Nr. 69. Erscheint täglich außer Montag Abonnements- Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 P1g. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. ged bid on my aid den 8. Jahrg. Vorwärts Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der rpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. gmutsigal Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die franzöfifchrussische Allianz. " Sonntag, den 22. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. " reich sympathisch zu zeigen", verspräche er, mehrere russische träglicheren Politik zugewandt und läßt der französischen Flüchtlinge aus der Republik auszuweisen oder selbst an Bourgeoisie von bezahlten Zeitungen und Menschen die den Zaren auszuliefern. Gortschatoff habe geantwortet, verführerische Aussicht auf die natürliche Allianz" vordaß die kaiserliche Regierung kein derartiges Bedürfniß gaufeln. Im Grunde denkt die russische Regierung sicherlich Alle Welt spricht jetzt in Frankreich und Rußland nur verspüre. feinen Moment daran, mit Frankreich ein Offensiv- oder selbst von der äußeren Politik. Die Möglichkeit eines glücklicherAber der große Tribun" hätte beständig nach einer nur Defensivbündniß einzugehen. Die russische Regierung weise äußerst wenig wahrscheinlichen Krieges hat die be- neuen Gelegenheit gesucht, um sich das Wohlgefallen des weiß eben sehr wohl, daß der Krieg, gleich, ob siegreidy rüchtigte französisch- russische Allianz wieder auf's Tapet Baren zu erwerben. Im Jahre 1880 verhaftete die Polizei oder nicht, aller Welt die sämmtlichen Schändlichkeiten gebracht. Es ist wahr, daß, ähnlich dem Gott der Christen, in Paris den Nihilisten Hartmann, welcher beschuldigt war, und all die Unfähigkeit ihrer Verwaltung offenbaren und Diese Allianz sich nur in ihren Offenbarungen" kund den kaiserlichen Eisenbahnzug in die Luft gesprengt zu haben. den Troß des Selbstherrschers hinwegschwemmen würde. giebt. Aber diese Offenbarungen sind an sich seltsam genug Dem Kaiser Alexander II. sei, während er mit ungefähr und der Bund mit der Republik erscheint ihr doppelt ge= und entbehren auch nicht einer gewissen Originalität. Da 20 Eingeladenen bei Tafel saß, ein Telegramm des fährlich, denn als Kampfgenossen freier Männer würden steht auf der einen Seite M. Aurélien Scholl, radikaler, russischen Gesandten in Paris überreicht worden, in welchem die Sklaven gleichfalls frei sein wollen. Aber der fast sozialistischer Schriftsteller, und gesteht an den Ufern dieser dem Zaren meldete, daß Gambetta bereit sei, Hart Barismus beutet nach besten Kräften die politischen der Seine ganz offen, daß ihm„ die russische Selbstherrschaft mann der russischen Polizei auszuliefern. Die Tafel- Folgen der Annexion Elsaß- Lothringens aus. In der That lieber ist, als alle politischen Freiheiten Englands." Da genossen hätten aus Freude über diese gute Nachricht dem stammt der Gegensatz zweier der aufgeklärtesten Nationen ist auf der andern Seite M. Tatischtscheff, einer der Kaiser vorgeschlagen, auf das Wohl" der französischen der Welt erst aus jener Zeit, ein Gegensah, unheilvoll für Epigonen des verstorbenen Katkoff, welcher sich in St. Regierung zu trinken. Alexander II. habe zuerst sein den Fortschritt und die Zivilisation. Wohl, duobus Petersburg für den aufrichtigsten Freund der französischen Champagnerglas ergriffen, aber da zaudert er, er hält an litigantibus tertius gaude t*) heißt, auf unfern Regierung" erklärt. Hier Madame Adam, welche jüngst und schließlich stellt er das Glas wieder hin, indem er auf Fall angewendet: Während Frankreich und Deutschland in ihrer Nouvelle Revue" sozialistische und revolutionäre französisch ausruft:„ Wahrhaftig nein, diese Leute sind zu sich als Feinde betrachten, leert ihnen Rußland die Artikel veröffentlichte und heute eine wahre reuige unnobel!" eine wahre reuige unnobel!"( ,, ma foi, ils sont ignobles, ces gens là! Taschen. Neulich machte Bismarck Rußland den Hof, Magdalena die Stiefeln der Koſaken in Thränen badet. Augenscheinlich erlaubte sein„ Ghrgefühl" dem Selbst- und die russische Regierung brachte ihre Papiere auf dem Dort die halboffizielle„ Gazette de Saint Pétersbourg", herrscher nicht, einen Toast auf eine republikanische Re Berliner Markt unter; heute wirft die Bourgeoiswelche ihren russischen Lesern den Nutzen der republikanischen gierung auszubringen, selbst wenn sie das Handwerk eines republik ihrem Freunde, dem Zar", feurige Blicke zu, Einrichtungen Frankreichs darlegt. In Rußland lassen Lieferanten der 3. Seftion trieb, and Herr Gambetta und die russische Regierung bringt ihre Papiere auf dem die Engelsstimmen der Gräfinnen die Marseillaise erließ Hartmann dann schließlich frei. Parijer Markt unter. O, es ist unbestreitbar, daß schallen: Qu'un sang impur abreuve nos sillons!"**) In Frankreich klatschen die ungeberdigen, gottlosen lischen Zeitschrift in ihren Einzelheiten genau ist. Jeden- unruhigt, schon längst fallirt und dem freien und friedWir wissen nicht, wie weit die Erzählung der eng- der russische Abfolutismus, welcher jetzt ganz Europa beund republikanischen Bourgeois der russischen Hymne„ Gott falls theilten die Diener und Berather des Absolutismus liebenden Rußland Platz gemacht hätte, wenn unſere westschütze den Zar" wüthenden Beifall. die Skrupel des Zaren, welcher den Gentleman lichen Nachbarn nur einen Augenblick ihre Geldtaschen vor 99 " Die Aussicht auf einen Bund mit Rußland beschäftigt spielen wollte, nicht im Geringsten. So war denn das den Krallen des kaiserlichen Adlers sichern würden. seit langer Zeit die Politiker Frankreichs. Beweis: das russische Publikum erstaunt genug, zu sehen, wie aus- Aber der Zar entzieht der französischen Nation nicht erniedrigende Verhalten Gambetta's gegenüber der russischen nehmend rücksichtsvoll Kattoff, diese Viper der russischen allein Geld, er raubt ihr auch ihre große internationale Regierung, welches die Londoner Universal Review" Reaktion, in seiner Moskauer Zeitung" Gambetta, den Stellung. Er bewirkt ihren Verzicht auf ihre alte ( 1890, Nr. 11, S. 373-378) jüngst aufgedeckt hat. Hier Atheisten und Republikaner, behandelte. Die französischen Mission, die Ideen des Fortschritts auszubreiten, das weltnur in einigen Worten eine Wiedergabe der Veröffent- Patrioten" bewahrten dafür Katkoff eine grenzenlose bürgerlichste Volk zu sein. Der Absolutismus verlangt lichungen dieser englischen Zeitschrift, welche ihre Auf- Dankbarkeit, die sie zeitweise zu äußerst komischen Hand- leidenschaftlich, daß Frankreich chauvinistisch, revanchelüftern schlüsse von einem ungenannten Russen, der. mehrere hoch- lungen veranlaßte. So sandte beim Tode des großen werde, daß es sich von seinen östlichen Nachbarn abſtehende russische Persönlichkeiten jener Zeit kannte, er- russischen Patrioten" der tapfere General und spätere sondere. Die Bourgeoisrepublik sucht sich Rußland, dessen halten hat. Wir können unsererseits nur versichern, daß Kriegsminister Boulanger der untröstlichen Wittwe ein Regierung ihre Verachtung für die Republik nur schlecht die Person, um die es sich handelt, uns bekannt ist und Beileidsschreiben, und der große französische Patriot" verbirgt, zu nähern, und dies gerade indem es dem Abdaß sie sehr wohl geeignet war, die Geheimnisse der Déroulède reiste mit einem Riesenkranz der Patriotenliga folutismus schmeichelt. Dadurch entfremdet sich Frankreich russischen Diplomatie vor 10 Jahren zu kennen. Sie zu Katkoff's Begräbniß. Zum Unglück für den Patrioten die besten Kinder Rußlands, welche im Kampfe für die erzählt, Gambetta habe nach seiner Wahl zum Präsidenten und seinen Kranz ließ sie die russische Regierung eine ge- freie Entwicklung des Volkes stehen und in der That die zuder Kammer durch Vermittelung des russischen Botschafters nügend lang ausgedehnte Quarantäne an der Grenze verlässigsten Verbündeten der Republik sein würden. Die Bein Paris mit dem Kanzler Fürst Gortschakoff verhandelt, durchmachen, wahrscheinlich, um den Mann und die repu- rechnungen der russischen Regierung sind wunderbar zynisch und wenn die kaiserliche Regierung Willens sei, sich Frank blikanischen Blumen zu desinfiziven, und Herr Déroulède einfach: Wenn morgen der Krieg zwischen Deutschland und fam zu der Feierlichkeit ein wenig zu spät. *) Daß ein unreines Blut unsere Gefilde dünge. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Die Falkner von St. Vigil. ( 18 Seitdem hat sich das Rußland des Zaren einer einsinten lassen: Wenn zwei sich fireiten, freut sich der Dritte ihn aus ihren eingesunkenen Augen mit aufgleischendem ,, Davon ist jetzt nicht die Rede," erwiderte Ambros Borne an:„ Grabschänder", zischte fie und sant kraftlos in heftig, und sich mehr zu Stafi als zu ihrer Mutter wendend, die Kissen zurück. fuhr er fort:„ Ich schwör' es Euch bei allen Heiligen, daß Hannes trat dem Bruder in den Weg und bat ihn leise, ich das Grabkreuz nicht angerührt haben würde, wenn es fortzugehen. Nach seiner gottlosen That wäre dies der letzte nicht gar so finster gewesen wäre. Ihr sollet dabei auch Ort, wohin er hätte kommen sollen. nicht zu Schaden kommen. Ich bin schon am Morgen Ambros schob ihn bei Seite und sagte, die Blicke bei dem Tischler gewesen und hab' ein neues Kreuz bestellt. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol auf Stafi gerichtet, welche den Kopf auf die Brust hatte Das Alte war so wie so schon angefault." Stafi hatte zagend die Augen zu ihm aufgeschlagen. von Robert Sa, weichel. Ja, Frau Larseit, ich habe Euren Zorn verdient. Verhielt es sich wirklich so wie er erzählte und hatte er David hatte sich auf die Ofenbank geflüchtet, von Ich hab' Euch ein schweres Herzeleid angethan, aber ich weder ihr noch der Mutter ein Leid anthun wollen? Ambros wo er kläglich nach seiner Schwester hinüberschaute[ und hab Euch nicht kränken wollen, gewiß nicht. Blos las die Frage in ihren nassen Augen, legte die Hand auf seinen dicken Kopf wiegte. Hannes ging auf und ab. die Finsterniß ist Schuld gewesen, daß ich nicht hab' er- das Herz und schwur, daß er die lautere Wahrheit geEr wollte trösten, aber das Faktum der Grab tennen können, wem sein Grab es war." sprochen. Hannes seufzte. In die Wangen Stafi's kehrte schändung und der Thäter waren nicht wegzuleugnen. Die Wittwe kehrte den Kopf nach der Wand und das Blut zurück und ihre Bruſt hob sich ein wenig freier. Die Mutter kehrte ihr Gesicht wieder Ambros zu. Es würde sich ja aufklären, wie und warum alles Hannes versuchte nochmals, den Bruder zum Fortgehen zu geschehen wäre, das war alles, was er zu sagen wußte und bewegen. Ambros möchte nur jetzt die Kranke schonen und Sie glaubte ihm nicht. Einem gottlosen Menschen wie es verfing nicht. Der Schmerz der Frauen erfüllte sein ihm mittheilen, was er etwa zu seiner Entschuldigung ihm, käme es auf eine Lüge und einen Meineid nicht an. Er brauste auf. Dummheiten hätte er vielleicht manche Herz mit Bitterfeit gegen den Bruder. Er setzte sich auf vorzubringen hätte; er würde es getreulich wieder berichten. den Stuhl am Fenster, auf dem Stasi zu fißen pflegte, Ambros aber rief, indem er sich das Haar aus der Stirn begangen, aber gelogen nie, und einen Menschen um Verund brütete, und in der Stube hörte man nichts als das strich: zeihung geboten auch noch nie. Sich bezwingend, fuhr er Weinen Stasi's, das Aechzen der Mutter und das Ticken der Nein, Frau Larfeit, ich gehe nicht cher fort, als bis etwas ruhiger fort:" Aber es ist ja auch ganz unmöglich, Wanduhr, während vor dem Fenster der Regen fort und Ihr mir die Dummheit vergeben habt. Höret doch nur daß ich Euch habe kränken wollen. Da, die Stasi kaun es fort von den Dachschindeln rieselte und träufelte. an, wie es gewesen ist!" Er erzählte, wie man seinen bezeugen, wenn Ihr mir nicht glauben wollet.- D Staff, Plöglich erklang auf dem Flur von gestampftem Lehm Muth habe auf die Probe stellen wollen und deren ich bitt' Dich, sag's doch der Mutter, daß es ganz unmögein fester Schritt und die Stubenthür that sich auf. Stafi Folgen. ließ die Schürze sinken und schrie auf. Der Eindringling Die Kranke verharrte in ihrer abgewendeten Lage." Ja, Mutter, ich glaub' ihm," flüsterte Stasi nach einem war Ambros. Die Kranke wandte den Kopf nach der Thür Johannes aber gewann als Priester die Oberhand über den kurzen, inneren Rampfe, mit glühenden Wangen, und Ambros und fragte mit schwacher Stimme, wer da sei? Menschen und er rief:„ Unseliger, siehst Du nicht ein, daß ergriff stürmisch ihre Hand, zog sie vom Stuhle anf und " Ich bin er, der Ambros Falkner!" sagte dieser Du durch Deine Herausforderung der Todten Gott gelästert triumphirend: haft? Und Du bildest Dir ein, daß er solchen Frevel unund kam näher. Da richtete sich die Kranke im Bette auf und starrte gestraft lassen werde." lich ist." rief „ Da hört Ihr's. D, Stasi, Du bist ein braves Madl." Frau Larseit sah ihre Tochter und darauf Ambros an, Frankreich erklärt wird, hält Rußland bis zum Tage, wo die beiden großen Nationen erschöpft sind, sich ruhig; dann erst wird der Bär seine Höhle verlassen, um dem Sieger und dem Besiegten seine Bedingungen aufzuerlegen, und das wird ganz Europa für mindestens ein viertel Jahr hundert in die Barbarei zurückwerfen. Man könnte am Fortschritt der Menschheit verzweifeln Glücklicherweise reichen über die Grenzen hinweg, welche aus Bajonetten aufgebaut sind, die Arbeiter einander die Bruderhand. Es ist die neue Welt, welche entsteht, die Welt des internationalen Sozialismus, welche keine andern Verbündeten als die Ausgebeuteten, keine andern Feinde, als die Ausbeuter kennt. Indem sie so den kriegerischen Plänen ihrer Regierungen entgegen arbeiten, indem sie ihre Kräfte auf den allgemeinen Kampf zwischen Kapital und Arbeit konzentriren, werden die Sozialisten die wahren Träger der Zivilisation. Noch sind wir mitten in einer Nacht voller unheilverkündender Träume.— Aber das rothe Morgenroth beginnt schon seine Strahlen über den Horizont zu schießen, und bald wird sich die Sonne erheben und die schlimmen Träume verjagen, um zu leuchten über den freien Menschen einer solidarischen Gesellschaft!- Nachschrift. Es scheint wahrscheinlich, daß Laboulaye, der Gesandte Frankreichs, Petersburg verläßt, um in Berlin Herrn Herbette zu ersetzen. Das Gerücht geht um, die Republik werde als Botschafter nach St. Peters- bürg„einen General" schicken. Sollte das nicht zufällig Herr Appert sein, ein äußerst mittelmäßiger Diplomat, aber dafür beim Zaren sehr beliebt? Nach der Abberufung Appert's durch die französische Regierung richtete „Väterchen" in voller Oeffentlichkeit und mitten in einem Schwärm von Offizieren folgende wenig parlamentarischen Worte an den Botschafter:„Ah, man will sie mir ent- reißen! Gut, gehen Sie nach Paris und sagen Sie Ihrem Freycinet, daß er ein Schurke ist." Jedenfalls, um seine alte„Schurkerei" wieder gut zu machen, schickt jetzt der Ministerpräsident und Kriegs- minister dem Zaren seinen theuren Appert zurück. Was wollen Sie? Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Iwan Szergejewsky. Z>olikiplho Lte&ovstrfjk. Berlin, den 21. März. Heute sind eS zwanzig Jahre, daß der erste Deutsche Reichstag in Berlin zusammengetreten ist. Nach den blutigen Siegen aus den Schlachtfeldern, welche eine, wenn auch nicht vollständige Einheit dem deutschen Volke gebracht hatten, hofften viele Optimisten von dem zusammen- tretenden Reichstage, daß er Deutschland auch die Freiheit bringen und damit das Ideal, das im Jahre 1843 das ganze deutsche Volk erfüllt hatte: ein freies und einiges Deutschland, verwirklichen werde. Wer heute einen Rück- blick auf die politische und parlamentarische Geschichte Deutsch- lands wirft, wird aber zugestehen müssen, daß die wenigen Zweifler an dieser Mission des deutschen Parka- ments, und dies waren die Anhänger unserer Partei, leider ganz Recht behalten haben in ihrer kühlen Zurückhaltung gegenüber den phrasenreichen Leitartikeln und Kommersreden der deutschen Bourgeoisie. Wir wußten, daß der Deutsche Reichstag eine Vertretung der Klasseninteressen und nicht die der nationalen Strömung im deutschen Volke war, wie man vorgab. Wir wußten, daß mU der fortschreitenden ökonomischen Entwickelung dieser Klassencharakter im Deutschen Reichstage immer ent- schiedener zum Ausdrucke kommen würde, und wir haben voll und ganz Recht behalten, ja die Thatsachen haben unsere Erwartungen noch übertroffen. Wir vermutheten doch nicht, daß der Deutsche Reichstag schon im ersten §ahrzehnt seines Bestandes eine solch' große Zahl von usnahmegesetzen votiren würde, und daß zur Sicherung des unter dem Jubel der herrschenden Klassen gegründeten neuen Reiches eine so lange Reihe von Hochverrathsprozessen nöthig sein dürfte. Bald hatte es sich eben gezeigt, daß und eine Ahnung, die ihr fürchterlicher als der Grabfrevel war, ängstigte ihr Herz. „O, mein Heiland," zuckten ihre Lippen,„was ist das? — Stasi?" Stasi schlug die Augen nieder und Ambros trat verlegen bald aus den einen, bald auf den andern Fuß. Mit einem halben Lachen rief er endlich:„Es ist schon so! Schauet, ich bin der Stasi von Herzen gut und sie mir auch. Gelt Stasi?" Er warf einen Blick feuriger Zärtlichkeit auf die beklommen Erröthende und fuhr fort:„Just darum ist auch in alle Ewigkeit nicht daran zu denken, oaß ich Euch mit dem dummen Kreuz einen Schimpf Hab' anthun wollen. Das wäre ja gar kein Verstand nicht! Ja, Frau Larseit, die Stasi hier und ich, wir haben einander lieb von Herzen und wenn Ihr nichts dagegen habt, dann wird die Stasi meine Frau." Ein Geräusch veranlaßte ihn, sich umzusehen, und er begegnete den weit geöffneten Augen Davids. „Grüß Gott,.Ohm," nickte er dem Alten zu. Aber nicht David hatte das Geräusch verursacht. Hannes war aus der Stube verschwunden. Frau Larseit lag mit geschlossenen Augen unbeweglich und stumm. Stasi fiel neben dem Bette auf die Knie und flehte:„O, Mutter, Mutter!" Da schlich sich auch David davon, der bisher wie verloren dagestanden. Ambros begann seinen Hut zu zerknüllen. „Ach, mein Heiland, warum hast Du mich verlassen?" ächzte die Frau verzagt und Ambros rief: „Just im Gegcntheil; Die Stasi wird es gut als meine Frau haben und Ihr auf Cure letzten Tage auch, das versprech' ich Euch." Die Kranke richtete sich mühsam auf dem rechten Ellen- bogen auf und keuchte nnt glitzernden Augen:„Lieber will ich mein Kind hier gleich todt hinfallen sehen, als es Dir geben. Du bist ein Mensch, dem nichts heilig ist aus der Welt und ich verschreib' mein Fleisch und Blut dem Bösen »immer, so lang noch Athem in mir ist." Stasi schrie verzweifelt auf. Ambros aber machte «ine Miene, als ob er nicht richtig gehört hätte. Wie, der„alte Kurs' des früheren Bundestages auch im neuen Reiche eingeschlagen wurde, daß um den alten Inhalt nur eine neue Hülle geworfen war. Diktaturparagraphen, Kulturkampf, Sozialistengesetz, Polenausweisung, eine die Interessen der Großindustriellen und Landbarone begünstigende Wirthschafts- Gesetzgebung, eine einzig dastehende Korruption der öffentlichen Meinung durch eine gekaufte Presse, Tendenzprozesse, Verfolgungen wegen Bismarckbeleidigung, das Anf-die-Spitze-Treiben des Militarismus und des Systems der indirekten Steuern, das ist die sicherlich nicht rühmliche Geschichte des Deutschen Reichs in den letzten zwanzig Jahren, die mitzuschaffen ooer mindestens zu dulden der Deutsche Reichstag stets willig und bereit war. Aber die Nemesis blieb nicht aus. Die Parteien, welche sich der Politik Bismarck's am dienstfertigsten zeigten, sie haben immer mehr an Ansehen im Volke verloren, während die verfolgten und in rücksichtsloser Weise bekämpften heute stärker im Volke fußen als je zuvor. Die nationalliberale Partei, die stärkste Partei im Deutschen Reichstage bei seinem Zusammentritte, die bald 150 Mitglieder zählte, ist heute zusammengeschmolzen zu einer Parrei, welche alles Parlaments- rische und politische Ansehen zu verlieren verstand. DasZentrum wuchs aus kleinen Anfängen zur einflußreichsten und stärksten parlamentarischen Fraktion und die Sozialdemokratie, welche bei den Wahlen zum ersten Deutschen Reichstage nur Bebel ein Mandat verleihen konnte, erwies sich bei den Wahlen im vorigen Frühjahr als die stärkste Partei im neuen Reiche, wenn sie mich, trotz der abgegebenen 1 427 298 Stimmen wegen der Unvernünftigkeit unseres Wahlsystems nur 35 Abgeordnete in den Reichstag entsenden konnte; aber die Wahl dieser 35 Abgeordneten im zwölften Jahre des Sozialistengesetzes stürzte den angeblichen Gründer des Reiches, den Verächter des Parlamentarismus, Bismarck. Bergen die verflossenen zwanzig Jahre deutscher Ge- schichte viel des Betrübenden, so beweisen die letzten Wahlen, Daß das deutsche Volk diese Geschichte kennt und das Be- engende, den Fortschritt Hindernde abzustreifen bestrebt ist, daß es bemüht ist, von Wahl zu Wahl immer mehr Sozial- demokraten in unser Parlament zu entsenden und dadurch Teutschland nach innen zn einem Lande zu gestalten, in dem die Interessen aller Bürger und nicht allein die Interessen der durch Besitz ohnedies bevorzugten Minderheil gewahrt werden, zu einem Staat, der von den anderen Völkern nicht wegen seiner Kanonen und Bajonette gefürchtet, sondern 'einer Einrichtungen und der Zufriedenheit seiner Mitbürger wegen geachtet und nachgeahmt wird. So traurig auch die Zusammensetzung des Deutschen Reichstags jetzt ist, so wcmg er und die Richtung unserer Reichspolitik dem Geiste der Zeit und den Wünschen der Wähler entspricht, so fürchten wir doch nicht, nach weiteren zwanzig Jahren ebenso unbefriedigt auf die Gegenwart zu- rückschauen zu müssen, denn wir kennen die Kräfte, welche im oeutschen Volke, insbesonders in dem verachteten und verleumoeten Proletariate wirken und schaffen, wir sind überzeugt, daß diese eine bessere Zukunft dem deutschen Volke sichern.