Ur. 241. flbonnementS'ßedingungen: IlbonnemeiUZ< Preis pränuvlerando: Bicrtcljährl. 3£0 ÜKt., monatl. 1,10 SKI., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonnlags- numuier mir illustrierter Sonntags- Beilage»Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: I.lv Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeiwngs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausiaa» 8 Mark pro Monat. PostabonnememS nehmen an: Belgien. Dänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, ~ nänien, Schweden und die Schweiz, 28. Jahrg. Crfdielnt tszii» außer lilontass. Vevlinev Volksblcltl. Zentralorgan der roztaldemokratifcben Partei Deutfcblands. Die Insertion!-Lediihr lekägt für die scchSgespaltene Kolonel- geile oder deren Raum K0 Pfg., für politische und gcwerlschastliche Pereiits- und Versaminllmgs-Atlzeigen 80 Pfg. „Uleine TJnzeigcn", das fcttgcdrmkle Wort 20 Pfg. liulässig 2 settgedrulkte Worte), jedes weitere Wort>0 Pfg. Stellengesuche und Schlasslcllenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg.. jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über löBuch- f iben zählen für zwei Worte. Inserate r die nächste Nummer müssen bis Uhr nachmittags in der Expedition «igegeben werden. Die Expedition ijl tii 7 Uhr abends gevfsuet. relegranim- Adresse: „Sezlaldeinolu'at Rtrll»**. Rcdahtion; SM. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonnabend, den 44. Oktober Expedition: SM. 68, Lindcnstrasac 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984» Die Zchulä des Staates an der teuerung. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts stiegen die Preise, die für deutsches Getreide gezahlt wurden, schnell und un- aufhaltsam. Je mehr die induk'elle Bevölkerung zunahm, desto lohnender wurde der Abp.� im Jnlande. Während 1821 bis 1839 für die Tonne Merzen in Preußen 121,4 M. gezahlt wurde, betrug ihr Preis 1871 bis 1875 235,2 M. Reiche Gewinne flössen in die Taschen der getreidebauenden großen Grundbesitzer. Da trat in den sechziger und siebziger Jahren ein Umschwung auf dem Getreidemarkt ein. Die Hundert» tausende, die aus Europa auswanderten, untettvarfen die ungeheuren Ebenen Nordamerikas der Bebauung und empfingen von dem Boden, der so lange brach gelegen hatte, reiche Ernte. Die extensive Wirtschafts- weise setzte die Erzeugungskosten herab: da die Farmer flicht durch Steuern, nicht durch Militarismus, nicht durch Grundrente belastet waren, konnten sie für ihr Getreide den alten Industrieländern zuzuführen. Der technische Fort- schritt im Transpoiktwesen setzte die Verfrachtungskosten be- deutend herab. So begannen die Getreidepreise rasch zu sinken. Eine Tonne Weizen kostete in Eng- land 1871/75 246,4 M., 1881/85 189,4 M., 1891/95 128,2 M. Und weil der Weltmarktspreis sank, sank auch der deutsche Getreidepreis. Eine Tonne Weizen kostete in Preußen 1881/85 189,9 M.. 1891/95 165,5 M. Ebenso sanken die Preise der übrigen Getreidesorten. Für die Getreidekonsumenten war diese EntWickelung günstig: sie konnten sich besser nähren und einen größeren Teil ihres Einkommens für Jndustrieprodukte verwenden. So konnte auch die Industrie sich rascher ausdehnen: die Arbeitsgelegenheit nahm zu. Nur den Getreideproduzenten, deren Gewinne beschnitten wurden, waren diese Zustände nicht recht: sie verlangten vom Staate, er solle die„heimische Landwirtschaft" gegen die unheilvolle Ueberflutung mit aus- ländischem Getreide schützen. Vom Jahre 1879 an wird ihre Forderung erfüllt: vuf eine Tonne Weizen wird ein Zoll von 19 M. gelegt. Und dieser Zoll steigt 1885 auf 39 M., 1887 auf 59 M., wird 1891 in den Handelsverträgen auf 35 M. festgesetzt, um seit 1992(resp. 1996) mindestens 55 M., wenn nicht— als Maximalzoll— 75 M. zu betragen. Diese Zölle verhinderten nicht die Einfuhr ausländischen Getreides, das die deutsche Bevölkerung brauchte, aber sie erhöhten die Preise in Deutschland um den Zollbetrag gegen- über dem Weltmarktpreis: dies inbesondere seit der Zeit, da die Aufhebung �des Identitätsnachweises bei Einfuhrscheinen bewirkte, daß deutsches Getreide, so lange ausgeführt wurde, bis der Zoll im inländischen Preis voll zum Ausdruck kam. Tie Zölle konnten aber auch das Sinken der deutschen Ge- treidepreise nicht verhindern, weil die Weltmarktpreise um einen größeren Betrag als den Zollsatz sanken, sie konnten es bloß verlangsamen. Seit einem halben Menschenalter aber steigen, wie wir gesehen haben, die Weltmarktpreise. Insbesondere in den letzten Jahren macht sich dies deutlich bemerkbar. Gleich- zeitig aber sind die deutschen Getreidezölle außerordentlich erhöht worden. So nimmt der deutsche Getreide- preisschnellzuundistdauerndvielhöherals der Weltmarktpreis. Eine Tonne Weizen kostete in Mark im Durchschnitt der Jahre: in Berlin in London Differenz 1?gS— tg00... 164 80 130.12 33.38 1901— 1905... 165,40 131— 34,40 1906—1909... 207,75 150,25 57,50 1907 war der Berliner Wclzenpreis 296,3 M., 1998 211,2 M.. 1999 233,9 M. Zwar hatte das Deutsche Reich gute Ernten zu verzeichnen, aber die Politik der Getreide- zölle und der Einfuhrscheine trieb die Preise auf eine Höhe, die sie seit 33 Jahren nicht erreicht hatten. Die Getreidezölle sind ein Geschenk des Staates an die Großgrundbesitzer auf Kosten der Getreide verzehrenden Be- völkerung. Da ausländisches Getreide nur um den Zoll der- teuert auf den deutschen Markt kommen kann, so kann auch der deutsche Getreideproduzent vom Verbraucher den Zoll für das im Jnlande produzierte Getreide verlangen, ohne dem Staate etwas abliefern zu müssen. Man hat aus- gerechnet, daß die Verteuerung von Roggen, Weizen, Hafer durch die Zölle in den Jahren 1997/99 2767 Millionen Mark für die kaufende Bevölkerung betrug. Davon flössen 281,1 Millionen(als Zolleinnahmen) in die Neichskasse, 2485,6 Millionen in die Taschen Privater. Unter den Getreidezöllen leidet nicht bloß die industrielle Bevölkerung. Mindestens drei Viertel bis vier Fünftel aller landwirtschaftlichen Betriebe können kein Getreide ver- kaufen, sondern müssen es zukaufen, sind also an niedrigen Gotreidepreisen interessiert. Und auch bei den mittelbäuer- lichcii Betrieben betragen die Einnahinen aus dem Verkauf von Getreide nur einen Bruchteil der Gesamteinnahmsii. Den Bauern, die Viehwirtschaft treiben, wird durch die Getreidezölle die Auffütterung verteuert, denn ein beträchtlicher Teil der Getreides werden als Viehfutter benützt: einer der Gründe, hie zur Steigerung der Vieh, und Fleischpreise geführt haben. Dadurch sind aber auch die anderen Futtermittel im Preise gestiegen. Die hohen Gewinne der Getreideproduktion wer- den zur Ursache, daß mehr Getreide, weniger Gemüse und Handelspflanzen angebaut werden als ohne Getreidezölle. So steigt auch deren Preis, da die Nachfrage nach ihnen mit der Industrialisierung des Deutschen Reiches rasch zunimmt. Die Getreidezölle sollten einst die heimische Landwirt- fchast vor deni Untergang bewahren(wobei man diese mit denl großen Gctreideproduzenten verwechselfle): sie dienen heute dazu, eine Handvoll Junker auf Kosten der arbeitenden Massen zu bereichern. Sie schädigen die Gesundheit und Kraft des deutschen Volkes, den Aufstieg der deutschen Volks- Wirtschaft: aus habgieriger Profitsucht geboren, sind zu einem Verbrechen an der Nation geworden. Der Staat aber setzt das Werk der Verteuerung der Lebensmittel, das er mit den Getreidezöllen so glorreich be- gönnen, fort. Unter dem Vorwand, es sei die Einschleppung von Seuchen zu befürchten, läßt man ausländisches Vieh nicht über die Grenze. Für das Vieh, dessen Einfuhr man trotzdem erlaubt, müssen hohe Zölle gezahlt werden. Das Angebot an inländischem Vieh aber bleibt hinter der Nach- frage zurück, teilweise eben die Wirkung der Getreidezölle, teilweise die Wirkung der Grenzsperren, die eine Ergänzung der Viehbestände erschweren. So können die Zölle voll aus- genützt werden. Es wurde für den Meterzentner in Berlin gezahlt in Mark im Durchschnitt der Jahre: Rindvieh Schweine Kälber 1891—1895.. 116 102' 107 1396—1900.. 114 93 120 1901—1905.. 123 113 135 1906—1909.. 141 123 160 Es stieg also der Preis für Rindvieh um 21,5 Proz., ebenso der für Schweine, während Kälber um fast 59 Proz. teurer wurden. Gleichzeitig aber d»f-auch kein F l e i s ch in Deutschland eingeführt werden, abermals weil dadurch angeblich die Ge- sundheit der Menschen gefährdet würde. Ter Hinweis darauf, daß bei der Ernährung der englischen Bevölkerung das ein- geführte argentinische Fleisch eine große Rolle spielt, genügt. um dieses„Argument" zu entkräften. Freilich, dieses Fleisch ist viel billiger als das deutsche: seine Einfuhr würde die Fleischpreise senken. Um das zu verhindern, hat man das radikale Mittelches Fleischeinfuhrverbots angewendet Milch und Butter sind teurer geworden, weil die Landwirte infolge der steigenden Viehpreise es vorziehen, Schlachtvieh statt Milchvieh zu halten. Die Zahl der Milch- kühe ist tatsächlich im Verhältnis zur Bevölkerung gesunken. Es gab an Kühen pro 1999 Einwohner in. 1833 1907 Preußen..... 188 160 Sachsen..... 148 102 Deutsches Reich.. 195 169 (Hierzu kommt die Wirksamkeit der Molkereigenossen. schaften, oft auch der Großhändler, die lokale Kartelle bilden und so den Städtern Milch und Butter verteuern.) Und aber- mals soll ein Zoll die Preise für die Einfuhr dieser Produkte steigern. Aber nicht nur die Agrarprodukte werden durch die deutsche Wirtschaftspolitik verteuert, sie erhöht auch, und durch das gleiche Mittel, die Preise der Industrie- waren. Im Kampf mit dem mächtigen Kapitalismus Groß- britanniens hat die festländische Industrie Sch'.rtzzölle ver- langt: Zölle, hinter deren Mauern sie die Möglichkeit haben sollte, sich zu gleicher Leistungsfähigkeit zu entwickeln, wie sie die englische Industrie besaß. Sei dieses Ziel erreicht, so könnten, meinte man, die E r z i e h u n g s z ö l l e mit Fug wieder beseitigt werden. 1879 wurden niit den Agrar- zöllen auch Jndustriezölle wieder eingeführt. Seitdem hat sich die deutsche Industrie außerordentlich kräftig entfaltet: aber von einer Beseitigung der Industrie- zölle war keine Rede. Im Gegenteil: sie werden immer mehr erhöht. Denn inzwischen war in der deutschen Industrie eine folgenschwere Acndcrung eingetreten: die Unternehmer hatten sich zu Kartellen zusammengetan, um den inneren Markt zu beherrschen. Waren sie den inländischen Wettbewerb los- geworden, so benutzten sie nun die Zölle, um auch die aus- wärtige� Konkurrenz zurückzuhalten. Die Kartellicrung wird durch Schutzzölle sehr gefördert: denn je größer der Profit. wenn der innere Wettbewerb beseitigt ist— und der Profit steigt natürlich mit der Höhe des Schutzzolls und der durch ihn ermöglichten Warenpreise—, desto leichter wird ein Unternehmer veranlaßt, feine volle Selbständigkeit einzu- schränken, an den Segnungen der Kartelle teilzunehmen. Und so werden auf der anderen Seite die Kartelle die eifrig- sten Befürworter der Schutzzölle: auch wenn die Industrie schon längst ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht hat, ver- zichten sie nicht auf die Zölle, die ihre Gewinne so reichlich vermehren. Die Kartelle halten die Preise der Industrie- waren dauernde um den Zollbetrag über den Preis, den sie in zollfreien Ländern erzielen: aus den Erzieh» ngs- Zöllen sind K a r t e l l s ch u tz z ö l le geworden. Und diese Kartellzölle gebären ans sich heraus weitere Zölle. Denn wird ein Rohstoff oder ein Halbfabrikat durch sie verteuert, so verlangen die weiterverarbeitenden In- dustrien zur Entschädigung gleichfalls Zölle. Weil Roheisen und Stahl zollaelchiitzt sind, verlangen die Ma- schinenfabriken einen Zoll auf Maschinen: weil die Spinne- reien Zollschutz genießen, verlangen die Webereien gleichfalls einen Schutz gegenüber dem Auslande: beide können aus die Verteuerung ihrer Produktionsmittel durch die Maschinen- zölle hinweisen, und so geht es weiter. Dazu dauert es nicht lange, bis der Entschädigungszoll gleichfalls zum Kartellzoll wird, da auch in diesen Industrien die Kräfte, die die Kar» tellierung herbeiführen, bedeutend gefördert werden. Und das Ende vom Lied: eine Verteuerung aller Jndustrieprodukte, Vermehrung der Gewinne der Fabrikanten, Steigerung der Not der arbeitenden Massen. So erfüllt der lxeutige Staat seine Aufgabe, ein Werkzeug des Kapitals zur Ausbeutung der Massen zu sein! Zeigt sich hier der Staat an der Verteuerung der Waren unmittelbar, als treuer Diener seiner Herren, interessiert, so sorgt er für seinen eigenen Vorteil, indem er wichtige Genuß- mittel des Volkes durch Finanzzölle und indirekte Steuern verteuert. So werden die Preise von Bier, Branntwein, Zucker, Tee, Kaffee, Tabak, Zigarren, Zünd- Hölzer usw. durch indirekte Steuern erhöht. Und auch hier ermöglicht der Staat dem Kapital, nette Extrogcwinne cin- zustreichen im Form von Liebesgaben, Exportprämien und dergleichen oder indem er die Steuern so ansetzt, daß der Be» trag nach oben abgerundet werden muß. Kapital und Klassenstaat haben sich zusammengetan, um den Volksmassen Lebensmittel und Jndustrieprodukte zu ver- tcuern, ihre Lebenshaltung herabzudrücken. Kapital und Klassenstaat müssen überwunden werden, soll den Teuerungen ein Ende gemacht werden. Schon heute läßt sie sich lindern, wenn man den Staat zwingt, die Wirtschaftspolitik, die den Reichen gibt, zu verlassen. Aber völlig und für die Dauer kann sie nur beseitigt werden, wenn wir nicht nur die Herr- fchast des Kapitals im Staat einschränken, sondern feine Herrschaft in der Wirtschaft aufheben. Erst der Sozialismus wird die Massen des Volkes, wie auf dem Arbeitsmarkt, so auch auf dem Warenmarkt von aller Ausbeutung und Not befreien._ Der IKrieg. Die Besahnngstruppen. Tripolis, 13. Oktober.(Meldung der Agenzia Stefani.) Der erste Teil der gelandeten Truppen bestand ans einein starken Detachement Infanterie, mehreren Eskadrons, einer Pionierkompagnie und einer Abteilung von Kolonnen und TrainS, die stark genug ist, um den gelandeten Truppen die der Lage entsprechenden Operationen zn gestatten. Die MnnitionSkolonnen sind mit Munition filr Gewehre und Geschütze reichlich versehen. Die Bersorgung mit frischen Lebens» Mitteln ist schon für viele Tage sichergestellt. Auch steht bereits eine große Menge von Reserve-LebenSmitteln für alle Fälle zur Per- fügung. Der Sanitätsdienst ist vollständig organisiert. Die Saw- schiffung wurde wesentlich dadurch erleichtert, daß man von der Insel Lampcdusa eingelaufene Fischcrbarken vorfand, die man ohne weiteres benutzen konnte. Die italienischen FriedenSbedingungeu. Rom, 13. Oktober. Der offiziöse„Popolo Romano" schreibt: Ein Friedensvertrag mit der Türkei, der die Anerkennung der vollen oder eingeschränkten Souveränität der Türkei über Tripolis zur Bedingung hätte, ist �?ute unmöglich. Ein solcher Vertrag ivürde, selbst wenn er durch die Regierung abgeschlossen würde, von dem Volk und seinen Vertretern zerrissen werden. Die Lage der türkischen Truppen. Rom, 13. Oktober.„Giornale d'Jtalia" erfährt aus Tripolis, die Türken haben sich, wie verlautet, etwa 10 0 Kilo» Nieter von der Küste zurückgezogen. Munir Pascha versuche, seine Truppen mit der arabischen Bcvölkc- rung von Orfella, Jefren und Tarhuna zu vereinigen, und bemühe sich, sie zum Widerstande gegen die Italiener zu reizen. Seine Bemühungen scheinen bisher ohne Erfolg geblieben zu sein. Munir Pascha verfüge nur über etwa 1000 herunter» gekommene Soldaten und einige Gebirgsbatterien. .Mcssagero" weiß zu berichten, daß etwa vier Marschstunden von Tripolis entfernt zirka 3000 Mann Türken stehen sollen, die wohlbcwaffnet sind und ausreichende Munition, Lebensmittel und Geld zur Verfügung haben. Ein angeblicher Erfolg der Türken. Konstantiiiopel, 13. Oktober. Ein Telegramm ans Tripolis meldet, es sei vorgestern bei einer Rekognoszierung starker italienischer Detachements in der Umgegend der Stadt Tripolis zu einem h ef t i g en K a m p f zwischen den türkis chen Truppen, die eine Höhe besetzt hielten, und den Italienern gekommen. Letztere sollen 1699 Tote und Verwundete gehabt haben. Die Verluste der Türken seien relativ klein gewesen. Die Nachricht wird von italienischer Seite dementiert. Jedenfalls ist die Angabe über die italienische Verlustliste stark übertrieben. Italienische Versprechungen. Tripolis, 12. Oktober. General Caneva. der Oberst» kommaiidiercnde der italienischen Truppen, hat an die Bevölkerung von Tripolis und Chrenaika einen Aufruf erlassen, in dem er erklärt, er sei nicht entsandt worden, um die Bevölkerung zu Sklaven zu macheu, sondern ihr, die bisher der türkischen Knecht schaft unlerlvorfen gewesen sei. i h r Recht wieder zu vcr schaffen, sie frei zu machen und ihre B e d r ü ck e zu ft r a s e n. Daö Volk werde von seinen Häuptlinge unter dem Schutze des Königs von Italien regiert werden Alle religiösen und bürgerlichen GesetzeSvorschriflen sollten unangetastet bleiben. Es werde auch keine Kontribution ein gezogen werden, und die jetzt bestebenden Abgaben würden revidiert, herabgesetzt und gegebenensall-Z sogar ganz ab geschafft werden. Niemand solle gegen seinen Willen zum Waffendienst gezwungen werden. Alles dies werde die Grundlage für die zukünftigen Beziehungen zwischen Schirmherrn und Schutz befohlenen bilden. Der Ausruf schliefet mit den Worten, Italien wolle den Frieden, Das Land solle unter dem Schutze des Königs von Italien ein Land deS Islams bleiben und die italienische Flagge darin wehen als Zeichen der Treue, Liebe und Hoffnung. Aitswcisutigen. Tripolis, 12. Oktober. Fünfzehn Mitglieder des Komitees für Einheit und Fortschritt sind ausgewiesen ivorden.— Während der Beschießung sind dreihundert Sträflinge cntivichen. Andauernd«verde» Plündere f e st g e n o m iir e». Es wurde» Schriftstücke dc-Z Komitees für Ein heit«nid Fortschritt beschlagnahmt, in denen die Araber zur Nieder metzelung der Italiener aufgefordert werden. Die Ankunft weiterer A r a b e r h ä u p t l i n g e des Innern gilt als bevorstehend. Der Staudpitiikt der Kamnlcrmchrhcit. Konstantinopel, 12. Oktober. In jnngtürkischen Kreisen Verlautet, daß die K a ni nr e r m e h r h e-i t in der T r i p o l i ö frage den Standpunkt vertrete, den Krieg gegen Italien auf das hartnäckig st e fortzusetzen alle Italiener a u s z n tv e i s e n und andere R e p r e s s a l i e n anzuwenden. Den italienischen Blättern ist der P o st d e b i t entzogen worden. Während des heutigen Ministerrates konferierten der sranzösifche und der russische Botschafter mit dem Großwesir. Die Pforte protestierte bei den Kretaschutzmächten gegen die Eröffnung der kretensischcn Kammer im Namen des Königs der Hellenen und erklärt,>vie verlautet, die jetzigen Schwierigkeiten könnten die Pforte nicht von der Wahrung ihrer Souveränitätsrechte abhalten. Wie die Blätter melden, hat England gegen die Ent sendung türkischer Truppen nach S a m o s protestiert. Dcr russische Gctreideexport. Petersburg, 13. Oktober.(Meldung der Petersburger Tele graphen-Agentur.) Angesichts der Bcsürchtnngen der inieressierten Kreise wegen deS freien Exports russischen Getreides infolge deS Krieges hatte dcr r u s s i s ch e B o t s ch a f t e r in Kon stantinopel den Auftrag erhalten, die Pforte auf die Wichtig keit hiiizi'lweiscn, die diese Frage für Rufeland habe. Die 'Pforte antwortete, sie werde sich nach der Londoner Dclla- ration von 1909 richten. Das N i ch t e r h a l t e n einer be st im inten Antwort bewog die russische Negierung, den Botschafter auzuweifen, der Pforte folgende schriftliche Mit t ei tu«ig zu machen: Die Kaiserliche Regierung erklärt auf Grund der Pariser Tellarnlio» von 1856 wie auch der Artikel 24 und 33 der Londoner Deklaration, sie erachte diejenigen Ladungen, russischen Getreides als weder dem Arrest noch der Konfiskation unterliegend, welche unter neutraler Flagge aus den riffsischc» Häfen ain Schwarzen Meer nach Häfen Italiens oder Häfen anderer Reiche verfrachtet werden, soweit solche Ladungen nicht für die Streitkräfte oder amtliche Stellen Italiens bestiinmt sind. Jeden Versuch, die genannten Ladungen anzuhalten oder zu lonfiszieren, werde die russische Regierung als eine Verletzung der Rechte Rußlands ansehen, und sie warne vor dcr schweren Bcr- antwortuug, die die türkische Negierung dadurch auf sich nehmen würde. Ter russische Botschafter teilt nmimehr mit. daß die Ucbergabe dieser Note an da? Ministerinm des Auswärtigen am 8. Oktober erfolgt fei, bisher fehle aber noch eine offizielle Antwort, die Pforte beabsichtige jedoch augenscheinlich, sich auch an Artikel'34'dcr Londoner Deklaration zu halten. Unterdessen habe der griechische Dainpser.Kitira", dcr inzwischen den BoSporu-Z erreicht hat, freie Durchfahrt erhalten. Dieser Fall lasse erivarte», dafe auch die übrigen Schisse mit russischem Getreide ungehinderten Drirchlafe erhalten werden. Deffen ln«geachlet besteht der Botschafter aus der Mi t t e i l n n g einer offiziellen Antwort. Für die Türkei bedeutet dieses Eingreifen Nnfeland« immerhin eine e m v f i n d l i ch c Benachteiligung, da sie gehindert wird, Italien die Vcrprovianiierung mit Getreide zu erschlveren. Die Antwort dcr Kretamächte. Konstaiitiiropcl, 13. Ollobcr. Räch Bläriermeldungen haben die K r e t a m ä ch t e auf den Schritt der Pforte erklärt, sie hätten ihre Konsuln in K a n e a beauftragt, bei drin Erekuiivkomilce gegen die Eröffnung der Kammer im Namen deS Königs der Hellenen Ein» spruch zu erhebe«:. Ein„Berein des Haffes". konstantinopel, 13. Oltobcr. Hier wurde unter dein Namen .Verein des Haffes gegen Italien" ein Svcziallomitce zur Organi- fierung des schärfsten a n t i i t a l i e n i s ch e n Boykotts �nd zu dcr E r z'i e h u n g d e r I n g e n d zuin Hasse gegen Jtasien gebildet. die Heinische Keule als parlamentarische Waffe immer noch syiil- pathischer als dcr Pichlersche Dolch. Mit Dr. Pichler sprach dcr Mann, der die Zustände im Wirt- schaftSleben und die Vorgänge des AlltaglebenS nur von dem Sland punlle des Doktrinärs und Theoretikers ans betrachtet und beurteilt, Seine wirtschaftlichen Grundsätze sind, ganz wie seine religiösen, unbekümmert um die Entwickelimg und die Umwälzungen auf wir«- schaftlichem Gebiete zum starren Dogma geivorden. Während Tr Pichler über den Dingen steht, steht Dr. Heim i n den Dingen, Er sieht sie und ihre Umgestaltmig aus nächster Nähe und sieht sie «nit den Augen de? Praktikers, der als Leiter einer grofeen land- «virtschnftlichen Genossenschast nicht nach dem Dognia n»d der Scka- blone, sondern nach den sich ändernden Verhälmissen handeln mufe. Dr. Pichler fühlt sich in erster Linie als Politiker, der in seiner Stellungnahme Rücksicht auf die politische Konstellation in Deutsch- land zu nehmen hat, der also sprecheil mufe, wie es die Interessen des schivarzblanen Blocks verlangen. Dr. Heim dngeg'en bat sich von jeher nicht ganz in den engen Nahmen der offiziellen ZeiitruinS- Meinung hineinzwängen lassen. Er ist in erster Linie Wirtschajts- Politiker, der seiner besseren«virtschaftlichen Einficht, wen l nötig, auch Wahl- und BündniSrücksichten opfert. So und»nr so kann inan begreifen, dafe die ZentrumSfraktion ihre Interpellation nicht durch Dr. Heim, sondern durch Dr. Pichlcr begründen liefe. Sie mufete begründet werden iin Hinb ick auf die Nerbüudetcn im ReichstagSwahlkainpfe, und dazu konnte man Dr. Hein«, der schon so manchmal aus dcr ZcutrumSreihe getanzt hat, nicht gebrauchen. Und«virklich ist Dr. Heim, der.schwarze Revisio« ist", wieder seine eigenen Wege gegangen. Wie.der Ochs im Porzellanladen", so hat Dr. Heiin rücksichtslos die ans Unloahcheit, Fanatismus. Ego- iSirnis und Brutalität zusammengearbeitete Wirtschaftspolitik des schwarzblauen Blocks und seines Freundes Dr. Pichlcr»iedergc- trampelt. Es waren direkt ketzerische, von Dr. Pichler mit dein Banne bedrohte Ansichten, die Dr. Heim im LandtagSsaale der Prannerstrafee vortrug. Dcr Doginatiker Dr. Pi-bler stellte in seiner Rede den Satz auf: Unser Schutzzollsystem ist absolut notlvendig und aus seinem Bau darf auch nicht das kleinste Steinchen herausgebrochen werden. Daher keine Anshebung des Maiszolles und keine Einführung de? argentinischen Fleisches. Dr, Pichlei kann nicht nachweise««, dafe durch diese Mafenahmen für die Laiidwirtschaft irgend«in Schaden entsteht, er kann auch nicht leugnen, dafe die Allgemeinheit davon einen Nutzen hat. Trotzdem— das Schutzzollsystem ist heilig und unantastbar, nnd wenn dabei das Bolk zugrunde geht. Anders der Praktiker Dr, Heiin: Für mich ist dies Shstein dcr Schutzzölle kein«virlschaftkicheS Dognia, Die Schutzzollpolitik ist Grp die Ttnernng! Die Arbesterschaft Groß-Berlins veranstaltet am kommenden Dienstag einen Protest gegen die immense Steigerung ämtlicher Lebensmittelpreise. In 73 Volks- Versammlungen wird am Abend des Zusammentritts des Reichstages das Berliner Proletariat seine Forderungen � gegenüber der wirtschaftlichen Not formulieren. Wir wissen, daß die Berliner Arbeiterschaft freudig dem Rufe zum Besuche der Versammlungen Folge leistet. Vor allen« abep werden die P r o l c t a r i c r i n n e n in Massen j die Protcstversanimlnngen füllen. Sind es doch gerade unsere Frauen, die am schwersten durch die Verteuernng der LebcnS- mittel getroffen werden. An die Frauen richten wir auch das Ersuchen, unter ihren Klassengenossinnen für einen Massen- haften Besuch der Veranstaltungen zu werben. Ruftet zu einem wirkungsvollen Protest! pichles find Heim. Aus Müuibcn wird uns geschrieben: ES war für die Mitglieder dcr bayerischen Kammer ein Ver- gnügen, diese beiden Zentruiiisdoktoren. alte.Freunde und Riicgs- kameraden" und einst gleichweruge Konkurrenten»»i die Vorherrschaft im bayerischen Zentrum, in der Teuerungsdebaltc spreche» zu hören. Fleischlich wie geistig sind die beiden eine Verkörperung der '.chäristen Gegensätze, Antipoden in der engen Welt der Zentrums- fraklion. Der kleine, fuchsäugige Doktor von Paffan hielt eine mit allen Künsten der Dialektik aufgebaute, ins Detail hinein«oohl ans- gearbeitete und in ihrer Tragivcite sorgfältig überlegte Rede. Dcr große und grobkiiochigr Bauerudoklor von Regensburg verarbeitete ohne scharfe DtSPomion. vielfach wie es dcr Ange,«blick gab. mit starkem Äusivand von Lungenkrasl ein reiches, sorgfällig zurccht- gelegtes Material auS der wissenschaftlichen Siuristik und seiner persönlichen Erfahrung.> Dr. Pichlcr ist der Mann, der rücksichtslos das einmal gesteckte Ziel zu erreiche» sucht. Er kennt nicht die Achtung vor dem politischen Gegner, sondern nur den Hufe gegen den politischen Feind. Der Ziveck heiligt für ihn jedes Miriel, Als er an einer Stelle seiner Rede versuchte, den Biedermann zu spjeleir. und den National- liberalen zurief:.Lafe Dich von der Linken nicht umgarnen", da hatte der schwarze Rattenfänger von Passau bezeichnenderweise einen grofeen Heile« keitscrfolg. Nun ist ja Dr. Heim gerade auch kein nicbts anderes als die Anpassung an gegebene«virtscheüliche Ver-! hälinisie. Prophetisch ruft er anS:.Der Zeilpunkt kommt vielleicht eher als wir gla«>bc>«,»vo die Sit»«;«olle aufhören." 5 r. Heim ist für die sofortige Aufhebung de« Maiszolles, richtiger für Rückvergütung de» Zolles au den Bauer, für Aushebung des Zolles auf Fnllcrgerste, wen» dies» in geschrotetem Zustande ins Ii and kommt und auch für Hereinlassung des argeutinischen Fleische-. Für ihn kommt dcr Höhepunkt der Fleüchnot erst noch in den nächsten zivci Jahren, wenn nicht jetzt schon Vorsorge getroffen wird. Die soll darin bestehen, dafe durch die Beseitigung deS Zolle? oiü Mais und Futtergerste dem Batter billigeres Futter zur Verfügung estellt wird, so dafe er mehr und billiger prodnziereii kann. Hinsichtlich des argentinischen Fleisches sagt er««n Hinblick auf die AuSsührnilgen de» Dr. Pichler.