Hr. 204. Grfcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. sels per 10. Jahrg. Vorwärts Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 fg., für Vereins- und Beriammlungs: Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 1hr Bor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. auf den Donnerstag, den 31. August 1893. stüßen zu können, ist diese über sie hinweg in noch tiefere Fäulniß gesunken. Die Person Lassalle's aber strahlt im hellsten Ruhmesglanze. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement Herrschaft des Kapitals zu leiden, und der Unmuth, der Wohl haben die Arbeiter auch heute noch unter der Groll und die Erbitterung mögen ob des stetig zunehmenden Druckes sich in ihnen häufen, die Ungeduld ob des zögernden Sieges sich mehren, aber es bedarf nur eines Rückblicks „ Vorwärts" Berliner Volksblaff mit der illustrirten Sonntagsbeilage 11 Die Neue Welt". unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, monatlichen Preise von wöchentlich 28 Pfennige. zum Preise von Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements 1,10 Mark für September entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.) Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. und seine Verdienste dadurch keinen Abbruch erleiden. Er hat die Standarte erhoben, um welche heute fast die gesammte Arbeiterschaft Deutschlands geschaart ist, und sein dem Kampfe für die menschenbefreiende Sozialdemokratie.. zündendes Wort begeistert heute noch Millionen Herzen in daha da rado 100 auf die Zeit des Auftreten Lassalle's, um den ge- Politische Uebersicht. Berlin, den 30. August. # " 290 waltigen Fortschritt der Arbeiterklasse zu bekunden. Wie fand Lassalle vor dreißig Jahren die Arbeiter Deutschlands vor? Eine stumpfe, theilnahmslose Masse, und in ihren vorgeschrittneren Kreisen höchstens an den Abfällen Bunde bei den Berathungen über den deutsch russischen Der Bund der Landwirthe, den wir als Dritten im der Bourgeoisbildung zehrend, ein Anhängsel oder Werkzeug in die Arbeitermassen, der sie aus der stumpfen Willen der Reichskanzler ohne den Bund der Landwirthe gehen zu der Ausbeuterklassen. Lassalle warf den zündenden Bliz Handelsvertrag vermißten, meldet sich bereits und schreit, Willen- schreit, schreit nach des Suprecht- Ranſern Lehre. Glaubt lofigkeit aufrüttelte und ein helles Licht auf ihre Klassenlage warf. Wer von den Arbeitern möchte heute den Rück- können, so wird dieser zeigen, daß er eine Macht ist, mit der im öffentlichen Leben gezählt werden muß." Nur Geschritt in jene Zeit thun? Welcher ziel- und klassen- duld, dem Schreier wird der Mund schon auf des Volkes bewußte Arbeiter möchte eine Verbesserung seiner Lage Kosten mit einem fetten Bissen gestopft werden. Die vom darin erblicken, daß er zu der stumpfen Empfindungslosig- Zentralverband deutscher Industrieller lieben ihre Brüder feit jener Zeit zurückgeführt würde? Das Bewußtsein seiner Krautjunker viel zu herzinniglich, als daß sie nicht eine Menschenwürde hat dem Arbeiter auch sein Elend zur Er- Hand die andere waschen ließen. Weshalb ist auch die Refenntniß gebracht; aber um keinen Preis würde er jene gierung so spröde? Warum nicht auch diese Auspowerer preisgeben wollen, um dieses zu vergessen. der Masse zu Rathe ziehen? Nur ein kleines Häuslein unter den Arbeitern war es, das Lassalle um seine Fahne schaarte. Gegen seine Person Vom Beschwerderecht. Der Münchener Batterierichte sich der ganze Haß, das ganze Arsenal der Lüge, chef Seydel, der Hauptmann des Soldaten Wickel, Die Bekehrung André Savenay's Verleumdung und Heuchelei, welche die Gegner der Arbeiter der nach schroffer Abweisung eines Beschwerdebriefes ſeines auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Iarfalle. die können und nur " " befreiung entgegenbrachten. Für Lassalle aber waren sie Baters über Chikanirung sich jüngst ertränkte, hat sich im teine Entmuthigung und noch weniger eine Abschreckung, Kantonnement Juning auf freiem Felde durch einen Revolverfondern ein Sporn zur Entfaltung seiner vollen Kraft. Schuß entleibt. Bekanntlich diente der Trompeterzögling und Wie riß er die prunkenden Feßen ab, in die fich die Feig Fahrkanonier Wickel in der Batterie des Hauptmanns beit, die Fäulniß und Unwissenheit der Bourgeoisie hüllte! Seydel. Hauptmann Seydel war, wie die„ Münch. Poſt" Es war der Bogen Apollo's, von dem er seine Pfeile ab- berichtet, eine äußerst aufgeregte Natur und führte bei der schoß, die mitten in das Herz der Bourgeoisie mit unfehl- Batterie den Spiznamen" Sauserbart!". Die Münchener barer Sicherheit trafen. Mit größerem Rechte wie Platen Neuest. Nachr." schreiben über ihn: ,, Er war ein sehr konnte er sagen: Indem sie treffen, blenden meine Pfeile tüchtiger Offizier, dabei allerdings ungemein streng und zu noch." Absonderlichkeiten geneigt. Traf er beispielsweise einen EinNeun und zwanzig Jahre deckt die Erde die Gebeine Das waren nicht Tageserfolge, die Lassalle erzielte, jährigen, so fragte er ihn, woher er seine Uniform, woher Lassalle's, aber mehr, als je ein Lebender wandelt er heute sondern Siege, die durch keine Niederlage mehr wett ge er seine Müze bezogen habe. War der Hauptmann nicht unter uns. Wie ein feuriges Meteor tauchte er an dem macht werden eine Etappe gut gelaut oder war am Anzuge etwas, was ihm nicht sozialen Himmel auf, nur zwei Jahre erglänzte er an ihm, zu immer weiteren Siegen bilden müssen. Und so paßte, so gab er seiner Unzufriedenheit darüber in ziemlich um dann, wie die Gegner glaubten, auch wie ein Meteor konnte der Tod schon früh Lassalle abberufen, ohne daß drastischer Weise Ausdruck, indem er meinte, der Anzug vom Schauplage zu verschwinden. Kaum ein Jahr war er fein Wirken verloren ging. Ist auch der Säemann ge- sehe aus, als wenn er gepumpt wäre. Seine Batterie war todt, und schon konnte Schweitzer mit Recht dem, todten fallen, auf guten Boden fiel die Saat" und es kann die im ganzen Regimente dadurch bekannt, daß die MannSchulze", dem„ König im sozialen Reiche", in dessen Person Spur von seinen Erdentagen nicht in Aeonen unter- schaften die Müzen tief in die Stirne gedrückt tragen Lassalle dem Bourgeoisphilister das Schicksal des Marsyas gehen". mußten." Geistig abnorme Menschen soll man nicht in bereitet hatte, den lebenden Lassalle" gegenüber stellen. Die Sozialdemokratie kennt keinen Heroen- und noch solch verantwortungsvollen Aemtern dulden, da sie darin Und heute wo sind sie, die glaubten, einen Lassalle ver- weniger einen Heiligen- Kultus. Für sie gilt kein Autos- viel Unglück anrichten können. Mögen sich seine Kame nichten zu können, die Schulze- Delitzsch, Wackernagel und epha"( der Meister hat es gesagt), fein Schwören auf die raden die Geschichte gut einprägen. Daß das Be= wie sie alle heißen mögen, welche das liberale Fortschritts- Worte einer Autorität, und so hat sie sich auch nicht ge- ich werde recht" umgestaltet werden muß, zeigt der philisterthum zu Kornphäen aufbauschte? Versunken und scheut, an der Person und den Worten Lassalle's Kritik zu Fall Wickel mit aller Schärfe. Sendel's Tod ist eine Sühne, vergessen selbst in den Reihen der Bourgeoisie, von der sie üben, Fehler und Irrthümer aufzudecken, aber das die die schmählichen Zustände nicht beseitigt, aus denen sich seiner Zeit gefeiert wurden. Weit entfernt, die Bourgeoisie spricht für die große Bedeutung Lassalle's, daß seine Größe der Fall Wickel erklärt. Feuilleton. Nachbrud verboten.) [ 56 " großer Hut von grauem Stroh mit Theerosen geschmückt in dem Maße, als der Zug sich von dem Dunst- und umrahmte ihr bleiches Antlig und hob den Glanz der Rauchschleier, der die Weltstadt beständig einhüllt, entgroßen schwarzen Augen, die ein geheimes Leiden verriethen. fernte, war es, als fahre er direkt in lauter Licht und André betrachtete mit der Freude des Kenners und der Frohsinn hinein. Nach der langen winterlichen Einkerkerung Bewunderung des Liebenden die harmonische Einfachheit athmeten die drei Reisenden jetzt tief auf und betrachteten Die Bekehrung André Savenny's. dieser Toilette. Besonders überrascht war er durch gewisse alles voller Entzücken. Es war, als wollten ihre Augen Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. fleine Aeußerlichkeiten, die ihm verriethen, daß Johanna's und Lungen alles was sie umgab, in sich aufnehmen. Ein Geschmackt sich verfeinert hatte. Da waren z. B. ein süßer Rausch umfing ihre Sinne. Die Sonne und die seidener Sonnenschirm und Handschuhe, deren Farbe mit frische Luft, die ihnen zugleich die Gesichter umschmeichelder des Kleides übereinstimmte. Da waren feine ten, übten die Wirkung einer Aufforderung zum frohen Stiefel, die ihre kleinen Füßchen einschlossen. Er Lebensgenuß auf sie. Johanna's entzückte Ausrufe beAndré glaubte etwas wie einen Vorwurf oder ein wenig staunte darüber, wie schnell eine intelligente Frau grüßten im Vorüberfliegen einen weißblühenden MandelBitterkeit aus ihren Worten heraus zu hören. Ach!" die zarten Geheimnisse der Mode und des Luxus erfaßt, baum, der wie ein Brautbouquet aussah, oder die rosigen dachte er, der Gleichgiltigkeit verdächtigt zu werden und die sonst in den Kreisen der oberen Zehntausend eine Art Blüthen eines Pfirsichbaumes. Vater Deschamps plauderte ihr nicht sagen fönnen, daß ich fortgehe, weil ich sie zu sehr Freimaurerzeichen bilden, dem die elegante Welt eine so vergnügt und lebhaft unter dem Einfluß des belebenden Liebe!" Er seufzte und antwortete nichts. übertriebene Bedeutung beilegt. Er bemerkte noch, daß Frühlingshauches. " D, Sie können noch seufzen, Sie sind also noch nicht Johanna nur ein Schmuckstück trug, ein Armband aus André vergaß alles Vergangene so weit, daß er träumte, auf dem Höhepunkt Ihrer Schmerzen," fiel Vater Deschamps Altsilber, das er bewegt wieder erkannte: es war das Ger- er wäre mit Johanna auf einer langen, unfagbar schönen immer noch lachend ein. Aber jetzt vorwärts marsch! Reise, die niemals enden sollte. Bist Du bereit, Kleine?" Johanna war eben dabei, ihre Handschuhe zuzuknöpfen, und André betrachtete sie. War es die heitere März sonne? War es der Widerschein der Liebe, der über ihrer „ Heute ist er Eigenthum seiner Majestät des Volkes," Gestalt ausgegossen lag? Vorwärts, mein Fräulein, dafür, daß Sie Ihre sagte Vater Deschamps. Das, was für drei oder vier Noch niemals hatte er Johanna so strahlend vor An- Toiletten selbst anfertigen, find Sie ja recht hübsch geputzt. Privilegirte ein Unglück war, wurde das Glück von muth und Liebreiz gesehen. Und dabei war ihre Kleidung Aber nun schnell, schnell. Wir werden sonst noch den Zug Tausenden wie wir." so einfach wie immer: Ein graues Wollkleid, das ganz versäumen. Allein weder Johanna noch André waren in der schlicht herabfiel und nur an den Hüften leicht gerafft war. Eine Viertelstunde später waren sie auf dem Bahnhof Stimmung, zu philosophiren. Der Himmel war so blau, Bon dem klaren mattgrauen Grunde des Stoffes hoben sich Saint- Lazare. Der Bug, der sie davon trug, das Grün, das aus den Büschen brach, so zart, die Erde, dunkelgraue Blumenranten ab. Ein Gürtel von schwarzem folgte in Schlangenlinien Den Windungen der die soviel keimendes Leben verschlossen hielt, roch so kräftig, " maine's. Auch Vater Deschamps betrachtete Johanna mit einer Miene, die deutlich sagte:" Und das ist meine Enkelin, troß dem!" Er konnte sich nicht enthalten, laut in einem Ton zu sagen, der bescheiden sein wollte: In Saint Cloud angekommen, begaben sie fich sofort auf den schmalen Fußpfaden nach dem Garten, der früher nur von den Besigern des Schlosses benutzt wurde. " Sammet machte ihre zierliche Taille noch zierlicher. Ein in Seine um Paris, wie wenn keiner von beiden sich der Buchsbaum, der wie poliert glänzte, hauchte so würFalten gezogenes Leibchen mit Puffärmeln ließ die zarten von einem so theuren Fleckchen Erde trennen mochte. zigen Duft in die Luft, die Veilchen, die unter den Schulern und den knospenden Busen voller erscheinen. Ein Als der Himmel klarer und der Horizont weiter wurden Sträuchern hervorschimmerten, Luden so sehr zum " Ein neuer Fall zum vielgerühmten Beschwerberecht wird eigene Fleischerei Berufsgenossenschaft zu] Unsere fachliche Ausführung wegen ber preußiaus Würzburg gemeldet. Bei einer Eskadron des bilden, vorläufig gescheitert. Der Bundesrath foll, bevor ichen Landtagswahlen, die irgend ein liberaler Bamberger Ulanen- Regiments, so schreibt unser Parteiblatt er in die Ferien ging, demgemäß beschlossen haben. " Unterfränkische Volkstribüne", beschwerte sich ein Soldat über einen Unteroffizier seiner Eskadron wegen Mißhandlung. Als sich Morgens beim Rapport der Soldat beschwert hatte, tamen der Angeklagte sowie noch andere Unteroffiziere zum Beschwerdeführer und machten ihn auf feine noch bevorstehenden zwei Dienstjahre aufmerksam; aber der Soldat verfolgte seine Beschwerde weiter, und so werden konnte, zu der Berichtigung genöthigt, daß der Aufkam sie zum Eskadronschef. Der Eskadronschef stellte sich enthalt in Straßburg nur aus dem Grunde kurz bemessen nun vor seine Eskadron, besprach den Fall in eingehender sei, weil die Wanöver- Dispositionen die alsbaldige AnWeise, wir wissen nicht, ob etwa zu dem Zwecke, um die wesenheit des Kaisers in Meh erheischen". Sache in milderem Lichte erscheinen zu laffen oder aber auch den Soldaten zum Zurücknehmen seiner Beschwerde Piepmaier in den Münchener Neuesten Nachrichten" den Sozialdemokraten aus leicht verständlichen Also doch nicht! Die" Post", die, wie wir gestern Ursachen gar eifrig anempfahl, wird von dem Braven als meldeten, die Nachricht verbreitet hatte, der Kaiser reise Schimpferei" bezeichnet. Der selbstlose" Rathgeber ist deshalb sofort nach der Straßburger Parade nach Met verdrießlich über die Aufnahme, die seine Fuchspredigt bei zurück, weil Bebel Reichstags- Abgeordneter für Straß- uns gefunden hat. Mitthun werden wir, nicht wenn es burg sei, sieht sich nunmehr, wie von vornherein erwartet den Nationalliberalen, sondern wenn es uns genehm ist. Verstanden, edler Sozialistentödter? n " Ein Herzogsmantel als Handelsartikel. Wenn eine Mittheilung der Münchener ,, Algemeinen Zeitung" richtig ift, so hat sich Fürst Bismarck ehedem bemüht, den Herzog Ueber die schäbige ultramontane Kritik der vom von Edinburg, jezigen Herzog oon Koburg, aus seinen zu bewegen. Der Soldat, wahrscheinlich von den Vorwärts" veröffentlichten Strafverzeichnisse unterm Erbansprüchen auf den Koburger Thron auszukaufen. älteren Mannschaften ermuthigt, verfolgte den Beschwerde- neuen Kurs schreibt das Bayerische Vaterland" Das Geschäft sei aber an dem Widerspruche des damaligen weg weiter, und so ging die Sache an das Auditoriat. u. a.: Jm übrigen sind zahlreiche Verurthei- Kronprinzen, nachmaligen Kaisers Friedrich, gescheitert. Der Auditeur kam selbst in die Kaserne und verhörte die Iungen feineswegs ein Beweis für die Schlechtig- Die Londoner Pall- Mall Gazette" hingegen will wissen, Soldaten unbeeidigt in ihrem Zimmer, und zum Schluffe, teit der Verurtheilten. In der Kulturkampf daß der Herzog von Edinburg zwischen 1875 und 1885 da niemand es wagte, sich offen auszusprechen, wurde der zeit wurden Bischöfe und Pfarrer mit demselben Eifer" verschiedene Versuche gemacht habe, seine Rechte" auf das Fall dem Regimente zur Bestrafung überwiesen. Von verurtheilt wie katholische Schriftsteller und Redakteure; Herzogthum Koburg und Gotha an die deutsche Regierung da erhielt der Unteroffizier einen Tag Mittelarrest, dagegen keinem vernünftigen Menschen wird es aber einfallen, zu veräußern. Im Jahre 1876 hätte die Königin Biktoria der Beschwerdeführer aber- vier Tage wegen daraus den Schluß zu ziehen, daß all die Verurtheilten mit dem Kaiser Wilhelm in Baden- Baden über diesen Nichtbefolgung eines gegebenen Befehls!! So, jetzt be leidenschaftlich, gehässig und schlecht" gewesen seien. Sie Gegenstand berathen. Es sei daselbst beinahe zu einem schwert Euch! gefielen ben Macht habern und der damals Arrangement gekommen, jedoch habe man sich über die herrschenden Meinung nicht und deshalb Kaufsumme nicht einigen können. mußten fie ins Gefängniß. Heute würde der Redakteur des Vaterland" z. B. für seine Zweifel an der wirklichen Ernsthaftigkeit des Kissinger Attentats auf Bismarck von teinem bayerischen Schwurgericht mehr zu 10 Monaten Nürnberg verurtheilt werden wie 1875." " S Für die Oeffentlichkeit des Strafverfahrens gegen den Lieutenant Hofmeister erklärt sich Der österreichische Handelsminister beabsichtigt einen selbst der sonst äußerst militärfromme, autoritätsanbetende Gefeßentwurf zur Vorlage zu bringen, durch den der Reichsbote", der schreibt:„ Wir wünschen auch leb Handelsminister ermächtigt wird, für gewisse in- und aushaft, daß die Verhandlung gegen Hofmeister endlich steigt ländische, für den Verkehr im Inlande bestimmte Waarenund zwar recht erschöpfend und öffentlich, damit man fich gattungen, welche in Packeten oder anderen Aufmachungen ein flares Bild von dem Mann und seiner ihm vors Statistische Erhebungen über die erscheinenden in den Detailhandel kommen, und bezüglich deren eine geworfenen Schuld macht. Nicht aus Sympathien für ihn, Tageszeitungen werden, wie der Berliner Zeitung" solche Anordnung zum Schuß gegen Quantitätssondern damit schon der sozialistische Spuk die Gelegenheit ein Berichterstatter schreibt, gegenwärtig von der Berliner verkürzungen nothwendig erscheint, nach Anhörung verliert, mit solcher Stimmungsmache und weiteren Ber- Polizeibehörde angestellt. Namentlich wird festgestellt, ob der Handels- und Gewerbekammer im Verordnungswege dächtigungen zu arbeiten." Wir werden so lange weiter die betreffende Zeitung noch eine konzessionirte oder als ein sputen", bis die Mißstände beseitigt sind. Kind der Neuzeit infolge der Gewerbefreiheit ins Leben gerufen ist. Welchen Zweck diese Erhebungen haben, wird nicht gesagt. Vermuthlich sollen auch sie mit den Miquel schen Blänen zusammenhängen. Der Reichs bote" behauptet aber auch heute, daß der Bruder des bayerischen Lieutenants Hofmeister sozialistischer Redakteur" sei, der, da er als Berwandter Zutritt zu der Verhandlung habe, sich schwerlich die Gelegenheit entgehen lassen werde zuzuhören und dann nach seiner Art zu berichten". Wir haben wer weiß wie oft diese grobe unwahrheit zurückgewiesen und fordern das Stöckerblatt hiermit auf, endlich einmal der Wahrheit die Ehre zu geben. Der Bruder Hofmeister's ist fein Sozialdemokrat, er ist noch viel weniger fozialistischer Redakteur, sondern ein dem politi schen Leben durchaus fernstehender Geschäftsmann in Wien. Weshalb das Stöckerblatt die. falsche Nachricht wohl immer wiederkäut? " Den Erfolg erzählt heute das nationalliberale„ Leipvorzuschreiben, daß dieselben, sofern deren Quantität dem