Ur. 314. Erscheint täglich aun-r Montag;. Preti pränumerando: Bisriel- jährlich s,»v Marl, monatlich 1,10 Mt, wöchentlich SS Pfg frei in'S HauS. Einzelne Nummer ö Psg. Sonntags- Nummer mit iBufit. Sonntags-Beilage.Neue Welt" lo Psg. Poft-Ddonnement: S,J0 Ml.pro Quartal. Unter kreuz- band: Deutschland u. Oefterreiä?- Ungarn 2 Mi., für das übrige Ausland Z Mt.pr.Monat. Singet:. in der Polt- Zeitung«-Pr-iSIijie für ls»Z unter Sir.«ivs. 1V. Jahrg. IntertlonS-Sebühr beträgt siir die tünsgeisaltene Perttzeile oder deren Raum 40 Psg., für Verein«- und ver, a>n»>lungS- Anzeigen 20 Psg Jnierate für die nächii« Nummer müssen biS< Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Exvedilton ift an Wochen- tagen diS? Ubr Abend-, an Tonn- und Festtagen bis s Uhr Bor- minagS geöffnet. Fernsprecher: Ziu»t I. 4186. Telegramm- Adres-e: ..K-linldemoitrat Keriiui' Verliner Volksdlall. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. WedaKLion: LV.l9. Aeuty-Straßc 2. Dienstag, den 13. September 1893.! ßTpedition: LV.lg. ZZeuth-Stmße 3. Bit von fvÄcnzöstkehen ZVnhlen. Nachstehend veröffentlichen wir zwei an den„Vorwärts" geschickte Korrespondenzen, nebst einer von V a i l l a n t an die Redaktion der„Petite Repnbliqne"(„Kleinen Republik") gerichteten Znschrist. Die eine der Korrespondenzen rührt von einem der Hauptvertreter der„Marxistcn"-Gruppe her, die andere von einem der bekanntesten Mitglieder der Koinmune. Was wir nachstehend bieten, sind also die Ur theile von Männern, die zur Abgabe eines Urtheils hervor- ragend berufen sind. Paris, den 6. September. Der wichtigste und größte Erfolg der Wahlen ist der Sieg der republikanischen Partei und der unaufhalisame Verfall der monarchistischen Parteien. Bis jetzt halte die monarchistische Partei die Waffen nicht niedergelegt, vielmehr die Hoffnung gehegt, die Macht zurück zu erobern. Damals als Mac Mahon noch Prä- sident war, hatte sie auf ihn gerechnet, schließlich bildete sie das Gros des boulangistischen Stabs und rechnete auf Umsturz und Revolution, um die orleanistische Monarchie wieder herzustellen. Man weiß, daß die Orleans, denen man Freigebigkeit nicht vorwerfen kann, Millionen für das Abenteuer Boulanger's hergegeben haben. Als sie sahen, daß die Republik so festen Boden gesaßt halte, daß sie dem ge- planten Gcivallstreich begegnen konnte, versuchten sie es mit der List. Auf den Rath der Macchiavelle des Vatikans erklärte sich eine ganze Anzahl von Monarchisten zur Republik bekehrt und nahmen den Namen Bekehrte(Ralliirte) oder wie richtiger Dupuy sagte, der„Entsagenden". Die monarchistische Partei wurde in zwei Hälften zerschnitten, Die Jntransigenten (Monarchisten) griffen die„Bekehrten" viel heftiger an, als es die Republikaner thaten. Viele der Bekehrten, unter ihnen die bedeutendsten, wie de Mun, Piou, der General v. Freschville. ver- danken ihre Niederlage bei der Wahl den Angriffen dieser Ju- transigenUn, dies« wurden wieder mit Hilfe der Äckehrten geschlagen. Im Departement Gers sah der Boulaiigtst Cassagnac bei der Stichwahl seinen republikanischen Gegner die Stimmen der Bekehrten auf sich vereinigen. Hader und Krieg herrschten im monarchistischen Lager und führten die Niederlage herbei, die Zahl der Monarchisten—„Bekehrte" und Jntransigenten— ist auf etwa hundert zurück- gegangen und sie haben wohl ihre besten Häuptlinge Piou, de Mun. Lamarzelle, Caffagnac, Robert Michel sc. verloren. Die Monarchisten gehen in sehr verminderter Zahl, ohne Führer und ohne Ansehen aus der Wahl hervor. Die republikanischen Parteien treten mit einer Majorität von 477 Mitgliedern in die neue Kammer ein. Die opportunistische Partei ist die größte, sie zählt die meisten Gewählten; sie hat überall de» Sieg davongetragen. Ihre in den Panaina-Skandal verwickeltsten Führer, die Rouvier, Roche, Reinach u. s. w., sind durch eine ungeheure Majorität freigesprochen worden. Die Wähler der radikalen Partei waren nicht so nachsichtig; sie verliert alle ihre Führer, wie Clemeuceau, Floquet, Maman, Mathe:c. Sie hatten die Sünden des vanamitischen Israel auf sich zu nehme». Wen» der Panama- Skandal auch keinen wesentlichen Einfluß auf die Wahlen in den Provinzen gehabt hat— Rouvier, Reinach sind in der Provinz gewählt—, so war er dagegen bestimmend für die Pariser Feuilleton. -(5 Der Aufruhr in den Geuenneu. Eine Erzählung von Ludwig T i e ck. Der Parlamentsrath entfernte sich mit Unwillen von diesem Geistlichen und sah erfreut auf, als Edmund jetzt um- gekleidet hereintrat.„Das ist ein Hexenwetter!" sagte dieser und iüßte die Hand des Vaters, die dieser ihm freundlich hillreichte. Dann Nljschte er sich unter die Gesellschaft und hatte bald mit dem redseligen Geistlichen ein Gespräch ait- geknüpft. „Wie ich sage," fing dieser wieder in seiner schreienden Weise an,„es ist niit diesen Mopsköpfen ein eigenes und unbegreifliches Wesen. Daß Kinder, die kleinsten Krabben von drei Jahren> sich mit Erniahneu und Bußprcdigen abgeben und so vertraut von allen Sünden sprechen, als hätten sie schon längst das ganze Register davon durch- gemacht, ist eine weltbekannte Sache; oft wollen die Blitz- kröten»och obenein prophezeien, sprechen nieist in gutem, klarem Französisch, was sie oft wohl Zeit ihres Lebens noch nicht gehört haben— das erklär' mal einer alles, wer seine Lust am Erklären hat. Einige sagen, es sind Krämpfe, andere, sie sind von, Tenfel besessen, die von ihrer Partei halten es für Inspiration. Drüben in Alais sitzen einige hundert, groß und klein, alt und jung, das prophezeit durcheinander, daß die N lauern des Gesang- niffes brechen möchten. Nun hat sich das Collcgium Wahlen. In seiner Empörung darüber hat das Volk der Wähler die Regierungs- Radikalen, ohne einen Unter» schied unter ihnen zu machen, geschlagen, sowohl die, welche an dem Geschäft sich bclheiligt, als die, welche dem Finanzschachcr fern blieben. Wie die monarchistische Partei, ist also die Partei der Regierungs-Radikalen ohne Führer. Unier dem Einfluß von Millerand, der bis zu einem gewisse» Punkt den allen Minister Goblet mit sich gezogen hat, hatle sich eine neue Partei gebildet, die den Sozialisten die Hand bot und einen Theil ihres Programms annahm. Diese Partei, ivelche vor den Wahlen noch sehr wenig Mitglieder hatte, hat jetzt große Erfolge zu verzeichnen. Millerand hat in Paris bei der ersten Wahl mit verhältnißmäßigjeiner der größten Majoritäten gesiegt, bei der Stichwahl wurden Goblet, Viviani, Sembat gewählt, und ihre opportunistischen und radikalen Gegner ge- schlagen. Obgleich die Gruppe Millerand- Goblet in der nächsten Kammer nur einige dreißig Sitze haben wird, so wird sie doch die Führer für die führerlose radikale Partei liefern, deren Zahl sich aus ungefähr Ibö beläuft. Zur Linken der Gruppe Goblet-Millerand besiudeu sich die reine» Sozialisten in der Zahl von etlichen dreißig, die gelegentlich mit Millerand gehen werden. Wenn auch die sozialistische Partei nur ungefähr 30 Ge- wählte hat, so vereinigte sie doch bei dem ersten Wahlgang 600 000 Stimmen aus ihre Kandidaten. Die Marxistische Partei hat St Kandidaten in 31 Departements nnt 246 660 Stimmen, vier ihrer Kandidaten wurden gleich gewählt, wie Gnesde. und 17 kamen in Stichwahl mit Kandidaten der kapitalistischen Partei. Den 3. September wurden L Marxisten gewählt, wodurch ihre Zahl aus 12 stieg. Die Marxistische Partei hat aber einige fühlbare Verluste er- litten, in Auoe wurde Ferroul von einem Opportunisten ge- schlagen, in Dekazeville Duc- Quercy ebenfalls von einem Opportunisten, und im Norden ist Lafargue vo» einem reaktionären Klerikalen verdrängt worden. Der Wahlkreis, der 1891 Lafargue gewählt hatte, war von der Regierung wahlkreisgeometriich „verbessert" worden, indem man einen Theil der Stadt abschnitt und 16 ländliche Gemeinden einverleibte. In der Stadt erhielt Lasargue die Mehrheit, aber die Dörfer erdrückten das Votum der Stadt. Auf ähnliche Weise wurden Ferroul und Delcluze z» Fall gebracht. Die Agitation auf dem Lande war leider in Frankreich zu lange vernachlässigt worden— sie wird erst seit dem vorjährigen Kongreß von Marseille methodisch betrieben. Trotz dieser theilweisen Niederlagen ist das Charakteristische der Wahlen von 1893 der Sieg der republikanischen Parteien und der Einzug der Sozialisten in genügender Zahl, um im Parlament und in dem Lande erfolgreich wirke» zu können. Die Wahlen von 1893 künden den nahen Triumph des Sozialismus in Frankreich an. O» * Paris, den 7. September. Es ist nichts ergötzlicher, aber auch nichts geheuchelter, als die patriotische Entrüstung, unter welcher die Bourgeoispresse ihren Aergcr über die sozialistischen Mahlerfolge zu verbergen sucht. Da schreibt beispielsweise der„Radical":„Wir könne» nicht glauben, daß es in Frankreich, selbst unter den Arbeitern, die sich auf die Internationale berufen, eine Gruppe zieht, die fähig wäre, deutsches Geld für französische Wahlen an- zunehmen." Ja, es ist nicht Arbeitergeld, es ist nicht sozialistisches Geld, das die deutschen Genossen zum Mahlfonds der französischen Genossen beitrugen, es ist ganz«insach deutsches Geld, oder medicum von Montpellier hinüber gemacht, jeder Doktor hat Kappe und Mantel mitgenommen, ja ich glaube, sie haben ailch den uralten Mantel des Rabelais mitgeschleppt, um ihrer Kunst recht gewiß zu sein. Da haben sie nun observirt, diskurirt, dispntirt, kalknlirt, spekulirt, dednzirt,— und ivas ist das Ende vom Liede? Daß wir so klug sind wie zuvor. Für göttliche Eingebung, sagen die weisen Herren, können sie es nicht halten, weil König und Geistlichkeit so sehr dagegen sind; weil aber die Leute doch lauter geistliche Dinge sprechen und singen, für Besitzung des Teufels cbensoivenig, auch känntcn sie die Art und Weise dieses Herrn noch nicht. Krämpfe und körperliche Gebrechen seien es auch nickst, sondern es sei ihnen etwas ganz Unerhörtes und Nencs, was man auch wohl neu benamcu und daher wohl am besten Fanatismus und diese Leute Fanatiker nennen müßte." „Es gicbt auch wohl viele Dinge," sagte der Jäger lebhaft,„die nicht zu erklären sind; ich halte die Leute ein- mal alle für verhext, mit Ihrer Gnaden Erlaubniß. Denn wenn Sie nichts dagegen� haben, so ist das die aller- leichteste Erklärung. Trum thut man auch nicht so sehr Unrecht, sie zu verbrennen— immer den Herrn Eavalier ausgenommen, uni den es mir leid thun sollte— und das geschieht wohl hauptsächlich, damit sie nicht nach und nach die ganze Gemeinde anstecken, denn man sieht ja, wie das Ucbel täglich um sich greift, und wie einer die Bosheit vom andern lernt. Das Hexen ist aber ebensowohl etwas Körperliches wie Geistiges, ctivas Sicht- bares wie Unsichtbares; und nicht blos Menschen, auch Häuser, Berge, Flüsse können verzaubert sein,, und das habe ich selbst in meinem Leben erfahren." Und wie'!-" fragte der Rath. wie sich andere Blätter ausdrücken— denn es giebt kaum ein einziges Bourgeoisblatt in Frankreich, das nicht den Wahlbeitrag der deutschen Genossen zu einem patriotischen Entrüstungsartikel benutzt hätte— schlechtweg preußisches Geld. Was sollte auch aus der Bourgeoishcrrschaft werden, wenn sich die Prole- tarier aller Länder verständigen, was ans allen Kriegs- und Revanchegelüsten, wenn sich zwischen den Dreibund und den Zweibuud der französisch- deutsche Sozialistcnbund einschiebt? Mögen sie auch noch so sehr entrüstet rufen:„Wir wollen keine Baterlandslosen im srauzösischen Parlament," sie werden diese „Vaterlandslosen"— ein solcher Greuel sie ihnen auch sein mögen— ebenso sehr in der französischen Kammer erdulde» müssen, wie dies die deutschen Bourgeois mit ihren im Reichstage sitzenden„Vaterlandöloseu" zu thun gezwungen sind. Wenn diese Wadeukneifer mit ihrem Geheul über das„preußische Geld" nichts vor den Wahlen auszurichten vermochten, was können sie nun, nach den Wahlen, mehr damit erhoffen, als daß sie von den sozialistischen Wählern gründlich ausgelacht werden? Hätte all ihr Geheul nur im mindesten vermocht, die klassenbewußten Ar- bciter von ihrem Wege abzubringen, dann wäre vor allem sicher- tich der Sieger von Roubaix, Genosse Jules Guesde, der Bourgeois- meute erlegen. Denn wie gegen ihn gehetzt wurde, davon kann sich der Außenstehende kaum eiiien Begriff machen. So zeigte uns derselbe u. a. eine gegen ihn gerichtete Asfiche, die, soweit dies möglich, wohl verdient, getreulich wiedergegeben zu werden. Sie lautet: „Wo her kommt das Geld? GueSde, Kandidat der Preußen. Wähler! Wir haben immer behauptet, daß der Herr Matthäus Basile, genannt Julcs Guesde, von den Preußen besoldet ist. Heute sind wir in der Lage den Beweis davon zu liefern: Der„Vorwärts"(im sraiizösischeii„En avant") offizielles Organ der deutschen Marxistischen Partei hat unter dem Datum vom 30. Juli 1893 folgende Zeilen veröffentlicht: Französischer Text. La presidence du parti Allt- inand, se souvenant de ce de voir, a deoide d'envoyer 2500 Fr. aux freres francais corarne subside pour leur londs electoral. Deutscher Text. Der deutsd>e Parteivorstand hat eingedenk dieser Pflicht 2500 Fr. an die französischen Bruder als Beitrag zu ihrem Wahlfonds zu schicken beschlossen. Andere politischen Gruppen sind diesem Beispiele gefolgt. Franzosen! Ein Zweifel ist nicht mehr möglich, Guesde ist der Kandidat der Preuße«. Man fragte sich, woher kommt das Geld? Heute weiß man es. Es kommt von den Preußen, an welche sich Guesde verkauft hat. Hat er übrigens nicht gesagt, daß, wenn der Frieden ge- krochen wäre, er sich des Kriegsministeriums bemächtigen, würde, um die Aktion zu hindern? Patrioten! Ihr werdet nicht für diesen Verräther stimmen, der nichts als ein Werkzeug im Solde unserer unversöhnlichm Feinde ist. Ihr werdet nicht für diesen Schelm stimmen, der verachtens- werth genug, sei» Vaterland zu verlausen und als Preis seinei; Zwiefültigkeit das Geld jener anzunehmen, die Eure Söhne ge- tödtet. Eure Frauen und Kinder gemordet haben. „Kennen Sie nicht die große Esche, die da so weit und breit ans dem Felde zwischen dein Schlosse Castelnan und der Stadt Alais steht? Nicht weit davon ist der alte ungeheure Oelbaum, von dem sie sagen, er zähle schon drci- oder vierhundert Jahre, aber so viel ist gewiß, die beiden Bäume, besonders aber die Esche, kann»nan meilenweit in der Ebene und von den Bergen sehn." „Ich kenne beide Bäume sehr gut," sagte Edmund. „Nun," fuhr der Jäger fort,„unter dieser Esche ist es nicht geheuer. Als ich noch als ein junger Bursche bei dem Vater des jetzigen Fräuleins von Castelnan diente, die fast immer in der Stadt AlaiS lebt, weil das Schloß ihr wohl zu einsam sein mag,— da ging ich auch, ivie ich natttr- lich oft that, einmal ans, um Hasen zu schießen; es war gegen Abend, und ein Wetter wie das heutige überraschte mich. So tret' ich unter die große Esche, um nicht naß zu werden, und kaum Hab' ich niich etwas an den Stamm gelehiit, gnädiger Herr, so fühl' ich solche Angst und Bangigkeit, solch' Herzklopfen, ein Zittern befällt mich, niir grauset's— ich muß fort— ich werde naß,— ich kehr' wieder um, und wieder dieselbe Angst unter dein Baum. Es litt mich nicht dort, ich mußte ins Freie, in den Regen, der so groß, als wenn der timmcl einfallen wollte. Am andern Tage, es war heller tittag und Sonimerwetter, sag' ich zu mir:„Narr! hast Dich geängstct, weil es schon dunkel wurde, hast Dich viel- leicht vor dem Einschlagen gefürchtet: wirst ein herrlicher Jägersmann werden, wenn Du so wenig Herz hast',— und geh' so halb lachend unter den Baum, bildete mir ein, im Schatten zu schlafe»,— aber nichts! noch gräß- sichere Angst und Graus, Zähnklappcn und Frost befällt mich,— ich muß fort!— Da erzähl' ich einem älteren Förster das Ding:„Narr", sagt der zu mir,„haben Dir das die Ihr werdet für einen Patrioten fitmmen, für ein Ronbaiser Kind, das Ihr alle kennt, Ihr>ve det für HenriDeschamps stimmen. Sin Gruppe von Kriegern von 1870—71." Hat dieser Deschamps'sche„Wahlaufruf"— DeschampZ jst der Redakteur eines inRoubaix erscheinenden opportunistischen Blättckens — die Arbeiter nicht verhindert, Guesde schon heim ersten Wahl- gang zum Abgeordneten zu machen, was sollen dann alle nach- träglichen Wuthausbrüche anders bewirken, als daß die Arbeiter all dem panamistischen Schreibgesindel verächtlich den Mücken kehren und desto fester zu ihren Abgeordneten halten Die nachträgliche Wuth ist übrigens begreiflich Es giebt in der That nichts Aergerlicheres. als bei Beginn der Mahl sich- in lyrischen Ergüssen über die Niederlage der Soiialisten ,» ergehen und am Schlüsse sehen zu müssen, daß alle ihre GLHen fast durchgehends von Sozialisten in den Staub gelegt worden sind, und noch hazn der eine von einem Hutmacher, der andere von einem Metallarbeiter, der dritte von einem Friseur u s w- überdies aber noch selbst 55 Abgeordnete als sozialistische registriren zu müssen. Bei dieser Gelegenheit sei gleich bemerkt daß sich die Nach- richt von dem Siege unseres Freundes Delesti-e leider als eine irrthümliche herausgestellt hat und daß Genosse Coutant nicht zu den Jndependenten sondern zu den Allemanisten zählt, fnn- gegen ist Abgeordneter Masson(Lyon) zu den Marxisten zu zählen. und wahrscheinlich auch die Abgeordneten Girodct»nd Souhet, da der Kongreß von St. Etienne. der sie als Kandidaten auf- gestellt �at- das Marseiller Programm angenommen hatte. Die Sache wird sich übrigens bald herausstellen, da die Marrillischc Arbeiterpartei schon am 7. Oktober ihren diesjährigen Landes- kongreß m Paris abhalten wird. Derselbe verspricht, sehr reich- Uch beschickt und von besonderer Tragweite sür di, künftige Arbeiterbewegung Frankreichs zu werden »» Ich billige rückhaltlos den Feldzng zu gunsten der sozialisti- schen Vereinigung, den die„Kleine Republik" und ihr Chef- redakteur(Millerand) sühren; und ich gebe meine freudige Zu- stimmung um so lieber, als dieser Gedanke dem offenen oder geheimen Wunsch jedes ehrlichen Sozialisten vollständig entspricht. Man kann hinzufügen, daß dieser Wunsch, ja dieses Bediirkniß der Vereinigung der von Tag zu Tag schärfer betonte Charakter- zug des Wahlkampfes und die Hanptursach« des Volkssieges war. Es ist richtig, von feiten dieser und jener, die aus Sektengeist Ehrgeiz oder Eitelkeit kein« andere Formel als die ihrige, keine andere Person als ihr Individuum zulassen können, hat es Widerstand gegeben und wird es Widerstand geben; aber das wird uns nicht hindern. Die Strömung ist da, sie wird rasch erstarken und die hindernden Elemente jeder Art bei Seite werfen. Für den„revolutionären Zlusschuß" insbesondere ist es eine bohe Genugthuung zu sehen, wie auch in dieser Beziehung seine Politik endlich begriffen und bald zur Verwirklichung gelangen wird. Wir vergessen sicherlich nicht, so wenig wie irgend einer, die Lehren der jüngsten Krisen und der Streitigkeiten, die nur zu viele Sozialisten in die eine oder andere der sich bekämpfenden Bourgeoispartsien getrieben haben. Die Spal- tungen waren zu tief, die Konflikte zu heftig, als daß die Streitenden sich versöhnt umarmen könnten, dieselben werden lernen, wenn sie es nicht wissen, daß diese Spaltungen nur Gruppen- und Personenunterschiede waren, und daß es ihre Pflicht ist, zusammenzuarbeiten bei Strafe des Mandatsverlnsts, Denen, die wähnen sollten, als Mitglieder einer abgeschlossenen Sekte gewählt zu sei», da sie doch einzig alsSozialisten gewählt wurden, wird der Weg, falls sie ihn nicht finde», von den Wählern gezeigt werden. Dank Dupuy und seiner großen Beschränktheit, und dank der Ausklärung der Massen haben wir Fortschritte gemacht, und die sozialistischen Wähler, hauptsächlich von Paris, würden es nicht verstehen können, wenn einer ihrer Gewählten sich ver- einzeln wollte, während er, der Truppe eingereiht, in Reihe und Glied die Schlacht siegreich mitkämpfen kann, die in dem Par- lament wie in dem Lande den opportunistischen und panamisti- scheu Machthaber» geliefert werden muß. Als Sozialisten und Revolutionäre werden wir in der Kammer und überall sonst unsere sozialistische und revolutionäre Ar- beit verrichten, aber so oft mit denen, die auf dem Gebiete des Sozialismus uns zu sozialistischem Handel» und zur Bekämfung der Regierung die Hand bieten/ eine Verständigung mög- lich ist, wird die Verständigung sich finden. Neben den sozialistischen Fraktionen und sie umfassend, für viele Handlungen der parlamentarischen Thätigkcit und Politik. ohne Jemanden zu fesseln, muß eine Gruppe der sozialistischen Vereinigung gegründet werden. Und wenn vor dem Zusammen- tritt der Kaminer die Deputirten, welche zuerst in diesem Blatt die Verständigung der Wähler vorschlugen, die Initiative zur Bildung einer parlamentarischen Gruppe aller gewählten Sozia- listen ergreisen, dann werden sie dem deutlich ausgesprochenen Jäger nicht gesagt?, Der Baum leidet keinen unter sich, das ist eine alte Geschichte. Er konnte mir auch uicht sagen, weshalb, warnte mich aber, keinen Muthwillen damit zu treiben. Ließ es doch nicht, sondern ging mal wieder mit einem jungen Burschen hin. Dem bekam es aber übel, denn er wurde tödtlich krank nach der Angst. Seit- dem vermeide ich den Baum, und so thut jeder, der ihn kennt. Er nuiß auch irgend einmal verhext gewesen sein." „Weiß der Himmel, was das alles mag zu bedeuten haben", fing der Psarrer von neuem an,„aber wir leben wenigstens in den Zeiten, in denen so vieles geschieht, was man ehemals für unmöglich gehalten hat. So ist es mit diesen weissagenden Kindern eine unbegreifliche Sache. Schon vor einigen Jahren hörte man, daß es hier und dort in den Cevennen, in Dauphins, im benachbarten Beauvarais dergleichen gebe, man reisete aus, um sie zu hören und zu sehen. Jetzt sind ganze Dörfer davon voll, man sieht sie auf den Märkten, in den Schenken, und wie die ehe- maligen Kinderkrankheiten scheint es, daß alle Kinder diese Gabe der Prophezeiung überstehen müssen. Die Regierung hat es so scharf verpönt und die Eltern dafür verantwort- lich gemacht, diese in die Gefängnisse gesteckt, die Väter auf die Galeeren gesandt, weil man glaubte, daß von diesen nur der Betrug herrühre. So kam auch ein Bauer meiner Gemeinde zu mir und sagte:„Herr, um Gotteswillcn, helft! Mein kleines Mädchen von sechs Jahren hat gestern angefangen zu prophezeien, ich bin ein geschlagener Mann, wenn das Ding auskommt; ich und meine Frau sind gewiß rechtgläubig, wie Ihr es bezeugen könnt, aber man nimmt uns als Rebellen fest, wie es so vielen geschehen ist."— Braucht nur die Rute, sagt' ich, laßt die Time hungern, so wird ihr das Wahrsagen schon vergehen.„Ist alles geschehen, ehrwürdiger Herr," heulte der Alte,„und niehr als ich vor meinem Gewissen verantworten kann; das Kind ist krank von meinen Mißhandlungen, denn sowie es anfängt zu wahrsagen oder die Psalmen zu singen, die es bei nur niemals gehört hat, so wird es grausam gezüchtigt; seit drei Tagen habe ich ihm keinen Bissen Brot gegeben, aber es läßt nicht nach und treibt das Ding immer ärger. Kommt doch nach meinem Hanse und seht selbst; ist es Besessenheit, so könnt Ihr beschwören, ist es mos anders, so könnt Ihr ermahnen."