Kr. 170. Nboimeinenk-kecklnglingen: NkonnementS- Preis pränumerando: Licrtcljährl. 3£0 Ml., monall 1,10 Ml, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne«Ummer 5 Pfg. SonntagS- Nummer mit illustrierter Sonntags« Beilage.Die Neue Welt' 10 Pfg. Post- tlboimemenl: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen i» die Post-Zcitungs« Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland tind Oesterreich> Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonncments nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweij, 88. Jahrg. BI« TnIerHon$'G«bfll)f BehSgt für die scchsgespaltcne Kolonek« »eile oder deren Raum 00 Pig.. für politische und gewerkschaftliche BerciiiS- und Versammlung�. Anzeigen 30 Pfg. „Klrinc Hmtigeti", das settgcdrillkle Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort>0 Pfg. Stellengesuche und Schlasstellenan« tcigen das erste Wort 10 Pfg.. jedes weitere Wort ö Pfg. Worte über 15 Blich« fiben zählen für zwei Worte. Inserate r die nächste Nlniimer müssen bis Uhr nachiiiittags in der Expedition «dgegeben werden. Die Erpcdition rjt bis 7 Uhr abendS geöjsnct. Vlchillit lsgllih illLkk Montilg». Berliner Volksblnlk. �entralorgan cker fo�ialclemokrati scken Partei Dcutfcblands. Telegramm« Adresse: nSozUldtmoknt Rtrim" Redaktion: 831. 68. Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1983. Sonntag, den 23. Juli 1911. Expedition: 631. 68, Lindenatraaac 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1981» Parteigenossen! Auf Grund des OrganifaiionsstatutS beruft der Parteivorstand den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den lv. September, abends 7 Ahr, nach dem„BolkShaus" in Jena, Karl Zeißplatz, ein. An die 7 Uhr abends erfolgende Eröffnung schlichen sich die Konstituierung des Parteitages, die Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung und die Wahl der Mandatsprüfungslommission an. Die Verhandlungen der folgenden Tage finden in dem gleichen Lokale statt. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: H. Müller, F. E b e r t. L. Bericht der Kontrollkommission. Berichterstatter: A. Kaden. 3. Parlamentarischer Bericht. Berichterstatter A. Geck. 4. Die Reichsversicherungsordnung. Berichterstatter: Hermann Molkenbuhr. S. Die Reichstagswahlen. Berichterstatter: A. Bebel. K. Die Maifeier. Berichterstatter W. Pfannkuch. 7. Sonstige Anträge. 8. Wahl des Parteivorstandes, der Kontrollkommission und dcS OrteS, an dem der nächste Parteitag stattfinden soll. Parteigenossen! Bewirkt die Vorarbeiten für den Parteitag— die Wahl von Delegierten und die Stellung von Anträgen— recht- zeitig. Wo mehrere Delegierte zu wählen sind, soll nach§ 7 des OrganisationsstatutS unter den Delegierten möglichst eine Genossin sein. Die Anträge müssen spätestens am 14. August im Besitz des Parteivorstandes, Adresse: W. Pfannkuch, Berlin EW. 68, Lindenstraße 3 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des Z 1l> Abs. 2 deS OrganisationsstatutS im.Vorwärts" veröffentlicht werden und in der gedruckten Borlage Aufnahme finden sollen. Anträge einzelner Parteigenossen bedürfen der Gegenzeichnung der örtlichen bezw. Krrisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Den Anträgen etwa beigegebene Begründungen werden weder im.Vorwärts" noch in der den De- legierten zugehenden Vorlage abgedruckt. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Partei- tag selbst zu begründen oder durch befreundete Genossen begründen zu lassen. Die Vorstände der WahlkreiSorganisationen werden dringend ersucht, dem Parteivorstand die Namen der gewählten Delegierten unter genauer Adressenangabe alsbald mitzuteilen, damit ihnen die Vorlagen und sonstigen Mitteilungen zugehen können. Auherdem müssen sich die Delegierten beim Lolalkomitee melden. Die Adresse des LokallomitceS lautet: s. Leber, Jena, Magdelstieg 3. Die Mandatsformulare werden vom IS. August ab durch das Parteibureau: W. Pfannkuch, Berlin EW. 68, Lindenstr. 3 versandt. Vor dem Parteitage findet am 8. und 9. Septemberim „Gewerkschaftshaus" zu Jena, Johannisplatz 14, eine Sozialdemokratische Frauenkonferenz statt.— Die vorläufige Tagesordnung dieser Konferenz lautet: 1. Geschäftsbericht des Frauenbureaus. a) Agitation, b) Frauentag, c) Die Kinderfchuhkommifsionen. Bcrichterftatterin: L. Zietz. ck) Die Lescabende, e) Die Befchtverdekoinmissionen. Berichterstattcrin: O. Baader. 2. Die Frauen und die Reichstagswahlen. Berichterstatterin: K. Zetkin. S. Die Frauen und die Gemeindepolitik. Berichterstatterin: K. W e Y l. Zur Teilnahme sind die Parteitagsdclcgiertcn berechtigt, die ein Mandat zur Fiauenkonfcrcnz haben. Der Frauenkonserenz geht am Donnerstagabend S Uhr eine geschlossene Sitzung im gleichen Saale voraus. Mit sozialistischen Grühcn Der Parteivorstand. Monarchismus und Sozialismus. Aus Brüssel wird uns geschrieben: Der König und die Königin von Belgien haben kürzlich die Ausstellung von Charleroi besucht. Der Empfang durch die Bevölkerung soll sehr enthusiastisch gewesen sein, was auch die dortige sozialistische Zeitung in einem acht Spalten langen Artikel versicherte.—„. i..... Wenn es schon immer und uberall Leute gibt, die ein Pläsier darin finden oder sogar das Bedürfnis haben, die jeweiligen gekrönten Häupter anzuhochen, dann kann man es schlechthin auch begreiflich finden, daß auch Albert I. und Elisabeth jetzt ihren Teil Begeisterung abbekommen. Albert hat das Glück, der Nachfolger Leopold II. zu sein. Die Konkurrenz war also wahrlich nicht schwer zu besiegen. Schon die Tatsache, daß dem verstorbenen habgierigen Coburger, der sich für„sein Wölk" auch nicht das kleinste Opfer sen- timentaler Allüren abrang, der nur seinen Geschäften, seinem Maitresscnkult und seinen ehrgeizigen oder größenwahn- sinnigen Projekten lebte, ein Mann folgte, dem man ein honettes Familienleben und eine weniger geschäftswütige Auffassung des Herrscherberufes nachsagte, hat von vorn- herein bewirkt, daß Albert und seine Frau in den patriotisch- royalistischen Kreisen eine fast demonstrativ gefärbte gute Aufnahme fanden. Dazu kommt Wohl auch, daß man Albert, wie einst Wilhelm II., demokratische Ideale nachrühmt, die man mit den Ansichten in Verbindung bringt, die in dem Buche eines einstigen Hauslehrers des Königs, namens S i g 0 g n e, niedergelegt sind, und an dessen Autorschaft der König mitbeteiligt sein soll.— Alles das gefällt jetzt jenen Belgiern sehr, in deren Denkweise diese Dinge durch die Optik der monarchistischen Idee eine entsprechende Wichtigkeit an- nehmen, und stimmt auch sonst psychologisch mit der Atmo- sphäre zusammen, die aus dem politischen Dunstkreis der Kulturkampfbewegung emporsteigt und in manchen Gehirnen etwas nebulose„demokratische" Vorstellungen auslöst. Die Begeisterung in Charleroi soll aber vor allem die Antwort auf die Haltung des Königs in der Schulfragegewesensein: die öffentliche Quittierung für die„antiklerikale Geste" Alberts, das Ministerium zur Demission und die Klerikalen damit zum Verlassen des Schul- Projekts gezwungen zu haben. Daß diese Geste sozusagen der logische Schluß aus der ganzen, durch die grandios geführte und gesteigerte Bewegung geschaffenen politischen Situation war, gibt den Dingen hüben und drüben allerdings erst das richtige Matz, ohne daß darum schließlich die„Geste" an Sympathie zu verlieren braucht. Wenn es nun Leute gibt, die, weil Albert I. klerikale Minister nach Hause schickt— gegen die freilich bereits die Volksentrüstung in allen Provinzen raste—, sich kühnen oder kindischen Hoffnungen auf Gott weiß was für politische und soziale Wandlungen hingeben, oder die gar, weil der König heute vielleicht noch einem Gespinst von„sozialem Monarchis- mus" nachhängt, die monarchische Idee schmackhafter finden, so ist das ein Privatvergnügen, das man niemandem zu stören braucht. Nur könnte man füglich meinen, daß auch ein ,.modcrnistisch"-dekorativ-demokratisch zugestutzter Monarchis- mus den Sozialdemokraten den Aspekt der Dinge nicht verrücke und auch„antiklerikale Gesten" die Idee des Monarchismus nicht in andere Beleuchtung rücken. Aber der Sozialismus gewinnt zuweilen seltsame Nuancen, wie auch das Beispiel von Charleroi wieder zeigt. Daß Albert I. und Elisabeth in Charleroi einen„be- geisterten Empfang" gefunden, verdiente an und für sich keine weitere Betrachtung. Auffallender freilich ist es, zu sehen, daß dieser Begeisterungsrausch nicht ausschließlich auf die loyalistisch-royalistische Bevölkerung be- schränktblieb und sich gerade in einer Stadt so stürmisch anließ, deren Arbeiterbevölkerung sich sonst auf ihren Ne- Vublikanismus viel zugute tut. Als zum Beispiel vor nicht langer Zeit F a l l i ö r e s in Belgien zu Besuch war, haben die dortigen Arbeiter des Borinage die Resolution der Brüsseler Föderation als zu flau verworfen, weil sie dem Republikanis- mus nicht unbedingte Anerkennung zollte.— Daß sich die 1100 Arbeiter einer Fabrik in Gilly, nach einer Meldung des „Peuple", wie enthusiastische Studenten einer Primadonna. dem König angeboten haben, das königliche Gefährt z u z i e h e n, soll nur als trauriges Beispiel'dafür angeführt werden, daß es noch immer arbeitende Menschen gibt, denen die Würde der Arbeit völlig fremd ist. Die Gesinnung dieser Arbeiter wollen wir nicht weiter überprüfen.— Aber die prononciert-revublikanische Stadt Charleroi, eine der industriellen Mittelpunkte des sozialistisch vorgeschrittenen Hcnnegau, hatte auch Formen der Zustimmung für die„anti- klerikale Geste" des Königs, die den dortigen Sozialismus zum Mummenschanz einer Loyalitätskundgcbung geführt haben, die ihren literarisch-vhilosophischen Niederschlag im Parteiblatt„J 0 u r n a l d e C h a r l e r 0 i" in einem Artikel des bekannten Parteischriftstellers Jules des Essarts gesunden hat. Der Artikel trug die Ucberschrift:„Sozialismus und Monarchismus" und hat seither in der Parteipresse zu mehr- sacher Polemik geführt. Vorerst sei vermerkt, daßsämtlichesozialistischen Mandatare es für nötig hielten, sich am zeremoniellen Empfang des KönigspaareS z u beteiligen. Und damit auch hier das bei solchen Gc- legenhciten übliche„rührende" Moment nicht fehle, haben die Kinder eines sozialistischen Gcmcindorates— übrigens auch die Gattin des Abgeordneten Dcströe— der Königin Blumen überreicht. Der erwähnte Artikel gibt diesen Dingen aber erst die richtige Beleuchtung und Perspektive. Als Schwerpunkt dieses Artikels kann man den Sah bezeichnen, der der sozialisttschen Welt das Verschwinden des„alten Irrtums von der absoluten Unvereinbarkeit von Sozialismus und konstitutioneller Mon- a r ch i e" anzeigt. Die psychologische und materielle Unter- suchung dieses„Irrtums" fiir den speziellen belgischen Fall leitet eine lyrisch-dithyrambische Darlegung der Tugenden der Königin, die jedem bürgerlichen Blatte Ehre machen würde, ein. die mit ihrem ..graziösen Lächeln", ihrer sorgenden Aufopferung für ihre Kinder, ihrem Wohltätigkeitssinn„unseren jungen Mädchen und Familienmüttern als das personifizierte Ideal der Weiblichkeit" erscheint. Der Stil ist, wie man sieht, etwas ungewöhnlich für einen sozialistischen Schriftsteller— be- sonders seinsinnig ist es, den armen Glasarbeiterinncn, Berg- arbeiterfrauen usw. eine Nacheiferung von Tugenden zu empfehlen, an der Wohnungs-, Lebens- und leider auch die Bildungsverhältnisse dieser Frauen wohl einigermaßen scheitern dürften.— Folgt eine ebensolche Schilderung der guten Eigenschaften Alberts und die Feststellung seiner Haltung gegenüber dem Ministerium Schollaert.— Der begeisterte Empfang, den Albert bei der Bevölkerung von Charleroi gefunden, sei aber vor allem darauf zurückzuführen, daß man dort„mit ebensoviel Erstaunen wie Genugtuung" erkannt habe,„daß ein Monarch auf den Thron ge- langt sei, der nicht mehr wie sein Vor- gänger ein unüberwindliches Hindernis für die EntWickelung des Landes zur Demokratie ist."„Die persönliche Feindseligkeit gegen das Königtum, heißt es lveiter, ist der- schwunden, da es offenkundig ist, daß der König dem Gange einer EntWickelung zur Demokratie und Gerechtigkeit nicht feindlich entgegensteht." Schließlich hören wir, als vorbereitendes Plädoyer für den Ministerialismus, daß dieser„alte Irrtum von der Un- Vereinbarkeit von Sozialismus und konstttutioneller Monarchie" von böswilligen Leuten zu dem Zweck verbreitet wird, um glauben zu machen, daß ein König keine sozialistische Regierung berufen könnte und andererseits die Soziali st en nicht unter einer Monarchie Mini st er werden könnten." — Wie man aus diesen Proben sieht, handelt es sich hier nicht allein um eine für einen republikanischen Sozialisten etwas auffällige und eigenartige Heraus- und Unterstreichung des Wertes her Tugenden eines konstitutionellen Herrschers für die Entwickelung des Landes, sondern es lvird der sichtliche Versuch gemacht, die sozialisttschen Arbeiter mit dem Gedanken der Monarchie zu versöhnen. Statt den Arbeitern, waS man bei dem zurückgebliebenen Stande der Organisation in Belgien hier zu Lande wahrlich nicht oft genug sagen kann, als einzigen Weg für die „Entwickelung der Demokratie und Gerechtigkeit" die O r g a- nisation, den Klassenkampf, das Streben nach Aufklärung zu empfehlen, wird ihnen die goldene Aussicht auf eine Demokratie durch Königsgnadcn vorgezaubert. Wobei hier weiter garnicht auf das Thema eingegangen werden soll, daß in einem Lande wie Belgien, wo durch die Verfassung, die die Nation souverän erklärt, wo der König„herrscht aber nicht regiert", der persön- lichen Machtentfaltung des Regenten fast kein Raum zugc- messen ist.„Die ganze belgische Konstttutton." schrieb Vander- Velde dieser Tage über diesen Gegenstand,„wurde gemacht, um den sogenannten Souverän zu verhindern, gegen die Nation zu regieren". Der belgische König habe in Wirklichkeit nicht mehr Macht als der Präsident der französischen Republik und weit weniger als der Präsident der Vereinigten Staaten. Daß dem Artikel auch die zweifellose Absicht zugrunde liegt, gerade im gegenwärttgen polittschen Augenblick den Sozialismus auch jenen Leuten mundgerecht und schmackhafter zu machen, die sich am„Republikanismus" der Arbeiterpartei stoßen, ist nicht schwer zu deduzieren und wird durch das Echo bekräftigt, das er im Genter Blatt„Vooruit" gefunden, wo als Erwiderung auf die verschiedenen Polemiken den Liberalen zu- gerufen wird, sich nicht durch unzeitgemäße Be- trachtungcn über die republikanische Idee schrecken zu lasten.— Worauf mit Rücksicht auf den erwähnten Arttkel nur zu erwidern ist, daß allerdings, worüber kein Wort zu sagen ist. die Frage der Republik für Belgien keinerlei aktuelle Bedeutung hat, so steht die Forderung einer republikanischen Verfassung doch im Programm der bcl- gischen Arbeiterpartei und der Versuch einer Aussöhnung von Sozialismus und Monarchismus sollte schlechthin jenen über- lassen bleiben, die die letztere Institution für unentbehrlich halten. Jedenfalls stimmt es noch weniger mit dem Pro- gramm der Arbeiterpartei übcrein, daß sie durch ihre Presse dazu beitragen soll, dem Monarchismus, dem jetzt eine äußerst günstige Konjunktur winkt, auch in der Arbeiterschaft die Wege zu ebnen. Wann es wahr sein sollte, waS anzunehmen man immer- hin einigen Anlaß hat, daß Albert die Sozialisten für seine Pläne einfangen möchte, so hätte der Arttkel dcS Blattes in Charleroi diesen Absichten jedenfalls vorgearbeitet. Hoffen wir aber von der Entwickelung der Arbeiterbewegung, der fortschreitenden Aufklärung und dem Erstarken der belgischen Organisationen, daß die Masse der Arbeiter ohne Ab- schwenkungen und Abirrungen ihren geraden Weg zum Ziel ihrer Befreiung geht._ nochmals das liiota proprio Pius x. Die ultramontane Presse, die orthodoxe wie die modernistisch angekränkelte, schimpft in allen Tonarten über den„Vorwärts". weil dieser in seiner Nr. 103 die vom Papst in seinem Notu proprio vom 2. Juli angeordnete Verlegung einiger römisch-katholischer Festtage, darunter auch des Fronleichnamstages, auf einen Sonn- tag als eine durch feile Rücksichtnahme auf die Wünsche des Groß- kapitalS diktierte Maßnahme charakterisiert und daran erinnert hat, mit welcher Entrüstung katholische Schriftsteller über die Ab- fSjaftunfl katholischer Fcsi- und Ruhelage durch die Nesormation gezetert haben. Obgleich in dem Motu proprio selbst alZ eigentliches Motiv der päpstlichen Verordnung die Störung des Handels und Verkehrs durch die vielen Festtage bezeichnet wird und außerdem der Charakter des päpstlichen Erlasses schon dadurch genügend ge- zeichnet wird, daß er in der kapitalistischen Handels- und Börsen- Presse die eifrigste Anerkennung findet, möchte gar zu gerne die klerikale Presse aus der Nachgiebigkeit der römischen Kurie gegen die Wünsche des Kapitalismus einen Akt der Sorge des Papstes um das Wohl des Arbeiters machen. Und um diesen Zweck zu er- reichen, sind den frommen klerikalen Blättern alle Mittel einer verlogenen jesuitischen Soßhistik recht. So schreibt z. B. die «Germania":''.'. „Eine ebenso verlogene lvie nichtswürdige Heße hat die"so- zialdemokratische Presse ans Anlaß des Erlasses gegen den Hl. Vater ins Werf gesetzt. So bringt der„Vorwärts" es fertig, den Papst zn beschuldigen:„ans feiler Rechnnngsträgerei, um dem Verlangen des heutigen Kapitalismus nach vermehrter Ge- legenheit zum Profitmachcn und zur Ausbeutung der Lohn- sklaocn entgegenzukommen und ihm weiteren Raum für seine Betätigung zu� schaffen, einige Festtage auf den Sonntag ver- legt zu haben." Und doch hat schon der Vorgänger des jetzigen Papstes, Leo XIII., in seinem Rundschreiben über die soziale Frage eS als eine moralische Pflicht der Arbeitgeber bezeichnet, den Lohn der Arbeiter so zu gestalten, daß diese mit ihren Familien auch an den Sonn- und Feiertagen leben könnten. Weil das aber nicht überall geschieht, und weil gerade in konfessionell gemischten Gegen- den sich Mißverhältnisse zuungunsten der ka- tholischen arbeitenden Bevölkern ng heraus- stellen, hat der Hl. Vater sich zu jene in Schritte entschlossen. Oder ist dem„Vorwärts" unbekannt, daß an den spezisisch katholischen Feiertagen die nichtkatholischen Arbeit- �ebcr ihren Betrieb aufrechterholten, und diese Arbeiter schon jetzt dort ihrer Beschäftigung nachgehen müssen? Wäre es daher dem„Vorwärts" ernst mit seiner angeblichen Sorge um das Wohl der Arbeiter, so hätte er seine Vorwürfe an eine ganz an- dere Adresse richten müssen, als an den Papst. Jedenfalls könnte sich der„Vorwärts" seine Krokodilstränen sparen. Wenn für die Herren Genossen die Aufhebung dieser Ruhetage ein sozialpoli- tssches Verbrechen ersten Ranges ist. eine Unterstützung des Ka- pitalismus, warum, so fragt der„Bayer. Kurier" die„Münche- ner Post", haben dann die Sozialdemokraten, auch die i» Bayern und in München, schon lange vor dem Päpstlichen Motu proprio die katholischen nichtgesetzlichen Feiertage abgeschafft und sich zur Arbeit an diesen Tagen erboten?" Die„Germania" leistet sich, wenn sie sagt, daS Rundschreiben Leos XIII. erkläre es als eine moralische Pflicht der„Arbeitgeber", den Lohn der Arbeiter so zu gestalten, daß diese mit ihren Familien auch an den Sonn- und Feiertagen leben können, eine kleine, ihren Zwecke» recht geschickt angepaßte Korrektur des päpstlichen Textes; denn in diesem steht nur, daß der Arbeitslohn nicht so niedrig sein dürfe,.„daß er einem genügsamen, recht-. schaffencn Arbeiter nicht den Lebensunterhalt abwirft", und daß er ausreichen müsse,„Frau und Kind a n st ei n d i g z u erhalte n". Allerdings spricht das Rundschreiben Leos XIII. auch von Sonn- und Feiertagen, aber in einem ganz anderen Zusammenhang, wie die„Germania" behauptet. Leo XIII. fordert lediglich von den Unternehmern, daß sie ihren Arbeitern die zum„Ersatz der Kräfte" nötige Ruhe gewähren, besonders aber, baß sie ihnen an Sonn- und Festtagen Zeit für ihre gottesdienstlichen Hebungen lassen. Geschieht das nicht, dann ist, wie im Rund- schreiben ausgeführt wird, der Staat berufen, einzuschreiten und dafür zu sorgen, daß den Arbeitern„Zeit und Gelegenheit zu ihren g o t t e s d i e n st! i ch e n Pflichten gelassen w i r d". Bon der Teilnahme an dem von der Kirche vorgeschriebenen Gottesdienst darf den Arbeiter weder der„Arbeitgeber", noch irgend- eine staatliche Gewalt zurückhalten, noch darf er selbst leichtsinnig darauf verzichten, denn der Gottesdienst ist ein geistiges Gut, ein Teil der Würde des Menschen und soll ihn zum ewigen Lehen führen. Es heißt deshalb auch in dem erwähnten Rundschreiben: ..... keine Gewalt darf ihn aus dem Wege christlicher Pflicht und Tugend, der ihn zum ewigen Leben im Himmel führen soll, zu- rückhaltcn. Ja, der Mensch besitzt nicht einmal s e l b st die Vollmacht, auf die hierzu nötige Freiheit Ver- z i ch t zu leisten und sich der Rechte, die seine Natur verlangt, zu begeben; denn nicht um Befugnisse, die in seinem Belieben stehen, handelt es sich, sondern um unausweichliche, über alles heilig zu haltende Pflichten gegen Gott," Es genügt ein flüchtiger Vergleich dieser wenigen Stellen des Rundschreibens Leos XIII. mit dem Motu proprio Pius' X., um die ganz verschiedenartige Auffassung beider Päpste zu erkennen. Leo XIII. sagt: Die Vornahme der gotteS- dienstlichen Uebungen an den von der Kirche festgesetzten Feiertagen ist eine Pflicht gegen Gott; keine Gewalt darf jemanden davon zurückhalten, noch hat der Katholik das Recht, aus Eigenem daraus zu verzichten. Pius X. erklärt hingegen: ES ist nicht nötig, daß die gottesdicnstlichen Handlungen an den von der Kirche festgesetzten traditionellen Feiertagen vorgenommen werden; wenn Handel und Verkehr ein Interesse daran haben, verlegen wir die Feste auf einen anderen Tag. Doch diese kuriosen Widersprüche mögen die katholischen Theo- logen unter sich ausinache»; wichtiger erscheint uns die seltsame Begründung, durch die die ehrsame„Germania" den Schritt PiuS' X. entschuldigt. Weil, meint sie, der Lohn des Arbeiters in deu katholische» Gegenden, besonders aber in den konfessionell ge- mischten, nichtsohochs ei. daßder Arbeiter mitseiner Familie auch an den Sonn- und Feiertagen davon leben könne, deshalb habe sich der Papst entschlossen, die kirch- lichen Festtage zu verlegen. Wie rücksichtsvoll doch die Ecclesia miliuns sein kann! Bisher hat man wenig davon gemerkt, daß die römische Kirche, wenn sie bestimmte Forderungen stellte und diese..als heilig zu haltende Pflichten gegen Gott" formulierte, dann, wenn sich ein Teil der Auch-Katholiken und die Protestanten daran nicht kehrten, einfach erklärte:„Da diese Forderungen doch nicht allgemein anerkannt werden, sollen sie künftig für aufgehoben gelten!" Jedenfalls war beim Modernisteneid und bei der Feuer- bestattungSsrage von solcher zarten Rücksichtnahme nichts zu spüren. Ist tatsächlich, wie die„Germania" behauptet, in ganz- und halbkatholischen Gegenden der Arbeitslohn so niedrig, daß der Arbeiter davon mit seiner Familie nicht auch an de» Sonn- und Feiertagen zu leben vermag, dann ergibt sich nicht daraus, daß diese Ruhetage beseitigt werden müssen, fondern daß der Lohn erhöht werden muß. Längst hätte dann die römisch-katholische Kirche mit ihrer ganze» Macht für entsprechende Lohnerhöhungen eintreten müssen. Besonders hätte aber in Deutschland daS Zentrum als Vertreterin katholischer Anschauungen die Forderung einer allgemeinen Er- höhung der Löhne in den katholischen Gegenden erheben müssen. Wir haben jedoch nicht? davon gehört. Taraus folgt, daß daS Zentrum wie der Episkopat, au den doch Leo XIII. sein Rundschreiben nicht zur bloßen Kenntnisnahme, fondern zur Rachachhing gesandt hat, ihre Pflicht gröblich verletzt haben. Doch vielleicht holt das Zentrum da» Ver. silusm» llSch UÄ»Wt m fett llä-My BeiKstggsgM jj, glleg ZeblrtlütZivahlkreisen die Forderung: Aufbesserung der Arbeitslöhne, damit diese auch für den Unter- halt der katholischen�Arbeiter an den Sonn- und Fe st tagen ausreichen! Die Agitatoren können sich, wie ihnen die„Germania" sicherlich gerne gestatten wird, dabei auf deren Feststellung berusen, daß- heute diese Löhne durchaus nicht genügend sind. Geradezu albern ist es, wenn schließlich die„Germania" mit dem„Bayer. Kurier" den Münchener sozialdemokratischen Ar- beitern vorwirft, sie hätten schon bisher meist an den nicht- gesetzlichen katholischen Feiertagen gearbeitet. Was gehen denn die sozialdemokratischen Arbeiter irgendwelche kirch- lichen Spezialfeste an, die gesetzlich nicht als Ruhe- und Feierlage anerkannt sind. Ebensogut könnten auch die Israeliten verlangen, die sozialdemokratischen Arbeiter sollten das Passahfest, Laubhütten- sest usw. usw. mitfeiern. Wir haben unsere eigenen Festtage: Mai- seiern, Pgrtci- und Gewerkschaftsfeste. Die feiern wir.,' Sie IHarokkoaffäre, -- Die deutsch-französischcn Verhandlungen. Tie bürgerliche Presse wimmelt von Kombinationen und Er- örierungen über die Kompensationsfragen, während die deutsche und die französische Regierung sich nach wie vor in Schweigen hüllen. EZ wäre schade um Zeit und Raum, wollte man alle Speku- lationcn phantasiebegabter Journalisten hier anführen. Erwähnens- wert ist höchstens eine Meldung des„Echo de Paris" aus Berlin, daß die Verhandlungen zwischen Herrn v. Kiderlen- Wächter und dem Botschaster Cambon bis aus Montag vertagt worden sind. Augenblicklich wäre die Lage etwas gespannnt. Der Korrespondent zögert nicht, zu erklären daß die Verhandlungen plötzlich abgebrochen werden könnten, wenn der Kampf in der eng- tischen Presse und gewisse Mitteilungen in den französischen Zeitungen nicht aufhörten., Ein neues sHanisch-sranzösisches Renkonter in Elksar. Kaum haben sich die französische und spanische Regierung über die Brüskierung deS französischen Konsuls Boisset friedlich geeinigt, so kommt eine neue Meldung über einen französisch-spanischen Kon- flikt in Elksar, der den alten Hader neu ausflammen läßt, gleich- zeitig aber auch dartut, wie leicht sich aus marokkanischem Boden Zwischenfälle von internationaler Tragweite ereignen können. Heber den Vorfall selbst wird gemeldet: Paris, 22. Juli. Leutnant Thiriet, ein Offizier der Sultans- truppe in Elksar, begab sich in die Stadt, um aus der dortigen Bank etwas zu erledigen. In einer Furt des Lukkosflusses begegnete er mehreren marokkanischen Soldaten, Deserteuren aus einer Mahalla, die noch die Uniform deS Wachsen trugen. Thiriet, der in Uniform zu Pferde saß, aber keine sichtbaren Waffen trug, forderte ihnen ihren Paß ab. Als die Soldaten seiner Aufforderung nicht nach- kamen, nahm der Offizier einem von ihnen seine Kopfbedeckung weg, ohne daß der Besitzer dagegen Einspruch erhob. Der Leutnant ritt darauf weiter, hatte aber noch keine zehn Schritte gemacht, als die Marokkaner ihn angriffen, ihn bei der Kehle faßten und mit ihren Zügeln nach ihm schlugen. Thiriet gab dem Sergeanten. der ihn bei der Kehle hielt, eine Ohrfeige. Mehrere spanische Reiter kamen mit gezogenem Säbel herbei, hieben nach ihm und versuchten, ihn au» dem Sattel zu werfen. Thiriet hielt sich im Sattel, ohne die Hiebe zu erwidern, als auch Fußsoldaten heran- eilten und ihm ihr ausgepflanztes Bajonett auf die Brust setzten, während die Marokkaner ihnen zuriefen, sie sollten schießen. Thiriet forderte den anwesenden spanischen Offizier auf, der Szene ein Ende zu machen. Dieser mußte Gewalt anwenden und die er- regtesten seiner Leute mit dem Säbel bedrohen. Thiriet wurde an den Beinen festgehalten und ins Lager geführt. Auf seine Forde. rung hin ließ der spanische Offizier ihn in ein Zelt eintreten und gab ihm Zeit, mit ihm zu sprechen. Der Spanier warf Thiriet Animosität gegen seine Nation vor und sagte, er habe einen An- griff auf Soldaten, die zur spanischen Truppe gehörten, unter- nommen. Thiriet antwortete mit der Forderung, Oberst Sylvestre solle den Offizier fragen.