Nr. 203. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pig. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Snfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von unter Nr. 6708.) 1,10 Mark für September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1898 Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Bekehrung André Savenay's auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, den 30. August 1893. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. heit, namentlich durch eine auf möglichst viele Gewerbe Arbeit ausgesprochen hatten. Innerhalb der Partei wurde und Berufe sich erstreckende Verkürzung der Ar- prinzipiell die Frage des Rechtes auf Arbeit und die Zweckbeitszeit; b) für wirksamen und unentgeltlichen öffentlichen Ar- verfassung mit Lebhaftigkeit erörtert und zum Theil be= mäßigkeit der Einführung desselben in die schweizerische Bundesbeitsnachweis, gestützt auf die Fachorganisationen der fämpft. So erfreulich diese Erörterung war, so hat sie c) für Schuß der Arbeiter und Angestellten gegen un- doch unzweifelhaft innerhalb der Partei die Agitation ergerechtfertigte Entlassung und Arbeitsentziehung; schwert und so manche von der Unterzeichnung der Unterd) für sichere und ausreichende Unterstüßung unver- schriftenbogen abgehalten. Arbeiter; schuldet ganz oder theilweise Arbeitsloser, sei es auf Da aber trotz alledem sich mehr als 50 000 ftimmdem Wege der öffentlichen Versicherung gegen die berechtigte Schweizerbürger gefunden haben, die die vom Folgen der Arbeitslosigkeit, sei es durch Unterstüßung Parteikomitee der sozialdemokratischen Partei gestellte Forde privater Versicherungsinstitute der Arbeiter aus öffent- rung unterstützten, so wird die Partei sich endlich ihrer lichen Mitteln; e) für praktischen Schutz der Vereinsfreiheit, insbesondere für ungehinderte Bildung von Arbeiterverbänden, zur Wahrung der Interessen der Arbeiter gegenüber ihren Arbeitgebern und für ungehinderten Beitritt zu solchen Verbänden; f) für Begründung und Sicherung einer öffentlichen Rechtsstellung der Arbeiter gegenüber ihren Arbeitgebern und für demokratische Organisation der Arbeit in den Fabriken und ähnlichen Geschäften, vorab des Staates und der Gemeinden." eigenen Kraft bewußt werden, alle ihre Angehörigen werden fühlen, daß sie nunmehr selbständig Politit treiben können, daß die Sache des Sozialismus auch in der Schweiz erheb= liche Fortschritte macht. In diesem Sinne haben wir unsere schweizerischen Mitfämpfer zu ihrem Erfolge freudig zu beglückwünschen, wir können dies thun, wenn wir auch an das Recht auf Arbeit nicht die großen Hoffnungen knüpfen wie die Mehrheit der schweizerischen Sozialdemokratie. Wenn wir auch keineswegs zweifeln dürfen, daß bei Rechtes auf Arbeit soll in der Schweiz der Arbeiter die Auf grund des in die Verfassung aufgenommenen der Volksabstimmung über diesen Antrag auf Ausdehnung Arbeitslosigkeit nicht mehr zu fürchten haben, von den der schweizerischen Verfassung die Majorität des schweize- Folgen der wirthschaftlichen Krisen soll er künftighin verder Eidgenoſſenſchaft, en bas Begehren unſerer Genoſſen in schont ſein. Es ist dies sicherlich ein Preis, der alle Mühe die lohnen würde. Thatsache, daß das schweizerische Volk zu Forderungen der schweizerischen Sozialdemokratie Stellung nehmen muß, von werden, nicht blos darauf an, daß ihre Durchführung Es kommt aber bei Forderungen, die gestellt sehr großer Bedeutung. Sie wird zu vielfachen Erörte- einen idealen Zustand herbeiführt, sondern auch darauf, rungen Anlaß geben, unseren Genossen wird die größte ob dieselben durchgeführt werden fönnen. Gelegenheit zur Entfaltung ihrer agitatorischen Kräfte ge- Schweiz hat, wie es unlängst in einem amtlichen englischen geben werden, es wird ihnen die Möglichkeit geboten werden, Berichte hieß, das große Verdienst, das sozialpolitische die Arbeiterfeindlichkeit ihrer Geguer der Arbeiterklasse ins Bersuchsfeld zu sein. Niemand wird es bedauern, wenn hellste Licht zu stellen. auf ihm das Experiment mit der Durchführung des Die Aber nicht blos darin besteht der große Erfolg Rechtes auf Arbeit zum ersten Male gemacht wird. Wir unserer Parteigenossen, sondern schon allein in dem werden uns gerne bezüglich der Durchführbarkeit dieser nun konstatiren kann, daß sie im Volte genügenden wir sie noch nicht einsehen. In unserem Programme Anhang hat, um ein Initiativbegehren selbständig fehlt die Forderung des Rechtes auf Arbeit, weil in einer stellen zu können. Bisher war sie hierzu nicht in der Lage, sozialistischen Gesellschaftsordnung Durchführung deren selbstDie schweizerische Sozialdemokratie hat in diesen sie mußte stets bei ihren großen Aktionen Bündnisse mit verständlich ist, andererseits aber die Verwirklichung des Tagen einen großen und ihr ganz allein zu dankenden anderen Parteien suchen, und trotz der Unterstützung anderer Rechtes auf Arbeit in der kapitalistischen WirthschaftsErfolg zu verzeichnen. Während wir diese Zeilen schreiben, Parteien oder wenigstens Angehöriger derselben hatte sie ordnung vielen deutschen Sozialdemokraten undurchführbar gehen vom Zentral- Komitee der Sozialdemokratischen Partei bisher nie mehr als moralische Erfolge zu verzeichnen ge- erscheint. Die Initiative um das Recht auf Umstande, daß die schweizerische Sozialdemokratie Forderung eines Besseren belehren lassen. Heute können Arbeit in der Schweiz. der Schweiz mehr als 50 000 Unterschriften an die habt, so selbst beim Referendum über das Auslieferungsgesetz. Die kapitalistische Produktionsweise erzeugt, wie Mary schweizerische Bundeskanzlei, durch welche begehrt wird, Diesmal aber ist das Volksbegehren um Aenderung der so klar nachgewiesen hat, künstlich eine überschüssige Arbeiterdaß der schweizerischen Bundesverfassung folgender neue Verfassung im Interesse der Arbeiterklasse von der ganzen bevölkerung, die industrielle Reservearmee", aus der das Artikel einverleibt werde: " Das Recht auf ausreichend lohnende Arbeit ist jedem irgend einer Seite war zu rechnen, lediglich Anhänger der entnehmen kann, als seinem Bedürfnisse entspricht; ohne Bourgeoisie bekämpft worden, auf keine Unterstützung von Kapital in jedem Augenblick so viel zuschüssige Arbeiter Schweizerbürger gewährleistet. Die Gesetzgebung des Bundes sozialdemokratischen Partei werden das Verlangen nach einer sie wäre die so( eigenthümliche stoßweise Entwickelung der hat diesem Grundsatz unter Mitwirkung der Kantone und der hat diesem Grundsatz unter Mitwirkung der Kantone und der Volksabstimmung gestellt haben. Desto bemerkenswerther tapitalistischen Produktionsweise unmöglich. Blos in den Gemeinden in jeder möglichen Weise praktische Geltung zu ist der Erfolg unserer schweizerischen Parteigenossen, weil Beiten blühendster Geschäfte wird der größte Theil der ein Theil der schweizerischen Genossen, ihrer Führer und Steservearmee von den Kapitalbesitzern in Anspruch gePartei- Organe sich gegen die Forderung des Rechtes auf nommen, während der ganzen übrigen Zeit drückt die verschaffen. Insbesondere sollen Bestimmungen getroffen werden: a) zum Zwecke genügender Fürsorge für Arbeitsgelegen. Feuilleton. Nabrua verboten.] [ 55 hindern, Johanna diesem Menschen zu entreißen? André wäre dann nichts weiter für fie, als ein Mann, An Energie fehlte es ihm nicht. Aber was sollte er der einmal ihren Lebensweg gekreuzt. Höchstens würde sie thun? Ihn zum Duell reizen? Ein Grund, um ihm in einem Winkel ihres Gedächtnisses eine schwache, einen Streit vom Zaun zu brechen, würde sich bald finden. zärtliche Erinnerung bewahren. Ja, wie gesagt, Johanna Doch war es loyal gehandelt, wenn er zu seinem mußte Sigismund heirathen. Die Bekehrung André Savenay's. Nebenbuhler sprach:„ Sie haben niemals weder Degen noch Aber er, André, was sollte er unterdessen beginnen? Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Runert. Pistole gehandhabt, ich habe mich zehn Jahre lang darin und mit einemmale sah er da in einer Fieberhalluzination geübt, also schlagen wir uns?" Bweifellos gab es nichts Johanna in den Armen Sigismunds. Lebenslust und Niedrigeres auf der Welt, als diese ungleichen Zweifämpfe. Glück strahlten aus dem Antlitz des jungen Mannes. Aber André verachtete auch zu sehr die Helden", die in Johannas große Augen schlossen sich liebesehnend. Ihre den Fechtsälen die Beweise für ihre Feigheit erbringen. rothen Lippen zitterten unter einem langen Russe. Er sah André war aufgestanden. Er ging mit großen Schritten Und dann, war er berechtigt, mit Gewalt ein Band zu sich selbst, wie er sie betrachtete, wie er Qualen litt und im Zimmer auf und ab. Dann nahm er Magdalene, die zerreißen, das Johanna noch achtete? War er denn sicher, an ihrer Liebe starb. O, wie bleich sah sein Ebenbild aus! darob höchlichst erstaunt war, plötzlich in die Arme, füßte daß er wiedergeliebt wurde? Hatte Johanna zu ihm ge- André schloß die Augen, um der höllischen Vision zu entfie drei oder vier Mal hinter einander, drückte sie sacht in tlagt? Hatte sie ihn um seinen Beistand gebeten? Hatte rinnen, vergebens, von dem dunklen Hintergrund hob sie in bager in Vater Deschamps' Lehnstuhl und verschwand, ohne ein sie nicht auch ihren Vater, um sie zu vertheidigen? Wie sich nur um so deutlicher ab. Wort weiter zu sagen. Die Kleine, die zuerst ganz be- sollte er denn überhaupt sein zudringliches Eingreifen in stürzt und in ihrem Selbstgefühl schwer gekränkt war, diese Angelegenheit beginnen? Angenommen, es gelang tete die Stiche an den Wänden, von denen er nichts erdachte eine Weile über sein sonderbares Benehmen nach ihm auf die eine oder andere Art, die geplante Heirath zu fennen konnte, versuchte Zeitungen zu lesen, von denen er Er stand auf, ging im Zimmer hin und her, betrachund kam schließlich zu dem Schluß:" Ist das drollig! Das nichte zu machen, so war es gewiß etwas Schönes nichts begriff. Immer und überall verfolgte ihn die grauwar ja, als ob er auch Luft hätte, zu weinen!" um seine gegenwärtige Stellung, die er dem jungen Als Andrè allein war, ließ er das Blut aus der Mädchen anbieten tonnte. Ein netter Gatte, so ein same Vision. Wunde strömen, die ihm die unschuldige Hand des Kindes Deklassirter( Heruntergekommener) wie er, der zwischen zwei„ Nur das nicht, das nicht!" murmelte er, indem er geschlagen hatte. Jezt konnte er nicht mehr zweifeln. Welten hin- und hergeschleudert wurde, nicht wußte, wovon eine Bewegung machte, als wollte er das quälende Bild Sigismund forderte nun die Rechte, die ein freiwillig ge- er leben, wieviel mehr, wie er eine Frau und Familie er- mit der Hand verscheuchen. gebenes Wort ihm zugestanden, und Johanna mußte nach- nähren sollte! Gewiß, ebe ebe er das alles hier in Wirklichkeit geben. Bei diesem Gedanken wurde der junge Mann von Nein, das Beste, er ließ dem Schicksal seinen Lauf und mit erlebte, war es besser, er ging weit, weit fort auf lange der heftigsten Empörung und einem rasenden Born erfaßt. entsagte einem chimärischen Traum. Schließlich war Jahre. Nichts hielt ihn mehr in Frankreich zurück. Er Er fühlte in sich das Aufbäumen des unerbittlichen Egois- Sigismund ja durchaus rechtschaffen, ein tüchtiger Arbeiter war ein Vogel ohne Nest. Nach Amerika wollte er reisen, mus der Leidenschaft. Er liebte Johanna und Johanna und aufrichtig in Johanna verliebt. Vater Deschamps nach den Kolonien, gleichviel wohin. Dem ersten Besten, liebte ihn ebenfalls, denn sie fügte sich ja nur unter heißen konnte ruhig schlafen, wenn er seine Tochter in den Armen der einen Menschen brauchte, der bereit war, sich den Thränen. Warum sollte sie ihr Glück der unsinnigen eines so waderen Mannes mußte. Johanna würde mit Schädel einschlagen zu lassen oder in einem Graben am Tyrannei eines Versprechens opfern? Wer konnte ihn einem Jugendfreunde auch nicht allzu unglücklich sein. Fieber zu sterben, würde er sich verdingen. Und dabei Reservearmee durch ihre stetige Ronkurrenz die Löhne der I Der Zollkrieg. Unsere bis auf den Tod müden des Reichstags Wahlrechts, das thatsächlich ahen Reaktiobeschäftigten Arbeiter herab. Staatsmänner werden erst am 1. Oktober die handelsnären ein Dorn im Auge ist, auf sich hat, leuchtet ein. Dieses Grundgesez unserer Wirthschaftsordnung kann politischen Verhandlungen mit Rußland eröffnen. Wir wissen, daß die Feudalen Hand in Hand mit den durch eine Bestimmung der schweizerischen Bundesverfassung Eher haben sie sich nicht erholt von den aufreibenden anderen Gruppen der Großbourgeoisie je eher je lieber dem nicht abgeschafft werden. Auf grund der von der schweizerischen Strapazen des Feldzugs für die Militärvorlage. Je drei allgemeinen Wahlrecht den Garaus machten, wenn sie es Sozialdemokratie gewünschten Verfassungsänderung müßten Kommissäre der beiden Regierungen sind dazu bestimmt, wagen könnten. Dafür zeigt die Kreuz- Zeitung" ihren alle Arbeitslosen beschäftigt werden oder ihren vollen die Sache zu führen. Die National- Zeitung" meldet, daß Freunden vom Zentrum, die bei der Wahl, reform" hinters Lohn auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit von Staats wegen den deutschen Kommissaren für die Dauer der Verhand- Licht geführt worden sind, von weitem eine neue Durchsicht erhalten. Dieser volle Lohn müßte nach dem in dem lungen ein ständiger Beirath zur Seite gestellt des Wahlgefezes als Lockmittel. Ob der Köder wirken Initiativbegehren gestellten Wunsche höher sein, als der werden wird, der die im Laufe der Verhandlungen ent- wird? Voraussichtlich wird eine konservative Mehrheit am bis jegt übliche, es müßte demnach, wenn es auch nicht stehenden Fragen zu prüfen und die Beschlußfassung vorzu- Dönhoffsplaze einziehen, die Männer des Tivoliprogranıms ausdrücklich gesagt wird, den schweizerischen Arbeitern ein bereiten haben wird. Dieser Beirath wird aus Kommissaren werden triumphiren. Lohnminimum garantirt werden. Da nun die Schweiz ein der betheiligten Reichs- und königlich preußischen Ressorts, kleines, von der Konkurrenz ihrer Nachbarn abhängiges sowie der übrigen bei dem Handel mit Rußland vorzugsWirthschaftsgebiet ist, so erscheint uns dies mit Erhaltung weise betheiligten Bundesstaaten zusammengesetzt sein. Tag der heutigen Wirthschaftsordnung in der Schweiz unvereinbar. Außerdem", heißt es in der Mittheilung, ist vorgesehen, Bei aller Schätzung der demokratischen Einrichtungen der daß mehrere dem Handels- und Gewerbestand angehörige Schweiz können wir aber nicht glauben, daß sich das wirth- Sa chverständige, die vorzugsweise über unsere Verschaftliche System in der Schweiz durch Aenderungen der kehrsbeziehungen zu Rußland praktische Erfahrungen sich Verfassung einfach abändern läßt, und dies wäre doch erworben haben, an den Verhandlungen des Beiraths theilnöthig, um das Recht auf Arbeit nicht bloß als Schmuck nehmen. Zu diesem Rweck ist man regierungsseitig mit stück der schweizerischen Verfassung einzuverleiben, sondern dem Zentralverband deutscher Industrieller es auch zu lebendem Rechte zu machen. Der schweizerische und dem deutschen Handelstag in Verbindung geStaat hat nicht die Fabriken und Domänen, um die arbeits- treten." Das Register hat ein Loch, der Bund der losen Arbeiter zu beschäftigen, er kann auch nicht die Geld- Landwirthe fehlt, um das großkapitalistische Kleeblatt. quellen eröffnen, um sämmtlichen Arbeitslosen vollen Lohn zu einem dreiblättrigen zu machen. auszuzahlen und den beschäftigten Arbeitern ein Lohn" 1 Ein Revenant.