- WaS soll das unsinnige Gerede von dem schlechten G. ckimack und dem unschönen AuSlehen des AtislandSfleisches? Wer'' nicht will. brmichläz ja nicht zn kaufen. Hohe Fleischpreise sind da. ine Fleisch» not in Aussicht. ES wäre Torheit, sich dem zu verschliefe-n und mit Mätzchen sich darüber hinwegzusetzen. Mais- und Fulurgerslezölle, sagt Dr. Heim weiter, waren nicht Schutzzölle, beule sind cS Fiiianz- zölle. Die Zeiten und Verhältnisse sind andere als vor z-hn Jahren. wo der Zolltarif geschaffen wurde, also miiffen auck« andere''kafeiiabiiien ergriffen werden. Anfeerordentliche Zeilen, anfeerordeiill che Mittel! Dr. Pichlcr wie Dr. Heim stehen ans dem Standpur ic, dafe die Zölle für Vieh und Getreide auch nicht zeitweise besci.igt werden dürfen. Aber andcrs als bei Dr. Pichler«st bei Dr. Heim die Bc- griiiidnng. Dr. P-chler konstatiert, dafe die Grenzöffnuiig ganz nutz- los sei, weil in allen Ländern die gleiche Tenerung und der gleiche Mangel herrsche. Das Oeffnen der Grenze habe keinen Ziveck. es lomme doch nicht? herein.(Dann könnten doch die Agrarier n« aller Seelenruhe einmal das Erperinient machen»nd a»t dicie Weise den Sozialdemokraten eine wirkungsvolle Waffe ans dcr Hand schlagen!> Dieser unehrlichen und legi'ch widersi nilige» Begründung schliefet sich Dr. Heim nickt an. Er gibt zu. daß die Oeffnung der Grenzen jedenfalls für einige Zeit preisdrückeud auf die LebcnSiuiitel wirkt. ist aber dcr lieber, zenainig, dafe der Rvistaud später lim so größer würde, weil die Produktion der einheimischen Landivirtschast un- rentabel würde und zurückginge. Dr. Heim ist auch kein Freund dcr Fideikoinmiffe und Lati- fundien wirtschast. Er iveist durch die Siatistik nach, dafe der lleiu» bäuerliche Betrieb der Träger der Viehzucht und dafe deshalb das Bauernlegen eine Versündigung am Volkswohl sei.»Nicht Bauern legen, sondern Bauer» machen!" So hat der große Baucrntoktor von Negensbnrg die mit Sorg- fall gezogenen Pflänzche« in dein Gemüsegarten des klein'» Toltors � von Paffa»»icdcrgrlrelen. Der Heilige von Passau ist geioohnt, poUtifebe(Icb>rf(cbt Berlin, fc;n 13. Oktober 1911. Naives Verlegcnhcitsaeschwätz. Bishet haben die größeren Ze ltrumsblätter es vor- gezogen, aus den in Nr. 238 des„ vorwärts" erschienenen Leitartikel„Zum Kamps des Zentrunis für Thron und Altar" Vorsichtshall er nicht zil antworte». Bestreiten ließen sich die von uns erwähnten Tatsachen nicht, und so fand man es in den Redl ktionen der klerikalen Blätter für klüger, vorläufig zu scht«eigen und über neue Verlegenheitsausflüchte nachzudenken. Die„Köln. VolkSztg.", als das größte der Zentrumsblätter, glaubt denn auch schließlich, einige Ausflüchte gefun>en zu haben, mit denen sie in den Augen ihrer Leser die Tatsachen zu verkleistern vermag, daß in Januar 19(17 der damals als Geschäftsführer des zeni rumsparteilichen Wahl- ausschusses fungierende Abgeordnete Üliiller- Fulda bei dem Genossen Singer ein Stichwahlabkomn en angeregt hat, und daß der Zentrums-Nahlansschiiß ein solches Abkommen mit der Sozialdemokratie nicht deshalb abgelehnt hat, weil er politische, ethische oder religiöse Bedenlen hatte, sondern weil das Zentrum schon in Schlesien mit den Konservativen, im rheiitisch-westfälischen Jndnstrierevier mit den Nationalliberalen angebandelt hatte und im Begriff ste nd, die letzteren nach allen Regeln jesuitischer Taktik um di: erhofften Erfolge zu prellen. Was die„Kölnische Volkszeitung" zur Täuschnng ihrer Leser vorbringt, ist freilich nicht die Drucket schwärze wert. Sic wiederholt in allerlei Variationen die Behauptung, daß Herr Müller-Fulda„auf eigene F r u st" ohne„Wisse n nnd Willen der Fraktion"(de Fraktion kommt hier gar nicht in Betracht, sondern die lei enden Zeiitrunlsgrvßcn und speziell der am 30. I- nar in Ki(n versammelte klerikale Wahlausschuß) gehandelt h ve, und sucht dann die Sache auf ein anderes Gleise zu schieben, inden sie so tut, als hätte ver„Vorwärts" bestritten, daß überhai pt eine Ablehnung des Wahlabkonimcns durch den zentruntspe rteilichen Wahlausschuß stattgefunden hat. Solche Bestreitung ist uns gar nicht ein- gefallen: wir haben lediglich gesagt, b iß die Ablchnting nicht anS prinzipiellen, sondern aus bcs immten wahltaktischcn Gründen stattgefunden hat. Doch über unsere daraus bezüg- lichen Darlegungen geht das Kölner iltramontane Blatt go schwinde hinweg. Es behauptet nur: »Weiiii der.Vorwärts' glauben zu machen sucht, das Zentrum habe ei» Stichwahlabkommen nicht aus prinzipiellen Gründen gelehnt, sondern aus sehr realen wahlp ,'litischen Gründen, so>st auck das eine Univahrhcit. Dcr»Vorw irtS" selbst wird sehr gut wisien, dafe das Zentrum, hätte eS reine GeschätiSpolitik treiben wollen, von einem Stichwahlbündniö mit der Sozialdemokratie nur Vorteil gehabt hätte, und dafe dann auch der vor allem gegen das Zentrum gerichtete Biilow-BIock nie»als in das Leben gc» treten wäre. Wen» also das Zentrum in SlichwahlbündniS mit der Sozialdemokratie abgelehpt hat, so oarcn dafür ledig» l i ch prinzipielle Gründe maßgebend." Doch streiten wir mit dem Kölner Blatt nicht über Prinzipien. Es hat so Ivenig von so che» Dinger», daß cs unmöglich darüber urteilen kann, wie ie beschaffen sind. Zum Schluß stellt es, nachdem cs das Fiankfiirter Telegramm deS Abgeordneten Müller-Fnld i erwähnt hat, diesen� Herrn nochmals als das böse Karnickel hin, das das ganze Unglück angerichtet hat: „Wir hatten von diesem Telegr. mm de? Abg. Müller- Fulda keine Kenntnis, aber auch di ffrS Telegramm ändert nicktS an der Tatsache, dafe das j entrunt ein Slichivabl- abkommen mit der Sozialdemokratie abgelehnt hat. Und wenn auch dcr„Vorwärts" meint: m,n beschuldige den Abg. Müller, hinter dein Rücken und gegen d» Willen deS Zcntlnni?» auSschusseS eine die Absichten dieses Ausschusses durckkrelizend« Poinik getrieben zu haben, fall» anci dieses Telegramm al- eine Privatangelegenheit deS Abg. Rüller-Fulda hingestellt werde, so kann unS das in keiner Weise hindern, auch dieses Telegramm a l S e i i e s o l ck e z» b e- zeichnen, was auch schon daraus he vorgeht, dafe es iick nur auf solche Wahlkreise bezieht, die zu dem speziellen Arbeits» gebiet des Abg. Müllcr-Fnlda gehören.. Das Telegramm ist übrigen» nichrs weiter al» eine Benacl ichtignng von der T.». sacke, dafe das Zentrum sich in den ge laiiulei, vier Wahlkreisen der Sliimr.abgabe eiilhaltcn werde und in Mainz nnd Höchst ei» Komproinife mit den Liberalen abg lehnt dobe. lind wenn da» gentium in diesen Wadlkreisen c n Kompromiß mit den Liberalen abgelehnt bezw. WahIciithalU ig proklamiert hat, s o hat daS init einem Wahlabiontmen mit der Sozialdemokratie doch gar ni ,tS zu tun." Wie naiv doch selbst llltramoiitane Gemüter sein können. Keine Maßnahmen o.egcn die Tenerung. Der„Frankfurter Zeitung" wird aus Serlin gemeldet, dafe die von dcr Rc chSrcgicrung angestellten E'wägnngcn darüber, ob zur Bekämpfung der Futtcrnot und der Tc wrung aufeer den in der Hauptsache sich auf Eisenbahntarife bcziel.-ndeu Maßnahmen noch andere Schritte ergriffen werden sollen, l weüs abgeschlossen sind. (is wird nichts göschehcn und cs nicht mch. daran zu zweifeln, daß dcr Reichskanzler, wenn er in- der nächste: Woche die Teuerungs- interpellatioi'-n im Reichstag beantworten wird, mit leeren Händen kommt. Die verbündeten Regierungen sie;cn sich also einfach ans die Seite des die Mehrheit des Reichstages beherrschenden Agrarier. tu ms. Die Antlagc gcgcu Pfnr er Traub« Die vom Konsistorinm der Provinz We ttalcn gegen den Dort- munder Pfarrer Lw. Gottfried Trnnb erho ene disziplinarisch!: An- klage skiitzt sick auf folgende vier Punkte: Traub soll 1. die 26. westfälische Provinsialsyn de au? Anlafe ihrer Be- schlufesofliiiig über das PsarrbcictzniigS. csctz öffentlich beleidigt b�zto. herabgswürd'gt haben. Er soll 2, das Sprml'kollogium für lirckliche Lehrangekegeuheiten aiiS Ankaf des Versiihreiiö und der Stnfch idimg im Falle Jaiho öffeuilich beleidigt bezw. hcrabgewn.digr ,aöen. Er soll 3« die Ki-ckc inid ihr Bei«mNtiS» re Bebörden und Ord» nimgrn öffentlich beleidigt beziv. herabge vindigl haoen. Er soll -t) den Pfarrcrstand öffentlich beleidigt bezw. herabgewürdigt k'nk'en.... Zugleich wird gegen den Psarrcr Lic. cheok. Traub auf Grund 17. 18 deS Kirchcngcsetzes. bctre« send die Dienstvergehen IS Heiliger und versteht eS mctslerhast, emen rmgesckickten Gegner mit! nach dem Bibclivort zn handeln:„Äuge um Ange, Zahn um Zahn. feiner wuchtigen, manchmal auch klobigen Sprache abziltim. Aber« Er wird also bei der nächsten Gelegenheit an scinem christlichen Mit- eö geichieht nicht m der bissigen, hohmichen Weise, und darum ist bnider christliche Rache nehmen. der§8 W�WWWWWWW der Kicchenbcamten. vom 16. Juli 1880 ,, d- virchengrsetzeS, betreffend das Berfa ren bei Beanstandung der Lehre von Geistlichen, vom 16. Meez 1910 das förmliche Dis iplinarvorfahren eröffnet. Zum llnteisilchtingskolnmiffar wird den sivnfistorialrat Dr. Richter, zum Pe�reter dcr Anklage t t.onjistorialrat Starke ernannt. den Amtsvorsteherlogik. Nachfolgender Bescheid des AmtsvorsleherS von Ossowle, Kreis Flatow in Westprenßen, auf das Gesuch um Abhaltung einer Vor- sammlung unter freiem Himmel, eröffnet neue Perspektiven für strebsame Leute: Ostowle, den 4. Oktober 1S11. Herrn Fritz Beckmann, Flatow. Auf das Gesuch hin vom 2. Oktober d. I. zwecks Veranstal- tung einer öffemlichen politischen Volksversammlcuig unter freiem Himmel in dem Garten des Joh. Jabnke II zu Tarnowke teile ich ich Ihnen mit, dnff ich die polizeiliche Genehmigung hierzu ver- sagen muff: es ist durch Abhaltung der Versammlung Gefahr für die öffentliche Sicherheil zu bemrchleu. Begründung: Tarnowke setzt sich zum g rohen Teil aus Ackerwirten zusammen, welche sämtlich königstrcu sind. Diese be- sitzende Klasse wünscht und will nicht, daff die Jugend von Tarnowke unserem Kaiser entfremdet wird. Wenn echt deutsche Männer und Jünglinge zusammentreten, gedenken sie zu- erst ihres Landesfürsten. Ties haben Sie bei der im Sommer d. I. veranstalteten Versammlung in Tarnowke nicht gc- tan. Sie haben dadurch eine Erbitterung in der besitzenden Klasse hervorgerufen. Da nun zu befürchten ist, daff bei einer noch- maligen Versammlung Ihrerseits dieselbe durch Zwischenrufe der Besitzer unierbrochen werden würde, und es zu tällichen. Ein- schreiten der Parteien kommen könnte, die öffentliche Sicherheit dadurch gefährdet wird, muff Ihnen die Genehmigung versagt werden. (Stempel.) Der Amtsvorsteher. Schmidt. Herr AmtSvorsteher Schmidt ist allem Anschein nach ein Mann, der seinen Beruf verfehlt hat. Seiner Begabung nach würde er sich vorzüglich für das humoristische oder komische Fach eignen. Solche kuriose Begründung wie die obige hat sich bisher unseres Wissens noch kein Polizeigewalligcr geleistet. Sie ist so schön, daff sie ver- dient, im birichstag als Beispiel für die Handhabung des Versamin- lnngsgesetzeS durch besonders befähigte Behörde vorgetragen zu werden.____ Tie sozialdemokratischen Stadtverordneten Berlins und der Kampf gcqen die Teuerung. Die„Berliner Politischen Nachrichten", die dürftige Ablagernngs- statte aller gros, industriellen mid groffagrariichcn Schwindeleien, tischen ihren Lesern die unwahre Nachricht auf, die So- z i a l d e m o k r a t i e hätte gegen den Groffeinkauf von Kartoffel» durch die Stadt Berlin protestiert und so verhindert, daff die Ka'rtoffcipreise um den Zwischenhandels- aufswlag verringert würden! Natürlich ist das Gegenteil der Fall. Die Sozialdemokratie hat nicht nur in dem Berliner Teuecungs-Ausschuff, sondern auch in der Berliner Markthallen- Deputation wiederholt auf das energischste den Gr otzein kauf aller Lebensmittel gefordert: ganz, bespnders aber ist sie für den städüichen Groffeinkauf von Kartoffeln eingetreten. Natürlich aber hat die Sozialdemokratie hierbei die Grenzeii nicht übersehen, die einer kommunalen LebenSminelbeschaffung und Licbesabgubenpolüit des Reiches gezogen sind. Daff diese grund- sätzliche Stellung der sozialdemokratischen Gcmeindevertreler die Arbeitgeber deS pp. Schweinburg i» Zorn bringt, ist nur natur- geinäff._ Anleilnng fnr konservative Agitationsleitcr. Fortschrittliche Blätter sind in der Lage, eine vertrauliche An- wessung zu publizieren, die der Vorsitzende dos konservativen Kreis- vcrcinF Gohlau, Herr Voigt in Tapiau, an die Vertrauensmänner degj'Kreiscö ergeben ticff. Kie, Anweisung zeigt die konservative Methode der Mitgliederwerbiing so prächtig, daff der Teil der Anweisung, der sich mit der Vorbereitung und Leitung konservativer Versammlungen besaßt, hier folgen mögs: „CO die Versammlung mit einem Kaiscrhoch eröffnet wird, hängt von der Zahl der Erschienenen ab(etwa von LH an). Tann aber hat unbcdlngt und u>iter allen Unisiänden folgendes sofort zu erfolgen: Ter Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß nur konscrvat've Männer geladen sind. Sollten dennoch dies einige mißverstanden haben und politisch Andersdenkende dy sein, dann mögen sie twir Saal verlassen. Diese Aufforderung geschieht in einem sachlichen, ruhigen und freundlichen Ton: darauf eine ganz kurze Pause. Tann sofort ein wuchtiger Appell mn die Ehre und Wn'. uasliakeit der Gebliebenen, die sich hiermit in der brci- testen£.<«(•;; uiebfeit als Mitglieder der könservaiiden Parte! bekannt haben.(Run findet'der Vortrag statt.) Ter Vorsitzende bittot hieraus die Erschienenen, ihre schon betuiidcle konservative Gesinnung»uil auch i» die so unendlich notwendige praktische Tat uni:»setzen und sich in die Liste als Mitglied des konser- vativeü Kirchspiclvereino einzuzeichnen. Sosort erhebt sich jetzt der dazu cm voran? Vestiinmte Vertrauensmann, geht mit. einer sorgfältig und sauber vorher angefertigten Liste z» jedem An- Ivesciidcn persönlich, ersucht sehr lieben-sirnirdig und sehr zäbe hin Eiuzcichnung und womöglich auch uni Bezahlung der gezcichuelcn Beiträge.(Letzteres nach Belieben, jedoch nicht unter 5>0 Pf., für Arbeiter bis zu K) Pf.) Die im Kreisvercin Organisierten müssen schon vorher mit den von ihnen gezeichneten Beiträgen auf der Liste liehen. Niemand darf jetzt den Saal verlassen. Daher muff der Vorsitzende kurz, vorher noch ein gemütliches Zusammen- bleiben vorschlagen, wie z. B. in einer Kriegervereinsversamni- Ulng. Tann wird die Liste durchgesehen. In recht eindringlichen, herzenswarmen Worten werden die in der Liste E-ngetragenen fcß'O»../innert, daff sie als deutsch« Männer ihr Wort verpfändet Kurzes Streuen der elenden politischen Heuchelei bei der letzten Wahl. Tann feierlicher Schlich mit einem Kä'serhoch und '— wo es angebracht ist— Absingen eines patriotischen Liedes." Tie schone patrioiisch-konservative Stimmung, die mit diesen Mitteln erzeugt werden soll, siebt freilich sofort in Gefahr, wenn Arbeiter zugezogen sind, deren Denkvermögen noch nicht ganz ver- koren gegangen ist, deshalb ist der Herr Voigt so vorsichtig, vor ArbciUrlnitzüedern zu warnen: „Bei der Auswahl der Landarbeiter muff jedenfalls mit der größten Borsich vor gegangen werden, da bei ihrem Bildungsgrad, irrer Scheu vor der Oeffentlichkcit und ihrem vielfach versteckten Cesinnuneciro,- ein Eintreten für d i e S o� i a l d e m o- lratic im bl kämpfe zu befürchten ist. H'.er der Grundsatz: Lieber etwaS weniger Arbeitcrmiiglieder. als zu viel Nnsichcrc." Da haben wir das Rezept, nach dem die Konservativen allcnt- halben arbeiten. Bisher war ihnen besonders in Ostpreußen jede Organisation außer dein Bunde der Landw'rte fremd, die Furcht vor der Sozialdemokratie treibt sie. mit großem Eifer an dem Auf- bau einer rein politischen Organisation mit den in der Anweisung geschilderten Mirtcln zu arbeiten. Die.Konservativen werden auch in �stpreußcn zu spät kommen, alle Kaiserhochs und sonstigen deko- rativen Mätzclen in den Bauerusangs-Versaunukungen vermögen das Erwachen, der Bevölkerung in den Junkerdomäncn nicht auf- zuhalten. Hokljschltllesirer und Modcrnistencid.' Der keckste benlsck e Howschullebrertag. der in Dresden feine Berhandliingen pflog, beschäftigt«- sich auch mit dem Modernisteiieid. d. h. der Tal sacke, daff die katbotilchrn TozenteN an den denlscken Hock"' ckiilen den A n t i« M o d e r» i st e n e i d g c I e i st e t haben. Der AuS schnff de? Hochfchullehrertagcs hatte sich bereits im Januar mit der Krage beschäftigt und eine Resolution angenommen, daff diejenigen Mitglieder akademischer Lehrkörper, die den Anli- Moderuisteneid geleisiel hätten, nicht mehr Mitglieder deS„Vereins Deutscher Hochs chullehrertag" sein können, weil sie durch Ablegimg des Eides auf„nual hängige Erkenntnis der Wahrheit und Betätigung ihrer wissenschaftlichen Ueberzengung ver- zichtet" hät:en. Hierzu hatte die Universitär Tübingen den An- trag gestellt, daff„mit dem Eid belastete katholische Gelehrte" von den Lehrstühlen deutscher Hochschulen a u s z u- s ch l i e ff e>i seien. Interessant war, was Professor G o e tz- Tübingen zur Be- gründung dieses Antrages aussnhrte. Er erklärte, daff die Frei- burger Hochschule den Grundsatz deS Tübinger Antrages bereits prallt sch durchgeführt und für die Neubesetzung einer theologisch- katholischen Professur einen Mann abgelehnt habe, der den Eid geschworen habe. Die b a d i s ch e R e g i e r n n g sei auf diesen radikalen Vorstoff eingegangen und habe einen anderen Professor in Vorschlag gebracht. Die p r e u ff i s ch e Unterrichtsverwaltnng habe sich jedoch über dieses Vorgehen der badischcn Regierung sehr erstaunt ausgesprochen und zu er- keimen gegeben, daff sie keineswegs geneigt sei, den gleichen Weg zu beschreiten. Durch diese Mitteilmig wurde die Mehrheit der tapferen Hoch- schnllehrer offenbar sehr eingeschüchtert: denn bei der Abstimmung wurde nicht der Antrag cker Universität T ü b i n g e n angenommen. sondern nur die schwächliche Resolution, die von dem Aus schnff vorgeschlagen ivorden war. Selbst in Sachen deS ModernisteueideS knicken also unsere tapferen akademischen Hüier der„freien Wissen- schast" vor dem Surnrnnzeln der reaktionären preuffischeii Negierimg zusammen I Bei Lichte besehen ist ja freilich der ganze Kampf unserer Hoch- schnllehrer für die„freie" Wissenschaft nur ein lächerliches Scheingefecht. Denn solange unsere denlschc» Universitäts- prosessoren eS ganz in der Ordnung finden, daff die„freie" Wissen- schast nur die als o r d n u n g s p a r t e i l i ch a b g e st e m p e l t e Auffassung der herrschenden Klasse n vcrtrelen darf, bei- leibe aber keine nn verschleiert sozialdemo- kratischen Ansichten, solange ist das ganze Gerede von der „lliiabhäiigigen Erkenntnis der Wahrheit" und der„Ehrciislellnng. eines unabhängigen Forschers" nur hohler Schwatzl Abänderung des Tchntztrnppengcsctzes. Wie das„Berliner Tageblatt" erfährt, hat der Entwurf über die Abänderung des Schutziruppengesetzes dem Bundesrat in feiner letzten Sihnng am II. d. M. beschäftigt. Es ist demnach anzn- nehmen, daß eine entsprechende Vorlage dem neuen Reichstag in seiner ersten Session zur Erledigung zugchen wird. In dem Ent- Wurst in dem auch Bestimmungen über die Wehrpflicht und Militär- gerichtsbarkeit in den Schutzgebieten enthalten sind, handelt es sich im wesentlichen um eine Neurcaelung des militärischen Mcldewescns in den Schutzgebieten Deutsch Ostafrika, Kamerun und Deutsch- Eüdwestasrika, sowie um eine Neuorganisation der W hrordnung für das letztgenannte Schutzgebiet. Dementsprechend sind auch Vor- schnften über Bildung eines Beurlaubteiistandcs für Offiziere, Sanitätsoffiziere und Militärbcainte sowie für Mannschaften und Offiziere für Deutsch-Südw-.stafrika zu erwarten. Die revolutionäre Bewegung in China. Peking, 12. Oktober. Die gesetzgebende Ver- sammlung der Provinz H u p c tz tzot sich von der kaiserlichen Regierung losgesagt. Die A n f st ä n d i s ch c n in dieser Provinz, zehnimisepd, nach anderen Berichten fünf- zehntausend Mann, sollen dreißig moderne Geschütze e r b e Ii t e t haben. Aus T s ch ö n g k u wird gemeldet, daß die Aufständischen von Szetschwan das ganze Gebiet westlich vom Minho zwischen Kiating lind Kwan besetzt halten. Das � e u e r g c f c ch t zwischen den Ausständischen jn deü Forts von W u t s ch a n g und einem treu gebliebenen ch i n e- fischen Kriegsschiff wurde nach kurzer Dauer c i n g e- stellt, nachdem die britischen und japanischen Konsulats- beamten erklärt hatten, daß durch die Geschosse die Fremden- niederlaffungcn gefährdet würden. Landung fremder Truppen. Peking, 13. Oktober. Die Aufständischen in Hau- kau haben die E i s e n b a h n st a t i o n e r o b c r t. F r e m d e Matrosen unter dem Admirnl der japanischen Flotte, H a v a s h i m a. sind gelandet worden, um die Nieder- lassungen der Fremden zu schützen. Das Verhalten der Revolntlonäre. Ha» kau, III. Oklober. lMcldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Bisher lrcugebliepelie Schiffer fangen an, zu veii N evolutionären, die in Wnlschaiig und Haiikan strenge Ordnung halten, l!ber,iigehen. Marodeure und Bcandstifier werden streng bestraft. Allein in der leyien Nacht winden füni hin- gerichtet. Die Revolutionäre selbst haben nur Verwaltungsgebäude und die Häuser der Mandarinen in Brand gesteckt. DnS Bombardement auf Wnischang seitens der heu- gebliebenen Sckiffe, die längs der Siedelrnigen liegen, ist auf Wunsch der ausländischen Kreuzer eingestellt worden, da durch das Feuer der Revolutiokiäre aus den Forts die europäischen Siedelungen, besonder? die russische, gefährdet wurden. London. 13. Oktober. Wie das Reutcrsche Bureau aus H a n k a u meldet, treffen dort in Intervallen Abteilungen von Regierung Struppen ein, denen die Aufstämdi- schen entgegengehen und sie zum Anschluß an die Meuterer zu verlock. n suchen. Heute nacht kam es zu Massakres unter den Mandschufamilien. Gefängniffe wurden geöffnet und die Häftlinge entkamen. Wi: tschang und Hanyang sind stark befestigt und niit("efo'ittzen armiert. Im Arsenal ist reichlich Munition vorhanden. Die N.'vohiiioiiäre sind der Ansicht, daff sie imstande sein werden, die Gegner ni derzuzivingen. Tie Brand- stiftungen werden forigSsctzt. Die Verbrecher werden, wenn sie gcfafft werden, streng bestraft. Die AnsfasstMg der Rcgikrinig. Schanghai, 13. Oktober. Tie Rcgianng bcirachtet die revolutionäre Bewegung als sehr e r n st. Die Rebellen babcn in Haiiljang die Gewcb.sabr-len besetzt und streckenweise die Eisen- bahn Peking-Hankau.zerstört, wodurch der Truppen- r r a n s p o r t erschwert wird. Die Aukrsthrer verbalten sich im übrigen f r e m d c n f r e u n d l i ch. Die Abipiiirung der Fremden- niederlaflnngen von Hankau durch ein sireiwilligenkorps und Marine unter dem Oberkominando deS japanischen Atmirals ist gesichert. Der Handelsverkehr niit Hankau ist unterbrochen. Portugal. • Dcr nlonarchistische Pntschversnch. Lissabon, 13. Oktober. Fliegende Kolvimen der RegierungS- truppen, begleilet von Freiwillig n aus der Bi völkerung, durch- st r e i f e n das Grenzgebiet. Ans den Höhen sind P o st e n ausgestellt. Der Zivilgouvcrneur des Bezirks ist zurückgetreten und durch einen Militärgonvenieur ersetzt worden. Das Scheitern dcr Verschwörung. Paris, 13. Oktober. Wie dem„M a t i n" von einem Sonder- berichterstatter aus Verin in der Nähe der portugiesischen Grenze gemeldet wird, betrachtet man dort die Lage Eon« ceiros als verzweifelt. Jn rohalistischen Kreisen ist man der Ansicht, daß das Scheitern der Bewegung dem Verrat gc- wisser Personen, auf welche der Führer der Royalisten sein ganzes Ver.rauen gesetzt hatte, mehr zuzuschreiben ist als der Spaltung in der monarchistischen Partei. Die Monarchisten in Verin erklären jedoch, daff sie jetzt zahlreiche Rekruten erhielten und daff sie auf mehrere Regimenter zählen dürften. Sie bestreiten auch nicht, daff sie im Besitz von Kriegsschiffen sind. Die Bauern aus der Um- gcgend erzählen, es sei Conceiro gelungen, die Grenze zu über- schreiten, und er halte sich gegenwärtig auf spanischem Gebiet in Ferroso, 20 Kilometer südöstlich von Verin auf. Italien. Giolittis Tnrincr Rede. Rom, S. Oktober.(Eig. Ber.) Man geht kaum fehl, wenn man behauptet, daff der Zeitpunkt der programmatischen Kund- gebung Giolittis, über die bereits telegraphisch berichtet worden ist, mit Rücksicht auf den Parteitag von Moden a festgesetzt wurde: vor dem Parteitag wollte Giolitti der sozialistischen Parla- mentsfraktion einem Vorrat von Versprechungen geben, der in Modena vorgewiesen werden konnte. Die Frage, ob Giolitti die Wahlrechtserweiterung aufrecht erhalte und ihr nicht, wie von verschiedenen Seiten angedeutet worden war, die möglicherweise endlose Diskussion über das Versiche- rungsmonopol voranstellen, war von den Sozialisten gestellt worden, ebenso die, ob die neuen Wahlen schon auf Grund des reformierten Wahlrechts stattfinden würden. Giolitti hat mit einem wahren Hymnus auf die Wahlrechtserweiterung geant- wortet. Zunächst hat er die R ü ck st ä n d i g k e i t der Volks» b i l d u n g als die größte Schwäche Italiens bezeichnet, um dann fortzufahren:„Diesem Mangel an Volksbildung steht die völlige Ausschließung eines Teils der Bevölkerung aus dem politischen und kommunalen Leben des Landes zur Seile, die es mit sich bringt, daff die Massen oft gesetzwidrigen Suggestionen zum Opfer fallen, denn wo das Volk jeden gesetzlichen Ein» flusses beraubt ist, bleibt ihm keine andere Verteidigung gegen die Ungerechtigkeit der herrschenden Klassen, als die Gewalt. Unter den heutigen Umständen kann ein groher Teil der arbeitenden Klaffen keinerlei Beitrag zum Fortschritt des Landes geben. Und wer kann die Kräfte ermessen, die an Energie, Willen und Tätigkeit?- drang in den städtischen.und ländlichen Volksmassen schlummern! Wer weiß, waS sie zum Fortschritt des Landes beitragen könnten, wenn Bildung und Gesittung einem jeden erlaubte, den seinen natürlichen Fähigkeiten, seiner Intelligenz, seiner moralischen Eyergie entsprechenden Platz einzunehmen!" Der Minister wies dann auf das unaufhaltsame Vor- dringen des vierten Standes hin, das keine Macht der Welt aufhalten könnte. Es läge im Interesse der herrschenden Klassen, diesen Aufstieg zu fördern, an- statt ihn zu hemmen.„Wenn sie sich dieser Bewegung entgegen- stellen, so werden sie erbarmungslos der Nebermacht erliegen; wenn sie dagegen durch weise soziale Gesetzgebung die materielle und moralische Erhebung fördern, die Massen freiwillig an den ihnen zustehenden Platz zur Ausübung der Souveränität der Na- tion berufen, so werden sie den Klassenkampf durch die Zusammen- arbeit der Klassen ersetzen, und der ganzen Gesellschaft einen ge- regelten und heilsamen Fortschritt sichern." Schlietzlich erklärte Giolitti ausdrücklich, daß die nächsten Wahlen schon auf Grund des neuen Wahlrechts stattfinden werden und antwortete damit einem Ultimatum der s o z i a l i st i» schen Fraktion, die nur nach einer derartigen Erklärung davon wissen wollte, der Diskussion über das Monopol vor der Wahlrechtsberatung den Vortritt zu geben. Es fragt sich nur, ob ein Ministerium, es möge noch so allmächtig sei», eine Versiche- rung wie die gegebene abgeben kann, hängt doch die Auslösung der Kammer von einer Reihe von Umständen ab, die sich ganz dem Einfluß des Kabinetts entziehen können. WaS das Vcrsicherungsmonopol betrifft, so ist cS von Giolitti mit einem Eifer verteidigt worden, den wohl die Opposition nicht erwartet halte. Dcr Ministerpräsident hat, wie schon in der Kammer, die Auffassung abgelehnt, daß daS Monopol die Einleitung zur staatlichen Monopolisierung weiterer Industrien sei. Die Lebens. Versicherung sei keine Industrie, sondern eine Spekulation, und die besondere Gefährlichkeit, die sie für die Ersparnisse deS Publikums darstelle, liege gerade darin, daß mög- liche Insolvenzen erst nach Jahrzehnten fühlbar werden können. Weiter betonte Giolitti, daß ein großer Teil der Versicherung?. gescllschaften ausländische sind und so durch sie eine beständige Abwanderung italienischer Kapitalien stattfindet. Auch aus unge- Heuer hohe Dividenden— von 40, III und gar 122 Proz.