Nr. 208. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprecher: Amt 1, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mational. Auch ein Beitrag zur Lassalle- und zur Sedan Feier. Man schreibt uns: Dienstag, den 5. September 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Boden geebnet werden sollte. Rein demokratische Inter- man Lassalle als Gewährsmann anführen! Wie machtvoll effen leiteten ihn also, nationale nur insofern, als er in würde er heute dieses Treiben geißeln, mit erzgerüsteter der Demokratie das Mittel zur Befreiung und Einigung Hand die Wechsler und Gewalthaber hinausstoßen aus dem Deutschlands erblickte. So wenig er den Krieg gegen Tempel des Deutschthums, der errichtet ist von unseren Frankreich und gegen die italienischen Einheitsbestrebungen Denkern und geistigen Vorkämpfern, und den sie zu Es ist neuerdings bei manchen Leuten Mode geworden, wünschte, so weit war er von dem gedankenlosen Liebäugeln einem Stalle machen wollen, der nach Blut und Rasse die Laffalle im Gegensatz zu den Männern der Internationale mit Defterreich, wie es ein Theil der süddeutschen Demokraten Menschen scheidet. zu einem Chauvinisten Kleindeutscher Richtung im Sinne damals und später liebte, entfernt. Denn daß ein Db- Und wie ist es denn auch nur mit der äußeren GeBismarck's und der nationalliberalen Hurrahpatrioten zu ſiegen Desterreichs nichts bedeuten konnte als die wandung dieses Deutschthums? Lassalle war Großdeutscher stempeln. Das Schamloseste hat wie anderwärts auch hier Fortdauer der alten bundestäglichen Versumpftheit wie alle Demokraten von 1848, nichts verachtete er mehr der würdige Sohn unseres Robert Blum geleistet, und ohne jeden Anstoß zu nationalem oder sozialem Fort- als das klägliche Gesumme jener Gothaer, die unter der Oncken in seinem Zeitalter Kaiser Wilhelms"( der Titel ist schreiten, war ihm klar. Der Sieg des monarchischen preußischen Pickelhaube die Einigung Deutschlands oder so abgeschmackt wie thöricht) macht Lassalle zu einem„ echten Preußens an ein soziales Königthum" glaubte er aus vielmehr eines Theils von Deutschland als Beutefeld kapitaPreußen" und" strammen Monarchisten"- natürlich im guten Gründen nicht aber bedeutete die Eroberung listischer Volkswirthschaft" ersehnten. preußischen Sinne. Es ist das seine vor entgegenstehenden Deutschlands durch den Militarismus und das ostelbische Darum sei es in Lassalle's Geiste gesagt, und die deutsche Thatsachen nicht zurückschreckende patriotische Unbefangenheit. Junkerthum. So blieb ihm auch für die Erfüllung des Sozialdemokratie, die von Anfang an dem Kleindeutschthum Was ist an alledem wahr? Nun, Lassalle hat als radikaler nationalen Ziels nur die Demokratie. Klar genug spricht und der Blut- und Eiſenpolitik sich aufs schärfste Demokrat stets nur den Gemeinwillen der Nation als ver- er sich zustimmend in Fichte's politischem Vermächtniß" entgegengestellt hat, darf nicht aufhören, es wieder nunft und rechtmäßige Grundlage des Staatswesens an über die Nothwendigkeit aus, sämmtliche Einzelfürsten, als und wieder zu betonen: Die nationale Frage im Sinne erkannt; aber er sah seinen Ausdruck auch in dem Rath- Vertreter dem Gemeininteresse der Nation entgegengesetzter Lassalle's ist noch nicht gelöst. Der deutsche Staat muß schluffe eines Einzigen, nämlich eines solchen, den jenes Sonders- und Hausinteressen, zu beseitigen und die noch geschaffen werden im Kampfe mit den nationalen" waltende Göttliche, das objektiv Allgemeine erfaßt hat"( Die nationale Einheit in der Form der demokratischen Gewalten von der vaterlandslosen" Sozialdemokratie. Philosophie Heraklits), mit anderen Worten in dem Willen Republik herzustellen. Die einzelnen deutschen Regenten Nationale Einheit, das heißt: des den Gemeinwillen der Nation lam Klarsten erfassenden sind, da sie und ihr Staat innerhalb Deutschlands ihr Be- 1. Ein ganzes Gebiet, das von einer gleichsprachigen, und am schärfsten zum Ausdruck bringenden Volksmanns. stehen und die Garantie desselben nur in der Hervor- durch gleichartige geschichtliche Einflüsse zu einer wirthschaftDiktatorisch, wie er angelegt war, mochte er einen Ueber- hebung ihrer Besonderheit, ihres spezifischen Unterschieds, lichen und geistigen Gemeinschaft verbundenen Bevölkerung gangszustand der Alleinherrschaft( ,, einen Zwingherrn zur haben, in ihr spezifisches Hausinteresse versenkt, durch Er- bewohnt ist, muß ein einheitlicher staatlicher Organismus, Deutschheit") zugeben, aber Monarchie, Erbmonarchie? Wie ziehung, Tradition, Geschichte mit demselben verwachsen. durch eine einheitliche Staatsgewalt verbunden sein. Und scharf verurtheilt er die Staatsform, die das Gesammt. Sie erblicken daher in dieser Besonderheit ihr eigentliches Recht man hat Millionen Deutsch Desterreicher hinausgestoßen interesse zum Erbstück einer Familie macht, die einen Frr- und müssen deshalb eben auch an der Besonderheit der andern aus Deutschland, hat mitangesehen, daß härter als jemals finnigen, einen Ausländer als Herrn eines Volkes möglich festhalten, weil mit deren Fortfall auch die eigene fortzufallen Deutsche und Deutschthum im Ausland, insbesondere in sein läßt. Aber hier soll nicht seine Stellung zur Regierungs- drohte. In die Sprache der offiziellen Attenstücke übersetzt, Rußland, bedrängt und gefnebelt worden sind. form, die immer die des demokratischen Republikaners ge- heißt das, daß sie von einem wohlerworbenen Recht" aller 2. Die Einigung muß eine durchgreifende sein. Neben wesen ist, betrachtet werden, sondern seine Stellung zur deutschen Fürsten auf die Bertheilung des deutschen Volks- der Souveränität der Nation dürfen feine territorialen nationalen Frage, zur deutschen Einheit". Hier steht fest, geistes zu reden wissen! Sogar noch bei einer Eroberung Familiensouveränitäten mehr bestehen. Und das geeinigte" daß er mit aller Entschiedenheit zur Frage der nationalen Deutschlands in diesem Sinne würde nicht Deutschland her- Deutschland erfreut sich der Fülle von fast zwei Dußend MonGestaltung Deutschlands Stellung genommen hat, in einer gestellt, sondern nur die anderen Stämme durch die ge- archien, zahlt Duzende von Millionen an Zivillisten und Richtung, die in manchen Punkten wirklich oder scheinbar waltsame Aufdrängung des spezifischen Hausgeistes unter nur die Monarchien, deren Aufgeben die hohenzollern'sche mit der von Bismard verfolgten deutschen Politik zusammen- die Besonderheit desselben gebracht, preußifizirt, verbayert, Hauspolitik erforderte, wurden aufgehoben, diese inkonsefiel. Daß die Herren der alleinseligmachenden nationalen verösterreichert. Es würde nicht Deutschland hergestellt, quenter und darum von dem eigenen Standpunkt aus unJdee darauf gierig zugestoßen sind und einen Lassalle um sondern gerade nur die eine Besonderheit zur herrschenden gerechter Weise. so lieber für ihre Auffassung in Anspruch genommen haben, gemacht, und indem so auch noch diejenige Ausgleichung 3. Es dürfen keine fremben, andersgearteten Nationen als sie damit der Sozialdemokratie einen Hieb zu ver- fortfiele, welche jetzt noch in dem Dasein der verschiedenen mit Gewalt dem Staatswesen einverleibt sein oder gar mit setzen glaubten, ist begreiflich. Immerhin aber übersteigt Besonderheiten liegt, würde gerade dadurch das deutsche Gewalt ihrer nationalen Sprache und Eigenart beraubt es das sonst übliche Maß unverschämter Entstellung, Volt auch noch in seiner geistigen Wurzel aufgehoben." werden. Das ist eine Folgerung aus der Forderung Lassalle mit Kleindeutsch thum und Bismärckerei zusammen Als Idealist geht Lassalle hier überall vom„ Voltsgeifte" nationaler Einheit und aus der Anerkennung des gleichen zu werfen. aus, aber welche prophetischen Worte! Wie empfinden wir Rechts fremder Nationen auf nationale Selbständigkeit. Wenn Lassalle im italienischen Kriege einer österreich- heute die Herrschaft des preußischen Geistes", d. h. des und man hält Millionen Polen mit Gewalt in dem Staate feindlichen Politik Preußens und damit in Verbindung der Junkerthums und der ihm unterthänigen Bureaukratie: feft, zwingt Franzosen und Dänen, Glieder hochentwickelter Eroberung Schleswig- Holsteins das Wort geredet hat, so nicht nur im gesellschaftlichen Leben, auch in dem künstlich Kulturvölker, wie das deutsche, in einen Staatsverband, den geschah es, wie wir heute aus seinem Briefwechsel niit verschlungenen System von Zöllen und Prämien, von Be fie ablehnen. Und man wagt es fremde Nationen Mary wissen( vgl. Bernstein's Einleitung S. 41-60), in steuerung der Aermsten und Entlastung der Begüterten, ihrer Sprache, ihrer nationalen Eigenart berauben zu der Erwartung, daß sein Rath nicht befolgt werden und in den tausenden Soldatenmißhandlungen, Selbstmorden und wollen. Preußen den dann unpopulären Krieg gegen Frankreich drakonischen Bestrafungen Untergebener in der Armee. Wie man diese Politik nennen möge: bismärckisch, führen werde, womit der demokratischen Revolution der Und für solche Schmach des deutschen Namens will russisch oder wie sonst: deutsch und national ist Feuilleton. Nacbrua verboten,) ( 60 gessene Wahrheit wieder, daß der Künstler nur ein sehr träumt von Ruhe und Frieden: und dabei ist die soziale vorgeschrittener Handarbeiter ist. Aber welche Beruhigung, Frage die brennendste Tagesfrage! Es ist zu spät, um sie einen Broterwerb und damit Unabhängigkeit zu besitzen! jetzt bei Seite zu schaffen, und die Welt wird nicht eher Er konnte es jetzt wagen, jeden seiner Gedanken auszu- die Ruhe kennen lernen, als an dem Tage, wo sie gelöft sprechen und zögerte denn auch nicht, seinem fünftigen sein wird." André forderte die Studenten wie die Ar Feder in der Hand in den Kampf der Meinungen einzu- zum Sozialismus überzugehen. Er beschwor sie, so lange treten. Vater Deschamps billigte und ermunterte noch den es noch Zeit wäre, die nothwendige wirthschaftliche UmEifer des Neophyten. wälzung durch Erfüllung der Wünsche der Arbeiterklasse Die Bekehrung André Savenay's. Schwiegervater mitzutheilen, daß er gewillt sei, mit der beiter, die Bourgeois- wie die Bauernſöhne auf, entschloffen Sozialistischer Roman von Georges Renard. Willst Du," sagte er, daß ich mit dem Direktor der anzubahnen. Dann fuhr er fort:" Der Plan der zuAutorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Revue Socialiste" spreche?" Er ist ein Freund von mir, fünftigen Gesellschaft, wie die Sozialisten ihn entworfen Plötzlich stieß er einen Freudenschrei einen Freudenschrei aus: Ja, ber sein ganzes Herz unserer Sache widmet. Du schreibst haben, scheint Euch nicht vollkommen? Ihr habt zweifellos gewiß! Das war's, was er brauchte! Daß er ein paar Seiten für ihn, sie erscheinen in der nächsten Recht. Wohlan! Vervollständigt ihn, verbessert ihn, trage daran auch nicht eher gedacht hatte! Er hatte früher ein- Nummer des Blattes, und damit bist Du in unsere große Jeder seinen Baustein, seine Ansicht herbei, ver mal das betrieben, was die Prospekte der Pensionate Armee eingereiht. Abgemacht?" größert, verschönert das Gebäude der Zukunft. Schafft Liebhaberkünfte" nennen. Er konnte zeichnen. Er ver André nahm an, voll Freude, daß er seinen ersten allen Euren Wünschen nach einem besseren Leben ftand zu graviren, in Kupfer zu stechen. Warum sollte er Waffengang sozusagen unter Johanna's Augen machen darin Raum. Es wird niemals zuviel Arbeiter konnte. Voll Enthusiasmus schrieb er einen Artikel, den geben zur Arbeit an dem gemeinsamen Werke. Damit es " Bravo!" rief Vater Deschamps. Das wird gut be- er zwei Tage später noch heiß von der Schmiede" ab- fest gefügt und harmonisch werde, genügt es, daß alle den zahlt. Da giebt es immer Beschäftigung in Paris. Ich lieferte. Es war ein Appell an die französische Jugend. Blick fest auf das Ideal geheftet arbeiten: Vorwärts durch tenne Häuser, in denen man Dir Arbeit geben wird. Da Den Zögernden, die noch beim Eintritt in das Mannes- die Gleichheit zur Freiheit, durch die Solidarität der wären wir ja aus der Klemme heraus! Welch glücklicher alter unsicher im Dunkeln tappen, rief er zu: Deffnet Interessen zu der heiligen Brüderlichkeit der Herzen." Der Bufall!" Augen und Dhren! Hört Ihr nicht das dumpfe Aechzen, Verfasser berichtete sodann, wie und warum er selbst nicht Graveur werden? Johanna ftrahlte vor Freude, daß André auf diese das aus den Faubourgs der großen Städte, aus den Ein- Sozialist geworden war, und unterzeichnete diese öffentliche Weise bei ihr, in demselben Zimmer mit ihr, an einer der geweiden der Erde selbst hervorzubringen scheint? Seht Beichte mit seinem vollen Namen. ihrigen ähnlichen Arbeit schaffen konnte. Es schien ihr, hr das schmachvolle Privilegium nicht, das den Reichen Als André mit leicht bewegter Stimme seinen Artikel als ob ihr Gatte ihr so noch mehr gehören würde. André Macht, Bildung, alle Genüsse des Leibes und des Geistes vorgelesen hatte, rief Vater Deschamps: war es noch ein Ueberbleibsel seiner bürgerlichen vorbehält? Und Ihr sucht ein Ziel für Euer Leben? Ihr Vorurtheile auch war " Sehr gut! Sehr gut! Hin und wieder noch ein erfreut, Brot fragt Euch: Was ist zu thun? erwerb gefunden zu haben, der an die Kunst thun ist, wenn Ihr die Summe aller Leiden und wenig unklar. Aber vielleicht wirkt er so beffer." ftreifte. Er dachte bei sich, daß er eines Ungerechtigkeiten der Welt verringern könnt? Ihr Johanna gab ihren Beifall rückhaltlos zu erkennen. Tages seine Arbeiten vielleicht ausstellen, daß er bekannt wollt glücklich sein: aber könnt Ihr es, werde, einen Namen haben würde. Er fand die so oft ver Ihr ein Volt von Unglücklichen um Euch habt? einen な Was zu wenn Wehe dem, der sich erlaubt hätte, merken zu lassen, daß Ihr dieser erste Versuch kein Meisterwerk wax! Es wurde ihs sie nicht. Und Lassalle's Echatten beleidige man nicht durch die Lüge, daß er solches erstrebt habe. Die Sozialdemokratie ist international. Sie erfennt Gemeinsamkeit der Kultur, insbesondere der Arbeiterinteressen aller Länder, die sich aus der modernen Weltwirthschaft, dem Weltverkehr und der weltumspannenden Macht des modernen Geisteslebens ergeben. Aber sie weiß auch sehr wohl, daß die internationale Gemeinschaft ihren Untergrund hat in dem selbständigen Leben der Nationen, in der Eigenart der nationalen Produktionsgebiete und des sprachlich geeinten nationalen Geisteslebens. Sie weiß, daß jedes Volk ein unverlierbares Recht auf Auslebung feiner nationalen Individualität hat: daß es zu Unrecht geschieht, wenn Familieninteressen, die heute einen englischen Brinzen, morgen einen russischen Großfürsten zum Erben von 50 Quadratmeilen deutschen Landes mit Zubehör an Menschen und Vieh machen, sich dem entgegenstellen; zu Unrecht, wenn um fapitalistischer Ausbeutung und bureaus tratischer Schablonisirung willen Millionen der Rechte des nationalen Eigenlebens beraubt werden. Wenn Deutschland verhöhnt wird mit der Lüge der nationalen Einheit, so stellen wir dem die Thatsache und die Forderungen unserer Denker und Vorkämpfer, der Fichte und Lassalle entgegen. Wenn das polnische Volt von seinem Adel verkauft wird um Hofgunst und fette Intereffenpolitit, so zeigen wir ihm in der internationalen Sozialdemokratie die Zuflucht wie für seine wirthschaftliche Befreiung so auch für seine nationalen Rechte." Fest auf dem Boden der Wirklichkeit fußend, greifen wir in den Himmel der höchsten Jdeale der Menschheit, werden schaffen, was Fichte als Aufgabe des deutschen Boltes erkannt hat: Das Reich des Rechts, für Freiheit, gegründet auf Gleichheit alles dessen, was Menschengesicht trägt. So zahlen wir den Dank an Ferdinand Lassalle. So spotten wir des Sedanlärmens. Politische Weberlicht. er es. Berlin, den 4. September. " " Hohenlimburg, den 25. Auguft 1893. Nach einer Mittheilung der Staatsanwaltschaft in Hagen ist Ihnen der ursprüngliche Umschlag der Drucksachensendung Das Bildungsmonopol" ausgehändigt worden. Sie werden deshalb dringend ersucht, in Beantwortung des diesseitigen Schreibens vom 16. August der Umschlag dem Postamt sofort einzusenden oder das Schreiben zu beantworten. Kaiserliches Poftamt. v. Buttkamer. An den Tischler Herrn Chr. Peters in Elsey. Postfache Nr. 816. Land. Einschreiben." Genoffe Peters hat den heißen Wunsch des würdigen Poftdirektors, der offenbar noch in dem Glauben lebt, das Sozialistengesez unrühmlichen Angedenkens bestehe noch, wohl kaum erfüllt. Daß die puttkämerliche Stieberei mit den Gesezen nicht im Einklang ist, werden auch die Vertrautesten des Stephan- Fischer- Griesbach- Kreises schwerlich bestreiten. Allerdings zeigt die Geschichte klärlich, wie es im Deutschen Reiche mit dem Briefgeheimniß, das so heilig ist, wie die Bibel auf dem Altar", bestellt ist. Herr von Buttkamer aber, der wie der Ex- Minister und„ treueste Diener" Bismarck's, den Staat rettet, verdient eine eklatante Genugthuung". Denn ist er nicht ein pflichtgetreuer Beamter"? So gut wie der von Buttkamer dem Minister vertheidigte berufene Polizeibeamte JhringMahlow. Pflichtvergessene Beamte sind nach der Auffassung unserer Bostgewaltigen bekanntlich die armen, abgehetzten, mit Jammerlöhnen abgefundenen braven Postunterbeamten, die ein Weihnachtsgeschenk annehmen, das ihnen gerne und freiwillig geboten wird! " Das Urtheil eines Sachverständigen. Es ist wahr, die richterliche Strafzumeffung ist zum Theil Willtür, Laune, Zufall! Das ist öffentliches Geheimniß, schmerzliche Erfahrungsthatfache für Jeden, der in der Pragis thätig gewesen ist. Ob der Angeklagte zu 6 oder 5 oder 4 Wochen oder 2 Monaten Gefängniß verurtheilt wird, das hängt mehr von der zufälligen Zusammensetzung des Kollegiums, den subjektiven Anschauungen und Anregungen des Richters, feinem Geblüt und seiner Verdauung, als von der Schwere des Verbrechens ab." So äußert sich einer unserer bekanntesten Strafrechtslehrer, Professor Ma ch in Leipzig( in seiner Schrift über die Reform der Freiheitsstrafen"), über die in der heutigen Strafrechtspflege obwaltenden Mißstände. Professor Wach ist ein Fachmann, dessen Urtheil von vielen Laien", die mit ben Gerichten zu thun haben, getheilt wird. läßt, dann ist die Bahnverwaltung gezwungen, das Schließen durch ihre Angestellten besorgen zu lassen. Wenn sich das Lafter erbricht, seht sich die Tugend zu Tisch. Die Wittenberger Zeitung" hatte kürzlich zwei Notizen folgenden Inhaltes: Der Arbeiter Adolf Specht und der Brauer Mehle beobachteten am Mittwoch Vormittag vom Kühlschiffe der Zinner'schen Brauerei, wie auf dem Hofe der Friedricianumfaserne zirka 12 bis 15 Mann der 4. Kompagnie unter Kommando eines Setondelieutenants exerzirten. Der Musketier Mölner mußte die Zufriedenheit feines Vorgesehten nicht errungen haben, denn plößlich wurde er von demselben ins Gesicht geschlagen, so daß ihm der Helm vom Kopfe fiel und Wölner mehrmals hin und hertaumelte und dann zur Erde stürzte. Die Arbeiter haben am Abend den Vorfall dem Oberst des Regiments mitgetheilt. Dieser Nachricht folgte im gleichen Blatte eine weitere Notiz des Inhalts: " Die beiden Arbeiter der Binner'schen Brauerei, welche, wie wir fürzlich mittheilten, zusahen, wie ein Lieutenant auf dem Hofe der Friedericianum- Raferne einen Soldaten schlug und von dieser Wahrnehmung dem Obersten Mittheilung machten, sind infolge dessen von ihrem Arbeitgeber entlassen worden. Der eine war bereits eine ganze Reihe von Jahren in seiner Stellung. Beide sind aber solide und fleißige Leute. verurtheilt andlungsweise der Firma wird fast allgemein und können keine Soldatenmißhandlung sehen? Strafe muß Warum sind die zwei Proletarier auch so sündhaft sein . Gebiet Vom Kuli. Im Augenblick mag der gelbe Mann auf dem Gebiet der Union in etwa 110 000 Individuen vertreten sein. Das ist an sich nicht viel, aber etwa drei Viertel davon siten im Staate Kalifornien dicht beisammen. Und von Anbeginn an steht dort der Chinese im feindseligsten Gegensatz zu der weißen Arbeiterbevölkerung. In einem seinem ganzen Charakter nach teutonischen Gemeinwesen machen die wirthschaftlichen Tugenden des gelben Mannes aus diesem eine soziale Gefahr. Ausdauernder, genügsamer und billiger lebend als der Arbeiter faukasischer Rasse, drückt er die Löhne und bringt die weißen Konkurrenten an den Rand des Hungertodes. Bei völlig freiem Spiel der wirthschaftlichen Kräfte würde der Gelbe unfehlbar im Arbeiterstand den Weißen verdrängen." So zu lesen in der" Norddeutschen AIIEtwas für Herrn von Stephan. Der Tischler gemeinen Zeitung" vom 3. September! Die Peters aus Elsey bei Hohenlimburg bekam öfters PostSchmuskonkurrenz der Kulis, die die heimischen Arbeiter sendungen, was wohl dem Postdirektor von Putt- Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Man schreibt zu gunsten der der im„ Schutz der nationalen Arbeit“ tamer der Name sagt genug wohl schon- verdächtig" uns: schwelgenden Unternehmerschaft an den Rand des Hunger vorgekommen sein muß. Als nun wieder, so schreibt die Es ist ein betrübender Anblick, wenn man Frauen todes bringt", ist doch sonst sicher, die Fürsprache des Märkische Arbeiter- Zeitung", aus Berlin ein Paket mit und Mädchen mit Karre und Spaten bei Erdarbeiten offiziösen Blattes zu finden. 