- der bei dem Vorfall zugegen gewesen war. Dieser wurde herbeigerufen und setzte dem Obersten Sylvestre die Vorgänge auseinander, jedoch in spanischer Sprache. Darauf sagte Sylvestre, daß Thiriet sich zurückziehen könne, und bot ihm die Be- gleitung einiger Offiziere an. die Thiriet jedoch ablehnte. Von spanischer Seite wird- folgende-Darsbcllung deS Lorfalles gegeben: Madrid, 2-2. Juli. Gestern abend 11 Uhr hat die Regierung ein Telegramm des spanischen Gesandten in Tanger erhalten, das de» Bericht deS Obersten Sylvestre über den Zwischenfall mit Lent- nant Thiriet wiedergibt. Oberst Sylvestre berichtet: Um 1% Uhr abends hat sich vor den Augen des Wachtpostens, der sich auf halbem Wege nach Elksar an einer Furt des Ued Gerial befindet, ein schwerer Zwischenfall abgespielt. Leutnant Thiriet von der franzö» fischen Militärmission verfolgte Wcgspuren, die ihn zu einem Jndi. viduum führten, das er nach der Uniform für einen Derserteur der Mahalla hielt. Als Thiriet einen Trupp berittener ASkaris vom Polizcitabor sich nähern sah, ergriff er seinen Revolver und befahl der Gruppe, Halt zu machen. Der Korporal wollte Thiriet festnehmen, um ihn zu fragen, waS vorgehe. Ohne weitere Erklärung ohrfeigte Thiriet den Korporal. Der spanische Wachtposten, der den Vorgang mit ansah, gebot Thiriet Halt. Thiriet entfernte sich jedoch. In dem Augenblick, wo die Wache sich anschickte, ihn daran zu hindern, erschien eine Abteilung Kavallerie. Der Leutnant dieser Abteiluna lud den französischen Leutnant höflich ein, Oberst Syl- vestre aufzusuchen, um ihm die Sache zu erklären. Als er in mein Zelt eintrat, veranlahten mich seine Bewegungen und seine lauten Rufe, die von meinen Offizieren gehört wurden, ihn zu bitten, daS aufzugeben und mir den Sachverhalt zu erklären. Er teilte mir mit, daß die Unseren es an Achtung ihm gegenüber hätten fehlen lassen, und bot mir an, sich als Gefangener zu stellen. Ich ant- wartete ihm, ich hätte seinen Besuch zwecks Aufklärung auf vorher- gehende Einladung de» Leutnants empfangen. Mit Rücksicht auf feine Haltubg suchte ich die Unterredung abzubrechen. Um zu ver- meiden, daß er sich als Gefangener betrachte, lud ich ihn ein, sich von dem stellvertretenden Kommandanten begleiten zu lassen. Er lehnte mein Anerbieten ab. Die Haltung diese» Offiziers, der die Schild- wache einer befreundeten Nation so schlecht behandelt hat. zeigt Ihnen, daß die Angelegenheit eine außerordentlich schwere ist. in- folge der persönlichen Einmischung in die Verfolgung der Deser- teure in Elksar selbst, das unsere Truppen besetzt halten, statt die Sorge hierfür gemäß den Vorschriften des Kaids und in letzter Linie meiner Autorität zu überlassen.— Oberst Sylvestre fügt hinzu: Am IS. Juki" hat derselbe Offizier vor den Augen unseres Postens einem Mann der Mahalla die Bastonnade geben lassen, ohne daß unsere Soldaten ihn in irgendeiner Weise belästigten. Nach Empfang dieses Telegramms hat der Minister deS Aeuhern an den französischen Botschafter in Madrid geschrieben und an den i panischen Botschafter in Paris telegraphiert, jpobei er auf die Folgen hinwies, die sich»uS den Vorgängen ergeben, und die dringende Notwendigkeit gegenseitiger Waßnahyxm dMllfe, um die Möglichkeit schwerer Ägvjlgjß zu vxrslMea, Eine Verhaftung des Leutnants Thiriet.' Paris, 22. Juli. Ter„Agence Havas" wird vom 21. Juli anS Elksar gemeldet: Als der französische Leutnant Thieriet heule früh nach dem gestrigen Zwischenfall in sein Lager zurückkehren wollte. wurde er aus dem Wege dorthin von einem Kaid des Polizeitaoor�' in Larrasch, der von mehreren Soldaten begleitet war, angehalten und gezwungen, in die alte Kaserne bei Darghatlan zu treten. wo er festgehalten wurde. Als der Konsularagent Boisset� von diesem neuen Zwischenfall erfuhr, begab er sich an Ort und Stelle und bat um Aufklärung. Leutnant Kregalli, der Führer deö Postens, erwiderte, man habe den Offizier und seine Ordonnanzen verhaftet, weil man sie für Deserteure gehalten habe. Er fügte hinzu, daß er seinen Hauptmann von dem Zwischenxall venack- richtigt habe. Nach einer Stunde Warteps kam der Befehl des Hauptmanns Thiriet freizulassen. Während dieser Zeit hatte ein Soldat den Dolmetscher Boissets in dessen Gegenwart gestoßen und geschlagen, Spanien sendet noch mehr Truppen nach Larrasch. Larrasch, 22. Juli.(Meldung der Agence Havas.) Der spa- nische Kreuzer„Almirante Lobo" hat hier gestern morgen vier- hundert Mann Marineinfanterie unter einem Oberstleutnant aus- geschifft.' poUtifchc öebcrlicbt. Berlin, den 22. Juli 1911. Ter Zeutralverband deutscher Industrieller und die Konservativen. Nachdem„Kreuz-Zeitung" und«Deutsche Tageszeitung" bestritten haben, daß zwischen dem Zentralverband deutscher Industrieller und den Agrarkonservativen eine Art Abmachung zu gegenseitiger Unterstützung bei den nächsten Reichstags- wählen getroffen worden ist, kommt nun auch die Partei- offizielle„Konservative Korrespondenz" mit einem ähnlichen Dementi. Höhnisch erklärt sie: Seitens des Vorsitzenden des HansabundeS und in der ihm nahestehenden Preffe, wie dem„Berliner Tageblatt", wird die Nachricht kolportiert, eS habe zwischen der Vertretung oder nant- haften Mitgliedern der sogenannten schweren Industrie und Ver- tretern der konservativen Partei eine Abmachung über gegenseitig- Unterstützung bei Durchbringung von Schutzzöllen und zur Wahr- nehmung wirtschaftlicher Jntereflen stattgefunden. Es wird bc- hauptet. daß dabei auch auf den jetzt erfolgten Austritt jener Industriellen au» dem Hansabunde hingewirkt worden sei. ES ist ja verständlich, wenn in jetziger Jahreszeit bei sensationslüsternen Blättern allerlei Märchen verbreitet werden und solche T a r t a r e n n a ch r i ch t, wie die oben gekennzeichnete Mitteilung. Glauben findet. Der Hansabund und seine Presse überschätzen auch wohl unser Interesse a n s e i n e n N ö t e n. Die allmähliche Zersetzung in ihm vollzieht sich mit Naturnotwendigkeit als Folge seiner inner- lich widerspruchsvollen und äußerlich unwahren und unklaren Haltung ganz von selbst. ES erscheint uns weder nötig, noch auch nur zweckmäßig, daß sich die konservative Partei dabei noch be- sonders hineinmischt. Es würde da» dem ohnehin wenig lebenS- fähigen Gebilde wahrscheinlich nur neue Kräfte verleihen.* Daß ein formeller Bündnisvertrag mit Siegel und Stempel besteht, glaubt wohl kein Mensch. ES gibt bekanntlich auch ungeschriebene Verträge und ein solcher ist zwischen Viindleru und Scharfmachern umso wahrscheinlicher, als beide Richtungen bestrebt sind, eine weitere Erhöhung der Zölle herbeizuführen. Jedenfalls haben sich, wenn vorerst noch keine Abmachung erzielt fein sollte und beide Gruppen sich noch im Stadium der sogenannten„Fühlungnahme" befinden, doch die beiderseitigen Ansichten über die Notwendigkeit einer gegen- seitigen Unterstützung im Wahlkampf, wie die Aeußerungcn der großtnduftriell-scharfmacherischen und der agrarischen Blätter beweisen, bereits soweit genähert, daß demnächst die Koalition sicher zustande kommen wird. Zur Reichstagsnachwahl i« Düsseldorf. In dem von ihm herausgegebenen demokratischen Wochenblatt „DaS freie Volk" legt Dr. Bceilscheid, der Kandidat der Demo« kratischen Verewigung im Düsseldorfer Wahlkreise, die Gründe dar, welche die Demokratische Vereinigung bestimmt haben, in Düsseldorf emen eigenen Kandidaten aufzustellen. Vermögen wir auch in einigen Punkten Dr. Breitscheids Auffassung nicht zuzustimmen, so halten wir e» doch in Anbetracht der eigenartigen politischen Lage im Düsseldorfer Wahllreise für angebracht, die Gründe der Demo- kratischen Vereinigung für die von ihr in Düsseldorf befolgte Taktik mitzuteilen. Dr. Breitscheid schreibt: Es ist ein offenes Geheimnis, daß eine nicht ganz unbeträcht» liche Vtinderheit(der Düsseldorfer Freisinnigen), die Potthoffgruppc, eine eigene Kandidatur wollte, aber die Majorität lehnte ab. Nicht etwa, weil sie ihren Eifer für die Sozialdemokratie zu stimmen nicht zähmen konnte, sondern auS Rücksicht auf die guten Bc- Ziehungen zu den Nationalliberalen. Eine eigene Kandidatur hätte die Liberale Vereinigung gesprengt, und daS würde unter Uni- ständen zwei Stadtverordnetenmandate gekostet haben. Die selb- ständige Parole aber schadete nichts, denn erstens hatte die Liberale Bereinigung ihre Mitglieder in dieser Beziehung nicht festgelegt, und zweitens wußten die Nationalliberalen, daß die freiswnige Aus- forderung, den Sozialdemokraten zu wählen, diesem keineswegs eine Mehrheit ichaffe. Der feine Plan der Nationalliberalen ist ja der, dem Zentrum zum Siege zu verhelfen, ohne sich nack, außen h i" zu kompromittieren. Sie haben alle« Interesse an einer möglichst schnellen und schmerzlosen Erledigung der heiklen Angelegenheit. Eine Stichwahl zwischen Zentrum und Sozial- dcinolraten ist ihnen unter allen Umständen höchst unsympatbisch. denn dann kommt der Sozialdemokrat mit großer Wahrscheinlichkeit durch und außerdem werden sie in diesem Fall aufs neue von den Klerikalen drangsaliert, eine offene Parole auszugeben. Dtan kann fast sagen, daß ihnen jede Entscheidung im ersten Gang willkommener ist als eine Stichwahl, und deshalb müssen sie jede neue Kandidatur als äußerst störend empfinden. Die Fort- schrittler haben also mit ihrer Stellungnahme den Rationalliberalen den grotzten Dienst geleistet.... Ihre Entscheidung ist aber noch aus einem anderen Grund» be- merkenswert. Als sie fiel, hatte die Demokratische Vereinigung be. reits«ine eigene Kandidatur proklamiert und in einer Reihe von Zeitungen, darunter dem.Berliner Tageblatt", war ein Aufruf zu Geldsammlungen veröffentlicht worden. DaS hinderte die Frei. sinnigen nicht, an der Fiktion von der„Stichwahl im ersten Gang" festzuhalten. Sie gaben jene negative und ängstlich- verklausulierte Wahlparole für die Sozialdemokratie aus, wandten sich also nicht nur wider daS Zentrum, sondern auch wider die Demokratische Ver- einigtmg. Vielleicht haben sie geglaubt, damit einen besonder« raffinierten Schachzug gegen die ihnen so unbequeme Gruppe zu tun. Aber mir scheint, die Herren sind diesmal gar zu schlau ge- Wesen. In Wahrheit konnte den Demokraten gar nichts bessere» passieren und sie werden ihrer Genugtuung über den kühnen Beschluß besonders in Berlin I. Altena- Iserlohn, Sonnebsra« Saalfeld uni> Anhalt den levhasteftrn Ausdruck geben,,,, ES ist kein Ehrgeiz, der die Partei treidt. sie will aucki nicht. wie hier und da von guten Freunden erzählt wird, im Trüben fischen, sie will nur ihre Pflicht tun.. Wer mir seine Stimme gibt, soll wissen, dafi er einen Demokraten wählt, der sich vor keiner Kon- sequenz seines Programmes scheut. lind er soll auch darüber nicht im Unklaren sein, daß ich im Falle einer Stichwahl zwischen Sozialdemokraten und Zentrum nicht nur die Parole für den Sozialdemokraten ausgebe, sondern an der Seite meiner Freunde mit allerEnergie für seine Wahl agitieren werde. So, und nun: voZus la g alere! Reaktionäres aus Hessen. Die hessische Regierung beweist den eigentümlichen Ehr- geiz, durch kleinlichste Intoleranz gegenüber Volksschullehrcrn dem reaktionären Musterstaate Preußen den Rang abzulaufen. Erzählt doch das„Offenblatter Abendblatts „Der Offenbacher Lehrer Richard Peter war gegen Anfang deö Jahres von unserer Redaktion, die erfahren hatte, daß er ein tüchtiger Musiker ist, eingeladen worden, stir unser Blatt Musik- k r i t i k e n zu schreiben. Herr Peter, der zur F o r t s ch r i t t- lichen Volkspartei gehört und in politischen Fragen schon öfters sachlich scharfe Fehden mit unS auS- g e f o ch t e n hatte, nahm unser Angebot an. weil er der sehr an- erkennenSwerten Ansicht war, daß seine Tätigkeit als Musik- r< z e n s e n t eines Arbeiterblattes durchaus in der Wegrichtung seines Berufs als Volkserzieher liege. Gegen Herrn Peter wurde indes eine Disziplinaruntersuchung eröffnet, weil er durch seine Musikkritikertätigkeit seine Amtspflichten verletzt haben soll I Die Akten sollen sich zurzeit im Darmstädter Ministerium befinden. Wir sind wirklich begierig darauf, ob die Schulbehörde des„freien" Hessenlandes wagen wird, einen Mann zu bis- ziplinieren, der im wohlverstandenen Interesse wahrer Volks- bildung so gehandelt hat, wie es sein Recht als Staatsbürger und seine Pflicht als Volkserzieher war, der aber allerdings in den Augen preußischer und verpreußtcr Reaktionäre ein schweres Ver- brechen begangen hat: denn er hat ja geholfen, Bildung in weitere Valkskreise zu tragen. Doch der Fall Peter ist nicht gewesen. ES sind sogar Disziplinarer in ittelungen gegen die Vorstands- Mitglieder des Offenbacher Lehrerverein« von dem KreiSschulinspcktor Hoffmann geführt worden, weil der Verein seineJnserate auch im.Offenbacher Abendlatt" hat erscheinen lassen und weil eben dieses umstürzlerische Blatt Versammlungsberichte und Resolutionen des Vereins gebracht hatl Was brauchen denn auch Arbeiter- eltern von den Bestrebungen der Erzieher ihrer Kinder zu wissen 2" Zu dorn letzteren Vorgang bemerkt die„Mainzer Lolks-Ztg.": „Die Hitze scheint bei den Herrschasten einen Zustand hervor- gerufen zu haben, der sie zu einem wilden Amrnoklauf gegen alle „staatsfeindlichen Bestrebungen" verleitete. Zur gütigen Beachtung können wir de» rasenden Ordnungsmännern noch folgende Objekte empfehlen: In M a i n z werden alle bürgermeisterlichen und andere behördliche Bekanntmachungen auch in der„Volkszeitung" publiziert; die st a a t l i ch e Steuerbehörde, ja sogar die Militärbehörden nehmen gelegentlich ganz offen die Mit- Wirkung der„VolkSzeitung" in Anspruch und— man halte sich fest— selbst das hohe Ministerium verschmäht eS durchaus nicht, öffentlich die „VolkSzeitung" mit Zuschriften zu beehren. Und trotz alledem ist der hessische Staat immer noch ganz geblieben. Jetzt aber wird die Sache wohl einen anderen Schwung bekommen. Uns Sozialdemokraten gibt'S der Herr wirklich in» Schlafe. Wir wissen kaum noch, wie wir die Füll« des vorzüglichsten Agitationsstoffe« bewältigen sollen, der uns in neuerer Zeit von den engbrüstigen und kurzsichtigen Darmstädter RegiernngSmännern geliefert wird." Ein Argument gegen die Kolonialfexe. Der„R e i ch s b o t e" bringt einen Artikel über den„Anf- fchwung Spaniens", in dem die gewaltige EntWickelung Spaniens auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens hervorgehoben wird. Dieser Aufschwung sei um so beachtenswerter, als Spanien nach dem Kriege mit Amerika von der Last seiner Schulden fast erdrückt worden sei. Seitdem aber habe sich innerhalb der verflossenen zwölf Jahre eine „gründliche und bedeutende Wandlung" vollzogen. Spanien habe nicht nur seit dem Friedensschluß seine Schulden bezahlt, konsolidiert und geordnet, sondern auch auf dem Gebiete des Handels bedeutende Fortschritte gemacht. In Jahre 1900 betrug der Gesamthandel 1b00 Millionen Pesetas, seitdem beträgt er 1900 Millionen Peseta» und darüber. Die Eisenbahnen erzielten erhebliche Mehreinnahmen. da» gewerbliche Leben hob fich in bemerkenswertester Weise und der wachsende Nationalwohlstand fand auch in der Zunahme der Spar- lassen» und Bankeinlagen seinen Ausdruck. Und dieser Aufschwung datiert seit dem spanisch-amerikanischen Kriege, seit dem Verlust sämtlicher Kolonien Spaniens. Und diese Kolonien waren äußerst beträchtlich, sie umfaßten 600 000 Ouadratkilometcr mit 1« Millionen Einwohnern! Ein Beweis, daß die Handels- und Wirtschaftsentwickelung eines Landes in keiner Weise an den Besitz eigener Kolonien gebunden ist. ja daß der Kolonialbesitz sogar ein fressendes Kapital, ein den Velkswohlstand aufzehrendes und die WirtschaflSentwickelung hemmendes Moment sein kann. Auch Deutschlands WirtschaftSentwickelung wäre zweffel- loS mehr gedient gewesen, wenn es nicht für Kolonien und Kolonial- kriege iVa Milliarden verpulvert hätte! Viehische Brutalitäten eines Schutzmannes. Vor dem Schöffengericht i» Köln standen ein Kaufmann und ein Friseur unter der Änlloge, einen Schutzmann beleidigt und miß- bandelt zu haben. ES stellte sich aber herau». daß umgekehrt der S-dutzmann Alfred Schmidt den Uausmann in einer beispiellos skandalösen Weise mißhandelt hat. Gr stieß den Mann auS ganz geringfügigem Anlaß derart zu Boden, daß er ein Bein brach. Dann legte er ihm die Handkette an und zog ihn über die Straße, bald auf dem Rücken, bald aus dem Bauche liegend. Infolgedessen zerriß an der rechten Hand«ine Sehne. Heute, noch mehr als vier Monaten, ist die Hand noch taub und der Kaufmann arbeitsunfähig. Als der Kaufmann jammerte, sein Lein sei gebrochen, man möge einen Wagen holen, rief der Schutzmann:„Ich werde für Sie dicke» Schwein einen Wagen holen!" Schließlich holte«in hinzugekommener zweiter Schutzmann einen Wagen, aus dem dann der Schwerverletzte, der das rechte Wadenbein gebrochen hatte, zur Wache gefahren wurde. Dort ließ man ihn dte ganze Rocht in der Sistierzelle auf emer Pritsche liegen, ohne sich um thn zu kümmern. Der als Zeuge auf« tretende Arzt Dr. Rondorf fand zahlreiche Verletzungen an dem Angeklagten: die Mißhandlungen seien außerordentlich robe Die Sehnen an der Hand seien durch dte Schl'ießkett« durchtrennt worden. Gestern Hobe er euien iuiiacn Mann behandelt, der von dem nämlichen Schutz. mann mißhandelt worden>et und. zahlreiche Wunden am Korper «habt habe. Luch früher habe-r.m Hosv'tal C) tmn van demselben Schutzmann mtßhondelteu Mann behandelt. Da} Gericht sprach natürlich di? beiden Büraer frei. die. wte der V-r. tedifier ausführte nur deshalb auf dt« Anllagebimk gxtommeieUfcmtad waren, weil der Schutzmann dem furchtbar mißhandelten Kaufmann zuvorkommen und den Friseur als Zeuge unmöglich machen wollte. Was geschieht nun mit dem ehrlichen«Schutz"maun? Eine Nachricht vom Caprivi-Zipfel. Aus Deutsch-Südwestafrika ist im Reichs-Kolonialamt folgendes Telegramm des Gouverneurs eingetroffen: Die Residentur des Eaprivi-Zipfels drahtet, es verlautet dort gerüchtweise, daß die Kolonie Frankenberg bei Andara durch Niangama-Leute überfallen worden sei. Vierzig Träger und Soldaten sollen tot sein. Nach Fest- stellung des Tatbestandes werde ich sofort weiter telegraphisch berichten. Zu dieser Meldung des Gouverneurs wird bemerkt, daß Andara oder Libebe am westlichen Ende des Capribi-ZipfelS nahe der Grenze des Ngami-Landes liegt. Die Leute des Häuptlings Niangama sitzen nach früheren Berichten des Hauptmanns Streitwolf in der Nähe von Libebe am Okadango. aber auf portugiesischein Gebiet. Soldatenleben. Wegen Achtungsverletzung vor versammelter Mannschaft war der Musketier Otw Schönberr vom 163. Jnfanterie-Regiment vor dem Kriegsgericht der 7. Division in Magdeburg angeklagt. Gelegentlich der Paroleausgabe am 20. Juni d. I. auf dem Kasernenhof zu Quedlinburg verteilte der Sergeant Horn auch eine Flugschrift„Indes Könige Rock' an die Mann- schaften. Auch Schönherr bekam ein Blatt, gab eS aber sofort an einen Hintermann weiter mit den Worten:„Solchen Sch... dreck lese ich nicht!" Der Sergeant fing die Worte auf und stellte Schönherr zur Rede, der die Bemerkung darauf nochmals dem Sergeanten gegenüber wiederholte. Beim Wegtreten soll Schönherr dann noch eine schlappe Kehrtwendung gemacht und die Flugschrift zerriffen und weggeworfen haben. Auch wurde ihm zur Last gelegt, daß er wiederholten Be- fehlen, den Mund zu halten, nicht nachgekommen sei, sondern immer vor sich hingemurmelt habe. Auf der Stube hat er schließlich noch zu seinen Kameraden gesagt:„Wenn ich dem Oberst vorgeführt werde, dann werde ich ihm sagen: Lieber zwei Jahre ins Zucht- haus als einen Tag bei der Kompagnie!" In der Kriegsgerichtsverhandlung erklärte der Angeklagte, daß er bei der Kompagnie fortgesetzt ungerecht behandelt worden sei, im Gesängnis sei die Behandlung besser gewesen. U. a. erzählte er, daß der Sergeant Horn einmal zu»hm gesagt habe:„Sie Sch....hauL gehören gar nicht unter anständige Menschen!" Das Gericht verurdeAte den Angeklagten wegen AchtungSver- letzung zu vier Monaten Gefängnis. Wegen der Aeußerung„Lieber zwei Jahre ins Zuchthaus usw." wurde daS Verfahren eingestellt, weil die Seußerung nicht mit Bezug auf eine bestimmte Person gemacht worden sei._ Ein uetter Unteroffizier. Vor dem Kriegsgericht der Kommandantur in Koblenz stand der Unteroffizier Dietzel vom 9. Artillerieregiment. Er schikanierte seine Untergebenen auf allerlei Art, beschimpfte und mißhandelte sie. Er verzögerte den Empfang des Essens, ließ die Soldaten auf er- müdenden Märschen Ilmwage machen, weil sie nicht mehr sangen. Einen Kanonier mißhandeli« er in mindestens zehn Fällen mit dem Seitengewehr und den Fäusten. Einen evangelischen Soldaten kam- mandierte er in den kathMfchen Gottesdienst. Auf der anderen Seite pumpte er die Soldaten an, ließ sich von ihnen allerlei Sachen bezahlen und in einem Falle bcstahl er den Brustbeutel eines Soldaten um 3 M. Der Anklagevertreter beantragte elf Monate Gesängnis und Degradation. Das Gericht erkannte auf sechs Wochen Mittelarrest med Degradation. OcFterrdch. Ganz wie bei uns! Mit welchen Mitteln die Nationalverbändler bei den jüngsten ReichSratSwahlen gegen die Sozialdemokratie gearbeitet haben, das stellt sich jetzt nach und nach immer schärfer nnd deutlicher heraus. Für Wcin und Bier haben die Herrschaften den Wählern Tausende und Abertausende spendiert, und die.Deutschradikalen" find so zynisch, daß sie jetzt nach vollbrachter Tat aus diesen Bcstechungs monieren nicht einmal ein Hehl machen I Aber auch die Kriegervereines arbeiteten und arbeiten weiter nach reichSdeutschem Muster. So hatte, um nur ein Beispiel heraus zugreifen, der Militärveteranenverein zu Hannsdorf vor den Wahlen in einer außerordentlichen Generalversammlung beschlosien, seinen Mitgliedern zu verbieten, sozialdemokratisch zu stimmen l Um die Durchführung diese« Beschlusses zu kontrollieren, gab man numerierteStimmzettel aus usw. Denen, die trotzdem sozial- demokratisch zu stimmen gewagt haben, werden jetzt von den Stational verbändlern Hypotheken abgetrieben und war derlei Terrorismrn mehr sind. Bin Wähler, der trotz seiner Mitgliedschaft im Veteranen verein feine Stimme unserem Genossen Freundlich gegeben hatten er- hielt folgende Zuschrift: An Herrn Georg Harbich, Ebersdorf l Nachdem Sie dem Bei schluß, der bei der außerordentlichen Generalversammlung am 28. Mai 1911 gefaßt wurde, � nicht entsprachen, so lverden Sie mit heutigem Tage au« dem Militärveterauenverein ausgeschieden. Hannsdorf, am 27. Juni 1911. Alois Volkmann, Der Vorstand: Schriftführer. Franz Wagner. Militärveterauenverein Haimsdorf. Man sieht, wie Oesterreich allmählich verpreußt. Belgien. Pfaffeustatistik. Wie da» jüngst herausgegebene Jahrbuch des belgischen Klerus zeigt, bestehen zurzeit in Belgien 2487 Klöster mit weit über 40 000 Mönchen und Nonnen.(Die Zahl dieser Drohnen ist zwar nicht angegeben, aber da eS im Jahre 1900 nicht weniger als 38000 waren und da nach der Trennung von Kirche und Staat in Frankreich viele tausend Mönchlein und Rönnchen nach Belgien, ins „Paradies der Kirche", flohen, so ist die Zahl 40 000 eher zu niedrig als zu hoch gegriffen.) I» den ArrondissementS Eccloo, St. Nicolas, Thielt und Rouler» gibt es keine einzige Kommune ohne Kloster! Im Arrondiffement Eourtrai nur eine, in den ArrondissementS Ost ende und UpreS bloß je zwei, in Termode drei, je vier in den Arrondissemnts Brügge, Dixmude, Antwerpen und fünf in Malines. Sonst aber wimmelt und kribbelt es in ganz Belgien von Klöstern. Pfaffen, Mönchen, Nonnen, und die ganz« schwarze Garde betrachtet es als ihr» vornehmste Ausgab», den Sozialismus und die Arbeiter- organisationen zu bekämpfen. Spanien. Eine Hungerrevolte heimkehrender Afrikakrieger. Pareelona, 22. Juli. Mehrere hundert Soldaten, welche aus Melilla zurückkehrten, meuterten auf dem Bahnhof von Murzia. Sie beklagten sich, daß sie nur 2,60 Fr. pro Mann an Rarschgeldern er- halten hätten, um in ihre Heimat zurückzukehren. Sie versuchten den Zug in Brand zu stecken. Polizei und Bürgerwehr„stellten die Ordnung wieder her." Der Bürgermeister versprach seine Unterstützung. Truppeiwerstärkungen find nach Murzia abgegangen. perfien. Der Gtaatsstreich de« Ex-SchahS. Asterabad, 22. Juli. Um 10 Uhr morgens ist heute Mohammed AU unter dem Donner der und icm Jubel BosteS Ys " eiugezogen. Tchera», 22. Juli.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) ES werden jetzt energische Vorbereitungen getroffen, um eine Expedition gegen den früheren Schah auszurüsten. DaS Truppenaufgebot, be» den, auch Kavallerie und Artillerie vertreten sein wird, soll dem Polizeichef Jephrem unterstellt werden. Das unschuldige Rußland. Petersburg, 22. Juli. Die„Rossija" bringt folgende Meldung: Während des Aufenthalts des früheren Schahs Mohammed Ali in Odessa, der offenbar inkognito mit-einem fremden Paß versehen, den Weg nach Persicn über Rußland genommen hat, hat die persische Regierung daS russische Auswärtige Amt von den Umtrieben Mo- hanimed Alis in Kenntins gesetzt, ohne jedoch tatsächliche Beweise dafür zu geben. Dessenungeachtet richtete die russische Regierung mehrfach die Aufmerksamkeit Mohammed Alis auf die Notwendigkeit, sich jeder Agitation zu enthalten. Als dann in Persien Unruhen entstanden, und die Bewegung zugunsten Mohammed Alis zutage trat, wurde im Einvernehmen mit England beabsichtigt, den früheren Schah nochmals vor der Teilnahme an dem Kampf mit der persischen Regierung zu warnen. Dieser Schritt mußte jedoch wegen der plötzlicheil Abreise Mohammed Alis aus Wien unterbleiben. Hiia der Partei. Die französischen Genossen in London. Die Zahl der in London lebenden Franzosen wird auf gut 60 000 geschätzt. Natürlich befinden sich unter diesen viele Proletarier, Arbeiter, Sozialdemokraten. Trotzdem haben die französischen Ge- nossen in London bisher keinen Zusammenhalt nach Art des deutschen Leseklub« oder dergleichen. Dieser Zustand ist schon lange als mißlich empfunden worden und ihm soll jetzt abgeholfen werden. Es wird ein Aufruf an die in London lebenden französischen Genossen ver- breitet und zu einer Versammlung eingeladen, die sich mit den Vor- bereitungen zur Gründung der Organisation beschäftigen soll. Ge« nosse Renaudel. der Geschäftsführer der Pariser„Humanitö", der gerade in London weilt, wird die wichtige Versammlung leiten. In dem Aufruf wird übrigens darauf hingewiesen, daß die neue Ver- einigung vornehmlich den vielen jungen französischen Proletariern zugute koinmen könnte, die, von den Ideen dcS Sozialismus noch nicht berührt, in London dahinleben. 