— wies der Minister hin und nannte das Recht, das das Monopol aufhöbe, „das Recht, die Ersparnisse der kleinen Leute zu bewuchern". Die Rede hat keine gute Presse gehabt. Den Konservativen sind die Erklärungen über Wahlrecht und Monopol nicht genehm, den Sozialisten fällt bei jedem Zukunftsblick GiolUiis seine Vergangenheit ein. Während so der„Avernti" geringes Wohlwollen für die Rede hat und außerdem gegen den Minister den Vorwurf erhebt, in w i ch t i g st e r Stunde ohne Befragen d c S Parlaments gehandelt zu haben, ist die konser- valive Presse ergrimmt über die vielen Zugeständnisse an die S o z i a l i st e n. Der„Eorrierc della Sera" bezeichnet die Rede geradezu als einen Gang nach Canossa und verhöhnt Giolittis leidenschaftliches Werben um sozialistische Liebe. Aus alle Fälle hat Giolitti den Resormisten einen guten Stock Versprechungen milgegebcn, die in Modena die Aktien deS Rc- formiSmuS heben können. Auf Versprechungen einzelner Gesetz- entwürfe und solche konkrete Dinge hat sich Giolitti allerdings nicht eingelassen, mit dem Bemerken, daß jetzt die Wahlreform an erster Stelle kommen müsse und alles zu vermeiden sei, waS den Konservativen den Vorwand liefern könnte, um die Wahlrechts- erweiterung zu verzögern. Diese Wahlrcchtscrwcitcrung sängt an. eine Art Phantasma dcr italienischen Politik zw werden: die Sozialisten müssen dem Ministerium schön tun, um diese Nesorm nicht zu verscheuchen, und da» Ministerium darf keine andere forischrittliche Tat wagen, um aus ihr nicht dcr Wahlreform einen Strick zu drehen. Hoffentlich sehen wir dies Phantasma endlich greifbare Gestalt annehmen, damit es nicht weiter hcrumspuit, die einen vom Wagen und die anderen vom Tun abhält, als Lockmittel und Vorwand, deren lähmende Wirkung auch die Turiner Programmrede mit niederdrückender Deutlichkeit dargetan hat. PerNen. Vordringen der Türken. Nr»,'»,, 13. Oktober. lMeldnng der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Ans zuverläifiger Quelle wird mitgeteilt, daß die Türkei zehn Schwadronen Kavallerie zur Verstärkung des GrenzdiensteS in die oktopierten persischen Gebiete entsandt habe. Gewerkfcbaftlicbea. Berlin und Umgegend. Zum Konflikt tut Berliner Eisenbau. Von anscheinend interessierter Seite wird in der letzten Zeit systematisch die Nachricht verbreitet, das Scheitern der Verhandlungen zwischen den an der Ktindigung beteiligten Ingenieuren und Tech- nikern und ihren Arbeitgebern sei auf die ablehnende Haltung der ersteren zurückzuführen.— Das ist jedoch nichtderFall. Die Eiienkonstrnlteure sind vielmehr von Anfang an zu einer Verständigung bereit gewesen und haben alles aufgeboten, um geregelte Verhandlungen über den ge� wünschten Normaldienstvertrag auf einer auch für die Firmen- inhaber annehmbaren Grundlage zustande zu bringen. Zu diesem Zweck haben sie den Arbeitgebern u. a. zugestanden, in die ge� Planten Konferenzen mit der Firmenkommission nur diejenigen Mit glieder ihrer Aktionsleitung zu entsenden, die als Eisenkonstrulteure unmittelbar an der Bewegung beteiligt sind. Ein Zugeständnis, das von jedem Unbeteiligten, der dem Kampf einigermaßen unbefangen gegenübersteht, als die äußerste Grenze des Entgegenkommens be- zeichnet werden mutz, das den Angestellten überhaupt zugemutet werden kann. Wie wir von der Leitung des Bundes der technisch-industriellen Beamten erfahren, ist dieser VerbandlungsmoduS außerdem von dem Vorsitzenden der Firmenkommission, Herrn Direktor Gustav von den Kammerich- u. Belter« u. Schneevoglschen Werken, ausdrücklich als eine geeignete Grundlage bezeichnet worden. Wenn trotzdem bisher noch keine Verhandlungen zustande gekommen sind, so ist das wohl ausschließlich auf die scharfmacherischen Einflüsse des Verbandes Berliner Metallindustrieller zurück- zuführen, dem die Mehrzahl der Berliner Eisenbauanstalten seit kurzem angeschlosien ist. und von dem ihnen nun anscheinend jedes Entgegenkommen untersagt wird. Ende September hat zudem eine Tagung des Gesamtvcrbandes der industriellen Arbeitgeber statt gefunden, in der einige durch ihre unsoziale Haltung berüchtigte Industriellen aus Süddeutschland den Berliner Firmeniuhabern bereits heftige Vorwürfe wegen ihres angeblich noch zu rücksichts- vollen Vorgehens gegen die Organisation der technischen Angestellten gemacht haben. Zwei Tage darauf erfolgte dann die bekannte Erklärung der Firmenkommission, daß sie sich nicht damit einverstanden erklären könne, für die Leitung der Verhandlungen einen unparteiischen Borsitzenden zu stellen. An dieser Ablehnung ist dann die Ver- ständigung überhaupt gescheitert, da die Angestellten auf die Wahl eineS unparteiischen Vorsitzenden unter keinen Umständen verzichten wollen. Tatsächlich ist ja auch eine erfolgreiche Verhandlung zweier sich bekämpfenden Parteien ohne einen Unbeteiligten als BerhandlungSleitec gar nicht denkbar, ganz abgesehen davon, daß es von den Angestellten mit Recht als eine schwere Brüskierung empfunden werden muß, wenn man ihnen so die einfachste Au erkeniiling als gleichberechtigten Verhandlungsfaktor verweigert. Auf jeden Fall kann unter diesen Umständen nicht gut geleugnet werden, daß die Schuld an dem Scheitern der Verhandlungen, wie überhaupt an der höchst unerfreulichen Zuspitzung des Konfliktes, einzig und allein auf feiten der Arbeitgeber zu suchen ist, die wieder einmal glauben, den Herrn im Hause herauskehren zu müsse», wo doch durch ein wenig Entgegenkommen mit Leichtigkeit eine friedliche Beilegung des Konfliktes hätte erzielt werden können. Der Erfolg der Lohnbewegung in der Wäscheindustrie. In einer zahlreich besuchten Versammlung der Wäschearbeite- rinnen und-Arbeiter, am Donnerstag im Schweizer Garten, be- richtete Eue über die Tarifnicderlegung und die durch die Lohn- bewegung errungenen Vorteile. Wie der Redner ausführte, läßt sich das Ergebnis der Bewegung im einzelnen noch nicht genau beurteilen, da die neuen Akkordtarife noch nicht alle der Organi- sationsleitung zum Vergleich vorliegen; es steht-jedoch fest, daß in einer Reihe von Betrieben der Wochenverdienst der Zuschneider um 2 bis 6, ja in einzelnen Fällen um 8 Mk. gestiegen sind, und der der Näherinnen und Plätterinnen um 2 bis 5 M. Es sind jedoch auch mehrere Betriebe und Abteilungen vorhanden, wo die Zulagen äußerst gering sind. Schuld daran sind die dort beschäf- tigten Arbeiterinnen und Arbeiter selbst, weil sie nicht stark genug organisiert waren, sich trotz aller Aufforderung nicht zeitig genug um die Organisation und die Bewegung gekümmert haben. Im übrigen ist es hier und da schon zu Differenzen über die neuen Tarife gekommen, wobei es sich eben um solche Betriebe und Ab- teilungen handelt, wo das Personal von Anfang an nicht genügend auf dem Posten war. Es zeigt sich auch hier wieder, wie bei der ganzen Tarifregelung, deutlicher als je, daß der ganze Erfolg von der Stärke der Organisation und der Einmütigkeit und Tatkraft des Personals abhängt. Aber dies wird jetzt auch denen klar, die es bisher nicht erkannt hatten, und darum werden auch sie sich Abzüge an den teilweise sehr geringen Zugeständnissen nicht ge- fallen lassen. Die Akkordtarisfrage ist jetzt also soweit erledigt, als die Aufbesserungen festgelegt sind. Es handelt sich nun noch um die Zulagen, die laut Tarifvertrag alle die im Zeitlohn be- schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erhalten sollen, die im letzten Jahre keine Zulage bekommen und den Höchstlohn noch nicht erreicht haben.?lls Höchstlohn gilt ein Lohn, der den in der be- treffenden Abteilung verdienten Durchschnittslohn um 10 Proz. übersteigt. Es ist selbstverständlich, daß sich die Wochenlohnarbeiter und-Arbeiterinnen nun nicht mit allem zufrieden geben werden, was der Unternehmer bietet, und wenn es noch so gering wäre. Auch in dieser Frage, wie in allen aus dem Tarifverhältnis etwa entstehenden Differenzen, hat schließlich die Schlichtungskommission zu entscheiden.— Der Redner verlas sodann den allgemeinen Tarifvertrag und machte noch weiterhin auf die wichtigsten Be- stimmungen aufmerksam. Er betonte schließlich, daß das, waS durch die Lohnbewegung erreicht ist, keineswegs vollauf befriedigt, und daß die Wäschcarbeiterschafl nun alles aufbieten muß, um bis zur nächsten Lohnbewegung dje Lücken der Organisation so auszufüllen, daß die Wünsche, die man diesmal zurückstellen mußte, in vollem Umfange erfüllt werden.— Im selben Sinne äußerten sich auch die Diskussionsredner.— Es folgte dann der Bericht über die Streiks bei Blume, Simon und Wohl u. Hehmann. Bei Blume liegt die Sache so, daß dort außer dem Ehef und seiner Direktrice nur eine Arbeitswillige tätig ist. eine Frau, die früher schon viermal dort gearbeitet hat und als sie das vorige Mal nach Arbeit anfragen kam, abgewiesen wurde. Nun, wo die Firma sich in einer bedrängten Lage befindet, ist ihr offenbar auch diese Arbeitskraft gut genug. Wie der Referent weiter er- wähnte, hat Herr Blume sich an das Polizeirevier mit dem Er- suchen gcivandt, nicht zu dulden, daß Streikposten sich vor seinem Hause aufhalten; er soll aber von dem Revierleutnant die Antwort erhalten haben, daß keinerlei Veranlassung vorliege, einzuschreiten, da sich die Leute ja durchaus ruhig verhielten und keinerlei Gesetz- oder Ordnungswidrigkeiten begingen. Dies trifft denn auch durch- aus zu. ebenso wie die Streikposten bei den anderen Betrieben in aller Ruhe und Ordnung ihres Amtes walten Md sich hüten, der Polizei irgendwelchen Grund zum Einschreiten zu geben. Auch bei der Firma Simon wird der Streik einmütig geführt. Es ist auch dort eine Arbeitswillige im Betriebe, und sie übt sich zurzeit im Wäschezuschneiden. Die bestreikten Firmen suchen ihre Arbeit teils in anderen Betrieben und Plättanstalten sertigstellen zu lassen, und es wurden hier unter anderem die Firmen Wolff, Grcifswaldcr Straße, sowie Hoechst, Inhaber Vetter, Mühlen- straße 77, genannt.— Die Firma Wohl u. Heymann hatte sich durch eine Mittelsperson an Eue gewandt, um zu verhandeln. Die Verhandlungen fanden dann am Mittwoch statt und dauerten über fünf Stunden. Das Ergebnis ist gleich Null.— Der Redner verlas die von der Firma gezahlten und die nun von ihr gebotenen Löhne und Akkordsätze. Sie waren so niedrig, daß es der Versammlung lächerlich vorkam, wie die Firmeninhaber sich einbilde- ten. mit dergleichen Angeboten den Streit aus der Welt schaffen gu können. Die Streikenden haben es auch einstimmig abgelehnt, sich auf der Grundlage mit der Firma zu einigen. Selbstver ständlich erklärte sich auch die Versammlung mit dem Verhalten der Streikenden durchaus einverstanden. Uebrigens haben sie schon zum Teil bei anderen Firmen Arbeit angenommen. Daß die Arbeit bei Wohl u. Heymann oder bei den beiden anderen Firmen wieder ausgenommen wird, ohne daß es zu einer den allgemeinen Tarifverhältnissen entsprechenden Vereinbarung kommt, scheint ganz ausgeschlossen. Achtung, Dachdecker Berlins und der Umgegend! Bei der in diesem Jahre stattgefundeneu Lohnbewegung der Spandauer Dachdecker und Berufsgenossen hat auch Herr F. F ö r st e r in Spandau, Neuem dorfer Straße 75, die Lohn- und Arbeitsbedingungen für Spandau unterschristlich auerkanut. Gegenwärtig versucht Herr Förster, diese Abmachungen zu umgehen, indem er niedrigere Stundenlöhne als die vertraglichen bezahlt. Diese Werkstelle ist unbedingt von allen Dachdeckern und Berufsgenossen zu meiden. Zentralverband der Dachdecker. Verwaltungsstelle Berlin. „Alltionlilk" Reichstagskilndidatkn für � Kerlin! Gestern mußte man ein halbes Stllndlein über die Zeit warten, ehe man die»Große W ä h l e r�v e r s a mjm l u n g der natio- nsa len Bürgers ch'a ft Berlins" eröffnen konnte. Mit dröhnendem Bierbaß verkündete der Vorsitzende, daß er sich zur Vermeidung aller Störungsversuche das HauSrecht habe übertragen lassen. Der Hauptredner deS nationalen Abends war der frühere General und jetzige Dreiklassenmann v. Ditfurth. Sein größter Schmerz ist die Haltung des»Berliner Tageblatts" und des Freisinns, die diesmal sich nicht mehr ganz so begeistert von der löblichen Junker schaff einfangen lassen wie Aimo Bülow. Und Düsseldorf, das die verräterischen— Nationalliberalen der Sozialdemokratie in die Hände gespielt hätten! Aber ein offenbar nur halbdeutscher Opponent rief immer dazwischen, daß es einen nationalen Zusammenschluß mit dem römischen Zentrum nicht gebe. Jede Bewerbung um soziah demokratische Stimmen verurteilte der General-Redncr— aber auf die Vergangenheit ließ er sich nicht ein. Der bad ifche Minister Bodman sei schuld wenn die Arbeiter in hellen Haufen zur Sozialdemokratie strömen I Zuruf: Lebens mittelteuerung!— Deutsche Antwort Der Mann hat'ne Ahnung!) Wer hat die Lebens Verhältnisse der Arbeiter verbessert?n internationaler MedaklionSrat zusammentrete», der die Richtlinien der zu perfolgcndcu Politik festlegt und überwacht.„Le Journal Jnteriiational" wird voraussichtlich vom 1. Februar des kommenden Jahres ab erscheine». Rmt"~ ma»raA. i» Vi?'verde» zu», ersten Male in einer billigen Ausgabe in He sseö Klassikerausgaben erscheinen. Die Ge- amlauSgabe nnt Lebensbild und Einleitungen Von Prof. Stäben- lechncr wird in 1 Lemenbanden 10 M. kosten. mn seine Sache ist, der, bald außerhalb, bald innerhalb der Partei« organisation stehend, sich stets von idealen Erwägungen leiten ließ und große Kämpfe durchgekämpft hat. die der Sache des Sozialismus unverloren waren. Trotzdem ist De Feiice alles andere als ein theoretisch durchgebildeter Sozialist: ihm sind die intellektuellen Voraussetzungen unserer Bewegung fast ganz fremd. Er ist Gefühlssozialist und geht für seine Sache durchs Feuer. Außerdent ist er ein Mann von beispiellosem physischen und moralischen Mut, was sein ungeheures Prestige in den Masten erklärt. Wenn er sich aber hente für ein Kolonialabenteuer be- geistert, so darf man das nicht dem italienischen Sozialismus zur Last legen. De Felice ist ein Eingänger. den die Partei, durch seine Zugehörigkeit zur sozialistischen Parlanientsfraktion, zu den ihren rechnet, dankbar für jeden Beitrag revolutionärer Energie, den der Süden liefert und wohl verstehend, daß rückständige und anormale Verhältnisse keinen günstigen Nährboden für einen auf Wirtschaft- licher Erkenntnis aufgebauten Sozialismus und sozialistische Kritik liefern lönneii._ polizeUlcheSj GmchtUcbes ufw. Haussuchungen. Von fünf Kriminalbeamten wurde am Donnerstag unser Bochumer Arbeitersekretariat beehrt, die nach einem Flugblatt suchten, das den Boykott über die Tauffenbachsche Mühle verhängte. Natürlich war die Mühe vergebens, worauf dann eine Haussuchung in der Wohnung des Herausgebers des Flugblattes, Genossen Thöne, vorgenommen wurde— mit dem gleichen Resultat. Aber die Hüter des Gesetzes ließen sich durch Mißerfolge nicht abschrecken und statteteten auch noch unserem Parteiorgan, dem„Volksblatt" einen Besuch ab; auch hier war die Mühe umsonst; cS wurde nichts gefunden._ Jugendbewegung. Nach bewährten Mustern. Ein klerikaler Agitator in Oe st erreich. Ingenieur Meixner, tritt jetzt dasür ein, daß der Staat zwei Millionen für Jugend- sürsorge, will sagen für Fernhaltung und Ablenkung der Arbeiter- jugend von der Arbeiterbewegung und ihre Indienststellung für die bürgerlichen Interessen widme. Nun ist die Beschaffung dieser Summe ja schon aus Dallcsgründc» nicht so leicht. Aber man hat wenigstens den Herrn Meixner unter die k. k. Fittiche genominen und ihn zum Inspektor für Jugendfürsorge im Ministerium für öffent- liche Arbeiten ernannt. Für ihn ist gesorgt. Und sein Programm lautet: ,1. Liebe zu Kaiser und Reich. 2. Bewahre dir in jeder Lebenslage eine heitere, zuversichtliche Stimmung." AlS wohlbestallter Ministerialbeamter kann er diese Stimmung wohl be- wahren l_ Die unsittliche Arbeiterjugend. In Thekla, einer Gemeinde bei Leipzig, hat sich der Schul- borstand mittels einer neuen Schulordnung das Recht gesichert. Fortbildungsschülern die Zugehörigkeit zu einem Verein zu versagen. Als nun einige Schüler, die vor Erlaß der neuen Schulordnung dem Jugendverein im benachbarten Mockau beigetreten waren, um die erforderliche Genehmigung nachsuchten, wurde ihnen diese ver- weigert, weil im Jugendbildungsverein die männlichen und weib- lichen Mitglieder anch abends zusammenkommen und man Be- sorgnis hege, daß die jungen Leute sittlichen Gefahren ausgesetzt seien I Die Vereinsabende der Jugend— denn nur diese können unter den abendlichen Zusammenkünften gemeint sein,— find also unsittlich, weil in ihnen junge Mädchen und junge Männer gemein- sam der Vervollkommnung ihrer Bildung zustreben. Woher mag der Mann seine Erfahrungen geholt haben, daß er zu solchem Urteil kommt? Aus den Kreisen, die der Förderung der Arbeilerbildung dienen, sicher nicht. Hue Industrie und Ftandel. Die A. E.-G. Der Generaldirektor Rathenau und seine A. E.-G. verschnaufen auf der Höhe, die sie erreicht haben. Der Weg zur Eroberung Süddeutschlands ist geebnet, der frühere Mitkontrahent des geheimen Elcktrokartells, die Feiten- Gnilleaume- Lahmeyer- Unter- nehmungen, kanien im vergangenen Geschäftsjahre in den Macht- bcreich der N. E.- G., und die ivichtigsten Konkurrenten, die Berg- mannwerke und Siemens u. Halske, blieben im Dividendenwettstreile zurück. Die A. E.-G. ist ein Kind jüngster EntWickelung. Im Jahre 1896 verfügte sie über 25 Millionen Mark Aktienkapital, 1900 waren es schon 60 Millionen, 1906 wurden die ersten 100 Millionen erreicht, 1911 ist das Aktienkapital im Zusammenbang mit der Lahmeyer- fusion auf 130 Millionen Mark gestiegen. Dazu kommen 51 Millionen Mark Obligationskapitalien, eine neue Anleihe von 30 Millionen Mark ist jetzt geplant. Die Dividenden der A. E.-G. betrugen von 1896 bis 1900 regelmäßig 15 Proz., dann kam eine Periode innerer Konsolidation. allerdings' auch durch äußere Umstände beeinflußt, die Leistungen fielen bis auf 8 Proz. 1901 und 1902— und fingen dann im Dividendenwettkampf mit den anderen großen Unternehmungen an zu steigen bis zu 11 Proz.. die für das vorige Gescväilsjahr aus- gezahlt wurden. Diesmal sind es wieder 14 Proz. Die offizielle» Reserven haben dabei die Höhe des halben AklienkapitalS erreicht. Die A. E.-G. ist daS typische Beispiel für die EntWickelung der modernen Prodiiklionsmächte. Scharf zerfällt ihr Verdienst in Ge- Winne aus den, Fabrikations- und Verkaufsgeiwäst und solche ans dem Finanzgeschäft, das sich aus Gründungen. Verschmelzungen und anderen Finanztransaktionen von durch die Aktie beherrschten Unter- nehmungen zusammensetzt. Die Oeffentlichkeit erfährt nur von den Gewinnen aus dem erstgenannten Geschäft, wobei es noch fraglich erscheint, ob die Gewinne aus dem geheimgehaltenen nicht in Wirk- lichkeit die größeren sind.„„ Als Produktionsfaklor ist die A. E.-G. heute schon herrschender Riesenbetrieb, der 32 Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit be- schränkler Haf, Pflicht umfaßt, 33 JnstallalionSbureauS, 11 Ingenieur- abteilungen im Jnlande und 90 Bureaus im Auslände besitzt. Dazu kommen dann noch 42 Vertretungen in außereuropäischen Ländern. Aus dem hiermit geschaffenen Herstellungs- und VerkaufsgeschSn von Elektro», aschinen. Turbinen. Apparaten. BelenchtungSmatei, allen, Kabeln, Triebwagen usw. usw. ergab sich seit 1907/08 der in folgendem zusammengestellte Geivinn: 1907/03 1908/09 1909/10 1910/11 in Millionen Mark Reingewinn.... 15,9 16-� i8,4 22.1 Divioende.... 12,0 19,0 14,0 14,0 Die Hauptkrast. die auch erst daS große Warengeschäft garantiert. liegt bei der A. E.- G. in ihrer unerschöpflich erichemenden Geldmacht. Sie ist planmäßig dani ausgenuyi worden, ein weil- verzweigtes Netz von Tochter- und Enkelgescllichaften zu tchnsten, die alle miteinander durch gegenseitigen Aktienbesitz verwandt sind und weit über die eigentliche Elektroindustrie hinaus Macht besitzen. Damit ist selvstverständlich auch die Grundlage zur Herrenstellung in allen Elektrokartellen und allen Rohslosfvcrbänden gegenüber ge- geben.„ n- m et' c. Die Gewinne, die auS der Finanzarbeit der A. E.-G. fließen. sind nie bekannt geworden. Welch riesige Höhe sie habe», erfahrt die Öestentlichkeit unmer nur aii Einzelbeispielen, die die Methode beleuchten. wie es unter anderem auch die Berliner Elektrizitäls-Werke. eine der größten Tochtergesellschaften der A. E.-G., abgeben. Hier ist man von einer Kapitalerhöhung zur anderen geschritten, getrieben durch die Interessen der A. E-G., der vertraglich immer die Hälfte der Neuemissionen zum Nenniverte zustehen, trotzdem der eigentliche Marktwert ganz wesentlich höher ist. Jedes Geschäft dieser Art Aringt der A. E.« G. Millionen! Die Riesengewinne der Finanz- transaktionen verschwinden durch.innere Buchungen', in Wirklichkeit verstärken sie fortgesetzt die äußere Macht der A. E.-G.. die auf die Herstellung des Elektromonopols gerichtet ist. Der Ueberland- zentralenbau hat bewiesen, wie weit in Wirklichkeit dieser Arbeit schon Früchte gereift sind._ Sozialea* Die Konsumgenossenschaft in Groh-Berlin, Einigkeit macht stark. Prächtig gedeiht die Konsumvereinsbewegung in Berlin. Zu- nächst hatte sie nicht recht aufkommen wollen, weil dem Wachstum Sonderbündelei und die Uebertreibungen von gutgesinnten Eigen- brödlern entgegenstanden, die da glauben machen wollten, die Kon- sumgenossenschaftsbewegung köttne die bürgerliche Gesellschafts- ordnung umwandeln, den Klassenkampf beseitigen. Diese Ueber- treibungen führten naturgemäß zu Ueberschätzungen der Wirt- schaftlichen und kulturellen Vorteile, die eine in sozialistischem Sinne geleitete Genossenschaftsbewegung den einzelnen Arbeitern und der Arbeiterklasse bringt. Endlich, nicht zuletzt infolge der fortdauernden Hinweise im„Vorwärts", daß Voraussetzung einer gedeihlichen Entwickclung die Aufhebung der Zersplitterung sei, wurde im Frühjahr 1908 die Verschmelzung der einzelnen Vereine, die Zentralisation, beschlossen und bald in die Tat umgesetzt. Jetzt begann ein rapides Wachsen. Die Zahl der Genossenschaftsmit- glieder stieg von 10 221 Ende Juni 1908 auf 19172 im Juni des folgenden Jahres. Die Genossenschaft konnte zur Errichtung eines eigenen Heimes mit einem großen Lagerhaus, einer be- deutenden Dampfbäckerei und einer Fruchtsaft-, Selterwasser- und Limonadenfabrik schreiten. Bei der Grundsteinlegung des ge- waltigen Baues in der Rittergutstraße in Lichtenberg am 2. Mai 1910 zählte die Konsumgenossenschast bereits rund 30 000 und heute über 42000 Mitglieder. Dadurch, daß die Gedanken über die Möglichkeit des Erfolges der Genossenschaften aus dem Himmel phantastischer Illusion auf den Boden der harten Wirk- lichkeit gestellt wurden, wurde die Genossenschastsbewegung am kräftigsten gefördert. Wie einig die Arbeiterklasse über die Notwendigkeit des Ein- tritts in die Konsumgenossenschaft ist, zeigten die sozialdemokra- tischen Kongresse in Kopenhagen und Magdeburg. In Deutschland muß die Teuerung jedem denkenden Arbeiter klarmachen, wie nützlich für ihn der Beitritt zur Genossenschaft ist. Kann die Konsumvereinsbewegung auch die Teuerung nicht völlig beseitigen, so kann sie sie doch in ihren Folgen erheblich mildern, und das in um so größerem Maße, als die Zahl der Mitglieder wächst. Die durch indirekte Steuern und Zölle hervor» gerufene künstliche Teuerung der notwendigen Lebens- und Be- darfsmittel und die durch natürliche Erscheinungen erfolgte Ver- mehrung dieser Teuerung weist den Arbeiter und seine Familie darauf hin, in seinem und der Seinen Interesse Mitglied der Konsumgenossenschaften zu werden. Zu den direkten in Mark und Pfennig auszurechnenden Vorteilen tritt das erhebende Bewußtsein für die Genossenschaftsmitglieder, daß durch den Beitritt zur Genoffenschaft wenn auch in noch so bescheidenem Maße der Geist der Solidarität der Arbeiterklasse gepflegt und ihre wirtschaftliche Macht erhöht wird. Wer Mit- glicd der Konsumgenossenschaft werden will, wendet sich an eine der Verkaufsstellen. Dort unterzeichnet man die Beitrittserklärung und zahlt eine Eintrittsgebühr von 50 Pf. Der Geschäftsanteil beträgt für jedes Mitglied 30 M. und kann in Raten gezahlt oder von der Rückvergütung gutgeschrieben werden. Die Rückvergütung wird aus dem Reingewinn entnommen und nach Maßgabe der gekauften Warenmenge an die einzelnen Mitglieder verteilt. Mögen die Berliner Genossen dasür sorgen, daß die Berliner Genossenschaftsbewegung bald an erster Stelle in Deutschland steht. Auf dem Wege dahin ist Berlin. Je mehr Mitglieder— desto höher die Leistungen. Die demokratische Organisation der Genossenschaften sorgt dafür, daß die Leitung im sozia- listischen, dem Allgemeinwohl dienenden Sinne auch ferner betätigt wird. Frivole Einrede. Die Großbuchbinderei Schomburg in der Alten Fakobstraße 9 ging durch Kauf mit allen Aktiven und Passiven auf die Firma Heinrich Fuhr in demselben Hause über, deren Inhaber ein Herr Ad. Cronbach in Groß-Lichterfelve, Karlstr. 104, ist. Auch da? kaufmännische Personal der Firma Schomburg wurde übernommen. Eine seiner Handlungsgehilfinnen, die schon bei Schomburg tätig war und dort eine Vertrauensstellung genoß, wurde von Herrn Cronbach entlassen. Sie klagte am Donnerstag vor dem hiesigen Kaufmannsgericht auf Zahlung des Gehalts bis zum Ablauf der rechtmäßigen Kündigungsfrist, da sie zu Unrecht entlassen worden sei. Der Beklagte machte als Grund zur sofortigen Entlassung geltend, die Klägerin habe trotz dreimaligen Verbots telcphonische Privatgespräck)« im Geschäft gefuhrt, sich auch während der Mittags- ruhepause— die Klägerin hatte sogenannte englische Tischzeit— entfernt und endlich: es sei ein Schriftstück geschäftlicher Natur, das die Klägerin in Händen gehabt, plötzlich verschwunden und später bei dem früheren Inhaber Herrn Schomburg wieder aufgetaucht. Dieses Schriftstück habe die Klägerin unterschlagen und es ihrem früheren Chef ausgehändigt. Ueber diese letzte Behauptung erfolgte Beweisaufnahme. Disse hatte ein verblüffendes Ergebnis. Der Hauptzcuge Schomburg bekundete, daß er das Schriftstück nicht von der Klägerin, sondern von— Herrn Cronbach selbst erhalten habe? Er habe sich gewundert, daß er zwei Exemplare von der Inventur- aufnähme bekam, und dieser seiner Verwunderung auch seinem Buchhalter gegenüber Ausdruck gegeben. DaS KaufmannSgericht verurteilte natürlich den Beklagten nach dem Klageantrage. Der Vorsitzende Magistratsasscffor Dr. Gordan, gab in seiner mündlichen Urteilsbegründung u. a. der Meinung des Gerichts dahin Ausdruck, daß der Beklagte nur einen Grund gesucht habe, um sich der Klägerin zu entledigen. Dabei habe er sich nicht gescheut, durch eine gänzlich unmotivierte, frivole Behauptung den guten Ruf einer Angestellten zu verdächtigen.