Nr. 213. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit tüluftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. 25 Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Fnierate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. of dra Nejde o manje moliedri oblie sil andor Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. stall someone in Bum Artikel: " Sonntag, den 10. September 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. A In bezug auf die Ausschließung der deutschen unabhängigen Fällen an sich durchaus nicht einwandsfrei gewesen seien, und Sozialisten", deren Mandate von ihrer eigenen Der deutschen- mehrere Delegirten hätten sich selbst vor aller Welt zu Narren Büricher Rongrek. Sektion verworfen worden feien, bemerkte Watts, jene erklärt, indem sie bei der schließlichen Verweisung aus dem hätten behauptet, die offizielle" deutsche Partei entbehre allen Rongreffe die Anarchie" hochleben ließen. the Muthes zu einem wirklich Unsere eigene Meinung über den letzten Internatio- Spur von Begeisterung für das Endziel des Sozialismus, 1896 in London abgehalten werden soll, gelte es dafür zu sorgen, daß ernsten Kampfe, befäße feine In Rücksicht darauf, daß der nächste internationale Kongreß nalen Arbeiterkongreß haben wir ausgesprochen; es liegt und wäre über und über zufrieden mit den hohen Stimmen eine Methode der Mandatsprüfung ähnlich der bei uns nun ob, zur Ergänzung und Korrektur unseres zahlen bei den Wahlen. Diefen Behauptungen traten natürlich den Trades- Unions- Kongressen geübten, festgesezt werde, damit Urtheils einige der bemerkenswerthesten Aeußerungen aus- Liebknecht und Bebel auf das Nachdrücklichste entgegen. Die eine Wiederholung solcher Störungen, die nur ländischer Genoffen zu verzeichnen. Wir theilten bereits Gründe gegen eine allzu große Werthschätzung des Parlamenta zu einer Diskreditirung des Kongreffes führen können, unaus der Londoner Justice" den Aussat unseres Genossen rismus wurden von Domela Nieuwenhuis und Cornelissen den möglich würde. In bezug auf die Kriegsfrage nahm Bar mit. Vertretern der Holländer gut dargelegt. Liebknecht wies in seiner der Kongreß eine inhaltlich der Brüsseler gleiche Resolution Heute entnehmen wir demselben Blatt nachstehenden sozialdemokratische Partei sich irgend einen Kompromiß in Sachen der von dem Generalrath der Sozialdemokratischen Föderation Grwiderung die Unterschiebung( suggestion), daß die deutsche an. Er( Quelch) habe sich bemüht, ein Amendement im Sinne des Prinzips jemals hätte zu Schulden kommen lassen, auf das gefaßten Resolution einzubringen, dasselbe wurde aber, wenn auch Der Züricher Kongrek. Schärffte zurück; und der Kongreß nahm in der Folge mit den Stimmen von der englischen Sektion angenommen, doch vom Kongreß Berichte der Delegirten der Sozialdemokratischen von 19 Stationen, während Holland sich der Abstimmung enthielt, abgelehnt. Uebereinstimmend wurde beschlossen, daß der 1. Mai Föderation( Social Democratic Federation). eine Resolution an, welche den Arbeitern aller Länder empfahl, selbst in allen Ländern gefeiert werden sollte, und zwar in jedem Eine Mitgliederversammlung der Sozialdemokratischen Fösich ihre politische Rechte zu erkämpfen und dieselben in Lande in der den Verhältnissen angemessenen wirksamsten Form. deration war vergangenen Sonnabend Abend Strand 337 einallen gefeßgebenden und verwaltenden Körperschaften aus- Ueber die Frage der Frauenarbeit erging folgende Resolution berufen worden, um die Berichte der vom Generalrath der Föde- zunuzen zu dem Zweck, die Forderungen des Proletariats zu( unseren Lesern bekannt. Red. d. V.). Ueber die wichtige Frage ration zum Züricher Internationalen Arbeiterkongreß delegirten verwirklichen und sich der politischen Gewalt, die heute der politischen Taktik sei er( Quelch) beauftragt worden, Genossen H. Quelch und Hunter Watts entgegenzunehmen. nur ein Instrument der Kapitalistentlasse ist, zu bemächtigen, für die englische Sektion zu sprechen. Er beantragte Nachdem H. W. Lee zum Vorsitzenden gewählt worden war, um sie als ein Mittel für ihre eigene Befreiung zu handhaben." in der Sektion die Worte der Kongreß Resolution erhielt J. Hunter Watts das Wort. Er führte einen Sah aus der Watts gab weiter einige interessante Einzelheiten aus dem Be- nach zu Kompromissen und Bündnissen dienen dürfe", zu streiam Schlusse des Kongresses von Friedrich Engels gehaltenen richte der rumänischen Sozialisten. Die Italiener und Dester- chen. Die Fabianischen*) Delegirten, Bernard Shaw und Sydney Rede an. Engels sagte: Die Zeit ist vorüber, wo die Internationale reicher stehen am Vorabend der Eroberung des allgemeinen Olivier waren die beiden einzigen englischen Delegirten, welche von einem Komitee geleitet werden konnte, welches alle Drähte Stimmrechts, und auf ihr Ersuchen wurde in die von der gegen dieses Amendement stimmten, als eine getrennte Abin der Hand hielt und vermittelst derselben von einigen Mittel- Taktik handelnde Resolution eine Klausel eingeschoben, die aus- ftimmung veranlaßt wurde, um zu beweisen, daß die Ansichten punkten aus die Maschinerie in Bewegung setzte. Die alte Internationale starb vor 25 Jahren, aber die neue Inter- drücklich betonte, daß die politische Aktion feinesfalls als Vor der sozialdemokratischen Föderation nur von einer kleinen MinderInternationale starb vor 25 Jahren, aber die neue Inter- wand zu Kompromissen" oder Bündnissen dienen dürfe, welche die heit getheilt wurden. Die Kongreßresolution ging durch nebst nationale ist mündig geworden und hat die Vormundschaft, Grundfäße oder die Unabhängigkeit der sozialistischen Parteien einem die Initative und das Referendum befürwortenden deren sich die alte niemals zu entledigen vermochte, bereits abgeschüttelt." Er( Hunter Watts) halte dies für einen sehr be- auch nur im geringsten antasten oder bedrohen". Von Singer, Busah der Schweizer. merkenswerthen Fingerzweig für diejenigen, die bestrebt find, bie Dr. Adler und anderen wurde angeregt, eine internationale gegenwärtige Bewegung unter die alten Formen zu zwängen.ozialistische Revue allvierteljährlich in 3 Sprachen( englisch, lung gemäß dem Antrag von Genossen Lewis und Hoffmann Nach der Beantwortung einiger Fragen gab die Versammdvalgsdem Berichte der Delegirten ihre Zustimmung. Wenn sie die gedruckten Berichte der verschiedenen Länder, die französisch, deutsch) herauszugeben. den Delegirten in Zürich zu Händen verabfolgt worden sind, H. Quelch, der dann zur Ergänzung der Watts'schen Aus- Dies der Bericht des Organs der Sozialdemokratischen mit den 1891 in Brüssel gebotenen vergleichen würden, so führungen das Wort ergriff, erstattete zunächst dem schweizer Föderation, die früher, so lange sie die Verhältnisse nicht müsse man überrascht sein von den Fort Organisationskomitee feinen Beifallszoll für die ausgezeichnete kannte, unter dem Einfluß der„ unabhängigen" Lügen geschritten, welche die Bewegung, über das Art und Weise, in der es für die Aufnahme und Unterkunft der standen hatte- ähnlich wie Nieuwenhuis die sich aber ganze Festland Europa hin gemacht verschiedenen Delegirten gesorgt hatte, und sprach seine BeDon In Brüssel waren 15 Nationen durch 337 Dele- wunderung über die glänzende Demonstration von Sonntag, Wahrheit die Ehre zu geben. ihm nicht ähnlich verpflichtet gefühlt hat, der bat. girte vertreten; in Zürich 20 Nationen durch 438 De- dem 6. August, aus. Wenn man in Zürich einen Zug legirte. Die Delegirten vertheilten sich auf die verschiedenen veranstaltet, fo zieht man in vollendeter militärischer Die zahlreiche Vertretung und die Haltung der EngNationen wie folgt: Desterreich 34, Australien 1, Belgien 17, Ordnung. Mr. Hobson vom Sheffielder Gewerkschaftsrath länder auf dem Züricher Kongreß bezeichneten wir als Bulgarien 2, Dänemark 2, Frankreich 41, Deutschland 98, Groß-( Trade Council), wie in Brüssel, Vorsitzender der englischen Sektion, dessen wichtigstes Ereigniß. Daß wir uns nicht getäuscht britannien 65, Holland 6, Ungarn 10, Italien 22, Norwegen 1, wurde von der britischen Sektion mit 16 gegen 14 auf haben, zeigen die Nachrichten vom Belfaster GewerkschaftsBolen 10, Rumänien 5, Rußland 1, Gerbien 1, Spanien 2, Quelch selbst lautende Stimmen für die Demonstration zum fongreß. Die Einschwenkung der englischen Schweiz 117, die Vereinigten Staaten 3, Brasilien 2. Redner bestimmt. Gelegentlich der Frage der Zulassung geEs ist bezeichnend für die Ausbreitung der sozialistischen wiffer Delegirter zu dem Kongreß spielten sich die lärmenden Trades- Unions in die große Armee der Ideen in Großbritannien, daß die englischen Delegirten Szenen ab, die von der kapitalistischen Presse in 3 Un Sozialdemokratie ift eine in der Sektion einstimmig folgende Resolution angenommen geheuerliche übertrieben worden sind. Solche Thatsach e. Und dieser epochemachende Sieg der haben: Daß, nach der Ansicht dieses Kongresses, teine Szenen geben eben für die standalhungrige Preßmeute eine Sozialdemokratie ist durch den Züricher Kongreß zwar politischen Maßregeln die moralische und wirthschaftliche Frei- bessere Beute ab, als der nüchterne Verlauf der Geschäfte, und nicht herbeigeführt, aber wesentlich beschleunigt worden. heit des Voltes herbeiführen können, die nicht die Abschaffung da einige Delegirten eigentlich als Journalisten gekommen waren, Den Vertretern der englischen Gewerkschaften erging es der Kapitalistenklasse, den Uebergang des Grund und Bodens, so ist es selbstverständlich, daß ein berartiges Vorkommniß arg wie es jedem ehrlichen und dentfähigen Menschen ergehen der Arbeits, Vertheilungs- und Tauschmittel in Gemein- ausgeschlachtet wurde. Die Mandate der deutschen UnEigenthum und die industrielle Organisation des Volkes für das abhängigen" wurden von ihrer eigenen Sektion zurückgewiesen Volk und durch das Volk zum Ziele haben; daher werden die und als die Sache vor den Kongreß tam, stimmten die*) Die Fabianer Fabians, Fabian Society find engArbeiter aller Nationen dringend aufgefordert, sich zu unabhängigen meisten der Delegirten der Sozialdemokratischen Föderation lische Sozialisten, die aus der Mittelklasse hervorgegangen sind fozialistischen Arbeiterparteien zusammenzuthun, um diese sozialen gegen den Ausschluß der deutschen unabhängigen" Delegirten und die bürgerlichen Utopien, in denen fie Anfangs noch befangen Umg eftaltungen durchzuführen.": Uebrigens fei er der Ansicht, daß deren Mandate in ein oder zwei waren, allmälig abgeschüttelt haben. " Feuilleton. [ 4 " = vollendete Das muß luftig gewesen sein," sagte Eveline lachend, großen Eindruck auf mein Gemüth machen könnten, wie Du hinter dem Hut her, der Sturm hinter Dir, der Regen diese majestätisch übereinander gewölbten Bogen und Säulen, hinter dem Sturm; den Hut hast Du nicht bekommen, aber die so kühn und leicht zwei entfernte Berge miteinander Regen und Sturm haben Dich eingeholt." verbinden." Herr von Beauvais näherte sich und fragte:„ Du„ Wer dieses Wunderwerk alter Zeiten noch nicht sah," unterhältst schon den Fremden?"" Sieht er nicht," rief sagte der Parlamentsrath, muß jede Erzählung davon für Der Aufruhr in den Cevennen. das Kind, so gut und freundlich aus wie der Schulmeister übertrieben halten, und so werden Sie es, Herr Pfarrer, Eine Erzählung im Dorf, der mich lesen lehrt, der aber schon mit den vielleicht auch nicht glauben, daß es immer größer wird, je jungen dünnen Beinen so früh hinten muß?". öfter man es sieht, daß man sich nie daran gewöhnt, ohnvon Ludwig Tied. Sei recht artig, mein Kind", sagte der Rath freund- geachtet gleich der erste Anblick so wohlthuend befriedigt Franz und ein anderer Diener hatten schon ein Feuer lich, indem er ihr die blonden Locken aus der Stirn strich. und im Gefühle des Erhabenen die schönste Behaglichkeit in dem großen Kamin angezündet, und die Fremden näherten Er betrachtete unter Begrüßungen ebenfalls seinen Gast, uns umfängt. So muß es aber wohl mit allem echten sich der wohlthätigen Flamme, um ihre Kleider zu trocknen, der wirklich kaum nach sechzehn oder siebzehn Jahre zu Großen sein." indeß der Pfarrer den Diener bat, für seinen Klepper Sorge haben schien; er war etwas unter der gewöhnlichen Größe, Diese heidnischen Römer," sagte der Pfarrer, haben zu tragen. Die beiden andern Fremden hatten nur durch von schwächlichem Körperbau, aber, wie die Tochter gesagt darin viel geleistet und müssen uns immer noch zu Lehrern stumme Verbeugungen ihre Verehrung dem Parlamentsrathe hatte, in Blick und Ausdruck des Gesichts die Freundlichkeit dienen. Auf dem Wege hierher habe ich aber vor dem Gebezeigt und ihre Bitte vorgetragen, während die kleine selbst; ein leichtes Roth färbte die schmalen Wangen, das witter rechtschaffen schießen hören." blonde Tochter die augenblickliche Verwirrung benutzte, um Auge war hellblau und bekam durch einen Fleck auf dem" Sie liegen fich heut wieder in den Haaren," sagte der sich den Gästen zu nähern und sie neugierig zu prüfen. Der rechten Augenlide einen sonderbaren Ausdruck, kurze Jäger, die Kamisards und die königlichen Truppen; eine schien ein Jäger, denn er trug grüne Kleidung, einen blonde Haare lagen schlicht und dicht an der hell- heute aber sollen die Hugenotten ganz und gar verspielt Hirschfänger und Büchse, die er sorgfältig, weil sie geladen weißen, glänzenden Stirn, seine Stimme hatte etwas haben." war, auf den Ramin legte, Indeß alle diese verschiedenen Mädchenhaftes durch ihre Höhe, und nach seinen Gebärden Wie das?" fragte der Rath. Anordnungen getroffen wurden, hatte Eveline schon mit und dem verschämten Wesen hätte man ihn leicht für eine" Ich hörte jenseit dem Wasser- gottlob, daß ich herbem pritten fremben, der ihr der liebſte ſchien, verkleidete Jungfrau halten können. über" bin!- fie hätten Catinat und Cavalier gefangen, auf ihre Weise eine Bekanntschaft angeknüpft; sie reichte ich komme heut vom Pont du Gard herüber und und nun würde es wohl mit dem ganzen Kriege aus sein. ihm ihr Tuch, sich den Regen vom Gesichte zu trocknen, sie wollte noch nach Montpellier, als mich dieses Unwetter zum Schade um Herrn Cavalier, sag' ich, wenn sie ihn auch so bot ihm einige Früchte, die er lächelnd ausschlug, und Glück dicht vor Ihrer Thür überraschte, Herr Parlaments- todtmachen thäten wie manchen andern." nis nachdem sie ihn lange angesehen hatte, sagte sie zu ihm: rath," sagte der Pfarrer, indem er sich wieder näherte. Ich Warum schade?" fuhr der Pfarrer auf.„ Was ver" Wo hast Du denn Deinen Hut gelassen?"" Den hat muß gestehen, daß ich nicht geglaubt hätte, ein solcher Bau dient der Rebell denn anderes? Ihr seid wohl auch ein mir draußen auf dem Felde der Sturm genommen," sagte wie diese Wasserleitung sei möglich, wenn mich nicht jetzt Anhänger der neuen Lehre?" der fremde junge Mensch, und ihn weit, weit hinweg- meine Augen überzeugt hätten. Ich zweifle, daß das gejagt, so daß ich ihn nicht wieder fangen konnte." Kolosseum in Rom oder die ungeheure Peterskirche dort so " „ Nein, Herr Pfarrer," sagte der Jäger, ich war im Lande einer der allerersten, die sich von den Herren muß fie fa hen den Sozialismus und sie waren von ihm bestegt und erobert. Die französischen Arbeiterorgane fällen zum weitans größten Theil ein im Ganzen mit dem unsrigen übereinstimmendes Urtheil. Eine Ausnahme machen nur Allemane und Brousse, die jetzt feindlichen BruderPoffibilisten, die dem Kongreß Unduldsamkeit gegen die Franzosen vorwarfen. Was speziell Brousse betrifft, so war er allezeit chauvinistisch angehaucht, und Allemane ist durch die Zurückweisung seines Antrags über die Direkte Gesetzgebung" etwas gereizt. Nun- der Brousse'sche Chauvinismus ist eine ganz vereinzelte Ausnahme, und Allemane wird sich bald überzeugen, daß, wo er böse Absicht wittert, nur Mißverständnisse obwalteten. Einer der hervorragendsten Genossen in Frankreich nicht sogenannter Marrist" hat uns geschrieben, die Gereiztheit der französischen Sozia Listen gegen die deutschen" sei eine boshaft alberne Erfindung der Bourgeois presse; wenn auf dem Züricher Kongreß die brüderliche Harmonie der Sozia Listen beider Länder nicht so demonstrativ hevorgetreten sei, wie 1889 in Paris, so sei dies, abgesehen von den Wahlen, die keine zahlreiche Vertretung aus Frankreich erlaubten, in dem mehr geschäftsmäßigen Charakter des Züricher Kongreffes begründet, " und gewisse Aeußerungen der Unzufriedenheit seien durch die Taktlosigkeit von französischen Genossen hervorgerufen worden, die in doktrinärem Uebereifer das französische Selbstgefühl nicht Nationalgefühl" verlegt hätten. Mit den Anarchisten" habe keiner der in Zürich anwesenden Franzosen sympathisirt. nodag Inzwischen haben die französischen Genossen sich durch ihren glänzenden und erfolgreichen Wahlkampf um die Sache der internationalen Sozialdemokratie hochverdient gemacht, und in London werden wir ihnen dankend die Hand drücken. " werden dann, wenn die Techniker ihre Meinung abgegeben werden. Und die Bürger haben ein ebenso großes Interesse haben werden, die Finanzpolitiker darüber zu befinden haben, daran, daß auch der Gefangene menschlich behandelt werde. ob mit den gebotenen Vorschlägen sich überhaupt etwas wird Leben wir nicht in einem Rechtsstaat"? anfangen laffen... Richtig ist f. 3. in der Frankfurter Zeitung" angegeben worden, daß man aus den verschiedenen Herr Dr. Krohne soll zu den ihm vorgeführten Häftlingen, neuen Steuerquellen rund hundert Millionen heraus- als sie ihm vorstellten, daß sie nicht genug zu essen bekommen zuschöpfen hofft; weitergehende Wünsche, die in Frankfurt zu hätten, dem Sinne nach etwa gefagt gefagt haben: Und zu Tage traten, sind zurückgedrängt worden, theilweise deshalb, Waffer bekämen, so müßten Sie doch arweil man sich der Erwartung hingiebt, daß abgesehen von ben neuen Steuern die Einnahmen des Reiches eine zu beiten, daß Ihnen die Seele pfeift. Wäre ich hier nahme erfahren werden. Thatsächlich ist die Meinung vertreten gewesen, ich hätte mir die Ordre geholt, auf sämmtliche( Papier-) gewesen, daß eine wirkliche Steuerreform mit positiven Zielen Schläger scharf schießen zu lassen. Sie müssen hier beseitigt werden, mit jenem Mehrertrag von hundert Millionen Mark nicht mit anderen Worten, Sie sollen hier vernichtet werden(???)." durchgeführt werden könne. Was die Verwendung jener wenn Sie Summe betrifft, so ist berichtigend mitzutheilen, daß man Wir sind gewöhnt, uns über nichts im Reiche der Gottesfurcht etwa 55 Millionen für die Militärvorlage in, und frommen Sitte zu wundern. Daß aber der allerdings als Anschlag bringt und 40 Millionen( nicht 120 Millionen, Freund eines strengen Strafvollzugs bekannte Herr Krohne wie es zuerst hieß) für Ueberweisungen an die sich in dieser Weise geäußert haben könnte, erscheint uns so unEinzelstaaten. Für die Reichsschuldentilgung würden nur 5 Millionen übrig bleiben, woraus zu er geheuerlich, daß wir eine ministerielle Aufklärung entschieden fordern sehen ist, daß gerade dieses Moment der Steuerreformfrage in den müssen. Wie das Papierschlagen herunterbringt, zeigt der Fall Hintergrund getreten ist..... Jm Oktober sollen die Vorarbeiten eines der am Streit Betheiligten. Der Arzt mußte ihn, weil er für die zu erwartenden Vorlagen erledigt werden; gegen Ende völlig entkräftet war, vom Papierschlagen dispensiren: er wurde Oktober werden die Berathungen im Bundesrathe stattfinden, werden Wir wünschen, daß diese Mittheilungen dementirt werden können. Oder sind wir wirklich in der Praxis Hinterrussen?