Ur. 265. nbonnements-Redingiin�n: tlbomicnlcntS- Preis primmnerandoi Licrtcljöhrl. S�o Mk., nioiiatl. l.lN Mk., wöchenllich LÄ Psg. frei inS Haus. Einzelne Nrinuncr 5 Pfg. Sonntags- immmct mit illustrierter Sonntags« Beilage„Die Neue Well" 10 Pfg. Post- Übonncmcnl: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Prci-Iisic. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. PostabonncmentS nehmen an: Belgien. Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg. Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz, 28. Üafyfg. Crtdidnt tZglich auStr lüontags. Berliner Volksblstk. Die Inierlions«Gcbüfir beträgt für die sechsgespaltetle Kolonel- zeile oder deren Liaum 00 Pig., für Politische und gewerlichastliche LereinZ» und Versannnlungs-Anzcigcn 80 Pfg. „Kleine Unreigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg. tzulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstcllenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg., jede» weitere Wort ö Pfg. Worte über ISÄuch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer niüsten bis S Uhr nachmittags in der Expedition «pgegebeii werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöff�x, kelegramm. Adresse: „soziaiiitnclirat Btrii»". o Zcntralorgan der rozialdemokratifcbcn Partei Deutfcblands. Redaktion: 8SI, 68, Lindenstrasse 69* Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonnabend, de» 11. November 1911. Sxpedition: SM. 68, Lindenstrasse 69, Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1981. Fmdm illlil Frchtil! Die Scharfmacher und Volksfeinde, die Steuer- Plünderer und Brotwucherer haben in den letzten Tagen den Reichstag zu einem wüsten Tummel- platz nationalistischer Hetze gemacht. Die Re- gierung selbst hat sich gezwungen gesehen, den gewissenlosen Hetzern die patriotische Maske vom Gesicht zu reißen. Da trifft es sich gut, daß am Sonntag unsere Demonstra tionsversamm- lungen stattfinden. Dem Nationalismus der Reichen wird die Internationale der Ausgebeuteten entgegentreten. Dem Kriegsgeschrei beutegieriger Hetzer wird der ruhige aber unerschütterliche Wille des Proletariats zum Frieden die Antwort er- teilen. Neben den deutschen Genossen werden Vertrauensmänner ausländischer Parteien das Wort nehmen. Sie werden in einer anderen Sprache die gleichen Gedanken der Völker- solidarität und Völkerverbrüderung ausdrücken. An Euch, Arbeiter, ist es, durch massenhaftes Erscheinen dem Protest gegen Krieg und Kriegshetzer Würde und Nach- druck zu verleihen. Kommt olle z« de« Pctfoinmliinoen! Die entlarvte Demagogie. Herr v. Bethmann hat in letzter Stunde nachgeholt, was lange versäumt worden war. Er hat es getan unter dem Zwang der Not, in dem Bewußtsein, verloren zu sein, wenn er nicht endlich gerade, vernünftige Politik macht. Immerhin er hat es getan. Immer wieder hat die Sozialdemokratie auf die schweren Gefahren aufmerksam gemacht, in die die entfesselte nationa- listische Demagogie das deutsche Volk zu stürzen droht; immer wieder haben wir verlangt, daß die Negierung diesem Wahn- sinnigen verantwortungslosen Treiben gewissenloser Wahldemagogie entgegentrete. War es ja die Schuld der verfehlten Geste von Agadir, Ivaren es ja die schweren Fehler ihrer eigenen Politik, die dieses Treiben entfesselt hatte. Heute hat endlich der Reichskanzler das Notwendige getan.' Zunächst war der S k a n d a l zu erledigen, den das Auf- treten des Kronprinzen im Reichstag, seine demonstrative Einmischung in die Reichspolitik bedeutet. Herr v. Bethmann scheint hier energisch durchgegriffen zu haben. Der Kronprinz war am Abend mit dem Kaiser und dem Reichskanzler beim Abendessen, wo ihm das Nötige wohl gesagt worden ist. Der Kronprinz soll sich dann beim Kanzler entschuldigt haben. Jedenfalls kam er heute nicht mehr in den Reichstag und kehrte wieder zu den Sportvergnügungen zurück, in denen er Sachverständiger ist. Der Kronprinz hat ja schon einmal gezeigt, daß er belehrbar ist; seit der Zurechtweisung durch Bebel hat er die Sozialdemokratie nicht mehr mit seinen Aeußenmgen bedacht und so darf man hoffen, daß die neue Lektion über verfassungswidrige Einmischung auch eine Zeit lang vorhalten wird. Damit wäre dieser neueste Zwischenfall erledigt und nur die Haltung der bürgerlichen Presse muß noch kurz erwähnt werden. Daß die alldeutschen Phantasten und die Nationalisten den Kronprinzen als ihren Parteigenos- s e n in Anspruch nehmen, versteht sich eigentlich von selbst. Daß die„Kreuzztg." und„Deutsche Tagesztg." sein Verhalten verteidigen, stärkt den Verdacht, daß die Konservativen wieder einmal, wie beim Sturze Bülows, höfische Machenschaften für ihre Zwecke ausnützen wollten. Was aber für die Jämmerlichkeit unseres Bürger- tums vor allem charakteristisch ist. ist die Tatsache, daß die nationalliberale und selbst ein Teil der fort- schrittlichenParteipresse nicht den Mut gefunden hat. dieser prmzllchen Einmischung in die Politik der nach der Verfassung Mein berechtigten Faktoren aut dem gebotenen Ernst und Nachdruck entgegentraten. Diese Liberalen sind wirklich unverbesserlich in ihrer berüchtigten Krön- Prinzenpolitik, und trotz aller Enttäuschungen setzen sie ihre Hoffnung immer wieder auf höfische Gunst, statt auf die eigene Kraft. Nachdem Herr v. Bethmann mit der prinzlichen Fronde fertig geworden war, kam er in den Reichstag und rechnete mit den nationalistischen Hetzern gründlich ab. Herr v. Heydebrand hatte es sich so schön vorgestellt. Durch die Schuld der Konservativen, dieser ingrimmigen Hasser der Volksvertretung, ist der Reichstag machtlos und darf nach der konservativen Theorie zu dem Marokkoabkommen nichts sagen. Herr v. Heydebrand brauchte also keineVerant- w 0 r t u 11 g zu übernehmen, den Worten keine Tat folgen zu lassen, wenn er die Gelegenheit zur gröbsten W a h ld e m a g 0 g i e beim Schöpfe nahm. Verantwortungs- losigkeit züchtet ja immer Demagogie. Und so hielt er dann eine Hetzrede einzig und allein zu dem Zwecke, um den ihm nachfolgenden B a s s e r m a n n das Fett von der Suppe ab- zuschöpfen, den nationalen Furor zu entfesseln, in dem die verblendeten Wähler die Verbrechen der Konservativen an dem Wohl der Massen vergessen sollten, und die natio- nalistische Welle auf die Wahlmühle der Konservativen zu leiten. Der saubere Plan schien gelungen. Diese Hetze der „wahren Patrioten" war nicht mehr zu überbieten; in dem Wettbewerb des Nationalismus und der Kriegshetze hatte der Konservative den Nationalliberalen übertroffen. Was scherte es diesen Agrardemagogen, daß der einzige Gewinn aus dem Marokkoabkommen, die Möglich- keit, endlich bessere Beziehungen zu den Westmächten anzu- bahnen, durch seine Rede vernichtet werden konnte. Was galten ihm in der Angst vor der Wahlabrechnung die Be- Ziehungen des deutschen Volkes zu dem Ausland? Der Mann, der in der„Konserv. Korresp." das Wort zu schreiben gewagt hat,„ein Krieg wäre uns recht", der ist in seiner Frivolität zu allem, fähig. Diese Demagogie hat Herr v. Bethmann im Reichs- tag ehrlich und rücksichtslos entlarvt. Er hat dem Demagogen die Patriotische Maske vom Gesicht gerissen und ihm ins Gesicht gesagt, daß er, um seinen Parteiinteressen zu dienen, das Deutsche Reich geschädigt hat. Er hat ihm gesagt, daß er und seinesgleichen' den Patriotismus k 0 zn p r 0 m i ttve r e n. Es mag dem agrarischen Reichskanzler nicht leicht ge- worden sein, die Agrardemagogie zu entlarven, die regierende Partei zur Todfeindin zu machen. Mag sein, daß es M u t der Verzweiflung war, der ihn zur Rebellion gegen den ungekrönten König getrieben hat. Aber über die Motive wollen wir nicht streiten und es wird sich ja zeigen, ob der Kanzler fähig ist, auch in seiner Politik fernerhin die Kon- sequenzen zu ziehen, die das gefährliche Treiben der Junker erfordert. Heute hat er— von unserem Standpunkt vielleicht zum erstenmal— mutig eine Pflicht erfüllt. Daß er dies tun mußte, gegen die konservative Partei, gegen die wahren„Patrioten", das sagt besser als alles andere, wie volksverwüstend und volksverderbend die Junkerherrschaft auf Deutschland lastet. Die Abrechnung mit Herrn v. Heydebrand bezog sich vornehmlich gerade auf die Stellen, denen der Kronprinz gestern seinen Beifall geschenkt hatte. Als ordinär sie Wahldemagogke wurde entlarvt, was den Kronprinzen so sehr enthusiasmiert hatte. An dieser indirekten Zurück- Weisung der kronprinzlichen Politik lag es Herrn v. Beth- mann besonders. Herr v. Heydebrand aber steht da als Mann mit dem Schwert im Munde, die Hand fest auf der zugeknöpften Tasche— der«wahre Patriot" in all seiner Schöne. Die SelMlaerielaung der Iferrfchenden. Was sich am Freitag im Reichstag abgespielt hat, kann nur verstanden werden im Zusammenhange mit dem ganzen Zersetzungsprozeß, den das bestehende Regiernngssystem in Deutschland durchmacht. Dieser Zersetzungsprozeß hat unter der Oberfläche lange Jahre schon gewirkt, aber seine Symptome traten zuerst für alle Welt erkennbar an die Oeffentlichkeit im November und Dezember des Jahres 1908, als der Reichstag zu Gericht saß über die Auswüchse des per- lonlichen Regiments. Schon damals wurde von der Sozial- demokratie in ihren Verfassungsanträgen wie in den Reden dazu klar ausgesprochen, daß wir die Uebelstände des per- fonuchen Regiments nur los würden durch Beseitigung des innkerlich-bureaukratischen Regierungssystems überhaupt, unter dessen Mißwirtschaft das deutsche Volk zu leiden hat. -i-w Sozialdemokratie blieb damals in ihrem Trängen allein. Die bürgerlichen Parteien ließen es an großen Worten be- wenden und versagten völlig, als es zur Tat kommen sollte. So zehrte denn das junkerlich-bureaukratische Regierungs- system mit seiner Begleiterscheinung, dem persönlichen Regi- ment, ungestört weiter an dem Volkswohl. Trotzdem von Zeit zu Zeit daraus übelriechende Blasen aufplatzen, verhallten die immer wiederholten Mahnungen der Sozialdemokratie zur gründlichen Besserung wirkungslos. Jetzt hat abermals die Betätigung dieses junkerlicki- bureaukratischen Regiernngssystemö auf dem Gebiete der ans- wältigen Politik Mißstände und Gefahren herbeigeführt, die tiefgehendes Unbehagen bei allen Parteien im Lande er- zeugten. Am ersten Sitzungstage der Marokkodebatte kam es zutage, daß der fortschreitende Zersetzungsprozeß dieses Systems eine Entfremdung zwischen den scheinbar fest ver- bundenen Komponenten des Regierungsklüngels herbei- geführt hatte. Der Führer der Junkerpartei des Reichstages, die in wirtschastlickjen Fragen bisher auf die unbedingte Unterstützung, der amtierenden Bureaukratic hatte rechnen können, wandte sich gegen die Politik, die der Kanzler offenbar im völligen Einverständnis mit dem Kaiser in der Marokko- frage eingeschlagen hatte, und da auch keine einzige andere Partei für eine Unterstützung dieser Kanzlerpolitik sich aus» sprach, schwebte der Kanzler, wie es in unserer gestrigen Be- sprechnng ausgedrückt wurde, schließlich isoliert in der Luft. Für den Angriff des Herrn v. Heydebrand hat heute Herr v. Bethmann Hollweg Vergeltung genommen, Vergeltung in der denkbar schärfsten Form. Und da Herr v. Heydebrand mit seiner Ansicht nicht allein steht, sondern in seiner Rede die konservative Partei und damit die maßgebende Junkercligue vertrat, ist unmittelbar vor den Wahlen eine tiefgehende Kluft zwischen der Regierung und der eigentlichen Regierungspartei auf- gerissen worden, die den Zersetzungsprozeß des herrschen- den Regierungssystems in ungeahnter Weise fördern und da- durch dessen Zersetzung durch einen den Bedürfnissen eines großen Kulturvolkes allein entsprechenden demokra» t i s ch e n P a r l a m e n t a r i s m u s die Wege ebnen muß, Daß Herr V. Bethmann den Mut fand, in so barschen Worten gegen den einflußreichen Junkerführer aufzubegehren, läßt sich nur dadurch erklären, daß es ihn: gelungen ist, in dein Kaiser einen nachhaltigen Ingrimm über die Vorgänge der Tonnerstagsitzung im Reichstag zu erwecken. Die Freitagssitzung brachte zunächst den fortschrittlichen Abgeordneten Wi einer auf die Tribüne. Er hielt es für nötig dagegen zu protestieren, daß der Kronprinz in der vor- aufgegangenen Reichstagssitzung seiner Zustimmung zu dem Heydebrandscheu Schwertgerassel sichtlich Ausdruck gegeben hatte, ließ aber auch keinen Zweifel darüber, daß seine eigene Partei mit dem Kongovertrage nicht zufrieden sei. Als er sich gegen die Englandhctze verwahrte, konnte er es sich doch nicht verkneifen, der Sozialdemokratie etlvas am Zeuge zu flicken. Er schmetterte die kühne Behauptung in die Welt hinaus, unsere Partei habe durch ihre großen Friede nsdemonstratio neu nicht für, sondern gegen den Frieden gewirkt. In unlösbarem Wider- sprach dazu stand es, daß er bürgerlichen Friedenskund- gedungen, z. B. den Reden des Lord Mayor von London bewundernde Anerkennung zollte. � Auf den Riß, der sich zwischen der konservativen Partei und dem konservativen Reichskanzler aufgetan hatte, ging Herr Wiemer ein, indem er auf den Brief des Herrn von Wangenheim, in dem dem Kanzler Mangel an Ueber- zeugungstrene vorgeworfen wurde, anspielte. Er bemerkte dazu, daß die in einem offiziösen Blatt erfolgte Antwort, der Kanzler werde, ganz gleichgültig, wie die Wahlen ausfallen, die Regierungsgeschäfte nur nach seinem persönlichen� Ueber- zeugen führen, offenbar auf den bureaukratischen Regierungsabsolutismus hinauskomme. Der freikonservative Abgeordnete Schultz bemühte sich den bürgerlichen Parteien das in dieser Situation recht im» passende Lied von der Harmonie ihrer Interessen und der Beseitigung aller Differenzen vorzufiedeln. Aber selbst der Vertreter dieser unentwegten Regierungpartei konnte sich eine in untertänigen Wendungen gekleidete Mißbilligung der marokkanischen Regierungspolitik nicht versagen. Dann ergriff der Reichskanzler zum zweiten Mal das Wort. Nach einigen Plänkeleien mit dem Abgeordneten Bassermann ging er in gesteigerter Erregung zu Angriffen auf Herrn von Heydebrand über. Auch bei dieser Auseinandersetzung gelang es dem Kanzler nicht, den schwächsten Punkt seiner Position, die Entsendung des„Panther" nach Agadir und die dadurch bei den Kolonial- Patrioten erweckten Hoffnungen zu rechtfertigen. Er machte auch gar nicht den Versuch, den gestern an dieser Stelle fest- genagelten Widerspruch aufzuklären, wie es gekommen sei, daß trotz der angeblich der englischen Regierung gegebenen Aufklärung über die Bedeutung des Panthersprunges der englische Schatzkanzler Lloyd George geglaubt hat, seine Warnungsrede halten zu müssen. Zum Hanptangriff auf Herrn v. Heydebrand erkor er sich dessen prahlerische Drohung gegen England, die er in scharfen Ausdrücken und im Tone höchster Erregung als eine gewissenlose Friedens- gefährdung brandmarkte. Damit ist zwischen Bethmann Hollweg und Heydebrand das Tafeltuch zerschnitten. Aber nicht nur eine persönliche Gegnerschaft hat sich damit aufgetan. Die bisher eng ver» sippten Hälften, die Bnreaukratie und die Junkerschaft, sind damit, zunächst wenigstens, auseinandergerissen. Daß dem Zusammenstoß diese Bedeutung beizumessen ist, trat im wei- teren Verlaufe der Debatte noch deutlicher zutage. AlNaW göFett Fte Ue?en Pofi ein!ffaar SerTreTern?er Leiden antisemitischen Grüppchen den Abgeordneten Gelegen- heit, sich außerhalb des Sitzungssaales über die interessante Situation auszusprechen. Erst die Rede des Abg. Gröber fand wieder Aufmerksamkeit. Er-hatte es übernommen, die Ansichten der Zentrumspartei über die staatsrechtliche Frage, ob der Marokkovertrag dem Hause zur Genelimigung vorgelegt werden müßte, darzulegen und kam im Laufe seiner Deduktionen zu dem auch von der Sozialdemokratie einge- nommenen Standpunkt, daß bereits der gegen- wältige Wortlaut der Verfassung die Re- flierung nötige, die Genehmigung des Reichstages zu dem Marokko-, wie zu dem Kongovertrag einzuholen. Dabei maß er die Schuld, daß von der Regierung jetzt ein gegenteiliger Stand- Punkt eingenommen werde, dem Herrschaftsbedürfnis der Bureaukratie zu. Gröber verlangte auch, daß durch neue ge- fetzliche Feststellung die Mitwirkung des Reichstages bei allen derartigen Staatsverträgen unanfechtbar festgestellt würde. Er war allerdings inkonsequent genug, eine Mitwirkung des Reichstages bei der Entscheidung über Krieg und Frieden für unmöglich zu erklären. Dafür müßte nach seiner Auffassung die Verantwortung dem Kaiser allein überlassen bleiben. Er übersaß dabei oder wollte nicht sehen, daß das wiederum auf eine Befestigung der Selbstherrlichkeit des bureaukratischen Regiments in einer der wichtigsten Lebensfragen der Nation hinauskommt. Der schwer gezüchtigte Herr V. Heydebrand ergriff nunmehr zu sofortiger Verteidigung das Wort. Diese Ver- teidigung fiel äußerst schwach aus. Er versuchte, seine Drohung gegen England als einen Ausfluß gekränkter patriotischer Gefühle zu beschönigen. Er berief sich untet Zustimmung seiner Parteigenossen darauf, daß er im Auf- trage und unter Billigung der � gesamten konservativen Fraktion gesprochen habe. Dann nahm er aber auch für sich als Volksvertreter das Recht der freien Kritik sowohl der eigenen Regierung wie dem Ausland gegenüber in Anspruch. Daß der Führer der Junkerpartei, die mit Hilfe der gottgegebenen Autoritäten es bisher verstanden hat, eine Minderheitsherrschaft in Deutschland auszuüben, in seiner Be- drängnis sich in die Gedankengänge des demokra- tischen Parlamentarismus hine ins l ü ch t e t. ist ein äußerst wertvolles Zugeständnis. Die Sozialdemokratie wird nicht verfehlen, es im Kampfe gegen die verderbliche Dreieinigkeit: Hofkamarilla, Bureaukratie und Junkertum, nach Kräften zu verwerten. Muß doch überhaupt der un- zweideutig zutage getretene Zersetzungsprozeß des Herr- schenden Regierungsklüngels den Kampf der Sozialdemokra- Ich bedanre, daß eine solche Manifestation hier möglich gewesen ist. Der Reichskanzler niag sich selbst damit auseinander- setzen, aber ich bedaure, daß in dem Augenblick, da es sich hier um ein Friedenswerk handelt, wo der Leiter unserer auswärtigen Politik sagt: Gott sei Dank, wir sind soweit, daß wir in ein dauerndes freundschaftliches Verhältnis zu Frankreich gekommen, daß in diesem Augenblick durch derartige Dinge alles wieder in Frage g e st e l l t wird.(Lebhafte Zustimmung links, Unruhe rechts.) Erneut protestieren wir auf Grund der Erfahrungen gegen das jetzige System der Besetzung diplomatischer Po st en unter einseitiger Bevorzugung des' Adels. Schon ans Grund der jetzigen Rechtslage können luir als Recht der deutschen Volks- Vertretung beanspruche», bei Abschluß kolonialer Verträge zugezogen zu werden. Vielleicht ist es möglich, auf dem Wege des Zentrums- antrageS vorzugehen. Und wenn wirklich kein juristisches Recht bestehen sollte— es muh dann eben geschaffen werden— so besteht doch sicher ein moralisches Recht.(Lebhafte Zustimmung links.) Die ReichSregierung hat 1906 in kolonialen Dingen an das deutsche Volk appelliert; und ich denke, mit gutem Erfolg.(Lebhafte Zustimmung bei den Liberalen.) Ich frage den Kanzler und den Staatssekretär und verlange Antwort mindestens in der Kommission: Besteht noch ein Gcheimvertrag neben den beiden Abkommen? Und ist in dem Vertrage eine Schiedsgerichtsklausel enthalten? Der französische Soziali steiifiihrcr I a u r ö s hat von einer solchen gesprochen und sie als das Beste au dem ganze» Vertrage bezeichnet. Wo ist diese Schiedsgerichts- klausel! Ich sehe sie nicht. Wenn sie da ist, warum wird sie uns nicht vorgelegt?(Zustimmung.) Der Fürst B ü l o w hat den Versuch gemacht, ein kon stitutionelles Regiment in Ucbsreiustimmung mit der Mehrheit des Reichstages zu führen. Der jetzige Reichskanzler hat diesen Weg verlassen. Der jetzige Reichskanzler will eine Regierung, die über den Parteien steht. Wie das„über den Parteien stehen" aussieht, haben wir ja in diesen Tagen, haben wir ja namentlich gestern gesehen.(Heiterkeit und Sehr gut! links.) Allen Respekt vor dem Fleiß und der Vaterlandsliebe des jetzigen Reichs kanzlerS! Aber es ist unfraglich, daß die Grundsätze, die er in der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung' verkünden läßt, Grundsätze sind, die in ihrer Konsequenz zum Absolutismus führen. (Sehr wahr! links.) Mögen die Konservativen zu dem persönlichen Regiment sich stellen, wie sie wollen: wir unsererseits werden für eine Neichspolitik nach außen und innen eintreten, die getragen ist von den großen Grundsätzen der Volksfreiheit.(Lebhafter Beisall links, ironischer Beisall rechts.) Abg. Dr. Schulz(Rp., sehr schwer verständlich): Vorbehaltlich näherer Prüfung in der Kommission kann ich schon jetzt sagen, daß nnch unserer Ucbcrzeugung das Morokkoabkommen nicht der Genehmigung des Reichstages bedarf.(Zurufe links.) An der deutschen Reichsverfassling soll man nicht so fcichtljhi Aenderungen vornehmen; am allerwenigsten sollte ein sterben- der Reichstag unter dem Eindruck einer momentanen Stim- mung eine solche Aenderung vornehmen.(Sehr wahr! rechts.) Redner fragt an, wie weit der, übrigens ohne parlamentarische Ein- willigung abgeschlossene(Hört! hört! rechts) französisch- spanische Geheimvertrag von dem deutsch-französischen Akommen über Marokko betroffen werde, und polemisiert, im ein- zelnen unverständlich, gegen, die Sozialdemokratie, der er zärtliche Rücksichtnahme auf fremde Interessen vorwirst.(Heiter- keit bei den Sozialdemokraten.) lieber den Wert des Kongogebietes sind wir ganz im un- klaren. Die wenigen Sachverständigen, die dort gewesen sind. streiten sich darüber. Immerhin ist wahrscheinlich, daß in einem Lande, das größer ist als Preußen, sich weite Strecken finden müssen, die kulturfähig sind. Freilich werden erhebliche Kosten dafür erforderlich sein. In dem Aktenstück der Kolonialvcrwaltung heißt es, daß jedes neucrworbcne Land die Möglichkeit in sich schließt, Mineralschätze zu erwerben. Gegen die Richtigkeit dieses n n b e st r e i t b a r e n Satzes(Heiterkeit) will ich nicht polcmi- sieren, sondern will nur darauf verweisen, daß in Marokko, das wir jetzt mit Trauer verlassen, Mincralschätze tatsächlich vorhanden sind. Mit der Einräumung der Etappcnstraße hat man geglaubt, sich den dauernden Dank Frankreichs zu erwerben. Aber diese Politik, durch Gefälligkeiten gegen andere für Deutschland Nutzen zu erhoffen, hat sich doch viel zu oft als falsch erwiesen. Auf jeden Fall hätte man die Etappenstraßc nur von Fall zu Fall einräumen dürfen. Wie gering der Wert des KongoabkommenS fein muß, beweist der Abgang des Herrn v. Lindequist. Es ist aber be- dauerlich, daß der Nachruf, der diesem Manne in einem offiziösen Blatte nachgcschlcudcrt wurde, von der offiziellen Seite nicht ab- geschüttelt worden ist.(Sehr richtig!) Die Hauptschuld an der pessimistischen Stimmung im Lande trägt das Ausbleiben einer Antwort auf das uns zugerufene„Halt" des englischen Ministers. Diese Kränkung war der Ocfscntlichkcit von hervorragender Stelle aus zugefügt worden; sie mußte in der Ocffentlichkcit von hervor- ragender Stelle zurückgewiesen werden(Lebhafte Zustimmung), und zwar sofort. Von dem Moment, wo diese Antwort ausblieb, wuchs der Glaube, daß wir vor England zurückgewichen wären. A n dieser Unterlassung ist das Schiff in Agadir ge- scheitert. Ten richtigen Sinn für nationale Empfindlichkeit müssen wir von jedem Kanzler verlangen.(Lebhaftes Bravo! rechts.) Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: Nach den letzten Ausführungen des Abg. Wiemer wollen Sie mir gestatten, daß ich auch heute nach meiner Ueberzcugung spreche. Herr Wiemer hat die Ueberzeugungstreue des Herrn von Linde- quist gefeiert. Dem Reichskanzler hat er das Recht abgesprochen, nach seiner Ucberzeugung zu sprechen. Ich kann diesen Unterschied nicht akzeptieren. Ich kann auch nicht erkennen, wie cö eine Miß- ochtunz des Reichstages sein soll, wenn ich- nach meiner Ueberzen- gung handele. Auf die Kritik, die unsere Arbeit bei Ihnen durch- weg gefunden hat, war ich von vornherein gefaßt. Ich habe � schon gestern ausgesprochen, daß ich auf Ihren Beifall nicht rechne. Ich habe auch nicht behauptet, doß das Werk, das wir Ihnen vorgelegt haben, ein ideales wi. An dem Werk kann kritisiert werden, und ich bin dem letzten Herrn Vorredner dankbar für die ruhige Art der Kritik, die er an unser Werk angelegt hat und die für mich in an- - ntte ein Mami ausjt.hen, der mir mit llarcn und guten Gründen einen anderen Weg als den meinigen gezeigt hätte, einen Weg, wie wir mit besserem Erfolge aus den marokkanischen Sc�vie- rigkeiten herausgekommen wären, als es tatsächlich fcft Fall ist. Ja, meine Herren, auf diese» Mann warte ich noch! (Heiterkeit.) Ich würde dem Mann sagen: Du hast recht! Ganz ehrlich würde ich das sagen. Ich habe gehört, die Regierung bat eine schwere Niederlage erlitten.(Sehr richtig!) Tripolis sei die Folge von Agadir gewesen, wir hätten eine verkehrte Ver- brüderungspolitik inauguriert, wir hätten den„Panther" nicht nach Agadir schicken sollen, kurz, wir hätten alles ver- kehrt gemacht. Lassen Sie mich einmal zwei Punkte heraus- greifen. Herr Bassermann hat gesagt, Tripolis wäre eine Folge von Agadir. Ja, wenn die italienische Expedition nach Tri- polis mit den marokkanischen Ereignissen in Zusammenhang ge- standen hätte, dann würde sie doch nicht mit Agadir, sondern mit dem Vorstoß nach Fez begonnen haben. Wir waren es doch nicht, die jetzt die marokkanische Frage aufgerollt haben. DaS haben die Franzosen mit ihrem Zuge nach Fez getan.(Sehr richtig!) Der hat uns zu einer Handlung gezwungen. Wie können Sie da behaupten, der Zug der Italiener nach Tripolis sei eine Folge von Agadir? Ich habe dieselbe Auffassung vielfach in der fremden Presse gelesen, namentlich in demjenigen Teil der fremden Presse, der Deutschland besonders übel will(Sehr richtig!), der bei jedem Unbehagen, das in der Welt irgendwo entsteht, sagt: natürlich, Deutschland war das Karnickel. Ich muß erstaunt sagen, ich habe mich gewundert, daß der Führer der nationalliberalen Partei im Widerspruch mit den Tatsachen sich diesen Stimmen zugesellt hat. (Sehr wahr! rechts und im Zentrum.) Weiter hat Herr Bassermann folgendes an unserer Aktion ausgesetzt. Er Ijat gesagt, zur Zeit des Herrn R o u v i e r sei uns kein Angebot wegen Marokko gemacht worden, aber auch wenn es uns gemacht worden wäre, hätten wir es nicht annehmen sollen wegen unserer Orientpolitik. Er hat gesagt, diese gegenwärtige außerordentlich schlechte Politik habe die frühere mühselige, zwanzigjährig«, Orientpolitik Deutschlands vernichtet. Herr Bassermann hat aber nicht nur gesagt, wir hätten ein Rouvicrschcs Anerbieten nicht annehmen dürfen wegen unserer Orientpolitik, fordern auch, weil es das England König Eduards VII. nicht erlaubt haben würde.(Hört! hört!) Also von der früheren Politik rühmt Bassermann. daß sie sich wahrscheinlich einem Wider- spruche Englands von vornherein gefügt haben würde, und die gegenwärtige Politik kann er nicht genug mit Vorwürfen der Schwäche und Nachgiebigkeit überhäufen, wenn sie es täte. Er meint, unsere alte, gute Orientpolitik hätten wir vernichtet, früher würde man sich gehütet haben, dem Islam irgendwie zu nahe zu treten. Aber Herr Bassermann lzat uns ja selbst vorgeschlagen, wir hätten die Souveränität des Sultans von Marokko im Norden preisgeben und das Protektorat in Kauf nehmen können, aber im Süden Marokkos hätten wir sie aufrecht erhalten sollen. Wie stimmt dann das zusammen mit einer Vernichtung unserer Orient- Politik? Herr Bassermann hat auch immer noch gesprochen von der Souveränität des Sultans, nicht Bassermann allein, son- der» auch andere Herren. Er sagte, wir hätten unendlich viel in Marokko preisgegeben, und Herr von Hey de» brand sagte das auch. Ich habe gestern ausgeführt, und jeder. der den Tatsachen gefolgt ist, wird mir das zugeben müssen, die Souveränität des Sultans war l ä n g st illusorisch. � Wir haben sie nicht aufgegeben, sie war gar nicht mehr in den Tatsachen begründet. Damit sind aber auch alle Vorwürfe des Preisgeben» hinfällig.. � �.., Herr Schulz sagte eben, wir seien au» Marokko heraus- gedrängt worden; wir sind ja gar nicht drin, gewesen. (Gelächter.) Ich sagte vorhin, ich hätte mich gefreut, wenn ich positive Vorschläge bekommen hätte. Sehr viele habe ich ja nicht bekommen, aber einige doch. Herr Bassermann sagte, wir hätten nicht ein Schiff nach Adadir schicken, sondern Maßnahmen anunsererWc st grenze treffen sollen. Was für Mahnahmen denn?. Doch wohl Truppenzusammenziehungen? Nim, Truppenzusammenziehungen in einem gespannten Moment sind der Anfang einer Mobilmachung(Widerspruch) und eine Mobilmachung in einem gespannten Augenblicke hcdeutet Krieg. Ich weiß nicht, ob das eine zweckmäßige Einladung an Frankreich gewesen wäre, mit uns ein Geschäft zu machen. Herr Bassermann meint, wir hätten zwar in Nordmarokko die Selb- ständigkeit des Sultans preisgegeben, das Protektorat Frankreichs anerkennen können; aber wir hätten wenigstens Südmarokko frei- lassen sollen, um dort zu besseren Verhältnissen zu kommen. Ich kann mir die Ausführung dieses Vorschlages nicht recht vorstellen: ein und derselbe Herrscher, der Sultan, soll in Nordmarokko unter dem Protektorat Frankreichs stehen und in Südmarokko souverän sein? Nein, ich kann mir das nicht vorstellen; aber was noch weiter geht, unser wirtschaftliches Interesse, unser Handel ist wirklich gut nur in einem Lande gesichert, wo Ordnung he r r s ch t. (Zurufe: Aha! Polizei!) Nicht die polizeiliche Ordnung, sondern die staatliche, in dem Sinne, daß ein einheitlicher staatlicher Wille vorhanden ist. Er ist die selbstverständliche Voraussetzung für Handels- und Jndustrieunternehmnngen. Es gibt wirklich keine Möglichkeit, in Südmarokko Handel zu treiben, wenn dort 20 verschiedene Stämme unter 20 verschiedenen Vorstcheru von keiner ein- hcitlichen Gewalt zusammengehalten werden. Ich entdecke darin wirklich keinen Fortschritt. Wenn wir mit dem Ergebnis zurückgekommen wären: Nordmarokko unter fran- zösischcm Protektorat und Südmarokko unter dem angeblich souvc- ränen Sultan, dann hätte der Abg. Bassermann mich noch viel schlechter behandelt.(Zustimmung rechts und Heiter- keit.) Auch Herr v. Heydebrand war der Ansicht, daß wir es hätten besser machen können. Besser machen ist schwer. Herr v. Heydebrand schlug vor, wir hätten uns völlig freie Hand behalten sollen, um unsere Ansprüche zu gegebener Zeit geltend zu machen. Ein derartiges Vorgehen hätte nach meiner Ansicht keine größere Bedeutung gehabt, als das, was wir gegenwärtig erreicht haben. Ich habe jedes Wort, was Herr v. Heydebrand sprach, wie immer, einer Prüfung unterworfen. WttS hätte ich tun sollen? Auf eine gegebene Zeit warten? Also auf den Zug der Franzosen nach Fez nichts tun? Das wäre falsch gewesen, das wäre die Politik der Schwäche gewesen, die man wie vorgeworfen hat. ES gibt Momente, wo man sofort handeln muß und auch riskiert handeln muß. Und das haben wir getan. Ernster nehme ich das, was Herr v. Heydebrand über England gesagt hat. Herr v. Heydebrand ist seinerseits auch wiederum auf den bekannten Artikel in der„Neuen Freien Presse", der dem englischen Botschafter in Wien zugesprochen wurde, zurück- gekommen und, obwobl der Staatssekretär berci'" gestern seiv» Erklärung abgegeben hat, ist auch der Abg. Wiemer auf diese Angelegenheit zurückgekommen. Die Angelegenheit liegt voll- kommen klar. Ich habe die englische Negierung auf die bc- rechtigte Erregung aufmerksam gemacht, die durch diesen Artikel der„Neuen Freien Presse" in Deutschland hervorgerufen ist. Ich habe dabei der englischen Regierung den Wunsch zu erkennen ge- geben, eine Aufklärung herbeizuführen. Daraufhin hat mir die englische Regierung geantwortet, daß der englische Botschafter in Wien weder den bekannten Artikel der„Neuen Freien Presse" inspiriert, n ach die ihm von dem Verfasser des Artikels jui- geschriebene Aeußerung getan habe. Damit ist die Sache furmich erledigt.(Zuruf: Aber für uns nicht!) Auch, meine Herren, für den Reichstag.(Widerspruch.) Wollen Sie mich doch aussprechen lassen. Auch für den Reichstag besteht in dieser Be- z?e?unN ein? yrv�e ffsersmMoriNchkeii, vn? segenüber ver amilichen Erklärung einer fremden Großmacht sind alle Zweifel von verant- wörtlichen Stellen ausgeschlossen. Herr v. H e y d e b r a n d hat an den Anfang seiner AuSführun- gen über England die Bemerkung gestellt,» daß er nicht die Ab- sicht habe, die Regierung herunterzureißen. Er hat dann aber in einem Atem konstatiert, daß wir in einer auf Beratung des ganzen englischen Ministeriums beruhenden Rede eines englischen Ministers Worte gehört haben, die man als eine Demütigung und kriegerische Herausforderung des deutschen Volkes bezeichnen müsse und über die ich leicht mit dem Ausdruck Tischrede hinweggegangen sei.(Mit erhobener erregter Stimme:) Wenn Herr v. Heydebrand damit hat sagen wollen, daß ich eine demütigende Herausforderung der deutschen Nation sozusagen mit einer kleinen Wortverdrehung habe kaschieren wollen, so mutz ich eS Herrn v. Heydebrand allein überlassen, wie er diese Schmähung seiner eigenen Regierung vor der ganzen Welt mit seinem Vorsatz, die Regierung nicht herunterzureißen und seinem nationalen Gewissen vereinbaren kann. (Lebh. Zustimmung links. Große Unruhe im Hause. Bravo- Rufe auf den Zuschauertribünen.) Ich muß eS weiter bedauern, daß in diesem Hause über unsere Beziehungen zu einem fremden Staate, mit dem wir in normalen Beziehungen stehen, in einem Tone gesprochen worden ist, der vielleicht in Wahlversammlungen nützlich ist (lebhafte Zustimmung links), der aber in einem seiner Verant- Wartung bewußten Parlament nicht üblich ist.