— Ich hatte solche propheziende Kreatur damals noch nicht gesehen und ging Willen der Wähler eine sichere Genugthuung bereiten, und einen neuen und entscheidenden Dienst leisten der Sache der iozia- listischew Vereinianna. welche die Sache selbst und das Lebens- interesse der sozialistischen Partei ist. Eduard Vaillant. Dolikksche MebsrNckjk. Berlin, den 11. September. SEIc Verschleppuugs-Konferenz und Verwandtes. Offiziös wird gemeldet: „Die Berathnngen über die Sonntagsruhe in der M o n t a n i n d u st r i e werden am SO. September, Vormittags 10 Uhr, im Reichstags-Gebände beginnen. Im Anschluß an diese Berathnngen beabsichtigt der Reichs- kanzler, die Frage einer Erörterung nnterziehen zu lassen, ob eine Abänderung der für die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Walz- und Hammerwerken zur Zeit geltenden Vorschriften nach der Richtung für geboten erscheint, daß für drei- schichtige Betriebe erleichternde Bestimmungeu bezüglich der Pausen zugelassen und die Kontrollvor- schriften. qnhers geregelt.werden." Ter Geist der kapitalistischen Selbstsucht, der durch unsere Politik geht, feiert unterm neuen Kurs wahrhaft Bismarckische Triumphe. Wie die Konserenz, die die ge- werbliche Sonntagsrube verzögern und verbunzen wird, be- schaffen ist, das wissen unsere Leser. Die Unternehmer, deren Verbände die Vertrauensleute entsenden, haben die Vorhand gegenüber den durch künstliche Auslese im indirekten Verfahren ausgesuchten.Arbeitervertretern". Im Nebenamt aber soll die Konferenz den Hütten- baronen ein neues Geschenk in den Schoost werken, eine Durchlöcherung der ihnen gar so peinlichen Be- stimmungen zum Schutze von Weibern und j n g e n d- lichen Arbeitern. Vielfraß Unternehmerthum, schon erbittert über das Bischen sozialpolitischer Maßregeln, die viel zu unzulänglich sind, will ihrer ledig werden und schnappt gierig nach der Ruhezeit. Man verkürze die Pausen, da die Kanaille ja doch nur gut ist zum Arbeiten für das dreimal heilige Interesse des Geldsacks!— So sieht die preußisch- teutsche Sozialreform von Oben aus. Und die sozialpolitischen Geheimrätbe schneiden die spaß- baftesten Kapriolen über die einschneidende Kritik, die die Sozialdemokratie an der Spottgeburt übt, so sich„Sozial- reform" nennt.— Der Tavakfavrikatsteuer-Pla« hat, wie die anti- semitische„Nene Deutsche Zeitung" berichtet, die hervor- ragendsten Fachmänner der Tabakbranche veranlaßt, in Karlsruhe einstimmig zu erklären, daß das Miquel'sche Steuerprojekt den Ruin der gesummten Kleimudustrie be- deute, daß auch die größeren Fabriken den Betrieb ein- schränken müßten und durch die Entlassung von 50 000 Arbeitern mindestens 150 000 Personen brotlos werden. Doch nicht genug damit, es steht auch fest, daß fünf Sechstel der neuen Steuerlast nur die ärmeren Klaffen der Bevölkerung treffen würden, da der weitaus größte Theil der in Deutsch- land fabrizirten Zigarren Drei- und Fünspsennig-Zigarren angehört.— Mehr Geld fnr die Marine und mehr Geld für die Kolonialpolitik wird die Reichsregiernng in der nächsten Session fordern— trotz aller Dementis. Tie deutsche Kriegsflotte soll auf die Höhe der französischen gehoben werden— das ist logisch. Wie kann Teutschland, das als Landmacht eine Macht ersten Ranges ist, als See- macht eine Macht zweiten, ja dritten oder gar vierten Ranges bleiben? Das wäre unser unwürdig. Also min- dcstens eine so starke Flotte wie die Franzosen,— und sind wir s o weit, dann müssen wir auch noch weiter gehen und, für den Caprivi'schen„Doppelfrontenkrieg" eine so starke Flotte haben, wie die Franzosen und Russen zusanimen- genommen. Wir werden dabei bankrott, aber um so größer dann unser Stolz, die„erste Nation" zu sein. also aus Neugier mit dem Alten. Wie wir in das Haus traten, saß das Kind bei der Spindel, es war blaß und mager und sah einfältig aus. Es klagte über Hunger und Schmerz. An dem Kinde ist ja nichts zu sehen, rief ich.— „Ach! wenn es immer so vernünftig wäre." sagte der Bauer. Indem bekam das Wurm ein Schluchzen im Halse:„da haben wir die Bcscheernng," rief der Alte,„nun geht �das Unwesen los— beschwört, Herr Psarrer!"— Wie die Kleine sich so würgte, fing ihr"an der Leib aufzuschwellen, sie fiel auf die Erde, die Brust klopfte und hob sich, und plötzlich hörten wir wie einen ganz fremden Ton, der dem Kinde gar nicht eigen war:„Ich sage Dir, mein Kind, wenn Deine Eltern Buße thun und dem Geiste folgen, so wird alles gut und herrlich sein, und ihr werdet an der Freiheit und meinen: Worte theilnehmen."— Ich war er- schrocken, besonders darüber, daß das Gewürm so reines Französisch sprach wie vornehmer Leute Kind: ich besprengte sie mit dem Weihwasser, ich beschwor mit Macht, um den Teufel, wenn es einer war, auszutreiben. Alles umsonst, die Kleine rief;„Ich sage Dir, die Gökendicncr werden Euch nichts anhaben können, und dieser Böse wird seinen Lohn für seine Missethaten finden."— Damit meinte sie mich, die Unglückliche, weil ich in meinem Berufe so eifrig war. Nun ging das Reden und Singen fort, und lauter Gottesfurcht und Ermahnung zur Buße, wie ich es kaum besser hätte machen können, bis sie denn wieder aufwachte und so elend und einfältig war wie vorher. Ich kann nicht helfe», sagte ich zu meinem Bcicktkinde. Ihr seht, Gottes Wort und Weihwasser schlägt nicht an, Hunger und Prügel ebenso wenig. Euer Zureden auch uicht, die Furcht, Euch unglücklich zu machen, wirkt nichts, überlaßt die Sache sich selbst. � Kurz, das Kind aß und trank wieder und wurde im Bußcprcdigen iinmer eifriger, so daß es den Vater bekehrte; wenigstens lies er ins Ge- birge zu den Kamisards und sagte, wenn er gestraft oder hingerichtet werde, so wolle er wenigstens wissen, wofür. Seht, so habe ich im vorigen Jahre manche Beichtkinder verloren, denn wenn sie einmal erst Verdacht auf sich gezogen battcn, so wurden sie lieber geradezu Re- bellen, um nicht Angst, Mißhandlung, wohl gar den Tod sozusagen ohne Ursache zu erleiden. (Fortsetzung folgt.) Und natürlich brauchen wir auch eins entsprechend; Kolonialarmee. Die offiziöse Presse thut noch.scheu und leugnet. Allein das sind Faxen. Wir entgehen unserem Glück nicht, und nicht der Logik der Thatsachen. Wer A sagt muß auch B sagen. Und da das deutsche Volk es uicht erzwingen konnte, daß unsere Kolonien an den Mindestfordernden verkauft wurden— denn geschenkt würde niemand sie nehmen—, war es für jeden Deutschen klar, daß die Ausgaben sür die Kolomen gesteigert, und u. a. auch regelmäßige Kolonialtruppen eingeführt werden würden. Und jedes Jahr wird eine Vermehrung der Truppenstärke bringen, weil der Widerstand der Ein- geborenen gegen die fremden Eindringlinge von Tag zu Tag stärker wird und stärker werden muß, bis er so stark ist, daß auch die stärkste Kolonialtruppe, die wir zu stellen im stände sind, nicht mehr ausreicht. Es ist im Kleinen dieselbe Geschichte wie im Großen mit dem Militarismus. Vernünftig wäre es, mit dem unheilvollen System zu brechen, so lange wir noch Geld im Kasten und Mann- schaften«zur Verfügung haben. Statt dessen wird fort- gcwirthschaftet, bis der letzte Groschen verpulvert und der letzte Mann, der sich dazu hergiebt, dem System geopfert ist und wir aus Erschöpfung das thun müssen, was wir hätten thun sollen, als wir noch nicht„weißgeblutet" waren.—■;>> Ter neue Herzog von Gotha tpirthschaftet nach berühmten Mustern. Er erläßt eine„Amnestie" sür alle wegen Forstdiebstahls Verurtheilten!— Herr von Huene soll nun auch ans dem preußischen Abgeordnetenhause ausgemerzt werden. An seiner Stelle soll ein Bauer Strzoda vom Zentrum ausgestellt werden.'— Eine Adresse wollen die Liberalen und Ultramontanen im bayerischen Landtage votire», aber— ohne Adreß- debatte. Die klerikal- deutschfreistnnig- nationalliberale Brüderschaft möcyte die sozialdemokratische Kritik der Adresse verhüten. Aber die neunmalweisen Angstmeier dürften sich verrechnet haben, da es mit ihrer Froschteich- Ruhe nun ein- für allemal vorüber ist; die„rothen" Land- boten werden ihnen und dem Adressaten der Adresse ihre ungeschminkte Meinung sagen.— Ter Fall Wächter. Der unfern Lesern bekannte Psarrer Eduard Schall zu Bahrdorf hat soeben ein Druckheft herausgegeben:„Der Fall von Wächter, oder: Darf und kann ein Ehrist und besonders ein Psarrer ein- geschriebenes Mitglied der sozialdemokratischen Partei sein?" (Verlag von A. Radwitz, Orbisfelde 1893. 8° 37 S. Preis 50 Pf.) Das Heft ist sowohl wegen des Verfassers als wegen des behandelten Themas von großem Interesse. Ter Verfasser, der, wie unseren Lesern wohl bekannt, mit streng orthodoxer Gesinnung ein bei Geistlichen nur ganz selten anzutreffendes Verständniß sür die soziale Frage und die sozialdemokratischen Bestrebungen befitzt, ist nach n?ie vor als Gegner unserer Partei zu betrachten, aber als einer, der mit offenem Visir kämpft. Trotz seines kirchlich orthodoxen Standpunktes, trotz seines Berufes als Pfarrer und trotz seiner politischen Gegnerschaft bejaht er die auf dem Titelblatte gestellte Frage. Er weist nach, daß die evangelische Kirche kein Recht hat, einen Geistlichen seine? Amtes entsetzen, wenn er der Sozialdemokratie angehört und in und für sie wirkt. Doppelt beachtenswcrth sind Schall's Ausführungen, weil er über den Fall Wächter und über den Anschluß an die Sozialdemokratie keinerlei Freude empfindet. Wie unaufhaltsam unseren Gegnern der Sieg der Sozialdemokratie erscheint, geht aus den folgenden Satz hervor: ...... und dennoch habe ich die Ucberzeugung, daß nach noch nicht zwanzig Jahren, wenn die Entwicklung, in der wir stehen, in denselben Bahnen weiter geht, eine solche große Zahl der gläubigen, frommen, entschiedenen Theologen und sonderlich Pastoren völlige und ausgesprochene Sozialisten sein werden, daß man zu jener Zeit sich gar nicht darüber wundern wird." Was speziell den„Fall Wächter" anlangt, so ersehen wir aus den mitgetheilten Aktenstücken, daß das Stuttgarter Konsistorium zu feig war, die Streichung des Genossen Wächter aus der Liste der Predigtamts-Kandidaten mit seiner Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie zu begründen. In ebenso formloser Weise wie das Berfahren war, ebenso formlos und der Begründung ermangelnd war daS Urtheil. Obgleich jedermann der Zusammenhang klar ist, werden die Stuttgarter Gescheitelten echt jesuitisch leugnen können, daß Wächter als Sozialdemokrat ausgeschlossen wurde. Wer darüber näheres erfahren will, lese Schall's Schrift nach. Schall ist eine interessante Persönlichkeit schon allein als Symptom des Einflusses sozialdemokratischer Wahr- heiten auf sowohl der Klassenangehöri(;keit als der Berufs- stellung nach uns fremde Personen. Bleibt er auch ein Gegner der Sozialdemokratie, so kann er doch nicht anders als zahlreichen Forderungen und Gedankengängen unserer Partei zuzustimmen. Daß er als Gegner und als Pastor für Wächter und gegen das Konsistorium Partei ergriffen hat, ehrt ihn und verdient Anerkennung, daß er den Ver- leumdern und hinterlistigen Feinden� die ihn am liebsten um Amt und Brot bringen möchten, mit offener Stirne entgegentritt und statt pater peccavi zu sagen, unbeirrt seinen Weg weiter geht, fordert unsere Achtung heraus. Wir glauben, daß auch in unseren Kreisen die neueste Schrift Schall's Leser finden wird.— Einen Staatsbeitrag von ttt» OOV Mark für einen monumentalen Brunnen in Stettin soll der Kultusminister Dr. Bosse aus dem ihm zur Verfügung stehenden Kunstfonds der Stadt Stettin in Aussicht gestellt haben und zwar mit Rücksicht darauf, daß Stettin„arm ist an öffentlichen Kunstwerken. Etwa zwölf unserer hervor- ragendsten Bildhauer sind bereits zu einem Wettbewerb eingeladen worden, darunter auch der Schöpser des künftigen Stettiner Kaiserdenkmals, Professor Karl Hilgers-Charlotten« bürg". So berichtet die„National-Z�itung". Wenn auch die Volksschullchrer jämmerlich bezahlt, wenn die Schul- räume und die Lehrcrzahl auch unzureichend sind, der Kultusminister weiß, wozu wir Geld haben dürfen, für Kasernen, für Kirchen und für Denkmäler. Giebt eS wirklich nickts Dringenderes im Thätigkeitsgebiete des Herrn Bosse, als die Errichtung von Brunnen? Die reichen Rheder und Kaufherren von Stettin, die über Millionen kommandiren, können ja, wenn sie die Armuth an öffcnt- lichen Kunstwerken nicht ertragen können, aus ihrer Tasche Brunnen stiften. Wären die anderen, die elementaren Kulturbcdürfnisse befriedigt, dann könnte Herr Bosse an di« Pflege der Kunst denken. Freilich, die Kunst, die byzantisch einer übrigens recht albernen Kritik eines Artikels unseres die Machthaber, den Krieg, die Eroberung verherrlicht, ist das gerade Widerſpiel der wahren Kunst. • der Blattes! Top! Wir nehmen das Organ der Zuckerbarone beim Wort. Gorge es dafür, daß bei uns wenigstens der andere findet sich dann von selbst. Elfftundentag nach schweizer Muster eingeführt werde! Das Tai tiniq Und in dem Bericht hieß es darauf, daß diesen Aus " die sie unter anderen Umständenfuchsführungen applaudirt wurde; jene ultraradikalen" Leutchen hatten alſo nicht einmal die Kourage, gegen eine derartige Deutsche und franzöfifche Chauvinisten. Von teufelswild gemacht haben würde au protestiren. Freilich, in Insinuation französischen Chauvinisten sind die französischen ihrem Haffe gegen die sozialistische Partei sind sie zweifelsohne Sozialdemokraten pöbelhaft angegriffen worden, weil sie die Der Ausfall der französischen Wahlen hat unseren zu schlimmeren Kastrationen bereit!- Der neben Weißmann deutschen Sozialdemokraten nicht als Landesfeinde betrachten, eattionären und Chauvinisten eine arge Ent au betrachtende Manager" der( alten) Mäntelschneider- Union sondern bei der letzten Wahl ihre brüderliche Unterstützung täuschung bereitet. Daß die Republik ihren Feinden eine Barondeß hat dieser Tage eine Erklärung" losgelassen, in der angenommen haben, wie vorher die deutschen Sozialdemo- zerschmetternde Niederlage bereitet und daß der Sozialis- es heißt: Die Arbeitslofen dieser Stadt dürfen feinen Antheil fraten die der französischen. Diese blödsinnige Rohheit der mus einen großen Sieg errungen hat, das fann jetzt nicht an Versammlungen nehmen, Sie müssen überhaupt denselben that, bas tann jest nicht an Versammlungen nehmen, Sie müſſen überhaupt benſelben franzöfifchen Chauvinisten hat nun bezeichnender Weise mehr geleugnet werden, eben so wenig wie, daß die Wahlen fern bleiben. Ich habe dieses den Leuten gesagt, als sie die den vollen Beifall der deutschen Kollegen gefunden, die, wie eine starke Verschiebung nach links" bedeuten. Um so erſten Versammlungen abhielten, und zwar aus dem Grunde, zösischen Chauvinisten für durchaus forrett hatten fran eifriger find unsere Reaktionäre und Chauvinisten am Wert, weil es als eine Raffenbewegung betrachtet werden könne. Die und Baterlandslosigkeit der französischen Sozialisten mit echt durch die Wahlen seine Bündnißfähigteit leiftet" 2c. Das sagt derselbe Mann, welcher als der eigentliche die Mißtrauen gegen Frankreich zu erregen. Frankreich hat Bürger dieses Landes haben in liberaler Weise dem Aufruf des patriotischer Entrüftung aufs schärffte verurtheilen. Die gegenüber Rußland" bewiesen, lesen wir jetzt Manager" der Demonftrationen zu betrachten ist! In demselben biederen Leutchen verrathen dadurch, daß sie zwischen Deutsch in der Magdeburgischen Zeitung" und land und Frankreich einen Zustand der Feindseligkeit Blättern in anderen Schriftstück bestreitet er, daß erau radikal" sei und daß er der Führer ähnlichen Kalibers. woollen, andernfalls könnten sie nicht die Franzosen soll man sich über die Bosheit oder die Dummheit Gretutivbeamter" feiner Organisation nicht gestatten werde, liebfosen, die den Haßg gegen Deutschland e predigen, und dieser Bemerkung mehr wundern? Bündnißfähig gegen- daß seine" Organisation von einem Politiker oder einer aus nicht diejenigen beschimpfen, die Friede und Freundschaft über Rußland" war Frankreich in militärischer Hin- Politikern bestehenden Körperschaft( womit die sozialistische mit Deutschland und allen übrigen Völkern anstreben. ficht zu allen Zeiten, wo es ein Heer hatte. Die Frage ist dabei ist dieser sonderbare Anarchiste" ein notorisches Werkzeug Arbeiter- Partei gemeint ist) als Werkzeug benugt werde. Und Ganz des Teufels ist die Kreuz- Zeitung". Sie droht blos, ob die politischen Verhältnisse in Frankreich ein des bekannten jüdischen Beelers" der demokratischen Partei der Regierung mit Gewaltthätigkeit", wenn nicht endlich die Antwort: je mehr der demokratische und sozialistische russisch- französisches Bündniß ermöglichen. Und da lautet" Silverdollar"-Smith! allen Ernſtes an die Judenfrage gegangen und der berechtigte Gedanke vorbringt, desto geringer sind die Aussichten eines irgend einem andern Lande einfach unmöglich! Es ist aber die Kern des Antisemitismus erfüllt werde, damit man den un- Bündnisses der französischen Republik mit dem russischen beste Aussicht vorhanden, daß diese Sorte auch hier in nicht echten und gefährlichen Antisemitismus abſchütteln könne. Das heißt, die Regierung soll den Herren Junkern dazu Knutenreich. Die letzten Wahlen mit ihrem großen Triumph au langer Zeit von der Bildfläche verschwindet si behilflich sein, die Ahlwardt und Genossen abzuschütteln. der Demokratie und des Sozialismus haben die„ ,, BündnißDie Regierung wird taub bleiben gegenüber diesem Noth- fähigkeit Frankreichs gegenüber Rußland" also nicht verschrei des Herrn von und ßu Hammerstein und ob seines me brt, sondern vermindert und ein starkes Bollwert drohenden Hinweises auf die antisemitische Hochfluth wird des Friedens geschaffen. sie femiti auslachen, und an das klägliche Ende der anti-| au Man weiß nicht, der Arbeitereftreitet und am Schluß heißt es, daß er als ChefIn Paris ist dem General der Commune, Eudes femitischen" Hochfluth in Frankreich erinnern. Der armen( sprich öhb) ein Denkmal auf dem Père Lachaise errichtet " Kreuz- Zeitung" wird nichts übrig bleiben, als ihre Lenden worden. Die Einweihungsfeierlichkeit gestaltete sich zu zu gürfen und zuzusehen, wie sie selbst nebst ihren Getreuen einer großartigen Rundgebung der revolutionären und mit dem fürchterlichen Ahlwardt und den kaum minder sozialistischen Parteien. fürchterlichen Böckelingen fertig wird. nach. 74 war; " Ein folches Exemplar eines Arbeiterführers" wäre in anag gitaot il dis Soziale Mebersicht. Die Steindruckerei von Gustav Leutsch in Gera " Da nun hat einen Streit mit ihren Arbeitern deshalb bekommen, weil biefe fich geweigert haben, die Arbeiten der Firma A. u. C. Kaufmann in Brandenburg a. S. anzufertigen, welche befanntlich H. S. anzufertigen, welche bekanntlich ihre Arbeiter wegen Nichtanerkennung einer drakonischen FabrikDer Kongreß der englischen Gewerkvereine zu sind mit dieser ihrer Weigerung im Recht, da sie nicht nöthig ordnung auf das Straßenpflaster geworfen hat. Die Arbeiter Wie's gemacht wird. Die Kölnische Volkszeitung" Belfast hat in seiner Schlußsizung Resolutionen angenommen, haben, fich felber 3wingburgen à la Staufmann errichten zu veröffentlicht ein Rundschreiben der Koblenzer durch die die Regierung aufgefordert wird, einer im Unter- helfen und sie haben es durch ihr einmüthiges Zusammenhalten Regierung, das anordnet, daß, wenn katholische hause angenommenen Resolution gemäß, darüber zu wachen, erzielt, daß die Firma Leutsch vorgestern eine Bekanntmachung Geistliche eine Unterstützung für eine Badekur oder Er- daß bei Ausführung von Regierungsarbeiten gute Löhne in der Ger. 3tg." erlassen hat, in der es heißt: holung nachsuchen, ihre politische Stellung geprüft gezahlt werden; ferner das parlamentarische Komitee beauf die Arbeiten von der Firina A. u. G. Kaufmann in Brandenburg und speziell ermittelt werden solle, wie sich der betreffende tragt wird, Maßregeln zu ergreifen, um die Arbeiten des zurückgezogen worden sind, wird Personal nach Bedarf wieder Geistliche der Militärvorlage gegenüber gestellt 1896 in London zusammentretenden Internationalen Arbeiter- Reußische Tribüne" von den betreffenden Arbeitern num erfährt, Gustav Leutsch, Chromolith. Anstalt," Wie die habe. Der neue Kurs giebt dem alten Kurs nichts Rongreſſes zu erleichtern und deren Erfolg zu sichern; hat Herr Leutſch ihnen vorgeffern die gleiche Gröffnung gema drittens es für die Pflicht der Regierung erklärt wird, den Doch hat er unterlassen, ihnen Arbeit anzuweisen, dafür Deutschfreifinniges. In dem für unsere Mann Arbeitslosen angemessene, d. h. anständige und einträgliche aber auswärtige Arbeitsträfte engagirt. Die heimer Genossen so glücklich verlaufenen Stadtverordneten Beschäftigung zu verschaffen; viertens das parlamentarische auswärtigen find bis jetzt aber regelmäßig wieder abgereift, nachWahlkampf ftand, dies sei zur Naturgeschichte des Deutsch- Romitee aufgefordert wird, den Vertretern der nicht dem sie hier von der Sachlage unterrichtet worden sind, so daß freisinns noch verzeichnet, ein nationalliberal- deutsch gewähren u. s. w. Schließlich wurde noch die Resolution deutsch giebt also nur zum Schein nach, und ungefähr 30 re freisinns noch verzeichnet, ein nationalliberal- deutsch unionistischen Zeitungen feinen Zutritt zum Kongreffe zu der Betrieb gegenwärtig zum großen Theile thatsächlich ruht. Herr freifinnig gewertvereinlich ultramontanes Arbeiter und Arbeiterinnen sind außer Brot gefeßt, gerade wie ihre Kartell gegen die Sozialdemokratie im Felde. Troß der angenommen, zu gunsten des Achtſtundentages eine allgemeine fämpfenden Kollegen bei Kaufmann in Brandenburg, für die sie deutschfreisinnigen Gesinnungslosigkeit schlugen die ziel Arbeiterdemonstration am 1. Mai zu veranstalten, während eingetreten find. 6 Maschinenmeister sind schon abgereist, um in bewußten Arbeiter die Gegner aufs Haupt. ein Antrag zu gunsten des ersten Sonntags im Mai mit auswärtige Stellungen zu gehen. 60 gegen 58 Stimmen abgelehnt wurde. Wie man sieht, Cine„ tationale" Eine nationale" Schanderthat wird aus Neu- marschirt der soziale Gedanke, in den Trades- Unions mit Das Recht", den Arbeiter nach Leibeskräften ausgastadt a. d. H.