*) In der„ Germania" vom heutigen leſen wir: Würzburg, 27. Auguft. Auf der Ratholikens versammlung wird unter anderen ein Gast erscheinen, dessen Name einst das größte Aufsehen erregte und wegen dessen sich selbst europäische Rabinette in Bewegung gesetzt haben: Pater Pius Maria Mortara, regulirter Chorherr vom Lateran in Rom. Man erinnert sich noch der allgemeinen Aufregung, welche der Fall Mortara" am Ende der fünfziger Jahre erregte. Bekanntlich von jüdischen Eltern geboren, wurde der kleine Mortara mit 11 Monaten in Todesgefahr von der christlichen Dienstmagd getauft, worauf er alsbald wunderbarer Weise wieder gesund wurde. Seine nunmehr nothwendig gewordene Erziehung in der christlichen Religion entfesselte einen allgemeinen Sturm des Judenthums gegen den Papst Pius IX. Lord Palmerston in England und Napoleon III. in Frant reich überhäuften Papst Pius Mortara's wegen mit Drohungen. Allein umsonst; auch der kleine Mortara wollte von einer Rückkehr zum Judenthum nichts wissen. Er weihte sich dem geistlichen Stande und trat in das Augustiner- Kloster vom Lateran ein. Pater Mortara vollendet in diesen Tagen sein 41. Lebensjahr. Seine sympathische Erscheinung wird nicht verfehlen, auf der Katholikenversammlung allgemeines Aufsehen zu erregen. minimum von Staats wegen zu garantiren, er kann auch Das Reichsseuchen- Gesetz wird, so meldet die„ Post" feine Unternehmer nicht zu bestimmten Lohnfäßen zwingen. in amtlichem Auftrage, dem Reich stage in seiner nächsten Das Recht auf Arbeit wird eine der Grundlagen einer Tagung vorgelegt werden. sozialistischen Gesellschaftsordnung bilden, heute es zu verwirklichen ist nicht möglich, wenn man sich nicht zum UeberHerr Thielen, der Sparkünstler. Vom 1. Oktober gang zum Sozialismus entschließt, sei es zum Staatssozialismus sollen die Personenzüge auf der Bebra- Anhalter, Berlinoder zur Ausführung unseres Programmes. Dem heutigen Potsdam- Magdeburg- Holzmindener, sowie auch auf anderen Staat fehlt jedes Mittel das Recht auf Arbeit zu verwirk- sehr verkehrsreichen Hauptbahnen nach dem Grundsage mit Wenn wir nicht irren, stand neulich in den Zeitungen, lichen. Die Arbeiter könnten gerade durch Annahme des Schaffnern besetzt werden, daß nur noch auf fünf PersonenRechtes auf Arbeit enttäuscht werden, weil es ihnen nicht wagen ein Schaffner gegeben wird. Dadurch kommen auf der echte Mortara sei gestorben. Ist der Todte lebendig den schönen Zustand schaffen würde, den sie sich erhoffen. der Berlin- Anhalter Bahn 32 Schaffner, auf anderen gleich geworden? Oder hat die katholische Kirche zwei Mortara's, Die Durchführung der von unseren Genossen gestellten falls viele Schaffner außer Dienst. Der Eisen- wie sie zwei heilige Röcke auf Lager hat? Jedenfalls Forderung des Rechtes auf Arbeit würde auch für die nicht- bahnminister sucht die Mindereinnahmen zu beseitigen, in- scheinen die Veranstalter des Würzburger Katholikentages schweizerischen Arbeiter nicht gleichgiltig sein. Die dem er die unteren Beamten außer Brot wirft. Was ge- ein großes Reklamebedürfniß zu haben was an sich für schweizerische Regierung würde, sobald es der Ablauf ihrer schieht mit diesen zum großen Theil altgedienten Leuten? uns fein schlechtes Beichen. Staatsverträge nur irgendwie gestattet, den fremden Ar- Das ist Sozialpolitik von oben. Warum steigert Herr Ein Sozialistentödter stand dieser Tage vor Gericht. beitern, vor allem den deutschen und italienischen, das Recht Thielen die Einnahmen nicht durch eine große Eisenbahn- Der Mann heißt Selmann, stammt aus Pößneck, ist in der Schweiz zu arbeiten nehmen, sie würde alle nicht- reform? Warum sorgt er nicht dafür, daß die sicher nicht 21 Jahre alt also noch sehr jung- und hat zwei Jahre schweizerischen Arbeiter ausweisen, um ihren Landsleuten zu sehr angestrengte hohe Bureaukratie des Eisenbahnwesens feines Lebens der Sozialistentödtung gewidmet. Er betrieb mehr Arbeitsgelegenheit zu schaffen und um die ihr durch reorganisirt wird, warum spart er nicht an den großen das Geschäft genau nach dem Rezept der respektablen das Recht auf Arbeit geschaffene Unterstützungspflicht der Gehältern? Bourgeois- und Anarchistenpresse. Das heißt er erzählte " Arbeitslosen zu vermindern. Sicherlich wollen dies unsere Die Post" schreibt:„ Der Raiser reist nach der aus eigener Renntniß" fürchterliche Mordgeschichten über schweizerischen Parteigenoffen nicht, sie haben wohl Straßburger Parade, wie verlautet, gleich wieder nach die Korruption der sozialdemokratischen Partei", über die an diese unausweichliche Folge ihres Vorgehens, falls Metz zurück. Als Grund für dieses kurze Verweilen in Verschwendung und Tyrannei der Führer, die 36 000 Mark es von Erfolg begleitet wäre, gar nicht gedacht. Desto Straßburg betrachtet man in Straßburg die Wahl Herrn Bebel's, die 20 000 Mark Liebknecht's, die herrschaftlichen größer ist unsere Verpflichtung hierauf hinzuweisen. Be bel's zum Reichstags- Abgeordneten." Spöttisch be- Wohnungen der Parteidiktatoren u. f. w. Diese Mordsum, So wenig wir uns vom Rechte auf Arbeit erhoffen dürfen, merkt dazu die ultramontane„ Germania":" Vielleicht geschichten verkaufte er für gutes Geld an leichtgläubige so richtig und durchführbar halten wir die Mehrzahl der verräth uns die" Post" morgen, wie es denn in Zukunft und gleichgesinnte Seelen namentlich an protestantische in dem Initiativbegehren unserer schweizerischen Genossen mit dem Aufenthalt des Monarchen in der durch fünf und katholische Prediger des Evangeliums der Liebe, denen gestellten Forderungen, deren Durchseßung wir ihnen aus Sozialdemokraten vertretenen Reich 3 hauptstadt ge- er sich je nach Bedarf als Katholik oder Protestant vorvollem Herzen wünschen. halten werden soll?" Und wie mit Charlottenburg, Königs- stellte, und hielt in frommen Vereinen Vorlesungen über die Das Recht auf Arbeit ist eines der Worte, zu denen berg u. s. w.? Wie viel hätte gefehlt, und auch Potsdam sündhafte Sozialdemokratie und ihre mehr als sündauch der allgemeine Weltstreit gehört, die die Massen wäre durch einen Sozialdemokraten im Reichstage ver- haften Führer, wobei er abwechselnd Auszüge aus berauschen können, es ist deshalb nothwendig, hierüber treten. dem Leipziger Tageblatt" und den Berliner Bindter, Klarheit zu schaffen. Der Weltstreit ist ein Mittel, zu Stöcker und Werner Blättern vorlas. = Je frömmer dessen Ausführung die Erfüllung der Massen mit Klassen- Das Dreiklaffen Wahlsystem findet in dem Organ die gescheitelten und geschorenen Seelenhirten, desto geist gehört, ist uns dies aber gelungen, bedürfen wir teinen der Junker und Wucker einen warmen Fürsprech gerade haarsträubendere Frevel log er den sozialdemokratischen Weltstreit, um unser Ziel zu erreichen. Das Recht auf deshalb, weil es nicht die Massenbewegung wie beim all- Führern an den Hals. Endlich ereilte den Biedermann Arbeit ist nur durchführbar in einer sozialdemokratischen gemeinen Wahlrecht zulasse, weil die Wahlen schnell und aber das Verhängniß einige der Geschorenen und Ges Wirthschaftsordnung, es im Rahmen des kapitalistischen ruhig verliefen, weil die Wählerschaft nicht kräftig und scheitelten entdeckten, daß sie betrogen waren der brave Systems verwirklichen zu wollen, scheint uns unmöglich. rücksichtslos bearbeitet" werde. Das sei, so erklärt die Selmann wurde denunzirt, eingesperrt, und als Schwindler Weil wir jetzt das Recht auf Arbeit für undurchführbar Kreuz- Beitung", ein Vorzug" des Dreitlassen- prozessirt. Borletzte Woche am 17. August- erschien halten, darum find wir eben mit vollem Eifer Sozialdemo- Wahlsystems. Sie ruft feierlich aus: er vor der Strassammer I des Landgerichts Bielefeld. fraten. " So sehr auch wir eine lebhafte Wahlbetheiligung wünschen, Der Staatsanwalt beantragte 1/2 Jahre Gefängniß. Der so wenig möchten wir sie durch eine Agitation erkauft wissen, Selmann, der wegen Diebstahls, Bettelei und Legitimationswelche die Massen von Grund aus aufwühlt und für den Um- fälschung schon vorbestraft war, winselte, er sei ein ehrlicher, fiurz zu gewinnen sucht. Deshalb werden wir allen Be- fleißiger Mensch, der nie in seinem Leben ein Wässerchen ftrebungen entgegentreten, welche darauf gerichtet sind, das getrübt habe, er sei bloß seinem Missionsdrange gefolgt, Reichstagswahlrecht auch auf die Wahlen zum Abgeordneten die Sozialdemokraten zu vernichten, welche er kennen gehause auszudehnen. Allerdings sind wir weit davon entfernt, Diese abweichende Anschauung hindert uns nicht, uns des schönen Erfolges unserer schweizerischen Genossen aus vollem Herzen zu freuen und sie deshalb zu beglückwünschen. Politische Leberlicht. Berlin, den 29. August. Die Steuerzahler können sich freuen. Nach der„ Schles. 8tg." sollen schon in den ersten Tagen der nächsten Woche die Kommissarien der Bundesstaaten zur endgiltigen Feststellung der auf der Finanzminister- Konferenz in Frankfurt a. M. vereinbarten Steuerpläne in Berlin zusammentreten. " bas Dreitlaffen- Wahlsystem für mustergiltig zu erklären. Des- lernt sintematen er selbst ein eifriger Anhänger gewesen halb wünschen wir nicht etwa, daß es auch bei Reichstage- set- Er betheuerte hoch und heilig, daß er nur das wahlen playgreifen solle. Wir glauben vielmehr, daß gerade Eine Ziel habe, die bürgerliche Gesellschaft sammt Eigendas Nebeneinanderbestehen zweier von Grund aus verschiedener thum und Religion vor den Umstürzlern zu retten, und Wahlsysteme uns am leichtesten in den Stand sehen wird, mit wahrhaftig, der Schwindler, vor welchem wir im Vorwärts" der Zeit für ein wirklich gesundes Wahlrecht die Grundlagen früher einmal gewarnt, sprach so eindrucksvoll, führte die zu finden." Die Herren Ausbeuter bleiben unter der Herrschaft des Revenant, franz.( sprich revnang) heißt wörtlich ein elendesten aller Wahlsysteme hübsch unter sich. Was Wiederkommender, ein Todter, der als Gespenst auf die Erde übrigens die Fuchspredigt des Junkerblattes zu gunsten zurückkehrt. fand er vielleicht den Tod, wenn das Vergessen nicht finde, entschlossen sei, ins Ausland zu gehen. Er bat, seine andere Art zu denken, andere Gewohnheiten, ja eine andere gelang. Freunde möchten sich nicht allzu sehr wundern, wenn sie ihn Seele aneignen müssen und alles dies ohne jene Hoffnung Nachdem André diesen Entschluß gefaßt hatte, schlief vor seiner Abreise weniger häufig sähen. Er würde sich auf Glück, welche die Unglücklichsten aufrecht erhält, ohne er ein. Aber so bald er erwachte, begann der Kampf von vor der Reise noch von ihnen verabschieden. Lange be- jene Lebenslust, welche selbst den Schwächsten Kraft verneuem, nur noch härter, noch erbitterter. Ist es nicht trachtete er das Billet, bevor er es in den Briefkasten warf. leiht. Nein, etwas in ihm war zersprungen. Er kam fich thöricht", sagte eine süßliche, schmeichelnde Stimme zu ihm, Das graue Couvert fam ihm wie ein Sarg vor, in dem vor, als wäre sein ganzes Dasein verfehlt. Er hatte sogar " Dich für einen Nebenbuhler zu opfern, der Deiner nicht feine arme Liebe nun für immer begraben liegen sollte. nicht mehr den früheren Eifer, mit dem er für die soziale würdig ist? Weißt Du, was der eigentliche Selbstmord ist? Wie die Erde die Todten verschlingt, so nahm der Brief- Gerechtigkeit einzutreten wagte. Seine anfängliche Begeiste Kannst Du Dir keinen Ausweg denken, wie Du Dich und kasten den kleinen grauen Brieffarg auf. André war dem rung hatte einer muthlosen Apathie Play gemacht, die ihm Johanna mit Dir retten könntest? Du hast kein Recht, sie Weinen nahe, und, ohne sich umzusehen, ohne einen Schritt oft die melancholische Frage aufdrängte:" Wozu das alles?" zu verlassen, fie der Pein zu überlassen, ewig an einen in die Rue Demours zu wagen, schlich er heim, wie wenn In dieser traurigen Stimmung war er, als er eines Mann, den sie nicht liebt, gefeffelt zu sein." Aber dann er sich vor sich selbst fürchtete. Er fühlte sich nicht sicher, Abends beim Nachhausekommen eine Karte von Vater fiel eine andere Stimme streng und unerbittlich ein:„ Alles so lange er nicht von dem Heim der Geliebten, der Stätte Deschamps vorfand. Auf der Karte stand: das sind Lügen, Ausflüchte. Du bemühst Dich, Dir in der seiner Träume getrennt war, so lange nicht Hunderte Phantasie eine Pflicht zu schaffen, weil Du Dich vor dem und aber Hunderte von Meilen zwischen ihm und Johanna Opfer scheuft. Es steht Dir fein an, mit Worten den Groß- lagen. müthigen zu spielen. Versuche es doch, es mit der That 17. Rapitel. Lieber Nachbar! Sind Sie morgen Nachmittag frei? Holen Sie mich dann um ein Uhr ab. Wir werden einmal ein bischen hinter die Schule gehen. Sie dürfen nicht abreisen, ohne daß sie nicht noch einen Tag gemüthlich mit uns verbracht haben. Mit freundschaftlichem Gruß 2c..... zu sein. Du predigft, daß ein Reformator der Gesellschaft Fünf Tage waren vergangen, und André fühlte schon, ein hochgesinntes Herz haben müsse. Habe doch den Muth, wie schwer es ist, sich von der Heimath zu trennen, mit der das, was Du predigst, in die That umzusetzen. Du forderst er all die langen Jahre hindurch so tief verwachsen war. André empfand einen Augenblick lang so etwas wie die Anderen auf, fich von ihrem Egoismus zu heilen: Arzt, Paris, sein Paris besaß in den ersten Frühlingstagen, Beängstigung, als er diese Beilen las. Hatte Bater Desheile Dich selber!" welche die ersten Blumen, die hübschen Frauen und die champs sein Geheimniß errathen? Nach einiger Ueberlegung Den ganzen Tag über blieb er unschlüssig. Endlich frischen Toiletten zugleich erblühen lassen, einen Reiz für wurde er jedoch wieder ruhig. Vater Deschamps schrieb bestärkte er sich in dem Entschluß, den er am ihn, den keine andere Stadt der Welt ihm jemals geben nicht so, als ob er irgend etwas wußte. Abend vorher gefaßt hatte, aber er fühlte, daß er konnte. Und dann mußte er auch die arme Norine ver- Er wollte ihm Lebewohl sagen, vielleicht auch versuchen, doch noch nicht ganz fest war, und um ihn un lassen, die seine sterbende Mutter ihm anvertraut hatte. Er ihn von seinem Entschluß abzubringen, das war alles. Er widerruflich zu machen, wollte er ihn seinen Freunden mußte von seinen alten Möbeln Abschied nehmen, die für sprach nicht von Johanna. Aber André hoffte doch, sie Deschamps mittheilen. Sollte er ihnen die Nachricht von ihn das einzige waren, was seine beiden Theuren ihm zu sehen. Wenn er auch nachher leiden mußte, so seiner bevorstehenden Abreise selbst überbringen? Nein, hinterlassen hatten. Er mußte fort, aber wohin? Er erfuhr sein Leiden dann doch einige Linderung, und was bann mußte er die Gründe für seinen plöglichen Entschluß wußte nur, daß er bald in der Fremde, vaterlandslos waren diese Leid en gegen die düstere Langeweile, die ihn angeben. Er fürchtete, dabei schwach zu werden und mehr sein würde, wie er schon deklassirt war. Ueberall in den letzten Tagen eingehüllt und erfüllt hatte, wie ein zu sagen, als er wollte. Wie ein Feldherr, der die Brücken würde er gleichgiltigen Menschen, unbekannten Ge- nndurchdringlicher, eisiger Nebel? hinter fich abbricht, um sich den Rückzug abzuschneiden, sichtern, Leuten, mit denen er nichts gemein Noch vor der festgesetzten Stunde war er in der Rue schrieb er einen furzen, kühl gehaltenen Brief, in dem er haben konnte, begegnen. Er fühlte sich schon im voraus Demours. fagte, daß er, weil er in Frankreich keine sichere Existenz von ihnen abgestoßen. Mit großer Mühe würde er sich eine" Ah, da sind Sie ja, Sie Ausreißer," rief Water Des „56 Vorträge" in denen et uns Sozialdemokraten{dal Lebenslicht ausgeblasen, mit solchem Erfolgs ins Feld, daß er— freigesprochen wurde. Wir gratuliren der bürgerlichen Gesellschaft und den Gescheitellen und Ge- schorenen zu ihrem Selmann und den Piudter und Konsorten zu ihrem würdigen Kollegen!— Ter Bund der Landwirthe, übermüthig geworden durch die Ztachgiebigkeit der Reichsregierung, wandelt aus dem Zollkriegspfade und sucht immer neue Skalps zu er-- beuten. Da wird erklärt, daß die„deutschen Landwirthe", d. h. die Großgrundbesitzer„für eine Herabsetzung des Zolls auf 3,50 Mark nicht zu haben sind", daß sie auf dem Differentialzoll gegen Rußland beharren. Das ist die nackte Gewinngier des Junkerthums, das dem Volke den Bissen Brot vertheuert. Auch gegen die Handelsverträge mit Serbien, Spanien, Rumänien machen die Tivolistreiter mobil. Man solle die Länder, die„spröde" gegen„uns" (lies die Agrarier) seien, auch vom Geldmarkt ausschließen. Die Agrarier, die so viel schon bei den„müden" Staats- männern des neuen Kurses erreicht haben, werden auch noch mehr erreichen. Sie wissen zu„schreien".— Zum �alle Hofmeister. In den„Münchener Neuesten Nachrichten" wird folgende offenbar aus dem bayerischen Kriegsministerium stammende Zuschrift ver- öffeutlicht: „Tie„Frankfurter Zeitung" veröffentlichte letzter Tage einen Brief des Lieutenants Hofmeister in Würzburg, worin sich derselbe über seine Hast, und besonders über den Mangel an Bewegung beklagt. Es bedarf wohl keiner besonderen Er- wähnung, daß die Untersuchungshaft gegen Hofmeister in der- selben Weise vollzogen wird, wie gegen zeden Offizier, d. h. in einer seinem Stande vollkommen angemessenen Weise, und unter allen irgend zulässigen Erleichterungen. Betreffs seiner Klage über Mangel an Bewegung sei erwähnt, daß ihm von Älusang der Hast an ein mehrstündiger täglicher Spazier» gang, in Begleitung eines Offiziers, sreigestellt, von»hm aber abgelehnt wurde I— Die nunmehrige Ver- längerung der Untersuchungshaft hat Lieutenant Hof- meist« selbst verschuldet, da er die Abhaltung der auf den 18. August anberaumt gewesenen Gerichtsverhandlung durch seine wenige Tage vorher ausgeführte Flucht aus deni Gefänguip vereitelte und hierdurch ein neuerliches Unter- suchungsverfahren veranlaßte. Dazu kommt, daß wegen der nun begonnenen Truppenübungen vor Abschluß derselben auch die zur Bildung des Gerichtshofes und der Geschworenenbank erforderliche Anzahl von Offizieren in der Garnison Würzburg nicht mehr vorhanden ist. Die Anklage gegen Lieutenant Hos- meister gründet sich bekanntlich auf den§ 102 des Reichs- Milttär-Strasgesetzbuches, welcher lautet: „Wer es unlernimnit, Mißvergnügen in Beziehung auf den Dienst unter seinen Kamerade» zu erregen, wird, wenn dies durch mündliche Aeußerungen geschieht, mir Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, und, wenn die Handlung durch Ber- breilung von Schriften, Darstellungen oder Abbildungen, oder im Felde, begangen wird, mit Gefängniß oder Festungshaft bis zu fünf Jahren bestraft." Der Ausschluß der Oeffentlichkeit der militärgerichtlichen Verhandlungen ist durch den Art. 138 der bayerischen Militär- Sirasgerichts-Ordnung, sowie den Art. 133 des.für das baye- tische Militär-Strafverfahren noch geltenden bayerischen Straf- prozeßgesetzes vom 10. November 1848 geregelt. Die erst- erwähnte Gesetzesbestimmung gestaltet den Ausschluß der Oeffentlichkeit auch dann, wenn besondere militärdienstliche Interessen diese Maßregel nothwendig erscheinen lassen. Hier- über entscheidet in der Verhandlung der Gerichtshof nach Antrag des Staatsanwaltes. Unter allen Umständen erfolgt aber auch bei Ausschluß der Oeffentlichkeit die Verlesung der Anklageschrift, sowie die Verlesung der an die Geschworenen zu steUenden Fragen und die Verkündung des Urtheils öffent- lich. Außerdem müssen zur mcht öffentlichen Verhandlung aus Wunsch des Angeklagten drei Verwandte oder Freunde desselben zugelassen werden, und es kann überdies der Vor- sitzende des Gerichts auch noch anderen Personen, z. B. den Vertretern der Presse, den Zutritt gestatten." Dieser offiziöse Rechtfertigungsversuch wird keinen Un- befangenen befriedigen. Jedenfalls steht, was die Art der Haft anlangt, hier die Aussage Hofmeister's gegen die Dar- legung eines Namenlosen. Gar nicht gelungen ist es dem Beauftragten des Krieasministeriums, die lange Dauer der Untersuchungshaft zu begründen. Der Fall Hofmeister war doch offenbar nicht so verzwickt, daß eine fünfmonatliche Untersuchung nöthig gewesen wäre, Spaßhast ist sicher die Entschuldigung, daß in Würzburg wegen der Truppen- Übungen nicht genug Offiziere zur Bildung eines Gerichts- Hofes vorhanden seien. Warum hat man denn nicht vor den Manöveril den Gerichtshof gebildet? Gerade die furchtbare Qual der langen Haft trieb den exzentrischen, nervösen Hofmeister zu dem„dummen" Flucht- versuch. Gar nicht begründet aber wird der un- erhörte Ausschluß der Oeffentlichkeit. Was wir dieser chanips, als er ihm die Thür öffnete.