8o2iales. C Recht auf einen freien Sonntag. � Ein bemerkenswertes Urteil fällte dieser Tage die 2. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts unter dem Vorsitz des Magistrat»- assessors Dr. Niese. Die Verkäuferin Fräulein F. klagte gegen das Warenhaus Hirschwch in der Landsberger Straße 21 auf Zahlung von 36 M. Gehalt für die Zeit vom 23. Juni bis 31. Juli dieses Jahres. Klägerin hatte sich am Sonntag, den 23. Juni, an einer Kremserpartie beteiligt und war infolgedessen dem Geschäft ferngeblieben, ohne vorher um Erlaubnis einzukommen. Sie wurde daraufhin am Montag sofort entlasse». Auf Vorhalt des Gerichtsvorsitzenden gab die Klägerin an, sie hätte in früheren Fällen, wo sie darum bat, nie die Erlaubnis er- halten, dem Geschäft fernzubleiben. Sogar den Urlaub zum Besuch des Grabes ihrer Mutter habe man ihr verweigert. Da sie nun annehmen mutzte, auch diesmal keine Genehmigung zuim Fernbleiben zu bekommen, ihr aber viel daran lag, sich an- der Land- Partie zu beteiligen, zumal sie nie einen freien Sonntag hatte, sei sie dem Geschäft unentschuldigt ferngeblieben, Das Gericht verurteilte die Firma Hirschwch zur Zahlung der cingctlagtcn 36 M. Zur Bcgründulig. führte der Vorsitzende ungefähr folgende» auS: Es entspricht einer sozialen Pflicht, jedem Angestellten lvenig- stcns ab und zu einen Sonntag zu geben. Da die Klägerin aber nach früheren Erfahrungen annehmen mußte,, den Urlaub ver- weigert zu erhalten, hält das Gericht das Verschulden der Klägerin nicht für so groß, um eine sofortige Entlassung zu.rechtfertigen. Der Einwand des Vertreters der Firma, daß durch das Fernbleiben der Klägerin der Abwickelung des Geschäfts Schwierigkeiten de- reitet wären, könne nicht stichhaltig sein, da es sonst wohl ausgeschlossen sei, daß die Firma die Klägerin mit einem Monatsgehalt von 30 M, abspeisen würde. HygicneauSstcllung. Unsere Leser entsinnen sich unserer Mitteilung, daß die von der Brauerunion auf der Hygieneausstellung vorgeführte Statistik der Wahrheit nicht entspricht! ihre Angaben über die Gesundheits- Verhältnisse der Brauereiarbeiter find irreführend und falsch. Die Leitung der Hygienausstellung hat nach Aufdeckung djescr Irre- leitung die ausgestellten Zahlen von einem namhaften Statistiker nachprüfen lassen. Nachdem dieser erklärt hatte, daß allerdings die von der Brauereiunion ausgestellten Tabellen der Wahrheit nicht entsprechen, verlangte die Leitung der Ausstellung die Entfernung der Tabellen von der Brauereiumon und drohte, falls diesem Ver- langen nicht bi» zum 4. Juli stattgegeben werde, würde sie die Tabellen überpinseln lassen. Der 4. Juli ist längst verstrichen, die falschen Tabellen prangen aber noch immer in der Ausstellung. Woran liegt, das? Die Leitung der Hygieneausstellung fürchtet, wenn sie ihre Drohung wahrmacht, wegen Beseitigung der Unwahrheit auf Schadenersatz verklagt zu werden! Wir lvollen darüber nicht rechten, ob solch Schadenersatzprozeß eine auch nur entferirte Aussicht auf Erfolg hätte- Selbst wenn die Leitung zum Schadenersatz verurteilt lverden könnte, hätte sie ihre Drohung wahrzumachen, wem» die Hygieneausstellung der Aufklärung und Wahrheitsverbreitung dienen soll. Aber da liegt der Hase im Pfeffer I Vor dem Braukapital, zu dessen Gunsten die irreführende Statistik verbreitet ist, kapituliert die t/eilung der Hygieneausstellung, wiewohl sie selbst dadurch an der Verbreitung der Unwahrheit mitschuldig wird! Als eö sich um Verhinderung der Wahrheit über das Elend der Heimarbeiter handelte, da klappte die Leitung der Hygieneausstellung vor dem Unternehmertum„nd der Regierung zusammen. Die Hygiene- auSstellung hätte allen Grund, ihre Firma in die einer„Ausstellung gegen Hygiene und ftir Verhüllung der Wahrheit" umzuwandeln. Umwandlung der Hamburger„Produktion". Bekanntlich hat der Hamburger Klassengesetzgeber kürzlich eine Steuer zur Erdrosselung des Konsum-, Bau- und Sparvercins „Produktion" beschlossen. Die„Produktion" hat fich nun unter der Firma„Handelsgesellschaft„Produktion" m. h. H., als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister mit einem Kapital vpn 100 000 Mk. eintragen lassen. Als Gegensiand des Unternehmens ist angegeben: Betreiben von Handelsgeschäften aller Art. Herstellung, Fabrikation und Per- trieb von Nahrungsmitteln, Kolonialwaren, Materialwaren, Lan- desprodukten. Produkten und Fabrikaten der Lebens- und Genuß- mittclbranche, ferner Haushaltung»- und Wirtschaftsgegcnstäiiden. Bckleidungsgogenstäuden. Möbeln, Kurz-, Galanterie- und Luxus- waren. Diese Gesellschaft soll die Handels- und Produktionsbetriebe des Konsum-, Bau- und Sparvereins„Produktion" übernehmen. Die Gesellschaft sah sich infolge der Gefetz gewordenen Ausnahmebc- steucrung zu dieser Maßnahme gezwungen. Im übrigen bleibt die alte Firma Konsum-, Bau- und Spar- berein„Produktion" in unveränderter Weise bestehen, und die Rechte der Mitglieder werden in keiner Weise berührt. Zu dieser Abzweigung der Handelstätigkeit der' Genossenschaft „Produktion" bedarf es noch der Zustimmung ihres Mitglieder-Aus- WtKS ugd fikiKrfliQtrfammlupfr. Die Massenaussperruttg tu Norwegen. Die Arbeitgeber wollen die Gewerkschaftsbewegung vernichten. Kristiania, den 20. Juli. Die organisierten Arbeiter Norwegens stehen gegen- bärtig in dem größten wirtschaftlichen Kampf, der jemals in diesem Lande geführt worden ist. Wenn man sieht, wie dieser Riesenkonslikt— nach norwegischen Verhältnissen darf man ihn wohl so nennen— zustande gekommen ist, muß man er- kennen, daß es Absicht ist, der blühenden und lebenskräftigen norwegischen Gewerkschaftsbewegung einen solchen Schlag zu versetzen, daß den Arbeitgebern auf Jahre hinaus der„Ar- beitsfrieden" gesichert wird, nach dem sie so oft Sehnsucht heuchelten. Tie norwegische Gewerkschaftsbewegung beginnt nämlich, den Arbeitgebern unangenehm zu werden; sie können die Arbeiter nicht länger nach Belieben ausbeuten. Wohl ist der Prozentsatz der Organisierten in Norwegen nicht groß: von sämtlichen organisationsfähigen Arbeitern sind ungefähr ein Viertel, nämlich 48 000 organisiert; aber dieses Viertel besteht aus der Elite der norwegischen Arbeiter- schaft. Wie aus L e g i e n s internationalem Bericht hervor- geht, stehen die organisierten Arbeiter Norwegens in e r st e r Reihe, sowohl wenn es gilt, ihre internationale Solidarität zu beweisen, wie wenn es darauf ankommt, zur Förderung ihrer eigenen Sache Opfer zu bringen, sei es in Krieg oder Frieden. In keinem Lande haben die organisierten Arbeiter pro Mitglied so viel für kämpfende Kameraden außerhalb ihres eigenen Landes gezahlt wie in Norwegen. Das hat da- zu geführt, daß die Arbeiter einen solchen Einfluß auf die Arbeitsverhältnisse gewonnen haben, daß es den Arbeitgebern zu viel erscheint. Darum haben die Arbeitgeber schon lange Vorberei- tungen zu einer„Generalabrechnung" im Jahre 1911 ge- troffen. Das geht deutlich genug aus der Tatsache hervor, daß die Arbeitgebervereinigung im vorigen und in diesem Jahre alle Tarifverträge kündigte, deren Ablaufstermin in das Jahr 1911 fiel. Es ist der Konflikt in der Berg- w e r k s i n d u st r i e, der die Massenaussperrung hervor- gerufen hat. Aber daß die Arbeitgeber auch den Bergwerks- konflikt gemacht haben, geht aus dem folgenden hervor: Für die S a l a n g e n- Gruben in Nordland und die S t o r d ö- Gruben in der Nähe von Stavangcr im Westlande hatte der Arbeitsmannsverband mit den Arbeitgebern neue Tarife abgeschlossen. Diese Tarife wurden von beiden Par- teien gutgeheißen am 25. Juli vorigen Jahres. Aber die Arbeitgebervereinigung weigerte sich, sie zu sanktionieren, mit der Begründung,„daß die Lohnsätze sowohl zu hoch wie zu sehr spezifiziert" seien.— Darauf, am 1. Oktober 1910, kündigten die Arbeitgeber die Tarife in den anderen Berg- werken und verlangten, daß über neue Tarife verhandelt werden sollte, und zwar für alle Gräben, auch für die Salangen- und Stordö-Gruben, wo doch, wie erwähnt, eine Einigung zwischen den Arbeitern und ihren Arbeitgebern erzielt worden war. Die Verhandlungen begannen am 24. Oktober. Die Arbeitgeber legten einen Tarifvorschlag vor, nach welchem sie sich nicht auf irgendeinen g a r a n- t i e r t e n Stundenlohn bei Akkordarbeit einlassen wollten. Diesen Standpunkt mußten sie später ausgeben; aber sie forderten nun statt dessen eine bedeutende Herab- fetzu.ng der geltenden Mindestlöhne. Die Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis. Sie wurden im Februar 1911 abgebrochen, nachdem die Arbeit- geber Vorschläge machten mit Lohnsätzen, die um ungefähr 10 Prozent niedriger waren als die in den Bcrgwerken.be st ehenden Löhne. Der Zentral- vorstand der Arbeitgebervereinigung ging jedoch nach neuen Verhandlungen am 5. Mai darauf ein, die geltenden Löhne in, wesentlichen weiter bestehen zu lassen. Für die Mindest- löhne von 18 bis 22 Oere die Stunde versprachen die Arbeit- geber 10 Prozent Erhöhung, aber für die Mindestlöhne von 30 bis 40 Oere bestanden sie fortdauernd auf teilweiser Herab setzung. Dies nannten sie ihr„ I e tz t e s Angebot"� Diese Vorschläge wurden fast einstimmig von den Grubenarbeitern verworfen und zum 21. Juni erklärten zirka 3400 Grubenarbeiter den Streik. Die Arbeitgebervereinigung griff dann zur Aus s p e r r u n g, um die Arbeiter zur Unterwerfung zu zwingen. Am 17. Juni schrieb sie, daß, wenn die Gruben- arbeiter ihre Kündigung nicht zurücknähmen, in einer Reihe von Betrieben eine Aussperrung erfolgen sollte, die sich auf 32 000 organisierte Arbeiter erstrecken würde. Es wurde dann unter den Grubenarbeitern eine neue Abstimmung über das letzte Angebot der Arbeitgeber vor- genommen, das jedoch wiederum einstimmig abgelehnt wurde. Die Arbeitgeber kündigten darauf 17 000 in der Holzin- dustrie sowie der Papier- und Zellulosenindustrie beschäftigten Arbeitern ihre Stellungen zum 8. Juli, sowie 13 000 Eisen-, Metall- und anderen Werkstattarbeitern zum 13. Juli. In musterhafter Ruhe und Ordnung verließen die 17 000 Arbeiter am 8. Juli ihre Arbeitsstätten. Gleichzeitig ergriff der Staatsminister Konow die Initiative zu einer Vermittlung zwischen den Parteien. Da die Landeszentralen der Arbeiter und der Arbeitgeber sich bereit erklärten, zu ver- suchen, den Streik auf diese Weise beizulegen, ernannte der Staatsminister am lO. Juli den konservativen Storthings- Präsidenten H a l V o r s e n und den sozialdemokratischen Ab- geordneten Pastor Dr. Alfred E r i k s e n zu Vermittlern. Diese machten mit Zustimmung der Arbeitervertreter den Vorschlag, die Aussperrung, die am 15. Juli durchgeführt werden sollte, so lange auszusetzen, wie die Verhandlungen dauerten. Tie Arbeitgeber lehnten das ab. Am 15. Juli mußten abermals 15000 Arbeiter die Ar- beit verlassen! Wenn man die über 3000 streikenden Grubenarbeiter und ferner eine große Anzahl Unorganisierter hinzurechnet, die mit den Ausgesperrten gemeinsame Sache gemacht haben, so umfaßt der Kampf gegen 40 000 Arbeiter! Tie Stimmung unter den Ausgesperrten ist durchaus gut. Und die Allgemeinheit steht mit ihrer Sympathie auf Seiten der Arbeiter. Ein großer Teil der Ausgesperrten hat mit der Heuernte Arbeit bei den Bauern erhalten, und viele stich hinauf ins Gebirge oder hinunter zur Küste ge- zogen, um sich mit Fischfang zu beschäftigen. Freiwillige Bei- träge laufen bereits ein. Die Landesorganisation der Ge- werkschaften hat für die Mitglieder, die von der Aussperrung nicht betroffen sind, einen Extrabeitrag von 1 Woche ausgeschrieben. Mit den Streikkassen ist es außerdem gut bestellt, so daß die Arbeiter im Kampfe ausharren werden, bis ein gutes Ergebnis möglich wird. Die Vermittlung zwischen den Parteien ist energisch be- trieben worden. Aber die Arbeitgeber zeigen sich ganz un- versöhnlich. Und deswegen mußte die Vermittelungstätigkeit heute abgebrochen werden, da die Arbeitgeber an ihrem letzten Ultimatum festhalten, nur mit dem Unterschied, daß sie jetzt eine kleine Verbesserung der Mindestlöhne versprechen, wenn die Konjunktur auf dem Warenmarkt sich bessert und d i e s e B e s se r u n g eine nochnäher zu bestimmende Zeit angehalten hat!! Die Arbeiter haben sich herbeigelassen, das„letzte An- gebot" der Arbeitgeber in den Hauptpunkten anzunehmen unter der Bedingung, daß eine Lohnerhöhung vom Jahre 1912 ab festgesetzt wird. Die Vermittler Halvorsen und E r i k s e n haben einen anderen Vorschlag zur Beilegung des Konfliktes ge- macht. Er liegt gegenwärtig den Landeszentralen der Ar- beiter und der Arbeitgeber zur Begutachtung vor. In den nächsten Tagen wird es sich zeigen, ob die Arbeiterschaft Nor- Wegens Frieden bekommen wird oder ob der Krieg fortdauern soll. Se\verKfcKaftUdKg. L erlin und Umgegend. Die„Berliner Volkszeitung" in Nöten. Immer wieder ist insbesondere der„Berliner Voltszeitung" der Vorwurf gemacht, daß sie die Streilbrcchervermittclung als Geschäft engros betreibt. Im redaktionellen Teil wird über die Kämpfe der Arbeiterschaft berichtet— um Gimpel zu fangen und im Inseratenteil wimmelt es von Streikbrcchcrinseraten. Bisher konnte man nun annehmen, daß die Inserate der Geschäftsstelle angeboten wurden und diese— weil Geld nicht stinkt, dieselben nicht zurückweisen wollte. Nun konnte aber sogar festgestellt wer- den, daß man sich eifrig st bemüht, solche zu er- halten. Bekanntlich stehen die Hamburger Tischler seit 17 Wochen im schweren Kampfe. Am 21. d. M. rasselt das Telephon der Streikleitung. Nach der Meldung„HicrHolzarbeitervcr- band", meldet das Amt:„Sic werden von Berlin gewünscht" und gleich darauf heißt es:„Hier Berliner Volkszeitung" und dann„Verzeihen Sie. Von Ihrem Verband wurden Jtrftrate an alle Berliner Blätter aufgegeben, in welck'cn Tischler nach Hanv- bürg gesucht werden. Wir möchten nun höflichst anfragen, warum die„Berliner Volkszeitung" das Inserat nicht erhalten hat und nehmen an, daß dieses ein Versehen ist. Sic dürfen sich darauf verlassen, daß die Inserate in unscrm, in großer Auflage crschci- ncndcn Blatt eine vorzügliche Wirkung haben und sind wir bereit denselben einen hervorragenden Platz einzuräumen, so daß Sic mit der Wirkung außerordentlich zufrieden sein werden. Unser Blatt wird vornehmlich von Nichtorganisierten, die früher im Gewcrk- verein organisiert waren, gelesen. Mit den Gewcrkvcreincn geht es ja sehr bergab und wenn Mitglieder desselben auf das Inserat nach Hamburg kommen, so wird es für Ihren Verband ein leichtes sein, diese für sich zu gewinnen. Sic können also gar kein gceig- neteres JnscrtionSorgan wie das Unsrige finden. Darf ich für morgen Ihren Auftrag vormerken? Sie werden wirflich vorzüg- lich bedient!"— Schließlich wird dem Beamten de? Deutsckien Holzarbeiterver- bandes— man hatte nämlich die verkehrte Firma erwischt— die Geschichte zu dumm, er erklärt:„Werter Herr! Das intcrnatio- nale Strcikbrccherorgan. genannt..Volkszeitung" muß sich an seinesgleichen wenden. Hier ist Deutscher Holzarbeitcrverband."— Tableau!— „Mein Herr! Der Berliner Teilnehmer hat das Gespräch ab- gebrochen—", meldet die Telephondame! �— Solche Blätter werden noch von Arbeitern gelesen! Hinaus damit aus den Wohnungen der Arbeiter. Z«m Kcllnerstreik in Happoldts Brauerei. Die Differenzen mit dem Oekonom der Brauerei Happoldt, Hasenheide, Herrn Zabel, sind beigelegt. Tie Angelegenheit ist zu beidcrscitlger Zufriedenheit erledigt. Die Streikenden Wieden um Montag die Arbeit wieder aufnehmen. Oeutfehes Reich. Zum Formerstreik im pommerschen Jndnstriebezirk. Die im letzten Bericht angekündigten betriebsweisen Verhand- lungen haben im Lauft der Woche stattgefunden. Es gab dabei naturgemäß einen Rattenkönig von Differenzen und Mißständen in den einzelnen Betrieben zu beseitigen. Dabei ist ein voller Erfolg für die Arbeiter erreicht worden. Es sind Erhöhungen für schlecht bezahlte Akkorde bis zu 25 Proz. erzielt. Danach konnte über die Wiederaufnahme der Arbeit betricbsweise abgestimmt werden und hat sich das folgende Resultat ergeben: In T o r g e l o w ist die Wiederaufnahme der Arbeit in allen Betrieben beschlossen, ebenso in Pasewalk. In Wolgast hat die Direktion der Aktiengesellschaft„Panzer" die Forderungen rest- los bewilligt und wird auch dort bereits gearbeitet. In U e ck e r- münde hat die Firma Bobzin ebenfalls bewilligt. Als Diffc- renzen blechen nach die beiden Hufeisenfabriken(Lenz und Nickelt) in Wolgast und die Eisengießerei von Munter und Kaiser in Uecker münde unerledigt. Der Streik im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau. � Der Streik der Braunkohlenarbeiter dauert nunmehr schon volle 11 Wochen. Noch aber stehen sich die Arbeiter und Untcrneh- mer gegenüber wie am ersten Strciktage. Alle Schritte, die bis jetzt von der Streikleitung und den Streikenden getan worden sind, um es zu Verhandlungen zu bringen, sind vergeblich gewesen. Die Unternehmer haben jeden Verhandlungsversuch abgelehnt. Die Streikleitung hatte dem Staatöministcr Freiherr» von Berlepsch als Vermittler gewonnen. Wie aber die Unternehmer vor dem Ausbruch des Kampfes den Organisationsvertretcrn das Wort: „Abgelehnt" entgegenschleudcrten, so schleuderten s« es auch dem Staatsminister entgegen. Auch diesen lehnten sie als Vermittler ab. Der Braunkohlcn-Jndustricvercin erllärte sich weiter seiner Verfassung gemäß außerstande, Abkommen mit den Arbeitern oder deren Verbänden zu treffen. Wer lacht da nicht? Was ist der Zweck des Braunkohlcn-Jndustricvereins? Die Behauptung, seiner Verfassung nach außerstande zu sein, mit den Arbeitern oder deren Verbänden Abkommen über die Arbeitsbedingungen zu treffen, ist einfach eine Ausrede. Diese leere Ausrede wird auch durch das Verhalten des Braunkohlen-JndustrievereinS als unrichtig abgetan. Der Braunkohlcn-Jndustrievcrein ist es, der die Sache der Unter- nehmer bei diesem Kampfe vertritt, Erklärungen in der Presse zum Streik gibt, seine Mitglieder auffordert, den Forderungen der Streikenden den größten Widerstand entgegenzusehen, und er soll über Arbeitsbedingungen nichts zu vereinbaren haben? Das ist einfach Unsinn! Nachdem durch dieses Verhalten alle zentralen Verhandlungen gesifyeitert waren, die die Voraussetzung beim Ab- schlutz von Tarifverträgen bilden, zogen die Arbeiter den Tarif- vertrag zurück, um mit den Werkdircktionen in Verhandlungen über die fernere Gestaltung des Arbeitsverhältnisses zu treten. Und der Erfolg? Abgewiesen wurden die Deputationen der Strei- kenden. Einige Direltioncn waren höflicb. hörten die Deputationen ruhig an, andere aber verhöhnten die Arbeiter, um nicht zu sagen: sie waren gemein. Durch alle Berichte zieht sich aber wie ein roter Faden ftlgcndc Unternchmcrerklärung:„Wir haben mit den abge- kehrten Arbeitern über nichts mehr zu verhandeln. Sie sind nicht mehr unsere Arbeiter. Sie sind unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist abgekehrt, aus dem Arbeitsverhältnis auSgefchie- den. Wer arbeiten will, der mag einzeln bei den Betricbsführern um Arbeit bitten." So und ähnlich lautete es in allen Betrieben. Einige Direktionen erklärten sogar: Hier ist doch kein Streik! Sie haben ja gekündigt und sind aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschie- den. Das ist kein Streik! Wer erinnert sich nicht des Geschreies, wenn die Arbeiter nicht gekündigt haben, unter Kontraftbruch in den Streik treten. Da wurde erklärt: Mit kontraktbrüchigen Ar- heitern verhandeln wir nicht. Jetzt haben die Arbeiter die Bedin- gungen des Kontraktes erfüllt, jetzt verhandeln sie auch nicht. Die Unternehmer haben geglaubt, der Streik würde in sich zusammen- brechen. Die Herren haben sich getäuscht. Die Unternehmer haben gewiß alles versucht, um Verwirrung unter die Streikenden zu bringen. In allen Unternehmerzeitungen konnte man lesen:„Das Ende des Streiks! Der Streik dürfte in den nächsten Tagen zu Ende sein usw." Ter Streik ist noch nicht zu Ende, er geht weiter. Die bürget- liche Presse dürfte erfahren haben, daß ihr Schwindel nichts nützt. Vom Genossen L ö f f l e r wurde sogar behauptet, er habe in einer Versammlung die Streikenden aufgefordert, die Arbeit auf- zunehmen und dann fluchtartig das Streikrevier verlassen. An der ganzen Geschichte ist kein wahres Wort. Die Unternehmer- presse berichtet auch über Versammlungen, die gar nicht stattgc- fanden haben. Natürlich wurde in diesen nicht stattgefundeuen Versammlungen die Wiederaufnahme der Arbeit empfohlen. Alles dies geschieht zu dem Zwecke, in die Reihen der Streikenden Ver- wirrung zu bringen. Alle diese Mübe ist umsonst. Die Streikenden lassen sich nicht beirren. Der Kampf wird weiter geführt, Zuzug ist nach wir vor streng fernzuhalten., Holzarbeiterstreik in Warmbrunn in Schlesien. In der Gräflich Schaffgotschen Möbelfabrik haben die Arbeiter die Arbeit eingestellt, weil ihnen ihre bescheidene Forderung von 4 Pf. Stundenlohnerhöhung unter Einrechnung der in den letzten drei Monaten erfolgten Aufbesserungen abgelehnt wurde. Verwei- gert wurde ihnen auch die Forderung, bei außertariflichen Arbeiten eine Lohngarantie zu leisten und ein Mindejtlohn von 34 Pf. für Tischler und 32 Pf. für Maschinenarbeitcr. Der Versuch einer ftiedlichen Verständigung war erfolglos. Die Arbeiter sind in der Mehrzahl Mitglieder des Holzarbciterverbandes. einige sind im Ge- werkverein organisiert. Zuzug nach Warmbrunn ist fernzuhalten. DaS Ende des Strastburger StraßenbahnerouSstandes. Nach langen Verhandlungen zwischen dem Streikkomitee und der Direk- tion der Straßenbahn sind die Differenzen beigelegt worden. Der Betrieb konnte schon mittags in vollem Umfange wieder aufgenom- men werden. Alle Forderungen der Arbeiter wurden bewilligt, Ausland. Artisten-Solidarität. Die Mitglieder einer internationalen Artisten-Konferenz, welche in dieser Woche unter Beteiligung der vier großen Standes- organisationen aus Deutschland, Frankreich, England und Amerika Krone per�'n Paris tagte, haben sich, wie wir erfahren, gegenseitig verpflichtet, über die Ergebnisse der Beratungen vorläufig strengstes Still- schweigen zu bewahren; dagegen ist eine Resolution für die Oeffent- lichkeit bestimmt, welche in vielen Exemplaren in Artistenkreiscn verbreitet werden soll, und die folgenden Wortlaut hat: .Die internationale Konferenz hat von der Bekanntmachung der Vaudeville Managers Protective Association of America Kenntnis genommen und erklärt als Erwiderung einstimmig. daß die darin enthaltenen Irreführungen keinen Einfluß auf die von der Konferenz zu fassenden Beschlüsse auszuüben ver- mögen; die auf der Konferenz vertretenen Artisten-Verbände erklären einstimmig, daß sie gemäß den AffilationSbestimmungei» den Bestrebungen der White Rats of America ihr uncrschütter» liches Vertrauen entgegenbringen und ihnen uneingeschränkte» Beistand zusichern." Zur Erklärung dieser Resolution muß gesagt werden, daß die Bestrebungen des amerikanischen Artisten-Verbandes dahinzielen, nur organisierte Artisten auf amerikanischen Varietebühnen auftreten zu lassen, während die amerikanische Variete-Dircktoren-Vereinigung mit allen Mitteln zu verhindern versucht, daß sich die nicht amerikanischen Artisten dem Vorgehen ihrer amerikanischen Kollegen anschließen. Zn diesem Zweck hat die Direktoren-Vcreinigung in der Fachpresse der beteiligten Länder die in der Resolution erwähnte Bekanntmachung erscheinen lassen, in der sie zu begründen versucht, daß der An» schluß der europäischen Artisten an die amerikanische Artisten-Ov» ganisation diesen mehr schaden, als nützen würde. Die obige Resolution wird die amerikanischen Direktoren nicht darüber im unklaren lassen, für wie wenig stichhaltig die europäi» scheu Delegierten der Konferenz ihre Ausführungen halten; wenn auch die Pariser Beschlüsse im einzelnen geheim gehalten werden sollen, so läßt die Resolution doch deutlich erkennen, daß sie von weittragender Bedeutung gewesen sein müssen, und, da hinter den Pariser Abgeordneten viele Tausende von organisierten Artisten stehen, kann man wohl mit Bestimmtheit voraussagen, daß sich die Kämpfe zwischen Variete-Direktoren und Artisten in nächster Zeit erheblich zuspitzen werden, sofern die ersteren nicht den berechtigten Wünschen der Artistenschaft Rechnung tragen. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auslage.) Versammlungen. "Lerantw. Nedakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.: TH.Gl»cke, Berlin. Druck a. Verlag; Vorwärts Buchdr. u.«ertagsanstaft Paul Singer t Co., Berlin LW. Genmlversnmmlung der Steinarbeiter. Den Geschäfts- und Kassenbericht erstattete W i n k I e r. Das letzte Quartal war für die Organisation günstig. Die Abrechnung für das 2. Quartal 1911 ergab folgendes Bild: Einnahme: Bestand am Anfang des Quartals 12 401,25 M. Gesamteinnahme 20 399,25 M. Gesamt- auSgabe 9349,48 M. Bleibt Bestand für das nächste Quartal 10 549,77 M. Das aus der Abrechnung sich ergebende Defizit ist durch die Biaifeier, die im übrigen sehr imposant verlief, verursacht worden._ fc-etzte Nachrichten* Untcrschlagungcn einer Buchhalterin. Köln, 22. Juli.(B. H.) In einer hiesigen Fischgroßhandlung hat im Laufe von vier Jahren, wie sich soeben herausstellt, eine Buchhalterin, ein junge Frau, die großes Vertrauen genoß, 29 999 Mark unterschlagen. Sie wurde verhaftet. Krieg im Frieden. Köln, 22. Juli.(W. T. B.) Heute vormittag wurden auf der Mülheimer Heide bei den Schribenslönden zwei Soldaten des Pionierbataillons Nr. 7. die sich vorzeitig aus der Deckung«nt. ferntcn. angeschossen. Einer wurde durch einen Brustschutz schwer verletzt, dem andern wurde ein Arm zerschmettert. Seine Logiswirtin erschossen. Kiel, 22. Juli.(W. T. 93.) Der Schloffer Aier erschoß die Fra« des Torpedoobermaschinistenmaates Stolze von S. M. S. „Sleipner", die er mit Liebesanträgen verfolgte, in ihrer hiesigen Wohnung, wo er als Aftermieter wohnte. Tie Cholera. Trieft, 22. Juli.(W. T. B.) Bei einem Matrosen, der am 9. Juli hier mit einem italienischen Segelschiff eintraf, wurde gestern asiatische Cholera festgestellt. New Dork, 22. Juli.(W. T. B.) Bei einem aus England in diesem Monat eingetroffenen spanischen Heizer, der im Bellevue. Hospital liegt, wurde Cholera festgestellt. Hierzu 3 Beilagen. Ar. 170. 