Nr. 211. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljabrli 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerr. in der Post Zeitungs- Preisliste 30 für 1893 unter Nr. 6708. End 20 IISUT elling, side 10000 198 Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzcile oder deren Baum 40 Big., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Bfg Frierate für Sie nächte Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochen tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtager bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. 19: Rolijoz Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Gemeingefährlichkeit des Militarismus wird durch die großen Manöver bei Met wieder recht drastisch illustrirt. Was bei derartigen Gelegenheiten an Reden und Trinksprüchen vorkommt, hat allerdings in der Regel nur für die engsten Kreise Interesse. Allein wenn Personen das Wort nehmen, von denen vorausgesetzt wird, daß sie auf die Geschicke ihres Staates maßgebenden Einfluß ausüben, so versteht es sich von selbst, daß die Worte von den Hörern auf die Goldwaage gelegt werden, auch wenn der Redner selbst dies nicht thun sollte. Freitag, den 8. September 1893. dem Korps meine besondere Zufriedenheit zu erkennen zu geben; und um auch unter den Lothringern ein Regiment zu haben, welches in unmittelbarer Verbindung mit meiner Person steht, erkläre ich mich hiermit zum Chef des allerjüngsten Regiments meiner Armee, des 145., welches am heutigen Tage besonders gut bestanden hat. Sie mögen daraus erkennen, daß das XVI. Korps, welches die Ehre hat, die Wacht an der Grenze ze der Marken zu halten, meinem Herzen nicht weiter steht wie jedes andere. Ich erhebe mein Glas und trinke auf das Wohl des Kommandirenden und der sämmtlichen Truppen des dritten Male Hurrah!" sit hisiada Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. vor 23 Jahren, auch jeht ganz Deutschland zusammensteht. Daß deutsche Gesinnung und Treue zum Herrscherhause sich gut vereinigen lassen, davon ist der heutige Moment Zeuge. Ein Zeuge hierfür ist insbesondere auch König Ludwig I., mein feliger Taufpathe und Groß vater, der so gern unter seinen Pfälzern weilte, und auf den ich stolz bin. Und so sage ich Ihnen nochmals meinen herz-lichsten Dank." 19. mod up sad fun juris bit is Prinz Ludwig hat nie für einen Diplomaten gegolten wäre er einer, so hätte er die höchst überflüssige und XVI, Armee- Korps. Hurrah!- nochmals Hurrah!- zum Betheuerung, daß sie erforderlichen Falles ihre Pflicht nochmals Hurrah! zum für die deutschen Fürsten sehr wenig schmeichelhafte thun werden, sicherlich unterlassen. Oder hielt er die Betheuerung deshalb für nöthig, weil die Geschichte unserer deutschen Fürstengeschlechter so überaus wenige Beispiele von patriotischer Pflichterfüllung und Hingabe an das deutsche Vaterland aufzuweisen hat? Der„ Reichsbote" schwärmt auch über das schöne Kaiserwort zu den Lothringern", das Wilhelm II. jetzt geDas Flintengefnatter und der Pulverdampf habe sprochen hat:" Das geeinte Deutsche Reich sichert Ihnen etwas Berauschendes auch wenn das Pulver rauch- den Frieden, und deutsch sind Sie und deutsch werden Sie schwach" ist und nur zum Spiele freilich für bleiben, dazu helfe uns Gott und unser deutsches Schwert." Ohne die Manöver und den Militarismus hätten diese die Steuerzahler ein grausames Spiel!- verknallt Ein belgisches Blatt, die Independance Belge", meint, wird. Kein Wunder also, daß Manöverreden häufig so eine solche Sprache sei geeignet, Kriegsbesorgnisse zu er- Reden, die in weiten Kreisen den für Deutschland sehr nachetwas wie Schwefelgeruch enthalten und auf den, welcher wecken. Das ist start übertrieben. Gewiß wird man in theiligen Glauben erwecken, es gebe bei uns eine mächtige die näheren Umstände solcher Trinksprüche denn das Frankreich von dem Ton und Wortlaut dieses Trinkspruches Kriegspartei, nicht gehalten werden können. red sibized find sie fast immer nicht fennt oder nicht berücksichtigt, nicht angenehm berührt sein, allein das französische Volt Dem Ausland aber, das die deutschen Verhältnisse nicht eine aufregende Wirkung ausüben können. So erklärt es hat durch die soeben vollendeten Wahlen einen Beweis fennt, fagen wir: was immer geredet werden mag, das deutsche Volk will den Frieden, und über sich, daß einem Trinkspruch, den der deutsche Kaiser am hoher politischer Reife gegeben. Es weiß, daß sein Wehr den Kopf des deutschen Volks hinweg läßt vorigen Montag bei der Paradetafel im allgemeinen Militär- wesen so tüchtig ist, daß Frankreich feinen Angriff zu tafino zu Meg ausbrachte, von verschiedenen Seiten eine fürchten hat, von welcher Seite er komme. Und im Beich ein Krieg mehr führen.usoni shine caful Nieder mit dem Militarismus! Hus® alarmirende Bedeutung beigelegt worden ist, die er un- wußtsein seiner Stärke und von der Ueberzeugung durchzweifelhaft nicht hat. Der fragliche Trintspruch hatte nach dem Reichsanzeiger" folgenden Wortlaut: Der gestrige Tag, meine Herren Generale, führte uns drungen, daß die Republik sich jetzt mit den inneren Lebensaufgaben zu beschäftigen und bei Strafe des Unterganges die soziale Frage in Angriff zu nehmen hat, betrachtet das b französische Volt, mit Ausnahme der gewerbsmäßigen Dolitische Uebersicht. mit dein größten Theile Ihres Korps zunächst zu der ernsten Chauvinisten, den kaiserlichen Trinkspruch mit souveräner Stunde des Feldgottesdienstes, in welchem wir unseren Dant Ruhe. Und das französische Volk hat Recht. Berlin, den 7. September. dem Lenker der Schlachten aussprachen, daß Es hat sich auch durch die seltsame Rede nicht aus Das Deutsche Reich und das internationale er uns bis hierher geführt; den Dank, daß er uns ge- der Fassung bringen lassen, die Prinz Ludwig von statistische Institut. Die rohen Zahlen der Statistik erholen und diese schöne Stück Erde, dereinst Deutschland ge: Bayern auf der Fahrt zu den Manövern in Zweibrücken halten erst Leben und Werth, wenn sie mit ſtatiſtiſchen hörig, dem Deutschen Reich wieder einverleibt Ergebnissen früherer Jahre und anderer Länder verglichen hat. Sodann zogen wir hin zu dem Denkmal Raiser Wilhelms. hielt, und die also lautete: Die ernsten Blicke der Mannschaften zeigten, wie tief ergriffen fiei Meine lieben Pfälzer! Als ich vor 12 Jahren hier und werden können. Deshalb ist die Statistik von intervon dem Momente waren: vor uns die alten Höhen mit vorher in manchen anderen Theilen der Pfalz war, wurde ich nationaler Bedeutung. Aber nicht blos der Vergleichbarkeit ihren Besten gen Himmel ragend und ringsherum ein blut- so gut aufgenommen, daß ich Besseres nicht verlangen fonnte. wegen muß die internationale Seite der Statistit betont gedüngter historischer Boden. Am heutigen Tage Ich weiß ja, wie die Pfalz und insbesondere Zweibrücken und werden, sondern schon deshalb, weil durch das Ineinanderhat das XVI. Armeekorps seinen Ehrentag gefeiert, indem es das Zweibrücker Land an dem Hause hängt, mit welchem es greifen der Statistik verschiedener Länder die Aufnahmen auf die eifrige, unermüdliche Friedensarbeit in der Parade durch Jahrhunderte lange Verbindungen so innig verknüpft ist. feine Krone fette. Ich wünsche Ihnen, mein lieber Graf Sie feiern mich hier als Sohn desjenigen, der mit fraftvoller besser und billiger werden, weil sie sich gegenseitig fontrolliren würden. Wir erinnern an die Einfuhr- und Haeseler, Glück zu dem heutigen Tage und danke Ihnen und Hand an des franken Königs Stelle die Regierung des Landes dem gesammten Armeekorps für den hingebenden Eifer und führt. An dessen Stelle bin ich befohlen, den Kaisermanövern Ausfuhr, an die Ein- und Auswanderungsstatistik und Fleiß, den Sie daran gewandt haben, um zu dem schönen Ergebnisse zu fommen. Sie haben die Ehre gehabt, nicht nur 100 Jahren dasselbe Haus, das jest wieder glorreich regiert, vor den über Erhebungszeit, Erhebungsmethode, Art der Bermeine Zufriedenheit sich zu erwerben; das Korps hat vor Franzosen flüchten, und der spätere König Max Josef L. das Herzog arbeitung, der Drucklegung u. s. w. Voraussetzung. Von den Augen durchlauchtigster Vettern von mir vorbeidefiliren thum Zweibrücken in der Verbannung übernehmen mußte, fo welcher Bedeutung die internationale Seite der Statistit dürfen, darunter zwei Heerführer, denen es vergönnt war, unter sehen Sie den großen Unterschied der Zeit vor 100 Jahren ist, kann man bei Berathung aller Militärvorlagen sehen, dem Oberbefehle meines hochseligen Herrn Großvaters den und jetzt. Während vor 100 Jahren der Herzog flüchten mußte, wo die Bevölkerungszahl, der Bevölkerungszuwachs, die Feldmarschallstab vor dem Feinde sich zu komme ich heuer, ich möchte fagen als Stellvertreter des Stärke der Altersklassen in den verschiedenen Ländern eine erwerben, dasherrlich ste, was einem Soldaten Herzogs von Zweibrücken, nach Meß, das Jahrhunderte unter blühen kann. Indem ich für die erfolgreiche Arbeit dem Korps meine vollste Anerkennung und meinen kaiserlichen Tant ausspreche, ergreife ich zu gleicher Zeit die Gelegenheit, führt. An dessen Stelle enn Sie daran denken, daß vor dergleichen. Freilich sind hierzu ganz genaue Abmachungen Feuilleton. Nacbrua verboten.] Saldas ( 2 französischer Herrschaft war, um vor allem Volt zu große Rolle spielen. Mit der Sprengung der nationalen zeigen, daß sämmtliche deutsche Fürsten einig Grenzen und der Entwickelung der Weltwirthschaft und des find, und daß, wenn es darauf ankommt, wie Welthandels wird die internationale Pflege der Statistik denn empfinden wie Sie, muß ich denn nicht blind ge- tyrer reihen sich an die Verschiedenen und erfüllen, was horchen, wenn dieser Gehorsam überdies mit meinem Ge- die früheren geahnet; das Geheimniß der Liebe ist ein müthe selbst in Einklang ist?" unendliches und kann immer nur wieder durch ein neues Hetz! het!" rief spielend die kleine Tochter, und der Geheimniß verstanden werden. Daß die Erklärung des Jagdhund fuhr bellend gegen die Thür und ließ sich nur Liebes- und Abendmahles durch kirchliche Beschlüsse Der Aufruhr in den Cevennen. durch ein Pfeifen ſeines Herrn beruhigen.„ Nicht wahr," sanktioniert wurde, stört mich gar nicht, indem es den Welt# Eine Erzählung von Ludwig Tied. " sagte Eveline ,,, der Hektor ist ganz rechtgläubig, den könnte lichen nur als zeitliche Begebenheit erscheint, denn im unman so recht in die Kamisarden hineinheßen denia dagi scheinbaren Keime liegt ja doch schon die Blüthe und die ,, Einfältige Dirne!" rief Edmund mit glühendem Ge- Süßigkeit der Frucht, die nur durch das gereift wird, was sicht, der Vater sah sie topfschüttelnd an, das Kind aber wir Zeit nennen; so mußte es geschehen, daß erst späterWir wollen aufhören," sagte der Vater halb zür- sprach: Edmund hat ja selber sein Herz dem Hektor hin die Ahnung der Seele erfüllt wurde und die nend, halb gerührt, indem er ein großes Buch vom Kamin zu essen geben wollen, so kann ich ihn ja wohl für einen Gottesgebärerin als Himmlische verehrt und durch herunternahm. Dein Gefühl table ich nicht, fern sei es besonderen Hund halten. Komm, Hektor, fie thun uns Feste gefeiert: ja, so geht ein Prophetenmund mit seinem von mir, das Heilige zu lästern, aber Du weißt es nicht, immer unrecht." Mit diesen Worten faßte sie den Hund wahrsagenden Gesang durch alle Jahrhunderte und ver Du mußt es noch erfahren, daß das Große, daß beim Halsbande, und beide gingen in den Garten. pftummet nie und auch in Zukunft nicht; Fest reiht sich an die Wahrheit nur auf der Grenze, auf dem Uebergangs-" Ich verstehe Sie nicht, mein Vater," fing Edmund Fest, Tempel und Gebilde an Bild, die Nachwelt steht mit punkte dieses Affektes liegt; wie wir sie in der Entzückung nach einer Pause an;" Sie ſind fromm, Sie besuchen mit gerührtem Auge nach der Liebe der Gegenwart her, gesehen haben, müssen wir auch wieder scheu und mit Ehr- Andacht die Kirche, ich muß Sie für einen Freund der wie wir entzückt auf die Vorzeit hinblicken, und nur durch furcht zurücktreten; lockt uns aber in geistiger Schwelgerei selben halten, so oft mir auch der Verdacht des Gegentheils diesen Wechsel, durch dieses Forttönen des ewigen zu höherer Entzückung und Vision der Lügengeist hinüber, tommt, und doch können Sie es gelassen mit ansehen, Wortes ist es mir wahrhaft, nur dadurch weiß ich, daß so gehen wir in Geisteswollust unter, und Truggebilde, daß dieser unserer Kirche der Untergang droht? Und es ehemals klang, dadurch, daß es scheinbar wandelt furchtbarer Wahn nimmt Seel' und Herz gefangen, die erfüllt sie denn nicht auf die holdseligste Art alle wie Blatt in Blüthe und Blume in Frucht, und Frucht Liebe stirbt uns ab; und durch diese traurige Schule wirst Ahnungen und Wünsche unsers Herzens? Ich zürne den Samen der Blüthe wieder ausstreut, ist es eine stetige, Du gehen müssen, mein Sohn, und Gott weiß, ob nicht immer, manche Priester so sehr auf den ewige Wahrheit, durch den ewige Wahrheit, durch diese unendliche Fülle, durch vielleicht mit zertrümmertem, leerem Herzen oder als Heuchler Wandel, auf Tugend und Moral dringen, was uns die diese Unerschöpflichkeit, wie ein Weltmeer von Liebe, jenseit heraustreten. Denn leicht und eben wird die Bahn Heiden lehren konnten, und was die Vernunft von uns dadurch, daß es jedem Sinne, auch dem verschiedensten, Deines Lebens nicht sein." fordert; so sehr dies geehrt werden muß, so ist es denn entgegenkommt, jede Sehnsucht tränkt, jeden Hungrigen Mit diesen Worten setzte sich der Herr von Beauvais doch die zunehmende Entwickelung und Gestaltung des sättigt, nur dadurch ist es ein Einfaches, ein Wahrund zum Lesen nieder, der Sohn nahm seine Hand und sagte in Wundervollen, welche ich in der Geschichte wahrnehme, die haftiges und Selbständiges, ich hasse jene sanftem Ton: Nein, mein Vater, sprechen wir noch über mein Herz immer am schönsten bewegt. In der Wortdeutungen dieser Neuerer, die diese Wunderbegebenheit diesen Gegenstand, der einmal mein ganzes Leben Ferne liegt dunkel und unkenntlich, aber ganz mit wie eine Geschichte behandeln wollen, die unsere Messe, ausfüllt. Kaun Sie denn wirklich diese Lektüre jetzt, dies Liebe umhüllt das erste Wunder; nach den Aposteln ver- Bild, Licht, Tempel, Pomp und Musik Gößendienst zu Hin- und Herfragen des Platon interessiren? Darf ich stummt die Gabe der Prophezeiung nicht, Heilige und Mär- lästern wagen, und indem sie so das Heiligste verfolgen, wenn immer bedeutungsvoller. Aber für schon längst geschehen ist. Er man muß sich vor- im Jahre verwenden, die Steuern hiervon nach einem dem Regimentsauditeur zeugenschaftlich vernommen. erst mit Nothbehelfen begnügen, weil die Re- höheren Gate, nämlich 8,25 M., die mehr als 15 000 hielt die durch die gewisse" Presse in die Deffentlichkeit gierungen der Pflege der internationalen Statistit Doppelzentner verwenden, nach dem noch höheren Sage gelangten traurigen" Vorfälle bei der 1. Batterie des noch allzu wenig Intereſſe entgegenbringen. Selbst von 8,50 M. für den Doppelzentner zu entrichten haben." 3. Feldartillerie- Regiments vollständig aufrecht und benannte über eine so einfache Sache, wie die gleichzeitige Herr Miquel läßt sich verschiedene Hinterthüren offen. zur Bestätigung der behaupteten Thatsachen mehrere ZivilVornahme der Volkszählungen und bestimmte Zählungs Fällt ein Plan, so wartet er mit dem andern auf.- personen als Zeugen. Man möchte jetzt die Sache gerne prinzipien bei derselben, konnte eine Einigung noch nicht so drehen, als habe Kanonier Wickl den Tod im Nymphen erzielt werden, obgleich die wissenschaftliche Vorarbeit hier- Warte nur, balde ruhest Du auch! Wir haben von burger Kanal nicht deshalb gesucht, um sich den fortgesetten Anfang an nachdrücklich die unerhörte Ver- Chikanen, denen er stets ausgesezt war, für immer zu entDas Bedürfniß nach internationalen Vereinbarungen schleppungspolitit in der Frage der gewerb ziehen, sondern lediglich aus Furcht vor einer ihm drohenden für die Statistik geht weiter zurück, als die Geschichte der lichen Sonntagsruhe gekennzeichnet. Statt gründ- Disziplinarſtrafe. Wer aber mit militärischen Verhältnissen Weltverträge für die Post, Telegraphie, das Maßsystem 2c., lich und rasch einzugreifen, bemühen sich die sozial- nur einigermaßen vertraut ist, der weiß auch, daß ein aber erreicht wurde bisher so viel wie nichts. Eine Haupt politischen Geheimräthe, dem Großkapital und den Zünstlern Soldat wegen einer geringfügigen ihm bevorstehenden disschuld hieran trägt das Deutsche Reich. 30 Jahre die Pein des Arbeiterschutzes zu ersparen, indem sie immer ziplinären Ahndung noch lange nicht zum Selbstmörder find es gerade, seitdem zum ersten und legten Male in neue Fristen bestimmen, Gutachten, Erhebungen, Kon- wird, Erhebungen, Kon- wird, namentlich dann nicht, wenn er erst wie Deutschland ein internationaler statistischer Kongreß statt- erenzen und was für Konferenzen! veranstalten und am Wick! im letzten Monate 17 Tage Mittelarrest ausfand, und die beiden amtlichen Statistiker aus Deutschland, Schlusse das Ziel, die Durchführung der Sonntagsruhe zu ver- gehalten hat. Wenn wir schon so weit in unserem die den Plan einer internationalen Statistik der gesammten zögern, glücklich erreichen. Treffend sagt deshalb ein so militaristischen Zeitalter gekommen wären, dann müßte das zivilifirten Welt vertraten, Ernst Engel und Georg angesehenes Fachorgan, wie das" Sozialpolitische Seer längst schon auf die Hälfte seines Bestandes herabv. Mayr, sind beide, wenn auch aus ganz verschiedenen Bentralblatt": Die Gewerbe- Novelle trägt das gesunken sein. Nein, so weit sind wir ja unter der Herr Ursachen, der amtlichen Statistik von Bismarck entfremdet Datum des 1. Juni 1891. 