— Gerichts-Zeitung. Mainzer SittlichkcitSschnüffeleien. Die Korrespondenz„Schweder und Hertzsch" wendet sich in einer Zuschrift an uns gegen unsere Darlegungen in Nr. 239. Sie meint, sie habe keine Behauptung wiedergegeben, sondern lediglich wiedergegeben, was Gegenstand der Verhandlung gewesen. nur registriert, was die Zeugen unter Eid ausgesagt haben. Drei andere Referenten hätten ebenso wie„Schiveder und Hertzsch" berichtet. Unsere Mainzer Information müsse ein gründlicher Täuschungsversuch sein. Dem ist jedoch keineswegs so. Unsere Darlegungen und den Vorwurf sensationell aufgeputzter Berichterstattung gegenüber der erwähnten Korrespondenz müssen wir vollinhaltlich aufrecht erhalten. Die Zeuginnen haben nicht das. was die Korrespondenz sie sagen läßt, ausgesagt. Die Korrespondenz hat in einer nicht scharf genug zurückzuweisenden Art ihren Bericht auf das einseitigste nicht nur rücksichtlich einer Zeugenaussage zugestutzt. Daß bei einer Berichterstattung hiex und da kleine Unebenheiten unterlaufen. ist menschlich. Wenn aber Schweder und Hertzsch aus ihrem Bericht so ziemlich alles fern hielt, was zugunsten der Einrichtung einer assistentin und ihres Wirkens spricht und Zeuginnen Dinge vorbringen läßt, die sie nicht oder in völlig anderem Zusammenhang ausgesagt haben, so ist das eine Art der Bericht- erstattung, die nicht scharf genug zu verurteilen ist, zumal eine Zeitung außerstande ist, sofort das Unwahre in dem Be- richt zu erkennen. Wenn Schweder und Hertzsch meinen, ihre falsche Berichterstattung müsse doch wahr sein, da auch andere Referenten so berichtet hätten, so liegt die Sache doch anders, anch wenn die Schweder-Hertzsche Be- hauptung zutreffen sollte. Die gemeinsame falsche Bericht- erstattung kann sehr wohl darauf zurückzuführen sein, daß alle diese Korrespondenzen d e n s e l b en Referenten hatten. Und das scheint in der Tat so zu liegen, zumal wie uns absolut zuverlässig mitgeteilt ist, stundenlang kein oder nur ein Vertreter aller dieser Korrespondenzen anwesend war. Die Unzuverlässigkeit der Korrespondenz„Schiveder u. Hertzsch" ist ja leider nicht nur in: Mainzer Fall zutage getreten. In einem solchen, speziell im vorliegenden Fall, wäre es eine Anstandspflicht für die Korrespondenz, ihre Irrtümer oder wenigstens die wesentlichsten derselben nachträglich zu be- richtigen. Unbekümmert um die Nichterfüllung dieser Pflicht durch den Berichterstatter hat der„Vorivärls" stets, sobald er zuverlässig erfuhr, daß er falsch berichtet war, rückhaltlos dies konstatiert. Diese Konstatierung konnte auch im vor- liegenden Fall nicht unterbleiben, wiewohl von uns nur in einem Punkt, und auch nur mit Vorbehalt, die unrichttgen Darstellungen der Korrespondenz„Schweder u. Hertzsch" be- nutzt sind. Die allein auf der Korrespondenz„Schweder u. Hertzsch" aufgebauten sensationellen Berichte des„Berliner Tageblatts", des„Lokal-Anzeigers" und der„Morgenpost" widersprachen in mehrfachen Punkten der Wahrheit. Geheimmittelprozeß. In der Kurpfuschergesetzkommission des Reichstags schlug es wie eine Bombe ein, als der Genosse Stadthagen die gegen Aus- beütung vorgeschlagenen Polizeimittelchen u. a. unter Hinweis darauf bekämpfte, daß ja die zweifellos stattfindenden schamlosen Ausbeutungen durch Verkauf nutzloser, zum mindesten meist nutz- loser Geheimmittelchen zu«norm hohen Preisen an unbemittelte Kranke als Sachwucher strafbar seien, aber nie verfolgt würden. Die Regierung und die Staatsanwaltschaft schienen diese auf An- regung des Reichstags beschlossene Vorschrift nicht zu kennen. Ein Regierungsvertrcter erwiderte, die Wucherparagraphen bezögen sich nur auf Darlehen, gab aber, als der Zentrumsabgeordnete Mayer (Kaufbeuren) und Sladthagen ihm den Z 302e Str.-G.-B. vorhielten, seinen Irrtum zu. Eine Folge der vor einem halben Jahre gepflogenen Kam» missionsverhandlungen scheint eine Verfügung des ReichjSjustiz- amtS gewesen zu sein, in der auf die Anwendbarkeit des ß 302e Str.-G.-B. hingewiesen wurde. Heute beginnt der erste gegen Gcheimmittelsckiwindcl gerichtete Prozeß dieser Art vor der zweiten Strafkammer des Landgerichl» Berlin I. Es ist ein Massenprozeß, der zur Aufklärung de? Publikum? geeignete Einblicke in den Vertrieb sogenannter Ee- Heimmittel gestattet. Auf der Anklagebank haben 18 Personen Platz zu nehmen: Der Kaufmann Albert Bleichröder, der Drogist Heinrich Bocatius auS Pankow, der Bankier und Direktor der Schöneberger Spar- und Darlehensbank Florando Eichbaum aus Schöneberg, die Masseuse Minna Gawlitza, der Kaufmann Max Hacdicke, die Inhaberin einer Heilanstalt Bertha Härder, der Redakteur Ferdinand Johannssen, der Kaufmann Jakob Kailing aus Frankfurt a. M., der Schrff� steller Hans Krllerhals aus München, der Kaufmann Ferdinand Merker, der Apotheker Reinhold Möller, der prakt. Arzt Dr. med. Karl Reinhardt, der Ingenieur Franz Nenner, der Kaufmann Kart Schweizer aus Velbcrg(Bayern), der Kaufmann Georg Tonn, der Redakteur der„Zeit am Montag" Emrl Weigand. der Drogist Maximilian Zaremba und die Inhaberin eines Versandhauses Hedwig Delin-Zech.— Die sehr umfangreich« Anklage zerfällt in zwei Teile. Die Angeklagten Bleichröder, Eichbaum, Bocatius. Gawlitza. Kailing, Merker, Zaremba, Möller, Schweizer und Delin» Zech stehen unter der Anklage des Sachwuchers im Sinne des K 302s Str.-G.-B. Sie werden beschuldigt, sich gewerbs- und gcwohnhcitS. mäßig unter Ausbeutung der Notlage und Unerfahrenheit anderer VermögcnSvorteile gewähren lassen zu haben, welche den Wert der Leistung dergestalt überschritten, daß sie in auffälligem Mißvcrhält, nis zu der Leistung standen. Die übrigen Angeklagten, mit AuS- nähme von Johannsson, Renner und Weigand, haben sich wegen unlauteren Wettbewerbs, die drei Letztgenannten wegen An- preisung unsittlicher Gegenstands bczw. Beihilfe zu den Ver- gehen der sämtlichen Angeklagten zu verantworten.— Die Anklage wirft den Angeklagten im einzelnen folgendes vor: In dem von dem Angeklagten Weigand redigierten Inseratenteil der„Zeit am Montag" erscheinen, ebenso wie in mehreren anderen Zeitungen. Inserate, in welchen Heilmittel gegen Gcschlcchtskrvnkhei'tcn, Mittel gegen Schwächezustände. Monatspulver und-tropfen. Nährpulvcr zur Erzielung schöner Körperformen, insbesondere sogenannten Busencrcmes usw. angepriesen werden. Nach Ansicht der Anklage handelt es sich in allen diesen Fällen um ganz minderwertige und zum Teil längst bekannte und veraltete Heilmittel, durch die ledig- lich auf die Unerfabrenheit und Einfalt deS einfacheren Publikums fpeluliert wird und die zu ganz unerhört hohen Preisen bertrieben werden. Die Anklage dürft« auch darauf Gewicht legen, daß die oft jahrelang leidenden Kranken, die vergebens Hilfe suchten, sich in einer Rotlage befanden, die durch Verkauf geringwertigen Zeuges zu hohen Preisen ausgebeutet wurde. In sämtlichen Fällen hatten die von den des Sachwuchers angeklagten Personen vertriebenen Mittel, die für 6— 10 M. verkauft wurden, einen Wert von höchstens 40 bis 50 Pfennigen. Der Angeklagte Eichbaum, welcher neben einem Berufe als Bankier und Bankdirektor noch Inhaber einer Firma Dr. Aders u. Co. ist, hat u. a. Monatstropfen und-pulver zum Preis« von 4,50 bezw. 6 M. verkauft, die aus Zimmt. Pfeffer- minz und Kamille bestanden und einen Wert von 25 bezw. 40 Pf. hatten. Der Angeklagte Merker, der früher Tischler war und jetzt Inhaber der Firma Dr. Schäffer u. Co. ist, verkaufte u. a. ein aus römischer Kamille bestehendes Mittel für 3 M., welche? noch nicht 50 Pf. Wert hatte.— Die wegen unlauteren Wettbewerbs angeklagten Personen sind Inhaber von Heilanstalten. Sie sollen in großsprecherischen Inseraten selbst in verzweifelten Fällen Hilfe bei allen möglichen Leiden zugesichert haben. Die Anklage be- hauptct. daß es sich um Versprechen handele, wie sie der tüchtigste und erfahrenste Arzt nicht machen könne.— Die Angeklagten be- hauptcn u. a.. daß sie keinerlei zu weit gehende Versprechungen ge- macht bezw. zu hohe Preise genommen hätten. In dem Handel mit kosmetischen und anderen Tingen würden noch ganz andere Preise genommen, so zum Beispiel für die Flosthe Odol. die 4 Pf. koste. 1,20 M.. für Javol, welches 3 Pf. pro Flasche Wert habe, 1.15 M. Zu der Verhandlung, für w lcke vorläufig 3 Sitzungstage in Aussicht genommen sind sind Prof. Dr. Tlioms-vom Pharmazeutischen Institut und Medizinalrat Dr. Hoffmann geladen. Unter der Anklage des Mordes und des versuchten MordeS hatte sich gestern der Arbeiter August Kuhlmey vor dem Schwur- gcricht des Landgerichts I zu verantworten. Der seit dem 29. April dieses Jahres in Untersuchungshaft befindliche Ange- klagte wird beschuldigt, in der Nacht zum 23. April dieses Jahres in dem Hause Bernauer Strohe 49 seine 22jährige Stieftochter Anna Kuhlmey, früher Grubert genannt, vorsätzlich und mit voller lleberlegung getötet zu haben. Ferner wird dem Angeklagten auch noch ein Mordversuch gegenüber seiner Ehefrau zur Last ge- legt. Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgerichtsdirektor Kasten, die Anklage wird von Staatsanwalt Dr. Kiesel vertreten. Als Verteidiger des Angeklagten fungiert Rechtsanwalt Dr. Hol- pcrt. Zu der Verhandlung, für welche zwei Sitzungstage anbe- räumt sind, sind 30 Zeugen geladen, außerdem als Sachverständige Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Straßmann und Dr. Fritz Lcpp- mann. Der Anklage liegt im einzelnen folgendes zugrunde: Der Angeklagte ging im Jahre 1898 mit seiner jetzigen Ehefrau, einer geborenen Grubert, die Ehe ein. Seine Frau brachte ihm als Hochzcitsaugebinde ihre damals 9jährige Tochter Anna mit in die Ehe, deren Vater ein Kondukteur Bannert war, der sich auch. verpflichtet hatte, für den Unterhalt des Kindes zu sorgen. Nach vierjähriger Ehe legitimierte K. vor dem Standesbeamten die Tochter seiner Frau als fein Kind und bewirkte, daß sie auf diesem Wege den Nanien Kuhlmey erhielt. Die Anna Kuhlmey wurde später von einem gewissen Manowski in Gera als Artistin aus- gebildet und war längere Zeit in dem„Elysium" in Breslau tätig. Von dieser Zeit ab soll sie sich nicht mehr um ihre Eltern bekümmert haben. Der Angeklagte machte ihr mehrfach Vorwürfe, hauptsächlich darüber, daß sie kein Geld schicke, trotzdem er ihre ganze Ausbildung bezahlt habe. Die K. soll sich schließlich einem leichtsinnigen Lebenswandel ergeben hahen, so daß sie erst in dem „Allerhciligcnhospital" in Breslau und dann in einer Besserungs- anstalt Ausnahme finden mutzte. Der Angeklagte nahm sie jedoch, trotzdem sie noch mehrfach das Haus verließ und monatelang in der Welt umherzog, immer wieder auf. Da sich die Mutter stets auf die Seite ihrer Tochter stellte, kam es zwischen dem Ange- klagten und seiner Ehefrau wiederholt zu Zwistigkeiten, die dazu führten, dah ihm die Frau eines Morgens sogar den Kaffee ver- weigerte und ihm das Brot aus der Hand riß. An demselben WWW' in der iugelpatronen >olver gekauft, um seiner Frau damit zu drohen und sie einzuschüchtern. In der Wut und Aufregung über die fortgesetzte schlechte Behandlung durch Frau und Tochter habe er schon damals den Gedanken gefaßt, beide zu erschießen.— Aehnliche Angaben machte er schon eine Woche vor der Tat zu verschiedenen Zeugen. Die häuslichen Verhältnisse spitzten sich immer mehr zu und sührten dazu, daß der Angeklagte schon am 23. April nach voraufgegangenem Streit mit dem Re- volver auf seine Tochter losging und drohte, sie zu erschießen.— Am Abend des 27. April habe ihm seine Frau, wie der Angeklagte vor Gericht erklärte, seine Schlüssel weggenommen und ihm gedroht, ihn nicht wieder in die Wohnung hineinzulassen. Der Angeklagte ging dann weg und drohte die Tür einzuschlagen, wenn man ihn nicht hereinlassen würde. Gegen)412 Uhr nachts kam K. zurück. Er trat an das Fußende der Betten heran und forderte seine jyrau und Tochter auf, ihm noch Kaffee zu kochen. Als beide sich weiger- ten, zog er den Revolver hervor und äußerte:..Da seht Euch an, was ich gekauft habe. Wollt Ihr Kaffee kochen oder nicht? Wenn nicht, ist mir alles egal!" Frau Kuhlmey äußerte hierauf unter Hinweis auf den Revolver:„Ter ist wohl ans Schokolade?" In diesem Augenblick legte der Angeklagte die Waffe an, zielte einige Zeit und brückte aus die Frau ab, die vor Angst ein Kopfkissen vor das Gesicht hielt. Die Kugel fing sich in den Federn, so daß Frau K. nur Brandwunden erlitt. Inzwischen war die Anna Kuhlmey aus dem Bett gesprungen und wollte unter das Bett kriechen. Der Angeklagte ging auf sie zu und schoß ihr in etwa einem halben Meter Entfernung eine Kugel in den Hinterkopf. Das Mädchen stieß einen gellenden Schrei aus und stürzte dann tot zu Boden. Kuhlmey ging hierauf nach der nahegelegenen Wache des 99. Polizeireviers, wo er sich mit den Worten:„Ich habe soeben Frau und Kind erschossen!" meldete. Er erklärte, daß ihn„die beiden Weiber" durch ihre systematischen Quälereien dazu gebracht hätten. Bei diesen Angaben blieb er dann auch bei seinen späteren Vernehmungen. Vor Gericht gab der Angeklagte, infolge eines Sprachfehlers kaum verständlich, eine ausführliche Schilderung seines traurigen Ehclebens. Er habe schließlich, als er die Quäle- reien nicht mehr aushalten konnte, sich den Revolver gekauft, um seine Frau einzuschüchtern, die ihn fortgesetzt„gepisackt" habe. Bei der Tat selbst habe er keine lleberlegung gehabt, er habe in der Aufregung nicht gezielt, sondern drauflos geschossen.— Von Rechtsanwalt Dr. Holpert ist der Beweis dafür angetreten worden, daß der Angeklagte stets ein fleißiger und sparsamer Arbeiter war, dem von allen Seiten das beste Zeugnis ausgestellt werde. Die Verteidigung nimmt ferner auf das Zeugnis der beiden mcdi- zinischen Sachverständigen Bezug, daß der Angeklagte infolge einer gewissen geistigen Minderwertigkeit sehr leicht zu Affektshand. lungcn neige. Ueber das Resultat der Verhandlungen werden wir berichten. äiis der fraiienbcwegunef* „Herz heißt des Weibes Geist!" Kennen die Genossen und Genossinnen den regierenden Ober- bürgermeister Rösler-Schmalkalden? Nein. Dann ist es die höchste Zeit, daß sie seine Bekanntschaft machen. Auf der Versammlung des„Reichsverbandes deutscher Städte", der zurzeit hier in Berlin tagt, hat erwähnter Oberbürgermeister eine mächtige Rede ge- schwungen, in Gegenwart des Vortragenden Rates im Kultusmini- sterium Geheimer Regierungsrat Dr. Engwer. Mit dieser Rede hat besagter Oberbürgermeister für ewige Zeiten seinen Namen der deutschen Frauenbewegung im besonderen und dem deutschen Schulwesen im allgemeinen mit glühendem Stempel aufgedrückt.' Der Herr Oberbürgermeister von Schmalkalden sprach über:„Die Stellung der Kleinstädte zu den neuen Bestiinmungen über das höhere Mädchenschulwesen". Bekanntlich segelt unser Kultusmini- sterium im tiefsten Wasser der Reaktion.tzcs sieht mit Entsetzen das Studium der Frauen anwachsen, und möchte am liebsten mittel- alterliche Frauenschulen aus dem Boden stampfen, um den voran- stürmenden Mädchen die WegG zu verlegen. Bedrängt und in die Enge getrieben, hat es sich eine Reform der höheren Mädchenschule schweren Herzens abgerungen, über die die Holzschuhe der Zeit hoffentlich recht bald recht feste hinwegtrampeln werden. Auf den Jammer der Volksmädchenschule, die schon mehr Armeleutcschule ist. soll hier heute gar nicht eingegangen werden. Genug, dem Herrn Oberbürgermeister ist die Reform der höheren Mädchenschule schon viel zu weitgehend, er verneint sie für die kleinen Städte, und sagte nach dem„B. T.":„In der Kleinstadt vereinigt die höhere Mädchen- schule alle Mädchen der höheren Stände, bietet aber weit mehr, als das durchschnittliche Bildungsbedürfnis des weiblichen Geschlechts erheischt und als man von der gebildeten Frau heutzutage an Kenntnissen erwartet. Diese Schule sei zugeschnitten auf diejenigen Mädchen, die sich höheren wissenschaftlichen Frauenberufen zuwen- den wollen. Das aber sei nur ein verschwindender Bruchteil der Schülerinnen. Aus ethischen Gründen sei es bedenklich, die allge- meine Bildung des weiblichen Geschlechts zu erweitern. Zwinge man die Frau, sich eine Fülle abstrakten Wissens anzueignen, so bc- raube man sie ihrer schönsten Reize.„Herz heißt des Weibes Geists Wird sie unendlich lieben können, dürft Ihr getrost sie geistreich nennen!" Der größere Teil der Mädchen wird nach Beanlagung und Körperbeschaffenheit den Anforderungen des neuen Lehrplanes nicht gewachsen sein. Endlich mutz eine Erhöhung des w e i b l i ch e n B i l d u n gs n i v ea u s eine Erweiterung der männlichen Bildung zur Folge haben, wäh- rend das Interesse der V o l k s g e s u n d h e i t zum Gegenteil drängt. Die kleinen Städte sind den Anforde- rungen für die Qualifikation und Besoldung der Lehrkräfte an den höheren Mädchenschulen nicht gewachsen, der Fehlbetrag wird selbst bei staatlicher Unterstützung nicht unter 20 000 Mark bleiben. Es empfiehlt sich daher für die kleinen Städte, an die Umwandlung ihrer Töchterschulen in anerkannte höhere Mädchenschulen nur mit äußerster Vorsicht heranzugehen und den neuen Bestimmungen gegenüber eine abwartende Stellung einzunehmen, zumal bald eine „Reform der Reform" erwartet werden darf." Also sprach der Herr Oberbürgermeister von Schmalkalden. Wo finden wir diese zarte Rücksichtnahme auf Beanlagung und Körperbeschaffenheit, wenn es sich um gelernte und ungelernte A r- beiterinnen handelt? Wenn die Mutterschaftsversicherung in Frage kommt? Aber sobald die höheren Berufe, die akademi- schen Berufe, die Schuldirektorstellungen, die Oberbürgermeister- stellungen für Frauen in Betracht kommen könnten, präsentiert die Reaktion die fadenscheinigsten Einwendungen. Nur keine höhere Berufe für die Frau! Um Gotteswillcn nicht! Da könnte sie mehr erschauen, als dem Nimbus der heutigen höhergestellten, degenerier- ten Männerwelt gut wäre, er könnte schwinden, schwinden... aus ethischem Empfinden! Die Besoldungsgclder der Lehrkräfte sollen nicht zu erschwingen sein? Nicht einmal bei staatlicher Unterstützung? Ei, da gebe der Staat doch lieber etlvas weniger für Soldaten und Flotte und Luftschiffe und Denkmäler und Kirchen und Festessen und Pensionen und Ritterorden, und Gott weiß was alles ,aus. Dann könnten wir eine M u st e r s ch u l e aufbauen, um die uns alle Länder der Erde beneideten, die allen begabten� und weniger begabten Kindern gerecht würde, unabhängig vom elterlichen Geldbeutel, einerlei ob Knabe oder Mädchen. Dann würde echte Volkswohlfahrt auferblühen und Deutschland würde, statt hinterher zu humpeln, den anderen Ländern auf dem Gebiet der Schule voranmarschieren. Aber das sind natürlich Gedanken, die nur der Sozialismus verwirklichen kann, der trotz aller Ober- bürgermeister von Schmalkalden, Steppke und Buxtehude mit der kultusministeriellen Volksverdummung aufräumen wird, sobald er das Stautsruder in die Hände bekommt. Huö aller Melt. Grdbebcn und Springfluten in Kalifornien. Ein furchtbares Unglück ist über die kalifornische Küste und einen Teil Mexikos hereingebrochen. Durch schwere Erdbeben find mehrere Städte vernichtet worden, gegen 1000 Per» s o n e n sind umgekommen. Das Beben wurde an der ganzen West« küste Kaliforniens beobachtet. In seinem Gefolge brauste ein heftiger Wirbel stürm über das Land, große Spring» fluten drangen weit in das Innere hinein und vollendeten die Vernichtung. Den größten Schaden hat die Provinz Senora eilitten. Alle Kommunikationsmöglichkeiten in diesem Teile der kalifornischen Küste sind unterbrochen, so daß man über da? genaue Resultat der Katastrophe noch keine Nachrichten geben kann. Nach einem Telegramm aus Mexiko sind die amerikanischen Städte San Joss, de GuayamaS und Palmas zerstört worden. Nachdem der Erdstoß vorüber war, brach vom Meer auS eine furchtbare Flutivelle über die unglücklichen Städte herüber, die die sich flüchtenden Einwohner, noch bevor sie die rettenden Berge erreichen konnten, ereilte. Im Golf von Kalifornien wurden vier Schiffe zum Sinken gebracht. Die Mannschaft, die sich zum Teil auf Schiffstrümmern retten wollte, wurde eine Beut« der unzähligen Haifische. Tie Kavallcrieattacken und der Rofzfriseur. Herrliche Tage müssen eS nach einer Schilderung der patrioti» schen Zeitschrift„Daheim" gewesen fein, als es im Kaisermanöver noch die effektvollen Kavallerieattacken gab. Wenn das Blatt auch zugeben muß, daß die schneidigen Attacken nicht recht kriegsmäßig gewesen sind, so lesen wir doch in dem gleichen Artikel etwas furcht« ' bar Kriegsmäßiges: der kaiserliche Attackenschimmel konnte nämlich je nach der Uniform seines Reiters Schweif und Mähne nach Kürassierweise kurz oder nach Husarenpferdesitte lang tragen. Wie Herr Richard Schott, der Verfasser des Artikels, schreibt, habe er inl Stall des Herrn v. Bleichröder zu D r e s s a bei Bautzen, wo während des KaiiermanövcrS 1890 der Marstall untergebracht war, selbst gesehen, wie dieses Wunder sich vollzog. Schweif und Mähne wurden durch die geschickten Hände des Roßhaarkünstlers anfrisiertl Ob der Roßhaarkünstler jetzt als überlebte Waffengattung in beschaulicher Ruhe seine Pension verzehrt! Der kleine Cohn! In unserem Zeitalter der Reklame versuchen auch die Religions» gemeinschaften durch Anivendung reklamehafter Mittel den erschütterten Glauben zu festigen. Die alljährlichen großen Schaustellungen des Zentrums lassen derartige Aniätze deutlich erkennen. Unübertroffen steht aber wohl eine Ankündigung der freien Stadt» cvangelisation zu Vlaadingen in Holland da, die eine neue Attraktion folgendermaßen ankündigt: Kommet alle, den Prediger Herrn Gerriet Keizer zu hören, den kleinsten Prediger der ganzen Welt. Er wird Sonnabend und Sonntag mittag um 10, nachmittag um 3 und abend um 8 Uhr zu hören sein. Der Prediger ist 37 Jahre alt und nur 97 Zentimeter groß. Kommet alle, keiner versäume ihn zu hören. Eintrittsgeld pro Person b Cents für jede Predigt. Nächstens kommt vielleicht die Dame ohne Unterleib heran! Kleine Notizen. Schwere» Eisenbohiniiiglück. In A u ß i g in Böhmen stieß am Freitagmorgen ein Personenzug mit einer ihm entgegenfahrenden Lokomotive ziisammen. Gin Schaffner wurde getötet, dreißig Fahrgäste erheblich verletzt. Die Cholera. Außer in Tripolis heischt auch in Maze» donien die Cholera viele Opfer. In den Ortsckaften S t r u z a und O h r i d sind 3 0 0 M e u s ch e n an der Epidemie gestorben. Die große Verbreitung der Cholera in den beiden Orten wird auf das verseuchte Trinkivasser zurückgeführt. Ein Opfer dcS Flugsports. Durch eine» landenden Eindecker, der mit dem Flieger Schrekk und einem Offizier besetzt war. wurde auf dem Flugplatz von St. Omer ein sechsjähriges Kind getötet. Der Sieger im Wettnuge um die Gunsf des Rjbllhum? ist der /�jWjäßouillon- yJAk/ Würfe! der Comp1- LI ES IG. fiauptvorzuge: Scfinelüle und bequer'ÜVerwöliJuiiJ. PreisSPfg. WsSW -OJJW? Medrrre gut erbalic». olI, der Zelt der llkevolutjA,, preiswert»u vertu» s,„. �„ Anfingen unter L. 13903 an Maasen- «lein 4 Vogler A.-G Leipzig erbeten Üafe IfReyep Dresdener Str. IZg/izg Kaffee 10 u. IS, Sie,, Hill. u. dimk. 10 Pf' ca. 60 Teilungen; Billard Ltd 40 P> Zahlstelle der Freien VolkibShne.' �esaä Meter 0.5« an. P«T»l«nor im«. Mir 6.50 Ott. Kreil"« Ii«»Iiis Mir. 2.50 an, für Jackett w Palelot Tnchluger Koch 4 Seeland G. m b. H. ßertraiiiliejstr. 20-2JJÄtr ISlunifU' und funinliiiiiin-fi von Roberl Meyer, nur Mlttiavntn-Slraßt 2. Für die streikenden Holzarbeiter Hamburgs gingen weiter solgende Betirage ein: Tischt. Smenk u. Giertz 3,16. Tischt. Jaede 19,50. Tischt. StlkklaS, 2. R. 7,26. LuxuSmf. Morgenstern 20,60. Tischt. Hetßler nuher Seibt, 3. N. 10,80. Korbm. Hetnemann, 6. R. 7,—. Tischt. Bouer 7,70. Werkst Lade 20.-. Modell!. Ballnuß 6.—. Tischl. Dobbert 8—. Modellabt. NieleSwerk. 3. R. 10,60. Küchenmübels. Aronsohn, 8. R. 11,55. Tischl Höhne 4,—. Tischl. Friedrich, 4. R 11,—. Tischl. ThomaS, Boxhagener Straße 13,76. Gen. Berolina 12,16. Tischt. Kukclenz 16,—. Tischt. John u. Bester. 6. Zt. Il.25. TYchl. Felzcr d. Kösser, 6. R. 8.16. Tisch! Braus«, 2. R. 10,—. Tischt. Hetzel 2l,—. Tischl. Zellmer u. Bartsch, 4. N 15,—." Berg, von Vlebstadt, 4. R. 2.25. Tischl. Säugling 2,50. Tischl. Liebnck u. Brade, 3. N. 7,50. Tischl Salzmann u. Sohn 17,—. Tischl. Nexband u. Namelow 7.—. Rahmens. MathcS 7,93. Eberl ti. Gabelin, 3. N. 8,—. Jacob u. Braunfisch. 2. Abt., 3. N. 20,—. Vellmar u. Hanfe, 5. R 15,10. Wer.st. Nenmann 10—. M bcls. Eiche 10,—. Iliichenmf. Fleischer 12,90. Tischl. Stern, Seliger u. Co., 6. R. 14,70. Tisch. Reichke. 2 Rate 14,60. Tischl. Gülle. 3. R. 6,66. Modcllt. Lucas, 6. R. 6,50. Tischl. Sachhofs u. Sohn 16.—. Möbels. Stern, 3. R. 6.—. Sechscrkasle Hülsenbeck u. Krall 25,—. Möbelt. Hülsenbeck u Kroll 19.90. Möbels. Duuski 18,40. Tischt. Leimig u. Jatzkl 11,85. Tischl. RodelShelmer 18,75. Tischl. Sieroka 6.56. Tischl. Klinke Nchs., 3. N. 27.80. Tischl. Zaiirow. 2. R. 9 60. Tischt. Nickel, Körnicke u. Lehmann. 4. N. 13,70. «umma 636,36 M. Bereits quittiert 6664,26 M. Einnahme dieser Woche 686,36 M. Summa 7249,60 M. 90/7 Die OrtuverwaUnngr. S2 I ü ss I cr>. Für Kausfrauen! Achtung! Großer Teuerungszuschuß! Achtung! „IdealsBrot" garantiert reines, verfeinerte» Roggenbrot, vorzüglich im Geschmack und leicht verdaulich, kostet von heute ab nur 45 l'f."TÄJ da» übliche große Brot. Zu haben in UelikatcG-, Kolonialwaren- und Milchgeschäften, wo nicht, wende man»ich direkt an die Ideal-Brot-Faürik in Pankow, Milhlenstr. 17 oder Blnzstr. 8. Fernsprecher: Pankow 132. IMark WQciientl. Tellzatilungen liefere elegante fertige 27-i Ersatz für Mas»:: Anfertigung nach Mas» Tadellose Ausführung Julius Fabian Schneidermeister Gr. Frankfurter Str. 37." Cngan* Strausber�er PlaU. II. Geschäft: Turmstr. 18 nur>»tag«,«ein Laden. 28- 29-1 30-i A-Z 32-i 33-1 34-i 33-1 36-i GMd CMe! sowie"nca-fin-lllf Otl fHoeh nml In sSmtliche»«LnSe"«« Llltei großer Aii-Mahl. CänscMückenfleisch a Pfd. 40 PI., Gängeleheru ürstchen a Stck. 10 PI., la Gänseschmalz, garantiert rein, a Pfd. 1.20 M. ff. Schlack- and SalamiMurst a Pfd. l.ÄO M. usw. Berlin C.« Kloaterfttr. 95, Zentral-Markthalle Stand 20. Hermann LeiOner, Eckhane Knlser-Wilhclnistr. II felzwaren Einzelverkauf zu Fabrikpreisen. Stolas u. Muffen vom einfachsten bis elegantesten Spexlalrcrkaut. Best.Brsatz f.Skunks Nur eigne Fabrikat. 8. Kleinmann Sonntagrs 18, niinstr. 18, gcOlFact J Kur 1 Treppe, Eleiwlz-Gesellschast, GropiuSslratze 6. Komiker. 886b« Eeitiings-Tremilwörter und politische Schlagroorte. Verdeutscht und erläutert von Adolf Braun. Vierte stark vermehrte und to vidierte Auflage. —— Preis 30 Pf.— Zu beziehen durch die Rnclinndlang VorwUrtn, I-lndcnstr. 419(I.adcn), sowie durch alle„Vorwärts"*- Ausgabestellen. Lemeweber KSllmscher Mchmarkl 4-5-6 gegenüber der Bretten Strohe Für jede Sörperform paffende Herren-Anzüge Ulster u. Paletots von 21 bis 75 Mark In dem Eck-Schaufenster Köllmfcher Aifchmarkt 4 Zu den Serien-Preisen: ZNart 32 36 42 [48j£4[60 ausgestellte hochmoderne Ulster find besonders preiswert Knaben- u. Jüng- lings-Kleidung nur in eigenen Betriebs- Werkstätten hergestellt, ist preiswert und unübemosfen in Sitz und n solider Verarbeitung � Grotze Auswahl Gute Paßform° VMige Preise Wer probt— der lobt die in der Reinignngs-Anstalt von Robert Schmidt, Rosenthaler Str. 9, 1, gekauften Monats- Garderoben Wir verkaufen elegante, nur kurze Zeit getragene, in unsern Arbeits- räumen sauber hergerichtete, zum Teil chemisch gereinigte Garderoben SEI"E>' Äniiige u. Palelols rar 6- 9- 12- 16- m. SEIUE": Anzüge n. Paletots rar 10- 14- 18- 22-«. Ein flroßep Posten Bursclien- u. JUnglings-JüzDge 6, 8, 10, 12, 14, 16 M. Rosenthaler Str. 9' Ecke Auguststr. �WU�tliui�i��g�di��b�teln�tiMipoLadonmletexahlen! Eile» Weile! IIQ Dresdener Straße IIQ 113(Eckbaus Oranienpl.) 113 Multen, Kolliers Sxtra billige preise 1 Echte Skungs-Stelas von 25 JI. an. Petz-Hüte, Hutstrelien Felle, Köpfe, Schweife in allen Fellarten. Eigene KWnerei. Jedermann erhält die im Fenster ausgestellten Gegenstände sofort für den bezeichneten Preis. Ditfa genau auf Nr. DIIH! 110 und Elle sa Weile z. achten. Zentralbaiismod.Hcrrenbekleiiluög Xcue Erledrlchstr. 35 neben Zentral-Mmllhalle liefert an jedermann elegante Herren-Garderoben nach Kali unter Garantie für tadellosen Lih gea wöchentl. leiiz. »ontMk.an. Zuschneiderei u.Werf- ftatt im Hause. Auf Wunsch Besuch d. Reifenden m. neuest. Stofsmusteni. — Sonntage- geöffuet.—- Enorm billig Vorjährige feinste UIsler-Anzfige von 20—60 M. Billige Hosenwoche. berechtigtes Schlager gts. gcsch. erregen durch Preiswürdigkeit und Eleganz Aufsehen. Ein einmaliger Kauf macht Sie zum ständigen Kunden. Neu eröffnet Oranienstr Filiale im Osten Andreasstraße 48. M ALAMBO LUXUS i Oh A// f w »og=g— g=30oz==»«g=>—<==> aaesjoacrj—esgoogsaiootzsj— e=s>— cssoocsj— f-=r...--------—----—---—-—————- ir. cw verantwortlicher Redakteur: Richard Barts», Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckeret u. BerlagSanstalt Paul Dinger u. �o., Berlin dW. Nr. 241. 28. Jahrg. KtillW Ks„Nmack"•|«jfip fir©pt«. 14. Chtober 1911. 