N». S77. 28- I-Hrg- Bbonncmcnts-Bcdlngungtns �91 VIe lnlerNoitt-Sedild» «lbonnemems- Preis pränumerando: I �Wl MB IHl I � tocftfl! f&r die iecftSfl�Tpaltene flolong!* Stericliäbrl 3 30 Wlt monatl l 10 Mt. MB ��B i �B> m f gM MW HIhI wnW I ßeüe oder deren Raum 6l) Pfg.. für wülÄentlich W Pfg tte�inSH�S. W! I J�\ M■■UnHBH W M M mT ���7/ politische und gewerkschaftliche Vereins. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- I I DW M w) HB Hfl BB8 SB»Hl gA.|H P—"rfr und BersamnUungS'Slnzelgen 30 Plg. nummer mit illustrierter SonntaaS- 1 U�JSßJ! Hn Hfl Hfl Mfl E�i fKm Jy„Kictn« flmetgen» das tettgedruckie Blilage.Die Neue Weil">0 Pia. Post. W�M fUtj H H H H Is3 W H M? /iL Wo« 20«ta.(iUläffi# 2 icttflebnuttc Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Hl �» 1H H| BM, BI ßinaciraaen in bic iBoft> iteilunoS* tUfi I �991 1 �. dB�L Jh9 SE£ fi�P QuH( �tebenaeiuibe unb r?chlnliletlenan» «re?-Iiste Unter Kreu!banb?ür»W W W Wt ffTftV J&GLsWK� WA t W �#7�8 ie.aen ba« crtte Wort 10 Pia. jedes Teutl-b-nd m�O esierreich-Una am Hl H DU // W«eitere Wort h«fQ. Worte über 15 Such. ? M-« fü- b°-'�ge«u"?� Wl� M V T/ ▼/>/ W!-°d-n zäd.en mr � Wor.e Juser°,e 3 Marl pro Monat. VostabonnementS Bl&i S s //__ fei, tül bie nächste«umm« nwlrai bW SaBS® � tAK�ZZZ-s- Vepittttv IDoIIiiöIiIciff ♦ ästä. Zcntralorgan der fozialdcinokratifchcn Partei Deutfchlands. Redaktion: 8 Cd. 68, Lindenstrasee 69. Fernsprecher: Zimt Moriyplay, Nr. I«8Z. der rurko als Nahlhelier. . 1. Die Englandhetze allein genügt noch nicht, auch das schwarze Gespenst geht wieder um. Schon während der Marokiohändel in den. letzten Monaten versuchten unsere Kriegshetzer und Kolonialtreiber dem deutschen Michel damit das Gruseln beizubringen. Jetzt, nachdem der Marokko- vertrag mit Ach und Weh unter Dach gebracht worden ist. suchen unsere Prozent- und Patentpatrioten auf Grund der Besprechung des Marokkoabkommens in der Budget» k 0 m m i s s i 0 n des Reichstages für ihre sauberen istläne noch zu retten, was zu retten ist. Der Turko und der schwarze Eeneaalsoldat können zwar nicht mehr herhalten, um eine Festsetzung in Marokko und einen sosortigcu Krieg mit Frank- reich zu begründen.— denn darauf lies das Schreien und Toben der alldeutschen und der von der Schwerindustrie aus- gehaltenen Presse hinaus— aber unsere Reaktionäre hoffen die.schwarze Gefahr" wenigstens noch für den Wahl» kämpf ausschlachten zu können. Sie argumentieren dabei folgendermatzen: Frankreich hat durch die Ueberlassung Marokkos neben vielen wirtschaftlichen und politischen Bor- teilen eine gewaltige Stärkung seiner militärischen Position erlangt. Aus den Eingeborenen Nordafrikas kann es in kurzer Zeit eine Armee von mehreren hunderttausend Mann bilden und auf den euro- päischen Kriegsschauplatz werfen. Deutschland mutz daher — abgesehen von der Vermehrung der Flotte gegen England — seine Rüstung zu Lande in verstärktem Matze und in de- schleunigtcm Tempo ausbauen. Diese Forderung mutz in den Bordergrund der Wahlagitation gestellt werden, da wir mit unserer Sozial-, Zoll- und Steuerpolitik keine Geschäfte machen können. Sozialdemokraten und ein Häuflein Linksliberale werden unserer Rüstungs-Wahlparole entgegentreten. Wir können daher gegen sie alle nationalen Register ziehen, können sie als Buterlaudsschädiger und Reichsfeinde hinstellen. Der nationale Schwindel hat bei den Septennatswahlen l887 und bei den Sonentottenivahlen lllll? grotzortig gezogen, warum soll tr 1lll2 mit Hilfe der TurkoS nicht auch ziehen? Als Beweis für diese Llrgiimentation unserer Gegner braucht man sich nur die letzten Nummern der„Po st" und seelenverwandter Blätter anzusehen. Die Konservativen werden gewitz mit dieser Rüstungsparole krebsen gehen, das Zentrum, dem seine Rolle als freiwillige Belhmann- Echutztruppe vorläufig einige Reserve auferlegt, wird sicherlich in das gleiche Horn blasen. Aber der Rüstungsschwindel wird nicht allein ein Kampfmittel des schwarz-blauen Blocks sein, auch die Nationalliberalen arbeiten mit Hochdruck in gleicherNichtung und ihre Wortführer verbreiten mit besonderer Leidenschaft das Märchen von der..schwarzen Gefahr". Man sehe sich daraufhin nur die Ausiührungen von Dr. Arning, Baffermann und Paaschs in der Budgctkommission vom letzten Montag an. Immerhin war der letztgenannte Herr so offenherzig, der Katze die Schelle umzuhängen, indem er die„schwarze Gefahr" mit der«roten Gefahr" in Ber» bindung brachte. Was für unsichere Kantonisten in Militär- und Rüstungs» fragen die nieisten fortschrittlichen Parlameulshelden sind, ist zur Genüge bekannt. Unsere Genossen und besonders unsere Agitatoren werden daher damit rechnen müssen, datz ihnen im Wahlkampfe sehr oft das Märchen von der„schwarzen Gefahr" und die Nüstungsparole entgegengehalten wird. Beides wird in den gegnerischen Flugblättern und in der bürgerlichen Presse vom linken bis zum rechten Flügel eine Nolle spielen. Und wir dürfen nicht vergessen, datz. es noch zahlreiche Volksschichten gibt � vor allem die. die ihre politische..Ausklärung" aus der Kreisdlatt- und„unparteiischen" Presse beziehen,— die sich besonders in militärischen Fragen leicht über den Löffel barbieren lassen.- Diese Leute haben natürlich auch nichts von dem erfahren, was unsere Genossen in der Budget- kommission gesagt haben, um das Märchen von der schwarzen Gefahr zu widerlegen. Die Behandlung der Turkofrage in der Budgetkommission durch die Regierungsvertretcr war sehr lendenlahm. Der militärische Sprecher, Generalmajor Wandel, satz freilich in einer Zivickmühle. Einmal mutzte er als Vertreter des Kriegsministeriums der„Homogenität" des Bcthmann- Kabinetts Rechnung tragen, d. h. er mutzte die wütenden Angriffe der Marokkohetzer auf das Produkt der Diplomaten- künste Kiderlen-Waechters parieren helfen, andererseits hatte er aber auch auf den ewigen Nüstungshunger unserer Heeresleitung Rücksicht zu nehmen, um neue Armceforderungen nicht durch seldstgelieferte Argumente illusorisch zu machen. Seine Aus» sührungen über die neue militärische Situation waren daher ziemlich schwach und enthalten in Bezug aus die„schwarze Gefahr" direkt Unrichtigkeiten. Das gilt wenigstens für das aus den offiziellen Sitzungsberichten Bekanntgewordene. Freilich hat die nationale Hetzpresse gewaltig über die offiziöse Berichterstattung in dieser Frage geschimpft und ihr Ver- drehung der Wahrheit vorgeworfen— was bei den Leuten, die sich sonst über die sozialdemokratische Kritik offiziöser Aus» lassungen nicht genug entrüsten können, besonders komisch: wirkt—. aber auch das. was die„Post" und andere Blätter: über die Vorgänge in jener Sitzung der Budgetkommission dringen, ist nicht dazu angetan, den Schwindel von der Sonntag, de«£6. November 1911. „schwarzen Gefahr" irgendwie glaubhafter zu machen. Auch die militärischen Autoritäten, die die„Post" ins Feld führt, der Reichsverbandsstratcge v. Liebert. die Generale Keim, ü. Wrochem, Litzmann usw. sind keine einwandfreien Kronzeugen, ebensowenig ist es auch der Oberst Wolfs, der in einem Artikel des„Deutschen Oifizicrblattes" das Turko- gespenst in ganz besonders gruseligen Farben an die Wand gemalt hat. Die Zwecke, die alle diese Herren mit ihrer Uebertreibung der„schwarzen Gefahr" verfolgen, sind nur zu leicht aufzudecken; Rüstungseifer und demagogische Wahl- spekulationen gehen bei den meisten von ihnen, vor allem beim Reichsverbandsgeneral Hand in Hand. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, datz die führende militärische Fachzeitung Deutschlands, das„Militär-Wochenblatt". die Frage der nord- afrikanischen und schwarzen Armee Frankreichs bisher weit ruhiger und objektiver behandelt hat als die genannten poli- tisicrcnden Säbelrasslcr. Da aber deren militärische Weisheit der nationalen Wahlagitation Waffen liefern mutz, ist es not- wendig, datz wir noch einmal mit aller Ruhe und Gründlich- keit untersuchen müssen, was eigentlich hinter dem Geschrei von der„schwarzen Gefahr" steckt. Es wird sich dabei heraus- stellen, datz das Turkogespenst im hellen Licht der Tatsachen sich in eitel Dunst auflöst. Verschiedene Umstände scheinen allerdings unfern Rüstungs- Hetzern recht zu geben. So hat am 15. November der franzö- siiche Ministerpräsident C a i l l a u x aus einem Bankett eine Rede gehalten, in der er seiner Freude Ausdruck gab, datz jetzt die Trikolore von der tripolitanischen Grenze bis an den Atlantischen Ozean wehe und datz Frankreich jetzt das nord- afrikanische Gebiet' beherrsche,„wo das alte Rom seine besten Soldaten gefunden habe". Diese Rede, bei der, wie bei allen Festreden, der Redner mehr Wert auf rhetorischen Schwung als auf innere Wahrheit gelegt hat, gibt nun den deutschen Chauvinisten Anlatz, zu erklären: Seht, Herr Caillaux hat selbst gesagt, datz Frank- reich durch das Marokkogeschenk eine Armee der besten Soldaten bekommen hat. Mit nordafrikanischcn Kriegern hat Hannibal die Alpen überschritten. Nordafnkauer waren das beste Menschen- material für die römischen Legionen, sie werden auch der dritten Republik wertvolle Dienste im unvermeidlichen Kriege gegen Deutschland leisten. In Wirklichkeit wird sehr viel Waffer in den Wein der Caillauxschcn Begeisterung flietzen. Denn Frankreich hat, wie ja auch General Wandel in der Budgettommlssion zugab, zu- nächst und aus lange Zeit hinaus in Nordafrika selbst gerade genug zu tun. ehe es daran denken kann, mit einer starken, aus Nordafnkanern gebildeten Armee auf einen europäischen Krieasschauplatz zu rücken. Marokko mit seinen 8 bis lv Millionen Einwohnern ist noch lange nicht„pazifiziett" und tunifiziert. In Zentral- und Süömarokko harrt der französischen Kolonnen noch manch hartes Stück Arbeit, so datz der Gedanke, aus Marokkanern ganze Regimenter zu bilden und sie gar in Europa zu verwenden, sobald nicht realisierbar sein wird, wie wir weiter unten noch ausführlicher darlegen werden. In Algerien und Tunesien zieht Frankreich aber aus den rund 6 Millionen Eingeborenen nur ein eingeborenes Truppenkontingent von wenig mehr alK 20000 Mann, die in die Regimenter der Tirailleura algsrienl— in Deutschland unter dem Namen Turkos bekannt— und die der Spahis eingestellt sind. Die irregulären Aufgebote, die unter dem Kommando französischer Offiziere stehenden„Gums", lassen wir hier zunächst autzer Betracht. Solange Frankreich Algerien besitzt, hat es die Reihen seiner Turko- und Spahiregimenter nur mit den Ein- geborenen füllen können, die sich freiwillig anwerben lietzen. Die Zahl derer, die aus Lust am Kriegshandwerk, aus Ge- winnfucht oder weil sie aus irgendeinem Grunde mit ihren Stammesgcnossen in Zivist geraten waren, freiwillig französische Soldaten wurden, ist. so lange Frankreich eine nordafrikanische Armee besitzt, konstant geblieben. Nur nach der Okkupation von Tunis kam zu den bis dahin jahrzehntelang bestehenden drei Turko- und drei Spahireginicntern noch je ein viertes. Der Zustrom der arabischen und kabqlischen Landsknechte zu den französischen Fahnen hat sich daher immer in Verhältnis- mätzig bescheidenen Grenzen gehalten. Dabei ist es oft genug vorgekommen, datz Turkos oder Spahis nach regulär beendeter oder eigenmächtig � d. h. durch Desertion— abgebrochener Dienstzeit in den zahllosen Ausständen, die die algerische Kriegsgeschichte anfzuiveiscn hat, auf Seiten ihrer Stammes- brüdcr gegen die französischen Eroberer gekämpft haben. Nun gibt es in Frankreich selbstverständlich genau solche Rüstungsfanatiker und chauvinistische Säbelrasseler wie bei uns in Deutschland. Deren Wunsch läuft darauf hinaus, das Mcnschenmaterial Nordafrikas mehr als bisher in den Dienst des französischen Militarismus zu stellen. Ihr Streben ist die Einführung der allgemeinen Dienstpflicht bei den Ein- gebornen Algeriens und Marokkos. Die französischen Militaristen envarten, datz damit eine stehende Eingeborenen- armee von annähernd 150000 Mann gebildet werden könne, die sich durch allmähliche Bildung von Reserveformationen im Laufe der Zeit für den Kriegsfall auf 400000 Mann bringen lasse, wodurch die jetzt vorhandene französische Kriegsmacht von 21 Armeekorps um 10 weitere Armeekorps vermehrt werden könne. Unsere deutschen Militansten nehmen kritiklos die verstiegenen Phantasien ihrer französischen Art- genossen auf, um sie ihrerseits zu deutschen Rüstungstreibercicn zu verwenden. Davon, daß in Frankreich selbst gewichtige Expedition: 8M. 68» �.indenstrasse 69» Fernsprecher: Amt Morinplay, Nr. 1984. Stimmen gegen diese militaristischen Pläne laut werden, datz gerade in der letzten Zeit in Nordasrika selbst Vorgänge sich abgespielt haben, die nicht für. sondern gegen die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht sprechen, davon schiveigen unsere deutschen Rüstungshetzer, einesteils, weil das nicht in ihren j Kram patzt, andernteils, weil ihr Rüstungsfanalismus zu ihrer Sachkenntnis im umgekehrten Verhältnis steht. Die Eingeborenen Algeriens wollen von der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nichts wissen. Darüber sind sich auch in Frankreich die Leute klar, die nicht vom militanstischen Rustnngskoller befallen sind. Die Eingeborenen Nordafrikas haben sich bis auf den heutigen Tag nur knirschend der fran- zösischen Militärdiktatur gefügt. Die Aufstand sgefahr ist noch immer latent. Daher ist auch die europäische Bevölkerung Algeriens nicht für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für die Eingeborenen zu haben. Sie weitz, datz es ein sehr gefährliches Spiel wäre, Hunderttauscnden von Arabern und Berbern moderne Waffen in die Hand zu geben. Dazu kommt, datz die gegenwärtige Situation in Nordafrika an die Verwirklichung des Wehrpflichtgedankens sobald nicht denken lätzt. In der Provinz Oran, besonders im Süden, wird die Bevölkerung durch die Unruhen und die noch kommenden militärischen Operationen in Marokko erregt, und ihre Sympathien sind natürlich nicht aus seilen der Franzosen, so sehr diese auch von dem alten Kniff, die Stammesfeindschaften gegen einander auszuspielen, Gebrauch machen mögen. Aber auch die ruhigeren Elemente der eingeborenen Bevölkerung machen den Franzosen schwere Sorgen. In letzter Zeit mutzten die französischen Behörden Massenauswanderungen von Eingeborenen konstatieren, die besonders in der Gegend von Tlemcen(Provinz Oran) zu Tausenden die Heimat ver» lietzen, um sich in Syrien oder in anderen mohammedanischen Ländern anzusiedeln. Die Ursachen sür diese Massenflucht aus Algerien ist einmal die ivinschaftliche Bedrängung der Eingeborenen durch die europäischen Kolonisten, Terrainspekulantcn und die Vcrwaltungsbureaukratie, dann aber treibt sie auch eingestandenermatzen die Abneigung gegen die allgemeine Wehrpflicht, über deren angebliche Einführung unklare Gerüchte zu ihnen gedrungen sind, aus dem Lande. Die französische Regierung ist über diese Erscheinungen derart beunruhigt, datz sie eine Kommission zur Untersuchung der Massenflucht der Eingeborenen eingesetzt hat. In der Budgetkommission hat man anscheinend von diesen Vorgängen nichts erwähnt, obgleich man annehmen sollte, datz Kriegsininisterium und Auswättiges Amt davon unterrichtet sein mützten. Im Osten der nordafrikanischen Kolonie Frankreichs bleibt das Borgehen der Italiener in Tripolis nicht ohne Wir- kung aus die Eingeborenen. Es mag dahin gestellt bleiben, ob die tripolitanischen Ereignisse die ganze islamitische Welt Nord- afrikas in Aufruhr bringen können, und ob der Einfluß der Senussi sich aus die Eingeborenen des französischen Gebietes erstreckt. In Tunis selbst hat die Tripolisaffäre aber jedenfalls schon zu Unruhen geführt, die eben so sehr dem Hasse gegen die Italiener ivie der Empörung über den Druck der Fremd- Herrschaft entsprangen. Die Lage der tunesischen Eingeborenen ist unter dem französischen Protektorat sehr traurig und die arabische Presse in Tunis steht in schärfster Opposition gegen die französische Verwaltung. Wie diese und die eingeborenen Machthaber mit den Eingeborenen umspringen, kann man aus einem kürzlich erschienenen Buche„La sueur du bumus" (Deutsch etwa: Der aus dem Burnus— arabischer Mantel-» herausgepreßte Schweiß) von Vignö d'Okton ersehen, das ge- radezu grauenhaste Einzelheiten über die„Kulturarbeit" Frankreichs in Tunis bringt. Datz bei so verelendeten und unzufriedenen Eingeborenen mit der allgemeinen Wehrpflicht nicht viel anzufangen ist, liegt auf der Hand. Daher ist auch die französische militaristische Presse Frankreichs sehr ungehalten, datz man Tunis von Truppen entblößt hatte. Ein Teil der tunesischen Division, die sich aus Truppenteilen zusammensetzt, die zum 19.(algerischen) Armee- korps gehören, ist nämlich dem Expeditionskorps in Marokko zugeteilt, andererseits sind auch Truppen zur Bewachung der tripolitanischen Grenze den tunesischen Garnisonen entzogen worden. Nun besteht sür die Opcrettentruppe, den„magkson" des Bei von Tunis, der ja nur eine Puppe in der Hand des französischen Ministerpräsidenten ist, so etwas wie eine all- gemeine Wehrpflicht. Die Mannschaften für das Bataillon, die eine Schwadron und die Battene der Bei-Truppe werden auf Grund eines Systems ausgehoben, das an die allgemeine Wehrpflicht erinnert. Aber die Mihbräuche, Bestechungen und Ungerechtigkeiten, die bei diesen Aushebungen vorkommen, sind nicht dazu angetan, die Eingeborenen sür eine weitere Aus- dehnung dieses Systems zu begeistern. Wie windig es mit dem Problem der allgemeinen Wehr- Pflicht in Marokko aussieht, werden wir in einem zweiten Artikel zeigen.__ Uiarokkofragcn. Zum Rätsel des 21. Juli. Genosse Ed. Bernstein schreibt unS: Mit Bezug auf die Bemerkungen des Genoffen Ledebour über die Borgänge. die sich am 21. Juli in London abgespielt haben, nämlich am Mittag Unterhaltung zwischen Sir Edward Greh und Gras Wolff Metternich und am Abend die bekannte, von Lloyd George im Mansion House verlesene Erklärung, scheint es mir notwendig, darauf hinzuweisen, daß nach nicht widerrufenen Mitteilungen eng» lischer Blätter diese letztere Erklärung vom Premierminister ÄS qiüth. dem Staatsselretär des Aeußeren, Sir Edwnrd G r e y. und dem Schatzlanzler Lloyd George in gemeinsamer, längerer Beratung aufgesetzt worden, also alles Mögliche, nur nicht eine auf Unbestimmtes hin herauSgeictileuderte Kundgebung war. Nun hatte, wie Herr v. Kiderlen-Waechter selbst zugibt, die eng- tische Regierung von der deutschen am 1. Juli eine Mitteilung er- halten, die. wie die Redaltion des„Vorwärts" in ihrem Artikel „Erneute Hetze" treffend hervorhebt, so unbestimmt gefatzt war, dah man aus ihr alles Mögliche herauslesen und herausdeuten konnte. Von da ab bis zum 2t. Juli herrscht die berühmte Pause, bezüglich deren mir Genosse R. Macdonald aus das Bestimmteste erklärt hat, dast während ihrer die englische Regierung eine Anfrage an die deutsche gerichtet hat. die unbeantwortet blieb, wohingegen Herr von Kiderlen-Waechter behauptet, keine Anfrage der englischen Re- gierung unbeantwortet gelassen zu haben. Das ist ein Wider- spruch, der unter allen Umständen aufgeklärt werden must. Je nachdein er sich löst, erhält nämlich auch die Antwort, die am 21. Juli Gras Wolff-Melternich dem Sir Edward Grey gab, ein etwas anderes Gesicht. Man darf nicht übersehen, daß während der Paule der englische» Regierung von französischer Seile allerband, wie Herr v. Kiderlen-Waechter behauptet, übertriebene Mit- tcilungen über Forderungen der deutschen Regierung zugegangen waren nnd die französische Regierung die englische hatte wissen lassen, datz sie die deutschen Forderungen„für unannehmbar' ansähe. AuS dem von Herrn v. Kiderlen- Waechter mit- geteilten Bericht Wolss- Metternichs über die Unterhaltung mit Sir Edward Grey vom 21. Juli geht ganz klar hervor, dasi diese Mitteilung der französischen Regierung den englischen Minister veraulasit hatte, den deutschen Botschafter aufs neue um Ausklärungen zu bitten, dieser aber wiederum„von nichts wußte" und— man vergleiche den jetzt vorliegenden gedruckten Bc- richl der Sitzung der Budgetkommissio» vom 17. November— nur Allgemeinheiten als Antwort zum Besten gab. War dieser Unterhaltung eine unbeantwortet gebliebene An- frage der englischen Regierung vorausgegangen oder nicht? Das ist das zu lösende Rätsel. Von seiner Beantwortung wird es ab- hängen, ob für die englische Negierung genügender Grund vorlog. öffentlich zu erklären, sie lasse sich nicht behandeln als ob sie»im Rate der Nationen nicht mehr mitzählr.' Ich begnüge mich, dies festzustellen. Im übrigen halte ich es mit bezug auf alle Beteiligten für nur billig, zunächst die Antwort der englischen Regierung abzuwarten, bevor man bestimmte Urteile hinsichtlich dieser und anderer aufgewolfenen Fragen abgibt. Am Abgrund deS Krieges. Man weiß, daß England sich während der Marokko- Verhandlungen kriegsfertig gemacht hat. Daß Frank- reich es gleichfalls war. ist bekannt. Ueber die deutschen Vorbereitungen wird von einer„hochgestellten militärischen Persönlichkeit" der„Militärisch-Politischen Korresp." geschrieben: „In Verbindung mit den Erörterungen über die akute Kriegsgefahr des Hoch- und besonders des Spätsommers erscheint eS nützlich, daraus hinzuweisen, daß unsere leitenden Stellen i n H e e r un d M a ri ne andauernd aufdie Möglichkeit deS plötzlich auSbrecd enden Kon- flikteS abgestimmt waren. So haben sich u. a. die Be- wegungen der H o ch s e e f l o t t e in steter Verständigung mit den führenden Staatsmännern vollzogen; ihr Versibwinde» zu kritischer Zeit in die Ostsee spricht laut für den starken Willen Deutschlands. bi» zum äußersten de» Frieden zu erhalten, denn die englische» Ab« sichten und die Möglichknt eines AuSdrnchs der Feindieliguiteii ohne vorhergehende Kriegserklärung waren uns vollauf bekannt. Ebenso wissen wir. daß ganz neuerdings gewisse Neubesetzungen in den FachressortS deS Londoner FlottenamtS lediglich als auf die Be- schleuuiguitg einer— weiterhin denkbar gebliebenen— Mobil- machung hinarbeitend zu deinen sind. Unsere festgefügt« militä- rische und diplomatische Maschinerie hat in der KonfliktSzeit die Belastungsprobe voll und ganz bestanden. ES haben da» AuS- wältige Amt. das ReichSmarineaint. der Admiralstab, das Kriegs- Ministerium, der Gciieraistab der Armee, daS Reichsschatzamt und das Präsidium der Reichsbank in engster Fühlung zueinander ae- arbeitet." Also alle beteiligten Regierungen waren mit den nötigen Vorbereitungen fertig, um eventuell wegen des elenden Ma- rokkoschachers den Weltkrieg zu beginnen. Die deutsch-englischen Beziehnngea. Von verschiedenen Seiten kommen Nachrichten, die besagen, die englische Politik wolle alles daran setzen, um das Ver» hältniS zu Deutschland zu verbessern. Die Wiener „Neue Freie Presse" will wissen, daß eine Verständigung über die Flottenfrage und die allgemeine Politik versucht werde. Sehnliches berichtet die„Birmingham Daily Post". Ob diesen Nachrichten Bc- deutung beizumessen ist. muß sich bald hcranSstellen. Ferrer liege» auch einige ministeriell« Kundgebungen vor. So prophezeite der Unterstaatssekrelär im Kolonialamt Seely gestern abend in einer Rede in Newcastle, die Erklärung Sir Edward Greyö am Montag würde dem Frieden förderlich sein. ES wäre von wesentlicher Bedeutung, daß England mit D e u t s ch l a n d in friedlichen und freundlichen Beziehungen lebe. In B a t h hielt der Schatzkanzler Lloyd George eine Rede. in der er sagte, er habe zuerst beabsichtigt, sich kurz über die aus« wältigen Angelegenheiten zu äußern, unterließe es aber, da er empfinde, daß es Sir Edward G r e y s Sache fei. als erster im Namen des Ministeriums zu sprechen. Er gebe daher nur der Hoffnung Ausdruck, daß sich niemand alle von der'Presse in Umlauf gesetzten Darlegungen zn eigen mache, ehe er nicht über den gesamten Verlans der Tatsachen von Grey unterrichtet worden sei. Lloyd George, der be- ständig von Anhängerinnen des FrauenstimmrechtS unterbrochen wurde, widmete den Hauptleil»einer Rede einem beredten Aufruf für daS Frauenstimmrecht und meinte, daß Europa, wenn die Frauen auf dem Kontinent wie in England das Stimmrecht erhielten, weniger Gefahr liefe, von Blut durch» tränkt zu werden. Er empfehle für daS nächste Jahr die Ein- fügung eines Zusatzes in die Männerstimmrechr-Bill der Regie- rnng über ein Flauenstimmrecht auf breiter demokratischer Grund- läge. Der franzSsisch-englische Geheimvrrtrag. Paris, 2S. November. Der Deputierte Graf de Mun be- richtet dem„Echo de Paris", der französisch-englische Gr- heimvertrag von 1904 habe im KammerauSschuß für ouS- wärtige Angelegenheiten große Verblüffung hervorgerufen. insbesondere der Artikel S, durch welchen die Verivaltung der maroklanifchen Küste von Melilla bis zum rechten sebuufer den Spaniern anvertraut werden soll. Man begreife jetzt, warum Fraukreich gezögert habe, dem englischen Auswärtigen Aint die er- läuternden Briefe zu übermitteln, in welchen die deutsche Regierung Frankreichs Protektorat über ganz Marokko bis zum Rio de Oro anerkenne. Die hiesigen Blätter veröffentlichen eine Note des Reuterschen BureanS, in der die Milteillingen des.Perit Journal' über die Haltung Englands gegenüber Frankreich während der Marokko- Verhandlungen für unzutreffend erklärt werden. ftir lielchstsgKvshl. Hamburger Wahlvorbereitungra. Die drei Hamburger Wahlkreise gehören zu den sichersten Hoch, bürgen der Sozialdemokratie im Deutschen Reich. Als Gegner kommen in Hamburg nur die Liberalen verschiedener Schat- tierung in Betracht. Konservative preußischer Art gibt eS nicht; die im Reichstagswahlverein von 1384 organisierten National- liberalen stehen jedoch sehr weit rechts. Die Antisemiten sind bei den letzten Wahlen zu völliger Bedeutungslosigkeit herab- gesunken; sie brachten es 1907 in ganz Hamburg nur noch aus 618 Stimmen. Die Liberalen aber laufen von einem Lager ins andere. Während 1993 im ersten und zweiten Wahlkreise 9445 und 8542 Stimmen für zwei Kandidaten der Freisinnigen Volks- Partei abgegeben wurden, erhielten 1997 zwei Kandidaten der Freisinnigen Vereinig ung nur 5979 und 5392 Stim- men. daneben aber zwei nationalliberale Kandidaten 4697 und 4185 Stimmen. Immerhin batteo in beiden Wahlkreisen die beiden liberalen Kandidaten zusammen zirka 1199 bezw. 999 Stim- men mehr. Ein Beleg dafür, däß das bürgerliche Element in diesen beiden Kreisen, in denen aus den oben geschilderten Ursachen die sozialdemokratischen Stimmen stabil geblieben, im Wachsen ist. In verstärktem Maße zeigt sich dieselbe Erscheinung im drit» ten Wahlkreise. Auch hier konkurrierten früher National- liberale und Fortschrittler bezw. Freisinnige. Nur einmal siegten letztere(1881), wurden aber schon 1884 durch die Sozialdemokratie aus der Stichwahl verdrängt. Als dann 1899 der Wahlkreis von der Sozialdemokratie im ersten Wahlgang erobert worden war, ver- suchte man ihn 1893 mit einem freisinnigen Kandidaten zurück- zuerobern. Das mißlang und 1898 stellten wieder Nationalliberale und Freisinnige eigene Kandidaten auf. ohne daß der Erfolg für sie ein besserer wurde. Die Nationalliberalen erhielten 16 352, die Freisinnigen 7593 Stimmen, während die So- zialdemokratie mit 41 894 Stimmen Siegerin blieb. 1993 stellten wieder nur die Nationalliberalen einen Kandidaten auf, der persönlich in eine sehr energische und geschickte Agitation ein- trat und den Erfolg hatte. 36 613 Stimmen aus sich zu vereinigen gegen 52 353 sozialdemokratische. Unter der intensiven Agitation von beiden Seiten stieg die Wahlbeteiligung auf 85,2 Proz. Dann kam 1996 in Hamburg der Wahlrechtsumsturz und gab auch Anlaß, daß sich die„Vereinigten Liberalen" als eigene Frak- tion de? hamburgischen Stadtparlaments aussonderten und in einen scharfen Gegensatz zu den alten bürgerlichen Fraktionen traten. deren Mitglieder der Linken sich politisch zum Teil zu den Frei- sinnigen rechneten. Dieser Gegensatz kam 1997 auch bei den Rcichstagswahlen zum Ausdruck, die fast gleichzeitig mit den Bürgcrschaftswahlen stattfanden. Die Vereinigten Liberalen stellten im dritten ReichStagswahlkreise in der Person des Dr. Bra- band einen politischen Draufgänger auf, der dem„erfolgreichen" nationalliberalen Kandidaten von 1993, Rud. Sieverts, einen er- hcblichen Teil seiner Stimmen wegnahm. Dr. B r a b a n d erhielt 39 569 Stimmen, Sieverts 29356 und unser Kandidat Metz- ger 65 641 Stimmen. Das Mandat wurde von der Sozialdemo- kratie erneut mit fast 15 999 Stimmen Majorität gewonnen. Der prozentuale Anteil der sozialdemokratischen Stimmen an deren Gesamtzahl war aber auf 55,5 Proz. gesunken gegen 56L Proz. 1993 und 57.6 Proz. im Jahre 1893. Kleine prozentuale Verschiebungen zuungunsten der Sozial- demokratie haben sich bei den letzten Wahlen auch im ersten und zweiten Wahlkreis gezeigt. 1993 stieg gegen 1898 unser Anteil an der Gesamtstimmenzahl noch im ersten Wahlkreise von 72,5 auf 72L Proz. 1997 ging unser Anteil auf 66,2 und 72,2 zurück. Im ersten Wahlkreise war damit auch ein kleiner absoluter Stimmen- rückgang verbunden von 22 946 aus 21 683 Stimmen als Folge der Verdrängung eines Teiles der Arbciterbevölkerung an die Peri- pherie der Stadt. Als Ganzes genommen, zeigen diese kleinen Verschiebungen in den Verhältniszahlen und die Zunahme der absoluten Stimmen- zahl der Bürgerlichen, daß in diesen Kreisen die Zahl derer, die Interesse am politischen Leben nehmen, größer wird. Das macht sich naturgemäß am schärfsten im dritten Wahlkreis bemerkbar, wo nicht nur der proletarische, sondern auch der bürgerliche Zuwachs der Bevölkerung Unterkunft suchen mutz. An dieses Anwachsen deS bürgerlichen Elements, da» seine Ursache in dem gewaltigen Anwachsen des hamburgifchen Handels hat(die Zahl der im Handel tätigen Personen stieg von 1895 bis 1997 von 195 529 auf 162 543, um 54 Proz., während die Be- völkerung im selben Zeitraum nur um 36 Proz. gewachsen ist», knüpfen sich bei den Gegnern auch die sich immer noch leise regen- den Hoffnungen auf Wiedergeivinnung eines Mandats, wobei natürlich der dritte Wahlkreis als Aufnahmereservoir für den Be- völkerungSzuwachs allein inS Auge gefaßt wird. Auf ihn wird sich auch bei der kommenden Wahl der Hauptansturm der Gegner rich» ten. Da aber daS proletarische Element noch bei weiter stärker an- wächst, so werden alle gegnerischen Hoffnungen vergeblich sein. Daß die gegnerischen Parteien ihre Hoffnungen selbst nicht zu hoch spannen, ist wohl schon aus der Tatsache zu entnehmen, daß sie zwei Kandidaten gleich zweimal aufgestellt haben, den Fortschritt- ler, Rechtsanwalt Dr. Braband, im ersten und im dritten Wahl- kreise und den sich nationalliberal nennenden Zünftler Drechsler- meister Hirsch im ersten und zweiten Wahlkreise. Im zweiten Wahlkreise kandidiert daneben der Fortschrittler Drechslermeister Menzel, im dritten der auch nationalliberale.Reaktionär" Rechtsanwalt Dr. Carl Albrecht. Die Sozialdemokratie tritt wieder mit ihren alt- bewährten Vertretern Bebel, Dietz und Metzger in den Wahlkampf ein. Freisinnige Schacherpolitik. Bei der letzten preußischen Landtagswahl wurde zwischen dem FlenSburger Freisinn und dem KreiSvcrein des Bundes der Landwirte ein Vertrag abgeschlossen, nach dem sich beide zu gegenseitiger Stichwahlhilfe verpflichteten. Tie Bündler taten auch redlich ihre Pflicht, indem sie dem Freisinn zu dem LandtagSmandat verhalfen. Der beschlossene Vertrag hat aber auch Gültigkeit für die bevorstehende ReichStagSwahl im zweiten Schles- wig-Holsteinischen Reichstagswahlkreis. Es läßt sich vorläufig schwer feststellen, wer von den beiden Vertragskontrahcnten die beste Aussicht hat, mit unserem Genossen in die Stichwahl zu kom- men. Beide versuchen sich gegenseitig auS der Stichwahl heraus. zudrängen und bekämpfen sich in der schärfsten Weise. Der Freisinn muß aber selbst davon überzeugt sein, daß seine Sache nicht so gut steht, denn er versucht, hinter dem Rücken seine? Vertragsfreundes mit den Nationalliberalen anzubändeln. Wie nämlich durch die In. diskretion eines Führers der Nationalliberalen bekannt wurde, ist die Leitung deS Freisinns an die Nationalliberalen herangetreten mit dem Ersuchen, dem Fortschritt daS ReichSlagsmandat im zweiten Kreise zu sichern; sie wären dann bereit, den National- liberalen das LandtagSmandat zu überlassen. Der LandtagSabge- ordnete Dr. Duus würde in dem Fall sofort sein LandtagSmandat niederlegen. Diese Handlungsweise charakterisiert den FlenSburger Freisinn. DaS Manöver des Freisinns ist mißglückt; die National- liberalen lehnten ab und die Freifinnigen werden wahrscheinlich nun nicht in die Stichwahl kommen und außerdem auch bei der nächsten Gelegenheit ihr LandtagSmandat. daS sie den BLndlern danlen, verlieren._ politifcbe CUbcrlicbt. Berlin, den 25. November 1911. Eine Aktion der Kriegstreiber. Unter der Stichmarke„Eine bedeutungsvolle Eni- scheidung im Reichstage" veröffentlicht die»Deutsche Tageszeitung" folgende Zuschrift: „Am selben Tage, da Grey seine Erklärungen ab- gibt, wird der Reichstag über eine koloniale Frage von großer Wichtigkeit zu entscheiden haben, den Fortbau der oft afrikanischen Zentralbahn. Die Vorlage ist spät an den Rechstag gelangt, so spät, daß eine, gründ- liche Durchberatung wichtiger damit verknüpfter Fragen wie die der Eisenbahntarife, Steuerfragen kaum noch erfolgen kann. Wenn bis vor kurzem der Wunsch bestand, eine gründliche Er- örterung dieser die Ostafrikaner sehr nahe angehenden Dinge zu sichern, so ist daS zu verstehen. Angesichts des E r n st e s der G e s a m t s i t u a t i o n ist nun aber dringend zu wünschen, daß die wichtige Kolonialfrage einen möglich st geschlossenen und schnell entschlossenen Reichstag finde. England ist— das hat sich wieder gezeigt— erbitterter Feind jeder noch so bescheidenen Ausdehnung des Reiches, und schon wird verkündet, es wolle sich jeder Gebietsabtretung an der Küste von Spanisch-Guinea und der Insel Iernando-Po. sei eS an Frankreich oder Deutschland, widersetzen. Wenn auch diese Dreistigkeit doch nicht glaublich erscheint, so bleibt schon die Meldung ein Symptom wenigstens für die Stimmung mancher Kreise in England. Angesichts dieser Lage ist es erforderlich, dem Auslande, namentlich England, zu zeigen, daß Deutschland seine berechtigten Interessen in Afrika mit aller Entschiedenheit wahrnehmen will. Wir brauchen eine Aktion von praktischer Bedeutung, und so möge der Reichs- tag die genügend geklärte Zentralbahnvorlage der Regierung ohne lange Debatte annehmen." Also nicht genug damit, daß der Fortbau einer kostspieligen Kolonialbahn, deren wirtschaftliche Notwendigkeit in keiner Weise erwiesen ist. ohne jede gründlichere Durch- beratung bewilligt werden soll,— unsere Weltpolitiker und Kriegs- treiber beabsichtigen diese Handlung parlamentarischer Gewissen- losigkeit und Liederlichkeit zugleich zu einer Aktion zu stempeln, deren Spitze ostentativ gegen England gerichtet sein soll! Dem Reichstag Wieb also eine Frivolität sonder- gleichen zugemutet. ES ist gut. daß unsere Kriegstreiber ihre Karten so skrupellos aufgedeckt haben. Man will eine Hurrastimmung erzeugen, um ei» mehr als zweifelhaftes Bahnprojekt durchzudrücken, und man will die Durchpeitschung dieses Projettes, um der Kriegshetze neuen Zündstoff zuzuführen! Daß keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeiten für diese, wie für unsere kolonialen Bahnbauforderungen überhaupt vor- liegen, erhellt schon aus folgender Darstellung einer offiziös gespeisten Korrespondenz: „Die Erträgnisse der im Betriebe befindlichen Eisen- bahnen sind für das Berichtsjahr, d. h. vom 1. April 1919 bis zum 31. März 1911, dank den Einnahmen aus den zu bewältigenden umfangreichen Bahnfrach- ten infolge der Bautätigkeit auf den anstoßenden Neubaulinicn außerordentlich günstig gewesen. Nur in Togo hat sich infolge der schlechten Maisernte, außerdem auch infolge der anhaltenden Verkeyrsstörungen und Unterbrechungen in den Monaten Juli bis September 1919, die ein« Folge der starken Wollenbrüch« und der hierdurch verursachten Beschädigungen der Bahnanlagen waren, im Berichtsjahr ein nicht unbeträchtlicher Rückgang der Einnahmen und des lleberschusseS gegen das Vorjahr er- geben." Also eine gewisse Rentabilität unserer Kolonialbahnen ist n u r deshalb zu verzeichnen gewesen, weil die B a h n st r e ck e n ver- l ä n g e r t wurden und daS Baumaterial dafür zu bo- fördern war! Wenn keine Neubauten mehr vorgenommen würden, gäbe eS keine Frachten mehr für unsere Kolonialbahncn! Wir hoffen, daß auch die bürgerlichen Parteien nunmehr eine gründliche Durchberatung der Forderung für den Jortbau der ostafrikanischen Zentralbahn für notwendig erachten werden. Tcr aber der alte Reichstag dazu keine Zeit mehr bietet, wird man die Entscheidung pflichtgemäß dem neuen Reichstag über» lassen müssen!_ Amtlickze Leichenschändung? Unter dem Titel„Feuerbestattung und Birginität" veröffcnt- licht der freisinnige Reichstagsabgeordnete Dr. Leonhart einen Artikel, über die vom Minister deS Innern Herrn von Dallwitz er- lasscnen Ausfuhr ungsbc st immungen zur Feuer- bestattung. dem wir folgende Stelle entnehmen: »Ein Satz aus den Vorschriften muh aber wörtlich mitgeteilt werden:„Der Befund einer V»rginität lJunafern- schaft) i st z u erwähnen." Also der Minister erlaubt sich hier e,ne Anordnung die i n absolut unzulässiger Weise in die persönlichen Verhältnisse einer Verstorbenen hineinleuchten will. Welches öffentliche Interesse liegt vor. festzustellen, falls dies überhaupt mit absoluter Sicherheit mög- lich wäre, ob die betreffende Person zu ihren Lebzeiten jemals geschlechtlichen Verkehr gehabt hat? Eine solche Herum- i,? n. J I. l1 den intimsten Angelegenheiten eines Menschen »st wohl das U n e r h ö r t e st e. was sich die Bureaukratie bisher geleistet hat. Wen geht es etwa auch nur das geringste an ob das verstorbene Fräulein X. bis zu ihrem Lebensende Jungfrau ge- wesen ist oder nicht! Man beachte dabei noch, daß das betreffende ärztliche Gutachten zu den Polizeiakten kommt und sicherlich nicht immer mit der erforderlichen Diskretion auf- bewahrt werden würde. Diese Bestimmung wird, ganz abge- sehen von ihrer völligen Unberechtigung. namentlich in mittleren und kleinen Orten mit Sicherheit zu den widerwärtigsten geben 6* 6' 2" CinC ��ktorbene Veranlassung Was hier Herr Dr. Leonhart über angebliche Vorschriften de» preußischen Polizeiministers erzählt, klingt so haarsträubend und total unglaubhaft, daß wir die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Darstellung dem freisinnigen ReichStagsmitgliede überlassen müssen. Wir können eS einstweilen nicht glauben, daß selbst ein preußi- scher Minister des Innern, selbst ein Herr von Dallwitz derartige Vorschriften erlassen haben könnte, die ihm selbst von vornherein so unmöglich erscheinen muhten— von ihrer sittlichen Ouali- sikation ganz abgesehen—. daß an ihre Ausrechterhaltung nicht zu denken wäre. Ja wir meinen, daß solche Borschriften selbst in Preußen ausrechend sein dürften, um ihren Urheber von der politischen Bildsläche verschwinden zu lassen! Di- Herrlichkeiten von Neu-Kameriw. Im.Tag' veröffentlicht Professor Dr. med. Menle-Kassel. ein Kenner tropischer Kolonien und seiner Geißel, der Schlafkrank- heit, einen bemerkenswerten Artikel über die Schlafkrankheit in den neu erworbenen Kamcnmer Gebietsteilen. Er kommt zn dem Schlüsse, daß die Erschließung der neu erworbenen Länder» strecken unfehlbar zu einer furchtbaren Ausbreitung der Schliff- kraukheit.