*) Die Stellung des Herrn von Bötticher soll nicht er- chüttert sein, wird offiziell mitgetheilt. Aber die Auge- egenheit, durch welche die Gerüchte von seinem Rücktritt veranlaßt wurden, ist noch nicht erledigt— wir wollten erst schreiben: aufgeklärt, aber das wäre unrichtig gewesen, denn klar ist die Sache, so weit es sich um den That- »estand handelt. Ein preußischer und deutscher Minister !ommt in Geldverlegenheiten, und die Summe, deren er be- löthigt ist, wird ihm aus einem öffentlichen Fonds vorge- 'treckt, der ausschließlich für politische und öffentliche Zwecke icstimmt ist. Das ist im Wesentlichen der Thatbestand, und klarer �ann nichts sein. Daß das Geschehene nicht gesetzlich und auch nicht recht ivar, liegt auf der Hand und wird von Niemand be- zweifelt. Und nachdem der Thatbestand über jeden Zweifel hin- *) Im Drange der Geschäfte ist gestern einem unserer Re- dakteure das Versehen unterlaufen, einen falschen Gedenktag zu eiern, indem er etwas verfrüht, statt den Monat Mai.abzu- warten, schon jetzt den ersten Gedenktag des Zusammentrittes des im vorigen Jahre gewählten Reichstages besprach. Ter Ge- denktag des Deutschen Neichs-Parlamcutarismus. welcher auf den heutigen Tag fällt, ist in obigen Älussührungen gewürdigt. er, der Erbe des Klosterhofes, warb um Stasi, und die Mutter wies ihn zurück? „Aber das hat ja keinen Verstand nicht," begann er. Die Kranke siel ihm jedoch röchelnd in das Wort: „Geh und laß Dich hier mmmer sehen. Ich leg' meine Verwünschung aus die Schwelle dort; darüber sollst Du zu Tode fallen, wenn Du wiederkommst. Mein Heiland wird eine Sterbende erhören." Sie sank erschöpft zurück. Stasi lag fast besinnungslos mit dem Kopfe aus dem Vettrande. Ambros stülpte seinen tut auf, und mit einem flammenden Zornblick auf die ranke rief er:„Ich geh' schon! Aber über Eure Ver- wünschung werd' ich nicht stolpern noch fallen. Die gilt mir nichts; darüber lach' ich. Von der Stasi aber laß ich nicht und wenn Ihr auch alle Heiligen gegen mich aufrufet. Das sollet Ihr wissen. Ihr kennt mich nicht und darum sag' ich Euch: was der Ambros Falkner einmal gelobt hat, das hält er." Krachend fiel die Thür hinter dem wilden Burschen zu. Es blieb lange still in dem Stübchen; nur Stasi's Schluchzen war hörbar. Die Mutter lag regungslos wie eine Todte. Endlich bewegie sie die Lippen und seufzte:„Ach, was bin ich für eine geschlagene Frau." Stasi sollte ihr alles berichten. Diese erhob ihr thränen- nasses Gesicht, wußte aber nicht, was sie sagen sollte. Sie stand mühsam auf, setzte sich auf den Bettrand und sann. All ihr Denken war verwirrt, und sie vergaß, worüber sie nachsinnen sollte. „Du hast ihn ja doch nur einmal gesehen; wie kann er Dein Herz so schnell bethört haben?" wehklagte die Mutter. Stasi schaute sie mit einem Blick wie aus einer andern Welt an und schüttelte leise den Kopf. Dann goß sich ein mattes Roth über ihr trübseliges Gesicht. Sie stotterte und stammelte von der Rose, die sie Ambros geschenkt hätte; von dem gestrigen Kirchgange, und abermals in Thränen ausbrechend rief sie:„Ach, Mutter, ich weiß ja selber nicht, wie es gekommen ist, aber ich Hab' ihn lieb fttr's Leben." aus festgestellt ist, kommt nun die Frage: was geschieht Denen, die sich an dieser Handlung betheiligt haben? Der Fall ereignete sich vor mehreren Jahren, also so lange noch Für st Bismarck Reichskanzler war. Ten Fürsten Bismarck trifft in erster Linie die Ver- antwortlichkeit. In zweiter Linie trifft sie den Empfänger der Summe, Herrn v. Bötticher— und in dritter Linie diejenigen anderen Minister, welche um die Sache wußten — falls weitere Minister ins Vertrauen gezogen wurden. Daß hier eine Schuld vorliegt, welche Sühne er- heischt, liegt ebenso greifbar aus der Hand, wie der That- bestand selbst. Wie skandalisirte sich unsere deutsche Regierungspresse, uamentlich die ans demselben Fonds gespeisete, welchem der Betrag für den Minister von Bötticher entnommen worden ist— wie skandalisirte sie sich, als vor einigen Jahren in Frankreich herauskam, daß ein dem Präfidenten Nahe- stehender— dessen Schwiegersohn Wilson— seine po- litische Stellung zu unregelmäßigen Geldoperationen miß- braucht hatte. Wie wurde damals über das„wilde" Frank- reich gehöhnt, wo derartige Dinge möglich seien! Wohlan, jetzt ist in Deutschland eine unzweifelhaft inkorrekte Geldoperation von Männern, die der Regierung nicht blos nahe stehen, sondern die Mitglieder der Regierung sind oder waren, ausgeführt worden. Soll dies ungesühnt bleiben? Oder soll wieder eine Vertuschung stattfinden, wie in dem— sehr nahe verwandten— Fall Lucius? Erwähnt sei in Anknüpfung an das Vorstehende, daß F ü r st Bismarck die Sache verrathen hat, aus Grimm über die„Undankbarkeit" des Herrn von Bötticher, der ihn in den letzten Kämpfen um den Hausmeierposten nicht nach- drücklich geiiug unterstützt, oder sogar sich gegen ihn gewandt hat. Allerdings muß der Grimm sehr groß gewesen sein, denn indem Fürst Bismarck den Herr» von Bötticher denunzirte, deniinzirte er sich s e l b st. Beiläufig ein sehr interessanter Zug, der den Charakter des Fürsten Bismarck, 'owie die moralische Atmosphäre der Kreise, in denm er sich ein Leben lang bewegt hat, grell beleuchtet.— Tie Ente, daß unsere Genossen Singer und Auer ihre Rundreise im westfälischen Kohlenrevier deshalb so rasch ,eendet haben, weil ihnen Seitens der Bergarbeiter zu ver- tchen gegeben worden sei, es sei nicht wünschenswerth, daß Nicht-Bergarbeiter sich in ihre Angelegenheiten mischen, haben wir gestern bereits kurz abgerhan. Genau das Gegentheil von dem ist richtig, was der Korrespondent der„Franks. Ztg." diesem Blatte zu melden beliebte. Die Abgg. Singer und Auer hatten von Haus auS nur die Absicht, nack) Tortmund zu gehen, wo Parteiangelegen- Seiten zu ordnen waren, und beide Abgeordnete haben des- >alb alle weiteren zahlreichen Einladungen zu Versamm- ungen im Bergrevier von vornherein abgelehnt. Richtig ist, daß die beiden Abgeordneten in Dortmund und Gelsen- Archen mit den bekanntesten und einflußreichsten Führern der Bergarbeiter konferirten und ihre Ansicht über die Lage rückhaltlos darlegten. Dabei fanden die Rath- chläge unserer Genossen volle Beachtung und ungc- theilte Zustimmung, und auch nicht von einer einzigen Seite wurden Bemerkungen laut, wie sie der Korrespondent des Frankfurter Blattes zu berichten weiß. Daß unsere Ab-, geordneten den Führern der Bergarbeiter angesichts der* gegenwärtigen wirthschastlichen Lage, das Bedenkliche eines allgemeinen Streiks vorgeführt und ihnen besonders„klaren" Wein über die Chimäre eines internationalen Streiks ein- geschenkt haben, ist richtig und bereits allgemein bekannt. Die Führer der Bergarbeiter verkannten das Gewicht dieser Gründe auch keinen Augenblick und soweit trotzdem Bedenken unter denselben laut wurden, richteten diese sich nicht gegen die .unberufene Einmischung" unserer Genossen, sondern sie singen nur dahin, ob es, angesichts der auf vielen Zechen Durch Wortbruch, Maßregelung und heimtückische Chikani- rung zum Aeußersten getriebenen Erbitterung der Arbeiter, noch möglich sein werde, diese von der Arbeitsniederlegung zurückzuhalten. Wie es scheint, soll das V e r b o t der Einfuhr amerikanischen Fleisches und Viehes in aller Stille aufgehoben werden. Nachdem die amerikanische Regierung den unwiderleglichen Nachweis geliefert hatte, daß die Gesetze der Vereinigten Staaten mindestens ebenso gute Garantien Die Mutter ließ sie weinen. Sie schob alle Schuld auf Ambros: er hätte sich die Jugend und Unerfahrenheit ihrer Tochter szu Nutze gemacht. Stasi sollte seinen Ver- sicherungen keinen Glauben schenken, er spiele nur sündhaft mit ihr. Wenn sie auch zugeben wollte, daß er nicht auf den Kirchhof gegangen wäre, um das Grab ihres Mannes zn beschimpfen, so bliebe doch seine Gottlosigkeit bestehen. Denn was wäre gottloser, als in der Mitternachtsstunde die Geisterwelt und den Fürsten der Hölle, an die doch alle guten Christen glaubten, herauszufordern? Stasi wußte hierauf nichts zu erwidern, wie sehr sie auch alles dieses schmerzte. Aber sie schüttelte den Kopf, als die Mutter davon sprach, daß sie ihn vergessen würde, wenn sie ihn nicht wiedersähe. Es iväre ja ganz unmöglich, daß er sie so schnell umstrickt haben könnte und wiedersehen dürfte sie den schrecklichen Menschen nimmer, nimmer.'Ach, daß Stasi nicht in ein Kloster gehen könnte! In sich versunken, wie ein Bild des Jammers saß Stasi da und in ihrem jungen Herzen wurde es unter den Ermahnungen und Beschwörungen der Mutter öde, finster, kalt. Es kam wie eine Lähmung über sie und sie fühlte und dachte nichts und hatte keine Thränen. „Laß uns beten, Kind, laß uns beten," rief die Mutter ängstlich, aber Stasi konnte nicht bete». Hannes konnte es auch nicht. Er lag vor dem bis zur Decke reichenden Holzgitter, welches die Apse mit dem Hochaltar von dem übrigen Theil der Kirche trennte, aus den Knien, allein in der trüben Dämmerung. Ter Vorhang, der bisher sein Innerstes vor ihm selbst verhüllt batte, war zerrissen und die Erkenntniß hatte ihn wie ein Orkan ersaßt und hinausgejagt in die Bruscia. Wie lange er sich dort im Regen und unter den triefenden Bäumen umhergetrieben hatte, wußte er nicht, und er fühlte nicht, daß er bis auf die Haut durchnäßt war. Er hatte den Regenschirm auf seiner Flucht bei Frau Larseit zurück- gelassen und seine beschmutzten Kleider verriethen, daß kl aus der Erde gelegen haben mußte. (Fortsetzung folgt.) gegen ungesundes Fleisch liefern, wie die Gefeße irgend democratic Federation) von Großbritannien schicken wir Euch| Antrage des Reichsanwaltes entsprechend verwarf das eines europäischen Landes, und namentlich Deutschlands, unseren Brudergruß zum zwanzigsten Jahrestag der Pariser Reichsgericht die staatsanwaltschaftliche Rewar der einzige, ohnehin höchst fadenscheinige Grund, der Kommune. für jenes Verbot ins Feld geführt ward: nämlich daß es Der 18. März ist ein Tag, an welchem die Sozialisten die Straftammer sei von vollständig richtigen Rechtsanschauungen ausgegangen, wenn fie aus gesundheitlichen Rücksichten erlassen sei, beim besten aller Nationen durch das Andenken der Helden von 1871 einen Mangel an Ehrfurcht nicht als EhrenWillen nicht aufrecht zu erhalten. in engere Gemeinschaft zusammengebracht werden, und von tränkung auffaffe. dem Band der internationalen Solidarität sich fefter um" Im Anschluß an den jüngst in der Dienstagsnummer schlungen fühlen. München, 9. März. Die Münchener Post" ist wegen Ververöffentlichten Artikel über Elsaß- Lothringen schreibt Mögen die Irrthümer der Pariser Kommune uns öffentlichung des von der Generalfommission der Gewerkschaften Lafargue unter der Ueberschrift: Die Neutrali- lehren, was wir zu vermeiden haben; und möge das groß- Deutschlands verbreiteten Aufrufs an die Arbeiter und Ar[ irung Elsaß Lothringens" in der letzten Nummer artige Beispiel des Heldenmuths und der Selbstaufopferung, beiterinnen Deutschlands" beschlagnahmt worden und bes„ Sozialiste": das sie der Welt gegeben hat, uns zu immer fräftigeren zwar auf Grund eines Paragraphen des bayrischen StrafAnstrengungen für die soziale Umgestaltung begeistern, gefeges, velches die Sammlung von Geldern zu Zwecken, wie fie welche den Frieden, das Glück und die Zufriedenheit der in dem Aufrufe angegeben, verbietet.- Der Aufruf ist in allen Arbeiterzeitungen wiedergegeben. Arbeiter aller Länder herbeiführen und sichern wird. In meinem Artikel über Elsaß- Lothringen habe ich die Möglichkeit einer Neutralisirung dieser beiden Provinzen nicht ins Auge gefaßt. Sicherlich wäre dies vom politischen Stand punkt aus die wünschenswerthefte Lösung der Schwierigkeit, aber vom wirthschaftlichen Standpunkt aus wäre dies das größte Unglück, welches den Elsaß treffen könnte. Der Elsaß ist eines der am besten für die Großproduktion ausgerüsteten Länder Europas; er braucht für den Absatz seiner Produkte eine volfreiche Nation, wie sie Deutschland oder Frankreich bildet. Vom Augenblick, wo der Elsaß für einen unabhängigen Staat erklärt wäre, würde er sehen, wie sich die deutschen und französischen Zölle wie eine chinesische Mauer um ihn ziehen, ihm die Waaren bei der Einfuhr mit Zöllen überlaften und so eine Konkurrenz fast unmöglich machen. Entweder müßten die Fabrikanten des Elsaß ihre Spinnereien und Webereien schließen, oder sie sähen sich gezwungen, ihre Annexion von Frankreich oder Deutschland als eine Gnade zu verlangen; und sie würden sich ohne Zaudern für Deutschland entscheiden, das ihnen einen größeren Markt und weniger Konkurrenten bietet, als Frankreich, das den Bedürfnissen seines -Verbrauches allein gewachsen ist. Mülhausen befand sich im vergangenen Jahrhundert in einer ähnlichen Lage. Zur Affaire Schewitsch theilen wir auf Wunsch nachstehende Resolution mit, die am 5. Februar d. J. von der Gesammtsektion New- York, sozialistische Arbeiterpartei" ge faßt wurde und die uns damals entgangen ist: Kommunales. zu thun: Der Stadtverordneten- Versammlung ist folgender Antrag zugegangen: In Anbetracht, daß das lächerliche Gerücht, unser Genosse Wir beantragen, die Versammlung wolle den Magistrat S. G. Schewitsch sei ein„ Spizel" gewesen, von den Feindenerschaften zu veranlassen, dahingehend Schritte gemeinsam mit ihr die Pferdebahnunserer Sache mit Eifer verbreitet wird, erachtet es die heute versammelte Gesammtfektion New- York für ihre Pflicht, diese schmachvolle Verleumdung mit Entrüstung zurückzuweisen und hiermit zu erklären, daß sie das 12jährige unerschrockene Wirken dieses Mannes in unserer Mitte und für die Sache der Arbeiter als ein ehrliches und makelloses bezeichnet und ihm auch heute noch ihr volles Vertrauen schenkt." Korrespondenzen und Parteinachrichten. " 1. daß auf alle Entfernungen innerhalb des Berliner Weichbildes der Durchschnitts- 3ehn- PfennigTarif in Anwendung kommt; 2. daß baldigst a) zwischen Wedding einerseits und dem West en und Südwesten andererseits, b) zwischen dem Osten und Südosten bessere Verbindungen hergestellt werden; 1911 8. daß ebenso wie in anderen Städten auch hier die Beolgst nutung ber Deckplätze auf den Doppelwagen auch weiblichen Personen gestattet wird. Bogtherr. Gnadt. Heindorf. Herzfeldt. Klein. Singer. Stadthagen. Tempel. Tubauer Zubeil. Arbeiterbewegung. Mülhausen, das im 18. Jahrhundert zu den industriell fenentwickeltsten Städten Europas gehörte, war seit 1468 freie Republik( freie Reichsstadt). Der Konvent schlug ihm 1792 vor, sich der französischen Republik einzuverleiben; Mülhausen Hohenkirchen, im März. Eine eigenartige Berühmtheit lehnte diese Ehre ab, es zog es vor, seine Unabhängigkeit, hat sich der Herr Pfarrer Gräbenteich hierselbst erworben. welche es fich tapfer erkämpft und Jahrhunderte hindurch be- Als denselben jüngst der Zimmermann Keil von hier um die oo wahrt hatte, beizubehalten. Das Direktorium wandte ein Taufe feines jüngsten Kindes ersuchte, entspann sich folgendes äußerst einfaches Mittel an, um den Stolz der kleinen Republik Gespräch zwischen ihnen: Pfr.:" Sie leben in unfriedlicher Ghe." au brechen. Es umzog ihr Gebiet mit einem Gürtel von K.: Meine Frau hat sich doch nicht etwa bei Ihnen über mich Brüffel, 21. März. Nach Meldungen aus Seraing ist in Böllen, welche den Eintritt der Waaren nach Frankreich beklagt?" Pfr.:„ Sie follen sich nur unterstehen, Ihrer Frau den großen Cockerill'schen Eisen- und Kohlenbergwerken ein allgehemmten. Die in ihren Interessen getroffenen Fabrikanten von etwas zu sagen!" R.:" Maulschwäßer haben sie genug im meiner Arbeiter- Ausstand ausgebrochen. Die Verwaltung der Mülhausen beeilten sich nun, die Bereinigung mit Frankreich Hause." Pfr.: Sie sind außer Stande, Ihr Kind christlich Werke rief die Gendarmerie aus Lüttich herbei. Nach weiteren zu verlangen: Die Einverleibung fand 1798 statt. zu erziehen." R.: Wollen Sie mein Kind taufen oder Meldungen aus Seraing herrscht unter den feiernden Arbeitern Solange die fapitalistische Herrschaft besteht, muß der nicht?" Pfr.: Unter feinen Umständen." R.: Schämen große Aufregung. Die Gendarmerie war genöthigt,(?) die neuElsaß bei Deutschland bleiben; so will es das wirthschaftliche Sie sich!" Auf Grund dieser Unterhaltung vertlagten gierige Boltsmenge nach dem Bahnhof zurückzudrängen. Dorthin Intereffe Frankreichs und des Elsaß selbst. Aber wenn der sich K. und der Pfarrer gegenseitig wegen Beleidigung. 