur hellen Glut entfacht. Schon die Frage der Beitragspflicht gab zu regen Erörterungen Anlaß, die sich zumeist auf prinzipiellem Boden bewegten. Aber den un- mittelbaren Anlaß zu dem Streit, der zu einer Spaltung zu führen scheint, gab eine Abstimmung im Parlament. In den ersten Tagen dieses Monats brachte der Schatzkanzler eine äußerst fein ausgeklügelte Finanzresolution ein, die den Zweck verfolgte, alle Abänderungsanträge, die auf die Er- höhung des staatlichen Beitrags zum Versicherungsfonds zielten, hinfällig zu machen. Die hauptsächlichen Anträge, die von der Arbeiterpartei zu der Verficherungsvorlage gestellt worden sind, bezwecken, die Staatskasse zu höheren Leistungen heranzuziehen. Trotzdem stimmte die Arbeiterpartei für die Resolution. Nur 6 Mitglieder(die Sozialisten Hardie, Snowden, Lansbury, Jowett, Pointer und der Bergarbeiter- Vertreter Walsh) stimmten dagegen. Der Genosse Snowden hat dem„Labour Leader" über diesen Vorfall einen langen Brief geschrieben, den man nur als eine Austrittserklärung aus der Arbeiterpartei auffassen kann. In dem Briefe heißt es:..Wenn die J.L. P. dies vertragen kann, wird sie alles vertragen können. Wenn sie dies über sich ergehen läßt, so ist es an der Zeit, daß sie zur freiwilligen Auflösung schreitet als einer Vorstufe zur Angliederung an dem nationalliberalen Verband. Die offizielle Arbeiterpartei ist heute von dem offiziellen Liberalen nicht mehr zu unterscheiden. Der Ein- peitscher der Arbeiterpartei wurde ausgeschickt, um die Ar- beiterparteiler in die Abstimniungshalle zu schicken, in der ihre eigenen Abänderungsanträge zerstört wurden. Ich er- hebe diesen öffentlichen Protest nicht, ohne mich des Ernstes meiner Handlung vollkommen bewußt zu sein. Ich bin mit der Arbeiterpartei durch dick und dünn gegangen. Ich habe sie manchmal verteidigt, wenn dies�schwer war. Aber es kommt eine Zeit, zu der man zwischen Prinzipien und Partei wählen muß. und ich bin nicht bereit, jene zu opfern, um hiese auf- rechtzucrhalten." Gleich nach dem Erscheinen dieses Briefes veröffentlichte der Vorsitzende und Sekretär der Arbeiterpartei ein Manifest, in dem er Snowden Unerfahrenbeit in parlamentarischen Dingen vorwarf und behauptete, daß die Abänderungsanträge der Arbeiterpartei durch die Finänzresolution des Schatz- kanzlers keineswegs zerstört worden seien;-es stünden der Partei noch ein halbes Dutzend andere Wege offen, um ihrer Anschauung Geltung zu verschaffen. Snowden bezeichnete darauf das Manifest als ein Gewebe von Entstellungen von Anfang bis zu Ende. Wie verlautet,, soll Snowden von dem Vorstand der Arbeiterpartei wegen Disziplinbruchs zur Rechenschaft gezogen werden. Raitf. Revolution auf Haiti, v New N»rk, 21. Juli. Ganz Nord-Haiti ist in den Händen der Behesien ynd ein vollständiger Sieg der Insurgenten erscheint sicher. Sie nahmen Haiti ein und plünderten es, nachdem Präsident Simon sich mit dem Kabinett und dreitausend(?) Mann Truppen auf den deutschen Dampfer„Syria" begeben hatte, welcher nach Porte au Prince fuhr. Tort bestieg der Kriegsminister Maurius das Schiff ebenfalls, um sich nach Jamaika zu retten. Simons Truppen desertierten scharenweise. Die ganze Besatzung von Gonaives und St. Maro ging zu den Rebellen über. New A-rk, 21. Juli. Ein Telegramm aus Porte au Princx besagt, daß die Plünderungen jn Kap Haitien infolge energischer Maßnahmen de? revolutionären Komitees eingestellt wurden. Die amerikanische, die deutsche und die italienische Gesandtschaft richteten an ihre Regierungen die dringende Bitte um E n t- sendung von Kriegsschiffen. Die Regierung erklärte die Blockade über St. Marie Gonaives und Fort Libertö. die jedoch unwirksam ist, da die Regierung nur ein KriegSsahrzeug besitzt. Hue der parte!» Eine Bvlksvttfammlung ficherh�itSgefährlicher als' Scharsschießen.» Unseren Genossen in Roitzsch(Kreis Bitterfeld) ist eine für den kommenden Sonntag geplante öffentliche Versammlung unter freiem Himmel durch folgenden UkaS des AmtSvorsteherS verboten worden: Die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung einer öffcut- lichcn Versammluilg unter freiem Himmel in der hiefiaen Ge« nicipdekieSgrube am 23. dieses MougtS, nachmittags 2 Uhr. wird hiermit auf Grund des ä 7 Abi. 2 des BeichSvereinsgesctzeS vom . m»«WW Gründe? Ersahrungsgemäß find'ek äüf Lew Wege zur Kies- grübe an Sonn- und Festtagen ein reger Fußgänger- und Fahr- radverkehr nach der Stadt Bitterfeld statt. Es ist daher zu be- fürchteu, daß dadurch Zusammenstöße größerer Menschen- mengen erfolgen könnten, welche die öffentliche Or d n u n g zu stören geeignet sind. Durch den im Orte herrschenden Boykott der Gastwirtschaften durch die Sozialdemokratie-lit eine gewisse Erregung geschaffen, und liegt die Befürchtung nahe, daß die Versammlung Anlaß zu Reibereien und Ausschreitungen unter den einander gegenüberstehenden Parteien geben und somit zur Störung der öffentlichen Sicherheit führen könnte.— Ferner liegt keine Einverständniserklärung' des Besitzers der KieSs grübe vor. Der Amtsvorsteher, gez. Hirsch. Auf die Ungesetzlichkeiten in diesem Verbot einzugehen, ist überflüssig, denn viel empörender als di?se Formalitäten wirken die Tatsachen. Denselben Weg, der durch die- Versammlung so gefährdet sein sollte, konnten am letzten Sonntag die Kriegerver- einler mit übergeschultrrtem Gewehr ohne Ordnungs- gefahr entlangziehen. Und der Kriegerverein konnte weiter in der für die Versammlung verbotenen Kiesgrube sogar ein großes Scharfschießen abhalten, wobei die Ges'choßricki- tung nach der verkehrsreichen Bahnstrecke Bitterfeld— Halle zeigte. Das war alles nach Amtsvorstehersmeinung nicht so sicherheitsgefährlich' wie eine sozialdemo- kratische Rede in der Schießiiesgrube. Der- Amtsvorsteher Hirsch mußte sich demnach von der Rede ungeheure Wirkungen versprochen. Diese aufreizende Ungleichheit in der Behandlung von Staats- bürgern ist ein neuer Akt in dem heftigen- Lokalkampf, den unsere Genossen in Roitzsch führen. Dig Behörden haben ihre Parteilich- keit in diesem Kampf schon vor einigen Wochen dadurch scharf her- vorgekehrt, daß sie den von den Arbeitern boykottierten Wirten durch Gemeindebeschluß f ü r. d i e Dauer des Lokalt am p- fes die Lustbarkeitssteuer erlassen haben. Ein würdiges Seitenstück zu diesen Entrechtungsakten brachte der gleiche Sonntag in der Aachbärstadt Bitterfeld. Dort- war den Arbeitersängern die Abhaltung eines Bezirkssängerfestes auf einer vom Magistrat hergegebenen städtischen Wiese von der Polizei verboten worden, weil zu dem Fest i Sänger aus Orten kämen, in denen die Sozialdemokratie mit' der Polizei auf gespanntem Fuße l-ebte. Am letzten' Sonntag, dem Tag des Bezirkssängerfestes, war aber der freiwilligen Feuerwehr die Abhaltung ihres Stiftungsfestes auf der fraglichen Wiese erlaubt. Diesen kaum 100 Mann wurde, weil sie'mit der Polizei gut Freund sind, gestattet, was man: den nach Tausenden zählenden Arbeitersängern für den gleichen Tag verboten hatte. Krasser kann die Nichtachtung von Arbeiterwünschen kaum noch demonstriert werden. Der beleidigte Gemeinderat. Genosse Edmund Fischer wurde' am Freitag wegen Be« leidigung des Gemeinderats in Prießnitz zu drei Mo» naten Gefängnis verurteilt. Die Beleidigung soll in einem Artikel der„Dresdener VolkSzeitung" enthalten sein, als dessen Verfasser sich Genosse Fischer, der selbst Gemeinderatsmitglied in Prießnitz ist, bekannt hatte. Der Geineinderat selber hatte keinen Strasantrag gestellt, vielmehr geschah das durch die Amt'shaupt- Mannschaft. Es wird selbstverständlich gegen das unverständliche Urteil Berufung eingelegt werden. Die Beweisaufnahme ergab ein solches Bild, daß man unmöglich an eine Verurteilung hätte glauben können; selbst der§ 193 wurde dem Genossen Fischer, der sich jahrelang um � die Annenangelegenheiten der Exineisidtz bemüht hatte, nicht zuetkanllt.,( Soziales« i Die Tätigkeit der Gewrrbegerichte in Preußen 1910.'"»Tr Es bestanden, wie die„Statistische Correspondenz" mitteilk, ätft Ende des Jahres 1910 567 Gewerbegerichte, darunter 321 Innung»» schiedsgerichte und 10 auf Grund der Landesgesetze zur Entscheidung gewerblicher Streitigkeiten berufene, schon vor Einführung des Ge- setzes vorhandene staatliche Gewerbegerichte. Von den übrigen 256 Gewerbegerichten hatten örtliche Zuständigkeit für einzelne Ge- meinden 177(darunter wiederum für Gemeinden mit mehr als 20 000 Einwohnern, die ein Gewerbegericht unterhalten müssen, 129), für die Bezirke mehrerer Gemeinden oder Teile von solchen 20 und für die Bezirke weiterer Kommunalverbände oder Teile von solchen 59; andererseits finden sich unter den angeführten 256 Ge- Werbegerichten 21 mit Beschränlung der sachlichen Zuständigkeit, und zwar auf die im 8 82 d. Ges. bezeichneten Gesamtbeiriede (Bergwerke, Salinen usw.) 5 und auf andere hestiimute Arten von Gewerbe- oder Fabrikdetrieben 16. Von der Gesamtzahl der Gewerbegerichte— ohne die Jnnungs- schiedsgerichte. die im folgenden nicht mit einbegriffen sind— be. standen Ende 1910 5 in Ostpreußen. 9 in Westpreußen, 1 im Stadtkreise Berlin, 34 in Brandenburg, 10 in Pommern. 0 in Posen, 37 in Schlesien, mithin in den östlichen Provinzen zusammen 105; auf die westlichen Provinzen entfielen insgesamt 161, Und zwar 22 auf Sachsen, 14 auf SchleSwig-Holstyin, 21 auf Hannover, 36 auf Westfalen, 14 auf Heffen-Nassau und 54(einschließlich der 10 könig- lichen Gewerbegerichte) auf die Rheinprovinz, während in Hohen- zollern Gewerbegerichte fehlen. Bei den gemäß der§§ 1 und 2 errichteten 251 Gewerbegerichten waren im Perichtsiahre(einschließlich der aus den Vorjahren stam» Menden) 60 548 Rcchtsstreitigkeiten anhängig(davon 14 309 oder fast ein Viertel allein in Berlin), und zwar auf Klage der Arbeiter 57 470, auf Klage der Arbeitgeber 2863 und auf Klage zwischen Arbeitern oesselben Arbeitgebers 206. Bei den 5 Berg-Gewcrbe- gerichten waren von den Arbeitern 1312 und von den Unternehmern 2 Klagen anhängig. Bei den 10 staatlichen Gewerbegcrichten im Rheinlande waren von Arbeitern 12 127, von, Arbeitgebern 99t und zwischen Arbeitern deS gleichen Arbeitgebers 11 Rechtsstreitigkeiten anhängig. Im Durchschnitt entfielen demnach auf ein Gewerbe- gericht der ersten Art 241 Rechtsstreitigkeiten— die Höchstzahl er- reichte Berlin, während 5 Gerichte überhaupt nicht in Tätigkeit traten—, auf ein Berg-Gewerbegericht 263 und auf ein königliches fünfmal so viel, nämlich 1313 Streitigkeiten. Der Wert deS Streitgegenstandes betrug bei 32 629 von den insgesamt 74 991 Fällen, d. i. bei 43,5 Proz., 20 M. und weniaer. bei 22101 Fällen, d. i. 29,5 Proz., mehr als 20 bis 50 M., bei 12 322, d. i. 16,4 Proz., mehr als 50 bis 100 M. und bei 6014, d. i 8,0: Proz., mehr als 100 M., während bei 1925 Streitigkeiten oder 2,6 Proz. der Wert nicht festgestellt war. Von der Gesamtzahl der Klagen würden im Berichtsjahre er- ledigt durch Vergleich 29 659--- 89,6. Proz:. durch Verzicht 2654-- 3,5 Proz., durch Anerkenntnis 933- 1.3 Proz.. durch VeriäUmnis- urteil 8912— 10;7 Proz., durch andere Endurteile 12258— 16,3 Proz. und auf sonstige Weise 18 607=: 24,8 Proz.. 2863 oder 8,8 Proz. aller Streitigkeiten blieben im Jahre 1910 unerledigt. Das Verfähr endauerte bei 3251 der 12 25« Streitigkeiten. die nach mündlicher Verhandlung der Parteien durch Endurteil entschieden wurden, bis zu dessen Verkündung weniger äls.1 Woche, bei 3699 1 bis 2 Wochen, bei 3514 2 Wochen bis 1 Monat, bei 1602 1 bis 3 Monate, bei 192 3 Monate und' länger. In 350 durch Endurteil entschiedenen Streitfällen wurde Berufung an das Landgericht eingelegt. Als Einig un gsamt wurden die Gewerbegerichte in 123 Fällen angerufen, und zwar zweimal. seitens der Arbeitgeber, 44mal seitens der Arbeitnehmer und 77mal von beiden Teilen. Ejne Vereinbarung kain' zustande in 40, ein Schiedsspruch in 31, weder eine Vereinbarung noch ein' Schiedsspruch' in 6 Fällen. Dem Schiedsspruch wiederum unterwarfen sich beide Teile 23mal. die Arbeitgeber allein 3mal, die. Arbeitnehmer allein 4mal und keiner der Beteiligten in einem Falle. Schließlich' ist noch zu-.erwähnen, daß von zusammen 10 d'xr 8a1 gemäß§§ 1 und 2 d. Ges. errichteten Gewexbcaerichte auf Ersuchen vyn Staats- oder Gemeindebehörden IL' Gutachten über ge- werbliche Fragen abgegeben und von 3 Gerichten der gleichen Art S Antrag, an komwunalx Mx ilakMe'Msrde» ülld Mrper, ffhckften aestellt tjytiiSfl»«f'".-.-> GewerfefcbaftUcbea. Berlin und Umgegend« Achtnng, Holzarbeiter! In dsn Tageszeitungen von Leipzig, Dresden, BreZlall, Magde- Kurg, Stettin. Frankfurt, Kassel und anderen Städten befand sich dieser Tage folgendes Inserat: Tischlergcsellen auf alle Branchen für Berlin gesucht zu den belaunten hohen Löhnen. Zu melden Arbeits- Gormauustraße 13, Verlin. Dieses Inserat ist jedoch nicht vom paritätischen Arbeits- Nachweis aufgegeben worden I Im Berliner Nachweis sind zurzeit weit über zweitausend Arbeitslose vorhanden, die wochenlang warten müssen, ehe sie eine Arbeitsstelle erhalten können. Vorläusig besteht auch keine Aussicht auf Besserung der GeschäftSlonjuuktur und Beseitigung der großen Arbeitslosigkeit. Mit obigem Inserat ist von unbekannter Seite grober Unfug verübt worden. Den Urheber desselben werden wir zu ermitteln versuchen, um ihn dann zur Verantwortung zu ziehen. Die arbeitslosen Holzarbeiter werden davor gewarnt, aus das Inserat hin nach Berlin zu reisen. Das Kuratorium des paritätischen Arbeitsnachweises für die Berliner Holzindustrie. C. Rahardt, Obermeister der Berliner Tischlerinnung. T h. Glocke, Vorsitzender des Holzarbeiterverbandes. Die französischen Gewerkschaftler, die von der General- koininission der Gelverkschaften Deutschlands zu einem Besuche in Berlin eingeladen worden sind, treffen am Sonntag nach- mittag in Berlin ein. Am Montag abend findet(Zutritt nur gegen Karten) ein Empfang im großen Saale des GeWerk- schaftshauses statt. Am Freitag, den 28. d. M., werden die französischen Genossen im großen Saale der„Neuen Welt" zu den Berliner Arbeitern sprechen. Es ist zu hoffen, daß diese Versammlung recht gut besucht wird. Die Delegation besteht aus 35 Vertretern der verschieden«» gewerkschaftlichen Organi- sationen._ Die Tarifkundigungen in der Wäschebranche und die Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Kündigung des seit 1S05 bestehenden Tarifverhältnisses in der Wäschebranche ist bekanntlich schon vor drei Wochen von den Arbeiterinnen und Arbeitern einstimmig beschlossen worden. Den Arbeitgebern, die vor drei Jahren selbst diejenigen waren, die kündigten, scheint jetzt die Tarifkündigung von Arbeitnehmerseite sehr unangenehm zu sein. Sie faßten gleich darauf den Plan zu einer allgemeinen Aussperrung, werden es sich aber jedenfalls noch einmal gründlich überlegen, ob es nicht doch vielleicht zweckmäßiger ist, ans friedlichem Wege Vereinbarungen anzustreben. Das würde offenbar auch in ihrem eigenen Interesse liegen, denn die Orga- nisation der Arbeiterschaft ist auch in dieser Branche so stark und in den letzten Jahren so gewachsen, daß die Unternehmer, wenn es zum Kampf kommen sollte, jedenfalls ins Hintertreffen geraten werden. Es gibt jedoch in der Branche Unternehmer, die sich noch nicht zu der Ansicht aufschwingen können, daß die Arbeiterinnen und Arbeiter nicht bloß Objekte, sondern gleichberechtigte Faktoren im Produktionsprozeß sind, während allerdings ein airderer Teil der Unternehmer, namentlich diejenigen, die schon unliebsame Er- fahrungen im Kampf mit der Arbeiterschaft gemacht haben, zu friedlicher Verhandlung geneigt sind. Die Arbeiterschaft strebt danach, wenn irgend möglich eine Arbeitseinstellung zu vermeiden und auf friedlichem Wege ihre Forderungen durchzuführen. Es muß jedoch damit gerechnet werden, daß die Sache ausgekämpft werden muß mit den Unternehmern, wie ja auch die ersten Ver- einbarungen in der Branche, die vor 6 Jahren zustande kamen, erst durch einen Kampf errungen wurden. Die Arbeiterschaft und ihre Organisation sind darauf vorbereitet und scheuen den Kampf, wenn er unvermeidlich werden sollte, keineswegs. Dies wurde am Donnerstag in einer öffentlichen Versammlung der Wäschearbeiter und Arbeiterinnen im dichtgefüllten Saale der Brauerei Bötzow von dem Referenten K ä m i n g hervorgehoben, der eine Uebersicht über die gegenwärtige Lage gab und darlegte, wie berechtigt und notwendig die Forderungen sind, die demnächst den Unternehmern zugestellt werden sollen. Ehe dies geschieht, wird den Arbeiterinnen und Arbeitern nochmals Gelegenheit gegeben, die einzelnen For- derungen einer weiteren Prüfung zu unterziehen. Die Arbeit- gcber werden nun in einzelnen Betrieben versuchen, Sonderab- machungen mit ihrem Personal zu treffen, worauf sich die Ar- beiterschaft jedoch auf keinen Fall einlassen kann. Das Ziel der Tarifbewegung ist eine allgemeine und möglichst einheitliche Re- gclnng der Lohn- und Arbeitsverhältnisse für die ganze Branche, und für die Verhandlungen ist nur die Organisation zuständig.— Der ganze Verlauf der Versammlung zeigte, daß die Arbeiterschaft der Wäschebranche einmütig entschlossen ist, mit aller Kraft für die Forderungen einzutreten. Das alte Tarifverhältnis gilt noch bis zum 1. Oktober dieses Jahres, so daß den Arbeitgebern also noch Zeit genug gelassen ist, zu überlegen, ob sie die friedliche Einigung wollen, oder den Kampf._ Der Streik bei Baer Sohn beendet. In den Betriebswerkstätten der Konfektionsfirma Baer E o h n in der Ehausseestraße kam es am Dienstag zu einer allge- meinen Arbeitsniederlegung. Die 115 Schneider und Schneiderinnen traten in den Streik, weil die Firma eine Verkürzung der täglichen Arbeitszeit auf 7 Stunden, die anfänglich allerdings mit Zustimmung der Arbeitnehmer eingeführt worden war, um Ent- lassungen zu vermeiden, noch weiterhin aufrecht erhalten wollte, als bereits ein so großer Teil des Personals ausgeschieden war, daß nach Ansicht der Arbeiter wieder für die regelrechte neunstün- dige Arbeitszeit hinreichend zu tun sein mußte. Da man außer- dem erfahren hatte, daß die Firma, statt für Arbeit im Betriebe zu sorgen, Waren von Grossisten bezogen hatte, und Herr Baer anscheinend für Verhandlungen mit den Vertretern der Arbeiter- schaft nicht zu haben war, hielt man die Arbeitsniederlegung um so mehr für berechtigt. Herr Baer rief das Einigungsamt des Gewerbegerichts an. Die Verhandlungen haben nun gestern statt- gefunden. Herr Baer, der sehr erregt schien, führte in längerer Rede aus, daß er seinerzeit dem besonders gegen seine und nicht gegen andere Firmen gerichteten Drängen auf Einrichtung von Be- triebSwerlstätten nachgegeben» aber nur Undank dafür geerntet habe. Er müsse erheblich höhere Löhne als üblich zahlen und hätte seit den Jahren 1905 und 1996 jährlich an 19 999 bis 29 999 M. dadurch eingebüßt. Vor Aerger mit den Betriebswerkstätten sei er krank geworden. Allmonatlich habe er jetzt 4999 Di. zulegen müssen. Als vom Schneiderverband das Ansinnen an ihn gestellt worden sei, die neunstündige Arbeitszeit wieder einzuführen, und bis zum Mdntag Antwort verlangt wurde, habe er noch an diesem Tage die Antwort abgeschickt und geglaubt, da die Sache doch von der Organisation in die Hand genommen war, damit seine Pflicht erfüllt zu haben. Daß er fertige Waren kaufe, sei nicht wahr. ■Aut beim Umzug habe er, um sich aus der Verlegenheit zu helfen, einen kleinen Posten gekauft. Wenn er aber fertige Ware kaufen wolle, so lasse er sich da von niemanden hineinreden. Herr Baer stellte dann den Antrag, daß das Einigungsamt entscheiden möge, ob die Arbeitsniederlegung berechtigt war, ob die Firma Arbeiter entlassen dürfe und ob die Leistungen der Arbeiter in der Werkstatt denen der Heimarbeiter entsprächen oder nicht um 39 Proz. teurer zu stehen kämen. Der Filialvorsitzende Kunze vom Schneiderverhand führte als Vertreter der Arbeitnehmer aus, daß das Einigungsamt für die Entscheidung der Frage, ob die Arbeitsniederlegung berechtigt sei oder nicht, nicht als zuständig anerkannt werden könne. Die Diskussion über diese Frage müßten die Arbeitnehmer hier vor dem Einigungsamt grundsätzlich ablehnen. Wenn Herr Baer Verantw. Redakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.z sckgdft ffioffe, daß stifte FiömA die imzige sts, dst zur Ettichkiiitg von Betriebswerkstätten veranlaßt wurde, so treffe das keines- wegs zu, denn andere Firmen hätten in noch weit größerem Um- fange dazu übergehen müssen. Daß der Werkstattbetrieb leistungs- fähig sei, habe Herr Baer selbst in einem Artikel der„Berliner Volkszeitung" vom 26. November 1919 erklärt, indem er dort sagt, daß er bei seinem amerikanischen System bessere Geschäfte mache als bei der Heimarbeit. Im übrigen habe die Firma früher ihren Arbeitern erklärt, daß sie immer zu tun habe. Dann aber sollten mit einem Male 22 Mann entlassen werden, und um das zu ver- meiden, habe sich die Firma, nachdem die Arbeitnehmer die Ver- kürzung der Arbeitszeit auf 6 Stunden ablehnten, mit der auf 7 Stunden einverstanden erklärt. Inzwischen aber seien ebenso- vAle Arbeiter teils freiwillig, teils auch durch Krankheit ausge- schieden, so daß für die übrigen wieder volle Beschäftigung vor- standen sein müsse. Herr Baer sei im Irrtum, wenn er meine, es gehe die Arbeiter nichts an, ob eine Firma, die dem Publikum vor- erzähle, daß ihre Produkte in eigenen Betriebswerkstätten herge- stellt werden, Waren kaufe, die in der Heimarbeit angefertigt wur- den. Die Gewerkschaft könne sich nicht damit zufrieden geben, daß eine Detriebswerkstätte da sei und ein anständiger Wochenlohn gezahlt werde; es müsse auch dafür gesorgt werden, daß ein an- gemessener Jahresverdienst herauskomme. Wenn man das unter- stützen wollte, daß die Ware vom Grossisten gekauft werde, während die Werfftattarbeitcr unter Mangel an Arbeit zu leiden hätten, sei es besser, die Betriebswerkstatt ehrlicherweise aufzulösen. Uebri- gens müsse es bestritten werden, daß der Firma aus der Betriebs- werkstätte monatlich 4999 M. Unkosten oder Schaden erwachse. Herr Baer nahm nochmals das Wort und wollte durch seine mitgebrachten Bücher und Buchhalter jene Behauptung beweisen. Im übrigen erklärte er sich bereit, die neunstündige Arbeitszeit wieder einzuführen und so viele Arbeiter wieder einzustellen, wie er unter diesen Umständen brauchen könne. Die Verkürzung auf 7 Stunden könne seinem Geschäft selbst nur Schaden bringen, da ihm die besten Arbeitskräste davongingen.' Er werde, wenn er hier nicht zu seinem Rechte lonime, sich an die Berliner Gewerk- schaftskommission wenden. Dos Einigungsamt zog sich hierauf zur Beratung zurück und machte, nachdem die Beisitzer noch zwischen den Parteien vermittelt hatten, einen Vergleichsvorschlag, wonach 1. die Streikenden die Arbeit am 22. Juli wieder aufnehmen, 2. die Arbeitszeit wieder auf 9 Stunden festgesetzt wird, 3. zur Beilegung von Streitigkeiten eine Schlichtungskom- Mission für den Betrieb eingesetzt wird, und Strestfälle, die durch diese nicht erledigt werden, binnen 8 Tagen dem Einigungsamt zu überweisen sind, und 4. für den Fall, daß eine allgemeine Schlichtungskommission für die Herrenkonfektion zustande kommt, das unter 3 Gesagte außer Kraft tritt. Auf einen Passus, der der Firma das Recht geben sollte, ein- zelne der Streikenden nicht wieder einzustellen, hat Herr Baer verzichtet. Die Wiederaufnahme der Arbeit hat also von allen Streikenden zu erfolgen._ Achtung, Gastwirtsgehilfen! DaL C a f ö Roland. Brunnen- straße 181, Inhaber K a p l a n. ist für organisierte Gehilfen gesperrt. Der Unternehmer beschäftigt als feste Kellner nur Mitglieder des gelben„Easökellner-Vereins, S i tz B erlin", welcher seinerzeit Arbeitswillige beim Haniburger Eafokellnerstreik geliefert hat. Verband deutscher Gastwirtögehilsen. Zweigverein der Casoangestellten Berlins. Achtung, Kleber! Wegen Tarifbruch ist der Bau Kaiser-Allee 191, Ecke Güntzelstraße, Unternehmer Schwieder. für Kleber gesperrt. Die Schlichtungskommission. Achtung, Schuhmacher! Die gesperrte Finna Hamann u. C o., Michaelkirchstr. IS, sucht unter der Deckadresse Kleinert, Markus- straße 13, 2. Hof Ausg. V pari., Zwickerinnen. Jener Kleinert ist derselbe, welcher schon während des Streiks bei genannter Firma mit seiner Frau ArbeitSwilligendienste verrichtete. Von den Kollegen und Kolleginnen erwarten wir. daß sie dieser beabsichtigten Er- richtung eines Arbeitswilligen-JnstitutS die größte Aufmerksamkeit zuwenden und jeden Zuzug fernhalten. Im übrigen zeigt diese Maßnahme, daß die Sperre über die Firma Hamann u. Co. ihre Wirkung nicht verfehlt. Zentralverband der Schuhmacher, Ortsverwaltung Berlin. Die Direktion der Brauerei Hnppoldt teilt uns mit, daß die Brauerei mit der Angelegenheit des KellnerftreikS nichts zu tun habe, sondern dies lediglich Sache des Pächters Zabel sei. veutfebes Reich. Die Klempner und Installateure in Köln befinden sich seit Donnerstag, den 29. Juli, im Streik zur Erlangung eines neuen Lohntarifs. Von den betreffenden Berufskollegen ist daher Köln streng zu meiden. Ebenso befinden sich die Elektromonteure in einer Tarifbewegung, wobei die Unternehmer eine Verschleppungstaktik anzuwenden ver- suchen. Wir ersuchen auch diese DernfSangeHörigen, den Kölner Kollegen ihre Sache nicht zu erschweren, sondern Köln bis auf weiteres mit Zuzug zu verschonen. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Deutscher Metallarbeiterverband, Verwaltung Köln. Achtung! Schildermaler.� Wir machen darauf aufmerksam, daß in Hamburg ein großer Teil der Kollegen gemaßregelt ist, und bitten wir deshalb jeden Zuzug nach dort zu unterlassen.- Die Unternehmer suchen schon des öfteren Arbeilskräfte durch Annoncen im„Lokal-Anzeiger"; auch diese bitten wir dringend, unberücksichtigt zu lassen und Kollegen, welche event. abreisen wollen, darüber zu verständigen. Verband der Porzellanarbeiter. Tarifabschluf; in den Süddeutschen Kabelwerke» zu Mannheim. Durch organisatorische Einigkeit haben im genannten Betrieb die Arbeiter einen schönen Sieg errungen. Die Arbeiter hatten durch den Metallarbeitcrverband und durch den Fabrikarbeiterver- band einen Tarifentwurf eingereicht, um eine Regelung- der Lohn- und Arbeitsverhältnisse herbeizuführen. Mit den Organisationen und selbst mit dem Arbeiterausschutz wollte die Firma nicht ver» handeln. Die Arbeiter verweigerten schließlich die Leistung von Ueberstundcn, worauf die Firma mit Entlassungen drohte. Eine Arbeiterversammlung beschloß darauf, sich mit den zu Entlassenen solidarisch ziK erklären, und es legten 339 Arbeiter und Arbeite- rinnen die Arbeit nieder. Von den Arbeiterorganisationen sofort angebahnte Verhandlungen hatten den Erfolg, daß die Firma ver- sprach, in Unterhandlungen mit dem Arbcitcrausschuß einzutreten. Die Arbeiterschaft bestand aber darauf, daß auch die Verbandsver- treter hinzugezogen werden. Die Firma erkannte dies an und machte auch Zugeständnisse, die aber in einer am Sonntag tagenden Versammlung abgelehnt wurden. Die Arbeiter verlangten eine vollständige Regelung sämtlicher Tag- und Akkordlöhne. Eine Unterhandlung am 17. Juli hatte den Erfolg, daß es zum Abschluß eines Tarifes kam. Der Tarif gilt bis 1. März 1914. Lohn- erhöhungen wurden 2— 8 Pf. pro Stunde gewährt, Ueberstunden werden mit 25— 109 Proz. vergütet. Ferien werden 2 und 4 Tage bei drei- bezw. fünfjähriger Beschäftigung bewilligt. Mit stür- mischem Beifall wurden die Berichterstattungen der Verbands- Vertreter in der Mitgliederversammlung aufgenommen und be- schlössen, am 18. Juli die Arbeit aufzunehmen. Der Streik hatte 4 Tage gedauert._ Strafienbahncrausstaud in Strasburg i. E. Am Freitag ist der schon lange im Werden begriffene Ausstand der Straßenbahner zur Tat geworden. Nachdem die Depotarbeiter der Straßenbahn schon vor einigen Wochen die Arbeit niedergelegt xh. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstaft hatleir, wurde Freitag auf der Straßenbahn der Ausstand erklärt. Straßburg und seine Vororte sind fast ohne Slraßcnbahn- verkehr. Der Straßenbahnverkchr konnte nur sehr notdürftig au;- recht erhalten werden. Statt über vierzig sind nur vier Züge aus- gefahren, die mit dem wenigen Personal, das sich zur Arbeit ein- gefunden hatte, besetzt sind._ Husiand. Das Opfer eines Streikbrechers. Pari-?, 19. Juki.(Eig. Der.) Für heute hatten die Pariser Bauarbeiter ihrem Kameraden Paul Armand, den ein„Gelber" durch einen tückisch geführten Messerstich getötet hat, die Leichenfeier gerüstet. Sie w'urde ein großartiges Zeugnis proletarischer Treue und Solidarität, daneben auch eine überwältigende Widerlegung der Unternehmerprcsse, nach der der Bauarbeiterslreik schon zusammen- gebrochen sein soll. Mindestens zwanzigtausend Bauarbeiter waren dem Ruf dcS Streikkomitees gefolgt und marschierten in dem Zug, über dem mehrere rote und schwarze Fahnen flatterten. Luch die revolutionären„jungen Garden" waren in einem starken Aufgebot mit der schwarzen Fahne der anarchistischen„kommunistisch- revo- lutionären Föderation" erschienen. An dieses Trauergefolge schlössen sich in einem kurzen Abstand mehrere Kompagnien der republikanischen Garde mit geschultertem Gewehr, berittene Jäger, Kürassiere, republi- konische Garden zu Pferde, Schutzmannschasien usw. an— eine ganze Musterkarte des bourgeoisen Klassenschutzes. Am Pont de Flandre waren niehrere Schwadronen Kürassiere, Dragoner und Jäger aufgestellt. Seit dem Tode des 1869 von einem Vonaparte er- mordeten republikanischen Journalisten Victor Noir hat Paris ein Begräbnis in diesem Stil nicht gesehen. Zngunsten der Witwe Armands und ihrer sechs Kinder hat die „Hnmanitv" eine Sammlung eingeleitet. Die Bourgeoispresse hat für den traurigen Fall, dem ein in seinem Beruf wie in seinem Privatleben gleich vortrefflicher Mann zum Opfer gefallen ist, kaum ein bedauerndes Achselzucken gehabt. Ja, manche ihrer Organe ließen durchblicken, daß es am Ende der Sicherheit der„Arbeits- willigen' zngnte kommen und darum nicht ohne gute Wirkung sein werde. Man stelle sich das Geheul in der ganzen internationalen Unternehmerpresse vor, wenn � ein Streikender einen Streikbrecher getötet hätte I Aber wegen eines ermordeten Ausständigen wird nicht viel Redens gemacht. Und der Mörder hat sofort in allen bürgerlichen Organen Advokaten, die auf Notwehr plädieren. Bevorstehender Streik der Straßenbahner im Kopenhagener Borortsverkehr. Die Kopenhagener Straßenbahnen gehen mit dem 1. August d. I. in den Besitz der Stadt über. Damit erhalten die Angestellten Verbesserungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse, nach denen sie unter der Herrschaft der Privatgesellschaft lange vergeb- lich strebten. Die Lohnerhöhungen betragen für 1373 Angestellte über 399 999 Kronen pro Jahr. Nun verlangen jedoch die Ange- stellten der noch im Privatbesitz verbliebenen Vorortslinien: der Frederiksbcrg- und der Tuborg— Klampenborg-Straßcnbahn ebenfalls Lohnerhöhungen und wollen nicht hinter ihren Kollegen vom städtischen Betrieb zurückstehen. Die beiden Gesellschaften verhalten sich jedoch ablehnend oder bieten so lächerlich wenig, daß sich die Angestellten nicht damit zufrieden geben können. Sic werben nun, wenn die Gesellschaften nicht inzwischen nachgeben, zum 1. August die Arbeit einstellen und den Betrieb ruhen lassen. Die Frederiks- berger Gesellschaft hat am Dienstag durch Anschlag bekanntgegeben, daß sie einen Unterstützungsfonds errichtet hat, aus dem den An- gestellten in besonderen Notfällen, wenn sie sich an die Direktion wenden, kleine Unterstützungen gewährt werden können. Die An- gestellten verzichten jedoch auf den Bettel und wollen sich lieber anständige Löhne erringen. I*ctzU Nacftricbtcn. Zugentgleisung. Eine amtliche Berliner Meldung von Freitagnacht 12 Uhr besagt: Heute abend entgleisten aus bisher noch nicht aufge- klärter Ursache auf dem Gütergleise zwischen den Stationen Frankfurter Allee und Rummelsburg-Verschiebebahnhof fünf Wagen eines Güterzuges. Hierbei wurden beide Hauptgleise auf zirka drei Stunden gesperrt. Der Materialschaden ist ge- ring, Personen sind nicht verletzt. Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 21. Juli.(W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus beschloß in seiner heutigen Sitzung, vor allem die Bankvorlage zu beraten. Ein Antrag der Sozialdemokraten, den Anträgen wegen der Fleischnot die Priorität einzuräumen, wurde mit 194 gegen 168 Stimmen abgelehnt. Während der Debatte über die Tagesordnung kam es zwischen den Sozialdemokraten und den Deutschnationalen zu lärmenden Auseinandersetzungen. Nach Schluß der Sitzung protestierten einige Tribünenbesucher gegen die Ablehnung des sozialistischen Antrages. Nächste Sitzung: Dienstag. Der Abgeordnete Krek brachte eine Interpellation betreffend die Wirren in Albanien ein in welcher der Ministerpräsident ge. fragt wird, ob er mit aller Energie seinen Einfluß ausüben wolle, damit die Pflichten, die der Monarchie bei den jetzigen Wirren in Albanien obliegen, erfüllt werden. Verheerender Waldbrand. Kassel, 21. Juli.(Pr.-C.) Bei Landau im Fürstentum Waioeck ist heute morgen ein großer Waldbrand ausgebrochen, der bei der herrschenden Dürre einen bedeutenden Umfang anzunehmen droht. Bis jetzt sind zirka 66 Hektar Fichtenhochwald vernichtet. Der Brand dehnt sich immer weiter aus. Neue Erkrankungen an Cholera. Trieft, 21. Juli.(B. H.) Gestern ist hier ein Laternen- anzünder an der Ckolers asiatica erkrankt. Konstantinopel, 21. Juli.(B. H.) Hier sind gestern sechs Cholcrafälle vorgekommen. In den Vilajets Smyrna, Brussa, Trapezunt, Siwas, Angora und Kastamuni macht die Cholera be- denkliche Fortschritte. Boston, 21. Juli.(W. T. B.) Hier sind ein Todesfall an Cholera und zwei choleravcrdächtige Erkrankungen vorgekommen. Petersburg, 21. Juli.(W. T. B.) Die Stadt und der Kreis Nikolajewsk im Gouvernement Samara sind für choleragcfährlich erklärt worden. Schwere Dampfkessclexplosion. Portsmouth, 21. Juli.(W. T. B.) Während einer Uebung der Torpcdobootsflottille vor Beachy Hcad explodierte heute ein Dampfkessel des Torpedobootszerstörers„Kau- garoo". Zwei Mann der Besatzung wurden getötet, vier verletzt._ Die Erde bebt. TemeSvar, 21. Juli.(SB. T. B.) In d'em benachbarten Dorfe Szcntandras stürzte heute nachmittag infolge Erdbebens der Turm der Kirche ein. Es herrscht große Panik.__ Paul Singer z- Co.. Berlin BVV. Hierzu 3 Beilagen u.lluterhaltungsbl. it. 169. NZchMg. L fitilnje des Jotntls" Knlim itoltiölilatt. 5ollnadetld, 22. Inli 1911. 8. Nerballdstag der Stokkateme. Bierter VerhandlungStag. Die DeLaiie über die Berschmelzungsfrage füllt auch noch einen sehr großen Teil der heutigen Sitzung aus. ES sprachen noch 20 Redner, dann war die Redelust über diesen Punkt endlich erschöpft. Als Ergebnis der Beratung wurde fol- gende Resolution vorgelegt: Die Diskussion der Frage über die Angliederung der Stukkateure an den Bouarbeiter-Verband hat ergeben, daß die übergroße Mehrheit der Delegierten sich für diesen Anschluß ausgesprochen hat. Der Verbandstag beschließt daher, die Angliederung durch eine Urabstimmung den Mitgliedern zur Entscheidung unterbreiten. Mit der Ausschreibung der Urabstimmung sind gleich- zeitig die Uebertrittsbedingungen zu veröffentlichen, deren Festsetzung den beiderseitigen Hauptvorständen zu überlassen ist. Vorbedingung für die Angliederung ist, daß mindestens zwei Swittel der Mitglieder sich an der Urabstimmung beteiligen und von den Abstimmenden 60°/, sich für die Angliederung erklären. Um dieses zu ermöglichen, verlangt der Verbaudstag von den Delegierten, daß sie bei der sich notwendig machenden Agi- jtation mit allen Kräften für die Angliederung eintreten. Mrd die Frage in zustimmendem Sinne erledigt, so ist der Zusammenschluß an dem zwischen den Hauptvorständen festzu- Letzenden ZeitpuMe zu vollziehen. » Um den Anhängern der ErtverbSlosenunterstützung gerecht jju werden, beschließt der Verbandstag weiter, die Entscheidung über diese Frage solange zurückzustellen, bis das Resultat der Urabstimmung über die Angliederung bekannt ist und überläßt eventuell dem nächsten Verbandstage deren endgültige Er- iledigung. ' Vorsitzender Odenthal betont hierzu, die Frage solle möglichst rasch zur Entscheidung gebracht werden, so daß der Zusammen. schluß schon am 1. Januar 1912 erfolgen könnte. Die Resolution fand ein st immige Annahme. Vor der Abstimmung hielt— weil die Resolution noch nicht bedruckt vorlag— T h i e l b e r g-Hamburg sein Referat über die Einführung der ErwerbSlosenunterstützung. Ein Eingehen auf dieses Referat und die sich anschließende Debatte können wir uns ersparen, da durch die Resolution zur Verschmel- gungSfrage die Einführung der Erwerbslosenunterstützung zurück. gestellt ist— die Entscheidung über diesen Punkt also bereits vor seiner Behandlung gefallen war, wie ein Delegierter vor Be- ginn der Debatte betonte. Weitere Beschlüsse zu dieser Frage wurden auch nicht gefaßt. Das einleitende Referat zur Statutenberatung hielt sodann der Verbandskassierer G i e b l e r-Hamburg, der den vorliegenden Statutenentwurf des Vorstandes begründet und die hierzu gestellten Anträge bespricht. Der Vorstand empfiehlt u. a. die Einführung einer weitleren unteren Beitragsklasse/bei einem Stundenlohn bis 45 Pfg. 40 Pfg. Beitrag sbisher war der unterste Beitrag 50 Pfg. bei einem Stundenlohn bis 55 Pfg.]) und die R e. duzierung der Anteile der Filialen von dem Verbandsbeitrag. Die Streikunterstützung soll für die Mitglieder, die noch lein Jahr dem Verbände angehöre n, um 2 resp. 4 M. gekürzt werden. Um 4 Uhr Eurde das Referat abgebrochen und die Verhanh- frtvgen vertagt._ Hud Induftm und RandeL Syndikatspolitik. Das rheinisch. westfälische Kohlensyndikat erhob im Jahre 1904: 6 Pro,.. 1907: 7 Proz., 1909 8 Proz.. 1910: 9 Proz., jetzt erhebt es 12 Proz. Umlage von jeder abgesetzten Tonne Kohle. Di« Um» läge für Koks stieg von 6 Proz. im Jahre 1904 auf 7 Proz. in 1911, die für Briketts von 6 Proz. auf 9 Proz. pro abgesetzte Tonne. DaS heißt, von jeder vom Syndikat für sein Mitglied abgesetzlen Tonne muß dieses jetzt 12 Proz. bezw. 7 Proz. und 9 Proz. vom Erlös als Beitrag an die Syndikatskaste abführen. Die starke Steigung der Umlage bei gleichzeitiger enormer Zunahme des Ge- famtabfatzeS beweist, daß die eigentlichen geschäftlichen Unkosten, die ja um so geringer pro Tonne werden je höher der Umsatz wird, nicht den Löwenanteil der Umlage erfordern können. Die Umlage dient in der Hauptsache dazu. dem Syndikate die Unterbietung seiner Kon- kleines feuületon. Ziviltanfcn in Frankreich. Die Trennung von Staat und Kirche hat in Frankreich eine neue Form der Taufe entstehen lassen. An die Stelle der kirchlichen Zeremonie ist die bürgerliche Taufe getreten, die in vielen französischen Gemeinden zur Ein- führung gelangt ist. Die Eltern des Täuflings erscheinen mit dem Paten auf der Maine, wo sie vom Bürgermeister empfangen werden, der den Neugeborenen in die Listen der Bürger einträgt und den Eltern einen Taufichein aushändigt. Ein französisches Blatt veröffentlicht den Wortlaut eines Taufscheins, den der Bürger meistcr von Flace-lcs-Mäcon, einer kleinen nordfranzösischen G« meinde, den Eltern eines Neugeborenen jüngst eingehändigt hat. Der Text lautet: .Bürgerliche Taufe! Marie Seve; Tochter beS Gärtner? Louis Seve und seiner Ehefrau Philomcne, sei willkommen in der großen Gemeinde der freien, vom religiösen Dogma befreiten Geister! In Gegenwart der Paten Philibert Seve und Marie Bacot. Ich, Anton Coron, Standesbeamter und Bürgermeister der Gemeinde Flace-lcs-Möcon; im Namen allgemeiner Grundsätze und der Gedankenfreiheit: im Namen der glorreichen Revolution von 1789, der Mutter der Menschenrechte und des Bürgertums; im Namen der französischen Republik, der demokratischen und unabhängigen. taufe ich Dich und lege Dir diese drei Pflichten auf: l. Du wirst Dein Vaterland, Deinen Vater und Deine Mutter ehren und ihnen dienen. II. Dn wirst mit allen Deinen Kräften die Wahrheit und Gerechtigkeit hochhalten. III. Du wirst nichts anderes fürchten, als Deinem Nächsten Unrecht zu tun. Und jetzt, Bürgerin Marie-Philiberte Seve, kehre ins Haus � Deiner Eltern zurück, mache ihnen Freude und laß sie in Frieden � Leven. Coron, Maire." WT Am Schlüsse folgen Unterschriften der Eltern, der Paten und Lp? Datum. Aus der Geschichte der Parlamentsberichterstattung. Die Par lamcntsberichterstattcr hatteit nicht immer die Freiheit, die sie setzt ren. und wurden selbst in dem parlamentarischen Musterlande, England, erst seit 1750 in der Kammer geduldet, aber auch nur geduldet. Es hat' aber schon vorher Abgeordnete gegeben, die sich Notizen machten und sie nach den Sitzungen befreundeten Journa- listen gaben. DaS wollte man verhindern, und es wurde eigens eill Gesetz gemacht, dg» diese iodirelte Berichterstattung bei hohen kurrenten in solchen Gebieten, wo diese fest- sitzen, zu gestatten! Die Produltion der Zechen, Kokereien und Brikettfabriken ist weit stärker als der Brennstoffbedarf im engeren und weiteren Absatzgebiet gewachsen, steigt immer weiter. Diese .Ueberfüllung des inneren Marktes" veranlaßt die.Forcierung der Ausfuhr", die.natürlich nur unter erheblichen Preisopfern durchgeführt werden kann". Das beweist der Statistiker Herr Dr. Jüngst- Essen in einer Abhandlung in der Unternehmerzeitschrift.Glück-Auf". Den mit Eisen- und Stahlwerken verbundenen Ruhrzechen (Hüttenzechen) ist nämlich die Zahlung der Umlage für ihren Selb st verkauf nachgelassen worden. Dieser Selbstverbrauch steigt aber fortwährend, so von 6.9 Millionen Tonnen Kohlen, 1,4 Millionen Tonnen Koks, 44 611 Tonnen Briketts im Jahre 1904 auf 11,9 Millionen Tonnen Kohlen, 5.6 Millionen Tonnen Koks und Ol 445 Tonnen Briketts im Jahre 1910. Den.reinen Kohlenzechen" (ohne angegliederte Hütten) geht dadurch ein stark zunehmender Ab- satzteil an die betreffenden Eisen- und Stahlwerke verloren, diese Zechen müssen überdies die den Hüttenzechen erlassene Umlage mit- aufbringen. Jüngst berechnet nun, daß die Huttenzechcn infolge ihres Vorrechtes an Umlage von 1904 bis 1910 ungefähr erspart haben: für Kohlen... 29 333 688 M. . Koks.... 23 858 829, • Briketts.. 240 216. zusammen 53 432 733 M. Fast B3l/a Millionen Mark beträgt also allein die Summe, welche die Hüttenzechen in 7 Jahren gewonnen haben, weil sie für ihren Selbstverbrauch an das Syndikat keine Umlage zu zahlen brauchten! Wir haben nunmehr auch einen Maßstab für die ungefähre Be- rechnung der vom Syndikat erhobenen Umlage gewonnen. Der der Umlage unterworfene Syndikatsabsatz belief sich 1910 aus 47,85 Mill. Tonnen. Nach der Berechnung Jüngst? betrug die von den Hütten- zechen pro 1910 ersparte Umlage etwa 89 Pf. pro Tonne. DaS Uebcrtragen auf den umlagepflichtigen Syndikatsumsatz ergibt für 1910 eine Gesamtein n ah me de» Syndikats an Um- läge von über 42 Millionen Mark I Diese Rechnung wird be- stätigt durch die Angabe im Geschäftsbericht der reinen Kohlenzeche .Reu-Essen", sie habe 1910 allein an Syndikatsumlage 698 694,62 M., gleich rund 90 Ps. pro Tonne, zahlen müssen. Also erhob daZ rheinisch-westfälische Kohlensyndikat in einem Jahre von seinen Mitgliedern die riesige Summe von über 42 Millionen Mark an Umlage. Ein relativ kleiner Teil dieser Summe diente zur Begleichung der eigentlichen Geschäftsunkosten (Beamtenbesoldungen, Spesen, Unterhalt oder Mietling von Bureauräumen, Laperplätzen usw.). Der weitaus größte Teil der Umlage. wurde ausgegeben, um die.erheblichen Preisopser", die dem Auslände in Form von niedrigen Brennstoffpreisen dargebracht worden sind, auszugleichen. DaS Inland mußte so viel höhere Preise zahlen als nötig war. damit die Ausländer deutsche Kohlen vielleicht zu oder gar unter Selbstkostenpreis erhielten und die Zechenüberschllsse doch auf.angemessener Höhe" blieben. Die Umlage der Syndikate ist also in der Hauptsache eine zugunsten des Auslandes auf die inländischen Konsumenten gelegte Extra st euer. Durch Preispolitik wird obendrein noch die ausländische Konkurrenz für den Wettbewerb gegen Deutschland gestärkt. Und dann klagen die Herren über— soziale Lasten I Internationaler Arbeitsmarkt. Anscheinend hat der wirtschaftliche Aufschwung!n Deutsch land die Verwertung der Arbeitskraft im laufenden Jahre mehr begünstigt als in anderen Ländern. Die Besserung des Arbeits- markte? in England hat im Juni einer Abschwiichung Platz machen müssen, die zwar nur vorübergehender Natur sein dürste, aber doch die Gesamtbesserung des ersten Semesters erheblich be- einträchtigt. Die Arbeitslosenziffer, die im Mai 2,5 Proz. betrug, stellte sich für den Juni auf 3, nachdem sie seit Januar von Monat zu Monat zurückgegangen war. Die Geschäftslage hat sich im Baugewerbe, im Schiffbau und in der Textilindustrie ungünstig verändert. Im Gegensatz zu England lauten die Nachrichten aus den Bereinigten Staaten von Amerika für den Juni sehr günstig. Ist es bei dem Mangel einer zentralen Arbeits- Marktberichterstattung auch schwer, ein zusammenfassendes Bild zu geben, so läßt sich doch aus den Einzelberichten die durchgreifende Besserung im laufenden Jahre deutlich ersehen. Die Bautätigkeit ist in der Zunahme begriffen, die Verarbeitung von Eisen und Metallen, die Förderung von Kohlen ist lebhafter als im Vorjahre, das Bekleidungsgewerbe, die verschiedenen Branchen der Nahrungs- mittelindustrie sind gut beschäftigt und auch im Tcxtilgewerbe ist die Situation im großen und ganzen nicht unbeftiedigend. Die gewerbliche Arbeitslosigkeit ist stark zurückgegangen, während in den Ackcrbaugegenden die Nachftage nach Arbeitern sehr stark zu Strafen untersagte. Kluge Journalisten wußten sich aber zu helfen. Dr. Johnson, der für das„Gentlemans Magazine" schrieb, besuchte beide Häuser des Parlaments und schrieb dann, ohne sich irgend- welche Notizen gemacht zu haben, für seine Zeitung die köstlichen .Verhandlungen des Senats von Lilliput", indem er den Rednern andere Namen gab oder aus den richtigen Namen durch Versetzung von Buchstoben neue Worte bildete. Nach 1750 durften kurzgefaßte Parlamentsberichte erscheinen; ausführliche Berichte aber waren auch jetzt noch verboten. Im Jahre 1778 beklagte sich eines Tages ein Abgeordneter darüber, daß in einem Morgenblatte die Worte, die er tags zuvor gesprochen hätte, gänzlich entstellt wiedergegeben worden seien; er sehe sich deshalb veranlaßt zu beantragen, daß das Hausgesctz, welches Fremden den Aufenthalt auf den Tribünen streng untersage, fortan auch wirklich zur Anwendung gebracht werde. Da erhob sich Fox, um die allein richtige Doktrin von dem Nutzen öffentlicher Verhandlungen vorzutragen:„Ich bin über- zeugt," sagte er,„daß es nur ein einziges Mittel zur Verhütung einer falschen Berichterstattung gibt; man mnß die Tribüne für alle offen halten und bei den Sitzungen und Beschlußfassungen der Kammer niemals die Oeffentlichkcit ausschließen. Die Gefahr, daß falsch berichtet wird, ist weit geringer, wenn recht viele Per- sonen zu den Sitzungen zugelassen werden, weil dann die Zahl derer, die gegen die Fälschungen zeugen können, um so größer ist. In jedem Falle aber merken Sie sich, mekne Herren: das Publi- tum hat ein Recht zu erfahren, was im Parlament getan wird." Fox' Forderungen wurden zum Beschluß erhoben, und seit damals wurde der ParlamentSberichtcrstattcr in England eine journa- listische Macht. Salz als Geld. Als im 13. Jahrhundert der Weltreisendc Marco Polo nach der Provinz Kaimlu— dem heutigen Obcr- birma— kam, fand er, daß dort die kleinste Münze aus Salz be- stand. Nur kaiserliche Beamte durften dieics Geld herstellen. Sie sotten das aus Salzquellen staunnende Kochsalz in kleinen Tiegeln ein, formten die Masse, wenn sie eine gewisse Konsistenz erreicht hatte, zu kleinen, kuchcnartigen Gebilden, die aus heißen Ziegeln getrocknet und mit dem Stempel des Kaisers versehen wurden. ES handelte sich also um regelrecht geprägte Salzmünzen. DaS Salz, dieser für das Wohlbefinden des Menschen so nötige Stoff, nach dem salzarme Länder ständig verlangten, war natürlich einst ein sehr beliebter Tauschartikel. Auch heute ist es ja noch in manchen Gegenden Afrikas ein wohlgcbräulblichcS Zahlungsmittel. In der Taltal- ebene, am Ostabhang AbessinienS zu»« Beispiel bricht man das Salz in Stangen von fünf Zentimeter Stärke und dreißig Zentimeter Länge. Ihr Wert schwankt natürlich, je nachdem sie in größerer oder geringerer Entfernung von den Salzfundstätten umlaufen. In Adua gellen 43 solcher Stangen einen Mariatheresientaler. Bekanntlich ist ja der Mariatheresientaler— und zwar w der allein an- nimmt. Mit großer Spannung sieht man dem Ausfall der Gc- treibe-, der Baumwoll- und Tabakernte entgegen, da diese Ernten den Bedarf industrieller Erzeugnisse für die kommende Raison sehr stark bestimmen. Von den anderen, für das Getriebe der Welt- Marktwirtschaft weniger wichtigen Ländern kann man sagen, daß sie meist ebenfalls über steigende Arbeitsgelegenheit berichten. So ist der Beschäftigungsgrad in Frankreich und Belgien er- heblich günstiger als im Vorjahr, während er in der Schwerz und in O e st e r r e i ch- U n g a r n teilweise zu wünschen übrig läßt. HanSagrarier. In Chemnitz tagte in diesen Tagen der Deutsche Hausbesitzertag. Die hier versammelten Hausbesitzer resp. die Vertreter ihrer Jnleressen, haben lebhaft Klage geführt über ein zu großes Entgegenkommen der Gerichte gegenüber dem Mieter. Die Gerichte seien geneigt, den Mieter z« Ungunsten des Vermieters allzusebr in Schutz zu nehmen. Es sei so weit gekommen, daß der kleine Mann heutzutage schon bald glaube, er brauche überhaupt keine Miete mehr zu zahlen. Wenn man sich einmal einen der ge- wöhnlichcn Berliner Mietsverträge ansieht, so gehen einem nicht nur die Augen über von dem Anblick der vielen Paragraphen, sondern auch vor Furcht, daß der Vermieter einem völlig in die Gewalt be- lammen hat. ES gibt beinahe kein Recht mehr, daS der Vermieter sich nicht vorbehalten hat und wenn Leute mit der Miete rückständig bleiben, so teilt der Vermieter ja das Verlustschicksal mit allen Kauflcuten, die auch von vornherein mit Ausfällen rechnen, aber nicht imstande sind, sich durch Verträge so zu schützen, wie eS der Vermieter kann._ Soziales. Gehören hygienische Mittel auf die HygiencauSstellung? Aber selbstverständlich, wird der Leser antworten. Mittel vor« zuführen, die Krankheiten verhüten oder heilen können, gehören doch in erster Reihe auf eine Ausstellung, deren Zweck Förderung der Hygiene sein soll. In der Praxis sieht es aber anders aus: eine Ausstellung von Schutzmitteln gegen venerische Infektion fehlt auf der Dresdener Ausstellung. Es fehlt ja auf dieser Ausstellung bekanntlich gar vieles. So in erster Reihe eine Heimarbcttausstel- lung. Sie fehlt ja, weil das Unternehmertum und die durch sie beherrschte Regierung und Ausstellungskomitee meinten, daß die Ausstellung der Wahrheit, also des Elends der Heimarbeiter, mit dem Zweck der Hygiencausstellung unvereinbar sei. Unseren Lesern ist bekannt, daß die Zurückweisung der von den Gewerkschaften ge- planten Vorführung der Heimarbeiterverhältnisse u. a. auch einem bekannten Kulturhistoriker, ferner den Konsumvereinen und dem Deutschen Arbeiter-Abstinentenbund Veranlassung gegeben hat, ihre Beteiligung an der Ausstellung abzulehnen. Trägt an dieser Nichtbeteiligung das Unternehmertum die Hauptschuld, so liegt es mit dem Mangel einer Ausstellung von Schutzmitteln gegen venerische Krankheiten etwas anderes. Eine solche war von der„Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Ge- schlechtskrankheiten" geplant. Weshalb dieser Plan nicht in Er- süllung. ging, teilt Dr. Julian Marcuse in der„Münchencr Klinischen Wochenschrift" mit. Er schreibt dort:„Eine Ausstellung der eigentlichen Schutzmittel gegen venerische Infektion ist unmög- lich gewesen, weil durch unsere Gesetzgebung versiotcn. Man sieht also, wie viel noch zu tun ist, um volkssanitäre Matznahmen züm Bewußtsein der staatlichen Behörden gelangen zu lassen." In einem längeren Artikel in der„Umschau" bemerkt Dr. Helene Stöcker erklärend zu dem Punkt:„Unserer Rechtsprechung wegen dürfen sogar in der Hygieneausstellung, in der so furchtbar lehr- reichen Ausstellung, die speziell die„Deutsche Gesellschaft zur Bg- kämpfung der Geschlechtskrankheiten" errichtet hat, die Schutz. mittel nicht angekündigt werden. Auch eine wichtige Erfindung des Vorsitzenden der„Deutschen Gesellschaft", Geheimrat Reißer, eine Schutzsalbe, darf aus diesem Grunde dort nicht zur An- kündigung kommen. Man braucht sich nur einmal vorzustellen, daß ähnliche wichtige Erfindungen und Schutzmittel auf einem anderen Gebiet der Volksseuchcn vorhanden wären, zum Beispiel auf dem Gebiet der Tuberkulosebekämpfung, und daß aus Gründen, die mit der Krankheitsbckämpfung gar nichts zu tun haben, ein wichtiges Rettungsmittel, das Tausenden und aber Tausenden Bewahrung vor Ansteckung bringen könnte, hinter Schloß und Riegel gehalten würde, um den ganzen Widersinn, den ganzen Wahnsinn dieser Anordnung zu begreifen." Die Ansicht, daß das Gesetz der Ausstellung entgegenstehe, ist nicht ganz zutreffend. Nach 8 184 Ziffer 3 des Strafgesetzbuches ist allerdings strafbar, wer„Gegenstände, die zu unzüchtigem Ge- genommenen Prägung von 1780— in Nordost- und Ostaftika noch immer in Umlauf, so daß man solche Taler noch heute in Oesterreich prägt. Auch in Europa galt daS unentbehrliche Salz einst gewisser- maßen als Geld. Daran erinnert uns noch daS Wort.Salär" das abgeleitet ist von dem lateinischen Latarium— Salzgabe. Die Spenden der römischen Könige an das Volk bestanden in früherer Zeit oft tatsächlich aus Salz und Oel. Besondere Leistungen und Gefälligkeiten mit Salzschenkungcn zu vergüten, war gebräuchlich und die Bezcickinung Zalariam ging später wahrscheinlich auch aus Geldsumme» über. UebrigcnS lohnte man auch in Neichenhall lange Zeit die Arbeiter in den Sicdewerken nur mit Salz ab. Kunst- freunden aber wird eS interessant sein, zu erfahren, daß auch einmal das Gemälde eines großen Meisters einen buchstäblich„gesalzenen" Preis erzielte. Den Ammerdachschen Erben in Basel bot nämlich ein Bayernherzog für ein HolbeinscheS ChristuSbild 2000 Tonnen Salz, die Tonne im Werte zu 6 Gulden. Notizen. — Ein depossedi erter Rembrandt. Nach einer Depesche der„Morning Post" aus Netv Fork ist das Gemälde„Die Mühle" von Rcmbrandt, das kürzlich für den enormen Preis von 2 Millionen Mark in die Hände des Amerikaners Henry Frick übergegangen ist, als ein Gemälde des Malers SegherS erkannt worden. Man hatte eine dichte Firmsschicht abgelöst und dann die Unter- schrift Herkules Seghers gefunden, die auch auf Photographien, die man von dem Gemälde genommen hat, deutlich sichtbar ist. Schon vor einigen Monaten hatten sich bedeutende Gelehrte gegen derartige überschivengliche Preise für Gemälde, die nicht gezeichnet sind, gewandt. Seghcrs ist 1589 geboren und 1650 gestorben.— Das ist wieder ein artiger Reinfall verrückter kapitalistischer Kunst- sammelwut und Protzerei, die nur auf Namen sieht, und gleichzeitig verschiedener Kunstkenner, die wie Herr Bode das Bild natürlich für einen echten Rembrandt erklärten. — Eharpentiers Fortsetzung der„Louise". Gustave Charpeuticr, der Dichter und Komponist der wundervollen „Louise", dieses volkstümlichen Hymnus auf Paris', der auch bei uns so großen Erfolg gehabt hat, ist seit der Schöpfung dieses Meisterwerkes stumm geblieben, aber im Stillen arbeitet er doch an einem neuen Werk, das eine Art Fortsetzung der„Louise" bilden soll. Seine neue„Volksepopöe" geht der Vollendung nunmehr ent- gegen. Wie in der„Revue" mitgeteilt wird, besteht das Werk ans drei Teilen, deren jeder zwei Stunden dauert und zwei Akte hat. Die Handlung ist wieder aus dem Volksleben entnommen, zeigt jedoch eine viel größere Breite als„Louise". Der Held ist ein armer, in den untersten Volksschichten ausgewachsener Mensch, dSJ aber eine tiefe Liebe zur Dichtung und Schönheit in sich trägt, brauch bestimmt sin?, an CtJeti, Teiche Sem Publikum zugänglich sind, ausstellt oder solche Gegenstände dem Publikum ankündigt oder anpreist". Es ist auch richtig, daß wiederholt Verurteilunger erfolgten, weil Schutzmittel gegen venerische Ansteckungen ang-� boten wurden. Aber keineswegs hat unsere Rechtsprechung erklärl- solche Verbreitung sei stets strafbar. Sie ist es vielmehr nur dann wenn die Gegenstände unzüchtig, das heißt im gegebenen Fall objektiv geeignet sind, das Scham- und Sittlichkeitsgefühl in geschlechtlicher Beziehung gröblich zu verletzen und wenn die Absich des Täters auf Verwendung zu unzüchtigem Gebrauch gerichtet ist. Tie etwa ausgestellten Schutzmittel wären nicht.zu unzüchtigem Gebrauch", sondern zur Aufklärung und Verhütung von Krank- Herten ausgestellt. Ueberdies könnten sie als Ausstellungsobjekte nicht als»unzüchtig" erachtet werden. Indes das Hygieneous stellungskomitee ist anderer Ansicht. Und dieser Ansicht hat sich offenbar die»Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrank heiten" gefügt. Auf einer Konferenz dieses für die Volksgesundheit so wichtiger! Vereins ist folgende Resolution angenommen. »Da die seitens der reichsgesetzlichen Judikatur geübte Auslegung de? Z 184 Absatz 3 eine schwere Gefährdung der Volksgesundheit m sich schließt, und die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, wie sie planmäßig von der dazu gegründeten Gesellschaft unter weitest- gehender Unterstützung des deutschen Aerztestandes, wie der hier- für berufenen Kreise inauguriert worden ist und in der Gegen- wart nahezu unmöglich gemacht, da andererseits an eine Aende- rung dieser Rechtsprechung kaum zu denken ist, so ist nur auf dem Wege einer veränderten Fassung der in Frage kommenden Bestim- mung eine Alchilfe möglich. Dieselbe ist derart zu gestalten, daß für die Strafbarkeit einzig und allein das objektiv feststellbare Merkmal der den Anstand gröblich verletzenden oder öffentliches Aergernis erregenden Ankündigung und Anpreisung von unzüchtigen Gegenständen zu gelten hat." Wie oben dargelegt, ist die Annahme, daß die geplante Aus- stellung gegen§ 184 Ztfßer 3 nach der reichsgesetzlichen Judikatur verstoße, irrig. Sie übersieht vor allem, daß vielleicht Gegen- stände derselben Art, wie ausgestellt werden sollten, unter gewissen Umstände» zu unzüchtigem Gebrauch bestimmt sein können, nicht aber die ausgestellten Gegenstände.»Die»Gesellschaft zur Be- kämpfung der Geschlechtskrankheiten" hätte es ruhig darauf ankommen lasten können— und war tvohl auch willens dazu—, ob in der Tat eine Anklage oder gar ein Urteil ergehen würde, dessen Quintessenz wäre: die Wirkung der Ausstellung der»Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten" ist— unzüchtig, strafbare Unzucht. Dessen halten wir selbst ein deutsches Gericht für unfähig. Indessen die»Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten hat sich wohl der irrigen Ansicht des Hygieneausstellungskomitees beugen müssen, falls sie nicht— was wir in diesem Fall für richtiger gehalten hätten— überhaupt darauf verzichten wollte, durch ihre Beteiligung den Anschein zu erwecken, als sollte die sogenannte H»gieneausstellung in der Tat der Hygiene dienen. Hat das HygienemrsstellungSkomitee aber die Ansicht, eine etwaige Ausstellung von Schutzmilteln zu Verhütung venerischer Krankheiten könnte eine Anklage und Verurteilung aus § 184 Ziffer 3 des Strafgesetzbuches nach sich ziehen und wollte es dem in aufopferungsvoller Vorficht entgehen, so ist es schlechter- dingS unverständlich, weshalb dasselbe Komitee»Mustereinrich- tungen der Berliner Polizei für die Prostituiertenuntersuchung" sowie(im Saal 3) Gebetsschriften als Schutzmittel gegen venerische Krankheiten zugelassen hat, ohne aus Furcht vor einer Anklage aus £ 181 Ziffer 3 des Strafgesetzbuches schlaflos zu werden,, Hus aller Melt. Sin franzölircbcs JMieltfchin. AuS Paris wird geschrieben: Vor dem Strafgericht in » v a l l o n wird gegenwärtig ein Kindermißhandlungsprozeß der- handelt, der Scheußlichkeiten zutage gefördert hat. die an die Greueltaten in M i e l t s ch i n erinnern. Die Kinder-Bewahranstalt von Bermireaux. deren Besitzerin, Frau Solliveaux, ihren Schutzbefohlenen»beste Ernährung. Behandlung und Pflege" versprach, hat seit Jahren nicht nur von Privatpersonen. sondern auch von Gemeinden und dem Staat unmündige Waisen zur Erziehung überwiesen erhalten. Die Kinder haben bei Frau Solliveaux ein Jammerdasein geführt. Eine auf Grund einer Anzeige im Juli 1310 vorgenommene Untersuchung hat gezeigt, daß verdorbenes Fleisch und bereits in Fäulnis übergegangenes Gemüse die tägliche Nahrung derZöglinge bildeten. DaS allmächtige Erziehnngs- mittel der Anstalt war die Hundepeitsche, mit der die Knaben und Mädchen blutig geschlagen wurden, so daß sie sich vor Schmerzen oft Nächte hindurch auf ihrem schlechten Lager hin und herwälzten und keinen Schlaf fanden. Drei Kinder sind nachweislich der_ grausamen Behandlung erlegen. Ein lljähriges Mädchen wollte aus Verzweiflung seinem Leben vurch Erhängen ein Ende machen und konnte nur durch das Hinzukommen einer Wärterin hieran gehindert werden. Ein lungen- kranker Knabe, der bereits Blut spuckte, wurde im Winter bei eisiger Kälte im offenen Wagen von der Anstalt nach der Bahnstation ge fahren. Das Einsperren in den Schweinestall, das auch bei 23 Grad Kälte stattfand, war eine der geringeren Strafen. Als Entschuldigung für ihre Handlungsweise hatte Frau Solliveaux vor Gericht bisher nur anzuführen, daß die Kinder in äußerst verwahrlostem Znstand ihr zugeführt seien und daß sie nur mit drakonischen Mitteln habe erziehen können. Maffenerkrankungen an Paratyphus. Im Krankenhaus zu K o n st a n z sind dreißig Erkrankungen an Paratyphus vorgekommen. Vier Schwestern und ein Arzt find erkrankt. Die Erkrankungen sind zum Teil ern st erNatur. Ein Patient aus Laar ist bereits gestorben. Der Verdacht, daß es sich um Speisevergiftungen handle, wurde durch verschiedene Er- scheinungen und durch die bakteriologische Untersuchung nicht be- stätigt. Es liegt Paratyphus vor, die sehr ansteckende und auch bei ganz gesunden Menschen plötzlich auftretende Krankheit. Da die Vorbeugungsmaßregeln, die in der Isolierung der Kranken bestehen. im Konstanzer Krankenhaus scharf beobachtet werden, besteht für die Bevölkerung der Stadt keine Gefahr der Ansteckung. Das Kranken» haus ist jedoch auf einige Tage für weitere Neuausnahmen geschlossen worden._ Großer Versicherungsschwiudel in Amerika. Einer wunderbaren Art von Versicherungsgesellschaften ist man in Philadelphia auf die Spur gekommen. Ein 13 jähriger Bursche namens Hermann Robinson war zum Präsidenten von zwei Gesellschaften und zum Sekretär einer dritten Gesellschaft mit dem fürstlichen Gehalt von 1 Pfund pro Woche ernannt worden. Drei Gauner namens Belati, Malchich und Wernburg hatten sich dazu vereinigt 14- Lebens-- und FeucrversicherungSgesell- schaften mit einem Kapital von angeblich 6 Millionen Dollar zu gründen. Die Angestellten der Gesellschaften er» hielten 53 Proz. und die Inspektoren 10 Proz. Kommission. Die Einnahmen sollen sich pro Monat auf 33 300 Dollars beziffert haben. Belati und Malchich hatten zwei große Behälter in ihrer Wohnung aufgestellt, in die sie das eingekommene Geld einfach hin- einwarfen. Oftmals waren die Behälter vom Gelde überfüllt. Robinson mußte sich wie ein junger Millionär kleiden und aus- streuen, daß er nur aus langer Weile das Präsidium der Ge« sellschaft übernommen habe. Schließlich wurde es ihm aber zuviel, mit fünf Dollar die Rolle eines Millionärs zu spielen und er zeigte die Geschichte bei den Versicherungsinspektoren an, die eine Untersuchung bei den Ver- sicherungsgesellschaften einleiteten und den Schwindel an den Tag legten._ Kleine Notizen. Ein Major wegen Notzucht verurteilt. DaS Kriegsgericht in Mannheim verhandelte gestern und vorgestern gegen den Major vom Stabe des Regiments Nr. 110 v. Blücher wegen Notzuchts- Verfehlungen, die an der siebzehnjährigen Tochter eines Musikers verübt wurden. Die Verhandlung fand unter Aus- srbluß der Oeffentlubkeit statt. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. Der Major wurde sofort in Haft ge- n o m m e n. Alcuterei im Gefängnis. In dem Militärgefängnis des Forts G a f s i o n bei Aire(Departement PaS de Calais) brach eine Meuterei aus. Die Häftlinge zerstörten zahlreiche Einrichtung?- gegenstände und versuchten zu entweichen. Sie wurden mit vieler Mühe überwältigt. Mit der Lohnkasse durchgebrannt. Nach einer Meldung aus Magdeburg hat der 20 jährige Handlungsgehilfe Crakau nach einem wohlvorbereiteten Plan der Zementfabrik in Schönebeck einen Beutel mit 3000 M. Lohngeldern gestohlen und ist in Begleitung seines Bruders und Freundes geflüchtet. Wahrscheinlich beabsichtigt er. über Köln nach Holland zu entkommen. Zwei Kinder verbrannt. Gestern abend brannte das Anwesen deS Kätner« Christensen in Dünth auf der Halbinsei Broacker(Alfen) nieder. Die vierjährige Tochter deS Besitzers und der fünfjährige Sohn des Musikers Hansen verbrannten. Seine Kinder in Stücke geschnitten. Wie aus Trifail im steirijchen Kohlengebiet gemeldet wird, hat der Bergarbeiter Anton H l e b i c ohne-jede Ursache einem seiner beiden Knaben mit einem scharfen Mesier den HalS durchschnitten und die beiden Hände ab» gehackt und dem anderen Knaben tödliche Schnittwunden am Halse beigebracht. Der Unmensch wurde von Gendarmen verhastet. Schweres Brandunglück im Harz. Im Dachgeschoß eines Wohnhauses in Harzgerode brach Feuer aus. während die Bewohner, der Schuhmachermeister Karl Hammer und seine Frau in Quedlinburg weilten. Von den beiden zurückgebliebenen� Kindem konnte sich ein 13 jähriges Mädchen retten. Das sechsjährige Töchterchen Ella dagegen verbrannte in dem Wohnhaus. Im Rhein ertrunken. Drei junge Leute badeten im Rhein ober« halb Kölns. Einer derselben, ein junger Ziegeleiarbeiter, geriet an eine tiefe Stelle und ertrank. Die beiden übrigen versuchten ihn zu retten und sind ebenfalls ertrunken. Opfer der Berge. Aus Innsbruck wird gemeldet: Eduard Stanley aus London, der mit zwei Freunden und einen) Berg- führer zur Troppauer Hütte auffteigen wollte, ist in den Vintschgauer Bergen abgestürzt und tot aufgefunden worden. Die Leiche wurde nach Saas gebracht.— Vom Alten st ein bei Reute stürzte der Grazer Hochschüler Strohschneider ab; er war sofort tot. Brnfkaftai der Redaktion. Die intifttfdje Svrechst-nd- findet Lindenftr-ife«9. vor« vier Zrepptl« — Fahrstuhl—, wochcntaglich von iVi bis 7% Uhr abends, Lonuabends» von iy, HS 6 Uhr abends statt. Jeder für den Brieftasteu bestimmten«nfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merlzcichcn detzufügen. Briefliche Anlwor« wird nicht erteilt Anfragen, denen leine Abonnementsquitinn, beigefügt ist, werden nicht beantwortet. EUige Fragen trage man in der evrcchstuude vor. R. 1311. 1. Ja. Soweit Ihre Darstellung erkennen läßt, sind etwa 53 M. angemessen. 2. Aerztekammer, An der Spandauer Brücke 6. Für den Fall eines Prozesses bestimmt das Gericht einen Sachverständigen. 3. Die Berliner Gerichte haben— unseres Trachtens mit Unrecht— tu solchen Fällen wiederholt die Frau ebenfalls für zahlungspflichtig erllärt.— K. t. 99. An das Polizeirevier oder an die Versicherungsanstalt.— R. M.— Magistrat Berlin.— E. R. 39. Der Unternehmer ist für die ganze Zeit zum Nachtleben verpflichtet. Wenden Sie stch an den Magistrats« kommissar. Am Köllnischen Park 8 Eintriltsgeld brauchen Sie nicht noch einmal zu zahlen. Die elwaigcn Kosten für ein Buch ist der Unternehmer zu ersetzen verpflichtet.— H. 2. 9. Ihre Schwester ist gebunden, well sie eine Anzabtung geleistet bat.— Hayna». Leider ja.— B. S3. An den Magiftralstommisjar jür Invalidenversicherung, Am Köllnischcn Park 8. Die Hähte wird erstattet, wenn der Antrag sofort gestellt wird.— Alter Abonnent 1933. 1. Der Prozeß erscheint durchführbar, wenn Ihre Behauptungen bewiesen werden können. 2. Ja. 3. Auffordern unter Frist- setzung, eventuell Klage.— 53 H.(S. Sie können selbst beim Schöffengericht llagen. Wir verstehen Ihr Schreiben so, daß die Aeußernng gefallen, die Behauptung aber unwahr ist.— W. P. 3. Nach Ihrer Darstellung find Sie im Recht.— M. 2. 2. Nein. ES muß aber reklamiert werden.— 2ch. Nr. LS. Kosten sür Arzt und Hebamme nicht, Fahrgeld w Ihrem Fall« ja.— X. 1383. Ohne Zustimmung der.Edestau new. — A. K. Nein.— LK. 4. P. Ihre Fragen sind unverständlich. Kommen Sie in die Sprechstunde.— D. R. 23. 1. Nein. 2. Ausklagen und als« dann beim Amtsgericht unter Ueberreichung des Schuldtitels Psändung be« antragen. 3. Richten sich nach der Höhe deS Objekts. 4. Wenden Sie sich an den Vorsitzenden Hermann Lamms, Rixdors, Stemmetzstr. 51.— Schmidt, Jägerbude. Die sragliche, übrigens noch nicht rechtSkrästige Entscheidung deS Bezirksausschusses lriffl auf Ihren Fall nicht zu, deshalb: nein.— R. D. Bis zum Ablauf von drei Wochen nach der Fälligkeit deS Darlehns kann der Psandlciher die Herausgabe verweigern, falls nicht der Plandschein beigebracht wird. Nach Ablauf der drei Wochen kann Sinlösuns erfolgen.—(f. H. 138. Berlin-Milte, Neue Friedrichstr. 12/15.— Ro. K. 35. Die Kosten müssen bezahlt werden. Militärpapiere genügen. — Mörs-Rees. Nein.— 133 A. Reichsfinanz.— Zcppeltu. Ja.— unger Genosse. Der Landtag gilt sür den Bundesstaat Preußen als oUSoertrelung, der Reichstag ist es sür das ganze Reich. Parlament— Ort der Besprechung, der Beratung— nennt man die BoltSvertrewnge». — R. M. 83. Wiederholen Sie bitte Ihre Anstage.— I. Nein. Sstttcrungsüberiilb» vom 21. Juli 1911. » 9 i- 2= jf 2 SwMemdl Fr an 11.« SR, Mün Wien vchen c i B? 770 W 770 D 771 NW 771 SO 772 Still 769 NW aetta 1 bedeckt 2 wolkig 1 bedeckt iDuitsi wollen! 1 heiter ws d» »II i? Mi üi Haparanda Petersburg Sctllh üb erde« ParrS II ■f 762 N 760 SN« 767 SS» 761 SSW 771 StA 2 bedeckt 1 bedeckt 3 bedeckt 2 wollig —, wo Heul t* üi M 15 IS IT 23 SSettrrprognofe Gr Sonnabend, de» 22. Juli 1911. Ziemlich wann und schwül, zeitweise heiter, aber veränderlich bei meist schwach« südwestlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. Berliner Wetterbureau. WasserftnnbS.Nachrltbte» der LandeSanstaN für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner vetkerburea» Wagerstand M e m» 1. TUM Brezel, Jnfterbmo Weichsel, Thorn Oder, Ratibor » Krosien » Frankturt Warthe, Schrunm » LanbSberg Netze, Bordanuu Elbe, Lcilmcntz , Dresden . Bardo Magdeburg 1 4- bedeutet Wuchs,— Fall.—•) Ilnterveael. —.• C=g—l=>—t=3»»g=9*«C=3»»g=3—g=»»»g=J»»C=>*»C=3»»t==J— 6=3— 6=»—«==:>»•<==>— Unsere Schlager ges. gesch. /AARKE. DROpAGO h 1 Sleyanfe formen f 75 l l erregen durch Preiswürdigkeit und Eleganz berechtigtes Ein einmaliger Kauf macht Sie zum ständigen Kunden.' Neu eröffnet: Oranienstr. 51 5ALAMB0 LUXUS Fornehine tftahm&Jtidfrf. w Filiale im Osten Andreasstraße 48. !• I UfeiöBlffifliiliä« IBcbaltiut VMard Parti, Verlis.§üc den Lnseratsiitsil verallts.� Ti.Gtsche. Berlin. Dttulil.LkrlaLiBilrwärts Lucbdruckcrei u, IsilagvOBltzalt SivEN».Co,, It. 169. 28. ZahtMs. 3. KnlW in, Amiiris" Arlim AUntl ZoNckend, 22. Juli 19Ü Partei-?Zngelegenkeiten. Zweiter Wahlkreis. Morgen Sonntag, früh 8 Uhr, an der Königsheide inahe Späths Baumschule): W a I d f e st. Spiele für Große und Kinder usw. Verbindungen: Straßenbahn 47 und Südring I bis Buschkrug oder Stadtbahn bezw. Görlitzer Bahn bis Baumschulenweg. Vierter Wahlkreis. Am Sonntag, den 23. Juli 1911, findet durch UrWahl die Wahl des Vorstandes und der Revi- soren für den Wahlverein statt. Die Wahl beginnt um 9 Uhr vormittags und endet um 1 Uhr nachmittags. Die Zusammen- stellung der Teilresultate erfolgt um 4 Uhr nachmittags im Generalwahlbureau bei P. Hoffmann, Königsbergerstr. 28. _ Der Vorstand. Tie Kreis» Generalversammlung des Sozialdemo- kratischen Wahlvereins für Niederbarnim »agt am Sonntag, den 23. Juli 1911, vormittags 19 Uhr, im „Cafe Vellevue" in Rummelsburg, Hauptstr. 2. Auf der Tagesordnung steht: 1. Tätigkeitsbericht vom 1. Juli 1910 bis 30. Juni 1911. 2. Wahl der Kreisleitung. 3. Der deutsche Parteitag und die Frauenkonferenz: Wahl von fünf Delegierten. 4. Die Provinzialkonferenz und Wahl von drei Delegierten. £5. Erledigung der eingegangenen Anträge. Zur Teilnahme sind verpflichtet: Die gewählten Dele- gierten, die Bezirksleiter und die Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsmitglieder, die den Verhandlungen als Gäste beiwohnen wollen, haben als Legitimation ihr Mitglieds- buch vorzuzeigen._ Der Kreisvorstand. Königs-Wusterhausrn. Sonntag, den 23. Juli 1811, nachmittags 4 Uhr, findet in Deutsch-Wusterhauseu unter sreiem Himmel auf dem Grundstücke des Maurers Wilhelm Berg eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt. Tagesordnung: Das Steigen der roten Flut und die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Gewerkschaftssekretär Genoffe Wuschick-Berlin. Diskusfion. Die Genossen und Genossinnen von den umliegenden Ortschaften, die an der Versammlung teilnehmen, treffen sich um 3'/z Uhr in Königs-Wusterhausen im Lokale von Heidrich, Berliner Str. 25, zum gemeinsamen Abmarsch. Der Vorstand. Groß-Lichterfelde. Dienstag, den 25. d. Mts., abends 8'/, Uhr, findet bei Fr. Wahrendorf, Bäkestr. 22, die General- Versammlung statt. Tagesordnung: Bericht der Funktionäre, Neuwahl und Erledigung des Antrages auf Einführung eines freiwilligen Beitrages für den Bildungsausschuff. Es wird nochmals auf das Sonntag bei Wahrendorf, Bäkestr. 22, stattfindende Volksfest aufmerksam gemacht. Berliner JVadmcbten* Die Ferienspiele auf den Altßenspielplätzen< bedeuten für die Kinder eine recht nützliche Einrichtung. Auf diesen Plätzen können sich die Kinder ungehindert dem Spiel und der Zerstreuung hingeben: sie sind fortwährend in frischer Luft, und was die Hauptsache ist, auch den Gefahren der Grosistadtstrabe entzogen. Wer schon einmal Gelegenheit genommen hat, das Leben und Treiben auf einem solchen Ferienspielplatz zu beobachten, wird seine helle Freude er leben. Ungehindert, befreit von der strengen Schulzucht tollen Knaben und Mädchen umher, daß es nur so eine Art hat. Man bedauert höchstens, daß es nicht noch einer größeren Anzahl Kindern vergönnt ist, an diesen Spielen teilzunehmen. Viele arme Kinder müssen auch während der Ferien ihren Eltern helfen, müssen ihre kleineren Geschwister verwarten, andere Kinder können nicht nach den Spielplätzen hinausfahren, weil die Eltern nicht in der Lage sind, ihnen das Fahrgeld geben zu können. Es sind immerhin 20 Pfennige Fahrgeld pro Tag, die Hin- und Rückfahrt kosten, und das können viele Eltern nicht entbehren, zumal wenn mehrere Kinder in der Familie vorhanden sind. Wer es aber irgend kann, sollte feinen Kindern die Vergünstigung gewähren, soll doch die kurze Ferienzeit auf ein ganzes Jahr Erholung und Kräfti- gung schaffen. Obwohl vor Eintritt der Schulferien in den Schulen Näheres über die Spielplätze mitgeteilt worden ist, sind doch, nach uns zugegangenen Anfragen zu schließen, zahl- reiche Eltern nicht im klaren darüber, an welchen Plätzen die Kinder sich versammeln. Wir veröffentlichen deshalb nach- stehend eine Zusammenstellung der Schulhöfe, die als Sammelstellen für die Außenspielplätze in diesem Jahre in Frage kommen. Es sind die folgenden: l. Für Plänterwald: 17. Für Blankenfelde I: 1. Wilhelmstr. 117. 1. Keibelsir. 80/31. 2. Gneisenaustr. 7. 2. Pasteurstr. 6. 3. Reichenberger Str. 67/70. 3. Prenzlauer Allee 227. 4. Britzer Sir. 17/18. 4. Sonnenburger Str. 21. S. Stallschreibcrstr. 54. 5. Greifenhagener Str. 26. 6. Manteuffelstr. 7. 6. Kastanien-Ällee 82. 7. Naglerstr. 3. 7. Senefelderstr. 6/7. £1. Für Wartenberg: V. Für Blankenfelde II: 1. Marknsstr. 40. 1. Hinter der Garnisonkirche 2. 2. RüderSdorfer Str. 4/5. 2. Gipsstr. 28a. 8. Litthaner Str. 13. 3. Gartenstr. 107. 4. Petersburger Str. 4. 4. Ruppiner Str. 43. 5. Straßmannstr. 0. 5. Slralsundcr Str. 54. 6. Strausberger Str. 9. 6. Pulbuser Str. 23. 7. Olivaer Str. 10. 7. Prinzen-Allee 8. HI. Für Buch: 1. Ackerstr. 67. 2. Albrechtstr. 18/14. 8. Kesselstr. 3/4. 4. Pantstr. 20. 5. Ostender Str. 30/40. 6. Ruheplatzsir. 6/7. 7'TchuIstr. 09/100. VL Für Grunewald: 1. Ouitzowstr. 115. 2. Rostocker Str. 85. 8. Bremer Str. 12/17. 4. Waldenserstr. 25/26. 5. Levetzowstr. 20. 6. Derfftingerstr. 18a. 7. Äulmstr. 15. Zu de»«tadtverordnctenwahlen im Herbst. Die Termine für die diesjährigen Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenversammlung sind für die 3. Abteilung auf Sonntag, den 5. November, für die 2. Abteilung auf Montag, den 6. November, für die 1. Abteilung auf Dienstag, den 7. November, festgesetzt worden.. Die SonntagSwahlen der 3. Abteilung sollen in der Zeit von 12 bis 6 Uhr stattfinden. Bei dieser Gelegenheit werden die Parteigenossen von «euem darauf hingewiesen, die nur noch bis zum 30. Juli ausliegenden Gemeindewählerlisten einzusehen und sich ihr Wahlrecht zu sichern. Wer nicht in der Liste steht, darf am 5. November nicht wählen I Die Belämpfung der Arveiterturner läßt sich auch die Schul- deputation in Zehlendorf angelegen sein. Dem Leiter der Lehrlings- turnabteilung des Arbeitcrturnvereins„Vorwärts" ist aufgegeben worden, Zeugniffe über Befähigung als Turnlehrer und über sitt- liche Befähigung für Unterricht und Erziehung beizubringen. Die Aufforderung ist von demselben ungesetzlichen Geiste diktiert, wie ihn auch eine neuerliche Aufforderung des Provinzialschulkollegiums an den Berliner Turnverein.Fichte" atmet. Für diese Herren scheint da? Reichsgerichtsurteil nicht zu existieren, in dem ausgesprochen ist, .daß in Preußen die Erteilung von Turnunterricht an jugendliche Personen nicht zum Unterrichtswesen gehört und daß es an einer gesetzlichen Vorschrift mangelt, welche die Schulverwaltung ermächtigt, die Erteilung von Turnunterricht in den Arbcitertnrnvereinrn an nicht mehr schulpflichtige Personen von einem Erlaubnisschein ab- hängig zu machen. Die dahingehenden Anordnungen sind von der Schulverwaltuug nicht innerhalb ihrer Zuständigkeit getroffen." Dieses Urteil des höchsten deutschen Gerichtshofes ist am 28. Juni 1910 gefällt, es ist dem Provinzialschulkollegium bekannt. Wenn trotz dieses Urteils ein Unterrichtserlaubnisschein von den Erieilern von Turnunterricht an Jugendliche verlangt wird, so handelt die Schulbehörde bewußt gegen das Gesetz. Wir haben schon in unserer Nummer vom 7. Juli die Staatsanwaltschaft aus- gefordert, ihres Amtes zu walten und gegen die Schulverwaltung beziehungsweise die auffordernden Beamten wegen Amtsmißbrauch und Erpressung vorzugehen. Was hat die Staatsanwaltschaft bisher getan? Zu dem Bau eines GeschlechtskrankrichauscS für Frauen wird vom Magistrat mitgeteilt: .Die von einigen Zeitungen gebrachte Meldung über die An- nähme des Vorentwurfs für ein neues Krankenhaus für 400 ge- schlcch-skranke Frauen im Arbeitshause Rummelsburg seitens der Hochbaudeputation ist nicht zutreffend. Die Deputation hat wohl u. a. den Vorentwurf und den mit 1 593 000 M. auslaufenden Kostenüberschlag für den Bau der genannten Krankenstation in ihrer letzten Sitzung beraten, auch den vorliegenden Entwurf als die beste Lösung der Frage anerkannt. Dennoch hat die Deputation be- schloffen, wegen des beschränkten Raumes auf dem Grundstücke des Arbeitshauses in Rummelsburg das Projekt dem Magistrat nicht zu empfehlen. Es ist aber als wahrscheinlich zu betrachten, daß das neue Krankenhaus auf RummelSburger Gebiet zu stehen kommen wird. Nach dem neuesten Beschluß der vom Magistrat eingesetzten Kam- Mission zur Prüfung der von der Krankenhaus-Deputation gestellten Anträge auf Neu- und Umbauten bei den städtischen Krankenhäusern soll die Hochbau-Deputation im Berein mit der Grundeigentums« Deputation ein passendes Grundstück von dem städtischen Besitz in Rummelsburg als Bauterrain auswählen und den dahin gehenden Vorschlag alsbald einreichen." Diese Nachricht klingt etwas befremdlich. Es ist ein Borentwurf für den Bau eines Geschlechtskrankenhauses für Frauen ausgearbeitet, ohne daß man sich über den Bauplatz im Klaren ist. Die Frage de« Platzes hätte aber zuerst und auch schon längst gelöst sein muffen._ Uebergriffe eines Standesbeamten. Uns werden von Zeit zu Zeit Vorkommnisse berichtet, aus denen hervorgeht, daß manche Standesbeamten weit über die Grenzen ihrer AmtSbefugniffe hinausgehen und die geeignet sind, diejenigen zu verletzen, die auf dem Standesamt zu tun haben. Ein Fall aus jüngster Zeit liegt folgendermaßen: Auf dem Standesamt am Gartenplatz bestellte gestern, am 21. Juli, der Handlungsgehilfe R. mit feiner Braut das Aufgebot. Auf die Frage nach der Religion antwortete R. der Wahrheit gemäß, daß er konfessionslos sei. Auf den Hinweis, daß auf der Geburtsurkunde R. als evangelisch be- zeichnet werde, erklärte R., daß er bereit sei, die amtsgerichtliche Austrittsbescheinigung vorzulegen. Daraufhin bemerkte der Standesbeamte:„Ach, Sie sind wohl auch so einer, der im jugend- lichen Uebermut ausgetreten ist," worauf R. antwortete, daß ihm seine innere Ueberzeugjing das geboten habe; worauf wieder der Standesbeamte entgegnete:„Sie werden schon noch zurückkommen, wenn Sie Ihren Frieden haben wollen." Diese Aeußerungen des Standesbeamten sind gänzlich ungehörig und stellen eine Ueber- schreitung seiner Amtsbesugnisse dar. Der Beamte hat Kenntnis von den Personalien des Besuchers zu nehmen und Vorlegung der gesetzlich vorgeschriebenen Papiere zu verlangen, eine Kritik der religiösen Stellung der Besucher steht dem Herrn nicht zu, ist nicht seines Amtes. Sonst könnte umgekehrt jeder Besucher auch dem Herrn Standesbeamten ein Privatissimum über die Religions- Zugehörigkeit des Beamten halten. Der Oberpräsident hat schon in verschiedenen Fällen Standesbeamte, die sich in gleicher Weife Ueberschreitungen ihrer Amtsbefugnisse erlaubten, gerügt; viel- leicht wird dem Herrn am Gartenplatz auch eine Belehrung zuteil. Bei der weiteren Vernehmung richtete der Beamte an die Braut des R. die Frage nach ihrem Beruf, worauf die Antwort:„Ar- beiterin" erfolgte. Das genügte dem fragenden Herrn nicht. Als er hörte, daß das Mädchen in einem elektrischen Betriebe be- schäftigt war, meinte er:„also elektrische Arbeiterin!"—„Nein, Arbeiterin!" war die Antwort; worauf der Beamte memte:„Das unterscheiden wir hier so." Ter Bräutigam wies auf das Ver- kehrte dieser Bezeichnung hin, indem er sagte, dann bezeichne der Herr Beamte wohl auch eine in einem Dampfbetriebe beschäftigte Arbeiterin als.,Dainpf"-Arbeiterin, was sprachlich doch auch un- richtig sei. Nichtsdestoweniger trug der Herr ins Protokoll die Be- Zeichnung:„elektrische Arbeiterin" ein. Erst auf den Protest deS Bräutigams hin und im Einverständnis der Braut mußte der Beamte das Wort:„elektrische" wieder auS dem Protokoll ent- fernen. Es wäre erwünscht, aus unserem Leserkreise zu hören, ob noch andere Personen auf diesem Standesamt ähnliche Erfahrungen gemacht haben._ Die Strasienarbeiten in der GreifSwalderstraße zwischen der Ringbahn und der Weichbildgrenze schreiten voran, so daß es nicht mehr lange dauern wird, bis der schmale Pfad, der Berlin und Weißensee an dieser Stelle bisher verband, sich zu einer breiten Hauptstraße entwickelt haben wird. An die Stelle der jetzigen, mit ihren dielen Buden und Zäunen, allerhand Schuppen und Ge- rümpel wenig vorteilhaft anmutenden Gegend wird dann� ein schmuckes, sauberes Häuserviertel treten. Leider haben die schönen, starken Rüstern in ihrer jetzigen Anordnung keinen Platz mehr in der neuen Straße. An einigen Stellen kämen sie zu tief, an an- deren zu hoch, an noch anderen auf den Fahrdamm zu stehn. Zum Verpflanzen sind sie zu stark, sie müssen also jungem Nachwuchs Platz machen. Dafür, daß die jungen Bäume schnell heranwachsen und gedeihen können, wird in der Weise gesorgt werden, daß in Breite der späteren Pflanzenstrcifen auf der ganzen Länge der Straße der jetzige befestigte Boden zunächst gut gelockert und erst dann mit weiterem guten Boden aufgehäuft werden wird. So wird erreicht, daß den Wurzeln der Bäume dauernd, auch iin� Alter natürliches Erdreich zur Ausbreitung zur Verfügung steht, und es wird vermieden, daß die nahrungsuchenden Wurzeln der heran- gewachsenen Bäume, wie dies bei unbedacht unternommenen Stratzenanschüttungen vorkommt, auf einmal auf die befestigte che- malige Straßendecke stoßen und elendiglich vergehen müssen. Solche vorausschauende Maßnahmen erfordern natürlich erhebliche Mittel, aber sie machen sich materiell und ideel reichlich bezahlt. Ein Kriegerdenkmal in Groß-Berlin. Auf eine Anfrage des Reichskanzlers, ob der Magistrat bereit sei, für die Errichtung eines Denkmals für die in außereuropäischen Ländern gefallenen Krieger einen geeigneten Platz zur Verfügung zu stellen und die Kosten der Unterhaltung der Denkmalsanlage zu übernehmen, hat der Magistrat in seiner gestrigen Sitze beschlossen, zustimmend zn antworten._ Ein Denkstein wird am Sonntag, den 23. d. Mts., auf dem neuen Rixdorfer Gemeinde-Fricdhof— Maricndorfer Weg— am Grabe des vor einem Jahre verstorbeneu Genossen Fritz Maschke ent- hüllt. Die Feier findet nachmittags 4 Uhr statt. Sandspirlplätze. Zu der unter vorstehender Spitzmarke am Witt- woch veröffentlichten Notiz wird aus unserem Leserkreise darüber Klage geführt, daß bei Errichtung von Sandspielplätzcn der Osten sehr stiefmütterlich bedacht worden sei. Gerade hier wohnten viele Arbeiterfamilien, deren Mittel es nicht erlauben, die Kinder zur Er- holung fortzuschicken. Die Anwohner der Liebig-, Etdcnaer, Mirbach-, Rigaer-, Proskauer Straße u. a. hätten alle Ursache, über das Nicht- Vorhandensein eine? Sandspielplatzes in der Nähe Klage zu führen, obwohl im Park am Viehhof genügend Platz für eine solche Einrichtung vorhanden sei. Vielleicht bedars es nur dieses Hinweises, um unsere Parlverwaltung zu veranlassen, den Wünschen der An- wohner jener Gegend nachzukommen. Giebclreklamcn in Berlin. Der Berliner Polizeipräsident hatte die Entfernung der beiden gemalten großen Suchardrellamen auf einer Giebel- und einer Hinterwand des Hauses Breitestraße 1—2 verlangt. ES war keine Genehmigung dafür erteilt, während§ 94 der Berliner Polizeiverordnuug vom 31. Dezember 1899 bestimmt, daß zur Au- bringung von Aushängeschildern und anderen Anlündigungs» Mitteln des Gewerbebetriebes eine polizeiliche Genehmigung erforderlich sei, sobald sie so angebracht werden, daß sie von der Straße aus sichtbar sind. Die interessierte Firma � Bartel klagte nach vergeblicher Beschwerde beim Oberpräsidenten.— Das Oberverwaltungsgericht ver- handelte seinerzeit in der Sache. Es kam aber damals zu keiner Entscheidung. Vielmehr wurde das Urteil„ausgesetzt", d. h. die Verkündigung erfolgte später nach Fällung des Urteils durch schrift- liche Zustellung an die Parteien. Jetzt wird das interessante Urteil bekannt. Die Klage wurde mit folgender Begründung abgewiesen: .Die polizeiliche Verfügung stützt sich auf die§§ 93 und 84 der Polizeiverordnung vom 31. Dezember 1809. Deren Gültigkeit ist anerkannt. Zu den.anderen Ankündigungsmitteln" gehören auch unmittelbar auf Wände oder Giebel gemalte Rellameausschristen. Die Polizeiverordnuug fordert eine polizeiliche Genehmigung dafür. Wenn eine nicht genehmigte Rellame angebracht ist, kann daher die Polizei die Beseitigung verlangen. Eine Bestimmung, daß die polizeiliche Genehmigung bei dem Zutreffen gewisser Voraussetzungen erteilt werden muß, ist in der Polizeiverordiiung nicht einhalten. Vielmehr ist die Erteilung oder Versagung der Genehmigung in das pstichtmäßige Ermessen der Polizeibehörde gestellt. Nur bei Willkür (Schikane) könnte der Verwaltungsrichter eingreifeii. Das ist hier nicht der Fall. Denn aus der Auskunft des Polizeipräsidenten geht hervor, vaß objektive polizeiliche Erwägungen für die Polizei be- stimmend waren. Die Polizei weist darauf hin. daß hier die Art der Ausführung der Schilder geeignet ist, den sehr lebhaften Verkehr auf dem Schloßplatz zu beeinträchtigen und Passantcu zu belästigen. Ob die Gesichtspunkte in mehr oder minder erheblichem Maße zu- treffen, darüber hat das Gericht nicht zu befinden. Auch wenn in anderen Straßen mit lebhaftem Verkehr(wie Kläger behauptete) gleichartige Schilder von der Polizei geduldet würden, so stände das dem Kläger nicht zur Seite. Ein Dritter kann Ansprüche daraus nicht herleiten. Es gehört auch nicht zu den Aufgaben de« Ver- waltungSrichterS, eine bestehende Polizeiverordnuug darauf zu prüfen, ob sie den berechtigten Anforderungen des modernen Verkehrs in allen Punkten noch Rechnung trägt." Zu dem Unfall de» Genossen Zuvcil ist zu berichten, daß unser Freund unter erheblichen Schmerzen zu leiden hat, daß aber eine zuverlässige Feststellung über eventuelle Verletzungen innerer Organe sich noch nicht hat ermöglichen lassen, lieber den Unfall hatte der .Lokalanzeiger" berichtet, daß Zubeil beim Aufsteigen auf dem Straßenbahnwagen abgeglitten und unter den Wagen gekommen wäre. Diese Mitteilung trifft nicht zu. Zubeil ist vielmehr mit dem Stiefelabsatz in dem Schienenglcise stecken geblieben und dann gestürzt. Es liegt ein unglücklicher Zufall vor: den Straßenbahn- führer trifft keine Schuld. Wir wollen hoffen, daß der Unfall keine schwereren Folgen hinterläßt und daß unser Freund sich bald wieder erholt. ExplofionSkatastroPhe in der Köpenickerstraße. Ein furchtbares Braudunglück, daS durch Benzinexplosion herbei- geführt wurde, ereignete sich gestern mittag kurz nach 11 Uhr in der Köpenicker st r. 187/183. Dort befindet sich die Gummifabrik von S. H e r z. Die Explosion erfolgte im linken Seitenflügel in dem sogenannten IStreichraum für Gummiwaren. Durch die Explosion wurde der ganze Raum in wenigen Sekunden in Brand gesetzt, so daß die zahlreichen Arbeiter und Arbeiterinnen eiligst flüchten mußten. Vier Arbeitern wurde durch die Flammen der Ausweg abgeschnitten. Einer von diesen Verunglückten fand den Fcnertod, während die übrigen drei mit schiverenOrandverletzungen noch lebend ins Freie geschafft werden konnten. Die Schwerverletzten wurden in bedenklichem Zustande nach dem Kranken- Hause Bethanien gebracht. Im einzelnen gehen uns zu der Katastrophe folgende Mitteilungen zu: Die Gummisabrik von S. Herz beschäftigt über 200 Arbeiter und Arbeiterinnen. In dem sogenannten Streichraum für Gummi- waren waren etwa zehn Personen tätig. Kurz nach 11 Uhr explodierte plötzlich ein Benzinbehälter, der zum Waschen benutzt wurde. Die Stichflammen setzten sofort auch die anderen Benzin- behälter in Brand und«S folgte Explosion auf Explosion. Die Arbeiter und Arbeiterinnen stürzten in wilder Flucht nach dem Aus- gang und retteten sich zum Teil über eine eiserne Feuerleiter. Nach wenigen Augenblicken stand der ganze Raum im Erdgeschoß des linlen Seitenflügels in einer Ausdehnung von ftiiif Fenstern Front in Flammen. Die zahlreichen Arbeiter drangen noch vor Eintreffen der Feuerwehr in den brennenden Raum ein und konnten auch noch drei Arbeiter, die schon schrecklich ver- brannt waren, auS den Flammen herauszuholen. Bei einem Arbeiter war die Rettung unmöglich. Der Unglückliche verbrannte am ganzen Körper, fodaß später nur noch stark verkohlte Uebcrreste von ihm gesunden wurden. Der Tote ist ein LOjähriger Arbeiter Albert Blum aus der Eapriviftraße 4. Seine Leiche wurde nach dem Schauhaus geschafft. Die Schwerverletzten sind der 25 jährige Ar- bester Otto Pritskow aus der Königsberger Straße 34 und der 22jährige Arbeiter Binus Gesell aus der Gubener Straße. Der dritte Verunglückte, der weniger verbrannt wurde, heißt Paul Runge. PritSlow und Gesell wurden nach dem Krankeuhause Bethanien gebracht und eS besteht bei beiden Lebensgefahr. Sie haben am ganzen Körper schwere Brandwunden davon- getragen. Der Arbeiter Runge fand auf der Rettungswache in der Adalbertstratze die erste Hilfe. Die Ablöschung deZ Feuers wurde mit mehreren Dampfspritzen- röhren ausgeführt. Die Leitung der Löscharbeiten hatte Brand- direktor Reichel mit dem Oberbrandinspektor Reinhardt übernommen. Der Streichraum im Erdgeschoß ist vollständig ausgebrannt. Wo- durch die Explosion verursacht wurde sob durch Unvorsichtigkeit oder durch einen unglücklichen Zufall), wird erst die Untersuchung ergeben. Während des Brandes standen die zahlreichen Arbeiter und Arbeite- rinnen auf dem Hof versammelt und auf der Straße hatten sich Hunderte von Neugierigen eingefunden. Ein großes Schutzmanns- aufgebot hielt die Brandstelle frei. Zu dem Brande in der Gummifabrik G. Herz in der Köpenicker- straße 187/188 wird noch berichtet: Das Feuer ist in einem Raum des Erdgeschosses ausgekommen, wo drahtumsponnene Gummischläuche für Eisenbahnwagen hergestellt wurden. In einem Nebenraum wurden Laufdecken für Äutomobile und Fahrräder fabriziert, wobei mich Benzin in größeren Mengen benutzt wird. Dieses entzündete sich und in kurzer Zeit stand der Raum in Flammen, die schnell reiche Nahrung fanden. Das Befinden des schwer am ganzen Körper der- brannten Otto Pentzlow aus der Königsberger Straße 34 war am Freitag abend fast hoffnungslos. Das Befinden der übrigen Ver- letzten war befriedigend. Beim Bau der Schwebebahn im Lunapark haben sich kurz hin- tereinander zwei Unfälle ereignet. Am 14. Juli verunglückte der Schlosser I. Lüdke dadurch, daß er von einer Seilrolle geschleudert wurde und schwere Verletzungen erlitt und mit einem Kranken- wagen nach dem Virchow-Krankenhause geschafft werden mußte. Am Donnerstag zerriß ein Tau, an dem das Seil befestigt war. Zwei Arbeiter erlitten Knochenquetschungen. Bon einem Radlcr totgefahren. Die 9 Jahre alte Tochter Elisabeth deS Arbeiters Lörsch aus der Koppenstraße spielte gestern vor der Tür des elterlichen Hauses, als plötzlich ein Radfahrer dahergeschosscn kam und das Kind überrannte. Die Kleine schlug mit dem Kopfe auf das Straßenpflaster und starb nach kurzer Zeit in der Wohnung der Eltern. Wie ein Arzt feststellte, hatte es sich eine Gehirnblutung zugezogen, die zum Tode führte. Die Leiche wurde gestern beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Der Radler. der das Unheil anrichtete, war davongefahren und ist noch nicht ermittelt. Einbruch in die Spar- und Darlehnskasse in Tegel. Berliner Geldschrankknacker, die anscheinend gegenwärtig eine Tournee durch die nördlichen Bororte unternehmen, statteten in der letzten Nacht der in dem Hause Brunowstraße 8 befindlichen Tegeler Spar- und Darlehnskasse einen unwillkommenen Besuch ab. Die Verbrecher öffneten die Tür deS Kassenlokals mittels Nachschlüssels und machten sich daran, den schweren eisernen Geldschrank.anzuknabbern'. Sie hatten bereits mehrere Rosetten des Geldbehälters abge- schraubt und diesen selbst angebohrt, als eine über den Bankräumen wohnende Frau durch das Geräusch unten aus dem Schlafe erwachte. Sie schöpfte sofort Verdacht und weckte den Verwalter und den Hauswirt, die sich be- Waffnet nach dem Parterre begaben. Bei ihrer Annäherung er- griffen die Einbrecher— es waren vier Personen— die gemerkt hatten, daß ihnen Gefahr drohe, die Flucht und entkamen auch, ob- wohl sofort die Verfolgung aufgenommen wurde, im Dunkel der Nacht. Die ganze Ausführung des Einbruchs läßt darauf schließen, daß eS sich um dieselben Verbrecher handelt, die vor einigen Tagen versucht hatten, den Geldschrank in dem Gemeindebureau zu Heiligen- see zu sprengen. Das Polizeipräsidium teilt mit: Vielfach herrscht noch im Publikum die irrige, gelegentlich auch von der Presse verbreitete Meinung, als ob Fremden, die nach Berlin kommen, hier durch die Handhabung der Fremdenpolizei besondere Schwierigkeiten, nament- sich durch das amtliche Erfordern von Ausweispapieren, bereitet würden. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß Fremde, auch ReichSauSländer. die nach ihrer An- gäbe sich nur vorübergehend, wie die zahlreichen m Pensionen wohnenden Personen, hier aufzuhalten beabsichtigen, in keiner Weise seitens der Polizeiorgane zur Vorlegung, bezw. Be- fchaffung von Legitimationspapieren angehalten werden. Nur die- jenigen, die dauernd oder längere Zeit sich hier niederlassen, sind nach Z 3 des Reichsgesetzes über das Paßwesen verpflichtet, sich über ihre Person durch eine ihre Staatsangehörigkeit oder wenigstens ihre Identität verbürgende Urkunde genügend auszuweisen. Die zwanzigste Hcrrnfcld-Saison. Am 3. August beginnt im Gebrüder Herrnfeld-Thcater die zwanzigste Saison! Die Herrnfelds begannen ihren Weg 1891 im Grand Hotel Alexanderplatz, dann im alten Kaufmanns Variäte. Hier feierten sie ihre ersten Erfolge. Im Jahre 1903 wurde das neue Heim in der Kemmandantenstraße seiner Bestimmung übergeben. Die beiden Direktoren vereinigten Autoren, Darsteller und Theaterleitung in einer Hand und haben in den zwanzig Jahren manchen guten und schlechten Witz ins Publikum gebracht._ Gemeinnütziger Wohnungsbau. Wir iverden um Aufnahme folgender Zuschrifk ersucht: Die Arbeiter-Baugenossenschaft„Paradies" zu Berlin, E. G. m. b. H., welche bereits auf ein neunjähriges Bestehen zurückblicken kann, be- sitzt in Bohnsdorf bei Grünau ein zirka 199 Morgen großes Ge- lände, auf dem sie für ihre Mitglieder Wohnungen errichtet. Die bereits hergestellten Wohnungen haben die vollste Anerkennung der interessierenden Arbeiterschaft gefunden. Die Genossenschaft befindet sich zur Zeit in der besten Eni- Wicklung. Sie besitzt ihr eigenes Wasserwerk. Kläranlage und hat ihre Straßen selbst gebaut. Augenblicklich hat sie einen größeren Block zur Bebauung in Angriff genommen, welcher nach seiner Fertigstellung Zeugnis davon ablegen wird, was die Arbeiterschaft imstande ist auf genossenschaftlichem Gebiete zu leisten. Nur die äußeren Ränder der Straßen sollen mit zweistöckigen Häusern be- baut werden, während das dazwischen liegende Gelände für Garten- zwecke Verwendung findet. Es ist also für jede Wohnung ein Garten vorgesehen, jede Wohnung hat Bad und Gasanschluß: die Wohnungen können sowohl der Geräumigkeit sowie des Miets- Preises jede Konkurrenz bestehen und in jeder Beziehung als mustergültig angesehen werden. Was den Wohnungen eine er- höhte Bedeutung sichert, ist die ruhige, schöne und gesunde Lage. überall hat die frische, klare Luft ungehindert Zutritt. Für die Arbeiterschaft, die den ganzen Tag über bei nervenzerrüttender Ar- beit in schlechter, schädlicher Werkstattluft ihr Tagewerk verrichten muß, ist eine derartige Wohnung vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet, von unschätzbarem Vorteil. Da die Genossenschaft reichliches Gelände zur Verfügung hat. können ihre WohnungS- Inhaber außer ihrem Garten noch ein Stück Land zum billigen Preis hinzupachten und so ihren Bedarf an ländlichen Produkten decken. Die Genossenschaft hat die feste Absicht, ihr früher gestecktes Ziel zu verwirklichen und Kleinhäuser zu errichten, sie will zu diesem Zweck einen größeren Block aufteilen. Sollten die Be- rechnungen ergeben, daß bei guter und solider Ausführung die Mieten in den Grenzen sich bewegen, daß auch die Arbeiterschaft im allgemeinen imstande ist, dieselben zu erschwingen, so wird die Genossenschaft es sich angelegen sein lassen Einfamilien- Häuser zu bauen. Es sollte deshaw niemand zögern die Mit- gliedschaft zu erwerben. Zu empfehlen wäre eine Besichtigung des Unternehmens. Man fährt bis Grünau und kann Bohnsdorf in zirka 29 Minuten bequem erreichen. Die herrliche Chaussee, welche dahin führt, bietet jedem Gelegenheit zu einem schönen Spazier- gang. Die Mitgliedschaft erwirbt man durch Zahlung eines Ein- trittsgeldeS von 1 M., 24 M. Hastsumme und 216 M. Pflichtspar- einlagen, welche in wöchentlichen Raten von ö9 Pfg. entrichtet werden können. Die Pflichtspareinlagen werden, nachdem sie ein Jahr lang gezahlt, verzinst, und das eingezahlte Kapital nach dem Ausscheiden wieder zurückgezahlt. Alle diesbezüglichen Anfragen sind zu richten an die Geschäftsstelle der Arbeiter-Baugenossenschaft „Paradies" zu Berlin E. A. m. d. H., SO. 26, Kottbuser Ufer 44. Ein eigenartiger Unfall passierte am Sonntag auf der Stadt- bahn. Eine Frau hatte ein schweres Paket so in das Netz gelegt, daß eS herunterfiel und einen Mitfahrenden so schwer am Kops ver- letzte, daß er eine Gehirnerschütterung davonttug. Der Betreffende liegt schon seit Montag sehr schwer krank danieder, so daß der Arzt das schlimmste befürchtete. Zeugen dieses Vorfalles werden gebeten, ihre Adresse an Otto Lefsbre, Lichtenberg, Frankfurter Chaussee 142, einzusenden. Ein Lumpenspeicher in Flammen. Gestern stllh gegen 6 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Triftstr. 11/16, Ecke Antwerpener Straße gerufen, Ivo in einem großen Schuppen der Pri�duktenhand« lung von Otto Krüger Feuer ausgebrochen war. Als die Löschzüge eintrafen, stand der mit Papier und Lumpen angefüllte Schuppen schon vollständig in Flammen. Das Feuer drohte insofern einen ge- fährlichen Charakter anzunehmen, als auch schon Holzteile des benachbarten FachwerlgebäudeS zu brennen anfingen. Der Brand- meifter ließ deshalb sofort mit drei Dampfspritzenrohren Wasser geben und beschränkte sich in der Hauptsache darauf, daS Fachwerl- gebäude zu schützen. Durch unausgesetztes Wassergeben konnte eine weitere Ausdehnung des Brandes verhindet Iverden. Der Schuppen brannte indes vollständig nieder. Die Ursache des Feuers ist nicht ermittelt. Vom Gerüst gestürzt. Gestern mittag um 12 Uhr stürzte an einem Neubau in der Nürnberger Sttaße 67 der 59 Jahre alte Steinträger Hermann Schulz von einem Gerüst aus der zweiten Etage herab. Er erlitt schwere Rückenquetschungen, vier bis fünf Rippenbrüche, verschiedene Verstauchungen und Hautabschürfungen. Nachdem ihm in der Unfallstation Zoologischer Garten die erste Hilfe zuteil ge- worden war, wurde er nach dem KranlenhauS Westend gebracht. An den Spielabenden Montag, den 17. und Donnerstag, den 29. d. Mts., im Humboldthain sind ein Schlüsselbund, 2 Stuben- schlüsiel und 1 kleiner Schlüffel gefunden worden. Entgegenzu- nehmen bei Bruno Lange, Berlin 17. 31, Lnklamer Straße 59 vorn III. Vorort- Ffodmdrtem Rixdorf. Eltern» crein für Sport und Wandern. In der gestrigen Notiz ist ein Irrtum enthalten. Es muß nicht heißen Abfahrt pünltlich ll'/a Uhr, sondern 12'/, Uhr Bahnhof Rixdorf. Charlottenbnrg. Glück im Unglück. Als gestern die Frau des Arbeiters Werner aus der Röntgenftr. 9 sich auf kurze Zeit«uS der Wohnung entfernen mußte, ließ sie ihre dreijährigr Tochter Johanna schlafend allein in der Wohnimg zurück. Während der Abwesenheit der Mutter erwachte das Kind, lletterte auf einen an dem geöffneten Küchenfenster stehenden Stuhl und lehnte sich weit aus dem Fenster hinaus, um nach der Mutter auszuschauen. Dabei verlor die Kleine plötzlich das Gleich- gewicht und stürzte kopfüber aus der Höhe der zweiten Etage auf den Hof hinab. Von Hausbewohnern, die Zeugen deS Vorfalls waren, wurde daS verunglückte Mädchen nach der Unfallstation ge- bracht, wo der anwesende Arzt feststellte, daß daS Kind sonderbarer- weise außer einem Bruch deS rechten Oberarmes nur ganz gering- fügige äußere Verletzungen erlitten hatte. Schöneberg. Ein G-mmerfest des Arkeiter-TurnverrinS findet heute Sonn- abend, den 22. Juli, in sämtlichen Räumen des„Schwarzen Adler' statt. Eintritt 39 Pf., Programm gratis. Anfang pünktlich'/z8 Uhr. Der Ueberschuß des Festes dient zur Anschaffung von Geräten, wes- halb wir um freundliche Unterstützung weiter Kreise ersuchen. Lichtenberg. Die Generalversammlung am Dienstag nahm zunächst den Ge- schäftSbericht der Bezirksleitung entgegen. Der Geschäftsbericht lag diesmal den Mitgliedern gedruckt vor und wurde einer lebhaften Einsicht unterzogen. Genosse Jaffke machte einige mündliche Er- gänzungen. Zur Erledigung der Geschäfte waren notwendig: 42 Sitzungen sowie vier Sitzungen sämtlicher Funktionäre, vier General-, sieben Mitglieder- und acht öffentliche Versammlungen. Außerdem wurde ein Vortragskursus über Naturerkeuntnis gehalten. Nach einer neu vorgenommenen Einteilung ist der Bezirk Lichtenberg in 14 Abteilungen und 65 Bezirke zer- legt worden. Der OrtSteil WilhelmSberg, welcher einige Jahre Hohen-Schönhaufen zugeteilt war, gehört wieder zu Lichtenberg. DaS dritte Tausend an Mitgliedern ist überschritten: männliche Mitglieder sind 2597 und weibliche Mitglieder 415 vor- Händen, im ganzen 3912 Mitglieder. Im Vergleich zum Borjahre ist ein Zuwachs von 364 Mitgliedern zu vermerken. Die Zahl der Delegierten stellt sich infolgedeffen von 17 auf 23. In der Land- agitation sind gute Fortschritte erzielt worden. Auf die einzelnen der hiesigen Organisation zugeteilten Orte entfallen folgende Mit- gliederzahlen: Groß-Schönebeck 21, Zerpenschleuse4. Khnitz k, Berg 5. Zerpenschleuse hatte bei der vorigen Reichstagswahl 4 sozialdemo- lratische Stimmen aufzuweisen, während diesmal 4 organisierte Ge- noffen zu verzeichnen find. Es ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß sich die Stimmenzahlen in diesen Orten zu den ReichStogSwahlen steigern werden. Viele werden sich deS Berichts im„Vorwärts' noch erinnern können, wie der Amtsvorsteher von Zerpenschleuse die von uns einberufene Versammlung mit seinen„Getreuen' verhindern wollte. ES muh jetzt zu seinem größten Leidwesen festgestellt werden, daß dieser Herr die schönste Agitation für uns getrieben hat. Der„Vorwärts' hat eine Zunahme von 836 Abonnenten auf- zuweisen. Am 1. Juli 1919 war ein Bestand von 3945 Lesern vor- Händen: dagegen am 1. Juli 1911 ein Bestand von 3831. Die Gratislieferung deS.Vorwärts' hat gut gewirkt, eS ist zu wünschen, daß diese Agitation einmal für den ganzen Ort vorgenommen wird. Die im November stattgefundenen Stadtverordnetenersatzwahlen brachten ebenfalls einen schönen Erfolg, so daß sämtliche Mandate der dritten Wählerilasse in unseren Händen sind. An sämtliche Mitglieder gelangt die Aufforderung, in dieser stürmisch bewegten Zeit fest zusammen zuhalten, um den Gegnern bei den kommenden ReichStogSwahlen die Quittung für ihr reaktionäres Verhalten zu geben. Dem Kassenbericht ist zu ent- nehmen: Den Einnahmen im vergangenen Geschäftsjahre von 15 122,23 Mark steht eine Ausgabe von 13 595, 16 M. gegenüber, sodaß ein Bestand von 1617,97 M. verbleibt. DievorgenommeneNeuwahlzurBezirlsleitung ergab folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Genosse Jaffke, 2. Vor- sitzender Genosse Thurm, 1. Kassierer Genosse Linke, 2. Kassierer Genoffe Graf, 1. Schriftführer Genosse Kliem. Zum 2. Schriftführer wurde die Genossin Förster mit 239 gegen 168 Stimmen, welche der Genosse Mielentz erhielt, gewählt. Zu Revisoren wurden bestimmt die Genossen Krause, Rud. Werner und Krause sen. Als Beisitzerin wurde die Genossin Robst bestätigt. In die Zeitungs- kommission wurden die Genossen Hennig und Hirschfeld delegiert. Die Bibliothelkommission setzt sich aus folgenden Genoffen zusammen: Lehmann, Borchfeld, Wilh. Schulz, WilmS, Felzer, Förster, Friedrich, Huber, Gregor, Körich, Kample, WasikowSki, Ernst Groß- mann, Anders. Das Vergnügungskomitee hat die Genossen Menzel, Berger, Schmidt. Seifert, Wilh. Kummer, Paul Werner, Siegmund und die Genossin Leipold aufzuweisen. Als Mitglieder der Lohnkommission kommen die Genossin Elias. Schimke und Kerla in Bettacht. Bei Stellungnahme zur Kreisgeneralversammlung fanden die Genossen Brühl, Seikel, Elias, Düwell und Koppenhagen als Funktionäre des Kreises die Unterstützung der Generalversamm- lung. Als Leiterin der Frauen wurde die Genossin Arendsee-Tegel anerkannt. Zum Parteitag soll der Genosse Jaffke der Kreisgeneral- Versammlung vorgeschlagen werden, zur Provinziallonferenz der Genosse Thurm. Unter Anträgen zur Kreisgeneralversammlung wurde ein Antrag mit großer MaZorität unterstützt, Welcher besagt, daß die Vorwärtsquittungen wieder den Namen der Abonnenten aufweiten sollen. Als Delegierte zur Kreisgeneralversammlung und Verbands« generalversammlung Groß-BerlinS werden folgende Genossen gewählt: Jaffke, Linke. Genossin Robst. Thurm, Kliem, Krause. Grauer, Paul Werner, Koppenhagen, Mielitz, Fritz Kaßler, Kunzendorf, Aug. Becker, Grabau, Schammler. Frohmann, Berger, Becker /Abt. HI), Flade, Graf, Kertscher, Heine, Klee. Boxhagen-Rummelsburg. Aus der Organisation. Am Dienstag hielt der Wahlverein für den Bezirk Boxhagen-Rummelsburg im Cafs Bellevue seine dies« jährige Generalversammlung ab, dieselbe war gut besucht. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung in der übliche» Weise die verstorbenen Genosien Schirmer. Prüfer, Jage, Jahn, Sucker, Balz, Meinhardt und Genossin Witzle alles brave Mitglieder, die uns durch den Tod enlriffen wurden. Der Jahresbericht liegt den Mitgliedern gedruckt vor. Die Mitgliederzahl ist um 469 gestiegen, so daß am 39. Juni 1911 2191 Mitglieder zu ver- zeichnen waren, darunter 357 weibliche. Nach dem Kassenbericht betrug die Einnahme 11719,94 M., die Ausgabe 19 899,95 M., darunter 4129,62 M. örtliche Ausgaben, so daß am 39. Juni 1911 ein Kassenbestand von 991,89 M. vorhanden ist. Die Neuwahlen der Bezirksleitung ergaben folgendes Resultat: 1. Bczirksleiter Fritz Berger, 2. Glöckner: I.Kassierer Robert Lenzner, 2. Kohl: 1. Schrift« führer Otto Gäbel, 2. Swietkowski: Beisitzerin Genossin Johanna Schulz: Revisoren: Prizibilla, Jantzen, Oswald Müller; Lokalkommission: I. Ulbrich; BibliothekS- und Zeitungskommission: Groß« köpf, Otto Gäbel, Otto Stein; Bibliothekar: Alfred Rosenkranz sen. Außerdem wurden 18 Delegierte zu den Kreis- resp. Verbands« Generalversammlungen gewählt. Die von den einzelnen Bezirlen gewählten Abteilungsführer: Bartel, Jünemann, Wächter und Wilhelm Frank sowie die Agitationsleiter Georg Schulz für RüderSdorf-Kalkberge, Wilhelm Frank für Alt-Landsberg wurden bestätigt. Die Versammlung war von gutem Geist für die kommen- den Reichstagswahlen beseelt. Weißensee. Fcrienausflug. Am morgigen Sonntag findet an Stelle der Kinderspiele aus dem Turnplatz ein Ferienausflug nach Hohen- schönhausen am Obersee, Restaurant„P atzenhofer' statt. Wir bitten auch die Eltern sich recht zahlreich daran zu be- teiligen. Treffpuntte sind wie üblich der Anton- und der Linden« platz. Der Abmarsch findet um 2>/z Uhr statt. Tempelhof. In der gutvesuchten Generalversammlung deS WahlvereinS erstattete Genosse Ewald den Vorstandsbericht für das verflossene Halbjahr. Nach einer kurzen Beleuchtung der augenblicklichen politischen Lage bedauert der Redner die Interesselosigkeit der Mit- glieder. Der Mitgliederbestand beträgt jetzt 339 einschließlich 52 weiblichen gegen 361 am Anfang deS Halbjahres. Die Zahl der Abonnenten deS.Vorwärts' ist im gleichen Zeittaum von 519 auf 573 gestiegen. Der Kaffenbericht ergab für das 3. Quartal eine Einnahme von 345,83 M. und eine Ausgabe von 335,61 M. Für daS 4. Quartal beliefen sich die Summen auf 336.42 bezw. 314,89 M. An Bestand verblieben am Orte 21,62 M. und 455,36 M. wurden an die Kreiskaffe gesandt. Die anschließenden Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: OSkar Ewald, 2. Vorsitzender: Artur Jrrgang, Kassierer: Otto Kiehn, Schriftführer: Jakob Flieg, Beisitzerin: Frau Marie Thiel. AlS Revisoren fungieren die Genossen Karl Göldner, Richard Klingberg und Fritz Sippli. Als Bezirksführer wurden noch bestättgt: für den 1. Bezirk: Kotz: für den 2. Bezirk: Blume: für den 2a. Bezirk: Schober: und den 4». Bezirk: Voigt. In die Lokal« kommission wurden die Genossen Biersack und Jaffran gewählt und die Bibliothek verwaltet Genossin Huf. Aus den Delegiertenwahlen gingen hervor: für die Kreisgeneralversammlung: Ewald, Kiehn und Jrrgang, und für die Generalversammlung Groß-Berlin: Ewald und Max Schmidt. Ferner wurde noch bekannt gegeben, daß der Verein „Jugendheim' für Tempelhof-Mariendors die Einrichtung eines eigenen Jugendheims beschloffen hat und soll dasselbe im Herbst der Jugend zur Verfügung gestellt werden. Johannisthal. In der Generalversammlung de» WahlvereinS gab der Genosse Gonschur den Bericht deS Vorstandes. Im letzten Jahre habe» zwei Generalversammlungen, 7 Mitgliederversammlungen, S öffentliche Versammlungen, 7 Zahlabende, 19 vorstandsfitzunaen, 8 Flugblatt- Verbreitungen, 2 Handzettelverbreitungen. 8 Leseabende und 2 Agi« tationStouren stattgefunden. Die Mitgliederzahl bettägt 124 männ« liche und 21 weibliche. Die Zahl der„BorwärtS'-Abonnenteu be« trägt 226. AuS der Bibliothek wurden 199 Bände entliehen. Die Wahl des Vorstandes und der Funkttonäre ergab folgendes Resultat i 1. Vorsitzender: Karl Schmidt, 2. Vorfitzender: Hermann Hoffmann, Kassierer: Niethe, Schriftführer: Stumpf, Beisitzerin: Frau Riethe, Revisoren: Dühring, Winkeltau und Gonschur, LezirkSführer: Werner, Pickert, Rütz, Affel, MöbiS und Wittke.— Jugendausschuß: Jahn. Frost, Dühring und Rabe.— BildungSauSschuß: Steuer, Senf und Seifert. Lokalkommission: Engelmann und Pielicke. Kinderschutzkommission: Frau Radumke. Bibliothekare: Palm und Lehmann. Zur Kreisgeneralversammlung wurden die Genossen Karl Schmidt und Pielicke delegiert. Reinickendorf. Der Bericht der Schulärzte gab in der letzten Sitzung der Ge« meindevertteter unseren Genossen zu einer Kritik Veranlassung. Die Berichte sind sehr knapp und inhaltslos. Kein energischer Vorschlag, keine Aufrüttelung des Gewissen? der Kommuneväter zur Linde- r u n g der schweren Schäden, die auf diesem Gebiete vorhanden sind. Einige Forderungen vom Vorjahre, die nicht erfüllt worden, werden lakonisch wiederholt. Als eine besondere Gesundheitsschädigung wird die Beschaffenheit des SchulhofeS bezeichnet. Der Wind wirbelt starken Staub auf, von einem Kohlenstapel fallen scharfe, vorstehende Kohlenstllcken ab. Auf den Korridoren der 5. Schule herrscht heftiger Zugwind. Mangelhaft ist die Beleuchtung im Turnsaal der 2., im Zeichensaal der 5. Schule. Unhygienisch die Abortverstopfungen der 5. Schule. Unsere Genoffen führten schließlich die Beschlußunfähig- keit herbei, als der Bürgermeistsr den Versuch machte, in geheimer Sitzung, außerhalb der Tagesordnung, einen die Aufteilung und Ein« verleibung der Jungfernheide betreffenden Bertrag übers Knie zu brechen. Reinickendorf- West. In der am Dienstag abgehaltenen Generalversammlung deS Be- zirköwahlvereinS gab der Genosse Bahr den Jahresbericht der Be- zirkslcitung. Danach haben 12 Mitglieder- und 6 öffentliche Ver» sammlungen stattgesunden. Die Bezirlsleitung erledigte ihre Arbeiten in 18 erweiterten und 2 engeren Sitzungen. Flugblattverbreitungen haben 9 stattgefunden und wurden im ganzen 31 599 Flugblätter verbreitet.„VorwärtS'leser sind im Bezirk 698, der„Wahre Jakob' hat 162 Abonnenten. Die Mitgliederzahl stieg im Berichtsjahre von 519 auf 795: davon sind 549 männliche und 156 weibliche Mitglieder. Der Genosse Bahr lritisiette scharf die Lauheit mancher Partei- genossen und ersuchte in Zukunft um bessere Beteiligung bei den Parteiarbeiten und Veranstaltungen. Der Bericht des Kassierers weist eine Einnahme von 3332,93 M. auf. Die Ausgabe betrug 2643,69 M. Den Bericht über die Frauenleseabende gab die Genossin Röder. Sie wandte sich besonders an die verheirateten Genossen und bat dieselben, doch in Zukunft mehr dafür zu sorgen und ihre Frauen dahin aufzuklären, daß sie sich der Partei anschließen und auch die Leseabende besuchen. Wie der Bibliothekar berichtet, hat bie Biblio- thek 284 Bände. Die Lokalkommission teilt mit, daß sämtliche Lokale am Orte frei sind. Die Neuwahlen hatten folgendes Er« gebnis: 1. BezirkSleiter Bahr, 2. Bezirksleiter Kuschminder, Kassierer Neuhoff, Schriftführer Ohl, Beisitzerin Frl. Kuschminder, Revisoren die Genossen Kleemann, Schulz und Bruuzlow. Als Gruppenführer wurden die Genossen Bendt, Wießner. Bethke Lohde. Mehlis. Pötter, Dehnicke und HIndenvurg gewählt. Ms Delegierte zur Kreis- generalversammlung und Groß- Berlin wurden die Genossen Glamann, Rondel, Pöiter, die Genossinnen Kiesel, Kusch- minder und der Genosse Rex als Ersatzmann gewählt. In die Lokal» und Agitationskonimission die Genossen Dehinelt und Göricke. Als Bibliothek- und Utensilienkommission fungieren die Genosien Heinrich, Schiller und Bleschke. In den Bildungsansschuß wurden die Genossen Rondel und Prczertverzinski gewählt. Die Zeitungs- resp. Beschwerdekommission bilden die Genossen Schulze, Humboldtstr. 42, und Lange, Humanstr. 26. Als Leiterin der Kinder- schutzkommission wurde die Genossin Ehlert gewählt. Unter Ver- schiedenem entspann sich'noch eine rege Debatte über die Gründung eines gelben Arbeitervereins in den Messingwerken. Es wurde ein Antrag angenommen, wenn Mitglieder des Wahlvcreins ihren Bei- tritt erklären, dieselben sofort vor die Bezirksleitung zu laden. Aufgenommen wurden 18 männliche Mitglieder und ein weibliches Mitglied. Britz-Buckow. Nach dem letzten Jahresbericht ist die Mitgliederzahl von 326 auf 416 gestiegen, darunter befinden sich 61 weibliche Mitglieder. Der Kassenbericht weist eine Einnahme von 471,58 M. auf. Ans- gaben waren örtliche 145,74 M., an den Kreis 314,39 M., bleibt ein Bestand von 11,45 M. Die Maifeier ergab eine Einnahme von 138,50 M. eine Ausgabe von 91,50 M.. verbleibt ein Ueberschuß von 47 M. In den Borstand neu gewählt wurden die Genossen HarmS nnd Schütze Bibliothekskommission, Genosse Neumann Lokal- kommission. Die Genossen Sandmann, Abendroth und Rüger schieden aus. In die Kinderschutzkommission die Genossin Frau Studt, Ger- mania-Promenade 20 wohnhaft. Genosse Kapke forderte zum Schluß !.ur regen Beteiligung des Waldfestes am 30. Juli auf. Treffpunkt rüh 9 Uhr bei Hoffmaiin, Rudower Str. 85. NotvalveS. Aus der Gemeinbevertretune. Die letzte Sitzung wieS mit Rücksicht auf die Ferienzeit einen schwachen Besuch auf. Vor Ein- stritt in die Tagesordnung widmete der Bürgermeister dem ver- storbenen Gemeindevertreter Genossen Karl Gruhl einen herzlich gehaltenen Nachruf. Die anwesenden Vertreter ehrten sein An- denken durch Erheben von den Plätzen.— Der Entwurf einer neuen Polizeiverordnung über das Halten von Hunden fand nach kurzer Erläuterung des Schöffen Obst einstimmige Annahme.— Mit Rücksicht auf die große Zahl und Verschiedenartigkeit der eingegangenen Etundungsanträge, betreffend den Anschluß an die Kanalisation, wurde eine viergliedrige Sonderkommission gewählt, die in Ge- meinschaft mit dem Amtsbaumeister Kluge eine Vorprüfung, d. h. Sichtung des Materials und event. Grundstücksbesichtigungen, vor- zunehmen haben wirb. Der Kommission gehören ätt her Schöffe Obst und die Gemeindevertreter Häberer, Philipp und Genosse tesser. Die infolge Ablebens des Gemeindevertreters Genoffen ruhl notwendig gewordene Ergänzung einzelner Kommissionen wurde in folgender Weise vorgenommen. Es treten neu ein: in die Wahlkommission, die Eisenbahnhöherlegungs- und die Finanzkom- Mission Genosse Neumann; in die Wege- und die Kanalisations- kommission Genosse.Singer und in die Armendeputation Genosse Zöllner. Der von der Finanzkommission gefaßte Beschlutz, die elek- irische Straßenbahn während der Höherlegungsarbeitcn provisorisch durch die Kaiser-Wilhelm-Stratze bis zum Lutherplatz fortzuführen, fand nach einigen erklärenden Bemerkungen des Bürgermeisters die Zustimmung der Vertretung. Die notwendigen Vorarbeiten zur Verlegung der Straßenbahn, wie die Abtragung und Umpflasterung des hochgelegenen Teiles der Kaiser-Wilhelm-Straße sind der Firma Götsch hier zu den ortsüblichen Preisen übertragen und von dieser wegen großer Dringlichkeit sofort in Angriff genommen worden. Bis Anfang August, wo mit der Niederlegung der Bergstraße begonnen werden soll, muß die neue Teilstrecke fertiggestellt sein. Nach Mit- teilUng des Bürgermeisters werden die Niederlegungsarbeiten die Summe von etwa 7000 M. erfordern, die die Gemeinde allein tragen muß. Die vor einiger Zeit beschlossene Lustbarkeits- sowie die Umsatzsteuerordnung haben nicht die Genehmigung der Aufsichts- behörde gefunden; nach Vornahme der gewünschten Aenderungen wurden die beiden Ordnungen daher erneut beschlossen. Der von der Sternwarte auf� dem Babelsberg beantragte Anschluß ihres Grundstücks an die örtliche Kanalisation fand unter den von der Kanalisations- und der Finanzkommission empfohlenen, in einem Vertrage festzulegenden Bedingungen die Zustimmung der Ge- meindevertretung. Danach übernimmt die Gemeinde die dauernde Abführung der Gcbrauchswässer vom 1. Juli 1912 ab und zwar zu einem um 1 Proz. höheren Gebührensatz, als wie ihn die Haus- besitzer zu zahlen haben. Die Jahresgebühr würde demnach zurzeit 4-sil— 5 Proz. des vorläufig auf 16 000 M. geschätzten Nutzungs- wertes, also 800 M. betragen. Die gesamte Anlage, deren Kosteck auf etwa 14 700 M. geschätzt werden, geht nach ihrer Fertigstellung in den Besitz der Gemeinde über. Acht Wochen nach Jnbetrieb, nähme der Anlage zahlt die Sternwarte an die Gemeinde eine ein- malige Anschlußgebühr von 3000 M., die für die spätere Ver» größerung der Klärstation Verwendung finden soll. Seitens der Sternwarte ist Vorsorge zu treffen, daß, falls die Kaiserstraße an die Gemeinde Klein-Glienicke abgetreten werden sollte, diese in die Verpflichtungen und Rechte eintritt, die sich für den Kreis aus seinen Vereinbarungen mit der Sternwarte ergeben. Genosse Neu- mann machte die Zustimmung seiner Fraktion davon abhängig, daß die Kanalisationsrohre ausreichend genug seien, um die Abwässer der Sternwarte ohne irgendwelche Beeinträchtigung der zum Orts- gebiet gehörenden Häuser aufzunehmen. Der Vürgermeisie? kS» widerte darauf, daß dies der Fall sei; die Rohre haben einen so großen Durchmesser, daß sie die Abwässer von 60 000 Einwohnern aufzunehmen vermögen. Der nächste Punkt, Ankauf von Forst- gelände für Schulbauzwecke, löste eine längere Debatte aus. Die Baukommission empfahl mit Rücksicht darauf, daß die Regierung für den für ein späteres Gcmeindeschulhaus äußerst günstig ge» lcgenen Baublock 3(zwischen dem Wege nach dem Schützcnhause und einer neuen Straße in der Nähe der Stahnsdorfer Straße)! den verhältnismäßig geringen Preis von 3 M. pro Quadratmeter (früher 4 M.) fordert, den Ankauf einer rund 7900 Quadratmeter großen Fläche dieses Baublocks, während wegen Sichcrstellung des übrigen Teiles auf etwa 6 Jahre mit dem Forstfiskus noch ver- handelt werden soll. Die Vertretung beschloß dem Vorschlage ge- mätz. Nach Versicherung des Bürgermeisters ist das anzukaufende Gelände groß' genug, um zwei Doppelschulen mit großen Spiel- Plätzen aufzunehmen. Der letzte Punkt betraf die Aufbesserung des Grundgehaltes der Beamten der Klasse III der Besoldungsordnung, die von der sozialdemokratischen Fraktion bereits bei der letzten allgemeinen Gehaltsaufbesserung beantragt worden war. Es wurde der von der Finanzkommission emfohlenen Erhöhung der Assistentengehälter von 1800 auf 2000 M. zugestimmt, und zwar mit Geltung vom 1. April 1911. Genosse Neumann gab hierbei die Erklärung ab, daß es der sozialdemokratischen Fraktion bei dieser Vorlage Haupt- sächlich darum zu tun gewesen sei, endlich einmal auf längere Zeit mit den Zulagen reinen Tisch zu machen, um auch anderen sinan- ziellen Fragen die gebührende Aufmerksamkeit widmen zu können. Die Beamten könnten mit dem Erreichten vollauf zufrieden sein. Allgemeine Kranken- nnd Stcrbekasse der Metallarbeiter (E. tz. 29, Hamburg). Filiale Berlin 3. Mitgliederversammlung heute Sonnabend, den 22. Juli, abends 8'/, Uhr, bei Kayser, Rcichenberger- straße 154.— Filiale N i x d o r s. Versammlung am Sonnabend, den 22. Juli, abends S1/, Uhr, Steinmetzltr. 114 bei Tabbert. Allgemeine Familiensterbckasse. Ackerstraße 123 bei Wernicke nnd Mariannenftraße 48 im Restaurant Sonntag nachmittags von 3—6 Uhr. Ausnahme und Zahlung._ Marktpreise von Berlin am 80. Juli 1S1I, nach Ermittelung des Königlichen Polizeipräsidiums. M a r i t b a l I e n v r e i s e.(Kleinhandel.) 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 30.00—50.00. Speisebohnen, weiße 30.00—50.00. Linsen 20,00-60,00. Kartotieln 1-2,00—18,00. 1 Kilo» gramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,20 bis 1,70. Schweinefleisch 1,10— 1,80. Kalhflcisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,50— 2,30. Butter 2,20—2,80. 60 Stück Eier 3,00—4,80. 1 Kilogramm Karpsen 1,40—2,40. Aale 1,60—3,20. Zander 1,60—3,60. Hechte 1,40 bi» 2,80. Barsche 1,00—2,00. Schleie 1,20—3,50. Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 2,00—36,00. (oäen-Woche Schluß morgen Sonntag Ausnahme- Preise! Loden-Pelerinen � � r.T.� 7so Loden-Pelerinen 13.25 Loden-Pelerinen.r.-'TT. 18.- Loden-Pelerinen.7?!?!'. 4.50 Loden-Pelerinen SÄ*. 77. TTT*..'TN'!'. 7.77.77..°7 6- Loden■ M ein te 1 für Herren a. Damen, form Btwcn. Pa.Strichloden 15.— Loden"Anzüge ttr Radfahrer. Mit kurzer Hote. In vielen färben 18— Loden■ AnZUge f alten-Ioppenkonn, mfi langer and kurier Ho». 21.— Loden- Joppen mll Ourt, grau und grOn 6,00 4.75 3.— Loden- Joppen mit falten(Lportfonn)•■•■••■•(■iiiit* 6— Loden-Hosen lang and kurz, mit Manschette»II,,,»»,» 4.50 Loden- H U t e für Herren, Damen, Knaben nnd Mädchen 7•■, 1.90 Rucksäcke □ Reisehemden □ Gürtel □ Stutzen o Strümpfe Baer«Sohn Kleider-Werke. □ Deutschlands größte Fabrik dieser Art. Chausseestraße 29-30 a 11 Brückenstraße 11 Gr. Frankfurter Straße 20 □ Schoneberg, Hauptstr. 10 n"- neueste Haupt-Katalog Nr. 92 kostenfrei. ■ BBBBBBaHHBBIBMPWBBHBBBHHBiaB-BMHMBBMBBaianaEj P I wS, StSP®! Besuch vonnlttaas erbeten, da nach. n Allgemkine Flimilieiisterbe- fettlfp ju Kerlm. Geueral-Versatumlung Sonntag, de» 30. Juli 1911, vormittags 91/, lllir, Ackerstraffe 128 bei Wernicke. TageS. Ordnung: 1. Jahresbericht für 1S10/11 und Bericht der Revisoren. 2. Festsetzung der Entschädigungen sür Borstand und Revisoren. 3. Beschlusisassung über die Zeitungen der Kasse. 4. Neu- wähl sür die ausscheidenden Vor- standSmitglieder und die Revisoren. 5. Statutenberatung: Aenderung der t§ 2, 3. 4, 8, 11, 12, 22, 23, 26 . BerschiedeneS. 293/6 Smtritt nur gegen OuittungSbuch. Der Borstand. hrSvksnllivk« Teilzahlung elegante Harran-Schrelderel nur MÜWU Eingang Xüsjter 6tr, Dr. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41,«X�z. 10—2, 5— 7. Sonntags 10—12, 2—4 fliehte MusteriuponS..Herbst-Neuheiten' für Anzüge, Kostüme, Meter 3, 4 Mark. Tuchlagcr< Gesellschaft m. b. H. l-efll'zlllltM. 811�1, d.PArMrche. Grones Wurstkegelu 25.°�«. Schrcincrstr. 61. Krttmer,* mittags sehr starker Andrang! si 2 grosse flusntHime-Tnteül 6 Extra- Angebotel WESTMANN fttobrenstrasse 37a, nah, Jimtabmiir Siran, Gr. Franktnrter Str.«15, nah,«ndraautr. Soweit der Vorrat reicht! 9A U Reinseidene Duchesse-Mäntel II«HA Ä1# Iii« 140 cm lang..... eonet vi» ffl, JUU »Ii U Kostüme in Cammgarn, Tuch, II IAA ■au III- Bast etc....... sonst bis ID. JOU 99 U TUlImintel.Etomlno-Mäntel.f. II IOC mm m. Bt,rkeFig.t,.Tatfet, sonst bis In- 193 WU Keinen» Kostüme in allen II Dl BI. Farben........ sonst bis HI» Ut 83/ U Loden-«KU Loden-Uintel U din- Pelerln.,1 v Blilrnp.. sonstbis m. I.lmp., sonstbis Rl. 60 9 9 II Französische Kleider nach U IDE tim In. Pariser Modellen.. sonst bis m. JD3 Batlstklcldor, ROeke, Blasen bedeutend herebgesetzt! Neueste Herbslmodelle: Plusctmlntel, engl. Kostüme, Ulster etc., welche nicht kopiert werden, s. T. schon SO Prozent ermfissigt. Sonntag geöffnet I— 10 und IM B»WMBlBMBWBBBBBWWN'wwwgmBBIBBBBffiBgHgiSaiaiBB der Compisl IEBIG Wo es sieh um Verbesserung von Suppen, Saucen, GemQaen usw. handelt, empfiehlt eich die Verwendung von üeblg's Flelsoh-Extrald, welches den Eigengeschmack der Speisen nicht verdeckt Eine Mark wöcMiclie Teiizatiiung lieleie elegante Herren- Hoden fertig u. nach Mass Garanlie für tadellosen Silz u. felnsttt Verarbeitung. J. Kurzliers MsstScbneldtrcl IMMUIMI am Hackeachm Markt. FraolifDfler Allee IM Ecke FriecknstrasAow Hermann Fiscliers bllllgsjtc Stlrgo trdanftr. 