28. IahlMg. t Irilnjf des Joiuärtf Krlim NcksdlÄ Zoltvtag, 23. Aal! 1911. Eine Krise w der schweizerischen Soziilldemokratie. Der im Herbst lölv in Basel stattgefundcne sozialdemokratische Parteitag beschloß einstimmig die Revision der Parteistatuten und ebenso einstimmig die Einberufung eines außerordentlichen Par- teitagcs auf den August 1911 zur endgültigen Beschlußfassung über die Statutenrcviswn. Der Parteitag wählte ferner eine 39gliedrige Revisionskommission zur Ausarbeitung eines Entwurfes, der vor einiger Zeit veröffentlicht wurde und der seither Gegenstand eifri- ger Diskussionen in den Grütlivereincn und Parteiversainmlun- gen war. Am 28. Juli hält der Grütlivercin in Biel seine Tele- giertenversammlung und in Verbindung damit sein sogenanntes Zentralfest ab und beantragt das Zentralkomitee des ersteren auf den Revisionsentwurf gar nicht einzutreten, also darüber zur �L�sordnung überzugehen. Mit diesem seltenen und überraschen� den Radikalismus ist die Frage natürlich nicht erledigt, sondern es beginnen dann erst die Schwierigkeiten für den Grütlivercin und namentlich für jene kurzsichtigen Leute, die den Grütlivercin zur Parter machen bezw. ihn über die Partei stellen möchten. Gegenwärtig ist die schweizerische sozialdemokratische Partei ein föderalistisches Gebilde, in welcher Form sie aber nicht die ihr gebührende Bedeutung erringen konnte. Ihre bedeutendste und schönste Kundgebung ist der alljährliche Parteitag, der allein aber nicht genügt. Die Partei verschmolz sich im Jahre 1901 mit dem Grütlivercin, aber auf durchaus föderalistischr Grundlage. Der Grütlivercin blieb, was er war, ein zentralisierter politischer Ver- ein. der sich die Partei seinen Zwecken dienstbar machte. Sein Organ, der„Grütlianer", wurde als Zentralorgan der schwcize- rischen Sozialdemokratie erklärt, welche überragende Stellung er jedoch sehr häufig völlig vergaß und die er auch gegenwärtig in der Frage der Parteiorganisation ganz vergessen zu haben scheint. Die Buchhandlung und Buchdruckerei des Grütlivercins in Zürich pro- fitierten ebenfalls von der Vereinigung mit der Partei, während diese umgekehrt nichts davon hatte. Der Sitz der Geschäftsleitung der Partei muß da sein, wo das Zentralkomitee des Grütlivercins seinen Sitz hat und unter den 11 Mitgliedern der Geschäftsleitung der Partei sind 5 Mitglieder des Zentralkomitees. Die Kosten des Sekretariats bestreitet zur Hälfte die Partei, aber es dient in der Hauptsache der Erledigung der Geschäfte des Grütlivercin». Die Vertretung des Grütlivereins auf dem Parteitag überläßt das Parteistatut gutmütig der Festsetzung der Grütlivereinsstatuten, die arnch einen Delegierten auf je 20 Mitglieder bestimmen könn- tcn. Für die anderen Organisationen bestimmt aber das Partei- statut die Entsendung eines Delegierten auf je bv Mitglieder, für welche Beiträge an die Partei gezahlt wurden. Ter Jahresbeitrag pro Mitglied beträgt 20 Cents., auch für die Grütlivereine, so daß sie nur die gleichen Pflichten wie die anderen Genossen zu erfüllen, dabei aber mehr Rechte haben und haben wollen. Das soll nun zum Teil anders werden und der Parteitag soll noch dem Statutenentwurf den Sitz der Geschäftsleitung ohne Rücksicht auf den Sitz des Zentralkomitees des Grütlivercins be- stimmen und ebenso deren 11 Mitglieder ohne besondere Rücksicht auf die Mitglieder des Grütlivercins wählen. Dagegen soll das Zentralkomitee des Grütlivereins dem Partcivorstand angehören neben den Delegierten der kantonalen sozialdemokratischen Par- teien, den Redakteuren der Porteipresse, den sozialdemokratiscken Vertretern in der Bundesversammlung und in den kantonalen Re- aierungcn. Für die Vertretung auf dem Parteitag wird bestimmt, daß unterschiedslos auf je 50 zahlende Mitglieder ein Delegierter entsandt werden kann, so daß da» Privilegium des Grütlivereins abgeschafft wird und alle Parteigenossen kleine Pflichten und gleiche Rechte erhalten. Im übrigen soll der Föderalismus durch den Zentralismus noch dem Vorbild der Gewerkschaften ersetzt und der Grütliverein nicht mehr als ganzes, sondern nur seine Sektionen als solche direkt der Partei angehören; ein eigenes Parteiseiretariat errichtet und ein Monatsbeitrag von 5 Cts. pro Mitglied eingeführt werden, der im Parteibuch mit Marken zu quittieren ist. Die Vereinheitlichung der Partei wird durch den§ b des Statutenentwurfs ausdrücklich ausgesprochen, indem er statuiert:.Ter Parteivorstond hat die politische Leitung der sozialdemokratischen Partei und sorgt für Durchführung einer systematischen und unablässigen Agitation im Sinne der Parteiprogramms und für Einheitlichkeit und Grund- sätzlichkeit in politischen Aktionen. Er erläßt die nötigen Anord- nungen und Verfügungen zur Ausführung der einzelnen Bestim- wungen dieser Organisation." kleines feuilleton Die kinigl. preußische Baukunst. Die Furcht vor dem Reuen und die Berufung auf die geschichtliche Ueberlieferung kennzeichnen daS bureaukratische Regiment von jeher. Kein Wunder, daß auch der preußische Minister der öffenil, Vii Arbeiten vor dem neuerungS- süchtigen Geiste in der vaukunsi amtlich warnte. Herr Breilenbach ließ folgenden Kimstiikas an seine Völker ergehen: Gegenüber der in neuerer Zeit aufgetretenen Bewegung in der kirchlichen wie in der bürgerlichen Baukunst unter Abwendung von ollem Herkömmlichen neue AuSdruckSmitlel für die Baugedankcn der Gegenwart zu suchen, glaubt die Staatsbauverwaltung Zurückhaltung üben zu müssen in der Ueberzeugung. daß eS als ein baukünstlerischcr Verlust anzusehen ist. wenn der Boden der geschicht« lichen Ueberlieferung verlassen und damit auf die Verwertung deS Reichtums der Gestaltungskraft verzichtet wird, den die Kultur früherer Jahrhunderte hinterlassen hat." Die.Gestaltungskraft' im Reiche deS Herrn Breilenbach hat UNS die unsägliche Reißbrettarchitektur beschert, durch die so viele Orte Theater. Soiinlagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. Täg» lich: Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr.) Wintergarten. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Reichshallen-Theater. Täglich: Gastspiel OSkar Junghähnel.(An- sang 8 Uhr. Sonntag« 7 Uhr.) Cart-Haverland-Theater. Täglich: Sin krästiger Junge.(Ansang Vlt Uhr.) Urania- Theater, Tauben ltr 48/49. Sonntag: Im Land« der Mitternachtssonne. Montag: Helgoland im Wechsel der Zeit. Dienstag: Im Lande der Mitternachtssonne. Mittwoch: Helgoland tm Wechsel der Zeit. Donnerstag: Im Lande der MiiiernachlSsonne. Freitag: Helgoland im Wechsel der Zeit. Sonnabend: Im Lande der Mitternachtssonne. Sonntag: Helgoland im Wechsel der Zeit.(Ansang 8 Uhr.) Rontag uu- bestimmt. Sternwarte, Jnvalidenstr. 57-68. WitternngSüderlltd» vom SS. Juli 191%. Stvinernb« erlni Franti.a 9) München Wien 770 SO 769 SD 770 S 770 NO 77t O 770 NW Ii II i? Haparanda 767 Still Petersburg 763 RW Scillh -lbrreeev VarrS 768 SW 761 SSW 769 Still I t* üi —heiter' 14 2 wölken! 15 3Nebel>W 3 heiter 17 16 — wollen! 21 Wettert) regnafe für Sonntag, de« SS Juli 1811. Vielfach heiter und sehr warm bei meist schwachen südwestlichen Winden Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berliner Setterbureau. €€€€€««•»SÄSSSSS Dem Jubelpaar« Knrl Korlnth u. Frau Kninin geb. Guttoweki » zu ihrem heutigen Sitberseste � herzliche Glückwünsche. Frib Cardinal u. Frau (i nebst Puppchen. «»SSSSS3A $ Unserm Genossen T jW Robert Welse u. Gattin W Jk zur Silber-Hochzeit die besten# 01 Glückwünsche. y' vy Die Genossen d. 653. Bezirks, q, Ä6««€ee«» $ Unserem Genossen � Hermann Möllerwdft Frau* U> zur Silberhochzeit am 24. Just(I> 1911 die herzlichsten Glück-«v wünsche. SP Tic Genosse» d.KG.Bezir»% des Ä. Kreises.- S -$551�5 wurde den Soldaten dte Lck> türe deS In unserem Verlage er. schienenen Buche«.Preunlscher Kommiß' von August W innig. Erzählungen au« dem Soldaten- leben. Mit zahlreiche» Jllu. strationen. Prei» 1�0 Mark. gebunden 2 Mark. Auch zu beziehen in 10 Lieferungen a 15 Psenntg durch alle AuSgade- stellen deS.Vorwärt»' sowie durch dte |. Mrls Lindenftr. 69(Laden). Sozialdemokratiseher Wahrerem für den IT. Berliner Reiehstagswahlkreis. Dienstag, den ÄS. Jnli 1911, abends SVa Uhr, sechs Viertels-Versammlungen in den Lokalen: 220/13' Graumann, Naunynstr. 27; Gollenberg, Naunynstr. 6; Sitfin, Memeler Str. 67; IoeKer. Weberstr. 17; Gennanla-Lranerel, :: Frankfurter Allee 53; Slgslnm» Landsberger Allee 40/41.:: TageS-Ordnung: 1. Vortrsx. 2. �Vadl 6er Viertelsleitunz. Referenten find die Genoifen: (3. Büchner. K. Freter. K. Leid. H. Poetzsch. H. Ströbel. D. Stücklea. mtgltedabncb legitimiert. Der Torstand. Sozialdemokratischer Wahlverein des sechsten Berliner Keicbstags-Wahlkreises. Dienstagt den 3s. Juli» abends 8'/2 Uhr: 13 Mitglieder-Bersammlnnge» in folgenden Lokalen: Obiglos �estsäle, Schwedter Strohe 23/24. Berolina-�cstsäle, Schönhauser Allee 28. Konzerthallen, S ü ß m i l ch, Bornholmer Straße 17. Borussia-«äle, Ackerftr. 6/7. Humboldt-Säle, Hussitenstr. 40. Bockbrauerei, Zlbt. II, Chausseestr. 64. Moabiter Gesellschaftshans, Wiclefstr. 24. Stadt-Theater Moabit, Alt-Moabit 47/49. Pharus-Säle, Müllerstr. 142. Pharus-Säle, Müllerstr. 142. Cranz' Festsäle, KöSliner Straße 8. t ranke's Festsäle, Badstr. 19. tvinemündcr Gesellschaftshaus, Swinemünder Straße 42. TageS-Ordnung: 220/13' 1. Wahl der Delegierten zur VcrbandS-Gencralversammlnng. 2. Vortrag. 3. Dislussion. Referenten: Robert Bahn, Adolf Tomnick. Karl Giebel. Marie Greifenberg. Max Grunwald, Kurt Heiniq. JuliuS Hildebraudt.--■■_- 1. Abteilung: ». «J»». 4. 6. ,, 6.„ 7. 8. ». 10. 11. 12. 13. Hermann Müller. Minna Reichert. Mitgliedsbuch legitimiert. August Htntze, JuliuS Kaliskt, Emil«loth. Georg Ucko, Der Torstand. Sio�iiilÄvmolH'aNKvIier Wahl verein Hlxdorf. TieuStag, den 25. Juli, abends S'/a Uhr, in Hoppes Festsälen sJuh. Bartsch), Hermannstr. 49: General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Parteitag in Jena. 2. Anträge dazu. 3. Verschiedenes. Am Saal-Eingang gelangen die Jahresberichte zur Ausgabe. === Mitgliedsbuch legitimiert.===== Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Rege Beteiligung erwartet Der Torstand. iKehöneherK Sozialdemokratischer Wahlverein. DieuStag» den 25. Juli 1911, abends 8 Uhr, in den Neuen Nathaussäleu, Meininger Strafte 8: GansralverTsininliings TageS-Ordnung: 1. Bericht deS BorftaudeS und der Funktionäre. Diskussion. 2. Neuwahlen. 8. Der Parteitag. Anträge. Vorschläge zur Telegiertcuwahl. 4. Ter Branden- burger Parteitag sowie Vorschlag zur Wahl eines Delegierten. 5. Die Kreis- und Berbauds-Generalversammlung Groft-Berlins. 6. Anträge. Bereinsangelegeuheiteu und Verschiedenes. WM Mitgliedsbuch legitimiert. WM 15/15 Um rechtzeitiges und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Mieter. SS/ IS' Wer gesund, modern und billig wohnen will, besichtige die Wohnungen an der Schloß-Allee, am kgl. Schloßpark Pankow-Nitder-Schönhausen. Wgp- 4 Zimmer von 750 M., 3 Zimmer von 620 M., L Zimmer von 400 M. an. 10 Pf. direkt zu erreichen mit der Steltiner Vorortbahn(vis Station Paniow-HeinerSdorf), mit der Siemens- bahn von der Miltelftratze sowie der Linie 49. In der Nähe führen noch mit Zugang durch den Schloßpark Linie 47, 47« und L7. Näheres Nieder- «chönhausen, Schlob-Allee 40. Fernsprecher Amt Pankow Nr. 200. I. Laer BadStr.SSprlnr-AII«« Herren- und Knaben- | Moden, Berufekleidung. Elegante | Paletots ii. Pelerinen. Grokes Stofflager s zur Anfertigung n.hUS, Allerbilllgete, streng feste Preise. �ctitunx� JJ, Nachtrag Achtung! ;a der Lifte der geregelteii Kückereieo vm» 1. Iiili 1911. Den Tarif anerkannt haben nachträglich folgende Bäckereien: Berlin. Rykcstr. 32. SB. Freitag. Gubmerstr. 61. W. Tudb». Reinickendorserstr. SS. Gross«. Marienburgerftr. lS. Scholz. Ueckermünderslr. 11, Lasse. Räumers tv. 38, Maluschle. Wleclesstr. 36, LIer Qberschöneweide. Wattftr. 12, C. Schmalseld. Reinickendorf. Refidenzstr. 130, Reinhardt. Di« neu hinzukommenden Tarisbäckereicn werden nur noch je einmal veröffentlicht Aus der Liste der gkregelteu Kückertikii wegen Tarifliruchs gestrichen find folgende Firmen: Berlin. Gneifenaufir. SS, Bergler. Höchsicfir. 11, GbrzeSny. AinlgSbergerflr. 35, Äruschka. Gprengelslr. 4/5, Weber. Weigenburgerfir. 78, Förster. Schioelbeinerstr. 13, ffiolf. BUHelm-Ttolzeftr. 32, Brenner. Herr Brenner geht mit dem WahloereinSbuch zu seiner aiten Kundschast und will sich darauf berusrn, er sei auch Parteigenosse. Er bezieht aber seine Gesellen vom Vermittler und gibt keinen sreien Tag. Den Genossen stellen wir anHeim, diesem Herrn de- sonders ihre Ausmerlsamlett zu scheuten. FriedrichSfelde. Wilhelm str. 42. Mayer. Weihcnsee. Gustav-Adolsstr. 7, Engel. .......— M. w".-»—.------ Berliner Allee 68, Schröder. Parteigenossen und Krdeiter! Unterstützt«ach wie vor die Bäckergesellen in ihre« schwere« se l Hoch die Soltdarttät l 41/7 och dte S-ltdarttät- 4l/7 Der Kkrtroutusmoun der Köiher n. Konditoren Kerlins u. Umgegend. ttr Mm Verwaltung Berlin. Mittwoch, den 26. Juli, abends 8'/, Uhr, int GewcrkschaftShause, (ArbcitSlosenzimmer): Sitzung der OrtsverwaBtung. Donnerstag, den 27. Jnli, abends 8'/, Uhr: sss sckSVI!M»'W»lW für sämtliche Branchen und Bezirke in den Konkordia-Festsälen» Andreasstr. 64. TageS-Ordnung: 86/1 Sie Aussperrung der Kolzarbeltev in KatUbUVg« Reserent Kollege Xeninann aus Hamburg. Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte legitimiert. MgUsäer-VsrsAMmwngen Korbmacher. Mittwoch, den 26. Juli, abends 8'/? Uhr. im GewerlschaftShanse, Eugclufer 14/15"sSaal 19). Schirmmacher. Mittwoch, den 26. Jnli, abends 10 Uhr, bei Lehmann, An der Stralauer Brücke 3. liammacher, Haarichmucli-Meiter und Arbeiterinnen. Mittwoch, de« 86. Juli, abeuds pünktlich 8 Uhr, bei MerkowSki, Andreasstrasie 26. TageS-Ordmmg: 1. Vortrag des Kollegen Nltseblle:»Was uns fehlt 1« 2. Diskussion. 3. Verbands« und Branchenangelegenheiten. Jalousien- Arbeiter. Mittwoch, den£6. Juli, abends pünktl. S1!, Uhr, bei A. Boeker. Webcrstrahe 17. TageS-Ordnung: Vortrag über:»Recht auf Arbeit'. Referent Kollege SyStbe. 2. Bericht de» ObmannS. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Ausgabe der Kontrollkarten. IM» OrMraitate Steglitz. Bekanntmachung, Der 7. Nachtrag zum Kaffenstatut, beschlossen in der ordentlichen General- Versammlung am 8. Mai 1911, ist von dem BczirlsauSschuh zu Potsdam am IS. Juni 1311 genehmigt worden. § 11 Abs. 1 erhält folgenden Wortlaut: Die Arbeitgeber haben jede von ihnen beschäftigte Person, welche aus Grund des§ 2 Mitglied der Kasse lvird, spätestens am 3. Tage nach dem Beginn der Bcschästiaung bei der Kassenverwaltung'schrifilich anzumelden rrnb spätestens am 3. Tage nach Beendigung der Beschäftigung daselbst fch ristlich abzumelden und zwar mittels der vom Kassenvorstande vorgeschriebene» Formulare, die von der Kasse unentgeltlich ge- liefert werden. Die Meideformn- lare sind vom Arbeitgeber unter Bezeichnung der Art des Ge- Werbebetriebes und des OrteS des Geschästslotales zu unter- zeichnen. Meldungen, welche diesen und den Bestimmungen des Abs. S und 3 nicht entsprechen, find unwirksam. Im§ 11 Abs. 2 und 3 wird hinter .Zunamen" eingesügi: »daS Geburtsdatum und den Geburtsort«. Torstodoiid« Statutenänderung tritt am l.Angnst 1911 In Kraft. Abdrücke deS Nachtrages können im Kasfenlokal, Martinstraije 8. während der Kassenstunden von 9—1 Uhr eni- gegengcnommen werden. 277/17 Steglitz, den 22. Juli 1911. Der Torstand. Emil Barthel, Vorsitzender. R. Brauer, Schrijtjührer. Stellmacher. 7. Juli, abends S'/a Uhr. ii Rosenthaler Strahe 11—18. Donnerstag, de» 87. Juli, abends S'/. Uhr, im Rosenthaler Hof, liose" �— TageS-Ordnung: 1. Vortrag deS ReichStagSabgeordneten Genossen Ledmidt über:»Die ReichSversierungsordnung«. 2. Bericht vom 2. Quartal. 3. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. VehaniitmaelmiiK! Orts- Krankenkasse der Konditoren, Pfefferküchler u. verwandten Gewerbe. t11»ren- Tarif. Aus Grund deS§ 55 deS KrankcnversicherungSgesetzeS und nach tz 53 Absatz 9 des Statuts hat die Generaloersammlung vom 28. Oktober 1310 beschlossen, von den Arbeitgebern, welche die Beiträge zum Fälligkeitslermin nickt gezahlt haben, für die der ZwangSoollstreckuiig nach§ LS Absatz 2 des Statuts voraufzugehende Mahnung eine Gebühr zu erheben, und ist nach» stehender Mahngebührentaris seslgesetzt worden. E« werden erhoben 1. sür die Summe bi» 3 M. einschlietzlich 10 Ps. 2.... über 3. bis 15 M.. 20. 3,»»»» 18»» 75#» 30» 4.»»»»75»» 150»» 40» 8-»,»» 150» 7o» Diese Mahngebühren werden in derselbe» Weise beigetrieben wie'die rückständigen Beiträge. 277/1S Vorsiebender Gebührentaris tritt mit dem Tage der Belanntmachung durch daS im fj 63 des Statuts bezeichnete Blatt in Kraft. Der Torstand. gez. Georg Dorsch. Vorsitzender, gez. W. Grunzke, Schriftführer. Vorstehenden Vorschriften über das Mahnverfahren wird aus Grund de»<5 55 Absatz 2 deS KrankenversicherungSgesctzeS hierdurch die Genehmigung erteilt. Berlin, den 7. Juli 1311. I.-Nr. 9377 Magistrat Gew. II 1911 hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt. k mm. Die Zahlstelle der Kaste sowie die des Verbandes ist von der Franseckistr. 62 nach der 2S13b �--- 1 Prenzlauer Allee 43--------- verlegt worden. Die Ortuvem altnng. (Eingeschriebene HilsSkasse Nr. 118.) Mittwoch, den 8. August, abends 8'/, Uhr. im«aale des Herr« Witte, Sebastiaustr. 39: flußerordentllche Generalverlammlnng. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung deS Kassierers vom ersten Halbjahr 1911 und RevisionS. bericht. 2. Wahl sämtlicher HilsSlassierer. 3. Wichtige innere Angelogen. heilen. 38/3' --------- Mitgliedsbuch legitimiert.-------- Zahlreichen Besuch erwartet Der Torstand. Verband der Schneider, Schneiderinnen und s Wäschearbeiter.(Filiale Berlin III.) Waschearbeitep9"arbeiterinnen und Heimarbeiterinnen I Betriebsversammlungen gleich nach ArbeitSschttist sinden stall für die Firmen: Ddlllppsnkn do OeseUslner. Montag, den 24. Juli: Luuasäle, � Neue Königstr. 7. Tan liauk, Schmlts& Eltschlg. Dienstag, den 25. Juli: Lunasiile, Neue Königstr. 7. - BettSatin mit verschiedenen Streifenmustern, Ktwenbrrite»jn Deckbettbreile np 1 1 A Meter DD, JöPt-i Meter /DPf, l.lü Laken- Baulas uson breit... Meter 80» 165 cm breit........ Meter 1.10, 1.45 Ein großer Posten Schürzen- Stoffe gestreifter und karierter Gingang, auch für Hauskleider geeignet Meter 45, 65, 75 pl Frottierhandtücher wei°—, 85».. 1.10, 1.45 Kinder-Badetücher we.°........... 95». 1.25 Badelaken ans Kiluselstoff, weis.. 2.95, 3,90, farbig 5.90 SchwinHTISChuhe aus grauem Segeltucb, fflr Damen und Herren 1.45 Badekappen aus öltuch.. 25»., aus gummiertem Satin 70 Pf. Schwimm-Kopftücher bunt...... v°n 45». 1.75 kiÄil«liiiiiWcIill«... W. Bademäntel � 3�� i50 Mäntel sr"r"" 975 � 1650 Bettwäsche Beügarnituren � � Ktaw' aus Louisianatuch.. 3.95, aus Linon.. 5.85 aus Bettsatin............... 6.95 KopfkiSSCn mit Sprucfaelnsatz....... 1.10 mit Hohlsaumarbelt............ 1.55 Üb6rlak6n hlenu passend........ 5.50 Bettücher IS�TV0�;. r??'.. 4.85 Ein Posten Ein Posten Ein Posten elegante BadetriKots 3s TS«, Ein großer Posten Wäsche-SticKereien 65,95 Mull-Einsätze "cw... 25, 35, 45 Schweizer Batist, Kupon von ca. 4>/, Meter.... Ein Posten Pf. «r Blasen Pf. Möbel-AbloiSung reichhaltige Ausstellung kompletter Muster* Zimmer in allen Holz* und Stilarten In unsrer bedeutend erweiterten im t. Stock des Passage* Kaufhauses MIwp Hautsbak von Grlmm BTriEpsS.NordhausBn. Man verlange stets ausdrücklich unser Fabrikat—„Marke Orimm k Triepel"— und weise die vielfach missbräuchlich -- angebotenen geringwertigen Nachahmungen zurück.-- Zum Zeichen der Echtheit befindet sich in jedem unserer Röllchen dn Zettel mit unserer Firma in Rotdruck, was wir - beim Einkauf besonders zu beachten bitten.- MANOLI i&wiafwii Cigareltes■Dann Belieble Spccialmarlicn Abbas Dandy Glbson Girl »»?•" jiyy.e*-- -uitevr.*, """Pawmtnurttlkfret Kthaftem; Micha!, Matth, SBetlin. gür den Inseratenteil Verantto.: TH.Tlackr, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärt« Buchdruckerei u. VerlagSanstatt.Paul Singer»«o, Berlin SW* Nr.W. 28. Zahrgallg. 2. fnlnoc des Jotmärtü" Knlim WKÄM. Spnttiij, 23. Juli 1S1L 8. Zlerdmdslag der SlnkWeiitt. Dv'sd�n, 21. Jultz 5. Bcrhanblungstag. Die Statutenberatung wurde fortgesetzt. Referent G i e b l e r- Hamburg begründete weiter die Vorlage des Vor standes. Als Neuerung soll bestimmt werden, dah Mitglieder, d'e während e»«» Streiks oder einer Aussperrung innerhalb des Tarifgebietes der in Betracht kommenden Filiale aus irgend einew Grunde arbeiten, für jeden Arbeitstag einen Extrabeitrag in Hoü des regelmäßigen Wochenbeitrages zu zahlen haben. An das Referat schloß sich eine ausgedehnte Generaldiskussion in der die Delegierten die Wünsche und Anträge ihrer Zahlstellen vertraten. Bemerkenswert ist, daß in der Beitragsfrage noch wei- tergehende Vorschläge, als der Hauptvorstand unterbreitete, gemacht wurden. Daß die Hauptkasse gestärkt werden muh, darüber war man sich allgemein klar, nur über das wie herrschte Meinungsver- schiedenhcit. Gegen die Schmälerung der Anteile der Filialen an den Beiträgen wurde vielfach opponiert, dafür Vorschläge, eine allgemeine Beitragserhöhung um 5 Pf. resp. um ll> Pf. pro Woche vorzunehmen, gemacht. Von anderer Seite wurde aber wieder eingeworfen, daß, wenn eine Erhöhung der Beiträge vorgenommen, diese nur für die Sommermonate in Kraft treten dürfe. Die Vorlage des Vorstandes und die hierzu gestellten An- träge wurden schliehlich einer siebengliedrigen Kommission über wiesen. Dann wurde in die zurückgestellte Debatte über den Punkt Organisation und Agitation eingetreten. Sie ist auch bei dieser Frage auherordentlich ausgedehnt. Die vorgebrachten Wünsche sind sehr mannigfaltig. Die Erörterungen drehten sich in der Hauptsache um Gaueinteilungcn und die Anstellung von Gau- leitern— Fragen, die mehr Berufs-- als öffentliches Interesse haben. Der Vorstand beantragte, alle gestellten Anträge abzu- lehnen und nur seinem Antrag auf Zusammenfassung der Gaue 3 und 4 und Anstellung eines Beamten hierfür zuzustimmen. Der Verbandstag beschlicht demgemäß. Uebcr Lohnbewegungen und Streiks referierte dann Odenthal-Hamburg, der die Ergebnisse der Bewegungen in den letzten Jahren ausführlich bespracht(Die Errungenschaften in der Bcrichtszcit haben wir bereits im Vorbericht hervorgehoben.) Zum Schluß seiner Ausführungen ging Redner auf die Streikbe- stimmungen des Statuts und die hierzu vorliegenden Anträge, die er abzulehnen bittet, ein. Tie Verhandlungen wurden hierauf auf Sonngbcnd vertagt. Versammlungen. verband der Sattler und Portcfeuiller. Die Ortsbertvaltung Berlin hielt am Mittwoch ihre Generalversammlung ab Den Ge- schäftsbcricht erstattete Schulze. Das letzte Vierteljahr war was Erfolge anlangt, nicht ganz so günstig wie die vorhergegan genen. Es hat sich auch bei den Differenzen mit der Firma Billig wiederum gezeigt, daß die Behörden die Unternehmer, im Gegensatz zu den Arbeitern, begünstigen, indem sie der Firma Aufschub für die Lieferung gewährten. Dagegen sind bei einer Anzahl anderer Firmen verschiedener Branchen durch die Organi- fation wesentliche Verbesserungen in Lohn- und Arbeitsbedingun- gen erzielt worden. Im Anschluß hieran gab Schulze eine kurze Uebersickt von der letzten Tarifbewegung der Reiscartikelbranche. l—, wochentagllw von 4V4 bis IVi Uhr adcndS, SonnavendS, von V/i bis C Uhr abends statt. Jeder für den Briesrasten bestimmten Slnfraae ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beiznsügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonncmentsguittnng beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der«prechstunde vor. — K. 10. 1. Einschließlich Dezember dS. I«. 2. 20 Proz. 3. Ja.— 99. 77. 1. Nur dann, wenn im MicISvcrtrag vorgesehen. 2. Sonntags 10—2, wochentags 10—6, wenn im Vertrag nichts anderes bestimmt ist.— C. Kr., Mariendorf, Str. 12. In der Regel ja.— A. T. 61. 1. Nein. 2. Nur dann, wenn Sie nicht einen der üblichen MietSvcrträge unterichrieben haben.— H. 30. Erwirken Sie beim Amtsgericht einen Schuldtitcl und lassen Sie alsdann den Stoff pfänden und versteigern. —®. R. 100. Kenntnis davon erlangen Sii n»r, wenn Sie den Schuldner zum Ofscnbarungscid zwingen.— P. 3. 4, Rixdorf. Wenn Sie glaubbast darlun können, daß Sie einen Nutzen aus dem Gcichäst nicht haben, fo halten Sie Ihre Nctlamation aufrecht.— Framot? Wenn Ihr Baier sich nicht hat naturalisieren lassen, in Denlschland nicht.— H. 000. 1. und ö. Unseres Erachtcns nicht. 2. ES laiin Abweisung beantragt werden. 3. und 4. Sie lönnen aus Grund einer schrtstltchcn Vollmacht aiS Bevollmächtigter austreten. 5. Gegen das Versäumnisurteil war Einspruch zulässig.— K.«538. 1. und 2. Nur nach Einsicht in daS Urteil und die Liquidatlon deS Anwalts zu beurteilen. 3. Nur dann, wenn Sie zu den Kosten verurteilt sind. 4. Ja.— 07 Schaber. Wir halten Ihre Tochter nicht sur ersatzpflichtig.— M. 30. Wenn die Frau sich noch im Ausland anshült, raten wir von irgendwelchen Schritte» ab: wohnt sie im Inland: Klage.— Hrnnie 6. Sie besprechen die Angciegenbcit am zweck- mäjiigslen mit dem Rektor; dessen Stellungnahme ist maßgebend. — E. sts. 6. Nur dann, wenn die Frau ein gesetzliches Recht zuni Getrennt- leben hatte und Sie keinen standesgemäßen Untcrbalt gewährt haben.— M. T. 500. Leider ja.—<5. B i». Nicht hastbar.— O. 9l. Theater. Tenfelsrad. Mouiin- Rouge. Gebirgsbahn. Wasserrutschbabn. Mon Plaisir u. r. a. Dienstag, den 35. Juii■ Konzert d. Männergesanffvereins Liedcrtrcnnde-Bichenkranz. Saisonkarten gültig ab heute bis SchlaQ der Sommer-Saison 1 911 rmn täglichen Eintritt m den Luna-Park mit Ausnahme der Blitetage. Preis 3 M. Zu haben: Beim Invalidendank, Kaufhaus d. Westens and A. Wertheim sowie an den Kassen des Lunaparks Vergnügungspark Jungfernheide Tegeler Weg 74/75. Herrlicher Natutpark. 6000 Sitzplätze. _ Jeden Sonntag:"VlZ MöitäP-Koflzerl.. Feuerwerk. Tleater-lforstsllung and Großer Ball. Entree 10 Pf.. Ztiuder frei. Kntkesktiriie. Vnlkadelnstlgnngvn. Auf der Gartenbühne: EBglbtnnr ein Berlin. Metropol-Tlieater. Hoheit Möfiert jich! Operette st, 3 Alten von I, Freund. Musik von Rudolf Nelson. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schultz. Ansang 8 Uhr.. Rauchen gestattet. Folies Caprice. Täglich 8'/. Uhr-.■. Parisiana-Ensemble. 3 Frauenhüte. Die letzte Stacht. Ei« Fenster»n vermiete». Das Strumpfband. The great Grigori Aiiison Truppe, 8 Personen, ikarische Spiele. Die Zanberflüte, urkomische Pantomime. Tenfelsrad, Wasserrutschbabn, Gebirgsbabu. Liebesmühle, Cake walke«. a. interessante Volksbelustigungen, von packender Komik. Eintritt nur 35 Pf. Mittwoch, 26, Juli: Gr. Kinder-Erntefest. Verlosung, Hauptgaw. 1 gold. Uhr. KW Voranzeige. WD Ab 1. September 1911 180 Polarliewoliiierg auf der eigens adaptierten Rollschuh-Bahn Kurfürstendamm 151 Originell! Neu! Lehrreich! ISO Lapplander mit Frauen und Kindern 30 Eskimos mit Familien 40 Renntiere 25 Grönlandhunde 16 Islandspferde OriginabWohnhütten Hausindustrie Skiläufer, Skiboote, Schlitten Leben und Treiben im hohen Norden. Neues Kgl. Opern-Theater(Krom Souutag. den 33. Juli, abends 8 Uhr: Tannhäuser. Montag, 24. Juli, abends 8 Uhr: Gastspiel Katharina- risiscbsr-Eliel. Liohengrln. Dienstag, 25. Jnli, abds.?'/■. Uhr Die Weistefsinger von Mlirnberg. P ASS AG E:::: ANOPTIKUM Torlctster Sonntag! Die ungeheure Neger» Riesin Abonmh! Die Sensation der Saison! Die grfiBte Frau, die je gelebt! Habu et Uta, indisch. Fakirkilnste. AGA die schwebende Jungfrau. Alles ohne Extra-Entree. Alt-Boabit 47/4«. Sonntag, den 23. Juli 1911: Neues Nrogriunm! Theater und SpeMlitäten. tlnsang des Konzerls 5Uhr, derLor- stcllung 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Jeden Montag: Lustige Banger. 