Nr. 207. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteijährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. on der Post Bettungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 3. September 1893. Bur Lehrlingstrage. zugelassen, sie haben demnach nicht die Aufgaben technische Beamtenkarriere einzuschlagen, in die LehrwerkDie Reformpläne des Herrn von Berlepsch, mit denen erfüllt, die ihnen gestellt werden sollten. In Belgien bedie Handwerker wider ihren Willen beglückt werden sollen, standen schon 1850 hundert Lehrwerkstätten, ihre Zahl ist zerfallen in zwei Theile, von denen wir den ersten, die seitdem beträchtlich, wenn auch nicht genügend vermehrt Fachgenossenschaften und Handwerkerkammern behandelnden, worden. In der Lehrwerkstätte, die leider die gewerbliche schon in Nr. 197 des Vorwärts" besprochen haben. Der Bildungsanstalt der Zukunft und nicht der Gegenwart ist, andere Theil regelt das Lehrlingswesen. Es ist die un- erzielen die Lehrlinge durch stete Unterweisung mit und an getheilte Meinung aller Sachkenner, daß das Lehrlings- der Arbeit das höchste Maß von Handfertigkeit und körperwesen durchaus reformbedürftig ist, während über seine licher Gewandtheit, in ihnen kann Sorgfalt und Genauig Reformirbarkeit die Meinungen getheilt sind. Da wir das keit der Arbeit, Zweckmäßigkeit der Ausführung und SchönHandwerk als eine absterbende Form der Produktion be- heit der Form den Lehrlingen zur zweiten Natur gemacht trachten, können wir nicht glauben, daß das Lehrlingswesen und dabei Ueberarbeitung und gesundheitliche Schädigung im Handwerke unserer Zeit von seinen Schäden befreit der Lehrlinge hintangehalten werden. Beim System der werden kann. Ginge man gründlich und deshalb auch Lehrwerkstätten werden der unbedeutenden und doch überaus rücksichtslos gegen all' dies vor, was zu Klagen beim Lehr wichtigen Reform, daß der Unterricht in den Fortbildungslingswesen berechtigte, so müßte man die Lebensfähigkeit schulen vor und nicht nach der Arbeitszeit fällt, feine unüberdes Handwerkes gewaltig beschränken, man wäre gezivungen, windlichen Schwierigkeiten entgegengesetzt werden. Dann werden den meisten Handwerksmeistern wegen mangelnder persön auch die Fortbildungsschulen etwas leisten können, während jetzt licher Fähigkeit oder wegen zu großer Spezialisirung des die durch die Arbeit übermüdeten Lehrlinge in ihnen mit offenen Betriebes das Recht, Lehrlinge zu halten, abzuerkennen, man oder geschlossenen Augen schlafen. Freilich werden damit müßte auch, da die Gehilfen keine Zeit haben, sich um die die Fortbildungsschulen noch nicht ihren Zweck erfüllen. Lehrlinge zu kümmern, die Zahl der Lehrlinge, die ein Meister Dies wird erst dann der Fall sein, wenn die Söhne der halten darf, auf höchstens zwei beschränken. Da aber zahlreiche Arbeiter in den Volksschulen das für das bürgerliche Leben Handwerksmeister heute ihre Selbständigkeit nur bewahren erforderliche Maß von Elementarkenntnissen auch wirklich tönnen, weil sie mit der kostenlosen oder sehr billigen erwerben tönnen. Heute ist dies nicht der Fall, und des Lehrlingsarbeit produziren, so hieße diese Voraussetzung halb sind die Fortbildungsschulen teine Anstalten zur einer ernst zu nehmenden Reform unseres Lehrlingswesens Fortbildung, sondern sie sind das Eingeständniß, daß nichts anderes, als Vernichtung zahlloser Kleinbetriebe. Die Volksschule ihren Zweck nicht erfüllt, und daß der Nichts liegt aber der Reichsregierung ferner, und deshalb Versuch gemacht werden muß, den jungen Leuten das doch will sie den Belz waschen, ohne ihn naß zu machen. noch beizubringen, was sie in der Volksschule hätten lernen Da unserer Meinung nach zahlreichen Handwerks- sollen. Aus all' dem geht hervor, daß die technische Ausmeistern die Fähigkeit abgeht, ihre Lehrlinge zu unterweisen, bildung, die heute der Lehrling in der gewöhnlichen Werkebenso wie zahlreiche, sonst ganz tüchtige Personen, die stätte eines Meisters erhalten kann, in vielen Fällen, selbst Lesen, schreiben und rechnen können, nicht die Fähigkeit wenn ein regelmäßiger Besuch der gewerblichen Forthaben, in einer Volksschule zu unterrichten; da ferner in bildungsschule stattfindet, ungenügend ist. In den meisten den meisten Werkstätten des Handwerks nicht all das ge- Gewerben giebt es zahlreiche Werkstätten, in denen theils arbeitet wird, was der angehende Arbeiter lernen soll, da sehr einfache, nur geringe Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit fie gesundheitlich und technisch ungenügend sind, so wäre erfordernde, theils stets die gleichen Arbeiten verrichtet unferer Meinung nach die Heranbildung der Arbeiter in werden, so daß dann im günstigsten Falle der Lehrling eine besondere Anstalten, in die Lehrwertstätten, zu ver- dürftige, einseitige technische Ausbildung erhält. legen. Eine gründliche Fachbildung ist, wie Bücher schon Statt nun gründlich reformirend da einzuwirken, Berlepsch vor mehr als einem halben Menschenalter für Deutschland plant Herr ein Flickwerk, durch ausgeführt hat, bei Festhaltung der bisherigen Form des das die wirklichen Mängel unserer Lehrlingsausbildung Lehrlingswesens innerhalb der Werkstätte nicht zu erzielen, gänzlich unberührt bleiben. Aus seinen Vorschlägen für es muß eine Form der gewerblichen Ausbildung gesucht die Regelung des Lehrlingswesens im Handwerke heben werden, die ohne Preisgabe der produktiven Zwecke den wir die folgenden hervor: Unterricht zur Hauptsache macht und damit eine genügende Fachbildung ermöglicht. Versuche mit dieser neuen Form der Lehrlingsausbildung in Lehrwerkstätten wurden in Frankreich, Belgien, im österreichischen Kunstgewerbe, vereinzelt auch in Süddeutschland und bei den preußischen Staats- Eisenbahnen und in den Marinewerkstätten gemacht. In Preußen hat man in der Regel blos ausgewählte Personen, die nachher an technische Hochschulen gingen, um die Feuilleton. Nachdruck verboten.) [ 59 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. gemäße Unterweisung und Erziehung eines Lehrlings nicht selbständig zu leiten vermögen. Die Untersagung wird auf Antrag der Fachgenossenschaft, oder der Ortspolizei- Behörde, im letzteren Falle nach Anhörung der Fachgenossenschaft durch die Handwerkskammer, verfügt. Durch die Landes- Zentralbehörde oder eine von ihr zu bestimmende Behörde kann die entzogene Befugniß zum Halten oder zur Anleitung von Lehrlingen nach Ablauf eines Jahres wieder eingeräumt werden. Durch den Bundesrath können für bestimmte Handwerke Vorschriften über die zulässige Bahl von Lehrlingen im Verhältniß zu den in einem Betriebe beschäftigten Gesellen erlassen werden. So lange solche Vorschriften nicht erlassen sind, sind die Handwerkskammern zu deren Erlaß mit Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde befugt. Aus der beigegebenen Erläuterung wollen wir noch die folgenden Absätze zum Abdruck bringen: folgenden Absätze zum Abdruck bringen: Die Vorschläge für die Regelung des Lehrlingswesens sind aus der Erkenntniß hervorgegangen, daß auf diesem Gebiet thatsächlich Mißstände vorliegen, deren Beseitigung das öffentliche Interesse verlangt. Zu diesem Zweck soll für die technische Ausbildung und insbesondere auch für die fittliche Erziehung der Lehrlinge eine größere Gewähr geboten werden, und es ist deshalb neben einer Beschränkung der Befugniß zum Anleiten von Lehrlingen eine Bestimmung vorgesehen, wonach Personen, bei denen die Ausbildung und Erziehung des Lehrlings gefährdet erscheint, das Recht zum Halten und Anleiten von Lehrlingen entzogen werden kann. Die zum Schluß der Lehrzeit vorgesehene Lehrlingsprüfung foll vornehmlich erziehlich wirken und nur den Nachweis liefern, daß der Lehrling seine Ausbildungszeit gewissenhaft ausgenutzt und der Lehrmeister seinen Pflichten nachgekommen ist. Bei Festsetzung der Mindestzeit der Lehrzeit ist entscheidend gewesen, daß eine dreijährige Lehrzeit bisher die Regel gebildet hat und nach den gemachten Erfahrungen im allgemeinen zweckentsprechend ist. Durch die Bestimmung, daß die Lehrzeit nicht länger als 5 Jahre dauern darf, soll der Gefahr der Ausbeutung von Lehrlingen namentlich für die Fälle vorgebeugt werden, wenn für deren Ausbildung ein Lehrgeld nicht gezahlt werden kann. Bei der Art und Gestaltung einer Reihe von Gewerbszweigen wird eine Abkürzung der Lehrzeit unbedenklich oder selbst nothwendig sein. Hierüber allgemein verbindliche Vorschriften zu erlassen, soll dem Bundesrath vorbehalten bleiben; während der Handwerkskammer die Befugniß beigelegt werden soll, für den Einzelfall mit Rücksicht auf die Individualität des Gewerbes des Lehrherrn und des Lehrlings Ausnahmen zuzulassen. Durch die dem Bundesrath beigelegte Befugniß, das Verhältniß der Zahl der Lehrlinge zu der Zahl der Gesellen festzusetzen, soll dem allgemein beklagten Uebelstande entgegen getreten werden, daß unter Hintansetzung der Interessen Der Ausbildung zur Beschaffung billiger Hilfskräfte ausschließlich oder in verhältnißmäßig großer Zahl Lehrlinge gehalten werden. Die Befugniß, Lehrlinge zu halten, oder anzuleiten, tann solchen Personen überhaupt oder für bestimmte Zeit untersagt werden, welche sich grober Pflichtverletzungen gegen die ihnen anvertrauten Lehrlinge schuldig gemacht haben, oder gegen Daß mit diesen Mittelchen die Lehrlingsfrage einer welche Thatsachen vorliegen, welche sie in sittlicher Beziehung gedeihlichen Lösung entgegengeführt werden wird, kann zum Halten oder zur Anleitung von Lehrlingen ungeeignet erscheinen lassen. In gleicher Weise kann die Befugniß zur An- niemand hoffen. Nach rein äußerlichen Gesichtspunkten leitung von Lehrlingen solchen Personen untersagt werden, wird die Berechtigung, Lehrlinge zu halten, ertheilt, sie wird welche wegen geistiger oder förperlicher Gebrechen die sach- im wesentlichen davon abhängig sein, daß der Handwerker nichts? Du weißt doch, daß ich Dir immer freie Hand gelassen habe." Johanna reichte mit Thränen in den Augen und einem ftrahlenden Lächeln auf den bleichen Lippen André die Hand, die er ergriff, fest in der seinen hielt und mit alle Sorgen und Kümmernisse vergangener und zukünftiger Zeiten wie ein Nichts erscheinen läßt und jeden andern Gedanken in der Vollbefriedigung der aufs höchste gesteigerten Empfindungen auslöscht. Johanna und André hielten die Hände verschlungen und konnten nicht müde der schwachen Beihilfe des Wortes bedurft hätten, fühlten fie, wie sich zwischen ihnen jene geheimnißvolle Seelengemeinschaft vollzog, das gegenseitige Sichdurchdringen zweier Wesen, dies Geschenk der Leidenschaft, das Eines dem Andern weiht und das das Wesen der Liebe ist. Die Bekehrung André Savenay's. Stüssen bedeckte. Er vermochte nur mühsam zu stammeln werden, sich anzuschauen und anzulächeln. Ohne daß fie Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. Donnerwetter!" rief Vater Deschamps ganz gerührt. " Ich kann Dich nicht tadeln, Kleine. Besser, man spricht fich vor als nach der Hochzeit aus. Aber bei all demi hast Du nun feinen Gatten, mein armes Kind!" D Dank! Dank! Ich liebe Sie so sehr!" Johanna betrachtete ihn mit unendlicher Zärtlichkeit, nnd mit ganz veränderter Stimme, einer tiefen und sammetweichen Stimme, die der Großvater bisher nicht an ihr gekannt hatte, sagte sie zu André: André?" " Sag, jezt gehst Du doch nicht mehr fort, Freund Vater Deschamps, den Johanna und André Händen gefaßt hatten, hustete, um nicht zu zeigen, dem Weinen nahe war. Die Sonne war längst untergegangen. Kaum flammten noch einige ihrer legten Strahlen auf den höchsten Monubei den menten von Paris. Ein kühlerer Wind kräufelte leicht die daß er Seine. Mit dem unbewußten Egoismus der Liebenden wären die beiden jungen Leute imstande gewesen, noch André's Blicke suchten unterdessen die Augen " Ach, Ihr Duckmäufer", sagte er endlich, Ihr habt Stunden lang hier zu bleiben, ohne an etwas anderes als Johanna's. Endlich wagte sie es, ihm in das Autlig zu schauen, das eine seltsame innere Bewegung widerspiegelte. Euch also heimlich geliebt! Und ich, der einfältige Bater, ihr überschwängliches Glück zu denken. Aber Vater DesIn dem Blick, den André auf Johanna's holde Züge ge- der die Augen immer in den Wolfen hatte, habe rein gar champs, der nicht dieselbe Veranlassung hatte, unempfindlich heftet hielt, lag eine so leidenschaftliche Frage, daß sie tief nichts gemerkt, wie es den meisten Vätern seit altersher gegen den kalten Nordostwind zu sein, läutete zum Rückzug. erröthete. Aber aus ihren Augen, welche die stumme geht. Sie hätten mich wohl etwas vorbereiten können, mein Der brave Mann wußte sich vor Freude nicht zu lassen. Er ging hinter dem jungen Paare, dessen elegante Sprache der seinigen verstanden hatte, leuchtete ihm ver- Fräulein." heißungsvoll eine beseligende Antwort.... Aber Johanna schloß ihm den Mund mit einem Russe. Haltung er im Stillen bewunderte, her, und wiederholte " Vater, schmolle doch nicht! Wir sind ja so von Zeit zu Zeit mit zärtlicher Stimme: glücklich!" Ach, Kinder, wie glücklich werden wir sein! Es lebe " Und ich auch, wenn's erlaubt ist! Wir werden jetzt das Leben, meine Kinder!" " Herr Deschamps, wollen Sie mir die Ehre erweisen, zu dreien tüchtig für die Sache des Sozialismus schaffen." Dann drückte André Johanna's Arm etwas fester und mir die Hand Fräulein Johanna's zu gewähren?" Die beiden Liebenden dachten offen gestanden in diesem sie gab ihm einen sanften Druck zurück. Jetzt dachte er Wie! Was ist denn das?" stotterte der Alte ganz Augenblick gar nicht an den Sozialismus. Sie waren in gewiß nicht mehr an seine Reise. Der Wind mochte wehen, wie er wollte, die Nacht bestürzt und blickte die beiden jungen Leute nach einander eine m jener Momente der Verzückung, in denen die Welt fragend an. Sie wollen meine Tochter haben? Aber ich vor denen, die ihre unvergeßlichen Wonnen genießen, ver- konnte das Grün und die Blumen ringsum verhüllen, den will und kann doch nicht über sie verfügen. Sie müssen schwunden ist. Es sind dies jene seltenen Momente, in Himmel verdunkeln. Es war hell und warm, es war Frühsie selbst schon danach fragen. Und Du, Du antwortest denen die Fülle des Glückes die herbsten Leiden aufwiegt, ling in ihm. Sein Herz, das der Winter mit Trauer und Bater Deschamps hatte kaum geendet, als André, das Haupt entblößend, ehrerbietig zu ihm sagte: " Kit 3 Jahren selbständig ist. Ob die Art seines Betriebes ob seine persönlichen Eigenschaften sich für die Ausbildung von Lehrlingen eignen, bleibt im wesentlichen unberück- sichtigt. Ueber die Art der Ausbildung, über die Be- schäftigung der Lehrlinge sollen die Organisationen der Wieistcr und nicht das Gesetz bestimmen. Grundsätzlich sind wir wohl mit der Feststellung der Lehrlingszahl einverstanden, nicht aber mit der Art, wie es geschehen soll, mit der Bestimmung durch den Bundes- rath. Es wäre da doch viel richtiger, zum mindesten be- stimmte Grundregeln festzulegen, etiva wie sie sich im Berufe der Buchdrucker finden. Es ist schwer, sich mit den Einzelheiten des Entwurfes über das Lehrlingswesen zu befassen, da die besten Vor- schlage in seinem Rahmen doch zu nichts Ersprießlichem fuhren können. Vor jedem grundsätzlichen Schritte in der Sozialpolitik schrickt bre Regierung zurück, sie sieht sich aber gleichzeitig zum Eingeständnisse geuöthigt, daß die gegenwärtigen Zu- stände unhaltbar'sind. Aus dieser Situation entstammt die Berlepsch'sche„Lösung der Lehrlingsfrage". Herr von Berlepsch hat es niemandem recht machen können, er iguorirte die von den Vertretern der Wissen- schaft, wie die von den politischen Parteien aufgestellten Forderungen, er ändert an dem Bestehenden, ohne irgendwie erheblich zu bessern. So wurde sein Reorganisatiousplan zu einem Zeugniß kläglicher Unfähigkeit. Diese klägliche Unfähigkeit ist weniger ein Vorwurf, den wir Herrn von Berlepsch persönlich machen, er mag vielleicht das Beste wollen, er kann aber nicht anders handeln, als er'handelt, weil er ein Organ einer zu Grunde gehenden Wirthschafts- ordnung ist, die er berufsmäßig zu erhalten und zu stützen bemüht sein muß. Herrn von Berlepsch und seinen Nach- folgern wird es nicht gelingen, zu erhalten und gleichzeitig zu reformiren, denn nähme man die Reform ernst und energisch in die Hand, so wären gerade d i e Klassen, die die Regierung stützen, zum energischsten Widerstand bereit. Dies fürchtet die Regierung und um dies zu vermeiden, rennt Regierung und Bourgeoisie lieber rasch in ihr Ver- derben, als sich durch eine vernünftige Reformpolilik eine längere Galgenfrist zu sichern. Uns kann auch dies recht sein Voltkisihe Mekrevltcklk. Berlin, den 2. September. Ein Wurm der nicht sterbe» kann ist das neu- deutsche„Nationalsest* alias Sedanstag. Nur die An- beter des Moloch und der Blut- und Eisenpolitik sind „begeistert"— so weit bei solchen Leuten von Begeisterung die Rede sein kann— für dieses„Nationalfest", das selbst von unseren Regierungen mit skeptischen Gefühlen betrachtet wird, so daß sie sich nicht entschließen konnten, es zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Und die un- geheuere Mafie des Volks verhält sich entweder dem so- genannten Nationalfest gegenüber mit vollständiger Gleich- giltigkeit, stellt es auf eine Stufe mit Jahrmärkten, Messen und sonstigem Juchhe-Rummel, oder sie wendet sich mit Abscheu ab von dieser Erinnerung an ein Ereigniß, das zwei Völkern den Frieden hätte bringen können, in Wirklichkeit aber, weil es in dem Sieger die Eroberungsgier und den Landhunger erweckte, ihnen die Fortsetzung des Blutbades und den Triumph einer Politik brachte, welche die Pandorabüchse unsäglichen Elends über die beiden Völker und das übrige Europa ausgeschüttet hat, und insbesondere für unser Vaterland zwanzig Jahre der Knechtschaft und Schmach bedeutet— zwanzig Jahre des trockenen Bürgerkrieges*) mit Kulturkampf, Sozialistengesetz und Judenhatz, der Orgien des Militarismus, der finan- ziellen Weißblutung der Nation, des Spitzel- und Streber- thnms, des wirthschaftlichen und moralischen Niedergangs, der Verfolgung jedes freien Gedankens, jedes cdclen Strebens — der Acht für alle, die sich unter das Joch der Sieger nicht beugen wollten. Und wer waren die Sieger in dieser Schlacht, deren Andenken heute von einer winzigen Minderheit unseres Volkes gefeiert wird? ») Wie man von der trockenen Guillotine spricht, d. h. der Guillotine, die den Menschen lödlet, ohne sein Blut zu vergießen, so wird man auch den Ausdruck: trockener Bürgerkrieg gebrauchen können. Enttäuschungen bis zum Zerspringen erfüllt hatte, blühte auf, wie dort unten im Gehölz die grünen Spitzen keim- froher Pflänzchen die dicke Hülle welken Laubes durch- brachen. Hoffnung und Liebe sangen in seinem Herzen den Lenzgesang, den Gesang des Lebens.— 18. Kapitel. Der Mensch ist von Natur ein so geselliges Wesen, daß er sein Glück verdoppelt, wenn er es mit andern thcilt. Andro's Freude, die kaum noch vollkommener sein konnte, wurde durch die der alten Norine erhöht, als er ihr noch an demselben Abend mit der Ungeduld, die Liebenden eigen ist, die große Nachricht mittheilte. Die gute Alte hatte sich so sehr gegrämt, ihn für immer fortgehen zu sehen, sie hatte so viel gelitten, als sie ihn leiden sah, daß sie sitzt in einem Athem lachte und weinte. Sobald sie ein Wort hervor- bringen konnte, rief sie:„Wie würde Fräulein Germaine sich darüber freuen! Sie hatte Fräulein Johanna so lieb!" Und Andre glaubte, als das Bild der Tobten so herauf- beschworen wurde, das Antlitz der Schwester zu sehen, dw ihm zulächelte. Auch Johanna hatte zur selben Zeit das unweigerliche Verlangen, gleichfalls jemand das Ereigniß des Tages mitzutheilen, und so hatte sie es denn der kleinen Magda- lene verkündet. Starr vor Ueberraschung, verharrte die Kleine einige Augenblicke in träumerischem, fast schmollen- dem Schweigen. Sie begriff, daß Freund Andre nun nicht mehr ihr allein gehören würde, und eine unbestimmte Ahnung stieg in ihr auf, als wäre ihr etwas geraubt wor- den. Johanna errieth diese unbewußte Eifersucht vielleicht. denn sie zog das Kind sanft in ihre Arme, sagte ihr, dap sie von jetzt an Freund Andrö und ihr als Töchterchcn ge- hören, daß sie ihn nie verlassen, sondern alle Tage sehen und bei ihm wohnen solle, und Magdalene wurde dadurch schließlich auch so getröstet, daß sie die Hände zusammenschlug und im Schlaf von dem schönen Hanse träumte, in dem sie ihren Freund Andre früher einmal gesehen hatte und Die Männer, welche die Emser Depesche fälschten, um den Krieg zu entfesseln, der uns nach Sedan geführt hat— die Männer, welche 1866 Deutschland zerrissen, um dynastisch junkerlichen Interessen zu dienen— die Männer, die vor 1866 bereit waren, deutsches Land an den fran- zösischen Erbfeind zn verschachern— die Männer, die vor dem 1870er Krieg(S. Geffkens neueste Schrift) Rußlands Freundschaft dadurch erkauften, daß fie ihm den Bruch der Tardanellen-Verträge in Aussicht stellten und dann 20 Jahre lang vor dem russischen Zarismus aus dem Bauch lagen, und ihn so übermüthig machten, daß die Gefahr eines Krieges mit Rußland heraufbeschworen ist— die Männer, welche der Gewaltlehre huldigen: Macht geht vor Recht. Und das Unheil, das aus dem Sieg dieser Männer uns erwachsen ist, es dauert und wirkt noch fort auch nach dem Sturze des Hanptvertreters der Blut- und Eisenpolitik. Seit länger als drei Jahren ist er vom Ruder entfernt, aber sein System, das System, das heute vor 23 Jahren bei Sedan den Sieg und auf 20 Jahre die Diktatur er- rang, ist, obgleich in den Formen gemildert und seiner rohesten, häßlichsten Auswüchse entkleidet, doch heute noch lebendig. Und jeder Mann, der Recht, Freiheit und Hu- manität für etwas mehr hält als tönende Worte und konventionelle Lügen, muß es bis zum letzten Blutstropfen bekämpfen. Und die Patrone und Stipendiaten dieses Systenis, das dem Keffeltreiben und Maffengemetzel von Sedan sein Bestehen verdankt, mögen den Sedanstag seiern, der nicht ein Fest ist des Volkes, sondern der Volks- feinde. Daß von Jahr zu Jahr die Zahl der Sedansanbeter zusammenschmilzt, daß es heute nur noch eine winzige Minderheit des deutschen Volkes ist, die zu dem Feste der Barbarei und der Knechtschaft gepreßt werden kann, daß es in Wahrheit nur noch ein Scheindasein fristet— das ist für uns das Erhebende an dem heutigen Tag. Er zeigt uns den Fortschritt menschlicher Kultur, welche die alten Götzen verjagen, und den Altar des menschenmordenden Witzligutzli-Molochs zerschmettern wird. Und morgen wartet unser ein nicht minder erhebender Genuß. Morgen lesen wir die Reden und Leitartikel der Sedangesellfchaft, über das„Sedan fest", und wir können uns dann laben an dem geistigen und moralischen Bankrott unserer Feinde. Nieder mit dem nationalen Mordkultus! Hoch die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie!