Nr. 215. old Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Gingert. t der Boft Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. End Jou sid Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefvaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 Vfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Grpedition in an Wochen tagen bis 7 Udr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. adjimondis 3d stromun Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 13. September 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Durchführung der neuen Arbeiterschutz- Bestimmungen füllung der Pausen durch Arbeitsleistungen war in den verfehlt. Es wird unbedingt ins Auge zu fassen sein, daß pildus sago in Preußen.") II. 5120 sächlich nicht innegehalten, sondern mußten vielmehr als Blos dies geht aus ihm hervor, daß die Schonzeit der Arbeitszeit gerechnet werden. Diese ungesehmäßige Aus- Wöchnerinnen ohne Unterstützung derselben ihren Zweck ersten Monaten nach Infrafttreten der gesetzlichen Beden mittellosen Wöchnerinnen während ihrer Schonzeit in stimmungen in mehreren Tuch- Induſtrieſtädten des irgend einer Form ausreichende Unterſtügung zu theil werde Regierungsbezirks Frankfurt fa st durchgängig zu be- und daß die ärztlichen Untersuchungen von den Krankenobachten." Die lächerlich fleine Bestrafung eines Unter- häusern übernommen werden. Ms Großthat auf dem Gebiete der Arbeiterschutz- Politik nehmers mit 15 M., die im argen Mißverhältnisse zu dem Bei der gesetzlichen Regelung der Frauenarbeit spielt erschien den Hige, Stumm, Gutfleisch der neue Abfaz 4 des Gewinn aus dem Raube der Pausen steht, wird allein die Rücksicht auf das Familienleben der Arbeiter eine HauptBei der gesetzlichen Regelung der Frauenarbeit ſpielt § 137 der Gewerbe Ordnung, auf grund dessen die vor kaum das profitgierige Unternehmerthum von seiner Praxis die Rücksicht auf das Familienleben der Arbeiter eine Hauptgeschriebene einstündige Mittagspause auf den Antrag abgebracht haben. rolle. Leider lassen sich hierüber die wenigsten Aufsichtsvon Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen zu besorgen haben, Ju dem neuen Arbeiterschutz- Gesetze wird die Nacht beamten aus, wohl vornehmlich deshalb, weil günstige Wirauf 1½ Stunden verlängert werden kann. Wie werthlos arbeit( von 8½ Uhr Abends bis 51/2 Uhr Morgens), tungen von ihnen nicht beobachtet wurden. Denn das derartige Bestimmungen bei der wirthschaftlichen Abhängig abgesehen von den leider überall eingeräumten Ausnahmen, wenige, was sie über das Familienleben der Arbeiter bekeit der Arbeiterklasse sind, ersieht man aus folgender verboten. Die Verleger der bürgerlichen Zeitungen be- richten, kann als erfreulich nicht bezeichnet werden. So beAeußerung des Gewerbe- Inspektors von Schleswig Von stürmten den Reichskanzler, ihnen die Arbeit für Frauen richtet der Aussichtsbeamte für Frankfurt a. D. und Potsdem Rechte des§ 137 Absatz 4 können die Arbeiterinnen, zur Nachtzeit zum Zwecke des Anlegens, Sortirens und dam:" Ungünstiger"( als der Einfluß auf die körperliche die ein Hauswesen zu besorgen haben, in denjenigen Fabriken, Falzens zu gestatten. Der einflußreichen Presse dies ab- Entwickelung), ist der Einfluß der Fabrikarbeit überhaupt in welchen nur eine einstündige Mittagspause, sowie eine zuschlagen, konnte der Reichskanzler nicht über's Herz auf das Familienleben. Der größte Uebelstand liegt darin, bestimmte Arbeitstheilung besteht, in den feltensten bringen. Sonst wurde die Nachtarbeit z. B. noch in Bucker- daß Mütter, welche in Fabriken zu arbeiten genöthigt sind, Fällen Gebrauch machen, da sie meistens Gut- fabriken, in Kammgarn- und Streichgarnspinnereien, in die Wartung und Erziehung ihrer Kinder nicht besorgen Zuckerbie Wartung und Erziehung ihrer Kinder nicht besorgen laffung zu gewärtigen haben würden. In Molkereien und Gardinenfabriken, Neßstrickereien und können. Dieser Mißstand macht sich bei den Familien der der Mehrzahl der Fälle kochen solche Arbeiterinnen das Wollfämmereien gestattet. Daß dies keineswegs unum Wanderarbeiter auf den Ziegeleien am bittersten geltend. Mittagessen schon am Abend des vorherigen und am Morgen gänglich erforderlich war, beweist die Beobachtung des In den Wohnzimmern solcher Arbeiter werden mehrfach desselben Tages, um es Mittags aufzuwärmen." Auch der Regierungs- und Gewerberathes für Oppeln. Derselbe Säuglinge ohne jede Aufsicht schreiend angetroffen." Gewerberath für Münster giebt als Ursache der Nicht- schreibt:" Infolge des Verbotes der Nachtarbeit auf den Glieder der Familie bleiben Mittags an ihren ArbeitsGewerbe- Inspektor für Schleswig schreibt: Die einzelnen einführung der 1/2 stündigen Mittagspause die Furcht vor Zuckerböden mußte eine Zuckerraffinerie bedeutende Aenderungen Der Kündigung an. Der Aufsichtsbeamte für den Regierungs- im Betriebe vornehmen, welche nicht nur die Beseitigung der stätten und kommen erſt Abends wieder zusammen." Viele bezirk Raffel theilt mit, daß die 1½ stündige Mittagspause Nachtarbeit, sondern auch eine erhebliche Verminderung der Nachtarbeiterinnen zu IJzehoe klagten demselben Fabritfür Arbeiterinnen nur ausnahmsweise eingeführt wurde, und Zahl der Arbeiterinnen gestatteten und sich in der Folge Inspektor, daß sie Nachts in der Fabrik dem Erwerb nachder Trierer Gewerbe- Juspettor schreibt, daß in seinem Be- als eine gewinnbringende Kapitalsanlage erwiesen." gehen müßten, um sich sowie ihre Männer die sich nach zirke von der Vergünstigung des§ 137 Absay 4 fast gar kein Demnach sind weitgehende Arbeiterschutz- Bestimmungen ihrer Aussage redlich um Arbeit bemühten, aber keine solche erhielten Gebrauch gemacht wurde. Da die meisten Aufsichtsbeamten trotz des Jammers des ebenso kurzsichtigen wie profitund Kinder zu ernähren. In unserer herrsich jeder Mittheilung hierüber enthalten, so darf man wohl gierigen Unternehmerthums spielend durchzuführen, andrer- lichen Wirthschafts- Ordnung mehren sich eben die Fälle, wo annehmen, daß in ihren Bezirken die 1½stündige Mittags- feits bestätigt diese Beobachtung die Behauptung des wissen focht, Kinder wartet, den Haushalt führt. Die gefähr die Frau dem Erwerbe nachgehen muß, während der Mann pause auch blos auf dem Papiere steht. Dazu sollten aber schaftlichen Sozialismus, daß die Lage der Arbeiterklasse lichste Konkurrentin des Mannes wird die um billigeren Arbeiter Schutzbestimmungen nicht gegeben werden. Besser wirthschaftlich nicht erheblich innerhalb unserer Wirth- lichste sind gar keine, als solche, mit denen bescheidene Regierungs- fchaftsordnung gebessert werden kann; die Arbeiterschutz- Lohn arbeitende Frau, dies beweist, daß ganz abgesehen bewunderer prahlen können, ohne daß sie ausgeführt wer- Gesetzgebung hat für die Gesundheit, das Familienleben, von allen anderen Gründen das egoistische Intereſſe die den. Die Gesezes beſtimmungen müssen klar, unzweideutig die Fortbildung der Arbeiterklasse sehr große Bedeutung, Männer zum größten Eifer in der Organisirung der sein und ihre Durchführung darf nicht vom„ Willen" der sie ist aber so gut wie gar nicht im stande, die wirthschaft- Frauen, zur kräftigsten Förderung ihrer Bestrebungen Betheiligten abhängig gemacht werden. liche Lage der Arbeiterklasse zu heben, da die Beschränkungen wingt. Während die Frauenbewegung in der Bourgeoisie Das Unternehmerthum sucht aber auch die gesetzlich der Arbeitszeit im allgemeinen und der Beschäftigung ein- die Männer aus egoistischen Gründen zu Feinden hat, genau festgesetzten Pausen den Arbeiterinnen zu entziehen, zelner Arbeiterkategorien stets den Anreiz zur Einführung zwingen im Proletariate prinzipielle wie egoistische Interwie z. B. aus dem Berichte des Regierungs- und Gewerbe- besserer Produktionsmethoden mit sich bringen. Erfolgreiche essen die Männer zur Förderung der Bestrebungen der rathes für Frankfurt a. O. und Potsdam zu ersehen ist, Streits und gut durchgeführte Arbeiterschutzgesetze sind dem Frauen ihrer Klasse. der schreibt: Die Gewerbetreibenden beschäftigen nämlich Kapitalismus ein Ansporn auf höherer Stufenleiter zu Die gefeßlichen Bestimmungen über den Schutz der ihre Arbeiterinnen bei 13stündiger Schicht länger als produziren, rascher zu akkumuliren, die Konkurrenz Frauen in Fabrikten veranlassen viele Unternehmer, die sich 11 Stunden täglich, indem sie sie veranlaßten des kapitalfräftigen Großbetriebes gegenüber den stets Fabrikanten nennen, ihre Betriebe als nicht fabriksund ihnen erlaubten, in den vorgesehenen 1/ 2stün Klein- und Mittelbetrieben zu steigeru; kurz gemäßige zu bezeichnen. Die Aufsichtsbeamten müßten desdigen Vor- und Nachmittagspausen während des Einnehmens fagt in beschleunigtem Tempo dem Höhepunkte unserer halb, da das Gesetz die fabriksmäßigen von den handwerks des Frühstücks und der Vesper die Maschinen wei Produktionsweise zuzueilen, rascher den Uebergang in eine mäßigen Betrieben nicht klar scheidet, auf richterliche Entter zu bedienen. Die Pausen wurden daher that- sozialistische Gesellschaftsordnung herbeizuführen. scheidung antragen, so z. B. in den Damenmäntel- Fabriken Ueber die Durchführung der Bestimmungen zum Schutze der Regierungsbezirke Merseburg und Erfurt, in denen der Wöchnerinnen enthält der Bericht sehr wenig Material. ebenso wie in der Schneiderei und Schuhmacherei die Aral 13 Conis hid *) Siehe Nr. 212 des„ Vorwärts" vom 9. September. In on and Feuilleton. [ 6 Der Aufruhr in den Cevennen. beit, kann immer noch einer von diesen Propheten werden? Hererei, Beſseſsenheit, törperliche ansteckenbe Krankheit oder Eine Erzählung von Ludwig Tied. darüber würd' ich nicht flagen; aber denkt, wer hätte um besize, an unsern erlauchten Marschall von Montrevel und alle Welt geglaubt, daß der lange Besenstiel zum Pro- seine Parade- Uniform und dergleichen und Gottlob! pheten werden würde?" Wie? ruf' ich, und der Mund das Knurren geht mir wieder aus dem Leibe, und ich bin und die Augen stehn mir starr offen vor Erstaunen, also, wieder ein vernünftiger Mann und christlicher Priester. wer zu gar nichts auf Erden zu brauchen ist vor Dumm- Seitdem seh' ich das Zeug mit Graus an, und sei es nun So ging ich mit dem Alten, aber die Sache kam noch der unbekannte neue Fanatismus der Herren Aerzte, ich wunderlicher. Wie wir ins Haus treten, ist der dürre habe wenigstens erfahren, daß der Mensch leicht überschnappen Knochenmann eben im Wahrsagen, spricht in einer reinen kann, und daß der Spanier mit dem Sprichworte recht hat: Sprache von der Befreiung Frankreichs, von Freiheit des kein Mensch kann sagen, von diesem Wasser werde ich nicht Noch sonderbarer ging es mir mit dem Hirten aus meinem Glaubens, von bessern Zeiten, ermuntert zum Kampf. Ich trinken. Die beiden Schäferkerle sind nun auch in die Filialdorf. Das war ein wilder, ruchloser Kerl, aber so recht- versuche zu beten und zu beschwören; der Vater aber er- Wildniß zum Cavalier gelaufen und große Glaubenshelden gläubig, als man sich nur wünschen konnte; er hatte schon wischt seinen großen Hirtenstock, und damit über ihn her, geworden." mehr als einen Kamisard und Werdächtigen an das Messer so daß ich glaube, er hätte ihn erschlagen, wenn ich ihm Der alte Parlamentsrath war während dieser Ergeliefert. Der kommt eines Morgens in aller Frühe zu mir nicht in den Arm gefallen wäre. Drauf hören wir dann zählungen mehr als einmal hinausgegangen, den Dienern gerannt und schreit: Helft, helft, Herr Pfarrer!" ein wenig zu, und was geschieht? Plöglich gurgelt's dem Befehle zu geben; diese hatten indessen still die Tafel beNun, was giebt's, sprech' ich, haben Euch die Rami- Alten im Halse; er seufzt, verdreht die Augen, stürzt gegen reitet und das Abendessen aufgetragen. fards das Haus angesteckt, wie angesteckt, wie sie Euch immer die Wand und dann zur Erde, und nachdem sich die Brust Meine unbekannten Freunde," fagte der alte Maun wegen Eures Eifers gedroht haben? Ach, viel schlimmer, ein paarmal mächtig gehoben und gesenkt hatte, fängt er mit liebenswürdiger Laune, die mir der Zufall und das viel schlimmer", schreit der Kerl und ringt die braunen, ebenfalls an und singt Psalmen, ermahnt zur Buße, pro- böse Wetter so unvermuthet bescheert hat, und die mir fuochigen Hände. Nun, sprecht's los vom Herzen, phezeit vom Fall Babels, so daß hier nicht paßte: so wie den Herrn Pfarrer ausgenommen gänzlich fremd find, Schäfer, sag' ich.-" Ihr kennt doch", fängt er an, die Alten sungen, zwitscherten die Jungen. Ich denke, ich laßt uns gesellig und ohne Umstände an dieser Tafel Plaz ,, meinen Sohn, den großen Michel." Wer soll den bin verzaubert, mir fällt mein Priestergewand aus den nehmen, eßt und trinkt, und möge Euch nachher ein wohllangen Bengel nicht fennen? Kennt ihn doch fast das Händen, ich kann den beiden Rasenden nur zuhören, die thätiger Schlaf in meinen Betten erquiden." ganze Gebirge; das ist ja Euer Hauskreuz, daß der Blöd- lauter Frömmigkeit und Bibelsprüche daherheulen, und wie Edmund sah hoch auf und glaubte erst nicht, daß sein finnige zu nichts zu brauchen ist, daß er weder arbeiten, ich noch dem blauen Wunder in Angst und Schrecken zu Vater Ernst machen könne; der Pfarrer maß den Jäger noch Bieh hüten kann, daß er so dumm ist, daß er schaue, geschieht mir wie ein Ruck in allen Gebeinen, und, und noch mehr das junge Bürschchen mit einem langen kaum zur Kirche zuzulassen war, er auch die Gemeine Herr! so wahr der Himmel über uns ist, ich fühle auch Blicke, sab ihm dann lächelud ins Auge, um ihm dadurch noch oft stört; der blos zum Lasttragen taugt und die Lust in mir, so Krämpfe zu kriegen und das unglück- einen Wink zu geben, sich auf jeden Fall aus dieser am liebsten mit den Hunden lebt, die fast wie mit ihres- selige Ding mitzumachen. Ich renne hinaus unter Gottes vornehmen Gesellschaft zu entfernen, auf welche nur gleichen mit ihm umgehn. Ist der aus dieser Zeitlichkeit freien Himmel, ich denke an alle Ehrwürdige, an meinen er Ansprüche machen könne; aber die kleine Eveline gegangen, so seid froh, Ihr habt eine Last weniger. Bischof, an die große Kirche und Orgel in Montpellier, an hing sich dem jungen Menschen an den Arm und zog ihn " Das ist es ja nicht", schreit der Mann, wie besessen,„ ach! den Brief, den ich von dem ermordeten Abt von Chably neben sich an den Tisch, wo er sich auch gleich, ohne etwas 11 beitskraft bis spät in die Nacht in ganz besonderem Maße erbfeindlich boshaften Streich gespielt. Während wir mit besser versteht er das Schweigen. Als man thn auf die ausgenutzt wird. deutscher Gründlichkeit noch nicht einmal nach einem Viertel- große Bedeutung der Osnabrücker Zigarrenindustrie aufUeber eine früher schon in Desterreich beobachtete Er- jahre die Wahlstatistik unserer letzten Reichstagswahl zu- merksam machte und die Hoffnung aussprach, daß die durch oberung eines neuen Arbeitsgebietes berichtet der Inspektor sammengestellt haben, sind diese oberflächlichen, flüchtigen das Tabaffabrikat- Steuerprojekt erzeugten Besorgnisse dieser für die Regierungsbezirke Köln und Koblenz folgender- Franzosen schon 8 Tage nach den Stichwahlen mit der Industrie sich als unbegründet herausstellen mögen, schwieg maßen:„ Eine ungewohnte Beschäftigung weiblicher Arbeiter detaillirten Wahlstatistik ihrer legten Kammerwahlen fie fich Herr Miquel aus. Dies Schweigen jagte mehr als fand sich in einer neuerrichteten lähmaschinen- Fabrik, und fertig. Schon vorigen Sonntag, also genau 8 Tage seine vier Reden. woselbst die Bohr- und Fraismaschinen von Mädchen be- nach dem Stichwahlen Sonntag, lag den französischen dient werden irren Eine allgemeine Einführung würde Zeitungen eine vollständige und genaue Wahlkarte bei, Ein Verband Deutscher Mittelstände" mit dem eine empfindliche Herabdrückung des Lohnsates für männ- welche die Partei- und Stimmenverhältnisse jedes einzelnen Sih in Leipzig hat sich unter dem Vorsitz des Herrn liche Arbeiter herbeiführen. Die Leistungen der Ar- Wahlkreises genau angiebt. Das war wirklich eine perfide Ast falck( Köln) in einer in Kassel am 11. September beiterinnen sollen im Uebrigen dieselben sein wie diejenigen Revanche unsere Statistiker aber lassen sich nicht be- abgehaltenen Versammlung gebildet. Als Ort für den nächſtder männlichen Personen." fie rechnen, rechnen, rechnen. Und da das Rechnen jährigen Kongreß wurde Berlin bestimmt. Das Organ Die Erwartung, daß die Beschäftigung der Frauen ihnen so schwer fällt, nehmen sie vielleicht noch Unterricht des Verbandes ist der in Leipzig erscheinende" Teut". infolge der Durchführung der neuen Arbeiterschutz- Be- in den vier Spezies. Daß solche Vereinigungen ins Leben treten, legt beredetes stimmungen abnehmen werde, hat sich nicht erfüllt; es läßt Zeugniß für die Zersetzung der bürgerlichen Gesellschaft ab. sich dies wegen der ungenügenden statistischen Aufnahmen in In einer Manöver Tischrede, gehalten zu Karlsruhe, Kleinbetrieb amd Kleinbesitz in der Landwirthschaft, im den Vorjahren zwar nicht im einzelnen nachweisen, doch lobte der deutsche Kaiser den Großherzog von Baden, daß Handel und Wandel, im Gewerbewesen werden auf das durch Beispiele erhärten; so wurden z. B. in der Textilindustrie er nebst den Kriegervereinen seiner Zeit für die Militär- furchtbarste von dem übermächtigen Großkapital bedrängt, Machens mehr Frauen 1892 als 1891 beschäftigt, die Zahl der vorlage eingetreten sei und sagte u. a.: das auf seinem Siegeszuge alle Schranken niederwirft, die jugendlichen Arbeiter, die den gleichen zum Theil noch weitergehenden Schlußbestimmungen unterworfen sind, hat im Königreich Preußen unt 2-3 pet. zugenommen. Die Durchführung der Arbeiterschutz- Bestimmungen im Bergbau soll nach der Versicherung der Grubenkönige un möglich sein. Daß dies nicht der Fall ist, beweisen eine ganze Reihe von Bergwerken, ja ganze, große Bergwerksreviere Preußens, in denen man ohne Frauen ganz gut auskommen kann. Freilich da die Bergwerkssklavinnen sich noch leichter ausbeuten laffen, als die Bergarbeiter, so erscheint ihre Arbeit unentbehrlich, und die arbeiterfreundliche Regierung ist sofort bei der Hand, den Fürsten Pleß und anderen armen Teufeln gleicher Vermögensstufe Ausnahmen des Gefezes zu gestatten. Im ganzen wurden in Preußen im Jahre 1992 9199 Bergarbeiterinnen über 16 Jahren beschäftigt, hiervon entfallen auf Steinfohlenbergwerte 5278, auf Braunkohlenbergiverke 723, auf Erzbergwerke und Auf bereitungsanstalten 3189, auf sonstige Werke 9. Der bei weitem größte Theil der Arbeiterinnen, nämlich 8015, ibar 79 Nicht nur uns beiden, sondern manchem guten deutschen Zwerg- und Kleinwirthschaft aufsaugt und dem mittleren Manu stieg in diesem Frühjahr der Gedante auf: Wird Befih tödtlichen Wettbewerb macht. So kommt es, daß die unser Volt seiner Aufgabe noch gewachsen bleiben? Will es wirklich lenken von den Wegen, die Kaiser Wilhelm ihm vor- wirthschaftlichen Schichten, denen das Feuer auf den Nägeln gezeichnet? Will es sich unwürdig erweisen der brennt, sich zusammenschließen, daß politisch- ökonomische großen Thaten des Kaisers Friedrich? Und als Gebilde entstehen, die, Kinder der Noth, zu retten suchen, zu die Entscheidungsstunde nahte und unser Volt von neuem was zu retten ist. Es ist nichts mit der Harmonie der von neuen auf den richtigen Weg gewiesen werden Interessen zwischen Arbeit und Kapital. Diese Erkenntniß hat mußte, waren es Eure Königliche Es Hoheit zuerst, die Arbeiterbewegung in das Proletariat getragen. die mit inhaltsreichen goldenen Worten Saite ist auch nichts mit der Harmonie der Kapitalisten. So anschlugen, Ste bet unferem Volke immer durchfestgefügt die Kapitalistenklasse als Klasse gegen die Arbeiterschlägt. Die militärische Ader wurde wedt und von Gau zu Gau über bie badischen Lande lasse zusammensteht, so wild tobt der Kampf um den Profit hinaus unter den Kriegern, die mit Kaiser Wilhelm und Kaiser innerhalb der Kapitalistenklasse. Da liegt Gruppe gegen Friedrich gefochten, deren Bruft Ehrenzeichen aus vergangenen Gruppe, der Ginzelne kämpft wider den Einzelnen in männerbedecker.ch Feldzügen bedecken, lebte der neue Gedanke auf und unser mordender Fehde. Wohin die Entwicklung treibt? Das Volk fand sich wieder. Ich danke Euer Königlichen Hoheit für kleine, das mittlere Kapital wird zertrümmert, die Krautdiese Unterstützung und gleich Ihnen danke ich meinen Vettern und Schlotjunker legen Kleinkapitalisten, wie der Abel im im Deutschen Reich. Jeder Fürst hat das Seinige gethan, uns 17. und 18. Jahrhundert Bauern gelegt hat. Für uns seinen Mann wieder heranzuführen und neu zu schaaren um hat die Auseinandersetzung zwischen den Großen und Kleinen as Panier des Reichs. Dank ihnen allen steht neu gerüstet ein Interesse, weil sie ein Merkzeichen des Niederganges auf Werkent des Oberbergamtsbezirkes Breslau als schirmende Wehr das deutsche Bolt, wie einſt jener alte Götterheld Heimdal, wachend über den Frieden der herrschenden Wirthschaftsweise ist. Je rascher der Prozeß beschäftigt. Wie die Produktivität der Arbeit in den der Erde, am Thor des Tempels des Frie sich abspielt, um so besser für uns, die lachenden Erben.Bergwerken leicht gesteigert, fomit weitgehende Arbeiterschutzbens us nicht nur chor des tempels, Guropa's, sondern der ganzen bestimmungen ohne die übliche befürchtete Schädigung der Welt. Möge es unserem deutschen Volke vergönnt sein, daß Unfre Agrarier. Der sechzehn Jahre alte Sohn des Industrie durchgeführt werden können, geht aus einer es dieser hohen Kulturmission, dieser Auf- Agenten J. aus der Falckensteinstraße zu Berlin war auf gabe, die ihm von Gott gestellt und von meinem Großvater einem Gute in der Nähe des Städtchens Genthin be Beobachtung im Oberbergamts- Bezirke Breslau hervor. vorgezeichnet ist, nie untreu werde! 