Käufer nicht vorgewogen, vorgemessen oder vorgezählt wird, nur unter ausdrücklicher Bezeichnung der Menge( Gewicht, Maaß, Bahl) verkauft oder sonst in Verkehr gesetzt werden dürfen". Es würde sich hierbei namentlich um Chokolade, Kaffeefurrogat, Garn, Zwirn, Spagat, Besayartikel, Webund Tritotwaaren, bedruckte Manufakte, Knöpfe, Hafteln, Nägel, Nadeln, Stifte, Schrauben, Stahlfedern, Kerzen und Bündhölzer handeln. Ein Muster- Bourgeois. Eine Firma in Wurzen ( Sachsen) Gebrüder Bielte wurde durch gewisse Vorkommnisse, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen, zum Gegenstande einer scharfen Kritik seitens der sozialdemokratischen Wurzener Zeitung". Statt die Notiz Frankreich übt jetzt wieder strengere Fremdenzu widerlegen, berief die Firma all' ihre Arbeiter zu polizei. Der Minister des Innern, Dupuy, richtete an sammen und stellte sie vor die Wahl, entweder jene Notiz sämmtliche Präfekten einen Erlaß, worin ausgeführt wird in corpore für unwahr und verleumderisch zu erklären, oder daß der Kriegsminister, unter Hinweis auf die wachsende aus der Arbeit entlassen zu werden. Die Zahl der in Frankreich zuchtpolizeilich verurtheilten Wahrheit verleugnen konnten die Arbeiter nicht, und so Ausländer, sowie auf die Gefahren, welche durch derartige wurden sie sämmtlich entlassen. Daraufhin Personen namentlich im Falle einer Mobilifirung drohen, Offiziersvorrechte. Die Polizeidirektion in München fand eine Arbeiterversammlung statt, die sich mit der Sache die Landesverweisung solcher Ausländer verlangt. Der versendet gegenwärtig wie um die gleiche Zeit auch in den beschäftigte und den Beschluß faßte, durch eine Deputation Minister des Innern habe demzufolge entschieden, daß über Borjahren ein Schreiben an alle Aemter, Behörden, größere ein Schreiben an alle Aemter, Behörden, größere Geschäfte, Bantinstitute zc., inhaltlich beffen um gefällige Mit: die Inhaber der Firma um Rücknahme jener ungerechten, jeden zuchtpolizeilich verurtheilten Ausländer eine Untertheilung eines Verzeichnisses der Beamten und Bediensteten unter schuldlose Männer so schwer treffende Maßregel zu ersuchung angestellt und derselbe, von besonderen Fällen abAngabe der denselben zukommenden Standesbezeichnung erfucht suchen. gesehen, ausgewiesen werde. wird. Dies ist, schreibt Sigl's" Vaterland", sehr schön und recht und alles Lobes werth, denn es gehört zu einem siger Tageblatt": richtigen Adreßbruch, daß auch alle Details richtig sind, um Diese Details handelt es fich im vorliegenden Falle. Nun aber zur besonderen Wurst". Das Schriftstück hat noch einen Sat: Bei allenfalls in Verwendung stehenden Offizieren a. D. wäre es erwünscht, wenn beigefügt würde, ob dieselben mit ihrem Offizierscharakter allein oder in Verbindung mit der denselben zur Zeit zukommenden Standesbezeichnung aufgeführt werden wollen." Dies sieht doch schon so aus, als ob es dem Offizier a. D. wohl erlaubt ist, privatim zwar zu verdienen und sich zu verdingen, coram publico er aber ein Recht hat, zu verheimlichen, was er jegt ist und wovon er jezt so nobel lebt. Dem Schreiber dieser Zeilen find nicht wenige Offiziere a. D. in Privatstellungen" bekannt, die aus diefer ihrer jegigen Stellung sich recht hübsche Gümmchen erobern; aber warum wollen sich diese Herren dann sagen wir, wie es ist schämen, die Mitwelt auch wissen zu lassen, wo und wie sie noch Dienst( und Verdienst) machen"? Bu denken, daß der eine oder der andere Offizier a. D. gar nicht in einem Dienstverhältniffe rangire, dessen er sich zu schämen hätte, wagen wir nicht, zu glauben. Also fort mit der Extra- Wurft für Offiziere! Nur offenes Visir ziert den Offizier." Berufsgenossenschaftliches. Wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, ist der von der Nahrungsmittel gewerbe- Berufsgenossenschaft selbst empfohlene Blan, eine Pflücken ein In einer öffentlichen Sozialistenversammlung war auf Vorschlag von Thiele( ehemaliger Lehrer), Fleischer( Bigarren macher) und Kopsch( Maurer) beschlossen worden, den Gebr. Bielke in Wurzen durch eine Deputation eine Resolution zu überbringen, deren Inhalt wir bereits mitgetheilt haben. Die Uebergabe der Resolution ist thatsächlich erfolgt. Gebr. Bielke haben Fleischer unter Rückgabe der Resolution folgende treffende Antwort ertheilt:" Gegenwärtige Bufertigung fenden wir Ihnen mit dem Bemerken zurück, daß wir es als eine unerhörte Anmaßung bezeichnen müssen, daß Sie uns in unserer Geschäftsführung irgend welche Vorschriften machen wollen. Kümmern Sie sich, Herr Fleischer, doch lieber um Ihre Zigarrenarbeit, anstatt in Gemeinschaft mit Thiele und Kopsch die Arbeiter aufzuheben und un= zufrieden zu machen. Sie sehen, welche Früchte Ihr Treiben zeitigt. Wir haben ohne Ihres und Thiele's Buthun 20 gute Arbeiter wieder in Beschäftigung genommen, die Radaubrüder aber werden bei uns nie wieder Arbeit finden. Fernere Bufertigungen von Ihnen werden ein. fach in den Papierforb wandern." Wir können nur wünschen, daß alle Arbeitgeber so handeln und auftreten wie die Gebrüder Bielke in Wurzen, dann werden die Ketten der Lohusklaverei bald gebrochen sein. Anläßlich der Vorgänge in Aigues- Mortes hat Cipriani folgendes Schreiben an die Millerand'sche Petite République" gerichtet: " 1 Während in Italien die treuen Freunde Frankreichs eine energische und bewunderungswürdige Kampagne gegen die Reise des Kronprinzen von Italien nach Meß führen, weil diese Reise eine Beleidigung gegen das Frankreich, das für unsere Befreiung gekämpft hat, darstellt, schlagt Ihr die Jtaliener wie tolle Hunde todt. Bedenkt, wenn in Italien der Minister am Ruder wäre, dessen Namen Ihr Alle fennt, so tönnte er die Vorgänge in Aigues- Mortes zum Anlaß nehmen, um jenen entseglichen Konflikt herbeizuführen, den wir mit allen Kräften zu verhindern suchen. Frankreich darf nicht für die Prügeleien zwischen Arbeitern verantwortlich gemacht werden, aber es ist hohe Zeit, daß diese sogenannten Prügeleien aufhören, denu in Aigues- Mortes hat man sich nicht nur geprügelt, sondern unter den Augen der Obrigkeit und der bewaffneten Macht eine Hetjagd auf die Italiener veranstaltet, sie auf der Straße und in einer Farm todtgeschlagen, wo 2500 Franzosen die Angreifer waren. Während man sich auf der einen Seite alle Mühe giebt, freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Bruder= stämmen herbeizuführen, zerstört man auf der anderen Seite das Wenige, was wir erreicht haben, durch Verbrechen und Brudermord. Das vergoffene Blut schafft einen Abgrund zwischen den Bruderstämmen zur größten Zufriedenheit der Regierungen beider Länder." " 1 ... Die beiden jungen Leute schritten wollte. So wurde er plötzlich wortkarg, sein Wesen zurück- Johanna war es, die dem dumpfen Schweigen, von lebhaft, elastisch, plaubernd hier einen Zweig haltend, der Ton, in dem er sprach, tälter. Johanna war dem der Großvater schließlich auch angesteckt worden war, abbrechend, dort in Entzücken gerathend über ein Blümchen, es, als wenn ein eisiger Hauch sie und André berührt hätte, ein Ende machte. Dicht bei ihr sprangen zwei frische, rosige berauscht von der gegenwärtigen Stunde und aller Sorgen und auch sie wurde traurig. Ihre Schritte wurden lang Kinder mit krystallhellem Lachen im furzen Grase umher, ledig, dahin. Es war gerade, als hätten sie den Frühling famer. Sie flagte über Müdigkeit, und die drei Spazier- gleich zwitschernden Vögeln. Ohne Erbarmen brachen sie in diesem Jahre zu allererst entdeckt. Vater Deschamps, gänger setzten sich auf eine Bank einem kleinen See gegen all die armen Blumen, die auf zwanzig Schritt in der der ganz außer Athem gerieth, um ihnen folgen zu können, über, der zu ihren Füßen ein Stück des blauen Himmels, Runde blühten und warfen ganze Hände voll in den Schooß brummte halb ärgerlich, halb vergnügt in den Bart: Ach, von düsteren Bedern umschlossen, wiederspiegelte. ihrer Mutter, die auf einem alten Buchenstumpf saß. die Jugend, die Jugend!" Bater Deschamps fah seine Enkelin mit besorgtem Johanna folgte mit den Augen mechanisch dem kindlichen Nachdem sie den Abhang hinabgeschritten waren, gingen Blick an. Spiel. Allmälig aber preßten sich ihre Lippen wie in fie jetzt in den großen Alleen uniher, die den Garten be- Wie melancholisch Du bist!" sagte er. Dabei warst einem schmerzhaften Krampf zusammen, und heftig sprach sie: grenzen, unter alten Linden, deren Zweiglein und Knospen, Du vorher so munter. Ist Dir nicht wohl?" Wollen wir nicht weiter gehen? Der Lärm, den die ben bie bereit, sich zu öffnen, morgenröthlich angehaucht waren. Nein, sie war nur etwas nervös. Nein, sie war nur etwas nervös. Der Großvater Rinder machen, stört mich." Sie durchstreiften moosbewachsene Lichtungen, die mit Gänse- wisse doch, daß sie es schon seit einiger Zeit sei. Er„ Du hast entschieden etwas, Kleine," sagte Vater Desblümchen und honigfüß duftendem Wiesenschaumkraut über sollte ihr darum nicht böse sein und sich nicht um sie be- champs." Du, die Du die Kinder sonst so sehr liebst!" fät waren. Auf vom Wasser umspülten Steinen über- fümmern. Aber nachgiebig war er aufgestanden, und die drei schritten sie kleine Rinnsale. Sie verirrten sich in ver Go blieb sie schweigend, die Augen ins Leere gerichtet, gingen weiter. Sie gingen von dem zierlich gestützten Geschlungenen Pfaden, wo Sonnenflecke ben Schatten die Hände kraftlos im Schooß, wie versenkt in einen Ab hölz des reservirten Gartens aus und durchschritten hochder Bäume durchbrachen und auf dem Kies grund unergründlicher Träumereien. André seinerseits stämmige Waldpartieen, die noch nackt und schwarz himmelan tanzten. Und unterdessen erklang über ihnen die sprach kaum, und saß in traurigem Sinnen da, so daß man strebten. Zu ihren Füßen raschelten Teppiche von welten Liebliche Liebesklage der Amsel unaufhörlich wieder und glauben konnte, er sei mit seinen Gedanken bei den beiden Blättern, durch die hier und da mühselig kleine grüne wieder. Vom Winde bewegte Tannen sangen dazu ihr ein- Todesfällen aus jüngster Zeit oder bei seiner bevorstehenden Pflanzenspißen hindurchdrangen. Sie durchstreiften dann töniges Wiegenlied. Abreise. Bater Deschamps, der zwischen den beiden jungen die großen, einsamen Alleen, in denen der frisch grüne Und doch verfinsterte sich André's Stirn inmitten der Leuten saß, bemühte sich vergeblich, ihnen den verlorenen Rasen den Ulmen, die noch ganz winterlich aussahen, Träg glücklichen Heiterfeit aller Wesen und Dinge plöglich. An Faden wieder zu geben. heit vorzuwerfen schien. der Biegung eines einsamen Pfades hatte er zwei Liebende„ Ach," rief er, was ist denn aus meinen beiden Gebemerkt, die dicht aneinander geschmiegt wandelten und un- fährten geworden? Sie sind ja traurig wie Leichenbitter bekümmert um alles außer ihnen mit einander flüsterten von Profession. Bin ich denn hier der Einzige, der noch und kosten. Er folgte ihnen mit einem langen, eifersüchtigen jung ist?" Dann kam die kleine Gesellschaft plötzlich bei dem den Parisern wohlbekannten Rundtheil an, das die„ Laterne des Demosthenes" genannt wird, und von dem aus man ein weites Panorama vor sich sieht. Blicke, und diese grausame Jronie des Zufalls, der seinen Auf diese Weise entlockte er André wenigstens ein Es war fünf Uhr. Die Sonne, die schon hinter dem von andern verwirklichten Traum vor ihm aufsteigen freundschaftliches Wort, dem jungen Mädchen ein er- Part verschwunden war, beleuchtete noch voll die Landschaft ließ, genügte, um den Zauber, von dem er sich eine Stunde zwungenes Lächeln, eine zerstreute Liebkosung. Aber er war zu den Füßen der drei Spaziergänger. Ihr Blick glitt lang freiwillig hatte narren lassen, zu verscheuchen. Er nicht im stande, ihre trübe Stimmung dauernd zum Weichen zu zuerst über die blühenden Büsche und die röthlich lehnte sich auf gegen den bezwingenden Reiz, der seinen Willen bringen, und so schlich das Gespräch trübselig dahin, von schimmernden Wipfel der Bäume, deren Kronen start beumschmeichelte. langen Bausen unterbrochen, in denen aus weiter Ferne schnitten waren, um einen freien Durchblick zu gewähren. Jezt, glaubte er, wäre es noch Zeit, einzulenken, wenn das Geschmetter einer Trompete, das Keuchen einer Lotoer fich nicht durch ein Wort, durch eine Bewegung, die ein motive, die tiefe Stimme einer Glocke, welche die Stunden unwiderrufliches Geständniß gewesen wären, verrathen schlug, vernehmlich herübertönten. ( Fortsetzung folgt), Der Minister, bessen Namen Ihr alle kennt", ist ber] talie nische Bismarck: Der Renegat Crispi. Die nene Internationale. = nur zu 30 M. " * Nordamerika. Die Frankfurter Beitung" erfährt| freien" Republik. Nachdem die vorjährige Cholerafeuche er von ihrem New- Yorker Korrespondenten, die Umgebung des loschen war, wurden von der hiesigen sozialdemokratischen Partei Präsidenten Cleveland bestätige, daß er an einem Voltsversammlungen abgehalten, in welcher das Hamburger Die Währungsfrage, die für den lateinischen Münz schweren Leiden erkrankt sei. Cleveland, der ein persönlich Regierungs- und Verwaltungssystem beleuchtet wurde; insbund Bürgerschaft", welche gefeßgebender Körper und Stadt( Frankreich, Italien, Belgien, Griechenland, die ehrenwerther, thatkräftiger Mann ist und ernstliche Re- besondere auch die gegenwärtige Zusammensetzung der sogenannten Schweiz), durch die Silberpolitik Indiens doppelt bedeuts formen durchzuführen beabsichtigt, stürbe den ,, Politicians" verordneten Versammlung zugleich ist. Daß unsere maßbedeutformen" Bürgerschaft" welche gesetzgebender Körper und Stadtfam geworden ist, drängt zur raschen Lösung. Die Münz- den bürgerlichen Gewerbspolitikern aller Schattirungen sehr gebenden Kreise in bezug auf die Trinkwasser- Reinigung politik der Konventionsstaaten läßt sich gegenüber der gelegen. Die Silberpolitik käme dann ebenso ins Gedränge, burch jahrelange Verschleppung gesündigt haben, ist ja allbekannt; internationalen Goldwährung auf die Dauer nicht be- wie die Durchficht des hochschutzöllnerischen Wickinley- ebenso, daß eine Eisenbahn nach dem entfernt liegenden allhaupten. Allerlei vorbereitende Schritte werden gethan, um Tarifs. aus der Wirrniß herauszukommen. Frankreich hat, gemeinen Begräbnißplage in Ohlsdorf längst hätte gebaut sein wie eine Wolff'sche Depesche meldet, den Vorschlag Italiens fönnen und müssen. Beide Unterlassungen sind aber unbestreitbar an der vorjährigen Ausbreitung der Cholera in Hamburg be= angenommen, auf einer Konferenz die Frage der sonders mit Schuld. Dieses hatte nun Megger in eines VerZurückziehung der in Frankreich in Umlauf befindlichen sammlung im Vittoriagarten in Barmbet zum Gegenstande seiner italienischen Scheidemünzen zu regeln. Die Zustimmung Der Züricher internationale sozialistische Kongreß ist vor- Kritik gemacht, diese aber leider nicht genügend in die verBelgiens, der Schweiz und Griechenlands zu dieser Konfe über. Der Spötter deutet auf die lange Zeit hin, die an die Schleiernde parlamentarische Form gehüllt. Alles das, was M. renz erscheint als gesichert. Die Konferenz soll demnächst Ausstoßung der Anarchisten und andere unwichtige Entschlüsse sagte, wird in Hamburg an allen Biertischen und in allen in Paris zusammentreten. Um Italien gegenüber guten verschwendet wurde, und fragt, welche wichtigen Geschäfte denn einstuben" gesprochen; daher vielleicht umsomehr die Willen zu befunden, soll Frankreich geneigt sein, von jetzt abgewickelt worden sind? Ich beabsichtige in diesem Artikel Empfindlichkeit unserer Regierungstreife. Der hiesige„ Generalab in den öffentlichen Kassen eine möglichst große Menge Mehrzahl derselben ist des Längeren zu reben. Ich wünsche der Cholera zu 1000 Mt. Strafe, das Hamburger Fremdenblatt" feineswegs von den gefaßten Refolutionen so wichtig die Anzeiger" wurde seinerzeit wegen Behördenbeleidigung in Anlaß Scheidemünzen anzusammein und sie gegen Umtausch in die Aufmerksamkeit ganz besonders auf ein oder zwei Charakter- 3 300 M., der Dr. Hartmeyer von den" Hamb. Nachrichten" Gold nach Italien zu schicken. züge der Lage zu lenten, deren Erkenntniß, ganz abgesehen von Gefängniß verurtheilt! Der Rest ist ein großer. unser Megger aber jetzt zu 5 Monaten Die Nachrichten aus Italien lauten wieder sehr allem übrigen, allein ausreichen würde, dem soeben geschlossenen kongreß eine historische Bedeutung zu verleihen. kritisch. So wenig fie sonst übereinstimmen, die Ungesund Kongreß eine historische Bedeutung zu verleihen. Es war vor allem die umfassendste und vollständigste Ver- Schkendit. Am 27. August fand hier die bereits im Vorheit und unhaltbarkeit der gegenwärtigen Bustände tritt fammlung der verschiedensten Nationen, die die sozialistische Welt wärts" avisirte Konferenz der Genossen des Wahlkreises aus allen hervor. Der Lärm, den die Vorgänge in Aigues- je gesehen hat, und weiter, er ist der erste Kongreß, auf dem Wetters hatten sich Theilnehmer aus folgenden Orten einMerseburg- Querfurt statt. Troß des ungünstigen Mortes zur Folge gehabt haben, war zum großen Theil Vertreter aller leitenden britischen Arbeiterorganisationen, zum Wetters hatten sich Theilnehmer aus folgenden Orten einkünstlich gemacht, um von der verzweifelten Lage der Re- mindesten äußerlich, eins mit der allgemeinen sozialistischen Be- gefunden: Keuschberg. Lützen, Merseburg, Modelwiz, Querfurt, gierung und des Ministeriums Giolitti die öffentliche Auf- wegung des Festlandes erschienen. Unsere trade unionistischen Scherbitz und Wehliz. Ferner waren eine größere Anzahl LeipBecherbitz merksamkeit abzulenken. Hinter dem Staub, der auf Freunde sind mit einer Schaar von Männern in Berührung ge- siger Genossen erschienen, unter letteren der Gesangverein gewirbelt ward, verbarg sich die Nath- und Hilflosigkeit. tommen, die mittelbar oder unmittelbar Millionen von Arbeitern Boltsfreund", welcher vor Eröffnung der Konferenz ein entItalien wird durch das herrschende Regierungssystem zu werbes oder gar die Frage der Gewerbe- Organisation über warmen Worten unseres Borkampfers Ferdinand Laffalle, deffen vertreten, für welche die speziellen Fragen ihres besonderen Ge- sprechendes Lied zum Vortrag brachte. Genosse Müller- Schfeudig als Borsigender gedachte in Grunde gerichtet das ist die brutale" Thatsache, die haupt fein Sophismus, kein Phrasenschwall aus der Welt zu doch so sehr sie bei denselben interessirt sind nichts bedeuten gegenüber der größten aller Todestag am 31. August wiederkehrt und ersuchte die Anschaffen vermag. Das arme Volk ist wirthschaftlich Fragen, der internationalen Bewegung des Proletariats, wefenden, das Andenken desselben durch Erheben von den Plägen und durch Steuern so ausgefogen, daß es, wenn fein voll- deren Ziel um die Worte der vom Kongreß mit Afflamation au ehren. ständiger Systemwechsel herbeigeführt wird, seinen