— Die Berliner Steuerkonferenz. Die im Laufe der nächsten Woche beginnenden Berathungen von Kommiffarien der Bundesstaaten werden der„Nordd. Allg. Ztg." zufolge im Reichsschatzamt stattfinden. Vielleicht profitirt der neue Reichsschatz-Sckretär Graf Posadawski-Wehren ein bischen von diesem Anschauungsunterricht.— Das Auswanderungsgesetz wird dem Reichstag in der Herbsttagung neubearbeitet vorgelegt werden.— Ter Kolonialrath ist zum 19. September einberufen worden. Da werden wohl neue Millionen für die afrikani- schen Saudbüchsen gefordert werden, auf daß auch der Steuerzahler etwas von der Schönheit kolonialpolitischer Abenteuer verspüre.— Die gewerbliche Sonntagsruhe. Die Offiziösen loben die von Haus aus verfeblte, in Sachen der Sonntags- ruhe angewendete Erhcbungsweise über den Schellenkönig. Doch was nützen alle Beschönigungsversuche, da es feststeht, daß die Unternehmerschaft wieder einmal gegenüber den Arbeitern bevorzugt wird? Viel Aufhebens wird jetzt davon gemacht, daß„einzelne Regierungen von Bundesstaaten be- müht find, für die künftigen Erlaffe der höheren Ver- ivaltungsbehörden, die sich aus die Ausnahmen für Gewerbe beziehen sollen, deren vollständige oder theilweise Ausübung an Sonn- und Festtagen zur Befriedigung täglicher oder an diesem Tage besonders hervortretender Bedürfnisse der Be- völkernng erforderlich ist, einheitliche Grundlagen aufzustellen". So wird»im preußischen Handelsministerium gegenwärtig an diesen Grundlagen gearbeitet, nachdem eine zweimalige Be- fragung der Proviuzialbehörden und die Besprechungen dieser mit den Interessentenkreisen vorhergegangen sind. In an- deren Bundesstaaten wiederum und namentlich in den klei- ncren gehen die Verwaltungsbehörden unmittelbar mit der Befragung der Interessenten über von ihnen selbst ent- worfene Vorschriften vor." Bureaukratische Schwerfällig- keit, die mit dem Großgewerbe und dem Lehrlinge züchten- den und Gesellen drückenden Meisterthnm liebäugelt und das für sie ein Ideal an Pracht und Herrlichkeit ge- blieben war. In den nächsten Tagen gab es bei Vater Deschamps endlose Plauderstündchen, Zukunftspläne von süßen Liebes- Worten, ausgelassener Fröhlichkeit, plötzlicher Zärtlichkeit und verschwenderischen Liebkosungen für den Alten und die Kleine unterbrochen, auf die sich die Liebessülle der beiden Verlobten wie ein Wasserfall ergoß. Die Hochzeit war für die erste Hälfte des Mai in Ausficht genommen. Selbst- verständlich wollten alle von da an zusammen leben, und Johanna hatte für ihr zukünftiges Heim Wünsche, die ihr Großvater als ausschweifende bezeichnete. Tie Wohnung sollte dem Himmel so nahe wie möglich sein, um viel Licht und Luft hinein zu lassen. Sie sollte auch einen Balkon besitzen, ans dem ein hängender Garten, ein luftiges Ncstchen voll Grün und Blumen geschaffen werden sollte. „Ucberall will ich Blumen haben," sagte Johanna eigen- sinnig, als ob die kleine Heuchlerin nicht wußte, daß Andre diesen Luxus leidenschaftlich liebte und sich nichts anderes wünschte. Und dann wollte sie auch einen Salon haben, —„ja, Großvater, einen Salon!"— in dem die alten Möbel der Familie aufgestellt werden sollten, in dem man die Freunde empfangen würde. Ob denn die Salons allein für die Bourgeois da wären! Ein großes Zimmer, das schönste, sollte für Vater Deschamps bestimmt sein, und als der Alte sich dagegen wehrte, disputirte und kämpfte man ihn nieder. Er wurde gezwungen, das schönste Zimmer anzunehmen. Es hätte wenig gefehlt, so hätte er noch in derselben Nacht darin schlafen müssen, wenn man nur schon gewußt hätte, wo es zu finden wäre. Es ist nicht nöthig, erst besonders zu sagen, daß auch für Norine ein Zimmer da sein mnßte, ferner ein Kämmerchen für Magdalene, die vor Freude in der Stube unchcrhüpfte� und sich bei dem Gedanken, ein eigenes kleines Gemach zu besitzen, um einen halben Kopf gewachsen dünkte. Auch v iele andere Sachen sollte es dort geben, Sachen, die man sich lange wünschen, für die Wünsche der Arbeiter taub ist, wird die Sonntags- ruhe in Grund und Boden hinein verhunzen. Die Konfe- renzen geben ihren Segen zu dem verballhornten„Arbeiter- schütz" und thun ein Uebriges; dafür sorgt schon die reichlich vertretene, rücksichtslose, gutorganisirte Kapitalistenklaffe. Wenn also ein Offiziosus mit fettem Schmunzeln in seinem scheußlichen Kauderwälsch bemerkt,„daß-jedenfalls auch nach dieser Seite hin(!), bei der hauptsächlich Gewerbszweige, wie Bäckerei, Barbier- und Friseurgeschäfte, Buchdruckerei, Schlächterei, Gärtnerei u. a. in Frage kommen, dafür gesorgt, daß bevor die in Aussicht genommenen Ausnahmebestimmungen von der all- gemeinen gesetzlichen Anordnung in Kraft treten sollen, den Interessentenkreisen Gelegenheit'gegeben wird, sich zu den Vorschriftenentwürfen zn äußern", so werden die„Jnter- essentenkreise", soweit sie Unternehmer sind, sehr ausgiebig zum Worte kommen. Wie es aber mit den Gehilfen und Gesellen steht, das steht auf einem anderen Blatt. Warum wendet sich die Regierung nicht unmittelbar an die freien Organisationen der in diesen Gewerben beschäftigten Ar- beiter und beauftragt sie, aus ihrer Mitte Vertreter zu wählen, die auf den Konferenzen die Sache ihrer Berufs- genossen führen können?— Die„Post" hatte ihre ursprüngliche Nachricht, daß der Kaiser seinen Ausenihalt in Straßburg abkürze, weil Bebel Ab- geordneter für Straßburg sei, widerrufen. Jetzt verzeichnet sie aber die Auslassungen eines rheinischen Blattes, in denen es heißt: „Wie verlautet, hat der Kaiser streng abgelehnt, auch nur eine Nacht in einer Stadt zu verweilen, die einen Sozialdemo- kraten in den Reichstag gewählt hat..... Es unterliegt keinem Zweifel, daß der 5laiser der Stadt Straßburg seine Ungnade zu erkennen geben will."... Die„Vosstsche Zeitung" bemerkt dazu:„Der Berichterstatter glaubt diese Behauptungen aufrecht erhalten zu sollen. Wir entsinnen uns indessen, daß der Kaiser sogar schon einige Nächte in einer Stadt verweilt hat, die nicht nur einen, sondern fünf Sozialdemokraten in den Reichstag gewählt hat." Auf das Wohl und Wehe der Bevölkerung übt es nicht den geringsten Einfiuß aus, ob der Monarch in ihren Mauern sich aushält oder nicht. Der Arbeitslohn ist noch um keinen Pfennig des- halb gestiegen, weil der König von Preußen in Berlin, Pots- dam, Charlottenburg. Königsberg oder Breslau residirt hat. Fast alle königlichen Residenzen, Königsberg, Breslau, Berlin, Char- lottenburg, haben sozialdemokratische Abgeordnete, und es unter- liegt kaum einem Zweifel, daß auch die Residenz Potsdam das nächste Mal einen Sozialdemokraten in den Reichs- tag schickt. Der König von Preußen muß sich mit dem König von Bayern oder dem Prinzregenten, mit dem Prinzen Albrecht von Braunschweig, dem Herzog von Gotha, den Fürsten von Greiz-Schleiz-Lodenstein, von Reuß j. L. und mit dem Ham- burger Senat trösten, die das gleiche Loos gezogen haben. Wir hoffen, daß die noch übrigen Residenzen der anderen Bundes- fürsten gleichfalls von der Partei, die heute schon die stärkste Deutschlands ist, im Wahlkampfe werden erobert werden. Beiläusig, die Erträge der preußischen Zivilliste werden nicht daraus ge- prüft, ob sie von sozialdemokratischen Steuerzahlern ausgebracht sind. Zum Schlüsse sei eine Randbemerkung aufgezeichnet, die unser schlesisches Bruderblatt, die Breslauer„Volksmacht", einem liberalen Blatte ins Stammbuch schreibt: „Sollte die„Morgenzeitung" nicht wissen, daß eS für»inen seitens der regierenden Gewalten recht oft in Anwendung kom- wenden Brauch gehalten wird. Orte, Gegenden und ganze Pro- vinzen wegen ihrer Gesinnung durch Nichtbeachtung und thunlichste Vernachlässigungen ihrer materiellen und sonstigen Interessen für oppositionelle Gesinnung büßen zu lassen? Sollten die Re- dakteure der„Breslauer Morgen-Zeitung" so jugendlich unerfahren sein, daß sie noch von keinem alten Breslauer gehört hätten, er und seines Gleichen seien der Meinung, die Stadt Breslau ins» besondere werde schon seit dem Jahre 1843 von der Regierung durch möglichste Nichtberücksichtigung ihrer Wünsche und Be- dürfnisse für die allerdings haarsträubende Thatsache bestraft, daß sie schon vor jetzt 4ö Jahre», im Jahre des deutschen Völker- frühlings, zwei Sozialdemokraten von damals in die preußische Nationalversammlung entsendet hat? Und ist ferner der Redak- tion der„Morgen-Zeitung" unbekannt, daß auch in den Kreisen ihrer eigenen Partei die Sage geht, Breslau werde unausgesetzt, seit Jahrzehnten schon, von der Regierung nach Kräften dafür bestraft, daß das Breslauer Bürgerthum allzusehr nach der deutschfreisiunigen Seite hinneige, wenn auch nicht in so über- wältigender Mehrheit, wie die Breslauer Arbeiter nach der sozial- demokratischen?" Der Siraßburger Bürgermeister erklärt in der„Straßburger Post", daß der Kaiser die Einladung zu einem„Ehrentrunk" auf dem Rathhaus„unter Hinweis auf die Kürze der durch die ge- lroffenen Manöverordnungen gelassenen Zeit abgelehnt habe".— Zum Tode des Hauptmanns Seid! wird der „Münchener Post" geschrieben:„Ich hatte das..... Vergnügen, meine dreijährige Dienstzeit von 1877—1880 unter dann allmälig anschaffen würde, Sachen, deren Geheimniß Johanna sich schließlich unter Lachen und Erröthen ablocken ließ: nämlich einen japanischen Wandschirm mit Vögeln darauf, um Johanna gegen den Luftzug zu schützen, während sie malte, eine hübsche Ampel für das Vestibüle, einen schönen Stich ihres Lieblingsbildes, der Caritas, die Andrea del Sarto als junge, glückliche Mutler dargestellt hat. die von einer Schaar lieblicher, nach Nahrung verlangender Kinder umdrängt wird. Das war aber Vater Deschamps doch zu viel. Er protcstirte gegen die luxuriösen Neigungen seiner Tochter und warf ihr vor, sie wäre eine schreckliche Verschwenderin. Andre rief er zu: „Nimm Dich in Acht! Sie wird wieder zum Kinde, mein Wort darauf. Alle Tage wird sie ein halbes Jahr jünger. Wenn Du sie heirathest, wird sie nur noch acht Jahre alt sein. Ja, ja, ich werde Dir kein Weib geben, sondern ein kleines Mädel." Johanna setzte sich, wie zu der Zeit, als sie noch klein war, ihrem Großvater ans den Schooß, strafte ihn durch einen herzhaflcn Kuß, und Andre lachte, entzückt dadurch, daß er an seiner Geliebten einen Zug kindlicher Schelmerei entdeckte, den er nicht vermuthet hatte. Aber Vater Des- champs machte sich los und versuchte, die beiden Liebenden, die wie die Vögel im Azur herumflatterten, wieder aus festen Boden zu bringen. Er sagte: „Alles das ist ja ganz gut und schön, Kinder, aber bis Ihr die hängenden Gärten und den japanischen Wandschirm habt, müßt Ihr doch leben. Was wollt Ihr nun eigentlich beginnen?" Andre wurde ernst und dachte mit Beschämung daran, daß er nicht einmal das besaß, was der erste beste Arbeiter hatte: eine Beschäftigung, mit der er seine Frau ernähren konnte. (Fortsetzung folgt). Leitung des Hauptmanns Seidl abzudienen. Es ist nur zu) bedauern, daß er diesen Schritt nicht mindestens vor zwanzig Jahren gemacht hat. Unzählige Qualen wären manchen Soldaten erspart geblieben. An die Hunderttausende von Kniebeugen, Laufschritt machen, Piketpfählen gumpen u. s. w., wenn ich daran denke, gruselt es mir heute noch. Ich hatte das Glück, recht bald Unteroffizier zu werden und wurde einigermaßen früher von den Qualen erlöst. Was aber einige Kameraden auszustehen hatten, ist mit der Feder nicht zu beschreiben und ist es nur zu wundern, daß nicht mehr in den Tod gingen. Es werden ihm wohl wenig Thränen der Liebe und Dankbarkeit nachgeweint werden; aber ich für meine Person bin ihm dermaßen Dank schuldig: Er hatte den Stachel der Erbitterung in mein Herz gesezt und dadurch den Grund gelegt, daß ich heute ein überzeugter Sozialdemokrat bin." " " Garnison von auswärts herangezogenen Truppen find wieder abgerückt. Ganz wild ist der Norddeutsche Pindter über den Vorschlag eines ständigen Bureaus. Wird das so orakelt der Norddeutsche Schlaumeier Spanien. Eine amtliche Depesche meldet, daß die aus der sozialdemokratischen ,, Vielsprachigkeit" in einfaches Deutsch übersetzt, so dürfte es am richtigsten dahin gelesen werden: Ruhe im ganzen Land wieder hergestellt sei. Amtliche die Leiter der deutschen Cozialdemokratie verlangen für fünf- Depeschen pflegen in solchen Fällen das Gegentheil der tige internationale revolutionäre Kongresse ein von vorn Wahrheit zu sagen. Höchst verdächtig ist, daß die Königin herein bestimmtes ständiges" Bureau, welches die Sache in mit ihrem Söhnlein sich so hartnäckig weigert, aus St. der Hand hat", d. b. dafür sorgt, daß die Weisungen der, wie Sebastian in die Residenz Madrid zurückzukehren. Madrid immer hinter den Koulissen verbleibenden Hauptregiffeure liegt in der Mitte des Landes und St. Sebastian, wie ein prompter als bisher befolgt werden. Stellen aber die bis Blid auf die Landkarte zeigt, an der Grenze. Ein Sprung herigen Tages"-Präsidenten an ihre zum Gleichheitsdusel- und man ist drüben in der französischen Republik oder breffirte Klientel eine derartige, allem„ internationalen" Hertommen widersprechende Forderung, so werden sie wohl triftige auf einem englischen Schiff. Gründe dafür haben. Die Vielsprachigkeit aber ist nur der ,, martirte" Feind, den man dem blinden Hödur zeigt, weil man ihm nicht sagen darf, daß die„ freieste" aller Parteien einer Kongreßdespotie benöthigt ist, falls sie nicht bei der nächsten schönen Gelegenheit aus der partiellen in die absolute, universelle Holzerei verfallen soll." Der reine Werner. Der Chef der deutschen„ Anarchisten" hätte das nicht besser ausdrücken können. Hoffentlich bedankt er sich bei seinem Pindter. Europäische Kulis nach China. Die Bossische Beitung" enthält heute folgende Mittheilung: Brüssel, 1. September. Jm belgischen Hennegau haben gewiffenlose Werber sehr verlockende Aufrufe verbreitet, um Bergarbeiter für China unter Zusicherung großartiger Söhne anzuwerben. Nachdem bereits einige Arbeitergruppen an geworben worden waren, ist man dahintergekommen, daß alle diese Versprechungen schwindelhaft find und die Werber nur das Anzahlungsgeld der Arbeiter in ihre Tasche ftecken wollten. In den Kockerill'schen Werfen zu Seraing arbeiten chinesische Arbeiter, um in der Metallindustrie ausgebildet zu werden. Ihr vorgesetzter Führer Yu- tseng- Gnieu erklärt heute öffentlich, daß die chinesischen Bergarbeiter, die in Ueberfülle vorhanden sind, für neunstündige Arbeitszeit 4 Fr. Tagelohn erhalten. In allen übrigen Industriezweigen beträgt der durchschnittliche Tagelohn der Arbeiter in China 1,50 Fr. Ausstände, bemerkt der Chinese, find in China unbekannt, und wer die Arbeit einstellt wird enthauptet und sein Kopf an dem Stadtthore ausgestellt. Nur immer weiter so! Aus Westfalen berichtet die Preußische Lehrer- Zeitung":" Bei der öffentlichen Schulprüfung erhielt ein Lehrer den Auftrag, im Deutschen zu prüfen. Hierbei fam er auch auf das behandelte Gedicht: Das Riesenspielzeug" von Chamisso zu sprechen. Daß der Vorschlag des ständigen Bureaus zuerst offiziell Nachdem es von den Schülern gesprochen war, ließ der von den Schweizern gemacht wurde, die sicherlich an eine Lehrer den Inhalt angeben und entwickelte sodann den Tyrannisirung der Kongresse nicht denken, das ist dem Grundgedanken dieser Sage. Auf. die zusammenfassende scharfsichtigen Pindter, der gleich Homer das Recht hat, Frage: Was lehrt uns also diese Sage?" erhielt er manchmal zu schlafen, ein mit sieben Siegeln verschlossenes sodann die zutreffende Antwort: Diese Sage lehrt uns, Geheimniß geblieben. Und sein Geheimniß ist es auch, wie daß auch der geringste Arbeiter( der Bauer im Gedicht) ein ständiges Bureau einen internationalen Arbeiterkongreß nothwendig sei zur Erhaltung der Großen dieser Erde( im vergewaltigen kann. Oder denkt der Pindter etwa an die Gedicht: der Niesen). Wurde schon bei der Entwicklung dieses internationalen Spielkongresse, die von Grundgedankens die Haltung der anwesenden Herren seinem Ex- Chef veranstaltet wurden, und auf denen seine Fabrikanten und Schulvorstands- Mitglieder eine sehr intimsten Freunde Freiplähe und Ehrensiz hatten? unruhige, so gaben diese bei der Zusammenfaffung ihre Mißstimmung durch lautes Scharren und Unliebsame Verwechselung. Eine Buschrift der dann werden wir bald auch deutsche Kulis nach China Suſten zu erkennen. Und nach der Prüfung erhielt der Posener Beitung" belehrt uns, daß unsere Notiz in verschicken können. Selbst ein Lohn von 1,50 Fr. per Tag Lehrer anstatt des vielleicht erwarteten Lobes über seine Nr. 205 des„ V.", betreffend die Soldatenschindereien", würde z. B. für die ausgehungerten Arbeiter der antigute Prüfung in unberechtigter Weise die heftigsten einen Frrthum enthält, indem nicht die fortschrittliche semitischen Fabrikanten Sachsens paradiesische Zustände beVorwürfe über die Verbreitung sozialdemokratischer An- Posener Zeitung", sondern das konservative, Bosener fichten und Ideen". Alle Gegenvorstellungen des betreffenden Tageblatt" die Soldatenschindereien" vertheidigt Buchara soll in das russische Zollgebiet" aufgenommen Lehrers, er habe nur gelehrt, was das Gedicht enthalte, hat. Wir bitten die Redaktion des unbewußt von uns ge- werden, eine wissenschaftliche" Expedition unter- starker und er fühle sich nicht berufen, den Dichter zu korrigiren, fränkten Blattes um Entschuldigung und drücken unser leb- Truppenbedeckung ist bereits in dies Gebiet Mittelafiens halfen nichts; er blieb ein halber Sozialdemokrat. Auch haftes Bedauern aus, dasselbe mit einem Pindter zu- abgegangen, von dem aus ein Vorstoß gegen Afghanistan seine Beschwerden unter Vorlegung des dritten Bandes von sammengekoppelt zu haben. und Britisch Indien geführt werden soll. Wenn das Lüben und Nacke"( 1883), der den Grundgedanken folgender " = Wenn die Herren Yu tseng Gnieu und Kompagnie Recht haben, mit ihren Angaben der Höhe chinesischer Löhne, deuten. maßen angiebt: Die Sage lehrt uns, daß der geringste Feindliche Brüder. Mie in Preußen so sind auch zarische Rußland von Wissenschaft spricht, meint sie die durch Arbeiter wesentlich nothwendig ist für die angenehme in Sachsen die Nationalliberalen und die Konservativen Rosatenlanzen und Berdangewehre gepredigte Wissenschaft" Existenz der sogenannten Großen auf der Erde," blieben angesichts der bevorstehenden 2andtagswahlen um des Länderraubs. ohne Beantwortung." Die huftenden und scharrenden die Mandate in grimmigen Streit gerathen. Ernsthaft ist Ueber die Frage der nationalen und internatio Spießbürger wissen, weshalb sie so empört sind. Selbst die die Katbalgerei aber nicht. Blut wird dabei nicht fließen; nalen Organisation der Gewerkschaften ist vom InterWahrheit in solch' homöopathischer Gabe ist Gift" für und die Nationalliberalen werden in die Ecke gedrückt nationalen Kon greß ein Beschluß gefaßt worden, deffen in die Jugend, die vor der Erkenntniß der gesellschaftlichen werden mit obligaten Fußtritten, die sie dann schließlich unserem Kongreßberichte nicht mitgetheilten Wortlaut wir Zustände peinlich behütet werden muß im Interesse der als moralische Siege" verherrlichen. nach dem„ Sozialpolitischen Zentralblatte" wiedergeben: " Großen". Freilich die Sozialdemokratie wird dafür sorgen, daß feine Schmaroger mehr vom Schweiß und Blut des wertthätigen Volkes leben. schrieben: = geZur Lage der Poft Unterbeamten wird uns Die Ober- Postdirektion in Siegnit hat durch ihre merkwürdigen Berichtigungen" nicht wenig zur Aufklärung derjenigen jungen Leute beigetragen, welche vielleicht die Absicht hatten, als Unterbeamte in den Postdienst zu treten. Sie erinnert uns unfreiwillig an die be trübende Lage der sogenannten„ nicht ständigen Post Hilfs boten", die zwar vollständige Dienstfleidung tragen und eine Raution von 200 Mark stellen müssen, aber durch ihre Thätigkeit im Postdienst weder Aussicht auf etatsmäßige Anstellung, noch Anspruch auf Ruhegehalt erwerben. Es sind dies diejenigen Post- Unterbeamten, die täglich weniger als 7 Stunden beschäftigt find, und die aus einer Pauschalsumme, die der BostamtsVorsteher bezieht, besoldet werden. Die Bedingungen, unter denen die nicht ständigen Post Hilfsboten" angenommen werden, lauten wörtlich wie folgt: lichen Blätter voll waren fangen sie doch in allen Tons Die Kieler Spionengeschichte, von der die bürgerarten das Lob der hellen" Kieler Polizei scheint nichts u fein, als eine furchtbare Blamage für unsere Spionenriecher. Der gewiß einwandsfreien nationalliberalen Magdeburgischen Zeitung" wird aus Riel gezu schrieben: Spione In der Angelegenheit der beiden hier verhafteten Spione ist noch nachzutragen, daß die Durchsuchung der Kajüten und Reise- Effekten der Verdächtigen feineswegs das belastende Material ergeben hat, das ohne weiteres die Schuld der Verhafteten derart darthut, daß eine erfolgreiche gerichtliche Prozedur außer Frage stände. Photographische Platten mit Aufnahmen beispielsweise sind nicht gefunden worden, sondern nur photographische Apparate zur Herstellung von Negativaufnahmen. Sodann beschränkt sich der reiche Fund der findigen Polizei" auf eine einzige, überall im deutschen Buchhandel erhältliche Karte von Helgoland, die allerdings deshalb als belastendes Material gelten fönnte, weil eine flüchtige Bleistiftskizze die Befestigungsanlagen auf Helgoland andeutet. Ferner sind kleine Papierabrisse gefunden, die ebenfalls äußerst flüchtige Bleistiftstizzen aufweisen, die anscheinend Befestigungslinien darstellen und von französischen, bislang unaufgeklärten Notizen begleitet sind. Das ist alles, was man als belastendes Aftenmaterial besitzt, und es wird jedenfalls, wenn es überhaupt zur Erhebung einer Anklage fommt, feine juristischen Schwierigkeiten haben, eine Verurtheilung herbeizuführen. Die bislang veröffentlichten Alarmberichte sind somit mit einigem Vorbehalt aufzunehmen." Nach dem Massenaufgebot von Spähern, Staatsanwälten, Sachverständigen, Dolmetschern, nach der Unsumme von Schauernachrichten, Lügendepeschen und Wundermären ein Ergebniß, das sich zusammenfassen läßt in die Worte: Viel Lärm um nichts. 1. Die taiserliche Ober- Postdirektion bestimmt, in welchem Umfange die nicht ständigen Post- Hilfsboten ihre Zeit und Thätigkeit dem Dienste zu widmen haben. Die Annahme erfolgt auf Widerruf. 2. Für das Dienstverhältniß ist eine Raution von zweihundert Mark in auf den Inhaber lautenden Schuldverschreibungen des Deutschen Reiches oder eines deutschen Bundesstaates zu leisten. 3. Die nichtständigen Posthilfeboten sind. verpflichtet, bei Wahrnehmung ihres Dienstes die vollständige Dienstkleidung zu tragen, sofern sie nicht von diefer Verpflichtung mit Rücksicht auf die Art ihrer Dienstleistungen von der Behörde, ausdrücklich befreit worden sind. Nichtständige Posthilfsboten auf. Zagegeld, welche die vollständige Dienstkleidung zu tragen haben, müssen der Kleider- Holland. Die Bewegung zu gunsten des allgemeinen tasse des Bezirks beitreten. 