„dieser erbarmungslosen Geißel Afrikas' führen müsse. Er schließt seinen Aufsatz mit dm Wottm: »So wird eine Vergrößerung unserer Kolonie um diese Ge- biete zunächst die Aerzte vor eine schwere Ausgabestellen und die Ausrottung der Schlafkranlheit kostspielige Maß- regeln ersordern. wie da? Beispiel Osta frikaSja lehrt. Erst wenn diese Seuche eingedämmt sein wird— wann, ist schwer vorherzusagen— darf der Kolonisator daran denken, dort ein Arbeitsfeld zu suchen. Da die wirksamsten Be« kämpfungSmaßregeln in Absonderung der Kranken und Vcr- dächtigen, Ueberwachung d e S Verkehrs und Sperrung der verseuchten Gegend bestehen, so müßten die ersten die neuen Erwerbungen betreffenden Erlaffe--- ihre Schließung an- ordnen Das Fazit der Erwerbung von Neu-Kamerun wird also sein. daß gewaltige Ko st en aufgewendet werden müssen, um diese Gebietsteile für jeden Berkehr abzufperreul Welch blutiger Hohn l_ Tie neue Flottenvorlage. Auch der„ R e i ch s b o t e" gibt zu, daß eS„bereits überall als feststehend" gilt,„daß dem neuen Reichstag ein neues Flottengesetz zugehen wird". Er weiß auch bereits, worin die Forderungen der Vorlage bestehen sollen: das Bau- tcmpo der großen Kreuzer soll erheblich beschleunigt werden. Ferner beabsichtigt man, erhöhte Aufwendungen für die Unterseeboote zu machen. Die.Kieler Neuesten Nachrichten" wollen sogar bereits in der Lage sein, die Höhe der neuen Flottenforderungen mitteilen zu können. Das neue Flottengesetz, das bereits fertiggestellt sei, behauptet das über Marineangelegcn- Helten gelegentlich gut unterrichtete Blatt, verlange 350 Millionen Mark, die auf sieben Jahre verteilt werden sollen. Beabsichtigt sei. jährlich einen großen Kreuzer mehr auf Stapel zu legen. Wir fürchten nur, daß das Blatt die Höhe der neuen Marincforderungen noch erheblich zu niedrig per- anschlagt hat I_ Tie Legende vom„arbeiterfrenndlichen" Zentrum. I. In Aachen revoltieren die katholischen Arbeiter wider das Zentrum, weil dieses sich beharrlich weigert, dem Verlangen der Arbeiter nach angemessener Vertretung im Stadtverordnetenkollegium entgegenzukommen. Bis jetzt sitzt nur ein Arbeiter in der Zentrumsfrattion des Aachener Rathauses und da mon es ablehnt, einen zweiten Arbeiter zuzulassen, hat der christlichsozialc Wahl- und Bildungsverein beschlossen, dem Zentrum einen Arbeiterkan- didaten. den Gewerkschaftssekretär Weber, entgegenzustellen. Zur Begründung seines Vorgehens führt der Vorstand des genannten Vereins aus: Der denkenden Arbeiterschaft sei es leid, sich mit Ver- sprcchungen von Jahr zu Jahr vertrösten zu lassen, und kein ehrlich denkender Bürger könne es der Arbeiterschaft verdenken, wenn sie gegen eine derartige Parteipolitik Front mache. Für schöne Reden und Versprechungen seien die Aachener Arbeiter unempfindlich geworden: sie wollten den guten Willen und Taten sehen. DaS Programm der Zentrumspartei erkenne den Arbeitcrstand als gleichberechtigt an. dieses scheine man bei der Leitung der Aachener Partei noch nicht klar begriffen zu haben. Für eine Stadt wie Aachen, wo SS Proz. der Wähler der dritten Abteilung dem Arbeiter, und Handwerkerstände angehörten, sei eS tief beschämend, daß nur ein Arbeitervertreter der Stadtverordnetenversammlung angehöre. Das Zentrum müsse sich auf die große Masse der Wähler stützen; diese große M-asse sei aber nicht nur dazu da. um Wahl- dien sie zu leisten undfür die Zentrumspartei an die Wahlurne zu treten, sondern fordere auch poli- tische Anerkennung und Gleichberechtigung. II. In S i e g b u r g bei Köln ist der alte Streit innerhalb der Zentrumspartei wieder ausgelebt. Dieser Tage hat der Pfarrer Rath eine große Versammlung abgehalten, worin er sich mit der durch den Justizrat Mielcke repräsentierten Zentrumsleitung aus- einandersetzte. Herr Mielcke ist derjenige, der vor einiger Zeit einen Kaplan bei dem Gcncralvikariat anzeigte, weil dieser nicht nach der Pfeife deS Zentrumsführers tanzen wollte, woraus der Kaplan nach einem Eifeldorse versetzt wurde. Pfarrer Rath rühmte den versetzten Kaplan Lambertz als einen Mann, der sehr viel GuteS geleistet und in sozialer Beziehung Bedeutendes für die Arbeiter getan habe. Mit persönlichen Opfern habe er das MichaclShaus gebaut, er habe dafür gesorgt, daß Siegburg einen Arbeitersekretär erhalten habe. Lambertz habe viel gewirkt und viel getan, und welchen Dank habe er empfangen? Der Vorsitzende der hiesigen Z-ntrumSpartei(Justizrat Mielcke) habe ihm(Lambertz) gesagt:„Sie haben entweder aus Unklugheit oder Bosheit gehan- dclt; auf jeden Fall gehören Sie in die äußerste Ecke der Diözes t."(Lebhafte Unruhe.) Ich will zugeben, so führte Pastor Rath aus, daß er im Interesse der Arbeiter den Mittelstand etwas geschädigt hat. aber dann mag ihn der Mittel- stand betärnpfvn und nicht der Arbeiter. Wer sich hier an die Spitze der Arbeiter stelle, dem winke kein Dank, und schließlich werde er als Verräterder katholischen Sache hingestellt. Herr Lambertz mußte also gehen, weil er den Zentrums- führern zu arbeitersreundlich war. Die Reform des offiziösen PressebureauS. Die bürgerliche Presse jordert mit großer Entschiedenheit eine gründliche Reform de« NachrichtenbureauS im Auswärtigen Amt. veranlaßt wird diese« Begehren dadurch daß das Nachrjchtenburean des Herrn v. K> d e r l e n- W a e ch« e r die bürgerliche Presse während tzeS Marollostreites volllomnien im Unklaren gedolten hat.- Wie eS den EchmockS ergebt, die ,m Auswärtigen Amt vorsprechen, um für die Swubpntzerdienste. die sie der Regierung leisten, mit ein paar Rachrilvte» belohnt zu werden, die sie dann weiier verhökern können, da schildert ein Wissender ,n den»Deutschen Nachrichten" so: Holt, man sich im.Pressedezernot" Rat und Gewißheit über die ost so dunklen und verswlungenen Plade der maßgebenden Stellen so wird einem nach wie vor bedeute«, daß es— ein solches gar nicht gibt! Rein, es gibt kein Presiedezernat.»Wir erteilen»ur auf Ansroge Jusormaiionen. Wir sind ab'olu» nicht dazu verpflichtet und tun eS nur im Nebenamle der voliiiiclie» Abteilung." Die? die übliche Znrechtweisung. auch gegenüber den regierungSfrommsten Blättern und den.eingembrtesten" Journalisten. Bekannt ist«ich, nur die weilichwelfige. mit möglichst allgemewen Begriffen arbeitende Ausdrucks. weise der ofstziösen«uskunfteneilung. sondem typisch auch die yanze boheitsvolle Haltung, die kühle Zugeknöpft heil, da« vaterlich delehrend« Bon-oben-berunter, mit dem mon bebandelt wird, und zwar immer begütigend, bc- schönigend. retardlerend. immer mit der einen Hand an der Bremse. Als ein wlcher Ratiucher einmal wagte, etwas von der Freiheit der Presse zu murmeln, lautete die Antwort:»Aber, bester Doktor, wir sind doch eigentlich in allem viel zu liberal aeworden I' Was bei solchen Gelegenheiten herauskommt, das bißchen.Aufklärung" muß durch zahme« verhalte«, durch Schweigen, Gehorchen und firirchen so teuer ertaust«erden, daß mancher ehr- liche Presiemenich bald auf Besuche im nicht vorhandenen Presse- dezernat verzichtet.' Die bürgerlichen EchmockS werden genau so behandelt wie fit eS verdienen. Herr v. Kidcrlen-Waechter hat bekanntlich die all- deutschen Journalisten in seiner bekannten Rede über die Journalisten« konferenz bis auf die Knochen blamiert. Menschlich begreiflich wäre eS, wenn die so Blamierten jeden Verkehr mit einem Amt ab- gebrochen hätten, das sie dem öffentlichen Gespött überlieferte. Statt dessen aber verlangen sie eine„Reform"! Der einfachste gesunde Menschenverstand müßte diesen Leuten sagen, daß da« Auswärtige Amt gar keinen Anlaß hat. sein Nachrichtenbureau im gewünschten Sinne zu rckorniieren. denn die bürgerliche Presse— mit ganz ver- einzelien Ausnahmen— steht Herrn v. Kiderlen-Waechter auch fernerhin zur Verfügung, mag er ihre»Journalisten" auch noch so verächtlich behandeln._ Nimmersatt Militarismus. Die militaristische Presse entdeckt jeden Augenblick einen angeblich neuen Mangel unseres RüstungSivesenS. So bedauert die„N a t i o n a l- Z t g." sehr, daß Deutschland mit seinen Maschinengewehren Frankreicki gegenüber im Rückstand sei.„Leider" solle eine weitere Vermehrung für die nächsten Jahre nicht vorgesehen sein, obgleich die Maschinengewehre sich vorzüglich bewährt hätten. Ja, im Augenblick ist eben wieder der MarinismuS an der Reihe. Wenn dem erst wieder für einige Jahre der Mund gestopft ist, wird man auch nicht verfehlen, dem Landmilitarismus alle einstweilen vertagten Wünsche zu befriedigen. Die uferlosen Forderungen unserer MUita- risten beweisen, welche Steigerung der Militär- lasten uns noch bevorsteht, wenn es nicht endlich dem Volke gelingt, die Herrschenden zu einer Politik int er- nationaler Verständigung zu zwingen! Llus dem neucu„Sozialistenspiegcl". Im Verlage der„Freisinnigen Zeitung' ist eine neue Auflage des„Sozialiitenspiegels" erswienen, der seinerzeit von Eugen R i ck t e r herausgegeben worden ist. Besser ist das Machwerk des Versossers der. SparagneS" und der„Strompelanna" sicherlich nicht geworden; die Epigonen des großen SozialistentöterS Eugen haben nicht gekargt mit Fälschungen, Verdrehungen. Uederircibungen. Greise» wir nur einS heraus: Aus Seite 120 der Broschüre wird der Soualdeniokranc der Vorwurf gemacht, sie habe bei den Wahlen töO? die Reaktion unterstützt. Eine Unterstützung der Rechten läge schon vor. indem die Sozialvemokralie überall eigene Kaiididoteii ausstelle. In zahllosen Fällen habe es die sozialdemokralische Partei in der Hand gehabt, durch Eintreten für einen Freisinnigen gleich im ersten Wahlgange diesen in eine aus» s i cv i s r e i ch e Stichwahl zu bringen. Die Herren vom Freisinn muten der Sozialdemokratie also zu. daß sie ans die Ausstelliing eigener Kandidaten und damit auf jede Agiialio» für die eigene Partei und ihre Grundsätze, aus die ganze gewallige politische AuilläningSarbeit. die in der Wahl- bewegimg, und zivar nur in dieser Zeit in solchem Umfange zu leiste» ist, von voriihe,e>n verzichte. Und dieses Sclbstaufgeben wird gefordett, daß der Freisinn seine Mannen, von denen manche doch als recht»»zuverlässige Elemente betrachtet werden müssen, ohne große Anstrengung ins Parlament zu bringen in der Lage ist. Nun werden ja die Forlschrittler von uiiS gemeinhin als das „kleinere U e b e l" beirachiet. allerdings bald mit mehr, bald mit weniger Berechtigung. Sie sind dann auch in der Stichwahl in den allelineiilenFällen nliterstützl worden. In einzelnen Wahlkreisen aller- ding« und zu gewisse» Zeiten sind unsere Genossen in begreif- sicher Erbitterung auch schon zu dem Ergebnis gekommen. daß die beiden in der Slichivahl sich gegenübersteheuden Kandidaten iu puncto politischer Moral und Zuverlässigkeit einander gleichwertig iind und dabeii«ich-desbold der Stimme entbalie» löst? soll das, wie der„Sozialistenspiegel" seststelll, in achi Wahlkreisen geschehen iein. Angefüdrl iverde» die ReichStagSwabltreiie: Sagau« S p r o t r a u, Jericho id, Ansbach- Schwabach, Colmar, Landkrei« Straßburg, Böblingen»Leonderg, Würzburg. Gießen. Olrne jeden einzelnen Fall des näheren z» prüfen, sei nur daraus bingewieseil, daß die Wahlen von>997 sich für und wider den B ü l o w d l o ck vollzogen, dem der Freifinn wohl angehörte, nicht aber das Zentrum. Auf die Zertrümmerung des BülowblockS aber mußte eS der Sozialdemokratie in erster Linie ankommen. Nuil aber die Kehrseite: Die Freisiniligen dabei, bei den Stich- wählen>997 nicht weniger denn 28 Wohlkreise der Re- aktion ausgeliefert, indem sie gegen die Sozialdemokratie stimmten. I» allen diesen Kreise» traten die Freisinnigen Mann für Mann für die Gegner ein. unteischiedSlos begeisterte sich diese.Volksparlei" für Konservative, Reichs- parteiler. Nationalliberale, ja sogar für die An ti- s e»i i t e n I Und dieser Freisinn wagt es, die Sozialdemokratie der Uliterstützmig der Rcakiion anzuklagen! Landtagsstichwahl in Schwarzburg-Rudolstadt. Bei der am Freitag im Wahlkretse Blankenburg stattgefundenen Stichwahl zum Rudolstädter Landtag ist Genosse A. Oswald mit 4bl> gegen 543 Stimmen, die der Agrarier Kirsten erhielt, unter- lege» Die bürgerlichen Wähler, die im ersten Wahlgang gegen Kirsten einen Kandidaten gemäßigter Richtung aufgi stellt hatten, stimmten diesmal geschlossen für den Agrarier. Genosse Oswald wird jedoch«rohdem in den Landtag einziehen, da er schon bei den allgemeinen Wahlen am 19. November im Wahl- kreise Königsee-Land gewählt wurde. Ein Nachspiel zun, Kieler Werftprozeh. Vor dem Kieler Landgericht gelangte heute als Folge des WerstprozesseS die Klage des FiSkuS gegen den früheren Magazin- direktor der laiserlichen Werft Heinrich. die Witwe de« Kaufmanns Repeiniing und den Stauf,»an» Repenning jun. auf Schadenersatz wegen Nichilieserung von 39999 Kilogramni Oel zur Verhandlung. Das Gericht hiell für erwiesen, daß die 39999 Kilogramm Oel von der Firma Repenning nicht geliciert, von der Werfl ober bezahlt worden seien. Infolgedessen ivurde die Witwe Repenning zu >8 959 M., Repenning jun. und Heinrich znsammen zu 3448 M und Heinrich in emem Falle allein zu 3448 M. Schadeiiersatz verurteilt. Berichtigung. In unserem gestrigen Leitartikel ist da» Datum der Unterredung zwischen dem englischen Minister und dem deuischen Botschasler in London als 21. November angegeben. ES muß naiür- sich heißen 21. Juli._ franhrdcb. Der verleugnete Ricordca«. Paris, 23. November.(Eig. Ber.) Die heutige stürmische Kammersitzung hat Ricordeau beileibe nicht reingewaschen. aber sie hat Herrn C a i l l a u x auf das schlimmste kompromittiert. Daß da» Ncgierungsschifs eine böse Havarie davongetragen hat, zeigt am deutlichsten der Abschluß, den die Diskussion über die Spitzelei gesunden hat. Ein Ministerpräsident bezeugt eine AuS- sage mit seinem Ehrenwort, diese Aussage wird von vier Zeugen Lügen gestraft und der so schwer beschuldigte Staatsmann begnügt sich mit einem simplen Uebergang zur Tagesordnung, ohne ein Ver. trauenSvotum. Ist Ricordeau ein Lockspitzel? Sicher ist hierfür heute kein Beweis erbracht worden und es ist vorauszusehen, daß der so Verdächtige das heutige Ehrenwort Caillaux', daß er ihn nicht als „zweiten Melivier" bezeichnet habe, als vollgültige» Zeugnis seiner Unschuld ausspielen wird. Aber daß Caillaux schon bevor er mit Lauche da» so umstrittene Gespräch geführt hak, in sehr durch- sichtigen Wendungen auf die Rolle des trotz seiner Verurteilung von der Sicherheitspolizei so verschonten Agitators hinwies, wurde von Gen. Albert Thomas nachdrücklich bezeugt und schließlich mutzte sich der Ministerpräsident vom Gen. Lauche, den die in- direkte Beschuldigung der Lüge eines Schweigeversprechens moralisch entband, ins Gesicht sagen lassen, daß er in einer neuerlichen Unter- redung am letzten Freitag erklärt habe, Lauche habe dies Gespräch richtig wiedergegeben, aber er. Caillaux, habe sich geirrt und könne Ricordeau nichts beweisen. Eine„gakke"— eine Dummheit— wollte er begangen haben, als er Ricordeau und damit auch Cle- menceau und Briand beschuldigte. Vor der Kammer aber hat cr nicht einmal die Loyalität gehabt, für die Worte einzustehen und sich auf ein„Mißverständnis" auszureden versucht. Es ist sicher nicht leicht, die Wandlungen des Herrn Caillaux psychologisch aufzuklären. Was hat er beabsichtigt, als er die Sozia- listen— wie man sieht wiederholt— auf Ricordeau aufmerksam machte? Daß es nicht ein elementarer Wahrheitstrieb ist. der Herrn Caillaux leitet, hat sein weiteres Benehmen hinlänglich be- wiesen. Hat cr sich etwa in dem Wahn gewiegt, die sozialistische Fraktion auf seine Seite zu ziehen, hat er nur Clemenceau und Briand einen Possen spielen wollen und hernach die Courage ver- loren, mit diesen gefährlichen Leuten anzubinden? Oder war es nur ein Anfall von übermäßiger Mitteilsamkeit, hinter dem kein überlegter Plan steckte. Sei dem wie immer, er hat seinen Lohn dahin. Natürlich konnte die bürgerliche Mehrheit den Sozialisten nicht die Ehren des Tages lassen. Sie häufte sie auf B r i a n d. der einen solennen Einzug als Triumphator vollzog. Die Gemäßigten grüßten in ihm den Diktator der bourgeoisen Ordnung, die Radikalen aus dem Krcih der„Lanchrne" wollten im Hinblick auf den von Caillaux entfesselten Sittenskandal des Taps in ihm sich selbst rehabilitieren. Die Sitzung hat Briand einen Sieg über Caillaux gebracht und einen Vorsprung vor Clemenceau. Perflen. Amerikanische Hilfe. New York. 25. November. Wie dem im allgemeinen gut unterrichteten„Journal of Commerce" aus Washington über die persische Frage gemeldet wird, ist das Staats- departemcnt gesonnen. Morgan S h u st e r durch ein» d i p l o- matische Intervention bei der russischen Regierung B e i st a n d z u l e i st e n. Die Entscheidung darüber, welche Maßnahmen die Regierung der Vereinigten Staaten ergreifen wild, ist in nächster Zeit zu erwarten, wahrscheinlich UN- mittelbar nach der Ankunft deL russischen Botschafters Bach- metjew in Washington. Hus der Partei« Kommunalwahlsiegt. In Glückstadt wurde am Donnerstag der erste Sozial- demokrat mit 28 Stimmen Mehrheit in das Stadtparlament ge» wählt. Geschäftsführer Genosse Scheel erhielt 233 Stimmen, sein Gegner brachte es trotz ZensuSerhöhung nur auf 295 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 69 Proz. In Harzgerode wurden drei Genossen als Stadtverordnete und ein Genosse als Beisitzer gewählt. Die Sozialdemokratie hat jetzt fünf von 12 Stadtverordnetensitzen inne. In Gernrode wurde nach bartem Kampfe Genosse Traut» wein mit 292 Stimmen gewählt. Der Kandidat der RcichStreuen und des evangelischen Arbeitervereins, ein Betriebsdirektor Koch. brachte eS nur auf l9S Stimmen. In Gernrode sitzen jetzt zwei Genossen im Stadtparlament. In H o y m, einem kleinen Harzstädtchen bei Gernrode, wur- den zwei sozialdemokratische Vertreter gewählt. In Riedner, einem Dorfe bei Gernrode, wurde der erste sozialdemokratische Ge- meindevertretcr gewählt. Am 23. und 24. November fanden in Luckenwalde die Stadtverordnetenwahlen statt und zwar am erstgenannten Tage die für die dritte Abteilung. Unsere Genossen wurden mit 1197 bis 1229 Stimmen ohne Gegenkandidaten gewählt. In der zweiten Abteilung erreichten wir einen schönen Achtungserfolg, eS wurden für unsere Kandidaten 84 Stimmen abgegeben, rund 49 mehr, als bei der letzten Wahl. Sogar bei der Wahl der ersten Abteilung wurden diesmal sozialdemokratische Stimmen abgegeben, und zwar zwei. In Bremen haben am Freitag unsere Genossen bei den Bürgerschaftswahlen in drei Bezirken die alten Mandate wieder« erobert. In zwei Bezirken, die auch bisher von Bürgerlichen vertreten wurden, sind unsere Genossen unterlegen. Bei den Stadwerordnctenwahlen in Dresden behauptete» unsere Genossen ihre vier Mandate in der Klasse der Arbeiter, da« gegen ging uns ein Mandat in der Abteilung der Gewerbe« treibenden verloren. Hier war immer nur dann ein Erfolg möglich, wenn die bürgerlichen Gegner mehrere Listen auf- st üten. Diesmal stellten nur die Liberalen eine besondere Liste neben den Konservativen auf, doch entfielen aus die Liberalen so wenig Stimmen, daß die Zünstlerlifte die Mehrbeil erhielt. Die sozialdemokratischen Stimmen sind in dieser Klasse um 299 Stimmen zurückgegangen, was anscheinend darauf zurückzuführen ist, daß unsere Genossen im Rathause forderten, als TeuerungSmaßnahmen Lebensmittel zu herabgesetzten Preisen in städtischer Regie zu verlaufen. Durch die antisemitische Agitation, die damit besonders krebste, find anscheinend eine Anzahl Produkien» Händler veranlaßt worden, dein Mittelstandölager zuzuichwenken Im übrigen sind aber unsere Stimmzahlen erheblich gewachsen. Obwohl in der Arbeite» klasse Gegenkandidaten gar nicht aufgestellt waren, wurden doch in beide» Altersklassen 13 399 Stimmen ob« gegeben, 1699 mehr als vor zwei Jahren. Auch in der Klasse der Beamten haben unsere Stimmen eine erhebliche Zunahme zu verzeichnen. Gewäblt wurden die Genossen Barth. Eger, Küfer und Nitzsche, die bisher schon dem Stadwerordneten« kollegium angehörten._ ES kedeu unsere Freunde— die Feinde! Die preußischen Behörden haben der Sozialdemokratie bei der Agitation, natürlich ungewollt, schon manchen unbezahlbaren Dienst erwiesen; aber selten war der Etiolg ein so sichtbarer, wie bei einer Agilation in Hemelingen bei Bremen. In diesem kleinen Industrie- städlchen hatten unsere Genossen zum Bußtage eine öffentliche Volksversammlung einberufen, in der die Genossin Z i e tz über„Teuerung, Kriegsgefahr und Reickstagswahl" reden wollte. Der große Saal und die Galerie des Lokales waren bi« auf den letzten Platz besetzt. Als nun der Einberufer bekannt gab. der Landrat de« Kreises Achim Hab- ihm fünf Stunden vor Eröffnung der Versammlung die Mitteilung ge« macht, die Versammlung dürfe auf Grund der Polizeiverordntmg betreffend die äußere J>eilighnltm,g der Sonn- und Festtage nicht stattfinden, brach ein Sturm der Entrüstung au«- Der landrätliche Bescheid hatte dann zur Folge, daß sich über Hundert Ver- sammlungSbesucher sofort als Mitglieder des Sozialdemokratischen Vereins aufnehmen ließen. Darauf sprach die Genossin gietz im selben Saale vor einer von über 490 Personen besuchte» Mitgliederversammlung über dasselbe Thema. 6ewerhrcbaftUcbe9. Berlin und Omgegend» Die JMetaUarbeitcrauarpcrrung toitrSc am Sonnabendnachmittag in einer außerordentlich stark- besuchten Versammlung der Arbeiter der Siemenswerke be- sprachen, die der Deutsche Metallarbeiterverband nach dem Moabiter Gesellschaftshause einberufen hatte. Die Arbeiter- schaft der Siemensivcrke war durch Anschlag von der Aussperrung von 60 Prozent am 39. November in Kenntnis gesetzt worden. Zugleich kamen aber in den Werken Zettel zur Ver- teilung, worin angekündigt wurde, daß diejenigen, die bis zum 17. November dem gelben Werkverein beigetreten wären, keine Aussperrung zu fürchten hätten. Adolf Cohen legte den Versammelten den Verlauf des Formerstreiks, der schließlich zu der Maßregel der Aus- sperrung führte, in einem längeren Vortrage dar, nur unter- krochen von Rufen der Zustimmung und Billigung aus der Mitte der in größter Aufmerksamkeit verharrenden Versamm- lung. Auf die drohende Aussperrung übergehend, erklärte Cohen, daß nach allen eingegangenen Berichten die Stim- mung in den Betrieben dahin geht, daß. wenn 69 Prozent ausgesperrt würden, jeder dabei sein möchte. Die Arbeiter verlangen, dann mit herausgeholt zu werden, um mithelfen zu können, den Kampf mit den Unternehmern zu gewinnen. Die Arbeiterschaft ist vorbereitet auf den großen Angriff der Unternehmer am 39. November. Mit großer Schärfe kritisierte der Redner die Bestrebungen der Gelben und meinte, im Sommer habe man noch die Zahl der Gelben in den Siemenswerken auf 17 999 geschätzt, die Zahl der Be- schäftigten ist vielleicht 29999. Wenn tim, nach den Versicherungen aus den erwähnten Zetteln, 17 999 in den Siemenswerken nicht ausgesperrt würden, wie wollen die Werke den Beschluß„69 Prozent aus- zusperren", ausführen? Wer solle denn, voraus- gesetzt, daß die Zahlen der Gelben stimmen. b e tr o g e n w e r d e n. d i e Unternehmer oder die A r b e i t e r I Oder ist die Zahl 17 999 Schwindel. Für die Arbeiterschaft der Siemenswerke heiße es besonders auf der Hut sein, damit sie nicht letzten Endes übers Ohr gehauen werde. Die verteilten Zettel seien geradezu beleidigend für die Arbeiteischaft und hätten nur lebhaften Unwillen hervor- gerufen. Welche Stimmung in der Versammlung vorherrschte, das zeigte sich in der einstimmigen Annahme der folgenden Resolution: Die am 2b. November 1911 im Moabiter Gesellschaftsbau«, Wiclefste 24, versammelien Arbeiter und Arbeirerinnen der Siemens- werte erklären den streikenden Formern und Gießereiarbeitern ihre volle Sympathie. Des weiteren sind die Versammelten mit den Maßnahmen des Deutschen Metallarbeiterverbandes in betreff der Formerbewegunq vollauf einverstanden. Die Drohung der Unter- »ehmer, am 39. November 39 Proz. der Arbeiterschaft zu entlassen. ist nicht dazu angetan, auf die Versammelten irgend welchen Ein- druck zu machen. Die Versammelte» erklären nach wie vor, treu zur Organisation zu stehe». Sie betrachten die Unterstiiyungs- vereine als eine Verbindung, durch die die Ärbeiterinleressen in schwerster Weise geschädigt werden, und halten es deshalb für notwendig, alle bisher noch den freien Gewerkschaften fernstehenden Kollegen und Kolleginnen aufzuklären und der Organisation zuzuführen. Die versammelten Arbeiter und Arbeiterinnen der Slemenswerke sind der festen Ueberzengung, daß Arbeiterinteressen tu wirksamer Weise nur in freien, vom Unter- nehmerkapital unabhängigen Organisationen vertreten werden können. Sie richten deshalb an die unorganisierten Arbeiter und Arbeiterinnen der Siemenswerke die Aufforderung, sich den freien Gewerkschaften anzuscbliehen. Mit einem brausenden Hoch auf die freien, vom Unter- nehmertum unabhängigen Gewerkschaften wurde die imposante Versammlung geschlossen._ Der Streik in der Damenkonfektion. Die Konfektionäre hatten schon am ersten Streiktage eine Depu- tation zu dem Polizeipräsidenten geschickt, ihn um besonderen Schutz vor etwa vortvmmenden..Ausschreilungen" Streikender zu bitten. Den Polizeischutz haben sie natürlich erhalten, wie es ja Brauch ist, wenn die Arbeilecschaft eines Berufes sich nicht mehr schutzlos dem Ausbeutungsgelüste des Unternehmertums preisgeben will, aber diese besonderen Schutzmannsposten vor den Palästen der Herren Konfektionäre haben sich natürlich als überflüssig erwiesen. Die Von jener Seite erwarteten Ausschreitungen sind ausgeblieben. Ueber den Umfang des Streiks berichtete ein Blatt wie der „Lokalanzeiger" noch in seiner gestrigen Abendausgabe, die Situa- tion habe sich nicht geändert; nach wie vor werde bei einer Anzahl von Meistern nicht gearbeitet, während andere entschloffen seien, weiter zu liefern. Tatsächlich steht es nach den uns gewordenen Mitteilungen so, daß von den Zwischenmeistern bis gestern früh bereits 2800 die Arbeit eingestellt hatten, und das sind ungrfäh: vier Fünftel derer, die in der Damenkonfektion Berlins beschäftigt sind. Daß der Streik nicht mit einem Schlage in vollem Umfange in Kraft treten konnte, wie wenn die Arbeiterschaft irgend eines anderen Be- rufes einen allgemeinen Streik beschließt, ist bei der komplizierten Lage der Verhältnisse selbstverständlich. Manche Zwischenmeister mußten auch erst den Lieferungstag abwarten, um ihren Heim- arbeiterinnen für die noch geleistete Arbeit den Lohn auszahlen zu können, so daß sie aus diesem Grunde den Termin des Streiks nicht so genau innehalten konnten, wie sie es selbst wünschten. Es kommen übrigens seit dem Streikbeschluß immer von neuem in den Bureaus der Organisationen, auch in dem des Schneider- Verbandes, Anfragen von Zwischenmeistern, ob denn ihre Arbeit auch unter den Streikbeschlutz falle. Es handelt sich dabei meist um solche Leute, die Blusen oder andere Damensachen anfertigen, welche n i ch t zu dem gehören, was man in Fachkreisen als„Damen- konfektion" bezeichnet. Diese Branche der Konfektion umfaßt fol- gende Kleidungsstücke, für die die tarifliche Festsetzung der Löhne gefordert wird: Jacketts, Paletots, Röcke, Kostüme sd. h. Jackett und Rock), Mäntel und Capes für Damen sowohl wie für Backfische und Kinder. Daß es sich nicht um die Matzgeschäste handelt, sondern um die Konfektion und die Muster und Modelle, auch wenn solche als Privatarbeit bezeichnet werden, sei noch hervorgehoben. Ter Schneiderverband hält denn auch streng darauf, daß in solchen Ge- schäften, die mit den Konfektionären in keiner Verbindung stehen und obendrein mit dem Verband Tarife abgeschlossen haben, ruhig weitergearbeitet wird. Zu den unwahren Berichten von llnternehmerseite gehört auch die, daß der Schneiderberband in Breslau ebenfalls einen allgemeinen Streik in der Damen- konfektion veranstalte. Damit sollen offenbar die hiesigen Konfettio- näre in den Glauben versetzt werden, daß sie die auswärtige Kon- kurrenz nicht zu fürchten hätten. Der Schneiderverband denkt aber nicht daran, den Berliner Konfektionären den Gefallen zu tun. ge- rade jetzt in den Konkurrenzorten auf einen Streik hinzuwirken. Das ist auch in den gestern nachmittag abgehaltenen Strcikversamm- lungen der Arbeiterinnen und Arbeiter wieder zum Ausdruck ge- kommen. Wenn wir oben die ungefähre Zahl der bis gestern früh am Streik beteiligten Zwischcnmeister angeben konnten, so ist dies bei der viel größeren Masse der streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter leider noch nicht möglich. Jedoch hat der Besuch der gestrigen sechs «erantw. Siedakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.: Versammlungen in den verschiedenen Stadlteilen den Beweis er- bracht, daß die Arbeiterschaft der Damenkonfektion den Streik mit voller Kraft durchführt. Der Verband der Damenmäntelfabrikanten hat am Freitag von neuem ein Schreiben an die Organisation der Meister gerichtet, und darin wird den Kommissionsvertretern der Gegenpartei der Vorwurf gemacht, daß sie in der Versammlung am Bußtag von den Verhandlungen mit den Konfektionären einseitig berichtet und ihre eigene Meinung über die Sachlage gesagt hätten, sowie daß sie sich nicht ein den Verhandlungswünschen der Konfektionäre ent- sprechendes erweitertes Mandat von der Versammlung geben ließen. Nachdem die Herren dann noch ihrer Erbitterung darüber Ausdruck geben, daß man sie, die„Fabrikanten", in jener Versammlung nicht duldete, und die Unwahrheit wiederholen, daß man dort jede auf- klärende Aussprache ausgeschlossen habe, schließt das Schreiben mit folgenden Worten: „Wir wiederholen Ihnen und bitten, dieses Schreiben wärt- lich Ihren Auftraggebern zur Kenntnis zu bringen, daß wir nach wie vor bereit sind, gemäß unserer früheren Erklärungen eine Aufbesserung der Löhne in bindender Form vorzunehmen, wenn wir auch Ihrerseits die Garantie erhalten, daß die Aufbefferung den Heimarbeiterinnen mit zugute kommt, daß wir aber den Weg eines Tarifes für ungangbar halten, andernfalls aber, wenn Sie mit anderen Vorschlägen an uns herantreten, bereit sind. Ihrer Kommission auch unsere Vorschläge zu machen. Für den wirtschaftlichen Schaden, den Sie durch die Herbei- führung des Streiks verursachen, trifft die Verantwortung Sie ausschließlich." Jeder, der jener Versammlung beigewohnt hat, weiß und muß bestätigen, daß die Kommissionsvertreter durchaus sachlich berichtet und ebenso das Schreiben der Konfektionäre verlesen haben. Daß sie außerdem der Versammlung eine Resolution vorlegten— neben- bei bemerkt, eine Resolution, die den Versammelten nicht weit genug ging— daß sie ihren Mandatgebern Vorschläge machten, war doch nichts anderes als die Pflicht einer Kommission, die doch keine Sprechmaschine, sondern eine Körperschaft ist. welche die Aufgabe hat, die Bewegung zu leiten. Da nun die Kommission einmütig der Ansicht war, daß Verhandlungen über die völlig in der Luft schwe bendcn Versprechungen der Konfektionäre nichts als Zeitvertröde- lung sei, hatten sie auch gar keinen Grund, sich ein dahingehendes Mandat zu erbitten. Die tzinausweisung der Herren aus der Ver- sammlung ist ja eine so selbstverständliche Maßregel, daß man sich nur wundern muß. daß sie es überhaupt unternommen hatten, sich dort einzufinden, während sie doch selbst, wenn sie über ihre Taktik beraten, auch sicherlich keine Vertrete? der Gegenpartei dulden. Dem Wunsche der Konfektionäre, ihr neues Schreiben zu ver- lesen, ist bereits gestern in den vom Schneiderverband veranstalteten Versammlungen Genüge getan, aber irgendwelche Wirkung in ihrem Sinne ist damit nicht erzielt worden. Die vereinzelten Kommissionen der Meister und ihrer Arbeit- nehmer haben gestern abend nach gründlicher Beratung einstimmig ein Antwortschreiben an die Konfektionäre beschlossen, in dem die verkehrten Torstellungen und Ausfassungen der Herren eingehend widerlegt werden und das dann mit folgenden Worten schließt: „Andere Vorschläge als die von uns gemachten, können wir der Form nach nicht machen. Da Sie aber erklären, andere Vor- schlage machen zu können, so ersuchen wir Sie, dieselben zu unserer Kenntnis zu bringen. Wir werden dieselben alsdann prüfen und Ihnen Nachricht von unserer weiteren Stellungnahme zukommen lassen. Ihrer gefälligen Rückäuhening sehen wir entgegen." Es wird nun Sache der Konfektionäre sein, sich noch einmal, und gründlicher als bisher, zu überlegen, ob es nicht in ihrem eigenen Interesse besser ist, den Weg einzuschlagen, der allein zum Frieden führen kann. Herr Bamberg hat zwar im„Berliner Tage. blatt" erklärt, daß eS unter den Konfektionären keine Außenseiter gebe und daß die Herren gänzlich eins seien, dem steht jedoch die Tatsack)e gegenüber, daß sich bereits eine Reihe von Konfektionären, und zwar leistungsfähigen Firmen.. an. die. Kommission der Meister wegen Abschluß eines Tarifvertrages gewandt hat. Mit der Ein- mütigbett unter den Konfektionären kann es also wirklich nicht so weit her sein._ Zur Zigarrenarbeiter-Bewegung in Groh-Berlm. Die Zigarrenfirma Guftav K a p h u n hier, deren Hauptgeschäft sich Königsberger Str. 10 befindet, hat sich in der gegenwärtigen Bewegung auf den strikt ablehnenden Standpunkt gestellt. Herr Kap h un erhielt zu Anfang der Tarifaklion den Lohn« tarif ebenso zugesandt, wie sämtliche Fcchrikmiteii, deren Adressen erreichbar waren.— Er hüllte sich in Scvweigen. Da« mochte seinen Grund darin haben, daß er als Vorsitzender jener Gruppe von Fabrikamen figurierte, die im Anfang September dem Bureau des TabakarbeiterverbandeS ein Schreiben ihres Syndikus. des Herrn Dr. Jonas, zukommen ließen, worin sie es ab- lehnten, sich überhaupt mit der Organisation der Tabakarbeiler in dieser Frage ins Einvernehmen zu setzen.— Der alte wohlbekannte Herrenstandpnnkt! Die Ereignisse gingen aber andere Wege. Der Druck der Konsumenten von Berlin zerbrach diesen hastig zummmen- geschmiedeten Ring und nur Herr Kapbun mit wenigen Getreuen behauptet auch honte noch den alten ablehnenden Standpunkt. Das hat bei Herrn Kaphun seine besonderen Gründe. Dem- selben Herrn, der in Berlin in so vielen Läden den Berliner Rauchern seine Zigarren zu Berliner Preisen offeriert, demselben Herrn scheinen seine Produktionskosten, die— was die Arbeiierlöhne anbelangt— gewiß sehr bescheidene waren, immer noch zu hoch zu sein. Vor zwei Jahren erst verlegte er einen Teil seiner' Fabrikation nach dem billigeren Pasewalk; aber das genügte noch nicht. Der östlichste Osten mit seinen spottbilligen Löhnen bat es ihm angetan. Seit Ansang dieies Jahres fabriziert Herr Kaphun in Graudenz. allwo er seine Sehnsucht nach ganz billigen Arbeitskräften wohl endlich gestillt findet. Seinen Berliner Hausarbeilern bereitet er vo» Zeil zu Zeit die böse Ueberraschuug, sie in unregelmäßigen Zwischenräumen aussetzen zu lassen. Was das bedeutet bei Löbnen. ivie sie Kaphun zahlt, davon können seine Arbeiter ein Liedchen singen. DaS Gespenst der Arbeitslosigkeit soll ans diese Art und Weiie seine Arbeiter schrecken und sie von jedem Versuch zur Besserung ihrer Lage bei ihm zurückhalten. DaS ist der freisinnige Herr Kaphun, der Reichstags- ka n d i d a t v o n 1907. Und diese Weihnachten gibt er den letzten Rest seiner Berliner Produktion auf. Da er in Graudenz nur mit weiblichen Arbeits- kräften rechnet, so hofft er um so eher auf seine Rechnung zu kommen, als er glaubt, dort nicht mit dem Deutschen Tabakarbeiler- verband rechnen zkl müssen. Er wird sich täuschen. Den Berliner Arbeitern gegenüber aber war es unsere Pflccht. diesen so sozial empfindenden Fabrikanten in seinen Handlungen richtig zu zeichnen. Arbeiter, Raucherl Fragt nach den grünen Plakaten mit der Unterschrift Alwin Schulze. Nur diese sind gültig. Beachtet die Vervffcutlichtiiigeii im.Vorwärts". Der Vertrauensmann der Tabakarbeiter. Unzufriedenheit bei der Firma Julius Pintsch. Die Arbeiter und Arbeitcrinnen der Firma Julius Piulsch, Fabrik für Gasmesser usw., Andreasstraße, hörten am Montag abend in einer Betriebsversammlung, die in den Andreassälen stattfand, einen Vortrag von Otto Handle vom Deutschen Metallarbeiterverband über:„Rechte und Pflichten des Arbeiter- rats". Der Redner kritisierte scharf die Verhältnisse bei der Firma Pintsch, wo dem ArbeitcrauSschuß oder.Arbcilerrat", wie er dort heißt, alle Rechte so beschnitten werden, daß er seinen Pflichten als Vertretung der Interessen der Arbeiter nicht irachkommen kann. Die Firma erwartet von dem Arbeiterausschuß unter an- derem, daß er den„Scheiiikrank heilen" der Arbeiter nachspüre, daß ihm daS„Geschäftsgede'hen" am Herzen liege, daß er für eine friedliche Mitarbeit� natürlich im Sinne der Zustimmung zu den Maßnahmen der Direktion, zu haben sei, aber von einem Recht, für� bessere Arbeitsbedingungen im Interesse der Arbeiter eintreten Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: VorwärtsBuchdr. u, Verlagsanstaft i u können, ist in den„Satzungen für den Arbeiterrat" nirgends ie Rede. Am 30. November finden die Wahlen von sieben Mit- gliedern zum Arbeiterrat statt. Das bei den Wahlen zur Anwen- dung kommende Listensystem und andere Bestimmungen sind für eine freie Vertretung der Arbeiter sehr ungünstig. Unter den ver- schiedeuen Listen soll diesmal neben der Liste der Unorganisierten eine Liste der Gelben aufgestellt werden. Für die Arbeiter, die in ihrem eigenen Interesse Vertreter in den Ausschuß wählen wollen, kann natürlich nur die Liste der freien Gewerkschaften in Betracht kommen. In der Diskussion wurden noch manche Verbältniisse bei der Firma Pinisch beleuchtet, zum Lcisp'el die„Wohlfahrtsein- richtuug" der„Tienstalterszulagen". Es ist aufgefallen, daß in letzter Zeit Leute entlassen wunden, ehe sie das Dienstalter, in dem ihnen eine Prämie zukam(bei 25 Jahren die Prämie von 150 Mk.), erreichten. Ein Mitglied des Arbeiterrats wurde nach einer Tätig- keil von 1914 Jahren entlassen, weil sein Verhalten der Firma als unangemessen erschien. Ueber verschiedene Meister wurde wegen ihres anmaßenden Verhaltens den Arbeitern gegenüber Bcscknoerde geführt. Der Wert der Organisation in den freien Gewerkschaften wurde von verschiedenen Rednern besonders hervorgehoben. Der Streik der WSschearbeiterschast Berlins. Auf ergangene Anfragen weisen wir darauf bin. daß der Streik bei den Wirche- sabriken F. u. M Simon, Wusterhausener Str. 16, und Waller Blume, Schönhauser Allee 9, iveiler besteht. Bei den Streikenden, die anderweitig Arbeit haben, ist seitens der Firmen wiederholt an- gefragt, ob sie nicbt wieder zurückkommen möchten, weil die Arbeits- willige» viele Sachen verdorben und verpfuscht hätten. Bis aus vier haben sämtliche Streikenden ein solches Angebot rundweg abgelehnt. Kein Wäichearbeiler und Arbeiterin darf hier Arbeit annehmen, diese Firmen sind noch wie vor gesperrt. Verband der Schneider und Wäschearbeiter. Filiale Berlin III. veurkcbes Keick. Ter Streik auf der Carlshiitte bei Rendsburg. Mi> ganz unglaublichen Mitteln geht die Carlshütte gegen die Ausständigen vor. Nach den Bestimmungen des Werlswohuuugs- Vertrages sollen jetzt die Söbne von WerlswoEmungsinhaberir, die nicht aus der Carlshiitte beschäftigt sind, nicht ohne Ziisiimmung der Direktion in diesen Wohnungen geduldet werden. Auch Arbeneru, die krank sind und deshalb gar nicht ausständig werden konnten, die sich aber auch weigern, dem gelben Werkverein beizutreien, wird jetzt das Arbeitsverhältüis, zugleich aber auch die Werkswobnung gekündigt. Es wird diesen Arbeitern anheimgegeben, nach Wieder- erlangung ihrer Arbeitskähigkeit bei der Carlshiitte vorzusprechen. Da es mit dem Zligig vo» Arbeitswilligen nicht geben will, vielmehr die wenigen Angeworbenen wieder fortgelaufen sind, ver- sucht die Carlshüiie. Arbeiter vom Lande anzuwerben. In den Zei- lungen prangen verlockende Anzeigen. Die Carlshütte hofft, auf diese Art willfährige Arbeilskräsle zu erhalten. Für die Arbeiter liegt keine Veranlaffimg vor, sich durch diese Manöver der Carlshütte beunruhigen zu lassen; die Direktion zeigt dadurch nur, in welcher Verlegenheit sie sich befindet. Ausland. Eine widerlegte Verleumdung. Aus Paris schreibt man uns: In der französischen Bourgeoispresse findet die Lügenrubrik von der„Chasse aux renards", der„Fuchsjagd"— der Streikbrecher wird hierzulande„Fuchs" genannt— eine eifrige Pflege. Nun hat es ja an renommistischen Drohungen in der syndikalislifchen Agitation nicht gefehlt, aber es ist eine Tatsache, daß, soweit die aus Anlaß von Streiklonflikten begangenen Gewalttätigkeiten Menschenleben gefordert haben, nie« nials organisierte Arbeiter, dagegen Unternehmer und Streikbrecher die Täter waren. Von diesen Fällen mochte freilich die bürgerliche Presse kein Aufhebens. Um so ausgiebiger artikelte sie in den letzte» Tagen über einen„Mord", den streikende Erdarbeiter an der Westbahnlinie in Asnieres bei Versailles an dem„Gelben" Louis M o r ck begangen haben sollten. Zwar. versicherten die Streikenden sofort, daß Mcra nicht, wie behauptet wurde, erschossen, sondern ivährend der Prügelei von einem Eisenbahnzug erfaßt worden sei. Trotzdem konnte man in den„seriösesten" Kapitalistenblättern ent- rüstete Deklamationen über den„Bürger Browning" und die For- dcrung von Ausnahmegesetzen finden. Die von vier Gerichtsärzten vorgenommene Autopsie hat nun zur einstimmigen Feststellung geführt, daß Merck vom Eisenbahnzug zermalmt worden ist. Auch die bürgerlick?