Nr. 236. übonncmentS'Bcdingungcn: »bonnkmcntS■ PrciS pränumerando! Licrtcljährl. 330 SKf., nionatl. 1,10 Tit., wöchenllich 20 Pfg, frei ins Haus. Ginjclnc Nummer 5 Pfg. SoniUags. Nummer mit illustrierter Sonniaas- BcUagc.Die Neue Seit" 10 Pfg. Poit- kibonncmcnl: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland Z Marl pro Monat. Postabonncuients nehmen an: Belgien. Dänemarl, Holland. Italien, Luxemburg. Portuaal, Äumänicn, Schweden und die Schweiz, 28. Jahrg. VIe Inlettionz-Lebllhi' beträgt für die scchSgcspaltcue Kolonel« zeile oder deren Raum 00 Pfg.. für polilischc und gewerlschastliche Vereins- und VerlomittliingS, Anzeigen 30 Pfg. „Aitin- Hnztigtn", das settgedruckie Wort 20 Pfg. fzulässtg 2 fettgebruSle Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. klellengesuche und Sck)lafstellenan- zeigen daS erste Wort 10 Psg., jcdeS weitere Wort S Pfg. Worte über IS Buch- 'laben zählen für zivci Worte. Inserate ftXjj........... tl« 1 it die nächste Nuumier uiüiieu bis _ Uhr nachmittags in der Expedition »pgegcben werden. Die Expedilion ist bis 7 Uhr abends geöffnet. ciliWM Iszlich außer dootasi. Vevlinev Volksblnlt. Zcntralorgan der rozialdemokratifchen parte» Deutfchtands. Zelegramm- Adresse: «SMlaldtoiskrat Bcrlia'* Redaktion; 8CQ. 68, Lindcnstrassc 69* Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 8. Oktober 1911. 6xped»tion: SM. 68, Lindcnstraeae 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1981. Sie Kritische Sozialistische Kartei. Manchester, 5. Oktober. Die sozialistische Internationale ist um ein neues starkes Glied gekräftigt worden. Vertreter aller wichtigen Sektionen des britischen Sozialismus sind in Manchester, der Geburts- statte so vieler politischer Gedanken und Gebilde, zusammen- getreten und haben einmütig beschlossen, sich zu einer geeinig- ten sozialistischen Partei zusammenzuschließen. Geleitet von dem festen Entschluß, die sozialistische Einigkeit herbeizu- führen, unterdrückte jede der vertretenen Sektionen ihre Sonderanschauungen, die in diesem Paradiese des Jndividua- lismus so üppig ins Kraut schießen, und half begeistert an der Vollendung eines Werkes, dessen gute Folgen sich bald nicht ollein in Großbritannien, sondern auch weit hinaus über die Grenzen dieses Landes bemerkbar machen werden. Man war des langen Haderns müde. Man fühlte, wie absurd es ist, daß in dem ältesten Jndustrielande die sozialisti- sche Bewegung aus Mangel an Organisation dahinvegetiert, während sie in den jungen benachbarten Industrieländern von Sieg zu Sieg schreitet. Eine gewaltige Aufregung hatte sich des Volkes bemächtigt. Die britische Arbeiterschaft beherrschte eine tiefe Unzufriedenheit. Jedermann fühlte, daß es so nicht weiter gehen könne. Man verlangte mehr vom Leben, mehr von den Reichtümern, die das Hirn oder der Arm des Proletariats in stetig steigender Menge schaffen. Und während sich die Arbeiter in harten Käinpfen vor den Mauern Trojas schlugen, saß der sozialistische Achilles mürrisch in seinem Zelte. Die Lage war unerträglich ge- worden. Das wurde allenthalben gefühlt. Jetzt oder nie mußte es zur sozialistischen Einigung kommen. Wie sehr die jüngsten Ereignisse, der Sympathie- und Generalstreik, den Zusammenschluß aller Sektionen förderten, beweisen die langen Diskussionen über diese Gegenstände, die auf der Einigungskonferenz geführt wurden. Man war zu- sammengekommen, um eine politische Partei zu gründen, kam aber immer wieder auf die vergangenen und bevorstehenden Streiks zu sprechen. Tie Freunde der„industriellen Aktion" verlangten beharrlich, daß die neue Partei in ihrer Prin- zipienerklärung die„industrielle Aktion", unter der die meisten wohl den Sympathie- und Generalstreik verstanden, als eins ihrer Kampsmittel anerkenne. Zuerst forderte man sie als vornehmstes Kampfmittel der Partei; schließlich wollte man sich damit zufrieden geben, wenn der neuen Bewegung wenigstens die Sympathien der Sozialistischen Partei erklärt würden. Es schien allgemein das Gefühl vorhanden zu sein, daß man die Flut nicht verpassen dürfe, daß es die erste Auf- gäbe der neuen Partei sein müsse, der Arbeiterrevolte Ziel und Ideale zu geben. Die Konferenz lehnte die Anträge zu diesem Punkte ab, erklärte aber, daß die Partei aufs engste mit den wirtschaftlichen Organisationen des Proletariats zu- sammenarbeiten werde. Es war auch interessant, den Umschwung zu beobachten. der sich in den grundsätzlichen Anschauungen in den letzten fahren und besonders in den letzten Monaten vollzogen hat. Tie Genossen, die man bisher als die Radikalen bezeichnet hat, kamen zu der Konferenz, bereit, den Gemäßigten alle Zuge- standnisse zu machen, die mit den Prinzipien des Sozialismus vereinbar sind. Sie hatten es nicht nötig; die sogenannten Gemäßigten traten radikaler auf als die„Radikalen". Sie waren es, die die Ausmerzung des Passus über unmittelbare s!*.r Reformen in der Einigungsresolution verlangten und durchietzten. Dies kann nun allerdings den Anschein erwecken, onf s. dadurch das Kind mit dem Bade verschüttet w'orden. Uber den Befürwortern der Streichung handelte es sich vor allem darum, selbst den Schein zu vermeiden, als ob die sozia- Ilstlschen Bestrebungen mit der bürgerlichen Sozialreform »dcntnch wären. Man wollte klar zum Ausdruck bringen, daß geeinigt« Partei nicht gesonnen ist, mit kleinen und klein- lichen Reformen ein Flickwerk an der bestehenden Gesellschaft auszufuhren, sondern danach trachtet, die kapitalistische Ge- scllschast durch tief einschneidende Maßregeln gänzlich umzu- formen. Schade war es. daß die I. L. P. nicht offiziell aus der Einigungskonferenz vertreten war. Diejenigen ihrer Mit- glieder, die erschienen waren, gehörten zu den begeisterten Befürwortern der sozialistischen Einigung. Hoffentlich ändert diese Sektion bald ihren Sinn und tritt der neuen Partei offiziell bei. Wenn man den Geist, der sich auf der Konferenz fühlbar machte, als typisch für die ganze sozialistische Bc- wcgung des Landes betrachten darf, so kann man versichern, daß fortan nichts mehr die sozialistische Einigkeit und den Fortschritt der geeinigten Partei stören und hemmen kann. Tie Masse der britischen Sozialisten will die Einigkeit und dieses Wollen wird alles überwinden, was bisher zur Zer- splittcrung unserer Streitkräfte in diesem Lande beige- tragen hat. Line lfoirentzt. Ans Wien wird uns vom 6 Oktober geschrieben: Die Tat eines Narren hat gestern Oesterreich in größte Bestürzung gesetzt. So groß die politischen und namentlich die nationalen Gegensatze hierzulande sind, so heftig die Leidenschaften auch immer toben: zu Attentaten hat sich die Siedehitze doch niemals gesteigert. Mit der alleinigen Aus- nähme des Anschlags, dem vor drei Jahren der galizische Statthalter als Opfer fiel, ist Oesterreich von keinem Attentat heimgesucht worden, ist der politische Kampf immer in den Grenzen der Menschlichkeit geblieben. Umso größer ist des- halb die Erregung über die Schüsse, die gestern von der Par- lamentsgalerie auf den Justizminister abgegeben wurden und deren Vorsatz nach dem Geständnis des Attentäters die Ermordung des Ministers gewesen sein soll. Dazu kommt noch der Schauplatz der Tat, der Saal der Volksvertretung, der durch die Mordtat tief profaniert wird, dazu kommt auch die Person des Opfers, in der in keiner Hinsicht irgendwelche Herausforderung zu dem Anschlage steckt. Herr v. H 0 ch e n- b u r g e r ist zwar als Justizminister eine wenig sympathische Figur, und, wie viele Erfahrungen zeigen, mit den bureau- kratischen Lastern des Polizeiösterreich reichlich infiziert. Aber von einem Alba hat er nichts an sich und schwerere Klagen, als sie der Minister eines Klassenstaates weckt, sind gegen ihn nicht vorzubringen. Schon deshalb hat jenes vernunflose Attentat einen so abstoßenden Eindruck. Wie ist nun die Untat zu erklären? Das Gelichter, das von der Verleumdung der Sozialdemokratie lebt, ist mit der Erklärung natürlich rasch zur Stelle. Der Attentäter ist ein Sozialdemokrat, also ist es ein„sozialdemokratisches Atten- tat", und wenn es die Partei schon nicht direkt angestiftet hat — es gibt übrigens auch solch Gesindel in Oesterreich, das selbst diese hirnrissige Verleumdung wagt— so ist es doch wenigstens die„Frucht ihrer Verhetzung", die Wirkung ihrer „hetzerischen" Reden und Agitationen, also von ihr verschuldet und von ihr zu verantworten. Aber der Stumpfsinn dieser Anschuldigungen ist spottleicht zu widerlegen. Der Attentäter ist ein Dalmatiner, der nur gebrochen deutsch spricht, nur gerade so viel deutsch versteht, um sich not- dürftig verständigen zu können. Von jenen höchst gefährlichen aufhetzerischen Reden hat er kein Wort ge- hört, die Berichte über die Versammlungen hat er nicht gelesen, in den Bannkreis der angeblich so Verhängnis- vollen Agitation ist er gar nicht getreten. Wohl hat er sich in Talwatien auch als Sozialdemokrat ausgegeben und be- tätigt. Aber daß in dem weit entfernten dalmatinischen Nest die Wellen der Erregung nicht hoch gegangen sind, daß er in S e b e n i c 0, wo es kaum eine Handvoll Sozialdemokraten gibt, wohin wahrscheinlich keine sozialdemokratische Zeitung, sicher aber kein Wiener Parteiblatt hingelangt, wo nicht ein- nial Versammlungen stattfinden, nicht in den Zustand einer besonderen Erregung geraten konnte, ist klar. Aber das Ent- scheidende ist, daß der Mann seit einem Monat ein echtes Lotterleben führt. Wie der Polizeibericht erzählt, ist der Mann vor etwa zwei Monaten durch Erbschaft in den Besitz von etwa dreitausend Kronen gekommen, für einen dal- matinischen Tischlergehilfen keine unbeträchtliche Summe. Im vorigen Monat hat er Sebenico verlassen und ist mit dem Gelde nach Spalato gekommen, wo er, da er dort drei Jahre als Soldat gedient hatte, zahlreiche Freunde hat. Mit denen hat er einen Monat lang gelumpt und den größten Teil des Geldes durchgebracht. Die Nächte verbrachte er in Verrüfe- neu Lokalen der Hafenstadt, holte sich dabei auch eine Ge- schlechtskrankheit. Von der Tcucrungsbewegung ist er also ganz unberührt geblieben und von ihr überhaupt nicht erfaßt worden. Er hat in Spalato gezecht und flott gelebt und ist dann mit dem Rest des Geldes nach Wien als ein neugieriger Provinzler gekommen. Welcher Blödsinn ist es demnach, von diesem Menschen als von den sozialdemokratischen Reden, von denen an sein Ohr nicht der leiseste Widerhall gekommen ist, verhetzt und aufgeregt zu schildern! Daß er ins Abgeord- netenhaus nur zufällig gekommen ist, steht fest. Von der Rede Adlers hat der Mann, der auf der zweiten Galerie saß. wo man überhaupt von dem, was im Saale ge- sprachen wird, nichts hört, kein zusammenhängendes Wort vernommen: er wäre infolge seiner mangelhaften Kenntnis der deutschen Sprache auch ganz unfähig gewesen, die Rede zu verstehen. Ob er nun den Vorsatz gehabt Hai, ein Attentat auszuüben, worauf der mitgenoinmene Revolver schließen lassen könnte, und die ausfallende Figur des Justiz- Ministers ihn diesen als zufälliges Ziel erwählen ließ, oder ob die physische Depression, der er infolge des wüsten Lebens der letzten Tage verfallen sein mag, in Verbindung mit den: jähzornigen Blute den Wabnsinnsentschluß plötzlich erregte, das liegt natürlich im Dunklen und wird wahrscheinlich nicht mehr aufzuklären sein, um so mehr als der Mensch nunmehr den„Helden" posieren wird, wobei er von den Leuten, denen es um ein„sozialdemokratisches Attentat" z» tun ist. natürlich nur ermuntert werden wird. Aber klar ist dieses: Das Atten- tat hat, obgleich der Attentäter ein Sozialdemokrat sein mag. mit der Sozialdemokratie als Partei, als Weltauffassung, mit ihrer Arbeit und auch mit ihrer Teuerungsagitation, gar n i ch t s? u s ch a s f e n. Es ist die Tat eines Narren oder Entarteten, den die Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie von seinem Verbrechen eben nicht zurückgehalten hat. Trotz der Klarheit der Tatsachen ist natürlich die Meute der Verleumder am Werke, um das Attentat, nach einem Worte und auch nach dem Vorbild Bismarcks, der Partei„an die Rockschöße zu heften". Aber daß der Tischlergehilfe aus Sebenico. wo es keine Sozialdemokraten gibt, der während des Monates, da die Teuerungsaktion ihren Höhepunkt er- reicht hatte, in Spalato ein fröhliches Leben führte und sein Geld verputzte, nach Wien gekommen sei. um die Idee des Sozialdemokraten zu vollstrecken, das ist eine so groteske Entstellung der Wahrheit, daß der Einfall, den Armseligen und seine sinnlose Tat als Frucht unserer Agitation auszu- geben, an seiner abgrundtiefen Lächerlichkeit zu Schanden werden wird. Politisches Lumpentum. Zu den klerikalen Hetzblättern gesellt sich heute die Parteiamt- liche„Nationalliberale Korresponden z", die ja über- Haupt in der schmutzigsten und perfidesten Weise den Kampf gegen unsere Partei zu führen gewohnt ist. In der letzten Nummer wird nicht nur der absurde Versuch unternommen, die liberale portu- giesische Republik als sozialdemokratische Frucht hinzustellen, natüc- lich ist auch das„Attentat im Wiener Parlament" eine„sozialdemo- kratische Frucht". Nach dieser„vornehmen" Manier kann man getrost auch die deutschen Nationalliberalen für das Nobiling-Attentat verantwortlich machen, denn es ist seinerzeit festgestellt worden, daß Nobiling Mitglied einer nationalliberalen Organisation gewesen ist und in solchen Vorträge gehalten hat. Wenn bisher noch nie- mand den Versuch gemacht hat, jenes Attentat auf nationalliberalcs Konto zu setzen, so nur, weil noch niemand auf das Niveau der „Nationalliberalen Korrespondenz" herabgesunken ist. Die klerikale Presse verbreitet heute eine ganz nieder- trächtige Verleumdung. Danach habe der sozialdemokratische Abgeordnete H i l l e b r a n d nach dem Attentat gerufen:„So wollen wir es haben." Genosse Hillebrand stellt in der Wiener „Arbeiterzeitung" fest, daß an dieser Verleumdung selbstverständlich kein wahres Wort ist. Hillebrand teilt mit: „Wie ich erfahren habe, und wie zu' beweisen ist, war es der agrarische Abgeordnete L u k s ch, der im Parla- ment herumerzählte, ich hätte jene unsinnige Aeußerung getan. Vom Abgeordneten Genossen Schäfer gestellt, verlegte sich Herr Luksch aufs Leugnen und erklärte, er habe nicht behauptet, daß ich jenen Zwischenruf gemacht habe, und könne das auch nicht behaupten, weil er keinen solchen Ruf au» meinem Munde gehört habe. DuS zeigt, wie leichtfertig solche Märchen in die Welt gesetzt werden." Ob die klerikale Presse noch soviel.Anstand aufbringen wird, ihre Verleumdung zu widerrufend Eine bürgerliche Stimme. Die Wiener„Neue Freie Presse", das Blatt der Groß- bourgeoisie, schreibt über das Attentat: „Die Seele dieses Mörders aufzublättern und darin zu lesen, ist nicht leicht. Er bekannte sich zur Sozialdemokratie, wie einst Hödel, der auf den Kaiser Wilhelm geschossen hatte, aber von Bebel und Liebknecht dem Christlichsozialen S t ö ck e r zugewiesen wurde. Nachdem der kroatische Tischlergehilfe aus Sebenico den Revolver abgefeuert hatte, soll er gerufen haben:„Hoch die Sozial- demokratie!" Wie kommt es jedoch, daß ein Tischlergeselle aus dem fernen Sebenico in Dalmatien, der erst vor wenigen Tagen in Wien eingetroffen ist und vielleicht schlecht Deutsch spricht, über die Gerichtsverhandlungen so genau unterrichtet war und von seinem Mitgefühl bis zum Morde fortgerissen wurde? Aus dem dalma- tinischcn Städtchen sollte ein Rächer herbeieilen, und ein Tischlergeselle soll wissen, welchen Zusammen- hang der Justizmini st er mit den Gerichten hat und welcher Einfluß ihm zusteht und nicht zusteht? Die Tischlergesellcn aus Sebenico sind schwerlich luristisch so Gebildet, daß sie eine Mre Vorstellung von dem haben, was der ustizminister ist und welche Schleichwege er zu den Richtern finden kann. Das sind Dunkelheiten, in die hineingeleuchtet werden muß. damit die Ueberzeugung, daß in dem widerwärtigen Mordanschlage trotz der unklaren Beweggründe doch nur Zufälligkeiten zu erkennen sind, durch die Erforschung der Ta.tsachen befestigt werde. ... Das Attentat gegen den Justizminister wurde in einem Parla- mente des allgemeinen Stimmrechtes begangen; in einem Hause, wo nahezu achtzig Sozialdemokraten sitzen und sich Gehör ver- schaffen. Die Verbrecherromantik des politischen Mordes paßt ein- mal nicht für uns, und deshalb ist es so wunderlich, daß sie aus Sebenico, wo die Teuerung sicher mildereFormenhat und weniger drückend ist, nach Wien gebracht wurde. Ein Tischler aus Dalmatien reist zur See und zu Land, fährt zwei Tage und gebt auf die Galerie des Abgeordnetenhauses, um die strengen Urteile der Wiener Richter am Leibe des Justizministers zu rächen. Das ist grotesk; das ist beinahe lacherlich. August Bebel erzählt im neuesten Bande seiner Denkwürdig- leiten, daß die sozialdemokratische Partei nach dem Attentate von Hödel im Reichstage gesagt habe, sie verurteile den Mord in jeder Form und fasse die wirtschaftliche und politische Ent- Wickelung als von dem Willen einzelner Personen gan* unabbänaia auf. Die österreichische Sozialdemokratie kann gewiß das nämliche Bekenntnis ablegen und den Tifchlcrgehilfen aus Sebenico von ihren Rockschößen ab- schütte! n."--"~ Der Krieg. Wesentliche Veränderungen der Kriegslage sind seit gestern nicht eingetreten. Die Italiener fühlen sich als Herren der Situation, weil ihre Flotte mit leichter Mühe die tripoli- tanische Küste beherrscht. Allzu große Verluste haben die Türken bei der Beschießung von Tripolis und der Küstenforts nicht erlitten: 12 Tote und 20 Schwerverwundcte sollen in den verlassenen Befestigungen aufgefunden worden sein. In Konstantinopel wird freilich behauptet, daß auch zahlreiche Bewohner der Stadt Opfer der italienischen Schrapnells und Granaten geworden seien. Ueber den Verbleib der türkischen Truppen liegen auch heute keine Nachrichten vor. Italienische Depeschen verkünden unter großem Jubel, daß die Araber der Küste dem italienischen Marinekommando ihre Unterwerfung an- gekündigt hätten. Das ist sehr leicht möglich, beweist aber noch nichts gegen die Annahme, daß die Araber und Berber des tripolitanischen Binnenlandes den italienischen Eroberern mit den Waffen in der Hand entgegentreten werden. Die Mauren der nordafrikanischen Kiistenstädte haben schon längst die kriegerischen Eigenschaften ihrer Stammesbrüder im Innern verloren, sie sind als Handeltreibende oder durch ihren Besitz auf die Stadt angewiesen, so daß ihre Unterwerfung, die noch lange nicht ehrlich gemeint sein braucht, schon begreif. lich ist. Diese zum größten Teil degenerierten und Veriveich. lichten Araber oder Mauren werden sich, falls den Italienern das Kriegsglück nicht treu bleiben sollte, ebenso leicht ivieder auf die andere Seite schlagen. Von einer demütigen Unter- werfung der Berber- und Äraberstämnie im Innern werden die Italiener sicher nicht so leicht und so schnell berichten können. Eine Verschärfung der Spannung zwischen Griechenland und der Türkei ist durch die Landung türkischer Truppen auf der Insel S a m o s eingetreten. Diese Insel, deren 30000 Einwohner fast nur aus Griechen bestehen, ist ein Fürstentunl, das nur nominell unter türkischer Ober- Hoheit steht. Das Londoner Protokoll von 1832 stellte das Fürstentum unter den Schutz von Frankreich, England und Rußland und billigte ihm eigene Verwaltung zu. Samos muß der Pforte jährlich 30000 M. Tribut zahlen, die Türkei darf aber ohne Zustimmung des Fürsten keine größere Truppenmacht auf der Insel landen. Da die auf Samos wohnenden Griechen schon immer eine Vereinigung mit Griechenland anstrebten, so wird die Landung der fünf- hundert türkischen Soldaten die Erregung in Griechenland noch steigern. Die türkische Regierung hat offiziell noch keine allgemeine Mobilmachuugsorder ausgegeben; alle Anzeichen deuten aber darauf hin. daß das Heer in Kriegsbereitschaft gesetzt wird und daß man sich zu einem Kampfe nach mehreren Fronten hin rüstet. Aus Aegypten kommt über London die allerdings un- bestätigte Nachricht. daß die B e d u i n e n st ä ni m e Aegyptens sich bereit.halten, um ihren tripolitanischen Glaubensgenossen gegen die Italiener zu Hilfe zu kommen. Die Verluste der Türken. Konstantinopel, 7. Oktober. Nach einer hier verbreiteten Depesche des Kriegsministeriums hatten die Türken infolge des B o m b a r d e m e n t s der Mistenbatterien von Tripolis durch die italienische Flotte am 3. Oktober zwölf Tote und dreiundzwanzig Verwundete. Einige italienische Kriegs- schiffe sollen durch die Geschosse der türkischen Batterien be- schädigt worden sein. Wie einige Blätter melden, wurde gestern nacht der kleine Hafen von S u c i d y e im Wilajet Aleppo von einem italienischen Kreuzer bombardiert, ohne daß Schaden angerichtet wurde. Gleichzeitig wird eine Depesche aus London veröffentlicht, nach der die dort ansässigen Mohammedaner den Erlaß eines Jrades betreffend den Boykott derJtaliener verlangen. Die Türken auf SamoS. Athen, 7. Oktober. Nach einer Meldung �der„Agence d'Athönes" landeten die Türken gestern 500 Soldaten auf Samos. Von griechischer Seite wird dies als eine V e r- letzung des von Frankreich, England und Rußland garan- tierten völkerrechtlichen Status der Insel erklärt. Der wirtschaftliche Krieg. Rom, S. Oktober. Wie die„Agenzia Stefani" auS Saloniki meldet, sind am DieuStag auf Befehl der türkischen Behörden sSmt- liche italienischen Handelshäuser und Warennirdcrlagen, ebenso wie die große italienische Bank M-diano geschloffen worden. Infolge der Tätigkeit deS Komitees für Einheit und Fortschritt sind in Saloniki weit schärfere Maßregeln gegen die Italiener ergriffen worden als anderswo. In dem jetzt für türkisch erklärten italienischen H o s P i t a l ist allen Italienern, selbst dem Leiter, der Eintritt verboten worden. Ausländische Aerzte versehen den Dienst ganz allein, da die Krankenschwestern nicht unter türkischen Vorgesetzten dienen wollen und sich zurückgezogen haben. Zahlreiche Italiener find nach Serbien abgereist. Der frühere Großwesir über die Kriegslage. Paris, 7. Oktober. Ein Vertreter des„Matrn" hatte eine Unterredung mit dem früheren Großwesir Hilmi Pasckia über die Lage und erhielt folgende Antwort: Die Feindseligkeit e n werden sicherlich noch lange fortgesetzt werden, denn kein türkisches Ministeriun, kann die Möglichkeit in» Auge fassen, in Unterhandlimgen mit Italien wegen einer Abtretung von Tripolis gegen eine Geldentschädigung einzutrete»,. Das Ministerium, das einen solchen Friedensvertrag unterzeichnen würde, würde von der öffentlichen Entrüstung fortgefegt Iverden. Europa muß der Macht des r-ligiösen Bandes, das die mohammedanischen Völker vereinigt, Nechnimg tragen. Europa muß intervenieren und eine gerechte Lösung für den Konflikt finden. Der Augenblick ist n o ch n i ch t gekommen, um andeuten zu können, welches von uiiscrem Gesichtspunkt aus diese gerechte Lösung wäre. Wir warten ab und werden bis an? Ende aushalten. Die Italiener verniögen übrigens nichts gegen miS, da unsere Flotte in Sicherheit ist. Wir köiinen einen Angriff an alle» Punkten außer Trip olis zurückschlagen. aber auch dort wird die Landung sehr sclnvicrig sein»»d die Besetziii, gSoperationen werden lange dauern. Wir können dann gegen die Italiener, die in der Türkei wohnen, alle Maßregeln ergreifen, zu denen wir dmch die Umstände genötigt sind, wobei wir die Gesetze der Menschlichkeit be- achten werden. Wir können dem italienischen Handel ini- ersetzlichen Schaden zufügen. Dieser Zustand kann lange dauern, wenn nicht Europa in aller Gerechtigkeit einschreitet,»nd kann so die größte Gefahr für den Weltfrieden m»tsich bringen. Zur Ccbensmlttelteuerung. Freisinnige Doppelzüngigkeit. Wie der..Vorwärts" kürzlich feststellte, haben die sortschritt- lichcn Königsbcrger Stadtverordneten gegen den von den sozial- demokratischen Stadtverordneten gestellten Antrag gestimmt,� der Königsberger Magistrat möge die zuständigen Stellen des Deutschen Reichs ersuchen, in Anbetracht der Teuerung die Lcbcnsmittelzölle, Grcirzspcrren und das G e t r cid e e i n f u h r s ch e i n s y st e m aufzuheben. Nur für die Aufhebung der Futtermittelzölle und der Vieheinfuhrverbote waren die Königsbcrger Freisinnigen »u haben. Einige FreisinnSblättcr haben darauf diesen Vorgang aus lokalen Verhältnissen und ans der Haltung der Freisinnigen im allgemeinen zu erklären versucht, um sich von dem Vorwurf rein- zuwafchen, daß auch dieser Fall zeige, wie unzuverlässig die Politik des Freisinns ist. Unter anderem behauptete die„Freisinnige Zei- tung", die Fortschrittliche Volkspartci habe nie die Forderung nach Aufhebung der Getreidceinfuhrscheine er- hoben.. Demgegenüber möchten wir noch auf einen Vorgang der neue- Pen Zeit hinweisen, der das Gerede der„Freisinnigen Zeitung" direkt Lügen straft. Die sozialdemokratische Fraktion der Zweiten Kammer des sächsischen Landtags hat vor einigen Wochen in einer Eingabe, an die sächsische Regierung um Maßregeln zur Linderung der Teuerung und der durch sie hervor- gerufenen Notlage des Volkes ersucht. Tarin waren die bekannten Forderungen der Sozialdemokratie aufgestellt, unter anderem auch die Beseitigung der Einfuhrscheine. Die freisinnige Presse suchte diese Aktion zu verkleinern, offenbar aus Aerger darüber, daß unsere Genoffen der in Worten so großen, in Taten jämmerlich kleinen Günthergruppe im Landtag zuvorgekommen waren. Kurz darauf taten aber die sieben Freisinnigen— dasselbe. Auch s i e forderten die„Beseitigung des Einfuhr schein- s y st e m s. Falls dies aber nicht sofort erreichbar sein sollte, wenigstens die Einschränkung der Einfuhrscheine in ihrer Verwen- dungsmöglichkeit und Verwendungsdauer." In erster Linie und wenn irgend möglich also die Beseitigung. Damit ist die UnWahrhaftigkeit und Doppelzüngigkeit der frei- sinnigen Politik wieder in einem konkreten Falle klar erwiesen. Aus der Essener Stadtverordnetenversammlung. In Essen beantragten unsere Genossen in der Stadtverord- nctenversammlung, den bei der Stadt beschäftigten Arbeitern und den unteren Beamten eine Teuerungszulage von 30 Ps. pro Tag zu gewähren, und bei der Regierung dahin zu wirken, daß die Lebensmittelzölle suspendiert, die Grenzsperre beseitigt und die Einfuhrscheine aufgehoben würden. Dem Antrag auf Gewährung einer Teuerungszulage schloß sich der„Bund der Festbesoldeten" an. Ter Magistrat erkannte die Gefährlichkeit der bestehenden Teuerung, namentlich für das Industriegebiet, an und schlug vor, in einer Eingabe an den Ministerpräsidenten die Erleichterung der Einsuhr von Fleisch und Vieh dringend zu empfehlen, sodann den Berkauf von Seesischen und Kartoffeln durch die Stad)geineindc zu organisieren: ferner für die städtischen Arbeiter und Beamten Unterstützungsfonds von zusammen 30 000 M. bereitzustellen, endlich zur Speisung von armen Schullindern einen Betrag von 19 000 M. an einen Fraucnverein zu überweisen. Diese Vorschläge wurden von den Stadtverordneten gutgeheißen, ferner ein Vorschlag, den Armcnetat zum Zwecke der außerordentlichen Unterstützungen um IS 000 M. zu verstärken.— Ter Antrag unserer Genossen bezüglich der zu ergreifenden Re- gierungsmaßnahmen wurde aber abgelehnt, weil, wie der Oberbürgermeister meinte, es nicht auf prinzipielle Stellungnahme, sondern aus augenblickliche Hilfe ankäme. Die Stadtverordneten des Zentrums hatte» keinerlei Anträge zur Hebung der Notlage ge- eilt und stimmten unsere Anträge nieder. »» * Sozialdemokratische Anträge in Brannschweig. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten in Braunschweig beantragten, der Magistrat wolle durch Vermittclung des Staats- Ministeriums bei der Reichsregierung hinwirken aus 1. sofortige Aufhebung aller Zölle aus Getreide, Vieh, Fleisch und Futtermittel: 2. Beseitigung des Systems der Einfuhrscheine für Getreide; 3. Be- seitigung aller Verbote und Grenzsperren gegen die Einfuhr von Vieh und Fleisch. Außerdem ersucht die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, städtischerfeits Fleisch, Seefische und Kartoffeln zu be- schaffen und zum Selbstkostenpreise an die Einwohnerschaft Braun- schweigS abzugeben. Neben diesem AbHilfsmittel gegen die Teue- rung betreffenden Antrage verlangten die sozialdemokratischen Stadtverordneten, um der in Brauuschweig besonders großen Woh- nungsnot abzuhelfen, daß der Magistrat den Bau von Klein- ivohiiungcn sofort in Angriff nehme, da der andauernde Mangel an Kleinwohnungen leicht zu einer Gefahr für die Stadt werden könne. Beide Anträge wurden an Kommissionen überwiesen. *.* Die Teuerung vor dem Koburg-Gvthaischen Landtage. In dem soeben zusammengetretenen Ausschuß des gemein- samen Landtages von Koburg und Gotha hat der Landtagsabgeord- ncte Genosse Bock im Namen der sozialdemokratischen Fraktion folgenden Antrag eingebracht: „Ter Ausschuß des gemeinschaftlichen Landtages für die Herzogtümer Koburg und Gotha richtet an die Slaatsregierung das dringende Ersuchen, mit möglichster Beschleunigung alle Maßnahmen zu ergreifen, welche geeignet sind, die durch die Teuerung aller Nahrungsmittel hervorgerufene mangelhafte Er- nährung weiter Bcvölkerungskreise zu beseitigen oder doch soweit als möglich zu mildern. Ohne der Regierung in der Wahl der Mittel vorzugreifen, empfiehlt der Ausschuß, unsere Regierung wolle im Bundesrat mit Entschiedenheit eine zeitweilige Aufhebung der Zölle auf unentbehrliche Nahrungsmittel, sowie im Interesse der Erhaltung des inländischen Viehbestandes, eine Aufhebung der Futtermittel- zolle befürworten. Ferner ist die zollfreie Einfuhr von Vieh und Fleisch unter Beobachtung der sanitären Vorschriften zum Schutze der einheimischen Viehzucht zu gestatten. Das System der Getreideeinfuhrscheine hat sich zu einem Ausfuhrprämiensystem entwickelt und hat zur Folge die Eni- blößung des Jnlandmarktes mit Getreide und eine unnatürliche Steigerung des Getreidepreises. Tie Beseitigung dieses Snstems ist zurzeit dringend er- forderlich." Da die Liberalen und Sozialdemokraten die große Mehrheit im Landtage haben, so darf, wenn die Liberalen fest bleiben, auf eine Annahme des Antrages gerechnet weiden. Politische(lebersickt. Berlin, den 7. Oktober INI. Die Maroktovcrhaudlunge». Der französische Ministerrat beschäftigte sich am Sonn- abend neuerdings mit der Marotkofrage. Wie offiziell gc- meldet wird, teilte der Minister des Aeußern de Selbes mit. daß die Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutsch- land über Marokko weiter einen gunstigen Verlauf nehmen. Unterdessen machen die französischen Kongo- interessenten mobil und agitieren gegen jede bedeuten- dcre Gebietsabtretung„französischen" Bodens. Es läßt sich nicht verkennen, daß der s ch l c p p e n d e V e r l a u f der Vcr- Handlungen dieser Agitation reichlich Zeit zu ihrer Ent- faltung gewährt hat._ Das..nichtkonfessionelle" Zentrum. Im Zentrum streiten sich bekanntlich seit einigen Jahren zwei Richtungen darüber, ob das Zentrum eine politische oder eine konfessionelle Partei sei. Die Hauptvertreter der- jcnigen Richtung, die für den politischen Charakter deS Zentrums eintritt, sitzen in Köln, das dieser Richtung den Namen gegeben hat. Nichts ist lustiger, als daß gerade die Kölner ZentruinSlcute sich so ungeheure Mühe geben, den nichtkonfessioncllen Charakter des Zentrums nachzuweisen. Denn wenn es eine Stadt gibt, die geeignet ist, die konfessionelle Natur de? Zentrums durch Tatsachen zu beweisen, dann ist es Köln. Nach der Wahl von 1003 ging daS Kölner Zentrum dazu über, die örtliche Parteiorganisation auf eine neue Gründlage zu stellen und' zur Abwehr der mehr und mehr erstarkenden Sozialdemokraten die ganze Stadt mit einem einzigen festgefügten Netz von Agitatoren und Vertrauensmännern zu umspannen. Nach dem Plan, der vertraulich an die führenden Leute verschickt wurde, gestaltete sich die Organisation der Kölner Zentrumspartei folgendermaßen: Ein geschäftsführender Ausschuß bildet den Vor- stand der Partei und ist auch die Stelle, die die Berufung der Mit- glieder des Zcntralwahlkomitees zu bestätigen hat. Ihm gehören als Mitglieder an: alle in Köln wohnenden ui.