1X1, srüher Rixdors. 1 Mark Greift zu! Jed. Herrn, der sich eleg. n. bill. kleiden will, empfehle elog. Monatsgarderobe in feinsten Werkstatt. Berlins gearb., von Herrschaften, Doktoren.Kavalieren nur kurze Zeit gebr.(für jed. Fig. pass.) Monats-iackctt- Anzüge 8, 10, 14, 18 M. Monats-ltock-Anzüge 10, 12, 16, 20 M. Monats-Som.-Paletots 8, 10, 14, 18 M. Monats-Herren-Hosen 2,50, 6,00 M. Große Abteilung neuer Gartlerobe. Mnlrlanop Cr. Frankfurter Str. 08 lllulliautr,(Nähe Strausberger PI.) VStraBenbahn-VsrsQtung.'MU Spezial-Arzt für llant- nnd Harnleiden Dp Pnnlra Rosenthaler Str. 70 ur. rUJJEC, Spr.o 2,6-9,80001.9.3 Syphilis- Nachweis in allen frisch, u. veraltet, zweifelhaft. FSH. durch wissdiischosil. Untersuchung. sosori; dcSgl. Harn-(spez. aus Go< norrhoe.Fäden) u. Sputum-Analyscn. Gr. Home»er i Co., Spezial-Laborai., Friedrichsw. 189, zw. Kranen- und Mohrcnstrasie), I. 8724. Pers. Rückspr. diSkr. u. iosteni. TeösstiU cpn 8—8 SeontagS 09» Uixt.'; wöotienüiche Teilzahlungen llefereelcgant. fertige .-[-sali iür Mass Anlertig, n. Mast Tadeilot.Sutllihr Jdüus Fabian Schneidermeister Gr. Frankfurter Strasse 37, Ii Eln|an, Straus- bsrser Platz IL Geicbirt: Turmstr.lG nur erst« Etage, kein Laden. Dandorf&0 Belle-Alliaacestrasse Grosse Fraakfurterstrasse Brupnenstrasse Kottbuser Damm sow«it vemb Kltohnag I m Kaffee.......................>�«1. 10 1.20 1.35 Kakao...................................... Haushalt-Schokolade..... 65« Gerrelat- 0. Salamiwurst. pfani 1.25 Thüringer Knoblauchwurst? 1.25 Plookwurst................. Rmd 1,20 Teewurst...................... �1.15 ff. Leberwurst.............. Pfand 95 pl Landleberwurst............. Pfund 78pf. Zwiebelleber- od. Rotwurst»d. 48 Ff. Nusschinken................. Pfand 1,05 Schinkenspeck.............. Pfand SBn Speck fatt, Pfand 58 Pt- fnnger, Pfand 72 Pudding-Pulver, Rote firdtze 28 Hirabeer- oder Kirschsaft piaaahe4iB, 85� Fiammerie-Grles.... Pfand 18, 22 Schweizer-Käse........... Pfand 80» Tilsiter-Käse..................»-nd 68» Edamer-Käse.................. f�d 78» Romatour-Käse............. stück 27» Brie-Käse..................... Pfand 38» Camembert..................... buok IZpf. Junge Gänse............................................. rf°°d 58, 65 Pf. Enten........................................................... 1.75, 2.25 ZugspenkOkner.................................... � 1.75, 2.25 ■sMsei Rückenfett . Pfand 43 pt Kasseler �.78 pf. Ess�utter.............................................................. and 1.08 Tafelbutter.........................................................»und 1.18 Bratenschmalz................................................ 54» Neue Kartoffeln......................................... s Pfand 30» Tomaten w OrlglnolkUIg bratto Pfand 8» Kirschen........................ Pfand Sauer-Kirschen.............. Pfand 19» Johannisbeeren............. Pfand 16» Stachelbeeren................ Pfand 12» Bananen........................»and 25» Schiangengurken...... stack 5V 10?� Zitronen............. vat«nd25, 35» Wirsingkohl............... 5, 8» Rotkohl............................. KoptS» Kohlrabi....................... Land-i 12» Aale gerancbert................... Bond 40» LaChS In Stdekcn................ Pfand 78» Neue saure Gurken.......... etac 5» □□□ DDG □□□ Thealer und Vergnügungen uoa Eon Habend, den 22. Juli. Ansang 8 Uhr. NeneS königliches Opernhaus. Tristan und Isolde.(Ansang Lesst»«.' sommerspuk.(Ansang 8 Uhr 20 Mm.) Komische Lp er. Der verdoiene Kust. Berliner. Bummelstudenten. Stenes TchanspielhanS. Die keusche Susanne. Neues. Der Rodelzigeuner. Thalia. Polnische Wirtschast. Schiller. Kliarlotfendurg. Der dunkle Punkt. Lnftipielhaus. Die drMe SSkadron. (Ansang 8,20 Uhr.) Kleines. Norachcn.(Ans. 8'/, Ubr.) Roie. Kasernenlust.(Ans. 8'/« Uhr.) Trinno». Das Prstizchcn.(Ansang 8'/, Uhr.) Neues Operetten. Eine Million. (Anfang 8'/. Uhr.) Kriedrtch-Wilhelmst. Schaniptel- l,a»S. Badines Entsührung. (Ansang 8»/, Uhr.) Metropoi. Hoheit amüsiert sichl Kolies Kaprice. Die letzte Nacht. Drei FrauenhiUe.(Ansang 8>/, Ubr.) «rater. Die drei Grazien.(Ans. 71/, Uhr.) Voigr. Goldene Jugend. Noacks. DasNachllager m Granada. ZtpoUo. Spezialitäten. Ptatiage. Spezialitäten. RcichslmNen. Gastspiel OZkar Juughähnel. Wintergarten. Spezialitäten. Karl Havcrland. Ein kräftiger Junge.(Ansang 7'/, Uhr.) Kaiser- Panorama. II. Zyklus: Indien.— Wanderung aus Born- Holm. Urania. Xaubcnstrasle 48/40. Geschlossen. Sternwarte, Jnvaltdenstr. 57—«2. Sehiller-Tliealer Der dunkle Punkt. Lustspiel in 3 Akten o. G. Kadelburg und Rudolj Presber. Ansang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Morgen und folgende Tage: Der?»Iiinlil« Pimlrt, Berliner Theater. Heute 8 Uhr: Bummeistudenten. Täglich: Bummelstndenten. Neues Theater. s Uhr.« Uhr. Xitgl-kchi Der Rodelzigeuner. Neues Kgl. Opern-Theater(Kroio Sonnabend, den 22. Juli, abends 7 Uhr: Gastspiel Hartha liefflcr- Bnrckardt. Tristan und Isolde. Sonntag, 23. Juli, abends?'/, Uhr: TannhUnser. ff olgt-Theater Gesnndbrimnen, Badstratze 58. Montag, den 24. Juli 1911: gnbtläums-Borst. Zum 50. Male: Gsldciic Zugend. Gr. Lebensbild m. Ges. u. Tanz i. 3 Akt. Gänzlich neue erstilasstge Spezialitäten. L« Borbereit.: Der Aktieubudiker. Verantwortlicher Viedakteur Friedrich-Wühelmstadtisches Schauspielhaus. Chanssccstr. SO'SX« Täglich 81/, Uhr: Badines EDlfQhrung. Roman. Operette i. 3 Akt.(4 Bildern) v. Alb. Nack. Mus, v. Fil. de Cristosaro. OSE=THEATEi | Kroge Frankfurter Str. 132. 1 11 Täglich: Ansang 8',. Uhr. III J Kasernenluft. Iii Aus d. Gartenbühne: g. SV. Wale Es gibt nur ei« Berlin. Metropol-Theater. Hoheit lMüsint sich! Operette w 3 Akten von I. Freund. Mufik von Rudolf Nelson. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schultz. Ansang 8 Uhr. Rauchen gestattet. 8 Uhr: Die pDiseo Spezialitäten. 8'/, Uhr: Ensemblc-Gtastsplel Harry Waiden in Seiv Herzensjunge. Baudeville mit Ges. u. Tanz in 2 Akt. von A. Ncidhardt und R. Schanzer. Musik von W. Kollo._ Die auserlesenen Attraktionen! LA TORTAJADA. Die 7 Korlnnas, klassische Tänze. Kaufmanns Ladycycletronpe. He Hlo. Charles Barons Burleske- Menagerie. Tschin Sfaes 8 heil. Chunguaen und eine Kette hervorragender Kunstkräfte! Volksgaiten-Theater Sonnabend, den 2X. Juli: Konzert, Theater- n. Spczialitätcil- Borstellung. Ann! Belllnl. Les Orsclios. Fritz Prllnne. The Original Burtons. Der artesische Brunnen. Zauberposse m. Ges. u. Tanz v. Räder. Nißles Fest-Säie DennewitzstraBe 13* Schöner Naturgarte». Heute: Gr. Kißderlest d. I Wahlkreises. Tanzkränzchcn b. freiem Entree. v. Aittle. Spree-Garten Treptow Gr. Sommerkonzert des Märk. Zentral-Sänger-Bundes und der Kapelle des Garde-Gren.-Rgts. Na. 5 Nach dem Konzert: Ball. Luna-Park. Heute Sonnabend: Elitetag. Pracht-F rosit-F euer wer k. Featbelenchtnng des Parkes. Beginn 10 Ubr. ■Beginn j derfre Apotheose: Die keusche Susanne. SWT* Sensationelle Attraktionen. �_ Dienstag, den 25. Juli: Konzert d. Berliner Lilederfrennde. Saisonkarten gültig vom 20. Juli bis Schluß der Sommer-Saison 1911 zum täglichen Eintritt in den Luna-Park mit Ausnahme der Elitetage Preis M. 3,—. Zu haben: Beim Invalidendank, Kaufhaus d. Westens, A. Wertheim Neucmit The great Grigori Allison Truppe, 8 Personen, ikarische Spiele. Die Zanbcrfltfte, urkomische Pantomime. Teufelsrad, Wasserrutschbahn, Gebirgsbahn, Uebesmühle, Cake walke u. a. interessante Volksbclnstigungcn. Täglich großes Promenadenkonzert und Spezialitätenvorotellung. Eintrittspreis nur 15 Pfg.(mit Ausnahme der Sonn-, Elite- u. Vereinstage). Abfahvtsstclle Schillingsbrücke am Schlefischen Bahnhof. Morgen Sonntag Mag's»m?'. nach Woltersdorftr Schleuse. Rälksahrt: erster Dampser nachmittags 5 Uhr, übrige 8 Uhr abends. Früh S Uhr, nach Neue Müljle. Einfache Fahrt SV Pfennig. Bff- Täglich srüh S UHr, mittags 2 Uhr, nach Woltersdorfer Tchlenle. Wh 10 Uhr nach Nene Mühle. LV Jeden Dienstag. Mittwoch. Freitag mit Musikkapellen, früh 10 Ubr nach Nene Mühle. Jeden Mittwoch Kinderfest. Nachmittags mit Musik nach dem Walde. Dasewst Ber- losung und Spiele. Hin und zurück 50 Pfennig.__ 2801t » Bon der Allchaelhritcke an der Michaelkirchstraße: Heule Sonnabend gr. Sommemachts-Promenadenfahrt mit Musik nach Schmöckwitz. Daselbst Konzert u. Ball. Abi. 9'/, Uhr abends. Preis hin u. zurück 50 Pf.— Sonnlag 2'/, Ubr Sxirasahrt nach Neue Mühle, 5tran:penburg».Schmöckwitz. Einfache Fahrt nur 40 Ps.— Montag 9V, zum Bergmannsiest n. Rüdersdorf. Hin u. zurück 00 Ps., Kinder die Hülste. Reederei Zachov. Tel.Vll S9S5. ist der schönste Ausflugsort? ? Immer noch Pichelswerder, �Heerstraste" belM Alt-N FrCUNd. ZWoseks TUestsr. Direkiton: llobort 0ill. Berlin X.. Brunnenstrage IS. l. Dpern-Ahend. U Naebtiager in Granaiii Ein Jäger... Dir. Rob. Dill. llie Verlobung hei der baierne. Dazu: Die vorzügl. Spezialität. Königstadt-Kasino. Holzmarttstr. 72. EckeAlexauderftr. Täglich: Genieftet das Leben! Gr. Gesangs-Poste v. W. Gericke. Austerd.: k'ranz Melvuer, lLe» Emanuel», Wally Richards. Ans. 8 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Urania. WißsenechaftlicheB Theator. lanbenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Helgoland im Wechsel der Zeit. I-Mr Mii Alt-Roablt 47/48. Sonntag, den 23. Juli 1911; i? Theater uud SpeMlitäteu. Ansang de» Konzerts 5 Uhr, der Bor» stellung 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tau». Jeden Montag: Lustige Säuger. AmDafanbofl EtssArena. Geöffnet v. 10 Uhr vorm. In der heißen Jahreszeit angenehm kühler Aalenthalt. Allabendlich: 1 Djrnnkvolle�Eisballett Jlontrenl Die Stadt aal Schlittschuhen. Neu: Push-Bail-Splcl{ Zahlreiche Knnstlaufproduktionen. Exquisite Restauration bis 1 Uhr nachts. Bis 7 Uhr n. von 19'/, Uhr| abds.: halbe Kassenpreise. Max Kliems Sommer-Theater Rudolf Krüger, Hasenhcide 13— 15. Täglich: Erstklalstge Tlieater. und Spezialitäten-Borsiellungen. Zeltbedachter Theatergarten, bei un> günstiger Witterung Schutz bielend. Jed. Mittwoch: Gr. Ktnderfest. Donnerstag: Elite tag. Folios Caprice. Täglich 8'/. Uhr: Parisiana-Ensemble. 3 Frauenhüte. Die letzte Nacht. Ein Fenster zu vermiete». Das Strumpfband. Eintritt 1 Hb.; Kinder unter 10 Jahren die Hülste. RNsegs-PMplikW. Die Keger- fliesin Abomah, die größte| Frau, die je gelebt Altes obno Extra-Entree) Hoabiter Wintergarten Artus=Hof Perleberger Str. 26, Stendaler Str. 13 Direktion: Karl Pirnau. «orninBenb. Soffimcrfest 22. Juli: de» Nerbaudts d. Stkluarbeitkr. Bouncrt. Theater. Spesla» llthtoa uud Ball. Anfang 4 Uhr. Borstellung 6 Uhr. Reicbsballen-TTieater. Gastspiel r mit feiner berühmten Herrengesellschaft. Ansang wocheni. 8 Uhr, Sonntag» 7 Uhr. SW 1- Niignst Wiederbeginn der Soireen der «tcttlaer l-thukrer. Belbue. ummelsburg am See. Inb.: G._ Tempel. Jeden«onntag; Spalitäten-Vorstell. U. Garten-Konzert. Jeden Sonnabend und Donnerstag: Soirsen der Wöstmanns Sänger Am KBnigstor. Am Friedriehshain. Jede» Abend>/,10 Uhr: vis m Weiiier fesseil Posse mit Gesang In 2 Allen. Spezialitäten. Kinematoppli. Mmwoch: Kittderfest. Ans, wochentags 5, Sonnt. 4 Uhr. xwiuie. i—————------—-------._____ OiiÖBrt Barth, Berlin, gut den JnseratentM verantw.i Th. Glocke, Berlin. Druck u.«erlag: Vorwärts vuchdruckerei u. LerlagSanftalt Paul Singer u. Co.. Berlin SVL »M69. 3. Ktilllge des Lsmälts" Kerlilltl MlksdlM. W ZM'M — Freireligiöse Gemeinde— Humoristisclies Sommerfest am Montag« den 24, Juli« im Restaurant Bellevue, Rummelsburg« Hauptstr. 2 Konzert« Theater« Tanz Humors Quartett •• •• •• •• Die KaffeekUche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Erwachsene 20 Pf. Kinder 10 Pf. Fahrvarbindung: StraBenbahn No. 76, 79 u. 92. Vom Stadtbahnh. Rummelsburg 2 Hin. 57/5* m G G A A M Seutseker Lsuardetter- Verband. kui-eau: Fngvlufei'>5, I». Xweigverein Berlin«_ Telephon: Amt IV. 4093. Sonnabend, den 29. Juii 1911, in Kliems Festsälen, Hasenheide 13— 15 s Grftcs Stiftungsfest des Zweigvereins bestehend aus 139/12* Konzert, Theater und SpezialitätensVorstellung. Eröffnung 3 Uhr. Säl�n! Großer Ball. Anf. d. Konzerts 4 Uhr. Die Kaffeekttche steht den geehrten Damen von 3 Uhr zur Verfügung. DM" Bei ungünstiger Witterung ist für 1500 Sitzplätzen unter Zelten gesorgt. Hierzu ladet freundlich ein Das Komitee. Billetts zum Preise von 50 Pf. für Herrn inkl. Tanz und 25 Pf. fDr Damen sind bei allen Obleuten und Hauskassierern sowie Im Verbandsbureau, Engelufer 15 III, Zimmer 53, zu haben. Das Bureau des Zweigyereins ist am Sonnabend, den 29. Juli, dem Tage des Stiftungsfestes, von 1 Uhr mittags an, geschlossen. Der Zweigvereinsvorstand. G M G SozialdetnoMseher Mberein des vierten Berliner Keiebstags-MIkreises. Am Sonntag, den TZ. Juli, findet per Urabstimmung die Wahl von sieben Korsiandsmitgliedern und sechs Revisoren in folgenden Lokalen statt: Gesche, Oranienstr. 188 Laaser, Lausiher Straße 25 Schulz, Forster Straße 17 Jreihöfer, Gloqauer Straße 4 Grundmann, Pücklerstr. 29 Boeker, Weberstr. 17 Bellenberg» Caprivistr. 20 Grust, Liebigstr. 14 Schulz, Schrcincrstr. 18 Krause, Bötzowstr. 8 Wählisch, Skalitzer Straße LZ Mix, Skalitzer Straße 59 Ehlert, Wiener Straße 25 Engel, Oppelner Straße 47 Bohr, Manteuffelstr. 12 Merkowski, Andreasstr. 26 220/12' Zie�, Warschauer Straße 61 Kirsch, Petersburger Straße 81 „Elysium", Landsberger Allee 40/41 Wulff, Ebclingstr. 4. Sjfjf- Wahlberechtigt ist nur das Mitglied, welches bis zum April d. I. seine Beiträge entrichtet Hai. Die Wahlzeit beginnt um 9 Uhr vormittags und endet um 1 Uhr nachmittags. Das Zentralwahlbureau befindet sich bei P a u l H o f f m a n n, Königsbcrger Straste 28. vor Vorstand. Seutseher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Serlm. Buchbinder-Brauche. Montag, den 34. Juli 1911, abends Uhr, im großen Saal der„Arminhallen", Kommandantenstr. 38/69: Versammlung aller in Bnchdruckereien beschäftigten Buchbinder und Buchbinderei-Arbeiterinne». TageS-Ordnung: Lerickt von den Verhandlungen mit den LueddruckereibeNtzern. Das Erscheinen aller in BuchdruSereien beschästigten Kollegen und Kolleginnen ist unbedingt erforderlich v 24/16 Die Ortsverwaltung. Die Tarifkommisfion. EingigantiscIiesWiinder auf dem Gebiete der modernen Technik ist in Amerika der Bau des Panama- Kanals, dessen Herstellungskosten über 500 Millionen Dollar betragen.— Die Berliner UNION-Theater bringen in ihren neuen, hochinteressanten Programmen unter anderem eine getreue kinematographische Aufnahme dieses Kiesenwerkes mit all den gewaltigen Maschinen, die in ihrer Arbeitsleistung für europäische Begriffe ans fabelhafte grenzen und im höchsten Grade sehenswert sind. Dieses einzig dastehende technisohe Kinetogramm wirkt überwältigend auf den Beschauer und gilt als die idealste Darstellung der Sinfonie der Arbeit! iusnahmepreise für Mai, Juni, Juli ** A.B. KOCH 7* gÄi Kohlen- u. BrikeKs-GroShandlima Hauptkontor: Sil*. 1 �'�und 3090.3040 Lagerplatz 1: O,, RUdersdorfer Str. 71(am Küstriner Platz, alhOstb.). Lagerplatz 2: O., Fruchtstraße 13(Ostbahn-Güterbahnhof) Lanerolatz 3: Itf., Behmslr 36(SchivelbeinerStr.,EckeMalniöerStr.). Tel.: Amt 3, 7736. |Mse für la Marken ab meineh Lagerplätzen von 10 Zentnern an: — pr. Ztr. pr. Ztr. ia Senltenli. Äarienglück Salon 74 n. la Ilse Salon..... 90 pt laSenllenb ßotlliold Salon. 71 pf- ia Ballisteine..... 74 pl »(•■! liiltae««i 2.10 M, Bei Frankolieferung je nach Quantum per Ztr. 10 18 Pf. mehr. Bruchbriketts, Steinkohlen billigett. Koks zu AiiNtaltsprelsen, Holz, zerkleinert, per Zentner 1.95 M. Bei grSBeren Abschlüssen u. Originalwagg. verl. Sie meine SpezialOfferte. ÄIs besonil. preiswert un�.°n.n JUarienglück-ßriketts zu empfehlen, welche ich bei 3000 Stück mit V.SO pr Taus, bei so ztr. mit 84 Pf. pr. Ztr. franko hl» 4 Treppen inklusive aller Unkosten liefere. iiigemeine Kranken- n. Sterbekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen(E. H. 86 Hamburg). MitgUeder-UersammUmgeu Bezirk A"" aw',»loa« B tseter Arbeitsnachweis; Hos I. Amt 3, 1239. Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Charitestr. 3. Hof HI. Amt 3. 1981. finden statt: de» 24. Juli, abends 81/, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 10. am Montag, de» 24. Juli, abends 8'/, Uhr, bei kiklSi-t, Wiener Straße 25. Com Montag, den 34. Juli, abends S'l, Uhr, bei Bartsch, Alte Jalobstr. 18/19. Dam Montag, den 24. Juli, abends 8'/, Uhr, bei Uniniuel, Sophienstr. 5. Tages-Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht vom 2. Quartal 1911. 3. Verschiedenes. 293/7 Die Ortöverwaltungeu. »> « Dienstag, den 35. Juli, abends 8.'/s Uhr: Allgtmenie Kliinchkn-Nkchmlmg der Kohrleger u. Helfer Groß-Berllns im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Hax Groger:.Die Entwickeln»,, der modernen Gesellschaft." 2. Diskussion. 3. Branche»- angelegenheiten. 4. VerbandSangelegenhesten und Verschiedenes. Es liegt im eigenen Interesse der Kollegen, in dieser Versammlung bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Achtung! Sichere Merkmale guter reeller Bedienung liegen in der außerordentlich großen Haltbarkeit und den enorm billigen Preisen unserer Garderoben. Der Fortfall der großen Spesen ermöglicht es uns, mit ganz geringem Nutzen zu verkaufen. Es bieten sich daher für alle Herren die ihren Bedarf im Terlelhhans feiner Herren Hoden, L,clpxlgcr Straße 50, am Spittelmarkt, decken, ganz besonders große Vorteile. Wir empfehlen nur kurze Zeit vorliehen gewesene und wenig getragene Anzüge m. 9, 12, 16, 20 getragene Paletots m. 8, 10, 15, 18 Wir verleihen elegante neue Garderoben, die im Verkauf bis zu M. �ÖO kosten, auf Tage, Wochen und Monate zu niedrigen Preisen. Verleihiiaus feiner Herren-Moden Berlin— Hamburg Leipziger Straße 59 m Spittelmarkt Sonnabends bis 9 Uhr abends, ■Sonntags von 8—10 vorm. und 12—2 Uhr nachm. eeSffnct i Metalldrüeker. Achtung! Dienstag, 25. Juli, abends« Uhr, im GewerkschastShauS, Engelufer 15, Saal 3: Versammlung------- der Ifietalldrilckcr Berlins>. Umgegend ausschließlich der auf Eisen, Kronen und Alfcnide beschäftigten Kollegen. TageS. Ordnung: Branchenangelcgenhrlte». , Ganz besonders sind die auf Bierdruckapparate» chirurgische Instrumente, Zink, Aluminmm und Weistblech beschäftigten Drücker eingeladen. 120/10 Die OrtBYcrwaitnng. Verband der Branerei- und Mühlenarbeitef und verwandter Berufsgenossen. GcschäslSstclle: 0. 54, Mulackstr. 10 I. Zahlstcil« Berlin. Fernsprecher: Amt 8,«!Ä. Sonntag, den ÄS, Juli, vorm. 10 Uhr, im„EetvetS» schaftöhaus", Engel-Ufer 15, Saal 1: Versattttniung der Müiilenariteiter. Tagesordnung: 83/10 — Bericht der Lohukommiffion.= | Das Erscheinen aller Mühlenarbeitcr ist»ndediiigt ersorderNch l Die OrtSverwallung. fmmmmrnm Abzahlyncsgeschafte J Credit-Haus .Bellealliauce' Belleilliance-Str. 100, I. Etage "'weil„ Nobel z. knlaat. Beding. Berliner Credit-Haus MT Kommandantenstr. 67.' Tarmstraße 55, Ecke Waldstr. gewih« JedeDliJ- spielend leichter An- u. Atohhmg ■nehrjährlgen Kredit auf Waren und MSbel. Erscheint S mal ' wöchentlich. AibertMaatbey, Falkens teinstr. 37. E. Martin, Qieimstr. 55. Mollweide's bew. Bäckerei ZionslürclipKl.Bninneflstr.SI.olhr.SiSt/SS CaatavMühlateph, Rhinoweratr. 2 ÖTNachtigal I rf,' s(lorTJFSBgerstr? ö/Tf F-Seamann, Keilicltüadf.. Somraen'.f.SZ | BezugsqueiiewVepzeichnisa| Uotenstefaende Geschäfte empfehlen steh bei Einkäufen Das gr. Brot v. Berlin, töpenick, Karlshorst u. Scliiiaeireife. R-Noak, Fiieürickstsjea Tli.Neiunaiin,01denburgerstr.21. Bäckerei Oststern. ZcdamvadarsUZ Albin Qnandt, Tilsitei-str, BS. Bäckerei„Nordstern" Inli.; Gust. Müller Filialeii i. rerschied, Stadtteilen iSieiJSS Auf Abzahlung gibt Willie Nenmann, Pappelallee 88 Waren, Möbel, Garderobe. Weinmeister- . Straße 141. Ülxiiorf und SQil-Ost kauft zu günatigat. Bedingungen I. Miödel- u. Waren-Kredit-Hans WMfsimtlM.WM Frledelstr. 32.(Hobrecht-Brücke). �AtfccholfreleSctpaw� aiälcöpziäiej Oen.-Tertret. Ottfl StaHCk Landsberger Allee fl/7. —- Fernruf VII; 1668 u. 1564-- Franz Abraham Hami. Messina-u.Romertrank-Kell. N 4, Schlegelst 2, Fernsp. III, 7727. Dtrvknage db Co., I�andabergar Str.25. ISelter-n. Limonad.-Fabrik , Thaeratr. 44. T.A.7,8176. � � Sttte» alkebol- freifr öt trink. �y| Vi B«rtiB0.Stti>alfS.4 ���bstte�-vohlclduns� Fes �« a_. o Zossncrstr. 32 •* BerpiannaLSÖ' Hamburger Laden, Charl.ffiilsl.e'J RötasnESörinpaS LanÖsb. Allee 143, Ilixd.. Bargst. 66. RjgW��njSchdoeJ�IItDjtatrJGS f Stfckarelan, Konditor.) 'eier'�rolMderei In aUen Stadtteilen n. östlichen Vororten j üb. 60 eig. Geschäfte. Albert Pf enzig, Grätzstr. 10. Paul RIBmann, Turinerstr. 36. Max Ro.plaach, Memeieratr. 65. Conrad Richter Brotfabrik Nied.-Sohönhansen Niederl. in all. Stadtteil. Berlins Max Sander, Dunkerstr. 23. 8 OttO SCÜlat psTßa'ckware) Gustav Schulz, üurgenkirclislr. 67 Sdiäpe, H., Rizdorf, Bergstr, 84. Sc£ätt,«.BÄ�o. Slkorski,W«lÄeMee,HMBend»rieritr.ll Max Spillmann, Görlitzerstr. 63. P. Springer Be�Äe0« Paul Stenzei, La umschulen veg. CnstZT Taapita, Prinzen- Allee 61. Thoma's bew. Bäckerei Ackerstr. III. Gerichtstr. 84. ErnstTroiz, Reichenbergeratr.lll. Ferd.Tzschetzsch, Wrangeist. 45 Ulbricht,'IJSr' C. Vogt, Welllansae SFilial.Hauptgesch.Sedanst.l1 Jos. Ws Albert . Glagaoerst 17. lese, Kplonießtr. 34. Heinrich Wittiep Pttfliperaiekel-, Schwarzbrot- o. Simrai- bnl-ftbrik. T. 11,3313. Maistr. 7. TerkaariStelLl.all.Gegeid.GnS-Berllu c Badeanstalten J Blottner's GroBbäckerei Geschäfte In | Berlin, Charlottenbupg. SohSnebepg, Wilmepsdorf. Adlershofer Bäcberei.M Zigwirst. Arkona-Bad, Anklamer-Str. 34. Augnsta-Bad, K5penick.-Str. 60/61 E&eww-K rLandsbergerstr. 107 Gollnowatr. 41. Bürger- Bad w�rtr' Cartii-r Bad, MünzstraSe S. V�anitt- KassenUeferant. WUM-Iad Anze�gfu'torftr. 25. Centraibad Pankow, Berlinerst. 4 Ilinu-Bad, CblUbg.WiIaifrs(lorf«rst65;41 Helena-Bad, Culmstr. 20 a. Erstes Lohtannin-Bad tägl. fr. Allocliasg, keil Extrakt Wall- s4r.70/71;lief.aKaM.Sea-Cöllii,W.6iS Bad Frankfnrt, Gr.Frkft.8tr. 136. Lieferant sämtl. Krankenkassen Q�BeleucbL�Gagonstl Rlinvpl R V Rixdopf. DUIUHI, n. Kais.Fricdr.-St.49. Kronen�Grossmann Elsasser Str. 92 Leser des„Vorwärts" 5% Rabatt. Büttner, A., Danzigerstr. 96. E.Leisclmer, Kottbusserdamm 69 lteB!!lllOrf,fl.P„L?Ä�Nori SchrammanH�EicbsÄis. c Berufskleidung 1 OskanBeck Dresdenerst. 97, BWcherstr. 11 Reiohenbergedstr. 18 u. westl. Vororto. Vorzugspreise, _ Vorzugspr« Buntrock, W. Bod™'3 Dünkler, Otto, 11 Filialen. AhälVArit? Oderbergerstr. 53 • Ir u Vf 11 HZ, Scbrvelbeinerst.17 CarlFranke��- A. Jnreckl, Spimlaa, Havelstr. 16. Keiner, Otto, Gerichtstraße 86. SchllCh, M., Miierrt!l2. Schwalbe, Wilh., WoIHner-Str.12. iyapva? A Mühlendamm 3, nQtiKlH,H.r • Kottbuserdamm 96 Frfed, Göseke, 7 Filialen |f.Haflen22vS� Wilb-Scholem Kottbuserdamm 94, Keller. Bierbrauerelen,Blerli. Aktienbrauerei Potsdam. Eigene Niederlagen: Berlin SW, Tempelhofcr Ufer 15. Brandenburg a. H., FekidetStl. 3. Spezialität I Potsdamer Stangenbier in Flaschen und Gebinden. Bergbrauereil:» Feinstes Doppelbier Tel. III. 1412. Berliner Bock-Braaerei. Kerl. Weifsbier 1. landre LSIralaner Sg. 36.37, Tel. 1, 7585/4004. Weifsbier C.Landre AcL-Gcs. StraßbnrgerStr.S-8. Tel. III. 1692. Brauerei Alt-Berlin, Cbarlottenb. Gabriel 4 Jaeger.Weibbier. T.-A.UI,!».630 Bier-VeHag, Gltschinerstr. 90. Bni«M feinsteQuatitätsbfere. rauereiFfefferlierg Tersand- nnd Pllsener Bier. Brauerei Tivoli"«t Fruchtstr. 87 Iraoersi WeiSemee, ii. Eoden. Karamel- Weifsbier fast alkobolfrei, erfrischend, bekömmlich, Berliner Wdßb.-Bratrerei E.WWlncr. August Holtz 1SL Hctffmann.R., Ober-Schöneweide. Kersten, Gebr., Worth er-Str. 33 a. Kosmaila, E., 4gÄta Eugen Köhler, Neue Königstr. 68. Georg- Lemke Butterhandlung _ ÜStenTtein, A., Thaeratr�ST Panl Lindaer, Strelitzeratr. 65. ßntterhandlnngFritzMatfa. A/ioeding,*!. Markthalle, Andreaastr., Krsatstr. Memeler-St.74, Grüner Weg 97. Nordstern in BerujillNnaNO, Poraorski.Paol cS�r.�8 l.isir Bntterhaudlg. Bemaaistr. 116, Herauiiutr. 39. ipnstSchn e i'd sr! Spa n d a u Schöneleldt, Britz, Chaosseest.ül Scliröter.R.v||- Scholz, Arth nr.Ri, Hermannst. 65 Schumacher, J., Markusstr. 47.. A. Talman"Ä0 Uhly fr Wolfram Vereinigte Pommersche Meierelen 48 Terkanls- stelleii Fruchtstr. 70, . Ecke Mnachehergeiife Zum Stern, Adalbertstr. 12. c Bücher J heltssdiriften,iüejsi lesen all, Delekrnng über Ekrlick Heia, Yorleigmg ober GescUeckts-Krank- beileaete., sowie eiegek. ITospekle, letxiero gratis und fnnkegeg. »n»ne idtessenaagab« lielort Medizin, 'eid>��ekven»räG«c�E«rlk!0�5?a. XrnähTHeüster'a ■ Landbrotfabrik> Alt-Glienicke bei Berlin tieferung frei Hans Berlin n. Trogeg Max Backer, Ramlerstr. 36. WUh.Behrend,MantbuffeIstr. 99. Großbäckerei Max Bocke Berlin W., Schöneberg, Friedenau, Steglitz. Wilh. TperllB, Mariannenstr. 5. EmiF Boy er, Thorneratr. 8. Brotfabrik E. zum Broch, Tegel, Schnlstr.ck BuehlÄSohn, Willy Dolor.' Prenzlauer Allee 42. Hermann Carl, Rixiil.,Eennuiutt.231 Herrn. Eder, Scbonenschestr. 1 Eül Ennnl'a Landbrot t-T >.; Heliiersdorfer Mühle Terkfestell�Koloniesl.O, Bndeabergei 2, bäderiU9t.95,Scliiielbeiient.44,Svine- hnnderetf. 41, P.nkow, Flomtr. 80. Will). Eß�i WeüfnMe'l'writt. 4. Verkauf in Milchgeschäften Berlins Bekannt gegebe«, d. Piakit«.. Gustav Fenske, Elhingeratr. 90. flsehep, Görlitzerstr. 55, 1 falkensleinllr. 20, Käpenickerstr. 172 BngoFraakensWln, Soldiners tr. 69 EiseikKraitbret, Visit., rän.aanU. an, I. Feronfia Allein[g-Fabr. Oebr.Hngen Ncbf. Dalldorferstr. 16. JtogjMgWIlJ_ 1 Urifooha Roxhg.,N.Bahnho�t9 )■ flilMS O. Kronprintenstr.lS. Caedicke's Bäckerei .Ober- u. Niederschöncweide Karlshorst, Baumsobuienweg. W. Gerlach, Bebönelg. Sedaastr. 6/7. Wäldern arCeake, TreftoV, BsenalrAS. Consipr, Graetzstr. 66 u. 57. Alfred Orti, BonSseUtr. 24. Eugen Grenz, Rixdorf.Plügerat.lS Karl Giesmann, Wittstockstr. 7. H. Glück, Wllhelmshavenerstr. 51. AugustHübner, Scbwedterstr.52. m Sfßtidfßrei| 7S OeschHfte | in allen Stadtteilen Berlins| und In Rixdorf. . Moewes Hoherstoinwcg 6/7. Tel. I, 8360. HordiieDtKlies Braüiians, A.-G. Seblvwiaxbratr. 20. Tel TV. 4785 /t' wüi&y /•-crsfklaspTie •�i.—. Biprp C Cacao, Chocohade AsämussX�lÄöit�tM�ä�näniShan Cy!iax,G., Filialen Lall. Stadtteilen. abrikate der .»SsFOtt!" .Cacao-Industrie- Aktiengescilschaft . überall erhältlich. «iMirei, Ko«..Priatlaral. 1 2 Schütz.Warschauerst.sa.ggr.lSOO Seiffert, Erich, Andreasstr. 36 Bezugsqn. f. Händler. Chanueest. 42, Badal33 a .Weißensee, Antonpl. C.Voigt, Gräfest.27,EckoDrbanst. Wcrkmc!atrrbIictzdorff,<1..GrFraak- fniter-8lr.89.6rWeg.H3.Dresihi.-Slr.»9. C.Senffi Fordern Sie Mi ii SMtt W esers fc>er g C Bandagen, Gummiw. R. Hauke, Stralauer Str. 56. Lange, A. E., Brunnenstr. 167. Liepe, Bohöneberg, Gruewildstr.so. Meyer, P., Ri., Berllnerstr. 49—60. Pelzmann, D-, NcoeiCönigatr. 30. Wende, A.,TÄ31' Reiche. A. Max Schönfeld, O. Müggelstr. 3. ��erdjgijÄn��ärgm� Benidt,W.,FiUtiintr.7,EekeIenieliL A. Bntti, Zorndorfer Str. 23. HM FBt&S Frankfurte�AUee 170 Galster, M-, Badstr. 62,63. Georg Heroldt,Oderberger8tr.33. Hiekel, Fr., Gr. Hamburgerat. 37 Kock, Emil, Weißensee.BerlinerAAS ü. Lekznnn, Fuewalkerstr.l E. Geriedlsir. Otto Löwenstein, Fruchtstr. 49 Misch, 0. 17,Münchebergerstr.-l. Meldt, Fritz, Rixd., Reuterplatz. Gast. Nähert, Potsdamerstr.USa H. Petermeier, Strelitzeratr. 8. Peter-Schley, wilh., ZuieDentr. 1 L Komm eck. C., Ei-, Hermannst. 22. FiiU SottahinuJUHQgflraah 21, Hi(W!lTU,UII,er gegr. 1820. Berlin C 54. T.III, 1517. Roland in,�8nAbirraod' Schade, n.�Szbi«r. Ii Sohlossbräu- Kronenbrüu in Gebinden und Flaschen. Schulz, Herrn., Schönleinstr. 83. Strehblow ft Co.,Weitb.,Gerietlät 45. lferEiQS-BraiiEreiTeDtoo]a,l!W87. Weissbier Albert BraDn. Weissbier, C. Breithanpt, Palisadenstr.97. Tel.-A. VII, 2634.- Weißliier f. W. HiWn i-G. Lagerbier nnd Malzbier Blumen und Krlnza] oJkanSSerTMrTruIleStr'Tr�� Fr.Ahrendt.Boilig. Seue lliluiioMi.ai Blnpicn-Beckcr, 0. Frullurter Allee t. Ca, per Cbarl., Krummeetr. 29. EDcg»r,Ilisd.,i;sis.rriedr.St.30,Bergst.58 BlcharO Kelerh, Prinzen-Allee 30 Panl Gross. LudeastetrVtntailakau) Otto Htnr. Graunstraße 8. Alb. Hilse, Wcibeoaee.Beriiiier Alle« 36 BerthaHerhold.varBeaSThastr. 166 AIb.Keil.i;h«rll)g..Kii!er-Fri«dricli»t.20 MenzeIH- Ripdorf, Hermannst 124 O. Neumann, Wieneratr. 1. Ww.Rntschke, Ri. Hermannst.62 C.Sommer. Wrangeist 44�BtI¥ 13066 Aug. Trotho, Wrangeis tr. 11. Thiedtke, Rixdorf, Herraannst.64. H.Zlnkc. N6wewee.FTi«4r-- E-Prieslerst c .Kutter lian tlluug J J. F. Assmann 2Ö FUUIen in Berlin O._ Ki» r b.t jF.- K um in olabg« ____ 5 Filialen.— Max Baenisch, 8 Filialen. Clgowenhandlungoo BrägerTTTSixSörJT�ergstr� Bräuer, P., 0. 112 Proskauorst. 18 Proha, Gust., Rixd.,TbomasBtr.S. Stiüzs, Fritz SSTIÄ" Alh.KasBlkeHS Klein. Wilh. Äum1?' Klemmer W-, gpanden�cbeiwaidentSg Krebs, Aug., Rixdorf. Bergstr.124. A.R.MeyerNthf„ ScUesilchestr. 14. H. Mischke, Bensselstr. 32. Willy||OBatermann,Gle4ii«tbatr.48, Scklrmer. A., lavaüdenstr. 2. Weber, K., Ru, Hermannstr. 110. WoIterajJ�eodjRlüohersti�a. � Damenkenfeirtlon] Gr.Fraakf.-gt.117, Badat.82. Biuen, Kleider, Mäntel, Maiuien. Max Ar ns clor ff Oranienstr. 176 u. Rixd., Bergntr.9 Schönlx-Allee 84. --------- E Rodenbergerst. Cohn, Geschw., Bergmannslr. 9. ......-- Müller- __■_ Str. 166 Czerwinzkl, F..Reicbenb.-Str.lS2. DomJn-ewsKyäl�Äs ßiasenow&lSltuÄ n.Charlottbg.>Wilmer3dorfer8tl88 Holz & Ascher o, Frankfurter AUee 68. N. Schönhauser Allee 127. roliias lEwio, SdineklEraiEislE Badstr. 44, 1. Spz. Maßanfertigung Lager in JüLnkln n. Kostümen alier Art lOSCS~nt*8-b?-rg?"tr'" __ Mäntel, Kostüme, Röcke. Pappelba um Elisen, Kl«ider,K6eke.Collii«wslr.l6Ö7 Ä.SelowskysÄw. Waper, 1. Kieper, Nowawes •FriedriohBtrasse 28. Westmann L Geschäft; Mohrenstr. 37a. 2. Geschäft: Gr. Frankt�tr. 115. Bei Vorzeigung 6% Rabatt. U/nl-fP Binsen n Kostüme zw Ulli, Schönhauser Allee 127a. Paul Zutermann KmreiiiOBiliaiB— ChaojseMtr. 66. f Drogen u. Farben � AtUer-DrogcrieA�h-rrban. Adler-Drogerie, 0.,MüggeIstr.8. Angermann, Königsbergers tr. 13 Apoth Panl Frank, Strafiminnelr. 41. Ap«t6,Lindeiibcrg,Streli1t.Str.74Nord-Mt. Artelt, Kurt, R!.> Reuterstr. 43/44 Arnold Nckf., Lderidg., Leidmtznlr. 26. Relnb. Assmus, Gerichtstr. 10. Becker, C. Litthauerstr. 6. ßerger, Bat. Rnnraclsbg., Soantagstr. 8. O.Beug, Bockhsir. 51,, Ecke Grimmrir. Rrh Derclinr Ecldnbaiuer All« I34a, Olli, tnlldliu), Fankew, Berliner Str. 46 Sänrtl. hygienische Bedarfsartik. Bohne, o, Spandau, PicheladStr. 2. Böckmann, Fr. Hochstädterstr.21 Robert Brüggemann, ilt-Stralan 76 Centrai-Drogerie, DrontheimersUl. Domsalla.W., Falckensteinstr�t. Donath, W.,Landsbg. Str.99Ecke. Drogerie, lAndsberger AUee 55. Phort MßV Kopemikusstr. 17. IlHtl l, iildi Warschauerstr.21. Edison-Drogerien, 6.-Sch5neweide. Paul Eickel, Friedrichshagen. Franz Fischer Fnnkf. Ckaaisee 148, Sämtl. Gmnaiiartikel r. Diskx. Bedienung. Fortuna-Drogerie, Z assenerstr.35 Lieferant f. samtl. Krankenkassen Franck, Lndw., Ri., Sermumstr. 1 68 Föbse,0. Frucht8tr.62 Friedrich, Panl, O, Gärtnerstr. 29. Germania-Drog.Spand.Wilhelmstr. Grasnick, Fr. 0. Kronprinieutr. 48. Gottsctaalk, Otto, Krautstr. 55 a. Alfr. Gotting, Günther,„leweiiDrogerie",Stro5Ut.37 Hanisch, ltob„ Boxhag. CbauaglS. Haeberlein, Irepl, Gnetz-Bonehestr. Hansa-Drogerie, N. RaumerstbO. F. Hotop. Dfnnn-Dreg., Cfnanatr. 6. —"- ,Ri.,KaiMr-Frleiriek5tr.2J9 Rixdorf, ,, Hermannst. 119. Kottkes Drogerie, Eaansebiienweg. Kronen-Drogerle, Alt-Boxkag. 41 Krönings Adler-Drogerie, Bamlentr.7. I om/e(ra Schamweberstr. 