« Presse gibt das bekannt, allerdings nur im bescheidenen Petitdruck des lokalen Teils. Beim Leichenbegäng. nis Mercks am Sonntag aber führten die Gelben trotzdem provo. zierend einen Krakiz durch die Pariser Straßen, auf dessen S-üleife zu lesen war:„Ermordet durch die C..G. T."— Und die Lüge wird durch die internationale Verleumdungspresse reisen, HctzU ffachrlcbtcn. Zur Katastrophe des Dampfers„Romagna". Trieft, 25. November.(W. T. B.) Die Stelle, auf dev sich gestern die Katastrophe des Dampfers..Romagna" ereignet hat, ist durch große auf dem Meere schwimmende Naphtamengen gekennzeichnet. Die T i e se des Meeres beträgt dort 32 Meter. Die nach der Unglücksstätte ausgesandten Schiffe fanden nur noch eine auf dem Wasser treibende Kiiabenleiche sowie viele Säcke und Kisten vor. Die Leiche wurde von einem Torpedoboot geborgen. Studentenlinrnhkn in Barcelona. Barcelona, 25. November.(W. T. B.) Studenten der- anstalteten an der Klinik und dem Hospital Kundgebungen gegen das Blatt„Progreso", welches einen für die Studenten beleidigen- den Artikel gebracht hatte. Die Demonstranten bewarfen die Polizei mit Steinen und schössen auf die Gendarmen, die das Feuer erwiderten. Vier Studenten und drei Gendarmen, unter den letzteren zwei Offizier, wurden v e r w u nd e t. Dem Zuspruch des Rektors gelang es. die Studenten zu bewegen, das Hospital ruhig zu verlassen. Es wurden während des Vorfalles zahlreiche Ver- Haftungen vorgenommen. Die Universität ist geschlossen worden, Schiffsunsall. London, 25. November.(W. T. B.) Drei Schiffbrüchige, Kapitän Luhring und seine 15jährige Tochter sowie ein junger Mann, alle deutscher Nationalität, wurden heute nachmittag von dem Tyne-Dampfer„Karanja" in den Hafen von Shield ge- bracht. Ihr Fahrzeug, ein kleiner Zweimaster.Girenea", ist vier- zehn Meilen von Helgoland am Freitag früh gescheitert, und die drei Insassen wurden von der„Karanja" noch zur reäften Zeit aus einem kleinen Boot geborgen, in dem sie ihre Rettung bewerkstelligt hatten. Opfer dcr Arbeit. London, 25. November.(W. T. B.) In der Grafschaft S t a f f o r d sind bei einer Explosion in dem Jamage-Kohlenberg- werk 6 Bergleute getötet und 5 verletzt worden. General Zapata geschlagen. Mexiko. 25. November.(W. T. B.) In einem Kampfe bei Santa Anna, der den ganzen Tag währte, haben Regie- rungStruppen in Stärke von 450 Mann 800 Anhängern Generals Zapata geschlagen. Von diesen wurden 62 getötet. Zapata ist geflüchtet. Verschiedene Hinrichtungen werden aus den in Unruhe befindlichen Orten gemeldet, wo die RegierungS- truppen Befehl erhalten haben, jeden zu töten, der schuldig de- funden wird, die Revolution offen geschürt zu haben._ iaulSinger 4 Co., Berlin SW. Hierzu 6 Beilagen. Nr. 277. 28. Zahrgavg. L Sfilap des„llormätls" ßttlinct Sranfnj, 26. gwmbd 1911. Der Krieg. Krieg, Kriegsgeschäfte und anderes. Rom, den 22. November.(Eig. Ber.) Die Nachrichten vom ZtriegsschanPlatz find weiter danach angetan, den Ernst der Situa» tion in rechtes Licht zu setzen. Man kommt immer mehr dahinter. mit wie furchtbarem Leichtsinn das Unternehmen in den ersten Wochen betrieben worden ist. Sachverständige geben der Meinung Ausdruck, daß die Besetzung von Tripolis mit wenig mehr als 1000 Matrosen ein ungeheures Risiko war, und dah man es als ein Wunder ansehen müsse, wenn die Türken und Araber die Frist zwischen der Besetzung der Stadt und der Ausschiffung der Land- truppen nicht zu einer Metzelei benutzt haben. Wie der„Avanti" erfährt, läßt auch jetzt die strategische Leitung des Unternehmens zu wünschen übrig. So soll in der Nacht vom 10. November ein Leutnant Danefi vom 6. Infanterie- rcgiment mit 12 Soldaten zur Vorpostenwache einen Kilometer weit von Gargaresch geschickt worden sein, ohne datz die Artillerie des zur Ueberwachung dieser Strecke bestellten Forts von diesem Manöver benachrichtigt wurde. Die Folge war, daß die italie- Nischen Kanonen neun Schüsse auf die eigenen Soldaten abgaben! Diese warfen sich auf den Boden und veranlassten so das Einstellen des Gcschützfeuers. da man sie für tot ansah. Erst am nächsten Morgen wurde der Irrtum, der das grösste Unheil anrichten konnte. aufgeklärt. Am 8. ds. hat eine Eskadron italienischer Chevaux- lcgers ein italienisches Geschuhfeuer riskiert, dem ein eilig herbei- gestürzter Leutnant im allerletzten Moment Einhalt gebot. Die Cholera fährt fort, Opfer zu heischen, aber die Epi« idemie scheint doch im Rückgange zu sein. Wenn so der Krieg weiter grosse Opfer heischt und die Sorge don Tausenden auf Tripolitanien lenkt, so machen doch wenigstens einige Kapitalisten gute Geschäfte. An erster Stelle natürlich der Banco di Roma. Dieser hat der Regierung die Abtretung von Grund und Boden zur Errichtung von Kasernen abgeschlagen. Man sieht daraus, daß alle Dekrete gegen Bodenspekulation zweck- los sind. Die klerikale Bant hat nun einmal grosse Landstrecken aufgekauft und pfeift auf jeden Versuch, sie zu expropriieren. Ausser der Bank selbst hat auch deren Direktor persönlich so be- deutenden Jmmobilienbesitz in Tripolitanien erworben, daß er »ach dem Kriege ein gemachter Mann sein wird. Auch kleinen Profit verschmäht die Bank nicht. So brauchte dieser Tage das Kommando 150 Kamele für die Truppen und beauftragte die Bank, sie zu beschaffen. Die Tiere wurden gestellt und kosteten mit Treiber 8,00 Lire pro Tag und pro Stück. Wie der.Avanti" durch seinen Kriegsberichterstatter erfährt, bezahlt der Banco di Roma selbst für diese Kamele, die er auch gemietet hat, 2.40 Lire pro Tag einschließlich des Treibers; macht einen Reinertrag von rund 1000 Lire täglich. Bei solchen Geschäften hat man dann gut kriegsfreundlich und patriotisch sein. Die 50 000 Lire, die der Vcrwaltungsrat des Banco di Roma für die Familien der Soldaten gegeben hat, kommen in kurzer Zeit mit Wucherzinsen wieder herein. Nicht ohne Interesse ist eS, daß der Erzbischof von Mailand in seiner Diözese den Geistlichen verboten hat. für die Opfer des Krieges zu sammeln. Begründet wird das Verbot mit der Neutralität des Vatikans. Der Vatikan füljlt sich immer noch so sehr als weltliche Macht, daß er in Kriegs- fällen zwischen zwei kirchlich nicht stubenreinen Mächten neutral bleiben muß. Truppen segnen, Ansprachen halten, das mochte noch kleines feuitteton. Im Kuiistgcweriewuseum. sGeöffnet Sonntags von 12—4, von Dienstag bis Sonnabend von 10—3.) Der Direktor v. Falke zeigt die Neuerwerbungen. Wir bekommen beachtenswerte Denkmale der Handwerkskunst zu sehen. Die Tischler werden ihre Freude haben a» einer venezianischen Hochzeitslruhe von 1500. Sie ist. was die Raumdisposition anbetrifft, lehr interessant; Zweidrittcl des ganzen Körpers find noch durchaus Truhe, da? heisst ein >iur von oben zugänglicher Kasten, während das letzte Drittel eine bewegliche Vorderwand aufweist und durch solche Tür dem Spstem des Schronkes nahekonimt Dieneue venezianische Truhe zeigt znglei-v einen reizvollen Formenstrcit zwischen der Gotik und der sich eiiuiistenden Renaissance. Ein anderes Stück aauz wundervoller Holzarbeit ist ein Sekretär im Stil des Louis' XVI. Marie Anloinette hat ihn einst einem Papste geschenkt. Die nach chinesischen Motiven ausgeführten Intarsien spielen in milden Tönen auf der blonden Fläche Für die Holzbildhauer sollen zwei aus Nussholz geschnitzte Füllungen eine Lust sein; sie stanunen auS dem Toledo des sechzehnten Jahrhunderts. Der Leiden- schatt und dem Reichtum der Modellierung gesellte sich eine virtuose Technik. Neben solchem Holzwerk treffen wir einige sehr schöne Melallarbriten, eine italienische Terrine aus dein 18. Jahrhundert, Messing versilbert, eine Silberterrine. die um 1315 in Berlin gefertigt wurde. Während das italienische Gesäss den Wechsel vom Barock zum Rokoko, den Uebergang vom geschwungenen Pathos zur graziösen Beweglichkeit versinnlichl, spüren wir an der Berliner Arbeit eine Kreuzung zwischen der vornehmen Feierlichkeit des Empires und der sentimentalen Behaglichkeit des Biedermeiers. Recht appetitlich sind einige Figuren, die für die Porzellansammlung eingekauft wurden. Ausser diesen Neuerwerbungen gibt es«ine Ausstellung des Vereins für schlesische' Spitzenkunst zu sehen. Die einzelnen Arbeiten sind recht geschickt, und wenn sie auch nicht immer den raffinierten Zaubereien deS barocken Jialieus oder deS französischen Rokokos nahe kommen, so spenden sie doch noch genug des zierlichen Vergnügens. J». dessen, es wäre sehr falsch, aus solchen kleinen Erfolgen eine Wiedergeburt des Spitzenbandwerks(eS handelt sich vier um Näh- spitzen) zu prophezeien. Die Judustrialisicrung. die bis in die ein- saninen Dörfer dringt, gewädri selbst unter den schlechteste» Be- dingungen immer noch einen höheren Lohn, als ibn die Näherei oder die sllöppelei abwirft. So wird die Spitze immer»tchr eine Winter- liche Nebenbeschäftigung für bestimmte Agrarurbeiterinucn. Und auch bei diesen wird sie an Terrain verlieren in dem Masse, wie sich bessere Vcrdienstgelegenheiten selbst den cingeschueilen GebirgSdörfcu anbieten. Man darf sagen: in Deuischlaiid wird die handgefertigte Spitze vem- nächst nicht mehr heimisch sein. Daran wird auch kein Verein tve'entlich etwas ändern. Die Spitze, diese Verkörperung unbegrenzten Zeitaufwandes, scheint sterben zu iniissen, wenn die Stunden kostbar werden. Die Sllckmaschiue tötet endgültig daS minnigliche Spiel deS Feudalismus. Der Äusiangunq durch die Industrie werden zuletzt auch die beute immer noch beachtenswerten Manusnklnren. wie sie Belgien. Italien und Oesterreich aufweisen, nicht entgehen können. B.. Br. Theater. Lessing-Tbeater: Gudrun, Trauerspiel von Ernst Hardt tBnchauSgabe im Jnielverlag). Ein Abend der lieber- rasckungcn I Nach dem preisgekrönten ErstlingSdrama Hardts»Tan- tri« der Narr" halte ihn wohl mancher schon im Stillen als einen rubriziert, der mit der Gabe fchwungvoll-fchöner Sprache ausge- angehen; wenn es gilt Gold herauszurücken, besinnt man sich auf die Neutralität. Was die Stellung der Sozialisten zu dieser Sammlung betrifft, so haben sich bis jetzt die meisten Arbeiterorganisationen und sozialistischen Vertreter in den Stadträten auf den Stand- punkt gestellt, daß es Sache der Bourgeoisie sei. die Opfer ihrer Politik sdhadlos zu halten. Mit dieser Begründung haben unsere Genossen in der Mehrzahl der Fälle die Beteiligung an der Samm lung abgelehnt. In anderen, namentlich bei Bewilligung von Summen durch die Stadträte, ist von sozialistischer Seite der Miss billigung gegen den Krieg Ausdruck gegeben, aber der Bewilligung einer Summe zur Milderung der Not der Hinterbliebenen zuge- stimmt worden. Die Sammlungen werden demnächst die erste Million erreichen. Obwohl die Ungewissheit über Friedensverhandlungen und über die mögliche Ausdehnung des Krieges auf die kleinasiatische oder europäische Küste nicht danach angetan sein sollten, die Börse gut zu stimmen,, so macht sich doch seit einer Woche eine sehr intensive Haussebewegung geltend. Wenn schon der internatio nale Markt keine Spuren von Depression zeigt, so sind die italieni- schen Banken von einem fast unerklärlichen Optimismus. In erster Linie beteiligen sich an der Hausse die Aktien der Bankinstitute: die Banca d'Jtalia ist in der Woche zum 18. November um 24)4 Punkte gestiegen, die voriviegend mit ausländischen Kapitalien gebildete Banca Commerciale um ITA Punkte. Vorzüglich schneiden auch die verschiedenen Eisenaktien ab, was natürlich durch den Bedarf an Kriegsmaterialien erklärt wird. Bei einem Nominalwert von 500 Lire standen die Stahlwerke Terni am 11. November auf 1350, und sie stiegen im Laufe der Woche'auf 1420. Auch die Transport» und Beleuchtungsindu- st r i e n stehen im Zeichen der Hausse, desgleichen die Zuckerakticn. Die Aktien der Jmmobilienbanken und die der chemischen Industrie sind fest. Diese ungemein günstige Börsenlage wird von fach- männischer Seite durchaus als..Kunstprodukt" bewertet. Im Lause der letzten Woche ist absolut nichts eingetreten, was die italienische Börse zu ihrem heutigen Optimismus berechtigte. Die Ungewissheit der Lage ermutigt sicher nicht zu grossem Ankauf von Bank- und Jndustricaktien. Das Ganze steht sicher mehr im Zeichen der berufsmässigen Börsenspekulation als in dem günstiger finanzieller und industrieller Konjunktur. Achnliches gilt vielleicht für die Stimmung eines grossen Teils der europäischen Börsen, die ja auch einen Optimismus zeigen, dessen Gründe nicht recht zu er- sehen sind. UcbrigenS bringt man in Italien den Umstand, daß die deutsche Presse die Verbreitung von Legenden über italienische Niederlagen zeitweilig eingestellt hat. damit in Verbindung, dass die deutschen Finanziers einen grossen Teil ihrer ottomanischen Papiere losgeschlagen haben. Dass die gehässige Beurteilung der italienischen Aktion durch deutsche und österreichische Blätter nicht dazu beiträgt, die Sym- pathien gegen beide Nationen zu erhöhen, ist selbstverständlich. Die auswärtige Presse hat sich gar zu grosse Bären aufbinden lassen und dadurch vollständig eine mögliche humanitäre Wirkung ihres Einspruchs aufgehoben. Die bürgerlichen Schmocks haben sich über die peinliche Notwendigkeit, die immanenten Schrecken des Kolonialkrieges in ihrer typischen, unvermeidbaren dem Einzel- willen entrückten Ausgestaltung zu schildern, durch ein Geifern über italienische Grausamkeiten hinweggeholfen, die sich von vorn- herein als erlogen kennzeichneten. Dadurch ist die Stimme der Menschlichkeit, die zur Geltung zu bringen in jedem Kriege die Aufgabe der unbeteiligten Nationen ist» diesmal wirkungslos gc- stattet dock, ohne Schwerpunkt eigenen Gehalts stck, in die Welt der Sagen flüchtet, nur, um UeberkommeneS in klingend stimmungsvolle Worte neu zu fassen. So ging ich selber ins Theater, nichts anderes als eine dieser bekannten mehr oder weniger geschickten, im Grund doch herzlich gleichgültigen Uebermalungen erwartend. Und nun? Ein Dickner. ein wirklicher Dichter hat gesprochen, der die alten Formen zum Ausdruck seines Eigenen in Freiheit und mit künstlerischem Rechte»mschafft In dieser Freiheit und der Energie, mit der er das ihn erfüllende Charakterproblem zu steten Steigerungen forttreibt— freilich auch, damit verbunden, in der blindentschlossenen Einseitigkeit, die den zentralen Charakterzug aufwärts bis zu schwindelnden Höhen der Abstraktion verfolgt, gemahnt die Kühnheit seines Werks an Hebbel. Seine Heldin in ihrem unnahbaren weib- lichen FrcihcitSstolz ist überlebensgroß, wie Hebbels Rhodope, die Rächerin weiblicher Scham: eine Uebergipselung möglicher Tendenzen. Es war erfreuNch, wie daS Publikum von dem Gehalt und der poetischen Gestaltungskraft ergriffen, mit- ging, dem ernsten künstlerischen Wollen und Vermögen huldigte. Am Schlüsse kein Garderobenweitlauf, die Reihen llchteten sich kaum und immer wieder rief der Beifall den blassen jungen Menschen, dem diese Prozedur höchst peinlich schien, vor den Vorhang. Hardt gibt dem Stoffe eine Wendung, die dem einfach schlichten Sinne des alten Epos völlig fern liegt. Dort ist die Gudrun eine Dulderin, die die Liebe zu dem versprochenen Manne in den Leiden der Gefaugen'chast aufrecht erhält. Hardt schaltet das tragende Motiv dieier Liebe völlig aus. Seine Gudrun opfert nickt aus Liebe, sie opfert die Liebe selbst einem unbezähmbar starlen. in« Heroische gehobenen Stolz deS SelbstbeivusslseinS. den sie— hierin wahrt der Dichter mit gutem Grunde das mittelalterliche Kolorit— als Erbe ihrer königlichen Abstaminung erklärt. Sie meinte Herwig den Dänen, der als ihr Werber mit dcmVaier focht, zu lieben und wählte ihn. Aber der ritterliche junge Hartmut, der Rival, der sie geioaltsam entführt, überstrahlt mit seinein Glanz von Anbeginn das Bild des anderen. Gewaltig drängt sie'S zu ihm. doch ihr Wille, aufbäumend in Empörung, daß der Fremde sie als Beule forischleppte, sie zur Ehe zwinge» wollie und dass ihr eigenes Blut geheim init ihm im Bunde ist, lässt sich nicht beugen. Mit wimderbarer Feinheit bereiten die erste» beiden Alte in der Charakteristik die EutivickeliingSiiiöglich- keit solchen Konfliktes vor. In grvssarligcr Architektonik'baut sich im dritten Älifzug die Szene zwischen Gudrun und Gerltnde. der erste Zilsainiueiiprall der beiden Fraiien, auf. HartmutS Mutter, die böse Oitäleriu der Sage, naht Gudrun im Drama liebevoll. Sie ahnt, dass die NordlaudSlochter, nach de» sich der arme Sieger in nameuloser Pein verzehrt, nicht süblloS gegen seinen Zauber sein kann. Sie fleht, sie bittet für das Glück des Sohnes, und Ivallt dann, höhnend kalt zurückgcsiossc», in wilvem Hass auf. Die sieben Jahre der Gefangcnschast zieht der Dramatiker in kurze Frist zu- lammen. Herwig, die Spur deS Räubers verfolgend, trifft Gudrun, wie sie im Magdgewande am Fluss wäicht. Sie weigert ihm den Kuss. Erst soll er sich mit Harlmut messen. Im Schloss, die Krone ans dem Haupte, will sie deii�Siegcr erwarten. Auch in dem letzten Akt sind viele Züge der Sage init hineinverwebt, so Gudruns jäh ausbrechender Trotz und ihre scheinbare Zusage sich zu fügen. Die Mannen Herwigs siegen. Gudrun aber, für die sie kämpfen, sucht und findet den Tod von Geilindes Hand. Aus der Brust der Sterbenden ringt sich endlich das Geheimnis ihrer Liebe los: Keiner soll das Schwert wider Hartmut heben. Der greise Wate spricht den Todesipruch.— Das Ganze trägt in allen Teilen daS Gepräge ungewöhnlich reicher Phantasie wie daS eines überlegen konzentrierenden planvollen KuiislverslandeS. Lina Lossen war eine prachtvolle Gudrun im Hardischen Geist, Irene T r i e s ch eine gleich treffliche Gerlinde. Auch S t i e l e r s sehnsüchtiger Hartmut und in kleineren Rolle» Reicher, Marx, Mathilde S u s s i n verdienen alles Lob. ät. worden. Was Kritik sein konnte und als Kritik eine Funktion hatte, das ist durch gehässige und absurde Uebertreibung ungehört verhallt. Es ist wahr, daß der Krieg Schreckliches gebracht hat, dass mit Waffen ergriffene arabische Frauen nackt ausgezogen und er- schössen worden sind, wie es wahr ist, daß die Araber italienische Kriegsgefangene geblendet und entmannt haben: aber an gegen- fettiger Roheit ist nicht mehr entfesselt worden, als bei den Ko- lonialkriegen der Engländer, der Deutschen, der Franzosen cut- fesselt wurde. In der langen Kette von Blut und Qual, die sich als Kolonialtätigkeit der Kulturvölker durch die Geschichte der Neu- zeit zieht, ist der tripolitanische Feldzug ein Glied: nicht mehr, nicht weniger. Wer den Krieg nicht will, lver jede gewaltsame Ex- pansion missbilligt, hat das Recht und die Pflicht, ihre furchtbaren verrohenden Folgen an den Pranger zu stellen. Die bürgerliche Presse hat dieses Recht nicht. Sie riskiert, heute in den Staub zu ziehen, was sie morgen verherrlichen wird, wenn es im Interesse des einheimischen Kapitalismus geschieht. Die heutige Unbilligkeit, die zivar auch in England und Frankreich nicht gefehlt hat, aber doch in Deutschland und Oesterreich ihren Höhepunkt erreichte, hat die ohnehin geringen Sympathien für Erneuerung des Dreibundes bedeutend verringert. Italien hat sich überhaupt nicht über allzugroße Wärme der verbündeten, wie der befreundeten Regierungen, zu beklagen. Ten Dreibundmächtcn kann es noch mit Veröffentlichung eines Blau- buchs drohen: was soll es ober gegen England und Frankreich unternehmen, die eine schwunghafte Waffeneinfuhr von der cgyp- tischen und der tunesischen Grenze dulden? Selten hat eine inter- nationale Situation es so klar gezeigt wie die heutige, wie sehr der Jnteressenkampf der kapitalistischen Mächte jenseits von Gut und Böse und von Treu und Glauben steht. Italien ist nicht nur mit der Einwilligung, sondern auf den Druck der Grossmächte, die heute die Entrüsteten spielen, nach Tripolis gegangen. Das sind Tatsachen, deren Dokumente die Daten des laufenden JahrcS tragen. Man kann sie heute ableugnen, aber wer dereinst die Gc- schichte des Kapitalismus jn seiner Kolonialpolitik und seinen inter- nationalen Beziehungen schreiben will, der wird in der Tripolis- affäre mit ihrem diplomatischen Vorspiel eine ungemein charak- teristische Episode unserer Wirtschaftsepoche und der ihr gemäßen moralischen Skrupellosigkcit finden. Diese Skrupellosigkeit geht viel tiefer und umfaßt weit grössere Gebiete, als die Brutalisicrung eines Barbarenstammcs an der nordafrikanischen Küste, Die Flottenaktioo. Die Frage, ob Italien im Aegäischen Meere vorgehen und die Dardanellen blockieren wird, hält die Welt seit Wochen in Atem. Für die nächsten Tage ist die italienische Flotten- aktion bestlnimt angekündigt, aber es gibt auch noch genug Leute, die an einen solchen verzweifelten und folgenschivercu Krieg Italiens nicht glauben wollen. Das Schlimme ist nur, daß die Situation für die italienische Regierung jetzt so der- rannt ist, dass sie auf irgend eine Weise eine Lösung finden muß, wenn sie mit ihrem Raubzuge den imperialistischen Treiben und Hetzern Genüge tun will, lieber die drohende Flottenaktion liegen heute folgende Meldungen vor: Wien, 25. November. Jn hiesigen diplomatischen Kreisen findet die Meldung von einer bevorstehenden Blockade der Dardanellen durch die italienische Flotte keinen Glauben. ES wird versichert. daß dies ein so ungeheuerlicher Akt wäre, den sich keiner der im Mitlelmeer interessierten Staaten gefallen lassen könnte, und welcher der Ausgangspunkt für unabsehbare internationale Verwickelungen Deutsches Theater: Die Kassette. Von Karl Sternheim. Weshalb dies halb possenhaft-groteSke, halb lang- atmig-lnstspielmässige Zwitterding.Komödie" genannt wird, ist nicht recht erfindlich. Im übrigen haben MoliöreS„Geiziger" und„Der eingebildete Kraule" dem Verfasser als geistige Nährväter gedient; nur dass hier diese Motive auf ein Weib vereinigt wurden. Unwill- liirlich mochte man beim Erscheinen dieser boshaften Erbtante an Wedekinds Kabarettbollade denken, die da anhebt:.Ich Hab meine Tante geschlachtet". Ganz so gruselhaft ist'S ja diesmal nicht; aber eh' solche Erbtante, wie ElSbeth Treu eine ist. dann lieber gar keine. Sie übergibt zwar ihrem Universalerben Oberlehrer Krull die eiserne Kassette mitsamt ihrem in Staarspapieren angelegten Barvermögen; jedoch nur zum Schein. Denn das Publikum erfährt bald, dass die Tante alles notariell der katholischen Ortskirche vermacht bat. Unter- dessen mag sich der Neffe nur in wahnwitzigen Hirngespinsten über die Philosophie des Besitzes ergehen— das Ende wird daS leere Nachsehen sein. Während er sich schon in halbverrückten Halluzinationen ergeht, wie er seine junge Frau nebst Familienanhang fürchterlich enttäuschen werde, hat die Tante— und mit ihr daS Theater- Publikum— wohlweislich auf den Effekt am Schlüsse der „Komödie" achtgegeben. Sie betritt hier die Bühne nur nur noch, um mit dem fünffach versiegelten Testament in der Hand über die gcnasführte Verwandtschaft zu triumphieren. Ein altes Rezept zu einer Komödie, wie man sieht, aber verfehlt aus- gedacht. Von fünf Akten waren zwei zuviel. Albert B a s s c r- mannS meisterhafte Darstellung des Krull rettete zwar nicht daS Publikum vor Langweile, aber die Komödie vor dem Durchfall, der ihr anderes schwerlich erspart geblieben wäre. Neben Bassermann behauptete sich noch Emilie Kurz als Erbtante. Inszenierung und Dcloration hinterliessen nichts mehr und nichts weniger: als Provinz- bühnenmäßige Eindrücke._ e. k. Notizen. — Kunst abend. Am Totensonntag, abends 8 Nhr, wird im Festsaale deS Charlottenburger Rathauses ein Liszt-Abend vom Verein zur Förderung der Kunst veranstaltet. — Die Eröffnung der Kurfür st en»Oper wird in den ersten Tagen deS MouatS Dezember stattfinden. Abonnemenis- hefte werden bereits bei A. Wertheim und im Theaterbureau, Kur- sürsteustrasse 101, ausgegeben. — Die Erstaufführung von„Jedermann", einein Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo v. HofmannS- thal, in der Reinhardtichen Inszenierung, ist für Freitag, den 1. Dezember, im Zirkus Schumann angesetzt. Der Vorverkauf beginnt Sonntag im Deutschen Theater, von Montag ab auch bei A. Wcrlheim. 8 Uhr abends. — Die engagementslosen Schauspieler müssen ihre Volksvorstellnngen bis nach Weihnachten verschieben. Am Totensonntag werden indes von ihnen im Apollo-Theater Halbes „Jugend" und ,m Theater„Mt-Berlin" i» der Blumenstrasse SudermannS.Glück im Winkel" aufgeführt. —„Der R o s e n k a b a l i e r" i» R o m. Straussens jüngste Oper erlebte am �reitag»hre erste Aufführung i» Rom. nachdem sie ans Furcht vor Deinoilstrationen bereits einmal verboten war. Die Kundgebungen der Jtalianissimi blieben indes nicht aus. Im Zuschauerraum wurde eine zweite, echt italieiniche Oper mit obligatem Johlen und Pfeifen aufgeführt. Und das alles wegen— Tripolis t fein wurde. Der Engpaß der Dardanellen fei keine ausschließlich türkische Verbindung, fondern eine Schiffahrtsstraße des Welt- Verkehrs, die niemand absperren dürfe. Konftantinopel, 25. November. Nach amtlichen Meldungen kreuzt die italienische Flotte in den Gewässern von ChioS. Konftantinopel, 25. November. Die Regierung trifft eifrig Maß- nahmen zur Verteidigung der bedrohten Punkte. Wie verlautet, find nach Smyrna und Dedeaghatsch Maschinengewehre entsendet worden. Die christliche Bevöllerung auf Chios exerziert täglich einige Stunden. Eine größere Truppenkonzentration erfolgte in Gallipoli. Oesterreich und Rußland gegen die Flotteuaktion. Wien, 25. November. Die angekündigte Aktion gegen die Dar- danellen wird hier mit großem Mißbehagen aufgenommen. In der Presse wird verlangt, daß Graf Aehrenthal sofort einen entschiedenen Vorstoß unternehme. Das österreichische Aus- wältige Amt wird sich aber so lange jeder Kundgebunng enthalten, als nicht die Italiener ihre Absichten hier notifizieren oder durch Handlunge» unzweifelhaft nachweisen sollten, daß sie eine Beschießung der Dardanellen beabsichtigen. In diesem Falle dürste Oesterreich sofort Schritte unternehmen, die sich jedoch zunächst in den Grenzen halten werden, die durch das bundesfreundliche Verhältnis zu Italien gegeben sind. Der Schritt werd jedoch keinen Zweifel über die Ab- sichten Oesterreichs lassen. Paris. 25. November. Der Agenee HavaS wird aus PeterS- bürg gemeldet: ES bestätigt sich, daß die russische Regierung in der Frage der Respektierung des Grundsatzes der Neutralität der D a r d a n e l l e n an die Mächte herangetreten ist; sie stützt sich dabei auf den betreffenden Artikel des Londoner Vertrages vom 13. März 1871. Ein österreichisches Schiff von Italiener» beschossen. Wien. 25. November. Die.Neue Freie Presse* meldet über eine angebliche Beschießung des österreichischen Dampfer«.Martha Washington* aus Trieft: Der Kapitän der„Martha Washington* teilte nach seiner Ankunft in Palermo einem Journalisten mit. daß sein Schiff nach der Abfahrt von PatraS westlich vom Kap PeloponneS zwischen den Inseln Zante und Kephalonia von einem italienischen Geschwader, bestehend auS 15 bis 20 großen Schiffen, welche nach Süd- osten fuhren, angehalten wurde. Die Schiffe richteten ihre Schein- Werfer auf die„Martha Washington*. Einige Schüsse, welche an dem Bug der„Martha Washington" vorbeigeschosien wurden, gaben dem Danipfer das Signal zum Halte». Nach einem kurzen Verhör, woher das Schiff komme und wohin eS fahre, wurde der„Martha Washington* die Erlaubnis erteilt, weiter zu fahren. Das italienische Geschwader entfernte sich dann schnell. An Bord der„Martha Washington" befanden sich 1500 Passagiere, darunter 400 Kajüten- Passagiere. Die Lage in Tripolis. Tripolis, 25. November.(Meldung der Sgenzia Stefans). Auf der Ostseite der italienischen Front wurden gestern in geringer Entfernung starke Abteilungen von Türken und Arabern gesichtet, es entspann sich ein l e b h a f t e S F e u e r g e f e ch t, das den ganzen Tag über anhielt. Da um 3 Uhr der Wind nachgelassen halte, konnte ein Fesselballon aufsteigen und das Kriegsschiff„Carlo Alberto* nahm daS Feuer gegen die Oase wieder auf. Gegen 7 Uhr abends machte eine feindliche Abteilung auf die italienische Linie ungefähr in südlicher Richtung von Fort Hamidie einen Angriff, anscheinend in der Absicht, die italienischen Stacheldrähte zu beseitigen, wurde aber zerstreut. Durch Aeroplane wurde festgestellt, daß die Lage des Feindes unverändert ist. AufklärungSstretfzüge, die italienische Truppen im Süden in der Wüste vornahmen, ergaben, daß sich dort kein Feind befand. Fast sämtliche' Feinde scheinen in der Oase und in Ainzara konzentriert zu sein. Kleinere Gruppen Araber gehen zu den Italienern über.— Das Schiff.Casstopea" ist heute von einer AufklärungSfahrt an der westlichen Küste zurückgekehrt und Hai eine verdächtige griechische Barke mit eingebracht. Die Lage in H o m s ist unverändert. Europas Schande in Tripolis. Der alte Vorkämpfer der Friedensbewegung SB. T. Stead t gibt in den„Daily News* eine Kennzeichnung der englischen Diplo- matie in ihrer Stellung zum italienischen Banditenzuge, die auch für die der übrigen Länder zutrifft. Er stellt fest, daß Sir Edw. G r e y. der, unbekümmert um alle liberalen Grundsätze, im libe. ralen Kabinett das unsaubere Ressort des Auswärtigen Amtes ver- waltet, im Unterhaus hat zugestehen müssen, daß Italien den Pariser Vertrag von 1856 verletzt hat, der, von ihm mitunter. zeichnet, alle Mächte verpflichtet, keinen Streit mit der Türkei vor Anrufung der übrigen Mächte mit den Waffen auszutragen. Freilich sagte er unehrlich, weder die Türkei noch Italien hätten sich vor Beginn des Krieges an die Mächte gewandt. Aber man weiß ja,' daß die Türkei dazu nicht imstande war, weil ihr die Zeit dazu nicht gelassen wurde.«Wenn ein Raubmörder einen Mann überfällt, sagt die Behörde auch nicht, der Ueberfallene habe sich nicht vor dem Angriff an sie gewandt. Jedoch hat die Türkei, trotzdem für sie keine vertragliche Verpflichtung besteht, sich nachher um Vermittelung bemüht-- und mit welchem Erfolge? Die Schutzleute erklärten sich neutral. Sie ließen den Räuber sein Mordgeschäft vollbringen, ungestört von den europäischen Wächtern des Völkerrechts. Nach demselben Pariser Vertrage kann kein Teil des türkischen Reiches ohne Zustimmung sämtlicher Vertragsteilnehmer abgetrennt werden. Trotzdem hat keiner gegen die„Annexion" des neuen italienisckzen Luftschlosses Protest erhoben. Wohl aber hat der bri- tische Militärattache in Tripolis sich erlaubt, beim Bankett zum Ge burtstag des Königs von Italien von der„neuen italienischen Pro- vinz* zu sprechen. Wenn wir fragen, ob es wahr ist. daß die italienischen Truppen drei Tage nach dem Kampfe alle Grundsätze der Zivilisation mit Füßen traten, indem sie kalten Blutes Männer, Frauen und Kinder hinmordeten, dann sagt man unS „Wir haben uns neutral erklärt und können daher unserem Militär- attach« oder Generalkonsul nicht gestatteten, zur Information des Parlaments die Tatsachen zu berichten.* Aber am selben Tage hören wir, daß unser Militärattache so wenig durch unsere Neu- tralität gebunden ist, daß er ein Stück des türkischen Reiches als„neue italienische Provinz* anerkennt. DaS ist die britische Neutralität wie Herr Grey sie auslegt. Der Schutzmann erklärt seine Neutralität zwischen dem Uebersallenen und dem Räuber und erkennt dann öffentlich des RäuberS Recht auf die gestohlene Uhr an* Die Revolution in China. Jnanschikais Haltung. Peking, 24. November.(Meldung des Reuterschen BurcauS.) I u a n s ch i k a i hat heute einigen Gesandten mitgeteilt, daß er einen Plan vorbereitet habe, nach dem er der Revolution ein Ende zu tnachen hoffe: ein weiteres Kämpfen wolle er nicht erlauben. Als ein Gesandter nach der Art des Planes fragte, antwortete Juanichi- kai, er könne ihn nicht enthüllen, weil eS nicht sicher sei, ob«r Er- folg haben werde. Nach Berichten auS Hankau haben die Kaiserlichen den Han- fluß überschritten, die Revolutionäre heftig angegriffen und daS Fort auf dem Schildkrötenhügel besetzt.— Schantung hat seine Un- abhängigkeitSerklärung widerrufen. Peking, 24. November.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Hier geht das Gerücht, daß I u a n s ch i k a i in den nächsten Tagen nach Tientsin abreisen werde. Die Folge davon werde möglicherweise sein, daß der kaiserliche Hof eking verlasse. Schanghai, 24. November.(Meldung deS Reuterschen Bureaus.) Die Revolutionäre, die jüngst in H a n k a u wieder eine feste Stellung gewonnen hatten, haben sich neuerdings nach Hanyang zu- rückgezogen. Obwohl sie einerseits ihre Bereitwilligkeit ausgedrückt haben, über die künftige Regierung des Landes mit Juanschikai zu verhandeln, beharren sie andererseits dabei, daß die Errichtung d e r R e p u b l i k das einzige Mittel sei, einen endlosen Kampf ab- zuwenden. Die fremdenfeindliche Bewegung. London, 26. November.„Times* berichten aus Peking: Unter den englischen Angestellten der Grubengesellschaft„Peking Syndikat' herrscht lebhaste Unruhe. Sie haben eine Petition an die Regierung gerichtet und um die Entsendung von 150 Mann britischer Truppen zum Schutze gebeten, da sie kein Vertrauen zu den chinesischen Kulis hätten und auch Zweifel in die Ergebenheit der chine- fischen Soldaten setzten, welche mit dem Schutze der Grube beauf- tragt sind. ES ist im Augenblick unmöglich, dieser Forderung Rech- nung zu tragen, jedoch ist man der festen Ueberzeugung, daß die Regierung alle notwendigen Maßregeln treffen wird, die in ihrer Macht stehen, um daS Leben und Eigentum der Fremden zu schützen. London, 25. November. Aus Peking wird berichtet, daß die Bewegung gegen die Fremden täglich im Wachsen be- griffen ist. Das Piratenwesen greift ebenfalls immer mehr um sich und eine Intervention der Mächte erscheint nun- mehr unvermeidlich zu sein. Man befürchtet jedoch, daß bei einem Eingreifen der letzteren die chinesische Bevölkerung zu Massenmorden der Europäer übergehen werde. Man glaubt, daß augenblicklich Unterhandlungen zwecks einer gemeinschaftlichen Aktion zwischen den Mächten stattfinden. Hus Induftric und F)andcU Opfer des Kapitalismus. Unaufhaltbar verschlingen die kapitalistischen Großbetriebe die noch vorhandenen kleinen unabhängigen Existetigen. In den meisten Fällen vollzieht sich dieser Prozeß in unnrerklicher Weise; Hand- werker und kleine Unternehmer wohnen zu weit auseinander, als daß ihr Verschwinden in den proletarischen Volksschichten anders als durch die Zahlen der Statistik augenfällig wird. Manchmal jedoch, und zwar dort, wo noch eine größere Zahl kleiner selb- ständiger Unternehmer zusamimemvohnt, tritt der kapitalistische Großbetrieb wie ein Erdbeben auf. das die Wirtschaft taufender Menschen wie auf einen Schlag vernichtet. Etwas Aehnliches findet augenblicklich in Schottland statt. Die schottische He- ringsfischerei lag bisher in den Händen von etwa 38 000 Fischevn, die ihre eigenen Segelboote besitzen. Diese Leute stehen nun vor einer K a ta str op he. Der Kapitalismus ist in ihr Gebiet eingefallen und bekämpft die kleinen Segelboote mit großen Dampfschiffen. Schon hat er große Verheerungen angerichtet; die Fischerdörfer entleeren sich, die jungen Leute wandern aus, die Frauen der älteren miiffe» außerhalb des Hauses Arbeit suchen, um die Familien vor dem Verhungern zu schützen. Unter dem Ein- druck ihrer hilflosen Lage kamen vor einigen Tagen 1200 schottische Fischer in der SeemannSkapelle zu Great Uarmouth(England) zu- sammen, um gemeinschaftlich die Regierung zu bitten, ihnen in lhrer Not beizustehen. In einer einstimmig angenommenen Reso- lution verlangten sie.von der Negierung Staatsdarlehon, mit denen sie Motorboote oder Dampfboote kaufen könnten, die es ihnen ermöglichen würden, ihre so hoch geschätzte Unabhängigkeit zu bewahren. Recht ergreifend waren die Reden, die von den Fischern in der Versammlung gehalten wurden. Ein alter Fischer sagte:„So sicher, wie die Nacht dem Tage folgt, wird unsere Un- abhängigkeit dahin sein, wenn uns die Regierung nicht Hilst. Die schottischen Fischer sind ein religiöses Geschlecht und wollen den Sabbath hochhalten, aber laßt erst enmal den Kapitalismus seit« Hand im Spiele haben— nun, das Gold hat kein Herz, das Gold hat keine Seele. Die Moral ist dahin, die Tugend ist dahin, und der schottische Fischer wird tiefer sinken, als man es für möglich gehalten hat." Ein anderer Veteran, der 60 Jahre die Meere befahren, klagte darüber, daß die Zeiten der Unabhängigkeit vorüber seien; die jungen Leute verließen ihr„ehrliches" Gewerbe und gingen aufs Land oder nach Glasgow, weil sie nicht zu willen- losen Werkzeugen des Kapitals werden wollten. Wieder ein anderer sprach davon, daß die Frauen der Fischer gezwungen würden. Arbeit zu suchen, weil ihre Männer nicht genug verdienen könnten.