ö gewählten Reichstags- und Landtagsabgeordneten, die der Zentrumsfraktion angehörenden Mitglieder des Stadtverordnetenkollcgiums. drei Mitglieder der Kölner(natürlich katholischen!) Geistlich- k e i t, die Vorsitzenden der P f a r r l o m i t e e s, die Vorsitzenden einer Anzahl katholischer Vereine, der Parteisekretär und 12 bis 20 von dem Zentralwahlkomitee zu wählende Mit- glieder. Zeigt schon die Hineinbeziehung der katholischen Geist- lichkeit und der katholischen Vereine in den gcschäfts- führenden Ausschuß, d. h. den Vorstand der Kölner Zentrums- Partei, was es mit dem„nichtkonfcssionellen" Charakter des Zentrums auf sich hat, so ergibt sich das noch deutlicher, wenn man die Zusammensetzung des Zentralwahlkomitees ansieht. Diese»» gehören an: I. Alle Mitglieder des geschäftsführenden Ausschusses; 2. sämtliche Pfarrer der Stadtgemcinde oder deren Stellvertreter; 3. der Vorsitzende und die Ausschußmitglieder des Kartell- Verbandes der katholischen Vereine der Stadtgcmeinde Köln; 4. die Präsides und 36 Mitglieder katholischer Arbeitervereine; S. die Präsides und neun Mitglieder der katholischen Gesellenvcreine; 6. der Vorsitzende des katholischen Volksvereins zu Köln und dessen übrigen 36 Vorstandsmitglieder� 7. die Vorsitzenden und je fünf Mitglieder der sämtlichen Vereine Kölns mit gleicher p o l i t i- scher Tendenz w i e der katholische Volksvere in; 8. die Präfekten und sechs Mitglieder der katholischen kauf- männischen Bereinigungen Kölns; 9. die Vorsitzenden des Kölner Windthorstbundes und seiner Ortsgruppen; 10. je ein Vertreter der in Köln erscheinenden Zentrumsblätter; 1l. der Geschäftsführer des Volksvereins für das katholische Deutschland; 12. die bei den Landstagswahlen gewählten Wahlmänner der Zentrumspartei bis zum Ablauf ihrer Wahl- Periode. Wie man sieht, nimmt das Kölner Zentrum alle katholischen Vereine und die gesamte katholische Geistlichkeit für sich in An- spruch— und dasselbe Kölner Zcntrum läßt durch seine Wort- führer verkünden: Wir sind eine politische, keine konfessio- nellc Partei! Man beachte: die gesamte katholische Geistlichkeit der Stadt gehört zum Zeniralwahlkomitee de? Kölner Zentrums; man kommandiert also einfach jeden katholischen Geistlichen, er mag wollen oder nicht, zum Handlanger des Zentrums. Dabei ist man aber, nach der Ansicht der Kölner Zentrumsleute, beileibe keine konfessionelle, sondern nichts als eine politische Partei, wie jede andere auch. Bei alledem kann es nicht Wundern, daß die weitere Organisation der Kölner Zentrumspartei sich vollständig der kirchlichen Organisation anschließt. In jeder Pfarre besteht ein zentrumspolitisches Pfarrkomitee. dessen Vorstand die Straßenvorsteher, denen dann die Vertrauens- männer zur Seite stehen, unter sich hat. DaS Organisationsstatut war an die führenden Zentrums- leute vertraulich versandt worden. Aus zwei Gründen sollte die GeheiMorganisation des Kölner Zentrums nicht in die Oeffen». lichkeit kommen. Einmal um nicht die Zentrumshörigkeit, den parteipolitischen Charakter der nach außen als„neutral" auf- tretenden Organisationeu wie Gesellen-, Arbeiter-, lausmännische usw. Vereine zu verraten. Tann aber auch, um nicht den Kölner Zentrumsleuten das Spiel mit dem„nichtkonfessionellen" Zentrum zu verderben. So sehen wir denn dieselben Leute, die in Köln ihre Parteiorganisation im geheimen auf durchaus kirchlicher und konfessioneller Grundlage aufgebaut haben, sich frech hinstelle», um der Oeffentlichkeit vorzutäuschen, daß daS Zcntrum eine politische Partei sei. Die ganze Verlogenheit des KlerikaliSmus bricht allemal hervor, wenn man dem Treiben der schwarzen Brüder auf die Spur kommt. Notstandsinterpellationeu. AuS München wird uns m,»führlich über die gestrige Teuer, m gsverhaiidlung der bayerischen Abgeordnetenkammer be- richtet: Die Größe deS Notstandes und die Ausdehnung der Teuerung lassen eS als selbstverständlich erscheinen, daß die Parlamente aller- ort« mit diesen erscheiniiiigen, ihren Ursachen und Folgen und den BekämpsungSmöglichieiten sich befassen. ES ist also etwas gnuz Natürliches, daß die bayerische Abgeordnetenkammer ihre eigentliche Tätigkeit in der neuen und letzten Session mit RotstandSiutcr- pellationen und Notstandsdebatten begonnen hat. Die Fraktionen de» Zentrums, der Liberalen und der Sozial- demokraten haben Interpellationen eingereicht, der Bauenibnnd„„d einzelne Abgeordnete Anträge gestellt, die in der gleichen Richtung liege». Als erster erhält heute der Abgeordnete Dr. Pichls �5 Wort. Daß das Zentrum einen seiner tüchtigsten und schlauestcu Führer vorschickt, beiveist, daß es den Ernst der wirtschaftlich�,, u„'& politischen Situation deutlich erkannt hat. Dr. Pichler konstatierte zunächst, daß Teileriliig und Notstand heute leine spezifisch bayerischen, sonder» mitteleuropäische Er- scheinungen seien. Eine allgemeine Futter not sei„„ß{ejntt Ausstellung in Bayern nicht vorhanden, in den südbayerischen Pro- vinzen wäre die Futtererute sogar sehr reichlich gewesen. Mangel herrsche dagegen besonder» in Rordbayern. Die größte Rot»verde sich erst im Frühjahr geltend machen. DaS Hauptgeschrci wegen der Futter not iverde nicht von Landwirte». sondern von Händlern und Schlächtern gemacht'. um die hohen Fleisch- und Futterinittelpreise zu rechtfertigen. An den hohen Fleischpreisen trage die Verrii'germig de« Biehstandc« durch die Maul- und Klauenseuche wohl mit Schuld, die Hauptschuld aber liege an der uubegrsindete» Verteuerung des Fleisches durch die Händler und Schlächter. Nicht der Bauer habe eine Hochkoiijunklnr des Verdienstes, sondern der Schlächter und die hohen Fleischpreise seien weniger eiue Folge deS Mangels an Schlachtvieh. als eine Folge künstlichcr Hochyaltuug'der Preise. Da« beweise am deutlichsten das SpaniiuiigSverhältniS zwischen den Vieh. ,i»d Fleischpreisen. Nicht zu vergessen s e i. daß nach der Statistik der F l e i s ch t 0 n s m i n D e u t s ch- land viel stärker gewachsen sei. als die»e- Völkern« g. Wciu, aber der Schlachtviehmangel nicht die Hauptnrsache der hohen Fleischprcise sei, so sei die Forderung der O e f s n u u g der Grenzen ganz ungerechtfertigt. Einmal würde durch sie die Scucheiigefahr„och Weiler erhöht und zum audcn, wäre die Maß- regel tatsächlich ganz wirkungslos. Oesterreich habe kein Schlacht- Vieh, Frankreich nicht, in Holland erwäge mau ein Ausfuhrverbot und das argentinische Fleisch würde wegen seine« saden Geschmackes von der Bevölkerung auf die Dauer nicht gegessen. Di» Grenz- sperre sei nur dort, wo die Seuchengefahr bestehe, wo sie nicht bestehe, sei auch keine Sperre. Bezüglich der Forderung nach Aufhebung der Futter- zölle weist Dr. Pichler darauf hin, daß die reinen Futtermittel ohnedies zollfrei eingehen und daß der Zoll auf Futtergerste und Mais nicht aufgehoben werden könne, einmal, weil der Bau der Zollgesetzgebung durch Herausnahme einzelner Steine nicht ge- schwächt werden dürfe und zum andern, weil den Hauptnutzen von der Zollbeseitigung nicht die Bauern, sondern die Händler und Spekulanten hätten. Wenn im Hinblick auf die Teuerung von sozialdemokratischer und fortschrittlicher Seite die zeitweise Aushebung aller Ge- treidezölle verlangt werde, so erkläre er, daß dafür das Jen- trum auf keinen Fall zu haben sei. So wie das Zentrum dächten die Konservativen und er hoffe auch die Nationalliberalen. Seine Partei sei auch gegen die Beseitigung der Einfuhr- scheine, weil diese für weite Kreise der Landwirt- schaft von großer Bedeutung seien. Dr. Pichler kommt dann auf die Erlasse der bayerischen und preußischen Minister zu sprechen, die den Städten eine Hauptrolle bei der Bekämpfung der Teuerung zuweisen. Er stellt sich im ganzen auf den Standpunkt der Minister, versäumt aber nicht, hervor- zuheben, daß gerade die Verwaltungen der großen bayerischen Städte, die jetzt für Aufhebung der Zölle eintreten, ihrerseits fort- fahren, durch Markt- und Schlachthofgebühren die Lebensmittel zu verteuern. Dr. Pichler hofft, daß durch ein Zusammenarbeiten der Staats- regierung und Gemeinden, der Konsumenten und Produzenten es gelingen werde, des Notstandes Herr zu werden. Freisinn und Kolonialpolitik. Die»Freisinnige Ztg." leitartikclt über das Thema »Sozialdemokratische Kolonialpolitik". Die Tendenz ihres Artikels ist, nachzuweisen, daß die Sozialdemokratie trotz einiger mißverstandener Sätze aus dem Referate Bebels über die Marokkofrage nach wie vor prinzipielleGegnerinder Kolonialpolitik sei. Auch daß von dem Jenaer Parteitag das Amendement der Genossin Luxemburg, daS sich auch gegen Erweiterung der Kolonialbesitzungen auf dem Wege des diplomatischen Schachers wendete, abgelehnt worden sei. beweise nicht das geringste, denn das Internationale Sozialistische Bureau habe ja kurz darauf dies Amendement einstimmig angenommen. Ebenso beweise der Leitartikel KautSkys in der letzten Nummer der »Neuen Zeit", der zweifellos die Suffasiung der Majorität der Partei wiedergäbe, daß die Sozialdemokratie der Kolonialpolitik nach wie vor entschieden ablehnend gegenüberstehe. Wir wollen gern der„Freisinnigen Ztg." zugestehen, daß ihre Darstellung den Tatsachen durchaus entspricht, daß die ungeheure Mehrheit der sozialdemokratischen Partei die prinzipiell schärsste Gegnerin der Kolonialpolitit ist. Die Sozialdemokratie hat in dieser Beziehung ihre Anschauungen nicht gewandelt, wie das bei dem F r e i s i n n der Fall gewesen ist. Denntiuch der Freisinn war einmal schärffter Gegner der Kolonialpolitik. Wir erinnern nur daran, daß Ludwig Bamberger im Jahre 1884 im Namen des Freisinns dem kolonialen Gedanken die entschiedenste Absage erteilt hat. Daß er damals für grundfalsch erklärte,»in gewissen kühnen Untcrnchmungen, die nach dem Ausland gehen, den Wohlstand des Landes vermehren zu müssen", während e r glaube,„im Jnlande selb st unter Achtung der freien Tätigkeit des Landes viel mehr die Quelle des Gedeihens zu finden!" Und noch lange Zeit später ge- hörte der Freisinn zu den auSgesprocheitfteit Gegnern der Kolonial- Politik. Noch im Jahre 1S0V erklärte die»Freisinnige Zeitung" selbst, daß Deutschland am besten täte, wenn cS seine Kolonie Südwest-Afrika so bald als möglich an den Meistbietenden losschlagen würde! Der Freisinn also hat sich gemausert, er hat sich durch den kolonialen Rummel, durch die»Schützenfest- st i m m u n g". um das Wort Bambergers zu gebrauchen, in die Kolonialpolilik mit ihren ungeheuren Kosten, ihren abenteuerlichen Rüstungen und ihre» imperialistischen Gefahren hineinziehen lassen I Glaubt die»Freisinnige Ztg." vielleicht, auf diesen jämmer- lichen Gesinnungswechsel«gar noch stolz sein zu dürfen?_ Neue Erzbcrgcrsche HanSwnrstiaden. Am Donnerstagabend hielt Herr E r z b e r g e r. die lustige Person des Zentrums, in Leipzig in einer vom Volks- verein für dos katholische Deutschland einberufenen Versamm- lung eine Rede, in der er nach den„Leipziger Neuesten Nach- richten" erklärt hat, die deutschen Lebcnsinteressen in Marokko müßten, wenn es nötig sei. m i t d e r S ch ä r f e des Schwertes gewahrt werden. Der Gewinn der Ma- rokkoasfäre sei die Erkenntnis, daß der Erbse i n d Teutschlands in England zu finden sei. Schließ- lich feierte Herr Erzberger als die drei Bürgschaften, die Teutschland in diesem Jahre den Frieden erhalten hätten: das starke deutsche Heer, die moderne deutsche Flotte und unsere ausgezeichneten Reichs- > � n a n z e n? . Wir trauen Herrn Erzberger eine solche Hetzrede ohne tveiteres zu. Dieser selbe Mathias Erzberger hat zwar J�lchreiid der Wahlkampagne im Jahre 1907 gegen die konfliktschivangere Kolonial- und Wcltpolitik geeisekt und über die ungeheuren Rüstungslasten zürn Erbarmen g e- zetert— aber wenn er heute nicht das akkurate G e g e n t e i l seiner früheren Wahlreden von sich geben wurde, wät* er ja eben nicht die lustige Person des Zen- truins, der Clown des Reichstags! Berelenduugstheorie. Seitdem das Zentrum wieder die wärmenden Strahlen der Regicrungssonne verspürt und nicht nur die sicherste Helferin bei der LebenSmittelwucherci, sondern auch die Vertraute des wütend- sten«charfmachertums ist. predigt es den Arbeiier« Zufriedenheit mit ihrem Lose als der Tugenden allerschönstc.� Dabei rechnet es ihnen vor, daß sie auf der sozialen Leiter tüchtig vorwärts ge- kommen feien, mährend die Industrie von den sozialen Lasten fast erdrückt würde. Und man spottet über eine selbst konstruierte Vcrclcndungßtheorie und produziert Empörung über sozialdemo- kratische Hetzerei, die den Arbeitern vorgaukle, ihre Lage könne bester und crträglickier sein. Selbstverständlich reklamiert die Zentrumspresse den sozialen Aufstieg der Masse«ls ein Verdienst ul t ra mo n ta n er Politik, die von der Weisheit diktiert fei, die Kunst zu üben, die nach Errcicbbarem strebe. Zu diesem auf �rechneten Gerede jwfet nun sehr schlecht, was nach einem Bericht der„Köln. Vollszig."(Nr. 849, in der General- versamm Inn g b(,J. G ö r r es g e s c l lcscha s t über Leben smitteipr�j.� b Arbeitslöhne ausgeführt 4i'f'TVta mr 11 V-„,.. �~ � � C 1 1 C UNO mar worden Nt. Das Blatt berichtet nämlich. Es folgte dann ein Vortrag von Dr. Heinrich Schafer (Rom) über:..Die Lebensmittelpreise und Ar- b e i t s l ö h n e an und im Umkreise der päpstlichen Kurie während des 14. JohrbundcrtS". Mit Hilfe der von ihm publizierten Geschichte des Geldkurses im Iß. und 14. Jahrhundert ist es ihm möglich geworden, all« Preisangaben auf ein einheitliches Wert- maß, auf den seit 1252 geprägten und schon im endenden 13. Jahr- hundert weit verbreiteten Florentiner Goldgulden im M-ünzwert von zehn Reichsmark festzulegen. Erst dadurch ist eine Ver- gleichung der lmrtschaftlichen Verhältnisse auf einen sicheren Grund gestellt. Es ergibt sich, daß Handiverker und Arbeiter im 14. Jahrhundert ein recht gutes Auskommen hatten, daß die Lebensmittel, abgesehen von manchen Gewürzen und dem etwas hohen Brotpreise, im Verhältnis zur Arbeitsentlohnung niedriger als heute standen, der Verdienst des Handwerkers, Arbeiters und Beamten aber höher war als in der Neuzeit. Demnach hätte sich die soziale Lage der Arbeiter und Hand- werker sehr verschlechtert, obwohl ftte Produktivität der Arbeit ganz enorm gewachsen ist. Wie ist denn das möglich? Nur dadurch, daß infolge der vom Zentrum geförderten und verteidigten kapitalistischen Plünderordnung, des Lebensmittelwuchers und der Arbeiterknebelungspolitik, der Anteil des Kapitals am Arbeits- ertrage ganz gewaltig gewachsen ist und noch sortgesetzt wächst. Und das Zentrum schickt sich jetzt obendrein an, die Arbeiter noch wehr- loser zu machen, die Ausbeutungsmacht der Unternehmer durch Beschncidung des Koalitionsrechtes noch zu verstärken und den Lebensmtttelwucherern durch Verstärkung der Zollmaucrn die Plünderfreiheit zu erweitern!_ Ter Krieg im Zentrum. Der Zentrumsabgeordnete Graf Oppersdorfs hat nach einer Meldung der„Augsburger Postzeitung" neben diesem Blatt auch die„Kölnische Volkszeitung", die„Schlesischc Volkszeitung" und die„Schlesischen Nachrichten" wegen Beleidigung verklagt._ Neue Zollwünsche des Zentrums. Die Zentrumspresse bereitet ihre Leser langsam auf neue Zoll- forderungeii vor. Die„Trierische Laiideszeitlmg" bespricht in ihrer Wochenbeilage vom 5. Okiober 1911 die Frage, ob der kleine Land- Wirt ein Interesse an den Getreidezöllen habe. Einen Teil des WeizenzolleS, wird da behauptet, trage das Ausland, da der Weizen- preis im Jnlande nicht entfernt um so viel höher stehe, als der Weltmarktpreis. Wahr ist das natürlich nicht. Gerade beim Weizen- preis kommt der Zoll voll zur Geltung. Während in den Tagen vom 29. August biS S. September d. I. der Weizen in Berlin 298,50 M. kostete, war der Preis in Lüttich 152 M., in Liverpool 144 M. Roggen kostete in Berlin 184 M., in Lüttich 128 M. Gestern steht Weizen in Berlin auf 291 M., in London auf 145 M. Ob die Zölle dem kleinen Bauern Nutzen oder Schaden brächten, das ließe sich, sagt der Artikel, zahlenmäßig weder in dem einen noch dem anderen Sinne beweisen. Die Aufhebung oder Ver- Minderung der Zölle müsse aber den Erfolg haben, daß der Osten, der heute den Getreidebau bevorzuge, zur Biehproduktion übergehe und damit die Landwirte im Westen schädige. Deshalb habe der Osten auf den Westen und der Westen auf den Osten Rücksicht zu nehmen. Die W e i n z ö l l e müßten eine erhebliche Er- höhung erfahren, das sei aber nur möglich, wenn die Ver- treter des Ostens dafür zu haben feien. Eine Ablehnung dieser Forderung bedeute einen Verrat am Bauernstände. Einen solchen Verrat würden aber die Vertreter des Ostens nicht begehen, deshalb dürsten auch die Kleinbauern im Westen sich nicht auf den Konsumenten- standpunkt stellen und sich gegen die Getreidezölle wenden. Der langen Rede kurzer Sinn ist also: Wir fordern neue Weinzölle und geben den ostelbischen Agrariern dafür höhere Ge- treidezölle I Gelingt eS dein schwarzblauen Block in dem neuen Reichstag eine Mehrheit zu bilden, werden weitere Erhöhungen der NahrungS- mitielzölle nicht ausbleiben._ Handhabung des Reichsvereinsgesetzes. In dem Dorfe Vehlen im Fürstentum Schaumburg- Lippe fand am Sonntag, den 4. September, vormittags 19 Uhr, eine Versa nini lung der Mitglieder der Ortsgruppe des sozialdemokratischen Wahlvereins statt. Da die Wahle» für den Landtag ausgeschrieben waren, waren für den Nachmittag deS Tages auch einige öffentliche politische Versammlungen arrangiert. Der Bückeburgcr Landrat beauftragte darauf einen Gendarmen, die Mitgliederversammlung in Vehlen sowohl, als eine öffentliche Ver- sammlung in Gelldors aufzulösen. Er nahm an, daß eS sich um öffentliche. der Auzeigepflicht miterliegende Versanimlungeii handelte, obgleich§ 14 des ReichSvereinsgesetzeS eine Auf- löstliig wegen Nichtanmeldung gar nicht zuläßt. Dem Gendarmen wurde in der Vehlcner Versammlung erklärt, daß eine Mitgliederversammlung eine nicht anmeldepflichtige Ver- sammlung sei, daß er also in der Versammlung nichts zu suchen habe. Er entfernte sich darauf. In der Gclldorfer Versammlung erschien er gar nicht; der Landrat hatte sich, wie es scheint, in- zwischen davon überzeugt, daß nach K 2 des Rcichsversichermigs- gesetzes nach Ausschreibung von Wahlen auch öffentliche politische Versammlungen nicht angezeigt zu werden brauchen. Aber»un erhielt der VcreinSvorsitzende einen Strasbefehl, weil er in Vehlen eine öffentliche politische Verscunmlung während des— Gottesdienstes abgehalten und sich nach deren Auflösung nicht entfernt Habel Und aus erhobenen Einspruch verurteilte das Schöffengericht in Bückeburg den Missetäter. Die Begründung lautete: Die Mitgliederversammlung sei eine öffentliche gewesen und der Auflösung durch den Gendarmen— die gar nicht erfolgt ist— hätte Folge geleistet werden müssen. Etwaiger Willkür sei dadurch ein Riegel vorgeschoben, daß man sich ja beschweren könne. In einem so kleinen Lande sei eö erklärlich, wenn gesetzlich Neuerungen nicht sofort von den Behörden klar durchgeführt würden! Gegen dieses kuriose Urteil wird natürlich Berufung eingelegt iverden._ Zur Landtagsstichwahl in Oldenburg. Die Sozialdemokratie unterstützt offiziell die Volks- p a r t e i in Stadt Oldenburg, Butjadingen, Jever und Brake. Es handelt sich um sieben Mandate. franfcmd). Reaktion und Rückkehr zur Barbarei. Paris, 5. Oktober.(Eig. Ber.) Die UnterdrückungKpolitik, die das Ministerium Caillaux gegen die Arbeiterklasse eingeleitet hat, nimmt immer noch an Gewalttätigkeit zu. Kein Tag vergeht, ohne daß Demonstranten der Teuerungsunruhen zu Strafen verurteilt werden, deren Härte nur durch den Rachezweck zu erklären ist. Tie Bourgeoisie applaudiert dazu, und ihre Ver- tretungen in den Generalräten votieren weitere Ermunterungen für die Regierung. Auch die wackeren Bürger, die die„Richter aus dem Volt" vorstellen, wollen im Scharfmachen nicht zurückbleiben. So haben die Pariser Geschworenen der letzten Periode den Wunsch nach besonders exemplarischer Bestrafung von.Inspiratoren" und .Apologisten"(Verherrlichern) von— verübten und nicht der- übten— Verbrechen kundgegeben, wobei die Tendenz, die anti- militaristische wie die Sabotage-Propaganda zu treffen, offenbar ist. Was den Sabotagcunfug anlangt, so haben wir oft genug seine Zwccklosigkeit, ja Schädlichkeit für den Kampf des Proletariats charakterisiert. Aber der Schaden, den er den Bahnunter- nehmungen zugefügt hat, erklärt durchaus nicht die fanatische Wut. womit die Bourgcoispresse— und nunmehr die radikale mit in der ersten Reihe— nach stärkeren Gewaltmaßregeln gegen das Proletariat schreist Wenn die.Pariser Geschworxgcn die»Alls- reizung" zu nicht vcrübien Verbrechen bestrafen wollen, so sprechen die Preßbanditen des Kapitalismus den kaum verhohlenen Wunsch aus, man müsse die Sabotagepropagandistcn ohne Schonung dafür büßen lassen, daß die Katastrophe der„Liberte". wenn sie auch durch andere Umstände verschuldet sei, doch auch durch. Sabo- tage— hätte herbeigeführt werden können I Unter diesen Um- ständen darf man sich auch nicht wundern, daß die Regierung ohne Widerspruch von bürgerlich-demokratischer Seite eine Gerichtsbar- keit einführen kann, die an die russischen Feldgerichte und die Militörsenate Spaniens erinnert. Ter Schreiber des Marine- archivs in Brest, Mourmelon, der unlängst bei der Sabotage von Telegraphendrähten ertappt wurde, wird nämlich vor ein Kriegsgericht gestellt, trotzdem er nicht der aktiven Armee angehört. Dia Handhabe dazu gibt ein neues Dekret über die Or- ganisation des Schreiberkorips.„Niemand kann seinem gesetzlichen Nichter entzogen werden"— aber ein simples Dekret stellt den Staatsbürger unter die militärische Jurisdiktion, die bekanntlich noch genau so beschaffen ist wie zur Zeit des berühmten Treysus. Die Arbeiterklasse aber steht heute allein. Die Jdeologenschar, die dem Opfer ans der Großfinanz an die Seite trat, hat sich ganz verlaufen. Der VulgärradikaliSmus tobt sein PalhoS im albernsten Chauvinismus auS. Wie weit die Nichtswürdigkeit dieser Demagogie geht, möge durch ein Zitat auS einem Leitanikel bezeugt werden, den der Deputierte Maurice A j a m im Organ des fortgeschrittensten Flügels der Vonrgcoisdeniolratie, im„Rappel� veröffentlicht. Herr Ajam erzählt dort, es sei offenbar, daß die deutsche Rzgiening eine maßlose Lust habe, sich mit Frankreich zuschlagen. Sie wolle nur nicht selbst angreifen. Wenn sie eS ober etwa machen wolle wie Japan mit Rußland, d. h. wenn die Dentschcn ohne Kriegserklärung ein- marschieren würden, so seien in Paris 59 999 wehrpflichtige Deutsche die man stracks süsilicren würde.— Man sieht, die TollhäuSlereien der dümiiisten Alldeutschen finden bei ihren„radikalsozialistischen" Klassengenossen in Frankreich würdige Gegenstücke. Bon Herrn Ajam verdient übrigens bemerkt zu werden, daß dieser angenehme Zeitgenosse, der sich gelegentlich als Schüler August Comteö auf- spielt, im Positivismus klebriger kapitalistischer Profitmacherei zu- hause ist._ Portugal. Ter monarchistische Putschversuch. Lissabon, 7. Oktober. Eine Abteilung von Man- archisten versuchte Maccdo de Cavalleiros in der Nätzs von Braganza zu nehmen, wurde jedoch mit einem V e r lu st von etwa 30 Mann, die außer Gefecht gesetzt würden, zurückgeschlagen. �" Oporto, 7. Oktober. Eine offiziöse Note bestätigt, daß sich die Monarchisten in Vinhaes konzentriert haben. Die Note teilt ferner mit, die Städte Braganza und C h a v e s seien von republikanischen Truppen in he- trächtlicher Zahl besetzt. Tie Verbindung mit Braganza ist wiederhergestellt. Die Soldaten töteten drei Mann, die die Eisenbahn beschädigten._ Die offizielle Darstellung. Berlin, 7. Oktober. Die portugiesische Gesandt» schaft teilt mit: Einige umstürzlerische Versuche haben in den nördlichen Distrikten stattgefunden, hauptsächlich in Oporto, aber mit Ausnahme der kleinen Stadt Vinhaes (Distrikt Braganza), wo die Ordnung noch nicht wiederhergestellt ist, herrscht überall, dank den energischen Maßnahmen der �Le- gicrung, vollkommene Ruhe. Tic Regierung verfügt über alle zur Unterdrückung nötigen Mittel und hat nach Norden noch einige Truppen abgehen lassen, um den Gesetzen Achtung zu sichern. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vor- genommen. Tie Schuldigen werden in den Festungswerken von Lissabon in Gewahrsam gehalten, wo sie ihrer regelrechten Ab- urteilung entgegensehen._ Verhaftungen. Oporto, 7. Oktober. Mehrere Offiziere sind gestern gefangen genommen worden; in Oporto befinden sich bereits 1b9 politische Gefangene in Haft. Hm der partcu poUzeütches, GericbtUchea ukw» 1400 Mark Geldstrafe. AuS Halle a. S. berichtet man uns unterm v. Oktober: Bekanntlich wurde der Redakteur des„Volksblatts", Genosse K a s p a r e k, in einem Privatklagevcrfahren von dem Schöffen- geeicht zu der exorbitanten Strafe von 1499 M. verurteilt. Er sollte secbs Fabrikanten von Eilenburg und d«n dort hausenden Neichsvcrbändler Franke durch drei im„Volksblatt" veröffentlichte Artikel beleidigt haben. Im Grunde genommen handelte es sich in den Artilcln, in denen sich allerdings kräftig« Abivehrworte befanden, um den Schutz des Koalitionsrechts für die Eilcnburgcr Arbeiter. Diese sollten von einem scharfmachenden Unternehmer- tum gezwungen werden, dem gelben Verein beizutreten, dessen Sekretär Franke(früher„Sozialdemokrat") ist. Und in welcher Form der Terrorismus der Unternehmer geübt wurde, das be- kündeten heute in der BcrufungSstrafkammer die Arbeiter Rudolf und Schröder: Die Portiers der Fabrik hatten sie„gebeten", der freien Organisation den Rücken zu kehren und Mitglieder des „nationalen" Vereins zu werden. Als sie das aber ablehnten, erklärte man ihnen: Das Tor ist weit und groß genug zum R a u s f l i e g e n! Und die Arbeiter wurden auch tatsächlich entlassen. Die Strafkammerrichtcr würdigten diese Tatsachen wohl, erachteten aber nicht als erwiesen, daß die Portiers iin Auftrage der Fabrikanten gehandelt haben. Man beklagte dcn Ton, „berücksichtigte" die Vorstrafen und kani so zur Periversuna der Bc- rufung des Genossen Kasparek. Sozialed. Die Kündigungsfrist bei Neinma'chefraucn. Noch vielfach ist die irrige Ansicht anzutreffen, daß Reinmäche- ftauen fristlos entlassen � wertzen dürfen. Dieser Tage klagte eine Neinmachefrau L. gegen die Firma Bach u. Co. auf 49 M Lohn- entschadigung für 14 Tage. wc,l sie nach allerdings kurzer Bc- schäftigungsdauer fristlos entlassen worden ist. Die beklagte Firma machte geltend, daß die Klägerin nur vorübergehend aushilfsweise beschäftigt worden sei. Beim Engagement sei ibr allerdings nicht gesagt worden, daß sie nur zur Aushilfe angenommen würde, weil man annahm, daß bei Rcinmachcfrauen eine Kündigung nicht üblich wäre. Die Vereinbarung eines Tage- und nicht Wochenlohnes deute auch schon auf eme nur vorübergehende Beschäftigung hin. Das Gcwerbeger.cht hielt dem Gesetz entsprechend die Kündi- S"?g �.erforderlich, wenn nicht Kündigungsausschluß oder Aus- hilisbe,chaftlgung mit der Klägerin ausdrücklich vereinbart ist. und verurteilte die �irma zur Zahlung der geforderten Entschädigung. Bcrgiftunecn durch Phosgen. Ter Entdecker des Phosgens, dessen gesundheitsschädliche Wir- kungen wir.n Nr. 234 darlegten, heißt H. Davy. nicht I. Darz, wie der«chreibfeglerteusel den berühmten englischen Chemiker um- taufte. H. avy ist auch Erfinder der nach ihm benannten Sicher- hettslampe. Sewerklekaftlickes. Hn die konsumierende Bevölkerung! In der Gesamtauflage der heutigen Nummer des„Vor- wärts" erscheint wiederum die Liste derjenigen Bäckereien, die den seinerzeit mit der Lohnkommission der Bäcker der- einbarten Tarif anerkannt und bis heute eingehalten haben. Leider muß konstatiert werden, daß eine Anzahl von Bäckerineistern gar nicht daran denken, ihr gegebenes Ehren- wort einzuhalten und den Tarif dauernd durchzuführen. In der Meinung, daß jetzt das Interesse der konsumierenden Be- völkerung zum großen Teil abgeflaut sei, glauben diese Herren, straflos den Tarif brechen und ihre früheren tarif- und sanitätswidrigen Zustände in den Bäckereien wieder einführen zu können. Sie rechnen dabei auch damit, daß jetzt im Angesicht der hohen Teuerung sowie unmittelbar vor dem Winter auch die Gesellen nicht mehr den nötigen Wider stand leisten werden. Um aber auch hier ganz sicher zu sein. werden die alten Arbeitskräfte unter nichtigen Vorwänden entlassen und Arbeitskräfte mit Umgehung des tariflich fest gelegten paritätischen Arbeitsnachweises von Kommissionären bezogen oder unter der Hand eingestellt, die sich dann selbst- verständlich alles gefallen lassen und nicht auf Gewährung der Tarifbedingungen, besonders des ihnen zustehenden Zßstündigen Ruhetages dringen. Wir richten deshalb an das konsumierende Publikum, an die gesanite Einwohnerschaft wie an die Parteigenossen und speziell die Hausfrauen die dringende Bitte, genau auf die heute veröffentlichte Liste zu achten und den Bedarf an Brot und Backwaren nur dort zu decken, wo die Forderungen der Gesellen bewilligt sind und eingehalten werden. Man lasse sich nicht durch allerlei Redensarten der tarifbrüchigen Bäckermeister und deren Frauen täuschen. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse nur der Bäckereien gelten als geregelt, die in der heutigen Liste verzeichnet sind. Wir ersuchen auch dringend, diese Liste aufzubewahren, da die nächste allgemeine Liste voraussichtlich erst später wird veröffentlicht werden können. Nachträge allerdings erscheinen nach Bedarf. Der Vertrauensmann der Bäcker Berlins und Umgegend. Berlin und Umgegend. Der Streik der Former und Gieftereiarbeiter. Der am Freitagabend gefaßte Streikbeschluß ist mit großer Einmütigkeit ausgeführt worden. Gestern nachmittag fand die erste Versammlung der Streikenden im großen Pharussaal statt. der nicht ausreichte, um den Streikenden Platz zu gewähren, od gleich sich die Menge bis in die äußersten Winkel dicht zusammen- drängte. Cohen gab das bis zu Beginn der Versammlung fest- gestellte Resultat der Beteiligung am Streik bekannt. Es streiken von 1013 Formern 970, von 757 Maschinenformern 640, von 537 Kernmachern 485, von 71 Kernmacherinnen 03, von 434 Putzern 851. Die Zahl der streikenden Hilfsarbeiter ist erst zum Teil festgestellt. Bis jetzt sind 209 gemeldet. Einwandfrei festgestellt sind also bis jetzt 2778 Streikende. Unter Berücksichtigung der- jenigen, die sich noch nicht gemeldet haben, kann bis jetzt mit rund 3000 Streikenden gerechnet werden.— Wie in bürgerlichen Zeitungen gesagt wird, wpillen die Unternehmer in den nächsten Tagen Gegenmaßnahmen treffen. Das haben wir— sagte Cohen— nicht anders erwartet und sind auf alles vorbereitet. Wir wissen, daß, wenn eine so große Zahl von Formern und Gießereiarbeitern im Streik stehen, sich das in anderen Betrieben der Metallindustrie sehr bald be- merkbar machen mutz. Der Streik ist den Unternehmern über- raschend gekommen. Nachdem wir LMs Monate vergebens mit den Unternehmern verhandelt haben, war für uns der Streik unver- meidlich. Wenn die Unternehmer aus unseren Abstimmungs- zahlen vom Freitagabend den Schluß ziehen, ein großer Teil der betreffenden Arbeiter sei nicht für den Streik, so ist das ein durch Tatsachen widerlegter Trugschluß und die daran geknüpfte Hoff- nung, der Streik werde keine große Ausdehnung annehmen, ist, eitel. Ebenso unbegründet ist die Hoffnung, die Streikenden wür- den wieder auseinander laufen. Im Gegenteil, die Streikenden werden sich bemühen, auch diejenigen, welche die Arbeit noch nicht niedergelegt haben, zum Anschluß an den Streik zu bewegen. Die Haltung der Versammlung ließ keinen Zweifel darüber, paß die Streikenden entschlossen sind, den ihnen durch die dem Ringe angehörenden Unternehmer aufgedrängten Kampf mit aller Energie durchzuführen, was um so mehr gelingen wird, als durch bie einmütige Arbeitsniederlegung die Betriebe des Ringes so gut Wie völlig zum Stillstande gebracht sind.' Die Tarifverhandlungen im Bnchdruckgewerbe. Nach bierzehntägiger Dauer sind Sonnabend nachmittag— so meldet Wolffs Telegraphenbureau— die Tarifverhandlungen beendet worden. Der zwischen den Tarifparteien von neuem vereinbarte Lohntarif ist wiederum auf die Dauer von fünf Jahren zum Abschluß gekommen. Obwohl es an einzelnen Sitzungs- tagen wiederholt den Anschein hatte, als sollten die Verhandlungen zum Abbruch kommen, so gelang es doch, die Vertreter der beiden Tarifparteien immer wieder auf den Weg der Verständigung zurück- zuführen. Beide Parteien mußten sich wiederholt zu Kon- zessionen bereitfinden. Der Gehilfenschaft ist eine Lohnerhöhung von 10 Proz. und «ine wöchentliche Verkürzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde bewilligt worden; außerdem wurde eine Reihe von Gehilfen- wünschen materieller und ideeller Art berücksichtigt. Die Lokal- zuschlage auf Orte mit besonders verteuerten Lebensbedingungen wurden nach einem neuen Prinzip geregelt, nämlich nach den Ortsklassen des Reichsbesoldungsgesetzes. Die allgemeine Ein- führung des Berechnens an den Setzmaschinen wurde zugestanden, ebenso wurde die Arbeitszeit an den Setzmaschinen für alle Systeme und für alle Betriebsarten einheitlich geregelt. Auch wurde über eine wirksame Bekämpfung der Schleuderkonkurrenz eine Uebereinstimmung erzielt. Kommerzienrat Büxenstein, der das Amt eines Prinzipalsvor- fitzenden im Tarifamte niederlegte, wurde zum Präsidenten des- selben ernannt. Zum Tarifabschluh in der Geschäftsbuchbranche. ASh Sch worden. Die nicht ort eingestellten Personen werden bei Bedarf von Arbeitskräften bevorzugt. Die Sperre über die gesamten Betriebe in der Geschäftsbuch- vranchs ist aufgehoben. Deutscher Buchbinderverband. Zahlstelle Berlin. Ter Ausstand der Schneider und Schneiderinnen bei der Firma Maaßen ist gestern nach wiederholten Verhandlungen auf gütlichem Wege beigelegt worden. Sämiliche Strci- lende treten am Montag wieder in Arbeit, da die entlassene Ver- trauensperson ebenfalls wieder eingestellt ist. Daß es zum Ausstand kam, ist übrigens wesentlich auf das Verhalten eine? der technischen Angestellten der Firma zurückzuführen. Die Firmen- inhaber selbst erklären, daß sie es lieber sähen, wenn ihre sämt- lichen Arbeiter und Arbeiterinnen organisiert sind, da es dann weit leichter sei, bei irgend welchen Differenzen eine Regelung herbeizuführen. Der Streik der Albumarbeiter bei der Firma Georg Weigert ist nun nach fünfwöchiger Dauer mit einem Erfolge der Arbeiter- schaft beendet worden. Bekanntlich handelte es sich bei diesem Streik darum, die für die Album-, Mappen- und Galanteriebranche und für die Portefeuilles- und Reiseartikelindustrie geltenden Tarifoer- träge zur Anerkennung zu bringen. Die Arbeitgebervereinigung war nach dem Tarif verpflichtet, auch ihrerseits für die Durch- führung der Verträge einzutreten. Sie verhielt sich jedoch zunächst sehr passiv und ließ es sogar zu, daß einige ihrer Mitglieder die bestreikte Firma mit Warenlieferungen unterstützten. Erst nachdem sie der Buchbinderverband angestoßen hatte, trat sie aus ihrer Reserve heraus. Die beiderseitigen Vorstände traten nun zur Beratung der Angelegenheit zusammen. Unverständlich erschien einigen der Mitglieder der Arbeitgebervereinigung das Verlangen, daß die Warenlieferungen für die bestreikte Firma zu unterbleiben habe. Erst als von den Arbeitervertretern darauf hingewiesen wurde, daß sich die bei jenen Firmen, die die bestreikte Firma mit Warenliefe- rungen unterstützen, beschäftigten Arbeiter keinesfalls zur Her- stellung der Streikarbeit hergeben werden, und daß die Arbeitgeber- Vereinigung doch ein sehr großes Interesse daran haben müsse, daß die Ausstandsbewegung nicht auf andere Betriebe übergreift, er- kannte man auch seitens der Arbeitgeber den Ernst der Situation. Die Scharfmacher in ihrer Mitte blitzten mit ihrer Ansicht ab. Man behielt sich eine definitive Beschlußfassung über die von der Arbeiterorganisation gestellten Anträge vor und kam mit deren Vertretern dahin überein, daß seitens der Arbeitgeber zunächst ein Vermittelungsversuch mit der bestreikten Firma gemacht werden sollte. Dieser ist denn auch von Erfolg gewesen. Die Ausständigen beschlossen daraufhin, am Montag die Arbeit wieder aufzunehmen, Achtung, Zigarrenarbeiter! Bei der Firma Schachmann hat sich ein arbeitswilliger Zigarrenarbeiter namens Karl Selge ein- gefunden; auch arbeiten dort zwei Wickelmacherinnen, deren Namen nicht bekannt sind. Der Betrieb ist nach wie vor gesperrt. Arbeiterl Raucherl Beachtet die Liste, welche sich im heutigen „Vorwärts* befindet. Deutscher Tabakarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Die Streiks in der Wäscheindustrie bei den Firmen W. Blume, Wohl u. Heymann und F. u. M. Simon dauern unverändert fort. Die Streikenden. Arbeiterinnen und Zuschneider, harren einmütig im Kampfe aus und werden die Ar- beit nicht eher wieder aufnehmen, als auch jene Firmen sich zum Abschluß des Tarifvertrags bereitgefunden haben. Die bestreikten Firmen versuchen, soweit sie noch Zuschnitt haben, ihre Näharbeit in der Heimindustrie fertiggestellt zu erhalten, und teils haben sie mit ihrev Plättarbeit größere Plättanstalten betraut, wie nament- lich die Firma Wohl u. Heymann, die in der„Hansa", Gerichts- stratze, plätten läßt. So weit es den Firmen überhaupt gelingt, einen Teil ihrer Streikarbeit unterzubringen, wird es ihnen sehr wenig nützen, da damit ja in keiner Weise die Arbeitskräfte der Streikenden ersetzt werden können, und im übrigen Streikbrecher überhaupt nicht aufzutreiben sind.— Die Tarifverhandlungen bei der Firma H a u s e r sind glücklich zu Ende geführt, so daß hiev die Verhältnisse auf friedlichem Wege geregelt sind, und das gleiche gilt von den Firmen Salinger sowie Nürnberg, die eben- falls die neuen Tarife anerkannt haben. Für die dem Arbcitgeberverbande angehörenden Firmen wird am Montagnachmittag vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts eine Sitzung der Schlichtungskommission stattfinden, um die in den Betrieben aufgestellten Akkordtarife entgegenzunehmen. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen den Vorsitzenden der vcrtragschließen- den Organisationen wird die Sitzung diesmal öffentlich sein. Uebrigens ist es in einem großen Teile der Betriebe nicht zu einer Einigung über die Preise gekommen, so daß die Schlichtungskom- Mission in den nächsten Tagen über eine lange Reihe strittiger Punkte der verschiedenen Firmen zu entscheiden haben wird.— Für die Z u s ch n e i d e r der Wäscheindustrie findet am heutigen Sonn- tagmorgen nochmals eine Versammlung zur Besprechung der Tarif- angelegenheit statt, und zwar in der Neuen Königstr. 7 in den „Lunasälen". Bausperre Museumsbau l Die Bausperre auf dem Neubau Deutsches Museum über die Firma„Comet", Gesellschaft für Bau- aussührungen, ist nach fünftägiger Dauer zugunsten der Arbeiter erledigt. Die Firma hat den Tarifvertrag für das Betonbau- gewerbe unterschriftlich anerkannt. Ebenso sind für die auf der Baustelle arbeitenden Leute ordnungsmäßige Baubuden hergestellt. Deutscher Bauarbeiterverband, Zweigverein Berlin, Sektion der Gips- und Zementbranche. veutfckes Reich. Vertragsbrüchige Unternehmer. Die Möbelfabrik Stücker in Herford ist Mitglied des Arbeitgeberschutzverbandcs für das Deutsche Holzgewerbe und unter- teht als solche dem zwischen der genannten Organisation und den beiden Holzarbeitcrverbänden abgeschlossenen Vertrage. Dieser Ver- trag enthält u. a. auch die Bestimmung, daß die Akkordpreife so be- messen sein sollen, daß ein Durchschnittsarbeiter zurzeit 51 Pf. verdienen soll, respektive daß etwa schlechter angesetzte Akkordarbeiten auf diesen Stand gebracht werden müssen. Wer Durchschnitts- arbeiter ist, wurde außerdem im Vertrage eingehend dargelegt. Es heißt dann weiter im Vertrage, daß für außertarifliche Arbeiten, desgleichen für neue Muster und solche Tarifmuster, an welchen Abänderungen stattgefunden haben, die Akkordpreise mit den Ar- beitern des Betriebes zu vereinbaren und so zu bemessen sind, daß über den Stundenlohn hinaus verdient werden kann. Gelingt eine Einigung nicht, so soll nach dem Vertrage die Schlichtungskom- Mission angerufen oder die Arbeit zunächst in Lohn angefertigt werden. So die Lohngarantie doppelt und dreifach verbarrikadiert. glaubten die Holzarbeiter, allen„Zufälligkeiten" gegenüber gerüstet zu sein. Doch weit gefehlt. Die Firma Stücker führte eine neue Zink- und Putzmaschine ein und setzte die Tischlerlöhne um 40 Proz. geringer an/ womit die Tischler aber nicht zufrieden waren, da die durch die neue Maschine geschaffene Arbeitserleichterung in gar keinem Verhältnis zu dem zugemuteten Lohnabzug steht. Den ver- traglichen Bestimmungen entsprechend waren die Tischler bereit, die Arbeit bis zur definitiven Regelung in Lohn zu machen. Jetzt wollte ober Herr Stücker nur 47 Pf. die Stunde als Höchstlohn zahlen, während die Arbeiter bisher 55 bis 00 Pf. pro Stunde ver- dienten. Sie verlangten mit Recht, daß der Lohn ihrem bisherigen Verdienste entsprechen müsse. Tie nun angerufene Schlichtungs- kommission versagte, soweit die Arbeitgeber in Betracht kommen, vollständig. Sie erklärte diplomatisch, daß die Firma Stücker während dieser Zeit den bisher mit einigen Tischlern vereinbarten Lohnsatz, soweit dieser den Forderungen des Vertrages entspricht, weiter zu zahlen hat. Die Streitftage aber, welcher Lohnsatz den Forderungen des Vertrages entspricht, verwies sie an die Zentral- vorstände. Inzwischen wurden die Arbeiter, die sich weigerten, die Arbeit zu den vom Fabrikanten gebotenen Bedingungen auszuführen, wegen„Arbeitsmangel" entlassen und. ebenfalls den bestehenden Abmachungen zuwider, unter Umgehung des Arbeitsnachweises andere eingestellt. Die wiederholt angerufene Leitung der Arbeit-' geberorganisation versagte auch hierbei vollständig. Ter Vorsitzende der Ortsgruppe Herford des Arbeitgeberschutzverbandcs erklärte, daß Herr Stücker sich weigere, den ohne Arbeitsnachweis eingestellten Mann zu entlassen. Auch lehne er es ab. sich einem Beschlüsse der Schlichtungskommission zu unterwerfen. Ter Vorsitzende erklärte im weiteren, daß er keinen Einfluß und keine Machtmittel besitze, um die Firma zur Anerkennung des Spruchs der Schlichtungskom- Mission zu zwingen. Zu diesem Bekenntnis verstieg sich derselbe Vorsitzende, der die von ihm vertretene Organisation vertraglich verpflichtete, ihren ganzen Einfluß zur Durchführung und Auf- rechterhaltung des Vertrages in allen Betrieben des Vertrags- gebietcs einzusetzen und Verstöße gegen den Vertrag oder Um- geHungen desselben nachdrücklich zu bekämpfen. Wie d'.eser vo� der Untcrnehmerorganisation feierlichst gelobte Kampf gegen Ver- tragsbruch in Wirklichkeit aussieht, beweist vorstehendes Beispiel. Die Arbeiter haben unter diesen Umständen zur Selbsthilfe gegriffen und die Arbeit niedergc- legt. Zuzug ist fernzuhalten.„.., Eine charakteristische Rolle spielt bei diesem Konflikt wieder einmal der christliche Holzarbciterverband. Er ist Mitunterzeichner des fraglichen Vertrages. Für ihn bestehen aber trotz der von der Schlichtungskommission einstimmig gemachten Feststellung keinerlei Differenzen mit der Firma Stücker. Die Christen arbeiten nicht nur im Betriebe weiter, sondern suchen auch Arbeiter nach dorthin zu vermitteln. Das„löbliche Beginnen" wird ja nichts nützen, es ist aber eine nette Illustration der Christlichen. Zu den Differenzen auf der Carlshütte in Rendsburg. Die Gemeinde Büdelsdorf bei Rendsburg baut Baracken, um die Habseligkeiten der Arbeiter, die am 9. Oktober von der Direktion rücksichtslos aus den Werkswohnungen auf die Straße gesetzt werden sollen, unterbringen zu können._ Lohudifferenzen in der Tabakindustrie Württembergs. Bei der Firma Gustav Mugler in L aussen a. Neckar stellten die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Sortierabteilung minimale Lohnforderungen. Die Löhne für einige Sorten Zigarren sollten erhöht werden, für die die Firma vor zwei Jahren schon höhere Löhne gezahlt hatte. Der Arbeiterkommission und dem Vertreter des Verbandes, die um eine Unterhandlung bei der Firma nachsuchten, wurde bedeutet, daß eine Aufbesserung der Sortiererlöhne nicht eintreten könne. Mit Zustimmung der Ver- bandsleitung des Sortiererverbandes reichten daraufhin die Sor- tierer die Kündigung ein. Tarauf kündigte dann die Firma auch den dem Tabakarbeiterverband angehörigen Arbeitern und Ar- beiterinnen in der Zigarrenabteilung mit dem Bemerken, es habe ja eine Verschmelzung beider Verbände stattgefunden. Das trifft bis heute nicht zu.— Die Gauleiter des Tabakarbetlerverbandes versuchten zweimal mit der Firma eine Verhandlung zur Bei- legung der Differenzen. Die Firma machte aber'keinerlei Zu- gcständnisse, sie erklärte mit allem Nachdruck, eine Zurücknahme der Kündigung der Mitglieder des Tabakarbeiterverbandes könne nur erfolgen, wenn die Sortierer ihre Kündigung zurückzögen und auf ihre Forderungen verzichteten. Das lehnten die Sortierer ab. Somit befinden sich die Arbeiter der Firma Mugler seit dem 4. Oktober im Ausstand. Zuzug von Zigarrenarbeitern und Sortierern ist nach Lauffer» a. Neckar, Güglingen, Weiler a. Z., Ochsenbach, Meienfels, Clee-' bronn, Leobronn, Pfaffenhofen, Untergruppenbach in Württemberg, ferner nach Kirlach und W» Stettfeld(in Unterbaden) fernzuhalten. Achtung, Schuhmacher! Bei der Firma„Hohenzollerische Schuhindustrie", A.-G. in Stetten bei Hechingen(Hohenzollern). haben 120 Arbeiter wegen Maßregelung von drei Kollegen die Kündigung eingereicht. Versuchte Unterhandlungen scheiterten an dem Widerstand der Firma. Diese sucht nun überall Arbeits- kräfte. Es wird dringend ersucht, Zuzug fernzuhalten. Ausland. Eine englische Textilarbeiter-Anssperrung. Wolfis Bureau.meldet: London, 7. Oktober. Da zivei nicht zur Union gehörige Arbeiter einer Spiunerei in Burnley ablehnten, sich der Union anzuschließen, weigerten sich alle Arbeiter der Spinnerei, mit ihnen weder zu arbeiten und kündigten an. daß sie am Mittwoch in den Ausstand treten würden. Die Vereinigung der Spinnereibesitzer von Nord- und Nordost-Lancasbire erwiderte mit der Drohung einer allgemeinen Aussperrung. Diese würde etwa 150 OVO Mann betreffen._ Letzte Nachrichten. Aus dem �Fenster gesprungen ist gestern eine Frauensperson, deren Persönlichkeit bis jetzt noch nicht festgestellt werden konnte. Ein im zweiten Stock» werk des Hauses Tieckstraße 19 wohnender Neger hatte das Mädchen mit in seine Behausung genommen. Als diese nach einer Stunde die Wohnung verlassen wollte, bemerkte er, daß er be, stöhlen worden war. Er verlangte von dem Mädchen das ge, stohlene Geld wieder. Da sie sich weigerte, wollte er einen Schutz. mann holen und deshalb das Mädchen einschließen. Nach den An, gaben des Negers sprang sie daraus aus dem Fenster auf die Straße. Hier blieb sie mit einem Schädelbruch und schweren inne- ren Verletzungen bewußtlos liegen. Die Feuerwehr brachte sie zu, erst nach der Unfallstation in der Eichendorffstraße und von dort zur C h a r i t e. Bis jetzt konnte sie noch nicht vernommen werden, da sie ihr Bewußtsein noch nicht wieder erlangt hatte. Nur ih� Aussage kann ergeben, ob die Behauptungen des Negers zutreffen. Die Lage in Portugal. Köln, 7. Oktober.(W. T. B.) Der Berichterstatter der„Köl- nischen Zeitung" meldet aus Badajoz: Da die Zensur äußerst streng ist und ich außerdem das schwarze Kabinett fürchte, fühi<. mich persönlich hier sicherer. Meine Nachrichten geben das folgende Bild der Lage: Hauptmann Camacho drang mit 000 Rann in den Distrikt Braganza ein, fand aber keinen Widerstand. Ueberall strömten ihm bewaffnete Anhänger zu. so daß er gestern mittag 3000 Mann stark bei Torre de Donna Chama stand, wo ein Ge- fecht erwartet wurde. Um 7 Uhr abends erfahre ich, daß Concriro mit seiner Leibloache und einer starken Abteilung Vinhaes be- setzt hat. Die Regierung sandte 250 Mann Marinetruppen sowie den Aviso„5. Oktober" und den Kreuzer..Vasco da Gama" ab Die anderen Schiffe machen zum Auslaufen klar. In der Stadt Porto war bis zur Stunde meiner Abreise alles ruhig, ggie ich tele- phonisch erfahre, sind dagegen im Bezirk Porto mehrere Revolten vorgekommen. Der Telegraph nach Norden ist unterbrochen. Die Carbonarios machen im Norden durch gedruckte Anschläge bekannt, daß beim ersten Anschlag gegen republikanisches Eigentum die Häuser der als Reaktionäre bekannten Personen j« die Luft ge- sprengt werden. Auch die Anarchistengruppe teilt mit. daß sie die liberale Republik mit allen erreichbaren Rittein verteidigen werde, Die Lage ist sehr ernst._ Neun Bergleute getötet. Tortmund. 7. Oktober.(W. T. B.) Auf der Zeche Für st Hardenberg des Gelsenkirchener Derg- Werkvereins ist ein Förderseil gerissen. Der Forderkorb stürzte in den Schacht. Neun Bergleute sind dabei getötet worden._ Große Ucberschwemmnngen in Amerika. La Croffa. 7. Oktober.(W. T. B.) gtne Ueberschwemmung hat etwa hundert Ortschaften und Dörfer im Westen des Staates Wisconsin heimgesucht. Ungefähr 40 Personen sind ertrunken, und viele Ortschaften bilden nur noch Trümmerhaufen. Ter ange, richtete Schaden wird aus viele Millionen geschätzt._ Kerantw. Redakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.: glh. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u.«erlagsanstast'u-Svi'.ss 9"ktt'S • ,\\S uftZsS"oZ,«vu.D lnvfß Dr. 236. 28. Jahrgang. 1. Ktilaft des Jotniitls" fiftliun Wdsdlslt. Zmutlig, 8. KKIsdei 1911. Graf Soltt-Netternich vor Gericht. (Fünfter Tag.) Der erste zur Verhandlung lammende Fall betrifft die Entnahme einer goldenen Uhr auf Kredit auS dem Geschäft des Hofuhrmachers Fcliing. Ter Angeklagte erklärt sich hierzu wie folgt: Er habe eine goldene Remonwiruhr zum Preis? von 433 M. entnommen und gleich dabei gesagt, dag er augenblicklich kein Geld zur Bezahlung habe, aber in kurzer Zeit einen größeren Posten erwarte. Das sei auch r.chlig gewesen. Er habe dem Geschäftsinhaber seinen Namen und seine Wohnung genannt, der Geschäftsinhaber habe sich nach ihm erkundigt und ihm die Uhr überlassen. Als später die Rechnung kam, habe er 400 M. angezahlt, der Rest sei noch nicht bezahlt. T:e Uhr sei ihm später in Wien abgepfändet worden. Zeuge Willibald Feising: Der Angeklagte habe ihm tatsächlich gesagt, datz er augenblicklich nicht in der Lage sei, zu bezahlen. Der Zeuge habe geantwortet: es lue ihm leid, er habe noch nicht den Vorzug, den Grafen zu kennen und es sei in seinem Geschäft nicht Gepflogenheit, eine solche Uhr, die der Graf gleich mit- nehmen wollte, ohne weiteres mitzugeben. Als er dann durch tele- phonische Anfrage die Identität des Grafen festgestellt, habe er keine Bedenken getragen, einem Tröger dieses Namens die Uhr mitzugeben. Zum Fall Gustke, zu dem wieder zurückgegriffen wird, bekundet ein Zeuge Danziger: lich bin jetzt Brillantenhändler und war vorher längere Zeit beim Variete. Ich kenne die Elvira Gustke nur unter dem Namen Elvira de Lor. Vor S oder b Jahren wollte sie von mir Brillanten kaufen. Sie wollte nur große Steine, aber nur auf Abzahlung, ich sagte ihr aber: das gibt es bei mir nicht, bei mir gibt es nur Waren gegen Kasse. Ich habe mich nur als Zeuge gemeldet, weil sich die Zeugin meines Wissens zu Unrecht als Artistin ausgibt. Vorsitzender Landgerichtsdirellor Crüger stellt fest, daß die Zeugin Gustke wegen irgendeines Vergehens nicht bestraft ist. Ich habe, so fährt der Vorsitzende fort, aber aus den Polizeiakten ge- sehen, daß Sie wegen sittenpolizeilicher Uebertretung mit drei Tagen Haft bestraft worden sind. Warum haben Sic das nicht gesagt?— Zeugin Gustke: Ich habe daran gar nicht gedacht und glaubte, ich würde nur gefragt, ob ich wegen Diebstahls und der- gleichen bestraft sei.— Vorsitzender: Heißen Sie denn Elvira de Lor?— Zeugin: Nein, so nannte sich die Hertha Meschinski, die hier auch vernommen worden ist.— Vorsitzender: Diese heißt also auch nicht Elvira de Lor?— Zeugin: Nein.— Vorsitzender: Tann hätte die Zeugin sich unter diesem Namen auch nicht ver- nehmen lassen dürfen. Na. sie hat sich wohl nichts dabei gedacht. Die Zeugin Gustke erklärt noch: Sie trete als Tänzerin in Varietes auf, sei vom 13. Mai bis 13. Juni in Riga, dann in Moskau und dann im„Aquarium" in St. Petersburg engagiert gewesen, habe dort noch Kontrakt bis 1. Januar und sei direkt von dort zum Termin hierher gekommen. Zu dem Automobilkauf bestätigt der Direktor Jakob Holler von der Aktiengesellschaft Horch die Angaben des Berliner Vertreters. Er habe, als die Anfrage wegen des Automobilverkaufs kam, bei dem Vorsitzenden des Auf- sichtsrats angefragt, wie man sich verhalten solle und da man «rwog, daß der Graf Metternich einer durchaus noblen Familie angehört, kam man zu dem Ergebnis, daß dem Verkaufe nichts im Wege stehe. Man kann sich doch nicht denken, daß ein Mann dieses Standes jemand beschivindeln wird. Ter Zeuge legt den Bestellschein vor, in welchem der Eigentumsvorbehalt enthalten ist. Ein Aufsehen erregender Brief. Als die Verteidiger dem Zeugen vorhalten, Amtsrichter von der Cchulcnburg Hab? von der Firma Horch auf Anfrage den Bescheid erhalten, sie fühle sich gar nicht geschädigt, erklärt der Zeuge Holler: Ein solcher Bescheid ist nie erteilt, im Gegenteil. Er über- reicht darauf den Brief des Amtsrichters von der Schulcnburg, der folgendermaßen lautet:„Vor Jahresfrist war der damals in Berlin weilende Graf Gisbert Wolfs-Metternich im Besitz eines wert- vollen Horch-Wagcns. Da besagter Herr hier zahllose Personen und leider auch mich in der gröblichsten Weise betrogen hat, so nehme ich an. daß auch Sie einen Reinfall erlitten haben. Ich bin nun willens, das gesamte Material der Staatsanwaltschaft kleines Feuilleton. Die Amerikaner vor Tripolis. Auch unter den Geschichtskundi- ston dürften wenige das verschollene Kapitel von dem im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zwischen den Vereinigten Staaten und Tripolis geführten Krieg in Erinnerung haben. Und doch ist cr vor allem als erste kriegerische Unternehmung der jungen Re- publik außerhalb des amerikanischen Kontinents von Bedeutung. B's ins 19. Jahrhundert hinein— genauer bis zur Eroberung Algiers durch die Franzosen— zahlten die handeltreibenden Staaten Europas den Herrschern der vier Barbareslenstaaten— Marokko, Algier, Tripolis und Tunis— Tribute zur Ablösung des sonst von dort aus betriebenen Secraubs. Auch die Vereinigten Staaten schlössen sich von dieser Leistung nicht aus. ohne indes ihren Zweck zu erreichen. Der Pascha von Tripolis, Jussuf Kara- manli, setzte seine Angriffe auf amerikanische Kauffahrteischiffe fort, worauf die Union ihm den Krieg erklärte. Leicht war diese Unternehmung keineswegs, denn die amerikanische 5ttiegsflotte war noch klein, der 5vricgsschauplatz weit entfernt und die europäischen Mächte, mit Ausnahme Frankreichs, mißtrauisch und fast feind- selig. Der Krieg dauerte von 1891 bis 1893 und krönte die amerika- Nische Hartnäckigkeit mit dem Sieg. Seine bekannteste Episode ist die Explosion des„Jntrepid" im Hafen von Tripolis, von der der berühmte Erzähler Fenimore Eooper. der Verfasser des„Lcderstrumpfes", in seiner„Geschichte der amerikanischen Marine" eine anschauliche Schilderung gibt. Der„Jntrepid" war ursprünglich ein französisches Kanonen- boot. das die Tripolitancr gekapert hatten. Der Chef des amerika- nifchen Geschwaders, Commodore Preble, hatte es ihnen wieder weggenommen. Er beschloß, es als Brander zur Zerstörung der im Hafcn von Tripolis liegenden feindlichen Schiffe zu verwenden. Das Schiff sollte so nahe als möglich an die feindliche Flotte herangebracht und dann Feuer angelegt werden. �or Sftenge derer, die sich freiwillig zur Teilnahme meldeten, wurden 2 Off,- ziere und lg Matrosen ausgewählt In der finsteren Nacht des 4. September wurden die Anker gelichtet. Die anderen Schifte der Flotte folgten in einiger Entfernung, um die Boote aufzunehmen, worin die Mannschaft'sich retten sollte. Slber das Schiff hatte kaum die Hafeneinfahrt passiert, als Kanonenschüsse ertönten. Im nach- sten Augenblick flog der„Jntrepid" in die Luft. Eooper schreibt darüber:„Ein jähes, grelles Licht erleuchtete die ganze Reede und die ganze Stadt. Ungeheure Flammen schössen zum Himmel empor, und man hatte ein Panorama vor Augen, gleich dem des großen Ausbruchs des Vesuvs in der Beschreibung des Plinius.... Und nach diesem plötzlichen Licht trat alles in ein undurchdringliches Dunkel zurück, und die Kanonen der Batterien blieben stumm, als ob sie aus der Fassung geraten wären. Zahlreiche Bomben schlugen auf die Felsen nieder; einige platzten, aber die meisten rollten ins Masser, wo die Lunten erloschen."— Ter feindlichen Flotte und zu unterbreiten und bitte Sie daher um gütige Mitteilung, ob und eventuell in welcher Weise Sie durch Graf Metternich geschädigt worden sind." Amtsrichter Graf von der Schulenburg wird als Zeuge her« beigeholt und über den Widerspruch zwischen seiner Aussage und dem Inhalt des Briefes befragt. Er erklärt: Der Inhalt des Briefes entsprach meiner damaligen Ansicht; nachher bin ich aber anderer Meinung geworden. Damals hatte der Graf, der mir und anderen Leuten Beträge schuldete, monatelang nichts auf meine Briefe geantwortet und ich wußte gar nicht, wo er geblieben war. Da ich von mehreren Leuten hörte, daß sie sich auch beklagten, habe ich den Brief an die Firma Horch geschrieben. Nachher haben Graf Metternich und die Gräfin sich an �«ich gewendet und mir genügende Garantien gegeben.— Vors.: Sie haben aber hier ge- sagt, der Angeklagte habe Ihnen keine falschen Vorspiegelungen gemacht. Es ist doch immerhin merkwürdig, daß Sie einen solchen Brief schreiben, der doch ganz anders lautet.— Zeuge: Ja, ich hatte damals wohl ein halbes Jahr lang nichts von ihm gehört gehabt.— Beisitzer Landrichter Monart hält dem Zeugen einen Passus aus seiner früheren Aussage vor, der doch nicht recht im Einklang mit dem Brief zu bringen sei. Nach seiner Meinung sollte sich die Firma ja auch uicht geschädigt gefühlt haben.— Zeuge Graf von der Schulenburg: Tie Firma hat, wie ich glaube, mir geantwortet, daß sie sich nicht geschädigt fühle, da sie das Automobil zurückerhalten habe.— Vors.: Der Brief der Firma liegt in Kopie bei den Akten. Er lautet doch wohl nicht so. Es steht doch tatsächlich kein Wort davon darin, daß sich die Firma nicht geschädigt fühle.