sicheren angenommenen Resolution zu gebrauchen- bie wirthschaftliche, war zu entnehmen, daß die Bewegung im ganzen Kreise Aus dem nun folgenden Bericht der Vertrauensleute Untergang vor Augen hat. Und den Massen des Boltes fittliche und politische Umformung der Gesellschaft" bildet. bietet sich der Militarismus als sichtbarer Hauptquell seines mehr oder weniger einleuchtend und praktisch" erscheint Die zweifelhafte Aussicht ob sie nun im einzelnen Fall ländlicher zu bezeichnen ist. So betrug z. B. die Zahl der abgute Fortschritte macht, trotzdem er als ein vorwiegend Elends bar, während die besitzenden Klassen ihrer Mehrzahl hier und da einem Unternehmer vermittelt der gewerkschaftlichen gegebenen Stimmen in Schkeudig bei der Reichstags- Wahl von nach in dem Militarismus die Hauptstüße ihrer Klassen Verbindung einen geringfügigen Vortheil abzujagen, tritt, ob- 1881 15, während bei der letzten Wahl 390 Stimmen auf unseren herrschaft erblicken. Genau wie bei uns. Militarismus wohl sie feinenfalls außer Acht gelaffen werden darf, dennoch Kandidaten entfielen. Aehnlich ist das Verhältniß im ganzen heißt eben in Italien Dreibund. bei der Arbeiterschaft des Kontinents endgiltig in den Hinter Kreise, so daß troz Maßregelungen, Strafen aller Art oder Eine interessante Korrespondenz aus Nom finden wir grund angesichts des gewaltigen Kampfes, der sich die Ver- vielleicht gerade infolge dessen der Kreis in absehbarer Zeit in der„ Vossischen Beitung", die vor wenigen Tagen noch brängung der Klaffengesellschaft durch Ueberführung aller pro- uns gehören wird. Als ein dunkler Punkt im Kreise wurde Querfurt und dessen die Krawalle in Italien als Anfang einer gewaltigen buktiven Güter der Gesammtheit in das Gesammteigenthum zum Boltsbewegung, die ihre Spige gegen Frankreich richte, be- Biele gefteckt hat. Dies ist eine Lehre, die schwerlich verfehlen wird, Umgebung bezeichnet, namentlich läßt die Agitation dort sehr grüßt hatte. In dieser, das Datum des 26. Auguſt der Thatsache, daß auf dem Festlande die Sozialdemokratie zuerst ergründen und Wandel zu schaffen, wurden die Genossen Müllerden Trade- Unionisten Stoff zum Nachdenten zu bieten. Renutnig viel zu wünschen übrig. Um die Ursachen dieser Lässigkeit zu tragenden Korrespondenz heißt es mit bezug auf die kommt und die Gewerkschaftsbewegung erst sehr in zwetter Linie, Schfeudig und Thieme- Merseburg gewählt, welche sich an Ort Tumulte in Rom und Neapel: Die an Maßregeln des Belagerungszustandes grenzenden veranlassen, ihren praktischen Gemeinfinn"( practical commonwird, so hoffen wir, die britische Arbeiterschaft schließlich doch und Stelle begeben sollen. Ein Antrag des Genossen Ziesche- Merseburg, eine Rommission Borkehrungen, die nachträglich ergriffen worden sind, die sense) mit ein wenig„ Bernünftigkeit"( reason), d. h. mit ein von Schkeudiger Genossen zu wählen, die den ganzen Kreis in Militäraufgebote, das gewaltthätige, zum Blutvergießen wenig vernünftiger Erkenntniß des Zieles, nach dem sie halb Agitationsbezirke eintheilen soll, fand Annahme. führende Vorgehen der Neapeler Polizei am 24. d. M. haben unbewußt hinstrebt und nach dem sie die Berhältnisse treiben Von einer Beschickung des Parteitages in Köln a. Rh. wurde nicht wieder gut machen können, was vorher versäumt trog ihrer selbst, und des Weges, den sie verfolgen muß, um in anbetracht der Kosten Abstand genommen, dagegen beworden war. Im Gegentheil: die Angriffe der Opposition dieses Ziel zu erreichen. schlossen, die Vertretung einem Delegirten der Halle'schen Geauf die Regierung sind erst recht heftig geworden; ein großer Theil der Bevölkerung, der nicht Partei genommen hatte, ist Freien veranstalteten Rundgebung vom Sonntag, den 6. August, Die kurze Ansprache unseres Genossen Greulich bei der im noffen zu übertragen. Bezüglich der Maifeier erklärte sich die Konferenz mit den jezt gegen Polizei und Regierung beftig aufgebracht, und an die in der Bemerkung gipfelte, daß die neue Internationale, während Beschlüssen des Züricher internationalen Arbeitertongresses einvielen Orten haben Sozialisten und Anarchisten unter dem die alte ein kleiner Körper mit einer großen Seele war, einen verstanden. Mit einem Appell an die Genossen, die Ideen des Vorwande des Einspruches gegen die polizeiliche Brutalität großen Körper mit einer deffen Riesenmaaßen angemessenen Seele Sozialismus in immer weitere Kreise zu tragen, und einem dreineue Unordnungen angezettelt. Die zahlreichen zum Theil von bilde, wird, wir sind feft überzeugt, bald aufhören in diesem tratie fand die Konferenz ihren Schluß. Durch wirksam vorgefachen Hoch auf die völterbefreiende, internationale Sozialdemo19 Ausschreitungen begleiteten Rundgebungen sind weder aus Buntte der Wirklichkrit zu entsprechen. Die große Seele, das ist schließlich auf die Entrüstung, welche die Ereignisse von Aigues- wahr, zersprengte den alten viel zu engen Leib; aber selbst wenn tragene Arbeiterlieder hielt der Gesangverein unserer Leipziger Wortes erregten, noch auf die jede Gelegenheit zu Unruhen der neue in einigen seiner mächtigen Glieder von ein bischen Genossen die Theilnehmer der Konferenz, worunter auch viele gern ergreifenden umstürzlerischen Elemente zurückzuführen. Schwäche und Bittern geplagt wird, so ist doch die stoffliche Frauen, noch längere Zeit beiſammen. Vielmehr hat die merklich um sich greifende Mist im mung Grundlage" vorhanden; freilich bleibt nichts destoweniger die Bemerkt sei noch, daß, jedenfalls zum Schuhe der Genossen, über die wirthschaftlichen und finanziellen Thatsache bestehen das Fleisch ist willig, aber der Geift ist sechs Gendarmen aus der Umgegend herangezogen waren, welche Bedrängnisse und das abnehmende Vertrauen schwach! uns als zielbewußten Sozialisten tommt die Aufgabe bereits vom frühen Morgen an die Straßen der Stadt durchin die Kraft und Fähigkeit der Regierung ihren zu, den Geist zum tampfestüchtigen Herrscher seines Leibes zu wanderten. wohlgemessenen Antheil daran. Die Nation ist beun- machen. Und das heißt Agitation, Erziehung und last, aber ruhigt durch die Schwierigkeiten, die sich ihrem wirth durchaus nicht least, heißt das Organisation. Nun aber be ,, An die Bergarbeiter Belgiens!" so lautete die Ueberschaftlichen Ausschwunge entgegenstellen, beunruhigt durch dingt eine wirksame internationale Organisation die Erkenntniß schrift eines Manifestes, welches die Verwaltung der belgischen bie Wahrnehmung, daß den Versprechungen der Minister, der Thatsachen ohne Rücksicht auf persönliche Abneigungen und Bergarbeiler- Föderation in jedem Kohlenbezirk veröffentlicht hat. die einander folgen und gleichen, noch immer teine Thaten alte Gifersüchteleien. Der Aufruf zur Solidarität an die belgischen Arbeiter lautet entsprechen, daß die Bersuche, den finanziellen Alp abzuschütteln, vergeblich bleiben, daß sogar die Maßnahmen, die zur Hebung focht, daß nämlich die historische Auswahl für die gegenwärtige den Preis ihrer Koffen aufschlagen und so lange wie möglich Ich erhalte das, was ich vordem in diesen Spalten ver- wie folgt: Die Unternehmer der belgischen Kohlengruben werden sicher des Kredits führen sollten, nur neue Enttäuschungen, neue Beit die deutsche sozialdemokratische Partei an die Spitze der Opfer im Gejolge haben. Man sieht die Fehlbeträge im sozialistischen Bewegung gestellt und daß diese folglich, wenigstens arbeiten lassen, um die Produktion zu vermehren, so daß sie zu Staatshaushalte immer wieder auftreten; man sieht den Kurs für den Augenblick, eine natürliche Führerschaft erworben sehr hohen Preisen Kohlen auf den englischen Markt schicken der Staatsrente unaushaltsam sinken, das Goldagio steigen, hat, mit ganzer Energie aufrecht. Diejenigen, welche die Grönnen, um die englischen Kapitaliſten zu unterstüßen zum bas Metall aus dem Verkehre verschwinden, der immer kenntniß dieser Thatsache zurückweisen, verurtheilen sich damit Schaden unserer englischen Brüder und zu unserem eigenen schwieriger wird; man sieht am Horizonte die Nothwendigkeit selbst zu völliger Nichtigkeit. Niemand hat jemals gegen die Schaden. Die Solidarität forbert es und im Interesse unser aller von ganz nener Belastungen der Steuerzahler, sieht neute Schwierigteiten geschichtliche Auswahl augetämpft, ohne troß aller Anstrengung für die Gewerbethätigkeit, den Handel und die Schifffahrt sich ben Kürzeren zu ziehen. Es gab in den ersten Jahrhunderten wie im Interesse des internationalen Verbandes ist es unsere aufthürmen und wirst die Schuld auf das Ministerium, das unserer Zeitrechnung sehr fluge Christen, die sich vom Haupt- Pflicht, wie die anderen europäischen Nationalitäten zu handeln: mit so pomphaften Versprechungen ans Ruder getreten ist. strom Die Arbeit ist in Italien im ganzen wenig lohnend; meinten und selbständig für sich Misthaufen der firchlichen Entwicklung abzweigen zu lönnen Durch alle möglichen Mittel die Ausfuhr der belgischen Kohlen nach England zu verhindern. die Landeserzeugung ist menig einträglich, weil die besonderer Form und Mittel noch vielfach unentwickelte sind; Vertrauen und trähen zu können. Um die Ausfuhr schwieriger zu machen und zu hindern, ist Art schaffen wollten, um darauf Kredit feblen; der Unternehmungsgeist ist schwach; von der große Strom. Aber sie und ihre Misthaufen verschlanges Pflicht, eine Lohnerhöhung im Verhältniß zum Preis der Kohlen zu verlangen. Gesezen erhofft man, was nur durch erhöhte Kenntniß und Seutzutage giebt es Sozialisten, die ähnlich sich von dem Grgreifen wir den guten Augenblick und zeigen wir, daß Thatkraft zu erreichen ist, von Regierungshandlungen, was mächtigen Hauptstrome der sozialdemokratischen Bartei absutrennen wir, wenn man unseren Forderungen nicht Rechnung trägt, wir Die nationale Arbeit geben fann. Es fehlt dem nationalen und( genau wie bezüglich des Christenthums die alten Monta- auch unseren Ausbeutern die Arbeit verweigern werden und Körper an Blut und dem vorhandenen Blut am gehörigen es thaten) eine eigene Konkurrenzausstellung zu veranstalten unser Recht fordern. So werden wir die Solidarität und Sreislaufe; so geräth er schon bei einer leichten Strifts in inteen, unbeffedt von dem Schmus, ben igre Ginblibung quter Brüderlichkeit aller Arbeiter unseren Tyrannen und Ausbeutern nervöse Buckungen und fann einen Stoß nur schwer aus- historischen sozialistischen Bewegung unserer Zeit leben sieht. gegenüber beweisen. halten. Die jüngst vorgekommenen man weiß noch nicht, Daß die deutsche Partei den Vorrang gewonnen, den sie ob beenbeten- Unruhen sind zum guten Theile auf ein jetzt einnimmt, findet seinen Grund in ihrer außerordentlich weit dumpfes Gefühl des Unmuthes zurückzuführen. Die Regierung fortgeschrittenen Erziehung und Organisation. Diese geben der follte alle Kräfte daran fetzen, deffen Ursachen abzustellen, und felben ihr Uebergewicht ein Uebergewicht, das sie nimmer sich nicht für die Beruhigung der Massen auf die Polizei allein durch irgend einen oberflächlichen und momentanen Erfolg bei verlaſſen. der mit Hilfe von einer oder der anderen herrschenden Partei Die Regierung sollte"! Ja, gewiß sie sollte, vollführten Flickarbeit fleiner Verbesserungen und kommunaler aber sie thut es nicht und sie kann es nicht thun, sowenig Reformen errungen hätte. wie andere Regierungen es können. Und so wird weiter Würden alle Sozialisten diese Thatsache im Gedächtniß fest. fortgewurstelt", und weiter gebreibündelt, bis der Karren halten, dann würde um so viel früher erfüllt werden, was das im Koth fest sigt und der große Kladderadatsch", dieses Christenthum zu erfüllen außer stande war, die Ginigung der Schreckbild und- Endziel aller impotenten Staatspfuscher, Sozialismus wird es vollenden nicht durch ideologische Vervoll Völker und die Verbrüderung aller Menschen. Der moderne der Tragikomödie tragischen Schluß herbeiführt. fominnung der Individualität, sondern durch die ökonomische Die römischen Krawalle, die den Vorgängen in Befreiung des Proletariats der ganzen zivilifirten Welt. Aigues- Mortes auf dem Fuße folgten, sind von E. Belfort Bag.) einer Kommission untersucht worden, die zu folgendem Er. gebniß gekommen ist, wie das Amtsblatt meldet: Erstens, · .ON Parketnachrichten. Laßt uns in unsern Forderungen fest und muthig sein und mit dem Rufe Doch die Internationale der Bergarbeiter" unsern englischen Brüdern einen großen Sieg wünschen. Wenn wir sie unterstüßen und mit ihnen mitarbeiten, so arbeiten wir an unserer eigenen Verbesserung. Das Gegentheil thun, würde unsere Noth vergrößern. Wenn ausländische Kohlen nach England geschickt werden sollten, dann werden Heizer, Auslader, Wiechaniker solidarisch die Arbeit verweigern!" Und jetzt, so schlecht auch die Stellung der belgischen Arbeiter ist, haben die Engländer nichts zu fürchten; von beiden Seiten wird der Kampf gegen die kapitalistische Gesellschaft fortgesezt werden. Der Tag des Sieges wird und muß kommen. Polizeiliches, Gerichtliches: c. Hamburg. Dr. Hans Blum, der bekanntlich die Sozialdemokratie und mehrere Führer derselben in Zeitungsartikeln und in feiner„ Lügen" Broschüre in unerhörter Weise beschimpfte und verleumdete und wiederholt vor Gericht sich mit seiner Unwissenheit entschuldigen mußte, hat wiederum eine Anflage gegen das Hamb. Echo" erhoben. Persönlich flagt er gegen den seiner Zeit verantwortlichen Redakteur Gust. Stengele, wegen einer Kritit feiner, einer Blum'schen Be• der Präfekt, Senator Calenda, ist verantwortlich, weil er nicht genügend vorsorgte für die Durchführung des for mellen, bestimmten und unbedingten Auftrages, die Zu Hamburg, 29. Auguft. Wie der Telepraph Ihnen schon richtigung. Ein Staatsanwalt scheint sich dieses Mal der vergänge zum Balafte Farnese abzusperren; zweitens, auch der berichtete wurde unser Genoffe Wilhelm Megger, folgten Unschuld nicht haben annehmen zu wollen, der berühmte Leiter der Polizeidirektion, Sandri, ist nicht ohne Schuld, Reichstagsabgeordneter für den 3. Hamburger Wahlkreis, am Doktor hat Privattlage erhoben. Der Appetit scheint aber auch und drittens, der Polizei Inspektor Mainetti ist voll- Montag dieser Woche vom hiesigen Landgericht wegen Bebei Bans Blum beim Effen zu kommen. Bei der früheren Klage tommen schuldfrei. Die Amtsenthebung Mainetti's wird leidigung des Senates und der Bürgerschaft unferer freien beanspruchte er 100 91., jetzt aber 1000 m. persönliche Ent. demzufolge widerrufen werden. Ueber Calenda und Sandri urtheilt. Der Strenge des Urtheils nach scheint es, daß man auf Gefängnißstrafe erkennen zu wollen. Hänschen wird immer Reichsstadt Hamburg zu 5 Monaten Gefängniß verschädigung! Außerdem beantragt er, nicht auf Geld-, sondern entscheidet der Ministerrath. Die Militärbehörden wurden mit dem Maße der Majestätsbeleidigung gemeffen hat in unserer bescheidener. Das wird wieder eine heitere Gerichtsverhandlung von der Kommission ebenfalls für schuldfrei erklärt." Rußland sorgt für seine Agenten. Der aus Serbien nossen, dessen Urtheil über die letzten Wahlen in Deutschland Wir haben diesen Artikel des bewährten englischen Geausgewiesene panslavistische", d. h. zarische Agitator Uselay wir früher( Nr. 154) mittheilten, aus der Londoner Justice" wurde bei dem russischen Konsulat in Prizren angestellt. übersetzt. werden! 101 Für den Inhalt der Juserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Donnerstag, den 31. Augußt, Abends 8 Ahr: Große Brillant- Vorstellung. Dovilio, Dundolo, Pelico u. Umberto, 4 Füchse, in Freiheit dressirt und vorDonnerstag, den 31. August. geführt v. Direktor Ernesto Ciniselli. Berliner Theater. Die Jungfrau Chevalier Roberto Alfonso, außer von Orleans. ordentlich beliebter Jongleur- MalaDas Recht zu barist. Auftreten der aus 6 Personen Lessing Theater. lieben. Kroll's Theater. Der Prophet. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Residenz- Theater. Jugend. Vorher: Verspielt. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas, oder: Meine Tante, deine Zante. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. _ Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. 2inderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Rassenöffnung 512 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr. Zentralfasse der Tabalarbeiter. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Fritz Albrecht, am 29. d. M. nach kurzer aber schwerer Krankheit gestorben ist. 322/10 Die Beerdigung findet Freitag, Nachmittags 5 Uhr, 3, Hatt. Bernauerstr. Achtung! wept Achtung! Berliner Gewerkschafts- Kommission. Deffentl. Delegirtenversammlung vom Trauerhause, am Freitag, den 1. September 1893, Abends 82 Uhr, in Ehrenberg's Lokal, Annenstraße 16. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! $ Zages Ordnung: 1. Das Kontrollmarken- System und die Gewerkschafts- Bewegung. Ref.: Genosse Borgmann. 2. Beschlußfassung über die Errichtung eines ständigen Bureaus und Anstellung eines Beamten. 3. Kassenbericht. 4. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um zahlreiches ErDie Berliner Gewerkschafts- Kommission. bestehenden Afrobatenfamilie Tichiani, Ortsfrankenkasse der Böttcher. Hierdurch fündige meine Stellung scheinen des non plus ultra der Gymnastik. Auftreten des Original- Klowns Gebr. Didic und Eugene Weldemann. Zum Schluß: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Sonnabend, den 2. September 1893: für den außerordentlichen Jongleur1. große Gala- Benefiz- Vorstellung Malabaristen Cheval. Roberto Alfonso. Passage1686b als Rendant. Berlin, den 29. August 1893. Joh. Wilh. Schleifer, Michaeltirchstr. 19. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Atrob. Miss Gabriele und Mrs. Othon, gr. Luftgymastik. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Panopticum. eſangshumoriſt. Alfonso, InGrösstes strumental- Humorist. A. Engel, Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. 8 dress. Hunde. Charles MorleyTrio, musikalische VerwandlungsPantomimisten. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Castan's Renz' Ball- Salon, Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie Im Garten auf der Sommerbühne: aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: Kneipp's Wafferkur". Boffe mit Gesang und Tanz in 2 Atten von Mylius. Regie: Hugo Hummel. Musik von Meyer. Vorher: Novität! Chansonetten- Liebe. Posse mit Gesang in 1 Akt von Eugen Prudens. Vor, nach und zwischen den Possen. Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten auf der Sommerbühne: In Vorbereitung: Das lachende Berlin, Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Adolph Ernst Theater. Zum 76. Male: Goldlokke. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anf. 7 Uhr. Fanteuil 2,50 M. HF Der Sommergarten ist geöffnet. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Direttion: Richard Schultz. Donnerstag, den 31. August, Zum ersten Male: Berliner Vollblut. Boffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse: Vormittag von 10 bis 2 Uhr, Abendkasse von 6/2 Uhr ab. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Zum 2. Male: Berliner Vollblut. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Sonnabend, den 2. September: Eröffnungs- Vorstellung in den vollständig renovirten Räumen mit durchaus neuem, vorzügl. Repertoir. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Ohne Extra- Entree. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Borstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturzfünftler. The Moras, musikalische Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Atrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Kegel[ 1442b Jeden Sonntag, Montag u. Donnerstag 1 Großer Ball. Naunynstr. 27. Empfehle meine Säle zu allen Privatfestlichkeiten und Versammlungen. Moriz Play. Etablissement Buggenhagen. Moris Play. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerſe, Festlichkeiten 2c. Restaurant ,, Lindenhof" Stolpe am kleinen Wannsee hält sich zu Ausflügen den geehrten Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Beluftigungen aller Art. Regelbahn u. Kaffeeküche zur Verfügung. Kremser am Bahnhof Wannsee. 4193L* A. Mattausch. Voltsbeluftig. jeber Art. 4 Set: F. Pietsch' Lanz- Dresdenerstr.10. bahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. ratweil' sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Ein neuer Lehrkursus für Damen u. Herren beg. Sonntag, 3. Sept., Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 3 und bei Beginn des Unterrichts.[ 4742L* Die dem Schraubendreher Fr. Täschner zu gefügten Beleidigungen nehme ich hiermit zurück und erkläre die Beschul J. A.: Oskar Völkel, Berlin N., Dunderstraße 6, 8 Tr. Handlungsgehilfen n.-Gehilfinnen! Große öffentliche Versammlung am Freitag, den 1. September cr., Abends 82 Uhr, 1678b im großen Saal von Buggenhagen, Moritplay. Tages- Ordnung: 1. Welche Forderungen haben wir an die gefeßgebenden Rörperschaften zu stellen? Ref. Saufmann Julius Türk. Korreferent Reichstags- Abgeordneter E. Vogtherr. Rollegen! Es ist dringende Pflicht in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer: Emil Ambach, Mohrenstr. 57. Achtung! Achtung! Drucker, Formstecher, Hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen und verwandte Berufsgenossen. Am Sonntag, den 3. September, Abends 8 Uhr, findet zu Ehren der Delegirten der in Berlin am 3. und 4. September tagenden GeneralVersammlung ein Kommers mit Damen in Keller's Gesellschaftshaus, Bergstraße 68, verbunden mit Konzert und Vorträgen, statt. 1679b Die Musik wird von Berufsmusikern der Freien Vereinigung ausgeführt. Gönner und Freunde find hierzu herzlichst eingeladen.- Programms à 30 Pf. sind zu haben bei S. Tschenschke, Landsbergerstr. 120 a und bei den Vertrauensleuten. Verein schlesischer Sozialdemokraten. Versammlung am Sonnabend, den 2. September, Abends 8 Uhr, bei Bolz, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fritz Hansen über: Arbeit und Lohn. 2. Dis fuffion. 3. Wahl der Revisoren und Verschiedenes. 282/6 Die Genoffen werden ersucht, Agitationsmaterial mitzubringen. Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung sämmtlicher im graphischen Gewerbe besch. Arbeiter und Arbeiterinnen ( Lithographen, Steindrucker, Buchdrucker, Buchbinder und alle verwandten Berufsgenossen u. Berufsgenossinnen) am Sonntag, den 3. September cr., Vormittags 11 Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger- Allee 11-13. Tages Ordnung: 1. Bericht über die durch die Firma Kaufmann in Brandenburg bes dingten Ausstände. Referent: Rollege Sillier. 2. Vortrag des Herrn Näther über:" Die Rämpfe der Arbeiter und die Gewerkschafts- Organisationen." 3. Diskussion. 209/20 In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Situation bittet um recht zahlreiche Betheiligung aller Branchen Der Einbernfer. Große öffentliche Versammlung digungen für unwahr. Ed. Merschel der Ost- und Westpreussen Trinkt: COCO! Was ist COCO? 4798L Soiréen der Leipziger Sänger vom Das Beste und Billigste gegen den Krystall- Palast. Anf. Wochent. 72 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Victoria- Brauerei, noſtraße 111-112. Garten resp. Saal ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger Stets wechselndes Programm. Anfang Durst ist COCO! Der Liter tommt auf 1 Pfennig! Ueberall zu haben in Blechdosen zu 5, 10 u. 20 f. VERSALMONALL- PUTZ P R. P. SCHUTZMARKE Sonntag, den 3. September, Nachmittags 6 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. Zagesordnung: 1. Bortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Agitations. Kommission. 4. Neuwahl derselben. 5. Verschiedenes. 254/16 Nachher: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission. R. A.: Karl Rott, Münchebergerstr. 29. Zeuthen- Hankel's- Ablage und Umgegend. Oeffentl. Volks- Versammlung für Damen und Herren am Sonntag, 3. September 1893, Nachmittags 3 Uhr, bei Herrn Künzel. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Frik Zubeil. 2. Dis 422/6 fuffion. 3. Verschiedenes. Firma und Schutzmarke. Man achte genau auf meine POMADE Richard Poppe BERLIN N.O. Putzmittel der Welt es Da viele minderwerthige und unSonnt. 7 Uhr, brauchbare Fabrikate angeboten werden, Wochent 8 Uhr. verlange man nur Entree 50 Pf. Borverkauf Billets Sonntags keine Giltigkeit. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Richard Poppe's Universal- Metall- Puh- Pomade. ( Schuhmarke„ Stern".) Ueberall vorräthig. Berlin NO. Gollnowstr.11 Richard Poppe, Als anerkannt reelle und that= sächlich billigste Einkaufs quelle Süd- Ostens für Garreton- Troupe. Theater- und Spezialitäten Gold-, Silber-, Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow it. f. m. Boltsbeluftigungen aller Art. Täglich: Gutree 30 Pf Grosser Ball. Spezialitäten- Gold-, Vorstellung fowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 80 Pf., reservirter Plaz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Altes Schüßenhaus, Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Nach der Versammlung: Lassallefeier. Konzert und Tanzkränzchen. Entree Herren 30 Pf., Damen 15 Pf. Gesangvereine, vom Arbeiter- Sängerbund, die geneigt sind mitzuwirken, find freundlichst willkommen. Der Vertrauensmann. Achtung! Rixdorf. Achtung! Genossen 1. Genossinnen! Anläßlich des Todestages Ferdinand Lassalle's Donnerstag, den 31. August cr., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Herrn Gröbler, Bergstr. 129, große öffentliche Bolts- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Dr. Bruno Schoenlank über Ferd. Lassalle. Sein Leben und Wirken für die Arbeiterbewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es wird zur Pflicht gemacht, daß alle Frauen und Männer in dieser Bersammlung erscheinen. Die Vertrauensperson: Robert Köppen. Linienstraße 5, empfiehlt feine Festsale 37 Admiral- Straße 37 Herm. Faber, Juwelier und Goldarbeiter, Grünauer. Get. werd. stets Kanarienhähne, Lach( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen.auben. Redtmann, jett Madaistr. 1.| heiten. 733b Kinderwagen, gebr., Rottbuserstr. 13.) 6, Anfertigung von Neuarbeiten und Reparaturen. 45272 Hierzu eine Beilage. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ar. 304. Donnerstag, den 31. Augnst 1893. 10. Jahrg. Uulmles: Parteigenossen! Auf Ersuchen der Direktion der Span- dauer Bergbrauerei, eine Sitzung einzuberufen, um ihr Gelegen- heit zu geben, mit uns wegen der Saalfrage resp. der Boykott- Angelegenheit verhandeln zu können, fand am 29. August eine Sitzung der Spandauer, Charlottenburger und Berliner Lokal- kommission statt. Der Herr Direktor Brähmer, welcher erschienen war, gab am Schluß der Verhandlung nachstehende Erklärung ab, mit der Verpflichtung, seine Erklärung in der Spandauer, Lokalpresse zu veröffentlichen: „Als Vorstand der Spandauer Bergbrauerei erkläre ich, daß die„Gründe", die unsererseits vorgegeben wurden, die Säle während der Wahlagitation zu verweigern, keine stichhaltigen waren; ich verpflichte mich, in Zukunft der sozialdemokratischen Partei die Säle jederzeit zur Ver- fügung zu stellen. Berlin, den 29. August 1893. W. Brähmer. Auf grund dieser für die Oeffentlichkeit bestimmten Erklärung wurde der Beschluß gefaßt, den Boykott über die Spandauer Bergbrauerei aufzuheben. Es steht somit wieder jedem Restaurateur frei, sein Bier aus Brauereien zu entnehmen, wo es ihm beliebt. Während der Verhandlung konnte unserseits mit Genugthuung konstatirt wer- den, daß die von den Herrn Happold und Nösicfe seinerzeit veröffentlichte Erklärung, wonach angeblich der Saal wegen „Renovirung" zur Versammlung nicht hergegeben werden konnte, den Verhältnissen nicht entsprach. Die Arbeiterschaft hat somit wieder einen moralischen und auch faktischen Sieg er» rungen. Ferner haben wir eine nicht minder wichtige Angelegenheit der Oeffentlichkeit zu übergeben. Die Genossen des K. Kreises hatten in letzter Zeit viel Unannehmlichkeiten zu bestehen mit dem Oekonomen zum„Schultheiß"(früher Eiskeller). Chaussee- straße 88. Nach mehrmaliger Vorstellung der Lokalkommisston beim Herrn Direktor Rösicle, den Herrn Oekonomen zu belehren, in welcher Weise derselbe der Arbeiterschaft Rechnung zu tragen hat, erhielt der Vertrauensmann, Genosse Witzel, am 25. August folgendes Schreiben: „Wir nehmen hiermit Bezug auf den vor einigen Tagen uns abgestatteten Besuch und wiederholen die Ihnen bereits mündlich abgegebene Erklärung, daß Ihnen die in Rede stehenden Räume unseres Lokales Chausseestraße Nr. 83(früher Eiskeller) nach wie vor zur Verfügung stehen, sobald über dieselben nicht etwa schon vorher anderweitig verfügt sein sollte. Falls Sie daher von diesen Räumen Gebrauch machen wollen, bitten wir, dies gefälligst rechtzeitig anzumelden. Sollten Sie, was wir nicht annehmen können, trotzdem noch auf irgend welche Schwierigkeiten stoßen, so bitten wir uns hier- von sogleich direkt in ftenntniß zu setzen, damit wir recht- zeitig für Abhilfe sorgen können, da es unseren eigenen Grundsätzen widerspricht, politische Beweggründe bei der Vergebung unserer Lokalitäten in Betracht zu ziehen. Wegen der uns noch gemeldeten Vorfälle haben wir mit unserem Oekonomen Herrn Girod Rücksprache genommen, und werden Sie in dieser Beziehung in Zukunft hoffentlich keine Ver- anlassung zur Klage haben. Hochachtungsvoll Schultheiß Brauerei-Aktien-Gesellschaft. Kilian. R ö s i ck e. Die Lokalliste wird nächste Woche veröffentlicht werden. Die Lokalkommissions-Mitglieder der Umgegend Berlins werden nochmals darauf aufmerksam gemacht, bei Eiusendung der Lokal- liste nur die ihr zugesandten Formulare zu benützen. Die Berliner Lokal-Kom Mission. I. A.: I. Wernau, Rosenstr. 30. Gedanken und Empfindungen eines Arbeitslosen- Unter diesem Titel schreibt ein Genosse in der„Schwäbischen Tagwacht": Während zur heißen Sommerszeit die Geldprotzen und reichen Unternehmer— die sich auch gern„Brotherren" nennen— in der Sommerfrische, in diesem oder jenem Luft- oder Badekurorte, nicht gar wenige von ihnen auch direkt an den kühlen Gestaden der Nord- oder Ostfee weilen, nicht etwa um sich von der anstrengenden Arbeit zu erholen und Geist und Körper für das folgende Jahr wieder zu stählen, sondern sehr häusig nur um eine weitgehende Abwechslung von ihren täglichen Erholungen und Vergnügungen zu suchen und zu finden, muß ein großer Theil der Arbeitnehmer gezwungenermaßen„Ferien" machen. Aber, anstatt daß nun die letzteren sich von ihrem vorhergegangenen wirklichen Arbeiten erholen, neue Kräfte für sich, ihre Familie und nicht zuletzt auch für ihre Arbeitgeber— fällt doch im heutigen kapitalistischen Zeitalter der Haupttheil des Arbeitsertrages auf diese selbst zurück— sammeln könnten, werden sie der mehr oder weniger vorhandenen Kräfte noch be- raubt, indem es ihnen bei der unfreiwilligen Vakanz nicht einmal mehr möglich ist. ihrem Körper das Allernöthwendigste von Nahrungsmitteln zuzuführen. Ist in dieser Beziehung der Ar- beiter, selbst nenn er Beschäftigung hat. aus das Gewöhnlichste, was die Mutter Natur in so reichem Maße— zum Theil uns aber bitler vertheuert durch die heutige„göttliche" Weltordnung, durch die prositwüthigen Produzenten— angewiesen, so muß er bei Arbeitslosigkeit auch noch auf dieses Wenige zum Theil ver- zichten. Und so muß er gewahren, wie von Woche zu Woche seine Kräfte schwinden, er muß sehen, wie seine von der häus- lichen Arbeit hart mitgenommene Frau immer mehr zurück- kommt, daß sie nur noch mit der größten Mühe und An- strengnng ihre häuslichen Arbeiten und, wenn sie vorn Schicksal begünstigt ist, vielleicht noch«ine Nebenarbeit, die mit 59 bis 70 Pfennig pro Tag entlohnt wird, verrichten kann; er muß endlich noch sehen, wie die bleichen Gesichter seiner Kinder noch mehr erbleichen und mehr und mehr abmagern. Zu allem diesem kommt noch, damit man die„Wonne" der Arbertslosigkeit, des Nichlslhuns voll und ganz verspürt, daß der momentane Zustand und der Blick in die Zukunft dem Arbeitslosen sowohl wie dessen Frau die nächtliche Ruhe raubt. Mit Sorgen und sGrübeln legt man sich nieder, der ersehnte Schlaf will nicht komme», die Sorge um die Existenz, der heiße Wunsch nach Arbeit und Ver- dienst läßt dem Arbeitslosen auch bei Nacht keine Ruhe. Nicht sehr freudig und hoffnungsvoll begrüßt ihn der erste Strahl der Morgensonne. Wie lange wird es noch dauern bis der Glücks- tag kommt, der ihm Arbeit bringt? Mehr als 99 seiner Berufs- genossen am Orte sind unverschuldet arbeltslos, es wird Wochen und Monate dauern, bis wenigstens ein Theil derselben wieder untergebracht ist! Inzwischen hat man Tag für Tag Ge- legenheit. Betrachtungen darüber anzustellen, wie alles in unserer besten der Welten so herrlich eingerichtet ist, wie die Arbeitgeber tagtäglich so fürsorglich für ihn bedacht sind! Wie anders gestaltet sich das Leben unserer Honoratioren und ganz besonders, wenn sie sich in der Sommerfrische befinden! Daß es ihrem werthen Korpus an nichts Genießbarem gebricht, dafür sorgen schon die Hoteliers und Restaurateur«. und mag der Gast in dieser Beziehung noch so anspruchsvoll sein. Wollen sie nicht selber für die größtmöglichste Abwechslung an Er- holungen resp. Vergnügungen sorgen, so überlassen sie das ruhig den betreffenden Kurkomitecs, die schon wissen, was ihren werthen Gästen„Roth" thut. Außer den üblichen, täglich Mehr- maligen Konzerlen werden da arrangirt: Korsofahrlen und Korsorciten, Schnitzeljagd, Reunions mir italienischer Nacht und den prachtvollsten Feuerwerken, und damit sie sich auch am „Volk" selber mal ergötzen können, fehlt selten wahrend einer Saison ein sogenanntes„Volksfest", wobei ein Eselsrennen, ein Baumklettern, ein Sacklaufen, ein Geldfischen mit dem Munde aus bis zum Rande gefüllten Makaikäsenäpfchen und manches andere als unschuldiges Spiel dahingestelltes Manöver aus- geführt wird. Haben wir uns nun den krassen Unterschied zwischen den freiwillig Feriennehmenden und den gezwungenermaßen Feiern- den vor Augen geführt, so müssen wir doch endlich alle zu der Einsicht kommen, daß diesem ungerechten und ungesunden Zustande der heutigen Gesellschaft nur durch eine gesetzliche Verringerung der Arbeitszeit abgeholfen werden kann. Die endgiltige Lösung dieser Frage ist und bleibt jedoch der Sozialdemokratie vor- behalten, die durch ihre bekannte Forderung: Verwandlung des kapitalistischen Privateigenthums an Arbeitsmitteln— Grund und Bode», Werkzeugen, Maschinen, Verkehrsmitteln:c.— in gesellschaftliches Eigenthum einen menschwürdigeren Gesellschasts- zustand erstrebt. Darum, Arbeiter, die ihr noch zu einem großen Theile in fast unglaubwürdiger Gleichgiltigkeit Eure eigensten Interessen verkennt, reiht Euch ein in die Kette der völlerbesreienden inter- nationalen Sozialdemokratie Z Vom Gewerbegericht. Die unerwartet große Jnanspruch- nähme des hiesigen Gewerbegerichts hat im Laufe weniger Monate zu einer solchen Ueberlastung einiger der acht Kammern geführt, daß z. B. in der Kammer I schon Termine bis in den Dezember hinein angesetzt sind. Selbstverständlich läßt sich das mit dem Zweck des Gerichts, schnell zu arbeiten, schlecht in Ein- klang bringen. Das ist auch von der zuständigen Behörde ein- gesehen worden, denn es sind schon seit einiger Zeil Schritte gethan, Abhilfe zu schaffen. Die Inhaber der Moll- waarensirma Schwabach u. Ko., welch» ihre Geschäfts- räumlichkeiten ebenfalls im ersten Stock des Hauses Stralauer- straße 3—8 hatten, wurden durch eine Abfindungssumme ver- anlaßt, auszuziehen. Da jedoch bauliche Veränderungen durch die unerläßlich gewordene, projektirle Erweiterung der Gerichts- räume erforderlich wurden, kann erst in etwa drei Wochen die wohlthätige Wirkung derselben in Kraft treten, in welcher Zeit die Arbeiten beendigt sein werden. Dann werden nämlich dem Gericht, statt der bisherigen zwei, vier Verhandlungssäle zur Ver- fügung stehen und die Sitzungslage der einzelnen Kammern werden zweckmäßig vertheilt werden können. Mit Bezug- nähme daraus ist bereits der Stab der Gerichts- und Magistrats- assessoren, welche die Verhandlungen leiten, vermehrt worden. Die beschränkten Räumlichkeiten des Gerichts wurden von Anfang an als Kalamität und der Abhilfe bedürftig empfunden. Dem Uebelstande, daß Termine jetzt schon in den Dezember verlegt sind, wird durch Zurückverlegung derselben gesteuert werden, sowie die neu hinzukommenden Räume in Benutzung genommen werden können. Durch die Vergrößerung des Gerichts glaubt man für die Zukunft der Wiederholung des berührten Uebel- standes vorgebeugt zu haben. Es wird vermieden werden, daß ein Vorsitzender an ein und demselben Tage die Verhandlungen zweier Kammern zu leiten hat. Ein dummer Streich ist gegen den Schuhmachermeister Adolf C., Monbijouplatz 12, verübt worden. Vor einigen Tagen meldete sich morgens in dem Laden des Meisters der Bote eines Fleischermeisters und brachte einen mächtigen Rinderbraten. Herr C. erklärte dem Ueberbringer, daß er keine Bestellung aufgegeben habe, und murrend ging der junge Mensch von bannen. Kaum halte er die Thür hinter sich geschloffen, als ein Kutscher der Schultheißbranerei im Laden erschien und verkündete, daß er die bestellte halbe Tonne Bier abliefere. Er hatte seine Meldung noch nicht beendet, als. nach dem„Verl. Tagebl.", ein Wagen der Rummelsburger Eiswerke vorfuhr, um das angeblich von dem Schuhmachermeister bestellte Eis abzuladen. Herr C. war in Verzweiflung; denn von all diesen Bestellungen war ihm nichts bekannt. Während er noch i»it den beiden Kutschern unter- handelte, erschien ein dritter im Laden, um im Auftrage der Gardinen- Wäscherei von M. Bloch in der Breitestraße Gardinen abzuholen. Der Echuhmachermeister suchte den Erschienenen begreiflich zu machen, daß sie sich im Jrrthum befänden, daß er nichts bestellt habe, aber schon wieder öffnete sich die Thür, um einen Kutscher der Brauerei Pfefferberg einzulassen, der ebenfalls eine halbe Tonne Bier abladen wollte. Ihm folgte alsbald der Kutscher des Münchener Löwenbräu, der einige mit Flaschen gesüllte Kasten angeschleppt brachte. Herr C. war. wie gesagt, i» Ver- zweislung; denn schon war ein Wagenpark vor feinem Laden angefahren. Aber seine Roth sollte noch nicht zu Ende sein. Es kam noch eine Fuhre mit 4999 Preßkohlen, eine weitere Fuhre Kohlen und Holz aus der Schönebergerstraße, und dann folgten noch mehrere Boten mit allerlei Maaren. Die sämmtlichen Lieserungen waren für 9 Uhr Vormittags bestellt und die Bestell- karten rührten vou derselben Hand her. Der Schuhmachermeister hat der Polizei von dem gegen ihn geführten Streich Anzeige ge- macht, um den bis jetzt noch unbekannte»„Witzbold" zu ermitteln und zur Bestrafung zu ziehen. In dem L.schen WirthShause zu Wilmersdorf spielte sich am Montag Nachmittag um 5 Uhr ein aufregender Vorgang ab. Während mehrere Berliner Familien in dem am Wasser be- legenen Lokal mit Kaffeekochen beschäftigt waren, sprang plötzlich ein 17 Jahre altes Mädchen in die Fluthe». Knaben, die zum Kegelaussetzen verwandt wurden, hallen dies bemerkt und riefen die Gäste herbei, unter denen sich zwei Berliner Heilgehcksen, Strauß und Großmann, befanden. Mit Hilfe von Bootshaken gelang es, das junge Mädchen bewußtlos aus dem Wasser zu ziehen. Während die Heilgehilfen durch längere Bemühungen die Besinnungslose in das Leben zurückriefen, hatte ein 9iad- fahrer den Amtsvorsteher benachrichtigt. Das Mädchen gab später an, die Tochter eines in Schöneberg wohnenden Straßen- reinigers zu sein. Es habe sich am Morgen aus dem Eltern- Hause entfernt, um sich das Leben zu nehmen, weil es vom Vater wegen Besuchs eines Tanzbodens eine ernste Bestrafung erlitten halte. In grosser Gefahr haben, ohne es zu ahnen, seit längerer Zeit die Bewohner des Hauses Schinkestr. 