( Rheinpfalz) berichtet, die die tiefste sittliche erfreulicher Schnelle. Gewählt wurden in den General- beuten, nehmen feineswegs die Kapitalisten für sich allein in Entrüstung derer von der Köln. 8tg." erregt. Es haust rath: John Burns, Broadhurst, Mawdley, Cowen, J. S. Anspruch. Auch die Helfershelfer und Antreiber der Unternehmer, mögen sie sich nun Meister, Poliere oder sonstwie nennen, daselbst ein Bürgermeister, Krafft geheißen, der sogar schon Wilson, Justip, Holmes, Jack, Ben Tillet und Hodge. folgen mit Gijer dem einträglichen Beispiele ihrer Auftraggeber, einmal Reichstagskandidat gewesen, freilich demokratischer"; Parlamentarischer Sekretär blieb der orthodore Gewerk- und da diese den Mehrwerth für sich abschöpfen, müssen die in seinem bürgerlichen Leben ist er Tabakhändler. Dieser vereinler Fenwick. in en Dieſe von Der Sozialist Reir Hardie erhielt 89 Meister fich, so gut es geht, mit den Brosamen begnügen, die bürgerliche Demokrat hing zum Sankt- Sedanfest statt eines von 340 abgegebenen Stimmen; die alte Richtung der sonst noch aufzupicken find. Und da giebt es denn der Methoden buntfarbigen Reichszipfels in einen langen Trauer Gewerkvereinler hatte in letzter Stunde alles bis auf den mancherlei. Bekannt sind in Berlin die typischen Speckgesellen, indifferente Maurer vom Lande, die um so ficherere Aussicht haben, der Hauptstraße gelegenen Hauses hinaus! Und der von den Polieren in Arbeit genommen zu werden, je größer die Himmel stürzte nicht Die italienischen Panamisten retten den Staat so surft oder die Speckseite ist, die sie opfern. Auf den Bauten ein об des schandbaren Frevels! Der, Der, wie es scheint, über des Reiches gut wie Bismarck und seine Leute. Die Regierung, die wird diese gemeine Art der Ausbeutung am schamloſeizen beHerrlichkeit und Segen nicht sonderlich erbaute Pfälzer" durch den Bankskandal bis auf die Knochen kompromittivt trieben. So wurde in Braunschweig fürzlich von den Maurern wird nun von der Kölnerin ob sothaner Schandthat pflicht auf. Sizilien auflösen, sofern sie sozialistische Tendenz" befugter Weise mit dem Verkauf von Bier sich die weiten Taschen ist, will binnen kurzem alle Arbeiterverbindungen und Bauarbeitern in einer öffentlichen Versammlung Klage über den Unfug erhoben, daß auf den Neubauten die Poliere um= schuldigst dem Stadtrath, der Regierung, dem herrlichen Deutschen Reich und seinen„ nationalen" Lakaienseelen und an den Tag legen. Man würde in diesem Falle die füllen und selbfirebend nun diejenigen der ihnen unterstellten der„ öffentlichen Meinung" zur Danachachtung denunzirt. d'Emilia, wo der sozialistische Kongreß tagt, find Cara- während die Arbeiter, die zur Bierentnahme weniger Luſt beTruppenmacht auf der Insel verstärken. In Reggio Arbeiter bevorzugen, die recht viel Bier von ihnen entnehmen, Wir meinen, schreibt Dr. Sigl in seinem Vaterland", zu binieri eingetroffen. Säbel und Flinte, Polizei- Robheit zeigen, bei erster Gelegenheit entlassen werden. Die PolizeiSantt- Sedan tann jeder zum Fenster hinaushängen, was er und militärische Brutalität, das genügt zur Sozialbehörde hat diesmal aber schnell zugegriffen; sie hat an einem ber will: einen Reichszipfel, eine waschbare alte Unterhose, reform.einen natürlich nur ausgestopften alten Juden oder buntfarbigeblätter zum Fenster feines an letten Mann aufgeboten, um Fenwick durchzudrücken. " und@ th " dadoption med ind Indaire garnichts, je nach seinem Geschmack oder dem Grade seiner Spanien. Die Unruhen, deren Beendigung amtlich politischen Marrheit; folglich darf ein Pfälzer Tabakhändler, verkündigt ward, dauern fort. Nach Telegrammen aus in Anbetracht des ihm und dem Tabak überhaupt neuer- Madrid, die der Regierungszenfur entschlüpften, ist es nun dings vom Reiche drohenden Segens, auch schwarzumflorte auch in Santander( Altkastilien) zu blutigen ZusammenZabafblätter zum Zeichen der Trauer hinaushängen. Wir stößen gekommen. finden den Fall beachtenswerth; denn er beweist, daß man nun auch schon in der Pfalz über's Reich„ helle" zu werden anfängt. Und das ist gut, sehr gut. Bade Der Revolver- und Reitpeitschenheld von Berneck, legten Nachmittage gleichzeitig und plöglich auf sämmtlichen Neubauten der Stadt eine Revision erfolgen lassen, und dabei hat sich herausgestellt, daß die in der erwähnten Versammlung vorgetragenen Klagen durchaus begründet gewesen sind: denn auf nicht weniger als 42 Neubauten wurden Poliere ermittelt, welche folchen unberechtigten Bierhandel treiben. Die betreffenden Boliere sehen ihrer Bestrafung wegen Gewerbekontravention ent gegen. Verschwindet damit nim auch für kurze Zeit der Unfug von der Oberfläche, so ist bei der stlavischen Abhängigkeit no namentlich der indifferenten Arbeiter doch nicht daran zu denken, a mdaß die Poliere mit ihren Praktiken aufhören werden; es wird sich schon eine neue stern In diesem Falle hatten einige organisirte Arbeiter den Muth, eingen finden, die Taschen zu füllen. den Unfug öffentlich zur Sprache zu bringen; in wie vielen Fällen aber bringt der Arbeiter von seinem färglichen Verdienste jahraus jahrein schwere Opfer? Auch an diesem Beispiele er Lieutenant von Burchtorff, hat sich bekanntlich einen halb Parteinachrichten. jährigen Urlaub geben lassen und sich in eine Heilanstalt" nach Warnung. Der Schwindler Emil Kampta, Bigarren München begeben. Man will, schreibt das" Bayerische Bater- sortirer, soll sich nach dem Rheinland begeben haben, nachdem und Saarrevier die Genossen aus dem ist schützen. Geistesfeldern schwerlich entsproffen! Die ganze Geistes- wieder tributpflichtig geworden sind. flörung" des Lieutenants stammt wohl aus den vier Mögen die rheinländischen Genossen auf der Hut sein, daß Sut fein Dem Arbeiter ein eigenes Heim zu schaffen, ist in Arbettet Flaschen Wein, die er vor seinen Heldenthaten zu sich ge- sie nicht ebenfalls dem geriebenen Beutelschneider zum Opfer manchen Kreisen ein beliebtes Schlagwort und mit großer nommen. Mit vier Flaschen Wein im Leib ist man total fallen. Genugthuung wird berichtet, wenn da oder dort jemand ein besoffen, nicht geistesgestört". Uebrigens ist dem Herrn Lieutenant auf dem Heimritt nach Bayreuth noch fofen- Bewegung ist schon nach wenigen Tagen in rubiges freilich nicht, erstens, da es ette riskante Sache ist, sich an die Aus New- York wird uns geschrieben: Die hiesige Arbeits- paar Hütten hat bauen lassen, die der Arbeiter durch Abzahlung erwerben fann. Glänzende Geschäfte macht man mit dieser Idee etwas paffirt. Er fiel nämlich in eine Düngergrube Fahrwaffer" eingelentt. Den tonservativen Elementen wurde die Scholle zu binden, zweitens fehlt's ihm an dem nöthigen KleinDen und schlug dann nach seiner" Rettung" aus derselben im" Tattit" ihrer anarchistischen Verbündeten ungemüthlich, besonders gelb, uni- Güttenbefizer werden zu können. Mitunter aber Wirthshaus alles zusammen; natürlich alles nicht im Suff", nachdem die Polizei in ihrer bekannten Ungenirtheit so weit ge wird das Aussichtslose der Arbeiterheimsidee den Gläubigen beum sondern in der Geistesgestörtheit"! gangen war, alle anarchistischen Versammlungen zu verbieten, fonders deutlich zu Gemüthe geführt. So hat die Abegg'sche Stiftung resp. von ihrer Erlaubniß abhängig zu machen. Sie stützte sich in Danzig den Weiterbau von Arbeiterhäusern in Neufahrwaffer Der Kaffer, der nach der„ Post" u. f. w. angeblich deshalb bei dieſem eigenmächtigen Vorgehen darauf, daß in den statt nur furze Zeit in Straßburg i. G. bleiben wollte, weil gehabten Versammlungen zum Aufruhr und zu sonstigen ungesen vorläufig eingestellt, weil sich nicht genug Arbeiter fanden, daß Ungesetz- alle fertigen Häufer hätten vergeben werben Tönnen. Behmüthig dort unser Genosse Bebel in den Reichstag gewählt worden lichkeiten aufgefordert worden sei. Auf grund dessen ist ein gewisser bemerkt bazu der„ Reichs- Anzeiger":" Bei dem Danziger Arbeiter fei, hat am 9. September bei seinem Einzuge in Straßburg eine Timmermann verhaftet worden( Redakteur eines anarchistischen scheint somit der Sang, sich ein eigenes Heimals anderswo Ansprache gehalten. Darin heißt es, es thue ihm leid, daß sein Blattes Die Brandfackel"), während die Leute, welche welchem er seine Ersparnisse antegen kann, Aufenthalt diesmal nur so furz sein könne," daß er Straßburg bei den Demonftrationen selbst verhaftet worden waren, entwickelt zu sein, eine Erscheinung, welche bis zu einem gewissen ,, als eine der besten deutschen Städte schäße" und überzeugt fei, nur wegen unordentlichen in " daß auch die Straßburger in der Wiedergewinnung mit dem deutschen Unfug" Paragraphen) und Widerseßlichkeit zu Erklärung findet, insofern der Arbeiter bei einem täglichen VerDeutschen Reiche sich wohl fühlten". Er hofje später desto öfter Geldstrafen verurtheilt wurden. In der zweiten Sigung der Gelegenheit zu finden, ohne Ueberraschung längere Zeit hier su von Gompers und Genoffen ins Leben gerufenen Nothstands Arbeiterhauses geknüpften Bedingungen nicht erfüllen kann." Nothstands- Dienst von 2,00 bis 2,50 Mart die an die Gewerbung eines habe er sich in der Nähe auch ein Jagdgebiet eingerichtet." Organisationen beschickt wird, sagte der als Vorsitzender Reiches steht. 2,00 bis 2,50 Mart ist nämlich noch lange nicht weilen." Er fühle sich wohl unter der Bevölkerung, deshalb fonferenz, die zum größten Theil von anarchistisch angehauchten Es ist immer hübsch, wenn so etwas im Amtsblatte des Deutschen Die„ Post", die" Rheinisch- Weſtfälische Zeitung" u. f. w. haben fungirende, pure and simpler" Schriftfeher Campbell u. 2.:„ Ich der niedrigste Lohn, der in Deutschland gezahlt wird. Wie sollen also die unwahrheit gesagt. Wie die Mehrheit der Straßburger möchte betonen, daß wir die konservativste Arbeiterbewegung es nun die noch schlechter bezahlten Arbeiter anfangen, um ein Bevölkerung fühlt und denkt, hat sie gezeigt durch die Wahl dieser Stadt repräsentiren, welche die Lage der Arbeiter ver eigenes Heim" zu erlangen? U. 2. w. g. bessern will. Wir sind nicht hier, um politische Diskussionen zu land", also jezt etwas geistesgestört" sein! Der Ausweg ihm in der Rhotz der wiederholten Warnungen vor ihm, Arbeiter sind im stande, sich vor derartiger Ausbeutung 8 # 0 Schaffen, in Betragens"( Pendant zum Grade vie dem bort bestehenden niedrigen Lohnfaze ihre August Bebels. hören; wir sind auch nicht hier als Anarchisten, Sozialisten, Der Der schweizerische Normalarbeitstag, so wie er Republikaner, Demokraten oder Bopulisten, sondern sind hier als gehandhabt wird, dürfte sich überall mit Leichtigkeit ein- gefeßliebende Bürger der Stadt New- York, um den Arbeitslosen su lond führen lassen", erklärt die Magdeburgische Zeitung" in dieser Stadt zu helfen." dom We all s born Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 12. September. Opernhaus. Fidelio. Neues Theater. Nathan der Weise. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Der Freund des Fürsten. Lessing- Theater. Heimath. Kroll's Theater. Die Zauberflöte. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Odette. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad, Vorher: Madame Farkas. National Theater. Lehmann auf Vorher: Becker's Geschichte. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Dienstag, den 12. September, Abends 8 Uhr: Grosse Künstler- und Sport- Vorstellung. Sehr reichhaltiges Programm. Besonders hervorzuheben: Gr. Griechisch- Röm. Ringkampf zwischen dem Meisterschaftsringer von Deutschland Herrn Heinr. Eberle und dem Meisterschaftsringer von Holland Herrn Hoog. wier Die Statue der Venus oder: Die Imagination eines Künstlers. Phantastisch- romantisches Ballet. Ferner Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Castan's ber Weltausstellung in Chicago. Panopticum. Wintergarten. Spezialitäten- Bor- Weltberühmte Ausstellung stellung. = Reichshallen- Theater.Spezialitäten von Wachsfiguren und Gruppen. Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Gastspiel der badischen Kammersängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Becker's Geschichte. Liederspiel in 1 Aft von E. Jacobsohn. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71%, Uhr, der Nachmittags- Vorstellung 3 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: 79 Illusionen. Irrgarten. Schreckenshammer. PassageDem Schleifer Müller. bei Butzke zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! Richard, niesele weiter und falle nicht über'n Bleistift. 1870b Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Marie Rusch, geb. Krüger, am 9. d. M., Nachmittags 3/4 Uhr, nach langen und schweren Leiden im Alter von 53 Jahren sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag Nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Um stilles Beileid bittet Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung, somet Mittwoch, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Tages- Ordnung: 1. Was lehrt uns der Züricher Kongreß? Referent: Genosse Timm. 2. Diskussion. 3. Antrag des Vorstandes behufs ext Reudruck der Statutenbücher. 4. Verschiedene. 370/14 Jedermann hat Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 196 Sozialdemokratischer Wahlverein Marienkirchhof, Brenzlauer Allee, statt. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 12. September, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Joel, Andreasstraße Nr. 21: 1875b Der tiefbetrübte Gatte August Rusch. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Fritz nach furzen, schweren Leiden im Alter von nahezu 6 Jahren_ver= 2. storben ist. Die Beerdigung findet heute, Dienstag, Nachm. 5 Uhr, vom zur Trauerhause aus nach dem Emmaustirchhof statt. 1819b Die trauernden Eltern Albert Bittermann und Frau. Danksagung. Für die rege Theilnahme und reiche Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Steindruckers Paul Golddammer, spreche ich hierdurch allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Herrn Prediger Bruckhausen für seine trostreichen Worte, den Herren Chefs Ernst und Panopticum. reslawsky, sowie feinen Kollegen Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissements der Welt. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert.. Specialitäten- Vorstellung von mur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Miss Gabriele und Mrs. Othon, gr. Luftgymastit. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Gesangshumorist. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Charles MorleyTrio, musikalische VerwandlungsPantomimisten. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. A. Zimmermann. Das lachende Berlin. Posse mit Gefang und Tanz. Vor und nach der Vorstellung: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 17. d. M., Nachmit. Morit ags 3 Uhr: Voltsvorstellung zu bedeutend ermäßigt. Preisen: Die Räuber. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Dienstag, 12. September 1893: Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Atte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst Theater. Bum 88. Male: Goldlotte. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anf. 72 Uhr. Fauteuil 2,50 M. Der Sommergarten ist geöffnet. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Täglich: Theater und SpezialitätenVorstellung. Neu! Zum 11. Male! Neu! Berliner in Chicago. Zeitbild von Oscar Wagner. Raffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61,2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Ps. Lühowstraße Victoria- Brauerei,-112. Garten resp. Sant Vorletzte Woche ( außer Sonnabend) Stettiner Sänger Stets mechs. Programm. Anfang: Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags teine Giltigkeit. Etablissement Buggenhagen. MorigPlay. Play. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Bitterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. üle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu und sensationell! Musikalischer Klown Barnay. Chansonette Butti. Duettisten Sammer und Drahtseilkünstler Mr. Annetha. Voltsbelustig. jeder Art. 4 Kegel bahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Bock- Brauerei zu Tempelhofer Berg. 2 Säle Festlichkeiten und Ver sammlungen empfiehlt August Tiedemann, 4784L Oekonom. Alkazar. Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Täglich Auftr. v. Spezialitäten ersten Ranges. Neu! Men! Spreeniven! Wochentags 712 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 15 Pf. R. Winkler. Saal und Vereinszimmer sind noch einige Tage frei Alte Jakobstraße 83. meinen tiefgefühltesten Dank aus. Die trauernde Wittwe[ 1877b Jda Golddammer, geb. Markus. Danksagung. Für die große Betheiligung bei der Niederlegung von Kränzen am Grabe meines verstorbenen Sohnes Otto Schönlein sage ich den Reservisten meinen innigften Dant. 1867b W. Schönlein. Danksagung. Für die ehrenvolle Theilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Restaurateurs Bernhardt Werner sage ich allen Verwandten, Bekannten, sowie Herrn Prediger Grauenhorst für die trostreichen Worte am Grabe meinen herzlichen Dank. 18716 Wittwe Werner. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Malwine Kühn fage ich allen, insbesondere dem Gesangverein Freya( gemischter Chor) meinen herzVersammlung. Zages Ordnung: = M 1. Sozialdemokratie Sozialliberalismus. Referent: Genoffe Mattutat. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Broschüre:" Die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie Wissenschaft" gelangt in dieser Versammlung zur Ausgabe. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 377/7 Achtung! Der Vorstand. Große öffentliche Volks- Versammlung Donnerstag, den 14. Septbr., Abends 8% Uhr, im Alten Schützenhaus, Linienstrasse No. 5. Zages Ordnung: siar 1. Die Maßregelung der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen im Magazin A. Lubasch. Referent Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt. 2. Diskussion. Genossen und Genossinnen! Es sind 34 Angestellte plötzlich entlassen worden. Es handelt sich darum, die Gründe für dieses Vorgehen öffentlich festzustellen. Deshalb ersuchen wir um zahlreichen Besuch. 274/10 Die Gewerkschafts- Kommission. Deffentliche Versammlung Gu Der Bureau- Angestellten und verw. Berufsgenossen Montag, den 18. Septbr., Abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 64/4 1. Vortrag: Organisation und Vereinsspielerei. Referent: Kollege Kunkel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Genossen und Kollegen, welche Interesse an der Förderung einer sielbewußten Organisation haben, sowie die Mitglieder der Freien Vereinigung der Bureau Angestellten Berlins und Umgegend" werden hiermit eingeladen. Der Einberufer: Paul Schulz. Achtung! Arbeitslose Bauhandwerker und Bauarbeiter! Deffentliche Versammlung lichſten Dank. Wilhelm Kühn.[ 1874b sämmtlicher im Baugewerbe beschäft. Arbeiter Von der Reise zurückgekehrt. 1880b Dr. Siegheim, Potsdamerstraße Nr. 86a. als da sind: irud Maurer, Zimmerer, Stuckateure, Dachdecker, Steinmeken, Maler, Töpfer, Bantischler, Banklempner, Bauarbeiter, Steinträger, Töpferträger, Alles, was zum Ban gehört Von der Reise zurück. Dr. Edmund am Freitag, den 15. Septbr., Vormittags 10 Uhr, Falk, N., Artonaplah 5. 58/10 Ich habe mich hier niedergelassen. Dr. Max Maschke, prakt. Arzt 2c. 18466 Wilhelmstr. 146, I, am Bellealliancepl. Am Sonntag Abend ist in den Arminhallen" bei dem stattgehabten Kränzchen der Arbeiter- Bildungsschule ein grauer Sommer- Ueberzieher abhanden dim Saale des Herrn Joël, Andreasstr. 21. Tages- Ordnung: Die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe. Referent: Genosse Kessler. Der Einber ufer. Soeben erschienen Neuheiten in: 4807L* Volks-, Freiheits- u. Arbeiter- Lieder für Männer- und gemischten Chor in Partitur und Stimmen.g Kataloge gratis. Ansicht Sendungen bereitwilligst. gekommen. Der ehrliche Finder wird J. Günther, Verlag, Dresden, Ziegelstr. 24. gebeten, denselben Boeckhstraße Nr. 54, 4 Tr. bei Hahne gegen 10 Mark Belohnung abzugeben. 1868b Arbeiter- Spielkarten à Spiel 65 Pf. gesetzl. geschützt! Sensationell! Piquet 32 Blatt. Engros- Verlag, Berlin SO, Reichenbergerstr. 19 I. ratweil'sche Probespiele geg. vorh. Einsend. v. 80 Pf. in Briefm. Franko- Zus. Wiederv. Rabatt Bierhallen Uhren u. Goldwaaren Georg Wagner G Oranienſtr. 63, I. in bester Ausführung zu den billigsten Preisen. Silb. 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Zur Vorbereitung der Stadtverordncten'Wahlen schreibt daS„Grundeigenthum": „Ein Gefühl der Müdigkeit und Entsagung ruht gegenwärtig auf unserem uolttischen und Pgrteilebem Es ist. als ob die letzt- Reichstags-Wahl das Interesse für alles 5romn!ende vorweg- genommen hätte, als ob sie_ alle Kräfte des Wählers durchaus erschöpft und als ob es diesem nun am wohlsten wäre, wenn man rhn für eine lange Zeit gänzlich in Ruhe ließe. Und doch erscheint das nicht angängig. Der September geht zur Mitte, und schon stellen neue Znknnftsereignisfe an den wahlenden Bürger ihre Anforderungen. Ruht auf ihm auch noch die Ferie ustimmung oder eine sonstwie entschuldigte Wahl- niüdigkeil. so ist es jetzt doch dringend geboten, diese völlig von sich abzuschütteln: es gilt die Vorbereitung der neuen Landtags- un der Stadtverordneten-Wahlen. Tie große Miquel'sche Steuerreform hat unsere Leser ge- lehrt, welch' wichtige und zumal für den Grundbesitz wichtige Entscheidungen im preußischen Abgeordnetenhause fallen, und ge- legentlich der Besprechungen jener Reform haben wir wiederholt auch auf die verstärkte Bedeutung der Stadtverordneten-Ver- fammlung und ihrer künftigen Steuerbeschlüsse hingewiesen. Ihr liegt es wesentlich ob, die Miquel'sche Kommunalsteuerresorm in die Praxis überzuführen. Und von dieser thatsächlichen Aus- gestaltung der gesetzgeberischen Grundgedanken wird es abhängen. od diese ganze Reform in ihrem Endergebniß dem Grundbesitz schließlich zum Heil oder zum Unheil gereicht. Es wird wesent» lich eine Machtjrage sein, die sich in jeder Stadt dahin zuspitzt: Wer hat im Stadtregiment das Heft in der Hand? Run scheint es zwar noch lange Zeit, sich mit dieser Frage zu beschäftigen, da die Komniunalsteuerreforrn erst im Jahre 1895 und gar erst im April desselben in Kraft tritt. Aber thatsächlich müsseil von den Kommunen schon jetzt die Vor- bereitungen dazu begonnen werden, und über die Machtfrage insbesondere enischeidet doch die Zusamniensetzung der städtischen Berwaltungskörper, die dabei mitzureden und schließlich die Ent- scheidnng zu treffen haben, also vor allem die Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung. Und um deren Neubesetzung handelt es sich jetzt. Sie ist diesmal auch insofern von besonderem Interesse und von besonderer Bedeutung, als zum ersten Mai das neue Wahl- geseh seine Wirksamkeit dabei zeigen wird. Schon jetzt ist er- fichilich, daß die Verschiebungen in der Wahlbcrcchligung de- deutende sind. Unter den Stadtverordneten bestnden sich zur Zeit in der ersten und zweiten Abtheilung je 39 und in der drillen Ablheilung 29 Hauseigenthümer; davon scheiden am I. Januar 1894 aus: in der ersten und zweiten Abtheilung je 11 und in der dritten Abtheilung 7, da aber nach den Be- stimmungen der Städte-Ordnung in jeder Abtheilung die Hälfte der dazu gehörigen Stadtverordneten Hausbesitzer sein müssen. so sind, da nach Abzug der Ausscheidende» in der ersten Ab- theilung und in der zweiten Abtheilung je 19 und in der dritten Abtheilung 13 verbleiben, in der ersten und zweiten Ab- theilung je 2 und in der dritten Abtheilung 8 Hausbesitzer zu wählen. Der Magistrat hat mittels Auslosens diejenigen Wahl- bezirke festgestellt, in denen ein Hausbesitzer gewählt werden muß; es sind dies in der ersten'Abtheilung die Wahl- bezirke 3 und 9, in der zweiten Ablheilung die Wahlbezirke 4 und 13, und in der dritten Abtheilung, in der über- Haupt nur die Wahlbezirke 1, 4, 6, 9, 16, 18, 29. 22, 23, 29, '6i, 36, 37 und 41 zur Neuwahl stehen, die Wahlbezirke 1, 4, 6, S, 16, 29, 22 und 31. Für uns Hausbesitzer aber wird es darauf ankommen, daß nicht nur diese zur gesetzlich vorgeschriebenen Anzahl sehleuden zwölf unserer Standesgenosse» wieder hineinkommen, sondern daß wir uns in alter Stärke behaupten, ja diese womöglich noch überbieten und vor allem solche Männer hineinbringe», die die Interessen unseres Standes, so weit sie mit denen der Allge- meinheit sich vertragen, voll wahrzunehmen willens und im Stande sind."