— Zeuge: Ich war der Meinung; ich hatte den Brief so in der Erinnerung. Im weiteren Verlauf des Verhörs gibt der Zeuge zu, dem An- geklagten, der in seinem Hause verkehrte, zu dem Zwecke des Auto- mobilkaufs 9399 M. gegeben zu haben. Der Staatsanwalt stellt fest: das Automobil kostete nur 5999 M. Um es auszulösen, brauchte der Angeklagte nur 439g/M. Der Zeuge meint, er hätte ihm auch den Betrag gegeben, wenn er ein paar hundert Mark auch für andere Zwecke verwenden wolle. Tie Sache ist noch nicht ge- regelt, aber die Gräfin hat sich dafür verbürgt. Im Brief wollte ich mich auf den juristischen Begriff des Betruges nicht festlegen, die Sache hat sich eben anders entwickelt, wie ich anfangs annahm. Nachträglich hat sich herausgestellt... Vor- sitzender(unterbrechend): Nun, es hat sich herausgestellt, daß die Frau des Angeklagten die Bürgschaft übernahm. Wie Sie da zu einer Arndrrung Ihrer Ansicht kamen, ist nicht recht zu verstehen. Zeuge: Ich habe meine Ansicht geändert, weil ich jetzt bestätigt sehe, datz der Graf nach seiner Verheiratung bezahlen wird. Im weiteren Verlauf der Verhandlung werden Einkäufe bei einer Reihe von Firmen besprochen, so bei der Firma Demuth, I. H. Werner und Louis Werner. In diesen Fällen machte der Angeklagte erst gegen bar Einkäufe, erhielt dann 5krcdit und blieb kleine Summen schuldig. Bei der Firma Brau», Unter den Linden, und in demselben Ge- schüft in Wien erklärt der Angeklagte, seien ihm Sachen direkt aufgedrängt. Die Ehefrau des Angeklagten erklärt: Was mein Mann über die Wiener Filiale erklärt, stimmt. Ter schuldig ge- bliebene Betrag kann auch gar nicht in Betracht kommen, weil ich doch hoffentlich gut genug für solche Sachen bin. Ich bin doch die Frau meines Mannes und die Leute wissen doch, wenn er nicht zahlt, zahle ich. Richtig ist auch, daß man aus solchem Geschäft nicht so leicht wieder herauskommt, ohne daß einem nicht noch Sachen aufgedrängt werden. Zu einem der Käufe erklärt der Angeklagte: Dolly Landsberger hat eine große Sammlung von etwa 590 kleinen Rippes-Elefanten. Da habe ich ihr zu Weihnachten auch einen kleinen Elefanten in Amethyst geschickt. Bei der Erörterung des Betrugsfalles gegen die Firma Herpich fragt der Vorsitzende: Sic haben sich bei Herpich einen teuren Pelz bestellt? Angeklagter: Na ja, ich konnte doch nicht frieren. Vor- sitzender: Ich besitze keinen Pelz und viele andere Leute auch nicht. Angeklagter: Ich kam aber damals aus Südamerika, hatte wieder- holt Lungenentzündungen durchgemacht und mußte mich ganz be- sonders vor Erkältungen schützen. Mandas nicht geisteskrank. Nach Schluß der Zeugenvernehmungen tritt der Zeuge Buch- Händler Mandas vor und erklärt nachdrücklichst: cr müsse sich ent- der Stadt Tripolis war kein Schaden geschehen, aber die ganze Be- satzung ging in der Explosion zugrunde. Der verschlossene FriedenStempel. In dem Wäldchen zwischen dem Haag und Scheveningen erhebt sich jetzt nahezu vollendet der monumentale Friedenspalast, dessen Stifter der Millionär Carnegie ist. Das graziöse Türmckcn der Fassade hebt sich schon stolz in die Lüfte und bald wird der Palast anch im Innern vollendet werden und die zahlreichen Kunstwerke aufnehmen können, die zu seiner Ausstattung aus Frankreich. Deutschland, England, Italien, Belgien und anderen Ländern versprochen worden find. Vorläufig ist der Friedenstempel aber»och geschlossen und man liest in großen Buch- staben über seinem Eingang die Jnsibrift:„Verboten toegang". Die augenblickliche Spannung der politischen Lage in Europa gibt dieser Inschrift eine ironische Bedeutung von ilassischcr Wahrheit: bis auf weiteres ist der Zugang zum FriedenStempel verschlossen. Theater. Trianon-Theater:„Mein Baby' von Margaret M a y o. DaS Jniporthons für französische ein- bis zweideutige VerwirruugSstücke hat es dieSinal mit einem ainerikanischen Artikel versucht. Warum auch nicht. Genießen wir Deutschen doch seit langem des hohen Ruhmes, daß wir für alle fremden Literaturen Verständnis und Aufnahmefähigkeit besitzen. Freilich Herder und Genossen, die u»S die Seele anderer Völker nahe bringen wollten, haben gewiß nicht an diesen VergnügungSiinport gedacht, der heute die Hauptsache geworden ist. Diese typische amerikanische Posse, deren Kenntnis unS das Trianon-Theater vlzrmiltelte, beweist leider, daß die Amerikaner auf dem Theater ähnliche Unterhaltung suchen— wie in ihren Luna- parkS(Coney-Jsland) und auf dem Variete. Sic wollen bis zum Platzen lachen; je dümmer, alberner und nieinetwege» grotesker der Anlaß dazu ist, um so besser. Die durch die wahnwitzige Jagd nach dem Gclde und die Hätz der Arbeit gereizten Nerven brauchen eine Entspannung durch grobe, hahncbiichene Cssekte. Geist und feinerer Witz wird nicht verlangt, anständig(d. b. heuchlerisch an- ständig) muß das Vergnügen aber auch fein. Und so entstehen dann Stücke wie„Mein Baby". Einem kultivierten Geschmack wird diese Burleske dürftig und langweilig vorkommen. Aber den Amerikanern gefällt dies Genre— wie mir mein amerikanischer Freund versichert— riesig. Ein Mann verläßt seine Frau auS ganz unberechtigter Eifersucht(echt ameri- kanisch, denn eine wirkliche Eheirrung wäre ja shocking). Man lockt ihn aber nach neun Monaten zurück unter der Vorspiegelung, seine Frau würde ibm Vaterfrcuden bereiten. Der arme Narr ist nämlich wie toll auf Nachkommenschaft. Tie Beschaffung des unter- geschobenen Kindes führt nun natürlich(und hier beginnt erst die Posse) zu tollen Verwechselungen, Wirrnissen, Komplikationen. Schließlich sind drei Säuglinge auf der Bühne, aber anch eine rasende Mutter und ein wilder Vater, die ihre teils gestohlenen, teils gemieteten Kinder wieder haben wollen. Die Polizei greift ein und vermehrt das Unheil, bis schließlich Madame und ihre Helfer ihren Trick eingestehen und der angebliche Drillingsvater alle drei schieden dagegen verwahren, daß behauptet worden, er sei wegen Geisteskrankheit entmündigt. Er müsse sich dies ein für �allemal verbitten. Er sei nicht geisteskrank. Der Vorsitzende erklärt, daß dann ein Irrtum des Gerichts vorliege. In den Akten sei eine solche Bemerkung vorhanden.— Der Zeuge Mandas wird vcre eidigt.», Hierauf folgt das Gutachten des Oberarztes Dr. Edmund Förster, der den Angeklagten 6 Wochen in der Charite beobachtet hat. Der Sachverständige führt in längerer Begründung aus? Zeichen einer Geisteskrankheit im engeren Sinne sind nicht hervor- getreten. Ein Jntelligenzdefekt ist nicht gefunden. Angeklagter sei leicht erregbar, bei dem geringsten Anlaß gerate er sofort in heftige Erregung und ergehe sich in lauten und geschmacklosen Schimpfe- reien. Er sei ein abnorm veranlagter Mann, schon von Jugend auf von impulsiver psychopathischer Konstitution. Er will all seine Wünsche befriedigt haben, ohne an die Folgen zu denken. Zu einer geordneten dauernden Tätigkeit ist er nicht imstande; in seinem Leben drängt sich die Haltlosigkeit und Unfähigkeit, sich zu konzcn- trieren, aus. Im Alter von 19 Jahren unternahm er einen Selbst- Mordversuch, weil er das Einjährigenexamen nicht bestehen konnte. Auf Befragen erklärt der Sachverständige: wenn der Angeklagte nur 5 M. Taschengeld bekam, die anderen jungen Leute dagegen bis 399 M., so würde ich es für einen Fehler halten, wenn der An- geklagte in einem solche« Milieu mit einem so kleinen Taschengelde leben sollte. Der Sachverständige kommt zu dem Schluß, daß ß 51 Str.-G.-B.(Unzurechnungsfähigkeit) auf den Angeklagten nicht an- zuwenden sei, daß aber doch wegen seiner ganzen Veranlagung die unter Anklage stehenden Handlungen anders zu bewerten seien, als bei ganz gewöhnlichen Menschen. Wer ist der Generalmajor a. D. Pauli? Der Staatsanwalt kündigt hierauf an, daß er zu Dienstag den Generalmajor a. D. Pauli und den Kriminalkommissar Krüger laden werde, um näheres über die Persönlichkeit des ersteren fest- zustellen, der mit so großer Sicherheit so viel günstiges über den Angeklagten ausgesagt hat. Es wird bel>auptet, datz Pauli ge- werbsmäßiger Heirats- und Ordensvermittler und überhaupt nicht Generalmajor sei, während er geglaubt habe, es sei ein alter Ossi-' zier, auf den man die schuldige Rücksicht nehmen müsse. Rechte anwalt Dr. Jnffe: Der alte Herr hatte doch die ganze Brust voll Orden und auch das Eiserne Kreuz. Es ist nicht einzusehen, warum gerade nach ihm weitere Nachforschungen gehalten werden sollen, Das Hauptkontingent der vom Staatsanwalt vorgeführten Zeugen besteht aus gcistestraukcn Verbrechern, 5tuppleriiiuen und der- gleichen, um deren Personalien wir uns doch auch nicht bemüht lzaben. Staatsanwaltschaftsrat Porzelt: Dafür können wir doch nicht. Das ist doch das Milieu, in dem der Angeklagte lebte. Die Sitzung wird auf Dienstag, 9 Uhr, vertagt. Es sollen dann noch einige kleine Uebcrbleibsel aus der Beweisaufnahme erledigt werden und die Plaidoyers stattfinden. Jugendbewegung. Aus der österrcichischen Jugendbewegung. Zwei Todes« opfer des 17. September in Wien, die Genossen Brötzen berger und Joachimstaler, waren Funktionäre im Verbände der jugendlichen Arbeiter. Ihrem Andenken und den Ereignissen des 17. September ist deshalb die soeben erschicnrge Nummer des„Jugendlichen Arbeiters" gewidmet. Sie bringt die Bilder der beiden von einem tragischen Geschick ereilten Genossen und enthält einen den zwei toten Kameraden gewidmeten Nachruf. In einem Artikel Schulkämpfe wird die gegen die Jugendorganisation erhobene Anschuldigung, daß sie die Schul- demolierungen verursacht habe, abgewiesen und aufgezeigt, daß gerade die Feinde der Jugendorganisation auch die größten Schul- feinde sind. Aus Anlaß der Parlamentseröffnung werden die Forderungen der jugendlichen Arbeiter an das Parlament be- sprechen. Ein anderer Artikel erzählt, wie unsere Berfas- sung entstand, ein Feuilleton schildert berühmte Szenen aus der Geschichte der Parlamente. Ihm folgen zwei Abs chiedsreden an die Rekruten, deren Abdruck im Vorjahre in der„Arbeiter-Zeitung" konfisziert worden ist. Eine Menge Notizen beschäftigt sich mit der Frage des Ge- wcrbeschulwescns und zeigt die Schäden des heutigen Systems auf, das die für die Arbeiterjugend so wichtigen Schulen verwahr- losen läßt. Herbstgcdichte schließen die Nummer der trefflich rcdi« gierten Zeitschrift der österreichischen jungen Arbeiter. Babys wieder hergeben muß. Die S».uationskoinik wird aus ver- zwesielte Weise ausgepreßt, und auch'sie Pikanterie der zwei Akte im Bett liegenden Scheinwöchnerin entschädigt nicht für diese lang- gezogenen Späße. Man spielte nach amerikanischem Muster, bald sentimental, bald burlesk. Das arme Opfer des Stückes, der Hausfreund, der die Kinder beschaffen muß und all das Durcheinander anrichtet, wurde von Herrn I u n k e r m a n n mit einer wahrhaft mitleidcrregenden Komik gespielt. Eine niedliche amerikanische Puppe war Ida Frey, die Mutter von det janze._r. Humor und Satire. DasVölkerrecht. Das Völkerrecht ist vergleichbar einem Amphibium; es kann zu Wasser oder zu Lande bestehen, man kann sehr, sehr tief darüber nachdenken und dicke Bücher darüber schreiben.-- Das Völkerrecht ist aber hinwiederum vergleichbar einem faulen Stück Solz. das im Wege liegt. Ter Schwache stolpert darüber und der Starte wirft es beiseite. Das Völkerrecht ist fernerhin vergleichbar mit einem Regen- schirm; wenn man es braucht, nimmt man es mit, wenn es aber überflüssig oder lästig werden kann, läßt man es zu Hause. Hingegen ist das Völkerrecht nicht vergleichbar einer Mouse- falle, dazu würde das Stück Speck darin fehlen; es liegen nämlick, die fettsten Brocken außerhalb des Völkerrechts. Meine Herren, ein Volk, welches das Völkerrecht einhält, ge- nietzt die Achtung aller anderen Völker; aber andererseits hat man hinwiederum einen heillosen Respekt vor einem Volke, das darüber hinwegspringt wie der Gockel über die Hühnerstiege. Das Völkerrecht ist natürlich zum Schutze der Schwächeren: darum brauchen sich die Stärkeren nicht darum zu kümmern Am nützlichsten ist das Völkerrecht auf Kriegsschiffen'; der Kommandant kann es nachts unter das Kopfkissen lcaen dann rubt die Leitung des Schiffes auf dem Völkerrecht; man kann aber auch eine Suppe davon kochen, besonders wenn es in Schweinsleder ge- bunden ist; anderenfallcs kann man es cinpöckeln und in einer Hcringstonne über Bord werfen. Sie sehen, meine Herren, das Völkerrecht ist außerordentlich ��se't.g: das merkwürdigste aber an ihm ist. daß es überhaupt in Wrrklichtcit gar nicht- zu bedeuten hat. sondern nur als Gegen- stand zu Vorlesungen und als Thema zu Doktorarbeiten in Betracht kommt.(F r i tz San g e r in der„J u g e n d".X'! Notizen. C 1 w r-" j �* veS Vereins der Frauen und Madchen findet Somitag den 15. Oktober, im Bliithnersaale statt, aber mcht nachmittags, sondern abends 8 Ilhr - Die neue Erfindung der Brüder Wright(der Aeroplan, dessen motorische Kraft zur Bewegung der Flügel dient und der ohne OrlSverandenuig schweben kann) soll von einem fraiizosisiben Kapital., tcn von vornherein für eine Million abgekauft und der ftaiizvi>ichen Armee gestiftet(ein. Hua Induftm und Handel. Lebensmittelpreise und Löhne. Chiozza Monay stellt in den„Daily News" einige An- gaben zusammen, die von groster Wichtigkeit für die Beurteilung der Volksernährung sind. Nach einer Aufstellung des englischen Handelsamtes, die sich auf 23 Hanptnahrungsmittcl bezieht und da- bei— was unbedingt notwendig ist, falls diese Berechnungen nicht eine statistische Liebhaberei ohne praktische Bedeutung sein sollen— auch ihren Anteil am Verbrauckie mit in Rechnung stellt, stellte sich der Preis deS Unterhalts, wenn das Jahr 1909 mit 199 angenommen wird, in den letzten IS Jahren wie folgt: 1895 93,2 1896 92,0 1897 96,2 1393 199,8 1899 96,4 1990 199,0 1901 191,9 1992 101,6 1903 103,2 1994 194,3 1905 103,7 1996 103,2 1907 105,8 1993 108,4 1999 193,2 ISIS l0».9 Das bedeutet für 1919 im Vergleich mit 1900 eine Preis- erhöhung um 9,9— gegen 1395 eine solche um 17,9 Proz,! Hier sind die Kleinhandelspreise berechnet. Die Grobhandelspreise stellt eine Berechnung der Grobeinkaufsgesellschaft der englischen Koksum- vereine dar, die den Preis eines durchschnittlichen Familienunterhalts für 1893 auf 63,85, für 1906 auf 67,28 und für 1910 auf 72.33 Ppnce(zu 8'/z Pf.) ermittelt. Das ist seit 1898 sogar eine Steigerung um 13,36 Proz., während das Handelsamt für diese Frist nur 8,2 Proz. errechnet hat. Andere Bedarfsartikel sind noch weit höher gestiegen. So kostete gewöhnliche Hausbrandkohle 1893 noch 10 Shilling die Tonne, 1910 aber 13'/� Shilling, das ist 32'/» Proz. mehr. Das sind englische Zahlen. Bei uns sind die Preise, dank unserem„Schutz der nationalen Arbeit" und den der- schiedenen„Reichsfinanzrefonnen" wesentlich höher. Weit entfernt von dieser Steigerung blieb die EntWickelung der Arbeitslöhne. Nach dem Buche des Handelsamts:„Britische und ausländische Industrie" wurden gezahlt 1875 1885 1895 1995 1909 Maurer, Zimmerer. 9 9 ll'/z IG/z IG/z Pence Bauhilfsarbeiter..? 6 6Vz 7 7 Stundenlohn Eisengieher... 38 38 38 42 43 Shilling Hilfsarbeiter... 36 38 38 39 39 Wochenlohn Während der Stillstand in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts infolge der Verbilligung der Lebensmittel tatsächlich eine gewisse Steigerung des Reallohnes bedeutet, finden wir seit Ende desselben eine geringe Erhöhung des BarlohneS, die aber infolge der erheblich gröberen Verteuerung der Lebensmittel tat- sächlich eine Verringerung deS Reallohnes, d. h. eine Herab- drückung der Lebenshaltung bedeutet. DieS unter der Herrschaft des Freihandels und eines kaum beschränkten Koalitions- rechts— also unter wesentlich günstigeren Bedingungen, als die deutsche Arbeiterschaft aufzuweisen hat, die durch gesteigerte gewerkschaftliche und politische Aktion wenigstens einen Teil dessen, was ihr durch das Zusammenwirken der wirtschaftlichen und politischen Mächte des Klassenstaats entzogen wurde, hat erkämpfen müssen. Dabei hat die genossenschaftliche Organisation, die einem erheblichen Teil der englischen Arbeiter—' allerdings auch hier wieder den höheren Schichten am meisten— eine Erleichterung der Lebenskosten bietet, erst in den letzten Jahren in Deutschland eine erheblichere Bedeutung gewonnen. Es bleibt also dabei, trotz aller „Sozialreform" und des vielgerühmten„Ausstiegs" der englischen und der deutschen Arbeiterschaft: der riefige Aufschwung der Volks- Wirtschaft und die märchenhafte Steigerung des Reichtums haben den Erzeugern dieser Schätze keine oder nur eine winzig kleine Hebung der Lebenshaltung gebrocht und auch diese nur dank einer zähen und opservollen KampfeSarbeit. Wöchentlicher Saateustandsbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Weitere Niederschläge in den ersten Tagen der Berichtswoche waren für den Fortgang der Herb st- b e st e l l u n g von grobem Nutzen; die Arbeiten sind schon ziem- lich weit vorgeschritten, und wenn nicht vorzeitig Frost eintritt, wird die Aussaat in vollem Umfange bewirkt werden können. Die R o g g e n b e st e l l u n g ist zuin gröbten Teil be- schafft; bei genügender Feuchtigkeit sind die Saaten gut auf- gelaufen. Auch von Weizen ist schon ziemlich viel gesät; hier und da waren auch schon aufgegangene Saaten sichtbar. Die Kartoffelernte nähert sich allmählich ihrem Ende. Es zeigt sich, dab das günstige Septemberwetter die Erträge noch etwas gebessert hat, aber die Fälle, in denen kaum die Hälfte einer normalen Mittelernte erzielt wird, sind so zahl- reich, dast sich das ErgebmS im Durchschnitt doch nur als recht schwach herausstellt. Aehnlich liegen die Verhältnisse hinsichtlich der vielfach bereits in Angriff genoinmenen Rübenernte. Die letzten Niederschläge haben zwar stellenweise noch etwas genützt, aber häufig hat die Feuchtigkeit nur das Wachstum der Blätter, und zwar aus Koste» deS Zuckergehaltes, angeregt, auch be- klagen viele Berichte die Bilduug neuer Faserwurzeln als nachteilig. Bei den F u t t e r g e w ä ch s e n haben die Niederschläge stellenweise noch eine Besserung herbeigeführt, auf die man kaum noch zu rechnen wagte. Alte Klee- nnd Luzerueschläge sind teilweise wieder grün, die noch vorhandenen jungen Kleebestände haben sich erholt, und Wiesen liefern hier und da noch etwas Nachwuchs, so dab das Vieh in manchen Gegenden wieder aus die Weide getrieben werden konnte. Allerdings hat das Wetter in den letzten Tagen einen ziemlich rauhen Charakter angenommen, namentlich die Nächte waren schon recht kalt und weiterem Wachstum kaum förderlich. SemKts- Leitung» Erst Streikbrecher, dann Raubmörder. DaS Schwurgericht des Landgerichts II in Berlin hat vor einigen Tagen den Bäckergesellen Ziller wegen schweren Raubes zu fechö Jahren Zuchthaus verurteilt. Dieser Fall hat durch das Porlcben des Verbrechers erhebliches Jntercffe. Während des BäckerstreikS im Jahre 1907 war Zillcr als Streik- ürccher bei einem Bäckermeister in Rixdorf tötig. Er hatte, so gut oder schlecht es gehen wollte, die Arbeit der streikenden Gesellen mitzumachen. Dabei strengte er sich dermaßen an, daß er sich eine Fußverletzung zuzog. Um seine„nützliche Tätigkeit" als Streik- trechcr nicht unterbrechen zu müssen, unterließ es Ziller. sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Den wohlmeinenden Ratschlägen der Streikenden, er möge doch nicht im Interesse des Arbeitgebers feine gesunden Glieder aufs Spiel setzen, hielt er die Antwort entgegen:„Und wenn ich auf die Rase falle und liegen bleibe, ich gebe die Arbeit nicht auf." Ziller war also ein„Mustcrarbeiter", wie ihn sich die Unter- sichmcr wünschen. Doch er trug schwere Folgen seiner arbeiter- schädigenden Rausreißertätigkeit davon. Die Fuhverlctzung, die er zugunsten seiner Strcikbrecherarbeit vernachlässigt hatte, ver- schlimmerte sich derart, daß der Fuß bald darauf amputiert werden mußte. Also im Dienste arbeiterfeindlicher Be- strebungen hatte sich Ziller zum Krüppel gemacht. Als Bäcker fand er keine Arbeit mehr und er nahm deshalb oft das Mitleid seiner Kollegen in Anspruch, um sich mit deren Unterstützung kümmerlich durchschlagen zu können. Der Bäckergeselle Lorenz, der wegen seines Alters als Bäcker keine Arbeit mehr fand und sich durch Hausierhandel dürftig er- nährt, gewährte in seiner Wohnung dem Ziller Unterkunft. Bald bemerkte Ziller, daß Lorenz einige Spargroschen zurückgelegt hatte, die er nachts unter seinem Kopfkissen verwahrte.— In dem Bur- fchen, der schon früher als Streikbrecher vom Verrat an seinen Kollegen gelebt hatte, erwachte die Gier nach den Spargeldern dessen, der ihn hilfsbereit in seine Wohnung aufgenommen hatte.— Kines Nachts schlich Ziller, mit einem Hammer bewaffnet, an dys Bett des alten Lorenz und versuchte, den Geldbeutel unter dem Kopfkissen hervorzuziehen. Dabei erwachte Lorenz. Ziller versetzte ihm mit dem Hammer einen wuchtigen Schlag auf den Kopf. Lorenz sah noch, daß der Verbrecher zu einem zweiten Schlage ausholte, und zwar so kräftig, daß der Hammer vom Stiel flog. Dann verlor Lorenz das Bewußtsein. Daß er mit dem Leben davongekommen ist, verdankt er lediglich dem glücklichen Zufall, daß die Waffe des Raubmörders beim zweiten Hiebe versagte. Lorenz wurde bewußtlos aufgefunden und nach der Unfallstation geschafft, wo er wieder zu sich kam. Inzwischen war der Räuber.mit den Ersparnissen des Lorenz im Betrage von 62,50 M. verschwunden. Als Ziller auf Grund der Angaben von Lorenz verhaftet wurde, hatte er das geraubte Geld bereits ausgegeben. Nach anfänglichem Leugnen gestand er sein Verbrechen ein, welches er jetzt im Zucht- hause zu büßen hat. Schmiergclderunwesen im Berliner Baugewerbe. Zu der im Gerichtsbericht vom 1. Oktober erfolgten irrigen Wiedergabe von Gutachten teilt uns der Hofbaurat und Architekt Wehe und der Direktor der Berliner Mgemcinen Hochbaugesell- schaft, Regierungsbaumeister Schmülling, folgendes mit. Diese Sachverständigen haben es nicht als Usance bezeichnet oder gar gebilligt, daß ein Bauleiter neben seinem Honorar Nebenverdienste in irgendeiner Form bezieht. Sie hyben auch nicht erklärt, daß das Abändern der Handwerker- und Lieferantenrechnungen für den Bauherrn zu den herrschenden Usancen im Berliner Baugewerbe gehöre. Der Sachverständige Wehe hat auch nicht erklärt, er wende dieses Verfahren sogar dem Ministerium als Bauherrn gegenüber an. Die Sachverständigen haben auch nicht gesagt, jeder orientierte Bauherr kenne diese Geschäftstricks der Berliner Architekten und lasse deshalb seine Baumeister heimlich kontrol- lieren. Ebensowenig hat der Sachverständige, Regierungsbau- meister Schmülling, gesagt, daß die Handwerker von seiner Ge- sellschaft veranlaßt würden, erhöhte Rechnungen einzureichen, wenn ein Bauherr die Originalrechnungen selbst zu sehen verlange. Tie Sachverständigen haben es vielmehr ausdrücklich als un- zulässig bezeichnet, wenn ein Bauleiter sich in irgendeiner Form Provision oder Verdienst neben dem ihm zustehenden Bauleiter- Honorar verschaffe. Solche Vorkommnisse haben sie ausdrücklich als Unsitte bezeichnet. Dagegen haben sie erklärt, daß von dem Bau- leiter der Bauunternehmer zu unterscheiden sei, welcher im eigenen Namen und für eigene Rechnung dem Bauherrn den Bau her- stelle. Als üblicher Verdienst solcher Bauunternehmer ist es be- zeichnet worden, daß dem Bauherrn ein Preis gemacht werde, der sich aus den Selbstkosten, d. h. den Forderungen der Lieferanten und Handwerker und seinem Aufschlage als Unternehmergewinn zusammensetzt. Die Sachverständigen haben sich dahin geäußert, daß nach Lage des Falles Geldner, der ursprünglich Bauleiter war, nach dem bald erfolgenden Ausscheiden des früheren Generalunter- nchmers, als Bauunternehmer anzusehen sein, da er die Verträge für eigene Rechnung abgeschlossen hat und 88 990 M. bares Geld aus eigener Tasche an die Handwerker bezahlt hat. Der von uns ebenso wie von allen, von derselben sonst zu- verlässtgen Korrespondenz bedienten Zeitungen gebrachte Bericht, hatte erklärlicherweise im Bauwesen große Erregung hervorgerufen. Bedauerlich ist, daß der Berichterstatter sich so stark ver- hört hat._ Geschlossene Bereinssihungen. Die Spandauer Polizei hatte den Genoffen Emil Schubert mit zwei polizeilichen Strafmandaten in Höhe von 3 M. und 10 M. bedacht, weil er noch nach der Polizeistunde Gäste in seinem Lokal geduldet habe. Er erhob Einspruch. Vor dem Schöffengericht wendete Genosse Schubert, der durch Rechtsanwalt Dr. Karl Lieb- knrcht verteidigt wurde, ein. daß an den betreffenden Abenden in seinem Lokal geschlossene Gesellschaften, wie Borstand der ört- lichen Partei usw., getagt haben. Das seien geschlossene Gesell- schaften, an die er sein Lokal an diesem Abend gewissermaßen vermietet habe. Nach außen hin habe er mit Eintritt der Polizei- stunde sein Lokal aber geschlossen gehalten. Das Kammergericht habe sich in einer Entscheidung dahin ausgesprochen, daß diese Maßnahmen ausreichend sind und ein öffentlicher Betrieb demnach nicht mehr stattgefunden habe. Der als Zeuge vernommene Polizeikommissar meinte, Schubert müsse, wenn er sein Lokal länger offen halten wolle, die bei ihm stattfindenden Sitzungen und Versammlungen bei der Polizei anmelden. Der Verteidiger erklärte das Verlangen der Polizei, jede Versammlung oder Sitzung anzumelden, für ungesetzlich, da das Reichsvereinsgesetz dies ausdrücklich abgeschafft habe, und ein derartiges Verlangen würde einer Aufhebung des Reichsvereinsgesetzes gleichkommen. Der Amtsanwalt beantragte dennoch Verwerfung des Einspruchs. Das Gericht schloß sich den Ausführungen der Verteidigung an und erkannte in beiden Fällen auf Freisprechung. „SimPlicisfimuS" vor Gericht. Die erste Strafkammer in Stuttgart verurteilte, wie uns telegraphisch mitgeteilt wird, gestern den verantwortlichen Re- dakteur des„SimplicissimuS". Hans Gulbransson, wegen vermeint- sicher Beleidigung der Berliner Polizei zu 209 M. Geldstrafe. Dem Polizeipräsidium wurde die Publikationsbefugnis zu- gesprochen_ Versammlungen. Deutscher Holzarbeiterverbanb. In der am Freitag abgehal- tencn Generalversammlung wurde die Frage einer Rcorgani- sation der Ortsvcrwaltung behandelt. Die vor einiger Zeit eingesetzte Reorganisationskommission hat die in dieser Hinsicht laut gewordenen Wünsche geprüft. Den Bericht über die Arbeiten der Kommission erstattete Leopold. Er erklärte, daß die Ver- waltung mit Geschäften überlastet ist und deshalb zur besseren Er- ledigung ihrer Ausgaben eine Aenderung in der Zusammensetzung der Verwaltung und der Gcschäftsvcrteilung zu empfehlen ist. Die Kommission macht dshalb folgende Vorschläge: 1. Zur Verwaltung gehören die nach dem Statut vorgesehenen Mitglieder der engeren Verwaltung, die Obmänner der Bezirke und Branchen, für die eine selbständige Kommission besteht. 2. Die engere Verwaltung besteht aus zwei Bevollmächtigten, zwei Kassierern und Schriftführern, vier Beisitzern und einem Obmann der Schlichtungskommission. 3. Die Verwaltung hat alle von der Generalversammlung beschlossenen oder im Statut vorgeschriebenen Aufgaben zu be- arbeiten. Insbesondere soll die Verwaltung Mahregelungen, Differenzen und Streiks, taktische Fragen von allgemeiner Be- deutung, wichtige Vorgänge im Wirtschaftsleben usw. behandeln. Zur schnelleren Bearbeitung und Erledigung aller kleineren Einzelgeschäfte werden Spczialkommissioncn eingesetzt, die aus je 5— 7 Mitgliedern bestehen und von der Verwaltung ihre An- Weisung bekommen. 4. Bei außerordentlichen Angelegenheiten, dringlichen und plötzlich eintretenden Vorgängen, deren Erledigung nicht bis zur ordentlichen Vcrwaltungssitzung warten kann, sowie Bureau- angelegenhciten, tritt die engere Verwaltung zusammen. 5. Die Revisoren nehmen an den Verwaltungssitzungen mit beratender Stimme teil. Zur Frage der Spczialkommissionen wird empfohlen die Ein- setzung einer Bcschwcrdckommission, einer Unterstützungskommiyion, einer Rechtsschutzkommission, einer Untcrkommission für das Arbeits- Nachweiskuratorium, einer Jugendkommission, einer Vergnügungs- kommission und einer Bibliothetkommission. Ter Obmann jeder Kommission soll den VcrwaltungSmitgsie- dern allmonatlich einen kurzen schriftlichen Bericht zustellen. Tie Rcorganisationskommission hat sich auch mit der Frage beschäftigt, ob der erste Bevollmächtigte ein Angestellter des Ver- bandes fein soll, Die Kommission ist der Meinung, das fei nicht unbedingt notwendig. Unter dem gegenwärtigen Zustande, wo Glocke, den man als ersten Bevollmächtigten nicht gern missen möchte, diese Funktion ehrenamtlich ausübt, würden die Interessen des Verbandes aufs beste gewahrt und die Geschäfte glatt erledigt. In der Diskussion vertraten einzelne Redner die Ansicht, sie hätten sich die Reorganisation etwas anders gedacht. Ein Redner trat dafür ein, daß die von der Generalversammlung gewählte engere Verwaltung einen größeren Einfluß haben müßte, daß aber die den Spezialkommsssionen zugewiesenen Aufgaben in den Bezirks- und Branchenkommissionen erledigt werden könnten.— Glocke führte dagegen aus, dieser Vorschlag sei nicht zweckmäßig und würde die Einheitlichkeit der Verwaltung durchbrechen. Die Versammlung stimmte den Vorschlägen der Reorganisa- tionskommission mit sehr großer Mehrheit zu. Glo cke, der eben aus Hamburg gekommen war, wo er an einem Versuch, den dortigen Kampf beizulegen, mitgewirkt hatte, teilte mit: Die aus Mitgliedern des Deutschen Llrbcitgeberschutzverbandcs für das Holzgewerbe und des Deutschen Holzarbcitervcrbandcs zu- sammengesetzte Kommission war auf dem besten Wege, eine Grund- läge für den Friedensschluß zu schaffen. Ueber den Arbeitsnachweis war man sich einig. Auch über die Verkürzung der Arbeitszeit wäre eine Einigung zu erzielen gewesen. Tann wurde aber seitens der Arbeitgeber in der Kommission der Arbcitgeberverband der Unterelbeorte über diesen Punkt befragt und auf dessen Verlangen sollte die Verkürzung der Arbeitszeit bis 1913 verschoben werden. Da ein Teil der Hamburger Holzarbeiter die verkürzte Arbeitszeit bereits hat, so konnten die Arbeiter-Vertreter der Kommission auf diese Forderung der Arbeitgeber nicht eingehen und die Beendigung des Kampfs ist durch den Arbeitgcbcrverband der Unterelbe wieder ver- citelt worden. Es ist anzunehmen, daß die Unternehmer sogar eine Verschärfung des Kampfes beabsichtigen. Pflicht der Berliner Holz- arbeiter ist es, den Kampf ihrer Hamburger Kollegen nach wie vor mit ganzer Kraft zu unterstützen und auf etwaige Maßnahmen der Unternehmer zu achten. Keine Ursache zur Entrüstung der Bäckermeister. In einem von uns am 23. September veröffentlichten Bericht über eine Versammlung der Freien Vereinigung der Bäckermeister heißt es, die Versammlung sei darüber entrüstet gewesen, daß der Verbandsvertreter Schneider in Oberschönewcide behauptet habe, die dortigen Bäckermeister könnten auch nach der Bewilligung der Gescllenforderungcn ganz gut fünf Stück Backware für 10 Pf. ver- laufen.