Nr. 216. Erfcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg frei in's Haus. Einzelne Numme: 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pig. Poft- Abonnement. 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. 10 in der Poft Zeitungs- Breisliste für 1893 unte: Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn: und Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin 08 Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der englische GewerkschaftsKongreß. RAIN Donnerstag, den 14. September 1893. völlg beseitigt, als auch das Verhältniß der Ver- relativ hohen Steuerzensus beruhenden zweiten Kammer in Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. lange jeder Regierung, sei dieselbe Torn oder liberal, inspektoren vermehrt und Fabrikinspektorstellen geschaffen, Opposition machen sollne, bis sie start genug feien, ein Ar- die auch Arbeitern zugängig sind, die Fortbildungsschulen beiterministerium zu bilden, wurde dagegen mit 119 gegen in demokratischem Sinne reorganisirt hat 2c. 2c., wurde 96 Stimmen abgelehnt. Bei vielen Delegirten ist die Ab- dankend quittirt und zu verschiedenen sozialpolitischen VorLondon, 10. September 1893. neigung, das Spiel der Tories zu spielen, zu start, als lagen der Regierung- insbesondere der Novelle derselben Der 26. Allgemeine Gewerkschaftskongreß von Groß- daß sie sich für eine Politik entschließen könnten, von der zum Haftpflichtgefeß die Zustimmung des Kongresses britannien und Frland ist gestern zu Ende gegangen. Er in der That mindestens zunächst diese Vortheil ziehen ausgesprochen, während man es der Entsendung von Militär war etwas schwächer besucht als seine Vorgänger, was würden. in die Streikdistrikte, bezw. dem Feuern auf die Arbeiter theilweise dem Umstand zuzuschreiben ist, daß er jenseits Man muß eben nicht vergessen, daß der Parlamentaris in Pontefract gegenüber mit einer einfachen Erklärung des des St. George's Kanals, in Frland, tagte, wo, abgesehen mus in England ganz etwas anderes ist als in Deutsch- Bedauerus" und dem Ausdrücken der Theilnahme für von der Stadt, die den Kongreß beherbergte- Belfast land, daß wer hier gegen die Regierung, für deren Gegner die Hinterbliebenen der den Kugeln der Soldaten und einigen wenigen anderen Orten, die Gewerkschaften wie stimmt. So haben, im Gegensatz zu dem ehrlichen, aber erlegenen Arbeiter bewenden ließ. Es muß allerdings die Industrie des Landes selbst noch wenig entwickelt sind, etwas tonfusen Radikalen W. Saunders, sämmtliche Arbeiter zugestanden werden, daß sich die erbitterte Masse in der mehr noch aber auf die neuerdings beschlossene Verschärfung Abgeordneten, Burns und Keir Hardie eingeschlossen, in der genannten Stadt zu Zerstörungsakten hinreißen ließ, die der Vorschriften über die Vertretung auf dem Kongreffe Schlußabstimmung über die Homerulebill mit ja gestimmt kein vernünftiger Mensch billigen kann, wahr bleibt aber, zurückgeführt werden muß. Die neuen standing orders" resp. zu gunsten der Bill gepaart)- obwohl Burns, Hardie daß die Entsendung von Militär in Streikdistrikte auch haben sowohl die Möglichkeit doppelter und drei- und Andere mit Saunders mehrere Detailbestimmungen bei sonst noch so streng innegehaltener Neutralität das facher Vertretung, wie fie früher bestand, beinahe der Bill, insbesondere die Schaffung einer auf einem Unternehmerthum moralisch stärkt. Zu der einstimmig und mit großem Applaus vom tretung mehr als bisher der Größe und den Leistungen der Frland bekämpft hatten. Desgleichen stimmten die Par- Kongreß beschlossenen Zustimmung zur Haftpflichtnovelle Organisationen für die Zwecke des Kongresses angepaßt. nelliten für die Bill, trog der vielen Einwände, die sie vor der Regierung ist als Kuriosum zu bemerken, daß gerade Wenn also diesmal die Zahl der Delegirten auf nur 380, her gegen sie erhoben. Hätten die Arbeiter und die Par- diefe Vorlage der liberalen Partei jüngst einen Barlamentssig die der von ihnen vertretenen organisirten Arbeiter auf nelliten mit Nein gestimmt, so wäre die Bill gefallen und gekostet hat. Sie enthält nämlich das seit Jahren von den nur" 900 000 angegeben wird, so ist daraus keinenfalls mit ihr das Ministerium Gladstone, um einen Tory- Gewerkschaftskongreffen geforderte Verbot, Arbeitsverträge auf einen Rückgang der Gewerkschaftsbewegung zu schließen. ministerium Plaz zu machen. Eine solche abfolute Oppo- abzuschließen, wonach Unternehmer und Arbeiter sich außerVielmehr werden damit nur früher übertriebene Zahlen fition aber mochten viele Delegirte in Belfast aus der halb des Haftpflichtgesetzes stellen. Das war bisher möglich richtig gestellt. Hardie'schen Resolution herausgelesen oder aus der Be- und wurde unter anderen von verschiedenen EisenbahnDaß der Kongreß in seinen Beschlüssen sich seinen gründung derselben herausgehört haben, obwohl, wie Figura gesellschaften dazu benutzt, eigene Unfallversicherungskaffen legten Vorgängern durchaus angeschlossen hat, hat der zeigt, Hardie, eben doch im Grunde nur eine unzweideutige, für ihre Arbeiter einzurichten. So unter anderen die Borwärts" bereits festgestellt. Es kann wohl faum ein scharf ausgeprägte Selbständigkeit gegenüber jeder der beiden West bahu- Gesellschaft, und da ihre Kaffe mehr leistet, als schlagenderes Beispiel für die Ausbreitung des Sozialismus bürgerlichen Parteien im Auge hatte. das Haftpflichtgeseh ihnen bietet, haben in Hereford, wo in England geben als die Annahme des Macdonald'schen Daß der Kongreß einer solchen nicht abgeneigt war, jüngst eine Nachwahl stattfand, die Arbeiter der Westbahn Antrages, wonach kein Arbeiterkandidat unterstützt werden zeigt die große Majorität 150 gegen 32, welche die gegen den Liberalen, der sich für die Bill der Regierung soll, der sich nicht auf das Prinzip des Kollektiveigenthums und Resolution zu gunsten der Bildung eines Fonds für un- erklärt hatte, gestimmt und dadurch den Sieg des Tory der gesellschaftlichen Kontrolle aller Produktions- und Distri abhängige Arbeiterkandidaten erhielt. Diese Resolution, herbeigeführt. Aber solche Fälle, wie der der Westbahnbutionsmittel verpflichtet. Vor zehn Jahren wäre ein solcher zu der der obenerwähnte Macdonald'sche Antrag nur ein Gesellschaft sind seltene Ausnahmen, in der weitaus größeren Antrag auf einem Trade Unions- Kongreß einfach undenkbar Amendement war, fordert die Bildung eines jährlich auf Wasse der Fälle sind die Nebenkontrakte nur ein Mittel, gewesen, als ihn vor drei Jahren in Liverpool den Kongressen zu wählenden Komitee's von 13 Personen, die Haftpflicht von den Unternehmern abzuwälzen, und Macdonald zum ersten Mal einbrachte, erhielt er nur 55 das nach Maßgabe der Mittel unabhängige Arbeiter darum forderte der Kongreß die Regierung auf, sich nichts gegen 363 Stimmen, diesmal vereinigte er 137 Stimmen kandidaturen für die Wahlen zum Parlament und den von dem Verbot der Nebenkontrakte abhandeln zu lassen. gegen 97 Ablehnende. Man braucht sich die Bedeutung lokalen Vertretungen unterstüßen soll und, wo es an Kan- Die Gewerkschaftler wollen sich nicht durch das ihnen von der Abstimmung nicht zu übertreiben, sich nicht zu verdidaten fehlt, solche auf Wunsch in Vorschlag bringen soll. Herrn Chamberlain vorgehaltene Schaustück einer allhehlen, daß es sich dabei noch um keine Forderung von Der Beitrag soll für jede sich der Bewegung anschließende gemeinen Unfallversicherung nach deutschem Muster von der unmittelbarer Konsequenz handelte, aber wer den Geist der Organisation 5 Shilling pro jede 100 Mitglieder be- Erlangung einer wirksamen Haftbarmachung der Unternehmer englischen Gewerkschaftler kennt, ihre parlamentarische tragen. für alle vermeidbaren Unfälle abbringen lassen. Schulung und die Vorsicht, die sie bei ihren Abstimmungen Jm Ganzen tam die jetzige Regierung auf dem Die Wahl des parlamentarischen Gewerkschaftskomitee's an den Tag legen, der wird doch in diesem Abstimmungs- Kongreß sehr glimpflich davon. Daß sie in jüngster Zeit brachte einige bemerkenswerthe Veränderungen in der Zuergebniß einen höchst bedeutsamen Sieg des Sozialismus 70 Arbeiter nicht Gewerkschaftsvertreter zu Friedens- sammensetzung dieser Körperschaft. Der bisherige Vertreter anerkennen müssen. Es nügt auch nichts, auf die relativ richtern( ,, magistrates") ernannt, das Arbeitsdepartement der Bergarbeiter im Komitee, John Wilson von Durham, große Zahl der während der Abstimmung Abwesenden zu im Staatsministerium erweitert, die Zahl der Fabrik- ein Gegner des gesetzlichen Achtstundentages, ist durch Edw. verweisen; es wurde noch auf dem Kongreß konstatirt, daß die Mehrzahl derselben der vorgeschrittenen, d. h. der sozialistischen Richtung angehört. Ein Antrag von Keir Hardie, daß die Arbeitervertreter im Parlament eine selbständige Frattion bilden und so Feuilleton. [ 7 ")" Paaren"( pair) heißt mit einem gegnerischen Deputirten sich verabreden, nicht zu stimmen. Zwei, die„ paaren", stimmen also nicht; das Fehlen ihrer Stimmen ist aber ohne Einfluß auf die Abstimmung. das Mitleid nicht kennen und seine Freude am Würgen haben; aber jetzt haben sie ihm das Handwerk gelegt." " Ift er todt?" fragte der Parlamentsrath. Cowin von Yorkshire, einen der energischsten Achtstundenmänner, der ebenfalls konservative Vertreter der Metallarbeiter, John Anderson, durch John Burns, der mit 214 die größte Stimmenzahl auf sich vereinigte und Vorsitzender des neuen parlamentarischen Komitce's ist, ersetzt. Für unglaublich, wie die Natur in allen ihren Hervorbringungen konsequent und verständig ist. Auch im geringsten Theil sie beobachten ist lehrreich, wenn es auch dem Ungeübten " Das nicht," fuhr der junge Mensch fort, aber ich lächerlich erscheinen mag. Vor mehr als hundert Jahren habe mir drüben an der Bidourla sagen lassen, daß er hat der Neapolitaner della Porta ein ein gutes Buch " Der Aufruhr in den Cevennen. gestern von Gavalier total geschlagen sei, und daß, wenn über die Physiognomien geschrieben und die menschEine Erzählung er irgend seinen Vortheil versteht, er wohl wieder in eine lichen mit den thierischen verglichen; man hat schon Belle hineinfriechen muß, denn das gemeine Volt wird sich im frühen Alterthum versucht, aus dem Antlik die ihm nun wohl nicht wieder vertrauen, da sie sehn, daß er Tugenden oder Laster und die Eigenschaften des Gemüthes das Handwerk nicht versteht." zu lesen. Glauben Sie mir, wenn ich meine ganze Muße darauf wenden könnte, ich traute mir es dahin zu bringen, aus einem Schuh oder Stiefel, der eine Zeitlang getragen ist, viele Fehler oder Besonderheiten des Eigenthümers zu entziffern." " Ist doch Kapitän gewesen," sagte der Jäger. von Ludwig Tied. ,, Gott segne Dich, mein Herz," sagte der Alte und legte die Hand auf ihre Stirn: geh schlafen, und Ihr," Der Streit mit den Rebellen", sagte der Pfarrer, ist mein Freund, setzt Euch und ruht noch," indem er dem aber eine schwierige Sache, da reicht der Muth und die Müllerburschen die Hand drückte. Eveline, als sie diese gewöhnliche Disziplin eines Soldaten nicht hin. Unser Freundlichkeit ihres Vaters sah, kehrte schnell um und fiel dem Marschall Montrevel möchte sich vielleicht lieber mit Jüngling um den Hals, indem sie ihm einige Küsse gab; Eugen und Marlborough als mit diesem Lumpengesindel dann trat sie zwei Schritte zurück, verneigte sich zierlich vor schlagen." ihm wie eine Dame, winkte mit der Hand und sagte:" Auf Das Feuer wurde von neuem aufgeschürt; der Vater Wiedersehen!" Nun folgte sie dem Bedienten, der sie der setzte sich in einen Sessel, indeß Edmund im Saale unruhig Wärterin übergab. auf und nieder ging; der Pfarrer rückte seinen Stuhl dem Parlamentsrath näher und sagte:„ Der gnädige Herr leiden wohl zuweilen am Podagra im linken Fuße?" scheint das Bein eben nicht geschwollen, obgleich Sie richtig " oher schließen Sie das?" fragte der Alte;„ mir gerathen haben." " Da Jhr aus der Gegend von Saumiere seid," wandte sich der Pfarrer zum jungen Müller, so ist Euch gewiß der Einsiedler bekannt, der jetzt Anführer eines Trupps gegen die Kamisards ist." " Jawohl," sagte der Jüngling, seine Klause steht in einem Felsenthale, das nur durch eine hohe Steinwand von unserer Mühle geschieden ist. Wir besuchten ihn manchmal an Feiertagen, wenn das Thal von unserer Seite zugänglich war. Er ist ein großer, starker Mann mit greisem Bart und großen, grauen Augen; er schien fromm und still, bis ihn der Krieg jetzt wieder zum Soldaten gemacht hat. Man erzählt unerhörte Grausamkeiten von ihm; er soll " Die Geschwulst," fuhr der Prediger fort, ist freilich fast unmerklich, aber dadurch, daß Sie oft mit diesem Fuße sanfter und leichter auftreten, wahrscheinlich ohne es zu wissen, immerdar, hat sich im Verhältniß zum rechten dieser Knöchel etwas mehr eingezogen und hat also auch nothwendig die Kraft des andern nicht." " „ Das ist sehr fein beobachtet," sagte der Rath. " In der That?" rief Herr von Beauvais lachend. Es verräth sich in dem Kleidungsstücke, wenn man es genauer betrachtet, der haftige oder stockende Gang; das Einknicken, das Schieftreten bei Frauenzimmern ist gewiß sehr bedeutend; ein gewisses Ablatschen, ein hoffärtiges Niedertreten der Ferse, ein affeftirtes und eitles Wegschleifen der Spize, ein charakterloses Bittern und Zwinkeln des Fußes, wodurch der Schuh alle Form verliert; die Eigenschaften abgerechnet, den Plattfüßen prognostiziren laffen. Aber nun gar die die sich schon aus dem hohen oder niedern Spann oder aus Beine! Hat man diese in Natura vor sich, da kann man kaum irren, um Stand und Gewerbe oder Lebensweise zu finden; so giebt es Schneider- und Bäckerbeine, die unver tenntlich find, Infanteristen- und Kavalleristenbeine, Weberund Tischlerbeine und dergleichen mehr." " Das sind höchst interessante Beobachtungen," sagte der Rath; doch wagten Sie es wohl zum Beispiel, von der früheren Lebensweise meines Franz etwas aus seinen Beinen Mein gnädiger Herr," erwiderte der Pfarrer, es ist herauszudeuten?" Branche ca. Telephonverkehrs zwischen Pirna und Dresden getroffenen Maßnahme dieser Art dahin beantwortet, daß diese 9000 mit 5 mill. m. jährlich. Arbeitslohn Bauschalzahlungen voraussichtlich binnen furzer Zeit für 2000 1 " " 150000 57 " " " " " den Vertreter der Eisenbahn- Angestellten,' Harford, tritt| In der Rauchs, Rau Henry Broadhurst als Vertreter der Steinhauer wieder 1. Schnupftabakin's Romitee ein. Broad hurst, der sich allerdings in neuester Fabrikation Zeit bereit erklärt hat, für das Achtstundengesetz für Berg- In der Zigarettendas ganze Reich aufgehoben würden." Diese Maßnahine arbeiter zu stimmen, scheint sich immer noch in Gewert In der Zigarrens bedeutete eine starke Erschwerung des telephonischen vereinsfre isen einer ziemlichen Popularität zu er Branche Verkehrs; da Herr von Stephan, trotzdem wir im Zeichen freuen, denn er erhielt nächst Burns die meisten Stimmen. des Verkehrs" stehen, sich gegen postalische Reformen sträubt, Zum Theil aber mag seine Wiederwahl auch einer sehr geBufammen 161000 mit 63 Mill. M. jährlich. Arbeitslohn. so klingt die Herold"-Nachricht recht glaubhaft. Rück schmacklosen Karrikatur zuzuschreiben sein, welche während Die Zahl der Arbeitskräfte in der Zigarren- Branche wärts! einer der Sigungen im Kongreß vertheilt wurde und wahr weicht von den statistischen Angaben der Berufsgenossenscheinlich von der Verbindung Champion- Maltman- Barry schaft mit ca. 95 000 Arbeitern deshalb ab, weil in der ,, Durchlaucht als Aujuft." Der im Volf" vers ausging, und die, wie alle Uebertreibungen, gerade das Berufsstatistik je 300 Arbeitstage jährlich für eine Arbeits- öffentlichte und auch von uns auszugsweise mitgetheilte Gegentheil von dem erzielte, was sie bewirken sollte. traft gerechnet werden, während in Wirklichkeit bei den Artikel des Herrn v. Gerlach, der im Interesse des Zum Sekretär des Komitees wurde Fenwick mit 251 eigenartigen Verhältnissen der Zigarren- Industrie eine Junkerthums den Aristokraten- Birkus bekämpfte, hat den gegen 89 Stimmen, die auf Keir Hardie fielen, wieder Arbeitskraft durchschnittlich im Jahr nur 225 Arbeitstage Born der„ Konservativen Korrespondenz" erregt. Sie als gewählt. erreicht. Hierdurch erhöht sich die Zahl der wirklich be- amtliches Sprachrohr der konservativen Partei schleudert Weiter sei noch erwähnt, daß der Rongreß eine Re- schäftigten versicherten Arbeitskräfte auf ca. 126 500 Arbeits- den Bannfluch wider den monarchischen Ronservatismus solution zu gunsten des gesetzlichen Achtstundentages fräfte, wozu weiterhin noch die nicht versicherten Hausarbeiter mit demokratischen Alüren", hütet sich aber, ihren Lesern mit Ausnahmeklausel für diejenigen Geschäftszweige, hinzukommen, und zwar 23 500 Arbeitskräfte, sodaß sich den Inhalt der Gerlachiade aufzutischen. Solche Gerlachiaden, wo die Mehrheit der organisirten Arbeiter in direkter für die Zigarrenbranche die Zahl von 150 000 Arbeitskräften so erklärt die Konservative Korrespondenz", arbeiten nur Abstimmung, fich dagegen erklärt- mit 197 gegen ergiebt. Eine Umfrage bei einer größeren Anzahl maß den grundstürzenden Elementen" in die Hände. Durchganze 18 Stimmen*) annahm. In der Frage der Mai- gebender Fabrikanten hat das für die ganze Frage sehr be- laucht als Aujuſt und Komteßchen als Reifenspringerin, demonstration kam es dagegen zu keiner Einigung, da die deutsame Ergebniß gehabt, daß das in den Konsum ge- Herr v. Gerlach, der für Gott, König und Vaterland sich Einen den ersten Sonntag im Mai für den günstigsten langende Quantum der Zigarrenfabrikate sich auf annähernd über die Klownsneigungen seiner Klaſſengenoffen empört, Tag hielten, eine nicht geringe Bahl von Delegirten aber 90 pCt. Bigarren zum Detailverkaufspreise von 6 Pfg. und die Konservative Korrespondenz", die sich der fürstlichen den Sonntag aus religiesen Gründen für ungeeignet er barunter( in der Hauptsache 5- und 6- Pfg.-Zigarren) und Aujuſts annimmt, sie alle arbeiten uns in die Hände. Wie auf nur 10 pCt. Bigarren in höheren Preislagen stellt... sich die Wackeren auch gebärden, Vorschub leisten sie, als Soviel für heute über den Kongreß, mit dem, wie ich Der Ausschuß des deutschen Tabakvereins schätzt die Ver- die Vertreter der brutalften Reaktion, uns immer. oben sagte, die Sozialdemokratie im Ganzen wohl zufrieden minderung des Zigarrenkonsums infolge einer weiteren Junter Gerlach wehrt sich im Bolt" gegen die Junker fein kann. Steuererhöhung während der Uebergangszeit des ersten Jahres der Kreuz- Zeitung" und erklärt, er hätte viele Zustimmungsauf 50 pct., bauernd auf mindestens 30-331/ s pet. Dies fundgebungen erhalten. würde aber eine Arbeiterentlassung von zunächst 75 000 und dauernd von 40-50 000 Personen bedeuten mit einem entgehenden Arbeitsverdienst von zunächst annähernd 30 Mill. und dauernd 20 bis 25 Millionen jährlich, wobei nicht zu übersehen ist, daß noch überdies durch den Druck der frei werdenden Arbeitskräfte die Löhne der bleibenden erheblich sinken werden. Es ist anzunehmen, daß auch die übrigen Zweige der Tabakindustrie durch eine Mehrbelastung des Tabaks einen Rückgang des Konsums erleiden werden. Dieser Rückgang würde zusammen mit der Ab nahme der Bigarrenfabrikation dauernd auf ca. 20 pCt. bes jetzt verarbeiteten Rohtabats in der Höhe von 1 500000 Bentner des ungefähren Durchschnitts der lezten 5 Jahre, also auf einen Minderverbrauch von annähernd 300 000 Btr. im ungefähren Werthe von 18 Millionen Mark zu bemessen sein, welcher Ausfall den Tabakhandel und den Tabakbau schwer schädigen wird." klärten. Politische Ueberlicht. Berlin, ben 13. September. Deutsch- russischer Handelsvertrag. Offiziös wird geschrieben: Mit der Bernehmung von Sachverständigen in Sachen der deutsch- russischen Vertragsverhandlungen wird am 15. b. M. begonnen werden. Sollten unsere, müden" Staatsmänner fich wirklich dazu aufgerafft haben, wenigstens das Vorverfahren zur Einleitung der Verhandlungen zu er öffnen? Die Strapazen des Sommerfeldzugs nöthigen doch wirklich zu größter Schonung. i ,, Befriedigender Gesundheitszustand". schreibt die Kölnische Beitung": Offiziös Verschiedene Blätter bringen ungünstige Nachrichten über den Gesundheitszustand der Truppen, die an den Kaisermanövern theilgenommen haben, und führen dies u. a. auf die mangelhafte und oft nicht rechtzeitig eingetroffene Verpflegung zurück. Nach unseren Erfundigungen hat aber eine ungewöhn lich große Anzahl an Erkrankungen nicht stattgefunden. Beim VIII. Armeekorps betrug z. B. die Zahl der Bazarethkranken 134 Mann und der bei der Truppe an ganz leichten Erkran tungen Behandelten 141; und das bei einer effettiven Stärke von faft 26 000 Mann. Es ergiebt sich hieraus, daß der Gefundheitszustand bei diesem Korps einschließlich der Landwehrbrigade ausgezeichnet gewesen ist und fogar besser, als im burchschnittlichen Garnisonverhältniß. Epidemische Krantheiten wurden nicht beobachtet. Nur ein einziger Higschlag ist vorgekommen( beim 1. Bataillon des 40. Regiments) und auch dieser ist nicht tödtlich verlaufen. Auch beim 16. Korps war der Gesundheitszustand befriedigend. Beim Beginn der Brigademanöver trat allerdings bei einzelnen Regimentern Brechburchfall auf, so bei je einem Bataillon der Infanterie- Regimenter 145, 131, 67 fowie auch vereinzelte Fälle bei anderen Truppentheilen. Die Krankheit war aber nicht bösartig, nur in einzelnen Fällen wurde Lazarethbehandlung nöthig, und meist trat die Heilung nach 1 bis 1/2 Tagen ein." Ist dies Ergebniß wirklich so ausgezeichnet" und ist Zur Tabakfabrifat- Steuer. Der Vorstand des Vereins Deutscher Tabatfabrikanten und Händler hat am 11. d. M. in Berlin eine Sigung abgehalten, worin er sich mit den Mitteln zur Abwehr der Die Zahl der Raucher in Deutschland, denen brohenden Mehrbelastung des Tabats beschäftigt hat. Die durch die Erhöhung der Tabakbesteuerung ein Genuß verAnwesenden waren einstimmig der Ansicht, daß man die theuert werden soll, wird auf 6 Millionen berechnet. Es Abwehr auf gleiche Weise versuchen müßte, wie sie im wird angenommen, daß die Zahl der Raucher gleichkommt Jahre 1882 gegen das Monopol und im Sommer des der Hälfte der männlichen Personen über 20 Jahre alt. vorigen Jahres gegen die in Aussicht genommene Boll- Unter diesen 6/2 Millionen Rauchern befindet sich aber erhöhung mit so großem Erfolg geführt worden ist, näm wahrscheinlich kaum mehr als eine halbe Million, für welche lich durch Belehrung nicht nur der Tabatinteressenten, eine Vertheuerung durch die Fabrikatsteuer gleichgiltig ist; die Mittheilung der Kölnischen Zeitung" auch richtig? sondern des ganzen Volkes über die großen wirthschaft