„Das ist nett, seine Freunde so zu verlassen, um irgendwo in der Fremde herumzustreichen. Aber ich will Sie vorläufig noch nicht schellen. Das werde ich unterwegs nachholen. Sie wundern sich darüber, daß ich an einem Wochentag feiere? Aber heute ist auch Mittwoch der 26. März, und der Tag ist nicht wie die anderen. Meine kleine Johanna ist heute Morgen einundzwanzig Jahre alt geworden, und da man ein so bedeuteudes Ereigniß ge- bühreud feiern muß, nehme ich sie mit zu einem Ausflug in den Park von Saiut-Cloud. Das Wetter ist so schön! Und dann ist die Kleine seit ein paar Tagen nicht draußen gewesen. Ich habe Ihnen den Vorschlag gemacht, mitzukommen, weil Sie allein und gewiß auch nicht heiter waren und weil es Ihnen nicht schaden wird, wenn Sie uns begleiten. Habe ich damit Unrecht gehabt?" Andre dankte ihm. Er wußte, daß der Schmerz noch kommen würde. Doch was kümmerte ihn der nächste Tag? Er sah nichts mehr vor sich, als daß er noch einige Stunden, die letzten, mit Johanna verbringen sollte, und er wollte diese Zeitspanne tropfenweis auslosten, wie ein Mann, der einen köstlichen Wein hinunterschlürft, obwohl er weiß, daß er Gift enthält. In diesem Augenblick kam Johanna aus ihrem Zimmer. Sie stieß einen leisen Schrei aus, als sie Andre bemerkte, und hohe Röthe färbte ihre Wangen. „Gelt, das ist eine Ueberraschung, Kleine," sagte Vater Teschamps lachend.„Herr Savenay kommt mit uns. Du wirst mir Helsen, ihn wegen der abscheulichen Idee, fort- zureisen, gehörig abzukanzeln." „Wie schade, daß Magdalene heute in der Schule ist," sagte Johanna.„Sie würde vielleicht einen stärkeren Ein- fluß auf Sie ausüben, als wir." (Fortsetzung folgt). Tage hierüber geschrieben haben, gilt auch jetzt noch. Das Volk wird sich sein Urtheil über dieses Vehmgerichr hinter' verschlossenen Thüren bilden. Wir werden ja sehen, ob Vertreter der Presse zugelassen werden.— Soldatenansfchreitnngen gegen einen Offizier? Drei Husaren des Merseburger Regiinenis haben sich, der„Tägl. Rundschau" zufolge, im Manöver gegen einen Offizier, den Lieutenant von Helldorf, schwer vergangen, indem sie, vermuth- lich stark angetrunken, den Wagen, in welchem genannter Offizier von Brehna nach Bitterfeld fuhr, anhiellen und unter den ge- meinsten Schimpfreben Herrn v. H. zum Aussteigen veranlassen wollleu. Herr v. H. hielt sich die Augreifer mit blanker Waffe vom Leibe und bewirkte ihre Festnahme. Zwei von den Husaren sind nach dem Manöver zur Reserve entlassen worden." Es wäre nützlich, etwas Näheres über den Borfall, der schon durch seine Seltenheit bemerkenswerth ist, zu erfahren. Weshalb haben die Husaren sich an dem Lieutenant vergriffen? Daß eine furchtbare Strafe ihrer harrte, mußten sie im voraus wissen.— Unser Pfui! wird von der„Kölnischen Volks-Ztg." quittirt. Sie sucht sich natürlich rein zu waschen, vcrräth aber durch jedes Wort, das sie hervorstamnielt, daß sie sich schämt. Und da das eine gute Eigenschaft ist und heut- zutage selten, und da das Blatt sich sonst anständig benimmt, so wollen wir die Sache nun ruhen lassen.— Kolouialpolitische Abenteuer. Ein„Sieg" ist, wie der„Reichs-Anzeiger" meldet, von dem stellvertretenden Gouverneur Deutsch-Ostafrikas am 12. August erfochten worden.„Das stark befestigte Lager des Sultans Meli am Kilimandscharo", so meldet das Amtsblatt,„ist am 12. August nach vierstündigem heftigem Kampf unter Befehl des stellvertretenden kaiserlichen Gouverneurs, Obersten Freiherrn von Scheie erstürmt worden. Lieutenant Axt und vier Askaris sind gefallen. Feldwebel Mittelstädt und 23 Askaris verwundet." Und nun? Herr Peters, der Kolonialapostel, giebt bereits die Antwort in der„Nord- deutschen Allgemeinen Zeitung". Deutsche Ansiedler sollen dieses„herrliche Bergland" zu einer„Hochburg deulscher Macht uud deutschen Einflusses in Ostafrika machen". Die Peters und Genossen mögen sich in Afrika niederlassen. Der deutsche Arbeiter und Bauer aber will, daß in der H e i m a t h kolonisirt werde durch eine gründliche Sozial- reform.— Theodor Barth, der«mgefallenste der Wadelstrümpfe, hat, wie wir schon genwldet haben, sein Berliner Stadt- verordneten-Mandat niedergelegt. Die trüben Erfahrungen der letzten Monate scheinen den„sturmerprobten" Banner- träger des„unentwegten" Nichts- als- Freihändlerthnms „voll und ganz" verwirrt zu haben. Seine Hirschberger Wähler, die in unbegreiflichem Lichtsinn diesen Wadelstrumpf in den Reichstag geschickt haben, hatten ihm nämlich ans Herz gelegt, auf das Mandat zu verzichten. Barth griff daneben und nahm das Stadtverordneten-Rtandat. Hoffent- lich kommt der bedauernswerthe Mann bald wieder zu sich und schickt auch das Reichstags- Mandat zurück. Wieder- kriegen wird er es doch nicht.— Aigues- Mortes. Diplomatisch ist der blutige „Zwischenfall" erledigt, aber das internationale Chauvinisten- thum kaut noch immer an diesem Knochen herum. Die Zeiten sind schlecht, die Völker sind es müde, sich zum Vor- lheil ihrer Ausbeuter und Unterdrücker gegenseitig die Schädel einzuschlagen, und so muß denn aus jedem Vor- gang, der Wasser für die Mühle des Mordspatriotismus verspricht, möglichst viel Kapital geschlagen werden. Am ärgsten treiben es unsere deutschen Chauvinisten, was sich naturgemäß daraus erklärt, daß bei uns der Militarismus am härtesten bedrängt ist. Die Herren Chauviuisteil sind eben Geschästspolitiker, und der Militarismus mit allem was drum und dran hängt bringt seinen Leuten Millionen und Milliarden ein, beruht ans ihm doch das ganze kapitalistische System, das hunderte von Millionen zivilisirter Menschen zu Ausbeutungsobjekten für etliche Zehntaujende mficht. Wie tief der Chauvinismus unseren deutschen Philistern ins Blut gegangen ist, kann man nach der Thatsache ermessen, daß sogar liberale, ja fort- schrittliche Blätter die Aigues- Morles- Metzeleien zu den schmachvollsien Heyereien gegen Frankreich benutzen. So erzählt z. B. die„Vossische Zeitung" allen Ernstes— sogar im Leitartikel— ihren Lesern, die italienischen Opfer französischer„Bestialität" seien„aus Heugabeln gespießt, die zuckenden Leiber triumphirend durch die Straßen ge- tragen,— einem Italiener bei lebendigem Leibe die Beine abgehackt worden" u. s. w.— die offenbarsten Lügen, die kein vernünftiger Mensch glauben kann, und die an jene schuftigen Schauergeschichten erinnern, die nach Ausbruch des deutsch- frauzösischen Krieges von dem Fälscher der Emser Depesche verbreitet wurden, um das deutsche Volk zur sinnlosen Wuth gegen den„Erbfeind" aufzustacheln. Weiß die Tante Boß denn nicht, daß ähnliche Kon- flikte mit ausländischen, namentlich italienischen, Arbeitern auch in Deutschland hundertmal vorgekommen sind— freilich nicht mit gleich tragischem Ausgang? Und daß es einzig der Herrschaft sozialdemokratischer Ideen und Disziplin zuzuschreiben ist, wenn derartiges bei uns nicht mehr vorkommt, oder doch sehr selten? Das möge sich auch ein hiesiges Winkel- und Werner- Blatt merken, das in seinem unnachahmlichen Fuselstil uns der Partcknahme gegen die italienischen Arbeiter anklagt, weil wir» die Schuld der Rietzelei aus das kapitalistische Ausbeutenhum geworfen haben— statt gegen die Frau- zosen zu Hetzen! Wie sehr wir hiermit Recht hahen, wird zur Genüge durch das Beispiel von Paris bewiesen, wo, veranlaßt durch unseren Freund V a i l l a n t, für städtische Arbeiten der Lohn der ausländischen Arbeiter der gleiche ist wie für einheimische, und wo infolge dessen die schön st e Harmonie zwischen in- und ausländischen Arbeitern herrscht. Der Chauvinismus unserer deutschen Mordspatrioten äußert sich auch noch darin, daß sie die Krawalle, die jüngst in Italien stattfanden, auf französische Lockspitzel zurückführten— ein Geniestreich, auf den vie französischen Chauvinisten mit der, entschieden zugkräftigeren Retour- kutsche antworten, deutsche Lockspitzel hätten diese Gassen- bübereien in Szene gesetzt.— Die italienischen Sozialisten sind inzwischen bemüht, in gleichem Geist wie die französischen Sozialisten und genau unserer Auffaffung entsprechend, daS Spiel der Chauvinisten und Mordspatrioten zu vereiteln. Soeben erhalten wir folgendes Telegramm: Venedig, 23. August. In einer großen Versammlung, welche vergangene Nacht die Sozialisten hier abhielten, wurde die Resolution angenommen, die Zusammenstöße in Aigues- Mortes wären als die Folge der k a p i t a l i st i s ch e n Ausbeutung aufzufassen, und ferner wurde beschlossen, gegen die Versuche zu protestire n, Haß zwischen Frank- reich und Italien zu schüren.— In Livorno wurde von den Sozialistengestern eine ähnliche Resolution angenonuneu. Bravo!— Das irdene kurze Pfeifchen, das der Gegenkandidat, ein schlauer Bretone Albert Le Clech, gleich seinen Lands- leuten schmauchte, wobei er„in der jovialsten Weise in Bretoner Mundart verkehrte", ist u. a. daran schuld, daß der Sozial- polttiker des französischen Katholizismus, Gras de Mun, bei der Wahl unterlegen ist. So etwa erzählt die gute „Germama", der de Mun's und P i o u's, des anderen Katholikenführers, Durchfall sehr peinlich ist, ihren glauben»- frohen Lesern. Wozu diese Vogelstraußpolitik? Es ist eben in Frankreich aus mit dem anfgepnfftcn feudal-klerikalen Aftersozialismus, vorbei mit dem Monarchismus, der sich in ein scheinrepublikanisches Gewand gesteckt hat. Daß der Graf de Rinn noch der anständigste und geistreichste Ver- treter der absterbenden Weltanschauung ist, haben wir früher mehr als einmal betont. Trotz alledem hat die Logik der Thatsachen nicht mit sich spaßen lassen; der Reiterofsizier außer Diensten ist aus dem Sattel geworfen worden. Ja, hätte er ein irdenes kurzes Pfeifchen ge- schmaucht?— In Spanien greift die aufständische Bewegung um sich. Wie es scheint, gehen die Carlisten(Ultra-Reaktionäre und Anhänger der alten Dynastie) gleichzeitig mit den Republikanern gegen das gekrönte Königsbübchen und dessen bedauernswerthe Mutter vor. Unter den Basken, die zuerst sich erhoben, sind sehr viele Carlisten, während in Saragossa, wo es gestern zu„Unruhen" kam, die republikanische Partei obenauf ist. Die Regierung scheint den Kopf verloren zu haben: gestern wollte sie den Belagerungszustand prokla- miren, heute widerruft sie es.— Die Silberpolitik der Vereinigten Staaten. Das Repräsentantenhaus hat das Sherman-Gesetz, das die Silberbarone privilegirte, mit 239 gegen 110 Stimmen am 23. August aufgehoben. Der Senat wird sich gleichfalls dem Zwang der Verhältnisse fügen. So bricht die letzte Hoffnung der Ritter vom weißen Metall zusammen, und die Doppelwährungs-Politik ist gescheitert.—- Pariser Kriefe. 25. August. Die so überlaute Freude der Partei der Satten über die „Niederlage" der Sozialistenpartei war nur von kurzer Dauer. Der Wirklichkeit gegenüber konnte fie eben nicht lange Stand halten. So ist denn auch dem falschen Siegesrausch gar bald ein echter Katzenjammer gefolgt. Wie sollte er auch ausbleiben? Denn als sie ihre Häupter zählte— sie blickte nach rechts, sie blickte nach links, sie blickte vor sich hm—, da sah sie wohl viele Köpfe, doch ach! kein einziges Haupt. Die Rechte hat neben P i o u und vielen anderen den sie Alle an Talent und Wissen überragenden Grafen Mun auf der Wahlstätte zurücklaffen müssen und wird vielleicht auch noch ihren Cassagnae ver- lieren, die Linke wieder Pen gar grimmigen Sozialistentödter und Gewerkschaftsverächter Joes G u y o t. Ja selbst die Radikalen werden alle Mühe haben, ihren anerkanntesten Führer, Herrn Clomeneeau, zu retten. Nur das Zentrum, die Partei der Bankiers und Verwaltungsräthe, ist diesbezüglich verschont ge- blieben— allerdings nur aus dem einzigen Grunde, weil es da wohl viele Bäuche, aber keinen einzigen Kopf giebt. Wer wird da, könnte man rufen, künftig ihre Kleinen lehren, Speere werfen. Götter ehren? Die Bourgeoisie ist übrigens selbst so sehr von der Nullität ihrer_ Vertreter überzeugt, und dies ganz besonders der sozialistischen Vertretung gegenüber, daß selbst die Liberalen sich für den Grasen Mun ins Zeug legen, um ihm ein neues Mandat zu sichern. Der weihwässerige Sozialismus soll eben als Gegengift gegen den revolutionären Sozialismus dienen. Der liberale „Jour", das Organ des Munizipalrathes Charles Laurent, sagt dies sogar ziemlich offen heraus. In einem Artikel, der den be- zeichnenden Titel:„Für Herrn von Mun" trägt und dafür plädirt, daß man dem christlich- sozialen Grafen einen sicheren Wahlbezirk im Norddepartement anweis«, schließt nämlich mit den Worten:„Dem Kollektivismus des Herrn Guesde gegenüber wird der christliche Sozialismus des Herrn von Mun sehnlichst erwartet." War der heilige Sozialismus bisher nur, wie es im Kommunistischen Manifest lautet,„das Weihwaffcr, womit der Pfaffe den Aerger des Aristokraten einsegnet, soll er künftighin auch noch als Weihwasser zur Einsegnung des Aergers der Bourgeois dienen. Ja, die Herren Bourgeois überkommt eine heillose Angst. wenn sie an die künftige Kammer denken, und der arme Ives Guyot zerbricht sich schon den Kopf, wie sich die Regierung und die ihr untergebenen Abgeordneten(gegenüber der sozialistischen Vertretung benehmen werden. Unter dem Titel:„Die Fragen des morgigen Tages" leitartikelt er nämlich:„Die aefähr- lichen Fragen, das sind die sozialistischen. Gleich hei Eröffnuug der Kammer werden wir neue Vorschläge niedergelegt sehen mit dem Zwecke, die Arbeitsstunden der Erwachsenen zu be- stimmen, ein Lohnminimum festzusetzen, ausländische Arbeiter aus- zuschließen, Arbeiterinspekloren für Eisenbahnen und Werkstätten zu ernennen, allen Bürgern eine Pension zu sichern, das Gewerk- schaftsgesetz umzugestalten. Was wird die Regierung thun? Welche Stellung wird sie nehmen? Wie wird der Angriff der Sozialisten und wie der Widerstand der Republikaner beschaffen sein? Wird man das Prinzip der Freiheit der Arbeit ausrecht- erhalten? Wird man, im Gegentheil, dem Sozialismus Kon- Zessionen machen? Und bis wohin werden, von Konzessionen zu Konzessionen, die mehr oder minder radikalen, die mehr oder minder gemäßigten Republikaner gehen? Diese beherrscht picht nur die künftige Legislatur, sondern die ganze Zukunft unseres Landes. Von allen Arbeitergesetzen, welche die Kammer machen wird, wird kein einziges die wahren Sozialisten, hie revolutionären Sozialisten bqriedige», aber sie werden die ihnen gewährten Konzesstonen als Stützpunkte benutzen, um ihre Forderungen zu erhöhen. Gleichzeitig werden sie sich dem Lande als die wahren Sieger vorstellen können.„Seht, was wir ge- wonnen habe» I Wir sind die Herren! Folget uns!" Wenn die Regierung und die Abgeordneten beginnen, ihnen zu folgen, warum sollen ihnen denn nicht die Wähler in ihrer Gesamqit- heit folgen? Die Frage, die sich die Regierung und die Ab- geordneten vorzulegen haben, ist einfach. See lautet: Wird die künftige Kammer eine sozialistische Gesetzgebung schaffen oder nicht? Wird sie sich vor den von der sozialistischen Konzentra- twn gewonnenen Stimmen beugen oder-wird sie ihnen Wider» stand leisten?" Daß Herr Dves Guyot für letzteres ist, versteht sich, wenn er es auch nicht ausdrücklich sagt, bei dem Verfasser der„Ty- rannie socialiste" ganz von selbst. Und dies alles hat vornehmlich mit ihrer Stimme die Be- völkerung von Roubaix gethan. Warum hat ste auch Jules Guesde»» die Kammer entsendet? l Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 30. Auguft. Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Leffing- Theater. Heimath. Friedrich- Wilhelmnädt. Tyenter. Der Zigeunerbaron. Residenz- Theater. Jugend. Vorher: Verspielt. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Krall's Theater. Rigoletto. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas, oder: Meine Tante, deine Tante. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. = Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Mittwoch, den 30. August, Abends 8 Ahr: Große Extra- Vorstellung. Auftreten des gesammten Herren- nud Damen- Personals. Besonders hervorzuheben: 3um 52. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Auf vielseitiges Verlangen Die irische Bank! Sprung- Scene. Castan's Panopticum. Reichshallen Theater. Spezialitäten Riesen- SchlangenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam st. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: Kneipp's Wasserkur". Poffe mit Gesang und Tanz in 2 Atten von Mylius. Regie: Hugo Hummel. Mufit von Meyer. Vorher: Novität! Chansonetten- Liebe. Posse mit Gesang in 1 Aft von Eugen Prudens. Regie: Fritz Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen. Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Miss Gabriele und Mrs. Othon, gr. Zuftgymastik. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Gesangshumorift. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dressirte Hunde. Adro u. Wells. Musikalische Clowns. Kasseneröffnung: Sonnt. 