3ogen sich auch die Ausständigen zurück. Sozialismus die Produktionsmittel verstaatlicht, die industrielle Das Schöffengericht in Ohrdruf nahm den obigen Inhalt des Konkurrenz vernichtet haben wird, dann fann der Elsaß ohne Gesprächs als erwiesen an, schenkt auch der Aussage K.'s, daß Gefahr an Frankreich zurückfallen; aber dann wird Europa dem Pfarrer der Schaum vor dem Munde gestanden habe, nach eine große Republik bilden, dann werden die Grenzen ver- dem heutigen aufgeregten Benehmen des letzteren" Glauben, stellt schwinden, dann werden die barbarischen Leidenschaften des ferner durch Zeugenvernehmung fest, daß die K.'schen Eheleute Patriotismus erstickt sein." in friedlicher Ehe leben und daß ihre Kinder durchaus gut er Das heutige Fremdenblatt", das Organ des Wiener hatte, sich in die ehelichen Verhältnisse des Klägers einzumischen ogen sind, daß somit der Pfarrer nicht den mindesten Anlaß auswärtigen Amtes, bringt einen Artikel über den Han- und daß die Art, wie er dies gethan hat, eine delsvertrag, der als Pendant zum Reichs- Anzeiger" be- für den Privatkläger beleidigende war. Es sprach hiernach merkenswerth ist. Erhält, so wird u. A. ausgeführt, die R. frei und verurtheilte den Pfarrer zu 30 M. Geldbuße event. arbeitende Bevölkerung Deutschlands billigere Nahrungs- 6 Tagen Haft. Soweit mag die Sache für eine Spezies von mittel, so wird sie mehr konsumiren und der deutsche Agrarier Geistlichen charakteristisch sein und sie mag zur Zerstörung der nichts verlieren, aber auch den österreichischen Industriellen ne fie aber nichts Auffälliges. Eine geschehene Beleidigung Kirchlichkeit bei den Landbewohnern beitragen, im Uebrigen wird die wachsende Konsumfähigkeit unserer Ackerbau treiben ist durch ein unbezweifelbar korrektes gerichtliches Urtheil geahndet hätte den Reichstheile zu Gute kommen. Wir sind begierig, was worden, damit ist der Fall erledigt. Anders denken unsere der deutsche Reichs- Anzeiger" hierauf antworten wird. Kirchlichen. Sie nehmen den Pfarrer Gräbenteich in Schuß, behaupten, daß er zu seinem geschilderten feelsorgerischen" EinDie auf Tivoli vor einiger Zeit gewählte Deputation greifen berechtigt und verpflichtet gewesen sei, und die„ Kreuz- Schmidt, Treschowstr. 24, Laden. der selbständigen Kaufleute und Handlungsgehilfen Beitung" bringt lange Artikel, die sich gegen das gefällte Urtheil Es sei feelsorgerische Pflicht des Pfarrers gewesen, an den Hander aufleuster von Berlepich, be- wenden. " " Soziale Meberlicht. Sammlung für die ausgesperrten deutschen Arbeiter. Sammelbons werden in folgenden Zahlstellen ausgegeben: C. blew . Kuhlmey, Rosenstr. 30, part. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. 0 Butry, Stralsunderstr. 15, 2 Tr. Gleinert, Müllerstr. 174, im Keller, Gnadt, Brunnenstr. 38, Hof part. Hasenclever, Chausseestr. 49/50, Laden. Kleinau, Gartenstr. 171. im Keller. Lehmann, Brunnenstr. 83, Laden. Nürnberg, Schönhauser Allee 28, Hof part. Thierbach, Schwebterstr. 44, part. NO. Gumpel, Barnimstr. 42, Laden, Drescher, Linienstr. 50, Laden. NW. Kern, Stromstr. 45, Laden, Voß, Birkenstr. 59, Laden, S. Börner, Ritterstr. 108, Laden. Klein, Kottbuser Damin 14, Laden. SW. Wilschke, Junkerstr. 1 und Razbachstr. 1, Laden, Schröder, Kreuzbergstr. 15, Laden. so. Bräuer, Reichenbergerstr. 148, Laden, Göcke, Wrangelstr. 125, Laden. Kunze, Forsterftr. 2, Laden. Mertens, Cuvrystr. 54, Laden. Zubeil, Naunynſtr. 86, part. 0.8 A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8, im Keller. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Laden. Heindorf, Gangestr. 70, part. 88 Söhne, Eldenaerstr. 2, Laden. Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Laden. Motes, Boſenerstr. 11, Sof 1 Tr. Tempel, Breslauerstr. 27, Laden. Babel, Frankfurter Allee 90, Laden. Friedrichsberg. slas Zippe, Friedrich Karlſtr. 11, Laden. fre Ritter, Kantstr. 6, Laden. Rummelsburg. stehend aus den Herren Hinze, Kannegießer, Noah und sich in die Cheverhältnisse des K. zu drängen und über Rosenthal wurden heute von demselben im Handelsministerium feine Gespräche mit dem einen Theile des Ehepaares empfangen. Aus der ca. einstündigen Besprechung ist zu diesem Theile Stillschweigen dem anderen Theile gegenüber erwähnen, daß der Minister in absehbarer Zeit eine En zu gebieten(!). Er sei berechtigt gewesen, die Taufe des Kindes zu verweigern. Nach Landesgefez hätten die Gemeinde- Angequete für Preußen, vielleicht auch für das hörigen vor dem Pfarrer auf Verlangen desselben unweigerlich Reich über die Lage der Handlungsge- zu erscheinen und in Vermahnungen des Pfarrers keinen Grund hilfen in Aussicht stellte und ferner seine zu dessen Anfeindung zu suchen u. f. w. Diese Zeitungsergüſſe Bereitwilligkeit erklärte, einer gefeber Kirchlichen nehmen nun der dem Schöffengericht vorsigende lichen Regelung der Verhältnisse der Amtsgerichtsrath und der Rechtsanwalt des R. fo ernst, daß sie jugendlichen Arbeiter und Lehrlinge im sich mit den Kirchlichen darüber in Zeitungsartikeln herumHandelsgewerbe das Wort zu reden. schlagen; und dies, obwohl der Pfarrer G. ein Mann ist, von Bezüglich der Sonntagsruhe an den ersten drei hohen welchem der Amtsgerichtsrath im Kreisblatte schreibt:„ Wer mich und den Pfarrer Grabenteich und seine Seelsorge kennt, Feiertagen ging aus den Aeußerungen des Miniſters hervor, wird wissen, wem von beiden er mehr Glauben zu schenken hat." Serſchleb, Adalbertſtr. 4, Laden. daß diese Thätigkeit vielleicht durch Bestimmungen begrenzt auch hat der Gerichtsvorsitzende jetzt Strafantrag gegen den werden könnte dahin gehend, daß nur höchstens ein An- Pfarrer bei der Staatsanwaltschaft gestellt. gestellter und auch nur höchstens eine Stunde beschäftigt werden dürfte. Leipzig, 19. März. Vor dem Landgerichte in Frank Bezüglich Schluß der Arbeitszeit an Sonntagen hielt furt a. D. hatte sich am 13. Dezember v. J. der Redakteur ber der Miniſter es für Preußen für ausgeschlossen, daß dieselbe" Frankfurter Volksstimme", Herr Gustav Hoch, auf die Anklage nur auf die Nachmittage fiele; die höhere Berwaltungs- wegen, Majestätsbeleidigung hin zu verantworten. Inkriminirt has no war ein am 15. Ottober 1890 in der Voltsstimme" erschienener behörde würde sicherlich, falls die Orts- oder Polizeibehörde Artikel unter der Ueberschrift Defterreich- Ungarn", der aus dem einen solchen Beschluß faffen würde, sich dem widersetzen. St. Galler Stadt- Anzeiger" abgedruckt war. Zunächst war die big Was Berlin und andere größere Städte anbetrifft, hält der Rede von der allgemeinen Lage in Desterreich, dann ging der Minister es für möglich, daß die Schließung bereits um republikanische Verfasser auf den Besuch des Kaisers Wilhelm 10 Uhr an Sonntagen stattfinden könne. beim Kaiser Franz Joseph über und machte über beide, sowie Der Miniſter glaubt, daß später sowohl hinsichtlich über Fürsten im Allgemeinen einige Bemerkungen, die vielleicht der täglichen, wie der Sonntagsarbeit weitere Beschrän- in republikanischen Staaten, wie es die Schweiz ist, nicht als kungen stattfinden könnten, denen nur jetzt noch einseitige etwas Besonderes angesehen werden, in Frankfurt aber den Staatsantivalt zum Einschreiten veranlaßten. Die Straf Interessen gegenüberſtänden. Vorläufig müsse man aber fammer sprach den Angeklagten Hoch von der Anklage Rob. Dichte, Prinz Handjerystr. 39. Uebergangsbestimmungen zu finden suchen. In den Gründen der Majestätsbeleidigung frei. Wir ersuchen die Gelder für verkaufte Bons unverzüg= Der Berathung wohnte auch der Geh. Rath Rönigs gesagt, es sei allerdings refpettlos, vom Kaiser Franz ich abzuliefern. vom Handelsministerium bei. Joseph zu sagen, er tröste sich über die Sorgen, die sein Land und insbesondere die Wahlen machen, mit dem Be- Die Kommission für öffentliche Angelegenheiten der Zabalarbeiter Berlins.ais- 1008 fuche des deutschen Kaisers und die beiden allerhöchsten und allergnädigsten Bettern" trösteten sich gegenseitig, aber eine An die Metallarbeiter aller Brauchen richten wir die Majestätsbeleidigung liege hierin nicht. Die vom Artikelschreiber Bitte, dafür zu forgen, daß die von der Generalkommission ausgebrauchte Sprache sei nicht die, welche einem Preußen gegenüber gegebenen statistischen Bogen eingesandt werden. Bis heute sind einem König zieme, dennoch enthalte sie keine Verlegung der Che; ſtatiſtiſche Bogen eingegangen von: 24 Metallarbeiter, 27 Former die inkriminirken Worte ftheten Ghrfurcht, ermangeln. Wenn der Klempner, 9 Schloſſer-, 4 Schmiede- und 3 sonstigen Metall3. Mai zu verschieben." Artikel weiter von charakterschwachen und leichtsinnigen Prinzen die Zahl und Stärke der Gewerkschaftsorganisationen würden Eine Kommission des Pariser Munisipa I- rebe und vom Kronpringen Rudolflichen Bäufern teine Geltem nach diesem Resultat nicht nur die Metallarbeiter nicht den Verderben gestürzt habe, fürstlichen Selten: Play einnehmen, welchen sie ihrer Zahl nach haben müßten, rathes berieth in ihrer heutigen Sigung verschiedene beit, so fehlte hier jede Beziehung zum Kaiser Wilhelm und es sondern es würde diese mangelhafte Betheiligung auch auf unVorschläge betreffend die Arbeiter- Rundgebung am 1. Mai. spreche nichts dafür, daß der Verfasser den letzteren unter die ge- genügende Disziplin in der Organisation schließen lassen. Das Die Kommission beschloß, dem Munizipalrath die Beschilderten Fürstensöhne habe subsummiren wollen. Die Revision der eigene Interesse der Branche erfordert demnach, daß die durch theiligung an der Rundgebung und die Erklärung des Staatsanwaltschaft, die kürzlich den Straffenat des Reichsgerichts die Vertrauensleute versandten statistischen Bogen an die Ge1. Mai zum Ruhetag für die städtischen Arbeschäftigte, behauptete, der Begriff der Majestätsbeleidigung fei neralkommission zurückgesandt werden. Statistische Bogen können beiter und Angestellten anzuempfehlen. Der burch das Urtheil verletzt und zu engeremale des Delittes ent- derzeit von dem Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Munizipalrath wird voraussichtlich die Vorschläge der bes Urtheiles feien alle Thatbestand merge Delites ent: Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands. Rommission annehmen. halten. Der Reichsanwalt, Herr Hofinger, sah sich nicht in der Lage, die Revision zu vertreten. Bezüglich der drei inDie englische Socialdemocratic Fede- friminirten Aeußerungen bemerkte er, nehme das Gericht an, daß Eratische Partei Deutschlands folgende Adreffe beziehen, dies sei eine unanfechtbare thatsächliche Feststellung. Bet Anfragen bitten wir bie Abonnements- Quittung beizufügen. Briefich ration hat unterm 17. b. Mts. an die sozialdemo- die erſte und die dritte ſich gar nicht auf den deutschen Kaiſer Auch in der französischen Schweiz scheint man sich für den ersten Sonntag im Mai als den Tag der Arbeiterdemonstration entschieden zu haben, wenigstens meldet ein Telegramm der Frankf. 3tg." aus Genf: Die Versammlung der Delegirten sämmtlicher Arbeiter vereine und Sozialisten hat beschlossen, die Maifeier auf den Liebe Rameraben! fage wurde ein Verstoß gegen die Ehrfurcht, nicht aber eine Ehrverlegung vor; daß nun diese Feststellung nicht auf Rechtsirrthum beruhe, Im Namen des Sozialdemokratischen Bundes( Social- gehe aus den im Urtheil angegebenen Thatfachen hervor. Dem Rixdorf. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. F. K., Beuffelstr. Die Feier der Jugendaufnahme in der Freireligiösen Gemeinde findet heute 10 Uhr im Konzerthaus, Leipzigerstr. 48, statt. Theater. Sonntag, den 22. März. Opernhaus. Keine Vorstellung. Montag: Oberon, König der Elfen. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Montag: Romeo und Julia. Leffing- Theater. Thermidor. Montag: Die Ehre. Berliner Theater. König Richard I. Montag: Rean. Deutsches Theater. Menschen. Einsame Montag: Des Meeres und der Liebe Wellen. Dienstag, den 31. März: Abschieds- Vorstellung. Geschäftshaus S. Seine. Circus Schumann. Chanfeestraße 14 Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 22. März: 2 gr. Vorstellungen. Nachmittags 32 und Abends 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen sind mit verschiedenen Programmen ausgestattet. In beiden Vorstellungen: Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Circus unter Wasser Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Vorher: Die Schulreiterin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Haben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Macbeth. Montag: Gavaut, Minard u. Co. Oftend- Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Die Ahnfrau. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Eine ländliche Hochzeit. Große komische Wasser- Pantomime. mit neuem Programm. Montag, 23. März: Gr. Vorstellung Circus unter Wasser. Die Marionetten. W. Gründel's Restaurant, S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, Buchbinder, Schloffer, Töpfer, Drechsler, Sattler und Gärtner. 221L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. Läglich: Frei- Concert. A.d. A.d.Verbin. 4.b. Berbin- Dungsbahndungsbahn. Treptow berbin Berliner Bock- Brauerei, Ausschank d. Orig. Bock- Bieres. #. Lagerbier, 4/10 15 Pf. Vorwärts" liegt aus. 805b Wilh. Jacob, Gastwirth. Empfehle allen Freunden und Be 99 Wintergarten. Große Spezialitäten- tannten mein Vorstellung. 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Mai und unsere Stellung dazu. Referent Benno Stabernack. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten der Möbelpolirer bei der Berliner Streit- Kontrollkommission. 4. Berschiedenes. Der Einberufer. General- Versammlung des Fagvereins fämmtlicher in den Glacé- u. Karton- BapierFabriken beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Berl. u. Ümg. Montag, den 23. März, Abds. 8 Uhr, Hin ,, Scheffer's Salon", Inselstrasse No. 10. E Zages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verschiedenes und Fragetasten. unt Der Vorstand. 155/4 Achtung! Vergolder! Achtung! Große öffentliche Versammlung der Vergolder, Vergolderinnen u. Berufsgen Dienstag, den 24. März, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75. Zages Ordnung: 1. Bericht des Streit- Komitees. Referent Kollege Vogt. 2. Verschied ene Der Wichtigkeit wegen darf kein Vergolder, keine Vergolderin und Be rufsgenosse fehlen. Hauptsächlich die Kollegen von Herrn C. Ruthenberg un August Werkmeister sind hierzu eingeladen. Das Streikkomitec. 328/7 Große öffentliche Versammlung der Marmor- u. Granitarbeiter Berl 230/3 am Dienstag, den 24. März, Abends 8 Uhr, th Deigmüller's Salon, Alte Jakobstrasse No. 48 a. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht, Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. Versammlung für Frauen u. Männer heute, Sonntag, den 22. März, Abends präs. 62 Uhr, eigener Gr. Lager, bill. Preiſe. Den Parteigenossen im Neustädter Volksgarten, Proskauerstr. 37/38( Franks. Thor), Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Ordnung: " empfehle ich mich zur Anfertigung gut Vortrag des Herrn Metzner über: Was lehrt uns die Schule, was sitzender Herren- Garderobe. lehrt uns das Leben?"-Nachher geselliges Beisammensein und Can A. Böttcher, Schneidermeister, Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Gr Fürbringerstr. 36.[ 332Lfcheinen ersucht Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Badina in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 69. Tokales. Sonntag, den 22. März 1891. 8. Jahrg. Sie werden nicht alle! Einem äußerst raffinirten Be- Verhaftet und in das Untersuchungsgefängniß abgeführt truge find vorgestern die in Charlottenburg, Berlinerstr. 122, wohn- wurde dieser Tage ein Buchhalter einer bergbaulichen Firma, Es ist ihnen unbegreiflich. Siesige liberale Blätter be gegen 2 Uhr Nachmittags betrat ein ungefähr 36 Jahre alter, Berhaftete, ein lediger, aber schon über fünfzig Jahre zählender Es ist ihnen unbegreiflich. Hiesige liberale Blätter be- baften Gastwirth Palmschen Eheleute zum Opfer gefallen. Etwa deren Berliner Bureaus sich in der Friedrichstadt befinden. Der richten: Auffällig ist es, daß die gewerbsmäßigen anscheinend den besseren Ständen angehörender Mann die Gaft Mann, Namens Franz E., war früher längere Zeit als Hilfs Paletofdiebe, welche nach einiger Zeit noch immer erstube, in welcher die Frau P. allein anwesend war, und erarbeiter beim königlichen statistischen Amt thätig. Weil die Hilfsmittelt wurden, stets den gebildeten Ständen angehören. klärte, daß er dem Ehemann, mit welchem zusammen er beim arbeiter genannten Amtes nicht ständig gebraucht werden, nahm Kürzlich ist wieder ein Student der Medizin verhaftet worden, Militär gedient habe, einen Besuch abzustatten beabsichtige. Als E. nach seiner letzten Entlassung vom statistischen Amt den gut welcher in der Universität, der königlichen Bibliothek, der Klinik ihm die Antwort wurde, daß Herr P. schwer frant darnieder- dotirten Buchhalterposten bei gedachter faufmännischer Firma an. und der Charitee zahlreiche Paletotdiebstähle verübt und die ge- liege und kaum noch Hoffnung auf Besserung gebe, heuchelte der Er erhielt sogar legthin wieder als Nebenbeschäftigung fog. Hausstohlenen Ueberzieher dann versezt hat." Wir wollen den Blättern den Schlüssel zu der auffälligen" vorgebliche Freund helle Verzweiflung und wußte die Frau zu arbeit vom statistischen Amt, woraus erhellt, wie brauchbar er bestimmen, ihm Eintritt in das Krankenzimmer zu gestatten, ohne ist. Seine Verhastung erfolgte auf Grund einer Denunziation Erscheinung geben. Die„ Bildung" ist heute Monopol einer daß sie ihn begleitete. Wie sich später herausgestellt hat, ist der wegen Sittlichkeitsvergehens, wiederholt ausgeübt an einem Klasse. Von den Gebildeten" sondert sich ein Theil aus dieser Unbekannte an das Bett herangetreten, hat zu dem Todtkranken zehnjährigen Mädchen, der Tochter eines Portiers. Der Vater Klaffe ab und bildet eine eigene Rafte, die Gelehrtenkaste. Diese wie zu einem alten Freund laut gesprochen, so daß die Frau es des Kindes selbst hat unter Beifügung eines ärztlichen Attestes Raste steht Ausnahmen abgerechnet- im Dienste des Staates, hören konnte, und ist dann zu dieser zurückgekehrt. Mit trauriger über den Zustand seiner Tochter die Denunziation eingereicht. des Klassenstaates. Der Klassenstaat beruht auf der kapitalisti- Miene und feuchten Auges suchte er die Gattin seines angeblichen Obgleich nun E. direkt vorläufig wenig belastet erschien, bot er schen Produktion; aber auch direkt erhält die Gelehrtenkaste von Freundes zu trösten und theilte ihr mit, daß er beauftragt worden dem Portier 200 Mt. Entschädigung, sofern derselbe ihn nicht zur Der Kapitalistentlasse die Direktive ihrer wissenschaftlichen" ei, das vorhandene Baarvermögen in sicheren Papieren anzu- Anzeige bringen würde; dies bestärkte den Portier gerade in der Thätigkeit, wie den größeren größeren Theil Theil ihres Bestandes. legen. Frau Palm war hocherfreut über diesen Entschluß ihres Ausführung feines Vorhabens. Die Wissenschaft" wird ein Mittel, im Interesse Mannes, da er ihren längst gehegten Wünschen entsprach, ziehen. " W des Unternehmerthums die Arbeiterklasse zu einem bloßen Anhängsel bolte 1200 M. herbei und übergab sie dem ihr unbekannten Von einer Lokomotive überfahren und doch unverletzt des Produktionsmechanismus herabzuwürdigen. An der Abhängigkeit Manne. Dieser nun forderte sie auf, ihn zum Bankier zu be- geblieben ist ein Weichensteller der Stettiner Bahn, Namens der Wissenschaft" von der Kapitalistenklasse ändert es natürlich gleiten, da in Geldsachen die Gemüthlichkeit aufhöre. Dies ge- Butke. Der Beamte war Anfangs dieser Woche auf dem nichts, daß nicht alle Gelehrten" Kapitalisten oder Söhne von schah, und Beide begaben sich zu dem Berlinerstr. 