für die übrigen sechs Millionen spielt der Pfennig, um den Eine amtliche Erklärung thäte bessere Dienste, als bie lichen Nachtheile, mit der jede Mehrbelastung des ihre Zigarre, oder der halbe Pfennig, um den ihre Pfeife Tabaks verbunden sein würde. Nur so sei eine Mehr- theuert wird, eine große Rolle. Sie werden dadurch theil- Nachrichten eines offiziösen Blattes. Das Dörrgemüse und die Münchener Senche. heit im Reichstag gegen die drohende Vorlage zur Ein- weise gezwungen werden, täglich eine Bigarre oder eine führung der Fabrikatsteuer zu sichern; der Versuch einer Pfeife weniger zu rauchen, theilweise werden sie aber auch Schon ehe der Skandal beim Münchener Leibregiment öffentlich wurde, wurden, schreibt unser Bruderblatt, die Belehrung der Regierungen, nachdem dieselben sich einmal das Rauchen ganz aufgeben. Münchener Post", beim Schweren Reiterregiment Eßproben Die postalischen freiwilligen" Geldfammlungen mit Dörrgemüse vorgenommen, ohne daß es Jemandem, fönne feinen Erfolg versprechen. Die schon seit längerer find seiner Zeit nicht nur von der Tagespresse, sondern auch wie naiv versichert wurde, auch nur Bauchschmerzen verZeit in diesem Sinne von den in Berlin wohnenden ge- im Reichstage und in Gerichtsverhandlungen verursacht hätte. Als eben die Folgen der Proben resp. die schäftsführenden Mitgliedern des Vorstandes getroffenen urtheilt worden; aber Herr v. Stephan scheint noch nichts Typhusepidemie" beim Infanterie- Leibregiment bekannt Maßnahmen zur Anregung einer lebhaften Agitation würden veranlaßt zu haben, um ähnliche freiwillige" Sammlungen wurden, ging man auch bei den Schweren Reitern behutvom Gesammtvorstand gebilligt. Nachfolgende Berechnung zur Erörterung der Tabak. in Zukunft zu verhüten. Anders kann man sich die gestern famer vor, wobei sich's abspielte, daß sich der RegimentsNachfolgende Berechnung zur Erörterung der Tabakfabrikat- Steuer hat der Ausschuß des deutschen Tabakvereins im Vorwärts" zur Sprache gebrachte freiwillige" fommandeur Prinz Alphons einen Teller voll Dörrgemüse angestellt:„ Die Produktion ist nach sorgfältigen Ermitte- Sammlung für den Telegraphendirektor Ehlers aus Anlaß aus der Mannschaftsmenage vorfeßen ließ. Sehr appetitlungen im Werthe zu schäzen im Fakturenwerthe der Fabri- seiner silbernen Hochzeit nicht erklären. Wenn der stell- lich scheint die Sache aber nicht gewesen zu sein, der Brinz lungen im Werthe zu schäzen im Fakturenwerthe der Fabri- vertretende Chef des Haupt- Telegraphenamts in Berlin war schon satt vom Geruch allein, während dessen Adjutant, 80 000 Ctr. auf 12 Mill. m. und die Aufsichts- und Bureaubeamten desselben einen Fehr, v. Pfetten, die Einladung des Prinzen, die Speise über die Einführung der Fabrikatsteuer geeinigt haben, fanten auf: Rantabat Schnupftabat Rauchtabat Bigarren wwwZigaretten 110 000 600 000 8 " 42 0600 000 Mille " " 7 " " 218 5 500 000 M. Busammen 287 Mid.. An Arbeitskräften für die Herstellung dieser Fabrikate werden in ca. 5000 Betrieben Arbeiter beschäftigt: Oder gar nur 18. Die mir vorliegenden Berichte gehen da auseinander. Aufruferlaffen und die Beamten auffordern, auffordern, eine zu verkosten, mit der tiefernsten Bemerkung: KönigErklärung zu unterschreiben, ob und welcher Betrag ihnen fiche Hoheit, ich bin verheirathet" ablehnte. bei Bahlung ihres Einkommens für Oktober, November, Prinz Alphons gab den Befehlt, den ganzen DörrgemüseDezember und Januar zu einem Geschenk für ihren Direktor brei wegzuschütten, was auch geschah. Als Ersatz des abgezogen werden dürfe, so wird kein Telegraphenassistent, zweifelhaften Gerichtes erhielt am betreffenden Tage jeder ber den Einfluß jener Herren fennt, es wageit, sich ab- Mann ein Glas Bier verabreicht, was mit erhöhten lehnend zu verhalten. Ein Bwang wird nicht beabsichtigt, aber die untergeordneten Beamten empfinden doch einen solchen", hat der Gerichtspräsident im Prozeß gegen den früheren Redakteur des Vorwärts", Enders, geäußert. " Welchen Umfang die postalischen freiwilligen" Sammlungen bereits angenommen haben, geht aus einem alten Aufruf eines Ober- Postdirektors hervor, wo es wört„ Aus meinen Beinen?" rief der alte Diener, der noch mit" bräumen beschäftigt war. Hier sind dieselben, Herrlich heißt: Pfarrer." Bückt Euch ein wenig, nun geht dort hin, tommt wieder, stellt Guch ganz aufrecht Herr Barlamentsrath, ich möchte darauf schwören, daß Ihr Franz in der Jugend, und noch wohl tief ins Mannesalter hinein, ein Seemann gewesen ist." Der Diener sah den Geistlichen verblüfft an, und der Herr von Beauvais sagte: Sie haben es getroffent, geiftSie haben es getroffent, geift licher Herr, aber woran erkennen Sie es?" Stein Seemann," sagte diefer, verliert jemals gan ben gespreizten und etwas gebückten Gang, den er sich auf dem Schiffe angewöhnt; er sentt im Gehen das Kreuz und behält zeitlebens ein gelindes Taumeln." Die Postanstalten haben schon mehrmals mitgewirkt, wo es die Sammlung von Beiträgen galt, so z. B. für die Insel Ischia, für die Hinterbliebenen des untergegangenen deutschen Striegsschiffes Augusta, für die Bismardipende, und die Herren Beainten sind bei patriotischen Anlässen, z. B. bei dent Staiser Wilhelm- Jubiläum, bei der Stiftung zweier Rettungs boote, felbft als gefchloffener Beamtenförper mit einer Gabe eingetreten. Es würde dem Bezirke zur Zierde gereichen, wenn dessen Beamte auch jest mit einer Gefammtgabe in der Liste der Sammlungen auftreten tönnten. Die Beiträge der Herren Beamten und Poftagenten würden in eine besondere Liste einzutragen und diefe fowie das Gelb je mit derjenigen Sendung zu vereinigen sein, welche in Gemäßheit der Umidruckverfügung bom geutigen Nr. 7780 bis zum 30. April einzufenden it. Wo bereits Sammlungen veranstaltet sind, und also die Mitwirkung der Postanstalten als Sammelstellen unterbleibt, würden die Herren Vorsteher die Liste und den frantirten Be trag felbständig bis zum 30. April einzusenden haben. Die Beiträge der Herren Beamten und Postagenten werden sodann hier besonders zusammengestellt und als eigene Gabe des Be airts bezeichnet und nach Berlin abgeliefert." Wir geben uns nicht der Hoffnung hin, daß Herr v. Stephan die öffentliche Meinung auch nur bezüglich der berufenen freiwilligen" Sammlungen in seinem Reiche beAls der zweite Diener sich näherte, rief der Geistliche sogleich: Bemüht Euch nicht weiter, man sieht auf einen Büchsenschuß weit sogleich, daß der gute Mann in seiner Jugend ein Schneider gewesen ist, ja daß er gewiß noch jetzt die Beschäftigung treibt, denn die zurückgeschlagenen Schienbeine geben es deutlich fund." Ihr seid also ein Waidmann( indem er sich zum stehenden Jäger wandte), es muß wohl so sein, obgleich ich Euch eher für einen Soldaten und dem Auge nach für einen Kontrebandier genommen hätte. Indeffen, was ist denn das mit dem achten wird. rechten Knie? Vom Meffedienen habt Ihr es gewiß nicht, woher kommt denn hier die kleine Erhöhung? Solltet Herr von Stephan ist ein folgerichtiger Mann, it Aus Dresden Ihr denn wohl gar die feltfame Gewohnheit angenommen seine Losung heißt: Rü cfwärts. haben, beim Schießen aufs rechte nie zu fallen?" meldet das Depeschenbureau Herold":" Die ReichspostHerr Pfarrer," rief der Jäger aus ,,, Sie mögen wohl verwaltung beabsichtigt die Aufhebung der jetzt im telefelber ein Stück von einem Herenmeister sein, so haben phonischen Verkehr einer größeren Stadt mit ihren an Sie's getroffen. Von Jugend auf hab' ich nie anders geschlossenen Nachbarorten bestehenden Einrichtung, wonach schießen können als knieend; läuft mir ein Safe auch vor der Nase vorbei, im Stehen treffe ich gewiß nicht, ich muß mich erst niederwerfen. Hab' ich doch von meinen Rame raden in allen Zeiten so viel deshalb leiden müssen." ( Fortsetzung folgt). im Telephonverkehr zwischen diesen Orten die Ginzelgespräche gegen einmalige Zahlung einer Pauschalsumme kostenlos erfolgen konnten. Der Staatssekretär Dr. von Stephan hat nämlich eine von Pirna aus an ihn ges richtete Bitte um Aufhebung der kürzlich bezüglich des Appetit verzehrt wurde. Wie weiter bekannt wurde, ging dem Regiment in letzter Beit eine neue Versuchssendung Dörrgemüse zu. Die zur genauen Prüfung der Waare, beauftragten Aerzte sollen aber Würmer und Käferchen vorgefunden haben, weshalb die Kiste wieder zugenagelt und an ihre Abgangsstation zurückbefördert wurde. Ans dem Gegenwartsstaat. Aus Annweiler( Bayern) wird geschrieben: Bei uns im schönen Bayernland! erlebt man mitunter Sachen, die nicht schön sind, und eine solche Sache soll hier erzählt werden, Vor einiger Zeit ließ sich ein hier wohnender und in dem Emaillir- und Stanzwerk von Gebrüder Ullrich beschäftigter Arbeiter Veruntreuungen zu schulden kommen, wofür er drei Wochen Gefängniß erhielt und das von Rechtswegen, fagen wir. Infolge dieser Verurtheilung fam die Familie des untreuen Arbeiters, die an der That des Familien ie an der That des Familienhauptes gänzlich unschuldig ist, auf den Schub, da sie nicht die Ehre hat, bayerischer Unterthan zu sein. Frau und Kinder wurden also eines Tages von hier abgedrückt. Unter den Kindern war auch noch ein ganz kleines und sollte die Statt nun Familie nach Giving in Preußen fommen. bie armen Gefchubten mit möglichst direkten Billeten bersehen zu lassen, wurde es beliebt, die Frau mit ihren Kindern zwei Wochen lang umber zu ziehen. Folge dieser unftäten wurde Verhältnisse war, daß das kleinste Kind fchiver frant " heute noch ganz fiech ist. Doch lassen wir die Mutter selbst reden: Als wir von Anniveiler vertrieben Owurden, wurden wir nach Worms gebracht; hier mußten wir anderthalb Tage liegen, dann ging's nach Mainz. In Mainz hatten wir Aufenthalt von Montag bis Donnerstag. Von da ging's nach Rajjel, dann, immer mit großen Bausen, nach Heiligenstadt und Nordhausen und schließlich nach Halle. Von Halle sollten wir zu Fuß nach Elbing gehen, ein Verlangen, das unter aller Kritik ist. Ich konnte auch mit dem besten Willen nicht weiter, denn das Kind war schwer erkrankt. In Halle wurde ich also figen gelaffen. Ich begab mich mit dem schwer tranten Kind in die Klinik, wofelbft mir der Arzt mittheilte, daß das Kind wahrscheinlich nicht mehr zu retten sein werde. Auf Betreiben bes menschenfreundlichen Arztes fand ich mit dem Kind Aufnahme in die Klinik. Wie mir zu Muth war, fann ich niemand sagen, aber wenn der Fluch einer armen, hilflosen Mutter in Erfüllung geht, so muß er diejenigen treffen, die so herzlos an mir und meinen Kindern gehandelt. Der Kunst des Arztes gelang es, das Leben meines Kindes zu retten, so daß ich nach einigen Tagen schon weiter konnte bis nach Berlin, wo ich bei einer befreundeten Frau vorläufig Unterkommen habe. Ueber die Behandluna und Verpflegung unterwegs, so lange wir auf bayerischem Gebiet waren, will ich schweigen, sie war— bayerisch. In Mainz dagegen wurden wir sehr gut behandelt und bekamen gutes Essen. Ich kann mir nicht denken, daß das Pergehen meines Mannes so groß gewesen, daß man uns Unschuldige so grausam bestraft:c." Doch, liebe Frau! Ihr Mann hat sich ein klein wenig an fremdem Eigenthum ver- gangen; und das ist ein Kapitalrerbrechen, das exemplarisch geahndet werden muß. Hätte er durch Gaunereien und Spitzbübereien aller Art sich Millionen„erworben", hätte er als herzloser Ausbeuter hunderte und tausende seiner Mit» menschen moralisch und physisch und wirthschaftlich zu Grunde gerichtet, dann, ja dann wäre er ein„großer Herr" geworden, Kommerziell- oder sonstiger Rath gar. So verlangt es näm- lich die göttliche Welt- und damit die heutige Gesellschafts- ordnung. Und wenn einmal so ein„Ehrenmann" sich„ver- hopaßt" und erwischt wird, dann wird er, wenn er„abgereist" war, in erster Klasse zurückgebracht, denn diese Rücksicht er- fordert seine„Stellung in der Gesellschaft" und wenn er viel- leicht gar verurtheilt wird, dann läßt man ihn auf freiem Fuß, weil das seine„soziale Stellung" erfordert und weil der „Ehrenmann" vielleicht gern„abreisen" möchte. Trösten Sie sich deshalb, liebe Frau, das muß so sein, sonst wäre ja keine Abwechselung. Wir sind nur begierig, wie auch dieser Fall wieder durch die offiziösen Beschwichtigungsräthe„ausgeklärt" werden wird. U. Ä. w. g.— Der berufene Straßdurger Pokizeipräftdent seichter soll, wie das„Berliner Tageblatt", eine allerdings recht trübe Quelle, meldet, durch Kabinetsordre vom 9. Sep- tauber in den e i n st w e r l i g e n Ruhestand versetzt worden sein. Wenn das„Berliner Tageblatt" nun dafür Stimmung macht, daß man sich mit dieser Maßregel ge- uügen lassen solle, so ist das seine Sache. Ein Beamter, der sich so schwer vergangen hat, wie Herr Feichter, sollte denn doch schärfer angefaßt werden, als durch die Pensio- nirung. Jedenfalls hoffen wir, daß die gegen Feichter an- gestrengte Klage durchgefochten werden wird.— Das Kartell der Sächser, die Konservativen unter von Frieseu's Führung, die Natioualliberolen unter Niet- hammer's Schutz und die Sammerfortschrittler unter Stacke's Aegide veröffentlichen im Auftrage von 193 sächsischen Land- tagsmitgliedern einen Aufruf zum Zusammenwirken der drei Parteien gegen die Sozialdemokraten bei den sächsischen Landtagswahlen. Die reaktionäre Brüderschaft wird gegen die Arbeiterklasse mobil gemacht. Unsere Genossen werden dem Kartell die Wege weisen.— Erhebungen über die Arbeitslöhne in Deutsch- land betitelt sich der einleitende Aufsatz des zuletzt er- schienenen Vierteljahrs-Hestes zur Statistik des Deutschen Reiches. In demselben wird eine Uebersicht über die von Behörden und Vereinen veranstalteten Aufnahmen zur Lohn- statistik gegeben. Das Bild, das wir erhalten/ ist ein klag- liches. Um eine amtliche Thätigkeit auf dem Gebiete der Lohnstatistik nachzuweisen, wird die Feststellung der orts- üblichen Tagelöhne seitens der Gemeindebehörden, die Nachiveisung der Gesammtsumme der von den Elsenbahnverwaltungen gezahlten Löhne, die Angabe der von der Postverwallung beschäftigten Arbeiter ohne Angabe der Löhne und dergleichen angeführt. All' dies beweist aber nichts anderes, als daß uns eine Lohnstatistik voll- ständig fehlt, daß wir geradezu noch alles auf diesem Gebiet zu thun haben. So traurig es ist, so ehrt es zugleich die Arbeiterschaft sehr, daß die von ihr ausgeführten Lohn- fiatistiken, so ungenügend sie auch sind, mehr Klarheit über die sozialen Verhältnisse verbreitet haben, als die amtliche Statistik.— Ottspolizei«nd Maximalnrbeitstag. Unter diesem Titel veröffentlicht Dr. K. Oldcnberg in der Nr. 35 der „Blätter für soziale Praxis" einen Aufsatz, in dem darauf aufmerksam gemacht wird, daß nach Lage der jetzigen Gesetz- gedung die Polizeibehörden in viel weiter gehenderem Maße, als dies thacsächlich geschieht, auf die Regulirnng der Arbeitsverhältnisse und zivar besonders der Länge des Ar- beitetages einwirken könnten. In dem angeführten Artikel heißt es u.a.: „Tie Novelle zur Gewerbe-Ordnung vom I, Juni 1891 (Arbeileischutzgcsetz) ist in ihrer Tragweite im einzelnen an- scheinend bei weitem noch nicht genug bekannt. Dies gilt nicht tn letzter Linie von den tzK läOa bis e, die an die Stelle des§ 130 der alten Gewerbe-Ordnung getreten sind. Schon nach dem alten§ 130 konnte die Polizeibehörde im Verfüglings- wege für die Arbeiter einzelner Gewerbebetriebe ober im Ver- ordmingswege für die Arbeiter eines ganzen Geiverbszweigs alles das verbieten, was ihrer Ansicht nach mit Rücksicht auf die besondere Beschassenheit des betreffenden Gewerbe- betriebs oder der Betriebsstätte für den Arbeiter gesundheiis- schädlich war, sofern nur die Forljührung des Betriebs dann noch technisch möglich blieb, und sosern nicht schon der Bundes- rath den betreffenden Gewerbszweig für das ganze Reichs- gebiet reglemeutirt hatte. Die Norelle vön 1891 hat diese Besugniß hauptsächlich nach zwei Seilen erweitert: einmal darf nun die Polizei auch da zu gunsten des Arbeiters ein- greifen, wo es sich nicht um die Gesundheit des Arbeiters handelt, sondern um die Bewahrung der guten Sitte» und des Ansiandes(Trennung der Geschlechter, Ankleide- und Waschräume. Bedürsniß-Anstalten), und zweitens braucht die zu bekämpfende Gesundheitsschädlichkeit nicht mehr mit der besonderen Beschaffenheit des bttreffendSn Gewerbebetriebs zusammenzuhängen." Der Herr Verfasser ist der Meinung, daß die Orts- Pokizeibehvrden von ihren Befugnissen gewiß viel öfter Ge- brauch machen würden, wenn sie mit denselben betraut wären, eine Annahme, der wir, ausrichtig gestanden, bei der Art, wie bei uns die Gemeindeverwaltungen zusammen ge- setzt sind, mit sehr starken Zweifeln gegenüber stehen. Jndeß keine Regel ohne Ausnahme und so kann auch Herr Dr. Oldenbcrg berichten, „daß mindestens in einem Falle eine Polizeibehörde von der fragltche» Besugniß schon Gebrauch gemacht hat, und zwar eine preußische. Tie mir, so heißt es in dem Artikel, bei der Korrektur dieser Zöllen zugehenden Jahresberichte der preußischen FabrikinsveklioN siit 1892 erzählen auf Seite 100 von einer Maschinenfabrik der Provinz Sachsen, die wegen andauernder Uebei Häufung mit Aufträgen eine große Zahl von Lehrlingen Tag und Nacht beschäsligl«:„Da alle gütlichen Vorstellungen nicht halfen, so wurde eine polizeiliche Verfügung auf grund des ß 130"(soll heißen 120c)„der Gewerbe-Ordnung herbeigeführt, wonach diese Arbeiter nicht länger als 12 Stunden beschäftigt werden und die Tag- und Nachlschichten wöchentlich abwechseln sollten."-- Die Berhängung des Ausnahmezustandes über Prag und Umgebung. In unserer gestrige» Nummer machten wir auf das vollstäüdige Mißlingen der Täaffe'schcn Nationalitäten-Versöhnnngspolitik aufmerksam, die sich nun durch politische Verfolgungen zu halten sucht. Was wir gestern sagten, bestätigt heute ein Telegramm des Wolff'schen Depeschenbureaus: Prag, 13. September. Die amtliche„Prager Zeitung" begründet die heule veröffentlichten Ausnahme-Ver- fügungen mit der maßlosen Verhetzung der Bevölkerung durch eine rücksichtslose Fraktton, welche, unbesorgt um die Zukunft des Volkes, die Leidenschaften entflamme und Terroris- mus ausübe, gegen Individuen, Stände und Nationalitäten Hetze, die Mitwirkung unruhiger Elemente anderer Par- teien suche, gegen die Behörden zur Auflehnung er- muntere und selbst vor der Majestät deS Monarchen nicht Halt mache. Indem das Blatt ferner auf die wiederholt vorgekommenen Ruhestörungen, die Bedrohungen der Sicher- heit von Personen und Eigenthum, auf die Mißachtung gegen die Behörden und die Verunglimpfung von Abzeichen staatlicher Hoheitsrechte hinweist, erklärt es, daß die gewöhnlichen Mittel der Regierungsgewalt nicht mehr ausreichend gewesen und die gesetzlich zulässigen Einschränkungen der Preßfreiheit, des Vereins- und Versammlungsrechtes erforderlich geworden seien, uni der Nothwendigkeit, zum Schutze der Ordnung schärfere Mittel anzuwenden, vorzubeugen. Daher seien die betreffenden Ausnahme-Verfügungen für die Stadt Prag und deren Umgebung getroffen worden, von wo aus die Bewegung geleitet werde und wo die Wirkungen derselben am ficht- barsten hervortreten. Das Blatt schließt mit dem Ausdrucke der Zuversicht, daß der ordnungsliebende Theil der Bevölkerung die Bemühungen der Behörden zur Hintauhaltung gewissen- loser Verhetzungen unterstütze» werde. Graf Taaffe hat von dem merkwürdigen Rechte, das die österreichische Verfassung den Ministerien und oberen Verwaltungsbehörden einräumt, wieder einmal Gebrauch gemacht, es hat den Ausnahmezustand über Prag und Um- gebung verhängt. Bis der Reichsrath zusammentritt, bleiben die Staatsgrundgesetze aufgehoben und der österreichische Reichsrath dürfte die ministerielle Verordnung bestätigen. Die Verhängung des Ausnahmezustandes wirkt schärfer als der kleine Belagerungszustand des seligen Sozialistengesetzes. Das Versammlungsrecht wird auf ein Minimum reduzirt, die Polizei kann das Erscheinen von Zeitungen verbieten, das Briefgeheimniß darf verletzt werden, an stelle der Ge« schworenen-Gcrichte treten die willfährigen gelehrten Richter. Die österreichische Regierung hat wie die deutsche er- fahren, daß die Ausnahmegesetze ihre Wirkung verfehlen, sie wird dies auch diesmal erfahren. Die Verbitterung gegen die Regierung wird zunehmen, der Haß der Czechen gegen die Deutschen wird sich steigern. Schon einmal, vor einem Vierteljahrhundert, hat ein damals liberales Ministerium, dem Graf Taaffe, der jetzige Konservative, auch angehörte, den Ausnahmezustand über Böhmen ver- hängt. Statt aber die Czechen zu schwächen, waren sie gestärkt aus den Verfolgungen hervorgegangen. Damals gab es noch keine sozialdemokratische Partei in Böhmen, heute trifft auch unsere Partei der gegen die Jungtczechen geführte Schlag und wahrscheinlich rücksichtsloser und euer- gischer, obgleich die Sozialdemokraten nicht den Anlaß zur Verhängung der Ausnahmeverfügung gegeben haben. Aver der Schlag wird von der Prager Sozialdemokratie ebenso abprallen wie vor 9 Jahren von der Wiener. Für das Ministerium Taaffe, das zur Versöhnung der Nationalitäten berufen wurde, bedeutet der Prager Aus- nahmezustand den Bankerott. Es wird bald aus dem Amte scheiden. Ob schon beim Zusammentritte des Reichsrathes, hängt davon ab, ob die Liberalen männlich aufzutreten ver- stehen werden. Seit dem Jahre 1873 war für die Deutsch- Liberalen die Situation nicht so günstig wie jetzt. Aber die Partei wird nicht von Männern geführt, die mit Energie und ohne Rücksicht auf die Wünsche der Krone vorzugehen verstehen. Unseren Genossen kann eS gleich sein, ob Graf Taaffe oder Herr v. Plener die Polizei und Staatsanwälte gegen sie hetzt und ans die internationalen Beziehungen Oester- reichs hätte ein Ministerwc chsel auch keine Einwirkung.— Belgien. Unser Bruderorgau„Le Peuple"(Das Volk) macht auf eine Gefahr, die den sozialistischen Produktiv-Assoziationen und Konsumvereinen droht, auf- merksam. Bekanntlich gedeiht in Belgien ganz besonders die Genosse nschasts-Bäckerei. Dies hat den Neid der Kapitalisten erweckt, und, wie der„Peuple" mittheilt, gründet jetzt die Privatspekulation überall Bäckereien, die auch Assoziationen genannt werden und die zu billigerem Preis verkaufen, als die Arbeiter- Bäckereien, die aus diese Weis« zu Grunde gerichtet werden sollen. Der„Peuple" warnt die Arbeiter, in die Falle zu gehen, und mahnt sie zu kräftiger Unterstützung der Arbeiter- Genossenschaften durch Kundschaft und Propaganda.