„Das ist nicht recht!" rief er entrüstet aus.„Eine Frau, die Kinder ge- liiert, hat genug zu Hause zu tun." So spielt sich vor unseren Augen in den stillen schottischen Fischerdörfern eine Tragödie ab. wie sie ergreifender in keinem Drama geschildert worden ist. Noch hoffen die Fischer auf Rettung von der Regierung. Aber selbst wenn ihnen die Hilfe der Regierung in ausgedehntestem Maße zuteil würde, würde die wirtschastlick« Vernichtung dieses abgehärteten und unabhängigen Völkchens nicht abgewendet, sondern nur aufgeschoben worden sein. Der Konkur- rerizkamipf wurde dann zu einem ungleichen Ringen zwischen einem Kanonenboot und einem Dreadnought verwandelt werden, in dem der Kapitalismus mit all seinen Hilfsmitteln sicher den Sieg davon- tragen wird._ Sozialca. Neue Beitragsmarken für die Invaliden- und Hinterbliebenen- vcrsichrrung. Am 1. Januar tritt der Teil der Reichsvers, cherungs- ordnung in Kraft, der die Invaliden- und Hinterbliebenen- Versicherung betrifft. Bekanntlich ist vom selben Datum ab die in Gestalt von Klebemarken gegen die Arbeiter eingeführte Neichseinkommensteuer erheblich erhöht. Tie Beitragsmarken betragen pro Woche zurzeit in Lohnklasse I 14 Pf., in Lohn- klaffe II 20 Pf., in Lohnklasse 1l! 24 Pf., in Lohnklasse IV 30 Pf., in Lohnklasse V 36 Ps. Sie betragen künftighin 16, 24. 32. 40, 43 Pf., sind also bis zu ein Drittel erhöht, ohne daß entsprechende hinreichende Erhöhungen der so schmalen „Renten" eintraten. Tie Alters- und die Jnvalidcn-„Nente" ist ebenso almosenhaft niedrig geblieben wie sie war und das wiewohl ihr Geldwert durch unsere famose Zollpolitik um etwa ein fünftel hcrabgescßt ist. Nur wenn der In- volidenrentner Kinder unter 15 Jahren hat, erhöht sich die Invalidenrente für jedes dieser Kinder um ein Zehntel bis zu dem höchstens anderthalbfachen Betrag. Beträgt also die Invalidenrente 20 M. monatlich, so wird sie. wenn ein Kind unter 15 Jahren vorhanden ist, auf ganze 22 M. erhöht. Durch die erhöhten Beiträge soll ferner daS Geld für die Witwen- und Waisenversicherung aufgebracht werden. Eine Witwenrente sollen nur die völlig erwerbsunfähi- gen Witwen erhalten, und auch nur in einem Betrage von ganzen 20 bis 30 Pf. Wer aber da etwa glaubt, die jetzt lebenden Witwen erhielken nach dem f. Januar 1912 auch nur diese schmale„Rente", irrt. Sie verlieren sämtlich den Anspruch, den sie auf Erstattung der für ihren Mann gezahlten Beiträge heute haben, falls dieser, ohne in den Genuß einer Rente gekommen zu sein, verstirbt. Trost alledem sind die Beiträge vom 1. Januar 1912 ab erheblich erhöht. Das Reichsversicherungsamt hat im gestrigen „Reichsanzeiger" Bestimmungen darüber erlassen, wie künftig die neuen Marken aussehen sollen. Wir teilen das Wichtigste hieraus entsprechend mit. 1. Von jeder Versicherungsanstalt sind vom 1. Januar 1912 ab in jeder der fünf Lohnklassen Marken für eine Woche, für zweiWochen und für dreizehn Wochen sowie für die freiwillige Zusatzversicherung eine Zusatz- marke auszugeben. Der Geldwert der Marken beträgt: für für für 1 Woche 2 Wochen 13 Wochen in der Lobnklasse I(JahreSarbeits- verdienst bis zu 350 M. einschließlich) 16 Pf. 32 Pf. 2 M. 8 Pf. in der Lohnklasse II(Jabresarbeits- verdienst von mehr als 350 bis zu 550 M. einschließlich)..... 24, 43. S, 12, in der Lohnklasse III(JahresarbeitS- verdienst von mehr als 550 bis zu 850 M. einschließlich)..... 32„ 64„ 4, 16„ in der Lohnklasse IV(JahresarbeitS- verdienst von mehr als 850 bis zu 1150 M. einschließlich)..... 40„ 80, 5„ 20, in der Lohnllasse V(JahreSarbeitS- verdienst von mehr als 1150 M.). 48„ 96„ 6„ 24„ Der Geldwert der Zniatzmarle beträgt 1 M. 2. Für die Zeit nach dem 1. Januar 1912 sind ausschließ- lich die neuen Marken zu verwenden. Dagegen sind zum Zwecke der nachträglichen Beitrags- leistung(§ 29 Abs. 1,§§ 1442 bis 1444 der Reichsversiche- rungsordnung) für die vor dem 1. Januar 1912 liegenden Zeiten die alten, auf Grund des§ 130 des Jiwalidenversiche- rungsgesetzes ausgegebenen Marken zu verwenden. Mit Rücksicht hierauf werden entsprechend den Anordnungen der obersten Postbehörden die Postanstalten diese Marken noch bis zum 30. Juni 1912 einschließlich verkaufen. Vom 1. Juli 1912 ab sind alte Marken nur noch von den Versicherungsanstalten zu beziehen. Bis zum 31. Dezember 1913 einschließlich können die alten Marke» bei den Markenverkaufsstellen gegen neue Marken unter Berücksichtigung des veränderten Geldwerts umgetauscht werden.. Es wird dann genau dargelegt, wie die Einwochen-, Zweiwochen-. Dreizehnwochen- und die Zusatzmarken aussehen sollen. Lohnklasse I erhält roten, Lohnklasse II blauen, Lohn- klaffe III grünen, Lohnklasse IV rotbraunen und Lohnklasse V- gelben Druck. Die Zusastmarken sollen ebenso breit sein wie die Einwochenmarken(23.5 Millimeter), aber doppelt so hoch (28 Millimeter statt 14 Millimeter), und sind anders wie die sonstigen Klebemarken ausgestattet. Bon der Fürsorgeerziehung. In die Fürsorgeerziehung werden Kinder und junge Leute gebracht, um sie vor„sittlichem Verderb" zu bewahren. Gar schnell sind oft die Behörden dabei, Eltern das Erziehungsrecht über ihr« Kinder zu nehmen, diese der Fürsorge zu überweisen, besonders wenn Mädchen in Betracht kommen, damit sie nicht verdorben wer- den sollen. Was aber alles unter den wachsamen Augen der Für- sorge geschehen kann, haben in letzter Zeit die Eltern zweier der Fürsorge überwiesener Mädchen in Luckenwalde und Treuen- brietzen erleben müssen. Die Tochter eines Luckenwalder Arbeiters wurde durch Beschluß des Amtsgerichts der Fürsorgeerziehung über- wiesen. Nachdem das Mädchen einige Zeit in einer Anstalt unter- gebracht war, wurde es bei einem unverheirateten Schmiedenieister auf dem Lande in Dienst gegeben. Vor einigen Monaten ist dieses der Fürsorgeerziehung übenviesene Mädchen Mutter geworden, Bater des Kindes ist der Dienstherr, bei dem es von der Fürsorge in Dienst gegeben worden ist. Der Vater des Mädchens, dem man das Erziehungsrecht über seine Tochter genommen hat, ist nun zum Vormund seines Enkellindes, das er der Fürsorgeerziehung zu ver- danken hat, ernannt worden und kann sehen, wie er die Unterhalts- gelder für fein Enkelkind bekommt. Aehnlich erging es einem Ein- wohner Treuenbrietzens. Seine Tochter sollte ebenfalls durch Für- sorgeerziehung gerettet werden. Auch dieses Mädchen tourde auf das Land in Dienst gegeben, weil nach Ansicht muckerischer Leute die Sittlichkeit auf dem Lande zu Hause sein soll. In oer Mühle. in welcher dieses Mädchen in Dienst ist, kam öfters ein Bäcker- geselle aus einem benachbarten Ort, kam, sah— und siegte. Die Folge dieser Fürsorgeerzichung ist, daß das Mädchen demnächst Mutter werden wird. Der Vater des zu erwartenden Kindes will nun das Mädchen heiraten und zu diesem Zweck wurde der Antrag auf Entlassung aus der Fürsorgeerziehung gestellt. Der Antrag ist vom Landesdirektor abgelehnt worden, weil der.Schwängerer noch zu jung sei(er ist 24 Jahre alt und hat seiner Militärpflicht genügt!), und weil seine Einkommensverhältnisse nicht so seien, daß er einen Hausstand gründen könne. Auch dieser Fürsorge- zögling wird also ein uneheliches Kind zur Welt bringen. Es ist doch etwas herrliches um die preußische Fürsorgeerziehung. Ob die Mädchen, wenn sie in der Obhut ihrer Eltern geblieben waren, auch uneheliche Mütter geworden wären, wissen wir nicht, das aber wissen wir, daß eine Fürsorgeerziehung, bei der so etwas vorkommen kann, keinen Pfifferling wert ist. Borficht bei AuslandsengagementS! Trotz aller Mahnungen zur Vorsicht bei AuslandsengagemenkS gibt es immer noch technische Angestellte, die im Vertrauen aus die scheinbar glänzenden Versprechungen ausländischer Firmen ihre Stellung im Jnlande verlassen. Welche Erfahrungen sie indes dann im Auslande oftmals machen, das zeigt wioder einmal der Fall, den der„Deutschen Jndustriebeamten-Zeitung" ein Chemiker berichtet, der sich in Berlin nach persönlichen Unterhandlungen mit einem dort anwesenden Chef der Firma Ch. Frenke! aus Schauten lRuss- land, Gouvernement Korno) dorthin verpflichtete, nachdem ihm ein Gehalt von 5809 M.(2600 Rubel) bei freier Wohnung mit elektri- scher Beleuchtung bei den angeblich keineswegs teueren Lebensvcr- Hältnissen dort zugesichert war. Bis zum Eintreffen seiner Möbel wollte der Chef ihm einige Zimmer mit Einrichtung in seiner Villa zur Verfügung stellen. Wie groß war aber das Erstaunen des Chemikers, als sich bei seiner Ankunft die provisorisch möblierte Wohnung als ein, intapeziertes Kellerlokal entpuppte, dessen Ein- richtung in drei Dienerbetten und in zwei aus Holzblöcken zu- sammengenagelten Brettern bestand, die als Ruhestätte seiner Kinder dienen sollten! Die Betten wimmelten obendrein von Un- geziefer. Aus energischen Protest wurde dem Angestellten schließ- lich von dem humanen Chef bis zum Beziehen seiner Wohnung, die— waS der Chef verschwiegen hatte— noch eine Zeit ander- weitig bewohnt war, cin Zimmer in einem Hotel zweiter Klasse zugestanden. Bald stellte sich auch heraus, daß es in Schaulen weder Wasserleitung noch elektrisches Licht gibt(beides sollte sich in der „sofort beziehbaren" Wohnung befinden!), sodass der Vertrauens- selige Mann sich schleunigst eine vollständige Einrichtung für Petroleumbeleuchtung anschaffen mußte. Dazu sind die Schulver- hältniffe in Schaulen überaus mangelhaft, so'daß er seine Kinder nach Riga auf eine deutsche Schule schicken muß, was ihm eine jähr- liche Mehrausgabe von 1000 Rubeln verursacht Sericdts- Leitung. Umfangreiche Unterschlagungen im Steuerbureau bcS Magistrats bilden den Gegenstand eines mehrtägigen Prozesses, der Mitte De- zcmber das Schwurgericht des Landgerichts I beschäftigen wird. Unter der Anklage der fortgesetzten Unterschlagung im Amte und der schweren Urkundenfälschung hat sich der Burcanastistent Otto Lüdicke vor den Geschworenen zu verantworten. Der Angeklagte lvar seit mehreren Zahren in dem Steuerlmreau des Berliner Ma- gistrats angestellt und hatte insbesondere mit den Rückzahlungen der zu hoch erhobenen Umsatzsteuern zu tun. An den Magistrat werden häufig nach Grundstücksverkäufen Anträge aus Herab« sctzung der Umsatzsteuer gerichtet, denen noch Prüfung der Sachlage vielfach stattgegeben wird. Den Betreffenden wird dann eine Ouittung überiandt, welche nach vollzogener Unterschrift zur Ab- Hebung des Betrages bei der Stadthauptkasse berechtigt. Außerdem kann der zur Abhebung Berechtigte das Ersuchen stellen, den Be- trag einer von ihm namhaft gemachten Bank zu überweisen. Der Angeklagte, welchem die in Frage kommenden amtlichen Formulare ianden. soll nun die Kenntnis dieser Verhältnisse zur Verfügung MWWWI dazu benutzt haben, derartig« Anträge mit fingierten Namen an zufertigen und nach Fälschung der Unterschriften der Stadträte Kalisch, Ledermann und des verstorbenen Stadtrats Tourbie in den ordnungsmäßigen Geschäftsgang zu bringen. Vorher hatte er sich bei verschiedenen hiesigen Großbanken ein Konto auf jene fingierten Namen eröffnen lassen, an welchen dann vom Magistrat die angeblich zu viel gezahlten Beträge übermittelt wurden. Wie die Anklage behauptet, soll sich Lüdicke auf diese Weise zirka 60 000 Mark angeeignet haben, die er zum Teil zum Ankauf einer Fabrik und einer Villa in Rahnsdorf verwendete. Als er sich durch einen gleichen Coup mit einem Male 40 000 M. verschaffen wollte, er- folgte die Entdeckung.— Während L. vor der Polizei ein um- fastendes Geständnis abgelegt hatte, behauptete er später, von nichts mehr wissen zu wollen. Da sich L. mehrfach in dem Sanatorium des Dr. Oesterreicher befunden hat, ist von den Rechtsanwälten Dr. Schwind« und Dr. Esch der Antrag auf Untersuchung seines Geisteszustandes gestellt worden. Die daraufhin von dem Gefäng- nisarzt Dr. Lehnsen veranlaßt« Untersuchung des L. in der Landesirrenanstalt Eberswalde hat jedoch nur ergeben, daß L. ein schwer nervöser Mensch ist.— Für die Verhandlung sind zwei SitzungStage in Aussicht genommen. Bestrafte Zudringlichkeit. Allerlei Jagdgeschichten kamen bei einer Verhandlung zur Sprache, welche gestern die 10. Strafkammer des Landgerichts I geraume Zeit beschäftigte. Wegen wörtlicher und tätlicher Beleidi- gung in zwei Fällen hatte sich der bekannte Ncnnftallbcsiher Rentier Otto Kampsbcnkel zu verantworten. Als Nebenklägerin trat die Französin Fräulein G. auf, die in der Familie des Rentiers Wilh. Jacabi in der v. d. Heydtstrahe als Gouvernante angestellt ist. Letz- tcrer hatte mit dem Angeklagten zusammen eine Jagd gepachtet und sie bewohnten gemeinschaftlich eine in Münchcberg belogene Jagdvilla. Eines Tages war der Angeklagte Mittagsgast bei seinem Jagdteilhaber; das Diner, an welchem außer anderen Gästen auch die Gouvernante und der Hauslehrer teilnahmen, verlief sehr heiter. Als man von Tisch aufgestanden und die Kinder mit dem Hauslehrer bereits nach dem Garten gegangen waren, stand die Gouvernante noch in der nach dem Garten führenden Tür. Da berührte sie der Angeklagte, der schon öfter mit der 38jährigen Dame harmlose Scherze gemacht hatte, in einer Weise an der Rück- seite ihres Körpers, die nach ihrer Behauptung höchst unzüchtig, nach seiner Darstellung aber nur eine harmlose Berührung ge- Wesen sein soll, wie er sie schon öfter ohne Rüge sich erlaubt habe. In der Empörung über diesen Angriff auf ihre weibliche Ehre ber- setzte das Fräulein dem 63jährigen Angeklagten eine schallende Ohrfeige und wies ihn darauf hin, daß er sich schon öfter Unarten gegen sie erlaubt habe. Der Angeklagte, der an sich ein leicht er- rcgbarer Mann ist und wohl auch durch den Weingenuß angeregt war, wurde über diese fühlbare Zurechtweisung sehr aufgebracht, er überhäufte das Fräulein mit Schimpfworten, packte sie an den Schultern und soll ihr auch— lvas er bestreitet— einen Stoß mit dem Knie gegeben haben, so daß sie die vier nach dem Garten führen- den Treppenstufen hinabstürzte und unten liegen blieb. Natürlich hatte dieses Intermezzo große Aufregung verursacht. Frau Jacobi sagte in begreiflicher Empörung über diese Störung ihres Haus- friedens zu dem Angeklagten:»Das ist ja unglaublich, wie Sie sich benehmen, das ist ja unglaublich, wie Sie sich benehmen! Dafür hätten Sie drei Ohrfeigen verdient!" Fräulein G. hat sich außer einem Nervenchok eine blutige Verletzung und eine Verstauchung des Daumens zugezogen. Der Angeklagte bestritt, daß die Be- rührung des Fräuleins unzüchtig gewesen sei und behauptete, daß die ganze Sache künstlich aufgebauscht worden sei.— Nach den Ergebnisten der Beweisaufnahme hielt Staatsanwalt Dr. Hof- stacdt den Angeklagten im Sinne der Anklage für völlig überführt und da er das Verhalten des Angeklagten als unerhört und unver- antwortlich bezeichnete, so beantragte er gegen diesen 4 Monate Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. Werthauer als Vertreter der Neben- klägerin beantragte außerdem, dieser eine Buße zuzusprechen.— Rechtsanwalt Brcdereck bestritt, daß ein Grund vorliege, zu einer Gefängnisstrafe zu greifen. Tatsächlich sei der betrübende Vorfall doch nur dadurch entstanden, daß Fräulem G. eine Berührung des Angeklagten als unzüchtig ausgefaßt und diesen dann autzerordent- lich dadurch gereizt habe, daß sie ihm eine Ohrfeige gab.— Das Gericht schloß sich der Auffassung des Staatsanwalts an und verurteilte den Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis und einer an die Nebenklägerin zu zahlenden Buße von 500 M. 1 Monat Gefängnis für Zahnextraktionen wider Willen des Patienten. Der Dentist Rudolf Klee hatte gestern einen Termin vor dem Potsdamer Schöffengericht, um sich wegen vorsätzlicher Körperver- letzung zu verantworten, der er sich durch eine wohl einzig da- stehende Handlungsweise schuldig gemacht hat. Klee machte sich an eine Frau Grigat, die ein Konfitürengeschäft betrieb, als guter Kunde heran, kaufte auf Pump, bis die Rechnung an der Grenze eines blauen Lappens angelangt war, und überredete nun seine Gläubigerin. auch ihn etwas verdienen zu lassen. Er stellte der Frau vor, daß ihr Gebiß schlecht sei und sie neue, künstliche Zähne tragen müsse. Als wirklich mal die Frau seine dentistische„Ge- schicklichkeit in Anspruch nahm, inachte er einen Abdruck. In- zwischen kauften der Angeklagte und sein Vater weiter auf„Raten" und hofften nun zum Kontoausgleich einen Auftrag zur Lieferung eines neuen Gebisses für 130 M. zu erhalten. Eigenmächtig wollte sich die Frau nicht entschließen und teilte schließlich dem Zahn- künstlcr mit. daß sie von einem Gebiß Abstand nähme. Am 1. März muhte sie aber, da sie von Zahnschmerzen geplagt wurde, die Praxis des Angeklagten in Anspruch nehmen, um wentgstens einen Bruch- teil ihrer Forderung an Klee zu retten. In bestimmtester Form äußerte sie, inwieweit sie„behandelt" werden wollte. Der Ange- klagte nötigte die Frau in den Operationsstuhl, legte— wie modern und komfortabel— der Frau eine Serviette über die obere Gesichts- Hälfte und betäubte durch Injektion den Oberkiefer. Unentwegt zog nun der Angeklagte einen Zahn nach dem anderen, bis er vier extrahiert hatte. Der Frau kam diese Prozedur zu lange vor, sie wehrte sich und dabei brach der.Zahnkünstler" noch die Krone eines völlig gesunden Eckzahnes ab. Auf diese Weise glaubte nun der Angeklagte, die Frau zur Erteilung des Auftrages zwingen zu können. Nach dieser„Behandlung' wurde die Frau erst recht von Schmerzen gemartert und suchte die Hilfe eines approbierten Zahn- arztes auf. Dieser klärte die Frau über das an ihrem Gebiß vor- genommene Zerstörungswerk auf. Die Sachverständigen bestätigten vor Gericht, daß diese Art Zahnbehandlung ein? vorsatzliche Körper- Verletzung sei, da ein Dentlst mindestens erkennen mutzte, daß der Zahn gesund war. Das Gericht ging nach der vernichtenden Kritik der Sachverständigen über den Antrag des Amtsanwaltes, der 3 Wochen Gefängnis als ausreichend hielt, hinaus und verurteilte den„Zahndoktor" zu 1 Monat Gefängnis. Der Vorsitzende bezeich- nete die Methode als unerhörten Eingriff gegen den Willen eines Patienten, der streng bestraft werden müsse, da der Angeklagte obendrein sich dadurch nur einen rechtswidrigen Gewinn sichern wollte._ Sozialdemokratischer Zentralwahlvcrein für de» Reichstags- Wahlkreis Arnswalde- Friedeberg. Ortsverein Berlin. Heute Sonntag, nachmittag« 3 Uhr. bei Timm, Tilsiter Str. 79: Mitgliedern er- mmmlnng. Bortrag des Genossen Rausch über„20 Jahre neueste deutsche Geschichte". Gäste willkommen. Arbeiter-Esperanto< Bereinigung Groß-Berlin. Gruppe Zentrum. Freitags 8h, Uhr. Restaurant Tröbel, Biankenselde-Sw. 10. — Gruppe Moabit. Freitags 8h, Uhr, Restaurant Frosch, GotzkowZkh- straße 36.— Gruppe R i x d o r f. Dienstags 8 Uhr, Restaurant Kuhlincy, Steinmetzstr. 84._ Bmfhaften der Redaktion. H. M. I. Zu einer Beisteuer von einigen Mark monatlich find Sie verpflichtet. Deswegen ist auch Lohnbeschlagnahme zulässig.— W. B. 4t i. Kalenderjahr«311. 2. Für jedes Kalenderjahr 2 M. auf EngroSgeschäste.— 1. Noch für das ganze — W. K. S. Die Bestimmung bezieht sich au« M. 4. Leider nicht.— G. 100. Bis zur rechtSlrästigen Scheidung ist der iviann zur Leistung des notdürstigen Unterhalts verpflichtet.— Ali. R. 4S. 1. Nein. 2. Durch Erklärung beim Standesamt, vor dem die Ehe geschlossen ist.— P. W. g. Der Anspruch aus Extrahonorar erscheint unbegründet. Ob die übrigen Kosten richtig berechnet sind, läßt sich nur an Hand der Akten beurteilen.— M. M. 445. Nein. — L. S. 3ö. Nein.— H. Z. t. Geldstrate von 150 M. bis 3000 M. oder Gefängnis von einem Monat bis zu einem Jahre Ist auch über das angegebene Atter hinaus zulässig. 2. Lesragen Sie einen Arzt.— A. Z. 7. 1. Gelchwister sind erbberechtigt. 2. Nein. 3. Ja.— Erich 7. Buchhand« lung Vorwärts.— W. S. 4004. Wenden Sie sich an die Handwerks« lammer.— T. 40Q. 1. Die Berufungsfrist von einer Woche läuft vom Termwstage ab, fofern Sie im Termin amvefend ivaren. 2. Jetzt nicht mehr.— F. 1.«»8. Nein.— K. 40. 1. Ja. 2. Nein. Beschwerde bei der Schuldeputation.— A. H. L. Die Forderung erscheint unbegründet. — Ä. L. 20. 1. Ja 2. Nein,-y 3(. I. 400. Nein. Sie können aber aus den Pflichtteil— das ist die Hat te des gesetzlichen Erbteils— gesetzt werden.— ffi. K. 64. 4. Dafür sind die Versichcrungsbedingungen maß- gebend. 2. Ja, kann aber das Aufgebot der Urkunde verlangen. — M.®. 199. Sie können für den Fall der Pfändung intervenieren. — G. L. 24. Die Sache ist recht zweiscibast. Versuiben Sie es mit einer Klage beim Gewerbegencht.— Schwalbe»00. Nein.— H. L. 34. 1 Ja. auf Grund einer schriftltchen Bollmacht. 2. Nein.— R. H. uO. Die Sache ist nicht aussichtslos. Erheben Sie den Einwand, dag Sie gut- gläubiger Erwerber sind.— K. W. 4e also enien Versuch, der Sie mich»« tostet al« die ganz minimalen Spesen sür die Hin und eventuelle Rücksendung und werfen Sie den«ingedruckten Besi.'ll'chem, den Sie nur mit Ihrer Unterschrift zu versehen brauchen, in den nächsten Brieslasten. Unsere Adreffe ist: Täglich Breslau II, Postfach 120/151 Bial& Freund. Gefl. ausschneiden U. Bestellschein 120/IS1 im Kuvert einsenden! •inriuiiiuf vc jjumu iai oc(ji cuii» ui �trviau 11. mit ucn anqccoicnen Zweiseder-Luxui-Sprechapparal mit echter Paihe-Schalldose sowie LOSiücke auf«0 doppelseitig bespielten 29 cm großen Paihö-Platten ohne Anzahlnnq, ohne Nachnahme, ohne jede Emballaaebercchnung, in«besondere ohne jede Kaosvervslichlung zur Probe zuzusenden. Ich verpflichte mich, diese Sendung, soll« ich sie nicht debalte, innerhalb 5 Tagen, vom Tage de« Empfange« an gerechnet, franko zurückzusenden, andernwll; behalte ich sie und zahle unter Anerkennung Ihre« Eigentumsrechte« monatlich 8.— Ml. vom Ablauf der Probezeil beginnend, bi« der Wert de« Apparate« von 49.50 Mk und der der 10 Doppelplatten st 3.30 Mk. beglichen ist. ErsllllungSon ist Breslau. Ort und Damm: Lor- und Zuname: M.Straße(Platz) Nr._ Stand: Ente iwettaMtftecÄuÄl dcrFüSsbcHlcidan� i'sf ünVihlerder besfc ickife öc�cn Erkölfon� DAMEN Schnürstiefel 7.90 Schnürstiefel ÄM: DTeUob1!1 M' 10.50 Crhniirctiofd Prtm* Boxcall. mli Doppel- oder- � dl«IUI 3llc|tfl Karktwiaclieoloblo. Ongio«! n Ooodjesr- Wtli................... U. IT.SO Crfiniirctiofpl t* Boxealf. echt Kalionfell-Fnitor 1 r..«. xnnursiieiei Original Ooodxoar-w«!».,.. M. 15.50 KINDER Ppinrici Boxrind lwitlenem l.Awmfvi!iuttor -.-... Gr*1185 Gr.'7/30 Schnurstiefel 5�0 5�90 Prima Boxcalf mU ecb,eB Doppei»ohiea Gr. 81 135 Gr. 27)80 Schnürstiefel 7� �90 HERREN Schnürstiefel!,tpÄ\BU,.E?d.,f�"eit 10.50 Schnürstiefel LÄ™.', o�S'Äeu 12.50 �rhnnrctiofekl Ia- Boxealt, DoppeUohle auf Band JUIMUI 3ll(:|t;l gedoppelt mit Kamelhaar- Futter ef\ oder mit Eork-Zwieohensoble............ M la-.JW �rfinilr-ctiafol I* Boxcalf. eebt KatienfeU-rotter, ij; cn Ouinursiiejei Doppel-odle, ort«. Goodyear Weli>0.50 jagd-u. Pürsdi-Stiefel Erstklassige Fabrikate Garantiert wasserdicht Grdsste PrciswDrdigkelt fouenlzienslrasseM am Wittenberg-Plalz Leipziger Strasse 65 Königstrasse 34 £0• cXascr Gummi- Schuhe Oarantla für Jedes Peer Kamelhaar- Schuhe gern besonders preiswert Oranien-Slrasse 34 Oranlen-Slrasse 47a Müllerslrasse 3a Rlxdor|.Bergjtr.7-8 Zur Vermeidung von Verwechselungen: Die 5irms B. Ulcribcim unterhalt in Berlin nur diese 3 Beschälte ttMcdhem Ca flka ba Ha ücrsand-HbtefTtmg Berlin(U.66 Ccipzigerstr. 132/37. Bei Briefen Ist genaue Adresse crlorderlich. lii&imihakv Str. �eipAAef Strohe 132-31 Crcmim Strafe In dieser Woche, Leipziger Strasse, Teppichsaal: AUSSTELLUNG voN BALLTOILETTEN Gesellschaftskleidern, Abendmänteln u. eleganter Pelz-Konfektion, EXTRA=VREISE Ball-Kleider Während der Ausstellung: Wollbatist-Kleid 157« t.jcb m. Ems. u. Sautncüen• wa/ □ Tüll- Kleid �,�7« 00-n nituru-.eidenemUnterkleid Woll. Voile- Kleid_ m. eleg Spachteleinsats u. LyCl seid. Ansatz, Sammeigürtel Voile-Ninon-Kleid mit Einsatz, Stieb und sei- ULs OO deaer Schärpe, gefüttert..• ä'wW Voile-Chappe-Kleid dekoll, mil Fiehn, Band O"� r\f\ fa;o.u.Sfitze, seid-Umerkl.\J-J»\J\J Voile-Ninon-KIeld (Kopie eines ranzösischen Modells) mit larbiger Gar- r" � nitur, reich m.Gold-ChilTon f")/ OO u. Spitze, seid, Unterkleid � Voile-Chappe-Kleid (Kopie eines ranzösischen Mo'eils), Taille und Rock f\r\ mit Volants u. einer Spitze, yll 1 ■eidenem Unterkleid.... Voile-Chappe-Kleid (Kopie eines-ranrösisch. Modells) dekolL, Taille und Rock reich mit« 4 � Spachtel, Perl ranseo, 1 1 f 1 Unterkleid a �«ich. Lsid«•• V/«ww Strümpfe Ballstrümpfe Baumwolle, grosse.-sM rSll ar Farbenauswahl...\J\J Pt Ballstrümpfe 70 fein, Fil d'Ecoss. � v PI. Ballstrürnpfe 1 xz- kein Leide, xul, Qualität.,'"O Schuhwaren Nor Ltipzigtrstrasst Ein grosser Posten einrelner Paar* Damen- Ballschuhe nur in Grössen 36 37, 38 in Lackleder, Bronze, weiss Glac6 u. Atlas t9««tserfewäbnllch bilUies Preliso. EXTRA=TREISE Pelzwaren 14.00 Kanin-Stola 5'chWll ca. 1,80 Mtr. lang..... Elektric- Kanin- Krawatte mi» IQnn 6 Schweifen, es. 2 Mtr. lang' Ganzfeh-Krawatten mit P föteben u. 2 Schweb. 4Q rz_r\ garniert, ca. 1,60 Mtr. lang f 0. 50 Steinmarder-Kollier 2 r.Uig, mit Köpfen, Pfot.n A O r\r\ und Schweifen garniert."~»UU Steinmarder-Kollier 2 fellig, mit Köpfen, Fi oteo~Jf\_ und ScbwcitCB garniert, /L/.00 Phantasie-Skunks-Stola mit 7 Schwei eo, Köpfen C"7__ und Pfoten garniert... O/.00 Phantasle-Skunks-Stola mit 5 Scb weiten, Köp Fabrik. Größte Auswahl* Verkaut zu billigsten Fabrikpreis.«.Private. — Musterbuch— 1 n. außerhalb franko.| AafWunsch kulante j Zahlungsbedingungen 'ohne Preiserhöhung.; Siegel& Co.,1 FriusscnatraUe 33. ßaav-Schulev Splttelmarkt3fl 8.R.S.B.I41 748 r- L- ._. �7,?ots6Kwer3trKSLe LZ d „UdTfitini" die Patontfrleur, Gxtra. Angebot bocken Besonder*_5*25 gftostlge Gelegenheit 12 Locken 20 Lockea Achtung: Nerelne! Zur gefl. Mitteilung, daß ich meine drei Säle, Welche mit allem Komfort ausgestattet sind, von jetzt ab nur für Bereinöfestlichkeiten reserviert Halte.' Es sind noch Sonntage im Januer, Februar, März und April frei. Für Sitzungen, Kommerse. Versammlungen, Hochzeiten u, täglich Säle für SO— 3000 Personen frei. Es bittet um gütigen Zuspruch HKoeruer? Koppenstr. 29. Behielt und elegant sind meine lonfectionl m PalelolsiwTS 14„ KUuschntolTen etc von n engl. Seal Velour du 9C M elvet von O» 4n loslOmessSS, lil. ac M. ■. v. La an in reichster ________ Auewahl engl iStoff u Kammg Rosttini'Röcke«so in großer Auswahl von � an Aöetidmänle! ZTZIZ Ci. Kottbuser /« a CIA Straße 5. 3 Schlager» Anzüge, Paletots und Ulster Mark 48.- 58. 88. ans besten deutschen und englischen Stoffen Reichhaltig sortierte. l axer Garantie fUr tadellosen Sitz und beste Verarbeitung; Spezialität: Smoking% Frack- u. Gehrock-Anzüge flnf Seide Kia 78.- Martin Katz Schneidermeister Berlin S. Schöneberg Dresdener Str. 76 II. Hauptstr. 158 1. DM' Eventnell nonat.zahlang 10 Blk. Grobes Sluffeljcn erregt mein letbslleuchlenver weUbetaunler Glas- Christbaumschmuck. AuSwabI I mit 320 Stück in nur besseren, fjockjmobenten, voniehin fortieilcn Neuheiten, auS erster Hund alS: Alle Sorten Edelobst, Kugeln und Eier mit Edclwciii. Vcrgignieinnichten und Mciblnmenbutett, Kugel- girtonden, Fruchlkörbe mit �rauben und Goldiipsel, Nikolaus Im Schnee, ichönt Lyra. Wickcltind in Nosa, Goldsischc, Spicgelrefletloreii, Lusllchisse mit Gras Zeppelin. DoinioSchen. Eier mit venetianilchem Tau, 12 Panoramakugeln. BrtllanMeriie, wundervolle Kugeln mit Hlmnen und Ttaubcnbehang. Rolen mil«chrnelterlingen und«oldläsern, die ullerneuesten Diamai.ttiilugcln in allen Regenbogensarbeb. prachwill, Baumspitze, grober Wachz«ngel. und vieles mebr sow« verschiedene Dekorationen und Zierstücke versendet gut verpackt sranto S M.(Bei Nachnahme die Gebuhrpsennige mehr.) Jeder Besteller erhält noch zur Ucbcrraschung solaende Lchmuckgegeustände alS Geschenk: 1 Jagdstück mit Rch und Hirsch, i mechmiische wundervolle Paradiesvögel tn Leben-. grötze fnoch nie dagewesen) und Schneewittchen mil den 7 Zwergen sowie«in Pakel Tannenweig zum beschneien des ganzen BaumcS. gcsctzl. geschützt. Auswahl 11: i�-iebhlcher. nur In weib(silber) zu demselben PreiS. Auswahl 1 11.� mit zirka 7 Ü0 �.lück, sehr vorlcllhasl sür Händler und Bereine, Legen Sie vert aus Necllität, so achten Sie genau aus mtine Airma, denn nur mein langjähriger Riesenoeriand ermöglicht es die schönste und grotzte Auswahl zubieten. Für Geschenke und Stückzahl wird garantiert. Tausende von Dankschreiben. 1R7b- elosek Müller, Kobarg-Lauscha, Thur.-Wald 34. ' tSeraatwortlicher Sicdakleur Richard Barth, Berlin. Zur den Jnsrralenteit oerantw.:TH. Blocke. Berlin. Druck u. Bertag: BorwärlH Buchdrucker» u. Berlag»auitalt Gaul Singer u. Bertin dW- Dr. 277. 28. MrMg. 2. KrAgc im JjtmMs" Kelliml iJoiyintt Zonutag, 26. November 1911. Das proletarische Kind.'1 „Unter Zugrundelegung zahlreicher Vorarbeiten und unter teil- Weiser Heranziehung früherer, jetzt vergriffener Publikationen ist hier— wie ich glaube erstmalig— der Versuch gemacht worden, eine Gesamtdarstellung von Tatbeständen, Verhältnissen und Bedingungen zu geben, die sich auf die EntWickelung des proletarischen Kindes bezichen"— so umschreibt der Verfasser Genosse Otto Rühle selbst in der Ein- leitung die Aufgabe und den Inhalt seines Werkes. Die Vor- arbeiten, die Rühle erwähnt, find bereits zu einer umfangreichen Literatur angewachsen. Von der klassischen Beschreibung Engels' über die Lage der arbeitenden Klassen in England an, über Marx' Kapital mit seinen packenden Detailschilderwngen und Jllustra- tionen der Wirkungen des Kapitalismus bis zu den neuesten Dar- stellungen der kapitalistischen Produktion durch bürgerliche und sozia- listische Autoren findet sich wohl kaum ein Buch, das nicht die morde- rischen Einflüsse der letzten kapitalistischen Phase aus die Entwicke- lung des Proletarierkindes streifte. Dazu ist in den letzten Jahr- zehnten eine fast unübersehbare Literatur über Einzelsragen der kindlichen Entwickclung getreten, wobei das Proletaricrkind meist ausführlich berücksichtigt, wenn nicht gar allein zum Gegenstand der Beobachtung und Untersuchung gemacht wurde. Und schließlich be- sitzen wir seit einigen Jahren in den Arbeitermemoireitbüchcrn eine oft recht eingehende und liebevoll ausgeführte Schilderung der Kind- heits- und Jugenderlebnisse von Proletariern selbst. Aus Enqueten und Statistiken, Biographien und Beschreibungen, medizinischen und psychologischen Untersuchungen das ungeheure Material zu sam- mein, zu sichten und zu verarbeiten, war eine keineswegs undank- bare Aufgabe. DaS Resultat muß bei der Reichhaltigkeit der mannigfaltigsten Quellen nicht nur eine lcbenSsprühcnde, anschau- liche Schilderung des Proletarierkindes werden; es wird auch über die Darstellung des EinzelsioffeS hinausgehend neue und zusammen- fassende Aufschlüsse über die unerbittlichen Konsequenzen einer in ihrer notwendigen Gesetzmäßigkeit dahinstampfcnden Wirtschaftsform geben. Rühles Buch läßt in seinem Gesamtaufbau diese tief cindrin- aendc Forschungsweise vermissen. Es zeichnet nicht den Gesamt- komplex der ökonomischen Bedingungen, durch die der Proletarier, seine Familie, seine Kinder immer wieder in den Strudel der kapi- talistischen Produktion hineingerissen werden; es weist nicht Seite für Seite die eherne Notwendigkeit der gewiß beklagenswerten Er- scheinungen unserer modernen GescllschaftS- und Wirtschaftsstruktur auf. Dazu gehörte die eingehende Darlegung aller ökonomischen Tendenzen, eine Darlegung, die sich nur im engen Anschluß an die Analyse der kapitalistischen Oekonomie machen läßt; dazu gehörte weiter die Sonderung aller Einzelfäden und der Nachweis ihrer gegenseitigen notwendigen Verknüpfung zu dem Gewebe des prole- tarischen Klassenbildes. Otto Rühle, Das proletarische Kind. Eine Monographie. 1S11. Albert Langen, München. XIV und 262 S. 8 M.. geb. 4,50 M. Diese Bemerkungen sollen aber keineswegs eine Kritik in dem Sinne bedeuten, daß Rühles Buch unbedingt'berechtigten Erwar- tungen nicht entspricht. Sie umschreiben in ilyrer Negation nur den Inhalt des Buches, das sich in der Einleitung selbst als einen Ver- such bezeichnet, der„in erster Linie nur a�> eine Sammlung von Beiträgen zu einer Monographie des proletarischen Kindes gedacht" ist. Diese �elbstbcschränkung ist auch in ocm vom Verfasser ange- gcbenen„Zweck des Buches" begründet: ,, Kunde zu geben, Augen zu öffnen und Gewissen zu schärfen. Herzen sollen cnt- flammt') undHändezurTatbe reitgemacht werden." Ei» Buch, das Herzen entflammen will, bedarf natürlich einer ganz anderen Art der Darstellung als ein'Werk, das vornehmlich wissen- schaftlich ergründen will. Diese Teriienz, die auf einen möglichst weiten Leserkreis hinzielt, diktierte, auch die Art der Behandlung und die schriftstellerische Forin. Offenbar sollen auch zahlreiche bürgerliche Lefer ergriffen toetbevi. Darauf deutet nicht nur die Wahl des bekannten bürgerlichen.,Simplicissimus"-Vcrlagcs. Außer der höchst erfreulichen, flüssigen Schreibweise ist dafür das Ver- meiden jeglicher schwierigen BeU>eisführung zeugniskräftig. Das ganze Buch gibt weniger eine Begründung der Probleme und ein Fortschreiten bis zum Zentralpurikt als eine mit Wärme und glück- I icher Hand geschriebene Beschreibung der Einzelerscheinungen. Das ungeheure Material, dem keine neuen Bausteine zugefügt worden sind, bietet sich in abgerundeter, gefälliger, leicht verständlicher Form zu jedermanns Gebrauch. Dir Sprache bewegt sich gern in Bildern und regt mehr das Gemüt u«d Gefühl des lesenden Individuums an. So mag man mit dem Verfasser auch nicht darüber rechten, ob er in vielen Detailschilderunge* den wissenschaftlich treffenden Aus- druck gefunden hat. Seine Zeiiehnung in dem Kapitel„Die proleta- rische Klasse" nimmt man wirklich nur als Schraffierung des Bildes:„Doch noch immer wandern Millionen in den Niederungen und grausigen Abgründen des Elends. Und noch immer steigen Millionen aus dem dunklen Schotße dieses Elends zu einem sonnen- losen Dasein empor." Und da ein Bildner des Kontrastes wegen gelegentlich die Farben Heller oder dunkler aufsetzen muß, verzeihen es wir z. B. auch gern, daß snach Seite 45) daS Familienleben der bäuerlichen und bürgerlichen Elemente in„harmonischem Gleich- maß" verlaufen soll, während an anderer Stelle(Seite 19) weit richtiger gesagt wird, daß durch die moderne Entwickclung auch„die bürgerliche Familie selbst immer mehr durch die Wirkung destruk tiver Tendenzen dem inneren Perfall entgegengeführt wird." Der Inhalt des Buches selbst ist in eine Reihe von Kapiteln gegliedert. Im ersten Kapitel,„Die proletarische Klasse", wird die Wandlung des mittelalterlichen Getverbcs zur modernen Maschinen Produktion und ihre Bedeutung für die Lage der Arbeitenden skiz ziert. Ein zweiter Abschnitt trenut dann ausführlicher die Lebens gestaltung des Bürgertums von der des Proletariats und verweilt bei den Lebensbedingimgen der proletarischen Familie. Nach dieser Schilderung des Milieus, in dam das Proletarierkind aufwächst, zeicbnet Rühle in dem Hauptkapitel Strich für Strich die Nöte und Gcfährnisse, die den Proletariersohn, die Prolctaricrtochter von der Stunde ihrer Zeugung im Mutterleibe an umgeben. Degeneration, Hunger und Krankheit der Eltern, Arbeit der Mutter bis zur schweren Stunde der Geburt zehren bereits an dem Keimling. Sorge •) Dieser Teil des Satzes ist vom Referenten gesperrt. und Not, Krankheit, Hunger, harte Arbeit der Eltern hemmen eine ausreichende und zweckmäßige Ernährung. Dazu tritt häufig der Makel unehelicher Geburt. Die ewig lastenden Sorgen entfremden Mutter und Kind; in der Oede des mutterlosen Haushalts oder gar bei Fremden empfängt der junge Proletarier die ersten, unaus- löschlichen Eindrücke. Mit körperlichen und geistigen Mängeln bc- haftet, schleppt ein großer Teil der Proletarierjugend sich durch eine freudlose Schulzeit, um in kaum reifendem Alter dem Moloch Kapi- talismuS die noch so jungen und so sehr der nie beginnenden Pflege bedürftigen Kräfte zu opfern. Leicht verfällt ein Teil der Prole- tarierjugend infolge seiner elenden, harten Lebensbedingungen dem Laster, aus dem ihn keine Hilfe rettet, sondern in das eine verstand- nislose Klassenjustiz und grausame Zwangserziehung ihn nur noch tiefer hineinstößt. Das Ende ist bei vielen Individuen oft Ver- zwcislung und moralischer Untergang. Die Arbeiterjugend als Teil der proletarischen Klasse aber mündet mit Gefühls- und Ge- dankenwelt oin in den Strom der großen proletarischen Bc- wegung..." Der lebendigen, sich fast dramatisch steigernden Schilderung wird sich kein Leser entziehen können. Elendsbild reiht sich an Elendsbild. Nicht ein freundlicher Ton, nicht ein heller Zug belebt das düstere Bild. Es ist nur zu wahr, was die Einleitung sagt: „Daß das Schicksal des proletarischen Kindes aus diesem Buche wie ein in düsteren und grausigen Farben gehaltenes Gemälde dem Bc- trachter entgegentritt, ist nicht die Schuld des Verfassers und resultiert nicht aus vorgefaßter Absicht." Und deshalb wollen wir nicht die Wirkung dieses düsteren Gemäldes abschwächen, wenn wir trotz- dem eine kritische Bemerkung anknüpfen. Die Lebensbedingungen des proletarischen Kindes haben doch einen reicheren Inhalt bc- kommen, seitdem es ein klassenbewußtes Proletariat gibt, seitdem dies Proletariat sich in seinem Kampfe organisiert hat. Auch auf den kleinsten Proletarierspröhling fällt etwas von dem Licht des Selbstbewußtseins und der Begeisterung, die dem sozialistisch ge- schulten Arbeiter in Fleisch und Blut übergegangen sind, die ihm wirklich ein großes Stück Erleben und Leben bedeuten. Wie die Lebensgestaltung der modernen Proletarierfamilie auch auf das junge Kind einwirken, wie cS selbst in den Gedankenkreis seiner Eltern durch bewußte Erziehung hineinwächst, hätten wir gern wenigstens mit einigen Strichen angedeutet gesehen. In einer künftigen Monographie darf dieser Teil gewiß nicht fehlen. Und diente diese Schilderung nicht mindestens ebensogut dem Zweck, Augen zu öffnen, Herzen zu entflammen, Hände zur Tat bereit zu machen! Wir vermißten diese Zeichnung um so eher, als Rühle in seiner Darstellung über das schulpflichtige Alter zum Teil hinaus- geht; und hier hat die proletarische Jugendorganisation erfreu- licherweise bereits eine recht feste Statt. Zum Schluß wollen wir ein paar formelle Mängel des vor- trefflichen Buches anmerken, das auch unseren Agitatoren reichliche Anregung und ergiebiges Material liefert. Einzelne sta- tistische Zahlen sind ohne Jahresangabe wiedergegeben; ihre Brauchbarkeit wird dadurch gemindert. Die Autorennamen bei Zitaten sind nicht durchgehends genannt. Im Inhaltsverzeichnis fehlen die Seitenangaben zu den Unterabschnitten, so daß sich z. B. beim Hauptkapitel nur die Seitenziffern 42— 259 finden. DaA Aufsuchen wird dadurch erheblich erschwert. Ernst Link. CS SPEO RLHAÜS FÜR D/lrtENKONFECTlQN König Str. 33• BflHMHOF/kEx/wDERPLflrz tekiuug! Metallarbeiter, Buchdrucker. Aehtung! Die 10 Pf.