— Es wird dafür gesorgt werden, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen und die fromme» Wünsche der städtischen Agrarier sich nach Möglichkeit nicht erfüllen. Daß der Sinn für daö„herrliche Kricgöheer" und die Lust am Soldatenspielen überhaupt in unserem Volke ganz kolossal im Schwinden begriffen ist, beweisen vor allen Dinge» die Anstrengungen, die die Militärverwaltung machen muß, um einigermaßen anständige Elemente länger bei der Fahne zu be- halten, als die gesetzliche Dienstzeit vorschreibt. Man hat schon auf das Handgeld der alten Landsknechte zurückgreifen müssen, und schließlich ist die Uuteroffiziersprämie ja auch nichts anderes als eine Art von Handgeld, nur mit dem Unterschied, daß der Landsknecht sein Handgeld gA�öhnlich vor Ableistung seiner Vcr- tragspflichten erhielt und der preußische Unteroffizier seinen Mammon nach absolvirter Dienstzeit einstreicht. Aber alles das hat nicht gezogen, man hat sich entschließen nlüsse», das Kapitn- lantenwesen der preußischen Armee überhaupt vollständig neu zu regeln. Es ist dies jetzt in folgender Weise geschehen: „Eine erste Kapitulation, für welche ein Handgeld von 199 M. gegeben wird, liegt vor, wenn der Belressende sich zu einer mindestens vierjährigen(vierjährig Freiwillige der Kavallerie zu einer fünfjährigen) Gesammtdienstzeir verpflichtet. Der Anspruch auf Zahlung erwächst mit dem Zeitpunkt der Erfüllung der gesetz- lichen aktiven Dienstzeit(Tag der Entlassung der Reservisten): für die unter Vorbehalt angenommenen Reservisten erst dann, wenn der Zeilraum, auf welchen der Vorbehalt sich erstreckt, abgelaufen und die Kapitulation eine endgiltige geworden ist. Der früheste Auszahlungstermin ist im lauienden Jahre der 1. Oktober. Die aus Unleroffizier-Schule» und aus der Militärschule des großen Militär-Waisenhauses Hervorgegangenen, die Roßarzt-Aspiranten, die Eleven der Militär- Roßarztschule, die Unter- Roßärzte, die Hilfsmufiker(einschl. der elatsmäßigen Hilfshautboisten, Offizier- burschen. Oekonomiehandwerker, Militär- Krankenwärter und Militärbäcker) erhalle» kein Handgeld, ebensoivenig Kapitulanten, die gegenwärtig dienend einem früheren als dem Jahrgang 1899 angehören. Bei den Waffen mit zweijähriger Dienstzeit sind die am jetzigen Entlassungstcrmin zweijährig Gedienten in Ansehung der Zahlbarkeit des Handgeldes so zu behandeln, als ob sie bereits an diesem Termin ihre gesetzliche Dienstzeit erfüllt hätten. Vom 1. Oktober er. ab sind besondere Stellen für Kapitulanten, unter Absetzung einer entsprechenden Anzahl Gesreilenstellen, zum Etat gebracht. Uebcrschreirungen der Zahl dieser etatsmäßigen Kapitulantenstellen sind bei allen Waffen nach dem thalsächlichen Bedürsniß zulässig gegen Offenhallung von Gefreitenstellen. Andererseits dürfen in offenen Kapi- tulantenstellcn Gefreite oder Gemeine verpflegt werden. Hilfsmusiker, Ofsizierburschen, Oekonomiehandwerker und Bäcker zählen zu den Kapitulanten im obigen Sinne nicht. Hinsichtlich der Hilfsmufiker verbleibt es bei den bisherigen Bestimmungen, wonach jeder Kapitulant eine um monatlich 1 Mark 59 Pfg. höhere Löhnung erhält, als ein Nichtläpitulant der gleichen Eharge." Es erscheint uns mehr als zweifelhaft, ob diese finanziellen Anerbietungen und Vortheile genügen werden, um junge Leute an die Ferienkolonien zu fesseln. Denn schließlich muß sich Jemand heutzutage gar nicht mehr zu helfen wissen, wenn er sich entschließt, sich seinen Lebensunterhalt als Unteroffizier durch Rekrutendrillen zu erwerben. Alle in letzter Zeit in die Presse gelangten Veröffentlichungen über Ausschreitungen von Unter- offizieren geben Grund genug zu der Annahme, daß das Unter- offizierskorps von Elementen durchsetzt ist, denen man kaum die Qualifikation als„Volkserzieher" zuerkennen möchte. Vielleicht meinte der Prinz Heinrich von Preußen das auch, als er kürzlich von dem Gift sprach, welches in manchen Unteroffizieren stecke. Durch Gewährung von Geldmitteln wird dieses Gift aber schwerlich aus der Welt geschafft. Zu einer großartigen Demonstration gestaltete sich die am 19. September auf dem Dreisaltigkeits-Kirchhof in der Berg- mannftraße in Berlin erfolgte Kranzniederlegung für den während der Reserveübung in Küstrin verstorbenen Otto S ch ö n l e i». Obgleich sie nur durch ein einmaliges Inserat im„Vorwärts"(Sonnabend) bekannt gegeben war, hatten sich die während der Zeit vom 15. August bis 3. September ein- gezogenen Reservisten recht zahlreich eingefunden. Wohl an 599 Personen, darunter der Vater lind"der Bruder des im blühenden Mannesalter aus dem Leben Geschiedenen, die Piano- sortesabrikanten Schön lein, Kochstr. 73, umstanden das Grab. Kränze mit rothen Schleifen niederzulegen und Reden zu halten war verboten worden. Auf dem Friedhof bemerkte man ein starkes Aufgebot von Kriminalbeamten; uniformirte Schutzleute palrouillirten vor dem Eingang. Die mir dem Ehrendienst be- austragten Personen beschränkte» sich darauf, sich mit kurzen Worten ihres Auftrages zu entledigen. Ein großerprachtvoller Kranz trug breite weiße Widmungsschleifen mit der Inschrift:„Es ehren die Kameraden den infolge der Strapazen erlegenen Kameraden— Otto Schönlein gewidmet in treuer Kameradschaft von den Reservisten der 5., 6., 8, 9., 19., II. und 12. Kompagnie des Infanterie- Regiments?!r. 48. Ruhe in Frieden!" Diese Schleife mußte auf polizeiliche Anordnung entfernt werden. Die Kameraden der 7. Kompagnie spendeten einen besonderen Kranz; mit denen der ersten vier Kompagnien konnte man sich während der Uebungszeit nicht verständigen, da deren Kaserne zu entfernt be- legen war. In der Habel'schen Brauerei, wohin sich nach der Feierlich- keit ein großer Theil der Kirchhofsbesucher begab, schilderten Augenzeugen den Todesfall des S ch ö n l e i n. Außerdem tauschten die Reservisten Erinnerungen ans ihrer Dienstzeit in Küstrin ans, die ein eigenartiges Licht aus unsere ganzen Militärverhältnisse werfen. Wie schließlich mitgetheilt wurde, hat die Sammlung für den Kranz 34.69 M. ergeben. Derselbe kostete mit Schleife 26 M. 1,10 M. war für die Depesche an Herrn Schönlein am Tage der Beerdigung und 3,69 M. für's Inserat ausgegeben. Der Rest von 3,99 M. wurde dem Fonds der sozialdcmo- kratischen Partei überwiesen, welche Mittheilung man lebhaft applaudirte. Eine böswillige Erfindung wird jetzt von der anti- semitischen Presse verbreitet: die zuerst in der„Köln. Volksztg." veröffentlichte Nachricht, die Staatsanwaltschaft in Cleve habe aus die Ergreifung des Schlächters Buschoff eine Belohnung von 599 M. gesetzt. B. sei seit einiger Zeit aus Köln verschwunden. Aus grund neuen Materials, das man in Alstaden(einem Dorfe bei Köln) gesammelt habe, sei die Wiederaufnahme der Unter- suchung über den Xantener Mord erfolgt. Auf eine Anfrage hat die Staatsanwaltschaft in Cleve die Auskunft ertheilt, daß dort über die Angelegenheit nichts bekannt sei. Ferner ivird aus Köln gemeldet, daß Buschoff sich nach wie vor in seiner Wohnung in Köln vollständig unbehelligt aufhält. Die„Köln. Bolks-Ztg." sucht in letzter Zeit etwas in der Verbreitung von lügenhasten Nachrichten. Vor wenigen Tagen dichtete ein Berichterstatter uns die Cholera an, und jetzt macht man in der ruppigsten Form des Antisemitismus. Vielleicht ist ein anderer Geist in das bisher anständig gehaltene Blatt ge- zogen— jedenfalls läßt der gegen die Sozialdemokraten unend- lich roh gewordene Ton auf den Rüpel Lieber schließen. Mit großer Zähigkeit erhält sich in unserem Nachbarorte Rixdorf, dessen Namen ans einer Verstümmelung des ursprüng- lichen„Richardsdors" entstanden ist, die böhmische Svrache bei den dort eingewanderten böhmischen Familien. In dem böh- mischen Theile von Rixdorf, der mit den kleinen niedrigen Häusern östlich der Berlinerstraße liegt und sich bisher dort der Bau- spekulation entzogen hat, wohnen heute noch Familien, in denen im häuslichen Verkehr nur böhmisch gesprochen wird, und auch die Kinder, die auf der Straße und in der Schule deutsch reden, verfallen sofort in das böhmische Idiom, wenn sie sich»u Hause mit ihren Angehörigen unlerhallen. Die meisten Böhmen- familien haben längst deutsche Familiennamen angenommen und dabei natürlich den Sinn ihrer böhmischen Namen durch deutsche Bezeichnungen wiedergegeben; so wurde aus Czarnowski Schwarzenberg, aus Wanzlick Wenzel, aus Lischka Fuchs, aus Wesslig Lustig, aus Niemetz Deutsch u. f. w. In neuerer Zeit aber scheinen die alten böhmischen Namen wieder Mode ge- worden zu sein, denn Leute, deren Eltern sich nach ihrem deutschen Namen nannten und nur unter diesem Namen bekannt waren, holen den böhmischen Namen wieder hervor. Eine oer- mittelnde Stellung in diesem Sprachenstreit scheint ein be- kannter Rixdorjer Fleischermeister einnehmen zu wollen, der mehrere Fuhrwerke besitzt und an einigen seinen böhmischen, an anderen den deutschen Namen angeschrieben hat. Urber einen ungeheuren Schwindel in der Seifen- branche, durch welchen eine Menge kleiner Gewerbetreibenden arg geschädigt worden sind, macht die Fachschrift„Der Seifen- fabrikant" folgende Enthüllungen.„Jeder Fachmann, so schreibt das Blatt, weiß, mit welchen Schwierigkeiten und Vorurtheilen der deutsche Parjümerie-Fabukant zu kämpfen hat, um feine Er- zeugnisse an den Mann zu bringen. Während auch die vorzüg- lichsten Fabrikate deutscher Häuser vom großen Publikum mit einem gewissen Mißtrauen betrachtet werden, wird alles, was unter sranzösischer oder englischer Flagge segelt, ohne Bedenken zu enormen Preisen gekauft. Und dazu tritt noch die unreelle Konkurrenz, welche seit einigen Jahren vermittelst eines eigen- lhümlichen Schwindelverfahreiis das deutsche Publikum in unerhörter Weise brandschatzt und das geschieht so: In irgend einer entlegenen Straße Berlins etablirt z. B. ein Industrieller eine Parsümerie- Fabrik unter dem hoch- tönenden Titel„Parfürmerie Borussia". Die„Fabrik" besteht aus Stube und Kammer, Komptoir und Packraum und das ist alles. Der Herr Fabrikant ramscht dann bei irgend einem reellen Hause ganz ordinäre Kokosseisen und Parfüms und diese werden vermittelst eleganter Aufniachungen in„Feinste Blumen-Extraits", Lilienmilch-, Roseneröme-, Veilchen-, Lanolin- seifen ze. verwandelt. Jetzt werden Reisende engagirl. und da dieselben prinzipiell nur ans anderen Branchen entnommen werden, so erhalten sie vom Chef Unterricht im Betrüge, bis sie den„Rnnimel" weghaben. Die Instruktion lautet: Der Reisende hat nur solche Kunden zu besuchen, welche in Seifen und Par- fumerien noch nicht gearbeitet haben, also Modistinnen-, Eisen-, Kurzwaarenhändler ze. Auch hat sich der Reisende davor zu hüten, solche Kunden auszusuchen, an welche die Firma bereits einmal geliefert hat. Dem Reisenden ist es gestattet, den Kunden allerhand Versprechungen zu machen, da die berüchtigte Schluß- Nota am Fuß die von den Kunden fast nie gelesene Bemerkung enthält:„Alle mündlichen Versprechungen meines Reisenden sind ungiltig." Der berüchtigte Schlußschein, den der Kunde nach ge- machter Bestellung unterschreiben muß, enthält die Worte:„Be- stelle hierdurch... Dtzd. Toilettenseife, das Stück zu...Mk." Das Wort„Stück" ist ganz klein gedruckt und nur für den lesbar, der gute Augen hat, so daß der Kunde oberflächlich list:„Bestelle hierdurch... Dtzd. Toiletteseise zu... M." Der Besteller glaubt für 1 M. 1 Dtzd. Seife zu erhalten und thatsächlich er- hält er für 1 M. 1 Stück Seife. Sobald die Unterschrift auf den Schlußschein gegeben, soll— so lautet die Instruktion, der Reisende augenblicklich sich empfehlen. Der Käufer meint, für 69—79 M. Waaren bestellt zu haben, und erhält für 3—499 M. laut Schlußschein unbrauchbares Zeug, durch welches er das bei ihm sonst kaufende Publikum verscheucht; nach einigen Tagen weiß das Städtchen— nur die„Provinz" wird hineingelegt—. daß Herr X. ein Betrüger ist, der Mann ist ruinirt. Gegen die Gannerfirma in Berlin, die ihn hineingelegt, zu klagen, ist ganz zwecklos, der Fabrikant legt den Schlußschein vor und das Gericht verurtheilt daraufhin den Empfänger der Waaren. Etwa 399 derartige Prozesse rühmt sich eine hiesige„Fabrik", im vorigen Jahre in der Provinz gewonnen zu haben. Ist der Reisende drei Tage hindurch in den Schwindel eingeweiht, dann wird die Lehrzeit durch ein Examen geschlossen.„Der Chef", so sagte ein Reisender später aus.„setzte sich in den Lehnstuhl und sagte: „So, jetzt bin ich der„Dumme" aus der Provinz, nun seifen Sie mich ein!"" Berlin ist cholerafrei! Neue Aufnahmen haben nach den bis gestern 19 Uhr Vormittags im Rathhause eingelaufenen Mel- düngen in keinem der drei städtischen Krankenhäuser stattgefunden. Nachdem die auf der Cholerastation im Krankenhanse Moabit noch befindlich gewesenen Kranken und zur Beobachtung ein- gelieferten Personen inzwischen als gesund bezw. unverdächtig entlassen sind, ist diese Station aufgelöst worden. Die drei städtischen Krankenhäuser sind demnach frei von cholerakrankeu und choleraverdächtigen Personen. Konfiszirt wegen Vergehens gegen die tzß 95 und 185 des Reichs-Slrafgesetzbuchs(Majestätsbeleidigung) enthalten im Leit- artikel mit der Ueberschrist: Kinderraub, wurde am Sonn- abend Nachmittag die Nr. 37 des„Sozialift". Gesunden wurden in der Druckerei nur 7 Exemplare. Rummelsburg. Bei der Lassallefeier im Brahmann'jchen Lokale sind von der Verloosung die auf Nr. 311, 286, 276 und 194 gefallenen Gewinne noch nicht erhoben. Dieselben sind beim Genossen Franz, Türschmidtslr. 33, abzuholen. Theodor Ritter. Das Berschwinden eine� Hausbesitzers Hubert E. aus der Frankfurter Allee macht viel von sich reden. E., der ver- heirathet und Vater eines sechsjährigen Sohnes ist, zog im April dieses Jahres in sein an der Frankfurter Allee käuflich erworbenes Eckgrundstück. Am 8. d. M. Morgens entfernte er sich aus der Wohnung und wird seit diesem Augenblick vermißt. Inzwischen ist bei der Familie ein in Berlin aufgegebener Brief eingelaufen, der scheinbar von der Hand des Aerschwundenen herrührt und die Mittheilung enthält, daß er überhaupt nicht in sein Heim zurück- kehren werde. Diese Angabe findet auch darin ihre Bestätigung, daß E. nickt mittellos davongegangen ist. Er hatte etwa 30999 Mark zu sich gesteckt, die er bei sich in der Wohnung aufbewahrte, und hat sich dann noch das Baarv ermögen, das er bei einem Bankier B. untergebracht hatte und das auf über 29 999 M. ge- schätzt wird, abgeholt. Aus grund dieser Thatsachen wird einer- seits angenommen, daß E. nicht die Absicht hat, sich das Leben zu nehmen, sondern das Weite gesucht hat. Andererseits aber ist bekannt geworden, daß der Verschwundene infolge von Streitigkeiten, die aus einem Testamente herrühren, sich mit seiner Familie überworfen hat und sich deswegen in einer nervösen Aufregung befindet. Im Hinblick hierauf ist nicht aus- geschlossen, daß er Hand an flch selvst legen wird. Vorläufig ist die Angelegenheit noch in ein gewisses Dunkel gehüllt. E.. der am 4. März 1366 geboren ist, trug bei seinem Fortgehen einen hellgrauen Anzug mit Cylinderhul und um diesen, wie um den linken Aermel einen Trauerflor. Er hat blondes Haar und blonden Schnurrbart. Für 20 000 Mark Schweizer Pille» sind von der Kriminalpolizei beschlagnahmt worden. Sie sind von einem an- geblichen Drogisten K. aus Solingen einem hiesigen Apotheker zum Kauf angeboten worden, und zwar wurde für sie nur die Hälfte ihres Preises, also 19 999 M. verlangt. Der Apotheker schöpfte infolge der Niedrigkeit dieses Preises Verdacht, und seine Muthmaßung, daß das nicht mit rechten Dingen zugehen könne. fand dadurch Bestätigung, daß ihm der Drogenhändler gestand, daß die Pillen gesälschl seien; doch sei die Verpackung so vor- züglich nachgeahmt, daß das Publikum unmöglich den Unterschied zwischen der Verpackung der echten und der falschen Pillen ent- decken könne. Wenn auch eine Täuschung des Publikums in großem Umfang beabsichtigt war, so erscheint es doch fraglich, ob rechtlich weaen Betruges gegen St. vorgegangen werden kann. Da aber das Äaarenzeichen der echten Pillen im Handelsregister eingetragen ist, wird K. wegen Vergehens gegen das Markenschutz- Gesetz belangt werden, und es ist für noihwendig erachtet wer- den, ihn zu verhasten. Bei dem Bau des Kanals, der die Abwässer der neuen Wasserwerke am Müggelsee durch Friedrichshagen hindurch ab- führt, sind bekanntlich Erdseiikungen vorgekommen, die jetzt dazu geführt haben, daß das besonders gefährdete Haus Seestraße 49 polizeilich geschlossen ist. In demselben befand sich die Bereu- stecher'sche Restauration und ein in gleichem Besitz befindlicher Kausmannsladen. Das Haus ist abgesteift, man wird nun die ganze Vorderfa�ade niederreißen und neu aufführen. Die Stadt Berlin hat nicht nur diese» Bau zu bezahlen, sondern auch den Besitzer für den Schluß beider Geschäfte zu entschädigen. Im Bellevue- Schloßgarten wurde am Sonnabend Nach- mittag etwa um 5 Uhr ein vornehm gekleideter Herr todt aus- gefunden, der einen Schuß in der Stirn hatte. Nebem dem Leichnam, der bereits Spuren der beginnende» Auslösung zeigte und daher schon einige Tage am Fundorte gelegen haben mußte, wurde ein Revolver entdeckt, mit dem er sich den tödllichen Schuß selbsi beigebrachl zu haben scheint. In dem Tobten ist der vr. phil. Karl Marken aus der Melanchthonstraße erkannt worden. Ueber die Gründe, die den noch jungen Mann veranlaßt haben, Hand an sich selbst zu legen, verlautet noch nichts. � Mehrere Kausleute sind einer Betrügeri» zum Opfer gefallen, die sich für eine Baronin von Zedtwitz ausgiebt und in der Lennestraße zu wohnen behauptet. Diese Person, in der die unverehelichte Frieda W. festgestellt worden, hat am 9. d. M. bei einem Kaufmann in der PotLdamerstraße für etwa 699 M. Konserven bestellt und de» Austrag gegeben, daß ihr die Sachen im Laufe des Nachmittags in ihre Wohnung gebracht werden. Von den ausgesuchten Waaren ließ sich die angebliche Baronin eine Luchse Staiigenspargel, einige Gläser eingemachte Früchte und eliyas Schokolade einpacken und nahm diese Sachen mit. ciIZ sie den Laden oeriiep. Dasselbe Manöaer hat die Schwindlerin bei einem Wild« und Geflügelhändler in der Potsdamerstraße wiederholt. Bei diesem hat sie siir 150 M. Maaren be- stellt und einen Theil davon mitgenommen. Die Ausfuhrnng dieser Schwindeleien ist der W. dadurch erleichtert worden, daß in dem von ihr als Wohnung bezeichneten Hans thatsächlich eine Familie v. Zedtwitz lebi. zu der die W. aber in gar keinen Beziehungen steht. Die W. wohnt bei ihren Eltern, hat sich aber währen� der letzten Tage dort nicht sehen lassen und hat daher noch nicht dingfest gemächt werden können. Marktpreise iu Berlin am 9. September, nach Ermitte' lnngen des Bolizeipräsidinms. Weizen ver 100 Kg. guter von 16,60—15,20 M., mittlerer von 15,10—14,70 M., geringer von 14,60— 14,20 M. Roggen per 100 Kg. guter von 13,20—12,80 M., mittlerer von 12,70—12,50 M., geringerer von 12,40—12,20 M., Gerste per 100 Kg. gute von 19,00—17,70 M.. mittlere von 17,60—16,40 M., geringe von 16,30—15,00 M. Hafer per 100 Kg. guter von 18,40—17,20 M., mittlerer von 17,10—16,00 M geringer von 15,90—14,80 M. Stroh, Richt- per 100 Kg. von 6—5,15 M. Heus pr. 100 Kilogr. von 10,60—6,60 M. Erbsen, gelbe zum Kochen per 100 Kg. von 40,00—24,00 M. Speisebohnen, weiße per 100 Kg. von 50,00—20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 8,00— 5.00 M. Rind- fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60—1,20 M. Bauchfleisch per 1 Kg. von 1,30—0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von 1,60—1,00 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60—0.80 M. Hammeb fleisch per 1 Kg. von 1,50—0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 bis 1,80 M. Eier per 60 Stück von 4.80—2.20 M. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,40—1,20 Bt. Aale von 2,80—1,20 M. Zander von 2,40—1,20 M. Hechle von 2,00—1,20 M. Barsche von 1.60—0,80 M. Schleie von 2,40—1.10 M. Bleie von 1,40 bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 15,00—1,25 M. Polizeibericht. Am 9. d. M. Vormittags stürzte bei den Ausschachlungsarbeiten auf dem Grundstück Elisabethstr. 33—36 ein Theil der ungenügend abgesteiften Mauer um und fiel auf den dabei beschäftigten Arbeiter Jllmann, der dadurch eine Quetschung der linken Schulter erlitt.— Am 10. d. M. sprang ein Mann aus einem Fenster seiner im zweiten Stock des Hauses Zimmer- straße 9 belegenen Wohnung auf den Hos hinab und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß seine lleberführuiig nach der Charitee erforderlich wurde.— Im Huinboldthafen wurde die Leiche eines etwa 24jährigen Mannes angeschwemmt.— Im Lause des Tages wurden drei Personen erhängt vorgesunden, und zwar eine Frau in ihrer Wohnung, in der Kaiserstrape, ein Anstreicher in einem leerstehenden Laden des Hauses Treeckow- straße 12 und ein Arbeiter aus dem Boden des Hauses Gcnthiuer- straße 24.— Nachmittags vergiftete sich ein Kausmann in seiner Wohnung, in der Weberstraße, mittels Ansenik.— Abends stieß eine trau in ihrer Wohnung. Belleallianeestr. 85, eine brennende anipe um und erlitt dabei so schwere Brandwunden an den Armen, daß sie nach dem Krankenhause ain Urban gebracht werden mußte.— Am 10. und in der Nacht zum 11. d. M. fanden vier kleine Brände statt. Therrker. I« daS Refidenztheater scheint die französische Komödie wieder eingezogen zu sei», und zwar hat die Direktion Sardau's .Odette" für würdig gehalten, die Reihe der französischen Pikanterieen zu eröffnen. Die Sensationsstücke büßen riesig schnell an Interesse ein, und namentlich sind es die subtilen, gekünstelten Untersuchungen über menschlich fast unmögliche Probleme, die durch Lagern keineswegs an Gehalt gewinnen. Der Hauptlern der„Odette" ist, daß sich eine etwas leichtsinnig veranlagte Mutter nicht mehr für würdig hält, ihr Kind, welches sie wiedersieht, wirklich zu besitzen, sie geht einfach ins Wasser. Die Witzeleien und der pikante Tand, die außerdem noch mit dem Stück verbunden sind, konnten nur einen ganz oberflächliche», äußeren Effekt erziele». Infolge dessen erwärmten sich auch die Künstler nicht, sie blieben so zu sagen ebenfalls nur aus der Oberfläche. Wericllks-IZeikung. Die Berhandlnua gegen den Genossen Kunert, die am 19. September in Breslau stallfindet, erregt in hohem Maße politisches und juristisches Interesse. Ein„Diebstahl" soll dadurch begangen sein, daß dem Genossen Kunert wahrheitsgemäße Zlbschriften aus Akten übermittelt sind. Wären nicht Abschristen aus Akten, sondern diese s e l b st aus dem zur amtlichen Aufbewahrung bestimmten Ort übersendet, so könnte zweifelsohne nicht der Diebstahlsparagraph sondern lediglich der§ 138 Str.-G.-B. zur Anwendung gelangen, der das vorsätzliche Vernichten oder Beiseiteschaffen von Allen mit Gefängniß selbst im Wiederholungssalle, also mit einer etwas milderen Strafe als Diebstahl, bedroht. Will schon dem einfachen Menschenverstand es unbegreiflich erscheinen, weShalb eine Aklen- entwendung nicht als Diebstahl im Strasgesetzbuche bezeichnet wird, wen» es richtig wäre, daß solche Entwendung als Dieb- stahl ausgefaßt werden könne, so leuchtet ihm noch weniger ein, daß ein Gesetzgeber die Entwendung von O r i g i n a l a k t e» minder schwer solle bestraft wisse» ivollen, als die von A b- s ch r i f t e n aus Akten. Aber kann denn überhaupt als Die b- stahl die heimliche Anfertigung und Versendung von Abschriften behufs Veröffentlichung des Inhaltes derselben angesehen werden? Das Strafgesetzbuch definirt den Begriff des Diebstahls in s 242:„Wer eine fremde bewegliche Sache einem Anderen iil der Absicht wegnimmt, dieselbe sich rechtswidrig zuzueignen, wird wegen Diebstahls bestraft." Drei Gründe widersprechen dem- nach der Unterordnung der That, zu der Kunert angestiftet haben soll, unter den Begriff des Diebstahls: es hat keine Weg- nähme stattgefunden, es ist keine fremde Sache entwendet und vor allem hat die Absicht einer Zueignung nicht de- standen. Selbst wenn etwa zur Anfertigung der Abschriften dem preußischen Staat gehöriges Papier nebst Tinte verwendet sein sollte— dann handelt es sich um ein Objekt von höchstens 50 Pf., um das der Staat geschädigt sein könnte—, scheitern alle Versuche, die Mittheilung drakonischer, den Kulturzustand Preußens scharf zeichnender Militärgerichtsurtheile aus königlich preußischem Staatspapier durch einen königlich preußischen Staatsgefangenen zu einem Diebstahl zu stempeln, an dem M a n g e l d e s Erfordernisses einer Absicht rechtswidriger Zueignung Nicht die Zueignung sondern der Gebranch des Diebstahl- objektes(fiskalisches Papier) muß, wenn man nicht die Dinge geradezu auf den Kopf stellen will, als beabsichtigt erachtet werden. War aber lediglich ein Gebrauch beabsichtigt, so ist damit die diebische Absicht, die Absicht rechtsividriger Zueignung, ausgeschlossen. Das galt bislang auch in der jurinischen Theorie und Praxis selbst für den Fall, daß infolge des Ge- brauchs(z. B. fremder Kleider, die man vorübergehend mit der Absicht der Rückgabe benutzt) eine Werlhsminderung oder unbeabsichtigte Zerstörung eintritt, unbestritten. Im Fall Kunert kann also nur unter Aufgabe der bisher bestan- denen Praxis und unter völliger Mißverkennung des Begriffs Diebstahl eine Vernrtheilung deffen wegen Diebstahls eintreten, der behufs Veröffentlichung von Dokumenten über den Militarismus höchstens fünfzig Reichspfennige werthe dem Staat gehörige Utensilien benutzte. Nach s 27 Str.