1991 19 dienstet. In einem Streit mit einem Strechte wurde er Eine der bedeutenderen Zinkerz- Gruben des Reviers hat in einer Aufbereitungsanstalt an stelle der früher üblichen Der Rede Sinn ist in manchen Punkten etwas dunkel. fürzlich von diesem mit einer Flasche am Bein verwundet. 12stündigen Tag und Nachtschichten zwei( einschließlich der was über Kaiser Wilhelm I. gefagt ist, wollen wir nicht Anstatt ihn in ein Krankenhaus überzuführen, brachte man halbstündigen Pause) 81/2 stündige Tagschichten unter gleich- untersuchen. Was Kaiser Friedrich angeht, so war er als ihn in den Schafft all, wo ihm die erforderliche Behand zeitiger Beschränkung der Förderung auf die Tagschichten gereifter Mann ein entschiedener Gegner des Militarismus, lung nicht zu Theil ward. Auf grund einer Anzeige stellte eingeführt. Mit Rücksicht auf die kürzere Dauer den er für Barbarei hielt. Das deutsche Volk war im der Amtsvorsteher Ermittelungen an und fand den jungen Der Verder Schicht wurden die Schichtlöhne der Arbeiterinnen dabei Frühjahr, als es die Militärvorlage bekämpfte, auf Menschen in einem jammervollen Zustande vor. getürzt. Troßdem ergab sich, daß die Leistungen dem richtigen Weg, und trotz aller Anstrengungen legte wurde nun nach dem Genthiner Krankenhause gebracht, reichlich so hoch waren, als im Vorjahre bei es wieder auf den falschen Weg zu bringen, wird es den wo er Tags darauf verschied, da der Brand hinzugetreten zwölfstündiger Arbeitszeit und bei höherem richtigen Weg auch wandeln bis zu Ende. Hat doch schon war. Gegen den Gutsherrn ist bei der Staatsanwaltschaft Lohne. Der Profit tommt demnach ganz den Unter- bei der letzten Wahl die Majorität unseres Volkes sich umwegen fahrlässiger Tödtung Anzeige erstattet worden. nehmern zu gute, die Arbeiterinnen leisten mehr und erzweifelhaft gegen den Militarismus erklärt. Des Volkes halten weniger Lohn. Nichts lernen und nichts vergessen, das ist die In unserer Schlußbetrachtung über die Frauenarbeit An die hohe Kulturmission nicht nur unseres Volkes, gemeinsame Eigenschaft aller Personen in Preußen stellten wir fest, daß die neuen Arbeiterschutz- sondern der gesammten Menschheit glauben auch wir, allein lassen, die dem Untergange geweiht sind. Diese Eigenbestimmungen lange nicht den Vortheil gebracht haben, der wir sind der Meinung, daß die Militärvorlage dieser Kultur- schaft bekundet sich mit ungewöhnlicher Stärke bei den ihnen verheißen wurde. Ganz anders wäre es gewesen, mission nur gefchadet hat, daß es für den Frieden viel Bertretern des Kapitalismus. Sie lernen nichts und sie wenn die sozialdemokratischen Anträge zum Arbeiterschuß besser gewesen wäre, die Kaisermanöver wären unterblieben, vergessen nichts. In dem Magazin ihrer geistigen" und gefeße angenommen worden wären. und daß wir, um unsere Kulturmission zu erfüllen, dem nichtgeistigen Waffen finden wir nichts als die alten Ladenklo? hüter von Phrasen und Schlagwörtern, die schon vor System des Militarismus den Garaus machen müssen. Nieder mit dem Militarismus! zwanzig Jahren das Lächeln jedes Dentfähigen erregten. „ Der Sozialismus erdrückt die Individualität“,„ der Bier Reden hat unser so theurer Finanzminister Sozialismus ist im Rückgang"( oder wie es heute in der Politische Lebersicht. Lebersicht. Miquel in Denabrück gehalten. Am besten gefiel uns in etwas poetischen Sprache des Bennigsen und der Tante denselben seine Sehnsucht nach dem Osnabrücker Bürger- Voß lautet: sie hat ihren Höhepunkt überschritten"),„ die meisterpoften. Wir wünschen ihm die Erfüllung seines Landbevölkerung ist gegen die Seuche gefeit", das KleinDie Statistit über die jüngsten Reichstagswahlen Wunsches und hätten auch gegen die Verleihung einer gol- eigenthum ist der seligste Gesellschaftszustand" und die wird wie die Nationalliberale Korrespondenz" meldet, denen Amtskette nichts einzuwenden. Leider wird aber dieser Liebe des Bauern zum Eigenthum ist der Fels, an welchem schwerlich vor Beginn der Reichstagssigungen zur öffent- Wunsch ebenso wenig in Erfüllung gehen wie der, daß das die sozialistische Brandung zerschellen muß". lichen Kenntniß gebraucht werden. Wir hätten also etwa Handwerk wieder seinen goldenen Boden finde. Herr Unser neulicher Artikel über die Agitation auf dem bis Ende November auf das amtliche Quellenwerk zu Miquel fagte auch, daß eine, konservativ- fortschritt- Lande hat die Gelehrten des bauernlegenden goldenen warten. Diese unerhörte Schlamperei wird sogar der re- liche Entwicklung" des Staates Staates von ihm gewünscht Kalbes nicht schlafen lassen, und sie versuchen es jest, uns gierungsfrommen Nationalliberalen Korrespondenz zu arg, werde, es scheint dies etwas Aehnliches wie naffes mit dem Ergebniß ihrer durchwachten Nächte zu widerlegen. und sie bettelt deshalb um die baldige Veröffentlichung Fener oder ein schwarzer Schimmel zu sein. Die Osnabrücker, Was sie zu Tage gefördert haben, und was seit voriger wenigstens einiger allgemeiner Bahlen. Die verkommenen die flüger zu sein scheinen wie wir, flatschten Herrn Miquel Woche die Runde durch die kapitalistische Presse macht, Franzosen haben uns Deutschen wieder einmal einen recht hierzu Beifall. Miquel weiß aber nicht blos zu reden, noch lautet wörtlich wie folgt: mur bilds Berlin, den 12. September. " anderes abzuwarten, mit ihr zuerst niederseßte. So recht," rief der Rath, ohne alle Umstände, wenn man mir Freude machen will! Hier ist keine geladene Gesellschaft, wir kommen gerade wie auf einem Schiff oder im Walde zu sammen; ich bin Ihnen allen ohne Unterschied diese Gastfreundschaft schuldig." Edmund setzte sich erröthend zu oberst neben seinen Vater, diesem gegenüber pflanzte sich der Geistliche auf, neben diefen setzte sich der Jäger, der aber zwifchert sich und seinem Nachbar einen großen Raum ließ, und dann folgte Eveline mit ihrem Spielkameraden, wie er fast das Ansehen hatte. Wille und Wohl aber ist oberstes Gesetz. " " Parteien und Also ein löblicher Müllerbursch!" sagte der Pfarrer. 186licher Mitterbius feb 1 se " Das ist Euch nicht an der Wiege gesungen, daß Ihr ein mal in solcher Gesellschaft speisen solltet." " Nein, wahrlich nein", sagte der Müller bewegt; als uns bedrängt, sich, daß ich so sage, bis zu einer Art von seid Ihr nicht der Sohn des ehemaligen hugenottischen Heiligkeit gesteigert hat? Alle unsere Landsleute gehen Rüfters aus Besere hier nahebei?" durch diese Bluttaufe; möge der Himmel Erbarmen mit" Nein, mein gnädiger Herr," antwortete der Jüngling uns tragen." ganz unbefangen, ich habe nicht die Ehre, von Euch geEdmund sah seinen Vater scharf an und dann leicht auf fannt zu sein; ich bin eines Einkaufes wegen zum ersten den Jäger und den Burschen hin, als dürfte dergleichen in Mal in dieser Gegend; ich heiße Montan oder Wilhelm Der Alte schlechtweg, wie mich die Nachbarn nennen und mein ihrer Gegenwart nicht gesprochen werden. lächelte dem Sohne freundlich zu und suchte seine Be- Vater, der die Mühle in dem tiefen Thale hinter Sauwegung nicht zu verbergent. Bäterchen", rief Eveline hinüber, miere hat." das war, als wenn der Himmel mit uns Verstecken spielen wollte, wie wenn das dicke kleine Dorchen mich so Recht patriarchalisch," sagte der Pfarrer; die recht roth und voll anlacht und dann wieder husch, unter Menschen dort, gnädiger Herr, werden im Lande Ihre das Tuch kriecht." 30 Menschenfreundlichkeit und das hinwegsehen über Vor- Es war wie eine große Blutwunde der ganzen Welt, ich hier vor dem Hause stand, dacht' ich nicht, eine solche urtheile zu rühmen wissen." die nach Hilfe schreit," sagte der junge blonde Burfche. Aufnahme zu finden, wie man wohl in der Heiligen Schrift In diesem Augenblicke riß unten am Horizonte die Edmund sah ihn mit einem schrägen Blick an und von den ehrwürdigen Erzvätern liest; ich glaubte nicht, einen Wolkenbecke, und im Sinten warf die Sonne plöglich eine rief: Es ist vielleicht das Verscheiden der verruchten solchen Edelmann kennen zu lernen, der in meinen Geist und Sinn das hohe Bild von Abraham oder Jakob ausPurpurgluth in den schwarzen Himmel über sich, ein rothes Empöring!" Feuer goß sich über die Weingebirge, Baum und Busch und Rann fein," erwiderte der junge Mensch und erhob malt." Er trocknete seine Augen, und da man vom Tische Rebe funkelten im Brand, dahinter glänzten die Wälder, fein blanes Kinderauge gerade auf Edmund hin; ich denke aufstand, erhob er noch sein Glas Wein und sprach: Nein, meine verehrten Herren, erlaubt mir noch, dies Glas zur und wie der Blick sich erhob, standen im Rosenlicht die aber, alles ruht in der Hand des Höchften." Gipfel der Cevennen; wie Blut sprang der Wasserfall vom Mehr als gewiß," sagte Edmund scharf, und das herzlichsten Danksagung und auf das schönste Glück unsers steilen Felsen liuts, und der ganze Saal, die Tafel und die Unheil wäre längst vorüber, wenn unter dem gemeinen verehrten Wirthes und das dauernde Wohlsein seines Gäfte, war alles wie in Blut getaucht, so daß in diesem Bolte nicht Uebelwollen nur zu fehr herrschte, heim- edlen Hauses zit leeren." Er trant, und der Alte verneigte nicht ohne Rührung, indeß sich Edmund Moment die Lichter nur dunkel brannten und das Feuer licher Vorschub und Schadenfreude über das Unglück des fich und der Pfarrer mit einem langen fragenden Blicke anim Ramin wie bläulich fladerte. Der Regen hatte nach Königs." gelaffen, ein heiliges Schweigen war in der weiten Natur, Der Billige", sagte der Bursche mit wehmüthigem saben; der Jäger scharrte hinten aus und schmunzelte, und fein Blatt rührte fich, nur die rothen Bäche plätscherten und Lächeln, muß doch gestehen, daß vom Bolte das Unheil der Priester vergaß in seinem Erstaunen zu trinten. der glühende Wasserfall brauste seine Melodie. Der Alte nicht anhob; es war ruhig, und wenn auch die anderen Man war aufgestanden, und Eveline saß schon wieder neben ihrem Günstling im Winkel, zu dem sie sagte:„ So fah auf, als wenn er innerlich betete, und eine Thräne trat leiden, so ist sein Erdulden doch ganz unaussprechlich." 100 ihm in das große Auge; der junge blonde Mensch legte Der Briefter hörte vor Erstaunen auf zu effen, daß ist es recht, man muß dem Edmund immer etwas abgeben, Messer, und Gabel hin und faltete die Hände; der Jäger sah der Kleine, unansehnliche Mensch dem Herrn des Hauses er ist zu hochmüthig, wenn man ihn auftommen läßt." schen unter seinen großen Augenbrauen hervor; der Pfarrer gegenüber das letzte Wort behalten wollte; er zog die Der Vater näherte sich den beiden und sagte:„ Meine fuchte eine Miene von Ealbung hervorzubringen; das Kind Augen auf und nieder, als wenn er wundervolle Straf- Tochter, jetzt wird wohl Deine Schlafzeit da sein." a, flatschte freudig in die Hände, und Edmund verlor sich in worte suchte; die Kleine drückte dem neuen Freunde die Bäterchen," antwortete fie, ihm die Hand küffend, ich ein ftumimes Sinnett. Ebenso schnell, wie er aufgezogen Hände, daß er mit Edmund anband, und dieser, als der bliebe gerit noch hier, aber Ordnung muß sein, wie Du war, fiel der Borhang wieder zu, und der Glanz erlosch, Bater schon anfing, um die Heftigkeit des Sohnes besorgt immer fagft. Nicht wahr, ich bin artig und werde Dir worauf der Stath jagte: war dies nicht wie ein Bild zu werden, wandte sich mit dem Ausdruck det größten Ver- Freude machen? Das wäre gewiß recht unartig und würde von unserem Lande und unserem Unglück, wie Noth uns achtung abwärts, indem er fagte:" Ich weiß nicht, mit Dich kränken, wenn ich wie so viele Kinder im Lande auch ( Fortfehung folgt.) alle vereinigt und zusammenführt, und wie das Elend, das wem ich spreche, aber Ihr kommt mir etwas bekannt vor; zum Propheten würde." ..Der„Vorwärts" Hot in letzter Zeit wiederholt Veran- 1 laisung genommen, die Aussichten der Sozialdemokratie auf dem flachen Lande zu erörkerN. Wenn das Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands im stände wäre, statt bloßer Redensarten sichtbare Erfolge seiner Agitation auf dem Lande vor Augen zu führen, so würde es damit nicht gezögert haben; so aber bestehen seine Erörterungen lediglich in der geinöhnlichen Sammlung sozialdemokratischer Phrase», die den Mangel an greifbaren Thatsachen nicht verhüllen. Wir sind keineswegs geneigt, die von der Sozialdemokratie droheudeu Ge- fahren zu unterschätzen; wenn aberder„Vorwärts" seinen Genossen vorzureden sucht, das Land sei reif für den Sozialisnius, so ist das noch mehr als eine der üblichen Nebertreibnngcn, mag auch die Sozialdemokratie das Terrain genaue rekognoszirt haben, das zu erobern sie sich anschickt. Jahretang schon dauern die Bemühungen der Sozialdemokratie, auf dem flachen Lande festen Fuß zu fassen, doch sind alle ihre Bestrebungen an dem gesunden Sinne der Landbevölkerung bisher gescheitert. Zu den Schwierigkeiten, welche sich einem weiteren Eindringen der Ideen des soziale» Umsturzes aus dem Lande entgegenstellen. zahlt das sozialdemokratische Blatt ersteus die geringere Kon- zentration der Bevölkerung, so daß die Agitation auf dem Lande eine zehn Mal so große Arbeit erheische als in der Stadt, und ferner den Umstand, daß der Kavitalismus sich der Land- bevölkerung nicht in der greisbaren Gestalt dar- und entgegen- stelle, wie dem städtischen Proletariat. Wir begreisen vollständig den Schmerz des„Vorwärts", daß die weniger dichte Bevölke- ruug aus dem Laude die rücksichlslose Auwendung des Partei- terrorismns nicht gestattet; in den Städten allerdings hat man es leichter, mit allerlei Mitteln des Zwanges und der Gewalt die Widerspenstigen zur sozialdemokratischen Lehre zu bekehren und zu„überzeugungstreuen Genossen" zu machen. Und dann scheint der Werth des kleinen Eigenthums auf dem Laude doch noch höher geschützt zu werden, als die soziali- flischen Agitatoren glauben machen wollen, sonst ständen sie nicht imnier noch ini Beginn ihrer Agitation. Die größere Unabhängigkeit und Selbständigkeit, die Liebe zu"r er- erbten Scholle, d i e R e n t a b i l i t ä t der kleinen W i r t h s ch a s t, welche der Eigenthümer mit seinen Ange- hörigen versieht, verleihen dem Stande der kleinen Bauern eine W i d e r st a n d s k r a f t, an der, auch die noch so eifrige Arbeit der Lanbagitation scheitern wird. Wenn der„Bor- wärts" dennoch behauptet. Hunderttausende von Bauern seien schon für die Sozialdemokratie gewonnen, so widerspricht das den Thatsachen. und noch trügerischer wird seine Hoffnung sein, daß die anderen, die ihr heute noch feindlich feien, gleichfalls gewonnen werden würden." So die„Widerlegung". Das ganze wissenschaftliche Rüstzeug unseres Mannes. der uns vorivirft,„blos Redensarten" gemacht zu haben. besteht aus„zwei Redensarten", die wir schon tausendmal gehört � haben; nämlich aus der Redensart chon der„Ren- tabilität der kleinen Wirthschaft", und aus der zweiten Redensart von der Unnahbarkeit der Landbevölkerung für den Sozialismus. Was läßt sich mit einem solchen Gegner thnn? Verstände er nur das ABC der Nationalökonomie, hätte er sich auch nur oberflächlich mit den Grund- und Bodenverhätlnissen der verschiedenen Länder beschäftigt, hätte er sich blos die Mühe genommen, auf das Land zu gehen und sich nach der wirthschaftlichen Lage der Klein- Hauern zu erkundigen, so wüßte er. daß seine„Redensart" von der Rentabilität der kleinen Wirthschaft. für das Land ein eben so großer Blödsinn ist wie sür die Stadt, und durch die Thatsachen in blauen Dunst aufgelöst wird. Und nähme der Mann sich die Mühe, die anitliche Wahlstatistik der deutschen Reichstagswahlen zu stüdiren und die sozialwirthschastlichen Zustände der Wahlkreise kennen zu lernen, so würde sich bald an der Hand des statistischen Ziffernmaterials überzeugt haben, daß auch seine„Redensart" von der Unnahbarkeit der ländlichen Bevölkerung für den Sozialismus blauer Dunst ist. Und hat unser Mann gar nichts von der a n t i- semitischen Bewegung gehört? Weiß er nicht, daß sie wesentlich eine Bauernbewegung ist? und glaubt er etwa, daß die Hunderttausende von Bauern aus„Zu- srieveuheil" den Kampf„gegen die Juden" aufgenommen haben? Und was ist ihnen der„Jude" denn anders als der Vertreter des Kapitalismus, der mit seinem Groß- betrieb den Kleinbetrieb vernichtet und die„Bauern legt"? Gestern war's nur der Jude, heute ist's schon„der Jude und Junker"— morgen wird es der Junker und chrisllich-jüdische Kapitalist sein— und der antisemitische Schwindelfritze wird abgelöst durch den sozialdemokratischen Aguator.— � Ein Opfer unserer Koloniakpolitik ist Emin Pascha, nach den jetzt vorliegenden näheren Nachrichten in jedem Sinne des Wortes. Nicht nur, daß er sür die Verkehrtheit des ganzen Systems hat büßen müssen— er ist durch dasselbe auch korrumpirt worden und an den Folgen dieser seiner Korruption ist er zu Grunde gegangen. So lange Emin nicht in den Diensten der deutschen Kolonialpolitik stand, behandelte er die Ein- geborenen wie Menschen und hielt sich von jeder Gewalt- that fern. Sie vertrauten ihm, und so groß war sein Ein- siuß, daß er, der allein Stehende, Jahre lang in Zentral- afrika fast nnuinschtäukte Macht ausüben konnte. Vom Angenblick an, wo er in den deutschen Kolonialdicnst trat, gewöhnte er sich„Schneidigkeit" an, forderte von den Ein- geborenen blinden Gehorsam und übte Gewaltthat. Auf feister letzten Expedition ließ er wider alles Recht und alle Menschlichkeit eine Anzahl von Eingeborenen tödten— und er wurde wieder getödtet. Wir wissen jetzt, daß für vcrgosienes Blut Blutrache au ihm geübt worden ist. Wir bedanern seinen Tod, denn Emin Pascha Härte der Wissenschaft und Humanität noch viel nutzen können. Allein, wenn wir einmal die Todesstrafe als berechtigt an- nehmen, dann hat er die Todesstrafe mehr verdient, als die armen Eingeborenen, die er, mit der„SchueidigkeU" deutscher Kolonialpolitik, abschlachten ließ. Diese„Schneidigkeit", die der Tod Emin Pascha's war, wird auch der Tod der deutschen Kolonialpolitik sein.— Tie Kolonialpolitik„zivilisirt" den Eingeborenen der „kolonisirten" Landstriche, indem sie ihn aus seinem Besitz wirft, ihn zum Frohuarbeiter und zum Verbraucher über- secischer Schuudwaaren macht, ihn mit Kartoffelschnaps verpestet und zum praktischen Christcnthum des Todtschlags mit modernen Waffen rüstet, kurz indem sie den Wilden knechtet und bestiehlt. Unter den Drucksachen, die dest Mitgliedern des Kolonialraths zugegangen sind, befindet sich auch ein Aktenstück, das sich mit der Aufhebung der Handelsgerechtsame in Kamerun befaßt. Den Europäern Mar 1889 eine Reihe von Vorrechten verliehen worden, die darauf hinausgingen, für die Weißen ein Handelsmonopol zu schaffen. Diese Privilegien gefallen sogar nur einem Theil der damit Ausgestatteten, offenbar weil sie die darauf gesetzten überschwänglichen Hoffnungen nicht erfüllt haben. In den deutschen Schutzgebieten ist eben nicht so viel zu holen, wie in den Strichen, die die Britten und Niederländer in der Blüthezeit der Kolonisation an sich gerissen haben. In der Denkschrift wird nun hervor- gehoben: ..Das Uebelsie an diesen Vorrechten ist aber, daß durch sie die Eingeborenen stark beunruhigt und aufsässig werden. Die den Weißen verliehenen Rechte stören nicht nur den legitimen Handel der Eingeborenen, sondern die Weißen kommen natur- gemäß dahin, die heimische Bevölkerung ganz von dem Handel mit ihren Landesprodukten zu verdrängen. Das hat schon zu vielen Reibereien mit den sässigen Stämmen gesührt. Alle diese Erscheinungen haben Erwägungen bervorgerusen, ob es nicht besser sei, die Berechtigungen aufzuheben, zumal schon einzeln» Berechtigte gar keinen Gebrauch mehr von ihrem Pri- vilegium machen. Die Frage soll jedoch erst dem Kolonialrath vorgelegt werden, das Auswärtige Amt will erst dessen Gut- achten darüber hören." Wäre die Primlegienwirthschaft einträglich genug, dann krähte kein Kolonialrath nach den Schmerzen der Eingeborenen. So aber wird das Angenehme mit dem Nützlichen weise verknüpft.— Deutsche Unternehmergewinue. Das Depeschen- Bureau„Herold" läßt sich aus St. Petersburg telegra- phiren: Die Maschinenfabriken landwirthschaftlicher Maschinen und Gerälhe haben ein Rundschreiben an alle russischen Händler erlassen, worin sie denselben anbieten, alle Maschinen zu den- selben Preisen und Bedingungen zu liefern, zu welchen die Händler sie bislang aus Deutschland bezogen. Es scheint aber, daß die deutschen Fabrikanten landwirthschaftlicher Maschinen und Geräthe nicht geneigt sind, sich das russische Absatzgebiet entreißen zu lassen. Sie sollen einen Preisnachlaß von lv— 15 pCt. bewilligt haben und dürsten damit das Feld be- haupteü. Welche ungeheuere Gewinne müssen unsere Groß- industriellen machen, wenn sie bei Traguug der Fracht- kosten und der kolossalen russischen Kampfzölle noch 19—15 pCt. billiger liefern zu können erklären als ihre russischen Konkurrenten, die wohl auch des Gewinnes wegen produziren. Dem Auslände gegenüber größtes Ent- gegenkommen, den eigenen Arbeitern rücksichtslose Wider- stand, das ist der Wahlspruch dieser Leure, welche die harmlosesteü Fortschritte auf dem Gebiete des Arbeiter- schütze» als Gefährdung deutscher Konkurrenzfähigkeit stets zu verhindern suchen.— Ein Berliner Winkelblatt, das die Interessen der Halb- weit und der Jobber vertritt, schäumt vor sittlicher Entrüstung über die deutschen Arbeilergroschen, die unseren französischen Genossen im Wahlkampse gute Dienste gethan haben. Es lügt von einem Zornessturm des proletarischen Frankreichs, das die „Vaterlandslosen" vom Erdboden vertilgen wolle. Da das Börsenblatt sich bekanntlich dem Meistbietenden verkauft und zu den Schürzenstipendiaten der russischen Regierung gehört, da Redakteure des sittenstrengen Organs für das Cafe Keck und andere Handelsplätze durch ihren schwunghaften Schacher mit Theater-Freibilletlen einen über das Weichbild Berlins hinaus- reichenden übelduftenden Ruf erlangt haben, so kleidet ihm die Sitilickkeitspose besonders reizend. Ein Zuhälter, der sich für die Keuschheit begeistert, erscheint immer noch glaubhafter, als dies schäbigste Organ des Geldjudenthums, dessen Losung die Käuflichkeit ist. Auf offenem Markte proftituirt es sich, mag der Käuser beschnitten oder arischen Stammes, griechisch- katholisch oder Muhammedaner, Russe oder Chinese sein. Im Rieselselde dieser Zeitung riecht Geld nicht.