— Frankreich. Die„Kleine Republik" vom gestrigen Tage bringt an der Spitze einen bcmerkensiverthen Leit- artikel aus der Feder des Abgeordneten für Carmaux: I a u r e z. Es wird darin zunächst— ähnlich wie durch Daillant— aufs nachdrücklichste für die, wohl von keinem ehrlichen Sozialisten mehr bestrittene Nothwendigkeit der Einigung aller sozialistischen Kräfte eingetreten. Und dos Weiteren befürwortet Jaurez, im Hinblick auf die letzten Wahlen, wo in so vielen Wahlkreisen die Sozialisten durch die Landbevölkerung geschlagen wurden, eine s y st e- matische Landagitation, und zu deren Unter- stützung einen parlamentarischen Földzug im Interesse der Land-Bevökerüng. Die Sozialisten müßten den Bauern durch die That bc- weisen, daß ihnen da» Wohl derselben am Herzen liegt.— Das ist ein Schritt in der richtige» Richtung. Namentlich seit dem vorjährigen Kongreß in Marseille haben die französischen Sozialisten zwar viel Arbeit auf die Landagitation verwandt, aber es ist noch lange nicht genug geschehen; und ein parlamentarisches Vorgehen, wie Jaurez es fordert, hätte auch den Vorthcil, de» Bauern zu zeigen, daß es de» Herrn Bourgeois, die ihnen �vor den Wahlen zu schmeicheln pflegen, weil sie den„Bruder Bauer" als„Stimmvieh" brauchen, nicht einfällt,.etwas Ernstliches für sie zu thun. In der nämlichen Nummer der„Kleinen Republik" wird nachstehender Brief Guesde's veröffentlicht: Es ist unwahr, daß in Roubair meine Wahl mit dem Rufe:„Nieder mit dein Vaterland" begrüßt worden wäre. Unter den 0300 Arbeitern, die, indem sie mich in die Kammer schickten, damit ausdrücken wollten, daß Frankreich an der Spitze der internationale» sozialistischen Bewegung stehen soll, war dieser, wie Sie es nennen„Frevelthat" und wie ich es nennen würde„Albernheit" kein einziger fähig. Das, was man gerufen haben könnte— als Antwort auf die wochenlangen bis zum Revolver getriebenen Heraus- forderungen. war„Nieder mit den Vaterlandssimpel»".") Aber dem Journal„le Temps", das die Auflösung der Patrioten- Liga freudig begrüßte, brauchen wir nicht zu erklären, wie die schlimmsten Feinde des Vaterlandes diejenigen sind, di seine Fahne als Reklame und zum Geschäft benutzen. Da der„Temps" einstimmt in den Chor der„Cocarde" der Norton und Ducret, um die 2ö00 Frks., welche die Sozial- demokratie Deutschlands der französischen Arbeiterpartei ge- schickt hat, zu denunziren, füge ich noch hinzu, daß diese Empörung höchst ergötzlich ist, von einer Presse, die mit italienischem und russischem Gold überreich begossen wird, jedesmal, wenn es sich darum handelt, in der Form von An- leihe die französischer Ersparnisse wegzustibiyen. Wenden Sie sich doch um. meine Herren Bourgeois, die Sie die letzte Kundgebung der Arbeiter-Solidarität gegen de» Sozialismus und seine Gewählten ausbeuten wollen; dann wird man die SO 000 Fr. sehen, die Sie für Ihre Kandidaten 1889 von dem preußischen Bankier Hirsch erhielten, sowie die 200 000 Fr., die Sie immer zu Wahlzwecken, 1809 von dem Italiener Cernuschi, erhielten und einstrichen. Und mit einer solchen Vergangenheit, wo Bourgeois- Republikaner und Reaktionäre stets über die Grenzen hinweg, gemeinschaftliche Sache und Kasse gemacht haben, wagen Sie uns den Beistand eines Liebknecht vorzuwerfen, der seinem kräftigen Widerspruch gegen die Annexion von Elsaß-Lothringen zwei Jahre Festung verdankte, eines Bebel, den das patriotische Straßburg soeben gewählt hat; und was reden Sbe von„einer „Rechtfertigung" auf der Tribüne"? Gehen Sie nur auf die Tribüne, wenn Sie den Kopf gonz und gar verlieren wollen. Wir haben keine Angst davor. Bei diesem Stelldichein wie bei jedem anderen werden wir sein, auf Arbeiterehre! Nicht die-Sozialisten werden als Besiegte hervorgehen, sondern das arme Bourgeois-Frankreich, über welches das ernste und monarchische England lachen wird, in dem sich kein„Temps" fand, der nur den Gedanken gehabt hätte, von den sezesstonistisch- irländischen Parlaments-Abgeordneten über dir Millionen für die Wahlschlachten aus den Vereinigten Staaten von Amerika Rechenschaft zu verlangen. Haben Sie die Güte, diesen berichtigenden Brief z» ver- öffentlichen und nehmen Sie meinen französischen und inter- nationalen Gruß! JuleS Guesde, Abgeordneter von Roubaix. Die Einweihung des Denkmals, das auf dem Pöre- Lachaise dem Kommunegeneral Eudes errichtet wurde, war, den vorliegenden Zeitungsberichten nach, eine groß- artige Kundgebung. Alle sozialistischen Gruppen waren vertreten, und am Grab des braven Kommnnards reichten sich alle die Hand, so daß die Feier sich zu einem Ver- brüderungsfest des revolutionären Sozialismus ge- staltete. Unter den Rednern befanden sich Guesde und Vaillant. Und mit den Hochrufen auf die Kommune mischten sich die Hochrufe ans die internationale Sozialdemokratie, was die deutschen Herren Chauvinisten, die aus unseren französischen Brüdern durchaus Chauvinisten machen wollen, sich nierken mögen.— Den Panamiften geht es vortrefflich. Charles de Lesseps ist gestern i» Freiheit gesetzt worden. Zum Fall terz wird der„Kölnischen Volks-Ztg." geschrieben: Frau ornelius Herz bewohnt mit Tochter ihre Villa in Aix-les- Bains, von der die Siegel abgenommen sind, weil das Ver- fahren gegen Herz eingestellt ist.— Die französische Staatsschuld betrug im Jahre 1869 12 931 215 591 Franken, 1874, nach dem Kriege und der Zahlung der Kriegsentschädigung, 23 49ö 993 994 Franken, 1884 27 354 969 933 und 1891 39 481 158 926 Franken. Während 15 Friedensjahren hat die sranzösische Staats- schuld um 7 Milliarden zugenommen. Der Militarismus und die Kolonialpolitik tragen hieran die Schuld, denn Frankreich hätte ohne Militarismus und KolouialpolUik keinen Heller Staatsschulden zu machen brauchen und dabei doch sein Volksschulwesen aus die heutige Höhe bringen, seine Kulturaufgab en erfüllen können. Diesseits ivie jenseits der Vogesen darf der Ruf nicht verstummen: Nieder mit dem Militarismus! Nieder mit der Abenteurerpolitik!— England und Rnstland. Das russische Reich, dessen Eroberungspolitik sich an den englischen Interessen stößt und in dem englischen Weltreich sein Haupthinderniß findet, hat in jüngster Zeit, durch Gründung einer Flotten- station im Mittelmeer, den Traditionen der englischen Politik einen schweren Schlag versetzt. Es hat sich für das Zurückdrängen seines Einflusses auf der Balkanhalbinsel entschädigt— ans Kosten Englands, seines mächtigsten Feindes. Und die Franzosen haben den Russen dabei dienst- willig Vorschub geleistet. Wie konnte Rußland das wagen, da doch England durch ein kräftiges Wort die russische Flotte aus dem Mittelländischen Meere wegblasen kann? Die Antwort heißt: G l a d st o n e. Gladstone ist ein strenggläubiger, bigotter Christ, und er hat seit seiner Jugend— und das ist vielleicht der einzige Gedanke und das einzige Gefühl, dem er in seinem langen und wandlnngsreichen Leben treu geblieben ist einen ingrimmigen fanatischen Haß auf die ungläubigen„heidnischen" Türken, und eine merkwürdige Vorliebe für Rußland, das er berufen glaubt, die Türken aus Europa zu vertreibest. Seine Politik Rußland gegen- über ist daher das genaue Gegentheil der traditionellen Politik Englands. Jedesmal, wenn Gladstone am Ruder war, wurde die russische Politik keck und tanzte John Bull auf der Nase herum— wie das jetzt geschieht. Frei- lich, das geht nur bis zu einem gewissen Punkt, und würde dieser überschritten, so bräche der Zorn des englischen Volks in lodernden Flammen aiis, Gmstoiis flöge in die Luft und der Zar hätte es mit dem englischen V o l k zu thun. Inzwischen sticht Rußland dem englischen Reich überall Verlegenheiten zu bereiten. Man erinnert sich der jüngsten Krawatte in Indien. Wie man nun erfährt, haben die- selben ganz ähnlich begonnen, wie der furchtbare Sipoy- Aufstand des Jahres 1357. Zu diesem bildete den Grund oder Vorwand der Gebranch von Schweinefett bei Zu- bereitung der Patronen. Die Hindus dürfen nämlich nach ihren Religionsvorschriften überhaupt keine thierische Kost, die indischen Muhamedaner kein Schweinefleisch oder Schweine- fett genießen, oder attch nur an die Lippen bringen. Die Er- bitternng wurde damals durch russische Agenten genährt, ganz wie es jetzt unzweifelhaft der Fall ist. Diesmal hat den Anlaß zur Aufreizung das Schlachten von Kühen ge- geben— es hat sich ein sogenannter Kuhschutzverein ge- gründet, der seine Spitze gegen die Engländer richtet und hinter dem Rußland steht. Nach den letzten Berichten ist die Gährnng im Wachsen.— ") Patriot a rds— falschen Patrioten— von patrie, Vaterland. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Donnerstag, den 14. September, Abends 8 Uhr, Unserem Freunde u. Genossen Frih Mauk, gen.„ Schnellfegler", zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Soch!!! 18976 Statt jeder besonderen Meldung. Am 12. d. M. entschlief sanft nach furzen, aber schweren Leiden meine Großer Ringkampf innigit geliebte Frau, unsere Mutter zwischen dem Meisterschaftsringer von Clara Roscher geb. Gottscheck. Dies Deutschland zeigt tiefbetrübt an allen Freunden und Bekannten. 18986 H.. Eberle Donnerstag, 14. September. Opernhaus. Bastien und Bastienne. und dem ehemaligen Preisringtämpfer Bajazzi. Slavische Brautwerbung. jezigen Gastwirth Herrn Neues Theater. Emilia Galotti. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Der verarmte Edelmann. Lessing- Theater. Großstadtluft. Kroll's Theater. Die weiße Dame. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Residenz- Theater. Odette. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. Borher: Madame Farkas. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Becker's Geschichte. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Paul Wamich in der Friedrichstraße. Ferner Auftreten der renommirteften Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Achtungsvoll Ernesto Ciniseli, Direktor. PassagePanopticum. Grösstes Der trauernde Gatte. Gustav Roscher nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. d. M., Nachm. 52 Uhr, von der Leichenhalle des Petri- Kirchhofes, Friedenstraße, aus statt. Danksagung. Für die ehrenvolle Theilnahme und Achtung! Große öffentliche Bolts- Bersammlung Donnerstag, den 14. Septbr., Abends 8½ Uhr, im Alten Schützenhaus, Linienstrasse No. 5. Tages Ordnung: 1. Die Maßregelung der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen im Magazin A. Lubasch. Referent: Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt. 2. Diskussion. Genossen und Genofsinnen! Es sind 34 Angestellte plöglich entlassen worden. Es handelt sich darum, die Gründe für dieses Vorgehen öffentlich festzustellen. Deshalb ersuchen wir um zahlreichen Besuch. dall Die Gewerkschafts- Kommission. 274/10 Frauen und Mädchen- Bildungs- Verein zahlreichen Kranzspenden bei der Be des arbeitenden Volkes für Berlin u. Umg. erdigung meines lieben Mannes, des Restaurateurs Franz Thiele, sage ich allen Verwandten und Bekannten, ins besondere dem Herrn Prediger Hagenau, für die trostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen meinen herzlichsten Dank. 1912b. Wittwe Thiele. Filiale Moabit. Freitag, den 15. September, Abends 8% Uhr: Vereins- Berlammlung im Weddingpark, Müllerstr. 178. Tages- Ordnung: Vortrag des Frl. Wabnitz. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 411/17 Orts- Krankenkasse der Schau- u.Vergnügungs- Maschinenbau- Arbeiter und Etablissement der Welt. verw. Gewerbe zu Berlin. Schöneberg! Der Vorstand. Entree 50 vr. Außerord. Generalversammlung Große öffentl. Volks- Versammlung Castan's National- Theater. Panopticum. Weltberühmte Ausstellung Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. von Wachsfiguren und Gruppen, 107 Gastspiel der badischen Rammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Aufzügen von Gugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Becker's Geschichte. Liederspiel in 1 Att von E. Jacobsohn. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Unser lachendes Berlin. Posse mit Gesang und Tanz. Vor und nach der Vorstellung: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 17. d. M., Nachmittags 8 Uhr: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigt. Preisen: Die Ahnfrau. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Illufionen. Jurgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Miss Gabriele und Mrs. Othon, gr. Luftgymaſtik. Elsa Rosinska, Soubrette. Cordes, Gesangshumorist. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Charles MorleyTrio, musikalische VerwandlungsPantomimisten. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. der Vertreter der Arbeitgeber net und Arbeitnehmer für Männer und Frauen am Freitag, den 15. September, Abends 8 Uhr, im Saale der Schloß- Brauerei zu Schöneberg. Tagesordnung: am Freitag, 22. Sept., Ab. 8 Uhr präz. im Restaur. Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 422/10 Beschwerde des Delegirten Messer- 1. Die Betheiligung der Arbeiter an den Kommunalwahlen, im Ans schluß an die im Oktober d. J. stattfindende Ergänzungswahl.( Referent wird Zahlreiches und pünktliches Erin der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. scheinen der Herren Vertreter ist sehr Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Es ist Pflicht eines jeden Arbeiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson. erwünscht. Der Vorstand. 1906b J. A.: H. Steinfeldt. Zentral- Krankenkasse der Rummelsburg. Maurer, Gipser( Weißbinder) Sonnabend, den 16. September 1893, Abends 8 Uhr, und Stuckateure Deutschl. , Grundstein zur Einigkeit". im Saale des Herrn Borchmann, Berlinerstr. 83: Oeffentliche Versammlung Oertl. Verwaltungsstelle Berlin. der Textilarbeiter u.-Arbeiterinnen für Stralan- Rummelsburg Außerordentliche Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 17. Sept., Vorm. 10 Uhr, bei Herrn Brochnow( früher Drschel), Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Wahl sämmtlicher Hilfskassirer. 2. Wahl eines Bevollmächtigten und zweier Ersaßmänner für Unfälle. 3. Wahl der Thürkontrolleure. 4. Die Anschuldigung des Mitgliedes Wolf, Georg( Steinmetz), gegen die 255/13 ratweil'scheiderwaltung Bierhallen und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. 3weck und Ziel der gewerkschaftlichen Organisation. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Gründung einer Filiale. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 1898b Dem Borstand der Freien Volksbühne habe ich mittels Einschreibebrief 2 Anträge zur Generalversammlung übers fandt; weshalb sind It.§ 28 des Statuts dieselben nicht auf die Tagesordnung gesezt und weshalb ist plötzlich ein so kleiner Saal genommen, in welchem nur ein Fünftel der Mitglieder Plaz findet? A. Laasch. Musik- Automaten NB. Mitgliedsbuch legitimirt. Das F Raffenlotal ist an diesem Sonntag geschlossen. Die Versammlung wird pünktlich Kommandantenstr.77-79. eröffnet Täglich von 5 Uhr ab: Die örtliche Verwaltung. Grosses Frei- Concert. Donnerstag, 14. September 1893: Soiréen der Leipziger Sänger vom Arbeiter- Radfahrer- Verein Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Atten v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Afte Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst Theater. Zum 90. Male: Goldlokke. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Auf. 7 Uhr. Fauteuil 2,50 M. Der Sommergarten ist geöffnet. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Täglich: Krystall- Palatt. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City: Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Nen! Sensationell! Heu! Spreeniven! 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Das führende Organ, der„ Bayrische Kurier", der eit der Verschmelzung des feligen Fremdenblattes" mit ihm weit erheblicher als früher mit dem Geiste der Dummheit gesegnet ist, hat neuerdings den Vogel abgeschoffen, indem er die Eidesfrage der Abgeordneten aufwirft und sich darüber den Ropi zerbricht, ob die sozialdemokratischen Abgeordneten den Eid, welcher den Landtags- Abgeordneten vorgeschrieben ist, mit gutem Gewissen leisten tönnen. Parteinachrichten. " sozialdemokratischen = 10. Jahrg. = Landtags- Abgeordneten Dreesbach und Dr. Rüdt erschienen waren, werden sich die Ge nossen Ueber die Parteibewegung in Greifswald wird uns theiligen: Mannheim, Wiesloch, Pforzheim- Stadt, Pforzheim folgender Wahlkreise an der Landtagswahl be berichtet: Da in hiesiger Stadt alle Lokale von der Polizei uns Land, Karlsruhe Stadt, Durlach Land, Offenburg Stadt abgetrieben worden sind, so mußten die Genossen unsere Lassallefeier am 27. August draußen auf der Chaussee, im Neustädtischen berg- Stadt, woselbst nächstens eine Berathung der Genossen aus und Lörrach Stadt; sehr wahrscheinlich auch = HeidelMühlengarten, dem einzigen verfügbaren Lokale, abhalten. In der Stadt und den Landorten stattfindet. Es wurde nach mehr dem nur kleinen, aber hübsch geschmückten Garten vereinigten sich als dreistündiger Berathung beschlossen, den Genossen derjenigen dann am genannten Tage an 200 hiesige Genossen; die Festrede Bezirke, in welchen die sozialdemokratische Partei nicht in die hielt Genoffe ObI Stettin; dem äußerst interessanten Vortrage Agitation eintritt, strenge Wahlenthaltung zu empfehlen. Ueberall folgten die Genossen mit reger Theilnahme. Nach den zwei Vorträgen des Genoffen Ohl- Stettin am 21. sie vor der Wahlmännerwahl den sozialdemokratischen Landtags dort, wo die Parteigenossen in die Wahlagitation eintreten, sollen und 27. August folgte am Donnerstag, den 7. Septbr., in öffent- kandidaten bezeichnen und die von der Partei aufgestellten Wahllicher Voltsversammlung ein Vortrag des Genossen Mett- Stettin, männer verpflichten, dem proklamirten sozialdemokratischen KanWir haben den Gelehrten des„ Kurier" furz und bündig der sich augenblicklich auf einer Agitationsreise durch Norddeutschland didaten die Stimmen zu geben. Nur solche Wahlmänner dürfen gesagt: mindestens mit demselben guten Gewissen wie die befindet. Trotz des strömenden Regens hatten ca. 60 Genoffen sowie fozialdemokratische Stimmen erhalten. Kompromisse mit anderen Fürsten fönnen die sozialdemokratischen Abgeordneten Ver- einige Genossinnen den weiten und schmutzigen Weg zum Neustädt. Parteien sind ausgeschlossen. Einige Landtagskandidaturen sind fassungen beschwören. Mühlengarten" nicht gescheut; doch mußte man aus dem durch bereits festgestellt; die übrigen werden in den nächsten Wochen Sehr richtig bemerkte die„ Frankfurter Zeitung", daß für die Lampions erleuchteten Garten in das einigermaßen geräumige nachfolgen. Die Genossen in Baden sind aufgefordert worden, fozialdemokratischen Abgeordneten durch den Eintritt Bebel Gaftzimmer, den sogenannten„ Saal", flüchten. Mett hielt einen durch freiwillige Beiträge dem Landtags Wahlfonds zur vollen Liebknecht's in den sächsischen Landtag diese Frage längst gelöst anregenden Vortrag: Ueber den Nußen der Arbeiterorgani Kraft zu verhelfen. Sammellisten versendet der Vorstand der sei. Der Vorwärts", nuser Bentralorgan, hat zur richtigen fationen", in dem er die Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine scharf Landesorganisation. Zeit eine Erklärung Bismarc's ausgegraben, die er 1864 wäh- angriff, sowie über den Achtstundentag und die Frauenbewegung rend des Verfassungskonfliktes im preußischen Abgeordnetenhause sprach. Aus den interessanten Ausführungen sei hervorgehoben, abgab, welche folgendermaßen lautet: wie Mett die Sozialpolitik der Zentrums- und Freisiumsleute beleuchtete und unter anderem die famosen Speisezettel des Herrn Kaplans Hige unter großer Entrüstung zum besten gab. Gegner meldeten sich, trotzdem der Vorsitzende Poggendorf sie dazu aufforderte, nicht zum Wort. In der sehr lebhaften Debatte famen manche lokale Miß- Wie Ihr wißt, beabsichtigt die Verwaltung der Stadt- und stände zum Vorschein; besonders wurde das Treiben der Ringbahn Euch die Dienstverrichtungen, welche den bisherigen hiesigen Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine beleuchtet und ein Nach einem Schlußwort Mett's wurde die vom vorzüglichsten Koupeethüren beim Ein- und Aussteigen aus den Bahnzügen zu diesbezüglicher Artikel des Greifswalder Tageblatts" verlesen. Angestellten oblagen, aufzuhalsen. Man muthet Euch zu, die Geifte getragene Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf schließen. Niemand hat ein Recht, von Euch derartige Dienste die Sozialdemokratie geschlossen. zu verlangen. " Ein Eid auf die Verfassung kann nur bindend sein, wenn man es dem Bereidigten möglich macht, mit der Verfassung zu regieren. Wenn man es ihm aber unmöglich macht, mit der Verfassung zu regieren, so ist selbstredend der Eid auf die Ver: fassung weder für den Träger der Krone noch für seine Minister bindend. Es wird in diesem Falle aus einer Rechtsfrage eine Machtfrage und sie als solche entschieden." Nun, wir meinen, was in letter Linie für die Träger der Krone und die Minister gilt, ist auch für die Volts vertreter recht und billig. Der Bayerische Kurier" sucht allerdings die Verfassung als eine unwandelbare Einrichtung hinzustellen, wie wohl die meisten Abgeordneten des Zentrums sich wiederholt für eine Aenderung der Verfaffung ausgesprochen haben und die Abgeordneten des Landtages, im Verlauf der letzten Legislaturperiode, zwei Gesetzender Pragmatisirung der Beamten und der Aenderung des Branntweinsteuergesetzes ihre Zustimmung gaben, die als ihre Zustimmung gaben, die als eine Aenderung der Verfassung aufzufassen sind. Unser Münchener Bruderorgan hat die Absurdität der Auffassung des Centrumsorganes ganz treffend beleuchtet, hat gefagt, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten, trotz dem Wortlaute des Eides, die Interessen der Sozialdemokratie, die Forderungen unseres Programms, mit aller Entschiedenheit vertreten werden. Dieser ganz natürliche Standpunkt veranlaßt nun das Zentrumsblatt, der M. Post" vorzuwerfen, fie predige den Meineid! Das irritirt uns nicht weiter, unser Münchener Bruderorgan wird dem Frechien des" Kurier" schon zurecht weisen. Wir wollen diese Gelegenheit nur benüßen, um den schwarzen Heuchlern zu zeigen, auf welch fumpfigen Boden sie sich mit ihrer Auffassung des Parlamentseides begeben haben. eidbrüchig. " Noch sei bemerkt, daß die hiesigen Genossen bei der Agitation infolge von Mangel an Agitationsmitteln, des Fehlens eines geeigneten Lotals und der Maßregelungen von Arbeitern, sowohl in der Stadt wie auf dem Lande mit den größten Schwierig wie wir sehnlichst hoffen, mit Agitationsmaterial unterſtüßt, fo feiten zu kämpfen haben. Werden wir von Berlin aus nicht, ist ein erfolgreiches Arbeiten für unsere Sache äußerst schwierig so Die = Tokales. An die Arbeiter Berlins! Ihr macht Euch zu Mitschuldigen einer arbeiterfeindlichen Knauferei zu gunsten des heutigen Klassenstaates, wenn