— Hierzu teilt uns Genosse Schneider folgendes mit: In Oberschöneweide wurden seit jeher 5 Stück Backware für 19 Pf. geliefert. Kürzlich teilten die Bäckermeister ihren Kunden mit, sie seien durch die Bewilligung der„hohen" Gcsellenfordcrungen gezwungen, nur noch 4 Stück für 10 Pf. zu liefern, die aber zu- sammcn dasselbe Gewicht haben sollten wie bisher 5 Stück. Außer- dem sollten die Kunden noch Rabattmarken erhalten. Die Konsn- menten trauten der Versicherung, sie würden in 4 Stück dasselbe Gewicht erhalten wie in 5 Stück, nicht, sondern sahen die Neuerung als eine Verteuerung der Backware an. Deshalb wurde von Konsu- menten eine Volksversammlung einberufen und Schneider als Referent gewonnen. Schneider vertrat den Standpunkt: Die Gesellen- forderungen seien so gering, daß s i c eine Verteuerung der Back- Ware nicht rechtfertigen. Ucbrigens seien diese Forderungen schon 19 0 4 von den meisten Berliner und auch von den Obcrschöneweider Bäckermeistern bewilligt worden. Wenn die letzteren, wie sie sagten. erst jetzt die Forderungen durchgeführt haben, dann hätten sie ihr im Jahre 1904 gegebenes Versprechen, sowie den Tarif von 1994 nicht gehalten. Daß die jetzigen Gcsellcnforderungcn kein Grund zur Verteuerung der Backwaren seien, gehe schon daraus hervor. daß in den KonsumvcreinSbäckercicn ein bis zu 50 Proz. höherer Lohn als der in Oberschöncweide geforderte gezahlt werde, und daß bekannte Führer der Bäckermeister als vereidete Sachverständige wiederholt angegeben haben, die Bäckereien erzielten Reingewinne bis zu 33 Proz.— Wenn die Bäckermeister wirklich in 4 Stück das- selbe Gewicht geben wollten wie in 5 Stück und noch Rabattmarken dazu, dann könnten sie es auch bei der Lieferung von 5 Stück mit dem bisherigen Gewicht lassen, denn an diesen Zustand sei da» Publikum seit jeher gewöhnt. Hus aller Alelt. Httimhamfcbe Studenten ritten. Während ein Teil der deutschen Korpsstudenten sich damit be- gnügt, die Spannkraft der Jugend an unschuldigen Straßenlaternen oder Geschästsschildern zu erproben, NarrenSpossen— wie in Jena — zu verüben, oder wenn eS einmal hoch kommt, auch Eisenbahn- züge in Gefahr zu bringen, scheinen ihre amerikanischen Kollegen, wenigstens die der U n i v e r s i t ä t Buenos Aires, in der studentischen Kultur schon weiter vorgeschritten zu sein. Ein deutsches Tageblatt aus BueuoS Aires, das uns ein Freund unseres Blattes zur Verfügung stellt, berichtet über folgenden.Studentenulk": Ein skandalöser Vorfall hat sich gestern vor der Morgue ereignet, der die Kultur unserer Herren Studenten aufs tressendste illustriert.' Die italienische Vereinigung Cuocchi e camerieri italiani kam um zwei Uhr mit Fahne und un- gefäbr hundert Mitgliedern nach dein Lokal der Morgue j,, der Calle Junin, um die Leiche eines Kameraden zur Beerdigung abzuholen. Aus der Straße hatte sich eben der Leichenzug gx- bildet und wollte sich in Bewegung setzen, als plötzlich zum Esst- setzen aller aus dem oberen Stockwerk ein menschlicher Fuß herunter und direkt neben dem Sara zu Boden fiel. Der Zug hielt sofort an in begreiflicher Bestürzung sah alles nach oben. Dort stand am Fenster eine Gruppe junger Leute, die sich gper das Gelingen ihres„Scherzes" löniglich amüsierten. Gegen das über alle Beschreibung flegelhafte Benehmen der jungen RowdieS entstand unter dem Leichcngefolge eine große Aufregung und die lebhaftesten Proteste wurden lqut. DaS war für die Raufbolde im Stehkragen das Signal zu einem Vorgehen, wie man es unter Kulturnationen zum Glück nur in AuSnabmefälleii zu sehen bekommt. Von dem oberen Fenster aus eraok sich ein reiner Hagel von Leichenteilen auf die Umherstehenden, sie wurden mit menick- lichen Ohren. Nasen, Beinen, Armen und Ein» ge weiden förmlich überschüttet. Es wurde sofort die Polizei benachrichtigt, die dem unbeschreiblich widerlichen Schau- spiel ein Ende nmchen sollte, es kam auch ein Polisist der 7. Sektion, dem bei seinem Erscheinen gleich ein menschlicher Knöchel ans d e n H e l m s a u st e. Der Hüter des Gesetzes schien den Vorfall aber nicht sehr tragisch zu nehmen weshalb ein Teil des Leichengefolges nach der Kommsssarie zum' Erstatten der Anzeige ging und auch einen Fuß als corpus äelicti mitnahm. Und dieses Gesindel hält sich auf Grund sein« Bildung für be- rufen, später in Staatsstellungen Karriere zu machen und verächtlich aus das„niedere Volk" herabzusehen. Ter Hunger in Ruhland. Wie uns aus Petersburg geschrieben wird, scheint die Hungersnot in Rußland in diesem Jahre in einem selten beobachtete» Umfange mlfzntreten. Schon jetzt leiden Millionen Mensche» Hunger. Um wie viel schwerer wird d,e Hungersnot auf dem gedrückten und geknechteten Volke lasten, wenn die mageren Ernten dieses Jahres erst verzehrt sind, wenn der russische Winter mit seiner ganzen Strenge seinen Einzug gehalten hat. In der ain 3. Oktober von der Freien Oekonomischen Gesellschaft unter Vorfitz von Koljubalm zu Petersburg abgehaltenen Sitzung beriet die Berpflegungs- kommission die Frage der HilfSorganisieruug für die vom Hunger heimgesuchten Gouvernements. Nach den lückenhaften Zusammen- stellungen der Kommission wütet der Hunger bereits in den Gouver- mentS Kasan, Samara. Saratow. Perm. Wjatka. Ufa, Pensa, Nishni-Nowgorod. Orenvurg und Stawropol. und eine Bevölkerung von etwa 19 Millionen Seelen ist davon betroffen. Ein russischer Tieustzug überfallen. In der Nähe von Lodz überfielen am Sonnabend fünf Räuber einen Dienstzug. Sie veranlagten den Lokomotivführer durch Signalisieren mit einer roten Laterne, die Fahrgeschwindigkeit zu vermindern. Unter TodeSdrohungen nahmen sie dann dem Zug- personal die Schlüssel zu dem Panzerwaggon ab. in dem sich die Tageseinnahmen zweier Stationen befanden, und raubten zwei Kassen mit 11800 Rubel. Hierauf mugte das Personal den Zug verlassen, während die Räuber eine kurze Strecke weiterfuhren und schließlich vom Zuge absprangen. den sie auf dem Gleise stehen ließen. Kleine Notizen. Doppelmord und Selbstmord. Eine schreckliche Familientragödic hat sich gestern in dem Dorfe R e a y s b a y in der Nähe von London zugetragen. Dort tötete ein angesehener Gutsbesitzer erst seine Frau und sein Kind, indem er sie im Schlafe überfiel und ihnen mehrere tödliche Dolchstiche beibrachte; dann schoß er sich mehrere Kugeln in den Kopf, die seinen sofortigen Tod herbeiführten. Der Gutsbesitzer hat früher in einem indischen Re« giment gedient und man glaubt, daß er die Tat in einem Anfall von Tropenkoller vollführt hat. Ein Fürst als Einbrecher. In Petersburg wurde am Frei- tag ein Fürst Wadbolski verhaftet. Der hochedle Herr ist in mehrereWohnungen eingedrungen und hat dort Diebstähle ausgesührt. Todes-Anzeigen Zl�isIlleWlifstiAliei'MvMiii kür äea Frankfurter Viertel (Bezirk 2S8.) Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Genosse, der Gastwirt Albert Becker Webcrstr. 9, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 9. Oktober, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zcnwal-Friedhoses in Friedrichs- selde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 222/11 Ter Vorstand. SozialdeiiioMelier Verein im 5. fieriiner Walitee. Am 5. Oktober verstarb an den Folgen einer Blinddarmoperation unser Mitglied und Genosse, der Hausdiener Ksrl Küster. (2. Abteilung.) Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnlag, den 8. d. MIS., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen- halle des Gcorgen-Kirchhoses in Weitzensee, Rölkeslraße, auS statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 223/15 Ter Vorstand. Qisrlottenbiil-x. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Bau- arbeiler KAri Gräber 2. Gruppe verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 5'/. Uhr, von der Halle des neuen Luisen- Kirchhoses, Fürstcnbrunner Weg, aus statt.' Um rege Beteiligung ersucht »Qi- VorManck. Deutscher Bauarbeiter-Verband. Zweigverein Berlin. Am 5. Oktober verstarb nach langem, schwerem Leiden der zweite Kassierer unseres Zweig- verein? Ksrl Gräber. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am -oimtag. den S. Oktober, nach- Mittag» 5'/, Uhr. von der Halle de» Luiscu-ttirchhoseS in Westend, Steuer Fürstenbninner Weg, aus statt. . Um rege Beteiligung erlucht 149/9 Der Vorstand. Verband der Schneider Schneiderinnen u. Wäsche- Arbeiter Deutschlands. � Filiale Berlin I. �C,J J�tlgliebcm geben wir ytermtt bekannt, dag am DonnerS» tag, den 5. Oktober, der Kollege Julius Steppat im Alter von 31 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den g. Oktober, nach- mittags 5 uhr, von der Halle des Johannis-«irchhese», BarfuS- slraße, auS statt. ist/S Die Orteverwaitnnt. r.Verband der Buch- iini! Sjpi�ryckerei-Hiifsarbeiier u. üi i;?i(erinnen Deutsehlands. —-Orlsvcnoaltuug Berlin.----- Am b. Oktober verstarb unser Milglied Willi Wall an der Proletarierkrankhelt. Ehre seinem Andenken: Die Bcerdigimg findet am Dienstag, den 19. Oktober, nach. mittags 4 Uhr, von der Halle des Reinickendorfer Gememde. Fricdhose«, Humboidlstr., auS statt. 28/5 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter-Verband. Bezirksverwaltung GroB-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Haus- dicner 71/9 Karl düster am 5. d. Mts. im Atter von 43 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den L. d. Mts., nach« mittags 4 Uhr, von der Leichen- halle des St. Gcorgen-JricdhojeS, Weißenjee, aus statt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Andreas Seib am 3. d. Mts. im Alter von 31 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet henke Sonntag, den 3. d. Mts., nach- mittags 3'/, Uhr. von der Leichen- Halle des Sebastian- Friedhoses, Reinickendorf« West, Humboldt- straße 68/74, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Tie Bezirkoverwaltung. Deutscher taetaiiarheiter-Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metalldreher Karl Aland am 5. Oktober an Freitod ge- storben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. Oktober, nach- mittags 4 Ubr von der Leichen- balle des Tegeler Gemeinde- FriedhojeS in Tegel aus statt. Zur ferneren Nachricht, daß unser Mitglied, der Silberarbeiter krau! Forslrenter am 6. Oktober infolge Herzschlags gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 9. d. Mts., nach- mittags 3*/t Uhr, von der Leichen- balle des Weißenseer Gemeinde- Friedhoses, Weißenseer Weg, aus slalt. Ehre ihrem Zlndenken! Rege Beteiligung erwartet 124/3 Die Örtsverwallung Am 6. Oktober entschlief sonst mein lieber Mann, Vater und Schwiegervater, der Steindrucker Kgfl Lüdecke im 69. Lebensjahre. 997b Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an Die trauernden Hinterbliebenen. Rirdors. Paimierstr. 4. Die"Beerdigung findet am Montag, den 9. Lltober. nach- mittags 21/j Uhr, von der Leichen- halle des Rirdorser Gemeinde- Friedhoses, Mariendorfer Weg. aus statt. Nach langem Leiden verschied am 6. d. MIS. unser lieber Kollege, der Steindrucker Karl Lüdecke. ttin ehrendes Andenken be- wahren ihm Die Kollegen der ssirma Rob. Winckelrnann. Die Beerdigung findet- am Montag, den-9. Oktober, nachmittag» 2>/,Uhr, von der Leichen- balle des Ziirdorser Gemeinde- Friedhoses, Mariendorfer Weg, aus statt. Iglltb Zentral-Kranken- und Sterhe- kassed. deutschen Wagenbauer (H. E.) Berlin Bezirk 17. Am Mittwoch, den 4 Oliober.ver- starb unser Mitglied, der Klempner Robert Trabant. Ehre seinem Zlndenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 9. Oktober, nach. mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Emmaus-KirchhoseS aus statt. 257/19 Um rege Beteltigniig ersucht Tie Ortsverwaltuiig. Allen Freunden und Belannten die traurige Nachricht, daß mein inniggeiiebter Mann, der Metall- dreher Barl Alaiul sreiwillig aus dem Leben geschieden ist. Dies zeigt tiesbetrübt an Witwe Luise Aland, geb. Sonntag. Die Beerdigung findet am Sonnlag. den 8. Oktober, nach- mittags 4 Uhr. von der Leichen- Halle des Gemeinde-griedhose»»u Tegel auS statt. 1994b Deutscher Roliarbeiter-Verhand Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler BrnU Stiehl Landsberger Straße 15 im Alter von 46 Jahren ge- storben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. Oktober, nach- mittags 4 Uhr, von der Halle des ZentralsriedhoseS in Friedrichs- jelde aus statt. 99/2 Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Wiibeini Redderieb Rirdors, Wildenbruchplatz 3 im Alter von 29 Jahren ge- storben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Montag, den S. Oktober, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Rixdorser Gemeinde- Friedhofes am Mariendorfer Weg aus statt. Die LrtSverwaltung. (fhdßimwwid? AwaaMmas. Danksagung. Fllr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unvergeßlichen Vaters, sage ich allen Verwandten, Bekannten, Gäste», dem Verein der Berliner Weißbicrwirte, dem Verein der Gast. wirtSgehilsen, den Direltionen der Brauereien und allen Lieseranten aus diesem Wege herzlichen Dank. Lmma bischer 999b nebst Tocktot-. Für die so Herzliche Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines guten ManneS sage ich allen Bekannten und allen Herren Kollegen und Kolleginnen der Buchbinderei und Buchdruckerei in Firma H. S. Her- mann, Beuthsw. 8, sowie dem Ver- band der Buchbinder Berlins meinen innigsten Dank. 998b Helene Thomas, Kleiitstr. 37. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranz. spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres herzensguten Baters sage allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen und Meistern der Firma A. tt.-G. (Bs. I41. IT) unseren tlesgeiühlien Dank. Die trauernde Witwe Ernestine Gertz und Kinder. Danksagung. Für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ick allen Teilnehmern meinen herzlichsten Dank. Auguste He!mig. Für die erwiesene Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage allen Freunde». Belannten und Vereine», Herrn M. Pieritz nebst Personal herzlichen Dank. 1993b Wilwe I.nlso Krause und Kinder. €€€:€€€«»«SKZSsÄss-Z. Unserem Genossen � T Hugo Schmidt nebst Gemahlin c Q die V w herzlichsten Glückwünsche Q Z zur silbernen Hochzeit. I -A Die Genossen u. Genossinnen � G, des 141. Bezirks. €€€€«e«t«SSSSZSSH- Unicnn Genossen E | Wilbelm Dommisch«I •JJ nebst Frau A G senden zur Silberhochzeit die w vi/ herzlichsten Glückwünsche vi/ � Die Genossen des Wahlvereins � yi> Eichwalde, Zeuthen, Miersdorf. Unserem lieben Kollegen Uainrich Barthel u. Frau die besten Glückwünsche Silberhochzeit. Werlstube A. Schomburg. zur 1917b Unserer lieben ?52ll Tanger mann zu ihrem 10 lährigeu Jubiläum bei der Firma Lewin die besten Glückwünsche. Mehrere aus der dritten. Na, Sangermännchen taten Sie mal 96lb 9 Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzensir. 41, Ä,,"». 10—2. 5—7. Sonntags 10—12. 2—4. 1 1 Robert Baumgarten'; Engro» Export' ! Hausvogteiplatz 11! 1. 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Der Marokkokonflikt schien sich zu lösen, da erschreckte Kriegsgeschrei das Kapital. Tripolis wurde das Stichwort; die Kurse der Bankaktien mußten den von Italien begonnenen Raubzug mit dem Verluste einiger Prozente büßen. Und kaum glaubte man wieder aufatmen zu können, da beunruhigte erneut die Marokkofrage, deren glatten Verlauf Wieder einmal ein diplomatisches Zwischenspiel störte. Wie- die Börse auf die verschiedenen Ereignisse und Meldungen reagierte, zeigt die folgende Uebcrsicht. Es notierte: Deutsche Bank... Dresdner Bank.. Nationalbank... Berliner Handelsbank Diskonto-Gesellschaft 23.9. 30.9. 4.10. 6.10. 261,37 254,87 258,50 257,73 154,62 152,75 154,37 131,23 123,73 121,00 123.00 122,87 165,62 163,00 164,00 163,62 185,12 182,62 185.00 184,87 Schaaffhaus. Bankverein 134,23 132,73 134,00 133,73 Aus der Gesamthaltung der Börse geht hervor, daß man hier an weitere Konsequenzen des italienischen Abenteuers nicht glaubt. Selbst wenn solche Annahme berechtigt sein sollte, kann die Schädigung wirtschaftlicher Interessen auch für Deutschland doch noch ganz empfindlich werden. Ter Gedanke des panislamitischen Boykotts, dessen Propaganda gleich zu Anfang der italienischen Feindseligkeiten einsetzte, ist bereits in die Praxis übertragen worden. Wenn sich die Maßnahme eigentlich mich nur gegen Italien richten soll, so ist bei dem religiösen Motiv, das ihr zu- gründe liegt, doch damit zu rechnen, daß auch Deutschland getroffen werden wird. In der Türkei herrscht Mißstimmung gegen Deutsch- land, weil sich die Hoffnung, von dieser Seite Hilfe gegen Italien zu bekommen, als irrig erwiesen hat. Tie Handelsbeziehungen Deutschlands mit der Türkei haben sich in den letzten Jahren günstig entwickelt. Unsere Einfuhr von dort, die im Jahre 1900 erst 30,4 Millionen Mark ausmachte, betrug 10 Jahre später schon rund 67 Millionen Mark. Die deutsche Aussuhr nach der euro- päischen und asiatischen Türkei zusammen hob sich in derselben Zeit von 34,2 Millionen Mark auf 104,7 Millionen Mark. Im laufen- den Jahre ist unsere Einfuhr in einigen Artikeln gesunken, in anderen gestiegen. Die Veränderung bei den Hauptartikeln ver- anschaulicht die folgende Aufstellung über die Ausfuhr in den ersten 8 Monaten der beiden letzten Jahre: Doppelzentner 1910 3 626 1536 21 373 17 693 4417 Anilin und andere Teerfarbstoffe. Gefüllte Geschoßzündungen... Wollgewebe und Wollwaren... Baumwollgewebe und-Waren.. Leder und Lederwaren..... Briefumschläge......... 1 432 Porzellanwaren........ 4 775 Glaswaren.......... 12 940 Stabeisen, Bleche........ 104 637 Eisenbahn- und Brückcnmaterial.. 340 363 Fertige Eisen- und Stahlwaren... 28188 Zinn und Zink......... 4 607 Kupfer, Stangen, Bleche..... 6 263 Messingwaren......... 1 118 1911 3485 276 15 987 16142 3 285 1904 6 296 13 518 114 284 336686 43 862 4 612 5 284 1489 Lokomotiven, Maschinen und Uhren........ Kinderspielzeug.... -Teile Doppelzentner 1910 1911 14 985 25 800 648 1 063 1 632 1 912 Im Getreidehandel Deutschlands mit Rußland hat der Krieg nun schon infofern Störungen hervorgerufen, als die füd- russischen Getreidehändler mit Berufung auf die angekündigte Blockade sich weigern, die eingegangenen Getreidekontrakte zu er- füllen. Da die Preise, speziell" für Gerste, stark gestiegen sind, machen die Russen ein gutes Geschäft. Werden ihnen höhere Preise bewilligt, dann finden sie sicher, daß gar keine Gefahr bestehe. Die deutschen Interessenten haben an die zuständige Stelle in Rußland wegen des gegen Treu und Glauben verstoßenden Verhaltens der Getreidehändler interveniert; nutzen wird das freilich wenig! Der Ausbruch des Krieges hat weiter am Kupfermarkt eine Preissteigerung ermöglicht, desgleichen an den Woll-- Märkten. Ter Winter steht vor der Türe und ohnehin rechnet man auf einen starken Verbrauch von grober Wolle zu Kriegs- zwecken. Für Deutschlands Textilindustrw könnte der Krieg inso- fern eine günstige Wirkung haben, als die Türkei bisher ein ver- hältmsmäßig guter Abnehmer italienischer Baumwollerzeugnisse war. Die bereits eingetretenen.Stockungen im Absatz und die Ge- wißheit, daß Italien den einmal verlorenen Markt nicht so schnell zurückerobern kann, hat die Eindeckungen der italienischen Baum- Wollspinner an der letzten Londoner Börse schon stark verringert. Ob Teutschland die bisherigen Lieferungen Italiens an die Türkei unter den erwähnten Umständen wird übernehmen können, bleibt allerdings sehr fraglich. Ueberhaupt läßt sich noch gar nicht ab- sehen, welche wirtschaftlichen Schädigungen die diplomatische Ränke- schmiederei und kapitalistische Völkerverhetzung verursachen werden. Unbekümmert um Kriegslärm und nationalistische Phraseologien in der Presse der Prozentpatrioten schreitet die kapitalistische nationale und internationale Verbrüderung munter vorwärts. Die Deutsche Erdöl A.-G. will ihr Aktienkapital um IVi Millionen auf 20% Millionen Mark erhöhen. 3% Millionen Mark der neuen Aktien über- nehmen die Diskonto-Gesellschaft und das Haus Bleichröder, die dafiir Aktien der Allgemeinen Petroleum-Jndustrie A.-G. an die Erdöl A.-G. abgeben. Die Kapitalserhöhung hat lediglich den Zweck, die beiden Erdölinteressenten unter einen Hut zu bringen. Das Haus Bleichröder und die Diskonto-Gesellschaft werden auf dem Wege des Aktienaustausches Großaktionäre der Erdöl A.-G., in deren Verwaltung sie eintreten; außerdem darf diese Gruppe noch einen Extrabetrag von 3 Millionen Mark als Entschädigung für die Hergabe ihrer Aktien einstecken. Die Erdöl A.-G. erlangte mit der Transaktion die Kontrolle über die Petroleumindustrie Rumäniens und deren Organisation in Deutschland, ferner über ein Netz von Benzinfabriken sowie über ein großes Schmieröl- Handelsgeschäft. Damit ist die Gesellschaft ihrem Ziele, die Kon- trolle über alles nicht amerikanische Petroleum und dessen Vertrieb in Deutschland zu erlangen, ziemlich nahe gerückt. Kürzlich erst hat die Gesellschaft eine Interessengemeinschaft mit der öfter reichischen Mineralöl-Jndustrie-A.-G.„Trzebmia" und der „Austria", Petroleum-Jndustrie-A.-G., durchgeführt. Da man in den interessierten Bankkrcisen sehr gute Fühlung nach oben hat, darf man annehmen, daß an die in Aussicht gestellte Verstaatlichung des Petroleumvertriebes in Deutschland entweder gar nicht zu denken ist, oder die Gesellschaft einer glänzenden Gewinn abwerfen den Entschädigung sicher ist. Die Vorgänge auf dem Lebensmittelmarkt lenken die Auf- merkfamkeit auf die halbamtliche, von agrarischer Seite besorgte Berichterstattung über den Saatenstand. Sie hat zweifellos die Preistreiberei bei verschiedenen Artikeln in ganz hervorragendem Maße begünstigt und angereizt. In den schwärzesten Farben wurde der Stand der Futtermittel, der Rüben, teilweise des Getreides und besonders der Kartoffeln geschildert. Fast von Bericht zu Be- richt wurde das Bild düsterer, schlimmste Mißernten ankündigend. Selbst als von anderer Seite schon begutachtet worden war, daß die Getreideernte, wenn nicht quantitativ glänzend, dann aber doch befriedigend, qualitativ jedoch hervorragend ausfalle, das gleiche von der Rübencrnte gesagt wurde und man vernahm, daß auch die Kartoffelernte strichweise sehr gute Erträge mit großem Stärke- gehalt liefere, blieben die offiziellen Berichte auf den düsteren Ton gestimmt. Sie ließen speziell von der Kartoffelernte das aller». schlimmste befürchten. Der letzte Bericht des preußischen statistischen Landesamts gibt nun eine etwas günstigere Schätzung. Die Angaben von Mitte September lauteten auf einen Kartoffclertrag von 22% Millionen Tonnen, die Schätzung von Anfang Oktober rechnet mit 23� Mil- lionen Tonnen. Das ist schon eine erhebliche Zunahme. Wahr- scheinlich bleibt aber auch diese Schätzung hinter dem wirklichen Er- trage zurück. In einzelnen Bezirken kommen nun ganz bedeutende Mengen an den Markt. Der Preis ist verschiedentlich von 6 bis 7 M. pro Doppelzentner bis auf 3 M. gesunken. Jedenfalls hat die zu ungünstige Schätzung der landwirtschaftlichen Begutachter den stärksten Impuls zu den in den wirklichen Verhältnissen nicht begründeten Preissteigerungen gegeben und damit zu der un- berechenbaren Schädigung der Konsumenten ganz erheblich beige- tragen. Ohne irgend welche offizielle Berichterstattung hatte die Preistreiberei auch keinen größeren Umfang annehmen können. Wenn es jetzt ans agrarischen Kreisen Vorwürfe und Angriffe gegen die Groß- und Kleinhändler regnet, die im allgemeinen der Berechtigung nicht entbehren, dann darf dabei doch nicht vergessen werden, daß die objektiv zu ungünstigen Ernteschätzungen die Mißj- lichkeit zu den willkürlich vom Handel vorgenommenen Ausschlägen gaben. Daß die Produzenten ebenfalls auf Raubzüge ausgingen, das beweist die Bewegung der Großhandelspreise und die An- passüng ihrer Forderungen an die vom Kleinhandel festgesetzten Preise. Von den verschiedensten Seiten ist uns berichtet worden. daß Bauern und Pächter für Butter, Eier, Gemüse usw. bei Ab- gäbe kleiner Mengen direkt an den Konsumenten nur wenig unter die im Kleinhandel in der Stadt üblich gewordenen Preise hinab- gehen. Mit den gegenseitigen Beschuldigungen zwischen Groß- und Kleinhandel auf der einen sowie den Proouzenten auf der anderen Seite ist den Konsumenten nicht gedient. Sie werden> schon selbst ur eine Befreiung von der Lebensmittelwucherei eintreten müssen. 'ie Mittel dazu sind: genossenschaftliche, gewerkschaftliche und politische Organisation und dann im Januar die Wahl eines Reichstages, der mit dem Aufräumen der Privilegien- und LicbeS- gabenwirtschaft beginnt. Die Grundlagen der Verteuerungspolitik sind unsere Zollmauern und sonstige Einfuhrerschwerungen; gegen sie muß sich der Kampf mit aller Energie richten. D. Marktpreise von Berlin am V.Oktober. 1911. nach Ermittelung des Königlichen Pollzeipräsidiums.---------■-■ 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, weiße. 33.00—50.00. Linsen 34,00-80,00. gramm Rindfleisch, von«er Keule 1,60—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,30 bis 1,70. Schweinefleisch 1,80—1,80. Kalbfleisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,30-2,00. Butter 2.40—3,40. 60 Stück Eier 3,80—6,40. 1 Kilogramm Karpfen 1,00—2,40. Aale 1,20—2,30. Zander 1.40—3,60. Hechte 1,20 bis 2,80. Barsche 1,00—2,00. Schleie 1,40—3,00. Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 2,50-30,00. Skutjcbe, engäsdißund amedkan ,6 Perm; 1 V Ponn; 2 V Ponn: 3-V Pom: 4 V Pom: 5 y Pom: 4 V Pom: 1 Y Pom: 8 Y Pom: g Y Pom; 10 V FOytlgG Ulster In unseren Klelfterweyken hergesfeilt tfr.l. Grmo, brenn meUerler Haehjrtt. 1 0 t«nn*tert« Cheriot........*0 Kr. 8. � LU UJPkV.*'-w-»»»»»»»» I Wr.S. Orfln, brenn, fre« feniujUrter Ol Kr. 8. Cheriot............... �| »t 8. 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Thalia-Theater. 9./10. Abteilung (Gruppe 40— 43): Der Zigaretten lasten. Herrnfeld- Theater. 2 /3. Abteilung (Gruppe 7—10): 2X2—5. Residenz-Theater. 3., 4. 5., 10. Ab teilung(Gruppe 13, 14, 13 u. 44) Die arme Löwin. Montag, 3. Oktober. abends 8 Uhr: Neues Schauspielhaus. 15.(2. Abend-) Abteilung: DcS MeereS und der Liebe Wellen. Urania» Wissenschaftliches Theater Abends 8 Uhr: Gebeimnlsse der belebten Natur. Montag 4 Uhr: Lebende Tierbilder von nah u. fern Abends 8 Uhr; Geheimnisse der belebten Xatnr. Reue Freie BolkSbühne. Nachm. 2'/, Uhr: Deutsches Theater: Judith. KammerspielhauS: Lanzelot. Nachm. 3 Uhr: RcueS Volls-Theater: In Behandlung. Schiller-Theater 0.: Das Urbild des Tartüff. Schiller- Theater Charlottenburg Maria Sti-art. Kleines Theater. Erster Klasse.— Angele. Theater in der Königgrätzer Straße: Ein Fallissement. Netropol-Thealer: Miß Helyet. Neues Operetten- Theater: Der Gras von Luxemburg. trianon-Thcater: Francillon. AbcndZ 8 Uhr: Neue? Volks- Theater: Des Pastors Rieke. Montag, Mittwoch. Freitag: Da» Vermächtnis; Dienstag, Donnerstag: In Behandlung. Sonnabend: Des PastorS Rieke. Hochschule in Charlottenburg: Sonn- abend und Sonntag: In Be- Handlung. Sehiller-TbealerO.lS: _ Sonntag, nachm. 3 Uhr: Das Urbild des TartUff. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Plarrer von Kirchfeld Montag, abends 3 Uhr: Der Gelslee. Hieraus: Der eingebildete Kranke. Dienstag, abends 8 Uhr: Es f uitt ersten Male:' cbc das lieben. LOCISCHER CJMRTEN Heute Sonntag CA Bf Eintritt.... 3Ü rl. Kinder unter 10 Jahren die Hälste. Ab nachmittags 4 Uhr: Grolles m- TIIHtllr-Konzert._ Donnerstag: Joh. tütrauß. Frlcdrlchstr. 105. Heitere Künstler- Abende. 12 tfUftahtionen 12 U. a.: Das Moni. Zwerginnen-Düett. Entree 50 Pf. PASSAGE:: ANOPTIKUM Die wilden Lebend! Heul-Derwische ans Ceylon mit ihren fanatisch. Produktionen. Merino, der lebende AmboB. AGA, die schwebende Jungfrau. Alles ohne Extra-Entree. Schlller-TheateF Sonntag, nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntag, abends 8 Uhr: �opI und Schwert. Montag, abends 8 Uhr: Zopf and Schwert. Dienstag, abends 8 Uhr: Der Gelzlae. Hierauf: Der eingebildete Kranke. Berliner Theater. 8 Übt: Smnmelsmdenfen. TliealerliiilerKöDigDrätzerStralit Ansang 8 Uhr. Hnndstage. Neues Theater. «ns 8Uhr. Gastspiel»ansi Niese: Die Näherin. Theater des Westens. Sonntag nachmittag 31/« Uhr: „«in Wal, erträum. 8 Uhr: Die Dame in Rot« „ leater. Direktton Richard Alerander. Anfang 8 Uhr/ Em Walzer von Chopin. Schwank in 3 Akt. v. Keroul u. Barre. Für die d-uttch- Bühne bearbeitet von Bolten-Baeikers Morgen und folgende Tage: Ein Walzer von Chopin. ZAeH«• All iancc-Theater. 2'/, Uhr: Eine Ehescheidung. 8>/, Uhr: Der Sittenapostel. Montag S>/, Uhr: Der Sitten- opostel Luifen-Theater. Sonntag Montag u. solgende Tage: Die Macht der Liebe. Sonntag nachm. 3/1, Uhr: Hei- ratsnrlaub. fWSge-IIlöglös. Heute: L Vorstellnnxen. Nachm. S'/i-7 Uhr kleine preise. Abends 3— 11 Uhr. die jap an. 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Nachm. 3 Uhr: Lorbeer- bäum und Bettelstab. AbendS 8 Uhr:— TaS Käthchen von Heilbronn. Montag: Richters Millionen. Trianon-Theater. Täglich abends 8 Uhr: Mein Bal>y. MM« Noch nie dagewesener Lacherfolg! Das Kind der Firma mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Vorher: Schinerzlose Behandlung Anfang 8 Uhr. Vsrverk. U-SUhr tTheatttk-ss-)- SormtaZ, den 15. Oktober 1911 in A. Moeiners(früher Kellers) Festsftlen Koppenstr. 29: Großer Iii chtbilder-V ortrag lieber die märkische Schweiz in die Neumark. Eine malerische Wanderung über Buckow, Freienwalde, Frankfurt a. O. und das Schlanbetal in den Oder- und WarthewinkeL Mit 115 farbigen Lichtbildern nach Originalaufnahmen des Vortragenden Herrn Oskar Bolle. 1/6 vortrat Geselliges Beisammensein undTanx. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen SO Pf. nach. I Einlaß 6 Uür. □ Eintritt 25 Pfennig. □ Anfang 7 Uhr. ► ♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦\ ♦ j ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦» � Ortsgruppe Berlin. I Sonnabend, den 14. Oktober 1911, in der Neuen Welt, Hasenheide 108—114; Fröhlicher :: Sport»Abend:: Eröffnung 8 Uhr. Eröffnung 8 Uhr. » Mitwirkende: Wiener Posaanen-KOnstlerquartett— Meisterschaftsfahrer Gebr. Leonhard»(Dresden)— 60 Mitglieder(Herren und Damen) des Arb.-Turnvereins„Fichte"— Männergesang- verein„Rixdorf"— Kunstreigen-Mannscbaft des Vereins. - 2 Ball 3 Orchester.- r Cratisverlosoag eines Fahrrades (Preis 160 M). Dasselbe ist zurzeit im Fahrradhaus j.F'risch auf", Kottbuser Straße 9, zu besichtigen; ein gleiches Modell bei derselben Firma, Brunnenstraße 35. 12/17* < Brunn Billetts ä 60 Pfennig für Mitglieder und deren Angehörige sind zu haben im Fabrradbaus„Frisch auf" und im Restaurant„Neue Welt". Avis! BuOlag(22. November 1911) in der „xenen weit": Lichtbilder- Vortrag über;„iuf den bsvskeldein der Heklau sowie Hineniatograph, Konzert, Grads- Verlosung einer MUbmascbine und Tanz. EröSnung d1/. Uhr. Eintritt SO Pf. Näheres siehe Inserat am 19. November im„Vorwärts". Die Festkoniinlaslon. JE__ ; Brauerei Friedriclisliain Am Ktfnicstor. I Heute Sonntag: Wilbergs Norddeutsche Sänger Anfang 6 Uhr. Entree SO Pf. Potsdamer Str. 72 Allabendlich: Hurra! Parade! Gr. mili- tnrische Revue in 6 Bildern. Sport-Attrak- tlonen I. Banges. Sololäufer u.