6 Uhr, Wochentags 7 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. Moabiter In Borbereitung( auf der Sommerbühne): Das lachende Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Morgen im Theater: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Gesellschaftshaus. Adolph Ernst Theater. Bum 73. Male: Goldlokke. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson u. W. Mannstädt. Rouplets theilweise Don G. Görss. Mufit von W. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Fauteuil 2,50 M. HF Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Direftion: Richard Schultz. Donnerstag, den 31. August, Zum ersten Male: D Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters, MorihMoritz Ihrem Vertrauensmann, dem Ge-] nossen 350/3 Wilhelm Erbe zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! Die Genossen des 4. Wahlfr. S.O. Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60/12 Heute, Mittwoch, den 30. Auguft 1893: mit Gratisverloosung, Leztes großes Kinderfest Sahnenschlag, Sackhüpfen etc. Unſerem Genoſſen Wilhelm Erbe Grosses Garten- Concert Kapellmeister Herr Rose. zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch 1670b Von Deinen durstigen Freunden. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann unser guter Vater Wilhelm Rowedel am 28. d. Mts., Vorm. 10 Uhr, nach schwerem Leiden entschlafen ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 31. Aug., Nachm. 4 1hr, von der Leichen halle in Lichtenberg aus statt. 1655b Frau Nowedel nebst Kindern, Friedrich- Carlstr. 11. Danksagung. Für die ehrenvolle Theilnahme und zahlreiche Kranzspende bei der Beerdigung unserer lieben Tochter, Schwester und Braut Martha Jenny Dees sagen wir allen Verwandten und Befannten, sow. demGesangverein, EangesEcho" unseren tiefgefühlten Dant. 1661b Die trauernden Hinterbliebenen. Rudolph Dees nebst Frau und Franz Höhlke. Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen. Die Auszahlung der ArbeitslosenBail. Marionetten- Theater. Volksbelustigungen. Fackelzug und bengalische Beleuchtung. Anfang des Konzerts 4 Uhr. billets à 15 f. nur an der Kasse. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. KinderMorgen, Donnerstag: Großes Extra- Gartenkonzert. A. Froelich. Neue Welt, Bergioloß- Brauerei, Haſenhaide. Heute Mittwoch:[ 1664b] Leztes Kinderfest mit großer Gratis- Verloosung. Puppentheater, Wettlaufen und Preis- Stangenklettern. E Komische Vorträge und Familien- Kränzchen. Entree: Erw. 15 Pf., Kinder 10 Pf., die Mühe, ein Geschenk u. Loos gratis erhalten. Donnerstag: Schlacht bei Sedan. Kriegs- u. Monstre- Feuerwerk. Am Freitag, den 1. September: Eintreffen der Singhalesen- Truppe vom Königl. Theater in Ceylon, 22 Personen in Weimann's Volksgarten, Achtung! 1663b Badstrasse 56. Pankstr. 25. Achtung! Parteigenossen! Unterſtügung findet am Donnerstag, Mittwoch, den 30. August, Abends 82 Uhr, den 31. August, Vorm. 10 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29, statt. Legitimation erforderlich. 209/19 Achtung! in den ,, Konkordia Festsälen", Andreasstr. 64: Sozialdemokr. Partei- Versammlung. Bei der Verloosung in Weimann's Lokal( Lassalle- Feier) sind folgende Geminne bei Gleinert, Müllerstr.Fennstr.- Ecke, abzuholen: Nr. 490 221 2. 628 382 11 274 123 592 249 489 715 352 566 564. 241/1 Das Komitee. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom Internationalen Arbeiterkongreß in Zürich". Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 380/2 Die Vertrauenspersonen. wurde das Gemy in Achtung! Vergolder. Achtung! am Sonntag im Verloren Müggelschlößchen ein gold. Medaillon mit Photographie einer Dame. Der ehrGroße öffentliche Versammlung liche Finder wird gebeten, daſſelbe gegen aller im Vergoldergewerbe beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Belohnung bei B. Bosse, Grünauer1658b straße 35, H. III, abzugeben. Hiermit erkläre ich Frl. Marie Noffack für eine ehrenhafte Person. Frau Becker. 422* G am Donnerstag, den 31. August cr., Abends 812 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstr. 10. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins zur Lohnfrage? 2. Abrechnung des früheren Delegirten der Streit- Kontrollkommission Rollege Richert. 3. Verschiedenes. 858/12 Die Versilberinnen, Bergolderinnen, Beleger u. Belegerinnen, Grundirer, Die Agitationskommission. ratweil'sche Walzer und Packer sind hiermit speziell eingeladen. Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Sattler. Am Donnerstag, den 31. Auguft er., Vormittags 10 Uhr, findet im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobstr. 83, eine Versammlung der Arbeitslosen Zages Ordnung: 260/14 1. Woher kommen die traurigen Zustände in unserm Gewerbe? 2. Disfussion. 8. Verschiedenes. Eintrittsgeld wird nicht erhoben, Niema nd ist zum Biertrinken verpflichtet. Somit ist jedem Arbeitslosen Gelegenheit gegelen, in der Versammlung zu erscheinen, und werden die Kollegen Der Einberufer. m eigenen Interesse dazu aufgefordert. nf. Wochent. 72 Ubr. Entree 15 Bf., im Sattlergewerbe statt. refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Lützowstraße 111-112. Garten resp. Saal ( außer Etablissement Blas. Buggenhagen. Blas. Victoria- Brauerei, howe Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch.d Spezial- Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Berliner Vollblut. Entree Bochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Säle für Versammlungen, Kommerse, Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Vorverkauf( ohne Aufgeld) an der Tagestasse des Theaters Vormitt. von 10 bis 12 Uhr, Nachm. von 4 bis 6 Uhr. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Sonnabend, den 2. September: Eröffnungs- Vorstellung in den vollständig renovirten Räumen mit durchaus neuem, vorzügl. Repertoir. Schweizer Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch: Familien- und Kinderfest verbunden mit Präsentvertheilung. Große Fackel- Polonaise und Kinderbelustigungen. Festlichkeiten 2c. Ostbahn- Park am Küstriner Plaz, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Borstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturztünstler. The Moras, musikalische Ercentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Atrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Se fangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Gr. Extra- Vorstellung. Etablissement Im Entree 30 Pf. Gate: Ball. TanzC. Bolzmann's unterricht Lichtenbergerstr. 16. Ein neuer Kursus für Anfänger be ginnt Sonntag, den 3. September, Nachm. 4 Uhr. Honorar pro Kursus 6 M. Extra- Rurfus für Contre danse Süd- Ost Inhaber: Carl Ulrich, Waldemarstrasse 75. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Saal für Vereine u. Gewerkschaften au Versammlungen und jeder Art Fest lichkeit steht zur Verfügung. 4649L* Einige Sonnaben de sind noch frei Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger Achtung! Bauhandwerker. Achtung! Oeffentliche Versammlung Stetsämmtlicher Bauhandwerker Berlins wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags teine Giltigkeit. und Umgegend am Donnerstag, den 31. August 1893, Abends 8 Uhr, im Saale Der Brauerei Bötzow, am Prenzlauer Thor. Tages Ordnung: 219/4 1. Die Fenster- und Koatstorbfrage. 2. Reorganisation der Gewerk schaftskommission. 3. Errichtung eines ständigen Bureaus betreffend Regelung und Information über Gewerbegerichtssachen. Es ist Pflicht eines jeden Bauhandwerkers sowie Bauberufsgenossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Außerdem fordern wir sämmtliche BerAltes Schüßenhaus, trauensieute, welche die einzelnen Gewerkschaften im Baugewerbe vertreten, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 783b auf, ihre Kollegen auf die se Bersammlung besonders aufmerksam zu machen. Der Ausführungs- Ausschuß. J. A.: C. Blaurok, Dderbergerstr. 18. Achtung! Achtung! B. Nieft's Festsäle, Verein d.Brauerei- u.Bierverlags- Hilfsarbeiter f. Berl. u.Ümg. Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorst. Saison den Große Mitglieder- Versammlung Vereinen zu Festlichkeiten u. Versamm- am Donnerstag, 31. August, Ab. 8/2 Uhr, i. d. Ressource, Kommandantenstr. 57. Iungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34412* Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Als anerkannt reelle und that= sächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Zages Ordnung: 1656b 1. Vortrag des Herrn E. Adler. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht NB. Hauptzahlstelle bei C. Olbäter, Brunnenstr. 136. 1. 3ahlfte IIe: Schöne, Heinersdorferstr. 5. 2. Dummert, Wilhelmshafenerstr. 13. 3. Unrath, Röpniderstr. 31. 4. Grube, Mariendorferstraße, Ecke Solmsstraße. 5.( früher bei Hübner, Friedenstraße) jetzt bei Wieske, Landsberger Allee 148. 6. Faller, Pallasstr. 16. 7. Hilpert, Herrmannstraße und KarlsgartenstraßeEcke. Die Inhaber der Zahlstellen nehmen auch neue Mitglieder auf. D. D. Achtung! Tapezirer. Achtung! Deffentliche Versammlung am Mittwoch, 30. August, Abends 8/2 Uhr, bei Hensel, Invalidenstr. 1a. Tages Ordnung: = Die Bedeutung des Klassenkampfes. 2. Diskussion. 3. Die wirthschaft1659b lichen Verhältnisse in unserm Gewerbe. und Quadrille à la cour 4 M.[ 1657b* Kinderwagen, gebr., Kottbuserstr. 13. 37 Admiral- Straße 34 Die Agitationskommission der Tapezirer für Berlin u. Umgegend Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„Vorwärts" Berliner VoMlatt. Hr. 203. Mittwoch, den 30. August 1893. 10. Jahrg. VnvkeiNAihvtttjkim. Lebe» wir»och unterm Sozialistengesetz? Unser Bruderorgan, die„Thür. Tribüne* schreibt: „Irgend ein Schlaukopf muß auf den Gedanken gekommen sein, daß man am besten aus der Abonnentenliste der„Thür. Tribüne* ersehen könne, wer Sozialdemokrat sei. Diese geniale Idee hat unsere Polizei, wie es scheint, ausgegriffen, denn vor einigen Tagen begaben sich zwei Beamte in die Wohnung des Expedienten der„Tribüne", Genossen KappaufHverlangten die Abonnentenliste unseres Blattes und drohten, als Kappauf die Serausgabe verweigerte, mit Verhaftung. Schließlich nahm der cndarm die Liste mit Gewalt. Wir wissen nicht, ob die beiden Beamten in höherem Auftrage gehandelt haben— der Gendarm behauptete, der stellvertretende Landrath habe ihn zu dem ungesetzlichen Akt kommandirt— wir erwarten aber von den zuständigen Behörden, daß sie den verantwortlichen Ur- Heber dieser nichtswürdigen Spitzbüberei zur Verantwortung ziehen. Zwei Knaben, welche die„Tribüne" austrugen, wurden ins Rathhaus gebracht, wo sie zwei Stunden warten mußten und wie ein paar Verbrecher bewacht wurden. Dann wurden sie Vörden stellvertretenden Landrath geführt, von diesem verhört und erst um 3 Uhr nachmittags entlassen. Der Gendarm erklärte ihnen noch, er leide es nicht, daß sie Sonntags das Blatt aus- trügen!!! Der Kriegervcreinsvorstand und einige Mitglieder des Vereins hatten ebenfalls ein Verhör vor dem Landraths- Stellvertreter zu bestehen. Während des Verhörs fand in ihren Wohnungen in ihrer Abwesenheit Haussuchung nach sozial- demokratischer Lektüre statt." Neuer Kurs!— Alter Kurs!— Worin unterscheiden sich beide?— •• Zeitz. 28. August. Kreistag. Der vom Genossen Leopoldt einberufene Kreistag wurde um 2 Uhr Nachmittags mit einem Hoch aus die völkerbefreiende Sozialdemokratie eröffnet. Der Saal war festlich geschmückt und niit Inschriften versehen. Zu- nächst giebl der Einberufer die eingegangenen Schreiben der hiesigen Polizeibehörde und des Oberprüsidenten von Magdeburg bekannt, wonach die Eröffnung des Kreistages auf 1l Uhr Vor- mittags verboten resp. die eingelegte Beschwerde auf den In- stanzenweg zurückverwiesen ist. Beschickt ist der Kreistag von 39 Delegirten, darunter 2 Frauen; dieselben vertreten 38 Ort- schasten. Ferner sind noch anwesend 7 Vertreter ohne Mandat. Nach Erledigung der üblichen Formalitäten ging man zur Tages- ordnung über und entsaltete sich über verschiedene Punkte eine rege und lebhafte Diskussion. Hervorzuheben ist aus den Ver- Handlungen, daß der diesjährige Parteitag zu Köln nur von einem Delegirten beschickt werden soll, und wird als solcher Genosse Leopoldt einstimmig, als Stellvertreter im Behinderungs- falle desselben Genosse Rebs-Weißenfels ebenfalls mit großer Majorität gewählt. Der nächste Kreistag findet in Naumburg statt. Nach Erledigung der Tagesordnung giebt Genosse Leopoldt noch einen kurzen Ueberblick über die ftatlgefundeneu VerHand- lungen und schließt mit einem Hoch auf die internationale. völkerbesreiende Sozialdemokratie, in welches die Delegirten und die Zuhörer begeistert einstimmten, um 9 Uhr die Verhandlung. — Näherer Bericht folgt.— Hieran schloß sich die Lassalleseier. Die Festrede mußte wegen Heiserkeit des Genossen Leopoldt unterbleiben, doch erfreute der Arbeiter-Sängerchor die Anwesen den mit einigen Liedern, u. a. dem„Sozialistenmarsch". Ein Tänzchen hielt die Genossen und Genossinnen bis in die frühe Morgenstunde beisammen. Mainz. 27. August. Die'sozialdemokratische Partei des 8. rheinhessischen Landtags- Wahlbezirkes stillte heute in einer Telegirtenversammlung den Stadtverordneten Georg Dörr als Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl aus. Mainz, 27. August. Das Gewerksschaftskartell hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, ein Auskunstsbureau für alle Arbeiter- angelegenheiten zu errichten. Eine Kommission wurde ernannt, welche die nöthigen Vorarbeiten vorzunehmen hat und die Ge- werkschasten aufgefordert, der Kommission ihr Material zur Ver> fügung zu stellen. � Frankfurt a. O., 28. August. Die am Sonntag in der Schwedenschanze veranstaltete Lassallefeier hatte sich einer regen Betheiligung der hiesigen Genossen zu erfreuen. Leider war die Witterung kühl und naß, so daß der Aufenthalt im Freien nicht gerade angenehm berührte. Trotzdem herrschte eine ausgezeichnete Feststimniung, welche die Genossen bis 12 Uhr Nachts zusammenhielt. Partei-Versammlung. Am der � � Stuttgart, 28. August. Sonnabend Abend fand in der Arbeiterhalle in der Heusteig straße eine gutbesuchle Versammlung der sozialdemokratischen Partei statt, in welcher der Delegirte zum internationalen Arbeiter- Kongreß in Zürich, Genosse Kloß, Bericht über die daselbst gepflogenen Verhandlungen gab. Der Redner schilderte zunächst die den eigentlichen Verhandlungen vorangegangenen Aus- einaudersetzungen über die Zulassung resp. iilbweisung der er- schienenen Anarchisten und Unabhängigen und erklärte, daß er nach Lage der Sache es wohl verantworten zu können glaubte, für den"Ausschluß derselben zu stimmen. Er habe dies Haupt- sächlich aus dem Grunde gethan, weil e§ den Vertretern der Anarchisten und Unabhängigen nicht darum zu thun war, bei den Berathungsgegenständen ihre abweichende Meinung in an- ständiger Form zum Ausdruck zu bringen, sondern es sei viel- mehr von Anfang an die Absicht derselben gewesen, die VerHand- lungen um jeden Preis zu stören und die sozialdemokratische Partei und ihre Vertreter zu verunglimpfen. Nach 2 lägigen Verhandlungen, nachdem der Ausschluß der Anarchisten beschlossen war, konnte in die eigentlichen Berathungen eingetreten werden. Ehe Redner auf dieselben einging, entrollte er noch ein Bild über den groß- artigen Festzug, an dem sich wohl an die 13 009 Personen be- theiligt haben mochten. Die Zahl der Zuschauer werde mit 30 000 nicht zu hoch geschätzt sein.— Redner schloß seinen Be- richt mit den Worten Greuliches: Die Sozialdemokratie wird un- überwindlich sein, so lange sie auf realem Boden stehen bleibt und sich nicht davon entfernen läßt. Ein Hoch aus das inter- nationale Proletariat wurde lebhast aufgenommen und dem Redner reicher Beifall gezollt. Folgende Resolution wurde ein- stimmig angenommen: „Die heutige Versammlung ist mit den Beschlüssen des inter- nationalen Kongresses und mit der Haltung der deutschen Tele- girlcn einverstanden und ist, als ein Theil der internationalen Sozialdemokratie, gewillt, mit aller Kraft alle Mittel anzuwenden, um der Befreiung der Proletarier aller Länder wirksam Vorschub zu leisten." Eine Diskussion über den Vortrag entspann sich nicht.