143, Lud.LAC Ecke Weichselstr. Lorch, Ph.,Reichcndergerstr.116. G. Lehmann, Prinz Engen Str. 6 Max Decke, O. 34, Ebertyatr. 35. Ewald Locht B.Vi irnrinnhavenenlr. 20 Luiscn-Drog., Friedririuf.Berlment.22 Alfr. Harsch, Culmstr. 37. Mcss}og,RammelBbg.Tarr8chra.St.3B W.Metcke,Chorl., Potsdam.-StrA Nolle, Felix, Memelerstr. 16 a. Neue Drogerie, Hochmeisters t.S. Otto Opitz, Bomholmerstr. 16. Apoth. Oppermann, Hernianitr. 227. Felix Pinkert, Rügeneratr. 10. Piper, IL, Boxhag., Sonata gstr. 29. Ramien, Otto, Landsbg. Platz 1. Rats-Drog. Spandau, Folsdan.SI. 2. Rattey, Haus, Memeieratr. 72, Bill. Bezugsquelle f.Gummiwareu Rathaus-Drogerie, Ei. Denanstr. 24. Recolün.P.|Remickondorferst.61 Paul Reichel, Friedrichshagen. Arno Reif, Weberstr. 30. vopm.Lamcke BLKaii.Friedr.Str.242 Louis Röhl, IdL Ful Bühl Cipen.ck, Franz Schöubeck, Obersehenewelüe. Schubert, O 34. Ebortystr. 48. Schultr.Hugo, Müllerstr. 166 a. Photogr.Bed.-Art., Hyg.Gummiw. Erich Seidel, N. Lychenerstr. 113 5KiE[l-Sf0igrtE,Ko�esetr!}r2o! mund Buchloh, Soldinerstr. 26, Lief, sämtl. Knnkenk, T. II, 2658. Frankf, Allee 34. Slralsunderstr. 29, irogerie.RomintenerSU. Virchow-Drogerle, Fehmarnstr.4 Roh Welsch, Frankf ChausseeOS. Werder-Drogerie, BritxBtdewerjl. 5a. Wedding-Drogcrie, Gentoratr. 87. Wi4ilWesch,Ch»rI.,Nohring8t,13 A. Wohlgemnth, Usedom Str. 22 Zobel, Georg, N, Ackerstr. 60. Rrpnnnhor Fabrik-Füiale Drennaoor Undenstr. 35. Bosling, E., Kotthnserstr. 18. Baedrich, F., Ri., Bergstr. 159. liln* ilam Schönhauser Allee 115 HICA Uulll Kinderwag., Bettstell. fMMMlN! lotisiaao Neue Schönhauser-Stp. 11. Fahrradhaas Sporty Charlottenb. Bismar«k»tr.62, Arb.-Radf.l0o/oRab. Iah rradhaasSüd-öst Reichertiergerst 1 M Fiedler, G., Spand., Klosterst. 40. Heinrich Hahues, Cöpenick. G. Hall er, CharL, Biamarckstr. 79- Klinik llBteBÄiSaSt Krflger, Rieh., SSSÄ*71" Ernst Machnow�st®8�1" Größtes Fahrradhaus Berlins, Jahresumsatz über 15 000 Räder. Verlangen Sie Katalog grat. n. frk. Fleisch- ü.WBrst-C�ntrale BpunnenstraRe 76. Beste and billigsts Bengegteüe d. Serd, Paul Friedrich, Stephanstr. 44, C. Gärtner, Weiteuee, Friesickestr. 1 C. Gerlach*„£££: 70. rUxrll iirllt Fleisch-Centrala xJtvJl lltti" R'Proskanerst. 37. H-Gemdt,SpieiigersL17�iig.Saiaoash. Fr. Gerlacb, Tauroggenerstr. 1 a. Rob.GIene,Weileasee.GiisLAdoItstr.l3 W. Malloschky, Mazatis, JuL, Mi Schi es.-Str. 45. illentr. 33, A. II 291 f efl Hülle» Remickend.-Str. 106, lull InUIlcl Chausseestr, 81, G. Fluge, Birkenstr. 77. Röpcr.Carl, Peters5g.-8l23.d.Ftlf.AIIee Röpke, G, Ri, Hohenzollernpl. 15. Schönborn, Willy, Ciarlbg.Sckiüslr.S. U/onrinlt Invalid.-SL20,rnrmst.31 nuMUcI!, TeHznhLgestattet. A-Wodmak, Apostel-Paul ussLAl. c Feuerwerk 1 EF�al Gust. Nenmann Wwe. WaHstr. 88,81. Ecke Roßstraße. c Färbereien, W ÜecherT� Berliner Dampf-Wälcheref Fritz Hering, Neue Kedigstr. 84. H. BERGHAM« Birkenstr. 53 über 40 Filialen in Groß- Berlin CöpcnickerCroß-Bamphväscherci O.Partenbehner.TOOODn Tredtyl Eisen- u. Stahlw., Waff. Ain, O-, RI., Kaiser- Friedrichitr.ß. W. Allner, Mulackstr. 24. Otto BeHg, O. Grüner Weg 49. BeiiteI,C.1Boxh.,NeaeBthDh.St26 ----— Sohönoberg, Eisenacherst. 33-84 Herrn. Braun, Landsbg. AUee 149, �rannoi/o C Berlin SO. 7rcUl4cKo,lz»jWrangel3tr.94 3. Brenneke, ScMah-Xliee 156. Bruckiacher, Ä«: Otto Döring, Rixd., Elbeetr. 84. i 6. Eggellng, Müllerstr. 29. Willy Erpel, Turmstr. 29. J. Febrmann, Birkenstr. 57. Flzck, F., SpiDÖsa, Sehonewiideritr. 31 BfiJkEsWollrafflSgÄ.55. [IflIl.RflnZEÄÄ.Ikbn-tpr UHInr Wilmersdorf erstr. 102/3 Dlllcl Haus- u. Küchengeräte Jacob, Otto, Carl Jung, Stromstr. 31. "" Hermannstr. 178, Scbillerpromenade 9. fohl ITcWitÖÄt Weidenweg 62, bflll Mlülattl Hm-«. Kdrhe« gerat«. KantaerNf.,0.3chüaevei4e,Eli9on9tr.l6 fntpIlO�P A Berlin SO, IMItClldSC.rt., skalitzerst.lCB. Fritz Köhler, Hochstädtersir. 8. Schönhaus-AUeeSO. Ringbahnhof. laisecFrii Ad. Kunze, Kiidl.,Ku3erFried{ic>rtlr.t78 Gust. Lenz Lftbcke, Ernst, Samariterstr. 13. Markwart, Berah., Banmsfhnlfnwcg. JoltfßirtiaoEfllttil.�nÄo' Baa»rllkelrfferhe«ge fit den Benledarf. Franz Müller, Weinmeisterstr. 9. Müller, R, Boxh., Wismarplatz 3. A.Radloff, Bemcidif., Mertck. 1 a. 8e«. Max Richter, Sehönh..AlIee 104, Rössel, F., Markgrafendamm 1. Rülilmann.P. Müllers t.40b,E.3eest. Schmidt, Paul, Li., Schimwetersl. 49. Schröder, G,Ri.,Hermannstr.59;60. .C.Schütze Nachf.,�11 Hetnr. Schupke, Wielefstr. 19/13. Seilach, Tlk, Ri., Hermannstr. 4& leTalidegstr. 138. . Eck. Gnrtenst. Bill, Heraeupl. 6, W«rlug.,K«cieBger. E. Teesch, Ri., Klrahhofstr. 12. Paul Tiegs, Chausseestr. 42. Wesch,Charltbg.,Kirt«l3dorff«lr.23. m WOlIlßEf wstTaeÄer" Wumneejäaxjiachf., Inwalid.-Strß Zobeltlt, Pankow, gerllienlt. 128. Fnhrr'id�Hihmaaoii.) E. Friedrich, ____ Blumenstr. 70. Dampfw Welß.Stenipßi 3«rg»t.l32 Rarapfwä scher ei, Ob�Sctwaevaide ü C. Heinrich, Wühelminenhofst r.il lWMßMEi Jor*" DunknrstraBe 68. AllKekaait für Lieitroag voj udelleaer Vä-cke bei saligste« Frehca. Gebr.Erb�uthK O. Naefe I Färberei o. ehem. Wäscherei i I f. Herren- u. Damengardor. 1 Läden in allen Stadtteilen.| R Berlin. Rixdorf, Schöneberg Taubert, J., c Sebastian- Str. 86. Fiachhaod lungen Otto Arendt, Tegel, Sehßap«rwtxJ3 C. Dittmann Ba�Ä.a. Wf a fm I Weidenweg 79,«ach ��»UKK Wild und Gofhigel. WWWWMW�WWWWLergst. i%kJt7l LaGpeillng, Kottbusserdamm 8 Spezialgeschi Fleisch- u. W urstw- Gräfner, BeadsisohiistT. 5. Korden 5. GrunwaldjNfg., KoUbascr Damm 102 Wurst— Speck— Schinken Gottlieb, liemiqkdf., AiBendest.103 Eduard Grnnwald nur Turmstr. 37. Wurst Speck Schinken. GrothnuiBB Nchf., Rixdf. Berlicerst-Tß OttoOrubeH�sr. Berthold Hahne, Boxbagenerstr. 2. Willy Hanka, Brunnenstr. 121. ÜEnD.fiartlMüllEckSanstr. iiiartliEinzejtÄÄ Franz Heyer, Gaudystr. 40. Hegel, Wilh. Langestr. 28. Conrad HeckeL Admiralstr. 35. Fleisch n. Warst, Wiesenstr. 2. I l Greorg Heiter BebleBmuckw.». Tbüriajrr Werft» I. Geichs Aiidreustr.36, Blam««slr.73a Ernst Höne, Schwedenstr. 12. ILHoßenf eider, Keiiiidf�oaBmt.<8 W. Hoppe Friedriehshtgea�riediichsLtS Ernst Ihscher, Wiesenstr. IL Carl JacubczyckSpandaa Albert Jähnert Ä"; Fritz JcntsASÄÄ! Herrn. Jeske, Knayriimsti. 51,54. Josef Jessenherger, P«seiwntr.l4. Lira». Flaetr. Ailenhat�lroirekd�C« Arth. Ka Winkel, 6nii«iit.HLaJri- Jul. Rempe,B07SnSKe 5> Fritz Klein, Kottbuserdamm 18. Feine Wurst- und Fleisch waren Spezialität: Landschinken Oskar Klätxn 114 Ait-HoabH 114. 158 Inwalidenstrafie US.*• Max Knaot, Emst Kolbe. ,BL, rgst. 5u.5 jKackStr.; 35 C Fleischer, u. Wurstw, J PeterAbrabomczik,StraUund.Str37 Hermann Albrecht, Hetzerstr. AUstädt, Elberfetdorstr. 27. August Arendt, Soldinerstr. 16. A. Barthmuß. Markgiafsidan«. S. Hasch, w£SSr ff. Fleisch- u. Wurstwaren. pos. Beierlr�r | Fabrik ff. Fleisch- u. Wurstwar. Hocke» Tegel, BrünowÄT� . UKlüdl. ff. FleiKb-». Warstwam. Rick. Becker, Memeieratr. 74-76. Hehle, Rixdf., Hermannstr. 18. Wilhelm Behr Wurstfabrik, Speck- und Schinkens alz ereL BcrlIn�chönebergJi«i«ueut57-58 Beste und billigste Bezugsquelle f. Wiederverkäufer. WMjM Aug�Äee. Anguai Birnstein, Dunkerstr. 78. Henuann BUake, Gerichtstr. 11. Paul Brackrock, Hütte nstr. 72. Bramr.FraozÄÄu! Oeorg Brenner, Ebertystr. 57, P. Buckwitz Rigaerstr. 106. Spez.-Oesch. t.Flei6eh.a.Wnratw. Daniel, J., Ri., Hermannstr. 147. Robert Btodschus Nachflg. Panoramaatr. 1 u. Oontzrdatr. Billigste Bezngsqnelle. DanzigerPleiscti-Centrale - Danziger Straße 14 Dannenberg, Neue Hochstr. 6. Rieh. Decke rt, Wi�str SS?Tinugos*r�o!rärnweberatr, 1, Albert Domke, Slnlu.r Ahe« 24. P. Dreyocker, Prinz Eugens tr. 21. Job. Durzynski, Kopemikusstr. 1 Georg Daill, Thaeratr. 23. Diill.M., Rixd., Kais. Pricdr.Str.14. [ItÖlHtl.fi/VsÄÄ69 .. �_ Arno Flacher ff.Thur.-u.Braunschw.-Wurat* u. Fleisch v.,0 Gr. Qörachenst. 6 Warst, Spwk, Schinken kanf.SIe a.herten u. Mfllgstea bei Anton Fehlau, Goathardtst. Stadtbahn b-Ecke KSnigsgrab, Andr.-SU7,Land3- bergerst. 98, Königsbergerat. 8, Lan(l6b.-AUee30,Rixd.,Berg»tr.U. Wurst- und Fleischwaren ofL zu billigsten Tagespreisen . Aulbe,0. Königsberg Htäck Äufloit Roth tsanr Oost. Kontze, Bcztasnw Chaoaieel« Ernst Knrth, Mnakaoerstr. 83. 6. Kranse, Veikaat«, Lzaghemtr US A. Lange, BaiiicUt�&urawetantr.nS Linke1! FieiüMle»st Heinr. Langer, Britz, RodoweratM Wilhelm Lenz, Palkensteinztr.S B.Lawreaz, BciaicknAL 0. Daaywtr-54» Herrn. Leudit* Wilhelm Liebherr � � Max Lieske, Tilsitentraße 10 WXtndner�jKan.FriaÄriehftr.lS/a Fr- Lindemann, Emdeneratr. 45. Lochmann, Malplaquetstr. 32. F.Löfflcr, Strelitzerst 62L Rostockerstraße 43. Fleiaehm WursttatOL . Schulstraße 1CS. H. Matzkerl�S Stephan Mederer, Zandartaratr. ta. Otto Menzel SSSSaa Merker, P. Gottfr.MeossIinfl JSSTt Aihiacht Müller, Höcbstestr. 45, (! lÜflHDP"- Fleisch- u. Wurstw, U.UlUUCr Groß beere nstr. 78, Adolf Nagel Max Neubert, Strelitzer Str. 30. KarlPctnchrsÄ� F.PogorzelskT, Cbarl., Ttingg.-St.3s Max PoMer, W., BlnmenthaJstrJS Fritz Rasch, Stephanstr. 51. A. Rathenow, Elsässentr. 18. Peter Rech Reimann, Frankfnrter AUee 38. Re Infekt, Spandau, Keaacisttnlr. 9 "1 Gr. Frank- furterstr. 7. IlMarBBbisFriedrichshagec Prima Wurst- u. Fleischwaren Wilhelm Räder, Stettfnerstc. it R Rothe. Boxhagener Obau saee 1 1 Walter Rndolph,Grünbergerst.l7 Ottomar Rudolph, Gärtnerstr. 17. E. Schauer. Huttenstr. 70. Bob.Sckärer,I«n»f,BeiliiMntr.37. X. Saharer, Oh SaataewtMe. a. MtrlttpL Berabard Schnell, Sckanweberstr. 6/7. A.Si«Trert,M.Sck4Bewei6«,Bcrllist.l27, Wilhelm Sckaale, Zossenerstr.49. E. Scherz b« rf, BeiniekeaAf., HauuL 5. Eduard Schmied, Lübbenerst. 19 ÜDhAflhiHKBr kletsch- u. Auftchnlu- öLMIWUlKüf. crutmIe.Vi«h«ria«r.1 59 Gskar Schubert, Hussitenstr.44. IAax Schufiert Albert Schncht E. Steeger, Plewoiemitr., Winaatr. 43L O- Schreiber, Hohenfriedb. Str. Max Sommer, Wcberstrafle 48. Srsrg»rd.FIei5cIi-Z0BtnKSlargardersL63 laudier JSS&t. IL Fleisch- u. Wurstw. Lichtenberg, Gürtelstraße 17 Kella Thär. Hmtscluiehte-Wzrtn enpf. Thiel, N. Weißenburgerstr. 73. l-härlng. Flalach- a. Hant-FahT! 1 F. Scramerraamn, Boxkagiiurat.Ji E.Trapp,Wiiia«»»ial«,VT«Weii«r5tt. I, Albert Urban, Noatizatr 34. Karl linte Franz Veit, Palisadenstr. 50. Weiß, Georg, EUessZ. 40, T.AJV 16535 O. Wellnitz, Nannynstr. 66. C. ncUBI Weidenweg 67. EmU Wilhelm, Graunatr. 38. C. Wiese, M«ckienst7 ff. Fleisch- u. Wurstwaran ist- 45.1 iren.[ fiAoajEiBiLScitönßjb.�Hcrbectäta.l Fortsetzung siebe nflchatie Seite, Fortsetzung des Bezugs Quellen-Verzeicfinlss es-» WißflniaDDSSwiBlreSi�». Iterm. Wilhelm, Hi. FriedelstT,23. Fritz»i�fi* treck, Orenzstr. 14. Gottlieb Wiocb, Grüner Weg 1 1 S kauft man Fleisch und '•"Wurst out und bülig? WilS tamtspaesnqijog 'mnsnou- js jn�ft n-qasjau mz P. Wontora, 0., Friedriehiberj.St.2l. Wurst-Bornrardt, fioaskirchpl. 4. Vurst-tfentrale�Ä« WQrst.Speck.8chiDken Nord-Deutsche Fleisch-Zentrale F. ZlmtnasM, Seeslr. 78, Qiriieirit. 40. Panl Z warg, Landaberg.&ilee 136, Emst Ziffer, Oderbergeratr. 37. C Glas u. Popzellan 3 Plocdcr& Kroll Kirdorf, Bergst.lSö, Ecke Rosenst. Karl Harms, Danzigentr. 7. G. Krüger, Weißenburgerstr. 79. A. Wilbom, Brunnenatr 16. Wlnkelmann.Wilhelrainenfltr.SS. C bcrschöneweide. Rathonaustr.27. 7>inr>lr0 Schöneberg, A.UIII.HC Eisenacherstr. 6in�»»bfrit.Aii,«ta.F,t«t>,d.. lUnllgAillU gtr 68, Wambaaat-Str. 21. Krnnse, WUh., Bi., Herm.-St. 168. Og.Kursck, Britz, Rudowerstr.36. B. Lehmann, lib. W lalcr, Cöpcniok. Ad. Mahnke Menzel, P, Cöpenick, Schloßstr. A.Nttacfapaui, 3 W. Bergmannst.il Prinzcnstr.SI.�Ä11- A.Samasl,O.Uirbsch8t.63>Seklnne. Scholz, Osw.y! Hem-nä 17L Sprengel, Steinhardt, O., KBntgaberg. St.Sa EZtUer,0.-Sckäie v.,WU&lnlaeiUst. 1 4 t �M-FF-n-u�Knab-WOOF�� iaerikairerkauMEfl R. Bänich, Baliealiianoest. 4. P'o- J.Baer�Ä0 Berg A Co., Wilsnaekerstr. 62. Besser, , Julius, Kl., Bergstr. 19. Hirscbfeidt beSüss�s. Lieferant d.Kona.-Genossensehaft Hamburg-Stfiglil/bR 103. Reichen-■ I Herren-Konfektionabaiu 1 Frank A Co., Brqnnenatr. 60.| Mahr 1 Spandau, Luthersts 13. 'H'•«» Spandau. Uatzerstr. 10. Nöke, J. Spandau, Klotteratr.81. Paul Ihlealeld, fhurmstr. 44. Bud. Israel, Grüner Weg 9S. Max Kaplan, Friedrichatr. 1. QroBa Auswahl fertiger Kleidung. Solide MsBanfertlgnng. [BSWBiüÄ'iä! D. UpMd. ff"SS9'"ff Leske* Slupeckl, SebMb.-AUw76e Haren» Spandau: Charlottenstr.6 anama-Jakobö&T PrataL A., Frankf.-Allee 149. Paters, A, Warschauer Str. 13 Prager, Hutfabr., Prenzl.-Allee27 Pulvcrmann, Grüner Weg 34. C. Rettig, Schönhanser Allee 178. Rita g* Ig Fm Badstr. C4, nieCKy C-FTI. Gfriehtrtr.ej. Ring, A, Rosenthalcr-Straße IS. Wilhelm Rother, Bergmannst 94. Scboerr, Herrn., Wilmarad.-St. 46. 1 Vereinigte 1 CbailsUesbsrj 1 ÜraSa Fi Tsrnstr.« | Leser ds.Zelti Vestei :e Hut-Compagnie CbazUUeiburt, Wilmersäoricrstr. 124 Grata Fnabfiricrali. 129 larnstr. 61(leb# Beasseljlr.). Leser ds.Zeitnng erhalt. V�Rabatt omtez*. C* ItöuCäse? CBKery C.a vsmm 18/19. Weiner, H, Greifswatderstr. 33. Wirtsctaaiterstr.,Nchf., BruneuLltl. , jur Flora" bo��'t. • ÄÜRWCIfc Martin-Opitz: c Martin-Opitzat. 22 Sehönbanser Allee 7ö«L Kaffee-Surposata M. Katlike, Mahn 6- atr. 25. Kaffee-Versand n. aH. Stadtteilen. Otto Ooetze.KotÜiassrdaan 16/17 Bat � Kartofleln, GemOna � Paul Henkel s™�r [ RqufhAs»— s» l Aluasder»[0., Eadtfr. 55. Geschw. Blank, Boibagezer-Cbszi. 17 Ä Konsum-'�' Berlin a. ümgegend Klelderatoffe, Wäsche, Woilw. S. Elscnstidt, Frankfort. Alice 168 C.Eurtzahn0b Scl,8newe'ds 1 Pub- und Modew. Holz& Ascher O, Frankfurter Allee 68. N, Schönhauser Allee 127. Mater Grunewaldstr. 16, Ecke Goltzstr. Kaufh. Herrn. Levy Dmnnenstr.59, Eck© Strals.Str. Kaufhaus Gebr. Preuß Bert.NW.Eauasel-.E.iluttenst Beste Bezngsqn. für sämtl. Mannfakt. Spez. Damenkonf. SlR9| tsslis Bei LIaiei.lAoü.SpsiT. Gustav Levy, Spandau, Luta, Fr., Baumschulenweg. Eduard Röhn. Ob.-Schöneweide. frleilnihrtawn. Kantabakfabplken Kenner kauen nur Kautabak von H. Carl Hagenbmch. SfihlimeoLIb. W. Deparsb c Klnefnatoop.-Theatei» C WarschauersTr' »•> Z Lo.H l�rznAPnimiaAti*. Refonn-Kino.Reinickend.-St. 26/27 Herrn annW6hlln£jBmnnenst.l81 (i IC—hlaw, Koka, BrHcptta J PiTü Rniar i'fa' HUti.DKKr AU).#, d. ailllennbrieke. Paul Bieger, Knlproderstr. 13. EM. Braatz,nM!,a.lb" Gebr. A.&i.Podzuweit, Gleimstr. 62. a Putbuscrstr. 1. Swinemündersir. 121. a Seelower- str. 19.- Sehlietnannatr. 27. � L. Sager& Co. � Blnmenstr. 52a, Gr. Frkf. Str.94 Filialen in Moabit u. Charlotten barg, -■'~ FUlshu i.S j.XO C Kolonialutaren D Abend, R., Rommbg., Somtzgitr. 6. Otto Albrecht, Lychenerstr. 11. Heinrich Arndt, Fennstr. 49. Lfl!tl(B(3(an?:VÄS7enh. Theodor Antfaofner, Solmssir.22. Gustav Bahn, Müilerstr. 166. Babel A Hauke, MfflMaekerstr. 38. Paul Bandow. Bensaelstr. 44. T. Harz, WUh-, NO, Weberatr. 9. G. Bärend, Scbneben, Coloaa-iutr.47 ßostH Mmi Berg, I»b. Cirkscna, Ob. Scböaeirehie. Otto Berger, Hertzbergst. 32-33. Blcicmeier, Carl, 4 Gesch. imNord. VaL Boenke, MuskauersU. 36. Alex Borgmaan, Jagowstr. 16. Branii,B.,Bütdf.,Friii2E4idj(r7stT.29. FranzBonk|0|?SSfe%�m.7 Borchardt, O, Mühlenstr. 1. Fritz Bötke, O, Mühlenstr. 44. Brandt, Paul, Gloganer Str. 26. Braun i Ziegner, Usedomstr. 27a. K.Broinleil.PrieärtthibgSebanwebttrA Bodach, Franz, O, Gofllerstr. 23. Georg Burow, Stromstraße 39. Buase, Otto, Memelerstr. 7. Claasen, Abraham. Winsstr. SO. Job. Ciecior, Neue Hocbstr. 32/34 J. R. Damm, Katzlerstr. 19. AngnstKankert Max Dähnlck, Ri. Weaerstr. 53. Diewerge4NIemannBiiiicberflt.3L A. Durin, Schönflleßerstr. 10. Carl Ehmke, Cöpenick. R. Ehrig, Liebcnwalderstr. 47. GnstavEigendorf.O. Müggelet 29. Joh. EicWer"»Äfs1, 15 Hermann Ellas, Stephanstr. 69. Arthur Enke, Amsterdamerst.10 Waller Fahre, Cösllnerstr. 10. A. Fiebziii Hadif. tzci-b»«<�o.u'4 A. Fiedler, Kopenct, Mesgelb-Sk 41. C. E. Fink, N, Pankstr. 7. Rnd.FInk Nachf., Sareibentnir. IL C.Pinke, Rixdorf, Donaustr. 118. F oerster,Heiar.,Ob.Seböneweide Wilhelm Franz, Stettlnerstr. 56. L. Friedrich, Mariendorf, Bergzk II. BCnfl.Ü3rilBP,HriDlSStPri)Y�n'zit.86 A.Caulke.C neisenaostrßSKJUtnr Max Gaulke, Straßmannstr. 30. Fritz Geruil, Beuaaclstr. 75. W.Gekrimg, iteiBiekc&4f..R«fideizst.l84 Gebr. Goraer, Schönieiaatr. 13. H. Ooerllrh, RelaiekeaAf., Freviirstt.54, Georg Graber, Ober-SebözeweUa. Uermaun Genach, Adalbertstr. 19. Goetsch, Ernst säfff Grabitz, Bresianer Str. 4. Gräbert, Emil, Richthofenstr. 25. Max Grieß, Torfstr. 18. Richard Groggert, Wiamarplitz 1 Fritz Günther, ManteufeUU. 71, Adolfatr. 37. Reinickend. Str. 70 Willi. DM ßilijills, FBBZ M.PwMc'reGt'Ji Gebr. Haleadi, Weidenweg 24. Max Hanheiser, Göbenatr. 16. [. BällDefflaDD fcuSfljSSSft' Otto Hampe, N, Wiesenstr. 16. R.Hartung,Reiil«k4I.W.,BerihienU2t Haselau. W., Bodenbergstr. 33. Albert Haab«, Donkerstr. 83. ie— Rieeceeeeeei Max Häusler& Co.] Kaffee and Kolonialwaren Versand frei Hans. foeo— leeeRweel Ad. Hedwig, AngnsUtr. 51. Heinidu, WUh., Markgrafend. 27. " xdorf, , 8, Bergstr. 144, bit.-Frliär.-ät. 1 46. Gustav Henschel, Siemensstr. 16. Btiffl, bmM."ää' »emmUlfLS�u. Panl Hemnann.f/t,, Rieh. Hoblnder. Wollinerstr. IL Hoffmann, R, Adlershof. Emil Hlldnsr, FÄr Fritz Hühner, Schliemannstr. 11. U. Jacobl, Köpenick, Am slk MtticL Isert, Engen, Görlitzer Str. 59. M Paul Imhoft, Ramlerstr. 19. lanilf I Seolowerstr. 20, Jan Hl, Rodenbergstr, 7. Georg Jonas, Beymestr. 4. Oscar Just, Pasteurstr. 41. Paul Just L Maat i � Cenllienier i Msr />Mätleari.18.Pali.nilfinl.a5 X Ferd. Gräning � Jungstr. 11. T.leph. VII 7924 �Aug.ßrlmberoef� Hnaiteostr. 40. Tel. III, 4304. M. K. Lreyke. Hanptkontor nur Kql. NerAhwhnhoL Da» Beate für 0»en u. Herd. nx, Grüner Weg 69. Bapeja, K., Peteraburgerstr. 76. tfa-alitTF.nichcnhcrgorstr.Se IVaSCHU GlogauerMr. 18. Kactipr M Mehlhandlung, ndMICl ,l*l.,GubcnerSt.l8. Max Katzorke, Liegnitzcr Sir.3 1. Reinhold Keim, Waldemarstr.67. Kiebnrg Nf Ig., StaUachreiberat. 4. H. Kindeil, Charl,, Friedr.-KarlipLlt Georg Kieper, Kl. Andreasstr. L Klemke, Carl, Krautatr. 54. Robert Klette, Bykeatr. 43. Knetach, C.,Carmen-SylTa»tr. 168. Willy Knobe�str'9d7ea" Wilh.Korh.Nchf.Wissmannstr 26 MaxKohlhelm, Stralau nderatr. 24 Kohle, W., Llcbisabtrj, Utszaslr. 59. Kraatz, Georg, Schönholzcrstr.ll. Krämer, Rldi., 0.Kr«z,riuegJtr.t7;>6 Krüger, 0., Priedrich8berger»t.23 Kühn, Oswald, Müilerstr. 13L Carl Kupke, Spindlersfeld. Max Lange, Camphsu».'u�tr. 21 W.Lasga.lriedrichalir., Kürzest.9. .____ II, lerstr. 3t. > Hanfp Grüntbalerstr. Plätze« 36, III 4463 ------ nbahnh. Ling, Loel)cll,L.I�1X� { J. Mannhe Slemon, A. IL, xlm Filialen im Osten« ob, a. Ev riUtsUj: wcd/Uis' Lange, Hn Rixdorf, Walterstr. 16. Panl Letzner, N, Böttgeratr. 3. Ii..'big, Georg, Wzrschauerstr. 20. Q. L. Liese, Cöpenick, Schloßstr. 8. Liesinger, Otto, Bimptou-SW. 29. Max Lüge, Tegeierstr. 32. Bich. Liane, Aokeratr. 132. finita! 1Mb Lips, Chamissopiatz 8 Fritz Lobeth, Ri., ÜeraiHflr. 42/13. Herrn. Leewa, Tejsl. Bulüersir. 11. Lossier, Warschauer Str. 6. Aug Luchmann, Ruppinerstr- 21. Lnckii«r.FaUx,Ritd, Weiche«!»«.? luüe, Herrn. ISÄt?;1,-.. M otach k e, A., Crossenerstr.27, Slinoo-Dachstr.6, Boxhag.-Str.U Martini, Erleb, Riid.»AHcisir. 23. Ruppiner Str. 24. Swinemünder Str.58 Marnholz, W. oJetSali-x. Wlldenowstr. 2, WiltlBlffl Mäll Tegeler Str. 38. Karl Maurlachat, Thaerstr. 13. Karl Mercier,Huttenst3 Meyer, OnsL, Inste Michaelis, Panl C.Richter, Rixdorf, Friedel8tr.49. Bob. Voigt, Bainzcbalstr. 87. Etg. Fabr. DlloWslinBrtcS™"äS. C Lehranstalten 1 Inst erbnrg er Str. 2. " 5 Geschäfte in Nord-Berlin. Melke, Max, Huttenstr. 33. Mewes, Adolf. Warschanerstr.SS. Blinke, Carl, Frankfurt. Allee 66. Hugo Hötihoff, Glogauer Str. 33. Moritz, Alfr., Ri., Weseretr. 181 Max Hoy sich, W ilhelmshav. St. 46. Paul Mnlack, Mariannenstr. 8. ---- 1 t Kottbuser Damm 31, , U. H(nx.SUS5,ki«>aliecltsU8 Schwedter-Str. 11. . Schbemannstr. 14. Alb. Müller, Petersburger Str. 19. HBniigkgit.fi.�Ärarp»- Albert Nass BurBfr6d30.rt- Nanck, WUh., Ri-, Weaerstr. 16 Alb. Nehm, 2 Geschäfte im Nord. WUh. Obitz, Wilhelmshar. Str. 68. Otto ödeW ef� soTd�l?;. FriöPfeifierÄÄk Panl Pistor B.rTüe„merpÄ2. A. Plaacke, Oderbergor Str. 55. Julias Plotke, Remickendorferatr. 12, Nene llochatr.31, Bi»|. Dai likritntl. O. Pohle, Metzer Str. 22. Fritz Pollähn, Graefestr. 20. Friede, IL, Boxhag.-Chaussee 22. Prochnow, Pankow, Wollankst 23 R. Puhlmann, Woldenberger8t.82 Carl Quast, Prinzen-AUeo 15. Herrn. Radke, Cöpenick. A- Ramhold, Prinzen-Allee 18. iitoBEE": E. Rettig, Stralsand.68, HuBsit.16. F. 0. Richter Max Richter, Löwestr. 2. Otto Rickhelm, Dresdner Str. 79. E. Ritt, beiaickeodL, Bauotlsistt. 42 WUly RoatzM �tTä18* Carl Robra, Lan gbanss tr.58 u.1 48. mn lohi Fritz Rose, GoUnowstr. 88. Franz Rosenow, Yorkatr.». Franz Rudek, Uegmtzer Str. 12. Max Rudek, Deckermfind. Str. 1. Rühle, Paul, Dolzigeratr. 10. Runge, Otto, Ri., Hermannstr. 68 Roachke, Otto, Forsterstr. 4. A. Sägebartta, Fekrbfllioer Str. 24. Schäfer, IL, Nene Hochstr. 6. Schneiderin lixl�sinr-Frlt4bL76 W. Schwarze SÄ« Schetfler, Carl, Badstr. 16. SdieffI eräugen, GrünerW eg 1«. Georg Seheerer, Bremer Str. 66. Altd. Schiller, EHubetUircbstT. Ii. Schienther, EmU, Huttenstr. 7. Panl Schmidt, Rugenorstr. 26. Joh.SelineiderNchl., Mickeibä.-Stlll H. Schneider, Ri. Herfurthstr. 5 Oswald 8 chelz, SO 36, Elsenst. 73. Paul Schötze! Nchf., Emdener Str. 9 Schramm�.�uxbag.-Cbaussee 3 Schröck. Fr.. Ri. Wesorstr. 4. WUh. Schröder, Brunnenatr. 47 HB0ok6ilzeSÄg.Ä Wilh. Schulze, RI., Bergstr. 96. Adoll Schulz, Matterostr. 9. C. Oscar Schwarz Moabit, GstilsirskisL S, Ecke Zniagllztr. Mehl, Hülsenfrüchte, Vogelfutter Joh. Schulze w�usu!» Curt Seeling, KÄM P. Simund, Rixdl., Ziethenstr. 46. Stäuber, R., RL, Hoheuollenpl. I. Stein kc, Max, Weiutr. 4, Ecke Höchste St Oswald Steinmetz, Weinatr. 20b Stolle, Ernst, Thaerstr. 39. "' Helden- teldstr. 2. atstr. 23. i leuenmun, uulischatr. i». W.Ttetzseh, SO. Heidelb. Str. 30 P. Tippner, Rixdorf, Leineatr. 48. H-Tugendhaft, C.aormannstr.24. Wilh. Thomaa, Beiaich,»4.-8 ir. iL Otto TOdc, Gubenorstr. 11. Berazacntr. 27, ___ Swineniadatsti.l». llibrich, Fn RL, Warthestr. 13 1.69. Ulridi, O., Ri-, Priüi-Hudjerjetr. 20. Gustav Voeltz, Mühlenstr. 56/56. Ö. Stubbenhaiien Gustav Stfimer, Nogats Tledemann, H., Wüfilischatr. 2» GnstavVoigt, Wiener Str. 47. Carl Vogt, Sicking enstr. 80. Erich Vogt, Siemensstr. 5. Willlier,A,.reiaicke»d»r(W.BerUtenlll Walter, Karl, Fillauerstr. 1. Fritz»1 äIT N. Zlonskircbstr. 6. N. Bergstr. 5. G. Werner. Weluens«, Winhitr. IL Ernst Wilde, Baatlanstr. 1. W.G.Wleprocht, Memeier Str. 27. ~ Admiralat. 40 a, .. Relchcnbst. 168. __ Adnüralatr. 35. W,rtechaeuhiItlz4I.,S«htltntitr.1 1 AI. D. Wuekattz, Marlendbrf, Dorfilr 27 Ziegler, Otto, Ri., SteiomeUitt. 20 �Korbwe�rKlBaapw�J Metzner» letallhattsl«!]., Kislenaöh., Klappfahnt Berlin N, 95 Brunnenatr. 96. Lasern t'h Rabatt. Katalog grat. B. Becker, 0L W««er»,r. 14. (kinderwwB, __ Puppenwagen. Palsierbettst KlIrJce. Mflllerst.OO Gnmdke. Herrn., Gr.FnikfDnirSL II KoschnyiOppelserat. 49, Sehl. Tor Metzner» Benas"'1.'«,.«. C Krankenbedarfaartlk. ) Fischer, Wilh.,N, SvlotmMd. St, 1 16 Lange, A. E-, Brunnenstr. 167. c Larfapwaren J Gg.Engnath Carl Fessel Fr'xn�.st.� 6 ,«,. lasch., Uzffff«», ksitemmituaauw. Glatz&. Langner, Paul Kratky�Ä. Richard Kurtzke dÄ Adolf Mahr, SUslauer Allee 4L --'.!, Wienarstr. 1« lllU Eig.WerfcsLi. Hanse O.ProbaLfraiUuUUIee8.Bg.F>hrihiL ALJaector,!!��-6- Vuschnelde- Schule des Deutsch. Zuschneldep- Verbandas, e. V., BERLIN, Msuepstr. 86 ES, T.l 3401. Rudolf Plaurcr Friedrichatr.68a, Ecke Mohrenstr. Dir. Kölners Eaadtlukadtiti,:: töchhtlUnth!« Stenographie, Schreibmaschine (126 Maschinen) Roseirtbalersfr. 65 n. Scydelsfr. 1. Strahlendorf fs Handels- Akademie. Beuthst. lOu. 11,1. ,11. ,111. Etage Größte» Institut Berlins Ansführi. Lehrpläne umsonst. Inh. A. Werner. Prosp. frei. Berlin, Neanderstraße 3. LIcht-HellanstaHen Herz-, Nerv.-, Magen-, Dann-, Franen-,Hant-,HaraIeld.beh.erf. Charlotten bürg, Cuenlr. 1.Lichlhlaast fUnoleum u. Wachst. � Häntsch���'ÄT' Ranscli, Rieh."fÄ" Niederlage Warsehanerstr. 6. c Manufaktupwaran J Bclwe Nehf., Ott«»SSu"- MPetersb.-St.39 � Modewarenh. Hoffmann, M. Ernst, Bousseist. 27. Seidely Muy wSt1«, ■Behlhandlungen D M. Anders Usedom- Str. isa- Conrad Adam, Charl., Cauerst. 28 W. Bachmann, Charl., Nehriigaii. R.Banmgärtner,Panko«,]lihleisL20 BcthKc, Georg, Ä«!" Rixd., Elbest. 33, Kui.Erif dr.-SL 44 Treptow, Grätz-Straße 64. Bock, Paul, Stralauer-Allee 29b. Bordasch. G. Ri, Kais.-Frdr.-St.« C. Bosse, Reinickendorferstr. 92. H. Breezt, Berlin, Kastan.-Allee 3 ITBröirSLS5� Elbe Str. 39, Riehardst.a Eranoldpiatz, Herl. Grünerweg 43 Alt GUnicke, Rudow. Bngge, Hob, Koloiitlv., ückreiisrst.l. rhariFf chtri.,Poud.8Li3. ruarül Knobeisdorffstr. 9. Frkf.-Chaua seoll, , GoUnowstr'. 46. W.Sdmlenbnrg.Wilmersdoff. 81 147. OttoM.Sfliulze,Stolpi8clieSt.27 Walter SeideL Beusselstr. 28. |Prese. Ernst*'fc'sa'i Friedrichsohn»mK�ra.«5; UFirfleiiberg.aÄk.h.u'e. G aege, Otto Ch"�n* Paul Gaege, Spandau. Hugo Gessler Grossien, Gebr.�ÄaiL Joh. Günther, Graefestr. 69. rünerwegM�ckerhJStd Ebcrty- Str. 10. Herrn. Hecht, Wilhehniaue 28. Heerma,H,Ri, Hermannstr.173. Bizdorf, Bergstr. 144, !Esii.-Frls4.4jl.t(6 Hammerstädt,GJ Herrn. Hecht, Willielmsa Heerma,H.,Ri, Hc Heinrich, IL P. Herrguth Nachf.,B«iaiekeiiL-8te.7 Hesse, KoloniaIw.lmüBcb«h«r,er»t.31 Hippel, Carl, RI, Pflüger» tr. 76. Karl Huhn, Schorerstr. 9. Janicke, F. �kflndreistr. Kerker, J, Koperalkuaatr. 91. Hans Kpsv, Earnimstr. IL Eugen Klett, Culmstr. 22. Korn, Jlu�o B. Krüger, Schöneb, HaupUtr.lsa E. Kunze, Charl, Knobeiad.-BL 16 Küazel, S. A, Maatouff elatr. 31. Kurzleben, H-Äffl.4 , t. IMB-SN Lau. W., Kigmae SS. 64, 6% Rabatt Lenz&JaainaniiB Winsstr. 68, Posen" tri S.Stralluei-Alleeia. Rob. Linde M Lüdtke, H., Pruehtstr. 67. Manlra If CammirersaL mdU&0, Irl. Münzstr. 12. W. Marz, Chart, Osnabr.-Str. 97. Gus.Meyer, Helah.-8L 19, WUttLd!t.l. Heinrich Mühlbcrg, Chorinarftr.8. C. Neugebauer Ober-Sch6newe!de Skalitieratr.74. C. Neugel C.D.Xe enmann Alle Sämereien. nieticti S Raluabl, Kte.iöä Otto Nowack Nachfoi. Spandau. Pähl, Helmut, Pflcklerstr. 44. «nnnnn» Qreifawaldaretp. 11, . KEBBei via»vi» UppehnereL WUh Penner, Stralaner Allee 17o A. PlaetrichÄTaSf� F. Pflugmacher, Colonnenstr. 4L Alex.RamboliltKs£hiar P.Reudi.Ieunlil. 57», Raitaehsrai 34. Reichpietsch FMdaatri?. FriedeIstr,ZL36,RarIitbßeh»aieia»t, 6. P. Rentner �n8=.% Rosin, G. ÄÄA Sache, Jnllu». Wllsnacker-Str. 11. I Fr. Sacks Scheibc.ldolfE�a.k .USIw I Mariannenstr. 14. illLÄ.!�«�'i _»s-iJUrh A, toroiheeuii. SC&üßiiBf. Efflll be�erstr 38. Sophio Charlottenstr. 100. Bert Schale. KolouUlwere«. Spezial-Wehlhandlung Mühlenfabrikate, Konserven Berlin, Pettcnkoferstr. 10. Charlottenbmy, Helmholtzatr. Sl« Fritz StarkeT�leimstr. 89. itßgliheiMBlaDinonguÄ Steindorff, EmlI,ManteufleIr,t. 53. Thieke Nachf, Prinzenstr. 10. C. Trieb ei, Kolonw, StGttin.-St.16. B. Wendler, Reinickendorferst. 6L RelnholdWerner. Tejfl.Trtskowstr.M. FJfllilgEiiiDtliLnÄi«n2- louioal/i D Prenzlauer Allee 223. luWolKI, B.,WeDiat.28,EcheHöckst(St. O. Zemke, Mariannenstr. 60. C Fiähmaschinen Afp�ns-NShmaschfnen O.A.F/fittner,Hanp{fjesch-4.n(lreasr.t.79 Fili Alcn: Petersburgerstr. 87, iSfrjindan, Schön waldcrstr. 19. � monn P Uollnowstr.'icl maüll, Waschmasch. Hosenthaierstr. 19. c Fi. ßlUlia, Alle Systeme; Teüi.'.'.)'. AfaK bestes deutsches Fabrikat riail Steinbauer, Spandau. LitlauBf.Vertr.Me, W M____; HeniiaauL 59/49. Pf., ff. Nähmaschinen r 1U11- G.WendLWiln»ck.SL35 W. Schopps, Usedomstr. 12. Nabmaschinen Lüden In allen Stndttellen. Mfibehnanazlna Julias Apelt, Adalbertstr. 6. Berliner-HObel-Kanfhaas Charlottenburg Wilmersdorf erstr.60/61,»ah«Eaa tri. Billigste Bezugsquelle für Leute, die sieb die Zahlung erleichtern, aber nicht teurer einkanf. wollen. An jedem Stück deutlich d. Preis. Berliner RnnW Act mir, ISO.». Möbelhalle JlUlUcU.Inralidf ii«U 18. Blesch, Spandan, Scbönw.-Str. 1 1. Bollmann. Carl,Ri,Boddinstr.61. RHrand, Charl, Wilmersd.-Str.46 1 Brandt, MaxÄÄ Koppenstr. 9, Wobnnngseinr. ,"u"". Fjir.o.Ug.ijjEi Deebne, F,Ri, Neue Jonasstr.36. A. Dohmann, Stromstr. 44. Wilh. Gabbert, Brunnenstr. 162. Geppert, Panl, Zossenerstr. 32. Cericke, Fritz, Müilerstr. 145. Gleiser, A., Graff& Heyn Wilmersdorf er Str. 118.! rWflmürgdorf s. H B. fiebert, Möbel�Fnbrik. I GrÜl, teiiiekeid.rf, Schirawebersir. Ii. Uemeeli Stallschreiberstr. 57, nnlllnLK B*r- nnd Teilzahlung. uniunm Verkauf i. Fabrikgeb. Herrn. Heinrich, N, Badstr. 68 a. Hertel,«.PÄd9e5n- M. Hinrichs, Ritterstr. 18. GebF.R. 8[.Hamann NW, Perlebergentr. 22/24. Hopp, Jul, Brunnenstr. 133. J anitzko w ,F.Möb�fTbr"' König, A, RI, BerUnerstr. 102. Herrn. Kogel h™�«, Kraue A Co, Frankt.-Allee 176. Ernst Krämer wÄS, Priesa« Str.it A.KOsterNfg Lange, L. Lazarus. Petersburger Str.62. Lüddecke, R, Ri., Bergstr. 4. Möbel-Eberbardt. Pri«4ri«kit. 1 05 s Biegmundl J Dresd.-St.lfiB laackTtibkliil H6bet-Kanierilng,lut4ttieaiUMi>r Misch Urbanatr. 102 Terk. dir.».Private Nagott, Ri, Ricbardpl.8, Alt.Neu. IOrenienstr. 202 Vorw.-Lesern 3°/� Langestr. 9. Etralauerstr.33 2 Am Molkenm. RebschyE., Rehfeld, A« BittDUitSO.Cfelerei heitakänfe, kompl. Einr.v. 140 M. C. Reiher Nai,iiiHBr!"-aa Brnkwsir.Jt „Schwel�crhof", Meierei und MUcbkuranctalt. Emden er Str. 46. ü Tel 11 2565. C Musikinstrumente ) Braun, Emil ÄjteS Kaun.Richard,097,Grüner W eglj Klrst, Rieh, Brunnenstr. 46. Pinto* Co, Köpenickerst. 196/«. '—' Oranlenetr. 8. Heveistr. 2». I, tletartitr.nl. ACoJBrmeMtte C Putatm Ittel 1 ■■ Kauft nur Saffin, bester Schnbputz Solano, best. Metalipntz JaegerAKieaaHch, Berlin, SO, Sl Frankfurter Alle© 185 Spczialh. f-Damonhüte W.Ende EramyKahlfeldÄÄ König, Titus Modehaue UBennaDD-ili.lAÄÄ Wilhelm Metzner Große FrankfarteratraBe 92 Spezialhaos für Damenhüte. Sclimalin5ki,rj,Betäsli.I51Pzti,Fcpp«u � Renterhandluneen 1 LuiseFrömel, Greifswalderstr. 199. Carl Joch, NO, Palisadenetr. 97. Neamann, G, Grenadierstr. 43. Reste-Spitz, FehrbeUinerSt.24pta � Schuhwaren, Sohuhm.� Emst Adam, Friedriubsbagen. Herrn. Adler, Steglitz, Schloßst.tlS „Amerikaner" Prinzen- Allee 42/49 Anhalt, E, Andreasstr. 13. S Crhor BrunncnstraBe 68, nöbllcl, Ecke Pcraminer Str. Baumgart, H, Manteuffelstr. 28. u n. M, irr üirtiaclntr.>4, Lief.LKeu� D.Dclllc{l,Gcnoneick Brrli«. o. Cnj. Billige Stiefel, Sickisgenatr.( DonaHilr Potsdamerstr. 67, DCIICUIK gewährt Iß»� Rabatt, Damaschke. InvaUdeustr. 144. J. Denzig Nthf, Chausseestr. 28 Franziska Demnick, ZionslarckffLL Draeger, Warsohaaeratr. 74. Rieh. D ackert, Gartens tr. 2. Ed. Drechsler Engel, W, Königsbergerstr. IL Ost. Engler, STri»eBlmdtn.tr. 63. Fleer, Friedr, Sparr-Str. 17. Formanowitz, E, Votfcilr. 55 an BH OttoGrätscfa, Chaasseestr.12u.67. Goldmann, 6psiidax8eli0 Fiedr.A. Lange, iTDditatfsntr.ßS, Paul Lehmann, Friedrichshagen. J. Lewy, Schöneb., Hauptstr. 142, Liepes Schuh warenh. Köpenick. Lücke. Herrn., Waldemaratr. 63. E. Lückfeld, Ldbeck erst.».«.d.Tlirmrtr. Rieh. Haeder, Charl..Beritiierst, 120. Masacb, Otto, Pallszst. 14. i»�, Batist« Panl Mllle, Stromstr. 35. Nebring Vtarldn ,Ktii.-Aii3aita-ili««9t Neinaa, Erich, Scböoh. Allee Iii. C. Neumann, Falkensteinstr. 37. Oezterltng, O., Grüner Weg 107. Ortmann, Rieb., Alt-Boxhagen 4L Petersohn, Olk., Müilerstr. 156. fk Planinann, Jagowstr. 20, 5%, t. Plnek, Stargardterstr. 19. Franz Quotscballa, O-Sckoitvelta Reetz, Max®paÄ. �f8- G.Redienbergft>cliiii«bg.AVarieaaLL fr. Rogouti, chS�SÄL Saalheim, F., Ri,, Hermannst. 6L Schmidt, Gebr., Fennstr. 59. Sdmhhaas, Fortuna' Friedr ichelr. II Schah- yjjp�,|j J** Hermann- Hans Str. 3L<5° r.£ ___________■ MWWVW. Schüler, WUh., SokMt.-Ailee 19-U. Sckwersenzer, Turmstraßc 4L Alb. Seeger�Ww., Lortzlngstr. 8 Sommer, Wllh., N, ßekisk.-Altes KL Stelz, F_ Wanekaaerrtr.12, E.Boih. Tbc wähl W.KltUsv.-Rtt.M�f.Keo«. Tornow, Franz, Tegtl.Berl.-St.la. ATretUn, Friedr iekii)iag.,Frie4rlebstT2>. Ad. Oebrick, Goltzstr. 3t. H. W«aatsdLU eiituu.CcLeiaaibLItt c Schlrmfabplk D Eugen Uchtensteln Ulffiigmtr. 