3 Uhr: Hie gi-Äen Spezialifc 8>/, Uhr: Eneonible-Gastsptel Harry Waiden in Sein HerzenSjunge. Baudeville mit Ges. u. Tanz in 2 Alt. doji A. Neidhardt und ist. Schanzer. _ Musik von W. Kollo. Blosbltei' VInlerMi'leu Artus'Hof Perleberger Str. 28, Stendaler Str. 18 Direktion: Karl Plrnau. Aus Liebe zur Kunst. Posse mit Gesang. Konzert. Spezialiteten. u. a.: Otto BttUor Römer, Das komische Unikum. Ansang 4 Uhr. Vorstellung'/,6 Uhr. Zloaeks Theater. Dirckiion: Robert Dil!. verlin N.. Lrunnenstraße 16. Bas NaeMlap io Gragaiin. Romantische Oper v. Konr. Kreutzer. Sin Jäger... Dir. Rob. Dill. Die Verlobung de! der katerne. Dazu: Die vorzügl. Spezialität. _ Ansang 5 Uhr., Voiksgarten-Thealer Sonntag, den 33. Juli: Konzert, Theater- u. Spezialitäten Vorstellung. Ann) Bellini. Lea Orselio*. Fritz Prllnne. The Original Burtons. Der Störenfried. Luftspiel in vier Alten von Benebix. SehluB der Saison: 3f. iuli 1911. IM» Vorletzter Tag! 1 LA TORTAJADA und.die 12 Attraktionen 12 de« Jnlt-Programms. 1. bis 10. Aagast geschlossen! » iDonperstag, Ben 17. Aipi. Reicbsballen-Theater. € Gastspiel fito"" mit seiner berühmten Herrengesellschaft. Ansang wochent. 8 Uhr, Sonntag» 7 Uhr. regr 1. August m Wiederbeginn der Soireen de» «tettaner SHnger. Srktts Mier Pankow-Berlin Berliner Str. S3— 67, an der Schön- 28386 Häuser Allee. Heute Sonntag. 33. In»- s Vorstellungen s V 4 Uhr.« Uhr. 8'/, Uhr. � In jeder Borstellung: Bas sensationell« Uklißadt-Nrogramm. 1« Ellte-Bfummern 1« Montag, abends 8>L Uhr: J-shtonable B-rstellunfl. A« Am KSnigstor. Am Frledriohsbain. Jeden Slvend>/,10 Uhr: Vis iPiiP Mef fesselt Posse Mit Gesang in 2 Allen. Speiialiiäteo, Kipenal »Ä: Kinderfei Ans, wochentags 5, Sonnt, 4 Zglisillemghrälizelier Mdlverej» des vierte« Serliner Keiedstsgsvkblllröjses. �oatsg. den 24. Juli 1911: KindersFest in Ludwigs„Viktoriagarten", Treptow. Jedes Kind erhält am Eingang des Gartens einen Bon zur Stooklateme u. Karussell gratis. Kinderspiele mit Verteilung von Bonbons:: Konzert und Tanz. Billett 20 Pf. 22o/id Anfang 4 Uhr. Urania. Wissenschaftliches Theater, Taubenstraße 48/49. Sonntag Abends 8 Uhr: Im Lande der Mitternachtssonne. Montag 8 Uhr; Helgoland im Wechsel der Zeit. OCBSCHEI GARTEN e|o„nta8 50 pf Kmder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab nachmittags 4 Uhr: fr. Militärkonzert (3 Kapellen). Morgen sowie täglich: Mllltilr.Boppcl-Boassrt. Puhlmanns Theater Schiohauser Allee 148. Täglich: ßomttt— Theattt SpepMaten. Stets neues Programm. Nach der Vorstellung im£>«11 protzen Thealersaal: B»«SSw SozIalckniokratifdKr Maklve�em des 6, Berliner Reichstags-QCIahlkretfes Voigt-Theater Gesundbrunnen, Vadstrahe 58. Montag, den 24. Juli 1911: Jubiläums Vorst. Zum 50. Male: Gslbcoe Iogeilb. Gr. Lebensbild m. Ges. u. Tanz i, 3 Alk. Gänzlich neue erstklassige Spezialitüten. In Vorbereit.: Ter Aktienbuditcr. Källlgslslll-Ksziuo. Holzmarltstr. 72. EckeAIexanderstr. Täglich: Genießet das Leben! Gr. Gesangs-Posse v. W. Geride. Autzerd.: Franz SlelBner, Bes Kmanaels, Wally Richards. Ans. 8 Uhr, Sonntag« 5 Uhr. Max Klienis Sommer-Theater Rudolf Krüger, Hasenheide 13—15. Täglich: Grsttlassige Tdeater, und SPezlalitSten-Vorftellungen. Zeltbedachter Theatcrgartcn, bei un- zünftiger Witterung"Schutz bietend. Jed. Mittwoch: Gr. Kl Donnerstag: »derfcst. «Ittvtag. 10.»ad 11. Abteilung. Sonntag, den 30. Julis Im Insel�Restaurant(Plötzensee): Sommers Pest. Konzert, Gesang, Humorist. Vorträge, Spezialitäten, Tanz. Mitwirkende: 229/14« Gesangverein„Gesundbrunner Harmonie"(M. d. a.-s.-b.), Freie Turner, Arbeiter-Athletenvereine, Sängergesellschaft Lewandowsky und die Uanakapelle. Für die Kinder; KasperlesTheater. Kinder erhalten an der Kasse 2 Bon»; einer berechtigt zur einmaligen Benutzung de» Karussels oder der Schaukel, der andere zum hmptang einer StocÜateme. — Anlang 8 llfip,— Eintrittspreis an dar Kasse LS Pf., im Vorverkauf 30 Pf. Deutscher Sauarbeiter- Verband. Bureau: Engelufer 15, III. Zwelgvereln Berlin. Telephon: Amt IV. 4093. Sonnabend, den 29. Juli 1911, in Kliems Festsälen, Hasenheide 13—15; Crftes Stiftungsfest des Zweigvereins bestehend aus 139/12« Konzert, Theater und Spezialitäten-Vorstellung. Erüffnung 3 Uhr.|�ne! GfOßer Ball. Anf. d. Konzerts 4 Uhr. Die Kaffeekfiche steht den geehrten Damen von 3 Uhr zur Verfügung. IJBr" Bei ungünstiger Witterung ist für 1500 Sitzplätzen unter Zelten gesorgt.-TpQ Hierzu ladet freundlich ein Das Komitee. Billett« zum Preise von SO Pf. kür Herrn inkl. Tanz und 25 Pf. für Damen sind bei allen Obleuten und Hauskassierern sotvip im Verbandshuraau, Engelufer 15 III, Zimmer 53, zu haben. Dae Bureau des Zweigvereina ist am Sonnabend, den 29. Jiili, dam Tage des Stiftipigsfastes, von l Uhr mittags an, geschlossen. Der Zweigvereinsvorstand. Excelsinr-Lichtspielhaus, WM ISK. Illustrierte MMerM Blütenträume. Phantasie. Piefke veranstaltet «ino Parforcejagd. bflbsche kleine Dientmldchea. Müller als Bedienter. KUrassler. Vebn n gen und Manöver. Karlcben verträgt sich nicht mit seiner Schwiegermutter, Das Geheimnis der Palme. AaBalrtHfl Eis« Arena. Geöffnet v. 10 Uhr vorm. In der heiüen Jahreszeit angenehm kühler Aufenthalt. Allahendlich: P. prunkvolle Eisballett| Montreal Die Stadt auf Sedlltt- schuhen. | Neu: Pnsh-Ball-Splel{ Zahlreiche Kanstlaafprodaktloneo. Exquisite Restanratioa bis 1 Uhr nachts. I Bis 7 Uhr u. von IO'/. Uhr 1 tibda.: halbe Kassenpreine. I Cafe Sellevue. Rummelsbnrg am See. Inb.: G. Tempel. Jeden Sonntag- Speziaiitäten-VorstelL u. Garten-Konzert, Jeden Sonnabend und Donnevstag: Zoireen der yoHrnanns Sänger Elysium K'ä Täglich: Erstklassige Theater, und Tpcziolitäten-Borftellnugen. Kaffeckochen'J, Liter 40 Pj. M«w Saal u. Garten zillrlUr. ist an Sonnabenden in, Juli-September mit Svcztalitäten zu Sommcrfcsten zu vergeben.« iisgiGbssg-TssttSIg und garten ®S£(. Otto Ernert, SW., Kreuzbergst.43 Jeden Sonntag: GrolZ« tSpezlalltttten- Vor- Stellung(Paul iescheeks Ensemble). Enteeefrei.«roa pro Person 10 Pf._ Jeden 'Montag: HoOmanns fvfcnger._ Jeden Frei. tag; Paul Mantheys Lustige �.".�-ZÄ�U-Sorzug-k. gültig. Ewige Sonnabmde #irt. tut V°h. an Otrtine zu vergebet Gebr. Molds Sommergarten Schwarzer Adler, Lichtenberg. :: Heute Sonntag sowie täglich:: DaS auserlesene Juli-Programm. �VÜU Meybryck. Brothers Philippe. The 3 Erettas. Jeden Sonntag und Mittwoch: Dange-Neriiiloi».■ Restaurant Neu-Seeland, Stralau am Kummelsburger See.— Inh.: Ww. Schonert. soantag: 8peijaIjlstellvorLleI!uog u. Konzert. DM- Im Saal: Großer Ball.-M>, Jeden Dienstag: Spree- Athener Dir. M. Zerner. Der Arbeiter-Radfahrer-Bund„Freiheit"i I. Kreis, 3. Bezirk, hält sein dle.jtthrlge. Bezirksfest ab. Um 3 Uhr Korsofahrt mit Musik vom Start- Restaurant Mielke, Lichtenberg, MSIIendorfstrate 14, nach dem Festlokal. Schönhauser Burgtheater-Kino und Pestsäle,- auc© i»» Säle für Hochzeiten u. Vereins- vergnügen, i hochelcg. Kegelbahnen. Rudolf Herz. Wilhelmsruh (Station Reinickendorf-Rosenthai) Sonntag;, den 23. nnd Hontag, den 24. Juli 1011: Großes Erntefest Höerners Blumengarten CM- Oherspree Dampf erstatten„Stern". Ms. Heute-. ExtraeMiütär-Konzert unter Mitwirkung des Hofopornsängers a. 0. W. Frank. Avis! Meine Festsäle, Koppenstr. 29, sind nach einzeln sowie im ganzen, 4000 Personen fassend, zu Versammlungen und Festlichkeiten zu vergeben. Auch Sonnabende und Sonntage sind noch im September und j Dezember frei. Von der Hfehaetbrlleke cm der Michaelliichstraße: Heute Sonntag?'/. Uhr:(fttrafabrt nach Neue Aliihle, Aranivenburg u. Schniöckwiti. Einfache Fahil 10 Ps. Montag u. Donnerstag g�/, Uhr noch Woltersdorf u. Rüdersdorf zum Bergmannsfeft. Hin u. zurück 60 Pf. Dienstag it. Mittwoch 91/. Uhr noch Neue Mühle. Kramprn» burg u. Schmöckw ih. Preis hin u. zurück SO Pf. Jedeo grelwg ö und 2'!. llhr nach Hosseuwinkel. Hin u. zurück 35, Zlind. 20 Ps. heu I, Mitt. M Abs 8 Uhr früh nach Prteros über Reue Müble, Preis hin SO u. zurück. 50 Ps. Kinder die Halste. Heederei Zaehoiv, Tel. 7, 6966. woch u. Donnerstag Abf. 8 Uhr früh Bindow u. Dolgeubrodi. Preis hin 50 u. � m- m / 1>:, ■-:•,• IPitiniic' f JT-"• �, j/'■■' ffstkiassigg Bi&I� Berlin 1 20. Boebstr. 21-241 Blngfreie Biere nach Pilsener• Mfinchener Art{ in Fässern und Flaschen. Thgllch Große Frei-Konzerte. Aehtnne! Nnnnn N l/got 00 Q Achtung! Vereine. UKniij iKul üÜll!, Theater-Vereine. C.. Biene Frledrichstr. 35. Inh.: Adolf Koebmana. Mein großer Saal mit neuer Theaterbtthne, 600 Perepnen fassend, ist noch an Sonnabenden und Sonntagen in den Monaten September, Oktober, Netember unter kulanten Bedingungen zu vergeben. Reederei Kalml& Rerlzer. Te�11' Damptfr- Eitralahrien»b Waisenbrlicke. m Montag d. St., Mittwoch b. 26,, Freitag d. 28. u. Sonnabend d. 29. Juli: nach Zornsdorf über Neue Mühle«it Rundjahrt biß zum Ulleisee aus der lbbllisch schinen Laufe. Abs. O'J, Bovm. hin und zurück 80 Ps. Reue Mühle 50 Pf. Jeden Montag u. Tonnerstag nach Freibad Grünau,'m Krampenburg und Neue Mühle Neu! Jeden Dienstag u. Freitag n. Wottersbarfer Schleuse Jeden Mittwoch nach Freibad Grünau. Krampen, bürg und Ziegenhal» Jeden Mittwoch nach Deupitz(Tornows Idyll). Ms.'?'/, Uhr vorm, Hin und zurück 3 M. AM- Von Stralau(Alte Taverne) alle Fahrten'/, Stunde sp&ter.— Abfahrt 2 Uhr nachm. hin und zurück SO Ps. SS (Zeiverkscliattskslls. Zur gefälligen AennwiSnahme, dag der grohe Saal an ver» f chiedenen Sonnabenden im September u, Lktober noch frei ist, Kegelbahn ebepsallS noch zu habe». Lekonom W. Grosse. 2801b Alhambra Wallner-Thealerstraße 15. -.2:.° Großer Ball Großes Orchester..Ansang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. Markgrafen-Säle 34, Harkgrafcn-Damm 34. = An der Stralauer Allee.-------- Jeden Sonntag: tZrovor Hall. Im Restaurant täglich musikalische Nnterhaltung. Vorzüglich« Küche, st.Bicre u. Weine, Billard u.Kegelbahn Nillies Fest-Säle Dennewitzstraße 13* Schöner Naturgarten. Jeden Sonntag: Canzkränzcßcn. 2785b C. Xißle. . Schultheiß Eharlottensir. 7(Berliner Theater) Inh. Franz dtchlrm. Zimmer bis 100 Personen für Werlstuben und Festlichkeiten ZMg- 3 Kegelbahnen. IVB Orts-Krankenkafse Weißensee. KWgt Reise uülh Dresden zur Hygiene-Ausstellung. Zum Besuche' der Dresdener Hhgiene.AuSstellung wird für die Mitglieder der Kasse am Sonntag, den ö. Anguß cr., eine Ertra- Tagesfahrt veranstaltet, Di« Absah rt, soll, von Berlin, Ilnhaller Bahnhos, um 6 Uhr morgens er- sokden. Der Preis für Fahrt»!, Klasse. Besichtigung der Gemäldegalerie, Mittagessen in Dresden, Besuch der Ausstellung/ Abendessen w Loschwitz, beträgt pro Person für alles An- geführte 10 Mark. Die gemeinsame Rücksahrt erfolgt ab Dresden 9 Uhr 55 Minuten. Die Hinfahrt muß um 6 Uhr morgens gemeinschastlich, die Rückfahrt kann beliebig einzeln auch am anderen Tage erfolgen. ÄS soll ays diese Weise den Kassen Mitgliedern zu einem billigen Preise die Besichtigung der schönen Stadt Dresden mit ihrer wunderbarschönen Gemäldegalerie nebst Ausstellung«r möglicht wcrdem Anmeldungen zur Extrasahrt werden bis spätestens Frcttag, den 28. Juli cr., im diesseitigen Kassenbureau ent- gegevgcnommen, bis zu welchem Tage mich der Betrag von 10 Mark ein gezahlt sein muß. 'Wir sehen einer recht zahlreichen B-teiligung,, möglichst umgehend gern entgegen. 277/15 Oer Vorstand! der Orts-iKrankenkasse Weißensee, Fr.(foHtcnt. B«Handlung der meuwn Haut- and Meinleiden ehne Operation, ohne BorufS' , Störung, tut schmerzlos in Dr. StrnhI's Institut G. m. b. H.. Borlls. G. Graumanns seMäle und Garten Dheaterbühne. �fßUtiynSft. 27*» Kegelbahnen. Mg- Acbtnng, Vereine! Sonnabende und Sonntage im August. September und Ottob er noch fret k s60SL» �nÄreas-k�estsAe i lob. Hermann Bergmann. : Andressstr.21, gegenüber d. Andreas-Platz.: Im September d. J. ist ein Sonnabend frei ge-' 1 worden(großer Saal). Der kleine Saal(150 Pers.) ! ist noch einige Sonnabende im Herbst frei. Bei Bedarf bille um gilt. Berflcksichllgnog.; | Eochaohtungsvoll I vn. sb'A' Hermann Bergmann«| Magerkeit schwhidot durch Haule'» Nährpulver„Thllostia". Preisgekrönt Rerlin 1904. In 6Wochcn 24 Pkmnd äntl. kontrollierte Zunahm«. Gar. unsohädl. Viele Anerk. Karton 2 M., bei Poetversand Porto und Nachnahmespesen extra. H. Haufe, Berlin N., Grelfenhagenerstr. 70. Depots in folgenden Apotheken: Lothringerstraße 50(am Rosen- thaler Tor), Elefanton-Apothoke, l+Mpzigerstr. 74, WeiOenburger- StraÜe 53, Potsdamerstr. 29, Kö- peniokerstr. 119, Bemburgorutr. 3, Frankfurter Alice 74, Boaenthaler- Btraßo 61, Reinickendorfers tr. 1. Oharlottenbg: Bismarcks tr.81. Bp an d au; Potsdamerstraße 40. Rest.: Pfl. Eiw. Haemogl. Lacith. Banm. Natronclb. Cac. Zucker.* Noch 2 Parzfillen ä 750 M. fkleino Anzahlung) in I llulilsdorf, ca. 5000 Ein- i wohner,*0 Pf.-Fahrt v.[ Alexanderplatz. Bei mir kaufen Sie jetzt noch billiger als in weiter I entlegenen Vororten, I w. Hoppegarten, Neuenhagen elo. Pläne gratis, Vertreter täglich, auch Sonntags am Bahnhof Mahlsdorf im Verkaufs- Pavillon J. Rtcger, Berlin,| (äontardstr. 5. Pfafr-ÄAhinaschllien. auch Teil,,, älteste« Seschäst w Moabit. Ntparat.-Lertft. aller Systeme. «. Weubt. Wilsnadrr Str. 33. Map verf. PreiFbuch.» Lillige vMpser-ferjelllÄlirlen. I. Ad dannovit/driicke: Jeden Dienstag und Freitag TAuaMatv(Tornows Idyll) früh 8 Uhr nach:■ BlipiWi Hin u. zurück 2,00 M. Jeden Dienet.. �.hMMMIlllllMlImwhhtleMIe. Freitag vorm. 9,30 Uhr: mit voU. KapeUe auf festl. goschm. Dampf. Hin und zurück 50 Pf. Ferner werktäglich vorm. 9,00 Uhr und außer Sonnabend auch nachm. 2,Otf— 2.15 Uhr ab Jannowitzbrücke bezw. ] Brandenburger Ufer die beliebten Sonderfahrten nach den schönsten Punkten der Oberspree.(Siehe Fahrpl. S. 35). II. Ab Weidendammerbrücke; . Abfahrt 7,30 Uhr vormittag«: JedM,t,wMOchn0aoh: Ll'Soäevdlll'g 2. L. Fahrpreis 9,00 M. Werktäglich PnfoHam Jeden Dienstag, Mittwoch, Ufarrfara U 9,00 Uhr nach: rülbUdlll. Donnerstag u. Freitag nach"»lUVI 0<«' Hin und zurück 1,00 M. Anacbluitfahrten ab Potsdam.(Siehe Fahrplan Seite 36.) III. Ab Plötzensee, Bahnhof BeusselstraBe. Werktäglich nachm. 8.O0 Uhr nach der Oberhavel und dem Tegeler See.(Fahrplan S. 37.) Jeden Sonntag, HcanlBnAnfinA■ Einfache Fahrt vorm. 9,00 Uhr nach:■USIHgiSnlSee« 50 Pf. I Dampfer und Motorboote zu Vereins- und Gesellschaftsfahrten stellen wir in diesem Jahre zu besonder« günstigen en. Für die Machsaison bedeutend er- reise. Bcdingnngc mäBigte Pr Fr. Siegels Festsäle, Garten u. Tbeaterbiltme,! Große Frankfurter Straße 30. 2 Kegelbahnen. Säle 200 und 300 Pertonen fassend. Sonnabends und Sonntags Im August. September und Oktober noch frei.• med. Karl Reinhardts spezial-ärztliche Institute für Geschlechtskrankheiten Hant-, Harnleiden. ' Neanderstraße 12 SeecÄ7wl*SÄ 1 Potsdamer Straße 117! Für Frauen von 3 bis'/-b Uhr, Sonntags 11-2 Uhr. Vollkommenstes kombiniertes Heilverfabren. Nachweislich Dauererfolge in verhältnismiOig kurzer Zeit. 1 Um sich vor zwecklosen evt. schädlichen Kuren zu schützen, I verlange man ausführliche Broschüre„A" i. mein. Instituten . oder durch die Post(verachloss. Kuvert) gratis und franko.| EHRLICH-HATA- Behandlung ohne Berufsstörung. 1 Der nächste Herren-Vortrag: 1 findet statt am Donnerstag, den 27. Juli, abends>/,10 Uhr, in den Armin- Hullen, Kommandantenstraße M/59, über| | das neue Heilmittel EhHich-Hata 606 Hant- und Harnleiden 246/1 1 sowie über wirksame nnd knrpfnttcherhaftc Rehnnd- 1 InngKweiHe, mit Demonstrationen an naturgetreuen WachsmodeUen.— Eintritt frei!— Fragenbeantwortung. ! M�crsiivp�ilmache-Kirschen, JoHannisbreren,> ! pstanmen, Nstrstche. Apriltostu! � in tadelloser Ware zu billigsten Tagespreisen eo gros � uud e» detail auf dem Markt am Reichstagsüfer, W täglich frisch"WW zu haben. Bcttfcdcpn�j* :: BERLINS. 100:: Prjnzenstrafie 46—47 Gustav Größtes SpezialaOeschäft Deutschlands für Bettfedcrn, Daunen 7erttg« Letten. Lett Znlette Metsll-Bettstellen, Matratzen Daunen- Steppdecken und aUe anderen Bett-Artikel Boato Bettinfilllung Monopol• Daunen (gesetzt, gosch.) Pfd. 2.85 M. 3-4 Pfd. zum i großen Oborbett. Achtung, Vereine! und Für Sommer Kinderfeste empfohlen: Stocklaternen, Fackeln, Schärpe«, Lopfbedechmgen, Jlluminat.-Laternrn, Dckoratwusgirlanden, LerlosungSartifel, Harken, Sensen, ' Keglerpreise Jux- u. Scherzartikcl, Feuerwerk, Festadzeich. 4»r«ße Anawahl, billige Preise, kulante Bedienung! Pohl& Weber �achf., Berlin,* Am Splttelmarkt 4/5 l. Alexanderstr. 61/53 Lüh.: Osto Oesar. Inh.: Emst Herbst. Kataloge gratis uud fraufo lawia Versand nach außerhalb.' BemWöüe Weil! Imitiert. Inder- Teppich ganz dickes doppcl- «eltiges®ewebe auf c reme, oliv, blau oder fraise Fond, vou den ecbflndertoppichen käme zu unterscheiden. Größe ca. 00X185 cm... M. 6,75 130X195„...„ 8,75 160X223„...„ 14,75 190X295„„ 32,50 250X350„...„ 33,00 Passende Bett- und Pnlt- Tepplche Stück M. L, 3, 4 nnd 6,75. Nach auswärts per Nachnahme. Teppich- Spezialbaus n�Eniii efövre Berlins. Seit 1882 nur Orattiensir. 158. Spezialkatalog Jfonsert unOTheaterimHaus M ötevvllkomnenst? />\ Sprelbmaschme: » Öpe'fid gratis DttoOacob.ffn-Äerlia 50 Fnköknstc.A Zdeguemste Mnabvraten./ VWerpsrAllen! �u!von2gW.an. lieu! Idyllisch gelegen, ca. 30 km I östlich von Berlin, fSce-, I Wald-, Fließ- u. I-and I parzellen spottbillig!] J.»leger,, Scherz-, Vereins-, Verlosung«- Artikel, Paplei-- Matzen, Lnmplans, Radau- Instrument« in sussergewOhnlich reicher-Auswshl Vereine erhalten aof die ohnehin schon sehr billigen Preise — it a b a 1 1.— Bernhard Keilich Splclwarenhaus— IS Sahaufenator. Grosse Hamb ur gerslrasse 21-23. bestes Waschmittel Kennen Sie sie? Wonnmch�dannboßlohtiffen I Sie die Vtllen-Kolonle I Karow, d. aussichtsreichste 1 Gartensiedelung and. Stettiner I Bahn. 20-Pf..Fahrt, 300-500 M. Anzahlung genügen. I ==» Pläne gratis.=1 J. Rieger, Barlin, Gontardstr. 5 J HERMANN UETZ LEIPZIGER STRASSE ALEXANDER- PLATZ FRANKFURTER ALLES Aussergewöhnlich billig:: 5 Waggon Glos, Potzellon, Sieinnt und Uirtsdiofts-Amkel PonelBan Kaffeetassen mit Untertassen, weise... StUek 7 PI. Speiseteller weiss ,,,,,,, nach 1 0 pt, tief 1 5 pf. Aliendbrotteller weise. Ä v........ stuck 8 Kompottelier weise....... l... sto°k 6 p,. Ksswui'atlonstsIlE?'«ack-. Stuck 1 Z--r. Saueleren w-ise. �. stuck 43 pf. Salatieren weiss. ZvMM.. stuck 28, 38 p,. Bratenplatten weise.. stuck 38, 45, 65, 95 pr. Kaffee-Service med. Dekor s-temg 265 395 Kaffee-Service mod. Dekor.. H. le-temg 785 Ess Service 30-teiI.1950, 60-teil.3SCO, 78-teil.6200 [Tafel-Service fUr 6 Personen, apart. Ftosendekor. 12 Steingut Teller blau, Zwiebelmustor. n'ri f V.,. 1 8 Pf AbendbrOtteller blau, Zwiebelmuster. ,,,,,,, 9 Pf. Kaffee- nnd Teetassen blau, Zwiebelmuster,,, 13 Pf. Salatleren Sata,.............. 90 pf. bunt I25 Speiseservice 385 Waschgarnituren TtXV™'n: 95 pf, I75 245 Blumenkübel......... 18, 28, 38, 43. 95 pf. Blumentopf Untersätze M 5'.'' 9. 12, 14, 16pf. Obstschalen auf Fuss, Fruchtdekor.,« �«,,,»» I28 ObStteiler ca. 18 cm, Fruchtdekor 1 3 Pf. Vejeuners mit Tablett Ä".D.� 1 99 Tollettenelmer mit Rohrbugei, weise 265 r-n 395 Emaille Toiletteneimer................. I60 180 WaSChSChÜSSeln weiss, 35 cm Durchmesser. 95 Pf. Kannen................ I25 I75 225 275 Schmortöpfe.....v..., 30, 45, 55, 65 pf Kasserollen.......... 28, 35. 40, 45 pt Wasserkessel.............. r I35 l60 Ascheimer................ 95 pf. 235 Eimer dekoriert, ca. 28 cm Durchmesser. 95 Pf. Brotkörbe, Zuckerkörbe vemickeit... Kakesdosen, Butterdosen vernickelt... Servierbretter, Saftkannen vemickeit. durchweg 90 Pfennig Waschwannen zink. 650 87ä 1025 Waschzaber zink.... 9°° 2 Gaspiähen vernick., m. Erhitzer Garnitur �n., echt Porzellan- Teller Feston m. Goldrand flach oder tief.......25 Pf. Dessertteller..»«.y. 20 Pf. Kompottelier. i'tt Eisschränke ÄrÄ • �0"' zirKa 250/o Ermässigung M Hoffnung' Berliner Schneiderei- Genossenschaft J?G. m. b. H. Zwischen Rosenlhaler DmiHiionch* fOl Zwischen Rasenthaler Tor u. Invalidenstr. OliUlllelliir. löt) Tor u. Invalidenstr. Gegr. i. Februar 1906 v. organisiert. ScimeidergehilfonBerlius. EmpfieMt sich allen und ; Hrbeitern, Parteigenossen liiitbiirgern zur Anfertigung eleganter llerren-i.Knal)enganlerol)e Großes Lager fertiger Herren-, Knaben- u. Kinder-Anzüge. Gvoßo Auswahl in Sommer-Paletots, ölster, Radtaliranziigen a FanL-Westen In allen Größen nnd Preislagen sowie Arbeiter- Berufs- Kleidung. Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt in' eigenen BetrlebSWerkStätteil nnter den von l unserer Organisation festgelegten Bedingungen. Lieferanten 103/1* der Konsam-Gcnosscnschaft Rerllnn. Umgegend, des Charlottenburger Konsnm-Vereins sowie des■ Arbeiter Hadfahrerbnndes. NB. Wir weisen besonders darauf hin, daß wir nur für eigenen Bedarf fabrizieren und unsere Waren in keinem i anderen Geschäft zu haben sind. Im.Tnll nnd August bleibt unser Geschäft Monntags von IO Uhr ab geschlossen. I>ie reellsten und billigsten Möbel und Polsterwaren auf Teilzahlung zu Kassenpreisen und Zinsvergütung erhält man in der seit 32 Jahren bestehenden Möbelfabrik unter lOjährigor Garantie« Cnlllllrf Raichenherger 4808L* Straße 5. IIIIIIIII lllllllllll �narmes � im Schaufenster der Zigarrengeschäfte! Die ierrliäjfte ferienjett verlebt man in Fulknlioien- Nest und spürt die teuere u. unbequeme Sommerreise, Direkt am Bahnhof Seegefeld 20 Charlottenburg JLÄ 80 Minuten ab Lehrter Bahnhof(Hamburger Bahn) Wundorschönea Landachaftablld mit bewaldet«® Höhenrügen am Brieselaug:, an den schönsten u. grössten Laub- u. Nadelwald anschliessend. Direkter Stadtbahnverkehr steht In naher Ans- sieht. Dlo DOberltzer Heerstrasae Hegt In nactasler Nähe« Daher grosse Wertsteigerungl □Rute vora 15 Hk. an Kleinste Anzahlung. Amortlsat.- Hyp. bis 1920. Fertige Somraorhäuachen 700.—, II00.—, 1500— iL s; schlüsselfertig, sofort beziehbar.ii ,, Hieschalke& Hitsohe Derlie NO, Neee Könifratruse 16 Foruspr.: AmtVXI. 0378. Artikel fDr 'Riniier-, ScimnEr- und Vereinsfeste! Zuglatemen, Stooklaternen etc. Balionlaternen, Girlanden etc. Artikel f. Tombola, Artikel f. Laubenkolonien. Verlangen Sie Sommerkatalog 1911. Billigste Bezugsquelle! □ Riesenauswahl I Versandhaus M. Liemann Berlin C. 25, Prenzlauer StraBe 46 V.* WWW W omen- Ei Feinste Stck. 2, 3, 4, 5 Pf. Cigarette= Ueberau zu. haben= Lerantwortlicher Redakteur: Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil Verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer».Ca, Berlin LW. |t. 170. 28. ZchMg. kilU Ks.AmSrts" Kerl« Nslksdlsll Sovatag. 23. Zoll l9!l. Morgen Montag: frauen-Leleabencl. Partei- Angelegenheiten. Die Kreis- Generalversammlung des Sozialdemo- kratischen Wahlvereins für Niederbarnim tagt am Sonntag, den 23. Juli 1911, vormittags 19 Uhr, im „Cafü Bellevue" in Rummelsburg, Hauptstr. 2. Auf der Tagesordnung steht: 1. Tätigkeitsbericht vom 1. Juli 1910 biS 80. Juni 1911. 2. Wahl der Kreisleitung. L. Der deutsche Parteitag und die Frauenkonferenz; Wahl von fünf Delegierten. 4. Die Provinzialkonferenz und Wahl von drei Delegierten. 5. Erledigung der eingegangenen Anträge. Zur Teilnahme sind verpflichtet: Die gewählten Dele- gierten, die Bezirksleiter und die Vorstandsmitglieder. Die Parteimitglieder, die den Verhandlungen als Gäste beiwohnen wollen, haben als Legitimation ihr Mitgliedsbuch vorzuzeigen._ Der Kreisvorstand. Wilmersdorf-Halens». Die Mitglieder des Wahlvereins werden auf die am Dienstag, den 25. Juli, abends 8V, Uhr. tm Gesellschaftshause. WilhelmSaue 112. stattfindende Monatsversammlung ganz besonders aufmerksam gemacht, da in dieser Versammlung die B e s ch ä f t S o r d n u n g für Ler> fammlungen und Wahlvereinsfunktionäre beraten werden soll. Der Vorstand. Charlottendurg. II. Gruppe. Dienstag, den 25. Juli, abends S'/a Uhr, findet im VolkShaufe eine Versammlung der Gruppe statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über.Stadtparlament'. 2. Wahl eines Gruppenführers. 3. Verschiedenes. Guten Besuch erwartet Der Gruppenführer. Reinickcndorf-Ost. Die Generalversammlung de« Bezirks findet am Dienstag, den 25. Juli, abends 8 Uhr, im Restaurant »Zur Eisenbahn', Provinzstraße, Ecke Nordbahnstraße, statt. Tage«- ordnung: Bericht und Neuwahl der Bezirksleitung und der Funk- tionäre; Partei- und VereinSangelegenhetten. Die Bezirksleitung. Karlshorst. Dienstag, den 25. d. M., 8'/z Uhr: Mitgliederversammlung im.Fürstenbad'. Vortrag des Genofien Etadtv. Paul Dupont:»Klassenjustiz, die Schmach des kapitalistischen Zeitalter»'. Die Bezirksleitung. Steglitz. Am Dienstag, den 25. Juli, abends 8'/, Uhr, bei Echellhase, Ahornstraße 15: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Der Jenaer Parteitag. Referent: Heinrich Schulz. 2. Kreis- und Verbandsgeneralversammlung. 3. Verschiedene Anträge de» Vorstandes. Zehlendorf(Wannseebahn). Dienstag, den 25. d. M., abends 8'/, Uhr, bei Benno Mickley, Potsdamer Str. 25: Fortsetzung der Generalversammlung. Wahl der Bezirksleiter und Revisoren. Vor» trag des Genofien Zempelburg.Kunst und Arbeiterbewegung.' LereinSangelegenheiten. Verschiedene». Der Vorstand. Lankwitz. Mittwoch abend» 8 Uhr. bei Ebel, Mühlenstraße: Generalversammlung. Tagesordnung: Bericht des Vorstande» und der Funktionäre. Neuwahlen. Gemeindevertreterbericht. Vereins« angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Groß-Bcsten. Heute Sonntag, nachmittag« t Uhr, findet im Lokal von Schmidt, Klein-Besten, die Generalversammlung de» Wahl- verein» statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftsteller» Ge- nofien Z e m p e l b u r g- Charlottenburg. 2. Diskussion. S.Bericht de» Vorstände». 4. Neuwahl de» Vorstände». 5. Verschiedenes. Parteigenossen, die aus Schwarzburg-Sonders- hausen stammen, werden gebeten, ihre Adressen dem Genossen Dr. Kurt Roscnseld. Spandauer Brücke 1a. mitzuteilen. Berliner JVachrichten. Seht die Wählerliste« ein! Die Wählerlisten zu den Stadtverordnetcnwahlen liegt nur noch bis zum 30. Juli aus. Versäume kein Wähler, sich durch Einsichtnahme sein Wahlrecht zu sichern. Am heutigen Sonntag kann die Liste in der Zeit von vormittags 10 Uhr bis 4 Uhr nachmittags eingesehen werden und zwar an folgenden Auslagestellen: «-„„.Krtir» sür die umfassend Turnhaue Wahlbezirke die Stadtbezirke Hagelberger Str. 34 1—8 1—780, 118, 120. 210-217. Waldemarstr. 77 0—14 70-117, 110, 121—124. EtrauSberger Str. v 15—25 145— 201. Oderbcrger Str. 67 26—35 202-200, 218-254 E, 268 bis 267, 276-278, 321. Ravenüstr. 12 36-48 255-257, 268-276. 