4. Nichtständige Posthilfsboten er Stimmrechts nimmt große Dimensionen an. Einzelne werben durch ihre Thätigkeit als solche weder Aussicht auf radikale Blätter sprechen von einer Revolution für den etatsmäßige Anstellung noch Anspruch auf Ruhegehalt. 5. Wünscht ein nichtständiger Posthilfebote aus dem Dienste Fall, daß die Kammer die Forderung ablehnt. Im zu scheiden, so hat er feine Entlaffung bei der Ober- Post- holländischen Volt, das sonst so ruhig und phlegmatisch ist, direktion nachzusuchen. Lettere bestimmt den Zeitpunkt des fängt das Blut an heftiger zu kreisen. Ausscheidens nach Maßgabe der Anforderungen des Dienstes Einen Abdruck der nebenstehender Bestimmungen habe ich heute erhalten. Solidarität. Die Leitung des Bergarbeiter- Syndikats im französischen Departement Pas de Calais richtete an die Bergarbeiter einen Aufruf, in welchem dieselben aufgefordert werden, angesichts des Streikes in England Man kann daraus ersehen, wie die Reichs- Postverwaltung nicht eine größere Menge Kohle als früher zu fördern. Die Ueberschüsse erzielt. gedrückten Löhne in England bedeuteten gedrückte Löhne für Frankreich. ( Vor- und Zuname.) 1. Der Kongreß, der an den vom Brüsseler Kongreffe gefaßten Beschlüssen, betreffend die Organisation der Gewerk schaften, festhält und die Pflicht der Arbeiterklasse, sich nach Berufsgruppen zu organisiren, nachdrücklich betont, erklärt, daß die industriellen, landwirthschaftlichen und maritimen Arbeiter die Obliegenheit haben: 1. Berufsvereine zu bilden, um ihre Berufsinteressen vertheidigen, ihre Löhne schüßen und der kapitalistischen Ausbeutung Widerstand leisten zu können; 2. die Gewerkschaften eines und desselben Berufes, deren Interessen identisch find, überall wo dies möglich zu Landesverbänden zu vereinigen; 3. durch Verständigung der Landesverbände einen internationalen Verband der organisirtex Berufe zu bilden, um die Drganisation der verschiedenen Länder zu einem festen Bund zu vereinigen; 4. die Gewerkschaften aller Berufe überall wo dies möglich regional, national und international zu organisiren, damit in den Lohnkämpfen die Arbeiter aller Korporationen geschlossen und im Einverständniß handeln; 5. durch die vom Brüsseler Kongresse beschlossenen Arbeiterfekretariate, deren Funktion gesichert werden muß, von Land zu Land gegenseitig zu verkehren und wenn nöthig durch internationale mit der Aufgabe betraute Arbeitssekretariate den Landesverbänden alle die einzelnen Korporationen besonders berührenden Nachrichten zu übermitteln; 6. durch die Initiative der Arbeiter oder Intervention der öffentlichen Gewalten überall, wo feine Arbeitsbörsen bestehen, folche zu gründen, damit die Arbeiter sowohl leichter Beschäftigung finden, als auch leichter den Gewerkschaften beitreten können; 7. für jeden Beruf besondere internationale Rongreffe abzuhalten, um daselbst die den verschiedenen Verbänden eigenen Fragen zu behandeln; 8. die Arbeiter aller Organisationen ohne Unterschied der Rasse und der Berufe zu einer tampalten Maffe zu gruppiren, um für die politische Thätigkeit, im Kampfe gegen den Kapitalismus eine genügende Macht zu besitzen, um die vollständige Emanzipation des Proletariats zu sichern. II. Was speziell Amerika und Australien betrifft In Erwägung, daß die Entwickelung des Kapitalismus" in diesen ausgedehnten Ländern ein Stadium erreicht hat, wo die rein ökonomische Organisation der Arbeiterschaft absolut ohnmächtig werden wird, wenn sie nicht sofort durch die politische Aktion auf der Grundlage der internationalen sozialistischen Bewegung ersetzt wird; in Erwägung ferner, daß deren wachsende Bedeutung in der ökonomischen Welt, wie auch der fosmopolitische Charakter dieser beiden Länder zur Lebensfrage werden für die Existenzbedingungen des europäischen Proletariats und den Fortschritt der sozialen Revolution; verlangt der Kongreß mit Nachdruck, daß die Arbeiterorganisationen Amerikas und Australiens sich nicht nur mit den betreffenden europäischen Organisationen in Verbindung setzen nach obgezeichnetem Plan, sondern daß sie namentlich sich Iosmachen von den politischen Bourgeois- Parteien und ebens falls große sozialistische Arbeiterparteien bilden und damit mit ihren Brüdern Europas zur Befreiung der Arbeiterklassen III. Endlich( auf Antrag der italienischen Delegation) in bezug auf die Konkurrenz der fremden nichtorganisirten Arbeiter: Es ist nothwendig, daß in Ländern, in welchen die von der Konkurrenz der eingewanderten, den Gewerkschaften nicht angehörenden Arbeitern verursachten Uebel fühlbar werden, die sozialistischen Parteien und Arbeiterverbände daran arbeiten, die Propaganda der Organisation des Proletariats und der internationalen Solidarität zu verbreiten, sowie daß die sozialistischen Parteien und die Verbände der Gewerkschaften der erwähnten Nationen sich um jede Berichterstattung und Hilfe, sei es direkt, sei es durch Vermitelung der nationalen Arbeiterfekretäre, wo solche bestehen, an die zentralen Vertretungen der Verbände und entsprechenden Parteien der Länder, von welchen die Einwanderung herrührt, wenden. Pindter unter den Anarchisten. In seinem gestern schreiten. Die Homerulebill wurde gestern vom englischen schon erwähnten Wadenkneifer- Artikel über den Züricher Rongreß behandelt der Norddeutsche Pindter auch Unterhaus mit der üblichen Majorität( 301 gegen 267 unsere Bemerkungen über die Schwierigkeiten, welche die Stimmen) in dritter Lesung angenommen, nachdem sie von Bielsprachigkeit den internationalen Kongressen bereitet, Balfour im Namen der Opposition für todt" erklärt und über die Nothwendigkeit eines ständigen Bureaus. Der worden war. Aus dem Haus der Gemeinen wurde die gelehrte Pindter meint, Rongreffen gebildeter Männer Bill sofort ins Haus der Lords spedirt, das im Handumdrehen die erste Lesung besorgte, um nächste Woche in sei die Vielsprachigkeit niemals ein Hinderniß geworden. Der Pindter hat ganz recht: den internationalen Ron- der zweiten Lesung die Abschlachtung kunstgerecht, gründlich greffen der Gebildeten", die darin bestehen, daß einige und schnell bewerkstelligen zu können. Ob es Herrn Glad Bersonen mehr oder weniger wissenschaftliche Monologe dekla- stone dann gelingen wird, sein todtes" Schmerzenskind miren und sich, ob verstanden oder nicht, von den Kollegen" wieder lebendig zu machen, das ist sehr die Frage. Sein beklatschen lassen und daß im übrigen international gefneipt und Plan, den Appell ans Land erst stattfinden zu lassen, nachgeulkt wird, hat die„ Bielsprachigkeit" noch keine Schwierigkeiten dem er durch allerhand parlamentarischen Kuhhandel sich oder Hindernisse bereitet. Der deutsche Hochheimer, der eine Majorität für die Neuwahlen gesichert zu haben glaubt, französische Bordeaux, der englische Porter, der schottische stößt auf Widerstand, und gegenwärtig ist die Stimund irische Whisky, der spanische Sherry, der italienische mung in England der Homerulebill nicht gerade günftig.Asti, der schwedische Punsch, der amerikanische Sherry- Aus Neapel, wo, wie der von uns gestern veröffentCobbler, sie sprechen, trok aller nationalen Verschiedenheit, lichte Brief aus Neapel zeigt, die soziale und politische Undoch eine so deutliche gemeinsame Sprache, daß es ben zufriedenheit der Maffe sich mit elementarer Gewalt Luft Kollegen aus den verschiedenen Ländern ganz leicht fällt, gemacht hat, meldet eine Wolff'sche Depesche: sich zu verständigen und wäre es auch unter dem Tisch oder gar in der Gosse- wie es bei berühmten GeLegenheiten schon vorgekommen sein soll. Die auf den Straßen lagernden Truppen sind wieder in bie Kafernen eingerückt, woselbst fie tonfignirt bleiben. Patrouillen durchziehen die Straßen. Die zur Verstärkung ber Briefkaffen der Redaktion. O. Sch. Wenn die Arbeitsstätte in Berlin liegt, so wenden Sie sich Morgens zwischen 8 und 9 Uhr an das Gewerbegericht, Stralauerstr. 1-3. Sie können während der 14 Tage Arbeit nehmen und können erst nach Ablauf der 14 Tage flagen. 2. S. 100, Erich 102 und 3. K. Ja. J. H. 100. Nein. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Sonntag, den 3. September: 2 Große Vorstellungen um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. 2 Zu der Nachmittags- Vorstellung um Sonntag, den 3. September. 4 Uhr hat jeder Erwachsene das Recht, Opernhaus. Die Zauberflöte. ein Kind unter 10 Jahren frei einzu führen. Montag: Bastian und Bastienne. Bajazzi. Neues Theater. Wohlthätige Frauen. Montag: Donna Diana. Deutsches Theater. Der Kom pagnon. Montag: Der Talisman. Berliner Theater. Der verarmte Edelmann. Montag: Maria Stuart. Leffing- Theater. Der Oberst von Branih. Montag: Heimath. Kroll's Theater. Rigoletto. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Jugend. Borher: Besuch nach der Hochzeit. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Berliner Vollblut. Montag: Diefelbe Vorstellung. Viktoria- Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Damenbad. Das In der Abendvorstellung: Die Erdtheile, Großes Balletdivertissement mit Aufzügen, Szenerien, märchenhafter Ausstattung 2c. 2c., dargestellt vom ges. Herren- und Damenpersonal und dem aus 60 Personen bestehenden Corps de Ballet. In beiden Vorstellungen Anftreten des gesammten Herrenund Damenpersonals. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Am Sonntag, den 3. September, wird das älteste Mitglied der Kasse August Hertel Abrechnung Dom Streik der Schneider Berlins. in Weißensee, Zionstirchhof, beerdigt. a) Auf Versammlungsort bei Feindt, Weinstraße 11 1/22 Uhr. 1738b Der Vorstand. Freunden meines verstorbenen Mannes Ich fage allen Bekannten und Wilhelm Rowedel, Einnnah me. Sammellisten............ 2029,18 Darunter von: den Böttchern Berlins und Umgegend den Schneidern Magdeburgs Barbieren, Friseuren u. Perrückenmachern Berlins dem Verein der Gastwirthsgehilfen Berlins den Brauern Berlins und Umgegend. den Webern Rigdorfs M. 130, 40, W 12,75 " 24,80 n 99,15 n 5,75 für die Beteiligung bei der Beerdigung b) Von Vereinen und Gewerkschaften Berlins meinen innigsten Dank. Die trauernde Wittwe mit drei unmündigen Kindern. W. Noack's Concert- und Gesellschafts- Säle Brunnenstraße 16. 1744b Heute Sonntag, sowie täglich: und Umgegend. • · Für Marken à 1 M. von den Schneidern Berlins. Agitationskommission der Barbiere durch Wernike Von den Webern und Spulerinnen Rigdorfs als Ueberschuß einer Kranzspende der 48. gefallenen Brüder Weißgerbern Berlins durch P. Arndt Großes Konzert und Zimmerleute Berlins und Umgegend Nach der Vorstellung: Castan's Spezialitäten- Bortelung. Panopticum. Ball. Riesen- SchlangenFamilie Borher: Madame aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. Farkas, oder: Meine Tante, deine Zante. Montag: Dieselbe Borstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten oder Hirsch in der Tanzstunde. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Freie Volksbühne( Lessing- Theater). Nachmittag 22 Uhr: 1. Abthlg. ( rothe Rarten): Die Heimath. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. 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Kommission der Tabakarbeiter Berlins Agitationskommission der Uhrmacher Berlins. 0.924, 3, 2,-> 50, Steinmezen Berlins durch Buchmann 150, Stuckateuren Berlins durch R. Krebs Dispositionsfonds der Hutmacher durch Kempe] Genossen der Buchbinderei Ashelm, Neue Grünftr. 32 30, 100, 10, 50, Wert- Abtheilung der Max Bading'schen Druckerei Arbeiter der Firma Baer Sohn 15, 30, 3,55 " 100, 20, 20, " 1, " " 10, " 100, " 50, " 50, " 20, " 50, 15, " 10, " 10, " 50, 20, " Personal des Vorwärts" Verein der Spar- Agnes Zigarrenfabrikant R. Schulze u. Arbeiter, Friedrichsfelderstraße Fachverein der Berliner Dachdecker Vertrauensmann der Metallarbeiter Gauverein Berliner Bildhauer durch Meyer Ueberschuß vom Streik der Knopfarbeiter Berlins Ortsverein der Glaçeehandschuhmacher Berlins Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Berlins Kürschner Berlins durch Wier Verband der deutschen Buchdrucker Bretterträger Berlins durch Faber Verein der Plätterinnen Berlins Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker c) von auswärtigen Vereinen u. Gewerkschaften. Kommission zur Verwaltung des Streit- und Agitationsfonds der Schneider und Schneiderinnen Deutschlands Fachverein der Schneider Außig's in Böhmen Schneider Bremens durch Holzhäußer Schneider Frankfurt a. M. durch Gutknecht Schneider Dresdens durch Lehmann Schneider Bochums durch Schwenderling Schneider Hamburgs durch Sabath Schneider Köflachs Schneider Kölns durch Brand Schneider Essens durch Herkner Schneider Junsbrucks Schneider Salzburgs durch Stühmer Schneider Wiens durch Neururer Schneider Londons durch Mathias Ortsverein der Buchdrucker Nürnbergs • 4000, 1,97 " 100, n 160,75 " 50, " 10, " " 400, 1,91 " 75, " 32, " 10,09 " 16,79 " 16,72 " 673,20 " " 9 25, 10, 2,35 " 3,25 " " -, 50 -, 50 " -, 50 " 18,50 Summe · • M. 9537,77 Ausgabe. d) Verschiedene Beiträge. Schneidermeister X durch Genossen Ehrenberg Strafgelder für unparlamentarische Ausdrücke durch Mähr Gesammelt bei einer rothen Kindtaufe Rückerstr. d. F. Guddat Insassen einer Droschte Beneke aus Useburg. 3 Kreuze. Weiß- und Bairischbier- Lokal. 11 Kollegen zusammen Ein kleines Vereinszimmer steht zur Verfügung. Hermann Mayer, Restaurant zur ,, Taubenbörse". 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Herrn Pritz Sydow, sowie Vereinszimmer mit Instrument zu 1740b Vereinszimmer mit Klavierbenutzung 1731b Berliner in Chicago. und Vereinszimmer mit Piano, 20 bis empfiehlt Zeitbild von Oscar Wagner. 25 Personen fassend, übernommen habe. Raffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Empfehle dasselbe, sowie meinen FrühAnfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. ftück, Mittag- und Abendtisch. Anfang 71/2 Uhr.- Entree: Sonntag 4770 2* 75 Pf. Wochentags 60 Pf. F. Kitzing. Auftr. d. bel. Boltshumor. sämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. Entree frei. Hermann Otto. J. Ueberscheer, Lothringerstr. 109. Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Tauben- Börse! Neu eröffnet Ausschank der Berliner Bockbrauerei. E bei Otto Zengler, Grüner Weg 90, am Andreasplay. 17496 ff. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pf., Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahn. Kaffeeküche Treptow Restaurant W. Jacob Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 207. Parteinachrichten. Sonntag, den 3. September 1893. und für den zweiten Theil durch c) die Herausgabe fleinerer Schriften; a) Kritik an den bestehenden Lese- und Lehrbüchern; b) die Herausgabe von gutem Lesestoff für die Kinder oder Unterstügung solcher Ausgaben; c) die Aufstellung der Prinzipien, wonach der Unterricht gestaltet sein soll, um selbständig denkende Menschen zu wird. bilden. In Deutschland giebt es wohl eine ganze Anzahl sozialdemofratisch gesinnter Lehrer, aber sie können sich, ohne ihr Brot zu verlieren, nicht öffentlich organisiren. Don = 10. Jahrg. b) die Herausgabe eines Organs, De Voltsonderwyzer"( Der noch nicht bekannt war. Der Vater des Verstorbenen wohnt in Volksschullehrer); Jaworznow in Galizien. Es scheint daher, daß der KrankheitsBernan. Der Webergeselle Wilhelm Michae!, feim von dort eingeschleppt ist, wenn die asiatische Cholera wirklich festgestellt wird. geb. am 18. Juni 1866 zu Grünau in Schlesien, zuletzt in Von einem ärztlichen Mitarbeiter wird der" Post" geBernau; Mitglied des Fachvereins der Textilarbeiter hierselbst, welcher als Mitglied des Festkomitees gewählt und als solcher fchrieben: Die neueste aus dem städtischen Krankenhause Moabit gemeldete Cholera- Erkrankung, die den 4jährigen Knaben Otto am Stiftungsfest den 27. d. Mts. thätig war, ist am Tage vor ist Markus betrifft, der Abrechnung spurlos verschwunden. Wie uns nachträglich mithohem theoretischen Interesse und macht voraussichtlich in fachwissenschaftlichen Kreisen getheilt, hat derselbe verschiedene Personen angepumpt, wird viel von sich reden. Diefer eine Fall ist nämlich auch von der hiesigen Polizei wegen anderer Sachen gesucht. Mitglied unseres Vereins kann jeder Lehrer oder Lehrerin einer der glänzendsten Beweise für die Richtigkeit der Wir warnen deshalb andere Vereine vor denselben, und bitten werden, seien sie nun an einer Volksschule, einem Gymnasium Koch'schen Theorie der Cholera- Entstehung. Es ist festzugleich, falls derselbe auftauchen sollte, uns davon zu be- oder an einer Hochschule thätig, der meint, daß nur mit der gestellt, daß der Junge am 24. August in den schon durch andere nachrichtigen. Beseitigung des Privateigenthums an Grund und Boden und dort erworbene Cholera- Erkrankungen berüchtigten Nordhafen Der Vorstand an den Arbeitsmitteln die ökonomische Abhängigkeit, worunter gefallen ist. Tags darauf haben sich bei ihm choleraähnliche Fr. Horning, Bernau, Chausseestraße( Bigarrengeschäft). der größte Theil der heutigen Gesellschaft leidet, verschwinden Erscheinungen, Erbrechen und Durchfälle eingestellt, die bis zu der erst am 31. August erfolgten Einlieferung des Knaben in Kaufbeuren, 29. August.( Bürgerlicher Boykott?) AnDer Vorstand des sozialdemokratischen Lehrervereins in das Moabiter Krankenhaus angedauert haben. Die bakteriololäßlich des ersten Stiftungsfestes des hiesigen Schuhmacher- Fach- Holland findet es erfreulich, daß sowohl die Mitgliederzahl als gische Untersuchung hat den Verdacht auf Cholera gerechtfertigt. vereins, das letzten Sonntag im„ Rosengarten" stattfand und der Abonnentenstand des" Volksonderwyzer" fortwährend im Es ist danach an dem ursächlichen Zusammenhang zwischen dem trotz der etwas fühlen Witterung einen befriedigenden Verlauf Steigen begriffen ist, troß des Druckes, den Regierung und unfreiwilligen Bade des Kindes im Nordhafen und der ihm nahm, wurde dem Bächter des Gartens in nicht mißzuverstehender Schulautoritäten ausüben. fast unmittelbar folgenden Cholera- Erkrankung kein Zweifel. Weise bedeutet, daß höheren Orts" die Feier sich keine SymJetzt meint er, daß die Zeit gekommen ist, um den sozial- Offenbar hat der Knabe Wasser aus dem Nordpathie zu erringen vermöge. Tags vorher, also Sonnabends, demokratischen Lehrern aller Länder zuzurufen: Bereinigt Euch! hafen geschluckt, das das Kommabazillen enthielt. Es ist fam ein Abgesandter des Stadtoberhaupts in Gestalt eines Gründet auch in Eurem Lande einen sozialdemokratischen Lehrer- also von neuem die direkte Infektionsfähigkeit der Schuhmannes mit einer Mappe in der Hand, die ein ominöses verein, dies ist im Interesse Gurer selbst sowohl, wie im Inter- Kommabazillen erwiesen. bietet Der Fall Schriftstück enthielt, das der Wirth zu unterschreiben hatte. Es effe der Kinder, der Schule, der Gesellschaft. aber auch noch von anderen Gesichtspunkten aus besonderes Interesse. war darin die Frage vorgelegt, ob der Wirth seinen Garten effe der Kinder, der Schule, der Gesellschaft. Zustimmungserklärungen zu unseren Bestrebungen wolle man Das Wasser des Nordhafens ist wie das der Spree, der Elbe zu dieser Feier hergebe.( Die Schuhmacher haben übrigens senden an unsere Adresse: Redaktion„ Volfsonderwyzer", Gzour, und des Rheins, wie eine Reihe einzelner in deren Gebiet vordieses Versprechen schon 14 Tage vorher gehabt und hat Peterstr. 71, Amsterdam." gekommener Erfrantungen bewiesen, als verfeucht" anzusehen. fich somit die Polizei unnöthig bemüht.) Da doch Theoretisch findet diese Annahme auch ihre Stütze in den von die Schuhmacher lauter Sozialdemokraten feien, meinte der Prof. Dunbar( Hamburg) in der Elbe und Prof. Rubner( Berlin) betr. Schußmann, jedenfalls im Auftrage des Herrn Bürgermeisters in der Spree nachgewiesenen kommaähnlichen Bazillen, die dies betonend, so könnte es leicht sein, daß sich die Bürger der offenbar echte Cholerabatterien sind. Wenn trotzdem nirgends Stadt von dem Besuch des Gartens und der Lokalitäten für die eine Epidemie entstanden ist, so ist das nur so zu erklären, daß Zukunft fern halten würden!( Merkit was?) Diese wohleine direkte Infektion mit Cholerabazillen wohl eine einzelne wollende" in Aussicht gestellte Perspektive vermochte aber den Cholera- Erkrankung hervorzurufen vermag, aber zum Zustande Wirth nicht einzuschüchtern und erklärte derselbe rundweg, daß tommen einer Epidemie gehören noch andere Faktoren das Fest in seinem Garten abgehalten werde, er müsse seine meteorologischer oder tellurischer Art, die in Steuern auch selbst bezahlen. Aus welchem Grunde diese Erdiesem flärung noch durch Unterschrift erhärtet werden mußte, ist ein im Rathhause eingelaufenen Meldungen aus den drei städtischen Die Erkrankung Zur Cholera. Nach den gestern bis 10 Uhr Vormittags Jahre anscheinend nicht in Deutschland vorhanden sind. des Knaben Markus ist auch ein Räthsel, doch nicht etwa, um für die Zukunft Beweismaterial in Krankenhäusern ist der Stand der Cholera in Berlin folgender: neuer Beweis dafür, daß eine echte Cholera- Erkrankung sehr Händen zu haben? Indem die ganze Feier nicht im mindesten Im Krankenhause Moabit war der gestrige Bestand leicht mit Fehlen ihrer verhängnißvollen charakteristischen Kenneinen politischen Charakter trug, so hatte sich auch der Herr Rechtskundige von Kaufbeuren gar nicht darum zu kümmern, Cholera asiatica 1( eine Frau). Neu eingeliefert sind, nach Laboratorium, sind bisher fast sämmtlich in dieser leichten Form 10 männliche, 3 weibliche, darunter Fälle von zeichen verlaufen kann. Die Fälle direkter Infektion, z. B. im ot er doch? Und wenn ihm an dem Wohlergehen des Wirthes letztem Bericht, 3 Männer, bleibt somit ein Bestand von 16 Per- verlaufen. Schließlich verdient der Fall noch in einer anderen so viel gelegen, so möge er nur recht oft dort einkehren und sich sonen. Im Krankenhause Friedrichshain war dem Hinsicht Beachtung, indem er zeigt, wie übertrieben die Angst vor restauriren. Sollte schließlich eine„ bürgerliche Verschwörung" fich gegen den Wirth bemerkbar machen, so legen wir jedem Ar- gestrigen Bestand, 3 weibliche Cholerakrante, hinzugetreten 1 männ- Ansteckung mit Cholera ist. Der Knabe ist acht Tage lang in fich gegen den Wirth bemerkbar machen, so legen wir jedem Arliche Berson, bleibt heute ein Bestand 4 Personen( 1 männliche der Behausung geblieben, hat zweifellos den Infektionskeim viel beiter das Gegentheil ans Herz, daß durch recht fleißigen Besuch und 3 weibliche) darunter 3 weibliche Personen mit Cholera verstreut, und trotzdem ist in feiner Umgebung keine zweite des„ Rosengartens" der Pächter schablos bleibe. Bugleich sei asiatica. Im Krankenhause am Urban sind teine Cholera- Person erkrankt; ebenso ist es ja auch bei der Mehrzahl aller noch bemerkt, daß vor einigen Jahren anläßlich einer sozialfälle gemeldet.