114 wohnhaften Körper des Stettiner Güter Bahnhofes beschäftigt, um die Kapitalisten sind; daß z. B. ein Theil aus Söhnen von Beamten Bankier Maaß, wo Frau Palm auf Ausuchen des Fremden vor Schienen zu kontrolliren. In der Nähe der Liefenstraße besteht, d. h. daß die Beamtenkaste sich durch Inzucht fortpflanzt, der Thür wartete, während er selbst das Geschäft betrat. Hier wollte B. furz vor Herannahen einer Rangiermaschine ein oder daß ein Theil dem Proletariat entstammt. Weitaus die that er einige gleichgiltige Fragen, um dann der draußen Stehen Geleife überschreiten, glitt dabei jedoch aus und kam zwischen meisten Mitglieder der Gelehrtenkaſte ſtellen sich auf die Seite den zu erklären, daß in einer Stunde die Papiere abgeholt den Schienen derart zu Fall, daß er mit dem Kopfe auf den der heutigen Ordnung", sei es, weil sie sich durch ihren Ursprung, werden könnten, und Beide gingen nun nach der Gastwirthschaft rechten Schienenstrang fiel. Im nächsten Augenblick brauste die infolge ererbten Besitzes oder infolge Heirath als zugehörig zur zurück. Auf dem Wege dorthin gab die nun ganz vertrauens- Maschine über seinen Körper hinweg, und als die zahlreichen Bourgeoisklasse fühlen, sei es, weil sie für ihre der" Ordnung" selig gewordene Frau die Absicht kund, den Ausgang noch zum Arbeiter, welche Zeugen der aufregenden Szene gewesen, herbeigeleisteten Dienste gut bezahlt werden. Nur wenige treten, nach Einkauf von Kaffee zu benutzen, ihr Begleiter möge ihre Rück- eilten, saben sie, wie der Ueberfahrene sich erhob, um zivar leichenSem sie erkannt haben, daß sie für den Profit dritter Personen fehr vor dem Geschäft abwarten. Als sie jedoch mit ihrer Waare blaß und aus einer geringfügigen Kopfwunde blutend, aber sonst arbeiten, der Ordnung" von heute feindlich entgegen. Die die Straße wieder betrat und sich nach dem Freunde ihres Mannes gänzlich unverlegt, seine Arbeit weiter zu verrichten. Die Maschine " Wissenschaft" im Dienste einer Produktions- umfah, erfuhr sie, daß der Herr einen Pferde- Eisenbahnwagen hatte mit dem Stäumer den Kopf des B. von den Schienen hernissen nicht mehr gerecht wird und nur noch den sei. Jetzt erst merkte Frau Palm, daß sie einem Gauner in die herabgedrückt wurde; auch der Aschkasten der Lokomotive batte Interessen einer Heinen Minderheit ent: Hände gefallen war und erstattete sofort bei der Behörde An- nur leicht die Kleidung des darunterliegenden Mannes gestreift, spricht, tann teine sittlichen Menschen mehrer- zeige. Es wurde ihr hier das Verbrecheralbum vorgelegt, aus ohne diesen selbst zu verlegen. Die Stätten der wissenschaftlichen Bildung werden der Kapi- Savigny, welcher gegenwärtig jedoch in Sibirien weilt, als Leichenfundes in den Müggelbergen bei Friedrichshagen wollen welchem sie mit aller Bestimmtheit den russischen Cornet Im Interesse der Untersuchung des mysteriösen talistenklasse aber auch dadurch gefährlich, daß sie eine Ueber den Thater bezeichnete. Der Schwindler ist etwa 1,70 Meter Diejenigen, welche über die Personalien des daselbst vor Wochenzahl von Gelehrten, eine industrielle Reserve- Armee gelehrter groß, hat dunkelblondes Haar und Anflug von Glaze, dunkle frist aufgefundenen Todten Auskunft geben tönnen, sich schriftlich diejenigen, welche über die Personalien des daselbst vor WochenProletarier erziehen. In die Kaste der Gelehrten zieht die Noth Augen, einen schwarzen, kurz gehaltenen Schnurrbart und spricht bei dem Amt in Friedrichshagen melden. Festgestellt ist, daß die ein. Bildung schützt nicht vor Hunger! Der Gebildete, in schlesischer Mundart. der noch nicht um Lohn gearbeitet hat und dem Wunden am Kopf der in Berivesung übergegangenen Leiche durch das klassenbewußtsein des Arbeiters fehlt, erliegt aber leichter als der Arbeiter der mo- Wittwe Caßburg am 29. Januar cr. in dem am Morigplay be- nehmen könnte, es sei der Tod des Unbekannten durch eine Raubvögel herrühren, welche den Todten angetroffen haben. Der In der Untersuchungsfache, betreffend den gegen die Bruch beider Arme ist jedoch so unerklärlich, daß man fast an ralischen Versuchung; er eignet sich individuell( durch legenen Laden( Oranienstr. 58), der Handlung Gottschalk u. Söhne Schlägerei herbeigeführt. Diebstahl oder einen anderen, der bürgerlichen Moral und dem ist die Vernehmung derjenigen jungen blonden Frau, welche bürgerlichen Gesetz widersprechenden Aft) an, was die Arbeiter klasse allen Besitlosen erobern will und was nur durch eine Ge- trat und der ein junger Mann in der Thür entgegentrat, erfolgende Wirthe ihre Säle unentgeltlich zu allen Arbeiter- Verzwischen 5 und 6 Uhr Nachmittags den Laden zum Einkauf be- Die Reinickendorfer Lokal- Kommission berichtet uns, daß sellschafts- Reform den Arbeitern, d. H. allen Menschen, dauernd forderlich, desgleichen derjenigen beiden jungen Männer, welche fammlungen hergeben: 1. Böttcher's Seeschlößchen, Markstraße Der stehlende Gebildete" ist keine Erschei- Schrittes den Laden verließ und nach der Haltestlle der Pferde- straße Nr. 4; 4. Bente, Nordbahnstr. Nr. 1; 5. Gordes, Wald bemerkt haben, daß zu der gedachten Zeit ein Mann eiligen Nr. 1-2; 2. Lüdicke, Amendestr. Nr. 1; 3. Budewiß, Hausotternung, die man für sich betrachten und würbahn zu in der Prinzenstraße eilte und welche von dieser Be- und Eichbornstr.- Ece; 6. Marks, Tegeler Chaussee, Restaurant digen kann; er ist ein Symptom dafür, daß in obachtung der Wittwe Caßburg Mittheilung gemacht haben. Die zum Feuerwerker".- Alle eventuellen Anfragen oder Unregel der heutigen Wissenschaft" und in ihrem Unter Betreffenden wollen auf dem nächsten Polizeibureau oder auf dem mäßigkeiten wolle man an die Unterzeichneten richten. Daselbst bau, der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, Kriminalgericht, Alt- Moabit 11, Zimmer Nr. 187, zu ihrer Ver- sind auch Sammelstellen für gelesene Arbeiterblätter. F. Schäfer, etwas faul ist. Das Proletariat, welches potenziell Träger der Wissenschaft nehmung sich melden. Pankower Allee Nr. 41, N. Duchateau, Gesellschaftstr. Nr. 9. A. Thal, Provinzstr. Nr. 107. gewonnen werden kann. treiben." " - ist, ergreift mehr und mehr von der wirklichen Wissenschaft Besiz. Es wird aus ihrem Tempel die Krämer verder Kurzestraße wohnhaft gewesene Margarethe H. gestern das Aus Gram über den Tod ihrer Eltern hat sich die in Sie begreifen es nicht. Es wäre auch zu viel Leben genommen. Vor etwa 6 Monaten starben kurz hinter- bauerdamm Nr. 25, wurde am 20. d. M., Nachmittags, die be Polizeibericht. In der Spree, gegenüber dem Hause Schiffvon ihnen verlangt. Im Kapitalismus ist ihr Denken und ihre einander Vater und Mutter des nicht mehr jungen Mädchens, reits stark verweste Leiche eines unbekannten, etwa 40 Jahre Sittlichkeit begrenzt. Dem Einen oder Anderen von ihnen mag welches mit ihrer Schwester gemeinsam ein Zimmer inne hatte alten Mannes angeschwemmt. Vor dem Hause Alte Schönindeß die Einsicht kommen, wenn die Zeichen deutlicher werden. und sich als Lehrerin durch Ertheilen von Privatunterricht er- hauserstraße Nr. 13 wurde zu derselben Zeit ein fechsjähriger Nach polizeilicher Bekanntmachung muß der am 1. April nährte. Bei der älteren Schwester Elise H. stellten sich bald nach Snabe von einem Rollwagen überfahren und erlitt eine Quetschung beginnende Umzug bei kleinen, aus höchstens 2 Zimmern mit Zu dem doppelten schmerzlichen Verlust Spuren von Geistesstörung des rechten Knies.- Im Laufe des Tages fanden fünf Brände behör bestehenden Wohnungen an demselben Tage, bei mittleren, ein, die schließlich dahin führten, daß die Bedauenswerthe vor statt. aus 3 oder 4 Zimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen am etwa 3 Wochen nach einer Frrenanstalt überführt werden mußte, 2. April, Mittags 12 Uhr, bei großen Wohnungen am 3. April, während die Jüngere, Margarethe H., zu einer gleichfalls in der Mittags 12 Uhr, beendigt sein. Kurzestraße wohnenden Familie zog. Der Gram und Kummer, die furchtbare Aufregung, welche das Mädchen durchzumachen gehabt hat, ließen in der Bedauernswerthen den Entschluß zum Selbstmord' reifen, den sie gestern auch zur Ausführung brachte; Mit zwei verschiedenen Sittlichkeitsverbrechen hatte sich die S. vergiftete sich mittelst einer Lösung von Zyankali und die erste Straffammer vom Landgericht II am Sonnabend zu verstarb wenige Minuten darauf, bevor ärztliche Hilfe eintreffen befassen. Im ersten Falle wurde der Eisenbahn- Schaffner Stiefe zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. Derselbe war Zeugen gesucht. Alle Diejenigen, welche die Schlägerei in der Stralauerstraße, Ecke Jüdenstraße, in der Nacht vom 4. zum 5. Oftober gegen 1/21 Uhr mit angesehen haben, werden gebeten, ihre Adresse bei Frau Westphal, Großer Jüdenhof 3, Hof, ab zugeben. Sonntagsplaudrei. fonnte. Gerichts- Beifung. nicht?" das ist die Frage, und wir möchten nicht gerne lich zu Grunde ging, ist und bleibt ein Esel, den sich bei entscheiden, wieviel nationalliberale Westenknöpfe in dieser Leibe kein Staatsmann zum Vorbild nehmen darf. R. C. Ueber Nacht hat der Frühling seinen Einzug Beziehung als nie täuschendes Orakel in den letzten Tagen Und so dreht sich die Welt und sie bleibt immer rund. bei uns gehalten. Der alte Winter jagte zu guter Letzt um Rath gefragt wurden. Aber noch andere Fragen be- Sie dreht sich und bei den Drehungen kommen immer wieder unseren Stadtvätern noch einmal einen weißen Schrecken ein wegen den Erdball. Werden die Getreuen von Fever auch in alte Gestalten zum Vorschein. Herr von Buttkamer, der sich eines Morgens, als der Magistrat erwachte, sah er plötz- diesem Jahre den Kibitzen das Eierlegen verleiden? Alle Kibitz- trotz des schwarzen Adlerordens schmollend auf seine Güter lich die Straßen noch einmal in ein Schneegewand gehüllt, damen sollen im vorigen Jahre erleichtert aufgeathmet haben zurückziehen mußte, streckt liebesehnend wieder die Arme nach und blaffe Furcht, bei dem herrschenden Arbeitsüberfluß keine es muß wirklich keine Kleinigkeit sein, hundert Gier so pour dem Staatsdienst aus und der Posten des Oberpräsidenten Echneeschipper erhalten zu können, erfüllte die stadtväterlichen le roi de Prusse zu legen. Vielleicht verläuft der dies- von Pommern scheint ihm das Pflaster zu sein, welches auf Gemüther. Die Sonne hatte ein Einsehen, sie erbarmte fich jährige Geburtstag des großen Mannes etwas frostig, denn seine brennende Wunde gehört. Glückliches Pommern! Unter der städtischen Finanzen, das Geld kann für passendere die ersten Kiebitzeier sollen auch große Diplomaten erfreuen, der milden Regierung dieses erleuchteten Staatsmannes wird Gelegenheiten ruhig gespart werden. So lange der Mammon und beim Ausbleiben der Liebesgaben fühlt man sich erst es das Eldorado aller derjenigen Leute werden, welche wegen unter obrigkeitlicher Kontrolle in der Kasse ruht, kann er recht vereinsamt. der veränderten Gesetzgebung augenblicklich arbeitslos geworden nicht in unrechte Hände gerathen, und hat der Arbeiter zu Indessen bleibt es ein wahres Wort, daß manche Dinge sind, und wir hoffen es noch zu erleben, daß in den viel des edlen Metalls in der Tasche, liegt die Gefahr nahe, den großen Geist nicht geniven. Hat der gewöhnliche Weltstädten von Hinterpommern über Kurz oder Lang daß er übermüthig wird und Droschte erster Klasse fährt. Mensch Dalles, so bohren die Geldsorgen unaufhörlich in der kleine Belagerungszustand wieder das Licht der Welt Und so leben wir denn im Frühling. Das Baugeschäft seinem Gehirn, und keine Plage iſt quälender als die Besorg- erblickt. Er gehörte so sehr zu den Regierungs- Requisiten liegt zwar barnieder, weil dem Bourgeois die Zeiten zu niß, einen drängenden Gläubiger nicht befriedigen zu können. der verflossenen Aera, daß die wirklichen Diplomaten unsicher erscheinen, dafür aber blüht das politische Leben um Aber hervorragenden Leuten in unserem Staatsleben blühen nur ungern auf ihn verzichten, und wenn es bei einer so üppiger, und jede neue Post bringt soviel schöne Nach- andere Quellen als dem steuerzahlenden Pöbel denn wer Rekrutenaushebung wieder einmal eine blutige Nase giebt, richten, daß man glauben tönnte, wir lebten bereits in den den Papst zum Schwager hat, kann Kardinal bald werden. so muß der Staat unbedingt gerettet werden. Was sich ein Hundstagen. Und was das Merkwürdigste bei der Sache Man soll nicht nur in der Wahl seiner Eltern vorsichtig Städtchen wie Spremberg leisten kann, das soll doch Schievelist: wir leben überhaupt noch, der Staat ruht immer noch sein, sondern die Auswahl der Schwiegersöhne erfordert bein und Schlawe ganz gewiß nicht entbehren. auf denselben Fundamenten wie früher und es hat sich noch auch eine gewisse Sorgfalt, und nur wenigen Sterblichen Auch das wird eine köstliche Zeit. Zwar hat der Mann tein einziger Nationalliberaler ins anarchistische Fahrwasser ist es vergönnt, einen preußischen Minister an sein schwieger- der Kanonen, mit denen er allerdings nicht auf Spatzen drängen lassen. Wie wurde vor einem Jahre prophezeit! väterliches Herz drücken zu dürfen. Dann aber giebt es schießen wollte, im Reichstage noch keine Gelegenheit geDer große Staatsmann hatte sein angeſtammtes" Haus in feine Noth mehr und das Grauen, welches wir anderen funden, seiner Meinung als Abgeordneter Ausdruck zu der Wilhelmstraße verlassen, das geeinte Deutsche Reich war Menschen vor dem blaubemühten Gerichtsvollzieher empfinden, geben. Gewiß sind es schwerwiegende, staatsmännische topflos geworden, und ängstliche Gemüther fingen bereits ist dem Schwiegerpapa ein unbekanntes Gefühl. Schließlich Gründe, die ihn zu dieser Schweigsamkeit veranlaßt habenan, die silbernen Löffel an heimlichen Stellen zu vergraben. ist es einerlei, wem die Fonds zu Gute kommen, in letzter aber Schweigen ist Gold, das weiß Jedermann, und naWer ihnen die kostbaren Möbel stehlen sollte, wußten sie Linie dient vielleicht jeder ausgegebene Groschen dazu, die mentlich in einer Zeit wie der jetzigen kann die spartanische zwar selbst nicht so recht, aber etwas ungeheuerliches mußte Umtriebe des hochseligen Königs von Hannover abzuwehren. Wortkargheit garnicht hoch genug angeschlagen werden. doch geschehen, die Welt konnte doch nicht ruhig bleiben, Der beschränkte Unterthanenverstand ist die läftigste Bei- Hat sich der Erminister hauptsächlich um seinen vorigen und was Russen und Franzosen vielleicht noch übrig ge- gabe, die der gemeine Mann mit auf die Welt bringt, Posten geredet, so scheint er sich in seine neue Stellung Lassen hätten, das würde gewiß von den nachrückenden und um höhere Entschließungen der Staatsweisheit hineingeschwiegen zu haben, und das ist immerhin das Zeichen Sozialdemokraten vollends dem Erdboden gleich gemacht. richtig würdigen zu können, muß man auf einer er einer ausgezeichnet feinen Nase. Vielleicht dreht sich die Es war eine föstliche Zeit! Der Philister ist ruhiger ge- habeneren Sprosse der gesellschaftlichen Leiter stehen, als Welt noch einmal so, daß er wieder vor die Thür eines worden, seine Verdauung wurde weder durch einen Krieg wie es uns vergönnt ist. Aber wer das Kreuz hat, segnet Berliner Miniſterhotels zu ſizen kommt. Eingang würde noch durch eine Revolution gestört, und das Ende vom Liede sich, und Buridans Esel, der wegen der Ueberfülle des er schon finden blöde ist er nicht. ist ein Reichstagsmandat. Kommt Er oder kommt Er Reichthums zu keinem Entschluß kommen konnte und elendig an der Potsdamer Bahn angestellt und hatte ost den Frühzug] 2. Die Arbeitszeit auf 10 Stunden zu reduziren.( Die| Friz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Frageraften. Die Kollegen zu begleiten, der die Kinder der an dieser Strecke belegenen Arbeitszeit wurde in diesem Winter um eine halbe Stunde Vororte nach Berlin zur Schule bringt. Bei dieser Gelegenheit längert.) hat er wiederholt bei Mädchen über und auch unter zehn Jahren 3. Uns eine menschenwürdige Behandlung zu Theil werden unsittliche Handlungen verübt, Im zweiten Falle wurde der zu lassen. Korbmacher Johann Wagner aus Steglit, welcher überführt wurde, mit seinen leiblichen drei Töchtern unfittliche Handlungen begangen zu haben, mit zwei Jahren Zucht haus bestraft. Wie gefährlich es ist, mit unversichertem Sicht oder brennendem Streichholz in enge Räume zu treten, in welchen leicht entzündliche Gegenstände sich befinden, zeigte die Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung, welche das Dienstmädchen Aug. Sowinski gestern vor die 3. Straffammer führte. Das in der Königgrägerstraße angestellte Mädchen hatte eines Tages einen zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken bestimmten dunklen und engen Raum betreten, um ein Kleid heraus zu holen. Dabei bediente sie sich eines brennenden Streichholzes zur Beleuchtung. Sie blieb nur einen Augenblick in der Kammer, aber diese kurze Frist genügte, um großes Unheil anzurichten. Von dem Streichholze muß ein Fünfchen auf ein Kleid gefallen sein, denn nach kurzer Zeit schlugen die hellen Flammen aus der Kammer heraus und es entstand ein ziemlich umfangreicher Brand, der. einen Schaden von mehreren hundert Mark anrichtete. Das Dienstmädchen, welches versicherte, daß es sich auch heute noch nicht von dem Schreck erholt habe", wurde unter Annahme mildernder Umstände zu 30 M. Geldbuße verurtheilt. Soziale Uebersicht. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berline bringt laut Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung Folgendes zur Kenntniß: Diese Forderungen, welche gewiß nicht unverschämt genannt werden tönnen, sind von der Kommission der Firma unterbreitet, aber leider nicht bewilligt, sondern mit den Worten: es darauf ankommen lassen!" zurückgewieſen worden." Ich we ver- im Norden werden ersucht, in dieser Versammlung recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Bur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 22. März, Abends 6 Uhr, in Knebel's Salon, Badfir. 58. Tagesordnung: 1. Die Sozialdemokratie und die Jugend. Referent: Albert Auerbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüth liches Betsammensein. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Lese- und Diskutir- Klub Max Kayfer" Sonntag, Vormittags Gäste, durch 10% Uhr, im Restaurant Zur Schneekoppe", Nostizstraße 29. werde Sozialdemokratischer Leseklub Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lessing", jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spiekermann, Kollegen allerorts! Am 24. d. M. werden wir unser Recht Oft, Martusstraße 6: Vortrag. 3um ich t", Sonntag Vormittag durch den Streik zu erringen suchen. Ihr Alle wißt, was es 10 Uhr, im Reſtaurant Keßner, Annenſtr. 