8a6Sm*E!!S5CT.3 Vorort- JVacbricbten. Ober-Schöneweide. Die Einweihung des Realgymnasiums ist unter den bei solchen Anlässen gebräuchlichen Zeremonien Nor erlesenem Publikum 0»r sich gegangen. Daß der übliche Redeschwall auf die Zuhörer erging. ist selbstverständlich und ebenfalls nahm es kein Wunder, dost m diesen Reden der Hinweis auf die Schreier und Nörgler nicht fehlte, wie die Aufforderung zu Königstreue und Vaterlandsliebe. Ten meist besitzenden Schülern bleiben ja solche Lebensbedingungen erspart, unter denen Abertausende ein elendes rechtloses Dasein fristen, und die geeignet sind, bei dem Betroffenen wesentlich anders geartete Gefühle auszulösen. Für den Gemeindeschöffcn Lehmann fiel bei diesem Anlast noch ein Orden ab. Voraussichtlich wird die Anstalt am Sonntag noch einmal zur Besichtigung freigegeben werden. Kaulsdorf. Tie erste Mitgliederversammlung de? neugebildeteu Bezirks- WahlvereiuS, die am Mittwochabend in: Bobeyschen Lokale ab« gehalten wurde, nahm zuerst den Bericht der Genossin Buchmann von: Parteiwg in Jena entgegen. In der dem Bericht folgenden Diskussion bcschästig'.e mau sich wir dem Bebelschen Referat und der Stichwahlparole der Resolution des Partetvorstandes. Sodann erfolgte die Wahl der Bczirksleitnng. Gewählt wurden als Bezirks- leiter Heinrich Schmidt, Kassierer Wilhelm Beyer, Schriftführerin Marie Buchmann, Beisitzer Hestberg und Schierhorn. Revisoren Himpel, Hcrrmann und Löffler. Da in Anbetracht der für uns günstigen Erfolge bei der letzten Gemeindevertreterwahl, bei den kommenden Wahlen die berechtigte Hoffnung auf einen Sieg be- steht, wurde beschlossen, die Genossen Schmidt und Hestberg als Zu- Hörer in die Gemeindevertretersitzungen zu entsenden. Dieselben sollen die Mitglieder über die Gemeindepolitik unterrichten, um so in immer weiteren Kreisen das Interesse für dieselbe zu wecken. Ferner wurde beschlossen, einen Antrag, die kommenden Genwinde- wählen auf einen Sonntag zu verlegen, dem Gemcindevorstand ein- zureichen. Unter Vereinsaugelegeuheitcu setzte Genosse Schmidt den Plan zur Gründung einer Bibirochek auseinander and ersuchte in Slnbctracht der geringen Geldmittel, die uns zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, um Zuwendung von Büchern und Broschüren. Singegangene DrucKfdmften. Eine Handvolt Leben. Roman von Helene Rabe. 3 M., geb. 4 M. — Der Walskönig. Roma» von Artur Achleitner.— Berlin, Otto Jaule. 4 M.. geb. 5 M. Kunst und Küuüler. 10. Jahrg. Heft 1. Monalsschrist für bildende Kunit und Kunstgewerbe. Vierteljährl. SM.— B. Ccrjsirer, Berlin, Derjslingerstr. 16. Drr Altohol und die soziale» Probleme der Gegenwart. Von Dr. v. Gruder. 20 Ps.— Verlag von Deuischlands Grozloge II des 1. O. K. T. Haniburg, 20, Wissenschaft und Bildung. Bd. S8.— Zimmer« und Balkon- pflanzen. Von P. Dannenberg. Bd. 82.— Griechische Kultur im Bilde. Von Dr. H. Lamer. Bd. LS.— Musikalische Bildung und Erziehung zum musjlglischen Hören. Von Dr. A. Schering. Einzelb. 1 M., geb. 1,25 M.— Im Hochgebirge. Von Prof. Dr. C, Keller. Geb. 1,80 M.— Tie erziehliche Knabcnhandarbeit in ihrer Bedeutung für die denlsche Volkswirlschast, Von I. Tews. 0,80 M.— Freistundcn- arbeit und Freistundenkuust. Von H. Fürth. 1,S0 M.— Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig, Jtalicirisch-türkische KriegSkarte. Die Rufteilung des Nordwest« lichcn Asrika(Marokko- Tripolitanien). Farbige Karte im Mahstabe 1:5000 000. Nebst Uebersichtskartc deS Mittelländischen Meeres. Preis 1 M, Verlag von Dietrich Reimer(Ernst Bohsen) in Berlin 31V. 48. Ncichsvcrsicherungsorduuug vom 10. Juli 1911. Von I. Hahn. Hest 1—7. 3,30 M.— A. Troschcl, Gr.-Lichtcrselde. Mistftände im Unterricht und im PriifungSwese» der Hoch- schulen und ihre Beseitigung. Von R. Lindt. Verlag Heydenreich, Cdarlottenburg, Hardenbcrgitr. 42. 65 Ps. Fr,:» Jenny Treidel. Roman von Theodor Fontane. 1 M., geb. 1,25 M Fontane n. Co.. Grunewald. Tie Frauen von Ta»»ö. Stoman von Ernst Zahn. 3,50 M., geb. 4,50 M. Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt. „Tie Lese", Nr. 40. Literarische Zeitung, herausgegeben von Th. Etzel und G. Muschncr. 15 Ps. Verlag irr München. Rcclams llnivcrsnm. 28. Jahrgang, Heft 2. Illustrierte Wochen- schrist, 35 Ps. Ph. Reclam, Leipzig. FrciheitStamPfe. Von Friedrich Naumann. 3 M., geb. 4 M. Buchverlag. der„Hilfe", Schönebcrg-Verlin. Tic Konjunktur. 3. Jahrgang, Hest 1. Wochenschrist für Kapilal und Arbeit. Herausgegeben von R. Calwer. 50 Pj. Verlag S. Simon, Verlin IV. 30. Ehrliche Seele». Roman von Grazia Deledda. 265 Seiten.«Süd- deutsche MonatShejte". München. Kriegskarte der MiUelmeerUi Uder. Zwei Haupt- und sieben Nebenkarten. 1 M. E. Flemu'.ing, Berlin IV. 50. Kinder der Stadt..Roman von K. Münzer. 5 M., geb. 6,50 M.� Jin Tschungellandc und dahein:. Von Rudyard itipting. Vita, Deutsches Berlagohaus, Berltu CH. 1.50 M. Ter gute Geschwärt. Wegweiser zur Pfleze.künsilerilch- kulturellen Lebens. Herausgeber Ä. Bloch-Wunschmaim. Schristleiter Cnist BonselS. B. BehrS Vertag, Berlin-Zchlendors. Jährlich. 12 Hesle 6 M. Tao Slellcuvermiitclungsgesct! und die gastwirtschaktlichci» Angestellten. 30 Pf.— Entwnrf einer Arbeitsordnung für gast- wirtschaftliche Betriebe. 10 Pj. Verband deutscher Gastwirtsgehüsen, Berlin N. 24. Das BerfichcrmigsvcrtragS-Necht. Für den praktischen Gebranch bearbeitet von Dr. jur. R. Maier. 8,60 Bt., geb. 10 M. Verlag Puttkamcr ri. Mllhlbrecht, Berlin IV. 56. Zitaten- und Scntenzcnschatz der Weltliteratur. Nach Schlag- Worten geordnet und herausgegeben von R. Zoozmann. In vcinenbav.d 3 M., Geschenlband 4 M., Halbsranzband 5 M. Leipzig, Hesse u. Becker Verlag. Rudolf Toepsfers Werke. Das geliebte Ding, Das, kecke Lüstchcn, Die Weltreise. 3 Bände a 1,80 M., geb. 2,50 M. Erich Baron, Verlag, Berlin. Leander im Frack. Schwank von W. Wolters.(Rccllam 5230) 20 Ps. Ph. Rcclam, Lewzig. Pelzwaren, billig, in größter Auswahl. H. J. Stoboy,"t'tr"' HO. Oranäcnsiraßo 170. Reparaturen u.Cmarbeitungen in eigener Werkstatt.• iSlneHorh; WQCtisntlichs Isiizahiung i liefere fertig und nach Mass Garantie flir tadellos. Sitz und feinste Verarbelt. Kein Waren-Kreditiiaus' Sa Boituch Mass-ächneidePei | aur Frankierter Allee 75.' Eingang TMsIter StratM. I Kein.Laden! Kein Laden! Vielfachen COCnfcbcn folgend, bat fieb der unter- zelebnete Verlag cntk-blokken» die im Rahmen der Hrbeiter-GekundbeltB-BibUotbeh erfebeinenden Hefte zu Bänden zu vereinigen. Vorerst ifl erfcblenen t Arbkiter-GchlühMs-Kibliiitliel! tt Der erfte Sand enthält die ersten zwanzig Bcfte der mit ko großem Beifall aufgenommenen Bibliothek. Das Buch ift auf gutem Papier gedruckt» enthält viele Illustrationen» und präsentiert lieb in einem schmucken Sinband. Behandelt werden folgende Gebiete: Die erste Hille bei UnglückSsällen.— Das erste Lebensjahr.— Gesundbeitspflcg? deS Nervensystems.— Der Achiswndentag.— Alkobolsragc und Arbeiterklasse.— Das Schulkind.— Geschlechts- verkehr und Geschlechtskrankheiten.— Nahrung und Ernährung. — Wie sollen wir uns kleiden?— Der Arbeiterschuy.— Frauen- leiden und deren Verhütung. Anhang: Die Verhütung der Schwangcrschajt.— Vom mediziuischcn Aberglauben.— Das Wasserhellversahren in der Gesundheitspflege des Arbeiters.— Verhütung und Heilung des StotternS.— Geschlechtliche Er- ziehung in der Arbeiterfamilie.— Zähne und Zahnpflege.— Vau und Lebcnstätiglcit des menschlichen Körpers.— Der Geschlechts«rieb.— Die Krankenpflege im Hause.— Die Proletarterkr-ankhett.* pms 4,5 o JMarh. Julius Lindenbaum Berlin O. Ulster, Paletots Anzüge, * moderne Fornieu, aparte Farben, soüde Stoffe, vorznjj- lieber Sitz. Nflfe Ernst Wancke Hutuiaclicr* Weidenweg 20 Lieferant d. Konstimg'enossen- sohaft Berlin u. Umgegend. iuJijj biete ich eine anerschöpftiche Auswahl vom Billigsten bis zum Besten. Jtilliss iktatem Große Frankfurter Straße 141 (Ecke Frnciitsti*n8e>« Spezialgsschäft» Cefligel und Otto tiiriiiaiii, Grißles Kiniiergarderobe-Siiezialliaus Enorme Auswahl von SIttdcbRn-mintPln. MUdchen-KIeldern. Knabcn-I'alrtotn. Knaben- Anxiigcn. Eigene Fabrikation in größtem Maßstabe. -.y,«®4 Billigste Pi-cise.» C.«J.Weudl, Berlin NO. 18,«Ä'. IIS tiroßt. Frankf urtor Str. IIS.'• BERLIN NO., Lnndaberger Allee 28. Fernsprecher Amt VII No. 90. Bcstcllangca frei Hans. fernspreshcr Ami VII No. 90. Anerkannt bcfte frische Ware.— Tilligste Tagespreise.— Empfehle zum Leginn der Saison: Diese Woche BIlüfrlSCi]8 JliQ�-liäSCI), gestreift Stück!,75 an. BMrische Riesen- Waidüasen, em 3,25°n. Prima Wartebruolier Mastgänse Pfund 70 und 75 Pf. —————— GfinKcflclsch, Brn*t nn»! Kcnlc, Pfund 00 Ps.> für jeden Haushalt als vorleilbajt zu empfehlen.—- � prims RirselikjeZseki Pfund 3§,§0, 69 n«?». Ächtung! Ganz besonders preli wert und nahrhaft Kehende Flnjzfische: sowie in nur besten O.nalitSten. Täglich frische Zufuhren zu billigen Tagespreisen. f Staatspreise Carl Zobe Goldene Medaillen | Köpenicker Str. 121(Edtnus) gap Benin so. 10.-MI Michaelklrehslr. 0-10(Ectuais)| Beste Herren- und Knaben-Moden fertig und nach Maß. Sehr große Auswahl In* und ausländischer Stoffe für Maß* Anfertigung. Unzügo, Ulster, Paletots fervg von 1 8.00 Bark an. KINDER WO(HE In dieser Woche Extra-Verkauf in fast allen Abteilungen für Kinderbedarfsartikel zu ausserordentlich billigen Preisen. Kinder•Garderobe aus guten Blusenform.. Buekskln-Stoffen, 1 85 für 2-8 Jahre Knaben-Anzüge Knaben-Anzüge»IÄÄ428°° 490 nauoite Bluten- Sport- Mr J. f. 10-14 Jthre Jaokonfattont, cretkl. P Verarb., gant gefuttert' Jaokontataont, crctkl. Q50 �50 050 � � 50 Knaben-Anzüge Einzelne Knab.-Hosen 85 Einzelne Hosen Einzelne Hosen durchweg Kammgarn, ganz ge- ja QK füttert, 2-9 Jahre, durchweg 1 1 Pf. 65 Einz. KnabenblDsen aus haltbaren gemusterten Stoffen»»»»»»»»»»»» Ein Posten Pylncks 35«45«g5. aus gutem Winter. chevlot, warm gefüttert, m.Abzelch. KinderkleidchenEf"™1-- 95« I95 Kinderkleidchen~H;;;; 29° 525 Mädchenkleider SÄr''1: 490 Mädchenkleider ESH-??; 11 50•rl 350 Mädch.-Pyjacks Loden-Capes IUI marine od.achwz. 1 Samt, neueit. Kimono-|| S#-IM| form, Gröaeen 55-71 Q85 C 25 75O Charaktere, alleCröss. ff ftr Knaben u. Mädchen Gänge 59-75 cm 90 B9o 4-�5 WoBi waren und Trikotagen Knaben-Hemd. u. Hos;«"•"'SÄ 90« Kind.-Trikots �ÄÄ™75« 5?; 90« SpringhöschenKÄSldS«„65« Reformbeinkleider™T5 Kinder- Hfltzen Gestrickte Motzen f>rbig10pf. Hin grosser Posten Mützen Knab,-Sweat.-Höschen Wolle plattiert, jqa gestrickt, mar.,| rot >5-40 2� Knaben-Sweater 7ÄÄN--�«75.«.«. 90 pf. Knab.-8wea1:.-ho5cben VSz ZT.XZ- 90 pf. I25 Knab.-Sweat-Höschen lTr�T.htn:r.: I43 Kinder- Röcke gestr., inlt Leibchen, alle Grössen 38 Pf. yersch.Form. m" 25, 45, 65 pf. MSöch.-ilemlÄr:45::.130 Nflilcb.HemiI.iÄ2-50»l50 MfltfclLBeinkl.sr�GS':!" HüSciiJeinRl. Knoben-tMen Knieform, Win- teretoll. mit Slicker.-Aniatz Knaben-Sweater rM».«!25 4«« l45 Knaben-Sweater j.'cÄ».«!43«wol85 Kinder-Kapotten........45, 90« 1M KinderstrflmBfe 95::.r SO::.!10 kurz.Arm 6 Grössen lang Arm Q Art 145 6 Grössen WUbial � 1-34-87-9 WOlle plattiert, 1X1 � gestrickt, achw. u. led. OO»aO ÜQ Pf, Reine Wolle.chw. ud. 1-34-67-9 1X1 gestrikt, Knlemust. 45 70 90 Pf, Kinder-Schürzen Kinder-Schuhwaren Kinder-Kragen Knaben-Schürzen m 3 Grössen.. 45, 95«. Mädchen-Hänger mit Falten Ins Grössen 65 Pf. Mädchen-Hänger 95 pf l25 Mädchen-Hänger ttrJLT. r l45 Mädchen-Hänger hübseh verarb,, In s Grössen 1 Mädchen-Hänger I10 125 1 Knaben- Gummiträger.. 25, 35, 45 pf SerVlfeUr IHK Kragen, y/elsa 25 Pf. Serviteur ohne Kragen, weiss und bunt.,. 25 Pf. Kinderkragen mit untertuch.» 1 2 pf. 25 45 Kinder-Tuchohrenschuhe 7R Kamelhaarstoffschuhe imiiiert�rÄ'?;] /0pl Kinder- Filz- u. Tuchschuhe qR Kamelhaarstoff- Laschenscliuhe imitierf �ri Pt Kmder-Piüschschuhe rÄS'-'t.ssi oriTo#'ilo" (pltzeo.....................'' Kamelhaarstoff- Sctinallenstiefel mit Filz* und Ledcrsohlen................... Kinder-Rindbox-Stiefel Dauerhafter Schulstiefel............. Gr. f 5-24 Gr. 25-29 Gr. IMS 125 155 195 Gr 25-29 Cr. 27.10 Gr. 51-55 Gr. 36-19 50 A 50 ESO C90 350 45 Boxcalf-u.Chevr.-Stief. M auch mit Lackkappen, prima Qualität.,..-» f■ Ein Posten— (lief Stiefel- •J55 Y Sr.S 550 69 Gr.3t-3S Cr- 31 650 85 .23-26 Cr. 27-50 Gr.3t-SS Cr- 56-59 g50 C50 Q50 ch warz B o xc a If regulär. Preis bis 4 25 Grössen 21—26..... n Kinderkragen weiss mit spitze 35, 50, 85«. Kindergarnitur M.r; 50, 75, 90 Pf. Kieler-Kragen mit Besatz... 50, 75«. i* Kieler-Garnitur MtBe..t*.. 95 pf l10 Kieler-Knoten.chwara..... 10. 20, 25 p», Kinder-Lavalliers gepun«. 5, 15,25«. Kinder-HCite Glockenform ungarnlert........,. I50 t76 Glockenform engl Schlelfengarnltuf.. 223 2 3 Glookenform mit Bandgarnitur...... 3°° 3� oeksratto» ImLielithof: Flotten-Manöver unserer Jugend 1 Warenhaus Hermann Tietz ______ Frankfurter Allee__________ Ksrantwortlicher flebafleat Richard Sorffji Berlin, giit den Lnferatenteil verantw.: Th> Glocke, Berlin. Trucku.Berlctg: Vorwärts Kjichdruckerei a, Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SÄ. iii.241. 28. Zahrgaug. 2. IcilMt ks Jotmärtö" Stiiintt Jolbiilntl Zomllbend, 14. Oktober 1911. Theater und Vergnügungen San nabend, 14� Oktober 1311: Anfang 3'/, Ubr. Friede.- Will,. Schauspielhaus. Kabale und Liebe. Bellc-Zllliance. Die Räuber. Anfang 4 Uhr. llrania. Taudcnstrahe 48/49. Lebende Tierbildcr von nah und fern. Luisen. Die drei Haulemännerchen. Rose. Prinzefsin Edeltraut. Ansang 6'/, Uhr. Deutsches. Sanft. 2. Teil. Ansang T/, Uhr. tt. Opernhaus. Die Zaukerflöte. K. Schauspielhaus. Wilhelm Ted. Havcrland. Spezialitäten. Zirkus Busch. Ein Jagdsest am Hose Ludwigs XIV.» Zirkus Schumaun. 1000 Jahre auf dem Meeresgrund. Lessiug. Das weite Land. Ansang 8 Ubr. Nrania. Taubcniirasie 48/49. Geheimnisse der belebten Natur Im Höilaal: Professor Donath: Wechsclstromcrschcinungen. Zlammerspiele. Frühlings Erwachen. '.Hoitcc Scha»il>ieltiaiis. Biixl. NeneS Operetten. Die moderne Eva. Residenz. Ein Walzer von Chopin. Königgräher Straf, e. Hundstage. Kviiii>ct,eOPrr.Die keusche Siljamie. Neues St, OPernthcatcr. Geschlossen. LiisiivielliaiiS. Der Grogsürft. Schiller. O. Es lebe das Leben. SM n"- tkliarlotteiiinirg. Der Pfarrer von Kirchscld. Fricdr.< Will». Schauspielhaus. Moral. Neues Bolkstheatcr. Pastors Ricke. Berliner. Bummelstudenten. Neues. Die Näherin. Ntetronoi. Die Nacht von Berlin. Kleines. Papa. Westen. Die Dame in Not. Triaiion. Mein Baby. Thalia. Polnische Wirtschast. Luisen. Die Macht der Liebe. Rose. Richters Millionen. (lasino. Der selige HollschinSky. Wintergarten. Spezialitäten. Slpotlo. Svezialitäicn. VoSagr. Spezialitäten. Königstadt-Kasino. Spezialitäten. Reichst alten Stetliner Sänger. Herrufeld. Schmerzlose Behandlung. Das Kind der Firma. »11�' Ansang 8'/, Uhr. jj-jfj. Skoarf. Der Brandstistcr. Kotir««npricc. Kobi Krach. Nr. 14. Walhalla. Teusel, das hat eilige- Ichlaqent Ansang 8'/, Uhr. Bellc-Zllliance. Der Siltenapostel.. Intimes. Lou.— Liebesabenteuer. »» » Sternwarte, Jnvalidenstr. S7— S2. Kaiser-Panorama. Neu: 2. Zyklus, Konstanlinopel. i. Wanderungen am Gardasce. Zeltiiler-Uiedlerv.�?. Sonnabend, abend? 8 Uhr: Bn IvdQ Sonntag, nachm. li Uhr: Vas Urbild des TartUflT. Sonntag, abends 8 Ubr: Es lebe das I.cben. Montag, abends 8 Uhr: Zopf und Mehwert. Schiller-Theater Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Plnrrcr von Kirclifeld Sonntag, mittags 12 Uhr: Kanunermasik u. biesanz;, Sonntag, nachm. 3 Uhr: lHarin Stuart. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirclifeld Berliner Theater. 8 Uhr: Bummelstudenten. Theater In der KönlgprätzepStraSe JEEuiidstage. Urania. Wissenschaftliches Theater. Nachm. 4 Uhr: lebende Tierbildcr von nah u. fern. Abends 8 Uhr; Geliciiunlssc der belebten Siatur. Hörsaal 8 Uhr, Prof. Donath: WechselsfromerscheiDungen. Belle- Alliatico-Theater. S'/i Uhr: Tie Räuber. 8'/, Ubr: Ter Siltenapostel. Sonntag nachm. 3'/, Uhr: Maria Stuart. Lnifen-Theater. Sonnabend. Sonntag und folgende Tage: Tie Macht der Liebe. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Tie drei Hauleuiänuerchen. Oesanprein ligdesfreundschaft Baumschulenweg Mitgl. d. D. A.-S.-B.— Chormeister: R. Böhring. Sonnabend, den 14. Oktober, im Etablissement„Spreegarten" in Treptow, Alt-Treptow Nr. 10—13: Kunst- Abend. Mitwirkende: Frau Tlargarcte Walkotte, Gesangs- und Vortragstünstlerin. Herr Iterthold Pnsch, Bariton. X Frl. Amalie»irnbauiu, Violine. X Frl. Jacoba MHulSlcr, Rezitation. Nach dem Konzert: TsnZo Anfang 8 Uhr.(61/171 Eintritt 60 Pf. IOSE=THEÄTE! Große Frankfurlcr Str. 132. Nachmittags 4 Uhr: Prinzessin Edeltraut. Abends 8 Uhr: Richters Millionen. Sonntag 3 Uhr: Richters Mit- lionen. 8 Uhr: Kcau oder: Genie und Leidenschaft. Nielropol-Ttiealer. Abends 8 Uhr: Die Utvon ieriin! Große JahreSrevue in 7 Bildern von Jul. Freund. Mnstk von V. Holländer. In Szene gcscyt vom Dir. 31. Schiich. Rauchen geslaltct. Morgen nachm. 3 Uhr: UiS Netlxetti Allabendlich: Hurra! Parade! Gr. rnili-I tärische Revue in 6 Bildern. Sport- Attrak- j tionen I. Ranges. Sololäufer u.-Läuferinnen, j Schnellauf-Konkurrenzen, Hockey-Spiele usw. I ■ Zirka 200 Mitwirkende. 2?!Eu*ik-If npelien.— Peenhafte Itelenehtnnff. CLOU HERTAXER KOMZERTHAUS MauerstraBo 82 X ZimmerstraBe 90 91. Qr. Koppel-Konzert. Musikc. d 3. G-�z-F. Musikc. des 1. G.-Drag.-Regts. Anfang 8 Uhr. Oberm. Anfang 8 Uhr. An allen Vtoehen- piigmenstletl Van? b.froiem Enlr. Heute: htusike. d. tagen nachm.: llr. Ii vlilcliallüll-hUllh. G..Niis-Rgt. Oberm. Maasberg. Ab 8 Ilhi: 10 sensationelle Novitäten. Ezperimcntal-Psychologe Leo Ericlisen. Ein Abend in einem amerikanischen Tlugei Taumel. New Uorter BnrleSte PeseU schüft __ usw HSL Noch nie dogewesmer Lacherfolg! Das Kind der Firma mit Anton und llonat Nerrnfelil in den Hauptrollen. Vorher: Schmerzlose Behandlung Ansang 8 Uhr. Vorverk. 11—2 Uhr(Theaterkasse). Neues Theater. tlns. s Uhr. Gastspiel«an,i Niese: Tie Näherin. Theater des Westens. 8 Uhr: Tie Taiue in gtot. Sonntag nachmillag 3'/, Uhr: Ein Walzertrauui. Resideuz-Theater. Direktion Richard Alexander. _. Einfang 8 Uhr. ein Walzer von Chopin. Schwank in 8 Akt. n.««roul u. Barre. Aur die deustchc Buhne bearbeitet von Bolten-BaeckerS „KSKliMiSL Volks- rheatei'. Rixdorf, Hermannftr. so. Sonntag. 1S./10.: Raffle», Detektiv- fomödie in 4 Akten von A. Sachse. Monlaa. lS./10: Era Dlavolo, Vaudeville in 3 Akten nach gleichnamigen Oper von Auber. tags-MiZi. Abends 8 Uhr: die Japan. Mimo- drainatikorin mit ihrer Truppe i. ihr. ') Mimodramen. Ali Ben Hamad-Truppe, 15 oingeb. Springer a. Agadir. Georg KaJseriin ihren Putzi Cassanil Parodien und das gr. Oktober-Progr. 14 Spezialitaten.-<5*3 III.' Corso-Varisfs. S Fricdrlchatr. 165.\ Heitare Kflnstler- Abende. I '12 jUtraUtioneti 12- U. a.; Das urküRi ZwEPginneii-Biielt. Entrce 50 Ps. Direktion: Willy Cremer. Heute Premiere: Oer schwarze Traum. Eine Tragödie aus dem Zirkusleben in 3 Akten von Urban Gad. 84 Szenen. Spieldauer tVe Stunde. Hauptrolle- Stella, genannt„Der schwarze Traum", Kunstreiterin, dargestellt durch Asta Nielsen (die„Duse der Kino-Kunst"):: Beginn der Vorstellungen: 5 Uhr.— Ende II Uhr. Wedding. Glänzendes Nei/heiten= Programm. Passage:: ANOPTIKUM DI© wilden Lebend! Heul=Derwische aus Ceylon mit ihren fanatisch. Produktionen. Merino, dar lebende Amboß. A«A, die schwebende Jungfrau. Alles ohne Extra-Entree. Honte abend 8 Uhr: Große Eröifnungs=VorsteIIung. ;%trkus Iftippods'om iniiifrttt fi'fri fprs®? itftv fiiis-»ifrrtfitv rtin 9ttcrniibci! Bülowplatz, Kaiser-Wilhelm.-iraße, am Alexaiideiplah. Knnstlcr criien Ranges.(Srftklassigca Pferdcmaterial. Nach der Vorstellung: GrojzcS Herren- und Damcn-Konkiirrenz-N-itcn. — lUefuc l'rcisc!—— Kleine IVeiso!— Iggg Dir Tircktion. C».„„i. ,,, RachmiitagS 4 Uhr: Gioste Kinder-Lorstelliing. -Avllllillij. AbcndS 7'/, Uhr: Grnste Gala- ivorstcUiuig. 'kleiciiZtiiiüLii-siieAlel'. Stettiner Sänger «e/set, 8 ritten, Seidel, Horst, Schrölar, Schubert GröningA. u.R. Schräder. Ansang wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Zirkus Busch Sonnnbcnd, den 14. Oktober, abends 7'/, Uhr: Qala=Premierel Original- Ausstattungsstück des Zirkus Busch in 5 Bilderu 1. Bild: Am Hafen.— Abfahrt dos Unterseebootes. 2. Bild; Das Unterseeboot unter Wasser.— Die Katastrophe) Bersten der Scbiffswandung und Hereinsturz des Wassers! Das Schiff sinkt auf den Meeresboden. Die Wunder der Tiefsee! Die Hebung des Unterseebootes. Kampf der Tauebor mit den Meeresungeheuem. Der sensationelle Akt des Meeresleuchtens. Hie Rettung. Das Fest auf dem Panzerkreuzer! Die Marineabteilung der Berliner Jugendwehr mit ihren Originalexerzitien an Bord des Kreuzers! Kanonen- und Schncllfcnei'gcschütjj-Ccbnngen! Vorher das große Gala- Programm! 3. Bild; 4. Bild 5. Bild XSSSBEZSäS: Heute abend T'/j Uhr: Soiree High-Life mit besonders auserwähltem Progr. Um 9'/. Uhr: Die große Feerio in 5 Bildern iOOO Jahre auf dorn Meeresgründe Morgen, 8onutag: 2 Große sy Vorstellungen S'/j Uhr nachm. u. ab. 7'/, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene 1 Kind unter 10 Jahren frei auf allen Plätzen außer Galerie. Lichtenberg, Möllendersstrahe, am Ringbahuhes, Frantsurter Allee. Heute, Sonnabend, S'/i Uhr: Gr. Sport-forsielluiiy Sonntag 4 Uhr und S'/j Uhr. Montag i Blite-programm. Voigt-Theater. ßsestmdbriimic» Badstrahe 58. Sonntag, den 15. Okt., nachm. 3 Uhr: iUnrtK v. Sdjiirßdffrllfdjaft. Ansang 7 Uhr. Die Kameliendame. Dram. Gemälde von A. DumaS, Sohn Kassenerössnuilg 10 Uhr. Nach der Vorstellung: Cr. Dali. Kurnirslendamm 151 nahe Bahnhof Halonsee und Charlottenburg. GeUfTnet ab 10 dir vorm. 125 folarbowohner bei Arbeit, Sport und Spiel. Renntierherde, Polarbären. Eintritt für Ausstcllungsh. 50 Pf. Vorführungen: Wochentags 4'/., 6'/,, 9 Uhr. Sonntags 12, 3, 4'/., 6. 7, 9 Uhr. letzte Hauptvorlührung nhends 9 Uhr. Eintrittspreis 30 Pf. Noacks Theater. Dircktlon: Roheet Diil. Berlin N., Briiiinenstrage 16. Greste(?xtra-Borstelli»ig: Ter Brandstifter. Melodram. Gemälde in 6 Akten von H. Marr Mnsit von Glas, Ansang SV, Uhr. Folies Capriee. Täglich 8',. Uhr: Kobi Krach. Biluter Teil. Nr. 14. Trianott-Theater. Täglich abends 8 Uhr: Vssinc-Theater Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr ipnlmiblidj der neue Kerlnikr|Iojfftt-$d)lfigcr Der selige Hollsdiinsky. Sonntag 3'/, Uhr: Papa Nitfche. ilönjg8l«dt'.�s8lllo. Holzmarttstr. 72, Ecke A! exanderstr. Täglich: Er«tkla««.l8pv�lalititten Ans. wochcnt. 8, Sonntg.«'/, Uhr. Ab Sonnlag, d. 8. Oktober er., beginnen Familien-Nachmittag»-Vor- Stellungen um 4 Uhr zu ermäßigte» Preisen. /Entree 20 Ps s K i«- A r e n a für Schlittschuhläufer u. Zu-| schauer täglich ununterbrochen ab 10 Uhr vorm. geöffnet. Unterricht im Schlittschuhlaufen. Mittags von 12-2 Uhr: Korso bei Musik. IVacliiui z MililäF-Konzert und Produktionen v. Sololäufern. Abends zum 2IO. Male: j Das grandiose Eisballett Montreal. Die kleine Charlotte mit ihrer Novität Dop lilchtertanz und die übrig, erstklass. Kunstlaufproduktionen. Restaurant I. Ranges. Bis 6 Uhru. nach 10»/, Uhr Erfahrener Künstler erteilt nach doppelt fördernder Methode sehr cr- soigreichcn• VioliiiunlerFiehl. Einzelunterricht per Stunde 1.23, /- Stunde X M,. 2 Schüler zu- lammen per Stunde 1,50. Nähere-'» unter.Postlagcrkarte 457, Briespost» nint Berlin". Oreif t zu! ■Ted. Herrn, der sich elog. n. bill. kleiden will, empfehle cieg. Mo- natsgarderobo in feinsten Werkstatt. Berlins gearb., von Herrschaf tan, Doktoren, Kavalieren nur kurze Zeit gebr.(fürs od. Fig.pass.) Monats-Jackett- Anzüge 8,10, 14, 1851. Monats-Rock-Anzügo 10, 12, 15, 20\ Monats-Wint.-Paletots 8, 10, 14, 13 A. Monats-Herren-Hosen 2,50, 5,00 M. Warme Winter-Joi.pcn- Große Abteilung neuer Garderohe. MstlllüllDP Gp- Frankfurter Str. 08 lllülltnllcr,(Nähe Strausberger Pi.) Bilte genau auf ki». 98 vi aeki« I Photoppliie J. Ms Meine Filialen sind nur: Berlin Friedrichstraßo 108 Friedrichstraßo 188 Künigstraße 20—21 (FalirstuU) neben Gumpert Hosenthaler Str. 72a Reinickendorfer Str. 4 am Wcddingplatz Schöneberg; Hauptstraße 19 Rixdorf Bergstraße 151-152 in der Passago Fahrsfcuhl Veranlaßt durch die große Nachfrage gebe ich jedem Umsonst von Sonntag, den 15. Oktober, bis Sonntag, den 22. Oktober, inklusive AromÄlder.-VerMsrung Schwarzmalerei Größe 42 X 50 cm mit eleganter Aufmachung, der sich in dieser Zeit eine Aufnahme bestellt 32 Visit.>—1 80 82 Visit SSKatiinstt•4»» 12 Kabinett■ L°° Gruppen- und Kinder-Aufnahmen entsprechend billig Man achte genau auf die Größe und Ausführung meiner Gratis-Bilder. vor.:> y I lar. ■' r.'i'-pt'" Ädiif Wacker Erstes Spezialgeschäft für Arbeiter- und Berufskleidung aller Industriezweige C. Mühlendamm 3. ixdorfer Filiale habe ich von Kottbuser Damm Kottbuser Damm 32 verlegt S-B � f" ti. tu. l>. U.§ Ro$en!hal27Str.54'' heke Hormaanmir. Speziai- Kredit- Kays für vornehme, moderne Herren- 19.- 24.- 30.- 40.- M. Anzahlung: von§ � an ULSfii WWWWWWWWW» 24.- 32.- 48- SS- M. I ÄDsafaluns von 7 � aQ Hairesi-ßniiiG® Jackorti, Rock- u Gesellschafts-Anzüge JCy lJJir 15, 25, 36 Mark Anzahlung tob£�. r'' i'.- 1 44. 52, 59 Mark Anzablune tob Q � Damen-Ko�fektsen S Kostümröcke von 9 M. Aa«*big. 3 � Kostüme.. von 20 M. AniabU.§ Orient-Mäntel In Samt, Plüsch u Flausch AbzablunK 3■8'- pro Woche an JiliincÄ OC j-�ilänze Ausstattung- u Binz Slüok' Vom finlacbztcn b> r. Elojanteitrn 'S* | Die bellen Sommer• Paletots und 3— 100 getragene Anzüge jör Herren, Smoting-Anzüge. Frack- anzüge, sowie von Ztaoafieren ge- tragene, sast neue Jachen, für jede Figur passenb, ingrSBter Autwahl zu un Übertrossen billigen Preisen. 1 Treppe.' eShalb billiger wie im laben. 147/7' Herren-Moden Mouatszahlun/i 10 Mk. oder Woche 3 Ml. Alle Größen am Lager vorrätig. Anerfannl vorzügliche AuSsührung. Auch erstllaisige Mag- Ansertigmig. Großes Itosstager.» 9»Idstein.?)orkstr.Sl. Gegr. 189-2 5 Proar. Rabatt beim Vorzeigen dieses Inserats SÄ Für Damen; �Einzelverkauf ' nur v. 12-8 Uhr. fä'l'l'SÄoh SÄIOM500 Frauen- Paletots •ms schworzemj JjOO ca. 200 Kinder- Paletots 300 450 ca SQOKosMeke Wert bis 12.00. zum Aussueben J 60 jeder Rock � Elegante Peluche-Mantel U. Kostüme, sehr preiswert ET" Kein Laden.-M« Sonntag geöffnet rahrflcld gel tot erse K. Keumann Grüner Weg 48, pari., an der KoppenalralSe. Eahrgetegenheit: Elektr. Bahnen Nr. 1,3, 6, 16, 22, 31, 46, 76, 78, 79. ImtauHch gestattet. Berliner Credit-Haus gSJ" Kommandantonstr. 67."WZ � JUhotioifreie Getrünhe� STraiizAbnüiam Hssib Messina-u.Römertraük-Kel!. K 4. Schlegelst. 9, Fernap. 111,7727 Cnbfrh aelter-u. Limonad.-Fabrik cUiHÜ, Tliaerstr. 41. T.A.7. 8176. SAütie, E., W.i* rstr. 1 5», 1. 7, 1 1 1 25. � ac»fc$ ailio.iol- Di.�z öttränk. Berlin O.Br�lft.4 ArbeHer-Bekleldungj V''tj'Z t z'�'scrstr! 32 M•£ �ei5�.1Cn5t.öö Hamburger Laden, Charl.,Wa!Ut.33 J.Kastnerg�Äli Rot erLaden,?chdneb-.HatPislr. I US /'\ {Bäckereien, KondlterJ ISioüner's Großbäckerei Geschäfte In Berlin, Charlottenbupo, Sch nsberg, Wilmersdorf. Erscheint 2 mal wSchentlich. Kur-Bad, Pelersbsrgttsl. 64, Lief.-Kr. Kaiser-Friedrich s-Bad,Cbarl.aBkI. l�6iB*'A'18talt"LÖser" Rosentalerstr. 70. j B©zMgsqMeS8en"VePzeichnSsa| Untenstehende Gesehäste omDfehlen sich bei Einkäufen ( Kuranstalt iSJSSl, langjähr. I. Assistent iuTi' r Ii u it(I i Ii Ii g J. F. Assmann 20 Filialen in Berlin O. OskarSccScr 18 • Geschäfte Dresdcnerst. 97, Blüchersir. 11 Rcichenbergerstr. 18 u. westl. Vororte. Vorzugspreise. :Lufrcn-L>rog., Friednclisf.Berliaerst. 22 P-MfKnn* Gubener Str. 41 Ku iatl'. ci Sämtl. Gummiartikel. Aifr. Marsch Culmstr. 37. NelI6, Felix, Memelerstr. 16a. Ocfamke, Reinickend.. Provinzstr. 82. Otto Opitz, Bornhol raerstr. 16. Ramien. Otto, Landsbg. Platz 1. j Raihuas-Drogerie, Pü. Don�uttr. 24. !�M, KK"r]c?rr8lr.242 PrlnXWStT. 103 Haffmnnn Franz SdiCnbedi, Oberscliönctfcide. Fr Sdzliusnuss» Liebauerstr. 23. ßnmund Buchloh, Soldinerstr. 26 iuntrodt, W. EodaS». Fried,(iiiseke, 7 Fiii.ileu. Aurust Holtz Kersten, Gebr., Wörther-Str. 33 a. Kosmai ia. E.. 4 �.ppimr-« Choofs i.i'inke Bntterbandlung Obcr-Si' onowelde. Kaiserin Augusta Allee 9, Wilhelm Behr Wurstfabrik, Speck- and Schiukensalzerel. Berlln-Sch5nebcrg.Ko!»siea3k57-58 Beate und billigste Bezugsquelle f. Wiederverkäufer. fragrocii, A., e'.aniouifelstrn P. ßuehy/itz ftlgaerstr. 108, Spez.-Gesch. f.Fleiscli-u. Wurstw. Dan!"oi7J., Kl.. Horroanpstr. 147. PaulZwarg, Lantlsberg-Alloe 136. Erns��iffer�Oderber�«tr�7. f 6ia« u. Porzallan � Karl Harms, Danzigerstr. 7. O. Kri'üer, WeiBeuburgeretr. 