- Es war somit der gestrige Bestand in allen drei Cholera- Erkrankungen. Bei den polnischen Arbeitern im Osten demokratischen Versammlung, die in der„ Rosenau" hätte statt. Krankenhäusern 16 Personen( 10 männliche und 6 weibliche), darunter Berlins, welche zuerst in diesem Jahre die Cholera bei uns einfinden sollen, die Saalabtreibung durchgeführt wurde, indem man 4 Fälle( bei 4 weiblichen Personen) von Cholera asiatica. Neu schleppten, hat auch nicht die geringste Sorgfalt in der Bedem Wirth 50 M. Entschädigung versprach, die derselbe aber heute noch nicht erhalten hat. Hier muß man gewiß mit Recht eingeliefert sind 4 männliche Personen, es bleibt somit ein Beseitigung der cholerahaltigen Abfallstoffe obgewaltet. Die Unstand von 20 Personen( 14 männlich, 6 weiblich). Darunter steckung von Person zu Person ist sicher eine große Seltenheit in verwundert fragen, aus welcher Quelle der Hochwohllöbliche Fälle von Cholera asiatica 5( 1 männlich und 4 weiblich). Im der Verbreitung der Cholera; außer der Infektion gehört auch diefe Mittel zur Deckung geschöpft hätte, wenn die Ansprüche mit Krankenhause Moabit ist bei einem Knaben, welcher am 24. v. M. schon für die einzelne Erkrankung noch eine individuelle Dis Nachdruck geltend gemacht worden wären? Jedenfalls hätten die Umlagenpflichtigen herhalten müssen, denn von einem Welfen- durchfall erkrankt war, gestern Abend Cholera asiatica fonstatirt in den Nordhafen gefallen und bereits am 25. v. M. an Brech- position dazu. fonds" in Kaufbeuren ist nichts bekannt! und somit auf das Bestimmteste die Verseuchung des Wassers im Untersuchung hat in bezug auf den Heizer Fordan das NichtCharlottenburg ist noch cholerafrei. Die bakteriologische bei dem gestern erwähnten 4 Wochen alten Kinde inzwischen zu Charlottenburg ist jetzt ein Pavillon errichtet, in dem solche Nordhafen festgestellt. Im Krankenhause am Friedrichshain ist vorhandensein der Seuche ergeben. ebenfalls Cholera asiatica festgestellt; der Zustand ist sehr bedenklich. Bei den anderen beiden Fällen( Mutter und Kind) Personen Aufnahme finden, die wegen eines Cholerafalles beschreitet die Besserung fort.- Die drei Schulkinder, die der obachtet werden sollen. Sanitätskommission als verdächtig gemeldet waren, sind nach Ein bürgerlicher Gelehrter über die Cholera. Jm den ärztlichen Untersuchungen lediglich an Brechdurchfall erkrankt. 3entralblatt für öffentliche Gesundheitspflege" veröffentlicht Der Lokomotivheizer Jordan, der als choleraverdächtig in foeben der ausgezeichnete Hygieniter Geh. Rath Prof. Finkelndas Barackenlazareth zu Charlottenburg eingeliefert wurde, ist burg einen Auffaß unter dem Titel: Sozialer Seuchenboden". Wir dort vorgestern Nachmittag 2 Uhr gestorben. Die batterio entnehmen demselben folgende Stellen: Keine andere ansteckende logische Untersuchung hat während seiner Krankheit den Komma- Krankheit sucht in gleichem Maße die Stätten des sozialen Glends bazillus nicht zu Tage gefördert. Nichtsdestoweniger findet eine auf wie Cholera; weder Blattern noch Masern, Scharlach oder weitere Untersuchung statt, deren Ergebniß gestern Vormittag Diphtheritis machen in ähnlicher Weise Halt vor den Spitzen des " Der Vorstand des sozialdemokratischen Lehrervereins zu Amsterdam veröffentlicht folgenden Aufruf: " Im Jahre 1890 wurde in Amsterdam ein sozialdemokratischer Lehrerverein gegründet, der unseres Wissens wohl der erste Fachverein dieser Art in ganz Europa ist. Er verfolgt den Zweck: 1. Die sozialdemokratischen Prinzipien unter den Lehrern zu propagiren und 2. für einen Volts: unterricht einzutreten, der frei ist von allen theologischen und ökonomischen Dogmen. Dieser Zweck soll zu erreichen versucht werden für den ersten Theil durch a) öffentliche und Volksversammlungen; Sonntagsplauderei. . 13 Personen wenn Lokales. Im neuen Krankenhause nicht sehr gebirgigen Exerzierplah einem ganz gefährlichen wie sich noch der wahre Reitergeist in unseren Heerschaaren A- B- C- Schüßen gegenübersah. Wir wissen nicht, ob bei regt, haben wir von keinem Hosenmah etwas zu fürchten, R. C. Was blasen die Trompeten Husaren diesen Tirailleuren auch schon ein Kleinkalibriges System es fragt sich nur, ob wir auch genug Reiter gegen heraus" so lehrte man uns patriotischer Weise in jener eingeführt ist, aber jedenfalls hat die deutsche Kavallerie die ungezogenen Jungen haben. Es ist nicht unBeit, als man die Unaussprechlichen hinten noch offen trug, gezeigt, daß sie auch einen Fußgänger gegenüber nicht so wahrscheinlich, daß eine solche Befürchtung vielleicht zu in der Schule fingen. Und die findliche Phantasie stellte machtlos ist, wie man es im Allgemeinen bei der heutigen ernsten Erwägungen über die Stärke unserer berittenen Truppen fich unabsehbare Reitergeschwader vor auf schnaubenden Vervollkommnung der Feuerwaffen anzunehmen geneigt ist. Veranlassung giebt. DieHeeresverwaltung sollte wenigstens nicht Rossen mit blizenden Degen in der Faust, die bereit waren, Man muß eben auf alles gefaßt sein- es wäre gewiß ein so leichtfertig sein, und sich den Gedanken entgehen lassen. in jedem Augenblick jeden Feind vom Erdboden zu ver- Kampf auf Tod und Leben gewesen, wenn der Feind des Kommen die Kosacken über die Weichsel, so wird unser Vaterland tilgen. Und das kindliche Ohr hörte die schmetternden Lieutenants zufällig ein Lineal bei sich geführt oder wahrscheinlich von Kavallerie entblößt werden müssen, und Trompetenfanfaren, und im Geiste sah man die wehenden wenn er eine Knallerbse als Wurfgeschoß benügt hätte. wissen die Truppen, daß die Jungen unter sechs Jahren zu Hause Standarten und an die Rippen pocht das Männerherz! Was ist einem mordsüchtigen Burschen nicht alles ohne tavalleristische Bewachung sind, so haben sie das GeDie Zeiten sind andere geworden. Auch der schneidigste zuzutrauen, er schon die Absicht zu er- fühl, als hätten sie noch einen ganz besonders gefährlichen Husarenoffizier ist heute seines Lebens nicht mehr fennen giebt, mit einer Hand voll Sand nach einem Feind im Rücken, und es fehlt ihnen die erforderliche ficher, wenn es einem fünfeinhalbjährigen Riesen gefällt, fast wehrlosen Reiter zu werfen! Hätte er getroffen, so Schneidigkeit, um den Talglichtfreffern mit der gehörigen ihm die Zunge herauszustecken. Dann heißt es: wäre Roß und Reiter wahrscheinlich umgefallen das Verve entgegenzutreten. Nimm alle Kraft zusammen, die Lust und auch den Regiment hätte wahrscheinlich einen schneidigen Offizier Es wird also nichts übrig bleiben, als darüber Schmerz"- der Husar beißt die Zähne zusammen, giebt und ein tapferes Roß zu beklagen gehabt. Aber alle nachzufinnen, wie wir auch die Kavallerie in den Zustand seinem feurigen Pferde die Sporen und vollführt einen Eventualitäten sind glücklich abgewandt worden, weil sich versehen können, daß sie nach zwei Seiten und der Mitte zuTodesritt gegen den übermächtigen Feind. Er jagt ihn der Herr Lieutenant in der Nothwehr befand, das Vater gleich Front macht. Sie muß vermehrt werden, das ist das über das Gefilde, daß Roß und Reiter schnoben, und Kies land darf beruhigt auf beruhigt auf seine wehrfähigen Reiter Ende vom Liede und der Anfang einer neuen Militärvorlage, und Funken stoben. Und hat er in wildem Jagen den sehen, und sollte jemals der bejammernswerthe von der man in letzter Zeit überhaupt viel zu wenig spricht. tapferen Widersacher in den Sand gestreckt, so hebt er die Fall eintreten, daß sich die erste Klasse einer Der braunschweigische Husarenlieutenant hat mit seinem Reitgerte zu wuchtigem Schlage- das scharfe Schwert hat Gemeindeschule bestehende Staats- und Todesritt den richtigen Weg gezeigt, es handelt sich nur er unglücklicherweise zu Hause vergessen" und er rächt Gesellschaftsordnung auflehnt, so ertöne allüberall der darum, ihn nicht wieder zu verlassen, dann werden seine verlegte Ehre wie ein richtiger Ravalier: ein Ritter Schlachtgesang: Was blasen die Trompeten Husaren wir uns jenem idealen Zeitalter nähern ohne Furcht und Tadel. heraus!" Sie allein find die geeigneten Personen, um jede allen Gutgesinnten Stets als das erstrebenswerthe Doch nein, die Nothwehr war es, die ihn zu der Helden- Regung gegen die Militärgeseze im Keime zu ersticken, sie Biel menschlicher Glückseligkeit vorgeschmeckt hat. that anstachelte. Wirst Du, harmloser Wanderer, auf nächt- würden, wenn sie in genügender Anzahl herbeigerufen Natürlich aber soll der Urheber des Gedankens lichem Wege heute von Räubern angefallen, hält Dir einer werden, felbft aufrührerische, revoltirende Sextaner zur nicht leer ausgehen man gebe ihm, was man dieser biederen Leute ein faltes Eisen vor die Augen, richtet Raison und Ordnung bringen, vorausgesetzt, daß sie ge- nur geben kann: Orden, Ehrenzeichen, der Andere mit unheimlich sicherer Faust den Revolver auf nügend gereizt werden, um dann sagen zu können, sie haben rung. Denn nur so kann der militärische Ehrgeiz angeregt Ehrenzeichen, Beförde dein unbeschütztes Haupt, während der Dritte dir liebevoll sich in der Nothwehr befunden. und belohnt werden, andernfalls versumpfen wir, wir ruhen gegen die welches die Taschen untersucht, so laß Alles ruhig mit Dir geschehen, In diesem Zustand entfalten sich nämlich erst alle aus auf den Lorbeeren, die wir bisher errungen haben, setze Dich nicht zur Wehre und wärest Du Abs in höchst Eigenschaften des Körpers und des Geistes. Wenn es gilt, und gerade in militärischer Beziehung bedeutet bekanntlich eigener Person- denn der strenge Richter hat bisweilen eine sein eigenes Leben gegen hinterliftige Ueberfälle und An- Stillstand Rückschritt. höchst sonderbare Ansicht von der Theorie der Nothwehr und die griffe zu ertheidigen, dann erreicht die Energie ihren Gipfel- Und dann muß vor allen Dingen auf die übrigen starren Gesetzesparagraphen über die Körperverletzung haben punkt, und die Wiege im Mutterleibe wird dann nicht strebsamen Lieutenants in der Weise eingewirkt werden, schon häufig die seltsamste Auslegung gefunden. mehr verschont." Drum frisch, Kameraden, den Rappen daß sie sich in ähnlichen Fällen genau nach berühmten Aber die hier geschilderte, immerhin etwas peinliche gezäumt", wenn wenn es heißt, auf einen heimtückischen Mustern benehmen. Ist nur erst ein einziges Mal ein Situation, in welche auch der friedlichste Staatsbürger heut Feind einzuhauen, dann hüpft das Husarenherz Karree von Vorschülern gesprengt worden, dann dürfen in zutage gerathen kann, darf nicht verglichen werden mit der vor Freude, und bleibt in solchem Kampfe auch Zukunft gewiß alle Lieutenants getrost und ruhig ihre Rosse drangvoll fürchterlichen Lage, in welcher sich der so be- der Eine oder Andere, so muß man sich zu trösten wiffen: auch auf Schulhöfen tummeln, wodurch letztere dann für rühmt gewordene braunschweigische Husaren- Lieutenant be- Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben." alle Zeiten ihrer eigentlichen und wahrhaften Bestimmung So kann man also beruhigt in die Zukunft blicken, so lang zugeführt werden.. fand, als er sich bei lichtem Tage auf dem wahrscheinlich " schaftlichen, physischen und moralischen Berkommenheit gerade in den bedürftigften Volksklaffen, gegen den die Gesetzgebung endlich mit Ernst zu Felde ziehen follte." Troydem wird in der alten blödsinnigen Desinfektions- Manier fortgewurstelt werden. " Dr. Sigl über das Berliner Waffer. Wir lesen im Bayer. Vaterl.": Ein Berliner" schreibt uns berichtigend, daß Die Berliner„ keinen" Tropfen Trinkwasser aus der Spree, sondern alles aus dem Rummelsburger- und Müggelsee beziehen". Uns wurde in Berlin das Trinkwasser als filtrirtes Spreewaffer" bezeichnet, und die Zeitungen berichteten, daß die beiden Spreeschiffer- Töchter vom Spreewasser- Trinken die Cholera betommen haben. Wenn das lauwarme niederträchtige Gesöff, das man in Berlin als Wasser" zu trinken bekommt und an das der Redakteur des Vaterland" heute noch nur mit Efel und Grauen denken kann, Seewasser ist, wie angenehm mag dann erst wirkliches Spree, bezw. Spreeſumpswasser, von dem sogar die Fische Bauchweh und Durchfall friegen, schmecken!" Probiren, Herr Doktor, probiren! # In Tasdorf bei Rüdersdorf fcheint man die Bequemlichkeit sehr zu lieben. Die Gemeinde hat sich nämlich veranlaßt gesehen, eine Cholerabaracke zu bauen. Und dieses Gebände hat man so eingerichtet, daß es direkt mit der Leichenhalle in Verbindung steht. Gin angenehmer Ausblick eröffnet sich also für etwaige Erkrankte nicht. Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm verflossenen Monat August 1898 nächtigten im Männer- Asyl 9291 Personen, davon badeten 3572 Personen; im Frauen- Asyl 992 Personen, davon badeten 83 Personen. Gerichts- Beifung. Der alte Kühne. Der vierten Ferienftrafkammer des Land gerichts 1. wurde gestern aus der Untersuchungshaft ein altes gebrechliches Männchen vorgeführt. Der 72jährige Greis, der einen durchaus ehrwürdigen Eindruck machte, ist der älteste und gefährlichste Taschendieb Berlins und bei der Polizei und in Verbrechertreifen als„ der alte Kühne" bekannt. Seitdem er das strafmündige Alter erreicht hat, hat er etwa 30 Jahre hinter Schloß und Riegel, davon 171/2 Jahre im Buchthause zugebracht. Seine Spezialität ist der Taschendiebstahl und und seines hohen Alters treu geblieben, " Wohlstandes und Komforts. Die erfte Erkrankung an einer| Sabgler so geblendet, daß er ohne weitere Ueberlegung dem An- ihm aber doch nicht, das Publikum irgendwie zu erwärmen, Epidemie tam stets in der untersten Schichte der Bevölkerung vor. finnen nachfam. Als er nun in dem Geschäft das vermeintliche denn die Offizierkreise mit ihren Offiziersschmerzen intereffiren Wohnboden, Wohnräume, hauswirthschaftliche Medien oder Geldstück aus der Geldtasche herausnahm und wechseln wollte, so wenig, daß alle die Mäßchen nicht verfingen. Gespielt wurde physische und psychische Beschaffenheit der Leute oder ein ergab sich zu seiner Ueberraschung, daß er eine Spielmarke in dagegen recht flott, namentlich gab Herr Reicher ein wahres Ensemble dieser sozialen Faktoren bilden offenbar die Be- der Hand hielt. Jezt dämmerte in ihm der Verdacht, daß er Kabinetsstück eines charakter- und grundsaylosen Diplomater. dingungen, welche den Kommabazillus im menschlichen Körper das Opfer eines Betrügers geworden sei, er eilte an die Straßen- Auch Herr Guthery trug wesentlich zu dem Achtungserfolg bei, giftig werden lassen". Aus diesen Vorschlägen zieht Finkelnburg ecke, wo er den Fremden verlassen hatte, um zu erfahren, daß den sich das Stück schließlich errang, ebenso die Damen v. Böllnis folgende bemerkenswerthe Vorschläge:" Für die öffentliche Ge- fich dieser mit der Uhr aus dem Staube gemacht hatte. M. hat und Hagen sundheitspflege erwächst daraus die dringende Aufgabe, daß die von dem raffinirten Gaunerstück die Kriminalpolizei in Kenntniß Wohn- und Lebenssphäre, in welcher die Parias unserer gefeßt. Gesellschaftsordnung ihr Dasein fristen, einer aufmerksamen Ueberwachung gewürdigt werde. Es gilt, den SchwerSchwer verunglückt ist gestern Morgen die Ehefrau des punkt der Cholera- Verhütung weniger auf die Bazillenjagd und Wildhändlers M. in der Markthalle VII. Sie war damit bemehr auf die Beseitigung derjenigen Ortszustände zu richten, schäftigt, die ihren Stand abschließende eiserne Rolljalousie emporwelche den Bazillen furchtbare Stätten bieten und welche zuziehen, als die Kette riß und die fast einen Zentner schwere dieselben erst in den Stand setzen, giftbildend und für den Eisenmasse der Frau auf den Kopf fiel. Ein Arzt stellte eine Menschen gefährlich zu werden. Das soziale Elend ganz aus sehr schwere Verlegung fest. der Welt zu schaffen, mag für immer Utopie bleiben; aber einzelne der Glieder, welche den verhängnißvollen Reigen bilden, Der Brand in der Burgstraße hat der Feuerwehr bis vor bieten der Angriffspunkte genug dar, um hoffen zu lassen, das gestern Abend um 1/28 Uhr zu schaffen gemacht. Bis dahin war durch ihre Bekämpfung auch die Wurzeln der sozialen Seuchene in Stärke von drei Zügen an der Brandstätte anwesend und disposition wirksam getroffen werden. Dazu gehört erstens der hatte auch bis zu dieser Zeit noch mit zwei Schläuchen unausgesetzt Wasser in die noch immer von Neuem lodernden Branntwein- Mißbrauch, dieser häufigste Ausgangspunkt der wirth Trümmermassen geben müssen. Eine starke Brandwache verblieb daß er diesem Gewerbe troß seiner dieserhalb erfolgten in der Nacht an Ort und Stelle, und heute Morgen wurden die Bestrafungen bewies Die gestrige Verhandlung. Wie der Kriminal Das Feuer ſelbſt iſt in der dritten Gtage des rechten Quer- beamte Wand im Termin erzählte, war der Angeklagte gebäudes entstanden und scheint dort nur kurze Zeit geschwält früher, als er noch nicht der alte Kühne" war, auch nach zu haben. Der Brandschaden ist bis jetzt noch nicht abzuschätzen, anderer Richtung hin gefährlich. Er verband List und Verdoch dürfte er die Höhe von 600 000 m. noch bei weitem über schlagenheit mit Kraft und förperlicher Gewandtheit. Bei einer schreiten. Mehrere hundert Arbeiter sind zugleich brotlos ge- seiner Verhaftungen biß er einem Beamten einen Finger beinahe worden. In allen drei Häusern ist die elektrische Anlage er durch. Als sein Bild dem Verbrecheralbum einverleibt werden richtet und da keine Gasvorrichtung vorhanden, so kann in sollte, widersetzte Kühne sich aufs heftigste. Als drei Beamte ihn sämmtlichen vom Feuer verschont gebliebenen Fabriken nur bis schließlich auf einen Stuhl niedergedrückt hatten, und ihm Arme und Beine festhielten, stieß der Üeberwundene in ohnmächtiger zum Dunkelwerden gearbeitet werden. Wuth die Worte aus: Ja, meine Glieder könnt Ihr festhalten, aber mein Gesicht nicht." Und dann schnitt er die abscheulichsten Grimassen. Photographirt wurde er aber doch. Nachdem der alte Kühne im Dezember v. J. seine letzte vierjährige Buchthausstrafe verbüßt hatte, wunderten die Polizeiorgane sich, daß er nicht seiner Gewohnheit gemäß fofort wieder im Berliner Leben auftauchte, wo es am stärksten pulsirt. Kühne war aber im Hospital untergebracht worden, wo er auf ftäotische Kosten verpflegt wurde. Er muß sich wohl gut erholt haben, denn der Für Proletarier existirt auf der Eisenbahn meist nur die Sriminalbeamte Wand erblickte ihn eines Sonntags Mittags vierte Klasse und diese ist es auch, die die Ueberschüsse der Gisen Unter den Linden. Die Wache zog gerade auf und der alte bahnverwaltung hervorbringt. Die Masse bringt's auch hier! Kühne" bewegte sich im dichtesten Gedränge. Der Beamte hatte Aber anstatt dem Proletarier das Reisen zu verbilligen, wird es feinen Zweifel daran, daß Kühne wieder seinem alten Gewerbe ihm durch eine neue Bestimmung wieder erschwert. Nach den Marktpreise in Berlin am 1. September, nach Ermittelungen nachging, er vermochte aber nicht ihn auf der That zu ertappen. Bestimmungen der Eisenbahn Verkehrsordnungen ist den Reisenden IV. Klasse bekanntlich die Mitführung von Hand- es königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von Auch an den folgenden Sonntagen fehlte der Angeklagte bei dem Reisenden IV. Klasse bekanntlich die Mitführung von Hand- 16,40-15,80 m., mittlerer von 15,70-15,20 M., geringer von militärischen Schauspiel nicht. Am 2. Juli wurde er aber wertszeug, Tornistern, Tragelasten in Körben, Säcken und Kiepen, 15,10-14,50., Roggen per 100 kg. guter von 13,40 bis vieder einmal vom Geschick ereilt. Der Kriminalbeamte sowie von ähnlichen Gegenständen, welche Fußgänger mit sich 13,10 M., mittlerer von 13,00-12,80 M., geringerer von 12,80 fah deutlich, daß Kühne feine Hand in der Tasche führen, gestattet. bis 12,50 M. Gerste per 100 Kg. gute von 18,50-17,40., einer vor ihm stehenden Dame verschwinden ließ, sie Die neue Bestimmung aber heißt: Jeden Reisenden der mittlere von 17,30-16,20 m., geringe von 16,10-15,00. aber schnell wieder zurückzog, als die Dame ein IV. Wagentlaffe ist die Mitführung von nur einer Traglast ge- Safer per 100 g. guter von 18,60-17,50 m., mittlerer von verdächtiges Berühren merkte und nach ihrer Tasche faßte. Ihre stattet. Als eine Traglast sind auch mehrere fleine Gepäckstücke 17,40-16,40 m., geringer von 16,30 bis 15,20 M. Stroh, Hand berührte dabei, wie sie im Termine angab, die Hand des anzusehen, sofern der Reisende diese allein zu tragen im stande Richt- per 100 Kilogramm von 6,00-5,00 m. Heu per Diebes. Sie überzeugte sich, daß ihr nichts fehle und hatte ift. Jede von anderen Personen mitgegebene Traglaft oder jede 100 Kilogramm von 9,00-7,00 m. Erbsen, gelbe zum Kochen nicht den Muth, den neben ihr stehenden ehrwürdigen Herrn des von dem Reisenden selbst mitgeführte weitere Traglaft wird als per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per versuchten Diebstahls zu beschuldigen. Dieser ging langsam fort. gewöhnliches Gepäck auch in dem Falle behandelt, wenn der 100 g. von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 kg. von 80,00 bis Er begab sich nach der Ruhmeshalle, unablässig beobachtet von Reisende zwei oder mehr Fahrkarten vorzeigt. Daffelbe ist daher 30,00 M. Kartoffeln, per 100 g. von 9,00-5,00 M. Rind einem ihm nicht bekannten Kriminalbeamten. In der Ruhmesbei der Gepäck- Abfertigungsstelle gegen Zahlung der tarifmäßigen fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch halle blieb der Angeklagte etwa anderthalb Stunden. Durch Fracht aufzugeben." per 1 Rg. von 1,30-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von leises Betaften der Kleidertaschen der vor ihm stehen Diese schönklingende tarifmäßige Fracht" tann in vielen 1,60-1,00 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. den Damen versuchte er zu erfahren, ob ein Dieb Fällen durch ihre Höhe die Reise überhaupt unmöglich machen. Sammelfleisch per 1 Stg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. Stahl sich lohnen werbe, oder nicht. Endlich verNatürlich freuen sich die Agrarier über die Maßregel, denn ihre von 2,80-1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 M. Fische fenfte er seine Hand in eine fremde Tasche, in demselben Wirkung läuft auf eine Beschränkung der Freizügigkeit hinaus. per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,60 m. Aale von 2,80 bis Augenblicke ergriff ihn aber auch der Beamte. Jetzt winkte dem Freilich wird das Hab und Gut der Proletarier durch die tapi 1,20 m. 3ander von 2,40-1,20 m. Sechte von 2,00-1,20 m. alten Kühne" wieder das Zuchthaus. Wohl nur um seiner talistische Ausbeutung immer geringer, so daß er immer seltener Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 M. Bleie alten Gewohnheit treu zu bleiben, legte er sich im gestrigen in die Lage kommen wird, Uebergewicht zu zahlen. von 1,40 bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-1,25 M. Termine aufs Leugnen. Man hatte ein feines Portemonnaie Aus dem Leben der Großstadt. Der Pferdeeisenbahn- Polizeibericht. Am 1. d. M. Nachmittags wurde ein elf bekannter ihm das Portemonnaie geschentt habe, das Geld mit 28 M. Inhalt bei ihm gefunden. Er gab an, daß ein UnSchaffner R. hatte durch große Sparsamkeit die Mittel zufammen- jähriges Mädchen an der Ecke der Landsberger- und Kleinen habe er sich theils im Zuchthause in Brandenburg verdient, theils gebracht, um im Osten Berlins eine Gastwirthschaft zu errichten. Frankfurterstraße durch einen Bierwagen überfahren und am Dort verliebte fich die Ehefrau troh ihrer 16jährigen glücklichen Oberkörper, sowie am Fuße bedeutend verlegt. An der Ecke ſich erspart von der Armenunterstüßung, die ihm die Stadt gewährt. Die Hospitalverwaltung habe ihm ferner täglich habe The in einen Gaft und ging mit dem ganzen Baarvermögen bei der Bellealliance- und Teltowerstraße gerieth eine 76jährige Frau ein Gi gewährt, damit er wieder zu Kräften kommen solle, dies Nacht und Nebel davon. R. mußte dann nach einiger Zeit fein unter die Räder eines Geschäftswagens und erlitt außer einer habe er stets verkauft und ebenso einen Theil des ihm gelieferten Geschäft aufgeben und bemüht sich jetzt wieder um eine Stellung Verlegung des rechten Unterschenkels einen Bruch des linken Brots. Das Geld war mein Eigenthum, Herr Präsident, und als Pferdebahnschaffner. Aber auch der Frau hat das Geld keinen Unterschenkels, so daß ihre Ueberführung nach dem Krankenhause wegen meines Eigenthums fann ich doch nicht bestraft werden", Segen gebracht. Sie mußte nacheinander ein Milch- und Grün- am Urban erforderlich wurde. Abends wurde eine Frau an framgeschäft aufgeben und ernährt sich jetzt nach dem Verlust ihrer der Ede der Friedrich- und Karlstraße durch eine Kutsche über- meinte der Angeklagte. Das Gericht verurtheilte ihn zu sechs Jahren Zuchthaus, Ehrverlust und PolizeiMittel durch Mäntelnähen. fahren und anscheinend schwer verletzt. Beim Abspringen von Ein Berliner Zechpreller wurde am Mittwoch Abend in einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen fiel vor dem Aufsicht. So wird der alte Kühne“ voraussichtlich im Buchthause sterben. Rathenow festgenommen. Dortselbst hatte sich im D..' schen Gast- Hause Schönhauser Allee 149 eine Frau zur Erde und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. Sie wurde nach dem Krankenhofe ein elegant gekleideter junger Mann, welcher sich als Kaufhause am Friedrichshain gebracht. Im Laufe des Tages mann Mundt aus Berlin ins Fremdenbuch eintrug und Reifender fanden zwei Bräude statt. einer Getreide- Engrosfirma sein wollte, einlogirt. Derselbe hatte Tein Reisegepäck bei sich und wurde deshalb sehr scharf beobachtet. Unter dem Vorgeben, Kunden besuchen zu wollen, verabschiedete sich der Reisende am nächsten Tage, um das Weite zu suchen. Hieran wurde er jedoch rechtzeitig verhindert, und nun stellte es sich heraus, daß er keinen Pfennig Geld bei sich hatte und die ca. 5 M. betragende Beche nicht bezahlen konnte. Der angebliche Kaufmann Mundt entpuppte sich nun als der leichtsinnige Sohn eines Berliner Restaurateurs, welcher von seinem Vater hinausgeworfen war. Seitdem lebte er von Zechprellereien und hat bereits in Potsdam, Brandenburg, Plaue, Werder, Caputh, Prizerbe 2c. 2c. mit Erfolg Gastrollen gegeben, bis er nunmehr in Rathenow festgenommen wurde. " Theater. vier Atten von Rudolf Straß. Leffingtheater. Der Oberst von Branik, Romödie in vier Atten von Rudolf Straz. . 