21 Jahr sind bereits verfchaft der Pickelhaube doch noch nicht gekommen, wenn auch worden. Die jezigen amtlichen Statistiker im Reiche wollen, gangen, und es ist noch so gut wie nichts geschehen. Wird die Soldaten- Selbstmorde in geradezu schreckenerregender wie ihre Chefs in den Reichsämtern und Ministerien, von so weiter gearbeitet, so sind die Aussichten in der That Weise zunehmen. Der Hauptsekierer des in den Tod geeiner internationalen Pflege der Statistik nichts wissen, sie trostlos." hetzten Kanoniers Wickt soll der Sergeant Oberwallner vermeiden sogar den Besuch der internationalen Kongresse, Ein Beschwichtigungs Hofrath verkündigt in der gewesen sein. Den ebenfalls durch Selbstmord geendeten obgleich sie von österreichischen, italienischen, schweizerischen, Norddeutschen Allgemeinen Zeitung":" Neuerdings wird Hauptmann Seidl soll nach der jetzt gepflogenen Unteramerikanischen, ja selbst russischen Statistikern so manches das Gerücht verbreitet, daß demnächst, und zwar in recht suchung nur insofern eine Schuld treffen, als er sich um lernen könnten. Dies scheint aber für die Leiter unserer hohem Betrage, mit der Ausgabe von Reichs- und Staats- seine Batterie zu wenig kümmerte und dem Wachtmeister Statistik nicht nöthig zu sein, da sie die Statistik als ein anleihe vorgegangen werden solle. Wir können dem gegen Werz auf diese Weise eine unumschränkte Herrschaft eintürmen sie baß nothwendiges Uebel, als eine elende Magb der Verwaltung über nur wiederholt versichern, daß an all den Stellen, die geräumt wurde, so daß derselbe nach eigenem Belieben betrachten und die leitenden Stellen in ihren statistischen hierbei in Betracht kämen, von einer derartigen Absicht schalten und walten konnte(??). Neben Sergenter Aemtern in der Regel mit wenig geeigneten Personen nicht das Geringste bekannt ift." Gepumpt wird werden, wallner ist auch Wachtmeister Merz als ausgesuchter Quäl3iveiten und dritten Ranges befeßen, während sie die tüchtigsten wenn heute nicht, so doch in bälde. Soll Moloch faften? geist bei der Batterie bekannt. Die endgiltige Klarstellung statistischen Kräfte, wie die Lexis, Bücher, Knapp, Ser ganzen traurigen Angelegenheit fordert eine energische Engel, Mayr nicht beschäftigen. Durchführung der eingeleiteten Untersuchung und werden dann wohl auch noch Schuldige zu fassen feint. Profeffor Reuleaux, der als Reichskommissar auf Die ablehnende Haltung der Reichsregierung gegenüber die Chicagoer Weltausstellung entsendet ist, soll nach den sen Bestrebungen, die Statistik international zu pflegen, sucht Berichten deutscher Kapitalistenblätter auf dem Ingenieur- Neue Opfer. Infolge Renterns eines Bootes vom ein dienstfertiger Statistiker in einem Leitartikel der Nord- Tag die Genauigkeit, mit der die amerikanischen Maschinen- Torpedoschulschiff Blücher" sind, wie aus Saẞniz unterm deutschen Allgemeinen Beitung", vom 6. Sep- bauer arbeiten, rühmend anerkannt und den deutschen Ar- 7. August gemeldet wird, drei Matrosen ertrunken. Die tember, freilich mit wenig Glück zu beschönigen. Er beitern als Muster vorgehalten haben. Darob stürmt Namen derselben sind: Meweries, Tiedt und Dettmers. Der stellt sich einfach auf den Standpunkt, die Regierungen flammende Entrüstung durch die Kölnische Zeitung", die Blücher" dampfte mit den Leichen nach Kiel. hätten zu kommandiren, und die Statistiker hätten ein- Rheinisch- Westfälische Zeitung", loht herüber auf die Zur hessischen Landtagswahl. Unsere Genossen zuschwenken, wie gut gedrillte Grenadiere. Dieser Strohdächer der Kölnischen Volkszeitung" und ihrer Standpunkt macht einem preußischen Muster Unter- ultramontanen Schwester, der„ Germania". Sie alle sind haben den Schreiner und Stadtverordneten Karl Orbig in offizier" viel, einem wissenschaftlichen Statistiker wenig empört darüber, daß Reuleaux, dem sein„ Billig und Gießen als Kandidaten zur Landtagswahl im Kreise GießenEhre. Die geringen Sympathien" der amtlichen Kreise schlecht" von Philadelphia noch immer nicht von den Unter- Land aufgestellt. Kandidat der Antisemiten ist Reichstagsveranlassen den Artikelschreiber, die Tagung des inter- nehmern verziehen worden ist, nicht gewerbsmäßig die Abgeordneter Köhler. Für den bisherigen Abgeordneten nationalen statistischen Instituts in Chikago, an der Gelehrte Reklametrommel für die deutsche Industrie, d. h. die Groß- Dr. Gutfleich, der ein Mandat nicht wieder annimmt( die und Praktiker ersten Ranges theilnehmen werden, eine industriellen gerührt hat. Die Blätter, die sich so eifrig Trauben sind ihm wohl zu sauer!), ist seitens der liberalen Unterhaltung" zu nennen, in herablaffender Weise wird für die Kapitalisten ins Beug legen, fragen gar nicht, Parteien ein Ersahmann noch nicht benannt worden. bemerkt, daß den Statistikern ein internationaler Zu ob das Urtheil des Herrn Reuleaux richtig ist oder nicht. Durchlaucht als Aujuft". Daß die Fürsten, fammenschluß gegönnt sei". Obgleich die hervorragenden Dieser Fachmann wird doch gewiß den nur vom Futter- Grafen, Gräfinnen und Baronessen und andere Edelste Statistiker aller Länder die Nothwendigkeit der Vergleich- neid geleugneten gewaltigen Aufschwung der überseeischen und Beste" in das ehrliche Gewerbe der Zirkusartisten barkeit der Statistit stets betonten, werden sie von unserem Technit genau bewerthen, die durch die Vollkommenheit hineinpfuschen und als Reprisentlowns", Springer, SchulReichsstatistiker wie dumme Schulbuben ob dieser Meinung ihrer Werkzeuge und ihrer Arbeitsweise, an die der ein- reiterinnen auftreten wollen, haben wir bereits nach bürgerabgefanzelt. Wenn es sich hier um die Meinung dieses gewanderte europäische Arbeiter sich erst anpassen muß, lichen Blättern gemeldet. Jm Stöcker'schen Bolt" tämpft oder jenes handeln würde, so wäre dies vollkommen gleich- Bewundernswerthes leistet. Sie fordern, daß die Reichs- ein Herr von Gerlach im Interesse des Junkergiltig; es handelt sich aber um mehr, nämlich um die kommission blindlings in das Horn der deutschen Unter- thums gegen Durchlaucht als„ Aujust". Er schreibt tieffyftematische Hinderung der internationalen Statistik durch nehmer stößt. Eine treffliche Charakteristik der Auf- bewegt: das Deutsche Reich. Deshalb mußten wir auf den Befassung, die diese Kreise von der Würde des Beamten" grüßungs- Artikel der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" haben, der nichts sein soll als ihr ergebener Diener. Und zum Chikagoer Kongreß des internationalen statistischen der Kern der Frage ist doch: trifft Reuleaux Kritik zu oder Instituts eingehen. nicht? Die Großindustriellen und ihr Mundstück, die Geldsacpresse, aber fürchten den Wettbewerb, und sie, die jeden Arbeiterschuß vervehmen, die die Proletarier brücken und maßregeln, werrfen sich zu Vertheidigern der Arbeitsgeschicklichkeit der deutschen Arbeiter auf, weil sie den Wettbewerb Die Brauftenerpläne, auf die Graf Caprivi im Hundstag- Reichstage feierlich verzichtet hat, tauchen wieder auf. Die Braufteuer foll verdoppelt, ein nothwendiges, gesundes Nahrungsmittel der großen Masse soll noch mehr vertheuert werden. Angeblich werden die Großbrauereien der Yankees fürchten. stärker herangezogen werden, während die kleineren Brauereien Das allgemeine Wahlrecht wird zu gunsten des etwas weniger als den regelmäßigen Steuersatz entrichten Dreiklassen- Wahlsystems von der Norddeutschen Allgemeinen sollen. In dem offiziösen Waschzettel, der dieses Steuer Beitung" in Grund und Boden geschimpft. Es leuchtet ein, gericht auftischt, liest man: Es soll jetzt in Vorschlag ge- daß das miserabelfte aller Reptilienpapiere herzinnigste Bu bracht sein, daß von Brauereien, die nicht mehr als 150 neigung fühlt für das miserabelste aller Wahlsysteme, das Doppelzentuer Getreide( Malz u. s. w.) im Jahre verden Geldsack zum Herrscher macht und die große Masse auswenden, die Steuer nach einem ermäßigten Sage von sechs schließt. Mark, und von Brauereien, die über 150, aber nicht mehr als 500 Doppelzentner im Jahre verwenden, nach einem Zum Falle Wickt schreibt die Münchener Post": solchen von sieben Mark für den Doppelzentner erhoben Ueber die Tragödie im t. b. 3. Artillerieregimente ist bewird. Dagegen sollen Brauereien, die über 5000, aber fanntlich auf höheren Befehl Untersuchung eingeleitet worden. nicht mehr als 15 000 Doppelzentner Getreide( Malz u. s. m.) Der Vater des unglücklichen Kanoniers Wickt wurde vor verfolgen sie nach den Gefühlen meines Herzens Gott selbst, und man muß sie wie schädliches und giftiges Gewürm aus rotten und vertilgen." " Es geht eine immer wachsende Abneigung gegen den " Junker" durch das deutsche Volt. Ich habe das zu meinem schmerzlichsten Bedauern nicht allein in Berlin, sondern auch allenthalben im Osten in mittleren und kleinen Städten ge= merkt. Und zwar erstreckt sich diese Abneigung nicht allerorts auf die demokratischen Elemente, bei denen das nicht Wunder nehmen würde, sondern gerade auf die besten, fleinbürgerlichen konservativen Schichten. Die Parole: Wider Juden und Junter!" hat gezündet. Es war für ben Schreiber dieser Zeilen ein tiefer Schmerz, als ihm fürzlich in einer der königstreuesten Städte Pommerns von fleinen Leuten zum Lobe gesagt wurde: Sie sind gar kein richtiger Edelmann." Woher diese Abneigung? Der Gründe find viele. Der den Adligen am häufigsten gemachte Vorwurf ist der, daß sie sich zuviel mit den Juden einließen. Leider ist dieser Vorwurf vielfach nicht unbegründet. Wie viele EdelTeute knüpfen ihre Geschäftsverbindungen fast ausschließlich mit Juden an. Wie mancher halb oder ganz ruinirte Freiherr oder Graf hat, um sein Schild mit jüdischem Golde wieder glänzend zu machen, um sein Schloß mit jüdischem Gelde wieder aufzubauen, sich und seine Familie durch die Heirath mit einer reichen Jüdin herabgewürdigt. Wie häufig sieht man die Aristokratie der Geburt mit der des Geldes freundschaftlichst auf dem Rennplatz oder am Spielttisch verkehren. Man muß mit dem Volfe leben, wenn man erfahren will, welchen Eindruck solche Dinge machen, welchen unersetzlichen Schaden was jener nicht hinderlich sein mochte. So geschah es, daß, jede Judenheirath dem Adel zufügt, welche Erbitterung es als die stillen Leute in Albi sich in ihren waldigen Thälern hervorruft, wenn die großen Herren" mit Uebergehung der versammelten, um sich den Mißbräuchen und willkürlichen christlichen Handwerker und Kaufleute ihre Einkäufe fast aus" Ich verstehe Dich, mein Sohn", sagte der Vater, und Sagungen sowie der Verderbniß der Pfaffen entziehen zu schließlich bei Juden machen. Mir selbst ging es wie ein möchte Dir gern ganz recht geben können, so wie Du in wollen, man sie als Keger verfolgte, die den römischen Stich durchs Herz, als ich einen der schneidigsten Offiziere unseres Heeres im Unionflub sich mit einem Sportsjuden der Sache selbst nur meine eigene Empfindung angedeutet Stuhl und also das Christenthum stürzen wollten. Gab es gewöhnlichster Art duzen hörte. Ehe der Adel nicht jede Verhaft. Fühlst Du so, und bist Du dieses Glaubens, so sollte damals noch die freie, unabhängige Kirche der Bischöfe, so bindung mit den Juden abgebrochen hat, eher wird er das eigentlich weder Streit unter uns noch mit andern sein. fanden diese erleuchteten Gemüther Schutz und Frieden; verlorene Vertrauen nicht wiedergewinnen. Mit Unwillen Fühlst Du, daß das Christenthum in seiner vielseitigen Ge- man ließ sie auf ihre Weise in Bethäusern mit ihren sieht man ferner einzelne Edelleute an den Höfen eine sehr ftaltung kein Bedürfniß und keine Sehnsucht von sich ab Priestern Gott dienen, statt daß man jetzt einen Kreuzeigenthümliche Rolle spielen. Statt zu rathen, schmeicheln sie. weist, daß es jedem Sinn erlaubt und möglich ist, die ewige zug gegen sie predigte und noch das unschuldige, Um eines Sonnenstrahles Allerhöchster Gunst willen opfern sie Liebe auf seine Weise und doch im Geiste der Wahrheit gräßlich vergossene Blut Don dort zum Himmel jede Ueberzeugung. Getreu ihrem Vorbilde in Hamlet erklären anzubeten, so dürfen auch jene stillen Herzen nicht aus der schreit. Wäre nicht damals schon die päpst= fie dieselbe Wolfe bald für ein Wiesel und bald für ein Kameel. Gemeine ausgefchloffen werden, die vor jenem Prunk liche Hierarchie und Christenthum ein und und Christenthum Sie wollen vielleicht Royalisten sein und sind doch nur entdas artete Byzantiner. Mit Unwillen steht es ferner der arbeitund Gesang, vor jenem Glanz der Tempel, vor selbe gewesen, so wären wohl aus diesen Gebirgen Reisame Mann aus dem Mittel- und Arbeiterstande, wenn gejener funstgemäßen, vielseitigen Ausbildung bes reli- niger der Kirche und große Priester hervorgegangen. Schon wisse Adlige ihr Leben allein dem Sport und dem Spiele giösen Geheimnisses erschrecken. Diejenigen, die wie die damals verbreitete sich auch in unseren Bergen jene Lehre, weihen, wenn sie ihre Güter verpachten, um in Berlin unJünger Johannis und Jesu Apostel die Wüste des Jordan und als die päpstliche Herrschaft zusammenbrach, fanden gestörter den sog. noblen Passionen" nachzugehen, wenn sie besuchen und dort in den Schauern der Berge und in Calvin's Schüler schon seit langem alle Gemüther unter- an Luxus- und Wohlleben, an Liebschaften und Excentricitäten heiliger Einsamkeit das ewige Wort hören möchten und richtet und vorbereitet. Diese Glaubensweise ist hier so mit den Herren von der Börse und hohen Finanz zu wetteifern suchen. Geist und Körper, Seele und Vermögen gehen ihre Kirche wie die Hütte zu Bethlehem zu bauen wünschen, naturgemäß und heilig, wie es die Deinige in anderen dabei zu Grunde. Sie ruiniren sich und ihre Familien dazu." um mit ihrer erregten Phantasie nicht in Kunst und Bilder Gegenden sein mag, und sie zerstören wollen durch Verfolpracht unterzugehen und darüber des Heils und Gottes zu gung ist nur dem möglich, der den schönen und mannig- Herrn von Gerlach's Register hat ein Loch. Der immer vergessen: diese, mein Sohn, sind ebenfalls echte Christen, faltigen Sinn des Christenthums verkennt, ja, er erscheint stärker auffallende Ingrimm gegen die Junkerschaft erklärt und der Vater wird sie nicht von sich weisen, was auch mir selbst wie ein Empörer gegen diese Religion der Liebe. sich nicht blos aus der Verbrüderung mit dem Finanzadel, unsere Priester hier Dir darüber sagen mögen. Schon früh Seit Luther und Calvin wüthete fast ein hundertjähriger deffen Millionen die verblaßten Wappenschilder des verentstand in unsern Cevennen und in den Thälern der Albi Bürgerkrieg in allen Provinzen; theuer sollte diese kostbare trachten Uradels auffrischen, nicht blos aus dem Lottergenser ein einfacher Glaube, ein stilles Burückziehen von Freiheit bezahlt werden, die Päpste und Bischöfe widerrecht leben der goldnen Jugend, sondern aus der zunehmenden dem Glanz und der Vieldeutigkeit der bischöflichen und lich dem Menschengeschlecht entrissen hatten. Aus dieser Einsicht der Volksmasse auch auf dem platten Lande, in päpstlichen Kirche. Es kann wohl sein, daß für das Wohl Nacht leuchtete endlich unser Heinrich der Vierte hervor und die wirthschaftlichen und politischen Zustände, aus denen des Menschengeschlechts, für Religion, Bildung und Freiheit senkte die Palme des Friedens auf seine Länder. Durch sich jene Folge- Erscheinungen ableiten. Daß die Krautjunker es in früheren Jahrhunderten gut war, daß der Bischof von das Edikt von Nantes ward endlich die Glaubensfreiheit im Bunde mit Schlotjunkern und Börsenjobbern das Volk Rom sich zum ersten Hirten erklärte und ein geistliches durch den königlichen Eid, durch das Einstimmen des Par- auspowern, daß sie durch ihre Vorrechte die Lasten der Reich gründete. Daß aber späterhin die christliche Kirche laments, durch die Einwilligung aller Stände und Pro- arbeitenden Klasse steigern, daß sie die Leibhusaren und daran verfallen ist, leidet wohl keinen Zweifel. Der vinzen gesichert, sein Nachfolger erneuerte diesen Schwur, Nußnießer der bureaukratisch- militaristisch- pfäffisch- feudalen Bischof und Priester war nun nicht mehr ein schlichter und unser Herrscher, der vierzehnte Ludwig, konnte nur Reaktion sind, diese Erkenntniß dämmert Hunderttausenden Lehrer des Worts und Nachahmer der Apostel, sondern er unser König sein, indem er über fatholische und evangelische und abermals Hunderttausenden auf. Durch die antiwar zuerst Diener seines geistlichen Oberherrn, der im Unterthanen herrschen wollte: so versicherte uns auch sein semitische Puppenhülle bricht schon der demokratische Kampf der Zeiten vorerst nur sich bedenken mußte und Eid, den er für sich und seine Nachkommen wiederholte. Sozialismus und nicht mehr: Juden und Junker seine Gewalt, indem er der Religion nur zukommen ließ, ( Fortsetzung folgt). heraus," sondern: Fort mit dem Kapitalismus, fort mit Der Klaffenherrschaft! wird auch die Bosung ber gefellschaft- Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. Eine fränkischen Kreise Würzburg, Schweinfurt, Kizingen und Neustadt fichen Gruppen sein, die heute noch dem Leitseil des Anti- Wolff'sche Depesche meldet unterm 7. September: Der wurde Genosse Fülle zum Kölner Parteitag als Delegirter Vertreter des oberfränkischen semitismus folgen. Wenn die Aristokratie vor 1789 ihre Einfluß des Arbeiterausstandes in den Kohlenbezirken von einstimmig gewählt; ber Karroussels aufführte, warum soll nicht eine Komtesse Yorkshire und Derbyshire auf den Geschäftsverkehr macht Wahlkreises Bamberg erklärte, daß sich die Bamberger Ge nossen von demselben Genoffen vertreten ließen.