-PacbBBg tob Wollmach1 RadikalHänder eiBignngsPnl ver wird BBchgerttlscht. ...»ede»5Sim Blkell«--M-»»«--- HVeiset PBI.ekonxen»BTtieb. 17601, Tolle ,lSi>e»»e trägt. Oskar Wo 11 mach Berlin O. 27« Kleine AndreassStraffc 15. Theater und Vergnügungen (Eiche Wochen-Spielplan.) Freie Volksbühne i trute Toten-Sonnlag- Keine vor- ung. Ronte», 27. November. abend» 8 Uhr: Neue» Schaulptelhau». IS(2. Abend-) klbteilung: Büxl. Vene Freie Volksbühne. Sonntag, 26. November 1911. Anjang 8 Uhr. Neue» Voll»- Theater: Jugend. FriedrtchS.Ghmnasium: Der Tod in Dichtung und Lied. Ansang 8'/, Uhr. Neue» Boll»- Theater: Montag. Dienstag, Mitwoch. Freitag: Leiden- ichait. Donnerstag: Keograp.hie und Liebe. Sonnabend: In Behandlung. Hochschule in Charlotlcnburg: Sonn- abend: Geographie und Liebe. 8cbjIIer-7deslerv.Nl-r! Sonntag, abend» 8 Uhr: Es lebe da. Lebeo. Montag, abends 8 Uhr:' Madame Sana-Gene. DienSta g. abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Maabeeade. Sehiller-TIiealer Sonntag, abend» 8 Uhr: Don Oarlo.. Montag, abends 8 Uhr: Don Caeioo. Dienstag, abends 8 Uhr: Wilhelm Teil. dienet königl. Opern-Theater. Heute 8 Uhr: AUcdC». AbonnementS-Borstellung. Gastspiel Adele Sandroit. berliner Tüester. AbendS 8 Uhr: («enr-Aß. Unter h der HgiidlierSlraSt Abends 8 Uhr: 8pislkseisn eines ileieesin. Neues Theater. AbendS 8 Uhr: Der- ildele Baner. Montag 8 Uhr: fta» Mädel von Montmartre. Crcvette: PTit.l MaMAarze. Ikeater cles Westens. 8 Uhr: Die Dame in Skat. Mittwoch und Sonnabend nachm. 4 Uhr: Max und Mort«. Refidenz-Theater. Direktton Richard Alexander. Heute 8 Uhr: Die kamelieaäsme. Morgen und solgende Tage: Ein Walzer von Chopin. Schwank in 3 Akt. v. Keroul u. Barre. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Boiicn-BacckerS._ Vrledrlch-Wllhelm.tadt. Scban.plelhau«. Nachmittags 3'/, Uhr: Das Käthchen von Heilbrav». AbendS 8 Uhr: Kiiniir Lear ■ßt Ferdinand Bonn in der __ Titelrolle. Lulsen-Theater. 8 Uhr zu»i 50. Male: Hetzte Sonutags-Abend. Aufführung: Die Macht der Lirde. Lelle-tUlsvee-IkeMer Heute aven» 8 Uhr: DDP K'arrenapkol.-WM Schauspiel in 5 Auszügen. Ab 8 Uhr: 0 Eeschm. volber«. Demokrito». 8',. Uhr: Ei.malige Zluffützrn.g. Jugend, LiebeSdrama in 3 Akten v. Max Halbe. Urania. WisseusckaktAclles?lie»ter. Lonntax 8 Übe: Ton Heran zum Ortler. Montag 8 Uhr; Ten Heran znm Ortler. Hörsaal 81/, Uhr Prof. Donath: Elebtriächc Besonanz. OCISCHCR CARTCN af nnta9 Sil Pf. Kinder unter 10 Zähren die Halste. Morgen nachm. 4 Uhr: .loIi.StraiiB'Kotuert I Frlcdrlchatr. 105. Grüßte Sehenswürdigkeit Berlin«. Alle. ohn. Extra-Entrec I Hntree 50 Pf. Militär und Kinder die Hälfte.| Corso-Varietä. iZwei Vorstellungen, Entree SO Pf. .Vnr noch bnr.c Zelt! Die himmlischen Zwillinge zusammengewachsen. Lebend zu sehen! Ohne ExtrasEntree. Passage-Theater. Heute: 2 Top.toIIungen. Nachm. 3-7 Uhr kleine Preiie. Abends 8—11 Uhr. Da. beste Programm der Berliner Varieth-Saisen I Ciaire Waldoff mit neuen Schlagern. Menö Telcpat. Phänome. The Black cats engt. BactfiscU-Ens. and die 10 glänzenden VarietO-Kninniern. Direktion: Willy Cremer. Alexanderpiatz Unt. d. Linden>< Wedding Moritzplatz X Hasenheide Hente a. Totenaonntac: derVor- laßOlir. o M m. Carl Clewing i. d. Hauptrolle. und das übrige Progrt mm. Stellungen In allen fünf Etablissement« Voigt-Theater. Geiundbrunnen Ladstrotze 58. Heute Sonntag, den 26. November, liachmillags: Keine Aorftellung. AbendS 8 Uhr: Der Dornenweg. Schautpicl.in 3 Aufz. v. F. Phmppi. Kaiseneröstn. 10 Uhr. Ans. 8 Uhr. Polles Caprice. Abend» 8>,. Uhr: Heinrich Beines tunge Lethen, Morgen und folgende Tage: Kr.\L Kobi Krach. Thealer Xar elamaliee AnfTUhrnng Die Mejerfiaiis. r« — mit den Autoren Anton und Donat Hermfeld— und Die letzte Ehre Horsen Hontag: üoeli nie daiewesener Laeberlolg! Das Kind der Tirtna mit Anton und Oonit Herrnteld In den Hauptrollen. Vorher: Schmerzlose Behandlung. ?lnf. 8 Uhr. Vorverfauf 11—2 Uhr. Volks-theater. Rixdorf, Hermannftr. 30. Sonntag, 26. Nov.: Die Hoffnung auf Segen. Drama In 4 Akten von HcijermanS. M anlag, 27. Novbr.: Ilm Altar. Schauspiel in 4 Akten von Kart SB exet- Volksvorstellung veranstaltet ron der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger am Totensonntag, 26. Nevember 1911, im Theater Alt-Berlin, Blumenstr. 10: Das Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Aufzügen von Hormann Sudermaao. Eintrittspreise: SO P>., I M., 1,50 M. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf an der Theaterkasse. Kassenfltfn. 7 Uhr. Trianon-Theater. Heute Totcnsaniitag abends 8 Uhr: Franrlllon. Morgen und solgende Tage: Hein Baby. OSE-THEATE Grütze Fraiifturlcr Str. 132. ZtbcndS 8 Uhr: Der hüttknbrsltztr. I Adler Lichtenberg. Franbfarter Chansace 5. Jedes»enncas; Großer Ball. Jeden Hittwocta: I Cörarvor- Erstklassige Herr« iige«ell«ehaft Leipziger oun�er. mjtnur künstlerische« Leistungen. Freilag, den 1. Dezember: 1. Karl HeitlziuSBAbend. Montag und DienStag: Die Bar- baren. Mittwoch: Der Hlittenbeiister. Metropol-Tlieater. Trllby., Schauspiel in 4 Ausz. v. P. M. Pctler. In Szene gesetzt von, Dir. R. Schultz. Anfang 8 Uhr. Morgen und solgende Tage: Die Tacht von Berlin. Reichshallen-Theater. Heute: Elite-Soiree der Stettiser Aulgf? Uhr Morgen u folg Tage: Gastspiel Hebert»teldl. BxeelÄor'Uedtspieldalls tiinorl k�-il- 25. November bis 1. Dezember einschl.:\ ..» p « < i < ( ( « < ( ( i ( « Großartige amerikanische Seusations• Aufnahme. Außerdem: GCSpCflSlCr Soziales Drama| in 2 Akten. Pracht-Säle Alt-Berlin BlamcnvtraOe 10 A'cbcn dein BesIdenu-TheBtcr --— sind die besten..' Versammlungssäle des Ostens. Im nouorbnuten Theater-Saal täglich: 62 IL* ■ Konzort. Theater nnd SpczlalltÄteB.:■ rkns+> B I A. �cltninaiiii Sonntag, SC.\ovcinber, abends 7'/» Uhr: Große Gala-Vorstellung mit besonders ausern-ähltem Programm; Les Brintorcs, einzig dastehender Original- Jongleur-Akt. Lnis Hardt, genannt: Der Knabe Samson. Aloniso Bracco mit seinen 5 Äffen am fliegenden Trapez. De Harlos:„Im Froschparadies". Frl Oora Schumann, Freiheitsdressuren. Reiten und Vorführen der bestdressiert. Schul- u. Freiheitspferde.— Aultreten sämtlicher Kunstkräfte in ihr Glanznummern. Die große Feerie 1000 Jahre auf dem Meeresgrund nach Motiven aus 1001 Nacht. Zum Schluß des 4. Bildes: Explosion und Untergang des Auswanderer-Dampfers. Casin o-Theaier Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr Heute das Sensations- Schauspiel Die Tochter des Zträfliiigs. Ab morgen täglich: Der selige fiollschiiisky. Beute letzter Sonntag. Rurnirsteiidainm 151 nahe Bahnhof Halenseo und Charlottenburg. BW* Heute:"MW Torftthrungen: Sonntags: 12. 3, 4'/.. 6, 7'/, u.OUhr. Heute tSonntag: 2 Vorstellungen 2 Nachmittags 6 Uhr und abends O Uhr: Die prachtvolle Pantomime: „Alpenzauber" Erstkiassioe Sinödshofer Konzert. Die Eisbahn ist von 10 Uhr an geöffnet. Bis• Uhr abends halbe Kasten- preise. Restaurant ersten Ranges. Zirkus Busch Heute(Totensonntag) nur eine Vorstellung abends 7V> Uhr: Zum 2. Male prolongiert! Hax. Horitz nnd Pepl. Die drei Affen-Menschen I Letzte Attraktion aas Herrn Karl Hagenbecks Tierpark in Stellingen. Pifnolm. seinem tollkühnen Todessprung. Frl. Stennis, Schulreiterin.— Herr Ernst Schumann, Freiheitsdressuren.— GeschwisterBlumen- feld, Reck zu Pferde.— Finlay- Trio u. v. a. Um 9'/i Uhr zum 44. Haie: Origin.- Aus- stattungs- 1 stück des| Klrkuf. B n« c h| GenaiMle- liiii. Montag, den 27. Nsvember 1911: Lpcretteii-Gaftspirl: „Polnische WlFlschafl" von GilberL Im Vorverlaus numerierter Platz 1 M.. 2 Platz 60 Pt. Ansang 8«/, U. Königstadl-Kasino. Ecke Holzmarkt- u. Zltexanderftratze Zum Totensonntag: Besonders gewähltes Ztzeftprogr. U. a.: Ein Familicntag. Lebensbild in 1 Akt. nm~ S Lieferl TM- Licderspicl in 1 Ali. Anfang präzise 0 ttbr. Stoacks Theater. Dirctlion: stöbert Di». Berlin N. Brunncnstratze 16. Die Geier Wally. Schauspiel in 5 Alien nach d. gleich» namigeu Roman der W. v. Hiller« von E. HUdebrandi. Ans. 8 Uhr. Enircc 50 Ps. biS tM. Morgen: Dicselde Vorstellung. Konkordia- Festsäle. Jnh.: M. Wendt und A. Schütze. AndreiiNStr.«4. Jeden Sonntag: Hililäf-SfreiciiTBnzert und die beliebte« Hoffinanns Sänger. Direftion Fr. Fanther. Jede Woche neues Programm.— stellte: „vor diacbtWicbtcr". «ochwant in 1 Att. Ansang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Im oberen Saale von 5 Ubr an: Croßei' Ball. Älhambra vallner-Thealerstratze 15, Jede Sonntai: Gcotzc» Orchester. Ansang Sonntag» 0 Ubr. X, Zamcitot. Großer Ball Markgrafen-Säle 34. HarUgraron-Damm 34. •-in der Stralau« Allee.» Jeden Soilulag: Großer Ball. Sm Restaurant täglich musikalische Unterhaltnug. Vorzügliche Küche, ff Biere u. Weine. Billard u.Kegelbabn H'«»». verltiier UIHONIlHIl'tEtl Gg.TrenerM�KasiaDitnzJietiO Burglliealer-Kino und Feslsäle, Säle für Hochieiten u. Veroins- vergnügen. 4 hochelog. ICcgoL bahnen. Rudolf Herz. INTERNATIONALE ISPORT-PALAST BAlIRClIMCy Sonntag, ZB.Woyember, ZOhrabends BlilllilCWIlEW Kaesen-Erögnung 6 Uhr. Es starten u. a.: Rott- Stol- Arend- Schilling- Sfellbrink Hoffmann- Stahe- Finn- Beutler. 3000 Mark Geldpreise. g m kostti bt Vierteljahr Mark Im Jahr Mark Ii*— Sie kwzelnommer Mark-".SS 20 Mark zahlen wir an jedermann Werbeprämien für fünf Jahresabonnements 5 Mark für fünfVierteljahresabonnements Wer uns also bis zuml5.Januarl912 mindestens fQnfAbonn» mentsbesteliungen für das nächste Quartal überweist, erhält ein Drittel der Abonnementsbeträge Die Werbeprämien sind entweder bei der Einzahlung der Abonnementsbetrage seitens des Bestellers(durch Postanweisung oder auf unser Postscheckkonto Nr. 8960 Berlin) in Abzug zu bringen, oder sie werden, nach Einziehung der Abonnementsbeträge von den einzelnen Abonnenten, dem Besteller von uns vergütet. Die Zustellung der Zeitschrift erfolgt kostenlos durch die Post oder durch die von den Abonnenten namhaft zu machenden Buchhandlungen, denen die Abonnementsbestellungen auch direkt überwiesen werden können, und zwar bei sofortiger . Zahlung der Abonncmcntsbctrage durch den Besteller unter Abzug der Werbeprämien, „LICHT und SCHATTEN" erscheint im zweiten Jahrgang unter ständiger Mitarbeit der namhaftesten deutschen Künstler und Dichter. Was„Licht und Schatten" ist und bedeutet, bezeugt das einstimmige Urteil der Presse .Ela« rtlekttca« 14«« I« ftfleküeluter Varvlrkliehant* ,NoT«n«, Cadfeht mmd Zek&otmg, Hu» M btldea den Inhalt, and cie sind ntch kQnttle- rischem Werte vie nach dem Tornehmen geläuterten Geechmack, der sie atofflich bestimmt, gleich bcdenfnngaToll. Der Reom dffentlicher Geselligkeit erbllt in dieser Wochen- ■ ehrlftein snatlndiges, fesselndes Unter- halfungsblatt, das gute Haus erwünschte geistige Belebung, der Schriftsteller und Künetlet starke Anregung. Ein rorzvg- Hebee Blett Doppelt bewundernswert bei dem bllUgen Preist« »vne Senf» ZeiteehHft gut und eehdn cn raechen, bedeutet noch keine LMang dee Zeitschriften- Problems bei dem ee sich immer nur um eine billige Zeitschrift für unsere Zeit und unser Volk htndeh. Die Schslfnog dieser neuen Zeitschrift eher Ist eine Kolturtet wie jedes grosse Kunst- wert und tugleich eine sebsrfe und ehrliche Probe suf unsere künstlerische Kultur.« .Unsere ersten Künstler sind in.Licht und Schatten« mit ihrem Schaffen charakteristisch vertreten. Mit den besten der Bilder treten die besten der neueren Dichter zusammen. Wie sie ein Hausmuseum, sollen ihre Beiträge eine Hausbibliothek um billiges Geld ergeben, die die Werte der Gegenwart in sich birgt und so als echte Kunst und Dichtung von bleibendem Wert ist Möge dacum recht vielen von nun an statt der schlechten Familienzeitschriften.Licht und Schatten« die literarische Zeitung sein. Für gute Lesekost ist jetzt gesorgt Viel leicht besinnt sich das deutsche Volk allmShlich auf den Segen solcher Einrichtungen." .Technisch vollkommene Reproduktionen, gehaltvolle Dichtung, Humor und Phantast! K, Emst und Groteske, unter Ausschluss des Witz- blattmissigen und jeder Parteitendenz, erste Mitarbeiter auf allen Gebieten— sind die Hanptrichflinien der neuen Zeitschrift!« .Wenn diese Hefte eret>»» Msxea Bande sich znsammenf&ges werden, so muss es ein Buch sein, das unversleg- liehen Genuas gewährt» weil der kooache Reiz reiner Knnst von ihm ausströmt« .An guten Zeltsehrkfien ist heute kein Mangel, und doch fehlte es an einer Wochenschrift, dla zu einem wohlfeilen Preis sich in einem Gewände zeigte, das auch dem verwöhntesten Geschmack Rechnung trägt Die Reproduktionen sind von einer Unmittelbarkeit des Ausdrucks, die jeden Kenner entzücken wird. Die literarischen Beiträge der Wochenschrift stehen auf derselben Höhe wie die künstlerischen Gaben. Die klangvollsten Namen haben sieh vereinigt, um jede Nummer der neuen Wochenschrift zu einem vollendeten Kunstwerk zu gestalten. Bei dem billigen Preise wäre dem neuen Unternehmen der tiefgehendste Erfolg zu wünschen. Es wird dem Volke hier eine wahre nnd echte Kunst geboten.« Ver nlwM.Licht und Schatten* verbreiten hilft, fordert In Wahrheit die künstlerische Kultur In Deutschland. Wir fordern daher vor allem auch die Vereine zur Mitarbeit auf. Reichliches Werbematerial wie Probenummern und„Pressestimmen" sowie Sammellisten kostenlos vom Verla?„Ächt und Schatten"«. m. b. H. S?! SIS Puma-Stiefel m für Damen und Herren Alleinverkauf für Berlin AJandorfrä Spittelmarkt Belle-AUlancesirasse Grosse FranKfurterstrasse Bronnensirasse Kottbuser Damm Mtknackks Mßimf Soweit Vorrat 95 v rr. v Baumwollwaren 3 Met. Hemden-Barchent 95 pr. 2v. Beter Molton?„S"*„95pr. 2>;. Met. Velour-Barchent gK fOr BOfike oder Beinkleider......... 2,/»Mtr.Piqueo.Cpoi88-ßapchent95pf. 3 Meter Hemdentnch.... AF? 3 Meter Lonisianatnch.. 95 pr. 12 Staub- od. Foliertttcber 95 pi 1 Jacqoard-Rolltucb � 95 pt 3 Stuben- o. Küchenhandtöcher QK Halbleinen, geskumt und gebändert Taschentücher 6Damen-Taschentttcher wciM Fond, mit farbigen Kanten und ffe Pf Hohlsaum....................... BHerren-Taschentücher Cg p gelb, rot, blau, braun............ 6 liinOntttChermltBuebitaben 95 Pf. 3 Seidentücher Är.. 95 p, Möbelstoffe 1 Meter Linoleum- Länierstoff c.«, vD«. 1 Perser-Vorleger gg„ iaaltlrrt mit F raneen. oa, MflOO. 1 Schlafdecke gg„ mit hübscher Bordüre..........»t» 1 Meter Cocos!ftnfer....... 95« 1 FilztuchKomodendecke Og reicli beknrbelt.................... Papierwaren 1 Umlegekalender 95 (BOcellVstem) für 1911........... 1 insstattongs-Eassette 9g 85 Boxen, SS Knvsrts Inhalt........ 1 Band Jngendschriften 9g � 1. Knaben n.Mkdchen.i.Xilolausvrahl 1 EOChbllCh Henriette DavMte 95 PL 1 Tischläufer 95� 100 yaaaaada Servierten.... n Seifen 12 StckBlnmen-Fettselfe 95 p, 10 Stück verschiedene e Bans- od. Kttcfaenseilen85«. 12 Pakete Salmiak-Ter- pentin-Seiienpulver..... 95« 1 Paket Motard-Eerzen]r°>ammen 6 Odrr 8 sturk Inhalt/ ßK 2 Pakete Streichhölzer) �" Steingut 8 Speiseteller Ä 95«. 1 jjmse Waschservice-Kanne 9g 1 Satz Schüsseln.......... OK, jarippt» Form............ 7 StBek W PL PL PL rtrippta Form............ 7 StBek ww 1 Salz- und 1 Mehlmeste OK mit Mol»rtckwatHl................»W«. 5 MilClliÜpfd braun, tM«a mtlM 9 5 (lasiert...................... Satz*'" PL Glas- Porzellan 10 Bierbecher SÄrtS 95«. 6 Wassergläser ge.ebi»«.. 95 pf. 1 Tafel-Aufsatz SÄ 9g„ grosser Schale und Vase......... 95 pt 951 6 Dessertteller 95«, 1 Kaüee- od. 1 Teekanne QR nf PoPEhllnn mU GrtldHnkAv_____ Rr Pt' 1 Likörservice 1 Flasebe, 6 Gläser, 1 Tablett..... 8 Wein-Römer sc« 1 engl. Teekanne 9g ea. 6 Tassen Inhalt mit reteh. Dekor Pt Schuhwaren 1 Paar Filzpantolfel OK filrDameft oder Herren, mit Fürsohle v-"" 1 Paar Plfischpantoiiel QR � für Damen, mit Ledersohle......' 1 Paar Stoffschnhe D�(n 95«. 1 Paar Stoffschuhe kX 95 P, mit Filz- und Ledersohlen Gr. II-SO 1 Paar Gnmmischnhe 95 Pf fiir Kinder, Grösse li-18....... SU«• Spielwaren 1 Musikroller«tra gross, mit OK sortiertem Öespaim............. SU Pt 1 Besenständer mtt 95« 1 Zellnloid-Pnppe"os":,e!n 95«. 1 Charakter- Baby 9g fichlafaup-n, ea. t8cm eroee... SU"t 1 Pnppenswbe Lüric!L� 95 pt 1 Zelluloid-Baby �»«.„ 95 n 1 Eisenbahn�ÄK 85«. 1 üngekleidete Puppe 95 m.Wiinpernn.Sohlafaugen, ca. 86 cm 1 Gekleidete Puppe 9g mit Schlafaugen ca. 86 cm........«• 1 EaufmaimsladenK.M; 95«. 1 Pferdestall 95 pi 1 Bierwagen mit« m™*.... 95 pt. 1 Rollwagen 85 � lDamenbrette,w./le«....95pt 1 Kochherd ext™ gross....... 95 pt 1 KttchengarnituriTeSr,�'! 95 1 Festung umg«». st cm.... 95 Pt 1 Karton Bleisoldaten OR enlhaltNid 18 MUek............... SU Pt 1 Kinderstnhl QR mit Arm- nnd Seitenlehne....... SU pf, 1 Militär-Garnitur OK tersehiedene Waffengattungen....« 1 Lanbsäge-Garnitnr 95 pr. Reet.nfi.oe; Der Kampf zwischen Bnmnd RH tn v- General Chr. R.deWet, unaunie iiiu.tr.. a t KaMenskitjtn n«*.,4MSeileB»tark MÄ p. eleg. Prtehtelnbd.,«enst 12.—, jetzt S«r pt. 1 95 1 Mk. V V 1 1 Damen-Taghemd Ä 1 95 reich garniert..................... 1 Damen-Beinkleid Kmefonn mit breiter Stickerei Damenkonfektion I Oberhemdbluse 1 05 neoen Streifenmnstern.e............' 1 Velour- Barchentbluse I qr VorderteU in Falten................. Ä.OJ 1 Matinee 1,95 1 Unterrock lÄ'HÄ'lS I 95 Borten garniert.....................' 1 Kindergarnitnr ÄTan. 1 95 weiss Wirbelplüsch•■••••••*•••§••••* WSsche» Schürzen Fassonschnitt 1.95 1 Morgenjacke............... 1.95 1 Herren-Nachthemd| 95 mit buntem Besatz................ ! Kleiderreformschttrze I 95 farbig od»r schwarz............... 1 Kinderschürze meGremcn, l 9- Satin, mit breitem Falten?oIant..,. Welsswaren 12 Wäschebänder verstellbar, 1 95 AHashand, Tielo Farbf n............ 4 Meter Spitzenstoff X.« I.95 weit# odsr cr«me................... 1 Stranssfederfächer.uf| ok imit. Scbildpattgestell.............. 1 Herren-Cachenez 1 95 weiss gemustert....................' 1 Kinderhänbchen«-hRrsto- 1 95 in. reicher Japongarmernng.........*.0\l Möbelstoffe 1 Fries- Fenster- Mantel i qr diverse Farben....................*.öJ 1 Waffelbettdecke neu Färb. 1.95 1 Filzweh- Tischdecke| qr reich beknrbelt.................... A.öü 1 Tüll-Bettdecke � �.'1.95 Kleiders loifdrftrbcvll0cm breit.in modernen 4 Bindnngen, besond. gute Qual. Met. I__, sOStüm-Cheviot J.Sj| Qoal., eohwars«. marine... Meter Papierwaren 1 psses Briefmarken- Aüium. u.1000 gemischte Briefmarken 1.95 1 Postkarten-Album 1 qe fflr 11)00 Poetkarten, Letnenband.. l FttUIederlialtsr Sti'Ä 1.95 100 Brieftogen t IflO L'msrlilSf« mit.SeWcnpaptrrfOtter"■"vi 1 Band Herzblättchens Zeitvertreib Band«-«i.... 1.95 Wirtschaftsartikel 1 Heizrohr emauuert........... I.95 1 Marktkorb«. Kmarae KInsaU 1.95 1 Emaille-Wasserkessel 1 qc dekoriert...........................*.öJ 1 Holzkohlenkasten Ä, 1.95 I Fleischhackmaschine 1.95 Herren-Ilrtikel 1 Herren-Oberhemd 9 95 mit PiquC Falten-Einsatz........... U.wü 1 Herrenhnt R'"; 2.95 1 Herren-Weste a,'Ä 2 95 Weiten............................. U.Wal 1 Knaben-Anzug mit Umlegekragen aus blauem Cheviot, A Qlä für 3— 8 Jahre....................... ew.uu 1 Damen-oiHerrenschinn 9 95 Gloria mit Futteral................ Möbelstoffe 1 Filzwch-Portiere beÄ« 2.95 1 Kinder-Steppdecke saun 2.95 1 Bett-Vorleger vio«........ 2.95 1 Madras-Store bnntfaibig.... 2.95 1 Fantasie-Tischdecke 9 95 mit Franzen.......................' 1 Divankissen L" fS..'"",'; 2.95 Diverses 1 Ballschal Ä 71*""'°: 2. 95. 1 Samttasche iSErXS 9 gS ausgestattet, an langer Schnur...... ml' uu 1 Deherblnso 2.95 I Fointlace-Tiachlänier 2.95 1 Länler 2.95 1 Mittenflecke!.?,«�Ki2.95 Damen-Tuch Reine Wolle, schwarz oder F* aparte mod. Farben...Meter Kostttmstoll/ M breit, in englischem Genre, schwöre Qualität..., Meter' .95 ßLchstabentaschentöcher 9 95 Halbleinen, handgestickt............ 12 Heppentaschentuchep 9 95 wcisserFondm.Hohlsanmn.farb.Kanto 1 Markttasche ca. 88 cm gross....... ans Rindleder 2.95 Porzellan mit Bolddekor zusammen 2.95 PorzelianSteingut 1 Katiee-Service SÄ»1? 0 95 reich dckoricrl..................... 1 Bratenplatte 1 Sauciere 6 Dessertteller 1 Snppentemne�r goS; 2 95 1 Waschgarnitnr Ärt... 2.95 6 VorratstonnenÄek«... 2.95 1 Salz- 1 Mehlmeste' 6 Gewürztdnnchen 1 Essig- lOelflasche 1 Toiletteneimer 2.95 1 Puppenwagen"ÄS 2. 95 1 Schreibmaschine X«.. 2.95 1 Puppen- Sportwagen 9 Qe zusammenlegbar.............. Ä�.övl mit Delfldekor snsammep 2.95 " UeNBteniU�et Redakteur: Richard Berlin. Kür den Inseratenteil verantw.: TH.G1»ckr. Berlin. Druck u. Verlag. Vorwärts Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Pau> Singer u. Co., Berlin SW. fr. 277. 28. Iahrgavg. 3. mm des Lmiirts" Kerlim KIIisdlÄ. Zmallig. 2K/Nlmmdn IM Alttlchzstlichei' Nochenbericht. Berlin, den 25. November 1911. Unberechtigte Klagen.— Steigerung der Berkebrseinnahmen.— Zunahme der Eisen- und Stahlprodultion.— Preiserhöhungen am Eisenmarlt.— Schädigung der Berfeinerungsindustrie und der Arbeiter.— Das Uebel des Schutzzolles. In schreiendem Widerspruch zu den Klagen aus der Eisen- und Montanindustrie über die ihr durch die öffentlichen Lasten drohende Konlurrenzgefährdung steht die tatsächliche Lage am Eisen- und Köhlenmarkt. Die Produktionsverhältnisse waren kaum je so glän- zend als wie jetzt. Die Nachfrage lstilt an. trotz Preissteigerungen findet die Erzeugung glatten Absatz. Wie schon im Handelsteil in der Freitagnummer des„Vorwärts" mitgeteilt worden ist, konnte der Vorstand des Stahlwerksverbandes in der letzten Vor- standssitzung mitteilen, daß der flotte und starke Abrüf anhalte, der Absatz auf dem Außenmarkt dauernd günstig sei. Zwar wurde die von der Gewerkschaft Deutscher Kaiser beantragte Erhöhung' der Betekligung in Stöhren um 20 Proz. abgelehnt, aber diese und andere Anträge auf Erhöhung der Gesamtbeteiligung beweisen doch. daß ein starker Expansionsdrang vorhanden ist, die Werksverwal- tungen selbst sehr hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Wir aller- dings sehen gerade in der überhastenden Ouotenjagd und der un- gezügclten Vermehrung der Produktionsmittel das stärkste Krisen- nwuieut. Einen guten Maßstab für den allgemeinen Beschäftigungsgrad in der Warenproduktion liefern die Einnahmen der deutschen Eisenbahnen. In diesem Jahre sind sie Monat für Monat über die vorjährigen hinausgewachsen. Die folgende Aufstellung ver- anschaulicht daS. Es betrugen die Einnahmen aus dem Personenverkehr Güterverkehr 1910 IStl 1910 1911 M. Dl M. M Januar.. 60 050 932 52 511 13t 126 107 580 136 697 101 Februar.. 45 099 690 46 285 715 126 665 034 137 173 895 März... 62 785 7S2 57 925 098 138 917 562 159 125 466 April... 58 227 383 71 208 499 140 677 069 143 138 575 Mai... 76 722 491 66 752 571 132 732 173 152 979 000 Juni... 68 735 012 85 392 126 135 234 081 140 878 576 Juli... 85 542 625 89 819 129 140 490 916 149 291 837 August.. 82 448 812 85 781 726 149 818 195 162 476108 September. 71463 161 76 868 169 152 865 919 167 963 829 Oklober.. 66 916 261 70143 468 165 866 410 175 887 769 In der angegebenen Zeit find die Einnahmen aus dem Per- foncnverkehr von rund 663 Millionen Marl auf rund 702 Millionen Marl, aus dem Güterverkehr von runv 1110 Millionen Mark auf 1536 Millionen Mark gestiegen. Zu dieser Steigerung hat die Montali- und Großindustrie in erheblichem Umsauge beigetragen. Ihre Anlagen stnd vollauf beschäftigt und sie unterhallen einen lebhaften Güteraustausch und-Verfand. Aber zufrieden sind die Großindustriellen nicht. Ihre Unzufriedenheit hat poli- tische Motive. Mit den erwähnten Klagen wollen sie gegen unsere Sozialpolitik und für«ine industrielle Hochschutzzollpolitit demonstrieren. Daß sie von den Lasten nicht erdrückt werden, beweist die EntWickelung der Produktion. Für die ersten 10 Monate der letzten Jahre ergeben sich folgende Ziffern in 1000 Tonnen: Kohlenförderung der Rh.* Wests. Kohlen» svndikate........... 71 696 76 247 --Mobestenerzeugung Deutichlands.... 12214 13841 Versand des Stahlwerksverbandes: Produkte A.......... 4 369 4 846 Produkte L sg Monate)..... 4 806 4 585 Am auffälligsten ist die starke Steigerung im Abstoß der Er-- zeugrkisse des Stählwerksverbandes. Das gilt sowohl für halbfertiges Material als auch für WalzMrkerzeugnisse.. Berücksichtigt man, daß der Nachweis für die L-Prooukte nur 9 Monate umfaßt, so zeigt sich, daß die Summe dieser Produkte die der.�-Produkte schon erheblich überragt. In dieser Tatsache kommt die Konzen- trationsbc>v«gung in der lE-isenindustrie zum Ausdruck: Die Ge- Inischtwerke reißen in steigendem Maße die Weiterverarbeitung an sich. Dadurck geraten die Käufer von Halbzeug in eine immer schwierigere Situation.. Die Stahlwerke sind auf ihren Konsum weniger angewiesen, sie können ihm ganz willkürlich die Preise diktieren. Die hohen Erlöse im Jnlande sichern so hohen Gewinn, daß die Ueberproduktion zu entsprechend billigeren Preisen auf den Auslandsmarkt geworfen werden kann. Tatsächlich absorbiert die Ausfuhr denn auch einen ganz beträchtlichen Teil' der Gesamt- erzeugung. Im laufenden Jahre ist der Export besonders groß geworden. In den ersten 10 Monaten der beiden letzten Jahre wurden ausgeführt in Tonnen: 1910 1911 Brucheisen und Abfälle.... 125 533 146 108 Halbzeug......... 892 028 526050 Träger.......... 333 653 338 744 Band- und Reifeisen..... 94 487 100 525 Stab- und Fassoneisen.... 451 841 540 098 Eisenbahnschienen...... 403 016 430 073 Eisenbahnschwellen, Laschen-, Unterlagsvlatten...... 139 933 106 521 Rollende Eisenbahnbetriebsmiltel. 57 825 72 029 Grobbleche........ 209 977 243 228 Mittel- und Feinbleche.... 76949 89003 Walzröhren........ 102 140 116 105 Trabt.....,..... 332 093 828 283 Drahtstifte......... 56 200 48 610 Eine bedeiztende Zunahme der Ausfuhr zeigt sich bei Halb- zeug, ferner bei Stab- und Fassoneisen, auch ein Material, das in der Weiterverarbeitung eine große Rolle spielt. Dasselbe läßt sich von Blecken sagen, die ebenfalls an der Ausfuhrsteigerung in erheblichezn Maße partizipieren. Bezeichnend für die günstige Lage am internationalen Eisen und Stahlmarkt ist die Preisbewegung, Die Haiisseftimmung treibt die Preise in die Höhe. Schon Ende Juli begannen die Werke mit kleinen Aufschlägen. In der letzten Zeit gingen sie mit Mchrsorde- rungen kühner vor. Die Preise sind nun schon derart gestiegen, daß sie am internationalen Halbzcugmarkt seit Ende Juni um zirka 3— 9 Schilling für Rohblöcke, Knüppel und Platinen höher notieren. Die letzte Börse in Düsseldorf setzte den Preis für Grob- bleche gleich um 5 M. herauf. Die gekennzeichnete Enttvickelung schädigt die Weiterverarbeitung und auch die Arbeiter. Das Anziehen der Rohmaterialpreife verteuert den Käufern von Rohmaterial und Halbzeug natur- gemäß die Produktion. Bei den Versuchen, in entsprechender Weise nun auch die Preise der Fertigerzeugnisse in die Höhe zu bringen, stoßen sie auf' die Konkurrenz der gemischten Werke. Diese schöpfen das Fett ab. Wenn die Arbeiter Forderungen stellen, bekommen sie von den Weiterverarbeitern die Antwort: hohe Material- und niedrige Verkaufspreise erlauben keine Lohnerhöhungen! Bei der Konstaticrung dieser Tatsachen muß man sich erinnern, daß der Schutzzoll auf Rohmaterial' und Halbzeug die Grundlage der Preis- und Ausfuhrpolitik der gemischten Werke geworden ist. Ohne den Schutzzoll bekämen die Wciterverarbciter billiges Ma- terial untz>di«. �wümenten�hilliger« f»t>ge EpzeugHisse. Die Berseinernngsrndustrie könnte weiter viel' besser aitf dem Welt- markt konkurrieren, die Arbeitsgelegenheiten für den deutschen Ar- beiter durch die Hereinnahme van' Aufträgen verbessern. Jetzt wird ihr der Absatz auf dem Außenmarkt hoppelt erschwert. Einmal müssen sie selbst höhere Materialpreise zahlen als die Auslands- konkurrenz, weiter erschwert das Ausland die Einsuhr ihrer Cr- zeugnisse durch hohe Eingängszölle als Vergeltung für�die deutschen Agrarzölle. Diese wieder sind in ihrer Höhe eine von den Groß- industriellen zugestandene Kompensation für die ihnen konzediertck Rohmaterialzölle. Die herrschende Teuerung, wesentlich-eine Folge der wechselseitigen Geschenke zwischen Agrarier und Großindustriellen, treibt tveiter die Produktionskosten für die gesamte gewerbliche Warenerzeugung hinauf. Die Schädigung der- Verseinerungs- industrie durch die Schutzzollpolitik wird ja nun auch in den Kreisen der Gewerbetreibenden immer klarer erkannt. Händclskaikimern und andere Interessenvertretungen sehen sich, gezwungen, � die. Tai- fache festzustellen. In dieser'Erkenntnis sieht der Zcntratverbänd der Industriellen doch wohl eine Gefahr für den Weiterbestand des Versicherungsvertrages zwischen ihm und den Agrariern. Als man einsah, daß der Sturmläuf gegen den Hanseibund manche der eigenen Säulen bersten ließ,. trat her bekannte Herr Bucck als Rattenfänger aus. In den süßesten Tönen blies er die- Melodie von den gemein- samen Interessen aller. Industriellen. Und er gab sich als sehr freigebig. Dje Zölle für Fertigerzeugnisse müßten den Bcdürs- nissen.angepaßt werden! Das oerpflichtet zw nichts, klingt aber ganz nett. So sprach man früher auch schon, um Uachher mit De- dauern zu konstatieren, daß sich mehr nicht habe erreichen lassen. Und wenn man das wirklich wollte und die Zölle für Fertigerzeug- nisse heraufsetzte, der Vcrarbeitungsindustrie wäre um, kein Iota geholfen. Ganz selbswerständlich würde das Ausland mit ent- sprechenden Repressalien antworten und die Agrarier beantworteten die Versuche, für Fertigerzeugnisse allgemein und höhere Zizlle einzuführen, schnell mit der Forderung der linkenlosen höheren Zoll- mauern für Agrarptodukte, Die Verfeinerungsindustrie wäre wiederum, und zwar noch gründlicher als bisher geschädigt; sie' käme vom Regen in die Traufei Die ganze EntWickelung der Großindustrie, ihre hervorragende Konkurrenzfähigkeit ans dem Weltmarkt, beweist auf das schlä- gendste, daß sie eines Schutzzolles nicht, mehr bedarf, daß der Zoll auf Rohmaterial und Halbfabrikate als ein Trutzzoll gegen- die Berarbeitungsindustrie und ein Fundament für die ausschweifend- sten, Agrarzölle funktioniert. Diesen Trutzzoll zu'beseitigen er- fordert das Allgemeininteresse. D. STäv: li IDmfof-IDocbe l&rwgs zu®mrm fimfsgmizimfnmn Posten, 1 mter-P alctots In Cheylot tmd glatten Stoffen auch für große Figuren...................... Polten II W mter-PaletotS dnnkelgraner Cheviot mit feinen Streifen, für jede Figur pausend........... Posten ni mter-UIster gestreifte und karieite Phantasiestoffe................................ Posten!V hinter- Anzug Cheviots nnd Kammgarne, ein- und aweireihig in vielen Mustern................ Posten V Linter-Pelerinen für Heiren nnd Damen. Grau oder grünlicher Loden.„Imprägniert" 120— 130 cm lang. 15 24 21 27 7i Bezug. Echter Pelz- Kragen. ■ Melton- Loden sowie glatte Stoffe, durchweg warm gefüttert,,• gefüttert. Soweit Lager 9 15 M. 50 M. M. garne, große' Auswahl Kammgarne, für 9—14 Jahre, durchweg........... 750 M. 750 M. Posten XI KngBen-PylEcto Dunkelblauer Cheviot, Aetmel mit Abzeichen. Wara gefüttert Für 8 bia n nr 8 Jahre durchweg Tf M. MQKMMW 'Meider-'TUecke Posten XU ainler- flnzflge für Knaben Melierte Bnckskina. Schöne hochgeachlossene Formen. Pfir J bis A r n • Jahre A5" durchweg M. SeehsierWablkreis! Dienstag, den 28. November 1911, abends 8V, Uhr: OefTentliehe politische Versammlungen in folgenden Lokalen: Swinemünder Gesellschaftshans, Swinemünder Str. 42. Brauerei Patzenhofer, Turmstr. 25/26. Cranz� Fcstsäle, Kösliner Str. 8. Tagesordnung: Die Abrechnung mit der Reaktion. Referenten: Reichstagsabgeordnet«» Bnsold- Friedberg. Haberland- Düffeldorf. locdebour- Berlin. Treis Diskussion.= 2S3/5* Die Slnberafer: Julius Murkchner, Swineniander Str. 70. Heinrich Umiauf. Wilhelmsbaoener Str. 3t. Friedrich Itäffler, Hochstädterstr. IS. Schönedrrg. Dienstag, den 28. November 1V11. abends 8 Uhr, w den Sefellschaftssälen des Westens, Hanptstr. ZV: Oeffentliche Volksversammlung Die bevorstehende Reichstagswahl. N7dn-�'�nT Fritz Zubeil. Freie Tisknssion. Zahlreichen Besuch erwartet ver> Voi-ntmnch. Die vahlvereinSversammlung fällt auS und wollen die Mitglieder an der Volksversammlung sich zahl- reich beteiligen.__ 16/3 Kerbliiid der Sdiadöct, Sdinfiktimicii lind|lldfd|fntbfifft DtiiWailds. —— Filiale Berlin I.—— Bureau: Gebaftianslr. 37/38. Telephon Amt!▼, Nr. 9737 Nachdem am Mittwoch der Streit iür dl« gesamte Damenionsektion »eschlossen ist, fordern wir alle in der Damenkonfektion, Mnfterkonsektion und w Damenkonfektions-Ateliers beschSstigtcn Kollegen und Kolleginnen auf, die Arbeit einzustellen, gleichviel ob sie Maß- oder andere Prioatarbett ansertigcn. In der Muster- konsettion ist auch da die Arbeit einzustellen, wo mit den Arbeitgebern Tarifverträge abgeschlossen sind. Der Streik lichtet sich nicht gegen die Meister, sondern gegen die Unternehuier uud ist gemeinsam mit de» Meistern zu führen. Die Stteikenden haben sich täglich zweimal w solaenden Lokalen in der Zeit von vormittag» v— 11 Uhr und nachmittag» von Z— ii Uhr zu melden: WeeMlnix: bei Prepcrnau, Pasewalker Sir. 3, Amt Moabit 3829, Zierden: Swinemünder Str. 42, Swinemünder Gescllschaftshaus, Amt Norden 4976, Zierden: Grunze, Schönhauler Allee 168, Amt Norden 1139, Südosten: Mnnzei- Retchenberger Str. 16, Amt Moritzplatz 11724. Centrum: Wrgeuer, Seydelstr. 39, Amt Cenlrum 9243, Kenten und Seliiinederx: Nidert. Steinmctzstr. 36a, • Slml Lützow 6726. Blxdorf: Koctegei. Reuterstr. 62, Amt Rixdors 908. Für den Westen und Schäneberg werden die Streikkontrollokale noch an» gegeben. Einstweilen bitten wir die in dielen Bezirken beschöstigtcn Kollegen und Kolleginnen, sich auf dem Bureau, Sebastinnstr. 37/33, zu melden. Als Ausweis, das? jeder sich Meldende auch bis dato in Arbeit gestanden hat, gilt der letzte Lohnzettel oder daS Krantcnkassenbuch. 165/2*_ Tie Ortsverwaltung. Herrenmastschneider! Montag, den 27. November 1S11, abends 8l/j Uhr, in den.Arminhallen«,«ommandantenftr. 57j58t Versammlung ffir alle die Firmen, welche im November noch keine . Sitzung abgehalten haben. Tagesordnung: „Stellungnahme zur Tariskündigung und z» den z« stellenden Forderungen." >M- Jeder Kollege hat die Pflicht zu erscheine« Z Wir ersuchen alle Kollegen, welche siir Firmen arbeiten, die in letzter Zeit keine Zuiammcnkünsle abgcbalten baben. uns unverzüglich das Adreflenmarerial aller beschäftigten zuzustellen, damit wir in der Lage sind, Sitzungen cinzuberusen.' Bio KoniinlsHion der Herren- Maßbranche. Herrenmastschneider! Mittwoch, den ÄN. November 1011» abends S'/a Uhr» in der Brauerei Friedrichshain(grosser Saal): JftttglKcUr-Versammlung. Tagesordnung: 165/4* „Stellungnahme zur Kündigung des Tarifs und den erhobenen Forderungen." Referent: Kollege Kunze. fff Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe, oder mit mehr als acht resticrenocn Wochenbciträgen lein Zutritt,— Die vorgeschlagenen werden ausgehändigt. MMIM I Tarif« nie Ortnverivaltang. G.Graumanns peftfälc und Garten Theaterbühne. I�UUUsjNSi?. 27» 3 Kegelbahnen. Achtung. Vereine I Honnabend. der 25. Koveniber, sowie Sonnabende und Sonntage im Dezember und ianuar frei. Orts-Krankenkaffe der Schlosser und verwandten Gewerbe. Die Mitglieder obiger Kasse werden aus Mrund des§ 43 des Kassen-� statutS vom 26. Juli 1906 auf-' gefordert, am Piontag. den 4. Dezember, abendS 8 Uhr, im GewrrkichaftS- hans,(Kngelufer IS, Saal 4, behufs Wahl von 322 Delegierten sich einzufinden. Wahlberechtigt find nur diejenigen Mitglieder, welche das 21. Lebensjahr zurückgelegt haben und im Besitz der bürgerlichen Ehren- rechte sind. Die Wäoler baben sich durch das Klanken-Legitimalions- und Quittungsbuch zu legimitieren. — Die Wahl ist eine geheime. 'Di- Herren Arbeilgcber, welche aus ihren eigenen Mitteln ein Drittel zu den Beiträgen der bei ihnen be- Ichäsligie» Mitglieder» der Orts- krankenkasse der Schlosser und venvandten Gewerbe zahlen, werden ersucht, am Montag, den 4. Dezember. abends s Uhr. im GewerklchastS- haus, Engclufcr IS. Saal 11, bebnsS Wahl von 156 Delegieiten zu erscheinen.— Als Legitimation dient die zuletzt gezahlte Beitragsquittunz. — Die Wabl ist eine geheime. Bor dem Beginn des Wahlaktes wird Herr I»r. Artup Mayer in gcmcinschastlicher Deriammlung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Vortrag über Verhütung und Heilung der Luugeutuberkulosc hallen. 282/14 Pünktliches Erscheinen ist gebolen, da der Vortrag um 8 Uhr beginnt. Berlin gm November l9U. Der Vorstand. Gust. Lubatsch, Vorsitzender. Freireligiöse Gemeinde. Heute Totensonntag, nachmittags 4 tt%r) Oeffentliche verlammlnog t» der Hall«, Papprl-Aller IS— IV. Referent Wklseett ZlnitanMe: TotGU»** Gintritt 10 Pf. 67/9 Der Einb eruier: A. Harwdt, Drts- Krantenkafse für den i>MM WM Dienstag, den S. Dez. lull, abends 5'/, Uhr, findet im Lokal des Herrn BS Schneider in Rosenthal- Wil heimsruh, Prinzcnitr. 1, die Ordentliche General- Versammlang statt, wozu die Herren Vertreter hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: i. Wahl ton Vorstandsmitglledern a) zwei Kassenmitglieder und ein Arbeitgeber jür die Zeit vom 1. Januar 1912 bis 31. De zember 1914. b) ein Kassenmitgkied(Irjatz jür Mein) jür die Zell vom b. Dezember 1911 bis 31. De- , zcmher 1913. 2. Wahl der RechnungsprüsungS lommission. 3. Genehmigung do» Slerzte- Verträgen. 4. Beamtenperjonallachen. S. Erledigung etwaiger schriftlich eingegangener Anträge. 6. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerden, zu welchen die Einficht w die Kaffen bücher notwendig ist, müsien münd lich oder jchristlich behufs Beant wortung derielben in der General Versammlung bis zum 1. Dezember der Kassenvcrwaltnng mitgeteil, werden.— Ais Legitimation ist die Einladung mitzubringen. Der Borftaud. 282/16 Konfum-Berein Nowawes und Umg. E. G. m. b. H. vm Kreitaz, de» 1. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Lokal de» Herrn M. Singer, Pricsterftr. 31, die General-Versamminng statt. 108/12 Tagesordnung: 1. Nelchästsbericht des Vorstandes und AujsichlsralS. 2. Beichlutzjassung über die Bilanz und Entlastung deS Vorstandes. 3. Verteilung de» Rem- gewinnS. 4. Ersatzwahl sur ein Vor- standSmitglied. 5. Antrag der Ver- waltung: da» Geichästsjahr vom 1. August bis 31. Juli sestzusetzeR. Der Aufftchtsrat. I. A.: W i l h. S ch u l z. Innungs- Krankenkasse der Tischler- Innung zu Bevliu. Ordentliche Bekanntmachung. Kktneliskraukellkassk der Stlldtgrlumdr Keriin. LZttkad>»NZr zur Ordentl. Generalversaminlung der BctpfcbHki'ankenkaNHe der Stadtgemeinde-Berlin am Mittwoch, den 6. Dezember er., abends 6 Uhr, im vürgersaale des Rathauses, Berlin, Königstr. 