279 bis 8200, 322-326 D. Zn dem Brande in der Gummifadrik Herz, Köpenicker Straße, wird uns geschrieben: In den Arbeiterkreisen dieser Fabrik ist e» seit langem bekannt, daß die Abteilungen Streichsaal und Tauch- räum eine direkte Menschenfalle darstellen, wiederholt sind die Ar- beiter bei der Betriebsleitung vorstellig geworden und haben um Abhilfe ersui?t. Der Obmann der Kommission wurde bald darauf entlassen mit ver Begründung, man wolle Ruhe im Belriebe haben. Auch der Gewerbeinspcktor Dr. Lohmann wurde wiederholt von der Organisation aui die Gefährlichkeit dieses Betriebes aufmerksam gemacht: znletzt noch am 16. Juli brieflich. Trotzdem wir baten, den Empfang des Schreibens zu bestätigen, ist dieses nicht geschehen. Die Explosion kam im Streichsaal aus und zwar durch' Selbstenlzündung. Hier stehen mit engen Zwischenräumen 2 Spreadingmaschinen. Zwischen der Wand und den Maschinen ist nur ein Weg von 1 Meter Breite, derselbe wird noch verengert durch zirka 25 Botliche mit Gummilösung und Benzin. Durch die Maschinen geht Leinewand, welch« mit Gummilösung bestrichen wird. Durch die Reibung der Leinewand mit den Stahlwalzen entstehen öfter kleine Feuersunken: in den letzten 4 Wochen ist dieses öfter passiert. An dem UnglückStage fingsauch die Leinewand Feuer, diese« sprang auf die Benzinbehälter über und im Augenblick stand der ganze Raum in Flammen. Da dieser Raum nur einen Ausgang hat und die Explosion an der Maschine entstand, welche sich der Tür am nächsten befand, so wurden die 6 hier beschäftigten Arbeiter vom RettungSwege abgeschnitten. So kam es auch, daß von den sechs Mann einer verbrannte, zwei schwer verletzt und einer leichter Verletzt wurden. Die Arbeiter, die sich in den Räumen über dem Brandherde befanden, mußten sich, da die Treppe vollständig ver- qualmt war, über die Feuerleiter nach dem Hofe retten. Auch hier war eS noch ein Zufall, daß die Arbeiter diese Leiter benutzen konnten, da dieselbe direkt verbaut ist. Bor der Feuerleiter ist nämlich das Bureau des Ingenieurs gebaut und wenn dieser Herr «tcht anwesend ist. dann ist auch der Zugang zur Leiter verschlossen. Ueberhaupt sind die Zustände in dieser Fabrik sehr verbefierungS- bedürftig, die Gewerbeinspektion würde hier ein reiches Arbeits- feld vorfinden. So lagern in den Räumen größere Mengen von Benzin, aber nicht in feuersicheren Gefäßen sondern in Blechbüchsen, zu denen des öfteren noch die Deckel fehlen. In der Kaltvulkani- fation, in der hauptsächlich Frauen und Mädchen beschäftigt sind. wird mit Schwefelkohlenstoff gearbeitet, Ventilation fehlt gänzlich. Auch hieraus ist die Gewerbeinsvektion aufmerksam gemacht. Der Tauchraum ist 3 Meter hoch, 3 Meter breit und 13 Meter lang, hier werden Stoffe für Autoreifen getaucht, die Arbeiter stehen mit dem Gesicht über den Lösungsbehälter, werden durch den Dunst bewußtlos und mehrsach sind dieselben mit dem Gesicht in die Behälter gefallen. Der Ventilator befindet sich seit einem halben Jahre in Reparatur. Ventilation fehlt überhaupt im ganzen Betriebe. Das Reinigen der Fabrikräume findet nur selten statt. Der Schlauchwagen befindet sich in einem Zu- stände, der ständig Unfälle herbeiführt. Die Garderoben« räume sind ebenfalls jämmerlich. Für 200 Arbeiter find nur sechs Klosetts vorhanden. Im letzten Vierteljahr sind hier mit dem neuen Unfall neun schwere Unfälle passiert, sechs davon waren der Gewerbeinspektion bekannt. Hoffentlich wird nun die Gewerbe- inspeltion sich diesen Betrieb etwa» näher ansehen. Die hygienischen Verhältnifie lassen im allgemeinen in den Berliner Gummifabriken viel zu wünschen übrig, so passierte eine ähnliche Explosion erst kürzlich in der Norddeutschen Gummifabrik am Tempelhoier Ufer.' Diese au» den Kreisen der Arbeiter stammenden Mitteilungen bilden eine schwere Anklage gegen die Betriebsleitung und lafien die Frage aufwerfen, ob auch die Gewerbeinspektion alles getan hat. um schwere« Unglück zu verhüten. Jedenfalls aber hat die Gewerbe- lnspektion alle Ursache, ihre ganze Aufmerksamkeit Betrieben zuzu- wenden, in denen so hochgradige UnglückSgefahrcn bestehen wie in den Gummi- und chemischen Fabriken. Die Tätigkeit der deutschen Zentrale für Jugendfürsorge im Jahre 1310. Die Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge(Geschäftsstelle: Berlin, Wallstraße 89, Sprechzeit 0 bis 1 Uhr) hat kürzlich ihren Geschäftsbericht herausgegeben. Aus ihm ist ersichtlich, daß die Zentrale auf dem Gebiete der Jugendfürsorge ein achtbares Stück praktischer Arbeit geleistet hat. Die Praktischen Leistungen der Zentrale zerfallen in drei große Abteilungen, in die selb- ständige Bearbeitung von Einzelfällen, in die Berliner Jugend- gerichtshilfe und in die Tätigkert bei der Fürsorgestelle des könig- lichen Polizeipräsidiums. Die Einzelfälle sind von 700 im Jahre 1907 bereits auf 1060 gestiegen, von denen 44 durch die Presse bekannt wurden. Von Jnterefi« sind aus dieser Abteilung noch folgende Zahlen: Die Zentrale ließ durch Antrag 53mal die gesetzliche Fürsorgeerziehung anordnen, veranlaßte 64mal die Vor. mundschaft, 21mal Aufnahme in städtische Waisenpflege. 3vmal in städtische oder Provinzialanstalten für Schwachsinnige und Epilep- tische, 2gmal in Wöchnerinnenheime und Krankenhäuser. 38mal in Ferienkolonien und Erholungsstätten, 20mal in Fortbildungs- und Haushaltungsschulen, 138mar in Erziehungsanstalten. Asyle, Heime, Kinderhorte, Kindergärten und Krippen, 70mal in Privat- pflegcstcllen, 44mal in Lehr-, Dienst- und Arbeitsstellen, veranlaßte ferner 13mal die Rückkehr Jugendlicher in die Heimat, konnte 7mal eine Aussöhnung mit den Angehörigen herbeiführen, leitete 112- mal eine regelmäßige Kontrolle oder weitere Beobachtung ein, er- ledigte 116mal den Fall durch einmalige oder wiederholte Rat- erteilung. Um der gewerbsmäßigen Vermittelung von Adop. t i o n e n entgegenzuwirken, die den Vermittlern die Tasche füllen, das Wohl und Wehe der Kinder aber unberücksichtigt lassen, hat die Zentrale zunächst in kleinem Umfange mit der Vermittelung von Adoptionen begonnen, was bereit» in 14 Fällen zu sehr befriedigen- den Ergebnissen führte. Die Berliner JugendgerichtShilfe erstreckte sich auf nicht weniger als 2007 Fälle. Hier liegt die Aufgabe der Zen- trale in der Zuleitung zu den bearbeitenden Vereinen und in der Rücklcitung der Berichte an das Gericht. Doch wird auf Wunsch von Anfang an mit Rat und Tat materieller Natur eingesprungen. Zurzeit arbeiten 76 Korporationen in der Berliner Jugendgerichts- Hilfe mit. Nach dem Bericht hat sich die Organisation bewährt. Die Erfahrungen haben indes gelehrt, daß in manchen Fällen die Für- forgetätigkeit zu einer Familienfürsorge werden müsse, in anderen Fällen bedürfe eS besonderer pädagogischer Gaben oder besonderer Kenntnis auf armenpflegerifchem Gebiete. Von großer Wichtigkeit ist die Jugendfürsorge stelle beim Polizeipräsidium, die im Jahre 1010 insgesamt 1133 Fälle zu bearbeiten hatte. Im Polizeigefängnis und Polizei- gewahrfam wurden 340 Minderjährige vorgeführt, davon 160 heim« befördert, 123 der freien Hilfstätigkeit, 66 der Fürsorgeerziehung überwiesen. Die Zahl der aktenmätzig zu behandelnden Minder- jährigen belief sich auf 784, wovon 724 der freien Hilfstätigkeit und 60 der Fürsorgeerziehung überwiesen wurden. ES haben demnach genau 0 Proz. aller Fälle mit Fürsorge. erziehung geendet. Da» Bedürfnis fordert aber, sagt der Bericht, unabweisbar Erweiterung dieser Arbeit. So müßte auch für die jugendlichen Obdachlosen gesorgt werden, inibesondere durch Beschaffung von Arbeitsbüchern und Jnvalidenkarten. Von den vorbezcichncten drei Gruppen aus wurden auf dem Lande in Arbeits- oder Dienststellen 115 Minderjährige untergebracht, in Pflegestcllen 12 kleinere Kinder. Aus dem weiteren vielseitigen Wirken der Zentrale für Jugendfürsorge lassen sich hier nur einige Stichproben entnehmen. Die von der Zentrale in Verbindung mit anderen Organisationen im Januar 1911 veranstaltete Ausstellung gegen die Schundliteratur war ein Verdienst. Als Erfolg diese? Unternehmens ist ein wesentlicher Rückgang der Schundliteratur in offenen Verkaufsläden zu bemerken. Zur Einschränkung sind weitere Maßnahmen geplant. So soll durch Verteilung von Karten mit Uebersichten guter Lesegelcgenheitcn die schulentlassene Jugend Groß-Berlins auf die richtigen Quelle» aufmerksam gemacht wer« den. Ferner ist der Versuch gemacht, auf Vermehrung von Fabrik- bibliotheken, besonders in solchen Fabriken, die viele weibliche K'räfte beschäftigen, hinzuwirken. Die Berliner Gewerkschafts- kommission hat ja schon seit längerer Zeit in verschiedenen Teilen der Stadt Ausgabestellen für gute, billige Hefte unter den weit- herzigsten Bedingungen eingerichtet. Von Schuldirektoren wird bei Ladeninhabern, die in der Nähe von Schulen Schundliteratur ver- kaufen, auf Einstellung des Vertriebes gedrungen. Aus der Fürsorge für Säuglinge und Mütter ist z« erwähnen, daß die Hilfe der Zentrale in zwölf Fällen vor der Geburt des Kindes gewährt worden ist. Der Verband für weibliche Vormundschaft sichert dem Kinde im voraus einen ge- wissenhaften Vormund. Bei der Unterbringung der Neugeborenen wurde auch daS rühmlichst bekannte KinderhauS in der Blumen- straße in Anspruch genommen. Recht rückständig ist noch die Fürsorge für die Klein- k i n d e r. ES wird im Bericht bewnt, wie ungeheuer die Zahl der Kindergärten vermehrt werden müsse, um nur die Kinder der alleinstehenden, auf Erwerbsarbeit außer dem Hause angewiesenen Mütter unterbringen zu können. Sehr fühlbar macht sich der große Mangel an Anstalten, die solche Kleinkinder ganz in ihre Obhut nehmen. Bei der Fürsorge für Schulpflichtige hat sich die von der Zentrale veranlaßte Umschulung von Kindern, die in schlechte Gesellschaft geraten waren oder durch das Bekanntwerden einer von ihnen begangenen Straftat in ihrem Schulverhältnis geschädigt schienen, bewährt. Die Unterbringung psychopathischer Kinder wird sich noch erfreulicher gestalten, wenn der Bau de» HeilerziehungSheimZ für 24 psychopathische Knaben in Templin bezugsfähig ist. Die Fürsorge der Zentrale für die schulent» lassene Jugend erstreckte sich neben weitgehender praktischer Hilfe auch besonders auf die Tätigkeit bei den Jugendgerichten. ES ist anzuerkennen, daß hier Frauen als Verteidigerinnen vor Gericht auftreten. Sie sind sehr häufig für bestimmte Verhältnisse urteilsfähiger als Männer. Aus der Schilderung einer Anzahl von Einzelfällen ersehen wir, daß wiederholt Kinder durch die Mit- arbeiterinnen der Zentrale aus der elterlichen Wohnung mit polizeilicher Hilfe fortgenommen worden sind, ehe noch das zu- ständige Gericht die Fortnahme der Kinder verfügt hatte. Diese Außerachtlassung der gesetzlichen Bestimmungen ist unter keinen Umständen zu billigen. Ein solches Verfahren muh um so mehr verurteilt werden, wenn man weiß, daß daS Gericht ohne jede Nachprüfung auf Grund von einseitigen Angaben hier seine Ent- schließungen faßt. Und die Berichte mancher recherchierenden Damen sind oft anfechtbar, weil sich die vielfach auS besseren Kreisen stammenden Rechercheurinnen gar nicht in die Lage der Ar- beiter hinein denken können. Da ist eS denn ganz gut, daß auch aus Gewerkschaftskreisen Mithelfer aus diesem Gebiete tätig sind, was aber aus dem Bericht nicht ersichtlich ist. Wir vermissen im Bericht auch die Mitteilung, wieviel Für» sorgezöglinge wieder den Eltern als ordentliche Menschen zugeführt worden sind. Vermutlich ist diese Zahl außerordentlich gering. DaS letzte und schärfste Mittel, die Unterbringung in der öffentlichen Erziehungsanstalt, ist und bleibt vorläufig ein Zwangsmittel ohne wahren pädagogischen Wert. Längst steht fest, daß Kinder in Für- sorge gebracht wurden und noch werden, die im allgemeinen gut geartet sind, aber für die Sünden der Eltern büßen müssen und nun ihr Leben lang den Stempel der Fürsorgeerziehung an der Stirn tragen. Auch hierüber schweigt sich der Bericht, dem eine größere Statistik beigegeben ist, aus. Die neue Bestimmung der Berliner Waisendeputation, daß Zöglinge, die sich längere Zeit der Fürsorgeerziehung entzogen. sich währenddessen aber einwandfrei geführt haben, nicht aus ge. ordneten, von ihnen selbst geschaffenen Verhältnissen hcrauSzu- reißen sind, konnte durch dir Vermittelung der Zentrale bereit» zur Anwendung gebracht werden. So wichtig die Tätigkeit der Zentrale für Jugendfürsorge auch sein mag, wichtiger ist doch, für eine systematische Hebung der Lage der arbeitenden Klassen Sorge zu tragen und dazu beizutragen daß die Ursachen der Verwahrlosung, des Verbrechens, die Not und das Elend beseitigt werden, als nur an den Folgen dieser Zustände herumzudoktern._ Fortschritte der Konsumgruossenschaft. Die Koniumgenvssenschafl Berlin und Umgegend schloß am 30. Juni ihr 12. Geschäftsjahr ab. Der Umsatz in den Berkaufsstellen betrug 6 071 008,05 M. Dazu kommen 740 793 M. Lieferantengeschäft und 48 93t, 62 M. Kohlen- Umsatz, so daß der Gesamtumlatz sich auf 6 870 722,67 M. belief gegen 4 633 834,18 M. im vorigen Geschäft«jahr. da» sind 2 236 883.40 M. mehr. Der Juni bracht« 684 445.03 M. gegeu 453 070,06 M. im gleichen Monat de» Vorjahres, also 231 365,07 Mark mehr. Zuzzeit Hai die Genossenschaft 65 VerkaiiiSstellen, dazu kommt in der nächsten Woche am Freitag, den 28. Juli, die Ver» kaufSstelle Reinickcndorf-Ost. Holländer Ew. 126: ferner die Ver- kaufSstellen Slolpischestr. 24-, vaumschulenweg. Baumschulenstr. 03»; Wilmersdorf,«ugustastr. 3; Westend, Fredericiastr. 11; dann im Oktober die 0 Verkaufsstellen des AdlerShofer Verein? sowie noch einige in Vorbereitung befindliche, so daß in Bälde nahezu 100 Ber» kaussstellen vorhanden sein werden. ES ist demnach AuSficht vor» Händen, daß da» 13. Geschäftsjahr 10—11 Millionen Mark Umsatz bringt, falls die Genossenschaft die nötige Unterstützung der Wik- glieder erhält._ Die Verschleppung der Sonntagsruhe. Uns wird geschrieben: Die Stadtverordneten von Berlin Hoven bekanntlich im Februar d. I. eine Verkürzung der SonntagSarbeit um 2 Stunden beschlossen, und zwar in der Weise, daß in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September die offenen Verkaufsstellen nur von 7—10 Uhr und vom 1. Oktober bis zum 30. April von 12—2 Uhr geöffnet fein dürfen. Die geplagten HandelSangestellten glaubten nunmehr, vom 1. Mai an dieser, wenn auch ungenügenden Erweiterung ihrer Sonntagsruhe teilhaftig zu werden. Doch hatten sie ihre Rechnung ohne den Berliner Magistrat gemacht. Der 1. Mai Jam heran und die Geschäfte blieben wie bisher geöffnet. Der Berliner Magistrat konnte eS nicht über sich gewinnen, in der Sozialpolitik voranzu» marschieren. Er knüpfte daher an den Beschluß der Stadtverord« netenversammlung die Bedingung, daß die angrenzenden Ge» mcinden dieselbe Regelung treffen. Da» bedeutete natürlich ein« Verschleppung ins uferlose. Der Sommer ist fast vorüber, und e» ist noch immer nicht abzusehen, wann endlich die ReichShauptstadt anderen deutschen Städten, wie München, Dresden, Frankfurt a. M. usw., nachhinken und von dem ihr seit zwei Jahren zustehenden Recht, die Verkaufszeit in den Detailx-schäften zu verkürzen, Ge- brauch machen wird. Zwar haben die meisten und bedeutendsten Groß-Berliner Ge» mcinden dem Berliner Beschluß sich angeschlossen, aber noch wartet die Millionenstadt auf Handelsplätze wie Pankow usw. Wilmersdorf hat angeregt, die Angelegenheit durch persönliche Aussprache von Vertretern der beteiligten Gemeinden zu fördern. Doch das Zustandekommen dieser Konferenz liegt noch weit im Felde. Auf jeden Fall sind die Angestellten für diesen Sommor um die in Aussicht gestellte Erweiterung der Sonntagsruhe betrogen. Noch immer muffen sie in glühender Mjttagshitzr hinler dem Laden, lifdj stehen und ivarlen. bis sich dielleicht ein gedankenloser Käufer in den Laden verirrt. Der Zentralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands hat wie stets sein Mög- lichstcz getan, den Forderungen der Gehilfenschaft Gehör zu der- schaffen. Er hat seinen Standpunkt in Eingaben und überfüllten Protestversammlungen unermüdlich vertreten; sozialdemokratische Stadtverordnete haben im Rathause die Wünsche der Angestellten nachdrücklichst zum Ausdruck gebracht. Neben der Einwirkung auf di« kommunalen Behörden hat sich der Zentralvcrband mit einer Reihe von Geschäftsinhabern in Per. bindung gesetzt und so wenigstens mehreren Hunderten von An- gestellten, namentlich im Weddingviertel und in Rixdorf, den freien Sonntag von 10 Uhr ab verschafft. Unsere Leser werden ersucht, diejenigen Geschäfte, welche ihren Angestellten die vollständige Sonntagsruhe gewähren oder mindestens von 10 Uhr vormittags an geschlossen halten, bei ihren Einkäufen an den Wochentagen zu bevorzugen. Am Sonntag sollte ein einsichtsvoller Konsument unter keinen Umständen kaufen. Tie Angestellten aber sollten in größerer Zahl als bisher ein- sehen, daß sie die Fortschritte, die ihnen die Gesetzgebung noch ver- sagt, durch gewerkschaftlichen Zusammenschluß im Zentralver- band der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands(Bureau: Neue Äönigstr. 36) erreichen können. „Schrip�enkirchen" nennt der Bolksmund eine mit dem Verein Dienst an Arbeitslosen in Verbindung stehende Einrichtung, deren Spitzname schon besagt, daß hier die Frommen durch Einwirkung auf.schiffbrüchige ihren Sonderzwecken dienen wollen. Seit Jahren finden an mehreren Stellen der Stadt, so am Johannistisch, in der Ackerstraße u0d am Weddingplatz in der Müllerstraße, jeden Mar- gen, auch Sonntags, in aller Frühe Gebetsversammlungen statt, zu denen hauptsächlich Obdachlose pilgern. Man hört oft die Mei- nung, daß Obdachlose die Kost der Asyle verschmähen, weil sie es nur auf das Nachtlager absehen und sich tagsüber durch Betteln oder auf andere Weise verhältnismäßig gut ernähren. Weshalb laufen nun aber täglich einige hundert Obdachlose, sobald sie das Asyl verlassen haben, im Sturmschritt nach jenen Gebetsvcrsamm- lungcn? Nicht um zu beten und sich zu erbauen, obwohl ja auf manche Niedergedrückte eine vernünftige Ansprache einen gewissen Eindruck nicht verfehlen mag, sondern um den Hunger zu stillen, das Betteln möglichst zu vermeiden und die gereichten Schrippen mit Kaffee entgegenzunehmen. Das ist immerhin von Wert für solche Unglückliche, die in dem trefflichen Asvl des Berliner Asyl- verein? wegen Uebcrfüllung keine Aufnahme fanden und dem städti- scheu Asyl aus dem Wege gehen. Es könnte in den Obdachlosen noch ein größeres Gefühl der Dankbarkeit aufkommen, wenn man die leibliche Speise nicht auch regelmäßig mit�geistlicher Kost würzen wollte. Erst Gebet mit Singsang, dann Schrippen mit Kaffee, hierauf wieder Gebet mit Ansprache, endlich Topfreinigung— das sieht alles zu gemacht aus, um die Einrichtung auf ein höheres Ni- veau wirklich sozialer Liebesarbeit zu heben. Man reicht hier ein Stück Brot, um dafür seinen Tribut von der Seele einzufordern. Sehr viele, die ganz gern das Frühstück mit in den Kauf nehmen würden, gehen nur deshalb nicht nach der„Schrippenkirche", weil fie sich von dem Seelenfang abgestoßen fühlen. Sie haben da» rich- tige Enipfinden. daß sie in ihrer Notlage für kirchliche Eigcnzwccke ausgeschlachtet werden sollen. Ein zweite» Opfer der Explosienßkatastrophe. Da» Epplosions- Unglück in der Gummifabrik von S. Herz in der Köpenickcr Straße 187/188 hat ein zweite? Todesopfer gefordert. Im Kranken- hause Bethanien ist in der letzten Nacht der 25jährige Arbeiter Otto Pritzkow aus der Königsberger Straße 34, der am ganzen Körper schwer verbrannt wurde, seinen Verletzungen erlegen, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben. Da» Befinden de» gleich- fall» schwer verbrannten Arbeiters Gesell hat sich etwas gebessert, doch ist die Lebensgefahr immer noch nicht beseitigt. Herr v. Manteuffel, der bisherige Landesdirektor der Provinz Brandenburg, ist nunmehr offiziell aus seiner Stellung geschieden, nachdem er bereits vor längerer Zeit Urlaub genommen hatte. Er veröffentlicht im„Teltower Kreisblatte" seinen Abschied mit Dankcsworten an die königlichen und kommunalen Behörden und an die gesamte Einwohnerschaft der Provinz. Herr v. Manteuffel hat während seiner fünfzehnjährigen Tätig« keit al» Landesdirektor der Provinz Brandenburg in echt reattio- uärer Weise gewirkt und nicht zuletzt ist es ibm mitzudanken, daß in den letzten Jahren den Eingemeindungsbestrcbungcn in Groß- Berlin erhebliche Schwierigkeiten gemacht worden sind. Wege« Kautionsschwindels verhaftet wurde der 27 Jahre alte Ingenieur Rudolf Pinku», der in der Gitichiner Straße 1«in Patent- und technisches Bureau betrieb. Pinkus nahm ansang« vorigen Jahre» einem Angestellten, dem er die Teilhaberschaft in Aussicht stellte und dem gegenüber er sich für einen reichen Mann ausgab, eine Bürgschaft von 10 000 M. gab, weil es sich um eine VerirauenSstelle handeln sollte. Di« Bürg- schast wurde in preußischen Staatspapieren auf den Namen des PinluS bei einer Bank niedergelegt. Als Pinku« bald darauf unter dem Borwande, daß er ungeeignet fei. den Angestellten wieder entließ, konnte dieser wegen einer Vertragsklausel da» Geld nicht gleich zurückbekommen, später hörte er dann, daß ihm Pinku» seine Vermögenslage falsch dargestellt habe. Als er jetzt Sicherstellung des Betrages verlangte, kam ans Licht, daß der Ingenieur die Papiere bald nach ihrer Niederlogung verkauft und den Erlös für sich verbraucht hat. Er hat auch bei vielen Leuten Schulden gemacht und schon den OffenbarungSeid geleistet. Goldwarendiebstahl. Die Diebstähle bei Juwelieren und Gold- tvarenhändlern in Berlin häufen sich. Noch sind die beiden großen Dieb- stähle in der Potsdamer Straße in frischer Erinnerung, und schon wieder wird ein neuer Goldwarendiebstahl, diesmal aus dem Nord- osten der Stadt gemeldet. In der letzten Nacht drangen Einbrecher in der Neuen Königstr„60 in das Goldwarengeschäft von Mocsäri ein. Die Diebe operierten in derselben Weise wie bei Nevir u. Sohn in der Potsdamer Straße 22». Sie verschafften sich Zutritt zu einer über dem Laden zurzeit leerstehenden Wohnung und bohrten von hier aus ein Loch durch die Decke. Einer der Diebe stieg in den Laden hinab und traf hier eine Auswahl unter den vorhandenen Gold- und Silberwarekl. Der Geldschrank, in dem die wertvollsten Sachen lagen, blieb merkwürdigerweise unberührt. Vermutlich sind die Diebe gestört worden. Erbeutet haben sie für etwa 3000 M. Gold- und Silberwaren. Den Rückweg traten die Verbrecher wieder durch die Decke an. Strasjenbahnunfälle. Beim Verlassen eines fahrenden Straßen- bahnwagenS schwer verunglückt ist am Freitag die Frau de« Ritter. straße 107 wohnenden Kaufmanns Hellmundt. Frau H. hatte vor» mittags einen Straßenbahnwagen der Linie 32 zur Nachhausefahrt benutzt und sprang an der Ecke der Prinzen- und Ritterstraße vom Hinterperron ab, als sich der Wagen bereits in der Anfahrt zur Haltestelle befand. Die Dame kam zu Fall und erlitt einen kompli- zierte» Bruch des rechten Unterarmes sowie erhebliche Hautabschür- sungen im Gesicht. Die Verunglückte wurde nach dem Urban- Krankenhause gebracht. Ein zweiter Straßenbahnunfall ereignete sich Freitag nach- mittag gegen 4 Uhr in Charlottenburg. Dort fuhr an der Ecke der Wilmersdorfer und Bismarckstraße der Arbeiter Adolf Gesing aus der Rcuterstr. K8 in Rixdorf aus einem Zweirade gegen den Hinterperron eines Straßenbahnwagens der Linie QL. und wurde dabei von der Maschine herunteraeschleudcrt. G. schlug so heftig mit dem Kopf auf das Straßenpslaster auf, daß er eine blutende Wunde am Hinterkopf und anscheinend«ine Gehirnerschütterung erlii�. Auf der Unfallstation in der Kaiser-Friedrichstraße erhielt er Notver- bände und wurde von dort auf seinen Wunsch mittels Droschke nach der Wohnung seiner Eltern gebracht. AuS Furcht vor einer Operation hat sich gestern nachmittag der 27 Jahre alte Kaufmann Adolf Grünbaum aus der Steglitzer Straße 34 das Leben genommen. Der Mann hatte ein Magenleiden und sollte gestern zu einem ärztlichen Eingriff nach einer Privat- klinik gebracht werden. Während der Krankenwagen unterwegs war. um ihn abzuholen, schoß er sich eine Revolverkugel in die rechte Schläfe und war sofort tot. Zu dem Tode des Portiers Geier in der Alten Jakobstr. 54/59, ersucht uns Frau Geier um die Feststellung, daß ihr Mann sich nicht das Leben genommen habe, sondern einem Herzschlage er- legen ist. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 4. Juli er., nachmittags gegen 9'ch Uhr, wurde die Ehefrau Emma Tböne, geb. Balzer, am 13. September 1362 zu Ottzöbcl geboren, Kirchstr. 16 beim Ebe- mann wohnhaft, auf der Charlottenburger Chaussee in der Nähe des Großen Stern von einem unbekannt gebliebenen Radfahrer umgefahren. Dieselbe erlitt durch den Fall einen Schädelbruch und wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Zeugen, welche Angaben über den Unfall und die Person des Radfahrers machen können, wollen sich bei der Kriminalpolizei, Polizeipräsidium, Zimmer 346, melden oder ihre Wahrnehmungen zu Nr. 2628 IV 54, 11 einem Polizeirevier mitteilen. Am 17. Juli d. IS. wurde unweit bei Dorfes Müggelheim im Amtsbezirk Grünau die Leiche eines 30 bis 40 Jahre alten Mannes gefunden. Bei der Leiche wurde ein geladener Revolver borge- funden. Es handelt sich um einen Selbstmord durch Erschießen. Der Erschossene, der 1,72 Meter groß ist und blondes Haar hat, ist schon stark in Verwesung übergegangen, er dürfte daher schon längere Zeit dort gelegen haben. Bekleidet war die Leiche gut einem braunen Jacketanzug, srhwarzem steifen Hut mit der In- schrift: L. Kuschet. Sülzbach, mit weißem Scrviteur, braungeblüm- tem Schlips, weißem Hemd, braunen Strümpfen und sck, Warzen Schnürschuben. In der Tasche wurde ein Schlüsselring mit fünf Schlüsseln, 20 Pfennig und eine Schachtel Streichhölzer gefunden. Die Leidhe befindet sich im Dorre Müggelheim. Zweckdienliche Nachrickten sind an das Königliche Polizeipräsidium zur Tageb.-Nr. 2732 IV 16. 11 zu richten. Ein großer WohnungSbbrand brach gestern früh 5 Uhr in der Matternstr. 8 aus. Bei Ankunft der Feuerwehr standen im ersten Stock Betten, Möbel und Fußböden in Flammen. Die Feuerwehr- Mannschaften mußten über einen Hakcnleitergang gegen das Feuer vordringen und erstickten es mit einer Schlauchleitung. Straßensperrung. Die Andreasstraße don der Breslauer Straße bis zur Holzmarktstraße und das Gartenufer von der Weich- bildgrenze bis zur Liechtensteinbrücke werden wegen Pflaster- arbeiten vom 24. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Im Zoologischen Garten ist vor einigen Tagen ein Greggs Zebra geboren worden, ein munteres Fohlen, das von der besorgten Mutter getreulich beschützt und genährt wird. Das Junge zeigt zwar schon genau die Streifung der Eltern, seine Grundfarbe ist aber etwas dunkler, und die schwarzen Streifen zeigen an vielen Stellen einen rötlichen Anflug, so daß also daS ganze Zcichnungsmustcr weniger leuchtend hervortritt. Gerade diese größte und stärtstgestrcifle abessinische Zebraform kam bis vor wenigen Jahren eine Zeitlang nie lebend nach Europa, so daß dieser Zuchterfolg um so freudiger zu begrüßen ist. Für de« Berein Ardeiter-Jugendhrtm gingen bei dem Unter- zeickneicn ein: 1.80 M. Kranzübtrichud vom 78. Bezirk de« 2. Wahlkreise«. 20 M. Kranzüberschuß von den orgainiiertcn Marklhalleiiarbeitern. S.gö M. 0. d. organisierten ktollegen d. Mc'chinrntabrtk.Prometheus'. Nelnickendorf. 2,95 M. von ,K. L." 3 M. vom 148. Bezirk de« 2. Wahlkreises. 1 M. von Heringshausen, Koloniestraße. 10.50 M. Kronzüherschuß der 8. Abteilung deS 6. KreiscS. 2,20 M. Ucberschuh v..BorwärlS'-Jnserat d. 475. Bezirkt der 1. Abteilung. 20 M. von der Tischlerei der Aiiiengesellschaft für Bau- auSsührung, Ealzuser 8. 5.75 M. vom SSI. Bezirk de« 3. Wahlkreise«. 9,95 Ai. auS d. Sechserkass« v. d. Drehern d. Fa. Hugo Hartmann. Köpenicker Str. 154». 15,50 M. vom 745. Bezirk d. 6. Kreise». 3 M. Ueberschuß einer Kranzspende v. d. Patienten d. Heilslätte Luch. K. R o s e n s e l d. An der Spandauer Brücke 1». Vorort- JVacbncfotem Charlottenbnrg. Großfeuer. Von fünf verschiedenen Seiten wurde gestern vor- mittag 9% Uhr die gesamte Charlottenburger Feuerwehr nach dem Eckhause Fredericiastr. 