(Erneute lebhafte Zustimmung links. Lärm rechts.) Wenn ich im Bewußtsein meiner Verantwortung wohlerwogene Worte über die Reden fremder Staatsmänner spreche, so mutz und soll das zu einer Klä- rung unserer internationalen Beziehungen führen. Leidenschaftliche und alles Maß überschreitende Warte, wie die des Herrn v. Heydebrand(Sehr gutl link»), mögen Parteiinteressen dienen(stürmische Zustimmung links), das Deutsche Reich aber schädigen sie. (Erneute lebhafte Zustimmung links, Lärm und Toben rechts.) Ich würde eS bedauern, wenn sich in diesem hohen Hause die Sitte einbürgern sollte, über unsere auswärtigen Beziehungen in diesem Tone zu sprechen(Beifall), der Starke braucht sein Schwert nicht immer im Munde zu führen.(Stür- mische Beifallskundgebungen auf der Linken.) Wir haben Monate hindurch und erleben noch jetzt Tage, die von einer leiden- schaftlichen Stimmung durchflutet sind, wie wir eS wohl niemals in Deutschland erlebt haben. Ein Grundton dieser Stimmung ist der Wille Deutschlands, seine Kraft und alles, was es vermag, in der Welt durchzusetzen. Das war die gute und die erhebende Erscheinung, die wir erlebt haben, eine Erscheinung, die mich geschützt hat. auch wenn sie sich in Worten gegen mich wandte, und ich empfinde Dank für diese Gefühle, die im deutschen Volke geherrscht haben. Aber es sind auch noch andere Kräfte dabei tätig gewesen. Sie sind zum Teil in den Reden, die wir gehört haben, hervor- gehoben worden. Auch der letzte Vorredner, Abg. S ch u l tz, hat in der Beziehung ernste Worte gesprochen. Wenn er bei dieser Ge- legenheit gesagt hat, die Haltung, die ich gegenüber England ein- genommen habe, hätte das Signal gegeben zu dem Unwillen: Meine Herren, ich habe Ihnen dargelegt, und ich hoffe, ich habe Sie über- zeugt, ich habe der Ehre meines Volkes, der Ehre der Nation, der sch angehören darf, in unserem Verhältnis zu England nichts nach. gegeben. Meine Herren, es sind Kräfte, auch das muß ich offen aussprechen, es find dabei Kräfte im Spiel gewesen, die mehr mit den bevorstehenden Wahlen» als mit Marokko und mit dem Kongo zu tun haben. (Stürmisches Hört! hörtk bei den Soz. und der Volkspartei, lärmende Unruhe rechts, anhaltende große Bewegung im ganzen Hause.) Das muß einmal offen aus- gesprochen werden.(Sehr gut! links.) Aber, meine Herren, wenn es so dargestellt worden ist in der Presse, als ob unser Vater- land Not litte, als ob wir vor dem Zusammenbruch als Nation ständen(Zuruf von den Natl.: Das hat in der Presse nicht geftan- den!), so ist das nicht in den Tatsachen begründet ge» wesen. Nm utopistischer Eroberungspläne und um Parteizwecke willen aber die nationalen Leidenschaften bis zur Siede Hitze zu bringen— meine Herren, das heißt, den Patriotismus kompromitieren, (stürmischer Beifall links), ein wertvolles Gut vergeu- den.(Erneute stürmische Zustimmung auf der Linken, lärmen der Widerspruch rechts, ungeheuere Bewegung.) Abg. Lattmann(Wirtsch. Vg.): Herrn Wiemer bemerke ich, daß der Kronprinz dasselbe Recht hat. seine Mei- n u n g k u n d zutun, wie jeder Tribünenbesucher; wäre er� darüber hinausgegangen, so wäre er vom Herrn Präsi- denten darauf hingewiesen woroen.(Lachen links.)— Unsere ganze Marokkopolitik leidet noch unter den Fehlern der inkonsequenten Bülowschen Politik. Den nationalen Schwung, der nach der„Panther''-Fahrt nach Agadir einsetzte, hat die Regierung leider nicht verstanden zu organisieren. (Sehr richtig! rechts.) Es kamen die Tsetsefliegen aus dem Kongo- land und versenkten die Regierung in Schlaf. (Heiterkeit und Sehr gut! rechts.) Bei klarem, energischem Vor- gehen wäre es der Regierung auch ohne Krieg möglich gewesen. Erfolge in Marokko zu erzielen.(Bravo! rechts.) Was Herr v. Heydebrand gestern gesagt hat, findet in Tausenden, in Millio. nen von Herzen draußen Widerhall.(Lebhafte? Bravo! recht?.) Deshalb wehren wir uns gegen die Form, in der sie soeben von dem Reichskanzler zurückgewiesen wurden.(Bravo! rechts.) Die Regierung scheint seit Jahren unter einer gewissen Suggestion zu stehen, als ob die Verständi- gung und Versöhnung mit anderen Völkern das einzige Ziel fei. (Sehr richtig I rechts.) Aber das Konzert der Völker ist keine ae- mütliche Teegescllschaft.(Heiterkeit und Sehr gut! rechts.) Wir müssen den Gefahren, die mit einer Weltpolitik verbunden sind, ruhig entgegensehen. Wir müssen Heer und Flotte ausbauen, wir müssen unsere Finanzen stark erhalten.(Bravo! rechts.) Abg. Bruhn(Ant.) kritisiert vor fast leerem Hause— die ge- samte Linke hat den Saal verlassen— die Marokkopolitik der Regierung. Abg. Ricklin(Eis.): Daß der Abschluß des Marokkoabkommens einen Sieg für Frankreich bedeutet, können wir nicht zugeben. Ich gebe Herrn Bebel recht, daß Marokko Frankreich noch viel zu schaffen machen wird, lieber den Wert des Kongoabkommens kann man gewiß geteilter Meinung sein, immerhin ist die Abrun- bung Kameruns ohne Schwertstreich zu begrüßen. Wir Elsaß- Lothringer freuen uns vor allem darüber, daß eS überhaupt mög- lich gewesen ist. trotz der Kriegshetze diesseits und jenseits zu einer friedlichen Vereinbarung zu kommen. Abg. Gröber(Z.): Herr Baffermann und Herr Wiemer haben die Bülowsche Politik nicht genug loben können; sie übersehen dabei aber, daß der jetzige Reichskanzler die Bülowsche Erbschaft nur übernommen hat. Es gibt nichts Inkonsequenteres als diese Bülowsche Politik, wenn man sie rückwärts überschaut! Herr Bassermann aber hat dieser Politik von Anfang bis zu Ende vollen Beifall gezollt, er hat seinerzeit aus- drücklich z. B. zugegeben, daß für einen Krieg um Marokko im deutschen Volke wenig Verständnis zu finden wäre. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wer zahrelang für die Politik des Fürsten Bülow nur Lob hatte, darf doch nicht für die Fortsetzung dieser Politik in demselben Geleise nur Tadel a b e n.(Sehr wahr! im Zentrum.) Herr Bassermann verlangte gestern Ausfüllung der Lücken in unserer Rüstung.(Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Woher wissen Sie denn, daß Lücken in unserer Rüstung vorhanden sind? Sind Sie denn Fachmann? Wenn Sie Ausfüllung der Lücken der Rüstung verlangen, so heißt da»: Bringt uns eine neue Flottenvorlage l(Lebhafte? Sehr richtig! aus dem Zentrum.) ES ist kein Zweifel, daß, wenn der Kaiser ruft, alle kommen und ihr« Pflicht erfüllen. Aber daS-Volt fühlt sich nicht berufen, darauf zu drängen, daß der Krieg erklärt wird. Das ist die ungeheuer ver- antwortungsvolle Aufgabe des Kaisers; es ist das hohe und schwere und berechtigte Borrecht des Kaisers(Zuruf bei den Sozialdemo- kraten: Also das Volk scheidet aus?)— das verfassungsmäßig be- rechtigte Borrecht des Kaisers.— Die Frage, ob das Abkommen mit Frankreich dem Reichstag zur Genehmigung vorgelegt werden muß, wird in der Kommission zu prüfen sein. Es scheint dafür zu sprechen, daß es GeldauSgabcn in Zukunft vom Reich er- fordert. Ist es denn überhaupt etwas anderes als ein Handels- vertrag? Nach der Verfassung ist auch die Kolonisation der Reichs- gesetzgebung vorbehalten, und dabei ist keineswegs an die.innere Kolonisation" gedacht. Redner weist das aus der Entstehung der Reichsverfassung nach. Auch nach dem SchutzgebietSgesetz steht dem Kaiser nur die Ausübung der Schutzgewalt zu im Namen des Reiches. Es ist aber keine Ausübung der Schutzgewalt, wenn ich das Objekt der Schutzgewalt preisgebe.(Sehr gut! und Heiter- keit.) Der Kaiser verlangt auch gar nicht das Recht für sich, ein- seitig über die Schutzgebiete zu verfügen, in die wir viel Geld hin- eingesteckt haben und für die auch deutsches Blut geflossen ist. DaS kann kein Kaiser verlangen; wer es verlangt, das sind nur die Bureaukraten.(Sehr gut!) Nun sagen die Juristen: ganze Kolonien kann der Kaiser nicht weggeben, aber Teile. DaS heißt: waS der Kaiser nicht auf einmal kun kattfl, kann er poriions- weise tun.(Heiterkeit.) Die Regierung gibt uns das Ab- kommen nur zur gefälligen Kenntnisnahme, aber die ganze Art ihrer Aktion dabei steht mit dieser Form in Widerspruch. Wir werden in der Kommission jeden einzelnen Paragraphen genau prüfen, und der Regierung scheint das ganz recht zu sein. Sie hätte überhaupt taklisch nichts Klügeres tun können, als uns das Abkommen von vornherein zur Genehmigung vorzulegen. �(Sehr wahr! links.) Wir wollen daß der Kaiser bleibt, was er ist: Er- Halter und Schützer der Schutzgebiete, und daß er dabei zusammen- arbeitet mit den gesetzgebenden Körperschaften.(Bravo! im Zentrum.) Abg. v. Heydebrand(k.): Der Herr Reichskanzler yat sein« Am- griffe gegen mich persönlich gerichtet. Es handelt sich aber bei dem, was ich gesagt habe, nicht um meine Person, sondern um die Ansicht der ganzen dcutsch-konservativen Fraktion des Reichstages(Sehr richtig! bei den Konservativen) und, wie ich überzeugt bin, der konservativen Partei des ganzen Deutschen Reiche». (Bravo! bei den Konservativen.) Die vom Herrn Reichskanzler speziell angegriffenen Worte sind meinen politischen Freunden vorher bekannt gewesen(Hört! hört! links, Sehr richtig! rechts), von ihnen gebilligt worden(Sehr richtig! rechtS) und sie werden esauchjctztnoch.(Vereinzelte Bravorufe bei den Kon- servativen. Heiterkeit links.) Der Reichskanzler tadelt es, daß wir nicht in der Lage gewesen seien, unserer Kritik eigene und bessere Vorschläge� zuzufügen. Er übersieht, daß das nicht Sache der durch die Verfassung ausdrücklich lediglich zur Kritik und nicht zum Handeln berufenen In- stanz ist, die auch nach Lage der Sache gar nicht dazu befähigt ist, dafür verantwortlich gemacht zu werden, wenn sie bessere Vorschläge ihrer Kritik nicht hinzufügen kann. Der Reichskanzler bemängelt unsere Kritik der englischen, auf einen Beschluß des dortigen Ministeriums beruhenden öffentlichen Kundgebung, und hat ge» glaubt, die Frage durch seine eigenen Erklärungen oder die der deutschen Regierung, wie immer sie gelautet haben mögen, für ab» gemacht ansehen zu können. Er übersieht, daß auch daß deutsche Volk durch seine Vertreter ein« Antwort auf eine an seine eigene Adresse gerichtete Erklärung selbstverständlich zu erteilen das Recht hat.(Sehr richtig? bei den Konservativen.) Eine solche, dein Empfinden des deutschen Volle», wie wir es verstehen, entsprechende Abwehr enthält nach unserer Auffassung nicht eine Schwächung. sondern«in« Stärkung des deutschen Ansehens.(Bravo! bei den Konservativen.) Es handelt sich bei der englischen Kundgebung nicht nur um eine formelle Provokation, sondern um eine sachlich« Einengung eines nationalen Existenz, und SelbstbestimmungSrechteS' für die Zukunft, zu der wir nicht schweigen durften.(Sehr gut! rechts.) Der Herr Reichskanzler hat gemeint, daß da», was hier von unserer Seit« durch meinen Mund erklärt worden ist. a l» Wahlrede im wesentlichen zu bezeichnen sei.(Sehr richtig! links.) Run, meine Herren, auch die Wahlen spiegeln unter Um- ständen da» BolkScmpfindrn wider.(Große Heiterkeit und Zurufe links.) Seien Sie doch froh, wenn ich etwa» ausspreche, wa» auch Ihren Beifall findet.(Heiterkeit link».) Wir haben nur aus- gesprochen, was seit Monaten das deutsche VolkSempftnden erregt. (Sehr richtig! rechts.) DaS zum Ausdruck zu bringen, war das Recht der deutschen Reichstagsabgeordneten. Wir weisen es zurück, daß man die Ausübung dieses Rechts und dieser Pflicht be, schränken will(Bravo! recht»), und wenn man hier von unserem nationalen Empsinden gesprochen hat, so wissen wir, daß das, was durch meinen Mund fiir unsere Partei gesagt worden ist, von unserem nationalen Empftnden vorgeschrieben worden ist.(Leb- hafter Beifall rechts.) DaS Haus vertagt sich. Abg. Bassermann(persönlich): Herrn Gröber gegenüber be« merke ich, daß ich gestern nicht eine Vermehrung der Rüstungen gefordert habe, sondern nur ein« Prüfung, ob Lücken vor- handen sind, l Lachen im Zentrum.) Der Reichskanzler Hai mir dann einen Widerspruch vorgehalten zwischen meiner Haltung 1S0S und jetzt. Er hat meine Ausführungen unrichtig zitiert. Ich habe gesagt, 190S war ein Separatabkommen mit Frankreich nicht nötig im Hinblick auf die ganze politische Lage. Ich habe weiter über 1S11 gesagt: Wir waren vor Agadir und da mutzten wir bleiben unseres Prestiges halber. Wollten wir aber dort keinen Territorialerwerb, dann war das ganze Agadir ein Fehler. (Sehr richtig! links.) Dann hat der Reichskanzler gesagt, ich hatte Tripolis eine Folge von Agadir gnarnit und hätte mir die Argu- mente der deutschfeindlichen auSländSfchen Presse zueiaen gemacht. DaS ist eine Unterstellung, um mich vor dem Lande zu diskreditieren, die ich zurückweise. Ich habe im Gegenteil gesagt: Tripolis ist keine Folge von Agadir, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil wir in Südmarokko kein Land genommen haben. Dann habe ich allerding» gesagt: In dem Augenblick, in dem die Protektoratsfrage aufgerollt war, mußte die Tripolisfrage in» Rollen kommen. Das ist sonnenklar, da» mußte eine fähige Diplomatie erkennen. Die U n t e r st e l l u n g bezüglich meines nationalen E m p- finden», wie sie in den Ausführungen des Reichskanzlers laa. weisse ich mit Entschiedenheit zurück. Nächste Sitzung: Sonnabend 11 Uhr.(Fortsetzung der Be- sprechung.) Schluß S Uhr. Extra billige Joppen-Tage Ganz besonders günstige Kaufgelegenheit Pelz-Joppen in vielen Fellarten, guter krif-"J C M- tiger Stoffbezug.,.»»> von X*»« an Loden-Pelerinen für Herren und Damen ße imprägnierte Loden, �750 130 cm lang von» sn Loden-Pelerinen für Knaben und Mädchen Se imprägnierte Loden, 50 90 cm lang von" an Posten I Porten 11 Winter-Joppen Winter-Joppen Graue oder grflnliche Loden, durchweg warm*750 gefötiert Porten m Winter- Porten iv Winter- Schwerer Loden m vielen starben, exlra gut« Q warmer stutter........ J.......... 27 M. Extra ichwerer Loden oder glatter Bezug, 1 1 Uppen durchweg warm« stutter............. X J.M. »�v r». rx T-» Kräftiger Ketn-Loden oder Düffel, in vielen 1 Q50 Uppen starben, warm gefüttert............. M. Po-t™ V Winter-Joppen ��-'.18«, Knaben-Loden-Joppen Posten Vtt. Kräftiger Loden m vielen A CQ starben, durchweg warm gefüttert; für /l das Alter von 9—15 Jahr.,. durchweg X M Graue oder grünliche Loden, r/\ wann gefüttert; für dar Alter* J*/ M. Posten VL durchweg_______ m________,___ von 3—8 Jahr......... durchweg Baer6ohn Kleid er- Werke, Deutrchlandr größle stabrik dierer Art ChauireertraOe 99-30 it Brflekentlraße 11 Große Frankfurter Straße»o Schöneberg, Hauptrlraße 10 | Der Katalog Mo-<3(Winter-Moden_i9n�M) portfrei»wwwww Lichtenberg! am Sonntag, mittags 1Ä Uhr im großen Saal des Herrn Richard Arnold, Franksurtir Chaussee S/S. Tagesordnung! Die bevorstehende Stadtverordnetenwahl. Neserent: Stadtverordneter Wilhelm Düwell. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Einverufer. »rdslianaedwol,: Hos L Amt 3. 1239. Achtung! Achtung! Montag, den 13. November er., abends« Uhr: Große Versammlung »Her in den Betrieben der Geld- n. Weihmetallindustrie beschäft. Kollegen u. Kolleginnen in der„Sienen Weit", Hasenheide 108/114. Tagesordnung: 1. Unsere Aufgaben nach der Lohnbewegung. Rescrent: Kollege Bebreii«!. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen u. Kolleginnen I Fn dieser Versammlung dars niemand fehlen; «S ist Pflicht jedes Eiiizelnen, zu erscheinen. KW- Kommt in Massen. Montag, den 13. November er., abends 8 Uhr: Branchen- Vers ammlnng der Schwarzblcchfchloffcr im Lokal von WolInchlHger, Adaldertstr. 21, Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Bianchcnangelczcuheiten. 3 Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen DienStag, den 14. November er., abends 8'/, Uhr: Vsr'ssmnHlung .er autoge, tischen Schweißer im Lokal� von A. Hoffinann, Dragonerstr. 15. Tagesordnung: 1. Wie können die Schivcifter idre LohnverhSltnisie verbessern? Sieferent: Kollege lllnook». 2. Diskussion. Die Vertrauensleute der Eisenkonstruktionsbetriebe und der Eelbmetall- industrsie, in deren Betriebe die Schmeiher vereinzelt beschästigt find, werden gebeten, diese aus die Versammlung ausmcrkjam zu machen. Metallarbeiter- Notiz- Kalender für da» Jahr»gl» find erschienen und im Bureau sowie bei den Bezirks- kaisiercrn zum Preise von vv Pf. pro Stück zu haben. DeSgl. ist erichienen: „Die flrbeitezciten in der Eilen- und JMetall- indurtrie DeutfcblandQ" zum Preise von SV Pf. pro Exemplar. 125/20_ Ple OrtsverwaUnng. __(B. O. m. b. H.)»W Sonntag, den ii«. November Ivll, nachmittags 3 Uhr. im Adlershofer Vtktoriagarten(Lehmgrübner), Adlers« Hof, Bismarckstt. 60(am Bahnhof): General-Versammlung. Tagesordnung: 1. WefchZstSberlcht de» Vorstande» für daS KeschZslSjahr 1910/11. S Bericht des AussichtSrate«. 3. Genehmigung der Bilanz. 4. Sntlastung de»«ulfichtSrale» und Vorstand«». S. Neuwahlen von«usfichtSratS. Mitgliedern. S. Auslösung der S-noss-nschast. 7. Sonstige«ntrsige. Antrüge zur Generalversammlung müssen bl» zum 19. November in den HZnden de» Vorstande» sein. Nach dem TurnuS scheiden vom AussichtSrat au«: August Wolfs. AdlerShos. Albert Mallhai> Ait-Elienicke. OSkar Ricla«. Ober-Schönewetde, Bertram Tchlewrtch-FricdrlchShogen. Die Genossen find pieder wählbar. Mitgliedsbuch»der LegitimationSkarte legitimiert. Stimmrecht besitzt nur dasjenige Fanstltenmitglled. welche« dl« Bei- trittSerllirung unterschrieben hat. Vertretungen können nicht staltfinden. 103/1' Der Vorutana. JoSl Gerhard. Wilhelm Kohl. Max Jnrobsen. -in crüger -- v»---'---— g-yy>>%.*. v| t.•• Für die Holzarbelter Haniburg» gingen welier folge nde Beitrüge i Tisch!. Klehling 8,75. Tischl. Krüger 14,—.«echserk. Leistens, ftiü, .. Modelltischl. S. A. Luca«, S. R. 7.50. I. Plafs, Saal IV 10, i jhels. Leider u. Plate:,, 2. R. 86,—. Tischl. Siebert u. Aschenbach 31, i cht. Vellmar u. Haute, 9. R. n,—. Tischt. Weinland. 3. Si. 11, chl Schönwetter 6.05. Mödels. Weise 10.—. Möbels. Fclzer u. Kosser 7,. o w if._»ii*r in__ 3i(Al«u.iiiiQi Bei geringer Anzahlung und lulantejun Bedingungen lleser« Babel, Garderobe, WUKobe, Steppdecke«, Tischdecken, Portleren, Tcppiche, Gardinen, Kronen nsw. Kredithans Danzifler, sSTii. Verwaltungsstelle Berlin Hauptburtau: Charitöstr. 3. Hos m. Amt 3. 1987. r H. Esders& Dyckhoff GerlraudteostraBe 8/9 an der PetriKrche an der PetriMrolia BnabenkleMmw I Besonderes Angebot! VW W W W W WMwMtFMVMMWk WMM4' Fertige Herren- Anzüge* Ulster* Qeh-Pelze Loden« und Pelz«Joppen. Ordentliche General-Versammlung pMm Griff Echt:*>or-faLokpn-reus5?su. 80 pr. Vanille-Schokolade 1.20, 1.30 Ess-Schokolade I____ pro. 1.50 Frisches Fleisch Pa. Rinderfilet pm0�«1™2 1.00 Pa. Roastbeef Pfd. 1.00, pH 95 pr. Pa. Roastbeef ausgeschält. pfd. 1.30 Pa. Schmorfleisch.... ph. 1.00 Brust u. Fehlrippe.... ptd. 80 � Gehacktes pfd. 60 pr. Talg fassen Pfd. 60 pf. Kamm u. Gulasch____ ptd. 70 pr. Frischer Schinken;m. Ganpfdn 65 p,. Schweinekoteletle. pfd. 75, Ganzen 70?,. Luftspeck z Spicpfedn 70, bei s Pfd. 65 Schweinefilet....... Pfund 1.10 Kamm u. Schuft 65, geteilt 70?,. Schweineliesen pfd.75, 5Pfd.3.60 P ökelkamm.. Pfund 65, geteilt 70?,. Eisbein(Dickbein) ohne Spitzbein. Pfd. 65?,. Rückenfett........ s Pfund 3.00 Hammelkeule im Ganzen. pfd. 80?,. Kalbsrücken u. Keule ira 8S 1.00 Kalbskamm u. Bug.. pm. 80?, Kasseler Rippespeer 65 b. 80 p, Ragout Rotwild u. Wildschwein UAWS« RehKeulen 4.oo 5-8.00-Rücken 5.oo 5.9.00-Blätter 1.3051.2.25 Starke Hasen....-m......................«.«3.00 Junge Gänse Pfund 58. 68, 78 pr. Enten 1.15, 1.25, 1.65 di. 3.00 Puten........ Pfund 85, 90 Suppenhühner... 1.00 5!. 2.50 Tauben......... 38 u. 55 pr. Gänseklein........... 75 pr. Gänsekeulen...... stuek 63 pr. Gänsebrust....... prundl.OO Gänserümpfe. prund 88 5i. 95 pr. Fasanenhähne... 95 pr. 51. 2.25 Fasanenhennen.. 90 pr.».. 2.00 Räucherwaren LachS in StQcken, Pfund 75 u. 85 PL Bücklinge....... 2 smck 10 pr. Fettbücklinge.... 3 swek 20 pr. Sprottbücklinge____ prund 25 pl Kieler Sprotten..... prund 1.00 Aale............ prund 1.30 Sardellen........ prund 85 pr. Matjesheringe____ 3 stock 25 pr für Kausfrauen! Achlung! Großer Teuerungszuschuß! Achtung! „IdealsBrot4' garantiert reines, verfeinertes Eoggenb'rot, vorzüglich im Geschmack und leicht verdaulich, kostet von heute ab nur 45 Pf."«NkZ das übliche große Ii rot Zu haben in Delikateii-, Kolonialwaren- und Milcbgesohäften, wo nicht, wende man sich direkt an die Ideal-Brot-Fabrik in Pankow, Mühlenstr. 17 oder Blnzstr. 8. Femsprecher: Pankow 132. Bicsenanswnlil 2 MaKscnverkanf 2 WJ- Besser und billiger wie tibevaa laufen Sic wenig getragene Jackett-. Tiuokiug-, GeHrock-, Frack-Auzüge. Ulster. Joppen, ANiitäriachen. Arbeiterkleider im �»�»�iou»»ti»g»rckeroKeuIiuu« liottdiixer I>uu>m 1>2. i IMark wöchentl. Teilzahlung V o p n e h in e iü: Moden fertig und nach TlnB, gedieg. Ausführung, Roßhaar- Verarbeitung, tadellos. Sitz. BetleiiUaiis „Kckord" Dresdener Str. 19, I zwischen Kottb. Tor u. Oranienplatz. Zwecks Mafibestellung wird a. Wunsch Vertreter ins Haus geschiokt. Dr.Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. PrinzeDSir. 41, Äfiyt. 10— 2. 5—7. Sonntags 10—12. 2— t Monatsgarderobe Von Kavalieren getragene Ulster, Jackett-, Rock-, Frack-, Smoking- Anzüge, teils auf Seide-gearbeitet sowie großes Lager in neuer eleganter Herren-Garderobe zu bekannt billigsten Preisen• Türkischer, Prinzenstr.79 Wer probt— der Seilst die in der Reinigungs-Anstalt von Robert Schmidt, Bosenthaler Str. 9, 1, gekauften Monats- Garderoben Wir verkaufen elegante, nur kurze Zeit getragene, in unsem A rbeits- räumon sauber hergerichtote, zum Teil chemisch gereinigte Garderoben sERiy: Anzüge u. Paletots nir 6- 9- 12- 16- m. seme ii: Anzüge u. Paletots rar 10- 14- 18- 22-«. Ein großer Posten Bursehen- u. JOnglings-Anzüge �rmVe"'9 6, 8, 10, 18, 14, 18 M. Kosenthaler Str. 9' Ecke Äuguststr Wir sind�din� du wie keiue teure Ladenmietc xaiilrnl Beiantwortlicher Redakteur: Richard Vorth. Berlin. Für den Lnseratenteilverantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck U.Verlag: Borwärt» Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u.Co., Berlin LW. |r.265. 28. Jahrgang. 2. Sdlnje des Jonsirts" Kerlim lolMlitt. englische Berichterstatter über die Schandtaten in Cripolis. London, 7. November. Die gestrigen Vorkommnisse im Parlament beweisen wieder icinmal, daß die englische Regierung die Absicht hegt, den Volks- Vertretern in auswärtigen Angelegenheiten für die nächste Zukunft einen Maulkorb anzulegen. Die dem Auswärtigen Ministerium nahestehende Presse befleißigt sich ebenfalls, das Gemetzel der tri- politamschen Bevölkerung so gut wie möglich zu vertuschen, obwohl sie nicht umhin kann, die Berichte ihrer Korrespondenten, die alle das Gleiche behaupten, zu veröffentlichen. Wie bei dem Zaren- besuch vor einigen Jahren so stehen auch jetzt wieder die Jnter- essen der Diplomaten, deren Leitstern der deutsch-englische Gegen- satz ist, den materiellen und moralischen Interessen des englischen Volkes direkt gegenüber. Diesmal wird jedoch der Protest des Volkes allem Anschein nach einen kräftigeren Ausdruck finden. Der Bericht vom Kriegsschauplatz, der hier den tiefsten(Sin- druck gemacht hat, ist der des Herrn M c. C u l l a g h. des Kor« respondenten der„W est min sie r Gazette". Dieser tele» graphiert: „Um gegen die Ermordung unschuldiger arabischer Frauen, Kinder und Männer in der letzten Woche zu protestieren, habe ich dem General Caneva meinen Paß als Kriegskorrespondent zurückgegeben. Etwa 400 Frauen und Kinder sind erschossen worden und 40v<) Männer, von denen nicht hundert schuldig waren. Krüppel und blinde Bettler sind mit Vorbedacht erschossen worden; Kranke, deren Häuser niedergebrannt wurden, lieh man auf dem Boden liegen und vorenthielt ihnen selb st einen Tropfen Wasser. Ich habe persönlich Szenen des Schreckens miterlebt und sie photographiert. Es wurde auch nicht der Schein der Gerechtigkeit beobachtet. Das arabische Viertel war voll wahnsinniger mit Revolvern bewaffneten Sol° d a t e n, die jeden arabischen Mann und jede ara- bische Frau, die sie antrafen, n i e d e r s ch o s s e n. Die Offi- ziere trieben es schlimmer als die Mannschaften und die Armee ist demoralisiert. Als ich meine Papiere zurückgab, wurde ich zum Hauptquartier befohlen, weigerte mich jedoch, irgendeine Mitteilung, die nicht durch den Konsul kam. entgegenzunehmen, und es wurde kein weiterer Versuch gemacht, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Ich reise jetzt freiwillig ab. Herr G o t t b e r g. der bekannte deutsche militärische Kritiker und Kriegskorrespondent des Berliner Lokalanzeigers" hat den-selben Schritt getan-. Alle britischen Korrespondenten außer einem reisen heute(Sonnabend) von hier ab. Die Tatsachen des Gemetzels stehen außer Zweifel. Die Konsuln haben schon ihre Regierungen informiert. Die Szenen sind schlimmer als die irgendeines russischen Pogroms oder armenischen Gemetzels. Zwei italienfreundliche Juden wurden aus Versehen mit den Arabern massakriert. Die Araber verstümmelten die Leichen, aber nicht eher als bis die Italiener das Gemetzel anfingen. Die Araber waren zuerst sehr höfliche Gegner, die die italienischen Verwundeten unter einer Parlamentärflagge hereinbrachten. Ich besuchte am 26. Oktober die italienische Gefechtsfront und fand die Soldaten vor Furcht gelähmt. Sehr viele der Soldaten haben den Krieg jetzt herzlich satt. Die schreckliche Beharrlichkeit des Feindes Tag und Nacht übt eine mächtige Wirkung auf die Einbildungskraft der Soldaten aus. Bis vor einigen Tagen, als große Verstärkungen ankamen, war die italienische Gefechtslinie in großer Gefahr, jeden Augenblick durchbrochen zu werden, was zu einem tollen Siauve-qui-peut, einem wilden Drängen nach den Booten geführt haben würde. Jeder Europäer in Tripoli würde in Gefahr gewesen sein, massa kriert zu werden. So besorgt sind die Konsuln noch, daß sie von der italienischen Regierung verlangen, daß diese für Transportschiffe Sorg? tragen soll, wohin sich die Europäer retten können. Der General Caneva besteht darauf, die Araber als Nichtkämpfer zu betrachten, die _auf eigenes Risiko kämpfen. Er sagt, er kämpfe gegen die Türkei �Cmd die Araber seien deshalb keine regulären Soldaten in Uniform und müßten erschossen werden, wenn sie mit den Waffen in der Hand ergriffen würden mit oder ohne Parlamentärflagge. Am 26. Oktober wurde eine kleine tapfere Schar Araber, die die italienische Gefechtslinie bei Eu-meliana durchbrochen hatte, in einem Hause umzingelt und kämpfte 12 Stunden lang, bis ihre Munition erschöpft war. Sie wurden alle niedergemetzelt trotz der weißen Flagge, die sie zeigten. Tödlich verwundete Leute kriechen in der Schlacht bis an die italienischen Gefechtslinien, um sich die Genugtuung zu gewähren, wenigstens noch einen Italiener zu töten, ehe sie sterben. Ein Heiliger Krieg ist mit Erfolg proklamiert worden. Beduinen von Aegypten und Araber vom Sudan schließen sich alle den Tripolitanern an. Bis jetzt ist es nur eine Vorhut von ISOO Arabern, die die Italiener angreift, trotz der lächerlichen Behauptungen der italieni- schen Blätter, daß die Verluste des Feindes nach Tausenden zu rechnen sind. Die Italiener mögen imstande sein, sich hier zu halten, ähnlich wie die Spanier in Melilla, doch besteht absolut keine Aussicht, daß sie in die Wüste vordringen werden gegen die türkisch-arabische Hauptstreitmacht unter F c t h i B e y, dem neuen energischen Bali, dessen Erscheinen auf dem Kriegsschauplatz die ganze militärische Lage verändert hat. Diese kleine arabische Vorhut ist mit veralteten Gewehren be- waffnet, kämpft aber so verzweifelt, daß trotz der Schlachtschiffe, der Flugapparate, der sieben Batterien Feldgeschütze, der neun Batterien Gebirgsgeschütze, der sechzehn Maschinengewehre und einer unversiegbaren Menge der besten Gewehre und der besten Munition, der ausgezeichneten Scheinwerfer auf dem Lande und dem Meere, die die Küste und die Wüste beleuchten, der tiefen mit Draht- geflecht versehenen Gräben, der Mauern mit Schießscharten, hinter denen 26 006 Soldaten kriechen, von denen 1200 beständig in den Gräben liegen; daß trotz aller dieser Vorteile die Italiener Prak- tisch belagert sind. Die Italiener haben sich im Osten zurückgezogen, so daß die arabischen Schützen in den Dattelpalmen jetzt die Stadt mit ihren Kugeln erreichen können. Die Zitadelle, in der General Caneva wohnt, wurde heute von einer Kugel getroffen; das deutsche und das amerikanische Konsulat sind wiederholt getroffen worden. Ein Soldat wurde in der Nähe des amerikanischen Konsulats von einer auS der arabischen Gefechtslinie kommenden Kugel getötet. Der deutsche und der amerikanische Konsul haben die Konsulate verlassen und sich in die Stadt geflüchtet; jeltermann sin der Umgebung hat dasselbe getan. Am 81. Oktober beschossen die Türken gar die Stadt und große Mengen in den Cafes, am Strande und auf den Straßen schauten zu, wie die türkischen Granaten zwei Meilen entfernt in den italienischen Linien an der Küste platzten. Granaten platzten wiederholt auf dem englischen Friedhof. Vier Granaten platzten in der Stadt, zwei davon in der Nähe des amerikanischen Konsulats, und die Italiener haben die Konsuln von ihrer Absicht benachrichtigt, alle Häuser in der Oase in der Umgebung wenn notwendig zu zerstören und nachher Entschädigung zu zahlen. Dieser Befehl mag vielleicht zur Demolierung des deutschen und des amerikanischen Konsulats führen. Die Italiener beabsichtigen, den letzten Widerstand in der Stadt zu leisten. Die Eindringlinge sind somit schlimmer daran als vor einem Monat, da sie allmählich in das Seegebiet geschoben werden, das täglich zusammenschrumpft. Man könnte vor dem Frühstück einen kleinen Spazierritt um das ganze italienische Besitztum machen. Genau genommen be finden wir uns in einer belagerten Stadt von sehr be- grenzter Ausdehnung. Die Italiener hauen alle Bäume in der Oase ab, damit diese dem Feinde keinen Schutz bieten, und tn dieser Weise machen die Eindringlinge die dürftige Oase zur Wüste, anstatt die Wüste urbar zu machen. Große Schiffsgranaten zerschmettern beständig Dattelpalmen und Olivenbäume, zwischen denen der Feind verborgen ist. Jeden Tag deuten laute Explosionen darauf hin, daß Häuser außerhalb der Mauern, in denen jede Nacht der Feind Deckung findet, in dir Luft gesprengt werden. Inzwischen wütet die Cholera unter den Truppen und dem Volke; die Krankheit hat zum ersten Male die Araber ergriffen. Ganze Straßen werden von den Truppen wegen der Cholera dem Verkehr versperrt. 27 Soldaten starben gestern an der Cholera und Hunderte sind krank. 33 Zivilisten starben. Die Soldaten weigern sich, die ermordeten Araber/ die in der Oase umherliegen, zu begraben. Es herrscht ein entsetzlicher Gestank. Die Araber weigern sich auch, außer wenn sie mit dem Bajonett dazu getrieben werden. Infolgedessen breitet sich die Ansteckung schnell aus.- Die italienischen Schlachtverluste belaufen sich auf 1500, davon sind 300 Tote. 500 Verwundete verließen vor ein paar Tagen die Stadt in einem Hospitalschiff. Es werden Versuche gemacht, diese Zahlen zu verheimlichen. Man lügt allgemein über die hiesige Lage. Offiziell ist zugegeben worden, daß man 40 Araber in einem Tage hingerichtet hat. Ich habe aber selbst gesehen, wie allein 50 Männer und Kinder in einem Haufen hingerichtet wurden. Hinrichtungen jn einem weit größeren Maßstäbe finden überall statt. General Caneva wohnt in der Zitadelle, die befestigt ist, um- geben mit Sandsäcken, bombensicheren Zufluchtsstätten; Soldaten befinden sich auf dem Dach und in dem Keller. Der DivisionS- general macht dasselbe. Unter einer derartigen abwesenden Füh- rung würde irgendein Heer degenerieren. General Caneva wird nie in der Front oder außerhalb seiner bombensicheren Zufluchts- stätte gesehen. Ein Vorposten glaubte um Mitternacht vor Allerheiligen zu sehen, wie sich eine weiß gekleidete arabische Frau näherte, die er ermordet und mit 150 anderen in einem Graben in der Wüste eingescharrt hatte. Er schoß. Die Gestalt warf die Arme hoch und fiel; aber am Morgen wurden weder Leiche noch Fußtapfen gesehen. Dasselbe ereignete sich zweimal und die Soldaten glauben, daß die Gestalt das dritte Mal nicht fallen, sondern borrücken wird und daß dann die italienische Gefechtslinie durchbrochen werden wird. Die Geschichte ist bezeichnend für den Gemütszustand der ganzen Armee."' i Man glaube nicht, daß Herr McCullagh, der Verfasser, ein Neuling in diesen Dingen ist. Der Korrespondent der„Wcstminster Gazette", der nicht länger bei der italienischen Armee in Tripolis bleiben will, die nach seinen Worten keine Armee ist,„sondern eine bewaffnete Mörderbande", hat schon manch andere Schrecken miterlebt. Jn dem russisch-japanischen Krieg begleitete er die Kosacken unter Mistchenko; er sah die Schrecken der russischen Revolution, die Pogroms die türkische und. die portugiesische Revolutioll."