Ihr Gure Hand dazu bietet, den Proletariern des Bahndienstes die Arbeit zu nehmen. Laßt Euch aber nicht durch ein provokatorisches Benehmen höherer Bahnbeamter zu Ausschreitungen verleiten. Weigert namentlich ist äußerste Vorsicht geboten, wenn es zu Feststellungen Euch einfach, das zu thun, wozu Ihr nicht verpflichtet seid; von Persönlichkeiten kommt. Eure Losung im Freundeskreise, in Vereinen und Versammlungen sei jetzt: Niemand schließe auf der Stadt und Ningbahn die Wagenthür! Rect, den wir in unserer gestrigen Notiz als Tugendwächter leuchten sahen, seinen Gutbehrungslohn„ erwirbt", geht uns aus Fachkreisen folgendes zu: Nochmals Herr Keck. Ueber die Art und Weise, wie Herr " festlich geschmückten Lokale des Herrn Ganschow ein Parteitag Neu- Ruppin. Am Sonntag, den 3. September, fand im des Ruppin- Templiner Wahlkreises statt. Der Genosse Krase mann eröffnete mit einer Ansprache die Konferenz. Zum 1. Punkt: Rückblick auf die letzte Reichstagswahl, erhielt Genosse Apelt das Wort, und forderte die anwesenden Delegirten auf, in allen Orten unter ihren Arbeitskollegen recht thätig und eifrig für die Verbreitung unserer Ideen thätig zu sein und nicht zu erlahmen, wenn auch auf den ersten Angriff der Erfolg nicht erreicht würde. Besonders die Ruppiner Genossen geben ein Beispiel dafür; immer wieder haben sie sich aufgerafft, trozdem, wie man wohl sagen fann, die junge Bewegung dort Schlag auf Schlag erhalten hat. Bei der 8ler 28ahl wurden nur 8 Stimmen für Liebknecht abgegeben; diese 8 Mann arbeiteten aber unverdrossen weiter, ohne Das leitende Zentrumsorgan hält die Vertretung des sozial zu ermüden, und zeitigte bei der 84er Wahl 60 Stimmen für Durch das Zahlkellnersystem haben es die Herren Besitzer einbar mit dem Eid der Abgeordneten, durch welchen sich diese für F. Mitan. Endlich, nach langen vergeblichen Versuchen dieser Hinsicht oben benannter Herr gebracht, dessen besondere demokratischen Programms im bayerischen Landtag unver- Bebel. Bei der 87er Wahl brachten wir es auf 208 Stimmen der Wiener Cafés sich recht bequem gemacht, an dem Verdienste ihrer Angestellten mit zu partizipiren. Am weitesten hat es in verpflichten, die Interessen des ganzen Voltes" zu wahren, gelang es uns wieder, drei Wochen vor der 90er Wahl ein Das ist eine ganz schiefe Auffassung, denn die Sozialdemo- fleines Lokal zu bekommen, das wir jetzt noch haben und das Schwäche es als früherer„ Obermeister" der Gastwirths- Innung tratie ist bestrebt, die gesellschaftlichen Zustände so zu gestalten, der Wirth durch Umbau auch schon vergrößert hat. Nun war, die ausgelernten Behrlinge in salbungsvoller Rede vor ,, der daß alle Menschen zu ihrem Rechte gelangen, daß alle Menschen wurden öffentliche Wahlversammlungen abgehalten und die sozialdemokratischen Richtung in der Kellnerschaft" zu warnen. ein menschenwürdiges Leben führen können. Jede Thätigkeit, Agitation wieder etwas reger. Troydem erreichten wir nur Gehalt bekommt ein Zahlkellner bei Herrn Keck nicht; was aber die darauf abzielt, das sozialdemokratische Programm zur Durch 443 Stimmen. Von nun ab ging aber die Agitation durch Wort muß er dem Prinzipal zahlen? Bei Antritt seiner Thätigkeit, führung zu bringen, erfolgt im Interesse und zum Wohle des und Schrift unablässig weiter und sehen wir auch, daß unsere also noch ehe er einen Nickel Trinkgeld alias Almosen ver ganzen Volkes, steht also mit dem Abgeordneteneid i m Arbeit und unser Ausharren nicht vergebliche Mühe war. Wir einnahmt hat, wird ihm für jeden Zuträger,( Unterkellnervollsten Einklang. hatten bei dieser letzten Wahl schon 3105 Stimmen Schlepper), deren er drei hat, eine Mark angeschrieben. Wie steht es aber, die Auffassung des Parlamentseides nach direkt baar zu entrichten als Koftgeld. für unseren Kandidaten aufzuweifen. Diese Stimmen Desgleichen hat er an jeden derselben noch eine Mark dem„ Bayerischen Kurier" zu Grunde gelegt, mit den Abgeordahl überſtieg unſere fühnſten Erwartungen; schreiten wir seinen Gehilfen erkenntlich zu zeigen, giebt er ihnen jedoch Um sich bei vorwärts und arbeiten unverdrossen weiter, so ist, nach neten des Zentrums, die, wie sie selbst zugestehen, vorzugs ber jezigen Stimmung im Kreise zu schließen, nicht ausgeschlossen, in der Regel noch 50 Pfennig bis eine Mart mehr. Dies ent weise die Interessen der katholischen Kirche und, wie an den verschiedenen Gesetzen ersichtlich, hauptsächlich die der daß wir in fünf Jahren bei der nächsten Wahl, einen der spricht schon einer Ausgabe von täglich 7,50 M. mindestens, bejizenden Klasse vertreten? schwärzesten Kreise erobern werden. Bis dahin thut aber noch welche ein jeder der zwei Zahlkellner an den Herrn Prinzipal zu leisten hat. Nach der Auffassung des Bayerischen Kuriers" find alle viele und schwere Arbeit noth, denn der Kreis ist ein ausWeiter hat jeder der zwei Zahlfellner, welche täglich Abgeordneten des Zentrums, welche in der vergangenen Legis- gedehnter Landkreis mit ganz ungenügender Verbindung. arbeiten laturperiode der Abgeordnetenkaminer angehörten, ausnahmslos Beitverhältnisse arbeiten für uns mit und öffnen dem Blödestensatzes zu zahlen, d. h. für je hundert Mart, welche im Geschäft der dritte geht nämlich spazieren 6 pet. des UmDaß die Besteuerung von Lebensmitteln, insbesondere die Kampfe, damit wir endlich den Sieg erringen.( Lebhafter umgesetzt sind, entrichtet er hundertundsechs Mark. Nehmen wir Erhöhung der Malzsteuer gleich um 50 Prozent, nicht Beifall). Zu Punkt 2: Organisation, schlägt Genosse Kraje Kasse mache, fo verdient" Herr Keck hierbei weitere 24 M. brei Gehilfen nur 200 M. im Interesse des ganzen Volkes lag, sondern hauptsächlich die mann vor, sich dem sozialdemokratischen Wahlverein für den Birta 20 Mart also muß ein Zahlfellner oben gedachten Arbeiterklasse fch wer drückt, wird auch der„ Bayerische Kreis Ruppin- Templin, der in Neu- Ruppin seinen Sitz hat, anKurier" nicht bestreiten; seiner Deduktion zufolge sind alle Ab- zuschließen. Der Verein zählt zur Beit 170 Mitglieder. 3weitens: Cafe's an seinen Ausbeuter täglich zahlen, ehe er einen Pfennig geordneten, welche für die Erhöhung der Malzsteuer stimmten Wahl von Vertrauensmännern, die mit dem Parteivorstandessin Ver- für sich behalten darf.. Woher nehmen und nicht stehlen? und die vom Zentrum waren alle dabei eid brüchig. Glaubt man denn wirklich, daß diese Summen ehrlich verdient bindung zu treten hätten. Beide Vorschläge wurden angenommen. Die Erhöhung der Branntweinsteuer geschah Als Presse wurde die Brandenburger Zeitung" nach dem Be- werden können? Ist es nicht vielmehr als sicher anzunehmen, nur zum Nachtheil der Arbeiterklasse, die Zentrümler, welche fich sämmtliche Delegirte, für die weiteste Verbreitung zu forgen. Betrüger? Der Kellner wird durch seine ökonomische Lage förmschlusse des Potsdamer Parteitages anerkannt und verpflichteten Gäste zu betrügen? Wer ist nun hier der Schuldige, wer der daß die Zahlkellner in die 3wangslage gebracht werden, die dafür stimmten, sind eid brüchig. Die Erhöhung der Ministergehälter lag gewiß selbst aus dem hiesigen Wahlkreise einen Delegirten zu senden. lich gezwungen zu betrügen, gezwungen durch seinen ArbeitZur Stellung zum Parteitage schlägt Genosse Trapp vor, nicht im Interesse des ganzen Volkes, die Zentrumsabgeordneten Apelt ist der Kosten wegen dagegen und wünscht, lieber für das geber, der aber in fittlicher Entrüstung überschäumt und ihn sohaben dafür gestimmt, sind somit eid brüchig. Geld Broschüren zu kaufen und unentgeltlich auf dem Lande zu Die sozialdemokratische Petition um Erverbreiten, wodurch der Partei ein größeres Verdienst erwiesen Juristisch ist ein solches Verfahren allerdings unantastbarweiterung des Gemeindewahlrechtes hatte den würde, als wenn dieser Kreis auf dem Parteitage vertreten wäre. leider. Bemerkt sei noch, daß in allen hiesigen Wiener Cafés Zweck, ein Vorrecht des Besizes abzuschaffen, die Zentrums- Die Versammlung beschloß demgemäß. Mit dem Absingen der das gleiche Systein herrscht. abgeordneten haben dagegen gestimmt, ergo sind sie eid- Marseillaise und einem brausenden Hoch auf die internationale brüchig geworden. Sozialdemokratie wurde der Parteitag geschlossen. Stenerliches. Wenn ein deutscher Staatsbürger feine Die Petitionen. um Einführung des Steuern nicht pünktlich bezahlt, weil er nicht kann, so wird er diretten, geheimen Wahlrechtes zum Landtag Für Versammlungsbesucher ist eine Entscheidung, die in Preußen- Teutschland alle Beamten bis herab zum Nachtwächter gemahnt und abermals gemahnt, schließlich gepfändet. Und da lagen im Interesse des gesammten Volkes, die Zentrums- das Reichsgericht gefällt hat, von Interesse. Abgeordneten haben diese in den Papierforb versenft und sich lautet:" Ift dem Einberufer und Vorsitzenden einer Versamm Letztere in der Regel nicht ohne die nöthige Bravour. Die Entscheidung mit der nöthigen Schneidigkeit ausgerüstet sind, so geschieht das damit des Eidbruchs schuldig gemacht. Die stellungen der niederen Eisenbahn- Bediensteten, dieser Versammlung zur Verfügung gestellt worden, so ist der sich längst mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß erVor lung ein Saal vom Eigenthümer desselben behufs Abhaltung daran hat sich der deutsche Reichsbürger bereits gewöhnt, er hat Doch der Arbeiter in den Staatswerkstätten, der Brief Vorsitzende Dritten gegenüber zur Ausübung des Hausrechts die Beamten da ist. Aber, daß es einem Beamten der Steuer träger und niederen Post beamten, Erhöhung des Ge- befugt und die Nichtbefolgung der vom Eigenthümer des Saales erlaubt sein sollte, den Mahnzettel in Abwesenheit des zu für haltes oder Arbeitslohnes betreffend, waren um so berechtigter, nicht widersprochenen Aufforderung des Vorsitzenden an den Mahnenden direkt an die Korridorthüre anzukleben, sodaß er von als man schon die Aufbesserung der gut bezahlten Beamten für Dritten, den Saal zu verlassen, ist als Hausfriedensbruch zu jedem Passanten gesehen werden muß, das möchten wir denn erforderlich hielt. Die Zentrumsabgeordneten haben die Leute bestrafen." mit leeren Worten abgespeist, haben dadurch ihren Eid Reichstreue Radaubrüder und Störer sozialistischer Ver- der Grenzstr. 15; dort wohnt ein Arbeitsmann, der Steuern doch bezweifeln. Und doch ist dies vorgekommen, und zwar in gebrochen. So könnten wir den Zentrumsabgeordneten Zug um Bug üppig gedeihen, wird diese Entscheidung arg verschnupfen, wenn zurückfehrte, schon die Kinder obige Nachricht entgegenschrien. sammlungen, wie sie z. B. in der Gegend von Eisleben noch schuldig bleiben mußte und dem vor kurzem, als er nach Hause den Eidbruch nachweisen, ihre ganze Thätigkeit war, im mersie gegen diese Burschen zur Anwendung gebracht wird. die Auffassung des Bayerischen Kurier" zu Vielleicht nimmt die Steuerbehörde Veranlassung, dafür zu sorgen, Gruude gelegt, ein fortgesetter Eidbruch. daß ihre Organe nicht zum Elend auch den Spott noch fügen. Die Sozialdemokratie und die badischen LandtagsDer„ Bayerische Kurier" wird aus dieser kleinen Blumen wahlen. In Karlsruhe waren am Sonntag die Delegirten von Iese ersehen, zu welchen Konsequenzen feine Definition des Parla 11 sozialdemokratischen Wahlvereinen des Landes zur Beschluß- Wilmersdorf: In diesen nächsten Tagen soll der mit den Man schreibt der Vossischen Zeitung" aus Deutschmentseides führt. Daß unsere Schlußfolgerung ungleich logischer fassung über die Betheiligung an der Landtagswahl versammelt. Charlottenburger Wasserwerken bestehende Lieferungsvertrag dem ist, als die des" Kurier", wird jedermann zugeben. Dahin Es waren nur Orte von Mannheim bis Offenburg vertreten; Vernehmen nach in ein Monopol für diese Werke verwandelt fommt man, wenn man der überflüssigsten, ganz und gar ver- von den Vereinen des badischen Oberlandes zeigten noch die werden. Es erscheint unglaublich, wie unsere Gemeindevertretung alteten Bestimmung der bayerischen Verfassung noch eine Zwangs- Lörracher Genossen schriftlich an, daß sie in die Wahlagitation jetzt, nachdem sich die Leistungen der Gesellschaft in bezug auf auslegung giebt. eintreten. Am gleichen Tage fand auch eine Konferenz der Menge und Güte des Wassers so wenig bewährten, es gut Schwarzwälder Genossen zu Donaueschingen statt. Nach dem heißen sollte, auf etwa 40 Jahre eine Verbindung einzugehen. Ergebnis der Karlsruher Konferenz, die vom Vorsitzenden der aus welcher benachbarte Vororte gerade jest gern wieder Landesorganisation geleitet wurde und zu welcher auch die beiden heraus möchten, allein schon wegen des einen Borrechts " V die nur und 1 gelöst mit Charlottenburgs, daß den anderen Vororten das Wasser schirm zur Erde nieder. Ein Spiel der Elemente und unfähig, beit, Brecheisen Dietrichen fann. Eine andere Gruppe betrieb besonders gesperrt werden muß, wenn es für diese Stadt nicht irgend etwas dagegen zu thun, wurden die Aeronauten vom werden ausreicht. Vor allem sollte erst abgewartet werden, wie der Sturm hin und her gepeitscht, und der Fallschirm selbst den Diebstahl an auf der Straße unbeaufsichtigt gelaffenen Streit mit den Nachbarorten ausgeht, und wie sich die Anlagen tam trok der Schwere und seines Ballastes erst nach zirka halb- Sachen. Es handelte sich hierbei immer uin Geschäftswagen, der Wasserwerke bewähren; aber es scheint fast, als wenn es stündiger Schwebe im Felde bei Erbenheim zur Erde. Vorher welche die Hausdiener der betr. Geschäfte, während sie in einem Sonderinteressen find, die so sehr auf Abschluß des Monopol- aber hatten die Luftschiffer einen sehr gefahrvollen Zwischen Hause eine Bestellung auszurichten hatten, auf ganz furze Zeit Vertrages drängen, denn anders ist die Bevorzugung gewisser fall zu überwinden. In der Nähe der Wasenmeisterei an sich selbst überlassen batten. Eine dritte Gruppe endlich betrieb Straßen in bezug auf fostenfreie fofortige Rohrlegung und der Frankfurter Chaussee in einer Höhe von 30 Metern etwa die Leichenfledderei, indem die betr. Angeklagten in der Nachtzeit Sprengung, wie sie der Vertragsentwurf vorsieht, nicht zu er schlug der Fallschirm um, so daß die Abstürzenden nach oben angetrunkene Männer, die ihnen entgegen tamen, zu Boden warfen tlären. Bisher müssen alle Interessenten die Rohrlegung init und der Fallschirm nach unten fam. Dies dauerte nur einen und sie ihrer Portemonnaies beraubten. Abgesehen von den 2,50 M. das Meter à fonds perdu an die Gesellschaft bezahlen. Moment, dann brachte ein erneuter Windstoß wieder die natür- 22 Ginbruchsdiebstählen stehen noch 10 Fälle zur Anklage, in Es erscheint wünschenswerth und im Interesse der Gemeinde liche Lage des Gefährts zu Stande. Raum aber war dasselbe denen in der gedachten Weise Hausdienern Waaren entiendet liegend, daß dem Stürmen und Drängen von der Gemeinde- der Erde nahe, als ein abermaliger Windstoß die Luftschiffer worden sind. Die Angeklagten find zum größten Theil schon vertretung noch ein Halt geboten wird, und daß wir noch eine packte und eine große Strecke Wegs durch das aufgeweichte Feld vorbestraft, einzelne haben schon ein längeres Strafregister, andere Weile ohne ein Wasser- Monopol auszukommen suchen, denn es schleppte. Dabei erlitten beide nicht unerhebliche Verlegungen. find mit dem üblichen Spiznamen von der Verbrecherzunft ge= handelt sich um eine gar wichtige Frage. Lattemann verstauchte sich mehrere Rippen, so daß sofort eine wissermaßen in Eid und Pflicht genommen. Das Ergebniß dicke Geschwulst entstand und er sich ins städtische Krankenhaus der umfangreichen Verhandlung werden wir morgen mittheilen. begeben mußte. Mappes erlitt eine Verstauchung des linken Fußes und Hautabschürfungen an der rechten Hand. Lattemann it trotz seiner schmerzhaften Berlegungen wieder mit seinem verbesserten Heißluftballon aufgeftiegen und glücklich zwischen Offen bach und Oberrad gelandet, nachdem sich der Ballon, wie vor Schon war eine gesehen, in einen Fallschirm verwandelt hatte. Vertagung in Aussicht genommen, als einer der fehlenden Die Vorwürfe Der im Schloßgarten Bellevue erfchoffen aufgefundene Beugen nach dem anderen sich einstellte. 34 Jahre alte Dr. phil. Karl Mäter hatte bei der Zimmerver des Borsigenden steigerten sich mit jedem Erscheinenden, einen triftigen Entschuldigungsmietherin Marquardt in der Melanchthonstraße 23 eine möblirte von denen fein einziger " Ich bin geschäftlich etwas Stube inne. Er ist hiesigen Blättern zufolge der Sohn eines in grund vorzubringen wußte. „ Die Pferdebahn war besett" der Proving Posen verstorbenen Pastors, studirte hier in Berlin aufgehalten worden" und sollte im Oktober eine Prüfung ablegen. Da er ohne Ver. Ich bin etwas kränklich" lanteten die Einwendungen. Dem zumögen war, mußte er sich die Mittel zum Leben und zum letzt erschienenen Zeugen ging es am schlechtesten. Er führte zu Studium durch Privatunterricht beschaffen und verdiente bet einer feiner Entschuldigung an, daß die Pferdebahn, die er benußt, Familie in Charlottenburg monatlich 150 Mark. Bereits vor einem Zusammenstoße ausgefegt gewesen wäre und dadurch eine mehreren Wochen fagte er seiner Witthin, daß er die Quälerei Verzögerung erlitten hätte. Dem Vorsitzenden erschien dies wenig nicht mehr ertragen fönne; es sei erdrückend, daß er sich erst das glaublich. Er erkundigte sich nach der Strecke und dem Orte, Studiengeld verdienen müsse, ehe er an das Studium selbst denken wo der angebliche Zusammenstoß stattgefunden habe und wies fönne. In niedergeschlagener Stimmung verließ er am 4. d. den Zeugen auf den§ 138 des Str.-G.-B. hin, wonach ein Zeuge, feine Wohnung und hat sich wahrscheinlich schon an diesem Tage Geschworener oder Schöffe, der eine unwahre Thatfache als Entim Schloßgarten Bellevue erschossen, wo man ihn erst am Sonn- fchuldigung vorschüßt, mit Gefängniß bis zu 2 Monaten bedroht wird. abend auffand. " Mit welchen Geistesprodukten" auf die Dummheit der Menschen spekulirt wird, hat die lehthin stattgehabte Verhandlung vor dem Gewerbegericht gegen die Firma G. Barthel's Buchdruckerei und Buchhandlung recht deutlich gezeigt. Einige diefer zumeist von Lehrlingen hergestellten Werke" find durch die Gerichtsverhandlung felbft bereits bekannt geworden. 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In das Krankenhaus Moabit ist dagegen wiederum eine Perfon gebracht worden, die verdächtig erscheint; jedoch liegt wahrscheinlich auch in diesem Falle teine Cholera vor. Von einem anderen Berichterstatter wird noch geschrieben: Unter cholera ähnlichen Erscheinungen ist vorgestern Nachmittag die 44 jährige Schneidersfrau Marie Tiez, Ackerstr. 158, gestorben. Es hat sich herausgestellt, daß sie furz vor ihrem Tode aus einer Flasche, welche die Bezeichnung Augsburger Effenz" trug, getrunken hat. Wahrscheinlich hat sich in der Flasche Gift befunden; jedoch erscheint es ausgeschlossen, daß die T. Selbstmord beInfolge der Mauöverstrapazen find zahlreiche jetzt beim 1. Garde- Regiment 3. F. zur Uebung eingezogene Reservisten ankt und nach Potsdam zurückbefördert. Dort wurden die felben, falls die Krankheit nicht allzu ernst war, auf ihren Wunsch sofort entlassen, womit den Leuten natürlich sehr gegangen hat. dient war. mittlere von Dak Pünktlichkeit vor Gericht eine besondere Pflicht der Geladenen ist, wurde gestern einer Anzahl Beugen seitens des Borsßenden in eindringlichster Weise vorgehalten. Es sollte eine Sache mit vielen Zeugen verhandelt werden. Nur etwa die Hälfte der Geladenen war zur Stelle. Auf dem Ringbahnhof Moabit gerieth gestern Vormittag Ein fühner Sprung in eine Eierfifte macht den Gegegen 102 Uhr eine Lowry Stroh auf noch nicht aufgeklärte richten eine erhebliche Arbeit. Am 25. Juli v. J. sprang aus Weise wahrscheinlich durch Funken einer vorüberfahrenden der Mitte einer Gruppe von jungen Leuten, welche an dem Maschine in Brand. Die Feuerwehr in der naheliegenden Laden des Kaufmanns Bolt am Roppenplage vorbeikamen, plötzThurmstraße wurde sofort in Kenntniß gefeßt und war mit ge- lich einer hoch in die Luft und stand im nächsten Augenblicke wohnter Pünktlichkeit zur Stelle. Inzwischen waren die Bahn- mit beiden Füßen in einer am Ladeneingange ausgestellten Gierarbeiter bemüht gewesen, die zunächst anhängenden Waggons des tifte. Nachdem er etwa 4 Schock Gier zertrampelt hatte, sprang betreffenden Güterzuges zu schützen. Es gelang, den brennenden er wieder aus der Kiste und floh, gefolgt von dem empörten GeBagen loszuloppein und durch eine Rangirmaschine auf ein schäftsinhaber und dessen Kommis, eiligst von dannen. Er wurde Debengeleise zu schleppen, jodaß der Feuerwehr ermöglicht wurde, aber gestellt und durch einen Nachtwächter zur Wache gebracht, bequem und ungestört durch die vorbeifahrenden Züge, zu arbeiten. wo er sich als der Schraubendreher Bruno Wagner vorstellte. Leider war der Bahnhofshydrant wegen seiner Lage zwischen den Letzterer wurde seinerzeit vom Schöffengericht wegen SachGeleisen weder zum Anschluß noch zum Füllen der Wasserwagen beschädigung zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt, legte aber In dem gestrigen Termine vor der zu benußen, es mußte der ziemlich weit abgelegene Hydrant in Berufung ein. der verlängerten Bremerstraße in Anspruch genommen werden. fünften Straffammer behauptete er plötzlich, das Opfer einer da er weder den kühnen Nachdem noch ein zweiter Löschzug in Thätigkeit getreten war, Personenverwechselung zu sein gelang es bald, die brennenden Strohmaffen abzulöschen. Nach Sprung ausgeführt, noch aber zur Wache gebracht worden sei. etwa einstündiger Arbeit konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Während der geschädigte Kaufmann Volt mit ziemlicher SicherMarktpreise in Berlin am 12. September, nach Ermitte- heit dabei blieb, daß der Angeklagte sowohl der Springer, als fungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von dreher Paul Cristall, als den Attentäter vor und behauptete, der Verhaftete fet, führte Wagner seinen Freund, den Schrauben15,60-15,50 m., mittlerer von 15,40-15,30 M., geringer von 15,25-15,20 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,40-13,00 m, daß dieser, der oft vorbestraft ist und polizeilich nicht gemeldet war, seinen Namen und sein Nationale auf der Wache mittlerer von 12,90-12,60 M., geringerer von 12,50-12,20 Wt. fälschlich angegeben habe. Cristall bestätigte denn auch vollGerste per 100 Kg. gute von 19,00-17,70 M., 17,60-16,40 m., geringe von 16,30-15,00 M. Safer per 100 Ra. ständig, daß er derjenige Mann gewesen, der an dem betreffenden guter von 18,40-17,20 W., mittlerer von 17,10-16,00 m. Abende zur Wache gebracht worden sei. Der Gerichtshof war geringer von 15,90-14,80 M. Stroh, Richt: per 100 kg. von 6,80-5,63 M. Heu pr. 100 kilogr. von 8,80-6,50 m. Erbsen, gelbe Glauben zu fchenfen; er schien sich vielmehr der Ansicht zum Rochen per 100 Rg. von 40,00-24,00 M. Speisebohnen, weiße 8uzuneigen, daß hier ein falsches Spiel getrieben werde, welches per 100 kg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 Kg. von 80,00 vielleicht darin feine Erklärung finde, daß gegen Cristall der bis 80,00 M. Kartoffeln per 100 g. von 8,00-5,00 m. Rind- nöthige Strafantrag nicht vorliege. Schon die Thatsache, daß legt erer behauptete, in der Trunkenheit von einem Dritten auf 34 600 Mark gestohlen wurden in Potsdam in der fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch die Eierfifte gestoßen zu sein und nur mit einem Bein in der vorigen Woche, wahrscheinlich am Freitag Abend, dem 82jährigen per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Sg. von die Gierkifte gestoßen zu sein und nur mit einem Bein in der Musterzeichner A. Paulus, welcher in der Französischenstraße 10 1,60-1,00 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. Hammel- Rifte geftanden zu haben, mußte Mißtrauen erwecken, da nach ein Haus befißt und dort eine Art Einsiedlerleben führt. Die fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 den Beobachtungen der übrigen Zeugen der Betreffende in einem Tochter des alten Mannes, Frau B., wohnt in Berlin und ist bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,20 m. Fische per rege Irechten Sprunge mit beiden Beinen zugleich in die Gierkiſte die Wittwe eines früher bei Borsig thätig geweseneu Direktors. 