— Hieraus gab der Kassirer des sozialdemokratischen Vereins einen halbjährlichen Kassenbericht, gegen den keine Einwendungen er- hoben wurden. Die Wahl- Abrechnung sesbst werde nicht veröffentlicht, doch könne konstatirt werden, daß der Wahlkreis seine Kosten so ziemlich selbst gedeckt habe. Polizeiliches, Gerichtliches«. — Würzen. Redakteur Mehl von der„Wurzener Zeitung", der seinerzeit wegen Beleidigung des Rathssekretärs Hallbauer vom Schöffengericht zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt war, wurde vom Landgericht Leipzig freigesprochen. Loltales: Das„Schillertheatcr". Zum Winter soll in Berlin, wie wir bereits kurz mitgetheilt haben, unter dem Namen„Schiller- theater" ei» neues Theaterunternehmen ins Leben treten, eine „Volksbühne" in großem Stil, die den Unbemittelten gute Stücke in guter Darstellung zu fniedrigen Preisen bieten soll. Das zur Begründung dieser Bühne zusammengetretene Komitee besteht aus höheren Beamten, Gelehrten, Schriftstellern, Künstlern, Groß- industriellen u. s. w. und erfreut sich der Unterstützung staatlicher und städtischer Behörden. Die Bestrebungen, auch den Unbemittelten den Besuch des Thealers zu ermöglichen, sind nicht erst von heute und gestern. In den letzten beiden Jahrzehnten haben wiederholt Theater- direktoren, die ein Geschäft zu machen wünschten, Privatpersonen, die ihre besonderen Neigungen auf dem Gebiete des Theaters zur Geltung bringen wollten, und Vereine, die einen Einfluß aus die geistige Entwicklung des„niederen" Volkes beabsichtigten, die Volksbühnenfrage jeder auf seine Art, aber alle mit gleichem Mißerfolge zu lösen versucht. Schließlich hat, wie bekannt, vor nunmehr 3 Jahren der Verein„Freie Volksbühne" über die Köpfe theorelisirender„Volksbildner" und„Kunstfreunde" oder allzu praktischer, d. sh. profitsüchtiger Theaterunternehmer hinweg die Idee mit einem Schlage verwirklicht. Im vorigen Jahre ist dann noch die von einer Anzahl ausgetretener Mit- glieder begründete„Neue Freie Volksbühne" hinzugekommen. Ein Theil der bürgerlichen Blätter hat in den Berichten über das im Entstehen begriffene„Schillertheater" diesen Ent- wickelungsgang der Volksbühnenfrage nur verschämt angedeutet, sodaß der harmlose, mit der Sache nicht vertraute Leser beinahe auf den Gedanken kommen muß, die neue Gründung mit ihren billigen Eintrittspreisen sei etwas noch nie Dagewesenes. Ein Blatt nennt die Preise sogar„so niedrig, wie sie die Theater- geschichte Berlins seit Jahrzehnten nicht kennt". Ehrlichere Blätter haben in ihren Berichten auf die Bestrebungen der „Freien Volksbühnen" hingewiesen und ihre bisherigen Erfolge, sowie ihre unbestreitbaren Verdienste um die Förderung der Volksbühnenfrage anerkannt. Aber auch unter diesen Blättern haben die meisten nicht damit zurückgehalten, daß ihnen die „Freie Volksbühne" wegen ihrer angeblich„sozialdemokratischen" Tendenzen nicht allzu sympathisch sei, wenigstens nicht so sympathisch, wie die angeblich„parteilose"„Neue Freie Volks- bühne". Diese Haltung der bürgerlichen Presse ist beachtens- werth; denn sie gestattet einen Schluß darauf, was ungefähr die bürgerlichen Kreise von der Thätigkeit des„Schillertheaters", dieser Gründung der Beamten-, Geist- und Geldaristokratie, als Wirkung erwarten und erhoffen. Mehr als diese, gewissermaßen persönliche Frage interessirt uns die andere, was denn nun durch das neue Theater für die Sache, für die Lösung der Volksbühnensrage, gewonnen wird. Das„Schiller-Theater" will eingestandenermaßen die Er- fahrungen der„Freien Volksbühnen" benutzen, aber es will deren Einrichtungen vervollkommnen. Es soll also nicht eine bloße Kopie, sondern eine Weiterbildung der„Freien Volks- biihnen" sei». Es will täglich spielen, wird also ein eigenes Bühnenhaus und ein eigenes, fest engagirtes Personal haben. Das ist ein wichtiger Fortschritt, der dem„Schiller-Theater" des- halb möglich ist, weil es von Anfang an nnt den 300 Mark- Antheilscheinen der Großindustriellen rechnen kann, während die „Freien Volksbühnen" auf die 30-Pfennig-Beiträge ihrer Mit- glieder angewiesen ist. Das„Schiller-Theater" hat mit einer Anzahl bereits bestehender Vereine Verträge geschlossen, so daß es weniger auf die mühsame Werbung von Mitgliedern ange- wiesen ist. Das ist ebenfalls ein Forlschritt; aber diejenigen Vereine, die man bisher gewonnen hat, z. B. der kaufmännische Hilfsverein, der deutsche Lehrer-Schriftstellerbund, der Verein für Volksunterhaltungen, der kaufmännische und gewerbliche Hilfs- verein für weibliche Angestellte, der Verein der Bankbeamten, die Verliner Beamtenvereinigung, die Gesellschaft für ethische Kultur, der Verl. Lehrerverein, der Berl. Handwerkerverein ic., gehören doch wohl etwas anderen Kreisen an, als die sind, an welche sonst immer bei dem Wort„Volksbühne" gedacht worden ist. Das„Schiller- Theater" wird weiter einen Eintrittspreis von 50 Pf. aufwärts bis zu 1 M. erheben.(Von einem Eintrittspreis von 2ö Pf., den mehrere Blätter ebenfalls angeben, enthält der uns zuge- gangene„Entwurf" nichts.) Diese Preise bilden einen Rück- schritt. Was der„Freien Volksbühne" mit ihren bescheidenen Mitteln möglich ist, das sollte dem von Großindustriellen und Behörden unterstützten„Schiller-Theater" nicht ebenfalls möglich sein? Und warum will man das System der Preisunterschiede beibehalten? Warum will man sich nicht auch die Erfahrungen zu Nutze mache», die die„Freien Volksbühnen" mit ihrer Ein- richtung des für alle gleichen Eintrittspreises gemacht haben? Soll dadurch vermieden werden, daß diejenigen unter den Un- bemittelten, welche sich sür besser halten als Arbeiter, dem Theater fern bleiben, weil ihnen das Publikum„zu gemischt" ist, wenn auch Arbeiter im Parquet und im ersten Rang sitzen dürfen? Die Gründer des„Schiller-Theaters" scheinen von den nothwendigen Voraussehungen eines„Volkstheaters" doch nur eine sehr unklare Vorstellung zu haben. Dem Besitzlosen wird der Besuch der bestehenden Theater nicht nur durch die hohen Eintrittspreise, sondern auch dadurch verleidet, daß er gegen das zwar geringere, aber für ihn immer noch zu thenre Entree der obersten Ränge die s ch l e ch t e st e n Plätze bekommt, auf denen er unbequem sitzt oder steht, wenig sieht, schlecht hört und unter der Hitze leidet. Auch das„Wallner-Theater", das sür das„Schiller-Theater" in Aussicht genommen ist. hat in, 2. Rang und auf der Gallerte eine ganz beträchtliche Anzahl Plätze, auf denen man sehr wenig sieht. Wir vermuthen, daß der grüßte Theil der Herren des„Schiller-Theater".Komitees ent- weder überhaupt niemals oder doch, seit sie sich in ihren ein- träglichen und geachteten Stellungen und Aemtern befinden, nie- mals mehr die obersten Ränge eines Theaters besucht haben. Das ist aber sehr nöthig, wenn man ein„Volks-Theater" be- gründen will. Wir empfehlen, bevor der Eintrittspreis endgiltig festgesetzt wird, noch schnell die Gallerten möglichst aller Theater Berlins in oorxors zu besuchen. Die Sache ist diese, einige Selbstüberwindung erfordernde Probe wirklich werth. Leider»st es nicht möglich, daß sich die Herren Geheimräthe u. s. w. probe- weise auch in die Slinimung versetzen, die einen armen Schlucker beherrscht, wenn er sich vergegenwärtigt, daß er auf die schlechten Plätze oben unter der Decke deshalb venviesen wird, weil er ärmer ist als die da unten. Wer den Einfluß dieser Stimmung auf die Abneigung des Unbemittelten gegen den Besuch von Theatern mit Preisunterschieden gering anschlägt, der weiß nichts von dem Empfinden des Volkes und sollte die Begründung von Volk»- Bühnen denen überlassen, die mit dem Volke Fühlung haben. In den„Freien Volksbühnen" sind solche Empfindungen ausgeschlossen, denn da ist der Preis für alle Plätze gleich niedrig, und die Plätze werden durchs Loos vertheilt. Das„Schillertheater" ist trotzdem von allem, was die be� sitzende Klasse bisher zur Lösung der Volksbühnenfrage versucht hat, immer noch das Beste. Unter der Voraussetzung, daß das Unternehmen in guter Absicht geplant ist und in guter Absicht durchgeführt wird, könnte es sogar Beachtung und Unterstützung auch durch die arbeitende Klasse verdiene». Und wenn sich herausstellen sollte, daß auch idas sich dabei in letzter Linie er- gebende Resultat geeignet ist, das geistige Wohl der arbeitenden Klasse zu fördern, so wäre es nicht gegen unseren Parier- standpunkt, sondern gerade diesem Standpunkt entsprechend, das Unternehmen zu unterstützen. Die eigentliche Absicht scheint uns aber zunächst noch sehr dunkel. Die Leiter des Unternehinens würden sich wahrschein- lich sälnmtlich gegen den Vorwurf, antisozialdemokratische Ten- denzen zu verfolgen, entschieden verwahren. Schön. Aber diese selbe Verwahrung ist auch bei manchem anderen Unternehmen eingelegt worden, das sich„volksfreundlich" nannte, nichts mit Politik zu thun haben ivollte und sich nachher als antisozial- demokratisch erwies. Wir finden auch in dem Komitee eine ganze Reihe von Personen, bei denen kein Zweifel herrschen kann, daß sie antisozialdemokratifchen Unternehmungen eher ihre Unterstützung leihen würden als solchen, die jede politische Nebenabsicht zurück- weisen. Man wird uns gestatten müssen, daß wir solchen Herren ein Mißtrauen entgegenbringen, das sich sehr leicht von selbst auf das ganze Unternehmen überträgt. Man wird es hoffentlich begreiflich finden, daß wir a n t i sozialdemokratische Bestrebungen, selbst wenn sie dem Volke zunächst gewisse Vortheile bringen, für in letzter Linie volks feindlich halten und gegebenenfalls rücksichtslos bekämpfen. Den Mitgliedern der„Freien Volks- bühne" wird nian es auch nicht verübeln dürfen, wenn sie ver- muthen, daß der mächtige Aufschwung, den dieser Verein seit dein letzten Winter genommen hat, nicht ohne Einfluß auf den Plan der Begründung des„Schiller-Theaters" gewesen ist. Wir und die Mitglieder der„Freien Volksbühne" thun damit nichts anderes als, was die Kreise, denen das„Schiller-Theater"- Komitee angehört, der„Freien Volksbühne" gegenüber von An- fang an gethan haben, weil sie bei ihr s o z i a l d e m o k r a- tische Tendenzen vcrmutheten. Es wird behauptet, die„Freie Volksbühne" sei seit der sogenannten Spaltung gänzlich ins sozialdemokratische Lager übergegangen. Wir wollen diese Frage hier unerörtert lassen; aber wir finden es natürlich durchaus be- greiflich, daß die besitzende 5tlasse, wenn sie nun einmal daran glaubt, sich der„Freien Volksbühne" vollends feindlich gegenüber- stellen muß.(Die„Neue Freie Volksbühne", die sich bei der be- sitzenden Klasse einer gewissen Sympathie erfreut, soll sich jetzt sogar auf Unterhandlungen mit dem Schillertheater-Komitee ein- gelassen haben). Die bürgerlichen Blätter haben den Plan der Gründung des „Schillertheaters", der in aller Stille vorbereitet worden ist, be- reits in überschwenglicher Rede gepriesen. Die Gelegenheit, wieder einmal eine„Volksfreundlichkeit" zur Schau zu tragen, die im übrigen zu nichts verpflichtet, war zu günstig, als daß selbst solche Blätter hätten widerstehen können, die sonst jeden Versuch der besitzlosen Klasse, sich mehr Theilnahme an den leiblichen und geistigen Genüssen des Lebens zu erringen, als freche Begehrlich» keit brandmarken zu müssen glauben. Vorerst kann man aber noch gar keine Stellung zu dem geplanten Theater einnehmen. Die Bekanntgabe des Repertoires ist man noch schuldig geblieben. Das ist aber gerade das wichtigste; denn man muß doch wissen, was für einem Unternehmen man seine Unterstützung leihen soll. Der Entwurf sagt:„Der Spielplan ergiebt sich, wenn man von einer Volksbühne spricht, von selbst." Es herrschen aber über das, was in den Spielplan einer Volksbühne gehört, sehr verschiedene Ansichten. Der„Entwurf" sagt weiter:„Nur heben wir angesichts der Bestrebungen von anderer Seite ausdrücklich hervor, daß unser Institut weder einer politischen, noch sozialen oder religiösen Tendenz dienen soll u. s. w." Danach wären die meisten neueren Stücke von der Aufführung ausgeschlossen, natürlich auch die Wildenbruch'sche Hohenzollern-Dramatik. Die Vorbereitungen zur Begründung des„Schiller-Theaters" erinnern in dem Punkte„Repertoire" an den„Verein zur Begründung deutscher Volksbühnen", der hier in Berlin im Jahre 1889 unter großem Lärm zusammengetrommelt wurde, aber nach einer Thätigkeit von noch nicht zwei Wintern lautlos wieder ausein- anderging. Dieser Verein stützte sich im allgemeinen auf dieselben Kreise, aus denen das jetzige„Schiller-Theater"-Komitee sich ge- bildet hat. Eine Bekanntgabe des Repertoires unterblieb auch damals, obwohl der Theaterplan in den übrigen Punkten bis in die kleinsten Einzelheiten hinein erörtert wurde. Der angekün- digte Vortrag des Herrn Raphael Löwenfeld über„das Ra- pertoire der Volksbühne" wurde erst aus den zweiten Winter verschoben und dann überhaupt nie gehalten. Dagegen ließ der geistige Vater des Vereins, Herr von Maltzahn, in der kon- stituirenden Versammlung sehr deutlich durchblicken, daß man gegen die„Vaterlandslosigkeit" und den„Umsturz" zu Felde ziehen wolle. Es muß abgewartet werden, ob man beim „Schiller-Theater" sich rvirklich von diesem holden Traum los- gerissen hat. Wenn darüber Klarheit verbreitet sein wird, dann werden wir uns über unser Verhältniß zu der neuen„Volks» bühne" noch einmal äußern. Der Fall deS Grenadiers Schröder vom I. Garde« Regiment, der bekanntlich infolge der humanen Behandlung, die ihm zutheil wurde, durch Selbstmord endete, ist unseren Lesern bekannt. In der gesammten Presse wurde dieses Vorlommntß besprochen— aber den Nagel auf den Kopf hat ein obskures Winkelblättchen getroffen, welches sich.Moabiter Nachrichten" benamset und in welchem ein Herr K. v. R. seine tiefsinnigen Beobachtungen niederlegt. Sie verdienen wirklich tiefer gehäugt zu werden. Herr K. v. R. kommentirt den ergreifenden Brief des jungen Mannes in folgender Weise: „Selbstverständlich benutzt der„Vorwärts" diesen Brief, um gegen die Armee und speziell die Vor« gesetzten die giftigsten Ausfälle zu machen. Nun ist es ja richtig, daß derartige Mißhandlungen, wenn sie vor- gekommen sind, die strengste Ahndung erfahren müssen. Allein was ist die eigentliche Ursache zu solchen Bestialitäten mancher Unteroffiziere? Einzig und allein doch nur die rohe Gesinnung eines Peinigers. Und wer ist für eine solche Gesinnung verantwortlich? Vor allem diejenigen, welche auf den Unteroffizier, so lange er den Rock des Königs nicht trug, also vor seiner Einstellung als Rekrut, ihre er- ziehliche Wirkung ausübten, mit anderen Worten, die ver- rohende, die Bestie im Menschen aufweckende sozialdem»- kralische Presse! Der„Vorwärts" und Konsorten sollen also lieber in sich gehen und dahin wirken, daß ihre Schüler als fühlende Menschen zur Armee gehen; dann werden dieselben auch, wenn sie die Tressen erhalten haben, mitfühlende Menschen bleiben und die Mißhandlungen mehr und mehr schwinden. So lange jedoch die Presse von der Sorte sdes„Vorwärts" und der„Berliner Zeitung", des„Kleinen Journal" und der„Volks- Zeitung" dahin streben, das Christenthum aus den Herzen ihrer Leser zu reihen und den Sinn sür Bruderliebe und Menschlichkeit zu ertödten, so lange dessen Vertreter gewesen, um nachzufragen, ob Arbeit sei. Als nämlich am 24. d. Mis. früh mehrere Arbeiterinnen sich in der kann diese Presse sich auch nicht wundern, daß die von ihr er am 28. Juni wieder einen abschlägigen Bescheid erhielt, ließ Nähe der Fabrik aufhielten, um zu sehen, wie viele Streitausgestreute Saat aufgeht und solche bedauerlichen Früchte er sich seine Papiere geben und reichte beim Gewerbegericht eine brecherinnen sich zur Wiederaufnahme der Arbeit einstellen trägt. Klage ein. Er beanspruchte 60 Mart, behauptend, der Beklagte würden eine Kontrolle, die man den Streifenden nicht verR. v. R." habe ihn nur hingehalten und nicht die Absicht gehabt, denken kann, wurden dieselben von zwei Polizisten dahin an Wir haben dem blaublütigen Herrn R. v.. hierauf nur ihn weiter zu beschäftigen. Das Gericht verurtheilte, nachdem gehalten, in die Fabrik zu gehen. Sie wurden von den Wächtern zu erwidern, daß wir durchaus der Ansicht sind, daß die mehrere Zeugen vernommen waren, den Beklagten, die 60 M. des Gesetzes bis an das Fabrikthor geleitet, hier wurde dem haarsträubenden Mißhandlungen zum größten Theil verschwinden zu zahlen. Gründe: Mit dem Aussehen im Baugewerbe sei das Portier geilingelt und hinein ging es in Schopper's Fabrik. würden, wenn die sogenannte Disziplin es zuließe, daß förper- eine eigenthümliche Sache. Zum Aussehen sei der Arbeiter in ie Dieses Verfahren der Polizisten sah einer zwangsweisen Einliche Mißhandlungen auf der Stelle erwidert werden dürften. verpflichtet. Wenn er dem Arbeitgeber entgegenkomme und auf führung der Arbeiterinnen nicht unähnlich. Auf diese Weise Den feigen Burschen, die sich nicht entblöden, ihre schutzlosen einen bezüglichen Vorschlag eingehe, wäre das ein Ueberein- fonnte Herr Schopper seinen Sieg feiern. Mitmenschen, die nicht mit der Wimper zucken dürfen, wenn sie kommen, daß er in Arbeit verbleibe, aber bis auf weiteres nicht in der unwürdigsten Weise maltraitirt werden, zu mißhandeln, beschäftigt nud nicht entlohnt zu werden verlangt. Das Recht, Wien, 29. Auguft. Die Müllergehilfen in ganz Steiermark würde wahrscheinlich die Lust zu ihren Schandthaten vergehen, jederzeit wieder davon zurückzutreten und auf Beschäftigung An- fordern eine 12 stündige Arbeitszeit, verbunden mit einem wenn sie Mann gegen Mann ihrem Untergebenen entgegentreten spruch erheben zu können, bleibe dem Arbeiter. Werde ihm vor- Schichtenwechsel. Der Minimallohn sei für die Untermüller auf müßten. Daß die Presse an den häufig widernatürlichen Miß- tommenden Falles die verlangte Beschäftigung dann verweigert, 23/10 Gulden, für die Aufschütter auf 19/10 Gulden festzusehen. handlungen der Difiziere und Unteroffiziere gegen ihre Unter- jo habe er Anspruch auf die gefeßmäßige Entschädigung. 