- Auf durch den Reifen springen, warum soll nicht Durchsich immer mehr geltend. Gestern zeigte die Midland- Eisen- Wunsch des Frankfurter Agitations- Komitees werden die unterYaucht wie in als Aujust auftreten? Vielleicht haben sie bahn an, daß sie wegen Kohlenmangels 30 Passagierzüge fränkischen Wahlkreise Aschaffenburg und Lohr auch fernerhin ihrem Dasein etwas Verständigeres einstellen müsse und heute macht die Manchester Sheffield- von vorgenanntem Komitee bearbeitet. Für die Folge wird oder Nützlicheres gethan. Auf die Karroussels kam der Eisenbahn die Einstellung von mehr als 50 Zügen be- alljährlich ein unterfränkischer Parteitag abgehalten; die Wahl Bastillensturm. Durchlaucht als Aujust wird die Bastille tannt." des jedesmaligen Ortes wird der Zentralleitung überlassen. des Kapitalismus auch nicht auf die Dauer schüßen können. Nachdem noch der Wunsch noch 1000 In Italien sind unsere Genossen überall sehr thätig. für Agitationsmaterial zu ergesprochen war, eine Sammelstelle Im Gegentheil! Und alle Jeremiaden oder Gerlachiaden ihre Güter zu besuchen, wurde der nügen nichts. Magistratssigung vom 5. b. M. großes Aufsehen. Nachdem der ferner die Genoffen Säle politischen und Mittelpunkte der Bewegung betrachtet werden; allein lungen verweigernden Wirthe nicht mehr zu besuchen, wurde der wie bayerische Blätter melden, die Antrittsrede des neugewählten er sich von der anarchistischen Phrase und der anarchisti- fchloffent. Nationalliberale Ordnungsstüken. In Bamberg erregt, auch in vielen anderen Orten ist die Bewegung start. Seit Parteitag mit dreifachem Hoch auf die Sozialdemokratie geMagistratsraths Dr. jur. Richard Michel in der öffentlichen schen Taktik des bramarbafirenden Nichtsthuns emanzipirt Elfast Lothringisches. Der„ Elsaß Lothring. Boltszeitung" neue Rath in üblicher Form für die Begrüßung des Bürger: hat, gewinnt der Sozialismus auch in Italien mehr und wird aus Straßburg mitgetheilt: Und wenn das In Nr. 101 dieses Blattes haben wir mitgetheilt, daß das meisters gedankt hatte, führte er folgendes aus: Eine mehr Einfluß auf die Volksmassen. ehrenvolle Nachfolge sei es nicht, indem sein Vorgänger chauvinistische Gehet gegen Frankreich aus Anlaß der Vor- Strafverfahren gegen neun Genossen, Mitglieder des Klubs„ Vor( Nath. Heßlein) das Vertrauen der Bürgerschaft in gewisser- gänge in Aigues- Mortes mit jämmerlichem Fiasko geendigt wärts" in Neudorf, mangels genügender Indizien" eingestellt ist. loser Weise mißbraucht habe. Die Kollegialmitglieder, die hat, so ist dies wesentlich das Verdienst unserer italienischen Nun waren wir bis jetzt der Meinung, daß, sobald das Strafpolitische Partei, die ihn- Seßlein bis in die Genoffen, bie, wie wir nochmals betonen in unserer vor: verfahren gegen eine Person eingestellt ist, auch die beschlagletzten Tage zu ben Shrigen gerechnet hätten, feien gestrigen Notiz ist der Name des Genossen Labriola nahmten Sachen wieder freigegeben werden müssen. Es scheint indeß, daß unsere Ansicht irrig ist, denn bis heute sind unserem nicht ganz unschuldig, daß es soweit gekommen sei. Sei vom Druckfehlerteufel verstümmelt worden in bezug auf Genossen Läßig seine brei Bücher( Notizbuch, Deutsche Gewerbeman doch vor Jahren, als ein alter Mann( dieser die Auffassung und Behandlung jener Vorgänge vollkommen Ordnung und Gesetz, betr. Invaliditäts- und Altersversicherung, Mann war des Redners Vater, der Kommerzienrath Michelsen.) das Treiben Heßlein's durchschaute und danach mit uns übereinstimmen und mit den französischen gewiß fehr staatsgefährlich!), welche ihm seiner Zeit während einer Klubfizung von einem Schuhmann abgenommen wurden, gehandelt habe, soweit gegangen, statt ihn zu unterstüßen, ihn Sozialisten. aus dem Finanzausschusse zu bugsiren. In der Wahl bes Der arme Giolitti, der das Unglück hat, an der noch nicht wieder zurückgegeben worden, trotzdem er vor dem Sohnes dieses Mannes fehe er einen Bruch mit bem bisherigen Spitze der Regierung zu stehen, hat von allen Seiten An- Untersuchungsrichter gegen die Beschlagnahme Proteft erhoben hat. System und den alten, ehrlichen deutschen Geist wieder einkehren. griffe zu erdulden. Die Einen werfen ihn vor, er habe sich Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß die Sache aufgeklärt Zur Erklärung dieser Rede sei nach dem„ Fränkischen Kurier" in der Aigues- Mortes- Affaire feige gezeigt, die Andern be- wird, event. daß wir von unserer irrigen Ansicht vollends geheilt werden. bemerkt: Der frühere Magistratsrath Michel sen. hatte Kenntniß schuldigen ihn, er sei an den chauvinistischen Skandalen in davon, daß Heßlein mit mehreren Millionen an der Ein Wink mit dem Zanupfahl. Aus Radeberg wird Börse spekulire. In der Annahme, daß diese Millionen Rom und an anderen Orten schuld. Bufrieden mit ihm das Eigenthum des Nathan Heßlein, einer Leuchte des ist niemand. Der alte Radaubruber Crispi sett Himmel der Sächsischen Arbeiter- Beitung" mitgetheilt, daß dem Wirth Nationalliberalismus, feien und mit Rücksicht darauf, daß Seß- und Hölle in Bewegung, um feinen Nachfolger zu stürzen des Lotals, in welchem die sozialdemokratische Partei ihre Verlein's Steuerverhältnisse hinter den im Börsenspiel verwendeten und sich wieder in den Sattel zu schwingen. Er hat fammlungen abhält, vom Stadtrath folgendes Schriftstück zuSummen bedeutend zurückstanden, machte in einer städtischen ganz in der Weise seines deutschen Vorbildes und Kumpans, gestellt worden ist: Von Ihren Nachbarn ist wiederholt darüber Beschwerde geFinanzausschußsizung Kommerzienrath Michel bem damaligen der alten Raketenkiste", einen Höllenspektakel veranstaltet, führt worden, daß von den Ihr Schanklokal besuchenden bezw. Kollegen Heßlein den Vorwurf der Steuer- und Umlagenhinter- um die Zusammenberufung der augenblicklich vertagten ben in Ihrem Hofe und den zeitweilig in der zuleht erbauten ziehung. Der Vorfall führte dazu, daß Michel aus dem Finanz- Kammern zu erwirken. Diesen Sturm hat Giolitti nun sogenannten Athletenhalle fich aufhaltenden Personen nicht nur stellte es sich dami heraus, daß Heßlein nicht mit seinen, sondern zwar abgeschlagen, allein immer können die Kammern doch vorübergehend, sondern wiederholt und andauernd durch lautes mit fremden Millionen spekulirt hatte. Die Gesinnungsgenossen nicht Ferien haben, und der Geplagte weiß sehr wohl, daß, Sprechen, Beifallsäußerungen und Singen die Nachtruhe in erdes Heßlein, die den dunkeln Ehrenmann thatkräftig schütten, sobald die Kammern zusammentreten, das Unwetter von heblicher Weise gestört werde. indem sie feinen Ankläger faltstellten, wissen aber, wie man in allen Seiten losplaßt und aller Wahrscheinlichkeit das VerFragen des Steuerhinterziehens, Schienenflictens und anderer hängniß über ihn hereinbrechen wird. Mogeleien arbeitet". Siehe Bochum! Ultramontaner Knechtsfiun. Die Pfaffenpartei in Lothringen ergeht sich gelegentlich der Manöver bei Meh in den niedrigsten Schmeicheleien und Speichelleckereien. Ein tleritales Blatt, der Lorrain"( Lothringer) schreibt z. B. an den Kaiser: ,, Väterchen" wirthschaftet nach seiner Weise weiter. n arschau fanden am 4. September bei zahlreichen russischen Studenten Hausdurchsuchungen statt. Mehrere Studenten wurden verhaftet. Nach den über diese Beschwerden angestellten Erörterungen find diese Beschwerden nicht unbegründet. Sie werden deshalb darauf aufmerksam gemacht, daß Sie als Mirth unter allen Umständen verpflichtet find, Fluheftörungen Ihrer Gäste jederzeit und, da nöthig, mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten und solche Störungen zu verhindern; wenn aber von den Gästen Ihre Anordnungen und Verbote nicht sofort beachtet werden, ohne Verzug polizeilichen Schuß in Anspruch zu Brasilien. Nach in Paris eingegangenen Meldungen nehmen. Sie werden hierbei barauf hingewiefen, daß bei fortgesetten, " Ach! wie würden Sie gefegnet, wenn Sie uns wie so aus Rio de Janeiro soll die Flotte sich gegen die Regierung die Nachbarschaft belästigenden Ruheſtörungen die Ihnen ervielen andern den freien Gebrauch unserer Mutter- aufgelehnt und dieselbe aufgefordert haben, zurückzutreten; theilte Schanktonzession zurückgezogen werden kann und daß Sie sprache zurückgeben würden! In unserer Stellung als die Regierung habe jedoch diesem Anfinnen nicht nach nicht ohne Weiteres berechtigt sind, diese Schankkonzession auch Grenzland bedürfen wir deren so sehr für unsere Handels-, gegeben. im Hofe und der eingangs erwähnten Athlethenhalle auszuüben. Interessen-, Familien, Erziehungsbeziehungen! Wir bedürfen Radeberg, am 16. August 1898. deren besonders so sehr zum Kampf gegen den Sozialis Der Stadtrath. mus bei unserer 2 and bevölkerung!" Rumpelt. Der internationale Kongreß der Friedensliga tritt am 24. September in Genf zusammen. Auf der Also den freien Gebrauch der Muttersprache" will Tagesordnung stehen folgende Berathungsgegenstände: das Pack blos, um Sozialistentödterei zu treiben! Es 1. Die Zolltarife in bezug auf Frieden und Freiheit; fordert also ein Recht, nur um die Rechte Anderer wirt- 2. die Moral in der Politik. Letzterer Punkt tann sehr famer mit Füßen treten zu können! Recht charakteristisch furz erledigt werden- mit zwei Worten: ist nicht für die Toleranz" der klerikalen Sippschaft. bezogen wir Je Parteinachrichten. In dem Lokal mag etwa alle 14 Tage eine Versammlung abgehalten werden. Als die Athleten das Lotal benusten und die Spießbürger bis in die Nacht hinein johlten, hat sich merkwürdigerweise niemand belästigt gefühlt, und auch der schaurige Rabau in den antisemitischen Versammlungen vermochte niemandem seine Nachtruhe zu rauben. Erst seitdem der Wirth sein Lokal zu sozialdemokratischen Versammlungen hergiebt, in denen es zehnmal ruhiger und gefitteter hergeht, als in Versammlungen der vorbezeichneten Art, erst seitdem führen nach Angabe des Stadtraths die Nachbarn Beschwerde über gestörte Stachtruhe. Sächsisch! Freilich, meint unser Dresdener Parteiblatt, wenn 3. B. sich einige in der Nähe des Lokals wohnende Arbeiter über ben antisemitischen Radau beschweren wollten, so müßten sie den Teufel bei seiner Großmutter verklagen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Rebatteur des Braunschw. Voltsfreund", R. Calmer, wurde am 6. September wegen öffentlicher Beleidigung der Die Politik hat noch niemals eine Moral gekannt sie lügt, fälscht, meuchelt heute noch fo gut wie vor 1000 und Ueber die unanständige Angeberei bayerischer Zentrumsblätter, über die wir bereits berichtet haben, schreibt 2000 Jahren und wo sie es nicht thut, geschieht es Sigl's Bayerisches Vaterland":" Die Zentrumsorganisten haben nicht aus Moral", sondern weil es keinen Vortheil verschon wieder etwas ausfindig gemacht, um es den Bauern- spricht. Eine Politit, die Moral hat, sett den Sturz der bündlern anzuhängen. Sie denunziren nämlich, daß in einem heutigen anarchistischen Gesellschaft voraus, in der die niederbayerischen Dorf gesammelt und das ärgert fie eben!-Schinderhannes- Moral herrscht. reichlich gegeben worden sein soll, um dem Reichstags= Abgeordneten Bachmaier die Existenzmittel zur Ausübung seines Mandats in Berlin zu verschaffen. In ihrer liebenswürdigen Gesinnung drohen sie nun Herrn Bachmater mit einem Diätenprozeß!- Daß verschiedene ZentrumsAbgeordnete jahraus jahrein namhafte Summen zur Ausübung seines Mandates in Berlin" Zu den fächfifchen Landtagswahlen. Ueber die Wahl- herzoglichen Polizeidirektion vom Landgericht zu Braunschweig zu 4 Monat Gefängniß verurtheilt. Galwer hatte an das Verbot kennen zum Beispiel Ginen, der jede Session für sich berechtigung bei den Landtagswahlen, so schreibt der Wähler", der Aufführung von Sudermann's Schauspiel„ Sodoms Ende", 2000 m. fammeln ließ, bis die Wähler nichts mehr geben ist vielfach die Meinung verbreitet, daß diejenigen, die bis zum das die Braunschweiger Polizeidirektion zum Erstaunen der wollten und er dann in einen andern Kreis ging verschweigen Wahltage das 25. Lebensjahr vollenden, mit wählen tönnten, das die Braunschweiger Polizeidirektion zum Erstaunen der die Denunzianten vom Zentrum; beim Bauernbündler aber soll's wie das bei den Reichstagswahlen der Fall ist. Diese Mei- ganzen gebildeten Welt im Juni d. J. erlassen hatte, eine Kritik eine Todsünde sein. Auch das sagen sie nicht, daß die Zentrums- nung aber ist irrig. Die Ausführungsverordnung zu Der Gerichtshof ließ die Einrede des Angeklagten, daß er in gefnüpft, durch welche die Polizeidirektion sich beleidigt fühlte. deputirten zum Reichstag in der Regel zur Entschädigung" ein dem Gefeße vom 3. Dezember 1868, die Wahlen für den Landtag Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe, als er in bezahltes Landtagsmandat zugeschanzt erhielten und viele nur betr., besagt in ihrem§ 12, daß der Zeitpunkt, wo die Wahldeshalb sich in den Reichstag wählen ließen. Herrn Bachmaier liften geschloffen werden, für die Beurtheilung der Stimm- seiner Kritik der entrüsteten Stimmung des Publikums Auswird's übrigens Wurscht“ sein, ob die Zentrumsleute sich berechtigung, also insbesondere für das hierzu erforderliche Alter, bruck gegeben, nicht gelten und verurtheilte ihn, wie oben anärgern oder nicht," wenn ihm seine Wähler für seine Auslagen Ansässigkeit, Steuerentrichtung 2c. dergestalt maßgebend ist, daß gegeben. in Berlin etwas entschädigen wollen. Für den trostlosen Auf- die später eintretende Erfüllung des erforderlichen Alters ebenso enthalt in Berlin giebt's überhaupt keine Entschädigung".- wie ein Zuwachs in der Steuerentrichtung bei den Wahlen, für welche die geschlossenen Listen zum Anhalte zu dienen haben, nicht berücksichtigt werden kann." " In Bern wird ein Flugblatt zum Preise von 10 Happen verkauft, das sich eine Enthüllung zu den Vorgängen vom 19. Juni nennt. Darin erzählt der Handlanger 3 uber, daß er in der Untersuchung angegeben habe, der Anstifter des Krawalls zu sein. Einem Arbeiterverein habe er nicht angehört und mit keinem Er Führer derselben sein Vorgehen besprochen. Er forderte im Anzeiger" zu einer Versammlung auf, von welcher der Strawall ausging wurde, nachdem er wiederholt von den Bauplägen, wo er arbeiten wollte, weggewiesen worden war. Die Zürcher Baugesellschaft" stellte ihn ein, der italienische Bolier ließ ihn aber nicht arbeiten. " nicht anders, als wenn bei AbSoziale Uebersicht. Ein rühmliches Zeugniß stellt der Kurier für NiederArbeiter, Parteigenossen! Die tausend Steinbayern" ben neugewählten sozialdemokratischen Bandtagsarbeiter in Dresden und Pirna, bie am 21. Auguſt Abgeordneten aus. Das Blatt schreibt:" Wie ernst die Sozial- von den„ vereinigten Arbeitgebern" ausgesperrt worden find, demokraten die Wichtigkeit eines Mandates auffassen, zeigt der haben nach zweieinhalbwöchentlichem Ausstande, dank ihrer EinUmstand, daß einige von den neugewählten Abgeordneten müthigkeit, einen Sieg über das Unternehmersozialistischer Observanz sich lange vor Zusammentritt der Kammerthum erfochten. Nachdem die toalirten Arbeitgeber anhier eingefunden haben und täglich an 7 bis 8 Stunden sich fangs Unterhandlungen, auf welche die Arbeiter angetragen fiudienhalber im Landtagsarchive aufhalten." hatten, rundweg abgelehnt hatten, befannen sie sich, als sie faben, Daß solches dem Philister sonderbar vorkommen muß, ist daß die Gewalt an dem einmüthigen Widerstande der Ausgeselbstverständlich, denn bei ihm gilt vor allem in bezug auf die sperrten scheitern mußte, bald eines besseren und fandten uns Ausübung öffentlicher Aemter der Grundsatz: Nicht mehr thun, folgendes Schreiben: als dringend nöthig. Und gar im Reichstage, in dem es teine Die außerordentliche Generalversammlung ber vereinigten Der englische Gewerkschaftskongreß, der vorgestern Diäten giebt, erfüllen die Vertreter der gesammten OrdnungsAb- gegend beschloß einstimmig, indem wir es Jebem freigestellt in Belfast( Frland) zusammentrat, rechtfertigt in ausgedehu- parteien aus legterem Grunde grundsätzlich ihre Pflicht als Ab- Arbeitgeber des Steinmeßgewerbes in Dresden, Pirna und UmZüricher Kongresses durch die englischen Gewerkvereine und ftimmungen das tapitalistische Intereffe in Frage kommt, auf sämmtlichen Plätzen in Dresden und Pirna wieder weiter und it wichtigen haben, bei Spißbarth zu arbeiten oder nicht, die Steingeitet an die Haltung der englischen Delegirten auf dem Kongreß oder wenn es gerade einmal etwas in Byzantinismus zu machen auf sämmtlichen Plätzen in Dresden und Pirna wieder weiter giebt. An andern Sizungstagen stechen die durchschnittlich gut Den Gewerkschaften und Parteigenoffen, welche uns in diefem geknüpft wurden. In der gestrigen Sitzung des Kongresses, befesten Pläge der Sozialdemokraten seltsam ab gegen die Dede Kampfe durch materielle Mittel zum Siege verholfen haben, auf dem 1 200 000 Gewerkschaftsmitglieder vertreten find, in den übrigen Räumen des Hauses. sagen wir hierdurch unseren Dank. Abrechnung erfolgt später. vollzog sich die Einschwenkung in das sozialistische Lager, Das Komitee welche sich in Zürich angekündigt hatte. Ein Telegramm Auf dem Unterfränkischen Parteitage, der am 27. August der ausgesperrten Steinarbeiter Dresdens aus Belfast vom gestrigen Tag, das sich bereits in der in Würzburg tagte und über den wir schon turg berichteten, und Pirna. heutigen Nummer unter den Telegrammen findet, das wir waren sämmtliche Unterfränkischen Kreise einschließlich AschaffenJ. A.: Arthur Schmidt. burg vertreten. Bom nordbayerischen Agitationskomitee war Dertelaber wiederholen müssen, besagt: Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Belfast, 6. September. Der Kongreß der Gewerkvereine Nürnberg delegirt. Ueber Organisation und Agitation referirten hat heute mit 137 gegen 97 Stimmen einen von Tillet und Lock und Fülle- Würzburg. Hierauf wurde die Wahl einer ZentralBildhauer Berlins! Die Kollegen Wiens befinden sich im ben Parlamentsmitgliedern Wilson und Burns unterſtükten leitung für Unterfranken vorgenommen, die ihren Sitz in Würz Deutschlands, Antrag angenommen, nach welchem diejenigen Parlamentsburg hat. Das Referat über die Parteipresse erstattete der Re- Streit. Da für den günstigen Ausgang desselben schnelle Unter* arbeiten zu lassen." kandidaten, welche eine finanzielle Unterstützung von den dakteur des Parteiorgans, Genosse Fülle. Er befürwortete die ftügung nothwendig ist seitens en Werkstätten schleunigst zu von allen " Ihr helft Eure Lage verbessern, wenn Ihr den des Kollektivbesigthums und der Kontrolle und empfahl die Ausgabe von Antheilscheinen behuss Aufbringung fammeln. über fämmtliche Produktions- und Distri der erforderlichen Mittel. In einer einstimmig zur Annahme Biener Bildhauern, die so reichlich für uns eingetreten sind, zu gelangten Resolution werden die Ausführungen des Referenten Hilfe eilt. butionsmittel zu unterstügen. Listen find zu diesem Zwecke zu haben bei Ehrenberg, Annengutgeheißen und die Zentralleitung angewiesen, in Verbindung Bravo! Das ist die Fahne des Sozialismus, der nun mit den Vertrauensmännern der verschiedenen Streise und Orte straße 16, Abends von 8-9 Uhr. Die Agitationstommission der Bildhauer auch die mächtigsten Arbeiterorganisationen der Welt er- Mittel und Wege ausfindig zu machen, um eine baldige Vergrößerung des Parteiorgans herbeizuführen. Für die unterobert hat. Berlins. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Freitag, den 8. September, Abends 8 Uhr: Grosse Elite- Vorstellung Todes- Anzeige. Mittwoch, früh 27 Uhr, entſchlief| Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. nach kurzen Leiden mein innig geliebter Mann, der Restaurateur Franz Thiele Rurhafenerstraße 4. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 1/24 Uhr, von der Leichenhalle, Liesenstraße, aus statt. Die tiefbetrübte Wittwe nebst Kindern. Besonders hervorzuheben: Milano, Freiheitspferd, vorgeführt vom Di 18036 Freitag, den 8. September. reftor. Röm. Ringe von Geschwister Opernhaus. Bajazzi( Pagliacci). Die Puppenfee. Zwei Wanderversammlungen 1. Versammlung in Spandau am Freitag, 8. Sept., Abends 6½ Uhr, im Lokale des Herrn Kieker, Linarstr. Fodenreiter. Auftreten der beliebten drucker und Lithographen tember, Nachmitt. 2 Uhr, im Lokale„ Zum Gambrinus“, 2. Versammlung in Steglitz am Sonntag, 10. SepChiarini. Mr. Felix, ausgezeichneter Orts- Krankenkasse d. SteinKlowns Gebr. Weldemann. Miss Käthe Neues Theater. Basantasena. Deutsches Theater. Der Pfarrer Lee, als Flora zu Pferde. von Kirchfeld. Men!! Nen!! Berliner Theater. Der Freund Le bambus japonais, des Fürsten. Leffing- Theater. Heimath. Kroll's Theater. Die Regimentstochter. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Der Vogelhändler. Reſidenz- Theater. Jugend. Borber: Ein rettender Engel. Idolph Ernst- Theater. Goldlotte Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas, oder: Meine Tante, deine Tante. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten, oder: Hirsch in der Tanzstunde. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo- Cheater. Vorstellung. Spezialitäten Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. : 19 ausgef. v. Sigra Egizia. u. Polisenna. Castan's 1805b zu Berlin. Am 6. September cr., verstarb unser Ahornstraße 15a. Paul Golddammer. Mitglied, der Steindrucker, Herr Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Vortrag und Diskussion. 2. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. Die Beerdigung findet statt am Sonn- Gäste haben Zutcitt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. abend, den 9. d. M., Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Röpnickerstr. 38, aus nach dem Neuen Thomas- Kirchhof in Briz. Um recht zahlreiche Betheiligung **** bittet Der Vorstand. 325/5 Freie Verein. d. Bauarbeiter Berlins. Mitglieder- Versammlung Panopticum. Weltberühmte Ausstellung Weltberühmte Ausstellung Freie Vereinigung der am Sonntag, 10. Sept., Borm. 10% Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. von Wachsfiguren und Gruppen. Junfionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Militärmützen- Arbeiter Berlins. Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den 9. 6. M., Abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: Grösstes diesjährigen Lohnbewegung. Wie stellen sich die Kollegen zu einer Da die Tagesordnung eine sehr wichtige ist, Schau- u.Vergnügungs. So ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Oeffentliche Etablissement der Welt. Entree 50 Pf. 1793b National- Theater. Kaufmann's Variété Feilenhauer- Versamml. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Borher: Die futen Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Poffe in 1 Att von R. J. Anders. Mufit von verschiedenen Komponisten. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Das lachende Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten. Regie: Hugo Hummel. Bor und nach den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung. Borher: Becker's Geschichte. Sonntag, den 10. September, Nachmittags 3 Uhr: Boltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Freitag, 8. September 1893: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten v. Jean Kren. Mujit v. Julius Einödshofer. Tageskasse: Vormittag von 10 bis 2 Uhr, Abendkasse von 61/2 Uhr ab. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. 3um 84. Male: Goldlotte. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anf. 7 Uhr. Fauteuil 2,50 M. Der Sommergarten ist geöffnet. Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Atrob. Miss Gabriele und Mrs. Othon, gr. Luftgymastit. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Gesangshumorist. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Charles MorleyTrio, musikalische VerwandlungsPantomimisten. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Victoria- Brauerei,-112. Lühowstraße Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl der Zahlstelleninhaber und der Fachkommission. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. 129/8 Große öffentliche Versammlung sämmtl. im Drechsler- Gewerbe beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 10. September, Vorm. präz. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße 16. Zages- Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Millarg über: Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 4. Abrechnung vom Schof'schen Streit, der Agitationsfommission und Auflösung derselben. 5. Wahl eines Vertrauensmannes. 6. Verschiedenes. 1799b Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist nothwendig. Die Agitations- Kommission. am Sonntag, den 10. September, Kranken- Unterstügungs- und Begräbnißverein der Bau- und Vormittags 101/2 Uhr, bei Meißner, Gartenstr. 162. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion. Welcher Organisation schließen sich die Feilenhauer an. Verschiedenes. 233/1 Der Einberufer. Blumen- und PuffederArbeiter und Arbeiterinnen! Sonnabend, 9. Septbr., Ab. 8/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten Straße 20: Oeffentl. Versammlung. Tagesordnung: gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Am Sonntag, den 10. Septbr., Vorm. 11 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl eines zweiten Kassirers. 2. Innere Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Da sehr hochwichtige Sachen zur Verhandlung fommen, so ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. 126/13 Der Vorstand. Freie Gemeinde zu Rixdorf u. Umg. Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen 1. Die Thätigkeit des Gehirns und am Sonntag, 10. Sept., Nachm. 4 Uhr, in Brik( Rosenfeeterrasse), Chauffeestraße. Tages- Ordnung: Wabnitz. 2. Diskussion über unsere Garten resp. Saal die 5 Sinne. Referentin: Agnes ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger Stets wechs. Programm. 3. Schluß neu: Wurst wieder Wurst. Anfang: Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr Entree 50 Pf. Vorverkauf- Billets Sonntags teine Giltigkeit. Alkazar. Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Täglich Auftr. v. Spezialitäten ersten Ranges. Neu! Neu! Spreeniven! } Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 15 Pf. R. Winkler. 1. Bortrag des Genoffen A. Hoffmann( 3eiz), über: Die zehn Gebote Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 3. Ver- und die besitzende Klasse. 2. Diskussion. schiedenes. Moriz Plaz. 87/7 Der Einberufer. Etablissement Buggenhagen. Ms Rixdorf. 416/20 Der Vorstand. Moriz- Am Sonnabend, den 9. September cr., im Lokale des Herrn Play. W. Klemke( früher Bartha), Bergstraße Nr. 120: Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. B 2. Stiftungsfest des Zentralverbandes d. Maurer Deutschlands. Concert unter gütiger Mitwirkung des Gesangv. Schneeglöckchen I. Spezialitäten. Lebendes Bild. Komische Vorträge. Hierauf Tang. Billets 25 Pf. Anfang 8 Uhr. Stralau. 248/2 Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Arbeiter- Verein für Nummelsburg u. Umg. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Altes Schüßenhaus, Oeffentliche Versammlung am Sonntag, 10. Sept., Nachm. 1 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen faffend) zu allen Gelegen heiten. 7336 2. Gr. Vereinsz. ist für Montag, Dienstag und Mitwoch zu vergeben Envrystr. 48. 1786b Patzenhofer Bier Ausschank. 4/10 Liter 10 Pfennig. Reichenberger11/12. ratweil'scheiter 10 Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Kryall- Palast. 1790b Ein Vereinszimmer ist zu vergeben ( 20-30 Pers.) mit u. ohne Piano. 1806b]. Hilbert, Manteuffelstr. 48. Bitte lesen Sie! Jedem Genossen, der billig und gut faufen will, empfehle mein sehr reichh. American- Theater. Anf. ochent. 7, Uhr. Entree 15 Bf., Lager von ca. 1000 Sommer- PaleDresdenerstr. 55. Direttion: H. Martin. Täglich: Theater und SpezialitätenVorstellung. Neu! Zum 7. Male! Nen! Berliner in Chicago. Beitbild von Oscar Wagner. Raffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Ps. Nene freie Volksbühne. Erziehung zur Ehe, von D. Erich Hartleben. Sonntag, 10. Septbr., I. Abth. Sonntag, 17. Septbr. II. 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Vorsteher Dr. L a n g e r h a n s weist in längerer Ausführung auf die in der Luisenstadt(City- Hotel und Umgegend) gegen- wärtig abgehaltene Berliner Messe und deren Bedeutung für Berlin hin, um daran den Vorschlag zu knüpfen, daß die Versammlung einer Einladung des betreffenden Komitees ent- sprechend, sich an einem von diesem Komitee zu veranstaltenden Bankett durch Delegirte betheilige. Widerspruch gegen diesen Vorschlag erfolgt nicht. Die Petition des Porzellanwaarenhändlers Schulz um Aufhebung des Kontrakts oder Ermäßigung der Miethe für den von ihm in dem Marklhallengebäude auf dem Marheinickeplatz gemietheten Laden, beantragt der Petitionsausschuß dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. Der Petent hat den Laden bis ultimo März 1895 für jährlich 1666 Mark gemiethet. Die Geschäflsverhältnffse in der Markthalle haben sich aber stetig verschlechtert, und schon im vorigen Herbst suchte Schulz beim Markthallen-Kuratorium um Aushebung des Kontraktes oder Er- Mäßigung des Miethsbetrages nach. Er ist aber wiederholt ab- lehnend beschieden worden. In seinem Gesuche an die Ver- sammlung erklärt der Petent, daß es ihm unmöglich sei, die Miethe weiter zu zahlen. Mit Rücksicht auf den notorisch nur mäßigen Verkehr in der Markthalle XI glaubt der Ausschuß, das Gesuch befürworten zu sollen. Stadtv. H e i l m a n n warnt davor, dem Ausschußantrag beizutreten, da man, falls ein solches Gesuch einmal durchgehe, jeden Boden unter de-. Füßen verliere und einer Fluth gleich- artiger Anliegen sich gegenübersehen werde. Auch komme das Marlthallen-KurLiorium, falls der Antrag angenommen werde, bei der Vermiethung derartiger Räumlichkeiten in die schwierigste Lage. Ohne weitere Debatte lehnt die Versammlung darauf den Ausschußantrag ab. Die von der Berliner Pferde-Eisenbahn-Ge- sellschaft, Kommanditgesellschaft I. Lestmann u. Ko. zu Charloltenburg zu zahlende Abgabe von 4 pCt. der jährlichen Brutto-Einnahme soll für 1892 nach Maßgabe der Bestimmungen des zwischen der Gesellschaft und der Stadtgemeinde 1881 abge- schlossenen Vertrages auf 0,56 pCt.' herabgesetzt werden, da die Dividenden der Jahre 1839—1391 zusammen nachweislich nur 2-/2 pCt., also durchschnittlich 0,833 pCt. betragen haben. Die Abgabe berechnet sich hiernach auf ca. 4034 M.; da die Gesell- schaft bereits 8896 M. abgeführt hat, soll der Rest von 4312 M. auf die Abgabe pro 1893 verrechnet werden. Der Magistratsantrag wird angenommen. Auf grund des Ortsstatuts von 1877, betr. die Höhe der von den Verpflichteten zu erstattenden bezw. zu tragenden Kosten für Pflasterung und Unterhaltung neuer Straßen wird auch für 1893/94 der Preis des zur ersten Pflasterung verwendeten Materials für Hauptstraßen auf 14, für Nebenstraßen auf 13 M. pro Quadratmeter., der Beitrag zu den Kosten der Unterhaltung neuer Straßen auf 0,20 M. pro Quadratmeter und Jahr, das Ablösungskapital in betreff dcr Unterhaltungspflicht auf 0,30 M. pro, Quadratmeter fest- gesetzt. Zum Etat der Kanalisationswerke und Rieselfelder pro 1893/94 hatte die Versammlung durch Resolution den Magistrat ersucht, ihren Beschluß vom 24. März 1892, betr. die Beseitigung der durch die Abwässer der Gemeinde Weißensee in der Greifswalderstraße herbei- geführten unhaltbaren Zustände, baldigst zur Aus- führung zu bringen. Der Magistrat ersucht nunmehr die Ver- sammlung, die Resolution als erledigt zu erachten, da die Weißen- seer Abwässer, die bis dahin ihren Weg durch die Chausseegräben der Greisswalderstraße nach Berlin nahmen, jetzt in dem an der Weichbildgreuze gelegenen Schleipfuhl gesammelt und von dort durch ein Druckrohr auf sreigelegeue Flächen innerhalb des Weißenseer Weichbildes gepumpt werden. Zur Ausführung der betreffenden Arbeiten ist bekanntlich der Gemeinde Weißen- see von Berlin ein Darlehn von 50 000 M. zu 3-/2 pCt. Zinsen gewährt worden. Wenn die Anlage auch nur provisorisch ist, so haben sich doch nach der Ansicht des Magistrats die Zustände wesentlich gebessert, und überdies soll ein für die Kanalisation von Weißensee bereits aus- gearbeitetes Projekt schon in allernächster Zeit zur Ausführung gelangen, welches aus Jahre hinaus und mindestens bis zur Ein- richtung eluer definitiven Kanalisation eine genügende Ent- Wässerung schafft. Die Versammlung nimmt von der Vorlage einfach Kenntniß. Zur P f l a st e r u n g des südöstlichen Fahrdamms der S e e st r a ß e vom Nordufer bis zur nordöstlichen Grenze der Pumpstation sind fiskalische Flächen von insgesammt 883 gm. verwendet worden. Der Fiskus beansprucht eine Entschädigung von 15 M. pro gm. Der Magistrat beantragt die Bewilligung dcr hiernach erforderlichen 13 245 M. Zum Bau der Landpseiler der Friedrichsbrücke müssen Spreeflächen von zusammen 756 gm verwendet werden. Dieselben sollen vom Fiskus der Stadtgemeinde zum Preise von 80 M. für den gm überlassen werden. Beide Borlagen werden ohne Diskusston genehmigt. Die Petition des Komitees der 1892er Aus st el- lung von Wohnungseinrichtungen und verwandter Gewerbe wegen Niederschlagung der während der Ausstellung entstandenen Gas- und Wasserkosten hatte die Versammlung dem Magistrat wiederholt zur Berücksichtigung überwiesen. Der letztere theilt unterm 26. Juli der Versammlung mit, daß er seinen ablehnenden Beschluß aufrecht halten müsse. Von vorn- herein sei die Bewilligung von freiem Gas und Waffer von der Theilung des Eintrittsgeldes zwischen dem Komitee und der Gewerbedeputation abhängig gemacht worden, und der Magistrat könne sich jetzt um so weniger zur Niederschlagung entschließen. als er zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß die Ausstellung nicht in solchem Maße einen Nutzen für das Allgemeine gehabt habe, um eine Beisteuer aus städtischen Mitteln zu rechtfertigen. Außerdem verlaute, daß die finanzielle Lage des Unternehmens nicht derart sei, daß ein Zuschuß erforderlich wäre. Auch diese Vorlage wird ohne Debatte durch Kenntnißnahme erledigt. Die durch frühere Beschlüsse dem Magistrat für Osdorf, Friederikenhof und die nördlichen Rieselgüter gewährte Befugniß zur selbständigen Verpachtung von Thcilstücken ohne Mitwirkung der Versammlung soll nach einem Antrage des Magistrats aus sämmtliche südlichen Rieselgüter ausgedehnt und zur Vermiethung des Schlosses Güt ergötz nebst Park und Wohnungsinventar an den Arzt Dr. Gericke in Berlin vom 1. Juli 1893 bis 31. März 1894 für 3500 M. nachträglich die Genehmigung ertheilt werden. Die Vorlage wird auf Antrag des Stadtv. Schwalbe einem Ausschusse von 10 Mitgliedern überwiesen, welcher auch eine» Antrag Kreitling vorberathen soll, welcher darauf ab- zielt, bei der Verpachtung der qu. Parzellen der Versammlung ein Mitbestimmungsrecht zu sichern. Mir der Festsetzung von Baufluchtlinien für die Roch- st r a ß e zwischen der Neuen Friedrichstraße und der Stadtbahn erklärt sich die Versammlung einverstanden. Der am 6. Juli 1893 Hierselbst verstorbene Rentier August K u b e hat testamentarisch die Stadt Berlin zu seiner alleinigen Erbin eingesetzt, mit der Maßgabe, daß seine Hinterlassenschaft abzüglich einiger Legate zur Errichtung und Unterhaltung einer Altersversorgungs- Anstalt für christliche Lehrer, Lehrerinnen und Lehrerwittwen Ver- wendung finden soll. Die zu errichtende Stiftung soll den Namen Dr. Friedrich-Wilhelm-Kube-Stiftung führen. Die Aufgenommenen sollen im Hause der Stiftung, dessen Bau beschlossen ist, Wohnung, Heizung und Beleuchtung, Kost, Kleidung und Wäsche, und auch Aufwartung erhalten; gänzlich mittellosen Personen soll außerdem ein kleines monatliches Taschengeld ver- abreicht werden. Vorbedingung für die Aufnahme in das Stiftshaus ist, daß die Aufzunehmenden oder deren verstorbene Ehemänner mindestens zehn Jahre in Ber- lin an einer öffentlichen oder Privatanstalt Unterricht ertheilt haben. Bei gleicher Würdigkeit und Bedürftigkeit sollen evangelische Christen den Vorzug vor katholischen haben. Die von der Erbmasse in Abzug kommenden Legate belaufen sich einschließlich eines Legats von 30 000 M., das der freien, un- eingeschränkten Verfügung des Magistrats vorbehalten ist, auf 77 000 M., an lebenslänglichen Renten sind jährlich 8000 M. zu zahlen. Den wesentlichsten Theil der Hinterlassenschaft bilden die Grundstücke Alexandrinenstr. 