3. B. wenn die Woermann Druckschriften an Peters adressirt fam, untersuchte" beschäftigt findet. Dieses Schauspiel bietet sich alle Tage und andere Ordnungsstüßen Chinesen und Neger stait " Das Bildungsmonopol" stand auf der Schrift. den Reisenden der Berlin- Breslauer Bahn. Und wie auf deutscher Arbeiter, die eine höhere Lebenshaltung haben, Das muß wohl etwas Staatsgefährliches sein, mochte dieser, wird es wohl auch auf anderen Bahnen so sein oder höhere Löhne beanspruchen und organisirt sind, auf ihren er wohl denken. Er schlägt es auf und fängt nun bald Nachahmung finden. Diese weiblichen Streckenarbeiter Dampfern beschäftigen! Oder wenn die italienischen, an zu lesen, da, nach kurzer Zeit, springt ihm auch werden nicht etwa darum eingestellt, weil an männlichen russischen, polnischen, böhmischen Lohndrücker ins Land schon so eine staatsgefährliche Stelle in die Augen; es Arbeitern Mangel wäre, sondern nur deshalb, weil sie gezogen werden, um Kraut und Schlotjunkern die Macht hat sich bestätigt, was er vernuthet. Hurtig ergreift er billiger sind, denn die Eisenbahn- Verwaltungen müssen zu verleihen, den deutschen Arbeiter zu drücken und zu den Poststift, versieht die staatsgefährliche Stelle mit einigen sparen. Vor und hinter Station Erkner sind Frauen als schädigen! Die deutsche Arbeiterschaft fordert Schutz gegent dicken Strichen, schiebt das gefährliche Buch wieder in den Packet- Streckenarbeiter in Kolonnen bis zu 30 Personen mit der diesen Wettbewerb durch sozialpolitische Maßregeln, sie umschlag, versieht denselben mit dem Vermerk Beschlag- gefährlichen Arbeit des Schienen- und Schwellenverstopfens tämpft für die Aufklärung und Organisation auch der nahmt wegen Aufreizung gegen die Staatsbeschäftigt. Die Gutsbesizer beklagen sich über Mangel an fremden Arbeiter, die sie aus Lohnbrückern zu klassengewalt" und schickt das Packet anstatt an unseren rute- und Hofarbeitern. Jedenfalls erhalten die Frauen bewußten Proletariern umwandeln will! Wenn der Kapitaliſt Genossen Chr. Peters nach Elsey, an den ersten Staats- von der Eisenbahnverwaltung immer noch einige Groschen die Arbeitskraft des fremden Arbeiters nicht wohlfeiler anwalt nach Hagen. Der Herr Staatsanwalt mag mehr als von den Agrariern, sonst würden sie sich nicht kaufen kann, als die des heimischen, wird sich die Sachlage nun wohl gedacht haben, der Herr Postdirektor habe sich in zu der gefährlichen Arbeit hergeben. Auch als Strecken- sehr bald ändern zu gunsten aller Arbeiter. der Adresse geirrt und schickte das Packet an unseren Ge- wärter finden jetzt Frauen Verwendung. Auf der Görlizer nossen nach Elsey zurück, was er dem Herrn Postdirektor Bahn erhalten die weiblichen Bahnwärter außer freier Wohnung 3. September einen Leitartikel über Die wahren Ursachen der Die„ Germania" veröffentlicht in ihrer Ausgabe vom mittheilte. Aber etwas wollte nun der Postdirektor doch nebst Feuerung und Licht monatlich ganze 30 Mart. Meist Unruhen in Italien". In diesem Artikel heißt es nun: auch davon haben, und wenn es nur der Packetumschlag sind es Wittwen verunglückter oder verstorbener Bahnfein sollte, und so schickte er am 16. August folgenden beamter, die eine derartige Beschäftigung für solch niederen Brief an den Genossen Peters, welcher an der linten Seite Lohn anzunehmen gezwungen sind, weil ihre Wittwen mit dem Bermert Gilt" versehen ist. sversorgung zu färglich bemessen ist. Wahrlich, eine fürst Hohenlimburg, den 16. August 1898. Das Poftamt erliche Besoldung für den anstrengenden, aufreibenden Dienst. fucht Sie ergebenst um Rückgabe des ursprünglichen Brief- Doch auch bei dem Zugpersonal wird jetzt ges Umschlages der Ihnen wieder ausgebändigten Drucksachen- Belitt Sendung aus Berlin vom 24. Juli in einem Rouvert spart. Außer dem Zugführer, dem Lokomotivführer und das Postamt hier adressirt. Sollte Ihnen die Staatsanwalt. Seizer befindet sich auf den Vorortzügen kein Beamter. schaft in Hagen den Briefumschlag noch nicht zurückgegeben Auf der Stadt und Ringbahn find fürzlich eine haben, so wird gebeten, dies auf diesem Bogen sogleich zu ganze Anzahl Arbeiter, denen das Deffnen und Schließen besonderem Eifer zu vertheidigen pflegt, entfremdete dem Vorbemerken und denselben an das Poftamt zurückzureichen. der Koupeethüren oblag, entlassen worden. Das Publikum wärts" ohne Quellenangabe den Bericht, um ihn ihren Lefern soll sich daran gewöhnen, dies selbst zu thun. Erst kürzlich ohne Ursprungszeugniß aufzutischen. Glaubte das fromme Blatt, wurde aber ein Arbeiter, dem auf dem Schlesischen Bahnhof beim Zuwerfen der Thür das Unglück widerfuhr, daß die Scheibe zerbrach, deshalb festgestellt und mit einem Strafmandat von 6 Mark bedacht. Das möge jedem zur Warnung dienen! Wenn jeder Reisende die Thür offen stehen Raiserliches Poftamt, von Buttkamer. an An den Tischler Chr. Peters in Elsey. Postfache." Da aber Genoffe Peters trotz des vertrauenerweckenden rothen Bermerts" Gilt" dachte, Steden ist Silber, Schweigen aber Gold", so erhielt er am 25. August einen zweiten Brief ,, eingeschrieben" zugestellt mit folgendem Wortlaut: schwer, dem Großvater die unschuldige Kritik, die er sich gestattet hatte, zu verzeihen. " Zur Vervollständigung des Bildes geben wir daber noch" folgendem Bericht aus Neapel Raum, welcher uns die Sachlage wahrheitsgemäß wiederzugeben scheint.( Folgt der Bericht.) Die Leser müssen also annehmen, daß es sich um einen der Germania" zugegangenen Bericht handelt. In Wirklichkeit aber handelt es sich um die Neapeler Korrespondenz, die der Vorwärts"( Nr. 206 vom 2. September) in seiner Politifchen Uebersicht veröffentlicht hat. Die ultramontane Beitung, die des sittlichen Staates Palladium, das Eigenthum, sonst mit der Seelenfrieden seiner Leser werde gestört werden, wenn sie erführen, daß die„ Germania" die Wahrheit aus sozialdemokratischer Quelle schöpfte? Frommes Blech. Bei einer Abschiebsfeier für den Missionär" Müller oder Schulze hielt, wie die„ KreuzBeitung erzählt, zu sich. Der arme Guntram trennte sich mit blutendem Herzen von der Stadt, in der man sich so schön amüsirte und reiste mit der Ueberzeugung ab, daß es mit ihm zu da etwa: Eine Ende sei, daß er von nimh an sein Leben in der Proving bei Vieh und Dung verbringen müsse. Alfred, der noch jämmerlicher, schwächer und hohler war als jemals vorher, fchnitt eine abscheuliche Grimasse, als André sich nach seiner Frau erkundigte. Er schien erst verlegen, dann aber ließ er achselzuckend seinem Herzen freien Lauf: Der Artikel erschien am 15. April und hatte Erfolg. Er wurde von zwei Seiten zugleich angegriffen. Beitung machte sich über den sentimentalen Sozialismus eines neugebackenen Ehemannes" luftig, beschuldigte ihn, ein einfältiger Reformer zu sein, der allen Bourgeois so liebenswürdig entgegen komme, daß sie ohne große Umstände Sozialisten werden müßten. Vater Deschamps erkannte in diesen Ausführungen den Nein, entschieden, es ging in seinem Hause schauberhaft Ton und Stil eines Freundes von Sigismund Roguet. zu. Seine Frau wäre ein zäntisches, tyrannisches Geschöpf, Die bürgerlichen Zeitungen schwiegen mit Ausnahme einer ein Herz von Stein, ein eiserner Kopf, eine hübsche Bestie. einzigen, die diesen bestrickenden und für weite Kreise mund- Als Alfred von ihr sprach, schwang er sich beinahe zu der gerechten Sozialismus als eine ernste Gefahr denunzirte, in Energie auf, in Zorn zu gerathen. Welche Dummheit welche die gebildete Jugend sich niemals begeben dürfe. hätte er durch seine Heirath begangen! Ach, wenn André erfuhr, daß dieser anonyme Alarmruf von Henri er nicht so thöricht gewesen wäre, ihr 500 000 Dusaule herrührte. Herr Dusaule junior hatte seit seiner Frants sicher zu stellen. Es gab Tage, an denen er sie mit Verheirathung mit einer reichen Grbin einen Abscheu vor Freuden hingeben würde. Freilich, eine halbe Million, um allem was wie Sozialismus aussah. Er begann jetzt sogar diese theure Freundin los zu werden, das war ein bischen feinen Vater gefährlich zu finden. viel. Lieber wollte er doch aushalten, sie aber so wenig Einige Briefe, die ihm die glühende Zustimmung von wie möglich sehen. Und so versuchte er denn zu vergessen, zwei oder drei unbekannten Freunden überbrachten, hätten daß er verheirathet war, und sein Junggesellenleben wieder André leicht über diese Angriffe getröstet, wenn er Troft aufzunehmen. Auf die Dauer war diese Existenz trozdem nöthig gehabt hätte. Aber das Glück seiner Liebe hüllte nicht gerade angenehm. " ihn in eine gefeite Rüstung: unverletzt ging er aus allen Alfred sagte das, verzweifelt gähnend, und als ein Kämpfen hervor. Obgleich Kummer und Nachdenken in Mann, der gern schnell über eine unangenehme Sache wegLetzter Beit seinem Antlig eine ungewohnte Blässe und zukommen sucht, fuhr er fort: einen tiefernften Ausdruck verliehen hatten, strahlten seine Da fällt mir ein, daß ich eine Zeitung gelesen habe, Augen, waren seine Bewegungen lebhaft und brückte sich die von einem Herrn André Savenay und irgend einem in seinem ganzen Wesen eine Lebenskraft aus, die von der sozialistischen Artikel, den er geschrieben haben sollte, sprach. Tiefe seiner inneren Befriedigung Zeugniß ablegten. Wie Das sind Sie doch nicht, nicht wahr?" fühlte er sich jung und stark, als er eines Tages auf dem Boulevard feinen beiden ehemaligen Gefährten Alfred und Sie scherzen! So sieht doch kein Sozialist aus? Sie Guntram begegnete! Wie alt und verdrießlich fand er sie! find doch gekleidet wie alle Welt. Sie tragen Handschuhe Herr von Serenoize suchte jetzt durch Sparsamkeit die Löcher Sie haben einen modernen Hut!" mieder zu verstopfen, die ihm seine verunglückte Wahl in die Kasse gerissen hatte, und rief zu diesem Zwecke seinen Sohn aus Paris Warum denn nicht?" André mußte lachen. ( Schluß folgt.) D Pastor Kausch eine Ansprache, in der er zeigte, wie ein Wissionar sein soll und wie er nicht sein soll; er begründete die Nothwendigkeit der Mission und kam dann auf einen Beitartikel des Vorwärts" zum Pfingstfeste zu sprechen. Es hieß ... die Tage heute und morgen sind ganz be= fonders geeignet zur Verkündigung des sozialistischen Evangeliums. Das Christenthum feiert die Ausgießung des heiligen Geiftes wohlan! wir feiern nicht die Verbreitung unseres Evangeliums wir üben fie! Ziehen wir aus zu den Heiden" und verkündigen wir das Wort des weltbefreienden Evangeliums, des Sozialismus mit feurigen Zungen! u. s. w!" -Lauter biblische Worte! Aber Worte: zusammengefeßt, umgedreht, angewendet auf Dinge, die aus der Tiefe stammen! Was sollen wir aus dieser Kundgebung der Heiden in unserer Mitte lernen? Sie haben nichts eigenes; selbst ihre Worte müssen sie vom Christenthum ftehlen, um für ihre Sache Propaganda zu machen. Sie nehmen aus unserem Evangelium die Waffen, mit denen sie uns bekämpfen. Die gottlose Sozialdemokratie macht es uns nach: sie treibt Mission! Sie braucht eben eine Schaar von Bannerträgern ihrer Jdeen, und sie würde ersterben, wenn sie solche nicht hätte. Lernen wir, daß auch unsere Kirche nicht eristiren tann, wenn sie nicht vorschreitet. und sie würde hier in der Heimath zusammenbrechen, wenn sie sich nicht draußen wieder aufbauen würde. In diesem Sinne ist selbst diese sozialistische Rundgebung eine wahrhaft erbau liche Predigt." Nun, wenn der Pastor und seine Gesellschaft sie nur verstehen! Daß wir unsere Worte" zum Theil wenigstens zwar nicht dem Christenthum", aber der vortrefflichen Bibelübersehung Luthers der wenigstens dieses Gute gethan hat entnehmen, ist richtig, aber woher hat das Christenthum und die Luther'sche Bibelübersehung ste entnommen? Aus der Voltssprache und dem Voltsherzen, und dort ist auch für uns ein unversiegbarer Born, aus dem wir schöpfen - mit größerem Recht als die und fortfahren zu schöpfen Herren Pastoren, weil wir vom Volke sind. Und deshalb auch mit größerem Erfolg. Eine Beschönigung der Annexion von ElfaßLothringen versucht die Münchener Allgemeine Zeitung", {»bem sie an eine Aeußerung de? Fürsten Bismarck erinnert, »der schon Mitte September 1870 erklärte": »Es ist die Niederlage an sich, es ist unsere siegreiche Ab- wehr ihres frevelhaften Angriffes, welche die französische Nation uns nie verzeihen wird. Wenn wir jetzt ohne alle Gebiets- abtretung. ohne jede Kontribution, ohne irgend welche Vor- theile, als den Ruhm unserer Waffen, aus Frankreich abzögen, so würde doch derselbe Haß, dieselbe Rachsucht wegen der ver- letzten Eitelkeit und Herrschsucht in der französischen Nation zurückbleiben.... Straßburg ist im Besitze Frankreichs eine stets offene Ausfallspforte gegen Süddeutschland. In deutschem Besitze gewinne» Straßburg und Metz dagegen einen defensiven Charakter. Wir sind in zwanzig Kriegen niemals die Angreifer gegen Frankreich gewesen, und wir haben jetzt von letzterem nichts zu begehren, als die von ihm so oft gefährdete Sicherheit im eigenen Land." Die Logik dieser Aeußerung steht auf gleicher Höhe mit ihrer Wahrhaftigkeit. Daß die Wegnahme von Elsaß-Loth- ringen den Franzosen gleichgiltig gewesen sei. kann ein Nichtidiot nur im Hohn sagen. Und um zu begreifen, was Bismarck bei dieser Aeußerung und namentlich bei den Worten vom„französischen Angriff" gedacht haben mag, muß man bedenken, daß er zwei Monate vorher die Emser Depesche gefälscht, und dadurch den Krieg provozirt hatte. — Interessant ist es aber, daß Blätter, wie die„Allge- meine Zeitung", es für nöthig halten, die Annexion zu be- schönigen.— Verwandte Seelen. Die— von uns abgedruckte— Charakteristik, welche die Wiener„Arbeiter- Zeitung" von einigen„anarchistischen" Helden gegeben hat. will der auarchistenfreundlichen Reaktionspresse gar nicht gefallen. Herr von und ßu Hammerstein z. B. bricht in der letzten Nummer der„Kreuz- Zeitung" eine Lanze für jene Talmi- revolutionäre, und meint geistreich i es sei doch„cigenthüm- lich, daß auf solche„Burschen" erst geschimpft wird, nach- dem sie der offiziellen Partei den Rücken gekehrt haben". Wenn Herr von und ßu Hammerstein das Auslachen für „Schimpfen" hält, so ist das zwar„eigenthümlich", aber auch sehr gleichgiltig. Und wenn er nicht begreift, daß diese„Burschen"„uns den Rucken gekehrt haben", weil sie in der Partei nicht dasselbe Verständniß und Entgegen- kommen fanden, wie bei den Bourgeois- und sonstigen Reaktionsparteien, nun so können wir ihm nicht Helsen. Vielleicht entdeckt er noch die Seelenverwandtschaft.— Deutsche Rechtspflege. Die Unterbrechung eines Hochs auf den Kaiser hatte am 1. September vor der Ferien-Strafkammer zu Mannheim eine Bestrafung wegen Majestätsbeleidigung zur Folge. Als der Gesang- verein„Frohsinn" in Weinheim am 9. Juli d. I. ein Gartenfest feierte, wollte der Tünchermcister Wetzel einen Toast auf den Kaiser ausbringen, wurde aber, als er an die Wendung:„Er lebe" kam, von dem Arbeiter Mich. Pauli mit den Worten:„Wir sind kein Kriegerverein, wir brauchen keinen Kaiser!" von dem Stuhle, auf dem er stand, herabgestoßen. Pauli erhielt zwei Monate Ge- sängniß.— Der Heilige Sedan ist würdig gefeiert worden— das müssen wir anerkennen. Zwar war die Zahl der An- beter auch diesmal wieder geringer als im Vorjahr, wo sie schon arg zusammengeschrumpft war. Aber das Pumpwerk der nationalen Begeisterung that noch seine Schuldigkeit, wenn auch mit Knarren und Knurren, die arme Schul- jugcnd, von strebsamen oder ängstlichen Lehrern geführt, diente als Staffage, und was an Quantität fehlte, wurde durch die Qualität der Reden, deren patriotischer Fusel- gehalt aufs höchste gesteigert ward, nach Möglichkeit wett- gemacht. Wir haben uns eine kleine Kollektion der Reden angelegt, die für eine künftige Kulturgeschichte zur Ver- füguug stehen. Wie der Stil, so'der Mensch. Und wie der Stil, so die Parteien. Wer diese mordspatriotischen Reden liest, der hat das getreueste Bild unserer Mords- Patrioten: Rohheit und Geistlosigkcit. Der eine der Fest- redner„hält die eine Hand am Schwert und streckt die andere zum Himmel"(ein Dr. Kaiser aus Leipzig); ein zweiter freut sich inmitten der unerquicklichen Zustände, daß„Fürst Bismarck lebt und frisch und stark inmitten seines Volkes weilt", und ruft verzückt aus:„d e ß' laßt uns fröhlich sein!" Die Verherrlichung des Fälschers der Emser Depesche bildete überhaupt den Grundzug der dies- jährigen Sedausfeier, die damit ihren richtigen Inhalt ge- funden hat. Es war im Großen und Ganzen eine Fort- setzung und die Krönung des Kissinger Bismarck-Rummels. An der nöthigen Wein-, Bier- und Schnapsvertilgung mit obligaten Rohheitsorgien hat es natürlich nicht gefehlt. Und der Kulturgeschichtsschreiber, der dieses Material einst bearbeitet, wird aus ihm feststellen können, auf welches un- glaublich tiefe geistige und sittliche Niveau„die besten Männer der Nation", wie sie bescheiden sich selbst nennen, am Ende des 19. Jahrhunderts im Lande des„Denker- volles" herabgesunken waren, und wie nothwendig die Neu- geburt unseres Vaterlandes durch die vaterlandslose Sozialistenbrut gewesen ist.— König Stumm verbietet bekanntlich„seinen" Arbeitern, ohne seine Genehmigung zu Heirathen. Das Beispiel des Neunkirchener Alleinherrschers fängt an, im„hellen Sachsen" Schule zu machen. Wie dem„Wähler" mitgetheilt wird, heißt es in den Anstelluugsbedingungen für die Beamten der Leipziger Fcuerversicherungs-Gesellschaft: § 7. Will ein Beamter sich v e r h e i r a t h e n, so hat er hiervon der Direktion Mittheilung zu machen, und dieser steht es frei, hierzu ihre Einwilligung zu geben oder dieselbe zu verweigern.§ 8. Im Falle der Verheirathung ohne Einwilligung der Direktion verliert der Beamte die unter 6 er- wähnten Ansprüche an die Pensions- und Unterstützungskaffe und hat seine Entlassung aus dem Dienste zu gewärtigen. Das profitsüchtigc Unternehmerthum macht seine Lohn- sklaven zu wirklichen Sklaven und greift in ihre Privat- Verhältnisse diktatorisch bestimmend ein.