5 M. Ferner wird eine Einquartirung außerhalb, sowie eine wöchentgebenen schuld sein soll, ist übrigens eine Annahme, die nur in pro Tag seien für einen Stuckateur angemessen. liche Lohnauszahlung gefordert. dem Kohlkopf eines der Edelsten entstehen kann. Der Schlächter Bahr wurde mit einer LohnentschädigungsReserve- Armee. Die moderne Produktionsweise hat eine flage abgewiesen. Er hatte bei seiner Entlassung auf die dies- Reserve- Armee. Am Sonntag, den 27. August, feierten die Friedrichsberger bezüglichen Worte des beklagten Schlächtermeisters Stemmler ge- ständige Reserve- Armee gezeitigt, die nur zeitweilig in Thätigkeit Genossen ihre Lassallefeier in den Rüdersdorfer Kaltbergen im fagt:„ But, denn gehen wir". Der Borsigende Dr. Herzfeldt be- treten kann, je nach der jeweiligen Geschäftskonjuntur. Wozu Deutschen Hauſe, wozu die Genoffen von den umliegenden Ort- gründete das Urtheil damit, daß sich der Kläger das Recht, eine Leute feſt anzustellen und zu besolden, wenn es dem Unternehmer G3 waren ungefähr 300 Genossen Lohnentschädigung fordern zu fönnen, genommen habe, indem er ermöglicht ist, jederzeit soviel Arbeiter zu erhalten, als er für mi Genofsinnen erschienen, leider war das Wetter ungünstig. nicht ausdrücklich vom Beklagten seine Weiterbeschäftigung auf den Augenblick benöthigt, um sie dann wieder abzustoßen, wenn Die Feier wurde um 11 Uhr mit der Marseillaise von 2 Musit- 14 Tage verlangte oder ihn nicht wenigstens auf die Kündigungs- er ihrer nicht mehr bedarf. tapellen im festlich geschmückten Garten, wo die Lassallebüste im pflicht verwies. schönen Roth prangte, eingeleitet. Jm Saale wurde getanzt. schaften eingeladen waren. von Wie groß die Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt find, Der Braumeister Schwarz flagt gegen den Pächter der zeigt uns recht deutlich eine Karte in der Labour Gazette", Um 5 Uhr begannen die Kinderspiele, bei welcher Gelegenheit Weiß-, Braun- und Bitterbier- Brauerei Luisenstadt, Sen welche für jeden Tag des Monats Juli die Zahl der in den sämmtliche Kinder Geschenke erhielten. Um 8 Uhr Abends wurde Struct, Gehaltsentschädigung auf Zahlung einer größten Dock 3 beschäftigt gewesenen Dockarbeiter anzeigt. Am aufgebrochen, ein stattlicher Fackelzug bewegte sich zum Rüders: 475 9. dorfer Bahnhof, wo um 9 Uhr 30 Minuten der Zug absuhr, er, Er ist ohne Kündigung entlassen worden, weil 1. Juli arbeiten nur 4026; am 5. Juli ist die Zahl auf 4812 geund jeder Genosse gewiß befriedigt von der Feier heimkehrte. wie der Beklagte behauptet, diesen durch Herstellung stiegen; bis zum 12 findet eine siete Verminderung statt, so daß Dann fortschlechten Bieres schwer geschädigt haben soll. Herr Struck weit an diesem Tage nur 4371 beschäftigt find. 18. Juli, an welchem Dem ,, Unabhängigen" Tapezirer Biester ist( wie schon damit einverstanden erklärt, daß er bei der Produktion von nicht bis zum 31. Juli auf 3800 zu finten. Am 30. Julí des voraufeinen Kontrakt vor, durch dessen Anerkennung sich der Kläger währende Steigerung bis Tage die höchste höchste Zahl von 5533 erreicht ist, um erwähnt wurde) eine Strafe von drei Monaten Gefängniß wegen verkaufsfähigem Bier sofort entlassen werden könne. Als Zeuge Begnadigungsrecht des Landesherrn. Aus diesem Straferlaß Brauereipächter und ein Bierfahrer vernommen. Majestätsbeleidigung erlassen worden, anscheinend durch das werden zwei Restaurateure, frühere Kunden der Brauerei, der gegangenen Jahres hingegen waren 6039 Doctarbeiter thätig. find gewiffe Schlüffe gezogen worden, die jedoch nicht zutreffen. wurde fostenpflichtig abgewiesen. Das Gericht war zu der UeberDer Kläger Ueber die Opfer der Arbeit giebt obiges Blatt, welWir erfahren vielmehr folgendes, was die Erklärung des auf- zeugung gelangt, daß dem Beklagten durch Verluste von Kunden ches bekanntlich von der Arbeitskammer des Handelsministeriums fälligen Vorganges liefern dürfte. Biester sollte die Majestäts- ein überaus großer Schaden entstanden ist, an welchem der herausgegeben und der alle ſtatiſtiſchen Hilfsquellen des Landes beleidigung in einer Versammlung begangen haben. Nachdem Kläger die Schulb trage; das sei, soweit es sich überhaupt be- zur Verfügung stehen, ebenfalls Ausschluß. In den Bergund Lütgenau, die in der Versammlung anwesend gewesen waren, möge, wäre der Beklagte deshalb berechtigt gewesen, den Kläger fällen 487 Personen verunglückt; davon 193 Todte und 294 weisen ließ, worden. Go hart die Maßregel auch sein Soweit die Chancen der Arbeit. zu dem Zeugnisse etwa für den Fall der Wiederaufnahme ohne Umstände zu entlassen. verwundet. 139 hiervon fanden ihren Tod durch Explosionen, daß Biester die ihm zur Last gelegte Aeußerung in einem total 26 durch Verschüttung. anderen und harmlosen Sinne gethan habe. Biester, dessen logische Unwahre Angaben bei Aubahnung eines Verlöbnisses Im Dienste der Eisenbahnen büßten im Juli 35 ArFähigkeiten nicht besonders glänzend sind, hatte vor Gericht die haben dem Kaufmann Richard Vogel eine Anflage wegen voll- beiter ihr Leben ein, gegen 31 im Juni, 184 wurden mehr oder Menßerung zugegeben, bezw. nicht bestritten. Seine Freunde haben endeten und versuchten Betrugs zugezogen, welche im Mai d. J. weniger verlegt. Die Zahl der im Jahre 1893 im britischen von der Einleitung des Wiederaufnahmeverfahrens abgesehen; es gegen ihn verhandelt wurde. Er wurde damals wegen aller Eisenbahndienste Getödteten betrug 534, die der Verwundungen wird aber vermuthlich mit dem hier Mitgetheilten zusammen Fälle verurtheilt und sofort in Haft genommen. Im Herbste 1892 2915. Wie viel Unglückställe hätten vermieden werden können hängen, daß dem Biester die Strafe jezt geschenkt worden ist. trat Bogel als Bewerber um eine Dame auf, welche eine Mit- durch Anstellung von mehr Beamten, Verkürzung der Arbeitsgift von 8000 m. erhalten sollte. wenn die Profitwuth das gestattet ist leider Plöhlich vom Wahnsinn befallen wurde der 41 Jahre beiderseitigen Bekannten der Parteien, versicherte Vogel auf Be- nicht angegeben. Dem Vermittler, einem zeit u. f. w. alte Feuerwehrmann Friedrich Neumann von der 5. Kompagnie, fragen, daß er zwar fein Vermögen befize, aber mit Ausnahme In den Fabriken endlich verloren 34 Arbeiter, davon 33 der mit seiner aus der Ehefrau und zwei Kindern bestehenden von 120 M., die er seinem Schneider schulde, auch keine Ver- männliche, ihr Leben, während 729 mehr oder weniger verwundet 18 Jahre im Dienste der Feuerwehr stehende/ Mann erkrankte Pflichtungen habe. Diese Angaben wurden den Angehörigen der wurden. Die respektiven Bahlen im Juni waren 26 zu 697. In jungen Dame wiederholt und von diesen geglaubt. am legten Dienstag, verspürte einen Druck auf das Gehirn, ver- einem Berlöbniß. Bei dieser Gelegenheit nahm der Onkel der werden. In den sieben Monaten des Jahres 1893, endend Es tam zu 129 Fällen mußten den Verunglückten Gliedmaßen amputirt fiel dann am Sonnabend in einen Fieberzustand und führte Braut, der Kaufmann Er., den Angeklagten bei Seite und er- 31. Juli, verunglückten im Ganzen 4707 Personen. Wie sehr wirre Reden. Er litt unter der Einbildung, daß seine An- tlärte ihm, daß er gehörigen ihm nach dem Leben trachteten. Gin hinzugezogener fofort 1500 Mark vorzuschießen, vorausgesetzt, daß bereit sei, ihm von der Mitgift schon jugendliche Personen unter 18 Jahren, sogar Kinder, durch die die kapitalistische Ausbeutung verstümmelt werden, zeigt folgende Arzt mußte die Ueberführung des gemeingefährlich Geistestranten von Vogel gemachten Angaben über seine Verhältnisse Stala: Die 763 Unfälle vom Juli vertheilen sich wie folgt: auf Wahrheit beruhten. Vogel sollte mit diesem Gelde ein männliche Arbeiter 395, Arbeiterinnen 75; jugendliche Personen Selbstmord in einer Badeanstalt. Gefiern Nachmittag Fouragegeschäft gründen. Er erhielt die 1500 W. und machte unter 18 Jahren 258, davon weibliche 52; Kinder endlich wurden gegen 3 Uhr erschien in der Badeanstalt von Mosblech, Wein- außerdem noch bei der Mutter und dem Onkel seiner Braut Kleine 35 verletzt. nach der Charitee veranlassen. Der schon meisterstraße 14, der Dragonerstraße 29 in Wohnung gewesene Anleihen. Die Verlobung wurde bald wieder aufgehoben, da sich Praktisches Christenthum. Im vergangenen Jahre find 56 Jahre alte Pförtner Friedrich Bach. Als er gegen 41/4 Uhr herausgestellt batte, daß Vogel keineswegs das Vertrauen verfeine Belle noch nicht verlassen hatte, so forschte der Bademeister diente, welches man ihm geschenkt. Er hatte gemeinschaftlich mit 105 250 Zentner Fuselschnaps aus Deutschland nach Afrita ausAugust Tesch nach und fand den Badegast als Leiche auf. Bach seinem Bruder ein Geschäft beseffen, Konkurs gemacht und hieraus geführt worden. Daß es nicht gerade die feinsten Sorten sind, hatte sich einen Revolverschuß in das Herz beigebracht. Bach noch Verpflichtungen, die sich nach Tausenden beliefen. Die ihm womit unsere schwarzen Landsleute aus ihrem deutschen Mutterwar Wittwer und scheint des Alleinseins müde gewesen zu sein. vorgeschossenen Summen hatte Vogel auch nicht zu dem verab: lande versorgt werden, braucht wohl nicht besonders hervor gehoben zu werden. Dafür wird dieser spottschlechte und den In den Beweggründen unaufgeklärt ist der Selbstmord Leib der Trinker zerstörende Spritfuſel um so theurer drüben des Telephonbeamten Eduard Eisfeld, der Sonntag- Nachmittag verkauft. Nun weiß man doch, warum die ostelbischen Junker in seinem Zimmer Dennewigstr. 6 todt aufgefunden wurde. Nach so große Kolonialbegeisterung zeigen und warum die Hamburger ärztlichem Gutachten liegt Vergiftung durch Blausäure vor. Was Geldjäcke stets neue Geldforderungen für Kolonialzwecke an das den 26 Jahre alten Mann veranlaßt haben tönne, Gift zu Reich stellen. Ihr praktisches Christenthum" steckt in ihrem nehmen, entzieht sich bisher der Beurtheilung. Opfer der Arbeit. Ein tödtlicher Unglücksfall ereignete fich Montag Nachmittag kurz vor 4 Uhr am Schleswiger Ufer gegenüber der Altonaerstraße. Dort sollte der Zimmermann Wilhelm Saffe mit dem Arbeiter Wilhelm Druschte aus einem Kahne Balten an das Land tragen. Während dieser Arbeit brach der voraufgehende Saffe infolge eines Fehltrittes plöglich in die Knie zusammen. Dabei fiel das Ende des Baltens von seinen Schultern auf das Genick, verursachte einen Bruch des Wirbels und damit den sofortigen Tod. redeten Zwecke verbraucht, sondern dafür Anschaffungen für sich gemacht, u. a. ein Reitpferd gekauft, auch Schulden damit bezahlt. Bogel hatte gegen das ihn verurtheilende Erkenntniß insofern mit Erfolg Revision eingelegt, als das Reichsgericht in dem Falle, in welchem es sich um die 1500 M. handelte, den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Unterdrückung einer wahren That fache einerseits und der Hergabe des Geldes andererseits vermißte und deshalb einen Betrug nicht für erwiefen erachtete. Es wurde das erste Erkenntniß deshalb aufgehoben. Im geftrigen Termine vor der 9. Ferienstraftammer des Landgerichts I wurde der beanstandete Fall einer nochmaligen Berhandlung unterworfen und im Sinne des Reichsgerichts zu gunsten des Angeklagten entschieden. Die früher erfannte Strafe wurde auf 9 Monate Gefängniß, wovon 8 Monate durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden, herabgesetzt. Geldbeutel. findet vom 4. bis intl. 11. September in Belfast statt. Das ge Der diesjährige Kongreß der englischen Teades Unions schäftsleitende Komitee des Kongresses hat fürzlich die Tagesordnung für denselben festgestellt und versandt. Auf derselben ftehen nicht weniger als 84 verschiedene Anträge. Von lekteren betreffen: sechs die Fabrikinspektion resp. ein zu erlassendes Amendement zum Fabrifgesetz, sechs die Haftpflicht der Arbeitgeber, sechs Submissionen und Löhne bei Regierungsarbeiten, vier die Verkürzung der Arbeitszeit, drei die Schiedsgerichts3n 300 M. Geldstrafe war derzeit der bei Baruth wohn- frage, drei das Handelsmarken- Gesez, vier die Föderation fämmthafte Bauerngutsbesizer Thieme vom Schöffengerichte ver- ticher Mitglieder der Trades Unions, zwei die Nachtarbeit in Zur Cholera. Nach amtlicher Angabe hat im städtischen urtheilt worden, weil er Milch nach Berlin geliefert hatte, die Bäckereien, zwei die Altersversicherung, zwei das gegen Ber Krankenhaufe Moabit bis Dienstag Vormittags 10 Uhr ein Zu zum vierten Theil mit Wasser verdünnt war. Der Angeflagte schwörungen gerichtete Gesez, zwei die Produktivgenoffen gang von vier zur Beobachtung eingelieferten Perfonen( 2 Männer, hatte die gesammte Milch seiner Wirthschaft an zwei hiesige fchaften, zwei die Docinspektion. Von den übrigen Anträgen 2 Frauen) stattgefunden. Als unverdächtig entlassen sind 2 Frauen, Händler verpachtet. Am 15. Februar wurde eine soeben auf dem werden noch die verschiedensten Gebiete berührt, so die Inspektion und zwar die Frau des Mechanikers Baumgart nebst Tochter. Bahnhof eingetroffene Sendung untersucht. Die gesammte Milch der Dampskessel und noch mehrere andere mit der Gewerbepolizei Hiernach bleibt ein Bestand von elf Personen( 6 männliche, wurde fortgegossen, weil sie nach Dr. Bischoff 25 pet. Wasser verbundene Fragen, Reformen werden verlangt bezüglich der 5 weibliche), darunter nur die bisher schon vorhanden gewesenen enthielt. Die Sendung, die am folgenden Tage eintraf, hatte Arbeiter- und auch der Handelsgeseßgebung, sodann auch des beiden echten Fälle. Die übrigen neun Personen find nur ver- dasselbe Schicksal. Im gestrigen Termine vor der Berufungs- Armengesetzes. Ein Antrag will, daß in Zukunft die Uniondächtig beziehungsweise in Beobachtung. instanz bestritt Thieme entschieden, daß er an der Verfälschung mitglieder mit solchen, die einem Gewerkverein nicht angehören Im Krankenhause Friedrichshain befinden sich seit gestern schuldig fei. Er habe die Milch ab Stall verpachtet und eigent( fogen. blackfeets gleich Schwarzfüße), nicht mehr gemeinsam in drei von der Polizei zur Beobachtung eingelieferte Fälle. Darunter lich hätten die Pächter sie hier abnehmen müssen. Sie hätten demselben Betriebe arbeiten sollen; eine Frau und ein Kind mit einigermaßen verdächtigen Symptomen. aber nicht gleich eine geeignete Persönlichkeit gehabt und deshalb feitens der in Amerika bestehenden Unions schon seit Jahren mit letteres wird übrigens Die stattgefundene bakteriologische Untersuchung hat indessen bis- seine, des Angeklagten, Ehefrau gebeten, einstweilen die frisch mehr oder weniger Erfolg durchgeführt. Ferner ist beantragt, her ein negatives Ergebniß gehabt. gemolfene Wilch in den Kühler zu bringen. Das Gefäß fei, wie einen Bentral- Streitfonds zu begründen. Auch das Eingreifen des Aus dem Krankenhause am Urban ist kein Fall gemeldet. fich später herausgestellt habe, undicht gewefen, wodurch ein Theil Militärs gelegentlich der letzten Ausstände wird auf dem Kongreß Mit Rücksicht auf die bisher allerdings in geringer Anzahl des zum Kühlen bestimmten 2affers in die Milch gekommen zur Sprache kommen. vorgekommenen asiatischen Cholerafälle in Berlin, bei denen fein sei. Der Gerichtshof hielt durch die Beweisaufnahme zwar daranderes Moment hervorgetreten ist( insbesondere fein Diätfehler), gethan, daß die Verdünnung absichtlich geschehen sei, aber als daß die betreffenden Personen in Berührung mit Spreewasser nicht für erwiesen, daß der Angeklagte der Thäter gewesen. Dergekommen find, sei es, daß fie in der Spree babeten, wie Baum- felbe müsse daher freigesprochen werden. gart, oder dasselbe zum Scheuern und Reinigen benutten, wie die Schwestern Schlüsselburg, möge dem Publikum dringend empfohlen werden, sich des Genufjes von ungefochtem Spree waffer sowie der Benutzung desselben zu wirthschaftlichen Zwecken zu enthalten. Das Spreewasser ist wohl zu unterscheiden von unferem städtischen Wafferleitungswasser, welch legleres teine solche Gefahr in sich birgt. Soziale Lebersicht. Achtung, Mäntelnäherinnen! Die Unterzeichneten machen Polizeibericht. Am 28. b. M. Morgens wurde eine Frau bekannt, daß die Arbeiterinnen der Damenmäntel- Branche in in ihrer Wohnung in der Lothringerstraße erhängt vorgefunden. der Werkstatt von M. Metsch, Langestr. 104, die Arbeit nieber-Am Schleswiger Ufer, gegenüber der Altonaerstraße, fiel Nach- gelegt haben, wegen zweimaliger Lohnabzüge. Wir bitten, den mittags der Zimmermann Wilhelm Sasse beim Abladen von Buzug fernzuhalten. Balken von einem dort liegenden Kahne infolge eines Fehltritts zur Erde und wurde durch den etwa 312 Zentner schweren Balfen erschlagen. In einem Hause in der Weinmeisterstraße erschoß sich ein Mann mittels Revolvers. In der Melchiorstraße 1 fand ein Dachstuhlbrand statt. Frl. Bertha Griep. Frl. Schmidt. Frl. Wenste. Achtung, Drechsler! Versammlungen. Die Möbelpolirer Berlins hatten am 28. Auguft eine öffentliche Berfammlung, in der zum ersten Punkt der Tagesordnung B. Frante über die Beschlüsse der Gewerkschaftstommiffion referirte und der Versammlung empfahl, sich für die und sich bereit zu erklären, zu den Koften desselben beizutragen. Errichtung des nothwendig gewordenen Bureaus auszusprechen In der Diskussion befürwortete Kollege Lederhose ben Antrag. Sollege Gröbert war dagegen, weil er bezweifelte, daß die Arbeiter im stande seien, diese neuen Kosten wieder aufzubringen. Die Grrichtung des Bureaus sei zwar wünschenswerth, aber die Kosten müßte die Kommune oder der Staat bezahlen. Reuter, auf Weber und Kurth wiesen darauf hin, daß man und bes Staates das Entgegentominen der Kommune dieser Sache Tange warten fönne. Nach einem Schlußworte des Kollegen Frante nahm die Verfammlung folgende Resolution an:" Die Versammlung der Möbelpolirer erklärt sich mit dem Bericht unferes Vertreters der Gewerkschaftstommission einverstanden und ist voll und ganz für Errichtung eines ständigen Bureaus." Die Versammlung wählte dann R. Klobsch, Koppenſtr. 81. M. Baumberg, Mittenwalderstr. 40. Grante als Delegirten zur Gewerkschaftskommission wieder. Gewerbegericht. Kammer IV. Der Stuckateur Jagner May Schneider, Guvryftr. 