15— 18. Tagesordnung: 1. Verschiedenes. 282/4 2. Wadl deS RevisionSauSschusseS zur Prüfung der Lahresrechnung sür 1911. 3. Ncuwablen für drei ausscheidende Vorstandsmitglieder. Berlin, den 20. November 1911. Ter Borftaud. o. Schulz. QroPe firraa°.rgib. Teppiche, Gardinen, Stores, Steppdecken, Portieren ans Deilzahluug ohne Anzahlung. Keine Kassierer. Cbiffre S. 100, ,Vor- WärtS-.Spedstion, Auguststr. SD.* LMölSi-VölSSIIsslilllllg der Vertreter der Kassenmitglteder und der Jnnungsmitgiieder am Dieustag. de» 5. Dezember, abencs 8 Uhr. im Oerverkachaftahanne, Engclujer 15. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Er< gänzungSwnhl zum Vorstande. Zu wählen sind: Zwei Arbeittiehmer und ein Slrbeilgcber sür die Lahre 1912 bis 1914. 3. Wabl von drei Revisoren zur Prüfung der Jahres. rechnung 1911. 4. Abänderung deS Staluts, K 17. 5. Antrag der An> gestellten ans Kcwäbrimg einer Teuerungszulage. 6. Verichiedenes. Um piuiltlicheS Erscheinen wird er- sucht. -282/18 Der Vorntand. Örts- Krankenkasse Britz. Donnerstag, den 30. November, abends 8", Uhr. findet die vrdenti. Generalverssrnmlung der Vertrelcr der Herren Arbeilgeber und Arbeit, ickmer im Restaurant A. Kaddutz. Chaussccstr. 39. statt. TageSdrdtlung: 1. Ersatzwahl eines VoistandSmit- giiedcs der Aibcitnebmer. 2. Neu- wähl von zwei Vorstandsmitgliedern der Aibeitiicbmcr. Renwahl eiucs Voist.indsmilgiiedeS der Arbeitgeber. 6. Wabl des PrüsungSauSschusseS. 4. Abänderung der KZ 13, 14, 41 des Slaluls. 4. Verichiedenes. Hierzu sind die Vertreter ergebenst eingeladen. 282/19 Der Kaisenvorstand. I. A.: Mehrend. Wer-Stoff-hat! fertige Herrenanzug oder Paletot von 20 M. an. Garantie tadelloser Sitz. ans Rosibaar gearbeitet. Zwei An- droben. Bitte zum Magnehmcn, da keine Vertretung. Ein Versuch iührt zu dauernder Kundschast. Gute Za- taten. 178/10 Qndw-lff Engel, Prenzlauer Str. 23, II, Alexanderplatz. Gegr. 1892. Tuchresle Honen spoltbilliz l Neuejle Muster I Uhr, im Adlcrshofer Biktoriagarte»(Lehmgrnbner), Adlers« Hof, Bismantstr. 60(am Bahnhof): Tagesordnung: 1. GefchästSdericht d-S vorstände« für da»«achtKDs-hr mOftL 2. Bericht de»«usstchtSrate». 3. Genehmigung d« vbang i.«nttofhmg de« AusfichtSrate» und Vorstandes. 5. Neuwahl«, van NnKchtsralS- Mitgliedern. 6.«ullösung der Genossenschast 7. k»*Mg««nwsya Anträge zur Generalversammlung müssen»1» zu« 1».»ooc-rder 1» he» Händen d-S Vorstände» sein. Nach dem Turnus scheiden vorn SussichMeal ans: Nngnft Wölfl- Adlershos, Albert Malthai- Ali-Glieiricke, OSkar Niclat- Oder-Schöneweide, Bertram Schleinrtch-Friedrichshagen. Die Genossen sin» wieder wählbar. Mitgliedsbuch oder LegitimatiouSkare» legitimier«. Stimmrecht besitzt nur dasjenige gamilienmilglted, welches die Bei» trMSertlärung unterschrieben hat. Vertretungen löunro ntchi stattfinden. 108/1« Der Vorxtaad. J,»l Gerhard. Wilhelm Kohl,«a, Joesbse». /klitrsivsrdsiidlieliigmngöstkiiiön Sonntag, den 86. November, im BoltShauS im Eharlsttendurg. Rostnenstr. Z t L99/15 Versammlung. Vortrag von Krau Gertrud Zucker(Leiterin de» stä«»r b«itS>mchwe«iet tu Sh-rlon-nburg):.Welche Borteile haben dt- HandongeiieLten von der gemeinnühigen Stelleuvermittrlnag 7« Frei» vuSsproche.— Nachdem: DenrOtilebeM Meli---- Saale ff:mng 6 Uhr.— Ansang 7 Uhr. Mitsiirdkr-NkchmmiZüigrn: Klavierarbeiter Montag, den 27. November, abends 8 Uhr: im großen Saale des Getverkschaftshanses, Engelufe? 15. Tagesordnung: 1. Da» Ergebnis unserer diessSdrige« partiellen Lohn- bewegung und die Arbeitseinstellung bei der Firma Sechsteln. 2. Bericht von der Gmeraweijammiung. 3. Branchen- und BerbandSangelegenhettcu. - Mitgliedsbuch legitimiert.' Vergolder Montag, den 27. November, abendS S1/« Uhß� im Gewerkschaftshause, Saal 1. Tagesordnung: 1. Die Ko»iumgenoflenschaftsbewegn«G- Neserent: Stadtverordneter �d.»Itter. 2. Die bejvndere Hygiene-Stattstik sür das Vergoldergewerbe Deutschlands. Maschinenarbeiter Montag, den 27. November, abend» 8'/, Nhl� in den Andrcas-Fcstsälen, Andreassir. 21. Tagesordnung: 1. Bericht von der ersten Konferenz der Maschinen- arbeiler Deutschlands. 2. Wahl einer Unsallschutziommtsfion. 3. Deicht von der letzten Generalversammlung. 4. Branchenangelegenheste». Bürsten- und fHnsetmaeher Mittwoch» den 29, November, abends 8'/, Uhr» bei Preuft, Holzmarktstr. 65. Tagesordnung: 1..Haben die Arbeiter«b, Bettrieob ♦* Reserenttn: Genossin Frida Wulff. 2. Braiichenangelegenhetten. Die Kollegen werden ersucht, ihre Frauen mitzubringen, Hlilirsihiiiillkkrbkitei imi>- Arbkittmilk» Mittwoch, den 29. November, abends 8 Uhr» bei Merkowski, Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Debatte der letzten Branchen. Versammlung. 2. Bericht der Generalversammlung. 3. BerbandS- und Branchenangelegenheilen.__ Bodenleger Mittwoch, den 29. November, abend» 8 Uhr» im Gcwerkschaftshause, Engelufer 15, Saal IIL Tagesordnung: Bericht der Kommission und Brauch enangelegenheitc» TonnerSta�, den S9. November, abends S Uhr, im Gcwcrkschaftshause, Saal IV(Arbeitslosenraum). Tagesordnung: 1. Bericht von der Generaloersammluna. 2. Auflösung der Beztrksversammlungen. 3. BranchenangelegevheUea. Achtung S AhrliM lind jllgriidlilht Arbkilrr der Holzindustrie! Mittwoch, den 29. November, abends 8 Uhr» bei Eicke, Schönleinstraße 6: WIT Versammlung"TK Tagesordnung: 1. Vortrag, z. Diskussion.' " MOlilT __ Jeder Lehrling und jugendliche Holzarbeiter verfammlung erscheinen. mos» dieser 93/3 Qroß-Berlin. Bitte, diese Liste aufzubewahren!(!s'yL--Be!'!zN. Kit i>erjt«M FckikM», die dt« Wsilnis dn ZiMMckil» ms GrWM bewilligt, sowie derjenige« Fabrikanten, die sich mit ihren Arbeiter« im Einverständnis mit der Orgamsatw« geeinigt haben. Parteigenossen, Arbeiter, Interessenten, Dancher! Wer die Tabakarbeiter in ihrem schweren Kampfe zu unterstützen gewillt ist, beziehe seine Waren von nachstehenden Zigarrenfabrikanten. UM Solidarität! Osten. «ir»el««ös«. Martu«sir. n. •Ctto Schirmer. Frankfurter Allee 7. 'Wilh. Klein. Am Oberbaum l. 'Richard Schulze, Friednchsfelder «traße 23. M. vaiineinann, Breslau er Str. 3. «. Sricke. Lariljestr. 2S. IV. 'Pili-' Wotschke, Andreasftr. l. Rodert ZisowSki, Tilsitcr Str. 76. Rudolf Pohl, Kopcrnikusstr. 3 I. Adolf Löschke, Kl. Andreasftr. 6. »Wilh. Göse, Marlusstr. 27. »Friedrich Kürschner. Fruchtstr. 61. »Geltings. Grüner Weg 66.■ Südosten. Adolf Tomann, tzausitzer Str. 7. »August Lefbvre, Adalbertftr. 18. »PH. Baehr, Naunynftr. 24. Emil Gabler, Cuvryslr. 48. H 'Lonis Fischer, Wiener Str. b7d. »Gustav Zillich. Förster Stt. 8. »Robert Kestler, Mariannenftr. 37. »Jean Brunn. Wrangelstr. 15. »Frih Lobbes,'Adalbertstr. 58. »Wilhelm Friede!, Forster Str. 39. »Wilh. Stübner, Eiicnbahnstr. 33. »Robert Kammler, Neichenbcrger Stratze 157. »Paul Reichelt, Wrangelstr. 32. »Adolf Kiintte, Grünauer Str. 4. »Robert Franke, Britzer Str. 29. Beruh. Müller, Reichenbergerstr.141 Süden. »Wilh. Boeruer. Rttlerflr. 16. »August Zech, Gttfchiner Str. 56. »Gustav Schmidt, Gräsestr. 68. »Gustav Lochmnnn, Wasserlorstr.4S. Südlvcsten. Wwe. Lücke. Möckcrnstrafj«. Nordwesten. »Richard Kl. pert, Zwinglistr. 26. Otto Bornkessel, Waldstr. 39. III. »Wilheln, Bundschuh, Birken ftr. 48. »Robert Kern. Stromstr. 25. Richard Schovpan,«iclesstr. 46,1. »H. Hagedorn. Emdener Str. 47. »Bösenberg, Rostocker Str. 21. »Herm. Zimmermann, Ouitzow- Ilrai;e>05. »Paul Müller,»eufselftr. S».- Julius Löbel. Beusfclstr. 62. Norden. »Wllh. Blauck. Ackerstr. 11». »I. Stabrey. Gleimstr. 10. A. Friese, Höchste. 48. Rudolf Runge. Jnvalidenstr. 29. »Emil Herforih, Rügenri Str. 7, Eingang Putbufer Straße. »Frau Luise Nüst, Soldiner Str. 68. »Wachsmuth, Freienwald er Str. 9. »August Bausdorf, Soldmer Str. 14 im Laden. »Deglow. HoSltr. 2a. »Paul Mazanke, Pankstr. 24. »Hermann Kornetzki, WollinerSt. 23 Heinrich Kempers, Fehrbelliner Straße 57. *A. Lindcmann, Rheinsberg. Str. 37. 'Frist Sperber. Ruppiner Str. 44. »B. Morist, Bernauer Str. 18. Hermann Liebrecht, Weißenburger Straße 83. »Julius Nicke, Saarbrücker Str. 7. »Wilh. Klein. Müllerftr. 184. »Paul Opist, Lgnarstr. 2. »B. Robrnhn, GreifenhagenerSlr.16. »Karl Engelhardt, Schönhauser Allee 59a.. Karl Hcllmaun, Schönhauser Allee 49a II. »Frau Krause, viesenkhaler Str. S. »Oskar K lose, Reinickendorf erStr.36. H. Bongardt, Gleimstr. 49. F. Zimmermann, Tresckowftr. 13. »Herm. Krirdeman», Stargarder Straße 74. »Franz Frist. Triftftr. 4. Paul Raa, Malplaquetstr. l. »Wilhelm Nüst, Antonstr. 2. »W.>«öpp»er, Maxstr. l3a. August Schirmer. Jnvalidenstr. 2. »E. Gobien, Freienwalder Str. 22. »Louis Hofsniann, Gaudystr. 5. »Nodert'Eckert, Koibcrger Str. 15. »Robert Grewe, Wieienftr. 19. »P. Goriwoda, Stolpische Str. 44. »Friedrich Aichenbrenner, Schlie. mannstr. 4. »Ad. Kramer. Schwetter Str. 18/1». »Friedrich Schulz, Wtesenitr. 69». Albert Haspel. tzumboldthatn, gegenüber Ramlerstrage. »AugustBrutrl. BiesentbolerSlr. 24. »Eduard Mühl, SchönholzerStr. 11. »H. Herberg. Gleimstr. 65. »Karl Habersaath. Graunftr. 49. »Gustav Hennig, Kolonicftr. 129. »W. Pollwist. Schiiemannstr. 47. »A. Kaerger, Prenzlauer Allee 169. »Paul Kneifel. Ackerstr 131. »Karl SchlösserS Nachf.» Gericht' strotze 2. Jakob Gotting, Licdenwalder Eir. 5. »G. Stadlberg, Dunckerftr. 12. Paul Roack, Schönhaus« Allee 56. »Ernst Schulz, Bernauer Str. 2. »Willr? Serre. swinenlünderStr.55. »Gustav Henze, Stettiner Str. 61. Otto Braun, Ruppiner Str. 14. »Rod. Genztow, Lortzingstr. 24. »W. Balzer, Ramlerslr. 12. Prager, Rupviner Str. 25 I. Nordosten. Marie Kloft, Palisadenftr. 101 pt. B. Loewindorsf, Wcinstr. 6 II. W. Eckenbrecht. Höchsteftr. 7 III. Otto Better, Höchstestr. 32. »Jos. Krobisch, Buschingstr. L9. »Max Po lest, Fnedrichsberger Str. 19 »Jakob Reul, Barnimstr. 42. »Karl Müller, Rtjfejtr 38. »A. Dierbach, Winsstr. 25. »Tb. Bernhöft. GrcisswalderSt.29?. »Gustav Pinner, Tresckowftr. 38. Georg Bürger, Tresckowftr. 38. »Heinrich Olle, Metzer Str. 22. »Elisabeth Wolter, Marienburger Straße 32. »Gnstav Richte»,»andSderg« Allee Nr 145 »Gustav Wittenberg, Barntmftr. 15. »M. MoawuS, Wemstr. 29. »Hugo Wache, Keppelistr. 46. »Aug. Kley, Friedricdsberger Str. 19. Bernhard Blauzwirn, Waiden- berger Str. 12, ll. »Gustav Aerninler, vruimen- straße 193)4. Zentrum. A.«hat», Mulackstr. 11, I. Bororte. Karl Jancke. Adlershos, Friedtnstr.16. »Rudolf Otto, AdlcrShos, Sedan- strotze 29. Otto Banker», AdlerShss, BiSmarst« straßc 58a Alberr Schiimacher» Lichtenberg, Wartenbergstr. 68. »Frist Ehler», Britz. Rudower Str. 5. »H. Troinpa, Lichtenberg, Schern» weberstr. 44. »Paul Harting, Lichtenberg, Rum» melsburgcr Str. 18. »Rudolf Kaiser, Lichtenberg, Möllendorssslr 15/17. »Job. Bobrowski, Rummelsburg, Crossener Str. 17. »Oskar Masarkopff, Boxhagen, Wcserstr. 35. 'Friedrich Schütte, Rixdorf, Witz» mannstr. 22/23. »Wilheln« Dchuioe, Rixdors, Stein- mrtzstr. 119. Gustav Becker, Rixdors, Jrmstr. 29. »Alb. Schuster, Rixdors. Fuldastr. 15. I. Gans, Rixdors, Friedelslr. 3 IN. »F. Ehiert. Rixdors, Hermamiktr. 22«. »Gi'stav Carl, Rixdors, Prinz- Handjery-Str. 59. 'Wilhelm Klei», vümersdorf, Uhlandstr. 128. »Paul Witt, Steglitz, Düdpelsir. 5. »Ro b.StüVucr, Sieglitz, Schlahstr. 115 M. Lehmann, Rcinickendols- Ost, Thtcherstr. 5. »Wild. Pieper, Sp-mdaa, Metzer Straße«2, »Frau Ella MooS, Span�an. Fallen« bagen-r Str. 18. »Ott i Wilke, Sdaiidm», Strien str. 4. »Wild. Klemmer. Spandau, Schön« waldcr Sir. 82. Max Rölte.Spandau.SchuIzenstr.14. 'Neb. Durst, Spandau, PichelZ- dciier Str. 28. Otto Kloose, Spandau. Feldstr. 5. »Wilh. Klei», Tegel. Berliilcr Sie, 34 Eduard Keügcr, Tegel, Berliner Straße 89 bt. Richnid Ä.'ilius, Pankow, Berliner Straße 99. »Alb. Janike. Bankow, Mühlen str. 38. »Jacob«. Weißcnsce, BerlinerAllee 179 Rod. Werner, Weißens», Sedan- slraße 19 I »Hugo I irrgas. Weißensee, Heiners« dorser atr. 55. »R'ax Zirkel« Zttxdorf, Ideal« Passage 6. Frist Morist, Friedrichshagen. Wilhelmstr. 59. »H. Herzog, Lichtenberg, Blumen- tdalstrajze 9. 'Ntschewosf, Lichtenberg, Gürtelstr. 12 'Nenhosf, Reinickendorscr.eiiiber a. c., vonnlttajf» Ii(Ihr im Bankgebäude Leipzig, Schillcrstr. 6, eingeladen. T a g esordnung; Beschlußfassung über die Genehmigung des zwischen der Commerz- und Disconto-Banl: zu Hamburg und Berlin und der Credit- und Spar-Bank abgeschlossenen Vertrages, nach welchem die Credit- und Spar-Bank durch Hebe, tragung ihres Vermögens als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation in die Commerz- und Disconto-Bank aufgeht und die Aktionäre der Credit- und Spar-Bank gegen nominal M. 19 999,— ihrer Aktien mit Dividendensenein pro 1911 nominal AI. 9909,— Aktion der Comracrz- und Disconto-Bank mit Dividende! berechtigung pro 1912 und folgende Jahre sowie M. 199,— in bar für den Dividendenschein der Credit- und Spar-Bank pro 1911 gewährt erhalten.— Aktionäre. welche an der Generalversammlung teilnehmen wollen, haben ihre Aktien nnter Beifügung eines Nummern Verzeichnisses in Leipzig bei der Effaktenkasse der Gesellschaft in Allenburg S.-A. bei der Credit- und Spar-Bank, Zweigniederlassung Altenburg S-A., in Berlin und Hamburg bei der Commerz- und Disconto-Bank spätestens bis Dienw- tag. den 5. Dezember a. e».»b»»da u IJhr zu hinterlegen und bis zum Schluß der Generalversammlung dort zu belassen, oder sie haben die Hinterlegung bei einem deutschon Notar dadurch nachzuweisen, daß sie einer der Anmeldestellen vor Ablauf der Uinterlegungsfrist einen ordnungsmäßigen, die Nummern der hinterlegten Aktien enthaltenen Hinterlegungsschoin des Notars jv Verwahrung geben. Leipzig, den 13, November 1911. _ Der Dir iolibelir und billigste Bezug»««?»? für CUaS'Christfcamnsehmttck ist unltreliig die ßlgsblaser-lleiiossenscliaft des JÄeininger ßbsiiandes. Viele glänzende- unverlangte— Anerkennungs u Dankschreiben. Steigerung unseres Umsatzes im vorigen Jahre um wiederum 50 Prozent. Pon der reichhaltige» Auswahl unserer nur von organisirrte» Genossen bergestellien Artikel empsrhic» wir als besonders Preiswert vi,, thoetlment der HcbdiiMteii Sfcnbeltcn, enthaltend 225 Slück prachtoollste Srillant-Glassachen sowie 6 Dutzend Konfetthalter, c Stück Lichthalier aus Klammern, ein Paket Engelshaar usw. sür nur Ii Mark franko gegen Nachnahme. Doppeltisten sür 9,59 M. Bei Vorernsendung deS Betrages 25 bezw. 35 billiger. <9 Soriimentskisten In Bahnsendung per Frachtgut inkl. Lahnliste 46 M. Händler wellen Ivr grc�e»e Bezüge unsere Preisliste mit zirka 130 Nummern verlangen. Bestellungen Sitten mir zu richten an dir dlasMser-dlZnossLnsedafl des Kemmger Oberlandes e. G. m. b. H. in Dttascha, S M., früher Sleinach, S-M.) Die Berliner Arbeiter werden beioiidel« daraus ansmerksam gemacht, daß ad I«. Dezember im GewerkschaftShaiise tSaalgebäude) und Lorstingftr. 4 tRest. Schmalowskh großer Verkauf von GlaSiEhrtft- haumichmuck obiger Genossenscha» zu Herstellnngspreise» erfolgt. Wegen weiterer Austunst wende man ftch an den Genossen It. Barth, gO., Adalberlslr. 29 III.___* Man verlange deshalb überall die Marke„Haloppi'1 Bruno-Olühkörper haben unbegrenzte Lebensdauer, weil sie nach dam Abflammcn stoß- and sclilagtest sind.— Im Gebrauch das killiMts Fabrikat, Bruno- GlöS�irper-Aktignsssetlsoiiaft Berlin N. 65, Liebenwalder Straße 10. Man»erlange Im eigensten Interesse die bewährten Bruno-Glöbkßrper, In süen elnsoh'äolgsn Gescliätten firbältlic!!. Gardinenhaus Bernhard Schwartz Wallstr. 13(dreizehn) Gardinen- n. Portieren-Fabrit Bezugsquelle ersten Ranges wr O Gardinen 9 ovriiereni,,erlen Prelle out bejoadeien Tischen jum Seldstdevienen. I>Ie reellNten nnd billigten Möbel and Polatcrwsrcn auf Teilzahlung zu Kassenpreisen und Zinsvergütung erhält man in der seit 33 Jahren bestehenden Möbelfabrik unter 19jähriger Garantie| fl0l.|,|T Reiohenberger SL* Ä. avOUU, StraBe S. Puppen-Fabrik nnd Klinik ■ssjtx Spiel waren größte Auswahl— eigene Fciirikatio*— solide?rsi»H• 8. Kerrnsdorf, Tilsiter Straße 67 Filiale Oranienstr. 17, direkt am Hein rieb splati � ■ Vorzeiger dieses 5 Pro», ftabatt.—— Aclätuug!. Hierdurch zur Kenntnis, daß Ich mit dem lsentigen Tage das �lsdiiZsemettt Ssekttavs Ballsalon, Weistensee, Uckermark- straße ti, libernommen tz.rbe. Tag- lich: ktnemaivgraplnsche Vor« sülirungcn. Euiru'e die. allen»Bor«. wärts'-Lesern mein Lokai. Zwei Ver« einSzimmer noch frei., Anxust Bleu). J» Baen Ecke Prinz.-Alloe Herren- und Knaben- . Moden. 8crulskle:dung. ? Eleg Paletots. Ulster. " GroScs Stolflager:: zur Anlertigung n.Mafl. Allerbilligste, streng feste Preise ßepWes FraeHerieihMtat st». Ilcr;v IVacisf. ItorcLard» Friedriclistr. 1 1 5 I, a. Oranienb. Tor. Bon S M. an ein moderner eleganter nur" Frack oder Gehrock. nur Bon i EN M. an ein elegantes nur>,ad schwarze» Brinkleid. Bon j M. an eine eleg. schwarze od. nur* weihe Weste, Zylinderyüte a!S Spezialität austergewühnl. billig Iii-inner, derustulcmor StPJiße-1». Der tins der Firma { gegr.1863) bürgt sür strepgste Recllität. !Iiinge,niass,Gid.,14kr,ui.lBrIia>»M.a» Ohrringe,... S.. 18„. Vrosch-,.. ,1. ,20,, Hrr.-Äadl..... 1.: 13„. xifm. bis zum feinstcn Genre.« 0 vw vr ww/�wwww f, �mdrichjdujbe Il�itz ToisbanMr 6 J�tp�gr Stropg 75/76 In dieser Woche Porzellan ßlaswaren zu auKergwSIiullcli niedrigen Preisen Steinzeug In dieser Wodie Kaffeetassen mi! 20,23 Pf. Kaffeetassen mi,42pf. Kinder-Eßservice dekonen, fünfteilig 85 Pf Eierservice achtteilig, mit Tablett.. 65 Pf. Küchengarnituren«kige Form, 22teiiig, mit Oolddekor 15.50, 16.00, Kaffeeservice neunteilig, für 6 Personen, feSTr. 3.90, S'Aor"""' 4 25. 6.50 Tafclservice 17.50, 21.50 mit Kantendekor, 80 Teile, tür 12 Pere. 78.50 Butterglocken......... 48 Pf. KompottSChale mit S Tellem... 48 Pf. Salatieren ovai..... 18 bis 42 Pf. Bierbecher'/« ut«....... 7 pt. Bierbecher mit oownuni... 8, 13 Pf- Bierbecher mit schwerem Boden.. 10 Pf. Käseglocken mit Ten«...... 35 � Kuchenteller mit S Desserttellern.. 95 Pf. Nachtlampen mit larbfgem Schirm. 90 Pf. Wasserbecher mit scwirr.... 18 Pf. Dessertteller mit schurr..... 23 ff Käseglocken mit schurr..... 43 Pf. Neues Preßglas-Service ,, Monopol" Dessertteller.......... 7 Pf- Zuckerschalen mit fub.... 28 P� Kompottschalen nmd 10, 18 bis 55 pr. Kuchenteller....... 45, 68 Pf- Kompottschalen viereckig 23, 48, 65 Pf. Fruchtschalen......... 90 Pf Farbiges Kristall.Ä Ämerikan. Schleifglas ä, Zier-Römer Bierseidel■H 90 pt. 235 Bierseidel ZbmXu� 2.00, 335 Bit ZlnnheschUg, 3.20, �5.75, �7.00 Vasen mit ooiddefa* 95 Pt, 1.75, 2.50 Jardinieren mit Qouwekor, poo.. 3.35 Blumenkübel mit Ooiddekor 1.25, 1.75 Bowlen Man und gelb... 3.85» 530 Küchengarnituren« Ten«..< 4.50 Waschgarnituren stetog«, iwertenig 1.75 Waschgarnituren 3.75, 4.25 besonders billig In w- tchiedenea Farben. Ein Posten Emailiewaren Waschbecken, Porzellanform 95 Pf- dekoriert 1,(35 Toiletten-Eimer 1.85, 2.15 3.75 gentanzt.m fT � Rohrbügel deko tien Emailkivaren Campen Schmortöpfe ohne Ring. 25, 40, 55 Pt Kasserollen mit Ring. 45, 55, 65 Pf. WassereTmer ca.SBcm'Surchm. � Wassereimer ml! Deckel, dekoriert. 1.65 Mülleimer. 90«•. 1,75 Wannen ovai.. 90 Pf., 1.25, 1.55 Wasserkannen..... 45, 65 Pf Gaszugampel Ätaf 9.75, Gaszugampel q0�'� 1 6.75, jllpyHlUHUPH,�, Ijrjpp 4 Grälzinbrenr.ern.. l�r�riA für Herrenzimmer mit 0,4 CO IXlUIIC 4 Orälzinbrenncrn. Salonkrone 28.00, Sch'afzimmerampel. 8.50, Tischlampe mit MeasingfuB, 14".. 12.25 19.50 TOT 29.50 35.00 11.75 2.25 Ein Posten Gas-Zugampeln komplett, mit Perireifen und lZf\ Bekrönung, regullr 28 00.. Ein Posten bronzierte Ofenvorsetzer regulär 3.25 425 5.00 V. 1.80, 2.50. 3.25 Seit» billige mimcbafu-Mel Waschböcke tusammenlegbar.......... 2.25 Plättbretter bezöge»........... 1.65, 2.10 Wringmaschinen............... 7.50 Bolzenplätten.......... 1.75, 1.90, 2.25 Wandkaffeemühlen.......... 1.55, 1.90 Waschwannen i au» starkem| Waschzober I«ouboden I 6.75,8.50 Alpaka- Kaffeelöffel........ 8, 15, 20 Pf. Alpaka-Eßmesser mit soiing« Kling«..... 60 Pf. Alpaka- Dessertmesser mit Solinger Kiwge.. 55 Pf- Alpaka-Eßlöffel''' 1 H c% C" Q r* Alpaka-Eßgabeln... 1 löj) Pf. AI paka- Dessertlöffel.||#«• O iT O f\ Alpaka- Dessertgabeln l Oi/Pf. Gasöfen„Radiatoren"........ 8.00, 10.50 Ofenvorsetzer ucidert........ 45, 55, 75 Pt Kohlenkästen wewert.......... 85 Pt. 1.05 Ascheimer lackiert........... 80, 85 Pf- Kohlenschaufeln............ 15, 20 Pt Petroleumheizöfen•\*1 C% IT AA Dauerbrandöfen..(/ [ Kaffeeservice sr'~ 6.25, 8.50~ iee�l as haltcr■■' 28, 40, 65 Biirsienwaren Roßhaarbesen.......... 90 Pf. 1.35, 1.65 Roßhaarhandfeger......... 45, 65, 85 Pt Kopfbürsten Prima-Borsten.... 90 Pf.. 1.30, 1.50 Kleiderbürsten Prüna-Boreten.... 75, 90 Pt. 1,25 Schrubber.............. 20, 25 Pt Bohnerschrubber mit.................. 1.55 Teppichkehrmaschinen....... 7.00,8.50 hausbaitariiliei OranienburgerWachskernseife st. 15 Pt. 3 st 40 pt Handtücher 2.75, 4 dX™ 3.20 Elain-, Bernstein- u. Salmiabeife 2.80 48110 � groB; fau,Tl! 5.90 Salmiak-Seifenpulver �pw: 18, p'k,50,°�80 Pf. Scheuerpulver„Blitz blank" Pak« mit ca. i Pfund 10 Pf. Bohnermasse wemod.geib. Dose45Pt.Prin,a"Q,Dose 55 Pf- Stahlspäne fein, mittel n. grob. Paket mit ca.>/, Pfund 13 Pf. Salonkerzen e�s,"� 45 Pf. Streichhölzer pa�ic 95 Pf- Prima- l1alblelntn-Q«rstcnkom» 48/110 cm groß, gesSumt und gc- ba Udert...».............. Dutzend■ Orad-T haiblelncfier Drei!, 46110 cm xroß. gesäumt und gebändelt•• �. Dutzend Reinleinene Wischtücher g'LÄiiuI'5! dÄ VX/inf cli orf cf i'iriri k.e teinf, Mit Einhebung v. Qläser-, Teiler- Winsen ausiucner o,V'j,ckIucI>.l«!S8cmgr..ges. Durzeud Roll tücher erau gestreift, 80/160 cm groß 95 Pf- cm �?I Poliertücher o-fh CM groß Dutzend 4.90 2.75 3.65 1.20 1.05 ZUM Phantasie-Dauerkränze 60, 80 n.. 1.00 w. 6.00 Tannen 18,.30, 40«. Ir ää � � � Kranze aus weißem Moos, sehr haltbar 2.00, 2.50, 3.30 dik �. 00 trika... Stfnjk 30, 5sang 8 Uhr) Roie-Tbeater. Sonntag: Der Hüttenbesitzcr. Montag und Diens- tag: Die Barbaren. Mittwoch: Der Hütlenbesitzcr. Donnerstag und treitag: Die Barbaren. Sonnabend: Die grössie Liebe. Sonntag: Die arbarcn. Montag: Kaierneniust.(Ansang 8 Ubr) Belle-ZlNianoc-Theatcr. Sonnlag 8 Uhr: Narrenspiel. Montag bis Sonnabend: Narrcnspiei. Sonntag 8 Uhr: Narrenspiel. Montag: Der Troubadour.(Ansang 8'/, Uhr) Mittwoch- und Sonnabendnachmittag: Aschenbrödel. Neues Bolkstheater.(Neue Freie Volksbühne) Sonntagnachmitlag: Die lebende Leiche. Sonntag: Jugend. Montag. Dienstag und Mittwoch: Leidenschast. Donnerstag: Geographie und Liebe. Freitag: Leidenschast. Sonnabend: In Behandlung. Sonntag: Leidenschaft. sAniang 8 Uhr) Caiino-Tlicatcr. Sonntag: Die Tochter des Sträflings. AbendS sowie läglich: Der selige Hollschinsky.(Antang 8 Uhr) Merropol- Thca:cr. Somitag: Trilby. Allabenlich: Die Nacht von Berlin.(Ansang 8 Uhr) Folies Capriec. Sonnlag: Heinrich HeineS junge Leiden. Allaiend- lich: Krbi Krach. Nr. 14.(Aniaug 8'/. Uhr) Herrn fcld Theater. Sonntag: Die Meyerhains. Die letzte Ehre. Täglich: Das Kind der Firma. Schmerzlose Behandlung.(Ansang 8 Uhr) Apollo-Tbcarcr. Sonntag: Jugend. Täglich: Spezialitäten.(An- sang 8 Uhr) Zirkus Busch. Sonntag: Gala-Vorstellung.(Anfang 7'/, Uhr) Zirkus Tchlimaii». Sonntag: Gala-Vorfrellung.(Ansang 71/, Uhr) Garl-Havcrland Tssratcr. Täglich: Spezialitäten.(Anfang Tj, Uhr) Intimes Theater. Täglich: Der Brandstifter.(Anfang 8'/, Uhr) Walhalla. Sonntag: Prinz und Betllcrin. Allabendlich: Teuscl, hat eingeschlagen!(Anfang ti'l, Uhr) Passage- Tbralcr. Täglich: Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr) Wintergarten. Täglich: Svezialilüten(Anfang 6 Uhr) Ncichsliallen-Thenrer. Täglich: Stettiner Sänger.(Ansang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr) Kö>>igstad:-Kasino. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr) Urania- Tliearer, Taubenilr. 48/43. Von Meran zum Ortlcr.(An- sang 8 Uhr) Montag unbestimmt. Sternwarte, Jnvalidenitr. ö7— 62. Kaiser-Panorama. Wanderung in den Salzburgcr Alpen. Reise in Palästina. das Marktpreiie von Berlin am 24. November 1S11, nach Crmlttelung des Königl. Polizeiprässdiums. Marklhallenpreise.(Kleinhandel), 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 36,00— 50,00. Spetsebohncn weisse, 40,00—60,00. Linien 40,00—80,00. Kartoffeln 7,00—10,00. 1 Kilo- ramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleffch, Bauchfleisch 1,30 is 1,70. Schweinefleisch 1,20—1.80. Kalbfleisch 1,40—2.40. Hammelfleisch 1,20—2.20. Butter 2.60— 3,20. CO Stück Eier 3,80— 6,40. 1 Kilogramm Karpfen 1,00—2,40. Aale 1,20—2,80. Zander 1,40—3,60. Hechte 1,20 bis 2,60, Barsche 1,00—2,00. Schleie 1,40—3,20. Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebic 2,40—24,00. 'joftÜntv fooJfycMMmtS Ttöloifyfisifflm- Aww&m*/. &n\sr C�4i�ot2t 4?! Engrow Export Hausvogteiplatz II 1. Etage(kein Laden) schrägüber Untergrundbahnhof (an der Jerusalemer Straße) verkauft auch einzeln Paletots Kostüme Kostüm-Röcke Abend- Golf-Jacketts Mädchen- Paletots. B ei Vorzeigung dieses In- 3 eratos an der Kasse werden 5*/, Rabatt vergütet. Auch Sonntags geöffnet Dr. Thompsons selbsttätiges Bleichmittel gibt durch einmaliges Kochen blendend weisse Wäsche Preis 15 Pfg. Jkh habs Die beste medizinische Seife ist unbedingt die allein echte MeDpferd-Ieersdiwefel-Me iod Bergmann t Co, Badebenl, denn nur letztere beseitigt alle Arten von Hautausschlägen und Hautunreinigkeiten, wie Mit- effer, Blütchen, Finnen. ÄeffchtS- röte, ä St. 60 Pf. Femer macht der Cream„DADA"(Lilienmilch- Cream) rote und spröde Haut in einer Nacht weiß und sammetweieb. Tube 50 Pf., überall zu haben. Ein willkommenes und sehr praktisches W eihnachtsgeschenk: Der Datierbrand- Roks-Ofen bietet eine stelige, gleichmässige und angenehme Wärme Tag und Nacht. Die Bedienung ist ganz einfach; eine nureinmalige Auffüllung und gelegentliche Zugregulierung ist nötig. Es gibt einfache und elegante Ausstattungen und selbstverständlich auch alle Grössen. Die Ausstellungen der Gas-Gesellschaft (Imp.-Continent.-Gas-Association) (Adressen endstehend) sind frei zu besichtigen und gewähren eine umfassende Ueber- sicht über die Anwendung des Gases in Haushalt und Beruf. B«rlin, Koohstranse 18 Sohöneberg-, Giedit»chotr.47a Schdneberg'. Ak&zienstr. 28 Steglitz, Schloss-Strasae 121 Tempelliof, Berliner Str. 106 Wilmersdorf, Berliner Str 36 Wei8sensea1BerlinerAllee241 Niederschönhaus,, Beathstr.8 Todes-Anzeigen Allen Freunden und Genossen die traurige Mitteilung, datz mein innigftgcltebter Mann und treu- sorgender Vater, Bruder und Schwager, der Schlosser Karl Joseph am Freilag srllh 81/, Uhr am Herzschlag veinorden ist. und Sohn. Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 3>/, Uhr, von der Leichcnballe des Frei- religiösen FriedhoseS, Pavpel- Allee, auS liatt. 84lL ZliMIiiLlliMtizeliei'VsIiivei'elii äos l geil. RelEhsiags-Wfüilkrelses, TodeHanaelse. Am 24. November o erstarb in der Heilstätte Beelitz unser Gc- nasse und BezirlSsührer, der Schlosser Karl Joseph, GotzkowSkyslr. t. Ehre seinem Zlndenke»! Die Beerdigung flndct um Dienstag, den 28. November, nachmittags 3'/, Uhr. von der Leichenhalle dcS FriedhoseS der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, auS statt. Um rege Beteiligung ersucht Dvn Vorstand. Am Freitag, den 24. d. M., vir- starb unser Kollege Karl �osepli. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 28. November,»ach- mittags 3'/, Uhr. von der Leichen- 'alle' des Freireligiösen Fried- oseS in der Pappclallec aus statt. Er war uns stets eilt braver und treuer Kollege. Wir werden sein Andenken in Ehren hallen. l2S/t3 Die Angestellten der Ortsverwaltuug Berlin deS Deutschen Metallarbeiter-Berdandes. Am 24. November, morgens 8'/, Uhr. verstarb nach kurzem Krankenlager unser lieber Freund. der Patient Karl Joseph Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. 842L Die„Blauen Brüder« vom Eanatorium Beeltü. Abt. l. I. A.: M. Dittmann. Oeutsctisr Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin, Den Kollegen zur Nachricht, dah unser Mitglied, der Schlosser Ksi*! Joseph gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 28. November, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- halle des Freireligiösen Fried- tzoseS in der Pappelallee auS statt. Ferner starb unser Mitglied. der Wickler Max Hammer. Die Beerdigung findet am Montag, den 27. November. nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Fried- Hofes in der Mfillerslrage aus statt Ferner starb unser Mitglied, der Maichtnenarbetter �dotf Fritze am 22. d. M. Die Beerdigung findet am Montag, den 27 November, nach- mittags'/ill Uhr, von der Leiche». Halle des Heilands-KirchhoscS in Piötzensee ans statt. Ferner starb unser Mtglied. der Dreher Walter(Zaul am 23. d. M. an Lungenleiden Die Beerdigung findet am Sonnlag, den 26. November, nach- mittags 2 Uhr, vo» der Leichen- Halle des Reinickendorfer Ge- meinde-Friedhojes in der Hum- boldtstratze auS statt. Ferner starb unser Mitglied. der Dreher Oskar l344 der- starb nach langem Leiden mein lieber Gast und Freund, der Metallarbeiter Paul Schmidt aus Rawitsch im Aller von 27 Jahren. Um stille Teilnahme bittend, zeigt dies betiauernd an F. Jaehnke, Gastwirt, Rixdors, Weisestr. 8. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 28. November, nachmittags 2L, Uhr, von der Leichenhalle des Neue» Jakobi- Kirchhofs in Rixdors, Hermann- stratze, aus statt. 840u Mml der Kupfersebmieiie DeDtseiilands. Filiale Berlin. Am 24. November verstarb unser Kollege 100/7 Paul SeiiTert im Alter von 54 Jahren. Ehre seinem Rndeuken! Die Beerdigung findet Montag den 27. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Dreiialtigtetts- KirchboseS, Eingang Baruther Stratze. aus statt. Rege Beteiligung erwartet Oer Filialvorstand. Verband deutscher Gastwirtsgehilten (Abteil. lZais- Angestellte Berlins.) Den Mitgliedern zur Nachricht datz unser Kollege, der Koch Joh. Straub am 23. d. Mts im Aller von -8 Jahren plötzlich oerstorden ist. Edre seiun» Audente»! Die Beerdigung findet Montag. oe» 27 Nooemver, nachmittags 3'/, Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth-Fricdhvjes. Pankow. Wollankstratze, aus statt. Um rege Beteiliguna ersucht 293/ 16 Ter Vorstand. Allen Freunden und Bekannten hiemill die traurige Nachricht, datz unser lieber Vater. Grotzvater und Schwiegervater, der Maurer AiUon Reiche nach kurzem, aber schwerem Leiden insolge eines Unfalls am 24. No- vember im Augusta-Hosplial imisi entschlafen ist. 1755b Im Namen der Hinterbliebenen •Iniin« Reiche. Die Beerdigung findet an» Montag, den 27. November, nach- mittags 3'/, Uhr. von der Halle des neuen Jatobi-Kirchhoss, Nix» do-s, Hermannftratze. aus statt. Danks, agung. Für die vielen Bewciie herzlicher Teilnohiiie und zablreichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes und unseres Baiers GottBieb Luchs mgen wir allen Freunden und Be- kannten iowie dem Zcntrnlverband der Böttcher und dem Loiterieverein ..Eichenlaub' unseren herzlichsten Dank. Die traiiernden Hinterbliebenen. Banksaxu»»/. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnabme bei der Beerdigung meines lieben ManneS und meines guten Vaters sagen wir alle» Teilnehmern iiiiseren herzlichsten Dank. Wwe. Berta Rühle und Sohn. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau, Mutter und Grotzmutter sagen wir allen Vcrwanvle». Kollegen und Lekamiten. dem..Pslaiizerocreln Vcrgitzmeinnicht' und dem Sparvcrew „Ohne Zwang' unseren herzlichste» Dank. 843L �osepl, Arlt nebst Kindern. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz. spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes August bange, sage ich allen Verwandten, Freunden und Bc- kannten, den Kollegen der Gasanstalt Danziger Stratze, Sektion I den Rohrlegern der Gasanstalt IV, den Gc- Nossen des W.ihlvereins Berlin Vl, Bezirk 60l, meinen herzliche» Dank. Witwe Marie I-anxe 1732b geb. Kiterow. Beflsndlung der weist«» Bant- uad tfeinlelden Ihne Operatltn. ohne Berufs- slSrvng lest schmerzlos in Dr. Slrahl"» Iimtitat G. m. b. H, Berlin. Mein dieajShrige» Weihnachts- Verkauf bietet in allen Abteilungen besonders günstige Gelegenheit zn vorteilhaften Einkaufen.* Große Gelegenheitsposten Teppiehe beispiellos hillig! darunter Prachtstücke in Brüssel, Axmlnster, Perser, Velour, Tapestry, Englisch, Block, Velvet und Smyrna, SofagröBe ä 5, 8, 10, 15— 40 M. SalongröBe a 10,15.20,30— 150 M. SaalgröBe ä 30, 45, 60, 75— 500 M Bis Weihnachten! Wo/ Sonder» /O Rabatt auf einen RleSCnpOSleD Echte Perser Prunk-Stücke i 150, 220, 300-750 ß. (Regul Wert bia 1200 51.) KeIims.Djldjimsbl�a. Nach auswiiis per Nachnahme Teppleli-SpHialliaus Emil Lef 6vre Berlins. Seit 1882 nur Oranienstr. 158. Habe nirgends Flllalenl ffeihnachts- Extraliste und Katalog enorm billiger Gescbenkartlkel (600 Abbild.) gratis und franko. TCfikjJftfwÄ' TOkwA: TKjCcP&viZCfM) r&ifi/ Cj£c&4i7\4 ßiunovttiottßiwfif! S. Kaliski Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prlnzenstr. 41, ÄhÄ 10-2. 5-7. Sonntags 10-12. 2-4. Bienen-Honig wird nach meinem Ber. w fahren durch kinder» ��l-ichie Selbstbereitung aus das vollkommenste nachgebii det. Heroorra- _ gende Anerkennungen I Selbstkoilen ca. nur 25 Ps. pro Psund. Bei langen Sie per I pfd rirofic Postkarte Probe für««III- JJl elU4 Sie habe» durch diesen kostenlosen Versuch keinerlei Verbindlichkeit I Zlax Xoa. Kgl. Span. Hoflieferant, Berlin 26 R, Elsasser Str. 5. Extra- Ah teil nng 1 1. Gesch.: Berlin W.. Mohren- 1 StraBe37a(2 Haus voa der| Jerusalemer StraBe). i II. Gesch.: Berlin NO., GroBel Frankfurt. Str.>45(2 Haus) «an der AndreassiraBe). | Sehrgr.Äusw. fert. Kleider, 1 1 Milte, Handschuhe, Schleier 1 lece. v einfachsten bis znm I [ hochelegant Genre a.äaßerat{ niedrigen Preisen Sonder- Abteilung: naBanfertlgang in 10 bis 12 Stuiiden SoMlalgeMhlft>Ors NflhmasohinM, Kindtr- «ragan, MatailbetUtaUM. Tauemzionstr. 5 Belle-Alliance- StraBe 4. ChausseestraSe 80. Brunnenstr. 173 u. 02 Gr. Frankfurter StraBe 144 Oranienstr. 2a. Beasselstrale 18. Wilmertderfer StraBe 431._ Singer-System Langsehiff II 67.50 Singer-System Langsehiff III versenkbar 94.50 BoUin versenkbar 146.00 Bei größ Baten hohen Rabatt. Sehneilnäher 5jähr. Garantie. Unterricht gratis. Singer-System Langsehiff I 55.00. ü die große Mode» AOZlig, l- und 2 reihig, mit Anprobe W nach Maß auch mit eleganter gestreifter Hose m. Umschlag, bewährte Qualität, QC am tadelloser Sitz..OU-UU Eigene Werksfatt im Hause. Ä. Priester Große Frankfurter Str. 40. Stand 12. 18, 22 bis 60.00. 10 Marli monatliche Teilzahlung liefert elegante Herrengarderobe nach Matz i. imM-mlil, issrs- (BilligePreiseiPerKassePreiSermätzig. F. gut. Sitz w. garani.. eigene» Slofilag. Lnonm bilUg l Vorjährige fclnnte Ulster-Anzüge von 20—60 M. Billige HoHcnwoche. Schlafröcke. Unter den Linden 21.* WM «M and Fabrikati feale Kassapr�aueb bei 2 Baten. Für Näbmaschtueo oeoualli ehe Batenzahluna oemttei. Reparalar- Werkalatl für Klnderwaeen u. NUmeecbloeo. Pelzwaren Fabrik and Lager tod Stolas, Kra wattea, Mafien. Pelz- Jacken. Pelzen. Kindergarnituren Nur reelle\Vare,von der einfachsten bis zur elegantesten.— Tausende Sachen auf Lager. Auch Einzelverkauf zu billigen Preisen. Sonntags geöffnet. F. Kalma», Kürschnerinstr. 15, I. Et., • b.d Beuths-r. TeL: Zentrum 3917. Gegr. 1894. Pioduktiv-undVerkaufs-Genossenscßaft Berliner Bandagiften E. G. m. b. H. SO. 16, Köpenicker Straße 98b (zwischen Kellers und Mündts Festsälen). Gegründet am t. lull 1907 van organisierten Bandaglslen. Empfiehlt sich allen Arbeitern und Parteigenossen zur Anfertigung von allen Arten Bruchbandagon, Leibbinden, Geradenaltern, künstl. Gliedern, Orthopäd. Apparaten, Stützkorsetts, Suspensorien sowie Lager von sämtlichen Artikeln zur KraiiKenpflege. 108/8* Alle Arbeiten werden in eigener Werkstatt aasgefühxU UK" Für Damen weibliche Bedienung.'W Lieferant der Krankenkassen Berlins n. Vororte und der Konsum-Genossenschaft Berlin u. Umgegend(B.O.m b iL). 5ie laom W eleml nelitn! Wir«tsllra sa aaß.rgewShnliob billigen str eisen zun Verkauf: Brrren-I'lnfer. Verarbeitaug mit und ohne butter 0— SO Vf., tt intrr• Paletots, hocbel-gaot 8—35 II. Hinan Poeten rebercangM• Paletots 7—44 M. Herrenanzllcr. für eds Rar, enob starke Größen 8 38 H. belnkleider «t— 3— 4— 5 71. etc. Gehroch• AnaUee fflr Uocbasiten in rerscbiedenen Gnalitäten,\t Inter-Joppen, t-D Di mi-31 Än! ei, JUuglJnas-Garderobe. I Poaiau Herren-Bosen, mehrere lOu Stück, per i'aat snm Aussuchen II. it.. Terlelhang von eleganten Fiacks and Cicsellsehaftaansttgen. JJnnö 6r. Franklurfir Sir IIB. if-JZ, m oeeobAM: Frlidrlelstr 127, Ci,", Haupt. QeacbUt n. Qssebut: ChaBSseesIr. 89, iv. oseehut: jijerslr, IL ■ Pelzschals, Pelzstolas, Pelzhüte moderne Muffen gibt im einzelnen ab ■ Pelzwarenfabrik Neue Promenade 6 gegenüber Bahnhof Börse(1 Minute vom Hackeschen Markt) früher 35 Jahre Neue Königstraße 8 Herrenpelze Autopelze Reparaturen und Umänderungen nach neuesten Modellen» Sonntags geöffnet! Ulster, Paletots und Unzfige fertig und nach Matz kaufen Sie infolge eigener Fabrikation am billigsten und am reellsten bei 8. AtaftttlSItN, Charlottenburg, Wilmersdorter Str. 12, Ecke SchulstraOe. Mabanfrrtigung nnter Garantie tadellosen Sit,es von 43 Lieferant deö KoulumvereinS. M. an. LIas» Ldnstbsumselimuvll. Versende auch dieses Jahr nur auserlesenste, Pracht» vollste Sortimente in hochmodernen diesjährige» Neuheiten in unübertroffener feinster AuSiübrung. Sortiment t, Inbalt Zblt Stück, als echt verstlberle, farbenprächrige Brillantreslexe, Frücht«, Aepsel, Dirnen, Aprikosen, Pfirsich«, Erdbeeren, ff. bemalte »ngeln und«ier, Portemonnaies, Windmühl« mit Flügeln, Weihnachtsmann, Sold» und Silbersisch«, Panoramaiug.» Nastauten, Eis- u. Tannenzapfen, viele m, gllyernd, Stlberdrahtu-Seidenchenille leonisch übersponn, Lustballons, vliven mit Stlbergulrlanden, läut. Glocken, Lhra, Glückspilze, farbenpr, Silber- ..*" m» «n, läus. Glocken, Lhra, Glückspilze, farbenpr. Silbe alanzperlenj»ugel mit schweb. Taube.sowle in Rene dogenfarbett ungemein fesselnd wirk. Blumen. Rose, packt, m.._..>W»W>W Sortiment 2 mit Zll> Stück, wie obenangesiihrt, zum selben Preis. «srtimen» 3 IN. l» Stück größere» Sachen in obiger Ausführung krsueu «issen immer metzr vie Linei Von persi! aber vi�sen Millionen, cisll es lür die Hauswäscbe nichts praktischeres gibt, als Pcrsil, das unübertrolfene, selbsttätige, unschädliche Waschmittel! Unerreicht in Wasch- u. Bleichkraft, einfach in der Anwendung u. billigst im Gebrauch. Caraatiert T-'T-ktSrllMi, ErluUtlicb nur in Ori jinal-PaUelen. HENKEL& Co.. DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch der weltberühmten Henkers Bleich-Soda 1' ULM.(LUC-I lu�c IUI enmtu uu�t v uiui ie. Juh. Srhmuior, Berlin N. 4, Tieckstraüe 11 Bcttfedern-�� :: BERLINS. 100:: Prinzenstraße 46—47 Gustav Größtes SpezialsGesctaäft Deutschlands für Bettfedern, Daunen Tertige Seiten. 3ett-5nlette Metall-Bettstellen, Matratzen Daunen- Steppdecken and alle anderen Bett-Artikel Beste Bettenf&llung Monopol- Daunen (gesetzl. gesoh.) Pfi 2.85 iL 3— 1 Pfd. znnj großen Oberbett. 