— Schäbige Angeberei treiben ultramontane bayerische Blätter. Sie melden, daß für den dauern- büudlerischcn Reichstags-Abgeordneten Bachmeier in einer Gemeinde gesammelt worden sei, um ihm die nöthigen Existenzmittel zur Ausübung des Mandats zu verschaffen, und meinen, wenn das wahr wäre, würde dem Bachmeier ein Diäten prozeß drohen. So hetzt die schofle Zentrunispresse den Staatsauwalt auf den politischen Gegner.— Bismartk-Märchen. Das Münchener Bismarck Blatt schreibt: „Man erzählt in Berliner amtlichen Kreisen, das einzige Schriftstück, das Fürst Bismarck mit der Unterschrift seines Nachfolgers erhalten, sei die Aufforderung gewesen, das Gehalt für die elf Tage vom L0. bis 31. März 1830 zurückzuzahlen, und dies, nachdem der Fürst die ihm angetragene Dotation von einer Million Mark ausgeschlagen!" Wenn die Geschichte wahr ist, so hat Graf Caprivi nur seine Pflicht erfüllt, wenn er vom Fürsten Bismarck Reichs- gelder, die ih,n nicht zukamen, zurückverlangt hat. Und Bismarck sollte eine Spende zurückgewiesen haben, eine Spende von einer Million! Dazu ist der Erwerbstrieb des Chefs aller Bolksauspowerer viel zu stark entwickelt. Er hat wohl gewußt, daß der Reichstag nicht gewagt hätte, zu solch' einem Trinkgeld Ja und Amen zu sagen.— Frankreich. Aus Paris schreibt man uns unterm 2. September: Die Wuth der Bourgeoisblätter xar excellence, die wie „Temps" und„Journal des Debats", die Niederlage Lasargue's schon im vorhinein gefeiert, kennt keine Grenzen. Sie, die aus der ganzen Republik nichts als eine große Schacherboutique machen möchten, sie, die mit den Rallurten, dieser pfäffisch- monarchistischen Klique, die sich wie weiland Ludwig XVI. die phrygische Mütze aufsetzen, um die Republik desto leichter verrathen zu können, ein Schutz- und Trutzbündniß eingingen, diese Lonis und Alphons(—Louis) der Bauko- und Plutokratie, erfrechen sich nun mit Rücksicht auf die Liller Wahlvorgänge von„Schacher",„zynischer Koalition", „Syndikat wenig achtbarer Interessen",„Kupplerei" und ähnlichem zu sprechen. Und warum all diese Jauche? Was hat denn den Herren gar so sehr den Darm gereizt? Nichts anderes als daß die bürgerlichen republikanischen Wähler des 2. Liller Wahlbezirks, in welchem Genosse Lafargue mit einem Klerikalen in die Stichwahl kommt, wie die sozialrevolutionären Wähler des 8. Liller Wahlbezirkes(Tourcoing), in welchem ein fortschritt- licher Republikaner, der bisherige Abgeordnete Gustave Dron, mit einem Klerikalen in die Stichwahl kommt, entschlossen sind, vor Allem den beiderseitigen reaktionären itandidaten eine Niederlage zu bereiten. Da aber diese beiden Kandidaten, der eine über den sozialistischen Gegenkandidaten, der andere über den bürgerlich-republikanischen, einen bedeutenden Vorsprung haben, ist die Niederlage nur dann eine gesicherte, wenn die republikani- scheu Wähler der beiden Wahlbezirke, gleichgiltig ob sie sich nun zum Sozialismus bekennen oder nicht, gemeinsam vorgehen. Würden nun die beiden Kandidaturen aufrecht erhalten bleiben oder deren Wähler sich bei der Stichwahl der Abstimmung enthalten, dann siegten die beiden reaktionären Kandidaten ebenso sicher, als sie eine Niederlage erlitten, wenn dort die sozialistischen Wähler für Dron und hier die bürgerlich-repulikanischen Wähler für Lafargue einträten. Was ist da natürlicher, als daß die bürgerlich- republikanischen und sozial-revo- lutionären Wähler gegen den gemeinsamen Feind ge- meinsam vorgehen? Wenn sich„Temps" und„Debats" darüber gar so sehr ärgern, so ist es natürlich nur darum, weil dadurch Lasargue's Sieg gesichert erscheint. Daß auch Dron dadurch wieder in die Kammer gelangt, ist ihnen gleichgiltig. So sehr es ihnen auch leid sei, sagen sie, wenn Herr Dron nicht wieder- gewählt würde, Pflicht der Republikaner sei es vor allem zur Nieder- läge Lasargue's beizutragen. Was liegt ihnen auch daran, wenn mit Lasargue's Niederlage auch die Dron's mit besiegelt würde? Was daran, wenn dadurch gleichzeitig zwei Reaktionäre in die Kammer kämen? Was liegt dem„Temps" wie den„Debats" und ihren Kommanditisten überhaupt an der politischen Ge- flnnung der Abgeordneten, wenn diese nur in ökonomischer Be- ziehung mit ihnen an einem Strange ziehen, mit ihnen für den Kapitalismus eintreten? Glücklicherweise bedeuten aber„Temps" »nd„Döbats", Adrien Höbrard ivie Leon Say noch nicht Frank- reich und am allerwenigsten das arbeitende Frankreich, wie ihnen dies ivohl recht deutlich nicht nur aus Lille, sondern auch aus vielen anderen Wahlbezirken, in denen Sozialisten in die Stich- wähl kommen, entgegenschallen wird, und zwar ehe noch dieser Brief an seine Leser gelangt. Mitlerweile hat die Wahl stattgefunden, und unser Ge- nosse Larfargue ist dem bürgerlichen Gegner unterlegen. Die„Republikaner" haben also doch, dem Zuge ihres bürgerlichen Herzens folgend, ihrem sklaffengenossen, trotz dessen reaktionärer Neigungen, zum Sieg verholfen. Unsere französischen Genossen mögen daraus die Lehre ziehen, daß sie nur aus eigener Kraft und auf sich selbst gestellt ihre Ziele erreichen können.— Das Ergebnitz der französischen Stichwahlen ist bis jetzt nur sehr unvollständig bekannt. Gesiegt hat Vaillant, was wir mit besonderer Freude begrüßen, da er als Organisator ebenso tüchtig ist wie klar und fest als Vertreter der sozialistischen Grundsätze. Lafargue dagegen ist erlegen. Wie viel Sozialisten gestern gewählt wurden, wissen wir zur Stunde nicht. Clemenccau und sein Freund Pichon sind gefallen— desgleichen der Opportunist Floquet, der auch im Panamaschmutz stecken geblieben ist, und der imperialistische Gassenbube Grenier und Caffaignac. Im. Allgemeinen scheint das Ergcbniß den Erwartungen ziemlich genau zu entsprechen. Aus Paris wird telegraphirt: Paris, 4. Sept. Von den bisher bekannt gewordenen 1ö2 Resultaten entfallen 132 auf die Republikaner(die So- zialisten eingeschlossen), Sauf die Konservativen und 11 auf die Ralliirten.— Eine Wolff'sche Depesche meldet: Paris, 4. September. Bisher sind 187 Stichwahl- Er- gebnissc bekannt. Gewählt sind: 143 Republikaner, alle republikauischen Parteirichtungen umfassend; 113 Progressisten oder Radikale; 12 Ralliirte; 23 Sozialisten. Die Republikaner gewannen 27 Sitze. 7 Ergebnisse aus den Kolonien stehen noch aus; da die betreffenden Stichwahlen aber ausschließlich zwischen republikanischen Kandidaten stattfanden, so wird die Zusammensetzung der neuen Kammer sich, unter Berücksichtigung der Wahlergebnisse am 20. August, die 358 Republikaner aller Richtungen und 59 Konservative als gewählt ergaben, folgender- maßen gestalten: 513 Republikaner und 63 Konservative. Zu den 513 Republikanern gehören 25 Ralliirte uud 69 Radikale oder Sozialiste».— Nach der amtlichen statistischen Zusammenstellung wird die neue Kammer aus 409 Republikanern und Ra- dikalen, 79 sozialistischen Radikalen und Sozialisten, 29 Ralliirten und 64 Konservativen bestehen. Was wir in den französischen Arbeiterblättern über W a h l b e e i n s l u s s u n g e n anläßlich der Wahl in Frankreich lesen, oas zeigt uns so recht deutlich, wie machtlos die besten Gesetze gegenüber dem Kapitalismus sind, und wie die schönsten politischen Freiheiten durch die ökonomischen Verhältnisse zu Nichte gemacht werden. Die französischen Arbeiter sind, da wo die Herren Bourgeois es wagen konnten, von„ihren Brotherren" ebenso frech vergewaltigt, ebenso ungenirt an die Wahlurne geschleppt worden, wie die Bergleute von Rheinland-Westfalen. Die- selben Beeinfluffungcn, Bedrohungen, Maßregelungen. Der Wein— bei uns muß Schnaps und Bier die nöthige Be- geisterung liefern— floß in Strömen und Geld wurde massenweise vertheilt, um die Hefe der Gesellschaft gegen die klassenbewußten Arbeiter aufzuhetzen, für welche die Agitation in vielen Gegenden lebensgefährlich war. Kurz, ganz wie bei uns— trotz Republik und Freiheit.— Die belgische Wahlreform ist abgeschlossen. Der Senat hat am 2. September mit großer Mehrheit den An- trag Visart bezüglich des Wahlmodns für den Senat angenontmen und zwar in derselben Fassung wie die Kanimer, um eine endliche Uebereinsttmmung herbeizu- führen.— Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. Aus Wales meldet Wolff's Telegraphen-Bnreau: In einer in Pontypridd am 8. September abgehaltenen, von 30 000 Personen besuchten Versammlung wurden folgende Beschlüsse gesaßt: Die Bergleute von Süd-Wales sollen sich dem Bergarbeiter-Vcrbande von Großbritannien anschließen; die Vertreter der Bergleute in dem Komitee, das die An- wendung der beweglichen Lohnskala zu überwachen hat, scheiden aus ihm aus; die Arbeit wird unter gewissen Be- dingungen am Montag wieder aufgenommen; sollten die Grubenbesitzer diese Bedingungen nicht cmnehmen, so wird eine weitere Versammlung einberufen. Bei der allgemeinen Abstimmimg der Bergleute L o t h i a n s sprach sich die Mehrheit derselben für die Wiederaufnahme der Arbeit am Montag aus, nachdem die Grubenbesitzer 10 Prozent Lohnerhöhung zugestanden haben.— Die Untionalrathswahlr« in der Schwei;. Zürich, den 31. August. Zuerst die deutschen, dann die französischen und schließlich die schweizerischen Parlamentswahlen— das reinste Wahljahr! Die Wahlen zum schweizerischen Nationalrath finden am letzten Sonntag im Oktober, also dieses Jahr am 29. Oktober, statt. Gewählt wird derselbe aus die Dauer von drei Jahren und zwar auf je 29 999 Einwohner, eventuell auf die Bruchzahl über 10 099 je ein Abgeordneter, bei getheilten Kantonen wenigstens ein Mit- glied. Die ganze Schweiz ist unter Berücksichtigung der Kantons- grenzen in 52 Wahlkreise eingetheilt, welche die 146 Mitglieder des Nationalrathes zu wählen haben. Die Zahl der von den einzelnen Wahlkreisen zu wählenden Abgeordivetcn schwankt zwischen 1 und 6, letztere Zahl hat der 1. eidgenössische Wahl- kreis, Stadt und Bezirk Zürich, zu wählen. Stimm- b e r e ch t i g t ist jeder Schweizerbürger über 20 Jahre, der in bürgerlichen Ehren steht, wählbar jeder Stimmberechtigte weltlichen Standes; die Geistlichen sind von der Wählbarkeit ausgeschlossen. Die Parteien im Nationalrathe sind: Die Radikal- Demokraten, die Jungdemokraten, das Zentrum(Liberal- Kon- servative) und die Ultramontanen. Die Sozialdemokrat! e war in der letzten Legislaturperiode zum ersten Male durch einen Abgeordneten, nämlich durch Vogelfänger in Zürich, vertreten. Innerhalb ver einzelnen Fraktionen giebt es meist wieder Unterschiede der sozialen und politischen Gesinnung. Bei manchen Abstimmungen werden die Fraktionsgrenzeu völlig ver- wischt, so z. B. wenn die Westschweizer— die Welschen— ihren Föderalismus in den Vordergrund stellen gegen den Zentralismus der Oftschweizer. Worin der schweizerische Nationalrath allen anderen Volksvertretungen gleicht, das ist der Bourgeoischarakter. Das kleine Häuflein linksstehender Abgeordneter, die namentlich als Sozialpoutiker der Sozialdemo- kratie nahe stehen— Curti, Locher, Scherrer- Füllemann und einige andere—, vermögen jenen Charakter nicht zu ändern. Die Väter der schweizerischen Gesetze sind wie in allen anderen Ländern Angehörige und Vertreter der Bourgeoisie und es kann daher nicht anders fein, als daß die An- schauungen und Gesinnungen der besitzenden Klassen und nicht diejenigen des Proletariats sich in den Gesetzen widerspiegeln. Ein schlagender Beweis hierfür sind die neuesten, noch im Stadium der Vorberathung liegenden Gesetz- entwürfe, betreffend die eidgenössische Kranken- und Unfall- Versicherung, die in eleganter Weise alle Forderungen der Arbeiter ignoriren und alle Wünsche der Unternehmer und ihrer ganzen Klasse trefflich verwirklichen. Wie bei den letzten Nationalrathswahlen, so tritt die So- zialdemokratie auch diesmal selbständig in die Wahlbewegung ein. Die Richtschnur hierfür hat bereits der vorigen Herbst in Solothurn stattgefundene Parteitag gegeben, der in einer ein- stimmig angenommenen Resolution erklärte, daß in allen Wahl- kreisen, wo es den Parteigenossen nur irgendwie möglich ist, ausgesprochen sozialdemokratische Kandidaturen aufgestellt werden sollen. Dabei sind blos als Parteigenossen bekannte Personen als Kandidaten zulässig, von denen vorausgesetzt werden kann, daß sie im Falle der Wahl keiner der bisherigen Fraktionen der Bttndesversammlung beitreten und, wenn mehrere Parteigenossen gewählt sind, eine eigene sozialdemokratische Fraktion gründen helfen werden. Die etwaige Unterstützung nichtsozialdemokratischer Kan- didatnren wird dem freien Ermessen der Genossen der einzelnen Wahlkreise überlassen. Unter allen Umständen sollen jedoch die von der sozialdemokratischen Partei der Kreise aufgestellten Wahl- vorschlage, auch wenn sie neben den Parteikandidaturen— die als solche unzweideutig zu bezeichnen sind— noch andere Kan- didaturen enthalten, deutlich den Charakter eines von der sozial- demokratischen Partei des betreffenden Kreises aufgestellten Wahl- Vorschlages tragen. Bisher ist anscheinend noch sehr wenig an Vorarbeiten für die Wahl geschehen und zwar von den anderen Parteien wie von der Sozialdemokratie. In Basel ist Redakteur Wull- s ch l e g e r, der ja dort der gegebene Kandidat der sozial- demokratischen Partei ist, bereits nominirt worden. In Zürich wird Vogelsanger wieder aufgestellt und neben ihm noch Genosse Lang. Jm Winterthurer Wahlkreise wird eben- falls ein Sozialdemokrat kandidiren. Weiteres ist bis heute noch nicht bekannt. Bei der weit getriebenen Dezentralisation der schweizerischen Industrie, die ein Ansammeln größerer Proletariermassen in be- bestimmten Zentren verhindert, liegt die Situation für die Sozialdemokratie sehr ungünstig, namentlich bezüglich parlamen- tarischer Wahlerfolge. Diese Situation zeichnet der schweizerische Bericht an den in Zürich stattgefundencn internationalen Sozialistenkongreß sehr treffend mit folgenden Sätzen.„Die Bevölkerung der Schweiz ist ziemlich gleichmäßig über das Land verkheilt. Nur eine Sladt, nämlich Zürich, zählt 199 999 Ein- wohner. In Gemeinden mit mehr als 10 090 Einwohnern wohnt nur etwa ein SechStheil der gesammten Bevölkerung. Dieser Umstand erschwert die Agitation natürlich nicht wenig. Das proletarische Klassenbewußtsein und der revolutionäre Charakter bildet sich in kleinen Kreisen aus naheliegenden Gründen viel schwerer aus als in großen, auf einem Platz zusammengedrängten Volksmasseii." Unter diesen Umständen dürfen die Erwartungen der Sozial- demokraten für die nächste Nationalraihswahl nicht hoch gespannt werden. Wenn neben der zweifellosen Wiederwahl Vogelfängers»och Lang gewählt würde, müßte dies schon als ein Erfolg bezeichnet werden. Das Zahlenverhältniß der übrigen Parteien dürste wenige Aenderungen erfahren und so die Herrschaft der bürgerlichen Parteien auch in der neuen Bundesversammlung ungeschwächt bleiben. Für den Inhalt der Jujerate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 5. September. Opernhaus. Don Juan. Neues Theater. Der Menonit. Deutsches Theater. Fauſt. Berliner Theater. Der verarmte Edelmann. Leffing- Theater. Der Oberst von Branik. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute Dienstag, den 5. September, Abends 8 Uhr: Unserm Sangesbruder Richard Friedrich Vereinz. Regelung d. gewerbl. Verhältniffe zu ſeinem heutigen Geburtstage ein Der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgeg. donnerndes Hoch! 1752b Die Mitglieder. Else Herrmann Grosse Extra- Vorstellung. Rechtsanwalt' Dr. Martin Reiche Die Erdtheile, Großes Balletdivertissement mit Aufzügen, Szenerien, märchenhafter Ausstattung 2c. 2c., dargestellt vom ges. Herren- und Damenpersonal und dem aus 60 Personen bestehenden Corps de Ballet. Verlobte. 1755b Versammlung am Dienstag, den 5. September, Abends 6 Uhr, im oberen Saale der Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Zages Ordnung: Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß mein Freund, Norden und Westen. 3. Stellungnahme zur Einführung der Lohnarbeit für 1. Vortrag. Diskussion. 2. Neuwahl der Hilfskassirer für den Often, der Tischler Max Traheim, am 1. d. Mts. nach kurzen schweren Leiden größere Arbeiten. 4. Gewerkschaftliches. verstorben ist. Die Beerdigung findet Um zahlreichen Besuch bittet am Dienstag, den 5. d. Mts., Nachm. 2. Abtheilung aus der Ausstattungs- 4 Pantomime Kroll's Theater. Das Nachtlager Die Erschaffung des Weibes. von Granada. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die irische Bank. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Jugend. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas, oder: Meine Tante, deine, Tante. der Weltausstellung in Chicago. Sprung- Scene. Ferner Auftreten der berühmtesten Reiter und Reiterinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schulund Freiheitspferde. Castan's National Theater. Lehmann auf Panopticum. Wintergarten. Spezialitäten Bor- Weltberühmte Ausstellung ftellung. Becker's Geschichte. = von Wachsfiguren und Gruppen. Reichshallen- Theater. Spezialitäten- Allufonen. Borstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. Gastspiel der badischen Kammersängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Becker's Geschichte. Liederspiel in 1 Aft von E. Jacobsohn. Regie: Huge Hummel. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 7½ Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Das lachende Berlin. Große Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Atten. Regie: Hugo Hummel. Bor und nach den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Diefelbe Borstellung. Sonntag, den 10. September, Nachmittags 3 Uhr: Boltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Direttion: Richard Schultz. Zum 5. Male: Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestaffe: Vormittag von 10 bis 2 Uhr, Abendkasse von 6 Uhr ab. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Zum 6. Male: Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Bum 81. Male: Goldlofte. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anf. 7 Ha Uhr. Fauteuil 2,50 M. Der Sommergarten ist geöffnet. American- Theater. Dresdenerste. 55. Direttion: H. Martin, Täglich: Theater und SpezialitätenVorstellung. Neu! Zum 4. Male! Neu! Irrgarten. Schreckenskammer. Passage325/4 Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. Uhr, von der Leichenhalle des fatho- Verein zur Wahrung der Interessen der liſchen Krankenhauſes nach dem Rirchhof( Gesundbrunnen) statt. Sein Andenfen wird stets in Ehren halten fein treuer Freund 1757b Fritz Hoffmann, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 8. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen zu Berlin. Am 2. September verstarb unser Mitglied, der Lithograph Herr Hermann Porsch. Die Beerdigung findet am Dienstag, Maurer Berlins. Ordentliche Mitgliederversammlung am Donnerstag, 7. S. M., Ab. 8½½ Uhr, bei Brochnow, Sebastianstr. 39. Tages Ordnung: 381/11 1. Bortrag des Genossen Masini. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Vereinsangelegenheiten.- Kollegen haben als Gäste Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. den 5. d. Mts., Nachm. 5 Uhr, von der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin eichenhalle bes Georgen- Kirchhofes, Um statt. zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. und Umgegend. Vereins- Versammlung am Mittwoch, 6. Sept., Ab. 