-Pr.-O. ist zur Aburtheilung wegen stahls das Schöffengericht zuständig, wenn der Werth des Gestohlenen 25 Mark nicht übersteigt— die Verhandlunz ist aber por dem Landgericht, nicht dem Schvffeugerichl, an- beraumt, wiewohl das angeblich Entwendete den Werth von 25 Mark auch nicht annähernd erreichen kann. Weshalb? ent- zieht sich unserer Kenntniß. Der Umstand darf nicht maßgebend gewesen sein, daß durch die Veröffentlichung der Erkenntmffe die Kenntnitz von denselben weit über den Kreis der Militärbehörde hinaus verbreitet ist, denn das Alleinwissen einer Behörde kann den Gegenstand eines Diebstahls nicht bilden, den Werth von Papier und Dinte nicht erhöhen. Ein Gewerbegehilfe darf aus anderen als den im§ 123 der Gewerbe-Ordnung angegebenen Gründen nicht vorzeitig ent- lassen werden. So hat das hiesige Landgericht kürzlich in einem Streitfalle entschieden. Das Amtsgericht hatte im Gegensätze hierzu ausgeführt, daß die in der Gewerbe-Ordnung aufgeführten Eiftlaffungsgründe nur Beispiele seien und daneben auch die Bestimmungen des Allgeineine» Landrechts Anwendung finden. Das Landgericht dagegen sagt in seinem Urtheil: Schon aus dem Wortlaut des§ 123 geht hervor, daß die dort ausgeführten Entlassungsgründe als ausschließliche gelten und nicht analog anzuwenden sind. Die Fassung des Paragraphen ist eine durchaus andere, wie z. B. die der Art. 63 und 64 des Handelsgesetz-Buches, welch letztere die Entlassungs gründe für die Handlungsgehilfen enthalten. Zu beachten sind bei Auslegung des§ 123 der Gewerbe-Ordnung die bei Ab- fassung der letztere» leitend gewessenen Gesichtspunkte. Der Wille des Gesetzgebers war es, durch gesetzlich bestimmte schranken das Uebergeivicht des Arbeitgebers über seine Arbeiter abzuschwächen. Das Gesetz wollte dem Arbeitgeber nur aus den im ß 123 auf geführten Gründen die Möglichkeit einer einseitigen sofortigen Entlassung ohne Entschädigung gewähren, beabsichtigte dagegen nicht, noch andere Ejlllassnngsgründe neben jenen bestehen zu lassen. Der„Herr Hauptmann". Eine Darlehnsgeschichte lag der Anklage wegen Betrugs und Untreue zu Grunde, die gestern vor der 2. Ferien-Strafkammer des Landgerichts I gegen den Hauptmann a. D. H i r hch e verhandelt wurde. Ter An- geklagte traf hier im vorigen Sommer mit dem Brauereibesitzer Thiemann zusammen, einem Kriegskameraden aus dem franzö- fischen Feldzuge. Nach mehrmaligem Zusammentreffen faßte der Angeklagte sich ein Herz und bat Thiemann um ein Darlehen von 500 M., wobei er erklärt haben soll, daß seine Sachen gepfändet und jeden Tag abgeholt iverden können. Thiemann schien nicht abgeneigt, dem früheren Kameradeu zu helfen, erklärte aber, daß er augenblicklich kein baareS Geld habe. Er wolle aber dem Bedrängten ein Blanko-Akzept eines Kunden über 300 Mark geben, der Angeklagte möge versuchen, ob der Akzeptant ahlen würde. Der Zeuge Thiemann will dem Änge- klagten eingeschärft haben, den Akzeptanten unter keinen Umständen zu drängen und ihm, Thiemann, unter allen Um- ständen entweder den Wechsel zurück oder das Geld zu bringen. Bald nach dem Weggänge des Angeklagten wurde Thiemann anderen Sinnes, er schrieb dem Akzeptanten, dem Rcstaurateur R., daß er den Besuch des Hauptmanns Hirthe zu erwarten habe, der das Blanko-Akzept zur Zahlung vorlegen würde. R. solle aber unter keinen Umstände» zahlen, denn nur um den Hauptmann, der ihn anpumpen wolle, los zn werden, habe er demselben das Älkzept gegeben. Er habe vor, eine Reise anzu- treten und inzwischen werde der Hauptmann sich wohl ander- weitig geholfen haben. Infolge dieses Brieses wurde dem Hauptmann bei dem Rsstanrateur R. ein recht übler Empfang zn Theil. Seine Nothlage verschlimmerte sich. Er füllte das Blanko- Akzept aus, versah es mit seinem Giro und setzte es in Unilanf. Der Akzeptant verweigerte Zahlung, im Zivilprozesse wurde er verurtheilt. In der"zweiten Instanz legte Thiemann als Zeuge den Sachverhalt klar, der Richter entschied, daß der Hauptmann überhaupt lein Recht zliin Einklagen des Wechsels gehabt, und verurtheilie denselben zur Herausgabe des Geldes. Die Zwangsvollstreckung gegen den Hauptmann fiel aber fruchtlos aus. Es folgte nun gegen denselben das Strafverfahren. Es stellte sich nämlich heraus, daß der Angeklagte gar nicht gepfändet worden war und der Zeuge Thiemann bekundete, daß er lediglich durch diese falsche Vorspiegelung zur Hergabe des Blauko-Akzepts bewogen worden sei. Ter Angeklagte behauptete dagegen, daß er nur gesagt habe, es drohe ihm eine Pfändung wegen eines ihm bereits zugestellten Zahlungsbefehls. Die Untreue wurde darin gesunden, daß der An- geklagte in eigenmächtiger Weise und gegen den Willen des Eigenthüiners über das Akzept verfügt hatte. Der Staatsanwalt erklärte, daß es nicht seine Sache sei, das Verhalten des Zeugen Thiemann in dieser Angelegenheit zu kennzeichnen. Er müsse die dem Angeklagten zur Last gelegten Straslhalen für erwiesen halten und dafür einen Monat Ge- fäiigniß beantragen. Der Gerichtshof folgte aber den Aus- führungen des Verlheidigers, Referendars Ulrich, und fällte ein freisprechendes Urtheil. Der Angeklagte habe dem Zeugen Thie- mann vertraut, daß derselbe ihm thatsächlich helfen wolle. Er habe deshalb im guten Glauben gehandelt, als er über das Akzept verfügte. In den abweichenden Punkten könne der An- geklagte denselben Anspruch aus Glaubivürdigkeit erheben wie der Zeuge Thiemann. Bor dem Schöffengericht in Chemnitz stand am Don- nerstag Morgen der Redakteur Genosse Emil Rosenvw, an- geklagt, die Frau Hedwig Voigt, verwittwel gewesene Döring, durch die Behauptung unwahrer Thatsachen verächtlich gemacht und in der öffentlichen Meinung herabgewürdigt zu haben. In der der Klägerin gehörigen Eisengießerei hatte sich ein Guß- putzer Daniel dadurch das Leben genommen, daß er in die glühende Maffe des Kupolofens gekrochen war. Viele Blätter hatten den Fall in mehr oder minder scharfer Weise besprochen und auch der„Beobachter" hatte davon Notiz genommen, wobei die Behauptung ausgesprochen war, der Gußputzer habe nur 10 M. Lohn verdient. Auch machte der„Beobachter" die allge- meine» Erwerbsverhältnisse für das grauenhafte Ende des un- glücklichen Proletariers verantwortlich. Wege» dieses Artikels erhob Frau Wwe. Döring Klage. Die Beweisaufnahme ergab in allen Punkten die Richtigkeit der von dem Angeklagten aus- gestellten Behauptungen, worauf das Gericht ihn freisprach und alle entstandenen Kosten der Privatklägerin zur Last legte. Soziale Xtc&cflMjl. Achtung- Tapezirer! Die Kollegen in der Werkstatt;des Herrn Müller, Lebuserstr. 15, haben einnüilhig wegen Richt- bemilligung höherer Akkordpreise die Arbeit niedergelegt. Um Fernhaltimg des Zuzuges ersucht Die Agitalioiislommission der Tapezirer Berlins und Umgegend. Billige Arbeitskräfte für die Agrarier zu besorgen, ist die neueste sozialreformerische That, die in preußischen Landen ausgeübt wird. Wie von dem Regierungspräsidenten Prinzen Handiery in Liegnitz dem Landwirthschaftlichen Zentralverein sür Schlesien mitgetheill worden, sind ans die von ihm ausgegangene Anregung bisher in Bunzlau, Freystabt, Grünberg, Greisienberg, Hayna», Hirschberg, Honersiverda, Lauban, Lüben, Muskau, Neusalz, Neustädtel, Pöllwitz, Priebus und Sagau kommunale Arbeitsnachweisestellen zu dem BeHufe, Arbeit suchenden Personen Arbeitsgelegenheit unentgeltlich nachzuweisen, er- richtet worden. Mit Rücksicht darauf, meint die „Schlesische Zeitung", daß der größte Theil der Ar- Dieb-beit suchenden EU mente vom Lande stammt und auch nicht zn erivarten ist, daß sämmtlichen arbeitslosen Personen m den Städten Arbeitsgelegenheit nachgewiesen werSen kann, wurde es sowohl im Interesse der Städte als auch des platten Landes liegen, wenn ein Theil dieser Personen ihrer früheren Arbeit in lanbwirthschaftlichen Betrieben wieder zugeführt werden könnte. 'Der Regierungspräsident bringt demgemäß in Vorschlag, seitens der landwirthschaftlichen Vereine Meldestellen sür Ardeitgeber, welche Arbeiter für landwirthschaftliche Betriebe zu engagiren wünschen, einzurichten und diese Meldestellen in ständige Ver- bindung mit den nächsten städtischen Arbeitsnachweisstellen zu setzen, um so eine Ueberfuhrung der überfchnfflgen Arbeitskräfte von den Städten in die landwirthschaft- liehen Betriebe zu ermöglichen. Diesen Vorschlag des Sie-- gierungspräsidenten bringt jetzt der Vorstand des Zentral- Vereins zur Kenntniß der landwirthschaftlichen Bereine mit dem Ersuchen, die Einrichtung von Meldestellen für Arbeitgeber in Erwägung nehmen zu wollen. Der Regierungspräsident hat sich, falls derartige Meldestellen errichtet werden sollten, bereit erklärt, die Verwaliuiig der städtischen Arbeitsnachweisstellen mit ent- sprechender Anweisung zu versehen. Inwieweit diese Liebesmüh Erfolg haben wird, läßt sich schwer sagen. Bis jetzt haben namentlich im Osten die Arbeiter eine nur zu berechtigte Scheu vor den unter obrigkeitlicher Pro- teltion stehenden Arbeitsvermittelungs-Insiitiiten gehabt, und gar in diesem Fall, wo Arbeitsvermittelungs- Stellen dazu dienen sollen, die Arbeiter den rittergütlichen Buttermilch-Kartoffelkübeln wieder zuzuführen, denen sie eben erst mit Müh und Roth entronnen, dürfte der Erfolg nicht besonders hoch anzuschlagen sein. Aber auch, wo sich Hungernde auf diese Art Arbeitsvermittlung einlassen sollten, können die vorgeschrittenen Arbeiter mit Gemüthsruhe diesem„wohlthätigen" Wirken zusehen. Denn immerhin, so üble Ersahrungen der frühere Landarbeiter auch beim Anbieten und Verkauf seiner Arbeitskraft in der Stadt gemacht haben mag, etwas mensch- licher als früher hat er doch gelebt und selbst wo dies nicht ge- schehen, hat er doch beobachten muffen, wie Seinesgleichen sich als Mensch betrachtet wissen will und menschliche Ansprüche macht. Und die gulen Anregungen, die gewonnene Erkenntniß werden bei dem aufs Land zurückgekehrten Arbeiter ihre Früchte tragen, wie der Junker bald merken dürste. Somit kann es der Sozialdemokratie ganz recht sein, wenn die Unwahrscheinlichkeik eintritt, daß Arbeiter aus der Stadt sich wieder ihrem heimath- lichen Elend zuwenden. Der Lohn für treue Liebe biS zum Grabe. In der „Straßb. Bürger-Ztg." steht zu lesen: „In unserer von sozialen Gegensätzen zerklüfteten Zeit sollte man sich hüten, den bestehenden Antagonismus zwischen Unter- nehiner und Arbeiter unnöthiger Weise zu vergrößer». Geradezu ein Oelguß auf das Feuer muß das Verfahren einer hiesigen Fabrik genannt werden. Der eine der Theilnehmer der Fabrik hatte das Zeitliche gesegnet. In langem Zuge solgten dre Arbeiter und Angestellten dem Sarge des Verblichenen. Am Zahlungslage wurde das pietätvolle Verhalten der Arbeite� seitens des Hinterbliebenen Fabrikanten dadurch entsprechend ge- würdigt, daß man den Arbeitern den Lohn für die durch das Begräbniß versäumte Zeit abzog. Kommentar überflüssig." Vielleicht lassen sich die betreffenden Arbeiter auf diesem Wege von ihrer„Pietät" gegenüber ihren Ausbeutern bekehren. AnS dem Zwickauer Kohlenrevier wird uns berichtet: Auf Schacht Herrschers Erben fand eine Herabsetzung der Geding- lyhnsätze um 45 bis 50 pCt. statt, nachdem vor kurzem bereits eine lOprozentige Reduktion erfolgt war. Die Tagschichtarbeiter sind deshalb in der großen Mehrzahl am Sonnabend nicht angefahren. Die Arbeiter wählten eine dreigliedrige Kommission, welche mit der Werksverwaltung und den Besitzern verhandeln soll. Letztere lehnten eine Verhandlung mit den Ar- beilern ab. Die Kölner Nachtwächter werden rebellisch und zwar aus sehr plausiblen Gründen. In Köln sollen auf grund einer ministeriellen Verfügung die jetzigen Nachtwachbeamten durch Schutzleute ersetzt werden und wie es im Militärstaat selbst- verständlich, werden hierzu Militäranwärter auserkoren. Die vage Hoffnung der jetzigen Nachtwächter, daß sie in die neue Organisation mit aufgenommen würden, ist bereits zu Schanden geivorden, denn der neue Nachtwach- Inspektor hat seinen. Untergebenen bereits die srohe Mittheilung gemacht, sie möchten sich auf ihre demnächst erfolgende Kündigung gefaßt machen und sich nach anderer Arbeit umsehen. Da diese Ankündigung für die Nachtwächter eine Lebensfrage be- deutet, haben sie eine Versammlung abgehalten, in welcher die Wahl einer fünfgliederigen Kommission beschlossen wurde. die an die Behörde mit dem Gesuch um Uebernahme der jetzt im Dienst befindlichen Nachtwachbeamten herantreten soll. Auch wurde die Absendung einer Petitiou an das Ministerium in Anregung gebracht. Wird wenig nützen. Im Militärstaat ist ein Beamter und vor allem ein Schutzmann. der nicht die militärische Schneidig- keit von Grund auf in sich aufgesogen hat, ein Unding. Und demzufolge ist es nur konsequent, wenn verfahren wird, wie es in Köln geschieht. Vielleicht geht aber bei dieser Gelegenheit auch dem einen oder anderen Nachtwächter ein Licht auf über die Herrlichkeit unserer neureichsdeutschen Zustände. Neber daS Eiirkomme» der sächsischen Aktiengesell- schaftcn macht die„Leipziger Zeitung" folgende Angaben: Unter den fast IVz Millionen(genau 1 443 712) Personen, die im vorigen Jahre in Sachsen zur Einkommensteuer eingeschätzt waren, befanden sich auch 5594 juristische. Aktiengesellschaften:e. gab es im vorigen Jahre 771 mit einem Gesammteinkommen von 42 801737 M. Das Gesammteinkommen des sächsischen Volkes in diesem Jahre war auf 1 584 950 632 M. eingeschätzt. Seit dem Jahre 1878 zeigt die Zahl und das Jahreseinkommen der Aktien- vewegung: Zahl der Gesellschaften 658 604 627 535 684 624 690 725 771 der Gesellschaften gesellschaften folgende Jahr 1878 1879 1880 1882 1884 1886 1888 1890 1892 Während die Zahl Jahreseinkommen derselben M. 21 676 290 22 268 960 21 026 026 22 854 200 27 027 418 28 095 104 29 746 693 35 322 732 42 301 737 hiernach beständigen Schwankungen unterworfen war, zeigt ihr Gesammteinkommen (mit Ausnahme eines einzigen Jahres) ein stetiges und sehr de- deutendes Wachsen. Es hat sich in den 15 Jahren dieser lieber- ficht ziemlich genau verdoppelt, während die Zahl der Gesellschaften nur uni 17 Prozent stieg.— Tie„Leipziger Zeitung" stellt sich dieser Erscheinung gegenüber dumm und macht folgende Bemerkung:„Das steht ,n aufjälligem Gegensatz zu dem Rück- gang, den das Einkommen ans Handel und Gewerbe im all- gemeinen erlitten hat. Oder ist auch das ivieder eine Folge der natürlichen Ueberlegenbeit des Großbetriebs?"— Was denn sonst? Die„Leipziger Zeitung" fürchtet sich wohl als Kapitallsten- blatl, die richtige Schlußfolgerung aus dieser Thatsache zuziehen, die wieder einmal beweist, daß die Sozialdemokratie mit dem besten Willen nicht Lügen zu strafen ist. Als Nachfolger des Herr« Lautenschlager, des Vor- sitzenden des Stuttgarter Gewerbegerichts, haben sich dem Ver- nehmen nach aus das Ausschreiben des Gemeinderaths nur zwei Bewerber gemeldet, wovon einer leine Bewerbung wieder zurück- " " gezogen hat, fodaß nur ein Name in Frage kommt. Diese Un- trauensmann A. Weiß, Wörtherstr. 39 bei Buchholz, In allen Straße 21. Geselliger Berein mehr. Bicht Abends a uhr, uft zur Uebernahme des dankbaren, aber schwierigen und wenig diesen Zahlstellen, sowie allen Versammlungen werden Beiträge Große Frankfurterfir. 133 bet Golbs. Touristenklub Wader meinträglichen Postens wundert uns nicht, so schreibt die Schwäb. entgegengenommen und auch stets neue Mitglieder aufgenommen. Geselliger Arbeiterverein offnung. Vereinslokal( Süddeutscher BrauereiI ust" Abends 9 Uhr, Franfectific. und Schönhauser- Allee- Ed). Tagwacht", denn erftens verlangt das Amt ftrenge UnparteilichAusschant) Reichenbergerstr. 21. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. feit in gewerblichen Streitigkeiten, was sehr oft energische In einer Mitgliederversammlung der Lackirer, Geselliger Verein Regina Sigung mit Damen Orantenstr. 153 bei. SchönStellungnahme gegen den wirthschaftlich Stärkeren noth- Filiale 4, die am 5. September tagte, referirte Kollege alder.- Bergnügungsverein& u na. Sigung bei Haberecht, Große Frantfurterstr. 30, tdelitas. Männerchor Waldesraufched ime( taurant wendig macht, zuveitens ist ein eingehendes Studium in alle Rangenberg über Die Zweckmäßigkeit der Gewerbe Sohenzollern", Seydelstraße. Bergnügungsverein Beroling Abends fozialen und ökonomischen Verhältnisse nothwendig, was nur Schiedsgerichte. In der Diskussion bezweifelte Kollege Gehr im Reftaurant Proß, Annenſtr. 3. einem sich diesen Dingen mit Luft und Liebe widmenden Beamten ba u er die große Bedeutung dieser Institution. Die nächsten ufit- Dilettantenverein" Brest of a", Abends 8½ Uhr, Uebun geftunde möglich ist, und drittens ist der Posten nicht so potier, daß die Redner und der Referent widersprachen de in Scheffler's Restaurant, Steinickendorferstr. 25. Aufnahme. 8therklub dem ganz entschieden. Freiheitstlänge" bei E. Frante, Aposteltirche 7 b. Biterverein aufgewendete Mühe und Anfirengung die gleiche materielle Wür- Wenn auch vieles noch zu reformiren sei, so ist der Werth des Ginigteit". Abends 9 Uhr bei Gründel, Dresdenerstr. 116. digung fänden wie gleichwerthige Leistungen in Stellungen Gerichtes unzweifelhaft. Unter Bereinsangelegenheiten wurden Orientalischer Rauchklub Spar- und Kreditverein, Aben's s 9 Uhr, wanderer städtiſchen oder staatlichen Gebiete. Als der einzige BeReichenbergerstraße 24, bei Schröder. Rauchklub Dämmer molte Be- besonders die schlechten Arbeitsräume geschildert, wie sie vielfach Böchstr. 51. Rauchtlub Brub erbund. Abends 9 Uhr, bei 5 tabernad, werber wird der bei der Staatsanwaltschaft in Heilbronn be- in dieser Branche zu finden sind. Da giebt es wirkliche Best- Bücklerstr. 49. Rauchflub 8eitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, cestaurant Rauchklub Unverzagt bet( S. Ruppin, ſchäftigte Serr Gartenstein aus Cannstatt genannt. Hoffen wir, höhlen von Werkstätten. In einer Werkstatt, wo drei Mann Zeitgeist, Bernauerſtr. 79. Abends 9 Uhr, bei die Arbeiter sehr wichtige Poften wieder mit einem Blag hätten, stehen acht bis zehn, bei wahrhaft tropischer von kehn, Wrangelstraße Ver. 136. Stauchting Rauchtlub Gemüthlichteit 2, Manne belebt wird, beffen Thätigkeit gleich ſegensreich wirkt, Farbendust geschwängerter. Luft. Die Lehrlingszüchteret wird abends 9 ur bet viel@ openiderstraße 161. Rauchflub Blaine Luft, wie die des leider von dem Poften abgehenden Herrn Lauten- gerade von den Herren Innungsmeistern schonungslos betrieben. bends 9 Uhr bet Bredlow, Bülowſir. 65.-Mauchlub Abgu 13, 8% Uhr, bei Schulze, Weberstr. 10.Schlager. So lernen z. B. bei 47 Innungsmeistern 97 Lehrlinge, während Nawrod Markusstraße 23. bei 45 Nicht- Jnnungsmeistern 19 Lehrlinge beschäftigt sind. Die Uhr Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist Raucht bib Eldo Versammlung beschloß ein Flugblatt herauszugeben, in dem diese a do Abends 8½ Uhr bei Ganer, Balltfadenitraße Nr. 66-67. Rauch Uebelstände geschildert werden sollen, und die Kollegen zum An- tlub Columbus. Abends 8½ Uhr, bet A. Utte. Oppelnerfir. 23. 190 flub Tabats blüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 19 Ranch= schluß an die Organisation aufgefordert werden. Am 18. September findet eine öffentliche Versammlung statt. Ruffische Sozialpolitit. 200 Angestellte in Lodzer Fabrifen, theils Techniker, theils Werkmeister und Arbeiter wurden, weil sie die vorgeschriebene Prüfung in der russischen und polnischen Sprache nicht bestanden haben, entlassen. Jobin Inis Dersammlungen. " " " Sta Der deutsche Holzarbeiter Verband hielt am 4. September bodiste eine Bezirksversammlung für Moabit ab. Genosse Hoffmann sprach in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über: Arbeitslohn". Darauf wurde von verschiedenen Seiten das Ueberzeitarbeiten in zwei Werkstätten in Moabit einer sehr abfälligen Stritik unterzogen, und beschlossen, alle derartige Fälle der Werk statt- Kontrollkommiffion zu melden. 