2 in Rixdorf ge< schwebt. Es wird der„Voss. Ztg." darüber berichtet: Seit einigen Jahren wohnte in dem Hause der frühere Schauspieler und Pyrotechniker Adolf Bittmann. Obwohl er mit niemand verkehrte, fiel es doch de» Hausbewohnern feit einigen Tagen auf. daß Bittmann nicht zu sehe» und zu hören war. und in der Meinung, dem alleinstehenden Manne sei ein Unglück zugestoßen, benachrichtigte man die Polizei. Zwei Gendarmen begaben sich nach der Bittniann'schen Wohnung, fanden sie unverschlossen, und Bittmann selbst im Bett liegend. Den Beamten wurde aus dem Aussehen und den Geberden des Mannes sofort klar, daß er seiner Sinne nicht mehr mächtig war. Sie redeten ihm freundlich zu, sich anzuziehen und mit ihnen spazieren zu gehen. Bittmann folgte, ohne ein Wort zu sprechen, während einer der Beamten unterdeß für eine Droschke sorgte. Als der Kranke aber die Wohnung verlassen sollte, sträubte er sich lebhaft und mußte darum geschlossen in die Droschke geschafft werden, die ihn in Begleitung der Gendarmen nach dem Amtshause beförderte. Hier wurde polizeiärztlich festgestellt, daß Bittmann hochgradig geisteskrank sei, worauf dieser der Liaison 6o sants in Schöne- borg zugeführt wurde. Inzwischen halten die Gendarmen sich noch einmal nach der Bittmann'schen Wohnung begeben, um sie zu schließen. Zufällig entdeckte man hierbei aber ein großes Lager von Sprengstoffen, Pulver. Feuerwerkskörpern ze., von denen schon ein kleiner Theil bei einer Explosion namenloses Unglück über die Hausbewohner hätte herbeiführen können. Die Polizei beschlagnahmte alles Vorgefundene. Unvorsichtiges Umgehen mit Benzin hat schon wiede einen Unfall veranlaßt.' In einer Galvanisiranstalt in de' Stallschreiberstr. 59 gerieth gestern beim Waschen von Metall� waaren Benzin in Brand. Die Arbeiterin Bertha Michley erhielt dabei schwere Brandwunde» im Gesicht und an den Armen Das Feuer selbst blieb aus den Herd beschränkt. Durch Selbstmord geendigt hat in der letzten Nacht der 54 Jahre alte frühere Musikdirektor Konstantin Mädler, der bei einer Frau Schönfeldt in der Reinickendorferstr. 29a wohnte. Als die Wirth in heute Morgen um 8 Uhr sein Zimmer betrat. fand sie ihn als Leiche erhängt auf. Mädler hat an einer un- heilbaren Krankheit gelitten und dürfte deswegen freiwillig aus dem Leben geschieden sein. Polizeibericht. Am 29. d. M. Vormittags wurde vor dem Hause Niederwallslr. 21 der Kutscher Leppack von seinem Pferde geschlagen und erlitt einen Bruch des Schienenbeins, so daß er nach dem Krankenhause gebracht werden mußte.— Beim Ab- springen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen siel eine Frau vor dem Hause Potsdamcrstraße 1 zur Erde und erlitt eine Verrenkung des Fußes.— In der Nacht zum 39. d. M. fiel ein Arbeiter vor dem Hause Mohrenstraße 53 infolge eines Fehltritts zur Erde und brach den Unterschenkel. Er wurde nach der Charitee gebracht.— In der Zinkwaarenfabrik von Humpert. Stallschreiberstr. 59, entstand Nachmittags eine Benzinexplosion, bei der eine Arbeiterin schwere Brandwunden an den Armen und im Gesicht erlitt.— Außerdem fände» im Laufe des Tages drei kleine Brände statt. Theetkev. NeichshallenTheater. Das Mimodrama Blanchards de Belresche(Musik von Charles Tony): Buckelhans(Jean Mayeux) ist bemerkenswerth nicht durch seinen Stoff— die Ge- schichte einer unter Zuhälter und Dirnen gerathenen Waise, die ein Buckliger rettet, um sie dann aus Eifersucht zu tödten—, der an die Leichtgläubigkeit des Zuschauers sehr große Ansprüche stellt, wohl aber durch die kraftvolle, ungeschminkte Art des Dargestellten und durch die vollendete Kunst, womit die Dar- steller die Pantomime durchführen. Hier athmet jede Bewegung, jeder Blick Leben, hier kommen mit ergreifender Anschaulichkeit seelische Regungen zum Ausdruck, bis in das Kleinste hinein deutlich und klar. Dieser Verismus, der der Sprache nicht als Dolmetscherin bedarf, packt die Zuschauer, reißt sie hin und verdient den stürmischen Beifall, den das schwächliche Zischen elwelcher Kunst- und Moralphilister spaßhaft begleitete. Die Darsteller, Pariser Schauspieler, spielten durchgänglich muster- Haft, so die Herren Depreter, Vallot und Dumont, so die Damen Lallemand, Dösiree und Däguirard. Das waren naturgetreue Gestalten aus dem Lumpenproletariat, nicht die schablonenhaften Figuren der deutschen Schaubühne. Unsere Künstler können an den Parisern lernen, wie man soziale Typen studirt und spielt. Gerillikü-JBciUmg. Gewerbegericht. Kammer 11. Sitzung vom 39. August. Fräulein Hoffmann klagt gegen die Firma Meier und Groß. Sie verlangt 29 M. Entschädigung dafür, daß sie ohne Kündi- aung entlassen wurde. Die Beklagten wandten in einem früheren Termin ein, die Klägerin sei nicht Arbeiterin sondern nur Auf- Wärterin bei ihnen gewesen. Das sollte die als Zeugin vor- geschlagene und auch geladene Direktice Peletrat bekunden. Diese so wenig wie ein Vertreter der beklagten Firma ivar erschienen. Die Zeugin, welche auch über das Be- stehen oder nicht Bestehen der gesetzlichen Kündigungsfrist im Etablissement der Beklagten sich äußern sollte, wurde wegen un- entschuldigten Ausbleibeus mit einer Ordnungsstrafe von 19 M. bezw. 2 Tage Hast belegt. Die Klägerin behauptete, nicht Ans- Wärterin gewesen zu sein; sie habe auch Federn gewaschen. In Ermangelung des Gegenbeweises— es war ja niemand von der gegnerischen Seite erschienen— mußten die Angaben der Klägerin als richtig angenommen und die Firma M. u. G. zur Zahlung von 29 M. verurtheilt werden. Kammer I. Der Schneider Buddendorf(Hausindustrieller) verlangte für einige Mäntel, die er als Muster für die Konfektiöns- firma Heyn angefertigt hat, eine» Preis, welchen zu zahlen sich die Firma weigerte. Diese wollte nur Durchschnittspreise zahlen, während Buddendorf höhere beanspruchte, sich darauf stützend, daß die einzelnen Sachen, die er nur Hnmal auszuführen bekomme, ohne die betreffenden Dessins je Ausgeführt zu haben, besser be- zahlt werden müßten. Da man sich nicht zu einigen vermochte. wandte sich B. an das Gewerbegericht, welches am 39. August, nachdem schon mehrere Termine in der Sache geivesen sind, dieselbe erledigte. Als Sachverständige sind incht weniger als drei Personen. die Herren Lesser, Obermeister Curt und als letzter Herr Euhr vernommen worden. Auf Beschluß des Gerichts wurden die Mäntel im Verhandluuas- zimmer selbst durch Herr» Suhr besichtigt. Derselbe hielt die vom Kläger angesetzte» Preise als Musterpreise für nicht zu hoch gegriffen, bei Herstellung von hunderte» der Mäntel sei allerdings ein l'/2—3 M. niedrigerer Preis pro Stück an- gemessen. Er, Suhr, würde Muster auch nicht billiger mache». Di« beklagte Firma wurde verurtheilt 129,89 M. zu zahlen, das heißt die vom Kläger verlangten Preise wurden ihm zu> gesprochen. Wegen Beleidigung eineS gerichtliche» Sachver« ständigen war der Holzschneidereibesitzer Hermann Werle vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 59 M. verurtheilt worden. Werle hatte sich im Februar d. I. wegen Gewerbe- Vergehens vor dem Schöffengericht zu verantworten. Es handelte sich um ungenügende Schutzvorrichtungen in seiner Fabrik. Im Termine gab der Sachverständige, Gewerbe-JnspektionSassistenl Nenmanu ein Gutachten zu Ungunsten des Angeklagten ab. Dieser be- schuldigte den Sachverständigen der Parteilichkeit und zchg sich dadurch eine Rüge zu. Die Verhandlung endete mit der Ver» urtheilung des Werle zu 15 M. Seine Erregung hierüber kam zum Ausbrnch, als. er nach dem Termine mit dem Scha- verständigen auf dem Lehrter Stadtbahnhofe zusammentraf. Werle rief demselben eine grobe Beleidigung zu und hatte es nur seiner bisherigen Unbescholtenheit zu verdanken, daß das Schöffengericht dies Vergehen nur mit einer Geldstrafe ahndete. Er legte Berufung ein, aber ohne Erfolg, denn die zweite Instanz bestätigte gestern das erste Urtheil. An alle Vorstände der Gewerkschaften Deutschlands. Ifänglich hatte das Unternehmen selbstverständlich mit großen Alle Briefe und Sendungen sind an den Steinmez Arthur Schmidt, Dresden, Eelt's Gasthaus, Kleine Brüdergasse, zu richten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Der Verbandsvorstand der Steinmegen Wie wir bereits durch die Presse veröffentlicht, baben am 21. August in Dresden und Pirna ca. 1000 Steinmezen die Arbeit niedergelegt. Die Cache steht für die Streitenden günstig, denn Arbeit ist genügend vorhanden. Trotzdem wäre es niemand eingefallen, einen Streif zu inszeniren, wenn die Unternehmer die Arbeiter nicht dazu gezwungen hätten. Tiefelben Aus dem Zuchthause zu Luckau wurde gestern die brei weigern fich, den Tarif, welchen sie den Arbeitern selbst auf undfechszigjährige Wirthschafterin Marie Sibbon der ersten erlegt haben, weiter zu bezahlen, und ist es infolge Ferien- Strastammer des Landgerichts I vorgeführt, eine Person, dessen zum Ausstand gekommen. Unserer Gewerkschaft welche bereits neun Jahre im Gefängniß und zwölf Jahre im allein ist es unmöglich, die Streifenden auf die Dauer Buchthause zugebracht hat. Die Angeklagte hat ihre Beziehungen derartig mit Geldmitteln zu versehen, daß dieselben zu hochstehenden Personen fortgesezt durch allerlei Schwindel eien auszuhalten im ftande wären. Wir appelliren deshalb an das gemißbraucht. Nachdem sie zuletzt wegen Betruges und Urkunden: Solidaritätsgefühl sämmtlicher Arbeiter Deutschlands, und bitten fälschung eine fechsjährige Zuchthausstrafe verbüßt hatte, erhielt die Vorstände der Gewerkschaften, das Weitere zur Unterſtügung fie eine Stelle als Wirthschafterin bei einem Postsekretär. Wie der Streifenden in ihren Berufen zu veranlassen, damit unseren fie angab, ist sie durch einen unglücklichen Umstand wiederum Brüdern der Kampf erleichtert und denselben zum Siege ver auf die Bahn des Verbrechens gedrängt worden. Bei ihre holfen wird. früheren Berurtheilung spielte eine Anzahl gefälschter Wechsel eine Hauptrolle. Eines Tages sei ein Mann, der sich Kommissionär Baul genannt habe, bei ihr erschienen und habe noch einen von ihr gefälschten Wechsel über 800. vorgezeigt, welcher in dem vorigen Strafverfahren noch nicht zur Kenntniß der Behörde gelangt war. Paul habe ihr gedroht, den Wechsel der Staatsanwaltschaft zu übergeben, wenn sie ihn nicht gegen Zahlung von 600 Mark einlösen würde. Im Falle einer Ana zeige winkte der Angeklagten wiederum das Zuchthaus. Sie unterschlug ihrem Herrn nach und nach 600 Mart. und löfte den Wechsel ein. Nachdem sie den Dienst bei dem Postfekretär aufgegeben, wurden ihre Unredlichkeiten entdeckt. Der Geschädigte verlangte Erfah, worauf die Angeklagte einen Briei fälschte, worin der Kammergerichtsrath B., ein Verwandter der Angeklagten, versprach, für die Forderung von 600 M. auftommen zu wollen. An dem verabredeten Zahlungstage erhielt der Postsekretär anstatt baaren Geldes einen vom Grafen Hohenau afzeptirten Wechsel über 600 Mark. Auch Dieser Wechsel ist von der Angeklagten gefälscht worden. Da fie inzwischen neue Betrügereien begangen hat, wofür sie zu einem Jahre Zuchthaus verurtheilt wurde, so mußte auf eine Bufatstrafe erkannt werden, die auf noch ein Jahr Zuchthaus bemessen wurde. 9 Deutschlands. . A.: Ph. Thomas, Borf., Berlin- Nixdorf, Biethenstr. 26. Achtung, Rigdorf! Parteigen offen! Durch eine planmäßige Manipulation find unfere sämmtlichen Platate, die die Lassallefeier den Genossen bekannt machten, gänzlich vernichtet, abgerissen. Parteigen offen! Beigt diesen Leuten, die zu einer solchen Handlung fähig sind, das Ihr troy alledem Mann für Mann am Donnerstag am Plaze seid! ( Siehe Inferat.) Der Vertrauensmann. Robert Köppen. Schwierigkeiten zu kämpfen, was die Verleumder dazu benutzten, demselben den Kredit abzuschneiden, es todt zu sagen. Auch diese Schwierigkeiten wurden überwunden, und heute tönnen wir unferen Lesern die erfreuliche Mittheilung machen, daß für die deutiche Schuhfabrik ein eigenes Fabrikgebäude mit Dampfbetrieb im Werthe von 51 700 Mart angekauft wurde, und zwar die Schuhfabrit von Herrn Engel, in welcher gleichfalls seinerzeit die Arbeiter ausgesperrt waren. Es regt gewiß bei den Arbeitern verschiedene Gefühle mach, wenn fie in furzer Zeit in diese Fabrit ihren Einzug halten. Hoffen wir, daß die deutsche Schuhabrit auch ferner gedeihe, was, wenn die ganze Kollegenschaft energisch dafür eintritt, der Fall sein wird, zumal dieselbe nun noch leistungsfähiger wird. Ein Torn im Auge find den reaktionären Unternehmerelementen die dürftigen Arbeiterschutz- Bestimmungen, zu denen es das Deutsche Reich nun glücklich gebracht hat. So versuchen fie auch den Schuh der jugendlichen Arbeiter illusorisch zu machen. Es ist keineswegs eine ungünstige Nebenwirkung der fraglichen Bestimmungen, daß in den SteinkohlenBergwerfen die Verwendung jugendlicher Arbeiter überhaupt abgenommen hat. Tas Oberbergamt zu Breslau indeß hat sich wegen Aufklärung dieser Erscheinung an den Vorstand des berg und hüttenmännischen Bereins in Oberfchlesien gewandt. Die Antwort dieser kapitalistischen Verbrüderung ist äußerst charakteristisch für die Dentweise, die in feren Kreisen herrscht. Der Vorstand erklärt nämlich: Wenn die Bergwerksleiter nicht mehr so viele jugendliche Arbeiter anstellen, wie früher, so liege das daran, daß durch die vom Bundesrath erlassenen Schußvorschriften für die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter den letzteren längere Pausen gewährt würden, als sie für die älteren Arbeiter üblich seien. Ferner fönnten die Jugendlichen", wenn es sich einmal ausnahmsweise um eine Verlängerung der allgemeinen Arbeitszeit, also um Ueberarbeit handle, nicht mit verwandt werden. Die nahe Achtung, Holzarbeiter! Angesichts der Streits in Barmen liegende Folgerung, daß die Unternehmer gut daran thun und Hirschberg in Schlesien ist es dringend nothwendig, daß ich würden, den älteren Arbeitern aus freien Stücken die nämlichen die Kollegen recht rege an den Sammlungen zum Streiffonds Arbeitspausen zu gewähren und auf die leicht zu vermeidende betheiligen. Beiträge hierzu werden auf allen Zahlstellen des Ueberarbeit überhaupt zu verzichten, zieht der Vorstand des Verbandes gegen Quittungsmarken angenommen. Gleichzeitig Unternehmervereins natürlich nicht. Er kommt vielmehr zu der werden die Beitragssammler ersucht, Streifmarken in der flassischen Forderung, man müsse die Schlußbestim Glück im Iuglück hat der Bankdiener Oskar Sprung ge- Wohnung des Unterzeichneten oder in der am Freitag Abend mungen für jugendliche Arbeiter aufheben und habt, welcher Nachts auf dem Wasserthorplatz das Opfer eines bei Schöning, Stallschreiberstr. 29, stattfindenden Borstands- den Unternehmern so viel Humanität zutrauen, daß Leichenfledderers geworden war. Er hatte sich auf eine der sigung in Empfang zu nehmen. fie auch ohne gefeßliche Vorschriften den Jugendlichen" nicht dortigen Bänke gefeßt und war eingeschlafen; als er wieder erDie Ortsverwaltung. größere Anstrengungen zumuthen, als mit deren Gesundheit ver wachte, hing von seiner Uhr und Kette nur noch der Haken an J. A.: E. Hinz, Gräfeftr. 