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 2,80-1,20. gera then war. Der Gerichtshof ließ daher die Aussagen dieses Derselben steht aus der Hinterlassenschaft ihrer Mutter eine Bander von 2,40-1,20 m. Hechte von 2,00-1,00 m. Barsche ihm nicht klassisch erscheinenden Zeugen forgfam protokolliren monatliche Rente von 100 M. zu, welche sich dieselbe am Mitt von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 m. Bleie von 1,40 und beschloß die Vorladung weiterer Zeugen, um prüfen zu fönnen, ob die Selbstbeschuldigung des Zeugen Cristall Glauben woch wiederum von dem Vater abgeholt hat. Bei dieser bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 15,00-1,50 M. verdient. Gegelegenheit war das Geld und awar 30 000 m. in Papieren, deren Nummern bekannt sind, in Gold noch es fehr, seinen Ausgaben sehr ein. Als er Leuten in einer Schöffengerichtssigung, die dieser Tage hier stattAbend eine Schneiderrechnung bezahlen wollte, stellte es sich fand. Ein Amtsanwalt, der Schuhmännern Furcht vorwirft heraus, daß das gesammte Gelb, das in zwei Sparbüchsen aufman wird einräumen, daß ein solches Greigniß zu den Seltenbewahrt war, welche in einer Kommode standen, gestohlen war. heiten gehört, in Preußen wenigstens. Der Seltenheit sei eine Am Freitag Abend war es dem alten Herrn, der sehr schwer fleine Schilderung gewidmet. Die beiden Schußleute, die den hörig ist, so, als fähe er eine mit einem rothen Kleid angethane erwähnten Vorwurf hinnehmen mußten, hatten eines Abends in der Frauensperson aus seinem Zimmer nach dem Keller huschen. Er Unter der Anklage des Querulirens hatte gestern der Hollmannstraße zwei Prostituirte verhaftet und mit ihnen den Weg lief derfelben nach, fonnte aber nichts entdecken und legte der Sache weiter kein Gewicht bei. Als nun nach der Entdeckung Rammmacher Karl Grand vor der dritten Strafkammer des nach der Alexandrinenstraße, wo sich eine Polizeiwache befindet, eingeschlagen. Beuge der Verhaftung war ein Bildhauer, Namens B., des Diebstahls Nachforschungen angestellt wurden, fand man eine Landgerichts I zu erscheinen. Gr that es mit selbstbewußter ein junger, fleiner, schwächlicher Mensch. Neugierig sah er dem Kassette in dem Vorteller des Hauses, welcher erbrochen war, die Miene und mit einem umfangreichen Aktenstück versehen. Nach Auftreten der Beamten zu und als diese sich mit ihren Hästandere lag auf dem Spinde in der Wohnung des Bestohlenen, Feststellung seiner Personalien erbat der Angeklagte sich das lingen in Bewegung fetten, folgte er ihnen. Er verband dabei ebenfalls ihres Inhalts beraubt. Der Verdacht, den Diebstahl Wunsch wurde ihm gewährt. Derr Präsident," hob er an, ich in der unterhaltung, die ihm die Verhaftung gewährte und das Wort, ort, bevor der Anflagebeschluß verlesen worden sei. Sein das Angenehme mit dem Müzlichen. Das Angenehme bestand vollführt zu haben, fentt sich auf eine in Berlin wohnende erhebe den Einwand der Unzuständigkeit des Gerichts, da die Mügliche bestand darin, daß der Weg, den die Schuhleute Frauensperson, für welche der Bestohlene, tros seines hohen Anflage unter dem ungerechtfertigten Schutz falsch verstandener nahmen, auch der feinige, nämlich sein Heimweg war. Der Alters, fich fehr interessirte und ein Verhältniß mit ihr an Geseze erhoben ist." Dieser Einleitung folgte eine Rede, die ein Bildhauer wohnte in einem der Polizeiwache in der Alexangeknüpft hatte. so trauses Durcheinander von juristischen Ausdrücken bot, daß drinenstraße gegenüber liegenden Hause. Die Schußleute Die Tochter des Zigeuners Jeho Petermann befand nur ein allgemeines Kopfschütteln darauf erfolgte. bemerkten bald, daß der junge Mann hinter ihnen fich am Freitag im Moabiter Kriminalgerichtsgebäude. Die jetzt Gerichtshof trat wegen des Antrages des Angeklagten dies zu unterher fam, und sie forderten ihn auf vierjährige Helene war vor etwa 21/2 Jahren von Spandauer in Berathung, faßte aber den Beschluß, in die Ber- laffen. B. fah keinen Grund für die Berechtigung dieser weil durch die Rede Des Einwohnern von einem entsetzlichen Zobe errettet worden. Sie handlung nicht einzutreten, befand sich damals bei der Truppe Petermann's, dem das Angeklagten Zweifel an deffen zurechnungsfähigkeit entstanden leute mit zwei Prostituirten schritten, störte ihn nicht. Ihm wieder weisung. Er ging ja nach Hause. Daß vor ihm zwei Schutztränkelnde Kind ein Dorn im Auge war. Bei einer jeien. Der Gerichts- Physikus, Medizinalrath Dr. Long, soll mit fiel es nicht ein, die Schußleute stören zu wollen. Er setzte also Zigeunerfestlichkeit in Spandau wurde es von seinem Vater der Untersuchung des Angeklagten auf seinen Geisteszustand feinen Weg weiter fort, immer hinter den Schuhleuten her. Noch und anderen Mitgliedern der Bande unmenschlich gemißhandelt, beauftragt werden. einmal forderten ihn die Beamten auf, ihnen nicht zu folgen, er ließ M. Polizeibericht. Am 12. 53. Mts. Nachmittags entstand in und 4600 m. den Dachgeschossen der Häuser Oranienste, 78 und Yorfstr. 78 Der alte Paulus liebte über Nothflagen und schränkte sich in Feuer, wodurch in beiden Fällen die Hälfte der Dachſtühle zer Außerdem fanden zwei kleine Brände statt. am Sonnabend stört wurde. nun Gerichts- Beitung. " Der haben Furcht gehabt!" Wer sprach diesen Vorwurf aus? Der ,, Grober Unfug". Die Volts Zeitung" berichtet:„ Sie Vertreter der Anklagebehörde, ein Amtsanwalt, zu zwei Schutzso daß es endlich fein Lebenszeichen mehr von sich gab. Augen Ein umfangreicher Diebstahls und Gehlerprozeß sich aber auch dadurch von der Richtung feines Weges nicht abzeugen entrissen Petermann das Kind, als er es wie einen wurde gestern unter der Firma„ Merten und Genossen" vor der bringen. Jezt hatten die Beamten ihr Ziel erreicht. Während sie Gummiball umberwarf. Er wurde zu zwei Jahren Gefängniß dritten Straffammer des Landgerichts I verhandelt. Die An- mit den Häftlingen die Wache betraten, blieb B. vor der Thür der verurtheilt. Troß ihrer zahlreichen Verlegungen wurde die Kleine im Spandauer Krankenhause dem Leben erhalten und lage richtet sich gegen 22 Angeklagte, von denen 18 zur Stelle Wache, feinem Hause gegenüber, stehen und bemühte sich, seinen dann nach ihrer Genesung vom Arbeiter Schiwa in Spandau waren, und da bei dem umfangreichen Apparat, der in Be: Kragenknopf, der aus dem Knopfloch gefallen und zwischen Hemd an Rindesstatt angenommen. Von jenem Erlebnis ist dem wegung gesetzt werden mußte, der Strafkammer- Saal nicht aus- und Wefte gerathen war, hervorzuangeln. Er war mit dieser Rinde nichts weiter geblieben, als eine Brandwunde, die fast die reichte, mußte die Verhandlung im kleinen Schwurgerichts- Saale barmlofen Arbeit noch beschäftigt, als die beiden Schuyleute an rechte Stirnhälfte bedeckt und davon herrührt, daß die Zigeuner stattfinden. Im November und Dezember v. J. kamen nament- ihn herantraten und ihm geboten, mit nach der Wache zu kommen. das Kind bei lebendigem Leibe am Lagerfeuer verbrennen lich im Norden Berlins zahlreiche nächtliche Einbrüche vor, B. gehorchte. Auf der Wache stellte man seine Persönlichkeit wollten. Liebevolle Behandlung hat das Kind für alles Un- welche die Striminalpolizei längere Zeit in Athem hielten. Fast fest und dann entließ man ihn. Kurze Zeit darauf ging B. ein immer waren Geschäftslokale, welche Nachts ohne Bewachung Strafmandat in Höhe von einigen Mark wegen Verübung groben gemach entschädigt. Helene ist, wie der„ A. f. d. H." schreibt, waren, die Schaupläge der Diebstähle; die Eingangsthüren Unsugs" zu. Die Uebertretung wurde darin gefunden, daß B. hinter ein munteres und, der Zigeunerart entsprechend, auch ein gewaren sehr kunstgerecht durch Nachschlüssel eröffnet und den Schuhleuten hergegangen war. Der Bildhauer erhob Widerlehriges Kind geworden, das geläufig deutsch und polnisch, die die Beute, welche den Dieben in die Hände Hände fiel, spruch und nunmehr hatte das Schöffengericht darüber zu beMuttersprache ihrer Adoptivmutter, spricht. Als Beugin war fie war faft in jedem Falle eine recht beträchtliche. finden. Der Angeklagte betonte, daß er nichts mehr und nichts nicht geladen, sondern deren Mutter. Diese hatte das Kind mit In einzelnen Fällen mußten fich die Einbrecher in weniger getban, als ruhig nach Hause zu gehen. Wo da der gebracht in der Besorgniß, daß es ihr von umherstreifenden das betreffende Haus eingeschlichen haben, in anderen Fällen grobe Unfug liegen solle, vermöge er beim besten Willen nicht Zigeunern wieder geraubt werden könnte. haben sie nach vollbrachtem Verbrechen augenscheinlich an Ort und einzusehen. Die beiden Schußleute, als Zeugen gehört, ver" Eine verhängnißvolle Ballonfahrt hat der bekannte Stelle gemüthlich Nachtruhe gehalten, ehe sie sich und ihre Beute mochten außer dem Erzählten nichts weiter zu bekunden. Hier Berliner Luftschiffer Lattemann am Sonnabend in Wiesbaden in Sicherheit brachten. Den Kriminalfommiffaren Reßmann und erhob sich der Amtsanwalt erregt und bemerkte, zu den Zeugen bestanden. Dem Franff. General- Anzeiger" wird darüber be Klatt gelang es erst nach vielen Mühen, die Angeklagten als die gewandt: Durch das Betragen des Angeklagten ist doch weder richtet: Der Assistent Lattemann's war der bekannte Luftschiffer Diebe bezw. Hehler festnehmen zu können und die Ermittelungen ein Auflauf, noch eine Ruhestörung, noch eine Verunreinigung Alfred Mappes von hier. Das Wetter war regnerisch und der beiden Sicherheitsbeamten ließen teinen Zweifel darüber, daß oder dergleichen entstanden! Wo ist denn da der grobe Unfug zu stürmisch. Dessen ungeachtet stieg der Ballon, den man nach es sich hier um eine weitverzweigte Diebesbande handelte, die suchen? Warum haben Sie dem Angeklagten verboten, Ihnen zu dem Absturz seinem Schicksal überließ. Mahe bei dem Kurs in verschiedensten Gruppirungen die von einzelnen ausbaldowerten folgen? Warum haben Sie ihn zur Wache sistirt?" Die Schußleute Etablissement unternahmen Lattemann und Mappes bas toll Diebstähle zur Ausführung brachten. Ihre Thätigkeit war eine erwiderten, daß beim Verhaften von Prostituirten Vorsicht geboten Kühne Wagniß und ließen sich gemeinschaftlich an einem Fall sehr vielseitige. Eine Gruppe vollzog die schwere" Ar. set, denn häufig geschehe es, daß ein„ Louis" den Verhafteten zu " " Hilfe zu kommen fuche. Also Sie haben Furcht gehabt?" fuhr gemacht, so daß fie wohl etwas generöfer gegen ihre Beamten| Minimallohn, einen Marimalarbeitstag und Betriebswerkstätten, Der Amtsanwalt zu den beiden Schuhleuten fort. Aus Furcht und Arbeiter hätte sein können. in der Konfektion durchzuführen. Deffen ungeachtet, solle on vor dem Angeklagten haben Sie ihm verboten, Ihnen zu folgen! Niemand den Muth verlieren. Die Arbeiter und ArZwei starte bewaffnete Männer wie Sie, fürchten sich vor einem Die Verarmung in Defterreich- Ungarn. Nach einer beiterinnen der Herrenkonfektion müßten sich zusammenschließen so fleinen, schwächlichen Menschen wie es der Angeklagte Busammenstellung des Abg. Adamek giebt es in Desterreich zu einer Organisation. Redner hält den kürzlich gegründeten ift!" Der Amisanwalt beantragte hierauf, den Angeklagten Ungarn vier Millionen Ortsarme, 16 Millionen arbeitsunfähige Fachverein der Herrenkonfektions- Schneider und-Schneiderinnen freizusprechen, da im Verhalten des Angeklagten nicht im Kinder, Greise und Krüppel, neun Millionen verheirathete Tag für die zweckmäßigste Organisation. Genosse J. Tivi merMindesten etwas Sträfliches zu finden sei. Das Gericht erkannte arbeiter mit einem Jahreseinkommen von 180 Gulden, zwei weiterte die Ausführungen des Referenten, indem er die Ursachen demgemäß. ismin Millionen Arbeiter, Dienstboten 2c. mit einem Jahreseintommen der traurigen Verhältnisse in der Herrenkonfektion beleuchtete. von 300 Gulden und nur 1 691 060 Personen mit einem höheren Der Lohndruck werde zunächst, führte Redner aus, dadurch geGinkommen. Den Wohlstand" unter der Bauernschaft illu- fördert, daß die Hausindustrie diese Branche vollständig beherrsche. strirte derselbe Abgeordnete in den Delegationen mit folgenden Das Solidaritätsgefühl werde durch die Konkurrenz der HausZiffern: In den letzten 13 Jahren wurden in Böhmen 46 889 industriellen unter sich vernichtet. Sie unterbieten sich, worunter Bauerngüter im Schätzungswerthe von 206 077 019 Gulden vornehmlich die Arbeiterinnen leiden müßten. Die Konkurrenz exekutiv verkauft. Bei diesen Verkäufen tamen Tabulargläubiger unter den Arbeiterinnen werde gestärkt durch den Zuzug aus den um 79 866 718 Gulden. In den letzten elf Jahren wurden in Provinzen. Schließlich kämen noch die Beamtenfrauen als KonGalizien 21 881 Bauerngüter im Werthe von 23 Millionen furrentinnen hinzu, die sich gern ein„ Nadelgeld" verdienen möchten. Gulden exekutiv verkauft. In Ungarn befinden sich 40 pCt. des Weil die deutsche Konfektion auf eine ganze Reihe von Städten Grundbesitzes in Wucherhänden und 30 pt. der Bauerngüter sich vertheile, halte er, Redner, es für falsch, sich in lokalen find arg verschuldet. Vereinen zu organisiren, wie die Gründer des KonfektionsschneiderVereins es scheinbar beabsichtigen. Sollten die Mißstände in der Herrenkonfettion beseitigt werden, dann sei eine überall hinreichende Organisation von Nöthen, und eine derartige Vereinigung bestehe schon lange im Verbande. Soziale Uebersicht. NB. Hauptsächlich werden Adressen aus den gesperrt gebruckten Orten verlangt. Die Berliner Agitationstommission. der Schuhmacher. J. A.: A. Fleischer, Berlin, Höchsteftr. 11. Alle Arbeiterblätter, namenelich die der östlichen Provinzen, werden freundlichst um Nachdruck gebeten. Achtung! Johannisthal, Nieder- Schönweide und Umgegend. Und um solch elende Zustände aufrecht zu erhalten, au ver ewigen, werden seitens der herrschenden Klaffen alle Hebel in Bewegung gefeßt; die Flinte schießt, der Säbel haut. Wie lange noch wird's ihnen gelingen? In der an die Lagerhalter gerichteten Aufforderung, die wir am Sonntag brachten, befindet sich ein Fehler. Es muß in derfelben Seite 18 des Protokolls statt Nr. 18 heißen. Dersammlungen. Das tomme zum Achtung, Schuhmacher! Da von seiten des Zentralvorstandes des Vereins deutscher Schuhmacher vom 1. Oftober an eine planmäßige Agitation zur Stärkung der Gewerkschaftsorganisation über ganz Deutschland in Szene gefeht werden soll, aber die nöthigen Adressen fehlen, um mit den Kollegen in Verbindung zu treten, welche dieses Unternehmen unterstützen wollen, werden die Kollegen resp. die Vertrauenspersonen der sozial 10 demokratischen Partei, welche mit Kollegen unserer Branche betannt sind, ersucht, ihre Adressen an den Zentralvorstand des Vereins deutscher Schuhmacher in Nürnberg, Aeußere Lauferstr. 21, Eine Dienstmädchenversammlung wurde am vergangenen Herr Bali bespricht die Lohnverhältnisse in der Herrenumgehend gelangen zu lassen. Anschließend daran ersucht die Sonntag ebenfalls in Wien abgehalten. Die Klagen, die in der- fonfettion. Ihm sei angeboten worden, Hosen für 35 Pfg. das Berliner Agitationskommiffion der Schuhmacher die Kollegen selben vorgebracht wurden, sind die gleichen, die in Deutschland Baar zu machen, er habe es aber abgelehnt. Der Redner führt aus den östlichen Provinzen, welche hier arbeiten, Adressen aus ertönen; geringe Löhne, elende Behausung und Beköstigung und eine Reihe von Preisen an, die allgemeines Gestaunen in der ihrer Heimath, sowie die Adressen der Vertrauensleute derselben eine aller Menschlichkeit hohnsprechende Behandlung und Aus- Versammlung bevorriefen. In der weiteren Delatte wurden die uns baldmöglichst an Unterzeichneten zu senden. Folgende Orte beutung. Das ganze Bild wird, ebenfalls wie in deutschen Firmen Gottschalt u. Söhne und Weltmann als solche bezeichnet, sollen von Berlin aus bearbeitet werden: Eberswalde, freien Landen, umrahmt von einem uralten Gefeß, das einem bar- welche feinen angemessenen Arbeitslohn zahlen. Sonst sprach walde, Angermünde, Stettin, Prenzlau, Bajewalt, barischen Zeitalter angepaßt, das„ Gesinde" mit Leib und Seele man nur noch zu der Organisationsfrage. Ein Beschluß in der Straßburg i. U., Schla we, Anklam, Wolgast, Greifswald, der Herrschaft" überliefert und es natürlich weder gegen Be- Angelegenheit wurde nicht gefaßt Stralsund, Demmin, Neu Brandenburg, Neuschimpfungen noch gegen förperliche Mißhandlungen schützt. " NeuadStrelit, ma Potsdam, Spandau, Köpenick, Weißenfee Weniger denn auch als die gehörten Klagen, hat die Thatsache Die in der Gold- und Silber- Industrie beschäftigten und sämmtliche Vororte Berlins, Brandenhurg, Straus- an sich, daß sich die Dienstmädchen zur öffentlichen Besprechung Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am 11. September bei berg, Nauen, Schwedt, Rixdorf und Charlotten- ihrer Lage aufgerafft haben, Aufsehen erregt, und fast posfirlich Joel eine gut besuchte Versammlung ab, in der Reichtags= burg. Kollegen allerorts, die Agitation foll am 1. Oktober ist das Gezeter, das die korrumpirte bürgerliche Presse ob dieser Abgeordneter M. Liebknecht über Die Zwecke und Ziele beginnen. An welchem Lage An welchem Tage die Versammlungen in Auflehnung gegen die Gebote göttlicher Ordnung erhebt. Be- der Gewerkschaftsorganisation" sprach. Reduer führte aus: Die den einzelnen Orten stattfinden, wird von dem betreffenden sonders die Neue freie Preffe" ist ganz aus dem Häuschen ob Gewerkschaftsbewegung in Deutschland entspreche durchaus nicht Agitator dorthin berichtet werden. Halten manche Orte die der Befürchtung, daß die Vertreter der fatten Moral zu den Anforderungen, welche an eine folche Bewegung gestellt Agitation aus irgend einem Grunde in genannter Zeit für nicht Hause eines Tages einmal durch sozialdemokratische Dienst- werden müssen. Staunen tönnte man über die Geringfügigkeit nothwendig, so bitten wir, uns sofort Nachricht zu geben; falls boten bei der Berbauung gestört werden könnten. In förmlichem der deutschen Gewerkschaftsbewegung, wenn man sie vergleicht Orte übergangen oder vergessen worden, welche Agitation Winselton fleht das Organ des Jobberthums die Dienstmädchen mit der englischen und amerikanischen, wünschen, dem Zentralvorstand schnellstens zu berichten. Wir an, sich in die durch Alter ehrwürdig gewordenen gewohnten guten Theil daher, daß die deutschen Gewerkschaften, wissen wohl, daß diese Agitation nur von Bedeutung und Erfolg Verhältnisse zu schicken und sich nicht vom Bösen, d. h. vom worunter felbstverständlich die nicht auf dem Boden ist, wenn die Kollegen diefelbe thatkräftig unterstützen. Die Sozialismus umgarnen zu lassen. Wie gesagt, soweit man nach des Klassentampfes stehenden Hirsch- Duncker'schen ArbeiterKollegen allerorts werden ersucht, schon jetzt in die Agitation der bürgerlichen Presse urtheilen kann, muß der Erfolg der vereinigungen nicht zu verstehen sind, zumeist nicht viel älter als einzutreten, und genügend Propaganda zu machen, damit auch Versammlung ein geradezu durchschlagender gewesen sein. zwanzig Jahre sind, während die englischen Gewerkschaften die Versammlungen gut besucht werden. Drum frisch voran Jahrhunderte alt feien. Der Vortragende geht furz auf die Entdurch Kamgf zum Sieg! wickelung der englischen Gewerkschaften ein und hebt hervor, daß jenseits des Kanals die Regierung jetzt schon seit mehreren Jahrzehnten das Koalitionsrecht ber Arbeiter nicht mehr beeinträchtige. Wer drüben dem Arbeiter ent gegentrete, das fei einzig Der Kapitalist, der Unternehmer. Daher tomme es, daß daß die Arbeiter lange Zeit ausschließlich die Gewerkschaftsbewegung gepflegt, dagegen politisch fich ins Schlepptau der Liberalen nehmen lassen. In Deutschland sei bis vor 23 Jahren die Koalition der Arbeiter Eine Versammlung der Hilfearbeiter und Arbeite verboten gewesen, und noch jest ständen ihr zahlreiche gesehliche rinnen tagte bei guter Betheiligung am 12. d. Mts. in der Hindernisse im Wege. Die Folge davon ist, daß die deutschen Parteigenoffen! Gerade hier in unseren Orten thut es Noth, Kronenbrauerei( Moabit). Diefelbe folgte mit regstem Intereffe Arbeiter zunächst mit aller Macht in die politische Be daß die Arbeiter aus ihrem Indifferentismus aufgerüttelt werden. einem Vortrage des Reichstags- Abgeordneten Dr. Schoenlant wegung eingetreten feien, um jene Semmnisse der freien Trotzdem bei der letzten Reichstagswahl in den beiden Orten über den neuen Reichstag und die Steuerpläne der Regierung". Koalition zu beseitigen. Wie in England die gewerkschaftüber 475 sozialdemokratische Stimmen abgegeben wurden, ist das r seinem Vortrage ließ der Referent der sozialen Steuerpolitit liche, so ist in Deutschland die politische Bewegung eine Zeit Interesse für die Arbeiterfache sehr schwach. Die meisten glauben des Herrn Miquel, die darauf hinauslaufe, die Reichen möglichst lang überschäßt worden. In England habe man sich von der ihre Schuldigkeit gethan zu haben, wenn sie bei der Wahl ihre zu schonen und die Unbemittelten noch mehr als bisher zu be- Nothwendigkeit der