-Läuferinnen, Schnellauf-Konkurrenzen. Hockey-Spiele usw. Zirka 200 Mitwirkende. 8 Mnwlh-Kapellen.— Feenhafte Beleuchtung Grösster Eispalast der Welt CLOU BERLI\£R KOA'ZEBTHAUS Mauerstraße 82 X Zimmerstraße 90/91. Qr. Doppel-Konzert. Musikc. d, 2. Garde-Regts z. F. Cirnt Oberm. Uldl. Musikc. d. Garde-Fuß-Art.�Regts. JoHy Anfang 4'/, Uhr.' s'/. uhr gr.vorsieiiungtii?"/. uhr mit ausenrähltem Programm. Nachm. hat jeder Erwachsene 1 K i n d unter 10 Jahren frei auf allen Plätzen außer Galerie; jedes weitere Kind halben Preis. Auftr.sämtl.Spezialität. Abends: 1000 Jahre auf dem Meeresgründe Große Feerie in 5 Bildern nach Motiven aus lOOl Xacht. Anfang der Feerie Ö1/. Uhr. Vorher das reichhalt. Programm. Anfang 4'/, Uhr. 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Saal 2: Abends 7—8 Uhr: Wahl von 64 Arbeitgeberverlretern. (lieber Wahlberechtigung und Wähl- barkeit siehe§ 49 des Statuts.) Hieran anschließend findet im Saal I eine iiißerorill. Generalversainniliiiii statt, zu der alle Mitglieder als Gäste eingeladen sind. Daselbst hält der Spezialarzt Herr Dr. Braun einen Vortrag über chronische Beinleiden und ihre soziale Bedeutung mit Lichtbildern. 279/3 Ter Vorstand: M. Rohrbeck, 1. Vorfitzender. IlDeutsciier Arbeiter-Sängerbund. Gau Berlin und Umgegend. Sonntag, 15. Oktober, vormittags pünktlich 10 Uhr, im Gewerkschaftshause(Saal 1): illg: Ausschuß-Sitzung für den ganzen Clan. Tages-Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 8. Abrechnung vom Sängerfest 3. Bundesangelegenheiten. ■MF' Zur nächsten Uebungsstunde für Bez. I(5. November) werden folgende Lieder geübt;„ich warte Dein",„Zu Strasburg auf der langen Brück'-,„Der Barde". 17/12 Der Torstand. ZentralverbandderHausangestellten Sonntag, den 8. 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Bellermannstr. 8/10, H, BSr. 84, P Hanke. Belle-Alliance-Sir. 24, C Hanke. Belsorter Str. 22, Holländer. Bergftr. 38, N entwich. . 68, C. Fickert. Bergmann st i 10, KnosiuS. . 14a. Polenz. 19, C. Hanke. 99, Bäckereigenossenschast . 104, Blottner. Berlichingenstr. 1, G. Höhne. .. 12. Ruft. veruauer Str. 38, Sosnowski. » 47, Plagemann. 77. P. Poht �. 97. Marx. Se«fWflr. 7.» Eckert. 20, BloNner. 24.«. Graf 36. Thiele. 42, I. Langauth. - 44. A. Grelhlein. » 60, S Besch«. • 66, I Bcnthin. • 69, Schneider. 87, Rittner. Biesenthalir Slr. 2. M-nsing. » 5, F. Hanke. Birkenste. Z2 D �®f' 2KaUC- »lantcnsclbtsiv�' 6, Schiut Llumenstr. u, C. Hanke. • 29. Schocher. • 51», Krause. " �}- I Sedlatschek. • 87a. Kuhn. «rffljTijiHi 1, Nordstern. Blüchechr. U, H Aanfe- . 76, Biotiner. Lodikerstr. 5. Hank« u. To. ». J' Konsumgenossenschaft ' O« �ereigenossenschast. Boppftr. Böttgrrstr. 5, G. Jordan Sötzotcftr. 34, Konsumgenossenschast. Borkumslr. 6, R. Ludwig Bornholmer Str. 14. E. Bugge. » 78, F. Gronau. » 76, Schneider. • 90, R Sonnlag. _• 94, Schmidt. Bornemannstr. 2, P. Braun. .m'i&,,"t S""."lu- ä , 37, A. Possin. 42, F. Hanke. «oeckhstr. 37, Tchtcgelmtlch. Boxhagener Str. 27, � Uemming. LraunSberger Str. 13, F. Klaufing. vredowftr. 16/17. F. Lemger. . 43, Schön. Bremer Str. 57, Bcsterling. , 60, U Beyer. Britzer Str. 7, H. Briese. . 21, Seidel u. To. « 44, L. Osterhagen. Brunncnstr. 3, Mollweide. 41, Hanke. » 82, I. Krast. 110,.Hanke u. Co. . 129/130, Goldacker. „ 154, K. Bullinger. 180, Schuchmann. Brückenstr. 13a, Nordstern. Brüsseler Str. 5, Szillat. . 18, Dumröse. , 22, Huschle. 37, Patzschke. 43, E. Buller. . 53, Hanle u. Co. Buggenhagenstr. 3, Binte. BurgSdorsstr. 4, Kränke!. , 15, K. Linder. Buttmannstr. 16. R. Flöget . 20, Kränket Bülowskr. 18, Blolwer. Büschingstr. 12, Konsumgenossenschaft. Cadmer Str. 4, Ponzet. . 13, Papcnbrock. 19, W. Horden. Camphausenstr. 6, Zindler. Caprioistr. 9, I. Sehntet 25, Hanke u. Co. Chamissoplatz 1, P. Tschocke. Carmen Sylvastr. 155, E. Vattinke. 157, A. Scholz. Chausseestr. 39, Goldacker. . 93, F. Hanke. , 105,.Hofsmann. 112, O. Hanke. Chodowieckiftr. 1, Gebr. Focher. . 33, A. Hanke. Choriner Str. 11, L. Stocklaß. » 24, R. Kügow. , 34, Gand. , 37, Schutt. 55, F. Hanfe. . 85, H. SBenbt Christburger Str. 25, Schüler. 30, Tank. 35, C. Heilmann. Christianiaflr. 116, Eppinger. Colberger Slr. 14, H. Hcrmenau. CöSIiner Str. 1, H. Kästner. r 3, GwiazdowSki. , 4, Kam mel. Courbisrestr. 19, P. Hanke. Cuvryftr. 5, O. Stieler. . 22. Schönig. 28, Blautz. . 37, G. Kraatz. . 42, v. Lienen. . 44. F. Debe». Dönenstr. 5, F. Kynast. Danziger Str. 4, Goldacker. , 8, Conrad. 15,»obet 42, RiMch. . 46, E. Körner. » 70, Bondran. » 94, Robilmg. Demminer Str. 23, Wille. . 25, A Galling. 35. Michcli. Dennewitzstr. 6, Blolwer. , 19. Blolwer. Dieffenbachstr. 52, W. Laupe. . 58a, Gebr. Pool. Dirschauer Str. 11. G. Huthinann. . 13, F. Bachstein. Dölzig« Str. 31. G. Schofisch. . 39, H. Kähne. . 36, Weber. „ 51, Dahmes. Dragonerstr. 15, Hossmann. Dresden« Str. 6, Goldacker. , 17, D. Hanke. , 90, R. Doherr. , 104, P. Hanke. Driesen« Str. 10, G. Ouyet 15, Neugebau«. Dronlheimer Sic. 13, Barth. 25. A. Besser. 40. K. Aust Dunckerstr. 7, M. Ramsch. . 23, Sander. » 70, TrezinSki. . 80a, F. Dcinert . 90, Reichert. Sbelingstr. 5. Blender. . 10, C. Boese. EberSwaldcr Str. 2l, M. Telchn«. Ebertystr. 23. Meyer. . 33, O. Hanke. » 45, Schramm. , 50, A. Brückner. Eckerisir. 1, Blässing. , 13, E..Hartwig. . 17. Pilz. Eisenbahnstr. 3. Haupt. , 8, O. Hanke. 13, K. Hampet * 31, Rothe. Elbinger®lr. 3, O. Hanke. 32, Keusch. ' 34a, Utecht. 76, G Winkler. . 86, I. Janas. 99, F. Reimaun. Eldetta« Str. 2. Merket , 25. sasram. Sllsabelbstr. 37. O. Hauke. Elisabelhuser 59. Lerche. Elsasser Str. 19. O. Hanke. 33. O. Hanke Emdener Str. 17, Bohl. 21. O. Müll«. 49. P. Dultke. , 60, Konsiungenossensch. EraSmuSstr. f, KonsumgenossnisHaft. ßSmarchstr. 1, G. Schutt. 74, Fratzke. 20, R. Marttnsohn. Exerzierstr. 3». P. Sänke. 19a. Kolchel. Ehlau« Str. 13, Blottner. Fallplatz 1, Schoberl. Falckensteinstr. 8. P. Hanke. . 17, O. Hanke. 20. I. Fischer. 34, G. Grützmacher. 37. Manihey. 45, Hanke u. Co. Fehmarnstr. 1, Barz. 10, Vollsbrot. „ 19. Hanke u. Co. „ 23. Busse. Fehrbelliner Str. 27, R. Höselbarih. „ 35, Sommerseld. „ 54, Konsumgut. 79, I. Loreck. Fennftr. 9, F. Stark. , 34, F. Hanke. . 48, A. Haber. 5l, F. Hanke. Fichtestr. 22, Schönseldt Fidicinstr. 11, Prcuß. Fischerstr. 7. Glaß. 12, H. Liebe. Flensburger Str. 29, O. Hanke. Forster Str. 3, Konsumgenossenschast. , 6, O. Wcidner, . 20, Bäckereigenossenschast. „ 42, 23. Hildebrandt. 48. Marlies. Franksurter Allee 29/30, Hanke u. Co. „ 32, Turban. „ 123, Goldacker. „ 145, O. Schalck. Gr. Franksurter Str. 38. P. Hanke. . 139, Goldacker. Kt Frankfurter Str. 14, Mittelstädt. . 18, Goldacker. Franseckystr. 7, A. Wöhlert. , 25, Günther. . 37, G. Sh. , 41, R. B engisch. 45, Thiel. 51,«. Wittkops. Frcienwald« Slr. 21, G. Gerlach. 28, P. Hanke. Friedenstr. 44, Harlmann. , 46, F. Hanke. . 47, G. Janlisch. 74, Türpe. 101, P. Barth. Friedeberger Straße 1. John. 14, Hoheiset Friedrichstr. 27, O. Hanle. , 247, Goldacker. FriedrichSberger Str. 17, Schutt. 20, SP erhake. Friedrichsseld« Str. 13. Bobel. » 26, Janke. „ 39, Luandt. ?lm FrledrichShain 34, St Renn och. Friedrich-Wilhelm-Str. 23, Zapp. Friesenstr. 27, Blottner. Fruchtstr. 4. Hanke u. Co. 36. E. Dobrick. . 37, Schernikau. . 65, Mllläch. 83a, Bartsch. Fürstenberger Str. 8, O. Hanke. . 9, G. Kanz. t5, Oßwald. Gabriel.Max.Str. 2, Groß. Gartenstr. 3, Konsumgenossenschast. , 5, Wach. . 61, R. Scher}. . 104, K. Loch. Gaudystr. 9, E. Eisner. Genthiner Str. 37. Bloltnntz Genter Sfr. 4. Rossau. , 42, Lüddicke. Georgenkirchstr. 67, Schulz. Getichtstr. 3. Konsumgenossenschaft . 9. Hossmann. 14, Psennigsdorf. , 23, Bert GenossenschastS 32, Legier. fbäckerei. 53. Jble. , 78, Hanke u. Co. 84, A. Thoma. Gisschiner Slr. 58, Hcinrolh. Glasgower Slr. 29, Naujock. Gleimstr. 7. K. Melsch- . 12, 9t Merien«. . 14, Jaape. . 21, G. Pardemann. 29, A. Braun. , 42. E. Hemmann. , 50, E. Grolhe. . 65. Marlin. Glogauer Slr. 2, A. Schulz. _ 17, Wagcnknecht „ 26, K Lacke. 28, Bäckereigenossenfch. Gneisenaustr. 108, E. Heisset GotzkowSlysir. 6. G. Müller. 12. Hanke. Gollnowstr. 9, O- Hank«. Goebcnstr. 17, Konsumgenossenschast. Görlitzer Us« 2. R. Heide. . 28, Hanke u. Co. 32. Sl. Nowosadka. Görlitzer Str. 24, Thiet , 36, Beckmann. 55. I. Fisch«. , 63. Lippert , 68, Sternheim. Gormannstr. 24, Thiet 25/26. O. Minuth. Gräseslr. 4, Müibe. 10. Penk. , 12. P. Hanke. 35, Bäckereigenossenschast. . 39. Kligge. 65a, Konsumgenossenschast. 80, Mittelstädt. Graudenzer Str. 5, L. Gregor. , 12, Sperling. Graunstr. 5, Schenk. . 22, Küttner. 28, Sckrenz. . 32, F. Hanke. 37, Müller Greisenhagen« Str. 8,9, Krlen. . 15. A. Niklasch. , 58, Strehlow. », 84, Konliimgen. GreifStvalder Str. 12. O. Hanke. . 32, O. Hanke. , 46, Leßmann. 1kl. E. Kittlaus. . � 167. Hast- , 202, Förster. Grenadierstr. 3, S. Schipper. Grenzstr. 13, W. Ziegelski. Griedenowstr. 8/9, K. Meck. Grimmstr. 1, Pusch. 29, O. Hanke. Großbeercnstr. 65, Blottner. Gr.-Göilchenfti. 43, O. Hanke. Grünauer Str. 21, Puff. . 26, Blirack. Grüner Weg 19, Nordstern. , 54, R. Wiesner. , 63, O. Hanke. . 75. E. Wolss. . 88, Macks. „ 115, Spillmann. Grünthalcr Str. 8, Schinschke. Grünthaler Str. 17, Tietsch. 70. R. Tictze. . 84, W. Jäckel. Gubener Str. 3l, Lcmet. 41. KupaN. , 51, Schulz. 58, A. Dens. . 59, Hanle u. Co. Guineastr. 1, Mindt. 41, Kubelke. Hagenauer Str. l, F. Hanke. 13, K. Ephan. Hagelberger Str. 26. MerzhauS. Hasenheide 49, Krüger. Gr. Hamburger Str. 29, Bobel. Hausburgstr. 5, Brendlau. „ 12, Gerland. 16, L. Engel. . 27. Knobloch. teckmann-User 5, A. Speisekorn. eideuscldstr. 11. Wilschib. 17. Chr. Witschet 19, O. Hanke. 21. iMillcr. Heimstr. 7, A. Krüger. HennigSdorser Sir. 1. Herrmann. „ 13, Ackermann. 37. Müller. Hermsdors« Sir. 6, Bobel. Hohcnlohestr. 3, Görke. 18, Bäckereigenossensch. Hochslr. 2a, A. Rudolf. „ 25, W. Duckert. , 31, I. Maue. , 40. Hensschet Hochslr., Neue 8, Hanke. . 18, Herzog. . 24, Schulz.' , 31, Hossmann. 35, Kreyset Hochmeist«str. 1, D. Hanke. , ISck. Konsumgenossensch. 20, F. Reinsch. f ochstödterstr. 14, Lüloss. olzmarktstr. 13, Blottner. . 36a, Plenert. Huselondstr. 37, Oberreich«. 46, A. Czok. Hussilcnstr. 6. E. Werner. , 20, E. Ruhwedet 28, Neigensilidt. 30, F. Hanke. 38, H. Lebest. achtanS u. Barz. KieSltng. onsumgenossenschast. „ 71, Hanle u. Co. Huttenstr. 4. F. Rechenberg. . 26, O. Bensch. Hübnerstr. 6. R. Bauer. 14. A. Neske. JablonSIistr. 1, Weise. 11, O. Batzau. . 14, E. Berndt. 21, Höhn. 39. Br. Boß. Jagowstr. 20, Ä. Brüggemann. 28, P. Delenrant Jahnftr. 21. Köhler. 24, Sperling. Aste Jakobsir. 18/19. Lück. 47. G. Müller. 57/59, Konsumgenoss. 138, Lück. Neue Jakobstr. 17, Blottn«. Jasmunderslr. 15, H. Below. 18, Böttcher. Jerusalem« Straße. Richter. Jmmanuelkirchstr. 10, Jendroyko. 20, L rmla. 32, J Kaletka. Jnsterburgerstr. 5, H. CyruS. Jnvalidenstr. 14. Soffmanu. 156, Hanle. 157, Goldacker. Josesstr. 12, Haute. Jslandstr. 18, 91. Daume. Karlstr. 26, O. Hanke. Kastanien-Allee 13/14. O. Hanke. 35, Goldacker. 46, Schurwanz. 57, Künicher. 58, Schuchmann. Katzlerstr. 13, Merzhau». Kameruner Str. 8, W. Czekalla. 16, 9t Dachwitz. j 61, ffl. Klitzing. . 57, W. Hcinert. Keibelstr. 5. Hirsch. Kesselilr. 36, Hossmann. Ktrchstr. 1, Goldacker. 8, Blolwer. Kiautschoustr. 6. Scheine. 17, E. Beseke. Kochhannstr. 14, Kviisimigenossensch. , 26, F. Hanke. , 28, 33. KrinneS. , 34, Wolfram 35, F. Ludwig. Kochstr. 49, Bloltii«. , S2, Koitsumgenossensihaft Koloniestr. 9, Enget „ 10, Schröder. „ 30, A. Dering. „ 33, Krankel. , 34, A. Wiese. „ 71, J. Weichmann, , 138, Dimdc u. Breitung, Koiberger Str. 14, H. Hermenau, 27, Schwämmlein. Königstr., Neue 82, P. Hanke. KöuigSbcrger Str. 1, Goldacker. , 20, Blottner. 30, D. Bohmdors. Köpenick« Slr, 9 b, Blottner. , 23, P. Hanke. » 48/49, Hanke. 137, Nordstern. 172, Fischer, „ 193, Hcllwig, Kopernikusstr. 3. Konsumgenossensch, „ 3, Teupel u, Viehhöser. 9, SB. Wellnitz, , 25, Kahns, 33, Schmidt. Koppenstr. 8, R, Wiesen«. 12. Bokel. „ 14, O, Hanke, , 23, Hanke u. Co. 25, Stradtmeier. , 45, Hanke u. Co. 46, Wahl, 49, 9t Richter. „ 58, Woblick. 75, Goldacker, Kopciihagelier Slr. 2, Müller. „<•> 11, O, Hanke, . 28, S, Bcchtel. , 36, Söder. , 49, Kurth. 65, K, Welz. 74, Schön. Korsörer Str. 2, E. Barth. , 17. Hübner. . 20, F. Hanke. Kottbuser Damm 14, Richter. 35, Jülwg. Kottbuser Ufer K2a, Schönbern«. Kraut stc. 4/5, O. Hanke. 22, G. Arndt. 45/46, 91. Röhl. Kremmen«- Slr. 15, SoSnowSIi. Kreutzigerstr. 16, A. Kiehne. 20, C. Jahn. Kilglerstr. 4, H. Ernst. 8, R. Schulze. Kunkclftr. 5, Bummler. Landsberger Allee l, O. Hanke. , 37, Stcinmüll«. , 43, E. Heimele. , 51, Seeländer. 123, P. Hanke. LandSbcrg« Str. 1/2, P. Hanke. , 75, Nordstern. Landwehrstr. 7, Matschle. 16a. Wicdemann. Langestr. 8, Nordstern. 25, O. Hildcbrandt. , 36, Gumniar. , 40, B, Höhne. , 46, Graß. . 78, F. Pursschk«. . 93/94, Schütt. Laufitz« Str. 34, O. Schulz«. , 47, H. Neukuckatz. Lebuser Str. 12, O. Hauke, Lehrt« Str. 32, Lorenz. Lessingstr. 28, Blottner. 36. R. Richter. Libaner Slr. 1. Jesle. 4. Albrecht 9. I. Weiß. 17. K. Web«. Lichtenberger Str. 6, I. KierzkowSIi, Liebenwalder Str. 1, Lucas. 8, O. Kränket 10, Wachner. 31. M. Jäkel. 34a. I. B-ltz. 44, P. Hanke. . 60, Klein Liebigstr, 7, Konsumgenossenschaft « 15, Diimer. 38, I. Hanke. Liegnitzer Str. 5, Wilde. 7, M. Eckold. 28. Gustav Mieth. 31, Martin. Lindow« Str. 9, Nilson. Linienstr. 1, D. Hanke. , 156, Kemnitz. . 244, Schölt. Lippehn« Str. 35, O. Hanke. Litthauerstr. 16, C. Swoboda. Löwestr. 1. I. Kahlsuß. . 18, Walter. Lortzingstr. 6, Eichl«. . 17, Stessen. Lothring« Str. 24, O. Hanke. 34, Mollweide. - 31, W. Gaml. Lubbener Str. 24. O. PfcnnigSdors. , 29, E. Gierz. Lübeck« Str. 7. F. Bauch. . 47, Schmidt. Lüderitzstr. 5, E. Schönwicse, 9, Hossmann. 55, R. Engel, 60, G. Klitzing. Lutzowstr. 105, Blottn«. Luisenstr. 7. O. Hanke. Lychen« Str. 4, Walter. 17. te Bart 26. Koch. 31. Bobel. 110, P. BorowSki. 124, A. Bnlmm. 128, O. Hanke. Lynarstr. 27, P. Gutsche. Malvlaquelstr. 6, Olberg. 14/16, F. Ladbach. Malmöer Str. 6, A. Zwessin. Manieusselslr. 11, O. Ermisch. 19. A. Rohr. � 45, Blottner. 61, Kirschke. Manteussclstr. 67, F. Tieme. 87, B. Jurke. „ 90, O. Hanke. , 91, Koniirmgenossensch. „ 99, W.»ehrend. 103, I. Ullrich. „ 129, Rusicke. Markgrasendamm 31, Gutsch. , 32, Lehmann. , 35, Hanke u. Co. Markgrasenstr. 73, R. Richter. 99, O. Hanke. 5, Toerlitz. 7, Hanke u. Co. 12, O. Hanke. 27, Wenzel. 31/32, Gebr. Pool. t. Hanke. -choltz. >etz. Friedrich. Sckstew. Mariannenstr. Marienburg« Str. 7, 13, 32.. 13. MarkuSstr. 11. Ernst. , 27, Wolwau. , 37, Konsumgenossenschast. „ 38, Davideit. MarkuSstr. KI., 9, Wiedersich. . 12/13, Gebr. Petschel. Martin-Opitzstr. 2, Bogel. 24, Kutschke.. Matternstr. 2, Hempel. » 11, F. Hanke. , 13, Dörner. Mauerstr. 66/67, R. Richter. Maxstr. 7. Brotsabrik, Heinr. Wittler. „ 13 a, Konsumgenossenschast. 17, G. Dzikowski. Melchiorstr. 25, Genschow. Mehnerstr. 21, Giedelmann. Memcler Str. 1a, B. Fechn«. 7, Knole. 14a, Wiih. Zeplin. „ 16, Hanle u. Co. 20, 9t Ahlschwcde. 32, O. Lucka. 47, 91. Eisert. . 48a, Hanke u. Co. „ 52, K. Borbe. „ 59, L. Halbe. 65. M. Roßplesch. .. 77. Elster. 81, Fechn«. Mendelssohnstr. 10. Ziegler. Metzer Str. 2, E. Zeitler. „ 11, ffl. Döring. 17, ffl. Block. „ 29, F.»artet » 42, Oskar Hanke, Weißenburger�Straße, Mirbachstr. 14..BolkSbrot». . 20, K. Böhme." 25. K. Keil. 26. Konsumgenossenschaft. 29. P. Berg«. . 37, C. Burmester. 44, BroScy. Mittenwald« Slr 30, F. Dohnat , 44, Siegwald. 50, Behnke. Möckernstr. 124, Blottner. Mühlenstr. 4/5, Heinz. 46 a. P Böhla. 51' A Schön. . 68 a, Gakel. Müllerstt. 12c, F. Ramm. „ 28, Wagnitz. 33/34. Brotsabr.Gebr.Wittl« , 60, Tropp. 63. Hoffmann. 113, G. Klitzing. 120, Huschke. örder. owack. anke u. Co. uschke. 'oldacker. 156b, G. Mittendorf. , 163, Krause. . 166 a, P. Hank«. Müncheberger Str. 6, Hanke u. Co. r_i 15, Leue. Muskau« Str. 6, A. Bardub«. » 28, Moses. » 34, M. Lerche. r ß- Bicdei'mann. Naugard« Str. 4, Willaa». » 14, Much«. Naunhnstr. 7. E. Fillitz. - O. Heilmann. „--.... �3, O. Winklcr. Nazarethklrchftr. 37, O. Krankel. Neanderstr. 27. �'K Schwämmlein. 23. Fr. SaklikowSlt m..,.3V, Rowosadko. Neue So-bstr. 18. K. Herzog. Nollendorfstr. 40. P. Hanl» N-stizstr. 9. R. Berger 49, Krauß. Norweger Str. 3. J. Paulis«. Oderberger Str. 8. 31 Müller. • 21, Gerson. » 27, Bob«l. 38, O. Busch. - 16, Janitzki. » 19, E. Böhme. ...» 61, Heide. Ohmstr. 9, F. Jendrcylo. . 12, Rowosadko. Oldenburger Str. 14, GeiSI«. 26, C. Lang». Oppeln« Str. 4, ffl. Schenk. 11 20, I. Horntg. h 28, Hanke u. Co. 29. H. Müll«. » 35, G. Nieglt » 49, Naß. Oranlenstr. 19, O. Winkler. 11 31, K. Stausfe. » 101, Köhler. » 181, Nordstern. , 186, D. Hank». . 196, A. Stull«. Ostender Str. 19. V. Weber. D«bettatbcv|lr. 4, fr.�anlc. , 36, SB, Sanier. „ 44, 21. Lieb euer. Palisadenstr. 2, P, Hanle. , 20, O, Hanke, . 44, T, Zchelenz. 58, Jäkel. 106. Nordstern. Panlslr, 38, M, Mendt. 42, 91. Albrecht, , 46, R, Kümmel, , 68/69, Hanke u, Co. „ 74, Hartinaim. „ 83, Klang, 87, P, Hanfe. 91, W, Schwahn. Pappel-SIllee 7, Lüloff, 13. F, Göken. „ 2t, Schüller, , 24, C, Caseler. „ 50, Kotz, . 54, R, Müller. 62, F, Hanke. 85, Adam. Pastenrstr. 12, ZetSler. 15, Hahmann. „ 23,(Beriefe. , 38, Schult. 42, Mager. Peltenkoferstr. 5, Hanfe u. Co. Persiusstr. 1, E. Lange. Vlanuser 92, N. Blume, Plantagenslr. 7, G, Tennigkeit. . 38, O, Kräiifel, Potsdamer Str, 138 a, R, Richter. Prinz-Eugen-Slr. 8. H, Berg. . 10, P, Blümel. „ 10, Kolodzey, 20, fr Tautz. Pillauer Str. 5, R, Merlens. Pinlschslr. 4, Scholtze, 13, Meinhardt, Petersburger Platz 6, fr Hanke. Petersburger Str. 2, Schnabel. 32. F. Becker. 38. Tesch, 47, K, Schneider. „ 58, Kratzler. Pflugstr. 2,?l, Lebedon. „ 9, 91. Hoffmann, Posener Straffe 2. H, Heinrich. „ 32, Jan fc. Prenzlauer Allee 42, Delow, , 53, B. Hoheisel. „ 86. 22, Nauber. 177, 91. Zeith, 182, E, Bürger, 203, Herrmirun. Prenzlauer Str, 43. P, Hanke. Pücklerstr. 8, R. Hardlke. , 42, E, Günther. Pnnzen-Allee 10, P. Hanke, m 13, Nabenhorst. , 34, Schwenobi. 61, ffi. Tanpitz. 65, Konsumgenoffensch. Prinzenstr. 12, O. Hanke. 95, Nordstern. Prinzefftnnenstr. 31, Grtnda. Prinz-Eugenstr. 8, Eingang Antonstr,, Krause. ProSkauer Str, 8, 9l. Neuschutz. 2t, Sorge. 38. Gabelmann. Putbuscr Sir. 18. Rothe. , 2t, P, Hanke. 24. L, SBinkler. 37, Bobel. 46, ffi. Stange. 49, F. Hanke, 52/53, G. Tonn. Putlitzstr, 1. Maul, Quchowste. 103, Blottner. Raabeftr, 12, Mathetke, Ramlerstr 24, E, Herber«. , 31, T, Dahlenburg. . 34. P, Dehmelt. . 36, M, Baeker. 37, O, Hauke. Rathenower Straffe 27, E. Max. Ratiborftr. 17, Rücker, Raumerstr. 17, Dziemian, n 36, ffi. Maluschke. . 41, P, Heerde. » 55, Haubold. Reichenberger Str, 40, Miericke. „ 51, Blottner. 58. Köhler. 64, Meher. . 71, 3i. PlazalSki. 72a, 3 Illing. , 78, Blottner. 82, B, Mefter. Reichenberger Str. 9t, Berthold. 25a, A, Geschinski. 10l, C. ffi agner. 111, ß. Trotz. 114, Hanke u. Co. 12t, Nordstern. 135, 91, Rost. 145, H. Klautsch. 150, O. Haute. 153, Zenker. „ 161, C, Schulz. 168, C, Schmiedel. Reinickendorfer Sir, l, Hentschel. 25, P, Hanke. ,. 48, Schön. , 60, P. Hanke. 77, H, Kurtzweg. 87, H, Bloch. ,, 95, H. Grosse. ,. 102, R. Wenzel. m 112, Goldacker. » 118, Kappler. Revaler Straße 14, Reick. Rhemsberger Str, 2t, Ä, Scholz. 26, M, Lorenz. 35, Buschack. Rhinowerstr. 2. Mühlsteph, 7, E, ffiattle. 11. Bobel. Aichthosenstr, 19, O, Müller. 34, Künzl. Rigaer Str. 21, Reuter. „ 57b, K. Daniniköhler. . 79, Hanke u. Co. „ 100, Spörlein. 104, Hanke u. Co. Riiierstr. 114, Lange. Rodenbergstr. 1, 91. Scholz. „ 2, R. Engel. „ 33, Schaeser. Romintener Straße 5, O. Sommer. „ 3, O, Hanke. 20, 9(1 scher, 0 25, R. Btenert. „ 40, 91. Bräumer. 43, J. Horstmeier. „ 64, GorgaS. »osiocker Str. 2, v. Hanke. „ 18, P, Hanke. H 31, 9l, Kelb. :»ilÄ*"'» „ 46, Krüger. ' 61 ffintte. I Nubolfplatz 2, Mahke. Ruppiner Str. 8, E, Geißler. „ 12, O, Hanke. „ 26, Bobel. Rüdersdorfer Str. 2. M. Lerche. „ 20, stier. , 29, Hanke u, Co. „ 62, Büttner. 67, Kracker. Rügener Straße 3, K. Beyer. 16, Kürschner. Rykeslr. 3, Müller, 7, fr Bieweger." „ 10, Bobel. „ 16, H. Libutzki. „ 32. fr eitag. Samariterstr. 2, F, Grohmann, » II, H Kennemann. „ 21, Vierheller. 28, Jhienseldt. Samoastr, 22, Scheine. Scharnborststr, 7, Gutjche. Schererstr. 2, Fr. Burek. „ 12, P, Hanke, Schillingslr. 19, O," Hanke, Schivelbeiner Str, 4, I, Hildebrandt, „ 9, Koniumgenossensch, „ 16, Köhler. 28, Müller. 44, R, Engel. Schlefischestr, 19, Tennert. Schlieinannstr, 24, Reisetckitz. , 30, fr Hanke. 32, Japp. 46, K, Krause. Schonensche Str. 1, H. Eder. „ 5, Runge, „ 8, ffinlther. 15, PirjcheL schönfließer Str, 2, Hesse, 16, Brandt, Schönhauser Llllee 63, O, Hanke. „ 70s, Goldacker. . 81, M, Schmidt, . 86, Kiesewetter. „■ 98, Kiesewetter, 101, O, Hanke. „ 158a, Kluge, . 177c, Goldacker. Schönhauser Str., 9llte, 33, Goldacker, „ 39/40, P, Hanke. Schönholzer Str, 5, Fr, Mittelbach, chönleinstr, 4, Müller, , 19, Drauschke, 27, 91. Hollunder. Schönwalder Str. 14, P. Hanke. . 16; Hagen. 27, Herberg. Schreinerflr. 4. . 39, Steffen. . 49, 9t. Dorow. „ 50, Owsianny. „ 52, E. Schaller. Schiilzendorser Str. 14, 9lgrieola. 23, Riedel. Schulstr. 6, A, Höhne. „ 19. Lukas. . 28, Franz Naumann. , 35, Schröder. . 67. Thaler. . 102, Kleiner. „ 110, Praschma. Schwartzkopffsir. 4, O. Krankel. Schwedter Str. 43, Böttcher. „ 52, 91. Hübner. 240, C. Feuftel. „ 254, O. Hanke. chwedenstr. 9, Heppner. . IIa, fr. Hanke. , 16, Manch. 19, Kappler. Sebastianstr. 19, Hoffmann. See str. 69, P. Menden. .—, Ruschke. Seeiower Str. 17, Fröhlich. Sickingenstr. 76, Minier. Siemensstr. 7, C. LaabS. 17. Preuß. simeonstr. 14, Lück. Simon-Dach-Sir. 1, Kramarek. . 5, Rößener. , 7. A. Zmßer. , 18, Wenckheim. 28, B. ffiallner. Simplonstr, 41, Stresow, Skalitzer Str. 18, ffiinkler. 63/64, C. Dehme!. , 95, Siekolas, 96, 91. Dietrich. 109, 9l. Köhler. , 120, Gerlach. , 124, 3. Merlins. Soldiner Str. 12, Kniepert. , 30, Kappler. 32, Schultz. 69, Kleich. , 69, H. Frankenstein. 72/74, O. Krankel. 76, fr Hanke. „ 99, Krankel. 103, Konsumgenoffensch. Sonnenburger Str. 13, Gräfling. Sophienstr. 16, 9llchinger. Sorauer Str. 1, Meyer. 8, F. Aretzschmar. , 18, I. Hentschel. Spandauer Brücke ib. O. Hanke. Sparrstr. 10, Ll. Kosubeck. 20, Hanke u. Co. sprengelstr. 4(5, Weber. . 33, P. Jarrasch. Slargarder Str, 2, F, Hauke. 12a, Lepli. . 32, Leischner. 63, Kell. . 69/70, A. Funk. „ 78, Bark u. Walter. Stallschrelberstr. Z2a, P. Hanke. , 60, Lorenz. Steglitzer Str, 73, P, Hanke. Steinmetzstr. 22, Blottner. „ 29. MerzhauS. , 42, Blottner. 66, Bäckereigenoffensch. Stendaler Str 5, Konsumgenoffensch, , 5, Corls» Co. „ 15, P. Hanke. Stephanstr. 7, H. Damaschke. 47, Krug. Stettiner Str. 7, F. Hanke. „ 21, Krause. , 26, Klelnert. 54, Zeschmann. 56, E. Itrifta. Stolpische Str, 3, ffi. Meißner. 22, O, Donath. 26, F. Hanke. 35, Echunert. ;'kW Stralau er Allee 17c, AI lirecht. 20, Gliese. 23, Buge. 32a, Gustin. Stralsunder Str. 3, P. Jllmann. 28, fr Kogler. ' 56. A. Lolh. Slraßburger Str. 13, Tremus. . 28, Sachwitz. 35, Hellmann. 'Straßmannstr. 2, Hanke. 8, Feller. .„ 15, Blumel. 35, Sligt. Strausberger Str. 1, C. Reglien. , 5, Schuberl. 28, Heinrich. 33, Schiele. Strelitzer Str. 4, Räse. 15, v, Grabows!!. 21, Schulze. 31, Hey. 64, 3. GramS. Stromstr. 33, P. Zastrow. . 48, Siedel. Stubbenkammerstr. 2, Sieling. Swinemünder Str. 33, Konsumgenoss, , 43, Zi. Engel. , 54, Libok. 58. Müller. 66, R. Äecker. » 74. fr Hanke. 80, Priin. 62, ffiinkler. 93, 3. Martins. „ 114, P. Hanke. 119, Weiß. Tegeler Str. 11, O. Lenzner. 23, M. Dahike. 32, H. Krause. Thaerstr. 18, Sonneck. 21. Arndt. 23, F. Hanke. 64, Blottner. Thonier Str. 6. Beyer. 62, F. Hanke. Thurneyßerstr. 5, Rinke. Tieckstr. 9, Bobcl. „ 16, Hossmann. Tilsiler Str. 12, P. Schürer . 19, O. Hanke. 24. Plötz. 26, Geßner. 34, König. 68, Ouandt. 77, Stahnsdorf. „ 81, Owfiani. 91, P. Hanke. Togoftr. 4, Koniunigenoffenschaft. 8. H. Blettennann. 81, Zander. Torellstr. 4, fr. Dolira. Torsstr. 9, Huwe. 13, König. 14, Peukert. 17, Ziesmer. „ 23, Hanke«. Co. 28a, Konsumgenossenschaft. Transbaalslr. 14, Ehnes. TreSckowstr. 44. Gärwer. 57, Wecke. Triststr. 4, Renzel. „ 9, Kühl. . 43, Krause. . 55, Radak. „ 64, O. Krankel. . 66. Stähr. Turiner Str. 36, P. Rißmann. Tunnstr. 43, Goldacker. 67. Hanke. Türkenstr. 22. Panlisa. Neckennünder Str. 1t, Sasse. . 17, Kremser Urbanstr. 1, Neubarth. 25, Th. Herzog. 29, Mittelstödt. . 38, frehse. , 49, ffi. Hein. 61, C. Billing. . 80, BlotNier. , 94, Rawe. 104, Kruschke. Urbanstr. 112, H. Lutosch. Usedomftr. 4. I. Skutnik. 20, Schmalenberg. Utrechter Str. 8, Stanickt. 15. F. Hanke. , 20, Schröder. Veteranenstr. 8, ffi. Bantsch. 11. O. Hanke. Voigtstr. 26, Höhnke. . 38, Heidt. Vollastr. 32. Bertelmaml. . 42. O. Eckel. . 49, Köster. ffialdstr. 4, Krug. . 17. P. Hanke. , 22, Schreiber. . 25, E. Jglisch. . 35, Langgut. . 42, H. Bauer. . 46. H. Pohl. ffialdemarstr. 37, Nordstern. , 62, Lerche. , 66, Hamel. 76. ClauS. ffialdenserstr. 9, GierSzewtki. 15, R. Konig. 23, Kuppert. , 33, SlawinSki. ffialdeyerftr. 3, P. Henke. ffiallner-Theater-str. 10, Frankel. Warschauer Str. 16. JarzcmbowSki. 60. v. Schulze. , 64, Lück. 69. ffi. Fiebig. ffiaffertorstr. 22, Blottner. 49, Haiisch. ffiaßmanustr. 20, Seiet. Wattsir. 1, Pirrwitz. . 10, Gast. . 21, fr Hanke. fficberslr. 39, Goldacker. . 40b, Nordstern. , 42, Schutt. » 47, Jaekel. „ 53, Schubert. Weidenweg 7, Müller. 25, Brostn. „ 34, O. Hanke. , 48, Hanke U. Co. , 57. Lehmann. 74. Klose. 87, Klrchmeier. WeinbergZweg 7, P. Hanke. fficinstr. 7. C. Stade. t2a, Bobel. 27, Rohmer. ffieißenburger Str. 24, 81. Büttner. 42, G. MoSIer. # 55, Nobillng. , 69, MohSler. ffierftstr. 12, Blottner. ffiichertstr. 5, KierzkowSki. 163, Krause. ffiiclcsflr. 21, 91. Staub. 27, Schwarzbeck. , 36, Lier. 47, Ulbrich. 49, King. 55, Rothäusler. Wiener Str. 8, E. Schmidt. , 32, Kiammel. Wiener Str. 49, Handle. . 56a, Langwitz. , 58, ffieinert. 61, ffieckwert. 66, Ganse. Wiescnstr. 7, F. Hanke. 19, Dreier. 28, I. Seger. 31, Görtz. 64, P. Scharolien. Wilhelmshavener Str. 13, Badeke. „ 17, Danielzik. „ 23, George. „ 32, Winde. 37, Teste. 51, Glück. Wilhelm-Stolze-Sir. 4, fr Hanke. , 15, Schmidt. „ 21, Schulze. „ 35, Lachmann. 38, Löbns. , 43, Giese. Willdenowstr. 17, Tänyes. , 29. Breier. „ 30, Konsumgenostensch. „ 37(Berkanssst.), Kränkel Wilsnacker Str.!5. Goldacker. . 33. Kranast. 45. P. Hanke. WinSstr. 6, Müller. 13, schütt. , 30, Götze. 47, Nabakowski. 60, Brandt. 63, Konsiungenossenschast. ffiisbyer Str. 3, Schulze.' 74, Migul. Wiitstocker Str. 7, K. Giesmann. , 24, Schreiber. 2S, LulowSki. Wöhlertstr. 21, W. Kaiser. ffioldenbergstr. 7, Reimann. 17. Bley. Wolgaster Str. 4, Dunkel. ffiollmer Str. 23, Dahlen. , 31, C. Schiweck. 38, G. Hein. 44, Kunze. , 50, P. Riebenstahl. „ 58, Scholtyssek. 68, Leopold. Wöriher Str. 27, R. Schütz. ffirangeislr. 21, fr Franke. „ 25, D. Schnase. ' 65,' Konium�enoffenschaft. 66a, Nordstern. , 69, Schwinge. 75, Hauke u. Co. „ 77. Hinke. 91, O. Hanke. 117, Nordstern. , 122, Stresow. . 126, Spickermann. Wriezener Sir. 8, Heise. 3t, Zahl. Jorckstr. 40, Blottner. 65, Bäckereigenossenschast. Zellestr. 2, Halfter. „ 11, Müller. Zimmerstr. 10, Schute. 84, R Richter. Zinzendorsstr. 8, Rapsch. ZionSkirchstr. 10, Koch. . 13, Bobel. 17. P. Andersch. 24, P. Thiele. ZlonSNrchplatz l, Mollwelde. Zorndorser Str. 2, P. Hanke. 8. L. Goebel. 20, Walther. . 27, M. Mitschlng. 34. Maaß. 55, Th. Klein. 61, Konsumgenoss. Zwinglistr. 23, Danielzik. . 34, Danielzik. , 34, Zielinski. 39, Tieck. Zossener Str. 41, Blottner. Adlcrsbof. 9lrndtftr. 7a, H. Kaushold. BiSmarckstr. t 1, Koniumgenossenschasi. 12, Thoma. , 14b, 3«ijmurft. , 17c, A. Martenberg. 18, Wolff. 21, M. Griebe. 48, Laserich. Friedenftr. 15, Krüger. Hackenbergstr. 2, Grieger. Hofimannstr. 15, R. Behr. Radickestt. 37. A. Noack. «lt.Glicnickc. Grünauer Str. 2, R. Solle. 29. ffiendt. Köpenicker Str. 32, Konsumgenoffensch. „ 41, Belling. " 44, A. Bothe. Rudower Sir. 72, E. PeriS. Bauuifchulenwe«. Baumschuieiistr. 29, Schulz. 65b, K. Frankenstein. 70, Stenzel. ' 87, Schmidt. " 94, E. Menzel. 96, Gaedicke. Behringstr. 9, Foluhl. Ernstste. 9, P. Hoffmüller. Kiesholzslr. 179, Schatz. 254 I Leupold. GcheMerstr. 29' A. Schulze. Bohnsdorf. Straße 21, Konsumgenosseuschast. Bahnhosstraße, Oelschlögel. Gebhardt. Borsigwalde. Ernststr. 2. TaseiSli. 6, K. Etzrodt. , 25, JakubowSki. Räuichstr. 57, Schubert. Schubcrtstr. 21, Konsumverein. Boxhngen-Nnmmelsburg. 9lIt-Borhagen 4/5. Behnke. , 10. O. Rauhitt. 31, L. Michaelis. 44, Löchel. 49, I. Rülke. Bahnhoistr. 9. Friische. Boxhagener Chaussee S/6. H. Schubert. Gabriel-Max'Str. 1. Luzemann. 2, Große. Gärtnerstr. 5, Wach. 31. A. Scherner. Goeihestr. 16, Bachler. 17, Hanke. Grünberger Str. 12, fr Sandmann. „ 18, E. Löwa. 20, Haspel. GrhphiuSstr. 18, Biedermann. , 28, Sperlich. tauptstr. 82, KieSling. otteistr. 6, Dvnhauer. Kantstr. I, R. DluzewSki. „ 13, 91. Schwemmler. , 18, Nilolovius. Kronprinzenstr. 13, Fritsche. Sfrossenev Str. 15, Marquardt „ 19, Brenner. 24, Bartsch. Lenbachstr. 1, I. Pardemann. 7a, Engelien. Lückstr. 3, Böhme. 15, Werner. „ 30, Maichler. 58/59, P. Franke. Mozaristr. 2, Konsumgenoffenschaft. 4, ffierkmeister. Neue Bahnhofftr. 9, Fritsche. „ 19, 3t. Schubert. , 27, O. Behling. 34, K. Bondmann. Schillerftr. 27, P. Mekienburg. Seumestr. 6, Kroll. „ 15, Wonneberger. 21, Koop. Sonntagstr. 31, Mantbeh. 36, Joachim. Türrschmidtstr. 21, fr, Westphat 31, Pfennig. ffiilhelmstr. 42, M. Luukwitz. Wismarplatz 3, Kansumgenoffeiischast. Wühlischstr. 3, Sekul. „ 27, Marquardt. , 32, O. Jander. Britz. Bürgerstr. 12, Dieckhoff. 24. Thoff. Chausjeestr. 4. A. Wiangke. 17, Hagemeister u. Dalli. . 36, Hagemeifter u. Dalli. 37, Döumler. » 43, E. Schöbet 75, Zöge. 77. R. Schulz. 114. R. Dieirich. Dorsslr. 19, BölSkow. „ 47, Stabn. Fraiiz-Körner.Ilr. 4, Michaelis. Hannemannstr. I, Lucker. Jqhnftr. 41. I. Plack. 45, Becker. RunginSstr. 3, Adamek. Rudower Str. 6, Liersch. . 13. B�llmanu. 34a. Müller. Werderstr. 21, A. Pannwitz. » 31, Ecke Rungiusstrqße, Konsuingenossenschast. Werderstr. 56, A. Trunl. , 70, G Richnow. Buckow. Bahnhosstr. 7, Hmtig. 18, Weibnch. Chausseestr. 1, Blöstng. 2, Ackermann. 11, Michalicka. 38, Ramdohr. 41/42, Maas. 49, Blume. Dorsstr. 20, Simon. Chnrlottcnburg. Ansbach er Str. 3, Blottner. 28, P. Hanke. 9liigSburger Str. 18, Blottner. , 26. Blottner. Berliner Str. 115, Goldacker. , 116, Porath. 135, Ulbrich. Beuffelstr. 78, Ullrich. Kaucrftr. 