79. A. Wiiborn, Bninnenstr 16. \VmkelmanB,Wilhelrainenatr.23. Cbcrschönewcide, Rathen austr.27. Zäoen. Küiüi Herren-Artikel D fi®el,isaiua,'br,rr C. Gerlach| Rixdorf, Warlhestr. 70. H Gerndi,Sj)reBgerst.l7,EiBg.Safaoastr r- i~~* I'ß TT oero Fr. Geriacb, Tauroggeuerstr. 1 a. Lief, s jmtl. Krankenk. T. II, 2658. Kob.Cieue,W>ilisa«e«.Gul.4dTlf»ir.!3 Keiner» Otto, Gerich istraße 86. Möliiendamm 3, Kotthuserdamm! I He Landbrot- OroikbäckeroJ O. Serf, Ndil. Krug, Waldstp.4 Tf i Kottbuaerdnmm 94, Kellir. '/üh.Scholem Betlfedarn u. Betten ctr.38 "ärrn ä Fa'i-'eb'''.t' HTT" tc« n-:p, Alt.cd Lier, Wiolefstr. 30. MMm Brotlalrik Ä AibtrtMantbey,Falkon»teinstr. 87. £. Martin, GlcWnstr. 55. "�"STollwelde's bew. Bäckerei Xloaskirc i, pU. p,raniienstr.3J>o lhrLt 34,35 Tu&tav Muhli.eiih, Miinowcrstr. 2. bw rrTBrii v. BerliB.lilptäick. Karbkent b. Scheseveide. R. Noak, i riedrif�Uagei Th.Koumr.nn,Ö)donburgorstr.2l. AI bin Quandt» TüsitorBtr. 68. Feiuedere v»b iclbstgc«chl. Crtn.vs M Ü�SkflJÖlt,[ßlEHlÖC £ Mü�gclheirocrstr. 8 Paul hiuiluor, btreliizersrr. 65. ButtcrliandlcDieFrilzSiith. Nordstern tadXNu'No. Schunefeldt, Britz. Chaussee t.51 Schröter, R.v|ul stellen. Schulz, Arthur, Ri»Hormauast.Gä ühiy& Wollram Vereinigte 43 Ponimersche Mcnis- Meiereien iibüsii. P. Berliner, Uixd.»Herraannat. 230. A.Ha'i.pel,l:i'.,Ber sir.44-45.Reioljin3 Carl Henze, AudreiSÄtr. 55, Bellimg. WertEcr'sFabr.Gr. FniWcTültTÄ»), � Carao» Chocolado � A( tSa n s'k rä äfcT Ii 0 aT�Tu uo� irstrüo. Cy!iax,Q., 0 Bl ri»-suereie.i,£lTrh. Bäckerei„Nordstern" fnh.: Gust, Miiiier Finalen I. Tererhled. Stadtteilen Albort PtenzlK, GrStzatr. 10. Paul Kißmann, Turinoratr. 88. M»x Memelerstr. 65. Conrad Richter Brotfabrik Nied.-Schönhauson Siederl.in«U. Stadtteil. Berlins Max Sander, Dnnkoratr. 23. gCttoScillatÄÄej Sikorakl.KeifciMe.Rtlnrn.drtlfr-lr.Il P. Springer Staoiir's Bäckerei, S, Iriftalr.««. Paul Stenzol, Bnumschulenweg. Onetar Tan, in, Prinzen- Allee 61. Thoma's bewT Bäckerei Ackeretr. 1U. Garichwtr. 84. r.rnalTrotz, Keichenbergerstr.ltl. Ulbrich�Ä."" ji C. Vont, Welüensea i gSFiüal.HftuptL'osci. Sadanat in.l Jos. Waqenknecht, Gloginent. 17, Albert Wiese. Kolonlcatp. Zi. Heinrich Wittler Purferoickel-. Sfli-nbret-i. Simtu- bnt-Mrik. 1.11,1213. Mmtr. 7. Verkiafisuil. i.all.ütgen'i Grot-Ecriiaa _ Badeanstalten Arkona-Bed, Anklamer-Str. 34. Aügusta lio 4, Ktyrm jdj.-gtr.ebsi ...iflCi J;.-.n,lib«rgerstr. 107 Oollnow.tr. 41. B u rger- Bad Wc4- Canitz-�Ä�j»-- [fnIral-Sail auz�'ä, a Cqntralbad Pankerz, Borlinent t Euii-BiJ.Ckltlbs lVilncrsii,rf,rit.5ü,si J\ kt.- Bra ner. Potada ra. Eig. Nieder!. 1 Berlin SW, Teronclhofer Ufer. 15 iBrandeuburga. Ii., FcbrdetStr, 3 Spez. Potsd. Stangenbier Die Fabrikate der ..Sarottl Chokoladen- u.Cacao-lnduslrlc- AktiengeBclischaft sind überall erhältlich. Neu: Sirapli-Schokolad© CilJui all JUI Fein-tos Doppelbier Bifei-Vcriag. Giis.iliinerätr. 90. . Sei MM j feinste Qualitätshere.| ruuerd ffellerbiTg Versand- und I'ilsener Bier. Brauerei Tivoli Säuert Fruchtstr. n Schön Nf., Etallnrcn,'iow.J'riesict«!. 1 3 Sehatz, Warschauersl. 82, ggr.lMX) SeifferiJritli/u�VÄ CQptlff Andrcasstr. 86 . ubhii Bezugsqu. f. Händler. C.Voigt,Gräfest.27,EckcUrbanst. Hü!*OT.VtBceKt,Rixd.,Bergstr.l.11. Wcnlcr-D'-cgerie, Britz. RuilewersL 5a. Wcddiojf Drogerie, Uenterstr. 37. 2 o bol�Get tg, N, Ackerstr SO. f E»scn- tt. Staklw Watf'.") Ahl, O., II kT� strö. W. Ailner, Mulackstr. 24. Otto hrlli, O. Grüner Wog 49. BPrji'rnf Eisenwar., Werkzeuge . ttl- tl, Scb'• ef/erg.Gujit.lüllers'r.l i Beutel, C�Boxh.,NeueBahnh.St.26 Hdrui. Braun, Landsbg. Allee 149 Breniieke,C.,wra«geu,r»4 Q. Branneke, Rcköofc.AIhe ist. G. ßrucKlacher, Willy Erpel» Turmstr. 29. Flnf-fc. E�Spxadan�ScböBewaldcntr.SL LHlHOT S innersdorf erstr. 102 3 ilUlwl Haus- u. Küchengeräte Carl Jung, Stromstr. 31. hwhMll Hermannstr. 172, Jküi�Mäin S chi 0 e rprOHjen ade 9. Kantf!erKf.,0.Sch'u>fWöide»fd».HOBrr.l0 Kaqq Kfinickcüd., Uesideazstr. 100 Uab Werkzeuge. Ad. Kunze» Rixdr.,KiiscrFrieilrichs!r.I78 OuslLenzc�V Llncke, Rixdorf, Friedqlbtr. Ö. E.LübckeNf.E.Sturni,S,ninariiPrsUS 1 E. Men�-?) Kchf., Kopfnhagfr.mtr. 4. esärsEilp.er.'SÄ Max Ulchtor, Schönh.-Allee 104, Rüiilmnnii.PMMuUerst.40b,E.See8t. Schmidt, Paul, EL, Schmwebewl. 49. Heiür, Schnpke, Wielofstr. 12,18. C. iiChrÖuEl' 6r Prankffnenlr.lOÜ. Sfil MM Grw'«1sVr.lri4.3' Sellncli, Tb., Ri., Hermannstr. 48. ■WeschjChjrUb�-Ki�� (i»hrri tl v' HCh maach. � ,-<11 ra.Tui-> n e b., 1 1 c ,■ b t ULI rennabor Dacdrich, P., Bi., Bergstr. 169. FalnreMliEB Ms» Neue Sehönhauaer-Str. Ii, Eabrr ,!ir.'is5fid-OstKuclitiietil(rat.l>l fsfl iTiiißf Reinickend.-Str. 100, Idll liUlltl Chausscestr. 81. R öper.Carl, PrlrraEg-St. SLdTrkfAII«, £ FIrbereien, WMacherT� Fordern Sie Wesentser� H. BERGMANN Birkonstr. 53 über 40 Filialen in Groß-Borlinl Oe/, ErtöMl WeißGüsee. 0. im. Caramel- Weifsbier fast«Ikoholfrel,(rftiickted. bt|. Kalid, Berliner WciB�.-lh-.-iuerel E.VVillncr. Groterjans Malzbier. Sckonk.Allee 110, T. III, 5063. Haaae-Brauerei. Amt iv»sa «etV �e,Sl *.35 EJ. Habels Brauerei hell- Mabelfarfiu- tlunkel. jj.Tirpfwäsciiercjl ■ MERKUR ,ichmntuL�rä«lf»r!tr-AII«e 47. Hempel. E., Müllerstr. 1886. Kahlenberg. A., Müllcrstr. 166c. Unser m GolcibBep tat nicht nur ein ErfriTchaagsgctrSnk, gondern auch ein Gciundhcltsbicr ersten Rcngoz. ßerlaer Dnlons-Brauerei, Berlin S. Cioarrenhandlunuan \.'tlAreH0ehsute37. Gosinde.Rich. 0rI'nien" Straße 17. Flei sch-tt. A u f sch n Scentr.. Wlfhertzt. 159. s ßj®ll ',>nn_ Hahne, Ilaihajanerslr. I. , KciairktT'lorierstr.108 ,fl2C,S. fielsck- a. Warslv. nver, Gaudvslr. 49. �eorgj Heiter l-ttte Bnonidiw.l. TfcBrlnjTr Warstw. I. Gesch.. Aidrcsislr.SO, BlaTiifa.itr.73a Werner �™;8i2 Winzler �ärtiiolire-k� f Fl e l8Clter-_u._W ti r«t w. � HermanT�TCrechtT��UeSr� A. ba:tluu«B, aarisrafeadaitm 33. WRildfOf T®?®'- Brunowatr. 66 . BßHBl. ff. rleiaek- a, tz'arat.arca. Rlfh. Bedter, Memelerstr. 74-75. Behlc, Uixdf., Hermannstr. 13. Blümleia, J., biiii. Marejchstr. 14/10. i. Bllz.r, Rüdersdorforntr. 82. Aogast Btnuteln, Dunkerotr.T«. .2. W. Ko,pe f'c;earick»k.i|es,Fri«iirichst.68 Ernst Ihsdier, Wicsenctr. 11. Juhohlk,ScliQ Fritz Klein, Kotthuserdamm 12. Max Kuaut, Alt-Ü.xh.igen 50. Emst KoUi�O.Küuigsberg St.S 6 Eravt Knrüi, Muskauerstr. 33. C.Kmuse, BatDcciec. Laajhansir 136 A. Lange,(lfl«lckdf.15ckarc»ebfr8tr.l 13 M 1Ä9IÜTSI8 WKIlieini Lonz, Falkenstelnstr. 9 Fritz Lcntz. Linionstr. 109 B.lji irren», Rriaickrodt. 0. Uaasistr. 54. Wiliielin Liebherr t�n'. Fr- Lindemann, Emdenerstr. 45. Lochmaun, Malplcquetstr 32. Ir'�ü Ifth Hostockerstraßo 43. LlThaC, JLil. Fleisch. u Wurstfabr. Aug. Maar, Scbulstraße 103. Marv.«>d,IUi.d.,)(4B«liBer-K.B'.»lla-r»tr. H.raafcEkerHsT�' Merker, P.""zeT R Hliilop tt. Floiscli- u. Wurstw. U.lüuhUl Großbecrenstr. 78. Neubauer, O., Kctthua-Damm 84. KariPetrichfÄwS Refnfeld, Spamlau, Nfmnclwersl.r. 9 "*"* Gr. Frank- furtersir. 7. urstTabr., Landsbg.- Alteo 130, Spz�, Roll Oscar RSfiirjFriedricbshageri Primn Wurst- u. Floischwarcn mr?? RHotbe, Bo.. WWW Ottooar Rudolph, Girtneratr.X?. S.iii*,okJtt.,l'a!li.isdenst.l, Ecke. er, SioiTineriltr. 14 -cner Chaussee U Quo Schreiber ETuliaaer, Huttenstr. 7(1. Bernhard Schnell, Schanwelertlr. 5/7. A.hlew ort.Nd.ScIinewtide�tcliasl. 1 27. WUbehnSdiaale, Zosaener8tr.49. E. Sih erzkerg, Beiaickcadf., lltoaul. 5. Eduard Schmied, Lübbenerst. 19 Max Schubert Albert Schacht sÄdoT E. Steeger, Fltdaek. EBaaaeUirr»<;r.21 Steiniffie, Warachaueratr. 25. Thaleiser KÄtV.s WannOP I-andsbergerstr. 118 nayilcr ff.FIeiacb-u.Wursf». Wertheimer'iKÄ.'tf- 8urjardJl«ia«k-ZeBiralc,Statgarderit.»2 W Tauche„"'««Jorf, 48. . laUUlC Pannicrsiraße 25. tt. Fleisch- u. Wurstw, Aadrcnsstr. 37, Krssiitan-sciiiaa U.Bock, IHidori, Kaiser Friedritkslr. 1 0. Niarnazla EnqlafKi Ksbb Mira 78. 0raiura«tr. 162. Hole, IVasche, Crawattaa. Ulttnier, Ackcrslr. 08a, llutgcsctaäft. Torkel, Artillcriestr. 4 '"mann Fl. Ucbteoherg, GUrtelstrafle 17 fffib Bring. Fielach- o. B arst Fabr. * F. Sommf rmanu, B«xtsj»inr*1.36 E.Trapp,tV.TrsUcnlrale, Walde sserdr. 10 Albert Urban, Noetizstr 84. Karl ünte»vÄ7 WelB, Georg, Eisaas lr. 40, 1.A1T 10585 O. Weilciu, Nannynstr. 66. EtUatTIli ff*F'''sch-n.WoratiT, • WBliBI Weidenweg 67. Emil Wilhelm, Graunstr. 38. STlF/teSe, Mühienst. 41. Wurstwaren. Woiiicnsec- tt. Fleisch- u. zi, Art Carl Hoffmann Rieh. Jahn, Drept©w,Grätzcr8tT. 6 E. Elahn, Frankfurter Allee 26. Krause, WHh.,Ri., Herrn.-St. 168. Cg liurfrcb, Britz, Rqdowerstr-OS Ad. Mahnkc A. Samuel, O.Mirbachst.<2, Sf-kh-iac. Scholz, Osw.g gÄwt. m. SprcngelA-teU1� W aizeneeger.J, ret«rsk«rg(rstrJI. ii.Zeller,0.-£ekMSV.,Vilkel>ilaukftt.l4a injerikaji JrtjBWB&B F''anlrfl''- I Allee 186. J 12"ICSI* Rad»1'- 26, Ecke ■• Prinzen-Alle«. Besser, Julius, Ri., Bergstr. 19. E- Ehmann, Rixd., Eerttt"" Üambnr�-Stfglrlz� Nokc,J. Spandau, mostcrstr.Sl. Z'elonack!, Oranienstr. 21. Leske ASlupefki, fa'ah-AllfstDs , Bm* Harens, Rultzlg, Ad,, Frankf. Allee lu7. ' iater, r- 77] nosncr.Miix�rÄT«; Lager fertig und Bach Mäß. 77 Kottbusertiamm '' August Schega Schacbataaii. Louis- Rransostr. 51 Bertb.Schwerinnr, wranrelsir.M f ii ii«, Nüf«, 15 0>,t.i, u. Petew. I iiEazailmtog1 Tlrunnonstraße 52, Badsfr. Huthaus Norden Jhaosseestr. 55, Ecke Wolüertstr. l'ciST�kF'ud-,'"'ii-in süc�tr. ti6. asper. Ed., Rixd., Bergstr. 139 ■Grund nur Brunnenat. 177 Unncoii Klkd-, Berliner$tr. U, Ildllöon, Osten, Koppeustr. 18. Jacob, Oskar, Schöuh.-Allee 184 ICohr rf> FtiedrioWsh- 85 jABür-nllie OCSnlgstor). A.Lemnitto.WImidrf JlcrlintrstlSI, Mtitz.-Moldeidiaoer,niiiii;»s>i.i5J. Oscar ürtmann Spandau; CbariotteBBtr, 3 O. Bärend, Schsnalerg, CoIsBBMitr. 17 GDStai BelirsDS BennewiBJFr.,BBekk«lz,Bfrliaer8U# Alex Kergpunn, Jugowslr. 16. Itrann,lt,.Riidf.,fiiBiB4Adjerjiir.29. FrmzBgnk�XproVT K.8ioanle!i.Fried;ich.sk].Sckanivebstr-5 Bodach Fr Laz, 0-, Goflierstr. 23, Geoej! Burew, Stromstraße 39- Job. Ciecier, heue Höchste. 32,36 A. Duria, Sebönflleßerstr. 10. 1t, t h ig, Liebenwaldeastr- 47. Cfua u;v, Mendorf ,0. M-üggelst 29. e, Amsterdaraerst.10 i Louis Körner, ____.W___.,N,8°k««dl«rstr.2s4 A. Fiedler, Espcmck, SsMelk-Sl. 41. 6. E- Hob, N, Pankbtr. 7. L.Friedtl«K, Marienderf, Bcigst. 15. Fritz Gerull, Beitssolstr. 75. tv.(,ehi las, Belnif fecscf.RcsidCDtst.l 36 II.(locrilfh, Rcimckeadf, l'rovinijtr.st, llcrmaun Gfnscti, Adalbertstr. 19* Gnetsch, Ernst Grabitz, Bxselauer Str. 4. r.ichar.i Groggert, Wismarplatzl Max Ilanhetser, Gübenstr. 16. Albert Haube. Dunkcrstr. 83. UtdHi.i) i--f,I!l �en,C-ri>«crWcg 120 SckleiAuer, EraD, lljittenatr. 7. vi. Stlui«l#er, R> Iler.'urthstr-S. Schröck, Fr., Ri- Weserstr. 4. V.Rh. Schröder, Bruunenstr.47. Wtlb. Schulze, Ri., Bergstr. 96. Adolf Schulz, Maiter»»tr. 9. P. Simund, Rixdf., Zietfeonstr. 4.6. W.Tictzsch, SO. Ueitrab. Str. 30 Wilh, Thomas, Beinh tcnd-SIt. 54. Ctto TBfk, Gubanerstt. 11. Ulbrlch, F., Ri.. Watheftr. 13 k 60. WöMm�T Emst Wilde, Bastisnstr. 1. Wecnitke, Ober-Schönewelde. B. P uik»11», Mariendorf, Dirfttrl ( KertowwF-. Klnderwag. 1 Panama-Jakob Ri eck, Em. cÄtr Schaerr, Herrn., Wiln*rsd.-St. 48. phite/AfX&s1 ifoesfone F Koftbueer- m esxcr, c.» p0Blm lg»,. Weiiiar, H. Greifswalderstr. 83. WirischafieMtrjjNc�� f Kaffee-Spezialoescli. 1 . tJ.Li, tUall-tTcn-TTTr *' RolHlt il MarUa-Opitzat. 22 Bcliünhauaer Allee 70d. { Kafflee-fiuppovate 7 Oito Goo?ze?«?!?l!?-nI!>Bn??T??4l Kliiiferia««!. f iCortaffeiw, ComO.B j Beflla.Allee255. 1Bo2" nelscTTünd *» ViMupst oot und billig? •28,19 mtusp.i3enfli)oji 'mnsnoH■>«J°M n-qasiai.g ror P. WontorBLO�Frledriehibera.Stll. _W«rd.D«tfclie Pliiaeh.rÄfiil.- r ZiBBnSUB, SOMtf. 16,«lluutl. 46, Paul Henkel Swigterm!8n.d" E KaufRbunwr�-- � l flJexäüäjr& Co., Bafttr. 55. Gescbw. Blank. Bf rbsiejer-Cluni. 17 C.Rurtzihn�Ä�0 filh.MtaerJsrÄ.11' Kaufh. Herrn. Eevy | BrunnenatröS, Ecke Strals.Btr. rd külin,()(,..L(h.'/newclJc. . F�grifliiiiasa!. j ICInem»fonr.-Th»ater) ifciorui-idTöTiermciremnFTPB? HennacnW�him�n� L Kohlen, Kok«. BHfceft«) Paul Bieg«, Kalproderalr. 18. 'G Aug. BraatzlBFM!.',brt. � Ferd. Gräning � •lungatr. 11. Tsleph.\ ji 7924 PH(Jrünthalirstr •nanic putze 28-26,111.4 4463 Filialen i J.Mannheim. ilosteB C Kol«'»'"1*""'«»" Abend, R., RuraaiLg., Wlajilr. Heinrich Arndt, Feunetr. 49. Theodor Antholner, �oimsatr. 22 Babel* Hauke, WUmclcrm, U rtzerijjt '' Puppe: l�yinkc, M „wagen, ' filierst. 30 Metzner« ��X'r.er. ( Kraiikewb'» Jarfeertlb. 1 Flacher, Wllk.,N, Swlaceiuil-St. 1 II Lange, A. E-, Brunnenstr. 167. c Lederwaren Carl Fessel iÄÄ So«z.Tuct.,ll«PO»a.1>att»«i°paaiMMW. Glatz i Langner,{0$ Koffer'SchülzßÄm PauIKratky�-Ä Bictiard Rurtzke DammT Adolf. Mahr, Slrfdauer Allee 44. tLKichter, Rixdorf, Friodclstr.tü. '"'' katmafkilitr- 87. Bio. Fabr. SatUormei&ter Cbaoaseestr. 60. loelaimk*'»»» 5-4 �»4 X' r 1 Bob. Vaift, liunasrki OMiinertc Lehranstalten 1 Jfuschnelde- Schule des *■ Deutsch. Zuschneider- Verbandes. e.V., BERLIK, Mauerstr. 06 88, T. I 3404. Rudolf Maurer Trtedriekstr.tta, Ecke Mobrenatr Strahlcndorf f« Handeln- Akademie. Beutlis». lOu. 11, J.,n.,lIl.BtBae Gaößles Institut Berlins Ausführl. Lehrpläno umsonst. ��"ejeu�TTwäch�� Rixdnrfer Linoleom dorf, Bergstr. 02. 'clBtniae, Berliner- -Jlee 228, Tapeten. Raosch, Rieh. Är Niederlage Warschauerstr. 6. Häntsch c Manufskturwaren D U Fetenb.-8t.89 HUi Mo48Wüieah. Fortsetzung olehe nächsie Bcho Fortsetizung des Bezugs Quellen-Verzeichnisses HeMhändiunnen1""� . Bachniann, Charl., Nchringst. 1 5. Bethkc, Georg, �TS: Rixd., Elbest. 33, Kais.-Friedr.-St. 84. Treptow, Grätz-StraBe 64. Bordasch. G.. Iii,, kais.-Frdr.-St.29 C. Bosse, Reinickendorter3tr.92. Bug�e. Rod, Kolonial w., Schreinerst. 6. Frese, Ernst 5?rsate j Gaege.Otto�Crg.611 Paul Gaege, Spandau. ml Gurke,\\ cddiapallcMt LlfiS r ü n e r w e, A c■89-9 pj HeermajH.jRi., Hermannstr.172 HeiiiricbRa6) OttoGr&tscb, Chausseestr I2u 67. Goldmann, Sfjndaj.sriinr.xslderst. 84. Heinrich, Johann, Fetcrsb.-Str.SG. Hering, C., Petersburgerstr. 90. H. Jetzlaff, Badstr. 54. Herrn. KSrmer, Cöpeuick. O.Kramer,Wilm, Berlinerstr. 131. Fabrikmarke fürhaltbarste Filzschuhe ll(.«| und 18 1- Pantoffeln. an»e, Nowawes,Pricsterstr.20 Fledr.A. Lange, Lsnitkcrjerjir. 68. Paul Lehmann, Friedrichshagen. Nebring Cbsrlbg.Kiu.-AogDils-AlTeeSO C. Neumann. Falkensteinstr. 37. Peteraohn, Osk., Müllers tr. 156. G Planmann, Jagowstr. 20, 6V Reetz, Max �Ä.i2haa" G.Rechenberg,Scköai6g.AkuieuU. Schmidt, Gebr., Fennstr. 69. SdiBtiwarßnttaisdEsWGStensJuV Schwersenzer, Turmstraüc 48. Alb. Seeger, Ww., Lortzingstr. 8 Sommer, Wllh., N, Sehünh-Allee 85. A.Trettin,FrKilriclislng,Frieilriclutr.23. Wltt�pand�feuendorfers� c Schirme u. Stdcke � Gtro�FTT�pandauTPot� HeiTmann,Lycheacr3t.5.Eig.Fabrikate. 91. I.erehc, Schöneberg, KoSlonnenstr.62 A.Rleke,Badstr.ll, Bezüge billigst Herrn. Rosenky. W. Mansteinstr. 4. O. Schleussner, Warschauerst. 86. c Seifen J Gustav Gambai, Kantstr. 64. Heidke, Paul, Burgsdorfstr. 13. t Teppiche u. Gardinen j Carl Gehriing, Teppitbe, Möbelstoffe, Gr.Frsokfarterslr. 82, Ganiinea, Liooleam. J.«. Sciiulz Weg 10 L c T rauer'MagazIn D Westmarsn Mobrenstr. 37 a, Gr. Frkf. Str. 115. c Uhren u. Goldwaren J m Goitzstr. 30. am Winterfeldpl. Oscar AldagvCharl., Krümmest 29. J. Behrendt, Wrangelstr. 52. Otto Brauer, Müllerstr. 164 Spandauerst. 3-'l E.L.Hinich, fr. Trenj . axbisermann.liiarLNchringitr.lrt Brüßgemann, Heinickendurferslr. 95. Bürger, Jul.» Müllerstr. 6. Max Busse B,~"r Ellinghausen, Gebr., GrDner\reg46 Fenske, 8., Kottbusserdamm 96 P.Fischer, SO.,Micbaelkirchstr.8 I Rphhapritcl,arlottenbur8:' J. UcUlldrU L Berlinerstr. 124. George, Adolph, Badstr. 65. Carl Giesen, Oranienstr. 165a. Ernst Gräber, Brunnenstr. 78. M-firaapneriTÄii"*. H. Kammler, Charl, Krummestr.22 Kniehusch, W.. Frft. ChausseeLl E. Knuth, Boxtagca. Sonnlagitr. 3 B.lechlermann.lJreyseE.WihiiackerRt Lehmann, Alb., Frank f. Allee 40 Lehmann. Wilh, Kottb. Damm 23 iLtiders>H.,K�hSl Nolte. K, Simon-Dachstr. 13. RllllCif PlüQZ, Brunnenstr*. Sl7' EmilQuadea�pTsÄ Quitzow, Job., Müllerstr. la. Carl Schlewinsky, Koppenstr. i. R. Scb melz,bCrgefsetri43 Willy Sdimidt, Frieöenan.HjieinstrlS mm 5[iio!z i��in Schönemann, G, Ri.,Berl. Ltr.73. F. Schönwitz, Berl.O.,Ov58!er«tr.27 Vi.SchuItzBbxhagen.Neae Bahnhofstr.Sf Schumacher, O., Tegel, Berl.-St.6a. Schulz, Osw., Frankf. Allee 24. Gust.Schoder, Oranienstr. 155-56. W StSBtlOl 86 Ecke Lortzingstr. Max Storch, Elbingerstr. 100. M. Toraechna Nchf., Briickenstr 16. PaulTrenk, Charl., Spand.-Str. 32. Truxa, W., Frankft. Allee 185._ Öfen- u. GolilwaFfiD'liKlöstrie Berlin 220, Lindenstr. 16. Beste direkt. Bezugsquelle I Katalog gratis. Verband nach anBcrhalb, billigste Preise. R. Welse, Nowawes, Priostorst.74 WifH5,Ad.,Be»44 Zabel Nchf., Charlbg., Berlinerstr.! 18. ��Verslche� „Deutschland'' Berlin Ärbeitervcraichcrung— Schützen- Sterbekassenversicherg. straüe 3. , Friedrich Wilhelm" Berlin W8, Bebrenstr 58—61 Lebens-, Sterbekassen-B.ArbeiterTcrsiehg Mit u. ohne ärztl. Untersnchung. Jahres-,Monat8-,Wochcnbei träge .Iduna' zu Halle a. S. Berlin, Charlottenstr. 82 Volks- und Lebensversicherung. I � Großd..ZurSonnc*, P. Frendenberg, Martin, Bruno, Ri-, HcrmannspI.S- auch Liköre u.Säfte« Brunnenstr. 18 und Filialen« D ,—""�OSChm|�e| Verlangen Sie „Edelweiß" Krone aller ffasclüBittel. ( WeiB..Wollw.. Trikot. J Ahlscher, Gust., Chorinerstr. 75. H. Barts, Schönhauser Allee 107. Bredow, Otto, RI.,Hcrmannstr.56 M. Gardeis?�Tgg7naeßrst7?(, | Georg!, Ernst s�Jg Hoffmann, Carmen Sylvaatr. 6 Hoppe. E., Scharnweberstr. 62. JnliusJohn�Äl- Jonas, Berraann S"nBe«.l' InnrL-pr U Rudorf.) JUiiLKol} n. Hermannstr.lTt. Carl Klein, nöchstestr.16, N.O.18. Robert Kutsche. Gubenerstr. 56. Kricbel,Schöneberg,Leuthenst.5 A. Kaesler, Caprivistr. b. Ch. Loewy.�a� Meyer, litraiinfrsi.l»,(Arttit-rteniiiea) Nach mann, Mjlierslr. 131«, Ko[U.-U»t. Schaefep, c Warenhäuser Spandau 1 JiAigp Seliagl I 60 Filialen in allen Stadteilen. 8 Bcttingor, Eug., Wald Fi-Ke,\Vioklef PnnrüH Großdestillation UUili QU Oranienstr. 207. Eile m.Weyle, Likörfabr., Gcrichtstr. 16. Selio, Hermann, Einzelverkauf zu Engrospreisen. G. m. b. H. Berlin, Auguststr. 60. Bitte Preis!, zu verl. Tel. 111,8192. M. Schaefer S.W. Hollraannstr. 43 t< W. Maasscnstr. 17. Schrom, Lina, Mirbachsir. 31. Hermann Meyer, SchirelbeinerSt. 21. j Stein Rcinickcndl V.Scharnwelcnt.l 16 Thurow,0.,Charlbg.,Cauerstr.l4 L. Vierarm, Zionskircbstr. 34. E. V oig t, Reinickendorf, Amendestr.! 0 1. Albert Vogt£rbsai°stf: c Wild u. Geflünel C. Bittmann P. Hildebrandt|rrTeem. Schmidt, E., Spandau. Havclst.19 Zastrow.Land'bergcr-AHeel 47. Fische. Zimmer,!f., Prinzenstr. 12. c Zahn-Atelier 1 E.Eade, N.SchönhauscrAllee43,I. Kollbruch, Herrn. 1871 Jordau, Alfr-, fenostr. 61, jegr. 1838. UJitta Uov Muskaucrstr. 16 fl lllC, RlaA Ecke Binteaileljtr. IM. wöchentliclie Teilzahlung iietere elegante fertig und nach Mass Garantie für tadellosen Sitz und feinste Verarbeitung. J. Kurzberg �, Maß-Schneiderci Rosenthaler Str. 40-41 II Frankfurter Allee 104 direkt am Hackeschen Markt|| part.— Ecke Friedenstraße Möbel E Kredit Sie erhalten bei uns: Stube und Küche 2 Stuben und Küche und zwar: 2 Bettstellen 1 Kleiderschrank I Spiegel 1 Spingeispind 1 Tisch. 2 Stuhle t Küchenschrank 1 Küchentisch 1 Küchenstuhl t Küchenrahmen Wochenrato 1,50 M. 15 Mark Anzahlung an an und zwar: Bettstellen Matratzen Waschtoilette Kleiderepind Wäschespind I Trumeau 1 Sofa, 1 Tisch 4 Stühle und 1(arbige Küche Sloderne Wochenrate 2— 3 M. an.| Schlaf-, Speise-, Herren- u. Wohnzimmer in Jeder �vün.chton 40 ftf. AnzahTunC an. lilefernng anch nach außerhalb. Gebr. Lieber Alexanderstr. 16, I direkt am Bahnhof Jannowitzbrücke. Bitte genan anf blaue Ricecnschildcr x. achten Sonnlag bis 2 Uhr gedttnet 1 ist der schönste Ausflugsort? � Juuner noch Pichelsmerder, an der neuen Heerstrane beim Alten Freund. � t. s.«oc» 55 0egr. lSSZ. Anzahlung Q.n Kohlen- und SrikeU-Groniiantilunif laifikoglot: Berlin 0. 94, Petersburger Slrade'! Telephon: Amt 7, 3040 und 3036. Lagerplatz 1: O. 84, Rüdersdorfer Str. 71(Küstriner Platz, alt.Ostb.). Lagerplatz 2: 0. 17, FruehtstraBe 13(Ostbahn-Güterbahnhof) Preise für la Marken ab meinen Lagerplätzen von 10 Zentnern an: pr. Ztr. laSenflenh. Marienglöck Salon 84 pl la Senllenh. Gottholi! Salon. 81 w la Diamant Saion...- 1.88 pr. Ztr. la!ke Salon.... 1.88 m. la BaHisteine.... 84 pt la Antliracit Cade.. 2.28 m. la Hoye-Halbstcine.. OO PI. (Ges. gesch.p. Ztr. 1t5-120 Stck.). Holz, zerkleinert, per Zentner Jf.OO M. Bei Frankolieferung je nach Quantum per Ztr. 6—18 Pf. mehr. Bruchhriketls. Steinkohlen billigst. Koks zu AnstalUpreiseu. Bei grSBcren Abschlüssen in Originalwaggons verlangen Sie meine Spezialofierte. I. Ziehung 4. Kl. 225. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehunj; tom 13. Okiober 1911, vormitiag». Vur die Gewinne über 192 Mark sind den belreBcnden Nummern in Klammern beigefügt. Die Gewinne fallen auf die bezeiebnelen Lose beider Abteilungen. (Ohne Gewühr)(Nachdruck verboten.) r 158 239 72 401 25[3000] 567 828 70 1096 279 776 2233 303 666 638 770[400] 3033 75 188 491 597 648 74 869 4092 144 48 5260 387 493[400] 610 79 6398 435 983 7023 124 317 619 81 8097 189 278 390 438 44 73 691 637 9009 121 251 95 667 842 55 10015[1000] 316 47 83 642 823 11139 347 605 629 772 12363[500] 92 13315 651 714 14293 677 ■847 1 5144 282 516[400] 57 871 16297 384 825 67 974 17070[400] 183 263 300 625[400] 833 18099 234 33 492 699 639 1 0078 291 404 5 59 20180 254 617 SO 21046 203 41 417 23642 43 (34369 577 627 803 29 57 66 25041 107 299 419 594 703 945 59 26095[400] 149 299-26 505 734 62 898 2 7553[600] 903 43 28019 838 033 29005 173 298 625 77 721[400] 68 71 39108 18 330 907 31004 198 257 371 668 722 33 907 32134 07 554 665 72 381 055 33088 68 178 -443 603 784 883 34019 50 150 465 689 79 843 Cüi) 35411 676 971 36291 423 655 769 818 3 7 232 75 95 822 38133 405 763 3 9004 31 34 397 419 626 708 40011 23 275 301 443 71 693 4 1 287 310 424[400] 78 909 42012 252 407 91 559 608 32 42 869 973 43 005 251 423 5 0 624 49 947 79 44321 529 733 833 45033 94 344 558 824 980 4 6001 80 140 73 307 99 654[400] 350 47069 356 673 773 841 48228 367 556 771 892 49122[400] 81 89 31! 85 5 O085 249 631 38 57 86[400] 51280 396 425 11000] 618[500] 803 43 959 52089 96 122 242 303 25 722 53038 59 219 27[1000] 45 458 590 937 54850 67 5 5274 304 43 467 738 815 38 975 5 6035 73 181 283 407 727 57051 62 246 626 896 977 58071 [500] 217 604 10 706 987 58802 60344 72 611 61354 781 62050 122 295 338 678 793 963 63127 347 604 24 81 710 825 951 64427 798 65174 418 23 520 85 775 807 23 66058 194 394 604 608 838 67162 218 27 312 25 93(4001 430 40 45 48 697 821 68029 47 121 370 772[400] 920 34 69140 493 522 642 93 707 43 953 70259 81 301 642 72073 171 79 316 454 82 603 53 717 904 73332 501 11 763 74041 696 700 918 75642[8000] 864 990 76435 632 847 77197 398 439 593 874 78422 939 70187 415 952 699 843 50«925 80381' 462 720 868 933 81333[569] 378 3 2354 894 331 920 73 33003 123 557 635 39 820 34511 386 85048 79 217 647 36128 652 758 37188 290 604 «7 706 88180[400] 637 917 89133 359 65 517 VY164 UOOO] 623-87 600 70 91027 93 265 68 355 483 587 612 716 41 92196 228 311 35 405 790 023 93355 97 427 624 848 94124 32 97[400] 225 480 506 740 82 85 893 95289 305 528 67»08 943 82[400] 96152 90 276 306 93 777 97645 794[1000] 98303 23 614 Bö 859[500] 99116 87 237 479 651 100109 27 297 98 15000] 324 453 547 824 65 101065 302 9 436 49 606[600] 36 89 868 93 102449 663 865 103277[400] 348 441(406] 647 915 22 73 104086 183 254 461 614 1 05003 90 407 673 021 106392 679 600 760 1O3003 109 11 210 360 455 597 788 109220 491 548 959 110459 710 28 111064 165 81 205[600] 41 484 583 787 112130 523 685 896 998 113056 119 38 629 840 114068 61 176 709 981 115020 31 234 683 745 68 70 I 400 J 901 116168 346 93 464 117118 99 233 680 603 722 118300 76 515 622 97 884[400] 968 1X9015 211 67 430 831 82 968 12O004 493 706[400] 815 925 1 2 1 069 120 281 303 932 122120 62 212 67 98 785 852 86 991 123022 375 550 80[400] 609 030 1 24347[400] 125071 128 72 493 680 1 26192 384 409 606 33 697 917 1 27009 47 133 236 438 639 1400] 120032 140 353 425 38 839 94 990 1 29002 103 345 631 778 913 130520 69[400] 780 131140 97 522 642 98 713 132222 68 451 612 32 906 24 133024 121 52 300 555 655 833 1 34128 691 135054 480 615 727 45 969 136008 302[400] 74 484 603 85 853 998 137194 500 722 900 133538 605[400] 45 897 139110 418 140049 97 129 38 285 446 648 678 918 141000 180 882 869 142018 209 326 69 827 50 737 68 887 143142 407 31 658 870 1 44426 875 1 45268 99 843 146033 193 335 837 97 982 1 47600 16 1 48007 633 81[400] 149253 61 72 416 643 69 906 43 150323 643 62 758 887 1400] 151035 237 421 651 152110 435 556 810 59 1 53325 034 969 1 64011 462 95 535 155091 201 335 952 156078 245 91 941 15 7024 71 91 161 501 623 754 75 880 957 1 58112 343 57 648 82 995[1000] 159034 135 70 212 425 709 925 62(400) 160013 43 209 399 1 6 1 042 625 637 818 1 62180 367[400] 429 702 88 806 77 1 63032 436 632 1 64334 962 98 1 65015 60 131 390 482 601 1400] 718 807 29 166151 811 167043 72 319 32 45 1 68332[4001 169023 210(40000 J 354 521 748 811 58 170817 773 1 71108 91 436 1 72261[400] 89 864 968 1 73040 207 8 311 48 798 813 40 977 1 74091 188 352 421 530[400] 846 933 1 75807 17 63 725 8> 176112 29 247 398 400 502(4001 634 177362[500! 400 96 679 962 80 178031 717 179120 419 [1000] 700_ 180450 520 74 88 741 131084 439 650 70 707 928 1 82041 101 423 73 676 629 796 915 1 83020 122 287 207 89 99 413 567 625 28 88[3000] 861 184470 712[400] 185488 822 1 88085 224 83 413 45 622 811 187769 1 38054 675 652 98 1 89099 123 76 635 917 94 !. Ziehung 4. KI. 225. Kgl. Preuss. Lotterie. Zichuug vom 13. Oklober 1911, nacbtniC-ags. Nur die Gewinne über.0: Mark sind den betreuenden Nummern in Klammern beigelügt. Die Gewinne fallen auf die üczcielmelcu Lose beider Abteilungen. COhne Gewähr,!(Nachdruck verholen.) 215 1122 223 962 2022 218 384 048 3040 1500] 63 189 612 673 079 90 4100 72 367 495 820 81 5015 61 132 90 258 428 700 35 977 6271 307 404 687 785 7064 127 291 318 748 944 8127 34 61 272 300 6 569 843 9082 218 437| 400] 613 738 941 72 10018 339 405 604 760 885 92[400] 903[400] 32 11031 663 656 12146 90 308 77 489 633 932 13217 367 88 643[400] 738 14499 745 913 15194 405 610 625 734 833 954 16178 528[400] 669 17126 351 737 77(500) 18259 455 658 999 19237 463 607 77 734 943 53 2O072 192 495 840 21059 297 519 81 610 822 22051 68 335 66 566 802 905 23197 510 615 703 800 1500] 46 24330 85 459 85 91 618 994 99 25028 [400] 43 119 04 97[400] 490 624[400] 759 87 26194 243 452 71 855 2 7206 488 981 28203 627 739 647 904 2 9024 1500] 103 565 731 804[400] 30101 500 926 79 31045 03 128 392 630 761 64 75 822 3 2097 410 3 3438 566 3 4241 60 383 473 649 902 18 35150 71 14001 781 920 43 67 3 6815 27 [4001 947 37004 33|400) 106 347 426 741 52 871 862 37 38319 675 39167 295 348 77 711 40008 288 721 41 107 68 69 343 584 88 766 70 43029 187 302 579 687 702 44030 109 86 97 276 88 428 36 530 641 821 992 4 5682 834 46193 391 407 90 744 47320 409 677 034[400] 48143 675 4 9201 353 491 50188 266 311 707 88 858 5 1 665 704 939 5 2031 129 656 03 685 910[400] 53015 163 240 363 403 646 891 032 54028 43 290 323 470 848 954 CS 92 55457 722 977 56055 109 398 433 40 89 530 619 64 953 69 57291 325 422 953 58129 337 467 633 693 5 9316[500] 413 677 874 OO029 88 153 81 410 68[5000] 68 538 701 835 61314 478 502 833 33 62445 825 30 63448 524 616 64055 683 807 6 5026 179 355 483 699 616 885 66173 398 453 524 623 99 67128 435 624 663 88 801 68052 215 649 965 69102[400] 947 7 0013 164 567 96 611 760 921 36 71125 213 [500] 75 Ell 77 796 889 908 72163 280 309 38 441 (4001 561 73601 17 904 74239 421 51 627 820 36 7 5337 87 685 707 869 902 7 6723 7 7023 El 57 331 669 853 7 8193 533 827 28 63 75[400] 7 9011 328 431 074 8O087 105 224 44 727 81214 482 928 82247 441 710 83162 236 347 585 003 tlOOO) 046[3000] 84059 420 582 702 86138 74 897. 