01 " Unter einem schlechten Einflusse stand die 15jährige Dienstmagd Marie Rocha u, welche sich gestern vor der 135. Abtheilung des Schöffengerichts wegen Diebstahls zu verantworten hatte. Sie hatte früher eingeräumt, daß sie ihrem Dienstherrn, dem Juwelier P., ein Armband zum Werthe von 50 M. ent wendet hatte. Dasselbe wurde in ihrem Koffer gefunden. Zum gestrigen Termine erschien die Angeklagte in Begleitung ihrer Mutter. Sie widerrief ihr früheres Geständniß und behauptete, ihr früherer Dienstherr habe ihr dasselbe geschenkt. Zur Begründung dieser Angabe stellte die Angeklagte Behauptungen auf, wodurch ihre Dienstherrschaft in ein wenig günstiges Licht gestellt wurde. Der Gerichtshof glaubte ihr kein Wort. Bei der Urtheils verkündigung kennzeichnete der Vorsitzende das Verhalten der Angeklagten in scharfer Weise. Sie sei des Diebstahls für zweifellos schuldig befunden worden und würde mit einem Verweise davongefommen sein, wenn sie die Wahrheit gesagt hätte. Unter den vorliegenden Umständen sei aber auf eine Woche Gefängniß erkannt worden. Eine echte Kreuzzeitungskomödie, geschrieben von Kreuz zeitungsleuten für Kreuzzeitungsleute! Es ist bekannt, daß von allen Nörglern diejenigen die gefährlichsten sind, welche dieses unliebsame Handwerk aus getränktem Chrgefühl oder aus dem Glauben heraus, daß ihnen Ünrecht geschehen sei, ergreifen. Nun ist es ein alter Erfahrungssaß, daß diejenigen Leute, auf deren Auf eine eigenthümliche Weise wurde gestern in Schöne- Dienste man verzichtet, und die an und für sich von ihrer Unberg ein Dieb ergriffen. Als der Handelsgärtner M. sich Mittags entbehrlichkeit überzeugt sind, die allerunbequemsten Unzufriedenen in feine Wohnung begab, begegnete ihm ein Mann, der ihm find. Ganz abgesehen von Friedrichsruh, wo bekanntlich der Wegen Uebertretung des Gesetzes, betreffend die Sonnauffiel. Das war sehr begreiflich, denn der Mann trug genau größte Nörgler fizt, befizen wir in unserem geordneten Staats- tagsruhe, war der Fabritant G. mit einem Strafmandat von denselben Anzug und Ueberzieher, wie M. einen oben im Spinde wefen eine große Anzahl von gekränkten Herzen, die immer erst 3. belegt worden. Derfelbe hat die Einrichtung getroffen, daß hängen hatte. Er war aber, wie sich herausstellte, dieſem nicht zu spät einsehen, daß manches faul ist im Staate Dänemart. abwechselnd einer seiner Arbeiter des Sonntags Morgens bis nur täuschend ähnlich, sondern es war ein und derselbe. M. fand Das sind die wider ihren Willen zur reichlichen Bensionirung 10 Uhr zu seiner persönlichen Bedienung zur Verfügung stehen nämlich sein Spind erbrochen und der erwähnten Kleidungsstücke verurtheilten Offiziere. So lange fie des Königs Rock" tragen, Eines Sonntags erledigte der diensthabende Arbeiter beraubt. Er setzte nun dem Manne, der ihm begegnet war, nach, tann es ihnen nicht schneidig genug zugehen, haben sie aber den noch nach 10 Uhr einen Geschäftsgang, indem er einen Waarenund hatte auch das Glück, ihn in der Neuen Steinmeßstraße zu unscheinbaren Rock des Bürgers angezogen, so wollen sie die Gegenstand dem Besteller zutrug. Hierin wurde die Ueberstellen und mit Hilfe von Paffanten festzunehmen. Als er dann Schäden und Mängel, die sie urplöglich an dem herr- tretung gefunden. Der Gemaßregelte wandte im gestrigen möglichst radikal aus der in seiner Wohnung noch etwas genauer nachsah, fand er, daß lichen Kriegsheer" entdecken Termine ein, daß das Fortbringen von fertigen Sachen doch Natürlich bedeuten diese Leute einen Sturm nicht zum Gewerbebetriebe gehöre und von leyterem sei in deni aus einem verfchloffenen Zylinderbureau auch noch eine Raffette Welt schaffen. mit 400 M. gestohlen war. Diese wurde bei dem Festgenommenen, im Glase Waffer, sie halten sich für die bedeutendsten und ver- betreffenden Gesek nur die Nede. Nachdem der Vorsitzende dem einem Schuhmacher Ostar Bohm, nicht gefunden. Bohm aber tanntesten Genies thres Beitalters, und in diesem Zustande hat einen Komplizen gehabt, der entkommen ist. Dieser, den er greifen sie zur Feder, und mit Druckerschwärze wollen sie das Ang- schuldigten erklärt, daß derselbe sich in einem Irrthum be= finde, zog der Angeschuldigte es zur Ersparung von Kosten vor, nur unter dem Namen„ Kneist- Karl" kennen will, hat die Kassette an ihnen verübte Unrecht fühnen. jedenfalls an sich genommen. Der Verfasser führt uns einen solchen wurmstichig gewordenen feinen Einspruch zurückzuziehen. Obersten vor. Nach seiner Pensionirung fällt es ihm wie Einen fehr unzuverlässigen Privatsekretär hatte sich Das Opfer eines Betrügers wurde am Donnerstag der Schuppen von den Augen, er sieht, wie die Armeeverivaltung der Baron Geicot de Grandcourt in der Person des Kaufmanns Hausdiener Emil M., der in der Konditorei von Giese in Firmas dem Abgrund zueilt, und urplöhlich steht er in der Opposition. Gustav Karl Albrecht engagirt. Die Frau Baronin Grand. Schilling an der Ecke der Koch- und Friedrichstraße be- Cine Broschüre ist verfaßt, ein Verleger gefunden, und nun soll court ist eine Konzertfängerin, welche in den verschiedensten schäftigt ist. Als er an dem genannten Tage auf einem Ge- der Tanz beginnen. Unglücklicherweise besitzt der Oberst aber Städten Konzerte zu veranstalten pflegt. Sie bedurfte zur Vorschäftsgang durch die Schillingstraße begriffen war, ging vor ihm eine Tochter, die sich, dem Drange der Zeit folgend, einen viel- bereitung der Tournees und zur Bewältigung der Korrespondenz her ein kleiner verwachsener Mann, der sich plöglich bückte und fachen Millionär zum Bräutigam auserwählt hat, der eine zu eines Privatsekretärs und als solcher wurde der Angeklagte anfich rasch zu M. umdrehte mit den Worten:" Sehen Sie mal, fünftige Leuchte der Diplomatie ist und einen Bater besigt, der gestellt. Er würde zu diesem Vertrauensposten sicherlich nicht gelangt was ich hier gefunden habe." Dabei öffnete er eine Geldtasche, feinen Grundsatz hat, außer dem einen, daß sein Sohn eine glänzende sein, wenn es dem Baron bekannt gewesen wäre, daß der Bewerber aus der ein Zwanzigmarkstück herausblißte. Der glückliche Finder diplomatische Karriere machen soll. Daran würde ihn aber die Bro- schon acht Wal wegen verschiedener Vergehen gegen das Eigenfügte hinzu, daß er das Geld zu behalten beabsichtige und dem Haus- schürenschreiberei feines zukünftigen Schwiegervaters ganz erheblich thum vorbestraft war. Dieser versah seinen Bosten anfänglich Diener, der zufällig Zeuge des Vorgangs gewefen, die Hälfte behindern, und so gewinnt es den Anschein, als ob das junge Glück ohne Anlaß zu Beschwerden zu geben, fonnte aber schließlich der Summe abzugeben entschlossen sei. Mt. konnte der Versuchung der beiden Liebenden an dem literarischen Ehrgeiz des schrift doch der Versuchung, aufs Neue einen Vertrauensbruch zu bes nicht widerstehen und willigte in die Theilung. Da nun stellernden Obersten scheitern sollte. Im legten Augenblick ge- gehen, nicht widerstehen. Am 5. April trat der Baron eine der Fremde die Arbeit des Aufhebens gehabt hatte, so sollte der lingt es dem zukünftigen Schwiegersohn, den ängstlich gewordenen Reise nach Paris an und übergab dem Albrecht eine Summe Hausdiener durch die Umwechselung des Geldstückes das Seinige Berleger so zu beeinflussen, daß er die Veröffentlichung der von 120 W. mit dem Auftrage, damit einige dringende. thun. Als er sich nun in einen Bigarrenladen begeben wollte, Broschüre ablehnt. So endet das Stück mit der landesüblichen Zahlungen zu leisten. Albrecht nahm die Summe zwar in wurde er von dem fremden Mann wieder zurückgerufen und Verlobung. Empfang, bezahlte aber nicht eine einzige Rechnung, sondern veraufgefordert, ihm, da sie doch unbekannt seien, als Sicherheit Der Verfaffer verbrämt den etwas dürftigen Stoff mit wandte das Geld zu eigenem Nußen und verließ heimlich den für seine Wiederkehr Uhr und Kette zu überlassen. M. war von allerlei mehr oder weniger geistreichen Buthaten. Es gelang Dienst. Als der Baren heimkehrte, entdeckte er, daß mit seinem Schreiber auch eine Schreibmaschine im Werthe von 480 m. verschwunden war. Albrecht, welcher auf Grund dieser Vortommnisse wegen wiederholter Unterschlagung angeklagt wurde, hatte sich gestern vor der 2. Straffammer Landgerichts I zu verantworten. Er verbüßt zur Zeit eine längere Gefängnißftrafe in Plötzensee und wurde zusätzlich zu noch drei Monaten Gefängniß verurtheilt. ftraße 70, glieder. In allen Unterrichtsfächern neuer Vermischtes. Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Montag, den 4. September, Abends 8 Uhr, Dresdenerstraße 45, Kunstgewerbliche Vorlesung über:„ Die Gewinnbetheiligung in den dekorativen Gewerben." Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Kollegen Wunderlich, Neue Grünftr. 20. Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Sonntag, Die Cholera. Peft, 31. August. Während des letzten ben 3. September, Nachmittags 5 Uhr, Schultheiß- Braueret- Ausschant, Neue Tages tamen in 16 Romitaten 138 Erkrankungen an Cholera Jatobitraße 24/25, Generalversammlung. Gemischter Chor„ Klarheit". Montag, den 4. September, Abends von taten Szaboles, Kunorzolnok und Szatmar. und 87 Todsfälle vor. Die meisten Fälle waren in den KomiRom, 31. Aug. % 9 bis 11 Uhr, im Vereinslokal von Oestreich, Tempelhofer Ufer 15. Bildhauer. Sonntag, den 3. September: Große öffentliche Versammlung Der Tribuna" zufolge sind in Neapel in den letzten 24 Stunden Einen häßlichen Streich hat die kaum neunzehnjährige mit Frauen in der Ressource, Kommandantenstraße 57. Bortrag und Tanz. 7 Personen an Cholera gestorben. In Sulmona sind Emma Schwarz, welche unter der Anklage des Diebstahhls vor dem( siehe Inferat.) Schöffengericht ftand, einem armen Dienstmädchen, Auguste 4. Sept., Abends 8% uhr, bei Ehrenberg, Annenftr. 16: Versammlung. Zages fälle zu verzeichnen. Blumen- und Putfeder- Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den seit Auftreten der Epidemie 86 Erkrankungen und 44 TodesDie„ Tribuna" erklärt die Nachricht W. gespielt. Lettere besuchte eines Sonntags mit einer Freundin Ordnung: 1. Vorlesung aus Dr. Lur' Sozialpolitischem Handbuch. 2. Aus- vom Auftreten der Cholera in Messina für unbegründet. ein Tanzlokal in der Luisenstadt. Sie ist erst seit drei Monaten gabe der Billets zum Stiftungsfest. in einer Berliner Dienststelle, war bis dahin bei ihren Eltern Schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Gesegestunde. Arbriter- Bildungsschule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Nord- Nantes, 31. Auguft. Heute sind hier zwei Cholera- Todesfälle Oft- Schule, vorgekommen. Man glaubt, eine merkliche Abnahme der Epidemie auf dem Lande und hat von der Schlechtigkeit der Welt keine Markusstraße 31: Buchführung. Für alle vier Schulen in Schöning's fonstatiren zu können. Bukarest, 31. Auguft. Gestern Ahnung. Restauration, Stallschreiberstraße 29: Sie hielt alle Menschen für ebenso gut und harmlos, Abends-10% 11hr Storb- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in tamen in Braila 17, in Sulina 3, in Galatz 2, in Cernawoda als sie selbst ist. Als daher in dem Tanzlokale ein freundliches Deutsch( oberes); Güd- Schule, Mariendorferstr. 5 bei Grube: National- und Fetesci je 1, in Tulcsa 2 Cholerafälle vor. 23 Fälle ver= junges Mädchen sich ihr anschloß und sie von allen möglichen Dingen öfonomie; Dft- Schule, Martusstraße 31: Gefeßestunde; Südost= liefen tödtlich. Rotterdam, 31. Auguft. Hier fanden unterhielt, empfand sie darüber ein sehr großes Vergnügen.it Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und zwei Neu- Erkrankungen an Cholera, kein Todesfall, in Beim Plaudern klagte die Unbekannte plößlich darüber, daß Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. Gorinchen ein Cholera Todesfall statt.- London, sie sich habe verleiten lassen, nur mit einem kleinen Zuche dort= Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mag Kapfer, 31. Auguft. Bei einer in Grimsby gestern verstorbenen hin zu kommen, während es nun draußen so regne. Auf ieben. Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. wurde Frau durch die bakteriologische Reimer", jeben Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Untersuchung fpezielle Anfrage erzählte die ahnungslose Auguste, daß sie Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag. Alle als Todesursache asiatische Cholera festgestellt. In Grimsby vorsichtiger Weise Mantel und Hut mitgebracht und in der Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffel landete heute ein Fischerboot mit einem Cholerafranken Abends 9 Uhr: Garderobe abgegeben habe. In der zehnten Abendstunde war Uebungsstunde. Aufnahme MitMontag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 an Bord, der sofort nach dem Hospital geschafft wurde, die artige Blondine plötzlich verschwunden. Auguste fühlte sich bei Stehmann. Siebert afel der Maler und verwandter während das Boot Quarantäne halten muß. Mehrere weitere bald gelangweilt und beschloß, den Heimweg anzutreten. In Berufsgenossen Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Harmonies Wein- Cholerafälle werden aus der Stadt Grimsby gemeldet. Der Tonblüthe, Görligerstraße 68 bei ZoltsBu= der Garderobe griff fie in ihre Kleidertasche, um die Garderoben- ftraße 11 bei Feindt. Verkehr der Auswanderer ist heute eingestellt worden. - Blüthe, Weinstr. 23 bei Küchenmeister. Suchsdorf'scher Marte herauszusuchen so oft sie aber auch ihre Taschen Sängerchor, Nene Königsstraße 73 bei Hahn. Froh' Hoffnung farest, 1. September. Cholerabulletin. In Braila sind 9 PerSie glaubte, daß fie Berlin West, Kulmstr. 36 bei Raumann. Sängerhain, Reichen fonen gestorben, in Sulina 2, in Galat 3, in Cernawoda und die fleine Marte vielleicht mit dem Taschentuch heraus- bergerſtraße 16 bei Basbold. Siebesfreiheit II, Strausberg, im Fetesti 2, in Tulcfa 8, in Calaraschi 4; geheilt wurden 24 Pergezogen habe, als sie aber dem Garderobier Hut Gesangverein Sieberzweig, Sermsdorf, Waidmannslust bet Fenner Bursonen.- Triest, 2. Sept. Nach amtlicher Meldung erkrankte in - Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelstr. 141 bet Schmidt.Collegia 2 der Berufsmufiter, Neue Friedrichstr. 44, bet Rödlig. Latisanotta ein aus Ungarn zurückgekehrter Arbeiter an der Cholera. Frisch auf in Schönwalde i. d. Mart bei Schulz.- Frisch zur Frei Rotterdam, 1. Septbr. Heute kam hier eine Erkrankung heit, Simeonftr. 23 bei Flick. Metallarbeiter Often, Pücklerstr. 49, bei und ein Todesfall an Cholera vor. Seit dem 21. Auguft wurden Stabernact. 14 Cholerafälle konstatirt, von denen 9 tödtlich verliefen. In Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( de Buſchriften; pen Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Kralingen und in Deventer kamen je ein Todesfall vor, in Leerrichten an B. Bentel, Bergmannjir. Nr. 21, Hof 3 Treppen.) Sonntag: dam seit gestern 4 Erkrankungen und 1 Todesfall und in HansFreundschaftlicher Bartvereinb. Hrn. Kyschty, Noſtizſtr. 12, Borm. 8-10 Uhr. weert 3 Erkrankungen. Amsterdam, 1. Septbr. Vom 3. d. M. Nordtlub Gefelligteit b. Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach dem 1. d. M. Theaterverein halia bet Schröder, in Stralau, Nachm. an werden alle Schiffe, welche auf der Merwede Gorinchem und 3-4 uhr.- Geselliger Berein Freundschaft b. Rofiter, Schönhauser Müee 185. Vreeswijt pafsiren, einer Untersuchung auf ihren sanitären Zustand Privat- Theatergesellschaft Walhalla, Nachm. 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bei unterzogen, als Präventivmaßregel gegen die Einschleppung der Bergnügungsverein Nord 1. Lindowerstr. 26 b. Sachs. Bachmann, Sizung. oor d. 1. b. M. Geselliger Verein d. Feilenhauer, Gartenftr. 162 b.Meißner, jed. Sonntag Cholera.- Rom, 1. Sept. In Palermo find heute 5 Personen an Geselliger Berein Brüderbund", Stralauerstr. 67, bei Cholera gestorben und in Neapel 6. In Rom ist eine Person wiegel, alle 14 Tage Sibung. Montag: Pfeifentiub Felfenfest bet unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt und nach dem Schubordt, Königsbergerstr. 24. Sumoristischer Verein Pipifar bet Pest, 1. September. Krösche, Fichteftr. 29. Theaterverein Nora, Märkischer Hof, Admiral Lazareth Santa Sabina geschafft worden. Von gestern auf heute sind in 22 Komitaten 85 Personen an Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und Cholera erkrantt und 49 gestorben, davon entfallen auf das Vergnügungsverein arletin, heute Nachmittag 5 Uhr Zeughofftr 8. Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bet Roch. Marmaroser Komitat 19 Erkrankungen und 11 Todesfälle. Theaterverein Othello jeben Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. und Mantel beschrieb, erhielt sie die trostlose Auskunft, daß diese Gegenstände eine Viertelstunde vorher von einer jungen Blondine gegen Rückgabe der Marke in Empfang genommen worden sei. Die zutrauliche freundliche Kleine war also eine Spitzbüibin, die, nachdem sie die unerfahrene Provinzialin aus geforscht, durch einen glücklichen Griff in deren Kleidertasche sich der Garderobenmarke bemächtigt hatte. Auguste, weinend und Hände ringend, mußte bei Sturm und Wetter ohne Hut und Mantel den Heimweg antreten. Das Schicksal war ihr aber noch hold. Nach wenigen Tagen führte ihr der Zufall die Diebin auf der Straße in den Weg; sie hielt dieselbe ohne langes Befinnen fest und überlieferte sie der Polizei. Als Plätterin Emma Schwarz stand sie gestern vor dem Schöffengericht, welches ihren Geniestreich mit 1 Monat Gefängniß ahndete. Versammlungen. Die Barbiere und Friseure hielten am 31. August eine Versammlung ab, in der Kollege Linson in einem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Gestaltung der Organisation sprach. Redner vertrat den Standpunkt der Zentralorganisation. Hierauf entspann sich eine lebhafte Debatte, an der sich die Kollegen Lipfe, Liere, Leschner und Harz betheiligten. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten er folgte der Schluß der Versammlung. dorf. Fichte". straße 18c, Abends 9 Uhr. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennftr. 5 bei trüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Berfammlung Linienftraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Einigtett, Nachm. 4-6 Uhr, Machher: Fidelitas. Bergnügungsverein Blumenstraße 20 bei Bernice. Zitanta, Nachm 5-6 Uhr, bet Tempel, Langeftr. 65. Nachher: Fidelitas. Vergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bet teller. Theater Verein 2ustige Seelen, Sonntag Uhr bet Stehmann, Melchiorstr. 15. Sigung, Tans, Fidelitas. Bergnügungsverein 2uftig, Sonntag, Staltzerftr. 54( S. Sente), 5% Uhr: Theaterverein" Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 6 Uhr, bet Krebs, Ohmgasse 2. Nach der Stzung Fidelitas. Tambour- und Bergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Eage bet Senffert, Oranienftr. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereins. Montag. Gefelliger Berein wiebelfische, Rixdorf, Abends% Uhr in Barta's Lotal, Berttner raße 120.- Bergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bei Refiaurant sum Butunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Möring, Admiralfir. 18c.- Gefelliger Klub N a mentos, jeden Montag im 8 Bergnügungsverein Auf Helgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei Linke, Bergfir. 54, Fidelitas. Straße 8. Bergnügungsverein Einigkeit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Bergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim ftr. 4-5, Sigung& ühr. Brivat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b. Sauermann, AdalbertPfeifentlub elfen feft, Abends 9 Uhr, Königsbergerftr. 20 bei Schabrodt Rauchflub Weiße Molte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bet Lehmann, Friedrichsfelder= ftraße 27. Kartentlub" uftige Brüder" Strautstr. 