82. einbar fei. Nun, wie das Vertrauen auf diese Unternehmerfeiner Weste, außerdem war aber auch sein Portemonnaie mit humanität gewirkt hat, dafür hat man ja Jahrzehnte hindurch 38 M. Inhalt verschwunden. Er hatte von den Vorgängen, die Eine Arbeitseinstellung führten, wie die Bremer Bürger- bie trefflichsten Proben sammeln können. Nicht nur j endliche fich während femes Echlafes abgespielt hatten, nicht die leiseste Beitung" schreibt, am Montag Nachmittag die Former und deren Arbeiter, sondern Kinder im zartesten Alter sind erbarmungslos Ahnung und war daher nicht im stande, der Polizei irgend welche Hilfsarbeiter in den Reparatur- Werkstätten des Nordd. Lloyd zu in den Bergwerken unter Tag zur Arbeit gezwungen worden, Mittheilungen über den vermeintlichen Dieb zu machen. Troß- Bremen aus, weil zwei ihrer Kollegen gemaßregelt wurden, bis sie verfümmerten und verdarben. Angesichts derartiger offenbem war er schon nach drei Tagen wieder im Besige des ge- als fie, einem Beschluß der Formerversammlung vom Sonntag fundiger Thatsachen zeugt das Pochen auf die selbstverständliche stohlenen Gutes. Zwei Tage nach jenem Vorfalle hatte die folgend, die Nachtarbeit verweigerten. Die Betheiligten Bolizei nämlich Beranlaffung, in einem Schantlokale den übel be- hatten am Sonntag in einer Formerversammlung ihre Lage Dumanität der Unternehmer und Bergwerksleiter von ungewöhn licher Kühnheit. leumundeten Kellner Joseph Erhardt zu verhaften und sie fand besprochen und beschlossen, folgende Forderungen an bei diesem nicht nur die dem Sprung gestohlene Uhr nebst Rette, Lloyd zu stellen: 1. Wegfall der regelmäßigen Ueberstunden und sondern in seinen Hosen eingenäht auch noch die ganze Summe Innehaltung der zebuständigen Arbeitszeit, 2. Einrichtung von 38 M. vor. Erhardt versuchte vergeblich das alte Kunststück, einer geeigneten Ventilation, 3. Festsetzung eines Minimal den großen Unbekannten" vorzuschieben; die 2. Straffammer lohnes von 3,50 M. pro Tag. Diese Forderungen sollten verurtheilte ihn zu einem Jahre Buchthaus. jedoch noch einige Tage ruhen und erst am Montag Abend noch eine Bersammlung der betheiligten Former zusammen mit deren Hilfsarbeiter stattfinden, um auch die nothwendigen Forderungen im Interesse der letzteren zu formuliren. Als nun am Montag Nachmittag zwei Former die von ihnen verlangte Ueberarbeit verweigerten, erhielten sie sofort ihre Entlassung, worauf sämmt liche Former und Hilfearbeiter, im Ganzen 18 Personen, die Arbeit niederlegten. Die bis jetzt gepflogenen Verhandlungen haben noch zu feinem Ziele geführt; der Lloyd beharrt auf bebingungslose Wiederaufnahme der Arbeit und will weiter die beiden Gemaßregelten nicht wieder einstellen; die Arbeiter halten dagegen an ihren Forderungen fest. den Pfarrerlöhne und Lehrerlöhne. Drei amtliche Bekannt machungen im württembergischen Staatsanzeiger" geben einen sehr interessanten Einblick in die Werthschägung der Arbeit der Pfarrer und ehrer. Die Bekanntmachungen lauten: 1. Die Bewerber um die Pfarrei Juſtingen, im Landkapitel Zwiefalten, mit einem ständiger Einkommen von 2648 M. haben sich vorschriftsmäßig zu melden"; 2. Bewerber um die mit einem Einkommen von 3000 m. verbundene Pfarrstelle in Entendorf haben sich zu melden" und 3.„ Die Bewerber um die Schulsielle zu Gleichen, Bezirksschulinspektorats Dehringen, mit welcher ein Einkommen von 948 m. neben freier Wohnung und der gesetzlichen Belohnung für Abtheilungsunterricht verbunden ist, haben sich binnen brei Wochen bei dem Evangelischen Konstiftorium vorschriftsmäßig zu melden." Ihr Reich ist zwar nicht von dieser Welt, aber sie erhalten weit mehr irdischen Lohn als ein Lehrer, der sich wahrhaftig mehr plagen muß, zumal nur einmal in der Woche PredigtSonntag und sechsmal Schulunterrichtstag ift. Das Abenteuer, welches der Schriftsteller Wald und der Kaufmann Schulze in der Nacht vom 5. zum 6. Januar im Café Ronacher Unter den Linden bestanden haben, wurde gestern noch einmal der richterlichen Prüfung unterworfen. Die beiden " Herren", welche in jener Nacht gegen 12 Uhr das Café besuchten, verursachten, als der Bächter um 2 Uhr Feierabend gebot, eine aufgeregte Szene. Nach Ansicht des Oberfellners hatten sie den Bächter wohl für einen Juden angesehen und weigerten sich, der wiederholten Aufforderung, das Lokal zu verlassen, Folge zu geben. In der lärmenden Szene, die sich dabei entwickelte, fuchtelte Wald mit einem Stock umher, der zerbrach und sich als ein Stockbegen entpuppte; schließlich zog er noch einen, allerdings nn- Ueber die Lage der Schuhmacher hielt am Sonntag der geladenen, Revolver und drohte damit jeden zu erschießen, der Reichstags- Abgeordnete Bock in einer Schuhmacher- Bersammlung ihm zu nahe tommen würde. Der Wirth wurde mit Schimpf- in Augsburg einen Vortrag, dem wir folgende Stellen entnehmen: Wie das Unternehmerthum die Gewerbe- Ordnung worten aller Art belegt. Als es gelungen war, die beiden er. Der Redner führte die Verhandlungen über den Befähigungs- achtet. Auf eine gefezwidrige Bestimmung in den Arbeitsord regten Männer auf die Straße zu bringen, sollen sie daselbst nachweis der leßten Jahre an und bemerkt, daß die Regierung nungen deutscher Glashütten weist der Fachgenosse" hin. Be noch ruheftörenden Lärm verursacht haben, indem sie sich der an- in nicht mißzuverstehenden Worten dem Kleinhandwerk gesagt triebs- Unterbrechungen", so lautet flott und frisch diese dem Gesetz fammelnden Menschenmenge zuriefen: fie feien von den Juben babe, sie könne nichts thun. Er( Redner) sei der Ueberzeugung, ins Gesicht schlagende Bestimmung, welche durch Umbau oder im Lotale mißhandelt worden. Diese Strafthat hat das Schöffen- daß die Ackermann, Biel und Konsorten vollkommen überzeugt Meubau, sowie Reparaturen der Glasöfen entstehen, berechtigen gericht nicht für erwiesen erachtet, dagegen den That find, daß fie gegenüber der sich riesig entwickelnden Groß die Arbeiter nicht zur Lösung des Arbeitsverhältnisses ohne Einbestand des gemeinschaftlichen Hausjriedensbruches bezw. der Be- produktion felber nicht glauben, mit ihren Anträgen mit haltung der Kündigungsfrist. Eine Entschädigung für den Ausdrohung und des unerlaubten Waffentragens festgestellt. Wald Einführung Des Befähigungsnachweises etwas ausrichten fall der Arbeitsgelegenheit haben die Glasmacher, Gehilfen, wurde daraufhin zu 10 Tagen Gefängniß, Schulze zu 1 Woche au tönnen. Wenn die Kleinhandwerker noch nicht allen Lehrlinge, Einträger 2c. nicht zu beanspruchen." Gefängniß verurtheilt. Die gegen dieses Urtheil eingelegte Be- Berstand verloren, so müßten Sie begreifen, daß solche Palliative Hierdurch wird die bekannte Bestimmung des§ 124 der rufung war ohne Grfolg. Die 8. Straffammer, vor welcher die mittelchen das Handwerk nicht heben können. In Desterreich find Gewerbe- Ordnung vollständig aufgehoben, wonach Arbeiter vor Angeklagten gestern wieder die Behauptung aufstellten, daß sie heute die Zustände im Kleinhandwerke noch, die die Zünftler in Ablauf der vertragsmäßigen Beit und ohne Auskündigung die fich in der Nothwehr befunden haben, fam auf grund einer noch Deutschland verlangen, dort will man aber jetzt felber von Seite Arbeit verfaffen: wenn der Arbeitgeber den Arbeitern den maligen eingehenden Beweisaufnahme zu demselben Ergebnisse des Handwerts diese Zustände abschaffen. Die großen Fabriten schuldigen Lohn nicht in der bedungenen Weise auszahlt, bei wie das Schöffengericht und erkannte deshalb auf Verwerfung schießen auch in der Schuhbranche wie Pilze aus der Erde, in Stücklohn nicht für ihre ausreichende Beschäftigung sorgt oder der Berufung. dem kleinen Orte Tuttlingen find z. B. zwölf Schuhfabriken, wenn er sich widerrechtlicher Uebervortheilung gegen sie schuldig alle Schuhfabriken sind im stande, den ganzen Bedarf zu macht." Wissentlich falsche Abgabe einer eidesstattlichen Verliefern. Die Fabrit zahlt an Arbeitslohn für ein Paar Unerfindlich ist, wie ein Gewerbegericht, wie in Kreuznach ficherung bezw. Antiftung dazu wurden dem Schneider Stiefelettenboden 85 Pfennig, ein Kleinhandwerker kann geschehen, sich bei einer Entschädigungsklage, die Stückarbeiter in meister Michael Hellwig und dem Bau- Unternehmer Friedr. dieselben unter brei Mart nicht machen, nüße einem folden Fall gegen ihre Unternehmer anstrengten, sich an 28chert zur Last gelegt, welche gestern vor der 1. Ferien- es nun einem Handwerksmeister, wenn er im Sinter die obige ungefegliche Bestimmung fehren und die Kläger mit Straftammer des Landgerichts I standen. Löchert führte einen hause wohne und vorne und vorne ein Firmenschild als befähigter ihrer Klage abweisen konnte. Noch unerfindlicher ist es aller Zivilprozeß gegen feinen Bruder, den Restaurateur Schuhmachermeister habe, gleichzeitig aber sei vorn im Saufe ein dings, wie die betreffende Aufsichtsbehörde eine solche mit der Löchert, gegen den er Geldansprüche in Höhe von großer Schuhbazar, wo ein Paar Stiefel um sieben Mark ver. Gewerbe- Ordnung in Widerspruch stehende Bestimmung überhaupt über 1000 Mart, aus verschiedenen Darlehen herrührend, fauft werden, für die der befähigte Schuhmachermeister 15 M. in der Arbeitsordnung zulassen konnte. geltend macht. Er erfuhr, daß der Mitangetlagte fordern muß. Der Konsument tönne und würde nicht aus Mit Hellwig Aeußerungen des Schuldners gehört habe, wonach dieser leid für den Schuhmachermeister sieben oder acht Mark mehr Agrarischer Heißhunger. In der kurzen Hundstagsfession die Schuld anerkannt, aber gleichzeitig hinzugefügt habe, er werde für ein paar Stiefeln zahlen als im Bazar und fo- des Beichstages trat nichts deutlicher an den Tag, als die seinem Bruder Zahlung nicht leisten, da dieser etwas Schrift mit fäße der Meister dann als befähigter Flickmeister da. Wenn Gier der Agrarier, die mit geschärftem Appetit sich an liches nicht in Händen habe. Der Angeklagte Löchert sette nun daher die Meister noch gegen die Organisation der Gesellen das Erbetteln und Erdrohen neuer Liebesgaben machten und von eine eidesstattliche Versicherung auf, worin der Inhalt der er- tämpfen, so kann das nur eine Folge toller Selbstverblendung der dem Reichskanzler auch ein besänftigendes Kopfnicken erzielten. wähnten Aeußerungen wiedergegeben wurde, und bat Hellwig, Meister sein, die dadurch ihren größten Feinden, den Kapitalisten, Daß die neuen Steuern für die von ihnen bereitwilligst ver bies zu unterschreiben. Der lettere erklärte zwar, daß er von die Geschäfte besorgen. Die amtliche Konkursstatistit zeige mehrten neuen Heerestoften anderen Bevölkerungsklassen aufber Anerkennung der Schuld nichts gehört habe, Löchert wußte recht deutlich, wie das Kleinhandwerk immer mehr vom Groß- gebürdet werden sollen, dessen find sie ja schon gewiß. Sie aber feine Bedenken mit der Bemerkung zu beseitigen, daß fapital ausgesogen würde, wenn auch mancher Kleinmeister noch müßten aber nicht so unersättlich sein, wie sie sind, wenn sie da das Schriftstück nur in die Hände eines Rechtsanwalts gelangen glaube, so lange er lebe, würde er sich noch halten können, feine mit zufrieden wären. In den agrarischen Organen werden schon würde. Hellwig unterschrieb darauf. In dem Zivilprozeß Kinder aber würden dazu verurtheilt sein, um geringen Lohn in die allerhand lüfterne Pläne erörtert, wie den nothleidenden Großverfahren wurde die eidesstattliche Versicherung als Beweisstück Fabrit zu gehen.( Stürmischer Beifall.) Für die Meister wie Gefellen grundbesigern der ungehinderte Champagner- und Austernkonsum benutzt und es kam heraus, daß Hellwig mehr bescheinigt hatte, gebe es fein besseres Mittel zur Verbesserung der Lage, als die auch für die Zukunft gewährleistet werden könne. Ja, die freials er verantworten Tonnte. Im Termine entschuldigten sich Vereinigung. Redner schließt: Beten Sie in fatholischen oder konfervative" Post" tündet fchon in begeisterten Worten eine neue Mera die Angeklagten mit der Angabe, daß sie sich der Tragweite evangelischen Gesellenvereinen so lange Sie wollen, es hilft ihrer Handlungsweise nicht bewußt gewesen seien. Der Gerichts nichts, nur der Verstand, die menschliche Klugheit, das sind die hof hielt diesen Einivand indessen nicht für stichhaltig, sondern Mittel, mit welchen die Arbeiter die Macht und damit die Ververurtheilte ellwig zu einem Monate, Löchert zu befferung der traurigen Lage erreichen können. sechs Wochen Gefängniß. Soziale Iteberlicht. Lens, 80. Auguft. Die Bergarbeiter in dem Roblenbassin im Departement Pas de Calais fordern eine Lohnerhöhung. Man befürchtet, daß ein Streit ausbricht. Die deutsche Schuhfabrik in Erfurt. Das Schuhmacher Fachblati" schreibt: Als die Aussperrung der Erfurter Kollegen vor ca. zwei Jahren ihr Ende erreichte, wie triumphirte da der An alle im Vergoldergewerbe beschäftigten Ar Chorus der tapitalistischen Soldschreiber, daß die Schuhmacher beiter und Arbeiterinnen Berlins! Kollegen! nach langem zähen Widerstande, nach vielen Nothleiden und EntNochmals fordern wir Euch auf, in der Versammlung am behrungen unterlegen waren. Die Ausgesperrten und die Leiter Donnerstag, den 31. August, bei Schäffer, Infelstr. 10, zahlreich der Aussperrung wurden verhöhnt, bespottet und beschimpft und, zu erscheinen. Denkt an die Wichtigkeit der Bersammlung. Wenn nicht genug damit, die Herren Kapitalisten wollten ein Grempel Ihr gewillt feid, Eure Lage zu beffern, so müßt Ihr helfen an den muthigen Ausgesperrten ftatuiren, ſie ſetzten deren Namen unfere Organisation zu stärken und aufzubauen. Pflicht aller ist auf eine schwarze Lifte, damit sie nirgends Arbeit bekommen und es, in jeder Versammlung zu erscheinen. Aber heute, wo darüber so ausgehungert werden sollten. In dieser Lage, die keinen Ausweg entschieden werden soll, ob Ihr in nächster Zeit in eine Bezeigte, gründeten die Leiter der Bewegung die deutsche Schuhwegung eintreten wollt oder nicht, darf feiner fehlen. fabrik, um den Ausgesperrten Arbeit und Brot zu verschaffen, was auch mit Hilfe der Solidarität der Arbeiter gelang. AnDie Agitationstommiffion. an, in der ausschließlich für agrarische Interessen die Klinke der Gesetzgebung in Bewegung gefegt werden soll. Die bisher ge währten Vergünstigungen erscheinen ihr viel zu bescheiden. Das nächste Menschenalter", fchreibt sie, dürfte im Zeichen einer planmäßigen Agrarpolitik seitens des Reiches wie Preußen stehen, müssen." Also noch planmäßiger als bisher? Das fann gut werden im nächsten Menschenalter. Was haben sie nicht schon alles eingebeimft, die Kraut- und Schnapsjunter! Da find die Liebesgaben für die Brenner und Zuckerbarone, die Hunderte von Millionen, welche die durch die Getreidezölle bewirkte Preiserhöhung des Brottorns in ihre Taschen fließen ließ. Da ist zu guterlegt noch der Grundsteuer- Erlaß und alles das waren nur Tropfen auf den heißen Stein ihrer Begehrlichkeit. Nun, uns tann's recht sein. Man arbeite nur mit Ernst und Eifer dafür, den Großgrundbefizern die Taschen zu füllen. Menschenalter wird es dauern, dann hat ein solches Beginnen abgewirthschaftet, und dann wird ein neues, ein sozialinisches abgewirthschaftet, und dann wird ein neues, ein sozialinisches Beitalter für das nach Erlösung ächzende Menschengeschlecht um Beitalter für das nach Erlösung ächzende Menschengeschlecht um so eher hereinbrechen. 11 Kein Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten Wahlkreis hielt am 29. Auguft eine Versammlung ab, in der Tr. Bernstein einen Vortrag über Geschlechtskrankheiten hielt. In der Diskussion wurden noch einzelne Fragen gestellt, die der Vortragende beantwortete. Unter Verschiedenem wurde auf die am Sonntag in Schmargendorf stattfindende Lassallefeier aufmerksam gemacht. Nikolai stellte den Antrag, auf die Tages ordnung der nächsten Versammlung das Thema zu feßen: Die Gewerkschaft und ihr Verhältniß zur Politit", und einen Referenten dafür zu bestellen. Nach kurzer Debatte wurde beschlossen, einen Referenten für dieses oder ein ähnliches, weniger eingeschränktes Thema zu suchen. " nur eine Branchenvereinigung erstarten. Weiter betheiligten sich| mannstraße 167 bei Fülleborn. Arbeiter- Gesangverein Dranienburge an der Diskussion die Kollegen Dittmann und Peters. eübbenerstr. 30, bei Wilhelm Meyer. Vorstadt, Acterstr. 83/84, bei Hoppe. Gesangverein Feldblume Gefangverein Libertee 1, CuorŋResolution, die im Sinne des Referats gehalten, angenommen. bei goreng. Hierauf wurde eine von den Kollegen Krause und Frit verfaßte straße 24, bet Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Koppenftr. 43 c Zum Beisiger ist Kollege Krauß, nicht, wie angegeben, Kollege alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Amgegend. Krause gewählt. Die Versammlungen finden regelmäßig am Gentel, Sonnabend vor dem 1. und 15. jeden Monats statt, und werden bund, Andreasstr. 8 bei Noll. Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder= Rauchflub Graue 23oite, Krautstr. 48. Musikverein Osiris, Adalbert Straße 21. Berein Grüne sämmtliche Kollegen hierzu eingeladen. Giche( por dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. RegelKlub uftige 13", Wienerstr. 1 bei Boll. Vergnügungsverein Jugendtust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Rauchklub Frisch auf, Koppenstr. 43 bei Ge- Lorenz. Vergnügungsverein Felsenfest, Mixdorf, Germannjir. 167 bei Füllsborn.- Rauchklub Dezimalwaage, frauftr. 36 bet Infinger, Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelſtr. 91. Gelang-, Turn- und gefellige Hereine. Donnerktag. Männer Gefangsabtheilung des fozialdemokratischen Arbeitervereins für bei müder( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee, Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Männer Gefangverein Eine öffentliche Versammlung der Lederarbeiter Berlins tagte am 29. August in Uhlig Salon, Badstraße. noffe of mann hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Eine Resolution, in der sich die Anwesenden mit dem Referenten einverstanden erklärten, fand einstimmige Annahme. Den Antrag der Gewerkschaftskommission auf Errichtung eines Bureaus lehnte die Versammlung ab. Mit der Stellungnahme zur Bäcker- yrolienne Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gesangverein Giodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr Kontrollmarke soll sich die nächste Versammlung beschäftigen. bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Privat Theaterverein, Fideler Geift 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen kasino, Ackerstr. 144.Theater- Verein, Bultania 2" 9% Uhr, Vorstädtisches Hof, Admiralitr. 18.Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Solmsstr. 47. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, Naunynstr. 44. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, puntt 9 1hr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Gefangverein Proletariat " Eine sehr gut besuchte Volksversammlung, einberufen von der Frauen- Agitationstommission, tagte am 29. August in Weimann's Volksgarten. Die gute Hälfte der Anwesenden waren In einer öffentlichen Versammlung Berliner MöbelFrauen und Mädchen. Genosse E. Adler hielt einen Transportarbeiter, welche am 29. August in den Arminhallen intereffanten, mit stürmischem Beifalle aufgenommenen Vortrag, tagte, referirte Reichstags- Abgeordneter 3ubeil über die Bebetitelt: Die bürgerliche Götterdämmerung." Der Referent deutung der Organisation". So viel über dies Thema bereits verstand es, in fesselnder Weise den Zerfall der auf der Spige gesprochen, begann Redner seine Ausführungen, so sehr sei es ihrer Entwickelung angelangten bürgerlichen Gesellschaft zu nöthig, es immer wieder zu betonen, daß die Arbeiter sich verschildern, wobei er Vergleiche anstellte zwischen der Götter- einigen müßten, um ihre Lage zu verbessern, beziehentlich nicht 8 1hr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. dämmerung der alten nordischen Sagen und dem immer näher noch mehr verschlechtern zu lassen. Es sei leider eine traurige Abends im Restaurant Göz, Drantenstr. 153. rückenden Ende der tapitalistischen Ausbeutungs- und Austausch- Thatsache, aber auch erklärlich, daß gerade diejenigen Berufe,( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8. Geselliger Verein weise. Hemmnisse des baldigen Hereinbruchs der bürgerlichen deren Arbeiter den geringsten Lohn, die längste Arbeitszeit univerfum, Sigung mit Damen Abends of the b. Sagemann, LothringerGötterdämmerung zu beseitigen, das sei Aufgabe des Proletariats. haben, und zu diesen seien auch die Möbeltransport- Arbeiter oabiter, Stephanstr. 