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: 1. Vorlesung. 2. Distuffion. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 411/16 Für die liebevolle Theilnahme und 4. Berschiedenes. die zahlreichen Kranzspenden bei der Der wichtigen Tagesordnung halber bittet die Mitglieder recht zahlreich Beerdigung meiner lieben Frau, unserer zu erscheinen guten Mutter, Louise Heinrich geb. Repschläger, sage ich allen Freunden Der Vorstand. Panopticum. und Betannten, insbesondere den Stol- Verein der Plätterinnen u. verw. Berufsgen. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Lützowstraße Victoria- Brauerei,-112. Garten resp. Saal ( außer Täglich Sonnabends) Stettiner Sänger Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags keine Giltigkeit. Alkazar. Schönste und billigste Sehenswürdigkeit der Residenz! Täglich Auftr. v. Spezialitäten ersten Ranges. Nen! Neu! Spreeniven! Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 15 Pf. R. Winkler. legen der Ehrich u. Gräz'schen Lampenfabrit meinen innigsten Dank. Der trauernde Gatte nebst Kindern Berlins. Grosse Versammlung Friz. Heinrich. 1762b am Dienstag, 5. Sept., Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Ich warne Jeden, meiner Frau, Rosalie Lange, auf meinen Namen etwas zu borgen. Wilhelm Lange, Frankfurter Allee 189, 4 Tr. 1768b Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung vou nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Miss Gabrielo und Mrs. Othon, gr. Luftgymaftit. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Gesangshumorist. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Charles MorleyTrio, musikalische VerwandlungsPantomimisten. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 ẞi. A. Zimmermann. G. Brochnow's Festsäle 39. Sebastianstraße 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Sonnabend großer Ball. EmWeberstr. 17. Zages Ordnung: 256/13 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Sommerfest. 4. Ver schiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jeder Plätterin zu Der Vorstand. erscheinen Möbelpolirer. Gesperrt wegen nicht tarifmäßiger Bezahlung find: J. Groschkuss, Gollnowftr. 19, und Phillipp, Manteuffelstr. 113. Buzug streng fernhalten. 266/11 Der Vorstand des Verbandes. Weiß- u.Bairisch- Bierlokal Bereinsa, ist wo. Lobes of billig verkaufen. Todesf.sof.billig Näheres: Stalizzerstr. 104 im Restaurant, Mittags 12-2 Uhr. Arbeiter- Spielkarten à Spiel 65 Pf. 4775L* gesetzl. geschützt! Sensationell! Piquet 32 Blatt. Engros- Verlag, Berlin SO, Reichenbergerstr. 19 I. Probespiele geg. vorh. Einsend. v. 80 Pf. in Briefm. Franko- Zus. Wiederv. Rabatt. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak. Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. pfehle meine Gäle zu allen geßlich Uhren u. Goldwaaren Georg Wagner keiten u. Versammlungen. 46752 ratweil'sche Altes Schüßenhaus, GBierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Bf referit 25 Buf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Borstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturztünstler. The Moras, musikalische Berliner in Chicago. Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Zeitbild von Oscar Wagner. Raffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr.- Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Pf. Morit Play. Play. Etablissement moritBuggenhagen. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Troupe Metzetti, Parterre- Afrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Ge fangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Raffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Nebelin's Bierhaus, Langestrasse 108. Kleiner Saal und Vereinszimmer 4769L Dienstags noch zu vergeben. Empfehle Freunden und Genossen mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Außerdem werden tüchtige WeißbierZrinter verlangt. 1751b Aug. Insinger, Strautstr. 36. Extra- Offerte 90 bei Entnahme von 5 Litern, Nordhäuser, echt... 2tr. 50 Pf. Liqueure, Rum, Cognac Großdentillation 4592L* 63 Andreas- Strasse 63. " Arbeitsmarkt. " Geübte Kartonarbeiterinnen werden sofort verlangt bei Georg Heise, Roßstr. 7, Hof r. 1 Tr. 1756b Ein Arbeiter auf gute Rüchenmöbel 1758b wird verlangt Rottbuserstr. 4. Unverheiratheter Tapezirer u. DekoOranienstr. 63, I. in bester Ausführung zu den billigsten Preisen. Silb. Cylinder- Remontoir 12,75 M. Massiv gold. Trauringe, 1 Dukaten 10,50 M., 12 Duk. 15,50 M., 2 Duk. 20 M. Möbel werden unter Discretion von einem ersten Hause auf Theilzahlung 435M gegeben. Offerten unter J. K. 7746 an Rudolf Mosse, Berlin SW. Als anerkannt reelle und thatfächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, B. Simonsohn's Bolts- Buchhandlg. Invalidenstr. 5, Ecke d. Ackerstraße, Berlin N, empfiehlt sich zur sachgemäßen Einrichtung und Ergänzung von Vereinsund Privat- Bibliotheken bei billigster Berechnung.[ 1767b Stets vorräthig: Beste sozial rateur( 1000 Mart) findet angenehme 37 Admiral- Straße 37 politische, populärwissenschaftliche und Stellung. Angebote unter R. 50 an die Expedition des Vorwärts". 1759b Knabe zum Berlesen gesucht 1766b Richtsteig, Ritterstr. 89. Tücht. Bambusarbeiter sofort verl. 1764b Roesemann, Fruchtstr. 30. Hausfrauen! COCO kauft versuchsweise 1 Dose für 10 Pf. als Getränk für Eure Kinder. Nichts wird so gern von diesen getrunken und fein anderes Getränk ist so billig wie 4800 L COCO. Ein Genoffe, Schleifer und Polirer, fucht Stell. Rob. Knoll, 2iefenftr. 10, II. Empfehle meine grossen u. kleinen 2 Tischlergesellen auf Vertifow, Festsäle E 1 Tischlergeselle auf verschiedene fourEntree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. den 2c. Vereinen und Gesellschaften. nirte Arbeiten verlangt H. Wöhler, Säle für Versammlungen, Kommerse, Habe noch einige Sonnabende Havelberg, Dampftischlerei. Arbeit Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Festlichkeiten 2c. Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. bauernb, passend für Verheirathete. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin, Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. belletristische Literatur. Alle Lieferungswerke, Zeitschriften und Journale sofort nach Erscheinen frei ins Haus. Geschäfts- Eröffnung! Blumenhandlung bon Paul Abromeit, Berlin SW., Blücherstr. 69, am Johannistisch. Spezialität: Widmungskränze für Vereine, Topfgewächse, Bouquets, Kränze, Guirlanden, Palmenzweige 2c. Prompte Bedienung, geschmackvolle 1735b Ausführung, billigste Preise. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 208. Parteinachrichten. Dienstag, den 5. September 1893. 10. Jahrg. tung der deutschen Sozialdemokratie zu fennzeichnen". Nach geliefert wurden 10( 7 männliche, 3 weibliche), entlassen sind Werner sprachen noch mehrere Redner für die Beschickung, weil 3 männliche Personen. Es bleibt somit ein Bestand von 23 PerFalsche Nachrichten find aus Anlaß der letzten Partei- andernfalls" die revolutionären Vertreter anderer Länder, wie sonen( 17 männliche, 6 weibliche), darunter 5 Fälle von asiatischer versammlung am 30. August in der„ Konkordia" aus der bürger- Holland, Italien, Spanien hilflos dastehen und der große An. Cholera( 2 männliche, 3 weibliche). Im Krankenhause Friedrichslichen Bresse auch in unsere Parteiblätter übergegangen. Aus denen anwesend wäre, die noch in Wahrheit den Klaffenkampf 1 weibliche), darunter 3 Fälle von asiatischer Cholera( 1 männ archistentödter Liebknecht freies Spiel hätte, wenn niemand von hain war der Bestand am Sonnabend 4 Personen( 3 männliche, der" Frants. 3tg." ist folgender Paffus in verschiedene Partei- wollen".( Siehe Nr. 33 des Sozialist".) blätter übergegangen: licher, 2 weibliche). Neu eingeliefert ist 1 männliche Berfon. Hier wird also offen als Zweck des Besuches des Kongresses Es bleibt somit ein Bestand vou 5 Personen, darunter 3 Fälle ausgesprochen, das Geschäft der Verleumdung und Berdächtigung von asiatischer Cholera( 1 männl., 2 weibl. Perfonen. Im Krankenfortzusehen. In welcher Weise dies aber geschehen sollte, das hause am Urban find feine Cholerafälle gemeldet. Es war somit ersehen wir aus dem Bericht über die Arbeiterbewegung in der Bestand am Sonnabend 20 Personen, darunter Fälle an asiatischer Deutschland", den Herr Landauer an den Kongreß erstatten Cholera 5( 2 männl. 3 weibl.). Neu eingeliefert wurden 11 Perwollte und der sich in den Nrn. 31 und 32 des" Sozialist" ab- sonen( 8 männl. 3 weibl.), entlassen 3 männliche Personen. Es gedruckt findet. In diesem Bericht, der von seiner ersten bis bleibt somit ein Bestand von 28 Personen( 20 männl. 8 weibl.), zur letzten Zeile eine einzige Sudelschrift gegen unsere Partei ist, darunter 8 Fälle von asiatischer Cholera( 3 männl. 5 weibl.) heißt es u. a.: Jm Krankenhause Moabit hat sich der Bestand an Fälten wirkDie Maffen, die der Sozialdemokratie folgen, find licher Cholera um 3 vermehrt. Dieselben betreffen einen Knaben über alle Beschreibung unselbständig, und diese Un- und zwei Mädchen aus der in der Andreasstr. 42 wohnhaften selbständigkeit wird von den Parteiführern noch fünftlich Schuster'schen Familie, von welcher brei andere an aftatischer gezüchtet. Cholera erkrankte Mitglieder bereits im Krankenhause Friedrichshain behandelt werden. Leßtgenannte Anstalt hat keinen neuen Fall echter Cholera gemeldet. " „ Es entstand wiederholt großer Tumult und zulegt eine heftige Schlägerei, bei der es blutige Köpfe gab. Die Versamm lung wurde aufgelöst; die von der Revierwache verstärkte Polizei räumte mit Mühe den Saal." An dieser Darstellung ist kein wahres Wort. Zunächst war es mit dem Tumult" lange nicht so schlimm. Gewiß gab es einige, durch Zwischenrufe veranlaßte, etwas laute Szenen, wer aber die Versammlungen der hiesigen Antisemiten und den dort aufgeführten Radau kennt, der kann sich nur über die Empfindlichteit der Polizei in sozialdemokratischen Versammlungen wundern. Würden die Abgesandten des Herrn von Richthofen in den Ver= sammlungen der Herren Ahlwardt, Förster und Stöcker auch nur ben zehnten Theil der Feinfühligkeit entwickeln, die ihnen in den fozialdemokratischen Versammlungen eigen ist, seit den letzten Reichstagswahlen hätte nicht eine einzige Antisemiten Versammlung getagt, ohne dem Schicksal der polizeilichen Auflösung zu verfallen. Abgesehen aber von zeitweiliger Unruhe in der Konkordia- Bersammlung, sind alle weiteren Angaben über heftige Schlägerei", blutige Röpfe", polizeiliche Räumung des Saales" 2c. freie Erfindungen irgend eines Reportergehirns. Nicht ein Schlag ist in der betreffenden Versammlung gefallen und so konnte es auch keine blutigen Röpfe geben, ebenso vollzog fich die Räumung des großen Saales in bester Ordnung und ohne jeden Zwischenfall. Der ganze sensationell zugespitzte Verfammlungsbericht verdankt seine Entstehung nur dem Bedürfniß eines Reporters, Geld zu verdienen. Berichte aber, in denen die Sozialdemokraten nicht als eine Bande von Rowdies, blutdürftigen Narren oder abgefeimten Schurken dargestellt werden, haben für die Mehrzahl der bürgerlichen Blätter feinen Werth. Deshalb muß jede Mücke zu einem Elephanten aufgebauscht und wenn gar nichts vorgefallen ist aus Freiem erfunden werden. Wir möchten deshalb besonders unsere Bruderorgane im Reiche ersuchen, den Berichten über unsere Versammlungen in gegnerischen Blättern gegenüber sich sehr steptisch zu verhalten. Neun Zehntel dieser Berichte sind in der Regel erlogen und das letzte Zehntel nicht selten auch noch gefälscht. Die Versammlungen der Berliner sozialdemokratischen Arbeiter unterscheiden sich in bezug auf den dort herrschenden Geist nicht von den Versammlungen unserer Genossen in der Provinz, nur daß hier, bei der größeren sozialen Unabhängigkeit, deren sich der großstädtische Arbeiter naturgemäß gegenüber dem Arbeiter der Kleinstädte erfreut, die Betheiligung an der Diskussion in der Regel eine stärkere und lebhaftere ift. Jedes bei solchen Gelegenheiten fallende Wort des Tadels, der Kritik oder der Unzufriedenheit wird nun von den Reportern sorgfältig notirt, dazu etwas " unabhängige" Sauce gemischt, und die durch ihr Alter bereits ehrwürdig gewordenen Redensarten von Spaltungen und Gährung im sozialdemokratischen Lager beigefügt und ein Bericht über fozialdemokratische Bersammlungen", wie ihn die gegnerische Presse vom Leipziger Tageblatt" bis zur Frankfurter 3tg." bezahlt und gebrauchen kann, ist fertig. Unsere Genossen in der Provinz mögen aber ruhig sein; der unabhängige Sput ist heute, nachdem die Herren sich in zwei Gruppen gespalten haben, in eine anarchistische( Werner- Landauer) und in eine radikal fozialdemokratische"( Wildberger- Ernst- Buhr) womöglich noch bedeutungsloser als er von Anfang an gewesen ist. Die Führer der sozialdemokratischen Partei, über alle Maßen vergöttert von den gläubigen, immer nach oben blickenden Schaaren der Parteigenossen, haben es verstanden, die ursprünglich proletarische Massenbewegung fo einzudämmen und zu zügeln, daß sie, vollständig seicht und flach geworden, in das parlamentarische Fahrwasser eingemündet ist." Ueber die sozialdemokratischen Wähler giebt Herr Landauer folgendes Urtheil ab: " Es sind Unzufriedene, wirthschaftlich gedrückte Philister, ganz und gar unfelbständig und ohne Energie zu eigenem Vorgehen, zu selbständiger Erhebung, die aber bei der geheimen Wahl, wo sie nichts ristiren, immer bereit sind, für die Partei zu stimmen, die am lautesten schreit." Der überwiegende Theil der Wähler der Sozialdemokratie unterscheidet sich weder in seinen Gedanken noch in seinen Bestrebungen von den Wählern anderer Oppositions: parteien: fie wollen Reformen im Rahmen des bürgerlichen Staates und der bürgerlichen Gesellschaft; sie find alles andere eher als Sozialisten." Wir erhalten folgendes Schreiben: Ich ersuche Sie um Aufnahme nachstehender Berichtigung: Es ist nicht wahr, daß meinem Manne, dem Tapezirer Ernst Biester, 3 Monate feiner Strafe geschenkt wurden. Ein dahingehender Antrag ist veder von meinem Manne, noch von mir, oder einer dritten Person an die Behörde gestellt worden. Nach der Notiz im Borwärts", wonach meinem Manne 3 Monate geschenkt sein follten sah ich mich veranlaßt, in der Strafanstalt Erkundigungen einzuziehen und ist mir dort gesagt worden, daß von einem Erlaß der Strafe gar keine Rede sein könne. Ich werde aber, da mein Mann lungenleidend ist, den Antrag auf eine Beurlaubung desselben stellen. Jede andere Darstellung ist aus der Luft gegriffen. Mein Mann wird die gewiffenlosen Berichterstatter zu finden wiffen, die ihn sogar im Gefängniß verunglimpfen. Frau Bertha Biester. Katharinenstr. 3 H. 4. Dies ein paar Stichproben aus den zahllosen Pöbeleien, deren Die Behandlung weiblicher Arbeiter in Fabriken wird sich die Herren Landauer- Werner und ihr Anhang noch in aller- wieder einmal in greller Weise beleuchtet durch eine Untersuchung, legter Zeit gegen unsere Partei und meist mit direttem welche gegenwärtig beim Landgericht I schwebt und demnächst Bezug auf den internationalen Arbeiterkongreß geleistet haben, zur Hauptverhandlung kommen wird. In der B.'schen Hutfabrit und diese Burschen hatten nachher die Frechheit, in der Mitte in der Greifswalderstraße hat der im Jahre 1860 zu Reichenbach unserer Delegirten zu erscheinen und das Verlangen zu stellen, in Sachsen geborene Spinnmeister Eduard S. einen richtigen als gleichberechtigte Vertreter anerkannt zu werden. Wahrlich, Harem unterhalten. Das Vergnügen wurde ihm nicht theuer, denn hätten unsere Genossen nicht eine geradezu himmlische Geduld die jungen Mädchen, die seinen Gelüsten dienen mußten, arbeiteten besessen, Herr Landauer wäre schon aus der Delegirtenkonferenz um das tägliche Brot und erhielten für die„ Nebenleistungen", welche hinausgeflogen. der Werkmeister von ihnen verlangte, feine besondere Entschädis gung neben dem wohlverdienten Arbeitslohne. Der Krug ist in Für die am 5. September im Wahlkreise Kattowi diesem Falle aber auch nur so lange zum Brunnen gegangen, bis Zabrze stattfindende Reichstagserfazwahl stellen die Sozial- er den Henkel verlor. Im Monat Juni hat S. ein unbescholtenes demokraten den Tischler Franz Merkomsti aus Berlin als Kan- Mädchen, die neunzehnjährige Tochter der Wittwe K. in der didaten auf. Die Sozialisten entfalten eine rege Agitation und Pappelallee, mit Gewalt seinen sinnlichen Neigungen dienstbar vertheilen Wahlaufrufe, Stimmzettel u. f. w. Seitens des Benzu machen gewußt, indem er die gebräuchliche Methode zur Antrums kandidirt bekanntlich wiederum Amtsgerichtsrath Letocha, wendung brachte, daß er das junge Mädchen, wie vorher und nachher der bisherige Vertreter des Wahlkreises. verschiedene andere, in einen Fabrikraum schickte, wo dieselbe völlig isolirt war. In diesem Falle ist er aber von anderen Mädchen überrascht worden, die Zeuge geworden find, wie er das Opfer festhielt und am Schreien verhinderte. Die eingeleitete Untersuchung hat haarsträubende Details ergeben, in welcher Art S. die Arbeiterinnen verfolgte, und geradezu drastisch sind die Mittel, die ein Theil der Arbeiterinnen zur Anwendung gebracht hat, um dem Verfolger zu entgehen, ohne wegen ihrer Sprödigfeit die Arbeit und das tägliche Brot zu verlieren. Merkwürdigerweise ist S. auf freiem Fuße geblieben und soll sich noch heute als wohlbestellter Werkmeister an der Stätte seiner Triumphe befinden. Nordhausen. Parteifinanzen. Die Abrechnung des Nordhauser Wahlfomitees weist folgende Zahlen auf: Einnahme auf Listen 442,77, durch Versammlungen 219,75, sonstige Ginnahmen 309,83 m., in Summa 972,35 M. Die Ausgabe belief sich für Flugblätter, Agitation auf 840,44 M. 100 m. wurden dem Parteivorstand überwiesen und der Rest für Agitation am Orte behalten. mit Vor und nach dem Züricher Kongrek. Die Herren Landauer und Werner ziehen seit ihrer Rückkehr von Zürich von Versammlung zu Versammlung, in denen sie in den beweglichsten Ju Lemberg erscheint vom 1. September ab ein In Tönen darüber Klage führen, daß sie von unseren Delegirten jüdischen Lettern gedrucktes sozialdemokratisches Organ Der nicht als berechtigte Theilnehmer am internationalen Arbeiter- Arbeiter". Als Herausgeber zeichnet der Genosse Josef WohlRongreß anerkannt und als sie auf die höfliche Aufforderung, mann, die Redaktion übernahm Genosse Karl Nacher. Das Blatt Eine recht gemüthliche" Sedanfeier wurde am Sonnfich zu entfernen, nicht gingen, furzer Hand vor die Thüre erscheint zweimal, und zwar am ersten und dritten Freitag eines abend in Spandau begangen. Um 2 Uhr Nachmittags bewegten gesetzt wurden. Hier und da findet sich nun auch ein jeden Monats. sich etwa 15 000 Regenschirme mit ebenso viel Menschenkindern, Genosse, der glaubt, den Herren Landauer- Werner sei in Zürich 20 Musikkapellen und vielen Fahnen durch die Straßen nach wirklich nicht ihr Recht geschehen und in einer Reihe von dem Stadtwalde. Dort sollte das große Volksfest" der Arbeiter Städten find gelegentlich der Kongreß- Berichterstattung von Einund Arbeiterinnen der Militärwertstätten, sowie der Mitglieder zelnen bezügliche Bemerkungen laut geworden. Diesen Genossen der„ patriotischen" Vereine stattfinden. Jupiter Pluvius ließ sich gegenüber empfiehlt es sich wohl, sich daran zu erinnern, mit jedoch auch durch die frommsten Gebete nicht erbitten, so daß Am Abend wurde in den welchen Abfichten die Herren Werner und Landauer, ihren das Fest vollständig verregnete. eigenen Aeußerungen und Rundgebungen