— Herr Thielen wird den praktischen Anschauungs- Unterricht, den wir den Sozialpolitikern des Eisenbahnwesens ertheilen, vielleicht doch nicht ganz ohne Nuzen genießen. Der Vorwärts" hatte in seiner Nr. 208 vom 5. September die Entlassung von Arbeitern der Stadtund Ringbahn, die die Koupeethüren zu öffnen und zu schließen hatten, sorgsam gekennzeichnet. Das Publikum soll das, so denkt Herr Thielen, selbst besorgen, er spart dann an Arbeitslöhnen, die aufs Pflaster Geworfenen mögen sehen, wo sie bleiben. Wir schrieben:" Das möge jedem zur Warnung dienen! Wenn jeder Reisende die Thür offen stehen läßt, dann ist die Bahnverwaltung gewungen, das Schließen durch ihre Angestellten besorgen zu lassen." Heute liest man in bürgerlichen Blättern: H sodaß die Entwürfe dem Reichstage im November zugehen für gärtnerische Arbeiten bestimmt und erhielt Brühe und Milch, tönnen. Bezüglich des Za bat3 ist hervorzuheben, daß man um sich zu erholen. in dem Festhalten an der Fabritatsfeuer einig ist. Bekanntlich Bei der geringsten Strafe werden den Gefangenen Abzüge lagen in Frankfurt givei Entwürfe vor, ein preußischer und ein von ihrem Arbeitsverdienst gemacht. Wenn ein Gefangener nicht zehn bayerischer; den Berliner Verhandlungen dienen die beiden umgearbeiteten Entwürfe als Basis. Daß Werthabstufungen an- Mark hat, darf er sich nichts verschreiben lassen. Es wird zwar genommen werden, war früher schon bekannt, es wird mir aber immer gesagt, man solle sich Geld sparen, um bei der Entlassung auch versichert, daß an eine unverhältnißmäßige Belastung der einen Sparpfennig zu haben; wer sich indeß etwas zu schulden billigen Zigarre, durch welche der Konsum nothwendiger Weise er kommen läßt, dem wird der letzte Heller genommen. heblich eingeengt werden müßte, imGrnst nicht gedacht werden könne. Hinsichtlich der Weinbesteuerung wird es sich hauptfächlich darum handeln, die Werthgrenze festzustellen, von der ab das Getränk der Reichssteuer unterliegt. Daß es gerade auf diesem Gebiete an Meinungsverschiedenheiten nicht fehlen wird, ist begreiflich, da die norddeutschen Finanzmänner und Bei dieser Gelegenheit sei noch des Mißbrauchs erwähnt, Steuertechniker über den Weinverkehr im Süden feineswegs genügend unterrichtet sind. Welche Formen die Weinsteuer der von der anarchistisch- reaktionären Bourgeoispresse mit annehmen wird, darüber läßt sich heute nichts Positives bei einem Urtheile des Schweizer Grütlianer" getrieben wird. bringen; 13 wahrscheinlich aber darf gelten, daß es sich um Der„ Grütlianer" meint nämlich, die Ausschließung der feine Flaschensteuer handeln wird. Die Quittungs- und Kongreßstörer wäre in Zürich besser vermieden worden, die die Börsensteuer endlich werden nicht in den Kreis der deutschen Genoffen hätten sich in der Schweiz nicht als fo Berathungen der Berliner Konferenz gezogen, vielmehr arbeitet gute Strategen gezeigt, wie im Inland". Um diese Aeuße das Reichsschatzamt die betreffenden Entwürfe aus und zwar so zeitig, daß fie gleichzeitig mit dem Weinsteuer- und dem Tabatrung richtig zu verstehen, muß man wissen: der Grütlianer" fabritatsteuer- Entwurfe im Spätherbste dem Bundesrathe bezw. ist ein sehr entschiedener und kurz angebundener Gegner der bem Reichstage zugehen werden." otomediate Anarchisten" und ähnlicher Leute, und die uns vorDer von der Frankfurter Zeitung" als sehr gut geworfene mangelhafte Strategie im Ausland besteht nicht darin, daß wir in Zürich die Ausschließung der unterrichtet" bezeichnete Berichterstatter giebt also gut Anarchisten" u. f. w. befürworteten, sondern darin, daß gläubig die von der Reptilienpresse verbreitete Beschwich wir durch die Form der Einladung es den Anarchisten" tigungsnachricht wieder, daß die Bigarre des kleinen u. f. w. nicht unmöglich gemacht haben sollen, überhaupt Mannes gefchont" werden solle. Was die Miquel- Leute auf den Kongreß zu kommen. Kurz der Grütlianer", unter einer nicht unverhältnißmäßigen Belastung" verweit entfernt, mit den Anarchisten" u. s. w. zu sympathi- stehen, lehrt die Geschichte der indirekten Steuern in firen, tabelt uns blos," daß wir dieselben nicht wirkungs- Deutschland zur Genüge. Soll aus dem Tabat viel Geld voller ausgeschlossen haben. Die Herren Anarchisten" u. f. w. herausgeschlagen werden, dann muß eben die große Masse haben also gewiß keinen Grund, sich auf das Urtheil des der kleinen Leute daran glauben. Alles offiziöse Gerede, Grütlianer" zu berufen, der beiläufig ganz unrecht hat. das die Steuerzahler in Sicherheit einlullen soll, ändert Das was er wünscht, läßt sich nicht thun. Mag die Ein- daran nichts. Wie vorauszusehen war, ist der ganze labung zu einem internationalen Kongreß noch so scharf die Reichsschuldentilgungsplan nur ein Köder für die, die nicht Ausschließung der Anarchisten" u. s. w. betonen, so fann alle werden. Nicht 20 Millionen, wie es ursprünglich hieß, doch unter keinen Umständen der Entscheidung des Kon- nur 5 Millionen sollen dafür verwendet werden. Herr gresses selbst, der souverain ist, vorgegriffen werden. Eine Miquel wird dann 5 Millionen abzahlen und 20 Millionen Debatte im Kongreß ist nicht zu verhindern es ist blos durch einen neuen Pump aufbringen. Was den Bantiers zu hoffen, daß fünftige Kongreffe, denen die bisherigen Er- und Maklern, die dann doppelte Provisionen und Gebühren, fahrungen zu Gebot stehen, die Säuberung sehr rasch und für Amortisation und neue Emission einsäckeln, sehr ohne viel Federlesens vornehmen werden, wie dies die Eng- schmerzlich sein wird. Eng- bluten. Alles in allem, Michel muß Länder auch beabsichtigen. B Politische Lebersicht. Berlin, den 9. September. Benz mad " " Im Schweiße ihres Angesichts haben jezt die Angestellten der Stadt- und Ringbahn zu arbeiten. Kürzlich sind 150 Mann von dem Bahnpersonal entlassen worden, weil das Publikum die Thüren der einzelnen Wagen- Abtheilungen selbst zu schließen pflegt und Arbeitskräfte infolge dessen gespart werden sollten. Die Arbeiter, die die Stadt- und Ringbahn benutzen, haben daher beschlossen, keine Thür mehr zu schließen und bringen diesen Vorsatz mit seltener Hartnäckigkeit zur Durchführung. Passagiere, die von dem sonderbaren Boykott nichts wissen, werden darauf aufmerksam gemacht und verhindert, die Thüren zu schließen. Vermuthlich wird sich die StadtbahnVerwaltung wohl bald gezwungen sehen, die entlassenen 150 Mann wieder einzustellen." Da es im Interesse aller anständigen Leute liegt, daß dieser Boykott erfolgreich( die Passagiere sind nicht verpflichtet, die Thüren zu öffnen oder zu schließen, sie brauchen das nur zu unterlassen) ist, so steht in der That zu hoffen, daß er den Eisenbahngewaltigen das ABC sozialpolitischen Anstandes einpauken wird. Vorläufig wandelt die Eisenbahn Verwaltung die Bahnen Stephans. Der Direktor des Eisenbahn- BetriebsWieder einmal Breslauer Gefängniß- Zustände. Uns amtes in Essen, Regierungsrath Grünhagen, hat, wie die " Gelsenkirchener Zeitung" berichtet, vor etwa Monatsfrist wird geschrieben: id au einen Erlaß an die ihm unterstellten Beamten gerichtet, Die Aufsehen erregenden Enthüllungen des Vorwärts" worin das Bestreben der Stationsassistenten, sich zum Verüber den Aus stand der Papierschläger im Breslauer ein zusammenzuschließen, als eine Art Insubordination und Gefängniß, sowie über die Mißstände in der Ver- Verlegung der Disziplin hingestellt und vor dem Beitritt Die Steuerkommiffäre. Wir kannten unsere Pappen- pflegung sind noch im Gedächtniß Ihrer Lefer. Zur Unter- zu dem betreffenden Verein gewarnt wird. Die Stationsheimer, als wir dieser Tage zu der„ Geheimhaltungs". fuchung der vom Vorwärts" in das Licht der Deffentlichkeit assistenten werden in dem Erlaß als Staatsbürger weiter Klausel der Konferenz unserer Steuerfommissäre bemerkten: gerückten Verhältnisse war nun der Geheime Regierungsrath Klasse hingestellt, indem offen ausgesprochen wird, daß die Wohl gerade so geheim wie die Verhandlungen der Finanz- Dr. Krohne im Ministerium des Innern aus Berlin nach dienstliche Ordnung und die Verpflichtung zum besonderen minister- Konferenz, die Stillschweigen gelobte und durch ihr Breslau gekommen. Bei der Vernehmung nun von dreien der Gehorsam und zu besonderer Treue gegenüber der Staatsregierung den Beamten Rücksichten auferlegte, die eine offiziöses Organ, die Frankfurter Beitung", tagtäglich ihre Lente, die an der Arbeitseinstellung theilgenommen hatten die schrankenlose Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte nicht Heldenthaten verkünden ließ." Wieder ist es die Frank Gefangenen stellten bekanntlich, weil sie durch Unterernährung zulaffe. So sucht man das Vereinigungsrecht der Beamten furter Beitung", die offiziös erleuchtet über die und Ueberarbeit entkräftet waren, die Arbeit ein soll sich zu unterdrücken. Mögen die Eisenbahner bas Beispiel der Reichssteuerfrage" berichtet. Da haißt es: eine Szene abgespielt haben, die uns geradezu unglaublich er- Bostassistenten sich vergegenwärtigen, die troh StephanDie Herren, die in Berlin beisammen sind, baben lediglich scheint, so bewährt und gutverbürgt unsere Nachrichten sind. Fischer ihren Weg tapfer verfolgt haben! als Sachverständige thre Meinung abzugeben; fie haben gewissermaßen die technischen Bedingungen für die in Frankfurt Wir halten es darum für unsere Pflicht, den Thatbestand, Schlimme Nachrichten für die deutschen Steuererzielte prinzipielle Berständigung zu suchen. Es ist darum auch wie er uns gefchildert worden ist, mitzutheilen, um ge- zahler. Manöver fosten stets schweres Geld, allein die felbstverständlich, daß sie die in der Ministerkonferenz gewonnene Basis nicht verlassen können, und ebenso bedarf es feiner weiteren gebenen Falls eine amtliche Erklärung zu erzielen. Graf jüngsten Lothringischen Manöver scheinen besonders theuer Auseinandersetzung, daß die Gutachten und Anträge dieser Botho zu Gulenburg, der preußische Minister des Innern, hat zu werden. Ein aus Berlin in die Provinz versandtes Sachverständigen feinerlei bindende Kraft besigen. Bielmehr alle Ursache, dafür zu sorgen, daß diese Vorgänge aufgehellt Telegramm besagt: # M es Dragonern befehren ließen. Sie tamen in des Königs fich zu Freiwilligen gemacht und lauern den Rebellen auf, Gebirge, eingenommen und gebrandschatt hatte. Marsch Namen, und des Brot ich esse, des Lieb ich finge vo fie nur tönnen; der Einsiedler bei Saumure, ein alter ging's ihnen entgegen, neben St. Hippolite weg, denn freundlich waren sie nicht sonderlich; dreißig im Dorf Hauptmann, hat sich mit einem Trupp verzweifelt tollkühner ich hatte Wind, daß dieser Hauptrebell mit einem wurden todtgeschlagen:" Hund!" hieß es, den reinen Burschen auf die Beine gemacht und ficht wie ein Simson; kleinen Trupp sein Korps verlassen hatte. Richtig Warum den so barsch," sagte nur sagt man ihm nach, daß er es so genau nicht nimmt, treffen wir ihn, als wir hinter einer Bergschlucht hervorich, ich bin gar nicht gegen ben Glauben eingenommen, sondern nach Gelegenheit Freund wie Feind behandelt tommen. Ich rief ihm zu, sich zu ergeben; er will nicht: nur könnt ihr's doch wohl ein Bissel freundlich von Euch und schon manchen Altkatholischen geplündert oder ins Gras bauz! schieß' ich einen Kerl nieder, der neben ihm steht, geben." So schlug ich denn in mich, wie ich die greuliche gestreckt hat. Je nun freilich, tommt es erst so mit allen mit Säbel und Gewehr vor, hau' auf sie ein, durch sie Wirthschaft sah, und diene jetzt bei einem echt katholischen Gemüthseigenschaften zum Handgemenge, so ist nicht mehr hindurch Herr, es war ein Augenblick in meinem Leben, Herrn, dem Intendanten von Basville. Ich meine nur, so genau Acht zu geben, ob auch zu viel geschieht; er hat als wenn drei Regimenter in meinem Leibe wären um den Cavalier set es schade, denn er ist gut und gewiß seinen Rosenkranz vorsichtiger abgebetet, als er jetzt wird geschossen, ich seh' zurück, da liegt meine ganze hat schon manchem braven Offizier was aufzurathen ge- das Todtschlagen abzählen kann. Kurios genug, daß ein Armee hinter mir von den paar Kerlen zusammengehauen, geben." Einsiedler, der ganz der Welt hat absterben wollen, wieder meine Kourage verläßt mich, ich reite, was mein Pferd - es ist noch derselbe Wallach, gnädiger Herr, Das muß wahr fein," sagte der Pfarrer begütigt, er auf derlei Abenteuer zieht. Das alte Soldatenblut ist wohl vermag ist der einzige unter den Rebellen, der es versteht, die wieder in ihm aufgewacht. Wie ich also in meinem ein- draußen in Ihrem Stall, ich bin gerettet. Cavalier, hör' Sache zu führen; unerschrocken wie ein Löwe, großmüthig, famen Dorfe hinten im Gebirge von diesen Dingen hörte, ich, war ein vernünftiger Mann; aber der Spizbube, der immer faltes Blut, weiß vortreffliche Dispositionen zu so wurde ich davon auch befeuert oder begeistert und nahm sich, nach dem vormaligen Warschall, Catinat nennt, machen, ist menschlich gegen die Gefangenen, ist zum mir vor, Gott und dem Könige ebenfalls meinen kleinen wiegelt die anderen auf; sie ziehen in mein Dorf, machen Helden und Anführer geboren und um so mehr zu be- Dienst zu thun. Meine Pfarrkinder wollten von der Ge- mit meinen Beichtkindern gemeine Sache, stecken mir wundern, weil er hinter den Schweinen groß geschichte nichts wissen: lieber Himmel, es ist kein Herois- das Haus und sogar die liebe baufällige Kirche an und worden ist. Durch ihn bin ich um meine Pfarre mus in ihnen, sie haben eine Antipathie gegen verschwören sich, wenn ich mich dort wieder sehen ließe, gefontmen und treibe mich jetzt hier in der Camargue, Bleffur und Tod oder halten es gar heimlich mit den mich in zehntausend Stücke zu hauen. Da ich nun das Nismes und Montpellier herum, uin eine andere Stelle zu Kamisards, wie ich der Satausbrut immer zugetraut habe; alles um des Vaterlandes willen erlitten habe, so ist es erlangen." denn so viel wie ich auch in der Kirche schrie und tobte, auch billig, daß man mir meinen Verlust vergütet, und ich Wie ist das, mein Herr?" fragte der Nath. haben sie unter meiner Predigt meist immer geschlafen, und soll auch binnen kurzem hier in der Nähe von Nismes eine Was Deines Amtes nicht ist, da laß Deinen Vor- da sie das bei meiner lauten Stimme so wacker können, be- bessere Stelle mit einer guten christkatholischen Gemeine wit! pflegt man zu sagen; aber nicht immer folgt man weiset dies schon allein, daß sie so ziemlich vom Teufel be- erhalten. So war mein Ritterzug geendigt, aber ich habe den weisen Lehren", erwiderte jener, denn Blut und sessen sein müssen. Wie gesagt, ich schaffte einiges Bolt geschworen, wo ich nur einen dieser Mordhunde seh' und Leidenschaft bemeistern nur zu oft unsere Vernunft. Sie zusammen, ein paar spanische Deserteurs, drei Savoyarden, treffe, oder mehr und wären es hundert, fie meine wissen, daß schon seit geraumer Zeit gegen die Kamisards fünf Kerle, die dem Gefängnisse entsprungen waren, und Rache fühlen zu lassen." in den Cevennen eine Art Kreuzzug gepredigt ist; die zwei ungeheuer verwegene Kesselflicker. Es war dazumal, jungen Leute in Nimes und auf dem Lande umher haben als Cavalier so unbegreiflich die Stadt Sauve, mitten im " ( Fortsetzung folgt). . God of Westen her vordringenden Feind möglich em von les heißt, soll er den Kaiser in der That überzeugt das natürliche Hinterland für das deutsche Schutzgebiet. A0 du Milde Justiz. In der Wurzener Zeitung" lesen wir: werden? Er hat sich ja tapfer für die Militärvorlage ges schlagen. Vielleicht wird Miquel, wenn er seine Steuerpläne durchdrückt, Bortepee- Fähnrich der Landwehr? Radeburg. Der 28 Jahre alte Arno Jähne, Dekonomieverwalter des Rittergutes Tauscha bei Radeburg stand kürzlich vor der Dresdener Ferienstraftammer. Gin in Tauscha angestellter alter Arbeiter mit einem lahmen Bein wolité eines Morgens die ihm übertragene Arbeit, früh 4 Uhr Wasser zu pumpen, nicht verrichten. Jähne faßte den Mann, schüttelte ihn, stieß ihn mit der Faust ins Genick und stieß und schob ihn so nach der Pumpe hin. Der Arbeiter ging jedoch wieder dann fallen, so daß er stürzte und dabei ein Bein brach. weg und Jähne trug oder schleppte ihn jest bahin, ließ ihn Urtheil gegen Jähne: Fünfzehn Mart Geldstrafe! Berlin, 8. September.( Telegramm.) In militärischen werker befinden sich wohl in ihrer großen Mehrzahl nur im Isehen zu können, ob eine der Königlichen Regierungen eine Kreifen verlautet, Graf Häfeler vertrete die Ansicht, daß es Schutzgebiete, um den deutschen Offizieren und Beamten Verfügung getroffen hat, welche den Nachrichten in der trop der Befestigungen um Meß einem von und der Schuhtruppe zu helfen, den Millionenetat aufzu- Presse eine gewisse Grundlage gewährt, sind die Königlichen Westen befestigungen um Meß einem sein werde, zwischen Mez und Saarburg in sehren. Der Karawanenhandel im deutschen Schutzgebiet Regierungen zu baldiger Anzeige veranlaßt worden, ob Lothringen einzubringen und die lothringische wird, wie die Freifinnige Beitung" ausführt, fast aus bortfeits eine Verfügung erlassen sei, auf welche sich die Hochebene als erstes Schlachtfeld für sich zu gewinnen. Wie schließlich durch Indier betrieben. Indier betrieben. Ostindien Ostindien ist auch Beitungsnotiz beziehen könnte." haben. Wenn diese Version auf Wahrheit beruht, was zu Was die deutsch- ostafrikanische Gesellschaft leistet, kommt Thema gestellt worden:" Wie kann die Schule der Sucht, zu Für eine amtliche Lehrerkonferenz in Siegen war als bezweifeln wir feinen Grund haben, so dürfte die Anlage über Spielereien und Versuche kaum hinaus. Die Gesell- verdienen und zu genießen, an ihrem Theil wirksam entgegenvon Sperrforts zwischen Mez und Saarburg schaft fristet ihr Dasein von der Rente, die ihr aus den arbeiten?" Gestellt war das Thema von dem Kreis- Schuldie Frucht des geftrigen Tages sein. Bolleinkünften des Reichs überwiesen ist oder aus den Inspektor Pfarrer Winterhagen, der mit verschiedenen anderen sjid Das bedeutet wieder Dugende von Millionen, die in Kupons der Obligationen, die auf der Grundlage jener feiner Amtsbrüder türzlich eine bedeutende Gehaltserhöhung erbas bodenlose Faß des Militarismus geschüttet werden. Zolleinnahmen ausgegeben worden sind. Fort mit dem fahren hatte. Alle Schulen in Deutschland und namentlich in Preußen, ganzen Kolonialspuk! die jetzt nicht genug Lehrer für die Schüler, und nicht genug Raum für Schüler und Lehrer haben, könnten für Der weftfälische Sueneling Freiherr von Schor Diese Millionen der Lehrer- und Wohnungsnoth enthoben Iemer- Alst ist zum Rittmeister der Landwehr befördert werden. Aber der Moloch geht vor, die Schulen mögen worden. Er war auf dem Würzburger Katholitentag nicht vor, verfallen, wenn nur die Kasernen und Festungen gut im erschienen, als Grund gab er Krankheit an. Der traute Stande sind. Und die Lieferung von Kanonenfutter wird Freiherr reiste aber zu den Kaisermanövern und wurde zum durch die Schulen ja eher erschwert, als erleichtert. Paradediner" eingeladen. Wenn der frühere Finanzminister Scholz auf seine alten Tage Lientenant wurde, Militärisches. Aus Düsseldorf wird der„ Berl. warum soll Schorlemer nicht zum Mittmeister ernannt 8tg." berichtet: Auf dem Appellplage zu Bilk beging am Dienstag ein Reservist des 39. Infanterie Regiments ein verhängnißvolles Vergehen. Er griff einen Unteroffizier in Gegenwart anderer Soldaten mit dem Seitengewehr an und verwundete ihn. Der Reservist wurde von mehreren Füsilieren bewältigt, entwaffnet und in das Militärgefängniß ab geführt. Der Reservist, ein verheiratheter Mann, wird diese That furchtbar büßen müssen. Das von Kunert herausgegebene Schriftchen: Die heilige Behme des Militarismus( Wörleinu. Ko. in Nürnberg), von ihrem Wiener Korrespondenten aus Desterreich bedie wir nicht eindringlich genug unseren Lesern als wirt mit der polnischen Hofpartei, gegen die demokratische Be- sie unter der Leitung des Juden" Dr. Adler fiehe, ſich Die polnische Klerifei wendet sich, im innigen Bunde richten, daß dort die sozialdemokratische Bewegung, soweit samstes, Agitationsmittel empfehlen können, zeigt, mit wie graufigen Strafen ein Angriff auf Vorgesetzte geahndet wegung unter den Polen. Sie erläßt feierliche Kund- im Rückgange befinde. Auf der einen Seite von der wird. Wenn Vorgesetzte sich an ihren Untergebenen ver gebungen, worin sie ihre Gesinnungstüchtigteit bekräftigt, mächtig um sich greifenden christlich- sozialen" Bewegung, greifen, so werden fie oft nicht zu so viel Wochen Haft Macher der Jasager um Koscielski, eine Vertrauensadresse demokratie unter Dr. Adler auf dem Aussterbe- Stat stehen. wird. Wenn Vorgesetzte sich an ihren Untergebenen ver- und hat an den Erzbischof von Stablewski, einen auf der andern Seite von den unabhängig- anarchistischen" greifen, so werden fie oft nicht zu so viel Wochen Haft Glementen bedrängt, sollte die verurtheilt, wie im gleichen Falle dem Gemeinen Jahre diktirt werden. Jedenfalls wäre es nöthig zu erfahren, was gerichtet. So hieß es bisher. In der neuesten Nummer der„ Kreuzden Unglücklichen, der doch ein gereifter Mann zu der Profeffor Reuleaux ist, wie ein Oberoffiziosus mit Beitung" aber lesen wir über dieselbe Partei: Verzweiflungsthat getrieben hat. Denn nur ein Denn nur ein zum theilt, nicht Reich 3 kommissär; seine Aeußerungen Aeußersten Gebrachter das lehrt die Geschichte der seien daher als rein private aufzufaffen. Wie sich die ReSoldatenmißhandlungen wagt es, fich zur gierung beeilt, den zornwüthigen Schlotjunkern eine„ eklatante Wehr zu setzen. Wen trifft die Schuld?- Aus dem Genugthung" zu geben und Herrn Reuleaux, der es ge= Manöver des Garbetorps werden täglich eine wagt hat, eine eigene Meinung zu haben, von sich abzugrößere Anzahl Erkrankter und Berlegter in die Lazarethe fchütteln! Sonft, wie z. B. die Wahlstatistik und der ihrer Garnison zurückgeschickt. Namentlich kommen viele deutsch- russische Handelsvertrag zeigen, sind die Herren am Reservisten vom 1. und 3. Garbe Regiment, die noch kurz grünen Tisch als müde Seelen" viel langsamer. Biel zu vor ihrem Uebertritt zur Landwehr eingezogen wurden, langsam! um das Manöver mitzumachen, als ferner dienstunfähig Wie viel Monate, nein wie viel Jahre Gefängniß ein Kein Maulkorbgesetz für den Neichstag. Der Arbeiter wohl bekäme, der seinen Brodherrn" so trattirt Bossischen Beitung" meldet ein parlamentarischer Bericht hätte, wie der Jähne seinen" Arbeiter behandelt hat? erstatter, daß der Bundesrath weder jeßt, noch früher diefer Um eine Hoffnung ärmer, ist die KreuzAngelegenheit nahegetreten sei". Die Trauben find den geitung". Seit Monaten ließ das fromine Blatt sich Feinden zu en find den bas Blatt sich Feinden der Redefreiheit wohl zu sauer. # V österreichische SozialAber auch von Seiten der sozialdemokratischen Partei wird mit beispiellofer Rührigkeit gearbeitet. Die Nozialdemokratischen Agitation für das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht bietet den Vorwand, um bis in die entlegenften Dörfer, wo nur ein Dörfer, wo nur ein Rest von Industrie fich findet, Verozialdemokratische Organisation breitet fammlungen über Versammlungen zu halten; und die Kreisen ber Regierung, noch der herrschenden Klassen bringt fich in ungeahnter Weise aus. Weber in den man sich die mit der Ausbreitung der sozialdemokratischen Organisation verbundene Gefahr zum Bewußtsein, sondern lebt luftig in dem großkapitalistischen Taumel weiter." Bravo! Die französische Bourgeoiste zieht die Lehren zurück. Amtliches Wahlergebnis der am 5. d. Mts. im Biemlich spät gelangt die Thatsache an die Deffentlichkeit, 6. Wahlbezirke des Regierungsbezirke Oppeln daß in der Nähe von Düsseldorf ein Mädchen erschossen wit 3abrze) stattgehabten Reichstags.Erjayworden ist. In Rat wurde am 5. September nicht weit von wahl: Bahl der abgegebenen Stimmen 15 130; davon des Wahlkampfs. Das Attionskomitee der liberalen den Militär- Schießständen ein vierjähriges Mädchen, die Tochter entfielen auf Amtsgerichtsrath Letocha Steglitz( Bentrum) Linten veröffentlicht eine Erklärung, worin auf bie aus eines Milchkutschers, erschossen. Bis jetzt hat die sofort eingeleitete 18 872 Stimmen, auf Liebermann von Sonnenberg- Leipzig der sozialistischen Bewegung erwachsende Gefahr hingeUntersuchung nicht ergeben, wen die Schuld an diesem Unglücks. Gohlis( Antisemit) 931 Stimmen und auf Klavierarbeiter wiesen wird, die die Gesellschaft und vielleicht Frankreich falle mit einem vorfäßlichen Morde hat man es wohl faum zu thun trifft. Vermuthlich ist das sind von einem Merkowski Berlin( Sozialdemokrat) 276 Stimmen. und die Republik bedrohe. Das Komitee richtet an alle Militärgeschoß, das sich über ben Kugelfang verirrt hat, Ersterer ist somit gewählt. Republikaner die Aufforderung, diese Gefahr zu bekämpfen. getroffen worden. Die gerichtliche Untersuchung über den Un glücksfall an den Schießständen im Naper Walde fand am ThatDie Gesellschaft, d. h. die verfaulte tapitalistische GesellParlamentarisches. Der in der letzten Reichstagsorte felbft statt. Sie ergab, daß, als die Mutter mit ihrem Session unerledigt gebliebene Gesetzentwurf, betreffend den schaft der Panamisten, ist in der That bedroht. vierjährigen Töchterchen an der Hand weit hinter den Schieß- Schuh der Waarenbezeichnungen, wird in ständen herging, die Kleine plöglich lautlos zur Erde fiel. Die besorgte der nächsten Session dem Reichstage wieder vorgelegt besten Mutter dachte anfangs, das Kind habe Krämpfe, bis