10000 M. Strafe verpflichten wir uns an die Armen Berlins zu zahlen, wenn dieses Angebot nicht reell ist und au* Wahrheit beruht. Wer sich billig und gut kleiden will, der kaufe uns die von unserer Kundschaft nicht abgenommenen neuen Maß- Anzüge und Paletots,"Ulster, Hosen usw. ab, die wir ZZ'/z bis 50 pCt. unter Preis abgeben, damit wir unsere guten Sachen nicht zu. verramschen brauchen. Andere Sachen kommen mit zum Verkauf. Anzüge aus englischen und deutschen Stoffresten, von unseren Maß-Schneidern in der stillen Zeit angefertigt, zu spottbilligen Preisen. Sonntags während der Terkanfszett geöffnet. Üebr.}Ceinemann,!BMEEEE Behrenstr. 26a, vis-ä-vis der Passage, Laien Bitte, ausschneiden und bei Bedarf nachfragen. Olliven sporen WO! Besonderer Oelegenheitskauf: , rüder SB- 45.- 60.- 70. SeföeDPifiiMe! ■eUl iV.— So.— 4b.— o5.— Hl. früher 60 TO.Sa.iOOM letzt 46. 55. 6c. 75 lO. EiijLBIster Raoscl! lwÄfle 3-25 M. """--••• s früher 25. �0.40 SalleLänp; jetzt 15, L'ü 25 | Diag. o. engl. Art'�''er r,.Vtk » durch w. a. Seide jetzt 25, 3b. 4L j alle P'arh. irSher 1 a.2B-SB.46| I hocheleg.jetzt 12, IL. 24, HKiiirt»- P.Him'fr-ölstüf 2.� % Frauen-FaleOots .cidenpusc. ve.oors>u«ard, rueftstotte ffif Mv]mv WM. gio»- H>»R©r >el"1 27 Mark Samtmänte) wie Abbildun? Kein jviax juosayu, öS, Ä, eise Treppe, am Aiezn oderplatz. »edier Se r Ihren nrpr p« r e> u ttle Hausnuinmer, »tmutmomm, «avi Anker-Steinliaukasten Vorrätig in 104 verschiedenen Nummern von SO Pfg. an. Err Bnznnosk Daten, Banvorlagen, elnzelae Steinet 335 tertlge Baaien.ietaea rar Bohichilgano. Auskönfte Ober Baukasten- Er�Sn» 99KICnftl9« zungen etc. von geschultem Personal 1 Kopfzerbrecher Herzrätsel, Alle Neune etc., 16 höchst mieressante Geduldspiele 4 50 Pf. " Soldaten Einzig datiehende Auewehl. lO Bchactiielnall Trup"< NcDbeltci 500"Sohaetiielnall Trup und Nationen. en Sclilacliten- Gelände-Pläne. SSSS; 86x6' cm H 2.50- I&'Xl'O cm M. 4.75. Zur weit. Belebanz dienen Hagel, Forts, HS, sei. Eulnen, Biame in Staunen erregender Auswahl Brechen. Kanonen neaeste Modelle, 62 Sorten, SBmtllcbe Munition. Cne.tamrtan 61 Sorten von SO P(. restungen. ble 30 Uaik Baume, Zgune Brdwalle, Wlndmflhien, Brennende Häuser etc. zum Aufstellen von ScblaehtfeUlern, Kriegsschiffe, Segelschiffe, L'meiaeebuote, Torpodoboote mit Dampf and Uhrwerk, aus Holz and Metall von 8 W. bis ILO M. Dampfmaschinen MSgÄ von 5« P(. bis 200 M Mit. Dynamo r. r Bi- zeu,Tnnu elektr Lichts mit Otahlanipenständer and Birne sowie AosechaUvnr'icbinng«kr Dynamo, 2» cm hoch 14.50 H. UngezAklte Sorten BelriebemodeU«. Klnemalcfiraplten 8.-, 6.75, 8.7». 9.S0 bis 140. M. Oebreuchte tt In oll Im, 6, IO, 15 Pf p. Meter Ganze Vorstellungen billiger. Laterne magica keuJTSlÄI 5.75,9.80,8.75. l.»u M Aus f. Eleoheoh&use, ISO x 80 x 24'. mm mit vetni keltern Objektiv, 12 QlaestrelienbUdern. 40 mm breit, mit Lamoe, komplett im Kaiton 2.90 M. Laterne maglca-Bilder in Auswahl o. Billigkeit wie noch nie dagewesen. 55 onlnehnn enr Projektion nndnrohslch- mayiusnup Ilger Gegenstinde(Photographien, Münze. Uhr), gleichzeitig Latorna magica, zehr unterhaltend, Preis n. 27.00 U Puppenwagen Za�nTc'. 84 Ronen 2.5U.» SO, öMS, 7.lfi M. osw Kiiiicbs Zirkus Sctiumann■ Busch ttberraschende, unbegrenzte üuelle des Vergndeens (Or Gross o, Klein 4.85* 5.00, tl 25, 15.00 ÄL Kasperle- und Puppen-Theater 20 Sorten 50 PI bis 6S.OO M TbeatertlBnrrn plastisch I gekleidet! bewegllehl Eigenes Fabrikat nur SO Pf K a s p e r f i guren äo Ä 8?io"' Wiegenpferde KÄo�: 5.75, 4.C.5. 0.95 die 69.00 M. Rodel- und andere Schlitten 2.90, 4, SO, 8.75, 9.75, 14.50 M, otw .|imfsnri.Aa,0*> F"eacr> tadelioee Ardelt UUgCIIU- io.5o|... O, 16.00. 17 00. 19 1.0 osw. bis OO.oO IL Elektrische Strassenbahn mit Einrichtung zum Vor- and EScnwar,»Iahreo ftr Schwachstrom, l.iO m grossem SchlenenovaL mit 1 Anbangewageo mit Beleuchtung, komplett Im Karton 12.75 M Waltmhauser Kugulplenk-Täufling Biskultkopf, mit hübschem Kindergcsichi. genahter!l Lockenperüoke. Seiienechei el. Wimpern. Bcblalaugcn. Zahnchen, D.ehhxndcu, hübschem Hemd, 63 cm gross, nur 3.75 u. Marke Luise Puppen (d. Firma ges gesch Herrorr agendos Fabrikat! Gekleideie und ungekleidoie in g o�aer Au-waiil su ftusserßewöbnllch niedrigen Preiseo Wäsche, Kleider, Hüte, Schirme. Schmuck, überhaupt alle Puppen-Artikel Puppen- Reparaturen"Ä Einlie orung(rühzedtig«idelen, da kurz vor Weih nachten die Berge von Fuppen-Ecparatnren nicht zu bewältigen etnd. Nragekantte Erautilelle bclestige amsnnet! K nrhhorrlo Ulli Sichorheits- and Splritaslamoe ■A UfollliCI UC uuvei brennbarem Asoeslbrenner, inneren FUmmenleiler und Ftasimenreguiferung; hflehst einfach im Ueorauch, absolut aogefährllali hübsche, dnoh auch dauernaile Ausführungen von i.SO bis 68.01» 11. Moderne Stuben- und Puprenhäuser in ganz neuer Bauart 4.85 bis 5-» M. If lloho" weiss lackiert, blan abgesetzt mit ge- IXUUliC schnitzt Schrank, Tisch, StuhL Bank Kähmen S Konsolen nnd 4 Topfbaken 54X27 cm. Stück 3.75 M.' Gesellschafts-Spiele, ÜWAl Dm» ppelag ek rOnte Seekrlegeplel „Der Seestern" Ladenpreis 5 H. verkaufe ich zu netr 2 iL Ancaf veniol I2(>.(l) Wortktrtehen werden Hilda unter beliebige AnzahlSpteler verteilt, dann Sätze, Geschichten usw. gebildet bisher 4 M jetzt nur l U Geographische Rätsel-Novelie für junge nnd alte Spieler, lebi reich and scberzhalt, Spielplan 115X50 cm nur 1 11, 14.39». Eisenbahnen mit und ohne Werk, Dampf, elektrisch, vor- nnd rückwäite laufend Unübertrolfene Ans- fühiangen und unerrelohelr Auswahl in n.len Galtunüon und Pivlalaaen. Zur Ergäazanu und Erweiterung van Bahn- Anlagen Hunderte von Gegenständen einzeln hllllg känlllcb.— Blsenbehnen mit Uhrwerk Lokomotive, vor- nnd rückwärts fahrend, Tender 2 D-Wagen, Sohlenenkrets..... 2.99 M. Dansptbahn besiebend aus l Lokomotive mit 2 ost-IIiereuden Zy Indern, Pfelie, Slib�rheita- ventil, Länge 170 mm. mit Tender 3 Pi-rsonen- wagen. I Scbienenoval, 1,05 m lang, komnb tl Im Kartoa........... 11.30 ät Elten, Reparaturwsrkstälte für Elsenbann.n usw. usw. 20 Schaufenster Bernhard Kellich Grosse HamhurgerStr. 21-23. Oranienburger Str. 11. Eekhaue beim Menbilouplst« u. Hiekeiolier Merkt, Balmhef BSrie, Zirkus Busch. Freier Veraaad maoh den Vererlen. Geeshlftiertiulp, Gute Ware In sehr grosser Auswahl so niedrigen Pretaen. Besichtigung meiner AiuiteHllnfea erbeten.— Kein Kaufzwang I« mzm? v• m □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□onocpaaDGononDDODDDnDDcaaaanGDDaDDaDönaa □----------—— □ G □ O □ □ □ □ □ □ G □ □ □ □ □ G □ G □ □ □ G □ □ □ G G □ P □ G □ □ □ G □ G G G G G G G "Einzelne Tischtücher „Felicli Reform- Kleiderscbfirte mit langen Arrmeln; aas blauweiS Oingham mit emlarbi ern Sattel und türkischem Besatz. Llnge von O Hft der Achsel 135 cm....... M. öi I U B". Dieselbe „Felicia Aermel Schürz* ohne n_ ..... M. ä- Blumen Hausmacher Jacquard Größe 115X130 130X130 130X170 160X160 Reinleinen, gesäumt. Stern- und Flachenmuster Gebleicht Jacquard 115X130 130X130 130X170 160X160 von m. 2.50 3<— 3-70 160X225 160X280 160*340 4.60 6.30 7 80 9.40 an Größe von M. 3.- 160*225 3.50 160*280 4.20 6.- 160X340 6.70 8.50 9.80 an Mundtücher zu denen keine passenden Tischtücher vorhanden sind, Reinleinen, gesäumt. Hausrnacher-Jacquard Gr. 60X60 cm n qa ij aa 65*65 q-—. Dtz. 6 30 7.20 otz. 8.- 8.80 Gebleicht Jacquard Gr. 60X60 cm. Dtz. 8 80 65X65. Dtz. 10.80 Kaffee-Gedecke. Nr. is?? gesäumt, in Kartonaufmachung.— Weiß mit rosa, roter, blauer oder goldfarbiger Borde. Tischtuch 130*130/ Gedeck mit 0-n Mundtücher 32*32 1 6 Mundtüchern. O.JU Reinleinene Tisch-Gedecke in Kartonaufmachung. Gebleicht Jacquard; gesäumt Nr. 1528.„Lindenblüte" Nr. 1794. Karo, Mitte mit griechischer Borde Tischtuch Gr. 130X130, Mundtücher Gr 60*60 Gedeck mit 6 Mundtüchern 7 90 Tischtuch Gr. 130*170, Mundtücher Gr 60X60 Gedeck mit 6 Mundtüchern 8.60 äelgffettheils-Mebote Postfreier Versand von Mk. 20.— an. in allen Abteilungen Bitte die Weihnachtspreisliste zu verlangen. Versand in die Vororte u zweimal täglich, u „Cadinen". Servier- n. Haaskleid aas»cbwtrxem Seidenelanz-Satin, Halsweite 34, 36, 38 cm i O_ üröße(Figur) 42, 44, 46..... M. „Ruth"(Servierschörze). Weiß Batist mii Säumchen- Stickerei-Einsaiz und Durchbruchstich verziert, dazu genörender Kragen und Stutpen, O_ Größe 76*66 cm..... Satz nur M. „ElsaB-Sehleif*"......... 40 FL G G G G G G G G G □ D G □ □ G □ G G G G □ G G G G G G G G G G G G G G G G G G G G G G □□GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGDGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGnGGGGGGGGG BBSBI Unwiderruflich Ziehung am 28., 20. u. 30. November, Düsseldorfer Ausstellungs- OTTERIE 12158 Qev. !. Werte v. Mk, 0000 15O0O iflOOOO i�OOO Lose ä 50 Pfg., Ä* | Porto und Liste 30 Pfg., versendet Qeneral-Debit Ferd. Schäfer, Bankgeschäft, Düsseldorf. 1 Auch zu haben In allen kenntlich ge« 1 unachlen Verkaufsstellen. Zigarren- Yf Herbst Fabriken"*"V1 gegr. 1862.— Tel.: IV, 3873. BERI.IN SSW., Ritte,«te. 83 Erstklassige Ware. Zigarrenhändlern bestens empfohlen. —— Tarifarbeit.—— \ Obst- Gartenstädte I Verkauf ▼. Pars. m. fertig angelegten Obstgarten u. Ferlesihäusern I Biesdorf •latlon der Ostbsha □ Rnle 20 Mark an Neu-Sadowa StaiSndowa. a d Strasse n Biesdorf □ Rute 15 Mark an. I Kaulsdorf am Bahnhof □ Rate 12 Mark an I Petershagen Station Fredorsdori a. d. Ostbaho □ Rate 4 Mark an. Kl ein n to Anzahlunc. Auch lOjftbrlffO Amortisations• Hypothek. Verkaufistellen auf den Geländen u. Bahnhöfen. Nieschalke �Nitsche Berlin NO 43, Neue Könlgitr. 18 Fernsprecher Amt VII, 6376. i„.«»♦'"""'"ij." "U||.|I»........................................... 4'"i.'■■•"'Ihffitii J Vi«• I' Manoli Ci�arciies Jpecialmarken Abbas Dandy Gibson GM ........".""i,ni,,f.iii'>niiun,..ii' 4'nmtulWui'>'Wilu.i;Mi.i.iMiiiin,it<.|).ii m■■ii.u.A'""'"1"■»imui'>bt'u,,,...ii''n>-'ii,'� ,,> Buf Kredit ertllt JtStnaaoa ta osKrer S Etagen in 2 Däusern uatwsesdeo AassteDuj Herren«. Jamen RonMion /B«tw%s8a«!S im allen nur erdenklichen U89J Preislagen n. AuafOhrnngen �nzahltmg von s,— Mk u. durah unser« soliden Preis« und kolossal« Auswahl. Vir überbieten alles| Bequemste Zahlungen diskret« Kreditgewährung. AenSerst niedrige Baten %#««•| Einzelne Zimmer, Anzahlung von 10 Mark an il&OOCl E'11'a/z Uhr, bei Krienelke, Berliner Straße 27: Mitgliederversammlung des WahlveremS. Tagesordnung:»Aus dem Wege zur Berfasiung." Referent Genosse licko._ Die Bezirksleitung. Berliner JVachrichten. Totensonntag. Sorgsam wacht unsere Polizei darüber, daß das ganze öffentliche Leben die düstere Uniform des Tages trägt. Jedes jronzcrtstück, jede öffentliche Ausführung prüst sie daraufhin. Und jene gerissenen Geschäftsleute, die sich mit Hilfe der über die Bretter geschleiften Zote die Taschen füllen, auch sie bringen an diesem Tage, in widerlicher Heuchelei, irgendeinen rührseligen Schmachtfetzen heraus. Denn etwa für diesen Abend die Pforten zn.schliesten, das geht nicht an, müßte sich doch dann ihr erlesenes Stammpublikum einen anderen Treff- punkl suchen. Aber um den Bildungsbestrebungen ernster Arbeiterorganisationen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, dazu hat schon oft die oerschärfte Theaterzensur der Polizei am Totensonntag herhalten müssen. So wurde vor einigen Jahren einer solchen Organisation ein Gerhart Hauptmann- Abend verboten, an dem Hanneles Himmelfahrt rezitiert werde» sollte.--- Es liegt im Wesen der Großstadt, daß hier alles ins Extrem verfällt. Wo ist die wehmütige und intime Stim- mung, die ei» Totensonntag in der Kleinstadt bringt?— Die gewaltigen Glieder des Riesen Weltstadt sind für derartige Stimmungen zu plump. Die stille, feierliche Ruhe des Fried- Hofes wird durch eine Massenwanderung hinweggefegt. Heber- füllte Straße» und Stadtbahnwagen bringen immer neue 'Besuchermen�en heran. Die Blumengejchäfte in der Nähe der'Friedh-ifc haben sich mit Unmengen von mehr oder weniger bili'gcn Kränzen versehen, zu deren Umsatz sie Hilfs- kräfte here-ziehen müssen Und zwischen dem dunkelge- kleid-ten Mvnschenstrom, der sich heranmälzt, bewegen sich Straßenhändler, meist ärmlich gekleidete Gestalten, einher, die bunte Papicrblumen und ähnliches feilbieten. Werden sie alles los werden? Werden sie außer den paar letzten Groschen, die sie hineinsteckten, noch etwas zum Leben übrig behalten? Bange Fragen!-- Schon senkt sich allmählich die frühe Dämmerung her- nieder. Ein letztes Säfeiden— und bald liegt es wieder ver- lassen da. das stille Reich der Toten. Und dort hinten kommt ihr Gefährte: der Winter!' Ein Frösteln durchichauert so manchen, wenn er sich auf den Heimweg macht. Vielleicht kehrt er auch in der Nähe des Friedhofes ein. um eine Tasse heißen Kaffee zu trinken— wenns nicht gar zu voll ist. Tie öffentlichen Verkehrseinrichtungen machen an diesem Tage immer sehr gute Geschäfte, kommt doch so mancher heute aus seinen vier Pfählen, der sonst ein unverbesserlicher Stubenhocker ist. Na und dann nimmt er, da er nun doch schon mal unterwegs ist, gleich die Gelegenheit wahr, um sich ein wenig„die Sradt anzusehen". Und nun erst gar die Kinderl Spukt doch schon in ihren Köpfen das herannahende Weihnachtsfest, und da nun die Schaufenster ihre verfuhreri- schen Schätze außer der Kirchzeit unverhülll zeigen dürfen, so bummelt man noch ein paar Stunden herum. Es ist doch gut. daß die Menschen so schnell vergessen können, es würde sonst den Kleinen das fröhliche Lochen im Halse stecken bleiben. Und wie gern sehen's die Großen — huscht dann doch auch über ihr Gemüt ein warmer Sonnen- strahl._ AuS der KrankenhauSverwaltuttg. Wie dringend nötig die schleunige Errichtung emeS neuen Kinderkrankenhauses ist, beweist die Zusammenstellung der im Vierteljahr Juli bis September 1911 von der städtischen Zentralmeldesrelle wegen Platzmangels in den städttschen Krankenhäusern abgewiesenen Personen aus Berlin. Auswärtige Kranke sind hierbei überhaupt nicht berück- sichtigi, ebensowenig diejenigen sicherlich recht zahlreichen Pattenlen, die ohne Vermittelung der städttschen Zentralmeldestelle unmittel- bar bei den einzelnen Anstalten vorsprachen und wegen Platz- mangels abgewiesen wurden. Im Monat Juli sind 6 8 Er- wachsene und 125 Kinder, im August 9 4 Erwachsene und 253 Kinder, im September 52 Erwachsene und 15 4 Kinder, zusammen 214 Erwachsene und 532 Kinder abgewiesen worden! Im laufenden Vierteljahr werden sich die Verhältnisse noch erheblich verschlimmert haben, da die Zahl der besonders an Diphtherie erkrankten Kinder eine auffällige Steige- rung erfahren hat. Vor wenigen Tagen hat aus Anregung des Leiters unseres Kinderkrankenhauses. Professor Baginsky. die Schuldeputation allen Gemeindeschülern em Merkblatt mit nach Hause gegeben, wonach die Ellern schon bei den geringsten Hals- und Schiuckbeschwerden ihrer Kleinen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollen. Für nur allzuviele Eltern bedeutet aus Rücksicht auf ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse, mangelhaste häusliche Pflege und unzulängliche Behausung das Krankenhaus die einzige Zufluchtsstätte, die den erkrankten Kindern sachgemäße Abwartung bietet. Der„Vorwärts" hat jüngst schon darauf hingewiesen, wie die gegen den nachdrücklichen Widerspruch unserer Genossen im Stadlparlament beschlossene Erhöhung der Verpflegungssätze die Durchführung einer Behandlung ,m Krankenhause erheblich er- schwerl. In wieviel Hunderten von Fällen sie aber unmöglich wird— aus Rücksicht auf den Platzmangel, lehren die oben ange- gebenen Zahlen, die geradezu erschütternd wirken müssen. Hier liegt eine sträfliche Versäumnis des Magistrats vor. Schon im Jahre 1994 enthielt die 228 Millionenanleihe einen Posten von 1,6 Millionen für die Errichtung eines Kinderkrankenhauses, das damals schon notwendig war, sonst hätte es nicht in der An- leihe gestanden. Die Krankenhausdeputation hat nunmehr erneut den Beschluß gefaßt, der Magistrat solle mit tunlichster Beschleuni- gung die Errichtung eines neuen Kinderkrankenhauses in die Wege leiten. Da sage noch jemand: Kulturaufgaben leiden nicht in Berlin! Im Wettbewerb für die Ausgestaltung deS ParkgürtelS, der im Bebauungsplan des westlicben Teils des Tempel hofer Feldes vorgesehen ist. hat das Preisgericht nach zweitägige, Beratung Freilagabend dos Urteil gefällt. Den ersten Preis(5090 M.) ei hielt RegierungSbaumcister Fritz Bräuning lTeniplin i. Ucker- niark), den zweiten Preis(3009 M.) Baurat Ernst Svindler iBerlin). Der dritte Preis wurde, nachdem die ausgesetzte Summe von 2000 M. aus 3000 M. erhöht wurde, zu gleichen Teilen von je 1500 M. auf zwei Entwürfe verteilt, von denen der eine vom Gartenarchitekten Alfred Hensel(Schöneberg) eingesandt war, während der andere eine gemeinsame Arbeit von Professor Franz Seeck(Berlin) und dem Gärlenarchitekl Paul Freye(Charlotten- bürg) darstellt. Im ganzen waren 54 Entwürfe eingegangen. Die Beschlüffe der Jury erfolgten durchweg mit Einstimmigkeit. Die öffentliche Ausstellung der Entwürfe findet von Montag ab im Fe st f aale des Abgeordnetenhauses, Prinz- Albrecht-Straße, statt. Im fünften Berliner Rcichstagswahlkreise hat der Vor- stand der Fortschrittlichen Volkspartei beschlossen, den Scharf- macher und Obermeister der Malerinnung Herrn Rcttig als Kandidaten für den Reichstag aufzustellen. Herr Rettig hat an dem einen Durchfall bei der eben stattgefundenen Stadt- verordnetenwahl noch nicht genug; er sehnt sich nach einem zweiten. Den soll er haben! Eine Viehzählung findet am 1. Dezember im preußischen Staate statt: sie erstreckt sich auf Pferde, Rinder und Schweine und wird von Haus zu Haus durch besondere Zähler vorgenommen. Ein Merkblatt hat die städtische Schnldcputation herausgegeben, das an Kinder solcher 5tlasscn verteilt wird, in denen Diphtherie und Scharlach zum Ausbruch gckoinincn ist. Die Kinder sollen das Merkblatt den Eltern übergeben. Gegen die Knallkorkpistolen hat die städtische Schuldeputation eine Verfügung erlassen, in der sie auf Anregung des Polizcipräsi- dcntcn die Lehrer aufmerksam macht auf den Unfug, der vielfach von Schulkindern mit sogenaniitcu Knallkorkpistolen in den Straßen getrieben wird. Es wird darauf hingewiesen, daß durch das Ab- schießen der Pistolen nicht mir alte und leidende Personen erheblich Schaden an ihrer Gesundheit nchnicn können, sondern daß auch eine Gefahr für die Kinder selbst darin besteht, daß durch die zersprin- gendcn Korklcilc und die Stichflamme das Augenlicht eingebüßt oder ihre Kleider in Brand gesetzt werden können. Es soll in den Schulen auf das Strafbare des Unfugs hingewiesen werden und die zur Anzeige kommenden Fälle sollen im Wege der Schuldisziplin geahndet werden._ Ein schwerer Postraub,' bei dem dem Täter gegen 300 000 M. in die Hände fielen, ist Freitag- abend auf offener Straße auf dem Wege vom Postamt III in der Reichsbank bis zum Postamt 41 an der Ecke der Alten Leipziger und Kurstraße verübt worden. An Einzelheiten wird berichtet: Von dem Postamt III in der Reichsbank werden große Werte täglich biermal mit' besonderen Wagen abgeholt und den verschiedenen Postämtern zugeführt: um 10 Uhr vormittag», um t, 4 und S Uhr nach- mittags. Die Ein« und Ausfahrt liegt an der Kur- straße 1—5. Den letzten Wogen Freitagabend fuhr ein Postillion vom Fuhramt in der Mockernstratze, der icyon feit zehn Jahren im Postdienste steht. Sein Beglcicer war ein Bea...ler vom Post- ami v in der Franzöfiichen Straße. Beide find verheiratete Männer und haben sich bisher nichts zuschulden kommen lassen. Die Geld- wagen werden doppelt verschlossen. Eine Eisenstange, die die Tür von außen sichert, trägt ein Vorhängeichlotz. Trotz dieser doppelten Sicherung ist eS dem Diebe in unglaublich kurzer Zeit gelungen, die Tür zu öffnen, während der Postillion beim Wagen auf dem Bürger« steige stand und der Begleiter aus wenige Minuten in das Amt 41 hineingegangen war Seine Festnahme erfolgte noch in der Nacht um 2>-z Uhr. Um diese Zeit sah der Schutzmann LinderS auf seinem Rundgang in Rixdorf«inen Mann in Hausschuhen fast geräuschlos den Reuterplatz entlang gehen. Dem Beamten fiel eS auf. daß er einen großen Gegenstand in einer groben Leinwand- hülle unter den Armen trug und sich immer dicht an den Bauzäunen entlang drückte. Als der Mann sah, daß der Polizeibeamte auf ihn aufmerksam geworden war. wurde er augenscheinlich unruhig, beschleunigte seine Schritte und lief endlich die Panier- und Manitiusstrotze entlang. Als er in die Pflüger« straße einbog, verlor er feinen Hut und ließ ihn im Stich. DaS ließ ihn noch veidäcbtiger erscheinen. Er lief dann, von dem Schutz- mann verfolgt, das Maybachufer entlang und von hier wieder in die Maniliusstraße hinein. Bor dem Haufe Nr. l4 dort gelang es LinderS, ihn zu stellen. Jetzt hatte er nichts mehr bei sich. Der Gegenstand. den er früher unier dem Arme gelragen hatte, war verschwunden. LinderS brachte den Verdächtigen nach dem 8. Polizeirevier am Reuterplatz. Der Reviervorsteher Polizeileutuant Hoerningk ergriff sofort alle Maßnahmen, um festzustellen. waS eS mit dem Manne auf sich hatte. Der Verhaftete selbst gab keinerlei Auskunft- Weil unterdessen der Postdiebstahl gemeldet worden war, so er- schienen auch höhere Polizeibeamte auf dem 8. Revier. Hier wurde bald die Persönlicbkeit deS Verdächtigen als die eines Reisenden Cavello. in der Weichselslraße wohnhaft, festgestellt. Die Nach- forichungen nach dem Gegenstande, den Cavello beseitigt hatte, führten bald zu seiner Wiederermittclung.. Er wurde in der Manitiusstraße auf einem Platze, aus dem Möbelwagen stehen, hinter dem Zaun und einem Wagen aufgefunden. Cavello hatte ihn dort über den Zaun geworfen. ES ergab sich, daß es der gestohlene Postsack war iind daß er noch große Werte in verschiedenen Wertpapieren, aber kein Papiergeld mehr enthielt. Jetzt durchsuchte man noch in der Nacht die Wohnung CovelloS. die dieser in der Weserstraße 207 mit seiner Geliebten, einer 22 Jahre alten Büfett- mamfell Martha Barowitz teilte. Hier fand man viele Taufende in Papiergeld. Cavello war gleich nach dem Diebstahl mit der Beute nach Hause gegangen, hatte dort daS bare Geld ausgeschieden und behalten, die Wertpapiere ober. Pfandbriefe und dergleichen wieder in den Postbeutel getan, vermutlich um diesen mit dem Inhalt anderswo unterzubringen. DaS, was in dem von Cavello weg- geworfenen Sacke noch gefunden wurde, füllt allein einen großcß Waschkorb. jj Der Verhaftete gibt an. daß er früher einmal kurze Zeit bei der Post beschäftigt gewesen sei. Vor einiger Zeit habe er in einer Gaslwirlichast in der Linkstraße, in der Postbeamte zu verkehren pflegen, einen Mann getroffen, den er nicht weiter kenne. Der Mann habe dort Rennlips zum Besten gegeben. In der Unterhaltung habe der Unbekannte ihm gellagt, daß man auf redlichem Wege nicht mehr weiter komme, und ihn dann aufgefordert, mit ihm zusammen etwas zu machen. Auf Verabredung habe er sich Freitagabend an der Ecke der Kaifer-Friedrich- und Reuterstraße mit ihm getroffen. Von dort aus feien sie dann nach Berlin gegangen und hätten den Postdieb- stahl gemeinsam ausgeführt. In seiner Wohnung in der Weserstraße habe er. Cavello, die Beute mit dem Unbekannten geleilt und dieser sei dann mit seinem Anteil weggegangen, ohne ihm sein Ziel anzu- geben. Weitere Ermittelungen haben ergeben, daß der Postsack über 300 000 M. in barem Gelde und Wertpapieren enthalten haben muß. Cavello hat einen Teil der Wertpapiere, Bremer Anleihe und anderes niehr schon verbrannt. Wie viel das ist. läßt sich noch nicht sagen. Da» Papiergeld ist nicht bloß deutsches, sondern auch österreichisches und anderes fremdländisches. Cavello behauptet jetzt, daß er bei der Ausführung des Diebstahls gar nicht zugegen gewesen sei. Der eigentliche Dieb sei ein Postbeamter, der mit Vornomen Wilhelm heiße und den er schon länger kenne..Wilhelm" habe ihn beauftragt. Freitagabend um 9>/z Uhr an der Ecke der Kaiser- Friedrich« und Reulerstraße in Rixdorf zu sein. Dort habe er sich auch pünktlich eingefunden. Eine Stunde später sei plötzlich ein Automobil an der Ecke vorgefahren. Wilhelm sei ihm mit einem schweren Sack entstiegen und sie beide seien dann mit dem Sock nach seiner Wohnung gegangen, um den Inhalt zu sortieren. Mit seinem Anteil an der Beute habe sich»Wilhelm" bald entfernt. Die Kriminalpolizei und die Postbehörde habe nun alle Beamten, die nach diesen Andeutungen und nach der Beschreibung, die Cavello gibt, unter Umständen in Betracht kommen könnten, her- angeholt. ES ergab sich aber, daß sie einwandfrei ihren Aufenthalt nachweisen konnten. Sie waren bei einer Zusammenkunft, die Freitagabend stattfand. Dieser wohnten sie auch in bürgerlicher Kleidung, nicht in Uniform bei. Der Verhaftete wurde gestern nachmittag nach dem Rixdorser Polizeipräsidium ge- bracht. Die vorhandenen Werte nahmen Postbeamte in Empfang. Cavello und der Postillon Mendt verwickelten sich bei einer neueren Vernehmung, die sich gestern bis spät abends hinzog, immer mehr in Widersprüche, und alle ihre Behauptungen erwiesen sich als haltlos. Schließlich sahen sie aber doch ein, daß es keinen Ausweg mehr gab, und Cavello gab das Leugnen auf, indem er erklärte, er wolle nicht weiter versuchen, sich noch mehr hineinzureden. Sein Geständnis ging dahin, daß er angab, beide hätten den Einbruch vor langer Zeit geplant. Der Postillon richtete es fo ein, daß er den Em- gang nicht frei fand und warten niußte. Er sprang vom Bock und schloß, nachdem sein Begleiter nach dem Hofe gegangen war. mit bereitaehaltenen Schlüsseln blitzscknell auf. Kn demselbe» Augenblick griff auch schon Cavello in den Wagen hinein. riß den Sack heraus, brachte ihn nach dem Auto und fuhr davon. Sobald sich mit der Beute entfernt hatte, ging Wendt an den Hofeingaiig heran und blickte hinein, um sich zu zeigen.— Er glaubte, daß er sich damit entlasten werde. Nachdem er sich so bemerkbar gemacht hatte, schwang er sich wieder auf den Bock und fuhr in den Hof hinein, dessen Zugang unterdessen frei geworden war. Die Ausführung des Plaues hat auf diese Weise nur Minuten in Anspruch genommen. Die Entdeckung mußte ihr in der nächsten Minute folgen, aber die Beute war trotzdem ichou weit außer Sicht. Ein schweres Branbunglück ereigneie sich gestern vormittag gegen 10 Uhr in der Liebigstrahe i im Osten Berlins. Im Erd- geschost des Seitenflügels wohnt dort seit einigen Monaten der Kutscher Retter mit seiner aus Frau und zwei kleinen Kindern bestehenden Familie. Während der Mann gestern früh zur ge- wohnten Zeit seiner Arbeit nachgegangen war, entfernte sich um d'A Uhr auch seine Frau aus der Wohnung, um Einkäufe zu machen. Sie ließ die beiden kleinen Kinder im Alter von 1 und 2% Jahren allein zurück. In ihrer Abwesenheit brach in der Woh- nung Feuer aus und die Flammen ergriffen auch das Bett, in dem die beiden Kinder lagen. Obgleich die Gefahr schnell bemerkt wurde und Hilfe zur Stelle war. hatte das ältere Kind, Charlotte, doch schon am ganzen Körper schreckliche Brandwunden davongetragen. Das arme Mädchen wurde nach der Unfallstation in der Warschauer Straße und von dort nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Die Verbrennungen sind so schwer, daß kaum eine Rettung möglich sein wird. Das zweite Kind kam mit leichteren Brandwunden davon. Das entstandene Feuer konnte von der alar- mierten Feuerwehr schnell gelöscht werden. Todessturz eineS Fliegeroffiziers. Bei einem Dauerfluge ist gestern mitlag gegen 12 Uhr der Offizierflieger Leutnant Freiherr Freytag v. Loringshoven in Döberitz tödlich verunglückt. Ueber den Todessturz gehen un-S folgende Mitteilungen zu: Der Wind wehte mit 10 bis 12 Sekundenmeter Stärke, so daß der Aufstieg nicht unbedenklich erschien. Leutnant Freylag v. Loringshoven steuerte jedoch einen Doppeldecker neuester Bauar> mit lOOpferdigem Argusmotor. Fast eine Stunde lang umkreiste der Offizier das mit zahlreichen Bäumen und Sträuchern um- standene Feld und hielt sich in einer Höhe von 200 Meter. Schließlich wollte der Militärflieger auf dem in der Richtung nach Nauen zu be- legenen ausgerodeten Platz vor den Fliegerschuppen niedergehen und stellte in ca. 180— 200 Meter Höhe den Motor ob. Der Gleilflug verlief anfangs vollständig glatt und ordnungsgemäß. In 150 Meter Höhe wurde der Flieger jedoch von einigen Böen gepackt, die den Apparat hin und her warfen, so daß der Offizier, da der Motor nicht mehr lief, schleunigst niedergehen und einen steilen Gleilflug ausführen mußte, um nicht an Schwungkraft zu verlieren. Unglücklicherweise stellte der Flieger, der in einer vollständig geschlosienen Karosserie saß und deshalb nicht zu befürchten brauchte, heraus zustürzen, das Höhensteuer derartig ein. daß die Maschine fast senkrecht in der Luft stand. Der Doppeldecker fiel rapid und B. besaß nicht mehr die Möglichkeit, seinen Flugapparat in die wagerechte Lage zu bringen, obwohl er. wie die spätere Untersuchung zeigte, das Höhensteuer bis an die äußerste Grenze betätigt hat. Der Doppel- decker schlug senkrecht auf den Erdboden aus. wobei sich das vordere Höhensteuer in den lockeren Boden einbohrte. Die Karosierie, in der der Flieger faß, wurde zusammengedrückt und der schwere Motor stürzte auf den Führer. In wenigen Sekunden waren Offiziere und Mannschaften an der Unfallstelle, doch gelang es erst nach einigen Minuten aus dem wüsten Chaos von Spanndrähten. Holzstreben und Eisenteilen den Körper des Unglücklichen hervorzuziehen. Der Offizier ist unmittelbar nach dem Sturz getötet worden. Der Motor hatte das Rückgrat und die Schädeldecke des Offiziers vollständig zertrümmert, so daß der Körper fast nur noch einer blutigen Lache glich._ Schneewittchen ist nun auch aufs Eis gegangen. Die Direktion dcS Admiralpalastes hat das Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen zu einer Eislaufpantomime verarbeiten lassen; es gelangte vorgestern nachmittag auf der großen Eisbahn unter dem !Jubel zahlreich erschienener Kinder, die rn Begleitung ihrer Eltern gekommen waren, zur Aufführung. Gesangliche Veranstaltungen. Der Gesangverein.Kreuzberger Harmonie' veranstaltet heute Sonnlag. den 20. November sTotensonntag), im Konzertsaal der„Brauerei Friedrichshain' sfrüher LippSs, am Königstor, ein Konzert. Zur Aufführung gelangt:„Frithjof', Oratorium von Max Bruch. Mitwirkende: Frau Herta Gcipelt sSopran), Herr Karl Rachö(Bariton). Berliner Slnfonie-Orchester<45 Musiker), Dirigent: Maxim. Fischer. Eröffnung 0 Uhr. Ansang präz. 7 Uhr. Programm im Vorverkauf 60 Pf., an der Abendkasse 75 Pf. Der.M ä n n e r ch o r Norden' veranstaltet heute, am Toten- sonntag, im großen Saale der Brauerei Bötzow. Prenzlauer Allee 247, ein Konzert unter gefälliger Mitwirkung der Hofopernsängerin Frau Margarete Abel-Rehkopf. des Violinvirtuosen Herrn Bruno Wandelt und des Organisten Herrn Paul Kurz(Harmonium). Saalöffnung 0 Uhr. Anfang 7 Uhr. Einlaßkarte 50 Pf. Kinder unter 0 Jahren haben keinen Zutritt. Der Männerchor„Vorwärts' veranstaltet heute abend 6 Uhr in Kellers„Neuer Philharmonie', Köpenicker Str S0/g7. fein diesjähriges Herbstkonzert. Mitwirkende sind Konzertmeister Rudolf Uschmann(Violine), Peter Uschmann(Violincello), Paul Uschmam, (Flügel), sowie Frl. Marianne Geyer(Lieder zur Laute). Eintritt 00 Pf,_ Dachstühle in Flammen. Ein gewaltiger Dachstuhlbrand kam gestern abend gegen 0 Uhr in der T ran s v a a lstr. 14 im Norden Berlins zum Ausbruch. AIS die Gefahr von Stratzenpassanten be- merkt wurde, war das Feuer schon weit über seinen Herd hinaus und hohe Flammen schössen aus dem Dachgeschoß des neuerbauten tauses hervor. Auf mehrfachen Alarm rückte die Feuerwehr mit vier öi'chziigen an. Trotz unausgesetzten Wasiergebenö konnte doch nicht verhindert werden, daß der Dachstuhl fast i» seiner ganzen Aus- dehnung zerstört wurde. Erst in den späten Abendstunden war der Brand völlig gelöscht. Die Ursache des Feuers konnte noch nicht fest- gestellt werden.— Die Wilmersdorfer Feuerwehr halte vor- her in der Nassauischen Str. IL gleichfalls einen umfang- reichen Dachstuhlbrand zu bewältigen. Die Wehr war in ganzer Stärke zur Stelle und arbeitete mit sechs Schlauchleitungen, um die Nachbargebäude zu schützen. Der Dachstuhl des Vorderhauses ist vollständig ein Raub der Flammen geworden. Auch hier ist die Brandnrsache noch nicht ermittelt. Arbeiter-Samariterkolonne Groß-Berlin. Heute Sonntag, S. Abteilung, Schöneberg. Besichtigung des Pathologischen Museums (11—1 Uhr) Eingang Neue Charite, Alexanderufer.— Freitag, 1, Dezember, Lehrabend der aktiven Mannschaft, verbunden mit Verbandtastenausstellung für Vereine und Fabrikbetriebe. Jnter- esjenten und Gäste hierzu willkommen. Vorort- JVacb richten. Wilmersdorf-Halensee. Zur Krankenhausfrage. Am Mittwoch wird die Stadtverordnetenversammlung sich mit einer Angelegenheit zu befassen haben, die vor allem für die Ar- beiterschaft unseres Ortes von hervorragendem Interesse ist. Wil- mersdorf soll nämlich endlich ein eigenes Kranken- haus erhalten, das der Stadt trotz ihrer 110 000 Einwohner immer noch fehlt. Als die Gemeinde 1900 nach Gewährung der Stadtrechte sich mit dem Kreise Teltow aiiscinandersctzeii mußte, kam ein Uebereinkomnien zustandei wonach die neue Stadt das Recht erhielt, in den Kreiskrankeuhäusern Britz und Groß-Lichter- lselde 130 Betten zu belegen. Dies Recht, das der Stadt alljährlich etwa eine halbe Million Mark kostet, ist insofern nur von proble- matischem Wert, als im Vertrage bestimmt ist, daß der Kreis von den 130 Wilmersdorfer Betten so viele belegen darf, als zeitweilig frei sind, wohingegen andererseits die Stadt Wilmersdorf mehr als 130 Betten zu beanspruchen das Recht hat, soweit solche zur Ver- fügung stehen. Von dieser dehnbaren Bestimmung profitierte der Kreis entschieden stärker als die Gemeinde Wilmersdorf, in der die Klagen über die Schwierigkeiten, Kranke unter- zubringen, allgemach kein Ende nehmen wollten. Diesen Klagen konnten auch die städtischen Körperschaften ihr Ohr nicht verschließen, doch bestand nach der Darstellung des Ma- giftrats die Schwierigkeit darin, vom Kreise loszukommen. Die Möglichkeit hierzu scheint jetzt vorhanden zu sein. Der Kreis selber muß nämlich auf das Wachstum seiner Bevölkerung Bedacht nehmen und sieht den Zeitpunkt herannahen, wo das gegen reich- lich bemessene Entschädigung der Stadt Wilmersdorf gewährte Recht auf Krankcnhausbelegung ihm selber Verlegenheiten berei- ten wird. So kommt es denn, daß es dem Wilmersdorfer Magi- strat kürzlich gelungen ist, mit der Kreisverwaltung Bereinbarun- gen über einen Auseinandersetzungsvertrag zu for- mulieren. Danach soll die Stadt Wilmersdorf an einem noch näher zu bestimmenden Termin, der frühestens auf den 1. April 1914, spätestens auf den 1. April 1910 anzusetzen ist, auf das ihr 1900 eingeräumte Recht der Krankenhausbelegung und damit gleich- zeitig auf alle sonstigen Ansprüche, die ihr aus der Krankenhaus- gemeinschaft zustehen, verzichten, wohingegen von dem genannten Termin ab auch alle Verbindlichkeiten dem Kreise Teltow allein zur Last fallen. Bis zu dem Ausscheidungstermin hat Wilmers- darf jedoch nicht nur die Verzinsung und Tilgung der bisherigen Krankcnhausschulden in dem Verhältnis auf stch zu nehmen, daß auf die Stadt 130, auf den Kreis 513 Teile entfallen, sondern die Stadt muß sich auch verpflichten, etwaige Anleihen, die der Kreis bis zur Höhe von l'A Millionen Mark etwa noch zu Krankenhaus- zwecken aufnehmen sollte, in dem hier genannten Verhältnis zu tilgen und zu verzinsen. Da die Stadt bis dahin sckon für rund 820 000 M. haftbar war. so können für sie. abgesehen von den laufenden Beitragsquoten noch Zins, und Tilgungsleistungen bis zur Höhe von rund 90 000 M in Betracht kommen. Man steht, daß der Kreis Teltow die Sacklage zu seinem Vorteil wahrzuneh- men weiß. Der Kreistag will bereits am 18. Dezember in der Krankenhausfrage seine Entscheidung treffen und somit hat auch die Stadtverordnetenversammlung sich bald über die Krankenhaus- frage schlüssig zu werden. Für den Fall, daß eine Auseinandersetzung zustande kommt, beginnt für Wilmersdorf natürlich erst die Hauptarbeit. Es ist dann dahin zu streben, daß der beschämende Zustand von heut« so bald wie nur möglich beseitigt wird und die Stadt endlich zu einem eigenen Krankcnhause von würdiger Beschaffenheit kommt. Wilhelm PieSker f. Am 22. November ist unser Parteigenosse Wilhelm PieSker im 47. Lebensjahre gestorben. In ihm verliert der sozialdemokratische Wahlverein eines seiner ältesten und tüchtigsten Mitglieder. Seit 1888 am Orte organifiert, hat PieSker in der Mitte der neunziger Jahre den Vorsitz im Berein geführt und ist bis zu diesem Jahre Beisstzer am Gewerbegericht gewesen Lange Zeit nahm er am Gedeihen der Partei den lebhaftesten Anteil, bis ihn vor drei Jahren eine tückische Krankheit niederwarf, von der er jetzt durck den Tod erlöst wurde. Alle, die unseren dahingeschiedenen Genossen gekannt haben, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung erfolgt beute, Sonntag, nachmittag 2 Uhr, von der Leichenhalle des Wil- merSdorfer GemeindefriedhokeS in der Berliner Straße aus. Es wird erwartet, daß die Parleigenossen und Genossinnen unserem toten Freunde so zahlreich wie möglich die letzte Ehre erweisen. Charlottenburg. Mit einer imposanten öffentlichen Versammlung trat am Freitag die Charlottenburger Arbeiterschaft in den Wahlkampf ein. Das Referat hatte der Kandidat des Kreises, Genosse Fritz Zubeil, übernommen. In trefflichen, häufig von stürmischem Beifall unterbrochenen Ausführungen entledigte sich der Redner seiner Aufgabe, Der kommende Wahlkampf, meinte Zubeil. ist gegen alle Parteien zu fuhren; alle Parteien stehen in geschlosse- ner Front gegen die Arbeiterschaft gerüstet. Wer bürgt dafür, daß die Liberalen, die jetzt über den schwarzblauen Block wettern und schimpfen, gegen die Reaktion ein festes Rückgrat behalten? An den Sünden des zu Ende gehenden Reichstages sind die Forschritt- lichen zum großen Teil mit Schuld. Sie habe» sich 1907, als sie nock) aus der RegierungSkrippe fraßen, in schnödester Weise über- tölpeln lassen. Mit ätzender Schärfe kennzeichnete der Redner die bestehenden Zustände. Nach wie vor herrscht das persönliche Re- giment. die Regierung ist im letzten Grunde der Willkür eines einzigen Mannes überlassen. Das Parlament ist einfach zur Ae- willigungSmaschine für die ungeheuren Geldausgaben für Heer und Flotte degradiert. Diesen Zuständen müsse das deutsche Volk entgegentreten, indem eS am 12. Januar die Stimme dem Kandi- daten der Sozialdemokratie gebe. Die Sozialdemokratie allein biete Gewähr, die Bolksrcchte energisch gegen Anmaßungen einiger privilegierter Cliquen zu vertreten. Zum Schluß ging Genosse Zubeil auf die Verhältnisse im Kreise Teltow-BeeSkow ein. Hier haben die verschiedensten bürgerlichen Richtungen, von den Anti- scmiten bis zu den Demokraten, eigene Kandidaten aufgestellt. Wohin das führen soll, ist klar; man will die Stimmen zersplittern und die Sozialdemokratie in die Stichwahl drängen. Daß auch die Demokraten einen eigenen Kandidaten aufgestellt haben, sei be- dauerlich. Es wäre besser, die Demokraten würden ihre Agitation in den Kreisen entfalten, wo man der Reaktion Abbruch tun könne. Die Arbeiterschaft Charlottenburgs möge sich rechtzeitig darüber klar sein, daß dieser Wahlkampf ein sehr schwerer sein wird. Jeder muß seine Pflicht tun, Männer und Frauen. Wenn dies geschieht, dann wird der 12. Januar ein Siegcstag für unS werden. Mutig hinein in den Kampf. Durch Kampf zum Sieg!