105/106 und die zusammenhängenden Grundstücke Müllerstr. 14, 15, 16 und Gerichtstr. 43—52. Nach einer im Testamente enthaltenen Bestimmung soll das Grundstück in der Alexandrinenstraße nicht früher veräußert werden, als bis sich ein Käufer gefunden hat, der das Grundstück zu gewerblichen oder Fabrikzwecken ausnutzen will. Eine genaue Uebersicht über den Werth der Nachlassenschaft überhaupt wird erst nach Fertig- stellung des Nachlaßinventars bezw. nach erfolgter sachverständiger Schätzung des Jmmobilienwerthes zu gewinnen sein; der Magistrat giebt der Versammlung indeß schon jetzt von dem Erb- ansalle vorläufige Kenntniß. Zur Anlegung des Reichstags-Ufers aus der Strecke von der Stadtbahn bis zur Weidendammer Brücke bedarf es noch des Erwerbs einer zirka 1409 Quadratmeter großen Fläche von dem militärfiskalischen Grundstück des medizinisch-chirurgi- schen Friedrich-Wilhelm-Jnstituts. Die ganze Fläche ist mit Aus- nähme eines 10 Quadratmeter großen bebauten Stückes bereits zur Straße freigelegt worden. Trotz längerer Verhandlungen ist eine Verständigung über die Höhe der für die Uebertragung des Eigenthums zu gewährenden Entschädigung nicht erzielt worden, da außer einer Pauschalsumme von 600 000 M. seitens des Fiskus für militärfiskalische Bauten auf dem Restgrundstück der Erlaß des auf die Front am Reichstags-Ufer entfallenden und aus etwa 260 000 M. zu veranschlagenden ortsstatutarischen Bei- träges zu den Anlagekosten des ReichstagS-Ufers gefordert ist. Der Magistrat hat daher beschlossen, die Feststellung der Ent- schädigung im Wege des Enteignungsverfahrens zu veranlassen und sucht hierzu die Genehmigung der Versamm- lung nach. Eine biologische und Fischerei-Versuchs- st a t i o n einzurichten beabsichtigt der Vorstand und Ausschuß des D e u t s ch e n F i s ch e r e i v e r e i n s am M ü g g e l s e e, dicht neben und oberhalb von den städtischen Wasserwerken, ähnlich der am Plöncr-See in Holstein bestehenden. Der Zweck der Anstalt geht dahin, durch fortgesetzte Beobachtungen das Vorkommen, die Verbreitung und die Entwickelung der im Wasser existirenden Lebewesen bis zu den kleinsten hinunter zu erforschen und die wissenschaftlichen Ergebnisse möglichst praktisch für die Fischerei, für die Benutzung des Waffers zum Trinken und für die verslpiedenen gewerblichen Beziehung en zu veriverthen. Auch sollen die gesammelten Erfahrungen mit ähnlichen Unter- nehmungen ausgetauscht und wissenschaftlichen Instituten, ins- besondere auch den Berliner Schulen dem Wasser zu entnehmende Gegenstände aus dem Pflanzen- und Thierreich für den An- schauungsunterricht gewährt werden. Der Magistrat erklärt sich in der bez. Vorlage„schon an sich gern geneigt", ein so gemeinnütziges und wissenschaftliches Unternehmen zu fördern; hierzu bestimmt ihn aber noch ganz besonders der Umstand,„daß als Unternehmer der deutsche Fischereiverein auf- tritt, eine Vereinigung, deren Nützlichkeit im ganzen Vaterland, ja weit über dessen Grenzen hinaus anerkannt ist und welche sich von jeher bemüht hat, auf dem Gebiete der Fischversorgung der Berliner Bevölkerung, jederzeit aber auch den städtischen Be- Hörden, besonders hinsichtlich der Fischerei aus den Rieselgütern, sich gefällig und förderlich zu erweisen". Nach dem Magistrats- antrage soll dem deutschen Fischereiverein für die am Müggelsee zu begründende biologische und Fischerei- Versuchsstation, sofern dcr Verein Unternehmer derselben und die Station am Müggelsee oder sonst in der Nachbarschaft Berlins verbleibt, aus dem Fonds für unvorhergesehene Ausgaben eine einmalige Beihilfe von 1000 M., vom 1. April 1894 ab ein widerruflicher jährlicher Beitrag von 500 M., sowie widerruflich jährlich 10 Kubikmeter siltrirtes Leitungswasser pro Tag unentgeltlich aus den städtischen Wasserwerken gewährt werden. Stadtv. Hermes bittet die Versammlung, auch schon für das lausende Jahr eine laufende Unterstützung von 500 M. zu bewilligen, damit die Arbeiten in diesem neuen so bedeutsamen wissenschaftlichen Institut möglichst bald beginnen können. Auch das Kultusministerium habe sich durch die Rücksicht aus diesen Umstand bestimmen lassen, eine höhere Unterstützung zu gewähren. Der Magistratsvorschlag wird mit dem Antrage Hermes an- genommen. Der Steuererheber Hermann Kluth hat in den Jahren 1391/92 von der Schwartzkopfs'scheu Maschinenbau- Aktien-Gcsellschaft wiederHoll unter Benutzung von ihm gc- fälschter Urkunden größere Steuerbeträge eingezogen, widerrecht- lich zurückbehalten und in seinem Nutzen verwendet. Die Unterschlagungen haben die Summe von 3727,45 M. erreicht. Wegen dieser Strasthaten ist Kluth am 19. Juni 1893 zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt worden und ist damit seiner Stelle cndgiltig verlustig gegangen. Der unterschlagene Betrag hat aus der Versilberung der Kaution und aus den suspen- dirten Gehalts- und Remunerationszahlungen nicht voll gedeckt werden können; es verbleibt ein Defizit von 1773,70 M., welches nach dem Vorschlage des Magistrats aus dem Dispositionsfonds von 500 600 Mark zu unvorhergesehenen Ausgaben beglichen werden soll. Ohne Debatte tritt die Versammlung dem Magistrats- antrage bei. Der Magistrat legt die Skizze zum Neubau einer Ge- meinde-Doppelschule auf dem städtischen Grundstück an der G o tz k o w s k y st r a ß e zur Genehmigung vor. Der Kosten- Überschlag schließt mit 512 000 M. ab. Die Skizze wird anstandslos genehmigt. Zur Linderung des durch die Brunnenkatastrophe in Schneide mühl hervorgerufenen Nothstandes hat sich da- selbst ein Hilfskomitee gebildet, welches auch von der Stadt Berlin einen Beitrag zur Milderung des Elends erbittet. Der Magistrat schlägt vor, eine Beisteuer von 10 000 M. zu zahlen, aber an diese Leistung die Bedingung zu knüpfen, daß davon nur solcher Schaden vergütigt wird, zu dessen Deckung ein recht- lich Verpflichteter nicht vorhanden ist. Der in Schneidemühl entstandene Schaden wird auf über eine Million Mark ver- anschlagt. Die Versammlung genehmigt den Magistratsantrag ohne Diskussion. Die Bediensteten der städtischen Fluß-Bade- a n st a l t e n sind in diesem Jahre am 31. August entlassen worden, da der Betrieb infolge der auch heuer wieder ein- getretenen Cholera-Erkrankungeu bereits am 26. August ein- gestellt werden mußte. Den dringenden Bitten der Betroffenen um Schadloshaltung für den ohne ihre Schuld erlittenen Lohn- aussall entsprechend befürwortet der Magistrat bei der Versamm- lung, ihnen noch den Lohn bis Ende September mit im Ganzen 3840 M. zu gewähren. Die Versammlung tritt dem Vor- schlage bei. In einer weiteren Vorlage ersucht der Magistrat die Ver- sammlung, sich damit einverstanden zu erklären, daß längs des Neuen Marktes und der Kaiser-Wilhelmsiraße als Abschluß des vor der Marienkirche belegenen Landes gegen die genannten Straßen ein Hallengang erbaut werde; dem vom Magistrate vorgelegten Entwurf entsprechend sollen für die Straße an der Ostseite des Marienkirchhofes, für die Kaiser-Wilhelmstraße und die Ostseite des Neuen Marktes anderweite Fluchtlinien zur Fest- setzung kommen. Von mehreren Seiten wird Ausschußberaihung beantragt. Stadtv. V o g t h e r r: Die Errichtung dieser Säulenhalle dürfte bei der Bevölkerung sowohl aus Verkehrsrücksichten, als aus finanziellen Gründen auf großen Widerstand stoßen. Nachdem die Versammlung sich neuerdings leider noch in all zu seltenen Fällen dafür erklärt hat, große Plätze in der Stadt ungeschmälert zu erhalten, dürste es nicht angemessen erscheinen, hier von diesem gesunden Grundsatze abzuweichen. Der Neue Markt wird schon durch das Luther-Denkmal besetzt, wir sollten also nicht dazu die Hand bieten, den Platz durch solche Gelegenheitsbauten noch mehr zu verengen.Z Die Folge des Ankaufs der Häuser am Neuen Markte war nach der Meinung der Bevölkerung nicht die, daß an die Stelle der Häuser am Neuen Markte neue gesetzt werden sollten, sondern man erwartete, daß die Häuser niedergerissen und ein freier Platz geschaffen würde. Die Verkehrsrücksichten ge- bieten ebenso die Freilassung des Neuen Marktes. Die direkte Verkehrsader zwischen dem Rathhaus und der Nord- seite des Neuen Marktes und weiter durch die später noch zu erweiternde Rosenstraße ist für das Zentrum Berlins von größter Wichtigkeit. Aber selbst für den bloßen Fußgänger- verkehr ist offenbar eine Säulenhalle unvorthcilhafter als gärt- nerischer Schmuck und Fußgängerwege. Eine Säulenhalle blos für die Unterkunft von Passanten und Kirchenbesuchern zu schaffen, dazu wäre der Kostenpunkt von über 200 000 M. doch wahrlich viel zu groß. Der Hauptwiderstand gegen die Vorlage ergiebt sich indeß aus den finanziellen Rücksichten. Forderungen dringlichster Art auf dem Gebiete der Schulverwaltung oder der Milderung von Nothständen, Forderungen, welche nicht den vierten Theil des hier geforderten Betrages zu ihrer Befriedigung brauchten, sind von der Versammlung und vom Magistrat wegen der mißlichen Finanzlage abgelehnt worden. Und angesichts solcher Thatsachen sollten wir die hier uns zugemuthete Summe bewilligen? Daß die Spezial-Verhandlungen mit den in Betracht kommenden Hauseigenthümern erst gepflogen werden sollen, wenn durch Gemeinde-Beschluß eine Grund- läge für die Erbauung des Hallenganges- gewonnen worden ist. scheint mir auch unangemessen. Bei der Berathung der Vorlage über die Verwüstung des Schloßplatzes haben wir uns doch auch auf den Standpunkt gestellt, daß gerade um- gekehrt verfahren werden sollte. Wir werden für Ausschuß- berathung stimmen und hoffen, daß die Vorlage im Ausschüsse die verdiente Würdigung durch pure Ablehnung erfahren wird. Stadtv. Wohlgemuth hat nach diesen erschöpfenden sachgemäßen Ausführungen nur noch wenig hinzuzufügen. Zur Verschönerung des alten Baues der Marienkirche werde oer Hallenbau gewiß nicht beitragen, außerdem aber werde durch diese Arkaden der Platz mit dem Lutherdenkmal zu einem Platze zweiter Güte degradirt. Wenn es sich um 200 000 oder 250 000 M. handle, hätte man wohl auch die Hochbau-Deputation mit der Ausarbeitung eines Projektes beauftragen sollen, hier sei auf- fälligerweise nur die Tiefbau-Deputation herangezogen worden. Stadtv. N a m s l a u: Es handelt sich ja gar nicht um einen einzigen einheitlichen Platz, der nur vergrößert werden soll, sondern um den bestehenden Platz des Neuen Marktes und um einen engen, winkligen Platz an der Marienkirche selbst.(Wider- spruch.) Diese beiden Plätze wollen durchaus jeder für sich be- trachtet werden. Der zweite Platz, der erst durch unsere Be- schlüsse geschaffen worden ist, muß gegen den Neuen Markt ver- deckt werden, und da ist man nach manchen anderen Projekten jetzt wieder aus den Hallengang zurückgekommen. Der Einwand ber finanziellen Rücksichten trifft nicht zu. Eine Kommune wie Berlin muß auch aus ästhetischen Rücksichten etwas thun (Zwischenrufe), und der Schlupfwinkel an der Neuen Kirche muß beseitigt werden. Das kann durch Parkanlagen nicht ge- schehen. Stadtv. Vogtherr: Ich verkenne die Natur des Platzes durchaus nicht. Gewiß handelt es sich hier um den Neuen Markt und um die daneben freigelegte Fläche. Wenn man aber zwei neben einander gelegene kleine Plätze zusammenlegt, dann wird eben ein großer daraus.(Heiterkeit und Sehr richtig!) Die Beseitigung des Schlupfwinkels an der Marienkirche kann auch anders als durch solchen Säulengang erfolgen. Ich bin ja auch der Meinung, daß nian die Marienkirche und was dahinter liegt, hoch verdecken möge, aber das kann auch sehr wohl durch umfassende Parkanlagen bewirkt werden. Gewiß können wir die Mittel, die hier verlangt werden, auf anderen Seiten absparen, aber in einer Zeit, wie die heutige ist. wird eine weise Stadt- Verwaltung in erster Linie bestrebt sein, die nothwen- d i g e n und danach erst alle übrigen Ausgaben zu bewilligen. (Beifall.) Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Mit der Verbreiterung der R o s e n t h a l e r- und W e i n m e i st e r st r a ß e soll im April 1894 vorgegangen wer- den. Dem Abbruch des von der Stadt zu diesem Zwecke bereits angekauften Hauses Rosenthalerstr. 54— Weinmeisterstr. 19— Gormannstr. 31 stehen jedoch noch einige Miethsrechte entgegen. Zur Ablösung derselben sollen an drei Interessenten zusammen 4o00 M. Entschädigung gezahlt werden, während behufs Be- seitigung des Miethsrechts des Schankwirths Otto Andre zum 1. April 1894 das Enteignungsverfahrcn eingeleitet werden soll. Zur völligen Durchführung der neuen Baufluchllinien an dieser Straßenkreuzung ist aber auch noch ein Theil des Grund- stücks Rosenthalerstr. 55— Gormannstr. 30 erforderlich. Der erwerben. Die Vorschläge des Magistrats gelangen ohne Debatte zur Annahme. Nach Erledigung einer Reihe von Rechnungsvorlagen schließt die Sigung um 7 Uhr. Tokales. " # Polizeibericht. Am 6. d. M. Nachmittags wurde ein Mann in der Krausenstraße mit einer bedeutenden Kopfverlegung trunken umhertaumelnd angetroffen und nach der Charitee gebracht. Im Viktoria- Park wurde die Leiche eines anscheinend gleich nach der Geburt erwürgten Kindes unter einem Strauche verscharrt aufgefunden. Vor dem Hause Stalizerſtr. 120 gerieth ein sechsjähriges Mädchen, das in das sog. Schiff eines vorüberfahrenden Möbelwagens geklettert was oieſem herausgefallen war, unter die Räder des Wagens und wurde auf der Im Laufe des Tages fanden drei kleine id in Gerichts- Beifung Magistrat fchlägt vor, das gesammte, dem Rentier August fragt sich nur, ob Baasch wirklich gemeingefährlich geiftestrant flochen habe. Diese Deutung findet indeffen nirgends Glauben. Wilhelm in Sprottau gehörige Grundstück für 450 000 m. suit! Von seinen näheren einwandfreien Bekannten und Ver An die Haftentlassung des muthmaßlichen Thäters ist bei der ftritten, und es ist unseres Wissens fein Moment in die Erwandten wird die Geisteskrankheit auf das entschiedenste be- jezigen Lage der Sache nicht zu denken. scheinung getreten, was auf Gemeingefährlichkeit schließen ließe. verwichenen Nacht der 16 jährige Lehrling Ernst B. in der Durch Einathmen von Leuchtgn8 verunglückt ist in der Die Bezirksärzte haben sich in diesem Punkte nur zu oft geirrt, in der Fischerstraße belegenen Behausung des Schlossermeisters P. wie sehr, sehr viele Fälle beweisen. Wenn nun nach der Er wurde morgens in seinem Bette bewußtlos aufgefunden. N. A. 3tg." das Gutachten eingehend begründet ist, so wolleu Neben seinem Schlafzimmer liegt ein Badezimmer mit Gasrohrwir hiermit die Erwartung aussprechen, daß diese Begründung leitung, dahinter der Abort. Diesen hat der junge Mensch vernoch bekannt gegeben werde. Nur dadurch kann eine genügende muthlich in der Nacht aufgesucht und dazu die Gasflammen im Aufklärung des Falles gegeben werden, die Richtigstellung" der Badezimmer angezündet. Wohl in der Schlaftrunkenheit hat er N. A. 3tg." erreicht diese Absicht nicht." dann den Hahn nicht gehörig geschlossen, die Gase sind in den Zwei gleichgestimmte Seelen. Die antisemitische Staatsbürger Zeitung" schreibt:" Wie die Juden auch welches der Stadt Berlin aus dem Stralauer Wasserwerke zu- B. mußte sofort nach der Charitee gebracht werden, wo alsbald Ueber die vielfach bemängelte Qualität des Waffers, Schlafraum gedrungen und von dem Lehrling eingeathinet worden. „ Intelligens, blatt" ein ben mit dem Heiligsten Schachern, geht aus einem Inserat im geführt wird, geht der„ National- Zeitung" von der städtischen eine Transfusion des Blutes vorgenommen wurde. Ueber mit Prima- Referenzen, der bereits wiederholt gepredigt hat, für Berwaltung folgende Mittheilung zu: Das dort entnommene Erfolg dieser Behandlung ist noch nichts bekannt. die ifraelitischen hohen Feiertage ein Engagement als Prediger ftimmten Zeiträumen durch das hygienische Institut der wo sie in einer Erdmulde vergraben war, aufgefunden worden. Wasser wird seit Jahren vor und nach der Filtration in be- Eine Kindesleiche ist in den Anlagen des Viktoria- Parkes, gegen äußerst mäßiges Honorar fucht. Der Prediger bietet seine Berliner Universität bakteriologisch und chemisch untersucht. Um den Hals des Kindes war ein Taschentuch geschlungen, fo Dienste an, wie der Haufirer die Hofen." Wir meinen, daß am Seit dem 16. August find die Untersuchungen in der Weise er daß jedenfalls ein Kindesmord vorliegt. Mit der Leiche zugleich Ende auch das Predigen ein Geschäft ist; sonst würde man es weitert, daß täglich der