27, Bäckereigenoffenschaft. 19, Ulbrich Charloiteiiburqer Ufer 10, Kotzau. Chnststr. 18, Bäckereigenossenschast. 33, Donner. Danckelmannstr. 1, Porath. . 44, Lehmann. 55, Ulbrich. Eosanderstr. 11, Ulbrich. EraSmusstr. 12, 9k. Bednar! rick. 16, Dietrich. asanenstr. 61, P. Hanke. ranflinftr. 20, Bäckerei genossen schast. frriedbergstr. 39, Ulbrich. frricdrich-Karl.PIatz la, Niliche. Karde du Corps»Str. 6, Klimmeck. Goethestr. 17, P. Hanle. 25, Eiserl. Grolmanstr. 15, Ulbrich. Grünstr. 27, Thiel. Halleritr. 9. H. Löffler. Havelstr. 12, Kopp. Helmholtzstr. 40, Bucksbaum. Huttenstr. 62. Schäfer. 70, 9l. SternSdorff. Kalckreuthstr. 1. Blottner. Kamminer Str. 31, Fr. Butzok. Kanalstr. 15, H. Heine, Kantstr. 32, Porath. 67. Ulbrich. , 80, Porath. , 134b, Goldacker. Kauerstr. 17. Schultze. Knobelsdovfsstr. 7, Thiel. , 40, Danielzik. , 42, G Stach. 43, Mbrich. KönigSweg 5. Otto Düring. Krummestr. 14, Ulbrich. Leibnizslr. 65, Ulbrich. Meericheidtstr. 3, PottSbrot. Motzslr. 19, Ulbnch. Mlndener SN. 8, Ballhousen. 26, Bäckereigenossensch. Nehringstr. 21, ProSke. 28, Lauu. Nettelbeckstr. 14, Blottner. Nürnberger Str. 22, P Hanke. 39, Ulbrich. . 42, Goldacker. OSnabnicker Str. 31. Schiele. 26, Pribht PaSealstr: 1, Wolff. Peswlozzistr. 12. Böhm. . 64, Jahn. 74. Thiel. . 101, Bäckereigenoffensch. 104, Porath. PotSdamerStr.t». Konsumgenoffensch. 30. Thiel. . 42. Ulbrich. Schamnstr. 30, Ulbrich. Sophie>Charlolten-Str. 87, Ulbrich. m 89, Bley. Spandaner Str. 30. Ulbrich. Spreestr. 43/44, Ulbrich. Tauroggener Str. l, Zimmer. 2. Thiet 10. Konsumgen. . 40. Teuier. ' 45, Ulbrich. Ufnauftr. 10, Hawellek. Wallfir. 23, Konlumgenoffenschast. 50, Ulbrich. . 100, Poraih. Weimarer Str. 14, Schwedler. 29, Kousumgenoffenfch. WilmerSdorjer Stt. 41, Ulbrich. , 44, Goldacker. Wilmersdorfer Str. 62—63, Ulbrich. , 66, Goldacker. 195, Porath. 156, Loffe. , 163, Ulbrich. Falkenhage». Berliner Str. 50, Schulz. Hauptstraße, Bock. Franz.- Buchholz. Berliner str. 43, Taumeher. 50, Schulz. Pankower Str. 23, H. Ullrich. Friedena«. Eranachstr. 58, Porath. Friedrich-Wilhelmplatz 2. Moselstr. 7, Konsumgenossenschaft Rheinslr. 38, Porath. . 65, Porath. Siubenrauchstr. 71, Sehet. Friedrichsfelde. Berliner Str. 66, Hampet „, 102, Gillard. Caprivi-9lllee 44, Konsumgenoffensch. Prinzen-Allee 3, Rau. Walderseestr. 49, Mikoleit Grüna«. Königstr. 2, Konsumgenossenschaft Köpenicker Str. 12, Meyer. , Stadelhoff. Grotz-Lichterfelde« Berliner Str. 68, fr Krüger. Ferdinandstr. 24, Klopsch. Halensee. tcilbronncr Str. 11, Troyke. ursürstendamm 114, Porath. Westsälischestr. 49, Illbrich. Haselhorft. 9lm Kanal. Engel. Heinersdorf. Kaifer-Wilhelm-Sttaße, Müller. Str. 72, Buchwald. Rothenbachstr. 51, Opitz. Uckermarkslr. 47, Engel. , 49, Briesemeister. Hennigsdorf a. H. Albert ZZarihet Äibert Lücke. Wilhelm Lücke. 9lugust Mabnkopf. Karl MöwiuS. Wilhelm Seiler. Friedrich Wolter. Hermann Wolter. Karl Wolter. Wilhelm Wolter. Graffenberger. Hermsdorf. Berliner Stt. ISa, Konfumverein. Hauplstr. 34. Hernnaim. Neptunstr. 36, Lauser. Seebad 1, Ladewig. Hohen> Schönhaiise«. Berliner Str. 52, Schulze. „ 99, Richter. Ouitzowstr. 2, Richter. Maiboser. Wemeuchener Str. 4, Gönz«. Johannisthal. Bismarcksir. 6, Konsumgenoffenschaft griedrichsir. 6, Ludwig. . IIa, Ludley. „ ll, Schmidt tövelftr. 1, Röbel. affcr.ffiilhclmftraßc, Eenstlebe» «arlshorft» Dönhoffstr. 9, kneiding. 35. Hansen. Dorotheastr. 27, Eichhorn. .Kraus estc. 56, E. Schönherr. TreSlowallee 100, Konsumgenoffensch. Kaulsdorf» Dorsstr. 1, Springborn. Köpenick. Berliner Str. 33. Tauchert, Bergmannstr. 6, Bergmaua. Flemmiiigslr. 32, Rott. Glienicker Str. 99. Hackenberg. Grünstr. 8, Hanck. Grünauer Str. 18, Nordstern. , 27. Zkrämer. Kaiserin.Auguste-BMoria-Str. 23, Ulbrich Kais erin-9luguste-Viktorta»Slr. 16. Schilling. Kaiser-Wilhelm-Stt. 53, Haag. . 98, Bittner. . 100, Mielaiid. Louisenstr. 9, O. Retzlaff. Mahndorfer Str. 1, Richter. «arienilr 14, Astert. Müggelheimer Str. 13—14, Jan,« ParisiuSftr. 17, Klümer. Pestalozzistr. 18, Schiet Rosenstr. 2, Kämpf. Rudower Str. 25, Hein. Schönlinder Str. IL. Kudel, Lichtenberg. Bürgerheimstr. 102, Konsuwa�.» Blmnenthalstr. 7, Schnitzt» Dossestr. 6, Hoffmeister. Eitelftr. 30, 51 er lau. frinowstr. 30, Rother. Frantf. Chaussee 41, O. QSrta. n» S0"et- * oi' Strunk. im � Försterltng. 151£ scholtze. Frankfurter Allee i'ÄKefrau. Friedrich"narl-Str1� Bmkardt Friedrichs�. 7, M. �attner GürtelUr, 10, fc. Äzc : Iis™- : S'lÄbbfc p-MSS 5S9e?tr aI' Cchinauer. gonigstrahc, P. Pgrichke. Kronprinzenstr. 1. Konsumgenoffensch. H 8, MchcL L-sstngK. ,0, gf'stwlt Margavelenftr, 8a, Schacher. Zf�'l Str. 24, L. Schmidt' -iollendorsstr. 32. Schulz. m,." 82. B. Mägdesra» Muggclstr. 25, Schwenke. . 28, ffi. Dorrhauer. Niederbarnim ir. 12, Gros. „. 26, Rogge. Cierstr, 27a, R. Maschler. Pfarrstr. 36. L. Heßler. �. 73. Deaa- Rathausstr. 3. J- Werkmeister. Rittergutstr. 22. Konsumgenvffenschalt. Röderjtr. 54. geuer. JRumtneUSüvger®fr. 72. RSmer. Sophienstr. 8,.Zbovowsli. 23: Irlich. Schavnwcberslr. 2, Kunze jun. .- LZ. K. Hanke. , 34, W. Kopie. 46, H. Schwarze. Travestr. 3, Bethke. Weich! elftr. 22, Bzadkowski. . 2S, Swillm-Z. SBagnerftv. t, St. Försterlinz. Warienbergftr 70, A. Friedl- Wescrslr. 9. M. Bulller. , 22, Rauhut. . 24, Owsianny. Mlhelmstr. 48, Bödme. , 67, I. Buchman». r 69, Bärwols. , 75, Zt. Linde. Lindenberg. Dorsstr. 28. E. Höst. Mablsdorf. Bahnhosstr. 2, H- Delitz. „ 12, Schänitz. „ 31, R. Grunow. Mariendorf. Bergstr. 23, Obensperger. Ehaulseestr. 21, M. Nowack. 27, Stotzun. 34, P. Purschke. 62, A. Flatow. Dorsstr. 262, Hentzc. Groxbcerenslr. 128, Tietz. Kaisenlr. 110, Konsumgenossenschast. Kursürstenstr. 63, Bree. schöneb erger Str. 98, Pohl. Strelitzstr. 13. Petcreit. Lankwitzer Str. 30, Stnof. Ringstr. 83, Schütz. Niedcr-Schönhauseu. Buchboizer Str. 85. Pjuhl. Beuthstr. 11, Krügerke. 19. A. vöttger. Blankenburger Str. 13, Thiel. Charlottcnstr. 43, Schmidt. 52,53. Muchow. Eichcnstr. 8, Hampel. Kaiser-Wilhelmstr. 51. Schäfer. Körnerstr. 8. K. Fischer. 8, Remter. Lindenallee 39». Mrose. Teutonenstr. 18, Meier. TreSkowstr. 54. Baske. Uhlandstr. 3, Maicke. 41, K. Loewe. R. Seiler. Nieder> Zchöneweide. Berliner Str. 30, Gaedicke. „ 49, H. Mache. , 65, Lobecke. . 110, Gaedicke. Brllckenstr. 7, Gadicke. Sedanstr. 1, Singer. Nordend. Blankenseldcr Str. 2, ZlßmuS. Lber-Schöneweide. Deulstr. 9, H. Lutz. . 30. Gaedicke. Sdisonslr. 48. Konsumgenossenschast. 49. G. Witttops. Frtschenstr. 21, O. Sorge. Lausenersk'. 4, Kleist. Luisenstr. 5, K. Gehler. . 8, M. Gaedicke. . 12, Konsumgenossenschast. Luiscustr. 28, Gutzke. Malhildenstr. la, Härtung. .1 MIepastr. 51, Honte. Rathenaustr. 7, F. Fronober. . 18», F. Wartenberg. SicmcnSstr. 13, Kunze. 16, W. Timm. Stabtzftr. 23. P. Franke. Tr.dbenstr. 35, P. Seidelmann. Waititr. 12, Schmalfeld. . 23, Grotzmann. Wilhelminenhosstr. 1, �>er�og.� "m!?' Cltmann. , 40, Gaedicke. , 44, Strache. Ostendstr. 20, Spazier. Pankow. Berliner Str. 23, Pape. Brehmestr. 52, P. Hanke. Borkumstr. 6, R. Ludwig. Floraslr. 41, Schneider. 80. Engel. Görschstr. 11. Bochnig. Hcrthaslr. 4. Genz. Slaiser-Friedrich-Slr. 67, Wieneck«. Marimilianitr. 2. Wiehe. Mühlrnstr. 37. Müller. _. 17, Barsekow. Zchtckzestr. 14, Hennig. Achönholzer Str. 9, Senffert. Uckennartstr. 181. Barlclt. Wollanlsir. 20. Taulitz. w 68, F. Hanke. , 102, Konsumgenossenschast. Plöncnsee. Charlottenburger Weg 12. Seissert. Ncinickendorf. Amendestr. 18. Schmidt. 104. Popp. Antonienslr. 56, Hossmann. Berliner Str. 3, P. Schweidler. „ 14, I. Bienevt. 69, Mittendors. , III, Gutbmuths. , 134, Gollichatk. Birtensir. 59, G. Lowinsky. Bürgerstr. 20, C. Popp. Eichvornstr. 12, Ad. Behrendt. , 16, Konsnmoereül. 25, H. Stube. Erchbomstr. 35, Kude. 72, Wurst. GesellschaftSstr. 31. Koblitz. Gottschedsir. 41, Hofsmann. Grüner Weg 50, Modrow. Hansastr. 3. Zimmer. Hauplstr. 34, Braun. Hausotterstc. 3, Hoffmann. 102, R. Plumeyer. Hcrbflstr. 24, Fr. Kottendahn. Holländcrstr. 20, E. Nitschke. , 125, Weihrauch. Hoppestr. 16, Konsumgenossenschast. Justusftr. 14, Hofsmann. Kamekestr. 12, Lütz. Markftr. 5, Scheer. . 12/13, Zt. Zllbat. Provinzstr. 28, Rud. Walloschck. 51, Langer. 53, E. Rapp. , 72, König. 80, H. Schröder. 83, H. Baumgärtel. III, Münch. Residcnzstr. 61, Witte. , 102, E. Grotzberndt. „ 125, Brase. 130, Reinhardt. 150, Liebig. Rütlislr. 15, M. Förster. «charniveberslr. 10, Schamberger. , 25, Siebert. , 55, Düwer. Scharnweberftr. 65, Wälle. , 113, Hoffmann. 117, Brüning. 135, Nüstedt. Sommerstr. 52, Reumann. Spandauer Weg 4, Mathner. Waldstr. 61, L. Giese. Wilkestr. 1, Schmidt. 62. Neue Berliner Genossen schaftsbäckcrei. Rixdorf. Allerstr. 37. F. Naubereit. 46, A. Keddi. Stm Wasserturm, Eggers. Anzengruberstr. 5, P. Langer. Bendastr. 21, Spandel. Bergstr. 27, ZI. Gabbert. 32, R. Kiesling. „ 73, Kahtert. „ 84, H. Schäfer. 96, Bobel. „ 122, Koch. . 143, Liebenow. Berliner Str. 16, R. Schibgiel. , 20. P. Rammer. , 56/57, E. Haast. 76/77, P. Hanke., , 80/81, A. Spandel. , 85, K. Rübe. 93. P. Werneke. Berthelsdorfcr Str. 13, O. Markus. Boddinstr. 13, Bäckereigenossenschast. 21, Hänsgen. 58, P. Brückner. „ 6t, Langer. Lodestr. 11,«. Schäfer. 16, F. Scheffler. 25, H. Qaboeck. 28, H. Deck. 31, F. NegraszaS. Böhmische Str. 47, Konlumgenossensch. Bruiendorser Str. 2, O. Frost. Bürknerstr. 9, P. Timm. Canner Chanssee 179, Döbler. Dellbnickstr. 35, F. Modrow. 65, P. Schreiber. Donaustr. 107, W. Fiedler. 112, G. Gernhöser. Tlbestr. 6. W. Schneider. ., 13, K. Haupt. , 16, M. Lunkwitz. Elsen ftr. 52. F. Pietsch. 82, R. WoeM/ Emser Str. 5, Schulz. . 12, H. Conrad. . 26. Bobel. Emser Str. 33, Konsumgenossenschast. , 44, Burdack. 78, E. Friedrich. 91, E. Friedrich. . 103, W. Schmidt. 115, Pfefferkorn. „ 120, L. Riebe. Erkstr. 4, R. Raach. ., 15. O. Jahnke. Erlangerstr. 8. E. Bahrbolz. Falkstr. 1, Bäckereigenossenschast. 12. A. Rotzoll. 21, Willgus. 25,26, G. Persel« Raths. Fricdeljtr. 3, A. Zimmermann. „ 13, Kotisumgenossenschast. 30, E. Zeibig. , 37/33, P. Hanke. „ 44, Schirrmeister. 47, A. Busch. Fuldastratzc, B. Beith. , 45, O. Springer. 60, I. Hübner. Goethestr. 19,JJl. Dobrick. Heidelberger Str. 76. O. Hanke. Hermanustr. 16, C. Rasch. 28, E. Senkbell. 34, F. Wagnitz. , 39, Spandel. 42/43, F. Arlt. „ 47, G. Jänicken. 54, R. Hildenbrand. 61/62, Badtke. „ 74, R. Kunz. „ 108, Spandel. 118, I. Bartsch. 143, H. Radtkc. 149, R. Kluge. 159a, Hagen. , 170, Ianeck. 174, Bobel 175, E. Arnold. Hermannstr. 231, H. Karl Herrsurthplatz 10, A. Wcndt. Herrsurthstr. 23, Fr. Wachsmulh. „ 26, M. Firnstein. 34, O. Hanle. Herthastr. 3, A. Franz. Hertzbergstr. 21, R. Goertz. , 22, Fiedler. 28, Rummler. Hobrcchlstr. 21, M. Walls 29. F. Bo-tius. „ 43. R. Sominer. Hohenzollernplatz 11, Bäckere!genoss. , 13, W. Schmidt. 18. O. Markus. Jägerstr. 63, F. Jonscher. 70, P. Halm. 77, H. Ckrnsch. Jansastr. 2, H. Westenloss. Jlseslr. 30. C. Schulz. Jnnstr. 9. M. Gorzyzka. Johann-Huff-Str. 1, H, Sponar. Jsarstr. 7. G. Putzke. Juliusstr. 31, Otto Ecke. 65. I. Schulz. Kaiser-Friedrich-Str. 12, H. Zmke. . 25. I. Barisch. , 28, G. Wagner. , 34, Haupt, , 39. Bordasch. „ 62, A.Sadlnianu. „ 72, O. Stephan. 80. St. Schmidt. 162, M. Kasten. 175, J.Wüainaim. „ 189, W. Richter. 247, O. Hanke. Karlsgartenstr. 19, H. Bonnoh. Kirchhosstr. 13, E. Hoffrnann. .. � 46/47, J. Brcsla. Knesebeckstr.;i3, R. Gallen. , 35, Spandel. 41, C. Beizig. „ 68, M. Sckars. „ 96. de la Motte. 146, Ph. Kühnes. Koltbuser Tamm 69, P. Hanle. 101, Roenrer. Kranoldplatz 7/8, Jacobi. L.rubeslr. 13, M. Bernhardiny. Lrinestr. 57/58, H. Friedrich. Lcnaustr. 14—15, Gustav JSrnet. Lesfingstr. 22, Hammel. 30, Hoppe. Lichtenrader Str. 42, E. Ohlhofs. Mainzer Str. 1/2. B. Rennert. „ 15/16. Benneke. 56. Zl. Schock. Manitiusstr. 9, A. Guedel. Mareschstr. 10/11. H. Reih«. MaNendorser Weg 1, H. Freudenreich. Matzbachuser 16, W. Lange. Münchener Str. 18, Kegel. 25, F. Lorenz. ■ 39, Konlumgenossensch 40/41. O..Hanke. 44, R. Weizelt. Münchener Sir. 54, Mackwitz. Neue Donaustr. 52/53, A. Welteborn. Neue Jonasstr. 33, Ptagemann. Niemetzstr. 3, A. Holubar. 10, M. Persele. Nogatstr. 8, W. Ruthe. , 16, I. Jadncck. . 32. O. Auschwitz. Okerstr. 3, R. Metsktz. 11, C. Anders. Pannierstr. 2/3, F. Albert. , 4, R. Riemer. 13, P. Frisch geiNUlh. 20, K. Junger. 27, Büiow. 34, G. Juling. Pssügerstr. 13, E. Grenz. ,. 57. B. Vogel. 72. Bobel. „ 77, Nachtigall Nachf. Prinz-Handjertz-Str. 7, O. Hanke. „ 22, C. Dänicke. 24, O. Krause. 38, R. Raschick. .„ 58. I. Bartsch. 70, V. Mitulla. 75, R. Frese. „ 83. E. Fiedler. Reulerstr. 32, C. Nichicr. 33, E. Beyer. „ 46, E. Schmischke. ,. 76. Bobel. 8t. Zl. Vogtländer. „ 89, Weigelt. Richardplatz 16, Blasius. Richardstr. 23, I. Ehrentraut. „ 28. Zl. Babing. , 61, Bobcl. 63. E. Wille. 104, St. Hantke. Rmgbahnstr. 25, PI Scholz. Roseggerstr. 40, O. Zlrendt. Sanderslr. 5/6, H. Kadow. 18. M. Matschke. „ LI, H. Brandes. 23, I. Protzer. 31, R. Timm. Schillerpromenade 13, Winde Nachf. „ 29, G.Schierarndt Schöneweider Sir. 9�F. Leinau. Schub omastr. 5, Zl. stritzke. Selchower Str. 23, A. Messer. 27. M. Lehmann. Siegsnedstr. 44, A. Beier. teüimetzstr. 23, E. Stummer. „ 24, Gehle.. „ 39. R. Seüslleben. „ 53. R. Finger. 70. H. Wilkc. 74, C. Hennig. „ 101, A. Löwigt. „ 109. Bäckercigenossensch. . III, R. Schüller. Stultgarter Str. 53, F. Godawa. Tcllstr. 10. H. Zille. Tcnpitzcr Str., E. Schmidt. ThomaSstr. 6/7. V. Lobbes. 25, R. Reich. 37, P. Eiesior. Treptower Str. 13, R. Jacobt. „ 67, Spura. Thüringer Str. 5, I. Bartsch. „ 14, Zl. Ebcrhardt. 17. W. Schulz. 32, I. Thater. Wanzückstr. 12, E. Krockcr. Warlheftr. 9, W. Marotz. „ 15, G. Janentsly. 6h, B. Spandel. Beichselplatz 9, Zwierzchowski. Weichselstr. 3, F. Eymmer. „ 13, I. Gassenbnber. „ 31, O. Schwär». 34, R. Mar,. 60. H. Fleischer. Wciseslr. 7. Bobel. 18. R. Pohl. 24, R. Schenkel. 34, R. Henschel. . 52, Koniumzenossenschast. 56, E. Wölls. 59, Spata. Weserstr. 30. I. Bartsch. 47, Kreil. . 168, A. Vielitz. . 206, Führer. Mldenbruchstr. 8/9, F. Schmischke. 34|35, P. Bclhgc. 52, Geise. 61/62, Konsumgenvss. 63/64, Feysara. Wippcrstr. 13, I. Runge. , 16, O. Hanke. 21, Hellwig. Wissnianilstr. 7, I. Troffer. 29, B. Krüger. Ziethenstr. 9. E. Ossa. , 13, Schmidt. . 22, C. Steinsurt. Ziethenstr. 36, Fr. Zahn. , 41, M. Hannig. , 53, Bobel. , 75, A. Klein. , 81, E. Hentschel. Rosenthal. Hauplstr. 179, Ziekow. Rudow. Köpenicker Str. 34, Sokoll. Schmargendorf. Breitestr. 22, Georg Klingbeil. Schöncberg. Albertstr. 12. P. Stark. Apostel-PauIuZstr. 40, Konsumgenoss. Bahnstr. 2, Porath. Barbarossastr. 67, Wetzel. Belziger Str. 61. Boche. Colonnenstr. 4, Hanle u. Ca. EberSstr. 25/26, EckeTcmpelhoserstrasse, Konsumgenossenschast. Ebersstr. 37, Weber. „ 42. O. Traeger. Eisenacher Str. 63, Blottner. Erdmannsir. 5, Ct. Friedrich. Goltzstr. 16. Blottner. 31, Goldacker. Gotenstr. 1, KonsumgcNosscnschasl. 11, Blottner. Grunewaldstr. 35. Walter. Gnstav-Freqtag-Str. 9, Hanke u. Cö. Gustav-Müller-Slr. 48, Möllinghoss. Hauplstr. 66, Hosang. Herberlstr/ 10, Bricks. Hohensriedbergstr. 19, Blottner. 21, Schwarzer. Kaiser-Friedrich-Str. 4, Bricks. Merseburger Str. 9, Blottner. Motzstr. 30, Porath. Prinz-Georgstr. 7, R. Jende. Sedanstr. 18, Senges. 34, Bricks. 36. A. Kratkh. 49, Fischer. Siegsriedstr. 1, Bricks. Spcyerer Str. 1, Porath. Tempelhoser Str. 2l, Porath. Selchow. E. Schulze. Spandau. Achenbachstr. 6, Bühl tHaupIgeschäst). Ackerstrahe. Ecke Falkenhagener Stratze. Adamstr. 2. Bühl.> 40, Kröning. Charlottenstrabe, Ecke Potsdamer Str., Bühl. Feld shr. 15. Schulze. Aderichstr. 5. Konsumvcreln Merkur. Hamburger Str. 49, Kramer. Jagowstr. 26, Freger. Körnerstr. 5, Schmidt. Ltznarstr. 5. Bübl. Maner-str. 8. Schulze. Mittetslr. 13, Konsumverein Merkur. Reuendorscr Str. 13, Schmidt. 16. Bühl. Reumcisterstx. tl, Scholz. Pichelsdorser Sträbe 13 Bühl. Schönwalder Straße 26. Bühl. 64. Bühl. Streitstr. 23, H. Häbnel. SIrcsowplatz 16, Bühl. Barchel, Falkcnhagen. Steglitz. Albrechtstr. 18, Porath. Bergstr. 93, Marolt. »Irkbuschstr. 16. Lindau. Lenbachstr. 2, Sutzer. Mommsenftr. 59. Schröder. Rheinstr. 41, Schröder. Schlobstr. 104, Porath. Stralau. Zllt-Slralau 49, Schwabe. , 56. G. Reille. , Tegel. Brunowstr. 41. Zieglcr. Egcllstr. 22, Matzer. Hauptstr. 23, Petersohn. Echlieperslr. 59, Schwanz. , 67, Reimann. 70, Konsumverein. 78. Hümmer. Schlobstr. 27, Petersohn. Schönebcrger Str. 64, Konsumverein. Schulstr. 1, Zum Bruch. Dempelhof. Berliner Str.42/43,KonIumgenossensch. Friedrich-Wilhelm-Str. 32, Kotzan. 117, Booszyn. Germanlastr. 154, Teuchert. Gottlieb-Dunkcl-Str. 59, Herrmann Oberlandstr. 1, Schaas. Treptow. Bcermannstr. 6, K. Kolditz. Elsenstr. 33, W. Geske. Eijenstr. 108, Tetzlaff. Grätzstr. 6, O. Hacker. 10, Zl. Psenzia. . 19/20. Karl Müll«. . 23, Gaedicke. . 25. E. Krause. , 28, Scholz. , 58, Konsumgenossenschast. 65, Gonsior. Harzcrstr. 119, Wodansch. Karpsenieichstr. 19, Lieble. Kiciholzstr. 17, K. Albrecht. WaidmannSlust. Freie Scholle, KonsLnr wrein. Freie Scholle 16, Rohlxff. Waidmannstr. 1, I. Forgatsch. Weiftensce. Berliner Allee 6, Springer. „ 75, Schüler. .-144, tzarcnburg. 183, A. ThielmaNN. 216, Schbppe. ., 219, W. Hüttig. 232, Zl. Schadwinkel. Charlottenburger Str. 78, St. Steger. , 79, H. Dahm. 80, Wiek. 93, A. Gollin. 98, Heyden. Elsabstr. 15, P. Danielak. Frisickestr. 7. H. Bohnhoss. . 22, F. Krause. Friedrichslr. 1, Zl. Popp. Generatstr. 12, E. Ortel. Gustav-Zldols-Strabe 1/2, Tück. Gäblerslr. 8, Mannweiler. Gürtetstr. 12, B. Stolpe. Heincrsdorser Str. 11, P. SilorSki. 24. A. Wendt. 37. Bebrich. 48, K. Schreiber. 56, Boy. Langhansstr. 51, Kollmus. „ 55, E. Sucrow. , 75, W. Wauber. 98, Emil Engel. 104, Eckert. 142, Kastschke. 144/145, KonsUMgenoss. Lehderstr. 119, R. Klinke. Lindenallee 58, Mcinhardt. Lothringenstr. 12, Schenk. 31, A. Kcmpe. Partftr. 4, W. Engel. 7, Fr. WiedemaiM. ., 97, Teichmann. Pistoriusftr. 8, L. Höhne. 16, H. Hähnge. 91, ButtgerS. 05, Lcmpsuhl. Rölckcstr. 10, Jecrstegen. 12, Zl. Lange. 17a, Hilschner. 127, St. Hoffman» Sedanstr. 16, I. Dahm. 94, E. Dahm. „ 99, Nassau. „ 106, C. Bogt. Strabburgstrabe 94, G erlaß. Streustr. 2, A. Bauer. Uckcrmarkstr. 3/4, M. Köhler. 178, I. Stöhr. Wilhelmsir. 23. A. MichacliZ. Wörlhstr. 12, Seiden. , 24, Schulz u. Co. Wittenau. Bahnhosstr. 6, F. Karstad. HermSdorser Str. 42, Gutich aw. Rosenthalerslr. 17. Karstadt. 18. Frost. , 25, Plätluer. „ 42, Prächter. Oranienburger Str. 78. Burlhardt. 68, Hennig. WilhelmSberg. KoZkestr. 17. F. Müller. Wilhelmsruh. Edelwetbstr. 11. I. Lalchins«. tontanestr. 24, E. Grüschow. aupistr. 9, Rau. . 30.«. Milletat. Linden-Allee 1, König. . 7, Konsumverein. Wilmersdorf. Berlmer Str. 135, Blottner. Bruchsaler Str. 1, Porath. , 4, Packhäuser. Düsseldorser Str. 8. Blottner. Meinekestr. 16/17, Blottner. Uhlandstr. 38. Ulbrich. 49, Goldacker. . 105, Porath. 133, Ulbrich. 150, Poraih. Dilhelm»aue27,Konsu>ngenossenschalt. Achtung! Auf wiederholte Anfragen erklären wir. daß die Bäckerei von Albrecht, Boxhagener Ttraste IS, biS heute noch nicht bewilligt hat. Die Filialen des Herrn Albrccht sind: �alckensteinstrahe«8, Krautstraste 1». Lausitzer Strafte 2, Stralauer Allee 17, Wrangelstraste Außerdem hat Herr Albrccht noch in der Markthalle, �udreasftras� einen Vcrkaufsstand; die Nummer von dem Stand ist entfernt, er ist von dem Eingang Andreasstraße in der 6. Reihe der letzte Stand. Parteigenossen! Hansfranen und Arbeiter! Unterstützt die Bäckergesellen in ihrem Kampfe«m ein wenig Luft, ein wenig Licht, um eine kurze ErholungSzeit! Deckt Euren Bedarf an Brot und Backwaren n u r in den Bäckereien, die in dieser Liste verzeichnet sind und in ivelchen die Forderungen der Gesellen bewilligt und bis jetzt auch gehalten werden. Macht es durch Eure tatkräftige Unterstützung der Gesellen den tarifbrüchigen Meistern unmöglich, ungestraft die Gesellen um die winzigen Erfolge ihres Lohnkampfes zu betrügen. Achtung! Diese Liste und eventuelle Nachträge bitten wir ansznbewahren! Die nächste Liste erscheint am ersten Sonntag nach dem 1. April.— Nachträge nur noch nach Bedarf.— Listen sind zu jeder Zeit auf dem Verbandsbureau Engelufer 14 in, Zimmer 65, Telephon Amt IV Nr. 2396, zu haben. Hoch die Solidarität! Der Bertrauensmann der Bäcker und Konditoren Berlins und Umgegend. >4- Magerkeit+ schwindet durch Hauke'* NShr- k Preistrekrönt In 6 Wochen 24 Pfund Zunahme. Gar. nnsoMdL Viel« Anerk. Karton 2 M-, bei Postvereand Porto und Naohnahmcspeeen extra. H. Haufe, Berlin N-, GreifenWencrstr. 70. 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Beriagsaiiiiat:.Paul«Singer u.»o., töecun.ZW. 8t. 236. 28.|.|r«. 5. WlM lies„Wnllarts" Kerlilltt WIKSlllM 8 At«bet.Sil. Mltwoch, äen 11. Oktober:?ahlabenÄ in den KeÄrken(irok-lkerlins. Partei-?Zngelegenkeiten. Zweiter Wahlkreis. Heute Sonntag früh findet im 2., 8., 4. und 5. Kommunalwahlbezirk eine Flugblattvcrbreitung von den bekannten Stellen aus statt. Die Genossen wollen sich recht rege daran beteiligen. Kommunal Wähler- Versammlungen tagen am Dienstag, den 8. d. Mts., abends, inNitzles F e st s ä l e n. Dennewitzstr. 13, und in den Kreuzberg-Festsälen, Kreuz« bergstr. 48. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Zweiter Wahlkreis(6. Abteilung). Sonntag, den 8. d. Mts., abends 6 Uhr, in Habels Brauerei. Bergmannstr. S/6. Vortrag des Redakteurs Genossen Paul Lenzner über:.Märzrevolution und preußisches Wahlrecht". Rachher: Gemütliches Beisammensein, Vor- träge, Tanz. Gäste willkommen. Charlotteuburg. Heute Sonntag, den 8. Oktober, veranstaltet die zweite Gruppe im Volkshause, Rosinenstraße Nr. 3, ein gemütliches Beisammensein. Wilmersdorf- Halensee. Dienstag, abends 8�/. Uhr, findet im WilmerSdorser Stadtpark, Kaiserallee Nr. 51/52, eine Volksversammlung statt, in der Stadtverordneter Dr. Bruno B o r ch a r d t- Charlottenburg im Hinblick auf die Stadtverord- neten-Ersatzwahlen über das Thema.Reaktionäre und volkSfreundliche Kommunalpolitik' einen Vortrag halten wird. Auch werden die Kandidaten zur Stadtverordnelenversammlung eine An- spräche halten. Zchlendorf(Wannseebahn). Dienstag, den 10. d. Mts., abends 8'/z Uhr, bei Benno Mickley, Potsdamer Straße: Außerordentliche Generalversammlung: Bericht vom Parteitag; Vereinsangelegen- heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Nowawes. Mittwoch, den 11. Oktober, abends 8>/-2 Uhr, im Lokale des Herrn Ernst Schmidt, Wilhelmstr. 41—43: Wahlvereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches; 2. Vortrag; 3. Abrechnung vom dritten Ouartal; 4. Verschiedenes. Gäste haben Zu« tritt, auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. Kerlmer j�admebteii. An Herrn Tchmock. Es ist heutzutage ein besonderes Geschäft— und man sagt, es sei noch das schlechteste nicht— für eigene oder fremde Rechnung Gestank und Sensation zu machen. Es ist ein Ge- schüft wie jedes andere, ein Beruf für sich, wie eine im Abstieg begriffene Klasse ihrer so manche zu vergeben Hot, ein Beruf mit unzähligen Zweigen und Branchen, der Sie, als An- Wärter, eben nur fragt: welche Branche zieht Sie besonders an? Zu welcher fühlen Sie sich hauptsächlich befähigt? Großer oder kleiner Gestank? Gestank im allgemeinen oder besonderen? Was wollen Sie lancieren und wen ruinieren? Politik oder Feuilletonmätzchen, Börse oder Kunst? Können Sie unaüfsällig einen Diebstahl von Tripolis vorbereiten? Verstehen Sie auf den Sozis herumzuhacken? Die letzte ist eine der Hauptfragen mit, und nun müssen Sie sich, sollten Sie Anwärter sein, eben entscheiden. Ich für meine Person würde Ihnen raten, den Gestank im allgemeinen zu wählen, denn er erfordert keine besondere Vorkenntnisse und ernährt seinen Mann. Und Sie haben stets zu tun— denn es stinkt stets irgendwo in der heutigen Gesellschaft— und die Nachfrage ist in stetem Steigen begriffen, und Sie können Ihre Familie redlich ernähren— einzig mit Gestank— denn Sic finden ja reißenden Absatz. Die ganze Sache machen Sie also in Form von Feuilletons, von kleinen Stimmungsbildern und Plaudereien, und geben Sie ja acht, daß Sie leise ansetzen, damit Sie je nach Bedarf steigern können, und suchen Sic vor allem„unter den Strich" zu kommen, denn das gibt mehr Gewicht und macht einen besseren Eindruck. Und so stinken Sie nun treu und redlich, und wollen Sie ein übriges tun, so hacken Sie von Zeit zu Zeit aus den Sozis herum, denn das ist Ihnen, wie Ihrem Herrn, gleich dienlich und kann Sie nur fördern in Ihrem Fortkomnien und Ansehen. Und wen» Sie alles, was ich Ihnen hier gesagt habe, gewissenhaft bc- folgen werden, und sich vom Ballast einer Ueberzeugung glück- lich befreit haben, und eine gute Nase dafür haben, von welcher Seite der Wind weht, so kann es Ihnen nie schlecht liehen auf Erden— und seien Sie selbst das größte Rhinoze- ros— und Sie stinken sich zuguterletzt in eine gesicherte Lebensstellung und lassen die Kinder studieren und die Frau ins Bad reisen und nehmen sogar eine Stellung in der Ge- sellschast ein— alles von dem bißchen Gestank... Und läuft dann eines schönen Tages mal wieder� eine Prinzessin ihrem Mann weg, und Sie können ihr in den Nachttopf oder durchs Schlüsselloch gucken und das Geschaute in die richtige Form bringen, oder eine Frau Stcinheil taucht irgendwo auf oder ein Ällenstein, oder irgend ein Gras sitzt auf der Anklagebank, dann ja. dann ist der Augenblick ge- kommen, wo der Weg für Sie frei ist zu Ehren und Triumphen, wo alle Welt voll Erwartung die Nase auf Sic richtet, wo man das kleinste vcrschwindendste Gestänkchen mit Gold aufwiegt, und wo Sie, wenn Sie bei Zeiten Vorrat ge- sammelt haben stinken können bis zum jüngsten Tag ui,d sich einiges zurücklegen für Ihre alten Tage. Und man wird Ihrer nie müde werden, denn die Nachfrage ist, wie gesagt. kolossal, sondern wird alles begierig einschnuffeln was Sie nur irgend von sich geben, und wird lecken und schlecken und sich gütlich tun bis in die fernsten Provinzen hinein.. Und wenn Sie das alles glücklich erreicht und erftunken haben, mein Lieber, dann wird Gott auch am Ende ein Einsehen haben, und, gestützt auf die Vorarbeit Ihrer Kollegen vom Fach Politik, einen frisch-fröhlichen Krieg senden, und dann trägt Ihr Weizen wiederum tausendfältig bann"'"men Sie allerdings zusehen, daß Sie ins„Berliner Tageblatt'. vomoglich„unter den Strich" kommen, denn das ist die Stelle, wo seit jeher die klügsten Hennen gackern, und da legen Sie dann eben dreist und'gottesfürchtig in Nr. 504 ein schönes Ei. das nennen S,e„Tie Entslammten". und den allgemeinen Gestank lassen Sie für einige Zeit sein und backen vor allein mal tüchtig auf die Sozis ein, und dann sollen Sie mal sehen— Ivenn Sie da ein Mann von Tatkraft sind und dw Sache beim rechten Zipfel packen, dann erstinken Sie sich noch einen Mniistersesfel und herrschen und verordnen und re- gieren... und kriegen Rang und Titel und Orden•••"1$ 37 steigen gen Himmel bis in die allerfernsteii Zeiten der Welt- gcschichtc... Tie Krankenhaus-Nachtschwester. AuS dem Friedrichs Hain- Krankenhaus berichteten lvir über den Fluchtversuch eines achtjährigen Patienten. Ein scharlachkranker Knabe war in der Nacht aus seinem Bett aufgestanden und notdürftig be- kleidet in den Garten hinausgegangen, wo er dann erst gegen Morgen nach mehrstündigem Suchen unter einem Strauch versteckt aufgefunden wurde. An die Mitteilung dieses ungewöhnlichen Vorkommnisses knüpften wir einen Hiulvcis auf die übliche Ueberbürdung der Krankenhaus-Nachtsch western, und wir erklärten es für glaubhaft, daß in dem vorliegenden Fall die diensttuende Schwester im Drange der Geschäfte nicht benierkt haben werde, wie hinter ihrem Rücken der Junge den Saal verließ. Jetzt wird uns als Beitrag zur Beurteilung des Nachtwachdienstes der Krankenhäuser ein Arbeitsplan für Nachtschwestern über- reicht, den im Friedrichshain-Krankenhaus eine Oberschwester als Instruktion ausgegeben hat. Wir waren bereits einigermaßen darüber unterrichtet, daß den Nachtschwestern in ihren Dienststunden außer der Fürsorge für die Kranken noch eine Fülle anderer Ar- betten aller Art auferlegt wird. Aber auch für weitere Kreise dürfte es von Interesse sein, einmal zu hören, wie die Nacht- schwestern unablässig zwischen Krankenpflegedienst und Reinma che arbeiten hin und her gehetzt werden. Jener Arbeitsplan schreibt der Nachtschwester vor, daß sie jede Nacht im Saal und auf dem Korridor alles mit Seifen- Wasser abwaschen muß, mit Ausnahme der Bettgestelle nebst den dazu gehörigen Tischchen und Stühlen, die von der Tagschwester zu reinigen sind. Im besonderen wird der Nachtschwester ein- geschärft, alle Türen der ganzen Station und des Korridors zu reinigen, aus dem Korridor auch die Schränke und die Fenster- bänke, serner im Saal die beiden Tische und alles, was darauf steht und liegt. Das Linoleum auf den Tischen muß mit Milch abgewaschen werden, wenn mal welche drüberbleibt. Jede Nacht müssen die Tintenfäfier, die zur Benutzung für die Aerzte und die Oberschwester bereitstehen, mit Seifenwasser abgewaschen werden. Am Mvrgen sind die Tische aufgeräumt zu übergeben. Abzuwaschen sind in der Nacht auch der Jnstrumentenschrank und die Waschtische des Personals, samt allem, was sich daraus befindet. Uebrigens muß bei der Reinmachearbeit mit dem Jnstrumentenschrank und den Waschtischen begonnen werden,„weil es die hellsten Möbel sind". Wir erklären uns diese Bestimmung so, daß diese hellsten Möbel nur mit ganz sauberem Wasser behandelt werden sollen. Mittwochs müssen auch alle Instrumente des Laboratoriums ge- putzt werde», Freitags kommt alles Blanke der ganzen Station an die Reihe, aber an den Waschtischen sind die Hähne usw. täglich zu putzen. Zu diesen Reinigungsarbeiten kommen dann allerlei Hilfe- leistungen, wie die eigentliche Krankenpflege sie fordert. In dem Arbeitsplan wird hervorgehoben, daß die Nachtschwester an den Patienten die Temperatur messen, die Eisblasen bei Bedarf neu füllen, die unsauberen Patienten trocken halten muß. Wenn ein Arzt kommt, hat sie aus etwaige Verordnungen zu achten und sie später der Oberschwester mitzuteilen: auch hat sie bei etwaigen Neuaufnahmen die erforderlichen Dienste zu leisten. So wird sie gehetzt von einer Arbeit zur anderen, seift die Türen ab, rückt einem Patienten die Kissen zurccht, wäscht die Tintenfässer aus, reicht einem Patienten ein Steckbecken, putzt Instrumente blank. ersetzt ein beschmutztes Laken durch ein sauberes, gibt Arzenei ein usw. Und bei all diesen Reinmachearbeiten und persönlichen Hilfeleistungen darf sie„die Patienten