-----—- Hus der Partei. Kleines feuilleton. Die offene Tür und da? öffentliche HauS. Das deutsch. fran- zösische Abkommen sichert dem Wettbewerb der Völker ein freies Feld für jegliches Gewerbe. Rasch werden sich die Wege füllen, die wagende Pfadfinder gebahnt haben. Auch die Straßen,„wo die letzten Häuser sind". Durch das Einfallstor von Cafablanca ist im Schatten der Waffen die Industrie der parzellierten Liebesstunde eingerückt und entfaltete sich im aufblühenden„Betrieb". Wie ein forscher Artikel des„Paris-Journal" berichtet, steht„Casablanca bei Nacht" schon durchaus im Zeichen europäisch-militaristischer Erotik. Bars und Tingeltangel bieten dem soldatischen Publikum die Geselligkeit anschlußbcdürftiger weiblicher Naturen. Noch fehlt es einigermaßen an Assimilation. Dem Chan'teusengezirp in den französischen Äonzertlokalen ziehen die marokkanischen Lebemänner konservativ und verständnislos die Tänze der Jüdinnen in den ara- bischen Cafes vor. Hie bauchtanzende Barbarei, dort busenfreie Zivilisation! Aber schon macht sich die Siegeskraft der europäischen Kultur geltend. Unter den weiblichen Besuchern der„Olympia" sind neben französischen Mädchen auch schon Araberinnen Stamm- gäste. In Casablanca sind hundert einheimische Frauen in die Kontrolliste eingetragen. Und diese Liste wird von einem Offizier des Feldlagers geführt, in dem so der Hurenweibel der fürstlichen Soldheere eine fröhliche Urständ feiert. Einige von den militari- sierten Prostituierten werden von den Offizieren ausgehalten und bilden, vor anarchischer Vermengung der Klassen geschützt, ein Reservatgebiet der Vorgesetzten. Bietet aber diese Einrichtung nicht Elemente internationaler Verwickelungen dar? Was wird geschehen, wenn das einträgliche Kuppelgeschäft deutsche Unternehmer an- zieht? Unmöglich kann der alldeutsche Nationalstolz zugeben, daß diese Reichsbürger einer französischen Militärbehörde unterstellt werden sollen. Jedenfalls wäre es vorsichtiger gewesen, im Artikel VI des Abkommens auch dieser Kontrolle gleich der der Ausschreibungen und öffentlichen Arbeiten einen internationalen Charakter zu sichern. Leuchtende modern« Blätter. Der„Köln. Zcitg." schreibt ein Mitarbeiter: Als ich gestern im Dunkeln mein Arbeltszimmer be- trat, bemerkte ich nach einiger Zeit ein weißeS, mildes Leuchten, von einer ganz bestimmten Stelle ausgehend. Bei näherem Zu- sehen fand sich, daß es von einer Handvoll faulender Buchenblatter ausstrahlte, die ich mir am Allerheiligentage mitgebracht und unter einer Glasglocke feucht aufbewahrt hatte. Der Prager Bo« taniker. St. Molisch, dem wir eine Anzahl schöner Untersuchungen über leuchtende Pflanzen verdanken, hat schon im Winter 1867, als er zu Studienzwecken auf Java weilte, der Tatsach«, daß bei ge- wissen Fäulnisprozessen Lichterscheinungen eintreten. Interesse entgegengebracht; aber schon vorher hatte der französische Forscher L. R. Tulasne im Jahr« 1848 das Leuchten von vermodernden Sichenblättern studiert. Die Blätter müssen in einem ganz be- stimmten Zustande der Zersetzung sein, wie eS vielleicht gerade jetzt durch das feuchte Hcrbstwetter herbeigeführt wird; sie müssen eine braune bis weißlich-gelbe Farbe haben und die Verwesung muß schon weit vorgeschritten sein; das Leuchten geht von bestimm- tcn Stellen der Blattobcrfläche aus und sendet ein mattes, ruhiges, weißliches Licht auS, daS oft wochenlang anhält, wenn man die Blätter feucht hält. Der Pilz, der die Zersetzung und die Licht erscheinung hervorruft, ist noch nicht bekannt, da auch Molisch feine Jfoliernng nicht gelang. Wie letztere fchreibt, sollte man meinen, daß eine fo weit verbreitete Erfchcinung den Förstern, Landleuten und auch vielen Botanikern allgemein bekannt fei; aber das Gegen- teil ist der Fall. Tatsächlich ist das Licht auch nur mit völlig an das Dunkel adaptierten, d. h. mit gut ausgeruhten Augen deutlich wahrzunehmen; auch liegen die leuchtenden Blätter nicht frei, sondern etwa eine Handbreit tief unter den oberen trockenen. Pro- fessor Molisch steht nicht an, zu behaupten, daß in jedem Eichen- und Buchenwald ein nicht geringer Bruchteil des abgefallenen Laubes sich im Zustande deS LeuchtenS befindet. Theater. Kammerfptele:„Nathan derWeise'vonLeffing. Lessing war von der Bühnenfähigkeit seines„Nathan" nicht über- zeugt.„ES kann wohl fein", schrieb er bald nach Beendigung seiner Arbeit,„daß daS neue Stück im Ganzen wenig Wirkung tun würde, wenn es auf das Theater käme, welches wohl nie geschehen wird. Genug, wenn es sich mit Interesse nur liest und unter taufend Lesern nur einer an der Evidenz und Allgemeingültigkeit seiner Religion zweifeln lernt." Ein halbes Jahrzehnt später erlebte der „Nathan" seine Erstausführung und wurde seither wie als Buch Gemeingut unserer Kultur, so auch ein unverlierbares Besitztum der Bühne. Die Torheit jenes Vorurteils, daß die Ausrichtung auf Tendenzen dem Wesen dichterischen Schaffens notwendig widerstrebe, zeigt sich besonders deutlich am Beispiel dieser Dichtung. Wie kein anderes unserer klassischen Periode stellt sie sich mit ausgesprochener Absicht in den Dienst humanitärer Propaganda und gießt dabei da? Gedankliche in Formen und Gestalten, die ihren plastischen Reiz mit unvergänglich jugendlicher Kraft bewahren. Und noch immer kommt uns beim Lesen wre beim Schauen der freundlich milde Sinn von LeffingS Märchendrama nahe. Auch in der Aufführung der Kammerspiele leuchtete und wärmte das Werk, ungeachtet an manchen Stellen ein verdrießlich unmoti- viertes Experimentieren störte. Gewiß spricht Goethe, auf den sich Felix Holländer, der Regisseur, für seine Auffaffung beruft, von der „heiteren Naivität", die LeffingS„Nathan" ziere, gewiß durchziehen Scherz und Ironie die Szenen. Aber gedämpfter Scherz, gedämpfte Ironie. Doch Holländer möchte das Märchen der Komödie nähern und arbeitet auf eine foreierte, dem Stil deS Ganzen im Grunde zuwiderlaufende Vergnüglichkeit hin. Die Freude bei der Rück- kehr Nathans im ersten Alte schlägt um in Ausgelassenheit. Versuche zu solcher Uebermalung, wenn auch nicht so grell geschmack- los, tauchen immer ivieder auf. Bassermann, m vielen Wendungen sehr fein, markierte als Nathan ein joviales, expansives Temperament, daS dieser Rolle völlig fremd ist. Auch die Fabel von den drei Ringen, wie er sie rezitierte, war für mein Empfinden zu Der Protest gegen die koloniale Raubtzokitik. Donnerstag abend fand in Kiel in der Waldtviese eine Protestversammlung statt, die sich zu einer gewaltigen Demon- stration gegen die imperialistische Raubpolitik und für den Weltfrieden gestaltete. Die Versammlung war von zirka SM) Personen besucht. Das Referat hielt Genosse Adler. Eine Protestresolution gegen die imperialistische Raubpolitik wurde einstimmig angenommen. Stürmische Zustimmung erscholl, als der Vorsitzende eine Erklärung der in Kiel leben- den italienischen Arbeiter verlas, die sich scharf gegen den italienischen Raubzug aussprach und die Solidarität des italienischen Proletariats mit dem inter- nationalen Proletariat bekundet. sehr auf den naturalistischen Ton. einen Ton gesuchter Einsamkeit gestimmt, mehr Spiel des kombinierenden Verstandes als Schöpfung eines von der Macht der Wahrheit ergriffenen, weihevoll begeisterten Gemüts. Erst ganz am Schluß brach die innere Erregung mit einigen kraftvoll mächtigen Akzenten durch. Den Höhepunkr erreichte er in der Szene, da Nathan dem Klosterbruder von dem furchtbaren Geschick, das ihm die Kinder raubte, erzählt. Da spiegelte Ton lind Gebärde im Wechsel des EmpstiidenS wundervoll die stille Hoheit dieser Seele wieder. Schlechthin überzeugend, eben» mäßig in jedem Zuge durchgebildet, war P a g a y s Klosterbruder, ein seltsain liebenswertes Bild der frommen Einfalt. Die brause- köpfige, rauhe JiinglingSnatur des Tempelritters kam durch Kayßler, Rechas anschmiegsames, unschuldsvolles Mädchentum durch Camilla Eibenschütz zu eindringlich sympathischer Dar- 'tellung. Die Figur der Sittah, von Fräulein Kupfer mit viel Beobachtung und Laune ausgestaltet, schob sich entsprechend der an- gestrebten Komödientendenz öfter zu sehr in den Vordergrund. Den Derwisch gab W e g e n e r als aufgeregt beweglichen Phantasten und drolligen Kerb originell, doch mehr im Sumurun-, als im Lesstng- stile._ dt. Notizen. Theater chronik. Im Friedrich-Wilhelm- städtischen Schauspielhause ist die Premiere des Trauer- fpiels„Don Juan" auf Montag verlegt worden.— Im Theater i. d. König grätzer Straße wurde Heinde� Manns„Schauspielerin" in das Repertoire aufgenommen. — M u s i k ch r o n i k. Die nächste Veranstaltung der„P o p u- l ä r e n Lieder" im B l ü t h n e r s a a l am Sonntag, nach- mittags 454 Uhr, steht unter dem Zeichen: Oper und Spieloper. —..OedipusfürsVol k." Aus dem Bureau des Deutschen Theaters wird mitgeteilt: Um auch breiteren Volksschichten den Besuch einer„Oedipus"-Aufführung zu ermöglichen, hat Max Reinhardt die Genehmigung zur Veranstaltung volkstümlicher Vor- stellungen von„König Oedipus" erteilt. Leiter dieser Auf- führungen ist Josef Klein. Hoffentlich werden das nicht Auf- fuhrungen zweiter oder dritter Garnitur, wie sie auch im Deutschen Theater vorkommen. — Wiedereröffnung des LustspielhauseS. Die Gastspielvorstellungen des Neuen Schauspielhauses im Lustspiel- hause nehmen wieder ihren Fortgang. t,.�Der Nabelpreis für Literatur soll in diesem Jahre dem belgischen Dichter Maurice Maeterlink zuerkannt werden. Von äarl5n.rUy? � Jugendwerken abgesehen, die sicherlich Nicht den Beifall der Schwedischen Akademie errungen haben, hat er ein schlechtes und rechtes Theaterstück(„Monna Vanna") und einige vortreffliche naturwissenschaftlich-philosophische Bück, er über die Bienen und die Blumen, sowie moralphilosophische Bctrach- tungen(Der Schatz der Armen usw.) geschrieben.- Von anderen Preisempfangern sind diesmal Max Planck« Berlin(für Physik) und Frau Curie- Paris(für Chemie) zu nennen. Vor einer von etwa 1800 Personen! Frauen und Männern, besuchten Volksversammlung sprach in Erfurt Redakteur Genosse D ä u m i g aus Berlin über das Thema: „Der internationale Sozialismus gegen Krieg und Jmperia- lismus". In markanten Zügen behandelte Redner den italienischen Raubzug nach Tripolitanien, wies auf die Gefahr weiterer europäischer kriegerischer Verwickelungen hin und rief das Proletariat auf, wachsam zu sein, damit Deutschland durch seine Kolonialschwärmer und patriotischen Kriegshetzer nicht in die Welthändel verstrickt werde, die durch die kapitalistische Expansion und die imperialisüsche Taktik der„Kulturstaaten" heraufbeschworen werden.— Die vorliegende Resolution fand einstimmige Annahme. Die Protestkundgebung der Sozialdemokratie Bulgariens gegen den Krieg und für den Weltfrieden. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei Bulgariens veranstaltete SM 5. November im ganzen Lande massenhaft besuchte öffentliche Arbeitervcrsammlungen. Besonders imposant gestaltete sich die Protestaktion der Ar- Veitcrschaft in Sofia. Hier wurde in einem großen Theatersaal unter dem Präsidium des ältesten proletarischen Vorkämpfers und Gründers der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Bulgariens, D. Blagoew, ein nach Tausenden zählendes Arbeitermeeting abgehalten, das die Ausführungen der Referenten Chr. Kabak- t schiew und G. Kyrkow. Mitglieder des Zentralkomitees. letzterer auch Mitglied des Internationalen Sozialistischen Bureaus, mit brausendem Beifall aufnahm und zuletzt unter nicht enden wollender Akklamation einstimmig eine entsprechende Resolution annahm. Darin heißt es u. a.: «In ihrer Bestrebung, den Balkan zu erobern, fördern die «uropäischen großkapitalistischen Staaten, insbesondere Oesterreich und Rußland, den nationalen Hader unter den Balkantwlkern, um sie gegenseitig zu schwächen, und bereiten durch die Macht des Wirt schaftlichen, finanziellen und politischen Einflusses, sowie durch die in den Balkanländern herrschenden Dynastien, ihre Unterjochung und Aufteilung unter sich vor. Die Bourgeoisie der Balkanländer ist aber durchaus nicht fähig, sich gegen die Eroberungsgelüste der erwähnten Staaten aufzu- bäumen und vergrößert nur mit ihrem Nationalismus und wachsen- den Militarismus das Elend der Arbeiterklasse. Nur das Balkanproletariat mit seinem selbständigen Klassen- kämpf gegen die Auswüchse des Kapitalismus: den Nationalismus, den Monarchismus und den Militarismus, ist imstande, die Er- oberungsbestrebungen dieser Staaten zn durchkreuzen. Es folgt dann der Schluß der Resolution, der nachstehenden Wortlaut hat: «Im vollen Einklang mit dem internationalen klassenbewußten Proletariat erheben die Versammelten energischen Protest gegen den jetzigen blutigen Krieg zwischen Italien und der Türkei, sowie gegen die imperialistische Kolonialpolitik der kapitalistischen Klasse. Sie protestieren auf das energischste gegen die nationalistische Eroberungspolitik der Bourgeoisie in Bulgarien, die unter dem Vorwande, für„nationale Ideale", für eine„Autonomie" Maze- doniens und für ein„Militärbündnis" zwischen Bulgarien und der Türkei zu kämpfen, den chauvinistischen Wahnsinn unter der un- aufgeklärten Volksmasse anblasen, das Land zu einem verheerenden Krieg antreiben und somit die Sache des Kapitalismus und des Imperialismus fördern. Sie senden ihre brüderlichen Grüße den in den Nachbarländern kämpfenden Arbeitern. Trotz den Bemühungen der herrschenden Klassen, Feindseligkeiten und Haß unter den Balkanvölkern zu stiften und sie zu brudermörderischen Kriegen zu hetzen, reicht das bulgarische Proletariat seine Bruderhand den Arbeitern der Nach- barländer und ruft sie zu einem einmütigen selbständigen Kampf gegen den Kapitalismus, die Quelle der Kriege, für die Verwirk- lichung der föderativen Balkanrepublik und zum vollen Triumph des Sozialismus, des Trägers des Völkerfriedens." Stadtverordnetenwahlsieg. Bei der Freitagmittag beendeten Stadtverordnetenwahl in Barmen haben erhalten: Die Sozialdemokraten 10023 bis 10154, die vereinigten bürgerlichen Parteien 0939 bis 7103 Stimmen. Unsere Genossen haben fünf neue Mandate erobert. Zur Reichstagswahlagitation. Vom Bezirksvorstande O st Preußens werden wir um Aufnahme folgenden Aufrufes ersucht: Unsere Partei- genossen im Reiche ersuchen wir freundlichst, die Adressen ihrer Verwandten und Bekannten, welche auf dem Lande und in den kleinen Städten in der Provinz O st p r e u ß e n wohnen, an Parteisekretär H. Linde, Königsberg, M ü n z st r. 24d, senden zu wollen. pollreilicbes, Ocmbtllchea ufw. Eine beleidigte Gcwcrbekammer. Am 7. Juli veröffentlichte die„Volkszeitung für das Muldental" einen Artikel: der sich mit dem Gutachten der Gewerbekammer Leipzig über die Errichtung eines Gewerbe- gerichts für den Bezirk der Amtshauptmannschaft Borna be- schäftigt. Die Gewerbekammer hatte einige Bedenken erhoben und unser Parteiorgan hatte deshalb der Gewerbekammer„bornierte Rückständigkeit" vorgeworfen. Auf Antrag des Vorstandes der Kammer ivurde der vcranttvortliche Redakteur Genosse B a h r d t in Anklagezustand versetzt und Freitag wegen angeblicher Beleidigung zu 200 M. Strafe verurteilt. 8o2iales. Das„Lichtcnverger Tageblatt" vor den, Gewcrbegcricht. Gestern klagte vor dem Lichtenberger Gcwerbegericht der Nr- dakteur Gericke gegen den Verleger deS„Lichtenbcrger Tageblatts", den Stadtrat Albert Koch. Der Kläger war zum 1. September als Berichterstatter engagiert worden, konnte aber die Stelle, da sie nicht eher frei wurde, erst am 7. September antreten. Die Zwischenzeit wurde nach beiderseitiger Uebereinkunft vom Kläger dazu benutzt, um sich in Lichtenberg umzusehen und zu infor- mieren. Am 31. Oktober wurde er entlassen. Sowohl den In- halt des erhaltenen Zeugnisses, in dem Beklagter seine Unzu- friedenhcit mit den Leistungen des Klägers zum Ausdruck gebracht hat, als auch die Rechtmäßigkeit der Entlassung wurden vom Kläger angefochten. Er forderte Ausstellung eines ordnungsmäßigen Zeug- nisses sowie Entschädigung für den Monat November mit 140 M. vorbehaltlich weiterer Entschädigungsansprüche. Ter Beklagte be- hauptete, daß er dem Kläger rechtzeitig am 13. Oktober gekündigt und somit die gesetzliche vierzehntägige Frist gewahrt habe. Der Kläger betonte, daß an jenem Tage nur seine Arbeit moniert, nicht aber gekündigt worden sei; erst die am 25. Oktober getanen Aeußerungen des Beklagten wären als Kündigung aufzufassen ge- Wesen. Der Kläger vertrat weiter die Ansicht, daß er nicht zu den gewerblichen Arbeitern niederer Ordnung, sondern denen, die Höhere technische Dienstleistungen zu verrichten haben/ zuzurechnen fei. Für diese gelte aber nach dem Gesetz nicht die vicrzehntägigc, Landern eine sechswöchentliche Kündigungsfrist zum Quar- tzglsschluß. Kiese Streitfrage sowie der Umstand, daß der Kläger stlt Zeugnis die Art seiner Tätigkeit mit aufgeführt wissen trollte. gab zu einer eingehenden Erörterung, die auch ziemlich eingehend die ganze Zeitungstechnik des„Lichtenberger Tageblatts" behan- delte, die Veranlassung. Nach den vorgelegten Beweisstücken war der Kläger zuvor „politischer Redakteur" an einer Mühlhauser Zeitung. Von da aus bewarb er sich unter anderem auch bei dem Beklagten um eine gar nicht vakante Stelle als Redakteur und Berichterstatter. Seine Gehaltsforderung war 140 M. pro Monat. Dem Beklagten war nun die außerordentlich bescheidene Gehaltsforderung ver- lockend genug, um für den Bewerber die Stelle freizumachen. Zuerst bestand die Tätigkeit des Klägers in der Berichterstattung über die Verhandlungen vor dem Lichtenberger Schöffengericht, der Stadt- verordnetenversammlung und den Vereinsversammlungen am Orte, sowie der Einholung der polizeilichen und stadtbehördlichen In- sormationen. Später hatte er auch die behördlichen Informationen von Friedrichsfelde mit einzuholen sowie die Berichterstattung über die dortige Gemeindevertretersttzung. In der letzten Zeit übte er auch eine„redaktionelle" Tätigkeit, aus, indem er den lokalen Teil bearbeitete. Dafür wurde ihm die Berichterstattung vom Schöffen- gericht abgenommen. Die redaktionelle Tätigkeit des Klägers be- stand in der Durchsicht der eingegangenen Zeitungskorrespondenzen, sowie der Berliner Vorortzeitungen. Wurde etwas für das „Lichtenberger Tageblatt"„Brauchbares" darin gefunden, so wurde es entsprechend hergerichtet, indem die durch d?e spätere Wieder- gäbe der betreffenden Meldung bedingte Datumsänderungen vor- genommen und den Notizen, Wenns erforderlich, eine der Tendenz der Zeitung mehr entsprechende Ueberschrift gegeben wurde. Außer- dem hatte der Kläger die neuesten Nachrichten am Telephon ent- gegenzunehmen und sie auf etwaige beim Telephonieren entstan- dene Fehler zu prüfen und, soweit wie ihm möglich, die Berichts- gung derselben vorzunehmen. Die so geschilderte Tätigkeit des Klägers wurde vom Beklagten zugegeben. Bestritten wurde auch nicht die Behauptung des Klägers, daß er der einzige mit„redak- tionellen" Arbeiten beschäftigte Mann im Betriebe des Tageblatts gewesen ist. Die Sache selbst endete dann mit einem Vergleich, der durch die Bemühungen des Vorsitzenden, Magistratsassessor Wollweber, zustande kam. In dem Vergleich verpflichtete sich der Beklagt-, dem Kläger ein Zeugnis auszustellen, in dem die oben bereits ge- schilderten Arbeiten des Klägers einzeln angeführt werden, sowie ihm noch eine Entschädigung für drei Wochen von 105 M. zu zahlen. Dieser Prozeß hat wieder einmal die Zeitungstechnik der kleinen Winkelblätter vom Schlage des„Lichtenberger Tageblattes", wie sie in den zahlreichen Vororten Berlins erscheinen und leider auch noch von einem Teil der Arbeiterklasse und den kleinen Ge- werbetreibenden noch immer gelesen werden, überaus grell be- leuchtet. Der Mangel einer bestimmten politischen Tendenz wird hier durch das Antike des Lesestoffes ersetzt. Aus Anlaß dieses Prozesses können wir nur wieder den Arbeitern als auch den kleinen Gewerbetreibenden zurufen: Fort mit dieser Klatsch- und Winkelpresse! Abonniert den„Vorwärts", der Eure Interessen vertritt._ Die„Kvnsumgenossenschaftlrche Rundschau" •ährt in ihrer neuesten Nummer mit Anpöbelungen gegen die .Leipziger Volkszeitung" und den„Vorwärts" fort. Sie unter- chiebt dem„Vorwärts", er verbreite falsche Behauptungen über die Anschauungen leitender Personen im �Zentralverbande Deutscher Konsumvereine und meint dann weiter u. a.:„Es ist ein Bild von überwältigender Komik, wenn eine so rettungslos von allen guten Geistern des Journalismus verlassene Redaktion wie die des„Vor- wärts" Lehren über Redaktionsführung erteilt." Wir würden mit Rücksicht aus das Maß von Achtung, das wir den zeitigen Redak- teuren der„Rundschau" entgegenbringen müssen, bedauern, wenn die„Rundschau" über unsere Redaktionsführung anders als die Organe des„Vereins zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" urteilte. Auf die Sache selbst wird ja zu gelegener Zeit, als es die Zeit des Wahlkampfes ist, zurückzukommen sein. Wiederholt möchten wir aber auch jetzt warnen, sich durch die redaktionellen Leistungen der„Rundschau" zum Austritt aus den Genossenschaften bewegen zu lassen. Im Gegenteil mutz es nun erst recht heißen: Hinein in die Konsumvereine, um sie in sozialistischem Mist leiten zu lassen. GmcKts-�eitiitig. Schwarzhunbert-Landsmannschaft. Die seinerzeit im Landtage gepflogenen Debatten über die Vor- öänge, die den ruffischen Studenten Dubrowski wegen der Verwei- gerung seiner Immatrikulation an der hiesigen Universität zum Selbstmord getrieben haben, hatten gestern ein längeres Stachspiel vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Charlottenburg unter Vorsitz des Amtsgerichtsrats Zcckwer. Der Fall Dubrowsli hatte im Land- tage die. bekannten Erörterungen hervorgerufen, in denen besonders die Abgg. Dr. Liebknecht und Korfanty darzutun suchten, daß D. ein Opfer der russischen Polizei geworden und die Berliner Polizei jener dienstwillig gewesen sei, indem D. gezwungen werden sollte, sich der Organisation der russischen Landsmannschaft in Berlin an- zuschließen. Ueber Ziele und Zwecke dieser akademischen Vereint- gung machten beide parlamentarischen Redner weitere Ausführun- gen; der eine gliederte sie in die Vereinigung„echt russischer Man- ner" ein, der andere nannte sie eine„Botsckxifter-Landsmannschaft russisckier Studenten". Ueber die betreffende Sitzung des Äbge- ordnetenhauses schickte der Berliner Korrespondent der in Moskau erscheinenden Zeitung„Ruskoje Slowa", Journalist Jlia Trotzki seiner liberalen Zeitung einen längeren telegraphischcn Bericht, in welchem sich der Satz befindet:„Ferner entlarvten die Redner die Tchwarzyundert- Landsmannschaft." Wegen dieser Bezeichnung hatten vier ruffische Kandidaten als Mitglieder jener akademischen Vereinigung den Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der An- geklagte Trotzki wurde durch R.-A. Dr. Karl Liebknecht verteidigt. die Privatkkäger durch R.-A. Paul Bredercck vertreten.— Der Angeklagte bestritt, eine beleidigende Absicht verfolgt zu haben, viel- mehr habe er als Journalist ein ganz objektives Telegramm abge- faßt und dabei der Kürze wegen das Wort„Schwarzhundert-Lands- Mannschaft" gebraucht.— Seitens des Gerichts war bei dem kaiser- lich deutschen Generalkonsulat angefragt worden, was dieser Ans- druck bedeute und ob er einen beleidigenden Beigeschmack habe. Tie Verlesung dieser Auskunft erachtete R.-A. Dr. Liebknecht für unzu- lässig, da er das deutsche Generalkonsulat in dieser Frage in keiner Weise für eine geeignete objektive Behörde halte. Es handle sich doch um heftige Angriffe gegen die deutschen Behörden, welche jener Landsmannschaft kräftige Förderung habe zuteil werden lassen.— DaS Gericht war dagegen mit dem R.-A. Äredereck der Meinung, daß eine solche Auskunft durchaus in den Rahmen des Wirkungs- krciscs des Generalkonsulats gehöre. Die verlesene Auskunft ging im allgemeinen dahin: Jene Bezeichnung stamme aus der Zeit der Revolution und wurde von der revolutionären Partei als Spott- und Schmähnamew ihren ultrareaktionären Gegnern angehängt, die, wie seinerzeit die Anarchisten und Propagandisten der Tat, vor keinen Gewalttaten zurückschrecken, denen nachgeredet wird, die Judenpogrome veranstaltet zu haben usw. Jene Charakterisierung sei kein Partciname, sondern eine schmähende Charakterisierung der aus der äußersten Rechten stehenden ultrareaktionären Elemente. Die einen mögen diesen Namen als Ehre betrachten, die andern als Schmähung; eine solche würde gewiß als vorliegend zu erachten sein, wenn diese Bezeichnung auf die fortschrittliche Partei ange- wendet werden würde. R.-A. Dr. Liebknecht stellte sodann eine große Reihe von An- trägen, die beweisen sollten, daß die von den beiden Abgeordneten in ihren Reden aufgestellten Behauptungen in bezug auf diesen Verein wahr seien und der Verein mit Recht die Bezeichnung „Schivarzhundert-Landsmannschaft" verdiene. Er stellte u. a. unter Beweis, daß bei Festlichkeiten dieses Vereins das Büfett von der Botschaft gespendet worden sei, ihm sei von der Witwe des Generals Keller eine Geldspende von 1000 M. gMacSt ffterleft, Proleffot de? Vereins sei der stellvertretende russische Botschafter in Berlin; der Verein habe Anlehnung an die sogenannte Akademisten-Organisa- tion gehabt, die unter dem Protektorat des sattsam bekannten Pu- rischkewicz stehe, der ein Mann der extremsten„echtrussischen" Rich- tung sei und zu denen gehöre, die die Bezeichnung„Schwarzhundert- Männer" als eine Ehr« für sich in Anspruch nehmen. Der Zar und die Regierung identifizieren sich fortgesetzt mit den„Echt-Russen", der Zar gebe diesen Geldmittel aus seiner Schatulle und er habe am 23. Dezember 1905 an eine Deputation Worte gerichtet, die ihn vollständig mit dem echtrussischen Volksverband identifizieren. Die Männer dieses Verbandes bezeichnen sich selbst als echtrussische Schwarzhundert-Männer. Jetzt werde die ganze extreme Reaktion so bezeichnet. Es fei ein politisch-technisckes Wort, welches vom Standpunkte der Opposition zweifellos beleidigend, vom Standpunkt der gouvernementalcn Partei aber keineswegs beleidigend sei; der General b. Lieber, Fürst Bülow und der Kaiser seien gewiß nicht beleidigt gewesen, als sie nach dem Ausfall der Reichstagswablcn 1907 vom Schwarzhundert-Verband Glückwunschdepcschen erhielten. Schließlich verwies R.-A. Dr. Liebknecht darauf, daß die reaktionäre Zeitung„Russische Fahne" im August 1907 in einem Artikel Kaiser Wilhelm II. als„neuen großen"Schwarzhundert-Mann" gerühmt habe,„der in die Reihen der russischen Reaktionäre getreten sei". R.-A. Bredereck beantragte die Ablehnung aller dieser Anträge. Dieser akademische Verein gehört laut Statut keiner politischen Partei an und nehme zu politischen Fragen gar keine Stellung. Es sei völlig unrichtig, daß er in Beziehung zu den Ultrarcaktio- nären stehe. Ganz abwegig sei der Hinweis auf Purischkewicz, der etwa die Rolle des Grafen Pückler seligen Angedenkens spiele.— Das Gericht lehnte alle Beweisanträge ab.— R.-A. Bredereck beantragte hierauf die Bestrafung des Angeklagten. Der Verein sei keineswegs ein subventioniertes Organ der russischen Regierung. Die Bezeichnung„Schwarzhundert-Lcmdsmanuschaft" werde in Rußland allgemein als beleidigend empfunden; sie werde von den Liberalen gebraucht, wenn sie in wegwerfendem Sinne von ihren Gegnern sprechen. Der Verein stehe nicht auf dem Standpunkt der „echtrussischen Männer" und noch weniger auf dem der»Schwarz- Hundert-Männer".— R.°A. Dr. Liebknecht bedauerte, daß ihm durch Ablehnung der Beweisanträge die Möglichkeit genommen sei, gegen das Gutachten des Generalkonsulats, welchcs in sich wider- spruchsvoll sei, zu polemisieren und zu beweisen, daß der Verein kein rein akademischer sei.„Schwarzhundertleute" sei an und für sich durchaus kein Schimpfwort vom Standpunkt der russischen Reaktionäre. Wenn der Angeklagte dies Wort gebraucht habe, so dürfe nicht vergessen werden, daß er nur in einem knappen Tele- grammstil den Inhalt zweier Reden zu rekapitulieren hatte. Die große Gefahr liege vor, daß es zu einem großen Unfug ausarten könnte, wenn man in dieser Weise parlamentarische Erörterungen vor das Forum der Gerichte bringen würde. Der Angeklagte blieb im übrigen auf dem Standpunkt stehen, daß er mit der Bezeichnung das richtige getroffen habe.— Das Gericht hielt den Angeklagten der Beleidigung schuldig und verurteilte ihn zu 100 Mark Geldstrafe eventuell 10 Tagen Haft._ Russak wider Weber- Gegen den Schriftsteller A. O. Weber war vom Staatsanwalt eine Anklage wegen Beleidigung erhoben worden, die gestern das Charlottenburger Schöffengericht beschäftigte. Der Angeklagte wurde vom Rechtsanwalt Behcr verteidigt; als Nebenkläger trat der Chefredakteur und Zeitungsverleger Dr. Hugo Russak unter Beistand des Rechtsanwalts Selten auf. Der Nebenkläger war früher der Redakteur der„Post" im Ressort für Theaterkritik. Der Angeklagte hatte in einem feine eigene Person betreffenden Termin am 25. Januar vor dem Charlottenburger Amtsgericht sich unter anderem dahin geäußert: er würde einer Zeitung, wie der„Post", gewiß keine Annoncen gegeben haben, wenn ihm nicht mitgeteilt worden wäre: Dr. Russak habe die Absicht, gegen ihn einen Schmähartikel zu schreiben. Durch die Hingabe einer Annonce habe er erreicht, daß dies unterblieben sei.— Dr. Nussab hat daraufhin den Strafantrag gestellt. Jene Behauptung sei ganz ungeheuerlich. Er sei seinerzeit lediglich Theaterkritiker für die „Post" gewesen, schreibe überhaupt niemals Schmähartikel und habe auch nicht beabsichtigt gehabt, damals einen solchen gegen A. O. Weber zu verfassen; möglicherweise habe er sich einmal im Privatgespräch dahin geäußert, daß es nach seiner Meinung nicht sehr tatkvoll sei, daß der Angeklagte gerade im Anschluß an den Allenfteiner Prozeß seine Werke pomphaft in den Zeitungen an- kündige. Wenn der Angeklagte behaupte, daß er. der mit den Inseraten absolut nichts zu tun gehabt, die von dem Angeklagten behauptete Absicht der Veröffentlichung eines Schmahartilels zu dem damaligen Redakteur Dr. Neumann ausgesprochen habe, so sei dies schon durch das beeidete Zeugnis des Dr. Neumann und die Aussage des verstorbenen Dr. Kronsbetn widerlegt. Der Angeklagte verwies dagegen aus einen an ,hn gerichteten Brief der Frau Dr. Neumann und behauptete, daß Dr. Neumann ihm eine solche Mitteilung gemacht habe, die ja dielleicht nicht zu- treffend gewesen sein mag.— Der Gerichtshof hielt eine Vor- ladung des Dr. NeuMann für notwendig, da dessen Aussage für die Abmessung der Strafe von Bedeutung sei. Die Verhandlung wurde deshalb vertagt._ Magistratssckretar Bormann vor dem Schwurgericht. Der vor einigen Tagen zu acht Jahren Zuchthaus verurteilte ehemalige Magistratssekretär Gustav Bormanu aus Spandau hatte sich gestern wiederum unter einer schweren Anklage vor dem Straf. richter zu verantworten. Wegen versuchter Verleitung zum Mein- cide hatte die t. Strafkammer des Landgerichts III unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Bahr gegen den Angeklagten zu ver- handeln.— Wie auch in dem vor einigen Tagen verhandelten Prozeß vor dem Schwurgericht zur Sprache gekommen war. soll der Angeklagte versucht haben, in seinem Ehescheidungsprozeß eine Zeugin Grimm zu einer für ihn günstigen Aussage zu verleiten. Er war während einer kurzen Abwesenheit seiner Ehefrau zu jener Grimm in nähere Beziehungen getreten. Als die dann später von dem Angeklagten erschossene Frau zurückkehrte, erzählten ihr die Kinder, was sich inzwischen in ihrer Gegenwart zugetragen hatte. Frau B. strengte dann sofort die Ehescheidungsklage an und kehrte mit den Kindern zu ihren in Potsdam lebenden Eltern zurück. In der Zwischenzeit soll der Angeklagte, wie ihm jetzt zur Last gelegt wird, versucht haben, die Grimm zu bestimmen, in dem Ehe- scheidungsprozeß auszusagen, daß nicht das geringste zwischen ihnen vorgefallen sei. Hierfür soll«'hr eine Rente von 50 M. monat- lich und außerdem eine Lebensversicherungspolice versprochen haben.— Vor Gericht bestritt der Angeklagte, sich schuldig gemacht zu haben. Der Verhandlckng endete mit der Verurteilung des An- geklagten zu einer Zusatzstrafe von einem Jahr Zuchthaus. Beleidigung von Arbeitervertretcrn durch einen Unternehmer. Als im September die Bau- und Arbeitskutscher bei dem Fuhr- Unternehmer Hintze streikten, weil dieser den Tarifvertrag gebrochen hatte, berief der Vorstand des Vereins der Fuhrunternehmer eine Sitzung ein, wo über die Beilegung des Streiks verhandelt werden sollte. Als Vertreter der Kutscher waren die Angestellten des Trans- Portarbeiterverbandcs, Franke und �bscher, anwesend. Kaum hatte Franke begonnen, den Sachverhalt darzulegcm da schimpfte Hintze ihn und seinen Kollegen �bicher ohne jede Veranlassung Strolche und Lumpen. Hintze zeigte such so erregt, daß der Vorsitzende die Verhandlungen abbrach, weil ein Ergebnis unter diesen Umständen nicht zu erwarten war.— Franke und Jbscher haben wegen dieser Beschimpfungen die BeUldigungsklage gegen Hintze erhoben, die gestern vor dem Schöffengericht verhandelt wurde. We die Kläger behaupten, hat Hintze die rohen Schimpfworte mehrmals wiederholt. den Kläger Franke auch mit erhobenem Arm bedroht und ihn beim Hinausgehen an den Hals gepackt und gewürgt. Das letztere bc- streitet Hintze; die Schimpfworte gebraucht zu haben, gibt er zu. Hintze erhob Widerklage,»wl Franke in einer KuticherverjcuLinlüNg Bejaftt ffaben soll, ln ver Versawwlu�g der Fulzrhcrrcn sei cZ gewesen, als ob man„mang die Ochsen auf dem Viehhof kommt". Franke bestreitet, diesen Ausdruck gebraucht zu haben und bietet 'Beweis dafür an. daß nicht er, sondern ein Versammlungsteil- nehmer sich dieser Worte bedient habe.