28, II. Hierauf referirten Gustav Reuter und Karl Kurth zum war bei dem Stuckateurmeister Galbeck in Stellung. Letzterer weiten Punkt der Tagesordnung:„ Das Sinken der Löhne resp. hatte vom Bauherrn" zu dem einen Zahlungstermin kein Geld Beulenroda. Der Streit der Arbeiterinnen in Schopper's bie Lohnabzüge in einzelnen Werkstätten im Möbelpolierberuf, erhalten und ließ deshalb mehrere Gehilfen einige Wochen aus- Fabrik ist beendet. Der Sieg ist nur zur Hälfte erkämpft, die und wie treten wir diesem bei günstigem Geschäftsgang entgegen segen". Unter diesen befand sich Jllgner. Er ist innerhalb vier- Erringung des vollständigen Sieges ist vereitelt worden, indem Reuter führte aus, wie Sie Möbelpolirer den Lohn im zehn Tagen sieben bis acht Wlal bei Galbeck beziehungsweise Einschüchterungen seitens der Polizei vorgenommen wurden. Als Laufe der Zeit allmälig von 18 M., wie er 1870 noch Gerichts- Beitung. Beiträgen im Rückstande find, werden hierdurch aufgefordert, in Kollegen, die bei der Vereinigung der Drechsler noch mit dieielben sobald als möglich zu entrichten. Ebenso werden die Sollegen, die Darlehen von der Vereinigung bezogen haben, ersucht, bis spätestens zum 15. September abzurechnen. Gelder nimmt entgegen Die Liquidationstommiffion: " " gezahlt wurde, bis auf auf 27 27 M. im Jahre 1890| Weise über Hand nehmenden Arbeitslosigkeit und räth Arbeits- tratie, sowie die Einstimmigkeit in bezug auf den Parlamentarismus in die Höhe gebracht hätten, daß dann aber, als die wirthschaft- losen- Versammlungen einzuberufen und nicht bis zum Winter und die Gewerkschaften. liche Krise begann, die Unternehmer sofort mit Abzügen vorge damit zu warten, damit der Minister sich überzeuge, daß in Zum Beginn berührte Liebknecht die vergangene Reichstagsgangen sind. Ehrlich in der Krautstraße, der früher jedem dieser schönen Welt auch im Sommer tausende Bauarbeiter wahl. Habe sie auch nicht den vielfach erwarteten Zuwachs an Möbelpolirer 27 M. gezahlt habe, habe beim Hereinbruch der arbeits- und brotlos sind. Im Sinne der Vorredner äußerten Stimmen gebracht, so sei diesmal der Kampf mit der vereinigten Krise sofort abgezogen. Ihm seien andere gefolgt. Redner em- sich noch die Kollegen Rost, Krebs, Hugo Grünberg, Macht aller Richtungen der Bourgeoisie: mit dem Kapitalismus pfahl den Kollegen, jede günstige Konjunktur wahrzunehmen, um hölzel, Müller und kosinsty, worauf folgender An- und der ganzen Verwaltungsmaschinerie fiegreich bestanden den Lohn wieder in die Höhe zu bringen; vielleicht werde sich trag einstimmige Annahme fand: Die Versammlung stellt worden. Die Gegner seien der Grenze ihres Könnens nahe ge schon im Oktober Gelegenheit dazu bieten. an das Bauhandwerker- Kartell das Ersuchen, in anbetracht der kommen, während der Sozialdemokratie immer neue Kräfte zuKarl Kurth berichtete über die vielfachen Abzüge, die in großen Arbeitslosigkeit im Baugewerbe, auf schleunigem Wege wachsen, die ihren Sieg verbürgen. Die Umstände, unter denen der geschweiften Branche die Kleinmeister gemacht haben, um sich Versammlungen der arbeitslosen Bauhandwerker einzuberufen." die Wahlen von 1893 und 1890 sich vollzogen, feien ganz verdamit über Wasser zu halten. Diese Abzüge hätten die Kollegen Ein weiterer Antrag, in der nächsten Versammlung die Fenster- schiedene. Vor drei Jahren war Bismarck bereits ein gefallener nicht ruhig hinnehmen sollen. Im Cüdosten Berkins wird viel- und Koatstorbfrage wieder auf die Tagesordnung zu stellen, Mann, er hatte nur noch dem Namen nach die Gewalt, und er fach die Arbeitszeit vom allerfrühesten Morgen bis in wurde fast einstimmig abgelehnt. Verschiedene Kollegen sprachen war verhindert, die Regierungsmaschinerie zu benutzen. Das tam die Nacht ausgedehnt. Alles das sei nur möglich sich dahin aus, der Vertrauensmann möge im Bauarbeiter- uns zu statten; während bei der letzten Wahl die Regierungsgewesen, weil die Kollegen der Organisation fern- Kartell erklären, daß die Mehrzahl der Berliner Stuckateure maschinerie zwar geräuschlos aber mit aller Macht gegen uns in blieben. Daher sollten die Möbelpolirer sich wieder aufraffen, derart versumpft, daß die wenigen, treu zur Organisation Thätigkeit gesetzt war. und wenigstens Mitglied ihrer Organisation werden. Wenn stehenden Kollegen nicht in der Lage find, Garantieen für das wohl auch noch nicht zum Oktober, so werde doch zum Frühjahr Verhalten der großen Masse der Indifferenten zu übernehmen. Berichtigung. Laut Versammlungsbericht vom 18. August das Eintreten in eine Lohnbewegung möglich sein. Nachdem Jedes organisirten Kollegen Ehrenpflicht ist es, mit den Töpfern gewinnt es den Anschein, als wenn in dem Geschäft von 53= mehrere Redner in der Diskussion sich im Sinne der Referenten gemeinsame Sache zu machen und im Winter nicht ohne Fenster er der Lohntarif nicht voll und ganz bezahlt wird. Die dort ausgesprochen hatten, nahm die Versammlung folgende Reso- und bei offenem Koatsfeuer zu arbeiten. Auf eine Anfrage, arbeitenden Kollegen werden von allen Seiten diesbezüglich anlution an: Die versammelten Möbelpolirer erklären, daß nur weshalb die Werkstubenarbeiter nicht in den Fachverein aufgerempelt. Zur Berichtigung diene, daß sich das in dem obigen durch den Beitritt zum Verband der Lohndrückerei entgegentreten genommen würden, gaben einige Vorstandsmitglieder die Ant- Bericht Angeführte auf" Früher"( vor ca. 3 Jahren) beziehen werden kann, und hoffen, daß durch den Beitritt in kürzester wort, daß dieser Bassus im Statut schon vor einigen Jahren sollte, was der Berichterstatter übersehen hat, mithin der Tarif Zeit eine Lohnaufbesserung erzielt wird. Sie erklären ferner, fallen gelaffen wurde und dem Anschluß der Werkstättenarbeiter bei Herrn Hösler jetzt voll und ganz bezahlt wird. dafür zu agitiren, daß jeder Polirer dem Verband beitritt." an den Fachverein nichts im Wege stehe. Kleinert ersuchte Reuter befürwortet dann, daß in den größeren Werkstätten, noch um schleunige Beantwortung der von ihm in Nr. 191 des namentlich in denjenigen, die mit der Qualität ihrer Arbeit Vorwärts" vom 16. August unter Sozialer Uebersicht unter prunken, schon sehr bald der Hebel angefeßt werde, um eine beffere breiteten Fragen betreffend die sanitären Mißstände im Gewerbe Bezahlung der Arbeiter zu erzielen. Die Versammlung beschloß, und die Werkstättenverhältnisse. Die übrigen Punkte der Tages- mann, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. die Tellersammlung fortzusehen und den Ueberschuß der Gewerk- ordnung blieben unerledigt. schafts- Kommission zu überweisen. Unter Verschiedenem theilte In der öffentlichen Versammlung der Maurer und Rollege Urban mit, daß am Montag Morgen bei Groschfus elf Polirer die Arbeit niedergelegt haben. Redner forderte die Puker vom 28. d. M. stand der Antrag des Ausschusses der Kollegen auf, die Sperre aufrecht zu erhalten, bis Groschkus Geriverkschaftskommission, betreffend die Errichtung eines Nachdem Gröpp wieder 27 Mart zahlt. Die Polirer müßten sogar helfen, das ständigen Bureaus zur Berathung. Publikum zu täuschen, indem sie diesen Antrag begründet und befürwortet bereit sei aus Nußbaumholz Polisander machen müssen. Sprachen sich Simanowsti und Gräschte im Sinne des Reuter erklärte, daß der Verband die Streifenden moralisch voll Referenten aus. Schulz äußerte den Wunsch, daß das zu und ganz unterstüßen werde. Thamm theilte mit, daß ihm nach Arbeitern zugänglich gemacht werden solle und wurde in diesem schaffende Auskunftsbureau nur gewerkschaftlich organisirten Wunsche von Schigo Isti unterstützt. Dähne und Gräschte, Die Militär- und Lieferungsschneider hatten sich zu wie auch Heinze traten der vorgedachten Ansicht entschieden einer Versammlung am 28. Auguft in mäßiger Bahl eingefunden. entgegen und schlug Ersterer an stelle dessen eine Steuer für Zum ersten Punkt der Tagesordnung:" Halten die Offizier nichtorganisirte Arbeiter vor. Ueberzeugt von der Nothwendig- im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 70. Schneider durch die Annahme der Militärvorlage die Zeit für keit eines ständigen Bureaus war Heinze nicht. Schul be- ftunde Abends 9 ubr. Aufnahme von Mitgliede Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebuigs günstig, ihre im Jahre 1890 im Streit nicht errungenen Forde- richtigte seine geäußerte Ansicht dahin, daß der Bureaubeamte Andreasstr. 26, bet Wilte. rungen jegt zu erzielen?" hielt Kollege Jerwin einen Vortrag, nur jeden, der das Bureau in Anspruch nehme, frage, ob er aus welchem hervorging, daß Zeit und Verhältnisse für die organisirt sei, um so gewissermaßen statistisches Material zu Lieferungsschneider nicht dazu angethan feien, in eine Lohn- fammeln, und die Nichtorganisirten auf ihre Gewerkschaftsbewegung einzutreten. Im selben Sinne äußerten sich sämmtliche organisation hinzuweisen. Nach Schluß der Debatte erklärte sich Redner, und man nahm zum Schlusse einen Antrag dahingehend die Versammlung mit allen gegen eine Stimme mit dem Anan, vorläufig von einem Streit abzusehen, und zunächst mit den trage des Ausschusses der Gewerkschaftskommission einverstanden. Kollegen der Geschäfte in Verbindung zu treten, in denen Abzüge zur Besprechung stand ferner die Kontrollmarke im Bäckervon dem Tarif stattgefunden haben, behuss Besprechung einer gewerbe, welche Bäcker Kretschmar begründete und der event. Regelung. Zu Verschiedenem wurden Zustände, betreffend allgemeinen Berücksichtigung empfahl. Obgleich im allgemeinen die Praktiken des Zuschneiders Eckert bei der Firma Dahms, für Kontrollmarken wenig Stimmung vorhanden war, wurde scharf getadelt. Außerdem wurde zur regen Betheiligung an der dieselbe für das Bäckergewerbe doch als berechtigt anerkannt. Die am nächsten Montag in der Johannisstraße stattfindenden geäußerte Abneigung gegen die Kontrollmarte im allgemeinen Vereinsversammlung aufgefordert und bekannt gegeben, daß ein veranlaßten Hutmacher Stabring, für die Kontrollmarke neuer Zuschneidekursus in Aussicht genommen und in nächster einzutreten. Die Frage der Kontrollmarken soll bei Gelegenheit Zeit beginnen werde. noch näher erörtert werden. was er zu verantworten der Arbeitsniederlegung 27 Mark bewilligt worden sind. Ier hatte, Die Dachdecker hielten am Sonntag, den 27. August, be In einer öffentlichen Versammlung der Arbeiter. Bildungsschule( Nord) am 27. August hielt der Genosse Mähr hufs Stellungnahme zum diesjährigen Kongreß eine öffentliche einen Vortrag über die Entwickelung des Volksschulwesens in Versammlung ab. Nachdem Kollege Rosenbaum die EinPreußen", in dem er an der Hand eines reichen statistischen leitung zu der Debatte gegeben, sprach Kollege Rack wit über Materials das heutige Volksschulwesen einer scharfen Kritik die Praktiken des Unternehmerthums, denen gegenüber eine unterzog, gleichzeitig auf die hohe Bedeutung der Arbeiter Organisation dringend geboten sei. Kollege Precht behandelte Bildungsschule, als ein von den Arbeitern selbst ins Leben ge- des Längeren den Werth der Zentralvereine, und forderte den rufenes Lebrinstitut hinwies und mit warmen Worten zur Unter- Verband und den Fachverein der Dachdecker auf, endlich einmal stützung desselben aufforderte. Nach einer kurzen Diskussion fand den Streit zu schlichten und sich zu vereinigen. Nachdem noch ein geselliges Beisammensein statt. Kollege Althaus den Fachverein vertheidigt hatte, wurden die Kollegen Rack with und Rosenbaum als Delegirte zum Rongreß, der vom 1. bis 8. Oftober tagt, gewählt. Beide Delegirte treten für die Zentralorganisation ein. Der Banarbeiter- Verein der Rosenthaler or stadt hielt am 20. August eine Versammlung ab. Die Abrech nung vom Monat Mai wurde für richtig befunden. Darauf wurde der Versammlung bekannt gegeben, daß zu gleicher Beit eine öffentliche Bauarbeiter- Versammlung tagt. Infolge dessen wurde ein Antrag wegen gänzlicher Aufhebung des Arbeitsnachweises bis zur nächsten Versammlung vertagt, und die Versamm Tung geschlossen. Die nächste Versammlung findet am 17. September statt. In einer Textilarbeiter und Arbeiterinnen- Verfammlung, die am Sonnabend, den 19. d. Mts., hier stattfand, referirte der Delegirte und Kollege Karl Hübsch über den internationalen Textilarbeiter- Kongreß, und führte unter anderem folgendes an. Der internationale Textilarbeiter Kongreß beschloß die Errichtung eines internationalen Sekretariats und die Bildung eines großen Verbandes mit dem Sih in England. Der Fachverein der Klempner hielt am 21. Auguft eine Ferner wurde die Abschaffung der Akkordarbeit und die EinVersammlung ab. Als erster Punkt war ein Vortrag des Herrn führung eines Minimallohnes, gegenseitige Unterstützung bei Werner über den Züricher Kongreß auf die Tagesordnung ge- Streits, die vom Landes- Zentralfomitee gutgeheißen sind, untersetzt. Ghe in die Tagesordnung eingetreten wurde, entspann sich ftüßung bei Maßregelungen wegen Zugehörigkeit zur Organieine recht erregte Debatte, ob der Vortrag gehalten werden sollte. fation und Einführung einer Wanderunterstützung beschlossen. Die Majorität entschied sich für den Vortrag. Herr Werner Auch sprach sich der Kongreß über den Werth der Kontroll- oder erklärte, daß er den Vortrag nicht halte, entwickelte aber in Schuhmarke aus. In der Diskussion stimmte die Versammlung 3/ 4stündiger Rede seine Meinung, die darin gipfelte, daß die mit den Ausführungen des Referenten überein. Die Abrechnung Sozialdemokratie reaktionärer set, als alle bürgerlichen Parteien. über das Stiftungsfest vom 16. Juli ergab einen Ueberschuß von Kollege Winter trat diesen Ausführungen entgegen und be- 132,40 M. Sodann wurde beschlossen, 50 M. an die streitenden hauptete, Werner sei gar nicht im stande, einen wissenschaftlichen Kolleginnen in Beulenroda zu schicken. Vortrag zu halten. Im Laufe der Versammlung legte Kollege Reinhardt sein Amt als erster Vorsitzender nieder. Den streitenden Kürschnern wurden 20 M. bewilligt. " $ J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. Eandemannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 30. August, Abends 8% Uhr, Zusammenkunft der Landsleute mit Damen im Kommandanten- Garten", Kommandantenftr. 10/11. Theaterverein Unikum. Sigung Mittwoch Abend 9 Uhr bet SehRauchklub, Meffalina". Sigung Mittwoch Abend 9 Uhr bei Wuttke, Graudenzerstr. 2. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nords Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Dft- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Süd- Schule, Martendorferstr. 5: unterricht in Geschichte( mittt.). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Rechnen, Deutsch( oberes). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semeſters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwody. Johann Jacoby, bet Fritz zio. Ponats, Ab.sk Uhr, im Reſtaur. Grube, Mariendorferfir. 10. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. heit, abends 8% ubr bei Stramm, Ritterſtraße 128. brunnen, Abends 8½ Uhr, bei Haferland, Bellermannſtr. 87. Heine, Abends 8% Uhr, bet Schmidt, früher Albrecht, Knesebecstr. 82. Otto - Ginigtett, Abends Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen 33. Reimer, bet 2. Brosch, Wilhelmshavenerftr. 23. 8% Uhr, bei Beige, Triftstraße 1. Gesund Gletch Rirdorf Stedesfreiheit 1, Freya,( Gemischter Chor), Alte SchönhauserBlumenstr. 46 bei Went. Echo 1 Pantov, Byra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel.- hand in hand 1, Reichenberger Wilke. Deutsche Eiche, Lindowerstr. 26. 1 ftraße 22-23, Bögow's Braueret. Silaritas, Hochstraße 32 a, bet Schulzefir. 27.- Gefangverein ber Stein meßen, Flemmingstr. 6 bei Mant. straße 16 bei Bäßoldt. Schneeglöd chen 2, Potsdam, BrandenburgerKommunikation 16, bei Glafer. Unverb roffen, abends 8% Uhr, bei Sachs, Rütli, Friedenau im Kurhaus. Borwärts 5, Friedrichs Hagen, Rundtheil, b. Lerche. 2orbeertrans, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Sudo ft 1. Köpnickerstr. 191, Restaurant.- Rothe Nette, Schöneberg, GolzGefangverein der Kupferfchmiede, Wein Straße 43, bet Siegeler. Straße 11 bei Feind. ,, Concordia". Dieffenbachstraße 58 bet Sol. " Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bet Schneider. Gefangverein Freiheitsflange, Alte Jatobftraße 68. unverzagt angestr. 65 bet Tempel.- Gesangverein 2orbeertranz 2. Oranienstraße 190 bei Katsch. Gesangverein Siebeslust in Fürstenwalde bet Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Stallschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser Gesangverein offn ung 3", Brandenburg a. S. Allee 46 bet Buſſe. Ramps Salon. Gesang Berein Zitania", Guvryjtraße 48 bet Seidler. Gefangverein angesblüthen Blumenftr. 88 bet Hente. Gefangverein Moabit, Waldstraße 52 bet Gohr. Männer Gesangverein iederlust, Fichteftr. 29 bei R. Krösche. Gesangverein Gleichheit", Pappel- Auee 3-4 bet A. Meinhardt. Gefangverein yra 8, Bris, Bergfir. 66 in Birdorf. Gefangverein Freiheit stlänge 2 Eberswalderstraße 5.- Ratser' scher Quartettverein, Srautftr. 6 bei Rudolf. Arbeitergesangverein von Brig in Briz, Rosense eterraffe. Gefang Ginig verein Sängerfreiheit, Naunynftr. 48 bei Friz Fröhlich. teit 3, Groß- Lichterfelde, bet Gries. Junge& tch e, Reinickendorf, Gefell fchaftsstraße 11 bei Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bet tewald. Ginig, Straußbergerstr. 8 bei Birt. ,, Vorwärts" 7 - Seeger'scher Rummelsburg, Rummelsburgerftr. 11 bei Borchmann. Männerchor, Frankfurterfir. 18 bei Kaprolatis. Gefangverein Edel= weiß, Potsdam, Waisenstraße 4 bet Ludley. Dämmerlicht. DoppelQuartett, Bandsberger Allee 152 bet Krause. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu schriften find zu richten an P. Senter, Bergmannstraße 21, Hof 3 r.) Mittwoch: Pollack- Klub 2u stige Brüder, Manteuffelftr. 46 bei Liewald. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bet Wolff. Tambourverein Vorwärts( Nixdorf) Hermann- und WanzlichstraßenEcke bei sober. Rauchklub iserne feife, Triftstr. 1 bei Hoffmann. Humoristischer Rauchttub, Görligerstr. 42 bei Picht. Geselliger Berein Brüderlichkeit Georgenkirchstraße 65 bet Müller. Bautenschwengel Annenstraße 16 bet Ghrenberg. Naunynftr. 86 bet Bubeil abends 8% Uhr. ebuferstraße 5 bet Nemiz( alle 14 Tage). Mufitverein Verein Rhetortt Gefelliger Verein Hoffnung Rauchtlub Gutgefinnter Theaterverein Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. roletariat, Naunynsir. 