nach, nach Zürich ge- Bur Cholera. Nach den bis gestern 10 Uhr Vormittags Straßen mit Feuerwerkskörpern ein unbeschreiblicher Unfug ge gangen find. Beide Herren wurden in einer Versammlung von im Rathhause eingegangenen Meldungen aus den drei städtischen trieben. Rateten, Kanonenschläge, Frösche und viele andere unabhängigen Sozialisten und Anarchisten am 2. August in der Krankenhäusern ist der Stand der Cholera in Berlin folgender: Explosivgegenstände wurden mitten in der Menge abgefeuert, Ressource" in Berlin als Delegirte gewählt. Herr Werner als Jm Krankenhause Moabit war der Bestand am Sonnabend wobei verschiedene Personen verlegt wurden; zeitweise waren erster Redner sprach für eine Beschickung des Kongresses, weil es 16 Personen 13 männliche, 3 weibliche- darunter 2 Fälle die Hauptstraßen nur mit Lebensgefahr zu pafsiren. Die Polizei nöthig sei, vor Vertretern der ganzen Welt die jämmerliche Hal- von asiatischer Cholera( 1 männlicher, 1 weiblicher). Neu ein- nahm verschiedene Verhaftungen vor. Gegen Mitternacht ertönte Freie Volksbühne. Die Freie Voltsbühne" hat am Sonntag Nachmittag ihr viertes Spieljahr im Lessingtheater" mit dem vierattigen Schauspiel Heimath" von Hermann Suder mann eröffnet. Das Stück hat, obwohl es in einer Gesellschaftsschicht spielt, deren Empfinden der allergrößte Theil der Mitglieder der Freien Voltsbühne" vollständig fremd gegenüber stehen dürfte, doch eine starke, tiefgehende Wirkung ausgeübt, eine Wirkung, die gewiß nicht blos der Handlung und ihrer dramatischen Entwickelung, sondern noch mehr den gedanklichen Inhalt zuzuschreiben ist. Tokales. " ihrer eigenen Größe zu weiden oder, wenn sie doch erkannt fordern oder zur Heirath mit der verführten Tochter zwingen soll. werden sollte, den Eltern zu zeigen, daß man auch abseits von Er will das erste, aber zum Duell ist er als Krüppel unfähig. ihrer engen Tugend etwas Echtes und Rechtes werden kann. Herr von Keller, der seine Karriere nicht durch einen Schließlich wird sie auf einer Soiree beim Oberpräsidenten von Skandal zerstören lassen möchte und sich zugleich an den erihrer Tante Franziska wiedererkannt. Halb freiwillig, fungenen Schäßen der Sängerin bereichern will, fommt dem Vater halb von den Eltern, auch von dem anfangs widerstrebenden, zuvor, indem er um die Hand Magda's anhält. Der Obersthartköpfigen Vater geholt, betritt Madga nach so langer lieutenant geht natürlich freudig darauf ein und weiß auch der Es Tochter, die der Pfarrer mit dem Hinweis darauf schreckt, daß Beit zum ersten Male wieder das elterliche Haus. soll ihr aufs Neue eine Heimath" sein, aber fie der Vater die Schande nicht überleben werde, ein" Ja" abzufindet sich nicht mehr darin zurecht. Ihre Anschauungsweise war ringen. Aber der sittenstreng gewordene Regierungsrath will von vornherein eine andere als die ihrer Familie, und die Ent- das Kind, das sie unter Kummer und Entbehrungen durch wickelung, welche sie selber inzwischen durchgemacht hat, hat die alles Elend hindurchgerettet hat, von ihr trennen und im Aus Gegenfäße noch verschärft. Sie paßt jezt noch weniger als vorher lande erziehen lassen, wieder, weil er seine Karriere nicht geDa stößt Magda den ihr aufgezwungenen Heimath" hat der Dichter das Stück genannt, daß uns hinein in die engen, beschränkten und beschränkenden Verhältnisse fährden lassen mag. in die vornehmsten" Kreise einer Provinzial- Hauptstadt versetzt. des Elternhauses, und noch weniger als vorher vermag fie fich Verlobten" mit Abscheu von sich. Dem Vater, der bedingungsIn die Heimath" zurück fehrt Magda, die ältere Tochter des unter die väterliche Autorität zu beugen, die schon wieder ihr lose Unterwerfung von ihr fordert, antwortet sie, man dürfe ste Oberstlieutenant Schwarze. Sie hat das Vaterhaus vor Fangneß nach ihr ausstreckt". Der Stolz auf die Stellung, die jenem Manne überhaupt nicht auf den Hals laden, solange man zwölf Jahren verlassen, verlassen müssen, weil sie die sie sich in hartem Kampfe, aber aus eigener Kraft errungen hat, nicht wisse, ob erin ihrem Leben der Einzige war. In aus Neigung eines um sie werbenden Pfarrers Heffterdingt gestattet ihr nicht, ein Pendant zum verlorenen Sohne zu liefern". brechender Wuth greift der Alte zur Pistole, um die Tochter, nicht erwidern konnte. Der Vater, der als christlich gesinnter Darum will sie wieder fort aus dem Vaterhause, das ihr keine deren Bändigung ihm mißlungen ist, niederzuschießen. In dem Mann den Bewerber gern als seinen Schwiegersohn in die Heimath" sein kann, das ihr fremder ist, als die Fremde. Dem selben Augenblick stürzt er, vom Schlage getroffen, nieder. Er Arme geschlossen hätte, hatte die widerspänstige Tochter vor die Pfarrer Heffterdingt, dem abgewiesenen Freund von ehedem, der stirbt, ohne der Tochter, der er unterlegen ist, zu vergeben. Dieses Ende sieht nicht gerade danách aus, als ob es eine Wahl gestellt, entweder zu pariren oder aus dem Hause zu gehen. jeßt dem Vater als uneigennüßiger Freund zur Seite steht, Lösung des dramatischen dramatischen Konfliktes bilden Die so vom eigenen Bater in die Fremde Hinausgetriebene gelingt es, fie au längerem Bleiben zu überreden. Aber sie ausreichende Lösung des ist dann, nachdem sie lange mit mancherlei Noth zu stellt eine Bedingung: niemand soll sie fragen, was sie da könnte. Und obenein wäre es zur Herbeiführung dieser unvollfämpfen gehabt, zum Theater gegangen und hat sich von ihrem draußen erlebt hat. Gerade diese Bedingung erweckt jedoch den kommenen Lösung ja nicht einmal nöthig gewesen, den Oberstfie jetzt vollends ächtenden Vater losgesagt. Dem Vater hat Argwohn des Vaters. Er will wissen, ob sie wenigstens rein lieutenant sterben zu lassen. Magda kehrt nach dem Tode des biese nicht erwartete Wendung einen Schlaganfall und, da der geblieben ist an Leib und Seele". Magda ist nicht rein ge- Baters in die Fremde, ihre Heimath", zurück, wie sie es auch rechte Arm gelähmt blieb, die Verabschiedung vom Militär ge- blieben. Sie hat fich in Berlin, das sie als unerfahrenes, hilf- ohne den Tod des Vaters schließlich doch gethan haben würde, bracht. Magda ist von da an für den Vater die Jahre hindurch loses Mädchen von 17 Jahren betrat, von einem Studenten ver- wenn sie ihrem Charakter treu bleiben wollte. Und der Vater Der nimmt seinen Widerstand gegen den„ Geist des Ungehorsams" todt gewesen. Aber in der Ferne hat sie sich aus Hunger und führen lassen, der sie mit ihrem Kinde fißen ließ. Elend heraus unter dem Namen Maddalena dall'Orto zu einer Verführer ist kurz vor Magda's Rückkehr als jetzt sitten mit in das Grab, wie er ihn, auch wenn er am Leben geblieben gefeierten Sängerin emporgearbeitet, und jetzt fehrt sie, einer an strenger, fich für die religiösen Fragen interessirender" Re fie ergangenen Einladung zur Mitwirkung bei einem Musit- gierungsrath von Keller in das Haus des Oberstfeft folgend, unerkannt in die Vaterstadt zurück. Es ist lieutenants gekommen, um durch den Verkehr mit der Familie, halb Neugier, halb Wehmuth und auch wieder Troy, die den Mittelpunkt der Missionsbestrebungen im Orte bildet, was fie hierher lockt. Niemand ahnt, daß die stolze feine Karriere zu fördern. Ein Zusammentreffen Magda's mit Künstlerin, die in die vornehmsten Salons geladen wird, die ver- dem strebsamen Regierungsrath im elterlichen Hause führt dazu, stoßene Tochter des Oberstlieutenant a. D. ist. Unerkannt um- daß Magda dem ahnenden Vater ihre Vergangenheit enthüllt. schleicht sie im Dunkeln selbst das Vaterhaus, um sich hier an Der Alte schwankt, ob er den Verführer als Schänder seiner Ehre V wäre, nie aufgegeben haben würde. Ein Nachgeben von seiner Seite wäre ebenso unmöglich wie von Seiten der Tochter. Aus eben dem Grunde war der dramatische Konflikt überhaupt nicht zu lösen. Die Unlösbarkeit wäre vielleicht noch deutlicher hervorgetreten, wenn Magda den lebenden Bater, sei es wider seinen Willen, sei es aufs Neue und für immer von ihm verstoßen, für immer verlassen hätte. Ob es auch der sogenannten poetischen Gerechtigkeit widers Feuerlärm. Kinder, die mit Fackeln und anderen leicht ent-| Vorübergehende den Leichnam einer etwa 25 Jahre alten, elegant darf zu decken, so nahm Griebe, anstatt die Papiere anderwärts zündbaren Dingen spielten, hatten einen Brand verursacht; eine gekleideten Dame, zu deren Ermittelung die Mittheilung beitragen zu kaufen, von den den Kunden gehörenden Depots diejenigen, Scheune und ein Stall gingen in Flammen auf. An diesen mag, daß sie einen grauen Staubmantel trug und ein mit dem die er gerade brauchte, schrieb die Stücke im Effettenbestandbuch Sedantag werden die Spandauer noch lange denken. Zeichen P. H. 29 versehenes seidenes Taschentuch bei sich hatte. ab und trug sie in das Lombard- und Ausgangsbuch" ein. Da Auch eine Blutthat hat sich am Eedantage in Spandau Kurz vorher wurde an der Stralauer Seite der Spree die Leiche mit sollte angezeigt werden, daß es sich um fremde Effekten ereignet. Um 1f Uhr Abends wurde der 28jährige Schlosser der einer etwa gleich altrigen Dame mit langem braunem Haar gehandelte. Forderten die Einleger ihre Depots zurück, so wurden Geschoßfabrit, Franz Schöttler, an einer Straßenecke sterbend auf- landet, die mit einem bläulichen Regenmantel bekleidet war und an der Börse gleichartige Papiere wiedergekauft. gefunden. Da er noch anzugeben vermochte, daß ein Verwandter in der Wäsche das Zeichen F. M. führt. Ob diese beiden Fälle Auch wenn es sich um die Verpfändung von Werthen bei ihm die tödtlichen Verlegungen mit einem Messer beigebracht miteinander in irgend welche Verbindung zu bringen sind, ist anderen Bankhäusern handelte, trat Griebe in Aktion, indem er hatte, wurde fein Schwager, mit dem er einen Streit gehabt noch nicht aufgeklärt. Die dritte Frauenleiche wurde oberhalb nach Weisung des Siegmund Sommerfeld bestimmte Stücke zum haben soll, verhaftet. der Freiarche aus dem Landwehrkanal gezogen. Schiffer fanden Lombard brachte, ohne Rücksicht darauf, ob diese Papiere dem in der Tasche der jungen Dame ein an den Gastwirth Königs: Bankhause gehörten oder nicht. Nach Aussage der Angestellten Auf einen vlumpen Schwindel ist die Frau des Maurers dorf in Osterwieck im Harz gerichtetes Schreiben und einen Bettel des Hauses hat nur Siegmund Sommerfeld derartige AnFischer, Cuvrystraße, hineingefallen. Am gestrigen Tage erschien folgenden Inhalts vor:„ Ich heiße Ida Jurisch, bitte, fragen Sie weisungen zur Verwerthung fremder Werthpapiere ertheilt, von bei ihr ein Mann, der sich als ein guter Freund ihres Mannes den Amtsvorsteher in Osterwied nach meiner Persönlichkeit. Hermann Friedländer, der ihn ausnahmsweise vertrat, ist dereinführte und angab, er ziehe in nebenan leerstehende Wohnung, Grüßen Sie meinen Bräutigam Otto Rüdisch in Halberstadt." artiges nicht festgestellt. Anfang 1891 betrug die Lombardschuld Mart. Millionen Vom Mai 1891 gebrauche aber nothwendig 10 M. für Bezahlung feiner sogleich leber diesen Selbstmord hat sich bisher Näheres nicht ermitteln der Firma Firma 1/2 tommenden Sachen. Gestützt auf die gute Freundschaft ihres lassen. an nahmen die Lombardirungen einen bedeutend größeren Mannes, bat der Schwindler, der sich den Namen Scholz beiUmfang an und erreichten im November 1891 etwa 21/2 legte, die Frau, ihm die 10 Mark zu leihen. Vertrauensselig Bolizeibericht. Am 2. d. M. wurde ein im Thiergarten Millionen Mark. Nach den Ermittelungen der Anklagebehörde gab ihm die Frau das Verlangte, und mußte später zu ihrer spazierenreitender, 18 Jahre alter Schüler aus Charlottenburg hat die Firma Friedländer und Sommerfeld fast alle ihr erEnttäuschung erfahren, daß sie einem Schwindler zum Opfer ge- in der Großen Stern- Allee von dem scheu gewordenen Pferde reichbaren Werthpapiere unter Mitwirkung Griebe's zu Geld ge= fallen war. abgeworfen. Er erlitt dabei eine schwere Kopfverlegung, daß er macht, besonders verkaufte oder verpfändete sie in erheblichem bald darauf im Elisabeth Krankenhause, wohin er gebracht Maße italienische Rente, welche ihr in großen Summen zur BeTyphus Erkrankungen durch den Genuß von Riesel worden war, starb. Gegen Abend sprang eine Frau in selbst- fchaffung neuer Kuponbogen anvertraut waren. Die Auftrag waffer. Der Amtsvorsteher von Pankow hat folgende Bekannt- mörderischer Absicht aus dem Fenster ihrer Reichenbergerstraße geber, welche die eingetauschten Stücke zurückverlangten, wurden machung erlassen:„ Es sind nach dem Genuß von Rieselwasser Nr. 42 im ersten Stock belegenen Wohnung in den Hof hinab von einem zum anderen Termin vertröstet, weil die Chefs aus den Gräben der städtischen Riefelfelder wiederholt Er- und erlitt dadurch so schwere innere Verletzungen, daß fie nach hofften, daß ihre reichen Verwandten für sie eintreten würden. frankungen an Typhus vorgekommen. Höherer Anordnung zu dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Am als diese Silfe ausblieb, erfolgte der Zusammenbruch des Bankfolge wird daher hiermit vor dem Genuß des Riefelwassers ein- 3. d. M. Morgens wurden ein Maurer im Keller des Hauses hauses. bringlichst gewarnt". In dem Aerzteverein des Kreises Nieder- Prenzlauer Allee Nr. 208 und Nachmittags ein Arbeiter auf Nach einer nicht erschöpfenden Zusammenstellung des Konkursbarnim, der dieser Tage in Pankow unter Vorsitz des Herrn einem Heuboden auf dem Grundstücke Eisenbahnstr. 22 erhängt verwalters Rosenbach ist in 250 Fällen der Verbleib der den Professors Dr. Mendel tagte, theilte Herr Dr. Schäfer auf vorgefunden. In der Spree, bei der Mehlbrücke, wurde Vor- Kunden gehörenden Effekten nicht zu ermitteln. In vielen dieser grund eingehenden Studiums mit, es sei ihm an der Hand eines mittags die Leiche eines etwa 30 Jahre alten Mannes und im Fälle läßt sich nicht nachweisen, ob überhaupt Unterschlagung bedeutenden ftatistischen Materials gelungen, den Nachweis zu Landwehrkanal, am Garten- Ufer, gegen Abend die Leiche eines oder Untreue vorliegt, da schwer festzustellen ist, ob die verführen, daß die Rieselwiesen Berlins einen sehr gefährlichen Mädchens angeschwemmt. In der Nacht zum 4. d. M. ent- äußerten Papiere noch oder schon in dem Eigenthum der AuftragTyphusherd bilden. standen in der Weberstraße und Elsasserstraße zwei Schlägereien, geber gewesen sind, als sie von den Gebr. Sommerfeld für Am 2. und ihre eigenen Zwecke verwerthet wurden. Die meisten Kunden Ein eigenartiger Vorgang beschäftigt zur Zeit die bei denen mehrere Personen verletzt wurden. Kriminalpolizei. Am Sonnabend Abend gegen 8 Uhr gingen die 3. d. M. fanden fünf kleine Brände statt, von denen einer, und hatten auch schon, als die Veräußerung erfolgte, die GeTischlergesellen Ahlemann und Ernst Klint am Rottbuser Ufer war im Steller des Hauses Schönebergerstr. 13, anscheinend vor schäftsbedingungen anerkannt, durch welche die Pflicht zur Rückerstattung derselben Stücke ausgeschlossen wurde. fpaziern. Plötzlich fiel ein Schuß und der 20 Jahre alte R. fäßlich angelegt worden ist. brach blutüberströmt zusammen. Eine Kugel hatte die linke Kniescheibe durchbohrt und der Berlegte wurde auf polizeiliche Anordnung nach seiner in der Reichenbergerstr. 39 belegenen Wohnung gebracht. Da sich der Zustand K.'s mehr und mehr verschlechterte, so mußte der Verwundete noch am selben Abend P Theater. " aber " Dagegen hat die Anklagebehörde 16 Fälle herausgefunden, in welchen unter Mitwirkung des Angeklagten Beruntreuungen förperlich übergebener fremder Effekten stattgefunden haben sollen. Sie hält in diesen Fällen den Einwand nicht für durchgreifend, Das American- Theater eröffnete am Sonnabend die daß nach den Geschäftsbedingungen des Bankhauses die Kunden in die Charitee geschafft werden. Von dem Schüßen, der die Winterkampagne mit zwei flotten Einattern des Hausdichters nur ein Forderungsrecht auf die bezeichnete Gattung, nicht erlangt auf bestimmte Stüde That wohl schwerlich mit Vorsay ausgeführt hat, fehlt bis jetzt Oskar Wagner:„ Berliner in Chicago" und" Der stille Portier". hätten. Zum von Griebe jede Spur. Allem Anschein nach ist der Schuß aus großer Ent- Beide Stücke wurden lebhaft applaudirt, und wenn denselben Renntniß hatte, führt die Anklage noch zwei Briefe an, volle Beweise, daß den Veruntreuungen fernung abgegeben worden. auch die Originalität der Trockenwohner" und des KlemmUeber eine Schwiegermutter, so lesen wir in der Bolts. Ede" fehlt, so erkennt man doch die bühnenkundige Feder eines welche der Angeflagte zu seiner Entlastung benußen will. Der Beitung", die vor einigen Monaten mit ihrem Schwiegersohn tüchtigen Dramaturgen. Die beliebte Berliner Soubrette Fräu- eine Brief rührt von Siegmund Sommerfeld her, ist vom 7. Nonach Amerika durchgegangen war, hatten wir vor einigen Mo- lein Delcliseur, sowie der Komiker Alfred Bender, und als neue vember 1891 batirt und lautet:„ Es ist nicht mehr zu halten, naten berichtet. Eine im Südosten der Stadt wohnende Wittwe, Kräfte der sächsische Original Humorist Eugen Bocher, der wir finden die nöthige Unterſtüßung nicht, die Schande wollen die bei ihrer verheiratheten Tochter lebte, hatte ihren Schwieger- Instrumental- Komiker Hugo Schulz und die Kostüm- Chansonette wir nicht, wir gehen. Sie waren uns ein treuer Freund fund fohn an sich zu fesseln gewußt und war mit ihm unter Mit Fräulein Kassai Aranta, thaten ihr Bestes, um dem zahlreich Mitarbeiter. Mit uns wußten Sie, daß die Aktiva die Passiva nahme ihres gesammten bedeutenden Vermögens über den Ozean erschienenen Premièrenpublifum einen vergnügten Abend zu be- übertrafen, wenn sie auch nicht liquide waren. Deshalb waren wir auch immer der Ansicht, wie wir Ihnen gesagt, daß im geflüchtet. In Amerita lebte das Paar einige Wochen in Saus reiten, was ihnen auch vorzüglich gelungen ist. Nothfall Kommerzienrath Pincus uns die Werthe so beleihen und Braus, bis der Schwiegersohn plöhlich bie Wittwe verließ, würde, daß wir allen gerecht werden könnten. Das haben wir nachdem er ihre ganze Habe entwendet hatte. Aller Mittel entIhnen oft gesagt und deshalb haben Sie immer bona fide geblößt, fam die leichtsinnige Frau nach Berlin zurück, um hier von handelt." ihrer Tochter Verzeihung zu erflehen. Das Ende vom Liede erzählte türzlich der Polizeibericht in seiner trockenen Weise wie folgt: Heute sprang eine Frau in selbstmörderischer Absicht in den nach ihrer Einlieferung in einem hiesigen Krankenhause." Es war die Schwiegermutter. In Küftrin ist ein jetzt zur Uebung eingezogener Refervist, ber Sohn einer angesehenen Berliner im Südwesten der Stadt wohnenden Bürgerfamilie, ein junger, fräftiger Mann, auf dem Rückmarsch von einer Uebung nach der Garnison zusammengebrochen und am Tage darauf im Lazareth gestorben. " " M Gerichts- Beitung. " fönnten". In einem zweiten von Felix Sommerfeld herrührenden Abschiedsbriefe an Griebe nimmt derselbe Bezug auf jenen ersten Brief und spricht die Hoffnung aus, daß derselbe ihn vor allen ist trotz der gegen ihn schwebenden Untersuchung bei der Firma Der Angeschuldigte, welcher jede Schuld bestreitet, ist trotz der gegen ihn schwebenden Untersuchung bei der Firma och u. Bein inzwischen angestellt und sogar zum Prokuristen ernannt worden. Er ist f. 3. gegen eine Sicherheit von 5000 M. aus der Untersuchungshaft entlassen worden. = Landwehrkanal. Noch lebend an das Land gezogen, starb sie turz und Sommerfeld, welcher im November 1891 die Börsenwelt Unannehmlichkeiten bewahren werde, die ihm bereitet werden