politischen Bewegung überzeugt, wie die Stimme einem Sozialdemokraten geben. Das ist aber nicht lasten, vollste Würdigung zu theil werden. Er veranschaulichte, zahlreiche Beschickung des Züricher Kongresses feitens der eng richtig, es ist Pflicht eines jeden Genossen, mit allen ihm zu Ge- wie durch Erhöhung der indirekten Steuern die für den Mili- lischen Gewerkschaften und die Beschlüsse des Gewerkschaftsbujen gelberbual bote stehenden Kräften für unsere Partei thätig zu sein. So tarismus erforderlichen ungezählten Millionen aufgebracht werden tongresses in Belfast bewiesen. In Deutschland habe man einrufen wir denn allen zielbewußten Genossen zu sich dem Arbeiter sollen, was naturgemäß zur Folge babe, daß die Lebenshaltung gefehen, daß die politische Bewegung der gewerkschaftlichen als Bildungsverein anzuschließen und mit uns zu kämpfen, damit des werkthätigen Voltes noch tiefer herabgedrückt werde, als Stüße bedarf. Der Arbeiter und Kleingewerbetreibende auch in unseren Orten der Geist für die gerechte Sache der Ar- dies schon jetzt bedauerlicher Weise der Fall sei, Redner be- merke den Klassengegensatz zuerst zuerst in seinem Geschäft. beiter gehoben wird. Darum thue ein jeder seine Schuldigkeit sprach die Gemeinschädlichkeit der geplanten Tabat- Fabrikat Gr sei daher zum Eintritt in die Gewerkschaftsbewegung viel und arbeite an der Befreiung des Proletariats aus den Fesseln Steuer, Weinsteuer u. f. w, und gab die Erklärung ab, leichter zu gewinnen als für die politische Bewegung. Habe er des Kapitalismus, denn der Sieg muß unser sein. Der Borstand des Arbeiter- Bildungsvereing baß die daß die sozialdemokratische Partei im Reichstage dem demnächst aber die Gewerkschaftsbewegung begriffen, so verstehe Militarismus gleichwie feinen Mann auch feinen Grofchen er auch die Nothwendigkeit der politischen Bewegung. Der für Johannisthal, Nieber Schönweide und bewilligen werde. Redner legte dem arbeitendem Wolfe Letzteren habe die Gewerkschaftsbewegung die Rekruten zuzu Umgegend..d nabe, dafür zu sorgen, daß das herrschende volksfeind- führen. Der Partei werde es in den kleinen Orten schwer In vorzubringen, weil bort die Arbeiter nicht liche System so bald wie möglich befeitigt werde. gewerk dem schweren Kampfe mitzufämpfen sei Pflicht eines jeden, Mann schaftlich organisirt feien. In England sei das anders, ie Frau, und am wirksanften könne dies geschehen durch wirth. bort fei in dem kleinsten Orte jeder Betrieb mit organisirten schaftliche wie politische Organisation. Dem mit großem Beifall Arbeitern versehen. Auch trete Niemand in der schlechten Zeit aufgenommenen Vortrage folgte die Berichterstattung der Dele von der Gewerkschaft zurück; wer das thun wollte, würde der girten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl derselben. Berachtung seiner Kollegen preisgegeben. Veriören auch in EngDurch die Thätigkeit der Delegirten erklärte fich die Versammm- land die Gewerkschaften die von den Unternehmern angefachten lung befriedigt. Als Delegirte wurden neu gewählt hat und Riesenstreifs, so hätten sie doch immer den Vortheil, daß sie Frau Hagemann. Der Errichtung eines ständigen Bureaus Hungerlöhne, wie sie in Deutschland gezahlt werden, unmöglich und der Wahl eines befoldeten Beamten ertheilte die Versamm- machten, und den Arbeitern eine bessere Lebenshaltung als bei lung ihre Zustimmung. Zum Schlusse kam das Sparsystem des uns sichern 450 Landesrechtliche Hilfskassen ganz abgesehen davon, daß der Arbeiter, Gegen 1887 hat die Gesammtzahl der Staffen um 1783 und Herrn Eisenbahn Ministers Thielen zur Sprache, das in der der Zehntausende von Gefährten hinter sich weiß, die Zahl der versicherten Personen um 2819 903 zugenommen, bereits erfolgten Entlassung von Unterbeamten auf der Stadt- Unternehmer gegenüber ein ganz anderer Kerl ist als der dagegen die Zahl der Hilfslaffen um 58 abgenommen. In und Ringbahn und in der am 1. Ottober erfolgenden weiteren unorganisirte Arbeiter. Zum guten Theile tomme bas freilich Jahre 1891 tamen bei den gesammten Raffen 2 397 826 Krant Entlassung zahlreichen Personals auf einer größeren Anzahl auch daher, daß in England ebenso wie in der Schweiz der Arheitsfälle mit 40 798 620 Krankheitstagen vor. Die Gesammt staatlicher Bahnstrecken beredten Ausdruck findet. Es wurde be- beiter nie unter einem solchen Polizeiregiment gestanden babe einnahmen betrugen 120 031 968 m., bavon entfielen auf Bet- fchloffen, den Streik gegen die Eisenbahn- Verwaltung der Stadt- wie bei uns. In der Schweiz sei vielmehr die Ueberwachung träge( Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Gintrittsgelder) 96 757 627 M. und Ringbahn durch Sichtſchließen der Stoupeethüren mit allen der Ausführung der Arbeiterschutzgesetze den Organisationen der Die Gesammtausgaben betrugen 98 825 659 M. Es tamen von Kräften fortzusetzen. Auch wurde mitgetheilt, daß ein Streik der Arbeiter übertragen, was im Deutschen Reichstage die sozialben Krankheitstoften auf Aerzte 17 859 712 M., Arznei 2c. Bahnarbeiter( Güter- und Streckenarbeiter) des Lehrter Bahn- demokratischen Abgeordneten vergeblich beantragt hätten. In 14 894 070 r., Krankengeld 41 858 446 M., Anstaltsverpflegung hoses bevorstehe, da dieselben fernerhin anstatt in Tagelohn in Deutschland würden es die Arbeiter nicht eher erreichen, 14 936 558 Mart. Die Gesammt Krankheitskosten betrugen Attord beschäftigt werden sollen. als bis sie eine starke Organisation bilden. Zwei Grundrechte 89 548 781 M., mithin famen auf Verwaltungskosten 9276878 M. habe der Arbeiter: das Wahlrecht und das Koalitionsrecht. Es tamen auf eine versicherte Person im Durchschnitt des Jahres und Arbeiterinnen, die am 12. September im Lotale Königs- derjenige ein Verräther sei, der von dem Wahlrecht nicht GeIn einer öffentlichen Versammlung der Tegtilarbeiter Diese beiden auszuüben, sei Pflicht jedes Arbeiters, und wie 0,3 Grfrantungsfälle, 5,9 Krankheitstage und 13,02 Mt. Krantbank stattfand, besprach Genosse Franz Berndt eingehend brauch mache, um die Unterdrückung seiner Klasse aufzuheben, heitskosten. tienen aldetud die Schäden der Gefängnißarbeit. Kollege JoeI verglich die fo sei auch derjenige, welcher das Koalitionsrecht nicht ausübe, Wie ein Bürgermeister Dienstzeugnisse ausstellt. Der Erwerbsverhältnisse der schlesischen Weber mit der in der Ge- ein Verräther an seiner Klasse. Mit lebhaftem Beifall gaben Bürgermeister von Ballhausen hat, so berichtet die Breslauer fängnissen üblichen Arbeitszeit und der Lebenshaltung der Ge- die Anwesenden Anwesenden ihrer Zustimmung zu diesen AusfühMorgen Beitung", einem Arbeiter beim Verlassen des Dienstes fangenen und fam zu dem Schluß, daß im Zeitalter der Sozial- rungen Ausdruck. E3 trat dann eine Pause ein folgendes Atteit ausgestellt: reform diese oft besser daran feien, als die freien Arbeiter". zur Aufnahme neuer Mitglieder für den Verband. " Vorzeiger dieses, der Handarbeiter Carl Krone aus Ball Rollege Reimann unterbreitete hierauf der Versammlung die Nach derselben forderte auch aber diejenigen der Anwesenhaufen, geb. am 22. Februar 1867, hat in der Zeit vom Juni 1889 Anträge resp. Beschlüsse der Gewerkschaftskommission. Mit der den, welche der Gewerkschaft noch nicht angehören, auf, nach bis heute bei mir gedient. Er ist ein brauchbarer, tüchtiger, an- Errichtung des fiändigen Bureaus erflärte fich dieselbe fast ein Schluß der Sigung ihren Beitritt zu erklären. Zum nächsten stelliger Arbeiter. Ich habe auch nicht über Unredlichkeit stimmig einverstanden. Als stellvertretender Delegirter zur Ge- Punkt der Tagesordnung referirte dann Faber über die Bezu fragen. Dem Charakter nach ist er ein leicht erregbarer werkschaftskommission wurde Kollege Liebers, und zum Ver- schlüsse der Gewerkschaftskommission und wurde Faber zum Mensch, feiner politischen Anschauung na ch trauensmann der Berliner Textilarbeiter aller Branchen Kollege Delegirten wiedergewählt. Zu Verschiedenem theilte Hennig mit, Sozialdemokrat. daß in der Werkstatt von Wayen und Ko. ein Goldschmied, der dieser Tage wegen Bummelns entlassen wurde, im Berger Darüber einen Kollegen beim Prinzipal denunzirt hat. Seine mann bemerkte dazu, daß von feiten des Verbandes Maßnahmen getroffen feien, um jenem Arbeiter den Verkehr unter anständigen Kollegen unmöglich zu machen. Gegen Krankheit waren 1891 im Deutschen Reiche in 21 498 Stranfenfaffen 6 879 921 Personen, mit Einschluß der Knappschaftstaffen- Mitglieder 7 361 521 Personen, versichert. Es vertheilten sich auf 8145 Gemeinde- Krankenkassen 4219 Orts- Krantentassen 6244 Betriebs- und Fabrik- Krankenkassen 132 Bau- Krankenkassen 467 Jnnungs- Krankenkassen 1841 Gingeschriebene Hilfskaffen 1 166 893 Personen 2 900 004 1730 303 . 27.293 78 064 838 481 138 883 " = Lehmann gewählt. Ferner wurde Kollege Joel von der Berfammlung beauftragt, als Bertrauensperson von Nieder Schönweide die Verbindung der dortigen organisirten Textilarbeiter mit der Berliner Organisation herzustellen, resp. deren Beiträge zu fassiren und neue Mitglieder aufzunehmen. Vereinigung der Schmiede Deutschlands. Verfammlung am Donnerstag, den 14. September, Abends 9 Uhr, bei Wifte, Andreasst. 26. Tagesordnung: Vortrag über Der Nußen der Gewertschaftsfommiffion". Berliner Schachverein. Donnerstag, den 14. September, Abends 8½ Uhr, Ohmgaffe 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Anfängern wird unterricht Berliner Naturheilvevein 2. Donnerstag, den 14. Geptember, Abends ertheilt. Was der Herr Bürgermeister von Ballhausen mit vor stehendem Dienstatteft bezweckt, dürfte nicht schwer zu errathen fein. Nach den Begriffen unseres ultra- fonfervativen Organs wird ein solcher Schlußsaß eines Dienstzeugnisses wieder weiter nichts sein, als die Erfüllung einer gefeßlichen Pflicht seitens des zeugnißausstellenden Dienstherrn. Würde es nicht angebracht Eine öffentliche Versammlung der Schneider und fein, bald in jedem Zeugniß mitzuberichten, melch' politische Ge- Schneiderinnen der Herren- Konfektion fand am finnung der Vater und der Großvater des Dienstboten hat? 11. September statt. Herr Wiesemann referirte über das Thema:„ Die Mißstände in unserem Beruf". Er führte aus, Der schroffe Gegensatz, in dem der Arbeiter und der von allen Branchen der Schneiderei stehe die Herrenkonfektion Unternehmer hinsichtlich ihres Antheils am Ertrage der Arbeit am schlechtesten da in Berlin. Die Maaßgeschäfte nähmen immer meist zu einander stehen, ist an der Bilanz recht ersichtlich, die mehr ab, während die Konfektionsgeschäfte sich immer weiter 8 Uhr, Rofenthalerstr. 11-12. Deffentlicher Vortrag des Herrn Dr. med. die Aktien Malzfabrit Sangerhausen im Reichs- ausdehnten. Die Konfektion bringe den Unternehmern mehr Sturm über Cholera, deren Ursachen, Berhütung und naturgemäße Heilung. Anzeiger" vom 28. Auguft veröffentlichte. Danach betrug die ein, wie die Maaßarbeit. Bei den Arbeitern und Arbeite: Abends 8% Uhr, im„ Restaurant Philipp", Rosenthalerstraße 38. AußerArbeiter- Radfahrerverein Berlin". Donnerstag, den 14. September, Tantième des Aufsichtsraths 1000 M., des Vorstands 5527 M. rinnen sei es umgekehrt. Die Arbeitsbedingungen der- ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung wird in der Bersanunlung 67 Pf. und die Dividende der Aktionäre 63 000 M., während ſelben würden immer schlechter; Tag und Nacht müßten befannt gemacht. für Gratifikationen an Beamte und Urbeiter nur 988 M. aus: fie arbeiten, um nur bestehen zu können. Für ein Paar Hosen schule, Mariendorferfir. 5( bet Grube): Unterricht in Deutsch( obares. gegeben wurden und deren gesammtes Gehalt und Lohnkonto würden nur 50 nur 21 563 M. 71 Pf. betrug. Das Aktienkapital- Konto ist mit 1,50 M. und 1. bezahlt, für Röcke gäbe es 1 m. und Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Kaufmännischem 2 315 000 m. beziffert, bei insgesammt 69 527 M. 71 Pf. Dividende Wegen der vorherrschenden Hausindustrie sei es sehr schwer, die mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, que und Tantième hat die Gesellschaft also ein brillantes Geschäft Forderungen der internationalen Konferenz in Zürich, einen jest im Laufe des Semesters, eintreten. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% thr: Süd). Oft Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Physiologie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Jefe u. Biskutikklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends sy uhr, meldet: In Köln ist ein Pfleger des daselbst der Cholera er- 1 war, der Impfstoff entnommen worden sein. Sämmtliche mit bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 1hr, Bonenſtr. 40, bet legenen, italienischen Hafenarbeiters an Cholera gestorben; in Gruber geimpfte Bahnbedienstete sind schwer erkrankt, einige Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. „ Klub ber Freunde" bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. Papiermühle bei Solingen erkrankten weitere fünf Personen; Kollegen derselben weigerten sich, sich impfen zu lassen, uno Safenelever, Abends 8 Uhr, Reſtaurant Bischof, Baumschulenweg außerdem ist bei einer zu Sudberg im Kreise Mettmann verblieben gesund." Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirtiub Abends O! ich bin flug und weise! Die Bad. Landpost" erzählt Dist utirtlub3eitgeist" jeben ftorbenen Arbeiterin aus Papiermühle Cholera als Todesursache 8 Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Donnerstag nach dem 1. und 16. des Monats bei Tempel," Langestr. 65, Abends festgestellt. Aus anderen Theilen des Deutschen Reiches liegen folgendes Geschichtchen: Bürgermeister: Vom Landeshilfsverein 8 Uhr. Brüderlichkeit" Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Wernau, Nachrichten über Cholerafälle nicht vor." find uns an Nothstandsgeldern tausend Mark zugeschickt worden. Rosenstr. 30.- Distutirklub„ Gleichheit"( Weißensee) bei Hannemann, zur Flora, Abends s½ Uhr. men. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im 1 Depeschen. Die Cholera. Brest, 12. September. In Finistère sind Wir wolle uns nun berathe, wie mer se am beschte vertheile. einige Cholera- Todesfälle vorgekommen, ebenso auch einige Er- Ich meen,' s wärs allereenfachste, wir nemmeten die Steuerliste Bereinslalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 70. frankungen hier am Drte. Palermo, 12. September. In her, un wer die meischte Steuer bezahlt, kriegt aach die meischte Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Bros.- Kornblume, Blumenftr. 54, bei Piano de Greci waren von der Behörde infolge mehrerer Cholera- Unterstüßung. Alle: Recht Borgermeeschter! So mache mer's, Buttte.- Frühlingsluft, Bülowoftr. 59, bei Werner.- Bregelschluß, fälle Vorsichtsmaßnahmen sanitärer Natur getroffen worden, welche die arme Leut' hawe ja doch am wenigste verlore. Annenftr. 16, bet Ehrenberg. Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei Unzufriedenheit gegen den Sindaco und die Munizipalität er- Eisenbahn- Attentat. Nach einer Meldung des ReuterBöttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz.- regten. Heute überfiel eine Anzahl Demonstranten das Rath- schen Bureaus" aus Chicago wurde Dienstag früh 3 Uhr ein Einigteit( Sutmacher), Bappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt. Harmonie, haus, zertrümmerte Einrichtungsstücke und zerriß die Register. Eisenbahnzug der Seenuser- Eisenbahn- Gesellschaft in der Nähe Tempelhof, Dorfftr. 10, bei Gerth. Ost- und Westpreußischer Männer: Gefangverein, Holzmarktstr. 3, bei Deter.- Edelweiß, Melchior- Schließlich schritt Militär ein, verjagte die Ruheftörer und be- von Keßler durch 20 mastirte Männer überfallen. Der Lokoftraße 15, b. Stehmann. Borar, Wienerstr. 31 b. Drügemüller.- Mai setzte das Rathhaus. London, 13. Sept. Bei vereinzelten motivführer schlug einen Banditen zu Boden, wurde jedoch durch glöckchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Päzold. Freie Sänger, Cholerafällen in Rotherham, Leicester, Retford und Gainsborough einen Revolverschuß verwundet. Die Räuber sprengten darauf Krautftr. 6, bei Rudolf. 3utunft 3, Belten, bei W. Grunow.- Kreuz wurde Cholera asiatica festgestellt. Rom, 12. September. den Gepäckwagen mittels Dynamit, entnahmen demselben berger Harmonie Fichtestraße 29, bei Kräsche. Nordstern, Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Hier sind heute 2 Todesfälle an Cholera und mehrere verdächtige 15 00 Dollars und verschwanden im Walde. Nachmittags, Gipsftraße 3 bei Pyrtec. Steinfeger Sängerchor, Erkrankungen vorgekommen. Bis heute Abend befanden sich zwei Gekentert. Christiania, 13. September. Auf einer Kaftanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenbergereichementzat: Cholerakranke im Lazareth und 28 Kranke in der Beobachtungs- Segeltour bei Hamar find fünf Eisenbahnarbeiter mit dem Boot ftraße Nr. 145-146 bei Brandt. Liedertafel Westend, ftraße 5 bei Behrendt. Borwärts 9, Charlottenburg. Schillerstr. 102 Station. In Livorno ist die Cholera im Abnehmen begriffen, gefentert und alle ertrunken. bei Stahl. Gesangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei es tamen in den letzten 24 Stunden nur drei verdächtige Für Postpackete nach und von Italien wird vom Mölter. Gesangverein der Studate ure Berlins und umgegend, Seydel: ftraße 30 bei Preußer.- Arbetter- Gesangv. Spandau Lynarstraße Restaurant Erkrankungen vor. Von den 31 Fällen, welche seit dem AufKiefers. Gefangverein, Borwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhl- treten der Cholera in Livorno zur Anzeige gelangten, ist es bei 1. September ab das Meist gewicht von 3 auf 5 Kilogramm Arbeiter- Gesangverein 2nra 2, Charlottenburg, Berlinerstr. 86, im 15 ausgeschloffen, daß Erkrankung an Cholera vorliegt. In erhöht. Das Porto bleibt das bisherige. Schüßenliest.- Gefangver. Felfenfest( Gem. Chor), Badfir. 12, Victoriagarten. Gefangverein Collegia 2( frete Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter), Neue Palermo find 5 Personen an Cholera erkrankt und 3 gestorben; Friedrichstr. 44, bei Röllig. Gefangverein der Kürschner, Landsberger: in Cassino ist weder ein neuer Erkrankungs- noch ein Todesfall ftraße 31 bet Seehausen. Gesangverein Arion in Wittenberge, bei vorgekommen. Petersburg, 12. September. Vom 8. bis Goring. Gefangverein Glodenrein( gem. Chor) Kaftanien- Allee 95/96. 10. September find in Petersburg 81 Erkrankungen an Cholera Steinnelte, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, Kottbuserstr. 6 bet Braun.- Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, und 31 Todesfälle vorgekommen, in Kronstadt vom 3. bis ( Depeschen des Bureau Herold.) Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. Treu und 9. September 2 Erkrankungen und 1 Todesfall, in Moskau vom eft, Lebuferstraße 5 bei Nemiz.@efangverein Brüderschaft Stall- 4. bis 8. September 75 Erkrankungen und 35 Todesfälle. Vom Prag, 13. Sept. Beschlagnahmt wurde eine Feftausgabe fchreiberstraße 29" 8um eifernen Stab". Gesangverein Freundes: Gesangverein& in- 27. August bis 2. September find in dem Gouvernement des faiserlichen Resfripts vom 12. September. In ver treue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bet Seehausen. tracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei Hasdorf. Fris" Naunyn Warschau eine Person erkrankt und eine gestorben, in Wladimir schiedenen Klubhäusern find Haussuchungen vorgenommen worden. ftraße 86, bei Fris Zubeil.- ,, albesgrün"( gem. Thor) Böchstr. 8 385 erfrankt und 148 gestorben, in Wolhynien 228 erkrankt und Auf einem Banket, welches ein Führer der Jungczechen gestern mannstraße 167 bei Fülleborn. Arbeiter- Gesangverein Oranienburgea 72 gestorben, in Woronesh 431 erkrankt und 186 gestorben, in Abend trotz polizeilichen Verbots abhielt, wurden Reden auf das Gefangverein Feldblume Grodno 247 erkrankt und 70 gestorben, in Kiew 789 erkrankt czechisch- französische Bündniß gehalten und Toaste auf den Baren Stübbenerfir. 30, bei Wilhelm Meyer.- Gefangverein Sibertee 1, Gur- und 297 gestorben, in Minsk 329 erkrankt und 102 gestorben, ausgebracht. Die Erregung unter der Bevölkerung nimmt zu. straße 24, bei Thielsch. Flöter fcher Gesangverein, Roppenftr. 43 c bei Lorenz. Kopenhagen, 13. September. Der dänische Müllerverein - Glühlicht( gem. Chor), Perlebergerstr. 28, bei Hermerschmidt. in Mohilem 642 erkrankt und 224 gestorben, in Nishni- Nowgorod Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. vom 13. Auguft bis 9. September 1465 erkrankt und 728 geAlle Zuſchriften den Bund betreffend sind zu richten an: entel, storben und in Podolien vom 20. August bis zum 2. September ersucht in einer Petition an die Regierung und den Reichstag um Schutz gegen die zunehmende Einfuhr von deutschem Mehl Bergmannftr. 21, Hof 3 Tr. Donnerstag: Vergnügungsverein Bruder= Konstantinopel, und verlangt die Einführung eines Mehlzolles in Höhe der deutbund, Andreasstr. 3 bei Noll. Rauchflub Graue Wolfe, Krautftr. 48. 1722 erfrankt und 653 gestorben. Berein Grüne 13. September. Gestern sind in der Frrenanstalt zu Stutari fchen Ausfuhrprämie für Mehl. Mufitverein Osiris, Adalbert Straße 21. RegelEiche( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. 8 Personen an der Cholera erkrankt und 4 geftorben. Im ganzen Klub Lustige 13", Wienerstr. 1 bei Boll.- Vergnügungsverein JugendIuft, Ohmgaffe 2 bet Krebs. Rauchtlub Frisch auf, Koppenftr. 43 bei sind seit dem Auftreten der Cholera dafelbft 101 Personen erParis, 13. September. Nach hier eingetroffenen Meldungen Lorenz. Bergnügungsverein Felsenfeft, Rirdorf, Hermannstr. 167 bei frankt und 60 gestorben. Fülleborn. Rauchtlub Dezimalwaage, Krautstr. 36 bei Infinger. Männer- Solingen, 12. September. In Solingen selbst ist bis heute aus Saint Etienne herrscht unter den Bergarbeitern des LoireGesang-, Turn- und gesellige Hereine. Donnerstag. Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91. feine Erkrankung an Cholera vorgekommen. Die Erkrankten und Beckens infolge des Appells, den der Kongreß der Bergarbeiter Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Sonnabends Abend; Gestorbenen arbeiteten alle in der Papierfabrik oder standen mit des Departements Pas de Calais an sie gerichtet hat, eine Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer- Gesangverein derselben in Verbindung. Bis jest zählt man 21 Erfrankungen bumpfe Gährung. Alte Syndikate organisiren ein großes Meeting Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. und 7 Todesfälle, die sich auf die Ortschaften Papier- für den kommenden Sonntag. Paris, 13. September. Wie der" Temps" aus Lille meldet, Gefangverein Gíodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr mühle, Sturmsloch, Sudberg, Theegarten und bet Knapp, Kaftanien- Allee 95/96. Privat- Theaterverein Ftbeler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Schultohlfurt vertheilen. Die genannten Orte liegen fünf wies der Verwaltungsrath der Kohlenwerks- Gesellschaft von Lens sämmtliche Forderungen des Bergarbeiter- Kongresses zurück. Der Sof, Admiralstr. 