83 bei Köhn. Knospe, abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Aliancestraße. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein Musikverein Borwärts, Abends 8 bis 10% uhr, Sangestraße 108 bei Mebelin. Männer- Gesangverein albtapelle 2, Abends Uhr, Restaurant Rayfer, Staligerfir. 22. Mufit- Dilettantenverein Brectofa, bends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ede. Sigung. Rauchflub Rothe Nette, bet Steuer, Weinftr. 22. Rauchtlub, Abends 9 uhr, bet A. Niemann, Görlitzerfstr. 42. Rauch Club " 1 Turnverein offnung, abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9.kraftturnverein Jugendfraft, jeben Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bet Lade, Beughofstr. 8. Turnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Fretenwalderstraße 89. Straftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Steichenbergerstraße 73a. athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, BrunnenStraße 154, Lotal Kontordia. Theater- und Vergnügungs- Berein Sumanitas abends 9 Uhr bei Reed, Lothringerfir. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9 Uhr, Brauerei tagenden Bersammlung hielt die Genossin Frau jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Dieke, Bothringer Reſto Charlottenburg. In der am 24. August in der Gambrinus bei Schulz, Veteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothr ingerstraße 101.- Theater- und Lefetlub Morgenroth, Rohrlad einen Vortrag über die Emanzipation der Frauen. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, Restaurant Kreuzfidel, bet Gumitch, ReichenbergerDie Stuckateure Berlins und Umgegend waren von ihren Rednerin führte in ihrem 1/2 stündigen Vortrage aus, daß die Sommer, Grünstraße 21. Touristenftraße 149. Fidele Brüder, bet H. Mrofe, Lachmannstr. 5.Vertrauensleuten zu einer öffentlichen Versammlung am Montag Emanzipation der Frauen nur gemeinsam mit den männlichen verein" Fret weg", Abend Uhr bet Steblutad, Manteuffelstr. 86. eingeladen, um außer anderen wichtigen Fragen speziell die Genossen zu erkämpfen sei. Eine in diesem Sinne gehaltene Bergnügungsverein Suftig- Frob, Abends 9 Uhr, Märkischer Hof, leidige Fenster und Koatstorbfrage zu berathen. Resolution fand einstimmige Annahme. In einer längeren Dis- Admiralstr. 18c. Arbeiter Bitherklub Fretheitstlänge, am Bahnhof Kollege Krebs verlas vorerst seine Abrechnung. Die Agitatione fuffion wurde allgemein eine regere Agitation für die Frauen- bends von 8-11 Uhr, bet R. Bommerente, Braße betwetß. Großgörschenstraße. Bitherflub Alpenglöd chen tommission vereinnahmte vom März bis August d. J. mit dem bewegung befürwortet. Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler vorhandenen Bestand von 131,48 M. insgesammt 268,15 M. und willkommen. In Adlershof tagte am Sonntag, den 27. August cr., eine Rauchtlub Noochloch, Abends 9 Uhr, bet Sterftein, Admiralstr. 33. verausgabte 239,80 M., mithin verbleibt ein Ueberschuß von Sumoristischer 23,85 M. Kollege Frig Grüneberg nannte das Facit der gut besuchte öffentliche Bolksversammlung, in der Stadtverordneter Abrechnung ein bebauerliches; die nackten Zahlen bewiesen deut- Arbeiterbewegung und die Thätigkeit Laffalle's Th. Meyner aus Berlin über das Thema referirte: Die Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr ein Gedenktag". bet Späth, Weinstr. 28. Rauchfluh Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bet lich die Interesselosigkeit der Kollegen an den Bestrebungen zur Redner warf einen Blick auf die agitatorische Thätigkeit Laffalle's Schlüter, Aleine Markusfir. 10 Rauchflub Bultan, Abends 9 Uhr bet Berbesserung ihrer Lage. Auch die Revisoren glänzten durch und würdigte den ungeheuren Werth, welchen dieselbe damals Bitter, arianenfi. ds. Rauchklub, Golbeneaua st e", Abends 9 Uhr Abwesenheit, infolge dessen die Grtheilung der Decharge unter: hatte. Er schilderte des weiteren, wie aus den Anfängen, die straße 121a bet Schöbel. bet Muß, Jostystraße 8. Rauchtlub Schmotes Werte, KöpenickerRauchklub Borwärts Güb Dit", bleiben mußte. Die Besprechung über die Fenster- und Koats- unter Lassalle's Werken entstanden, sich die Partei fo mächtig Baldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifen brüder Rauch klub forbfrage leitete der Vertrauensmann Kollege Kleinert ein. entwickelt hat bis zu ihrem heutigen Zustande und schloß mit der Abends 9 Uhr, Klosterftraße 88, beim Genoffen W. Salzwedel. Rauchflub in diesem Jahre trete die Nothwendigkeit wieder Mahnung, die bei uns Ferdinand Lassalle zuerst ausgesprochen zustige Brüder Abends 8% Uhr Dianteuffelftr. 65 bet töbius, Deutsche Gich e, Abends s uhr bet John, Waldemarstr. 52. an die Stuckateure heran, sich darüber schlüssig zu wer hat, daß die Arbeiter nicht gegen Arbeiter fämpfen sollen, sondern Rauchtiub Arcona Abends von 9-11 Uhr bet Bernhard, State o bent, ob man im eigensten Interesse im Kampfe zur Erhaltung der Gesundheit nur gegen das Kapital. Mit lebhaftem Beifall stimmte die Ver- Atteutscher t auch Tiub bet adbede, Mündebergerfir. 5. unterstützen wolle? Bum mindesten müsse doch das in den Vor- sammlung diesen Ausführungen zu. In der Diskussion forderte American Club Uncle Sam. 9 o'clock, jahren Errungene erhalten werden. Der Polizei- Präsident hat noch Schimanski die Parteigenossen auf, unentwegt, wie es gaffalle Germanoff Abends 8½ übr, bet Dtto Babel, Frankfurter Allee 90. dem Druck der öffentlichen Meinung nach gegeben und eine Ver- gethan, den geraden Weg aufs Ziel zu verfolgen. Dann traten Restaurant 62, Königstrasse. Guests are welcome, English Conversational Club Shakespeare. ordnung erlassen, wonach in Räumen, wo Koatstörbe stehen, die Sänger unter den Genoffen zusammen und schlossen mit dem nicht gearbeitet werden darf. Diese Verordnung besteht nur für Bortrag einiger Arbeiterlieder in schönster und würdigster Weise Meeting every Wednesday of 9 o'clock at Neumann's Restaudie Gedächtnißfeier. rant, Rosenthalerstr. 36. Guests are welcome. Berlin und Charlottenburg; der Regierungs- Präsident hat im Auftrage des Ober- Präsidenten, an den man sich ebenfalls um Gießen. Auf ber Rückreise vom Züricher Kongreß erstattete ein solches Verbot für die Vororte wandte, mittheilen lassen, daß Genoffe Liebknecht am 15. d. M. unserem Wahlverein in gutfür diese ein derartiges Bedürfniß nicht vorliege. Allerdings besuchter Sigung einen Bericht über die inneren Verhältnisse des müsse man den Präsidenten zu gute halten, daß fie fo etwas Rongresses, die Erfahrungen und Lehren für die Zukunft, die nicht verstehen, weil sie feine Fachleute sind. Auch die Ver- wir demselben verdanken. Besonders betonte er die praktischen ordnung des Berliner Polizei- Präsidenten ist ein Messer, dem Leistungen, die im Gegensatz zu früheren glänzenderen Kongressen Hirschberg i. Schl., 25. Auguft. Mit bezug auf die Mitbie Klinge und der Griff fehlt. Ohne bratonische diesmal aufzuweisen feien, die nahezu völlige Einmüthigkeit, die theilung, daß im Anfang d. M. auf dem Kamme des RiesenStrafbestimmungen sind bei den Unternehmern derartige in den meisten Fragen die verschiedenen Nationen vereint habe. gebirges ein Raubanfall auf einen Kaufmann aus Görlig verübt Verordnungen belanglos, fie pfeifen darauf. Kollege Er begründete die Ausschließung der Anarchisten und un- worden set, geht dent B. a. d. R." von dem Ersten StaatsFr. Grünberg gab zu bedenken, daß das Arbeiten abhängigen" und die Haltung des Kongresses zur Frage der anwalt in Hirschberg folgende Berichtigung zu: Die von dem bei 3 bis 4 Grad Kälte in einem zugigen Bau in furzer Zeit Maifeier und des Generalstreits. Unterzeichneten angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß selbst die kräftigsten Naturen der Krantheit und dem Siechthum Als besonders bemerkenswerth bezeichnete der Redner auf den Komptoiristen Rudolf Bähr aus Görlig Anfang August entgegen führt. Weich brodt fand die Ursache des schlechten bie Begeisterung der Gewerkschaften Englands für den des Jahres auf dem Wege zwischen der Spindler- und der Besuches der Versammlung in der schon jetzt in erschreckender Sozialismus und der Italiener für die deutsche Sozialdemo- Peterbaude ein Raubanfall nicht ausgeübt worden ist. Bähr Auch und notice Abends Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Vermischtes. " " selbst hat angegebent, nur geschlagen worden zu sein, ohne daß| Cholera asiatica vorgekommen. In Leerdam find gestern versucht worden wäre, ihn zu berauben." Zu derselben An- fünf neue Erkrankungsfälle, heute eine Erkrankung, im Briefkaffen der Redaktion. gelegenheit bemerkt das Hirschb. Tageblatt":" Die Geschichte ganzen 13 Cholerafälle fonstatirt worden. Aus Delft Bu kaufen gesucht sämmtliche Jahrgänge des Züricher von dem angeblichen Raubanfall zwischen Spindler- und Peter- wird ein Cholerafall gemeldet.- Wien, 28. August. Sozialdemokrat" bis einschließlich 1885. Ferner die baude reduzirt sich auf eine gewöhnliche Prügelei, bei deren Ver- Die amtlichen Berichte fonstatiren aus den lehten Nummern 2, 9, 23, 26, 35, 42, 44 des Jahrgangs 1886 und die anlassung das où est la femme"( Wo ist das Weib!) eine her- beiden Tagen ein, wenn auch nur sporadisches Vorschreiten Nummern 6, 43, 48 des Jahrgangs 1887 des„ Sozialdemokrat". vorragende Rolle spielte. der Cholera in Galizien. In 9 Bezirken tamen vereinzelte Fälle Angebote bitten wir zu senden an die Redaktion des leber zwei in Kiel wegen Verdachte der Spionage auf vor. Ne apel, 28. August. Hier sind gestern und heute je Vorwärts". einer englischen Yacht verhaftete Franzosen berichtet die Kieler 5 Cholera Todesfälle vorgekommen. In Cassino wurde in den R., Berlin. Sie fragen, ob der Dr. Gustav Schönberg Zeitung": Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, hat die lehten vierundzwanzig Stunden ein neuer Erkrankungsfall fest in Stettin, dem Ferdinand Lassalle in seinem letzten Untersuchung den Verdacht bisher nicht beseitigt; die beiden gestellt. Emmerich, 29. Auguft. Ein zugereister Schiffer Willen die Erlaubniß giebt, sich 100 Bände aus seiner Bibliothek Passagiere des Schiffes sind daher noch von der Polizei feft- starb hier gestern an Cholera. Wien, 29. Auguft. Wie die auszuwählen, identisch mit dem Professor der Staatswissen= gehalten, von der sie bereits seit Sonnabend und auch am Wiener Abendpost" meldet, hat die bakteriologische Untersuchung schaften in Tübingen, Dr. Gustav von Schoenberg, Heraus Sonntag auf einer Fahrt nach Laboe beobachtet wurden. Die bei einem im Franz Joseph- Spital hierselbst verstorbenen Arbeiter geber des Handbuchs der politischen Dekonomie, ist. Gewiß! englische Besatzung der von den Beiden gemietheten Yacht weiß des städtischen Lagerhauses asiatische Cholera als Todesursache Es ist derselbe Herr, der sich allerdings zu einem der laminvon deren Reifezwecken nichts. Die beiden Franzosen heißen ergeben. frommsten Vertreter des zahmsten und wässerigsten Kathedernach den in ihrem Besize befindlichen Pariser Pässen Raoul fozialismus" aufgestrebert hat. Die Zeiten ändern sich, und Dubois und Maurice Daguet. Ersterer will Grundbesitzer, Schönberg mit ihnen. letterer Geschäftsreisender sein. Gefunden wurden bei den Verhafteten Zeichnungen der Festungswerke von Wilhelmshaven, Helgoland und der Kieler Forts. Die Yacht ist in Cowes be= heimathet und wurde von ihren Führern in England gechartert. " Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 29. August. Nach einer Meldung des Figaro" gab die französische Regierung den Grenzbehörden Befehl, etwaiges Ueberschreiten der französischen Grenze von Seiten spanischer Banden, sowie die etwaige Theilnahme französischer Basten an den fueristischen Kundgebungen zu verhindern. Die Cholera. Pest, 28. Auguft. Die„ Budapester Korrespondenz" meldet einen gestern bakteriologisch festgestellten Cholera- Todesfall in Budapest. Eine weitere Erkrankung an Cholera sei in der Hauptstadt nicht vorgekommen. Das Amtsblatt wird morgen eine Deklaration des Ministerium des Innern veröffentlichen, welche das Marmoroser Komitat als von der Cholera infizirt erklärt. Ueber die Ausbreitung der Cholera in Nancy, 29. August. Eine Anzahl italienischer Arbeiter in den ungarischen Romitaten liegen hier folgende Nachrichten vor: den Steinbrüchen wurde durch Drohungen ihrer französischen Im Komitat Baes- Bodrog 10 Erkrankungen, 5 Todesfälle; in Genossen so eingeschüchtert, daß sie die Arbeit verließ. den Komitaten: Szabolcs 12 Erkrankungen, 10 Todesfälle; Neapel, 23. August. Etwa 1000 Lohnwagen haben den Ugocfa 2 Erkrankungen, 1 Todesfall: Crongrad 1 Todes- Verkehr wieder aufgenommen. Der Kutscherstreit wird nunmehr fall; Bekes 1 Erkrankung], 19 Todesfälle; Kis- Küküllö als beendigt betrachtet. 1 Todesfall; Zemplin 9 Erkrankungen, 5 Todesfälle; London, 29. August. Die Grubenbesizer weigern sich, in Bilacs 1 Erkrankungsfall; Jasz Nagy Kun- Szolnok Gemeinschaft mit den Bergarbeitern auf eine Erhöhung der 15 Erkrankungen, 11 Todesfälle. Die dem„ Pesti Naplo" ent- Rohlenverkaufspreise hinzuwirken und dadurch eine ent stammende Nachricht über einen Fall von asiatischer Cholera in sprechende Lohnerhöhung herbeizuführen. Sie lehnen ferner Pest wird von kompetenter Seite dementirt. Bukarest, ab, die Löhne auf der Höhe zu erhalten, wo dieselben 28. Auguft. Ueber den Stand der Cholera wird gemeldet, daß sich zu der Zeit befanden, als die Grubenbefißer den Bergin Braila 11, in Sulina 3, in Galaz 3, in Fatesci 14 neue arbeitern von der beabsichtigten Lohnabänderung Mittheilung Fälle und in Calarashi 1 neuer Erkrankungsfall vorgekommen machten. Die Grubenbesitzer erklären, die Haltung der Grubenfind. Es starben 22 Personen, während 8 geheilt wurden und arbeiter verhindere jeden Vergleich. 104 in ärztlicher Behandlung verblieben. Rotterdam, 28. August. Hier sind 2 Todesfälle und 1 neue Erkrankung an = Achtung! Thyme. Wir haben einen Bericht nicht erhalten; nur eine Ergänzung, die wir nicht brachten, weil sie bezug nahm auf ein vorhergehendes Eingesandt. Senden Sie den Bericht vollständig nochmals ein. Thüringer. Nicht verwendbar. . 3. N. 1. Ein Genosse wünscht die Adresse einer Bue schußfasse, die in Berlin womöglich auch für weibliche Arbeiter besteht, zu wissen. Die Zuschußkassen werden deshalb um Angabe ihrer Adresse, möglichst unter Beifügung ihres Statuts, hiermit ersucht. 2. Unterschlagung liegt nicht vor. Klagen Sie den Wechsel ein und suchen Sie dann bei geeigneter Gelegenheit durch Pfändung zu dem Jhrigen zu kommen. Genosse, Rummelsburg. 1. Der Anspruch aus außer ehelichem Beiwohnen ist dadurch bedingt, daß der Att innerhalb eines Beitraums vom 285. bis 210. Tage vor der Entbindung vollzogen ist. 2. Die Sechswochenkosten betragen etwa 60 M., die Entbindungskosten richten sich nach den bestehenden Umständen. An Alimenten find 15-18 M. monatlich bis zum vollendeten 14. Lebensjahre des Kindes zu zahlen. Weigert die Mutter nach vollendetem 4. Jahre des Kindes die Herausgabe des Kindes an den erziehungsfähigen und bereiten Vater, so fällt von da an der Alimentenanspruch fort. F. Runkel, Chicago. Ihr Abonnement geht bis 22. Ottober. H. Müller, Havelbergerstr. Die uns zugesandte Erklärung toftet als Inserat 14,40 m. Wir bitten den Betrag einsenden zu wollen, worauf die Aufnahme des Inserats erfolgt. Elegante Einsegnungs- Anzüge in blauen und schwarzen Stoffen und Kammgarnen zu billigsten Preisen empfiehlt Lithographen, Steindrucker u. Berufsgenossen! Julius Lindenbaum, Frankfurterstr. 139. Ueber die Firmen Hohenstein& Lange, Prinzen- Allee und Badstraße, und Meysel, Auguftstraße, wird die Sperre strengstens aufrecht erhalten und ist Zuzug entschieden zu vermeiden. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Töpfer und Berufsgenossen. Am Donnerstag, den 31. August, Abends 8 Uhr, findet im Saale der Brauerei Böhow am Prenzlauer Thor eine Oeffentliche Versammlung der Töpfer 326/14 sowie sämmtlicher durch das Bauarbeiter- Kartell vereinigten Bauarbeiter statt. Tages- Ordnung: 1. Die Fenster und Koatsforbfrage. 2. Reorganisation der Gewerkschaftskommission. 3. Errichtung eines ständigen Bureau betreffend Regelung und Information über Gewerbegerichtssachen. Möbel, Spiegel und Polster- Waaren. * Ausstattungen in Mahagoni u. Muhbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., 7 Franz Tutzauer, Tutzauer, midterstr. 25. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplay. größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zahle Kinderwagen, 0 ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Möbel. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. 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August, Abends 82 Uhr, in Philipp's Restaurant, Rosenthalerstr. 38: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht von der Sonntagstour und Wahl der beiden Fahrwarte. 2. Einladung der Rathenower und Brandenburger Sportsgenossen. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gäste willkommen. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand, J. A.: C. Müller. 426/10 Zeuthen- Hankel's- Ablage und Umgegend. Oeffentl. Volks- Versammlung für Damen und Herren am Sonntag, 31. September 1893, Nachmittags 3 Uhr, bei Herrn Künzel. Tagesordnung: Gardinen- Fabrik Großes Lager gestickter und engl. Tüllgardinen, Stores, weiß und crême. Große Auswahl in Sopha-, Tisch- und Bettdecken, auch im Einz.zu den billigsten Fabrikpreisen. E. Knape aus Eutsch in Sachsen Berlin N., Brunnenstr. 22, 1 Tr. v.Mitte Sept. im Nebenhaus Nr.21 p. Fabrifarbeiter! 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 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