48, Abends 8½ Uhr Rauchtlub Beronita", Sigung Montag Abends s uhr Charlottenburg. Anläßlich des Sterbetages Ferdinand Laffalle's fanden hierselbst am 31. Auguft zwei öffentliche Volksversammlungen statt, welche die Lassallefeier der hiesigen Genoffen darstellten. Zu der Versammlung in der Gambrinus brauerei hatten die Parteigenossen sich mit Familien recht zahl: reich eingefunden. Auf die Bedeutung des Tages wies eine roth umgürtete, lorbeerumtränzte Büste Lassalle's hin, die vor der Bühne Aufstellung gefunden hatte, während eine rothe Draperie im Hintergrunde mit dem weltbewegenden Worte Karl Maryadalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Proletarier aller Länder vereinigt Euch!" die Zusammengehörigkeit diefer beiden großen Männer, zwischen welche einen fünftlichen Gegensatz zu fonstruiren man vielfach bemüht ist, verfinnbildlichte. Mit regem Interesse folgten die Versammelten dem Festvortrage des Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Liebknecht, welcher die Bedeutung Ferdinand Lassalle's für die Arbeiterbewegung erläuterte und zu der Schlußfolgerung bei Ernst Radtte. gelangte, daß es die beste Genugthuung für den großen bei Rennet, Stegnigerstr. 26. Todten sei, an seinem Todestage das Gelöbniß Stattlub„ rand", Abends 9 Uhr bet R. Hubrich, Lübbenerstr. 22. ab= Stattlub ,, Roth Junge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielzulegen, bis bis zum Tode getreu der Sache des Volkes abend alle Dienstage von 8 bis 11 Uhr im Restaurant Böckhstr. 7 bei Herrn zu bleiben und für dieselbe zu kämpfen. Dem lehrreichen Vor- Serrath. trage wurde Dank und Beifall in reichstem Maße gezollt. Antiches Beisammensein im Restaurant" Sur neuen Post", Beuthsir. 21. Freie Bereinigung ber aufleute. Jeden Montag gemüthdie offizielle Feier, die in einem brausenden Hoch auf die sozialdemokratische Partei und deren Begründer ausklang, schloß sich eine zwanglofe Unterhaltung und erfreuten sich die Festtheilnehmer noch längere Zeit an Musit, Gesang und Tanz. Die zweite Versammlung fand im Restaurant zur Schüßenlies!" statt und hatten sich auch hier Genossinnen und Genoffen in erfreulicher Die Volksbühne, eine Monatsschrift von Franz Mehring. Menge eingefunden. Das Schützenlies!" beherbergte zum ersten Male so ehrenwerthe Gäfte und empfing durch die Lassallefeier eine würdige Weihe. Eingeleitet wurde der offizielle Theil durch den martigen Vortrag einiger Arbeiterlieder feitens des Gesang vereins Lyra", worauf der Reichstags- Abgeordnete Frig Bubeil in beredten Worten den Festvortrag über Laffalle hielt, welchem wiederum Gesangsvorträge folgten. Auch hier vereinigte ein geselliges Beifammensein mit entsprechender Unterhaltung die Parteigenoffen und Genossinnen noch längere Zeit in harmlosfröhlicher Weise. " des Arbeiters endet. " Literarisches. Erstes Heft, II. Jahrgang. Inhalt: Sudermann's Heimath. Ein Dichter des Proletariats. Vereinsnotizen. Programm. Zu Anfang jeden Monats erscheint ein Heft, das zum Preise von 10 Bf. bei jeder Vorstellung von den Ordnern im Theater gekauft werden kann. Vierteljahres- Abonnement( 3 Hefte zum Preise von 30 Pf. bei freier Zusendung ins Haus) nimmt die Verlagsfirma Max Bading, Berlin SW., Beuthstr. 2, gegen Einsendung von Briefmarken entgegen. Der perfekte Steuerzahler. Erläuterungen und Beispiele für die Veranlagung zur Einkommen, Gewerbe, Gebäude- und Vermögenssteuer in Preußen. Neue( vierte) Bearbeitung auf Grund der maßgebenden Gesetze und Verordnungen. 4 Bogen 80. Mit drei Tabellen. Preis 50 Pfg. Schott, Dr. Arthur, Die französische Wehr steuer nach dem Gefeße vom 15. Juli 1889.( Elster's Staatswissenschaftliche Abhandlungen, 4. Band, 4. Heft). Jena. Gustav Fischer. 1892. 128 66. 80. Busammenstok. Paris. Ein von Agen kommender Güterzug stieß um Mitternacht in dem Bahnhofe von Bordeaux Mehrere auf einen nach Hendaye gehenden Passagierzug. Reisende wurden verlegt; außerdem ist ein erheblicher Schaden an Material zu verzeichnen. Nach Sibirien. Odessa, 2. September. Gestern ging der Dampfer Jaroslowl" von der freiwilligen Flotte mit 850 Sträf lingen von hier nach Ostsibirien ab. Der Dampfer Rossija" von derselben Gesellschaft folgt ihm heute am 2. September nach. Opfer des Chelons. New- York, 2. September. Die Zahl der Personen, welche während des Cyclons am Sonntag in dem Bezirk von Beaufort( Süd- Carolina) umgekommen sind, wird auf 1000 gefchäßt. Davon sollen drei Weiße, die übrigen Neger gewesen sein. Der Schaden an Eigenthum entzieht sich der Berechnung. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) London, 2. September. In dem Distrikt von Leeds hielten heut: Nachmittag 4000 Arbeiter eine Versammlung ab und be= schlossen einstimmig, den Ausstand fortzusetzen und keine Lohnherabsehung anzunehmen. Briefkaffen der Redaktion. E. M. Bringen Sie den Brief nur her, ich werde ein paar Zeilen hinzufügen und ihn besorgen. W. 2.( Montag zwischen 12 und 1.) " nabme im Vorwärts" finden. Derartige Privatangelegenheiten J. H. S. in E. Ihr Eingesandt kann unmöglich Aufgehören nicht in das Partei- Organ. Wenn wir die Lage jedes in Noth befindlichen Parteigen offen schildern wollten, jo hätte der Vorwärts" feinen Raum für Anderes und müßte sein Format verdoppeln und verdreifachen. heirathen nichts zu thun: Mädchen können vom 16., Männer 2. M. 1. Die Militärpflicht hat mit dem Recht zu heirathen nichts zu thun: Mädchen können vom 16., Männer vom 20. Jahre ab heirathen. 2. Zur Heirath ist für Sie bis forderlich. Wird die Einwilligung versagt, so können Sie, falls zum vollendeten 25. Lebensjahre Einwilligung Ihrer Mutter er= Sie großjährig, auf Ertheilung derselben flagen. . Schulz 50. Ihr Vater tann Sie vertreten, muß aber ausdrückliche notarielle oder gerichtliche Vollmacht haben. D. Th. 22. Wenn Sie wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs verurtheilt werden sollten, so ist die Mindeftstrafe 1 Woche Gefängniß. Wenden Sie sich besser an einen Anwalt. G. R. Das Geschirr muß das Mädchen ersetzen; Schadenserfaz fann sie leider nicht verlangen. Prenzlau. Am Sonnabend, den 26. August, fand hier eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt, in der Genosse Keßler Berlin über das Thema: Die GewerbeSchiedsgerichte" referirte. Redner sprach sich dahin aus, daß die Schiedsgerichte sehr nothwendig feien und auch solche schon in den meisten großen Städten, sowie in verschiedenen kleinen Orten mit bestein Erfolge eingeführt wurden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn auch hier am Orte ein Gewerbegericht In der meist in Zeitschriften vergrabenen Literatur über errichtet würde. Den Herren Arbeitgebern sei ja dieses Schieds- die Wehrsteuer ist das neueste Wehrsteuergeseß, das französische, B. 17. 1. Strafe kann Ihr Mann deshalb keinesfalls gericht nicht gerade angenehm, da sie es als unter ihrer Würde nicht behandelt, da man sich bei uns seit der fast einstimmigen erhalten. 2. Ihre Sachen haften nicht. 3. Ob und inwieweit betrachten, mit dem Arbeitnehmer an ein und demselben Tisch Ablehnung des Bismarck Scholz'schen Entwurfs im deutschen Ihr Mann verpflichtet ist, läßt sich aus Ihrer Darlegung nicht au fißen und zu berathen, wer Recht und wer Unrecht habe. Reichstage mit dieser Frage wenig befaßt hat. Die großen ersehen. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr nach dem 4. SepRedner führte unter anderem an, wie schwer es für den Ar- Mehrerfordernisse für das Heer und die kommenden für die tember vor. beiter ſei, einen Prozeß zu führen, da er erstens Marine, wie die unabweisbare Pflicht, dem leichtfertigen Täger Rothenburg. Wenn Sie in angetrunkenem Zueine bestimmte Summe bei dem Rechtsanwalt hinter Schuldenmachen im Reiche ein Ende zu bereiten und die Finanzen stande des Gendarmen Blumenstöcke in Ihre Behausung mitLegen muß, und dann, wenn er gerade außer Arbeit ist, kann er der Einzelstaaten in Ordnung zu bringen, haben alle möglichen genommen, dann rausgeworfen und, sobald es Ihr Kater geden Prozeß auch nicht abwarten, da dieser für gewöhnlich sehr Steuerprojekte zur Diskussion gestellt. Wenn auch nicht in erster stattete, von der Frevelthat dem Gendarmen Anzeige erstattet in die Länge gezogen wird, und schließlich immer zum Nachtheil Reihe, so ist doch vielfach auch die Wehrsteuer als besonders in und mit ihm wegen Schadenersatz unterhandelt haben, so wird Betracht zu ziehende Steuerquelle dem deutschen Volte warm Sie schwerlich ein halbwegs verständiger Richter wegen Diebempfohlen worden. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß ft a hls, sondern lediglich wegen groben Unfugs verdonnern. wir mit derselben in den nächsten Jahren beglückt werden. In Sehen Sie den Sachverhalt in Ruhe dem Gericht auseinander. dem oben genannten Buche werden diejenigen, die sich für diese A. W., Schwedt. Maßgebend ist für Schwedt die Städteeigenartige Steuer intereffiren, manche werthvolle Aufschlüsse er- ordnung. Wünschen Sie diese genauer zu wissen, oder wie in halten. Das Buch bietet mehr als der Titel besagt, denn es den verschiedenen Städten Preußens? Deutschlands handelt nicht blos von der französischen Wehrsteuer, die Wahlberechtigung bezüglich der Stadtverordneten- Wahlen ist? Die Versammlung hofft, daß der Magistrat hiesiger Stadt fondern vergleicht sie auch mit anderen jetzt bestehenden Ch. S. 24. Ja. Zunächst Sühneversuch des Bezirks, in Kenntniß von dieser Stellung nehmen wird, um im Interesse und früher bestandenen Wehrsteuern mit Ausnahme der dem der Beleidiger wohnt, sodann Privattlage beim Amtsgericht aller ein Gewerbegericht einzurichten. serbischen. Wie es fich für einen deutschen Gelehrten( Schöffengericht). ziemt, führt der Verfasser die Wehrsteuer bis gum Bernh. A. 1000. 1. Ob Jhnen ein Recht auf Kürzung fagenhaften römischen König Servius Tullius zurück. Etwas zu der Miethe megen schlechter Beleuchtung zusteht, läßt sich ohne breit erscheint uns über die Verhandlung der französischen par- Ginsicht in den Vertrag nicht beurtheilen. 2. Ihr Sohn ist noch lamentarischen Körperschaften berichtet. Gemäß der Vorliebe des nicht schulpflichtig. Verfassers für die Wehrsteuer behandelt er die Einwürfe, welche N. W. Der männliche Ehelustige bedarf der Einwilligung gegen diese Steuerart in Frankreich gemacht wurden, bedeutend des Vaters, und nur falls dieser verstorben oder er außer der fürzer als die für dieselben erbrachten Gründe. Ein näheres Ehe erzeugt, derjenigen der Mutter, bis zum vollendeten 25. LebensEingehen auf die Erträgnisse der Wehrsteuer in Desterreich jahre. Ungarn und der Schweiz und auf die großen Erhebungskosten derselben hätte sich empfohlen. Trotz der Ausstellungen können wir die Schrift denjenigen empfehlen, welche in derselben keine erschöpfende Darstellung der Wehrsteuer, sondern mit Kritik zu benüßendes Material suchen. Zum Schluffe ging noch folgende Resolution ein: Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden. Sie hat aus dem Referat ersehen, daß es unbedingt nothwendig ist, daß am hiesigen Orte ein Gewerbegericht errichtet wird, um nur einigermaßen die Interessen der Arbeiter zu wahren. Die Versammlung beauftragt das Bureau, diese Resolution dem Magistrat zu unterbreiten." Vergnügungs- Klub Ostend". Sonntag, den 3. September, Nachm. 5 Uhr, Strautstraße 6 bet Rudolf( Eingang vom Flur) Sigung mit Damen. Vortrag und Tanz Bergnügungs- Klub Eichenlaub". Sonntag, den 3. September, Abends von 6-6 Uhr, Sigung mit Damen in Albert's Restaurant, Lands: bergerstraße 82. Nachdem Fidelitas. Theater- und Vergnügungsverein Fritillaria". Sonntag, den 3. Sept., Abends 6 Uhr, Sigung bei Dreseler, Barnimstr. 16. Nationale Raufmännische Kranken- und Sterbekasse( E. S. 71). Montag, den 4. Gept., Abends 8½ Uhr, im restaurant P. Bodenburg, Kom mantantenstraße 10/11, Borstands- Sigung. Freier Diskutirverein. Montag, den 4. September, Sigung bei Fischer, Martgrafenstraße 88. Bortrag: Die Verfaffung des Deutschen Reiches." ( Fortsegnng.) --J. 30. Der Wirth isf zur Ermission, falls fünftig trok Ermissionstlaufel unpünktlich gezahlt wird, berechtigt. Zum Tapeziren des Ladens ist der Wirth inhaltlich Ihres Vertrages nicht verpflichtet. Kuske. Ja Broschke. Nein. Man kann nur bis zum 15. zum Erften fünftigen Monats kündigen, wenn die Wohnung monatlich gemiethet ist. A. H. Sprechen Sie nach dem 5. September unter Bei bringung etwaiger Papiere zwischen 12 und 1 Uhr vor. Urbanstraße 104. Er soll schleunigst flagen, suchen Arrest auszubringen und pfänden, was er noch erreichen kann. C. G. 69. Unverständlich: Wenn der Laden ander meitig vermiethet ist, können doch Sie an Miethe nichts abziehen. Sprechen Sie nach dem 4. September zwischen 12 und 1 Uhr vor. S. D. Hack. Wenn Sie in Gütergemeinschaft leben, ist es nicht möglich, sonst durch beim dortigen Amtsgericht vollzogenen Vertrag. Treptow. Parkstraße. Jm Spiegel- Saal: Anfang 4 Uhr. G. W. Monatlich gemiethetes Gefinde fann bis zum 15.| rente in Deutschland batirt vom Ende der 50er Jahre. Es mu jeden Monats zum nächsten Ersten fündigen. heißen der 70er Jahre. Ende der 50er Jahre begann da M. P. 100. Sprechen Sie in der Erbschaftsangelegen- Steigen. heit mündlich zwischen 12 und 1 Uhr nach dem 4. Sep- In dem Rixdorfer Versammlungsbericht( 2. Beilage des Vorwärts" Nr. 206 vom 2. September) britte Spalte, Beile 42 1. In dem Artikel unseres von unten lies: Fülle der Gesichte, nicht; Fülle der Gefühle. tember vor. Druckfehlerberichtigung. " Briefkaffen der Expedition. englischen Genossen Bar( vergl. die vorletzte Nummer) befindet sich ein sinnstörender Druckfehler, der auch in andere Blätter übergegangen ist. Am Anfang des 4. Absages muß es von der neuen Internationalen heißen, daß die Seele den Riesenmassen un angemessen ist( statt angemessen). Aus dem Zusammenhang wird der aufmerksame Leser dies bereits gefunden haben. 2. In In unserer Expedition ist ein Notizbuch, anscheinend einem unserem Artikel Ueber die Bauernbewegung in Vorstandsmitglied einer Gewerkschaftsorganisation gehörig, liegen Hessen"( Nr. vom 29. Aug.) heißt es das Sinken der Grund- geblieben. Sonntags Bade's Volksgarten. und Montags: Gr. Konzert und Spezialitäten Borstellung. Großer Ball. Boltsbelustigungen aller Art. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree frei. m.Garten, 2 Winter- Kegelbahnen Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Bereinss, it wo. Todesf.jof, billig zu verkaufen. Näheres: Stalizerftr. 104 im Restaurant, Mittags 12-2 Uhr. 4775L* Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle. Naefe& Pollnow's Färberei, chem.Wäschereiu.Druckerei Nr. 4. Admiralstr. Nr. 4. empfiehlt sich zum Färben u. Reinigen von Herren, Damen- u. KinderGarderb., Ball- u.Gesellschaftstoilett., Möbelſtoffen, Plüsche, Teppichen, Eine Parthie fehlerhafte Teppiche in Sophagröße à 5, 6, 8 u. 10 M., in Salongröße à 12, 15,20-50 M., B. Günzel, Spezialfat: Borträts bewährter ſozialistisch. 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Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 4394L 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Voltsblatt. Nr. 207. Die Kleinbanern und die Geistlichkeit. tönnen.." Sonntag, den 3. September 1893. : 10. Jahrg. Diese Verwüstung, die nur den einen Zweck hat, aus Nordöstlichen Eisen- und Stahl Berufsgenossenschaft, mit gedehntes Jagdterrain zu schaffen und jahraus jahrein zehn 3 357 082 Stimmen; tausende von Joch Acker- und Weideland frißt, ist in ein ganzes 9. Dreher Franz Emil Riemann zu Chemnitz, ArSystem gebracht. Der Vorgang ist immer derselbe. So ein beitervertreter der Sächsisch- Thüringischen Eisen- und StahlZu diesem Gegenstande wird uns noch geschrieben: Geldsack oder X von Gottes Gnaden kommt daher und kauft Berufsgenossenschaft, mit 3 336 422 Stimmen; In seinem Leitartikel vom 4. August sagt der Vorwärts" das Bieh über seine Waldwege und Steige nach der Alpe, der Eutingen bei Pforzheim, Arbeitervertreter der Süddeutschen eine Waldherrschaft. Im nächsten Jahr verbietet er den Bauern, 10. Goldarbeiter Wilhelm Heinrich Schuler zu Man erinnere daran, daß noch heute die überaus reichen 3 katholischen Stiftungen die Bauern austaufen, sie von Haus Alm zu treiben. Die Bauern flagen. Der Prozeß geht her und Edel- und Unedelmetall Berufsgenossenschaft, mit 8 325 169 katholischen Stiftungen die Bauern austaufen, sie von Haus hin, zieht sich in die Länge. Es dauert aber gar nicht lange, Stimmen; und Hof vertreiben, um ihren Besitz unablässig vergrößern zu haben die Prozeßkosten den einen oder andern der Kleinbauern 11. Gummi- Arbeiter Albert Voigt zu Berlin, ArbeiterIch erlaube mir zu sagen, daß diese Auffassung den That- von seiner Hufe vertrieben. Oder, die Bauern verlieren gleich; vertreter der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, mit Ich erlaube mir zu sagen, daß diese Auffassung den That- dann müssen sie ihr Vieh losschlagen, weil sie fein 3 203 930 Stimmen; fachen nicht so ganz entspricht, und will hier meine Meinung Der große Geldfack 12. Friedrich Anton Zidmann zu Chemnih, Arnäher begründen. Unter fatholischen Stiftungen" fönnen hier Futter mehr für dasselbe haben. nur die Klöster gemeint sein, denn was sonst noch und zwar im fauft unterdessen, was er in der Umgebung friegen tann. Nicht beitervertreter der Sächsischen Textil- Berufsgenossenschaft, mit eigentlichen Sinne als„ katholische Stiftung" bezeichnet wird, aber ein ganzes Dorf, einen großen Komplex auf einmal, das 515 364 Stimmen. fällt als Grundbesitzerin in Deutschland nicht ins Gewicht. Nun fäme ihm zu theuer. Er kauft hier ein Gütlein, dort ein Güt- b) als Stellvertreter des zweiten nichtständigen Mitgliedes: ist allerdings Thatsache, daß die katholischen Klöster in Süd- lein. Die Häuser werden niedergerissen, das frühere Ackerland deutschland, mehr aber noch die in Desterreich und Ungarn große Jahren sind diese emporgeschossen und rauben den dazwischen vertreter der Brauerei und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, mit mit schnellwachsenden Waldpflanzen aufgeforstet. Nach ein paar 1. Obertüfer Johannes Bees au Stuttgart, Arbeiter Grundflächen eignen, Thatsache ist ferner, daß der Grundbesitz einzelner Klöster mehr und mehr wächst, nicht ganz richtig liegenden Aeckern Licht und Luft. Es wächst nichts mehr. Die 3 405 256 Stimmen; übriggebliebenen Bauern aber ist es, wenn ganz allgemein behauptet wird, diese Klöster händeringend zum 2. Scheermeister Julius Grünert zu Gera, Arbeiterkauften die Bauern aus und vertrieben sie von Haus und Hof. " gnädigen Herrn" und bitten ihn, ihnen um Gotteswillen ihre vertreter der Norddeutschen Textil- Berufsgenossenschaft, mit die„ Kerle" noch mürber zu machen; dann giebt er oder sein Höfe abzukaufen. Der gnädige Herr zaudert erst ein wenig, um 3 397 523 Stimmen; Tausende und Abertausende an Grundsteuer. Aber er rührt und Verwalter den armen Teufeln, was er will. Und der Staat? Er verliert durch dieses Verfahren jährlich muckst sich nicht. Er kann es auch nicht. Er und seine Organe sind ja nichts weiter als Büttel und Nachrichter des Geldsacks, des Kapitals. den Tod frank darnieder. fommen nun Soziale Itebersicht. Der Vorstand des Verbandes J. A.: Adolf Lipke, Admiralstr. 18 a. 3. Schlosser Bernhard Meichler zu Mülhausen i. E., Arbeitervertreter der Textil- Berufsgenossenschaft von Elsaß- Lothringen, mit 3 393 186 Stimmen; 4. Zigarrenfortirer Alwin Winter zu Magdeburg, Arbeitervertreter der Tabat Berufsgenossenschaft, mit 3 385 763 Stimmen; 5. Maurer Gregor Wirthmann zu Bamberg, Ar beitervertreter der Bayerischen Baugewerts- Berufsgenossenschaft, mit 3 385 588 Stimmen; 6. Spengler Bernhard Henze zu München, Arbeitervertreter der Berufsgenossenschaft der Gas- und Wasserwerke, mit 3 368 031 Stimmen; 7. Häuer Karl Ernst Eidner zu Delsnit im Erzgebirge, Arbeitervertreter der Knappschafts- Berufsgenossenschaft, mit 3 363 978 Stimmen; 8. Dreher Franz Hagemann zu Bredow, Arbeitermit 3 343 672 Stimmen; 9. Bureaubeamter Richard Perschke zu Breslau, Arder mit beitervertreter Straßenbahn Berufsgenossenschaft, 3 327 501 Stimmen; 10. Tischler Friedrich Stügelmaier zu Berlin, Arbeitervertreter der Norddeutschen Holz- Berufsgenossenschaft, mit 3 304 954 Stimmen; 11. Maurer August Dähne zu Berlin, Arbeitervertreter der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft, mit 3 190 272 Stimmen; 12. Tischler Josef Klingebeil III zu Halle a. S., Arbeitervertreter der Sächsisch- Thüringischen Eisen- und StahlBerufsgenossenschaft, mit 2 900 811 Stimmen. Der Rest der Stimmen zersplitterte sich auf 3611 weitere Personen. Wenn einzelne Klöster Grund und Boden durch Kauf er werben, so geschieht das meistens zu Arrondirungszwecken. Die fich immer mehr ausdehnenden Grundbesitzes. Der Grund ist Leiter der reichen Klöster sind ganz und gar keine Freunde eines sehr einfach. Aller Kloster- Grundbesitz ist ebenso gebunden, wie ein Fideikommiß. Der jeweilige Abt kann zwar bis zu einer bestimmten Höhe Schulden machen, aber verkaufen darf er nicht eine Parzelle. Nun ist es ja Thatsache, daß einzelne Klöster die jährlichen Gutserträgnisse nicht verbrauchen können, daß also ein großer Ueberschuß bleibt. Würde dieser Ueberschuß zu Grunderwerbungen verwendet, so wäre er der freien Verfügung der Brüder entzogen. Das ist die Ursache, weshalb die reichen Klöster ihre Ueberschüsse zum allergrößten Theil in Werthpapieren anlegen, womit die Brüder, respektive Achtung, Metallarbeiter! Der Streit bei der Firma der Abt, thun und lassen können, was sie wollen. Das Gleiche Willing u. Biolet dauert unverändert fort. Wir ersuchen auch gilt übrigens auch von dem Grundbesig einzelner Pfarreien, auf weiter den Zuzug strengstens fernzuhalten. welchen Weltgeistliche fizzen. Es giebt solche, zu welchen mehr als hundert Joch Grund gehören. Der jeweilige Piründen aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter vertreter der Nordöstlichen Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft, inhaber ist immer ein wohlhabender Mann; es ist aber bis heute Berlins und Umgegend. feinem einzigen eingefallen, zum Pfarracker auch nur ein Beet hinzuzukaufen. Was er sich erspart", gehört ihm, und er kann Achtung! An alle Barbier, Friseur- und Verrückensein Geld verbrauchen, es so lange er lebt- an seine Ver- macher- Gehilfen. Kollegen! Am Montag den 4. September wandten verschenken oder es seiner Köchin geben. findet bei Bolz, Alte Jakobstr. 