6— Königin-Elisabethstraße gerufen. Beim Eintreffen der Züge stand der Dachstuhl des umfangreichen, noch neuen Gebäudes in ganzer Ausdehnung in Flammen. Der Brand hatte eine derartige Verqualmung herbeigeführt, daß die dunklen Rauchwolken sich weit über den Kaiserdamm wälzten. Selbst der Lietzensee war in dichten Rauch gehüllt. Der Brandinspektor ließ sofort zwei Dampfspritzen in Tätigkeit treten und mit sechs Rohren, die über eine mechanische Leiter und die Treppen hinweg gelegt wurden, vorgehen. Erst nach einstündigem Wassergeben war die Gewalt des FeuerS gebrochen. Der Dachstuhl ist vollständig ein Raub der Flammen geworden. In der Generalversammlung beS Wahlvereins, welche zunächst das Andenken der verstorbenen Genossen Klawunder. Koppitz, Schmidt und Schöbe! in der üblichen Weise ehrte, referierte Genosse Georg Schmidt über das Thema:„Ein neues Ausnahm e g es e tz?"— Redner unterzog die einzelnen Bestimmun- gen deö neuen Strafgesctzentwurfs einer scbarfen Kritik und for- derte am Schluß seiner Ausführungen die Anwesenden auf, durch Organisation und Agitation dazu beizutragen, daß der neue Reichs- tag«ine Mehrheit erbält, die dafür sorgt, daß dieser Gesetzentwurf nicht Gesetz wird. Den Kassenbericht vom 4. Ouartal 1910/11 er- stattete der Kassierer Genosse Reinsch. Danack» steht einer Ein- nähme von 2716,41 M. eine Ortsausgabe von 716,80 M. gegenüber. Nach Abführung von 1810,94 M. an die KrciSkasse verbleibt eist Ortsbestand von 188,67 M. Dem Volkshausfonds wurden 313 M. für 3180 verkaufte Marlen a 10 Pf. überwiesen.— Wie aus dem nun folgenden Bericht de« Vorstandes hervorging, ist die Mitglie- dcrzabl von 2709 am 30. /Juni 1010 auf 3043,— darunter 384 trauen— am Schlüsse de» Jahre« gestiegen. Tie„Vorwärts". bonnenten sind auf 5030 gestiegen. Der Vorsitzende. Genosse Brunner, bemängelte die überaus niedrige Zahl der Wahlvereins- Mitglieder gegenüber den Vorlvärtsadonnenten; hier müsse noch viel getan werden, um beide in ein einigermaßen ausgleichende» Verhältnis zueinander zu bringen.— Es haben im Berichtsjahre 22 öffentliche, 6 Mitglieder- und 5 Generalversammlungen stattgefunden. Flugblattverbreitungen wurden 11 vorgenommen.— Aus der Aiblioihek sind nach dem Bericht deS Bibliothekars im Laufe des Jahres 502 Bände entnommen worden.— Die Neuwohl des Äesamtvorfiandes ergab folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Ge- nasse Bade, 2. Vorsitzender Stulz, 1. Kassierer Seifert. 2. Kassierer Harnisch, I. Schristsührer Zempelbura, 2. Schriftführer Doos«, Beisitzer Finger, Beisitzerin Genossin Knobbe. Revisoren Genossen Herden, Lodahl, Rojenthal, Ersatzrevisor Wilh. Müller, Biblio» thekar Gerlach. Ferner wurden gewählt al« Gruppenführer: 1. Gruppe: Berg. 3. Gruppe: Scheel und Brühmüller. 4. Gruppe: Klapostein. 5. Gruppe: Stabenow. 6. Gruppe: Schulz. 7. Gruppe: Böhla. 8. Gruppe: Bock. Materialverwaltcr: Franz Bunge. Lokal. kommission: Dcrnitzcl, Rogalt und Scharnberg. Kinderschu�kom- Mission: Frau Sußviann, Schiffcragitalion: Obmann Ouitichau. Die Wahl des Gippplstführerß für die zweite Gxuppe Wil�e py« tggt.•-.,-., � � � Als Delegierte zitr KreiSgeneralversammküllg ffutbeit die Ge« nassen: Bade Seifert. Rosenthal. Scheel. Bock und Genossin Knobbe, zur Verbandsgeneralversammlung Groß- Berlin: Bade, Berg. Brühmüller. Böhla, Bock. Klappstein. Knobbe, Rosenthat, Seifert, Schulz, Scheel und Stabenow gewählt. Nixdorf. Aus der Magistratssitzung. An der 36. Versammlung de» DeuU schen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege zu Dresden in bet Zeit vom 13. bis 16. September d. I. nimmt �vtadtbauvat We�nd teil.— An dem um 4. und 5. September d. I. in Eberswalde findenden 34. ordentlichen Slädtetag nehmen Bürgermeister �r. Weinrcich und die Stadträte Dr. Glücksmann und Adam teil. Die bisherige katholische Gemeindeschule in der Elbestraße soll mit ihrer Uebersiedelung nach dem �schulhause Weserstr�e die Bezeichnung 33. und 34. Gemeindeschuke erhalten.— Nach dem Borschlage der Grundeigentumsdeputation erklärt sich der Magu st rat damit einverstanden, daß ein Wettbewerb zur Erlmigung von Entwürfen für die Bebauung de« letzterworbenen stadti,chen Areals �Lazarus- und Luijenstadt-Kirchengemeinde) veranstaltet und hier- für ein Betrag von 17 000 M. aus Mitteln des GrundstuckS-Er- werbsfondS aufgewandt wird. Die Genehmigung der Stadtvewrd- nctenversammlung soll nachträglich herbeigeführt werde». Daa Vermächtnis deS verstorbenen Grubenbesitzers Korner von 3000 �c. soll angenommen und im Etat der Armenverwaltung als besonderer Fonds aufgeführt und verwaltet werden. Ein tödlicher sNnfall ereignete sich gestern morgen auf dem Hertzbergplatz in Rixdorf. Die 8 Jahre alte Schülerin Margarete Mayer aus der Kaiser-Frredrichstr. 121, swurde beim Spielen von einem Straßenbahnwagen der Linie 85 überfahren und so schwer verletzt, daß sie auf der Stelle verschied. Der BolkSkindcrgarte» befindet sich in der Kirchgasse im Alten Böhmischen Dorfe. Aufgenommen werden Kinder von 3— 6 Jahren; bei Geschwistern werden Ausnahmen gemacht. DaS Schulgeld betragt 1,50 Mark monatlich oder wöchentlich 40 Pfennig, be, Gelchwistern kostet da» zweite Kind die Hälfte,«s wird verabreicht für 5 Pfennig •/, Liter gut« Vollmilch, sowie für 10 Pi-nnig dem Alter ent- sprechendes bekömmliches Mittagessen. Geöffnet ist der Vollskinder- garten von 7 Uhr morgen« bis 6 Uhr abends, Sonnabends ist um 5 Uhr Schluß, Beschäftigt werden die Kleinen mit Spiel und ver- swiedenen Handarbeiten, welckie unter Leitung eines FräulemS ausgeführt werden. Auch Freistellen werden vergeben, 10 Proz. ganze und 5 Proz. halbe. Pankow. Di- hiesigen postalischen Zustände entsprechen seit langem nicht mehr den Bedürfnissen deS modernen BcrkchrS. Ein einziges Post- amt existiert in Pankow— einem Orte von 47 000 Einwohnern und mit erheblichem industriellen Verkehr. Dieses eine Postamt ist zudem an einer Stelle plaziert, wo es vom überwiegenden Teil der Pankower Einwohner nur mit großer Umständlichkeit und unter unverhältnismähiger Zeitvertrödelung erreicht werden kann. Es ist daher kein Wunder, wenn die Oberpostdirektion sich gegenüber dem seit Jahren und auch neuerdings wieder geäußerten Per- langen nach Errichtung eines zweiten Postamtes darauf berufen kann, daß der Postwertzeichen-Perkauf im Postamt in der Wollank. straße sich nur in mäßigen Grenzen bewege und deshalb kein Be- dürfnis für ein zweites Postamt vorliege. Daß der größte Teil der Einwohner Pankow« sich infolge dieser Zustände ebenfalls unter Zurücklegung von zeitraubenden und umständlichen Wegen der Postämter an der nördlichen Peripherie Berlins bedienen muß. scheint die Obcrpostdirektion entweder zu übersehen oder für selbst- verständlich zu halten. Es hat allerdings den Anschein, alS ob letztere Auffassung hier ein« Rolle mitspielt. Handelt es sich doch um einen nördlichen Vorort mit erheblich proletarischer. Bevöllerung. für die ja auch auf anderen Gebieten das Bedürfnis selten ein brennendes ist. Wie ganz anders verhält sich die Lberpostdirektion gegenüber den westlichen Bororten mit derselben, ja geringeren Bc. völkcrungSzahl. Dort ist für zwei bi» drei Postämter ein Be. dürfniS vorhanden, während für Pankow mit seinem erhebliche., industriellen Verkehr ein solches nach Ansicht der Oberpostdireklion nicht existiert. Wir sind die letzten, welche den westlichen Vororten ihre guten Postverhältnisse nicht gönnen, müssen aber doch bemerken. daß die Postverwaltung durch ihr Verhalten Pankow gegenüber den Anschein erweckt, als ob zwischen Norden und Westen mit zweierlei Maß gemessen wird. Wie dem aber auch sei. jedenfalls liegt ein dringendes Bedürfnis vor, den unerträglichen Zuständen im hiesigen Postwesen durch Errichtung mindesten« eine» weiteren Postamtes sobald als möglich abzuhelfen. Tcmpelhof-Martendorf. Der SamariterknrsuS findet Montag abend. 8% Uhr. bei Thiel. Berlinerstr. 41/42 statt. Vortrag über Bewußtlosigkeiten— tzitz- schlag— Sonnenstich usw. Daran anschließend praktische llebun- gen. Adlershof. Bei der gestern stattgefundenen Ergänzungswahl zur Gemeinde- Vertretung wurde Genosse Otto P e t r i ch mit 615 gültigen Stimmen gewählt. An der Wahl nahmen etwa 40 Proz. der«in- geschriebenen Wähler teil. König ö- Wusterhaus e«. In der Generalversammlung deS Wahlvereins erstattete der Vorsitzende Genosse Pleilie» den Jahresbericht. ES haben statt- gefunden sieben öffentliche und 13 VereinSversammlungen, außerdem >n dem unserem Wahlverein zugeteilten AgitationSbezirk eine öffent. lickie Versammlung und zwei AgitationStouren. Bei den Gemeinde- wählen in Wildau und Deutsch-Wusterhaufen haben wir in der dritten Klasse in beiden Fällen den Sieg davongetragen. Lu» der Vereinsbibliothek, welche au« 76 Büchern und Broschüren besteht. sind 20 Bände in Anspruch genommen worden. Die Mitgliederzahl beträgt in Königd-Wusterhausen 87. in Wildau 60 und in Deutsch-Wusterbauien 12; zusammen 159(darunter 26 weib« licke)..VorwärtS'leser sind in Königs- Wusterhausen 105, Wildau 06, Deutsch-Wusterhausen 28. Den Kassenbericht gab Genosse Dietze. Da« 4. Ouartal schließt ab mit Einnahmen von 150,57 M,. Ausgaben 185.28 M.. mithin 84,71 M. Defizit. Der Jahresabschluß ergab an Einnahmen 881,50 M.. Ausgaben 822,16 M.. mithin OrtSbestand 50,85 M, Die Neuwahl des Gesamtvorstandes ergab folgende« Resultat: 1. Vorsitzender Kaiser. 2. Lorstzeuder Krause. Kaflierer Hubrich, Schrifführer Bavay, veiiitzerin Frau Erdmann, Revisoren Bittroff, Gugeit und Becker. BezirkSführer: Haug. Ouist, Grundig und Ludwig; Lokalkommisston: Friische, Ziericke und Haug. Zur KreiS-Generalversammlung am Sonntag, den 13, August, und zur Verbandsversammlung von Groß- Berlin am Sonntag, den 20, August, wurden die Genossen Kaiser und Grundig delegier». Beschlossen wurde, daß die Delegierten in der Kreis-Generolversannnlung den Genossen Kaiser für den 7. AgitationSbezirk al» Delegierten zum diesjährigen Parteitag vor- schlagen, außerdem zu dem abgelehnten LehrkurjuS de» 7. Agitation». bezirl» Stellung nehmen sollen. Jugendveraustaltung«. Köpenick. Sonntag, den 28, Juli. SplelpartI« nach Ravmsteiner Mühl«. Tresspunkt'/»S Uhr an der Post. Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für den Reichstag«. wahllretS ArnSwalde-Friedeberg, Ortsvereln Berlin. TimStog. den 25. gult, abend» S'/, Uhr, Generalversammlung bei Thimw. Tilsiter Straße 79. | Todes-Anzeigen| SozislileniokratisetierWaiilyereiii für den 4. Bert. ÜMtM-MIIM Landsberger Viertel. Bezirk 4cX) II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unjer Genosse, der Kellner ttermsaa üloxaer Heideilseldstrade S gestorben ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet morgen Montag, den 24. Juli, nachmittag» 3 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen-itirchhoses, Landsberger Allee, aus statt. Der Borstand. «»Mff SäSSSSi. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern diene zur Nachricht, daß unser Kollege, der Müller Neramim Müller gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 2ö. d. MtS., nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen» Halle deS neuen PauIS-KirchhoseS m Plötzensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Nachruf., Am 18. Juli verstarb unser lieber Mitarbeiter, der Buchdrucker Emst Urecb. Wir werden dem fern von FamUie und Freunden Dahin» geschiedenen ein ehrende» An- denken bewahren. Vorwärts- Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Slncer A Co. Nachruf! Verspätet erhalten wir die Naohncht, daß unser braver Mitarbeiter, der Buchdrucker Ernst Urech am Dienstag, den 18. Jnli, verstorben ist und am Donnerstag, den 21. Juli, zur letzten Kube gebettet wurde. Die Unterzeichneten werden ■ein Andenken stete in Ehren halten. Das Personal der Vorwärts- Buchdruckerei _ Paul Singer& Co. WM der Blieb- udiI SteiGdrufherei-ßiüsarbeiter i Arbeiteiiöefl Deiitseblands. Ortsverwaltung Berlin. Am Freitag, den 21. Juli, starb nach langem, schwerem Leiden unser langjähriges Mitglied, die Kollegin 27 s IS Anns Sommer im Alter von 47 Jahren. Ehre ihrem Andenken! Die Ueberlührung der Leiche ersolgt zwedS Einäscherung am Montag, de» 2t. Juli, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Kolonie- stratze IS au» nach dem Krematorium in Leipzig. Der Tag der Ueberstihrnng nach Berlin wnd noch beianntgegeben. Die Ortsverwaltung Berlin. ZentratTeM der Glasarbeiter und-Meiterinoen Deulscblamis. Am 21. Juli verstarb unser langjähriges BerbandSmitglied, der GlaSschleiser k�ran? peste. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet statt am Montag, den 24. Juli, nach» mittags 5 Uhr, von der Leichen- halle des lathollschen KirchhojeS, Wilhelmsberg, aus statt. Um rege Beteillgmig ersucht 73/5 Die Ortsverwaltung. Am Freitagabend 8ll, Uhr verstarb nach kurzem, aber schwerem Leiden Im 47. Lebensjahre meine innigst geliebte Frau, unlere liebe Schwester und Schwägerin Leime Hepemann geb. Relsberg. Die« zeigt tiesbeirübt mit der Bitte um stilles Beileid an. Im Namen der Hinterbliebene» Pr. Heynomanu, Luckauer Str. 16. Die Beerdigung findet DienS- tag, den 25. Juli, nachm. 4 Uhr, von der Halle deS neuen Lüsten- städtischen KirchhoseS aus statt. Danksagung. Fllr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meine? lieben Mannes und Pater» 2821b �.uxust Heuer sagen wir uiileren herzlichsten Dank. EiMlll« Heuer und Sohn Danksagung. Für die vielen Bcweste herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Otto Maetschke sage allen Freunden und Bekannten, besonder« den Genossen de» Wahl- oereui» Lichtenberg und dem Holz- arbeiter-Verband meinen besten Dank. Die trauernde Hinterbliebene. Witwe Uicie Maetschke geb. Sorrer. Danksagung. Für die gewidmeten Kranzspenben und die rege Beteiligung bei der Be- erdigung meines lieben Mannes. unseres guten Pater», sagen wir ins- besondere der Direttion, den Kollegen und dem Kontorpersoilal der Int«- nationalen Talking Machinc Co.. Odeon-Dcrke, sowie dem Deutschen Wetallarbeilcrverband, dem asozial- demokratischen Wahlverein des sechsten NeichStagswahIkreises und allen Vcr- wandten und Belannten unseren lies- gefühlten Tank. Witwe zuguslö Quandt nebst Kindern, Raumerstr. 30. Danknagung. Für die anläfibch deS H meines lieben ManncS, deS Nestau rateurs 28ööb Gustav Schulze erwiesene Teilnahme lagen wir hi«. mit unseren ttcsgesühltesten Dank. Witwe Luise Schulze geb. Lorenz nebst Kindern Wiener Ltrajze Nr. 68. Dr.Slmmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinzenslr. 41,«X™, 10—2, 5—7. ßonntags 10— 12, 2—4 8pezlal-Arzt für Hant- and Harnleiden Hw Dnnlra Rosenthaler Str. 70 lir. rUjJlLC, Spr.9-2,6-9,Sannt.9-3 Gardinen» B. Portieren» Fabrik. Kardtnenhauß Bernhard Echwartz. Wallstr. IS Teppiche v. seltener Schönheit u. PreiSwürdigkett Läuserstoffe Gobelins, St«ppdecke> Felle, Kiffen etc. Lypkalä»- Naclmels in allen frisch, u. veraltet, zweifelhaft. Fäll, durch wissenschasll. Untersuchung. sosort; desgl. Harn-(spez. aus Go- norrhoe-Fäden) u. Gputum-Analhsen. 0r. tiomexsr& Co., Spezial-Ladorat., Fried richstr. 189, zw. Kronen- und Mohrensttabe), I. 8724. Pers.Nückspr. diStr. u. tostenl. Geöffnet von 8—8 Sonntag» von 12—1.• Clgareiien Xtwaslur�le! N5 kr, 5, 6, 8,10 Preis 6» 8,10 Pfg.d.SL Orient. Tab. o. Cigaretten-Fabr» „Yemdze" Iah. Hugo Zietz, Dresdca Spczialmarkc: SclldH AlcikllHi Erhältlich in den Cigarrcngeschäften wo dieses Plakat sichtbar iatl find ohne Frage alle chautun- reinigteiten und SnutauSschlige, wie Milester, Blülchen. Finnen, Rote des«esicht» er. Daher ae- brauchen Sie nur die allein echte ftlHüMMl-M m BHpanii i Co., Radebeui. t Stück 50 Pf. Femer macht der Ci»aui„D«da"(UlieninlIch-Cre«m) rate und spröde Haut in einer Nacht weiS und sammetveich. Tube SO PL, überall zu heben. MM nriB—w r= Westnarokko— dentseb! Im Mittelpunkt des weltpolitischen Interesses steht Von Heinrich Claß. 2'/} Bogen nebst einer farbigen Karte. Preis 50 Pf., postffti gegen Einsendung von 55 Pi. J. F. Lehmanns Verlag, München. Vorrätig in jeder besseren Buchhandlung. Gesangverein (M. d. A..S..B.) möchte fich mit einem Verein im Süden Berlins verschmelzen. Mitglieder 32. bis? Offerten unter Verschmelzung an die Spedition des.Vorwä'.ts", Nixdors, Neckarstr. S. W)zr<.»-»--äl>t«ll»»g j I. Besch, i Bariin W., Nohren- StraSa37a(2. Baus veu der tarusalamer Straße). In. Gesch.: Berlin NO., Grefte Frankturt.Str.115(2. Haus von der Andreasstraße). 1 Sehrgr. Ausw. fert. Kleider, iHOte, Handschuhe, Schleier letc. v. einfachsten bis zum 1 hociiClegant Genre z äußerst niedrigen Preisen. Soauer-AMaiiung: Hafiani'criignng in 10 bis 12 StiUju. a. Jeder Bauarbeiter ober Handwerker erhält für dm Nachweis eines zahlungsfähigen Käu» ser» kielerner Türen hohe Probt- sto». Offert. Ch. R. 4233 an Rudels Rosse, Kantstratze 34. 102116* Beeilen Sie siel) [ u, besichtigen Sie die letzten j 11 Psnellen in Zepernick | die ich s.bill. verk. Pläne grat.| 1. Rieger, Berlin, Gontardstr. f Heinrich Franck � Tel.: Amt III. 4352. Brunnenstr. 23. 8— 7 Uhr geöffnet 1908er Ockermärker Tabak sehr billig: Kd. 1614, groll, blattig, leicht auf d. Hand, la Brand, benter Cicachniack, verMtcuert, per Pfund QQ Pfg. . Bei Abnahme von 50 Pfd. an 2 0/0 Extra-Rabatt.. Kohtabak ßumatra-Deoke, 2. Länge, Vollbl., schneew. Br. 3 M. _ Max lacobjr, Strelitzer Str. 52. Rind- ii. Scl)wdne- kl)lä(btcrei mit rlkktrischrm Ketrieb in Friedrnan billig zu verkaufen oder zu vergeben. 2840b Zu ersragen bicbuiargcudurk, Breiteftr. 11. bei Erclcr. öberseböuevellle. Augenarzt Or. Hock, Wilhelminen. hofstr. 31, I. Sprechstunden jetzt 8— 10, 3— S1/,, Sonntags 10— 12 Uhr. 10 Mark monatliche Teilzahlung liefelt elegante Herrengarderobe nach Mast I, IMMM«, tBilllgePrei!e.)PerKasje PreiSermähig. F. gut. Sitz w. garanl., eigenes Slofflag. !! fül liie Heise!! Herrenanzug vou 40 M. an nach Maß auf Roßhaar gearbeitet, 2 Anprob., feinste, neueste Stoffe, Anfertigung event. i. 24 Stunden. FBr guten Sitz beknm gold. Medaille. Besicht am Lager erbet. Ludwig Engel, Prenzlauer Allee 23 II, Nähe Aloianderplatz. Gegr. 1692. 103/8 Reste Musterkupon»,.Herbst-Neuheiten" für Slnzüge. Kostüme, Meter 3, 4 Mark. Tuchiager- Gesellschaft m. b. H« oiS-a-viS , d.Petrikii che. KefbMM.Zß'ZI. Vai'jillli'lgc! : Schicke Ilster i Paletots, Anrüxe von Mark 20— 60. Versandhans Germania Berlin, Unter den Linden 21. — Billige Howenwoch«— Die Welträtsel Gememverstandl. Ttudien über monistische Philosophie. Von Srnst f)äckel. Mit Nachlrägen zur Begründung der monistischen Weltanschauung. Preis 1 Mark. Eipeii des„Ms" Berlin 8W. 08 lilndeuHtralte 60(Laden). Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen S Pfg.; das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zihlen doppelt. ] Kleine Anzeigen[ji ANZEIGEN die nächste Nummer werden In den Annahme» i für Berlin bis I Uhr. für die Vororte bis , In der Haupt-Expedition, Llndcntlrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Drppiche. wenig schlerhaste Prachi- stücke, 5,25. 6,75. 9,00 bi« 36.00. Teppichhaus Richard Wolf, Drcs- denerstrahe S(Kottbusertor). 231451' Monatsanztige! Beinkleider, Damenkleider aus befferen Häusern, für jede Figur passend, neue Anzüge. beste Verarbeitung, berkaust billig Jacob Weiß, (kein Laden), nur Blüchcrjtrasjc 67 I (nahe Hallcsches Tor). Nähmaschine vertäust May, Lubbenerstraye 20,_+7 Kstnarlenhühne. Vorsänger, spott- billig. Kanitz, Tresckowstratze 45. Bogelkäfige, Teppich, denes, billig. Sommcrseld, straffe 57. WM fi84 Gaszweilochtocher 3,50, Was» bicrlochkocher 8,00. Beleuchtungsbaus Wallnertdeater straffe 32. 28391) Sportklappmagen, Sitnderbctt» stellen, Kinderwagen, Matratzen, Triumphstühle enorm billig. Fürst. Ripdorf, Hermannstraffe 31.(70 Zinklvaschgcsäste. Zober, Sitzbade- wannen, Waschmaschinen, Wring- Maschinen. Teilzahlung gestattet. Post- karte genügt. Kottlow, Skalltzcr. straff« 133._ 2337b Kinderwagen billig zu berkansea. Wiiikelmann, Nixdors, Pflügcrstr. 13. Nlüg-Einjatzbaiier spottbillig. Hille, WcisesNaffe 49, Nixdors.(70 HnnrfSrbemittcl, unüberiroffeth waschecht, Probeslasche 0,50. Winter- scldt, Steglitzcrstraffe 25. 165/17 Qescbäftsverk&nfe, straffe 1, Friseurgeschäst. t34 Verkäufe. Devpich«!(tetlerbattc) in allen Tröffen, fast für die Hälfte de« Werte» Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Babnbol Börse.(Leier de« »Vorwärt»' erbalten 5 Prozent Naball s Sonntag» geistnet!_' Borwärtstescr erbalten süns Prozent Extrarabatt, selbst bei Gc- legenheiiStäusen. Teppich-Thoma«. Deppiche. jarbschlerhaste. ipoii- billig._ Tchlakdecken 1.15. Schülerplaid» 2,50, Steppdecken 3,75. Depplch- DhomaS, Oranten- straffe 160, Oranienplatz j Rosen- talerstraffe 54._ 87545t* Zehn Prozent Rabatt.Vorwärt»'. tesern.__ "" Deppiche. Farbensebler. jetzt iabel- bast billig. Riesen-Fabriklager. Tröffe Franlsurlerstroffe 125. im Haule der Mibeliabrik: billiger wie überall PorwäNSIeient noch extra 10 Prozent Rabatt Sonntag» geöffnet- �«ardiiien. FabrittefüT Fenster t.65, 2.35, 2.85, 3.50. 4.50, 6.75 uiiu. DotalauSberkauf von an. aeschmutzten Taromen, Store«, Bett. decken staunend billig. Tröffe Frank- turterinaff« 125._ _ Duch- und PUlschportieren. Gar- Nilur 3.85, 4.50 5.25, 6.50 8 25. 10.50. Fabriklager Tröffe zrankfurier- straff« 125._,,_ "Steppdecken billigst, Fabrik Tröffe Frankiurlerslraffe 125._ — Jiuch, und' Plüschdecken mit kleinen Fehlern zu Spollpreiien. Tröffe Ktanklurlerstraffe 125. Rur tm Hause »er Möbelsabrtk.__ ' vtöbeiltoff.Läuser, Lmoleumreste. Sport- und Schlasde�en 1,25. 1,40, t.85, 2,45, 2,85 usw. Tröffe Franks uricrslraffe 125 im Hause der Möbel, abrik._ 277851' «»hlleder. Schäfte. Leisten. Mbl. Ochävtberg. Bahnstraffe 43. 1112* Billige Hosenwoche. Hochelegante Herrenbosen au« feinsten Maffftofsen 7— 15 Mark. Versandhaus Termania, Unter den Lmden 21. Borjährtge elegante Herrenanzüge und Paletot« aus seinjteti Matzstonen 20— 10 Kail. Versandhaus Termania, Unter den Linden 21._ 128852* tvionatsanzüge und Sommer- Paletot» von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Tehrockanzüge von 12.00, Frack» von 2,50, sowie sür korpulente Aiguien. Reue Tarderohe zu ftamiend billigen Preisen, aus Psandleiben oer- sallcne Jachen kaust mau am billigsten bei Raff. Mutackstiaffe 14._* stillig. billig, billig! Mona,»- ansüge, weniagelragene Ulsterpatetots. Beinkleider, Ftack», Smokiiia» kauft man nur bei Weingarten, Prinzen- straffe 28 I, Eckhaus Ritterstraffe. srüher20 Jahre Tttschwerstraffe.* Ä' lohnt nur bei Max Weife 87, Tröffe Franksurterftraffe 87, altbekannt« Firma, zu kausen. Man wird am reellsten und billigsten be- dienL Wenig getragen«, teilweise aus Seid«, von 5tavalieten nur kurze Zeit getragene Jackettamüg«. Rock- anzöge, Tehrockanzüge, Frackanzüg«. SmoNnganzüge, Paletot». Ulster, Hosen, einzelne Frack« und Smoking« werden zu billigsten Preisen oerkaust. Die elegantesten Sachen find auch leihweise sehr billig zu haben. 87, Troff« Franksurterstraffe 87. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu achten._ 103/1* ÄUoiintsanznge, Paletot«, grotze Auswahl, speziell sür starke Figuren. sowie elegante neue Tarderohe, 20 Prozent billiger wie im Laden, dtrett vom Säineiöermeifler Fürnen- zelt, Ronnlbalerftrage 10. 245/18* Hermnnitplnn 6. Psandleih- hau«. Selbstverständlich bevorzugtester Warenelnkaus. Allerdilligste Jackett- anzüge. Tebrockanzüge. Sommer» Paletot» Herrenhosen. Riesenaut- wähl Brauibetten. Vennietung«. bell. Laubenbettcn. WälcheauSwahl Tardinetiauswahl. TepptchauSwahI. Stevvdecken. vtülchtischdecketi. Sold- fachen. Taschenuhren. Wanduhren. Barcuo«l«il ebensallö Sonnlogs.» Pfändernuktion. Psandleihhau» vrunnenstraffe 58 beendet l Jetzt spollbilltgster verkaus hocheleganter Henengardcrobe I Damensachen I Toldener Damenuhren I Herren- uhren I Wanduhren I Schmucksachen! Riesengroffer Vettenverkaus! Au»- fteuerwäichel Prochlteppiche l Stepp- decken! Prachtgardincn l Plüschtstch- decken I Spottpreis« I 2848K Abcifinierpumpe 6,75, Sauget 2,50, Rohre, Flügeipumpen, Gartenspritzen, gebrauchte Wasserschläuche. Pumpensabrit Schroedei, Hochstraffe 43. Mctalldctten, zwei, modern, spottbillig verkäuftich. Zofiener- straff« 10, Hittgeschnft._ 100/12 Rähmaschtnrnhau« Bellmann Gollnowstraffe 26, empfiehlt Asrana, Adler, Zentralbobbin, Ringschiff, Lang- schiff, Holemever. Tambourir, Wheeler u. Wilson, Elastik Säulen-Maschinen uiw. Prima, Preise billig, Abzahlung günstig, Garantie. Alte Maschinen nebme in Zaplung. 205bK' Bcibhaii».Schöncberg', gegenüber Babnhoj, Sedanslraffe 1, Telephon Am: 6, 15687, bietet stet« Gelegen. heitSläuse in oerpsgndet gewesenen und neuen Anzüge», Sommer- und Winterpaletot», einzelnen Hosen, goldenen, silbernen Herren- und Damen- Remonioire- Uhren. Ketten 3,50 an, serner goldene Ringe. Broschen, Ohrringe, Pianino», Fahrräder. Frei- schwinger 10 Mark an. Richard Eichelmann._ 20051' Deppiche(Farbensehler) Telegen- heitSkaus. Fadriklager Mauerdoff. Nur Tröffe Franksurterstraffe 9, Flur- emgang. Gegründet 1874. vorwärts- leiern 10 Prozent. Sonntag? geöffnet. Steppdecken bill igst Fabrik Ä ro ffe Franksurterstraffe 9, Flureingang. (Farbtnenhatis. Trotze Frank- furterstraffe 9, Flureingang 249152* Zintwaschfäffer. Zober, Sitz- Wannen. Badewannen. Svezialsabrtk Reich enbergcrftraffe 47. Lesern 5 Proz. Die virundbegrisle der Virl- schaslSIehre. Eine populäre Einfüh- rung von Julian BörchardL Preis 00 Pf. Expedition Vorwärts, Lwden- straffe 69. Retchgcftickte Tischdecken in Filz» wch 1,35, Vittorialnch 2.35, echt Plüsch 5.85. Jnoentur-RäumungS- preise. TeppIchhauS Emil Lesöore, Oranienstraffe 158._ Tüll-Bettdecken, volle Bcttgröffe Erbstüll, reichgcsttckt, 5.35. Englisch Tüll 2.35. Tüllbettrückwönde 6.50. Jnventur-Äuznahmepreise. Teppich. hauS Emil Lefsvre, Oranien- straff« 158. Gestickte Frie«- Fenstermäntel 2,15. hochelegant 3,50. Inventur- Extrapreis. TeppIchhauS Emil Lessore, Oraiiieiisiraffc 158. 1989«* Herren> Garderobe nach Maff, säubere Arbeit, groffe» Stofflagcr, Paletot, Anzug 40 Mark an. Kaust beim Handwerker, laffet den Hand- Werfer verdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdenerstraffe 109.* Tcppiche. Portieren. TüllstoreS, Gardinen, Steppdecken, Läuserstoffe, Tischdecken, Dtvandecken, spottbillige Kehrauspreise. PoiSdamerfiraffe 109, TeppichbauS Eonrad Fischer. Vor. WürtSleser Extrarabatt. 230151* Schiinhnuter Allee 114(Ring- bahnhos). Psandleihhau». Troff. bcrlins spottbilligste EinkausSquellel Täglicher Riesenverkaus aller Waren. Elegante Herrenanzüge 1 Monat»« garderobe! Goidwarenlagerl Taschen- uhren! Freischwinger I Prachtteppichel Extrabillige Daunenbetten! Por- tierenlagcr I Steppdeckeniager I Kar- dinenverkaus! 2578K* Leihhaus»Brunueu� und ver» kausgeschäft, alles spottbillig: Bette», Stand mit 2 Kiffen 10,—. Brunnen- straffe 118, Ecke Usedomstraffe. 232652* _®elb! Geld! Sparen Sie, wenn Sie im Leihbaus»Rosenlbaler Tor', Linienstraffe 203/4, Ecke Rosenthaler- straff« kaufen. Anzüge von 9,00 Mark an: Paletot« von 5.00 an; Betten. Wäsche, Gardinen. Por. tieren, Freischipinger, Bilder, Uhren, Gold-, Silbcrwaren, von letzten Auktionen zurückgekauste, sowie neue Waren. Alles spottbillig. Anzüge werden verliehe». Sonntags geössneL Puinpentvolff, Ackerstraffe einundachtzig. Pumpen von 6,50— 100,00, Sauger, Spritzpumpen, Eisenkarren, Kochmaschinen._ t83* Kleidersplub.groffeS.Sportwagen, zweisitziger, groffe Stngermaschine billig zu verkausen. Grosenick, veller- mannstraffe 82/83. fi95 Kinderwagen, Klappsportwagen, Kinberbettstelle, herrschasttich, nagel- neu. spottbillig. Exerzierstrafft 19 A. vorn II rechts.