49. Rauch klub bguß 1. Abends 8 Uhr bei Rauchtlub Grüne Quaste Abends Dermischtes. . Die Cholera. Amsterdam, 9. Septeisiber. In Rotterdam ist ein neuer Fall von Cholera asiatica festgestellt. Die Maurer Berlins hielten am 10. d. W. eine öffentliche Im Ganzen befinden sich noch 8 Personen in ärztlich er Behand Generalversammlung ab, in welcher in erster Linie die Neuwahl Tung. Der an Bord des in Maaßluis in Quarantärt e liegenden der Preßkommissien für den Bauhandwerker" vollzogen wurde. Dampfers Flairmaid" Erkrankte befindet sich auf dem Wege der Die Angelegenheit zeitigte zunächst eine Auseinanderseßung Im Verein der Einseher( Tischler) fprach am 3. September Besserung." In Leerdam ist in den beiden letzten Tagen feine zwischen den bisherigen Kommiffionsmitgliedern Blauro d und Herr Dr. Beyl über: Gesundheitspflege". An der darauf neue Ertrantung vorgekommen, boch find 2 Patienten gestorben. Karl Schulz über ihre Thätigkeit in der Kommission, nach folgenden Diskussion betheiligte sich Kollege Millarg einige m Ganzen sind daselbst seit dem 22. Auguft 33 93ersonen erumb stan then ene 18 beren Beendigung Withelm Karpe und Kar! Schult als Fragen an den Vortragenden richtend, die derselbe eingehend tankt, von denen 18 starben. In Blaardingen ist eine Gr Preskommissionsmitglieder gewählt wurden. Die Reviston soll beantwortete. Die Versammlung ehrte das Andenken Lassalle's frantung und ein Todesfall vorgekommen, in Utrecht eine nermöglichst schnell vollzogen und das Resultat der Revision in durch Erheben von den Plägen. dächtige Erkrankung, in Haaften und Molenaarsgracef je eine Ereiner öffentlichen Versammlung bekannt gegeben werden. Der Bris. Am 3. September tagte hier eine öffentliche Bolts- frantung, in Lageswallume und Ameide je ein Todesfall. zweite Punkt der Tagesordnung lautete:" Die charakteristische versammlung, in der Genoffe Meyner in einem mit leb- msterdam, 10. September. In Dudtshoorn fin zwei TodesHaltung des Bundes der Maurerpoliere Berlins gegenüber den hastem Beifall aufgenommenen Vortrag über:„ Lassalle und sein fälle an Cholera vorgekommen, in Streefkerk und 3 wyndrecht je wirthschaftlichen Kämpfen der Berliner Maurer." Speziell Wirken für die Sozialdemokratie" sprach. Von einer Diskussion eine Erkrankung, in Molenaarsgraaf, Werkendam und Dubbeldam zur Berhandlung dieses Punttes war der Bund ber Maurerpoliere Berlins eingeladen worden. wurde Abstand genommen und fand nach Schluß der Versammie ein Todesfall. Petersburg, 9 September Bom 1 bis 3 handelte 7. September sind in Petersburg 59 Erkrankungen an Cholera fich um die bekannte Angelegenheit der„ Specgesellen" und ung ein gemüthliches Beisammensein statt. mit 21 Todesfällen vorgekommen; in Moskau von 31. August die Verwahrung des Bundes" dagegen, daß sich in den In Potsdam tagte am 7. September eine öffentliche Ver- his 6. September 82 Erkrankungen und 38 Todesfälle; vom Reihen der Mitglieder derartig gekennzeichnete Poliere befinden. fampilung der Tabatarbeiter, die zu der Frage der Tabak 20. bis 26. August find in dem Gouvernement Warschau 1 Person Blaurod folgerte aus dieser Berichtigung", daß der Bund" fabrikatsteuer Stellung nehmen sollte. Leider war von Berlin erkrankt und 1 gestorben; in Wolhynien 120 erkrankt, 39 gesich getroffen fühle, und, wie Redner glaubte, nicht mit Ünrecht für die Versammlung kein Referent erschienen, und drehte sich storben; in Woronesch 205 erfrantt, 86 gestorben; in Kasan denn die Poliere des Bundes" feien aus den Reihen der die Debatte im allgemeinen um die Korrespondenz, die in dieser 817 ertrantt, 146 gestorben; in Mobilew 316 erfra.nft, 122 geAffordmaurer mit der Zeit zu" Polieren" avancirt und suchten Sache gewechselt ist. Die Tagesordnung konnte deshalb nicht erstorben. In dem Gouvernement Mostau sind vom 27. August derartige Poliere jezt ihre Hauptaufgabe darin, die Arbeiter, ledigt werden. bis 2. September 248 Erkrankungen und 99 Todesfälle vore ihre ehemaligen Mitarbeiter und Mitkollegen, zu malträtiren in Von den Unterzeichneten geht uns in betreff eines Ver- gekommen, in dem Gouvernement Petersburg 13 und 5, in jeder Hinsicht. Traurig ſei es, daß die wirthschaftlichen Verhält sammlungsberichts in Nr. 209 des„ Vorwärts" folgende Er- Radom 21 und 16, in Tschernigow 161 und 47, im Donniffe die Maurer zwingen, bei derartigen Polieren" zu arbeiten, lärung zu: gebiet vom 30. August bis 2. September 164 und 91 die als Kapitalsknechte Henkersdienste an der Maurerbewegung In einer Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der openhagen, 10. September. Auf Verfügung des Justizleisten. Wenn der Bund der Maurerpoliere" auf dem Boden Schäftebranche erklären einige unferer früheren Arbeiterinnen, ministeriums treten die Bestimmungen des Gef: yes betreffend der modernen Arbeiterbewegung ſtände, dann wäre derselbe daß in unserer Fabrik die Arbeitszeit um eine Stunde verlängert den Häfen Grimsby und Hull kommenden Schiffen in Kraft. Einschleppung ansteckender Krankheiten fofort bezüglich aller aus überflüssig, dann gehörten seine Mitglieder in die Reihen worden ist. Wir erlauben uns, diese Erklärungen dahin zu be om 10. September. In den letzten 24 Stunden find in der Maurer. Durch seine Absonderung heweise der Bund richtigen, daß diefelben auf unwahrheit beruhen und wir die Rom 10. September. In den lezten 24 Stunden sind in zur Genüge feine arbeiterfeindlichen reaktionären Tendenzen. Arbeitszeit vielmehr um 3/4 Stunden verkürzt haben, indem wir Neapel 2 Personen an Cholera gestorben, in Balermo 4 geDer Bund" schien in der Versammlung nicht vertreten au ſein, früher von 7 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, mit einer Unter storben und 6 erkrankt; in Kaſſino ist ein Todesfall vordenn es meldete sich niemand zum Worte. Polier Decker erklärte, jetzt und immer auf dem Boden der modernen Arbeiter- brechung von 1/2 Stunde Frühstücks- und 11/2 Stunden Mittags gekommen, in Rom eine Person unter verdächtigen Erscheinungen bewegung zu stehen. Wären die Berliner Maurer alle im Fach bis 5 Uhr Nachmittags, mit einer Baufe von 4 Stunde Frühpause, arbeiten ließen, während wir jetzt von 7 Uhr Morgens verein, organisirt, so wäre der Bund der Poliere illusorisch. So lange die Maurer dem Fachverein fern blieben, sei der Bund" stück und 1/2 Stunde Mittag, arbeiten laffen. ber maßgebende Faktor. Keßler beleuchtete gleichfalls bie pbwaltenden Verhältnisse und zeigte, daß es einem anständigen Poliere ganz unmöglich sei, bei den heutigen Schwindel- Unternehmern in Stellung zu treten, da dieser nur Zuchthausauffeher verlangen und gebrauchen könne. tönne. Redner beleuchtete auch die Verwerflichkeit und Abends s uhr, bei Uebel, Naunynstr. 27. Tagesordnung: gänzliche Ungefeßlichkeit Genossen Massini über: Zweck und Ziel der Gewerkschaftsbewegung. des Trucksystems und die Nüglichkeit Gewerbegerichtes. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% hr. Sit d= Das Refultat der weiteren langen Debatte, in eife befeu Miß- Schule, Martendorferstraße( bet rube): Deutsch( mittel.). Südost stände auf den Bauten noch in eingehendster Weise beleuchtet Schule, Martusstraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a Edjule, Reichenbergerstraße 133: Befebestunde und Deutſch( int). wurden, war die einstimmige Annahme folgender Resolution: Rechnen. Korrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit AusDer Käfer und die Käferin. Ein besonders moralisch Die heutige öffentliche Generalversammlung verurtheilt das nahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen Verhalten des Bundes der Maurerpoliere Berlins als ein reaf- auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. angelegter Schulinspektor nahm es übel, daß die Kinder das tionäres, die Berliner Maurerschaft durchaus schädigendes. bei Behrend, Blumenthalftr. 6. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Empor", Abends 8% Uhr, Lied sangen: Unsere Wiesen grünen wieder", toeil ihm darin die Ständen die Maurerpoliere auf dem Boden der modernen Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Stelle anstößig war: Kühner wird jest jeder Schäfer, sanfter Arbeiterbewegung, so müßten sie sich mit den Maurern Berlins Bereinskalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelfir. 70. Dieußag, jede Schäferin" Er verbot deshalb das Lied. Aber der Lehrer Abds. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft, als Kollegen solidarisch erklären. Ferner erklärt die Versamm- bei Oswald Berliner, Brunnenftr. 114. Olympia, Adalbertstr. 8 bei protestirte dagegen, und nach langem Hin and Wider rettete der lung die Resolution des Bundes, betreffend die Speckgesellen, als Cautermann. Schildhorn, Usedomstr. 83 bei Mielte. Agro, lektere auch wirklich das Lied, mußte fich jedoch die vom Herrn eine den Charakter seiner Mitglieder vollständig kennzeichnende, Bruberbera, Andreasfir. 26 bet Witte Ihn'scher Sumor, Strauß- Kinder nun fangen:„ Kühner wird jetzt jeder Käfer, fanfter Wrangelftr. 141, bei Schmidt.- Alpenglocke, Grüner Weg 29, bei Saeger Schulvorsteher beliebte Menderung gefallen laffen, der zufolge die da die Wahrheit des geschilderten Unwesens schon seit Jahren bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. anerkannt ist. Insbesondere ist auch das von den Polieren so soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet Gräß. jede Käferin". sehr gepflegte Martensystem als ein die Maurer Berlins aus- afstapelle, Meichenbergerstr. 19 bei Roscher. Ia beutendes Bereicherungsmittel der Poliere aufs äußerste zu betämpfen. Die Versammlung verurtheilt das Nichterscheinen des Bundes der Maurerpoliere und erkennt hierin die Bestätigung der gerügten Mißstände. Infolge deffen verpflichten sich die is Anwesenden behufs Bekämpfung dieser Mißstände Mann für Bildhauer- Abend. Wahl der Delegirten- Kommissionsmitglieder. erfrankt. Weltberühmt geworden find die blan en Augen des Häuptlings der Revolutions, unabhängigen" Eeutschen. Der Simonson u. Stern. Pariser Temps", die Londoner Times", der New- Yorker Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 12. September, Abends" Herald", turz alle Zentralorgane des internationalen StapitalisUhr, bei Ehrenberg, Annenftr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: Solzmus besingen die Schönheit der blauen Augen, beren glücklichem Inhaber wir eine Gastrollen- Tournee durch die alte und neue Welt vorschlagen. Die ausländischen Bourgeois, die für ihre Lieblinge freigebiger find, als die deutschen, bezahlen gewiß einen hohen Eintrittspreis, um einmal in die blauen Augen des einzig wahren" Jakobs der Revolution blicken zu können. Und in schlecht. Deutschland gehen die politischen Geschäfte doch polizeiwidrig Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Bersammlung des deutschen Schneider und Schneiderinnen- Verbandes am Dienstag den 1ortrag bes Arbeiter- Maibund, Nowawes, Wallstraße bet Gärtner. Gängertette. Kottbuser Kreuzberg, Lichterfelderftr. 7-8 bei Winter. bet Boge. 1 Ginigtett Johanni, DitDer Dritte im Bunde. Siegen, 8. September. Außer Damm 74 bei A. Silte. dem ehemaligen Direktor und dem früheren Kassirer des ate 2inbe, Reichenbergerstraße 39 bei Fürstenau. Borwärts 4 Siegener Bantvereins, die am vergangenen Wittwoch Rathenop, Restaurant Zur Erholung bei 23. Friesecke. Weinstraße 11 bet Feind. Gefangverein der Böttcher Stein- verhaftet wurden, ist gestern Abend auch der Kaufmann Louis et ce, Jüdenstr. 55 bei Erieschmann. Vorwärts 8, Marwis. Schröder hier, Theilhaber der Firma Schrisder u. Jung, Ge bet Wilhelm Nölte. Silaria, Frankfurterstr. 30 bei Haberecht treide- Kommissionsgeschäft, in Haft genommen worden. bebahof 7, bei Schuls. Bormár Borwärtss, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 Schröder war Mitglied des Aufsichtsraths beim Siegener Bankbet Momber.. Gefangverein Rothe Melte 2, bei Rabe, Ruppiner- und verein und Rechnungsrevisor. Er soll hervorragend Antheil an Schönholzerfiraßen- Ecke. Schneeglöckchen 1, Rigdorf, Karlsgarten- den Bilanzverschleierungen u. s. w. haben und spielte seinerzeit froße, bet Hilpert. Gefangverein Gintrant, Nieber- Schönwetbe, die Rolle eines Bermittlers bei den Spekulationsgeschäften der Restaurant Hing. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Gefangverein robfinn in Stralau, Gräft. Reischach'fche Braueret. Firma Franz u. Co., die bekanntlich mit einem Millionenverluft Deutsche Biebertafel, Grüner Weg 29 bet Säger.Sängergruß, endigten und den Bankverein, welcher der in Konkurs gerathenen Epheu, Acerstr. 123 bet Gtümte. Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Firma übermäßigen Kredit gewährte, an den Rand des ZuGesangverein Freiheit 1", Bülowftr. 65 bei Richter. Gefangverein fammenbruchs brachten. Westen, fation 16. Männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee bei Ferd. Krause. Berlins und Umgegend beizuten, ber Interessen der Maurer Hierauf hatte die Versammlung über Maßnahmen behufs Beschaffung ftatistischen Materials über, das Gubmiſſionswesen zu berathen. Die Mißstände im Submissionswesen führte Töpfer Thieme in packender Weise vor Augen und betonte die dringende Nothwendigkeit der Abstellung dieser Nebelstände durch Beschaffung eines reichhaltigen statistischen Materials, auf grund Echo 29 1hr übenos utebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauser dessen positive Vorschläge gemacht werden können. Der traße Wie das deutsche Kapital einem Erfinder lohnt. Als gerückten Zeit wegen wurde dieser Gegenstand der Besprechung bei suerner.- Gefange und 2beaterverein ea cle"( gemisch. Chor). Beugboffir 8 bei Behlendorf.. Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, Ablers der Mechaniker Friedrich Gottlob Keller 1845, durch Betrachtung zu einer späteren Bersammlung vertagt. Bei der vorangegangenen of, Mefiqurant Subfe. Fretes Lieb 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karls der Wespennester angeregt, mittels Preffen von Holz auf einem Diskussion wurde in scharfer Weise gegen& aber infolge feiner traße 11 bei Seivede. Wacht auf Wörther und Nytestraßen- Ecke bei in Drehung befindlichen Stein den ersten Holzschliff erzeugte, Angriffe in der Gewerkschaftskommission polemisirt. Lie Ver- Schmidt. Bustige Sänger in Botsdam, Brandenburger Kommuni sammlung, in welcher das Submissionswesen erörtert werden Bernau, im Schüßenhaus. Blumenleje, Sebastianstr. 3, bei Meier. Fretheit mochte er selbst nicht ahnen, welche Bedeutung seine Erfindung Grodeni, Marianuenfiraße a1-32 batte. Jest liefern viele hundert Schleifereien den Papierfou, wird eine allgemeine Bauarbeiter- Bersammlung sein und bei Doberstein. Echo 3, Senefelder, Sandsbergerstr. 81 bei Seehaufen. wird zu derselben ein Flugblatt verbreitet werden. Behlendorf, Karlstraße bet Megler. Nordstern", Müllerstr. 7 bet fabriken einen Rohstoff, ohne welchen die billige Literatur unserer Reichard. Männergesangverein„ Wach" Auf", Pantow, Wollantstr. 115 Tage, die Ausdehnung des Zeitungswesens u. s. w. nicht möglich bei Hermann Sonntag. Männergesangverein Eichen frans", Prenzlau, wären. Da Keller unbemittelt war und auch die nöthigen alat Der Verband deutscher Zimmerlente, Lokalverband im Kaifergarten. Männergesangverein Rottbufer Harmonie", so trat er die Erfindung 1846 für einige Berlin, hielt am 6. d. M. feine regelmäßige Mitgliederversamm- Schönleiufiraße 6 bei Dito klein. Webbinger Garmonie, Müller- Renntnisse Hundert Than Heinrich Boelter ab, der sie weiter ausbildete lung ab, in der Genosse Antrick über die Beschlüsse des inter- fraße Gefangverein der Klempner. Stromstr. 28 bet Lange. und daraus zog. nationalen Arbeiterfongresses mit besonderer Berücksichtigung der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Keller lebte in dürftigen Verhältnissen und erhielt 1870 von beutschen Gewerkschaften ſprach. 2115 Grundlage feines Bor: romantiftese 21, 6of a 28. nas. Cratfub Renseola bei beutſchen Papierfabriken 4800 W. und 1881 von Holzſchleifern Bienfag. Statflubenz- Solo trages nahm Antrick die Resolution vom Züricher Bergmannstraße 3 Tr. Ratte, Andreasftr. 18. Louiserstädtischer Theaterverein Frohsinn bei 3000. als Ehrengaben. Im vergangenen Jahre war er in Kongres in bezug auf die Gewerkschaften, die dort zur Annahine möhring, Admiralstr: 18c. gelangte, und legte in ausführlicher Weise klar, wie nothwendig bringer- Zabourerein veut feel the bet Stieber Gefahr, durch Subhastation seines Grundstücks in Krippen a. Glbe Vergnügungsverein Amor II bei Bergemann, es ist, daß sich jede Gewerkschaft organisire. An der Diskussion Prinzen- Allee 10. Musikverein offnung, bei Dreßler, Eisenbahnstr. 6. les einzubüßen, als die„ Gartenlaube" einen Aufruf erließ, der Geselliger Musikdilettanten Verein Münstermann, bei Wilte, Soch ihm Zusendungen im Gesammtbetrage von im Ganzen 323,65 M. betheiligten sich die Kameraden Stehr, Wolter und Weiß. Die straße s2a nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder Theaterverein brachte. Ein Aufruf der Papier- Zeitung vom 16. Oftober 1892 Redner sprachen fast alle im Sinne des Referats, nur in einzelnen Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, Tempelhofer nfer. batte befferen Erfolg und ergab nach sechsmonatlichem Sammeln Punkten war man verschiedener Meinung. Alsdann kam folgende Rauchflub Idira, Abends 9 Uhr Friedrichsfelderfir. 24 bei Lehmann. Theater- Gesellschaft 3iberte, Rottbuser Damm 103 bei Meter. Theater 20 170,35 M., womit die gekündigte Hypothek bezahlt wurde und Resolution zur Annahme:" Die Versammlung zieht aus dem ge- verein Freie Kunst, Blumenfir. 46 bei ent, 8% Uhr. hörten Bortrage den Schluß, daß bie Bentralorganisation bie Gelang, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein auf Jahre hinaus eine monatliche Rente von 200 m. für den Musttverein 76 Jahre alten Keller gesichert ist. In einem in Nr. 41 der zweckmäßigste ist, und verpflichten sich alle Anwesenden für die natreon, Abends 9-11 Uhr, bei Kehner, Annenstraße 16. Papier- Zeitung" abgedruckten Schreiben giebt Keller seinem felbe weiter zu agitiren." Die weiteren Punkte der Tages- Turnverein Befund brunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Dank und der Freude über das ihm unverhofft beschiedene Glück ordnung wurden wegen vorgerückter Beit bis zur nächsten Ber- 8-10% Ubr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. fammlung vertagt, Ta verschiedene Mitglieder im Unflaren Berliner Turngen offenfchaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden rührenden Ausdruck. Dasselbe Blatt bringt auch eine Aufstellung aller 1892 eingegangenen Gaben, woraus hervorgeht, daß diesmal darüber waren, wo sie ihre Beiträge zu bezahlen hätten, Dienfiag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenftr. 13-14. wurden folgende Zahlstellen nochmals bekannt gegeben: Bahl- Privat- Theater- Geſellſchaft Werliner umor, Abends 9 Uhr. Köpniceras Ausland den größeren Theil geliefert hat! stelle 10. Vertrauensmann W. Zippke, Markusstr. 14; Bahl- ftraße 158 bei Buchs.- Privattheaterverein Crescendo. Abends, bei Theaterverein Sultania bei Täger, Nicolay, Glifabethkirchstr. 14. ftelle 2 SO. Bertrauensmann J. Schmidt, Reichenbergerstr. 39; Gartenstraße 18-14. Theaterverein Bulfania 2 Abends 9% Uhr AcerBahlstelle 3 SW. Verbandskassirer H. Gisner, Bellealliance- ftraße 144 Borstädtisches Kafino. Theaterverein Freundestrets", ftraße 21a, H. 3 Tr.; Bahlstelle 4 W. Vertrauensmann J. Rau Sigung 9 Uhr, Restaurant Stazorte, Solmsstr. 1. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. mann, Kulmstr. 36; Bahlstelle 5 NW. Bertrauensmann G. Stehr, Bergnügungsverein Nordwacht, Abends 9 Uhr, im Botale FennbräuGeselliger Verein Brüderschaft, im Stromstraße 38; gahlstelle 6 N. Vertrauensmann A. Echarlet, Restaurant, Fennfiraße Nr. 21. Erdbeben. Gestern Abend 9 Uhr und Nachts 2 Uhr fanden Vergnügungsverein Saturnalia. in Belgrad heftige Erdstöße statt, von denen der lette Bergstraße 60 bei Hilgenfeldt; Bahlstelle 7 N. Vertrauensmann . Leonhardt, Alte Hochfir. 32a bei Wilfe; Bahlstelle 8 N. Ver- Abends Uhr Sibung mit Damen bei Seifert, Dranten mehrere Sekunden dauerte, senowego non plz Nehme 02 ad 7. Nord 8-11 Uhr, Wriezenerftr. 6, bet Sendre. Neft. Deutscher Reichsabler, Beuffelftr. 9. Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Gigung. Bergnügungsverein Fidelio, " Aus Gothenburg wird berichtet: In der Gemeinde Ward, Hallands Lehn, herischt eine heftige NervenfieberEpidemie, 18 Personen sind bereits schwer erkrankt. Der Landeshauptmann hat den ersten Provinzialarzt nach der Gemeinde beordert. Schiffsnutergang. Das Barkschiff„ Harald" strandete bei Tybee( Dänemark), nachdem die Tafelage gefappt. tenterte das Schiff, lief voll Wasser und sant; der Schiffsjunge ertrant, die abrige Besatzung wurde gerettet. Torfbrand. In der Nähe der Stadt Auch( Frankreich) wüthet ein unterirdischer Brand, der bereits 60 Hektar umfaßt. Man befürchtet, daß der Torfbrand sich auch der Wälder be: nächtigen werde. Zahlreiche Truppen sind beordert, um einen Graben zu ziehen, der die Weiterausbreitung des Feuers verhüten soll. Literarisches. -Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 50 hat folgenden Inhalt: Fortschritte des Großbetriebs innerhalb der Innungen. Von Karl Thieß.- Englische Berufsstatistik. Gefehentwurf zur Erleichterung von Stadterweiterungen. Gefeh über das Auswanderungswesen. Zur Organisation des Arbeitsnachweises in Preußen. Der englische Kohlengräber Ausstand. Lohnbewegung im Rohlenbecken von Pas de Calais. Deutscher Gewerbefammer Tag im Jahre 1893. Verbandstag der württembergischen Gewerbevereine. in der Reichspost- Zeitungsliste für 1893 unter Nr. 2609)| Salonichi mehrere Säde, enthaltend 50 verstümmelte Leichen, beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld wahrscheinlich politischer Verbrecher, ans Land gespült worden 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pj. Inferatenpreis die zwei wären, als eine böswillige Erfindung. Die Konsuln der fremden gespaltene Petitzeile 20 Bf. Mächte hätten das Dementi bestätigt. Es habe sich nur um die Auffindung der Leiche eines Mädchens gehandelt, das sich in einem Anfalle von Geistesstörung ins Meer gestürzt hatte. spolla. Depeschen. Briefkasten der Redaktion. H. S., Staligerstraße. Da Bebel feinen Sohn hat, kanu derselbe auch nicht Assessor sein. Memento mori. Das ist möglich. Kuitter, Stromstraße. Wir erinnern uns der Angelegen5. 3. 86. Berlin wird als selbständige Provinz be heit nicht. ( Depeschen des Bureau Herold.) Pilsen, 11. September. Eine gestern Abend hier abgehaltene jungczechische Versammlung endigte mit einer großen antideutschen Demonstration. Die Manifestanten durchzogen die Straßen der Stadt, rissen die mit deutschen Inschriften versehenen Schilder von den Häusern und zertrümmerten am deutschen Hause die Fensterscheiben. Mit vieler Mühe gelang es der Gendarmerie, die Ruhe wieder herzustellen. Der Prager Stadtverordnete Dr. Czernaharsfy und der jungzcechische Reichstags- Abgeordnete Dr. Ersatreservist. Ihre Frage ist nicht klar. Wenden Sie Dyt wurden verhaftet, nach Feststellung ihrer Persönlichkeit aber sich an das Bezirkskommando. wieder freigelassen. trachtet. Jahre orthodox Gewesener. Wollen Sie freundBrag, 11. September. Hier und in den umliegenden Drt. 42. Ia beu Ginjender des Manuskripts: Ein bis zum schaften wurden die anläßlich der Restriptfeier angefagten Ver- lichst Namen und Adresse der Redaktion mittheilen! fammlungen verboten. Das Militär bleibt einige Tage in den Naturheilkunde. Nicht aufgenommen, da das Lokal zu Rafernen fonfignirt. Die öffentlichen Gebäude werden polizeilich Versammlungen nicht zu haben. Fran Lina D. Weshalb denn anonym? H. H. Die bewacht, da man Unruhen befürchtet. Mous, 11. September. An dem gestrigen Referendum Frauenarbeit im russischen Kunstgewerbe. Von nahmen von 25 000 Wahlberechtigten nur die Hälfte davon theil. aussichtslos. lage auf Zahlung für 14 Tage erscheint nicht Ein Ausstand ist daher nicht wahrscheinlich. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) S. Berblunsti.- Das Arbeiterinnenschutz- Gesetz im Kanton Engel Borg. 1. Nein. 2. Wenn der Prinzipal erklärt, er Zürid). Von Pfarrer Dr. Emil Hofmann. Zur Durch verlängere die Arbeitszeit für die Zeit nach 14 Tagen, so steht führung der Sonntagsruhe in Industrie und Handwerk. es Ihnen natürlich frei, zu fündigen; Sie sind aber nicht beMous, 11. September. Die Grubenarbeiter im Borinage rechtigt, nach Ablauf der 14 Tage zu erklären, Sie seien mit Ortsstatute über Lohnzahlung. Vorschriften über die Einrichtung im Betriebe zur Anfertigung von Zündhölzern begannen gestern mit der Abstimmung über die Opportunität der Verlängerung nicht einverstanden, gegen die Sie nicht prounter Verwendung weißen Phosphors. Storbut und eines sofortigen Ausstandes für den Fall, daß die Grubenbesitzer teftirt hatten. P. N. 50. Die Kündigung ist nach einigen Erkenntnissen See- Unfallversicherungs- Gesetz. Von Otto Meldner. Die sich weigern sollten, eine Lohnerhöhung zu gewähren. Die bisher österreichischen Krankenkassen im Jahre 1891. Bildung bekannt gewordenen Theilresultate der Abstimmung machen es des hiesigen Landgerichts um einen Tag zu spät erfolgt. Andere einer Molkerei Berufsgenossenschaft.