Der Zusammenbruch der Baukfirma H. Friedländer und das Publikum so gewaltig erschreckte, hat nun noch zu einem Strafverfahren geführt. In demselben stand gestern vor der Der Aussichtsthurm auf der Bockbrauerei ist gestern 1. Straftammer hiesigen Landgerichts I Termin zur Hauptverpolizeilich geschlossen worden. Der Anlaß hierzu ist in Folgen handlung an. Die Gebr. Sommerfeld haben sich bekanntlich dem zu suchen: Die Bockbrauerei war gestern start besucht, und durch einen freiwilligen Tod allen Weiterungen entzogen, das Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgerichtsdirektor das Publikum ließ sich mittels des elektrisch getriebenen Fahr- Strafverfahren richtet sich gegen den langjährigen Buchhalter der stuhls in großer Anzahl auf den Thurm befördern. Schon am Firma, Carl Wilhem Friz Griebe, 42 Jahre alt, zu Rieck, die Anklage vertritt Assessor Böttcher, die VerNachmittag hatte der Betrieb auf etwa anderthalb Stunden ver- Haßleben, Kreis Templin, geboren, evangelisch. Die Anklage be theidigung führen die Rechtsanwälte Dr. Fr. Friedmann und fagt, so daß die oben befindlichen Personen nicht heruntergelassen fchuldigt ihn, im Jahre 1891 dem verstorbenen Siegmund Bruck I, als Sachverständiger ist Ronkursmassen Verwalter werden konnten. Um acht Uhr waren wiederum Erwachsene Sommerfeld, welcher durch zahlreiche selbständige Handlungen Rofen ba ch geladen. Unter den geladenen Beugen befindet sich und Kinder hinaufbefördert worden, als eine gänzliche Stockung ihm anvertraute Werthpapiere unterschlagen und fich gleich auch Graf Griebenow. Da derselbe vorschriftsmäßig geladen, eintrat. Oben herrschte große Aufregung, da das falte Wetter zeitig der Untreue schuldig gemacht hat, wiffentlich Hilfe geleistet aber nicht erschienen ist, beantragt der Staatsanwalt gegen ihn eine Ordnungsstrafe von 300 M. Der Gerichtshof behält sich einem längeren Aufenthalte in der Höhe durchaus ungünstig zu haben. war; unten begegnete man einer fast unerklärlichen Rathlosigkeit, Der Angestellte war seit Anfang der 80er Jahre Angestellter einen Beschluß vor. da die Bedienung nicht einmal mit Handwerkzeug ausgerüstet des Bankhauses Friedländer u. Sommerfeld, welches seinerzeit Der Angeklagte behauptet, daß er bei dem Eingang und war. Der Vorschlag, die Feuerwehr herbeizurufen, wurde von Unter den Linden 45 die Berliner Wechselbank" und daneben Ausgang der Effekten nur eine buchführende Thätigkeit ausder Polizei unter Hinweis auf die Kosten und weil keine Gefahr noch die Allg. Berliner Verkehrsbank" und das Bankgeschäft geübt, während die Effektenverwaltung und die Disposition über vorliege, abgelehnt. Endlich um 113/4 Uhr wurden die Auf- Ullrich Levysohn Nachf.", sowie im Zentralhotel die Bentral- die einzelnen Papiere in den Händen des Siegmund Sommerfeld gestiegenen auf den im Innern angebrachten eifernen Leitern und hotel Bant", ferner die Wechselstube der Stadtbahn" und die gelegen habe. Er habe, wenn dieser die Ordre gab, diese und mittels Windevorrichtungen aus ihrer Lage befreit. Der Betrieb, Wechselstube der Königstadt" betrieb. Die Seele des ganzen jene Papiere aus den Effektenbeständen zu nehmen und ander der überhaupt viel zu wünschen übrig ließ, ist schon wiederholt Geschäfts war Siegmund Sommerfeld, sein Bruder Felix weitig zu verwenden, niemals daran gezweifelt, daß sein Chef der Anlaß zu Beschwerden geworden. Sommerfeld hatte bis Anfang 1891 die Zentralhotel- Bank unter dazu berechtigt war, zumal in den von allen Kunden untersich, sonst hatte er nur wenig Einblick in die geschäftliche Lage schriebenen Geschäftsbedingungen ausdrücklich vermerkt war, daß bes Bankhauses. Der dritte Gesellschafter, Hermann Fried- die im Verwahrsam des Geschäfts befindlichen Papiere nicht länder, der inzwischen auch gestorben ist, war schwer gesondert, sondern mit den Effekten des Geschäfts selbst lungentrant, hatte sich von den Geschäften ganz zurückgezogen verwaltet würden und die Kunden nicht Anspruch auf und hielt sich in Italien auf. Während er jährlich ca. 30 000 m. dieselben Nummern, sondern nur auf dieselbe Gattung für seine persönlichen Bedürfnisse den Baarbeständen des Bant von Papieren hätten. Er habe geglaubt, daß auf haufes entnommen haben soll, sollen die beiden Sommerfeld's grund dessen die Firma Friedländer und Sommerfeld berech Die Leichen dreier jungen Damen find am Sonntag jährlich etwa 120 000 m. verbraucht haben. Zu den Finanz- tigt war, Papiere, die ihr mit dem Auftrage eingereicht waren, in und bei Berlin aus dem Wasser gezogen worden. Im Karpfen- unternehmungen, in welche sich die Firma eingelaffen hatte, ge- fte gegen neue Stücke umzutauschen, einfach zu verkaufen. Der teich des Treptower Parkes fanden Nachmittags um 63/4 Uhr törte u. a. die Gründung der Berlin- Gubener Hutfabrit, der Vorsitzende macht dagegen darauf aufmerksam, daß dies doch unAktiengesellschaft Weißbierbrauerei Hilsebein, der Aktiengesellschaft möglich ein Att der Verwaltung" sei und daß die Geschäftsbedin spricht, daß der Vater sterben muß, weil die Tochter ihn durch Die petuniären Anforderungen, welche an die Firma ge- ihnen unterworfen habe. spricht, daß der Vater sterben muß, weil die Tochter ihn durch Birkenwerder, der Aktiengesellschaft Ostseebad Binz u. f. w. gungen doch nur für denjenigen bindend sein können, der sich Aber selbst bei Unterschrift dieser Troy in Schande gebracht hat und ihm durch Verharren im stellt wurden, übertrafen schließlich bei weitem die vorhandenen Bedingungen habe doch die Bank unmöglich das Recht gehabt, Troß auch die Möglichkeit nimmt, die Schande auszutilgen? Mittel, und so wurden denn die Depots angegriffen. Diese über solche Papiere zu verfügen, die einfach zur Verwahrung" überWenn wirklich der Dramatiker, der ja ein Lebensschilderer sein Beruntreuungen fremder Effekten reichen bis in das Jahr 1886 geben worden waren, weil die Besitzer verreisten oder sonst in soll, der im Leben feineswegs allgemein zu ihrem Rechte zurück und nahmen im Sommer 1891 einen solchen Umfang an, ihrer Häuslichkeit nicht genügende Sicherheit hatten. Der Antommenden Idee der Vergeltung auf der Bühne zu ihrem Rechte daß die Gebr. Sommerfeld am 7. November 1891, als die Rata- geklagte giebt zu, daß er in feinem Falle nachgeforscht hatte, ob zu verhelfen hätte, so hat Sudermaun in seiner Heimath" diese strophe sich nicht mehr vermeiden ließ, freiwillig aus dem Leben die Kunden die Geschäftsbedingungen unterschrieben haben. Forderung gerade an dem Oberstlieutenant vollkommen erfüllt. Der einzig Schuldige im Drama ist thatsächlich der schieden. Nach ihrem Tode wurde über alle sechs Geschäfte der Speziell beim Grafen Griebenow, ber 100 000 Fr. hin gegeben hatte, habe er eine solche Nachforschung nicht für nöthig Oberstlieutenant. Unter der Zuchtruthe eines solchen Vaters Griebe war feit etwa acht Jahren Vorsteher der Effekten- erachtet, da dieser mit Hermann Friedländer eng befreundet war. giebt es für eine Tochter nur zweierlei: entweder verkümmern, verwaltung. Die eingelieferten Papiere, über welche die Kunden Die hohe Lombardschuld habe ihn nicht irritiren können, da die wie Magda's jüngere Schwester Marie, oder die Ketten brechen eine Quittung mit dem Vermerke zur Gutschrift auf Effetten- Unternehmungen der Firma außerordentlich umfangreich waren. und die ungewohnte Freiheit mißbrauchen, wie Magda. Die fonto erhalten pflegten, สิน wurden von Griebe in Er habe troß dieser Lombardirungen das Geschäft für Sünde des Vaters wird heimgesucht an der Tochter und in der bas Effekten Bestandsbuch eingetragen, welches nicht nach ganz intatt gehalten. Das Seebad Binz habe zwar Un Tochter am Vater selbst. Man fühlt sich versucht, den Tod des Vaters symbolisch auf- bem Namen der Einleger, sondern nach der Gattung der summen verschlungen, verfprach aber für die Zukunft gute Papiere geordnet war. Griebe sammelte sie und brachte sie nach Rentabilität. Dazu tam, daß hinter Felix Sommerfeld zufaffen. Der Kampf zwischen ihm und Magda breht sich eigent- dem unterirdischen Tresor, zu welchem er den Schlüffel führte sein reicher Schwiegervater Pincus stand. Er selbst habe aus lich nicht um den Begriff Heimath", und nicht einmal um und in welchem auch die dem Bankgeschäft selbst gehörenden, eigenem Antriebe niemals fremde Papiere aus dem Effektenden engeren Familie" sondern darum, ob eine fraft mit Nostro" bezeichneten Werthpapiere aufbewahrt wurden. bestand genommen. In der letzten Zeit vor der Katastrophe volle Persönlichkeit das Recht habe, sich frei zu entfalten und Dort" lagen die Papiere in über einander liegenden Mappen der feien, feines Wissens, Depots nicht in großem Umfange abge= Am Tage des Unglücks habe er sich um 3 Uhr die ihr der Zufall aufgezwungen hat, die ihre autoritäre Kraft den Namen des Kunden tragenden Umbande zusammen gehalten, nach dem Geschäft begeben wollen; unterwegs habe er den nicht aus sich selbst, sondern nur aus der augenblicklich gerade also thatsächlich gesondert aufbewahrt waren. Die in den anderen Börsenvertreter Marcuse getroffen, welcher ihm zu seinem bestehenden Gesellschaftsordnung schöpft. Es handelt sich also Geschäften angesammelten Werthpapiere wurden von Zeit zu Zeit in Entfeßen mitgetheilt, daß sich die Gebr. Sommerfeld er= um einen Kampf zwischen einer alten und einer neuen Welt um einen Kampf zwischen einer alten und einer neuen Welt das Hauptgeschäft übergeführt. Hier nahm sie Griebe in Ver- schoffen hätten. Er fei deshalb wieder umgekehrt und habe anschauung. Wenn der Tod des Vaters eine symbolische Bewahrung, trug sie indeß nicht auf den Namen des Einlegers, gegen 5 Uhr die beiden Briefe feiner Chefs erhalten. Die deutung hat, dann unterliegt in dem Vater die alte und trium- fondern auf das Konto des betreffenden Zweiggeschäfts ein. felben hätten furz vor ihrem Tode davon gesprochen, daß phirt in der Tochter die neue Anschauung. Dann wäre der Tod auch eine Nothwendigkeit und bildete eine ausreichende Lösung Siegmund Sommerfeld eignete sich nun als Chef des Bankhauses fie eine große, feine Gründung vorhätten, sie hätten mehrfach auf in zahlreichen Fällen die den Kunden gehörenden Werthpapiere die Hilfe hingewiesen, die ihnen event. vom Kommerzienrath des Konfliktes. insofern an, als er dieselben zur Lieferung der für eigene Rech- Pincus in Aussicht stehe, aber ein Vertrauter seiner Chefs, wie nung des Bankhauses verkauften Papiere verwendete oder sie bei es etwa nach den beiden Briefen scheinen fönnte, sei er nicht geanderen Bankhäusern verpfändete und den Erlös im eigenen wesen. Er selbst habe auch verschiedene eigene Bapiere bei der Nugen verbrauchte. Bei diesen strafbaren Handlungen foll Griebe Firma zu liegen gehabt, die auch wiederholt lombardirt wurden wiffentlich Hilfe geleistet haben. und gleichfalls verloren sind. Am Tage des Zusammenbruchs habe er, als er nach Hause zu Tisch ging, von Felix Sommerfeld noch die Weisung erhalten, Nachmittags recht pünktlich zu erscheinen, da ein Eingang von 200 000 m. in Auficht stehe. Konturs eröffnet. Ob die Tochter mit ihrem feinen Bügel vertragenden Inbividualismus, ihrer Betonung des„ Ich bin Jch!" nicht ebenfalls im Unrecht ist, diese Frage braucht hier nicht erörtert zu werden. Die Aufführung war in jeder Hinsicht tadellos. Das Spiel Don Emanuel Reicher( Pfarrer), Marie Meyer( des Der Angeklagte hatte für die Lieferung derjenigen Stücke zu Oberstlieutenants Frau) und Louise von Pöllnis( Tante forgen, welche die Firma an der Börse für eigene Rechnung Frangista) erntete besonderen und wohlverdienten Beifall. Br. verkaufte. Reichten die Noftro- Effekten" nicht aus, um den Bes Damit ist die Bernehmung des Angeklagten erledigt. Soziale Uebersicht. er verAchtung, Gelbgießer! Alle im Norden wohnenden Mit glieder der Orts- Krankenkasse der Gelbgießer, welche eine Verlegung des Kassenlotals( im Interesse der Kranken) aus dem Südosten mehr nach dem Zentrum der Stadt wünschen und einen diesbezüglichen in der Generalversammlung einzubringenden Antrag unterstützen wollen, werden aufgefordert, spätestens bis zum 30. September ihre Adressen abzugeben bei Buchwald, N. Wöhlertstraße 10, 2. Quergebäude 3 Tr. 1. Dieselbe auch auf die in Waaren- Engros- und DetailGeschäften thätigen Geschäftsdiener, Packer, Markthelfer, Weintellerarbeiter 2c. zc. auszudehnen; 2. auch die Arbeitsräume, insbesondere die Badkräume untersuchen zu lassen; Seitens des Vorstandes der Orts- Krantentafffe der Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin werden die zur vorgedachten Kaffe gehörigen freiwilligen Mitglieder hiermit ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die Kassenbeiträge gemäß§ 27 für jede Woche im Voraus an jedem Montag für die begonnene Woche einzuzahlen sind. Gemäß§ 9 Absatz 2 erlischt für die nicht versicherungspflichtigen Mitglieder der Kasse die Mitgliedschaft, falls die Kassenbeiträge an zwei aufeinander folgenden Terminen nicht gezahlt werden, mit dem zweiten Zahlungstermin. Diese Bestimmungen des Statuts werden von jetzt ab streng beobachtet werden und Mitglieder, welche auch nur einen Tag mit den Beiträgen rückständig sind, werden gestrichen. tober 1893 nicht spätestens am Montag, den 9. Oktober Wenn z. B. die Beiträge für die Woche vom 1. bis 7. Dt1893 eingezahlt sind, ist die Mitgliedschaft erloschen. Derlammlungen. " diefe Behauptung. Reisegeld hätte er dem Kläger allerdings den Ausständigen abfolut keine Geldmittel zur Verfügung stehen. Die ersten vernommenen Zeugen, Prokurist Willig und versprochen, jedoch nicht zur Fahrt nach Italien. Er hätte zu Die Bergleute von Durham haben sich gegen eine Betheiligung Buchhalter Weigand, ehemalige Angestellte der Wechslerbant, ihm gesagt:" Bleibe bei mir, bis Du zum Militär nach Italien am allgemeinen Streit entschieden. Im östlichen Theile der können zur Sache nicht viel fagen. Sie bestätigen dem An- eingezogen wirft, dann brauchst Du mir das Reisegeld für die Grafschaft war die Majorität der Arbeiter allerdings für einen geklagten, daß Siegmund Sommerfeld ein sehr fleißiger Tour London- Berlin nicht erstatten. Die gestellte Bedingung habe Ausstand, aber Mittel- und West- Durham haben dagegen geund liebenswürdiger Mann gewesen sei, der sehr penibel war Kläger aber nicht erfüllt. Zwei Beugen, ebenfalls italienische stimmt, wenigstens in so großer Bahl, daß die Zweidrittel- Mehrund auf äußerste Ordnung hielt. Der Beuge Weigand hat auch Gipsfigurenarbeiter und-Händler, sagen aus, daß Bachari ihnen heit nicht vorhanden ist, welche die Statuten des Vereins für die nicht geahnt, daß es mit der Firma schlecht stehe, denn er hat dasselbe von der in Aussicht gestellten Schenkung erzählt habe, Erklärung eines allgemeinen Streits vorschreiben. So lange selbst baares Geld und Papiere in's Depot gegeben. Das baare was Franki bezüglich derselben ausgeführt hat. Der Kläger ver- aber Durham weiter arbeitet, kann ein ernstlicher Kohlenmangel Geld hat er verloren, die Papiere gerettet. Er gehört zu den langt 66,90 M. rückständigen Lohn außer seiner anderen For- im Norden und Osten Englands und vor allem in London nicht jenigen Personen, welchen Geschäftsbedingungen nicht vor- derung. Franti bestreitet auch hier das vom Kläger be- eintreten. In Mittelengland, dem eigentlichen Ausstandsgebiete, gelegt worden sind. Die Anflage behauptet, daß dies haupte Recht, etwas verlangen zu können. Derfelbe habe hat sich nichts geändert. Die Noth ist in vielen Distrikten größer in allen zur Anklage gestellten Fällen ebenso ge feinen auf 20 m. monatlich festgesetzten Lohn richtig erhalten. geworden, sowohl unter den Bergleuten wie unter den durch den wesen sei. Konkursverwalter Rosenbach: Beim Dem Gericht werden die Lohnbücher vorgelegt. Daffelbe ge- Stillstand der Fabriken beschäftigungslos gewordenen Arbeitern. Zusammenbruch des Geschäfts habe die Lombardschuld 2 526 000 langte nach Durchsicht derselben zu der Annahme, daß ein Theil Die Vereinskaffen sind vielfach schon erschöpft, aber zum AusMark betragen, ste sei innerhalb dreier oder vier Jahre ent- der an den Kläger gezahlten Summen Gewinnantheile desselben harren ist man so fest entschlossen wie zuvor. standen. Darunter befanden sich kaum 1 Million eigene Effekten, sein müssen, und daß sie in ihrer Gesammtheit etwa seinen Lohnder größte Theil waren fremde Papiere. Nach seinen Ermitte- anspruch ausinachten. Diese Forderung wurde vom Gericht als lungen waren die Geschäftsbedingungen in der zur Anklage berechtigt anerkannt, die Gegenrechnung des Beklagten stehenden Fällen nicht unterschrieben. Die Buchführung war im langte die den Kläger vorgeschossenen 52 Shilling- rechnete allgemeinen eine geordnete. Griebe, der die Lombardbücher ge- man aber dagegen auf. Der Kläger erhielt 13. noch zu führt, habe nicht zweifelhaft darüber sein können, daß es sich um gebilligt. Interessant wurde die Verhandlung dadurch, daß die die Verpfändung fremder Effekten handelte. Einen Anhalt dafür, Zeugen gar nicht und die Parteien nur sehr mangelhaft Deutsch daß der Angeklagte in dolofer Absicht gehandelt, hat der Zeuge reden konnten, weshalb die Hilfe eines Dolmetschers in Anspruch und Sachverständige nicht. Der Angeklagte giebt zu, daß ohne genommen werden mußte. Strupel über fremde Papiere verfügt worden sei. Wurde ein im Lombard befindliches Papier von dem Besitzer zurückgefordert, so sah man erst im Nostro- Bestande nach, ob Papiere solcher Gattung vorhanden waren. War dies nicht der Fall, so nahm man entsprechende Papiere aus anderem Besige unter Berichtigung des Effektenbestand- Buches, eventualissime wurden die betreffenden Papiere aus dem Lombard genommen und andere dafür hineingelegt. Buchhalter Marcuse, früher Privatsekretär von Siegmund Sommerfeld, bekundet, daß dieser die bestimmende Leitung des Geschäfts inne hatte; derselbe habe eine dämonische Macht beseffen, sei sehr energisch gewesen und habe Alle im Geschäft beherrscht. Er habe auch nie die Herrschaft über sich verloren, nicht einmal unmittelbar vor der Ratastrophe. In das unglückliche Unternehmen Binz sei sehr viel Gelb gesteckt worden, Siegmund Sommerfeld stellte aber dies Geschäft immer als sehr glänzend und zukunftsreich dar. Die Privatausgaben Die Reichsregierung endlich für die trostlose Bage der Die Gewerkschaftskommission hielt am 1. September im der Chefs feien sehr groß, nur Herm. Friedländer sei sehr solide Haus- und Geschäftsdiener intereffirt zu haben, ist der nach- Louisenstädtischen Klubhaus eine öffentliche Delegirten- Versammgewesen. Felix Sommerfeld soll, einem Gerüchte zufolge, noch haltigen Agitation des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer lung ab. Jns Bureau wurden Völkel, Busse und am Tage der Katastrophe Geld aus der Kaffe genommen und und Berufsgenossen zu Berlin gelungen. Eine am 1. August d. J. Massini gewählt. Vor Eintritt in die Tagesordnung verliest fortgebracht haben. Kassirer Krüger ist s. 3. auch in Unter in Mundt's Salon, Köpnickerstr. 