86198 298 510 67 7 730 672 8 7323 95 404 41 605 811 949 8 8273 39019 240 68 341 431 698 722 934 ipi www I nwillillll TMkfaWMMiBaBpHg 90264 332 62 417 654 753 862 952 91402 40 718 42 92007 296 345 423 93 185 300 657 004 82 94048 237 642 726 92 95144 251 504[400] 75 679 723 49 96034 135 231 314 539 61 648 97047 143 208 93 358 484 771[400] 892 08176 907 9 94C8 59 537[500] 972 100431 33[400] 610 760 84 083 101277 639 949 69[5000] 102016 395 410 689 695 733 94 103010 128 231 676 728 104164 423 626 105124 403 65 681 805 9 81 1500] 106124 320 33 450 941 83 107077 255 376 462 675 665 753 870 934 1084S1 601 604 727 109307 33 681 110272 300 87 972 111342 640[500] 112037 223 27 538 67 84 633 905 113009 238 423 833 56 87 935 46 114392 640 703 89 925 115169 215 666 830 116057 155 333 67 96 444 605 618 24 792 117130 82 897 118022 213 340 654 798 803 13 73 119314 661 98 745 120010 645 722 73 1 2 1 083 172 429 689 99 883 122077 269 682 698 721 905 1 23341 468 773 124G21 40 82 768 1 25028 243 1 26316 90 983 127060 13000) 92 106 603 11 27 128015 68 134 370 [10001 84 432 683 541 910 129076 158[400] 638 784 130261 318 813 131175[400] 345 707 1 32142 291 337 453 529 626 73 83 725 831 940 133373 618 42 53 968 134101 569 841 135002 316 481 044 136110 233 368 401 699 721[5001 890 1 37 003 78 286 315 661 961 138122 299 492[400] 706 820 949 84 1 39383[1000] 439 780 852 140091 118 273 322 532 141099 174 289 608 22 865[400] 99 1 42166 206 463 85 760 972 1 43090 612 92 636 62 1400] 144196 317 73 1500] 560 81 984 145077 502 799 926 1 46124[100000] 31 378 781 853 985 1 47300 673 1 48027 671 655 784 969 1 49562 872 150091 198 237 479 867 151025 81 187 223 152031 91 345 465 558 70(400! 701 153228 429 154089 233 522 783 853 155103 24 602 01 979 156025[1000] 29 66 258 320 93 803 57 157085 643 800 158143 640 44 925 37[1000] 159177 80 [600] 622 160128 347 424 94 653 79 719 871 16 1 008 28 319 644 62 1 62115 89 97 632 736 844 910 1 6317« 473 558 822 98 982 164051 389 650 62 717 165008 203 343 633 41 743 943 166090 241[400] 438[400) 602 789 830 32 879 167119 35 62[3000] 201 847 168009 58 593 696 97 702 169162 379 170334 40 78 413 30 676 171430 75 725 858 0U 17 2045 53 178 330 90 410 64 654 609 94[400] 971 173098 358 549 642 740 889 930 1 74130 200 1 7 5399 1500] 731 1 76360[400] B83 807 990 177002 24 43 109 252 308 16 65 620 768 178041 255 417 763 17 9063 247 340 180223 350 69 538[600] 726 940 181131 893 718 182077 670 771(4001 874 956 183158 230 47 447 828 910 184093 610 612 713 853 185412 18619« 48 63 248 53 451 648[4001 790 187306 441 75 773 855 69 138084 203 64 459 66 823 050 189933 283 99 377 656 66 615 712 83 887 982 KernntworUMer Nedofteur: Rickard Barth, iverlifl. Für dx» Jnseratcntri!peranttv.:?H.Äl»iJf! Berlin. Z>rucku.Pfrlag: Bvrwär!« Bultldruclerki u. Be clagSanstait Laut Singer li. Eo., Berltv AK, 8r. 241. 28. Z-h-M, Z.§t\\� �0„WllVllltü" KttllUl USlKßlllkIt. M'.btt M Am Sonntag findet in Groß-Berlin eine �IU(jbl3ttV0rbf$ltllll0 Genossen! Beteiligt Ench zahlreich an der Parteiarbeit! statt. Zw Candtagsival)! in Berlin V. Im Landtagswahlkreis Berlin V wird bei den Wahlmännerersatzwahlen, die am 17. Oktober(Diens- tag) von den Urwählern zu vollziehen sind, es in manchen Wahl- bezirken zu einem scharfen Kampf zwischen Sozialdemokratie und Liberalismus kommen. Von den 129 Wahlmannsmandaten, die durch Verzug, Niederlegung, Tod usw. frei geworden sind und jetzt neu vergeben werden sollen, gehörte der gröbere Teil uns, der Ueinere den Liberalen. Diese wollen versuchen, mindestens die Mandate zu behaupten, die bisher in ihrem Besitz waren, und vielleicht hier und da noch etwas dazuzugewinnen. Wenn die Liberalen auch nicht hosten dürfen, daß bei der von den Wahlmännern zu vollziehenden Abgeordnetenersatzwahl der Sieg dem Liberalismus zufallen lönnte, so versprechen sie sich doch von der Beteiligung der Urwähler an diesen Wahlmännerersatzwahlen eine aufrüttelnde Wirkung. In einer Versammlung eines freisinnigen Bezirksvereins, die am Donnerstag im Gebiete des LandtagswahlkreiscS V stattfand, beschäftigte man sich mit der be- vorstehenden Landtagswahl. ES wurde ausgeführt, auch in diesem Wahlkreise müsse man wenigstens den liberalen Gedanken wach zu halten suchen. Schließlich werde, so prophezeite der hoffnungsselige Redner, der Liberalismus doch noch einmal wieder obenauf kommen. Für die Urwähler, die der S o z i a l d e m o k r a t i e den Steg wünschen, muß das ein neuer Ansporn sein, bei den Wahlmänner« ersatzwahlen ihre volle Schuldigkeit zu tun. Es ist Pflicht alier an diesen Wahlmännerersatzwahlcn beteiligten Urwähler, am 17. Oktober zur Stelle zu sein. Niemand darf glauben, daß es auf ihn nicht ankomme und seine Stimme entbehrt werden könne. Selbstverständlich dars auch in denjenigen Wahlbezirken, wo der Sieg uns sicher ist, keiner unserer Wähler fehlen. Bei jeder Wahl, auch bei allen Ersatzwahlen, muß immer wieder ihr Ergebnis die werbende Kraft des sozialdemolrati« schen Gedankens bekunden. Beteiligt sind an den 129 Wahlmännerersatzwahlen 7S Urwahl' bezirke, die meisten nur mit einer der drei Abteilungen, manche mit zwei Abteilungen, einige mit allen drei Abteilungen. Denjenigen Ur> Wählern, die am 17. Oktober mitzuwählen haben, sind aus dem Wahlbureau deS Magistrats in diesen Tagen ihre Wähler- karten zugegangen, mit denen sie bei der Wahl sich legitimieren können. Beteiligte Wähler, die etwa ihre Karte nicht erhalten haben, können sie im Wahlbureau des Magistrats lPoststr. 16) an den letzten beiden Wochentagen vor der Wahl in den Stunden zwischen 9 und 3 Uhr in Empfang nehmen. Auch Wähler, die seit Ausstellung der Wählerliste, die Milte August erfolgte, verzogen sind, haben noch in ihrem damaligen Bezirk mitzuwählen. Die Wahlmännerersatzwahlcn werden von den Urwählern voll- zogen am 17. Oktober(Dienstag), und zwar in der zweiten Ab- teilung. vormittag« zwischen 9—12 Uhr, von der ersten Abteilung inittags zwischen 1—2 Uhr, von der dritten Abteilung nachmittags zwischen 3— S Uhr. Gehe jeder so zeitig wie möglich zur Wahl, ohne er st aus eine Mahnung zu wartenl Und jeder gebe seine Stimme den Wahl männern der Sozial- d e m o k r a t i e._ partei- Angelegenheiten. Zweiter Wahlkreis, Friedrichstadt. Sonntag, der Ib. Oktober, bei Iul. Meyer, Oranienstr. 103: Zahlmorgen für D r u ck e r e i n a ch t- a r b e i t e r. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mitglieder notwendig. Der Vorstand. Sharlottenburg. Die Flugblattverbreitung am Sonntag früh findet um 8 Uhr von den bekannten Stellen aus statt. Schöneberg. Am Sonntag früh von den bekannten Lokalen aus: Flugblattverbreitung. Zehlendorf(Wannseebahn). Morgen, Sonntag, den IS. d. M., nachmittags 3 Uhr, findet eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Etablissement Paul Schwarz. Rennbahn, Alscustr. 56, statt. Tagesordnung:.Die Teuerung, das Verholten der Regierung mrd des Volkes.* Referent: Genosse Roberl Bahn. Sonntag früh 3 Uhr. findet für diese Versammlung eine Flug- blattverbreitung von allen Bezirken aus statt. Der Vorstand. Treptvw-Vanmschulenweg. Sonntag früh S'/z Uhr Flugblatt' Verbreitung von sämtlicken Bezirkslokalen aus.'Der Vorstand. Köpenich. Sonntag frühst Flugblattverbreitung von den bekannten Stellen aus. Der Vorstand. Friedrichshagen." Am Sonntag, den IS. Oktober, findet eine Besichtigung de« Märkischen Museum? statt. Abfahrt vormittags 10 Uhr 4 Minuten. Johannisthal. Die Flugblattverbreitung am Sonntag findet früh 8 Uhr von Albert Gobin. Roonstr. 2. aus statt. Parteigenosien. welche an der Versammlung in Buckow teil- nehmen wollen, treffen sich um 11'/» llhr bei Albert Gobin. Roonstr. 2. Der Borstand. Rudow. Am Sonntag, den IS. d. M.. im Lokal von Rolle, Köpenickerstroße 86: Generalversammlung deS Wahlvereins. Es ist «ine wichtige Tagesordnung zu erledigen. Der Vorstand. Rieder-Schöneweide. Am Sonntag, den IS. d. M., niorgenS 8 Uhr. treffen sich die Genossen in den BezirkSlokalen zur Flugblatt- Verbreitung. Der Vorstand. Obei-S che newcide. Morgen. Sonntag, den IS. Oktober, früh 8 Uhr, Flugblattverbreitung von den bekannten Stellen au». Die Bezirksleitung. , Senzig(«„!« Teltow). Heute. Sonntag, den IS. Oktober. abends 6 Uhr, Ertra-Mitgliederverfammlung mit Frauen nn Restaurant des Herrn W. Curt.' Tagesordnung: 1. Vortrag des Senossen Pleikieh: D'» Bedeutung unserer Gcnossenschasten. 2. Dtslusfion. S. VereinSangelegenheiien und Verschiedenes. Nach Schluß der Ver- sammlung geselliges Beisamineniciu. Der Vorstand. Kaulsdorf a. d. Ofibahn. Sonntag früh 8 Uhr vom Babeyschen Lokale au«: Flugblattverbreitung zu der am Dienstag abend Uhr im Hamonnschen Gesellschaslshause stattfindenden Protest- Versammlung. Stowawcs. Morgen Sonntagboriniltag: Flugblattverbreitung. Am Mittwoch, den 18. Oktober, abends 8'/, Uhr, im Schmidtschen Saale: öffentliäte Versammlung. Vortrag des Reichsiagsabgeordneten Ge- nassen Adolf Geck-Offcnburg über: Rückblick und Ausblicke am Jahrestag der Leipziger Schlacht. Mnhlsdorf a. d. Ostbahn. Am Sonntag, den IS. d. M, früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung. Die Genossen und Genossinnen haben sich hierzu für Mahlsdorf-Süd im„Heidekrug*, Kvpenicker Allee, und für Mahlsdorf-Nord bei Dräger, Bahnhofftraße, einzufinden. Am Dienstag, den 17. d. M., abends 8l/z Uhr, im Lokale des Herrn G. Schliefe, Hönowerstraße: Bolksversammlimg. TageS- ordnung: Die Lebeusmittclverleueruug und die Rcichstagswahlen. Die Bezirksleitung. Waidmannslust und Umgegend. Am Sonntag, den 16. Oktober. nachmittags 3 Uhr, ordentliche Mitgliederversammlung in Glienicke bei Altermann. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Unsere nächsten Ausgaben. 3. Das Stiftungsfest und andere Vereinsangelegenheiten. Nach der Versammlung'Freitanz und ge- selligeS Beisammensein. Die Bezirksleitung. Rcinickendorf-Ost. Heute, Sonnabend, den 14. Oktober, ver- anstaltct der Bildungsausschuß der Partei in den.Hubertusiälen*. Provinzstr. 77/79, einen Volksliederabend Das künstlerisch ge- diegene Programm und die mitwirkenden Kräfte sichern einen genuß- reichen Abend, so daß den Genossen und Genossinnen der Besuch der Veranstaltung dringend enipfohlen werden kann. Billetts find bei den Vezirkssührern zu haben. Die Bezirksleitung des Wahlvereins Am Sonntag früh von den bekannten Stellen aus: Flugblatt- Verbreitung. Die Bezirksleitung. Spandau. Sonntag, den IS. Oktober, morgens 8 Uhr. findet nach der Neueinteilung von allen Bezirkslokalen aus Flugblatt- Verbreitung statt._ Der Vorstand. Berliner Nachrichten. BrotloSmachung von Arbeitern ivird dem Berliner Magistrat von der„Nixdorfer Zeitung" zur Last gelegt. In der Nummer vom 29. September schreibt die genannte Zeitung folgendes: .Zum Sch Ulla sie»streit Rixdorf gegen Berlin, der jetzt durch die Verurteilung der Stadt Berlin zur Zahlung von insgesamt 281 329 M. an die Stadt Nixdorf sein vorläufiges Ende gefunden hat. wird uns folgende Mitteilung gemacht: Zur Klärung der schwierigen Materie ist beim Berliner Magistrat ein besonderes Bureau errichtet worden, das die erforderlichen Recherchen zu unternehmen, statistische Unterlagen zu sammeln, die Zurück- weisung der Ansprüche zu begründen, wie überhaupt die ganze Angelegenheit zu bearbeiten hat. Diese Amtsstelle ist aber weit über den Rahmen der eigentlichen Bestimmung hinausgegangen. Schon im voraus damit rechnend, daß eine Verurteilung erfolgen konnte, ist das Bureau bestrebt gewesen, die Arbeitsstellen der jenigen Rixdorfer zu ermitteln, die in Berlin in Lohn und Brot standen. Der Arbeitgeber wurden dann aufgesucht und ihnen unter Darlegung des Sachverhaltes dringend empfohlen, die in Rixdorf wohnenden Arbeiter zu entlassen, da diese sich ja in ihrem Wohnort Rixdorf nach Arbeit umsehen könnten. Meist wurde diese Ein- Mischung in rein private Verhältnisse abgelehnt. In zahlreiche» Fällen ist cS jedoch gelungen, dir Arbeitgeber in Bcrlin-frcundlichcm Sinne umzustimmen und die Entlastung der betreffenden Arbeit »chmcr zu erzielen.-Es sind uns die Namen von Arbeitgebern bekannt, die sich schließlich dem Drängen des städtischen Schul lastenstreit-Bureaus fügten und ihren in Rixdorf wohnenden Arbeitern den Laufpaß gaben. Jetzt nach der Verurteilung der Stadt Berlin wird sicherlich dieses Drängen auf Entlassung Rixdorfer Arbeiter aus Berliner Arbeitsstellen in stärkerem Maße fortgesetzt werden.* Wir hielten die Meldung des Rixdorfer Blattes für so ungeheuerlich, daß wir zunächst glaubten, davon keine Notiz nehmen zu sollen, bevor nicht der Berliner Magistrat sich hierzu geäußert. Wir wandten uns an das Nachrichtenamt des Magistrats :nit dem Ersuchen, eine offizielle Erklärung des Magistrats zu veröffentlichen. Da eine Erklärung bis jetzt noch nicht erfolgt ist, halten wir es sur unsere Pflicht, von der An- gelegcnheit öffentlich Kenntnis zu geben, um die in Frage kommenden Stellen der städtischen Verwal- tung zu einem schleunigeren Tempo zu veranlassen. Es wäre schon längst Pflicht des Berliner Magistrats gewesen, sich zu derartigen schweren Anschuldigungen des Nixdorfer Blattes zu älißeru. Die ausgestellten Behauptungen scheinen uns so un- geheucrlich, daß wir sie bis jetzt kaum zu glauben vermögen. Wir enthalten uns auch vorläufig eines Urteils in der Sache, hoffen aber, daß der Magistrat sich umgeheud erklärt. Burenukratisch» Laternciiwäsche. Auf der Mitlelpromenade der nördlichen Schönhauser Allee, wo seit Monaten das leidige Tohu- wabohu des HochbahnbaueS herrscht, wusch gestern ein Angestellter der Straßenreinigung inmitten der Sand- und Lehmhaufen die eisernen Laternenpfähle sein säuberlich mit Wasser ab. Für diese Laiernemväjche besteht eine generelle Verfügung. In bestimmten zeillichen»Zwjichenräumen sollen die Laternen gewaschen werden. ES reizte nun aber zuin Lachen, wie der Elroßenreiniger mit stoischer Gemessenheit seine an solchem schmutzerfüllten Orte ganz zweck- lose Arbeit verrichtete. Das war ungefähr da» Gegenstück zu dem im Landregen die Straß« näffenden Sprengwagen. In Schöppenstedt macht man es genau so. Gehaltsaufbesserung der städtischen Arbeiter und Angestellten. Dem SladlverordneteiiauSschuß zur Vorberatung des sozialdemo- statischen Antrages über die Ausbesserung der Gehälter und Löhne für veischiedene Kategorien von städtischen Arbeitern und Angestellten infolge der Teuerung der Lebensmittel und über die Gewährung von vorübergehenden Teuerungszulagen hat eine erste Sitzung ab- gehalien. Sin den Beratungen beteiligten sich vom Magistrat der Ooerbürgermeisler Kirschner mit den Stadträten Fischbeck, Dr. Lcder- mann und Ramslau. ES wurde daraufhin verwiesen, daß der Magistrat eine Kommission eingesetzt hat. die sich mit dieser Materie schon mehrfach beschäftigte. Von unseren Genossen wurde dem Ausschuß folgendcrAntrag uuterbreitet:.Die Stadlverordneten- Versammlung crmcht den Magistrat, den in städtischen Diensten und Betrieben beschästigten Beamten, Hilsölräften und Arbeitern, deren Bezüge bis zu 8000 M. jährlich betragen, eine monatliche Zulage von 20 M. bis zum 1. April 1912, beginnend mit dem 1. November dieses Jahres, zu gewähren. Die Stadtverordnetenversammlung ersucht weiter den Magistrat, bei der Ausstellung des Etats für 1912 eine«msprechende Gehalt»- und Lohnerhöhung für obige Kategorien eintreten zu lassen.* Nach eingehender Beratung wurde beschlossen, den Magistrat um die Entsendung der von der Magistratskommissum ermittelten Ergebnisse und Feststellungen bis zum 26. d. Mts. zu ersuchen. Der Ausschuß wurde dann auf vierzehn Tage vertagt. Eine Familientragödie hat sich vorgestern in dem Orte Grün- Heide bei Erkner zugetragen. Dort wohnte seit mehreren Jahren die 32jährige Frau Martha Hintze geborene Körper, deren Mann vor kurzer Zeit plötzlich gestorben war. Nach dem Tode des Mannes lebte die Frau mit ihrer sechsjährigen Tochter ganz zurückgezogen. Allem Anschein nach ist Frau H. durch den Verlust ihrcrs Mannes, mit dem sie in glucklichster Ehe lebte, schwermütig geworden, denn sie unlernahni bald darauf einen Selbstmordversuch, der jedoch im letzten Augenblick vereitelt werden konnte. In den letzten Tagen zeigte die Witwe ein sehr aufgeregtes Wesen und hielt sich scheu vor dem Verkehr mit Hausbewohnern zurück. Als vorgestern vor- mittag die Hintzesche Wohnung verschlossen blieb, schöpften die Nach- barn Verdacht und ließen die Tür offnen. Den Eintretenden bot sich ein entsetzlicher Anblick: Mutter und Tochter lagen in dem vollständig mit Gas gcsullten Schlafzimmer leblos in ihren Betten. Frau Hintze hatte im Ofen Feuer gemacht und dann das Abzugrohr sest verstopft. Von einem hmzugerufenen Arzt angestellte Wieder- belebungsvcrsuche waren nach stundenlangen Bemühungen bei der Frau von Erfolg gekrönt, während das Mädchen der Einwirkung der giftigen Gast erlegen war. Frau H. wurde in sehr bcdenl- lichein Zustande durch die freiwillige Sanitälskolonne in Erkner noch dem Lazaruskrankenhause�in Fürstenwalde übergeführt. Verlegung von Straßenbahnlinien. Die Straßenbahn ist ge- nötigt, wegen des Baues der Untergrundbahn ihre Kreuzungen Kurfürstendamm— Uhlandstraße— Grolinannstraße und Kurfürsten- dämm— Augsdurger Straße zu verlegen. In der Nacht vom 16. zum>7. Oktober müssen deshalb von 12 Uhr an folgende Linien in beiden Richtungen umgeleitet werden: 54 über Tauentzicn- und Kantstraße, 76, 79 und A über Tauentzicn-, Kant- und Wilmers- dorfcr Straße. G über Ludwigskirch-, Schoper-, Ranke- und Haiden- dergstraße. Bei 90 fahren die Wagen ab Treptow 10.4S und 11,13 nachmittags sowie ab Tchlesischcs Tor 11,11 nur bis zur Ecke der Pariser- und Fasanenstraße. Die Futtcrdicbstähle auf dem Berliner Viehhof. Zu der Mit« teilung über die Velhaflniig der beiden bei der Komnnisionsfirma Sieberl und Stünkel beschäftigten Obertreiber Otto und Paul Heinrich, weil sie den Händlern in 17 Monaten 36 000 Mark mehr Futter be- rechnet, als sie von der städtischen Verkaufsstelle auf dem Berliner Viehhof entnommen hatten, erfährt die.Allgemeine Fleischer-Zeitung* weiter, daß die beiden Verhastcten zugeben, Futterreste aus den Trögen und Raufen anderer Kommissionsfirmen entwendet und an ihre Tiere verfüttert zu haben. Allein an Schrot haben sie auf diese Weise in jeder Woche ungefähr 26 Zentner gestohlen. Diese Futterreste dürfen nach den bestehenden Vorschriften nicht entfernt werden, sondern gehen in das Eigentum der Verwaltung über. Auch dem seit der ersten Entdeckung der Diebstähle in Haft befindlichen Obertreiber Hermann Rummel ist bereits nachgewiesen, daß er in demselben Zeilraum sich für 23 000 M. mehr Futter hat bezahlen lassen, als die KommiisionSfinna Arndt u. Co., bei der er beschäftigt war, überhaupt bezogen hat. Bei anderen Kominissionsfirmen sind gleichfalls von den Obertreibern und Treibern bedeutende Be- iriigereien niit Futtermitteln vorgekommen, die sich zwischen 9000 bis 13 000 M. bewegen, bei fünf Firmen sind die Vcrgleichungen der Händlerabrechnungcn mit den Fulterkontoauszügcn der Viehhof- dircltion noch nicht beendet. Ein dreister Schwindel wurde Donnersiag abend in der Müller-. straße versucht. Vor dem Grundstuck Nr. 131 hatte dort der Händler Otto Saath mit seinem Wagen unbefugterweise Aufstellung ge» nommen. Da er sich trotz wiederholter Aufforderung eines Schutz« manne? nicht entfernte, führte man ihn zur Wache, während sein Wagen unter Aufsicht des Schutzmanns Rohrbeck zurückblieb. Nach einiger Zeit erschien der Gelegenheitsarbeiter Hermann Jehl, nannte sich Schmidt und gab sich als Schwager des Saath anS, dessen Wagen er abholen wolle. Rohr- bcck schenkte den Angaben deS angeblichen Schmidt Glauben übergab ihm den Wagen und begab sich zur Wache. AIS der Beamte hier erfuhr, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen war, eilte er sofort zurück, und es gelang ihm auch, Jehl zu erreichen. Als man zur Fesistelluiig seiner Personalien ihn»ach der Wache bringen wollte, widersetzte er sich mit aller Kraft. Es kam zu einem Handgemenge, wobei Fehl mehrere Säbelhiebe erhielt. Uebcr's Ziel hinaus. Die neuen Tarifvorschriften, welche mit dem 1. Januar t. I. für den Berliner Stadt-, Ring- und Vorort- verkehr in Kraft treten werden, haben nachfolgenden Wortlaut:(Zu § 16 der ElsenbahnverkehrSordimng):.Wer über die Zielstation stiiier Fahrkarte ohne Unterbrechung der Fahrt hinausfahren will, hat v o r Antritt der Fahrt eine Zusatzkarte für die anschließende Strecke zu lösen. Der nachzuzahlende Betrag hat dem Unterschiede zwischen dem einfachen Fahrpreise für die Reiseaiifangsstrecke und dem einfachen Fahrpreise von der Rciseantritlsstation bis zur neu- gewählten Bestimmungsstation oder, wenn diese Preise gleich sind, dem einfachen Fahrpreise für die anschließende Strecke zu entsprechen. — Wer nach Antritt der Fahrt unaufgefordert dem Zugführer oder Aussichtsbeamten meldet, daß er keine Zusatzkarte habe lösen können, hat für die ohne gültige Fahrkarte zurückgelegte Strecke den tarif- mäßigen Fahrpreis mit einem Zuschlag zu entrichten, der für eine Fahrkarte II. Klasse 16 Pf.(Kind 10 Pf.), für eine Fahrkarte III Klasse 10 Pf.(Kind 6 Pj> beträgt.*' Zwei Erpresser, die die Fricdrichstraße unsicher machten. wurden hinter Schloß und Riegel gebracht. Als vor einiger Zeit ein Fabrikant stark angeheitert durch die Friedrichstraße ging, machten sich zwei Männer, ein älterer und ein jüngerer, an ihn hergn und begleiteten ihn nach Hause. ErneS Tages erhielt der Fabrikant einen Brief, dessen Schreiber ihn darauf aufmerksam machte, daß etwas passiert sei, und ihn aufforderte, möglichst um- gehend nach einer bestimmten Stelle Geld zu schicken, wenn cr nicht wünsche, daß er und seine Familie bloßgestellt würden. Der Fabrikant überreichte den Brief sofort der Kriminalpolizei und ging nach Verabredung mit ihr zum Schein auf das Verlangen ein. Zu dem vereinbarten Stelldichein erschienen aber statt seiner zwei Kriminalbeamte. Diese trafen zwei Männer an und nahmen sie fest. Die Verhafteten culpupplen sich als ein 40 Jahre alter früherer Brauer Fritz Steininger und ein 24 Jahre aller früherer Hausdiener Erich Stahn, von deneii der ältere als Erpresser bekannt und schon wiederholt bestraft ist. Bon einer Leiter gestürzt und tödlich verunglückt ist gestern der Glaser Stengel, der an einem Hause Eharlottenstraße. Ecke Leipziger Straße, zu tun hatte. Stengel starb auf dem Wege nach dem Krankcnhanse, wohin er nach dem Absturz gebracht wurde. Auf der Straße vom Tode überrascht wurd der 40 Jahre alte tiuhere Schlachter und letzigc Gelegenheitsarbeiier Johann Skira. S. war obdachlos und wurde-in der Hollmonnstraße in Krämpfen verfallen aufgefunden. Man schasfie ,hn mit einer Droschke nach der Hilfswache am �empelyofer Ufer la, doch konnte hier nur noch )cin Tod festgestellt«werden. Zwei Bouillonkeller wurden gestern morgen um 4 Uhr von ic\ Polizei des lo. Revier» in der Alten Schönhauser- und in der Sicinstraße ausgehoben. Mst Gäste. 18 Männer und 0 Mädchen, wurden nach der Wache gebracht. Die meisten konnten nach Fest-. stcllung ihrer Pcr(onlichkelt nach Hause gehen. Nur drei der An- schgltami wurden Wh dem Polizeipräsidium gebracht. Dem Wirt in der Steinstraße wurde auch noch der Bierapparat beschlag- nahmt, weil die Bouillonkeller keine Erlaubnis haben, Bier aus- zuschenken. Ein schwerer Unfall ereignete sich Donnerslag nachmittag in der Eisenwarensabril von Höckel u. Picht, Waldstr. 33. Ein Kurscher der Berliner Paketfahrt A.-G. war im Begriff, einen beladenen Wagen rückwärts vom Hofe aus durch den Hausflur nach der Straße zu fahren, indem er die Stange des Wagens führte. Hierbei schleuderte letztere und warf den Kutscher mit solcher Gewalt gegen die Wand des Hausflurs, daß er blutüberströmt und besinnungslos liegen blieb. Hilfsbereite Angestellte der Firma trugen den Schwerverletzten in den Porlicrraum,' wo ein Notverband augelegt wurde. Der Kutscher hat anscheinend schwere Kopfverletzungen davongetragen; ob auch innere Verletzungen vorhanden sind, ließ sich mit Sicherheit noch nicht feststclleu. Ein großes Hcrbstkonzert veranstalten die Männerchöre„Nord- Ost-Lyrania" und„Hilaritas" am Sonntag, den 15. Oktober, im Konzertctablissement der Brauerei Friedrichshain, am Königstor. Außer den beiden Vereinen wirkt das Sinfonieorchester von Maximilian Fischer mit. Billetts kosten im Vorverkauf 53 Pf., an der Kasse 75 Pf. Kinder unter L Jahren haben keinen Zutritt. Anfang 5 Uhr. Ueber Astronomie für Jedermann beginnt Direktor Dr. F. S. Archenhold am Montag, den 16. Oktober, abends 7 Uhr, im neuen Hörsaal der Treptow-Stcrnwarte eine zehnstündige Vortrags- reihe. Mit den Vorlesungen sind praktische Ucbungen im Auf- suchen der Sternbilder und Beobachtungen mit dem großen Fern- rohr verbunden. Diese Vorlesungen, welche geeignet sind, die Hörer in die Astronomie in gemeinverständlicher Weise einzuführen, sind noch vor Weihnachten beendet. In dem Sonntag-Vortrag, nachmittags 5 Uhr.„Kometenfurcht und Aberglaube" wird Dr. Archenhold die neuesten Photographien der jetzt am Himmel stehen- den Kometen in Lichtbildern vorführen. Mit dem großen Fernrohr werden die Kometen abwechselnd mit Saturn und Mars gezeigt, auf letzterem sind jetzt bereits die sogenannten Kanäle sichtbar gc- worden. wieder wundern.— Bei der Wahl ergab sich keine absolute Mehr- heit; für Colberg(Altbürgl.) wurden 23, Prange(Neubürgl.) 14 und Conrad(Soz.) 18 Stimmen abgegeben. In der folgen- den Stichwahl stimmen die Neubürgerlichen nunmehr für C o l- b e r g.— Die Anmietung der Turnhalle des Turnver- eins„Jahn" zum Mietspreis von 786 M. wurde genehmigt, nach- dem Stadtv. Conrad(Soz.) es gerügt hatte, daß noch immer Rixdorfer Volksschulen ohne Turnhalle sind und die Schulkinder daher erst weite Wege zum Turnunterricht zurücklegen müssen. Namens der sozialdemokratischen Fraktion begründete Stadtv. Polenske sSoz.) folgenden Antrag: „Die Stadtverordnetenversammlung ersucht den Magistrat, dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Bestimmungen der Ar- beitsordnung für die städtischen Arbeiter in allen Punkten sei- tens der einzelnen Verwaltungen innegehalten werden." Die Ausführungen des Redners und die daran anknüpfende lebhaste Debatte beleuchteten die reaktionäre Arbeiterpolitik des Magistrats. Bei der Abstimmung war die Ratlosigkeit der Bür- gerlichcn groß: denn sie mochten wohl mit Rücksicht auf die bevor- stehenden Wahlen nicht dagegen stimmen. Dafür votierten sie auch nicht, so daß der Antrag mit 21 Stimmen zür Annahme gelangte. ** Das letzte Radrennen der diesjährigen Saison der Olympia bahn findet au diesem Sonntag statt. Vorort- JSacbncbtem Rixdorf. Stadtverordnetenversammlung. In der Sitzung am Donners- tag nachmittag erstattete der Wahlausschuß Bericht über die gegen die Richtigkeit der W ä h l e r l i st e eingegangenen Einsprüche. Von diesen lauteten, wie der Referent Stadtv. Koye ausführte, s) auf Aufnahme in die Liste 312, b) auf Berichtigung der Steuer- berechnung 22, c) auf Aufnahme in eine höhere Abteilung 7, 6) auf Umtragung in einen anderen Bezirk 3; verspätet sind 2 Einsprüche eingegangen. Die Versammlung folgte den Vorschlägen des Aus- schusses und wies als unbegründet zurück: von den Einsprüchen zu a) 169, zu b) 8, zu c) 4 und die verspätet eingegangenen; alle übrigen werden nachträglich in die Wählerliste aufgenommen. Für die Unterhaltung des A u t o k r a n k e n w ag e n s, zum Zwecke der Rückzahlung ermäßigter Steuerbeträge und für den Verbrauch von Wasser und Oel zur B e s p r e n g u n g und Reinigung der Straßen werden die betreffenden Etatpositionen um 1299 bezw. 89 999 bezw. 2999 M. verstärkt. Die vom Magistrat vorgelegten Spezialrechnungen über Straßenbefestigungen und mehrere Schulbauten genehmigte die Versammlung debatlelos. Die Anstellung eines Aufsehers für die städtischen Grundstücke wurde von den Stadtverordneten Gröpler, Rah- m i g, Wa n z l i k und Vorsteher Sander bekämpft. Nach ein- dringlicher Befürwortung durch Stadtrat Dr. G l ü ck s m an n, dem sich die Stadtverordneten K y l l m a n n und W u tz k y(Soz.j anschlössen, wurde der Magistraisantrag aber angenommen. Es folgte die Beratung nachstehenden Antrags der sozialdemokratischen Frak- tion: „Die Verteuerung der Lebensmittel bewegt sich fortgesetzt in aufsteigender Linie und droht einen Umfang anzunehmen, welcher für die unbemittelten Volkskreise schwere Scksiidigungen in sich schließen wird. Demgegenüber erscheint die Ergreifung außer- gewöhnlicher Maßnahmen als eine unbedingte Notwendigkeit. Die Stadtverordnetenversammlung ersucht daher den Ma- gistrat, mit ihr in gemischter Kommission in Beratungen darüber eintreten zu wollen, inwieweit den städtischen Beamten, Ange- stellten und Arbeitern eine Teuerungszulage zu gewähren sein wird." Nach eingehender Begründung durch den Stadtv. Wutzky (Soz.) und kurzer. Debatte wurde der Antrag einstimmig angenom- inen. In die gewählte Kommission entsandte die sozialdemokratische Fraktion die Stadtvv. Böske, Heitmann und Wutzky. Ein weiterer sozialdemokratischer Antrag besagt: „Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, den Magistrat zu ersuchen, bei den bevorstehenden Stadtverordneten- wählen auch die Wahlen der 2. Abteilung an einem Sonntag vor- nehmen zu lassen." Der Referent des Wahlausschusses, Stadtv. Koye, empfahl namens desselben die Ablehnung des Antrages, den er als verfrüht bezeichnete, weil man erst Erfahrungen mit der Sonntagswahl in der 3. Abteilung sammeln will. Stadtv. Scholz(Soz.) rügte energisch das Verhalten des Vorstehers, der entgegen der Ge- schäftsordnung dem Vorredner das Wort gegeben hat. bevor er selbst den Antrag begründen konnte. Zur Sache selbst führte er aus: T'.e bedeutend erhöhte Zahl der Wähler in der 2. Abteilung wird bei der nächsten Wahl'den gleichen Andrang wie in der 3. Abteilung zeitigen und damit das Wahlrecht vieler derselben, die nicht in den Tagesstunden freie Zeit haben, in Frage stellen. Es sei denn, man wünscht nach dem Wandel der Dinge in Rixdorf die Beteil,- gung Möglichst weniger Wähler. Diese letzteren selbst werden jeden- falls sicher die Sonntagswahl wünschen. Der Einwand, daß am Sonntag nickt genügend Wablvorstandsmitglieder zur Verfugung sind, ist hinfällig, denn die Bürgerschaft ist in dieser Beziehung keineswegs von Lehrern und Beamten abhängig. Ebenso haltlos ist der behauptete Mangel an Wahllokalen am Sonntag. Trotz der beabsichtigten Abstimmungsbezirke wird die Wahl in der 2A Abteilung künftig mit erheblichen Mängeln zu kämpfen haben. Es muß daher jeder, der nicht Sonderinteressen verfolgt, sondern will, daß eine allgemeine Wablbcteiligung ermöglicht wird, für den vor- liegenden Antrag stimmen.