- Zur Statistik der wahrscheinlich, daß der Ausstand mit großer Majorität befchloffen halten die Ründigung für rechtzeitig erfolgt, da Ihr Vertrag bis Invaliditäts- und Altersversicherung. Sozialpolitische einschließlich den 1. Oktober lautet, der Wirth die Kündigung Sozialpolitische werden wird. Beschlüsse des Katholikentages in Würzburg. Lens, 11. September. Der Generalsekretär des belgischen also volle 3 Tage 29., 30. Juni, 1. Juli- vor Ablauf des Bergarbeiter- Bundes, welcher gestern dem Kongresse der Berg- Vertrages in Händen gehabt hat. Die letztere Ansicht ist die Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Ararbeiter des Departements Pas de Calais beiwohnte, erklärte, richtigere: indeß fann bei der Ungleichmäßigkeit der Rechtbeiterin nen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns daß er sofort das Komitee der nationalen Vereinigung der Berg- sprechung und den event. hohen Kosten zu einem Prozeß nicht soeben die Nr. 18 des 3. Jahrgangs zugegangen. Aus dem leute zusammenberufen werde, um den Streit in Belgien am gerathen werden. Bleiben Sie wohnen und kündigen das nächste Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Der geseh- nächsten Montag ins Werk zu sehen. Mal früher, nicht am legten zulässigen Tage dem 4. vor liche Ar beiterinnenschuß, eine hygienische Nothwendigkeit. Vertragsablauf sondern vor dieser Zeit. Bericht über die Verhandlungen des Züricher internationale n Kongresses, den gesetzlichen Arbeiterinnenschuß betreffend. Vom platten Lande.. Zur Lage der Posamentenarbeiterinnen und Spitzenklöpplerinnen des sächsischen Erzgebirges. Feuilletim: Die Sorge. Von Emma Sporleder. Die franke Liese.( Gedicht.) Von Georg Herwegh.- ArbeiterinnenBewegung. Kleine Notizen. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen( eingetragen GON O GORGON GON Berlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstr. 2. Paris, 11. September. Die hiesige brasilianische Gesandt schaft erhielt am 9. d. M. eine amtliche Depesche, nach welcher Die brasilianische Regierung gewiß ist, der aufständischen Bewegung Herr zu werden. Die Aufständischen hätten an mehreren Stellen versucht zu landen, wären aber energisch zurückgeschlagen worden, und begännen den Muth zu verlieren. Im Handel und bei den Bantinstituten wäre eine Unterbrechung des Geschäftsganges nicht eingetreten. Konstantinopel, 11. September. Die Agence de Conftantinople" erklärt die Meldung, nach welcher jüngst bei Jür Privat- und Vereinsbibliotheken, sowie zur Agitation für die sozialdemokratischen Ideen empfehlen wir die Schriften von Karl Kautsky and Bruno Schoenlank Karl Kautsky: Thomas Moore und seine Utopic. rischen Einleitung Brosdjirt Mt. 2, Mit einer histo Gebunden Mk. 2,50 besonders die internationale ArbeiterDer Arbeiterschuh, hutzgesetzgebung und der Achtstundentag 2. AusTage mt. 0,20 Eine furze Geschichte der Arbeitstämpfe in den verschiedenen Kulturländern um mitfame Arbeiterschutzgesetze und zugleich eine Darlegung des gegenwärtiger( Standes dieser Frage in der Gesetzgebung der einzelnen Industriestaaten. Die Klaffengegenfäße von 1789. t. 0,50 Durch Schilderung der Klassengegenfäße, in denen Frankreich vor und während der großen Revolution sich befand, führt uns der Verfasser im Lichte der materialistischen Geschichtsauffaffung Borbedingungen und nothwendigen Berlauf dieser großen Umwälzung in fesselnder Form und voll neuer Gesichtspuntte vor Augen. Gemeinverständlich Karl Marx' Oekonomische Lehren. dargestellt und erläutert. Brofchirt Mt. 1,50 Gebunden Mt. 2, Die populäre Zusammenfassung der Mary'schen Theorien durch Kautsky wird Demjerigen willkommen sein, welcher sich über die Anschauungen des theorettschen Lehrvaters des modernen internationalen Sozialismus turz und bündig unterrichten will, ohne das umfangreiche Kapital" und die kleineren, zum Theil schwer erhältlichen Nebenschriften lefen zu müssen.( Frantf. 8tg.") Irland. Kulturhistorische Stizze. Mt. 0,50 Das Erfurter Programm in feinem grundsätzlichen Theil. 2. Aufl. Mt. 1,50 Gebb. Mt. 2 Das Buch füllt eine Lücke in unsere Parteiliteratur aus, indem hter endlich eine eingehente zusammenfassende, allgemein verständliche Darlegung und Begründung der gesammten Grundsätze der Sozialdemokratie gegeben ist. Soeben ist erschienen: Der Parlamentarismus, die Volks- Gesetzgebung und die Sozialdemokratic. broschirt VIII und 140 Seiten, eleg. Mt. 0,75 Karl Kautsky und Bruno Schoenlank: der Sozialdemokratie. ErProgramm. 2. durchgesehene Auflage. Mt. 0,10 in Partieen: 100 Exempl. Mt. 7, Gine Programmbroschüre, wie fie bisher in der Parteiltteratur gefehlt hat. Kautsty behandelt die Prinzipien- Grtlärung n verschiedenen Kapiteln ( Steinbetrieb und Großbetrieb, tapitalist und Proletarier, Privatmonopol und Staatsmonopol, Erhebung des Proletariats, der Sozialismus) sind die grundlegenden, sozialdemokratischen Lehrfäße populärwissenschaftlich dargelegt. Schoenlant erläutert den zweiten Theil, die sog. politischen Forderungen, die als Mittel zum Zweck: der Befreiung der Arbeitertlaffe, zur Erreichung des 8teles: der fozialistischen Gesellschaft, von dem Proletariat erftrebt werden. Die Schrift ist namentlich zum Maffenvertrieb geeignet. Grundsätze und Forderungen läuterungen zum Erfurter Bruno Schoenlank: und ihre ArDie Fürther Quecksilber- Spiegelbelegen better. m. 6 Zur Lage der arbeitenden Klaffe in Bayern. mr. 0,30 Eine Darstellung der Lage der bayerischen Industrie- und Landarbeiter nach Den amtlichen Berichten der tönigl. Beztrtsärzte 2c. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bei Aufträgen von Außerhalb erfuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra.) J. Gdr. Sind die kleinen Blutsauger bereits vor Ihrem Einzuge in solchem Maße vorhanden, daß der gemeingewöhnliche Gebrauch der Wohnung dazu gehört die Benutzung der Betten zum ruhigen Schlaf unmöglich wird, so brauchen Sie in die Wohnung nicht einzuziehen, falls der Wirth nicht vor Beginn der Miethszeit die Thierchen ausquartiert. Sorget für Eure Frauen u. Töchter und fauft ihnen Karol Weil's Seifenextract, welches den Waschtag zum Feiertag macht, ihnen die Gesundheit erhält und die Wäsche schont. Ueberall täuflich. Man verlange ausdrücklich AF Karol Weil's Seifenextract und nehme nichts anderes. Jamaica- Rum, echt u faç. Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Eugen Neumann& Co. 441M 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswah!! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. 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Bu Versammlungen zu haben: Borchmann's Ballsalon und Garten, Hauptstr. 83. Rudolph Weigel's Ballsalon, Thirrschmidtst. 45. Gustav Walter's Ballfalon, Hantitr. 87 Müller, Ballfalon und Garten, Neue Prinz Albertstraße. Rummel, Restaurant und Garten, Hauptfir. 18, Weg nach der Köpenicker Haide. 3u empfehlen sind sämmtliche Restaurationen. Gesperrt:" Cafe Bell vue", A. went, Hauptstr. 2. Wagner's Ruh, Jnh. Sammler, an der Köpenicker Haide, gegenüber dem Chausschaus. Sadyfenhaufen bei Oranienburg. Zu Versammlungen zu haben: Wilhelm Malsty, Ganhof Sachsenhausen. Gesperrt: Gustav Schwarz, Restaurant zu„ Oranienburger Berg". Gesperrt: Rchard Dally, Waldhaus Sandhausen. Ferdinand Tolksdorf, Gastwithschaft Sachsenhausen. Sandhausen. Georg Bosch, Sansiouci in Sandhausen. Schönriche. Kein Lotal. Gasthof. F. Wingert, Schweizerhäuschen, Martgrafendamni 19. meisburger Gee. Stralan 22. Stolpe. Bergemann, im Dorf. Straße 7/8. Schwan, Tegelort. Dienstag, den 12. September 1893. 10. Jahrg. 10 werden könne, wenn keine Bedingung dazu beim Engagement Prahlereien auch die Portiersfrau Eberhardt mit der Geschichte, geftellt worden sei. Mit Rücksicht auf den ungesetzlichen Ver- er machte Bemerkungen, die auf ihre Mitthäterschaft schließen brauch von der Firma gehörigen Geldern, der nicht als Ent- ließen. Infolge dessen hatte auch die Eberhardt auf der Anklagelaffungsgrund gelten konnte, da er erst nach der Ent- bant Play zu nehmen. Im gestrigen Termine wurde so wenig einen Vergleich berbeizuführen. Die Parteien verglichen sich auf Freisprechung beantragte. laffung befannt wurde, versuchte das Gericht aber Belastendes gegen sie erbracht, daß der Staatsanwalt selbst ihre 15 Mart, der Anspruch betrug 38 Mark. Der bereits mehriach vorbestrafte Angeklagte Hentschel wurde unter Ausschluß mildernder Umstände zu einem Jahre 3uchthaus verurtheilt. Kammer VIII. Vorsitzender: Assessor Freund. Der Lithograph Preising hatte bei dem Lithographen Reinice gearbeitet, aber mehrere Wochen durch nur ſtunden- und tageweise, so daß er im Durchschnitt pro Woche etwa 18 m. verdiente. Es war Se. Majestät König Gorilla I. war gestern an einer Arbeitsmangel vorhanden. Schließlich wurde er zum„ Ausseßen" Privat- Beleidigungsflage betheiligt, welche das hiesige Schöffenvom Meister veranlaßt. Das dauerte ihm jedoch zu lange, er gericht beschäftigte. Se. Majestät schreitet in dem Ausstattungsverlangte eines Tages entweder Beschäftigung oder einen wöchent- ftück Frau Venus" allabendlich über die Bretter des Viktorialichen Vorschuß". Tieser wurde ihm nicht gewährt, worauf er Theaters und wird von dem Schauspieler Hermann Haller darKlage erhob und als Lohnentschädigung für 14 Tage 64,80 m. gestellt. Der Troglodyten- König ist ein ganz friedlicher Gesell, ſchon beanspruchte. Er wurde vom Vorsitzenden dabin belehrt, daß er aber, wie nur soviel verlangen fönne, als er bei dem Beklagten in 14 Tagen belecft, daß er eine fleine gelegentliche Verbalinjurie fast mit dem verdient hätte, und nicht den bei voller Beschäftigung an- Pathos einer Majestätsbeleidigung behandelt fehen möchte. Es Schönwalde a. b. Prenzlauer Chauſſee. Zu empfehlen: Schuls, gemessenen Lohn eines Lithographen. Nur der ihm nach Sach- war am 11. Mai, als der Schauspieler Otto Geisenhofer von der Stralan. Zu Berfammlungen zu haben: Gräflich Reischach' sche Tage der Verhältnisse erwachsene Schaden brauche vergütet Bühne des Viktoria- Theaters in den Garderobenraum kam und Brauerei, Stralau 62. E. Surfch, Restaurant, Stralau 5. Mar Krause, werden. Sonst sei er ja im Recht, denn er könne seine dem dem Garderobier mit dem Zeigefinger mit jener Herablassung Steintrant, tralau 18. Chriſtian Schrödter, Alte Taverne, Stralau 25-27. Meister befundete Einwilligung in das angebotene„ Aussehen" zuwinkte, die den König Franz auszeichnete, als er in seinem 3u empfehlen: Wwe. Ramlau, Restaurant, Stralau 50. Gubisch, jederzeit zurückziehen und die gesetzlichen Ansprüche erheben. Löwengarten das Zeichen zum Beginn des Kampfspieles gab. Der Restaurant, Stralau 3. Schonert's Restaurant„ Neu- Seeland", am Rum- Kläger ermäßigt infolge dieser Auseinanderseßung seinen An- Garderobier zeigte sich nicht sehr geneigt, diesem Winke zu Gefperrt: Kaffeehaus von August Braun, Stralau 15. Krüger's Spruch auf 42 M. Herr Reinicke erklärte sich bereit, die Summe folgen, sondern sah Herrn G. mit einem wehmuthsvollen Restaurant Bum Storchnest", Stralau 16. Julius Tübbecke, Restaurant, zu zahlen. Lächeln an, welches dieser sich dahin übersehte: Haben Sie etwa Der Artist Förtler flagt gegen den Artist Scheffler. Er zu Hause auch immer gleich einen dienstbaren Geist zur Ververlangt Gehalt für einen Monat und die Herausgabe von durch fügung, der Ihnen die Unaussprechlichen von den Beinen zieht? Scheffler einbehaltenen Requisiten, wie einen Fallstuhl, ein Rect, Die Insubordination des Garderobiers brachte das Schaudes Klägers. Derselbe habe nicht für ihn gearbeitet", sondern ob er vielleicht wieder einen Affen habe. ein Trifot 2c. 2c. Scheffler bestreitet entschieden die Ansprüche fpielerblut in Wallung und Herr G. schrie den Säumigen an, Was Wunder, daß fei sein Lehrling gewesen, ihm aber mit einem weiblichen Lehr- Se. Majestät König Gorilla I., der in der Nähe stand, glaubte, ling, feiner Geliebten, durchgegangen, ohne Lehrgeld zu zahlen. daß es sich um einen feiner getreuen Unterthanen handelte, dem Er schulde ihm aber noch mehr wie das Lehrgeld, nämlich 30 m. er feinen Schutz angedeihen lassen müsse. Der geniale Darsteller für Butterbrötchen und Kaffee und außerdem eine geringere des souveränen Vierhänders mischte sich also in den Streit und Cumme, die für Mittageffen und Abendbrot ausgelegt worden sei. gab Herrn Geisenhofer die Versicherung,„ daß er nicht der Erste Förtler ist nicht im Termin- e3 ist das schon das zweite wäre, der von ihm verhauen werden könnte", worauf dieser mit einem erschienen, trotzdem sein persönliches Erscheinen anSchimpfwort antwortete, welches im allgemeinen geordnet war. Der Beklagte wurde zur Herausgabe der ein- noch nicht als salonfähig anerkannt ist. Herr Haller war behaltenen Requisiten verurtheilt; die Sachen seien zur persön- tödtlich beleidigt, er lief zum Schiedsmann und erklärte, nur dann lichen Ausübung des Berufes des Klägers nothwendig. von weiteren Schritten Abstand nehmen zu dem Gehaltsanspruch wies wollen, wenn Herr Geisenhofer 3 M. an die Kasse der es das Gericht den Kläger ab. folge seiner Abwesenheit wäre die Behauptung des Beklagten, Bühnengenoffenfchaft zahlen würde. Da Herr G. nicht geneigt Ringer sei blos bei ihm Lehrling gewesen, als richtig anzu- war, diefes Opfer zu bringen, so kam die Sache vor das Schöffengericht. Der große Moment fand aber nur ein kleines Rammer III. Vorsitzender: Assessor Cuno. Der Maurer Geschlecht. Nach einer Verhandlung von zwei Minuten erklärte Müller lagt wider den Bau- Unternehmer Schmiegel auf Zahlung der Gerichtshof Herrn Geisenhofer zwar der Beleidigung für eines Restlohnes von 9 M. Der Beklagte behauptet, den vollen schuldig, aber für straffrei, da er die Beleidigung mit der vom Lohn Müllers zur Weiterbeförderung an den Polier Dumfe ab- Kläger ausgestoßenen Bemerkung tompenfirte. Die Kosten wurden geliefert zu haben. Diefer sagt, als Zeuge vernommen, aus, er außerdem dem Kläger auferlegt. Letzterer war mit diesem Aushabe auf Wunsch der Gesellen vom Buditer Marten genommen gange nicht recht zufrieden, sondern erkundigte sich nach der und auch der Kläger habe für 9 M. erhalten. Am Sonnabend Frist zur Einlegung der Berufung und so wird die Haupt- und habe er ihm wie allen anderen den Wartenbetrag gleich vom Staatsattion wohl auch noch die Berufungskammer beschäftigen. Lohn abgezogen. Dazu sei er dadurch veranlaßt worden, daß Bittere, Byzanz! ihm ein Gehilfe mit der Markenschuld, durchgegangen" sei. Der Kläger äußert sich folgendermaßen: Er wäre drei Wochen arbeitslos gewesen und ohne Mittel auf den Bau des Beklagten gefommen. Um sich nähren zu können, habe er Geld gebraucht und den Polier gebeten, ihm ein paar Mark Vorschuß zu geben.d Dies zu thun, hätte sich derselbe geweigert, ihm aber Marken Casdorf. Gasthof zum Deutschen Haufe( Saal). Tegel. Zu Versammlungen au haben: Otto Schultz, Schloß8u empfehlen: Rentner, Spandauerstr. 15. Gastwirth Langer zum Gesperrt: klippenstein, Spandauerstr. 4. Jude, Hauptstr. 14. Ewers, Hauptstr. 6.( Sämmtlich Saalbesizer.) Waidmannsluft. 8u empfehlen: Gastwirth Serbe, gegenüber der Lampenfabrit. Gesperrt: Kurhaus, Inhaber Sporn. Restaurant Waidmannstust ( Lehmann), Reſtaurant Schweizerhäuschen( Pominer). Restaurant zum Weißenfer. Zu Versammlungen zu haben: Karl Geduld, Bum Prälaten, Königschauffee 42. Sannemann, Gustav- Adolfstr. 142. Cafe Rettig, Berline ftr. 11, Inh. Otto Heinrich. G. Es hardt's Elysium, Sanghans firaße 24-26. Abel's Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150. Glebs, Char lottenburger- und Röltestraßen- Ece. Sengbett, Königs- Chaussee 49. Demein's Gesellschaftshaus, Königs Chaussee, Giernede.' Braueret. Rothe, GeeTerrasse, Berline str. 144. Sahling, Langhansstr. 106. G. Backhaus, Prenzlauer Chauffee. Jugi, Langhansitr 137 Tannenwäldchen( Reet). Mal Bu empfehlen: Bum Pfeifen- Müller, Königs- Chauffee 38. Wenfchendorf bei Granienburg. Kein Lotal. Wilhelmsberg. Zu versammlungen zu haben: G. Trinkhaus, nehmen. Wilhelmsberg. Schiele, an der Landsberger Chaussee. Neupert, an der Landsberger yauffee. Bu empfehlen sämmtliche Lokale. " Borwärts". Woltersdorf. Gasthof„ Wilhelmshöhe" von G. Gillmann, Saal und Sehlendorf und schmachtenhagen. Gefperrt: D. Gebns, Gasthof, Waidmannsluft, Zehlendorf. Sudebrandt, Gasthof, Behlendor. Genß, Gaft Woltersdorfer Schleuse. Kein Lotal. hof, Schmachtenhagen. Kreis Ober- Barnim. Siefenthal. Gasthof zur Sonne( Inhaberin wwe. Müller). Restaurant Wernigt. Buckow bei Müncheberg. Kein Lokal. Eberswalde. 8u empfehlen: Restaurant, Bittoriagarten"( Inhaber Grundmann). Freter, Jüdenstraße. Fürbitter, Töpferstraße. Kägler, Gifenbahnstraße. Dybell, Gasthof zum Prinz von Preußen, Eisenbahnjir. 77. Gesperrt: Restaurant Merves, Restaurant" Bur Mühle". Inhaber Schernbeck( das Boltsblatt" Itegt zwar aus, aber der Saal wird verweigert), sowie alle anderen Lokale. Mit InFreienwalde. Gasthof" Bum goldenen Anfer", Inhaber. Stadday, angeboten. Der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, habe Kanalfir. 3. Bu 7. er es für 9 M. gewesen. Gastwirth, Schüßenhaus. Bu empfehlen: Albert Hennig, Schöpfurterstr. 5a. Das„ Boltsblatt" liegt aus bei: Alex Roloff, Barbier, Eberswalderstr. 24. Augun Kaufmann, Barbier, Dorfstraße. Gesperrt: Hotel Bastian, Inhaber Gustav Bastian. Hermann Brahl, Gastwirth, Eberswalderstraße. Julius Gerlach, Restaurant zum füßen Grund. Strausberg. Für uns zu haben: Restaurant Wilhelm Krüger. Kaffeehaus Auguft Weber. Restaurant Otto Lange. Gesperrt: F. Sommer, Schüzenhaus. Eugen Städtefeld, Hotel. W. Scheibner, Hotel. Proste, Hotel. Memmert, Hotel. Jagdschlößchen, Inh. H. Wegnoromstig Soziale tebersicht. Achtung! Metallarbeiter! In der Werkstatt von Gitner Nachf. R. Schulz, Lohn Der Vorstand des Verbandes Berlins und Umgegen d.d Otto Mäther, Borsigender. zu empfepten: Pleifmann, Steftaurant, Eberswalder fit. Ichröder, Dumfe hätte, wie er ſelbſt ausjagte, pas Gelp bei bei gohn- Sebatianſtr. 61, baben die Former megen ausgebrochener zobr zahlung ohne weiteres abgezogen. Der Beklagte wurde auf weiteres den Zuzug fernzuhalten. fostenpflichtig verurtheilt, die 9 Mark und 5 Mark Versäumnißgebühren dem Kläger zu zahlen. Gründe: Der Lohn müsse nach aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter der Gewerbe- Ordnung baar ausgezahlt werden, hierfür hafte ( nach einer prinzipiellen Entscheidung) der Unternehmer. Die Privatgeschäfte des Poliers gingen dem Arbeitgeber nichts an. Der Lehrling Ebert flagt gegen den Schriftmalermeister An die Parteigenossen aus den Wahlkreisen WittenGrägert; er will 92 M. herausgezahlt haben, die ihm sein Lehrberg- Schweidniß, Torgau- Liebenwerda. Genossen, die letzten meister vom Kostgeld abgezogen hat, um sie für ihn zu sparen. Wahlen haben uns gezeigt, daß eine rege Agitation für die Grägert hält sich zur Einbehaltung der 92 m. berechtigt, Partei gute Früchte trägt. Ein gutes Stück Arbeit steht uns weil ihm der Lehrjunge aus der Lehre gelaufen ist. Dieser meint, aber noch bevor und dürfen wir nicht eher in unserer Agitation er hätte das Lehrverhältniß mit Recht nicht fortgesetzt; er erlahmen, bis unsere heimathlichen Kreise von der Sozialdemohabe immer zu lange arbeiten müssen. Da ein schriftlicher Lehr fratie gewonnen sind. Bu diesem Zweck findet am Mittwoch, vertrag nicht zwischen den Parteien geschlossen worden ist, ver den 18. September, Abends 8, Uhr, in Habel's Brauerei, urtheilte das Gericht den Beklagten zur Herausgabe der 92 M. Bergmannstr. 5-7, eine öffentliche Versammlung statt. und stellte fest, daß unter diesen Umständen derselbe kein Recht habe, die Rückkehr des Knaben in die Lehre zu verlangen. Etwaige Henderungen betreffs der Adressen sind sofort den Unterzeichneten mitzutheilen. Die Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin werden ersucht, Buschriften, die Lokalfrage betreffend, nur den Unterzeichneten einzuschicken; die Verantwortung über die richtige Aufstellung der Liste tragen die Einsender selbst. Direkte Ab machungen mit wirthen der Umgegend von Berlin in LokalAngelegenheiten lehnt die biesige Lokalkommission ab; dieselben haben sich in dieser Angelegenheit an die dortigen Kommissionsmitglieder zu wenden. J. A.: Die Lokalkommission. J. Wernau, Rosenstr. 30; Gumpel, Barnimstr. 42; D. Babel, Frantjurter Allee 90. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Kammer VII. Grohmann, Dennewigstr. 27, 4 Tr. Der Maler Wehnert war durch den Arbeitsnachweis der Die Errichtung eines Arbeiter- Auskunftsbureaus be Vereinigung der Maler 2c. auf die Nachfrage nach einem schäftigt eben die gewerkschaftlichen Kreise in Mainz. Gine „ besseren" Arbeiter zu dem Malermeister Riankowski geschickt vom Gewerkschaftskartell ernannte Kommission hat die Auforden, bei dem er dann auch fünf Tage in Stellung war. gaben, welche an dieses zu errichtende Bureau gestellt werden Der Meister wollte für den Tag 4 M. Lohn, den niedrigsten für sollen, wie folgt formulirt: 1. Auskunft zu ertheilen in allen Maler, geben, womit sich Wehnert nicht einverstanden erklärte; gewerblichen Streitfragen. 