Keimgehalt in je 2 Proben des unfiltrirten war eine halbgefüllte Weinflasche verscharrt worden. Hiernach doch wohl nicht bezahlt nehmen und die gute Bezahlung der Wassers und des Filtrats, sowohl aus seinem einzelnen Filter als gewinnt es den Anschein, als ob ein Mann feine Hand im schlechten vorziehen. Trotzdem stimmen wir der Staatsbürger auch aus dem gemeinsamen Reinwasserbehälter auf dem Werte Spiel gehabt und sich bei seiner Arbeit durch einen Trunk geBeitung" bei, wenn sie den Sch a cher mit dem, was die festgestellt wird. Hierbei hat sich ergeben, daß das der Stadt zugeführte stärkt habe. Prediger so gerne das„ Heiligste" nennen, verurtheilt. Wir Wasser den von Koch erhobenen hygienischen Anforderungen, denken dabei freilich weniger an den sich gegen äußerst mäßiges monach nicht mehr als 100 Reime in einem Ccm. Wasser entHonorar" anbietenden jüdischen Studenten, der sich allem An- halten sein dürfe, schon jetzt vollkommen Genüge leistet. Das ſcheine nach in bedrängter Lage befindet, als an die großen Stralauer Wert, welches bei normalem Betriebe 60 000 Cbm. Serren, die sich wohl hüfen, das Predigtamt um bloßen„ Gottes: pro Tag leitet, ist nach der theilweisen Inbetriebsehung der lohn" zu übernehmen. Aber da die Staatsbürger Zeitung" selbst Müggelsee- Werke soweit entlastet worden, daß seine Marimal den lleinsten Schein des Schachers rügen zu müssen glaubt, fo leistung während der heißen Zeit 46 000 bin., nach Gintritt des wollen wir sie auf eine andere Annonce aufmerksam tühleren Wetters nur noch ca. 39 000 Gbm. betrug. Eine weitere machen, die in der Juniummer des Pfarrbote" zu lesen Rebuktion der Leistung ist in Aussicht genommen. Infolge dessen ſtand. Gie lautete: Cand. theol., 29 Jahre alt, Pastorsohn, kann die Filtration noch langsamer und sorgfältiger geOffiziersafpirant, wünscht einen Geistlichen zu vertreten, fchehen. Diese vertreten, schehen. Diese Maßnahmen haben bereits ihren wohl Stelle getödtet. resp. im Amte zu unterstützen. Bescheidene Ansprüche. Gefl. Off thätigen Einfluß auf die Qualität des Wassers gezeigt. Brände statt. an d. Exped. v." Pfarrboten" unter-Auch hier während in der heißen Zeit das der Stadt zugeführte handelt es sich augenscheinlich um einen armen Schlucker, dies Wasser 70-100 Reime pro Ccm. enthielt, ist dieser Gehalt mal um einen christlichen Theologen, der nicht viel zu beißen an einzelnen Tagen der letzten Woche bis auf 33 und 31 Reimets hat und sein armselig Bischen Gottesgelahrtheit deshalb schon herabgegangen. Hiernach kann das filtrirte Wasser des Stralauer vor der Zeit nugbringend anwenden möchte. Dieser chriftliche Werkes als durchaus unschädlich und gut bezeichnet werden. Theologe paßt mit jenem jüdischen sehr gut zusammen, und der Uebrigens wird die weitere Fertigstellung der ersten Hälfte der Um die Adresse einer von ihm gesuchten Person zu eine ist des anderen vollkommen würdig; aber um ihrer Noth Müggelsee- Werte auf's äußerste betrieben. lage willen sei beiden verziehen. Bemerkenswerth ist für die volle Inbetriebsetzung in Aussicht genommene Zeitpunkt Mittel gegriffen. Kulina lebte früher mit einer Wittwe Br. zuDer von Hause aus erfahren, hat der Arbeiter Kulina zu einem eigenthümlichen übrigens, daß der christliche Theologe sich in seinem Inserat auch war der 1. Agril 1894, derselbe wurde infolge Ausbruchs der sammen. Sie wurden für eine Zeit lang getrennt', weil Kulina noch als Offiziersaspirant" bezeichnet. Er erinnert dadurch an Cholera auf den 15. Oktober d. I. festgesetzt. Jetzt ist ge- eine Strafe zu verbüßen hatte. Als er wieder auf freien Fuß den Torgauer Pfarrer, der sogar im amtlichen Kirchenzettel den gründete Aussicht vorhanden. daß ein weiterer Theil der Werke gefeßt wurde, hatte die Wittwe Br. die Wohnung gewechselt Busas Reservelieutenant" bekam. Die aus diesem Anlasse durch schon in der zweiten Hälfte dieses Monats die Presse gegangene Notiz wurde nachher dahin berichtigt" Wasserversorgung der Stadt wird eingreifen können. Im An- gebens. Da begab er fich nach der Polizei und beschuldigte die in die und die von Kulina angestellten Nachforschungen waren verdaß der Küster für den Zusah verantwortlich zu machen sei. schluß an die von uns schon gewürdigte Warnung des Bittwe Br. des Diebstahls. Nun mußte die Behörde NachDiesmal ist aber fein Küster, der den Kirchenzettel schreibt, an Amtsvorstehers in Pankow vor dem Genuffe von Riesel- forschungen anstellen, die denn auch bald Erfolg hatten. Kulina dem Zusah schuld, sondern der Stellung suchende Theologe selber wasser aus den Gräben der städtischen Rieselfelder, haben einige räumte schon bei seiner ersten Vernehmung ein, daß seine Behat darauf hinweisen zu müssen geglaubt, daß er" Offiziers- Beitungen Bemerkungen geknüpft, in einer Sigung des Aerzte- zichtigung des Diebstahls jeden Grundes entbehre, er habe nur Aspirant" sei. Er wird wohl auch gewußt haben, warum. vereins des Niederbarnimer Streifes habe Dr. Schäfer den Nach die Adresse seiner früheren Geliebten erfahren wollen. Die Folge Genoffe Franz Andrzejewski, der bekanntlich im März weis geführt, daß die Riefelwiesen Berlins einen sehr gefähr- war, daß er eine Anklage wegen wissentlich falscher Anschuldieses Jahres in Beuthen wegen Aufreizung zu acht Monaten lichen Typhusherd bilden. Nach den an amtlicher Stelle ein- digung erhielt und daß die vierte Ferien Straffammer des ein- bigung Gefängniß verurtheilt worden war, nachdem er acht volle Mo- gezogenen Erfundigungen erfahren wir nun, daß während der Landgerichts I ihn gestern dieserhalb zu 2 Monaten Gefängniß nate in der Untersuchungshaft hatte zubringen müssen, wurde Monate Juli und August d. J. fein einziger Typhusfall auf den verurtheilte. heute früh 4 Uhr in seiner Wohnung, Franzstr. 8, von zwei nördlichen Rieselfeldern( welche hier nur in Betracht kommen Schuhleuten verhaftet und nach dem Polizeibureau in der tönnen) aufgetreten sei, und daß die ähnlichen von Dr. Schaefer An einem heißen Juni- Abende hatte der Schankwirth H. Schmidstraße gebracht. Von dort wurde er gegen 1/210 Uhr nach früher aufgestellten Behauptungen bereits in schlagender Weise auf einer Bant bei dem Schulze- Delißsch- Denkmal- Plaz genommen. dem Alexanderplat transportirt und hier ihm mitgetheilt, daß durch Professor Birchow zum größten Theile widerlegt worden sind. Er schlief dort ein. Als er nach einiger Zeit wieder erwachte, er wegen jener Bestrafung auf grund des§ 3 des Freifah er auf einer anderen Bank einen Mann sigen, dessen Haltung zügigkeitsgesetzes aus Berlin und Umgebung ausgewiesen Immer ist hier noch die Ansicht verbreitet, daß gleich darauf schließen ließ, daß er ebenfalls fest eingeschlafen war. fei und binnen acht Tagen die Stadt zu verlassen habe. zeitig mit Fluß- Badeanstalten auch die städtischen Volks- Bade-. entfernte fich leife, um den Schläfer nicht zu stören. Nach Natürlich wird gegen diese Verfügung Beschwerde erhoben, anstalten in Moabit und an der Schillingsbrücke wegen der vor einiger Zeit wollte er nach der Uhr sehen, er entdeckte, daß sie fte erscheint um so eigenthümlicher, als ja Andrzejewsti durch gekommenen Cholerafälle geschlossen worden feien. Es fann nur nebst der Kette fort war. Er suchte nach seinem Portemonnaie, Aufenthalt vom 22./3. 87 bis 17./6. 92 hier in Berlin seinen wiederholt darauf hingewiesen werden, daß diese Annahme irrig auch dieses befand sich nicht mehr in seiner Tasche. Nun wußte Unterstützungswohnsth erworben hat, somit also gar nicht aus- ist. Zu einer Schließung der Volks- Badeanstalten liegt tein er, was es mit dem Schläfer auf der Nachbarbank für eine gewiefen werden tann. Freilich, diese altgewohnte Polizeipraxis, Grund vor, da die Wannen- und Brausebäder sowohl als auch Bewandtniß hatte, er eilte nach dem Plage zurück, fand aber ben politisch unliebsamen Parteimann wie einen Gewohnheits die Schwimmbaffins nicht mit Spreewasser, sondern mit filtrirtem niemand mehr vor. Mit Hilfe der Kriminalpolizei wurde die verbrecher oder Zuhälter abzuschieben" und dadurch unter Um- Leitungs- oder feimfreiem Tiefbrunnen- Waffer versorgt werden. Uhr in den nächsten Tagen bei einem Pfandleiher und daStänden ihn zum Bagabunden geradezu zu erziehen, fennzeichnet Die Schwimmhallen beider Anstalten werden auch während des durch auch der Bersetzer entdeckt. Es war der Maler Adolf die halbfeudale Rückständigkeit unserer ganzen politischen Bu- ganzen Winters für männliche und weibliche Personen zur Be- Gang, ein auf dem Gebiete der Leichenfledderei erfahrener stände. Auch die Art und Weise, Morgens 4 Uhr in die Woh- nugung offen stehen. Mensch. Der Bestohlene vermochte zwar in dem Ganz den nung einzubringen, um den Staatsbürger über eine solche hier Sur Cholera. Nach den bis gestern 10 Uhr Vormittags Mann nicht mit Bestimmtheit wiederzuerkennen, der neben ihm gar noch gefeßlich unzulässige Maßregel zu Protokoll zu ver- im Rathhause eingelaufenen Meldungen aus den drei städtischen gefeffen, Ganz hatte sich aber selbst verrathen. Seine Wirthin nehmen, ist ein neuer Beweis dafür, daß unser Rechtsstaat" Krankenhäusern ist der Stand der Cholera in Berlin folgender: Landgericht3 I, daß Ganz ihr am Morgen nach dem Diebstahle befundete im gestrigen Termine vor der ersten Straffammer des im letzten Grunde nur die Allmacht des Polizeiregiments ver- Im Krankenhause Moabit war der gestrige Bestand: erzählt, er habe eine gelbe gemacht", in der Diebessprache die hüllt. Denn sonst wäre es einfach unmöglich, daß 14 Personen 10 männliche, 4 weibliche- darunter Fälle von Bezeichnung dafür, wenn jemand eine goldene Uhr gestohlen. jemand morgens 4 Uhr aus dem Bette geholt, zur Polizei ge- asiatischer Cholera 52 männliche, 3 weibliche. Neu ein- Der Gerichtshof hatte auch feinen Zweifel an der Schuld des 2 männliche, 3 weibliche. Neu einschleppt, dort stundenlang gleich einem Verbrecher internirt wird, geliefert wurde eine männliche, entlassen eine männliche und eine Der Gerichtshof hatte auch keinen Zweifel an der Schuld des während der beabsichtigte Zweck durch eine einfache Vorladung weibliche Person. Gs verbleibt somit ein Bestand von 13 Personen, Angeklagten, der zu einer Gefängnißstrafe von einem Es Jahre sechs Monaten verurtheilt wurde. ebenso leicht und sicher erreicht wird. Und Genosse Andrzejewski 10 männliche, 3 weibliche, darunter Fälle von asiatischer Cholera hat in der letzten Zeit solcher Vorladungen mehr erhalten, als vier( 2 männliche und 2 weibliche). Im Krankenhause am Ein ungetreuer Buchhalter stand gestern in der Person nach seinem beschränkten Unterthanenverstand nöthig waren, und Friedrichshain war der gestrige Bestand 2 weibliche Personen des Kaufmanns Karl Krüger vor der vierten Strafkammer er hat nach seiner Versicherung allen Folge geleistet. Warum mit echter Cholera. Neu eingeliefert wurde kein Cholerakranker, des Landgerichts I. Der Angeklagte war in dem Geschäft des also diese hochnothpeinliche Polizeiprozedur morgens 4 Uhr, zu ſo daß daselbst ein Bestand von 2 weiblichen Personen verbleibt Hof- Uhrmachers Felsing mit einem Gehalt von 3000 m. ander auch noch der Nachtwächter requirirt werden muß! und zwar mit der echten Cholera behaftet. Vom Kranten gestellt. Er genoß das unbeschränkte Vertrauen seines Prinzipals, 3um Falle Paasch. Zu der gestern von uns gebrachten aufe am urban ist kein Cholerafall gemeldet. Es war bis entdeckt wurde, daß er es zu groben Veruntreuungen gemißRichtigstellung" der Nordd. Allgem. 3tg." bemerkt die Staats- somit der gestrige Beſtand in allen brei Krankenhäusern 16 Per- braucht hatte. Bei den monatlichen Abschlüssen hatte Krüger bürger Beitung":" Die Richtigstellung" der offiziösen Nord- fonen( 10 männliche, 6 weibliche), darunter Fälle von asiatischer sich in sieben auf einander folgenden Monaten jedesmal um deutschen Allgemeinen Beitung" ist sehr geschicht abgefaßt, wider Cholera 7( 2 männliche, 5 weibliche). Neu eingeliefert wurde 100 Mart verrechnet, indem er die Ausgaben um diesen Betrag spricht unferer Darstellung aber nicht in dem Maße, wie es eine männliche, und entlassen eine weibliche Berson. Es verbleibt zu hoch addirte und dann entsprechend buchte. Er beging ferner Reihe von Unterschlagungen, sodaß er feinem ben Anschein hat. Wir haben ausdrücklich erklärt, daß das Gut- mithin heute ein Bestand von 15 Personen( 10 männliche, 5 weib- eine achten der Charitee- Aerzte, die Paasch sechs Wochen beobachtet liche), barunter Fälle von asiatischer Cholera( 2 männliche, Chef insgesammt einen Schaden von 4 weibliche). Jm Krankenhause Moabit ist der Bestand zufügte. Der Angeklagte wollte sich mit Zerstreutheit hatten, dahin lautete, daß derselbe an firen Ideen leide. Dies wird in der Richtigstellung bestätigt; wenn es weiter heißt, daß das an Fällen echter Cholera infolge Entlassung einer genesenen entschuldigen, die auf eine beginnende Geistesstörung zurückwird in der Richtigstellung bestätigt; wenn es weiter heißt, daß das Gutachten dahin gehe, daß Paasch derartig gemeingefährlich sei, weiblichen Kranken auf 4 zurückgegangen. Neue Fälle find in zuführen sei und ein von dem Angeklagten mitgebrachter Arzt begutachtete auch, daß eine Geistesstörung nicht ausgeschlossen sei. daß seine Unterbringung in eine Jrrenanstalt geboten erscheine, so handelt es sich hier offenbar noch um etn ferneres Gutachten, Eine Razzia auf Schulkinder wurde vorgestern mit be- Staatsanwalt und Gerichtshof gewannen indessen aus dem ganzen bas ja auch von den Chariteeärzten abgegeben sein mag.deutendem Erfolge auf dem Drachenfelde hinter der Brauerei Berhalten des Angeklagten die Ueberzeugung, daß derselbe nach Daß das Gericht nur über die Frage der Aufhebung der Unter- Friedrichshain veranstaltet. Auf dem genannten Terrain trafen jeber Richtung bin für seine Handlungen verantwortlich zu fuchungshaft zu beschließen gehabt hat, erscheint uns zweifelhaft täglich 20 bis 30 Kinder zusammen, welche statt die Schule zu machen sei. Besonders schädigte der Angeklagte sich dadurch, daß er einen seit 20 Jahren im Felsing'schen Geschäft anund widerspricht unseren gleichfalls zuverlässigen Informationen. besuchen, sich auf dem Drachenfelde kleine Höhlen gegraben daß er einen feit 20 Jahren im Felsing'schen Geschäft an Für das Gericht handelt es sich in erster Linie um die Frage, hatten und in denselben, von etwa vorübergehenden Personen hielt für diesen groben Vertrauensbruch eine empfindliche Strafe Der Gerichtshof gestellten Buchhalter zu verdächtigen fuchte. ob der Geisteszustand Paasch's eine Fortsetzung der Straf- unbemerkt, dem Kartenspiel oder anderen Vergnügungen oblagen. verfahren zuließe oder die Einstellung derselben geboten erschien; Diefem Treiben der Hoffnungsvollen Jugend machte der Inspektor am Plage und erkannte auf anderthalb Jahre Genach der Entscheidung dieser Frage löfte fich dann auch natur der Brauerei Friedrichshain nunmehr dadurch ein Ende, daß fängniß. gemäß die der Aufhebung der Untersuchungshaft. Wenn zu er in Gemeinschaft mit den Kellnern das Feld umstellte und Doktor und Apotheker standen sich, wie uns aus Königsben der Beschlußkammer vorgelegten Gutachten aber auch das die kleinen Sünder zusammentrieb, um fie später sämmtlich der Wusterhausen geschrieben wird, gestern, Donnerstag, in einer auf gemeingefährliche Geisteskrankheit gehörte, die die Unter- Polizei zu überliefern. Wie die Feststellung ergab, hatten die lehrreichen Straffache vor dem dortigen Amtsgericht gegenüber bringung in eine Jrrenanstalt geboten erscheinen ließ", so be- Eltern der Knaben von dem Umbertreiben derselben teine Ahnung ersterer, der praktische Arzt Dr. Zimmermann als Begreifen wir nicht, wie Baasch ohne weiteres, ohne irgend welche gehabt. laftungszeuge, letzterer der Apothekenbesitzer Bahl unter der Bedingung und ohne Garantieen auf freien Fuß gesetzt werden fonnte, um nach einigen Tagen mitten in seinen Vorbereitungen den Bürgersteig hat ein schweres Unglück zu werfe gebracht. Die des konsolidirten Bergwerks Zentrum durch zu hohe Berechnung für seinen Beruf zwangsweise dem Bezirksarzt, also bem e 74 Jahre alte Frau Pauline G. aus der Stralsunderstraße ging feit einer Reihe von Jahren Kaffenarzt der KnappschaftsDas schon oft gerügte Fortwerfen von Obstresten auf Antlage des Betruges. Er wird beschuldigt, die Krankenkasse von Medikamenten übervortheilt zu haben. Dr. 3. war heimen Sanitätsrath Dr. Lewin, vorgeführt, nach einem stunden am Dienstag Bormittag durch die Brunnenstraße und trat auf langen" Berhör für„ gemeingefährlich" befunden und dann sofort die Ueberreste einer Pflaume. Sie glitt aus und kam so unglück! tasse in Guben, und feine Rezepte wurden durch den Annach der Jrrenanstalt übergeführt zu werden. Gerade in den lich zu Fall, daß sie eine Ausrenfung der rechten Hüfte davontrug, verschrieb Dr. Bimmermann ein von ihm als vorzügliches Mittel entgegengesetzten Ürtheilen, die die verschiedenen Instanzen stets von der sie taum jemals wird genesen können. geklagten angefertigt und in gewissen Zwischenräumen liquidirt. Nun über Paasch abgegeben haben, in dem Umstande, daß Paasch gegen Brechdurchfall lange erprobtes Medikament, welches er als etwa achtmal verhaftet, auf freiem Fuß gelassen und wieder In der Spandauer Todtschlags- Affaire von der Sedan Solutio composita infantum" auf den Rezepten bezeichnete. verhaftet ist, liegt die unbegreiflichkeit des Falles und Nacht ist zu dem Belastungsmaterial als neues Moment hinzu- Dieses Mittel bestand fast ausschließlich aus ungarischem Bitterhieraus erklärt sich sowohl die Aufregung des Publikums, getreten, daß sich vorn an dem Rocke des muthmaßlichen Thäters wasser, welches, um besseren Geschmack herzustellen und um die wie die des Herrn Paasch, die sich in dem stundenlangen Ver- Leppin Blutspuren vorfinden; erschwert wird die Aufklärung der Bestandtheile des Mittels nicht sofort erkennbar zu machen, mit hör mit dem Bezirtsarat ficher noch gesteigert hat. Dies Angelegenheit durch das Verhalten der Anverwandten Leppin's therapeutisch indifferenten Bestandtheilen, wie Aether, Eisenstundenlange" Berhör muß gegenüber der sechswöchigen Beob- und des Erstochenen. Sie stellen, obwohl sie dem Vorfall aus tinktur u. dergl. vermischt war. Als der Angeklagte die achtung in der Charitee immer noch als ein kurzes bezeichnet ganz geringer Entfernung beigewohnt haben, alles in Abrede, Apotheke übernahm, fand er diese Praris bereits vor und er hat werden und erscheint uns nicht ausreichend, zu einem ab was Leppin irgendwie belasten tönnte; hierbei leugnen sie auch dem Dr. 3. mit Handschlag versprochen, Niemand zu sagen, fchließenden Gutachten darüber, ob jemand gemeingefähr dasjenige, was der Verhaftete selbst zugegeben hat, nämlich daß woraus das Mittel besteht. Die großen Erfolge, welche mit demlich geiftestrant ist.