16. heißt: zu streifen. Aber wenn wir trotz unserer Arbeit hungern Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends follen, dann können es wir auch mal versuchen, ohne Arbeit zu Liedertafel der Maler und verwandten Berufsgenossen bei Berg, Kaiser- Franz- Grenadierhungern. Play 7. Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, Genossen, wir fordern von Euch keine materielle Unter- bei Reimann. Gefangverein harmonie", Meyerbeerftr. 9 bei Dornblatt. stüßung, da die Mainzer Kollegen es viel nöthiger haben; aber Männer- Gefangverein Siederluft", Fichteftraße 29 bei Kroſche( früher eins hoffen wir: Daß Ihr jeden Zuzug nach hier fernhaltet. Moewes). Gesangverein, Geselligkeit 2", Münzstraße 11 bei Bemter. Dann ist der Sieg unser. Drum nochmals die dringende Mah- straße 16. Arbeiter- Gefangverein" Vorwärts"( Südost) bet Ziemer, Cuvrynung an alle Genossen: Haltet den Zuzug fern. Mit Gruß und Handschlag Die Streiftommission. J. A.: Ferd. Bühmann, Steinsche Gasse Nr. 31. Versammlungen. Oeffentliche Maurerversammlung für Riedorf und Umgegend am Dienstag, den 24. d. Mis., Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Kummer, Berlinerstr. 136. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Maurer Nixdorfs und Umgegend zur Zentralisation deutscher Maurer. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zum 8. deutschen Mauerfongreß. 4. Verschiedenes. Alle, auch die Berliner Kollegen, werden dringend eingeladen. Auch findet eine Teller fammlung statt. den 29. März, Diervergnügen, im Glysium, Landsberger Allee 39-41. Näh. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Sonntag, stehe Annonce in heutiger Nummer. uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gesangverein„ Genefelder" Restaurant Triefchmann, Jüdenstraße 55. i von 8 bis 10 Uhr. Gesangverein ,, yra", Charlottenburg, Rosinenstr. 3 bei Grischow Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Zurnverein am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Zurngenossenschaft" 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im Leffing- Gymnasium. Turnverein ,, Often", Lehrlingsabtheilung, Montag von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Rauchtĺub ,, Arcona" Montag, Abends 8-10% Uhr bei Biplinsti, Reichenbergerstr. 71. Raucht lub, Weiße Bolte", Montag, Abends von 9-11 Uhr, Streligerstr. 16, bei Becker.- Rauchtlub„ Deutscher Michel Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9. Rauchflub, Fretheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttke, Friedrichsbergerstraße 4. Verein Wanderluft", Sizung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauerstraße 14 bei Nach. Verein der Oberlaufiber", Montag, Abend 9 Uhr im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs- Verein' ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienstr. 34. Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. Vergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Perlebergerstr. 13. Gäſte Prinzenstraße 106. Bergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung willkommen. Vergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr im Der gesellige lub„ Hoffnung" hält am Sonntag, den 22. März cr., Restaurant zum Reichsgarten", Oranienstr. 108. Damen und Herren als furterstr. 99 bet Krüger, woran Genoffen und Genossinnen sich recht zahlreich 8 Uhr bet Wolff, Brunnenstr. 185a. ein gemüthliches Beisammensein verbunden mit Tanz ab und zwar Gr. Frant Gäste willkommen. Bergnügungsklub Mephisto", Montag Abend Vergnügungsverein, Edelweiß 2" zu betheiligen gebeten werden. Mitglied des Bundes gefelliger Arbeitervereine jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienſtr. 108. Bergnügungs Berlins und Umgegend. Verein Amicitia", Montags von 9-11 Uhr Wilhelmstr. 118. Gäste gnügungen. Gigung jeden" Sonnabend Abends 8½ Uhr, Potsdamerstr. 89, 10 Uhr bei Roth, Naunynſtr. 31. Vergnügungsverein„ Amor". Verein zur Förderung geselliger Ber- willkommen. Vergnügnngsverein, Annita". Montag Abend von 8 bis Theater- Verein Blumenlese", Bors. Restaurants rechts. Damen über 16, Serren über 18 Jahre, tönnen bei. Wuthe. Sigung mit Damen. Sonntag Nachm. 4 Uhr im„ Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45. Gäste willkommen. Privat- Theatergesellschaft, off= inte, Bergstr. 54. Gäfte find willkommen. Vergnügungsverein ,, Gemüthliche Geister" Nachmittags 4 Uhr bei nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta- Victoria", Privat- Theater- Gesellschaft Fidelio". Sizung, nachdem Tanz, Bor- Sonntag 3 Uhr im Vittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. träge, regelmäßig jeden Donnerstag Abends 9 Uhr bei Wohllebe, Alexandrinen- Pollack- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68, Gäfte rillKlub Geselligteit", Sigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, ftraße 110. Montag, den 30. März( 2. Osterfeiertag), große Theatervorstellung, fommen. Kränzchen bei Heinrich, Blücherstr. 61. Anfang präzise 7 Uhr. Billets intl. Wrangelftr. 141. Tanz a 50 Bf. beim Rendant Robert Gausche, Lindenstr. 84. In Lohnbewegung stehen die Kollegen in Mainz, Nürnberg, Fürth und Eberswalde. Alle Kollegen, welche nach auswärts zu gehen gedenken, werden ersucht, den Zuzug nach diesen Orten zu vermeiden. Die Lohnbewegung in Potsdam ist zu Gunsten der Arbeiter beendet. Die Firma Oppenheimer, Damengeschäft, Jägerstraße, hat die dort beschäftigten Taillen Arbeiter austreten. sperrt. Die bis dahin übliche Wochenarbeit sollte durch verschiedene Manipulationen zur Stückarbeit herabgedrückt werden, was eine wesentliche Verschlechterung für den Arbeiter bedeutet. Außerdem hat das Betragen des Chefs seinen Arbeitern gegenüber dazu beigetragen, daß dieselben gezwungen wurden, aufzuhören. Alle Kollegen, welche bei dieser Firma in Arbeit gehen, werden ersucht, nur unter den früher geltenden Bedingungen zu arbeiten, um so einer Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse entgegen zu treten. Der Verein Berliner Hausdiener hält am Montag, den 23. März cr., Damen ab. Das Vereinsabzeichen ist anzulegen. Gäste haben Zutritt. ZahlKommandantenstr. 20 in den Arminhallen ein geselliges Beisammenfein mit reiches Erscheinen wird erwartet. Filiale 4 der Allg. Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, " Briefkaffen der Redaktion. Freie Vereinigung der Kaufleute jeden Montag Abend 8 Uhr gesellige Zusammenkunft bei Norbert, Beuthstr. 21, im Vereinszimmer. Die Fach- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Gäste haben Antwort wird nicht ertheilt. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Der Be- zeitungen und Bibliotheksbücher werden dort ausgegeben. Zutritt. schluß der Stuttgarter Gewerkschaften, zum 1. Mai eine SammO. C., Schriftseter. Die Marseillaise für Zither ist, wie fung zu veranstalten und den Ertrag der Generalfommission der E. 6. 29 Samburg. Montag, den 23. März, Abends 8 Uhr, Andreasstraße 26 uns freundlich mitgetheilt wird, bei F. Augustin, Schillingstraße Gewerkschaften Deutschlands zu überweisen, hat vielseitig Beifall bei Bolzmann: Versammlung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. adap Nr. 20, erschienen. gefunden, und viele Vereine und Volksversammlungen haben in Filiale 4 der Zentral- Kranken- und Sterbefaffe der Metallarbeiter, Herzkranker Morik. Das Lied steht in den gesammelten demselben Sinne bereits beschlossen. Wir fordern deshalb noche. H. 89 Hamburg. Sonntag, den 22. März, Vormittags 10 Uhr, Andreas Gedichten. mals auf, sobald wie möglich Namen und Adressen der Ver- ftraße 26, bet Bolzmann, Versammlung. Tagesordnung: Wahl eines DeleJanz, Höchstestr. Wir können doch nicht öffentlich quittiren, trauensleute, welche die Sammlungen in den einzelnen Orten in airten. Achtung! Den Mitgliedern des Vereins deutscher Schuhmacher"( Filiale wenn Sie uns nur auf einer Postkarte Mittheilung machen. Sie die Hand nehmen, hier einzusenden und wenn möglich gleich die Berlin) zur Kenntniß, daß die Versammlung am Montag, den 23. D. M., müssen uns den Nachweis durch eine giltige Quittung liefern, Anzahl der gewünschten Marken( Bons) mit anzugeben. Die ausfällt. Montag, den 30. März( zweiten Osterfeiertag), Ausflug mit Damen Marken werden zu 0,50 M., 0,75 M., 1 M. für männliche und zu der von der Filiale Potsdam arrangisten Festlichkeit. Treffpunkt: Bots: daß das Geld wirklich abgeführt ist. bamer Bahnhof, Perron an den Wartesälen um 12% Uhr. Abfahrt präzise G. A., Große Frankfurterstr. zu 0,25 M. für weibliche Arbeiter ausgegeben. J. A.: C. Legien, 1 uhr. Näheres im Inseratentheil der nächsten Sonntagsnummer. find richtig. An der Koppel 79. Versammlung der Filiale 2 Berlin W. der Maler und verw. Berufsgenoffen am 23. März, Abends 8 Uhr, im Lotal Hämmerle, Bülowstraße 59. Erscheinen jedes Mitgliedes, der wichtigen Tagesordnung wegen, sehr erDuisburg, den 18. März. Am heutigen Tage stellten die Tischlergesellen der Firma G. Gatermann, hier( 18 an der Zahl), die Arbeit infolge der Behandlung, welche uns seitens des Fr. Gatermann zu Theil wurde, sowie der niedrigen Löhne( 11 bis 15 M., im höchsten Falle 3 M. pro Tag und Kopf) ein. Es sind der Firma nun folgende Forderungen gestellt worden: 1. In Anbetracht der Lebensmittel- Theuerung, nach welcher es uns nicht möglich ist, mit den von der Firma gezahlten Löhnen resp. Abschlaglöhnen zu bestehen, den 18 jährigen Gefellen einen Minimallohn von 18 M., sowie den 24jährigen einen solchen von 23 M. zu gewähren. FRIEDRICHSHAIN ActienBrauerei Friedrichshain Königsthor. wünscht. Steinbildhauer- Verein. Montag, den 23. März, Abends 8 Uhr, Berfammlung im Saale des Herrn Müller, Johannisstr. 20. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen que ersten Hilfe bei Unglücksfallen. Montag, den 23. d. M., Abends 8½ Uhr, Alte Satobstr. 75. Tagesordnung: Prüfung der männlichen Abtheilung. Vereinsangelenheiten. Montag, den 13. n. M., Versammlung für Männer und Frauen ebendaselbst. Unsere Mittheilungen Briefhaffen der Expedition. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Bom Stiftungsfest des Gesangverein Allegro M. 5,72. Sämmtl. Mechaniker von Sokol 4,20. Geburtstags- Sammlung bei Woyde, Charlottenburg 3,15. Gesammelt beim SchafskopfArbeiter- Gefangverein Vorwärts zu Friedrichsfelde. Uebungsspiel bei Helfer, Friedrichsbergerstr. 24 5.stunde Sonntag von 3-5 Uhr. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in Holzfabriken und auf Allgemeiner Arbeiterverein, Lausanne. Die gewünschte Solzplägen beschäftigten Arbeiter am 23. März dieses Jahres. Abends& Uhr, Adresse ist folgende: Mr. H. Wezel, Williamstreet 36, in Lehmann's Lotal, Schwedterstraße Nr. 23. Tagesordnung: 1. Was haben uns die Kämpfe der Arbeiter in der letzten Zeit gelehrt? Referent: Stadtv. Collingwood, Melbourne( Australien). Teppich Ausverkauf. 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Große öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter am Montag, den 23. März d. J., Abends 9 Uhr, Alte JakobStrasse 75 im grossen Saal. Tagesordnung: 1. Der 1. Mai. Referent Reichstagsabgeordn. J. Auer. 2. Bericht der Streit- Kontrollfommission. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 2015 b Da die Versammlung bestimmt 9 Uhr beginnt, werden die Kollegen Der Einberufer. Schwarze Herren- Handschuhe 2 facher Pat.- Verschl., unzerreißbar, Paar M. 2,50. Elegante Sommer- Paletots und Anzüge in Rock- und Jacket- Facon, in den modernsten Mustern zu soliden Preisen liefert der bekannte Central- Bazar Bildhauer! Schon seit drei Wochen stehen die Bildhauer der Firma Liebig& Höhne in Zeit aus. Befagter Firma ist es nicht möglich, daselbst ihre Arbeit gemacht zu bekommen und wendet dieselbe sich nach außerhalb. Auch nach Berlin haben sich diese Herren gewandt; von unseren Zeiger Kollegen wird uns mitgetheilt, daß der Bildhauer Thiem, Reichenbergerstraße hierselbst, Arbeiten zur Anfertigung erhalten hat. Kollegen, wir bringen dies hiermit zur Kenntniß und erwarten, daß Ihr, Eurer Pflicht eingedent, Euch mit unseren Beizer Kollegen solidarisch erklärt. 117/12 Mit kollegialischem Gruß Die Kommission. Sozialdemokratischer Agitations- Verein ,, Spinoza". Versammlung für Frauen und Männer Sonntag, den 22. d. M., Abds. 6 Uhr, Oranienstraße 180. Vortrag. Fachverein der Tapezirer. Dienstag, den 24. D., Abends 81/2 Uhr bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Peus. 2. Diskussion. .10. 311/5 3. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Hierdurch laden wir die Kollegen der Firma Pfaff speziell ein. Der Vorstand. für Herren- und Knaben- Garderobe averein für Eloffer und Dont Julius Lindenbaum, ersucht, recht pünktlich, und der wichtigen Tagesordnung wegen recht zahl- 139, Frankfurter- Straße 139, reich zu erscheinen. Schlosser Maschinenbauarbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 28. März, Ab. 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75: 139, Frankfurter- Straße 139, Große Versammlung. zweites Haus an der Frucht- Straße. Versammlung für Frauen u. Männeren heute, Sonntag, den 22. März, Abends 61/2 Uhr, bei Krüger, Große Frankfurterstraße 99( Frankfurter Bierhallen). Tages- Ordnung: Gleichzeitig mache meine geehrte Kundschaft darauf aufmerksam, daß mein Lager in Stoffen für die Frühjahrs- und Sommer- Saison zur Anfertigung nach Maaß aufs Reichhaltigste assortirt ist.. 1 Großes Lager in Arbeitssachen. E 362L Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 375/7 3. Aufnahme neuer Mitglieder und 2044 Restaurant zum Bukunftsstaat" Entrichtung der Beiträge. 1. Vortrag: Das religiöse Vorurtheil." Referent Herr Siewers, Lehrer a. D. aus Neustadt i. Holst. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher ge felliges Beifammensein. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Üm zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Aufklärung über die 834 b Erwerbsverhältnisse der Mukker. Eltern und Vormünder, deren Söhne resp. Mündel die Absicht haben, bie Musik als ihren Lebensberuf zu erwählen und in eine der sogenannten Musiklehren einzutreten gedenken, welche in und um Berlin liegen, mögen sich im Interesse des späteren Fortkommens ihrer Schußbefohlenen, da gerade im Mufiterstande die Lehrlings- Ausbeutung besonders blüht, aufs Genaueste über Mufilverhältnisse bei dem Verein Berliner Musiker erkundigen. Rosen thalerstraße 38, im Restaurant Philipp, Vormittags von 11-12 Uhr an den Wochentagen, ist der Vorstand gern bereit, jede gewünschte Auskunft zu geben. Goldwaaren zu Fabrikpreisen bei C. Lübcke, Goldschmied, Oranienstr. 154, am Morigplatz. Größtes Lager in Juwelen, Gold- und Silberwaaren. 2 reih. lange Korallen- Ketten von 11 Mt. an, dito Ohrringe von 2 M. an, dito Broches von 2 M. an, Armbänder von 3 M. an, Herren- Ketten von 3 M. an, Ringe von 3 M. an, Damen- Chatelains von 3 M. an bis zu den feinsten Genres. Massiv goldene Trauringe von 6 M. an in allen Weiten vorräthig. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. In neuer Auflage erschien soeben: Wissen ist Macht, Macht ist Wissen. Festrede Don Wilhelm Liebknecht. 4 Bogen 8°. Preis 25 Pr. Durch politische Macht zur Freiheit, um durch sie allen Voltsfreifen die Bildung zugänglich zu machen, ist eine mächtige Trieb. feder der modernen Arbeiterbewegung. Gerade jetzt dürfte diese Schrift Liebknechts zur weitesten Verbreitung geeignet sein, wo die Gegner mit allen ihren geistigen Waffen die Sozialdemokratie betämpfen wollen. Wissen ist Macht" zeigt, mit welcher Art Bildung die Bourgeoisie die Proletarier abspeist, während sie für sich und ihre Söhne alle Schleusen des Wissens offen hält. Adolph Scholz, Kaftanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur intl. ,, Gazeta Robotnicza liegt aus. Louis Gordan. Oranienstr. 42 ( Ecke Dranienplay). Bettfedern, doppelt gereinigt und ganz staubfrei, per Pfund 0,70, 1,00, 1,50, 2,00, 2,50, 3,00, 3,50, 4,00. Daunen per Pfund 2,50, 4,00, 5,00 u. 7,00, Fertige Betten, ,, Stand" 1 Oberbett, 1 Unterbett u. 2 Rissen von 17 Mt. an. Eiserne Bettstellen u. Matratzen in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen.[ 359L Die Firma besteht. 1863 u. bürgt f. strengte Reellität. Verkauf nur zu festen Preisen. E 382 L Kindergarderobe jeglicher Art vom Einfachsten bis Hochelegant., vom zartesten Alter bis zum 16. Jahre empfiehlt zu außerordentlich soliden Preisen Moritz Meyerstein, Rosenthalerstr. 45, neben der Rothen Apotheke. 4. Verschiedenes und Fragekasten, Beiträge.tfter Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Era scheinen bittet Der Vorstand. Fachverein der Lederarbeiter. Montag, den 23. März, Ab. 81 2 Uhr, im Luisenstädt. Klubhaus, Annenstr.16 Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Regierungsbaumeisters Keßler. 201/8 2. Stellungnahme zum Lohntarif. 3. Vereinsangelegenheiten( wichtige Anträge). 4. Verschiedenes. Schuh- und Mitgliedsbuch legitimirt. Stiefel, bie gut halten, billigst Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. flets bei Wolf dem alten DeutscherSchneider- u. Carl Wolf, Adalbertstr. 80.80 Scheiderinnnen- Verb. Gelegenheitskauf! Unbedeutender Farbenfehler halber Die billigste Bezugsquelle für Gardinen, Teppiche, Betten, Federn, verkaufe einen großen Posten Kleiderstoffe, Leinen- u. BaumwollenWaaren, Wäsche, Damenconfection ist bei J. Gabbe& Comp., Teppiche 372 L Fehrbellinerstr. 77.[ 236 für 5, 6, 8, 12, 20, 50 bis 150 M. Rosenthalerstr. 69/70. Kinderwagen. Andreasfr.23,5.p. Das gr. Lager Berlins Meinen werthen Runden zeige ich ergebenst an, daß ich mein Geschäft am 1. April 1891 nach der Forsterstr. 43 verlege, und bitte gleichzeitig, das mir bis dato geschenkte Vertrauen auch fernerhin zu schenken. Es ist mir zu Ohren gekommen, daß der jetzige Inhaber des Ladens mich in meinem Geschäft dadurch zu schädigen sucht, daß derselbe sagt, ich hätte ihn ausgemiethet; daß er aber den Wirth bat, ihn vom Kontrakt zu entbinden, wird er wohl nicht mehr wissen. Gekündigt ist ihm deshalb, weil er einen Boden in Gebrauch nahm, der einen anderen Miether gehörte, und nicht gutwillig abtreten wollte. Achtungsvoll 1092 b Falmer, Barbier und Friseur. Früher das Doppelte. Filiale Berlin III. Große Versammlung am Montag, den 23. d., Ab. 81/2 Uhr, bei Zemter, Münzstraße 11. Tages Ordnung: 1. Vortrag über die Krise der heutigen Produktion. Ref. R. Jeschonnet. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt 270/4 Die Lokalverwaltung. Sozialdemokratischer Berlin S., Oranienstraße Nr. 48. Agitations- Verein ,, Spinoza". Leppich- Fabrit S. Unger, OTI Grabdenkmäler in Marmor, Granit, Syenit zc. empfiehlt bei sauberster Ausführung, zu soliden Preisen 315 L W. Günther, Versammlung Sonntag, den 22. d. M., Abds. 6 Uhr, für Frauen und Männer Oranienstraße 180. Vortrag. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 24 L Rixdorf, Hermann- Straße Nr. 150. Robert Meyer, Fabrit: Staligerstr. 9. Filz- und Seidenhüte eigener Fabrik, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu vermeiden, erkläre ich meinen Freunden und Genossen, daß ich mit J. Meyer, Wienerstr. 1, in teiner geschäftlichen oder Paul Drenske, verwandtschaftlichen Beziehung stehe. 