23, bei Littto, Abends straße 81. Borträge, Fidelitas. Geselliger lub der alten um 8 Uhr und An der Diskussion betheiligten sich Frau Wengels, Herr zu zählen, am fchlechtesten organisirt und damit am jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Geselliger Schulz, Frau Gubela, Frau Noack, Frau Greisen widerstandsunfähigsten seien. Redner ging nun dazu über, die Berein universum, Stzung Abends 9½ Ugr, im Reſtaurant Neumann, berg und Herr Lehmann. Alle Redner und Rednerinnen Kämpfe der englischen Gewerkschaften mit dem Kapital zu umor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Betfammensein mit, Verein Gemüthlichkeit und Klub Linienstr. 19: Vorträge, Fidelitas. traten dafür ein, daß die Frauen mehr wie bisher am Kampfe schildern, dieselben als erstrebensiverthe Beispiele hinstellend. Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, gegen den Kapitalismus theilnehmen möchten. Es wurde Pflicht eines jeden Arbeiters set es, seine Arbeitskraft, das Ginzige waldesgrün, abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. Abends 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. Verein ihnen der Anschluß an die bezw. Gewerkschaften und an den was er besite, so theuer als möglich zu verkaufen. Seiner Bither flub Gleich beit, 9 Uhr Übends, bei H. Reimann, Alte SchönFrauen Bildungsverein anempfohlen. Frau Greifenberg Familie sei er es schuldig, feine Gesundheit möglichst lange zu 162: Sigung mit Damen. hauferstr. 42. Privat Theaterverein Crescendo bei Maißner, Gartenforderte die anwesenden Frauen auf, bei der fommenden Kom- erhalten, denn so wie er alt, seine Arbeitskraft nachgelassen habe, lischer Sof, Neue oßstr. 3. Theaterverein Maiglöckchen, Engmunalwahl fräftig den Genossen zur Seite zu stehen und für die werde er oft troß langjähriger treuer Dienste von dem Unter- Rauchhtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Nohr, NaunynArbeiterkandidaten zu agitiren. Herr Wengler erörterte dann nehmer einfach auf's Pflaster geworfen, um durch jüngere fraße 78. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant die miserablen Bedingungen, zu welchen am letzten Sonnabend, Kräfte ersetzt zu werden. Eine vom Redner vorgelesene und in. Gaspar, Reichenbergerstr. 118a.- Rauchklub Ohnesorge, Abends 9 Uhr gelegentlich der Lassallefeier, die Kellner im Voltsgarten" ar ihren Theilen scharf kritisirte Arbeitsordnung der Aktiengesell- 8 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchklub Kernipige, Abends Rauchflub Arabi Pafcha, beiten mußten; er empfahl die Wiederaufnahme des Boykotts, fchaft für Möbeltransport und Aufbewahrung rief berechtigten benbé s uhr, b. Reftaurateur Schröder, Stephanstr. 46. klub Ohneftreit, das Weimann'sche Lotal dürfe nicht mehr zu Versammlungen Unwillen hervor. Abends 9 Uhr Springftubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Rauchklub Brüder= genommen werden, meinte er und schlug eine entsprechende Rerich tett, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernac, Bucklerstraße 49. Rauch= folution vor. Man verwies ihn an die Lokalkommission, worauf lub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei die Resolution vorläufig zurückgezogen wurde. Der Bäcker 6. Heinicke, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchflub Su Kretschmar sprach darauf für ble kontrouerte er matra, Abends 8 Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerftr. 93. der Bäcker, indem er die gräßlichen Zustände kurz beleuchtete, unter denen die Bäcker zu arbeiten haben, die vermittelst des Boykotts über Bäckereierzeugnisse ohne Marke beseitigt werden sollen. Die Kranken und Sterbekasse der Berliner Haus biener, E. 5. 61, hielt am 22. August er. eine nochmalige außerordentliche Generalversammlung ab. Die an 8. August von 610 Mitgliedern besuchte Versammlung hatte durch 410 eingegangene Erklärungen wohl die Majorität für das Weiter bestehen der Kasse ergeben, da die anwesende Majorität jedoch für die Auflösung war, tamen bie Anträge des Vorstandes, in welcher Form die Ergänzung des Reservefonds beizubringen sei, nicht zur Erledigung. Auch in dieser Bersammlung, in welcher von ca. 1148 stimmberechtigten Mitgliedern nur 385 anwesend waren, fam es zu feinem Resultat; die Versammlung lehnte mit Ausnahme einiger Stimmen fämintliche Anträge des Vorstandes auf Erhöhung der Beiträge resp. Verminderung der Leistungen ab. Kollege Oswald Grauer stellte nun den Antrag auf AufLösung der Kaffe, trotzdem in der am 8. August abgehaltenen Berfammlung nur 308 Erklärungen für die Auflösung vorhanden, habe er jetzt mitzutheilen, daß er 593 Unterschriften gesammelt; es gab hierauf noch eine erregte Debatte, worauf der Vorsitzende die Versammlung schloß. Mitgetheilt sei hiermit gleich, daß am 7. September in der Berliner Ressource eine Versammlung ftattfindet, welche sich mit dem Antrage auf Auflösung der Kasse, Beschlußfassung über das Vermögen und Ernennung der Liquidatoren zu beschäftigen hat. Genosse Zubeil schloß seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag mit dem Appell an die Anwesenden, sich politisch und gewerkschaftlich aufzuflären und zu organisiren. In der Diskussion bemerkte der Kollege Bachmann, daß ähnliche Arbeitsordnungen überall fiblich seien. So zahle das Geschäft von Uebel, Brunnenstraße, nur 3 M. pro Tag, für einen halben Tag nur 1,50, sogar 1,25 M. Herr Schulz gab einige Fälle zum Besten, aus denen hervorging, daß die Fuhrherren sich unter Umständen nicht scheuen, die für die Arbeiter bestimmten Trinkgelder einzustecken. Noch verschiedene Redner, so Leschinsky, inte, Grund äußerten sich im gleichen Sinne. Einzelne fonnten aber auch nicht unterlassen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, so daß Genoffe 3ubeil in seinem Schlußwort Veranlassung nahm, zur Ginigteit zu mahnen, als erster Bedingung für das fernere Gebeihen der noch schwachen Organisation. Mit persönlichen Reibereien schädigten sie nur sich selbst und nügten dem Dritten, dem Unternehmer. Eine große Anzahl der Anwesenden hatte sich bei dem Kassirer der Vereinigung zur Aufnahme angemeldet. Nachdem der Vorsigende noch bekannt gegeben, daß nächste Woche eine Vereinsversammlung, zu der auch Gäste Zutritt haben, stattfindet, wurde die Versammlung geschlossen. Verein der Barbiere, grifeues und Perrückenmacher- Gehilfen. Versammlung am Donnerstag, den 31. August, abends 10 Uhr, bet Herschieb, balbertstr. 4. Tagesordnung: Gestaltung der Organisation. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". Sigung am Donnerstag, den werden. si. Auguft cr., Abends sy uhr, bei Philipp, Rosenthalerstr. 38. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Süd), Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84.- Stat Stat: flub südwärts, Abends 8½ Uhr bei Arndt Pallisadenſtr. 47. tub orbischer noten Abends 9 tur, bei Schilling. Ruderverein Vorwärts. Sigung Abends 8 Uhr, bet Bodenburg Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. Schießtlub Tell Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23.- Tambour Werein Ginig= sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. teit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben Die Cholera. Unter Bezugnahme auf den Runderlaß vom 8. Angust dieses Jahres, betreffend Maßnahmen gegen die Cholera, haben die preußischen Minister des Innern und des Kultus ergänzend bestimmt, daß die Orts- Polizeibehörde, sobald der Ausbruch der Cholera in einer Ortschaft festgestellt ist, dies unverzüglich öffentlich bekannt zu machen und ferner die Zahl der Erkrankungen und Todesjälle in kurzen Zwischenräumen zu veröffentlichen hat. Mit bezug auf die Cholera findet sich in der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" noch folgende bemerkenswerthe Auslajjung: Zwei neue Cholera Erkrankungen sind gestern gemeldet worden. Bei zwei von den im Krankenhause am Friedrichshain beobachteten Personen ist jetzt durch die bakteriologische Untersuchung die asiatische Cholera festgestellt worden. Es sind die Frau Buchbinder Anna Schuster, die 40 Jahre alt ist, und deren 1/2 Jahre altes Kind aus der Andreasstraße. Das Kind ist am 26. d. Mts. zuerst erkrankt, und bei seiner Pflege hat sich die Mutter angesteckt. Auf welche Weise sich das Kind die Ansteckung zugezogen hat, ist nicht aufgeklärt; Untersuchungen sind Verdächtige BrechEine Versammlung der Bäcker von Rigdorf und Beit fand am Donnerstag, den 24. August, im Lokale des Herrn Wurbš statt. Dieselbe war verhältnißmäßig nur schwach besucht. Der Genosse Kretschmer aus Berlin, welcher über das Thema:" Woher bisher in Berlin vorgekommenen Erkrankungen an Cholera " Nachdem der„ Neichs- Anzeiger" fürzlich erklärt hat, die fomnien die schlechten Lohn- und Arbeitsbedingungen der Bäcker- legten die Annahme nahe, daß stellenweise eine Infektion der arbeiter?" referiren sollte, war bei Beginn der Versammlung schiffbaren Gewässer in Berlin stattgefunden hat, erscheint es noch nicht anwesend, an seiner Stelle suchte Genosse Steinmar uns von großer Wichtigkeit, daß fortan Spreewasser nur dann die Lohn, Wohn- und Arbeitsverhältnisse der Bäcker flarzulegen der Wasserleitung zugeführt wird, wenn es vorher einer vollIn der öffentlichen Versammlung aller in der Metall- und legte derselbe, den Anwesenden ans Herz, entweder einen wirksamen Filtration unterzogen worden ist. Diese Aufgabe erVerein zu bilden oder fich dem Verbande der Bäcker füllt nun bedauerlicherweise das Stralauer Wasserwerk nicht industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend am anzuschließen, um auf diese Weise ihre Lage zu 29. August erstattete Otto Mäther als Delegirter zum Metallbeisern ver vollständig. Es st daher dringend zu wünschen, daß es gelingt, und sich dadurch der allgemeinen Arbeiter die bereits beschleunigten Arbeiten an den Müggelsee- Werken arbeiter Kongreß in Zürich Bericht über diesen. Nach demselben bewegung anzuschließen. Genosse Kretschmer, besteht in Belgien eine straffe Zentralisation. Die Organisation mittlerweile erschienen war, erläuterte vorstehende Ausführungen wert einstweilen ganz außer Betrieb gesetzt werden kann." welcher möglichst bald fertigzustellen, damit dann das Stralauer Wasserumfaßt gegen 10 000 Mitglieder und hat sich dieselbe bei den und schloß mit der Mahnung, endlich aufzuwachen und einzuManijeftationen für das allgemeine Wahlrecht besonders hervortreten in den Verband und durch Gründung eines eigenen Angabe hat im städtischen Krankenhause Moabit bis gestern Zum Stande der Cholera wird mitgetheilt: Nach amtlicher gethan. Die Verhältniffe in Desterreich sind sehr traurige. Nur Arbeitsnachweises sich den brückenden Antrittsbedingungen Vormittag 10 Uhr ein Bugang von zwei Männern stattgefunden. 9000 Arbeiter sind organisirt. Es besteht eine sehr lose Bentra zu entziehen. In der Diskussion zeigte es sich, daß es nur Der eine von Beiden ist ein auf den Rieselfeldern zu Warten lifation. Der französische Bericht fonnte wegen Schließung der dieses Anstoßes bedurfte. Die meisten Versammlungsbesucher berg bei Malchow beschäftigter Arbeitshäusling. Die ärztliche Arbeiterbörse in Paris nicht erstattet werden. Das Berfäumte zeichneten sich sofort ein, verschiedene örtliche Mißstände wurden Untersuchung hat indessen bereits ergeben, daß bei demselben wird im Laufe des Monats nachgeholt werden. Amerika hat in jur Sprache gebracht und lebhaft gewünscht, daß recht bald Cholera nicht vorliegt. Entlassungen haben seit gestern nicht bezug auf Eisenproduktion bereits alle Länder der Welt, felbst wieder eine Bäckerversammlung stattfinden möge, zu welcher eine ftattgefunden, so daß der Bestand 13 Köpfe( 8 Männer, England, überflügelt. Organisirt sind in dem Verbande der regere Agitation entfaltet werden soll. Die nächste Bersamm: 5 Frauen) beträgt, unter denen nur die bereits bekannten beiden Metallarbeiter 45-50 000 Metallarbeiter, außerdem eine un- lung findet Donnerstag, den 7. September, in demselben Lokale Fälle von Cholera asiatica fich befinden. bestimmbare Anzahl in dem Bunde der Ritter der Arbeit".( A. Wurbs, Steinmetzstr. 45), Nachmittags 4 Uhr, statt. Bei zweien der Durch die Fortschritte der Technik und die Lohnbrückerei der gestern aus dem Krankenhause Friedrichshain gemeldeten drei meistens ungelernten Metallarbeiter bilde die amerikanische Eisenist inzwischen asiatische Cholera Fälle Frau und Kind induftrie eine wachsende Gefahr für Europa. In Ungain fei fonstatirt. Ein Zugang hat in dieser Anstalt nicht stattgefunden. Bestand mithin 2 Fälle asiatischer Cholera, 1 zur Beobachtung. eine Organisation fast unmöglich wegen der Hemmmnisse, welche derselben regierungsseitig in den Weg gelegt Eine andere Bokalkorrespondenz meldet folgendes: Vertreten waren Amerika durch 1, Belgien durch 1, Frank reich durch 2, Defterreich durch 2, Ungarn durch 1, Schweiz, Marienborferiit.( bel Grube): Unterricht in Deutsch( oberes. Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Staufmännischem durch 15, Deutschland durch 2, England durch 3 Delegirte. Be Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Oft Schule, Martussir. 31: schlossen wurde die Errichtung eines internationalen Auskunfts- Unterricht in Physiologie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme bureaus und zu diesem Zwecke eine gemischte Kommission nieder- Mathematik und Buchführung, können noch Schüler und Schülerinnen, auch jegt im Laufe des Semesters, eintreten. gefeßt. Derfelben wurde auch die Regelung, betr. gegenseitige Sefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dietgen, Abends 8% Uhr, Unterstützung bei Streits und die Wanderunterstügung überwiesen. bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Die Funktionen des internationalen Sekretariats" wurden vom Biesboit.Süd: Oft, bet Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Gde. Iub der Freunde" bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. Referenten in eingehender Weise erörtert. Was durch den Ron- balenclever, abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg greß zu schaffen nur irgend möglich war, sei geschaffen worden. Treptow. Sosialistischer Lefe und Distuttrtlub Abends nach dieser Richtung hin im Gange. 157, Die Form der Organisation sei in feiner Weise berücksichtigt Donnerstag nach dem 1. unb 16. bes Monats bet zemper, ett ett leden durchfälle sind der Sanitätskommission in den letzten 24 Stunden worden und bezeichnete Referent dies als einen erfreulichen Fort- 8% br. nicht angezeigt worden. Brüderlich teit" Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, " Distutivtlub Gleichhett"( Weißensee) bei Hannemann, zur Schritt. Der Vortragende ging hierauf auf die Verhandlungen Rosenstr. 30. Neapel, 28. August. Gestern tamen hier 5 und heute bes politischen Züricher Kongresses über und find hierüber bereits Flora, Abends 8 Uhr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im ebenfells 5 Cholera- Todesfälle vor, in Cassino in den letzten in Nr. 198 des Vorwärts" ausführliche Mittheilungen gebracht wereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelir. 70. 24 Stunden eine neue Erkrankung. Rotterdam, 28. Aug. worden. Redner schloß mit der Mahnung zur gewerkschaftlichen Donnerstag. Nebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. Organisation und Ausnügung der gefaßten Beschlüsse, insbesondere Buttte.- Frühlingstu, Bülowstr. 69, bei Werner. Brezelfclub, Kornblume, Blumenitr. 54, bei Hier sind zwei Todesfälle und eine neue Erkrankung an Cholera des die Maifeier betreffenden. Des weiteren stand der Streik annenstr. 16, bet Kepner.-20 eiße Rofe, Reinickendorf, Seeschlößchen bei vorgekommen. In Leerdam sind gestern 5 neue Erkrankungsfälle, heute eine Erkrankung, im ganzen 13 Cholerafälle konstatirt bei Willing u. Violet zur Verhandlung. Wie Koopmann be- Böttcher.morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. Butarest, richtete, hat der Streit nach nunmehr sechswöchiger Dauer feine intgreit( Burmacher), Bappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt.- armonie, 28. Auguft. worden. Aus Delft wird 1 Cholerafall gemeldet. Neue Cholerafälle tamen noch Dor: Renderung erfahren. Im Ausstande befinden sich noch 47 Schrauben- Tempelhof, Dorfier. 10, bet Gerth.- Dft- und Weſt preu Bifceraator: Braila 11, Sulina 3, Galatz 3, Fetesci 14, Calarashi 1, dreher mit 58 Kindern. Die Versammlung erklärte sich mit den ejangverein, Solzmartiſtr. 3, bet Deter. straße 15, b. Stehmann. Bora, Wienerstr. 31 b. Drügemüller. Streifenden solidarisch und verpflichtete sich, dieselben moralisch glödchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Päßold. Freie Sänger, Budapest, 28. Aug., 5,25 Nachm. Soeben wird amtlich der Mat im ganzen 22. Gestorben sind 8, geheilt 104 Personen. und finanziell zu unterstüßen. Nachdem sodann die Delegirten Krautfir. 6, bet Rudolf. 3ufunft 3, Belten, bet 2. Grunow.- reus erste Cholerafall in der Hauptstadt gemeldet. Nordstern, Ein Arbeiter in zur Gewerkschaftskommission Bericht erstattet hatten, erfolgte Neu- berger armonie, Fichteftraße 29, bei träfche. Müllerstr. 7 bei Reichardt. wahl derselben. Gewählt wurden försten, Berger, Berachmittags, Gipsstraße a bet Pyrted. Morgengrauen,( Bäder), s bis 6 1hr Altofen ist erfrankt und gestern gestorben. Es ist Cholera Steinfeger Sängerchor, asiatica fonitatirt.- In Siebenbürgen verheyen Agitatoren die Kaftanten Allee Nr. 28 bet Maiwald. nisti, Hoffmann und Trittelwig. Liebes Gho, Reichenberger firaße Nr. 145-146 bei Brandt. Biebertafel Westend, Blumenthal rumänische Bevölkerung, so daß die Bauern in Mites ein kleines Die Freie Vereinigung der Militärmügen- Arbeiter fraße bei Behrendt, Borwärts, Charlottenburg, Schillerstr. 102 Choleraspital niederrissen und mit Sensen bewaffnet die Beamten tagte zahlreich besucht am Sonnabend, den 26. d. M. Zum mötter. Gefangverein der Studa teure Berlins und umgegend, Geydel: angriffen, unter der Behauptung, die Magyaren machten die Budapest, 1. Punkt der Tagesordnung: Wie erreichen wir unser Biel, traße 30 bei Breußer. Arbetter- Gefango. Spandau Lynarstraße Restaurant Cholera, um die Rumänen auszurotten. referirte Kollege Fischöder und ersuchte in seinem Referate Rieters. Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet Kuhl 28. Aug. Im Bacsbodroger Romitat tamen 10 Cholera- Gr Arbeiter- Gesangverein 9yra 2, Charlottenburg, Gaurstr. 23, bei tranfungen und 5 Todesfälle vor, in den Komitaten Szaboles bie Kollegen danach zu trachten, die Einigkeit aufrecht zu er ange.- Gefangverein elfenfest( Gem. Chor), Badstr. 