75, eine öffentliche Versammlung Bei den mittleren und kleineren Klöstern erfolgt die Ver- statt, in der Stellung genommen werden soll wegen Zugehörig mehrung des Klostergutes heute hauptsächlich auf zweierlei Art feit der Innungsmitglieder zum Gewerbegericht. In anbetracht und Weise. Entweder durch Schenkung und testamentliches Ver- der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen dringend mächtniß oder dadurch, daß der Besitzer eines Gutes ins Kloster nothwendig. tritt und seiner neuen Heimath sein Besitzthum als Morgengabe Die Agitationstommission. mitbringt. Die Besitzvermehrung nach der ersten Art findet mehr bei Männerklöstern, die andere hauptsächlich bei Frauenklöstern statt. Die alleinstehende Besitzerin eines Hofes liegt auf in einzelnen Orten bestehende Choleragefahr zwingt uns mit ge An die Maschinisten und Heizer Deutschlands! Die Der Mönch tommt, setzt sich an ihr Lager, malt ihr Himmel, Tod und Teufel an die bietericher pothwendigkeit dagegen Stellung zu nehmen, daß Wand und räth ihr, für ihr Seelenheil zu sorgen. Ist es da zu Lappen uns in einem geradezu hohnsprechenden Zustande überzum Putzen von Maschinen und Triebwerken benügten verwundern, wenn das vor Furcht und Angst halb blödsinnige Dortmund. Der Generalanzeiger" veröffentlicht in der Weiblein ihr Besththum dem Kloster vermacht und nur die Be- geben werden. Nicht allein ekelerregend, daß dieselben vom Un- Donnerstag- Nummer einen Artikel über die Entstehung des dingung stellt, daß für fie, für ihren todten Mann und für ihre noch eine viel größere Gefahr ist für uns und unsere Familien wird, daß die Hälfte aller Schlagwetter- Explosionen Schuld der geziefer, Menstruation und Extremente verunreinigt sind, sondern schrecklichen Unglücks auf Zeche Kaiserstuhl", worin behauptet verstorbenen Kinder jährlich so und so viel Messen gelesen werden? Diese Art der Klösterlichen Besitzvermehrung wird aber vorhanden, nämlich die Ansteckung durch die in den Buklappen Bergleute seien. Als Beweis dafür führte er an, daß in einer Die Putlappen bestehen meist am Dienstag hier stattgehabten Gerichtsve handling gegen von Jahr zu Jahr weniger ergiebig. Es tröpselt nur noch ab enthaltenen Krankheitserreger. und zu. Defto profitlicher ist die andere, oben angegebene Art. aus alten abgetragenen und zerriffenen Kleidungsstücken, und es einen Bergmann wegen Uebertretung der Berg- Polizeiverordnung ist eine bekannte Thatsache, daß, wo Personen frank waren,( verbotswidriges Deffnen der Lampen) verhandelt worden. Bei Biele katholische Frauenklöster befassen sich mit der Erziehung deren schlechte Sachen zum Lumpenhändler wandern, um dort einer kürzlich vom Bergassessor Lüthgen auf Kaiserstuhl vor der weiblichen Jugend, besigen das Recht, sogenannte höhere als Puzlappen weiter verkauft zu werden. Auch die in einzelnen genommenen Revision der Grubenlampen, soll derselbe an Töchterschulen zu halten. Die Schülerinnen stammen zum großen Städten testehenden Desinfektionsanstalten ändern an der That- zwanzig Lampen nachgewiesen haben, daß sie gewaltsam Theile aus dem Bauernstande. Die Kinder bleiben sechs, acht und fache nichts, da es dem guten Willen der Händler überlassen geöffnet worden seien und bei weiteren fieben Lampen noch mehr Jahre in der Schule. Zeit ist also genug vorhanden, bleibt, ob sie die Lappen desinfiziren lassen wollen oder nicht soll dies wahrscheinlich sein. Was beweist denn aber dies? um das junge Gemüth zu bearbeiten. Dasjenige Mädchen, das Was wir vor allen Dingen verlangen müssen, ist, daß der Erstens müßte festgestellt werden, wieviel Zeit seit der letzten alleinige Erbin eines Hofes oder sonst eines größeren Besitz Handel mit Puhlappen verboten wird, oder mindestens dem Lampenrevision verstrichen ist, denn es ist nicht nachgewiesen, daß thums ist, wird den Schwestern" ganz anders Händler die Verpflichtung auferlegt wird, die Lappen vor dein diese Handlungen von einem Tage herrühren, da wohl doch vielbehandelt als die übrigen Schülerinnen. Ordentlich auf Verkauf desinfiziren zu lassen. Um nun unseren Wünschen mehr fach der Bergmann die Lampe so wieder erhält wie er sie am den Händen getragen, umschmeichelt und kajolirt wird es Nachdruck zu geben, bittet Unterzeichneter die Vereine der Tage vorher abgegeben hat. Zweitens ist dadurch die theilweise so lange bis es Ja gesagt hat und als Nonne in das Maschinisten und Heizer, durch Veranstaltung von Versammungenügende Kenntniß vieler Bergleute über die BergpolizeiStlofter getreten ist, bis sein früheres Besißthum in das Eigen- lungen die Behörden auf diese Weißstände aufmerksam zu machen, Verordnung nachgewiesen. Und drittens muß man derartige thum des Klosters übergegangen ist. Tann freilich ist die Zeit und in den Orten, wo die Kollegen noch nicht organisirt sind, Handlungen vom Standpunkt der Zohn- und Arbeitsverhältnisse der Zuckerpläßchen vorbei. Die junge Nonne kann aus dem dies in furzer Zeit nachzuholen, um diesen so wie anderen Miß- der Bergleute betrachten. Bei dem schlechten Gedingefaß, dem gerade Kloster treten, wann sie will, fein Mensch kann sie zwingen, ständen abzuhelfen. Zur Auskunft ist gerne bereit K. Kirschnic, auf Kaiserstuhl die Leute unterworfen sind, wo sie unter Aufbietung darin zu bleiben. Aber, sobald sie die Schwelle überschreitet, um Vorsitzender des Verbandes der Maschinisten und Heizer Deutsch- aller Kräfte arbeiten müffen, um soviel zu verdienen, damit sie ihre in die Welt zurückzukehren, ist sie so arm wie eine Kirchenmaus. lands, Berlin SO., Pücklerstr. 3. Familien unterhalten können, ist es vielen nicht möglich, wenn Auf diese Weise manipuliren Mönche und Nonnen, um den ihnen die Lampe ausgeht, erst 3/4 Stunden Weg nach dem Schacht Grundbesitz ihrer Klöster zu vermehren, und man sieht, es fommt zu gehen, dort die Lampe heraufschicken und lauern, bis man so ihnen weit billiger zu stehen, als wenn sie die Bauern austaufen gnädig ist, ihm eine andere zu besorgen, worauf er dann die und von Haus und Hof treiben würden. Wäre es also an Die Wahl von zwei nichtständigen Mitgliedern( Ar- 3/ 4 Stunde wieder zurück muß. Auf diese Weise vergeht die gezeigt, wenn ein Agitator in der Art und Weise vorgehen beitervertretern) des Reichs- Versicherungsamtes hat, wie Schicht, ohne daß der Mann etwas verdient hat und obendrein würde, wie es ihm der Verfasser des oben angezogenen Leit der Vorsitzende des Neichs- Versicherungsamtes Dr. Bödiker wird er vom Steiger noch angeranzt, daß er gefaulenzt hat. Frau auffages anräth? Wir glauben nicht. Jeder Frühmesser könnte mittheilt, stattgefunden. und Kinder zu Hause wollen aber essen, Steuern und Miethe ihn mit wenigen Worten zur Abfuhr bringen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck höflichst gebeten. Von den 3196 wahlberechtigten Arbeitervertretern haben sollen gezahlt werden. Auf diese Weise wird der Bergmann aus 2671 ihre Stimunzettel rechtzeitig eingesandt. Mit Stimmenmehrheit sind zu nichtständigen Mitgliedern Wer die einschlägigen Verhältnisse tennt, wird unseren tapferen Genossen, die die Lundagitation betreiben, nicht blos in dieser Richtung Vorsicht empfehlen müssen. Im Mittelalter ging das Sprichwort: Unter'm Krummstab ist gut wohnen". Das trifft gewählt: auch heute noch in mancher Hinsicht zu. Es ist Thatsache, daß 1. Puter Wilhelm Buchholz zu Berlin, Arbeiterauf den reichen, katholischen Stiftern und Klöstern, deren Grund- vertreter der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft, besit ost so ausgedehnt ist, daß man aus ihm gut und gern mit 3 292 010 Stimmen; zwanzig bis dreißig norddeutsche Rittergüter schneiden könnte, 2. Hutmacher Karl Kämpfe zu Bamberg, Arbeiter die Grundpacht durchschnittlich geringer ist, und die Verpachtungs- vertreter der Bekleidungsindustrie Berufsgenossenschaft mit termine weiter auseinander liegen, als auf den Gütern der Groß- 3 047 208 Stimmen. grundbesizer. Jedes Kloster ist zufrieden, wenn es einen Theil Der Rest der Stimmen zersplitterte sich auf 979 weitere der Pacht in natura, in Milch, Butter, Fleisch, Geflügel u. s. w. Personen. bekommt, Auch der Lohn und die Kost der Dienstboten ist in den Klosterhöfen höher und besser als auf anderen Gütern. Alles das muß gekannt, beachtet und berücksichtigt werden, soll a) die Landagitation in gewissen Gegenden einen Erfolg zeitigen. = 4 Als Stellvertreter der vorgenannten Mitglieder sind gewählt und zwar: als Stellvertreter des ersten nichtständigen Mitgliedes: Taß das Bauernlegen heute noch praktizirt wird und mit 1. Schristsetzer Wilhelm Barth zu Frankfurt a. M., viel feineren Mitteln als früher, ist ebenfalls Thatsache. Wer Arbeitervertreter der Buchdrucker Berufsgenossenschaft, mit es sehen will, wie man es am hellichten Tage treibt, braucht nur 3411 947 Stimmen; nach Innerösterreich zu gehen, nach Salzburg und Oberösterreich, 2. Magazinarbeiter Heinrich Tegel zu Mainz, Arbeiter Niederösterreich, Obersteiermark und Kärnten. War er vor vertreter für den Bezirk des XI. Armeekorps zu Kassel, mit zwanzig Jahren in den Thälern und kommt er heute wieder 3 397 842 Stimmen; hin, er erkennt die Gegend nicht wieder. Ganze Dörfer sind 3. Zimmerpolier Michael Mayer zu Augsburg, Arbeiter verschwunden, hunderte von Häusern und Gehöften wurden vertreter der Bayerischen Baugewerts Berufsgenossenschaft, mit wegrafirt, an ihrer Stelle wächst jetzt der wilde Wald. Alter 3 394 011 Stimmen; Kulturboden, auf dem seit Jahrhunderten hunderte von freien 4. Tischler Wilhelm Krüger zu Dresden- Altstadt, ArBauernfamilien siedelten, ihr Brot und Auskommen fanden, ist beitervertreter der Sächsischen Holz- Berufsgenossenschaft, mit wieder zur Wildniß, zum Jagdrevier geworden. Wo sonst die Sichel 3 390 466 Stimmen; rauschte und die Pflugschaar wühlte, pfeift jetzt das Reh, sagen Fuchs 5. Schlosser Karl Gutheit zu Berlin, Arbeitervertreter und Dachs einander gute Nacht. Und wer sind diese Bauernleger, der Nordöstlichen Eisen- und Stahl Berufsgenossenschaft, mit diese Kulturfeinde mit offenem Visir? An der Spitze stehen 8 385 646 Stimmen; selbstverständlich die Edelsten der Edelen, vom Herzog von Koburg angefangen bis zum Wiener Rothschild. gewordene Schlotjunker und Kohlengrafen oder die Söhne solcher Leute, die schon zu faul geworden, ihre Fabritsklaven selbst auszubenten und die dieses Geschäft nun bezahlten Beamten über laffen. Den Beschluß machen Börsenhaie, denen ein glücklicher Fischzug Hunderttausende auf einmal in den Sad geworfen hat. Noth gezwungen, seine Lampe zu öffnen und sie selbst anzuzünden, die Sorge uni's Brot treibt ihn dazu. Gebt dem Bergmann bessere Löhne, sorgt für Reservelampen, dann wird niemand mehr in Versuchung kommen, die Lampe zu öffnen. Auch muß man fragen, warum hat man nicht schon längst elettrische Grubenlampen eingeführt, die doch schon längst auf allen Ausstellungen vertreten sind? Da sind den Herren aber die Kosten zu hoch, der Profit darf nicht geschmälert werden, der ist immer noch mehr werth als das Leben von 100 Grubensklaven, die man doch alle Tage ersetzen kann. Es ist geradezu frivol vom fapitalistischen Generalanzeiger, anläßlich des schrecklichen Glendes, welches durch die Katastrophe über so viele Menschen gekommen ist, derartige Behauptungen auszustellen. Die Bergleute, die diesen kapitalistischen Wisch noch halten, mögen sich das merken und ein Blatt, welches ihnen so ins Gesicht schlägt, von ihrer Thüre weisen. Wie das Unglück auf Kaiserstuhl entstanden ist, wird wohl nie herauskommen.. Doch das steht fest, schuld an dem Unglück ist das heutige System, das feine Rücksicht auf Leben und Gesundheit der Arbeiter nimmt, sondern nur rücksichtslos dem Profit nachjagt, un befümmert ob Tausende dabei zu Grunde gehen. Zu den Vorgängen bei der Beerdigung auf Zeche Kaiserstuhl erhält die Dortmunder 3tg." noch folgende Nachricht: Geehrteste Redaktion! Sie berichteten in Ihrem geschätzten Blatte vom Freitag den 25. cr. über die Reinigung der gefallenen Opfer bei der Wetter explosion, welche Achtung man beachtet hat vor der Majestät des Todes. Am Beerdigungstage konnte man so recht sehen, wie die Opfer der Arbeit geachtet werden. In dem Augenblick, als die Särge auf die hergestellten Leichenwagen gebracht werden sollten, entwickelte sich in den Räumen, welche zu der Leichenhalle hergestellt waren, eine Thätigkeit, als wenn mehrere Schreiner damit 6. Schreiner Friedrich Höfner zu München, Arbeiter beschäftigt gewesen wären, noch Särge für die zu beerdigenden Dann folgen reich vertreter der Bayerischen Holzindustrie- Berufsgenossenschaft, mit Leichen fertig zu stellen. Nach genauer Erkundigung war dem 3 379 430 Stimmen; aber nicht so, sondern es mußten die Särge über den Köpfen 7. Lagerist Gustav Weiß zu Merseburg, Arbeiter der Leichen zusammengenagelt werden, denn dieselben waren vertreter der Papierverarbeitungs Berufsgenossenschaft, mit von einer solchen Beschaffenheit, daß die Deckelschrauben nicht 3 867 029 Stimmen; funktioniren fonnten, ja sogar die tägel, welche eingeschlagen 8. Schloffer Rudolf Aßmann, Arbeitervertreter der wurden, hatten keinen Halt, sodaß as Nageln noch fortgesetzt = werden mußte, als die Seichen schon auf die Wagen gestellt auf die Landbevölkerung zugelassen, welche des Sonntags in den Vorwürfe zu machen, sondern der Regierung über die schlechte waren. Das war besonders bei dem Wagen der Fall, auf Landstädten ihre Bedürfnisse decken muß. Dagegen war die Ausführung derselben. Nachdem die Kollegen Böhm, Prikwelchem die Zeichen von H. Höcker, W. Potthoff und W. Brocke Gefeßgebung der Meinung, daß diese Rücksichtnahme auf die tow, Hirsch und Leginsky ihrer Meinung Ausdruck gestanden. Welche Empfindungen und welche Gemüthserregungen Landbevölkerung für die großen Städte nicht in Betracht kommt geben, die so wie bei allen Rednern darin gipfelte, daß die Versich der trauernden Hinterbliebenen bemächtigte, fann nur der und überließ es den Gemeindebehörden, die Sonntagsarbeit durch sammlung ihren eigentlichen Zweck gänzlich verfehlt habe, nahm ermeffen, welcher schon in ähnlicher Lage gewesen ist. Hier ist Ortsstatut unter 5 Stunden zu beschränken. Für Berlin liegt das man einen Antrag dahin an, daß sich alle drei Vereine, der doch wohl die Frage berechtigt, ob von der Zechenverwaltung im Gefeß vorgesehene Bedürfniß der Landbevölkerung, während Verein selbständiger Gewerbetreibender und der Berliner Markt. solche minderwerthige Särge bestellt worden sind, oder ob die des Sonntags ihre Einkäufe zu machen, durchaus nicht vor, da verein für Gewerbe und Industrie, zu verbinden haben, um geLieferanten sich dadurch einen rechtswidrigen Vortheil zu ver- die Bewohner der Vororte Berlins mit ganz verschwinden- meinsam Schritte zu thun gegen die, den hier in Betracht kommenschaffen suchten. den Ausnahmen sich sämmtliche Lebensbedürfnisse in ihren den Handelstreibenden schädigenden Bestimmuugen. Ortschaften beschaffen tönnen und die Besorgung der weniger Versammlungen. " etwa nicht erhältlichen Gegenstände bei den überaus zahlreichen Die im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Verkehrsverbindungen mit Berlin in der angestrebten Zeit von Arbeiterinnen hatten am 31. Auguft eine öffentliche Versamm drei Stunden sehr wohl geschehen kann. Die Berliner Bevölfe- lung, in der zum ersten Punkte der Tagesordnung über die Lohnfrage berathen wurde. Kollege rung ist noch weit eher in der Lage, in dieser Zeit ihre Be- Stellungnahme zur dürfnisse zu decken. Von feiten des konsumirenden Publikums Ram low referirte und führte aus, die verschiedenartigen AnEine öffentliche Versammlung von Handlungs ist auch über die bisherige Handhabung des Gesetzes betreffend fprüche, welche die Kundschaft mache, ließen einen gleichmäßigen, gehilfen und Gehilfinnen fagte am 1. d. M. mit der die Sonntagsruhe noch feine Klage an die Deffentlichkeit ge- einheitlichen Preistourant nicht zur Durchführung fommen. Tagesordnung: Welche Forderungen haben wir an die gefeß- drungen. Erwägt man dabei, daß nach den„ Erhebungen der Daher schlage die Tariffommission vor, einen Minimallohn zu gebenden Körperschaften zu stellen?" Referent Julius Türk. Reichskommission für Arbeiterstatistik" vom September und Of fordern von 21 Mark und das Affordsystem zu beseitigen. In Rorreferent Reichstags- Abgeordneter Ewald Vogtherr, im Buggen- tober 1892 in den Verkaufsgeschäften Berlins 37 pet. der der Diskussion stimmten die Redner diesem Vorschlage zu. hagen'schen Saale und war besonders auch von Handlungs. Handlungsgehilfen eine Arbeitszeit von mehr als 15 Stunden, Möbring führte aus, bei dem derzeitigen Zustande tönne es nicht gehilfinnen rege besucht. Türk beleuchtete in einem eingehenden ohne Mittagspause oder einer solchen von weniger als einer bleiben, es sei im Laufe der lezten Jahre zu viel an bei den BerufsVortrage die Mißstände im Handelsgewerbe, wie sie insbesondere halben Stunde haben, so erscheint es mit Rücksicht auf das den Akkordpreisen abgezogen worden; durch die reichsstatistischen Erhebungen trog deren Mangelhaftig- materielle und geistige Wohlbefinden dieser, während der Woche genoffen unter 18 bis zu 16 Jahren solle 16,50 Mart Minimallohn gefordert werden, ebenso viel für feit vor aller Augen flar gelegt worden sind und kam zu dem schon durch eine so übermäßig lange, allen Gefeßen der Hygiene als Schluffe, daß in erster Linie eine Verkürzung der Arbeitszeit, zuwiderlaufende Arbeitszeit, angestrengten Arbeiterklasse schon die Arbeiterinnen. Die Versammlung beschloß einstimmig, in vorerst auf täglich 10 Stunden, von der Gesezgebung gefordert aus Gründen der Humanität dringend geboten, derselben einen Lohnkampf einzutreten, und billigte den vorgeschlagenen Den zweiten Minimallohnsat werden müsse, schon um dem schlimmsten der Uebel, der Stellungs- wenigstens den freien Sonntag, soweit als irgend möglich, zu Minimallohnsatz von 21 M. losigkeit, die durch eine Stellenvermittelung" nicht behoben sichern. Ju den Engross, Fabriks und Bankgeschäften fann von setzte die Versammlung nicht auf 16,50 M., wie vorgeschlagen, werden könne, zu begegnen. Die verkürzte Arbeitszeit, welche einem Bedürfniß des Publikums, am Sonntag seine Einkäufe zu sondern auf 12 M. fest. Die Kommission schlug des Weiteren sehr wohl durchführbar sei, habe sowohl für Gehilfen wie für besorgen, effektiv feine Rede sein. Die im vorigen Jahre in die Forderung einer neunstündigen Arbeitszeit vor, die die Gehilfinnen Platz zu greifen. Für Lehrlinge sei eine achtstündige Kraft getretenen Bestimmungen über die Sonntagsruhe haben Barockvergolder, die Rahmenvergolder bereis haben. Auch dieser tägliche Arbeitszeit zu fordern. Als besonders wünschenswerth zur Folge gehabt, daß der Verkauf sowie die sonstigen Arbeiten Forderung stimmte die Versammlung einstimmig zu und wählte bezeichnete der Vortragende ferner die Aufnahme der Bestimmung in vorbenannten Geschäften mit verschwindenden Ausnahmen zur weiteren Wahrnehmung dieser Angelegenheit eine fiebenin das Handelsgesetzbuch, daß den Handlungsgehilfen und Gewährend der Woche erledigt werden, was auch schon einen Theil gliedrige Kommission, bestehend aus einem Vergolder, einem Farbighilfinnen innerhalb der Kündigungsfrist, deren Dauer von vier der Inhaber dieser Geschäfte veranlaßt hat, ihre Geschäftsräume macher, einem Versilberer, einem Packer, einem Grundirer, einer Wochen ausreichend sei, eine Zeit frei gegeben werde, während welcher während des Sonntags vollständig zu schließen. Die Arbeitszeit Bergolderin, einer Belegerin. Zum zweiten Punkt der Tagesfich die Angestellten nach einer neuen Stellung umzusehen vermöchten. der Angestellten in den oben bezeichneten Geschäften ist fast durch- ordnung verlas Kollege Richert die Abrechnung des früheren Da die Handlungsgehilfen und Gehilfinnen ebenfalls nur Ar- gängig eine ebenso lange als diejenige der Angestellten in den Delegirten der Streif- Kontrollkommission. Danach hat Gernd beiter bezw. Arbeiterinnen seien, so hätten dieselben auch wie Detailgeschäften, ja übrsteigt während der sogenannten Saison von den auf Gewerkschaftskommissions- Marken gesammelten diese auf ein Gewerbegericht Anspruch. Auf die Alters-- d. h. 6-8 Wlonate im Jahr- letztere noch bedeutend. Geldern 15,50 M. zu wenig abgeliefert. Richert andererseits hat versicherung würden sie gern verzichten und dafür lieber das So beträgt die Arbeitszeit beispielsweise in den Konfektions- noch 9 M., die er selbst einkassirt hat. Die Versammlung legte Gewerbegericht eintauschen. Die einzige Partei, welche sich der und Modewaaren- Geschäften während mehrerer Monate 14-15 Richert die Verpflichtung auf, morgen in der Sigung der GeHandelsangestellten annehme, sei die sozialdemokratische Partei, Stunden täglich und noch mehr, trotzdem in diesen Geschäften wertschaftskommission abzurechnen, und beauftragte die Agitationsund dieser hätten sie sich anzuschließen.( Lebhafter Beifall.) eine große Anzahl von Lehrlingen beschäftigt wird. Dazu kommt fommission, den fehlenden Betrag vorzuschießen. Sodann theilte Hand in Hand mit den industriellen Arbeitern hätten die Handels- noch, daß dieselbe eine weit intensivere als in den Detail- der Vorsitzende mit, daß der Kollege Keiler an der Proletarierangefiellten zu kämpfen, sich zu organisiren.( Anhaltender, leb- geschäften ist und die Kräfte der Angestellten in wenigen Jahren frankheit gestorben ist und am Sonntag, den 3. September, beDie Vertrauensleute wurden noch einmal aufhafter Beifall.) Vogtherr fritisirte gleichfalls die reichs- aufreibt. Mit Rücksicht darauf sprechen wir die Erwartung aus, graben wird. statistischen Erhebungen für das Handelsgewerbe und deren Er- daß die Gemeindebehörden der Stadt Berlin obengenanntes gefordert, abzurechnen, widrigenfalls ihre Namen veröffentlicht gebnisse, und wies auch seinerseits überzeugend nach, daß die Ortsstatut erlassen werden. Handelsangestellten nur in ihrer Organisation und Unterstützung der sozialdemokratischen Partei ihr Heil zu suchen hätten und auch finden tönnten. Auch dem Korreferenten wurde lebhaftester Beifall gezollt. Die folgende Diskussion gestaltete sich recht leb haft, indem von ortsvereinlicher Seite wiederum versucht wurde, als moderne Rattenfänger von Hameln durch Blasen der Harmonieflöte die Handelsangestellten zur Gefolgschaft zu verlocken, ein Unternehmen, das allerdings gänzlich mißlang. Das Resultat der diesbezüglichen Verhandlungen war die einstimmige Genehmigung folgender Resolution: Mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die Versammlung. werden. Der Verband der Möbelpolirer für Berlin und Umgegend hielt am 21. August seine Monatsversammlung ab, in der Dr. Braun das Ergebniß der seiner Zeit ausDie Händler und Markthelfer hatten am 31. August eine gegebenen Fragebogen mittheilte. Es wurde beschlossen, das öffentliche Versammlung, in der Dr. Friedländer einen Resultat dieser Statistik in einem Flugblatte weiteren Kreisen Vortrag hielt über die Cholera, deren Ursachen, Uebertragbar bekannt zu machen. Der Möbelpolier Julius Brünn wurde wegen feit und Einfluß auf das Händler- und Hausirgewerbe eingehend seines unkollegialischen Benehmens in der Werkstatt von Hörning beleuchtend. Kollege Löwenstein war der Meinung, daß das und Lüders, Krautstraße, auf ein Jahr von der Benutzung des Verbot der Märkte gerade das Gegentheil von dem bewirke, was Arbeitsnachweises ausgeschlossen. Entrüstung erregte des es solle. Viele Kleinhändler haben noch an den Schulden der weiteren die zur Kenntniß der Versammlung gebrachten Die heutige Versammlung nimmt mit Entrüftung von den vorjährigen Marktverbote zu tragen, indem sie erheblich in ihrem unsauberen Machinationen des bereits in der vorigen Verim Handelsgewerbe herrschenden, durch die Reichskommission für Broterwerb geschädigt wurden. Kollege Horwit ist derselben sammlung gekennzeichneten Möbelpolirs Rossi, bei Wolter, Arbeiterstatinik festgestellten Thatsachen Kenntniß. Sie erklärt, Ansicht. Man habe sich auf den Boden der modernen Arbeiter Friedenstr. 