100, tagende Versammlung des aber den Bericht des Berliner Intelligenz- Blattes" über suchung gezogen gewesen, das Verfahren gegen ihn aber ein- genannten Verbandes beschloß, den Vorstand zu ermächtigen, an eine Bauhandwerker- Versammlung. Laut dieses Berichtes haben gestellt worden. Auch er hat niemals geahnt, daß die Sache das Reichsamt des Innern eine Denkschrift zu richten, mit der Keßler und einige andere Redner in der betreffenden Verbei Friedländer und Sommerfeld schief gehe. Sein eigener Bitte, bei den weiteren Erhebungen der Reichstommission für fammlung ihren Standpunkt zur Gewerkschaftskommission entSchwager, ein Oberstabsarzt, ist um 20 000. gekommen. Am Arbeiterstatistik das Handelsgewerbe betreffend: wickelt und dabei Aeußerungen gethan, die eine Antipathie der Tage vor der Katastrophe hat ihm Siegm. Sommerfeld den AufBauhandwerker gegen die Kommission hervorkehren, die ihres trag gegeben, 15 000 m. für ihn zu reserviren. Am Tage der Gleichen suche und die daher rühre, daß die Kommission die Katastrophe selbst hat Felix S. von dieser reservirten Summe Thätigkeit des Bauarbeiter- Kartells als höchst unwichtig erachtete 12 000 m. gegen Quittung abgehoben. Nach Kenntniß des und feinen Werth darauf legte. Die Maurer betheiligten sich bei Zeugen war es im Geschäft Prinzip, daß die Kunden die Gründung der damaligen Streitkommission, ohne Keßler zu Geschäftsbedingungen zu unterschreiben hatten. Dies bestätigt 3. zu erheben, in wie weit die gefeßlich festgesetzte Sonntags- befragen. Durch ihr Auftreten in der Kommission brachten sie auch der Zeuge Ebell, ehemaliger Vorsteher der Buchhalterei. ruhe auch thatsächlich inne gehalten wird; diese vollständig in Mißtredit; ihre Anträge schwebten in der Es folgen hierauf die Aussagen der einzelnen Geschädigten. 4. die Vertreter der Packer, Hausbiener zc, mündlich Luft. Als es nicht nach ihrem Willen ging, blieben sie aus der Fabrikbefizer Griebenow aus Betschau ist um 40 000 Sire über ihre Verhältnisse zu vernehmen; Kommission fern und gründeten das Kartell. Nun sie sehen, daß italienische Papiere gekommen, die er zum Umwechseln es auch ohne sie gehe, wollen sie wieder die Aufmerksamkeit auf gegeben, ebenso um einen Theil von Papieren, auf fich lenken. Dem Schmusfinken müsse man mal gehörig auf die welche er ein Darlehn genommen hatte. Die Ver Finger Klopfen.( Er ersucht die Berichterstatter, dieses möglichst genau wendung der Papiere zu gunsten des Geschäfts wäre niederzuschreiben.) Seßler laffe jetzt auch durch seine Sprachrohre gegen seinen Willen gewesen, Geschäftsbedingungen hat er nie er Blaurock, Wilke, Thieme u. s. w. die fegensreiche Thätigkeit der halten oder unterschrieben. Von einem Bantbeamten Lehmann Begründet wurde diese Bitte folgendermaßen: Kommission anzweifeln, und dieses geschehe nur aus Merger hat der Angeklagte 4000 Frts. italienische Rente in Empfang ge 1. Die Arbeitszeit der Packer 2c. ist länger und ungeregelter, darüber, daß man seine zweifelhaften Projekte zurückwies. Nach nommen und selbst auf den Umschlag geschrieben zur Be- als die der gelernten kaufmännischen Arbeiter; Reßler's Meinung sollten die Gewerbegerichts- Beisitzer gewisser= forgung neuer Rouponbogen". Zwei Tage vor der Katastrophe 2. die Pausen und die freie Zeit an Sonntagen ist für sie maßen die höchste Arbeiterbehörde fein oder werden; das ginge hat der Angeklagte dem Zeugen auf dessen Anfrage gesagt:" Die gleichfalls fürzer bemessen wie für die gelernten Arbeiter; aber nicht, da sonst die gewerklichen Interessen zu sehr vernachStücke feien von Bleichröder noch nicht zurück", während sie 3. die Räume, in denen die Packarbeiten verrichtet werden, lässigt würden. Faber schloß mit der Aufforderung an die Bauthatsächlich lombardirt waren. Der Zeuge berechnet seinen entsprechen weder, was Raumverhältnisse noch was gesundheit Handwerker, gemeinsam mit den übrigen Gewerkschaften in der Schaden auf 2800 M. Nach der Schätzung des Konkursverwalters liche Beschaffenheit anbelangt, den Anforderungen einer ver- Rommission zu arbeiten und nicht Sonderinteressen zu verfolgen. In ähnlichem Sinne äußerte sich Bölke I und nennt das BorRosenbach werden aus der Masse etwa 35-40 pet. vernünftig gehandhabten Gesundheitspolizei; theilt werden können. Aehnliche Verhältnisse, wie bei den 4. die Zustände in den Waaren- Engrosgeschäften sind, soweit gehen Reßler's feige. Stadtv. Hutmacher Borgmann erhielt beiden Vorzeugen walten bei den übrigen Zeugen ob, die Packer, Geschäftsdiener zc. in Frage kommen, in der Regel in hierauf das Wort zu seinem Vortrag über Das Kontrollmarkentheils persönlich vernommen werden, theils tommiffarisch ver- feiner Weise besser, als in den Detailgeschäften, somit ein Aus- System und die Gewerkschaftsbewegung". Er geht auch anfängnommen worden sind. Bei den meisten handelt es sich um schließen der angeführten Geschäfte aus den staatlichen Erhebungen lich auf die Aeußerung Keßler's ein, der an der Organisation italienische Rente, die sie zum Umtausch der Rouponbogen hin- sich in feiner Weise empfiehlt." des Gewerbegerichts, nach Kammern ganz unschuldig sei und Der Vater gegeben haben. Sie alle behaupten, daß ihnen„ Geschäfts- Auf diese Denkschrift ist dem Vorsitzenden des Verbandes nicht gewissermaßen derselben, für den bedingungen" zur Kenntnißnahme nicht unterbreitet seien. Was folgendes Schreiben zugegangen: er fich ausgebe. Im Rothen Hause habe es schweren den nicht anwesenden Grafen Griebenow betrifft, so hat derselbe In einer von Ihnen mit unterzeichneten Eingabe hat der Kampf gekostet, ehe unsere Vertreter mit ihrer Ansicht daß 100 000 Franks italienische Rente hingegeben, welche er tros Borstand des Verbandes 2c. den Antrag gestellt, bei der Gr durchbrangen; es habe sich übrigens bald gezeigt, aller Bemühungen nicht zurück erhalten fonnte. G3 in hebung über Arbeitszeit 2c. im Handelsgewerbe auch die Ver- auch die Kammereintheilung unpraktisch und reformbedürftig sei. ihm geglückt, noch unmittelbar vor dem Zusammenbruch hältnisse der Packer, Haus- und Geschäftsdiener 2c. zu berück- 3u dem Vortragsthema übergehend, stellte Redner zunächst fest, 85 000 m. in anderen Papieren herauszuholen. Bum fichtigen. daß selbst außer den Verfechtern der Gewerkschaftsbewegung aus Schluß der Beweiserhebung beruft sich der Angeklagte auf Die Kommission für Arbeiterstatistit hat beschlossen, diesem gesprochne Politiker der Meinung sind, daß die Gewerkschaftsdas Zeugniß eines Zeugen Schwarzlose zum Beweise dafür, daß Antrage bei Fortsetzung der erwähnten Erhebung Folge zu Die Hutmacher waren in Deutschland die erste Gewerkschaft, bie bewegung mehr in den Vordergrund zu treten habe als bisher. ihm von dem schlechten Stande der Berliner Wechslerbant nichts bekannt gewesen sei. Der Zeuge befundet: er habe vor drei Im Auftrage des Vorsitzenden der Kommission, Herrn Unter- auf den Rath Liebknecht's die Kontrollmarke einführte. Die Jahren dem Angeklagten eine große Summe angeboten, um felb staatssekretär von Rottenburg, ersucht der Unterzeichnete Sie er Gegner derfelben in unseren Reihen vertiefen sich leider nicht ständig eine Bankgeschäft zu begründen, der Angeklagte habe die gebenft, sich zu einer Besprechung der Angelegenheit Vormittags genug in die Sache, sonst würden sie anderer Meinung werden. Offerte aber abgelehnt mit dem Bemerken, daß er sich in einer gegen 12 Uhr im Reichsamt des Innern( Wilhelmstr. 74) auf Die Hutmacher haben schon seit langer Zeit eine straffe OrganiBorbedingung zu ihrer Einführung ist eine gute Organisation. außerordentlich gesicherten Lebensstellung befinde. Der dem Zimmer des Unterzeichneten gefälligst einzufinden. Staatsanwalt hält es nicht für zweifelhaft, daß SiegLohmann, Regierungs- Assessor." sation, die sich seit Einführung der Gewerbefreiheit noch mehr mund Sommerfeld über die hier in Frage stehenden Effekten Die Unterredung hat stattgefunden. Der Beauftragte des vervollkommnete und die der Buchdrucker vollkommen ebenbürtig Selbst unter der Zeit der höchsten nicht eigenmächtig verfügen durfte und sich der Unterschlagung und Verbandes, Genoffe Oswald Grauer, hat die Verhältnisse der zur Seite steht. Untreue schuldig gemacht habe. Der Angeklagte habe aber Hausdiener in Berlin und der Provinz geschildert und nach drei- Bedrückung hat sie gegen die Behörden Stand gehalten.. wiffentlich Hilfe geleiftet, denn bei dem foloffalen Anwachsen der fündigen Verhandlungen die bestimmte Zusicherung erhalten, daß die In den letzten 10 Jahren sind eine Reihe von Streits selbst Lombardirungen und allen sonstigen Umständen habe er fich Erhebungen auf das eingehendste gepflogen und in erster Reihe unter den günstigsten Verhältnissen und bei guter Geschäftstonfagen müssen, daß Sommerfeld eine Berechtigung zum Lom die bestehenden Organisationen als zu befragende Fattoren in junktur dennoch verloren gegangen. Der Streit in Glogau bardiren der Papiere nicht hatte. Auch die beiden Briefe der Betracht kommen werden. An den Befragten wird es nunmehr foftete zwanzigtausend Mark, welche die 2700 Mitglieder zäh Sommerfeld's feien geeignet, den Angeklagten zu belasten, denn liegen, durch ungeschminkte Wiedergabe der Thatsachen und durch lende Organisation der Hutmacher ganz allein aufbrachte. Auch sie zeigen ihn doch als Vertrauten der Gebr. Sommerfeld. Der fachliche Besprechung der Verhältnisse wie sie wirklich sind und Luckenwalde sei ein Beispiel, daß bei ihnen durch Streits nichts Strafantrag lautete auf drei Jahre Gefängniß, fünf wie sie fein tönnten, den ersten Schritt zu einer Besserung ihrer zu erreichen ist. Dort hatten die Fabrikanten nach dem Streik Jahre Ehrverlust und 3000 Mart Geldbuße. Die Lage zu unternehmen. Die Reichsregierung, erst einmal im festgesetzt, daß kein Arbeiter bei einer Ronventionalstrafe von Bertheidiger führten dagegen aus, daß gegen den An Befig von Material, burch ihre eigenen Organe zufammengetragen, 800. mehr als 11 M. Lohn pro Woche bekommen durfte. Für Besitz die Hutmacher ist somit die Kontrollmarke das einzige Mittel geklagten absolut Nichts vorliege, was ihn friminalrechtlich das Zustände enthüllen wird, wie solche nur noch in wenigen und ohne Zweifel ein wirksames Mittel. Bei ihrer Ginführung war firafbar machen könne. In einzelnen Fällen, die hier vorliegen, Gewerben zu finden find, kann dann auf halbem Wege nicht die Furcht vor ihr eine ungeheure, nur jest läst fie möge Siegmund Sommerfeld zweifellos ftrafbar erscheinen, nicht stehen bleiben, und so ist zu erwarten, daß die Gesetzgebung sich etwas nach, weil die Hauptkonsumenten, die Arbeiter selbst, unaber in allen, und zwar auf grund der Geschäftsbedingungen, endlich einmal mit einer nach Hunderttausenden zählenden Berufs- einig darüber sind. Daß das Produkt durch fie vertheuert wird, bie deutlich sagen, daß nur in den Fällen, in welchen den betr. gruppe beschäftigen muß. Effekten ausdrücklich ein Nummernverzeichniß beigefügt sei, die5. durch berufene Vertreter der Arbeiterklasse erheben zu laffen, welche Ladenzeit im Interesse der Konsumenten erforderlich ist. Als die hierzu geeigneten Perfonen werden die Vorstände der Arbeiterorganisationen und die Vertreter der Arbeit nehmer in den Gewerbegerichten in Vorschlag gebracht. geben. eröffnet worden. Unter den Theilnehmern befinden sich einige Italiener, sowie mehrere Deutsche. Der Präsident sagte in der Gröffnungsrede, daß der Kongreß den Beweis liefere, daß der internationale Verband nicht den Zweck verfolge, Ausstände hervorzurufen, sondern sie zu vermeiden. selben als das Eigenthum des Hingebers behandelt werden Grenoble, 4. September. Der zweite internationale sollten. Der Angeklagte für seine Berson werde entschieden ge- Rongreß der Handschuharbeiter ist gestern hier fchüht durch feine bona fides und aus den beiden Briefen der Sommerfeld's tönne ihm unmöglich ein Strick gedreht werden. Nach kurzer Berathung erkannte der Gerichtshof dahin, daß der Angeklagte der ihm zur Last gelegten Strafthaten nicht schuldig und deshalb freizusprechen sei. Es sei zweifellos, daß der verstorbene Siegmund Sommerfeld sich der unterschlagung und der Untreue schuldig gemacht habe. Keinem Bankier stehe das Recht zu, über ihm anvertraute Werthstücke anders zu verfügen, als der Auftraggeber bestimme. Der Angetlagte fei aus rein thatsächlichen Gründen freigesprochen wor ben, denn in feinem der vorliegenden Fälle sei erwiesen worden, daß gerade der Angeklagte die Werthstücke dem Depot entnommen habe. " entbehrt jeder Begründung und ist nur Machination der Händler und Fabrikanten, die das dem Konsumenten vorreden und in wenig schöner Manier die leider angeborene Schüchternheit des laufenden Arbeiters ausbeuten. Die Mißhelligkeit hat manchen Detailhändler kopfschen gemacht; unter dem Vorgeben, billiger zu verkaufen, wird der Arbeiter jedoch betrogen. Hüte sind übrigens in jeder Preislage zu haben, schon mit 16,50 m. wird das ganze Dutzend in den Handel gebracht, daran sei zu sehen, wieviel der Händler an ihnen verdient. Nach den Hutmachern Zum Bergarbeiterstreik in England wird der Frankf. haben bekanntlich auch andere Gewerkschaften die Kontrollmarke 8tg." unterm 29. Auguft geschrieben:„ Die Lage in den englischen zur Einführung gebracht, doch haben nach seiner Meinung die Kohlendistrikten hat sich in den letzten Tagen kaum verändert. Bäcker nicht den richtigen Weg beschritten. Sie brauchen die In Süd- Wales hat sich die Erregung der Gemüther um ein Be- Marke nicht auf ihre Erzeugnisse aufkleben, sondern dem trächtliches gelegt, und was man von Massenmärschen und Zu alle Bedingungen erfüllenden Unternehmer oder Händler mur fammenstößen der Streifenden mit der Polizei oder Nichtaus- eine große Marke in Form eines Plakais zum Aushang Redner zitirt ständigen hört, stellt sich gewöhnlich am nächsten Tage als über übergeben. auf dem Der ausgebliebene Zeuge v. Griebenow wurde in 800 m. trieben und recht unbedeutend heraus. Die allgemeine Wieder Züricher Rongreß gestellte Resolution, die jeder Gewerkschaft das Geldstrafe genommen. aufnahme der Arbeit in den wallifischen Gruben ist allerdings Recht zugestehe, die ihr am zweckmäßigsten erscheinenden Kampfes nicht eingetreten, wie man erwartete. Ein gestern zu Pontypridd mittel selbst zu bestimmen. Auch er und seine Gewerkskollegen Gewerbegericht. Rammer VIII. Der Gipsfiguren- abgehaltenes Meeting, welches von etwa 30 000 Bergleuten be- find der Ueberzeugung, daß sich unsere Endziele nur auf politischem fabrikant Franti, ein Staliener, hatte seiner Beit feinen sucht war, beschloß, auf einer Lohnerhöhung von 20 pet. zu be- Gebiet verwirklichen lassen; doch bis dieses geschehe, sei die Ges Landsmann Bachari 52 Shilling nach London geschickt, damit er stehen. Die Bergleute waren aus allen Theilen des Distrikts werkschaftsbewegung nothwendig zur Selbsterhaltung der Arzu ihm nach Berlin arbeiten fomme. Hier angelangt, trat herbeigekommen. Sie allein machen ein Drittel der wallisischen beiter.( Beifall.) Die Verlejung der Präsenzliste ergab, Bachari in Arbeit. Nach mehreren Monaten gab Bachari seine Bergarbeiter aus. Man kann daraus wohl mit Sicher- daß 72 Delegirte anwesend waren; 12 fehlten, darunter Stellung auf; es war im Juni dieses Jahres. Er verklagte nun heit darauf schließen, daß in Wirklichkeit noch nicht die Körsten, Brandt und Thal mit Entschuldigung feinen ehemaligen Chef mit der Behauptung, derselbe habe Säfte der Bergleute wieder zur Arbeit zurückgekehrt ist. Aber In der Diskussion nahm Dr. Adolf Braun als erster das ihm das Reisegeld nach Italien versprochen, für den Fall, andererseits ist kein Zweifel möglich, daß die Zahl der Streifenden Wort. Er erklärte, betreffs der Kontrollmarte im Prinzip auf daß er bis zum 1. April bei ihm bleibe. Franti bestritt sich von Tag zu Tag vermindert und stetig verringern muß, da dem Standpunkt des Abg. Auer zu stehen, und nur bei den die von Bebel bet Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Weinstraße 11 = bei Feind. Olympia, Adalbertstr. 8 bet 1 Bäckern eine Ausnahme zu machen. Die große Mehrheit der Achtung 5. Wahlkreis. Die Vorftandssigung findet nicht in der Beobachtung und ärztlichen Untersuchung. Die in Griechenland Delegirten ist ja ebenfalls dafür, nur sei die Sympathie der Schönhauſerſtraße, sondern bei Pyrtect, Gipsstraße 3 statt. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8-10% Uhr. Süd- durchgemachten Quarantänetage werden in Abzug gebracht. großen Masse der Arbeiter eine geringe und er nenne es kläglich, Schule, Mariendorferstraße 6( bet Grube): Deutsch( mittel.). Südost Peft, 2. September. Cholera- Bulletin. In 13 Komitaten sind daß die großen Voltsversammlungen, welche die Einführung der Schule, Reichenbergerstraße 133: Gefeßestunde und Deutsch( unt). Oft- 79 Erkrankungen und 65 Todesfälle vorgekommen, in einer GeBäcker- Kontrollmarke fördern sollten, nicht zu stande kamen. Seit Schule, Martusstraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: meinde des Komitats Arva einige noch unbestimmte Fälle, in Rechnen. Korrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit AusFerdinand Lassalle stehe die politische Bewegung im Vordergrund, nahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen der Stadt Szegedin 2 Erkrankungen und 1 Todesfall. 4. September. Gestern find in 43 Gemeinden vereinzelte erft nach und nach wurden die Gewerkschaften gegründet. Die auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Arbeiter Deutschlands in ihrer großen Mehrheit sehen ein, daß bet C. Behrend, Blumenthalftr. 5. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag." Empor", Abends 8% Uhr, Choler afälle vorgekommen. In den Komitaten Arva und Csanad, unberührt waren, ist ebenfalls Cholera die Kämpfe um ihre Emanzipation politisch geführt werden Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen im welche bisher müssen. In seinem Artikel im„ Sozialpolitischen Zentralblatt", Vereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelfir. 70. Dienstag, fonstatirt worden. Im allgemeinen weist die Zahl der Erden Borgmann berührte, habe er nur seine Beobachtungen nieder- bds. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft i frankungen nnd Todesfälle an Cholera einr Abnahme auf. geschrieben; diese seien eben andere, als das ebenfalls Sauermann. Schildhorn, Usedomstr. 33 bei Mielte. Allegro, London, 4. September. Die Sanitätsbehörden ordnen an, auch von ihm Gewünschte. Die deutschen Arbeiter kämpfen| Brangelstr. 141, bei Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. daß gebrauchte Leib und Bettwäsche, die aus europäischen Häfen, Ihn'scher Humor, Strauß mit Ausnahme von Schweden, Norwegen und Dänemark einin der Hauptsache um Umgestaltung der heutigen Gesellschafts- Bruderherz, Andreasftr. 26 bet Wilte bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. ordnung und da sei das Mittel der Kontrollmarke unwesentlich Soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräß. geführt wird, auf Kosten der Eigenthümer zu desinfiziren oder zu Es sind zwei Todesfälle infolge asiatischer und verhältnißmäßig flein. Die Kontrollmarte ist nur in ein- Waldtapelle, Reichenbergerstr. 19 bei Roscher. Arbeiter Mai- vernichten ist. Sängertette, Rottbuser Cholera in Grimsby und einer in Hull vorgekommen. 2onzelnen Gewerkschaften durchführbar, und das sei ihr Unglück und bund, Romames, Wallstraße bei Gärtner. Danım 74 bei A. Hilfe. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bei Winter. ihr Fehler. Die Solidarität zu erwecken, wie bei einem Streit, Ite& inde, Reichenbergerstraße 39 bet Fürstenau. Borwärts 4 don, 2. September. Laut einer Reuter- Meldung aus News ist die Kontrollmarte ebenfalls nicht im stande. Die Streitenden Rathenow, Restaurant zur Erholung bei W. Friefecte. Einigteit 2 Yort wurde daselbst ein Cholera- Todesfall festgestellt. In Jersey bringen Opfer, da ist auch Sympathie der übrigen Arbeiter vor- eiche, Jüdenftr. 