18. Theater- Berein„ Bultanta 2" 9½ Uhr, Borstädtisches bis zehn Minuten von Papiermühle entfernt und zählen nur Verwaltungsrath erklärte, eventuell mit den eigenen Arbeitern, Rafino, Ackerstr. 144. Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restau- wenige Häuser. Gestern fand hierselbst eine Konferenz des jedoch nicht mit denen anderer Kompagnien verhandeln zu wollen. Brauer, Golmsbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montas Regierungspräsidenten, zweier Landräthe und mehrerer höherer fabrtt vorläufig weiterarbeiten, dagegen die Arbeiter alle dafelbft Wohnung nehmen müssen. Sämmtliche Brunnen in der Ortschaft Papiermühle sind geschlossen. Das Wasser erhalten die die Einwohner aus der Solinger Wasserleitung. " bei A. Moewes. Bergnügungsverein e Isenfeft" in Rirdorf, HerBorstadt, Hochstraße 32a, bet Wife. rant Solmsstr. 47. 1 und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, Naunynstr. 44. Berein ehemaliger 22. Gemeindes hüler, punti 9 Uhr bei Schröder, Steglizerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, abends 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonstr. 5. Bergnügungs- Berein Renata 9 Uhr, Abends im Restaurant Göz, Dranienftr. 153.- Gesangverein Proletariat ( gent. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böckhstr. 8.- GeselligerVerein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr b. Hagemann, LothringerVom Finden und vom Finderlohne. Vor einigen Tagen straße 81. Borträge, Fidelitas. Geselliger Klub der alten Moabiter, Stephanstr. 23, bet Littko, um 8 Uhr und sah der Besitzer einer Breslauer start frequentirten Konditorei, Abends jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Geselliger daß ein Gaft an dem Tische, an dem er saß, ein Goldstück auf Berein univerfum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Der Konditor ging an den Herrn heran Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und klub hob und einsteckte. Sumor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beisammensein mit, und sagte ihm auf den Kopf, daß er foeben ein Zwanzigmarkstück Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Gangesfreunde, Der betreffende Herr, ein vom Fußboden aufgehoben habe. Berein Aben ds 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. wohlhabender Mann, bestritt dies auch nicht, verlangte aber, als Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. der Konditor die Auslieferung des Zwanzigmarkstückes forderte, damit er es eventuell dem sich meldenden Verlierer aushändigen tönne, vor Allem zwei Mark Finderlohn. Dasselbe wurde ihm indessen nicht gewährt, worauf der Herr wegging und das Zwanzigmarkstück mitnahm. Nach kurzer Zeit erschien er wieder in der Konditorei und meldete, daß er das ZwanzigDie anderen in der markstück der Polizei übergeben habe. Rauchklub Arabi Pafcha, Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanftr. 45. Klub hneftreit, Konditorei anwesenden Gäste hielten das Verfahren des Finders für unangemessen, da sie die weit verbreitete Ansicht theilten, daß für Fundsachen, die in geschlossenen Räumen gefunden wer den, ein Finderlohn nicht beansprucht werden dürfe. Dazu ist nun zu bemerken, daß es für die rechtliche Beurtheilung unerheblich ist, ob eine verlorene Sache auf der Straße oder in einem geschlossenen Raume gefunden wird. Im vorliegenden Falle hat der Finder der zwanzig Mark nach§ 62 I 9 A. 2.-R. Anspruch auf zwei Mark Finderlohn, vorausgeseht natürlich, daß der Verlierer unbekannt war. Auch die Ablieferung an die Polizeibehörde entspricht der Vorschrift des Reglements vom 21. April 1882. lischer Hof, Neue Roßstr. 3. Abends 3ttherttub Gleich heit, 9 Uhr Abends, bei H. Neimann, Alte Schönhauferstr. 42. Privat Theaterverein Crescendo bei Maißner, GartenStraße 162: Sigung mit Damen. Theaterverein Ma iglöckchen, Eng: Rauchtiub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunynftraße 78. Rauchtiub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant A. Baspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Restaurant Buder Gräfeftraße 18. Rauchflub Rernipige, 8% Uhr, bei A. Böhl, Nüdersdorferstr. 8. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchflub Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet Flick. Rauchklub Brüder= Rauch Itch feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei E. Heinice, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchtlub Su= Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelstr. 84. = matra, Abends 8½ Uhr, ini Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Gtat tlub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenftr. 47. stat tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Schießklub Zell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23. um s uhr Zambour Berein Einigkeit bei Haupt, Staligerstr. 102. Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Dermischtes. Zum Stand der Cholera in Deutschland veröffentlicht der Reichs- Anzeiger" am Mittwoch Abend folgende amtliche Mittheilung: Dem kaiserlichen Gesundheitsamt find seit dem 11. September 7 weitere Cholerafälle aus dem Rheingebiet ge" ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Die Gesellschaft in Lens hat einen auf 14 Tage ausreichenden Borrath von 70000 Tonnen Kohlen. Die Nordbahn besitzt Vorräthe noch auf längere Zeit hinaus. London, 13. September. Der Rohlenpreis im Becken von seeds wird morgen um einen weiteren Shilling pro Tonne erhöht werden. Das heute bekannt gemachte Resultat der Abftimmung der Bergarbeiter von Lancashire und Chesshire ergiebt eine große Majorität zu gunsten der Fortfehung des Streits. " Briefkaffen der Redaktion. Zu kaufen gesucht die ersten Jahrgänge des Züricher Sozialdemokrat" bis einschließlich 1881. Ferner von den Jahrgängen 1882: Mrn. 24, 26, 31, 32; 1883: Nr. 48; 1884: Nr. 3, 16, 35. Tute. Vertrauensmann für Trebbin ist Genosse Paul Gräfe, Böttchermeister, Trebbin. Greifswald. Besten Dant. Material folgt dieser Tage. S., Dortmund. August Heinsch, Faktor und Leiter der Allgemeinen deutschen Assoziations- Buchdruckerei, starb am 7. März 1878 und wurde am 10. März, also noch vor dem Sozialistengefeß, unter sehr zahlreicher Betheiligung der Berliner Parteigenoffen auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde begraben. Görlig F. Ohne aftenmäßige Kenntniß des Falles, ins besondere ohne Kenntniß des Urtels läßt sich nicht beurtheilen, ob Ihnen größeres Unrecht geschehen ist als täglich Hunderten. Gegen das Urtel läßt sich nur innerhalb einer Woche vom Tage der Verkündung ab Berufung einlegen. G. W. Die Entscheidung des Gewerbegerichts ist durchaus berechtigt. Sie können gegen die klagen, denen Sie Speisen und Getränke verabreicht haben. Impfvergiftung? Eine unglaubliche Geschichte macht gegenwärtig die Runde durch verschiedene Blätter, in denen gemeldet wird: Der in Regensburg beerdigte Lokomotivführer Gruber, ein bis furz vor seinem Tode rüftiger Mann, soll dem Vernehmen nach vor einigen Tagen auf höhere Anordnung wegen Blatterngefahr mit anderen Kollegen in Eger geimpft und hierzu von einem todten(!) Kinde, welches kurz vorher geimpft worden 23. Auguft bis 6. November beglichen. F. D. 5. Eine Genehmigung zum Betriebe des Gewerbes ( nicht Haufirgewerbe) ist nicht erforderlich. Die Gewerbesteuer richtet sich nach dem Umfang des Betriebes. Arbeiter! Arbeiterinnen! Küchenseife ( Schutzmarke: Katze im Kessel) entfernt aus Händen jeden Schmuh wie 3. B. 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Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. todog Nr. 216. Sed " Soziale Ueberlicht. Donnerstag, den 14. September 1893. den. 10. Jahrg. liche Arbeiter bei Schilbers u. Komp. in Krems, 14 an waren hingegen für Eintritt in eine Streifbewegung. Das Re der Zahl, haben die Arbeit gefündet. Gummielastit sultat der langwierigen Verhandlungen war, daß die Versamm Die Junungen scheinen bei den Unfalls Berufsgenossen- Weber werden daher ersucht, diese Fabrik zu meiden. Seit lung mit zwei Stimmen Majorität dem Antrage der Lohnschaiten, und speziell derjenigen für Nahrungsmittelgewerbe, eine dem 1. August befinden sich die Müllergehilfen in Graz tommission, betreffs der Frage: Lohn- oder Attordarbeit? eine Rolle zu spielen, die für die verunglückten Personen solcher Be- folgende Minimallöhne: Geschirrhauer und Untermüller 2,30 fl., im Ausstande. Sie verlangen zwölfftündige Arbeitszeit und Urabstimmung herbeizuführen, zustimmte. triebe von äußerst schädlichem Einfluß sein kann. Es find gerade achtjung 2,10 fl., Pußer und Aufichütter 1,90 fl., Rapper 1,70 fl. im Nahrungsmittelgewerbe die Innungen am besten organisirt, In einer öffentlichen Versammlung aller in der und in diesen Gewerben hat sich noch ein gewisses patriarchalisches Es ist dies der erste Lobukampf, den österreichische Müllergehilfen Holzindustrie beschäftigten Arbeiter und ArSystem erhalten. Müller, Bäcker und Megger werden noch von burchfechten. In Fischern bei Karlsbad sind 51 Por- beiterinnen, welche am 11. September in Charlottenburg ihren Brotherren" mit Bursch und Knecht- meistens auch mit sellandreher bei der Firma Karl Knoll ausgesperrt mor- tagte, sprach an stelle des am Erscheinen verhinderten Genossen Du" angeredet und haben faſt ausnahmslos Kost und Wohnung Ueber diesen Ausstand wird berichtet: Sonntag, den 3. September, nisation". In klaren, sehr verständlich gehaltenen Ausführungen In Lemberg streifen sämmtliche Bauarbeiter. Koblenzer der Genosse Wiedemann über den Nugen der Orga bei den Herren". Die Löhne schwanken zwischen 2 und 7 mi wöchentlich, welch lektere Summe allerdings nur dem älteren um 9 Uhr früh fand die feit einigen Wochen an legte Referent seinen Zuhörern dar, wie die Krisen, unter denen Maurer, Zimmerleute und besseren Arbeitern und nur in den weitaus wenigsten Fäulen acfündigte Versammlung der und die Arbeiter zu leiden haben, nur entstehen durch die widerbezahlt wird. Steinarbeiter statt. Etwa dreitausend Genoffen waren sinnige privatkapitalistische Produktionsweise. In unsinnigster Auf grund des Unfallversicherungs- Gesezes haben die Arbeit anwesend. Es wurde einstimmig beschlossen, vom 4. Sep- Hast werde produzirt, dabei der Arbeiter im Lohne möglichst geber versicheru get flichtiger Betriebe Lohnlisten zu rühren, damit tember angefangen die Arbeit einzustellen, da die Meister gedrückt, um die Konkurrenz aus dem Felde zu schlagen. Bald den berufenen Orgen ein Maßstab zur Rentenfejtsetzung bei und Baumeister auf folgende Postulate nicht eingehen wollen: fei der Markt überfüllt, es trete Stockung ein; die Arbeiterklasse alle die Werthe hervorbringe, leide Unfällen zu Gebote steht. Der Baarlohn ist, wie oben schon Behnitündiger Arbeitstag, 2. Abschaffung der Affordarbeit, selbst aber, die Statt beffere Löhne zu zahlen, kürzere Arangedeutet, fehr gering und erreicht in den meisten Fallen faum 3. Bestimmung eines Minimallohnes für Maurer und Zimmer- Entbehrung. um die Arbeiter tonsumfähiger au 250 M. jährlich; da aber nach dem Gesez auch Naturalbezug leute mit 2, für Steinmeße mit 2,50 fl. Am 4. September w. rde beitszeit einzuführen, um sei die herrschende Klasse nur darauf bedacht, als Lohn zu betrachten ist, haben die" Brod"-Herrn in ihren die Arbeit überall eingestellt; es wurde ein Zug durch die Stadt machen, Junungen in der Erwägung, daß, je geringer dieser Theil veranstaltet, welcher imposant ausfiel, da über 5000 Arbeiter an den Wirkungen herum zu quacksalbern, dieselben durch so des Lohnes angeschlagen wird, um so niedriger ihre daran theilnahmen. Das provozirende Benehmen der Polizei genannte Wohlfahrtseinrichtungen abzuschwächen. Die gewert Beiträge zur Versicherung feien beschlossen, diesen Theil wurde schon in der Versammlung scharf fritisirt, was den Erfolg schaftlichen nnd politischen Kämpfe haben denn auch nicht den des Lognes, also Kost und Wohnung, mit einer Mart täglich hatte, daß fie uns mied und nicht provozirte. Die Forderung Zweck, die Klaffengegenfäße auszugleichen, au versöhnen, sondern in Anrechnung zu bringen. Dadurch erreichen die Herren der des Achtstundentages, welche die Wiener Bildhauer an im Gegentheil den Arbeiter von der Naturnothwendigkeit und Janungen neben dem Vortheile niederer Veranlagung auch gleich ihre Unternehmer gerichtet haben, ist bis jetzt von 140 Firmen Unversöhnlichkeit dieser Gegenfäße zu überzeugen und ihn dahin zeitig den Zweck, daß da die Renten bei den Unfällen infolge pollinhaltlich bewilligt worden. 180 Gehilfen befinden sich noch zu bringen, daß er für Herbeiführung einer besseren Gesellschaftsder geringen Jahreseinkommen sehr niedrig sind denselben im im Ausstande. Die Streikenden rechnen sicher auf die thatträftige ordnung eintritt. Spezielle Aufgabe der Gewerkschaftsorganisation sei es nun, die Arbeiterschaft möglichst tampfesUmlageverfahren die Beiträge nicht zu hoch auferlegt werden; es hilfe ihrer auswärtigen Kollegen. ist bezeichnend, daß in vielen Fällen die Berufsgenossenschaft, fähig zu erhalten. An der Hand des Statuts des deutschen Holzarbeiter- Verbandes wies Redner nach, daß genannte Verweil der Gesammtlohn des Verlegten zu gering ist, durch Gesetz einigung diesem Zweck entspreche. Bereinzelt fei der Arbeiter gezwungen, zum ortsüblichen Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter dem Arbeitgeber gegenüber machtlos, um seine gerechten Forgreifen muß, wonach dann die Rente festgesetzt wird. einigen. derungen durchzusetzen, müsse er sich mit seinen Genossen verWir meinen, die Gewerkschaftsorganisationen, insbesondere die: jenige der Nahrungsmittelgewerbe, sollten dafür sorgen, daß bei Berechnung von Soft und Logis die Lebensmittel- und Woh nungspreise als Unterlage zu dienen hätten. Uns sind eine Reihe Fälle bekannt, daß Arbeiter, die im reifen Mannesalter stehen, verunglückten, infolge dessen sie eine Unfallrente von 50 pet. ihre Erwerbsunfähigkeitsrente bezogen, durch den ge ringen Lohnfag aber nur 22 M. monatlich erhielten, während sie bei richtiger Veranlagung mindestens 83-85 M. monatlich hätten erhalten müssen. Freilich dann müßten auch die In nungebrüder mehr bezahlen aus dem Grunde auch die geringe Veranschlagung von Rost und Wohnung. D Etenerprozeffe. Die Zahl der im Rechnungsjahre 1892/93 anhängig gewordenen Strafprozesse in bezug auf Bölle und Steuern war bedeutend geringer als im Vorjahre; sie betrug nämlich 25 097 gegen 28 816 in 1891/92. Insbesondere ist die Zahl Bollprozesse zurückgegangen. Es wurden deren nur 14 426 an hängig gegen 18 362 im Vorjahre. Prozesse in Beziehung auf die Ein, Aus- und Durchfuhr Verbote kamen 479( im Vorjahre 565) vor, Prozesse auf Rübenzuckerfteuer 211( 342), Prozesse betr. die Salzabgabe 660( 697), Prozesse in Beziehung auf Sabatsteuer 1944( 2194), Prozesse in Beziehung auf Spiel fartensteuer 47( 88), in Beziehung auf Uebergangsabgaben 854 ( 890). Zugenommen hat die Zahl der Wechselstempelsteuer Prozesse von 2228 auf 2718, der Reichsstempelabgaben- Prozesse von 214 auf 254, der Branntweinsteuer- Prozesse von 2221 auf 2400 und der Brausteuer- Prozesse im Gebiete der BrausteuerGemeinschaft von 1015 auf 1109. In den übrigen deutschen Staaten sind die Brausteuer- Prozesse von 1290 auf 1344 gestiegen. Grledigt sind im Jahre 1892/93 25 533 Prozesse gegen 29 466 im Borjahre. Die Zahl der wegen Defraudation Verurtheilten betrug 15 851( im Vorjahre 17 978). Der Betrag der hinterzogenen Bölle und Steuern ist von 226 185 auf 112 050, also unter die Hälite, der der erkannten Geldstrafen von 1 655 806 anf 583 977 M. zurückgegangen. Wegen Ordnungswidrigkeit wurden 10 784( 1891/92 11 421) Perfonen zu 58 208 ( 59 424) Mart Strafe verurtheilt. Die Zahl der unmittelbar zu Freiheitsstrafen Verurtheilten betrug 450 gegen 776 im Borjahr. Aus Grenoble wird uns berichtet, daß der dort ab gehaltene internationale Handschuhmacher Rongreß von 14 Delegirten besucht gewesen ist. Vertreten waren Frank Luxemburg und Deutschland. Aus dem Kongreß wurden nament reich, Italien, Defterreich, Schweden, Norwegen, Belgien, lich in Hinsicht auf die Propaganda weitgehende Befchlüsse gefaßt. Erwähnt sei noch, daß die Ausführungen der deutschen genommenen Vortrage anfchloß, betheiligten sich stöbler und An der Diskussion, welche sich dem mit großem Beifall aufDelegirten ganz besondere Beachtung fanden, mit wahrem Jubel oigt. Nachdem Wiedemann in seinem Schlußwort den wurden die Reden aufgenommen, die sie in einer öffentlichen Vortrag nach verschiedener Richtung hin ergänzt hatte, gelangte Volksversammlung hielten. Von französischer Seite wurde noch eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution zur Annahme. die Erklärung abgegeben, daß die Vorkommnisse in Aigues- Der Vorsitzende gab noch bekannt, daß die Versammlungen bes Mortes auf die Machinationen der Unternehmer zurückzuführen Verbandes jeden zweiten und vierten Montag im Monat bei feien, flaffenbewußte Arbeiter wendeten sich ab von derartigen Kraufe, Bismarcftr. 74, stattfinden und schloß hierauf die Ver. Ausschreitungen. Die Theilnehmer des Handschuhmacher- Kon- fammlung. greffes zeigten sich von den Ergebnissen der Verhandlungen durchaus befriedigt. Derlammlungen. In einer öffentlichen Versammlung der Leberarbeiter, die am Montag im Louisenstädtischen Klubhaus tagte, referirte Genosse G. Reßler über: Die Vorschläge des Ministers von Berlepsch zur Organisation des Handwerks". Er besprach eingehend den unaufhaltsamen Niedergang des Kleinhandwerks, gegen das fein Mittel helfen könne, da das Großkapital die Macht im Staate befize. Die Innungen, deren Streben fast ausschließlich auf die Unterdrückung der Arbeiter berechnet ist, schloffen sich in ihrer Unselbständigkeit der Junterpartei an, die sie längere Zeit an der Nase herumführte, bis ihr der Ballast noch Der sozialdemokratische Wahlverein im vierten Wahl freise hielt am 12. September eine Sigung ab, in der attutat über" Sozialdemokratie und Sozialismus" einen Vortrag hielt. Redner führte aus, daß zu den verschiedenen fchiver wurde. Nun schreien fie nach Schutz dem Handwerk". sosialen Sturpfuschereien, welche unter den Namen Antifemitismus, Die Handwerkerfammern, die teiner Partei genügen, werden deutsch fojiale, chriftlich foziale Bewegung und dergleichen von faum zu stande kommen. Die Sozialdemokratie fagt dem Kleinder Bourgeoisie angepriesen werden, um der unaufhaltfam fort gewerbtreibenden, daß schreitenden Sozialdemokratie das Feld streitig zu machen, in den Regierung im ftande ist Rettung zu daß weder Junker noch Pfaffe, bringen vor dem letzten Jahren die Freilandbewegung, auch Sozialliberalismus alles verschlingenden Moloch genannt, gekommen fei. Rapital. E3 giebt nur Redner schildert eingehend die Be- ein Radikalmittel, ruft Redner zum Schluß, das ist: die Um rebungen dieser Letzteren, wie sie ihr Begründer, der Wiener Nationalökonom Herzka in seinen Schriften dargelegt hat, und in die sozialistisch- genossenschaftliche. Die Versammlung spendete geftaltung der gesammten privatkapitalistischen Produktionsweise zeigt, daß die Irrthümer, welche Herzka der von ihm im bent mit Intereffe verfolgten Vortrage lebhaften Beifall. Dis Uebrigen geschästen Sozialdemokratie in ihren Lehren fuffion darüber fand nicht statt. Kollege G. Schmidt führte hierauf glaubt vorwerfen zu müssen, in der That nur Miß den Versammelten in läugerer Rede vor Augen, wie sehr sich verständnisse und falsche Ansichten auf Herita's Seite find. feit der letzten Lohnbewegung der Leberarbeiter die Arbeitsder Reserent schließt, indem er den Pessimismus hervorhebt, der verhältnisse wieder verschlechtert ha ben und forderte zum Anschluß die Freiländler daran verzweifeln macht, in Europa etwas zu an den Verband der in Buchbindereien, Papier- und Lederbeffern, und der sie veranlaßt, mit ihren sozialen Heilmitteln galanteriewaaren Industrie beschäftigten Arbeiter und Arnach Afrika auszuwandern, wogegen wir Sozialdemokraten beiterinnen auf. Die Kollegen Schulz und einecke erblicken Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und ein zufriedenes das Uebel in der immer mehr sich einbürgernden Hausindustrie Dafein für alle nicht in Afrika, sondern hier erstreben. Eine und plädirten für Wiedererrichtung einer Botalorganisation. BuchDer Vorstand der württembergischen Invaliditäts nicht. Unter Berschiedenem machte der Vorsigende auf die Ab- arbeiter würden im Verbande ebenfalls in jeder Weise gewahrt, Diskussion folgte diefem mit Beifall aufgenommenen Vortrage binder Witterich rieth davon ab. Die Interessen der Lederund Alters- Versicherungsauftalt hat ebenfalls befchloffen, rechnung von der Reichstagswahl des vierten Wahlkreises auf bei einer event. Lohnbewegung würden die Buchbinder hinter aus Anstaltsmitteln an gemeinnützige Baugenossenschaften, Bereine zc. zum Zweck der Förderung des Baues von Arbeiter- mertam, die in der ersten Beilage des Vorwärts" vom legten ihnen stehen. Gegen einige Stimmen gelangte eine Resolution wohnungen Darlehen zu bewilligen. Nach den erlassenen Be: Sonntag unter den Inseraten abgedruckt ist, und theilte ferner zur Annahme, durch welche sich die Anwesenden verpflichten, dem mit, daß in der nächsten Versammlung am 26. September stimmungen werden die Darlehen gegen unterpfändliche Sicher: Genosse Mehr über die Verfassung des Deutschen Reiches sprechen Berbande beizutreten. Zum Schluß wurde auf die Verbands. beit im Höchstbetrag bis zu 2/3 des Schäßungswerths der Bauversammlung, die am 18. d. M. bei Bolz stattfindet, hingewiesen. grunt ftücke auf erfte Sypothet abgegeben. Das Kapital ist mit wird. Gadegast bemerkte dann, von ihm werde erzäblt, er hätte versammlung, die am 18. b. W. bei Bol stattfindet, hinnach der Parteiversammlung in der Kontordia" auf Partei1/2 pet, zu verzinsen. Bei pünktlicher Binszahlung wird seitens genossen eingeschlagen, sei also unabhängig. Das sei nicht wahr, ter Anstalt für die nächsten 10 Jahre, und falls wie Böhm, Wengels, Friz Wilke, Wernau bezeugen tönnten, mit nicht vor Ablauf derselben gekündigt sein wird denen zusammen er die Konkordia" verlassen habe. Höre ein für weitere 10 Jahre auf das Kündigungsrecht ver: sichtet. Um den