— Gegen das Milizsystem richtet ein Herr„Vivus" in den offiziösen„Preußischen Jahrbüchern" einen langen Aufsatz, an dem nichts bemerkenswerth ist, als die That- fache, daß er uns die Angst der Vertreter des herrschenden Militarismus verräth. Die Herren merken allmälig, daß das Volk sich von ihnen abwendet, und daß der Gedanke eines Volkshecres mehr und mehr Wurzel faßt in den weitesten Kreisen. Der Verfasser— das muß man ihm lassen— hat wenigstens e i n Verdienst— er ist kühn, feste Thatsachen bestehen nicht sür ihn, er knetet sie zurecht wie Lehm und stellt sie auf den Kopf mit einer Tapferkeit und Schneidigkeit, die auf„militärischen Geist" schließen lassen und in ihrer Art anerkennenswerth sind. Zur Charakteri- sirung des Mannes und seiner Sache werden wir das Elaborat gelegentlich in einem eigenen Artikel behandeln. Für heute sei bloS erwähnt, daß er— und das ist sein Hauptargnment — behauptet, die Militärmißhandlungen seien in der Schweiz gerade so schlimm als in Deutschland. Zum Beweis für diese, der Wahrheit sehr kühn ins Gesicht schlagende Behauptung, zitirt er die—„Neue Züricher Zeitung",.das heißt das reaktionärste Blatt der Schweiz, w.lches allgemein in dem Ruf steht, in bezng auf deutsche Verhältnisse päpstlicher als der Papst zu sein. Wer weiß, vielleicht hat unser„Vivus" selber die Artikel geschrieben, auf die er sich bezieht, llnd mit solchen Mitteln sucht man den sinkenden Kriänl des Molochs zu retten!— Wegen antidpnastischer Demonstrationen sind nach einer Meldung des„Berliner Tageblattes" in Prag 38 Personen verhaftet wordey. Die Versöhnungspolitik des Grafen Taaffe hat die konservative Gesinnung Czechen und Deutschen ans den Köpfen getrieben. Die schroffen Oppositionsparteien gewinnen an Anhangs die Anhänger der Regierung verschwinden in Böhmen fast ganz von der BUdfläche. Wäre das famose Wahlgesetz nicht, so würde Gras Taaffe schon längst nicht mehr Mimster sein. Seine Tage sind aber auch so gezählt, wenn er auch mit politischen Verfolgungen sich die unangenehmsten Gegner vom Halse schaffen will.— General Miribel, der als Oberstkommandirender be- ziehentlich Chef des Gencralstabes in einem eventuellen künftigen Kriege Frankreichs gegen Deutschland betrachtet wurde, ist heute infolge eines Sturzes vom Pferde ge- storben.— Die englischen Gewerkvereine und ihre Kongresse vertieren an Interesse, so führt die„National-Zeitung" in einem Leitartikel aus. Ja so lange sie sich der Sozial- demokratie verschlossen, waren sie bei der ausländischen Bourgeoisie und ihrer Presse lieb Kind, jetzt wo sie mit fliegenden Fahnen ins sozialdemokratische Lager ab- schwenken, verlieren die Kongresse an Interesse. Wir sind begierig, wie sich Herr Brentano, der Apostel der englischen Gewertvereine, mit den ihm so unbquemen Kongreßbeschtüffen abfinden wird.' Die englischen Gewerkvereine können sich übrigens trösten, die Freundschaft und die Solidarität des internationalen Proletariats wird sie reichlich ob des Ver- lustes ihrer bourgeoisen Freunde entschädigen.— Gegen den bulgarischen Bismarck, Stambulow, steigert sich die Mißstimmung des Volkes mehr als man im Auslande annimmt, deren bürgerliche Presse Stambulow als größten Staatsmann und nationalen Heros preist. Daß die Bulgaren über ihren Regierungschef anders denken. wissen unsere Leser aus einem vor LVe Monaten im„Vorwärts" veröffentlichten Situationsberichte aus Bulgarien. Jetzt dringen auch aus anderen Quellen ähnliche Nach- richten in die Oeffentlichkeit, so läßt sich das Depeschenburean Herold aus Sofia telegraphiren: Das Organ Radoslawows„Szvobodna Szlovo" greift Stambulow in heftiger Weise an und bezeichnet denselben als Tyrannen von Bulgarien. Das genannte Blatt fordert den Fürsten auf, dieser Tyrannei ein Ende zu machen, und würde auch Stambulow. so fährt das Blatt fort, die Minister Radoslaivow, Toncsey und Nacsevic durch gedungene Meuchel- mörder tödten lassen und andere Männer an deren Stelle setzen, so werden diese auch bald den Fürsten wegfegen.—- Povkemflckmckjlen. In Lübeck fand am 9. d. Mts. eine gut besuchte sozial- demokratische Parteiversammlung statl, in der zunächst das Wahl- komitee von der letzten Reichstagswahl Bericht erstattete. Aus dem Bericht ist besonders hervorzuheben, daß die Einnahme 6576,47 M., die Ausgabe 5492,90 M. betragen hat. so daß ein tleberschug von 1083,57 M. vorhanden war. Zum zweiten Punkt erstattete Th. Schwach unter großem Beifall Bericht vom internalioualen Arbeiterkongreß in Zürich. Folgende Resolution fand einstimmig Annahme:„Die Versammlung erklärt sich nach Anhörung des Delegirten Th. Schwartz mit den Beschlüssen ein- verstanden, und gelobt mit aller Entschiedeyheit für Durchführung derselben Sorge tragen zu wollen. Sie erklärt ferner das Ver- halten ddr deutschen Delegirten in Zürich sür durchaus gerecht- fertigt und hält es für besser, daß die Unabhängigen und Anarchisten in Zukunft von den internationalen Kongressen fern bleiben, anstatt dort mit der Absicht zu erscheinen, die VerHand- lungen zu stören." Zu de« hessischen Laudtagswahlen. In unserer Notiz über die Kandidaturen in Hesse» befindet sich ein kleiner Lapsus. Genosse Berthold kandidirt nämlich nicht in Großgerau, sondern in Lorsch. Die Großgerauer Kandidatur ist noch unbesetzt. Die Handhabung des BereinSrechtS in Sachsen. Das sächsische Vereinsgesetz vom Jahre 1850, so schreibt die„Franks. Zeitung", wird bekanntlich von feiten der sächsischen Polizei- behörden mit großer Strenge gehandhabt. Besonders energisch ist man in der Durchführung des§ 24 dieses Gesetzes, welcher be- stimmt, daß Vereine, deren Zweck sich auf öffentliche Angelegen- heilen bezieht, sich nicht m»t anderen Bereinen in Verbindung setzen dürfen, widrigenfalls sie der sofortigen polizeilichen Auf- lösung verfallen. Zahlreiche Arbeitervereine sind denn auch wegen Verstoßes gegen diese Bestimmung ausgelöst worden. Recht eigenthümlich muß es demgegenüber berühren, daß man in bezug auf„ordnungsparteiliche" Vereine nicht die gleiche Strenge walten zu lassen scheint, eine Beobachtung, die man auch zur Zeit der letzten Reichstagswahlen wiederholt hat machen können. Auch in dem vogtländischen Städtchen Falkenstein waren bei der Reichstagswahl auf Veranlassung des dortigen „Reichstreuen Vereins" die Vorstände fast sämtntlicher, sich mit öffentlichen Angelegenheiten befassenden Ver- eine Falkenstein's zu einer gemeinsanien Sitzung zu- sammengekommen, um über eine wirksame Agitation, über Flug- blätterverbreitung w. zu berathen. Da dies ganz offenkundig geschehen war, erwartete man natürlich, wie das Vereinsgesetz es vorschreibt, die Auflösung all dieser Vereine, zum mindesten aber die des„Reichstreuen Vereins". Da indessen seitens der. dortigen Polizeibehörde bis zum 31. August eine derartige Maßnahme noch nicht verfügt worden war. so ließ sich der Redakteur Künzel von der in Falkenstein erscheinenden sozialdemokratischen„Vogt- ländischen Volkszeitung", um die Polizei zu provoziren, dazu herbei, eine Denunziation beim Stadtrath einzureichen. Der Stadtrath hat indessen Herrn Künzel mitgetheilt, daß er„keine Veranlassung habe, gegen den„Reichstreuen Verein" einzuschreiten." Redakteur Künzel hat sich nunmehr beschwerdeführend an die Kreishauptmannschaft Zwickau gewandt. Aus den Ausgang dieser Sache darf man mit Recht gespannt sein. Nach den Erfahrungen, welche die Sozialdemokraten im klassischen Lande ovrigkeitlicher Gemüthlichkeit gemacht haben, hat man durchaus keine Ursache, aus den Ausgang dieser Angelegenheit gespannt zu sein. Bescheiden, wie wir nun einmal sind, dämpfen wir unsere Hoffnungen herab und lassen uns an dem „Festnageln" genügen. � � Todtenliste der Partei.'In Hildesheim tyurde am 4. September der Parteigenosse Hermann Hasse zur letzten Ruhestätte geleitet. Hasse fiel der Proletarierkrankheit, der Schwindsucht, zum Opfer. In ihm haben die Hildesheimer Parteigenossen einen Mann verloren, der jederzeit bereit war, mannhaft die' Sache des Proletariats zu vertreten und ihr neue Anhänger'zu gewinnen. Die Beerdigung, an der die Genossen zahlreich theilnahmen, gestaltete sich zu einer Demonstration, die dem Spießer wenigstens für einen Tag die ihm so nothwendige Ruhe geraubt hat. Fast sämmtliche Arbeiterorganisationen hatten Kränze geftistet. Die Hildesheimer Arbeiterschaft wird das Andenken des verstorbenen Parteigenossen stets in Ehren halten. Polizeiliche», Gerichtliche» it. — Vor dem Schöffengericht Wiesbaden stand der Ver- trauensmann der sozialdemokratischen Partei in Biebrich, Genosse Seefeld, angeklagt der Beleidigung des Bürgermeisters Wolf von Biebrich, begangen in einer Versammlung am 8. Juli durch die Bemerkung, Herr Wolf sei der größte Sozialistenfresser Biebrichs. Genosse Seejeld bestritt die Aeußerung nicht, will dieselbe jedoch nur bildlich angewandt haben. Der Staatsanwalt hielt die Be- merkung auch für keine Beleidigung und plädirte für mildernde Umstände. Das Gericht erklärte ebenfalls die Aeußerung nicht für beleidigend, vielmehr erscheine die Aeußerung des An- geklagten gerechtfertigt durch das Verhalten Wolf's, welcher die Versammlung zu hintertreiben und auch sonst bei jeder Gelegen- heit die Sozialdenwkraien in ihrer Agitation zu hemmen ver- sucht habe. Der Angeklagte sei deshalb sreizusprechen und die Kosten der Staatskasse zur Last zu legen. DvirkkaKen dvv Vedakkion. H. St. in Berlin. Dank sür das Uebersandte. D. war in der That mein Schiller und hat mich niemals verleugnet. Meine Tochter ist als Lehrerin dort. Rauchklub„Eiserne Pfeife". Wir bitten um Mittheilung darüber, wann Ihre Sitzungen stattfinden. Mwld. Wenn eine Mutter ihre Tochter während deren Wochenbett gepflegt hat, so steht ihr auch nach sächsischem Gesetz eine Entschädigung nur zu, wenn solche vereinbart war. E. F. Nein, falls nicht von vornherein vereinbart war, daß Sie alle Klassen zusammenspielen wollen. Sch. Die Miethe muß bezahlt werden. Abonnent B. I. Nein. 2. Der Verkäuferin steht sechs- wöchentliches Kündigungsrecht zum nächsten Quartals- Ersten, dem Lausburschen Utägige Kündigungsfrist zu. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 13. September. Opernhaus. Lohengrin. Neues Theater. Das Stiftungsfest. Militärfromm. Deutsches Theater.KollegeCrampton. Berliner Theater. Der Veilchenfreffer. Lesing- Thenter. Das Recht zu lieben. Kroll's Theater. Rigoletto. Friedrich- Wilhelmütädt. Theater. Der Vogelhändler. Rehdenz- Theater. Odette. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplak Theater. Das Damenbad. Vorher: Madame Farkas. Ida National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Becker's Geschichte. Wintergarten. Spezialitäten- Borstellung. = Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung.ho 13 Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Qod National- Theater. Jie Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Vorher: Becker's Geschichte. Liederspiel in 1 Aft von E. Jacobsohn. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Unser lachendes Berlin. Posse mit Gesang und Tanz. Vor und nach der Vorstellung: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 17. d. M., Nachmit tags 3 Uhr: Volksvorstellung zur bedeutend ermäßigt. Preisen: Die Räuber. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Mittwoch, 13. September 1893: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Jean Kren. Musit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Atte: may Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Zum 89. Male: 1 Goldloffe. Gesangsposse in 3 2ften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anf. 72 Uhr. Fauteuil 2,50 M. HEF Der Sommergarten ist geöffnet. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Mittwoch, den 13. Geptember, Abends 8 Uhr: Grosse Künstler- und Sport- Vorstellung unter Mitwirkung des gesammten Herren- und Damenpersonals. Besonders hervorzuheben: Gr. Griechisch- Röm. Ringkampf zwischen dem Meisterschaftsringer von Deutschland Herrn Heinr. Eberle und dem Preisringfämpfer Herrn Bertram aus Potsdam. Die Statue der Venus oder: Die Imagination eines Künstlers. Phantastisch- romantisches Ballet. Ferner Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Castan's Vermählte: Emil Grundmann Helene Grundmann geb Radtke. Melbourne, Australien. Verband deutscher Gold1885b und Silberarbeiter u. verwandter Berufsgenossen ( 3ahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 10. September, unser lieber Freund und Kollege, Der Silberarbeiter Gustav Kühne, nach schwerem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den en 13. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, dein Neuen Louisen Kirchhof ( Hermannstraße) statt. auf F Freie Volksbühne. Die 3. Abtheilung ist geschlossen. Mitglieder der I., II. u. III. Abtheilung, die sich, da diese Abtheilungen stark gefüllt sind, nach der IV. Abtheilung umschreiben lassen wollen, werden gebeten, ihre Rarten dem Unterzeichneten einzusenden. Natürlich können die Mitglieder, die die Vorstellung„ Heimath" schon gesehen haben, die Vorstellung auf die neue Karte nicht noch einmal besuchen. die III. Abtheilung: Sonntag, den 17. September, Vorstellung im Lessingtheater für Heimath" von Hermann Sudermann. Am Mittwoch, den 20. September, Abends 82 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: 16/17 Außerordentliche Generalversammlung. Um recht rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Tages Ordnung: 1. Diskussion über: Die fünstlerische Thätigkeit der Freien Volksbühne. Da geraume Zeit verflossen ist, feit in der Mitte des Vereins über die künstlerische Thätigkeit der Freien Voltsbühne gesprochen wurde, werden die Mitglieder dringend gebeten, diese Versammlung zu besuchen. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Todesanzeige. 2. Verschiedenes. Allen lieben Freunden und Bekannten hiermit die traurige Anzeige, daß meine Frau Mathilde, geb. o it, hierselbst im Lazarus- Krankenhause an der Brustfell und Lungenentzündung mit hinzu getretener Wassersucht nach schwerem 10. M., 4 Uhr, Panopticum.verstorben ist. Um filles Beileid bittet Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Junkonen. Irrgarten. Schreckenskammer.d der tiefbetrübte Ehegatte 1889b J. Ed. Pehmler, Hussitenstr. 6, Hof 2 Tr. links. Danksagung. Für die große Betheiligung bei der Beerdigung unseres herzigen Walter, fowie für die großen Blumenspenden sagen wir hiermit unsern innigsten Dant. Gustav Müge und Frau, Stralauer- Chauffee 18. PassagePanopticum. 18886 Grösstes Orts- Krankenkasse der Drechsler Schau- u.Vergnügungsund verw. Gewerbe. Außerord. Generalversammlung Etablissement 0915 der Welt.b Entree 50 PT. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorkellung von nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Miss Gabriele und Mrs. Othon, gr. Luftgymaitit. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Gesangshumorist. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Charles MorleyTrio, musikalische VerwandlungsPantomimisten. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. MorigPlaz. Etablissement Moriz Buggenhagen. Play. Täglich: Gr. Garten- Housert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Alkazar. Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Täglich Auftr. v. Spezialitäten ersten Ranges. Neu! Men! Spreeniven! Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Entree 15 Pf. üowſtrake American- Theater. Victoria- Brauerei, f. Dresdenerstr. 55. o Direttion: H. Martin. Täglich: Theater und Spezialitäten- g Vorstellung. Men Zum 12. Male! Neu! Berliner in Chicago. Beitbild von Oscar Wagner. Raffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Ps. 111-112. fämmtlicher Vertreter Sonntag, den 17. September, Vormittags 10 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48 a. Tagesordnung: 1. Besprechung über die freie Aerztewahl und Beschlußfassung hierüber. 2. Statuten- Aenderung,§ 30, Erhöhung der Beiträge.[ 18846] Der Vorstand. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, an Ditbahnhof Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu und sensationell! Musikalischer Klown Barnay. Chansonette Butti. Duettisten Sammer und Drahtseilkünstler Mr. Annetha. Volksbelustig. jeder Art. 4 Regelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine grossen u. kleinen Festsäle den zc. Vereinen und Gesellschaften. 14 Habe noch e nige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Feſtlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Boltz' Festsäle( vormals Feuerstein) Alte Jakobstrasse 75.[ 1892b Gr. u. kl. Säle mit u. ohne Bühne zu allen Feßlichkeiten u. Versammlungen. Coulante Bedienung. Teleph.- Anschl. Aint I 1082. Ein fleines Vereinszimmer ist frei. Garten resp. nel 1896b König, Oderbergerstr. 20. Vorletzte Woche ( außer Sonnabend) Stettiner Sänger Stets wechs. Programm. Aufang: Vereinszimmer Simeonstr. 23. Als anerkannt reelle und thatsächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für 396/2 Große öffentliche Versammlung für die Parteigenossen aus den Wahlkreisen Wittenberg- Schweinitz, Torgau u. Liebenwerda am Mittwody, den 13. September 1893, Abends 82 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über die Nothwendigkeit der Landagitation. Referent wird in der Versammlung befannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 388/18 Der Einberufer. Achtung! Tapezirer! Achtung! Mittwoch, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20, im großen Saal: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Unsere Lage. 2. Bericht des Delegirten von der GewerkschaftsKommission. 3. Die Kontrollmarke. Referent: Kretschmer. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Agitations- Kommission der Tapezirer Berlins und Umgegend. 1883b Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. d Morgen, Donnerstag, den 14. Septbr., Abends 82 Uhr, in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 48: Gr. Bezirksversammlung für Moabit u. den Norden. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten J. Auer über Streit und Boykott. 2. Diskussion. 3. Der Streit bei Willing u. Violet. 4. Verbandsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Die Kollegen von Siemens u. Halste, Ludwig Löwe, Borsig, Freund und Gebauer sind zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 230/11 Der Vorstand. Achtung, Musikinstrumentenarbeiter! Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 13. September, Abends 8 Uhr, in Joël's Salon, Andreasstraße 21. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom Sommerfest, vom Mastenball, vom Verband der Musikinstrumenten- Arbeiter Deutschlands, von der Liquibations- Kommission. 2. Wie denken die Kollegen über ihre wirthschaftliche age? 3. Distuffion. 4 Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. nio 253/6 shion Die Liquidations- Kommiskon. J. A.: H. Wust row, Wienerstraße 51. Charlottenburg. Sozialdemokratischer Wahlverein für TeltowBeeskow- Charlottenburg. Donnerstag, den 14. September, Abends 84 Uhr, in Bismarckshöhe, Bismarckstraße 80: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat( Berlin) über: Die Segnungen der modernen Kultur. 2. Diskussion. 3. Wie stellt sich der Verein zu einer Land- Agitationstour. 4. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Um rege Agitation für die Versammlung und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Elegante Einsegnungs- Anzüge in blauen und schwarzen Stoffen and Kammgarnen zu billigsten Preisen empfiehl Sonnt. 7 upe, Gold-, Silber-, Julius Lindenbaum, Frankfurterstr. 139. Wochent.8Uhr. Entree 50 Pf. VorverkaufBillets Sonntags keine Giltigkeit. Alfénidewaaren( Gig.Fabr.).. goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, ratweil'schettes Schüßenhaus, 37 Admiral- Straße 37 G Bierhallen Kommandantenste.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Auf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Pf., reservirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. 7336 Sonnabend, den 23. d. M.: Eröffnung von Präuscher's weltberühmtem anatomischen MUSEUM Friedrichstrasse 65 e( Mohrenstraßen- Ece). 4809L Viel Neues Freitag, den 29.: Der kleine 4737L* Pfaffenspiegel. Arbeitsmarkt. Vergolder a. 2. verl. Liegniterstr. 15. Möbel, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin mit eigener Werkstatt. oder Große Auswahl in Nussbaum u. Mahagoni, sowie großes Lager von Küchenmöbeln empfiehlt zu den billigsten Preisen bei nur solider Ausführung[ 4795L* Julius Apelt, Tischlermeister, Berlin S., Sebaftianstraße Nr. 20( 25). Landwolle früher 4588L 1. Bamentag. Töpfergesellen, billigen Sandstein, garantirt nicht einlaufend, sehr empfehlenswerth gegen Schweißfüße. www.wegen Räumung Lübeckerſte. 5. 1893b Schock 25 Pf. Alleinverkauf für Berlin Richard Stock, Wrangelstr. 119. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 215. Tokales. Mittwoch, den 13. September 1893. Postalisches. Im hiesigen Haupt- Telegraphenamt fursirt beziehen, so kann man es ihnen nicht verdenken, wenn sie mit folgender Bettelbrief: Berlin, den 30. August 1893. 