12, Bictoriagarten. halten, da nur dadurch etwas erreicht werden fann. Kollege Gefangverein Collegia a( freie Bereinigung der Bivil- Berufsmuster), Neue 12 resp. 10, Ugocfa 2 resp. 1, Csongrad 1 Todesfall, in Bekes Gefangverein der für schner, Landsberger: 1 refp. 19, in Kistuefuello 1 Todesfall, Zemplin 9 resp. 5, Riehm gab einen Bericht über die schlechten Verhältnisse und Schloß seine Rede mit dem Wunsche, sich dem Verbande anzu Goring.- Gesangverein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. Bicacs 1 Erkrankung, in der Stadt Klausenburg 6 resp. 4, im schließen, da dieser uns den Rechtsschutz, sowie in allen Sachen Sängerrunde, Rottouferstr. 6 Jaßanagy- und Knußolnoker Comitat 15 Erkrankungen und 11 Alpenrose, Brenaftr. 16 bei Geidel. Frohsinn 2, Todesfälle. Die dem„ Pistinaplo" entstammende Meldung von einem Unterstübung gewähren kann. Stollege Krause betonte, daß die bet Braun. Vereinigung mit dem Borsage gegründet ist, sämmt- Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. Fest, Lebuferstraße 5 bet Nemig. Gefangverein Brüderfchaft Stall Falle asiatischer Cholera in Pest wird kompetenterfeits dementirt. liche Militärmützen Arbeiter zu derfelben heranzuziehen, fchreiberstraße 29" Bum etfernen Stab". Gefangverein Freundes- Bukarest, 29. August. Nach dem heute veröffentlichten um später in den Verband überzutreten; da jedoch in unserer treue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. Gefangverein in Cholerabulletin wurden gezählt: in Bukarest 108 alte Fälle, in Fris" Naunyn Braila 26, Sulina 2, Galag 6, Cernavoda Fetesci 1 und in Branche zum größten Theil Hausindustrielle beschäftigt werden und wir viel mit dem Indifferentismus zu tämpfen haben, tann bei. Moewes. Bergnügungsverein elfenfeft" in Rigdorf, Ger- Calaraschi 2 neue Fälle. Gestorben sind 22 Personen, geheilt 11 bei Stahl. mey. 8eitgeist" Edelweiß, Gesangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bet Gefangverein, Friedrichstr. 44, bet Stöllig. firaße 31 bet Seehausen. Gefangverein Arion in Wittenberge, bei Steinnelte, Röslinerstr. 17. " -reu und tract 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei Sasdorf. ftraße 86, bei Frig Bubett. ,, Waldesgrün"( gem. Chor) Böchstr. 8 in Franks. und in Behandlung befinden sich noch 112.- Rotterdam, Jum. Das ganze stattliche Anwesen, nebst Schul- und Rathhaus, Bersonen, gewählt. Und zwar aus dem Verein Glückauf: 29. Auguft. Heute find hier 2 Todesfälle an Cholera und eine sowie weitere drei Häuser und vier Scheunen liegen in Asche, E. Wienke, W. Schulz, H. Wörmann und W. Dörnemannn; neue Erkrankung vorgekommen. Im ganzen beläuft sich die dem Erdboden gleich. Sieben Stück Rindvieh liegen, noch an aus dem katholischen Knappenverein: Chr. Wiegers, W. RohZahl der Cholerafälle bis jetzt auf 11, wovon 8 mit tödt den Ketten befestigt, verbrannt auf der Erde, was als Beleg fämper, F. Üürich und Friedr. Kirchhof; aus dem nördlichen lichem Verlaufe. In Hansweert, Redichen und Ter- Neuzen dienen mag, wie man zuerst auf Rettung der Kinder bedacht war. Knappenbund: Chr. Spieler, A. Wehmhöhner, H. Landmann tam je 1 Todesfall an Cholera vor. Im Kanton Dostburg Ein furchtbares Eisenbahunnglück ereignete fich gestern und H. Piehl. Das Komitee beschloß, in nächster Zeit ein wurden 2 Erkrankungen an Cholera konstatirt. In Leerdam Abend kurz vor Mitternacht auf der New- York und Rockaway Konzert am Fredenbaum zum Besten der Hinterbliebenen der kamen seit dem 26. dieses Monats 6 Fälle vor, wovon 3 mit Beach Eisenbahn auf Long Jeland, wo zwei mit Ausflüglern be- verunglückten Kameraden zu veranstalten. Es wurden innerhalb tödtlichem Ausgang. In Huisen sowie in Alphen am Rhein seyte Züge gegeneinander stießen. Ein aus 8 Wagen bestehender des Komitees drei Personen gewählt, welche die Angelegenheit starb je 1 Person unter choleraverdächtigen Anzeichen. Bug von Manhattan Beach, in welchem sich ungefähr 400 Fahr- mit der Behörde regeln sollen. Konstantinopel, 30. August. Der Sanitätsrath hat Ron- gäste befanden, hatte Bachwick Jonetwis passirt, als ein schwer Die„ Emma" gerettet. Ropenhagen, 30. Auguft. stantinopel einstimmig für feuchenfrei erklärt.- Neapel, beladener Zug von Rockaway Beach in denselben hineinfuhr. Das im Demösund gestrandete Kieler Dampfschiff" Emma" ist, 29. Auguft. Heute sind hier drei Personen an Cholera gestorben. Bei dem erſterwähnten Zuge löste sich die Kuppelung und nur nachdem es einen großen Theil seiner Kohlenladung über Bord In Caffino tamen eine neue Erkrankung und zwei Todesfälle der vorderste Waggon blieb mit der Lokomotive in Verbindung. geworfen, von dem Bergungsdampfer„ Helsingör" flott gemacht vor. In Salerno war in den letzten Tagen der Gesundheits- Die Maschine fuhr 4 km weiter, ehe sie zum Stehen gebracht und nach Korför geschleppt worden. zustand vorzüglich. In der Proving famen vom 25. werden konnte. Die Fahrgäste des Waggons wurden auf den Fuß- Großfeuer. Marseille, 30. Aug. Die gestern in der bis 27. d. M. 7 Erkrankungen und 7 Todesfälle vor.-boden geworfen und alle mehr oder weniger verletzt. Die Holzniederlage von St. Lazare ausgebrochene Feuer3brunst Best, 29. Auguft. In den letzten 24 Stunden sind in zurückgelassenen Waggons wurden einer in den anderen ge- ergriff zugleich 30 Häuser, in denen sich zur Zeit eine große An 18 Romitaten Ungarns 143 Personen an der Cholera erkrankt schoben und bildeten eine formlose Masse. Der letzte Wagen zahl Personen befand, so daß eine große Panit entstand. Es und 78 gestorben. Lemberg, 30. August. In Rolomea bildete fast ein römisches V und das Holzwert lag in einem mußten Truppen requirirt werden. Der Schaden beträgt 12 Mill. nimmt die Cholera fortgesetzt zu. Unter den Erkrankten befindet Haufen auf den Schienen. Die Szene, welche sich nach der sich auch der praktische Arzt Dr. Piaskiewicz. Nantes, Katastrophe abspielte, war herzzerreißend. Das Geschrei der New York, 30. Auguft.( Meldung des 30. Auguft. Gestern sind hier 4 Personen an der Cholera ge- Verwundeten und das Stöhnen der Sterbenden mischten sich in Reuter'schen Bureaus.") Nach weiteren Meldungen hat der ftorben. die allgemeine Verwirrung, und niemand wußte, wo er zuerst 3yklon furchtbare Verheerungen an den Küsten von Nord- und angreifen sollte. 16 Leichen und 40-50 Verwundete zog man Süd- Karolina, Georgia und Florida angerichtet. Ein großer aus den Trümmern hervor. Der Lokomotivführer des Rockaway Theil der Stadt Port- Royal ist fortgeschwemmt, dabei sollen Beach Zuges hatte keine Ahnung, daß der Manhattan Zug vor an hundert Personen ertrunken sein. Fast sämmtliche Häuser ihm fuhr, da letterer ein Sonderzug war, von welchem man von Charleston sind zerstört oder beschädigt; sechs Personen wurden getödtet. zwölf Werften zerstört; ein Schiff ist gescheitert. dem Führer des folgenden Zuges nichts mitgetheilt hatte! Wie die Gebildeten die Religion achten, die sie dem Angeblich sind auf den Inseln an den Küsten von Karolina Bolte aus leicht ersichtlichen Gründen erhalten" wollen, zeigt und in den dortigen Gewässern fünfhundert Personen um= ein aus Köln berichteter Vorfall. Sechs Studenten, alle mit gekommen. Man befürchtet, daß die Kriegsschiffe Stearfarge" weißen Müzen versehen, traten am Sonntag während der und Nantucket" gescheitert sind. Die Straßen von Savannah Predigt in den Dom, wo sie sich in der flegelhaftesten Weise be- bieten einen traurigen Anblick. Bäume und Häusertrümmer sind nahmen. Theilweise ihre Mützen auf dem Kopfe behaltend und umbergeschleudert und beträgt der Schaden in der Stadt allein Die Todtenliste wächst fortwährend. mit brennenden Bigarren in den Händen, promenirten sie durch sechs Millionen, den Dom. Der Geistliche war genöthigt, die Predigt zu unter- telegraphischen Verbindungen sind noch immer gestört. In brechen. Der Schweizer beförderte schließlich die Flegel mit New- York hat der Sturm nachgelaffen. Hilfe anderer so schnell wie möglich hinaus. Wenn das Arbeiter gewesen wären, wie würde die Bourgeoispresse über Verrohung des Arbeiterstandes schreien! Aber so sind es gebildete Flegel aus der Bourgeoisie, und da wird es heißen, ja Bauer, das ist ganz was anderes. Vermischtes. Stroh bereitet hatten. Brückenbrand. Gestern Nacht gerieth in Stettin die von der Silberwiese über die Oder nach dem Personenbahnhofe führende Neue Brücke" in Brand. Auf der unter derselben befindlichen Wäschefpüle nächtigt allerhand Gesindel, auch wohl manche nur arme, obdachlose Person, die sich ein Lager aus Dieses war nun in Brand gesteckt resp. gerathen und stand die Brücke beim Eintreffen der Feuerwehr in einem Theile in hellen Flammen. Dem energischen Eingreifen der Feuerwehr gelang es bald, das Feuer zu löschen und das unter der Brücke an den Balken befestigte, äußerst gefährdete Gasrohr, unversehrt zu erhalten, so daß unberechenbares Unglück vermieden wurde. Der Schaden dürfte nicht sehr bedeutend sein, die Balken sind zwar angekohlt aber wahrscheinlich tragfähig geblieben, so daß nur der obere Bohlenbelag erneuert werden muß. Zyklon. " M Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Die Nanch, 30. August. 200 Maurer haben die Arbeit einges eine Belästigung zu erfahren. Die französischen Arbeiter verhalten sich ruhig. Nimes, 30. Auguft. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte heute 6 anläßlich der Vorfälle in Aigues- Mortes verhaftete Individuen wegen Thätlichkeiten oder Beleidigungen gegenüber Gensdarmen zu Strafen von 6 bis zu 1 Monat Gefängniß. Brandunglück. Pforzheim, 28. August. Ueber das furcht- Giftige Pilze. Aus Sachsen, 26. Auguft. Nachdem in der bare Brandunglück in Salmbach, Oberamts Neuen- legten Zeit mehrere Fälle von schwerer Erkrankung ganzer ftellt. Mehrere italienische Arbeiter verlassen die Stadt, ohne bürg in Württemberg, wo fünfzig Schülerinnen Familien infolge des Genusses giftiger Pilze in sächsischen armer hiesiger Einwohner im Alter von 9-13 Jahren in der Ortschaften vorgekommen waren, wird heute aus der Stadt Ferienkolonie waren, habe ich herzerschütternde Einzelheiten an Lichtenstein unweit Chemniß gemeldet, daß dort vier Personen, der Unglücksstätte erfahren. Am Freitag Abend um 9 Uhr ein Handwerksmeister und drei seiner Kinder, durch ein Gericht amüsirten sich die Lehrer mit dem Wirthe im Gasthaus zum Löwen von Pilzen, die die Hausfrau von einem Spaziergange mit heimauf der Regelbahn, als plöglich der Ruf Feuer" ertönte; es gebracht hatte, ihren Tod gefunden haben. Die Frau und ein stand auch im Augenblick durch scharfen Wind und die viertes Kind hofft man zu retten. große Trockenheit begünstigt, die ganze Häuserreihe in einem Dortmund. Am Sonnabend wurde bei Wirth Schüten Flammenmeer. Der Saal des Gasthauses war mit 39 Mädchen auf Anregung des Vereins„ Glückauf" eine Besprechung wegen belegt, während 5 Schülerinnen in einer Mansarde untergebracht Maßnahme zur Unterstützung der Hinterbliebenen der Verwaren; die Schülerinnen lagen beim Ausbruch der Katastrophe unglückten auf„ Kaiserstuhl" von Delegirten der hiesigen Knappenim tiefen Schlummer. Der Wirth machte sich sofort, ohne Rückvereine abgehalten. Zunächst wurde ein provisorischer Vorstand ficht auf seine Habe zu nehmen, an die Rettung der Kinder. Die gewählt und zwar als Vorsitzender Herr Wienke und als Schrift- Nummern 2, 9, 23, 26, 35, 42, 44 des Jahrgangs 1886 und die Thüre der Mansarde war von innen geschlossen, er schlug die führer Herr Schulz. Herr Wiente sprach zuerst die Nothwendig- Nummern 6, 43, 48 des Jahrgangs 1887 des„ Sozialdemokrat". Thür ein und machte die Kleinen auf die Gefahr aufmerksam. feit aus, eine Sammlung für die Hinterbliebenen der verun- Angebote bitten wir zu senden an die Redaktion des Als ihm das jüngste der Kinder entgegensprang, glaubte er, die glückten Kameraden auf Zeche Kaiserstuhl" zu veranstalten, Vorwärts". anderen folgten nach, und eilte zu anderen Rettungsarbeiten. demselben schlossen sich Herr Friedr. Wiegers und A. Wehm- Herr Engelhardt. Von unorganisirten Arbeitern nehmen Die vier zurückgebliebenen Kinder kamen leider in den Flammen' höhner an. Alsdann wurde ein Komitee, bestehend aus zwölf wir kein Eingesandt auf. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. D Wir empfehlen den Parteigenoffen zur Anschaffung: Ferd. Lasalle's Reden und Schriften. Neue Gesammtausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. Erscheint in ca. 50( 14täg.) Lieferungen à 20 Pf. Bereits erschienen: Band I.: in Leinen gebunden -- in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band II.: in Leinen gebunden -- in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Mt. 3, " 11 " 4, 4,50 5,50 Der Herausgeber schickt dem Werte eine intereffante fritisch- biographische Einleitung voraus: ,, Laffalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder trittschen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzistrt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partei, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das hiftorische und politische Ver ständniß der Materte. Die einzelnen Broschüren folgen nicht in chrono= logischer Reihenfolge sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wefens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Der erste Band ist mit einem Stahlftichportrait Laffalle's geschmückt. Brandes, Georg, Ferdinand Lassalle. Ein literarisches Charakterbild. Aus dem Dänischen übersetzt. Mit Lassalle's Portrait. 2. Aufl. Brosch. Mt. 2,50 Gebd. 3,50 Wir können diese unstreitig befte Biographie Lassalle's dringend zum Studium empfehlen. " Kegel, Max, Ferdinand Lassalle. Gedenkschrift zu feinem 25jährigen Todestag. Mit Portrait Laffalles. Mt.-, 50 Becker, Bernh., Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Lassalle's und seine Beziehungen zu Helene von Dönniges. Neue Bearbeitung. In 6 Heften à 25 Pf. Gebd. Mt. 2, Eine Sammlung aller auf das Ereigniß bezüglichen Schriftstücke und Originalbriefe. Mit einer interessanten Borrede. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bet Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra.) " Briefkaffen der Redaktion. Zu kaufen gesucht sämmtliche Jahrgänge des Züricher Sozialdemokrat" bis einschließlich 1885. Ferner die Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60/18 Hente, Donnerftag, den 31. August 1893: Gr. Garten- Extra- Concert Sapellmeister Herr Rose. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Es giebt für Banhandwerker, Fabrikarbeiter, sparsame Familien fein Getränk, welches so durst stillend und so billig ist wie Coco- Neptun. Sofort herzustellen mit jedem beliebigen Waffer, auch wenn es nicht frisch, abgekocht oder abgestanden ist. Cocowafer sieht wie Rothwein resp. Weißwein aus, und stellt sich auf 1 Pfennig das Liter. Coco- Neptun 4797L ist fäuflich als gelbes oder rothes Pulver in Blechdosen zu 10, 25, 50 und 125 Pf. in den Droguen- und Colonialwaaren- Handlungen. 36031* Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigſte Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Jede Uhr 2 zu repariren ( außer Bruch) unter Garantte foftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren a. b. Dranienpla C. Wunsch, Maunyny. 38, Roh- Tabak 1635b Grosse Berliner Schneider- Akademie. Berlin C., Rothes Schloß Mr. 1. Max Jacoby, Größte und einzige Fachschule, welche nach der verbesserten und Streligerstraße 52. vervollkommneten Methode des verstorbenen Herrn Direktors Kuhn unterrichtet. Garantie für gründlichste theoretische und besonders praktische Destillation passend für Partei. Ausbildung in Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Unentgelt- genoffen für 1500 m. zu verkaufen. licher Stellennachweis. Prospekte gratis. Empfehlenswerth: Lehrbuch 3m Selbstunterricht in der gesammten Damenschneiderei. Man beachte genau Die Direktion. unsere Firma und Hausnummer 1. Ein Metzner's Korbwaaren- Fabrik, 1688b Usedom str. 5. Kohlengeschäft zu vert. zu erfr. 1685b] Peters, Swinemünderstr. 121. Stand schöner Betten und ein paar Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak. schön e Steppdecken spottbillig zu ver größtes Lager Berlins. Muster- faufen, Prinzen str. 66, 2 r. Kinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung Tischlerei, 3 Bänke, vollst. Werkz. 9 gestattet. 500 Mark zablem. Todesfall bill. vert. W. 3ieb, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Grtner. F. Metzner. Kinderwagen- Lager Berlins habe. gangbares Eisen- und Hiermit erkläre ich Frl. Marie Klempnerwaaren- Geschäft, außer Roffack für eine ehrenhafte Person. halb, ist Umstände halber sofort zu 422* Frau Becker. verkaufen. Schlosser wird sehr gesucht. Zu erfrag. Elsasserstr. 83 bei Pätzholt ( Stehbierhalle.) 1669b Sumatra- DeckRoh- Tabak. blatt v. 140 Pf. an, Java- Umblatt u. Einlage v. 90 B. an, CarmenUmblatt v. 100 Pf. an, sowie sämmtl. anderen Sorten. 4035L* G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Parteigenossen empfehle meine Destillation zu gefälligem Besuch. 1674b Altenberg's dem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Sermann Bobert, Rosenthalerstr. 13. Arbeitsmarkt. Musker- Lehrlinge gesucht. Stelle zu jeder Zeit noch Lehrlinge in meine Kapelle ein unter sehr günstiger Bedingung, mit Lehrgeld a. ohne Lehrgeld Göthen( Anhalt). 1672b Fr. Unger, Musikdirektor. Ein im Montiren von Trägern und Säulen zu Fabriken durch und durch tüchtiger Monteur wird zu sofortigem Gintritt gesucht. Meldungen um 6-7 Uhr Nachm. bei D. Hirsch, Gerichtstr. 23. Versilberer verl. Ruthenberg, Friedenstr. 10. 1675b 1444b F NW., Jagowtraße 12, DE Seitenflügel III. I. Wegen Abreise eines Genoffen nach außerhalb eine freundl. Wohnung zum 1. Oftober zu vermiethen( 2 Stuben u. Küche für 255 M., bis 1. April event. billiger.) 1432b Prachtv. Wohnungen zu 48, 50, 55, 60 Thlr. verm. der Berwalter Hennigs dorferstr. 24. 1555b Swinemünderstr. 45/46 fehr billige freundliche Wohnungen, Stube u. Rüche von 160 M. an. 1575b Friedrichsfelderstr. 39 find noch fleine Wohnungen auch Pferdestall mit Remise zu vermiethen. 1684b 2 Stuben, Küche u. Balkon, 1 Stube u. Küche Swinemünderstr. 123. 16666* Schlafstelle für 2 Herrn à 5,-. Madel, Naunynstr. 87, Og. 3 Tr. Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr.54, Fruchtstr.36, Papageien, junge Amseln, Drosseln, Schlafft. für H. Waldemarstr. 18, I, bei Tiet. 1687b Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Staare, Beisige 1,-, Meisen 0,50. Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren- 16766] Schnelle, Invalidenstr. 7. auf feine Boliturleisten finden dauernde Möbl. Schlafstelle zum 1. zu verm. Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! 3716L Schlafft. Dresdenerstr. 134 IV. b. Merkel. Beschäft. bei Müller, Grüner Weg 56. Bürschel, Kottbuserstr. 2, Hof 1 Tr. Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Ein Kistenarbeiter wird verlangt bei H. Oehme, Adlerstr. 5. 1677b Vergoldergehilfen