Darlehnszweck, dem Wohnungsbedürfniffe Parteigenosse wieder Aehnliches über ihn, so möge derselbe es der minder bemittelten zu dienen und die Grwerbung eines urückweisen. Böhm bestätigt die Angaben Gadegast's. Peters der minder bemittelten zu dienen und die Erwerbung eines regte sodann die Frage an, ob die Genossen die Landtagswahl, eigenen Heims für diese Klasse zu erleichtern, bauernd ficher zu an der sie sich freilich zu betheiligen keinen Anlaß hätten, ruhig ftellen, und um namentlich zu diesem Behuje jede Spekulation vorbeigehen lassen wollten, ob es nicht besser sei, Volksversamm mit den von der Württembergischen Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt beliehenen Grundstücken und Gebäuden aus- lungen einzuberufen, um Proteſt gegen das Wahlsystem zu et & uschließen, hat sich der Darlehensempfänger gegenüber der Ver- heben. Bogafch stimmte dem zu. Der Borsigende verwies dar ficherungsanstalt zu verpflichten, im Falle der Beräußerung der auf, daß das Sache der Vertrauensleute set. Alsdann wurde die Unters finder sich ein im Unterpfandsbuch vorzumerkendes Slecht Sigung geschlossen. dieselbe nusrat zu machen. Wie die Arbeiter über Wohlfahrts- Einrichtungen dieser Art renten, ist schon oft von uns erörtert worden und braucht bei dieser Gelegenheit nicht wieder auseinandergesetzt werden. Das Eigenheim des Arbeiters macht diesen auf Lebenszeit zum Eigen thum des Unternehmers, bei dem er beschäftigt ist. " und " Nigdorf. Die in Solzbearbeitungsfabriten auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter hielten am 10. September eine öffentliche Versammlung ab. Benoffe Hansen referirte über das Thema: Die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und die Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung". An den beifällig aufgenommenen Vortrag knüpfte fich eine rege Debatte. Von einigen Rednern wurde gewünscht, daß die Führer der politischen Bewegung in Nixdorf wenigstens Mitglied ihrer Gewerkschaft würden und daß die Partei und ihre Leitung der Gewerkschaftsbewegung förderlich sein möchten. Genoffe Hansen trat dieser Behauptung insoweit entgegen, als er die Partei gegen den Vorwurf verwahrte, sie wäre schuld am Vermischtes. auf Wiebererwerbung des Verä ßerungsobjetts vorzubehalten. Der Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen augenblicklichen, nicht besonders günstigen Stand der GewerkLie Versicherungsanstalt hofft auf diese Weise die von der im Vergoldergewerbe, welche am 11. d. M. bei guter Be- schaften. Im Verschiedenen" wurde der Anschluß an den Holzarbeitenden Klaffe aufgebrachten Gelder am besten wieder für theiligung tagte, lag die Frage zur Beurtheilung vor: Wann arbeiter Verband angeregt; derfelbe foll in einer Filialversamm gedenken die Arbeiter und Arbeiterinnen der Vergolderbranche lung diskutirt werden. Genosse Heizmann wurde darauf in in einen Streit einzutreten? Im Allgemeinen war die Absicht die Agitationskommission gewählt. Am 5. Oftober findet in der vorhanden, im Herbste in einen Streit einzutreten. Die Lohn- Urania" eine Extravorstellung für den Verband statt und am fommission hatte diese Angelegenheit in engere Berathung ge- 19. September die Mitgliederversammlung der Filiale Rigdorf zogen und war zu der Ansicht gelangt, die Einführung einer neunstündigen Arbeitszeit fallen zu lassen, da keine Aussicht vorhanden sei, daß die Fabrikanten auf diese Forderung eingehen, Ana Oesterreich. Der Streit der Wiener Leder- und die Organisation zu schwach sei, um die Forderung durch arbeiter, an welchem 215 Personen betheiligt sind, dauert zusetzen. Eine weitere Frage war die, ob die Attordarbeit beungeschwächt fort. In der Möbeltischlerei von Georg feitigt und durch Lohnarbeit ersetzt werden könne. Da in der Schum, Wien, haben die Arbeiter eine Erhöhung der Afford. Gewerkschaft die Affordarbeit aber fast ausschließlich verbreitet Pastor Jekrant and die Frommen unter sich. Eine lage um 20 pCt., pünktliche Auszahlung des Wochenlohnes, ist und noch viele Anhänger in Kollegenfreifen aufzuweisen hat, Korresponteng, welche die Bielefelder Volkswacht" über diesen sowie menschliche Behandlung verlangt. Zuzug ist fernzuhalten. so hielt sich die Lohnkommission nicht für machtvollkommen genug, braven Gottesstreiter bringt, der den Kampf mit geistigen Waffen Die Nebene er die Silberwaaren Fabrit von Her diese grundsätzliche Forderung aufzustellen. Sie tam deshalb zu so hoher Vollendung gebracht hat, wollen wir dem Gaudium mann Südfeló u. Ro., Wien, dauert fort. Ebenfalls hält zu dem Entschluß, der Versammlung den Antrag zu unter- unserer Leser nicht vorenthalten. Der Mustervertreter christlicher die Arbeitssperre bei der Firma Karl Gabriel, Wagen breiten, eine Urabimmung darüber herbeizuführen, ob die Kollegen Liebe ist wieder einmal wacker an der Arbeit. Er ist aber feiner Laternen Fabrik, in Benzing, ungeschwächt an. Die gewillt seient, die Lohnarbeit an ſtelle der Affordarbeit zu sehen. Mission", die Sozialdemokratie bis zum legten Athemzuge zu Wiener Leder: Galanteriearbeiter, die bei 12 bis Der Antrag der Lohnkommission wurde in eingehender Weife bekämpfen, untreu geworden; er schickt nämlich seine bekannten 14 stündiger Arbeitszeit faum 8 Gulden verdienen, haben in einer debattirt. In der vorangegangenen Bersammlung war ein Breßpfeile in der N. W. V.- 3." augenblicklich ins fonservative in der vorigen Woche abgehaltenen Versammlung beschlossen, an Minimallohn von 21 M. pro Woche für Gehilfen und von Lager. Er scheint also aus erger darüber, daß gewisse Konserdie Unternehmer mit folgenden Forderungen heranzutreten: 12 M. pro Woche für Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter vative von ihm nichts mehr wissen wollen, jegt im eigenen 1. Abschaffung der Stüdarbeit in jeder Form und Einführung bis zu 18 Jahren festgesetzt worden. Mit dieser Forderung et tonservativen Bager zu frafehlen. Unsere Leser erinnern sich, der Wochenarbeit: 2. Einführung eines Minimallohnes von flärte sich die Lohnkommission zwar einverstanden, doch hielt sie daß Jetraut fetiten fetten Pfründenfis in Bielefeld aufgeben fie 10 fl.; 3. Serabfegung der Arbeitszeit auf 9 Stunden; 4. Ueber den Zeitpunkt zur Stellung dieser Forderung noch nicht für ge- mußte und daß es ihm nicht gelang, Pastor in Steinhagen zu zeitarbeit soll nur in dringenden Fällen stattfinden und fommen. Ein Mislingen der eventuellen Streitbewegung würde werden. Er hatte nun eine Stelle als Inspektor im Dienste der da soll für die Stunde eine Ueberzahlung von 25 pet. die Organisation nur schwächen. Sie hielt dafür, daß vorerst Inneren Mission" in der Umgegend von Löhne erhalten, aber des ersten Mai. 5. Freigabe Sämmt noch mehr Agitation zu entfalten sei. Bahlreiche andere Redner seine von bekannter Jskraut'scher Bruderliebe getragenen Gr. M. eintreten: " " um Oberverwalmahnungs- und Erbauungsreden fielen in Söhne und Umgegend Andreas. Die Rechte richten sich nach Inhalt des Ver- Mitglied des sozialdemokratischen Vereins. Auch wies das auf einen schlechten Boden; denn es ist schrecklich, aber wahr: trages, durch welchen die Gütergemeinschaft ausgeschlossen ist, Bureau und die Versammlung noch andere Mitglieder dieses von den erakonservativen Bauern wurde Jskraut schändlich ver- beziehentlich nach dem Rechte des Ortes, wo der erste Wohnsitz Vereins auf. Mithin ist als erwiesen und festgestellt anzusehen, daß hauen, so daß er, wie uns erzählt wurde, sich unter den Schutz nach Abschluß der Ehe genommen ist. Die bezüglichen Angaben die Versammlung eigentlich eine von dem sozialdemokratischen Des Pastor Priester zu Lübbecke flüchtete. Es ist verständlich, daß fehlen in Ihrer Anfrage. Verein einberufene Versammlung dieses Vereins ist. Durch er die Bauern in der Löhner Gegend gerade nicht im H. G., Bremerhaven. Besten Gruß. Daß Frauen an§ 8 des Vereinsgefeßes war es daher gestattet und geboten, die besten Angedenken hat. Daraus wird es erklärlich, daß öffentlichen, nicht von Vereinen einberufenen Versammlungen Entfernung des schönen Geschlechts zu veranlaffen. Führen Sie Jstraut diese Ravensberger Bauern, die sonst in der theilnehmen dürfen, folgt daraus, daß, was nicht verboten ist, die Sache im Verwaltungsstreitverfahren bis zum gesammten tonfervativen Presse Deutschlands als die aus erlaubt ist. Das preußische Vereinsgesetz( SS 8, 16 2c.) verbietet tungsgericht eventuell durch. erlesensten Exemplare christlicher und königstreuer Tugendbolde nur die Theilnahme von Frauen an von Vereinen ein- Winter. Auf dem von Ihnen beabsichtigten Wege werden gepriesen werden, in ihrer Mehrheit als eine fauf und rauf- berufenen Bersammlungen. Gedruckte Entscheidungen über diese Sie Ihr Ziel nicht erreichen. Melden Sie sich als angeblich lustige Rotte hinstellt, unter denen friedliche Menschen ihres simple Frage sind uns nicht bekannt. Die heilige Rächerin der nach dem Ausland gehend ab und kehren Sie dann nach irgend Lebens nicht sicher find. In Gohfeld fanden nämlich dieser Tage Aufklärungsbestrebungen mag in Ihrem Falle versuchen, mittels einem Ort( ohne Angabe des jeßigen Aufenthalts) zurück. die Wahlen der firchlichen Repräsentanten statt, wobei sich die Interpretationsmaschinen älterer und neuerer Konstruktion dar- Evers. Die Arbeitgeber können nach§ 33 Absatz 2 des Bauern in zwei Lager spalteten: in die ganz schwarzen, den zulegen, daß die öffentliche Versammlung eigentlich" eine von Krankenversicherungs- Gesetzes nie mehr als ein Drittel der Pastoren aufs Wort gehorsamen, und in die etwas laueren einem Vereine einberufene gewesen. Mittels der hydraulischen Stimmen in der Generalversammlung auf sich vereinigen: die Christen, welche namentlich in puncto Geldausgaben etwas juristischen Presse, die die Gedanken herauspreßt, mittels des mit Vertretung der Arbeiter liegt diesen selbst, nicht den Arbeitzugeknöpft waren. Der Führer der letzteren Gruppe war der Strebergas gefüllten jurinischen Motors, der das Recht durch gebern ob. Demnach ist die Höchstzahl der Vertretung der konservative Landtags- Abgeordnete Kolon Schnatsmeier. Für Unsinn ersetzt, und mittels der ordnungsbreilichen Tunke, die Arbeitgeber ein Drittel der Gesammtstimmenzahl, also die Hälfte die Wahl scheinen die ganz Schwarzen die rednerischen und gegen Roth reagirt, ist es uns gelungen, Ihnen folgende der Stimmenzahl der Kaffenmitglieder. schriftstellerischen Fähigkeiten Iskrauts in ihren Dienst ge- Deduktion zurechtzubrauen. Die Versammlung war zwar als Nr. 100 St. E. Zur Entlassung war der Meister benommen zu haben, und daß es dabei heiter zugegangen ist, öffentliche von einem Privatmann einberufen, dieser ist jedoch rechtigt. kann sich jeder denken, der die schätzenswerthen agita torischen Fähigkeiten eines Jstraut kennt. Als Hauptzugskraft wurde das Wahlprogramm mit dem Plane eines Neubaues einer zweiten Kirche ausstafsirt, natürlich um die Frömmigkeit zu vermehren. und um eine neue Pastorstelle zu schaffen, welche als verheißungsvoller Lohn für die Mühe und Arbeit dem Jstraut entgegen: winkte! Aber der Erfolg war der, daß die ganz Schwarzen bei der Wahl besiegt wurden und daß die Lauen unter Schnatsme er mit 450 gegen 326 siegten! Wir würden von den Gohfelder Kirchenwahlen nicht soviel Aufhebens machen, wenn sie nicht Veranlassung wären, Pastor Jskraut an der Arbeit zu beobachten. Er hat nämlich, um seinem bedrückten Herzen Luft zu machen, seinen ganzen Schmerz über die Niederlage seiner engeren Gefinnungsgenossen in einem längeren Bericht an die N. W. V.- 3." entladen. Aus diesem Bericht laſſen wir einige Säge hier folgen, die ebenso charakteristisch für Iskraut sind, als sie auch, allerdings nur zwischen den Zeilen zu finden, einige interessante Schlaglichter auf die firchlichen Zustände im Ravensbergischen fallen lassen. Letzteres ist deshalb interessant, weil diese Gegend bekanntlich für die schwärzeste Gegend im evangelischen Deutschlaud gilt. Istraut schreibt also: ,, Ein voller Sieg ist der linken Seite zugefallen; aber die Art, wie er errungen, und die Weise, wie er ausgenutzt wurde, ist zum Theil geradezu schrecklich.( Hört, hört!) Am letzten Sonntag vor der Wahl hatte Herr Kolon Schnatsmeier, der auch Kirchmeister ist, während des Gottesdienstes an den Bäumen vor den Kirchhofsthüren eine Erklärung befestigen lassen, laut deren er behauptete, eine ihm in den Mund gelegte Neußerung in bezug auf den Kirchbau nicht gethan zu haben mit dem Hinweis auf Eph. 4, 25.( Leget die Lügen ab u. s. w.) Am Montag finder sich an diese Erklärung ein anderer Zettel angeklebt, auf welchem ein in der ganzen Gemeinde wohlbekannter Tischler H. Rürup den Herrn Kirchmeister Schnatsmeier der thatsächlichen unwahrheit bezichtigt, ebenfalls mit dem Hinweis auf Eph. 4, 25. Der Kirchmeister thut sehr beleidigt und droht, den Mann zu ver flagen; ein Arbeiter tritt herzu und erklärt höchst vergnüglich, die Strafe, welche bei dem Prozeß herauskäme, wolle er recht gern bezahlen. Der Kirchmeister wiederholt feine KlageAndrohung; der Bedrohte und die ganze Gemeinde lachen darüber, denn der Mann ist bekannt, welcher vor drei Beugen bezeugt hat, daß der Kirchmeister thatsächlich dem Inhalte nach gesagt hat, was er unaufgefordert öffentlich abgeleugnet hatte. Nach diesem Gepläntel am Dienstag nach dem Gefange von: In allen meinen Thaten" war Nachmittags 1/25 Uhr in der Kirche die Wahl, welche eine Viertelstunde nach Mitternacht ihr Ende erreicht. Nachdem den Beamten ihre Bettel abgenommen sind, beginnt ein Drängen um den ganzen: Wahltisch, daß während der ganzen Zeit der Stimmabgabe auch nicht einmal ein Heiner Bugang zur Wahlurne fret war. Männer, die so lange ihre Freunde denken können, nicht zur Kirche gegangen sind, Dienstboten, auch der Sefte der englischen Quäfer angehörige Männer haben ihre Stimmzettel abgegeben. Die Verbindung zwischen der Kirch thür und dem nahen Wirthshaus wird auf das lebhafteste unterhalten. Gegen 7 Uhr erscheinen die erften leicht angetrunkenen Wähler im Gotteshause, ohne ihrem Geist in besonders auffälliger Weise Raum an diesem heiligen Orte zu gestatten, doch bald ist einer taumelnd auf der Kirch= bank eingeschlafen und schlägt wie im Takt mit dem Kopf die steinerne Wand. Die Stimmabgabe ist beendigt, der Wahlvorstand macht sich an die Feststellung des Wahlresultats und ein großer Theil der Wähler an das Trinken im Wirthshaus. Bald ist das Haus erfüllt von Tabaksqualm, der Magen von Bier und Branntwein, die Luft vom Geschrei der Trunkenen. In demselben Maß, wie fich der Sieg in der Kirche der liberalen Seite nähert, nimmt die Betrunkenheit im Wirthshaus zu. Ab und zu wollen einige sehen, wie die Sache in der Kirche fteht: fie fallen taumelnd zwischen die Grabhügel wie frische Leichen, welche der Beerdigung harren. Um 10 Uhr, als die Polizei Feierabend erzwang, tönte ein so schrecklicher Lärm in der Kirche, daß der Ortsgeistliche das Gotteshaus verließ. Gegen 11 Uhr war es um die Kirche her noch so lebendig, als wäre man aus dem Hause gegangen, um in der Dunkelheit auf der Straße die unsauberen Geister weiter austoben zu lassen. Als nach Feststellung des Wahlresultats gegen 1/41 Uhr Nachts einige Christenleute die Kirche verließen, glaubten sie ihres Lebens nicht sicher zu sein, so daß sie auf möglichst unbetretenen Wegen in ihre Wohnungen gingen. Am Tag vor dieser Wahl fand man eine Ankündigung des Inhalts angeschlagen: Große Vorstellung. Nächsten Dienstag wird in Gohfeld Christi Himmelfahrt im Luftballon" gegeben. Es ist aber aus dieser Vorstellung des Teufels Höllenfahrt ins Branntweinfaß" geworden." " Wenn man diese Schilderung über das Leben und Treiben der gepriesenen christlichen und königstreuen Ravensberger Bauern liest, dann wird man sich seine eigenen Gedanken über die Ginflüsse machen, welche christliche und königstreue Gesinnung auf die Gefittung ihrer Anhänger ausübt; denn die Gegend von Löhne, Gohfeld und Mennighüffen gilt unbestritten als ureigne Domäne der Stöckerei und Muckerei. Hier hat deren Geist ohne jede Rivalität seit mehr als einem Menschenalter seinen erzieherischen Einfluß ausüben können; mit welchem Erfolg dies geschehen, das deckt die konservative Neue Westf. Volts- 3tg." durch obigen Jskraut'schen Bericht auf. Eine zweitausendjährige Wein- Etiquette. Ein interessanter archäologischer Fund ist jüngster Zeit, wie man der N. Fr. Pr." berichtet, in Karthago gemacht worden, eine Amphora aus römischer Zeit, datirt mit Inschrift, also mit Etiquette". Das Datum reicht bis 21 v. Chr. zurück. Auch Die Weinsorte, die sich in dem Gefäße befand, wird angegeben, es war ,, mesopotamischer" Wein, von einer Station Mesopotamien an der Südküste Siziliens zwischen Girgenti und Syrakus. Ja, selbst der Lieferant des Weines wird genannt, ein gewisser Afranius Silvius. Durch diese von Delattre, Korrespondenten der Pariser Inschriften- Akademie, mitgetheilte Inschrift werden Pompejanische Schriftdenkmäler ähnlicher Art nun auf einmal verständlich. but that Briefkasten der Redaktion. Kunnersdorf. 1. 5 Jahre. 2. Die Frau hat die Schulden ihres Mannes nicht zu bezahlen. F. D. Nein. 3. Zichung der 3. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 13. September 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 155 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohite Gewähr.) 3 105 41 427 551 843 1483 501 89 639 719 808 910 2056 62 302 21 643 703 15 858 85 99 3273 336 651 4173 97 625 733 97 893 99 5012 77 158 201 7 384 93 49 536 605 710 930 31 6234 921 7082 150 254 319 56 435 58 564 707 8071 143 74 333 63 77 12001 410 36 6.3 19 731 841 994 9019 247 366 74 88 10353 621 43 813[ 300] 920 66 11006 130 212 42 66 366 553 711 804 69 931 92 12221 60 374 409 78 902 39 61 13185 209 303 64 519 6658 750 857 974 14007 31 66 103 22 201 67 585[ 300] 858 61 972 15044 860 862 9316253 83 492 517 35 895 930 40 88( 20) 17902 27 37 82 18219 389 99 578 642 971 19004 6 133 219 35 49 501 631 911 2000 122 276 405 6 29 570 638 76 742 62,77 21168 218 378 508 671 86 717 98 22027 121 294 525 843 67 1200] 977 23312 28 753 897 957 24031 118 19 20 47 66 223 53[ 300] 74 335 433 716 820 925 47 25049 259 354 475 646 626 802 33 44 975 26173 351 82[ 200] 423 766 75 27060 285 537 28158 97 348 84 627 2903 42 466 542 77 781 30219 27 394 562 680 761 31022 106 510 674 792 823 51 32218 346 774 89 844 960 3.3082 172 74 205 43 317 584 60% 63 94 795 115001 899 929 68[ 200] 34141 351 62 405 21 619 72 35135 62 286 363 450 91 558 99 678 80 776 819 12001 82 36225 28 349 590 943 59 37251 76 415 84 516 641 49 724 63 822 29 43[ 200] 38238 301 18 492 576 674 88939040 103 18 319 450 51 54 55 86 505[ 300] 52 91 767 75 858 954 69 861 933 40315 711 46 854 41103 54 81 214 66 71 79 376 95 545 819 936 42010 77 213 61 309 28 96 570 81 639 41 84 711 32 98 852 43242 73 315 70 508 666 81 712 850 974 6 44195 200 16 401 15 41 671 74 82 93 854 45015 307 705 86 949 75 46052 171 238 385 83 589 785 47104 20 22 327 32 90 511 48052 65 236 357 401 510 607 8 869 79 908 31 49070 71 221 511 15 21 690 707[ 1500] 73 812 26 905 69 50100 530 728 991 51172 203 371 407[ 200] 65 77 591 695 52009 15 22 95 698 99 707 9 41 865 920 37 53215 449[ 300] 593 631[ 1500] 54 803[ 200] 6 60 991 54097, 157( 500) 342 418 512 17 626 48 809 916 90 55102 82 239 451 530 687 831 928 3) 56011 311 485 89 631 754 86 990 57005 222 333 540 680 798 840 942 58004 8 120 243 413 88 93 500 604 49 795 894 917 59004[ 200] 293 337 489 527 625 701 23.99 60113 71 401 97 516 617 91 800 61106[ 200] 94 577 78 626 784 [ 500] 834 76 99[ 200] 921 62034 67 96 113 69 98 272 338 75 470 739 806 928 63103 82 85 548 73 634 97 926 87 64044 172 495[ 200] 564 602 89 960 1200] 84 G5303 50 501 741 920 38 57 66065 289 319 530 ( 2001 36 48 781 819 54 67029 146 95 237 450 670 73 892 96 68005 15 53 238 51 425 667 819 69088 260 332 675 834 85 903 9 70033 127 742 826 79 71229 48 91 335 77 584 792 828 54 957 72 68 491 885 73162 68 78 232 40 59 472 567 666 68 724 77 807 74036 122 224 356 407 25 530 663 869 911 75008 69 88 168 404 88 565 86 780 857 96 76115 80 2: 7 72 532 68 77 647 700 852 77051 200 23 53 302 611 769 75 78010 26 82 91 306 85 89 411 42 64 515 49 775 915 95 79005 23 71 228 31 75 330 406 57 78 28 49 80096 234 56 98 646 66 744 81003 29 90 164 439 520 833 40 82117 26 226 338 411 51 583 835 95 938 5 83198 365 405 518 49( 200) 785 920 84225 302 57 97 579 750 87 803 945 85 8.233 59 66 441 96 585 615 811 86084 101 502 710 57 832 37 87215 21 36 53 93[ 15 000] 304 763 72 813 43 8441 500 2 935 89194 318 413 41 44 563 633 [ 200] 844 57 89 902 23 93 1890083-120 264 463 522 647 89 772 84 841 917 91224 28 432 40 [ 200] 501 40 612 703 62 878 918 60 92057 350 478 558 685 93053 112 256 378 649 718 79 851 985 94010 13001 51 52 72 160 549 686 99 776 854 85 95015 44 67 165 223 488[ 200] 96085 196 296[ 200] 326 678 31 40 77 903 65 97062 81 225 55 78 416 69 572 82 606 743 85 98260 69 304 5 13 505 616 875 9058 243 612 100004 112 45 46 53 224 443 515 609 43 916 61 101002 5 31 203 661 862 957 102082 407 40 95 677 770 822 36 43 909 103066 426 60[ 200] 553 89 93 650 703 30 40 978 104044 85 241 71 90 377 463 571 621 707 21 80 815 903 44 79 103252 328 54[ 200] 503 73 685 91 837 905 14 106053 214 48 410 512 20 99 629 59 71 83 894 975 92 1070 4 136 269 374 85 629 69 749[ 2001 840 63 928 108023 84 168 248 87 343 445 48 524 609 85 784 921 109028 180 264 419 50 788 863 919 3. Ziehung der 3. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 13. September 1893, Nachmittags. Rur die Gewinne über 155 Mart find best betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 110163 388 514 612 87 96 730 34 833 42 84 922 111012 23 123 312 29 467 504 683 772 815 9 8 112168 325 512 853 977 97 113268 485 618 770 893 114233 55 311 27 43 55 9.442 49 98 626 35 66 89 90 750 77 903 53 115159 81 233 311 32 62 69 80 565 736 813 116003 116 208.314 84( 500) 508 79 807 20 117155 275 468 518 95 911 75 118137 247 388 411 55) 690 737 119032 286 91 559 745 94 913 14 120 49 69 468 72 559 682 121016 20 292 537[ 4500] 828 901 122130 48 244 57 75 319 509 17[ 500) 643 52 56 12001 75 82 735 819 65 924 123203 51 99 445 552 53 72 93 712 78 802 35 993 124007 241 363 85 89 547 72 624 82 756 80 895 942 125377 78 90 530 633 36 37 926 126148 82 208 313 39 668 724 76 888 981 127002 361 403 24 67 536 711 921 60 128012 117 255 592 747 129089 385 649 761 130037 105 12 49 98 289 317 72 90 91 466 512 69 652 83 739 59 856 903 131228 303 80 427 515 664 13206 302 81 523 701 16 93 98 810 995 133080 274 421 590[ 1500] 774 78 93 134162 6 465 95 505 737 66 827 135234 353 68 416 520 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.