— Nachdem die Gerichtsverhandlung bereits 1% Stunden gedauert hatte, trat der Anwalt des Angeklagten mit einer neuen Widerklagebchauptung hervor: Franke soll in einer Kutscherversammlung gesagt haben, Hintze habe die bei ihm beschäftigten Kutscher als Strolche, Lumpen und Penn- brüder bezeichnet. Auf Antrag des Vertreters der Kläger, Rechts- anwalt Dr. Kurt Rosenfeld, soll der Wahrheitsbeweis dafür an- getreten werden, daß Hintze diese Schimpfwortc tatsächlich auf seine Kutscher angewandt hat. Um diesem Antrag stattzugeben, mutzte die Verhandlung vertagt werden. Polizisten und Ringkämpfer. Ein heiteres Polizeistücklein, das mal die Männer der Ordnung von der sportlich-lustigcn Seite zeigt, fand am Freitag seine Schluß- szene vor dem Potsdamer Schöffengericht in einer Anklage wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges. Schauplatz der Tragikomödie war eine Dorfschenke in Drewitz und die Manege für die ringenden Polizcisergeanten bildete die Gaststube, in der gerade keine Gäste anwesend waren. Am 2. Juni d. I. besorgte der Gemcindediener Robert Lcddin Botengänge in Drewitz. Sein Weg führte ihn zum Lokal von Rotzbach, in dem die Polizeiscrgeanten Hans und Licbifch als Gäste satzcn. Sie forderten ihren Kollegen zum Bleiben auf und luden ihn zu einem Glas Bier ein. L. lehnte aber ab und setzte seinen Dicnstgang fort. Auf dem Nachhausewege kam er am Smetanaschen Lokal vorbei. Dort zechten die beiden Sergeanten, die nun endlich ihren Kameraden überredeten, einzu- treten. Es wurde eine Lage Bier nach der anderen aufgefahren und allmählich erreichte die Stimmung unter den Polizisten ihren Höhepunkt. Schlietzlich kam man auf das Ringkämpferthema und man einigte sich nun auf einen kleinen Wcttringkampf um eine Lage Bier. Liebisch forderte Leddin zur ersten Tour auf. Nach langem Zureden begaben sich die Amateurringkämpfer nach dem Saal. Dort fand das Match statt und der Herausforderer wurde besiegt. Das Resultat patzte dem Polizisten Hans nicht, der nun prahlte: Mit mir kann er es nicht machen. H. umklammerte dcn�Leddin, kam aber zu keinem kunstgerechten Ringen, da sich Lcddin in der Kraft überlegen zeigte. Darüber war Hans erbost und wurde sofort — offiziell— Autorität. Ter besiegte Ringer besann sich plötzlich auf seine Bcamtenqualität und meinte: Wenn Sie Ernst machen. hört unsere Freundschaft auf! Lcddin wurde über diese Aufwallung des Beamtengeistes und über die Anrede per„Sie" empört und, trotz der Einigungsversuche des Liebisch, warf er dem„Kollegen Hans" ein Bierglas an den Kopf. Hans trug eine 2 Zentimeter lange Wunde am Kopfe, oberhalb der rechten Schläfe, davon. In der Wohnung des L. wurde H. vcrpflastert und dann trennte sich das Ringkämpfer- iriö. H. Verlor seine Stellung. Vor dem Schöffengericht wurde der Sachverhalt, wie geschildert, erwiesen. Der AmtSanwalt bcan- tragte gegen den treffsicheren Ringkämpfer-Schutzmann wegen ge- fährlicher Körperverletzung 30 M. Geldstrafe. Das Gericht er- kannte auf 2a M._ Briefharten der Redahtion. Die luilfttictie SPrechstimde findet LindenstrakeLS, varn vier Tr-ppc» — Fahrstuiit—, icuificutiiBlirti von bis Uhr abends, Sonnabends, da» bis 6 Uhr abends statt. Jcdcr für den Briefiaften bestimmte»«»frag» ist ri» Buchstabe»nd eine Zahl als Mertzetche» beizusiigen. Briefliche Antwort wird nicht rrteilt. Anfragen, denen leine Abonnrmcntsgnittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der EPrechstnndc vor. Högg, Kesscldorf. Nem Machen Sie dem Gemeindevorsteher Mit- tcilung.— K. F. 57, Neuivied. Nein.— Fränzchen 1U. Zu Lebzeiten nicht.— S. 52. Ohne Eiiisichtnahme in die Kassenstatuien nicht zu beantworten.— 58 H. 10 Mark Vorschub. Beide Gerichte sind zuständig. — L. K. 20. Das ist möglich.— L. Nr. 45 227. Sosern Sie älter als 25 Jahre sind, nein— Ä. P. 133. Als Scheidungsgrund nicht aus- reichend.— G. Ä. 50. Ja. Falls die Drohung Ihrer Frau gegenüber nachweisbar ist, kann Widerklage erhoben werden.— K. G., Bülow- strafte 43. 1 Mark Jahresstempel.— E. G. 47. Ja, sosern Nachweis- bar ist, datz Sie wegen Feblens des Zeugnisses Stellung nicht erlangt haben.— F. Sch. Nr. 100. Innerhalb vier Jahren.— W. K. Stralau.«Die Meisterin" ist noch nicht in Buchform erschienen. EHgHHGtzHEtzEHtzH! Unser lieben Tante Böhl zu ihrem 60. Wiegenfeste die Sö herzlichsten Glückirmuschel M 6372 Die Stammgäste Todes-Anzeigen Nach langem, schwerem Leiden I entschlief saust am 8. November I 1911 nachmittags 5 Uhr mein I wnigstgelicblcr Mann, Sohn, I Bruder, Schwager und Onkel Lrnst �einholdt im 43. Lebensjahre. 14886 j Dies zeigt schmerzersilllt, um! stille Teilnabme bittend, an IlHnholdt geb. Roggenwald W. 62, Wormser Straße 9. j Die Beerdigung findet am j Montag, den 13. November, nach- mittags 3*/4 Uhr, von der Leichen- balle des Jerusalemer Kirchhofes,! Bergmannstr. 45/47, aus statt. Sozialteokrat. Mferein für den 2. Berl. Reiebstagssalreis. (Bezirk 132.) Nachruf! Am 7. November verstarb unser| Genosse, der Buchbinder Max Albrecht.! Ehre seinem Andenken 1 211/20 Der Vorstand. Am 9. November verstarb unser I langjäbriger Mitarbeiter, der f Korrektor 1487b j Ulbert Brandt im Alter von 55 Jahren. Die Beerdigung findet am! Sonntag, den 12. November, nach- 1 millags 3 Uhr, aus dem Begräbnis- Platz der Frcireliqiösen Gemeinde, Pappelallee 15—17, statt. Ein ebrendes Andenken be- wahren ihm 01« Xoliegen der Hofbuchdruckcrei Sittenfeld.{ SozialöeraokratiseliJalilvereiii des 1. Berl. ReicöstaijswalilJTOes. Am 8. November verstarb unser Genosse, der Schneider Eimst Reinholdt. Ehre seinem Andenkeu k Die Beerdigung findet am Montag, den 13. November, nachmittag» 3'/. Uhr, von der Leichenhalle de» Jerusalcmrr Kirch- boscS, Bergmannstr. 45/47. aus statt. 208/10 Um rege Beteiligung ersucht Uci- Vorstund Zekttal-ßraliktn- imb StfrbflmD'pberffnpfiimr Filiale Schöncbcrg. Den Mitgliedern zur Nachricht, l daß unser Mitglied Max Pieper | verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am I Sonntag, den 12. d. MrS., nach- I mittags 3'/, Uhr, von der Halle I des Luthcr-KirchhoseS, Lankwitz, | aus statt. 179/1 Der Vorstand. Vttimd der Schneider und Schneideriilneu. rillalo Berlin. Am 8. November 1911 verstarb unser Kollege Brust Reinholdt im 43. Lebensjahre. Bei seiner langjährigen Mit- gliedichast bat er stelS die Jnlcressen des Verbandes vertreten und uns seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt. 164/15 Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 13. November, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle deS Jerusalemer Kirchhofes, Bergmannstr. 45/47, aus statt. Die Ortsverwaltung. Sozialilemokrat Waiilyerein Ripdorf. Den Parleigcnossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Fräser Wllizlauz Saiurna Bergstraße 59 »erstorben ist. Ehre seinem Andcnkc»: Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. November, nach. mittaas 4 Uhr, von der Leichen. Halle des St. Michael-Kirchhoses. Maricndorjcr Weg, auS statt. Um rege Beteiligung ersucht. 236.19 Vorstand. DeulseößF Holzarbeller-Verband Den Mitgliedern iur Nachricht, daß unser Kollege, der Maschinen. arbciter_, ö2/7 Wiadislaus Saturna Rudorf, Bergstraße 59, im Alter von 54 Jahren gestorben ist. Ehr« seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. November, nach- mittags 4 Uhr, von der Halle des St. Michael-KirchhoseS in Marien- dort, Mariciidoiser Weg, aus statt. Um rege Beieiiigung ersucht Die Ortsverwaltung. Am Donnerstagabend um I >9'/, Uhr, verschied plötzlich nach! schweren Leiden mein guter Mann. I imjcriVater, Sohn und, Bruder, der| Restanrateur !K.arl Wendt. Dies zeigen ticsbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beeidigung findet am Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Rixdorier Gemeindesriedhoses, Maricndorser Weg, aus statt. . Nach langem, schwerem Leiden verschied am Donnerstag meine liebe Frau und unsere gute Mutter Berta(ioedel geb. S 1 c r n i tz i e 49. Lebensjahre. Tics zeigen ticsbetrübt an vio trauerndenHinterbiiebenen: Max Goebcl. Alfred«ocbcl. �"«te«oebel. Die«cerdigung findet am Sonntag, den 12. November, nach- mittag» 4 Uhr. von der Leichen- Halle deS St. Pius-Kirchholes in Silbclmsderg aus statt. Nach langem, schwerem Leiden verschied am Donnerstag mein lieber Man», unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Korrektor Widert Brandt im 55. Lebensjahi«. 6362 Dies zeigen-ie, betrübt an Oustava Brandt nebst Kindern, Jslandstr. 3. Die Beerdigung sindet am Sonntag, den 12. November, nach- mittags 3 Uhr. von der Leichen- Halle des Fried hoses der Frei- religiösen Gemeinde. Papp el- allce 15—17, aus statt. Dankfagttttg. Für die herzliche Teilnabme bei der Beerdigung meines lieben Mannes knuu Hermann sage ich hiermit allen Verwandten und Bekannten, insbesondere den Kollegen der A. E.-E. Vottastraße, und den Kollegen der Hitsskrankenkasse meinen nmigstc» Dank. WitveBwins Hermann. Sozialdemokrat Waldvereio Terospslhof. Am 8.'November verstarb nach kurzem schweren Leiden unser Genosse, der Chaufieur dahoh Chmilewski im Alter von 25 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. November, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gcmeinde-Fricd- böses in Tcmvclhos, Germania- straße, aus statt. 204/ö Um zahlreiche Beteiligung ersucht Her Vorstand. Deutscher iMetallarbeiter-Verbandl Verwaltungsstelle Berlin, Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, haß j 1 unser Mitglied, der Schmied Ernst Knischewskii j am 8. d. MtS. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung sindet heute! I Sonnabend, den 11. November,| 1 nachmittags 3 Uhr, von derLeichen- I Halle des neuen Kirchhofes in i hofer Weg, aus'statt. Rege Beteiligung erwartet 126/1 Tie Ortsverwaltung. cu Zwölf-Apostel- Höneberg, Tempel- Arbkiter-GtsaWtrtm l Mariküdorf. c-». d.A..S..B.)' Unseren Mitgliedern zur Nach- richt, daß am 8. November unser treues Mitglied Franz Scholz | plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Nndenken! Die Beerdigung sindet am Sonntag, den 12, November, nach- I mittags 21/, Ubr, von der Leichen- balle des Friedhofes Mariendorf, 1 Friedenstraße, aus statt. 62/3 Um recht rege Beteiligung er- I sucht Der Borstand. Am Mittwochabend verschied in- folge Himblutcns meine geliebte Frau und unsere Mutter Auguste Müller geb. Huk«. Dies zeigen, nm stille Teil- nähme bittend, licfbctrübt an Emil üliiilcr u. Kinder. Lichtenberg, Gürtelsir. 260. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Lichlenberger Gcinciilde-Fricdhoses in Marzahn aus statt. 1492b Schlcs. Bahnh. Wriez. B. 3.15. Lichtenberg 3.24. /Ubeiler-lMabrer- Verein Groß-Berlin. Sonntag, 12. November: Tonren fallen wegen der Demon- stratio» aus! Treffpunkt von 5 Uhr an bei Fröhlich, Fontanc-Promeiiade 18. 2elilraibWl!iod.Berre!!i!ek!e!liii!io Vene Frlcdrlchstr. 35 neben Zentral-Marlthalle liefert an jedermann elegante keiren-lZai'denjden nach Mall unter Garantie für tadellosen Sitz geg. v/ächantl Teilz. von 1 Mk. an. Zuschiiciderci n. Werk- j! statt imHause. Aus Wunsch Besuch d. 1 Reisenden m. neuest. Stossmustcrn.> Sonntags geöffnet. &ni Grossere Vorteile als jeiit können auch im Inventnr-Verkanl n. Weihnachten nicht geboten werden. Kaufen Sie daher im eig. Interesse schon jetzt bei mumm lo'aron- Strasso 37 a (nahe Jerusalemer Str.) Gr.Franlifurl8rStr.115 (nahe Andreasatrasse) fffiffilfWÖ ,n Tuch, Kammgarn etc., mit reichen . iiUiilUillu VorschaUrungen.... soweit Vorrat po", Velours du Hord-Müntel h.°'?«ö'e°m?»°g°«L' eleg. Frans eng. rni er.. warm gcfült., soweit Vorrat l® 58■— pö",.. echte Seai-PIöscli-Mtiniel K!1er,eti,naeiflenem futter, laQual.. beste Verarbeitung, soweit Vorrat Vorn. Plü.«h. Modolle mit Passem.-Garn. 75, 100. 130, IM hl» 200 M. Post. FldUSCll- U.Abend-Mdntel»«"reit Vorrat IS- Aparte Modelle u. Phantasie, tDcXe 20,30,45,60, früh, bis 152 Ein Post. Vornctame GeschmaeksrtehtungoTi In s�cht engrl. Stutlen 86.-, 45—, ca.-, 75.-. 16».—, früher bis 250.- Ä., Peizkonfehtlonu. Stolen Für diese Woche ounsorüerle Sachen wir®»- ku znrQckgesetzfen Preisen: ca. 200 Ulster« d.irunter sehr aparte Formen»,,, C1/» M. ca. 85 PIOsch-Konfcktion, darunter Modelle» b» 15 M. ca. 180 Röcke, aparte Sachen........■* 7�/, M. ca. SOKIelderu. Kosinme�sirunt.Vclvot-Kostüme.Ta Auef. 16 M. Sonniag geöffnel 8—10, 12�.?. ZU IjQ Dresdener Straße Ijfl law(Eckbaus Oranicnpl.) HÖ Muffen, Kolliers 8xtva billige freise! Echte Skungs-Stolas von S5 JI. an. Pelz-Hüte, Hutstreifen Felle, Köpfe, Schweife in allen Fellarten. Elpe Kilrsebtierei. Jedermann erhält die im Fenster ausgestellten Gegenstände sofort für den bezeichneten Preis. Di/tn genau auf Xr. DlllC 11» und Eile zaWciloz. achten Stoffe !ste, z. Anzug, Paletot Mir. 3,— M. tlen für Pelerinen Mir. 1,50, 3,50. - JOhlarjcr Koch& Seeland G. m. b. H. Gerlraudteiisir. 20/21 Msbet-)Zngebor. Solides Möbelgeschäft liefert bürgerliche Wohnungseinrichlungen sowie ein» zclne Möbel gegen mäßige Zinsvergütung bei kleiner Anzahluiig u. geringen monatlichen Teilzahlungen. Anfragen unter Postlagerkarte 35, Postamt 103. __ Kdn Hbzahlmigsgefchäft. 14C1B* -7- Achtung S Bestaurant zum Oder-Spreekanal Wernsdorf. Zur bcuorslchcnden Bußlagsparlie erlaube ich mir/meine Freunde und Gönner zum Eiobeiuesseii ganz ergebcnst einzuladen. a,. j c, iJcllc Chaussee von Schmöckwitz nach Wernsdorf sowie die neue Brücke über den WcrnSdorser Lee ist für Fußgänger bereits fertig gestellt. Um freundlichen Zuspruch bittet_ I Die bellen Winter. Paletots und 3—400 getragene Anzüge für Herren, Siiiokiiig-Auzüge, Frack- ouzüge, sowie von Kavalieren gc- tragene, sastucue Salheusa. Seide), sur jede Figur passend, in grdBter Auswahl zu unübertroffen* billigen Preisen. Hr., deshalb Billiger wie im Laden. HiPsebKielerbauiii,sSr�r3i Enorm biilig l Vorjährige feinste Ulster-Anzüge von 20-60 M. Billige Hosenwoche. fmiiios Genii Unter den Linden 21.* Erfahrener Künstler erteilt nach doppelt jörderiider Methode sehr er- solgreichen» Viollnimleirfchl. Einzeluntemcht per Stunde 1 25, '/, Stunde 1 M.. 2 Schüler zu- lammen per Stunde 1,50. Näheres uutcr.Postlagerkarte 457, Bricspost. aml Berlin". lüstsptofieite und Pfandleihe von Lommer- teld, 25 Jahre Hcinrichsplatz, jcftt Prinzen, trafte 34 I. bietet jedem„Vorwärts"- leser größte GcldcrjparniS durch Einkauj von Winter- ! Paletots, Ulstern, Jackett- anzüge, Gehrockanzüg., Ho- seit, Joppen für jede Figur Passend. Damcnutster, Pelz- stolaS, Blusen, Aussteuer- wasche, Betten. Steppdecken. Goldsacheu, Uhren, 3.I5Go!d, Ringe gcstempeli 1.50, Kellen, Operngläser. Fahrgeld wird vcrgüict Plandielbe Prinzen- straBe 34 I. Bitte genau aus die Hausnummer zu achten. 1 Puma-Stiefel 1 � für Damen � � und Herren...... D HM||B � Alleinverkauf für Berlin � Soroäi'Vorrai: A.Dandorf&O Belle-Alliancestrasse Gr, Frankfurtersfrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm � Billige Lebensmittel Wurstwaren Gervelat- O.Salamiwurst �«nd 1,25 Schinkenwurst.............. 1,25 ThüringerKncbiauchwurst m1,25 Teewurst...................... iw 1,10 Sardeilenieberwurst..... pf>nd 1,10 Jagdwurst.................... 95 � Leberwurst tf............... p/und ZZpf. Landleberwurst............. Pfand 70?'- Rotwurst I.................... Pfund yg pi Bot-od.Zwlebelleberwurstpfd. 4S»- Schinkenspeck............. Pfund 98? Nusschinken................. Pfund 1.20 Gänsebrust...................Pfund 1,45 Butter und Käse Essbutter..................... Pfund 1,3© Tischbuttsr................. und 1.40 Tafelbutter................... p�nd 1,50 Schweiscr-Käse........... p�nd DZ?,. Tüsiter-Käse.......... pru-d 50, 78� Limburger Käse............. pfond HZ?!. Romafour-Käse(ö«iinetzer)..staok 32pt- Camembert................... staok 25" Brafensciimals............. p-und 52" Gänse~ 63, 68 Kassler„65 pf. Pf. Fischkonserven Sardinen in Oel v°°°22, 38, 48" Bismarck- o. Bratheringe v°-- 42" Appetit Süd....dos« 28, 38,48" Heringe i. Gelee............. dos« 30" Salz-Heringe............. e stack Ißpt Räucherwaren Bücklinge.................. s stock 18" Aaie gertaobert................... Bund 40" LaciiS'n Stacken................ Pfund 75" Lachsheringe...............«tack 10" Sprotten.......................mndßO" Obst und Gemüse Amerikaner Aepfei........ pf-nd 1I?f. Essäpfel......................... Pfund 15pt Kochäpfel..................... Pfund 13 pr. Essbirnen..................... Pfund 18 Kochbirnen.................... Pfand 15pt Zitronen...... Dutsmd 12, 25, 45" Maronen....................... Pfand 15" Rot-, Weiss-, Wirsingkohl.. K*pf 5, 10? Rosenkohl....................Pfund 20" Teltower Bübchen......'....Pfand 15pt Kohlrüben................... s Pfund 10" Mohrrüben...................... Pfund 6" Blumenkohl...»...... xopf 30, 40" Kolonialwaren Victoria-Erbsen............ Pfund 21" Erbsen(««cKlly............... Pfund 25" Erbsen(han»«)................. pfmd 22" Erbsen(granc)................ Pfund 22" Bohnen(welsue)............... Pfand 22" Linsen.......... pf-nd 20, 25, 30" Gries............................ Pfund 23 pt Pflaumen(getrocknet).Pfund 38, 48" Ringäpfei......-.............. Ffmd 63«. Spittelmarkt Belle-Alliahccstrasse Grosse FranKftirterstrasse Bmnnenstrasse Kottbuser Damm tz Damen-Leibwäsche Taghemäan, flachtlacScen, Beinkleider, Anstandsröcke.................... zum Aussuchen Stück zum Teil durch Dekoration und am Lager leicht angestaubt 90 10.000 Schürzen weit unter TöoSoI-Zrhllkze» mit oder ohne TrSger, weiss oder farbig.................. durchweg SS Kinäer-Scm pr. farbig, schwarz, weiss, in verschiedenen Ausführungen n. Grössen, durchweg SZ Pt EMIM-MlW Prinzess-, Mieder-, Empire- und Blusenfasson ans Gingham mitBorden- Gamiernng............... durchweg 1.25 Nr. 265. 28. Iahrgaug. 3. Keilage Ks nliirt Bollislilstt. ZoMbeud. 11. November IM Bm der frauenbewegung. Uebcr die Zahl der erwerbstätigen Frauen, veröffentlicht Professor Dr. F. S t i e r- S o m l o in der zweiten Auflage des Pandes„Politik" der bei Quelle u. Meyer in Leipzig erscheinenden Sammlung„Wissenschaft und Bildung" folgende interessante Angaben: Ter Anteil der erwerbstätigen Frauen im Vergleich zur wei.b- lichen Bevölkerung ist nach zuverlässiger, aber nicht amtlicher Be- rechnuug folgender: Ungarn 45,10 Proz., Rußland 44 Proz., Oesterreich 42,80 Proz., Frankreich 34,80 Proz., Italien 40,40 Proz., Deutschland 30,37 Proz., Schweiz 29,50 Proz., Belgien 28,10 Proz., Dänemark 28,10 Proz., Grogbritannien 24 Proz., Norwegen 24 Proz., Schweden 21 Proz., Spanien 16,80 Proz. und Portugal 14,20 Proz. Für Amerika gilt der Satz von Münsterberg:„Außer Soldat und Feuerwehrmann fühlt sich die Amerikanerin zu allen Erwerbsmöglichkciten berufem" Man zählte dort schon vor zehn Jahren 74 000 Buchhalterinnen, 86 000 Stenographinnen und Schreibmaschinenschreiberinncn; im Kommunaldienste 14 692. Auf 827 000 Lehrerinnen kamen nur 111000 Lehrer, das sind zwei Drittel weibliche und ein Drittel mqnnliche Lehrkräfte. An den weiblichen Colleges lehren überwiegend weibliche Dozenten, nämlich 1744, über 71 Proz. des gesamten Lehrkörpers; an den gemischten Colleges nur 10 Proz., das sind 857 Frauen. Angeblich praktizieren 7000 weibliche Aerzte, während die Zahl der weiblichen Juristen Wohl etwas optimistisch auf 1000 geschätzt wird. Immerhin be- teiligen sich nur 18 Proz. der Frauen am Broterwerbe. Jni Jahre 1895 gab es in Deutschland in der Landwirtschast, in der von altersher die Frauenarbeit eine große Rolle gespielt hat, neben 5,32 Mill. Männern 2,72 Mill. Frauen, gegen das Jahr 1882 eine Zunahme von 8,06 Proz. Es kamen auf 8 045 441 Erwerbstätige 2 730 216 Frauen; 1907 auf 9 581 802 Erwerbstätige 4 558 718 Weib- liche Berufsarbeitcr. Die Zunahme der Frauenarbeit beträgt seit 1895 nicht weniger als 1845 832. Die große Zahl wird dadurch er- klärt, daß bei der Zählung von 1907 auch viele weibliche Familien- angchörige in die Bcrufszählung aufgenommen worden sind.— In der Industrie waren tätig im Jahre 1895 6,76 Mill. Männer und 2,52 Mill. Frauen. Die Zunahme der letzteren betrug seit 1832 34,97 Proz. 1907 zeigt sich eine Zunahme der Frauenarbeiter um 582 806 Personen.— Im Handel und Verkehr waren 1895 er- werbstätig 1 760 000 Männer und 580 000 Frauen. Tie Zunahme der letzteren betrug seit 1882 94,43 Proz. Im Jahre 1907 zeigt sich eine Zunahme der weiblichen Arbeiter um 351 775 Personen. Allein auf Kontor- und Ladenangestcllte fallen im Jahre 1907 281 095 weibliche Personen, während 1895 rmr 95 510 gezählt wurden.— Im Verkehrsgewerbe kommen in Betracht: Die Postbeamtinnen, 1883 zuerst auf Probe angestellt, 1893 war ihre Zahl 2401, im Jahre 1907 20 638. Die Eisenbahnbeamtinnen, 1889 probeweise angestellt, erreichten 1895 die Zahl von 373, im Jahre 1907 6432.— In den freien Berufen waren gegenüber 151 825 Lehrern tätig 66 181 wissenschaftliche und ungefähr 4000 technische Lehrerinnen; 1907 zählte man 188 043 Lehrer und 89110 Lehrerinnen; der Anteil der weiblichen Lehrkraft ist von 46,22 Proz. auf 47,38 Proz. gestiegen. — Weibliches Schwestern- und Pflegepersonal zählte man 1895 «8116, im Jahre 1907 71624; von dieser letzteren Zahl sind 40 600 Krankenpflegerinnen.— In der Verwaltungsarbeit der Armen- pflege sind 39 besoldete Frauen in 14 Städtcm ehrenamtlich 3927 Frauen in 116 Städten Teutschlands als Pflegerinnen tätig. In der Waisenpflege zählte man 243 weibliche Beamte in 49 Städten und 4747 ehrenamtlich Beschäftigte in 45 Städten.— Im städtischen Arbeitsnachweis wurden, beschäftigt in 32 Städten 66 Frauen, teils als Leiter, teils als Beamte. Polizeiassistentinnen sind in 17 Städten in der Zahl von 20 tntig. In der Gewerbe- und Fabrikinspektion sind 26 Frauen beschäftigt; von diesen allerdings in den thürin- gischen Staaten und in Oldenburg einige nur im Nebenamte und provisorisch. Es entfallen auf Preußen 6, auf Sachsen 5, Bayern 4, auf Württemberg 2, auf Baden, Elsatz-Lotbringen und die Hansa- städie je 1. Von anderen gewerblichen Tätigkeiten kann hier ab- gesehen werden. Erwähnt sei nur noch der literarische Beruf als Privatgelehrtiir, Journalistin, Schriftstellerin. Pcrsa'.nmlttngen— Veranstaltungen. Brih-Buckow. Montag abend Z-?9 Uhr öffentliche Frauenbersamm- lung im Gesellschaftshaus, Chaussecstraße 97. Vortrag der Gen. Frau M. Jectze über:„D i e Frauen und die Reichs- t a g s w a h l". Bus aller Melt. Wer zerstört das Familienleben? In der Wahlagitation des Zentrums kann man immer wieder die blöde Behauptung hören, daß die Sozialdemokratie die Ehe, das deutsche Familienleben zerstöre. Wo aber die Schürer des häuslichen Unfriedens, die Zertrümmerer des Ehelebens sitzen, erhellt wieder einmal klar ein in unserem Essener Parteiblatt geschilderter Vorgang. Der Holzarbeiter R., der zurzeit in Hamborn arbeitet, dessen Familie aber noch in Essen wohnt, verzichtete bei seiner Verheiratung Ende August 1910 auf die kirchliche Trauung und den Segen der katholischen Kirche. N. hatte schon vor seiner Verheiratung seiner jetztigen Frau gegenüber erklärt, daß er sich nicht kirchlich trauen lassen werde, da sich das nicht mit seinen An- schaunngen vereinbaren lasse. Frau R. war auch einverstanden, hielt aber im übrigen an ihrem katholischen Glauben fest und hatte sich später verpflichtet, an der Ohrenbeichte teilzunehmen. Zu diesem Zwecks wählte sie die Marienkirch e in Essen-West. Im Verlauf der Beichte gab nun Frau R. auf die diversen Fragen deS Geistlichen zu, nicht katholisch getraut zu sein. Nun hielt der Beichtvater die Zeit gekommen, alle religiösen Bedenken gegen diese Ehe hervor- zusuchen, und so wurde denn die Frau im Beichtstuhl gegen den eigenen Mann aufgehetzt. Stark dreiviertel Stunde harrte die Frau im Beichtstuhl aus, um den Erguß des Predigers der Nächstenliebe über sich ergehen lassen. Unter anderm will die Frau auch dahingehend instruiert sein, daß es ihre Pflicht als katholische Christin sei, die Ehe unverzüglich zu lösenl Wobei er sich sogar eines Wortes bedient haben soll, das man nur gegen gewisseFrauenzimmer derStraße anwendet. Unter keinen Umständen, soll der Geistliche gesagt haben, dürfen Sie mit diesem Menschen weiter zusammen leben! Sie müssen sich lossagen und ihm die Türe zeigen! ES sei eine Todsünde, die Gemeinschaft noch weiter fortzuführen I Glücklicherweise hatte die Frau mehr Vernunft als der Herr „Beichtvater". Sie blieb bei ihrem Gatten, gewährte ihm auch weiter ihre Liebe und faßte dafür den vernünftigen Entschluß, in Zukunft auf die Ohren beichte zu verzichten. Gro�fener in den Nürnberger Siemens« Schuckert-Werken. In der vergangenen Nacht gegen lO'/z Uhr brach-in den Siemens-Schuckert-Werken in Nürnberg aus bisher unbekannter Ursache Großfeuer aus, und zwar in dem Werkstatt- gebäude für Schaltapparate und Regulierwiderstände. Das Feuer griff schnell um sich, so daß trotz des Eingreifens der städtischen und der Fabrikfeuerwehr mit ungefähr 18 Schlauchleitungen bald der ganze Dachstuhl in Flammen stand. Das Feuer konnte erst gegen 3 Uhr morgens gelöscht werden. Der Schaden an Gebäuden und Material ist ziemlich beträchtlich. DaS Dachgeschoß und das zweite Obergeschoß sind fast völlig zerstört, sund der größte Teil der in den Gebäuden befindlichen Lagervorräte, Fabrikate und Maschinen ist teils durch Feuer, teils durch Wasser unbrauchbar geworden. Eine größere lang andauernde Be« triebsstörung tritt aber nicht ein, da die Fabrikation zum großen Teile in andere Räume verlegt werden kann. Kleine Notkze». Raubmord auf dem Güterbahnhof in Stettin. In vergangener Nacht ist der 70 Jahre alte Verwalter Ulrich der Vereinskaffeekückie im Stettiner Zentral-Güterbahnhof von einem Unbekannten m i t e i n e m H a n d t u ch erdrosselt worden. Die Kasse im Be» trage von ungefähr hundert Mark wurde geraubt. Der Täter hatte sich einschließen lassen und ließ am Tatort einen vier Zentimeter breiten Ledergurt zurück, wie ihn die Bergleute tragen. Schwerer Verkehrsunfall. Auf der Eisenbahnstation Bern- st a d t i. Schl. ist Freitag früh der Güterzug 6393 bei der Einfahrt auf Gleis 3 auf einen Wagen aufgefahren und mit der Lokomotive sowie vier Wagen stark beschädigt und entgleist. Der Zug- führer B i e h l aus Breslau ist tot. Entschlüpft. Der Student S i c z y n S k i, der ain 12. April 1908 den galizifchen Grafen Potocki ermordet hatte, ist in der vergangenen Nacht aus dem Gefängnis von Stanislau entsprungen. Die Sträflingskleidung des Entsprungenen wurde in seiner Zelle gefunden. Siczynski war zuerst zum Tode durch den Strang verurteilt und dann zu 20 Jahren Kerker begnadigt worden. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 12. November, vormittags 9 Uhr, Pappelallce 15—17, und Rixdorf, Jdcalpassage: Freireligiös« Vorlesung.— Vormittags 11 Uhr, Kloine Frankfurter Straße 6: Vortrag von Herrn Dr. B. Wille:„Die Religion der Inder. II. Der Buddhismus.' Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Allgemeine Kranken- und Stervekasse der Metallarbeiter zu.Hamburg.((£. H. 29.) Filiale Pankow. Sonnabend, dem 11. November, abends 9 Uhr: Mitgliederversammlung bei Schröter, Flora- straße 5— S. Filiale Baumschulenweg. Den Mtgliedern, die in Treptow wohnen zur Kenntnis, daß honte Sonnabend, abends von 8'/,— 10 Uhr, im Lokal von Julius Schmidt, Kiesholzstr. 22, kassiert wird. esettervrognose für Sonnabend, den 11. November 1911. Ein wenig kühler, vorwiegend nebelig oder wolkig, bei meist schwachen südlichen Winden, ohne erhebliche Niederschläge; später langsam ausklarend. Berliner Wetterbureau. I Gegründet 1867 1 1* I* !• i« l0 «I 1* 0 » 0 0 0 {• I* !• •* * Preiswerte Herbst-Schuhwaren Nur erstklassige Fabrikate a Konkurrenzlos in Qualität und Passform Für Herren: Für Damen; 875 M. Zentrale und Versandt jerusalemer Str. 32-35 Ecke Leipziger Strasse Horren-Schnürsliefel in Rindbox und Roß-Chevreaa mit ond ohne Lackkappe und DeibyachaftscbnitL Zugstiefel in Mast> box mit Zwickel. Schnallen-Stiefel in Mastbox ohne Kappe, besonders preiswert,.,.. Boxcalf- und Chevrean-Schnürstiefel, auch mit Derbyschaftschnitt, mit oder ohne Lackkappe, in den beliebtesten Modeformen, Rand„ gedoppelt, sehr elegant und haltbar. Zug- j und S chnallenstielel in Boxcalf und Chevreau' M. Boxcalf* und Chevreau-Schnurstiefel in den neuesten Fassons, mit und ohne Lackkappe und Derbyschaftschnitt, auch mit Doppelsohlen. Lack mit Chevreau-Einsatr, konkurrenzlos in Qualität und Ausführung 125m I mit. Chevreau-Schnürstiefel mit Lack« kappe. Ferner elegante Spangenschohe an* Lackleder, Goldkäfer in reizenden Ausführungen, Salonsehahe in Ripsseide, Samt und Atlas in neuen, feinen Farbentönen Boxcalf- und Chevreau-Schnürstiefel mit Lackkappe und Derbyschaftschnitt, sehr preiswert. Molierescfauhe in Lackleder mit Lasche und Schnalle, moderne Formen. Pumps in Lackleder. Viele reizende Ausführungen in Tanzschuhen, Boxcalf- und Chevrean-Schnür-undKnopf- stiefel in ganz neuen modernen Fassons, mit und ohne Lackkappe und Derby- schaftschnitt mit hohen und niedrigen Ab- 1 � sätzen, sehr feine Ausführung I V M, 750 I M, 875 M, Potsdamer Strasse 2 Friedrich- Strasse 75 T auentzien- Strasse 1 9 a König- Strasse 25-26 Schöneberg, Hauptstr. 146 Rixdorf, Berg-Str, 25-26 Rosenthaler Strasse 5 Charlottenburg Wilmersdorfer Strasse 45 12.50 Spezial-Verkauf: Tauentzien- Strasse 7b .........................................— Neu eröffnet: Oranien-Strasse 161 Gr. Frankfurter Str. 123 Reich illustrierter Haupt-Katalog gratis Preiswerte dauerhafte Kinder-Stiefel breite, naturgemässe Formen— in kräftigen Oberledersorten 25-27 �|,50 28-30�50 31-25 unc] 25-27�50 28-30 �50 Viele Arten praktischer Hausschuhe Kamelhaarstoff-Schuhe in neuen Dessins Damen: 0,85, 1.35, 1.95, 2.95. Herren: 2.50, 3.50, 4.50. Kinder: 1.00, 1.25, 1.50 Warmgefütterte Schuhe und Stiefel Katzenfell-, Lammfell-, Plüsch- u.Wollfutfer, Stiefelm. Doppelsohlen u. Korkzwischensohlen Neu eröffnet: Grosse FranKfurter Str. 123 €beaten Sonnabend, 11. Novlr. 1911: Ansang 3 Uhr. Rose. Rotkäppchen. Ansang 3V, Uhr. Berliner. Ein Fallissement. Neues Schauspielhaus� DeZ Meeres und der Liebe Wellen. Aniang 4 Uhr. Urania. Z�audenstrafte 48/4S. Lebende Tierbilder von nah und sern. Thalia. Sneewittchen. Belle-Zllliancc. Dornröschen. Luisen. Domröschen. Ansang 7>/z Uhr. St. Schauspielhaus. Der Bettler von Syrakus. Deutsches. Turandot. Haverland. Spezialitäten. Zirkus Busch. Wala-Vorstellung. Zirkus Schumauu. Gala- Vor- ftellung. Ansang 8 Ubr. Urania. Xaubenstrahe 48/49. Von Meran zum Ortler. Fm Hörsaal: Pros. Dr. Donath: Die Hochsrcquenzströme. Ä. Opernhaus. Salome. Lessliig. Glaube und Heimat. Kleines. Lottchens Geburtstag. Kammerspiele. Nathan der Weise. Neues St. Lpcrntheater. GeHans Berliner. Coeur-Aß. Neues. DaS Mädel von Moni- martre. Neues SchaufPtelbauS. SonnenstötzerS Höllensi, Residenz. Ein Walzer von Chopin. Neues Operette«. Die modeme Eva. Komische Oper. Der Troubadour. KöniggraNer Strafte. Spielereim einer Kaiserin. Schiller O. Zopf und Schwert. StP'Ne«« Ehartotteudnrg. Don Carlos. Friedr.- Wilh. Schauspielhaus. Don Juan. Neues Volkstheater. Der Strom. Metrovot. Die Nacht von Berlin. Westen. Die Dame in Rot. Trianou. Mein Baby. Thalia. Polnische Wirtschast. Luisen. Baronesse Claire. Rose. Kasemmlust. txasino. Der selige HullschinSIy. Wintergarten. Spezialitäten. Äpoli«. Spezialitäten. ivasiaae. Svetialitätcn� Herrnfeld. Schmerzlose Behandlung. DaS Kind der Firma. Königstadt-Kastno. Spezialitätm. Reichshalleu. Stcttiner Sänger. Ansang 8'/« Uhr. MolieS lkaprtce. Kobi Krach. Nr. 14. Walhalla. Tmsel, da» hat eiuge- Noact. Schiller- Feier: Da» Lied von der Gloae. WallmftetnS Lager. Ansang 8'l, Uhr. Bellc-iUlliaucc. Der Sittenapostel. Intimes. Der Brandstister. Sternwarte. Jnvalidenstr. 57— 62. Katser-Panorama. Neu I Hoch« gebirgStour in Tirol. Indianer« leben Südamerikas. Sedlüerldeslerv.HS' Sonnabend, abends 8 Uhr: Zopf and Schwert. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Das Urbild des TartttlT. Sonntag, abends 8 Uhr: Bladanio Sans-Gfine. Montag, abends 8 Uhr: E« lebe da« Leben. Sehiller-Thealer Sonnabend, abends 8 Uhr: von Carlos. Sonntag, nachm. 3 Uhr: JOarla Stuart. Sonntag, abends 8 Uhr: Don Carlos. Montag, abends 8 Uhr: Wilhelm Teil. Berliner Theater. Ansang 8 Uhr. Coeur-Aß. 8 Uhr: Spielereien einer Kaiserin. Neues Theater. Abends 8 Ubr: DaS Mädel von Montmartre. Crevette: Krltzl Dassary. Sonnt. 3>/, Uhr: Der tidelo Sause. Theater des Westens. 8 Uhr: Die Dame in Rot, Sonnlag nachmittag 3'/. Uhr: Ein Walzeetraum. Refidenz-Theater. Direktion Richard Alexander. „Ansang 8 Uhr/ <äui Walzer von Chopin. Schwant in 3 AN. v. Köroul u. varrs. Für die dciNsche Bühne bearbeitet von Boltcn-LaeckerS. Morgen und sotgende Tage: Ein Walzer von Ehopln. Erledrleb-Wllbelrnstitdt. Seliansplelbans. Abends 8 Uhr: Aer KnllfmlUlu von Venedig. Lniscn-Theater. Nachmittags 4 Uhr: Dornröschen. Abds.8Uhr:varonesse Ciairc. Sonntag nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Abends 8 Uhr: Tie Macht der Liebe. tfrsnis. WissenBohaftlichaa Theater Nachm. 4 Uhr: Lebende Tierbilder von nah u. fern. 8 Uhr: Tan Heran zum Ortler. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. Donath: HochfreqncnzstrBme. Belle-Alliance-Tbeater s i Uhr: Dornröschen. Allabendlich 8'/, Uhr: Der Tittenapoftel. OSE=THEATE Grohe Frankjurle: Str. 1SL. f Nachm 4 Uhr: Rotkäppchen. AbendS 8 Uhr: Kafernenluft. Sonntag nachm 3 Uhr: Das Glück des Lebens. ilbendS 8 Uhr: Kasernenluft._ Metropol-Tlieater. Die Nacht von Berlin! Große JahreSrevue in 7 Bildern von Jul. Freund. Musik von V. Holländer. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schultz. Ansang 3 Uhr. Rauchen gestattet. Morgen nachm. 3 Uhr: 8iB iielzteit. MieiMief MM I. i 4. Bcflir IteitlislajsiaiW Sonntag, den 12. November 1911: StlftungsaPest 206/10* in den Lokalen: Mörners Pestsäle, Koppenstr. 29 Konzert ansgeftihrt vom Wagner- Orchester nnt. Leitung d. Kapollmstr. Hm. H. Irrgang. „Die MUhle im Schwarzwald" im Original.— Mitwirkung des „Berliner Humor- Quarlelts", Jnp-lliteiliijig I Süd-Ost" des Gesangvereins und Mitgliedern des Turnvereins»»riWISl-W• Andreas-Pestsäle, Andreasstr.2i Konzert unter Leitung des Kapellmeisters Herrn H. Loppe. «Olympia" sowie der Liedersängerin Frl. Erna Freimarh, Hm. Edgar Kanisch und Frl. Gertrud Asien-Keßler, Mitglied. d. Deutschen Schauspielhauses, Düsseldorf, Hm. Heinr. Oesterheld, Mitglied beider Schiller-Theater, Berlin. Tanz. Billett 25 Pk. Offene Kasse findet nicht statt. Eröffnung 4, Anfang 5 Ohr. Billetts sind bei den Bezirksführem sowie im Bureau, Stralauer Platz 1/2, zu haben. ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦•»•♦♦♦ Ab 8 Uhr: DaS neue Programm. Der Gipfel der Komik l ll. a.: Cbretlenne n. Lonlsette holländische Dueittsten. Panl JUIlch mit seinen Szenen: Rachexzerzieren. Eine Wahlver- sammlung. Nur noch kurze Zeit: Ein Abend in einem amerikanischen Tingel Tangel. MMH Heute Sonnabend: JnbilanmS-Fest-Porstcllnng! Zum 100. Male: Das Kind der Firma mit Anton und Oonat Hermfeld in den Hauptrollen. Vorher: Zum 400. Male: Sctimerzlose Bshandliing. Anf. 8 Uhr. Boro erkauf 11—2 Uhr. Passage-Theater. Abends 8 Uhr; Das beste Programm der Berliner Virieti-Saisoa! Claire Waldoff nflt neuen Schlagern. Menö Telepat. Phänome. The Black cafs engl. Backfisch-Ens. und die lO glänzenden T artet A-Mnm mern, Die hitninlischen Zwillinge zusamniengewactisen. Lebend zu sehen! Ohne Extra>Entree. •> Corso-Variete.! Frledrlchstr. 165. Heitere Kfinstler- Abende. 12 Attraktionen 12 u. Das urkoiii. Zwergieneo-DoeU. Entree 50 Vf. '-MMMM WM W WP __________________ mwmmw* Noacks Theater. Direktion: Iloderi Olli. Berlin bl.. Brunncnstratze 18. Tchiller-Feier. Das 5led van der Glacke. Rezitation mit lebenden Bildern. Wallcnateins Lager. Ansang 8'/, Uhr. Reichshallen-Thealer. Stettiher Sänger Gastspiel Ans. roochent 8 Uhr. Sonntag« 7 Uhr. MahMfalisEli MM ües 6. Berlm BeMapialWses. Sonsabenii, 11. Rofember, abends ß'lz Dbr, In Slaöttbeater Hoabit(AH-Hoablt 48-49); KOMPONISTENABEND Beethoven: Mozart: Weber: Verdi. Mitwirkende: Nenes TonkDnstler-Orchester(Herr Kapellmeister Hollfelder) Fräulein Maria Holgers: Bezitationen. Nach dem Konzert: TaHZ, Daran teilnehmende Herren zahlen 50 Ff. nach. Einlaßkarte 50 Pf.: Anfang präzise 9 Ubr. Während des Konzerts bleiben die Saaltüren geschlossen, auch wird nicht serviert Bauchen ist nicht gestattet. Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt. 132/13* Das Komitee. ►♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦•♦♦♦ ikzowm Biütiiner-Saal. iMM.??. Sonnabend, II. November 1911, abends 9 Uhr: KONZERT des Männergesangvereins Liedertafel Berlin-West.|£| M. d. D. A.-S.«B. Chonneister: Fritz Stempel. Mitwirkende: Irene v. Brennerberg, Violine. Willi Deckert, Cello. Konzertflügel: Blöthner. Am Flügel; Fritz Stempel, Eintrittskarten a l M. und 0,75 M. bei den Mitgliedern und abends an der Kasse. 82/1* ————— Saalöffnung 8 Uhr.——— Kindern unter 10 Jaftrea ist der Eintritt niohl gestattet. 1« ww—— o« I« I ilexaniler- ünter den Linden um Umoit- $£ieatet Direktion: Willy Cremer. : Moritzplatz: Die„Duse der Kino-Kunst" Asta Nielsen gastiert in eunerblu Dramatis ohe Pantomime in 3 Akten.— 84 Szenen. ilexanderplatz Unter den Linden Die Ehebrecherin. Bittendrama in 2 Akten ans dem Französischen. AuBerdem das brillante Elite-Programm. Auf besonderen Wunsch prolongiert: Ose vier Teufel. Zirkus A. Helium nun Heute abend 7»/, Uhr: SoIrC-e High-Llte. AuserwiihUos Programm. Neue Nummern. Des Brlatore die besten Jongleure z. Pferde. Der GenUemeu- Athlet Luis Hardt, genannt Der Knabe Samson. l>e Harlan: Im VroHcbparadlea. O. UlIHtO | mit seinen dressiert. Gänsen. Dm fl'/i Uhr: Die gr. Feerie 1000 Jahre auf dem Meeresgrund Sonntag, 1«. Movcmbep; 2 gr. Vorstellungen 3'/, Uhr nachm. u. abends 7'/,. Kurfürsleiidaüini 151 nahe Bahnhof Halensee und Char- lottenburg. GcOiTnct ab IO Ob. vorm. 125 Polarhewohner bei Arbeit, Sport und Spiel RenUtierhcrde, Polarbärcn. Eintritt für Ausstellungsh. 50 PI. Verführungen: Wochentags 4'/,,® Ubr. Sonntags 12, 3, 4l/f, ö./ /,, 9 Uhr. Letzte Hauplvcrlührung abends 9 Uhr. Eintrittspreis 80 PL Zirkus BuseSi Heute abend 7'/, Ubr: Auf vielseitigen Wunsch z.2. Male, BSF" Prolongiert Die drei Menschen-Affen Hax. ülorltz nnd Pepl. i Die grcBte Sensation der Neuheit! I Plgnolm. seinem tollkühnen' Todessprung. Herr Burkhardt-Foottit, Schul- reiter. Herr Ernst Schumann, Neudress. Finlay-Trio. Geschwister Blumenfeld, sämtl.| Clowns mit neuen Witzen. Origin.- Aus- s tattun gs- 1 stück des i iElrkna B n 8 c h| in 5 Bildern.| Morgen(Sonntag: 2 gr.Galavoratcllangen. Trianon-Theater. Täglich abends 3 Uhr: Mein Baby. Köniysiadl-Kasino. Ecke Holzmarli. u. A eranderstraße nahe Jannowitzbrücke. Vom 1. bis 1«. November. abends>/,8 Uhr: Das Riesen- Weltstadt-Programm. Bnmbe» Mommerrclse u. die erstllassigen Spezialitäten. Sonntags 2 Vorstellungen: nach« mittags'1,4 u. abends'1,7 Uhr. Voigt-Theater. Gelundbrunnen Badstrafte 58. Morgen Sonntag, den 12. November, nachmittags 3 Uhr: Der Finch dts alten Geigers. AbendS 7 Uhr: Die iUst dir Ardrit. Komödie in 5 Auszügen o. Nandoll. Kassenerössnung 10 Uhr. kolies üsstriee. Ansang 8>/, Uhr. 7.S-: I». 14. Kobi Krach. ? An Bülmbof I Cis-Arena Nachmittags: nilltttr- Konzert. Altabendlich Das prachtvolle Eis-Ballett in un-' Qbertroffener Ausstattung „Alpenzauber". Dia kleine Charlotte mit ihrer Novität: „Der Uchtcrtanz". EinOdshoter-Konzert. Restaurant I. Ranges Soupers a la Karte. - Bis 8 Uhr n. von 10'/, Uhr abds. halbe Kaasenpreise üolhs-Cljcatcr. Nixdorf, Hermannstr. 20. Sonntag, 12. 91oo: Im russischen «erker. Schauspiet w 4 Alten von Karl Helmin. Montag. 13. Nov.: Ein gefallenes Mädchen. Schauspiel in 3 Alten von A. O. Erter. Oasitu»-Theater Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr Trotz des euorme» Andranges Letzter A)!onat Berliner Posfen-Ichlager Del stlige fjotlschhistui. Sonnt. 3V, Uhr: Ein Weib a. lt. Volke, Letzte Tage: ÄSÄ fr«'«- 2 große Volkstage mit vollem Programm. Original-Revue: WinZertfäUIllC« Eiatritt 50 Pf., Kinder 30 PL Schlittschuhlaufen einneschl«»»«« Sonntag 3 Yorntellnngcn. Berliner Credit-Haus OST Kommandantenstr. 67.'WM £ Alkohoffrefe Getränke� S'ranz Abraham Btinb. Messma-u.Romertrank-Kell. N 4, Schlegelst. 9, Fernsp. III, 7727 Pntffh Seiter- u. Umonad.-Fabrik UUIHU, Thaerstr. 44. T. A. 7. 8176. S chatze, E., W f t erst r. 1 5 a, T. 7, II 1 2 5. $i-$i c Bestes alhob«! frei« öetränk. Berlin O�iibslfft. 4 Arbeltei-Befcterciunaj FET1«a 1 ilr V /ossenerstr. 32 BergmaonstS« Hamburger Laden, C!iarI.,W>!lit.69 JKsaefno*« Revaleratr, 6 ■ ivajs in ei"£.WsTsch»ii..sL RoterLadeBjSch�net�Ha� ( Bgciieralen, Konditor, j Blottnep's GroBbäckerei Geschäfte In Berlin, Chsrlottenburo, Schöneberg, Wlimeradopf. diersbofer BSckerei. L. Zugwursk a?ax Backer, Ramlerstr. 36. Bäckerei und Konditorei Wllh. Toerllfi, Mariannenatr. 5. Emil Sejer, Thorneretr. 6. au brot-Pahrik„Vorwärts Hermann Ullrich, Köpenick -— J wLj «i rvTedS-- barnimstr. 25 „Brotfaürik Brotfabrik BuehlÄSohn, Willy Delor. Prenzlauer Allee 42. Hermann Carl, Rixdf� Hermannstr. 231 Herrn. Eder, Schonenachestr. 1 j:-: Heinersdorfer Mühle I Terlifsslell.: Kolonien. 9, Kodenbergst 2, lläderitHt.ää.SebkolbeinersUi.Swine- Imaadentr. 43, Pankow, Florutr. 80. Wiill.[ü98l Weitf/see�hr�lr. 4. 1 Verkauf in Milchgeschäften I Berlins. Bekannt gegeben, d. Plakate. Jtscher, Görlitzerstr. 55. ' Falkeastelnitr. 20, KÖpeniekerstr. 172, W. Gerlach, tSchöaebg. Scdanslr. 6/7. Alfred Graf, Beusselstr. 24. Karl Giesroann, Wittstockstr. 7. H. Glück, Wühelmsha veners tr. 51. August Hühner, Schwedterstr.52. uikdi häüiie's Biotbädierei j 7S Ocschölte | in allen Stadtteilen Berlin»| und in Rixdorf. Ceicrllnilet'18t Qg. Herberg, Paul, Amsterd.-Str. 29.1 Utrechterstr.lT. BurgdorfEtr.H. Oscar Hildebrandt, Langes tr. 25 August liammel, Banks tr. 40. L. ilierzkowski, Wickertstr. 5 Killci-GrollbSckcrel, Bofiestr. 8. H. Krause, Tegelerstr. 31» Triftsir. 43. Rroiter, Rixdorf, Kansenstr. 33. Carl Laudahn. Webeiutr. 30. Landbrot-Bit ck.,8cknlz, Fr., Bnehbols. Landbrot- GroRbäckapei| 0. Senf, Mdif. Krug, Waldßtr. 41 Hcrir.anu Lebelt, Husaittenstr.SB Alfred Ller, Wielefstr. 36. IMMW M\M«r'-L AlbertMnnihey, Falkensteinstr.ST. E. Martin. Gleimsfcr. 55. —- rrii Mollweide's bew. Bäckerei ZioB.tkirchpl. I ,BrBBaen3{r.3Uihr.Sl 34,35 Gustav Mfihlsteph, Khinowerstr. 2. Üu gr. Bnt t. Berlin, Köpenick. Karlshorst B■Sekdatweide. R. Noak. FrieOrlckihagea Th.Neumanii,01denburgerstr.21, Albin Quandtg Tilsiterstr. 68. Bäckerei„Nordstern" Inh.t Gast. Müller Filialen i. verschied. Stadtteilen Albert Pfenzlg, Grätzatr. 10. Paul Rißmann, Turineratr. 30. Max Ko.plueh, Memeler.otr. 05. Conrad Richter Brotfabrik Nied.-Scbönhausen Niederl, in all. Stadtteil. Berlins Max Sander, Dunkerstr. 23. SOttoScillatf6rBÄre5) SchüW.G.ÄÄ Slkorski,V.'eiteiMe, fleiiifrsilcrfentr.il P. Springer BeVÄfe". Staehr'i Bäckerei, X. Tristsir. 6«. Paul Steuzel, Baurasohulonweg. Onatar Taanlix, Prinzen-Allee 01. Thoma's bou-, Bäriterel Aekeratr. ,11._ Geriet, tetr. 84. ErustTrotz, Reiehenbergerstr.lll. iftbrich cÄu�ur*' I C. Vogt. Aalflwnmee- SFilial.Hauptgescli.Sedanst.l Jos- Wagenknecbt, Glcgauent. 17. Albert Wie.e, Koloniestr. 34. j" Heinrich VI iiiler p.«Bfnietel-. Scbwariknl-» Simo»». fcret-Fabrik. I. II. 3213. Mantr.?. Ftrtn is"t'l- 1- alliiegeaä- Cwl-ßcrllu[ Q��Badoanktalteii��J Arkona-Bad. Anklamer-Str»4 Augusta-Bau. K'penick.-Str.60,61 a-O umlsbcrgeratr. 107 CSclU Oollnowstr. 41. Bürger- Bad w�eb"tr- __; Bad, MOnzstraBe 2. eanilZ- Kassenlieferant. [fBfial-Sad Anzengruberslr. 25. Huaa-Bad. Ullltg.Wllt:er,jofl'arsl.tOf4i Erstes Lohtannin-Bad igt fr. AMiseliiiJ, ieia Extrakt IFail- tr.70 7 1. lief. a Kais. N'aa- Co 1 1 n a, W.6,8 Bad Frankfurt. Gr.Frkft.8tr. 130 Lieferant simtl. Krankenkassen Bad Iriedri rhshain,tindsb.Alli:eI53 Badeanstalt, Hasenheide 18. Jungbrunnen-Bai! Boomscnulenweg.iüaBitluU. 127/28 Erscheint 2 mal wSchecsflich. ] Bezugsquellen"�©�©ichnisa f Untenstehende Geschäft# emofehlen sich bei Einkäufen Kur-Bad, FetersburgfrsL 64, tief.-Kr. Kaiser-Frledrichs-Bad,C!iarl.s.B!if. IC U p-Afsta'tttLöser" _ Rosentaierstr. 70. Kuranstalt langjähr. I. Assistent d. ehemals weltberühmt. Jakobi-Heilanstalt S>ä§~ Pflauzenheilverfahren Atteste von Geheilten. Weissbier, C. Ireiüiaupt, Paliaadenstr.97. Tel.-A.VH, 2034. Weißliier f. W. Müm i-i Lagerbier und Malzbier � Bli�ni'en'iin�'Tlrä'nze"� Oskar Albertos, Müllerstr. 41. | Reinh. Assmus, Gerichtstr. 10. i Becker, C. Lilthauerstr. 6. | Ccrger, Box. Ruflimelsbg., Sonn!?gBtr. 8. Hfjj . Pankow, Berliner Str.46 Sämtl. hygienische Bedarfsartik. Central-Drogeriö, DroatfleiraerskSl. i Doinsalla,W., Falckeii3teinstr.44. : A. Diepow, Tauroggenerstr. 12. Natlonal-Bad, Brunnenstr. 9. Bad Ostend gÄu«» Ost-Bad. Pallisadenstr. 76. Bad Pankow, Wollankstr. 26. Passage- Bad SÄ! Reform-Bad, Wiener Str. 05. fer-Bai!?Ägs» 1 2 gs c ii ta- B.0 ti n« ta k 9 1 8 B S» 2«S SchlesiscUe Str. 31. ? 71Ktor>la- Bad Kottbuser Damm 75 V FrladrfchWilhelmsbad Chausseestr. 87. f�ädn-Efnrichtuiigeir� Das gesündeste und billigste Bad ist du Idesl-RiesellisdStrteZ. i Co. gsots Badeeioriclitaigen von ZI. 12.53 an. (Soliden Knuden Teililg. gestatt). Ulnstr. Preisbronch. 160 Seiten gralin o. franko. J.Zaruba& Co.,Hnmbirrg C- �B�dä�e��ummiwr� R. Bauke, Stralauer Str. SO. Lange, A. E-, Brunnenstr. 167. Liepe, Schöneberg, Granewaidnlr.SO. Meyer, P., Ki., Berlineretr. 49—50. Wende, A., TÄ31' Reiche, A. iLÄÄln Fritz Reibe, Schöneberg, ilauplnit. 18 Fr.Scbulte, Adlersbof,Bisaarckit.3 �Hsomd!g�Aa»L�Sawgni� A. Buttl, Zorndorfer Str. 23. BFirrhnr Ii x(i.. Hohen zollern pi.11 .rillilcl Buckova. fliid.KraakcabSDn. M31 fllds Fratfkfarter-Allee 170 Hiekel, Fr., Gr. Hamburgerst. 37 G. Lehmann, Pasewalkerstr. I ß. Gerichtstr. Moldt, Fritz, Rixd., Reuterplatz. Gust. Nobert, Potsdamerstr. 115a H. Petermeier, Strelitzerstr. 8. Peter-Schley, Wilh., Zosseierstr.ll. c Befeuchf.-aegengf. j BlinZel, R. Kais'i'ri�oSt.tS Carl lWöM„ Büttner, A., Danzigeratr. 90. Sciirammar,lI..RüSÄiiK Uettin, H. Brun3n|.nBtr- Berufahieidung 1 Keiner, Otto, GerichtstraBe 80. UUanlrDfl Ä Mühlendamm 3, fn üufvöi, H, Kottbuserdamm 93 � BetrtedopniL BettenJ Betlfedern von nejbsigeschl. ll innen M ttaaskiisili!. imk _ Mflggelheimerstr. 8 P.Berliner, Rixd�Ilcrroannst. 230. A.Hampel,Ri�Ber!str.44-45.ReiDigang Carl He uze, Afldr«asj»ir. SS, Keiaigring. MaiSitaiie�ÄTÄ49 Werthcr'sFabr.Gr Frankfurlst.117. 50,'3 t Bierbrauereien, Bicrh. J EisluiioSOfci Akt.-Brauer.Potsdam.Eig.Ni«defi. Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brandenburg a.H., FekrderSlr, 3 Spez. Potsd. Stangenbier tinaar Aiuerta«, Muitersw.«. IJL i. U Kopernikusstr. 17. Fr.Ahremlt.Boxbg. KepeBahnhsb'.r.Sl| liDCrl, iTiaX Warsehauerstr.21. Blumen-Becker, 9, Frsckfatiet Alice 3. Casper, Charl., Krumniestr. 29. E.Degar.IÜxil.,Kiis.Friedr.St.30,Ber]8l58 Richard Felseh, Prinzen- Allee 30 Paul Gross. Undcnst 69(Y orwörtshaus) R. Gruner, Kopenbagcnerstr. 9. Heekes Biiimenbana, Saulenffclstr- 94. Otto Hinz, Graunstraße 8. Alb. hilse, WeiJensce, Berliner Alle» 36 Bertha Herhold, OanaenSylvaatr. 166 Janiszewski, Felix, EisensahnvtT. 7. AIb.Keil,Charibg.,Kai8er-Friedricb3t.20 MenzeLK-Rixdorf, Hermannst 124 H.Penski, Scbwedenslr. 19,Eek.Badstr. Ww.Rutschke, Ei. Herniannst.62 Th. Scbirbel, N. Stettinerstr. 8. C.Sommer, M rangelstti.AmtlY 12066 Aug. Trothe, Wrangelstr. 11. Tbiedtke, Rixdorf, Hermannst.64. Aug. Wandelt, Rixd., Bergstr, 96. H. Zinke, Soxawea.Friedr.- E-Priesterst Bouiiion-Wüpfel A. Barthmuß, Hartgrafendnmni 33. WRarlfflr Tegel, Bruuovvstr. 55 . Lcläc!, ff. Fifiscil- a. Wnratwaren. Ridi. Becker, Memelerstr. 74-75. Bebte, Rsxdt., Hermannstr. 13. Biüniiein, J., Kixd., Mtreachfctr. 14/16. A. Bilzer, Rüdersdor ferstr. 32. August BlrnsteinDunkerstr.78. ■—' Kaiserin Angusta Allee 9. £. Wetze!' Edlaon-Drogerleii, O.-Schönewcide. Franz Fischer frankf. Chaassee 148, .Sümll. Gnmmiartikel:: Diskr. Bediennng. c Nährmittol-GeseHschaft „Krone" Michaelis& Co. b. H! Berlin SW. 47, HagelbergerStr.49. Butierliandltuig J. F. Assmann 20 Filialen in Berlin O. 12 Osi(arBecka»ch>fte Dresdenerst. 97, Blöcherstr. 11 Reich enbergerstr. 18 u. westl. Vororte. Vorzugspreise. üÄÄrwr�sr fisöier, EidsI �r- Fricd. Göseke, 7 Filialen. August Holtz g�Ä. Kersten, Gebr„ Wörther-Str. 33 a. Kosmaila, E., 4 Geschäfte l'anl Lindaer, Strelitzerstr. 65. ButterhandlangFritzMuth. Nordstern in�runNunNo. Schönefeldt, Britz. Cbausseest. 51 Schröter, Schulz, Arthur, Ri»Hermaunst.GS ühly&Wolfram Vereinigte Pommerscbe Meiereien 48 lerkaiils- slellen. , Ecke Mdacbcbcrgenti. Bwrfllliinisr.r�0---70' c Cacao, Chocotada D Althans, KraBler-Boab.,Liadoirer8tr.l6. C* 1/ 1 1 Q V Filialen i.alL Stadtteilen. Ferd.HahD»ll€rna.Perteribnrgent72» Dia Fabpfkata der „Sarotti" Chokoindzn- u.Cacao-Induntrie- Akticngesellichaft sind überall erhältlieh. Neu: Simpll-Sdiokolade WaawiFÄÄbte? Bier-Verlag, Gittbbinerstr. 90. E B»iei WWI feinste Quatitätsbiere! ■- Schütz,Warscbauer»t.82,ggr.l9ÜO Seiffert, Erich, �0" COnitJf Andreasstr. 30 . UOllil Bezugsqu. f. Händler. CVolgLGräf e8t.27, EckeUrbanst. Brauerei Ffeß'erberg Versand- und Pilsener Bier. Grauerei Tivoli ä'ee*ßBruau«�; __ Fruchtatr. 87 Weifsbier Bcrbner Wf!kh' dfk°m°l>fb. ucrlmcr V5 ciBb.-Braaerei E.Willncr. Grotcpjans Malzt>i«f. Sfhilh.-Allee I30,I.ni, 5065. Haaae-Brauai-el. Amt IV 159 Henipel, E., Müllerstr. I38d. Kahlenberg, A., Müllerstr. 156c, Unser � GolcSbiep ist nicht nur ein ErfriKhuogsgttränk, sondern auch ein Gcsmidhcilsblcr ersten Ranges. BeflinepOnions-Brauerei, Berlins. Luisenbrauerei Woihensee. LilüMekMwll Bsrliii: Fr.Behrend,Nf.,Frankl»rtcr- Allee 27. Brager, J., Rixdorf, Bergstr. 57. Bräuer, F., 0. 12Proskauer8t.I2 Klein, Wilh. ÄSu1.8.4' Klemmer W., Spiri4Jt,5flönv,,.liierst. 82 A.Kunstmana,K jwt»M,rriestersL67 Lingel, Fritz, Eisenbabnstr. 5. A. R.MeyerNchf., SchlesiEcbeslr. 14. Willy f/IUnstermaiui.'ilcdllsliMrAS. Q�Darnonkqafektlon� Cohn, Geachw., Bergmannstr. 9. Dombrowsky?."�0'aacbk'ü faiWÄSÄ 3 Dobias Lewin, Sdiueiderraeister Badstr. 14, 1. Spz. Maßanfertigung Ispcr in Ziaslfla g, hu-ijpien tlltr Art 'bamen-RäinjMion■)tf,ab't Gebr. Naumann Äo«... m i fi Kuiibüsenlanm v"i Ay •BrunLensir.33 A. Selowsky s,Ar!«!"�). Wagner, P.,£%'n%:eZ£ Roland Fi#6C�nmb.irH!",nd Schade,»'nwÄ. Sdmlz, Herrn., Sohönleinstr. 23, Vereini-B.r3DeFeiTeütcflia.HW87 Victoria-Brauerei Vlctoria-SaazepbrSu Westmann 1. Geschäft: Mohrenstr, 37s. 2. Geschäft; Gr. Frankf.-Str. 115. Bei Vorzeigung 9% Rabatt. X*aii!%uteräiiaiiii K.sfeHiansbnni— Chznssewtr. 6ß Pamenklcidepatofle Friedrich, Paul, O, Gärtnerstr. 29. Germania-Droj.Spand.WUbelmstr Alfr. Gotting, Günther,„löweii.l)rogerie!',Sttomst.37 Giesier, Spand., Zcbönvnliif rnir. 195. Han isch, Rob., Boxha g. Chaussl3. Haebcriein, Iiepl-, Gractr-Bonchcstr. Hansa-Drogerie,� Raumerst.50. F. Hotop, l'fnan-Brog., üfnanslr. 6. Klahn, H., Ri., Ksiser-Frie(iricbstr.236 ÜOBlOliBük'Onip., Herrminrist.HO. Kottkes Drogerle, Barnnschulenweg. KröningsAdler-Drogcrie, Ramlerstr.?. G. Lehrmann, Prinz EugenStr. 6. Max(decke, O. 34, Ebertystr. 35. Ewald Lochte, Wilhelmshavencrstr. 20 Lttisen-Drog., Fricdrichsf.Berünerst. 22 ICüFefiinnr Gubener Str. 41 mLiiLntV! Sämtl. Gummiartikel. Alfr. Marsch, Culmstr. 37. Nell�, Felix, Memelerstr. 16 t. Gehmks, Reinicbeai, Pminzatr. 82. Otto Opitz, Bornhol merstr. 16. Ramien, Otto, Landsbg. Platz 1. Rathaus-Drogerie, Ri. Doo&nstr. 24. Arno Reif, Weberstr. 80. iBOttl. MfilfBI, KKaifFrüJr'str.iS Fiinzenstr. 102«Äb« Franz Schonbeck. Oberschöoeweide. Fr Schlussnuss, Liebaueratr. 23. SißitriBfl-3rcsErieIlotniertr3SEo. Edmund Buchloh, Soldinerstr. 26, Lief, sämtl. Krankenk. T. 11,2658. Herrn. Vincent, Rixd., Bergstr.131. Werder-Droge rie, Briti.Rndowrrst. 5a. Wedding. Drogerie» Genteratr. 37. Weissbach& Fischer, BelleslliiDcesUS Zobei, Georg, N, Ackerstr 50. Wilhelm Behr Wurstfabrik, Spetk- und Schinkensalzerei. BcrIIn-Scböneberg,Kiilcniicii5L57-S8 Beste und billigste Bezugsquelle f. Wiederverkäufer. Bragrodt, A., Manteuffelstr, 39. P. Buckwitz Rigaerstr. 106. Spez.-Geseh. f.Fleiscb-u.Wurstw. Anton Buchheim, Allensteinerstr, 12. Daniel, J., Ri., Hermannstr. 147. j DanzigerFleisch-Centrale g- Danziger Straße 14- c Eisen- u. Stahlw., Watf D Ain, O., Ki., Kaiser-Friedrichstr.6a Otto Anders, Brunnenstr. 109. W. Allner, Mulackstr. 24. Otto Bell?, O. Grüner Weg 49. HCnrnnr Eisenwar., Werkzeuge . MW, SchönÄerg.ÜBst.Mällerstr.l Beutel, C.,Boxh.,NeuoBahnh.St 26 Herrn. Braun, Landsbg. Allee 149. Brenneke,C.,w«ngeiftr94 G. Bpenneke, Sehönh.Alle« 156 G. Brucklacher, Willy Erpel, Turmstr. 29. Ftack, t., Sraaäan, Sctönewaldorsti. 34. LHillOf Wilmersdorf erst r. 102,3 Lillbl Hans- u. Küchengeräte Carl Jung, Stromstr. 31. imm äsä 9, Kantner NfMOSchöneweid�EdiBonstr.lO Vinco Remlckevd., Resideozstr. 100 AlUdC Werkzeuge. Ad. Kunze, Riidf.,KaijierPricdrichstT.178 Gust. Lenz G6lÄ#. Lincke, Rixdorf, Friedelstr. 9. E.Lübdte Nf.E. Sturm, SaaarilcnUä Paül LBtM&Äe�er. E. Meutzel Nchf., Kopenbagcncrktr 4. Geerg Reiner, sr."! Max Richter, Schönh.-Allee 104, RühIniann.P.,MüIIersMOb.E.Seest. Helnr. Schupke, Wielefstr. 12/13. C.SChPÖdEPGrFraSÄlOS. M SM™ Seilach, Th., Ki.» Hermannstr. 48. WeschjCharltbg�� � Fahrrgii,, Wahmagch. J Baum, Emil, Scböneb.,Herbertst.l Brennabor LÄ™ Falirraii-LeiiaQi Lotiann Neue Schönh auser-Str. 11. FahrradhauESüd-OstKeichenbeigersliei •—« Reinickend.-btr. 106, Chausseestr. 81. Ro per�Carl�Petergbg.-St.fa.d.Frkf.Allee [arl Müllar R ö iicr. Carl. 1.......„„„ { Farbepcien, Wäacher, H. BEBQMAHH Birkenstr. 53 über 40 Filialen in GroS-Berlin jja� erse,t '**■35 WWW �iumenstrlm' Dampfw.Weiß.Stern,Ki.,Berg«l.l32 Gampfwäscherei MERKUR A. Baehmann, Frankfurter-Alles 47. O. Noefe «MW» ■ Färberei u, ehem. Wäscherei I f. Herren- u. Daraengarder. | Läden in allen Stadtteilen $ Berlin, Rixdorf, Schöneberg OK»................. uiiniail Pin. Hansa � Fischhandlungen � C.Ahlers&Oo.,�"� Seeflgchhandlung._ C.DittmannBeruÄ.4». TA Sri Weidenweg 79, auch S'A.IJII Wild und Geflügel. Chr. Kroog Ärg tägl. Bahn- u. Postversand. See- u.Flußfische, Marinad.Räucherw. Oranienstr. 180 flaoH OanDEMn ( Progen u. Farben Adler-Drogeric, 0,.MürgeIstr.8. Apoth PaulFrauk.Siratsjennslr. 41. Afoih Linii«nlerg,.Sir«litz,Str.74Xord-Mk. Artelt, Kurt, Ri., Reuterstr 43. 41 Arnold Ndif.lCluilb|.lLaibiiluli. 31. SrSvSlfon Grünauerstr. 8 ®* Wild u. Geflügel. Seefische vom Fangpiatz Preislisten gratis Hans Kunkel MS; Dirh MülH/P Brunnenstr. 146 luisii. UlulLRi Räucherw., Wurst. , Werner D'WÄißälttiOll--�-8"" , Kl Bütntä Str.35 Fleischer, u. Wurst», lermann Albrecbt im. tadöwiiz k, M�tzcrstr. Glasgower« ßtr. iL Dannenberg, Neue Hochstr. 6. Rieh. Deckert, Wie«jstr- P.Dreyocker, Prinz Eugenstr. 21. Job. Durzynski, Kopernikusstr. 1 DfllI,M., Rixd., Kais. Friedr.Str. 14 Wrangelstr. 54 nsroalff. Fiel, alt- n. Wiuatw. Herm.FieblgiKinlorf.Ziethenstr.lS Knill fisüier Grüßi�n- Fabrik feiner Wttni-tL PlclJcbvnr Wurst, Speek, Schinken kauf.Sie a. besten n. bllllcs ten bei Anton Fehlau, Gonthardtat. Stadtbabnb-Ecke Königagrab., Andr.-St.47, Landabergerat. 96, Königsbergerst. 8, Landsb.-Allee30,Rixd.,Berggir.l8. flf.Flelsch- n. W urstrr. Weiden weg 67. Emil Wilhelm, Graunstr. 38. ~*aT-v kauftman Fleisch und ""Wurst gut und blSäng? "08/18 tuutvtpjesnquOH 'untsnoH-tszuM n-gasjatj nq Ferd. Gräning � Jungstr. 11. Teloph. VII 7924 st H�nfp Grüuthalerstr. 1.Man IG piät/e vi2-25, III. 4193 Füialen im Osten. J. Mannheim. P. Wontora, 0., Friedriclinberg.SI.21. Nord-Deutsche Fleisch-Zentrale F. Zimmermatin, Seeslr. 78, Gnineaatr. 40 Paul Z warg, Landsberg. Allee 130. G. KrügeTT�dSenburgerstr. 79. A. Wildern, Brunnenstr 16. Winkelmann, Wilhelrainenstr.23. Oberschöneweide, Rathenau5tr.27. Z uncke.Schöncberg.Eismclxerstr.GO-0 1 �Grammoph.g Sprcchm. Becker, WIT�ümersAl.-Str.'l'i?"!. Hoyer, A., boÄ«». Reintann.Hackescb.Marktl.Teilz. Haus- u. Küchengerät-») Franz Frltsch, Deutsch-Kronast. 1. Fleisch- u. Qupst-Centpale Frankfurter-Allee 182 Ende tt. Ulligsts Beingsguelie des Ostens. FrieilelIHaiLansMer C. uerlach wo�thestr.' 70. HGerBdt,Sprengerstl7,Eing.Snniit»str Fr. Gerlach, Tauroggenerstr. 1 a. Rob.Glene.Weiteasee.Gust.kdollslr.lS PaulGnädig, Britz, Rudowerstr.ll Gottlieb, Reinickdf., Amendest. 109 OttoOrubenoriiTs?. Gusinde, Rieh. ÄT?. '• Fieisohu.Aufschn.- I Centr., Wichertst. 169. fiiftafflBeinzB�vlÄÄ't0.8 Georg Heinold, Hnrienburgerstr. 5. Franz Hoyer, Gaudyatr. 40. Oeorg Hefter Eckte Bnnnnehw. n. Ihürlngsr ffurntw. I. Gesch., Andressstr.30, Blnnsastr.73n Ernst Höne, Schwedenstr. 12 W. Hoppe Friedrickshtgen, Friedlichstes Ernst Ibscfaer, Wiesenstr. 11. Jakobik, Schmargendorf, Kreiientr. 34. Albert Jähncrt Äe5; Fritz Jentsdi f,.Inner,Flmstr., Adlershof, Bi.>matcknt36i Jul. Rempe.�Ä* Fritz Klein, Kottbuserdamm 12. Max Knaut, Alt-Boxhageu 50. Ernst Kolbe, O.Königsberg.St.5/6 Ernst Kurth, Muskauerstr. 88. G. Krause, WeiBcssee, I.angliansstr 135 Wilh. Karger, Riii, Hemhergstr. 21. M.Kaps, Reiaickend., Residenzslr. 154. FlitZ lEDtZ WLlu.eüS�e�.hW' A. Lange, Eeinlckdf.,Schzrn*eberstr.I13 Linke's Fleisöiientraie"slt Wilhelm Lenz, Falkensteinstr. 9 Fritz Lentz, Lmienstr. 109 K.l.anrenz, Keinickendf. 0. Hnnptatr. 54. Wilhelm liebherr Zf'l Fr. Lindemann, Emdenerstr. 46. Lochmann, älaiplaquetstr. 32. InnhllS Inh Rostockerstraße 43. LUcUa.', Juli, Fleisch.u Wurstfabr. Aug. Maar, Schulstraßo 103. MatwaId,Iiiid.�lunchner-E.Iterliacritr. H.Mafzke ErnstMückIerlRixd.,Eichzrdsir.31-33. Merker, P. R MülIoP"" �loiseb- u. Wurstw. UililUlluI Großbeerenstr. 78. Neubauer, O., Kottbus.-Damm 24. Kar\ PpfHoh FruchtstraßeS • einen ff Fleinchn. Wurst Reinfeld, Spandau, Xenmeisterstr. 9 Gr. Frank- ., furters tr. 7. \v urst/a br., Landsbg.- Allee 130, Spz. RolJ schink..Nu8scbiuk..gchin{,ensiicfV Oscar RÖhc.Friedrichsbagen Prima Wurst- u. Fleischwaren Wilhelm Roder, Stettinerstr. 14 R Rothe, Boxhagenor Chaussee 11 Ottomar Rudolph, Gärtnerstr.17. Schlwek, K., Pallisadens 1. 1, Ecke. Otto Schreiber hHohenfrie|i- EI bergerstr. 1. . Schauer, Huttenstr. 70. Bernhard Schnell� Schamweherslr. 6/7 A.Slewerl.lid.Scbnneweide, Kerl inst. 1 27. \ATiiheImSdiaale, Xossenorstr.io, E. Scherzberg, Ileinickcudf.. llnnsast i. Eduard Schmied, Lübbonerst. 19 Max Schubert Albert Schucht j2®'» F,eisclL EmanBe!kirchstr.23 Stelnicke, Warschauerstr. 25. Thaleiser Wagner ÄÄ�t1;8 Wertheimer SUrgerd.Fleisch-ZenunlB.fiargirj�jt.i! W. Tauche PanÖa�«. Ff ThinI!!', Wurstw. '��.Fran�tV�ee- T-hBring. Fleisch- n. Wnrst.Fabr. F. Sommerni»aa,Bnhejeaer«t36 E-Tranp WaMlrentrile,Wsldei>serstr.I9 MaxTilramel,Christburgersir.24. Karl Unfp �«unynstraa» 17 "• a Warst». Wilh. Vogel Ba?|tr- WeiB.Ceorg, Elsensü. 48. TA.1V idiSI O. Wellnitz, Nannynatr. 66. Gomgowskl Prinzen-Allee 57 Seilen, Büraten. VomnirV Spandau, Schönew.St.93 IlCliül'U, Emaille, Glas, ForietIaa,l,a!sp, Rß(kstrßfi.KariGGaS�.�agscfm: RohkrämerP. Nachf Frkf.- Allee 19 Üiüoii.Bäl"■ c Lampen. Herren-Artikel ) n.OUUk., Ii K Andreasstr. 37, Krawattec-Schnlze H.Bock, Kixdoif, Esiset Friedrichsir. 1 0. Magazin England Koltb Damm 78, Oranienstr. 162. Hute, Wäsche, Crawatten. Dittmer, Ackerstr. 68s, Hutgeschäft. Torkel, Artilleriestr. 4 Carl Hoffmann FÄh" Ridi. Jahn,Treptow, Grätzerstr. 6 Elllil Mil oSnb�rTor. E. Klahn, Frankfurter Allee 26. Krause, Wilh., Ri.» Herm.-St. 168. Ad-Kuntae�Ä" Gg Kursch, Britz, Rudowerstr.95. Ad. Mahnke�fschirm.3 A. Samuel, Q.Mirbachst. 02, Schirme. Sfhnlr OgW Ri. Bergstr. 141. OLIIU1A, US Vi.ri, Hermannstr. 171. 'snrpno'pl Ä Wienerstr.U B. Opmigdjrt. Hüte u.Schirme Waizenegger,J., FetersbnrgerslMS. H.Zeller.ü.-Schenev�WilhelmiBCnhtst.U» Siemen, A. R.. Kohlenbhf, ffeddiii'i. � KoJonlaiwaren��J Abend, R.. itummbg., Soniiiagäir. 6. Heinrich Arndt, Fennstr. 49. Theodor'Authofner, Solnisstr.23. Habel& Hauke, Wilsnackerslr. 38 G. Biirend, Schömberg, Colonoenstr.74 ÖllSläV Mlßlli Hauputfia8'. BennewiöiFr.jBuchbolz.Bcrlinerst.lO Berg, Inh. Cirksena,Ob.ScliÖDeweidd. Alex liorgmann, Jagowstr. 16. Braun, B.,Rixdf.. Prinz ilaadjerystr.29. Franz BonK Äm»prtm.7 ]l.Brosziileit,Friedriclislig.Scharnwebstr.5 Budacb.Franx, ü., Goßlerstr. 23. Georg Barow, Stromstraße 39. Job. Ciecior, Neue Hochstr. 32/34 A. Durin, Schonfließerstr. 10. R. Ehrig, Lieben walderstr. 47. GustavEigendorf,0. Müggelst29. Arthur Euke, Amsterdamerst. 10 fl. EißllßÖi M!. RS™* edu'r« ir"'s 4 A. Fiedler, Köpenick, Möggelh-SL 41. C. E. Fink, N, Pankstr. 7. L. Friedrich, Mariendorf, BergsLlf. Fritz Gerull, Beusselstr. 75. W.tiehring, Rcinickeniir.,KesidentsUSS H.Goerlich.Reinickcndl.ITovinzstr.Sd, Hermann Gonsch, Adalbert str, 19. Gnetsch, Ernst Är Grabitz, Breslauer Str. 4. Richard Groggert. Wismarplatzl Max Hanheiser, Göbenstr. 16. Albert Haube, Dunkerstr. 83. Heinicke, Wilh., Markgrafend. 37. n Rixdorf, |f Bergstr. 144, »"• f«fe.-PriBdr.-8i. 748- t Herren-u.Knabengard. � JUnerikaD. Vertaufsliatlen Ftza"£- Alice 186. JR.. Badstr. 26, Ecke .X>iaer Primen-AUee. Besser, Julius, Ri., Bergstr. 19. E. Ebmann, Rixd., Bergstr. 38. Hamburg-Stegiitz�str.'lOS. Zlelonucki, Oranienstr. 21. Leske& Slupecki, Schönh.-Allee 70 o MarPIK Rixd., Bergstr. 44-15 ülalluo, 0, tenige n. Matschneiderei. Rattzig, Ad., Frankf. Allee 107, Rosner, Max|fxS!LdeerrgmsÄ Lager fertig und nach Maß. 77 Kottbuserdamm 77 August Schega■■ Schachm&nn, Louis. ßraiiD«Dstr. 51. Berth. Schweriner, Wrangelstr.ÖS Hüte, Motzen u. Pelzw. BazailMi Brunnenstraße 52, Badstr. 65 Huthaus Norden Chassseestr. 55, Ecke Wohlertstr. teiße, Ri uXT�tausseostr. Casper, Ed., Rixd., Bergstr. 139. Kl. Grund Brunne"1;..77 Uoncon Bixd., Berliner Str. 11, lldliocli, Osten, Koppenstr. 18. Jacob, Oskar, Schönh.-Allee 104. Kehr-Hiite ÄÄ35 Hut-Engr.-Lager,6exh..Gärlnersl.t4. A.Leroaltre.Wilmsdrl, Berlineret, 132, >iUtz.-Moldeiiliauer,llueilieovLI5,l. TT Oscar Ortmann Spandau: Charlottenstr.G Panama-J akob' �"keT P" ftVS Badstr. 64, Gerichlilr.63. Schoerr, Herrn., Wilmersd.-St. 46. am S«4 Kottbuser- V Darara 18.19. Welner, H., Greifswalderstr. 33. Wirtschafterstr..Nchf.. BruncmUe?. �KaWee�SpezIalgeitchr� i. kobbolt Sikar Kröidie Invaiidcnstr. lu Martln-Opitzst. 22 Schönhauser Allee 70 d._ Raaers Mischongen werd.v.spnrsan. ilausfreuen beverzngt! Nur C54 Neue3chönhauserstr.2 Kaffee-Surrogate Otto Oo�zeA/fHibusardsm�l��flof. �' KarföWc'ln'.'oeniflae�J l'aal Henkel»"'Art'" c Kaufhäuser J l. Älsxaßilsr 8 Lß.. laistr. 55. Geschw. Blank, Boihngener-Chans, 17 8. lißßnis s lß. LanAd�eerr- C.RurtzahnpuuScuhn5dnModcwe BlliniiööÄ:16- Kaufh. Herrn. Levy Brunnenstr.59, Ecke Strals.Str. Eduard Röhn, Ob.-Schöneweide H. Weiß S[o.~'■■■B [ Kohlen. Kok». Eriken«� Paul Bieger, Kniproderstr. 118. ®»«J. BraatzÄi «eiifatti, tig, SSAr1" Fritz Hühner, Schliemannstr. 11. fPaul Imhoff, Ramlerstr. 19. erlach, Liegnitzer Kakao-Würfel „Sarotti4* 5 Pfe. Gberail zn haben rillvKnobet ile, W., Lichtenberg, I ] Palhsade»" __ Str. 97. Kohle, Lichtenberg, Hagenstr. 50. Kraatz,Georg,Schönholzerstr.l l. Kramer, Ridi., 0,Kronprinzcn8lr.37 38 Kühn, Oswald, Müllerstr. 131. W.Lange,Friedrichshg.,Kurzest,9. Lange, H., Rixdorf, Walterstr. 16. G. L. Liese, Cöpenick, Schloßstr. 8. Bich. Lieno, Ackerstr. 132. Eips, Chamissoplatz 8 Herrn. Loewa, Tegel, Borünerstr. II. Lossier, G., Warschauer Str. 5. Luckner,Felix,Rixd.,Weicb8elst.7 Martini, Erich, Rixd., Allerstr. 39. Karl IWercier,Hirtten8t.3 Midiaelis, Paul Mewes, Adolf, Warschauer3tr.55. Hugo Hölihoff, Glogauer Str. 3 3. Max Moysich.Wilhelmshav. St. 48. Paul Mülack, Mariannenstr. 8. Uiillnf f. Kottbuser Damm 31 Mlßl, 11. llerm.SLlSS, KnenehecketlS Wilh. Obitz, Wilhelmshav. Str. 58 A. Plaacke, Oderbergor Str. 55. Prlebe, E-, Boxhag.-Cbaussee 22. R. PuhimaunOVoldenbergerst.33 Carl Quast, Prinzen- Allee. 15. A. Ramhold, Prinzen-Allee 18. Carl Rebra, Langbtnsstr.68u.14a. Willi RfllUß Kreuzbergstr*"sS. Runge, Otto, Ri., Hermannet. 55. A. Sägebarth, Fehrbelliner Lil.24. Schäfer, H., Neue Hochstr. 5. Sehne ider.F� Kixd.,Kni»er-F i isd.St7l Scheffier, Varl, Badstr. 16. Sdieff ler, Eugen, GrünerWeg 120 Schlonther, Emil, Huttenstr. 7. H. Schneider, Ri. HorfurthstrJ. Schreck, Fr., Ri. Wcseratr. 4. Wilh. Schröder, Brunnenstr. 47. Wilh. Schulze, Ri., Bergstr. 96» Adolf Schulz, Matternstr. 9. jekSslislzääSS» P. Simund, Rixdt., Ziothenstr. 49. W.Tletzsch, SO. Heideib. StriSO Wilh. Thomas, Beiniekcnd-Slr. 54- Otto Türk, Gubenerstr. 11. Ulbrldi, F., Ri.. Watbestr. 13a. 69. Mi ifelißl""deÄ131 III IL I« WILLI junker9tr< 14. Ernst Wilde, Bastianstr. 1. Wernicke, Ober-Sdiöneweld9i» Ii.>Vuf KpiU, älariendorf. Dorütr 3 Korbwaf., Klndsmwag.� �mt�rlTetUUj'u.' Puppenwagen, 9 h mflerwaseo, rolsterbcttst. Klinke. Mülierst.: Filiale MetziierN Beusselstr.67. { Krankonbeilarfaartlk.) Fischer, vUllh.,N, FwinemuiiJ.-"� i 3 �nje�duJE�trunnonsrijJ�T� Lederugapen Carl Fessel Spei. Tageh., Mappen, PoriemoauslcsBsy. R.üenehr�ammehburg�ilii] Icritr.S I. � Glatz& Langner, gÄ' Koffsr-SchuIzedÄ Rldiapd Kurlzke Dam«T Wienerstr. 14• Eig.Werkst.i. Hause C-Richter, Rixdorf, Friedelstr. 49. Roh. Voigt, Eanmachulstr. 87. Big. Feh r. 0!toWshnBrtctr.".£!ä c Lehpanstaltsn D Vusclineide- Schule des Deutsch. Züsch ivcsldep- Vepbandes, o. V., BEPfJN, Mauersip. 86 88. T.l 3405. Rudolf Maurer Priedr 5 chstr�n�EcW�fohrfi n°tr Stpaääloi»d«piiri Hfiri d eis- A ix£ic3 e i» Beuthst. lOn. 11, 1.,II.,lII-Etag0 Größtes Institut Berlins Ausführl. Lehrpläne umsonst. Inh. Regierungs-Baumeister j A. Wernei* Barlin,-Neanderstr. 3. - vwwwwwu— u Kortsetzunä slelie nüclrste äeite Fortdet�un� des Beäsu�sauellen-Ver�selcfinisses« �nTTtöTeunTlirWachBtr� Ii Ü 9 CD i��örfer Linoleum UQDOö Ripdorf, Beigstr. 62. Hanfcoh Wcißtnsee. Berliner «'"iliai li Aiiee 22s, Tapeten. Rausch, Rieh. L�tT Niederlage Warschaucrstr. 6. c Manufakturwaren Petersb.-St.39 Modewaren h. W. Bachmann, Chari.�Kehringst.lS. BethKc, Georg, �X\T Rixd.,EIbest. 33. Kiis.-Friedr.-St.64 Treptov/, Grätz-StraCe 61 bordascb, lt. Iii., Ivai3.-Frdr.-St.2D C. Bosse, Reinickendorfcretr. 29. Bugge, Rod., Koloniaiw., Schreinerst.6. Jul. Conrad, Rheinsbergerslr. 44. (Frese, Ernst 5 so"6 Gaege,Otto Clllr�a Paul Gaege, Spandau, ifflröräraTOä jrQnerwog53,Ackorh.Std.89-90.. JHeerma, n.,Ki., H fieiiiricl3,R.r Heerma, Hermann8tr.l72 ...... Rixdorf, Bergstr. 144, ---_Ivai8.-Fried.-St.246 Karl Huhn, Schererstr. 9. Korn, Jlij�o M" B.Krdger, Schöneb.,Hauptstr.l53 E. Kunze, Charl., Knobelsd.-St. 16 Lonz& JanmaRn, Winsstr. 53, Poscnerslr.l5,Slralaiicr-Alleel8. Lüdtke, Fruchtstr. 67. Gus.Idcyer, Hclmh.SI. l3,lVill«J.-St.l. C. Ncugcbauer Ober-Schöneweide iiietstli« foM.'S;. 155 Otto NawackNacbfol. Spandau. Illl PDriC? Greifswalderstr. 11, Jcfl. visa vis Lippehnerst. F. Pf higrn acher, Colönnenstr.48. PßpfltnCll* Mansteinstr. 17, ' ACUIUOI Steinrcetzstr. 27 Man'annenstr. 14. 1 9, �arklh., Marie inckost. ,* Marklh., borolheeDpl. JUlüElfOr, Eßlil be�gerstn 39 Walter Seidel, Eensselstr. 26. Tliieke, Nachl., Prinzenstr. 10. R. Wendler, Reinickendorf erst. 64 Reinhold V/crner, lc.;|el,Tre.slowstr.2ü. B. Zyczynski, Iii. Paunierstr. 59. A. Dohmann, Slromstr. 44. I Willi. Sabbert, Geppert, Faul, Zosse Brunnen- Str. 162. Jeppert, Paul, Zossenerstr. 32. Gericke, Fritz, Möllerstr. 145. «leiser, S ü. fiSMt, MöbeNFabrik. � Grill, Reinickendorf, Scharnweberstr. 15. Stallschreiberstr. 57, Bar- und Teilzahlung, Verkauf i. Fabrikgeb. Kopp, Jul., Brunnenstr. 133. Janitzkow.F.Möbe�br": König, A., Ri., Berlinerstr. 102. Herrn. Kogel KüchenmöbeH BerlinerKüchenmöbel-Fabrik f Neue König st. 31-32, T. VII 4 746\ c Molkereien D Holkßr8i1|ßr!l-Wert"BBXsi» Milchkuranstalt amYiktoriapark Kreazbergstr. 27-28, T. A. VI. 1070 Kinder- und Kurmilch. i�liEch Schmidt Rixdorf liermannstr. 53, Hermannsir. 93-Q6. c Pfandleihen ? Silll PlSlfeil! S8 Ber.slr. Si nur ________.. Bergstr. Spottbilliger Betienrerkaar, Hochmoderne Herrengard. Uhrenverk, Schmacksach. etc. „Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46.;s Tel. II. 2565. üottbuser 03 /QC Damm 03/ 03 i Lannp?äaYSchwedter Lt. 2. L.aillJC,l,laA a.d.Kast. Allee6 L. Lazarus, Peters burger Str B0 Lüddccke, R, Ri., Bergstr. 4. MSbel-Eberherdt, Friedrichst. 105 s. flehsch, E., jjißiiuau, C. Reiher Nadif.,Veteranenst. 21. c Musikalien 1 l!rlini>i Frankfurter Alles 73b uLüuib Frankf.-Chaussee 115. c Musikinstrumente 1 E. Krön. Köpenickerstr. 55 a, I. Langer, W'rsoiel3lr.92, BilligerVrrkanf. Schmidt,' Fennstr. 3 E Senttlehen.Kottb.-Dsmm 28,1. j�l�tz-�t�Mo derrarBn�"� ! Hnase 3ll!sriiiann-Str.j4f.öLPeiia,hau3 f. Damenhüte. Braun,EmilMC",.s#i?". Kirst, Rieh., Brunnenstr. 