sie auf werden. einmal Blut sah und nunmehr erst den schrecklichen Unglücksfall erkannte. Die Kugel ging an der rechten Seite in den Körper, traf die Lunge und das Herz und ging an der linken Seite wieder heraus, ohne den linken Lungenflügel zu verlegen. Weiter geht aus der 5-7 Millimeter breiten Wunde hervor, daß das töbt: liche Geschoß eine Kugel aus einem Militärgewehre war, also von den Schießständen, und nicht, wie das Gerücht ging, von einer Wildbiebbüchse herrührte. Die Kleine war fofort tobt. Die weitere Untersuchung wird jedenfalls Näher es ergeben. Nach Met Toulon. Wer gulegt lacht, Lacht am denken die französischen Chauvinisten und bereiten die Revanche für Mez vor. Der breibündlerischen HeerEin Patent auf Sozialistentödtung will die schau von Metz folgt nächstens die zweibündlerische Bossische Beitung" sich nehmen. Sie hat ein sicheres, ein Flotten schau von Toulon. Und für Metz und Toulon unfehlbares Mittel entdeckt, das sie der Welt heute in einem haben, hier wie bort, die Wölker zu bezahlen. pythischen Leitartikel verkündet: die Gewerkvereine bes Dr. Max Hirsch! Wir reiben uns die Augen. bar vor 12 Uhr Die Somerulebiff ist richtig gestern Nacht unmittelAber ist das Heilmittel denn nicht schon vor einem Biertel- Beit- vom Oberhause„ guillotinirt" worden. Auch die Majo- genau auf die Minute zur festgesetzten jahrhundert erfunden worden? Hat es das Wachsthum, rität war genau die vorausbestimmte: 419 gegen 41. Was ober, wie Tante Voß selbst sich ausdrückt, den gewaltigen Aus der Ferienkolonie. Das letzte Opfer der Kata- Aufschwung der Sozialdemokratie" in diesen 25 Jahren nun? Ob die Herren Lords nicht noch gelegentlich in die strophe, die bei dem am 10. August 1892 in der Neisser etwa verhindert oder auch nur gehemmt? Und gerade im Lage kommen: Weh uns, wir haben gefiegt? Militär Schwimmanstalt veranstalteten Gefechtsschwimmen jetzigen Augenblick an die Rettung der bürgerlichen Geselleintrat, ist am 5. September beerdigt worden. Es sollten schaft durch Gewerkschaften zu denken! Schläft Tante Boß Cholera fin englischen Parlament. Nicht die zwar an jenem Tage gegen 200 Freischwimmer des 3. Bataillons denn? Sieht sie nicht, was um sie her vorgeht? Sat fie gemeingefährliche aber doch nicht lebensgefährliche Wunddes Infanterie- Regiments Str. 23 und des 1. und 2. Ba- nicht gesehen, daß die englischen Gewerkschaften, diese Cholera oder Maul- Diarrhoe, die in allen parlamentarischen taillons bes Infanterie- Regiments Nr. 63 im Drillich mächtigen Vorbilder der Hirsch schen Gewerkvereine, zu denen Körperschaften epidemisch ist, sondern die richtige ächte schwimmen, um das andere Ufer mit Sturm zu nehmen. haufen, jezt eben mit fliegenden Fahnen in das Lager der als wärterin angestellte und wohnhafte Frau der bösen Anzuge und Müze mit Turngewehren die Neisse durch sie sich verhalten wie der Chimborasso zu einem Maulwurfs- afiotische Cholera ist im Palast bes englischen Barsu di un 3 anger the laments ausgebrochen. Zunächſt iſt erſt eine im Haus Die Linien der Schwimmer geriethen in Unordnung, viele Sozialdemokratie eingerückt sind? versanten und es entspann sich ein furchtbarer Kampf im Nun warum soll Tante Voß" nicht daffelbe Recht Seuche zum Opfer gefallen, allein unter den edlen Herren Wasser; nicht weniger als sieben Soldaten fanden in den haben, manchmal zu schlafen wie der alte Homeros'? Gemeinen und Lords herrscht eine wahre Panik fte Fluthen ihren Tod, obgleich sie bald herausgeholt und mußten alle desinfizirt werden und der Plan des Herrn Wiederbelebungsversuche angestellt wurden. Einer der Ge- Gewerkvereine sich verdoppeln und verzehnfachen Möge sie gut schlafen und mögen die Hirsch'schen Gladstone, das Haus möglichst lange zusammenzuhalten und retteten, der Musketier Stiesler von der 10. Kompagnie giebt es doch wenigstens einen anständigen Bissen für die durch diesen Ausbruch der Cholera arg gefährdet. dann nach der Vertagung bald wieder zusammenzuberufen, wird des 23. Regiments, hatte einen Stich mit einem Bootshaken Sozialdemokratie. erhalten und war schwer verwundet in das Lazareth ge Der englische Kohlenstreit tritt mit dent morgigen schafft worden. Nach fast 13 Monate langem Krankenlager Das gleiche Recht"! Am 18. Mai d. J. wurde Das gleiche Recht"! Am 18. Mai d. J. wurde Tage in die sechste Woche. Daß die steigende Noth in der ehemalige Redakteur des Betzer Boltsboten", Genosse ben Opfern der kapitalistischen Begehrlichkeit" Erbitterung Hoffmann, in Zeiß rechtskräftig wegen angeblicher Behat ihn nun der Tod erlöst. der Kolonialtruppen. Warum sollen die Steuerleidigung des Geh. Bergrath Leuschner( Eisleben) zu 300 M. Dinge. An verschiedenen Punkten ist es denn auch zu Thätlichzahler nicht wieder in Anspruch genommen werden? Bringen Halle'schen Volksblatt" wörtlich mit Quellenangabe entGeldstrafe verurtheilt; ber fragliche Artikel war bem feiten zwischen Streifenden einerseits und Streitbrechern und der Artikel fie doch für Südwest Afrika einen Reichszuschuß von nommen. Am 22. August stand nun der Redakteur des Polizei mit Militär andererseits gekommen. In Wakefield 267 380 M. ausschließlich der Beamtengehälter, für Deutsch- Hall. Voltsblatt", Genoffe Krüger, wegen desselben Artikels( Yorkshire) haben die Soldaten auf die Arbeiter gefeuert Ostafrika einen Zuschuß von 2/2 Millionen Mart, ferner vor dem Strafrichter und wurde freigesprochen, weil in dem und etliche zwanzig derselben verwundet, drei getödtet. 900 000 M. für die Postdampferlinie nach Ostafrika und Artikel eine Beleidigung des Herrn Leuschner nicht zu finden schließen, daß das Militär nicht in Selbstvertheidigung handelte. Kein Soldat wird als verwundet aufgeführt, woraus zu die Kosten für die auf der oftafrikanischen Station sei, Genosse Hoffmann hat aber inzwischen die 300 Mark schließen, daß das Militär nicht in Selbstvertheidigung handelte. sich aufhaltenden Kriegsschiffe auf! Die Schußtruppe, die und die nicht unerheblichen Kosten zahlen müssen und freut so weit sich bis jetzt urtheilen läßt, unterscheidet sie sich in Wir werden ja bald Näheres über die Wiegelet erfahren die Kolonisten beschützt" und blutige Streifzüge gegen fich über den Gesezesparagraphen, ber da lautet, vor dem „ aufständische" Stämme unternimmt, beſteht aus zehn Gesetz sind alle gleich". Drastischer wie in diesem Falle nichts von den normalen Arbeitermeßeleten, wie sie im Kompagnien und toftet jährlich 1817 300 m. Neben der tann die„ Gleichheit" nicht illustrirt werden; wörtlich das letzten Stadium des Kapitalismus fast alltäglich geworden sind. Schußtruppe ist auch noch eine besondere Flottille vor selbe, angebliche Wergehen gegen dasselbe Gesez unb zwei Und da, nach den neuesten Berichten, das Streifgebiet handen, welche außerhalb des deutschen Marine- Stats steht, ganz entgegengesezte Urtheile von Leuten, deren Beruf es mit Soldaten und Polizisten vollgepropft ist, und jährlich 495 500 Mt. fostet und aus 3 Schiffen, einem Dampf ist, die Gesetze zu stubiren und auszulegen. Wenn aber Bourgeoispreffe aufs wildeste zu behen beginnt, so müssen beiboot und zwei Bolldampfkuttern besteht. Das Personal Suvisten solch verschiedener Meinung find über das, was wir noch auf weitere Megeleien gefaßt sein. Es lebe die diefer Flottille besteht aus 53 Europäern und 203 Farbigen. Recht und Unrecht ist, wie soll dann der Baie im stande Harmonie der Interessen"! und 203 Die 10 Kompagnien der Schuttruppe scheiden sich in sein, die Gesetze zu halten? 4 Rompagnien Polizeitruppe und 6 Kompagnien eigents licher Schutztruppe. Jusgesammt zählen die 10 kompagnien 1678 Mann, darunter 1599 Farbige und -die Als Der zweite Kongreß der italienischen Sozialisten Von der Volksschule. Der Reichs Anzeiger" wurde gestern Freitag in Reggio eröffnet. Verschreibt: Durch die Presse geht die Nachricht, daß von dem treten find 400 Gesellschaften, Vereine und sonstige Organis 79 Europäer. Die Polizeitruppe dient mit ihren 4 Kom- Kultusminister eine Verfügung getroffen sei, welche betreffs fationen. Die Anarchisten und Radausozialisten( Butschpagnien und 400 Mann zum Sicherheitsdienst an der Küste. der Volksschulen den Beginn und das Ende des schul- Bramarbasse) wurden von vornherein ausgeschlossen, so daß In ganz Deutsch- Dstasrita aber, einem Gebiet, das größer pflichtigen Alters in neuter Weise, und zwar derart regele, die Verhandlungen einen geordneten Verlauf haben. als das Deutsche Reich ist, wohnen, abgesehen von 250 daß Aufnahme und Entlassung der Kinder auf ein früheres ausländische Gäste find Adler aus Wien und deutschen Offizieren, Unteroffizieren und Beamten nur 150 Lebensalter herabgesetzt sei. Diese Nachricht beruht auf Vandervelde aus Brüssel anwesend, mit dem Recht, Deutsche, darunter 83 Handwerker und Techniker, 16 Missio- Irrthum. Es ist von dem Kultusminister auf diesem Ge sich an den Verhandlungen zu betheitigen. nare und Schwestern, 31 Kaufleute, 11 Gastwirthe und 5 biete etwas Neues nicht angeordnet, ja in neuerer Zeit Landwirthe. Die 125 Kaufleute, Gastwirthe und Hand- überhaupt keine Verfügung getroffen worden. Um über Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 10. September. Freie Volksbühne( Leffing- Theater). Nachmittag 2, Uhr: II. Abthlg. ( grüne Karten): Die Heimath. Opernhaus. Tannhäuser. Montag: Carmen. Neues Theater. Legte Liebe.** Montag: Ein Schritt vom Wege. Deutsches Theater. Der Talisman. Montag: Die Haubenlerche. Berliner Theater. Edelmann. Der verarmte Montag: Dorf und Stadt. Leffing- Theater. Das Recht zu lieben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Margarethe. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bogelhändler. Montag: Diefelbe Vorstellung. Residenz- Theater. Odette. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Berliner Vollblut. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplak- Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Fartas. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Becker's Geschichte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. V Reichshalleu- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Abendvorstellung Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der WeltausKönigl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Sonntag, 10. September: 2 Große Vorstellungen um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. 2 Mir bringen Frau Tiek zum heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Bahnstraße wackelt! 18466] H. S. W. N. E. 2. Ei, aber die Märzweißen! Unserem Genoffen Adolf Runge zu seinem 50 jährigen Geburtstage ein dreifach donnerndes Hoch! Die Mitglieder In der Nachmittags- Vor- des Lese- und Diskutirklubs„ Süd- Ost". stellung hat jeder Erwachsene das Recht, Große öffentliche Versammlung der Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berl. u. Umg. am Dienstag, den 12. Septbr., Abends 812 Uhr, im Saale der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-48. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Bruno Schoenlank über den neuen Reichstag und die Steuerpläne der Regierung. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl derein Kind unter 10 Jahren frei einzu- Karl Starbe, zu seinem 59. Wiegen- amten für das Bureau. 5. Verschiedenes. Unserm Genassen, dem alten Kämpfer selben. 4. Stellungnahme betreffs des ständigen Bureaus und besoldeten Beführen. In beiden Vorstellungen: Auftreten feste ein dreimal donnerndes Hoch! Ser renommirtesten Künstler und Künst- Kämpfe so fort! Aber Du merkit doch Terinnen, sowie Reiten und Vorführen auch, von wegen noch feinen Rausch der bestdressirten Schul- und Freiheits- gehabt, aber heute! Prinz. pferde. Castan's Todesanzeige. Allen lieben Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Walter nach kurzen aber schweren Leiden im Alter von 5 Jahren Panopticum. verstorben ist. Die Beerdigung findet Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Alkazar. Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Täglich Auftr. v. Spezialitäten ersten Ranges. Neu! Neu! Spreenixen! Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 15 Pf. R. Winkler. .3 sche ratweil' Bierhallen GB 081 Kommandantenstr.77-79. stellung in Chicago. Täglich von 5 Uhr ab: Große Ausstattungspoffe mit Gesang Grosses Frei- Concert. und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Soiréen der Leipziger Sänger vom Prudens. Kouplets v. Linderer. Krystall- Palast. Mufit von Adolph Wieded e. Anf. Wochent. 72 Uhr. Entree 15 Pf., Regie: Mag Sam ft. refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzfunde. Boffe in 1 Att von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Nachmittags 8 Uhr: Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich von Schiller. Raffenöffnung 2/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr, der Nachmittags- Vorstellung 3 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Das lachende Berlin. Posse mit Gesang und Tanz. Vor und nach der Vorstellung: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung. Vorher: Becker's Ge schichte. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Sonntag, 10. September 1893: Berliner Vollblut. Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestaffe: Vormittag von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Montag und Dienstag: Berliner Vollblut. Adolph Ernst Theater. Zum 86. Male: Goldlokke. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anf. 7 Uhr. Fauteuil 2,50 M. HF Der Sommergarten ist geöffnet. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Täglich: Theater und SpezialitätenVorstellung. Neu! Zum 9. Male! Neu! Berliner in Chicago. Beitbild von Oscar Wagner. Kaffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr.- Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Ps. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Victoria- Brauerei, poftrake 111-112. Garten resp. Saal ( außer Täglich Sonnabends) # am Montag, Nachmittags 4 Uhr, von der Halle des St. Jatobi Kirchhofes ( Brit) statt. Um stilles Beileid bitten Gustav Mütze und Frau, 1843b Stralauer Chaussee 18. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß Imein lieber Mann, der Maurer Hermann Knauerhase am 8. d. M., Vormittags 74 Uhr, nach langem, schweren Leiden entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Montag Nachmittag 6 Uhr vom Krankenhause Am Urban aus statt. Die tiefbetrübte Wittwe Wir ersuchen alle Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen dringend, in dieser Versammlung zu erscheinen. Des wichtigen Vortrages wegen laden wir alle Genossen und Genossinnen in Moabit mit ein. Die Agitation- Kommission der Hilfsarbeiter u. Hilfsarbeiterinnen. 160/2 J. A.: Otto Schultze, Thurmstr. 18. Achtung! Textilarbeiter und Arbeiterinnen. Deffentliche Versammlung am Dienstag, den 12. September 1893, Abends 82 Uhr, in Haase's Salon, Gr. Frankfurterstr. 117. = Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Franz Berndt. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über den Antrag der Gewerkschaftskommission. 4. Wahl eines stellvertretenden Vertreters zur Gewerkschaftskommission. 5. Neuwahl von Vertrauensleuten. 6. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! Es ist Eure Pflicht, in dieser Versammlung Der Einberufer. zu erscheinen. 329/11 Achtung! Frau Louise Knauerhase, geb. Hartwig. Sonnabend, den 16. September, im Lokale ,, Königshof", Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater Wilhelm Maass 1848b Bülowstraße Nr. 37-40: 5. Stiftungsfest am 7. d. M., Nachmittags 1 ust. des Unterstützungsvereins der Maurer des Westen Berlins. Uhr, nach furzem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. d. M., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Jerufalemer Kirchhofes, Hermannstr. 73, aus statt. Frau Maaß nebst Kindern. Verb. aller i. d. Metallindustrie beschäftigten Arbeiter ins Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 5. September cr., verstarb durch Sturz vom Dach unser Mitglied der Klempner Hermann Koch. Die Beerdigung findet heute Sonntag, Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Markus Kirchhofes zu Wil11 201 helmsberg aus statt. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. 230/9 Danksagung. Für die ehrenvolle Theilnahme und zahlreichen Kransspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Hermann Münster sage ich allen Verwandten, Bekannten und Kollegen, sowie Hrn. Prediger BaierStettiner Sänger bofer für die trostreichen Worte am Stets wechs. Programm. 3. Schluß neu: Wurst wieder Wurst. Anfang: Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr Entree 50 Pf. Vorverkauf- Billets Sonntags keine Giltigkeit. Ostbahn- Park am Rüstriner Play. Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu und sensationell! Musikalischer Klown Barnay. Chansonette Butti. Duettisten Sammer und Drahtseilkünstler Mr. Annetha. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Schweizer Garten. Am Rönigsthor. Am Friedrichshain. Sonntag, den 3. September: Theater und Spezialitäten- Vorstellg. Entree 30 Pf. Im Saal: Ball. Renz' Ball- Salon, Naunynstr. 27.[ 1712b Jeden Sonntag, Montag u. Donnerstag Großer Ball. Grabe meinen herzlichsten Dank.[ 1866b Wittwe Münster nebst Kindern. Bekanntmachung der Orts Krankenkasse des Korkmacher- Gewerbes zu Berlin. Der nach§ 54 des Statuts in der Generalversammlung vom 26. Juni 1893 beschlossene Gebührentarif, sowie die Verhaltungs- Maßregeln für erkrankte Mitglieder sind am 5. August d. Js. genehmigt. Die Kontrollvorschriften für Krante, sowie der Gebührentarif, sind beim Rendanten Herrn Scheele, Dessauerstraße 31, in Empfang zu nehmen. Der Vorstand 1851b F. Plette, Borsigender, Ackerstr. 36. Aufforderung. Sämmtliche Restanten in ParteiAngelegenheiten Friedrichsbergs werden hiermit durch unterzeichneten auf gefordert, ihren Pflichten spätestens bis zum 14. d. M. nachzukommen, widrigenfalls sich der Unterzeichnete genöthigt sieht, die Namen der Säumigen öffentlich im Vorwärts" bekannt zu machen. Der Vertrauensmann Friedrichsbergs. 18526 " Suchsdorf'scher Männerchor, Mitglied des Arbeiter Sängerbundes, Uebungsstunde Montags 9 Uhr bei Hahn, Neue Königstr. 73, sucht eifrige Grosser Ball und Gesangsvorträge. Eintritt: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Anfang 8 Uhr. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Das Comité. Billets sind zu haben bei Jänicke, Steinmetzstraße 33, 3 Tr.; Müller, Steinmetzstraße 53; Wendt, Steinmeistr. 44; Pardemann, Bülowstr. 63; Rost, Alvenslebenstr. 15. 246/11 Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher 2nd und verwandten Berufsgenossen. Dienstag, den 12. September 1893, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: 1 Kombinirte Mitglieder- Versammlung sämmtlicher Filialen Berlins. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Fachschule. 2. Die Reiseunterstüßung. 3. Filialangelegenheiten. 211/16 Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um recht zahlreichen Besuch Der Bevollmächtigte. Arbeiter- Bildungsschule, Süd- Ost. Große Versammlung am Sonntag, 10. Sept., Ab. 71/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zages= Ordnung: 3. 403/10 1. Vortrag des Herrn Adler, über" Was ist Recht?" 2. Diskussion. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Die Kommission. Achtung, Charlottenburg! Große öffentliche Holz- ArbeiterNd und Arbeiterinnen- Versammlung am Montag, den 11. September, Abends 8 Uhr, im gr. Saale des Etablissements ,, Bismarckshöhe, Bismarckstraße 80. Zagesordnung: 1. Werth der Organisation. Referent Herr Koblenzer( Berlin). 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 430/11 Hierzu sind alle in der Holzindustrie beschäftigten Arbeiter und Ar. beiterinnen, sowie Drechsler, Stellmacher, Zimmerleute, Bürstenmacher, Tischler, Böttcher und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter u. s. w. eingeladen. Das Erscheinen jeder dieser Genannten ist nothwendig. Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 10. d. Mts., Abends 8 Uhr, Schwedterstr. 23: Vortrag des Herrn Dr. med. Bernstein über: ,, Das Wesen des Sozialismus." Nach dem Vortrag: Gemüthliches Betsammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste willkommen. Die General- Versammlung findet am 4. Oktober, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. Mitgliedskarte legitimirt. vis- à- vis Brauerei Pfefferberg. Spezial- Ausschaut: Friedrichstr. 96, Central- otel. Eröffnung am 1. Oktober. 445 Defonom J. C. H. Liebermann. Mitglieder. Gewünſcht zweite Bässe. Färberei, Druckerei u. chemische Wasch- Anstalt Für unser Stiftungsfest suche ich im Südosten zum 14. oder 21. DfDon C. KLOSE, Waldemarstrasse 28, tober 6. F. einen Saal zu 200 bis Empfiehlt sich zum Reinigen und Färben von Herren- und Damenkleidern, 300 Personen fassend. Gefäll. Adressen zu richten an 1838b W. Liehmann, Wrangelstr. 5. den Dreher Gustav Sommer aus Die Verleumdungen, die ich gegen gesprochen habe, sind unwahr, ich nehme die Worte hiermit zurück und erkläre denselben für einen Ehrenmann. Franz Kaiser. Empfehle meine Säle zu allen Privatfestlichkeiten und Versammlungen. 1850b nahe dem Louisen- Ufer. Gardinen, Bettdecken 2c. Reparatur- Werkstatt für Herren- Garderobe. Billigste Preise. Prompte und reelle Bedienung. Möbel, 4791L* Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nusbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., Franz Tutzauer, köpnickerste. 25. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 213. Parteinachrichten. Nochmals:„ National"; auch ein Beitrag zur Lassalle- und zur Sedanfeier. Man schreibt uns: Der Verfasser des unter der obigen Ueberschrift in Nr. 200 des Vorwärts" abgedruckten Artikels beruft sich zum Beweis dafür, daß Lassalle nicht stramm- monarchistisch", nicht„ echtpreußisch", nicht bismärdisch" im Sinne des föniglich preußischen Hofhistoriographen Onden gewesen sei, unter anderem auf Lassalle's bekannte Schrift:„ Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußens". Zweds Ergänzung und Vervollständigung der sehr beachtenswerthen Ausführungen des Herrn Verfassers dürfte es interessant und opportun sein, die einschlägigen Deduktionen Laffalle's im Wortlaut wieder zu geben. Lassalle schreibt in der vorerwähnten Broschüre( Bd. 1, S. 303 ff. der Bernstein'schen Ausgabe von Lassalle's Reden und Schriften): da hinein wer Sonntag, den 10. September 1893. med billing 10. Jahrg. Recht hat leider in der Zeit großer französischer Blüthe und hatte, die Herr Trogniß im Schilde führte, wurde fich tlar, welche tiefer deutscher Stagnation Frankreich die deutschen Provinzen Stellung sie dem Parteidrucker" gegenüber einzunehmen hatte. Elsaß und Lothringen an sich reißen und diese Eroberung Dieser roch denn auch bald die Witterung und löste, wie gesagt, durch einen noch größeren Aufschwung in der Revolution am zur lebhaften Genugthuung der Zwickauer Parteigenossen seine Ende des vorigen Jahrhunderts sich assimiliren können; Verbindlichkeiten. Schaden hat die Partei in feiner Weise erso sehr, daß diese eroberten Landestheile felbft litten und der Druck des Blattes ging zum lebhaften Aerger der nichts anderes verlangen, als französisch zu Gegner ungestört weiter vor sich. Herr Trogniß aber mag sehen, bleiben. wie er mit seinen neuen Freunden, den Antisemiten auskommt. wir es nun glücklicherweise selbst gebracht, in aller Zukunft je Bum 27. Auguft wollte der Arbeiterverein für wieder ein deutsches Dorf an Frankreich verlieren werden, so Rummelsburg und Umgegend zur Lassallefeier einen unhistorisch und unmöglich wäre es, jene Provinzen von Ausflug mit Familie nach der Köpenicker Haide veranstalten. Frankreich wieder gewinnen zu wollen.") Die nachgesuchte Genehmigung wurde vom stellvertretenden Amtsvorsteher versagt. Auf die hiergegen eingereichte Beschwerde erhielten wir folgende Antwort: Und so wenig wir bei der Höhe der Entwickelung, zu der Das sind, wie gesagt, ipsissima verba( die eigenen Worte) Lassalle's, welche das Gefalbader von dessen angeblicher BorussoTeutomanie und politischer Geistesverwandtschaft mit dem weiland Vize- Kaiser Bismarck ad absurdum führen. Wenn trotzdem Männer von dem Schlage eines Hans Blum und Wilhelm Oncken den großen Todten beharrlich zu einem strammen Monarchisten" und" echten Preußen" stempeln, so wird damit nur bewiesen, daß diese Geistes- Eunuchen und PseudoPatrioten nichts gelernt und nichts vergessen haben und von ihren eigenen Fachwissenschaften genau so viel verstehen, als zu blamieren. man nöthig hat, um sich * Berlin, 26. August 1893. " Ihre an den Herrn Minister des Innern hierselbst gerichtete Beschwerde vom 22. d. M. über die anbei zurückerfolgende Verfügung des Herrn Amtsvorstehers daselbst vom 17. d. M. wegen Versagung der polizeilichen Genehmigung zur Veranstaltung eines öffentlichen Aufzuges des Arbeitervereins für Rummelsburg und Umgegend am 27. August d. J. ist an den Königlichen Herrn Regierungspräsidenten zu Potsdam und von demselben an mich zur zuständigen Verfügung abgegeben worden. Demgemäß eröffne ich Ihnen, daß die nachgesuchte Genehmi gung zur Veranstaltung des beabsichtigten Aufzuges nicht ertheilt werden kann, weil daraus eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu befürchten ist. Jedoch Wie sehr man auch über den spezielleren Inhalt des Begriffs der Demokratie auseinandergehen möge, den sich alle demokratischen Fraktionen vereinen, daß dieser Begriff, auf einen allgemeinsten Ausdruck reduzirt, nichts anderes bedeutet, als: Autonomie, Selbstgesetzgebung des Volfes nach Innen. Woher aber sollte dieses Recht auf Autonomie nach Innen kommen, wie sollte es nur gedacht werden können, wenn ihm nicht zuvor das Recht auf Autonomie nach Außen, auf freie, vom Ausland unabhängige Selbstgestaltung eines Voltslebens vorausginge! Das Prinzip der freien, unabhängigen Nationalitäten ist also die Basis und Quelle, die Mutter und Wurzel des Begriffs der Demokratie überhaupt. Die Demofratie kann nicht das Prinzip der Nationalitäten mit Füßen treten, ohne selbstmörderisch die Hand an ihre eigene Existenz zu legen, ohne sich jeden Boden theoretischer Berechtigung zu entziehen, ohne sich grundsäglich und von Grund aus zu ..„ Wir wiederholen es, das Prinzip der Demoverrathen." fratie hat seinen Boden und Lebensquell an dem Prinzip der freien Nationalitäten. Es steht ohne dasselbe in der Luft, Dieses Prinzip erleidet eine einzige Einschränkung, welche deshalb nur eine Einschränkung und feine Ausnahme ist, weil sie aus dem Begriffe selbst fließt, aus welchem das Prinzip der Nationalitäten seine Berechtigung herleitet. Das Prinzip der Nationalitäten wurzelt in dem Recht des Voltsgeistes auf seine eigene geschichtliche Entwicklung und Selbstverwirklichung. Nun gab es und giebt es Völker, die es aus sich heraus zu einem geschicht lichen Dasein überhaupt nicht zu bringen vermögen; andere, die es zu einem solchen gebracht, aber über dasselbe nicht mehr hinaus können und nun als statarische Trümmer hinter der Geschichte*) Lassalle lehnt sich hier ob bewußt oder unbewußt, mag liegen bleiben; andere endlich, die, obwohl nicht ohne eigene dahin gestellt bleiben im wesentlichen an H. Heine an. Dieser Entwicklung, doch von dem rascheren und mächtigeren Entwicklungs- sagt in seiner Vorrede zu„ Deutschland, ein Wintermärchen." prozeß ihrer Nachbarn überholt werden und diesen so in Zeiten Elsaß und Lothringen fann ich freilich dem Deutschen Reiche des eigenen Stillstandes die Möglichkeit gewähren, einzelne nicht so leicht einverleiben, wie ihr es thut; denn die Leute in ihrer Landestheile an sich zu reißen und zu deren jenen Landen hängen fest an Frankreich wegen der Rechte, die sie eigener Zufriedenheit dem erobernden Volksgeist und durch die französische Staatsumwälzung gewonnen, wegen jener seiner Kultur Entwicklung zu assimiliren. Wie nun das Gleichheitsgeseze und freien Institutionen, die dem bürgerlichen Recht der Geschichte und ihrer Gesammtentwickelung das größere Gemüthe sehr angenehm sind, aber dem Magen der großen ist gegen das ihrer einzelnen Adern der besonderen Völter--, Menge dennoch vieles zu wünschen übrig laffen. Indessen, die wie das Recht jeder dieser Adern im gesellschaftlichen Organismus Elsasser und Lothringer werden sich wieder an Deutschland anauf eigene Funktion, auf eigene Entwickelung eben an die that- schließen, wenn wir das vollenden, was die Franzosen begonnen fächliche Bedingung gebunden ist, daß fie funktioniren, daß sie haben, wenn wir diese überflügeln in der That, wie wir es schon ſich entwickeln, so bleibt das Recht der Volksgeister auf eigene gethan im Gedanken, wenn wir uns bis zu den letzten Folges Existenz daran gebunden, daß ein in eigener Weise sich ent- rungen desselben emporschwingen, wenn wir die Dienstbarkeit bis wickelnder und mit dem Kulturprozeß des Ganzen Schritt in ihrem letzten Schlupfwinkel, dem Himmel, zerstören, wenn wir haltender Volks geist da sei. Anderenfalls wird die Er den Gott, der auf Erden im Menschen wohnt, aus seiner Er- der Halberstädter Sonntags- Zeitung", Genosse Martin, seine oberung ein Recht", und zwar entweder von vornherein, niedrigung retten, wenn wir die Erlöser Gottes werden, wenn erste Strafe an. Das Halberstädter Landgericht hatte gegen ihn oder sie wird hinterher als ein folches erwiesen. Die Probe wir das arme, glückenterbte Volk und den verhöhnten Genius für dieses Recht ist bei der Groberung eines Voltes ver- und die geschändete Schönheit wieder in ihre Würde einfeßen, schiedener Raffe mehr das Aussterben, bei der Eroberung wie unsere großen Meister gesagt und gesungen, und wie wir eines Volkes derselben Rasse mehr die Assimilirung es wollen, wir, die Jünger. Ja, nicht blos Elsaß und deffelben, die hinüberhebung in den eigenen und höheren Lothringen, sondern ganz Frankreich wird uns alsdann zufallen, Bei dieser Gelegenheit sei noch erwähnt, daß die StaatsKulturgeift. ganz Europa, die ganze Welt, die ganze Welt wird deutsch anwaltschaft gegen das letzte gegen Martin erkannte Urtheil( Bewerden! Von dieser Sendung und Universalherrschaft Deutsch- leidigung der Söhne des Fürsten Pleß) Revision eingelegt hat. lands träume ich oft, wenn ich unter Eichen wandle. Das ist Nicht etwa um Martin's Freisprechung zu bewirken, sondern mein Patriotismus." wahrscheinlich, um eine härtere Bestrafung Martin's zu verEin Abgesägter. Eine sehr zahlreich besuchte Parteiversammlung wurde am vergangenen Sonntag in Zwickau abgehalten. Auf der Tagesordnung derselben stand ein Gegenstand, der die Zwickauer Parteigenossen aufs einschneidendste berührte, Der Landrath. nämlich die Handlungsweise des Buchdruckers Trogniß der PreßJ. V.: elin fommission resp. den Parteigenossen gegenüber. Trogniß, der bisher das" Sächsische Voltsblatt" gedruckt, seine Verbindlichkeiten Frant, Königl. Kreis- Sekretär. diesem Blatt gegenüber jedoch nach voraufgegangener vierzehn- Bier Jahre hintereinander veranstalten wir solche Ausflüge, tägiger Kündigung gelöst hatte, war, wie der Versammlungs- ohne daß jemals etwas Ordnungswidriges passirt ist. referent berichtete, den leitenden Parteigenossen schon bei der schadet gerade dieses Verbot uns durchaus nicht, das hat die inUebergabe des Drucks Oktober 1892 als unsicherer Kantonist vor folge des schlechten Wetters im Borchmann'schen Lokale stattgekommen. Später erfuhr man denn auch, daß Trogniß mit gefundene Lassallefeier bewiesen. Birka 500 Genossen und Geden Antisemiten Berhandlungen anknüpfte, um den Druck eines nofsinnen waren erschienen und fanden die Arrangements unBlattes, das diese Partei herauszugeben beabsichtigte, in die Hände getheilte Anerkennung. Leider hatte die zu diesem Tage hierher 3u bekommen. Diese Verhandlungen zerschlugen sich jedoch wieder beorderte Gendarmerie rein gar nichts zu thun, nicht einmal und fo fonnte denn der Herr seine Nebenabsicht, die Sozial: konnte etwas verboten werden. Aber wieder einmal ist der Staat demokraten aufs Trockene zu sehen, nicht ausführen. Der Spieß gerettet. wurde vielmehr umgedreht und die Preßkommission, die mittlerweile ganz bestimmtes Material über die Absichten bekommen " Mit diesem Recht hat die angelsächsische Rasse Amerika, Frankreich Algier, England Indien, die Völker deutscher Abkunft von denen slavischer Zunge ihren Boden erobert. Mit diesem Sonntagsplauderet. " Gemeinde Kirchenrath. Die von uns fürzlich nach bürgerlichen Blättern gebrachte Mittheilung, daß unsere Parteigenossen in Deeg bei Berbst sich den Spaß gemacht haben, einen der Ihren in den Gemeinde- Kirchenrath zu wählen, wird von unserem Anhalter Parteiblatt wie folgt dementirt: Uns Klingt diese Mittheilung sehr unwahrscheinlich und dürfte dieselbe wohl auf einem Irrthum beruhen. Wenn etwas Derartiges in Deetz sich ereignet hätte, wäre uns bestimmt Nachricht zuge gangen. Außerdem haben wir noch deshalb Bedenken gegen die Wahrheit obiger Meldung, weil von einem regeren sozialdemofratischen Parteileben in Deeß nichts bekannt ist. Dies dürfte wohl auch deshalb nicht möglich sein, da bei der diesjährigen Hauptwahl nur 7 Stimmen abgegeben wurden, die infolge eifriger Agitation bei der Stichwahl auf 17 stiegen, denen über 70 gegnerische Stimmen gegenüberstehen. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Am 5. d. M. trat der frühere verantwortliche Redakteur wegen Beleidigung der Bogelsdorfer Molkerei auf 1000 M. Geldstrafe oder 100 Tage Gefängniß erkannt. Da weder Martin noch die Beitung über 1000 m. verfügten, muß Genosse Martin diese Strafe abbrummen. Leistungen unserer hohen und höchsten Aristokratie bilden nach Kräften unterstützt, wie man es nach seiner Nede tann. annehmen sollte, hat er die salbungsvollsten Bibelstellen Ueber die Geistlichkeit ist man sich nach der Sittlichkeits- bei der Hand, und der Kampf gegen die Sozialdemokratie R.C. In naher Beit also wird Berlin das Schauspiel konferenz, die in Frankfurt a. D. abgehalten wurde, ist bisher das einzige Heilmittel gewesen, wenn es gilt, erleben, daß irgend ein durchlauchtigster Herzog als Clown im Klaren. Einer der Herren im Talar hat wenigstens soziale Schäden zu beseitigen. Denn wenn Staatsanwälte mit einer elektrisch erleuchteten Nase vor ein ausgewähltes ganz gründlich mit der Annahme gebrochen, daß Ghen im und Geistliche sich vereinen, um die Nothlage des arbeitenden Bublifum hintritt, um vor den blaublütigen Leuten Himmel geschlossen werden. Er redete wenigstens frei von Volkes zu lindern, so sind Verpflegungsstationen und GeGrimassen zu schneiden. Ein Schauspiel für Götter, in der Leber weg und erklärte, daß die Ehe in seinen Kreisen fängnisse einzig und allein diejenigen Orte, an welchen das sofern als nur die Götter dieser Welt zu dem Spektakelstück hauptsächlich als ein ganz rentables Spekulationsobjekt be- foziale Elend am gründlichsten aus der Welt geschafft wird. zugelassen werden. Als die Nachricht in die Oeffentlichkeit trachtet werde. Den geistlichen Herrn hat wahrscheinlich Und so arbeiten denn derartige Konferenzen immer mit gelangte, erregte sie einigermaßen Aufsehen, aber bei ruhiger die Lektüre des Inseratentheils sehr frommer Blätter zu ungeschwächten Kräften weiter am Wohle der Menschheit. Betrachtung der Thatsache kommt man ganz von selbst auf dieser erleuchteten Ansicht gebracht, und in dieser Hinsicht Zwar tagen fie und das sei ihnen zum Ruhme nachden Gedanken, daß man niemandem etwas in den Weg kann man es nur loben, wenn heirathslustigen Herren und gesagt-im vollsten Lichte der Deffentlichkeit, aber die that legen soll, wenn er sich dem Beruf widmet, zu welchem ihn Damen zur Veröffentlichung ihrer Herzensschmerzen nichts sächlichen Ergebnisse ihrer Berathungen befinden sich nicht die natürliche Entwickelung hauptsächlich hindrängt. Das in den Weg gelegt wird. Auch Leute, die den frommen immer in Einklang mit ihren fulminanten Reden. Da Tanzen auf dem Vulkan ist immer das Vorrecht Kreisen nicht so nahe stehen, erfahren auf diese Weise, wie haben es die Steuerkommissäre in Frankfurt a. M. anders der exklusiven Kreise gewesen, und wenn sie jeht es zugeht in diesem irdischen Fammerthale; es entsteht nur gehalten. Es ziemt den steuerzahlenden Plebs nicht, eine endlich darthun wollen, daß sie im Nothfalle in die Frage, ob der geistliche Herr, wenn er vor dem unzeitgemäße Neugierde an den Tag zu legen, und wenn der Lage sind, sich ihr Brot auf eine einigermaßen Altar steht zwei Leuten, die sich auf diesem nicht man sich schließlich nicht anders zu helfen weiß, so anständige Weise zu verdienen, so eröffnet sich für uns mehr ungewöhnlichen Wege" gefunden haben, mit benüßt man das Organ des Herrn Sonnemann, um der andere Menschen die frohe Aussicht, daß sie vielleicht einstmals derselben Frische ins Gewissen redet, als wie er es Welt zu verkünden, daß man nicht zum Scherz hinter verfreiwillig auf die Millionen verzichten werden, die ihnen auf einer Sittlichkeitskonferenz thut. Richtet Euch nach schlossenen Thüren tagt. Steuernzahlen und Maulhalten ist heute immer noch als Trinkgeld in den Schooß geworfen meinen Worten, aber nicht nach meinen Thaten, ist ein die Devise, und schließlich haben die Leute auch gar nicht werden. Das ewige Klagen über die Nothlage der Land- altes Wort, und es wird wahrscheinlich noch lange dauern, so sehr Unrecht, denn wer viel fragt, erhält auch viele Antwirthschaft wirkt doch etwas eintönig, und so ist es denn bis sich die Erkenntniß überall Bahn bricht, daß der worten. Außerdem ist die Ueberraschung später eine viel immerhin mit Freuden zu begrüßen, wenn sich die Himmel viel zu thun haben müßte, wenn er sich um jedes größere, wenn die Pläne des Herrn Finanzministers allem Edelsten und Besten allmählich nach einem andern Erwerb Beitungsinserat kümmern sollte. Bolt geoffenbart werden, und wenn es auch ein allseitiges umsehen. Aber die gescheitelten Herren im Talare, die sich unter Schütteln des Kopfes abgiebt, so kann das Volk nachher Natürlich bewahrheitet sich auch hier der alte Spruch, Oberaufsicht eines Ersten Staatsanwalts zusammengethan immer sagen, daß es mit geziemender Ruhe und Demuth nach welchem sich die Extreme berühren. Scheinbar hatten, um das Geheimniß der sozialen Frage an allen vier der Entschließungen einer höheren Weisheit gewartet hat. wenigstens. Wer sich aber von Natur zum Harlekin ver- Bipfeln siegreich zu lösen, schraten auch vor den aller- Geduld ist die Zierde des Bürgers, und Ruhe die erste anlagt fühlt, der soll auch bei anderen Gelegenheiten nicht heitelsten Dingen nicht zurück. Ein Strahl der Erleuchtung Pflicht desselben. Hat man den Antisemiten Paasch wegen den strengen Sittenprediger herauskehren, denn nichts ist auch schon dorthin gedrungen, denn sie schoben das Elend gemeingefährlicher Geisteskrankheit eingesperrt, so hat diese wirkt ermüdender als ein Clown, der hinter seinem der Prostitution nicht allein dem Hang zur Lüderlichkeit Maßnahme aber trotzdem nicht die Billigung aller Staatsmit Kreide beschmierten Gesicht eine ernsthafte Frage zu zu, von dem die Töchter des Volfes ganz besonders beseelt bürger gefunden. An einem ärztlichen Gutachten soll man schneiden versucht. Ist der Clown lustig und verübt er sein sollen, sondern sie redeten ein kräftiges und nicht drehen und deuteln, sonst kann man vielleicht selbst die landesüblichen Scherze, so geht das Geschäft immer gut, deutliches Wörtlein über die Profitgier des Unternehmer- noch gezwungen werden, dem Herrn Paasch Gesellschaft zu wenn die Damen jung und hübsch sind, worüber uns thums und über die Leichtfertigkeit, mit welcher gerade die Leisten- aber es erregt nicht nur in den Kreisen der natürlich ein Urtheil nicht zusteht. Wir sind natürlich jungen Leute der besitzenden Klassen gegen schutzlose Mäd- Dalldorf- Aspiranten allein etwas unliebsames Aufsehen, viel zu wenig Habitués in den Wandelgängen eines Birtus, chen vorgehen. E3 mag sein, daß den Herren aus ihren daß man den Herrn Lieutenant Burchtorff, der in Baireuth um auch nur den leisesten Versuch eines Vergleichs anstellen Kreifen eine reiche Erfahrung zur Seite steht aber auch mit allerhand Mordwaffen herumhantirte, nur in eine unzu dürfen aber niemand kann wissen, welche verborgenen bier bleibt es nur bei Worten. Empört sich der darbende schuldige Kaltwasser- Heilanstalt gebracht hat, von wo er, Eigenschaften bei den Aristokratinnen ruhen, und man muß Proletarier gegen die Hungerlöhne, so wird natürlich ein wenn seine Nerven einigermaßen abgekühlt sind, dem auch in der Beziehung alles der Zeit überlassen. Wir anderes Register aufgezogen, dann hört man von der Be- Schooße seiner Familie wiedergegeben werden wird. Wenn hoffen wenigstens, daß von den späteren Ergebnissen Ge- gehrlichkeit der Massen reden und daß es sündhaft sei, sich man lange über den vieldeutigen Begriff der Gemeinnügendes in die Deffentlichkeit dringen wird, daß sich auch gegen die von Gott gewollte Ordnung aufzulehnen. Und gefährlichkeit nachdenkt-wer weiß, was Einem dann nicht ein Nichtfachmann ein abschließendes Urtheil über die anstatt daß der geistliche Herr das kämpfende Proletariat noch alles passirt anlassen. Martin war zu 300 M. eventuell 00 Tagen Gefängniß wegen Fahrlässigkeit verurtbeilt, der Staatsanwalt hatte 9 Monate Gesängniß beantragt. Hoffen wir, daß dem Antrage des Staats- anivalts nicht staltgegeben wird, damit der alte Genosse nicht wegen der paar Beleidigungen mehrere Jahre von seiner Familie getrennt wird und auf seine alten Tage nicht allzu lange im Ge- fängnisse zubringen muß. Holrales. Der Gipfel der—kriecherei. Herr Geheimer Regie- ruugsrath a. D. Humbert ist eine der festesten Stützen von Thron und Altar— ein Manu, der nicht weiß, zu welchem Zweck ihn die Natur mit einem Bauch ausgestattet hat, wenn er nicht auf demselben rutschen soll. Aber Herr Humbert ist auch Verfasser verschiedener hochpatriotischer Schriften, von denen er es gern sieht, wenn sie in rönigstreuen, schwarz-weißen Blättern günstig besprochen werden, denn man empfiehlt sich dadurch «nach Oben". Nun hat es ihm aber ein böser Rezensent der „Kreuz-Zeitung" angethan. Herr Humbert hatte sich in einem Büchelchcn gestattet, irgend einen der verflossenen Hohenzollern sanft zu tadeln, und der Kritiker der„Kreuz-Zeitung" hatte ihm das aufgcmuzt. Darob Entsetzen im regierungsräthlichen Herzen, und der Herr Geheime Regierungsrath sieht sich, damit man aus seiner höchstwahrscheinlich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit erschienenen Schrift keine falschen Schlüsse zieht, im «Interesse seiner Ehrenrettung" zu einer nothgedrungenen Er- tlärung veraulaßt, in welcher es heißt: «Von jeher patriotisch und loyal gesinnt, war ich ein begeisterter Anhänger meines Hohenzollern'schen Herrscherhauses und habe dies seit SV Jahren in Wort und Schrift kundgegeben. Selbst Kaiser Wilhelm I. hat einst in rühren- den Worten meine Loyalität anerkannt. Darum wäre auch in meine», wie in aller echten Preußen Augen ein Preuße, der(was kaum denkbar) gegen die evangelischen Hohenzollern, also mit Einschluß unseres hochverehrten Kaisers Wilhelm II., eine Ver- bitterung im Herzen tragen sollte, ein elendes, nieder- trächtiges, ja sogar quasi hochverrätherisches Subjekt. Als ein solches Subjekt hat der Rezensent mich vor aller Welt hingestellt. Er hat aber noch mehr gethan. Er hat alle meine verehrte» Familienglieder, Verwandte, Freunde und Gönner zu Mitschuldigen gestempelt, weil sie stets im innigsten Geistes- und Herzensverkehr mit solchem Subjekt gestanden haben. Er hat endlich auf grund der mir angedichteten nichtswürdigen Gesinnung mich indirekt zu allen möglichen schändlichen Anschauungen für fähig befunden.... u. s. w." Wenn das nicht gut für die Wanzen ist, dann weiß man nicht, was besser ist. Bediirftige Kinder werden gesucht? Indem mit dem städtischen Waisendepot verbundenen Francke'schen Waisenhause für Revierarme sind in Gemäßheil der testamentarische» Bestim- munaen des Stifters mindestens 12 Kinder evangelischer Religion aus dem 28. Polizeirevier, bei welchen die Voraussetzungen der sogenannten Wohlthätigkeits-Zlrmenpflege vorhanden sind, dauernd zu verpflegen und zu erziehen. Am 1. April 1892 befanden sich m der Anstalt nur 2 Knaben und 2 Mädchen. Im Laufe des Jahres 1892/93 kam 1 Knabe hinzu; dagegen schieden 2 Knaben und 1 Mädchen aus, so daß am 1. April 1393 sich 1 Knabe und 1. Mädchen in diesem Waisenhause befanden. Bis jetzt hat es, N'ie die Armendirektion(Ablhcilung für Waisenverwaltnng) in ihrem Verwaltungsbericht mittheilt, nicht gelingen wollen, für die unbesetzten Stellen den Bedingungen entsprechende Bewerber zu finden. Das ist wohl möglich. Das L8. Polizei-Revier(Büreau Ecke Öranien- und Alexandrinen- skraße) liegt nänilich in einer verhältnißmäßig günstigen Gegend. Bielleicht faßt sich die Armendireklion eininal ein Herz und sucht, sich über die beschränkenden Bestimmungen des eigensinnigen Stifters hinwegsetzend, in einigen anderen Polizeirevieren nach geeigneten Bewerbern. Sie braucht nur zehn Minuten weiter bis zum Kotlbuser Thor zu wandern, da wird sie Kinder, bei denen die Voraussetzungen der Wohl- thätigkeits-Armenpflege zutreffen, mehr als genug finden. Aber da sällt uns ein. daß die Bestimmungen eines Testamentes, fosern sich die Unvernunft des Testators nur in bescheidenen Grenzen gehalten hat, nicht verletzt werden dürfen. Sind das nicht Herr- tiche Einrichtungen, die es ermöglichen, daß an der einen Stelle die vorhandenen Mittel unbenntzt bleiben und an der anderen Bedürftige abgewiesen werden müssen, weil«die Mittel erschöpft find"? Der Herr Lieutenaut! Der«Konfektionär" erzählt: „Herr Emil Wünsche. Inhaber der bekannten Blaudruck- und Schürzenfirma I. G. Jhle iu Greissenberg(Schlesien) veranstaltete am Sonnabend, am Sedantage, anläßlich des Eintrittes seines Sohnes, des Herrn Lieutenants Wünsche, als Theilhaber in die Firma(diese Worte sind im Original gesperrt gedruckt) für sein Personal ein großes Garten- fest."