___ f95 Bogelbauer. Einsatzkäfige verkaust billig Mamul. Voigtstraffe 34. fi6g In Freien Stunden. Wochen- schrtst sür das arbeitendeLolk. Romane und Erzählungen. Abonnements wöchentlich TO Ps. nehmen alle Aus- gabestcllen des.Vorwärts' entgegen. Probehcste gratis._ verbrechen und Prostitution al» lozial« Krankheitserscheinungen von Paul Hirsch. Preis 2.— Mark. geb. 2.50 Mark. Expedition vorwärt«, Lmdenstraffe 69. Zigarreugeschäft. flottgehcnd und existcnzsähig, Lausgegcnd, industrie» reicher Vorort, sosort oder 1. Oktober zu verkausen. Schöne Wohnung. Fester Preis 1500,—. Vermittler ver« beten. Offerten unter A. B. 100 postiagcriid Oberschöncweide. 2809b Lieserwagcu und alle Sorten Rader Palisadenstrane 101. 2843b Damenhemden mit gestickter Passe 1,15, Herrenhemden 1,15, Bett. bezug nebst zwei Kopfkissen 3.95, Bettlaken 1,25, drei Handtücher 0.70, zehn Meter Hemdentuch 3,00. Ferner hochelegante ein- zclne Mustersachen, passend zu Au». slaltungcn, sür Hälfte de» Wertes. Mfttwoch Restcoerlauf. Wälchesabrik SalomonSkh. Tircksen straff« 21. Aiexanherpia� tS41b umständehalber verläustich Holsiciner User 15. 2808b Selfengeschfffte, flotte, sosort reell verkäutiich. Seisengeschäst« richte reell ein. Richard Hertel. Kochhannstr. 20, Vertreter erster Seisensabriken. Gangbares Kolonial- und Milch. geschäst verläuflich Rixdors, Hebrecht- stratze 47._ ft Kolonialwarengeschäft mit(Be. schirr und Rolle billig zu verkausen, Nixdors, galkstraffe 21. r34 Reftauratton, 23 Jahre bestehend, Bitwe Reinhardt. sofort»n verkausen Schönholz IS. Gutgehendes OdstgeMII, Iran!. heitshalber zu nerfaufcn. Für Schlächter besonders passend. Nieder- schöneweide, Scdanstratze 3. 2g2ZK Eckrestaurant, billig, exislenze sicher, Warten, Braucreihilse, Soldiner strafe 34.__+95 Zigarrengeschäft billig verkäuflich Rixdors, Pnnz-Handjerystraße 24. Gut eingeführtes Kohlengeschäst trankheilshalber verkäuflich Birken straze 13b.+60' Altes gangbares Kolonialwaren- Obil-, Gemüse-, Holz, und Kohlen geschäst, Umsatz jährlich 20 000,— wegen Todessall sofort vcrläuslich Bailmschulcnweg, Ernststraße 8. Stehbierhalle, für Anfänger selten bietende Gelegenheit, sofort Verkälts. lich Bayrischer Platz 2. 28365 Milchgeschäft, einziges in der Straße, mit Zweizimmer-Wohnung, 4500,— Miete. Rixdors, Biebrich- straße 12.+70 Zigarrenstliale, kaust billig straße 34. Wedding, ver- Simineit, Siolpische +42 Ecklokal, große Lausgegend, gute Existenz, sofort billig verkäuflich wegen Grundstücks- Uebernahme. Näheres Oderbergerstrane 1, Ecke Schönhauser Ällee, Hoffmann.+42 Obst-, Gcmüsegeschäst, Fablonskistraße 8. billig. +31 SUberwerkftatt, 300, verkauft Dowe, Reichenbergerstraße 145. Restaurant, 28 Jahre bestehend, 8 Jahre in letzter Hand, nachweisbar gut. Turmstraße 13.+69 Schankgeschäft. Anfänger passend, 800, wegen Krankheit. Fürsten- straße 2. 217/11 «ödel. Möbel- Kpchner, Fabrik von Polsterwaren, Brunncnstraße 7, am Rosenthaler Tor, WohiiungSein- richtungen auf Kredit und gegen bar. Riesen-Auswahl. Stube und Küche Anztiblung von 15 Mark an. Einzelne Möbelslücke von 5 Mark Anzahlung an. Hervorragend schöne Muster i» bunten Küchen. Wochen-, Monats. «der vierteljährliche Raten nach Ueber. einkuntt. Liefere auch nach auswärts. Vorzeiger dieses Inserats erhält beim Kauf 5 Mark gutgeschrieben Kunden, die ihr Konto beglichen haben, erhalten einzelne Möbelstücke ohne Anzahlung. Sonntags geöffnet. MSbcl-Delegenhellskäuse in aller. größter Auswahl; einjache sowie bessere Wohnungseinrichtungen be< deutend billiger wie regulär. Er. gänzungSmöbel. Büfette, schreib- tische 45, SosaS 45, Garnituren 65, Trumeaui 37, Schränke, Bertikos 27, Kronen, Teppich«, Bilder, Küchen- möbel, Klubsessel, Ledersosas, Um- baue, Lederslübie usw. spottbillig. Lenuerts Möbelspeicher, Lothringer- straße 55, Rosenthaler- Tor. Die Möbel sind in vier Etagen aus gestellt. 2338K' Pläschsofas, nagelneue, 40,00, Trumeau, Ruhebett. Tapezierer Walter. Stargarderstraße 13.+4r Möbelriicplerei. Harnack. Tischler Meister, gegründet 1901, Stallschrciber. straße 57 sMoritzolatz), lietert kam. pletl- Wohnungseinrichtungen zu inedrigsten Fabrikpreisen. Unübertroffene Leistungsfähigkeit. Enorme Auswahl. ZahlungSerleichlerung. LorwärtSIcser 3 Vrozeni. Laden, Verkaus Fabrikgebäude. Kein Möbelangebott Ganze nungSeinrichtungen unter lang. jähriger Garantie, Brautleuten sehr zu empjchlen. Paul Hartig, Lausitzer Platz 6, Skalitzerstraße 96, unwctt Görlitzer Bahnhos,.Vorwärtslescr" 5 Prozent. 2S60K» Wirtschaft, Stube und Küche, auch einzelne Gegenstände, Bilder, Teppich, Krone verkauft Elsasser- straße 70, erste Etage rechts. 245/20 Rnrichteküche. 3teilig, wunderbar auSgelührt, mit Butzenscheiben 85,00. Günstig für Verlobtet M. Hirschowitz, Skalitzerstraße 25, an der Hochbahn, Ehaiselongue, nagelneu, Herbst, Lothrmgerstraße 47. 16,00. 22846 Schwarze Salonetnrichtung Umständehalber ganz oder geteilt preis- wert zu verlausen. Zander, Barba- rossastraße 18 I._ 103/12 Brautleuten, bildhübsche Wirtschaft, Stube und Küche, spottbillig verkäuflich. Waßniannstraße 13, I. Möbel ohne Geld I Bei ganz kleiner Anzahlung geben Wirtschajten und einzelne Stücke aus Kredit unter äußerster Preisnotierung, auch Waren aller Art. Der ganze Osten kaust bei uns. Kretschmann n. Co., Koppen straße 4.(Schlesischc Bahnhos.)' Küch»möbel, Spezialfabrik, Neue Königsuaße 32(Älexandcrplatz), Kuchenmöbel, Spezialfabrik, Neue Königstraße 32(Alcranberplatz.) Küchenmöbel, Spezialjabrik, Neue Königstraße 32(Al-randerplatz) Rehseld. Babstraste 4S, «ungseinrichtungen 165,— an, auch außerhalb. Rehfeld. Badstrafte 4S, Umbau, Plüschfosa» 45,—, Rehfeld, Badstraste 4S, englische Betistcllen, Matratze 39,—, gebrauchte 12,—. 15.—, 18,— usw.* Rehfeld» Badstraste 49, Kleider- schränke 25,—, Auswahl. gebrauchte, große 282lK' Möbel! Für Braullenle günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Anzahlung gebe schon Etub« mid Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. Ilebervorteilung daher ausgejchloffen. Bei KrankdeitS- füllen und Arbeitslosigkeit anertannl größte Rücksichi. Möbelgeschäft M Goldstaub, Zoffenerstraßc 38. Ecke Gneisenausttaße. Lew AbzahlungS gefchästl_ 2901 K* Moedel-Boebel, Monzplaz 58. In meinem seit 32 Jahren bestehenden Mäbelkaufhause stehen in neunEtagen komplette WobnungSeinlichlungen zu äußerst niedrigen Preisen zum Verkauf AIS Spezialität liefere: Ein» und Zweizimmer- Sinrichiungen. Ein Zimmer und Küche 360,—, 422,—, modern 479,—, 2 Zimmer und Küche modern 501,—, 667,—, 721, Schlafzimmer, englisch 199,—, mo« dern, echt Elche, 347,—. Wohnzimmer, modern, 297,—, Speisezimmer 355,—, terrenzimmer 200,—, englische ettftelle mit Matratze 44.- Kleiderspind, Tnimeau, geschliffen 34,—, schlaslosa 36,—, Plüichsosa 58,—, Umbau 50,—, Teppiche. Ztiesenlager. Besichtigung erbeien. Transport und Lagerung losten- frei. Eventuell Zablungscrleichte- rungen. Geösinet 8— 8, Sonntag« 8— 2. Kein Laden. Verlans nur im Fabrikgebäude, Musterbuch?. graüs und franko. 19055k* Andrcasstrafte 30. 200 Wohn- zimmer, Nußbaum oder Mahagoni Kieiderichränlc, Vertikos, 100 Schreib- tische, TrnmeauS 28,—, 75 Küchen 50. Vorzeigcr 5 Prozent._ 29265? Möbel ptänmungsverkauf. Möbelfabrik Gncisenaustraße 15, nahe dem Halleschen Tore, seit 1880 bestehend, verkauft nur kurze Zell wegen Ueber- süllung der Lagerräume zurückgesetzt« und verliehen gewesene Möbel be- deutend unierm Preis. Spezialität kleine, neue Einrichtungen von 130 Mark an. Teilzahlung gestattet. Einzelne Möbel, Kleidcrspind 20,—, Vertiko 16,—, Bettstellen mit Matratzen 12,—. Schreibtische mit Aussatz 38,—, Bücherschränke 55.—, Ausziehtische 18,—, Speisetisch- 5.—. Büfette 100,—. moderne Umbauten 50,—. Komplette farbige Küchen von 45,— an. Polster- möbel auS eigener Fabrik spottbillig. Echlassofa 35,—, Ruhebett und Decke 23,—. Garnituren 80,— usw. Große Posten Teppiche, Portieren, Uhren hesonders billig. Ausbewahren frei. Lieferung durch eigene Gespann«. EonntagS geöffnet. Bitte auf Haus. zmmmer 15 achten. 285151* Nustbanmwirtschaft oerkaust umständehalber Hausverwalter: hochfeines Umbaufosa, prachtvolle Küchenmöbel, Küchengeschtrr, Tcppich, 220, Säulcnbüsctt. Weinmeisterftr. 1b— 2. Besichtignng Montag von 9—12 und 2-8. 103/17 Plüschsofa, modern, Swine- münderstraße 56, Ouergebäude par- terrc links. 28426 Raummangels verkaufe Plüschfosa, Spicgelverttko 33,00, Säulen- trumeau 34,00, Nähmaschine 15,00, Sosatisch 8,00, Spiegel 5,00, Kinderwagen, Stühle 1,25, Tisch 4,00, Lyra 1,50, Pianino, Bilder 1,00. Braut. leuten Gelegenheit. Auch Sonntag Neue Königstraße 79, 11. 217/14 Brennabor, tabelbZ, spottbillig. Schramm, Rirdors, Knesebcckslraß« 81. Kaui�esucde. Briefmarken, Münzensammlung kaust Großmann. Spandauerbrücke 2.* Zahngebisse, Zahn bis 80 Pfennig, Bruchgold, Pfandscheine, Stanniol, höchstzablend. Kohn, Neue König straße 76. 217/8' Bäckereisilial« mit Sohtiung so- fort zu vermieten oder zu verpachten. Steglitz, Düppelstraße 14.+145 Wohnungen. Bakkonwohnnng, zwei Swben, Küche sojort, 32,00 Kieme Markus- straße 3. 101/18* Zu kaufen gesucht: Reue Zeit, alle Jahrgänge 1883—1911. Buchhandlung Lindcnslraße 69._ K* Placinabfällc� Gramm 5,20. Gold, Silber, Zahngebisse, Feilungen, Quecksilber, Staniol laust Blümel, Auguftstr. l 9 III._+59' Futtcrreste kaust Gollnawstraße 36._ Loewiniohn' 96/9* Möbeletnkauf, Kleidungsstück-. Wäsche, Betten höchstzahlcnd, Borisch, Alte Schönhauierstraße 51. 108/16* Zahngebisse. Stanniolpapicr, Zinn, Plaiina, Goldsachen, silberwaren, Goldwaite», Kehrgold, höchllzahlend. Edelmetall- Einlaussbureau, Weber- straße 31. 2344b �ULlK. Wohnungen, Stube und Küche, 18 bis 22 Mark monatlich, vollständig neu renoviert, freundlich, trocken, sehr geräumig, mit Gas und Korridor sofort oder später zu ver- mieten. Dauermietern vergüte einen Monat Miete für Umzug. Näheres beim Eigentümer Soldinerstraße 41 Billige Wohnungen, 2-3 Zimmer, Bad, Balkon usw., monatlich 29— 40 Mark, Fuldastraße 14-15 und Elbestraße 15-16, Rixdors er Spar- und Bauverein, Bureau: Schandauerstraße 15. 2673b* Buttmannstraste 15 schone Woh- nungen, vollständig neu renoviert, mit Gas von 18 bis 22 Mark zu ver- mieten. Näheres beim Wirt. 2S17K' Pianino, hoheS, 100,—. Turmstraße 8,_ Zander, 103/2* Pianino. gutcrbalien, reisehalber, 160,—, Koncdny, Alexanderstraße 37 ( illexanderplatz)._ 217/13 Bandonion, erstes Lebrinslitut, arrangieren, Bandonion, Notenlager. Mtcklitz, Muskauerstraße 2.+7 Verschiedenes. »Freie Scholle*, Tegel. 30. Juli, großes Erntcsest. Eintritt frei, Gäste willtoMnen. 2824b* Patentanwalt Wessel, Gitschtner- strotze 94»._ Patentanwalt Müller, Gttschinev straße 81._ 24395!« «nnststopserei von Frau Kokoskh. Schlachtensce, Kurftraße 8 III. Kunststopferei Leyser, Franksurterftiaße 67._ Große 239951* Lewandowökh« Sänger, Gesellschaft, Wiclesstraße 31. älteste +110* Chaiselongne, hochelegant l4,—, Plüschauszugiosa, zwei Englischbetten. Lützowstraße 74, 1, Pensionat. 217/13 Bilder. Fertlggerahmte und lose Bilder, Leisten und Rahmen kaufen Sie heute am billigsten und reellste» direkt Fabrik bei Bilder-Bogdan, Wein nieiftcrstraße 2. Teilzahlung ge- stattet. BshrrSder. Herrenfahrrad, Damensahrrad, einmal benutzt, 36,—, Holz, Blumen- straße 36b. 2>08K* Herrenfahrrad, elegantes 25,00, Friedcnberg, Schwedierslraße 17.* Fahrradvertrieb Groß- Berlin. 8_!Bertau(äftcDcn: Neue Schönhauser Straße 9. Brunnen-Straße 145. Bad-Straße 9. Schönhauser Allee 146 Müller-Straße 13, Turm-Straße 25 Maaßen-Straße 20. Cbarlottenburg Spandauer Berg 29. Billigste, beste Bezugsquelle, neue Fahrräder 45.00, 48,00, 55,00, Lausdecken von 2 50 an, Laternen von 0,6b an. Au» sührung sämtlicher Reparaturen in eigenen Werkstätten._ 153451« Fahrrader. Teilzahlungen. Spe- zialräd« 45,00 Barzahlung. Jnoa- lidenstraße 20, Wilhelmshavener- strape 73(Ecke Tunnslraße). 24705k* Freilauftandem verkäuflich Fried rich, Boiglslraße 36/37, Osten.+89 Brennaborrad, Torpedosreilaus, fast neu, umständehalber 50,00. Kol- bergerslraße 14, III links. 103/6 Motorrad verkaust oder ver- tauscht gegen Mechanlkerdrchbank. Hepprich. Nestauratwn, Schöncberg, Gotdenstrahe 30._+34 Herrenfahrrad billig. Fischer, Rixdors, Ziethenstraße 77, vorn I. Herrenfahrrad, Damensahrrad, einigemal gefahren. Witwe Kopp Koppenslraße 95. 103/U Fuhrrad verkäuflich Lausitzerstraße 2t, III. bei Prcuß, 2832b Dnrkopprad 28.—, Damen- sahrrad 25,—. Winter, Sophien straße 1t, hvchpatterre. 2833b Herrenfahrrad, Damensahrrad. Kleinschmidt. Odcrbergerstraße 22. Motorzweirad spottbillig SirauS- bergcrstraße 31. Hoj links parterre. Herrenfahrrad. Damensahrrad, Freilausrad, hochfeine, 85,00. Brandt, Große FranksurUrftraße 121, Seitenflügel._ 104/3 Herrenfahrrad, Damensahrrad, modern, gut erhallen, 35,—, Große Frankslirterstraße 14, Hos Keller.* Herrenfahrrad, wunderhübsche». 35,00(125.00 gekostet), Rtqaerftraße 2 Nähe Franksurter Allee, Petersburger- straße.__+81 Halbrenner. Gelegenheitskaus, cheuSwert, spottbillig. C. Grosser. Frankfurter Allee 104._ 104/6 Herrenfahrrad, unbenutzt. 35,—. Jreüaufral), Damenrad(Garantie- chein). Kraus, Andreasstraße 54 II. Tamenfahrrad, Herrenfahrrad verkauft Frau� Rockstroh, Kreutziger- straße 6 III(Frankfurter Allee). Wer Stoff hat 7 Fertige Anzüge nach Maß, 20 Mark an. Tadelloser Sitz, haltbar. Futtersachen, Franke. Ackerstruße 143, Ecke Jnvalidenstraße' �Polytechnisches Gewerbe-Justttut. früher Reform-Technilum, Chaussee- straße I.OranienburgerTor, Maschinen- bau, Eiekirotechnil, Eisenkonslruktion, Ausbildung: Ingenieur, Techniker, Maschinenmeister. Werlmeister, Ma- schiinsten- und Jngenieur-An Wärter jür Marine, Maschinen- und Elektro- monteur. Prospette gratis. Barth, Direktor. 251,7 Massage in und außer dem Hause — nur Frauen. Frau Gcfroi, ärzl- lich geprüft, Stargarderstraße 18, Hof II._ 26866* Friedrich- Wilhelm General- agentur-Zahlstelle, Mainzerstraße 24 (Frankfurter Allee), Lebens-, Aiheiter- Kinderversichcrung. Reuausnuhme, Inkraftsetzung erloschener. 273IK Täle, VeremSzimmer, 20—250 Personen, Luisensiädtisches Klubhaus, Anneiistratze 16. Neue Bewirtung. Renoviert._ 27866* Pfandleihe MartuSftraß« 27». Technikum, Berlin,Neanderftraße3 Schinkel- Akademie, Direktor Regie- rungs- Baumeister Arthur Werner, Maschinenbau, Elektrotechnik, Gas, Wasser, Werkmeister-, Technikerkurse. Jngenieurlurje, Abendkurse, Tages- kurse, Banschnle RcgierungS-Baumeister Arthur Werner, Berlin, Neander- straße 3, Schinkel-Akademte, Polier- lurffe. Meisterkurse, Technikerkurte, Archileklen. Hochbau, Tiesbau, Ver- Messung»- Te chniler. Abendkurse, Tageskurse._ Abendkurse, Technikum, Bauschule, Berlin, Neanderstraße 3, Direktor Regierung»- Baumeister Arthur Werner, Rixdorf. Schriftliche Arbeiten sectigt Kluß, Bergstraße 164,+34 Handwäscherei Eulitz, Köpenia Dahlwitz erstraße 1, liefert schneeweiße, tadellos gerollte, im Freien ge. trockuet« Wasche, Laken, Leibwäsche. 4 Handtücher 0,10. Abholung täglich, kein Vertausch._ 28236 Rute* Gesellschaft. Solo», Duett», Swinemünderstraße 76. Stoff hat, KaczhnSli, +84* serlige Anzüge. Lichtenberger. +23 Wer 16,00. straße 9._ Wer Stoff hat, fertige Herren- Anzug oder Paletot von 20 M. an, feinste Zutaten, zwei Anproben, für guten sitz bekam goldene Medaille. Bitte zum Maßnehmen um Ihren Besuch, da leine Vertretung. Ludwig Engel. Prenzlauerstraße 23 II, Alexanderplatz. Gegründet 1892! Stoffreste zu Anzügen, beste Stoffe, neueste Muster spottbillig. 103/9 Empfehle den Gewerkschaften, Vereinen Großberiins bei Leerdi- gungen in Reinickendorf meine Loka- litäten. Richard Riesle, vormal» Müller, Reinickendorf- VI., Schani- weberstraße 14, Ecke Blankestraße. «astwirtschast, Arbeiterverkchr, kulante Bedienung, neu eröffnet. Anna Moschtol, Kastanienallee 94. Vermietungen. Radfahrstand im Gewerkschasts- häuS, passend für älteren Invaliden. verpachtet Horsch, Engeluser 15.+99 Ausschneiden! Gesunde Kleinwohnungen, spottbillig, Vorderhaus zwei Zimmer, Küche 24,—. Hinter- Haus cm Zimmer, Küche 16,—. Rixdors, Kopsstraße 16.(Gute Fahr- gelegenheit.)_ 28176 Köpenick. Neubau, Kaiser< Wii- hetmslraße 33, S Minuten vom Bahn- hoi, gegenüber der 8. Gemeindeschule, .Haltestelle der elektrischen Bahn, 1-, 2-, 3- Zimmerwohnungen mit allem Zubehör sowie ein Laden mit viel Nebenräumen, passend sür Material- waren. Näheres beim Portier oder beim Verwalter Max Blume daselbst, Kaiser-Wilbelmstratze 3. Extrawünsche können noch berücksichtigt werden. Rixdors. Billige, renovierte Prachtwohnungen, sofort, später, ein, zwei drei Zimmer: Bodestraße 32, Julius- straße 22/23, 38/39, Knesebeck- straße 72, Warthestraße 60, Siegfried- ftvaße 22(Bahnhos Hermann straße). Prachtwohnungen, 3, 2 Zimmer, Loggia, Bad, Mädchenzimmer, 45,00, 25,00, Koloniestraße 68.+70 Zellestrahe 14. Billige Vorder- und Hosivohnungen per solort oder später zu haben. Näheres beim Ver- walter.___ 29255t �Treptow, Kiesbolz'tiaße 9, Zcke KrüllSstraße: Freundliche, billige 1- und 2-Zimmcrwohnungen. 103/13 -Steglitz, Herderstrafte 5. Vor- derhaus I, 2 große schöne Stuben und Küche m. 29 M,, Vorderhaus I. 1 große Stube und Küche m. 2l,50 pr. 1. 10._ 102/7 VcreranenftrafteA), abgeschlossene sonnige Einzmnner-Wohnungen 24, 26 Mark, Zweizimmer 28. 28186* Sonnige Zweizimmer- Wohnung, billig, sojort, später, Bad, Palkon, umslöndebalber. Schramm, Zknesebeckstraße 81. Rixdorf. +35 Zimmer, Möblierte Stube, Waldemar- straße 52, Hos IV rechts.+8 Freundlich möblierte« Zimmer bei Krair.m.OranIenstraßelb, vorn III. Möblierte« Zimmer(3 Herren) a 18 M.. Luckau-uslratz« 1, III link» Möbliertes Zimmer, einen oder zwei Herren od« Damen, Engews« 13, vorn II recht«.+8 Flurzimmer, möbliert, einen auch zwei Herr-n, Riem«, Oranien- straße 197, Iii._+8 Flur, innner. möbliert, Kottbufer- straße 2, II! linl».+8 Zimmer sür einen od« zwei Herren. Erfragen Schmidt, Slaiitzerstraße 20, vorn 1+8 Sauberes Flurzimmer, Schreibtisch, 2 Herren, 15,00, Waldemar- straße 40a, vorn II.__ 28146 Möbliertes fFturzimin«. bessere Schlafstelle, Protz, Skalitzerstraße 1. Möbliertes Zimmer sür 2 Herren, 14 Mark. Stresemann, Schmidstraße 10. Teilnehmer zum möblierten !imm«. Riete 10,50. Hermankus, ochlelermach-rstraße 11 I.__+61 ?lnr, immer, 1 od« 2 Herren Damen. Schnack, Manteuftel- straße 60.____+8 Möblierte Stube, Herrn. Fürsten- straße 24, vorn parterre recht«.+8 Möbliertes Bordcrzimm« bei ruhigen Leuten, Krebs, Köpenicker. straße 154a._+8 Möbliertes Vorderzimmer für Herrn vermietet Frau Reünann. Brunnenftraße 164.__+86 Freundlich möblierte» einsenstriges Vorderzimmer, preiswert, vennietct Wrangelllraße 9 IV.__+8 Möbliertes Zimmer zu ver- mieten Baumschulenweg, Trojan. straße 6. II links._ 2412b Flnr, immer, 2 Herren, Oranien- straße 176 Irl._ 28546 Möbliertes Zimmer Manteuffel- straße 47, vorn III links. 2852b Zimmer, möbliert, für einen, auch zwei Herren, Dresdenerstraße 117. vorn IV(Oranienplatz)._ 28536 Möbliertes Zimmer, auch zwei Herren, Petersburgerplatz 2, Bontzel, Teilnehmer für sauber möbliertes Ziimncr. Siegle, Warjchauerstraße 4. Ouergebäude II._+82 Möbliertes Liebigftraße 10, Bitlerhoff. billige? Zimmer, f Einfach möbliertes Zimmer, Nöhe rrr emu,__ o________- vorn III Witwe +82 Möbliertes Zimmer vermietet Rixdorf, Wildenbruchstraße 20, Ouer- gedulde II, iwls.+70 Billige saubere Hoswohnungen Am Schtesischen Bahnhof 3. 2718b' MSblierteS Zimm« mit Bad, Ballon, JoweliS, Rixdorf, Pamiier- straße 24 vorn.+70 Teilnehmer, möbliertes Zimmer, Dresdenerstraße 20, Oranienplatz.+61 Separatzimmer, möblicvt, zwei Herren, Ritterstraße 2, vorn. Fräulein Müller.+74 Möbliertes Zimmer sür Herren Willibald-Alexisstraße 3, III. Franke. Möbliertes Zimmer, 16,00 Mark, für Herren. Witwe Pfennig, Adolf- straße 22, vorn 2 Treppen.+51 Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle, zwei Damen oder Frau mit Kind. Schulz, Neue 51rug-Allee 63, vorn II.+147* Möblierte Schlafstelle sür Herrn, Manteriffclstraße 14, vorn II, Behrend. Möblierte Schiasstelle, 1 od« 2 Herren, Reicheuberg« Straße 37, vorm II, Heimlich.+7 Freundliche Schlafstelle sür Herrn, Eisenbahnftraße 36, vorn IV lmls.+8 Freundlich aiöblierie Schlasstcllc, 1. August zu vermieten. Witwe Stcnzel. Pückl traße 45.+8 Atielnige---.öblierte Schlasstclle, Cirkler. La:.', rstraße 43, vorn II. Freund:- h möblierte Schlasstclle sür Herren. Gregor, Naunhnstraße 72, vorn III.+8 Möblierte Schlafstelle, Sorbet- ztmmer, Plehn, Pankstraße 25 III. Teilnehmer sür möblierte Schlaf stelle, Beutner, Adalbertstraße 24 III. Saubere Schlafstelle vermietet Keidel, Swtnemunderslr, 29, Garten Haus III._+84 Schlafstelle für Herrn, Waldemar- straße 69 vorn IV, Meier.+7 Schlafstelle. 2 Herren, Schiniestratze 23 IV recht». Lügge, t8 Schlafstelle vermietet Jonas, Wrangelstraße 113 vorn II.+8 Schlafstelle für Herrn mit Kaffee 13,—, Flurcingang, Naunhnstraße 10 IV, Herrmann._+8 Möblierte Schlafstelle, Herren. jli, Dresdenerstraße verrnietet Romatz! 107/8 vorn II. 2910b Schlafstelle, 1 He« od« 1 Dame. Pappelallee 39, Hos II, Dillmann. Alleinige Schlafstelle, �Gruner Weg 115 IV. 28156 Möblierte Schlafstelle, Demmin« straße 9, Flureingang, 1 Treppe bei Schneider._+83 Möblierte Schiasstelle Kastanien Allee 74, Seitenflügel IV. 285tb Her» findet wöblierle Schlasstell- bei Frau Zamzo«, Bellealliance- straße 24. Hos II. L8b0b Schlafstelle Admiral Möblierte straße 9, Seitenhaus l. 2848b Möd''erte Schiasstelle, allein. Clemens, Alle Jakobstr. 171, Hos II. Bessere Schlafstelle vermietet Frau Rinke, Skalitzerstraße 144. II. Schlafstelle für Mädchen. Kästn«. Raunonftraße 67, Hos IV. 2847b Alleinige Schiasstelle, He«, sepa rat. Hedwig«, Mühlenstraße 47 a, Ecke Fruchtftratze, Gartenhau« IV. Schlafstelle, möbliert. Wilhelm- Stoizestraße 24, Hos III links.+81 Saubere Schiasstelle für Herrn. Frau Kirsch. Liebigstrahe 33, vorn III Schiasstelle sür Reichenbergerstraße bäude I. Jachmann. Herrn, allein, 116, Ouerge +70 Möblierte Schlafstelle, Hc«n, Frau Goehlich, Revalcrstraße 10, Karschauer Brücke.+22 Schlafstelle für Herren zu ver- mieten bei Frau Ratge, Langestraße 87, vorn III.+22 Schlafstelle, auch Damen, ver- mietet Dedow. Grün« Weg 70 I+22. Möblierte Schiasstelle zu ver- mieten, Schneckenhaus, Schöneberg velzigerstraße18. Seitenflügel 1 Treppe. Schlafstelle für Mädchen, allein stehende Frau, Urbanstraße 26, Scharpenack+7z Möblierte Schlafstelle vermietet Witwe Quappe, Hochftädlerftraße 21. Ouergebäude IV.+57 Möblierte Schlafstelle vermietet Witwe Ehl«S. Pasewallerftraße 6 vorn MI.__+57 Möblierte Schlafstelle vermietri Tilfiterstraße 36� Hos I link»,+82 Möblierte Schlafstelle, 1 od« 2 Herren, vermietet Zydek. Koper- ntkuSstraße 31._+8» Schlafstelle. 1 od« 2 Herren vennictet Schüttle, Proskauer- straße 33, vorn III(nahe Franksurter Allee),__________+82 Schlafstelle bei Witwe Frnnliurlcr All« 73, Hos II. Wolff. +82 Sauder möblierte Schiasstelle an Herrn. Buche. Weinftraße 8, vorn II, nahe Friedrichshain.+zi Filetsgesuchs. Einfach möblierte», sailb«e« Zim- mer per l. August, Südosten, Nähe Stadlbahn gesucht. PreiSoftmen unter„B. 16" Vorwarlsspedition Lausitz« Platz 16. Oranienburger Tor, auch Bahnhos Bcllevue, mietet bei Preisangabe ,K. T. 18' Postamt 64.+61 Genosse sucht angenehme Schlus-- stelle. Offerten ,100' Spedition Prinz enftraße 31._+61 Möblierte Ichlasstelle, allein, bis 18 Mark, nähe Brunnenstraße, Schneider, Demmin« Straße 9. Ltellensngedots. Schlosier aus Gitter, Fenster, ver- langt Fritz, Schöneberg, Eisenacher« straße 44.__+113 Kopfzicher auf Klebehüte sucht Damenhutjabrik MichaelNrchstraße 15. Packer sür Goldleisten und Rahmen sucht Webner, Ritterstraße 75. 2826b Schloffer auf Gilterbau verlangt Heinrichs, Tempelhos, Ringbahn- stratze 42. 28299 Schlosser, selbständige Kolonnen- führet, und tüchtige Heiter aus Gitter- bau, Schaufenster, Türen sotvie Broncearbeilen verlangt Brume, Char- lottenburg, Schillerstraße 94.*63 Arft eiter seit retä v- G e su ch. Wegen Todesfall ist die Stelle des 293/9 2. Sekretärs n« Arbeittrstkretanat fiir Mecklenbvrg, zunächst provisorisch sür'I, Jahre, neu zn besetzen. Feste Anstellung durch die GewerkschaslSkouserenz steht in Aussicht. Offerten mit Sehallsansprüchen wd bis zum 30. Juli zu richten an: � � Jullna Aach, Rostock, Doberan r» Strafte 43. Perfekter Schablonier« und Zu- rich!« für Rohrplatten und Pavp- koffer per sofort gesucht. Ebenso fix« Lehrling gegeu Vergüligung. Kersten Zxmann Nachfl., Engews« Id. Dirigent von Arbeiter-Gesang- verein für Donnerstag gesucht. Os- sertcn mit GehaliSansprüchen bis Montag erbeten unter L. 43, Post- amt 65._+51 finden dauernde Beschäftigung im Hause bei Bob«, Spenerstratze 4, vorn IH.__ 28276 Pliantaiiefedern, Flügelllebe- rinnen, Binderinnen sucht außerm Hause Brettbarth, Reue Jakob» straße 14._ 27896* Arbeiterinnen bei hohem Lohn sofort gesucht. Chemische Werke florian u. Co., Britz-Berlin, Chaussee- raße'63. 291851* Mamsells aus Palclol» Det«, Graunstraße 41. verlangt +83* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten Sv Pf. dt» Zeile. Rheinisch, Goldleistenfabrik sucht soliden Vergolllsr°d« NiMeltsr, jüngere Kraft, durchaus tüchtig im Fache, als Vorarbeit« und Stütze des Meister». Angebote mit Ang. bisher. Tätigkeit, Zeugnisabschr., Aller, Ansprüchen unt. l-. 1180 I>. an Daube n. Co., Ann.-Expcd., Köln. 166,16» Lessngvvnvin � (M. d. A.-S.-B.) Dirigenten jür eventuell Dienstag, Donnerstag od« Freitag. Off«ten unt« U. 67 Postamt 113. 60482 Achtung! Holzarbeiter. Wegen Streik»be» Lohn- differenzen find gesperrt: Partettbodeugeschäft Simmpt- meyer. Chr. Becker BOhae. Klrsteln. Nnrdd. Parkettf akrlkHut* nover. Berliner Pwrkettf. Bad- meyer, Juh. UnaMck. Elbinger. Itoaenfeld. Onmke I. Fa. Bchlealocer. Butterweich. l'lek. Heine, Breslau. Bertr.: Ptaff. Beruf»verein der Berliner l'arkettgeschhlte, Tha- mafiusstr. 18. Koflerlabrlkci: Harkluche Holnwarenln- duatrie(I.chmann), Bin» menftrafte 81, Wagner, MarkuStt».!»T« Reichelt. Krautftr. 39. Grcnlieh(lirügcr), Grüne» Weq 28. Findclaen, Blumenftr. 65. Tischfabrik Hucke, Stralsunder Strafte 59. Bautischlerei Faul, Mann. mentensirafte 33 und Hagel- berger Strafte-1. Bautischlerei Engelmann, Rix- darf, Fontanestr. 33. Jalousiefabrit Heinr. Precao, Berliu-Riederschönbause«. Sargfabriken Ronln-iki, Lichtenberg und Rummelsburg. Pianofabrik 8piUbe, Potsdamer St». 39 und Bphthe in Gera. Blimtllclic Betriebe in Ham- bürg, Liegnift, Forst. Da» Berliner Arbeitswilligen- vermiltelungSbureau d. gelben »Haudwerkerfchunverbandes*. Goldleistenfabrik Dvehlerley m Ripdorf. vle 0rwverv»lwog Berlin des Deutschen Holzarbcitcrverbandes. Für die Bezirke Norden und Osten unserer heutigen AuSgabe liegt ein Prospekt der Firma: liaserateln, Bax, Warenhaus. Berlin X., Wörthee Strafte 39, bei. Verantwortlicher Redakteur Richard Larth, Berlin. Zur buT Jnlerotenteil verantw.i Td.e>l,cke. Berlin. Druck». Verlag: Lorwärt« ppchdruckerei p. verwgsgnstalt Paul Hipgex �0,.