- Wenn die Norddeutsche Allgemeine er feinem Schwager Schöttler eine Ohrfeige gegeben. Daß beide felben erzielt wurden, hatten dem Angeklagten fogar wiederholt Beitung" zum Schluß fagt, daß dies Verfahren den gefeßlichen Personen thatlich aneinander gerathen waren, wird auch von den Gedanken nahe gelegt, einen Vertrag mit Dr. 3. zur kaufBorschriften entspricht und den geordneten Weg darstellt, auf mehreren einwandfreien Augenzeugen des Vorgangs bestätigt. männischen Ausbeutung des Mittels zu schließen, es ist aber welchem die Unterbringung gemeingefährlichen Geistestranter Leppin's Ehefrau ist die Schwester des Erstochenen. Die daraus nichts geworden. Dem Vorstand der Knappschaftstasse, stattzufinden hat", so wollen wir ihr nicht widersprechen. Es Familienangehörigen bleiben dabei, daß Schöttler sich selbst er: Herrn Direktor Herzer, fiel mit der Zeit die häufige Anwendung " " 1 feiner der Anstalten konstatirt. über 1600 Mart 10 " Dersammlungen. -UO Brauer iefes Mittels, welches der Angeklagte recht theuer berechnete, I den Boykott über den Verein verhängt habe, wandte er sich an dorf, Wirthshaus. Sufunft 1, Steglts. Ahornftraße, im GambrinusGesangauf, da eine Nachlonirolle der Angemeſſenheit des Preiſes bei den Regimentstommandeur. Dieſer etllärte u. 9., baß ihm vom Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nomiads. verein Freiheit Moabit, Kronen= Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47/49. der mangelnden Angabe von Einzelbestandtheilen unmöglich war. Stadtrath ein Schreiben zugegangen sei, wonach er den Soldaten Bereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bei Der Apotheker Pahl wurde deshalb aufgefordert, der Kasse den Besuch des Vereinslokals verbieten mußte. Wenn das Ver- Zange. Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bet Stehmann. Nord- West= die Analyse des Mittels einzuschicken, und nun sandte bot rückgängig gemacht werden sollte, so hätte sich der Vorsitzende Gesangv. o falia" Gr. Frankfurterfir. 81 b. Müller. Stern", Altonaerstraße 27 bet Sipfe. ,, Vineta", Stoinemünderftr. 35 der Angeklagte eine Analyse, wonach das Mittel aus recht an den Stadtrath zu wenden. An diesen wendete sich nun noch bei Queitsch. Freie Siebertafel, Neue Königstr. 73 bei Hahn. theuren Ingredienzien, Antipyrin, Chinin, Ferrum oxydatum mals der Vorsitzende. Der Herr Bürgermeister verlangte von dem Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a.., Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Vogel. Sacharatum 2c. 2c. bestehen sollte. Durch eine spätere Unterhaltung selben die schriftliche Erklärung, daß er nicht Sozialdemokrat ſei Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. Mengert's Bolfsgarten. mit dem Kassenvorstande stellte Dr. 3. fest, daß er ein Rezept und im Konsumverein an Nichtmitglieder Waaren nicht abgegeben Gesangverein Gerstenähre, Alte Jatobfir. 83 bei Wienece. Männer: mit diesen theuren Ingredienzien nie verschrieben und von der würden. Als der Vorsitzende dieses Anfinnen unbeachtet ließ Gefangverein Steinnette, Röslinerjir. 17 bei Wendt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. vorliegenden Uebervortheilung der Kaffe abfolut keine Kenntniß und den Herrn Bürgermeister auf die Ausführungen des Re- ane Buschriften find zu senden an B. Sentel, Bergmannstr. 21, of 3 Tr. hatte. Der Angeflagte hatte der Kasse im Laufe zweier Jahre giments- Kommandeurs aufmerksam machte, die mit seinen Aus- Freitag: Vergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 26, die betreffenden Meditamente statt mit 55 M. mit 190 M. an- führungen im Widerspruch standen, sagte der Herr Bürger- bei Wilfe. gerechnet, die Kaffe ließ aber die Sache auf sich beruhen, da meister: Wenn Sie sich nicht beruhigen können, so verklagen verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GesangQuartettverein Bahl sich schriftlich verpflichtete, die zu viel erhobenen Beträge Sie mich." Männerchor Wedding, Abends 8 Uhr, bet Schäfer, Steue Hochstr. 49. Privatzurückzuzahlen. Dr. Zimmermann aber brachte die Sache zur AnWaldesrauschen, Abends 9 Uhr, bet Weigt, Martgrafeuftr. 87. zeige, damit es nicht so scheinen tönnte, als habe er mit dem Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Butrouserstr. 35. Mufit- Dilettantenverein, Zonita", Abends 8% Uhr bei Schent, Krautr. 89, Apotheker unter einer Decke gesteckt oder irgend welche Uebungsstunde. Musttverein Frisch auf, Restaurant Schröder, ReichenVortheile von demselben bezogeit. Der Angeklagte gab bergerstr. 24. die Einsendung einer falschen Analyse zu, erklärte dies aber Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des damit, daß er sein dem Dr. 3. gegebenes, durch Handschlag beVon den Genossen des 5. Berliner Reichstags- Wahl- Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen fräftigtes Versprechen nicht habe brechen wollen. Im übrigen freises war am 6. September eine öffentliche Boltsversammlung die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turnerklärte er sich für nichtschuldig. Er habe die Preisberechnung einberufen. Den zahlreich erschienenen Genossen und Genoffinnen balle des effing- Gymnasiums, Pantstr. 9--10Vergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rofenthalerstr. 11-12, angewendet, welche er bei Uebernahme der Apotheke vorgefunden. hielt der Genosse Adler einen mit lebhafter Aufmerksamkeit im Restaurant. Vergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Er habe sich für berechtigt erachtet, das ungarische Bitterwasser verfolgten und allseitigem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Dranienftr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, in seine chemischen Bestandtheile zu zerlegen und jeden einzelnen Bürgerliche Götterdämmerung. In der Diskussion versuchte Karl Jatofir. 128( ogenbaus), 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenſeitraße 3. Lepidopt. Vereinigung derselben nach der Arzneitare zu berechnen. Der Sachverstän- Hoffmann seine sich im kleinbürgerlichen Ideengang be- Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenſtr. 29. Mufitverein Soff= dige Apotheker Friedrich erklärt dies für absolut unzulässig, da wegenden Ansichten darzulegen, wurde indeß vom Genossen nung, Abends von 9-11 hr lebungsstunde Proskauerstr. 85-87 be Schneider. Stattlub airo Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. ungarisches Bitterwasser doch nur nach dem Handverkaufs Schulz energisch widerlegt. Grie pentrog bemerkte dem- Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant„ Zur Gleichpreise berechnet werden könne.- Der Amtsanwalt hielt gegenüber, man solle dem Redner Hoffmann nicht so schroff ent- beit, Andreassir. 26, Sizung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein einen Betrug für vorliegend, und mit Rücksicht darauf, daß es gegnen, vielmehr sei diesem sowohl in der Versammlung, wie auch Sottdarität, Abends 8% ühr im Lotale von Ehrenberg, Annenstr. 16, sich immerhin um eine ziemlich grobe Täuschung einer Kasse privatim die Unhaltbarkeit feiner Ansichten vorzuführen und der bei Kricheldorff. Sigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvrystr. 48 handele, welche durch die Arbeitergroschen unterhalten werde, befelbe eines Besseren zu belehren. Nachdem seitens der Genossen, sowie English Conversational Club Shakespeare. antragte er 300 Mark Geldbuße. Der Vertheidiger be- vom Referenten in seinem Schlußwort die Nothwendigkeit des Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant antragte dagegen die Freisprechung des Angeklagten, da dem Anschlusses an die politische Organisation betont worden, gab Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. felben jedenfalls der Dolus gefehlt habe. Nach längerer Be- der Vorsitzende die Zahlstellen des fünften Kreises bekannt mit rathung machte fich der Gerichtshof dahin schlüssig, zunächst noch dem Hinweis, daß dort neue Mitglieder aufgenommen werden. ein anderes Sachverständigen Gutachten einzuholen, um ganz flar darüber zu werden, ob in der Pharmakopöe das Verfahren des Angeklagten irgend einen Schein der Berechtigung findet. Aus Pofen wird gemeldet: Die biesige Straftammer verurtheilte den hiesigen Bäckermeister Josef Figner wegen un erhörter Vergehen gegen das Nahrungsmittel- Gesez zu anderthalb Jahren Gefängniß. Figuer hatte Wasser, in welchem sich seine Familie, darunter seine an Schwindfucht leidende, inzwischen verstorbene Ehefrau, gewaschen, zum Brodbacken benutzt; außer dem hatte er von seiner Ghefrau ausgetaute Mohnsemmeln wieder zum Backen verwendet. Boziale Leberlicht. borderde * 50 Unterhaltungsflub Schiller, Abends Vereins, tagte am 6. Geptember im Nieftſchen Lokal, in der Vermischtes. wird. Die Cholera. Der„ Reichs- Anzeiger" berichtet: G3 wird für den Fall epidemischer Verbreitung der Cholera beabsichtigt, an den Binnenschifffahrtsstraßen, wie im Vorjahre, Stationen zur gesundheitspolizeilichen Ueberwachung der Schiffsbevölkerung und zur Desinfektion der Fahrzeuge einzurichten. Behufs Befegung der Stationen, soweit die dafür verfügbaren Kräfte nicht ausreichen sollten, werden hierdurch rüftige Aerzte aufgefordert, sich bei den Regierungspräsidenten ihres Wohnbezirkes in Berlin bei dem PolizeipräsidentenDie Vergütung für die Dienstleistung beträgt 20 Mark täglich. Am 6. und 7. September sind dem Kaiserlichen Gesundheitsamt zwei neue Cholerafälle aus dem Rheingebiet gemeldet worden und zwar die Erkrankung eines in Wanheim( Bürgermeisterei Duisburg) wohnenden Plazarbeiters sowie die Erkrankung eines Schiffsheizers in Mannheim. an " zu melden. Eine von ungefähr 300 Personen besuchte Versammfung der Plätterinnen, einberufen vom Vorstand des hiesigen tolds ste Weberstraße. Nach einem beifällig entgegengenommenen Vortrage des Genossen Wach über:" Die wirthschaftlichen Umwälzungen der letzten 400 Jahre" entspann sich eine lebhafte Debatte, an der einige Plätterinnen und die Herren Köhler und möhring theilnahmen. Hauptsächlich erörterte man die Behandlung, welcher die Plätterinnen in mehreren Fabriken aus gesetzt sind. Am schlechtesten tam dabei Firma Sternberg weg. Geklagt wurde vornehmlich über die Konfektionäre Wolf und Mindt. Mit Bezeichnungen würden in dieser Fabrik zuweilen die Arbeiterinnen bedacht, die garnicht wiederzugeben sind. Troß der gesetzlichen Sonntagsruhe sei in der Fabrit schon bis Nach mittags um 1/23 des Sonntags gearbeitet worden. Die Gleichgiltigkeit vieler Blätterinnen gegenüber der Organisation wurde An die Blumen- und Putfeder- Arbeiter und Arbeite- allgemein beklagt und energisch zum Anschluß an die Vereinigung rinnen Berlins und Umgegend. Der herannahende Winter wie zur Agitation für dieselbe aufgefordert. Gerügt wurde schließlich noch die Art und Weise, wie unter den Arbeitern und Mainz, 7. September. Das Kreisamt macht bekannt, daß das wird allen Anschein nach die Krists, die selbst im Sommer von feinem Industriezweige wesentlich gewichen ist, in's Ungemessene Arbeiterinnen der Firma Philippsohn u. Leschziner Geld für Wasser des Rheins als verseucht zu betrachten ist. Die Badeanstalten steigern. Die Wirkungen der immer geringer werdenden Kon- das demnächſtige 25 jährige Jubiläum derselben zusammengebracht am Rhein wurden geschloffen, das Besprengen der Straßen mit fumtionsfähigkeit des Volkes werden zunächst und am stärksten Nach Besprechung einiger Organisations- Angelegenheiten Rheinwasser wurde sistirt, die Waschbrücken sind entfernt worden.Best, 6. September. In den letzten 24 Stunden sind in in denjenigen Industriezweigen empfunden, deren Produkte der wurde die Versammlung geschlossen. großen Maffe des Volkes wohl zugänglich sind, die aber nicht Der Fachverein der Stuckateure Berlins hielt am 12 Romitaten 44 Personen an Cholera erkrankt und 25 gestorben. zur direkten Bestreitung des Lebensunterhalts dienen. Zu diesen 4. September eine Versammlung ab, in der Herr Bildhauer In Budapest ist seit 3 Tagen teine Erkrankung vorgekommen. Amsterdam, 6. September. In Rotterdam sind 2 Grgehören auch die Blumen- und Puzjeder- Industrie, wie über- Schmiedel einen Vortrag hielt über Die ethische Bewegung und frankungen Cholera vorgekommen, in Leerdam vom haupt das ganze Pußfach. Immer später fängt die„ Saison" die Sozialdemokratie". Die Gesellschaft für ethische Kultur hat 4. bis 6. September vier Grkrankungen und ein Todesfall, in an, und immer früher ist sie zu Ende. Die Arbeitslosigkeit wird sich das Ziel gesteckt, die Menschen zu veredeln, sie für ein 4. bis 6. September vier Erkrankungen und ein Todesfall, in lfen am Rhein eine Erkrankung, in Builichem ein Todesfall.infolge dessen immer größer und viel es irgend geht an dem Lohne der Arbeiterinnen schablos dadurch erreichen zu fönnen, daß ein menschliches Fühlen im London, 6. September. Nach amtlicher Meldung find in viel es irgend geht an denen die Prinzipale suchen sich so brüderliches Gemeinschaftswesen zu erziehen. Sie glaubt dies Alfen am Rhein eine Erkrankung, in Zuilichem ein Todesfall. zu halten. Sie verzichten vorläufig noch nicht auf ihre 100 Menschen geweckt wird, damit er die ungerechte, gehäffige Natur, Grimsby gestern 15 neue Cholera- oder choleraartige Fälle vorbis 200. Prozent Nettoverdienst. Mögen sie noch soviel welche im Menschen mehr oder weniger vorhanden ist, selbst gekommen; im ganzen befinden sich 22 Personen in ärztlicher über die großen Bazare Hagen, welche die Waaren halb überwinde. Wenn auch die Sozialdemokratie dasselbe Endziel Behandlung. In Hull sind heute Bormittag zwei neue Erso billig als unsere als Spezialgeschäfte verkaufen. Wir vom verfolgt, so ist sie doch der Ueberzeugung, daß nur durch den tranfungen und ein Todesfall vorgekommen, in Rotherham ein fozialistischen Standpunkte aus tönnen diefe Bazare, als die Kon- politischen und wirthschaftlichen Kampf ein besserer Zustand 7. September. Im hiesigen Lazareth starb ein aus Neapel anTodesfall unter verdächtigen Erscheinungen. Alexandrien, zentration des Kapitals in den Händen einzelner, nur mit Freuden herbeizuführen ist. Die herrschende Klasse als solche, wird durch 7. September. Im hiesigen Lazareth starb ein aus Neapel annur mit wird durch begrüßen. Aber andererseits ist es auch unsere Pflicht, dafür zu den Appell an ihre bessere Natur niemals zu bewegen sein, durch gelangter Passagier während der Quarantäne an der Cholera.sorgen, daß die Arbeiterinnen zur Erkenntniß ihrer Klassenlage friedliche Verständigung auf ihre fich angeeigneten Vorrechte und Ueber den Selbstmordverfuch eines Soldaten wird aus kommen, daß sie sich nicht an die immer schlechter werdende Vortheile zu verzichten. Hat die große Masse der Menschheit, Stuttgart folgendes berichtet: An einem der letzten Abende suchte Lebenshaltung gewöhnen, und so von Stufe zu Stufe degeneriren, die Arbeiter und Unterdrückten, erst bessere Lebensbedingungen fich in Grözingen bei Nürtingen ein Musketier der 7. Kompagnie sondern sie müssen wissen, daß sie mehr zu verlangen haben, als errungen, so wird auch die Ethisirung der Menschen playgreifen. des Infanterie- Regiments Nr. 122 auf der Wache mit einem fie in Wirklichkeit jegt bekommen. Es werden deshalb alle die Bessere gesellschaftliche Zustände fördern auch die Sittlichkeit. Dienstgewehr zu erschießen. Das Geschoß ging aber fehl und jenigen, die gewillt sind, in diesem Sinne mitzuwirken, auf Der Bildhauer Schneider, welcher sich zunächst an der Diskussion schlug in die Decke des Wachlokals. Darauf zeigte sich der Mann gefordert am Sonnabend, den 9. September, Abends 8 Uhr, in betheiligte, meint, die Gesellschaft für ethische Kultur hätte irgend so aufgeregt, daß derselbe faum gebändigt werden konnte. Nach der Bersammlung, welche in den Arminhallen stattfindet, zu erwelche greifbaren Forderungen in ihrem Programm aufstellen seinen Aeußerungen und einem vorher im Wachzimmer geschrie scheinen und dafür zu sorgen, daß dieselbe von Berufsgenossen sollen, um schon in der heutigen Gesellschaftsordnung fittliche benen und dort auf den Tisch gelegten Bettel beschuldigt er tüchtig besucht ist. Näheres Inserate in der heutigen Nummer. Zustände zu schaffen. Redner hält eine vernünftige Produktions- feinen Hauptmann schlechter Behandlung". Die vorstehende J. A.: W. Jäger. weise für die Grundlage der Sittlichkeit. Der einzige Weg, zu Mittheilung ist dem württembergischen Staatsanzeiger" entOb der Reichs- und preußische