(Folgt eine Schilderung des Festes.)— Daß der Eintritt eines Kompagnons und noch dazu des eigenen Sohnes in die Firma für den Vater Anlaß und Ehre genug ist, um eiu Freudenfest zu veranstalte», ist etwas ungewöhnlich. Sollte die Feier etwa nicht dem Sohn und Kompagnon, sondern dem Herrn Lieutenant gegolten haben? Die Wahl des Sedan- tages. die ausdrücklich hervorgehoben wird, läßt das beinahe vermuthen. Der StaatSfiökuS hat keinen kleineren Magen alS die Kirche, aber wie es scheint einen noch besseren Appetit. Wie bekannt, ist unser Genosse I a h n wegen angeblicher Verletzung des durch das Strafgesetzbuch geschützten Gebietes des bürger- lichen Friedens zu enorm hohen Strafen verurtheilt, die er zum Theil noch als unfreiwilliger Staatspensionär verbüßt. Dem politischen Gefangenen wurde Selbstbeschäfcignng, ja selbst die Anschaffung von Butter, der Gebrauch zum Waschen und Käminen hinreichender Utensilien nicht gestattet und die beim Minister diescrhalb eingelegte Beschwerde zurückgewiesen. Der Fiskus scheint den schwer geprüften Genossen mit besonderer Aufmerrsamkeit zu verfolgen. Fiskns hat ausgerechnet, daß die Kosten eines Prozesses die Kleinigkeit von 244,70 Mark aus- machen; offenbar scheint ihm zweifelhaft, ob Iah» nach der durch die lange Gefängnißhaft herbeigeführten Entkräftung ja in die Lage kommen wird, diese Summe zu erübrigen. Was thun, um dem durch Moloch Militarismus in ikassenebbezustand versetzten preußischen Fiskus zu helfen? Fiskus wendet sich mit folgendem Schreiben an die alte Mutter des Genossen: In der Jahn'schen Kostensache„restirt" Ihr Sohn an Kosten 244,70 M. Wir ersuchen Sie, uns diesen Be- trag aus seinem künstigen Erbtheil zu berich- tigen. Königl. Gerichtstaffe u. f. w. Ei, ei— wo in reichs- oder landesgesetzlichen Vorschriften steht, daß Eltern verbunden sind, die Schulden ihrer Kinder zu «berichtigen"? Frau Jahn ist um so weniger diesem Verlangen nachgekommen, als sie selbst solche Summen auszubringen nicht in der Lage ist und sie selbstverständlich nicht weiß, ob ihr Sohn sie oder umgelehrt sie ihren Sohn beerben wird. Ist das Justiz- Ministerium in der Lage, mitzutheilen, auf welche gesetzlichen Bestimmungen solch behördlicher Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen beruht? Ist es ferner in der Lage, auch nur «inen Fall zu eruiren, in dem in ähnlicher Weise gegen nicht- sozialdemokratische, vermögende«politische Verbrecher" vorge- gangen ist? U. A. w. g. Zur Lage der Handlungsgehilfen. In einem der in jüngster Zeit entstandenen Bazare Berlins, so berichtet der „Handels-Angestellte", hat sich vor kurzem ein Vorfall zugetragen, der auch dem indolentesten Handlungsgehilfen zeigt, unter welchen Verhältnissen die Kollegen und Kolleginnen leben. In diesem Hause wurde— es mögen einige Wochen her sein— entdeckt, daß ein Gehilfe Unterschlagungen begangen hatte und außerdem sollte ein zweiter einen Theil des ans den Unterschlagungen er- lösten Geldes erhalten haben. Die soziale Seite dieser Angelegenheit wurde in einer Unter- Haltung zwischen dem zweiten Gehilfen und dem Chef so stark berührt, daß wir uns darauf beschränken können, diese Unter- Haltung zu veröffentlichen. Dieser zweite Gehilfe sagte offen und deutlich dem Chef ins Gesicht:„Das ist ja kein Wunder, daß in Ihrem Geschäjt Unterschlagungen begangen werden. Warum bezahlen Sie denn Ihre Angestellten so schlecht?" Kaum waren in dem Geschäfte diese Thatsachcn bekannt ge- worden, so verbreitete sich das Gerücht, daß der Herr Chef nicht nur den Thäter, nicht nur den zweiten Gehilfen verdächtigte, sondern den Verdacht ausgesprochen haben sollte, daß sein ganzes großes Personal an den Unterschlagungeu beiheiligl sein oder um die Unterschlagungen gewußt haben sollte und daß die Unterschla- gunge» mit Wissen und Willen des gesammten Personals be- gangen worden wären. Die Gehilfen und Gehilfinnen in diesem Geschäfte erkannten zwar, daß sie in einer gedrückten Lage lebten, aber selbst der Wurm krümmt sich ja. wenn er getreten wird, und das Personal, ca. 40 Personen, Damen und Herren, hatten sich etwas bewahrt, was man im gewöhnlichen Leben„Ehrgefühl" nennt. Was nun thnn? Sich zu Wehre setzen, das schwebte so als Wunsch allen vor Augen. Aber wie? Da hatte einer der Herren den sehr naheliegenden Gedanken, vor allem die betheiligten Personen zu einer Be- sprechung einzuladen. Und wirklich— das Personal trat zu einer Besprechung zusammen, die etwa 10 Minuten dauerte. Sie setzten ein Schriftstück auf. in dem in bescheidener aber be- stimmtrr Weise um Angabe der Namen der etwa Verdächtigen gebeten wurde. Einer der Kollegen übernahm es, das Schrift- stück dem Prinzipal zu überreichen. Damit glaubte man den Zwischenfall erledigt. Seine Erledigung fand er, aber in anderer Weise, als die Kollegen ahnten. Kaum hatte der Chef von dieser Besprechung erfahren, als er den Veranstalter zu sich rief und ihn auf der Stelle entliest. Um zu der That noch den Hohn zu fügen, sagte er, dast er ihm eigentlich kein Gehalt bis zu Ende der vierzehutägigen K»n- digungssrist zu zahlen brauchte, daß er ihn sofort entlassen könne, da er politische Umtriebe im Geschäft unterhalten hätte. Aber nicht nur der Veranstalter wurde entlassen, sondern es wurde festgestellt, wer Theilnehmer an der Versammlung war, und darauf wurde 2l Theitnehmern an der Besprechung ge- kündigt. Unter diesen Umständen hatten die anderen Kollegen — zu ihrer Ehre sei es sestgestellt— es mit ihrer Ehre nicht für vereinbar gesunde», einem solchen Chef länger ihre Dienste z» weihen, und es reichten zwölf Personen ihre Entlassung ein. Das Haus, i» dein diese Vorfälle sich abspielten, die jedem denkenden Gehilsen und jeder denkenden Gehilfin das Blut der Scham ins Gesicht treiben müssen, ist Ül. L n b a s ch, Berlin, Ros entHaler st raße 49. Möglich, daß der eine oder andere Handln, igsgehilse, der heule noch im Gigerl das Ideal menschlichen Strebens er- blickt, sich angesichts dieses Vorfalles die Augen reibt und er- kennt, daß es init der von ihm bic her pflichtgemäß gepriesenen Harmouie zwischen Prinzipal und Gehilfen doch seinen Haken hat. Hoffe» wir's. Schmer genug sind die Haudluiigsgehilsen zur sozialpolitischen Erkenntniß zu bringen. Vor einigen Tagen berichteten wir nach der„Kceuz-Ztg.", daß man nach Xanten einen Berliner Kriminalkommisiar ab- gesandt habe. Dieser Kriminalkommissarins heißt Raulenberg. Die„Post" macht aus diesem Rautenberg einen— Freudenberg. Vielleicht will sich die in antisemitischen Bahnen wandelnde „Post" schon jetzt den Rücken decken, wenn die Untersuchung resultattos verläuft, indem sie sagt, man hätte mit den Recherchen einen Juden betraut. Immer nobel.' Der«Reichs- und Staatr-Anzeiger" berichtet: „Nach Mittheilimg des königliche» Gourerncments zu Berlin ist durch Gonvernementsbesehl vom ö Seplember 1893 bestimmt worden, daß, nachdem das Auftreten der aüc.tiichen Cholera in Berlin amtlich festgestellt worden, de» nach Berlin a'okomman- dirten Mannschaften auswärtiger Garnisonen die Cholerazulage von täglich ltt/s Pf., sofern diese ihnen nicht bereits durch Ver- fügung des betreffenden Generalkommandos bewilligt worden, vom 3, September 1893 ab bis aus weiteres zu zahlen ist. Tie Zulage ist nur neben Gewährung der Garnisonverpflegung zuständig." Vo» den S>/z Pf. taglich werden sich die Soldaten! wahrscheinlich Schmerbäilche stehen lassen, und diese Unsumme wird genügen, um jeden Vaterlandsvertheidiger gegen den schrecklichen Bazillus zu feien. Wie sehr aber unsere ganze Gesellschafts- Ordnung dazu angethan ist, um uns alle vor der Cholera zu schützen, beweist folgender Fall, der uns von einer Leserin mit- getheill ivird. Die Genossin schreibt uns: «Gestern Nachmittag kam auf unseren Hof ein alter Lumpen- saniniler. Als er den Btüllkasten öffnete, lächle ihm ein Häuschen Abfall von Klößen und Obst entgegen. Der Mann ergreift sein Messer und fing an, dieses eleicrregende Gericht zu sich zu nehmen. Glücklicherweise war eine Frau, der dieses Gebahren das Herz zerschnitt, in der Lage, den armen Mann einmal ordent- lich satt zu machen." Was helfen alle Verordnungen des„Reichs-Anzeigers". wenn es Leute giebt, die gezwungen sind, direkt vom Misthausen zu essen. Ei« entspruiiqeuer Geisteskranker. Ein finnländischer Baron, der sich in einer Heilanstalt bei Stockholm befand, da er an Wahnideen leidet, sollte in eine Anstalt bei Berlin gebracht werden und war, da es noch der Erledigung einiger Förmlich- leiten vor der Aufnahme bedurfte, mit dem ihn begleitenden Arzt und Diener in einein Gasthose Unter den Lenden abgestiegen. In der vorletzten Stacht hat er sein Quartier verlassen, weil angeblich seine Depeschen, in denen er sich um Ministerstellen in Petersburg bewarb, in dem Gasthof nicht pünktlich besorgt wurden. Er wollte einen anderen Ort aufsuchen. Der Diener hat ihn bis zum Bahnhof Friedrichstraße verfolgt, wo er auch eine Fahrkarte gelöst zu haben scheint. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Da er nur 3 M. bei sich hatte, so kann er nicht weit gekommen sein. Er hat schwarzes kurzes Haar, ebensolchen herabhängenden Schnurrbart und eine große Nase. Eine lustige Traumig. Auf dem Standesamte XII in Moabit, gegenüber dem Kriminalgericht, fand heute Vormittag eine eigenartige Trauung statt. Die Braut wurde von zwei Ge- richtsdienern in Zivil aus dem Untersuchungsgefängnisse vor- geführt, wo sich dieselbe, eine Hebeamme, wegen Verdachtes. Verbrechen wider keimendes Leben begangen zu hgden, in Unter- suchungshast befindet. Sie ist 4S Jahre alt und bereits zweimal Wittwe geworden, der Bräutigam dagegen, ein„Kaufmann", ist mindestens 15 Jahre jünger. Die Trauung stieß auf ein Hinder- niß; einer der geladenen Trauzeugen war' ausgeblieben, der eine der Gerichtsdiener sprang aber als Zeuge ein. Nach Beendigung des Aktes schied die Gattin mit einem Kusse von ihre,» neuen Gatten auf wer weiß wie lange Zeil und kehrte nach ihrer ein- samen Zelle zurück, der Gatte feierte seine Hochzeit allein mit seinem Leid und seinem Zeugen. Ei» Opfer der Arbeit. Entsetzlich zugerichtet wurde am Freitag Nachmittag in der Berliner Werkzeug-Maschinensabrik, Aktiengesellschaft, Müllcrstr. 35, der 48 Jahre alte Hobler Her- mann Petzold. Er kam mit dem Kopse ins Getriebe, und ist' im Krankenhause gestorben. Gegen den früheren Vorstand der Köpnicker Vereins- bank soll laut Beschluß der am Donnerstag-Abend abgehaltenen Generalversammlung die gerichtliche Untersuchung eingeleitet werden. Namentlich richten sich die Angriffe der arg geschädigten Aktionäre dieser Bank gegen den früheren, seines Amtes entsetzten Direktor Iben. Die auf Verfügung des Landgerichts U erwählten Revisoren, Direktor Weill und Bankier Baschwitz stellten einen Fehlbetrag von 212 007,86 M. fest; bei Aufnahme richtiger Bilanzen erwies sich, daß infolge falscher Addition ein Kunde mit 10 000 M. mehr belastet war, als derselbe thatsächlich der Bank schuldete. Einzelne Forderungen find durchaus werthlos, so z. B. diejenige an das frühere Aufsichtsrathsmitglied Henschel zu Berlin— der bekanntlich flüchtig geworden ist— mit zirka 58000 M., sowie diejenige an den Rechtsanwalt Stein mit 1400 M.; Herr Iben schuldet der Bank ca. 230 000 M. Die Buchung der Spareinlagen ist eine außerordentlich mangelhafte gewesen und mehrere thatsächlich gemachte Spareinlagen sind in den Büchern aar nicht eingetragen. Hervorzuheben ist noch, daß bei der amt- lichen Revision an Primaivechseln 27 941 M. und an Solawechseln 134 000 M. zu wenig vorgefunden wurden. Direktor Bank berichtete von vorgelegten Sparkassenbüchern, die angeblich beglichen sein sollten, über die Verquickung von privaten und ge- schästlichen Angelegenheiten bei Herrn Iben, die Aufforderung des letzteren an Spareinleger, ihre Gelder jetzt bei der Bank ab- zuholen, da dieselbe kapul sei:c., Behauptungen, die Herr Iben in anderem Lichte darzustellen suchte und die zu sehr erregten Debatten führien. Ter Schluß der Tagesordnung erledigte sich, nachdem die Kommission zur Einleitung gerichtlicher Schrille gegen den Vorstand, sowie neue Aufsichtsralhs- und Revisions- kominissions-Mitglieder gewählt worden waren, in rein geschäst- licher Form. Ans einer Eholera-Kontrollstation der Havel wurde, wie die„B. Pr." erzählt, dieser Tage der Kahn eines Fischhändlers, der in den Haveldörfern von Werder bis Ketzin den Fischern ihre Erträgnisse abkauft, angehalten. Ter Händler hatte mit seinem Gehilfen während dieser Thätiakeil verschiedene Gastwirlhschasten besucht, wobei auch das Gespräch auf die Cholera und die Kontrollstationen kam.„Ich möchte wetten." meinte der Gehilfe,„daß ich, wenn ich mir einen tüchtigen Assen kaufe, von der Cholerastation als choleraverdächtig angesehen werde". Der Fischhändler bezweiselte dies und beschlos, die Probe zu machen, indem er seinen Gehilfen derartig mit Bier und Branntwein traklirte, daß dieser bald darauf schwer de- trunken im Kahne untergebracht wurde. Bei der Revision des Kahnes, worin sich 15 Zentner Fische befanden, wurde nun der Gehilfe als rerdächtig angesehen. Der Hinweis des Fisch- Händlers, daß der Mann nur schwer betrunken sei, nützte nichts, denn der Kahn mit sämmtlichen Fischen wurde desinsizirt und alle Fische krepirten, so daß dem Eigenlhümer ein beträchtlicher Schaden entstand. Cholera. Ans dem Krankenhause Moabit sind wieder drei Personen entlassen worden, die sich dort als choleraverdächtig in Beobachtung befanden, so daß sich gegenwärtig dort, außer vier Cholerakranken, nur»och drei Personen in Beobachtung be- siuden. In der Narkose gestorben. Im städtischen Krankenhause von Spandau ist am Mittwoch ein siebzehnjähriger Fleischer- lehrling. der wegen einer Drüsenkrankheit am Halse operirt wurde, in der Narkose todtgeblieben. Die Operation selbst war nur leichter Natur; der Patient erwachte jedoch nicht wieder aus der Betäubung, Ter erste Arzt des Krankenhauses, Stabsarzt Dr. Rabitz vom 4. Earde-Regimeut z. F.. wohnte der Operation bei. Am Freitag hat aus Anordnung der Staatsanwaltschaft die Obduktion ver Leiche stattgefanden. Der Fall ist noch dadurch besonders auffällig, daß der Patient sonst von kräftiger Kvrperkonstitution war. Ter Urheber zahlloser Diebstähle, die in den letzten Wochen im Südosten Berlins an Gasarme», Brennern und Thürklinken verübt sind, scheint in dem bereits zweimal wegen schweren Diebstahls bestraften Klempner Max Scholz gefaßt worden zu sein. Er wurde gestern Stachmittag i» der Retchen- bergerstraße von einem Hausbewohner betroffen, als er eine zum Vorboden führende Thür öffnen wollte. Aus die Frag«, was er dort suche, antwortete er, für den Pförtner alte Sachen holen zu wollen. Da aber kein Pförtner dort vorhanden ist, und auch be- merkt wurde, daß Scholz Brechstange und Dietrich« aus dem Flur zu verstecken suchte, wurde er durchsucht. Man fand zwei Gasbrenner, die er in der Näh« der BeUe-Allicmcestraße gestohlen haben will, ferner in seiner Wohnung Thürklinken, die er von dem großen Unbekannten angeblich gekauft hat. Ein seltener Akt der„Kindesliebe" hat einen Kaufmann N. veranlaßt, gestern seine Verhaftung bei der Staatsanwalt- schaft zu beantragen. R. hat sich vor einiger Zeit einer Anklage wegen betrügerischen Bankrotts durch die Flucht entzogen und seine Person' tn Holland in Sicherheit gebracht. Bor kurzem hat nun die Staatsanwaltschaft Veranlassung genommen, die Eltern des Flüchtlings unter dem Verdachte der Begünstigung in Hast zu nehme». Tie Kunde hiervon war auch zu St. in Holland ge- drunge», und dieser eilte nun aus seinem sicheren Asyl auf schnellstem Wege hierher und erschien gestern unter Beistand des Rechtsanwalts Dr. Haast, um seine Verhaftung zu beantragen. Er hofft dadurch die Haftentlassung seiner Eltern zu erzielen. Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete sich vorgestern gegen 4'/, Uhr vor-m-ni Neubau in derWildenowstraße. Daselbst spielten mehrere Kinder an dem zum Heraufziehen von ArbenSmaterial bestimmten Flaschenzug«, indem sie sich an dem daran besesiigten Seile aus- und niederließen. Ein Illjähriger Knabe wurde von seinen Spielkameraden bis zur dritten Etage hinausgezogen. Plötzlich gab das Gerüst, an den der Flaschenzug befestigt war. »ach und stürzte summt dem Knaben in die Tiefe, wobei der letztere einen doppelten Beinbruch erlitt. Ein in der Nähe stehender Knabe von 9 Jahren wurde von dem herabstürzenden Flaschenzuge getroffen und auf der Stelle getödtet. Der todte Knabe wurde nach dem Obduktionshause, der andere nach dem Paul-Gerhardt-Stift gebracht. Pplizeibcrlcht. Am 3. d. MtS. Nachmittags schaukelten sich ans dem Neubau Wildenowstr. 6 zwei Knaben, der acht- jährige Fritz Sahr und der zwölfjährige Georg Schiele, an einem zum Aufwinden von Theereimern benutzten Tan, das an einem unbefestigt auf dem Dache liegenden Balken angebracht war. Dieser stürzte infolge dessen herab und erschlug den jüngeren Knabe», während der ältere«inen Unterschenkelbruch erlitt.— Gegen Abend wurde ein junger Mann in der Wohnung seiner Eltern in der Meinelerstraße mit einer Schußwunde in der Brust erhängt vorgesunden. Es liegt unzweifelhast Selbstmord vor.— Im Lause des Tages fanden drei kleine Brände statt. Der grosse Wucher-«nd Spielerprozess in Hannover, für welchen am dortigen Landgericht bereits am 24. Juli ein Hauptverhaudluugs- Termin angesetzt war, der aber schließlich äufgehohe» wurde, soll nunmehr am 15. November seinen Ansang nehmen. Es handelt sich bekanntlich um ein Konsortium von Leuten, welche einer großen Reihe von Offizieren und Trägern altadliger Namen Unsummen im Glücksspiel abgenommen haben sollen. Also gewöhnliche Tempelritter. Wegen wiederholten Vergehens im Amt stand gestern der Postbote Teschow vor der 8. Strafkammer des Landgerichts I. Im Postamte 26, in welchem der Angeklagt« längere Zeit thätig war, wurde die Entdeckung gemacht, daß ein Postmarder sein Wesen trieb, der es auf solche Briefe abgefehen hatte, die durch der Tagesordnung erhielt Rosege Brand das Wort. Derselbe freund", steht zu lesen: Die Manöver und die Cholera ihr Aeußeres verriethen, daß sie mit Werthsachen beschwert erwähnte furz den in Einbeck abgehaltenen Rongreß, sowie die tonfiszirt. Gendarm und Gesez Tonfiszirt!!! Nachde m waren, obgleich sie nicht deklarirt waren. Man achtete auf den Generalversammlungen und in Nordhausen und Braunschweig, der Sensor in solch herkulischer Weise den österreichischen Augicis Angeklagten und faßte ihn in dem Augenblicke ab, als er vier forderte die Delegirten auf, in ihren Verwaltungen dahin zu stall gereinigt, ist er zwar start angegriffen, aber er erlahmt doch Briefe in seine Tasche hatte verschwinden lassen. Die bei ihm wirken, daß an der Organisation festgehalten wird. Bis heute nicht, denn weiter heißt es im„ Boltsfreund": Er sitzt am abgehaltene Haussuchung stellte fest, daß er mindestens in elf haben dem Verein 267 Drucker, 171 Formstecher und 68 Hilfs Straßengraben, matt und--tonfiszirt.Fällen Briefe unterschlagen und ihres Inhalts beraubt hatte. arbeiter angehört. Die Cholera. Petersburg, 9. September. Vom 1. biz Der Gerichtshof verurtheilte den ungetreuen Beamten zu einem Der Fall Mittel aus Köln, vom Redner eingehend vor 7. September find in Petersburg 59 Erkrankungen an Gbolera Jahre Gefängniß. So berichtet ein bürgerlicher Bericht getragen, gab Beranlaffung zu einer lebhaften Debatte. Hierauf und 21 Todesfälle vorgekommen, in Moskau vom 31. Auguft Vom erstatter. Leider ist nicht angegeben, wie hoch Herr Stephan den werden zwei Begrüßungstelegramme aus Braunschweig und bis 3. September 82 Grkrankungen und 38 Todesfälle. Posthilfeboten honorirte. Einbeck, fowie Begrüßungsschreiben von Brüssel und Frankfurt 20. bis 26. August find in dem Gouvernement Warschau verlesen. 1 Person erkrankt und 1 gestorben, in Wolhynien 120 erkantt, a'dosoll Werner berichtet über die Thätigkeit des Ausschusses und 39 gestorben, in Woronest 205 erkrankt, 86 gestorben, in Kasan bemerkt unter anderem, daß die Agitation für den Verein weit 317 ertrantt, 146 gestorben, in Rurst 778 ertranft, 310 gereger betrieben werden müsse, um die indifferenten Kollegen storben, in Mohilew 316 erfrantt, 122 gestorben. In beransuziehen. Auch folle man die ſtatiſtiſchen Erhebungen nicht dem Gouvernement Moskau sind vom 27. Auguft bis September und 99 ruhen lassen. Gödete giebt ben Bericht über den Arbeits- 2. in 248 Erkrankungen in in dem Gouvernement Petersburg 13 Grnachweis, der ein erfreuliches Resultat aufweist. Jedoch wurden vorgekommen die Kollegen aufgefordert, in ihren Zahlstellen dahin zu wirken, franfungen und 5 Todesfälle, in Radom 21 Erkrankungen und daß die Bestimmungen des Zentral- Arbeitsnachweises beachtet 16 Todesfälle, in Tschernigom 161 Erkrankungen und 47 Todeswerden. Eine längere Debatte entspann sich über die einzelnen fälle, im Dongebiet vom 30. August bis 2. September 164 Gr Unträge zum Statut, an der sich alle Delegirten lebhaft be- tranfungen und 91 Todesfälle.-Rotterdam, 8. September. theiligten. Als Ort des Zentralvorstandes wurde Einbeck be- In den letzten 24 Stunden sind hier 3 Erkrankungen und ein stimmt und zum Vorsitzenden Brand, als Kassirer Schnefer Todesfall an Cholera vorgekommen. In Waterweg ist der wiedergewählt. Sodann wurde beschlossen, die Generalversamm englische Dampfer Fairmead", von Sulina nach Rotterlung alle zwei Jahre stattfinden zu lassen und die nächste in dam bestimmt, angefommen, an dessen Bord sich eine Hildesheim. Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemo- unter verdächtigen Erscheinungen erkrankte Person befindet. fratie schloß der Vorsitzende die Versammlung. Der Dampfer ist in Maasfuis in Beobachtung gestellt roorden. Soziale Ueberlicht. Achtung, Bilderrahmenmacher! Laut Berfaminlungs beschluß vom 5. d. M. ist auf Antrag der Agitationsfommission über die Rahmenfabrik von A. Krüger, Fürstenstraße 4, wegen der bort herrschenden niedrigen Arbeitslöhne die Sperre verhängt. Die Kollegen werden nun ersucht, für die ftritte Aufrechterhaltung sowie für die weiteste Verbreitung des gefaßten Beschlusses Sorge zu tragen. Bribe Der Vorstand. J. A.: Hans Gost. An die Lagerhalter der Konsumvereine. Die Lagerhalter, welche Berichte über ihre Verhältnisse einfandten, werden dieselben in dem zur Versendung gekommenen Protokolle fojort wiedergefunden haben. Richardstr. 15, einzusenden. Berichtigungen über das Protokoll beigegeben sein werden. Um ungekürzte Aufnahme des Vorstehendem werden alle arbeiterfreundlichen Zeitungen gebeten. NB. Berichtigungen über das Protokoll find an Unterzeichneten einzusenden. Ernst Grenz, Vertrauensmann, Chemnitz, Louisenstr. 8, II. Todesfälle Wir fordern jetzt diejenigen, welche etwa thatfächliche Fehler hielt am Montag, den 27. August, feine Monatsversammlung heute nur 2 Personen an Cholera starben, scheint die Epidemie Der Verband deutscher Korbmacher, Filiale Berlin, Rom. In den letzten 24 Stunden sind hier 5 Erkrankungen an Der Verband deutscher Korbmacher, Filiale Berlin, Cholera vorgekommen, in Cassino 1 Todesfall. In Neapel, wo in ihrem Bericht gefunden haben, auf, uns solches bis zum ab. Eine ganze Reihe von Mißständen in den Werkstätten der 25. September mitzutheilen. Bis zu diesem Termin bitten wir ferner alle diejenigen Lagerhalter, welche die Organisation unter- Herren Rösemann, Blume wurden einer eingehenden Kritik unter: nachzulassen. In Palermo find 8 Personen an Cholera erkrankt und 5 gestorben, in Patti 4 Personen erkrankt.- Köln. Der tüßen wollen, thre Beiträge, nach Maßgabe des Protokols Nr. 18, 80gen. Herr Fiebig wundert sich, daß einige Meister so billig Kölnischen Bolts- Zeitung" zufolge ist die Frau eines Schiffsbis und mit September an Hermann Schmidt, Zwickau, liefern. Darauf wurde ihm die Antwort zu theil, er solle nur fapitäns, welche heute in St. Goar angekommen ist, unter Aus Bukarest wird der N. Fr. Pr." vom 4. d. M. ge Im Monat Oktober wird ein Situationsbericht nebst Ab- Herren Meister nur Verbandsmitglieder beschäftigen, dann würde choleraverdächtigen Erscheinungen gestorben. rechnung veröffentlicht werden, dem gleichzeitig etwa eingehende biefem Uebel schon abgeholfen. Eine Resolution, in der die An- schrieben:" Fast tein Tag vergeht, an dem nicht irgend eine wesenden aufgefordert werden, für Aufklärung in ihren Reihen Nachricht von den Rückwirkungen Beugniß geben würde, die das Sodann gelangte ein zu sorgen, fand einstimmige Annahme. Antrag zur Annahme, der dahin geht, daß der hiesige Filial- Auftreten der Cholera und die gegen deren Verbreitung ange= ordneten behördlichen Maßregeln auf die ohnedies zum Abervorstand mit dem Hauptvorstand in Unterhandlung tritt behufs glauben geneigte Phantasie der ungebildeten Bevölkerung auseinheitlicher Regelung des Preises für Kugelförbe. Zum üben. So ist in den Landgemeinden der Glaube verbreitet, Bibliothekar wurde Kollege Fechner gewählt. daß das Auftreten der Cholera durch das Erscheinen Am 3. September d. J. tagte in Philipp's Sälen, Rofen- eines Mannes in Bettlertracht, nach anderen Versionen thalerstraße, eine Versammlung des Allgemeinen Vereins eines in Lumpen gehüllten alten Weibes bedingt sei, ber Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands, welches, ein Wort zu sprechen oder unt eint Mitgliedschaft Berlin. Kollege Otto Greier wurde als Rassirer Almofen zu bitten, im Lande umberziehe und alle, die es ansehe, einstimmig ernannt, bekommt aber fein fest normirtes Gehalt, dem unausweichlichen Tode weihe. Daß nebenher auch die sondern nur die Zeit vergütigt, die er für derartige Arbeiten Mythe von der Bergiftung der Brunnen geht, ist selbstverständverwendet. Als Beisiger zum Vorstand wurden die Kollegen lich. Daß jeder, der in ein Choleraspital gebracht wird, unfehl Müller, Weiß, Pannicke, Preez und Hilscher gewählt. Die bar sterben muß, gilt troß vieler Genesungsfälle doch noch immer Kollegen Parmann und Böhme zu Revisoren bestimmt. Unter als ganz unumstößliche Thatsache, und dieser Furcht vor dem Vereinsangelegenheiten wurde das Stiftungsfest besprochen, und Cholerafpitale ist wohl auch die unseren Sanitätsbehörden, die Veranstaltung dem Vorstand überwiesen. Das Flugblatt( bie namentlich in Braila, viel Sorge machende Verheimlichung verBeilage des Bauhandwerkers" in Nr. 34), welches die Re- dächtiger Krankheitsfälle zuzuschreiben. Wie weit aber diese Furcht organisation anbahnt, wurde einer herben Kritit unterzogen. geht, fann nach einer heute aus Braila eingetroffenen Meldung Den Charlottenburger Kollegen zur Kenntniß, daß eine Bahlstelle beurtheilt werden, welcher zufolge in einem dortigen Keller die des oben genannten Vereins daselbst errichtet worden ist und Leichen mehrerer an der Cholera gestorbener Personen aufzwar bei dem Gastwirth Hermann Weber, Wilmersdorferstr. 180, gefunden worden sind. Die Unglücklichen hatten sich, um ja nur Raffirer ist Kollege Karl Henn, Wilmersdorferstr. 59. erer der Ueberführung in das gefürchtete Chalerafpital zu entgehen, in Der Genosse Mähr sendet uns in betreff des Verfamm- einen halb verfallenen Kellerraum geflüchtet, um dort ohne jede lungsberichtes der Bureauangestellten folgende Berichtigung: Ich Bilfe elend zu Grunde zu gehen. Im Zusammenhange mit dem habe soweit die Arbeiterbewegung begriffen, daß ein farblofer, Mißtrauen gegen die fanitären Maßnahmen der Behörde steht unparteiischer" Gewerkverein zwecklos ist. Auch habe ich mich auch der gewaltsame Widerstand, den die Drgane des Sanitätsnur gegen die Neugründung eines solchen Vereins ausgesprochen; dienstes bei Erfüllung ihrer Amtspflicht früher in Galag und Braila, denn wenn der Vorstand im alten Vereine reaktionär ist, daß sowie neuerdings auch im Städtchen Herza nahe an der Grenze 1dB#spdesh sandersdenkende Mitglieder nicht ihren Zweck zu erreichen glauben, der Butowina gefunden haben. Schließlich hat man sich aber so gründet man nicht sofort einen neuen Verein, sondern sucht doch mit dem Einschlagen aller Fensterscheiben des Bürgermeisterim alten Vereine Remebur zu schaffen. Amtes begnügt. In etwas naiverer und, wenn man will, heiterer Weise haben die Bewohner der Vorstadt und der nächsten Um gebung von Kalarascht ihre abergläubischen Vorstellungen von Der Cholera zum Ausdrucke gebracht. Unter Begleitung von Zigeunermusik und mit Speise und Trant reichlich versehen, 80gen sie mit dem bei Opfergängen für die Verstorbenen üblichen Gepränge auf die Ebene des Baragan hinaus, um dort die Cholera zu erwarten und sie zur Rückkehr in die Steppe zu be= wegen." Parteigenofsinnen und Genoffen. Bekanntlich konnte die Parteiverfammlung, die sich mit der Berichterstattung über die Berhandlungen des internationalen Stongresses in Zürich beschäftigte, nicht zu Ende geführt werden. Einer der wichtigsten Punkte, der zur Tagesordnung auf dem Kongreß stand und der bei der Berichterstattung in Berlin von dem Delegirten nur kurz erwähnt wurde, war:" Schuh der Arbeiterinnen". Dieser Punkt, der ganz besonders für die Frauen von Interesse ist, giebt der Frauen- Agitationskommission Veranlassung, am Donnerstag, den 21. September, Abends 8 Uhr, in den Konkordiasälen, Andreas: straße, eine Versammlung einzuberufen, zu der Genossin Klara Bettin- Stuttgart, die von Berlin zum Kongreffe delegirt war, das Referat übernommen hat. Indem wir jezt schon von dieser Versammlung Mittheilung machen, ersuchen wir die Vorstände und Gewerkschaften ihre Versammlungen zu gunsten dieser an diefem Tage ausfallen zu lassen. Bemerkt sei noch, daß Genossin Zetkin nur in dieser einen Versammlung sprechen wird, weshalb wir die Genoffinnen und Genoffen erfuchen recht rege für diese Versammlung zu agitiren. Die Frauen Agitationstommission. # Versammlungen. ర Eine öffentliche Versammlung der oft und west preußischen Sozialisten tagte am 3. September, in der Genosse Mart einen Vortrag hielt über: Die französische Revolution". Sodann gab Genosse Rost einen Geschäftsbericht über die Thätigkeit der Agitationskommission. Zirka 8 Bentner Agitationsschriften sind nach den östlichen Provinzen gesandt. Die Behörde bat dieser Agitation eine sehr aufmerksame Beobachtung zu Theil werden lassen. So habe in einigen Orten der Gendarm die Schriften wieder abgeholt und in anderen Orten sei den Abnehmern der Schriften bedeutet worden, daß, wenn sie weitere Sendungen annehmen, sie die Arbeit verlieren. Trotzdem ist bei der Wahl ein erfreulicher Stimmenzuwachs zu verzeichnen. Die Zahl der Stimmen ist in einigen Orten seit der Wahl 1890 von 10 und 20 auf 100 bis 150 Stimmen gestiegen. Der Kaffenbericht ergab eine Einnahme von 200,50 M. und eine Ausgabe von 195,60 m., bleibt ein Ueberschuß von 4,90 m. Genosse Gottschalt spricht sich gegen die Neuwahl der Agitations tommission aus und ist der Meinung, daß die Wahlvereine fämmtliche Geschäfte in die Hand nehmen müssen, durch die fleinen Gruppen finde nur eine Zersplitterung der Kräfte statt. Dem traten die Genossen Marasaß und Lauschte entgegen und wurden hierauf in die Agitationstommission gewählt: Zietemann, Roywasty, Gördel, Löper, Rust, Lauschke, Klein, Fischer, Fiedler und Marasaß. Sivilisation". Freiveligiöse Gemeinde. Sonntag, den 10. September, Abends 10% Uhr, Rosenthalerstraße 38, Vortrag des Herrn Pinn über Aberglauben und Schleswig- Holsteiner. Sonntag, ben 10. September, Abends 6 Uhr: Gemüthliches Betfammensein mit Zanz, im totale des Herrn Bolt, Alte Vergnügungsklub„ Oftend". Sizung mit Damen am Sonntag, den 10. September, Nachmittags 5 Uhr, Krautftr. 6 bet Rudolf. Eingang vom Flur. Aufnahme neuer Mitglieder. Tanz und Vortrag. den 10. September, Nachmittags 5 Uhr, bet Albert, Vergnügungsklub„ Eichenlaub. Sigung mit Damen am Sonntag, Landsbergerstr. 82. Nachdem Tanz. Gasanfalts- Arbeiter! Bersammlung des Fachvereins am Sonntag, den 10. September, Nachm. 4 Uhr, im Märkischen Sof", Admiralstr. 18c. Tagesordnung: Bortrag Referent W. Schwarze. Nachdem: Gemütliches Beisammensein mit Fidelitas. Straße 123. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft. Sonntag, den 10. September: Zahltag, bei Stümte, AckerVerband der Säcker und Berufsgenossen Deutschlands.( Mitgliedfchaft Berlin.) Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Wahl der beiden Schriftführer, eines Revisors und des Sprechboten. Briefkaffen der Redaktion. A. B. Nein, diese Bestrafung steht der Ertheilung der Ronzession feineswegs entgegen. 7. S. 46. Ja. O. B. 46. Für die Unfalltasse darf der Chef nichts abziehen. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( G. S. 71.) Bureau: Solzmarttfir. 67. Montag, den 11. September, Abends 8 Uhr, im Restaurant B. Bodenburg: Kommandantenftr. 10/11. Borstandssigung. Grünauerstr. 17. Skatklub Krenz- Junge" tagt jeden Montag, Abends 8½ Uhr, bet Deeß Arbeiter- Gefangverein Nord". Montag, den 11. September, Abends Uhr: Monatssigung bei Keller, Bergftr. 68. Gemischter Chor Klarheit. Abends von Xo bis 11 Uhr, Gefangs übung bei Deftreich, Tempelhofer ufer 15. Konfektionsschneider und-Schneiderinnen. Montag, den 11. Sep- fäßlich derartige Warnungen nicht auf. tember, Brauerei Schönhauser Alle 10. Lagesordnung: Wie ist dem Mißstande unserer Lage am witſamſten abzuhelfen& F. M., Julinsstr. 25. Der mündliche Vergleich war giltig, wenn Schuldnerin ihre Verpflichtungen erfüllt hat. Sie kann nachträglich auf Rückzahlung flagen(§ 686 3.-.-.). C. 23. 1000. Die Art und Weise der Vermehrung der Nale ist wissenschaftlich noch nicht festgestellt. Am 3. und 4. September hielt der Verband der Beirnecher, Druder, Silfsarbeiter und Arverwandter Berufsgenossen feine IV. Generalversammlung ab. Duetschen, Eberswalde. Der Vorwärts" nimmt grundN.( Bettelbrief"), Berlin. Sie müssen uns Ihren Namen nennen. Berschwiegenheit ist selbstverständlich. P. N. Wir haben einen unserer Mitarbeiter beauftragt, Ihren Wunsch zu erfüllen. Luftige Jugend. Da das Lokal gesperrt ist, nehmen wir Ihre Anzeige in den Vereinskalender nicht auf. J. 2. 21. 1. Vergleichen Sie die Notiz in der Sozialen Uebersicht des" Vorwärts" vom 9. September. 2. Ihre ForDerung ist noch keineswegs verjährt; Sie können dieselbe noch anhängig machen. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrüdtenutacher, gweigverein Berlin, Filiale A. Bersammlung am Montag, den 11. September, in Krüger's Restaurants, Fennftr. 5. Tagesordnung: Zweck und Stele des Die Generalversammlung selbst wurde am Sonntag, den Berbanbes. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 10. September, Abends 3. d3. Mts., Vormittags 113/4 Uhr, vom Vorsitzenden Kollegen s uhr, bei Keller, Bergfir. 68: Bersammlung. Tagesordnung: Vortrag und Brand mit einer Ansprache eröffnet. Die Mandatprüfung Bereinsangelegenheiten. ergab die Anwesenheit von 9 Delegirten: Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, den 11. September, Versammlung bei Schröder( Webbingpart), Müllerstr. 178. Weytopf Berlin, Grunert- Leipzig, 3eih- Hildes Tagesordnung:" 8weck und Nußen der freien Gewertschafts- Organisation. heim, albe Braunschweig, Hasenbein- Einbeck, Schmitt- E Harburg, Grimm Nordhausen, Schulz- Dresden, FernerLiegniß. Außerdem waren anwesend Werner als Vertreter des Ausschusses und Jödecke, Führer des Zentral- Arbeitsnachweises. Die Wahl des Bureaus ergab per Afflamation: Brand erster, Werner zweiter Vorsitzender; Schriftführer Militärische Lynch justiz. Aus Prag wird dem Bureau Roßbach und Partsch. Herold" berichtet: Ein Feldwebel des 11. Infanterieregiments, Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde einem Antrage des welcher den Blättermeldungen zufolge bei den Soldaten unKollegen Jödete, eine Deputation in die öffentliche Versammlung beliebt war, wurde während der Manöver bei Przibram erder im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und schoffen. Arbeiterinnen zu schicken, Folge gegeben, um den Streifenden die Rühmenswerthe Thaten hat die Zensurbehörde in Brünn Solidarität und Unterstützung zuzufichern. Zum ersten Punkt( Mähren) vollbracht. In unserem Bruderorgan, dem„ Bolts nicht. Homöopath. Arzt und Kneipp'sche Wasserkuren( in Wörrishofen gem.) Dr. Hösch, Linienftraße 149. 8-10, 5-7. Sebasteaneum Kneipp'sche Wasserheil anst. Dorotheenſtr. 49. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 fg. 8561 L 5. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Sophabezug- Reste, Sophaplüsch- Reste, billig,[ 47772 BUF Grüner Weg 57. Vermischtes. Naunynstraße 9, Empfehle allen Genossen meine I Restauration mit Vereinszimmer und im schönen, sauberen Hause, find Piano. Schüchner, Poſenerstr. 3. freundliche Hofwohnungen preiswerth zu vermiethen. Saal und Vereinszimmer sind noch einige Tage frei Alte Jakobstraße 83. 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Wahlkreis. Kroll's Etablissement, Commerstraße. Belt Nr. 1. Drüsel, Neue Friedrichstr. 35. Brandenburger Haus, Mohrenstr. 47. Gustav Richter, Burgstr. 12( Hotel König von Portugal). Gesellschaftshaus, Niederwallstr. 20. Altstädter Hof, Kaiser Wilhelmstr., Ecke Neuer Markt. KonzertHaus, Leipzigerstr. 48. Hinspeter, Strausenjir. 10. Miegel, Stralauerstr. 57. 2. Wahlkreis. Schröder, Stegligerstr. 18. Anhaltische Ressource, W. Süßer, Möckernftr. 114. Rothacker, Bellealliancestr. 5. Philharmonie, Bern: burgerstraße. Restaurant 3ur Lehmkute", am Kreuzberg( verlängerte Kabbachstraße). " 3. Wahlkreis. Keller, Köpniderstr. 96/97. 4. Wahlkreis. Steffen, Landsberger Allee 150. Martini, Gr. Frankfurter ftraße 99( fr. Wenzel). Alhambra, Wallner Theaterstr. 15. Königstadt Kasino, Holzmaritstr. 72. Königstädtisches Kasino, Gr. Frankfurterstr. 76. 2. Haase, Große Frankfurterstr. 47( gegenüber der Markusstraße). 5. Wahlkreis. Stennund, Linienstr. 9. Neumann, Linienstr. 19. Ahrens, Weinmeisterstr. 9. Heinrich, Ballfalon, Joachimstr. 12. Tonhalle, Friedrich ftraße 112. Fiebig, Kleine Auguftstr. 14. Diesener, Landsbergerstr. 40. Saal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15. 6. Wahlkreis. Artushof, Perlebergerstr. 23. Schwarz, Hohenzollern Saal, Bandelstr. 35. Schulz, Stettinerstr. 57. Marienbad, Gesundbrunnen. Moabiter Kafino, Wilsnaderstraße 63. Viftoria Ballsalon, Brunnenstr. 145. Gens, Elsasserstr. 9. Elsasser Ballsalon, Elsasserstr. 15. Raftantenwäldchen, Gesundbrunnen. Unterschrieben, ihre Lokale zu Versammlungen hergeben zu wollen, haben: Fröhlich, Schönhauser Allee 161. ulig, Badfir. 10. Zech's Säle, Alexanderftraße 27c. Die Lokalfommission. J. A.: Julius3 Wernau, Rosenstr. 30. * Kreis Angermünde. Oderberg. Gasthof zum Scharzen Adler( A. Sommerfeld). Kreis Nieder- Barnim. Alt- Landsberg. Neubauer. Kolonie Schönholz. Schloß Schönholz". Bajahn's Lokal, großec Garten. Hardegen, Nr. 16. Birtenpart" von Strewe. Lanke. Kein Saal. 3u emfehlen: Gastwirth Sempfer. 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Albert Fromin, Gasthof zum Oranienburger Wappen, Breitestraße. Giler's Hotel, Louisenplay. Mitolas, Gasthof, Bernauerstraße. Emil Greinert, Schüßenhaus, Bernauerstraße. Bilheim Gänsicke, Restaurant zur Kurfürstin, Lehnißstraße. F. Fathte, Schloßrestaurant, Havelhausen. Pankow. Ringel, Bellevue", Breitestr. 21a. Störs', Gesellschaftshaus", Mühlenstraße. Bereinshaus, Schulzestr. 28. Zum Thürmchen", Raiser Friedrichstr. 50. Mordstern", Wollantstraße. Sollo, Berlinerstraße. Alle übrigen Säle sind von den Genossen zu meiden. Arbeiterblätter liegen in den meisten feinen Sotalen aus. Vinnow bei Birkenwerder. Rosinsty's Restaurant. Plöhensee. Zu Versammlungen zu haben: Otte's Eisschlößchen, Plögensee. Gesperrt: Gustav Habermann, Insel- Restaurant, Plögensee. Moabiter Schüßenhaus. Reinichendorf( östlich). Zu Versammlungen zu haben: Böttcher's See- Schlößchen, Marfstraße 1/2. Lüdicke, Amendeftr. 1. Neubauer, Sausotterfir. 81. H. Budewitz, Hausotterstr. 4. Bente's Storchneft", Nordbahnstr. 1. Wirthshaus zur Tanne, Nordbahnstr. 15. Stadt, Provinzstraße 45. Borstells, Residensstr. 24. 10. Jahrg. Gesperrt: Etablissement Gschische, Rosinenstr. 3. Grewold's Gesellschaftshaus, Berlinerstr. 100. Paprig' Salon, Berlinerstraße 89. Café Grunewald, Spandauer Berg. Firl's Restaurant, Spandauer Berg.„ Schüßenhaus". Trifethau's Salon, Sophie Charlottenstr. 94. Beutsch- Wilmersdorf. 3u Versammlungen zu haben: Mölter's Boltsgarten, Berlinerstr. 40. Schulze's Restaurant, Berliner- und Augustastraßen- Ece. Bittoria- Garten, Wilheimsaue. 8u empfehlen: Restaurateur Gräz, Brandenburgischestr. 106. Restaurateur Finder, Brandenburgischestr. 104. Försterling, Mecklenburgischestr. 29. Gesperrt an Sälen: Rudolph's Restaurant, Wilhelmsaue. Reſtaurant Schramm und Seeschlößchen, beide am See gelegen, Kaiserstraße. An Restaurants: Züllich, Berlinerstraße 48. Schramm, Berliner- und Nassauischestraßen- Ecke. Gesell, Berliner- und Prinzenstraßen- Ece. Friedenau. Spremberg( Kurhaus). Baaz. Groß- Lichterfelde und Laukwik. 3u Bersammlungen zu haben: Wilhelm Grieß, Berlinerstr. 134. 3u empfehlen: Abraham, Lankwizerstr. W. Schlüter, Wilhelmstr. 83. Wolter, Heinersdorferstr. Ebert, Berlinerstr. Gottwald, Dürerstr. Braaß, Steinmeßstr. Gesperrt: Henning, am Anhalter Bahnhof. Arnold, am Anhalter Bahnhof. Hundertmart, Berlinerstr. 136. Lücke, Berlinerstr. 129. Maffurath, Beekestr. 22. Bießnart, Chausseestraße. Härtel, Potsdamerstr. 2. Fichtel, Stegligerstraße. Grünau. 8u empfehlen: Lindenhayn, Friedrichstr. 3a. Rutkowsky, Boltsgarten... Gesperrt: Stein's Restaurant. Gesellschaftshaus( Ohlrich). Jägerhaus, Bahnhofstraße. Kaiser Wilhelmsgarten( Buchholz). G. Hecker, Rathshalle. 9teftaurant Schöz. Grünau- Schmöckwik. Paul Rehfeld. Johannisthal. 3u Bersammlungen zu haben: Senftleben, Friedrichstraße. Gesperrt: Parlow, Kaiser Wilhelmsplay. Lenze, Friedrichstraße. Kleinschefsty, Friedrichstraße. Henneberg, Friedrichstraße. Röpenick. 3u Versammlungen zu haben: lein, Stadttheater. Gerisch, Lindenstr. Dalbis, Goldener Hirsch, Friedrichshagener- Chauffee. Scheer, Wilhelmsgarten, Rubowerstraße. Kautsch, Kaiserhof, Grünstraße. 3u empfehlen: Schmidt," Bu den drei Linden", Grünauerstraße. Gabriel, Grünauerstr. 6. Babel, Grünauerstr. 25. Joch, Grünauerstraße. Leberecht, Glienickerstr. 22. Schult, Glienickerstraße. Schulz, Schönerlinderstraße sa. Dertel, Bahnhofstraße. Stuz, Schloßstraße. Martan, Grünstraße. Gaul, Grünstraße. Briz, Altenmartt. Troppens, Rosenstraße. Linsener, Kiez. Stahn, Rieß. Schulz, Wüggelheimerstraße. Schimmezeck, Müggelheimerstraße. Tauchert, Müggelheimerstraße. Enger, Amisfeld. Seifert, Gartenstraße. Gesperrt: Wwe. Schulz, Müggelheimerstraße. Ludwig, Marienstraße. Tabbert, Sirschgarten, Friedrichshagener Chauffee. Haase, Ostend. Löwendorf. Gasthof zur Sonne. Mariendorf. Bu Bersammlungen zu haben E. Silgert, Ackerftraße 14. 3u empfehlen: Schramm, Dorfstr. 31. Ww. Stolzenburg, Chaussees straße 64. Rocket, Chausseestr. 8. Gesperrt: Friz Saat, Dorfstr. 1. Freiberg, Chauffeestr. 35 u. 53 gegenüber. Karl Saat, Chauffeestr. 26. Blocksdorf, Chausseestr. 58. Ww. Schensch, Feldfir. 14. Außerdem legen teine Parteiblätter aus: Martwig, Dorf- und Chausseestraßen- Gate. Bahr, Chausseestr. 70. Bu empfehlen: Gmil Sticsch, Residenssir. 20. Weigt, Gesellschaftsstr. 2. Hartmann, Gesellschaftsstr. 12. Handtfe, Residensstr. 14. Malchin, Residenz- Held, Müggelheimerstraße. Lindner, Gartenstraße. ftraße 101a. Gesperrt: Kaiser Friedrich- Bad( vorm. Süß). Meinicke, Residenzfir. 108. Golbacker, Residensstraße. Gäbler, Provinz- und Bürgerstraßen- Ecte. Müller's Tuch- Schüßenhaus, Residenzstr. 63. Wirsing, Hauptstraße( altes Dorf). Sandhagen, Hauptstraße( altes Dorf). Maurer, Hauptstr. 25. Cernat.„ Schüßenhaus",„ Elysium", Bersammlungslokale. Bu empfehlen sind: Garg, Wallstr. 2. Sering, Mühlenstr. 4. Kluge, Kronenstr. 4. Tonn, Berlinerstraße Gcte Königstraße, W. Bernitow, macherstraße 162. 2. Beeger, Königstraße, am Markt. W. Seber, Berliner straße 113. Bohre, Kaiserstraße. Birkenwerder a. d. Nordbahn. Saal zu Versammlungen stellt aur Berfügung Karl Hiezig, Schüßenhaus". Borgsdorf. Rein Lotal. Balldorf. Reiit Lokal. Reinickendorf( westlich). Zu Bersammlungen zu haben: Franz Bottschalt, Gichbornftr. 