2. über Angelegenheiten, welche die er verlangte 4,50 M., das sei für ihn als besseren" Arbeiter Kranken, Unfall, Alters- und Invaliditätsversicherung angehen; angemessen. Die Gutscheidung darüber, ob er zu dieser Mehr 3. eine Arbeitslosen- Statistit zu pflegen; und 4. einen allge= forderung berechtigt sei, stellte er dem Gewerbegericht anheim. meinen Arbeitsnachweis für alle gewerblichen und nichtgewerb Dasselbe entschied zu seinen gunsten. E3 nahm an, daß der Be lichen Arbeiter zu errichten. Als Bureaustunden sind der vorflagte, wenn er speziell einen Arbeiter auf bessere Arbeiten verläufig mangelnden Mittel wegen vorgesehen an Werktagen Sigung vom langte, dem Betreffenden den für solche angemessenen Lohn in die Stunden von 7-9 Uhr Abends und an Sonn- und Fest7. September. Vorsitzender: Assessor Freund. Der Aussicht stellte. Wenn, wie es im vorliegenden Falle gewesen, tagen Vormittags von 9-12 Uhr. Die Auskunft auf dem Kutscher E. Klagt wider den Mostrich fabrikanten J. Er be- der so engagirte Arbeiter feine besseren Arbeiten zu machen be- Bureau soll ertheilt werden durch die Arbeitnehmerbeisiger des hauptet, ohne rechtmäßige Kündigung entlassen zu sein und ver- tomme, tonne das nicht auf denselben zurückfallen, noch dazu, da Gewerbegerichts, durch qualifizirte Partei- und Gewerkschaftslangt 40 M. Lohnentschädigung. Der Beklagte bestreitet die er um derartige Arbeiten gebeten. mitglieder, durch die sozialdemokratischen Stadtverordneten und Angabe des Klägers und giebt an, ihn gekündigt zu haben. Eg durch die Redakteure der Parteipresse. Die städtische Verwaltung stellt sich heras, daß er die Kündigung in der gelegentlich einer Der Beraubung einer Leiche angeklagt wurde gestern ein foll um kostenlose Ueberlaffung eines geeigneten éotals ersucht Differenz mit dem E. gethanen Aeußerung:" Sie sind schon zu gewisser Hermann Hentschel der vierten Straffammer des werden, das auch auf Kosten der Stadt zu beleuchten und zu lange hier, wir müssen uns verändern, Sie gehen und nicht mein Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Am heizen wäre. Am heizen wäre. Die Beschaffung der nothwendigen Gesetzbücher, Reisender!" erblickt. Der Vorsitzende macht ihn darauf aufmerk- Abend des 20. Mai d. J. erschoß sich in seiner Wohnung in der der Journale zum Eintragen der Auskunftsertheilungen, sowie der fam, daß dies feine ordnungsmäßige Kündigung sei, und strebt Großen Hamburgerstraße der Kaufmann J.. 3. Frau und Arbeitsangebote und Nachfrage soll Sorge des Gewerkschaftsin Anbetracht dessen, daß nach der Beweisaufnahme des Klägers Tochter geriethen begreiflicherweise in unbeschreibliche Bestürzung. fartells sein, welches auch für die nöthige Publikation sorgen soll. Verhalten im Geschäft auch nicht ganz unanfechtbar richtig Sie holten die Portiersfrau Eberhardt zur Hilfe. Diese ver- Ueber diese Grundzüge des geplanten Bureaus sollen sich nun gewesen, einen Vergleich auf 20 m. an. Derselbe wird ge- fuchte, die auf dem Boden liegende Leiche zu erheben, um sie die einzelnen Gewerkschaften schlüssig machen und in Form von aufs Sopha zu betten, es ermangelten ihr aber die Resolutionen die Stadtverordneten- Versammlung bringen. Einen ähnlichen Verlauf wie obiger Prozeß nahm der eines Kräite dazu. Sie eilte auf die Straße, um in dem Eine allgemeine Arbeiterversammlung soll definitiv über diesen ehemaligen Kutschers der Lagerhaus- Gesellschaft Baiz u. Comp. nahegelegenen Polizei Büreau Anzeige zu erstatten. Auf Plan Beschluß fassen. gegen diese Firma. Der Kläger hatte sich geweigert, einen Revers dem Rückwege begegnete ihr der ihr bekannte Angeklagte. Auf das Entgegenkommen der städtischen Verwaltung wird zu unterschreiben: er sollte sich verpflichten, in bestimmten Raten Sie forderte ihn auf, ihr behilflich zu sein. Beide begaben sich gehofft, um die Verwirklichung dieses Planes zu ermöglichen, der als Schadenersatz für ein durch seine Schuld ausgelaufenes Faß nach der Wohnung des J. zurück und legten nun die Leiche aufs noch eines weiteren Ausbaues fähig ist. Rothwein fich Abzüge vom Lohn machen zu lassen. Der Sopha. Während Frau Eberhardt nach der Küche ging, um einen indsgodse Vertreter der beklagten Firma batte ihn darauf als Kutscher Eimer Wasser zu holen, war Hentschel mit der Leiche allein, al nicht weiter beschäftigt, sondern ihm die Anweisung gegeben, auf Wie er im Termine eingestand, hat er dem Todten die Stiefel 10 TALLE den Lagerboden zu gehen und dort bei etwas erhöhtem Lohn zu ausgezogen. Dabei sei das Portemonnaie desselben aus der arbeiten, was der Kläger nicht that. Nun erfolgte definitiv die Tasche gefallen, und er habe es schnell an sich genommen. Es Entlaffung. Nach derselben stellte sich heraus, daß der hätten sich 180 M. darin befunden. Der Angeklagte wurde für Kläger noch nicht alle Rollkarten abgerechnet, sondern einen feine geringe Hilfeleistung gut belohnt. In den nächsten Tagen In der Wanderversammlung, die der Frauen Theil des eingenommenen Geldes für sich verbraucht hatte, weil machte Hentschel durch seine Ausgaben Aufsehen. Er zeigte sich in und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden er auf sein Verlangen keinen Vorschuß erhielt. Im Termin giebt den Schankwirthschaften sehr freigebig und verfügte über bedeutende Volkes für Berlin und Umgegend am 5. September er an, daß seine Bitte um Borschuß beantwortet worden sei: Mittel. In trunkenem Zustande verrieth er sich selbst. Er auf dem Gesundbrunnen in Baade's Viktoria- Saal abhielt, Sie haben ja Geld bei sich." Augenscheinlich hat Kläger eine prahlte damit, daß er es dem todten Kaufmann ordentlich besorgt behufs Gründung einer Filiale für den Norden, sprach Genosse dieser von ihm behaupteten etwas ähnliche Aeußerung des Ver- und ihm 500 Mart und eine goldene Uhr abgenommen habe. Adler fiber: den ehernen Schritt der Zeit" in einem sehr treters der Beklagten falsch verstanden. In diesem Falle hielt waren diese Angaben auch übertrieben, da die Uhr bei der Leiche interessanten Vortrage. In der Diskussion sprachen Frau das Gericht die Entlassung für nicht gerechtfertigt, da ein als gefunden wurde, so fehlte doch das Portemonnaie, dessen Inhalt& anz und Frau Klauke, und forderte die lettere die anKutscher engagirter Mann nicht zu Bodenarbeiten verplichtet die Hinterbliebenen nicht tannten. Hentschel verquickte bei seinen wesenden Frauen und Mädchen auf, sich der neu zu gründenden B Gin Filiale recht zahlreich anzuschließen. Im Schlußwort beant- 1 wortete Genosse Adler einige von der Frau Franz angeregte Fragen. Nach Aufnahme mehrerer Mitglieder wurde die Filiale gegründet. Die Wahl des Vorstandes ergab: Fräulein Bärste als Bevollmächtigte, Fräulein Koschnitzky als Kassirerin, Fräulein Jahnte als Schriftführerin. Mit einem Hoch auf das Gedeihen des Vereins wurde die Versammlung geschlossen. 17 Hjalmar Branting.-Zur Kritik des statistischen Materials| R. 100. 1. An das Amtsgericht des Ortes, wo der Erbim Sozialpolitischen Handbuch" von Dr. Lux. Aigues- laffer gestorben ist, ist der Antrag auf gerichtliche Theilung zu Mortes. Von G. A. Sutor. Einige Worte zur ethischen richten. 2. Ein großjähriger Bruder tann Vormund seines Bewegung. Von A. R. Hardeg. Notizen: Die Zahl der minderjährigen Bruders sein. 3. Nein. naturalisirten Fremden in Frankreich. Der Export von A. B. 89. Nur zu 8 Tagen kann ein Chef wegen EntBaumwollwaaren aus England.- Feuilleton: Seemanns- laffung ohne Auffündigung verurtheilt werden, wenn der Entfrau. Novelle von Egor Schugon.( Schluß.) Lassene nach 8 Tagen andere Stellung erhält. anfinit M. K. 70. 1. und 3. Schaffen Sie sich die GewerbeOrdnung, zu erhalten im Verlag des Vorwärts", an.§ 138a bejaht Ihre Frage. 2. Er hat voll auszuzahlen. 4. Die nähere Adresse u. s. m. uns nicht bekannt. Falf, Böhmen. Nein. Eine Brauchenversammlung der Rohrleger und Gehilfen tagte am Sonntag, den 3. September. Das Andenken des verstorbenen Kollegen Geroffte ehrte die Ver= fammlung in der üblichen Weise. Genosse Hansen referirte alsBriefkaffen der Redaktion. dann über das Thema„ Der Proletarier im Alterthum und in O.. 100. 1. Die Sparkasse giebt nur auf ausdrückliche der Neuzeit". Hierauf wurde das Urtheil des Schiedsgerichts in Anfrage seitens der Armendirektion dieser Auskunft. 2. Nein. A. B. 50. 1. Sie müssen den Bescheidß auf Ihre ReklaSachen Karpentiel fontra Isack bekannt gemacht, auf Anlaß 3. Giu Testament bedarf, was die Form anlangt, lediglich der mation abwarten; auf die vorläufige Einziehung der fälligen deffen eine lebhafte Debatte entstand, in der es zu recht unlieb- Unterschrift des Testamentirenden. Beglaubigt braucht die Unter- Steuern ist Ihre Reklamation einflußlos. 2. Zugleich für famen Auftritten fam. Sodann wurde bekannt gegeben, daß schrift nicht zu sein. Um Rechtsgiltigkeit zu erlangen, muß das Romania: Polizeiliche Erlaubniß ist, wie wiederholt an Mitte Oftober die nächste Branchenversammlung stattfindet, in Testament aber auf dem Amtsgericht niedergelegt werden. dieser Stelle mitgetheilt, für Veranstaltung eines öffentder ein Bortrag über Berufskrankheiten auf der Tagesordnung 4. Wegen der Sammelliste wenden sie sich an das betreffende lichen Tanzvergnügens, wie Sie es beabsichtigen, erforderlich. steht, im Interesse eines jeden Kollegen liegt es, die betreffende Komitee. Versammlung zu besuchen und für diese recht rege zu agitiren. P. R. 29. 1. Neue Friedrichstr. 13, Vormittags von 10 Uhr Ferner wurde mitgetheilt, daß Sonntags Vormittags Zusammen- an. 2. Die Kosten werden nach der Höhe des Objektes im Einzelfünfte der Rohrleger und Gehilfen stattfinden, um eine flottere falle berechnet. 3. Weitere Meldungen sind nicht erforderlich. Agitation unter den Kollegen zu entfalten und zwar für den Norden und Nordwesten hei Schayer, Brunnen- und Rheinsbergerstraßen- Ecke, Often und Nordosten bei Zippke, Markusstraße 14 und für Süden, Südosten u. s. w. bei Tolksdorf, Görlitzerstr. 58. Die in Brauereibetrieben beschäftigten Arbeiter hatten am 7. September in dem Konkordia- Saale eine öffentliche Verfammlung. In derfelben konnte der auf der Tagesordnung stehende Bericht vom Züricher Arbeiterkongreß nicht erstattet werden, da der Delegirte der Brauerei- Arbeiter, Wiele, megen Krankheit nicht erschienen war. Hilpert führte an Stelle deffen die Gründe an, die ein Zusammengehen und Zusammenhalten der Brauer mit den ungelernten Arbeitern nothwendig machen. Er wies dabei darauf hin, daß das Verwenden der ungelernten Arbeiter statt der gelernten Brauer immer weiter um fich greift. In der Rirdorfer Brauerei sollten im tommenden Winter in der Mälzerei die gelernten durch ungelernte Arbeiter erfetzt werden, um am Lohne zu sparen; es heißt fogar, daß fie billige Arbeitskräfte von auswärts heranziehen wolle. Die gelernten und nicht gelernten Brauerei Arbeiter müßten zusammenhalten und verlangen, daß, wenn sie dieselbe Arbeit verrichten wie der gelernte Brauer, sie auch denselben Lohn wie Dieser erhalten müßten. In der Diskussion betlagte sich ein un gelernter Arbeiter über mißachtende Behandlung, die ihm von einem gelernten Brauer widerfahren war. Wie weitere Redner hervorhoben. will der betreffende Brauer von der modernen Arbeiterbewegung nichts wissen. Böttcher Müller betonte die Nothwendigkeit, die Bierfahrer zum Verbande heranzuziehen, was indeß erst möglich sei, wenn die Bierfahrer nicht mehr Spundgeld erhielten. Adler rieth. noch eine Zeit lang die Aufklärung unter den Kollegen eifrig zu betreiben, und mit der Vereinigung Der gelernten und der Hilfsarbeiter in einen Verein noch zu warten, um eben desto besser die Aufklärungsarbeit verrichten zu tönnen. Nichtsdestoweniger sollten aber die beiden Vereine Schulter an Schulter fämpfen. Nach einem Schlußwort Hilpert's wurde eine Agitationstommission, bestehend aus sieben Brauerei arbeitern, gewählt. Die Versammlung erklärte sich hierauf mit den Beschlüssen der Gewerkschaftskommission einverstanden und wählte als Delegirten zu der letzteren Brauer Gärtner. Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein des ar beitenden Voltes für Berlin und Umgegend hielt am 6. d. M. in den Arminhallen seine Vereinsversammlung ab. Genosse Freitag hatte eine Vorlesung aus Reuter's Werken übernommen und bereitete durch seine naturgetreue AusSprache der mecklenburgischen Mundart den Mitgliedern einen genußreichen Abend. Bei der vorgenommenen Ergänzungswahl Des Borstandes wurde zur 1. Vorsitzenden Frau Ihrer; Frl. Jahreis zur 2. Kassirerin; Frau Dieh zur 2. Schriftführerin und Frau Mesch zur Beisitzerin gewählt. Sodann wurde be fannt gemacht, daß am 18. November der Verein sein erstes Stiftungsfest feiert. Frau Ritter übergab 2 Bücher der Vereinsbibliothek zum Geschenk. Mitglieder, die zur Stellung der lebenden Bilder beim Stiftungsfest mitwirken wollen, können sich melden bei Frau 3ippte, Markusstr. 14. Ecke Grüner Weg. In Rigdorf fand am Nachmittag des 8. September eine öffentliche Versammlung der Kellner und Berufsgenossen statt. Kollege Polter sprach über die Bedeutung der GewerkschaftsOrganisation und forderte zum Beitritt in den Verein der Gastwirthsgehilfen auf. In einer etwa 14 Tage später stattfindenden Nacht- Versammlung soll ein Vertrauensmann gewählt werden, der in Verbindung mit der Agitations- Kommission der Berliner Kellner eine rege Agitation zu entfalten und die Intereffen der Kollegen in jeder Beziehung wahrzunehmen hat. Von den in Rixdorf wohnenden Kollegen gehören zur Zeit nur 24 dem Gastwirthsgehilfen- Verein an. Nach Besprechung verschiedener Mißstände im Gewerbe, die in der Fachpresse eingehend erörtert werden sollen, wurde die Versammlung geschlossen. 40 Reinickendorf. Die Versammlung des hiesigen ArbeiterinnenBildungsvereins für Reinickendorf und Umgebung am vergangenen Mittwoch erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuches und waren namentlich auch verschiedene Großgrundbesizer aus Reinickendorf vertreten. Nach üblicher Bildung des Bureaus wurde das Wort Fräulein Wabniz zu einem Vortrage über: Die Stellung der Frauen in der heutigen Gesellschaft" ertheilt. Die Vortragende erledigte sich ihrer Aufgabe zur Zufriedenheit der Versammlung. Dem Vortrage folgte eine sehr lebhafte Debatte, und wurde zum Schluß eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution an genommen. Sodann brachte Genosse Knauf ein in Reinickendorf Diel Aufsehen erregendes Attentat, das der Sohn eines hiesigen Schlächtermeisters gegen ein unbescholtenes, junges Mädchen verübte, zur Sprache, gleichzeitig das sonderbare Verfahren der Polizei in dieser Angelegenheit eingehend schildernd. Friedrichshagen. Am 2. September tagte hier eine Verfammlung des deutschen Holzarbeiter Verbandes, in der Kollege Bruhns über die wirthschaftliche Umwälzung und die Lage der Holzarbeiter" referirte. Redner schilderte eingehend die Zeit des Zunftwesens und die Ausbeutung des Arbeiters in der heutigen fapitalistischen Produktionsweise, zum Schluß den Kollegen empfehlend, sich der Organisation der Holzarbeiter anzuschließen. An der Diskussion betheiligte sich Buchdrucker Sonnenburg. Nachdem noch Kollege Paa bekannt gegeben hatte, daß alle Montage bei Büttner, Wilhelm- und Kirchstraßen- Ecke Verbandssitung stattfindet, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Literarisches. Die Arbeitsverhältnisse im Handelsgewerbe. Ergebnisse der Reichsenquete vom September und Oftober 1892, bearbeitet von Dr. May Quard. Frankfurt a. M. Verlag von Mahlau u. Waldschmidt. Der Fall von Wächter" oder darf und fann ein Christ und besonders ein Pfarrer eingeschriebenes Mitglied der soziale Demokratischen Partei sein? Von Eduard Schall. Orbis felde. Verlag von A. Radwiz. Preis 50 Pfennig. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist soeben das 50. Heft des 11. Jahrgangs er Aus dem Inhalt schienen. heben wir hervor: neueste Verschlechterung des Landtagswahlrechtes in Von Preußen. Die Arbeiterbewegung in Schweden. " Die 1. Ziehung der 3. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 11. September 1893, Bermittags. Nur die Gewinne über 155 Mart sind den betreffenden Nummers in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 215 41 S0 334 52 74 957 79 1112 58 321 612 845 956 71 2117 22 12001 332 429 72 521 87 96 693 791 931 42 3035 51 279 373 435 49 812 973 4148 54 349 60 64 471 89 512 745 84 973 5006 166 79 88 208 18 317 412 557 606 19 732 58 848 56 6108 86 322 53 680 902 77 93 7049 169[ 200] 293 612 734 8207( 2001 70 391 617 750 9117 608 934 10102 83 537 80 816 985 97 11090 103 59 521 602 12043 46 51 190 342( 500) 445 682 712 22 945 66 1200] 13037 85 162 455 555 615 [ 200] 31 66 13001 702 1200] 4 14080 101 395 402 545 616 899 15011 142 626 77 95 845 65 950 68 83 16244 S 365 405[ 300] 56 65 547 88 629 811 38 50 967# 17122 223 69 367 492 500 47 622 896 18101 38 92 408 572 649[ 200] 784[ 200] 863[ 200] 953 19040 87 126 57 248 338 475 943 59 205 23 402 20171 205 23 402 82 634 21019 32 98 206 72 76 410 28 523 695 712 23 33 87622028 155 213 33 85 354 563 773 844 23109 521 659 933 95 24212 78 306 33 94 520 884[ 200] 25078 128 72 229 458 640 846 50 82 26265 541 605 814 27 27034 112 218 26 28 80 631 779 801 37 28042 89 184 207 522 95 648 725 806 89 29145 48 225 62 78 321 [ 200] 33 53 89 460 709 800 900 14 30301 13 614 70 823 84 31058 317 64 89 584 702 44 71 811 52 32000 141 336 52[ 200] 438 597 601 3: 001 154 80 267 368 98 418 647 705 34244 74 441 561 86 817 26 3013 88 349 613 31 71 717 36029 106 35 286 479 90 567 752 832 934 64 37005 44 140 377 410 1744 90 541 609 706 43 820 38038 186 398 773 813 72 39038 132 219 406 42 40110 22( 2001 218 370 437 540 54 625 783 812 20 72 41035 52 221 303 477 514 68 602 87 860 972 42039 114 69 81 326 444 48 64 521 820 74 9.0 19 43121 278 93 420 70 15001 543 906 44075 98 222 322 53 751 881 973 45054 99 203 495 548 87 775 46081 108 53 214 57 81[ 200] 408 29 87 694 750 89 47148 81 456 731 52 76 876 905 48348 414 878 984[ 200] 49109[ 300] 274 339 49 80 692 915[ 200] 95 50208 12 79 92 331 653 800,970 51066 116 49 475 99 562 727 31 916 52037 286[ 2001 310 73 97 490 517 671 762 853 950 53003 37 210 309 59 429 508 701 837 54078 86 126 84 333 44 49[ 300] 677 772 878 5519 342 600 25 747 62 847 987 50035 38 48 118 206 600 34 53 723 864 962 57626 737 932 56168 283 90 318 434 76 543 715 71 86 95 53022 39 151 323 674 77 82 754 863 00041 118 95 306 555 919 61178 264 98 320 489 90 670 706 809 54 74 62036 60 211 306 19 435 717 25 85 911 63002 46 248 59 322 24 600 61001 138 408 47 65327 426 676 92 868 66455 511 13 769 944 67022 140 208 78 338 465 560 59 93 602 23 96 749 836 971([ 200] 68173 279 402 627 43 750 60239 89 527 613 66 99 812 15 74 901 47 52[ 200 LS 70006 26 291 349 549 614 92 850 82 92 946 71187 259 539 86 605 64 817 76 946 63 72086 226 312 96 754 82 825 932 62 73023 74 149 208 322 32 763 90 893 74187 93 297 451 805 12 999 75024 25 53[ 200] 122 79 416 86 593 621 65 722 62 910 70 7083[ 3000] 335 41 618 744 896 966 77037 299 406 44 694 96 709 897 78135 462 717 991 70092 136 61 216 345 72 479 594 712 90 824 97[ 200] 945 80062 389 580 658 750 868 81102 251 61 63 64 406 93 530 46 767 854 86 931 82111 597 765 811 83067 93 335 36 546 606 18 21 39 965 84136 250 354 69 89 516 622 704 24[ 300] 76 955 85026 330 97 409 612 12001 60 713 938 96 S143 3.8 10 56 458 533 65 70 603 79 760 952 503] 60 87061 66 107 23 287 480 512 694 900 88261 435 605 752 57 89 964 89002 83 865 911 54 79790136 263 363 88 79 406 610 64 710 12 881 967 91248 524 28 31 701 75 92012 56 87 167 625 715 93013 34 377 12001 419 92 502 611 24 97 940 81 94209 12 26 448 54 526 609 15 50 810 19 49 95160 94 310 49 728 54 980 98014 42 397 536 88 833 97093 308 23 30 75 989 98171 414 33 785 928 90093 128 53 398 425 631 708 8s 956 100059 185 94 307 456 536 69 72 79 613 869 101116 93 250 454 656 74 10: 2020 115 97 220 77 357 80 425 516 625 31 87 750 61 63 981 87 103015 124 207 88 499 513 16 605 77 706 58 104019 67 506 23 28 736 51 813 955 87 105060 177 33 46 654 860 94 960 106028 67 351 490 545 55 99 760 985 107198 321 82 95 417 62 67 688 864 281 346 71 903 108121 76 95 293 335 88 90 729 75 898 983 109059 2 97 912 67 110002 9 75 472 843 11 1043 160 99 526 706 809 91 918 36 112125 41 315 558 696 113161 233 320 46 71 459 896 114154 254 56 360 9. Das Dienstverhältniß von Werkmeistern tann, wenn, wie in Ihrem Falle, nichts anderes vereinbart ist, von jedem Theile ur mit Ablauf eines Kalender- Vierteljahres nach 6 Wochen vorher erklärter Aufkündigung aufgehoben werden.(§ 133a G. D.) 401[ 200] 55 68 896[ 3000] 985 115115 257 377 452 528 33 94 673 7 948 95 110010 28 80 134 202 507 54 625 769 985 117014 92 1 9 242 334 404 575 807 118051 133 307 553 653 70 83 865 91 119063 209 354 414 625 710 15 23 883 910 les 120806 83 933 97 121053 96 118 414 919 59 87 122032 165 84 209 402 68 519 710 950 12333 401 121041 199 263 380 406 63 689 125014 31 298 449 512 49 669 768 71 905 55 120121 611 840 969 89 127211[ 200] 47 76 371 458 657 730 78 919 98 128055 162 338 49 61 563 878 964 120022 46 219 35 300 503 792 846 130005 6 67 69 193 220 382 95 859 901 131018 101 61 271 309 38[ 1500] 41 766 74 875 905 27 132075 131 210 44 68 435 530 610 23 741 60 90 884 133091 298 356 445 533 964 134022 38 221 34 96 31 475 90 601 87 762 823 58 923 185002 11 188 206 60 314 45[ 300! 458 92 760 91[ 200] 863 90 130039 258 74 337 653 886 913 1200] 137167 238 306 95 515 731 829 915 138145 255 409 41 518 917 58 80 139034 82 86 370 94 445 89 535 54 600 719 991 140116 55 218 443 44 541 601 54 810 15 141233 311[ 300] 71 513 55 607 58 66 737 911 95 142090 208 52 416 78 615 74 754 63 961 1200) 143122 28 71 490 630 54 750 144006 30 67 242 74 346 485 12001 541 616 730 848 145107 34 736 146028 161 416 521 51 696 748 805 946 63 147150 422 37 547 66 612[ 200] 763 801 914 144027 304 519 651 729 36 89 887 984 149072 79 97 556 67 698[ 200] 776 856 64 150098 190 375 520 57 683 782 913 151033 63 172 325 731 71 895 932 152096 270 325 93 436 582 87 769 829 53.79 900 12 13 153171 249 357 97 760 938 70 154078 95 130 343 90 423 43 502 6 833 916 37 155068 237 477 521 673 826 61 998 156137 53 325 607 30 827102815-7024 346 422[ 300] 61 85 511 699 748 63 158265 315 50 92 97 160236 97 312 83014 172 497 784 97 912 21 26 696 708 37 45 811 25 958 161028 48 69 143 162108[ 200] 55 66 444 69 724 36[ 200] 70 819 392 520 632 52 702 163020 123 583 606 774 161050 152 242 58 353 552[ 300] 77 712 817 165091 131 88 202 61 335 927 28 186205 83 394 593 612 94 744 836 41 167073 75 128 33 25+ 348 418 48[ 600] 91 631 66[ 300] 841 92 982 168075 144 245 64 528 58 611 35 87 742 94 852 65 922 57 169125 59 305 657 866 970 170184 209 47 400 10[ 1500] 14 41 51 583 714 23 829 993 171072 260 88 388 417 528 94 638 54 800 92 980 172220 41 45 81 349 484 605 16 173155 390 613 816 87 995 174021 296 400 655 891 942 63 97 175135 229 300 442 43 56 738 50 829 963 98 176090 237 366 91 539 616 69 783 846 177238 62 373 415[ 200] 532 665 720 817 966 84 178307[ 1500] 79 474 563 629 848 179028 86 167 97 212 36 74 504[ 200] 602 22 37 711 36 59 97[ 2001 905 130 66 274 86 492 741 916 20 182051 74 126 219 96 99 312 62 596 927 180051 104 31 213 38 92 324 36 521 848 919 79 181017[ 300] 183144 222 34 77 398 403 833 63 966[ 500] 184090 144 221 62 81 478 529 650 791 185031 153 228 469 531 37 784 816 95 988[ 200] 186285 317 530 927 187135 61 435 503 608 61 70 736 909[ 300] 41 189169 300 71 93 188125 57 61 214 310 69 569 71 674 85 799 871 599 671 727 32 71 850 957 190080 494 610[ 200] 36 63 761 99 958 191010 55 04 188 527 637 54 714 831 971 192050[ 200] 72 160 268[ 200] 442 656 88 742 835 949 193002[ 2001 53 70 255 70 643 93 821 194285 311 455 798 803 901 19047 65 115 253 55 332 34 41 52 401 43[ 200] 519 51 619[ 300] 196055 112 62 200 41 323 30 67 468 529 686 736 800 53 56 958 197015 44 103 314 60 598 609 726 74 886 945 198017 91 106 262 [ 300] 942 47 510 639 970( 2001 199096 139 69 219 20 391 439 655 768 801 48 20003 227 28 39 74 315 756 888 981 201106 26 292 515[ 200] 80.743 60.83. 34 644 81 761 207055030032 14 92114 4377 99 803081 147 444 93 66 91 699 872 708 62 932 1200] 43 206049[ 200] 89 190 297 319 479 554 753 70 84 857 12001 207050 91 96 269 86 310 23 30 35 40[ 1500] 8 496 594 651 813 208040 106 77 649 742 43 44 45 870 209056 199 227 328 93 470 738 210054 195 286 499 550 685 931 65 76 211002 144[ 200] 263 418 528 744 853 909 212077 253 582 671 874 916 218143 222 450 791 214290 714[ 1500] 825 43 953 215050 142 232 444 95 590 804 94 935 216298 453 709 24 843 217001 32 137 236 423 49 67 83 567 848 992 218140 211 360 417 820 63 919 70 210554 58 749 85 220064 81 170 281 310 583 678 868 937 93 221054 117 21 230 62 332 44 97 455 574 654 924 222085 167 243 507 654 62 704 842 60 223318 27 42 53 757 63 832 941 224222 77 315 499 526 78 812 21 909 225477 1. Ziehung der 3. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. 149 886 92 93 946 112074 145 76 222 378 92 439 45 614 78 729 908 Siehung vom 11. September 1893, Nachmittags. Nur bie Gewinne über 155 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 56 242 83 85 317 68 99 598 671 73 815 57 58 59 1171 203 43 513 721 959 76 2363 434 66 70 74 512 760 3232 38 530 959 4097 138 91 282 391 410 508 83 684 737 947 5058 209 87 533 607 13 74 757 816 963 69 6259 311[ 3000] 708 30 818 51 960 7011 40 233 574 696 8150 75 226 374 489 582 745 9035 107 243 51 68[ 200] 72 306 87 473 550 938 10299 407 520 626 986 11035 45 54 171 593 620 863 900 12087 118 82 263 307 30 495 519 39 761 830 60 905 12 65 13318 63 82 99 623 710 14092 105 21 410 690 751 872 82 947 15070 81 185 336 44 449 511 68 71 606 66 753 911 29 16304 28 91 476 523 616 27 731 911 17082 224 337 968 18374 670 974 19010 215 82 742 857 91 948 20180 39 200 46 421 51 60 81 647 51 712 18 39 83 872 907 79 80 21220 323 414 56 97[ 200] 513 728 55 835 935 22237 434 622 883 2205 27 65 314 89 500 31 675 88 805 906 41 24049 108 239 357 96 446 61 505 67 622 707 829 35 941 78 25208 13 67 323 25 34 540 652 99 863 92.931 26127 234 331 99 431 42 579 782 962 80 27070 373 587 869 75 915 68 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.