47. Zn der Angelegenheit Wendt theilte der Vordaß es ein Gebot der Gerechtigkeit, ja der Nothwendigkeit ist, bewegung zu stellen, die Arbeiter in ihrem Kampf um bessere sitzende mit, daß die erste Zeugenvernehmung bereits stattsofort eine Verkürzung der Arbeitszeit eintreten zu lassen. Sie Löhne zu unterstüßen, diese seien die anständigsten Kunden der gefunden hätte und wurden zwei Kollegen gewählt, um die befordert den Bundesrath dringend auf, die Arbeitszeit für Ge- Haufir- und Markthändler. Entgegen den Marktverboten stehe gangenen Veruntreuungen genau zu ermitteln, damit dieselben dem bilfen und Gehilfinnen auf 10 Stunden, der Lehrlinge auf 8 Stunden die Erlaubniß zu Sedanfesten, hier sei ganz derfelbe Verkehr, ganz Kriminalkommissarius möglichst gesichtet vorgelegt werden können. täglich festzusehen." dieselbe Menschenzuströmung wie auf Jahrmärkten. So gut wie Die vom Vorstand vorgeschlagene Herrenpartie nach Köpenick foll Ebenso genehmigte die Versammlung gegen eine Stimme die diese nicht verboten, fönne man fordern, daß auch jene frei am Sonntag, den 10. September stattfinden. Zum Schluß tam Absendung folgender Petition betreffend Einführung eines Orts- gegeben würden. Kollege Färber ist der Meinung, daß durch ein Brief des Tischlermeisters Lade, Dieffenbachstr. 36, zur Verstatuts für die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. weitere Marttverbote, wie sie aus Anlaß der paar Cholerafälle in lesung. Derselbe beschwert sich über die ihm vom ArbeitsDie am 1. September d. J. im Buggenhagen'schen Saale Tempelhof vorgekommen, die ganze Existenz der Händler ver- nachweis zugesandten Gehilfen, sowie über die von der lezten hierfelbft tagende, von ca. 7000 Handlungsgehilfen und Ge- nichtet werde. Feinde stehen ihnen in allen Parteien gegenüber, Versammlung aufgestellte Behauptung, in seiner Werkstatt hilfinnen besuchte Versammlung richtet an den Magistrat der am schwersten schädigen die Bestimmungen der Sonntagsruhe, herrschen Mißstände. Zur Untersuchung dieser Beschwerde soll Stadt Berlin die Bitte, gemäß§ 105b der Gewerbe Ordnung, welche auf Veranlassen der sozialistischen Partei eingeführt wor- eine Kommission Rücksprache in besagter Angelegenheit nehmen. bie Sonntagsruhe im Handelsgewerbe durch Ortsstatut wie folgt den sei. Die Sonntagsruhe ist ein so wunder Punkt, daß man zu regeln: sich schon deswegen nicht der modernen Arbeiterbewegung an- In Schöneberg tagte am Dienstag, den 29. August, eine In Engros, Fabrit- und Bankgeschäften dürfen Handlungs, schließen fönne. Redner ergeht sich des weiteren in eigenartigen große Volksversammlung, die zum Andenken Lassalle's vergehilfen, Gehilfinnen, Lehrlinge und Hausdiener am Sonntag Darlegungen der Haufir- und Handelsgewerbetreibenden im anstaltet war. Der Saal in der Schloßbrauerei war bis auf überhaupt nicht beschäftigt werden. sozialistischen Zukunftsstaat, kritisirt die Vorgänge in Zürich be- den letzten Plaz gefüllt. Genosse Da stig hielt einen anregenIn Verkaufsstellen aller Art dürfen Handlungsgehilfen, Ge- treffs Hinausweisung der Anarchisten und fügt verschiedene ab- den und mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Lassalle's Hilfinnen und Lehrlinge am Sonntag nur drei Stunden beschäftigt fällige Bemerkungen über den Vortrag des Dr. Friedländer hinzu, Leben und Wirken. An der Diskussion betheiligten sich die Gewerden und muß diese Beschäftigung um 10 Uhr Vormittags so daß dieser unter Bedauern, einen Vortrag gehalten zu haben, nossen Hackelbusch, Idler und Matezewski, die sich beendet sein." die Versammlung verläßt. Hierauf tadelt Kollege Löwen im Sinne des Referenten aussprachen. Im Berschiedenen gab stein scharf das Berhalten Fä: ber's und weist ganz entschieden der Vorsitzende bekannt, daß die Vereinsversammlungen alle Durch§ 105b der Gewerbe Ordnung ist den Gemeinde- die beschuldigenden Aeußerungen desselben zurück. Rollege 14 Tage stattfinden, und zwar am Montag nach dem 1. und 15. behörden die Befugniß ertheilt worden, die auf 5 Stunden feft- Mörsch hebt hervor, daß bei der vorjährigen Cholera- Epidemie Er schloß mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemogefegte Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe durch Ortsstatut dem Großhandel nichts verboten, während alle Verbote sich tratie die Versammlung. weiter zu beschränken oder gänzlich zu verbieten. Die Gefeß- nur auf die Kleinhandeltreibenden erstreckten. Betreffend gebung hat eine fünfftündige Sonntagsarbeit nur mit Rücksicht die Bestimmungen der Sonntagsruhe seien nicht der Parteil Begründung: = Genossenschafts- Bäderei Vorwärts ( Eing. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht) Am Ost- Bahnhof Nr. 3 empfiehlt garantirt reines Roggenbrot mit Kontrollmarke und Stempel G.- 8. Vorwärts und ist in folgenden Verkaufsstellen zu haben: Osten. Neuendorf, RI. Markusstr. 4. Zieckerow, Friedrichsfelderstr. 10. Heissmann, Andreasstr. 84. Walther, Blumenftr. 47. Lindemann, Friedrichsbergerstr. 8. Stephan, Friedrichsbergerstr. 25, Wendt, Pallisadenstr. 71. Hansen, Pallifabenstr. 55. Enge, Frankfurter Allee 114, Oolze, Graubenzerstr. 2. Wulff, Gubenerйr. 11. Sehröder, Rüdersdorferstr. 65. Günzel, Ballisadenstr. 86. Nordosten. Bodenstedt, Landsberger Allee 134. Zenge, Elbingerstr. 10. Telchert, Elbingerstr. 20. Südosten. Keil, Adalbertstr. 69. Dörner, Adalbertstr. 47. Behrendt, Adalbertstr. 31. Auf der Heide, Admiralstr. 89. Kabisch, Staligerstr. 146. Zinke, Staligerstr. 123. Schertel, Reichenbergerstr. 61. Grimm, Reichenbergerstr. 54. Herberg, Reichenbergerstr. 98. Winklor, Reichenbergerstr. 85. achten. Negendank, Mariannenstr. 19. Müller, Grünauerstr. 25. Pott, Grünauerstr. 38. Schönfeldt, Liegnigerstr. 36. Steinbrink, Waldemarstr. 82, Krause, Naunynstr. 11. Neidhardt, Naunynstr. 70. Trampe, Wrangelstr. 10. Suckert, Lübbenerstr. 23, Sauer, Sorauerstr. 14. Richert, Oppelnerstr. 27. Dehnke, Oppelnerstr. 10. Wegener, Faltensteinstr. 17. Knorr, Faltensteinstr. 42. Möbus, Cuvrystr. 45. Pfeiffer, Görligerstr. 40. Süden. Laufer, Dresdenerstr. 38. Rother, Ritterstr. 85. Lembke, Fürstenstr. 2. Purmann, Gneisenaustr. 30. Duchow, Markthalle Martheinikeplay, Stand 128. Schubert, Urbanstr. 8. Schneider, Urbanstr. 51. Tlach, Jahnstr. 1. Fiedler, Boechstr. 5. Teupel, Gräfeftr. 78. Hinze, Schönleinstr. 16. Unterstützungsverein der Maurer im Westen Berlins. Versammlung am Montag, den 4. September, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wörmer, Bülowtraße 59. Tagesordnung: 3wed und Ziele des Vereins. Reinickendorf. Oeffentliche Versammlung des Frauen- und Mädchen- Bildungs- Vereins des 246/10 Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. Un größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesells schaften 2c. bestens empfohlen. 4131L* Fortuna- Säle arbeitenden Volkes für Berlin und Umg.( Filiale Moabit) 3. Straußberger- Straße 3. am Dienstag, den 5. September, Abends 8½½ Uhr, in ,, Böttcher's Seeschlösschen", Markstrasse 1-2. Tagesordnung: 1. Vortrag des Frl. Wabaik über:" Die Frau in der heutigen Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreichen Besuch bittet 411/14 Der Vorstand. Ostbahn- Park Am Küftriner Plak. Hermann Jmbs. Am Küftriner Platz. 71, Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Läglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Neu undsensationell! Musikalischer Klown Barnay. Chansonette Butti. Duettisten Sammer und Drahtseilfünstler Mr. Annetha. Montag, den 4. September: Benefiz des Tauzparodisten Feodor Charles. Volksbelustigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Kaffee- Küche geöffnet an Wochentagen von 2-6 Uhr, Sonntags v. 2-5 Uhr. NB. Wir bitten genau auf unsern Stempel G.- 8. Vorwärts zu Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, Der Vorstand. Tenpel. Spiekermann. 131/8 Der Aufsichtsrath. Th. Bochow. Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, Shablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genossen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. 4820L Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Große Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen PrivatFestlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 3670L* Albrecht's Ball- Saal Memelerstrasse 67. Empfiehlt feinen Saal, 400 Pers. fassend, zu allen Festlichkeiten. Verschiedene Sonnabende noch frei. 46052* B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorst. Saison den Bereinen zu Festlichkeiten u. Versamm lungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34412 Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. 7886 Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläßen beſchäftigten Arbeiter und Gedächtniß- Feier Bekanntmachung. Der Vorstand der unterzeichneten Arbeiterinnen Deutschlands, Ortsverwaltung Berl. I. für die verstorbenen Vorkämpferantentaffe bat beſchloſſen: Mitglieder- Versammlung am Montag, den 4. September cr., Abends 81/2 Uhr, Grüner Weg 29. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Fritz Hansen über: Die Sklaverei des Alter thums und die Lohnarbeit der Neuzeit. 2. Gewerkschaftliches und Fragekasten. Frauen sind freundlichst eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 438/3 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Tischler aller Branchen, Drechsler, Bürstenmacher) Versammlung für den Bezirk Süd- Ost arrangirt vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis am Sonntag, den 3. September 1893, im Schützenhause zu Schmargendorf bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes). Im Saal: Ball. Alle diejenigen freiwilligen Mit glieder, welche wegen verspäteter Zahlung der Beiträge in letzterer Zeit gestrichen wurden, werden auf ihren Antrag nach Prüfung der Berhält. niffe in jedem einzelnen Falle event. als Mitglieder wieder aufgenommen. Anträge um Wiederaufnahme müssen bis zum 15. September d. J. beim Rendanten eingereicht werden. Es wird speziell darauf aufmerksam gemacht, daß fernerhin bei nicht pünktlicher Zahlung der Mitgliederbeiträge gemäß§ 9 Absatz 2 unserer Statuten die Mitgliedschaft unbedingt erlischt, 872/9 auch wenn die Beiträge nur einen Tag zu spät angeboten werden. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 25 Pf. nach. Billets à 15 Bf find in sämmtlichen Zahlstellen, in den mit Plakaten versehenen Handlungen am Montag, den 4. September 1893, Abends 8 Uhr, und im Friedrichsgarten"( fr. Kübler) zu Schmargendorf zu haben. in Hoffmann's Festsäle, Oranienstr. 180. Das Lokal steht den Genossen von Morgens an zur Verfügung. Die Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joel über: Unsere Nahrungsmittel. 2. Dis. Kaffeeküche ist von 12 Uhr an geöffnet.sen Um zahlreiche Betheiligung bittet siento Der Vorstand. tusfion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 430/18 dieser Musikinstrumentender Firma Scharf, Röpnickerstr. 154, ausgebrochenen Differenzen. Nach angezogenem Paragraphen sind Uebereinstimmung mit dem Gesetze die Beiträge pränumerando zahlbar indbereinfine art grapesee Arbeiter ganz befonders eingeladen, wegen der bei gen Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. und eine Stundung nur bis zum Versammlung Versammlung für den Norden( Moabit) am Montag, 4. September, Abends 82 Uhr, bei Herrn Lange, Stromstr. 28. am Montag, 4. Sept., Abends 81/2 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann, über: Arbeitslohn. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Varquettbodenleger. I 430/17 Montag, 4. Septbr., Abds. 81/2 Uhr, bei Röllig. Neue Friedrichstr. 44 Versammlung. g Zages Ordnung: 1. Bericht der Kontrolltommission über die Lohnftatistit. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 430/9 Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umg. Versammlung am Dienstag, den 5. September, Abends 6 Uhr, im oberen Saale der Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Zages Ordnung: 1. Vortrag. Diskussion. 2. Neuwahl der Hilfskaffirer für den Dsten, Swinemünderstr. 85. Tages Ordnung: zweiten Fälligkeitstermin also bis zum nächsten Montag gestattet, nicht wie bisher bis zum Schluß der 1741b zweiten Woche. Berlin, den 29. August 1893. Der Vorstand 1. Die verfloffene Heichstagswahl in Meß, und welche Erfolge hat dieselbe für die Sozialdemokratie gehabt. Referent Genoffe Schleicher- Meß. 2. Distussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragefaften. Den Genossen hierdurch die Mittheilung, daß die Versammlung der Ortskrankenkasse der Maschinendeshalb Montag stattfindet, weil Genoffe Schleicher am Dienstag Berlin verbau- Arbeiter u. verwandten Gewerbe. läßt. Diejenigen Genossen, welche noch nicht im Besiz der Lassalle= Fest nummer find, mögen sich in der Versammlung beim Kassirer melden. Die Broschüre" Bu Schuß und Truz" gelangt ebenfalls zur Ausgabe. 241/2 Der Vorstand. Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher Dienstag, den 5. September 1893, Abends 8 Uhr: Versammlungen. und verwandten Berufsgenossen Berlins. Filiale II( Westen) im Lokale des Herrn Apelt, Lühowstr. 7. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale IV( Lakirer) bei Schöning, Restaurant zum eichenen Stab, Stallschreiberstr. 29. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Rautzenberg über Gewerbegerichte. Carl Thieme, Vorsitzender. Achtung! Fachverein der Bilderrahmenmacher. Dienstag, den 5. September 1893, bei Rackow, Prinzenstr. 106: Außerordentliche V Mitglieder Versammlung. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämmtlicher Kollegen dringend erwünscht. Der Vorstand. 1728b Norden und Westen. 8. Stellungnahme zur Einführung der Lohnarbeit für Filiale V( Borden) bei Hensel, Brunnen- u. Invalidenstraßen- Eche, Zentral- Kranken- u. Sterbekasse größere Arbeiten. 4. Gewerkschaftliches. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 825/4 J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. Achtung, Schuhmacher! Die Versammlung des Vereins deutscher Schuhmacher( Filiale I) findet am Montag, den 4. September, Abends 8% Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16, statt. Tages- Ordnung: 212/3 der Töpfer( Filiale Berlin). Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Schweitzer. 2. Diskussion. 3. Filialangelegenheiten. Filiale VI( Moabit) bei Littko, Havelberger- u. Stephanstraßen- Ecke. Am Donnerstag, den 7. September, Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Pfeiffer. 2. Diskussion. 3. Wahl Abends 7 Uhr, cines zweiten Kassirers. 4. Verschiedenes. Die Bevollmächtigten. der Oeffentliche Versammlung der Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Berufsgenossen von Süd- Westen und Süden in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstraße 77-79: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 17256 1. Raffenbericht. 2. Bericht der Dele girten von der außerordentl. Generalversammlung zu Dresden. 3. RaffenBesuch bittet 1. Vortrag des Genossen Roland über:„ Wird das Elend fiegen?" am Dienstag, den 5. September 1893, Abends 8% Uhr, angelegenheiten. Um zahlreichen 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. 277/3 Barbier, Friseur- und Berückenmacher- Gehilfen Berlins. Oeffentliche Versammlung 234/20 Der Vorstand. im kleinen Saale der Berliner Bock- Brauerei. Tages Ordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und die Beschlüsse des internationalen Freie Vereinigung der Kongresses zu Zürich. Referent: Genosse Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Graveure und Ciseleure. Gäfte haben Zutritt. 15 Der Einberufer. Montag, den 4. September, Abds. am Montag, den 4. September 1893, Abends 10 Uhr Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umgegend.hr, Dresdenerstr. 45: Zur Lassalle- Feier im Lokale des Herrn Bolt( Feuerstein), Alte Jakobstr. 75( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Stellungnahme gegen die Innungsmitglieder im Gewerbegericht. 2. Distuffion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts- am Dienstag, den 5. September, Abends 8 Uhr, in Kuhlmey's tommission nebst Stellvertreter und Ergänzungswahl zur Agitationstommission. Vereinshans, Schönhauser Allee Nr. 28: Versammlung. Tagesordnung: In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird um recht zahlreiches und 1715 Große öffentliche Versammlung mit Damen. Den bekorativen Gewerben. 8. Dis pünktliches Erscheinen ersucht. Der Einberufer: Paul Liere, Gräfeftr. 40. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Mittwoch, den 6. September, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33: Versammlung. ages Ordnung: 1. Fortsetzung der Debatte der letzten Versammlung: Antrag der Kome miffion. 2. Bericht der amtlichen Nachrichten. 3. Verschiedenes. Sämmtliche Krankenkassen- Vorstandsmitglieder sind eingeladen. Gäste haben Zutritt. D Der Vorstand. Stuckateure. Vereins- Versammlung der Stuckateure und Berufsgenossen am Montag, den 4. September, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Vortrag:„ Die ethische Bewegung und die Sozialdemokratie." Referent: Herr R. Schmiedel. 2. Diskussion. 8. Abrechnung des Vergnügungs Romitees. 4. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gake willkommen. Wir ersuchen die Mitglieder, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. 436/2 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. 1. Geschäftliches. 2. Runstgewerbliche Vorlesung: Die Gewinnbetheiligung in Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über: tusfion. 4. Verschiedenes. Laffalle's Leben und Wirken. Nach der Versammlung: Um pünktliches Erscheinen ersucht 168/8 Geselliges Beisammensein mit Tanz. Der Vorstand. Bur Deckung der Unkosten werden 10 Pf. Entree erhoben. Herren. beim Kollegen Wunderlich, Neue Der Arbeitsnachweis befindet sich welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pi. nach. Sämmtliche Herren Kollegen Grünftr. 20. sind hierdurch freundlichst eingeladen. Gäste sehr willkommen. Die Agitationskommission der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein für Berlin u. Umgegend. Wander- Versammlung 898/9 am Dienstag, den 5. September, Abends 8 Uhr, im„ ViktoriaGarten", Gesundbrunnen, Badstraße 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Adler. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder event. Gründung einer Filiale. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 411/15 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, TrikottaillenArbeiterinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen der HerrenKonfektion und der Maassbranche. Andreasstraße 21: Montag, den 4. September. Abends 8½ Uhr, in Jol's Salon, Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag der Mäntelnäherin Frau Reimann über: Die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Mäntel- und Herrenkonfektion und die Bedeutung der Vereinigung". 2. Diskussion. Kollegen und Kolleginnen, erscheint zahlreich in der Versammlung. Die Agitations- Kommission. Sonntag, den 3. d. Mts., Abends 7 Uhr, Rosenthalerstr. 38: 292/13 Vortrag des Herrn Nechtsanwalts Volkmar über: Naturheilkunde Verband deutscher Zimmerleute. und Schulmedizin. Correferent Herr Dr. med. Weyl. Freie Diskussion. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein. Gäste sehr willkommen. Möbelpolirer! Lokalverband Berlin. 142/15 Mittwody, den 6. September 1893, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. I Zagesordnung: 1. Die Beschlüsse des internationalen ArbeiterAlle Kollegen müssen heute Vormittag 10% Uhr zur Versammlung bei Rongresses mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Gewerkschaften. Belmann Lichtenbergerstraße 16( Thalia) erscheinen. Tagesordnung: Der Streit der Polirer bei Groschfus und Mittheilungen über die Arbeitsverhält- Referent: Genoffe Antrick. 2. Wahl eines zweiten Vorsitzenden und eines nisse dort. Erscheint alle Mann für Mann. Die Sperre dauert fort. Kontrolleurs. 3. Agitationsfrage. 4. Verschiedenes und Fragen. Gemischter Chor ,, Klarheit". Montag, den 4. September er. bei Deftereich, TempelhoferUlfer 15, und jeden folgenden Montag von 1/ 29-1/ 211 Uhr Abends: HEF Gesangstunde. Rohtabak. 1704b Preiswerthe Sumatra- Decken, wie billige Umblatt- und Einlage- Tabake empfiehlt 1780b W. Bergemann, 0. Aleganderstraße 28. Kinderwagen Größtes Lager im Norden Berlins. Theilzahlung gestattet. A. W. Schulz, Brunnenstraße 145, Ecke Rheinsbergerstraße. Musterbücher gratis und franko. 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Abgehalten auf Schloß Wyden in der Schweiz vom 20. bis 23. August 1880. 51 Seiten. Mt. 20 über den Kongreß der Deutschen Sozialdemokratie in Kopenhagen. Abgehalten vom 29. März bis Mt.-, 20 Protokoll 2. April 1883. 38 Seiten. des Parteitags der Deutschen SozialVerhandlungen demokratie in St. Gallen. Abgehalten vom 2. bis 6. Oftober 1887. 50 Seiten. Mt.-, 25 Protokoll über die Berhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Halle a. S. vom 12. bis 18. Oktober 1890. 318 Seit. Mt.-, 50 Protokoll über die Berhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14. bis 20. Oktober 1891. 368 Seit. Mt.-, 50 Protokoll über die erhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Berlin vom 14. bis 21. November 1892. 304 Seit. Mt.-, 50 Desterreichische Parteitage: Verhandlungen demokratie in Sainfeld vom 30. Dedes Parteitags der österreich. Sozialzember 1888 bis 1. Januar 1889. Nach dem stenographischen Protokoll, herausgeg. v. J. Popp u. G. Häfner. 112 S. mt.-, 20 des zweiten österreichischen sozialdemoVerhandlungen fratiſchen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 28. bis 30. Juni 1890. 184 Seiten. t.-, 30 Verhandlungen des dritten österreichischen sozialdemo fratischen Parteitags. Abgehalten zu t.-, 30 Wien vom 5. bis 9. Juni 1892. 176 Seiten. Internationale Arbeiterkongresse: Protokoll des Internationalen Arbeiterkongresses zu Paris. Abgehalten vom 14. bis 20. Juli 1889. Deutsche Uebersehung. Mit einem Vorwort von Wilhelm Liebknecht. 133 Seiten. Mt.- 25 des interVerhandlungen und Beschlüsse national Arbeiterkongresses zu Brüssel. Abgehalten vom 16. bis 22. August 1891. 36 Seiten. Mt.- 20 Protokoll der Verhandlungen des ersten Kongresses der Gewerkschaften Deutschlands. Abgehalten zu Halberstadt vom 14. bis 18. März 1892. 96 Seit. mt.-, 20 Wiederverkäufern Rabatt. 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