niemals aus d e m A u g e l a s s e n l' Nachdem gegen Morgen wieder an allen Patienten die Temperatur» gemessen worden ist, wird Waschwasser ausgeteilt, was in einem mit 36 bis 46 Patienten belegten Saal ein tüchtiges Stück Arbeit ist. Sind sämtliche Patienten bettlägerig, so muß jedem ein gefülltes Waschbecken an das Bett gebracht wer- den und mitunter muß die Schwester noch beim Waschen behilflich sein. Sie weckt dann um zhS Uhr die anderen Schwestern und um -''*6 Uhr die Wärter; ihr eigener Dienst aber dauert noch bis 7 Uhr. AllcS ist in vorschriftsmäßigem Zustand zu übergeben: die Eis- blasen gefüllt, die Steckbecken geleert, der ganze Saal und Korridor nebst Inventar gewaschen und geputzt. Wir vermissen in dem uns vorgelegten Arbeitsplan noch einiges, was nach den Mitteilungen, die uns schon früher hierüber gemacht wurden, gleichfalls zu den Arbeiten der Nachtschwester ge- hört. Man darf aber annehmen, daß in diesem Punkt der Brauch nicht auf allen Stationen gleich ist. Wer die Fülle der Dienst- leistungen einer Nachtschwester kennt, wird vielleicht milder ur- i e i l c n, wenn einmal eine einen Fehler macht. Den Schaden haben die Patienten, die Verantwortung wird dem Personal auf- gebürdet, die wahrhaft Schuldigen aber sind ganz wo anders zu suchen._ Ungerechtfertigte Veranlagungen zur Kirchensteuer erfolgen auch in diesem Jahre. Es vergeht keine Woche, in der uns nicht einige Veranlagungen vorgelegt werden, die zu Unrecht erfolgt sind. Tie Massenhaftigkcit, in der das geschieht, beweist, daß es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern daß die Listen, aus Grund deren die Veranlagungen erfolgen, in einem unglaublich liederlichen Zustande sich befinden. Entweder sind zahlreiche der zur Kirchen- steuer zu Unrecht Veranlagten seit Jahren aus der Landeskirche ausgeschieden, oder aber sie haben der veranlagenden Kirchen- gemeinde noch nie angehört. Besonders charakteristisch ist aber, wenn Leute für ihre Ehefrau Kirchensteuer zahlen sollen, wenn sie gar keine besitzen. Einen solchen Fall haben wir vor längerer Zeit aus der Swinemünder Straße veröffentlicht. Ganz kürzlich er- eignete sich ein ähnlicher Fall. Ein Arbeiter wird von der evange- tischen Synode zur Kirchensteuer veranlagt, obgleich er zwei Jahre aus der Landeskirche ausgeschieden ist, während seine Frau, für die er auch eine Veranlagung erhielt, seit 5 Jahren tot ist. Solche Veranlagungen lassen auf die Art. wie veranlagt wird, die sonder- barsten Schlüsse zu. Das Tollste ist. daß die zu Unrecht Veranlagten gezwungen sind, zu reklamieren, wollen sie nicht riskiere», wegen Kirchensteuern gepfändet zu werden, die zu zahlen sie gar nicht pcrpflichtct sind. Uns sind Fälle bekannt, in denen Personen mehrere Jahr hintereinander mit Kirchensteuervcranlagungen be- dacht wurden, obwohl sie immer wieder reklamierten und infolge- dessen als zu Unrecht veranlagt von der Zahlung befreit werden mußten. Es ist deshalb wohl zu verstehen, wenn Personen, die wiederholt in dieser Weise belästigt werden, vom Aerger diktiert. recht wenig liebenswürdige Schreiben an die Stadtsynode richten. Wir möchten aber raten, davon Abstand zu nehmen, da die Synode wegen solcher Schreiben schon Klagen eingereicht und daraufhin Verurteilungen erzielt hat. Verlangen kann man aber, daß endlich bei den veranlagenden Kirchenstcucrbchörden Zustände geschaffen werden, die der Massen- belästigung weiter Kreise durch unberechtigte Veranlagung zur Zahlung von Kirchensteuer ein Ende macht. Der neue Landrat von Rieder-Barnim. Der Nieder-Barnimer Kreistag trat gestern mittag im KreiShanse zu einer Sitzung zu- sammen, um sich über die Wahl des neuen Landrats schlüssig zu werde». Der Kreistag beschloß einstimmig, auf sein Vorschlagsrecht für eine geeignete Persöulichkeit zu verzichten und an die Staats- regieruug die Bitte zu richten, den als Landratöamtsverwalter seit dem 1. Juli tätigen Geheimen Oberfinanzrat Dr. Busch zum Land- rat des Kreises Nieder-Barnim zu ernennen. Aus dem Magistrat. Der Magistrat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung aus Schaffung einer besoldeten Medizinalrats stelle. Nach längerer eingehender Beratung kam der Magistrat zu dein Beschluß, die Frage zunächst einer Kommission von sieben Mitgliedern zur Vorberatung zu überweisen. Einweihung des Paulsen-Dcnkmals. Am gestrigen Sonnabend lourde das Denkmal des Philosophen Paulsen auf dem Fichteberg in Steglitz enthüllt. Es ist eine Stiftung der deutschen Oberlehrer- schast, in deren Namen Direktor Prof. Dr. Mellmann-Berlin das Denkmal der Gemeinde Steglitz übergab. Das Denkmal, von dem Bildhauer Schmidt-Kestner geschaffen, steht am Ende der Friedrich- straße auf dem Fichtebcrg und schaut auf den Botanischen Garten iiud auf die neben demselben liegenden neugeschaffenen Anlagen. Arbeiter- Bildnngsschulc Berlin, Grenadierstr. 37. Der Man- tagS stattfindende, äußerst interessaitte Unterricht in„Praktischer Sozialpolitik'(Vortragender: Georg Schmidt) ist nur mäßig besucht. Die Mitglieder und Parteigenossen werden gebeten, sich zahlreicher als bisher ziun Studium in diesem Kursus ein- zustnden.— Der M i t t w o ch s- K u r s u s:„Die Theorien und Programme der bürgerliche» Parteien in Deutschland'(Vor- tragender: Julian Borchardt) fällt am 11. d. M. aus; Fortsetzung am 18. Oktober. Nachholung wird noch bekannt gemacht.— Der nächste Sonnabends-Unterricht in„Die deutsche Geschichte der letzten zwanzig Jahre'(Vortragender: Konrad Hänisch) fällt aus und wird am Donnerstag, den 12. Oktober, vorweggenommen. Eine Liebestragödie hat sich in Schulzendorf abgespielt. Ein 26 Jahre alter Hausdiener Paul Schröder aus der Lortzingstraße hatte seit einem halben Jahr ein Verhältnis mit einer 18 Jahre alten Hedwig Kaul aus der Graunstraße. Tie Beziehungen wurden von den Eltern des Mädchens nicht gebilligt. Der junge Mann faßte den Entschluß, mit seinez- Geliebten aus den: Leben zu scheiden. Am Freitag ließ er sich von seiner Mutter Geld geben unter dem Vorwande, daß er eiach dem Harz reisen wolle. Er kaufte sich dann einen Revolver und lud seine Geliebte ein, mit ihm nach Schulzendors zu kommen, um einen Freund, der dort eine Villa besitze, zu besuchen. Als das Paar nach Schulzendorf kam, offenbarte Sch. dem Mädchen, daß der Besuch in der Villa nur eine Vorspiegelung gewesen sei, dann begoß er das Mädchen mit einer ätzenden Flüssigkeit, die aber nur die Kleider traf. Hierauf verletzte er es mit einem Revolverschuß an der Stirn und endlich sich sespst durch einen zweiten Schuß au der rechten Schläfe. Von weiteren Tötungsversuchcn nahm Schröder Abstand. Die Verwundete schleppte sich endlich nach Berlin in die Schrödersche Wohnung. Von dort wurde das Mädchen nach dem Lazaruskrankenhause und Schröder als Polizeigesangcncr nach der Charite gebracht. Erschossen und erhängt hat sich der 61 Jahre alte Schlosser- meister Wilhelm Konrad aus der Sellerstr. 3, in seiner Werkstatt im Keller des Hauses Müllerstr. 3s. Die Pförtnerfrau fand chn dort gestern vormittag tot an einem Haken hangen. Er hatte sich mitten ins Herz geschossen. Nahrungssorgen sollen ihn in den To» getrieben haben. Ein Palctotmardcr, der seit einiger Zeit die Aerzte heimsucht, ist gestern im Norden der Stadt wieder ausgetreten. Bei einem ?lrzt in der Bergstraße etschien er wieder während der Sprech- stunde, begab sich zu den Patienten in das Wartezimmer, entfernte sich dann aber heimlich wieder und nahm vom Flur den Gummi- mantel und einen modernen Ulster des Arztes mit. In den Taschen des Ulsters befanden sich auch noch ärztliche Instrumente. Großes Aufsehen erregte gestern mittag die Auffindung einer angeschwemmten Leiche eines erwachsenen Mannes im Land- wehrkanal an der Kottbuser Brücke. Unter Benutzung des an der Brücke befindlichen Rettungskahnes wurde die Leiche durch einen Schutzmann aufgefischt und an das Land geschafft. Uni v/,4 Uhr ivurde der Leichnam mittels ObduktionSauto des Polizeipräsidiums weggeschafft. Ei« taubstummer Idiot wurde Ende August dieses JahreS im Süden der Stadt in den Anlagen des Kaiser Friedrich-Platzcs an- getroffen und in der Irrenanstalt Dalldorf untergebracht. Bisher ist es trotz aller Bemühungen nicht gelungen, seine Persönlichkeit festzustellen. Der etwa 14 bis 16 Jahre alte Bursche trug Anstalts- kleidung, die aber kein besonderes Abzeichen lmt. Hier in der Jdiotcnanstalt und auch in der königlichen Taubstummenanstalt ist er ganz unbekannt. Irgendwo muß er aber doch verschwunden sein und vermißt werden. Der Unbekannte hat dunkelblondes Haar, ein frisches rotes Gesicht, einen kleinen Schädel und eine niedrige Stirn, graue Augen, eine eingedtückte Nasenwurzel, abstehende Ohren und eine aufgeworfene Unterlippe, schadhafte Zähne, ein breites Kinn und Plattfüße. Sein rechtes Bein, das er nachschleppt, ist steif. Mit der linken Hand schreibt er eine Art unleserlicher Spiegelschrist. Etwaige Mitteilungen über den Burschen sind an die hiesige Sicherheitspolizei zu den Akten 3768 IV 55,11 zu richten. Nicht weniger als 36 Einbrüche hat seinem eigenen Geständnis nach der 28 Jahre alte„Arbeiter" Karl Brodowsky verübt, der in seine» Kreisen den Spitznamen„Kraker" führte. Brodowsky wurde bei der Aushebung eines großen Hehlcrnestes in der Joachimstr. Iis vor einigen Tagen festgenommen. Tie 5iriminalpolizci durchsuchte dort die Räume des Hehlers Otto Toüin, der mit gestohlenen Waren einen schwunghaften Handel trieb. Während die Beamten noch bei der Arbeit waren, erschien Brodowsky, um seine Werkzeuge für einen neuen Einbruch abzuholen. In dem Hehlernest fand man noch eine Menge Sachen, deren Eigentümer noch nicht bekannt sind; einen großen Posten Wäsche, Koffer, Pelze, Reiseartikel und iveiteres mehr. Die Sachen können auf Zimmer 96 des Polizei, Präsidiums besichtigt werden. Auf den Selbstmord eines Mädchens läßt ein Fund in Stralau schließen. Dort fand man gestern abend gegen O1/« Uhr auf der Spreebrücke eine schwarze Damcnhandtaiche, die ein Portemonnaie mit 139 M.. ein Schlüsselbund, zwei Taschentücher, etwas Schokolade und einen Teil eines Briefes enthielt. Der Inhalt dieser Zeilen läßt darauf schließen, daß die Eigentümerin der Tasche, ein Mädchen nantenS Emma Gall aus Behrend in Westpreußen, an der Fund- stelle ins Wasser gegangen ist. Eine Leiche ist noch nicht gefunden. Bon unten auf. Ein neues Buch der Freiheit. Gesammelt und gestaltet von Dr. Franz Diederich. Mit 26 künstlerisch bedeutenden sozialen revolutionären Bildern und Bildwerken nach Werken von Klinger, Meunier, Dclacroir. Menzel. Millet. Kollwitz, FiduS, David, Rcihel, Steinleu, Thoma, Dors, Craue und anderem Bei dem Erscheinen dieses Buches faßten wir unser Urteil dahin zusammeu:„So besitzt denn unsere Arbeiterschaft in dem Diederich- schen Sammelwerk ein wahres und leibhastiges Pantheon rcvo- lutionärcr Dichtung von wunderbarster Fülle. Möchte es doch in aller Hände kommen, um seinen goldenen SegenSstrom unaufhörlich auszugießen in jedes Herz, das da dürstet nach Freiheit und ewiger Schönheit I" Die Expedition des„Vorwärts" erleichtert den Arbeitern die An schaffung des Werkes, dessen Preis 6 M. ist, dadurch, daß sie es gegen Ratenzahlungen von 1 M. pro Woche abgibt. Man beachte den Prospekt in der heutigen Nummer unseres Blattes. Berliner Bolkschor. Das Konzert des Volkschors in der„Neuen Welt", Hasenheide, beginnt morgen, Montag, pünktlich um L'/, Uhr. Zur Aufführung gelangt Nob. Schunianns„DaS Paradies und die Pen" unter Mitwirkung von Frau Boehm van Endert von der Berliner Hofoper, Frl. Hardy, Frau Weinbaum, Herrn Langner, Herrn Werth sowie vom Blüthner-Orchester und Bolkschor. Kassew eröffnung T'/s Uhr. Die Ortsgruppe Berlin deS ArSeiter-RadfahrerbundcS„Soli darität" veranstaltet am Sonnabend, den 14. Oktober, in der„Neuen Welt" einen fröhlichen Sportabcnd. Ein gut ausgewähltes Pro- gramm wird von über 200 Mitwirkenden ausgeführt. Ein.Frisch aus"-Fahrrad sPreis 160 M.) kommt zur Gratisverlosung. Näheres siehe heutiges Inserat im„Vorwärts". Im Apollo-Thcater wirkt in diesem Monat Herr Leo Erichs«» als Experimental-Psychologe. Erichsen verfügt über ein außerordenl- lich gutes Gedächtnis; er vollfühu in der kürzesten Frist die schwierigsten Zahlenexperimente. Besonderes Interesse erregen die Lindschen Tänze. Lind tanzt so graziös, daß niemand auf den Gc- danken kommt, einen Mann in Damenkleidern vor sich zu haben. Zwei ausgezeichnete Drahtseilakte und„Die Geschämige", ein Dialog nach dem bekannten Bild von Fr. Neznicek, seien außerdem aus der Fülle des Programms besonders erwähnt. Dagegen wirkt die Polter- Pantomime„In einem amerikanischen Tingel- Tangel" geradezu abstoßend, und es ist kaum zu begreifen, wie die Direktion des Apollo-Theaters dem Publikum schon wieder diese Numnier bieten konnte. Im Wintergarten sind auch einige neue Kräfte eingekehrt. Als eine gewandte Pariser Soubrette erweist sich Jeannette Donarber, während Napierkowska von der Großen Oper in Paris mit einer Attraktion:„Die Gefangene" aufwartet, die Szenen aus Marokko darstellen soll und zu der Riniski Kovakow und Louis Gania die Musik geschrieben haben. Großes Interesse erweckt ein Dressurakt Casselli mit ihren dressierten Miitiaturhunden. Tanz und Gesang Werde» von der prächtig kostümierten Tillertruppe vertreten. Zum 200. Male gelangte im A d m i r a l s p a l a st das recht hübsch ausgestattete Eisballett:„Montreal" oder„Die Stadt auf Schlittschuhen" zur Aufführung. Gesperrt. DaS Hallesche Ufer zwischen der Möckern- und der Schöneberger Straße, sowie ein Teil der Ladestraße wird wegen Pflasterarbeiten vom 9. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die Arbeiter- Csperantistenrierciniguug Groß-Bcrlin eröffnet im Laufe dieser Woche kostenfreie Unterrichtskurse in den verschiedenen Stadtteilen Berlins. Betreffs Unterrichtslokale sei auf den Inseraten- teil verwiesen.___ �____ Vorort- JVacbrichtern Lichtenberg. Stadtvcrordnetensihung. Vor Eintritt in die eigentliche Tages- ordnung gibt der Vorsteher Kenntnis von einer Einladung der Ge- meindearbeiter zu einer am Freitag, den 13. Oktober, abends 8 Uhr, im„Kronprinzengartcn", Frankfurter Chaussee 128, stattfindenden Versammlung der städtischen Arbeiter, in welcher unter anderem der Stadtverordnete R ö s l c r über:„D i e T e u c- rung und die städtischen Arbeiter" referieren wird. — Nachdem bereits in der Sitzung vom 5. Januar die Stadtver- ortmetenversammlung den Magistrat ermächtigt hatte, niit den öst- lichcn Vororten Verträge wegen Lieferung elektrischer Energie nach einem bestimmten Vertragsmuster abzuschließen, beantragte der Magistrat, einem etwas abgeänderten Vertrage mit Biesdorf die Zustimmung zu erteilen. Die Versammlung beschließt dem- gemäß. Betreffs Regulierung der Rosenfelder Straße, früher Triftweg, machte sich eine nochmalige.Beschlußfassung notwendig. Bereits am 6. Juli d. I. war die Regulierung derselben zwischen Frankfurter Chaussee und Jrenenstratze beschlossen worden mit der Maßgabe, daß Friedrichsfelde die Verpflichtung übernehme, die Jrenenstcaße auf Friedrichsfelder Gebiet bis zur Capriviallee weiterzuführen. Dies lehnte Fricdrichsfelde mit der Begründung. daß ihm die Weiterführung» zu hohe Kosten verursache, ab. Die Stadtverordnetenfitzung befchloß nunmehr, von einer Weiter- führung der Jrenenstraße abzusehen.— Ein von unseren Genossen gestellter Antrag, die Stadtverordnctenwahlcn an einem Sonntage vornehmen zu lassen, wurde vom Genossen Grauer begründet. Derselbe wies unter anderem daraus hin, daß bereits Berlin und fast alle größeren Vororte, ja selbst Städte Wie Landsberg a. W. die Notwendigkeit der Sonntagswahl ein- gesehen und demgemäß beschlossen haben. Stadtverordneter Knopf erklärte namens der Bürgerlichen, daß durch die Sonntagswahl der Charakter der Sonntagsruhe gestört würde. Beschlossen wurde, die Wahl der dritten Klasse Sonntags ftattsinden zu lassen, dagegen die der zweiten und ersten Klaffe an einem Wochentage. Jedoch soll die Wahl für die dritte Klasse auch nur dann Sonntags stattfinden,-- wenn es möglich ist, die erforderliche Anzahl Wahlvorsteher zu bekommen. Von unseren Genossen wurde den Herren daraufhin erklärt, daß sie gern dazu bereit seien, die nötige Anzahl zu steifen, crforder- lichenfalls fogar sämtliche Wahlbureaus zu besetzen. Ferner war von unseren Genossen eine Interpellation ein- gebracht, welche sich mit der Linderung, der durch die Teuerung hervorgerufenen Erschtverung der Lebenshaltung befaßt. Zu der- selben Angelegenheit hatten auch die Bürgerlichen einen Antrag auf Absendung einer Eingabe an die zuständigen Reichs- und Staatsbehörden gestellt, desgleichen beantragte der Magistrat zwecks Beratung,„ob und welche Maßregeln die Gemeinde zur Linderung der Teuerung ergreifen soll", eine gemischte Kommission von Magi- strat und Stadtverordneten einzusetzen. Unsere Interpellation tvurde vom Genossen Becker eingehend begründet. Herr Schachtel sowohl wie Oberbürgermeister Ziethen mußten ebenfalls die außerordentliche Notlage anerkennen. Genosse .Grauer forderte ferner namens unserer Genossen, daß die noch zu wählende Kommission auch prüfen müsse, inwieweit den städti- schen Beamten und Arbeiter» Teuerungszulagen gewährt werden müßten; desgleichen sei es notwendig, sämtliche städtischen Arbeiten in.Angriff zu nehmen, um der Arbeitslosigkeit mehr abzuhelfen. Zum Schluß wurde der Antrag Schachtel und Genossen einstimmig angenommen, desgleichen die Einsetzung einer gemischten Kom- Mission beschlossen, welcher unter anderem auch die Genossen Brühl, Becker und Spieckermann angehören. Alsdann befaßte sich die Versammlung init einer Anfrage, „wie weit die Verhandlungen mit den Anliegern der Frankfurter Chaussee über die Abtretung des Straßenlandes gediehen sind". Hierbei teilte der Magistratsvertreter mit, daß leider immer noch einige Hausbesitzer sich weigern, das Straßenland herzugeben. So chat beispielsweise der Besitzer von Nr. 101, Herr Schulz, erklärt: Die Frankfurter Chaussee ist aus Jahre hinaus noch gut genug; dieselbe braucht noch lange nicht reguliert zu werden.— Fürwahr, eine treffliche Illustration für die Bestim- mung der Städteordnung, daß mindestens die Hälfte der Ttadtver- ordneten Hausbesitzer sein müssen, da angeblich dieselben ein ganz besonderes Interesse an der Hebung und Elitwickelung des Ortes haben. In geheimer Sitzung wurde alsdann noch der Deputation der städtifchen Werke die Ermächtigung erteilt, mit Firmen, die einen großen elektrischen Skrombedarf haben, Sonderabkommen zu iresfen. Vor Beginn der Stadtverordnetcnsitzung fand noch eine gemeinsame Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten statt. In derselben wurden in den� Z w e ck v e rba n d Groß- Berlin als Vertreter die Herren Schachtel und Röder, so- wie Herr Oberbürgermeister Ziethen gewählt. Als Stellvertreter die Herren Schumacher und Kielblock, sowie Genosse Grauer.— In den Verbandsausschuß des Kanalisationsver bandes Lichtcnberg-Boxhagen-Rummelsburg wurde, nachdem die Bürgerlichen in den Jahren vorher bei Wahlen stets unsere Gel noffcn ausgeschaltet hatten, als Vertreter diesmal auch der Genosse Grauer, als Stellvertreter Genosse K e r tz s ch e r gewählt. Krankcnkasscnvcrtrcterwahl. Die Arbeiter und Arbeiterinnen, so weit sie Mitglieder der Ortskrankenkasse sind, werden auf die am Montag, den 9. d. M. ferste Wahlabteilung) und Dienstag, den 10. d. M.(zweite Wahlabteilung), nachmittags von 4—8 Uhr, im Lokale Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee 5, stattfindende Vertreterwahl aufmerksam gemacht und ersucht, ihr Wahlrecht ans- zuüben. Als Legitimation gilt daS Mitgliedsbuch oder eine Be- scheinigung deS Arbeitgebers. Die Wahlen der Arbeitgebervertreter finden am Mittwoch, den 11. d. M., im selben Lokal nachmittags von S— 7 Uhr statt. Die Liste der Arbeitgeber beginnt mit dem Namen Anders und .endet mit Wuttig. Stimmzettel werden vor dem Wahllokal aus- gegeben. � Berliner Gelvcrkschaftskommission. Abt. Lichtenberg- Rummelsburg. In wie tendenziöser und zum Teil unrichtiger Weise daS hiesige Ortsblättchen seine Leser informiert, zeigt sich wieder einmal in der Wiedergabe der Gerichtsverhandlung in Sachen Schräder kontra Pinseler. Nachdem das Blättchen über die Ursachen, die zur lleidigungsklage geführt, berichtet, betont es:„In der Verhandlung konnte der Angeklagte nicht den geringsten An- spruch einer Beweisführung für sich erheben." Das ist natürlich eine gröbliche Entstellung der Gcrichtsverbandlung. Das Blättchen verschweigt seinen Lesern, daß der Verteidiger Pinselers Beweis dafür anbot, daß Schräder sich eine Reihe grober Aus- sckireitungen gegen Schülerinnen habe zuschulden kommen lassen. In dein angebotenen Beweise sollte festgestellt werden, daß chrader eine Schülerin mit dem Rohrstock ins Gesicht schlug, so daß ihr Zähne und Lippen bluteten; daß er in einem anderen Falle zwei Schülerinnen mit den Köpfen zusammenstieß und dabei sagte:„So ein Pack kommt hierher"; daß er in anderen Fällen Schülerinnen schimpfte:„Idioten",„faules Pack",„Ihr stinkt ja vor Faulheit" und dergleichen mehr. Es der- schweigt seinen Leiern weiter, daß das Gericht diese Beweisanträge abgelehnt hat. Was brauchen das auch die Leser zu wissen; genügt es nicht, wenn ein sozialdemokratischer Gcmcindevertreter als leicht- fertiger Verleumder hingestellt wird? Das Blättchen vermerkt unter der Ucberschrift: Schöffengericht Lichtenberg in Paranthese: Nachdruck, auch auszngsweise, verbeten. Wir halten diese Zeile für überflüssig, da wir nicht glauben können, daß es noch Blätter gibt, die sich noch in einer elenderen Verfassung befinden wie das hiesige Ortsblatt. Wilmersdorf. Ein eigenartiger Unglücksfall ereignete sich am Freitagvormittag am Hohenzollerndamm, wo gegenwärtig anläßlich der Untergrund- bahnarbeilen Kabelleitungen für elekirische Beleuchtung gelegt werden. Als nun der hierbei beschäftigte 2« l. Trier ani S. 10. am 44 10 —30 78 78 76 148 344 135 94 29 86 6 seit 5.10. orn1) 0 +1 +2 0 —4 _ 2 0 —6 0 +7 +8 0 0 1+ bedeutet Wuchs,— Fall.—•) llnlervigel. Slllgemctne Faiiiilicuiterbckasle. Heute Seiintag von 3—6 Uhr Slckerstr. 123 bei Wcrnicke Zahlung und Aufnahmt. '.............?•'"'...... —'-�. 7.-'-' ' �.7' �' �7' 7.- pz-j- h\---..Vi.jc- //"-.?,,-,-:-'---'x,-7f -H--*'■,'-l-'■'■■,t-:T- »««MM Geöffnet 8—8 Gegründet IS 79 Moebel-Boebel ges. gescfalilzt Ä nurlm Fat� öklliN S, MOfltZplatZ 58 Spsjlainät: Ein d. Zueiiininier<£inrlclitun$en I Wohnzimmer, echt Nussbaum furniert M. 53.— 1 1 Auuugtiioh M. 24.- 1 Vortlkow, M. 34.— 1 1 Sota... 1 Kleider spind... 4 Stühle a 6 M.. 1 Trumeau mit Stufe M. 271.- 1 M. 30.- I M.«2.- 1 M.««.- Eigene WerksIXKen 5 Jahre Garantie Erste Bezugsquelle Tilchdtcktn Divaiidecktn Steppdecken Läuferstoffe Eolielins Kissen:c. Deutsche und Orient-Teppiche Neuheiten in allen Nbleilunlien Vorjährige Müller unter Preis. Erhebliche Vorteile beim Einkauf! Schlafzimmer, echt Elche gewachst M. 304.- II Ankleldeaelirank m. Spiegel M. 107.— IBtltalellen a 12 M.. M.104.— IWatohtollett« m. Marmor M. 35.— 1 Kachelepiagel.... M. 26.—| 1 Nachttisch m. Marmor M. 2«.- 2 Stühle a 6 M.—... 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Für den LTrieratenleit oeramw..- Th.Wlinkc.Berl'.n.'Drutku.Äeriag: �vrirärtz Buchdruckelei p, rllrgsanltalt Paul Singer N-Eo., Berti» LW. Nr. 336. 28. Iahrglmg. 6. Kkilaze des Jstmiirts" Serliser llollislilntt. Zovutag, 8. Oktober 1911. Mocken-Splelplan 6er kerttner �keater. Königl. Opernhaus. Sonntag: Götterdämmerung.(Ans. k'/z Uhr.) Montag: Die Zauberslöte. Dienstag: Romeo und Julia. Mittwoch: Lohengrin.(Ans. 7 Uhr.) Donnerstag: Fidelis. Freitag: Eleltra.(An- sang 8 Uhr) Sonnabend: Die Zauberflote. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Tristan und Isolde.(Ansang 7 Uhr.) Köntgl. Schaniptelhaus. Sonntag: Penthesilca. Montag: Die Welt, in der man sich langweilt. Dienstag: Die Rabensteinerin. Mittwoch: Penthesilca. Donnerstag: Dir Ouitzows. Freiiag: Penthefilea. Sonn- abend: Wilhelm Teil. Sonntag: Penthefilea. Montag: Der Störensried. (Ansang VI, Uhr.) Neues königliches Operntheater. Sonntag: Hamlet. Montag: Chrnsanthus und Daria. DienStag: Dr. KlauZ.(Ansang 8 Uhr.) Mittwoch bis Montag: Geschlossen. Deutsches Theater. Sonntag: Penthefilea. Montag: Hamlet. Dienstag: Penthefilea. Mittwoch: Faust 2. Teil.(Ans. 6'lt Uhr.) Donnerstag: Penthefilea. Freitag: Faust 1. Teil. Sonnabend: Faust 2. Teil. (Ansang S>/, Uhr.) Sonntag: Penthefilea. Montag: Faust 1. Teil.(An- sang VI, Uhr.) Kammerspiele. Sonntag: Vertauschte Seelen. Montag: Lanväl. Dienstag: Verlauschle Seelen. Mittwoch: Der Arzt am Scheidewege. Donnerstag: Vertauschte Seelen. Freitag: Gawsn. Sonnabend: Früh- lingS Erwachen. Sonntag: Vertauschte Seelen. Montag: Lanväl.(An- sang 8 Uhr.) Sessiug- Theater. Sonntag, Montag und Dienstag: Glaube und Heimat. Mittwoch: Einsame Menschen. Donnerstag und Freitag: Glaube und Heimat. Sonnabend und Sonntag: Das weite Land.(Ansang Vi, Uhr.) Montag: Glaube und Heimat.(Ansang 8 Uhr.) Resibenz-Theater. Täglich: Ein Walzer von Chopin.(Ans. 8 Uhr.) Komische Oper. Sonnlag, nachmittags 3 Uhr: Die schöne Risette. Täglich abends: Die keusche Susanne.(Ansang 8 Uhr.) Kletucs Theater. Sonntag nachmittags 3 Uhr: I. Klaffe. Angel«. Abends von Montag bis Sonnabend: Papa.(Ansang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Hohe PolMk. Allabendlich: Bummelstudeulen.(Ansang 8 Uhr.) Neues Schauspielhaus. Sonntag: Josephine. Montag: Des MeereS und der Liebe Wellen. Dienstag: Nathan der Weise. Mittwoch und Donnerstag: Dürl.(Ansang VU Uhr) Freitag: Des MeereS und der Liebe Wellen. Sonnabend und Sonntag: Blixl. Montag: Des MeereS und der Liebe Wellen.(Ansang 8 Uhr) Neues Theater. Allabendlich: Die Näherin.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater O. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: DaS Urbild des Tartüff. Abends: Der Pfarrer von Kirchseld. Montag: Der Geizige. Der eingebildete Kranke. DienStag: Es lebe das Leben. Mittwoch: Zops und Schwert. Donnerstag: Es lebe das Leben. Freitag: Der Probekandidat. Eonnabend und Sonntag: ES lebe daS Leben. Montag: Zops und Schwert.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater Gharlottenburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Abends und Montag: Zops und Schwert. Dienstag: Der Geizige. Der eingebildete Krank«. Mittwoch und Donnerstag: Der Psarrer von Kirchseld. Freilag: Der Geizige. Der ciilgebildctc Kranke. Sonnabend bis Montag: Der Psarrer von Kirchseld.(Ansang 8 Uhr.)) Friedrich- Wilhelmstiidtisches Schauspielhaus. Sonntag, nachmittags 81/, Uhr: Kabale und Liebe. Abends und Montag bis Mittwoch: Die Legionäre. Donnerstag Freitag: Der Leiermann und sein Pstegelind. Sonnabend, Sonntag und Montag: Wahlmanöver.(Ansang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr: Ein Walzertraum. Abends: Die Dame in Rot. Montag bis Sonnabend: Die Danie in Rot.(Ansang 8 Uhr.) Luisen-Theatrr. Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr: HeiratZurlaub. Allabendlich: Die Macht der Liebe.(Ansang 3 Uhr) Neues Operetten-Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Gras von Luxemburg. Sonntag und Montag: Die schöne Helena.(Ansang 8 Uhr.) Dienstag: Geichioffen. Mittwoch bis Montag: Die moderne Eva.(Ansang 7'/, Uhr) Trianon-Thcater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Francillon. Abends und täglich: Mein Babh.(Ansang 8 Uhr) Thaiia-Theater. Täglich: Polnische Wirttchast.(Ansang 8 Uhr.) LustspielhauS. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Meyers. AbendS und täglich: Der Grofisürst.(Ansang 8 Uhr.) Rose-Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Lorbeerbaum und Betteiftab. Abends: DaS Käthchen von Heilbronn. Montag: Richters Millionen. Dienstag: Die Peitsche. Mittwoch: DaSKäthchen von Heil- bronn. Donnerstag: Lorbeerbaum und Bettelstab. Freitag: DaSKäthchen von Heilbronn. Sonnabend: Richters Millionm. Sonntag und Montag: Kean.(Ans. 8 Uhr.) Theater in der KöniggraNer Strasse. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Ein Fallissement. AbendS: HundStage. Montag: Spielereien einer Kaiserin. DienStag: Hundstage. Mittwoch: Spielereien einer Kaiserin. Donnerstag: HundStage. Freitag: Spielereien einer Kaiserin. Sonnabend und Sonntag: HundStage. Montag: Spielereien einer Kaiserin. (Ansang 8 Uhr.) Belle-Alliance-Theater.�'Sonntag, nachmittags 3>/, Uhr: Eine Ehe. schcidung. Abend« und täglich: DerSitienapostel.(Ansang 8'/, Uhr.) Neues Boltstheater.(Nene Freie Volksbühne.) Sonnlag. nachm. 3 Uhr: In Behandlung. Adends: DeS Pastors Riete. Montag: Das Vermächtnis. DienStag: In Behandlung. Mittwoch: Das Vermächtnis. Donnerstag: In Behandlung. Freitag: DaS Vermächtnis. Sonnabend: Des Pastor« Riete. Sonntag: In Behandlung.) Gastno-Tbcnter. Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr: Papa Riffche. Abends sowie täglich: Der selige HolllchinSth.(Ansang 8 Uhr.) Mctropol- Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Miß Helyett. Allabcnlich: Die Nacht von Berlin.(Ansang 8 Uhr.) FolieS Gaprice. Allabendlich: Kobi Krach. Nr. It.(Ans. 8'/. Uhr.) Hcrrrnfclv- Theater. Täglich: DaS Kind der Firma. Schmerz- lose Behandlung.(Ansang 8 Uhr) Avollo-Tlicater. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Zirkus Busch. Sonntag, nachmittag? 3'/, Uhr: Grohe Vorstellung. AbendS: Ein Jagbsest am Hose Ludwigs XIV.(Ansang TL Uhr.) Zirkiis Schumann. Sonntag, nachm. 3'/, Uhr: Große Borstellmig. AbendS: 1000 Jahre ans dem Meeresgrund.(Ansang 7'/, Uhr.) <5arl-Haverla»d-Th«atcr. Täglich: Spezialitaten.(Anfang Vi, Uhr.) Intimes Theater. Täglich: Lou. Liebesabenteuer.(Anfang 8ll, Uhr.) Walhalla. Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr: Prinz und Bettlerin. Allabendlich: Teufel, daS bat cinge'chlagen:(Ansang 8>/, Uhr.) Kaiser-Panorama. Neu: 2. Zytius, Konstantinopcl. 3. Wände- rungen am Gardasee Passage- Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Speztalitäten. Tag- lich: Svezialtiäien.(Ansang 8 Uhr) Wintcrgartrn. Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr: Vorstellung. Täglich: Spczialilälen.(Ansang 8 Uhr.) ReichShallen-Theater. Täglich: Stettiner Sänger.(Ansang ö Uhr. Sonntags 7 Uhr) Köiligstadl-Kafino. Täglich: Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr.) Urania- Theaier, Taubenstr 480 Prozent. Sonntags geöffnet. Steppdecken billigst Fabrik Große Frauljurierftraffe 9, Fwrewgang. 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