10. Jahrg. Cafés selbst die inkompetentesten Beurtheiler dieser Frage, denn müht, ihre Gäste so gut wie möglich zu verpflegen, haben aber wenn man betrachtet, welche Einnahmen diese Stüßen der nicht immer den erhofften Dant gefunden. In zwei speziell be„ Hier herrscht der Hungertyphus," in einem anderen Fall will heutigen Gesellschaft aus den von ihnen betriebenen Geschäften fannt gewordenen Fällen fand man an Häusern geschrieben: aller Gewalt an den augenblicklichen Zuständen, welche ihnen ein Schlächtermeister, der seiner Einquartierung 2 Pfund gute Geehrter Herr Kollege! das Gold scheffelweise einbringen, festhalten. Denn ein anderer Wurst und 2 Pfund Schmalz vorsetzte, die Antwort erhalten Am 25. Januar 1894 wird es unserm hechverehrten Umts- Passus des Berichts läßt einen bezeichnenden Schluß auf die haben, den fargen Bissen könne er allein verzehren, und ein vorsteher Herrn Telegraphendirektor Ehlers, so Gott will, ver- die Miethen, welche diese Leute zahlen. Hierüber wurden in der Kaffee und Mittagessen reichlich verabfolgt und sich nur geweigert Einkommenverhältnisse dieser Herren ziehen. Das sind nämlich Hauswirth, der behauptet, feine 8 Mann gut verpflegt, ihnen gönnt sein, die Feier seiner silbernen Hochzeit" zu begehen. Die Unterzeichneten, welche von dieser in Aussicht stehenden Herr Keck für sein Geschäft in der Leipzigerstraße etwas mehr beschwert sich darüber, daß ihm die Soldaten ein thatsächlich Versammlung interessante Angaben gemacht. So zahlt z. B. zu haben, auf die direkte Forderung bin Backwaare zu liefern, Ita. Feier Kenntniß erhalten haben, glauben im Sinne aller Herren als 40 000 m., für dasjenige in der Passage 40 000 M. und für wenig schickliches Spottgedicht hinterlassen haben. Der letztere Amtsgenoffen zu handeln, indem sie in Anregung bringen, daß das Lokal Unter den Linden sogar 80 000 M. Miethe. Dabei Hauswirth will sich die Sache nicht gefallen lassen und Unterdie Beamten des Haupt- Telegraphenamts ihrer Verehrung und Hochachtung für den allgemein beliebten Chef an diesem Ehren- bat er in die Räumlichkeiten in der Passage 140 000 m. hinein- fuchung des Falles beim Regimentskommando beantragen. tage auch durch ein äußeres Zeichen Ausdruck verleihen und gebaut". An Miethssteuer bezahlt Herr Keck jährlich 12 000 m. Ob das etwas helfen wird? bitten zu dem Zwede um ihre freundliche Unterstützung. Herr Trinkherr, der Besizer eines bekannten Cafés in der Die Herren Amtsgenossen bitten wir, die auf der vierten Chausseestraße, welches nur über fleine und ziemlich primitiv Seite befindliche Erklärung, entsprechend ausgefüllt, bis ausgestattete Räume verfügt, hat einen jährlichen Miethspreis spätestens den 10. September von 34 000 M. zu erlegen. Da er schon seit Jahren das Café an Herrn OberTelegraphensekretär Stassen oder Herrn Telegraphensekretär inne hat, tann man ermessen, welchen ungeheuren Gewinn der Thalwiger gelangen zu lassen. Um ein unserer Beamtenschaft artige auf die Halbwelt angewiesene Geschäfte bringen. entsprechendes und würdiges Andenken zu beschaffen, dürfte es nach Ansicht der Unterzeichneten am geeignetsten erscheinen, für die Monate Oktober bis einschließlich Januar einen fleinen Betrag durch die beigefügte Erklärung zu bewilligen. Es kommt weniger auf die Höhe des Betrages als darauf an, daß derselbe gern gegeben wird. Wenn sich also die Polizei nicht mit diesen Geldproken verseinden will, muß sie auf anderweite Mittel finnen, um den Anblick der Prostitution der wohlanständigen" Gesellschaft zu entziehen. Sum Religionsunterricht der Diffidentenkinder. Der Volts 3tg." geht folgende Mittheilung zu: Am 24. August d. I. Zum Schluß bitten wir zum Gelingen der geplanten Ueber- richtete ich an die städtische Schuldeputation ein Schreiben, in raschung auch durch möglichste Geheimhaltung des Vorstehenden welchem ich unter Beifügung meines Kirchenaustritts- Scheines freundlichst mit beitragen zu wollen. bat, meinen Sohn, der vom 1. Oftober ab die Gemeindeschule besuchen soll, vom Religionsunterricht zu befreien, und erhielt do Verfügung. Frosch, Langemann, Meyer, Wunderlich, Brase, Segert, Koßmann, Bollwalm, Diemer, Staßen, Genrich, Riedel, heute folgendes Schreiben: K. Seifert, Ewald, Thalwizer, Lahmer, Hagen, Blanke, Steinhäuser, Drtmann, Läderer, Kättner, Engmann, Klass, So lange nicht nachgewiesen ist, daß Ihr Sohn Rudolf einen Pau, Baumüller, L. Hoffmann, Gutermuth, W. Schröder, als ausreichend anerkannten Religionsunterricht besucht, ist Ihr Rothbarth, Conradt. Kind verpflichtet, am Religionsunterricht der Schule theilzunehmen. Der Unterricht des Herrn Dr. Wille ist bisher als ein solcher nicht anerkannt. Berlin, den 31. Auguft 1893. Wortlaut: Die in dem Schrei ben erwähnte Erklärung hat folgenden Berlin, September 1893. Auf das mir zugegangene Schreiben erkläre ich mich hierdurch bereit, für die Monate Oktober, November, Dezember und Januar einen Beitrag von Pfennige Die städtische Schuldeputation." beizusteuern und bitte mir denselben bei Zahlung meines Ein- den Unterricht des Herrn Schäfer, den dieser seit 26 Jahren ertommens in Abzug bringen zu wollen. Ich habe nun sofort zurückgeschrieben, daß mein Sohn den Unterricht des Herrn Schäfer, Lehrers und Sprechers der Humanistischen Gemeinde, erhalten wird, und werde nun ja sehen, ob man theilt, als„ ausreichend" anerkennt. Bemerken möchte ich noch, daß meine Tochter vor zwei Jahren bei ihrer Einschulung sofort vom Religionsunterricht befreit wurde und bis heute auch unangefochten geblieben ist. Da kann man sehen, wie herrlich weit wir es in zwei Jahren gebracht haben! osior Wir erhalten folgendes Schreiben: Nicht die Polizei hat die Entfernung der Schleifen von den Kränzen für unseren Kameraden Schönlein beantragt, sondern der Bater des Verstorbenen, der dieselben als Andenken behalten wollte. Ebenso waren Reden zu halten polizeilich nicht verboten. Ich bitte dies berichtigen zu wollen. Hochachtungsvoll W. Schmidt, Reichenbergerstr. 123. 01 Zum Stande der Cholera. Nach den bis gestern Vormittag 11 Uhr im Rathhause aus den städtischen Krankenhäusern eingelaufenen Meldungen ist eine männliche Person im Krantenhause Moabit und eine männliche Person im Krankenhause am Urban als choleraverdächtig vorläufig eingeliefert worden; die bakteriologische Untersuchung ist indeffen noch nicht abgeschloffen. Der Streit auf der Stadt- und Ringbahn in bezug auf das Schließen der Koupeethüren, hervorgerufen durch Entlaffung bezw. Verminderung des entsprechenden Bahnpersonals seitens der Bahnverwaltung wird hartnäckig fortgesetzt und dürfte findigen Staatsanwälten Gelegenheit zu scharfsinnigen juristischen Rechtsauslegungen geben. Denn daß man den Uebelthätern scharf zu Leibe gehen will, wird zur Genüge aus folgendem Vorgange ersichtlich. Ein Arbeiter, welcher täglich die Stadtbahn benußt, forderte eines Abends dieser Tage auf Station Jannowigbrücke einen in sein Roupee steigenden Arbeiter auf, doch die Koupeethür offen zu lassen, da das Schließen derselben doch Pflicht des Bahnpersonals sei. Dieser Aufforderung wurde auch bereit willigst Folge geleistet. Dieselbe Aufforderung an einen das Koupee sodann besteigenden Herrn hatte indessen einen anderen Erfolg. Besagter Herr hatte nichts Eiligeres zu thun, als den Zugführer zu rufen, um den Arbeiter feststellen zu lassen. Eine Zu diesen Schriftstücken wird uns geschrieben: anwesende Dame war auch sofort zur Zeugenschaft gegen den Anliegendes Schreiben ist in der vorigen Woche jedem einArbeiter bereit. Auf dem Polizeiamt des Schlesischen Bahnhofes zelnen Beamten des Haupt- Telegraphenamts zugegangen. Ob erfolgte dann die Feststellung des Personales des betreffenden nun der Herr Direktor Ehlers nichts davon weiß, bezweifeln wir, Arbeiters, was sich indessen, da derselbe keine Legitimation bei denn alle Sammlungen auf dem Haupt- Telegraphenamte bedürfen der Genehmigung des Herrn Direktors( wenn es auch für arme Eine wichtige Bekanntmachung ergeht von der kgl. Eisen- fich führte, stark verzögerte, so daß er Gelegenheit hatte, die Annehmlichkeiten einer Polizeiwache kennen zu lernen und durch Wittwen ist). Jedenfalls steht an der Spizze der Vertreter des bahndirektion, durch welche eine schon früher als bevorstehend anderthalb Stunden als„ Arrestant" behandelt zu werden. Der Herrn Direktors„ der Herr Frosch" und die Herrn„ Staßen" und angekündigte Neuerung im Eisenbahnbetrieb nun angeordnet wird. Herr, welcher die Sistirung veranlaßte, rühmte sich, daß der Die Bekanntmachung lautet: Thalwiger", lettere beide Amtssekretäre. Diese Aufforderung " Arrestant" bereits der Sechste sei, den er abgefaßt" habe, aus Mit dem 1. Oftober wird die im Berliner Vorortverkehr welcher Aeußerung wohl mit Recht zu entnehmen ist, daß förm= ist ein Druck, denn wer nicht zeichnet, dessen Namen wer nicht zeichnet, deſſen Namen seit zwei Jahren zum Zwecke der Fahrkartenkontrolle bestehende lich Jagd gemacht wird auf die Aufreizer", welche Andere aufwird natürlich gemerkt. Einrichtung der sich sicher nichts daraus machen, wenn er ein Geschenk von Strecken ausgedehnt. Die Absperrung umfaßt sämmtliche an den fordern, die Koupeethüren nicht zu schließen. Zweck solcher„ Abungefähr ,, 1200 Mart" erhält, sind doch auf dem Haupt- Telegraphenamt mehr als 1200 Beamte, und wenn auch Gerichtsverfahren gegen die Staatsverbrecher einzuleiten und 1. Berlin- Stendal- Lehrte- Hamm- Düsseldorf- Köln- fann man auf die Entwickelung dieser Angelegenheit wohl genur jeder monatlich 25 Pf. giebt, so tommt doch eine größere Summe heraus. Nimmt nun ein armer Postbote in seinem Be- Herbesthal und Köln- Bingerbrück, spannt sein. stelldienst Pf. als Geschenk an, so wird er bestraft. Auch in Verdorben der Armee ist es streng verboten, daß Borgesetzte von ihren Unter- Braunschweig- Lehrte. gebenen Geschenke annehmen, sollte es nicht hier auch der Fall sein? Bemerken wollen wir noch, daß bei anderen ähnlichen Fällen nur einmal gesammelt wurde, um aber recht viel Geld raus zu schlagen, wird jetzt verlangt, daß wir von unserm geringen Gehalt uns 4 Monate sollen etwas abziehen lassen. Wenn es übrigens noch Dienstjubiläum wäre, aber silberne Hochzeit"- was würde der Herr Direktor sagen, wenn jemand von den unteren Beamten käme und der Herr Direktor zu deffen silberner Hochzeit" 4 Monate etwas von seinem Gehalt dazu geben sollte? Wir glauben sicher, daß der Betreffende noch bestraft würde. Uns wundert noch, daß diese Aufforderung mit der Packetfahrt- Attiengesellschaft geschickt wurde, die doch bekanntlich ein Dorn in den Augen der Post( namentlich in denen des Herrn Staatssekretärs Dr. v. Stephan) ist. Strecken 2. Berlin Potsdam- Magdeburg- Eisleben- Helmstedt" " gestorben. Im Mai dieses Jahres wurde 3. Magdeburg- Köthen- Halle- Leipzig( Magdeb. Bahnhof), die Leiche eines Ende der 30er Jahre stehenden Mannes aus 4. Magdeburg Zerbst- Bitterfeld- Leipzig( Berl. Bahnhof), dem Landwehrkanal gezogen und nach der Morgue geschafft und, 5. Berlin- Halle a. S.- Erfurt- Bebra- Frankfurt a. M. und da der Todte nicht refognoszirt werden konnte, auf dem GeBebra- Kassel, meindefriedhofe in Friedrichsberg- Lichtenberg beerdigt. In der 6. Leipzig- Korbetha und Leipzig- Eilenburg, Rocktasche des Mannes ftat ein Zettel mit den Worten:„ Ich 7. Soest- Unna und Hamm- Unna- Hagen- Düsseldorf- habe kein Recht mehr zu leben." Der Zettel hat doch nach träglich zur Rekognoszirung des Selbstmörders geführt, dessen Neuß- Aachen, lette Lebensjahre ein düsteres Sittenbild aus der Großstadt 8. Elberfeld- Köln- Niederlahnstein- Frankfurt a. M., 9. Holzwickede- Dortmund- Essen- Duisburg- Ruhrort und gewähren. Hagen- Witten- Dortmund, 10. Ohligs- Solingen- Vohwinkel, 11. Remscheid- Rittershausen, 12. Mühlheim a. Rh.- Bensberg, Vor etwa 16 Jahren hatte Carl F. als Einjähriger bei den Garde- Dragonern ein großes Vermögen von seinem Vater, einem reichen Bauern aus der nächsten Umgebung Berlins geerbt; der junge Mann ging nach Ableistung seines Dienstjahres auf Steifen belegenen Stationen. Die Durchlochung der Fahrkarten nach und kehrte Mitte der 80er Jahre nach hier zurück mit seiner Gattin, Prüfung derselben, sowie die Abnahme der Karten auf diesen einer blonden Schwedin. Das Ehepaar bezog eine Villa im Herr Keck, der Besitzer des berüchtigsten Nachtcafés, als Stationen erfolgt vom 1. Oktober ab durch die an den Ein- Potsdamer Viertel und lebte in glücklichster Ehe, bis F. den Berliner Tugendwächter. Verschiedene Blätter berichten: Die und Ausgängen aufgestellten Schaffner; bei den Zügen findet größten Theil seines Vermögens verspekulirt hatte. Die RennBerliner Caféhaus- Besizer waren am Montag Nachmittag in eine Durchsicht der Fahrkarten je nach Bedarf durch die Bug- pläße thaten gleichfalls das Ihrige und im April dieses Jahres Als er nach Ueberstehung eines den Wilhelmsballen zahlreich versammelt, um Stellung zu nehmen begleitungs- oder Stationsbeamten statt. Der Zutritt zu den war der junge Erbe fertig. zu der in Aussicht stehenden Polizeiverfügung, nach der alle vom abgesperrten Bahnsteigen ist deshalb zunächst nur noch den mit Nervenfiebers das zuletzt innegehabte bescheidene Heim in der besseren Publikum besuchten Cafés um 2 Uhr Nachts, die von einem giltigen Fahrausweis versehenen, sowie den Personen ge- Rosenthalerstraße aufsuchte, wurde ihm mitgetheilt, daß feine der Halbwelt besuchten sogar schon um 12 Uhr schließen sollen. stattet, welche hierzu nach den Bestimmungen der Betriebs- Frau bei einer Freundin im Thiergarten- Viertel wohne. Er beIn der Versammlung waren alle 55 in Berlin bestehenden Cafés ordnung für die Haupt- Eisenbahnen Deutschlands berechtigt gab sich arglos nach der bezeichneten Billa, die einem Herrn find. mit einigen wenigen Ausnahmen vertreten. Zum Vorsitzenden Um jedoch auch nichtreisenden Personen, welche von R. gehörte, und freundlich empfing ihn dort seine Frau, wurde Cafétier Heck ernannt, der zugleich das einleitende Reisende zu den Zügen begleiten oder von den Zügen abholen welche erklärte, daß sie, dank der Güte ihrer Landsmännin eine Referat erstattete. Nach seinen Ausführungen ist die in wollen, den Zutritt zu den Bahnsteigen zu ermöglichen, werden an fleine Anstellung im Haushalt erlangt habe. Frau F. gab dem Aussicht stehende Polizeiverfügung veranlaßt worden durch den Fahrkarten- Verkaufsschaltern Bahnsteigkarten zum Preise von mittellofen Gatten etwas Geld und versprach für ihn zu sorgen, eine an den Minister Des Innern Ein 10 Pf. für das Stück ausgegeben, welche zum einmaligen Be- bis er einen Eriverb gefunden. Mehrere Wochen lebte der in gerichtete gabe des der Rekonvaleszenz Begriffene, von der Unterstüßung seiner dem großen deutschen Gastwirths Verbande treten des Bahnsteigs berechtigen. fernstehenden Werbandes der Gastwirthe Berlins und Der Austritt aus dem Bahnhofe ist nur gegen Abgabe der Frau bei einem Postbeamten, welcher der Puzkamerad des der Umgegend", nach der für alle Wirthe ohne Unterschied durchlochten Bahnsteigkarte gestattet. Es ist deshalb von be- früheren Einjährigen gewesen. Eines Tages aber erhielt F., 12 Uhr als Polizeistunde festgesetzt werden soll. In Veranlassung sonderer Wichtigkeit, den Ausweis aufzubewahren, da beim Fehlen nachdem er die Gattin wieder aufgesucht, die Nachricht beim dieser Eingabe soll der Minister die oben angedeutete Verfügung eines solchen gegen den Betreffenden gemäß den durch§ 21 der Portier der Billa, daß seine Frau mit dem Herrn Baron nach bezüglich der Cafés wünschen. Angeblich sei sie geplant, um Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands gegebenen Rußland abgereift sei. Ein für ihn zurückgelaffener Brief flärte dem Treiben der Halbwelt entgegenzutreten; man wolle auch Bestimmungen verfahren werden muß. Die Nat.- 3tg." bemerkt den Aermsten darüber auf, daß sein Weib die Geliebte des hier wieder einmal die Halbwelt in Bewegung segen, wie man hierbei noch, daß mit der neuen Einrichtung hauptsächlich be- Barons war. Die Untreue der Heißgeliebten brach dem Befie f. 3. auch einmal aus den Ballhäusern habe vertreiben zweckt wird, das Begehen der Wagen- Trittbretter durch die dauernswerthen das Herz und er ging in den Tod. Beseitigen werde man die Halbwelt jedenfalls durch Schaffner während der Fahrt behufs Vornahme der Kontrolle solche Maßregeln nicht. Man werde aber 55 gute Steuerzahler der Fahrtausweise entbehrlich zu machen und so den bedauerlichen vernichten, die Existenz von 2000 Angestellten in Frage stellen, Unfällen vorzubeugen, welche dem Zugpersonal durch Abstürzen und die Unzufriedenheit vermehren. Wie der Redner weiter von den Trittbrettern zustoßen. ausführte, seien die Cafés in der That nöthig im Interesse der ivollen. " Er wäre vergessen und verschollen gewesen, wenn nicht eine Erbschaft von mehreren tausend Thalern, die F. von einer jetzt verstorbenen Kousine vermacht worden, die Gerichte beschäftigt hätten. Durch Zufall fand dieser Tage der vorerwähnte Postbeamte einen an ihn gerichteten Brief im Strohsack der Bettstelle Fremden und der nach Berlin kommenden Geschäftsleute, sowie Zeitung" mit, daß jetzt endlich eine voraussichtlich aufeitig beschrieben haben muß. Darin giebt F. an, daß man seine Leiche Bezüglich der elektrischen Hochbahn theilt die National des verschwundenen F., den dieser kurz vor dem Selbstmorde gefür die Vorortsbewohner, die die legten Züge versäumt; jeden falls dürfe doch die Reichshauptstadt nicht berabgewürdigt friedigende Lösung gefunden ist, um die Bahn, wie ursprünglich im Landwehrkanal fuchen solle; er habe kein Recht mehr zu werden zu einem Posemuckel. In vielen Fällen habe geplant, über den Wittenbergplatz fort bis in die unmittelbare leben und so ist es gelungen, die Persönlichkeit F.'s festzustellen. man während der Nacht in den Cafés Eis für Kranke ähe des Stadtbahn- Bahnhofs Zoologischer Garten zu führen. Aus der Vergleichung der Schriften ergab sich die Uebereingeholt, wer Nachts eine Droschke brauche, wisse, daß er diese in ihren Einzelheiten sich noch der Erörterung entziehende Stimmung des Brieses und des Zettels. Lösung habe schon die Zustimmung der einen in Betracht vor den Cafés solche finde. Der Präsident des Deutschen tommenden Behörde gefunden, und da sie alle Einwendungen, Der muthmaßliche Mörder seines Schwagers, Schlosser Gastwirthsverbandes Theodor Müller empfahl in der Debatte, die etwa gegen die Vorüberführung an der Kaiser Wilhelm- Leppin aus Spandan, ist am Sonnabend aus dem dortigen schon jetzt an die Absendung einer Petition zu gehen, in der die Gedächtnißkirche erhoben werden könnten, vorweg berücksichtige, Amtsgerichts- Gefängniß nach Moabit gebracht worden. Es hat Ungefährlichkeit und Nothwendigkeit der Wiener Cafés nachgewiesen und der Behörde ein gewisses statistisches Material über so sei anzunehmen, daß sie an den dabei interessirten Stellen auf sich ein Augenzeuge des inkriminirten Borfalls gefunden, welcher gegen Leppin überaus Belastendes bekundet. Es ist ein Ge= die Miethspreise u. dergl. an die Hand gegeben werden. Die Schwierigkeiten nicht stoßen werde. schäftsreisender aus Hannover, der mit angesehen hat, wie Leppin Versammlung beschloß die sofortige Einreichung einer derartigen Dank von den Kaiser Franzern." Gegen einzelne und dessen Schwager Schöttler mit einander rangen; als letzterer Petition, die vom Rechtsanwalt Breschner I abgefaßt und durch Soldaten des Kaiser Franz- Grenadier- Regiments wird aus dein plöglich umfiei und Leppin davonlief, ist der Reisende auf eine Deputation dem Minister des Innern übergeben werden Manövergelände Klage geführt wegen der zu hohen Anforde- Schöttler zugegangen, um ihm beizustehen; dabei bemerkte er, soll. Außerdem wurde eine Kommission niedergefeßt, welche die rungen, die sie an ihre Quartierwirthe gestellt haben sollen. In daß demselben Blut aus der Brust quoll. Er ließ den Ber Bildung einer Vereinigung der Caféhausbesitzer vorbereiten soll. Neu- Ruppin hat die Sache schon zu recht unliebsamen Erörte wundeten zur Erde gleiten und nahm die Verfolgung des In der Sache selbst erblicken wir in der Maßnahme des rungen geführt. Die Mannschaften des Regiments waren dort Davoneilenden auf, ihn nachrufend: Sie haben ihn ja erPolizeipräsidiums auch nur ein verunglücktes Experiment, unter ohne Verpflegung" untergebracht, und die Quartierwirthe waren stochen." Er holte ihn nicht mehr ein, hat in dem verhafteten den heutigen Verhältnissen die Prostitution aus der Welt zu dafür nicht verpflichtet, ihnen Nahrungsmittel zu verabfolgen. Leppin aber bei der Konfrontation den Gegner des Erstochenen schaffen. Selbstverständlich sind aber die Inhaber der Nacht Trozdem haben sich die Bürger in den weitaus meisten Fällen be- wiedererkannt. " Aus dem Berliner Verbrecherleben. Die hiesige Kriminalpolizei hat in den letzten Monaten unter den Ringneppern ganz bedeutend aufgeräumt. Ein Kriminalkommissar, dem die VerAuskommen" dabei finden. Gerichts- Beifung. nicht irren könne. Der von seinen Gegnern angetretene Beweis des Gegentheils mißglückte vollständig. Der Staatsanwalt erfannte mit dem Rechtsanwalt Lehfeld an, daß die vernommenen Soziale Uebersicht. Achtung, Gewerkschaften Berlins! Wie Majestätsbeleidigungen begangen werden. Ein folgung dieser Berbrecherspezies besonders obliegt, hat in den bürgerlicher Berichterstatter schreibt: Geine vierzigite Be- Belastungszeuginnen in feiner Weise die Thatsache erhärten konnten, letzten Monaten durchschnittlich 25 Ringnepper bingfeft gemacht urafung erlebte gestern der Kutscher August Horn, der aus der daß an dem fraglichen Tage in der That zweimal geliefert worden und in das Moabiter Untersuchungsgefängniß eingeliefert. Es untersuchungshaft der vierten Ferien- Straffammer des Land- ei. Da hiermit schon die Anklage zufammenstürzte, verzichtete G der Staatsanwalt auf einen großen Theil der Beweiserhebung fcheint fast unglaublich, daß so viele Verbrecher auf diesem einen gerichts I vorgeführt wurde. Der Angeklagte hat ein Vorleben, und beantragte selbst die Freisprechung des Angeklagten, dem von der Staatsanwalt auf einen großen Theil der Beweiserhebung Felde der Gaunerei existiren können, mit anderen Worten: ihr welches aus einer langen Stette von Verurtheilungen wegen der geweihten ist dies aber sehr erklärlich. Alte und vielfach vor Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. Den ersten Tag der erkannte dem Antrage des Staatsanwalts gemäß. färlich. Alte und vielfach von verschiedensten Straftaten beſteht, zulegt verbüßte er 9 Monate dem Prokuristen Rosenthal das Zeugniß besonders großer licht treue und Zuverlässigkeit ausgestellt wurde. bestrafte z. B. hohe te er recher, drtigen sinbrecher, die bei Rückfälligkeit fehr Freiheit benutzte er dazu, dem langentbehrten Alkoholgenuß in erkannte dem Antrage des Staatsanwalts gemäß. Strafen zu gewärtigen pflegen auf leichtere Geschäfte bermäßiger Weise zu fröhnen. Er trieb sich in trunkenem Zuüberzugehen. Jahrelang war es die Zuhälterei, bezw. die es die Zuhälterei, bezw. die stande auf dem Alexanderplat umber, erregte Aergerniß und Kuppelei, die von Leuten diefer Art mit Vorliebe betrieben wurde. wurde zur Wache gebracht. Er äußerte seine Mißbilligung über Seit aber die Gerichte begonnen haben, durchweg ein höheres die heutige Gesellschaftsordnung und stieß schwere MajestätsStrafmaß in Anwendung zu bringen, ist die Kuppelei zwar nicht beleidigungen aus. Das Gericht war der Ansicht, daß bei ausgestorben, aber sie ist nicht mehr so sehr in Mode. einem so verkommenen Menschen das in Stede stehende Vergehen Auch Verbrecher legen sich auf Geschäfte, die gerade in Mode nicht allzuschwer anzusehen sei und verurtheilte den Angeklagten sind, und dazu zählt gegenwärtig die Nepperei, speziell die Rings zu einer Gefängnißstrafe von einem Jahr." Am Donnerstag, den 14. d. M., Abends 81/2 Uhr, findet im Nepperei. Diefelbe läßt sich erstens mit der Kuppelei leicht verwenn eine Privatperson von einem sinnlos betrunkenen Menschen alten Schützenhause, Linienſtr. 