55 bei Trieſchmann. Gefangverein der Böttcher Stein Eity ereigneten sich mehrere verdächtigeErkrankungs- bezw.Todesfälle. Vorwärts 8, Marwig, handen. Was für die Kontrollmarke der Bäcker spricht, ist der bei Wilhelm Nölte. Rom, 2. September. In den letzten Tagen sind in Neapel Hilaria, Frankfurterstr. 30 bet Haberecht. Unterschied, daß infolge der dadurch erzielten sanitären Ein- Wiederhall, Köpenickerstr. 191 bet Boge. Johanni, Dit: 3 Cholera- Todesfälle vorgekommen, in den angrenzenden Ortbahnhof 7 bet Schulz. Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmftr. 10 richtungen das Brot besser ist. Damit glaubt er in furzen Zügen bei Momber.- Gefangverein Rothe Melte 2, bei Rabe, Ruppiner- und 1chaften einige vereinzelte Fälle, in Cassino 6 Erkrankungen und feinen entgegengesetzten Standpunkt klar gelegt zu haben. Schönholzerstraßen- Ede. Schneeglödchen 1, Rirdorf, Karlsgarten- ein Todesfall, sowie ein Todesfall unter den früher Erkrankten, Völkel meinte, das Flugblatt der Bäcker war nicht geeignet, fraße bei Hilpert. Gesangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, in Salerno ein tödtlich verlaufener Fall, in Palermo 6 Todess Propaganda für die Kontrollmarke zu machen, da es gleichzeitig Restaurant Hinz. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. fälle und in Fiumicino bei Rom 2 verdächtige Erkrankungen. Gesangverein Frohsinn in Stralau, Gräft. Reischach'sche Brauerei. Angriffe gegen die ältere Genossenschafts- Bäckerei enthielt. Da= Deutsche Liedertafel, Grüner Weg 29 bei Gäger.- Sängergruß, Bukarest, 2. September. Zu den früheren 101 Cholerafällen mit werde sich nächstens eine andere Versammlung noch zu be Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Epheu, Acterstr. 123 bei Stümte. find hinzugekommen in Braila 11, in Sulina 5, in Galah zwei Schimansky Gesangverein Freiheit 1", Bülowstr. 65 bei Richter. fand ebenfalls die guten neue Fälle. fassen haben. Echo 2" 9 Uhr Abends Uebungsstunde bet Reimann, Alte SchönhauserErfolge der Hutmacher in ihrer fräftigen Organisation. ftraße 42. Gesangverein Gerechtigteit Westen, Bülowstr. 56 Jedes Mittel müsse angewendet werden, um die bei Werner. Gefang- und Theaterverein Acacie"( gemisch. Chor). Arbeiter tampfestüchtig zu erhalten; man folle den Beughofstr. 8 bei Behlendorf. Arbeiter- Gefangverein Freiheit 2, Adlershof, Restaurant Ruble. Freies Lied 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlpolitischen Führern, die Gegner der Kontrollmarke straße 11 bet Heinecke. Wacht auf Wörther- und Rytestraßen Ecke bei find, nicht alles nachbeten. Kretschmer bestritt, daß Schmidt. Luftige Sänger in Potsdam, Brandenburger Kommuni Freiheit 3 Blumenlese, Sebastianstr. 3, bei Meier. die Flugblätter an dem schlechten Besuch der Volksversammlung schuld waren. Den Bäckern fehlen nur die Mittel, um die Broschüre gratis verbreiten zu können, welche jedenfalls sehr gut agitiren würde. Ein Fortschritt sei immerhin zu verzeichnen, namentlich in Rigdorf. Unappetitlich kann man die aufgeklebte Marte insofern nicht nennen, als sie nicht befeuchtet wird, sondern auf dem Teig sich von selbst befestigt, und außerdem die Farbe des Druckes giftfrei sei. Für die Kontrollmarke und zum Theil gegen Dr. Braun polemisirend, sprachen noch Massini, Pötsch und Faber. Borgmann feuerte die Bäcker in seinem Schlußwort an, nicht den Muth zu verlieren und unermüdlich weiter dafür zu agitiren. Auch die HamGewerkschaften Deutschlands burger Generalkommission der habe wiederholt in ihrem Korrespondenz Blatt um Unterstützung der Kontrollmarke ersucht. Von einer Schädigung der politischen Partei tönne feine Rede sein. Börner verlas die auf dem Berliner Parteitag angenommene Resolution betreffs der Kontrollmarke. Damit habe die politische Partei eine ganz bestimmte Direktive gegeben, nur werde sie leider nicht befolgt. ( Zuruf Völkel's: und nicht verstanden). Folgende Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme: tation 16. " Besangverein Echo 3, Bernau, im Schüßenhaus. Frete Gloden, Mariannenstraße 31-32 bei Doberstein. Senefelder, Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. Bergiß mein nicht bei Görite, Schul- u. Ererzierstraßen- Ecke.- DoppelQuartett Dämmerlicht", Frankfurter Allee 121 bei B. Beyer. Behlendorf, Karlstraße bei Segler." Nordstern", Müllerstr. 7 bei eichard. Männergesangverein„ Wach" Auf", Bantow, Wollantstr. 115 bet Hermann Sonntag. Männergesangverein, ich entrana", Prenzlau, Männergefangverein Rottbuser harmonie", im Kaisergarten. Schönleinstraße 6 bei Otto Klein. Weddinger harmonie, Müllerstraße 7. Gesangverein der Klempner. Stromstr. 28 bet Lange. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle zuschriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Senter, Bergmannstraße 21, Hof 3 Tr. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bei Matte, Andreasstr. 18. Louisenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei Möhring, Admiralftr. 18c. Tambourverein Deutsche Eiche bei NiederBergnügungsverein Amor II bet Bergemann, schub, Fürbringerstraße 7. Prinzen- Allee 10. Mufitverein Hoffnung, bei Dreßler, Eisenbahnstr. 6. Gefelliger Musikdilettanten- Verein Münstermann, bet Wilte, HochTheaterverein Straße 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr Friedrichsfelderstr. 24 bei Lehmann. Theater- Gesellschaft 2t berte, Rottbuser Damm 103 bei Meter. Theater verein Freie Kunst, Blumenstr. 46 bet Went, 8% Uhr. Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bet Keßner, Annenstraße 16. Gefang-, Turn- und gesellige Bereine. Dienstag. Gefangverein Musttverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden. Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Lübeck, 4. September. Die Bauhandwerker Lübecks wollen in den Streit eintreten, wenn die Arbeitgeber ihnen die ver langte Lohnerhöhung nicht bewilligen. " Briefkaffen der Redaktion. Zu kaufen fgesucht die ersten Jahrgänge des Züricher Sozialdemokrat" bis einschließlich 1881. Ferner von den Jahrgängen 1882: Nru. 24, 26, 31, 52; 1883: Nr. 48; 1884: Nrn. 3, 16, 35. Ferner die Broschüre„ Nach zehn Jahren", 1. Theil. Angebote bitten wir zu richten an die Redaktion des„ Vorwärts". " O. A. 902. Wie können Sie glauben, daß ein Stadtmissionär bei uns angestellt sei? Wer hat Ihnen das Märchen aufgebunden, und wie konnten Sie es sich aufbinden laffen? E. M., E. N., H. M., Fruchtstraße. Nennen Sie Ihre Namen! Anonyme Zuschriften berücksichtigen wir nicht. Das Beste ist, wenn Sie persönlich auf der Redaktion erscheinen. " R. in Berlin. Wenn die Berliner Bolts- Zeitung" den bayerischen Dreipfennigfatz für den Lokalverkehr als eine Neuerung" begrüßt, so beweist dies nur, wie schlecht die norddeutsche Presse über die Zustände jenseits der Mainlinie gemeiniglich unterrichtet ist. Die Einrichtung, daß Briefe 5 Pfg. und Postkarten 3 Pfg. im Lofalverkehr fosten, besteht in Bayern schon seit mindestens einem Jahrzehnt. Stephan freilich ist viel zu verknöchert, um sich zu solchen Reformen aufzuschwingen. F. B. Ihr Eingesandt ist nicht zu gebrauchen. K. Leska. Neuendorf und Nowawes gehörten zum Be lagerungsgebiet der Stadt Berlin. Die öffentliche Delegirtenversammlung der Gewerkschaftskommission erklärt, daß die Kontrollmarke wohl geeignet ist, in vielen Gewerkschaften als wirksames Kampfmittel gegen die Ver= Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnickerschlechterung der Existenzverhältnisse der Arbeiter zu dienen und straße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bet verpflichtet sich daher, in jeder Beziehung dieselbe zu unter- icolan, Elisabethtirchstr. 14. Theaterverein Vultania bei Täger, Gartenstraße 13-14. Theaterverein Bultania a Abends 9% Uhr Acerftüßen. straße 144 Borstädtisches Kasino. Theaterverein Freundestreis", Hierauf erfolgte die Beschlußfassung über die Errichtung Gigung 9 Uhr, Restaurant Razorfe, Solmsstr. 1. eines ständigen Bureaus und Anstellung eines befoldeten Beamten. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. Bergnügungsverein Nordwacht, Abends 9 Uhr, im Lokale Fennbräu40 Gewerkschaften erklärten sich dafür, 8 dagegen und 17 haben Geselliger Verein Brüderschaft, im dazu noch keine Stellung genommen. Von letzteren dürfte eben- Restaurant, Fennstraße Nr. 21. Reft. Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9. Bergnügungsverein Saturnalia. falls noch ein Theil hinzufommen. Ueber die Aufbringung der Abend 9 Uhr, Andreasfir. 3, Sigung. Bergnügungsverein Fidelio, 9 Uhr Sizung mit Damen bei Dranien Seifert, nöthigen Mittel wird die nächste Versammlung beschließen, in Abends Geselliger Berein" Mehr Licht" Abends 9 Uhr, der auch der Ausschuß über die Einrichtung des Bureaus be- ftraße 21. Wander Touristenklub Große Frankfurterstr. 133 bet Golds. richten wird. Als Beamter für dieses Bureau wurde ein- luft", Abends 9 Uhr, Fransectiste. und Schönhauser- Allee- Ecke. Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung. Bereinslotal( Süddeutscher Brauerei- E. 3. Die Frage, ob der Inhaber einer Bade- Anstalt einen stimmig Faber gewählt. Ausschant) Reichenbergerstr. 21. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. Nach dem an die Delegirten zur Vertheilung gelangten halb- Geselliger Verein Regina Gigung mit Damen Drantenstr. 153 bet Schön- Theil des Abonnementsgeldes zurückzahlen muß, wenn die Ans jährlichen Geschäftsbericht betrugen in der Zeit vom 29. De- walder. Bergnügungsverein 2 una. Sigung bei Haberecht, Große Frant stalt polizeilich geschlossen wird, hängt u. a. vom Juhalt des Männerchor Waldesrausched im Restaurant Abonnementsvertrages ab. Sprechen Sie unter Beibringung der zember 1892 bis 7. August 1893 die Einnahmen a) aus Marken furterstr. 30, Fidelitas. Bergnügungsverein Berolina Abends Bade Quittung nach dem 5. September zwischen 12 und 863,95 M.; b) aus Extra- Beiträgen 701,90 m., c) aus Ein- Hohenzollern", Seydelstraße. nahmen für Gewerbegerichts- Wahlen 848,50 m., d) auf Listen uhr im Restaurant Broy, Annenstr. 9. Mufit- Dilettantenverein" Preziosa", Abends sy uhr, Uebungsstunde 1 Uhr vor. Bitherklub 2. P. 87. Legen Sie den Sachverhalt genauer dar. Die für Gewerbegerichte 1521,03 m., e) auf Bergarbeiter- Listen in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. " Freiheitstlänge" bet E. Frante, Apostelfirche 7 b. Bitherverein Berechnung der etwaigen Unfallsrente geschieht in anderer Weise 1391,25 M., f) für Bergarbeiter- Extra- Einnahmen 411,30 M. Ginigteit". Abends 9 Uhr bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Bestand war 1007,28., somit Gesammt- Einnahme Orientalischer Rauchtlub Spar- und Krebitverein, Abends 9 uhr, als Sie annehmen. Die Unfallrente wird nach Ablauf der 13., 6745,11 M. Die Ausgaben betrugen 5384,12 M. und verbleibt Reichen bergerstraße 24, bei Schröder. Rauchflub Dammerwolte, nicht 5., Woche gezahlt. Wenn Sie Krankengeld meinen sollten, Böchstr. 51. Rauchtlub Brud erbund. Abends 9 Uhr, bei Stabernac somit ein Bestand von 1360,99 M. Bücklerfir. 49. Rauchflub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant so schicken Sie das Krankenkassen- Statut ein. 2. B. 51. Die Frage, ob die Kündigung am 28. Juni zum Zeitgeist, Bernauerstr. 72.- Rauchffub unverzagt bei 6. Ruppin, Blumenstraße 49. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei rechtzeitig ist, wenn vereinbart ist, es müsse drei Monate Rauchtlub Gemüthlichteit 2, und drei Tage zuvor gekündigt werden, und wenn als Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchklub Blaue Luft, der Miethszeit der erste Oktober bezeichnet abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchtlub Abguß, 8% uhr, Endtermin der Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchttub Abgu B 1. Abends 8% Uhr bei ist, ist von den Gerichten verschieden beantwortet. Die richtige Rauch tlub„ Grüne Du a st e", Abends Nawrod Martusstraße 23. uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. Rauchklub Erdo Antwort ist ja, weil die Miethszeit am 1. Oktober endigt: in= rado Abends 8 Uhr bei Gayer, Pallisadenstraße Nr. 66-67. Rauch deffen ist der Erfolg eines Prozesses ein zweifelhafter. tlub Tabats blüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 19. tlub Columbus, Abends 8½ Uhr, bei A. utte, Oppelnerstr. 23. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Stock arbeiter und verwandten Berufsgenossen Berlins hielt am 29. August seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Lewin referirte über die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation". Bedauerlicherweise wurde durch den Vortrag der alte Streit zwischen Lokal- und Zentral- Organisation wieder angeregt, dessen Einzelheiten anzuführen eine Veranlassung wohl faum vorliegen dürfte. Unter Werkstattangelegenheiten famen die Verhältnisse in der Fabrik der Herren Gebr. E. und B. Noa, Dresdenerstr. 38, zur Sprache. Besonderes Interesse, wegen feines eigenartigen Inhalts, erregte die Fabrifordnung, die bei Gelegenheit des Eintritts des Herrn E. Noa in die Fabrik seines Bruders den Arbeitern eingehändigt wurde. Zum Schluß wurde noch auf eine demnächst stattfindende öffentliche Versammlung hingewiesen. Der Kassierer Oskar Behmelt, Kl. Andreasstr. 20, nimmt Sonntags Vormittags Anmeldungen und Beiträge entgegen. " Vermischtes. 1 Rauch E. N. Wenn der Wirth Sie wegen rückständiger Miethe ermittirt und das unentbehrliche Handwerkszeug Ihnen eins behalten hat, so können Sie in Preußen leider nicht auf Schadenersatz tlagen. Regierungsvertreter hatten zwar vers sprochen, das wucherische Vorrecht preußischer Hauswirthe, unpfändbare Gegenstände zu retiniren, aufzuheben. Indessen ist dies Versprechen nicht eingelöst und bei der wucherfreundlichen preußischen Landtagsmehrheit auf Beseitigung dieser Art elendester Ausbeutung nicht zu rechnen. Da mithin der Wirth nur von seinem Recht" Gebrauch gemacht hat, steht Ihnen ein Anspruch auf Schadenersah leider nicht zu. Die Cholera. Posen, 4. September. Nach amtlichen Berichten ist die Cholera- Epidemie in Russisch- Polen im Abnehmen begriffen.- Amsterdam, 2. September. In Rotterdam sind am heutigen Tage eine Erkrankung an Cholera und zwei Todesfälle konstatirt. Insgesammt sind seit dem P. S. Brandenburg. 1. Wenn ein Testament vorliegt, so Beinickendorf. Deffentliche Versammlung des Frauen und Mädchen- zwei Todesfälle Bildungs- Vereins des arbeitenden Boltes für Berlin und Umgegend( Filiale 21. August 15 Fälle vorgekommen, von denen 11 tödtlich ver- entscheidet dies. Sonst hat in der Mark der Ehemann unter Es sind aufs neue 3 Cholera- Erkrankungen festgestellt. Einwerfung seines Vermögens die Hälfte des GesammtMoabit). Dienstag, den 5. September, Abends 8 Uhr, in Böttcher's See- liefen. schlößchen, Martstraße 1-2. Tagesordnung: Vortrag des Frl. Wabniz über: Wien, 4. September. Von zwei aus Ungarn hier eingetroffenen vermögens, das andere die übrigen Verwandten zu erben. 2. Die " Die Frau in der heutigen Gesellschaft." Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Arbeitern ist einer unter choleraverdächtigen Erscheinungen er- Grbregulirung ist bei dem Amtsgericht zu beantragen, in dessen Am Dienstag, den 5. Sept., Abends 8 Uhr, im Bittoriagarten", Babstr. 12, tranft und sofort nach dem Cholerahospital transportirt worden. Bezirk die Ehefrau gestorben ist. O. H. Der Wirth hat Unrecht: Da der Vertrag vom bei Grenz, Gesundbrunnen. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Adler. Stockholm, 4. September. Das Königliche KommerzVer Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen( gegr. 1885). fammlung am Dienstag, den 5. Sept., Abends 9 Uhr, Leipzigerstraße 134, in follegium erklärte St. Petersburg und alle Landestheile von Rußland, 1. Oktober bis 1. Oktober lautet, so ist die dreimonatliche die bisher noch für gefund galten, sowie Ungarn für choleraangesteckt. Kündigungsfrist durch die am 1. Juli erfolgte Kündigung gee Achtung, Hausdiener! Dienstag, den 5. September, Abends 9 Uhr. In der Gemeinde Stea starb ein Landmann unter cholera wahrt. große Bersammlung des Verbandes der Geschäftsdiener, Backer und BerufsT. Sch. Nach einem neueren Erlaß des Ministers sollen genoffen in Gründer's Feftfälen, Köpenickerstr. 100. Bortrag des Reichstags: artigen Erscheinungen; die bakteriologische Untersuchung ergab Cholera nostras. Konstantinopel, 4. September. Aus Rinder, die bis am 31. Dezember 14 Jahre alt werden, am Abgeordneten Ewald Bogtherr über:" Die Verkürzung der Arbeitszeit." Gauverein Serliner Bildhauer. Dienstag, den 5. September, Abends Triest tommende Schiffe mit Reifenden an Bord unterliegen 1. Oktober entlassen werden. Richten Sie das Gesuch an den 8% Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: Stein- einer fünftägigen Quarantäne, ohne Reisende einer 24stündigen| Rektor. Bildhauer- Abend. Wahl der Werkstatt- Delegirten. ben Vittoriasälen. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Reisebureau 46992 Don Theodor Reiner& Comp., Platz vor dem Neuen Thore 3, im neuerbauten Eckhause, ertheilt toftenfreie Auskunft den Reisenden nach Amerita, Asien, Afrika und Australien. Fertige Betten, großer Stand, Oranienburgerstr. 2. Federn, v. 12 tk. an, fertige Inlets, des Königlichen AmtsOberbett, Unterbett, 2 Kopftissen, m. gerein. neuen Bettwäsche Matratzen, alle Arten Stepp, Schlaf- u. Bettdecken, Polsterbettstellen empfiehlt billigst das als Rehtsbureau richters a. D. Alte Jakob- streng reell bekannte, 1870 begründete straße 130. Gewissenhafter Rath in allen Spezial- Geschäft von S. Pollack, Angelegenheiten. Unbemittelten unent- Oranienftr. 61, am Morigplatz. geltlich. Auch Sonntags. Derjenige, der mir in voriger Woche Opernglas verl. Sonnt. Pferdebahn eine Guitarre zum Verkauf übergab, Schönh. Allee. Geg. Bel. abzugeben hole sich den Erlös von mir ab. 1754b Dr. Ritterband, Schönhauser Allee 146. A. Wulkow, Friedrichsbergerstraße 9. 673b Empfehle mein Geschäft in frischen Blumen und Kränzen. 3528 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Sophabezug- Reste, 5 Sophaplüsch- Reste, billig,[ 47772 Grüner Weg 57. 12 Pfund Albrecht's Sophastoff- Reste Die heilige Inquisition. in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Gobelin, Plüsch und bunten Mocquets pottbillig! Proben franko! S., 4 Hefte à 15 Pf., eleg. broch. 60 Pf. eigener Tischlerei Möbel H. Meyer, Tischlernstr. Berlin SO., Naunyn- Str. 3, Hof links part. Emil Lefèvre, oranienstraße Lager vollständ. Wohnungs- Einrichtung. 158. platten 2,50. Singvögel gr. Auswahl. Staare 1,25, Amfeln 2,-, Schwarz 1754b Schnelle, Invalidenstr. 7. Tauben- Börse! Neu eröffnet Brot für 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8 Langestr. 26, Falkensteinstr. 28 Bäckerei, bei Otto Bengler, Grüner Weg 90, Brachtv. Wohnungen zu 48, 50, 55, 60 Thlr. verm. der Verwalter Hennigs dorferstr. 24. 1555b am Andreasplay. 17496 Gartenplay 3, 1 Tr., eine freund1. Oktober zu vermiethen. liche Wohnung 1 St. 1 R., 1 R. per 1760b Grünauerstr. 25 find freundl. Kleine Wohnung. preiswerth 3. verm.[ 17706 Am Nordring billige kleine Wohnungen von 205 M. Noch spottbillig zum 1. Oktober zu an. Stube, Küche, sep. Korridor, Keller vermiethen in Charlottenburg, Chrift- und Boden. Pappel- Allee 40. 17536 ftraße 20, dicht am Bahnhof Westend: 2 Tr., 3 Zimmer u. Zubehör 390 M.; Freundl. Hofwohnung, 210-216 M., 3 Tr., 2 Zimmer u. Zubehör 260 M. Stralsunderstr. 65. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, 1745b