76. Kdtlerrtr. U] KarfintenAAlt Wilmersd ßlr.ti I£weaUtt.ii;iL8rtask.ille*401. Iirnitr. 57. Onaieutt 3b. Berünemr. 4. Müller, WcißcnMoXanehn� Portsetzuxtg alsübe nflebgie Seite. Fortsetzung des Bezu�suüellenverzelcfinlsses. f Sch?rine*u�!iäck��� 0. Dah inten, Riid. ,Kais.-f rledrichstr. 1 0. Reparaturen, Bezüge billigst, Girod, F., Spandau, Potsd. Str. 19. Franz Hanel, Prinzen-Allee 7. Job. Jung, Reichenbergeratr. 26. M. Lerche, Alte Jakobstr. 57—59 Arth. Piesker, Chorinerstr. 61. A.Ricke,Badstr.l 1 tBezüge billigst O. Schloussner, Warschaucrst.86. c Seifen J Gustav Gambal, Kantstr. 64. lieidke, Paul, Burcsdorfstr. IS. I_ 1, n Memeler Str. 48a, JOiin, ü. Alle Hagibütaags- _ irtikeL R. Semrnu, Wrangelstr. 118, pQcklerstr. 26, Eisenbahnstr. 26. f Tepplohe u. Gardinen1� Frankenstein& Co., Ri., Bergil.UO. Carl Oehrling, Teppiche, Mcbelsioffe, Cr.Fmkfurterslr. 82, Genlio», Linolean. Mauerhoff, M.. Gr. Frkf. Str. 9,pt. J, A. Schub W estmann Uobrenstr. 37 a, Gr. Frkf. Str. 115. 7% Ooltzstr. SO. VF am Winterfeldpl. Oscar AIdair,Charl.,Krummest.29. 4rlt. Uerm., Manteullolstr. Iii. Job.Beggerov, Cbsrl., Tegel. Weg Iii J. Behrendt, Wrangelstr. 52. Arnold Beyer, OberschSneweide. Fr. Beeee, Charl., Krummestr. 61 Otto Brauer, Müllerstr. 164. Briese. Ernst, Ri., Berl.-Str. 61 Brflggemann, ilciaicteailorfentr. 95. Erä[kfflaön.RiIdÄrlM Bürger, Jul., Müllerstr. 6. Max Busse Br— z11- Schönhauser Allee 132, vis a vis der Gneistst. Ebert, Otto, Hu{,tren67,.rafl0 EroDoEiclinfiF, Är" R.Eichler,Reinckdf.,0,Rc8ideD2st45 W.Eisolt,lharl.,Wilniersdorferstr.lll. Ellinghausen, Gebr., Griiiierweg 46. Fenske, S., Kottbusserdamm 96 P. Fischer. SO., Michaelkirchstr.8 Fliegenschmidt, M., Bergmumtr. 9. J. Gebhardt Ä"setnrbmg; George, Adolph, Badstr. 65. Carl Giesen, Oranienstr. 165a. Ernst Grüber, Brunnenstr. 78. P. Hoffmann, Hohenfriedb. St. 4. Holfeld, E., Andreasstraße 21. Hummel, E., Reichenberg. Str. 74. Jarchow, A., Bergmannstr. 21. H. Kam aller, Charl., Krummestr. 22 R. Klonka, Oranienstr. 35. Martin Klein, Neuo Hochstr. 25. Knleboscb.W., Frft. Chaussee 61 E. Knuth, Boiliagee, Eoaatigstr, 3 J. Körner, Reinckdf.,Hirtitr.lt.8ee. B.Lech teroiann.Drejie-EWiliDjrkent Lehmann, Alb., Frankf. Allee 40. Lehmann, Villi., Kotth. vemm 23- Lelsegnng, How., Lindenstr. 61. Ernst Leutert.O.am Rudolf platz 1. Lewin, Adolf, Kö45if48tr 1 Luders, H.,Kb.grfi| Fr. Meschke, Warschauer Str. 85. lr. Meschke, Warschauer Str. 85. G. Neumann, CharlUbg., Waüstr. 50 Nolle, K. Rodoll Plunz, IZTnTnZ. sl'- EmilQuadeHSattnÄ Quitzow, Job., Müllerstr. la. Rampmaier, F., Skalitzerstr. 23. Karl Reichel HPe,£T RledelNchf., Reinickendorf. St. 74. A. Roß, Beiaickdf. W., Eichboroitr. 91 Job. Scballau, Sehöii. Alle« 185 1. 1». Alfred Scheer, Turmstr. 40. Carl Schlewlnaky, Koppens tr. 4. R.Schmelz, Schönemann, G, Ri., Berl.-Str. 73. F. SchönwIB, Berl. O., Gmilentr 37 W.SchultzBoihagen.SeueBaiinliofstr.sg Rieb. Schramm, Tnrmstr. 32. Schumacher, G., Tegel, Berl-St.ia. Schulz, Osw., Frankf. Allee 24. T. Stolz, Chsusseestr. 83. Carl Stuhr, Dresdners tr. 134. Sturm, Erich, Tegel, Hermsd.-St.l M. Tomecfana Bichls BrSckmtr. 16. Paul Trenk, Charl., Spand.-Str. 32. Trlbes, Alfred, Falkensteinstr. 4, Trnxa, W., Frank«, Allee 185. Berlin 220, Lindenatr. 16. Beste direkt. Beiugsquellel Kstsloggratli. Vexsiad lack uieikalb, billigste Treis«. Adolf Völkel, Frankf. Cbsusee 150. il.«Hei"iöär Otto Warttlg, Triftstr. 3. Wedermann, O-A�rÄ. R. Welse, Nowawes, Priesterst.74 Witti�, Ad., Berilne«/; 44 Wutke.KarUÄlr.l Zabel Nchf., Cbsrllg., BerliDenti.l 18. c Versicherungen „Deutschland" Berlin Arbeitenrersichening— Schützen- Sterbekasscnversicherg. etraße 8. „Friedrich Wilhelm" Berlin WS* Behrenstr 58—61 Lehens-, Sierbek&ssen-n.Arhcitemrsichg. Mit u. ohne ärztl. Untersuchung. J ahres-, Monats-, Wochenbeiträge c Warenhäuser Bernhard, G, Ober-Schöneweide. Bieber, Nf., Yorkstr. 37, am Bbf. Warenhaus NaxCodik SO�WrangelstßO.EckeFüeklerst> MaxBIumenreich,8�'0 E JuIiDs Loewenlierg üadiflg. im Gleimstr.l 9,«. d. Scbbabaaser-AllH. Leopold Jacobsohn, Nostizstr. 36 Warenlians M. Irscb Spandau Weine, Liköre u. Fruchtsäfte L/ Hclaze, Partie war..Uafkuiitt. 101 50 Filialen in allen Stadteilen. Bettinger, Eug., Wald-Ecke, Wicklef Großdeitillation f Oranienstr. 207. Dennhardt AScbuItze, Bniueiut.51. Eile I». Wcyle, Likörfabr., Gsriebtitr. 16. Großd., Zur Sonne', P. Frendenberg. K. Lehmann, Sovawes.GrolbeeressUt Martin, Bruno, Ri., Hermaunspl.5. Merten, Lonls,BeIlo-AlUanceBt.l9. Rieß, �Itz, Ri-, Hermannsplstz 5. Sello, Hermann, Einzelverkauf zu Engrospreisen. G. m. b. H. Berlin, Angnststr. 60. Bitte Preisl. zu verl. Tel. III, 8192. anchLiköre n. Säfte, Bnmsenstr. 16 b. Filial. EinzelTsrk. z. Engrospr, Sclrwendy,H., Rosentbalerstr. 67. Weibe, W., Hermannstr. 160. Wermutb, Oswald, Kopenliag.-Rtr. 1. c Waschmittel J Verlangen Sie „Edelweiß" Krwe aller WaselunitteL ( WelB-, Wollw., Trlhoü� Ahlseber, Gast., Chorinerstr. 75. Max Bahn, Mühlenstr. 42. H. Barts, Schönhauser Allee 107. Bredow, Otto, Ri.,Hermannstr.56 Otto Erdmann, Mirbachstr. 36. Mfiar/fpf« Beusselstraße 76 • uaillCld Tauroggenerst. 10 g Georfli, Ernst s�Val Hans, A.Är Hugo Hecht, Chorinerstr. 65 a. Hirschfeldt bergers tr. 63. i Sylvastr. 6 Hoppe, E., Scharnweberstr. 52. JnlinsJohn&Sf?; Jonas, Hermann Juncker, H.&rLtr.i72. Kaufh.Katzkl.Ri ,K»i! Fritdr-Sl.2t3 Carl Klein, H5chstestr.l6, N O. 18. Robert Kutsche, Gubenerstr. 56. Adolf Küsel, Ri. Bergstr. 84 a. KriebeI,SchSneberg,Lentheust.S R. Lebmann, Ich Winter, Köpeaick. f!b I.ftAWV BixterLBergiL 52.5, J�oeTry, d(J A T iidpk Ripdorf, AUAAIOeKjKaia.-Friedr.St. 177 Luster, C., Beichenbergerstr. 61. MOIIer, EnWischeelg' Fabrikat«. Hey er, Bersuerst 1 2,(Arbeiterketadsa) Pflaume, Gebr., Fried richstr. 205. Pietsohmann, Marie Jagowstr. 25 Schaefer, M. Schaefer S.W. HoHmaunstr. 43!»! W. Maassenstr. 17. Schräm, Lina, Mirbachstr. 31. A-Radloff, Reinckdf., Markst I aüs* Raehmer, C., Androasstr. 69. Hermann Meyer, ScbireibeiserSt 21. A.Nitachpan.Bcrpistist. 11 Heimstl9. Sigmund Simon Nf., EäpeBicterstl23 Stawenow.Cbarl.Gsnles-di-Carpsrir.I* J Stein Bsüiickeall.W.Scbanveberst.l 16 Thurow.O., Charlbg.,Cauerstr.l4 L. Vierarm, Zionskircbstr. 34. E.Voigt, KeUtckeadsrf, Anfciifsu.101. Albert Vogt Wollhaus Lucas c Wild u. GeflOgel D C.DittmannBerK�.42. O.firinHn�ÄÄ828' Schmidt, B», Spandau, Havelst.ld Zimmer, EL, Prinzenstr. 12. c Zahn-Ateller D E.Bade, N.ScbönhanaerAlleetS,!. Hollbrn dl, Herrn., FsiksL5.gcgr.1871 A. Jahake, 80. Elisutr. 84, L 19-1,2 6 Jordan, Allr., Fsszstr.«I, ,»fr 1888. Torzeiger dieses 10-, Rabatt. F w Alfred Hau 10% Wrangelstr, 661.— Gegr. 1885. IUd, inflA Uli MutuUtlst» 4 Jedes Wort 10 Pfennig. Da« fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort(fettgedruckt) 10 Ptg. Worte ' 15 Buchstaben zählen d mit mehr als doppelt. Kleine Anzeigen[ ANZEIGEN für die nächste Nummer werden In den Anrnftine- «tellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Expedition, Llndenttrane 69, bis 5 Uhr angenommen. TevPlche!(sehlerhaste) in allen Gröben, faft für die Hälfte deS Wertes Teppichlnger Brünn, Hackelchcr Mar« 4, Bahnbof Börse.(Leser deS »Vorwärts' erhalten 5 Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet I- LonuiirtSleier erhallen fünf Prozeni Erlrnrabatt, fewst bei Ge» legenHcitSkäufen. Teppich-Thomas. Teppiche, farbfehlerhafte, fpott- billig._ Schlafdecken l.15. SchülerplaidS S,50, Steppdecken 3,75._ Teppich- Thomas, Ornnien- straße 160, Oranienplatz: Rosen- talerstraffe 54.__ 27545t* HermannPlaN 6. Pfandleih- bauS. Selbstverständlich bevorzugtester Warcneinlauf. Allcrbilligste Jackett- anzöge. Nebrockanzüge. Sommer« palelolS. Herrenhosen. RlesenauS. wähl Brautbetten. VermietungS- belt. Laubenbetlen. Wäschcauswahl. EardinenauSwahL TeppichauswahL Steppdecken. Plmchtischdccken. Gold- fachen. Taschenuhren. Wanduhren. Warenverkauf ebenfalls Sonntags.* Grundbegriffe der Polittt, von Friedrich Stampfer. Gebunden 3M. Buchhandlung Vorwärts, Linden- fträfSe 69(Laden). Teppiche(Farbensehler), Stepp- decken. Gardinen. Tischdecken, Tüll- bettdccken, Ueberaardinen, Sofa- ftoffreste fpotlbillig Fabritlager Mauerhoff, Große Franfsurlerftraxe 9, Elureingang. VorwärtSIefern zehn rozenl. Sonntags geöffnet. 2488K* Taschenbuch für Gartenfreunde Sin Ratgeber für die Pflege und sachgemäße Bewirtschaftung deS häuS- lichen Zier-, Gemüse- und Obst- gartcnS von Max HeSdörfer. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 Text- abbUdungen. Preis 3,50 Mark. Expe- dition Vorwärts. Lmdenstr. 69. Zeh» Prozent Rabatt.Vorwärts*- lefern.___ Teppiche. Farbensehler. jetzt sabel- hast billig. Riesen-Fabrillager, Große Franksurlerstraße 125. im Hause der Möbelfabrik: billiger wie überall. «orwärtslescrn noch extra 10 Prozent Rabalt. Sonntags geöffnet. � Gardinen. Fabritreste, Fenster tz.S5. 2.35, 2.85, 3.50, 4.50, 6.75 usw. TotalauSverfauf von an« aeschmupten Gardinen, EtoreS, Bett- decken staunend billig. Große Frank- fuclerstraße 125._ '"Tuch- und Plüfdiporticren, Gar, Ititur 3.85, 4.50, 5.25, 6.50, 8.25, 10.50. FabrMager Große Frankfurter- ftraße 125._ �Zleppdecke» billigst, Fabrik Große �--»kfurlerftratze I2o._ Tuch- und Plufchdeckeu mit klewen gehlent zu Spottpreisen. Große Fiantsurlerswaßc 125. Nur im Hause der Möbelfabrik.____ Möbel, toff-Läufer. Lwoleumrest� fabelhaft billig. Sport- und Schlafdecke» 1,25, 1,40, 1,85, 2,45, 2,85 usw. Gstrofee ...... 125 im Hause der 27735t* Srantsurterslraße Möbelfabrik._ Gestickte ErbStüllstoreS 3,85. Echt EpachlelstorcS 7,25, SezefftonStüll- ftoreS 1,95. Inventur« RäumungS- preis. TeppichhauS EmU Lessvre. Oranienstraße 158. 2000K' Sofa-Tepptche zirka 2 Meter lang, imitierte Perser 3,35, Tapestry-Brussel 5,35, Axminster 4.65. Jnventur-Aus- nabmepreife. TeppichhauS Emil Leföore, Oranienstraße 158._* Geschichte der Revoluttonen, von N. Conrady, wöchenllich ein Heft A 20 Pf. Bestellungen nehmen die UuSgabcftellen des.Vorwärts* eut« Probehefte grattS. Monatsanzüge und Sommer« Paletots von 5 Mark sowie Hofen von 1,50, Kehrockanzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderohe zu staunend villigen Preisen, aus Pfandleihen vcr- fallene Sachen kauft man am billigsten bei Naß, Mulackstraße 14.* Billige Hofenwoche. Hochelegante Herrenbofen aus feinsten Maßftoffcn 7—15 Mark. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. Borjährige eleganteHerrrnanzüge und' PaletolS aus jeinsten Maßftoffeu 20— 40 Mark. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. 12885t* Drehrollen-Fabrik..Tefchke",Waß« mannstraße 2. Gebrauchte spottbillig.* Schönhauser Allee 114(Ring- bahnhos). PsandleihhauS. Grog- berlinS spottbilligste Einkaufsquelle I Täglicher Riefenvertauf aller Waren. Elegante Herrenanzüge I Monats- garderobe l Goldwarcnlagerl Taschen- uhren I Freifchwinger I Prachtteppichel Ertrabimge Daunenbetten 1 Bor- tterenlager l Stcppdeckentager I Gar« dmenvertauf l 25785t* Leihhaus Morihplatz 58»! Moritzplatz 58a im Leihhaus kaufen Sie enorm billig, alS: von Kavalieren getragene Jackettanzüge, Rockanzüge, PaletolS. größtenteils auf Seide, 9—18 Mark. Gelegenheitskäufe in DamenjackettS, Kostümen, Kleidern, Röcken, hochelegant, bedeutend unter Werl. GelegenheitStäus« in Uhren, Ketten, Ringen, Wäsche, Aussteuer- Wäsche, Lette», enorm billig. Moritz. platz 58a. 2841 51* Billig, billig, billig! Monats- anzüge, wenig getragene UlfterpaletotS, Beinkleider, FrackS, Smokings kauft man nur bei Weingarten. Prinzen- ftraße 28 I, Eckhaus Ritterftraße, früher 20 Jahre Kitfchinerstraße.* Papagciauswahl, sprechende, Kommandantenstr. 52, Restaurant.* Wasch-Wringmaschinen. prima, billig, Abzahlung, günstig, vellmann, Gollnowstraße 26._ 2060K* Monatsanzüge, PaletolS, große Auswahl, speziell für starke Figuren, sowie elegante neue Garderobe, 20 Prozeni billiger wie im Laden, dirett vom Schneidermeister Färiten- zett, Rolenlbalerilraße lO. 245/18* Wäschekredtt! Lewin, Hirten ftraße 12. Postkarten- order. 102,12* Radfahrcrkarten. Wir empfehlen Rad- und Auto-Fahrern Straubes Karte 1200 Quadrat- Meilen um Berlin. 2 Teile a 1,50 Mark. Nörd- «che Hälfte der Provinz Branden- bürg reicht bis Steltin-Ueckermünde, südliche Hälfte biS Halle-Lcipzig- DreSden- Görlitz. Buchhandlung Vorwärts, Lindenstraße 69(Laden) ES lohnt nur bei Max Weiß 87, Große Frankfurterstraße 87, alt« bekannte Firma, zu kaufen. Man wird am reellsten und billigsten be- dient. Wenig getragene, teilweife auf Seide, von Kavalteren nur kurze Zeit getragene Jackettanzüge. Rock- anzüge, Gehrockanzüge, Frackanzüge, Smolinganzüge, Paletots, Ulster, Hofen, einzelne Fracks und Smokings werden zu billigsten Preisen verlauft. Die elegantesten Sachen find auch leihweife sehr billig zu haben. 87, Große Franlsurterstraße 87. Bitte im eigenen Jnteresje auf die Firma zu achten._ 103/1* Psänderauktion. PfandleihhauS Brunnenstraße 58 beendet! Jetzt spottbilligster Verkauf hocheleganter Herrengarderobe l Damenfachcn l Goldener Damenuhren I Herren- uhren l Wanduhren l Schmucksachen! Riesengroßer Bettenverkauf l Aus- fteucrwäfche l Prachtteppiche I Stepp- decken! Prachtgardmen I Plüfchlifch. decken! Spottpreise I_ 284851 Siugermaschiue umständehalber billig. Baudeck, Rixdorf, Fulda- straße 58, I(Berlinerstraße). 103/4 Nach lOjährigem Besteben steht die Firma Herrmann Schlesinger vor einer weiteren Umwandlung: Der Uebergang zur Selbsttabrikation, dem wahrscheinlich ein EngroS- Vertrieb angegliedert wird. Dem steht das bisherige Lager im Wege, daS muß verschwinden. Und damit dieS recht bald geschiebt, wird eS in einer Weise verschleudert, daß jeder Konsument, der nur einigeruiaßcn Verwendung für einen Anzug oder Palelot hat, gut tut, sich jetzt dort zu versorgen. Sie wissen, daß Schlesinger nur gute Waren führt und leinen Mumpitz macht: wenn er AuSverlaus schreibt, so verkauft er auch aus, das heißt er kauft nichts zu und verkauft wirklich billig. Da hat er noch Reflbestände aus Turmstraße 58 und aus der Aufgabe der Reinickendorferfiraße daS große Lager. Inzwischen haben sich von den Neueingängen Ostern— Pfingsten noch ein paar hundert Sinzel-Anzüge aufgesammelt. Maß- fachen und ausgearbeitete prima Maß-Stoffreste. Wa» fall daS alle» zum Herbst hängeu. Dann doch lieber billig raus. Rur Turm- ftraße 38. HauSuummer beachten. Kein Sckladen. 290751* Kinderwagen, elegant, 12,00, Klappwagen 7,00. Kießling, Sueifenau- flraße 15. 2806b Gardi»e»rcste1 Großer Räumungsverlauf Fenster: 1,85, 2,50 biS 5,25. Sardinenhau» Richard Wolf, DreS- denerstr aße 8, Kottbufertor. 29135t* Kinderwagen. Villa«, Varihe- f trage 16, Seitenflügel L Qeschäftsverkäufe. Restaurant, flottgehende« Geschäft, dwerse Zahlstellen, großer Umsatz, m der Nähe de» neuen Bixdorfer Kirch- hofeS, ist krankheitSwegen sofort zu verlausen. Näheres Vorwärtsspeditton Rixdorf, Siegfriedstraße 28/29. Parteilokal, Zahlstelle, Verein, verlaust billig Utrechirrftraße 13. «ödeU Möbel- Lrchner. Fabrik von Polsterware», Brunnenstraße 7, am Rosenthaier Tor, WohnungSein- richtungen aus Krcdtt und gegen bar. Riesen-Auswahi. Stube und Küche Anzahlung von 15 Marl an. Einzelne Möbelstücke von 5 Mark Anzahlung an. Hervorragend schöne Muster in bunten Küchen. Wochen-, MonatS- oder vierteljährliche Raten»ach Ueber- einlunft. Liefere auch nach auswärts. irzeiger dieses Inserats erhätt beim Kauf 5 Marl gulgefchrieben. Kunden, die ihr Konto begliche» haben, erhalten einzelne Möbelslücke o hne Anzahlung. Sonnlag» geöffnet. Möbel ohne Geld! Bei ganz llemer Anzahlung geben Wirtschaslen und einzelne Stücke aus ltredil unter äußerster Preisnotierung, auch Waren aller Art. Der ganze Osten lauft bei uns. Kretfchmann u. Eo., Koppen- ftraße 4.(Schlesifcher Bahnhof.) Küchenmöbel. Spczialfabril, Neue Königftraße 32 iAlexandcrplatz)._ Küchenmöbel, Spezialfabrik, Neue Königstraße 32(Alexanderplatz.) Küche» möbel. Spezialfabrik. Neue Königstraße 32(Alexanderplatz) Rehfeld. Badstraffe 49, Woh. nungseinrichlunge» 165,— an, auch außerhalb. Rehfeld. Badstrafte 49. Umbau. PlüschsofaS 45,- Rehfeld,«abstrafte 49, englische Bettstellen, Matratze 39,—, gebrauchte 12.—, 15.—. 1«,— usw. Rehfeld. Badstraftc 49. Kleider schränke 25,—, gebrauchte, große Auswahl._■ 282151* Mufchelplüfchfofa 39,00, Paneel fofa, Kleiderspind 20,00, Vertiko, Schlassosa, Spiegel fpottbillig, sofort. Chauffeestr. 74 I. Schäfer. 103/3 Möbel-GelegenheilSläufe w aller- größter Auswahl; einfache fowie bessere Wohnungseinrichtungen be- deutend billiger wie regulär. Er- gänzungSmöbeL Büfette, Schreib- tische 45, SosaS 45, Garntturen 65, TrumeauS 37, Schränke, Vertikos 27. Kronen, Teppiche, Bilder. 5tüchen> möbel, Klubsessel, LedersosaS, Um- baue, Lederftühle usw. spottbillig. LennertS Möbelspeicher, Lothrmger- straße 55, Roscnthaler- Tor. Die Möbel ßnd in vier Etagen ausgestellt._ 2838a* Möbel-Räumungsderkauf. Möbelfabrik Gneisenaustraße 15. nahe dem Halleslben Tore, seit 1380 bestehend, verlaust nur kurze Zest wegen Ueber« füllung der Lagerräume zurückgesetzte und verliehen gewesen« Möbel be- deutend unicrm Preis. Spezialität Neme, neue Einrichtunge» von 130 Mark an. Teilzahlung gestattet. Einzelne Möbel. Klcideespind 20,—, Vertiko 16,—, Bettstelleo mtt Matratzen 12,—, Schreibtische mit«uslatz 38.—. Bücherfchrönle 55,—, Ausziehtische 18,—, Speisetische 5.—, Büfette H)0,—, moderne Umbauten 50,—. Komplette farbige Küchen von 45.— an. Polster- möbel aus eigener Fabrik fpottbillig. Schlassosa 35,—, Ruhebett und Decke 23,—, Garnituren 80,— usw. Große Posten Teppiche, Portteren, Uhren besonder» dillig. Aufbewahren frei. Lieferung durch eigene Gespanne. Sonntags geöffnet. Bitte auf Haus- nummer 1b achten. 28b1K* Dioedel-Boebel. Morttzvlatz 58. In meinem feil 32 Jahren bestcbenden Möbellaufhaufe stehen in neun Etagen komplette Wohnungseinrichtungen zu äußerst niedrigen Preifen zum Verkauf AIS Spezialität liefere: Ein- und Zweizimmer- Einrichtungen. Ein Zimmer und Küche 360,—, 422.—, modern 479.—. 2 Zimmer und Küche modern 501,—, 667,—, 721,—. Schlafzimmer, englisch 199,—, modern. echt Eiche, 347,—. Wohnzimmer, modern. 297.—. Speisezimmer 355.—, terrenzimmer 200.—, englische etlftelle mit Matratze 44,—, Kleidcrfpind. Trumeau. geschliffen 34—, Schlassosa 36,—, Plüschsosa 58,—, Umbau CO,—, Teppiche. Riesenlager. Besichtigung erbeien. Transport und Lagerung kosten- frei. Eventuell ZahIuugSerleichte- rungen. Geöffnet 8— 8, Sonntag» 8—2 Kein Laden. Vertauf nur im Fabrikgebäude. Musterbuch F. grali« und franko. 190551* PlüschsofaS, nagelneue, 40,00, Trumeau, Ruhebett. Tapezierer «alter. Stargarderstraße lS. si41* 160 SofaS. prima Bezug. 56.—. Garnituren 110,—, Chaiselongues 25—, Umbau mtt 5tristallsp!egel 48.—. abrik Elalitzersttaße 25, an der achbahn.___ 100/6 Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Anzahlung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. Uebervorteilung daher auSgefchloffe«. Bei KrankbeitS- fällen und ArbeilSIoügkeit anerlannt größte Rücksicht. Mübclgeichäst M. Goldstaub. Zoffenerftraße 38. Ecke Gneisenaustraße. Set» Abzablungs. geschästl 2901K* BildeF. itzerkiggerahmte und kose Bilder, Leisten und Rahmen lausen Sie heute am billigsten und reellste» dirett Fabrik bei vilder-Bogda», Wein- meisterstrafte 2. Teilzahlung ge- stattet. Pabrräder. Herrenfahrrad, Damenlahrrad, einmal benutzt. 35,—, Holz, Blumen- straße 36b._ 2108a* Herrenfahrrad, elegantes 25,00. Friedend erg. Schwedterftraße 17.• Kaufgesuche. Briefmarken, Münzeufammlung kaust Grotzmann, Spandauerbrücke 2.* Zahngebiffe, Zahn bi» 80 Pfennig, Bruchgold, Pfandscheine, Stanniol. höchslzahlend. Sohn, Neu« Königftraße 76. 217/8* Ptattnabfälle. Gramm 5,20. Gold, Silber, Zahnaebiffe, Fellungen, Quecksilber, Slaniol kaust Blümel. Auguftstr. 19 ID. f59* „ lausen gefacht: Sern Zett. alle Jahrgänge 1883— 1S11. Buchhandlung Lindenstraße 69. K* Plattnabfölle. Silberallsülle. Rück- stände, Zabngeblffe. Quecksilber, Metalle höchslzahlend, Goldschmelze Nieper. Köpenickerstraße 20a(gegen- über Montenffelstraße). 2995K Stannlöl, Zahngebisse. Goldsachen, SUber, Pl-tm, höchslzahlend. Edel- schmelze DreSdenerstraße 9(Hoch- bahn). 101/19* Ailusik. Plant»», hohe«. luO,—. Zander, Turm straße 8. 103/2* Verschiedenes. Patentanwalt Oeffel, Gitfchtner- straße 94a. KAichklm ljchchl. Für die Bibliothek �der Gewerkschaften und Partei von Hamburg-Altona wird zum 1. Oktober ein Bibliothekar gesucht, der die Bibliothek zu verwalten und die Bücher auszugeben hat. Derselbe mutz befähigt'sein, den Bücher- markt zu verfolgen, um geeignete Vorschläge zur Vervoll- ständigung der Bibliothek mächen zu können. Die Anstellung erfolgt nach einer vierteljährlichen Probe- zeit, mit einem Jahresgehalt von 2400 M.. steigend um 120 M. jährlich bis zu einem Höchstgehalt von 3000 M. Dienstjahre m der Arbeiterbewegung werden eventuell in Anrechnung gebracht. Bewerbungen, mit Angabe über die bisherige Tätigkeit in der Arbeiterbewegung, sind biS zum 1. August unter der Aufschrist.Bibliothekar" an H. Stubbc, Hamburg 36, Große Theaterstt. 44, zu richten. 293/8* Die Zentralkommission für das Arbeiterbildungswesen für Hamburg u. Umgegend. Patentanwalt Müller,«ttschiner- ftraße 81. 2439K* Kuuststopferei von FranKolosky. Echlachlensee. 5turstratze 8 III. BtoLjuauterrtcht. und gründlich, erlegt erfahrener älterer 5tünftler, pro Stunde 1�5, zwei Schüler je 75 Ps. Lettion billiger. Verbind mig Rofenthaler Tor. Offerten W.\ Hauplezpedtücm deS.Vorwärts*.» Vernuetunxen. Wohuuugeu. Balkonwohnnng, zwei Stufte», Küche sofort, 32,00 Kleine Markus» ftraße 3.___ lOlfW* Billige(au&ne Am Schiefischen Bahnhof 3. 271 Zimmer, 1 leeres Zimmer, 2 Stufte»»Ob Küche, 1 Stube und Küche. Erfrage» Portier, Reue Königftraße 82. fS ParkauSstcht. insektenfreies Zim- mer. Jander, Marianuenftrafte 53. Ledläkkskell«». Möblierte Schlafftelle 10.— mietet Härtung. Lausitzerftraft, 3, vorn I(Ecke Kienerstraße). Schlafstelle vermietet billigt Sü fragen Portier, Wrangclstraße kll. Schlafstelle. Balkonzimmer. Witwe Drößeler, Dolzigerstraße 46. L805b Möblierte Schlafstelle, vorder- zimm«, Herr». Grüncrwrg 63. I links.-f22 Schlafstelle Drettenerstraße Höi Bierente.__ 102/18 Junges Mädchen kann ein- wohnen Dresdenerstraße 30, Bieren te. AUetsgesache. Herr wünscht einfache», rnhkgrS Zimmer, allew. Südosten. Preis- Offerten unter T. Lausitz« Platz 11/13. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Zinkabzieber. nur geübte, fluchen Laue u. Co., Remickeudori, Residenz. slraße 62._ K "Schreinerlehrltng H. Dreßler fende sofort Deine Adreffe; ich oer- schaffe Dir einen Posten. 2922K Perfekte Zig arettemrrv riterinnen nach Wilhelmshaven gesucht Qfferlen an Goldberg. Zigarettenfabrik, Wil- helmShaoen._ 2319K Arbeiterinneu bei hohem Lohn sofort gefuchL Chemische Werke Florian u. Co., Britz- Berlin, Chaussee- ftraße 68. 2918K* MamlellS auf Paletot« verlangt Deter, Graunstraße 4>. f33* Phantaftefeder», Flügelttebe- rinnen. Binderinnen iuchl außerm Sause vrestbarth, Neu« Jakob- straße 14.»789b* Im ArdeitSmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Tüchtig« erfahrene Mechaniker nach Provinz Sachsen fofori Bei gutem Lohn für dauernde Stellung gesucht. Bewerbung, mit Zeugnis. abschriflen und Lohnanjprüchen unter. Wie eine Ironie des Schicksals mutet eS an, dah seither in denselben.Preufc, Jahrbuchern' ,ener Artikel des Professor Eberstadt über die ent- setzlichen Wohnungszustände in Spandau Platz gefunden hat, den wir vor einigen Wochen im.Vorwärts' ausführlich gewürdigt haben. Ob Herr Delbrück jetzt imnier noch glaubt, dast das wirtschaftliche Glend bei uns.fast vollständig ausgerottet' ist? In Uebereinstimmung mit Herr., Eberstadt haben wir schon damals nachdrücklich betont. datz drs Dinge in Spandau keineswegs etwa ausnahmsweise schlecht liegen, sondern daß es in Groh-Berlin überall ungefähr ebenso aussieht. Daß dies aber auch für die anderen Großstädte zutrifft, lehrt zum Beispiel der soeben herausgegebene Jahresbericht des Stadtarztes für Halle a. S. Er teilt u. a. mit, daß die dortige Wohnungsinspcktion Einsicht in Zustände erhalten habe,«die sie nicht für möglich gehalten, und die ein Hygieniker zum Teil als gemeinschadlich bezeichnen muß, sodaß an ihrer Besserung und Beseitigung nicht einzelne Notleidende, sondern mittelbar ein weiter Umkreis Interesse haben. Die Sammlung solcher Erfahrungen wird vorerst die Hauptaufgabe der Beteiligten bleiben, denn es ist nicht möglich, sogleich ganze Häuserviertel zuschließen oder abzureißen'. Das heißt mit anderen Worten: eigentlich müßten im Interesse der Gesundheit ganze Häuserviertel sogleich abgerissen werden. Daß dies— im Gegensatz zur Meinung deS Halleschen Stadtarztes— sehr wohl möglich ist, hat 1892 die Choieraepidemie in Hamburg gezeigt, wo eben doch nichts weiter übrig blieb, � als ganze Häuserviertel in kurzer Zeit abzureißen und neu aufzubauen. Leider ging man damals nicht weit genug. Inzwischen ist nun auch, wie alle Jahre, die verdienstvolle Berliner Wohnungsenquete erschienen, die unser Genosse Albert Kohn alljährlich im Auftrage der Ortskrankenkasse der Kaufleute usw. bearbeitet. Es wäre sehr zu wünschen, daß Männer wie Herr Professor Delbrück diese Arbeit recht aufmerksam studieren. Sie würden dann eine Ahnung davon bekommen, wie eS mit dem »fast vollständig ausgerotteten' sozialen Elend in Wirklichkeit anssieht. Greifen wir zunächst aus der Fülle der darin mitgeteilten Tat- fachen einige heraus. Die Wohnungsenquete der genannten Kranken- koste wird seit 1902 ständig ausgeführt, so daß sie jetzt schon wert- volle Vergleiche mit den früheren Jahren ermöglicht. Im Jahre 1910 wurden die Wohnräume von 13 000 erwerbsunfähig kranken Mitgliedern untersucht. Es sind Handlungsgehilfen und Handels- Hilfsarbeiter beiderlei Geschlechts, und bekanntlich gehören wenigstens die Handlungsgehilfen, die.jungen Kaufleute" zu denjenigen Schichten der Bevölkerung, die auf äußeren Komfort einigen Wert legen, bei denen man also nicht die allerschlechtesten Wohnungen anzutreffen erwarten darf. Da stellte sich nun u. a. folgendes heraus. Als kleinster Flächenraum eines zum Wohnen bestimmten Zimmers gelte» 20 Quadratmeter. In der Tat leuchtet ja ein, daß «in Zimmer von ö X � Meter Ausdehnung, in dem Möbel und allerlei Geräte stehen und worin ja doch immer weit mehr als eine Person wohnen soll, nur eben gerade ausreicht. Aber weit über die Hälfte der besuchten Kranken(fast 58 Prozent der Männer und 50'/, Prozent der Frauen) hasten diese Vodenfläche nicht. Ja, ein nicht unerheblicher Prozentsatz(6—7 Prozent) hatten nicht einmal 12 Quadratmeter zu ihrer Verfügung. Was die Höhe der Wohnräume anbetrifft, so legt die Unter- suchung das wahrlich bescheidene Maß von 2,80 Meter zugrunde. (Wir bitten Herrn Prof. Delbrück, mit dem Zollstab in der Hand sich zu überzeugen, daß er zweifellos nicht in Zimmern wird hausen wollen, die nicht mindestens 3'/z Meter hoch sind.) Rund der fünfte Theil der Kranken war in Räumen untergebracht, die diese be- scheiden« Höhe nicht hatten. An Einzelfällen aber fanden sich geradezu entsetzliche Dinge. So zeigt eines der beigegebencn Bilder eine.Wohnung", Metzerftraße 18, Ouergebäude parterre, bestehend aus Küche und Stube. Von der engen Küche führen sieben wacklige Stufen zur Schlafstube, die über einem Haiwflur liegt. Sie ist 3,80 Meter lang, 3 Meter breit, 1,6b Meter hoch! Darin ivohnt ein lungenkranker Mann mit Weib und Kind!— Davon, daß immer noch eine Anzahl kranker Personen in Dach- und Kellerwohnungen Hausen müssen, wollen wir schon gar nicht reden. Ebenso wenig davon, daß ein Treppensteigen bis zum 3. und 4. Stock die Heilung von Lungenkranken, Herzkranken, Unterleibskranken nicht eben fördern kann. Aber sehr gefährlich sür Gesunde wie Kranke ist unzureichen- der Luftraum. Es werden als Mindestmaß zur genügende» Atmung von der ärztlichen Wissenschaft 20 Kubikmeter Luft für eine Person gefordert. Weit über ein Drittel der Kranken<39 Proz. der Männer,, fast 32 Proz. der Frauen hatten soviel Luft nicht. Dabei fällt übrigens der starke Unterschied zwischen Vorder- und Hinterhäusern auf. In den V o r d e r h ä u s e r» fehlte der genügende Luftrauin nur 35 Proz. der Männer und 30 Proz. der Frauen, in den H i n t e r h ä u s e r n 43 Proz. der Männer und 33'/z Proz. der Frauen. Die 20 Kubikmeter gelten nun aber, wohlverstanden, für g e« f u n d e Leute, und hier handelt sichs um Krank e. Da verlangt die Wissenschaft weit mehr, nämlich 60 Kubikmeter für gewöhnliche. 150 Kubikmeter für ansteckende Kranke. Was soll man nun dazu sagen, daß 139 schwer kranke Menschen(denn eS kommen überhaupt nur Erwerbsunfähige, also Schwerkranke in Betracht) in Räumen gefunden wurden, welche ihnen nur K Kubikmeter und weniger Lust- räum boten!! Darunter 18 Lungenkranke und 6 mit anderen an- steckenden Krankheilen Behaftete! Und sie waren nicht etwa allein, sondern mußten mit anderen Menschen ihre Wohn« und Schlafräum« teilen. Damit kommen wir auf die U e b e r f ü l l u n g der Wohnungen. .Von den 1380 Lungenkranken'— heißt es aus S. 22—.welche wir mit ihrer Familie zusammcnwohnend fanden, schliefen nur 243. gleich ll'/zProz. allein in einem Räume, während die übrigen 1137 alle niit audercii Personen einen gemeinschaftlichen Swlasraum teilten.' Daneben wird folgender Ausspruch einer medizinischen Autorilät gestellt:.Wenn wir uns entsinnen, wie viel Krankheits- keime ein Tuberkulöser um stcki verbreitet, wenn wir daran denken, daß diese Keime zlvar austrocknen, aber lange hindurch virulent (lebensfähig) bleiben, dann werden wir sagen müssen, daß jeed Wohnung, in der ein Tuberkulöser mit reichlichem Auswurf sich auf- hält oder aufgehalten hat. für dessen Mitbewohner und Nachfolger in der Wohnung gefährlich ist.'., Aber immer now mehr des Greuels. Nicht weniger al« 360 Kranke hausten in Räume», die nicht heizbar sind! Die Wohn- räume von 011 anderen Kranken waren durch eine Kochmaschine zu erwärmen, d. h. es waren Küchen, iir denen gekocht und auch ge- waschen wiro.— Es gab noch 80 Kranke, die in Siäumen ohne Fenster lebten, und weitere 289, deren AusenthaltSräume dunkel und ungenügend belichtet waren.......„ Noch ein Wort über die Klosetts. 649 Kranke waren auf Klosetts angewiesen, welche von mehr als 15 Personen benutzt wurden. Daninter besanden sich solche mit Benutzung von 20. 30 biS� zu 40 Personen. Ja. in vier Fällen wurde eine Benutzung von über 41 Personen festgestellt! Natürlich waren die Klosetts in den meisten Fällen nicht in der Wohnung selbst. Zwei Drittel befanden sich auf dem Korridor, ein Drittel auf der Treppe, ja. ein immerhin erheblicher Teil. 6-8 Proz, aus de», Hofe. Doch genug der Einzelheiten, deren sich in der Schrift noch e,ne Menge befinden. Ucberblickt man das Ganze, so sind eS zwei Punkte, die hervortreten. Erstens ist eine geringe Besserung gegen das vorangegangene Jahr eingetreten, die nur leider ganz minimal ist. Wohl bei all den Ucbelständen, die wir besprochen haben, ist der Prozentsatz gegen das Vorjahr, wenn auch noch so wenig, so doch immerhin etwas zurückgegangen. Wir erkennen das gern an und dürfen es wohl zum Teil gerade der unermüdlichen Arbeit unserer in der Krankenkasse tätigen Genosten zuzuschreiben. Zweitens aber zeigt der Bericht, daß die in Berlin üblichen Hinterhäuser, die Ouergebäude und Seitenflügel, also die typische Bauform der Berliner Mietskaserne, einfach gemein- gefährlich sind. Es gibt keinen anderen Ausdruck dafür. Wie viel geringer der Luftraum in den Hinterhäusern war als in den Vorderhäusern, haben wir schon gesagt. Die stärkere Ueberfüllung der Hinterhäuser wird aber noch deutlicher gezeigt durch folgende Tabelle(S. 19). ES wurden angetroffen in Wohnungen von nur einer Stube nebst Küche, in denen Kranke Vorderhäusern Hinterhäusern mit 3 Personen in 225 Fällen 608 Fällen » 4»» 90» 331» » 5»» 48» 172» . 6.. 15. 