172 Oranienstraße 172. Freunden und Genossen empfehle Wegen Aufgabe meines Geschäfts meine Filz- u. Seidenhüte( sämmtlich verkaufe ich Filz- und Seidenhüte zu mit Kontrollmarke), sowie Mühen, herabgesetzten Preisen. Hüte mit Ar- Schirme u. 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Verkäufer, in Gizle bel erachtet es als ein nothwendiges Erforderniß, sich dem geehrten Publikum zum bevorstehenden Quartals- und Monatswechsel von Neuem bekannt zu geben, hoffend, daß dies auch dieses Mal nicht unbeachtet bleiben wird. Böhmischen Brauhauses, 401L Dem Herrn L. Glauß d. herzl. Glück wünsche 3. h. Geburtstage u. ein dreimal donnerndes Hoch, daß das Anteperinfaß wackelt!. G., E. G. u. F. G.[ 2004b Landsberger Allee 11-13, statt. Der Saal der Aktienbrauerei Unserm Freund u. Genossen Christian Friedrichshain" ist irrthümlich anderweitig vergeben. Die ausge- Schopper zu feinem heutigen Wiegengebenen Billets behalten ihre Giltigkeit. feste ein dreifach donnerndes Hoch! Die rothen Landsleute:[ 2032b Achtung! Das Komitee. Im Gefühl der Solidarität, sowie in Uebung strengster Selbstkritik und möglichster Verhütung alles dessen, was irgendwie den Stand der Zeitungsfpediteure und Verkäufer als unzuverlässig oder forrumpirt erscheinen lassen tönnte, glauben die hier verzeichneten Spediteure und Verkäufer die Gewähr für reelle Bedienung und schnellste Zustellung aller gewünschten in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Zeitungen und einschlägigen Schriften zusichern zu können. Jeder Einzelne der hier Verzeichneten empfiehlt sich zur pünktlichen Lieferung aller gewünschten Zeitungen und Lieferungswerte, so auch besonders der gesammten Arbeiterliteratur! Sonntag, den 29. März( 1. Osterfeiertag), Vokal- und Instrumental- Konzert arrangirt vom E. H. G. Sch. C. Sp. E. B. H. W. Dem neugewählten Vertrauensmann der Maurer, Carl Nicke, zu ſeinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die Gläser in der Stalizerstraße 61 im Keller wackeln und wir fackeln. Auch Festschriften von allgemeiner Bedeutung, sowie derjenigen, welche Sozialdemokrat. Lese- und Diskutir- Verein ,, Herwegh" mit der halben Tonne nicht zu lange unter dem Titel: Die Mai- Feier, erscheinen wird, werden bei allen hier Verzeichneten rechtzeitig zu haben sein! Bestellungen hierauf können auch jezt schon aufgegeben werden. Mit dem Ersuchen um geneigtes Wohlwollen zeichnet Hochachtungsvoll afu Berlin im März 1891. J. A.: Der Vorstand. NB. Beschwerden über unpünktliche Zustellung u. f. w., wolle man direkt an den betreffenden Bezugsspediteur richten, nicht nur an dessen Boten. Verzeichniß der Mitglieder der Freien Bereinigung der Zeitungsspediteure und Verkäufer: Osten: Theodor Ruhleb, Straußbergerstraße 7a. Robert Kuhleb, Straußbergerstraße 38. Verkaufsstelle: Große Frankfurterstraße 34, am Straußbergerplah. Wittwe Leist, Große Frankfurterstr. 39, daselbst auch Verkauf und Lesehalle. Karl Bohn, Frankfurter- Allee 135, im Laden. unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Liederlust" Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Die Alten zum Stat. Wollschläger, Blumenftr. 78, bittet die beiden Herren, welche zum ihm zu kommen. 2 400 L M 20 be di 11 fo 2049 b a h Anfang 7 Uhr. Nach dem Konzert: Tanz. Billets 25 Pf. 4. April ein Zimmer bestellt haben, zu Billets sind im Vereinslokal bei Otto Linke, Forsterstr. 45 und beim Genossen D. Mette, Sorauerstr. 5, 1 Tr., zu haben. Das Komitee. Sonntag, den 29. März( erſter Feiertag), findet im Elysium, Landsberger Allee 40-41 das Oster- Vergnügen des Vereins zwei tüchtigen Wer ein Kapital von 1500 M. gegen gute Sicherheit eventuell gegen vorherige Zinsen? Das zu errichtende fäft foll Agitation fördern. Geff Offerten befördert sub W. M. 512 Haasenstein& Vogler, A.-G., 2018 b Frankfurt a. M. Schloßerei. 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Kreideweiß, Oranienstraße 181. Verkaufsstellen: Mühlenstraße an der Eisenbahnbrücke und Schillingsbrücke. G. Wolf, Görligerstraße 38.1 Rury, Wrangelstraße 75. Verkaufsstelle: Oranienstraße 2a. Süden: A. Merz, Rigdorf, Berlinerstraße 112. Verkaufsstelle: Kottbuser Damm 11. Beschnitt, Fürstenstraße 20, Hof 3 Treppen. Dauenhauer, Hollmannstraße 31. Liepack, Gitschinerstraße 3. Süd- Westen: A. Birch, Gneisenaustraße 7a, im Eingang zur Schule. R. Schreiber, Gneisenaustraße 115. statt, bestehend in Concert und Vorträgen, unter gefl. Mitwirkung des Gesangvereins Freya". Von 12 Uhr ab: Großer Festball. E Anfang 7 Uhr. Entree 20 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. Bei von 4 faufen. Hölzer, Brunnenstr. 18.[ 2002 b Hobelbank, Schlafsophas, Garnituren u. andere gebrauchte Möbel im Speicher. 2050 b Garten- Concert mit Volksbelustigungen. Große Hamburgerfir. 2, Sol 3um mus: Kautschuk277/3 freundlichst ein 3u recht zahlreicher Betheiligung ladet alle Kollegen und Genossen Der Vorstand. Billets sind zu haben bei: Süßmeier, Kleine Mauerstr. 2, 3 Tr., Adamschack, Auguftstr. 6a, Fischer, Lottumstr. 4, Keller, Wehlberg, Wilhelmstr. 21, Hof 3 Tr. bei Calmbach, Menzel, Lausitzerstr. 41, Hof 1 Tr., Grünberg, Kl. Aleyanderstr. 2, Kell., Niederauer, Lothringerstr. 52, Hof 2 Tr., Köhn, Restauration, Naunynstr. 86 sowie bei allen Kommissionsmitgliedern. Große Gesang- Matinee verbunden mit Instrumental- Concert zum Besten arbeitsloser Sangesbrüder in Knebel's Salon, Badstraße Nr. 58, Gesundbrunnen. am 2. Osterfeiertag veranstaltet von den Männer- Gesangvereinen Hilaritas, Esmeralda und Hand in Hand, ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) H. Freienstein, Oranienstraße 116. Verkaufsstelle: Oranienstraße, Ecke Wir laden hierzu Freunde und Genossen, sowie deren Familien ergebenst ein. Alte Jakobstraße. Westen: $. Seelig, Krausenstr. 24. Verkaufsstelle: Leipzigerstr. 29, Ecke Friedrichstr. F. Semmler, Dennewigstraße 7, daselbst auch Verkaufsstelle. Fr. Henzka, Bülowstraße 40a. Nord- Westeni F. Voß, Birkenstraße 59( Moabit). Norden: 394L 6. Marzahn, Wiesenstr. 14. Verkaufstelle: Lindowerstr. 9 km Bigarrenladen. F. Nieber, Prinzen- Allee 37. F. E. Nobis, Kastanien- Allee 54. Verkaufsstelle: Weinbergsweg 11d. C. Herrmann, Brunnenstraße 62a. Frau Schmidt, Elisabethkirchstraße 4. F. Schwedler, Gartenstraße 58. Verkaufsstelle: Gartenstraße 45. A. Brehmer, Chausseestraße 52a, daselbst auch Verkaufsstelle. Ad. Werner, Chausseestraße 2b. Verkaufsstelle: Chausseestraße 121. E. Rothenburg, Tiefstraße 6. Verkaufsstelle: Kl. Hamburgerstraße, Ecke Elsasserstraße. Nord- Ost: W. Jordan, Linienstr. 244. Verkaufsstelle: Neue Königstr., Ece Linienstr. Um Aufbewahrung dieses Inserates wird höflichst gebeten. Mufk- Instrumente. Größte Auswahl in Blas-, Streich- und SchlagInstrumenten, Zithern, Violinen, Harmonikas. Musikwerke selbstspielend, mit Marseillaise. Aug. Kessler, Lausitzerstr. 51. DAF Theilzahlung gestattet. 177L Die Fabrikate der türkischen Sulima" Tabak- und Cigaretten- Fabrik welche in allen renommirten Zigarren- Handlungen fäuflich, empfiehlt dem hochgeehrten Publikum und den sich zum Quartalwechsel neu etabl. Bigarrenhändlern Berlin SW., Friedrichstraße 236, I. Etage. Fernsprecher- Amt VIII. Mr. 1704. Die Generalvertretung Carl Bayer, und Niederlage von Verkauf nur an Händler.[ 891 L] Die Rohtabak- Niederlage von F. Leopold, Berlin N., in Brunnen- Strasse No. 6, empfiehlt Sumatra- Tabake von 1,10-5,50. Felix- Brasil von 95 bis 1,50. ff. Carmen von 95-1,15. Java- Umblatt- Einlage von 90-1,10, sowie nöthigen Tabake. 156/8 Billets à 30 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie am Eingang zu haben. Eröffnung Vormittags 11 Uhr, Anfang präcise 12 Uhr. Das Comité. J. A.: Carl Wallenthin, Liebenwalderstraße 20. Heute, Mittags 2 Uhr: Probe bei Wilke, Hochstr. 32a. ThürSchilder. Stempel. 83 H. Guttmann, Graveur, Brunnenstraße 9. WE Unter Spaniens Sonne zur vollen Reife gelangte, wirklich dünnschalige füße Apfelsinen, à Stück nur 3 Pf., empfiehlt die Südfruchthandlung und Apfelsinen- Versandtgeschäft[ 2026 b G. Sackwitz, Brandenbur # traße 44. Blut- Apfelfinen Stück 5 Pf., Postforb franto 3 M. empfiehlt Die Südfruchthandt. von B. Vehlow, Lindenstr. 54, Ecke Kommandantenstr. Kanarienhähne von 4 M. an, weiße Mäuse u.Meerschweinchen, Schuhmachermaschine, 75 M., Vogelhandlg. KoppenStraße 90. 2015 b Reelles Schankgeschäft ist w. größeren Unternehmens preiswerth zu verkaufen. Renz's Salon, Naunynstr. 27( Inh. A. Uebel). Näheres Steinmetzfir. 9. Sonntag, den 29. März( 1. Osterfeiertag): Grosses Konzert und Ball, 2013 b Eine gangb. Tischlerei ist zu vert., gute Kundschaft, event. bleibt Berkäufer Sozius, erforderlich 6000 M. Adr. an die Exped. d. Bl. unter T. S.[ 2045 b mit schönen Vereinszimm., arrangirt vom Arbeiter- Geſangverein ,, Vorwärts", Süd- Ost Restaurant reelles Geschäft, ist wegen ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Anfang Nachmittags 6 Uhr. Krankheit des Besitzers zu verkaufen. Selbstfäufer erjährt Näh. bei Adolph Entree 30 Pfennig. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie im Ver- Ernst, Hutfabrik, Barnimstr. 17.[ 58 G einslokal, Cuvryftr. 16, bei Ziemer, zu haben. Freunde und Gönner ladet hierzu freundlichst ein 156/7 122/4] Das Komitee. Deffentliche Versammlung der Böttcher mit Frauen am Sonntag, den 22. d. M., Nachmittags 5 Uhr, in Norbert's Festsälen( kleiner Saal), Beuthstrasse 22. Zages Ordnung: 122/4 1. Vortrag über:„ Die Bartholomäusnacht oder die Bluthochzeit in Paris." Referent Herr Henning. 2. Wie feiern wir den 1. Mai? Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Untösten findet Tellersammlung statt. Flottes Milchgeschäft sofort billig Willibald- Alexisstr. 51, Eckhaus.[ 2034b Maurer. Gesellen u. Lehrling, welche f. theor. ausbild. w., werden als Theilnehm. an einem Abendkurs. ges. Zu melden bei C. Gromm, Jahnstr. 4,2Tr.[ 2042 b Arbeitsmarkt. Zwei tüchtige Maschinenmeister für die Steindruck Schnellpresse verlangt C. Bierbach, Naunynstr. 38.[ 2023 Geübte Singer- und Wh.- Wils.- Ma Grosse öffentl. Versammlung finen. Damenheiden verlangt der Bauarbeiter Berlins to E. Schuhm. auf all. vl. Rottb. Dammı 93. 2040b [ 1099 b ( Steinträger, Kalkschläger, Wasserträger, Sandkarrer n. f. w.) Vier Maschinenmeister( Steindruckerei) am Dienstag, 24. März, Ab. 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10, 2 Tr. w. ges. Adr. m. Gehaltsford. unt. O. K. Tages Ordnung:. in d. Erped. d. Bl. erbeten. 1. Wie organisiren wir uns unter dem heutigen Vereinsgesetz am besten? Referent: Regierungs- Baumeister Keßler. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom vorjährigen Kongreß. 4. Bericht der Delegirten zur Streit- KontrollKommiffion. 5. Stellungnahme zu dem Beschluß der Berliner Bauarbeiter auf Manschetten u. Oberhemden verl Konferenz. 6. Wie viel Diäten bewilligen wir den Delegirten zum A. R. Freyer, Georgenkirchstr. 24. Halleschen Kongreß? 7. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Säulenanschlag findet nicht statt. Es ist Pflicht eines jeden Bauarbeiters pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Achtung! Moabit! alle anderen inländischen und überseeischen zur Cigarrenfabrikation Gr. Versammlung für Männer n. Franen Mein Schuh- und Stiefel- Lager für Herren, Damen und Kinder bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. Albert Auerbach, 399 L Rottbuser Damm Nr. 7, nahe der Kottbuser Brücke. einberufen vom Allgemeinen Arbeiterinnen- Verein am Sonntag Abend 6 Uhr bei Jlges, Wilsnackerstrasse 63. Tages Ordnung: Kampf ums Dasein". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 101/14 Plätterinnen Maler und Lackirer. Ein tüchtiger Lacirer, Bau, Möbel u. f. w.( guter Holzmaler) sucht dauernd Stellung. Derfelbe war 19 Jahre ber Provinz felbständig, ist aber Kampfe gegen die Kapitalmacht unter legen; derf. ist m. Berechnen, Veran schlagen u all. geſchäftl. u. ſchriftlicht Arbeiten gut vertr. Antr. f. sof. erf. Gefl. Off. u. B. S. a. b. Erp. d. Bl. erb. Drechslehrl. verf. Zeughofstr. 10, 11. L A. R. Freyer, Georgenkirchstr. 24. 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Otto Klein über: Der Manschetten- Plätterinnen, Nach der Versamm die Muster plätten können, verlangt lung gemüthliches Seisammensein und Tanz. Zur Deckung der UnDer Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Möbel auf Theilzahlung Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. tosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet | Klempnerlehrl. verl. F. Vogt, Antonftr. 3. h 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 69. Sonntag, den 22. März 1891. 8. Jahrg. Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter!" Korrespondenzen und und durch den Kreisausschuß für bedeutungslos; denn Ersterer Versammlung keinen Augenblick, daß zu einem erfolgreichen müsse als befangen gelten, da er von dem Kläger wegen fahr- Wirken der Anschluß aller zur Zeit bestehenden Organisationen lässiger Körperverlegung angezeigt worden ist und Letzterer habe an den Verband eine unabweisbare Nothwendigkeit ist. Parteinachrichten. 3. B. für die Alters- und Invaliditätsversorgung diesen Verdienst Zu diesem Zwecke fordert die Versammlung alle BranchenOffenburg, 17. März. Die gestrige Sigung des Bürger- auf 600 m. jährlich festgesetzt. Uebrigens komme§ 5 Abs. 2 Organisationen auf, ihre Auflösung baldigst und möglichst bis Ausschusses faßte einen Beschluß, der geeignet ist, das friedliche des Unfallversicherungs- Gesezes zur Anwendung, da der Kläger zum 1. Mai d. J. auszusprechen und den Uebertritt ihrer MitDie Versammlung Verhältniß, das sich in der hiesigen Gemeinde in kommunalen zur Zeit des Unfalls noch nicht ein volles Jahr beim Frhrn. v. E. glieder zu dem Verbande zu veranlassen. Angelegenheiten entwickelt hatte, wieder zu zerstören. Gestern, in Stellung gewesen ist. Das Reichs- Versicherungsamt trat dieser glaubt sich zu dieser Aufforderung um so mehr verpflichtet, als bei der Berathung des Voranschlages, überraschte der Führer Auffassung bei und beschloß, eine Auskunft über den Durch unter der neuen Form die Eigenintereffen der einzelnen Branchen vollständig gewahrt sind." Der konservativ- liberalen Partei, Anwalt Burger, das Kollegium schnittsverdienst anderer Gärtner einzufordern. mit dem Antrag, daß dem seit zehn Jahren bestehenden Beschlusse des Gemeinderathes, die städtischen Bekanntmachungen auch im hiesigen Volksfreund", dem sozialdemokratischen Parteiorgan, zu veröffentlichen, keine Folge mehr zu geben sei. Es handle sich nicht um finanzielle Erwägungen, denn die Ausgaben " Versammlungen. Die Eisen- und Metallarbeiter " Nachdem noch der Vorsitzende einen beredten Appell an die Kollegenschaft gerichtet hatte, nunmehr thatkräftiger in die Bewegung einzutreten, sich reger als bisher an den freiwilligen Sammlungen zu betheiligen und das Gegenstück des Verbandes der Eiſenindustriellen groß und stark zu machen, wurde die Verund Umgegend geschlossen. sammlung mit braufenden Hochs auf das Gedeihen des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins Motive, so führten die Antragsteller aus. Obschon der Gemeinde- 15. d. M., im Saale der Brauerei Friedrichshain eine außerbelaufen sich pro Jahr etwa auf 300 Mart, sondern um politische aller Branchen Berlins hielten am Sonntag, den rath mit geringer Ausnahme und der Bürgermeister sich gegen ordentlich zahlreich besuchte öffentliche Versammlung ab. Nachdieses parteiische Vorgehen aussprachen, erhielt der von Anwalt dem die Kollegen Pähold, Nikolas, Warnicke und Burger und Staatsanwalt Kraus gestellte Antrag die Mehrheit, el chow ins Bureau gewählt worden waren, nahm das Mit- waren am 19. 5. M. in sehr großer Anzahl versammelt, um die Die Uhrmachergehilfen Berlins Herr Anwalt Muser, welcher in der Sizung nicht zugegen war, glied der Elfer- Kommission, Kollege Weber, das Wort zum Frage zu erörtern: Wie organisiren wir uns? Das beabsichtigt in der nächsten Gemeinderathsfihung die Kompetenz Sommissionsberichte. Derfelbe legte zunächst entschiedene Ber- Bureau der Versammlung bildeten die Herren Nät her, des Bürgerausschusses für derartige Beschlüsse zu bestreiten. Bewahrung gegen die erfolgte Unterstellung ein, daß bei der zu Hennig und Schäfer. Ueber die zur Tagesordnung stehende merkt sei noch, daß der„ Volksfreund" eine größere Auflage sammenfeßung der Elfer Kommission Parteilichkeit obgewaltet Nather, hat, als die beiden anderen hier erscheinenden Blätter zu habe und erläuterte sodann das von der Kommission aus- Frage sprach Herr Nät her, welcher einleitend hervorhob, daß ſammen. Der Beschluß des Bürgerausschusses erregte hier gearbeitete, elf Paragraphen umfassende Statut des Ver- mit großer Majorität der Anschluß der Uhrmachergehilfen an die in der ganzen Uhrmacherwelt die letzte Versammlung, in welcher großes Aussehen. Unter Denjenigen, die für diesen Beschluß ein- bandes der Eisen- und Metallarbeiter Berlins und Um moderne Arbeiterbewegung beschlossen wurde, das allergrößte Auftraten, war auch der Eigenthümer des hiesigen Amtsverkündigers, gegend", und wurde durch die Kollegen Ma chazki und sehen hervorgerufen habe, und daß nunmehr auf der ganzen Herr A. Reiff. Stabernad ergänzt. Nachdem Kollege Körsten die Linie der Kampf mit den berühmten geistigen Waffen entbrannt beleuchtet und Bedeutung des Verbandes Namens der Stuttgart, 18. März. Die Schw. Tgw." erhält in Sachen Kommission empfohlen hatte, von einer Generaldiskussion sei von Seiten der Prinzipale, mehr noch von Seiten der Ge der Haussuchungen folgende Zuſchrift: Von dieser Seite habe man über den vorliegenden Statuten- Entwurf abzusehen, trat bilfen, namentlich des Verbandes. Spezialberathung ein. Dieselbe hatte folgendes Ergebniß: die Versammlung dem Vorschlage entsprechend sofort in die sich sogar nicht entblödet, Kollegen, welche anderer als der bisher üblichen Meinung sind, bei den Prinzipalen als Sozialdemo fraten zu denunziren und dieselben außer Lohn und Brot Der offizielle Titel der neuen Organisation lautet: Verband aller in der Metallindustrie beschäf= ber Kollegenschaft erkannt, daß die bisher bestandenen und zu bringen.