69( fleiner Saal). Bu empfehlen: P. Kohlschmidt, Wirthshaus zur Post, Scharnweberstraße 19 Wagener, Berlinerstr. 62. Karl Wolf, Berlinerstr. 66. Schanowsty, Eichenbornstraße. Gesperrt: Wirthshaus zum Brocken, am Chauffeehaus. Philipp Zu Bersammlungen zu haben: Schreiber's Teichert's Schützenhaus, Scharnweberstraße. M. Müller, Scharnweber- und Blankestraßen- Eate. Th. Marts, Schainweberstraße( an der Antonienstraße). Gördes, Wald- und Eichbornstraßen- Ecke. Erkner. Rein Lokal. Freienhagen. Gasthof. Gesperrt: Drews Gafihof. Friedrichsberg- Lichtenberg. Sämmtliche Säle sind zu habent. Friedrichsfelde. Zu Versammlungen zu haben: Maikowski, Saal und Garten, Wilhelmstr. 11. 3u empfehlen: W. Dorn's Restaurant, Prinzen- Allee 35. Momber, Wilhelmstr. 10. Müller, Berliner- und Schloßstraßen Ece. Franzte, Berlinerstraße 103. Gesperrt: Kohlhaase Schloßstraße. Maßer, Schloß- Restaurant. Barthels, Berlinerstraße. Meßte, Berlinerstraße( Restaurant Hoppegarten). Salzmann, Wilhelmstraße. Friedrichohagen. Zu Versammlungen zu haben: Conrad ( Goldene Krone), Friedrichstr. 134. Remperling( Fischerhütte), Seesir. 12. Koslowsky( Waldkater), Köpenickerstr. 87. Lippert( Gesellschaftshaus), Friedrichsir. 65/66. Mar Lerche( Bürgerfäle), Friedrichstr. 109. Petznick ( Deutsches Haus), Friedrichstr. 111. Richter( Eisteller), Friedrichstr. 94. Schulze( Seeschlößchen), Seefir. 57/58. Täschner( Müggelschlößchen). Wandrey ( Reichsgarten), Friedrichstr. 135. Wulf( Bad Bellevue), Mühlenweg 9. 8u empfehlen: Sieg, Wilhelinstr. 43. Eigendorf, Wilhelmstr. 67. Goyer, Echarrnweberstr. 113. Handte, Friedrichstr. 119. Hohenfee, Seestr. 31. Kalesty, Wilhelmstr. 40. Blante, Friedrichstr. 58. Bandlow, Linden- Allee 14. Büttner, Kirchstraße, Ecke Wilhelmstraße. Beere iftecher, Seeftr. 29. Baumgart, Seestraße, Kantine 1 der Berliner Wasserwerte. Dermigel, Kirchstr. 6. Kappell, Friedrichstr. 123. Kuryle, Friedrichstr. 75. Kurfis, Kirchstr. 17. Röftel, Friedrichstr. 44. Seelig, Friedrichstr. 104. Schatz, Rahnsdorferitr. 34. Schmidt( Brauerei- Ausschant) Friedrichstr. 1. Bademack, Friedrichstr. 10. Bachow, Staftanien- Allee 14. Büge, Seeftr. 62. 8immermann u. Schönfnecht ( Wilhelmsbad), Seestr. 39. Gesperrt: Schrammer( Am grünen Strand der Epree), Eprihenweg. Schmidt( Waldfater), Friedrichstr. 67. Weber( Kantine 2 der Berliner Wasserme.te), Seestraße. Kautsch( Ravenstein). Bonne, Seefir. 104. Becker( Kaniine 8 der Berliner Wasserwerke). Homann, Köpenick.rstraße 22. Kraaz( Kaiserhof), Friedrichstr. 68/69. Franz Lerche, Friedrichstr. 78/79. Magdeburg( Saidepart), Geestr. 1. Glienicke bei Hermsdorf i. d. M. Gesperrt: Sand- Krug( Jnh. Hausotter). Restaurant Trampel. Hermsdorf i... Bu empfehlen: Th. Wangenheim, Berlinerstraße 6( Blatt liegt aus). Gesperrt: Restaurant Feldschlößchen", F. Bleyle, Tegelerstraße. Restaurant Zur Soolquelle", F. Emezer, Berlinerstr. Restaurant, Bellevue", A. Pfeffer, Schloßfir. Restaurant Forsthaus". J. Hütt!, Augufta- Bittoriastraße. Restaurant von W. Schulze, Berlinerstraße. Gasthof Bur Mühle", A. Wostrad, Berlinerstraße. Gasthof von Chr. Laud, Berlinerstraße. Gasthaus zum Waldschlößchen", Th. Löffler, Bahnhofstr. Hohen- Neuendorf( an der Nordbahn). Jwert( früher Schmohl). Hohen- Schönhausen. Zu Versammlungen zu haben: Jaenice, Steuer, R. Schulze, Kienast. 3u empfehlen: F. Weber, Kuß, Kabbisch, Möhring( Weiße Taube). Gesperrt: Sommer, Gohlke( Weiße Taube). Kl. Schönebeck. Kein Lokal. Albert Dulk's fämmtliche Dramen. Paßt auf einen das Dichterwort: Zugleich ein Sänger und ein Held", so auf Albert Dulk, dessen Dramen eben in einer vorzüglichen Gesammtausgabe bei J. H. W. Die in Stuttgart erscheinen. Ein Held freilich, wie unser kulturfeindliches Zeit alter des Militarismus ihn sich vorstellt, ein Held, der mit scharfem Stahl auf blutgetränktem Felde den Lorbeer schneidet, ein folcher war Albert Duff nicht. Aber er war ein Mann, der mit nie gebeugtem Muthe nicht nur für seine Ueberzeugungen eintrat, sondern ihnen auch ohne Rücksicht auf die Zahl und Macht der Gegner die Bahn brach. Er dichtete, was er lebte, und was er dachte, wurde That. Als tapferen Vorkämpfer der neuen Zeit, deren Morgenröthe er noch am Horizonte aufleuchten sab, schildert ihn die ein gehende und von jeder Schönfärberei freie Biographie, die der Herausgeber, Ernst Ziel, den Dramen vorausschickt. Sie giebt uns ein ebenso treues Bild von der eigenartigen scharf ausgeprägten Persönlichkeit des Dichters wie von seinem geistigen Werden und Wachsen in den religiösen, politischen und sozialen Stürmen, die seit der Pariser Julirevolution von 1830 durch die Lande zu braufen begannen. Kreis Potsdam- Ofthavelland. Behin. Samel, Restaurant. Frize, Restaurant. Marwit bei Belten. Zu Bersammlungen zu haben: Wilhelm Noelte, Gastwirth. 3u empfehlen: Otto Ehrhardt, Gafiwirth. Aug. Jden, Restaurateur. Nauen. Bu Versammlungen zu haben: Hobusch, Marktstraße. Bu empfehlen: Demuth, Chausseestraße. bein( Boltsbatt"). Marienfelde. 8u Bersammlungen zu haben: Ferd. TeutschBu empfehlen: Fried. Vogeler, Alter Krug( Borwärts). Frizz Gädicke, Villen- Kolonie( Vorwärts"). Gesperrt: Herm. Petsch. Aug. Rohrbeck, Gasthof zum braunen Roß). Ferd. Berger, Gasthof zur grünen Linde. Nieder- Schönweide. Zu Versammlungen zu haben: BorussiaBrauerei, Berlinerstraße. 3u empfehlen: Thiele, Grünauerstr., Strecker, Grünauerstr., Stebenbaum, Berlinerstr., Hinz, Berlinerstr., Burkhardt, Berlinerstr. Gesperrt: Hanisch( Zum Kurfürsten), Berlinerstr. Ladendorf( Neuer Pichelewerber bei Spandau. Adolf Winkel, Restaurant Wilhelmshöhe. Potsdam. Brandenburger Kommunikation 16. Restaurant Charlotten- Krug), Berlinersir. hof", Alte Louisenstr. 32. Nowawes. Zu Versammlungen zu haben: Gärtner, Wallstr. 55. Bu empfehlen: Leuenberg, Wallstr. 17. Karl Wolter, Sindenstr. 36. Reinbeckel, Wallstr. 16. Paul Neumann( Bigarrengeschäft), Kreuzstr. 4. Herrmann Bathe( Bigarrengeschäft). Wilhelmstr. 60. Gesperrt: Ernst Schmidt, Wilhelmstr. 3. Gebauer, Wilhelmstr. 24. Rivdorf. Bergschloß- Brauerei, Hasenhaide. Vereinsbraueret, Jägerstraße. Maue's Variété- Theater, Hermannstr. 18. Summer's Salon, Berlinerstr. 136. Barta, Niesegt's Salon, Bergstr. 129. Hoffmann's Festsäle, Bergstr. 133. Deutsches Wirthshaus, Bergstr. 120. Stolzenburg's Kaiser Wilhelmsbad, Canner Chauffee. Wiersing's Salon, Knesebectstr. 77. Ww. Apolt, Knesebeckstraße 15. Nitschke, Steinmetzstraße 45. Rubow. Kein Lotal. Gesperrt sind die Lokale um Sanssouci, Konzerthaus, Mauerstraße, Mühlenberg- Grotte, Café Heere, Lennéstraße, und das Lotal von Schade, Zimmerstraße. Vogt's Blumengarten. Auf diese Lokale haben die Berliner Benoffen genau Acht zu geben. Größere Gesellschaften sollen bei der Kommission vorher ihren Besuch anmelden. Stolpe bei Wannsee. 2. Mattausch, Restaurant zum Lindenhof. Spandau 8u Bersammlungen zu haben: Spandauer Bergbrauerei. Restaurant Witte, Bichelsdorf, zum weißen Schwan. Bu empfehlen: Ratte, Neumeisterstr. 5. Kiefer, Zimarstr. 35, Klintsch, Pichelsdorferstr. 103. Bernhart, Pichelsdorferstr. 20. Sallider, Frobenstr. 12. Andere Lotale sind zu Versammlungen für die sozialdemokratische Partei nicht zu haben und bitten wir die Berliner Genossen, bei Ausflügen nach hier Schmargendorf. Bu Versammlungen zu haben: Wirthshaus auf vorstehende Lotale Bezug zu nehmen. Schmargendorf( Friedrich), Warnemünderstr. 6. Schüßenhaus( R. Wegener), Betten. Zu Bersammlungen zu haben: W. Grunow, Wilhelm- Sundefeblestr. 20. Sanssouci( A. Pöting), Ruhlaerstraße. Wirthshaus zum straße 19. Zemlin, Wilhelmstraße. S. Gericke, Bergstraße. G. Schröder, Schwan( W. Jaregte), Grunewald. Breitestraße. Das Boltsblatt" liegt aus bei Schulze, Karlstr. Arndt, Friedrichstr. Waubte, Friedrichstr. Wendland, Friedrichstr. Müller, Bittoriaftr. Sollchow, Bittoriastraße. Kettner, Breitesir. Kersten, Mühlenstr. Beyer, Wilhelinstr. Laube, Luisenstr. Eggert, Luisenstr. Konrad, Luisenstr. Gesperrt: Tübbicke, Breitestraße. Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Adlershof. zu empfehlen: Kuhle. Wisfera. Poranste. Schwabe's Gesellschaftshaus( W. Theise). Pauligt's Restaurant. Gesperrt: Leopold, an der Bahn. Albrecht's Restaurant. Freude's Restaurant. Stippetohl's Restaurant. Wöustein's Luftgarten( F. Schröder). Alt- Margrafenpieske. Diegel, Braunsdorf. Pöschte, Neu- Woltersdorf. Baumschulenweg( Neu- Treptow). Bischof. Hochstein( früher Lauff). Sämmtliche Säle zu haben. Brik. 920 Borwärts" und Voltsblatt" liegen in allen Lokalen aus mit Ausnahme von Dähne, Motowsky, Schulz. Charlottenburg. Zu Versammlungen zu haben: GambrinusBrauerei", Wallstr. 46. Bären- Brauerei", Spreeftr. 3c. Bismarcshöhe( Sermann Krause), Bismarckstraße. Baaz' Restaurant, Kantstr. 53. Heinrich Krause, Bismarckstr. 74. Knebel's Klubhaus, Westend. Bilter, Berlinerstr. 86a. Grosjahn. " 3u empfehlen: G. Walter, Destillation und Bierlokal, Breitestr. 25. Aug. Heuer, Bigarren- und Tabatgeschäft, Breitestr. 28. Gesperrt: Gesellschaftshaus( Tourley), Warnemünderstr. 1. Schwarzer Adler( Krägenbrint), 3opaterftr. 3. Waldschlößchen( F. Schumann), Warne münderstraße 4. Forsthaus( G. Löther), Warnemünderstraße 7. Waldfater ( R. Götsch), Warnemünderstraße 10. Wilder Eber( M. Werner), Warnemünderstraße 12. Alter Ziethen( Danker), Teplißerfir. Franzensbader Garten ( Lücking). Wirthshaus Deutsches Haus( S. Balz), Breitestr. Schmöckwik. Restaurant Segler- Schlößchen. Nestaurant zur Palme ( Kurras). Schöneberg. 3u Bersammlungen zu haben: Schloßbrauerei, Hauptstr. 60/63. Jakob,( Saal u. Garten), Grunewaldstr. 110. Gesperrt( Saalinhaber): Weidt's Restaur. Lindenpart, Hauptfir. 16. Ramm's Restaur., Hauptstr. 81. Birkenwäldchen( Sarre), Hauptstr. 34. Möhring's Restaur., Spohnholzstr. 27.( Restaurants): Halle, Bürgerliches Bierhaus, Stubenrauchstr. 9, Hohenstein, Hohenzollern, Kaiser Friedrichftraße 18. Gründer, Grunewaldstr. 106. Graf, Nollendorf- und Maaßen tr.Ecte, im Keller. Hirsch, Bülowstr. 6. Restaurant zur Dampfbahn, Ziethenstr.- 6. Gasthof zum Hirsch( Ahloff, Breitenstein jetzt Schulz, Friedenauerstr. 60. Haupt- und Tempelhoferstr.- Ece. Imm, Hauptstr. 121. Deter, Hauptstr. 22, tin Steller. Malzahn, Nollendorfstr. 22. Uhlig( Bum Bahnhofsschlößchen), " Der Sieg der Reaktion und ihr maßloses Wüthen in Königs- tung, die sich, nicht zu ihrem Vortheile, mit der fast an Manie berg, dem später auch die aufblühenden Arbeiter- Assoziationen grenzenden Bewunderung Shakespeares in unsere Literatur einzum Opfer fielen, veranlaßten Albert Dult, seine Baterstadt zu führte. Unbekannt mit den Einrichtungen des englischen Theaters verlassen. Es fab damals in allen Staaten des europäischen im 16. Jahrhundert, hielten es unsere jungen Stürmer und Festlandes gleich traurig aus, und so wandte er sich nach dem Dränger für unmöglich, daß Shakespeare's Stücke mit Morgenlande. Er reiste nach Egypten, fuhr den Nil hinauf, ihrem fortwährenden Szenenwechsel für die Bühne gedurchwanderte die Wüsten des steinigen Arabiens und ließ sich in schrieben sein sollten und hielten sich daher auch ihrereiner Felsengrotte des Sinai, der Schlangengrotte, wie sie von feits für berechtigt, einer Felsengrotte des Sinai, der Schlangengrotte, wie sie von seit für Anforderungen der Bühne ihrer Zeit abzubei der Komposition ihrer Dramen den Beduinen genannt wurde, häuslich nieder. Mit den sechs von Den Monaten, die er hier als Einsiedler verbrachte, schloß, wie er sehen. Goethe, der darin mit seinem Götz von Berfagt, die selbstherrliche Sturm- und Drangperiode der Jugend" iichingen seinen Zeitgenossen das Beispiel gab, äußerte noch ab. Die Einkehr in sich führte ihn zur Bescheidung 1825 gegen Eckermann über Shakespeare: Er ist kein Theaterseiner selbst und befähigte ihn, mehr und mehr zur opferfreudigen dichter, an die Bühne hat er nie gedacht, sie war seinem großen Hingabe an das Algemeine, welche seitdem das leitende Prinzip Geiste viel zu enge." Die den Rahmen der Bühne zersprengende alles Wirkens und Strebens" in ihm wurde. Auf dem Sinai Form des Lesedramas mußte begreiflicherweise einem angehenden aber, den er in gehobener Stimmung bestieg, kain ihm die Dichter die willkommenste sein, um alles das, was ihm in Kopf Sehnsucht des Prophetenthums, ein glühender Wunsch, Wahrheit und Herzen gohr und glühte, mit einem mächtigen Strome und Recht nicht nur zu üben, sondern auch zu verkünden und auszuschütten. In der That gelangen alle Anschauungen, Gedann still wie Mose in den Bergen zu verschwinden." danken, Fragen, welche feit der französischen Julirevolution die Ter Bethätigung dieses Wunsches durch Schrift und That Geister erregten und deren freierem Ausdruck in Preußen mit gehörte dann auch sein ganzes folgendes Leben, und als er nach dem Tode Friedrich Wilhelin III. 1840 die Schleuse gezogen mehrjährigem Aufenthalt oberhalb Montreux am Genfer See im ward, in Orla zur Erörterung. Kaun daher das Drama reifte auch seine Sehnsucht des Prophetenthums allmälig der Gr- sein dauernder Werth, so reflektirt sich in dem Helden, dem Grafen Herbste 1858 seinen dauernden Wohnsiz in Stuttgart nahm, ein treuer Spiegel jener Beit genannt werden, und beruht darauf füllung entgegen. Mit den Dogmen irgend einer christlichen Sette Drla, die geniale, in Lebenskraft und Lebenslust überschäumende, Von reichen Eltern 1819 zu Königsberg geboren, begann hat Dull's Prophetenthum freilich nichts zu schaffen. Der religiöse bis zur Tolllühnheit thatenfrohe Jugendgestalt des Dichters. Auf Albert Dult seine Rolle in dem großen sozialpolitischen Prozeß, Bug seines Wesens trieb ihn zu einer unsichtbaren Kirche, und schon dem Gegensatze einer solchen Persönlichkeit zu einer Gesellschaft, der darauf hinausgeht, die Gesellschaft von den Schlacken der vor 1848 hatte er mit dem Protestantismus, in dem er erzogen die in dem Doppelbanne alter Vorurtheile und politischen Druckes Barbarei zu reinigen und sie auf eine höhere Stufe der Zivilisation worden, gebrochen. Wie Lessing, so galt auch ihm das Christen- fich träge hinbewegt, beruht die Handlung des Dramas. Wie Grabbe in seinem Drama Don Juan und Faust zu heben, als Anwalt der bürgerlichen Demokratie, und zwar thum nur als historische Erscheinung, als eine Phase in der mit der dramatischen Dichtung Orla. Das Drama wurde vier Entwickelungsgeschichte des menschlichen Geschlechts zum freien die beiden Jdeale der Romantik in eines verschmolzen hat, so verJahre vor der europäischen Revolution von 1848 veröffentlicht. Menschenthum hin, in welchem der Gegensatz von Geist und bindet auch Dulf's Graf Orla die Genußsucht des einen mit dem Mit ihr begann die Ablösung Dull's von der bürgerlichen Klasse, Materie aufgehoben und das Sittengesetz That wird. Sein philosophischen Tiefsinn des andern. Aber welchen Antheil auch indem er sich dem Königsberger Arbeiterverein anschloß, der sich Drama Jesus der Christ, das wie Simson eine Frucht das allzu heiße Blut des Grafen Orla daran haben mag, daß er zu den Lehren des schweizerisch- französischen Sozialismus be- feines Aufenthaltes im Orient ist, wird der Besprechung Ge- von Blume zu Blume flattert, was er sucht, ist das Weib, das fannte. Dieses war freilich nicht der Standpunkt Dult's, der legenheit bieten, auf das Verhältniß Dult's zur christlichen seinem Jdeal entspricht, nachdem ihm die Jugendgeliebte ein damals vor allen Dingen die ökonomische Rettung des Hand- Religion näher einzugehen. Wenn der Herausgeber und Biograph früher Tod entrissen hat. Und wenn Grabbe die faustische Natur den werferstandes, mit dem er in der vormärzlichen Bewegung Dulk zu den Freidenkern zählt so ist doch hinzu seines Doppelwesens mit Hamlet verquickt, so verlieh Dulk dadaß im zu Gegensatz den lehteren Fühlung gewonnen, im Auge hatte. Indessen begegnete man zufügen, Dult gegen seinem Orla die Thatkraft, das Ergebniß seiner Erkenntniß fich auf praktischen Gebieten, und dank der thatkräftigen Mit- entschieden auf dem Boden der Sozialdemokratie stand. auch zu verwirklichen. stand. auch zu verwirklichen. Deutschland ist Hamlet", sang Freiligplötzlicher Tod entriß den von wirtung Dult's traten schon damals, lange vor Schulze- Delitzsch, Ein den geistlichen rath. Gerade dagegen aber richtete sich das Drama, das Dult die ersten Arbeiter- Assoziationeu ins Leben. Wenn die scharfen und weltlichen Machthabern Württembergs bestgehaßten Mann dem deutschen Volte widmete. Aus feinen Schmerzen, die er mit Debatten in dem Arbeiterverein die Joeen flärten und den am Abend des 29. Oktober 1884 seinem Wirkungstreise. ihm fühle, soll es zum Bewußtsein seiner Kraft erwachen; denn Boden für die Saat der Zukunft vorbereiteten, so empfing Dult Den Inhalt des ersten Bandes von Albert Dult's fämmtlichen schon beginne die Zeit im Sturm zu wettern. Darum ruft er: Auf jeßt, mein Volk! Das darf nicht währen: seinerseits den Anstoß, der ihn schließlich auf den Standpunkt der Dramen bilden der bereits erwähnte Orla und Lea. Orla Sozialdemokratie führte. ist ein sogenanntes Lesedrama, eine Form der dramatischen Dich Erniedrigung hat ihre Marke, Kolonnenstr. 50. Pannier, Kolonnenstr. 46. Strauch man, Kolonnente. 36. oder Arbeitern an den Kragen geht, was thut's! Die Bourgeoisie betrieben. Staub und Gerüche verbinden sich hier, schreibt der Pohl, Kolonnenstr. 28. Rathsteller, im Nathhause, Hauptstr. 2. Stontrolleur, um unhaltbare Zustände zu schaffen. Beschwerde Steglitz. Görlich, Ahornstraße 15a,( Saal zur Verfügung.) Borsdorf, ist weit vom Schuß. Schloßstr. 66. Dabergoz, Schloßstraße 84. Gärtner, Schloßstr. 8. Günther, Wird nicht vom Katheder herab das flare Gold wiffen beim Polizei- Revier vergeblich, das wäre gesund, hieß es dort. Markstein str. 9. Ww. Sörig, Schloßftr. 11. Hannusch, Düppelstr. 26. Sutte, schaftlicher Erkenntniß freigebigft ausgestreut? Hört man da Prinzen Allee 61. Unsauberer Hof, neben dem überAlbrecht str. 108. Kliemann, Düppelstr. 27. Lempert, Schloßitr. 24. Meinert Ahornstr. 32. Ratten, Schüßenstr. 51. Sternißty, Heesestr. 4. Schellhase, nicht, daß Schmuß und Unsauberkeit allein schon durch Erregung füllten Müllkasten lag ein Haufen Müll bis zum oberen Rand Schildhornstr. 79. Schivelbein, Schildhornstr. 4. Bethenier, Düppelſtr. 32. von Ekel und Unluft das Wohlbefinden des Individuums des Kastens. Ein häufig höchst unsaubereš Kloset. Defekte Schmidt, Schüßenstraße. Tieke, Albrechtstr. 125. Weißenfeldt, Schloßitr. 92. schädigen, daß Luft, Licht und Geräumigkeit nicht nur Wasserleitung. Teltow. zu Versammlungen zu haben: Schüßenhaus und unentbehrliche Eigenschaften einer gesunden Wohnung sind, Beusselstraße 59. Seitenflügel. Im Flur ein fensterSchwarzer Adler( Wirth Anthauer). zu empfehlen: E. Dery(„ Boltsblatt"), F. Kupsch(„ Borwärts"), sondern daß auch unter der Enge und ungenügenden Zahl und loses Pissoir. In diesem Hausflur, auf den Treppen und FußBeschaffenheit der Wohnräume die Sittlichkeit der niederen böden legt der Bäcker seine Backwaaren zum Aufgehen aus. Gesperrtt W. Matenay: Gastwirth. Gottfried Kuhlemat, Gastwirth. Bolksklassen" in hohem Maße leide? Klüten und Speck is en Sehr reinlich und appetitlich! Abhilfe wurde vergeblich vergodet Eten,- man wi friegt et nich!- Eine Prämie geradezu langt. hat man in unserer Kulturmetropole auf die Benugung möglichst Angesichts der Cholera, die vor einigen Wochen in D. Dugrain( Boltsblatt"). Förster, Gastwirth. Julius Reibe, Kaufmann. Hermann Thiele, Kaufmann. Ww. Bartian, Gastwirth. Rehfeldt u. Mater. Kaufleute. Tempelhof. 3u empfehlen: Gerth, Restaurant, Dorfstr. 10. Dube, Restaurant, Dorfstr. 29. Fischer, Restaurant, Berlinerstr. 41. Weidler, Restaurant, Ringbahnstr. 58. Wesenberg, Restaurant, Schönebergerweg 1. 2. Reisen, Zigarrengeschäft, Berlinerstr. 44. Gefperrt: Teichert, Reſtaurant mit Saal, Berlinerfir. so. Tillmann ( Inh. Langhammer), Restaurant mit Saal, Berlinerstr. 33. Trebbin. Kein Lokal. zur Baumschule. Treptow. Zornow's Restaurant. Bender's Restaurant. Jacob, Ausschant der Bock- Brauerei. Otto( früher Henze), Restaurant zum Karpfenteich. Babe's Boltsgarten. H. Kümpel, köpnicker Landstraße. Bischof, Reſtaurant Wusterhausen. Zu haben: Walbschlößchen( Inhaber Krüger) zur Mühle. Der" Borwarts" liegt aus: Warnite, Teltowerstr. 23. Saupt, Behlendorf. zu haben: Rost, Karlstraße. Potsdamerstraße. Dohrmann, Machnowerstraße. Zeuthen- Handkels Ablage. M. Schrobach. Die Adressen der Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin sind folgende: Adlershof: B. Casper, Bismarckstr. 52a. Bernau: G. Schröder, Mühlenstr. 4. Brit: R. Schönbauer, Rirdorf, Juliusstr. 39. Buckow bei Müncheberg: F. Siemon, Schneidermeister, Charlottenburg: A. Röttger, Wilmersdorferstr. 65. Dalldorf: E. Gallin, Hauptstr. 35. Deutsch- Wilmersdorf: G. Reuter, Berlinerstr. 29. Eberswalde: F. Bittner, Brettestr. 34. Ferienwalde a..: Robert Schiele, Alt- Riez 4. Friedrichsberg- Lichtenberg: H. Tropper, Friedrich- Karlstr. 33. Friedrichsfelde: G. Junge, Prinzen- Allee 35. Friedrichshagen: Heyfelder, Scharenweberstr. 47. Groß- Lichterfelbe- Tankwig: W. Böltet, Parallelstr. 10. Grünau: H. Schneider, Köpenickerstr. 