5, eine große öffentliche Versammbinden, das eine Geschäft florirt am Tage, das andere in der beleidigt wird, so würde jeder anständige Mensch von einer lung statt, welche sich mit der Maßregelung der in dem Geschäft Nacht und die Opfer werden nicht alle. Die meisten Opfer Genugthuung" Abstand nehmen; unsere heutige Gesetzgebung ubasch Angestellten befassen wird. Arbeiter und Arbeiterinnen! stellen die Provinzialen, die auswandernd oder Arbeit suchend fcheint aber ohne die Strafthat der Majestätsbeleidigung, die Jeder, der es mißbilligt, daß die Ehre der Arbeiter mit Füßen nach Berlin kommen oder auch hier nur durchreifen. Diesen eigentlich aus den forruptesten Zeiten des römischen Kaiserthums getreten wird, hat die Pflicht, in dieser Versammlung zu erLeuten gegenüber werden stets diefelben Trics angewandt, mag stammt, gar nicht bestehen zu können. Den Kutscher Horn wird scheinen. die Preffe alle Tage davor warnen, entweder lesen die Leute das Jahr Gefängniß wahrscheinlich auch nicht bessern". nicht oder sie wollen nicht belehrt sein. So gingen feit Monaten Anzeigen über Anzeigen ein, daß auf dem Lehrter Bahnhof kleine Leute oft um ferhebliche Beträge, zuweilen das gesammte Reisegeld geprellt worden waren. Wieder und immer wieder lauteten die Anzeigen, daß einer einen Ring verkaufen oder verpfänden wollte, angeblich um seine Reife fortsezen zu können. Der angezogene Provinziale ließ sich in berechtigtem Mißtrauen nicht auf das Geschäft ein, da tam aber ein Zweiter dazu, der sich als„ Renner" und" Sachverständiger" ausgab, den Ring auf das Doppelte des geforderten Preises schäßte, selbst kaufen wollte, nicht genug Geld bei sich hatte und dem Provinzialen die Proposition machte, das gute Geschäft" gemeinschaftlich zu machen, den Ring zu kaufen und alsdann zu verwerthen. Natür: lich sollte der Gewinn redlich getheilt werden. Auf diese Weise find den Opfern, die ihre geringe Baarschaft mit leichter Mühe zu verinehren gedachten, Beträge von 5-50 m. und oft noch Die Opfer wurden alsdann regelmäßig in mehrere Kneipen verschleppt, angetrunken gemacht und in diesem Zustande zu Goldarbeitern oder Pfandleihern geschickt, um den Ring in baares Geld umzusetzen. Wenn fie dort erfuhren, daß der Ring einen reellen Werth von 50 Pfennigen hatte und sie auf die Straße zurückkehrten, da waren die Gauner längst verschwunden. Da die Geschäfte" niemals auf dem Bahnhofe perfekt, die Opfer vielmehr vorher stets verschleppt wurden, so gelang es lange Zeit nicht, die Gauner zu erwischen, bis sich endlich ber vorgenannte Kommissar mit seinen Unterbeamten in die mannig fachsten Verkleidungen steckte. Auf diese Weise ist es wenigstens gelungen, drei der gefährlichsten Gauner es mögen ihrer mehr im Bunde sein in den lezten Tagen auf frischer That zu ergreifen und zwar den dreißigjährigen Oberfellner Adolf Schlücker, den Konditor Karl Tenzte und den Bäcker Gustav Zinte. Daß dieselben in einer großen Menge von Fällen gemeinschaftlich agirt haben, ist bereits erwiesen. Alle drei sind selbst Provinzialisten, haben sich aber in Berlin als Verbrecher attli matifict. " " Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Gewerbegericht. Rammer VI. Borsigender: Assessor Leo. Die Büffetière Timm war von dem Besizer eines Wiener Die Vorstände der Berliner Gewerkschaften, ArbeiterCafés, Herrn Piater, ohne vorherige Kündigung entlassen worden; vereine, freten Hilfs- und Ortskaffen werden fie flagte deshalb auf Zahlung einer Entschädigung. An Lohn, höflichst gebeten, umgehend an den Unterzeichneten ihre Adressen Roft- und Logisgeld verlangte fte 50 M., ermäßigte dann aber einzusenden und anzugeben, wo und wann die Sprechstunden ihre Forderung auf 36 M. Der Beklagte warf der Klägerin stattfinden; auch wird gebeten anzugeben, wo sich die Arbeitsverschiedene Sünden vor, die er für einen hinreichenden Ent- nachweise der verschiedenen Gewerkschaften befinden und wie lassungsgrund hielt. Aufgabe des Gerichts war es, festzustellen, deren Sprechstunden sind. ob die der Klägerin vorgeworfenen und als erwiesen angenomme Der gefchäftsführende Ausschuß nen Uebelthaten" als luberlicher Lebenswandel anzusehen seien der Berliner Gewerkschafts- Kommission. oder nicht. Der Gerichtshof entschied, daß es nicht der Fall sei. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 6. Bevor jedoch das Urtheil gesprochen wurde, wirkte der Vorstzende nochmal auf einen Vergleich hin Da der Streik der Kürschner seit vier Wochen beendet einen solchen zu stande zu bringen, hatte er sich schon während der Beweis- ist, so ersuchen wir alle Kollegen und Genoffen, welche im Besiz erhebung große Mühe gegeben. Seinem Zureden gelang es denn von Sammellisten sind, bis zum 23. d. M. abzurechnen, damit die unterzeichnete Kommission die Abrechnung veröffentlichen auch, die Klägerin zu bewegen, noch 6 M. von ihrer Forderung abzulassen. Der Beklagte erkannte darauf den nunmehr 30 M. fann. Andernfalls werden die Namen der Restanten veröffentlicht. U dloft ausmachenden Anspruch an. Die Lohnkommission. J. A.: H. Wier, Weberstr. 29. Der Barbiergehilfe Burgemeister erhielt eine als Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung geforderte Summe Achtung, Töpfer. Bei dem Töpfermeister Schlaffte haben zugebilligt. Der Einwand des Beklagten, des Barbierherrn die Kollegen wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt, es Schönfeld, daß er zur Entlassung des Klägers berechtigt gewesen handelt sich um Abzug von 75 Pf. bei den Maschinen von weibung. Die Kollegen werden wissen, 75 sei, weil derfelbe während seiner Dienststunden geschlafen hat, 5/2 X 31½ mit Wandverkleidung. Die Kollegen werden wissen, wurde für nicht zutreffend befunden. Daß der Gehilfe im Gewie Sie sich demgegenüber zu verhalten haben. schäft einschlief, während kein Gast anwesend war, sei kein Grund J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 8. zur sofortigen Entlassung. " Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ges chule Jinszied dim am Das Streittomitee. " Zur französischen Bergarbeiter- Bewegung. Ein am Sonntag in Lens abgehaltener Kongreß der Bergarbeiter des Departements Pas de Calais beschloß, einem Wolff'schen Telegramm zufolge, an die Gruben- Gesellschaft eine Reihe von Forde rungen zu richten, worunter sich eine 10 prozentige Lohnerhöhung befindet Falls die Forderung abgelehnt würde, folle am nächsten Sonnabend Morgen der allgemeine Ausstand eintreten. Der Musiter Krause tlagt auf Zahlung von 27 M. rück Bum Hamburger Korbmacherstreit. Den Kollegen ständigen Lohn gegen den Musikdirektor Klunter. Klunter be- Deutschlands theilen wir hierdurch mit, daß unser Streit behauptet, daß ihn Krause, welcher durch seinen Vater vertreten endet ist, und zwar zu unseren Gunsten, da unsere Forde wird, geschädigt habe, indem er ihn nicht rechtzeitig von seinem rungen: Lohnerhöhung auf Demijohns um 10 pet. und ZurückEintreten in das Militär in Kenntniß fezte. Die 27 M. wolle nahme der Lohnreduzirung auf grüne Arbeit, bewilligt find. er darum nicht herausgeben. Musikdirektor Lenz, der als Sach- Allerdings hat ein Fabrikant die Lohnforderung auf Demijohns verständiger vernommen wird, stellt fest, daß der thatsächlich nicht bewilligt, derselbe, wo bei Beginn des Streits ein Theil Herrn Klunter erwachsene Schaden auf die Nachlässigkeit des der Kollegen sich nicht veranlaßt sah, gemeinsam mit den übrigen Klägers zurückzuführen sei. Nachdem Beklagter die Wahrheit eine Verbesserung ihrer materiellen Lage zu ertämpfen, die, jedes Eine Diebesfalle ist in einem vorgestern Abend aus seiner Aussagen beschworen hat, wird der Kläger vom Gericht Solidaritätsgefühls entbehrend, sich nicht gescheut haben, während abgewiesen. 2009 jul stre des Streits Abends länger und Sonntags zu arbeiten, um uns genommenen Hehlernefte von der Kriminal- Polizei eingerichtet mach oats bloat die hillaridade den Kampf zu erschweren. Trotzdem hat nach neunwöchentlicheur worden. In der Nacht zum Montag faßte ein Nachtwächter in Ein gewandtee und gefährlicher Einbrecher stand Kampf die Einmüthigkeit der Kollegen den Sieg errungen. Bis Der Voßstraße einen Dieb ab in dem Augenblick, als er ein gestern in der Person des Schlossers August Wilh. Bork vor auf einzelne sind sämmtliche Streifenden untergebracht. Mögen Messingschild von einem Haufe abriß. Er wurde festgenommen der ersten Strafkammer unter der Antlage des wiederholten hieran die uns noch Fernstehenden ein belehrendes Beispiel und als der wegen Diebstahls und Unterschlagung bestrafte schweren Diebstahls und der Urkundenfälschung. Neben ihm saß nehmen, daß nur durch einmüthiges Zusammenhalten unsere frühere Rollkutscher Linke erkannt. Bei der Kriminal- Polizei feine Ehefrau, welche der Beihilfe beschuldigt war. Bort gehört Lage zu verbessern ist, daß nur eine festgeschlossene Organisation räumte er auf grund des vorliegenden Falles ein, im Süden und zu jener Klaffe von Einbrechern, die die Gelegenheit zu Dieb im stande ist, der Profitivuth des Kapitals erfolgreichen WiderSüdwesten Berlins im Ganzen etwa 25 Diebstähle von Schildern stählen in der Weise ausbaldowern, daß sie um die Mittags: stand zu leisten. ausgeführt, bestritt aber, in anderen Stadtgegenden gearbeitet" zeit an den Wohnungsthüren ihrer Opfer fühn die Klingel zu haben. Von Mitgliedern der Zunft will er erfahren haben, ziehen und da, wo sich auf wiederholtes Klingeln nie- beten. daß gestohlene Messingtheile in einem in der besten" Gegend mand meldet, ohne langes Befinnen an Berlins belegenen Produktenkeller abzusehen seien, und dort gehen. Bort ist ein äußerst gewandter Schlosser, der im ostasispast and stadion part és habe er auch verschiedentlich Schilder und andere Metall- Nu die komplizirtesten Schlösser zu öffnen fachen für 20 Pf. das Pfund verkauft. Der Ber- Dies ist ihm auch in den beiden Fällen gelungen, die gestern Reichsanzeiger" wird bekannt gegeben, daß sich die Geschäftsschärfungsteller" liegt in dem Hause Kochstraße 63, an der gegen ihn zur Anklage standen. Unter getreuer Assistenz seiner räume des Rechnungsbureaus des Reichs- Versicherungsamts Ecke der Friedrichstraße, und wurde bis vor kurzem zum Aus Ehefrau, die während seiner verbrecherischen Thätigkeit Schmiere vom 15. September 1893 ab in dem neuen Dienstgebände, schank für die Bauarbeiter des palastartigen Baues Friedrichshof gestanden, ist es ihm gelungen, während einer ganz kurzen Ab- Berlin W. 10, Königin Augustastr. 25/27, befinden werden. benutzt. Seit April b. J. betrieben dort die Küter'schen Gheleute wesenheit der Wohnungsinhaber einem Tischlermeister und einem Es wird ersucht, Eingaben und sonstige Schriftstücke, welche einen Handel mit Metall, Glas und anderen Sachen und haben Kaufmann Gold- und Silberwaaren, Kleidungsstücke und Wäsche für das Rechnungsbureau des Reichs- Versicherungsamts" bebisher mit der Kriminalpolizei nichts zu thun gehabt. Das Geständ- im Gesammtwerthe von 1300 M. zu entwenden. Er versetzte die stimmt sind, von dem genannten Tage an unter der vorniß Linke's führte dazu, daß vier Kriminalbeamte noch vorgestern gestohlenen Waaren mit Hilfe eines Miethskontraktes, den er angegebenen Adresse ergehen zu lassen. Abend eine Durchsuchung der Räumlichkeiten vornahmen, wobei ich fälschlich angefertigt hatte. Das Gericht verurtheilte ihn fie verschiedene gestohlene Schilder zu Tage förderten. Angesichts zu 4 Jahren Buchthaus, seine Ehefrau zu 9 Monaten solcher Beweismittel fonnten die Küter'schen Eheleute nicht leugnen Gefängniß. und wurden wegen Hehlerei noch vorgestern Abend hinter Schloß und Riegel gebracht. Die Kriminalpolizei wollte nun aber noch Großes Jutereffe unter den Arbeitern und weitere Vortheile aus dem entdeckten Hehlernest ziehen, ließ es Lieferanten der Mäntel Konfettion erregte eine gestern Morgen, wie gewöhnlich, öffnen und von mehreren Be- Anklage wegen fahrlässigen Meineids, auf welche sich amten besetzt halten. In die so eingerichtete Diebesfalle gingen gestern der langjährige Portier des Mäntelgeschäfts von B. Mann denn auch verschiedene Personen arglos hinein, so daß die Polizei heimer, Waldemar Seidig, vor der zweiten Strafkammer des bis gestern Vormittag etwa acht Personen anhalten konnte, welche Landgerichts 1 zu verantworten hatte. Die Anklage war das letzte Die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation. Am gestohlenes Gut dort verkaufen wollten. Die Leute waren un- Glied einer langen Kette von gerichtlichen Akten, welche seit drei Schluß einer Betrachtung über den Werth des internationalen gemein verdugt, als sie beim Betreten des Kellers anstatt die Jahren das Zivil- und das Kriminalgericht beschäftigen. Der Arbeiterkongresses für Der Arbeiterkongresses für die Gewerkschaftsbewegung sagt das Küter'schen Eheleute die Kriminalpolizei vorfanden. Angeklagte ist seit längerer Zeit in dem Mannheimer'schen Ge- Korrespondenzblatt der Generalfommission der Gewerkschaften schäft angestellt und hat die Kontrolle über die Arbeit zu führen, Deutschlands:" Die gewerkschaftlich organisirten Arbeiter waren ,, Mohnstrigel" werben bald eine feltene Delitateffe sein, die von den zahlreichen Inhabern von Arbeitsituben abgeliefert in Deutschland und sind noch heute die Kerntruppen der Partei; denn der Mohn ist leider in diesem Jahre vollständig mißrathen. wird. Insbesondere hat er genau die Anzahl der ab- dieselben tönnen deshalb mit gutem Recht beanspruchen, daß auch Hiße und Trockenheit bewirkten ein vorzeitiges Blühen und ver- gelieferten Stücke auf den Kontrollzetteln zu notiren. Gegen seitens der Parteipresse ein größeres Gewicht auf die Heranhinderten dann das nöthige Auswachsen der Fruchtkapseln. Als den Kommis Theodor Löwenstein hatte sich der Verdacht ziehung der indifferenten Massen zur Gewerkschaftsbewegung ge in ihnen die Körnerbildung taum begonnen hatte, trockneten die geregt, daß er einer Schneiderin, Ww. Anna Dahms, später legt werde. Die sozialistische Partei hat in Deutschland auf die Stauden und mit ihnen die Köpfe des Mohus aus. verehel. Laasch, die er seinen Chefs als besonders tüchtige Ar- Arbeitermassen gewaltigen Einfluß. Das Entschuldigen des Marktpreise in Berlin am 11. Septemb., nach Ermittelungen beiterin empfohlen hatte und mit der er in freundschaftlichem Fernbleibens der Arbeiter von den Gewerkschaften mit dem des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von Verkehr gestanden haben soll, bedeutend mehr an Materialien händigen Hinweis auf die wirthschaftliche Krisis und die für die anzufertigenden Mäntel herausgebe, als für Mißerfolge im wirthschaftlichen Kampfe ist nicht der Weg, 15,60-15,20., mittlerer von 15,10-14,70 M., geringer vou Der Angeklagte wurde daher Proselyten für die Organisation zu werben. Man muß die In14,60-14,20 M., Roggen per 100 kg. guter von 13,40 bis die qu. Arbeit nöthig war. 13,00 M., mittlerer von 12,90-12,60 M., geringerer von 12,50 beauftragt, mit ganz besonderer Sorgfalt alle Ablieferungen zu differenten energisch an ihre Pflicht mahnen. Die infolge von Auf Arbeitslosigkeit etwa eintretende Zahlungsunfähigkeit einzelner bis 12,20 M. Gerste per 100 kg. gute von 19,00-17,70., fontrolliren, welche von der Wittwe Dahms ausgingen. mittlere von 17,60-16,40 m., geringe von 16,30-15,00 m. grund der Notizen Seidig's auf den Kontrolletteln und der Genossen wird von jeder Gewerkschaft berücksichtigt. Wenn aber Hajer per 100 Kg. guter von 18,40-17,20 M., mittlerer von Buchungen des Kommis Löwenſtein in dem Lieferungsbuche sah auch nur alle Diejenigen, welche Arbeit und den gleichen 17,10-16,00 m., geringer von 15,90 bis 14,80 M. Stroh, sich die Firma Mannheimer veranlaßt, Herrn Löwenstein sofort manchmal noch einen höheren Verdienst als ihre den Dr= zu entlassen. An diesen Vorgang knüpfte sich zunächst ein Bivil- ganisationen angehörenden Kollegen haben, sich denselben anRicht per 100 Kilogramm von 0,00-0,00. Heu per 100 Kilogramm von 00,00-0,00 M. Erbsen, gelbe zum Kochen welcher er eine Gehaltszahlung von 850 M. beanspruchte. die zehnfache Mitgliederzahl aufzuweisen haben. Die Muthlosig prozeß des entlassenen Löwenstein gegen die Firma, in schließen wollten, die Gewerkschaften würden, gering geschäßt, per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speiseboynen, weiße per 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 g. von 80,00 bis Die Handelskammer wies ihn mit seiner Forderung ab. feit muß bekämpft werden, und hierin sind die GewerkschaftsDann fam eine Privatflage, welche er gegen den leiter machtlos, wenn sie darin von der Parteipresse nicht energisch 30,00 M. Kartoffeln, per 100 g. von 8,00-5,00. Rindfleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch Prokuristen des Mannheimer'schen Geschäfts, Herrn Rofen- unterstützt werden. Wir wünschen nur, daß alle- die Arbeiter thal, anstrengte. Die Beweisaufnahme in dem Zivil- sowohl als die Presse der von den deutschen Delegirten zu per 1 kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Sig. von prozeß gab Beranlassung zur Ueberweisung der Atten an den gestimmten Resolution entsprechend handeln, damit uns bei dem 1,60-1,00. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 M. 9. Sammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. Staatsanwalt, und dieser erhob Anklage wegen versuchten Be- nächsten internationalen Kongreß eine Beschämung über die Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. truges sowohl gegen Löwenstein als auch gegen Frau Laasch. Machtlosigkeit unserer deutschen Arbeiterbewegung auf wirthschaft= von 2,80-1,80 M. Gier per 60 Stück von 4,80-2,20 m. Fische Am 13. Februar v. J. wurden beide zu 4 bezw. 2 Monaten Ge- lichem Gebiete erspart bleibe." per 1 Kg. Karpfen von 2,40-1,40 M. Male von 2,80 bis Gewiß ist von einer Reihe Parteigenossen den Gewerk. 1,20 M. Bander von 2,40-1,20 m. Sechte von 2,00-1,20 m. fängniß verurtheilt. Auch das Reichsgericht hatte sich mit der Barsche von 1,60-0,80 m. Schleie von 2,40-1,10 m. Bleie Ungelegenheit zu beschäftigen, verwarf aber die Berufung der schaften gegenüber gesündigt worden. Wir haben in der Zeit von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stüd von 15,00-1,25 n. Berurtheilten. Diese suchten sich nunmehr an dem Portier und des Sozialistengefehes sehr radikale Leute gekannt, die in der Kontrolleur Seidig zu rächen, indem sie ein Verfahren wegen politischen Bewegung ihres Ortes durchaus nicht be: Polizeibericht. Am 11. d. Mt. Vormittags fiel vor dem fahrlässigen Meineids gegen denselben zu stande brachten. In deutungslos waren und die allen Ernstes die alberne Ansicht Hause Lindenstr. 96 ein obdachloser Schloffer anscheinend infolge dem Termin am 13. Februar vorigen Jahres hatte Seidig an vertraten, man dürfe die Gewerkschaftsbewegung nicht unterstüßen, von Krämpfen zu Boden und erlitt eine bedeutende Verlegung der Hand der von ihm gewissenhaft geführten Kontrollzettel be: weil die Partei petuniär geschädigt werden könnte, wenn die am Kopfe. Er wurde nach dem Krankenhause am Urban ge- schworen, daß bestimmten Tage von Arbeiter im Kampf gegen die Kapitalisten Opfer bringen! Glück bracht. An der Ecke der Hochmeister- und Danzigerstraße der Frau Laafch nur einmal und zwar des Vormittags eine licherweise werden diese Art Parteigenoffen immer seltener und wurde Nachmittags ein Schloffer durch einen Geschäftswagen Waaren- Ablieferung stattgefunden habe, während die Denunzianten selbst in der gegenwärtigen Zeit der wirthschaftlichen Depression überfahren und am Kopfe so schwer verleßt, daß er nach dem behaupteten, daß au jenem Tage auch Abends noch geliefert ist von halbwegs ernst zu nehmenden Leuten taum derartig abVor allem aber hat unseres Strantenhaufe am Friedrichshain gebracht werden mußte. Im worden fei. Der Angeklagte blieb auch gestern bei feiner be sprechend geurtheilt worden. Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. schworenen Aussage stehen und behauptete, daß er sich absolut Wissens die Parteipresse sich nicht dazu hergegeben, die inan einem ganz das in Deutschland erscheint. Die nähere Bestimmung über den Ort trifft die Konferenz. § 11. Die Redaktion, Administration und Kolportage dieses Organs werden von dem Parteivorstand eingesetzt. : Kamps Galon. Gefang Berein Titania", Cuvryſtraße 48 bet Seidler. Gefangverein Gangesblüthen Blumenstr. 38 bei Hente. Männer Gefange Gefangverein Moabit, Waldstraße 62 bei Gohr. verein iederlust, Fichtestr. 29 bet N. Krösche. Gesangverein Gleichheit", Pappel- Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gesangverein Gesangverein Freiheitstlänge 2 yra 3, Briz, Bergstr. 65 in Rirdorf. Eberswalderstraße 5.- Kaiser'scher Quartettverein, Srautftr. 6 bei Rudolf. - Arbeitergefangverein von Briz in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Gesangverein Sängerfreiheit, Naunynstr. 43 bei Friß Fröhlich. Einig= Junge Eich e, Reinickendorf, Gefelic feit 3, Groß- Lichterfelde, bet Gries. fchaftsstraße 11 bei Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bet Liewald. Ginig, Straußbergerstr. 3 bei Birt. ,, Vorwärts" 7 Rummelsburg, Rummelsburgerstr. 11 bet Borchmann.- Seeser fcher Gesangverein EdelMännerchor, Frankfurter. 16 et statis weiß, Potsdam, Waisenstraße 4 bei Ludley.- Dämmerlicht, DoppelQuartett, Landsberger Allee 152 bei krause. Süd- Ost 2, Falckensteinstraße 7 bei Trittelwig. 1 1 differenten Arbeiter den organisirten gegenüber in Schutz zu nehmen und deren Verhalten zu beschönigen. Freilich fönnten Sämmtliche Arbeiterblätter heutigen Tages selbst dann nicht den Rückgang der Gewerkschaften hindern, wenn sie weiter nichts brächten, als Leitartikel über die Bedeutung, welche die Organi-§ 12. Die Broschüren, Flugblätter, Proklamationen und sationen für die Arbeiter haben. Und hiermit haben wir denn anderen Druckschriften werden von dem Vorstand im Einvernehmen auch gleich gefagt, daß der Pessimismus derjenigen unserer mit der Redaktion des Partei- Organs herausgegeben. Parteigenoffen, denen die Leitung der Gewerkschaftsorganisationen Hiernach wurde beschlossen, daß die„ Gazeta Robotnicza" in obliegt, übertrieben und unberechtigt ist. Es bringt keinen Zukunft nicht mehr als„ Organ der polnischen Sozialisten", Pfifferling ein, Vorwürfe und Lamentationen zu erheben, wo ſondern als Organ der polnischen sozialistischen Partei" ereinmal die Verhältnisse so liegen, daß ein Rückgang der Ge- scheint, ferner das die polnische Partei auf jeden Kongreß der werkschaften unvermeidlich eintreten mußte. Sagen wir es offen deutschen sozialdemokratischen Partei einen bis drei Delegirte heraus, dieser Rückgang war in der eigenen Schwäche der Ge- fendet, welche jedesmal von der Konferenz zu wählen sind. werkschaften begründet und mußte eintreten, sobald der wirthschaftDie Programmberathung, die auf Antrag der Genoffen schriften find zu richten an B. Senter, Bergmannstraße 21, Hof 3 Tr.) Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Zuliche Niedergang sich bemerkbar machte, sobald die ersten Stürme Oberschlesiens auf die Tagesordnung gesetzt war, wurde wegen mittwoch: Pollac- klub Luftige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Liewald. über die kaum gegründeten„ Kampforganisationen" hinwegtobten. Mangels an Zeit bis zur nächsten Konferenz vertagt, bis zu der Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bet Wolff Da zeigte sich eben, daß diese Kampforganisationen nichts man auch ausreichende Erfahrungen in der Organisation gemacht de bei Stober.- Rauchflub Giferne fetfe, Triftstr. 1 bei Hoffmann. Tambourverein Vorwärts( Nixdorf) Hermann- und Wanzlickstraßen= weniger waren als solche; die Zahl der Mitglieder schmolz von zu haben glaubte. Es wurde jedoch eine Resolution angenommen, Humoristischer Rauchflub, Görligerstr. 42 bei Picht. Geselliger Monat zu Monat zusammen, in den Versammlungen wurde es in der sich die Konferenz im Prinzip mit dem Programm der Verein Brüderlich feit Georgentirchfiraße 65 bet Müller. Musikverein Verein Rhetorit öde und leer und selbst unter denen, die noch in der Organisation deutschen Partei einverstanden erklärte und nur noch die Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Geselliger Verein Hoffnung zu halten waren, gab es nur wenige, die pünktlich und freudig Forderung des Gebrauchs der polnischen Sprache bei den Naunynftr. 86 bei Zubeil Abends 8½ Uhr. Lebuserstraße 5 bei Nemis( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgefinnter ihren pekuniären Pflichten nachtamen. Die große Mehrzahl der Behörden und in den Schulen der polnischen Bezirke auf- Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Theaterverein Berufsgenossen hatte eben deshalb kein Interesse mehr an der genommen zu wissen wünschte. Alle zur Programmberathung roletariat, Maunynſtr. 83 bei Köhn. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein Organisation, weil diese ihnen in schlechter Zeit nichts anderes einlaufenden Anträge sollen in der„ Gaz. Rob." drei Monate no spe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. bieten konnte, als das geistige Band, das sich praktisch leider vor der nächstjährigen Konferenz abgedruckt und erörtert werden. Musttverein Borwärts Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 bald als viel zu schwach erwies, um den vorher scheinbar fest- Die nächste Konferenz findet in Bojen statt. Zum Parteivorstand bei Mebelin. Männer- Gesangverein Walstapelle 2, Abends 9 Uhr, geschlossenen Kreis zusammen zu halten. Restaurant Kayser, Staligeritr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciosa, wurden die fünf Berliner Genossen Morawski, Hieraus follten die Gewerkschaftsleiter die erforderliche Lehre Bersus, Mertowski und Przybyszewskt gewählt. But galter, Abends 8-11 Uhr Übungsfiunde in Geister's Restaurant, Fenn- und Zum Delegirten Tegelerstraßen- Ecke. ziehen. Nach dem gegenwärtigen Tarniederliegen der Industrie für den deutschen Parteitag wurde Nikulski- Bremen benimmt. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manwird offenbar auch wieder die Zeit eines mehr oder weniger An die Konferenz schloß sich ein gemüthliches Beisammensein abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. teuffelstr. 9. Straftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und SonnTurnverein Gesund hohen Aufschwungs fommen, mit der auch in den Gewerkschaften der polnischen Genossen und Genojjinnen. brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends naturgemäß wieder Leben einkehren wird. Und dann muß eben 3. September hielt die Zahlstelle I. des Ver- bends 9 Uhr Nebungsstunde bei Faufmann, Reichenbergerſtraße un in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, alles aufgeboten werden, die jest schwachen OrganiAthletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnensationen derart zu gestalten, daß sich bandes der Maurer Deutschlands ihre regelmäßige fraße 154, Lokal Kontordia. die Berufsge offen nicht nur durch das sogenannte geistige Band, Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Wagen er einen Theater- und Vergnügungs- Verein Sumanitas Abends 9% Uhr bet Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, auch materiell gefesselt fühlen. Man recht lehrreichen Vortrag hielt. Von einer Diskussion wurde Ab- Reedt, Lothringerstr. 94. verzichte überhaupt auf eine Gewerkschaftsbewegung, bei Schulz, Veteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, stand genommen. Sodann kam der Antrag der Zahlstelle Altona Restaurant Lothringerstraße 101.-Theater- und Leseklub Morgenroth, man versuche, die Mitglieder zur rechten Zeit an solche Opfer zur Verhandlung, der besagt, den Hauptvorstand zu ersuchen, foGeselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr im Restaurant zu gewöhnen, die sich mit den Leistungen, welche von den Ge- bald wie möglich einen außerordentlichen Verbandstag einzuSommer, Grünftraße 21. Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenbergerwertschaften verlangt werden, einigermaßen ausgleichen. Grit berufen, der sich mit der Reduzirung der Extrafteuer eventuell fraße 149. Fidele Brüder, bet H. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristenwenn die Maffe der Fünf- und Zehnpfennigsvereine gut fun- Streichung derselben oder Verminderung der wöchentlichen Bei- verein" Frei Weg", Abend Uhr bei Steblutad, Manteuffelstr. 86. 9 Uhr, Märkischer Hof, Die Mitglieder der Bahl- Bergnügungsverein uftig- Frob, Abends dirten Organisationen Blas gemacht hat, werden die Gewerfträge zu beschäftigen habe. ite schaften eine Mauer bilden, die auch in Beiten wirthschaftlichen rund hierfür sei die jetzige Arbeitslosigkeit, ſtelle Altona haben sich um Sigung. Arbeiter= Zitherklub Freiheitstlänge, die Hälfte vermindert. Abends von 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof Niederganges start genug sein wird, um dem Unternehmerthum Grund hierfür ſei bie affetti, uebungsabend Gip Bithertlub Alpenglöd chen Edelweiß. die hohe Steuer im Zentralverband der Maurer einigermaßen Troy bieten su tönnen. Deutsch Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler lands. Die von Altona zugesandten Frage bogen wurden mit ein beantwortet, da spätestens im Monat Rauchtiub Rothe Nette, bei Steuer, Weinstr. 22. Rauchtlub Rooch Loch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralfir. 33. mit Stein beantwortet Humoristischer März der ordentliche Verbandstag stattfindet. Nachdem wurden Raucht lub, Abends 9 uhr, bet A. Niemann, Görlizerfir. 42. Rauch flub Die im Monat August neu aufgenommenen Mitglieder verlesen. bei Späth, Weinftr. 28. Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchklub Ohne 8wang, Abends 9 Uhre Rauchfluh Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei Da man gegen die Aufnahme eines Kollegen Bedenken trug, be- Schlüter, Kleine Martusstr. 10. Rauchflub Vultan, Abends 9 Uhr bet Schloß man, die Sache in einer Vorstandssitung zu flären. Nach Giftler, Mariannenſtr. 48. Rauchtlub Goldeneaua ft e", Abends 9 Uhr n Rauchflub Schmotes Werte, RöpenickerAm Erledigung einiger Streitfragen und Ueberweisung zweier Unter- bei Muß, Joftystraße 8. straße 121a bei Schöbel. Rauchklub Vorwärts Güb Dst", 10. September cr. tagte in den mit den Bildnissen von Mary stüßungsgesuche an die Unterstügungskommission erfolgte Schluß Waldemarstraße 74 bei George. Sumoristische Pfeifenbrüder und Laffalle und von Dombrowski und Felix Daszynski ge- der Versammlung. Abends 9 Uhr, lofterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwebel. Rauchtlub schmückten Saale von Rauchtlub Deutsche Giche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. eine Konferenz polnischer Sozialdemokraten, die einberufen war, Lustige Brüder Abends 8% Uhr Manteuffelstr. 65 bei Möbius. Rauchtiub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. um den polnischen Stauch- Klub in fact, and gavete, antruljeberget. 6. bet Bogt. Altdeutscher Rauch flub bet Gabecke, Münchebergerstr. 5. an fie ngen. Versammlungen. Konferenz der polnischen Sozialdemokraten. Gratweil oder 16 1 feden Mittwoch, Abends& Uhr, im Reſtaurant Diete, Bothringerfir. Admiralftr. 18c. willkommen. " d Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. German American Club Uncle Sam. 9 o'clock, Restaurant 62, Königstrasse. Guests are welcome, English Conversational Clube Shakespeare. Meeting every Wednesday of 9 o'clock at Neumann's Restauollgaremisser HelloWidos Vermischkes more " 8 000 Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Manter Sozialdemokraten in Deutschland eine eigene Organisation zu Berline und Umgegend tagte am 7. September. Da der geben. Merkowski eröffnete die Konferenz mit einer An- Referent Genosse Massini nicht erschienen war, mußte von dem prache, in der or bie stigteit tend to conferenz mit einer in Referat Ubftand genommen werden, Kollege Blaurock verlas aller Länder betonte und des weiteren ausführte, daß die pol- aus dem Grundstein" einen Artikel, der recht beutlich zeigt, wie nischen Sozialdemokraten wegen der besonderen Verhältnisse, hier und da den Verbandsfilialen das Lebenslicht ausgeblasen unter welchen die polnischen Arbeiter leben, sich veranlaßt wird. Ferner wurde beschlossen, am 21. Oktober ein gemüth ſeben, eine eigene polnifestar en fi, tliches Beisamunenſein( bet Brochnow), zu veranstalten. Sie Sodann bilden. ständen nichts desto weniger der deutschen Partei durchaus wurde noch auf die nächste Mitgliederversammlung, in der rant, Rosenthalerstr. 36. Guests are welcome. freundlich gegenüber. Unter den bisherigen Verhältnisie aus Sparfeld einen Vortrag hält, und auf die am 17. b. M. die Agitation, Flugblattvertheilung u. s. w. von der Leitung der tagenden Wanderversammlungen für Moabit und Friedrichsberg deutschen Partei ausging, babe die polnische Bourgeoisie nicht aufmerksam gemacht.( b) ohne Eriolg den polnischen Arbeitern stets entgegengehalten, daß es Deutsche feien, von welchen diese Agitation betrieben werde, Solzbearbeitungsfabriten und auf Holzplägen Eine kombinirte Mitglieder Versammlung der in und habe durch Pflege des Chauvinismus das Proletariat für befchäftigten Arbeiter und Zur Choleragefahr liegen heute amtliche Nachrichten über die sozialistischen Jbeen unempfänglich gemacht. Dies zwinge Deutschlands, Berlin Filialen I und II, Rigdorf bungen wurde am Dienstag in Dürkheim am Rhein ein von Arbeiterinnen Neuerkrankungen aus Deutschland nicht vor. Nach Privatmelzur Syaffung einer polnischen Organisation der Sozialdemo- und Charlottenburg, fand am 31. Auguft statt, in der Duisburg gekommener choleraverdächtiger Matrose ausgeschifft. fracen, werde aber feinen davon abhalten, die internationale Genoffe Glocke eingehend Zweck und Ziele der Industrieverbände In Papiermühle bei Solingen betrug am Dienstag der BeSolidarität hoch zu halten. Zum Vorsitzenden der auch von erläuterte. Die Beurtheilung über den Anschluß an den Holz- stand an Cholerakranten 11, 3 Krante waren verdächtig, ein nicht delegirten polnischen Parteigenossen und Genoffinnen zahl- arbeiterverband überläßt Redner, nachdem er eine eingehende Todesfall ist nicht mehr vorgekommen. Der Kölnischen Zeitg." reich besuchten Konferenz wurde Berfus- Berlin gewählt. Der Schilderung des Nußens einer großen Organisation gegeben, der wird über die legten Erkrankungen in Papiermühle geschrieben: felbe verlas zwei eingelaufene Begrüßungsschreiben, n, von Bersammlung, da diese am beften wiſſen müſſe, ob es in ihrem minh über bie abend Abeno teine neuen Grtranfungen an denen das eine die Londoner Sektion des Verbandes der Beruf zum Vortheile sei. Kollege Fischer war der Ansicht, daß holera festgestellt wurden, ist in Unterkohlfurth( Gemeinde das der organisation in Wien gefandt hatte. Hierauf wurde in die Ver- Reihen der Mitglieder sehr lichten werde, das viele durch den ronenberg) die Fabrikarbeiterin Anna Schuster an Cholera arbeitet auch in der Jagenberghohen Beitrag zurückgeschreckt und der Indifferentismus zunehme. fchen Papierfabrik, in welche die Cholera durch die Antwerpener Hellwig erstattete den Bericht des hiesigen polnischen Man müsse die Verhältnisse nicht verwechseln, da unsere Gewert- Taue eingeschleppt worden ist. In das Solinger Cholerahaus Agitationstomitees. Er bemerkte, die Agitation unter der polni schaft aus allen Kategorien zusammengestellt ist. Durch den wurden am Sonnabend mehrere Personen( Angehörige der schen Bevölkerung lasse sich von Berlin aus sehr schwer be- Bentral Arbeitsnachweis tönnen wir von den Tischlern zurück- Cholerat ranken von Papiermühle) zur Beobachtung ihres Getreiben; das Agitationskomitee müßte, statt in Berlin, mitten in gedrängt und unsere Stellung an den Maschinen gefährdet wer- sundheitszustandes eingeliefert. TECH dem polnischen Gebiete feinen Sit haben. Redner führte dann ben, hauptsächlich, da der Kastenge ist bei den Tischlern die bereits von Merfowsti dargelegten Gründe an, welche die noch sehr vorhanden ist und schon mehrfach die Ansicht verlautete, bem 9. September nachstehende acht Cholerafälle gemeldet wor Die Cholera. Dem kaiserlichen Gesundheitsamt sind seit Schaffung einer eigenen polnischen Partei- Organisation noth- daß die Mitglieder unserer Organisation nichtgelernte Arbeiter feien. Den. Rheingebiet: In Papiermühle bei Solingen erkrankten wendig erscheinen lassen, und fügt hinzu, daß z. B. bei der letzten Kollege Stein sprach für den Holzarbeiterverband, ersuchte weitere vier Personen; ferner ist bei einem schon früher ErReichstagswahl in der Versendung der Flugblätter mehrfach aber, heute noch keine Beschlüsse zu fassen und empfahl öfter Fehler gemacht worden sind, wie sie sich für die Zukunft nur über die Vorgänge zu verhandeln. Mehrere Redner sprachen frankten, auf welchen die Infektion wahrscheinlich zurückzuführen vermeiden laffen werden, wenn der Vertrieb von einer polni fich dagegen aus und wünschten einen Beschluß. Kollege Fischer ist, nachträglich Cholera festgestellt; endlich ist eine in Papierschen Zentralstelle aus erfolgt. Auch Geld werde unter den polnischen Anhängern unserer Partei leichter eine Urabstimmung der Mitglieder jeder Filiale über die Dr erkrankt. Ein Spezial- Sachverständiger ist seitens der königlich fich stellte deshalb den Antrag: Den Hauptvorstand zu beauftragen, mühle beschäftigte Arbeiterin zu Kohlfurt im Kreise Mettmann anfbringen lassen, wenn es an eine polnische Organisation ganisationsfrage zu vollziehen. Dieser Antrag wurde an- preußischen Regierung nach Papiermühle entsendet worden. wurde zu zahlen ist. Die Konferenz ging nun zunächst daran, die genommen. Ebenso gelangte die Resolution der Fünfer- Kom- In St. Goar starb am 8. September die Frau eines Schiffs= Organisation der polnischen sozialdemokratischen Partei feft- mission zur Annahme: Die kombinirte Mitgliederversammlung führers( Dampfer Matthias Stinnes 6) an Cholera. zufezen. Ein Statut für diesen Zweck war bereits vor einiger der vier genannten Filialen erklärt nach reiflicher Ueberlegung, ein Floßer todt aufgefunden, als dessen Todesursache Weichselgebiet: Im Ueberwachungsbezirk Kurzebrack wurde Zeit in der„ Gazeta Robotnicza" veröffentlicht worden, es wurde die jetzige Organisationsform der Gewerkschaft bestehen zu lassen bakteriologisch Cholera festgestellt worden ist. London, zur Grundlage der Verhandlungen, die mehrere Stunden und verpflichtet ihren Delegirten zur Generalversammlung für bauerten, gemacht. Nach den erfolgten Abänderungen ist es in diesen Beschluß einzutreten. Am 16. September findet in Wei- Foster erklärte, die der Regierung vorliegenden Berichte über die September. Unterhaus. Der Parlaments- Sekretär folgender Form zum Beschlusse erhoben worden: mann's Volksgarten das zweite Stiftungsfest der Filiale Berlin statt. Billets à 20 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Cholera feien soweit befriedigend. In Hull sei kein Sterbefall Lokalen zu haben. vorgekommen, vier Choleratrante feien im Hospital; in § 1. Mitglied der Partei ist jeder, welcher ihr Programm Grimsby wären bis gestern Mitternacht zwei weitere Todesannimmt und sie materiell unterstützt. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, fälle vorgekommen. Bis jetzt sei keine Anzeige von weiteren § 2. Eine Sektion der Partei bildet die Volksversammlung, bent 13. September, manbantengarten, Rommanbantenſtraße, 10-11. Dolſteiner Todesfällen in Grimsby eingegangen; er halte den Zustand an welche die Vertrauensmänner wählt. In den Ortschaften, in Verein Wohlgemuth". Jeden Mittwoch, Abends 9% Uhr, bet Weig: diesem Orte für befriedigend. Von anderen Plätzen seien einige welchen keine Versammlung einberufen werden kann, sind die mann, Andreasstr. 32. Gäste willkommen. Sonnabend: Hervenabend bei Fälle gemeldet, die sich indeffen nicht als Cholera erwiesen hätten. Vertrauensmänner von dem Parteivorstande zu ernennen. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nord. In Boston sei ein äußerst verdächtiger Fall vorgekommen, der nach § 3. Der Parteivorstand wird auf jeder Konferenz neu ge- Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Ost- Schule, den vorliegenden Anzeichen als Cholera anzusehen sein dürfte. wählt. Die Delegirten zur Parteikonferenz werden in Bolts- artusse. 31: Unterricht in Sogit. Sub- Schule, Mariendorferstr. 5: Konstantinopel, 11. September. Seit dem Auftreten der Unterricht in Geschichte( mittl.). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: versammlungen gewählt oder müssen ein Mandat, das von zehn unterricht in Rechnen, Deutsch)( oberes). In allen unterrichtsfächern, mit Cholera im Irrenhause zu Skutari beläuft sich die Zahl der ErGenossen und einem Vertrauensmann unterschrieben ist, haben. Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen frankungsfälle auf 97, die der Todesfälle auf 53; von diesen Die Versammlungen, welche über hundert Personen zählen, auch jest im Laufe des Semefiers, eintreten. entfallen auf die letzten 24 Stunden 14 Erkrankungs- und wählen zwei Delegirte, die über zweihundert zählen, drei u. f. 1. Siekte, Schwedieriir. 33. Lese- und Diskutirklubs. Mittwody. Jobann Jacoby, bet Frie 5 Todesfälle. Auf Wunsch des Sultans entfandte Dr. Pasteur Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. § 4. Dem Parteivorstand, der aus fünf Perſonen beſteht, fed. Wionais, ab. s½ Ubr, im Refaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gefunb einen Arzt feiner Klinik nach Konstantinopel, welcher als Mitliegt ob: a) Agitation, b) die Verwaltung der Parteitasje, beit, abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterſtraße 123. brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannstr. 87.- Gleich Der glied der Sanitätskommission der Präfektur fungirt. Seine, Rirdorf Gesundheitszustand der c) Bertrieb von Druckschriften 2c. Abends 8% Uhr, bet Schmidt, früher Albrecht, nesebecstr. 82. Stadt wird als befriedigend ben § 5. Den Ort der Parteikonferenz bestimmt die voran Reimer, bet 2. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23.- Einigteit, Abends trachtet. Rom, 11. September. Die Cholera ist gestern 8% Uhr, bei Beige, Trififtraße 1. gegangene Parteifonferenz. in Livorno in dem Stadttheile Venezia ausgebrochen. 6. Ueberall, wo es nur angeht, sollen Vereine gegründet im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umggegend, Alle Aenderungen Dort sind gestern 26 Erkrankungen und 7 Todesfälle zur werden: a) in polnischen Bezirken Bildungs- und Wahlvereine, Arbeiter- Sünger- sund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungs- Anzeige gelangt. Bis heute Vormittag 11 Uhr ist aber kein b) in Deutschen nur Bildungsvereine( da sich die polnischen Andreasstr. 26, bei Wilte. Freya,( Gemischter Shor), Alte Schönhauser tamen in Cassino 4 Erkrankungen und ein Todesfall vor, in stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit, weiterer Fall gemeldet worden. In den legten 24 Stunden Genossen dort den deutschen Wahlvereinen anschließen fönnen, fraße 22-23, Bögon's Brauerei. sil aritas, Hochstraße 82 a, bet wie das Gleiche von den deutschen Genossen in den polnischen Wilte. Deutsche Eiche, Blumenstr. 46 bei Went. cho 1 Bantow, Palermo 3 neue Erkrankungen und 4 Todesfälle, in Neapel Bezirken gegenüber den polnischen Wahlvereinen erwartet wird.) Schulzefir. 3aupangerein ber Stein mesen, Flemmingstr. 6 bei Mann. 5 Todesfälle. In Pettorano bei Sulmona erkrankten feit dem 2yra 1, Raupachftr. 6, bet Stachel.- and in Hand 1, Reichenberger 24. August an der Cholera 15 Personen und starben 10. § 7. Die Vorstände der Vereine haben die Aufgabe, die straße 16 bet pagoidt. Schneeglock chen 2, Potsdam, Brandenburger11. Propaganda durch Versammlungen zu betreiben, sowie die Mit- kommunikation 16, bei Glafer. Unverbroffen, Abends 8 Uhr, bet Sachs, Rotterdam, September.Innerhalb der letzten Rütli, Friedenau im Kurhaus. Bor wärts 5, Friedrichs: 24 Stunden find 4 neue Choleraerkrankungen und 2 Todesfälle glieder mit Lektire zu versorgen behufs Verbreitung der Grund- inn, Rundtheit, hagen, b. Lerche, Lorbeertrana, Lichtenbergerstr. 21 b. Seise. Su do ft 1. Köpnicer fir. 191, Restaurant. Rothe Nette, Schöneberg, Gola festgestellt. Seit dem 21. August find 28 Fälle vorgekommen, von § 8. Die Vereine verpflichten sich, so viele Exemplare der Straße 48, bet Siegeler. Gesangverein der Stupferschmiede, Wein denen 17 tödtlich verliefen; ein Cholerakranter ist wieder hergestellt Straße 11 bet Feind. Gazeta Robotnicza" zu abonniren, wie fie Mitglieder zählen. Concordia", Gitschineritraße 55 bet worden, 10 befinden sich noch in Behandlung. Aus Grönendyk, Baaje." Deutscher Männerfang", Belforter traße Nr. 15, bei Gemeinde Hontenisse, werden eine Choleraerkrankung und zwei § 9 Vereine nehmen be sie gern für die Schneider. Gesangverein Alte Jatobstraße 68. 10 und era af gangene, os del tempel.- Gefangbérein& o pobre. Lobeställe gemel er. up dunt distingin s0 Gefangverein iebeslust in Fürstenwalde schuß zur Deckung der Unkosten der„ Gazeta Robotnicza" und zu Oranienstraße 190 bet statsch, Aus dem Buchthause in Neckheim( Limburg) entflohen Sonstigen Ausgaben des Vereins. bet Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Stallschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Fretheits- Gruß, Schönhauser während eines Spazierganges 37 jugendliche Sträflinge. Die § 10. Es wird ein Organ durch die Partei herausgegeben, quee 46 ber Busse.- Gejangverein" offnung a", Brandenburg a. 6. felben konnten bis jest nicht ergriffen werden. / 2ilme ning now gol da bi im ni sedih mladi Organisation der polnischen sozialdemokratischen Partei im deutschen Reiche. fäße des Sozialismus. mit Damen im Keller, Koppenstr. 35. 1 Otto Ein in Westerland( Sylt) in der Nacht zum 12. September im Nordflügel des Kurhauses zum Ausbruch gelangtes Feuer äscherte in furzer Zeit das Gebäude bis auf den Grund ein, so daß die Bewohner desselben nur das nackte Leben retten fonnten. Das Feuer gefährdete auch das Poftamt, das Gebäude der Stahlquelle und dus Hotel Deutscher Kaiser". Das Bahnhofs- Gebände war bereits vom Feuer ergriffen worden, konnte jedoch gerettet werden. Jede weitere Gefahr ist aus geschlossen. Ueber die Entstehungsursache des Feuers ist bis zum Augenblick nichts bekannt. 01 Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Charleroi, 12. September. GEs macht sich hier eine Bewegung zu gunsten des Ausstandes unter den Kohlenarbeitern bemerkbar. Am Sonntag findet ein Referendum statt bezüglich der zu fassenden Beschüsse im Falle die Arbeitgeber die Lohn erhöhung verweigern. Die Grubenbefizer erklärten, unter keinen Umständen die Forderungen der Arbeiter anzunehmen. ( Wolff's Telegrapheu- Bureau.) Eine große Menge französischer Arbeiter zog heute Vor- 1 P. P. 94. Nach§ 5 des Unfallversicherungsgesetzes, Abmittag nach Auteuil, um gegen einen Bauunternehmer zu pro- fah 9, ist vom Beginn der fünften Woche nach Eintritt des Untestiren, welcher bei dem dortigen Brückenbau italienische und fals bis zum Ablauf der dreizehnten Woche das Krankengeld, belgische Arbeiter beschäftigt. Die Polizei mußte zum Schuße der welches den durch einen Betriebsunfall verlegten Personen auf ausländischen Arbeiter einschreiten. grund des Krankenversicherungsgesetzes gewährt wird, auf mindestens Paris, 12. September. Weitere hier eingegangene Tele- swei Drittel des bei der Berechnung desselben zu Grunde gelegten gramme bestätigen, daß General Miribel thatsächlich einem Arbeitslohnes zu bemessen. Die Differenz zwischen diesen zwei Schlaganfall erlegen ist. Derfelbe lag seit Sonnabend darnieder, Dritteln und dem gefeßlich oder statutengemäß zu gewährenden ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. niedrigeren Krankengelde ist der Krankenkasse von den Mons, 12. September. Von 24 000 Bergarbeitern in Unternehmer des Betriebes zu erstatten, in dem sich der Unfall Borinage, welche zur Abstimmung über die Opportunität eines ereignet. Nicht dem Arbeiter, sondern der Kasse steht also das sofortigen Ausstandes aufgefordert waren, stimmten nur 12 000 Klagerecht gegen den Unternehmer zu. Der Arbeiter muß seine für den Ausstand. Die übrigen enthielten sich der Abstimmung. Rechte der Kaffe gegenüber geltend machen. Unter ArbeitsLondon, 12. September. Unterhaus. Der Chef- Sekretär John" in§ 5 des Unfallgesetes ist nicht der wirkliche, sondern des Lord- Lieutenants von Jrland, Morley, gab heute auf eine der im Krankenkassenstatut der Berechnung des Krankengeldes zu bezügliche Anfrage die Erklärung ab, in Ulster seien Ruhe Grunde gelegte, in Ihrem Fall also 1 M. 50 Pf. zu verstehen. Das Statut ist Ihnen wieder zugesendet. störungen vorgekommen; dieselben seien unzweifelhaft durch den Jubel der Unionisten anläßlich der Verwerfung der Homerule- wir nicht wissen: die Höhe beruht wohl auf dem jezigen ZollN. B. Wodurch der kolossale Bollsatz zu erklären, tönnen, Bill im Oberhause verursacht, jedoch nicht ernster Natur gewesen; Niemand sei dabei verlegt worden und die vorgekommene frieg. Reklamationen find an die Behörde zu richten, an welche Beschädigung von Eigenthum beschränke sich in der Hauptsache bezahlt ist, werden aber schwerlich mehr als Mühe zeitigen. auf ein paar zerbrochene Fensterscheiben. Daß Moralphilosophie" von Gizydi und„ Das Kapital" von Mary in Rußland nicht weiter befördert, sondern als politisch gefährlich beschlagnahmt find, nimmt uns nicht Wunder. Was soll Moral in Rußland? Das Kapital" wünscht Väterchen nicht in Scheidemünze umgesetzt zu sehen. Er wird es um so weniger hindern, als in Rußland das Mary'sche ,, Rapital" schon seit 1872( in russischer Uebersetzung) den Kurs angetreten hat und gute Zinsen abwirft. Väterchen, was nütt Dir das? Briefkaffen der Redaktion. Haag, 12. September. Die Konferenz für das internationale Privatrecht wurde heute vom Minister des Auswärtigen Dr. von Tienhoven eröffnet, welcher die Nützlichkeit der Konferenz nachmies und den bei derselben vertretenen Regierungen seinen Dank aussprach. Außer England haben fast alle europäischen P., Bremerhaven. Ein weiteres Vorgehen wäre nuglos, Staaten Vertreter zur Konferenz entsandt. Der Justizminister da eine ausdrückliche zu Protokoll erklärte Adoption leider nicht Dr. Smidt hob die Bedeutung der Konferenz für die Entwicke- stattgehabt hat. lung des Rechts hervor. In das Bureau wurden unter anderen S., Lübbenerstraße. Der Antrag auf Bestrafung wegen als Vizepräsidenten von Seckendorff Deutschland, von Haan- Beleidigung muß zunächst beim Schiedsinann gestellt und innerDesterreich und Martens- Rußland gewählt. halb der Frist von drei Monaten, vom Tage der Beleidigung ab Paris, 12. September. Charles de Lesseps ist heute Nachgerechnet, die Klage beim Amtsgericht erhoben werden. mittag in Freiheit gesetzt worden. M. Herrmann. Sie fönnen abholen und verkaufen lassen. Möbel- Tischlereien von Rudolf Lorenz, Tischlermeister, d Berlin SO., Reichenbergerstr. 157. Fernsprech- Amt IV. 509. Ich fertige und liefere sämmtliche Möbel ganz bedeutend billiger als irgend ein Händler oder Magazin. 4794L* Für die von mir gelieferten Möbel biete ich Gewähr. 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Genosse en 3, Redakteur der Bolts stimme", wegen Fabrikanten- Beleidigung 50 M." Geldftrafe. " " Halberstadt. Genosse Martin, Redakteur der Sonntags Beitung", wegen Beleidigung des Staatsanwalts Romen 500 M. Geldstrafe. 3. Offenburg. Genosse Geck, Redakteur des Volksfreund", von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. ,, Magdeburg. Genosse Vater wegen Verunreinigung der Straße" durch Fortwerfen von kleinen Wahlaufforde rungen,( 100 Markscheine) 15 M. Polizeibuße. 5. Halle. Genosse Ilge, Red. des Voltsbl." von der Anklage der Beschimpfung der christlichen Kirche freigesprochen. " Braunschweig. Genosse Eisenbed, Red. des„ Voltsfreund" wegen Beleidigung des Staatssekretärs Stephan und Ober- Postraths Griesbach 200 M. Geldstrafe. Berlin. Genosse Wolf wegen Bergehens gegen§ 110 100 M. Geldstrafe. 6. Meißen. Genosse Findeisen, Redakteur des„ Volksfreund", wegen Ingenieurbeleidigung 1 Monat Gefängniß. " " " 1 Wurzen. Genosse Diehl, Redakteur der„ W. 3tg.", wegen Gardekorps- Beleidigung 150 M. Geldstrafe. Braunschweig. Wegen Fortsetzung einer polizeilich aufgelösten Versammlung verschiedene Genossen je 15 Mart Polizeibuße. 7. Frankfurt a O. Genosse Zappay, Red. der M. Volks stimme", wegen Fabrikantenbeleidigung 72 M. Geldstrafe. Mühlhausen i. Th. Wegen unerlaubter Versammlung 9 Genossen je 15 M. Geldstrafe. Genossen eustergerling und Heißener als Redner bezw. Leiter 20 M. Geldstrafe. 8. Hamburg. Genosse Diedrich von der Anklage der Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung freigesprochen. Staatsanwalts- Antrag: Anderthalb Jahre Gefängniß. 10. Nürnberg. Genosse Segis, Hedakteur der„ Fränkischen Tagespost", wegen Beleidigung des berüh- mten Redakteurs Memminger Nürnberger Angedentens 30 M. Geldstrafe. Metz. Genosse Ries wegen Schriftenverbreitung ohne polizeiliche Erlaubniß 1 Monat Gefängniß und 20 M. Geldstrafe. " 11. Guben. Wegen unbefugter Schriftenverbreitung Genosse Krüger 15 M. Geldstrafe; Genossen Antrict Berlin, Berndt und Brülke von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. . Berlin. Genosse Brzed wienewicz, Juli. 16 10. Jahrg. 1886 7884, 1887: 8475, 1888: 9062, 1889: 9360, 1890: 10 804, wärts", von der Anklage der Hans Blum- Beleidigung 1891: 13 682, 1892: 13 865. Seit dem Jahre 1886 haben sich freigesprochen. die Unglücksfälle nahezu verdoppelt. Im Jahre 1886 famen bei 27. Rostock. Genosse Rensch, Redakteur der Mecklen- der Bochumer Sektion der Knappschafts- Berufsgenossenschaft tägburgischen Volkszeitung". wegen Aufnahmeverweigerung lich im Durchschnitt 26,03 Unglücksfälle zur Anmeldung, 1892 einer Pastorenberichtigung 20 M. Geldstrafe. waren es deren aber schon 46,32. 31. Burgstädt. Genosse Heinig, Redakteur der Boltsftimme", wegen Beleidigung 6 M. Geldstrafe. Insgesammt im Monat Juli: 1 Jahr 6 Monate 10 Tage Gefängniß und 2333 M. Geldstrafe. August. 1. Frankfurt a. D. Genosse 3appay, Redakteur der Mark. Volksst", wegen Beleidigung eines Maurermeisters 72 M. Geldstrafe. = " 2. Berlin. Genosse Schröder, Redakteur des Vorwärts", wegen Beleidigung des Kupfer Leuschner 200 M. Geld: strafe. Breslan. Genoffe Schütz wegen Puttkamer- Verleumdung 3 Monate Gefängniß. " " Braunschweig. Genosse Eisenbed, früherer Rebatteur des„ Volksfreunds", wegen Polizistenbeleidigung 4 Wochen Gefängniß. Die Vermehrung der Unglücksfälle wird in Zusammenhang gebracht mit dem immer schwieriger werdenden Abbau bei größeren Teufen und mit der Einstellung großer Mengen ungeübter Arbeiter. Unmöglich sind die Teufen und mit denselben die Bauschwierigkeiten derart gestiegen, daß ein wesentlicher Theil der Unglücksfälle auf diese Verhältnisse zurückzuführen sei. Das sieht ein Jeder ein: denn so außergewöhnlich schnell fonnten die Teufen und Bauschwierigkeiten überhaupt nicht entstehen, wie die greatl folgenden Zahlen zeigen Die Verunglückungen vermehrten sich nämlich im nd Jahre 1887 gegen 1886 um gilid 1888 1889 591 Fälle andre 587 and her# " " " 1890 1891 1887 1888 1889 298 " " 1444. 1890 2828 " Das sind erschreckende Zahlen! Sie reden eine solche Sprache, Sagen. Genoffe Naue wegen Fabrikantenbeleidigung daß wir es getrost unterlassen, eine auf unsere Fachkenntniß be 2 Monate Gefängniß. gründete Erläuterung zu geben. Nur zu den Zahlen selbst noch 7. Hannover. Genosse Wurm, Redakteur der„ Rund- einen kleinen Kalkul. Von 1886 an sinkt die Zunahme der Unschau", von der Anklage der Verächtlichmachung von glücksfälle von Jahr zu Jahr, aber mit 1890 tritt gegen Staatseinrichtungen freigesprochen. das Borjahr eine fünffache Zunahme ein; und diese fürchter10. Berlin. Wegen Polizeilieutenantebeleidigung Schuh- liche Menschenvernichtung nimmt im Jahre 1891 gegen das Vormacher Büttner 4 Wochen, Gerlach 1 Woche Gefahr trotz alledem nochmals um das Doppelte zu! fängniß. 12. Kaffel. Genosse Huhn, Redakteur des Volfsblatt", rewegen groben Unfugs( Boykotterklärung) 500 M. Geld ftrafe. Bremen. Wegen Zimmermeister- Beleidigung der Redakteur der Bürger- Zeitung" 30 M. Geldstrafe. 13. Hartha. Wegen groben Unfugs( Tragen eines rothen Kranzes anläßlich einer Beerdigung) ein Genosse 8 Tage Gefängniß. " " " " " Daß dieses grauenerregende Emporschnellen der Verunglückten in den Jahren 1890 und 1891 nicht in den Bauverhältnissen seinen Grund haben kann, sieht auch jeder Laie ein. Man hätte nun billig eine Abnahme der riesigen Unglückszahl erwarten können; aber nein, der Schrecken hat noch kein Ende, die hohe Zahl bleibt nicht nur, sondern erfährt in 1892 noch eine weitere Steigerung von 233 Fällen. Das ist eine scheußliche Blüthe der modernen Kultur im tapitalistischen Zeitalter. Die reine Barbarei im Christenmantel. Was sagte Jesus! Christus: Du " Nensalza. Wegen Tragens republikanischer Abzeichen Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst." ( rothe Nelke) Weber Gärtner mit 15 M. Polizeistrafe sollst ihn also nicht, weder in fahrlässiger Weise, noch durch den belegt, vom Schöffengericht 30 M. Geldstrafe. Baden Baden. Genosse Hübner und Luz wegen Teufel der Profitwuth umbringen.- Wer dem Arbeiter seinen falscher Anschuldigung in Untersuchungshaft genommen, Lohn nicht giebt, das ist ein Bluthund, sagt Jesus Sirach, und vom Landgericht Karlsruhe außer Verfolgung gesetzt. wer den Arbeiter durch Verringerung seines Lohnes treibt, sich Deffan. Wegen Aufreizung zum Widerstand( in einer zu überhaften, daß er die Vorsicht nicht wahren kann, der treibt Wählerversammlung) Genosse Frante 3 Monate Ge- ihn in das Unglück, in den Tod hinein. fängniß. 15. Elberfeld. Genoffe Krieg von der Anklage unerlaubter Kollekte freigesprochen. 16. Elberfeld. Genosse Gewehr, Redakteur der Freien Presse", wegen Beleidigung eines Ortstassen- Vorstandes " Redakteur " der„ Gazeta Robonicza", wegen Beleidigung des Fürstbischofs Ropp 2 Monate Gejängniß. 12. Deffau. Wegen unerlaubten Rollektirens für den Wahl fonds ein Genosse 15 M. Geldstraje. 13. Breslau. Wegen Beleidigung Genosse Friedrich, Redakteur der Volkswacht", 30 M., Maschinenmeister Büchner als Verfasser 150 M. Geldstrafe, der mitangeklagte Drucker wurde freigesprochen. 14. Königsberg i. Pr. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und groben Unjugs die Genossen Schobbet 2 Monat 14 Tage, Wolfrum 2 Monat Gefängniß und 15 M. Geldstrafe, Thulte 6 Wochen Gefängniß, Toriler freigesprochen. " Pößneck. Genosse Becker, Red. des„ Th. Volksblatt", wegen Lehrerbeleidigung 100 M. Geldstrafe. 15. Magdeburg. Genosse Peus wegen Beleidigung der Magdeburger Richter 5 Tage Gefängniß. Staatsanwaltsantrag drei Monate Gefängniß. " " " Königsberg i. Pr. Von der Anklage der unerlaubten Schriftenverbreitung Genosse Schulte freigesprochen. Penig. Genosse St a st ner wegen unerlaubter Sammlung für den Wahlfonds 15 M. Geldstrafe. Berlin. Genosse Enders, Redatteur des Vorwärts", wegen Beleidigung 20 M. Geldstrafe. Braunschweig. Genosse Calmer, Redakteur des Bolts reund", von der Anklage der Pastorenbeleidigung freigesprochen. 17. Magdeburg. Wegen Lehrer und Pfaffenbeleidigung Krohne aus Dessau 3 Monate Gefängniß. 18. Caftrop. Genoffe Gürtler Dortmund, wegen groben Unfugs"( Anileben von Wahlplakaten für Zölde), mit 6 M. Polizeibuße belegt, vom Schöffengericht freigesprochen. " München. Wegen Mergernißerregung in sittlicher und religiöser Hinsicht, durch Verbreitung des„ Südd. Postillon" ein stolporteur 15 M. Polizeibuße. Dresden. Wegen öffentlichen Aufzugs Genossen Wetzker 15 M., R. Baumgarten, P. Baumgarten, Ehrlich, Frauenlob, Schmidtchen und Werner je 10 M. Geldstrafe. 19. Zeitz. Genosse Henschel, Redakteur des„ Volksbote", wegen Pastorbeleidigung 2 Monate Gefängniß. Elberfeld. Genojje Gewehr, Redakteur der„ Elberfelder Freien Presse", wegen Fabrikantenbeleidigung sechs Wochen Gefängniß. " ' Düffeldorf. Wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes 22 7 Genofsinnen zu je 15, eine zu 20 M. Geldstrafe. 20. letersen. Wegen Hausfriedensbruchs und groben Unfugs anläßlich der Stichwahl Schuhmacher Sch. 4 Wochen, Schuhmacher B. 3 Wochen Gefängniß. " W Flensburg. Von der Anklage unerlaubter Tellersammlung 5 Genossen freigesprochen. Waldenburg. Wegen unerlaubter Versammlung Schuhmacher R. 15 M. Geldbuße, wegen unerlaubter Schriftenverbreitung 2 Genossen je 15 M., Maurergeselle R. B. wegen Hausfriedensbruchs( Nichtverlassen einer gegnerischen Versammlung) 10 M. Geldstrafe. 100 M. Geldstrafe. Bernburg. Genosse Heil wegen Majestätsbeleidigung 3 Monate Gefängniß. Frankfurt a. M. Genosse Kafenmeyer wegen un erlaubter Schriftenverbreitung mit 5 M. Polizeibuße belegt, vom Schöffengericht freigesprochen. 17. Berlin. Genoffe Hoffmann von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. 0 " " Halle a. S. Von der Anklage der Vereinsgesetz= Uebertretung die Genossen Jähnig und Schellenbed freigesprochen. " 22. Berlin. Genosse Reßler, Redakteur des„ Volksblatt", von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. Dessau. Wegen Majestätsbeleidigung Genosse Schulze : # 1 4 Monate Gefängniß. " Weshalb wurden aber große Mengen ungeübter Arbeiter eingestellt? Aus Mangel an Arbeitskräften etwa? Keineswegs! Die Haupteinstellung fremder Arbeitskräfte und damit eine er Schreckende Zunahme der Unglücksfälle fällt in die Zeit, wo die einheimischen, geübten Arbeiter endlich sich auf ihr Menschenrecht besonnen hatten und eine Erleichterung des harten Druckes forderten, der auf ihnen lastete. Als Antwort warf man die Rebellen auf das Straßenpflaster und stellte an ihrer Stelle neues Menschenmaterial aus der großen Reservearmee ein; daß von den neuen Arbeitern manches hundert mehr zu grunde gerichtet wurde, als es sonst der Fall gewesen wäre, das mag ja unangenehm sein, schädigt aber den Profit nicht sonderlich. Und das ist die Hauptfache. Versammlungen. 19. Breslau. Elf Genossen von der Anklage der Aufreizung ( durch Verbreitung eines Wahlflugblattes) freigesprochen. Das Agitationskomitee der Droschkenkutscher Berlins Genosse Kablert vegen Verbreitung nach erfolgter und umgegend hatte am 8. b. Mts. nach den Germaniasälen Konfiskation 10 M. Geldstrafe. Saalfeld. Genosse Beder, Redakteur des Boltsblatt", eine öffentliche Versammlung einberufen, um die Frage zu er wegen Beleidigung des meiningischen Ministeriums 60 M. nothwendig und durchführbar sei. Der Referent über diese örtern, ob die Sonntagsruhe auch im Droschtenfuhr- Gewerbe Geldstrafe. 21. Hamburg. Wegen Beleidigung des Hamburger Senats Frage, Genosse Koopmann, erläuterte in eingehender Weise die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe und war Genosse W. Megger 5 Monate Gefängniß. Königsberg i. Pr. Genosse Petter wegen Gendarmen- der Meinung, daß auch im Droschkenfuhr- Gewerbe eine SonntagsKönigsberg i. Pr. Genosse Petter wegen Gendarmen- ruhe nicht allein nothwendig, sondern auch durchführbar sei. Üm beleidigung 15 M. Geldstrafe. die sonntäglichen Verkehrsbedürfnisse zu befriedigen, würde die Hälfte der im Betriebe befindlichen Droschken genügen und den Sonntagsfahrern durch die Sonntagsruhe der einen Hälfte ein größerer Berdienst erwachsen. So würde sich durch die Abs wechselung in der Sonntagsruhe ein Ausgleich vollziehen. Halle. Genosse Krüger, Redakteur des Volksblatt", Allerdings sei zu erwägen, daß sich die Sonntagsruhe nur auf von der Anklage der Leuschnerbeleidigung freigesprochen. Die Kutscher, nicht aber auf die Fuhrwerke erstrecken würde, denn 24. Magdeburg. Genofje Lantau von der Anklage un- die Droschtenbestyer würden sich jedenfalls nicht dazu verstehen, befrgter Blafatanheftung freigesprochen. München. Wegen Hausfriedensbruchs und Nöthigung drei des Sonntags die Droschken stehen lassen, sie würden vielGenossen insgesammt 200 M. Geldstrafe; 11 Genossen mehr die Droschken durch Reservekutscher besetzen und die freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 5 Jahre 8 Mo Droschkenkutscher würden sich dadurch ihre eigene Gristenz nate Gefängniß.