( Pfui!) Erfreulicherweise habe die Mehrzahl tigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Statuts. Dasselbe besagt in seinem Hierauf erfolgte die en bloc- Annahme des vorliegenden feien, daß die Gehilfen sich auf eigene Füße zu stellen, sich auf gepflegten Verhältnisse im Uhrmachergewerbe unhaltbar geworden Interessen seiner Mitglieder. Dieser Zweck soll erreicht werden In längeren Ausführungen legte Redner nunmehr dar, daß der § 1. Zweck des Verbandes ist die allseitige Vertretung der ihre eigene Kraft zu verlassen hätten, und sei es demzufolge sehr am Plate, die Frage zu erörtern: Wie organisiren wir uns? durch a) Einführung eines zeitgemäßen Arbeitstages, Beseitigung bisherige Verband völlig werthlos sei, indem derselbe nur eine der Sonntags, Nachfeierabend- und Nachtarbeit unter Verbindung von Vereinen sei, welche Sonder- Interessen verfolgen Wir haben die Ueberzeugung, daß die anordnende vorgesetzte aller vernunftgemäßen Bedürfnisse der Berufsgenossen und Prinzipale hinderlich sei. Der Berliner Verein sei nur ein Ver Bugrundelegung eines Lohnes, welcher für die Befriedigung und nur einem energischen Vorgehen der Gehiljen gegen die Behörde den mit den Haussuchungen beauftragten Personen keine deren Familien vollständig ausreicht. b) Errichtung eines Instruktion, gegeben hat, nicht verbotene sozialdemokratische unentgeltlichen Arbeitsnachweise- Bureaus in Verbindung mit gnügungsverein. Es müsse demnach eine Organisation geschaffen Schriften wie die obigen zu beschlagnahmen. Es ist dies jeden- einem Verkehrslokal und Gewährung einer Reise Unterstützung regelten Rechtsschutz und Unterstützung zu gewähren im Stande werden, welche zielbewußte Mitglieder umfaßt, welche Gemaßfalls auf Unkenntniß oder ungenügende Instruktion der haus- an wandernde Gewerksgenossen, welche mindestens drei Monate ist. Die Uhrmachergehilfen Berlins feien verpflichtet, an ber suchenden Beamten zurückzuführen. einer Metallarbeiter- Organisation angehören, oder, wo dies nicht möglich war, glaubhaft nachweisen können, daß sie die Pflichten Chemnitz, 18. März 1891. Am vergangenen Freitag, den eines klassenbewußten Arbeiters erfüllt haben, nach Maßgabe des 13. Wiarz, trat Genoffe Gustav Gladewiß, Redakteur der Vereinsvermögens. c) Veröffentlichung statistischer Erhebungen Chemnizer Presse", feine 7 monatliche Strafe an; 6 Monate über Löhne und Arbeitsverhältnisse der betreffenden Gewerbe, in hatte er wegen Beleidigung des sächsischen Offizierkorps und Bezug auf die Löhne und Lebensbedürfnisse, Dauer der Arbeits1 Monat wegen Beleidigung des Redakteurs des Chemnizer zeit, Anzahl der am Orte im Gewerbe Beschäftigten. d) Durch " Amtsblatts" erhalten. greifenden unentgeltlichen Rechtsschutz in allen gewerblichen Angelegenheiten. e) Wissenschaftliche und fachgewerbliche Vorträge. f) Besprechung und Pflege von Gewerbe- und Fachangelegenheiten. g) Lesen von Fachschriften nebst Gründung und Unterausgesprochen ist, daß es sich keinesfalls um die Verbreitung Da in Ihrer Notiz vom 17. d. M. über Haussuchungen sozialistischer Schriften handeln könne, so bin ich in der Lage, Ihnen erklären zu müssen, daß bei meiner Haussuchung unter Anderen folgende Schriften mitgenommen wurden: sämmtliche vorhandenen Nummern des„ Sozialdemokrat", verschiedene Hefte aus der sozialdemokratischen Bibliothek", Dühring's" Umwälzung der Wissenschaft von Engels, Die Frau" von A. Bebel, Bauernfrieg" von A. Bebel, Die indirekten Steuern" von F. Lassalle u. a. m. Ferner rettete ich nur nach eindringlichen Vorstellungen Die Französische Revolution" von W. Blos vor dem gleichen Schicksal." " " " Sch. Gerichts- Beitung. " Der haltung einer Vereins- Bibliothek. h) Pflege der Geselligkeit unter den Mitgliedern. § 4 besagt: Spitze der Bewegung zu stehen und dahin zu wirken, daß eine Organisation geschaffen werde, vermöge welcher eine Besserung folgenden Diskussion beleuchtete Herr Loris die Verhältnisse der Lage der Gehilfen zu ermöglichen sei.( Beifall.) In der im Uhrmachergewerbe beziehungsweise die erbärmliche Lage der Gehilfen und die„ Humanität" der Prinzipale in einer Weise, die trotz des traurigen Ernstes die Anwesenden zur größten Heiterkeit hinriß. Redner kam zu der Schlußfolgerung, daß mit Gemüthlichfeit und mit der Humanität der Prinzipale nichts zu erreichen sei, daß die Gehilfen vielmehr mit der fortschreitenden Arbeiterbewegung gleichfalls fortzuschreiten hätten.( Beifall.) Herr verwerfend. at her konstatirte hierauf nochmals, daß die Lage der Gehilfen Glückseligkeit der ländlichen Arbeiter. Ein er Mitglied fann jeder in der Eisen- und Metallindustrie Berlins durchaus keine zeitgemäße sei und daß kein Gegner auch nur den schütterndes Vorkommniß gelangte gestern in einer und Umgegend beschäftigte Arbeiter werden. Jedoch kann die Versuch gewagt habe, die in der vorigen Versammlung gestellten Refursverhandlung vor dem Reich 3- Versicherungsamt Aufnahme verweigert werden, wenn der Vorstand dieses im Uhrmachergehilfen ihre Lage noch keineswegs erfannt. Doch habe Forderungen als unberechtigte hinzustellen. Leider hätten die zur Vernehmung. Der Gärtner Gustav Dittmann stand Interesse des Verbandes für geboten erachtet. Als Eintrittsgeld es bisher nur des Anstoßes ermangelt und bei einer energischen seit dem 1. April 1888 der Gärtnerei auf dem dem Freiherrn werden 20 Pf. erhoben, der laufende Beitrag beträgt pro Woche Agitation würde dieselbe ungeahnte Erfolge haben. Herr Bordt v. Eckardstein gehörigen Rittergute Leuenburg im Kreise 10 Pf. Gewerksgenossen, welche bereits einer Organisation an- geißelte im Anschluß hieran den Künstlerdünkel vieler Gehilfen, Oberbarnim vor. Am 28. Januar 1889 erlitt er in der Aus- gehört haben, sind von der Verpflichtung, Eintrittsgeld zu be- welche auf diejenigen Gehilfen, welche„ Fabrikarbeiter" geworden geißelte im Anschluß hieran den Künstlerdünkel vieler Gehilfen, ibung seines Dienstes einen schweren Bruch des linken Unter- zahlen, entbunden, wenn sie mit ihren Beiträgen nicht länger seien, trotzdem sich dieselben in weit befferer sozialer Position beschenkels. Der Gutsarzt ordnete am Abend den Transport des als drei Monate im Rückstande sind. Diese Bestimmung gilt fänden, verächtlich herabfähen, kritisirte die Verhältnisse innerBerunglückten nach dem Krankenhause zu Freienwalde an, war jedoch nur für von auswärts in Berlin zureisende Gewerks- halb des Vereins der Berliner Uhrmachergehilfen und forderte alle aber auch damit einverstanden, daß derselbe nach der Charitee in genossen. Berlin gebracht werde. Die Kur und Verpflegung in dieser Gesinnungsgenossen auf, dem Vereine beizutreten, um hier vor Anstalt ist billiger, als in der zu Freienwalde. Freiherr v E. Bei Arbeitseinstellungen oder Maßregelungen wird den dabei allen Dingen Remedur zu schaffen. Auch er erkannte als einziges wählte die Charitee; er ließ den Berlegten bis zum anderen Tage, betheiligten Mitgliedern, sofern sie mindestens 3 Monate dem und bezeichnete die Forderungen: Verkürzung der Arbeitszeit, Rettungsmittel den Anschluß an die allgemeine Arbeiterbewegung Vormittags 10% Uhr, hilflos liegen und beorderte dann seinen Werbande angehören, eine von der beschließenden Versammlung Beseitigung der Sonntagsarbeit und Ausbesserung der Gehälter Kutscher, den Verunglückten auf einem Bretterwagen nach Maßgabe des vorhandenen Vereinsvermögens festzusetzende der jüngeren Kollegen, als durchaus berechtigte. Hr. Schmidt, nach Berlin gut fahren. Ein Begleiter zur Unter: Entschädigung gewährt. Unter keinen Umständen dürfen jedoch bisher streng konservativ, bekannte sich nunmehr unter dem Beistügung des Rutschers wurde nicht mitgegeben und fehlte Arbeitseinstellungen unternommen werden, bevor nicht die dazu auf dem Wagen jeglicher Schuh gegen Reibungen und Ab eingesetzten Organe dieselben geprüft und gebilligt haben. Ob falle der Versammlung frei und offen zu den Prinzipien der schürfungen der wunden Stellen, während der bis 7 Uhr Maßregelung vorliegt, entscheidet der Vorstand oder im Berufungs- als" Sozialdemokrat" aus dem Verbande ausgeschlossen ist, verallgemeinen modernen Arbeiterbewegung. Hr. Nät her, welcher Abends dauernden Fahrt hat der Hermite die unsäglichsten falle die nächste beschließende oder Generalversammlung. Die breitete sich auf Anregung des Hrn. Bordt noch näher über Schmerzen erdulden müſſen. Bei seiner Einlieferung in der gewährten Unterſtügungen sind freiwillige und die Mitglieder die Nothwendigkeit der Errichtung von zweckentsprechenden lokalen breitete sich auf Anregung des Hrn. Bordt noch näher über Charitee war bereits der Brand hinzugetreten, und hat nur haben darauf keine rechtlichen Ansprüche. Mitglieder, welche zum Arbeitsnachweisen, die vom Verbande eingerichtete Zentraldeshalb der Unterschenkel amputirt werden Militärdienst einberufen werden, sind während dieser Zeit von in üssen. Nach dem Gutachten der Charitee- Aerzte Dr. Stenzel Bahlung der Beiträge befreit. Dasselbe ist der Fall bei Er- Auskunftsstelle, die jetzt nach Berlin verlegt werden solle, völlig und Knoch ist es als ein Wunder bezeichnet, daß der Verletzte bei frankung der Mitglieder, sofern die Krankheit glaubhaft nach- dringend ans Herz, zu lernen, was Solidarität ist und hoffte, Im Uebrigen legte er den Uhrmachergehilfen dieser Behandlung mit dem Leben davon gekommen ist, während gewiesen wird und länger als vierzehn Tage andauert, ferner daß bald alle Uhrmachergehilfen sich als Arbeiter fühlen bei früherem und ordnungsmäßigem Transport eine Heilung des bei Arbeitslosigkeit, welche durch Maßregelung oder Arbeitsein und mit den übrigen Arbeitern fühlen und benken werden. Bruches und Erhaltung des Beines sicher eingetreten wäre. Am stellung herbeigeführt iſt. 27. Juli 1889 wurde Dittmann aus der Charitee entlassen und Der Verband gewährt unentgeltlichen Rechtsschutz in allen Herr Wolter hielt es allerdings für zwecklos, sich der allgemeinen modernen Arbeiterbewegung anzuschließen, ihm später von der Brandenburgischen landwirthschaftlichen Be- gewerblichen Angelegenheiten. Die näheren Bestimmungen hier- da die Arbeiterschaft den Uhrmachergehilfen in Ernstfalle rufsgenossenschaft ein künstliches Bein gewährt. Der Verlegte über find im§ 5 enthalten. bezog auf dem Gute vollständige Belöstigung, Logis, sowie Der Verlust der Mitgliedschaft wird durch die üblichen Vor- doch nicht helfen würden. Herr Pinn war mit Herrn Näther Heizung, Beleuchtung, Arzt und Medizin nebit einem ausfegungen( Nichtzahlung der Beiträge, Schädigung der Verbands- der Ueberzeugung, daß allgemeine Arbeiterorganisationen geschaffen werden müßten, war aber wie Herr Näther der Ansicht, daß vorGehalte Der interessen) bedingt. Ein etwaiger Berufswechsel bedingt jedoch läufig bei dem Indifferentismus der Uhrmacher eine Branchenvon achtzehn Mart monatlich. Rceisauss huß berechnete nun Den gesammten Arbeitsi erdienst des Verunglückten auf 679 M. und zwar Jahres nicht den Verlust der Mitgliedschaft. § 7 regelt die Verwaltung und Leitung des Verbandes. Die- organisation auf dem Boden der allgemeinen Arbeiterbewegung für Wohnung 36 M., für Betöftigung 365 M für Arzt und selbe besorgt der Vorstand, welcher aus 21 Personen besteht. für dieselben zweckmäßiger sei. Herr Radüns hielt es für Medizin 30 M., für Licht 7 M. und für Feuerung 25 M., sowie zur Aufstellung statistischer Arbeiten, sowie zur Regelung aller nothwendig, vor allem die Lage der Herren Prinzipale zu verlich ehalt 216 M. Der als Arbeitgeber des Verunglückten eid- jonſtigen Fachangelegenheiten ſetzt der Verband eine Fachkommission bessern, damit diese in die Lage kämen, die Lage der Gehilfen zu fich vernommene Rittergutsbesiger thr. v. Odarbi erachtete niever. Die Verwaltung der Bibliothek untersteht einer Bibliothet verbessern.( Stürmische Heiterfeit.) Herr Franz versocht in sogar den Werth der ganzen freien Station mit 402 ein ährlich kommission. Der Verband unterhält auch ein unentgeltliches energiſchſter Weise den entgegengesetzten Standpunkt des Referenten, Jahres- Arbeitsverdienst auf obige 679 M. fest und bewilligte dem Beamter. Die Berufsgenossenschaft sette den ständiges Arbeits- Nachweisebureau, dasselbe leitet ein besoldeter den Gegnern jede Zuversicht auf die Zukunft raubend. Herr Dittmann durch Bescheid vom 14. Mai 1890 vom 26. April ab Dies sind die Hauptbestimmungen des Verbandsstatuts, eine Rente von 65 pGt., deren Höhe sich aur jährlich 294 m. 93 Bf. welches unter Boraussetzung einiger redaktionellen Aenderungen teläuft. Gegen diesen Bescheid legte der Betroffene beim Schieds- debattelos zur Annahme gelangte, gericht Berufung ein, indem er unter Protest gegen das GutDer Versammlung lag fernerhin die Wahl eines provisorischen achten des Frhrn. v. Eckardsiein den Station auf auf 900 m. veranschlagte und 75 pet. beanWerth der freien Vorstandes ob. Die Wahl fiel auf Rollege Rörst en( Former) zum ersten Das Schiedsgericht erkannte auf ( provisorischen) Vorsitzenden, Kollege Warnicke( Schlosser) zum Deifung der Berufung. In dem durch den Rechtsanwalt zweiten( provisorischen) Schriftführer, Kollege Gerisch zum Dr. Flatau eingelegten Returse wies der Kläger unter Bei- provisorischen Rendanten, Kollege Becker( Mechaniker) zum bringung dreier Gutachten von Obergärtnern ver Nachbargüter ersten, Kollege Trittelwit( Mechaniker) zum zweiten( pronach, daß die freie Station eines Leiters einer größeren Gärtnerei visorischen) Schriftführer. auf mindestens 820 m. jährlich zu berechnen sei und daß Berunglückte als Gärtner nicht mehr tauglich in Zermine Erledigung Rollege 23eber folgende Resolution beantragte:*) Die Zahlstellen, in denen Sammelbons zu haben sind, vor dem Reichs- Versicherungsamt bezeichnete der Substitut des Durchdrungen von dem Bewußtsein, daß durch die nunmehr sind unter" Soziales" in dieser Nummer verzeichnet. Auch die Gechtsanwalts Dr. Flatau, Redakteur 3. Fräntel, die erfolgte Vereinigung der Berliner Metallarbeiter ein solidarischer Expedition" unseres Blattes ist bereit, Gelder in Empfang zu Schäzungen des Jabres- Arbeitsverdienstes durch den Frhen. v. G. Kampjesbund gegen die Kapitalmacht geschlossen ist, verkennt die mnehen. baaren spruchte. Es war dies der letzte Punkt der Tagesordnung, nach dessen Busse( Prinzipal) war der Meinung, daß es heute„ Künstler" unter den Uhrmachern nicht mehr gebe, daß vielmehr alle " Arbeiter" seien. Wenn sie erst zu dieser Erkenntniß gekommen fein würden, dann würden sie sich auch nicht Bestrebungen entgegenstellen, die auf eine Verbesserung ihrer Lage hinzielen. Gin Schandfleck für den Berliner Verein sei es, daß Herr Näther ausgeschlossen worden sei.( Bravo.) Den Prinzipalen sei es leicht, höhere Preise zu fordern, wenn das Publikum weiß, daß die Gehilfen höhere Löhne zu beanspruchen haben. Als Prinzipal brauche man durchaus nicht den Bestrebungen der Gehilfen auf Verbesserung ihrer Lage feindlich gegenüberzustehen. Redner sprach seine volle Sympathie mit den diesbezüglich zu Tage getretenen Bestrebungen aus und empfahl den Gehilfen, in sich zu gehen und zur Erkenntniß zu kommen.( Stürmischer Beifall.) Nach längeren persönlichen Auseinandersetzungen gelangten mit großer Majorität folgende Resolutionen zur Annahme: 1. Die heute in Gratweil's Bierhallen tagenden Uhrmachergehilfen Berlins und Umgegend erklären sich mit den Ausführungen des Referenten, Herrn Näther, vollständig einverstanden; sie stellen sich auf den Boden der allgemeinen modernen Arbeiter bewegung und verpflichten sich, soweit dies nicht bereits der Fall ist, der bestehenden Organisation beizutreten und dahin zu wirken, daß diese Anschauungen zur Anerkennung und zur Durchführung gebracht werden. 2. Die am 19. März in Gratweil's Bierhallen tagende Uhrmachergehilfen- Versammlung protestirt energisch gegen den Artikel in Nr. 3 des Uhrmachergehilfen- Organs, in welcher unsere Bersammlung als standalöse Vorgänge" hingestellt da die Versammlung nur aus Uhrmachergehilfen bestand, die allerdings auf dem Boden der allgemeinen Arbeiterbewegung stehen. Die zweite Resolution dem Vorstande des Verbandes einzusenden, wurde das Bureau der Versammlung von dieser beauftragt. wird, Nach fernerer Erledigung des letzten Punktes, Verschiedenes" schloß die Versammlung mit stürmischen Hochrufen auf die allgemeine moderne Arbeiterbewegung. Maler. wurden die Wünsche der Kellner gemäß den Abmachungen der Konferenz in folgender Resolution niedergelegt: = Eine Beschlußfassung über feste Säße für Lohnarbeit bei Bankets, Hochzeiten und Kommersen mußte ausgesetzt werden, da hierüber die Ansichten noch nicht geflärt waren. Darüber soll demnächst eine weitere öffentliche Versammlung berathen. Es wurde nach Schluß der Versammlung die Tellerfammlung fortgesezt und soll der Ueberschuß der Streik KontrollKommission zur Bestreitung ihrer Unkosten überwiesen werden. Eine öffentliche Versammlung am tung eines ständigen Arbeitsnachweises und Auskunftsbureaus anerkannt, welches mit einem Kollegen besetzt wird, der neben Die heute in Norbert's Sälen tagende öffentliche Kellner- dem Arbeitsnachweis die Leitung der Agitation am Orte und Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Herrn Werner nach außerhalb innerhalb der Provinz zu leiten hat. Außerdem voll und ganz einverstanden, indem derselbe die Verhältnisse in hat derfelbe alle im Interesse der bestehenden Organisation sachgemäßer Weise an den Tag legte." liegenden Angelegenheiten, Expedition der Fachzeitung u. s. w. Die Forderungen, wie sie bereits im Gastwirthsgehilfen" zu verrichten. In Beschwerdesachen über gewerbliche Streitig Nr. 10 veröffentlicht wurden, sollen von den anwesenden Ver- feiten hat derselbe Auskunft zu ertheilen, wie überhaupt alle dem tretern aller Vereine voll und ganz zur Durchführung gebracht Interesse der Kollegen und Kolleginnen dienende Angelegenheiten werden. Sie lauten: Für Lohnarbeiter ist zu zahlen: an einem zu erledigen. Woche tage 3 M.( exklusive Nachpußen am anderen Tage), an Um die Aufbringung der hierzu nothwendigen Rosten zu er einem Sonntage- wiederum ohne Nachputzen- 4 M., an den möglichen, wird die Agitationskommission beauftragt, von Zeit beiden ersten Oster- und Pfingst- Feiertagen 5 M., während der zu Zeit Vergnügungen zu veranstalten und den Ueberschuß zu dritte Oster- und Pfingst- Feiertag als ein Feiertag zu betrachten befagten Zwecken zu verwenden. Die bestehenden Vereine haben ist. Die Nach put- Arbeiten sind mit 1 M. zu bezahlen, sie dürfen diesem Rechnung zu tragen und nach Möglichkeit dafür zu wirken, nicht mehr als vier Stunden dauern und müssen spätestens um daß außer den Stiftungsfesten sämmtliche Vergnügungen der Agi12 Uhr Mittags beendet sein. Die Reisespesen sind vom Prinzipal tationstommission überlassen bleiben. Ferner wird die Agitations. ab Weichbildgrenze Berlin zu bezahlen. Unter 30 M. für den kommission beauftragt, um die Ansammlung des zu diesem Zweck Monat Lohn soll keine feste Stellung angenommen werden, Lohn- nothwendigen Fonds zu bewerkstelligen, Liſten auszugeben, damit abzüge sollen fortan nicht mehr stattfinden dürfen. Das Benußen auch diejenigen Kollegen zur Unterstügung herangezogen werden und Besuchen von Privat Vermittelungsbureaus soll fortfallen. Können, welche den Bereinigungen fernstehen, und wird es jedem Die in dieser Resolution angeführten Säge sind energisch zur zur Pflicht gemacht, nach Kräften beizusteuern, um so zur Hebung Durchführung zu bringen." der Lage unserer Berufsgenossen mitzuwirken. Unter Verschiedenem" wurde mitgetheilt, daß der Zuzug nach Potsdam, Mainz, Fürth und Eberswalde fernzuhalten fet, da die dortigen Kollegen wegen Lohnreduktion im Streif lägen. Der Vorsitzende machte ferner bekannt, daß die Kongreßkommission bis jetzt noch feinen Rechenschaftsbericht habe ablegen Zur Beschlußfassung über die Maifeier hielten die Maler können, da ein Mitglied der Kommission mit der Abrechnung und verwandten Berufsgenossen am Mittwoch Abend eine gut noch nicht fertig sei. Der Rechenschaftsbericht werde aber binnen besuchte öffentliche Versammlung ab. Das Referat hatte Reichsfurzer Frist abgelegt werden. tags- Abgeordneter Genosse Schmidt übernommen. Er führte die Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreimaligen Hoch Bedeutung der Beschlüsse des Pariser Kongresses, die zum Zwed aller in der Bekleidungs- Industrie beschäfauf die Berliner Schneider- Organisation geschlossen. einer Demonstration für die Einführung des achtstündigen Ar- tigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand beitstages gefaßt find, ferner den vorjährigen Streit um den Montag, den 16 März, statt. Zum ersten Punkte der Tages- Der Fachverein der Weber und verwandten Berufs 1. Mai, die Beschlüsse der Konferenz der Fraktion in Halle und Ordnung: die stattgefundene Konferenz mit den Groß- Kon- genoffen tagte am Montag, den 16. d. M. Herr Peus hielt den jezigen Rath der Fraktion klar vor Augen. Redner weist fektionären und welche Maßnahmen gedenken wir in Zukunft zu einen Vortrag über das Thema:" Der freie Wille und die Macht Redner zeigte an verschiedenen sodann auf die etwaigen Folgen eines allgemeinen Feiertages, treffen? führte Kollege Täterom nach einem einleitenden der sozialen Verhältniffe". auf die Unmöglichkeit der gegenwärtigen Durchführung desselben Ueberblick über die moderne Arbeiterbewegung, speziell die Beispielen, daß es mit dem freien Willen des Menschen sehr hin, zeigt sodann, wie bei der Feier am Sonntag nach dem Schneiderbewegung aus: Die Agitations Rommission der schlecht bestellt sei. Er erntete für seine Ausführungen lauten 1. Mai auf die Masse der Indifferenten hingewirkt werden Schneider hatte eine Untersuchung der im Schneider- Gewerbe, Beifall. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: fönne und empfiehlt schließlich den von der Fraktion gegebenen besonders in der Haus Industrie, herrschenden Uebelstände vor Rath zu befolgen.( Lebhafter Beifall.) genommen und zu deren Abstellung sich mit den Groß- KonIn der hierauf folgenden Diskussion wurde von drei fektionären in Verbindung gesetzt. In erster Linie richtete sie ihr Rednern für die Feier am 1. Mai plädirt, da nur durch Augenmerk auf solche Firmen, die in Arbeiterblättern Anzeigen eine solche Feier eine Heerschau über die wirklich zielbewußten und und Reklamen erlassen, und fand dabei, daß gerade diese Firmen die fampfbereiten Genoffen gehalten werden können. Es wurden allerschlechtete Waaren liefern und die schlechtesten Löhne zahlen. diese Redner jedoch vom Referenten und von mehreren anderen Die Agitationskommission berief nun eine Konferenz ein, zu der Kollegen widergelegt, und schließlich gelangt folgende Resolution 45 Großkonfektionäre eingeladen wurden; troßdem die meisten der zur Annahme gegen 3 Stimmen. Geladenen ihr Erscheinen bestimmt zugesagt hatten, waren " Die heutige öffentliche Versammlung der Maler und ver- dennoch nur 5 Geschäfte vertreten und zwar derartig, daß die wandten Berufsgenossen wird die Beschlüsse des internationalen von den Geschäftsinhabern abgeschickten Vertreter ohne jede BollArbeiterkongresses zu Paris zu würdigen wissen. Sie begrüßt macht zu irgend einer Beschlußfassung waren. Die erschienenen es mit Freuden, daß durch den Kongreß das Solidaritätsgefühl Vertreter der Großkonfektionäre mußten nun sämmtlich zugestehen, der Arbeiter aller Länder dokumentirt worden ist und ist im daß in dem Schneidergewerbe geradezu schreiende Mißstände Prinzip für die Maifeier am 1. Mai, erkennt aber den Rath der vorhanden sind, Mißstände, an denen zum großen Theile die in Die Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Reichstagsfraktion, die Feier auf den 1. Sonntag im Mai zu der Konfektionsbranche so außerordentlich stark Verkäufer" hielt am Montag, den 16. März, eine Versammlung verlegen unter dem Druck der heutigen Krisen und wirthschaft Hausindustrie die größte Schuld trägt. Die Herren gaben ab. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung die Botenfrage be lichen Verhältnisse als den reiflichst durchdachten und für dies sämmtlich zu, daß durch Einrichtung von Betriebswerkstätten und treffend, wurde beschlossen, eine Kommission von sieben MitJahr richtigsten an und beschließt am 1. Mai zu arbeiten, am ähnlichen Instituten sicherlich bessere Verhältniffe geschaffen wer- gliedern zu wählen, welche die beiderseitigen Interessen regeln Abend des 1. Mai aber eine öffentliche Versammlung mit Frauen den könnten; sie bemerkten aber gleichzeitig, daß sich die Geschäfts- foll. In diese Kommission wurden die Herren Schönstein, Bohn, einzuberufen und am Sonntag die wirkliche Feier zu veran- inhaber nie und nimmer dazu verstehen würden, derartige Ein- Werner, Schäfer, Merz, W. Schmidt und Flörele gewählt. Den stalten. Da wir aber am 1. Mai arbeiten, je nach einem richtungen auf eigene Kosten zu treffen; wenn die Arbeiter solche Gin Boten soll gerechter Lohn gewährt werden und den Spediteuren heute noch zu fassenden Beschluß der Versammlung einen Theil richtungen wünschten, so müßten sie dieselben auf eigene Faust Schuß vor unehrlichen Zeitungsausträgern. Zugleich hofft man unferes Tagesverdienstes den allgemeinen Interessen zu opfern." treffen. Unter diesen Umständen konnte die Konferenz natürlich dadurch den häufigen Klagen des Publikums über Nichterhalten Hierauf wird beim 3. Punkt der Beschluß gefaßt, daß die nicht zu einem Resultate führen. An den Kollegen und Kollegin der Beitung abzuhelfen, da es leider im Zeitungsgewerbe Boten jenigen Kollegen, welche am 1. Mai arbeiten, 1 M. von ihrem nen ist es nun, sich zu organisiren, damit die Schneider dem giebt, die die Zeitung zeitweise verkaufen und die Kunden unVerdienst für die 8 Stundenbewegung opfern sollen. Mit den Unternehmerthum entgegentreten können und dasselbe zu zwingen, bedient lassen. Unter Verschiedenem wurde über die letzte AusVorarbeiten zur Versammlung und zur Maifeier wird der Ver- die verlangten Einrichtungen auf eigene Kosten zu treffen. gabe der„ Bolts- Tribüne" Klage geführt: vielen Gelegenheitsverkäufern seien die Exemplare dieser Zeitung schon am Freitag ver trauensmann beauftragt. Es fommen noch verschiedene gewerk( Beifall.) In der Diskussion forderte der Vorsitzende die anwesenden abfolgt worden, während die Spediteure, welche die Zeitung be schaftliche Sachen zur Sprache. Unter Anderem wird das Lehrdas Wort zu ergreifen ständig vertreiben, sie erst am Sonnabend und auch da manche lingswesen fritisirt. Der Maurermeister Wilke zum Beispiel habe Unternehmer wiederholt auf, auf 2 Bauten 75 Lehrlinge und 3 Gesellen. und ihre event. entgegengesetzte Ansicht zu äußern; es hatte jedoch noch nicht, die Zeitung erhalten konnten. Die Bevorzung Einfeiner den Muth, das Wort zu ergreifen. Im Sinne des Refe- zelner vertrage sich nicht mit dem gleichen Recht für Alle; überrenten sprachen dann die Kollegen Timm, Kulite, Wiesemann, haupt brauche eine wirklich gute Sache gar nicht so ungeſtüm Genschenick und Frau Rengels. verbreitet werden, sonst könne sie leicht Einbuße an ihrem Werthe erleiden. Es wurde nun eine Resolution von den Versammelten einstimmig angenommen, worin die Versammlung der Expedition der Volks- Tribüne" über die Handhabung der Ausgabe der Zeitungen ihre Mißbilligung ausspricht und ersucht die Zeitung Allen erst am Sonnabend zu verabfolgen. Diese Resolution soll der Expedition der„ Volts- Tribüne" übermittelt werden. Zur Aufnahme in den Verein meldeten sich die Kollegen Schmidt, Schubert, Rüger und Szymalla. Kellner- Versammlung. vertretene Alle Kollegen haben daher die Pflicht, dem deutschen Schneiderverbande beizutreten, um so die zeitgemäßen Forderungen als Errichtung von gesunden Betriebswerkstätten vom Unternehmerthum, geregelte Arbeitszeit, angemessenen Lohn u. f. w. zu erreichen. Die Versammlung des Fachvereins der Weber und verwandten Berufsgenossen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden, und ist der festen Ueberzeugung, daß nur durch die Arbeiter selbst eine Besserung der sozialen Verhältnisse und damit das Glück jedes Einzelnen geschaffen werden kann. Die Kollegen wurden aufgefordert, Material zu dem Situationsbericht auf dem Textilarbeiter- Kongreß in Pößneck an die Kollegen Kurze und Kohl, Weberstr. 66, bezw. 14, abzugeben. Ein Antrag, 25 M. für die sich im Ausstande befindenden Weber in Biehl( Elsaß) zu bewilligen, wurde angenommen, den Schluß bildete die Mittheilung, daß am jüngsten Sonntag die neue Berliner Webschule im Beisein einer größeren Zahl befracter Stadtsäulen eingeweiht worden ist. Mithin blüht den Berliner Webern eine goldene Zukunft. Mit der Lohnfrage beschäftigte sich eine sehr stark von etwa 700 Personen besuchte öffentliche Rellner- Versammlung, Folgende Resolution wurde gegen eine Stimme angenommen: welche Donnerstag Nachts unter dem Vorsitz des Genossen Thomas Die heute am 16. März tagende Versammlung aller in der tagte. Das Referat darüber hatte der Genosse Wilhelm Werner Bekleidungsindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen beübernommen, welcher in demselben ausführte: Den Berliner schließt in der Erwägung, daß in demselben Maße, wie sich das Kellnern müsse deswegen ein starker Tadel ausgesprochen werden, Großkapital mit der dadurch bedingten Einführung in die Konweil sie sich keineswegs in günstigerer Lage befänden als alle feftion unferes Gewerbes bemächtigt, der Niedergang der handanderen Berufsklassen, von ihrer Seite jedoch bis jetzt am aller wertsmäßigen Produktion vor sich geht, und somit für die Bewenigsten zur Verbesserung ihrer Lebenslage gethan set. Bei der rufsgenossen jede Aussicht auf eine spätere Selbständigkeit allgemeinen Steigerung der Lebenshaltungskosten sei nichts mehr schwindet, das Roalitionsrecht zu benutzen, um der kapitalistischen Wäschebranche. Am 17. d. Mts. tagte eine Versammlung als erklärlich, als die Forderung nach Erhöhung des Einkommens. Lohndrückerei energisch entgegentreten zu können. Allerdings wären die Kellner bei einem Vorgehen wesentlich ge= des Vereins zur Wahrung der geistigen und materiellen Interessen hindert durch die Art ihres Arbeitsverhältnisses, welches sich sehr der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäschebranche. Herr von dem der übrigen Arbeiter unterscheide, indem sie nicht einmal Peus sprach über die Arbeitskraft als Waare. An der Diskussion eine bestimmte Arbeitszeit hätten. Alle Arbeiter versuchten einen betheiligten sich die Herren Grashold und Koopmann; Letterer brachte eine Resolution ein folgenden Inhalts:" Die heutige bestimmten Lohn aufzustellen und die Einhaltung desselben durch zuführen und das mit vollem Recht. Denn bei ihnen komme in Die Versammelten beschließen ferner, da unser Unternehmer- Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäscheerster Linie die Frage in Betracht, zu welchem Preise sie für thum zu freiwilligen zeitgemäßen Ronzessionen in diesem Sinne branche erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll ihre Gegenleistungen dem Unternehmer ihre einzige Waare, nicht bereit ist, sondern an der alten Tradition der Haus- und ganz einverstanden. Sie zieht aus denselben den Schluß, die Waare Arbeitstraft verkaufen müssen. Ganz anders liege es industrie festhält, die Agitationskommission zu beauftragen, daß der Ausbeutungssucht der Arbeitgeberschaft im Allgemeinen bei den Kellnern, diese würden in Arbeit eingestellt und der Lohn an eine Petition zu senden, ein wirksamer Damm nur entgegengesetzt werden kann, wenn den deutschen Reichstag um die Hausindustrie alle Arbeiter und Arbeiterinnen fich in festen Vereinigungen zu für ihre zu leiftende nicht geringe. Arbeit werde dabei als in welcher gefordert wird, daß, um eine Nebensache betrachtet, vielmehr werde der Kellner einfach unter die Fabrikinspektion zu stellen, eine Untersuchung ver- sammenschließen und sich verpflichten, sich dem Verein zur auf die Trinkgelder der Gäste verwiesen. Kein anderer Beruf anstaltet werden solle über die Arbeitsräume aller Haus- Wahrung der geistigen und materiellen Interessen der Arbeiter Arbeiterinnen der Wäschebranche anzuschließen. Sie tenne derartige verrottete Verhältnisse. Und hier sei es nun zu industriellen, die Dauer der Arbeitszeit, die Höhe der Löhne, die und verpflichten sich ferner, thatkräftig für denselben zu agitiren." Der verwundern, daß es noch immer Reliner gebe, welche, obgleich fie Sonntagsruhe, das Zwischenmeisterthum u. f. w. einstimmig angenommen. sowohl unter einer übermenschlichen Arbeitszeit seufzen als auch Die Agitationstommission wird beauftragt, die Petition aus- Diefe Resolution wurde Punkt Verschiedenes brachte einen Antrag des Kollegen als Trinkgeldempfänger gegenüber den Gästen in eine untergeord: zuarbeiten und an den Reichstag zu senden. nete, demüthigende Stellung gerathen, sich in diesem Verhältniß Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Stellungnahme zum 1. Mai, Pasewald, der besagt, der Vorstand möge baldigst einen Arbeitswohl fühlen. Bedauerlich sei es, daß einige Gastwirthsgehilfen- sprachen sich die Kollegen Timm, Rogge, Täterom dahin aus, daß nachweis für Blätterinnen und Näherinnen gründen. Dieser AnVereine sich nicht dazu hätten verstehen können, sich an der Auf- es sich mit Rücksicht auf die augenblicklichen Verhältnisse trag wurde jedoch von Herrn Grashold als verfrüht bezeichnet, stellung eines einheitlichen bestimmten Lohnsatzes zu betheiligen. empfehle, die offizielle Feier zu Gunsten des Achtstundentages vom und wurde auch von der Versammlung als noch nicht geeignet zurückgewiesen. Herr Grashold theilt noch mit, daß der Vorstand Als fürzlich auf Veranlassung des Vereins der Berliner Gast- 1. Mai auf den 3. Mai zu verlegen. dahin schlüssig wurde, von der Maifeier Abstand zu nehmen, es wirthsgehilfen zu diesem Zweck eine Konferenz zusammenberufen Folgende Resolution gelangte zur Annahme: worden war, sei von den verschiedenen hiesigen Kellnervereinen 1. Die heutige öffentliche Versammlung der Schneider und jedoch jedem überlassen bleibt, privatim sich an der Feier zu be nur ein Bruchtheil erschienen; anwesend waren: der Kellnerver- Schneiderinnen erklärt: Mit Rücksicht darauf, daß bei allen theiligen. Herr Grashold theilte hierauf noch mit, daß die nächste ein Nordost", der Kellnerverein vom Ostend Bezirk und wichtigen Aktionen der Arbeiterklasse die allgemeine wirthschaft- Versammlung am 7. April stattfindet. Herr Peus hält einen der Berliner Kellnerverein, während der deutsche Kellnerbund liche Lage der ausschlaggebende Faktor ist, infolge des gegen Vortrag, der sich als Fortsetzung dem obigen anschließen soll. Berlin", der Bezirksverein Berlin vom deutschen Kellnerbund wärtigen industriellen Niederganges die erfolgreiche Durchführung Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure ( Leipzig), der Verein der Tafeldecker zu Berlin, der Gastwirths- einer Demonstration aber entschieden in Frage steht, auf eine Arhielt am 13. März eine gut besuchte Versammlung ab. Auf der Gehilfenverein Wedding" und der Theilverein Berlin vom Ver- beitsruhe am 1. Mai in diesem Jahre zu verzichten; die Ver Tagesordnung stand ein Vortrag des Herrn Auerbach über band deutscher Gasthofgehilfen( Genfer Verein) bedauerlicher Weise sammlung hält es jedoch nicht für zweckmäßig, schon jetzt irgend Arbeiterschutz Gesetzgebung. Da der Referent nicht erschienen nicht anwesend waren. Die Forderungen, welche bei dieser Kon- welche Bestimmungen über die Maifeier in späteren Jahren zu war, so übernahm Herr Wilde das Rejerat und verbreitet sich ferenz aufgestellt wurden, seien seiner Ansicht nach äußerst mäßige, treffen. eingehend über dieses Thema, wobei er namentlich auf die letzten doch wolle er sich darüber als Nichtfachmann weiter feine Aeuße2. Bezüglich der Feier beschließt die Versammlung, Debatten über die Gewerbegesek Novelle im Reichstage Bezug die Agitationskommiffion am 1. rungen erlauben, das mögen sie selbst in der Diskussion be- durch sprechen. eine öffentliche Versammlung der Schneider und Schneiderinnen nahm. In der Diskussion sprach Kollege Blühmte im Sinne des Referenten. Ferner wurde noch beschlossen, zur Vervollständigung Wenn die Kellner sich helfen wollen, müssen sie selbst Hand mit einem dem Tage angemessenen Vortrag einzuberufen und der Bibliothet einen Schriftenatlas und„ Das Kapital" von Mary anlegen und dem Uebel thatträftig zu Leibe gehen. Dazu ist in am Sonntag, den 3. Mai einen Ausflug mit Familie nach irgend anzukaufen. erster Reihe eine feste Organisation in einer einzigen geschlossenen einem nahegelegenen Punkt zu machen. Vereinigung nothwendig. Nur dann wird es möglich sein, 8nm vierten Punkt der Tagesordnung: Beschlußfassung über Möbelpolirer! In der am Montag, den 16. März, tagen energisch Front zu machen gegen alle die schreienden Mißstände das Herbergswesen und den Arbeitsnachweis hob der Kollegen den Mitgliederversammlung des Verbandes der Möbelpolirer im Beruf. Während man sich schließlich jetzt mehr auf den Weg Täterom die dringende Nothwendigkeit einer derartigen, ge- Berlins und Umgegend referirte Gen. Th. Mehner über:" Der des Bittens werde legen müssen, würde es bei einer straffen Orordneten Einrichtung für Berlin hervor. Kollege Täterom be- Arbeiterschutzgesetz- Entwurf vor dem Teutschen Reichstag". E ganisation der Gesammtheit leicht halten, mit bestimmten Forde merkte, es habe sich gerade ein Restaurateur erboten, in seinem erntete lebhaften Beifall für seine Ausführungen Seitens der rungen aufzutreten und es wäre dann ein Sieg weit leichter durch- Lokal eine Schneiderherberge und Arbeitsnachweis einzurichten. zahlreich anwesenden Kollegen; eine Diskussion fand nicht statt. zuführen.( Stürmischer, anhaltender Beifall.) Die Versammlung nahm darauf nachstehende Resolution an: Im dritten Punkt„ Verschiedenes" wurden einige geschäftliche Bor Eintritt in die Diskussion berichtete der Obmann der Die heute am 16. März tagende öffentliche Versammlung und Werkstellenangelegenheiten erledigt. Ein Antrag Hauter, für Lohntaristommiffion Göde über die Beschlüsse der Konferenz und fämmtlicher in der Schneiderbranche beschäftigten Arbeiter und die Märzgefallenen einen Kranz auf den Gräbern niederzulegen, über den vereinbarten Lohntarif. Nach einer ungemein lebhaften, Arbeiterinnen erkennt die Nothwendigkeit der Regelung des wurde ohne Debatte einstimmig angenommen. Mit dem Hinweis stellenweise sehr erregten Diskussion, an welcher sich die Herren Herbergs- und Verkehrswesens, sowie des damit verbundenen auf die am Montag, den 28. März, stattfindende öffentliche Ber Sammlung, Große Frankfurterstraße 74, bei Breuer, schloß der Roch, Polter, Ehrenberg, Ebert, Scheffler, Fein, Thomas, Saal- Arbeitsnachweises vollständig an. Borsigende die Versammlung. : Mai Abends mann, Schulz und der Referent in einem Schlußwort betheiligten, Als ein durchaus zeitgemäßes Bedürfniß wird die Einrich G Möbel-, Spiegel- a. Polsterwaaren- Magazin von Aug. Herold, SO. 5. Reidjenbergerstraße 5. SO. Siegfried Lazarus 29 Oranien- Straße 29, Ecke Adalbert- Strasse. Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik. 19.29 Regenmäntel, Jackets, Umhänge, Kindermäntel in allergrößter Auswahl zu enorm billigen Preisent. Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik Max Busse neben der 157 Invalidenstr. 157, Markthalle. verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird réelle Garantie geleistet. 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