45. Plato& Co., Köpenickerst. 105/6. Lorenz Rahmel, Oranienstr. 181 Lorbeer, Müllerstr. 14. - Haus—«» *�cnze«hsauer Größtes Spezialgeschäft der Branche. Spittelmarkt t4a. tmT! Slufiar Tischler-Innungsmeister Prinzenstr. 34 Schmidt, Otto A.Scliusler.Ob.Schöoevreide�disonät.sg Schwanke. Bixdf.>Hermannstr.229 Jiob. Seelisch, ! Beriin 0., RI jaerslr. 71 73a. Spezialität; j Kleine n. mittlere Wohnungaeinriehtg. Tilbelm Slotawa Turmstr. 81, Waidenserstr. 34 1 Berliner Hnrnan" Acterjtr.no.a. Möbclhalle,,!! Jliitül ,liiv>liden3l. IIS. Deehne, F., Ri., Neue Jonasstr.SO. Slebekv, Vi., Gneisonaustr. 18, eig. Tiaclilerei u. Tapezierwerkst. Wendland, Ernst ÄÄ | Möbelfabrik— Bar- u. Teilzahl. Keinickmil.- __________ Straße 114. Jos. Werner Tilüäe.-Yfansport � Robert Frenze!, Ccpeniclerslr. 102. KrüJcr,Ki-vßU8,z.ecgr.Prei3- Hanc Rn/"»rschauerstr. 31 hUtld Dljf Rumburg, Mozartstr. 3. Damaschke. Invalldenstr. 144. J. Denzig Nchf., Chausseestr. 26 Eilers, Anhaltstr��indenstr.lPi. Engel, W., Roinickendorferstr. 93 Osk. Engler, Swincmüntlerstr. 63. Osw. Fabian, Köpenick, KieUerstr. 1. Fleer, Friede., Sparr-Str. 17. Formanowlh,iörck8tr.5 3(10°/., Rah.) Otto Grätsch, Chausseestr 12u.67. Goldm?4nn,Spindau(SchöBwal.Jef8LS4. Heinrich, Johann, Peiersb.-btr.36. Hering, C. Petersburgerstr. 90. iL Jetzlaff, Badstr. 54. Herrn. Kärrner, Cöpcuick. G. Kramer, Wilm., Berlinerstr. 131. Fabrikmarke furthaltbarste O. Prochnow, Bixd., Hennannstr. G9. Seidler, Louis, Ri., Bergstr. 42. 1*. Lange, Nowa\ve?,Priesterstr.20 Fiedr. A. Lange, Landsbergcr.slr. 68. Paul Lehmann, Friedrichshagen. Nehring.Charlbg.,K»i8.-Augas;a-Allee30 C. Neumann. Falkcnsreinstr. 37. Peter.nohn, Osk., Müllerstr. 155. O Plaumann, Jagowatr, 20, 6% Reetz, Max G.Redienberg,Sehöaobg.1AkazieMt.4, Schmidt, Gebr., Fennstr. 59. Schwersenzer, Turmstraße 48. Alb. Seeger,)Yw.9 Lortzingstr. 6 Sommer, WUh.t N, Sfhönh.-Aileo 85. Ä.Trettin, Friedrichshag., Friedrichstr.23. Witt,Spand., Neuendorferstr. 99. �~SchSrfre u. Girod, F., Spandau, Potsd. Sir. 19. HerTmann,Lycheaerst.5.Elg.FabTi!tate. M. Lerche, iSchoneberg, KolIonneDstT.82 A.Rieke, Badstr. 11, Bezüge billigst Herrn. Rosenky, W. Mansleinstr. 4. G.Schleussner, Warschauerst.r" c Seilen J Gustav Gambal, Kantstr. 64. Heidke, Paul, Burpsdorfstr. 13. �Teppiche u, Gardinen) Carl Gchrling, Teppiche, Möbelstoffe, Gr-Frankfartergtr. 82, Gardinen, Linolenn). j. a. Ssiicii wirx r�Tpn����iazin�J Westraiann Mohrenstr. 37 a, Gr. Frkf, Str. 115. � ühran u. Gcid waren j M t-n Goilzslr. 30. am Winterfeldpl. OscarA!dag,Charl.,Kruramest.29. J. Behrendt, Wrangelstr. 52. Otto Brauer, Müllerstr. 164, » Spandauerst. 321 __ jE.L.Hirscli.fr.TrcnK| Üäxtisermann,li!arl..Neliringsif.l6. Brüggemann, Reinickendürferstr. 96. Bürger, Jul., Müllerstr. 6. Max Busse W.Eisolt, Charl. ,AVilmeridorferstr.J 1 1. Ellinghausen, Gebr., Griiflerweg46. Fcnske, S., Kottbusserdamra 96 P. Fischer, SO.,Michaelkirchstr.8 I PphhArritcharlotteRburg' J. DCUlldri] l Berlinerstr. 124. George, Adolph, Badstr. 65. Carl Giesen, Oranienstr. 165 a. Ernst Gräber, Brunnenstr. 78. MiraDPDHKZÄÄcV H. Kammler, Charl., Krummestr.22 S£.SS€k3rieIBrun8.nBtr' Kniebusch, W.. Frft. Chaussee 61 E. Knuth, Boxhagen, Sonntagstr. 3 B.Lcchtcrmann,Dreyse-E.Wilsnack6r8t. Lehmann, Alb., Frankf. Allee 40. Lehmann. Wilh., Kottb. Damm 23. fi�rsrOSl] NolteT K., bimon-Dat-hstr. 13. Dliin? ßrunnenstr* 112. Emil Üuade Ha�Ä. Quitzow, Job., Müllerstr. 1a. Carl Schlewinsky, Koppen3tr.4. R.SchmelZ, ber|irhsetr:i43 Willy Schmidt, Friedtnsii,Khei»strl3. FGüSiaV Ml i/auptstr/lfs. Schonemann, G, Ri.,BerI.-Str.73. F. Schönxvi�, Berl. O., Gosslerstr. 27 W.SchullzBoxbagen.Neae üahnhofstr.32 Schumacher, O., Tegel, Berl.-St.5a. Schulz, Osw., Frankf. Allee 24. Gust.Schodcr, Oranienstr.löo-56. W. Swinemünderstr. 86 Ecke Lortzingstr. Max Storch, Elbingerstr. 100. M. Tomechna Nchf., Bröckenstr. 16. PaulTrenk, Charl., Spand.-Str. 32. A.Trenner, Wilhelmsruh, lianptstr. 12. Truxa, WM Frankft. Allee 185.� IJfirea- o. Gotoen-Ioifififi Berlin 220, Lindenstr. 16. Beste direkt. Bezugsquelle! Kalaloggratis. Yersand nach cuCcrhalb, billigste Preise. R. Weise, Nowawes, Priesterst.74 WlRig,Ad.,BeÄ.44. Zabel Ncbl'.,Cli4rlb!]., Bnlüieritc.l 18. c Versicheeungen , Deutschland" Berlin Arbtiierversicherung— Schützen- Sierbekasjenversicherg. Straße 3. c Waschmittol J Verfangen Sie „Edelweiß" Krone aller Wasclimitte!. [ WaiB..WoHw..Tr»cöt!'� Ahlscher, Gus*„ Chorinerstr- 75. H. Barts, Schönnauser Allee 107. Bredow, Otto, lÜ.,Hermannstr.55 H. Gardeis?~rnae6rest7?o I Georgi, Ernst s�mII Hoff mann, Carmen Sylvastr. 6 Hoppe, E., Scharnweberstr. 52. Julius John Jonas, Hermann S"nB.wct Juncker, H. PÄLtr.m. Carl Klein, Höchstestr.lß, N.O.18. Robert Kutsche, Gubenerstr. 56. Krie bei, Schöneberg, Leuthenst.5 A. Kassier, Caprivistr. 5. F!H Rixdorf, Bergat. 52/5� tn. Jjoewy, vi3.a.Tig der Kircic> Meyer, BerDauer.st.I2,(Arbeitcrhemden) Nadimann, Möllerstr. 131a, Kous.-Liel. „Friedrich Wilhelm" Berlin WS, Behrenstr 58-61 Lcbeug-, Sterbekasscu-n.Arbeitenrersichg. Mit u. ohne ärztl. Untersuchung. Jahres-, Monats-, Wochenbeiträge Schaefer, Hg�a- M. Schaefer S.W. Holimannstr. 43!■: W. Maaasenstr. 17. Scbrom, Lina, Mirbachstr. 31. Hermann Meyer, SclitelbemerSL 21. J Stein Rciaifkeodf.W.Schmweiierst.l H , Iduna' zu Halle a.S. Berlin, Charlottenstr. 82 Volks- und Lebensversicherung. �B""'wai'enhaucer J c Weine, Liköre n. Fruchtsäfte ) j JEÄ-Äg© I 60 Filialen in i allen Stadteilen.! Bettinger, E., WaM-Ecke. U'icklef.str. Pnn7*oH Großdestillation Uli Iii Sli Oranienstr. 207. Eile m. Wey Je, Likörfabr.. Gerichtstr. 1 6. Qroßd..ZurSoanc', P. Freudenberft. Martin,Bruno,Ri..HermannspI.5. auchLiköreu. Säfte. Brunnenstr. 16 und Filialen. Ad. Schäfer Nchf.! SO. Admiralstp. Nchf] p. 4.| T.rhönnft Elisabethkirchstr. 13 l iäüldüyü Wäsche, Bettfedern. Thurow,0.,Charlbg.lCauerstr.l4 L. Viernrm, Zionskirchstr. 34. E.Voigt, Reicijkoodorf, AmenilcstMOl. Alberl Vogt ü",',""' c Wild u. Geflügel D C.Dittmann Berliner SW*. 42. P.Hildebrandts™1- Schmidt, E., Spandau.Haveial.lS Zastrow,Lnidsler34C'AIIeel<1.FUclie. Zimmer, H., Prinzenatr. 12. c Zahn-Atelier E.Bade, N.SchÖnhauserAUee43,T. Hollbrudi, Herrn.»Fankst.S.segr.lSTI Jordan, Alfr., Fennstr. 81, gegr. 1888. TA?; 44 n Mo tt Muskauerstr. 16 3/ Zlehuiig 5. Kl- 225. Kgl. Prcüss. Lotterie. i Ziehung vom 10. November 1911, vormittags, tjftir die Gcwirus über 210 Mark aiod den bclreScaden O Nummern in Klammem beigefügt, "�l)ie Gewinne fallen auf die bezeichneten Lese beider Abteilungen. (Ohne Gewähr.))(Nachdruck verboten.) z.'2 328 403 63 94 719 52 808 1086 231 42 313 814 31 83 2287 313 31 428 624 605 750 845 043 93 3190 251 84[500] 319 484 664 870 4153 203 51 11000) 859 787 817 902 5094 652[5001 717[500) 60 992 93 <5070 204 73 81 678 650 733 976 7178 255 309 33 674 712 73 023 8174 344 81 600 733 40 39 829 95 9049[500] 318 47 69 473 611 617 29 754 854 995 93 10061 112 283 435 723 68 817 929 99 11051 13000) 63[5000] 161 310 469 808 13[1009] 59 12113;1000] 331 641 821 972 13042 77 179 477 534 639 759 14156 200 82 388 674 652 909 73 81 13023 66 232 73 433 63 650 83 720 50[600] 802 971 16139 84 211 69 78 625 30 709 887 930 17064 447[3000] 568 938 41 18220 48 82 443 61 042 84[1000] 845 67 960 1Ü120 223 528 38 611 783 931"4 20024 138 57 236 99 372 466 611 21045 65 100 69£26 353 425 533 622 32[3000] 735 65 22173 291 332 554 610 823 954 23082 262 305 407 88 633 99 775 83 840 44 65 24080 90 292[30000] 346 490 608 626 855 23102[1000] 617 61[6001 737 876[500] 23021 100 52 243 53 366[3000] 84[5001 418 59 513 59 62 819 27016 118 262 792 852 985[500] 28010 23 33 33 (3000] 67[1000] 81 154 89 430[1000] 601 725 65 70 2(8159 240 300 466 91 640 732 87,9 > 20049[600] 114 335 621 604[30001 739 823 72 !e86 31028 317 33 659 609 73 831 653 32199 219 41 431 60 711 900 33067 104 200 3 40 319 70 407 601 13 753 77 313 90 913 53 34065 165 200 309 438 605 70 :[500J 96 905 02 03 99 3S291[600] 680 604 40 43 ;703 83[1000] 805 45 36121 43 349 424 64 634 659 (939 84 37124 66 72 75[500] 95 343 78 477 80 98 539 952 38243 341 518 012 88[1000] 771 75 827 88 89 2S233 71 330 620[500] 773 810[1000] 72 , 40074 179 230 33 308 02 587 769 839 86 935 '41179 231 62 371 629 648[3000] 63 792[600] 827 41 913 85 42039 257 472 733 879 1500] 43035 332 43000] 485 570 659 67[500] 966[1000] 44132 325 449 [645 625 794 949 45003 187 98 398 453 62 684 870 :S53 46094[1000! 304 432 513 652 892 934 69 47032 94 108[500] 46 308 93 469 608 619 68 844 43023 208 479 011 753 49083 179 214 27 323 437 72 706 802 29 919[1000] SO031 151 215 21[5000] 367 93 416 655 858 905 ■S1019 158 68 695 781 52024 121 39 253[3000] 601 [741 43 96 53084 89 118 357 521 32 675 81 87 92 (746[600] 841 71 64179 289 421 23 93 654 632 78 [703 9 4 653 55010 167 511 636 95 755 73 803 59193 (294 625 858 73 76 57035 371 495 601 748 860 58074 vfSOOO] 103 27[500] 35 83[1000] 235 334 420 515 516 84 50438 850[500] 78 01 907 60031 402 30 708 876 900[500] 33 61012 50 (■148 272 381 400 1 65 723 827 62323 33 410 27 529 ■726 838 63036[800] 210 32 430 638 44 89 765 961 '64054 93 108 645 637 703 45 61 884 922 00 65382 jfl'l 428 658 802 72 927 88 66170 235 59[1000] 355 68 65 403 66 637 82 676[1600] 830 916 67062 121 .34 223[1000] 303 483 683 875 68003 487 604 767 807 (03 969 69023 138 71 254 321 68 631 32 74 843 987 » 70039 244 540 714 38[3000] 68 938 71023(1000] 210 40 44 461 663 65 641 44 49 747 922 72044 103 39 239[10001 418 34 37 60 774 821 43 913 20 89 73011 137 317]500] 456[30001 572 773 823 943 74096 i-108 732 928 83[1000] 75190 481[3000] 548 50 76040 453 4-13 70[2000001 549 607 701 902 77192 93 409 |Ä3 675 923 78051 272 401 U000] 13 32 533 659[1000] onefl orJ1!000' 60 64 92 73135 504 719 50 ,®2I-®58 13000] 81007 85 160[3000] 332 (410 628 888 82119 200 307 75 90 562 894 83105 13 .60 603 731[500] 830 43 632 8 4034 30 142 99 407 520 »783 800[100"] 070 89 90 85060[5001 95 102 33 483 1*653[500] 600 2 774 826 82 948[1000] 86018 76 162 200 81 99 373 62.1 70 617«7018 161 57 312 7-9 857 »92 8 8076 340 435 55 529 58 557 86 841 890M 13 (29[1000] 102[1000] 58 363 765 95 815 904 9O004 14 15 29. 1500] 85 479 84 610 38 690 97 91193[500] 290[500] 91 64[3000] 604 19 R9 92 (780 839 PCO 82030 217 432 67 635(1000) 607 3N 78� �41 93000 107 76 359 577 617[1000] 62 82 799 926 (94139 253 499 520 64 763 809 13000] 995 95003 aq ,97 196 334 82 98 633 613 28 34 63 600] 8' via bk «43 50 08261 347 11000) 77 407 40 818 9702K 3fl? ([500] 470 667 705 98039 118 247 312[10001 so« K3 »60 803[1000] 7 99082 186[500] 270 321 70 632 48 260036 125 82 93 260 99 417 599 851 725 575 101621 102116 316 476 508 02 717 63 963 IVZllv [1000] 97 246 83 331 73 413[500] 93 563 85 63» 843 104234 98 392 453 627 659 789 97 1OS02» [1000] 175 97 252 68 88 301 438 618 34 91 651 732 907 lUGOSl 65 6H 163 250 621 631 97 772 621[3000] 85 107204 27 310 99 443 92 615 006 103012 63 81 93 244 308 62 76 410 607 30 666 763 895 918 69 109006 104 261 91 381 90[500] 402 672[3000] 613 761 86[600] 110051 59 139 212 69[500] 327 498 618 31 91» 85 111083 121 49 311 477 88 598 679 706 47 72 802 935 112093 342 648 702 839 88 947 62 1X3059 175 292 315 445 615 643 87 114033 97 140 418 517 873 941 115271 83 612 661 785 838 91 116003 58 131 41 215 620 748[1000] 92 876 93>590] 99 978 117018 91 221 56 353 67 408 531[500] 637 75. 1600] 904 98 1 1 8039 13000] 77[500] 171 321 45 62 491 600 83[500] 815 74[1000] 110470 60 [30001 747 120035[500] 52 359 940 45 78 1 2 1 043 141 315 [1000] 99 476 668 82 122242 61 450 635 92 655 123143 213 37 357 418 611 787 814[30000] 921' 124073 75 121 363[1000] 93[500] 718 S57 79 123058 335 534 829 836 33 99 912 32 120952 275[1000] 415 838 913 61 127055 126 73 283 498 744 97 854[500] 99 948 57[5001 128135 64 329 61 91 607 926 69 129069 283 321[500] 44[3000] 429 604 29 703 891« 130042 210 27 618 628 43 728 807 131054 80 93 113 202 53 668 048 805[500] 59 132075 93 275 303 1500] 407[3000] 578 653 71 77 712 60 71 916 23 53 133078 137 65 88 485 91 609 69 803 920 48 >500] 52 134017 08 138 330 498 631 797 1500) 985 135082 200[500] 625 634 842 915 46 136001 19 100 14 244 301 19 404 20 517[50000] 55 67 90 634 700 871 909 1 37192 96 240 54 8 7 903 39 1 33054 203 488 589 85 793 880 920 139059 91 203 21 75 457 98[600] 539 685 717 48 955 140101[10001 314 416 17 23 624 745 63 67 623 91 033 94 141074 275 373 77[3000] 498 639 663 760 142022 605 43 752 89[500] 867 930[500) 143029 132 77 207 85 494[3000] 609 83 789 855 921 1500] 44 144117 94 357 488 611 38 59 727 850> 145079 1600] 103 13 28 217 419 51 647 707 812 148054 155 429 30 807 922 61 147070 250 71 403 63 611 49 84 651 730 837 973 148000 63 201 419 680 91 643 706[3000] 30 149185 477 595 722 832 71 150215 03 454 630 37 855 924 1 51138 222[ 5001 42? 2� �75..G3 87 705 807 152138 37 309 402 59 UOOOJ 60 600 43 783 824 48 955 69 74 153313 23 �3 154173 260 658 87 633 808 906 72 153127 110000] 29 222[500] 74 304 32 424 80[3000] 624 l.l 156229 310 14 456 98 658 615 43[1000] 733 878 97® 78 1 5 7 035 96[500] 2�6 93 355 87 1500] 423 881®?9 798 838 148032 173 334 789 159012 107, 88*-65 850 1®,i083 109 11 49 287 318 483 697 732 48 822 Z® 1769 236 1500] 363[2000] 649 903 11000) TSiei, 242 72 448 649 59 tSOOOJ 620 74 985 »J? 86 296 415 U0001 501 31 816 938 60 78 tloSe!.-.ü01 � 64031 41 68 117 67 699 681 780 11000] 834 1B5320 669 85 723 25 82 831 904 1B6299 302 44 73 414 11000) 608 SOG 058 167009 25 259 02-, 63 435[500] 49 664 875 16O031 59 1500] 108 72 84 328 97«S 642 608 13 150010[1000] 21 165 339 419 6/7 800 996 .. 01-7®993 8 291 377 633 80 705 803 171124 54 Oer 55 8 ä? 80 l3999! 604 172084 237 92 oSi.£jJ.4 687 889 173203 377 429 001 879[500] 937*74145 85 260 473 520[1000] 97 704 U 36 i, t 42?, 18 26[3899l 863 739 887 ISDOO] 911 824 67 7« Uf iWn,0,01 78 80 314 15 16001 643 824 87 78 954 177017 13 276 330[3000] 429 654 eau L«a, 2 16991 208 383 I19991 478 33 � ein af rroi? 93 175094 110 34 63 S3 427. 94 740 49 1500] 47 G3S 950 «CO 1 52047 27« I3,.50! 26 863 799 889 84 928 1B1372 «7 1 R�012 9R 7fi7 Qn D7 301 443 686[500] 775 815 67 l®0"2 r58 767 93 837 77 81 134034 80 254 333 61 409 17[500] 76o 185041 11« 63 77 228[5001 98 186050[500] 145 65 303' 472 6,3 670 24 782. 187202 4 91 442 690 965 180008' 369 I?? fl« IROoI kb LJ� 808 64 189055 98 18, 284 304 428 LoOOJ 68 52d 84 689 703 824' Im Gewinnrade verblieben: s Prämien an SOOOOO llj ?5Äne.ura6 00» In'VoÄ mVoOMV S .TlMof�VaTsV«" 6000' 2272 10 3000- 3609 3. Zfeliung 5. KL 225. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 10. November 1911, nachmittags. 'Nur die Gewinne über 210 Mark sind den bctrehendCD Nummern in Klammern beigefügt. Die Gewinne fallen auf die bezeichneten Lose beider Abteilungen. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) - 608 61 93 902 68 1151 381 416[3000] 518[3000] 90 621 720 98 853 2023 81 235 354 437 1500] 709 11 3002 64 274 78 82 302 18 413 75[600] 98 523 659 821 902 4286 505 10 41 54 607 68 718 38 66[500] 78 836 46 5334[1000] 649 67 75 649 80 708[500] 88 855 6068 125[1000] 479 515 693 876 961 7043 130 229[3000] 369 461 739 832 60 970 0069 183 257 372 482[500] 540 633 0135 224 81 452 85 519 27 76 91 654[1000] 82 775[500] 875 086 10CS3 114 95 331 641 71 85 781 808 972 87[500] 11322 59(100001 708 34 71 912 63[500] 12078 157 324 401 30 620 606 40 11000) 784 855 13222 429 34 772[500] 976 14205 314 38 473 85 86 627 15047 74 169 230 768 883 16374 459 780 17124 300 639 80 98 643 98 855 10114 253 484 772 903 10038 40 85 657 728 20135 39[500] 93 240 608 81 712 11000] 843 [1090] 924 39 52 21308 41[1000] 474 652[500] 72 75 78 22128 298 319 23 617 85 747 812 20025 224 64 315 68 75 86 414 51 660 90 776 97 825 24208 303 18 72 623 95 729 30 47 11000] 809 79 905 25167 415 38 47 70 71 698 821 26126 267 564 669 637 917 27007 114 610 62 633 809 46 47 73 20064 118 232 38 512 53 672 710[500] 822 909[500] 79 2 9003 39 65 688 916 29 30071 134 87 96 246 63 70 31013[500] 30 262 307 575 708[500] 68[600] 861 32176 89 671 780 [3000] 849 914 33 33371 461[1000] 518[6001 002 19 706 88 804 77[500] 906 3 4005 311 60 96 480 786 35219 93 318[500! 659 835 30213 317 68 661 745 859 959[500] 37131 42 211 303 488 885 97 30041 359 409 656 89 774 39173 312 67 587[500] 731 40088 159 338 79 600 41252 340 678 760 42020 144[500] 245 92£33 56 634 793 863[1000] 971 43)00 188 221 741 53 44187 233 430[500] 65 508 687 925 90 94 45338 428[500] 587 89 90 94 699 742[500] 65 95[1000] 873 4 0401 70 679 83 89 748 83 4 7313 73 81 438 80 98 527 30 66 83 634 976 40017 37 [3000] 157 95[500] 230 409 645 732 40011 67 71 178 247 50 494 99 753 03 857 933 56 50101 33 207 618[500] 68 735[600] 75 79 831 51018 276 317 34 47 53[500] 652 697 703 3t 65 99 960 52063 04 197 339 50 79 433 726 92 53120 300 667 83 705 814 15 683 54155 325[500] 47 52 478 627(1000) 63 84 737[500] 847 55008 211 32 [3000] 57[ 500] 440 893 50157 210 22 86 394 13000] 453 60 73 639 67 628 701 57033 65 232[1000] 374 522 773 93 932[500] 53 89[5001 50008 174[500] 97 224 37 58 90 328 57 94 422 633 702 52 879 944 50163 97 244 330 31 84 433 85 504 63 727 943 6O005 102 76 379 631 702 68 953 61246[560] 338[5001 66 93 448 64 565 649 63 95 836 50 88 02084 69 229 58 78 82 352 63 89 92 406 692 855 60275 337 89 504 675 893 942 64037 212 330 430 618 60 81 741 903 43 46 78 65116 281 308[500] 46 47 711 34 894 63182 323 400 35 675 034 835 80 84 984 67125 217 492[3000] 627 724 823 940 68 91 OS013 83 184 311 774 63043 09 220[500] 658 0-19 739 70203 4 563 603[500] 8 80 82 71351 608 15 84 621[500] 69 110001 840 955 72064 143 332 33 64 403 36 509 22 90 650 92 724 73032 239 338 43 412 68 130001 534 781 606 74035 162 230 38 419 613 36 616[1000] 808 945 75059 165 80 213 343 78 469 655 664 726 55 77(3000) 933[500] 76027 104 72 200 50 61 432 47 642[600] 90 93 688 703 12[600] 61 895 77673 96 651 62 782 891 003 19 42 77[5001 70066 412 95 603 794 79042 69 66 476 698 689 711 934 80 80003 185 96[1000] 206 566 84 003 95 938 01124 228 475 80 595[1000] 714 41 909[3000] 02021[1000] 27 36 235 72 409 681[500] 92[500] 622 25 53 13000] 751 668 947 03022 205 72 306 40 522 744 52 15001 84107 226 400 515 27 603 705 33 83 85115 62 262 353 707[1000] 70 76[1000] 99 823 61 74 923 1500] 86134 313 23 455 763 927 63 98 87017 141 40 420 599 684(30001 745 08 2« 155 41000] 238 720 53 922 89103 65 444 72 81 545 97 895 976 00048 211 18 508 77 85 713 48 94 228 85 95 «1248 79 640 817 933 9 2035[1000] 167 58 343 61 «04«1(600) 631 60,74 731(600] 010 678 86 00075 134 353 79 403 32 56 501 31 743 804 42 037 0421» 875 431 46 655 735 664[500! 95113 208 647[5001 65[5001 84[3000] 699 762 815 950 86 98318 91 464» 626 43 78[500] 717 97050 211 316 418 09 693 00144 320 491 668 678 783 815 66 600 39»3034 2X8 609 48 843 83[3000] 815 25 65 100065 234[500] 478 585 860(5001 021 101011' 88 58 138 213[1000] 92 93 510 601 783 86 90 835 5» 973[500] 86 1 02068 282 333[3000] 401 809 14 100317 222 380 423 608 1O4078 122 41 48 238 351 493 518 29 85 860 900 1052C3 70 90 799 835 964 67 92 1 06085 523 724 827 1 07129 609 14 44 1 08033> 113 71 95 98 200 545 625 81 93_914 1 00X19 35 83 [3000] 83 260 397 420 700 807» 110007 78 240 565 70 73 687[600] 753 805 94T( 11X046 62 291[30001 357 404 634 666 770 90S 112016 29 63 123 79 221 72 337 421 649 628[500] 722 46 91 802 10 49 977 113019 63 177 223 25 337 84 440 510 89 604 37 96(5001 718 22 920 11400» 18 46 224 62 394 665 77 96 621 33 76 733 69[600). 831 83 902 44 115021 41 42 217 29 70[1000] 345 79 654 771 810 116333 445 95£90 825 69 117023 89 178 336 535 630 752 110088 93[500] 187 97 329 33 489 568 1500] 633 45 772 888 910 42 110133* 98 418 66 512 605[10000] 722 874 901 120003[500] 310 404[5000] 657 615 708(500) 91 835 61 84 121129 39 413 62 665 690 865 87 919 33 1 22089 138 75 94 334 738 911 123004 277 626 600 818 1600! 27 991 124094 104 40 43[500] 44V 793 810 95 908 125124 53 62 212 65 403 659 98 605 711 892>500] 12 0259 78£42 624[500] 759 843 127046 86 190 304 23 63 662 738 810 51 65 120077 192 93 305 699 129016 167 434 48 808 721 987' 133223[500] 479 582 709 857 11000) 131053 145[500] 255 88[500] 416 34 83 620[1000] 826 95 132010 55 65 67 199 255 65[500] 84 485 650 604 718 94 850 133071[600] 237 91 320 63 405 589 [1000] 677 702 838 40 73 134048 103 25 233 303 641 983[1000] 13 5053 334 57[3000] 484 831 48 794 933 57 75[10001 3 30035 49 105 237 72 394 473 80 319 828 988 137081 145 208 16 377 600 878[SOOJ. 130039 140 304 628 39 711 911 130022 180 289 435 89[1900] 601 741 862 98 998[3000] 140012 246 427 75 597 635 40 729(1000] 35 141152 477[3000] 684 93 825 26[500] 933 142149 69 316 408 42 90 690 710 953 143156 277 364[500]' 93 422 55 82 791 814[500] 974 99 1 44008 33 107 37 53 237 330 401 5 534 669 785 145020 35 311 84 492 589 773 32 571 912 04[1000] 146022 208 87 [500] 410 537 71 73 655 718 809 19 73 90 147177 453 509 18 729 814 30 77 968 148039 177 78 BIO 34 603 5 98 823 935 149171 357 409 31 698 895 921* 150230 353 661 745 61 820 962 84 151089 185 88 383 407 502 627 722 800 72 92 152755[30001 983 153011 182[500] 620 63 58 752 843 48 903 67 74 154433 579 99 722 155054 144 243 417 41 [1000] 510 42[1000] 895 1 50035 39[500] 89 327 62 645 51 750 847 905 97 157008 61 62 92 157 239 49 72[600] 332 425 92 639 664 734 63 97 1 50007 45 SO 101 240 443 48 516 63 870 918[1000] 38 70 78 159052 149[500] 96 273 306 78 417[6000] 591* 671 92 720 29 74 830 984 88 i 16O023 204 382 830 36 944 62 161X71 292 329 97 629 723 73 162072 gl lg 4 zog a76 676 622 68 85879 953 67 71 100034 80[500] 223 315 551 8Z7- 84 924 164048 407 9 33 62 549 821 32 992 93 165032 34 112 39 372 413 852 972 160092 324 485 509 96 807 18 61 137007 36 127 354 602 23 42 70' [5001 618 924 49 82 160413 72[3000] 741 854 98 160081 109 246 370 835 38 82] 170454 668 699 784 858 949 1 7 1 041 140 zgz 408 540 780 847 172043 127 277[3000] 308(lOOOl 34 41 67 76 405 957 173200 87 637 80 846 SS 17 4298 317[500] 64[500] 517 27 891 958 17S20« 39 451 69 683 058 176342 441 68>1000] 827 935 177068 130001 145 64 221 376 83[600] 418 582 603 49 776 363 170000 27 23 232 320 434 87 548 79«3' 81 915 170002[600] 266 335 422 25 687 704 068 67. 10OC11 173 328 35[lOOO] 410 85 707 69 101079 80 310 635 636 67 705 29 77 916 18 102129 M 61» (1000) 668 927 103124 05 272 419 722 72 830 49 104193 301 427 61 611 87[1000] 644 66 708 04 821 010 48 50 1 85026 49 343 64 494 638 63 781 829 Sil 186048 79 489 663 787 982[10001 87 09(1000) 187 068[1000) 182[1000] 81,«1 8» 20011» Ä .479 096(500) 780»82 100»»?° � 4W+" Verantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.:?h*Glocke, Berlin. DruckzuBerlag: Vortvärt»»vchdruckerei u. Berlagfavftglt Zaul Singer«. Co., Berlin SM $r. 265. 28. Jahrgang. 4 Ktilxgt Ks.Amiirls" Derlner AlliÄR Zonnabevd, tl. UovtNllier lvlt. Partei- Angelegenheiten. Bicrtcr Wahlkreis. Am Sonntag, den 12. November 1911. findet bei Mörner, Koppenstrajze 29, nnd bei Borgman», Andreas- stratze 21. das Stiftungsfest unter Mitwirkung von Vereinen des Arbeitersängerbundes, Mitgliedern des Turnvereins.Fichte", Berliner Humor-Ouartett, Liedersängerin Frl. Erna Freiniack. Herrn E. Kanich, Frl. Gertrud Aslen-Kestler und Herrn Hein Oesterheld. Konzert und Tanz. Billett 25 Pf. Eröffnung 4 Uhr, Anfang 5 Uhr. Den Mitgliedern zur Kenntnis, datz offene Kaste nicht stattfindet und sie sich rechtzeitig mit Billetts versehen wollen. Fünfter Wahlkreis. Die Genossen der V., VI. nnd VII. Abteilung tverden ersucht, sich am Sonntag frnh in den bekannten Lokalen zur Handzettelverbreitung zahlreich einzufinden. Der Borstand. Treffpunkt der Borortgenossen zu den Muffen- Protestversammlnngcn. Zu den morgen, Sonntag mittag 12 Uhr, in Berlin stattfindenden Proreftversamnilungeu treffen sich die Genossen der einzelnen Vor- orte wie folgt zum Abmarsch: Wcißcnsce. Iv'/z Uhr in den Zahlabcndlokalen. Abmarsch nach der Brauerei Fricdrichshain. Obrr-Schölicwcidr. Vormittags 19 Uhr im„Wilhelminenhof". FriedrichSfclde. 11 Uhr bei Brunk, Prinzen-Allee 59. Lankwitz. Abfahrt 11 Uhr 7 Min. nach der Bockbrauerei. Trgel. 10 Uhr vormittags in den BezirkSlokalcn. Britz-Buckow. Morgen Sonntag, früh 8 Uhr, von den bekannten Stellen aus: Handzettelverbreitung. Der Vorstand. Zchlcndorf sWannsecbahns. Die für morgen Sonntag, den 12. November, angesetzte Flugblattverbrcitung findet nicht statt. Der Vorstand. Ncinickcndorf-Wcst. Heute abend veranstaltet der VezirkSwahl- verein im Lokale des Genossen Schiller s.Eichbornsäle") einen Heiteren Abend. Mitwirkende: Frau Käte Hyan, Fräulein Else Kardaetz, Herr Emil Kühne. Anfang des Konzerts S'/g Uhr, der Vorträge 9'/» Uhr. Nach den Vorträgen: Tanz. Eintritt 40 Pf. Billetts sind bei den Gruppenführern zu habe». Die Bezirksleitung. Miihlcnbcck sBezirk Nieder-Schönhaufen). Sonntag, den 12. No- vember. nachmittags 4 Uhr. findet im Gasthof.Zur Sonne"(Jnh. 91. Barsch) eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt. Tagesordnung: 1. Der bevorstehende Wahlkampf. Referent: Genosse Robert F e n d e l, Weißensee. 2. Disknssion. Die Bc- wohncr der Orte Blankenfelde, Schildow, Schönfließ und Summt sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Die Bezirksleitung. Lichtenrade und Umgegend. Heute Sonnabend, den 1l. November, abends 8'/» Uhr, findet unser Zadlabcnd getrennt für die Mitglieder des Ost-Bczirkcs im Lokal Panl, Glasower Straße 72, für die Mitglieder des Wcst-Bczirks im Lokal Jantkc, Hohenzollcrnstraße, statt. Bezirk Oranienburg. Sonntag, den 12. November, nachmittags ■4 Uhr, findet im Lokal.Waldhaus Sandhausen", Schützenstr. 34, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher der Genosse Georg Ucko über die bevorstehenden Stadtvcrordnelcnwahlen sprechen wird. Die Bezirksleitung. Wandlitz-BaSdorf(Bezirk Pankow). Am heutigen Sonnabend, abends 8>/z Uhr. bei Lassan-Wandlitz: Zahlabcnd. Schöncichc und Umgegend. Sonntag, den 12. Noveinber, nach- mittags 2 Uhr: Volksversammlung unter frciein Himmel auf dem Gcmeindegrundstück Kl.-Schönebeck(Richtcrbcrg). Tagesordnung: Vortrag des Genossen Barth über:»Die bevorstehende Reichstags- Wahl und ihre Bedeutung". Freie Diskussion. Falkcuhagcn-Sccgcfcld. Sonntag, den 12. Noveinber, morgens 8 Uhr, von den Wohnungen der Bezirksführer: Flngblailverbrcitung. Der Vorstand. Spandau. Am Sonntag, den 12. November, findet kür Nonnen- dämm, Haselhorst und Sternfelde in dem Lokal von Müller, Nonnen- dämm, SjeuienSstraße 23, nachmittags 3 Uhr, eine öffentliche Ver- sammlung statt. Tagesordnung: 1..Auf zun, ReichStagSwahlkampf l' Referent: Kandidat des Kreises Dr. Karl Liebknecht. 2. Freie Diskussion. Der Zahltag für Nonnendamm findet deswegen mittags 1 Uhr bei Dreier, Märki'cher Steig 6, statt. Der Vorstand. Teltow. Heute Sonnabend, abends 8 Uhr, findet im Lokal von Bonow, Berliner Str. 19. eine öffentliche Kommunal- Wähler- verfanunlung statt. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Ucko. Bericht der Stadtverordneten. Aufstellung des Kandidaten. ßcrllrnr Nachricbten. Tas alte Berliner Medizinalkollegium. Die Einrichtung, die der Berliner Magistrat zurzeit� in Erwägung zieht, ein Berliner Medizinalkollegium zu schaffen, hat bereits ihren Vorgänger in Berlin gehabt. Schon 1685 wurde hier ein Collegiuin niedicum eingerichtet, welches die spezielle Aufsicht über alle medizinischen Angelegenheiten in Berlin und dem Lande hatte, und zu dein später noch ein Oberkolleginm kam. Es ist interessant zu erwähnen, daß dieser Behörde damals auch die Bader oder Barbiere unter- standen, die früher Spezialisten für Aderlassen. Schröpfen und Baden loarcn, aber auch gctviffe chirurgische Operationen vornahmen und namentlich als Wundärzte dienten. Tie mußten einen Kursus in Anatomie und Operationslehre ge- macht haben und vom Oberkolleginm approbiert sein, konnten aber dann die Chirurgie in ihrem ganzen Umfange ausüben, Schüler ausbilden nnd nach Belieben 5 oder 3 Messingbecken vor die Türe hängen) tvöhrend früher die Barbiere 5, die Bader 3 Becken führen nmfftcn. Da die Bader- und Barbier- gercchtigkeit auf besonderer Konzession beruhte, wurde mit den Gerechtsamen ein sckMinghastcr Handel betriebe». Mau kann sich übrigens vorstellen, in welchem Zustande sich derzeit das Mcdizinalivesen in Berlin befand und welche geringen Ansprüche, trotz der Prüfung durch das Medizinalkollegium, an die Bader gestellt wurden. Mit der heutigen Chirurgie und Wundbehandlung hat jene Arzneikunst natürlich nicht die geringste Aehnlichkeit: die Berliner Bader übten lediglich schleckt und recht ihr Handwerk so ans wie etwa heute noch der Dorfbader in den Gegenden, die mit ihren sonntäglichen Raufereien dem Bader reichliche Flickarbeit liefern. Aber das Collegiuin mcdicum hatte auch noch die Okulisten, Stein- und Brnchschneidcr, Zahnbrecher usw. zu prüfen, die ohne diese Prüfung„nicht in den Jahrmärkten feilhalten durften". Das beweist deutlich genug, wie die Heilkunde noch im 17. Jahrhundert in Berlin ausgeübt wurde Heute wird ein Berliner Medizmalkollegium etwas wichtigere Aufgaben haben I �__ Criu Nndjfpiel zum Kornlilnincnrulnmcl. Bekanntlich hat die widerliche und beschämende Siraßenbettalei bei« Verkauf von Kornblumen in ganz Deutjchland. deren Ertrag- niffe den Veteranen von 1870 zugute kommen sollten, große Summen eingebracht. Run aber erlebt die Welt auch noch das interessante Schauspiel, daß zwei Parteien sich um die Ehre des Urheberrechts und im Anschluß hieran um das finanzielle Ergebnis streiten und aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Käufer der Blumen sowie die immer noch hoffenden Veteranen aus dem gerichtlichen Prozeß ersehen können, wie patriotische Veranstaltungen entstehen. Ein früherer, von geschäftlichen Fchlschläg'n betroffener Ge- werbctrcibendcr aus der Bclcuchtungsbranche bezeichnet sich als Vater der Idee für Kornblumeulage, und er ist, wie er behauptet, durch seine große Notlage— Not macht erfinderisch, schreibt er— und durch negative Ncichstagsdebatien auf diesen Gedanken gekommen. Er arbeitete nun Prospekte und Entwürfe aus. die er dem„Zentralkomitee der Gesellschaft vom Roten Kreuz" anbot, mit der Bedingung, daß er zur Deckung seiner Unkosten un-d für seine Mühe eine Provision beanspruche. Aus dieser eigenartigen Transaktion sind nun zwischen den beiden Kontrahenten Streitigkeiten entstanden, in denen, nun der Kadi entscheiden soll. Die Gesellschaft hat zwar die Idee benutzt und ausgeführt, be- streitet aber, daß es auf diesem Gebiet ein Erfinderrecht gebe, daß somit der Erfinder rechtlich nichts zu fordern habe und seine Forde- rung nur eine Bitte darstellen könne. Sie hat dem Herrn zwar 200 M. geschickt, will darin aber weiter nichts als eine„freiwillige Gabe" ohne jede bindende Verpflichtung sehen, ebenso in den weiteren 300 M., die sie dem Kläger in Aussicht gestellt hat für den Fall, daß er schriftlich auf lveitere Forderungen verzichte. Wie gesagt, will der Herr nun auf gerichtlichem Wege sein wirkliches oder vermeintliches Recht suchen. Uns selbst kümmert die Angelegenheit sehr wenig und wir haben nur des Charakteristikums halber Notiz davon genommen und überlassen es den beiden Parteien, wie sie das edle Geschäft zu Ende führen werden. Immerhin ist es nicht ganz uninteressant, auch mal in die Werkstatt einer patriotischen Gelegenheitsmacherei zu blicken. Tie Arbeiterschaft hat von vornherein gewußt, was hinter dem Rummel steckt und den Daumen auf den Beutel gehalten, vielleicht tun's die andern das nächste Mal auch. Das wäre das erfreulichste Ergebnis dieser Angelegenheit. Fürsorge fürs Wochenbett. Viele Frauen haben Schwierigkeit, für ihre Entbindung die nötigen Ansckmffungcn und Wäsche zu besorgen. Es bestchi daher in vielen Städten die Einrichtung von Wanderkörben. In Berlin hat das Kinde rhaus von Professor Neumann zu dem gleichen Zweck die Einrichtung der„Wochen- ausrüstung" getroffen. Es wird eine verschlossene Säuglings- wanne, in der die nötigen Gebrauchsgegenstände zur Entbindung, wie Unterlagen, Bürste, Seife Binden, Watte und ein Laken ent- halten sind, zur Entbindung geliehen.� Nach 14tägiger Benutzung ist die Wanne mit den leeren Blcchbehällnisscn an das Kinderhaus zurückzulicfern. Vormerkungen auf die..Wochenausrüstung" werden im Bureau des Kinderhauses, Blumcnstr. 97, vorn parterre links, von 2—5 Uhr angenommen. Der Ausbau der Stcttiner Bahn. Es wivd berichtet: Die Stettincr Eisenbahn wird vierglcisig ausgebaut und auf der Strecke bis Bernau höher gelegt. ,Bei Blankenburg, Karow usw. fahren die Züge schon auf foim erhöhten Eisenbohndainm. Dieser Ausbau und die Höherlcgung bedingen den Umbau der Bahnhöfe. Die Eisenbahnvcrwaliung nimmt bei diesen Umbauten keine Rücksichten ans die beteiligten Gemeinden, die zum Teil schon beträchtliche Opfer gebracht haben. Echo« seit 4 Jahren hat man vergeblich Eingaben und Schritte unternommen, um einen zweiten Aufgang in Buch, das sich ganz enorm entwickelt hat, zu erhalten. Man wurde vertröstet. Zu allgemeiner Uebcrraschung soll nun der neue Bahnhof nach Karow zu verlegt werden und keinen zweiten Aufgang erhalten. Im Sommer wurden die Pläne nochmals in Buck öffentlich ausgelegt. 1568 Beteiligte legten auf Grund der Bestimmungen des Enteignungsgesetzcs unverzüglich Beschwerde ein. In dem nun folgenden Lokaltermin unterstützten der Amts- und Gemeindevorsteher die Einsprüche auf das allerkräftigste. Der Konimissar un!d der von der Regierung gesandte unparteiische Sach- verständige erkannten an, daß die Einsprüche berechtigt und eine Acndcrung des Projektes notwendig lvarcn. Die Interessenten boten sogar Gelände für einen zweiten Aufgang an. Der Ver- tretcr der Eisenbahn verlangte jedoch, daß sämtliche Kosten des verfehlten Projektes üliernoinmen werden sollten. Dies lehnten die Beteiligten entrüstet ab. Tie Antwort war die Ab- lehnung des Ministers auf Abänderung des verfehlten Projektes. Der Minister stellte sich dabei auf den neuen Standpunkt, daß eine Verschiebung d's Bahnhofs um mehrere hundert Meter keine Verlegung sei— Der Minister ist auck der Ansicht, daß durch eine Aenderung de� Projektes eine Verzögerung der Bauausführung eintreten würde. Mit solchen Gründen wird operiert, uni samt- lichc Interessent:» zu überzeugen, daß die Eisenbahn dem Ver- kehrSinteresse dient.