80. » 7 und mehr» 4» 41» Auch prozentual zeigt sich die viel stärkere Ueber- füllung der Hinterhäuser überall aufs deutlichste.„DaS ist aber um�so bedenklicher', sagt der Bericht,«als die Bauart unserer Quer- gebäude und Seitenflügel eine ordentliche Durchlüftung der Wob- nungen nicht gestattet und auch der Zutritt deS Sonnenlichts recht beschränkt ist.' Dazu kommt, daß die Zahl der fensterlosen und der feuchten Wohnräume in den Hinterhäusern viel größer, zwei, drei, ja viermal so groß ist als in den Vorderhäusern. Wie sehr nun aber die Gesundheit von der Art deS Wohnens abhängt, dafür zitiert der Bericht folgende Aeußerung deS Ulmer Ober- bürgermeifterS Wagner(in der.Städtezeitung' April 1911): .Während in Ulm auf 1000 Personen 15 ibiS 16, in der Vorstadt sogar 25 bis 30 Gestorbene kommen, entfalle» auf die neuen Arbeiterwohnquartiere(die weiträumig gebaut und ohne Hinterhäuser sind) nur 8'/, Gestorbene auf 1000 Ein- wohner.' Wir brauchen demnach nicht lange auszuführen, daß durch die Berliner Hinterhäuser nicht etwa bloß die armen Proletarier gefährdet sind, die darin wohnen müssen, sondem alle Menschen. fintemalen eine ansteckende Krankheit, wenn sie erst einmal scuckcn- artig um sich greift, auch vor den Reichen nicht Halt macht. Und diese Gefährdung der Gesamtheit nennt man eben gemeingefährlich. Daß nun aber diese Hinterhäuser überhaupt nur existieren, weil der Bodenwucher die übertriebenste Ausnutzung jedes kleinsten Stückchens Boden zu Profilzwccken erzwungen hat, das ist oft genug nachgewiesen worden. Und somit haben wir ein Recht, von gemein- gefährlichem Boden- und Wohnungswucher zu reden. Wollte aber noch jemand daran zweifeln, daß durch solche Zustände nur privaten Interessen gedient wird, so werden ihn die krampf« haften Bemühungen der Haus- und Grundbesitzervereine aufkläre», die darauf ausgehen, die Enqueten der kaufmännischen Krankenkaste zu verhindern. Obwohl der Bericht nur nackte Zahlen und Tat- fachen mitteilt und niemals auch nur ein Wort darüber verliert, wer daran schuld sein mag, haben sich sowohl der Oberpräsident wie der Handelsminister durch die HauS- und Grundbesitzer drängen lasten, die WohnungSenqueten zu verbieten. Dieses Verbot ist im Januar 1910 vom Oberverwaltungsgericht aufgehoben worden. Trotzdem bat jetzt der»Preußische Landesverband der HauS- und Grundbesitzervcreine' von neuem Beschwerde beim Handelsminister über diese Veröffentlichungen geführt. Es ist das böse Gewissen, daS die Herren nicht schlafen läßt. Und damit haben sie ihr eigenes Schuldbewußtsein verraten. Wenn sie es nicht selbst fühlen würden, daß ihr Profit dieses ent- setzliche Elend und diese schwere Gefahr sür die Gesamtheit ver- schuldet, dann würden sie sich über solche Veröffentlichungen nicht aufregen. Und gleichwohl bauen sie in den neuen Hänsern, sogar in den Vororte», immer wieder diese schauderhaften Mietskasernen mit ihren gemeingefährlichen Ouergebäuden und Seitenflügeln. Der Profit der Bodenspekulanten steht eben höher als die Gesundheit des Volkes. Hus der frauenbenegung. Bestrafung eines Anzcigenschwindlers. Der Schwindel betreffend Vergebung von Kindern diskreter Geburt nimmt überhand. Man kann täglich Anzeigen finden, in denen die Vergebung von Kindern mit hohen Erziehungsbeiträgen ausgcbotcn wird. Einen solchen Kinderhandel, wie er ihn nannte, wollte auch der stellenlose, eben 20 Jahre alte Handlungsgehilfe Paul Golenow, gebürtig aus Altstedt, Kreis Apolda, zuletzt in Stendal wohnhast, in Hannover beginnen. Seine Weisheit für dieses Unternehmen hatte er aus einer Wochenschrift geschöpft. Ein dort aiigegebenes Beispiel ahmte er genau nach. Er ver- schaffte sich in Berlin einige Hundert Photographien eines etlva vier Jahre alten blondhaarigen Mädchens. Dann inserierte er von Hannover aus Anfang Juni dieses Jahres in Zeitungen in Oldenburg, Bielefeld, Dortmund, Duisburg, Bremen und Halber- stadt usw.:„4jähriges Mädchen an Kindesstatt zu vergeben. 3500 Mark Erziehungskostcnbeitrag." Der Schwindler, der selbfwerstänb lich kein Kind zu vergeben hatte, erhielt in kurzer Zeit 800 Bewer bungsschrcibcn. Unter diesen 800 suchte er sich die anscheinend rechtgläubigsten und zahlungsfähigsten Einsender ans und schrieb diesen, er sei beauftragt, über die Bewerber genaue Auskunst ein- zuholen. Für diefe Auskunft müßten zunächst 6,50 M. Unkosten eingeschickt werden. Um die Geschichte glaubhaft zu machen, schickte er jedem der Bewerber ein Bild. Nebenher bat er sich auch noch Marken stir Portounkostcn aus. Vom 15. bis 19. Juni wurden ihm von dreizehn der Bewerber zusammen 84,50 M. eingeschickt. Voraussichtlich würde der Gauner von allen hundertfünfzig Personen die verlangten 0,50 M. erhalten haben, wenn ihn die Kriminal- Polizei hätte gewähren lassen. Am dritten Juli hatte G. sich vor dem Schöffengericht 26 Hannover zu verantworten. Der Angc- klagte war reumütig geständig und versprach Besserung. Das Ge- richt berücksichtigte strafmildernd die bisherige Unbestrastheit und die Jugend des Angeklagten. Es erachtete eine fortlaufende Hand- lung für vorliegend und erkannte gegen den Schtvindler auf drei Monate Gefängnis. Ein I. Zwiener, Berlin, Prenzlauer Allee 1, verschickt jetzt auf blauen Privatbricfen Anzeigen etwa folgenden Wortlauts:„Hüb- sches Mädchen, zwei Jahre alt, vergibt als eigen.' Auf Anstagen kommt dann ein gedrucktes Schreiben, worin für Auskunstspcsen 5 M. verlangt werden._ Versammlungen— Veranstaltungen. Steglitz. Montag, den 24. Juli, abends 8Vi Uhr, bei Heizmann, Florastraße lo. Vortrag der Genossin Anna Dietz über: Die Reichstagswahlen und die proletari- scheu Frauen. Da ferner über einen wichtigen Antrag des Vorstandes verhandelt werden soll, ist das Erscheinen aller Genossinnen dringend erforderlich Der Vorstand. Versammlungen. Verband der Tapezierer. Die Berliner Ouartalsversammlung fand am Mittwochabend Vei Mendt in der Bcuthstratze statt. Z i tz e w i tz erstattete den Vor- standsbericht, indem er zuerst die Schwierigkeijen, die nach der letzten Lohnbewegung zu überwinden waren, besprach. Diese Schwierigkeiten, den Tarif durchzusetzen, waren und sind um so größer, als die Erwartungen, daß die geschäftliche Konjunktur sich schnell heben würde, nicht erfüllt wurden. Gegenwärtig besteht sogar ein Arbcitsmangel in Berlin. Immerhin haben die Mit- gliedcr durch die letzte Lohnbewegung eine günstigere Position ge- Wonnen; es ist eine Grundlage geschaffen, auf der aufgebaut werden kann und muß. Der Vorsitzende forderte die Mitglieder auf, der Verbandsleitung Mitteilung zu machen, wenn d-e Lohn- und Akkordzuschläge nicht bezahlt werden. Vor allen Dingen dürfte die Organisation nicht vernachlässigt werden, denn der Verband könne nur leisten, was man von ihm erwartet, wenn die Arbeitskollegen in Massen zu ihm halten und ihm ein ernstes Interesse entgegen- bringen. Die letzte Lohnbewegung und ihre unmittelbaren Folgen waren Gegenstand einer lebhaften Diskussion in der Versammlung, in der die Wichtigkeit der Durchführung des Tarifs allgemein anerkannt wurde, wenn auch manche Unzufriedenheit über einzelne Maß- nahmen der Agitationskommission laut wurde. In seinem Vorstandsbcricht führte Zitzcwitz an, daß im zweiten Quartal 7 Versammlungen, 0 Vertrauensmännerkonfercnzen, 1 Näherinnen-, 1 Bezirksversammlung, 13 Sitzungen der Ortsver- waltung und 3 Sitzungen der 18cr-Kommission stattfanden. � Die Abrechnung für das zweite Quartal 1911 zeigt für die Lotalkasie eine Einnahme(inklusive Bestand vom ersten OuartalX von 31 681,88 M., eine Ausgabe von 7791,40 M., mithin einen Bestand von 23 890,48 M. Die Hauptkasse bilanziert in Einnahme und Ausgabe mit 14 986,48 M. Unter den Ausgaben stehen verzeichnet für Unterstützungen an Arbeitslose 2545,75 M., an Kranke 579 M., an Gemaßrcgcltc 345,50 M., in Sterbefällen 165 M. usw. Auch aus der Lokalkafse wurde manche Unterstützung gezahlt. Der Mit- gliederbestand betrug am Quartalsschluß 1913, darunter 104 Nähe- rinnen. Die Gründung einer Sektion der Magazin Polsterer beschäftigte dann die Versammlung. Schon im Frühjahr wurden Beschlüsse nach dieser Richtung gefaßt, die Vertrauensmänner und die Ortsvcrwaltung empfehlen die Gründung, weil sie sich bessere Früchte der Agitation unter den Magazinarbeitern davon ver- sprechen. Die Versammlung erklärte sich damit einverstanden. Zum Schluß wurden die Wahlen zum Kuratorium des Arbeitsnach- weises vorgenommen und einige engere Vcrbandsangelegenheiten erörtert. Serickts- Leitung. Betrogene Buchmacher. Ein Falschspielerprozch gelangte gestern vor der 1. Ferieck- strafkammer des Landgerichts III zur Verhandlung. Wegen Be- trngcs und gewerbsmäßigen Glücksspieles waren der Bäcker Alfons Artner, der Schlächtcrgeselle Wilhelm Schulz und der Bäcker Max Haufe angeklagt. Die Angeklagten, deren Hauptlcbenserwcrb darin besteht, ans den Rennbahnen ihr Glück zu versuchen, sind seit län- gerer Zeit dort als Stammgäste bekannt. Nach dem Nennen wurde dann gewöhnlich in den in der Nähe gelegenen Lokalen ein kleines Spielchen cntriert, an denen sich außer den Angeklagten hanptsäch- lich mehrere bekannte Bnchnvcher beteiligten. Gespielt wurde hauptsächlich„goldene Sechs". Wenn sich der Beteiligten eine ge- wisse Spiclwut bemächtigt hatte, achtete niemand mehr darauf, daß einer der Angeklagten„zufällig" die Würfel auf den Boden fallen ließ. Die Mitspieler wurden erst stutzig, als sie bemerkten, daß ge- wöhnlich von diesem Augenblick an der Bankhalter gewann. Einer der Mitspieler schöpfte schließlich Verdacht, er nahm plötzlich die Würfel an sich und schlug sie dranfzcn mit einem Stein entzwei. ES zeigte sich, daß die Würfel innen ausgeholt und an einer bestimm- ten Seite mit Blei gefüllt waren, so daß sie fast regelmäßig so fielen, daß die„2" nach oben lag. Außerdem wurden von einem herbeigeholten Gendarm bei den Angeklagten gezinkte Karten vor- gefunden, die zu„Meine Tante, Deine Tante" verwendet wurden. Das Gericht erkannte gegen Rrtner und Schulz auf je 6 Wochen und gegen Haufe auf 3 Wochen Gefängnis._____ Die von dem Generalagentcn MatiSke gestellte Kaution von 20 099 Mark ist jetzt durch einen Beschluß der 3. Strafkammer deS Landgerichts I, die unter Vorsitz des Landgerrchtsdirektor Lieber hierüber zu befinden hatte, freigegeben worden. Matiske, der bö- kanntlich zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, hatte, als er seinerzeit verhaftet wurde, seine Freilassung durch Stellung einer Kaution von 20 000 M. erwirkt. Als er dann zu den ersten beiden Sitzungstagen nicht erschien, stellte die Staatsanwaltschaft den Antrag, die Kaution dem Staate für verfallen zu erklären. Das Gericht beschloß jedoch, diese Frage in einem besonderen Ver- fahren zur C-rörrerung zu bringen. In diesem Verfahren vertrat die Staatsanwaltschaft die Ansicht, daß Matiske die beiden Atteste durch Simulation erschlichen habe. Da? Gericht gelangt« jedoch zu der Uebcrzeugung, daß Matiske des Glaubens war, durch die beiden Atteste genügend entschuldigt zu sein und er außerdem der Meinung gewesen war, daß sein Verteidiger über seinen Aufent- halt in dem Sanatorium Woltersdorfer Schleuse informiert war. Aus diesen Gründen wurde die Kaution freigegeben. „,, Vcstatigung eines Todesurteils. Das Reichsgericht verwarf gestern die Revision de? Arbeiters Wilhelm Bunde, der am 12. Mai vom Schwurgericht beim Land- gericht III in Berlin wegen Mordes und Jagdvergehens zum Tode verurteilt worden war. Bunde hatte am 17. Februar 1911 auf dem Döberitzcr Truppenübungsplatz den Gefreiten Brand, der ihn beim Wildern ertappte, erschossen. Zur Bekämpfung der Schundliteratur und zur Förderung des Vertriebes guter Unterhaltungslektüre hat da?.Gewerkschaftshaus' folgende Einrichtungen getroffen: 1. Anerkannt gute Jugendsckiriften zum Preise von 10—30 Pf. sind in größerer Anzahl angeschafft worden und werden leihweise gegen Deponierung des Preises zur Verfügung gestellt. 2. Jedermann erhält in den nachstehend angeführten Ausgabe- stellen ohne Legitimation so viele Bücher wie er will. Er ha: ent- weder den Wert der Bücher zu deponieren oder bereits früher entnommene Bücher zurückzugeben. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben. 3. Wer die Bücher behalten will, hat dazu das Recht, er hat dann bei Entnahme neuer Bücher wiederum den entsprechenden Pe- trag zu deponieren. Zunächst sind folgende Ausgabestellen eingerichtet: «ntonstr. 34. Zlgarrengeschäst von Kriegsmann. Von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnadcnds. Blankenfelde Str. 10. Verband der Schuhmacher. Dienstags«nd Mittwochs von 5—7'/, Uhr. Brunnens, r. 115. Arbeitcr-Jngendheim. Von 6—10 Uhr. Tänenfir. 10. Ziglwrenzcschäst von GoSciniak. Von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Qrltsabeihfir. 11. Verband der Fleischer. Von 10—1 Uhr und 5—7 Uhr. Gnidcncr Str. 20 bei WorbS. Montags von 8—9'/, Uhr. Engelufer 15. Zigarrengeschäst oon Horsch, von 8-6 Uhr. mit AuS. »ahme deS Sonnabends. Frhenarnftr.«. Tabakarbeitergenossenschast. von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Gartenstr.!01. Verband der. Kupferschmiede. Bon 10—11 Uhr und 6—7 Uhr. Gr. Frankfurter Str. ISS. Arbeiter-Jugendheim. Von 6—10 Uhr. Köper» ikuSftr. 11. Tabakarbeitergenossenschast. Von 8— 6 Uhr, mit AuZ nähme deS Sonnabends. Ltnienstr. 7Z. Verband der Schmiede. Von S'li— 12 Uhr und 6'/, bis 8 Uhr, mit Ausnahme deS Sonnabends: Melchiorftr. 88. Verband der Maler. Bon g— 1 Uhr. Petersburger Str. IS. Tabakarbeitergenossenschast. Von 3—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Sebasttaiistr. 37/38. Verband der Schneider. Von S— 1 Uhr. Weinstr. 8. Part. Verband der Kürschner. Von 9—1 Uhr und 3—7 Uhr. Berein der Frauen und Madchen der arbeitende« Klaffen. Bor und nach jeder Vcreinsversanunlung. Vororte: Stralau. Alt-Straiau 70, Seitenfl. Hl, bei Rudolph. Montag Donnerstag von 3'/,— 5 Uhr, Sonnabends von 4—8 Uhr. und Eingegangene DMidifcfmften. Auf Irrwegen. Roman von I. Sie. 1 M. S. Fischer, Berlin, Bülowstr. 90. Die Rifpiraten und ihre Heimat von O. C. Artbauer. 224 S. Strecker u. Schröder. Stuttgart. Farbige Tierbilder. Neue Folge Hest 3-6. Von 23. Kuhnert. Einzelh. 2,50 M. M. Oldenbourg, Berlin. nebst Aus: Gesejoerlag Geh. ILO M. Reue Preußische Jagdordnung vom 15. Juli 1907 sührungsbestlmmungen. Amlltche Fassung. Taschenformat. L. Schwarz u. Comp. Berlin S. 14. 1 M. Drei Reden über das Judentum. Von M. Buber. 2 M., geb. 3 M. Rütte» u. Loening. Frankfurt a. M. Die Aniwort aus den Protest deutscher Künstler R. Piper u. Co., München. 18. Jahresbericht ISIS des ArbeitersekretariatS und Gewerk- fchaflssekretars in Frankfurt a. M. 144 S. Buchhandlung.Volts- stinime", Frantsurt a. M. Der Internationale Guttemplerorden und sei» Wirken in Deutschland. Von K. Asmusen. 25 Ps.— Menschheitoentwickelung und Alkohol. Von Marz. Thomsen. 20 Pf.— De Minschenfeeud. Von G. Stille. 50 Ps. Guttemplcr-Verlag. Hamburg 20. Der große Kampf im deutschen Baugewerbe ISIS. Bon A. Sinnig. Geb. 3 M. Deutscher Bauarbeiterverband, Hamburg. DaS Problem der Arbeitslosigkeit und die kapitalistische Wirtschafts eutwickelung. Von Dr. P. Alterthum. SM. C. Heymann, Berlin IV. 8. Thumm Linsenbarth. Dissidententomödi« von O. Doell und I. Leo. 93 S. Zenien-Berlag, Leipzig. Deruburgs amtliche Tätigkeit im allgemeinen und feine Ein- geboreuciipolitik in Deutschostafrika im besondere«. Von E. Frei- Herrn o. Dalwial zu Lichtenjels. Brojch. 1,50 M. D. Reimer(Ernst Vohien), Berlin SW. 48. Jahresbericht 1910 des Arbeitersekretariats Bremen. 70 S. Selbstoerlag. Aktuelle Probleme der Lehrerbildung. Vorträge von F. Klein. 1,20 M. B. G. Tcubner, Leipzig. Der Spitzel. Roman von M. Gorli. 3 M., geb. 4 M. I. Ladysch- nikow, Berlin W. 50. SibHofliekleifer seien darauf hingewiesen» daß soeben ein neuer Band der gern gelesenen Zeitschrift„In freien Stunden" zur Huogabe gelangt\(t. Vielen CQOnscben folge gebend, bat lieh der Verlag entschlossen» eine Hnzahl Bände auf gutem Papier drucken zu lallen. Der preis beträgt in Ralb- franz gebunden 5 ffl.» auf geringerem Papier Dalbfranz 4 ffl.» C. einen 3,50 ffl. 3ls Rauptroman ift in dem Band der rühmlichst bekannte Roman von Karl Spindler „0er Jude" enthalten.— Oer weitere Inhalt ift wie fonft reichhaltig und interessant. � ßucbhandlung Vorwärts � LincUnftr. 6p, luden. zehn billigen Hosentase grosse Mengen Hosen aus nur guten dauerhaften Qualitäten u. bester Näharbeit zu sehr billigen Preisen. Teils zur Hälfte des früheren Preises. 2oo 250 300 S50 4' Total- Ausverkauf! Die gesamten Restbestdndo der früheren Firma JullüS UllllKlldSM (Inhaber Walter Hampel) jetzt Grosse Frankfurter Strasse 93 und die Warenbestände der Firma Bernhard Benthion, welche insgesamt zu Beginn das Ausverkaufs ca. 210 000 Bark betragen haben, sollen wegen vollständiger Aufgabe des Geschäfts ausverkauft werden. gUT" Wirklich reeller Ansverkaol! Kein Xachschnb tob Waren!-W> zirka 2600 Herren- Anzüge und Paletots früher 18,— bis 24,— Kark M 85,— bis 35,— Mark n SO,— bis 48,— Mark ferner jetzt 12,50 Mark „ 18,— Mark » 24,— Mark zirka 450 Junglings-AnzUge und Paletots z°° g50 k°° 6 150 so früher 14,— bis 20,— Mark „ 21,— bis 82,— Mark lerner zirka 2100 Herren-Hosen so früher 8,— bis 4,50 Mark „ 5,— bis 7,— Mark » 8,— bis 12,— Mark jetzt 0,60 Mark „ 14,— Mark jetzt 1,85 Mark .. 8.25 Mark » 6,- Mark 8M 850 S°° 9 150 Der Verkauf beginnt Sonnabend, den 22. d. M, und endet am Dienstag, den 1. August, Inklusive ferner KnabenaSport'Anzfige Gr. 8-12 aus prima Herren-Maüstoffresten regulärer Werl 84,— bis 82,— Mark, Jetzt 12,50 bis 14,50 Matt, femer Kiiaben>Blusen>Anzüge Gr. 1-8 früher 6,60 bis 10,— Mark n 11,— bis 20,— Mark so jetzt 4,10 Mark 0,50 Mark AiisssipwölinllcliB Angebote! Aiissergewünllclie Angebote! LesKe T Lehrer Herren- u. Knaben-Bekleidung fertig und nach Mass 78 Rottbuser Damm 78 Arbelter-l-ederhosen früher bis 7,— Mark, jetzt 1,95 bis 3,— Mark Haler- and Bechaniker-Klttel früher 8,50 Mark, jetzt 2,19 Mark BERNHARD BENTHIEN Große Frankfurter Str. 93 MiHk Spntfninlitit ist es, wenn Sie nicht beftreht sind, Wanienll.KchlliabeumitKrut auszurotten, riatonnlvcr schafft garantiert Abhilfe. Pack, l 50 Ps.. Pack, ll 75 Ps. nur echt durch Drogerie Huslervuseh, »»Q.. Skalttzev Str. K3l04. JPtillB Preislagen. jl.Weidtier,Kulmacher, friiizensir.57,0„'„';rS„ Fahrgeld wird vergütet. loupets, Locken, jt&pfe billigste Bezugsquelle. — Kar reelle Ware.— 0. Kafka, Rlxdorf, Erkstr. 3. � Ausnahmepreise X für den Monat Juli für vorzügliche, hellbrennende BrikettS: 1000 St..Fielitz- ffll. 7.85 ab Lag. 1 1900 Stück.Ilse* AN. 8,50 ab Lager. svoo St.„Fielitz" M. 7.75 d. Tid. sr. H. 3000.. AN. frei Haus. Für 10 Ps. 18 BrikettS. I Für 10 Pf. 0 Briketts. Bernhard Kaeber, Kontor: Zeughofitr. LI an der Skaliderstraße beim Görlitzer Bahnhof.(Tel.: lV. 6409.) Detailverkauf in 10 Fillal-Geschästen. Hutfabrik iirred Krug. Brunnensfraße 54, |Scbdnhaus. Allee IIS Herrenfilzhüte 1.90, 8.40, 3-, ff. 4.50 M. .Ztziinder 8, 8, 10, t2 M. inkl. Reisekarton. s ANüueu in allen Preislagen von 35 Pj an. lohte Panamas 4.50, 0, 7.50, 0, iO, 12, 15 u. 20 M. Imitiert„ 1.50, 2.-, 8—, 4.50 u. 8.- M. Strohhttte, nur Neuheiten für Herren und Knaben von 59 n. an. Größte Spezialgeschäfte des Nordens! WM- I-esern dieser Zeitung 5 Prozent Rabatt! flnnabmeitellen für„Kleine Anzeigen" Berlin C. 31. Hohnisch. Auguststr. 50, Eingang Joachlmstratze. W. 65. Schmidt. Kirchbachstr. 14._ ©. R. Hackelbusch. Petersburger Platz 4. Gustav Bogel. Koppen» ftratze 83. R. Wengel», Gr. Frankfurter str. 120. MO. S. �»cht. Immanuetktrchftr. 12. I Reil,«arnimttr. 42. M. W Baumaon. Bernauer Sir. 9. F. Tral'v. Stettiner Str. 10. Karl Mars, Lvchener Str. 120. Karl Weiße Nochf., Nazarethkirchstr. 49. H. Vogel. Lortzingftr. 37. A. Tietz. Jnvalidenftr. 124. L. Tcchand, Rubeplatzstr. 24.. � MW. Karl Anders. Salzwedeleritr. 5. Lawerenz. Gotzkowskhstr. 29. 8W. H. Werner. Kneiienaustr 72. Daehn, Hagelberger«tr. 27. 8. St. Fri,,. Prinzen ltr. 3t. F. Gutstvmid». Kotlbuler Damm S. 8«. Paul Böhm. Lausitzer Platz 14i>' P. Horsch. Engetuser 15. �dlersbok. Karl Schwarzlose, Hoffmannstr. 9. Baummobnlenweg. H. Hornig, Manentbalerstr. 13, 1. Borsigwalde. Paul Kirnast. Räuichstr. 10. Charlottenburg. Gustav Scharnverg. Selcnveimer Str. 1. Frledrlcbsbagen. Ernst Werfmann, Qöpcnicker Str. 18. Brtinaa. Franz Klein. Frlednchstr. 10. dohannlsthal. Pieiickr. Kaljer-Wilbelm-Platz 6. Barleborst. Richard Küter, Rödetftr. 9. II. Köpenick. Emil Wißler, Kietzertlr 6. Laden. l-ichteaberg. Ltt» Srikel. Kronvrinzenstr. 4, L MIeder-Schttncweldc. Max Priehke, Britzer Str. 14 u. Mowbwcb. Wilhelm Zappe. Friedrichstr. 7.. Qber-8cbiinevrejde. Alfred Bader. Wilhelmmenhosstr. 17 B. Pankow. Qttv Rißmann. Müblenstr. 30. Reinickendorf. P. Gursch. Provlnzftr. 56, Lade». Uixdorf. M. Heinrich, Reckarstr. 2. Eonrad. Hermann str. 50. E. Rohr. Siegsricdflr. 28/29. Rnininclsburg. A. Rolentrauz. W-Boxhage» 56. «ebttneberg. Wilhetm Bäumler, Rartin.Luther'Str. 69 im Laden. Spandau. Koppen. Srelteftr. 64. Steglitz. H. Bernfee, Aisenstt 5. Tempeihof. Albert Thiel. Berliner Str. 41/42. Treptow. Robert Gramenz. Kiesbolzftr. 412. Laden. WeiUensee. Fuhrmann. Sedanstr. 105 Schillert. Komg-Tbauffee 39a Wilmersdorf. Paul Schubert, Dilbelmsaue 26. Hos parlerre. Laisoll-�usverksull enorme preisermässlgung -tnr Staub-, Reqen-, Reisemäntei aus dsuerhsften imprägnierten Stollen Irliher 12—27 M. jetzt 5, 1, II, IS, 21>. Wetterfeste Lodenmäntel..Capes 6. TS 8.50 11 15.50 X. Woll-Mousseline-Kleider gestreift and gemustert, hell und dontcel, früher 24-58 M., jetzt 15. 19.50,<7 IL Elegante franz. Kleider Popelin« u. Wo II bat Ist In allen modernen Farben, trüber 33-110 M., jetzt tl,«.« iL Leinen-, Batist-.Voile-u.Stickerei- kleider jetzt«.rs, 9.50. ,2. i«jo,« u. ca. 3000 Kostümröcke Alle Grössen u. LSngon.«och fllr stärkste Damen, aus prima öalintnch, regenechtan Stollen esgliscber Art, srhwarz-weisa u. blan-welss gettreiften Stollen, aua leichten hellen u. duBkelgrauen Geraer Kamm-' Alpaka, eln- gam-Stötten, ans haltbarem i (arbig u. gestreift, schaarz, m> jetzt, ch T.», 10, 12, 15, 18, marine n. grau, , 27 M. 22.50, Batist-Blusen, enorm billig, In 5 Serien 1. II. 111. 1 50 iL 1.90 M. 2.25 n: TS t.75 IL Sieimatm& Roseuberg Kommandantenstr. Edce Lindenstr. 12 Schaufenster 2 Häuser t. Dönhoffplate Senntaga geSttoet. vVilmei'saori. yaui wmuvert, rsiiveimsaue«>, puciezir. Sehiili-MaiK„Amerika''' siuizs,«3°-u»s«a-u. pab|D Lbhii G © 0 © © e © © © © 9 U © © © S D © © 9 © 0 © © © 0 a © i © © e © e © Z © Z 1 s i © © © • V"> Warenhaus A.Weiss& Co. Nachf. Inhaber Fritz Frisur Schöneberg-Berlin W. Hauptstrasse 11 ■— SONNABEND SONNTAG MONTAG DIENSTAG Extra billige Preise: SONNABE. SONNTAG MONTAG � DIENSTAG£$ DA 3 enorm billige SchÜFZen HailÖSChuhe Äert 3 enorm billige Korsetts �„Tändel-Schürzenring�erum mit Volant und Blande........... Stück Dam.-HalbhanÖschuhe � ä jour-Gewebe, 30-50 cm lang, weiss u. faxb. Paar SunTändel-Träg.-Schürzen qk Damen- Hanöschuhe aus bedr. Salin m. Volant u. Blendengarnit. Stück � sJ Pf, ocue ä �ui-tdualer.. Paar �ten vamkn-«aussckürzvn Q t) �-w Damen. HanQscbube Q C extra weit m. Volant o.Tm*chefbr.Wa8chbcs.St.1.35 Posten* IclllUoülUllC w«>inat QmiA* tn«/»ViTsrorT ur�iecti Immt** 18 35 Ein Postan Korsetts ans porös. Stoffen od. grau Q PZ*, Drell mitreieher Spilaen* u. Bandgarnierung Stück � Ai © 1 © © © © l® © © © 1 © 1 1 © © © © © pput.x n m 3 Posten Hutformen oe Randhut., ZweUpIt»- b. Tonnei-Formen i25 /K VK reKnUr*r Wer« bis».«> M, Jet.« Stuck•' Pf. milFing., reine Seide in schwarz, weiss u,(arb. Paar It Dj.m.-Halbhanöschuhe Posten Korsetts aus gebl. Jacquard-StofTen, pt_ mit breiter Spitzengarnitur u. Strumplhalter Stück P�ten K0rS6ttS aus solid. gestreut. Stoffen, janghüttig, mit Spitzen, und Bandgarnitur Stück Post Seiden-Filet in schwarz und weiss Paar 95 p/. I25 185� Sensationell billig! po.TT u z#0iiVrt 1 � 3 Post DamenJabots 95 68 32 Pf,( Spezial- Angebot Aus uns. Konfitüre n-A bte i I u n g Weit unter Preis: KakaO garaotlert rela Pfund 65 Pf. Blockschokolabe garant. relu Pfund 60 Ff. FeinstSahnenschokolaöe Pfund 95pf. Frische Creme-Praline>/. Pfund 15pf. Gemischtes Kontekt Pfund 10pf. ttirnbeersatt»»»»»» groe»« p>e,cde 3 5 Pf. Puddingpulver........ Pack 6 pf. Kote Grütze............. pa«» 6pf. Po�Seiö. Herr.-BinöerrAÄ Ä75 �45?». LT«; Frott.- Hanbtüdier Ä 5 5 1�3 9". �.Untertaillen 95,75, 45«. tZi. Sdiweiz-Batist-StickereienÄl65!35 95pt Grosse Posten HemÖentuch- Renforce RöPon 10 Mtr. �J45 Haustuch-Louisianatuch jew 4953 3 — Nur heute Sonnabend—. Kurzwaren enorm billig DrUCkknÖpfe«ehwar» und welee.„THt. 4 Pf. Druckknöpfe.Uereedee* �....,* Dt«. 1 0 Pf. Wasch-Verschluss imperial* C.»Ick. 9 Pf. Satin-Gurtbanö aobw�waUaiugtaaUir. 6 Pf. Nähnadeln Briet»sioefc.....,,.,, 1 n Kragenstäbchen gueheuA«, 7,8cm Dt», 5 Pf. Lockennadeln it Briet«........... 5 pf. Gr. 8 Gr. 2 Gr. 1 Schweissblätter 16, 13, 9 pr. Die RestbestänÖe unserer Knaben-Wasch-Anzüge sensationell billig KÄnä! Krawattikus 1 0« © © 1 1 © © © © © © © © © © © © © © © © 1 © i [ipJI— lf==lB[=lBE=ir=1 1 OBJl! ■3=1[■ 3C=IG Ausverkauf wegen Umbau Um in den neugebauten und neuhmmgenommenen Lokalitaten nur neue Ware feilbieten zu können, wollen wir die vorhandenen Bestände zu teilweise bedeutend herabgesetzten Preisen ausverkaufen Groß« Posten v Herren-Paletots u. Ulster von Große Porten Q( Herren- Anzöge von O* Große Posten OQO 850 an >00 Große Posten r\ Herren-Hosen von A, Große Porten 1 1 90 Engl. Gummimäntel,,»»» von JL i. an Groß« Porten jTIZ Loden-Pelerinen O™ coo kJ au 600 \J an Große Posten Q00 Radfahr- Anzüge......... von � an 750 / an Große Posten T enniS" Anzüge m vielen Streifen. von Große Posten Herren-Winter-Joppen.. von Große Porten Große Porten Schlafröcke von 750 / an 700 / an Groß« Posten Jünglings-Paletots u. Ulster« Große Porten Jünglings-Anzüge Große Posten O40 Jünglings-Hosen........... Z™ Große Posten � yQ Phantasie- Westen........ von 1 an Große Posten Weiße Westen etwas anoeriaubl. Große Posten Gummi-P elennen große Porten von 5 an 185 ____..«\ W asch-joppen,,,» große Posten von 90 an 95� i an UroBe Kosten q Regenschirme............ von Jan Große Posten A£ ot Sport-Mützen............. voa4 J Große Porten 000 Loden- Joppen von j an Große Porten /I �kPf Sweater für Xnahen ,'nnd Mädchen... von 4 J an Große Posten Knaben-Anzüge in Kammgarn, Buckskin, Manchester£�40 Blusen- u. Norfoik-Fassons, für3-g Jahre O Große Porten � Q50 Knaben-Ulster u. Pyj'acks v« Jan Große Porten Q ßQ Knab.-Manchest.-Anzügejah�8 J Große Porten /" fV Pf. Knaben— HOSen m vielen Mustern, von Dv/an Große Porten O C Pf. Knaben-Wasch-Anzüge von> J-° Große Posten A00 Pelerinen für Knaben ond Mädchen von X an Große Porten O40 Knaben-Wasch-Anzüge fx! Z Große Porten 000 Schul- Anzüge Joppe und Hose, von Jan Große Porten CCiPf Knaben-Wasdiblusen____ von JU« Große Porten � tfl Schul-Hosen............. von 1 an SpOrt—AnZÜge.>• I. für Herren von 13 an Prima Loden-Pelerinen...... 1325 Blaue Litewken i........... von 4 an 1 Baetfohn Kleider-Werke Gr. Frankfurter Straße 20 Warenhaus Hermann Tieiz (oii, Semnabend üt Mittwoch: Frankfurter Allee Soweit Vorrat Großer UerM »von zirka- 40000 Pfd. SteM iL Emaille im Lichthof— enorm billig. 1 Waggon Steingut Porzellan»ein cJ5000Sr�2, 3,4,6- a. 3000 Milser n. 12.. diascearen enthaltend: Teller, Töpfe, Krüge, Schüsseln Dfliniffl"7 Pf Tonnen, Mesten usw.......... durchweg I lUllll B 1■■ . Ferner■■ Speiseteiler nach...... lOpr. Suppenteller......... 15?, Abendbrotteiler...... 3?, Salatleren.......... 43 Bratenplatten.... 45, 35?, Kaffeekannen........ 43 Milchtöpfe.......... 15 Pf. aalli. SmiUkea Porzellan, Streublumenmuster Vorratstonne........ 95 Salz- oder Mehlmeste. I95 Essig- oder Oeiflasche. 95 Gewürztonne........ 35 p, Salztöpfe.... 6 Stück 295 deoOrzsplnd Obstserulce Hilchtöpfe ObstKüibe Buttersiocken Essseroice m.CTBnnchen .. zusammen m. Früchtedekor Ztelllg...... fein dekoriert .... 6 Stück 78. I25 SS ülktorlnbecheKd001:1; 15 BierbeckerTss�rgo durchbrochen, fein dekoriert B Pf. Pf. SporWlnser: Kompottschnien auf höh. Fuss Stück rund, ca. 23 cm Pf. fein dekor. 58 58S fintterkübler�rr. fein dekoriert, für 6 Per«., 23 Teile BnlkonlKRipe mit Glasschirm». 95 33 75 68 pf. pf. pf. pf. pf. ( clflppes st enonn Mills sg 1 b-V /•> Kompotteller aort. Muster 4 Pf. Milchsatten.......... 6?,. Weissbiergläser kiem.. 18?, Weingläser mit Bordüren,;1 8 Pf. Zitronenpressen...... 7 pf. Sturzflaschen mit cia...28 Pf. Wassergläser gapre.� 6« 7 Pf. MiiscIiMmmiren Form„Empire"«.„Meine!" I7» Form„Strassburg" 5temfl. 278 Form„Komet" Steina....5� Form„Marga" stenia....7« FONN„BONI" Steina../..S? i v-8Ui> Umsills». VliirtscKsttssiliKsI vlrkcliaktt'Mltel Waschwannen 675 875 1025 Wasch-Zober zink.. 6B0 900 1050 Waschmaschinen 27°° 31 50 35°° Wäschemangeln........ 18°° 21°° 2 Gaspiäiten m»-rdu-er........ 425 Plättbretter d°,°ce-....... 95«. I45 GaSkOCher 2 koebstellen, geschlossen>. 675 Spülbürstenbleche«»«».«... V5 HOiZtablettS mit Eichen-Boden.... 80 l>k. Gurkenhobel...... 35, 45, 30« Ein Posten Ptetterrnüblen... 45«. Alurnlnlurn-Gescblrr 58, 72«. Giühstrümpte z Stdek Inkl. Steuer.. 50 25. lZelllilrr r* y Uriginal Wecksche M-K» jgoo J2ooj blau u. grau sortiert Geschirr Kochtöpfe 25, 30, 35, 50, 55 pf. Kessel....... 50,65,80,95 p,. Kasserollen..15, 25, 30, 35 pt. Kaffeekannen 25, 30, 35, 45 Pfannen..... 1 5, 20, 25, 35 pf. Wasserkannen 35, 50,30,85 p, SCbÜSSeln zuWaachaervIcenOO Pf., I05 MUlischaufeln....... 25, 35 pf lollette- Eimer 1°° 17° Wasserleitungsscboner 95 pf Schöpflöffel...... 20, 25, 30 Pf. In sortiert. Dekors u. terrakoftafarbig Kasserollen.., 35, 45, 30, 75 pf. Töpf8 in dlvnr«. Form. 55, 70, 95 Pf. Kaffeekannen. 30, 35, 45, 50 pf. Milchkocher............ 95 pt. Tortenplatten........... 70 pf Petroleumkannen..30, 80 pf. 1°5 Ovale Waschbecken m seifnnpf 90 pf. Waschtöpfe........ 19B 2° 2° vek. Waschschüsseln. 1°° 1'° 14B Wasserkessel....... 11M45175 Teekannen............. 70 pf Waschservice fem dekoriert...... Steilig 4°° 5 teilig 600 Toiletfie-Eimer m. Rohrbüaei zu d. o-rnit. p«.. 280 265 290 FettlÖ�feBbleChefeindek.l65 kempl. m.4>.vffeln299 2 so itmilamcB �5 I Zt Soling. Mess. od. Gab st. 22, 30 ä �;t Soling.Besteckep»r45, 30, 70 � Soling. Scheren 8t.k.45, 35, 85 p* Alpaka-Kaffeelöffel.-«.«k 14,18-i. Alpaka-Esslöffel........ stock 40 pji Alpaka-Bestecke•�..0�1,?.» ne Borüen Rosshaarbesen..........*0* 90 i* Bosshaarhandteger......«oek 30 � Borstenhandfeger....... sn.°k 20 Tepplchhandteger cwur.en. s-o-k 38 ni MöbelbUrsten........... stock 35 n. Scheuerbürsten mit s»«,... stock 13?«/ Mur filr ZsnetsdsnÄ ii reguI.1S.00 21 00 3S.00 ,.„.12°° Iß00 28°° Lebensmittel soweit Vorrat ■*- 9� Von der Zusendung ausgeseh lotsen Kassier..�pfundTS, 78 RQckenfett Pfund 45 pt GSnse p und 50, 60, 70 Pf. Zervelat u. Salami..... Pfund l15 Teewurst............ pfund 1 10 Felm» leberwurst...... Pfund 95 pf. urndleherwurst......... Pfund 85 pf. Knoblauchwurst....... Pfund I15 Schinkenspeck........ Pfund I00 Bananen.•.......... Pfund 22 Pf Johannisbeeren....... Pfund 15pf. Tomaten Originalkorb... Pfund 7 Pf. Gurken........ stuck 4, 8, 12pf. Zitronen....... Dutzend 25, 30 Pf. Blumenkohl.... Kopf 7, 10, 15pf. Bücklinge......... z stuck 1 0 pf. Ahlbecker Flundern.. Pfund 35 pf. Räucher-Aale....... Bund 23 pf. Rotkohl............ Kopf 4, 3 pf. Wirsingkohl......... Kopf 4, 3 pf. Welsskohl.......... Kopf 4, 3 pf. Tafelbutter........ p�nd Molkerelbutter.. Emmenthaler____ Schweizer......... Pfund Tilsiter. Pfund Pfund Pfund Romadour......... stuck | 15 JZ! 1« 118 80 Pf. 75 Pf. 25 pt Heute Sonnabend: Schlussfot ms Verkaufs der Sonuner-Rest-Bestfinile ' verantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: vorwärt« Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Pc.ul Singer u. Co., Berlin SWT