103. erbärmlicher Wohnungen gesetzt. Oder was heißt die Mieths: Berlin festen Fuß gefaßt hat, muß uns lebendiger die Pflicht steuerfreiheit für Wohnungen unter 200 M. anders als: will zum Bewußtsein kommen, alles das, was der Ausbeutung der der Proletarier miethssteuerfrei sein, so muß er recht er- Seuche den Weg ebnen kann, energisch vor die Deffentlichkeit zu bärmlich wohnen! Denn als ein Kunststück kann es gelten, wenn bringen. Leider ist damit im wesentlichen die Funktion der Arman für 200 m. eine auch nur halbwegs für eine Familie von beiter Sanitätskommission erfüllt; denn zur Beseitigung von miitlerer Kopfzahl genügende, gesunde Wohnung findet. Der- Uebelitänden gehört noch der gute Wille, sei es der städtischen artige Wohnungen sind in Berlin ebenso selten wie Arbeiterinnen und staatlichen Organe, sei es der betreffenden Privatpersonen, à la Spar- Agnes. Und wie viel Arbeiterfamilien, die eine und der fehlt oft genug. Leider fann sogar jeder Hausknecht halbwegs genügende Zahl von Wohnräumen besigen, müſſen nicht durch Abvermiethen an Schlafgänger und Chambregarnisten die Miethelast sich erleichtern natürlich die bygienischen und fittlichen Vortheile einer größeren Wohnung wieder dahin sind und im Grunde der Miether nur dem Haus besitzer das Risiko abgenommen hat! womit Verzeihung dem Worte unser Bestreben, hygienische Uebelstände aufzudecken, vereiteln. Und als Kuriosum mag erwähnt werden, daß bereits bürgerliche Blätter vor einem unserer Rechercheure als baldowerndem Diebsgesellen dem braven Philister graulich gemacht haben. Da lesen wir: Als Mitglied der Sanitätskommission hat sich ein etwa 40 jähriger Mann mit Eine Ausbeutung bedingt die andere. Das zeigt sich auch Schnurrbart und hagerem Gesicht in verschiedenen Häusern der deutlich an den kleinen Barbier- und Friseurgeschäften und ähn Rauch- und Hizigstraße bei den Pförtnern vorgestellt und anlichen fleinen Ladengeschäften, in denen Gehilfen zc. beschäftigt gegeben, daß er mit Rücksicht auf Choleragefahr Hängeböden und werden. Erhält der Ladeninhaber schon für unmenschlich hohe andere Räume zu prüfen habe, wobei er erzählte, daß in anderen Miethe homöopathisch winzige Räume, lebt er selbst schon mit Stadtgegenden mehrere Personen an Cholera frank, eine bereits der Familie in den gedrängtesten" Verhältnissen, so ist es er gestorben sei. Er hat gefragt, wieviel Perfonen in den einzelnen flärlich, daß für Angestellte und Gehilfen jeder noch so kleine Stockwerken wohnen, auch Vermessungen vorgenommen. Da die Winkel als Schlafstätte genügen muß. Und es giebt Fälle, wo Sanitätskommission solche Untersuchungen nicht veranlaßt hat, man im Zweifel fein kann, ob der Herr oder der Gehilfe mehr so scheint es sich um die Ausbaldowerung von Gelegenheiten zur 31 beklagen sei. Man sollte denken, daß es die Dienstboten bei Ausführung von Diebstählen zu handeln. Allen diesen Schwierigfogenannten feinen Herrschaften besser hätten. Weit gefehlt! feiten gegenüber bedürfen wir der regen Unterstützung derer, die am meisten unter den elenden Verhältnissen zu leiden haben. selbst für einen Hund. Eine herrliche Beigabe zu der bürger- Jeder Arbeiter, jeder Gesinnungsgenosse, welcher zur Kritik hygienischer Unzuträglichkeiten aller Art irgendwie beitragen lichen Preisfrage: Wie rede ich meine Köchin brieflich an? tann, hat auch die Pflicht, es zu thun. Nur so kann die Arbeiter- Sanitäts- Kommission gedeihlich wirken. Hergermühle bei Eberswalde: C. Dolfs, Schuhmacher, Heegermühle. Für Dienstboten sind Hängeböden da, meist zu eng und schlecht Hermsdorf: S. Schmidt, Tegelerstr. 2. Hohen- Schönhausen: G. Lück, Wilhelmsberg 18. Johannisthal: G. Elze, Friedrichstr. 19. Köpenick: G. Israel, Gartenstr. s. Alt- Margrafenpieske: Krause. Mariendorf: A. Senger, Ackerstr 12. Marienfelde: Paul Kalow, Chausseestr. 78. Marwik b. Velten: A. Lehmann, Töpfer. Nauen: H. Rohn, Mittelstr. 6. Rieder- Schönweide: G. Elze, Friedrichstr. 19( Johannisthal). Nowawes: F. Schuster, Lindstr. 15a. Oranienburg: Th. Mohaupt, Kanalftr. 67. Pankow: Grünberg, Schulzefir. 27. Potsdam: A. Krause, Charlottenhof. Reinickendorf: A. Richter, Justusstr. 57. Biedorf: B. Schent, nesebeckstr. 10, Rüdersdorf( Kaltberge): Matthes. Rummelsburg: G. Beier, Türrschmidtstr.4/ 5. Schmargendorf: Paul Abraham, Rösenerstr. 4. Schöneberg: 2. Weisgerber, Grunewaldstr. 116. Spandan: A. Senftleben, Bergstr. 9. Steglit: J. Otto, Schildhornstr. 75a. Stralau: H. Krumm, Stralau Nr. 17, 4 Xr. Straußberg: C. Busack, Münchebergerstr. 10. Tegel: August Berndt, Berlinerstr. 98, Teltow: Hermann Reßler, Badstr. 26. Tempelhof: A. Reisen, Berlinerstr. 44. Velten in der Mark: A. Paris, Bittoriaftr. 30. Weißensee: H. Gampe, Sedanjir. 5. Zehlendorf: D. Bielte, Machnowerstr. 30. Etwaige Aenderungen betreffs der Adressen sind sofort den Unterzeichneten mitzutheilen. von Sur Illustration des Ausgeführten einige Thatsachen: Ackerstr. 117, Borderhaus und Quergebäude. 2 Klosets für ca. 100 Bewohner; ein wahres Eldorado für Schwaben, Wanzen und Mäuse; 29 untersuchten Wohnungen find 10( von denen 3 aus je 1 Rimmer, 6 aus je 2 und 1 aus 8 Zimmern bestehen) hygienisch absolut unzureichend, indem auf den Kopf des Bewohners entfallende Luftraum von 7,8 bis 14,9 Stubitmeter ſchwanti; relativ ungenügend find 8 Wohnungen( wovon 4 aus je 2, 1 aus 3 Zimmern, 2 aus je 4 und 1 aus 5 Räumen bestehen), weil aus Rücksicht theils auf Schlafgänger, theils auf große Kinderzahl, theils auf einen Geschäftsbetrieb eine hygienisch ungünstige Schlafstellengeometrie Plaz gegriffen hat. Also in 18 von 29 Wohnungen wohnen Menschen in Räumen, die dem Kubikinhalt nach unter dem hygienischen Minimum( 15 Rubitmeter pro Kopf) zum Theil sehr erheblich zurückbleiben. Bucklerstraße 9. Für 36 Miether des Quergebäudes 5 Klosets, für 20 Miether des Vorderhauses 4 Klosets; für 15 Miether einzelner Stuben Wasserleitungshähne in den Klosets. Haus vernachlässigt. Von 25 untersuchten Wohnungen des Quer gebäudes find 11 einzimmerige und 2 zweizimmerige absolut zu klein; der Luftraum schwankte von 6,75 bis 13,6 Rubikmeter auf den Kopf. 1 zweizimmerige und 1 breizimmerige find relativ zu klein. min 8-1969 Soziale Uebersicht. An die Hifsarbeiter und Arbeiterinnen! Kollegen und Kolleginnen! Echon zweimal haben wir in unseren Bersammlungen die Berathung über die Errichtung eines ständigen Bureaus der Gewerkschaftskommission absetzen müssen wegen des zu schwachen Besuches der Versammlung. Die nächste Versammlung findet am Dienstag, den 12. September, in der Kronen= brauerei, Alt- Moabit 47/48, statt. Zu derselben hat der ReichstagsAbgeordnete rd noch durch Inserat bekannt gegeben. Wir erDr. Bruno Schoenlant das Referat übernommen. suchen sämmtliche Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, der wichtigen Tagesordnung wegen am Plage zu sein. Besonders die Kollegen von Moabit werden zu einem recht regen Besuch der Versammlung aufgefordert. J. A.: Wilh. Arndt. Die Lokalkommissions Mitglieder der Umgegend von Berlin werden ersucht, Zuschriften, die Lokalfrage betreffend, nur den An die Filzschuharbeiter! Wir fordern hiermit zum Unterzeichneten einzuschicken; die Verantwortung über die richtige Thurmstraße 37 befinden sich 8 als Schlafräume für legten Mal diejenigen Kollegen, die noch im Besitz von SammelAufstellung der Liste tragen die Einsender selbst. Direkte Ab- Dienstmädchen dienende Hängeböden, von denen 6 bei der Aus- listen sind, auf, abzurechnen, widrigenfalls wir gezwungen sind, machungen mit Wirthen der Umgegend von Berlin in Lokal messung folgenden Kubitinhalt ergaben: 2,8, 4,5, 6,2, 9,7, die Säumigen bekannt zu geben. Der Unterzeichnete iſt täglich Angelegenheiten lehnt die hiesige Lokalkommission ab; dieselben 9,9, 13,75 Kubikmeter und das im Hause eines Doktors! zu sprechen Elisabethstr. 30, Hof 1 Tr., und Sonnabends von haben sich in dieser Angelegenheit an die dortigen KommissionsNeue Königst r. 52. Eine Dachkammer von 9 Rubikmeter 6 Uhr ab bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gleichzeitig machen mitglieder zu wenden. Naum dient außer anderem Gerümpel auch dem Friseurgehilfen wir die Kollegen und Kolleginnen auf die öffentliche Versammdes Barbier- und Friseurgeschäfts als Ruhestätte. Dach undicht, lung, die am Montag den 18. September Grenadierstr. 33 bei jedenfalls auf gute Ventilation berechnet. Der Raum ist so Seefeld stattfindet, aufmerksam und ersuchen der wichtigen Tagesniedrig, daß der Gehilfe sich nicht gerade darin aufrichten kann. ordnung wegen recht zahlreich zu erscheinen. Spandauerstraße 40. Barbier- Geschäft. GehilfenSchlafraum im Entresol, 9,5 Kubikmeter groß. J. A.: Die Lotaltommission. J. Wernau, Rosenstr. 30; Gumpel, Barnimstr. 42; D. 3abel, Frankfurter Allee 90. Arbeiter- Sanitätskommission. Olle Kamellen! Schon vor Jahresfrist wurde von uns an dieser Stelle sowie in der Berliner Stadtverordneten- Versammlung auf die kultur- und gesundheitswidrigen Zustände hingewiefen, wie sie an den Ufern des Humboldthafens und der benachbarten Wasserzüge herrschen, wo der vollständige Mangel an Bedürfnißanstalten für die auf den Löschplägen beschäftigten Arbeiter und Schiffer eine phänomenale Verunreinigung aller den Blicken etwas entzogenen Ecken und Winkel verschuldet hat. Gin Jahr ist darüber hingegangen und nichts geschehen dem Walten der gütigen Natur bleibt es fort und fort überlaffen, ob die Faecalien vertrocknen, verfrieren oder in wässriger Aufschwemmung den Wasserläufen zugeführt, letztere zu Brutstätten menschenmordender Krummstäbchen machen sollen. Mußte nicht der Hinweis auf solche ekelhaften Zustände allein genügen, ihre Beseitigung hereeizuführen? Mußte erst das Kind in den Nordhafen fallen und den experintentellea Beweis er: bringen, daß die Spree nun auch wirklich mit Cholera verseucht ist? Troß aller ethischen Kultur und hygienischen Weisheit wird die bürgerlich kapitalistische Gesellschaft nicht von ihrer Geldsacksmoral zur Erfüllung der einfachsten Forderungen der öffentlichen Gesundheitspflege bekehrt. Wenn's ein paar Schiffern Embenerstraße 44. Bäckerei. Vorraum zum Kloset 17,05 Kubikmeter, mit zwei Betten für Gesellen( zur Zeit der Untersuchung schlief nur 1 Gefelle dort). Im Korridor, 15,36 Kubikmeter, wo ebenfalls ein Kloset befindlich, hat die Köchin ihre Schlafstelle; Korridor ohne Licht. Staligerstraße 54b, Seitenflügel part. 2 Klosets für Familien mit 23 Kindern( zusammen 44 Personen). Eine leichte Kalfwand trennt diese Klosets von einer Küche, die Wand hat sich in der Mitte gesenkt und große( 1/4 Meter lange) Löcher gebildet, die von dem Bewohner mit Pappe verdeckt werden. Hierdurch infolge undichten Abschlusses der Wasserleitung efelerregender Gestank. Der untere Theil der Küche feucht, unter Vor dem Fenster der Küche Waschküche mit faulendem Boden. überfüllte Mülltute und ein Stall mit allerlei Gethier. Alle Beschwerden fruchtlos.. Fischer. Wilmersdorf. Auf Anregung des Vertrauensmanns für Wilmersdorf hatten sich mehrere Gesangvereine bereit erklärt, die bestehenden Vereine aufzulösen und sich zu einem zusammen zu schließen. Der Gesangverein Hoffnung II" hat sich am 7. d. M. aufgelöst, um dem neuen Verein, welcher sich unter dem Namen Wilmersdorfer Liedertafel" konstituirt hat, geschlossen beizutreten. Gs werden hiermit alle diejenigen ersucht, welchen an einem einmüthigen Zusammenwirken noch etwas gelegen ist, sich am Dienstag, den 12. d. M. Abends 9 Uhr, im Restaurant" Gräb", Brandenburgisch eStraße, behufs weiterer Besprechung pünktlich einzufinden. Frih Heinemann, Vertrauensinann für Wilmersdorf. Oberbergerstraße 21. Jm hintersten Hof ein Stall mit 4 Pferden, ca. 6 Schweinen, Ziegen, Hühnern und Kaninchen, Briefkaffen der Redaktion. unmittelbar an dem Hinterhaus( mit ca. 50 Familien) gelegen. 2 Meter von den Wohnungsfenstern entfernt offen stehende Liebe. Die Verflichtung des Gesindes in Berlin, 50 Pf. Dunggrube. Die Längswand der Häuser bildet die Gemeinde- zum Gesindebelohnungs- Fonds beizusteuern, beruht leider auf Doppelschule. Die bei dem Ausräumen von Stall und Grube einer einem Gesez gleichstehenden Verordnung eines wortbrüchigen fich entwickelnden Gerüche belästigen die Anwohner in unerhörter Königs. d Weise und verbieten das Deffnen der Fenster. Obendrein wird E. H. Wiedernehmen dürfen Sie das Schild nicht, zeigen daselbst in einer Parterre- Wohnung eine Bettfeder- Reinigung Sie den Betrüger wegen Betruges an. man dem Feig wären, wo Dein Blut trieft, 3ähren, gelungen, die sich um Orla gruppiren und von denen jede fich diesem weiblichen Charakter an dramatischer Kraft ge so fann auf das bestimmteste, so fein auch zuweilen der Unterschied ist, bricht, so Und Michel heißt zu deutsch: der Starke!" Herausgeber Ernst Ziel wenn er an der Gestalt des Orla fällt im Rampfe für die Freiheit. Man hat es wenig von der anderen abhebt. Ebenso frei wie die Schilderung des nicht Unrecht geben, im Einklang mit dem hohen Streben Orla's gefunden, daß er Helden ist die der Frauen von fonventionellen Bügen; sie be- Juden Süß rügt, daß sie, in einer unglücklichen Mitte zwischen in dem Frankfurter Putsche des Jahres 1833 untergeht. Gewiß, ruht durchaus auf scharfer und glücklicher Beobachtung der dem Intriganten und Helden schwebend, durch diese Zwitterdie Revolution von 1848 hätte einen würdigeren Schluß ge- Natur. Von Berthold, dem Jugendfreunde und späteren Tod- haftigkeit ihres Wesens eher deprimirend beunruhigend als erboten. Aber sie stand noch aus, als Orla gedichtet wurde, feinde Orla's, kann jedoch nicht dasselbe gesagt werden. Die hebend beruhigend wirke. Gewiß ist es ein Fehler, daß Dulk und ist es Dulr's Schuld, daß die Geschichte Deutschlands ihm Schatten, die auf diesen Pastorssohn fallen, und es find nur in der aufsteigenden Handlung den hartherzigen und wucherischen für den Freiheitskampf fein besseres Symbol bot, als den Sturm Schatten, find allzu schwarz. Diese enge, neidische, Glücksritter ebenso einseitig betont, wie in der sinkenden den vom auf die Haupt- und Konstablerwache der damaligen Bundesstadt? habsüchtige und ebenso ehrgeizige wie hinterlistige und Schicksal schwer gestraften tragischen Helden. Es ist unstreitig, Auch vergißt man, daß dieser Putsch in einem organischen Zu- verfogene Seele ist auf dem Prokrustes bett der Tendenz daß der Dichter eine psychologische und zugleich dramatische Aussammenhange mit den Flammen stand, die damals an vielen verzerrt worden. Dem bei allem Feuer so milden und humanen gleichung dieser beiden Pole hätte finden müssen. Wir sind aber Orten aufzüngelten und z. B. den Herzog Karl aus Braun- Charakter Duff's war es nicht möglich, Bösewichter nach der sehr zufrieden, daß er den Weg nicht gefunden hat, der ihn nach der schweig vertrieben. Es waren die Vorboten des gewaltigen Natur zu malen. Meinung Ernst Biel's zu einer stärkern Ausprägung des Süß als Brandes, der wenig später von den Alpen bis an den Belt, von Wie Orla, fo ist auch das Drama Lea noch vor dem eines überzeugten Vorkämpfers der Judenemanzipation hätte führen der Seine bis an die Newa aufloderte. Nicht jedem erfüllt es Jahre 1848 geschrieben. Den Stoff hat der Dichter Wilhelm müssen. Der Herausgeber giebt felbst zu, daß dieser Jnd Süß das Schicksal, das heiß ersehnte gelobte Land zu betreten; doch Hauff's Novelle Jud Süß entnommen und dieses Mal den ein anderer als der historische geworden wäre. Nun, wir geben durfte Orla mit dem Bewußtsein sterben, seinem Volfe dorthin Bedingungen der modernen Bühne entsprochen. Das Stück ist den letzteren gern preis. Dult hatte aber ein Höheres im Auge den Weg gewiesen zu haben. denn auch wiederholt mit Beifall aufgeführt, aber von Dult als die Judenemanzipation, deren Nothwendigkeit aus dem trauKam durch das Jahr 1830 ein frischerer Hauch in das zurückgezogen worden, wohl weil er selbst an dasselbe den strengen rigen Ausgang der Liebe Lea's zu dem Sohne des altwürttempolitische Leben Deutschlands, so bereitete sich durch die Dichter des kritischen Maßstab legte, nach welchem Mert den Glavigo bergischen Staatsbeamten streng protestantischer Observanz sich Jungen Deutschland eine Umwandelung des Dramas vor. Das feines Freundes Goethe verurtheilte. Dult hatte in den Jahren von selbst ergab. Die wuchtigen Schläge des Dichters galten der klassische Drama hatte den Schwerpunkt in die sorgfältig aus 1845-47 an fich selbst das Elend der deutschen Kleinſtaaterei und Wurzel nicht nur dieses Uebels, sondern aller, an denen die Zeit gearbeitete Handlung gelegt; die neue Richtung legte den Nach- die Willkür der unbeschränkten Polizeigewalt erfahren. Es war frantte. Sie galten dem autokratisch bureaukratischen Staate Sruck auf die Charaktere. Dieser Richtung gehören auch die ihm daher, um der Zeit von beidem ein eben so wahres wie und trot unleugbarer Schwächen des Stückes freuen wir uns Dramen Dult's an, ohne daß er in den Fehler Hebbel's und verdammendes Bild vorzuführen, die Geschichte des Juden Süß auch noch heute darüber, und haben Ursache genug dazu, daß Otto Ludwig's verfällt, die durch eine zu weit getriebene Detail- willkommen, der als allmächtiger Minister des Herzogs von Albert Dult gegen diesen Staat so träftig seine scharfgeschliffene malerei die dramatische Wirkung ihrer Gestalten beeinträchtigen. Württemberg im vorigen Jahrhundert das Land schurkisch aussog Art führt. = Orla leidet daran, daß der Dichter es meistens dem Refer überläßt, und durch seinen Despotismus, der sich den höheren Ständen Der demnächst zu erwartende zweite Band der sämmtlichen sich die äußere Handlung zu ergänzen, welche zwischen den ein- gegenüber einen chevalleresten Anstrich gab, zur Verzweiflung Dramen Dutt's wird Jesus der Christ und Simson zelnen Szenen liegt; er legt das ganze Gewicht auf die Szenen, trieb. Der Jude ist die Hauptperfon, nicht seine Tochter Lea, bringen, in denen das Talent des Dichters zur höchsten Blüthe die trotz der Länge, die ihnen der dialektisch reflektirende deren tragische Herzensgefchichte dem Dichter Gelegenheit bietet, fich entfaltet. Den Inhalt des dritten und letzten Bandes werden Inhalt giebt, voll dramatischen Lebens sind. Aber die Charaktere den verknöcherten Protestantismus jener Zeit mit allen seinen die hiftorischen Schauspiele König Konrad der Zweite find bei aller Individualisirung mit durchsichtiger Klarheit ge- Vorurtheilen und seinem Hochmuth vorzuführen. Trägt haupt- und Kaiser Konrad der Sweite und das ganz eigenzeichnet. Ganz vorzüglich sind dem Dichter die Frauengestalten sächlich der novellistische Stoff die R. S. Schuld, daß es artige Schauspiel Willa bilden. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung Mittwoch, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages- Ordnung: 1. Was lehrt uns der Züricher Kongres? Referent: Genosse Timm. 2. Diskussion. 3. Antrag des Vorstandes behufs Neudruck der Statutenbücher. 4. Verschiedenes. 370/14 Jedermann hat Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Dienstag, den 12. September 1893, Abends 8 Uhr: Versammlung im Resaurant 372/20 ,, Königshof", Bülowẞtraße Nr. 37, Tages- Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt: Einiges über unsere Organisationen. Diskussion. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis, Dienstag, den 12. September, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Joel, Andreasstraße Nr. 21: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Sozialdemokratie Sozialliberalismus. Referent: Genosse Mattutat. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Broschüre: Die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft" gelangt in dieser Versammlung zur Ausgabe. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 877/7 Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung des Verbandes der in der Kürschnerbranche beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen Montag, 11. b. M., Ab. 8%, Uhr, im Restaur. Seehausen, Landsbergerstr. 81. Tages Ordnung: 1. Ergänzungswahl der Ortsverwaltung. 2. Vortrag. 8. Diskussion. 4. Verschiedenes. Es wird ersucht, daß die Mitglieder recht zahlreich er scheinen. Die Ortsverwaltung. 190/6 Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen u. verwandter Berufsgenossen. Derlammlung Grosse Ersparniss an Zeit und Geld. Dr. THOMPSON'S Seifen- Pulver. Schutz- Marke. Anerkannt vorzüglichstes Wasch- und Bleich- Mittel. Man fordere direct in allen besseren Seifen-, Droguen- u. Colonialwaaren- Handlungen das Dr. Thompson's Seifenpulver und achte genau auf die Schutzmarke ,, Schwan", da minderwerthige Nachahmungen in neuerer Zeit besonders unter der Bezeichnung ,, Seifenextract" angeboten werden.[ 329M Preis pro 1/2 Pfund- Packet 20 Pfennige. CTA pillid Junker& Ruh- Öfen Toun die beliebtesten Dauerbrenner mit Mica- Fenstern und Wärme- Circulation. welche alle übrigen Öfen durch die exacteste Ausführung und die feinste Regulirbarkeit Ubertreffen, in den verschiedensten Grössen u. 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Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Massini über: 3weck und Ziele der Ge werkschaftsbewegung." 2. Diskussion. 270/18 Kollegen und Kolleginnen, erscheint zahlreich in dieser Versammlung. Die Lokalverwaltung. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Sonntag, den 17. Septbr., Vorm. 9 Uhr, zu soliden Preisen. Trauringe: 2 Dukaten 21 M. August Schulze Goldarbeiter Kommandantenstr. 1 Tr. 351 Tr. 1 35 massiv goldene Ringe, Ketten, Korallen, Granaten etc. A.S. Bitte auf HausNo. zu achten. Kinderwagen Größtes Lager im Norden Berlins. Theilzahlung gestattet. A. W. Schulz, Brunnenstraße 145, Ecke Rheinsbergerstraße. Musterbücher gratis und franko. Achtung! and 30 Kinderwagen, theils zurück gesetzte, theils gebrauchte, verkauft billig gegen Baarzahlung Montag von 8-12 Mittags. Schulz, Brunnenstr. 145. Nur für Wieder- Verkäufer Rauchrequisiten als Cigarrenspitzen, Cigarettenspitzen, Pfeifen etc. in allen Holzarten, Meerschaum, Bernstein 2c., liefert billigst Gustav Klein jr., Heilbronn a/ N. 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Ausschuß- Sihung. = Tages Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Vorschläge zum Bundesdirigenten event. Wahl desselben. 3. Arrangement zum Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Der Vorkand. Die Vereine werden hiermit auf§ 8 Abs. 1 des Bundesstatuts aufmerksam gemacht. 106/13 D. D. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Montag, den 11. September, Abends 8%, Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Scherdin über: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". 2. Diskussion. 3. Die Fachschule. 4. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 812/5 Bauarbeitery. d. Rosenthaler Vorst. Derlammlung am Sonntag, 17. September, Borm. 11 Uhr, in Wilke's Lokal, Hochstr. 32a. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten( Abrechnung vom Monat Juni). 2. Verschiedenes und Fragekasten. 123/10 J. A.: W. Genz, Bernauerstr. 124c. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 11. September, Abends 8% Uhr, im Klub hause Süd- Ost", Waldemarstraße 75: " Bezirksversammlung für den Süden. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Fritz Hansen über:" Eine Krankheit der Zivilisation". 2. Diskussion. 3. Der Streit bei der Firma Willing u. Violet. E. Domcke, Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr.54, Fruchtstr.36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren- N., Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Rammgarn- Garderoben. Uhren und Goldwaaren vormals 3716L zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. Reparaturen streng Lothringerstr. Nr. 44. Concurs- Masse Kottbuser- Damm 103 1. Haus an der neuen Brücke Herren- Hüte Wilh. Wegner, A. Th. 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