( 300 Münchener Genossen waren auf bedrohen. Dem könnte allerdings durch eine straffe Organi dem Augsburger Keller, der ihnen für Versammlungen ſation entgegengewirkt werden, doch biete diese Art der Regelung große Schwierigkeiten. Sollen die Droschkenkutscher eine Sonntagsverweigert worden, bei je einem Glase Bier den ganzen ruhe haben, so müsse gleichzeitig auch das Betriebsmaterial ruhen, Nachmittag fizen geblieben, so daß andere, mehr kon- und diese Bestimmung müsse gesetzlich festgelegt werden. Die sumirende Gäste keinen Platz fanden und hatten troß Auf- Droschkentutscher seien Arbeiter wie andere und hätten wie diese forderung das Lokal nicht verlassen.) Sonntagsruhe zu verlangen.( Beifall.) Im Sinne des Referenten Pinneberg. Genoffe König wegen Verbreitung von Sprachen zur Diskussion die Herren Tchütte, Kranz, Wahlaufrufen am ersten Pfingstfeiertag 5 M. Geldstrafe. A. Schulz, Stern und Barth und stimmte die Versamm28. Apolda. Wegen Bedrohung, bezw. Verhinderung von lung einstimmig folgender Refolution zu: Amtshandlungen von Beamten Genosse Meyer 6 Wochen Gefängniß. 30. Storkow. Genosse Görke wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes 15 M. Geldstrafe; 3 Mitangeklagte freigesprochen. Insgesammt im Monat August: 1 Jahr 11 Monate Tage Gefängniß und 1237 M. Geldstrafe. Der Parteivorstand. Soziale Ileberlicht. " Die heutige öffentliche Versammlung der Dienstdroschkenkutscher Berlins und Uingegend erkennt die Einführung der Sonntagsruhe für das Droschkenfuhrgewerbe im Prinzip als richtig an. Sie ist jedoch der Ansicht, daß, wenn bei Einführung der Sonntagsruhe nicht zugleich auch die Betriebsmittel außer Betrieb gesezt werden, die Sonntagsruhe für die Droschtentutscher Berlins und Umgegend nicht von Vortheil sein kann, weil dann das Proletariat um mindestens ein Drittel der Kutscher noch vermehrt werden würde. Die Versammlung beschließt daher, dahin zu petitioniren, daß die Sonntagsruhe im DroschkenfuhrGewerbe eingeführt wird, jedoch nur unter der Bedingung, daß dadurch jede Vermehrung der Arbeiter( Rutscher) ausgeschlossen bleibt." und ,, Der Kapitalismus hat das Klima verschlechtert, die große Arbeitsverhältnisse der Droschtenkutscher, welche Roopmann Dürre, Ueberschwemmungen und verheerende Stürme herbei- in ihrer ganzen Traurigkeit beleuchtete. Er kam zu der Schlußgeführt." Hierzu bemerkt treffend die Deutsche Berg- und folgerung, daß die Droschkenkutscher mit der übrigen ArbeiterHüttenarbeiter Zeitung": So sagte Karl Bürkli in seiner An- fchaft Fühlung zu nehmen und ihre Organisation zu stärken und Halle. Wegen Uebertretung des Preßgesetzes Genosse sprache an den Internationalen Rongreß. Es sei einfach darauf auszubauen hätten, um gesunde Lohn- und Arbeitsverhältnisse Jähnig 10 M., Bentheim, Groß und Richter hingewiesen, daß der kapitalistische Raubbau, der ganze Länder zu schaffen.( Großer Beifall.) Dem Referenten stimmten in der je 5 M. Geldstrafe. durch Entwaldung verödet hat, in der That die Schuld trägt an fich anschließenden Diskussion zahlreiche Redner bei, und die Ver 24. Berlin. Genosse Schrinner wegen Preßvergehens limatischen Veränderungen, an Wassernoth, an Dürre u. f. w. sammlung nahm folgende Resolution an: 15 M. Geldstrafe, von der Anklage der Majestäts- Die dentfaulen Soldschreiber der Kapitalistenpresse mögen bei Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen beleidigung freigesprochen; wegen dieses Vergehens erhielt irgend einem Ranglisten des landwirthschaftlichen Ministeriums des Referenten einverstanden: der Koupletsänger Heise 10 Wochen Gefängniß. oder bei einem Waldläufer sich über die Aufgaben der staatlichen 1. da die Herbeiführung einer Besserung der Lohn- und Dresden. Genosse Weyter, Redakteur der Sächsischen Forstpolitik und über die Zustände z. B. in Südtyrol unterrichten, Arbeitsverhältnisse im Droschtenfuhr Gewerbe nur durch eine Arbeiter Beitung", wegen Beleidigung des Redakteurs das infolge der wahnwißigen Abholzung aus den Ratastrophen straffe Organisation zu erreichen ist; Liman 100 M. Geldstrafe. nicht herauskommt. 25. Schwaan i. Mecklenb. Genosse Schmidt wegen In den Grubenrevieren vernichtet der Kapitalismus die groben Unfugs( Antleben von Wählerversammlungs- Gin Menschen und die Wohlfahrt der Hinterbliebenen vernichteter ladungen) 20 M. Polizeibuße. Existenzen. Die Unglücksfälle auf den Gruben nehmen von Jahr Genofie Schröder Redakteur des Bor- zu Jahr zu, wie folgende Bahlen zeigen. Ge waren im Rahre " 26. Berlin. " guign 2. da der internationale sozialistische Arbeitertongreß in Zürich die Gewerkschaften als die Vorarbeiter der politischen Bewegung anerkannt hat, verpflichten sich 3. Die Kollegen, sämmtlich dem Verein Berliner Droschken tutscher beizutreten." Gegen diesen Verein polemisirten August Schutz und Reet und empfahlen dieselben den Beitritt zur Freien Vereinigung sämmtlicher Kutscher Berlins und Umgegend. Die Versammlung hatte ferner Stellung zu nehmen zur Errichtung eines ständigen Bureaus der Gewerkschaftskommission. Die Versammlung glaubte eines derartigen Bureaus entrathen zu können, da sie ein eigenes ausreichendes Vereinsbureau besigt. Beantragt war ferner, auf allen Fuhrhöfen Vertrauenspersonen zu wählen, die mit der Agitationskommission in steter Verbindung zu stehen hätten, sowie diese Kommission zu ergänzen, doch wurden beide Anträge bis zur nächsten öffentlichen Versammlung vertagt. billiger und dabei leistungsfähiger. Dem tritt Jacobey birekt| lungen der Gewerkschaftskommission, deren Beschlüsse die Ber entgegen. Kollege Kind theilt mit, daß der wöchentliche Bei- sammlung guthieß. Von den Kollegen Kaiser, Schuster, trag beim Zentralverband nur 15 Pf. betrage, wofür die Zeitung sowie dem Hutmacher Augustin und Tischler König wurde zugestellt werde. Nachdem noch die Kollegen Kurkas, Heß, der Anschluß der Stellmacher an den Holzarbeiterverband befürZuchtenberg, Lüdicke und andere gesprochen, wurde folgende Re- wortet. Zum Schluß wurden die Kollegen um regen Besuch der solution gegen 2 Stimmen angenommen: Die heutige Versamm Versammlung des Fachvereins, die am 19. September Rosenlung beschließt, sich dem Zentralverband der deutschen Metall- thalerstr. 38 stattfindet, in der die eventuelle Auflösung desselben arbeiter anzuschließen. Unter Verschiedenem bringt ein Kollege nochmals eingehend erörtert werden soll, aufgefordert. einige Fälle zur Sprache, aus denen recht deutlich hervorging, wie die Unternehmer ihre sogen. Wohlfahrtseinrichtungen( ArbeitsEine öffentliche Versammlung der Glafer und Benachweis) nur dazu benutzen, unliebsame Arbeiter zu boykottiren. rufsgenossen hörte am 9. September einen interessanten Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. 2. Ziehung der 3. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 12. September 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 155 Wart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 135 250 301 33 468 564 65 681 836 1219 38 42 367 477 617 25 707 852 991 2098 103 8 92 628[ 500] 776 806 924 35 3101 297 392 55 634 63 778 79 890 912 4025 31 157 214 31 491 719 21[ 20] 50 884 957 5139 51 226 380 482 646 57 777 83 830 903 6008 40 244 48( 5001 62 92 656 73 773 832 37 56 961 99[ 200] 7035 73 76 224 328 548 688 90 947 8125 55 278 314 56 84 409 521 646 9041 343 73 501 836 49 110103 404 16 42 512 74 633 909 71 111081 235 77 313 456 328 648 15001 703 93 804 932 74 112075 85 207[ 300] 50 556 680 787 833 11343 73 89 524 1200] 85 95 717[ 2001 93 114062 75 204 22 390 533 605 28 885 99 115033 282 343 420 600[ 2001 23 44 896 902 7 110086 113 271 353 430 83 590 117148 82 205 689 717 921 118023 81 84 198 208 44 89 435 58 82 932 119199 301[ 200] 19 445 502 10 791 818 988 120164 67 238 307 22 51 402 18 61 607 28 786 96 848 121146 80 205 26 40 400 529 84 87 982 122006( 2001 27 73 121 389 406 507 716 34 47 123132 213 400 506 69 818 62 80 941 124015 103 83 209 31 85 386 467 517 53 74[ 500] 641 788 864 125201 331 401 24 576 622 42 769 126026 30 199 385 91 768 999 127106 221 544 731 45 94 835 128061 116 43 286 300 69 506 57 751 129075 149 201 99 314 610 821 985 über„ Arbeiter: Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Posamenten Versammlung ab. Schwarz verlas zunächst die Abrechnung und Gebauer zum Anschluß an die Organisation auf. Die Stellmacher hielten am 10. September eine öffentliche rififo". In der Diskussion forderten die Kollegen Stampeh! brauche hielten am 9. d. M. eine öffentliche Versammlung ab. Der Agitationskommission. Die Einnahmen betrugen 205,25 M., Stampehl berichtete hierauf über seine Agitationsreise nach Dieselbe nahm zunächst den Bericht vom internationalen Textil- die Ausgaben 184,32 m., somit blieb ein Bestand von 20,93 M. Dresden, wo ein Aufschwung der Gewerkschaftsbewegung und arbeiter- Kongreß in Zürich durch den Kollegen Hübsch entgegen. Zur Prüfung der Beschuldigungen, die Mors gegen den der Arbeitsverhältnisse namentlich der Bauglafer zu verzeichnen Aus demselben ist hervorzuheben, daß die Gründung einer inter- Arbeitsvermittler Rennert vorbrachte, wurden die Kollegen sei. Ein Antrag, den Revisoren das Fahrgeld zu vergütigen, nationalen Zentralfommission der Textilarbeiter mit dem Size Raiser, Tischer, Rohrtdorf, Träger und Leskow wurde abgelehnt. Ferner wurde zur fleißigen Sammlung für in England und die Einsetzung von nationalen Vertrauensleuten gewählt. Un Stelle der Kollegen Leßmann und Schwarz, die im Streit befindlichen Arbeiter der Kreuznacher Glashütte bezw. Komitees beschlossen wurde. Die internationale Bentral- die ihr Amt niederlegten, treten Albrecht und 3ossener in und zum Schluß zur regen Betheiligung an dem am 17. d. M. kommission hat sich bis zum 1. Oktober d. Js. zu konstituiren die Agitationstommission. Brüß berichtete über die Verhand- nach Potsdam stattfindenden Ausflug aufgefordert. und die nationalen Vertrauensleute resp. Komitees haben sich bis zum 1. November d. J. bei ersterer Kommission anzumelden. Beschlossen wurde ferner die internationale Streifunterstützung, fofern der Streit von der Organisation des betreffenden Landes genehmigt worden sei. Ebenso wurde eine internationale Unterſtüßung Don Gemaßregelten bei größeren Aussperrungen entweder materiell oder durch Arbeitsvermittelung vereinbart. Eine Regelung der internationalen Wanderunterstützung ist angebahnt, wenn auch noch nicht endgiltig durchgeführt worden. Das System der Kontrollmarke war den Vertretern der meisten Länder nicht sonderlich, sympathisch; prinzipielle Gegner desselben waren die Desterreicher. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Die Nothwendigkeit der Verkürzung ber Arbeitszeit wurde allseitig anerkannt und die gleichzeitige Festsetzung eines Minimallohnes für erforderlich erachtet. Die Beschlüsse des politischen Kongresses sind bekannt. Der Referent schloß mit der Aufforderung, sich zu organisiren und vor allem starke nationale Organisationen zu schaffen, aus denen sich dann die internationalen Verbindungen von selbst ergeben würden. ( Beifall.) Ueber die Beschlüsse beider Kongresse entspann sich ein längerer Meinungsaustausch. Der Versammlung lag ferner die endgiltige Beschlußfassung über den Antrag des Ausschusses der Gewerkschaftskommission, betreffend die Errichtung eines ständigen Bureaus, ob. Da das Bureau seitens der Gewerkschaftskommission bereits ohne Kostenanschlag beschlossen ist, so stellte Hartung die Alternative, nun entweder wohl oder übel zu zahlen oder aber aus der Gewerkscha ftskommission auszuscheiden. Das Resultat der Verhandlungen war die Fassung des Beschluffes mit 18 gegen 14 Stimmen, die Kosten für das ständige Bureau der Gewerkschaftskommission nicht zu übernehmen und als Konsequenz hiervon aus der Gewerkschaftskommission auszuscheiden. Klau legte sodann sein Amt als Agitationsmitglied nieder. Eine Ergänzungswahl wurde nicht für erforderlich erachtet. Die Drechsler Berlins hielten am 10. September eine Versammlung ab, in der Millarg einen Vortrag hielt über die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Arbeiter". Beifällig stimmte die Versammlung den Ausführungen des Vortragenden zu. In der Diskussion nahmen zwei Redner das Wort, um ihre Kollegen zum Anschluß an die Gewerkschaft aufzufordern. Hierauf erstattete Dost Bericht über die Beschlüsse der Gewerkschaftskommission und beantragte, die Versammlung solle sich einverstanden erklären mit der Errichtung des ständigen Bureaus, für Aufbringung der Rosten eintreten und ferner auch die Einführung der Kontrollmarke im Bäckergewerbe gutheißen. Die Versammlung stimmte dem Antrage Doft's zu. Bock gab sodann die Abrechnung der Agitationskommission für die Zeit vom 1. Januar 1893 bis zum 6. September. Die Einnahme betrug danach 92,56 M., die Ausgabe 86,31 M., mithin ist ein Betrag von 6,25 M. geblieben, der inzwischen durch eine neue Einnahme bereits auf 10,87 m. gewachsen ist. Bock gab ferner die Abrechnung vom Schon'schen Streit, der eine Ausgabe von 330,35 M. erfordert hat. Die Einnahme hatte 339,20 m. betragen, so daß ein Bestand von 8,95 M. übrig blieb. Reibetanz, Jeschke und Möbius haben ihre Listen noch nicht abgeliefert. Stoff, Jänike und Barrehn haben noch immer mit ihren Marken nicht abgerechnet und Kollehn schuldet seit mehreren Jahren noch immer drei Mark. Alle diese sind wiederholt vergebens aufgefordert worden, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Versammlung beschloß, nunmehr die Namen dieser Personen zu veröffentlichen. Die Agitationsfommission wurde für aufgelöst erklärt und Dost zum Vertauensmanne gewählt. Zu Verschiedenem theilte einer der fieben gemaßregelten Drechsler aus der Gerschner'schen Werkstatt mit, welche Vorgänge zu der Aussperrung geführt haben. Aus der Werkstätte war ein Schloß verschwunden, und der Unternehmer machte die Drechsler dafür verantwortlich. Er verlangte, sie sollten ihm den„ Spitzbuben" ausliefern, und zog jedem der fieben Mann eine Mart von ihrem Lohn ab, so daß er für das Schloß, das 25 Pf. tostet, fieben Mark einbehielt. Die so Geschädigten verlangten Rückgabe der Mark und wiesen im Uebrigen darauf hin, daß sie teine Kriminalschuhleute sind. Gerschner sperrte sie darauf aus, obwohl sie mitten im Afford standen. Verschiedene Redner sprachen ihre Verwunderung darüber aus, daß die Kollegen bei Gerschner sich bisher schon hatten so mancherlei Verunglimpfungen gefallen lassen. Die Ver sammlung überwies die Sache nochmals der Werkstatt- KontrollSommission. Die Blumen- und Buzzfedern- Arbeiter und Arbeite rinnen hatten am 9. September eine öffentliche Versammlung, in welcher Frl. Wabnih einen Vortrag hielt über: Die Thätig. keit des Gehirns und der fünf Sinne. Zum Vortrage fand eine Diskussion statt. 3um 3. Punkt besprach der Kollege Jäger die Folgen der immer fürzer werdenden Saisonarbeit, deren Ausfall die Prinzipale dadurch wett machen, indem sie den Arbeitslohn immer tiefer herabdrücken. Frau Jäger fordert die Anwesenden auf, sich der Organisation der Freien Vereinigung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Blumen- und Puzzfederbranche anzuschließen. Frl. Wabnih berichtet von den Vorkommnissen im Lubasch'schen Geschäft, die die Folgen nach fich ziehen würden, daß dieses möglicherweise zu Weihnachten gesperrt werden müsse. Frau Goldacer legt flar, wie auch in dieser Branche die Beamtesrauen zu Lohndrückern würden, so daß den Arbeiterinnen faus 40 Mart monatlicher Verdienst bleiben. Unter Verschiedenem werden die Kollegen und Kolleginnen aufgefordert, für zahlreichen Besuch des Stiftungsfestes, welches am 30. September im Kaisersaal der Unionsbrauerei stattfindet, Propaganda zu machen. In einer öffentlichen Feilenhauer- Versammlung, die am 10. September bei Meißner, Gartenstraße, tagte, sprach Genoffe Jacobey über„ Die gewerkschaftliche Organisation". Redner steht auf dem Standpunkt, daß die politische sowohl als die gewerkschaftliche Organisation für die Arbeiterschaft unbedingt nöthig sei, daß beide Bewegungen sich gegenseitig zu ergänzen haben. In seinen weiteren Ausführungen legt Redner die Bor theile dar, die eine zentralistische Organisation für die Feilenhauer haben würde. Die wirthschaftliche Entwickelung, der ganze Zug der Zeit gehe dahin, möglichst große, starte Verbände zu gründen. Gegen das vereinigte Kapital sei ein planmäßiges Vorgehen nöthig und das sei nicht innerhalb der Fachvereine, sondern nur in den zentralen Bereinigungen möglich. Er rathe deshalb den Feilenhauern, sich dem Algemeinen deutschen Metallarbeiter- Verband anzuschließen. Dem beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine längere Auseinandersehung zwischen Anhängern der Lokalorganisationen und den der zentralen. Rollege Ruhl plädirt für den Berliner Verband; dieser sei 10400 46 773 11005-20 46 256 79 556 63 637 763 12113 45 64 516 920 13034 196 366 448 509 26 843 64 959 14118 242 80 549 802 997 15144 435 71 946 16094 106[ 200] 204 16 84 497 620 88 833 954 17025 736 91 959 18028 31 103 210 64 91 417 22 817 74 912 26 19227 795 20022 245 413 509 600 93 711 897 911 21148 238 59 350 804 934 2017 18 211 371 89 90 404 17 62 81 23166 288 329 96 501 66 724 24060 193 205 415 57 503 21 33 86 858 25183 509 908 20321 45 87 466 556 91 627 905 27067 166 249 423 595 918 90 28025 54 114 24 250 630 787 841 29144 78 209 379 442 97 5SJ 841 30012 27 252 663 812 973 31092 112 259 495 747 874 97 908 42 59 32039 79 269 324 411 25 538 610 745 969 79 83083[ 1500] 254 587 617 700 83 888 984 84136 73 86 314 699 919 43[ 200] 35005 26-283 497 630 802 44 36051 152 302 79 500 12 37 616 825 80 37220 42 584 695 712 36 814 81 38015 123 357 417 603( 200) 716[ 600] 19 979 39 54 94 343 77 90 95 412 688 862 965 40058 136 46 55 80 530 33 603 6 38 90 744 57 41057 324 564 625 59 795 947 99 42052 86 92 468 71 98 731 79 871 43003 52 67 150 398 410.98 690 823 44017 315 634 83 739 64 66 63 879 981 93 45152 218 57 346 444 52 531[ 200] 625 706 61 813 85 98 46119 217 [ 200] 336 47 61 433 47079 659 90 1200] 774 806 48181 31 66 95 451 703 802 15 959 49088[ 200] 120 246 369 785 97[ 300] 883 50059 215 358 510 13 70 930 51 51213 45 62 610 730 817 52016 32 56 101 48 61 341 556 669 911 58139 211 54 339 80 464 577 722 54009 36 61 144 212 399 511 697 858 55012 64 124 93 382 475 523 45 822 918 77 95 56051 70 85 87 91 225 82 302 83 483 568 81 682 705 57123 90 255 65 84 314 420 591 682 878 998 58188 287 301 67 573 670 759 887 974 59031 140 470 683 60726 861 61376 553 813 17 62002 61 325 432 532 88 612 748 948 63034 85 463 75 77 617 754 995 64021 24 25 105 426 855 993 65025 28 98 210 86 91 99 385 431 503 81 669 714 901 GG005 309 39 561 627 714 82 883 903[ 500] 55 67024 83 184 262 305 618 46 847 78 84 901 68126 208 323 99 679 712 58 68 800 56 98 69022 136 285 88 431 46 514 614 735 856 70083 119 270 492 590 691 788 78 816 942 70 94 71108 18 41 53 214 365 621 862 73 901 72071 348 402 11 45( 300) 73214 489 557 82 725 76 988 74028 305 38 41 51 458 84 520 35 90 98 696 807( 200) 22 83 903 73 75090 263 328 639 89 963 93 76056 175 76 255 348 664 96 856 77017 127 99 286 500 12[ 300] 698 703 78019 64 297 465 573 686 855 923 41 53 79008 25 322 482 551 602 38 827 61 63 913 96 S0337 50[ 200] 97 435 620 32 63 951 81000 1 142 247 82 444 565 762 913 71 96 82331 35 433 44 95 826 91 83013 177 387 408 558 615 47 97 763 837 942 81003 75 106 45 46 321 12001 51 63 65 440 518 64 85 632 77 751 81 84 820 87 85132 39 272 364 589 662 732 86083 111 72 98 331 97 441 46 740 79 862 949 74 87012 92 173 395 490 766 874 97 909 88082 94 215 16 367 459 616 46 746 89664 904 69 90028 271 359 78 504 35 89 623 79 959 S4 91258 363 402 89 625 702 40 99 816 60 978 92058 187 263 361 83 469 583 93008 213 22 31 57 302 62 428 32 632 51 896 94008 58 108 51 374 622 807 63 924 47 95031 196 329 44 749 68 954 96236 337 446 526 54 684 826 97002 59 216[ 200] 30[ 1500] 408 86 595[ 200] 673 898 914 98058 398 431 37 48[ 200] 91 710 12 44 99232 444 569 81 692 859 87 907 48 49 85 100021 30 163 64 81 360 443 633 733 80 918 83 101111 213 401 9 596 670 861 88 102055 85 138 359 474 84 605 775 817 991 103061 113 291 377 653 60 720 32 70 822 26 104038 53 104 32 306 462 500 41 [ 200] 860 105056 80 134 99 20 324 418 621 798 911 103095 133 77 608 728 44 941 54[ 200] 107039 81 110 45 50 221 337[ 500] 49 515 56 58 661 85 717 36 76 304[ 300] 108053 203 60 308 33 836 72 109114 390 429 626 904 2. Ziehung der 3. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 12. Eeptember 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 155 Marf find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefilgt. ( Ohne Gewähr.) 85 69 93 137 314 55 497 521 24 667 948 1004 146 511 28 60 646 769 813 940 65 2011 114 45 272( 200) 93 336 65 80 404 527 905 3223 364 583 633 51 765 68 841 84 911 4141 55 270 359 601( 1500) 6 22 704 17 828 36 5039 84 206 52 67 328 66 651 720 859 66 937 6116 260 357 58 73 628 96 771 8-8 7021 72 95 112 64 68 243 374[ 200] 546 13001 771 909 13 8018 102 62 79 95 216 447 527 64 66 643 993 9022 47 111 78$ 3 90 601 706 8695216 10338 555 94 97 702 93 900 11028 32 52 100 83 216 35 599 706 42 915 78 12061 249 308 10 94 410 520 28 771 801 34 62 13011 21 155 257 334 527 754 859 63 74 88 990 14099 457 83 527 70 677 83 906 15014 117 35 225 61[ 30 0 40) 794 818 909 16133 72 386 470 605 724 977 17028 32 415 45 62 816 901 22 18006 149 58 60 291 324 632 41 61 625 30 719 77 850 19075 76 351 485 517 695 707 24 839 72 20:26 50 222 39 51 93 412 567 72 786 2115? 73 374 93[ 200] 621 52 906 22039[ 200] 210 26( 800) 92 402( 200] 669 76 749 72 831 928 23297 795 24331 S4 405 537 697 769 961 66 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.