— Tie Verhältnisse in Zepernick liegen genau so wie in Buch und anderen Vororten. Mit Recht wird nun darauf hingewiesen, daß der Minister des Innern in einem Erlaß die Wichtigkeit der Behauungspläne betont, und verlangt hat, daß die unteren Behörden auf die zukünftige EntWickelung und die histori- schcn Anlagen Rücksicht nehmen sollen. Der Minister der öffcnt- kicken Arbeiten ist anderer Ansicht. Er nimmt auf die historische Entwickclung und die bestehenden Bebauungspläne gar keine Rück- ficht. Er scheint an der EntWickelung der Orte überhaupt kein Interesse zu haben, sonst würde er den Gemeinden gewiß entgegen- kommen. Wie an der Anhalter ist auch hier an der Stettiner Bahn nur das nackte fiskalische Interesse maßgebend. Die Interessenten erhoben nun Klage beim Bezirksausschuß. Dieser wies den Einivruch mit der Begründung zurück, daß nur der Minister zu entscheiden habe. Es blieb den Beteiligten nun nichts weiter übrig, als sick bei dem Minister der öffentlichen Arbeiten über dessen Bescheid zu beschweren. Was darauf für eine Antwort erfolgen wird, wissen wir noch nicht, können es uns aber denken.— In Bernau besteht: auf dem dortigen Bahnhof nur e i n Aus- und �Zugang mit einem Beamten, der die Fahrkartenkontrollc ausübt. Wenn dort zwei Züge zu gleicher Zeit einlaufen, was öfters vorkommt, dann entsteht regelmäßig eine Stauung an dem Eingang. Die ankommenden Fahrgäste drängen die abreisenden zurück, von denen dann oft v i e l e den abfahrenden Zug nicht mehr erreichen und— sitzen bleiben. Eine neue PoNzeilcistnng wird uns bekannt. Eine Händlerin N.. die im 42, Polizeirevier wohnt, sollte mit Geld- oder Haststrafe eine jeuer Uebertretungen büßen, lvie sie im Straßcuhaudel oft vorkommen. Da sie nicht zahlen konnte und auch den Antritt der Haft hinausschob, so wurde sie schließlich von P o l i z i st e n n» t e r Anwendung von Gewalt au s der Wohnung herausgeholt. Die Einzelheiten diese» Vorgehens sind überaus kennzeichnend für die Meinung, die die Polizei vo» ihren Machtbcsugniffcu hat. Eines Morgens meldeten sich vor der Wohnung der Familie N. zwei Schutzleute und fragten nach Frgu N. Der Ehemann mnßte beide hineinlassen, er erklärte aber, seine Frau sei krank. Ihm wurde geantwortet:„Dat iS doch komisch. Wenn Ihre Frau soll abgeholt werden, dann ist sie krank. Aber locker wird heute nicht ge- lassen." Einer der Schutzleute trat an das Bett, in dem Frau N. lag, und forderte sie ans, sich zu erheben. Die Frau versicherte gleichfalls. daß sie nicht ausstehen könne. Taraus ging der eine Schutzinann nach der am Luijeuufer gelegenen Polizeiwache zurück, während der andere in der Wohnung blieb. Diesem sagte jetzt Herr R.» er werde einen Arzt holen. Als er sich anschickte, zu gehen, verließ auch der Schutz- manu die Wohnung und stellte sich nun vor der Haustür auf. N. bekam nicht sogleich einen Arzt, weil es noch am frühen Morgen war, und mußte sich nochmals auf die Suche begeben. Noch ehe er zurückkehrte, erschien zur Abholung der Frau N. ein Aufgebot vo» sechs Polizisten, darunter ein Wachtmeister und ein Kriminalbeamter. Durch die verschlossene Wohnungstür rief einer der Beamten einer sechsjährigen Tochter N.'s zu, sie solle ausmachen. Die Kleine verstand auch, der Doktor sei da, aber sie konnte nicht öffnen. Jetzt wurde ein Schlosser geholt, die Tür wurde geöffnet, und die Polizei besetzte die Wohnung. Wieder forderte ein Beamter die im Bett liegende Frau N. auf, sich zu erheben. Da diese dabei blieb, sie könne nicht aufstehen, so bc- sorgte der Beamte eine Droschke. Zwei Manu ergriffen dann die nur mit dem He nid bekleidete Frau unter den Armen und an den Füßen, legten sie aus eine mitgebjr achte Pferdedecke und warfen einige Kleidungs- stücke dazu. So wurde Frau N. aus dem vierten Stockwerk hinuntergetragen und in die Droschke gepackt. Von den sieben Kindern der Familie ivaren die drei noch nicht schul- Pflichtigen in der Wohnung, Kinder im Alter von 6 Jahren, von 2 Jahren, von 6 Monaten, die nian nicht sich selber überlassen durste. Sollte bei ihnen ein Schutzmann bleiben, bis der Vater zurück- kommen würde? Die Polizisten nahmen auch die Kinder mit nach der Wache. Dort war inzwischen die in die Pserde- decke gehüllte Mutter abgeliefert und im Wachlokal aus eine Bank gesetzt worden, und sie sah nun vor sich eine Gruppe von Schutzleuten, die über sie ihre Bemerkungen machten. Nachher wurde Frau N. wieder hinuutergeiragen, tu die Droschke gesetzt und zum Polizeipräsidium gefahren. Hier nahm man sie gar nicht erst auf, und die Fahrt ging dann weiter nach dem Frauengefängnis in der Barnimstraße. wo Frau N. zur Berbüßung ihrer Haft abgeliefert wurde. Inzwischen war der Ehemann von seiner Suche nach einem Arzt heimgekehrt, hatte die Wohnung leer gefunden und erfuhr von Hausbewohnern, was geschehen war. Er ging zur Polizeiwache und konnte hier vor der Türe gerade noch mitansehen, wie die drei Kinder von zwei Polizisten in eine Droschke ge- st e ck t wurden.j Er rief, man solle halten und die Kinder hier lassen — aber fort gnigs im Trab zum Waisenhaus. Auf dem Polizeibureau wurde Herrn N. vom Leutnant gesagt, die Frau habe abgeholt werden müssen aus Anordnung der Staatsanwaltschaft, und die Kinder habe man in Schutzhaft genommen. N. holte die Kinder noch an demselben Tage aus dem Waisenhause zurück. Frau N. war, wie gesagt, im Gefängnis sofort in ein Bett gelegt worden. Sie erzählt, daß sie in den scckS Tagen ihrer Haft das Bett gehütet habe. Ein Arzt habe sie sofort untersucht, ihr eine Wattepackung für den Hals sowie eine Arzenei verordnet und habe dann seine Besuche täglich wiederholt. Bei der Entlassung gab man ihr auS der Anstalt ein Paar„Latschen" nebst Strümpfen mit, weil sie barfuß eingeliefert worden war. Vor ihrer Entlassung habe sie gebeten, man möge an ihren Mann schreiben, daß er ausreichende Kleidung bringen solle. Herr N. hat niemals einen solchen Brief erhaltL«. Fünf Tage nach der Heimkehr seiner Frau wurde übrigen? auch er, der gleichfalls wegen Ncbertretung eine Geldstrafe durch Haft verbüßen sollte, im abgekürzten Bersahien von der Polizei aufgegriffen. AIS er im Morgengrvnen auf die Straße hinunter- ging, um Frühstück für die Familie zu holen, nahm ein Schutzmann ihn fest. Diese Polizeileistmig gibt zu denken. Gewiß, jede Strafe muß einmal vollstreckt werden. Und selbstverständlich müssen Polizisten den Auftrag ausführen, den sie erhalten habe». Ahcr auch das ericheint uns selbstverständlich, daß sie den Einspruch, der Strofautritt könne lvegen Erkrankung nicht erfolgen, nicht nach eigenem Ermessen als leere Ausrede aniehen dürfen. Ob in dem vorliegenden Fall Frau N. hätte ausstehen können oder nicht, das ist für die Beurteilung des Vorgehens der Polizei unerheblich. Unter allen Umständen muß ge- fordert werden, daß ein Arzt, nicht ein P o l i z i st, darüber entscheidet, ob der Einwand einer Erkrankung be- gründet ist. Was für Instruktionen müssen daö sein, die von den Polizisten dahin verstanden werden konnten, das von ihnen eingeschlagene Verfahren sei zulässig'{ Wir wünschten, daß einmal die Gattin irgend eines recht wohlhabenden nnd darum augeseheuen Mannes — Vcrurteilllngeii zuFreihcitSstrafenIommcn ja mitunterin den„feinsten Familien" vor— nach Verweigerung dcsffHaftantrittcS in dieser Weise weggeschleppt würde. Wenn eS forrekt war, Frau N. im Hemd aus dem Bett zu heben und in einer Pferdedecke fortzuschaffen, dann würde— denken wir uns— die Polizei auch eine KominerzienratSgattin in gleichem Fall ebenso behandeln. Welches Geschrei würde da die bürgerliche Presse erheben! Um eine Händlerin aber lvird sie sich nicht aufregen. Spc.ischauS„Grünes Kreuz". In der vorigen SonntagSninnmer wurde mitgeteilt, daß der Verein„Grünes Kreuz" in der Zions- kirchstr. 50 eine Speisewirtschast unterhalte, die unter der Wohl- tätigkcitsflagge segelt und an einen Unternehmer verpachtet ist. Der Unternehmer wolle und müsse verdienen, es könne also von einer Wohltätigkcitsspciscanstalt nicht die Rede sein. Die Information war uns durch Vermitteluug einer großen Berliner Wohltätigkeits- institution zugegangen. Hierzu schreibt uns Herr Otto Wilke, daß der Verein„Grünes Kreuz" seit dem 1. April 19l0 keine Speisewirtschaft mehr selbst- ständig unterhält, eine solche auch nicht verpachtet hat. Vielmehr sei das jetzige Spcischaus„Grünes Kreuz" sein privates Eigentum. Er stehe in keiner Verbindung mit der ZionSkirchgemeinde, ver» anstalte in seiner Sp.'iscanstalt keine WohltätigkeitS-Fcstessen, sei vollständig unabhängig vom Verein„Grünes Kreuz" und ermögliche es, daß bei billigen Einheitspreisen von 35— 40 Pf. wochentags und 45— 50 Pf. Sonntags selbst Wcnigbcmittelte hier speisen können. Das ist alles ganz schön und— grün, aber die Mißdeutungen sind offenbar dadurch entstanden, daß die Familie Wilke, die. früher in der Kochküch-e des Vereins tätig war, den Namen„Grünes Kreuz" nach erfolgter Trennung vom Verein auf die eigene Speisewirt- schaft, die in den alten Vereinsräumen betrieben wird, übernommen hat. Wer nicht als Stammgast genau unterrichtet ist, kann also nur zu leicht auf die Vermutung kommen, daß in der Zionskirch- straße noch die alte Vereins-Speiscwirtschaft besteht. Tobesstnrz eines Greises. Das Opfer eines bedauerlichen Unglücksfalles ist in der Nacht zum Freitag der 70jährige Invalide Hermann Vogel aus der Bcllermannstraße 60 geworden. V. hatte am Donnerstagabend Verwandte besucht und dort an einer Familienfestlichkcit teilgenommen. Als er gegen 12 Uhr nach Hause zurückkehrte, benutzt- er einen zweiten Eingang des Hauses und ivollte sich über den Hof nach dem Vordcrgcbäude begeben. In der Dunkelheit öffnete der alte Mann versehentlich die dicht neben dem Hauseingang liegende Kellertür und stürzte bei dem nächsten Schritt die steinerne Treppe hinab. Gestern früh gegen Uhr wurde der Verunglückte-in leblosem Zustande von einem Hausbewohner auf- gefunden. Ein sofort von der Unfallstation in der Badstraßc herbei- gerufener Arzt konnte jedoch nur noch den infolge eines schweren Schädelbruchs eingetretenen Tod feststellen. Die Leiche wurde nach dem Schauhause übergeführt. Zur SonntagSruhc im HandclSgcwerbc wird aus dem Rathause berichtet:„Die Gemeindebehörden Berlins haben bekanntlich be- schloffen, gemäß§ 105b der Gewerbeordnung ein OrtSstatut zu er- lassen, durch daS in offenen Verkaufsstellen die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern an Sonn- und Festtagen auf zlvci Stunden eingeschränkt wird. Ausgenommen sollen nnr die Geschäfte der Nahrnngs- und Gcnnßmittelbranche und des Blumeiihandels sein, bei denen die jetzige Arbeitszeit(von 7 bis 10 Uhr und von 12 bis 2 Uhr) bestehen bleiben soll. Aus nahe- liegenden Gründen ist die eingeschränkte Arbeitszeit in den Sommer» monaten früher als in den Wintermonaten festgesetzt, und zwar für die Zeit vom 1. Mai bis 30. September auf 8—10 Uhr vor- mittags und für die Zeit vom t. Oktober bis 30. April auf 12 bis 2 Uhr mittags. Dies Ortsstatut hat nunmehr die Bestätigung des Oberpräfidenten erhalten. Den Tag des Inkrafttretens hat der Oberpräfident im Einvernehmen mit dem Bezirksausschuß Potsdam, der die gleiche Regelung für Charlottenburg, Lichtenberg und Deutsch- Wilmersdorf getroffen hat. aus den 1. Januar 1312 festgesetzt. Inzwischen sollen die für einige Nachbargemeinden, namentlich für Schöneberg, noch schwebenden Berhaudlungen wegen einer gleich- artigen Ordnung nach Möglichkeit zum Abschluß gebracht werden. Ein gewerbsmäßiger Jnseratenschwindler, der die Behörden schon wiederholt beichäftigt hat, ist mit seinem Helfershelfer von der Kriminalpolizei wieder einmal festgenommen worden. Es ist ein 42 Jahr alter aus Marienburg gebürtiger Apotheker Franz Fehlauer, der erst im September v. I. wegen solcher Betrügereien verhaftet und bestraft worden war. Nach seiner Entlassung gewann Fehlauer den 36 Jahre alten Kaufmann Walter Punschke, der aus Danzig stammt, zur„Mitarbeit". Ihn sandte er mit gefälschten Quittungen zu Leuten, die im Berliner Adreßbuch inserieren ließen. Punschke zog auf diese Weise Beträge von 13 bis 40 M. ein und erhielt dafür von Fehlauer, der gleich vor der Tür auf das Geld wartete, jedesmal 3— 4 M. Es kam auch vor, daß die Gauner sich an An- gehörige von Herren wandten, u. a. von Aerzten, die gar nicht inserierten und ihnen in deren Abwesenheit Geld abschwindelten. Gestern wurden die Gauner, auf die die Kriminalpolizei schon länger fahndete, ertappt und hinter Schloß und Riegel gebracht. Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich Donnerstag nach- mittag in Pankow. In der Berliner Straße dortselbst vergnügten sich eine Anzahl Kinder damit, kloine Holzkugeln die Straßenbahn- schienen entlang rollen zu lassen. Der achtjährige Sohn Willi des SägemeisterS Waldow war so eifrig bei dem Spiel, daß er das Herannahen eines Droschkenautomobils übersah und die Warnungs- signale des Chauffeurs nicht beachtete. Obwohl der Führer des Kraftwagens durch Ziehen der Notbremse seinen Wagen zum Stehen zu bringen suchte, war es doch nicht mehr möglich, das Unglück zu vermeiden. Der Knabe wurde umgerissen und geriet unter das Auto, dessen Räder über ihn hinweggingen. In bedenklichem Zu stände wurde der verunglückte Knabe, der schwere innere und äußere Verätzungen erlitten hatte, nach dem Krankenhause übergeführt. Ja Lebensgefahr gerieten in der letzten Nacht zwei junge Mädchen in dem Hause Westfälischestrahe 53 in Halensee. Die beiden Freundinnen, die ein gemeinsames Zimmer bewohnen, hatten abends im Bett gelesen und dann in, der Schlaftrunkenheit den Gas- hahn der Beleuchtungsanlage nicht ganz geschlossen. Als gegen 1 Uhr nachts ein Bewohner des Hauses von einer Festlichkeit zurück- kehrte, nahm er einen aus dem Zimmer der jungen Mädchen dringenden intensiven Gasgeruch wahr und veranlaßt« die Oeffnung des Zimmers. Hier fand man die beiden Mädchen bewußtlos in ihren Betten liegend vor. Einem sofort hinzugerufenen Arzt und der Rettungsabteilung der Wilmersdorfer Feuerwehr gelang es nach längerem Bemühungen mittels SauerstoffapparateS die beiden wieder ins Leben zurückzurufen. Ein gefährlicher Kindrrfreund ist in der Tresckowstraße in der Mvske eines LehrerS aufgetreten. Als vorgestern mittag die 7 Jahre alte Tochter eines Beamten vor der Haustür stand, kam ein Mann an sie heran und fragte sie. welche Schule sie besuche, auf welcher Bank sie sitze, was für eine Zensur sie bekommen habe, usw. Nachdem er gehört hatte, daß die Kleine die Gemeindeschule in der Danziger Straße besucht, bemerkte er. das treffe sich schön, denn dort werde er jetzt als Lehrer angestellt. So gewann der Unbekannte das Ver- trauen des Kindes und ging dann mit ihm die Haustreppe hinauf. Im dritten Stock, wo eS menschenleer war. warf er eS plötzlich hin. um es zu vergewaltigen. Tritte in den unteren Stockwerken aber veranlaßten ihn, von seinem scheußlichen Vorhaben Abstand zu nehmen und die Flucht zu ergreifen. Während das Kind weinend zu den Eltern ging und berichtete, was vorgefallen war, entkam der Unhold. Er ist in der Gegend schon mehrfach gesehen worden. Die Eltern werden also gut tun. vor ihm auf d«r Hut zu sein und ,hre Kinder zu warnen. Der Unhold ist etwa 30 Jahre alt. sieht dunkel aus und hat eine unreine Gesichtsfarbe. Er tragt emen dunklen Winterüberzieher, einen dunkelblauen Jackettanzug, einen breiten weichen Hut. rotbraune Glacehandschuhe und eine Uhrkette, die aus Silber zu sein scheint. Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich gestern nachmittag gegen 3 Uhr am Spittelmarkt. Dort wollte die neunjährige Martha Dunke. Schönhauser Allee 117 bei den Eltern wohnhaft, mit ihrer Großmutter den Fahrdamm überschreiten, als ein Droschkenautomobil herannahte. Die Kleine wurde ängstlich, wollte zurücklaufen, geriet dabei aber unter den Kraftwagen. DaS Kind, das von dem Kühler de« MotorS am Kops getroffen worden war, erlitt eine schwere Ge- hirnerschütteruiig sowie mehrere Fleischwunden und mußte auf die nahegelegene Unfallstation geschafft werden. Arbciter-BildungSschule Berlin. Die Kurse deS Genosien G r u n w a l d beginnen an diesem Sonntag, den 12. November, wegen der Pvotestversammlungen eine halbeStunde früher wie sonst, also um 3 Uhr und um 11 Uhr. ES wird um recht pünkt- liches Erscheinen gebeten. Die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend hatte im Oktober einen Umsatz von 731 263,57 M. gegen 453 387,53 M. im «Oktober 1810, das sind 287 876,04 M. mehr. Die ersten 4 Monate dieses Geschäftsjahres brachten 2 566 645,74 M. gegen 1561 025,10 Mark im gleichen Zeitraum des Vorjahres, also 1 005 620,64 M. mehr. Die Mitgliederzahl ist auf über 44 000 gewachsen. Der Back- Warenumsatz ist aus über 110 000 M. monatlich gestiegen. In der Woche vom'20. November werden zwei weitere Doppelauszugöfen in Betrieb genommen, so daß dann 10 solcher Oefen benutzt werden «können. A�er selbst dann wird es noch nicht möglich sein, die Ver- kaufsstellen des ehemaligen Adlershofer Vereins mit Brot aus der eigenen Produktion zu versorgen. Die 80. Verkaufsstelle: Rixdorf, Steinmetzstr. 107. wird am 11. November, die 82. Verkaufs- stelle: Sonnenburger Straße 23. am 23. November, und die 81. Ver- kaufsstelle: Moabit. Ufnaustr. 16. am 25. November eröffnet. Bon einer Droschke überfahren wurden am Freitagabend gegen 7 Uhr in der Wilhelmstraße Ecke der Leipzigerstraße die beiden in der Kurfürstenstr. 156 wohnhaste» Schwestern Engler. Von de» Geschwistern erhielt die ältere. 28 Jahre alte, so schwere Verletzungen an der Schulter und am Kopf, daß ihre Ueberführung nach einem Krankenhanse erfolgen mußte. Rekrutcnvereidigung. Aus Anlaß der am 15. November 1311, vormittag« 11 Uhr, stattfindenden Vereidigung der Rekruten der Garnisonen Berlin, Spandau, Charlottenburg, Schöneberg und Groß-Lichterselde im Lustgarten werden der Lustgarten, die Schloß- freiheit und die Schloß- und Kaiser-Wilhelm-Brücke von 10 Uhr vor- mittags ab bis zur Aufhebung der polizeilichen AbsperrnngSmaß- nahmen für Fuhrwerke, Reiter und Fußgänger gesperrt, Vorort-JVachncbtcn« Rixdorf. Die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag abenii ke- fchäftigte sich an erster Stelle mit einem Antrage des Magistrats, nach welchem in dem neuen Schulhause in der Donaustraße vom 1. April 1312 ab eine K n a be n- M i t t e l s ch u l e eingerichtet werden soll. Beabsichtigt ist. diese auf den drei unteren Klassen der Volksschule aufzubauen und die Aufnahme der Schüler von einer wünscht der erstere zwecks eingehender Beratung von Einzelheiten Verweisung an die Mittelschul-Deputation.— Stadtv. Dr. Si l» b e r st e i Ii(Soz.): Stets, wenn hier die Frage der Mittelschulen behandelt wurde, waren wir gegen dieses Schulsystem, weil wir wissen, daß dadurch das. Niveau unserer Volksschule noch mehr her- abgedrückt würde; dazu tragen die bestehenden fünf Vorschulen schon genügend bei. Die vorgelegte Denkschrift bemüht sich ver- geblich, das Gegenteil zu beweisen; die Behauptung, daß in Städten mit Mittelschulen auch die Volksschule gut sei. läßt sich mit den Beispielen von Frankfurt a. M., Wiesbaden u. a. keines Wegs beweisen. Hier in Rixdorf steht fest, daß das höhere Schuh Wesen in den letzten Jahren riesenhaft gefördert worden ist, wäfy rend die Volksschule, abgesehen von den Bauten, keine nennens werten Fortschritte aufweist. Wenn der Magistrat den achtklassigen Ausbau der letzteren als unzweckmäßig verwirft, weil nur 60 Proz. der Schüler das Ziel der letzigen siebenklassigen Schule erreicht haben, so ist das falsch. Gerade letztere Tatsache beweist, wieviel für unsere Volksschule zu tun noch übrig, ist. Beweis dafür ist ja auch die uns kürzlich zugegangene Schrift des Lehrervereins, wo- Nach Rixdorf bei der Lehrerbesoldung in Groß-Berlin an 43. Stelle rangiert. Hohe Klassenfrequcnz und andere Mängel müssen eben den Erfolg einer Schule in Frage stellen. Die Mittelschule ist nach den Ministerialerlassen von 1310 und 1311 eigentlich gar nicht mehr als solche zu bezeichnen. Sie ist mit ihren 3 Klassen und mit der Berechtigung zur Prüfung für das Einjährigenzeugnis geradezu eine Konkurrenz für sie Realschule, und zwar absichtlich. Nach echt preußischer Art schafft sie eine neue Klassenschul«. sozusagen eine Proletenschule erster Güte, damit ja die Kinder, deren Eltern 72 M. Schulgeld zahlen können, von den Arbeiterkindern der Volksschule isoliert werden. Die Vorlag« will ja glauben machen, daß die einzurichtende Mittelschule eine solche für besonders Be- fähigte sein soll. Damit wären wir ja schon einverstanden; aber nur wenn statt der gevlanten 15 Proz. Freistellen deren 100 Proz. geschaffen würden.(Lachen.bei den Bürgerlichen.) Wenn Sie lachen, so verlachen Sie die Vorlage I Der Magistrat sagt, es gebe Eltern in Rixdorf, welche die Mittelschule wünschen; das ist kein sachlich entscheidendes Argument. Demgegenüber ist mit größerem Recht hervorzuheben, daß sehr viele Eltern eine Verbesserung der Volksschule fordern. Wir unterbreiten daher auch nachstehende Resolution: „Die Stadtverordnetenversammlung faßt im Anschluß an den Beschluß über Gründung einer Knabenmittelschule folgende Resolution: 1. Die Volksschule wird aus einer siebenklassigen in eme achtklassige umgewandelt. 2. Die Klassenfrequenz soll in den nächsten zwei bis drei Jahren um mindestens fünf Schüler herabgesetzt werden. 3. Die hygienischen Einrichtungen der Volksschule werden nach der Richtung hin verbessert, daß a) Schularzt-Einrichtungen nach modernen Anschauungen geschaffen werden; d) in jedem Schulneubau Brausebäder eingerichtet werden; c) Vorkehrungen für Schulzahnpflege getroffen werden. Zur weiteren Beratung dieser Angelegenheiten wird die Ein- setzung einer gemischten Deputation beantragt." Nur die Annahme dieser Grundsätze könnte uns veranlassen, der Magistratsvorlage näherzutreten. Im übrigen sind wir mit Kommissionsberatung einverstanden, jedoch nur in einer besonderen Kommission, wo unsere Fraktion mit dem ihr zukommenden Drittel vertreten ist; das ist in der Mittelschul-Deputation nicht der Fall. — Bürgermeister Dr. W e i n r e i ch bestreitet, wie immer in solchen Fällen, die Mängel der Rixdorfer Volksschulen, ohne Beweise für das Gegenteil zu führen. Die guten Bauten will er nicht allein dem Bauamt, sondern auch der Schulverwaltung als Verdienst an- rechnen. Die Durchführung der sozialdemokratischen Resolution würde 60 neue Klassen für die Volksschule notwendig machen; dazu hat Rixdorf nicht die Mittel. Aus dem gleichen Grunde könnten auch nicht 25 Proz. Freistellen in der neuen Mittelschule vorgesehen werden. Die Tabelle des LeHrervereinS über die Groß- Berliner Gehälter ist nicht richtig, da die Mietentschädigung darin besonders gerechnet wird. Wir hoffen, nach ein paar Jahren eine Verbesserung der Lehrergehälter vornehmen zu können.— Stadtv. Dr. M a a ß erklärt, daß die Lehrer eine Aufbesserung bereits im nächsten Etat bestimmt erwarten.— Stadtv. Dr. S i l b e r st e i n (Soz.) wendet sich gegen den Bürgermeister, dessen Ausspruch, daß für die Verbesserung der Volksschule im Sinne der Resolution kein Geld da sei, beweist, wie stiefmütterlich die Volksschule behandelt wird, während für höhere Schulen die Mittel immer vorhanden sind. Für die Schenkung eines Grundstückes an den preußischen Fiskus zur Errichtung seiner Taubstummenschule sind auch Hun- derttausende da gewesen.— Nach längerer Geschäftsordnungs- debatte, in welcher der Vorsteher sich wieder einmal über parlamen- tarische Gepflogenheiten hinwegsetzt, beschließt die bürgerliche Mehrheit grundsätzlich die Errichtung der Knabenmittelschule und Spezialberatung der Vorlage in der Mittelschuldeputation; gegen die sozialdemokratische Resolution stimmen ebenfalls sämtliche bür- gerliche Stadtverordnete, so daß diese abgelehnt wird. Die Einrichtung von 2 Oberlehrerinnen stellen an der Höheren Mädchenschule wird genehmigt. Grundsätzlich zugestimmt wird dem Magistratsvorschlag, daß am 1. April 1812 in Rixdorf eine evangelisch« Präpa- randenanstalt eingerichtet wird und die erforderlichen Räume dafür unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Die sonstigen Kosten der Anstalt trägt das Provinzialschulkollegium. Im Rechnungsjahr 1312 müssen 37 neue Lehrkräfte an den Volksschulen angestellt werden, und zwar 3 Rektoren, 23 Lehrer und 11 Lehrerinnen. Die Vorlage wird genehmigt; sie ist begründet mit der Zunahme der Schulkinder. Die Zahl der- selben betrug Oktober 1303: 29323 sZunahme 1685) 1310: 31602 k. 1678) 1311: 33 500(. 1898) 1911 wurden zu Ostern 807 und zu Michaeli? 1031 Schüler aufge- nommen; die Klassenfrequenz beträgt 53,7, auf eine Lehrkraft ent- fallen 57.6 Schüler. Für die Realschule wird eine neue Oberlehrer stelle beschlossen....„. �. Zur Erweiterung der V o l k s b i b l i o t h e k ,m Hause Prinz. Handjerystr. 87 sollen 350 M. als Mehrbetrag in den Etat für 1912 eingesetzt werden.., Gegen den Vorschlag deS Magistrats, daß am proickherten Ringbahnhof Kaiser-Friedrich st raße ein zweiter Treppenlauf vom Bahnhoftunnel zum Bahnsteige aus Kosten der Stadt(3000 M.) angelegt wird, wendet sich Stadtv. W u tz�k Y,(Soz). Im Interesse einer vernünftigen Regelung deS Vertrages»st— 10 führt er aus— am anderen Ende des BahnslcigS, unter der künftigen Durchführung der Kaiser-Friedrich-Straße ein Zugang unbedingt nötig. Die vorgeschlagene Trcppenanlage ist völlig un- genügend. Vom Oberbürgermeister wird erklärt, daß antcres beim Eisenbahnfiskus nicht zu erreichen war. Die Versammlung stimmt darauf der Vorlage zu..„. � tros**. r � Für den Ausbau des Pumpwerks»n der Mildenbruch. straße nach dem aufgestellten Vorentwurf werden 390 000 M. aus Anleihemitteln bewilligt....... Auf dem großen Hintergelände des Schulgrundstucks am Richardplatz soll der Neubau eines Gemeinde- und Mittelschulgebäudes errichtet werden,-rem vorgelegten Projekt, das mit 960 000 M.. einschließlich Grundcrwerbskostcn. ab- schließt, wird zugestimmt. Die Wirtschaftsdeputation schlägt vor, von der am 12. Januar dieses Jahres beschlossenen Anstellung eines Versuchs mit SchweinemastaufdemRieselgutBoddinSfelde mit Rücksicht auf die herrschende Maul- iiiid Klaucnscuchc vorläufig Abstand zu nehmen.— Die Stadtvv. Dr. S i l b e r st c> n(Soz.) und Wille(Soz.) sind gegen diese Vertagung auf unbestimmte Zeit und sehen darin die Abneigung der Deputation gegen eigene Regie. Letzterer bestreitet, daß die Seuche irgendwie berechtigten Anlaß zu dem Abstandnehmen von dem Versuch geben kann.— Stadtbaurat W e i g a n d ist entgegengesetzter Meinung und rät gegenwärtig von einem Versuch ab; eine Verschleppung ist nicht beabsichtigt. Die nächsten Punkte der Tagesordnung sind Interpellationen der sozialdemokratischen Fraktion über die Vcrstadtlichung des Abfuhrwesens, und die Durchführung einer kommunalen Arbeitslosenversicherung und der kommunalen Arbeitsvermittelung. Auf die Debatten über diese Fragen werden wir zurückkommen. In der folgenden nichtöffentlichen Sitzung beschloß die Ver- sammlung u. a., dem Stadtrat M a r g g r a f f. der in diesem Monat sein 70. Lebensjahr vollendet, das Prädikat.Stadtältester" zu verleihen. Tempelhof. Sein fünfzehntes Stiftungsfest veranstaltet heute Sonnabend. den 11. November, der Arbeiter-Gesangverein„Sangeslust III" W Emil Preuss Moabit Tnrmstr. 58 Femspr.: Amt Moabit, 2210 BmH.MlCII-WEII fertig und nach Mas Spezialität: Anfertiemnir von Maßanzügen, Paletots etc in guter und tadelloser Aua- f üb rung End. n. dcnUche Stoffe stets in größter Auswahl Schneiderwerkstätte im Hause unt. Leitung eines akademisch gebildeten Zuschneiders GrSBte Leistungsfähigkeit Streng feste Preise Lieferant d. Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend, Aeltestes konz. Hohe Beleihung• Gelegenheitskäufe. Cliarlötteiiburg, B Wilmersdorfer Str. 32, Fernspr. 22SS. Brauchen Sie finterhleldnng? Ich offeriere Ulster I- n. II reihig, neueste Farben und Schnitt, aufgesetzte Taschen M.«6.-, SO.—, SO.—, 40.— Paletots erprobte Qualitäten, „_ gediegene Verarbeitung M. 81.—, 84—, 30,—,~ 86.— •Joppen ,, n hervorragende Paßform 0.7«, 0.«0, ii._, 13.50 ritz Groß BERLIN N., Kastanienallee 42 •Itrenommlertes 6e«chlft Feste Preise. Fahrgeldvergu�u1©' Konsumgenossenschaft Berlin u. Umgegend €* G. m. b. H. KM»r, KMIlv Mi> ElliDlktiti: MMz, WnzDch 22-26. Fernsprecher: Amt Lichtenberg, Nr. 524 und 525. Anlage der Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend. Vielfachen Anfragen entsprechend, teilen wir mit, daß am Sonntag, den IS. November, vormittags 10 Uhr, eine Besichtigung unserer Betriebsanlagen stattfindet. Alle Jntereffenten sind dazu eingeladen; auch diejenigen Organisattonen, die sich schon früher an uns gewandt haben. Die 83 Nerkiussstellk« der Genissekschast befinde« fich: In Berlin: 0. Marfusstr. 37 Zorndorfer Str. 61 Liebigstr. 7 Kopernikusstr. 3 Bödikerstr. 7 Mirbachstr. 26 Kochhannstr. 14 �0. Bötzowstr. 34 Winsstr. 63 Büschingstr. 12 80. Forster Sw. 3 Manteusfelstr. 91 Adalbertstr. 36 Wrangelstr. 65 Torfstr. 28 a Togostr. 4 Willdenowstr. 30 • Maxstr. 13a Prinzen-Allee 85 Swinemünöer Str. 33 Adlershos, Bismarckstr. 11 Alt-Glienicke, Köpenicker Str. 32 Baumschulenweg, Baumschulenjtr. 93a Britz, Werderstr. 13 Bohnsdorf, Straße 21 Charlottenburg, Wallstr. 23 Tauroggener �tr- 10 „ Potsdamer Str. 12 Weimarer Str. 29 Westend. Fredencmstr. 11 Erkner, Königstr. 55 Friedenau, Moselstr. 7 � Friedrichshagen, Friedrichstr. 98 Friedrichsfelde, Caprivi-Allee 44 Grünau. Königstr. 2 N. Greifenyagener Str. 84 Hussitenstr. 53 Gartenstr. 3 Schivelbeiner Str. 9 Soldiner Str. 103 Gerichtstr. 3 Fehrbelliner Str. 54 Hochmeisterstr. 16 c! Stolpische Str. 24 Sonnenburger Str. 23 In den Vororten: Johannisthal, Bismarckstr. 6 5karlshorst, Treskow-Allee 100 Lichtenberg, Bürgerheimstr. 102 g Kronprinzenstr. 1 „ Rittergutstr. 22 Martendorf, Kaiserstr. 110 Ober-Schöneweide, Edisonstr. 48 „ Luisenstr. 12 Pankow, Wollankstr. 102 Reinickendorf-Ost, Hoppestr. 16 „ Holländerstr. 126 Rixdors, Weisestr. 52 „ Emser Str. 33 „ Wildenbruchstr. 61/62 „ Friedelstr. 15 W. Goebenstr. 17, Ecke Culmstraße SW. Kochstr. 62 Arndtstr. 5 NW. Erasmusstr. 5 Rostocker Str. 35 Emdener Str. 50 Stendaler Str. 5 Usnaustr. 16 8. Graesestr. 65 Alte Jakobstr. 57-59 Rixdors, Böhmische Str. 47 u Münchener Str. 39 , Steinmetzstr. 107 Rummelsburg, Mozartstr. 2 „ Wismarplatz 3 Schöneberg, Apostel-Paulus-Str. 40 „ Gothenstr. 1 Ebersstr. 25/26, Ecke Tempelhofer Straße Tempelhos, Berliner Str. 41/42 „ Dorsstr. 19/20 Treptow, Graetzstr. 58 Weißensee, Langhansstr. 144 Wilmersdorf, Augustastr. 3. Die NerittlufsstelltN lind geöffnet von 8�l und von 3�8, Zonnnbends bis 9 Kljt, Sonntags geschloffen! Der Eintrm Eintrittsbedingungen. gliedschast erwerben � Genossenschaft steht jedem offen, auch grauen können die Mit- Jedes M�tted�'einen???!.' bem Reservefonds der Genossenschaft zu. Geschastsantell von 30 M. einzuzahlen; diesen Betrag braucht das 'Mitglied nicht in bar zu erlegen, sondern er kann von der jährlichen yj�t werden. Der Geschäftsanteil, welcher der Genossen chaft als BeWeMapit� vrem Eigentum des Mitglieds und wird ihm bei einem eventuellen Austritt unverwrzt zuruckge ay u Aufnahmen in die Konsumgenossenschaft werden in den«ufg�hrten V-rkaussstellen vollzogen, in denen auch jede weitere Auskunft bereitwilligst erteilt wir. LEIPZIGER STRASSE ALEXANDER PLATZ FRANKFURTER ALLEE Soweit Vorrat: Sdilusstaa der Wohlfeilen Woche imimimimiimmiEmmiimniiiiiiiiiimimimiiiiciiiii liiummiiiimimimiiHiimmiimiiiminmniiiiiiiimimrimiiiiL" iiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiEüiiiiiiiiiiHiiiiitiiiüiniijiinEEiil Em TOII-, Samt*9|||fon rosten Seiden, Woli-DlUScIl durchweg 4 Ell Posten las- JM Hintel warme, hellfarbige Flauschstoffe Ig50 lg" 25°° Herbst-Ulster Herren Ein Posten Eltssnte Blusen in Tüll, Seide oder samt, durchweg s 75 bedeutend unter Preis offene u, geschlossene Form, aus halbschweren Stoffen. 24 00 Ein Post nar.-SKMn farbig mit Perkal-Einsatz und festen Manschetten Ein Bullt Wlsdiotls Sdiuiie 380 59# Grosse Posten Reiensdiirme B90 schwarz reinseidener f äffet, prima stückgefärbte Ware, mit seidenem Futteral....... Verkäufe. T«'piche(jefilerönftc) tr Bvöbcii, ja st füv b« Häljli des in allen i Seite« Teppichlager Brünn. Hackeich er Marti 4, Babnbo! Börse.(Leser de« »Vorwärts' erbalten S Proze»! Rabatt.) Sonntag« geöftnet l» Hermnnnplav K. Ptandleibhau«- Massenvertaus wegen Platz»>angell Riesenauswahl Pclzstola« l Jackett. anzöge I«iiebrockanzüge! Herren. Paletot« I Herrcnkoienl Allerbilligster Bettenvertausl Brautbelten! Her« MietungSbclt! Zlussteucrwäsche! Reich- haltiße GardnieiiauswahII Ucber- gardmenl ZevpichauSwahll Vlüich- tlichdcckc»! Steppdecken! Sand- ubrcn! Wandbilder! Taicheimbrenl Kettenauswahl! Ringeauswahll Schmucksachen! Warcnverlaus eben- salls sonntags._ Sorltirirtslcicr erbalten fün> Prozeni örlrarabatt. selbst bei Ge- legenheitskäusen. Teppich-ThomaS. Wlouatsanzüge und Sinter- Paletots von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Tebrockanzüge von 12.00, Frack» von 2,50, sowie iüt korpulente Fiznrcn. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Psandleiben vcr- sallene Sachen kauit man am billigsten bei Naß, Mulackstraße 14. Wasch-Wringmaschiuen. prima, billig, Abzahlung, günstig, Bcllmann, Gollnowstrage 26. 