— Sladtv. Mi er hält die Sache noch nicht für spruchreif und will erst den Versuch in der 3. Abteilung abwarten. Bewährt sich die Sonntaqswahl dort, so wird sie auch wohl in der 2. Abteilung kommen. Tie Wahlzeit für diese ist von mittags 12 bis abends 8 Uhr festgesetzt worden und wird ermog- lichcn, daß jeder sein Wahlrecht ausüben kann.— Stadtv. Conrad sSoz.) bezeichnet es als sonderbar, wenn 49 999 Wahler erproben sollen, ob sich die Sonntagsivahl auch für 8999 bewährt; das ist widersinnig. Wenn gewisse Herren am Sonntag keine �ust für die Arbeit in den Wahlvorstönden haben, so werden sich genügend andere finden.— Der Antrag wird gegen die sozialdemokratischen Stimmen abgelehnt. Nachdem der Stadtv. B e l ß sein Mandat niederlegen mußte, ist an seiner Stelle ein Mitglied für die Schuldeputation zu wählen. Für den Wahlausschuß scklägt Stadtv. Koye den Stadtv. C o l- b e r g vor. Gen. Dr. S i I b e r st e i n geißelt scharf, daß wieder kein Vertreter der Arbeiterschaft in Vorschlag kommt und so die über- große Mehrheit der Bevölkerung vom Einfluß auf die Volksschule. an deren Ausbau sie in erster Reihe, interessiert ist, ausgeschaltet wird. Damit krieche die Mehrheit vor der reaktionären preußi- schen Regierung ohne weiteres zu Kreuze und beweist wieder ein- mal. daß sie Recht und Gerechtigkeit verlernt hat. Wenn die So- zialdemokratie so gewaltsam an der Mitarbeit verhindert werde, so dürfe man sich auch nicht über die herbe Kritik an der Schule immer Die städtischen Arbeiter Rixdorfs nahmen gleich an demselben Abend in einer stark besuchten Ver- sammlung Stellung zu der durch den Magistrat herbeigeführten Verschlechterung ihrer Arbeitsverhältnisse. Nach den Ausführun- gen des Referenten Polenske handelt es sich im wesentlichen um folgendes: Der Magistrat hat Ausführunasbestimmungen zu der seit 1998 bestehenden Arbeitsordnung erlassen. Durch diese Ausführungsbcstimmungcn wird ein Teil der Arbeiter in verschic- denen Betrieben, ja sogar einige ganze Arbeiterkategoricn, wie die Gasanstaltsarbeiter und die Sprengwagenkutscher außerhalb der Arbeitsordnung gestellt. Mit diesen Arbeitern werden besondere Verträge abgeschlossen, die ungünstiger sind als die Arbeitsord- nung. So haben die Sprengwagenkutscher statt der durch die Ar- beitsordnung vorgesehenen 9stündigen Arbeitszeit eine solche von 12 Stunden. Die Ueberstunden werden wesentlich niedriger be- zahlt, als es bei Anwendung der Arbeitsordnung der Fall fern würde. Für die Gasarbeiter hat der Sondervertrag die Folge, daß sie nach der Arbeitsordnung von Jahr zu Jahr der Beschäfti- gungsdauer eintretende Lohnerhöhung nicht bekommen, auch er- halten sie keinen Zuschlag sür Ueberstunden.— Mit allen diesen Dingen sind aber die Mißstände in den städtischen Betrieben noch nicht erschöpft. Auch über Mißachtung des Koalitionsrechts wird geklagt. In dieser Hinsicht wurden einige Fälle angeführt aus dem Betriebe der Straßenreinigung. Den Arbeitern sei deutlich zu ver- stehen gegeben: Wer dem Verbände angehört wird rausgeschmisscn. Tatsächlich sei der Vertrauensmann des Verbandes denn auch cnt- lassen worden.— Ferner wurde darüber geklagt, daß die Arbeiter- ausscküsse zur Bedeutungslosigkeit herabgcdrückt würden. Der Ar- beiterausschuß der Gasanstalt habe im Februar eine Eingabe ein- gereicht, auf die er bis zum 11. September noch keine Antwort hatte. — Die Angestellten des städtischen Omnibusbetriebes haben sich der Organisation bisher ferngehalten. Sie haben der Versammlung ein Schreiben gesandt, worin sie darlegen, daß ihre Verhältnisse der Aufbesserung dringend bedürfen. Die Kutscher erhalten einen Monatslohn von 115 M., die Schaffner aber nur 95 M. Es bc- steht ein rigoroses Straffystem, wodurch das Einkommen oft erheb- lich geschmälert wird. Nach reger Diskussion wurde einstimmig eine Resolution an- genommen, welche sagt: „Die Versammelten protestieren gegen die Auslegung des§ 1 der Arbeitsordnung durch den Magistrat, da die Auslegung nicht dem Sinn der Arbeitsordnung entspricht und einen erheblichen Teil der städtischen Arbeiter, für die bisher die Arbeitsordnung maß- gebend war, zu Arbeitern 2. Klasse degradiert. Die Versammelten bedauern außerordentlich die Außerkraftsetzung der bisherigen Be- stimmungeu und ersuchen die städtischen Körperschaften um Wiederherstellung des früheren ZustandeS. Sie beauftragen den„Gemein- famen Arbeiterausschuß" unverzüglich Schritte zu unternehmen, um die eingetretenen Verschlechterungen zu beseitigen." Hierauf referierte Polenske über die gegenwärtige Teuerung und legte dar, daß die städtischen Arbeiter unter diesen Verhält- nissen mit ihren jetzigen Löhnen unmöglich auskommen können.— Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, welche den Magistrat ersucht, den städtischen Arbeitern baldigst eine Teuc- rungszulage zu gewähren. In der Maske eines Teppichklopfers ging der schon oft bestrafte wohnungslose Bäcker Westphal auf die Klingelfahrt. Traf er dort, wo er anklopfte, jemanden zuhause, so zeigte er diesen Brief vor:„Ew. Hachwohlgeboren bittet ein stellungsloser Hand- werker, ob die Herrschaften vielleicht Teppich zu klopfen oder Fenster zu putzen oder sonstige Beschäftigung für einen Mann hat. damit selbiger etwas zum Lebensunterhalt verdienen kann. Hochachtcnb Walter Westphal." Gab man ihm die Teppiche zum Klopfen, so benutzte er die Gelegenheit, sich die Oertlichkeit ganz genau anzu- sehen. Wenn er dann später die Leute nicht zu Hause vermutete, so kam er mit einem Spießgesellen, brach ein und schleppte weg. was er bekommen konnte. Gestern nackmittag kamen die Beiden so nach der Wohnung des Kaufmanns Wilke in der Bodestr. 21. Hier stießen sie. als sie die Wohnung auslantelten, weil auf ihr Klingeln sich niemand hören ließ, unvermutet auf die Kinder des Wohnungs- inhabers. die sich vor Angst nicht gerührt hatten. Die Kinder schrien laut auf, und die Einbrecher zogen sich nun rasch zurück. Hausbewohner verfolgten sie. Nur eine Frau rief: Lassen sie ihn laufen! Ter hat mir die Teppiche geklopft, das ist ein ehrlicher Mensch. Die Verfolger nahmen trotzdem einen der Flüchtigen, den Westphal fest, und übergaben ihn der Polizei. Wie sein Spießgeselle heißt, will der Verhaftete nicht wissen. In allernächster Zeit finden die Neuwahlen der Delegierten zur hiesigen Ortskrankenkasse statt. Die Vertrauensleute der ein- zelneu Betriebe werden ersucht, geeignete Personen in Vorschlag zu bringen und die Adressen dem Genossen A. Hendrischke, Thomas- straße 26, zu übermitteln.. Berliner Gewcrkschaftskommission, Bezirk Rixdorf. Charlottenburg. Ans LebenSiiberbruß versuchte gestern früh der 29jährige Hans Frenze! aus der Riehlstr. 9 seinem Leben ein Ende zu machen..Der junge Mann, der seit etwa einem halben Jahre auf dem Straßen- bahnhof Westend als Bahnhofschreiber beschäftigt war. zeigte seit einiger Zeit ein sehr gedrücktes Wesen und äußerte wiederholt, daß ihm das Leben zur Last sei. Gestern morgen gegen 8 Uhr jagte sich F., als er sich auf einen Augenblick allein in dem Bureau befand, eine Revolverkugel in die recht« Schläfe. In schwerverletztem Zu- stände wurde der Lebensmüde nach dem Krankenhause Westend übergeführt. Adlershof. Der Verkauf der von der Gemeinde bezogenen frischen See- fische findet heute, Sonnabend, den 14. Oktober, bei dem Kauf- mann Herrn Georg Wernicke, Bismarckstr. 14, statt. Der Preis der einzelnen Sorten wird an der Verkaufsstelle angeschlagen. sich der Aufgabe unterzogen, die Einwohner unserer Stadt über da? Programm der fortschrittlichen Volkspartei aufzuklären. Daß für solche Ideen in Zossen kein Boden ist, bewies auch schon der Besuch der Versammlung. Auf der einen Seite einige Ackerbürger, Krieger- vereinler und Handwerksmeister, auf der anderen Seite— der größten Hälfte— die Arbeiterschaft. Dem Genossen Kubig-Pankow war es ein leichtes, die Ansführungen des Referenten zu widerlegen und die politische Unfähigkeit des Freisinns an Aussprüchen bedeu- tender Männer, und zwar Nichisozialdemolraten, zu beweisen. Daß Genosse Kubig im Sinne der hiesigen Arbeiterschaft gesprochen hatte, bewies der kräftige Beifall am Schluß seiner Anssührnngen. Leider war unserem Redner nur eine Redezeit von 15 Minuten be- willigt worden. Ohne irgend welche Proselyten gemacht zu haben, schlichen die drei Herren Entreprenenre zum Bahnhof. Bemerkt sei noch, daß sich der Referent auch einige Anwürfe gegen unseren Ge- nossen Zubeil leistete. Potsdam. Znunrecht des Mordes bezichtigt hat der am Sonntag früh im städtischen Krankenhaus gestorbene Ortsarme Karl Ahle seinen gleichnamigen Sohn. Aus Neu-Strelitz ist die Nachricht einge- troffen, daß der dort auf Grund der Beschuldigungen des Baters verhastete Sohn Karl auf freien Fuß gesetzt worden ist, da sich her- ausgestellt hatte, daß er für die Bluttat nicht in Frage kommen könne, weil er zur Zeit der Begehung eine mehrmonatige Gefäng» nisstrafe im dortigen Gefängnis verbüßt hat. Für die Beurteilung, inwieweit der begrabene Ahle an der schaurigen Tat im Prenl schea Hause beteiligt gewesen sein kann, ist eine Behauptung maßgebend, die vielfach in Bornim zu hören ist. Zeugen wollen am Abend, an dem Prenke ermordet wurde, abseits vom Haus« im Walde einen Mann mit braunem Bart gesehen haben. Ahle trug braunen, ver- tvahrlosten Vollbart und kastanienbraunes Kopfhaar. Vielleicht ist ihm, der bestimmt von der Tat etwas wußte, die Rolle des Auf- Passers zugefallen. Ahle geriet schon seinerzeit in Tatverdacht. Man nahm von ihm Fingerabdrücke und verglich sie mit den Blut» abdrücken am Lampenzylinder in der Scklafftube des Prenke. Da- mals ließ sich keine Uebereinstimmung feststellen. Jngendveranstaltungen. Lichtenberg- Rummrlsburg. Morgen Somitag. früh 7 Uhr, findet die letzte der im Programm vorgesehenen Partie., statt Um den Humor ans die Kosten kommen zu lassen, ist diesmal eine Kartoffel- und Heiiiigs- Partie geplant. Das opulente Mahl wird. miltagS im Lokal von Thieme in Hirschgarten eingenommc». Treffpunkt 7 Uhr in den Jugendheimen! sür Lichtcnbcrg-Fricdrichssclde, Bürgerheimstr. 94, und sür Rummelsburg- Stralau, Att-Stralau 56.j_ Freireligiös«(Scmeinde. Sonntag, den 15. Oktober, vormittags 9 Uhr, Pappelallee 15—17. und Rixdorf, Jdealvaffage: Freideligiöie Vorlesung.— Vormittags 11 Uhr, Kleine Franksurter Straße S: Vortrag von Herrn Dr. A. Bernstein:„Der Kamps gcren die Volts» fcudjcii". Damen und Herren als Gäite sehr ivilllommen. Allgemeine Kranken-»nd Sterbekasse der Metallarbeiter zn Hamburg. r st u b l—, wochcniäglich von bis upr avcnds, Sonuadends, von in. bis 6 Uhr abends statt. Jeder für de» Briestastc» brstiuiuttcn Aufrage ist ei» Bnchstade«nd eine Zahl als Mertjelchen beljusngcn. Brieslichc Annvort wird nicht cricUt. Anfragen, denen kcinc AbonnementSguittnug deigcsügt ist, werden nicht beantwortet, ikliige Jeggen trage man in der Sprechstunde vor. BZ. I«S. Nachteilige Folgen lönnen, was den Dienst anlangi, nicht eintreten. Die vorherige Hciial besrnt jedoch nicht von der Dirnslpjiicht. —(K. 1. Nur dann, wenn die Tochter wirltchasllsch unsetbstäübig Iva? und es sich um Sluswendimgen für den Unterhalt gehandelt hat. Für«ine Klage ist daS Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk der Vater seine» Wohnsitz hat.— G. D. 37. Zur Beschaffung der Geburtsurkunde sind Sie verpflichtet.— K. R. 1«. Ja.— M. I. öS. Der Ausrus in viel. gelesenen Zcilungcn erscheint das zweckmäßigere. Schreiben ans' Konslilat hat nur den Zweck, wenn wenigstens ungefähr der AuienthaltSort angegeben weiden kann.— 91. S. 1900. Beschweren Sie sich. Nach dem Gesetz hat die Jmpsung innerhalb des Jahres, in dem das Kind das zwälste Lebensjahr zurückgelegt bat. zu evsolgeii.— K. R. 10. Beteiligung slrastzos. Nur Leitung— Bankhalter— strafbar. — Garste. Sie können klagett. Wenn keine Siundung vereinbart itt, sind Sie zur Erteilung der Auslassung erst nach-sahlung des Kaufpreises verpflichtet. Vorberige Weiterveräußcrung unzulässig.— A. 100. Klag« nicht aussichtslos. Kosten etwa l0 M.— P. K. 112. Ja.— M K. 20. Die entbehrlichen Sachen unterliegen der Piänduug.—(?. 5t. 67. 1. Vertretung durch einen Bekannten genügt. 2. Die Vollmacht kennen Sie selber ausstellen. Beglaubigung der Unterschrift ist zunächst nicht ersorderlich.— P. I. 61. Nein.— M. 433. Sie sind noch zahlungspstichtig. eingegangene Druchlchnften. Tie vielgeliebte Eva. Von AgneS Henningsen. g M.. geb 4 58. — Das Theater als Geschäft. Von M. Epstein. 2 M.— Are! Juncker Eharloitcnburg, Sybelslr. lt. � „Hausfrau uud Tienstbote.« Bon Frau Paula Schock. 80 Ps_ P. Müller, München, Mittercritr. 4.'' Mar ktv reiic von Berlin aiu 12. Oktober 1911, nach Ermltteluna de, Königlichen Polizeipräsidiums. Markthallenpreise.(Kleinhandel 1 100 Kilogramm Erb'cn. gelbe, zum Kochen 35.00—50.00. Si'eiicbobneu weiße. 35,00-50.00. Linsen 34,00- 80,00. Kartoffeln 7,00-14,00. i ajiZ gramm Rindfleisch, von der Keule 1,00—2.40. Rindfleisch. Bauchfl-ifz., an b'S 1,70. Schweinefleisch 1.30-1,80. Kalbfleisch 1,40-2,40. Hanimelflei> 1,30-2,00. Butter 2.40-3.40. 60 Stück Eie? 3,80-0,40. 1 Svarnrn Karpsen 100-240. Aale 1,20-2,80. Zander 1,40-3,00. Hechte 1 20 b s 2.S0:. B°Ach° 0.80-2,90. Schleie 1,40-3.90. Bleie 0.69-1.00. 09 Stück Krebse 2,59-39,09. BZitteningSiideriinn vom 13. Oktober 1911. CtaSonen Zossen. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich hier in der„Jnternatio- nalen-Eifenbahn-Schkafwagen-Gesellschaft". Ein eben fertig gcwor- dener Scklafwagcn sollte geliefert werden, und es wurde daher vor- her die Gasbeleuchtung probiert. Aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache entstand eine starke Explosion, durch die der Wagen erheb- kich beschädigt und ein Tischler durch die entstandene Stichflamme am Arme und im Gesicht verbrannt wurde. Ein Stellmacher wurde ans dem Wagen herausgeschleudert, doch kam derselbe ohne Ver- letzung davon. Der RcichStagSwahlkamPf wurde vier durch eine liberale Wähler- Versammlung eingeleitet. Professor Spiegel-Charlottenburg hatte Hauiburg Berlw Franks a Vi lliünchev Wien «tottonen i- 5 e " c 'Ii 2; (SettR Ii Havaranda 759 SSO Petersburg 707 SW Scilll,>701 OSO iberdeai 701 NW Onns|7620 I 2 Schnee—9 I balb bd.— 3 3 halb bd. 12 I halb bd. 5 1 wollig 10 BZettcrvroguose für Sonnabend, den 14. Cftober 1911. Teilweise heiter, vielfach nebelig oder wolkig, nachiS kühl, um Mitlag wieder mild bei meist schwachen südöstlichen Winde»: keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau, Wafferftands-Aastietchee» der LandeSanstalt lllr Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Wafferstand M e m- l. TUM B r e g« l. Jnftrrbmg Weichsel. Tboru Oder. Rattbor . Kroflen , Frankfurt Warthe. Schrimm , LandSberg Netze, Vordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden varbo Magdeburg Wafferstand Saale. Grochsth Havel, SvanbauK » Rathenow') V r««, Svremberg') » Leeskow " e f« r. Münden •, Minden R() 1 1 n, Maximtlianian « Kaub . Köln R e ck a r. Heilbronn Main, Weribeim Mosel, Trier i)+ bedeutet Wuchs.— Fall.—«) Unierpegel. Unserem Genossen 1 AlMt Ochmann l t und> einer lieben ltuant d J zur Hochzeit die herzlichste» d � Glückwünsche senden £ Die Genossen d. Bezirks Zeuthen.; �$€e€€€€»«SSSSSSKA & Unserem lieben Genosse»% W/ Paul Wockarta nebst v)/ Braut zur Vermählung die vjs � herzlichsten Glückwünsche. � Vi Die Genossen des 304. Bezirks, w ci> Yorstiiiid.| Deutscher Buchbinder-Verband. Zahlstelle Berlin. Am Mittwoch, den 11. Oktober, verstarb unsere Kollegin Gertrud Hoffmann.| Ehre ihrem Andenken k Die Beerdigung findet Sonn- tag, den 15. Oktober, nach« mittags 3 Uhr, aus dem neuen> Rixdorser Gemeinde< Friedhos, Mariendorser Weg statt. Die Ortsverwaltnng. Allen Freunden und Bekannten i die ttaurige Nachricht, daß am 1 12. Oktober meine liebe Frau �nna Buchwald geb.»ifchcr 1 nach langem Leiden sanft ent- | schlafen ist. 10706 Der trauernde Gatte .Aiii;u>»t UiicKnald | nebst Geschwistern, Schwager und Schwägerin. Die Beerdigung findet am I Montag, den 16. d Mts.. nach« 1 mittags l'/j Uhr, vom Gemeinde« Frieddos in Rosenthal statt. -rn» iwif it m»t Mnr ra■— arw rrw i i t l Mäüu&ryesangverelUi; „Rixdorf". Hiermit zur Nachricht, daß unser! I langjähriges Mitglied Robert Junghans plötzlich verstorben ist. 1072b I Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet beute s Sonnabend, den 14. Oktober, nachmittags 3 Uhr, aus dem! neuen Rixdoiscr Kirchhos, Marien- dorser Weg, statt. Um rege Beteiligung ersucht Ideei- Voi-Ntand. ?Im 11. Oktober, mittag« Ist, Uhr, verstarb plötzlich und unerwartet mein lieber Mann und mein guter. ttcujorgcndcr Pater Etemliarci Ehrt im 37. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten lllarzrai't-t«- Liirt nebst Tochter. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags V,4 Uhr, von der Halle des neuen Zatodi- Kirchboscs. Rirdors, Hermann- stratzc, ans statt. 23bL Hierdurch die traurige Nachricht, dag unter lieber Milarbeitcr, der Buchbinder EtemhÄrd Ehrt uns durch einen plötzlichen Tod entrissen wurde. Der Verstorbene war un? ein Vorbild der Kollegialität. Durch sein äuficrstes Bemühen in tarif- lichen Zlngelkiicnheite». in Vt» Handlungen als Tai itkvnim isflonS- und Ausschufimilglled hat er uns vieles geleistet, welches nicht nur seinen Mitarbeitern, sondern den ganzen vranchcnangchörigeii zu gute kommt. 235L Wir werden sein Andenken stets in ehrender Erinnerung halten. Das technische personal der Firma Ferd. Asbelm. Die Beerdigung findet am Sonntag den ,6. Oktober, nach- mittags'/pt Uhr. von der Halle dcS neuen Jakobi. SUrchholed Nixdors. Hermannstrabe. aus statt' Dp» Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Priuzenstr. 41, ÜXZ*. 10—2. 5—7. Sonntags 10—12. 2—4. Kraiitoiiiflterstitzungs- üml Begriöisvereiti perliliciier Ärlieiter zu Sonnabend, den 14. Oktober 1911, abends 81/, Uhr: General-Versammlung im»Dresdener Garten', Dresdener Slrage 45. 297/4 Tagesordnung: 1. RechnungSIegiing pro 3. Ouar- tal 1911.— 2. Verschiedenes. ' Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. I.A.: Friedr. Freudenreich, Vorsitzend. S. 59, Wiffmannstrage 30 It. IMark wöchentl. Teilzahlung Vornehme Moden fertig und nacli Iflaß, gedieg. Ausführung, Roßhaar- Verarbeitung. tadellos. Sitz. WÄ»!i« „Schord" Dresdener Str. 19, I zwischen Kotth. Tor u. Oranienplatz. Zwecks Maßbestellung wird a. Wunsch Vertreter ins Haus geschickt. iß aer osnir mr Sonntag, den 15» Oktober, vormittags DVa Uhr, im„Sport-Palast", Potsdamer Str. 72/72a: llereins-llersammluiig. Tages-Ordnung: Knillitcrstiitiiiiis iilict die Tiiliftcrhliiidllltigcii. sämtliche tariftreuen Gehilfen hiermit Zu dieser Versammlung werden und um zahlreiches Erscheinen ersticht. Ulbert Massini, eingeladen 28,'6 Gchilfenbcrtreter. SPezialhnuS für wenig getra« gcuc, fast neue Jackett-Auzüge, Nock-Anzüge, Gehrock-An- ziigc. Ziilokiug-Anzüge, ssrack- Anzüge, Wiiitcr-Patetots und Illstcr sowie Winterjophen, Bei»- ktrider(auch sür korpuleirte Herren). Dieselben sind teils aui Seide gearbcitetund nur lurzeZeit getragen, kaust man spottbillig bei wuiiiiüita, 1" W,'.: 28 Eckhaus Rittcrslr.(früher 20 Jahre Gitschiner Str.). Ritte aus Slraße � und Hausnummer zu achten. entscher D anarbeiterverband. Xweixverein Berlin. Sektion der Putzer. Achtung! Putzer. Achtung! Sonntag, den 15. Oktober, vorm. 10'/, Uhr, bei Dräsel, Nene Friedrichstr. 35 (großer Saal): Mitglieder«V ersamtnluns. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Ott« Hanli«. 2. Endgültige Beschlußfassung über die in den Bezirken vorgclegcne Tarifvorlage. 3. Verschiedenes. 140/11» Hin zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht_ Die»rtllche Yerwaltnng. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Hos I. Amt 3, 1239._ Cb-mtöstr. 3._ Hos III. Amt 3, 1987. Montag, den 10. Oktober 1011, abends 0 Uhr: Vsrssmmiung aller Kernftnckformer im Lokal von Wollscliliiger, Adalbertftr. 21. TageS-Ordnung: 1. Die Lohn, und Arbeitsbedingungen der Kernstücksormer. 2. DlS- kusfion. 3. Verschiedenes. AMT» Kollegen l In Anbetracht der wichtigen TageS-Ordnung er- warten wir das Erscheinen jedes Einzelnen. 124/11 Die Ortsverwaltnng. Nurl.25f.Än- 1 Von2öM. liefcreAn- zug, Pal Rein.,- zug, Paletotn. Büg.,kl.Rop. tzl Maß.werselbst kr l-iek Um- Stoff hat von änder.renov..> 15M.inkl Zut. sämtlich. h Damen- Herren- Tüf- koslüme u Damen- ohenkalls Garderob. Nirgends? billigst. besser als beim Schneidermeister besser, Hauotgescb.: Neue ckakob- stralle 6. Del.: lilorivzplatz 10701. Sensationell!! Xen erttflnet! Spezialität: iviouats- Garderobe, flrojjc Auswahl, zu staunend billigen Preisen, lausen Sie am billigste» und besten nur bei* I�eon Blnm, Prinzen-Straße 10. Bitte, genau aus Aoresse ,u achten. Steiiiarbeiter! Erscheint Mann für Mann am Tonntag vormittag 10 Uhr im grosten Saale des Gewerkschaftshauses, Engelnfer 15. Bekundet Euere Stellung zur Einführung einer örtlichen Zlrbcitslosenuntcrstülning. Agitiert für guten Besuch k 172/12' Zentral verband der Steinarb elter. Qrtsvcrwallnng Berlin. Maschinisten, Hetzer, Kohlenarbetter, Abschmierer, Dynamo- und Akkumulatoren- —— Wärter.' Sonntag, den 15. Oktober, vormiitagö präzise S's, Uhr, in den „Arminhallen", Kommandanteustr. 58/50: UM" Versammlung. TageS-Ordnung:. 1. Vortrag dcS ArbeitersekretärS Link:.Die wlrllchastlichen Erfolge der gcwcrkschasilichen Organisation'. 2. Bericht der Ictzien Sitzung der Delegierten der RuhegchaltSkasse. 3. Bctrlebsangelegenheilen. yllSP* Die Kollege», auch die Unorganisierten, werden ersucht zahlreich zu ertcyeiiicn. Der Elnberuler. Ehrlich währt am längsten l Dieser Grundsatz bat sich bei der Firma deS Schneidermeisters A. Ringel. C'han««ce»itruüc 31, glänzend bewährt. Aus den llewsten Ansänge» ist daS Geschäft heute ein gesuchtes geworden. Die Em- sührung dcS bekannte» Ringel» 3- Rrelse- S.vstem ist in der �errenbekleiduiigsbranchc der Gipfel der Leistungsfähigkeit. Da hier ,cder die Garaiiiic bat, sclbslgcscrtigte, schicke Garderobe vom Schneidermeister aus erster Hand zu kausen, kann jeder mit vollem Vertrauen hier seinen beefeu. 3m übrigen sei aus daS heutige Inserat der BczirkSbcilage„Norden' verwiese».. rJ rJ r-l rJ rJ rJ rJ rJ hl r-lr-�n Li�LiLiLgLiLiI 4 grosse Posten PSüsch- u. FSausch-Mäntel nnr Neufacffcn, soweit Vorrat: Piüschmäntel ,luch fUr"Srk!"e Plüschmäntel ein» >erie eine Serie EO(sonst bis «PO ISO Mark) OK(sonst bis 215 Mark) l1�. Flauschmäntel&,„u)r.,,SrkMe 20 (sonst bis Mark) Figuren)..#. M. (auch für stärkste Figuren).... M, eine -erie Flauschmäntel Figuren).... M. (Auch für stärkste Figuren) Iff. bin I-osi en Abendmäntel in lichten Farben äusserst billig! Ein Posten Kostüme.......... M. 48'sonst bl. M. 195) Ein Posten snrüekge»etile L'lsler. Ein Posten R»cke............. Ein Po.len........... M. IO(sonst bis M. 52) , M. IS(sonst bis M. 60) M. 15'sonst bis M.<8) Des bowiIiIäod AottrmDKes wecen erbitte Besuch möglicbsl rormtttsfsl Sonntag, rcOllnet H— II», 12-�. WESTMANN Mohrenslra.*»»«; 37 a(nalio Jei nsalcmei- Slras«c). Grosso Franlcf�rler Strasse 115(nahe Andreassirass©) (Sil ti�ilnij|liiBöaBi@8ägeii�FWr�jjrJ fJt! Zentralverband der Zimmerer. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 15, Oktober 1011, vormittags 10 Uhr, für Panliow, fiicder-Schönhausen und franz.-ßuchstolz bei Settekorn, Nieder- Schöiihanscn, Lindenstrahe 1: AlIgtM.Mjtg!ikiikr-Nrch!i!m!ililg. TageS-Ordnung: Unsere Organisation und Agitation. Ref. Kamerad Witt. Vollzähligen Besuch erwartet_ Der Borstaud. ! in Zahlstelle Grosz-Bcrlin. Bureau: Engeluser 15. Geössnet v. 9—1 u. 4—8 Uhr. Tel. Amt IV, 11443. Bezirks- Sammlungen Sonntag, den 15. Oktober, vormittags O'/z Uhr: Gruppe der«uuslsleiuirbeiler?». Für Rummelsbarg Bei Blamc, Alt.Boxhage» 56. Für Reinickendorf Bei Wohlfahrt, Eichbornstr. 18. Für Teltow bei Bonow, Berliner Str. 16. M Ädlersiiof-Ält-Glienicke 6ei Für Ober-Sctlöneweide bei Rabe, Wilhelminenhofstr. 47. Für»iederiedme bei«oeb, Restaurant JSgerSruh. Für dOdAnniSlKli bei«ebl». Roonstr.». Mittwoch, den 18. Oktober, abendS 8'/, Uhr: iSpindlU bei Bühle, Havelstr.«0. RildOrf bei Geliert, Ttelnmehstr. 03. Schönliaoser Vorstadl-i.tz"?"'"'' Südost u. Süden" Donnerstag, den 19. Oktober, abends 8 Uhr: Für Tegel 6ci Kable», Berliner Str. 98. Für Norden bei Rtensdorf, Greuzstr. 18, Ecke Geiichistrabt. Für Nordwest bei Klrschfeowakl, Bensselftr. 9. Für 0St6n bei Zictz, Warschauer Strafte 61. Für Ciinriottenburg«m Tomshansc, Rostncnstr. 8. Für Weißensee bei«ontent, Lchderstr. 5. gar Gedöneberg und Omgegend M S�Äe�' Sonntag, den S». Oktober, vormittags 9 Uhr: Für Blankenfelde im Lokal 8taab. Gruppe üer LekaNplaiienardsttsr � Rabn, Rosenthaler Str. 57. Für Köpenick im»tadttbeater. Friedrichstrafte. Zahlreicher und pünktlicher Besuch, möglichst mit Frauen,«vstd er- ltt._ Die�Teilnahme� an den� Veilammlungen wird durch � Stempel» Für Für Für- Für wartet._________ vermerk im Mitgliedsbuch quittiert. Die Orturerwaltang. Möbel " Teilzahlung liefert bequ bei kleinster Ansahlnng in bekannter Güte (mit griSter Rücksicht bei Krankheit und Arbeitslosigkeit) E.Cohn, Gr. Franklyrlerstp. 58. Herren«>. Damen-Garderobe Hunderte Herren• Anzüge v. 20 M. an. II Hunderte Damen- Kostüme v. M. 20 an, „ Herren- Paletots„ 25„„ u Damen- Blusen„„ 5„ „ Herren- Ulster„ 30„„" Damen-Kostümröcke„ 7„ >—- v Ganze Wohnungseinrichtungen sowie Linzelmöbel. �llW »ZL». llreMM ÜMd» äw� Verantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: ThlGlaike, Berlin. Druck». Verlag: vorwärt» Buchdruckerei u. verlagsanstalt Paul Einger u.Co, Berlin SW.