Staatsanzeiger" Den Mitgliedern der Ortskrankenkasse der Graveure, dieser zu gelangen, fei der politische und wirthschaftliche Kampf. nommen. Bifeleure, Schriftgießer, Glasschleifer und Herr Dr. Förster ist der Ansicht, daß es eine allgemeine ver- wohl jemals ähnliche Fälle zur Kenntniß seiner Leser bringen Porzellanmaler zur Nachricht, daß auch die letzte Wahl- bindende Ethit giebt, die Sittlichkeit müsse nur geweckt werden. wird? versammlung dem Schicksal der vorigen verfallen, indem sie auf brüderung; der harte Ton, in welcher die sozialdemokratische von Koburg wird folgendes schöne Geschichtchen erzählt. Der Auch die besitzende Klasse habe das Verlangen nach einer Ver Die gebührende Antwort. Von dem verstorbenen Herzog den Protest eines Kollegen" von der Aufsichtsbehörde für un giltig erklärt worden ist. Demnach ist ein neuer Wahltermin auf Agitation getrieben werbe, stoße meist bie bürgerlichen Klassen Herzog jagte in Tyrol; vom Gefolge abgekommen, suchte er Montag, den 18. ds, Mts. in den Arminhallen", und zwar für ab. Nachdem noch Kollege Otto Müller zum Bibliothekar ge- allein feinen Weg durch den Hochwald. Auf dem steinigen, die Arbeitgeber um 28 Uhr, für Arbeitnehmer um 1/29 Uhr an wählt worden war, schloß der Vorsitzende die Versammlung. steilen Felswege tommt ihm eine jener Hünengestalten entgegen, beraumt. Es ist nun Pflicht der Kollegen, für Aufrechterhaltung Der Verband in Holzbearbeitungs- Fabriken wie man sie zum Defteren unter den bayerischen Holzknechten der früheren Beschlüffe einzutreten und werden die Mitglieder und auf Holzplägen beschäftigter Arbeiter findet wettergebräuntes Gesicht, luftig und unternehmend hierdurch nochmals dringend ersucht, sich zur Wahrung ihrer und Arbeiterinnen( Ortsverwaltung Berlin I) hielt am funkelnde Augen, der Schnurrbart mit Wichse fein aufgedreht, Interessen zahlreich und pünktlich zum Wahltermine einzufinden; 4. September feine Mitgliederversammlung. Der Vortrag des offen das Hemd über der Brust und ein paar wahre Athletennur diejenigen tönnen wählen, welche mit dem Quittungsbuch Genossen Fritz Hansen über die Sklaverei des Alterthums und beine. Der Mann trägt seine Holzhacke über der Schulter und die erscheinen. Sollte irgendwie zur Kenntniß gelangt sein, daß das die Lohnarbeit der Neuzeit wurde allseitig beifällig aufgenommen. Kragen auf dem Rücken und schielt schmunzelnd hinüber nach dem legte Mal gewählte Delegirte inzwischen aus der Kasse aus- An der Diskussion betheiligte sich Fräulein Baader. Hierauf älteren Herrn, dessen modernes Waidzeug feinen Spott herausfordert. geschieden sind, so ist es im allgemeinen Interesse geboten, dem schilderte Kollege Rüll verschiedene Misstände in den Fabriken, mit verzogenen Mundwinkeln will er wortlos vorbeigehen, als ihn Unterzeichneten hiervon schleunigst Mittheilung zu machen, damit besonders eingehend die in der Frank'schen Fabrik, Mühlenstraße. der Roburger kurz anspricht: Kennt er mich nicht?" Der Einnicht durch Ungiltigkeitserklärung der Wahl dieser Kandidaten Gs herrscht dort eine Arbeitszeit von 13 Stunden und giebt es geborene nimmt langsam seine Pfeife aus dem Munde, schaut das Wahlresultat in unliebsamer Weise- verschoben wird. refultat in un weder eine Frühstücks- noch Vesperpause und nur 1 Stunde prüfend auf den Frager und antwortet endlich bedächtig: Na; J. A.: R. Tieke, Graveur, Mittag. Dabei verdienen die Arbeiter pro Woche 15 M. Herr mer bist denn Du? Kenna thu ich Dich noet!"" Ich bin der Roppenftr. 72, 2 Tr. Franke ist Milionär, seine Arbeiter erhalten aber einen Lohn, Herzog von Koburg", erwiderte der Herzog ruhig. Da verliert Am sich der spöttische Zug im Gesichte des Mannes, die Augenbrauen Streitbrecherisches. Ein Kongreß nichtorganisirter Buch der faum reicht, ein fümmerliches Leben zu fristen. bruder tagt feit Sonntag in Erfurt. Der Zweck des etwa von 10. September findet in Rigdorf eine öffentliche Bersammlung ziehen sich in die Höhe, und mit dem Ausdrucke einer Schätzung Der Vorsigende ermahnt noch, fich mehr an der Unfall des materiellen Werthes der Auskunft flopft er ernsthaft dem 23 Delegirten aus 12 Städten besuchten Delegirtentages ist die statt. Gründung einer Arbeitslosen- Unterstützungskaffe, zu der man be- ftatistit zu betheiligen, da viele Unfälle garnicht gemeldet würden. Herzog auf die Schulter und sagt:" Schau, schau, da host aber a schöne Anstellung! An Herzog! Du fchau, daß dö zeichnenderweise auch von den Prinzipalen einen möglichst hohen Die nächste Versammlung findet ain 2. Oktober statt. Anstellung not verlierst so ane triegst fo Beitrag erwartet. Da ein großer Theil der von indifferenten Tambour- Verein„ Wanderluft". Sonnabend, ben 9. September, I eicht nöt wieder!" und sein verwettertes Hütchen Arbeitern nach Erfurt entfandten Vertreter wenig Glauben an 5. Stiftungsfest in Philipp's Festfälen, Rosenthalerstraße 38. Billets find an Lüftend, kletterte der Holzknecht ruhig weiter seinen Weg zur tterte die Opferwilligkeit und Fürsorge der Arbeitgeber hat, so ist die der Garderobe zu haben. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Süd: Höhe! Zuversicht auf das Zustandekommen dieser Kaffe eine äußerst schule, Mariendorferfir. 5 bei Grube. Güb- ft- Schule, Reichenberger- Was für ein Gesicht das Koburger Fürstlein ob der treffenden schwache, zumal sich ein großer Theil dieser Künstler" bezüglich straße 133. Unterricht über Gefegestunde und Nationalötonomie Dft- Schule, Antwort wohl gemacht haben mag? Nord Schule, Müllereiner Beitragsleistung sehr zugeknöpft verhält. Um nun bei Marfusftr. 31. Unterricht in Gefchichte( alte). diesem Fiasko vor den Blicken spottlustiger Zuschauer bewahrt fraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen unterAus dem Staate der Intelligenz. In der Nummer 36 richtsfächern, mit Ausnahme von Mathematik und Buchführung, fönnen zu bleiben, finden die Sigungen bei verschlossenen Thüren statt, noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. des in Breslau erscheinenden Organs des Ostdeutschen Gastauch die Tagespresse hat keinen Zutritt. Eine am Sonntag Vor- Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8% uhr, wirths- Verbandes" ist folgendes zu lesen: Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Wortgetreues Attest eines amtlich bestallten Fleischbeschauers. mittags 9 Uhr abgehaltene Borberathung fand gleichfalls unter bei Gruber, Mariendorferstr. 5. -Holzarbeiter". Abends 8% Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Veteranenftr. 22. Lese- und Diskutirklub Otto Reimer, Abends 8 Uhr( Original einzusehen.) Gin unter heutige Datutum geschlachtete Die Armen! Wilhelmshavenerstr. 23 bet Stuba.- Distutirklub Auguft Geib tagt jegt Herrn Boguslawsky Gartenstr. Nr. 19 ist metroschisch unterFreitag Abends 8 Uhr Restaurant Zubetl. Ein Militär- Boykott über den Ronsumverein in Hessen Arbeiter- Sängerbund Serlins und Ausgegend. Vorfigender sucht worden und trichinenfrei befunden. Breslau den 18. 1. 93, Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 r. Alle Henderungen im Bereins- P. P. ( Sachsen), ist von dem Oberst des 2. Grenadier- Regiments talenber find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelite. 70. Freitag. Vorstehendes amtliche Attest spricht für die gerühmte SchulNr. 101 verhängt worden, das in diefem Orte einquartirt ge- uebungsitunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser bildung in Preußen ganze Bände. wesen. Der Herr Oberst hatte den Soldaten verboten, im fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.-Nord, BergBormärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. Entgleisung. Genf, 6. September. Der Schnellzug ParisGenf entgleiste gestern bei Rouiszillon, da einige Schienen wurde dieserhalb der Vereinsvorsitzende vorstellig. In Gegen- binber Männerchor Berlins, Solamarktstraße 3, bei Deter. Mat= Gemüthlichteit Pußer, von verbrecherischer Hand entfernt worden waren. E3 wurde wart des Rathsregistrators wurde dem Genannten vom Bürger- glöckchen, Hochftr. 32a, bei mitte. Balme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, niemand verletzt. Der Verkehr ist unterbrochen. meister eröffnet, daß dem Militärkommando ein Schreiben nicht Seydelftr. 30. Karthaus'scher GesangKöpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. zugegangen, von dieser Seite also der Boykott nicht ausgegangen verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Seiſe. Gesangverein Morgen- Ein Hai. Triest, 7. September. Einem Fischer gelang es fei. Hierauf wandte sich der Vorsitzende an den Herrn Ober- roth 2, Charlottenburg, Bismardstraße 74. Arbeiter Gesang bei Bongg einen vier Meter langen der gefährlichsten Gattung Zypographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schrift: angehörenden Haifisch zu fangen. Die Seebehörde wird demamtsrichter. Die Unterredung ergab auch nicht das gewünschte verein. gießer, Kommandantensir, 20, Arminhallen. Gesangverein Nordwacht, Resultat. Da nun der Vorsitzende wiffen wollte, wer eigentlich mullerstr. 7, bet Reichert. Gefangverein Sch margendorf in Schmargens felben eine Belohnung auszahlen. Konsumverein Waare zu entnehmen. Bei der Polizeibehörde traße 68, bet seller. Summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bet Tempel. Bu V Depeschen. Privat Telegramm des Vorwärts". ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Osnabrück, 7. September. Relembräder. Das öffentliche Singen des Kneipverses 1 Johann Jakoby. Allerdings wäre eine Verfolgung aus ,, o. b. G., t. b. u. e. und schenk uns noch 4 Weißen ein" tann§§ 112, 89, 90, 82, 83, 85, 86 Str.-G.-B. möglich. Selbstredend als Verstoß gegen§ 166 Str.-G.-B. erachtet werden. ist nicht Rücksicht hierauf, sondern die Erwägung für Bekämpfung A. 2. 75. Jus primae noctis heißt das Recht der ersten des N.'schen Antrages maßgebend gewesen, daß derselbe unausMannheim, 7. September. Glänzender Sieg der sozial: Nacht. Es bestand in dem Recht des Feudalherren ohne führbar, findlich und lediglich zu gunsten unserer Gegner wirkdemokratischen Liste. deffen Genehmigung, wie im Königreich Stumm, eine Heirath fam wäre. der Leibeigenen unzulässig war bei weiblichen Leibeigenen die H. B. 35. Der Vater hat das Recht, auf den Nachlaß eheliche Pflicht des Gatten in der Hochzeitsnacht auszuüben. Die feiner Frau zu verzichten oder unter Einwerfung seines am Rechte, nie paragraphirt. Daß solch Recht thatsächlich zu nehmen, die zweite Hälfte den Kindern zu überlassen. Liegt Eristenz dieses Rechts ist allerdings, wie die vieler anderen Todestage vorhandenen Vermögens die Hälfte der Gesammtmasse vorhanden gewesen, ergiebt sich nicht nur aus der ökonomischen ein Testament vor, so richten sich die Rechte nach diesem. Abhängigkeit der Leibeigenen, sondern wird auch durch mancherlei P. 2. 72. Nach Ablauf der 14 Tage. direkt bestätigt. Die verschiedensten Versuche, das zweifellose Petr. Lohnarrest wegen rückständiger Steuern ist in Vorhandensein eines Schürzenschillings"," Jungfernzinses" und Preußen bezüglich der höchstens ein Vierteljahr rückständigen dergleichen nicht als eine zur Ablösung dieses Nachtrechts be- zulässig. stimmte Abgabe, sondern als eine harmlose Abgabe an den Grundherren hinzustellen, find verfehlt. Der noch heute in weiten Vertrag geschlossen, ist unerheblich. F. S., Müllerstraße. Ob Sie einen schriftlichen Es kommt lediglich darauf Kreisen der bäuerlichen Bevölkerung geübte liebliche Brauch" an, ob Sie einen bestimmten Preis für die Benutzung einer be der Brautleute, die Hochzeitsnacht in eine vor der Verheirathung stimmten Wohnung vereinbart hatten. War dies der Fall, so liegende Zeit zu verlegen, wird wohl mit Unrecht auf das Be- liegt ein Miethsvertrag vor. Der Inhalt desselben ist vollgiltig, streben zurückgeführt, dem Recht des Feudalherren zuvor- wenn der Jahresmiethszins unter 150 M. beträgt, der Vertrag zukommen. ist nur auf ein Jahr giltig, wenn der Miethspreis mehr beträgt. A. V. Wenn rücksichtlich der Kündigungszeit nichts ver- Während der Miethszeit können Sie gegen Ihren Willen zum einbart ist, so läuft Ihr Miethsvertrag ein Jahr lang vom Verlassen der Wohnung nicht gezwungen werden. Sprechen Sie Tage des Miethsverhältnisses ab. gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. Im Stüveschachte der bei Osnabrück gelegenen Beche Biesberg" verunglückten heue neun Bergleute infolge Wasserdurchbruchs. Leets, 7. September. Heute Nachmittag fanden in Chidswell eruste Ruheſtörungen statt. Die Grubenarbeiter warfen die Polizisten mit Steinen, welche darauf mit Gewehr und blanker Waffe wiederholt vorgingen. Zahlreiche Polizisten wurden verwundet. In Heckmondwife gingen die Streifenden ebenfalls mit Steinen gegen die Gruben- Direktoren und Polizisten vor und zerstörten die Gebäude. ( Depeschen des Burean Herold.) Brüffel, 7. September. Einer Verordnung der Regierung zufolge wiesen sämmtliche Gouverneure die Gemeindebehörden an, alle Vorräthe an deutschen Streichhölzern mit Beschlag zu belegen und die Inhaber zu protokolliren. Bordeaux, 7. September. Nachdem die Direktoren der großen Petroleumraffinerie das Arbeitersyndikat nicht anerkannt haben, find die Arbeiter in den Streik eingetreten. Warschau, 7. September. Nach amtlichen Berichten ist zur Zeit das Gouvernement cholerafrei. Im Gouvernement Kalisch, besonders in der Stadt Kalo ist die Cholera in rapider Abnahme begriffen. Briefkaffen der Redaktion. Bielefeld. Der Vorwärts" veröffentlicht im Sprechfaal grundsäßlich nur mit Namensunterschrift des Einsenders verfehene Artikel. " H. H. 5. Wegen Schulverfäumniß fann Strafe eintreten, wenn die Religionsstunde verfäumt ist. Versäumniß der nicht zum Schulunterricht gehörenden Konfirmationsstunden ist nicht strafbar. Albert Otto. Nein. H. B., Gartenstraße. Sie können entweder die Erbschaft antreten dann müssen Sie Ihr am Todestage vorhanden gewefenes Vermögen mit dem Nachlaß Ihrer Frau zusammenwerfen und erhalten von der Gesammtmasse eine Hälfte oder Sie entsagen der Erbschaft in den Nachlaß, dann können Sie Ihre Forderungen( wegen Begräbniß) gegen die Erben geltend machen, falls diese nicht vorziehen, die Sachen Ihnen zu überlassen. $. 28. 3 Wettende. Es besteht nur eine Verpflichtung, geaichte Gefäße zu benutzen. Auch bis zum Aichstrich zu füllen, gebietet fein Gesetz dem Wirth, es sei denn, daß der Gast ein bestimmtes Maaß verlangt. R. W. H. Die preußischen Strafanstalten unterstehen theils der Aufsicht und dem Ressort des Ministers des Innern, theils dem des Justizministers. Eine gefeßliche Regelung des Strafvollzugs existirt in Preußen nicht. An deren Stelle sind Segeberg. 1. Der Brief enthält keine Erpressung. 2. Die eine Unzahl älterer und neuerer Reglements und Hausordnungen Sachen bleiben Ihr Eigenthum. Verkauft der Betreffende sie in Geltung. Eine Zusammenstellung derselben ist uns nicht bedennoch, so macht er sich der Unterschlagung schuldig und ist fannt. Die Strafanstalten selbst sind z. B. im preußischen Etat Ihnen gegenüber erfaßpflichtig. 3. Weshalb Sie die Klage auf verzeichnet. Ueber die Frage, ob und wie weit förperliche Herausgabe der Sachen nicht fortgeführt haben beziehentlich nicht Züchtigung als Disziplinarmittel angewendet werden dürfe, Surch Ihren Vormund haben fortführen lassen, wird aus Ihrer gehen die Ansichten weit auseinander. Wiederhol: find im Darlegung nicht klar. Landtag über die thatsächliche Ausübung dieses Zuchtmittels" Debatten gepflogen( so etwa in den Seffionen 1879-1883). Zu genauerer Darlegung der Einzelheiten gehört ein eingehenderes Studium. Unseres Dafürhaltens gehört die Anwendung der Züchtigung trok ministerieller Anordnungen und Hausordnungen zu der Kategorie von Verbrechen, die nicht unter Anklage gestellt werden, weil kein Antläger seine Vorgesezten anzutlagen sich bereit finden wird. Hirschberg. Ja. R. C. Die Kosten hat der unterliegende Theil zu zahlen. Db und inwieweit Kosten entstanden sind, entscheidet das Gericht. Sie zahlen. Lohnarrest ist derenthalben nicht zulässig. G. 2., Charlottenburg. Die Desinfektionskosten müssen Ein Gänsetreiber. Zur Einbehaltung sind die Betreffenden berechtigt. Die Strafe wegen Unterschlagung der Thiere kann etwa 14 Tage Gefängniß betragen. K. M. 98. Die Einigung ist unerheblich. Die Strafverfolgung wegen Unterschlagung verjährt in fünf Jahren. E. Pankow. Das Recht steht Ihnen zu. Ackerstr. 110. wird Etwaiger Steuerrückstand Trattament nicht abgezogen. Dom R. W., Amerika, New York. 1. Ihre angekündigten Mittheilungen sind noch nicht hier eingelaufen. 2. Trotz theilweise entgegenstehender Staatsverträge läuft der Militärflüchtling Gefahr, hier in die Ferienkolonien gesteckt und bestraft zu werden, wenn er zurückkehrt. South Boston. Nach§ 34 Abs. 4 Invaliditätsgesetzes ruht die Rente solange der Berechtigte nicht im Inlande C. H. Besten Dank. Klagen Sie doch gegen den ehrbaren wohnt". Für die Dauer einer Reife, falls der Berechtigte Ein Frrthum bezüglich der Vermögensverhältnisse Meister abermals( auf Herausgabe der Sachen) beim Gewerbe- seinen hiesigen Wohnsitz während des Aufenthalts im AusIhrer Zukünftigen bildet später auch dann keinen Scheidungsgericht. land nicht aufgiebt, ist die Rente also zu zahlen. Demnach wird grund, wenn der Irrthum durch die Braut vorsätzlich herbei- S. in Neu- Ulm. Dem Betreffenden steht ein Anspruch es vortheilhaft sein, den hiesigen Wohnsitz nicht aufzugeben, vergeführt war. leider nicht zu. reisen kann der Betreffende trotzdem. 14 große Fenster. Elektrische Beleuchtung.. Achtung! Arbeiter! 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