20Ü0K« Zehn Prozent Rabatt. Borwäit«' lescrn. Teppiche. Farbcnscblcr, jetzt sabel. hast billig. Riesen-Fabrillager, Große FrlMksnrlerstraße 122, im Haute der Möbelsabril; billiger wie überall. Borwärtslcsern noch extra 10 Prozent Rabatt. Sonntags geöffnet. Gardine». 1.65, 2.35, 2.85, Zabritresle, Fenster 3.50, 4.50, 6.75 usw. Totalausverkauf von an- geschmuytcn Gardinen, Store«, Bell. decken staunend billig. Große Frand sucterftraße 125. Teppiche, halben Wert. jarbjehlerhajte, für Teppich> Thomas, Oranien- ftiaße 160. Oranienplatz: Roien- talerstraße 54. 4WK» Taschenbuch sür Gartenlreunde Ein Ratgeber sür die Pflege und sachgemäße Bewirtichastimg des bäu«. lichen Zier-, Gemüse- und Obst. garten« von Max HcSdörser. Zweite vcrnicbrie Auflage. Mit 137 Text- abbildiliigen. Preis 3.50 Mark. Expe- dition Lorwärt«, Lindenitr. 69. Zum Abraham, Neandcrstraße 28, Laden, dort finden Sie Kavalier- anziige 9-18,00, Ulster 10-19,00, Selbstansertlgung, daher Fabrikpreise. Monatsanzüge, Schneidermeister Bazar. 457K Tuch- und Plüschportieren, Gar Nitur 3.85. 4.50, 5.25, 6.50, 8.25. 10.50. Fabriklager Große Franksurler straße 125. Steppdecken billigst, Fabrik Große Franksurlerstraße 125. Tuch« und Plüschdecken mit Neinen Fehlern zu Spottpreisen. Große Franksurlerstraße 125. Rur im Hause der Möbelfabrik. Möbelsioff-Läuser, fabelhast billig._ Linoleumreste, Sport- und Schlafdecken 1,25, l.40. 1.85, 2.45. 2,85 usw. Große Franksurtcrstraße 125 im Hause der Möbelsabrik. 56lK» Griiudbegriffe der Politit, von Friedrich Stampicr. Gebunden 3M. Buchhandlung Lortvärts, Linden- straße 69(Laden)._ Hygienische Bettenreinigiing 6 Psiiiid 1,75. Wäsche Golde, Große Franksurlerstraße 119. Pcttcnhans Golde. Einige zurückgesetzte Stände 15,—, Große Frantsurterstrahe 119. Wäschrfabrik Golde. Reisemuster, Ausslaltungsiväsche. weit unter Preis. Große Franlsurterstraße 119. Grosse Posten Reste Leibwäsche, Bettwäsche, Kiiidcrwäsche, Große Frantsurlerstraße 119. 461«" Geld! Geld! Sparen Sie wenn Sie im Leihbaus �Roscntbaler Tor', Linicnstraße 203/4. Ecke Roscnthalcr- straße taufen. Anzüge von 9,00 Mark an; Paletots von 5,00 an; Tamengarderobe, PelzstolaS, Betten. Wäsche. Gardinen, Portieren, Frei- schwingcr, Bilder, Uhren. Gold-, Silbcrwarcn. von letzten'Auktionen »urückgekansle, sowie neue Waren. Alles spottbillig. Anzüge werden verliehen. Sonntag« geöflnet. 483K' Geschichte d— Revolutionen, von A. Conrady, wöchentlich ein Heft a 20 Ps. Bestellungen nehmen die Ausgabestellen des„Vorwärts' eul- gegen. Probehefte gratis Kiuderbcttftclle mit Matratze 9,50, Kindenvagcn mit Gummiräder 20.—, Kiappsahrstühle 6,75. Größere Raten Kassapreis. Andreasstraße 53. Frank- surlcrallee 173. Kleijlstr 15. Wcißcn- sec, Berlincrallce 229. Wilmersdorf, Berlinerstraße 34.' Schönhauser Zlllee 114(Ring» bahnhos). Psandleihdaus. Groß. berlinS spottbilligste. Einlaussquclle l Prachtbelten 6.00. Sinlcrpalclots, Herrenanzüge 10,00, Taschenuhren 3,00, Prachlteppichc 12,00, Frei, schwinge.. Riesiges Go'dwarcnlngcr, zum Teil halben Ladenpreis. Gar- dinenlager. Porlicrenverlaus. Stcvp- dcckenlagcr. Ausslencrwäschc. Fahr- v crg ü tungl_ 26751' Vorjährige clegameHerrenanzüge und PaletolS ans scinstcn Magstosiin 20—10 Mark, Hosen 6—14 Mark. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. 1288K» Teppiche(Farbenieblerl, Stepp. decken. Gardinen. Tischdecken. Tüll» bcttdeckcn, Ucberaardinen, Sosa» ftosireste spottbillig Fabriklager Mauerhofl, Große Franksurlerstraße 9 sxlurcingnng. Borwärtslcsern zehn Prozent Sonntags geöflnet. 2488K' Anziige, Paletots, wenig getragene, auch bestellte, nicht abgeholt, vcr- schicdene Figuren, verlause 50 Pro- zcnt unter Ladenpreis. Maßanzug 40,— an. Schneiderei kiebctz, Brun- nenstraße 10. 482K' Gastronen billig Koppenstraße 26. im Fabriklager l420b' Siähmaschinen. verfallene, Swger- bobbin«, Ringschiffchen. Langschifschen, 10,— auswärts, nagelneue 48,— Garantie. Lombardhaus, Seydel stmßc t6. noi« Monotsanzüge, Palelots, groge Auswahl, speziell sür starke Figuren, sowie elegant« neu» Garderobe 20 Prozent billiger wie im Laden, diret! vom Llbneidermeister Fürsten zeit, Roienlhalerstraße>0' Es lohnt nur bei Max Weiß, 67, Große Franksurtcrstraße 37, alt- bekannte Firma, zu kaufen. Man wird am reellsten und billigsten bc- dient. Wenig getragene, teilweise aus Seide, von Kaoalieien nur kurze Zeit getragene Jackcttanzüge. Rockanzüge, Gehrockanzüge, Frackanzüge, Smokinganzügc, Palelot«. Ulster, Hosen, einzelne Fracks und Smoking« werden zu billigsten Preisen vertäust. Die clcgaiiiesten Sache» sind auch leihweise sehr billig zu haben. 87, Große Fianksurtelslraßc 87. Bitte im eigenen Nnleresse aus die Firma zu achten._ 170/ 12' Kiiiderniageu, nagelneu(Rock- chühcr) 20,00 tauch Raten). Exerzier- lraße>9-1. II, Ingenieur.+96 Gaskronen ohne Anzahlung. wöchciillich 1,00, Ricienlager Louis Böttckcr(selbst), BetrichSleilung Bor- hagenerstraße zweiiniddreißig(Bahn- Verbindung Warichancrstroßc).» Teppiche. Prachtstücke nlit kleinen Farbschlcrn,>2,50, Portieren alle Farben 4.25. Plüschdecken 6,75, Stepp. decken 4,50 Gardinen, Einzclscnster 2.50, Erbslüll-Betldccken 4,50. Gün« stigsie Käusgclcgenheit. Georg Lange Nachfolger, Chausscestraße 73/74. .Vorwärts'lesern noch 5 Prozent Exlrarabatt._ 504St* Huinboldtlethhans!— Existiert nur Brunnenflraße 53 1 Eckhaus Stralsunderstraße.— Massenauswahl hocheleganter Wiiiterpaletot« spott- billig. Jackettanzüge. Gehrockanzüge. Wunderbare Pelzstolas. Pelzgarni- turen. Riesengroßer Bcttenvcrtaus. Ausstcucrwäsche. Pracht-Gardinen. Steppdecken. Prachttcppiche. Plüsch- tischvecken. Goldene Damenuhrrn. Hcrrenuhrcn. Wanduhren. Schmuck- fachen. Wandbilder. Spollpreise! Hausnummer beachten! 573K' Leihhaus MoriNPlai« 5S.i! Moritzplatz 58 a im Lcihbau« lausen Sie enorm billig, ol«: von Kavaliere» wenig getragene Jackettanzüge. Rock- anzüge, Paletots. größteiileilZ aus Seide, 9—18 Mark. Gelegcnbeits- täusc in Damen- Plüschjackctts, Kostümen, Röcken, hochelegant, bc- beulend unter Werst. Kroßer Posten Pelzstolas, früher bis 100 Mark, jetzt 15—40 Mark. Gelegenbeiiskäiise in Uhren, kielten. Ringen, Wasche. Ans- slcucrwäjche, Betten, nur Moritz- platz 58». 284151* ßluspertauf. Paletot«, Ulster. Anzüge, gercinigt, auch nr». Ipottbilllg. Garderoben-Rciiiigung Fricdländcr, Auguststraßc 61._+115» Wenig getragene, aus vornehmen Häusern stammende, fast neue Winter- valetotS,Ulster.Joppcn.Aiizügc|Gciell- schaslSanziige auch leihweise) sür jede Figur passend. Ferner gut erhaltene Taincntlcidcr, Ballkleider, billige Röcke. Mäntel. Ulster. Blusen usw. verkansl billig Dein, Blücheistraße 67 I (kein Laden). Sonntags geöflnet. (Schrägüber der Mitlenwalderslraße.) Neue und wenig gclragcnc Anzüge, Paletots. Ulster, spottbillig. Gesell- Ichastsanzüg« weiden verliehen. Weiß, Schneidermeister, Wilmer«, dorscrstraßc l 25._ 170/ 15» Nsonatsanzüge, Wintcrpaletols. Ulster. Joppen, Gebrockanzügc. Smokinganzüge, Frackanzüge. Hosen, FatAasicwesleii, spottbillig Rosentbaler- straße 48, eine Treppe. 170/17» Apfelbäume, billig Seydel, Gärtnerei, Rirborf, Canner Chaussee. Geschäftsverkaufe. Gutgehender Kasthof. Parteilokal, Saal, Garten. Kegelbahn. Lbstgarle» verkäuflich. Zu erfragen Spandau. Müllciiiraße 7, Pritschow. 1165b» Kohlcngeschäft mit Fiibrweist. wegen Kranlhcit zu verlause». Rirdors. Mahloweisttraße 3._ tS0r Seifengelchäft mit Rolle, an- schließende Wohnung, Miete 53 Mark. Monatliche Einnahme 600 Mark. Bc- sonderer Umstände billig verkäuflich. Walter. Rixdors, Hermaiinslr. 110, II. Scifengeschäft. Einrichtung billigst Roßdam, Schmargendorf, Dobcraner- straße 10. 273/2 INöde«. Verwalter verkaust fast neue Nußbaummöbel mit hochelegantem Umbausosa. prachtvollen Küchen- möbeln, Teppich. Bilder, Küchen- geschirr 200,00. Weinmeifterftr. lb/2. tviobel ohne Geld! Bei ganz kleiner Anzablung geben Wiistlchasten und einzelne Stücke aus Kredit unter äußerster Prcisnotierung, auch Waren aller Art. Der ganze Osten taust bei uns. Kretschmann u Co., Koppen- straße 4.(Schlcsischer Labnbos.)» Ptobel-Lschncr, Brnnncn>lratze7, am Rosentbalcr Tor, WobnungSein- richtungen aus Kredit und gegen bar. Riesen-Auswahl. Stube und Küche Anzablung von 15 Mark an. Einzelne Möbelstücke Anzablung von 5 Mark an. Stilgerechte Schlafzimmer, Speise- zimmcr, Herrenzimmer, Salon. In bunten Küchen große Auswahl. Liefere auch nach auSwäiis. Ratenzahlung wöchentlich, inonatlich resrltinc nach Ucberciiitnnsl Sonntags geöflnet von 8—10 und 12—2 Uhr. Vorzeiger dieses erhält bei Kauf 5 Mark gut, geschrieben. 533K» Mahagoni- Trumcau, englische Bettstellen, Hutbodeiilplnd, Flur- aarderobe. zwei Stand fast neue Dauncnbcllcn. Petersburgerstraße 62. Lazarus�_+89» Möbel! Für Braulleulc günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuichaflen. Mit kleinster Auzablnug gebe schon Slnbe und Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. llcbcrvortcilung dabei auSgcichloflen. Bei Krankbeit«. fällen nno Arbeitslosigkeit ancrtannl größte Rückstch!. Möbctgc'chäst M. Goldstaub. Zossenerstraße 38. Ecke Gneiieiiaustiaße. Kein AbzablniigS- geichäit!____ �IK» Möbel-Teilzahlung. bequeme, bei klcinster Anzahlung, in bckaniilcr Güte. Größte Rücklicht bei Krankheit und ArbcilSlosiglcit. E. Cohn. Große Franlsurterstraße 5f+___ l3iK» Reftfeld. Badstrahc 4». Woh- nungseiiirichtnngcn 165,— an, auch außerhalb. Relisold. Vadstrahe 49, Umbau. Plüschsosas 45,—. Rehfeld, Vadstrasie 4», ciiglpche Bettstelleu. Matratze 39—, gebrauchte 12.—, 15,—, 18,— usw. Rehfeld. Badstrastc 49. Kleider- schränke 25,-, gebrauchte, große Auswahl._ 282151» Möbel-Gclegeiibcitstäusc in aller. giößler Auswahl: einjache sowie bessere Sodinmgscinrichtiiiigcn bc. dciitcud billiger wie regulär. Er. gäiizuiigsinöbel. Büfette, Schreib- li'che 45, Sosa« 45, Garnituren 65, Trinncan« 37. Schränke. Vertikos 27. Kioncii. Tct'pichc. Bilder. Küchen- Möbel, Klnbicsscl, Ledcrsosa«. Um- baue, Lcdei stüble nsw. spollbillig. Lennerl« Mübclspeicher, Lothringer. straße 5». Rosentbaler Tor. Die Möbel sind in vier Etagen aui. gestellt._ 51lK» Spottbillig! fast neu. umstände. halber zwei Bettstellen. Kleiderschrank, Vertiko, Trnincau, Sola. Tisch, Siüdle, komplette Küche. Bötzvwjiraßc 30. ' rechts._ 228/12 Brautleuten. Bildschöne Nuß baumwirtschast, zwei Stuben und Küche(auch einzeln) spottbillig Der käuflich Waßmannstraße 13 I." Speisezimmer, eiche, hervor ragend schön ausgeführt, komplelt mit Vierzuglisch und 6 prima Lederstühlen 690,—. Riesig günstig sür Verlobte! Fabrik Skalitzerstraße 25, an der Hoch- bahn! 159/13» Bilder. Tiefen Monat direkte Fabrik- preise bei Bilder-Bogdan, Weinmeister« straße 2. VorwäriSleser erhalten fünf Prozent extra. 42751* Fahrräder. Herrciifahrrnd, Tameiitahrrad. einmal benutzt. 35,—, Holz, Blumen- straße 44 2351» Gcschästsdreirad, äußerst stabil, 50,00 an. Holz. Blumenstraße 44.' Herrenfahrrad, elegantes, 25.00 Doris Haleloss, Kastanien-Allee 5, dritter Hos I._ 27951* Brenuaborrad 30,00, Frcilausrad. Garantieschein, Zubehörsachen. Kraus. Andreasstraße 51. 170/19» Flusikinstrumonte. Piano- Gelcgcnheitskaus, neu, 330,00, unter Garantie. Bülow- straße 44._ 47851» Piauino. hohes, 140—(Garantie. schein). Zander, Tnrmstraße 8. Pianiiios, neue, gebrauchte, große Auswahl. Solide Arbeit, bestes Material. Kulante Bedingungen. Manthey. Potsdamerstraße 31. 170/13 Prachiviaüino(Hossirmat, 152 Zentimeter hoch, uinsländehalber. 200,00. Krüger, Friedenslraße 2 (Königstor). 228/11» Ioiort Kleine P.'arkus. sliatzcä. 1432b* 2 Stuben. Küche 32,00, sofort. Kleine.Mnickusstr. 3.* älletsAesuche» Möbliertes Zimmer sucht älterer Herr bei älterem Ehepaar. Nähe Hermannplatz. Ofserten.Vorwärts», Lausitzerplatz 14/15.+122 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. verlangt Wilhelm Pucß, Oranienstraüe 20. 1483b .Lehrmädchen im Alter von 14— IS Xm„niiiJ!Uima ii(Vn 0 des Vormundes 10 bis - U r vormiilng« oder 6 bis 8(Ihr nau/miltags iu unserer Personal« veiwaltimg, 4. Etage. A. Jando� Verantwortlicher Redakteur: Richard«arth. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u. Perlag: BorwSrt, Buchdruckerei u. BerlagSanstalt Paul Singtt u.°Go�B-r� Hr. 265. 28. Ichrg. KcilM i>cs 11 November M. Vorort- J�acbricbtcn. Kalkberge- Rüdersdorf. In der letzten Gcmcliidcvcrtretersltzung kam K!eLer �ie Bal,u- angelegenheit Kalkberge-Schöneiche zur Sprache. Die Gemeinde- Vertretung beschloß nach eingehenden Erörterungen, bei der Gas- motorenfabrik Deutz zwei Benzinlokomotiven, die zugleich die Personenwagen mitheizen sollen, für 36 000 M. zu bestellen.— Ein früherer Beschluß, nach dem das Gleis auf den rechtseitigen Bürgersteig der Bergstraße verlegt werden sollte, wurde dahin um- geändert, daß das Gleis in den Fahrdamm gelegt wird. Die erst ein Jahr in Benutzung gewesenen Schienen will die Firma Conrad mit sämtlichem Zubehör, exklusive Verlegung, für 15,50 M. pro Meter vergeben. Die Kosten für ganz neue Schienen würden sich bedeutend höher stellen.— Für die ganze Strecke Kalkberge-Schön- ciche-Friedrichshagen soll der Fahrpreis auf 40 Pf. limitiert werden. Davon erhält dann die Gemeinde Kalkberge fünf Achtel und die Gemeinde Schöneiche den Rest. Die Arbeiten zum Bahnbau sollen derart beschleunigt werden, daß der Betrieb bereits im Mai n. I. aufgenommen werden kann.— Dem Antrage, den Weg von der Kreuzbrücke bis zum neuen Tiefbau im Alvenslebenbruch zu be- leuchten, wurde nicht stattgegeben, mit der Begründung, daß die Gemeinde außerstande ist, die elektrische Beleuchtung auch auf Privatwcge auszudehnen. Friedrichsfelde- Karlshorst. Der Gesangverein Vorwärts feiert am heutigen Sonnabend. den 11. November, in Oskar Bürgers Festsälen(früher Bube) sein 20. Stiftungsfest, bestehend au? Konzert, Gesang und turnerisckien Aufführungen. Da der Verein bei Parteifestlichkciten stets mitwirkt. wäre ein zahlreicher Besuch erwünscht. Lichtenberg. Tie Freie Turncrschaft Lichtenberg begeht heute Sonnabend, den 11. November, die Feier ihres sechsten Stiftungsfestes in den Gesamträumen des Etablissements von Otto Steuer, Frankfurter Chaussee 128. Alle Genossinnen und Genossen sind hierzu will- kommen. Die Turnstunden hält der Verein in demselben Lokal ab und zwar Dienstags und Donnerstags für die Männer- und Jugendabteilung, Mittwochs für die Frauenabteilung abends von 8Vj— lOVa Uhr._ Zur Bekämpfung der Schundliteratur » und zur Fördernng des Vertriebes guter Unterhaltungslektüre hat das.GewerlfchaftshauS' folgende Einrichtungen getroffen: 1. Anerkannt gute Jugendsckrjftcn zum Preise von 10—30 Pf. sind in größerer Anzahl augeschafft worden und werden leihweise gegen Deponierung des Preises zur Verfügung gestellt. 2. Jedermann erhält in den nachstehend angeführten Ausgabe- stellen ohne Legitimation so viele Bücher wie er will. Er hat ent- weder den Wert der Bücher zu deponieren oder bereits früher entnommene Bücher zurückzugeben. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben. 3. Wer die Bücher behalten will, hat dazu das Recht, er hat dann bei Entnahme neuer Bücher wiederum den entsprechenden Be» trag zu deponieren. Zunächst sind folgende Ausgabestellen eingerichtet: Zliitonstr. 34. Zigamngeschäst von Krtegsmann. Von 8—8 vhr, mit Ausnahme deS Sonnabends. Blankenfelde Str. 10. Verband der Schuhmacher. DicnStaa» und Mittwochs von 5— VI, Uhr. Brunnenftr. 115. Arbeitcr-ftugendhelm. Bon 6—10 Uhr. Täncnstr. 10. Zigmrengcschäll von EoSciniak. Von 8—8 Uhr, mit AuS- nähme des Sonnabends. Eliiabethstr. II. Verband der Fleischer. Von 10—1 Ubr und 5—7 Uhr. Emdeuer Str. 80 bei WorbS. Montags von 8— O'/s Uhr. Eugclufcr 15. Zigarreiigeschäst von Horsch, von 8—8 Uhr, mit Alls- nähme des Sonnabends. Fehmarnstr. 8. Tabalarbeitergenossenschaft. Von ö— 8 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Gartenstr. 101. Verband der Kupferschmiede. Von 10—11 Uhr und 8-7 Uhr. Gr. Frankfurter Str. 130. Arbelter-Jugendheim. Von 8—10 Uhr. jloperniknsstr. kl. Tabalarbeitergenossenschast. Von 8— 8 Uhr, mit AuS- nähme deS Sonnabends. Linienftr. 73. Verband der Schmiede. Von 9'/,— 12 Uhr und 61/, bis 8 Uhr. mit Ausnahme des Sonnabends. Lippchner Str. 15. Zigarrengeschäst von Hersorth. Von 8—8 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Melchiorstr. 3.8. Verband der Maler. Von 9—1 Uhr. Petersburger Str. 5. Tabakarbeilergenoflenichait. Von 8-8 Uhr. mit Ausnahme des Sonnabends. Nothcstr. 1. Zigarrengeschäst von Holm. Bon 8-8 Uhr. mit Ausnahme des Sonnabends. Scbastianstr. 37/3«. Verband der Schneider. Von 9—1 Uhr. Wciustr. 8, part. Verband der Kürschner. Von 9—1 Uhr und 3—7 Uhr. Verein der Frauen und Mädchen der arbeiteudcu Klassen. Vor und nach jeder Vercinsversammlung. Bororte: Schöncberg. Zigarrengeschäst von Träger. Von 8-8 Uhr. mit Au». nähme des Socknabends.„ Stralau. Alt.Strn.'au 70, Seitenfi. III, bei Rudolph. Montag und Donnerstag von 3'/,— 5 Uhr. Sonnabends von 4-8 Uhr. I Hygiencmnfeum. Hesfischestr. 4. Dienstag und Freitag 10—2; Sonntag: April bis September 1—8, Oktober und März 1—5, November vjwd Februar 1— 4, Dezember und Januar 1—3. � Kunstgewerbe-Museum. Prinz Mbrechtstr. 7. Besuchszeit wie beim Älte» Museum. Landtvirtschaftsmnseilm. Jnvalidenstr. 42. An den Wochentagen (außer Montag) 10—3. An jedem dritten Sonntag im Monat: 11—5. Märkisches Provinzial-Mufeum. Wallstr. 50/54. Besuchszeit täglich (mit� Ausnahme von Sonnabend) 10—8 Uhr. Eintritt srei. Gedruckte Führer Meeresknudemusenm. Eeorgenstr. 34—38. Sonnabend und Montag 11—4, Sonnwg 12—3. National-tSalerie. Mnscumsinsel, an der Friedrichsbrücke. Eröffnung: (außer Donnerstag) um 10, am Donnerstag um 1, Mnsttn, Zlttiimlmtgru, Skhcnsivmdigkieittv. (Zutritt ist unentgeltlich, wenn nicht» anderes vermerkt ist.) AlteS und Neues Museum. Am Lustgarten. Wochentags(außer Montags):»lpril bis September 10—4, Oktober bis Marz 10-0.«„n Sonntag und an den zweiten Weihnachts-, Lstcr-, Pstngstfcicrtagcn: April bis September 12— 6, Oktober und März 12—5, November und Februar 12—4, Dezember und Januar 12—3. Am Montag und an �cicrtage»(außer den zweiten Feiertagen): geschloffen.—,. -Archltrktur-Ntnicui». Technische Hochschule, Ebarlottenburg, Berliner- ftraße 151. Montag 10-3(auch 5», ,-7',,. vom Oktober bi�Marz) Dienstag 12—3,(auch 10—12 sür Studicnzwccke). Mittzvoch lü— 12,--onncrs.ag 12— 3 tauch 10—12 sür Studienzwccke, auch o'/j— VJ, vom~.to6ci" bis Marz), Freitag 10—3. Geschloffen: Sonnabend und Sonntag. Siiisstellung für Arbeitcrwohlfahrt. Charlotienburg, Fraunhofer. ftraße 11/12. An allen Wochentagen(außer Montag) 10—1, am Sienstag Und Donnerstag auch 6—9 abends. Sonntag 1— 5. Bau miiieu in. Siehe Berkehrsmuieum..,, Berg, und Hiitreuiiiusenni. Jnvalidenstr. 44. Wochentag»(außer Sonnabend) ,2-2. am Sonntag: April bis September 12-8. Oltober und Marz 12— 0. November und Februar 12—4, Dezember und �anuar 12—3. Botanischer(«arten. Dahlem. Unentgeltlich: Sonntag, Dienstag Mittwoch, Freitag 2—7. Sonmaa 10—7 An Wochciilagen vomuttags Zutritt nur gegen Erwcrbmig des.Führers'(beim Psörlner).(Nur im Pommer geöffnet.� � Mittwoch""-?� 3j}t,feum* Dahlem. Montag und Donnerstag 8-6, ««tterÄÄ-tÄÄ ni» Fic�e DerkehrSmuseum.. Monbijousltaße. Eröffnung: an den Wochentagen(außer Montag) um 10, am Montag um 1, am Sonntag und 0X1• Iii't? 1fcil*'«®stcr* vnd Pjingsticicrtagen um 12. Schluß an allen Tagen. Up eck bis September uni 6, Oktober und März um 0, m�Mantaa tÄ��"«f*' �öembcr und Januar um 3. Eintritts- L-ld. 1 Dienstag und Mittwoch 50 Ps. Eintritt srei: an allen an den Wochentagen am Sonntag und an den zweiten Weihnacht»...... um 12. Schluß, an allen Tagen: April bis September um 8. Oktober und März um 5, November und Februar um 4, Dezember und Januar um 3. Eintrittsgeld: Donnerstag 1 M., Freitag und Sonnabend 50 Pj. EinWitt an allen übrigen Tagen frei. Naturkunde-Museum. Jnvalidenstraße 43. Montag, Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend: April bis September 10—4, Oktober bis März 10—3. Aln«onntag und an zweiten Feiertagen: wie beim Alten Museum. Past-Miiscum. Leipzigcrstr. 16/18. Montag, Dienstag, Donnerstag, sreilag 10—2. Hin Sonntag und an den ziveiten Feiertagen: 12—2. Ranch-Museum.(Werke von Christ. Rauch.) Klosterstr. 76. Wochen- tags: April bis September 10—4, Oktober bis März 10—3. RathnuS. Rönigslraße. Täglich(außer Donnerstag und Freitag) 10—3, unentgeltlich. Turmbesteigung: April bis September, täglich(auch Donnerstag und Freitag) 10—3, EinwittSgeld 20 Ps. ReichStagSgcbände. Königsplatz. Lln Wochentagen 8'/,— 9'/, vor« mittags, am Sonntag 2—4. Eintrittsgeld 50 Pf. Sternwarte. Enckeplatz 3a. Mittwoch und Sonnabend, im Sommer 9—11, vormittags, im Winter 10—11 vormittags. Sternwarte. Treptower Park. Täglich von 2 Uhr nachmittags ab, im Sommer bis 12 Uhr nachts, im Winter bis 10 Uhr abends. EinWitts- geld: 50 Pf. für Besichtigung der Sternwarte und des Astronomischen Museums, 1 M. für Beobachtung mit dem großen Fernrohr. Sternwarte der.Urania". Jnvalidenstr. 57/62. Täglich 7'/«— 11 Uhr abends. Eintrittsgeld 50 Pj. Urania, Sammlungen und wissnischastliches Theater. Taubeifftr. 48. Täglich von 10 Uhr vormittags ab. Eintrittsgeld 50 Pfennig(sür Abend- Vorstellungen von 1 Mark au). Berkchrs- und Baumufenm. Jnvalidenstr. 51. Sonntag 11—4, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10—4, Mittwoch und Sonnabend 2—8. Bölkerkiinde-Musenui. Königgrätzcrstr. 120. Besuchszeit wie beim Alten Museum. . Museinn sür deutsche Volkstrachten und Volkskunde. Kloster- ftraße 33. Besuchszeit wie beim Alten und Neue» Museum. _ Zeughaus. An der Schloßbrückc. Wochentags(außer Sonnabend): März bis Oktober 10—3, November bis Februar 10—2; am Sonntag und an den zweiten Feiertagen 12—3. Zoologischer Garten. Eingänge: Lützow-User, Kursürstendamm und Stndlbahnhos. Eintrittsgeld: an Wochentagen 1 Mark,(abends nach 6 Uhr 50 Ps.), an Sonn- und Festtagen 50 Ps.; Kinder die Hülste. Am ersten Sonntag jede» Monats 25 Pj.__ Eingegangene DrucfcFdmftm Zum Problem von der Freiheit deS inciifchllchen Willens. Vortrag in der Vereinigung von Lehrern der städtischen höheren Schulen Dresdens. Von Dr. Emst Lange. Geh. 0,60 M.— Grundsätzliches zur Volksfchulbilduiig. Von K. Mutbesius. Geh. 1,80 M.— Daö Mädcheuschiilwcsen in den deutsche» Einzelstaatcu. Eine ver- gleichende Uebersicht von Lic. Dr. Schnell. 0,80 M.— Goethes Faust. Eine 1'lnalhte der Dichtung von W. Büchner. 2 M., geb. 2,80 M. B.®. Teubner, Leipzig. Schcitän. Skizzen und Novellen von E. Frhr. von Kapherr. 3 M. — kträume und Schäunie. Novellen von H. Müller. Verlag von Egon Fleischet& Co., Berlin. 3,50 M. Material und Materialgcstaltung im Arbeitsunterricht. Von H. Pralle. Kart. 1,20 M.— Spiel und Span und noch etwas. Von K. Doi cnccU. 3 Heste in mehrsarbigcm Einband nach Zeichnungen von K. Müblmcister, je 80 Pf. 1. Für die ganz Kleinen. 2. Für die Kleinen zwischen 5 und« Jahren. 3. Für die Gröfieren. Hand- arbeit für Knaben und Müdcheu.— 4. Holzarbcit. Von I. L. M. Lanwerits. 5. Zeichne» für Nadclarbeit. Von Margot Grupe, 5. Modellleren. Von 3)1. Dchrmann. B. G. Teubner. Leipzig. Ncbelhelin. Entdeckung und Erforschung der nördlichc» Länder und Meere. Von Fridjos Nanjen. Zwei Bände mit 191 Abbildungen und Karten. Keh. 13 M., geb. 20 M. F. A. BrockhaiiS, Leipzig. Ainerita. Ein Roman von Schalom Asch. 3 M., geb. 4 M. 23. Born gröber, Berlin W. 30. Die Leiden eines Rückständigen. Laienhafte» über neuere Bau- weisen. 50 Ps. I. Lieleseld, Frciburg(Baden). Handbuch des Arbeiter-Turnerbnndcs. Herausgegeben von Fritz Wildling. Leipzig. Arbeiter-Turnverlag. 2,50 M. Brauche» wir ein RcichSeinigüngSamt? Erörterung einer Reform unseres gewerblichen EinigungSwcscns. Bon Magistratsrat P. Wölbling. F. Bahlen, Berlin W. 9. Geh. 2,20 M. Ter nicderbayerischc Homer. Von F. Fabian. 1,20 M. I. C. Hubcr, Dießen vor München. Litt n st»nd Künstler. Hest 2. Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe. Vierteljährlich 6 M. B. Cassircr, Berlin, Dersslingerslr. 16. Heinrich von Kleist. Bon W. Hei zog. Geb. 7,50 M. C. H. Beck, München. Unsere Wohnungsproduktion und ihre Regelung. Von Dr. I. Feig und Dr. W. Mcwcs. 2 M. Vandenhock& Ruprecht, Göttingcn. Dt« schwarze Kunst. Von Johanna Beckmann. 63 S. A. Glane, Charlottcnburg. Aus Natur und Getfteöwelt. Bd. 122.— Wirtschaftliche Erd. künde. Von Eh. Gruber. Bd. 131.— Kulturbilder aus griechischen Städten. Von E. Ziebarth. Bd. 137.— Wahrheit und Dichtung im Leben Jesu. Bon P. Mehlhorn. Bd. 205.— Arithmetik und Algebra. Von P. Crantz. Einzclb. 1 M.. geb. 1.25 M.— B. G. T-ubner, Leipzig. Ton Juan. Trauerspiel von M. Lanzen. 173 S.— A. Langen, Münckien. Rcichöverstchernngsordnung nebst dem EinsührungZgesetz. 1 M.— H. Hillgcr. Berlin W. 9. Segnungen der Stunde. Von A. Weiter. 2 M., geb. 3 M.— Literatur, Kunst und Musik, Leipzig. Pharna-Plan Grotz-Berli» mit Angabe der gerichtlichen Zugehörig. keit bei jeder Straße, des Straßcnverzeichnisscs. 3 M.— PharuS-Verlag, Berlin 81V. 83. � V m »Hogcsüun.« Roman auS dem lubischen Land von W. Gomoll. 8 M. 6. Reißner, Dresden. SchimannSgarn. Erlcbniffe, Schnurren und Gsfchtchte» von Sophu» Bonde. 3 M., gel), i M. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. Marktpreise von Berlin am v. 9! ovember 1011, nach Ernitttelnng dcS Königlichen Polizeipräsidiums. M a r t t h a l I e n p r e i s e.(Kleinhandel), 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 36.00—50.00. Speisebohimi weiße, 40.00—60,00. Linsen 40,00—80,00. Kartoffeln 7,00—10,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleisch. Bauchsleisch 1,30 bis 1,70. Schweinefleisch 1,20—1,80. Kalbfleisch 1,50—2,40. Haiumelsleisch 1,30—2,00. Butter 2,60—3,20. 60 Stück Eier 8,80—6,40. 1 Kilogramm Karpsen 1,00-2,40. Aale 1,20-2,80. Zander 1.40—3,60. Hechte 1,10 bis 2,60. Barsche 0,80—2,00. Schleie 1,40—3,00. Bleie 0,80—1,60. 80 Stück Krebse 2,40-24,00._ Wasserstands, Nachrichten der LandcSanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Welterbineaii, Wasserstand M e rn e l. Tilsit Brezel, Jnft-rburg Weichsel. Thor« Oder, Ranbor » Kroffen » Frankiurt Warthe, Schrimm . LandSberg Netze, Vordamm Elbe, Lettmcritz » Dresden » Barby » Magdeburg Wagerstand Saale, Grochlttz Havel, Svanvau') , Ratbenow') Spree, Svremberg') , BeeStow Weser, Münden , Minden Rhein, Mari m üianSau » Kaub Köw Neckar, HeckdrotM Mai». Wcrthetm Mosel. Trier am 9. 11. orn 40 33 6 88 80 102 152 312 104 77 18 84 40 : seit 8. 11. 0m1) —4 0 +4 0 _ 2 +12 +4 +8 —4 —5 _ 2 -1 +V Zritungs-Ansklnbestellen und Inseraten-Attusihme. Z�ontunni: Albert S a h n i s ch, Augustsir. 50, Eingang Joachimstraße. 2. U'ahlkrcls, W.: fönst. Schmidt, Kirchbachstr. 14, Hochparterre. S. und SW.: Hermann Werner. Gneisenaustr. 72. 8. tV-UiIIn-vIs: St. Fritz. Prinzenstr, 31, Hos rechts Part, 4. Wahlkreis: Ollen: Robert W e n g e l s. Gr, Frankiurtcrstr, 120. — Richard H a ck e l b u s ch, Petcrsburgerplatz 4(Laden), 4. tzVahl kreis, Südosten: Paul Böhm. Lausibcrplatz 14)15. 5. Wahlkreis: Leo Zucht. Jmmaimelkirchslr. 12(Hos). 6.'Wahlkreis(Moabit): Karl Anders. Salzwcdelerstr. 8. tzVeAdiiiß-: I, H ö 11 i i ch. Nazareibkirchstraße 49,___ llosciithalcr und Ornnieiihurger Vorstadt; Wilhelm B a u m a n n, Rheinsbergerstr. 67, Laden. Gcsamlbrnnncn: F. Trapp, Stettinerftr. 10. «eliiiii hanser Vorstadt: Karl Mars, Greisenhagener Str. 27, A dlershof: Karl Schwarzlose, tzofsmannsw. 9. Alt-Glicnicke: Wilhelm Dürre, Köpemckerstr. 6. liaaiuschnlcnwcg: H, Hornig, Marienthalcrstr. 13, 1- Bcrnna, Itönt�ental, SEeperiilck, Schönow und Schön- brück: Heinrich Brüse, Hohesteinstr. 74, part. Uohiisdork und Valkenhcrx: Alois Laus, Bohnsdorf, Gc« noffenschastshaus.Paradies". � �, Cliarlottcnnni's: Gustav Scharnb erg, sescnheimerstraße 1 I-Üchwald«: O S t a r Mahle, Stubenrauchstr. 99. Vrkner: Ernst H 0 s s m a n n, Friedrichshagener Ehauffee. I-'redersdork-i'etershaAcn: E, Höselbarth, PeterShagen, fried enirii-SteKlit?:-Sitd ende-<-! c-cki-t-ichtertelde-I-ank» wlts: H, B e r 11 s c e, Alsenstr. 5 in Sieglitz.� � Vrledrichshaxen: Ernst W e r k in a n n, Köpenicker Straße 18. liriinau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannist hal: P i e I i ck e, Kaffer-Wilhelm-Platz 6. liarlshorst: Richard Küter. Rödelstr. 9, II,_..„_ liönlgs-Wnsterhaiisen: Friedrich SSaurnann, BaHnHosstr. 13. Köpenick: Emil W t ß l e r. Kietzerstr, 6. Laden. l-ientenherx, Vriedrichsteide. Ikohenschönhanscn: Otto S e i k e I, Warienbergstraße 1(Laden). Mahlsdorf, Kanlsdork: P, Heß b erg. Kalllsdorf, Ferdinand- straße 17,.. Mariendork: August Leip, Ehausseestr. 296, Hos. Marienfeide: Emil W e i l, er t. Dorsstr. 14. Venenhax/en: Gustav Ley, Wolterstraße. Vicdcr-Schöncwoldc: G e b r t, Britzerstr. 8. Xowawes: Wilhelm I a v P e, Friedrichstr, 7. Ol, er-Schöne weide: Aisred Bader, Wilhelminenhosffr, 17 N. I'ankow-Viederschönhansen: Riß mann, MüHlenstr. 30. Itviniekcndorf-«st, Wllhelinsrnh und Schönhol�: P. G n r s ch, Provinzstr, 56, Laden. liixdorf: M. Heinrich, Neckarstr. 2, im Laden! Rohr» Siegsried- straße 23/29. Mnininclshiirx. Boxhaxxcn:A, Rosenkranz, tzllk-Boxhagen 56. Schöncberg: Wilhelm Säumtet, Martin Lutherstr, 69, im Laden. Spandnn, Vonnendamm, Staaken, Seegefeld und Valkcnhagcn: Koppen, Breitestr. 64. Tegel, Uorslgn aldc. Wittenau. Waldmannslnst, Hormsdorf und Keinlckeiidorf- West: Paul Kienast, Borsigwalde, Räuichswaße 10. Teltow: Wilhelm B 0 n 0 w, Teltow, Berliner Str. 16. Tenipelhof: Fraiitz, Berliner Straße 76, Laden, Treptow: Rod, Gramenz, KiesHalzsWaße 412, Laden. Weißensec: K. Fuhrmann, Sedansir. 105, parterre, Wilniersdorf-Halensee-Schmargendorf: Paul Schubert, WiHelinsaue 26. Reuthen, Miersdorf: Ernst Hütt ig, Zeuthen, Dorsstr. 15. Sämtliche Parteilileratur sowie alle wiffenschastlichen Werke werden geliesert. Preis: kartoniert 25 Pf. Gebunden 35 Pf. Zu beziehen durch die MvaMUHig Vorwärts Berlin SW. Llndcnstrnlle 60(Laden) M alle Zeifungsaussaliestelleü des„Vorwärts". I liiK-Hll? 54 Koppenstr. 54 2. Haus von der Gr. frankfurter Straße. GDnstlge Gelegenheit zum Einkauf elegant. Damenkonfektion zu ganz enorm hilligen Preisen. Kostüme Kleider i Blusen Böcke Ulster Plüsch-Mantel| Pelzwaren in großer g Auswahl.« Feste Preise!| Bei Berufung auf dies. Inserat werden B0/0 vergüte». »«»»»»»«««»»»»«»SGK« / 1 0+ bedeutet vuch».— Fall.—») llnterpeget. Vielfachen(Hünfchcn folgend, bat ftch der unter- zeichnete Verlag cntfcbloITen» die im Rahmen der Hrbeitcr-Geriindheits-Bibliotbeh erscheinenden Reftc zu Bänden zu vereinigen. Vorerst ist erschienen t Arbciitt-GtsmdHkits-MlisW tt Der erste Band enthält die ersten zwanzig Rcfte der mit so großem Beifall aufgenommenen Bibliothek. Das Buch ist auf gutem Papier gedruckt» enthält viele Illustrationen» und präsentiert sich in einem schmucken einband. Behandelt werden folgende Gebietes Die erste Hilfe bei Unglücksfällen.— Das erste Lebensjahr,— GesundbeilSpflege des Nervensystems,— Der'Achtstundentag,— Alkoholfrage und Arbeiterklasse.— Das Schulkind,— Geschlechts- verkebr und Geschlechtskrankheiten.— Nahrung und Ernährung. — Wie sollen wir uns kleiden?— Der Arbeiterschutz.— Frauenleiden und deren Verbiiiung, Anhang: Die Verhütung der Schluangerschast,— Vom medizinischen Aberglauben,— Das Wasserheilversahren in der Gcsuiidheitspslege des Arbeiters,— Verhütung und Heilung deS EtotternS.— Geschlechtliche Er- ziehung in der Arbeiteriamilie.— Zähne und Zahnpflege,— Bau und Lebenstätigkeit des menschlichen Körpers.— Der Geschlechts trieb.— Die Krankeiipslege im Hause.— Die Proletarierkrankhelt.• reis 4, So Mrk. I Buchhandlung Vorwärts, SW. 68, ündenstr. (Laden). 69 Feste Preise. Julius Lindenbaum " r"------- Grosse Frankfurter Strasse 141 vtzsr.>879. Fruchtstrasse) Ulster Paletots in grosster Auswahl u. geschmackvollsten Mustern bei billigsten, festen Preisen. P* Joppen Ant Joppen gewähren bei fest ausgezeichneten Preisen I00|0 Rabatt. Es liegt im eigenen Interesse eines jeden Käufers, beim Einkauf von Garderoben meine auf das modernste ausgestatteten 14 Schaufenster zu besichtigen. Beachten Sie die billigen Preise! Lieferant für Genossenschaften, Vereine nnd Behörden. AUe Größen, anoh für korpulente wie schlanke Herren, in reichster Auswahl vorrätig. Volle Garantie für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück. Der gute Ruf meiner Firma bürgt lür gewissenhafte und billige Bedienung. Herbst- ii. Wlnler-Kostttme Hermann Weiner KUrschncrnieltitcr Greifswalder Straße 33. Alle Arten Pelzwaren in riesiger Auswahl zu den billigsten Preisen. Eine MI wöcheniliche Teilzahlung I tiefer« fertig und| nach Maas 1 Garantie für| tadellos. Sitz und feinste Verarbeit. Kein Waren-Kredithaus! S. Bogsuch Mass- Schneider ei jaur Fraakfarter Alle» 75, I Eingang Tilsiter Strasse. | Köln Laden! Kein Laden! enorm biiSig urid gut Letzte Neuheiten. Schicke, vorzüglich sitzende Fassons. Oedieg. engl. Noppen u. gestr. Stofie. Prima blauer u. schwarz. Kammgarn-Cheviot 1950. 24, 285S, 36, 42 M. ca.3000 SCostümrödce alle Grössen u.Längen. Mod. Fassons. Neueste Stoffe. Prima Kammgarn-Cheviot, glatt und gestreitt. Regenechte englische Stoffe Z. 5, e55, 9, 11. 1350, 15, 18, 21, 24 M. Elegante Tus�röcke früher 20-30 M. Jetzt 1350, 21, 33 M. Moderne, garnierte Kleider uni und gestreift mit Samlansatz und Passe 18, 2250, 2850, 36, 45 M. Trauorkisidor von 20 M. an. Ensrni bHllg: Tüll- und Woliblusen m tausendfacher Auswahl. TTI und ausländischer Stofie für Maß s Anfertigung. Utizüge, Ulster, faletots fertig VON 1 8.00 KUrk an. •••••••••••••••••••••eooooooo—ooooootfo——— as—— eod 3:G®»a<>©*®«®®c«<»©aea»©«a«a£:;.»««osonsi Lerantwortlicher Redakteur: Olirtjnrh Barth, Berlin. Für den Jnferai-nteii vernntw- 7b w'nd. v-rf ii Drmf» Perfag- Vorwärts Buchdruckerei u. Vi rlagsanstalt Paul Singer u. io,, löerlm SW«