— Der zwei- stündige Vortrag wurde mit jubelndem Beifall aufgenommen. Nach- dem Genosse Bade die Genossen und Genossinnen aufgefordert häite, die Worte des Referenten in jeder Hinsicht zu beherzigen, wurde die Versammlung mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemo- kratie geschlossen. Liepninnu-Stiftung. Der Stadtverordnete AmtsgericktSrat a.D. Dr. Paul Liepmann und seine Ebcgaitiu baben der Stadt Char- lottenburg eine Schenkung von 20 000 M überwiesen. Die nach der Großmutter des Stiilers benannte„Adelbrid-Liepmann-Stifiung' ist bestimmt, besonders begabten Knaben und iunc>en Männern aus der niibemittelte» Charlottenburger Bevölkerung eine Beihilfe zu ihrer Ausbildung tür einen gewerblichen, wissenschaftlichen oder iünst- lerischen Berus zu gewähren. Insbesondere soll die Unterstützung zu ErziebungSbeiirägen für den Besuch höberer Lehranstallen. HaiiSelsschule». Kunstschuleu, Gewerbe- und anderer Fachschulen ver- wandt werden. Der Magistrat hat die Schenkung angenommen. Schönebcrg. Ein aufregender Borfall spielte sich am gestrigen Sonnabend nachmittag in dem Hauie Koburger Str. 11 ob. Auf dem Dach des HauieS war der Schoriisteiiifegerlehrtiiig Heinrich Schott damit be- schäfiigt. die Kamine zu reinigen. Bei dieser Arbeit klemmte sich der Besen, den der Knabe benutzte, an einem Mauervorsprung fest und Sch. beugte sich in die Mündung deS Schornsteins hinab. um zu sehen, wo das Hindernis sei. Plötzlich verlor der Lehrling das Gleichgewicht und stürzte kopfüber in den Schlot hinein. Gr ruischte bis zur Höhe der viecien Etage hinab und blieb dort, da sich der Schornstein verengte, stecken. Der Ver- unglückte stieß Hilfernfe auS, die zunächst jedoch keine Beachtung fanden. Sowohl die Mieter der dritten, als auch der vierten Etage hörten wohl Stöhnen und schwache Hilferufe, konnten sich jedoch nicht erkläre», woher daS Schreien käme. Schließlich stellten sie fest, daß die Rufe aus dem Schornstein, an den ihre Oefen angeschlossen sind, drangen. Die Bewohner erstiegen das Dach und fanden dort oben das Handwerkzeug des Lehrlings neben dem großen Kamin liegen. Alle Versuche, den Unglücklichen, der in einer so gefahrvollen Lage schwebte, zu befreien, schlugen jedoch fehl. ES wurde deshalb die Schöneberger Feuerwehr be- nachrichtigt, die auf den Ruf„Menschenleben in Gefabr' in wenigen Minuten zur Stelle war. Jedoch auch den Feuerwehrleuten gelaug es nicht, den Knaben auS dem Schornstein herauszuziehen. DaS Mauerwerk mußte deshalb mittels Spitzhacken abgerissen werden und schließlich vermochte man den Lehrling, der inzwischen das Bewußt- sein verloren hatte, hervorzuziehen. Der Knabe, der außer inneren Verletzungen namentlich Blutstockungen erlitten hatte, wurde nach dem Schoneberger Krankenhaus übergeführt. Vom Gefängnis in den Tod. Ein Straßenbahnunfall mit töd- lichem Ausgang ereignete sich Freitag abend vor dem Haufe Hauvt- straße 122. Dort versuchte der 59jäbrige Arbeiter Wilhelm Wollny in der Trunkenheit kurz vor dem Herannaben eines Swaßenbahn- wagens daS Gleis zu überschreiten, wurde jedoch vom Sckutzrabmen erfaßt und so heftig beiseite geschleudert, daß er mit dem Kopf gegen die Bordschwelle schlug. Der Verunglückte erlitt einen Schädelbruch und starb bald Wie aus einem in der Tasche des Mannes befindlichen Schriftstück hervorgeht, halte er erst vorgestern das Gefängnis verlasse» und sich offenbar in der Freude über die wiedererlangte Freiheit einen so starken Rausch angelrunkeN, daß er den herannahenden Straßenbahnwagen nicht bemerkte. Nixdorf. Der„Männergesangverein Rlxdorff- veranstaltet heute, den 20, November, abends 7 Udr. im hinleren Konzertsaal der„Neuen Welt', Hosenbeide. ein Volkskonzert unter Mitwirkung deS Professor Waldemar Meyer-Ouartetts. Da der Veuin sich stets bei Partei- Veranstaltungen zur Verfügung stellt, wird auf guten Besuch des Konzerts gerechnet. Friedenau. Mit welchem Interesse die Genossen In die Woblbewegmig ein- getreten sind, zeigte der Besuch der letzten Mitgliederve, sammln, ig. Genosse Detmer referierte über„Liebesgabenpolittk". Die Genossen Meyer. Hagen und Entert ergänzten die Äussührungen deS Refc- renten. Genosse Eulerl meinte, daß besonders der Freisinn an der Einführung der Einfuhrscheine schuld sei. Jetzt kurz vor den Wahlen würde ober aus dem SauluS ein Paulus. Auch diesen müßten sich die Genossen merken. Aufgenommen wurden 10 Mitglieder. Zum S-bluß appellierte Genosse Eulert an die Genosse», im gegenwäriigeii Wahlkampf ihr- ganze Kraft in den Dienst der Partei zu stellen und zu jeder Zeit bereit zu fein, wenn der Ruf an sie ergeht. Lankwitz. Der bei allen Arbeiterfesten hier mitwirkende Gesangverein Lankwitz-Südende veranstalte« heute Totensonntag einen gesckloffenen Unlerhaltungsabend unter Mitwirkung der Sängergesellschaft Anke. Nur geladene Gäste baben Zutritt. Beginn abends 7 Uhr bei Prochatzka, Viktoriastraße. Ober-Zchöneweide. Die Maßnahmen gegen die Teuerung, welche von der Gemeinde in die Wege geleitet wurden, sind soweit gediehen, daß an, 1. De- zcmber mit der Eröffnung der Zentralküche begonnen wer- den soll. Zu diesem Zwecke sind in dem Hause Laufenerstraße Parterreräunilichkeiten gemietet worden, die entsprechend hergc- richtet werden. Der Betrieb der Küche ist den Nährmittelwerleu Kolb u, Co. übertragen worden. Die Firma hat sich verpflichtet, zu dem Preise von 00 Pf. schmackhaftes Essen bestehend aus 2 Liter Gemüse und 250 Gramm Fleisch für 2 Personen zu liefern. Es sollen auch kleinere Portionen abgegeben werden. Die erforder- lichen Hilfskräfte werden von der Gemeinde gestellt, die außerdem eine tägliche Abnahme von 150 Litern garantieren muh. Die Aus- gäbe des Essens erfolgt an jederman». Von der Inanspruchnahme der Einrichtung wird es abhängen, ob der ursprüngliche Plan, auch ein« Einnahme des Essens in Nebenräumen der Küche zu ermög- lichen, zur Ausführung gelangt. Die Küche wird von 1612 bis 2 Uhr, und da viele Arbeiter gewohnt sind, nach Arbeitsschluß erst warmes Essen einzunehmen, auch in der Zeit von%5 bis 6 Uhr geöffnet sein. Wildau-Hoherlchme. In einer überfüllten, auch von einer großen Anzahl Beamten der Firma Schwarzkopf-Maffai sowie vielen Frauen besuchten Volksversammlung referierte am Dienstag der Vertreter des Kreises Genosse Zubeil über die Tätigkeit der fozialdemokrati- scheu Fraktion im Reichstage und die bevorstehenden Reichstags- wählen. In 2)4 stündiger Rede führte der Redner, den m,t großer Spannung lauschenden Zuhörern die volksfeindliche Politik der bürgerlichen Parteien sowie die positive Arbeit unserer Fraktion zur Besserung der Lage der minderbemittelten Bevölkerung vor Augen. Zum zweiten Teil des Referats, die bevorstehenden Reichs- taaswahlen. übergehend, beleuchtete Zubeil die im Kreide hauptsächlich in Betrocht kommenden zwei Parteien, die Koniervativen und die vereinigten Liberalen. Was die Konservativen arrbetreffc, so haben dieselben durch ihr brutales egoistisches Treiben im Reichs- und Landtage bei der übergroßen Mehrheit der deutschen Bevölkerung ausgespielt. Und sie würden bald aus den Parla- menten verschwunden sein, wenn ihnen nicht in den Landrätcn sowie der gesamten preußischen Bureaukratie und dem Bunde der Landwirte, worunter leider auch noch ein großer Teil der klein- bäuerlichen Bevölkerung den Verlockungen derselben folgten, so gewaltige Helfer zur Seite ständen. Aber auch dem Liberalismus liege nichts an einer Demokratisierung der Verhältnisse in Deutsch- land und noch viel weniger an einer Verbesserung der Lage der arbeitenden Klasse. Was die Kandidatur der Demokratischen Ver- einigung anbelange, so müsse es Verwunderung erregen, daß die Herren den Mut haben, in solchen Kreisen Kandidaten aufzustellen, in denen die Sozialdemokratie schon seit Jahren durch unermüdliche Aufklärungsarbeit die Bevölkerung mit ihren Ideen vertraut gc- macht hat.— In der Diskussion meldeten sich eine Frau Rose und ein Herr Gmanz, beide Anhänger der Demokratischen Vereinigung, zum Wort. Mit den Ausführungen Zubeils erklärten sich beide im allgemeinen einverstanden. In der Frage der Aufstellung eines eigenen Kandidaten meinten sie. daß die Demokratische Ver- einigung besser in die Kreise des neuen Mittelftandes eindringe und dieselben eher für die Demokratie gewinnen könnten. Beide Redner fanden jedoch bei der Versammlung wenig Anklang.— Nachdem hierauf Genosse Kaiser die Versammelten zur regen Agitation und Organisation für die Reichstagswahlen aufgefvr- dert, wurde die imposante Versammlung unter bremsendem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Königs>-Wusterl,nnsen. Ueber chronisch» Beinleiden und ihre soziale Bedentnng spricht heute Sonntag, den 20, November, abends 5>/„ Uhr, aus Veranlassung der Ortskraiikenknsse der bekannte Spezialarzt für Beinleiden Dr. Brann-Berlin im Psuhlschen Hotel. Zu diesem wichtigen Bor- trag hat jedermann Zutritt. Spandau. Stadtverordnetenstichwahl! Morgen. Montag, finden von vor« mittags 10 bis 1 Uhr und nachmittags von 4 bis 8l/t Uhr die St.,dtverordnetenstichwahlen im 1.. 5. und 7. Bezirk statt. Im 1. Bezirk stehen sich der ReichSverbändler Buchdruckereibefiyer Schob mit dem Kandidaten der Baugenossenschaft Arbeiter August Großer gegenüber, hier wird eS unseren Wählern nicht schwer fallen, zu enischeiden, für wen sie ihre Stimme abzugeben haben, wenn sie sich nur die eine Aeußerung. welche der Herr Schob im Stadtbause gemacht hat. ins Gedächtnis zurückrufen. Der Herr sagte: Wenn es den Herren Sozialdemokraten nicht paßt, dann können sie ja gehen. Im 5. und 7. Bezirk stehen unsere Genossen den Baugenossen- schaftlern gegenüber. Hier ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, alles daran zu fetzen, um unsere Genossen S ch u b e r t und Pieck zum Siege zu verhelfen. Genosse», welche sich tnorgen zur.Wahlarveit de» ganzen Tag zur Verfügung stellen können, treffen sich früh 8'/, Uhr für den S.Bezirk bei Schubext, Kurstr. 21 und für den 7.. Bezirk bei Koepnick, PichelSdörfer Stx. 39. Abends finden sich sämtliche®€»' nossen in den beiden iZolalen zur WaWrdeit ein.-.,. Pankow. Heute Konntag, den 26. November,, nachmittags. 4 Uhr, der- anstaltet der Arbeiter-Turnverein Pankow im Lokal des Herrn Krinelke, Berliner Straffe 27. eiq Schauturnen. Da der Berein bei Arbeiterfestlichkeiten mitwirkt, werden die Genoffen ersucht, sich zahl« reich zu beteiligen.,, 1 Potsdam. Einen LerzweiflungSfchritt tat gestern der Arbeiter Richard. Beuster, der im Hause Junlerstr. 39 eine Dachwohnung innehat.. Während sich der verheiratete Mann allein in seiner Stube befand. sprang er aus dem Fenster und stürzte auf. das. Straffenpflaster, - sich schwere innere Verletzungen zuziehend. Im Krankenwagen wurde er nach dem städtischen Krankenhaus befördert, wo er einige Stunden spater gestorben, ist.- Tegel«'•:... Am heutigen Totensonntag veranstaltet der Männergesangverein. „Immergrün", Tegel, in Trapps Fest'älen(am Bahnhoss ein grqffeS Herbstkönzert. Beginn 7'/, Uhr. Da ein ausgewähltes Pragramm zum Vortrag gelangt und sich der Verein bei allen Partei- Veranstaltungen zur Berfilgung stell!» wird auf einen guten Besuch -gerechnet.------' v flus der frauenbewegung. > Leseabeode. Erster KreiS. Montag bei Weihnacht» Grünstr. 21. Vortrag der Genossin A übe m üher..Die Frauen und die Wahlen".— Hansaviertel bei Rothe, Flensburger Str. 24. Zweiter Kreis.-Die Frauenleseabenbe deS zweiten 5kreiseS finden statt: Bülowstr. SS bei Wiemer, Referentin: Genossin W. Kähkcr>— Kreuzbergstr- 2 bei Schmedler. Referentm: Ge- iiossm Dietz;— ivtarkgrafenstr. 88 bei Löhrich, Referentin: Genossin Wurm und Blücherftt. 46,'Acke Fontane-Pvomenade, bei Fröhlich, ReferentiN: Genossin Baader. Dritter Kreis. Montag im Gewerkschaftshaus. Bor trag der Gen. Mail:„Der Reichstag und seine Bedeutung": Friedcmn,. Dienstag bei Stein, Handjery-, Ecke Rönnebergstraffe. Vortrag, dex Genossin Klara Wehl:»Die Frauen und der Reichs tagswahlkampf". Johannisthal. Dienstag bei Bieler. Friedrichstr. 6. Vortrag der Genossin D c MIN n in g- Berlin über:..Die Sünden des Rerchstags". Tegel. Montag Schlieperstr. 39.. Vortrag der Genossin M. Arend- fee über:-„Die Frauen und die Reichstagswahlen". Auherdem gelangt die Broschüre der Genossin L: Zieh über:„Die Frauen uud der politische Kampf" zur Ausgabe.' Borsigwalde. Borfigwalder'Festsäle. Vortrag über die Reichstags- . wähl.' Reinickendorf. Montag im Restaurant Sadau, Residenzstr. 124. Vortrag dps Genossen Ad. Domni'ck:„Was kann eine starke Vertretung der Sozialdemokratie itst Reichstage erreichen?" Pankow. Montag bei Start, Breitestr. 14, Restaurant Türkisches Zelt. Vortrag.--- Franziisisch-Vuchholz. Montag im Lokal- K. Kähne, Berliner Straffe 39. Bortrag des Genossen Akb. Jeserich. Kaulsdorf. Montag in Hamanns Gesellschaftshaus(Inhaber Knötschke), Frankfurter'Ehdussee. Borttäg' der'Gönöffin Buch. auj übev:„Die- FpßtlxH und. die bevorstehende ReiMogs- Lichtinbcrg. 1. Viertel bei-Heitle, Friedrich-Karlstr. 11. 2. Viertel bei Wilh:. Schulz. Kronprinzenstr. 47. 3. Viertelt bei Simon, Wilhel-mstr. 86. 4.- Viertel bei Witwe Lange, Wllendorff- straff«, Ecke Rüdigerstrahe. Vortrag:„Der. Reichstagswahl- kämpf und die Frauen".> Kriedrichsfrlde.' Montag bei' Brunk.-Prinzen-Allee S9. Genossin KdschewSki-Berlin spricht' über':..D)e Aufgaben der Frauen bei der bevorstehenden ReichstagSwahl".>''' Fricdrichshage«..Montag im. neuen Jugendheim, Friedrichstr. 66, 2. Hof part. links.-Vortrag-über:»Die Frauen und die Reichstagswahlen".__ Hus aller tidelt* SUffragcttee und poUzei. London» 22. November 1911.(Eig. ffler.) „Schreckliche Szesten im Westend! Ueber hundert' Frauen arretiert� rufen die Zeitungsjungen auS. .In-Wirklichkeit ist sich memand auffer den Berichterstattern der Sensationspreffe des.„schrecklichen" Charakters der Szenen, die (ich um uns abspielen, � bewußt. Die Zuschauer lachen, die Jungen johlen und stürmen von einem Punkt zum anderen. Hier und da loartet ein-Häuflein Mitglieder der„Womens social, and Political Nnion"'.|tiit ängstlichen Bsicken auf eine günstige Gelegenheit, um eine Fensterscheibe in einem der öffentlichen Gebäude mit einem Stein zu zertrümmerckk Einige Hunderte der größten und schwersten Londoyep Polizisten bilden ein« lebende Mauer- um das Parlament, das sie gegen den energischen Ansturm der SuffrageiteS verteidigen. Andere Polizisten zu' Fuff und zu Pferde halten die groffe Menschen- menge, die sich in der Gegend der Parliament-Square versammelt hat, in Bewegung. Der Tumult dieses Abends nahm seinen Anfang mit der Ver- sammlung der streitbaren Frauenrechtlerinnen in der Caxton Hall. Vor und in dem Saale herrschte die größte Aufregung. Den Gemütszustand der versammelten Frauen illustrierten die überall sichtbaren Inschriften. Eine lautete:»Die Garde stirbt, doch sie ergibt sich nicht!" . Eine Deputation will zum Parlament, um der Regierung den -Fehdehandschuh inS Gesicht zu schleudern. Vergebens werfen sich die auserlesenen Kämpferinnen gegen die massive lebende Mauer. Sie können nicht durch. Gleich zu Anfang wird die Generalissima gefangen genommen. Und nun entbrennt die Schlacht auf der ganzen Linie. Einige Mädchen werfen in dem Westminster Palace Hotel die Fensterscheiben ein. Gleich hat sie die Polizei beim Kragen. Knacks! knacks! zerspringen die Fensterscheiben in den benachbarten Re- gierungsgebäuden, doch fast jede Fensterscheibe kostet einen Arrest. Auch um Charing Croß und in der City im ZeitungSland wird ein erbitterter Kamps gegen die Fensterscheiben geführt. Eine Frau schwingt einen Hammer und betreibt das Zertrümmern im Großen. Gegen 9 Uhr scheinen die besten Schützen arretiert oder die Munition scheint verschossen worden zu sein. Aber der Tumult dauert fort. Berittene Polizisten säubern die Straffen, die sich jedoch gleich wieder anfüllen. Die Sufsragettes jubeln ihren ge- fangrnen Freundinnen zu. Alle Augenblicke erhellen die Blitzlichter der Photographen die Nacht. 'Ich stehe beim Parlamentsgebäude bei einem Japaner, der sich verwundert die Szene betrachtet. Ein großer Menschenhaufe kommt auf uns zu. In der Mitte der Menge bemerkt man ein typisches mageres englisches Mädchen, das wie eine Holzpuppe zwischen zwei dicken Polizisten baumelt. Eine Kriegsgefangene. Kaum ist dieser Zug vorüber, so entsteht in unmittelbarer Nähe ein Auflauf. Zwei Männer streiten sich. Neugierige kommen herbeigelaufen und drängen sich vor. Verdächtig aussehende In- dividuen schleichen um den Kreis. Man sieht auf den ersten Blick, daß dies eine von einer Taschendiebsgesellschaft nach bewährtem Muster veranstaltete Episode ist. Die Menge stiebt auseinander. Vier berittene Polizisten machen die Straffe frei. Hinter ihnen marschieren etwa ein Dutzend Fußpolizisten im Karree. In dem Karree tragen vier ihrer Kameraden einen dreirädrigen-Wagen, in dem sich eine ver- krüppelte Frau befindet. Diese Suffragette hat nicht eher geruht, als bis man auch sie gefangen genommen hat. Trotzig und un- besiegt blickt sie ihre zwanzig Bezwinger an. Die Garde stirbt, doch sie ergibt sich nicht! Allmählich verläuft sich die Menge.» Ein Zeitungsjunge ruft: �Schreckliche Szenen im Westend! Ueber hundert Gefangene!" Ein anderer Junge schreit:„Ueber 200 Sufsragettes arretiert!" Eine etwas angeheiterte Frau, die sich in diese Gegend verirrt hat, kauft ein Blatt von dem zweiten Jungen, der ihr mehr ver- spricht.- Sie nimmt das Blatt, läuft die Parliamentstreet hinauf und ruft:„Zwei Polizisten ermordert von den Sufsragettes!" Die Polizisten blicken einander erstaunt und ungläubig an. Doch das nächste Wirtshaus verschlingt die Unglücksprophetin. Unter dem Eindruck der Demonstration kann man sich des Ge- fühls der Enttäuschung nicht erwehren. Man ist enttäuscht, zu finden, daff die streitbaren Frauenrechtlerinnen mit all dem Enthu- siasmuS,. mit all dem Opfermut, der ihnen zur Verfügung steht. mchtS Besseres anzustellen wissen.' Ihr Ernst erscheint dem Volke nur als eine lttsktge Komödie. Wenn ffie ihre Kpäfte darauf kon- zentrierten» die'breite Masse der Frauen aufzuklären, anstatt einen aussichtslosen Kampf gegen die Minister zu führen, so wäre dem Frauenstimmrecht damit weit besser gedient. Die Explvsionskatastrophe in Liverpool. Zu der furchtbaren Explosionskataftrophe in der Oelfabrik von Bibby in Liverpool wird noch gemeldet, daff bis jetzt 21 Tote und 113 Verletzte, darunter 74 schwer, die im Hospital Aufnahme gesunden haben, Opfer der Katastrophe wurden. Man befürchtet jedoch, daff noch eine ganze Anzahl Toter unter den Trümmern liegt, da ein Teil des BrandeS bis Mitternacht noch nicht gelöscht war und die Rettungsarbeiten nachtS eingestellt werden mufften, da Einstürze befürchtet worden. Wie sich nunmehr herausssellt, ist die Ursache der Katastrophe auf eine Entzündung von Baumwollsamenstaub zurückzuführen. ES war eine Explosion ähnlich Schlagwetterexplosionen in den Bergwerken. Sie war aber dadurch um so gefährlicher, weil sich zu ihr gleichzeitig ein groffer Brand gesellte, der reichliche Nahrung in den großen Oelvorräten det Fabrik fgnd. Kleine Notizen. Nnwetterschäden. Infolge starker Regengüsse in einigen Teilen von Südtirol ereigneten�sich E r d r u t s ch e in, P a s se i ert a l und an der'" Ein weiteres Anwachsen ist zu erwarten. Ein Zufluß der Loste durchbrach einen Damm auf eine Länge von 25 Miter. Das Wasser richtete großen Schaden an. Großfeuer i» einer norwegischen Grube. Sonnabendnachmittag brach im Schachiturin der Löklengruben in Meldalen Fruer aus, das sich mit rasender Schnelligkeit auf das Wäschereigebäude aus- dehnte. Dieses sowie der Tnrm sind voll st än big nieder- gebrannt. Der Materialschaden wird auf ein bis zwei Millioncii Kronen geschätzt. Typhuseptdemie. In Ohligs(Kreis Solingen) ist eine Typhnsepidemie ausgebrochen. Bis jetzt sind 22 Personen erkrankt. Man führt die Krankheiten aus den Genuff von Brunnenwasser zurück, weshalb die Brunnen gesperrt wurden. Einer Feuersbrunst in Bisoko(Bosnien) sind über 490 Häuser zum Opfer gesallen, die vorwiegend muselmanischen Eigen- tümern gehörten. Auch eine Moschee wurde eingeäschert, wobei eine mohammedanische Frau verbrannte und mehrere Personen verletzt wurden.— In Brünn ist die Fabrik der Wollwaren- industriegeiellschaft Beran Söhne vollständig nieder- gebrannt. Der Schaden wird auf 3 Millionen Kronen geschätzt. Acht Feuerwehrleute trugen Verletzungen davon. Einsturz einer Brücke. Wie aus Malta gemeldet ivird, sind vierzehn Pioniere and zwei Offiziere vom Devoushire- Regiment durch den Einsturz einer Hängcbrückd bei einer Brückenbau- Übung verletzt worden._ Eingegangene Orudtrcbriftenu Der alte Adam. 4,59 M— Süddeutsche Zwei Romane von H. Pontopptdan. 3,69 M„ geb. onatshcste. München. Handwerker-Kompast. Lehr- und Lesebuch. 76 Ps.— Volksvereins- Verlag. M.-GIaddach Kleinere historische Schriften von Bernhard Erdmannsdörffer. Mit einem Bildnis ErdmaimSdörssers und einem biographischen Geleitwort von Heinrich Liliensein. 2 Bände. 3 M., geb. in Leinen 3,39 M. Deutsche Bücherei, Otto KoobS, Berlin W. 57. geeee«»»ssssss Unserem Genossen u. Genossiu koberl kösti- nebst k�rau P die berzlichste Gralulalion A K zur silbernen Hochzeit. P Die Genossen und Genossinnen P des 667b Bezirks(6. Kreis). t i l f s e r- I o ch> S t r a ff e. Stellen unterbrochen, so daff Diese ist an drei ________________,,. der Wagenverkebr vorläufig eingestellt werden muffte. Die Flüsse sind bedeutend gestiegen. In Nieder- docf im Pustertal und in Margreid im Elschtal waren gestern leichte Erdstöße zu spüren. Hochwasser in Frankreich. Der Wasserstand der Loire bei Nantes betrug geilern zwei Meter über Normalst and. zKeessss« Unterem braven Genossen IM In«„SÄ die herzlichsten Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. Die Genossen u. Genossinnen � des 720 Bezirks. «EßHEiH«»SSSSSSiz Unserem Pseisenbruder Rudolf Ketsch nebst Frau mr Silberhochzeit die herz» .ichften Glückwünsche. Der Rauchklub„FesteMfinner" M. d. A.-R.-B. -SSSJAASE« Syphilis- Nachweis In allen frisch, u. veraltet, zweifelhaft. Fäll, durch wissenjchastl. Untersuchung. sofort; desgl. Häru-(fpez. aus Go- norrhoe-Fäden) u. Sputum-Analhseu. Dr. Homeyer& Co., Spczial-Laborat., Friedrichstr. 189, zw. Kronen- und Mohrciisttaffe), I 8724. Pers. Rückspr. diSkr. u. kostenl. Geössnet von 8—8 Sonnlags von 12— 1.__* 4* Magerkeit-ß- schwindet durch Haufe's Nähr- palver„Thilossia"., Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unsohädl. Viele Anerk. Karton 2 M.. boi Postversand Porto und Naohnahmespeson extra. H. Haufe, Berlin N., Greifonhagenerstr. 70. Depots in folgenden Apotheken: Lothringerstr. 50, Elofanten-Apo- tlieke, Ceipzigerstr. 74, Weißen- burgerstr. 53, Potsdamers tr. 29, Kopemckerstr. 119, Bornburgcr- straße 3, Frankfurter Allee 74, lio- senthalerstr. 61. Reinickendoricr- stroßel. Charlottenburg; Bismarck- str. 81. Spandau: Potsdamerstr. 40. aiid Psandicihe obn Sommer- ; fallt, 25 Jahre Hewrichsplad, setzt Prinzeustraste 34 l, bietet jedem„Vorwärts"- leser gröffte GcidersparniS durch Einfaus von Winter- palelols, Ulstern, Jackett- anzügen, Gehrockanzüg., Ho- len. Joppen sür jede Figur passend. Damenulster, Pelz- stolas, Blusen, Aussteuer- l mäsche, Betten. Steppdecken. Owldsachen.Uhrcn. 3,t5Gotd, I �:>ttnge gciteiiipetl 1.50, Kette», ! Operngläser. Fahrgeld wird i vergütet. Pfandleihe Prinzen- straBe 34 I. Bitte genau aus ' dje Hausnummer zu achten. Stolfc für MaBanzllge, Ulster Paletots „Neuheiten", Mir. 3,— 5,— 8,— M. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. H. Gertrauilteiistf. 20/21 l&iÄr Gnelsenaustrafie 10,� S. tirtin, billigste u. beste � Bezugsquelle für Kübel jeder Art.' Kassa and Teilzahlung.° Lombard- Haus R H. Graff, Leipziger Str. 75 y Brillanten Uhren � Goldwaren 25—50% onter Ladenpreis, Ciünstigses Angebot für die Leser des„Vorwärts". Ausschneiden jso M. Melsterdinmon übersetzt v. Wilhelm Lange. 3 Bande dsansletnen t,.. Holiftfrete Amtgube.. M. 5,— l»uxuH-i»edcr-Ansgabe ,, IS,— Ein Urteil;„Es. mnO endlich einmal gesagt Werden, daß von allen Ibsen-Uebersetzungen1 diejenigen:Wilh. Langes bei weitem die besten sind. Er ist'der einzige, der in den Geist der Sprache' gedrungen ist" Felix Hollaendör. -' Eid Urteil); die Werkewerdon in der IJebersetzung Langes geboten, die allein höheren Anforderungen an die 'Aaturiiohe Flüssigkeit des Dialogtönes entspricht und Juerin die sog.„große Ibsenau-.gahe": weit überflügelt , Chemnitzer Tegeblatt Mr. 137-1911. Sjärnstierne BjSrnson 3 Blinde Ganzleinen ■ Holzfreie Adsgabe LnxaH-Lieder- Ausgabe Autgewlhlte Werke herausgegeben von Thomas Schaler:: 5,- 1«,- ► 50 ßraf Pon Tnlcfni Ausgewählte Erzählungen (|lH| MbU JUwlüJ übersetzt von August Scholz. Bände Ganzleinen � Holzfreie AnMgabe.. M. 8,— ►SO t M. Abbildung der 5 Mark- Ausgabe. Ein Urteil: das gind Gipfelgrate ben Schaffens. Zudem ist djeUebertragüng von Thonlas Schäfer in einem geradezu vorbildlichen Deutsch! Mit dieser Gabe ist derOestergaardsoho'Verlat auf dem besten Wege, den grellen Norweger in Deutschland populär zu machen. Aachen, 25. April 191,1.. Pro». Dr. Saveltborg Im„Echa der Gegenwart11. Mustergültig sind die Werke in jeder Beziehung. Der grolle klare Druck, die gediegene vornehme Ausstattung lassen es- erstaunlich erscheinen, daß es technisch möglich ist diese ausgezeichneten Werke zu so billigem Preise anzubieten. Loxatt-I-eder- Ausgabe„ 18,— Ein Urteil; Der größte Wahrheitssucher aller Zeiten ... ein souveräner, unübertroffener Künstler.., einer der größten Epiker aller Zeiten. Professor Or. Alezander Brückner-Berlin. Ein Urteil: Am großartigsten and umfassendsten kommt das ganze Wesen der neuen rassischen Poesie in den Werken des Grafen Leo Tolstoj zur Erscheinung, nach der geistigen wie nach der rein künstlerischen Seite... Die liebevolle Beobachtung der Dinge, die subtile und rief eindringliche Schilderung und Malerei aller Realitäten und auch das Oemütsirmeriiche, das der Russe mit dem Germanen teilt. Julius Hart,„Geschlohfe der Weltliteratur". JffäX Kretzer' Ausgewählte Werke 3 BUnde Ganzleinen......*5 J Holztrelo Ausgabe.. M. 5,— O ►50 � M. Ein Urteil: Das sind Arbeiten eines Mannes, der nicht nur Berlin und die Berliner kennt, sondern auch Welt und Menschen überhaupt, eines feinen Psychologen und eines ler Darsteliungskunat. StraBnu Meisters der burger Port. Bcatellacheln für die Kiesep des„Vorwärts", An den Humboldt-Verlag, Q. m. b. H. Berlin W. 57, BUIowstr. 06 Unterzeichneter bestellt hiermit unter Nachnahme: .... Expl. Ibsen, Meisterdram. 3bag., in Ganzleinen M. 3.50 .... Expl. Holzfr. Ausg. n 6.— ,... Expl.Lux.-Led.-Ausg.„ 12.— .... Expl. Bjttrnson, Werke 3bdg. i.QanzL„ S.SO .... Expl. Holzfr. Ausg.„ 5.— ... Expl.Lux.-Led.-Ausg.„ 12.— .... Expl. Tolstoj, Erzählung., i. Ganzlein. r 3.60 .... Expl. Holzfr. Ausg.' v 5,— .... Expl.Lux.-Led.-Ausg.. 12.— ____ ExpL Kretzer, Werke, in Ganzlein.„ 3.50 .... Expl. Holzfr. Ausg.„ 6.— (Ueber 5 Mark franko.) Name................. Stand................. Ort................... Wohnung............. wf Unser System, gegen kaum fühlbare maaatliche Rate» »hne einen Psenuig Aofschlag zo vertäust», ermöglicht jedermann die Anschaffung unserer vollwertige» Äj�arote. Für Frennde guter Mufft ist die � nm-® Opera & da« Bollendeiste, was geboter werden lann. Die Milt-Opna ist der p» pulärste Famitien- Konzee t Apparat Deutichland? Di» Mill-Opero bringt Ihnen Gesundheit. Frohsinn und Musik» Verständnis ins HauS. Sie Ist ein« un- erschöpsliche Quelle der Unterhaltung. Erheiterung und Belehrung. Mill- Opera» Schallplatten sind unübertroffen. Sie sind doppelseitig bespielt, also je zwei Durträge aus einer Platte, und bringen nur Original» Auf» nahmen.— Antcreffante Kataloge über Schall- platten und Apparate gratis und jranko Der- treter an ollen Orten gegen hohe Provision gesucht. 0 X)t\® veschreibunge» and Prcffe der abgebildete» Mist-Opera-Sonzerl-ApparatsZ Mo». l00i pr«l, Mb. ZS.ZS, Monat, rat« Md. S,~. NuhbaumstrKg polierte» Gehäuse mit versilberter Platette. Gröge 28 X 28X13 cm Farbiger Blumenschalltrtchter. 33 cm Schallöffnung. Ganze Höhe dcS Apoarote, SS cm. Alle Metallteile ff. vernickelt. MillÄpera-Konzert-Schalldose. 7 Doppel- platten-» l» neueste Stücke. S Doppeiplalten und 2iK) Nadeln sind Im Preise de» Apparate» inbegriffen und werden mit diesem zugleich geliesert. 2 Doppeiplalten erhält der Käufer grati» noch Entrichtung der 6 Rate H(Ilod. 202: Preis Mle. 75,--. Monatsrate . Gehäuse in natursarbig poliertem echten Mahagoniholz mit Bronzedeschlag Grösie 2SX2SX2l cm. Farbiger Blumen- ' Schalltrichter.<5 ern Schallöffnung. Ganze Höhe de» Apparate» 79 ern. Alle Metallteile ff. vernickelt. Mill-Opera-Konzert- scholldose. 8 Doppelplatten-» 18 neueste Stücke, v Doppel- platten und 290 Nadeln werden mit dem Apparat mst- geliefert. 2 weitere Doppelplatten erhält der Käufer nach der 8. Rate grati» W Morl. 21 1: Preis Md. 05,----. Monatsrate Md. 5,--. Eichenholz-Gehäuse, graublau gebeizt mit eingelegter brauner Holzborde und schwarzer Perlstab-Verzicrung. Größe 33X33X18 cm. Farbiger Blumenschalltrichter 49 cm Schallöffnuna. Ganze Hohe de! Apparate» 74 cm. Alle Metallteile ff vernickelt. Mill- Opera- EzhibitionSschalldose. 10 Doppelplatten -- 20 neueste Stücke 7 Doppelplanen und 200 Nadeln werden, al» im Preise inbegriffen, mitgeliefert. 3 Doppclplatlcn als Gratifikation nach Zahlirng der 8. Rate. W Mod. 303: Preis Mk. 230.--, i Monatsrate Md. 15.—. Eichenholz-Gehäuse, silber- « grau gebeizt, mit Intarsien in Palisanderholz und V Perlmutter und freistehenden kannelierten Ecksoulen 1 Größe 44X44X26 cm. Messing. Schalltrichter, » 67 cm Schollöffnnng Ganze Höhe de» Apparate» 90 cm Alle Metallteile ff vernickelt. Mill-Opera Grhibition»- Schalldose. 20 Doppelpwttcn 40 neueste Stücke 15 Doppelplatten und 200 Nadeln sind im Preise inbegriffen und werden mit dem Apparat zugleich geliesert. fernere 5 Doppelplatteo erhält der Käufer nach Entrichtung der 8 Rate. «j Die an den Apparaten 211 und 303 angebracht» ill-Opera-Exhibition». Schalldose ist da! Beste wa» geboten werden kann Die Apparate 200 und 202 sind mit de» gleichfalls recht guten Konzert- Schalldose au»- gestattet, doch können auch diese Apparate mit der Mill« Opera-EzhibitionZ-Schalldose geliefert werden', der Preis erhöhl sich dann um Mk 8.— Für olle Apparate f Jahr schrislliche Garantie Die Auswahl der Platten kann de» Besteller getrost uns überlasten. Wir senden dann eiue Zu- sammenstellung der bcstgelungcnstea Aufnahmen. Sonst nach Wahl au» unseren Listen. Otto 3acob, len. Berlin 0.0. sos 0 otfW* V"". Sröhtez Spredimaidilnen* Verfandhaus Deuffdilands. krtedenltrahs 9. 15. Ziehung 5. Kl. 225. Kgl. Preuss. Lotterie. Ztelmns vom 55. Noyrmbpr 191t, ronnllUgs. Kur ltle Gewinn» über 5-10 Äin.k•ind den betreffenden Kummets in Klammern beigefügt Die Gewinne fallen auf die beteiehneten Los« beider Abteilungen. (Onne Gewfthr.)(Naebdruck Terboten.) 103 37 340 89[6001 604 779 897 99 919 1085 173 303 408 33 88". 1500' 771 824 2188 608 814 77 00 761 852 979 2176 214 43 338 90 663 65 801 4 943 60 77 87 4412 60 776 880 90 5433«03 784 818 71 6100 33 40 285 514 34 81 13000) 835 7155 69 87 321[16000) 85 552 73 809|EOQ) 72 8107 228 29 68 301 90 608 43 713 9139 306 441 58 85 695 730 93 10042 15001 227 439 72 94 505 61 74 541 973 98 11022 8t 185 283 349 419 670 645 64 15001 714 658 963 85 12225 38 40 75 634 90 727 90 950 13091 480 621 15001 873 1 4010 17 21 54 114 375 639 47 600] 633 74 825 58 16153 20« 12«7 493 616 64 712 043 16123 64 284 322 38 527 63 611 876 17130 234 60 94 381 11000 1 403 43 642 723 79 838 182-8 311 39[5001 404 74 613 47 110901 723 684 19003 77 80 160 65 422 70 615 21 875 908 30 87 2 9046 100 7 4 97 282 470 775 911 2 1 002 163 278 329 43 90 110001 439 731 99 847 22013 96 112 280 B03 346 034 40 23279 640 60 611 96 717 819 24102 10 360 543 70 639 67 815 920 25072 153 70 325 920 724 5 0 58 863 918 2 6 235 60 6 9 66 457 11000] 80 92 763 814 86 951 27019 356 1506] 64 67 661 620 851 048 2 8032 211 478 690 829 810 2 9167 267[600] 305 412 711 24 099 30101 428 634 705 81 911 84 3 1044 13000] 61 185 231 370 85 408 20[600] 648 631 800 4 71 32102 44 262(5001 90 658 68 053 61 741 879 33001 29 48 87 173 680 858 78 34302 87 630 40 770 807 03» 35057 210 98 303 15001 26 440 90 852 36025 147 811 33 89 900 37029 48 559 855 38204 32 301 20 473 762 834 36 71 907 9 35 39002 69|3000] 129 48 93 283[3000] 676 602 742 839 70 921 44[500] 49051 97 240 327 1500] 29 614 978 41140 317 50 413 00 775 926 62 42033 447 65 83 649 887 1500] 43145 258 359 71 430 537 061 84 93 llOOO] 44199 200 315 02 503 23 730 90 809 17 028 72 45172 259 92 669 891 49236 81 99 110061 338 95 682«91 98« 47007 13 102 7 lg 17 244 68 388 93 848 70 48053 163 203[500] 72 387 603 22 34 851 73 889 1580] 932 49108[568] 11 20 273 629 11000] Ol UOOO] 625 894[1686] 052 88 50159 258 643 61 623 709(6001 51 52 976 89 51362 621 61 879 903 6 52069 1600) 100 1500] 12 10 30[30001 285 116661 94 344 602 92 611 789 867 912 81 53048 91 379[ 10091 61 842 54069 128 11006] 304 39 94 402 570 638 45 779 829 13000] 69 957 55004 228 361 472 605 702 809 56245 330 43 411 58 654 083 831 077 57188 259 624 861 64 775 92 5 8000- 29 42 105 250 71 439 16001 69 98 7 20 854 1500] 94 932 93 59074 81 269 348 80 438 64 553 693 764 815 99018 94 186 826[10001 61391 440 697(1000) 628 7 7 023 94 6 2049 173 479 86 637 1000) 78 790 853 958 93 63037 69 108 682 819 61 808 64 81 96 905 64074 288 335 116061 459 660 818 817 63 87 988 65008 113 218 43 49 423 58 688 604 94 873 935 40 74 66034 138 203[500] 314 37 63 653 954 67000 138 221[6000] 462 596 611 23 727 818 74 11000) 68032 67 65[1600] 67 154 327 403 631 651 806 80 69126 358 57 483 607 768 74 865 70 1500] 79172 239 344 00 422 74 673 607 733 841 60 97 948 65 73 71091 268[600] 573 79 744 994 72059 149 378 470 606 57 7 3 80 86 13000) 907 7 3 104 20 80 243 352 499 510 36[36661 612 822. 065 74138 62 261 15660] 67 631[500] 608 63 739 901 75074 201 6 98 333 532[3000] 604 81[1000] 928 78021 169 916 77139[600] 91 373 765 890 915 76038 230 35 307 539 699 716 62 618 98 79099 137 208 309 26 74 94 470 738 057 80211 335[18001 016 28 97 808 82 918 61108 61 202 28 683 079 82011«0 68. 337 78 677 678 750 83229 378 611[500] 606 38 745 84180 209 329 428 11000] 61 733 13000] 844 993 84 i 5001 85130 32 00 473 693 609 832 71 88013 123 88 219[500] 340 443 602 7 88 607 81(6001 87095 100 214 80 348 478 616 98 646[1000] 785 883 8 8044-373 408 643 73 694 857 943 89080 131 218 310 48 489 621 69 659 83 730 065 90017 93 222 381 683 641 806 66[600] 84[1000] 91669[3000]* 80 118 376 442 607 801 067 92048 80 SS 675 88 639 886 93008 71 488 512 28 634 994 94061 90 137 249 60 477-665 623 761 827 45 991 »5066 330 460[3000] 669 798 849[1000] 87 96118 CT[500] 68. 279 83 362 409.633 729 37 953 9 7 035_ Verantwortlicher Redakteur: Richard Barth. 277 92 382 575 648[ 5001 509 901 98313 25 468>1000] 534 67 78[560] 727 809 35 1500] 45 914 33 99004 6 41 310 70 484 570«32 109163 13000] 71 225 662 862 ISOd) 930 1 01164 Ol 408 737 130C0I 094 102123 03 300 2 467 87 524 848 13000] 885 913 64 103076 190 216 497 571 683 737 601 87 69 104032 209 464 650 99[3000] 689 B4 [3000] 99 823 932 41 98 105265 484 658 1500] 733 530 928 100204 92 305 45 63 63 604 80 03 635 16001 67 09 107021 1600] 336 11000] 406 11000) 55[1000] 89 508 748 108943 97 309[5Ü0| 422 44(60001 023 721 618 951[1000] 109079 240 90 398 423[500] 80 734 850 11U016 452 90 551 84 845 97 111199[1000] 303 27 416[1000[ 67 642 65 792 838 112060 68 83 [1606] 215 333 441 747 867 11660] 73 603[30001 113024 32 621 702 88 96« 114137 64 261[30001 04 130000] 370 78 493 544 385 90 913 115105 256[500] 76 320 650[1000] 65 620 703 620 66 118004 17t 268 428 69 822 969 117170 488 745 834 94 118192 339 522 624 740 921 119034 193 240 435 014 129036 139 11000; 389 547 60 63 645 799 121021 [SOOOJ 48 168 200 11000] 31 41 354 81 87 612 43 13000] 87 820 903 16001 24 122012 83 189 428 653 64 710 78 123342 430 649 893[500] 124138 213 341 401 74 618 SB 88 658 792 828 13000) 73 125094 166 515 128042 534 670[1000] 799 903 4 37 1500| 68 1 2 7 007 46 1500] 62 67 105 223 300 424 602 729 15001 60 1500] 78 627 49[6001 81 128027 78 189 221 [1000) 68 313 130001 404 35 612 49 784 806 21[30001 59[10001 129032 90 376 493 669 900 38 13P137 429 621 695 1600) 779 131251 68 322 700 63 925 132001 68 238 388 674[6001 80 738 849 974 99 1 33008(1000! 128 73 309|600| 63 87 509 20 683 741 69 908 61 134006 13 21 65 80' 390 409 u«! 837 05 1500| 135053[100000] 121 22 362 404 64 63 679 717[6001 1361 17 38 61 224 41[1000! 91(5001 673 712 28 94 95 137061 220 63 384 491 667 74 633 35 [5001 762 873 89 909 48 68 138068 108 248 61 449 772[500] 00 869 88 980 138003 61[1000] 319[500] 41 72 671 792 819 140096 652 769 80 837 45 034 141003 10T 61 252 519 673 700 909 142349[5001 5 84 599 621 32 88 725 968 70 143027 475 604 831 904 69 144004 225 302 460 110001 668 739 823 973 145127 61 73 82 469 6J1 16001 677 745 84 840 911 64 140110 39 97 1600) 295 409 41 668 868 116601 090 147021 148 83 338 796 823 13000) 148908 776 813 39 80 933 149178 95 369 404 608 16001 763 150031 157 286 91 458 759 844 52 151037 215 44 355 482 501 667 781 152167 295 387 95 490 619 26 73 84 116900] 773 812 89 153043 130001 123«21 393 412 652 745 803 16 990 154270 78 333 73 413 22 613 637 992 155050 113(30001 343 92 492 709 130001 801 UOOO] 38 77 966 156109 22 53«4 73 304 539 647[500] 778 940 50 157223 29 61 95 803 407 130001 91 1500] 553 62 765 805 30 138455 671 92 110001 674 778 997 159064 338 610 715[3000] 66 823 [3000] 927 186078 84 139 319 80 UOOO] 610 45 976[5060] 16 1 235 7 9' 655 855 93 918 1 62 095 103 290 306 619 762 923 183169 401 609 083 UOOO) 98 723 41 85 164145[30001 60 611 87 733 834 13000] 90 901 28 165140 280 314 10 30 400 92 620 53 75 77 732 865 1500] 932 63[500) 166112 33 256 82 487 94 590 866 754 83 863 929 93 1 6 7 000 189 275 489 507 774 819 163182 323 23 62 77 402[600] 530 61 788 923 169086 421 58 60 654 088■ 178105 15001 10 20 11006] 201 78 369 407 22 65 643 37 023 843 171104 87 47 214 89 479 80 658 679 98 734 58 91 809 43 64[ 500] 17 2 238 45 307 39 435 61 84 702 054 80 910 14 82 173297 304 648 819 UOOO! 69 743 827 174133 UOOO) V 385 605[3000] 617 15001 782 840 175147 UOOO] 204[5001 9 TU 805 870 17B204 61 493 638 721 64 970 177003 14 183 283 414 573 622 813 178116 205 23 24 801 771 808 179054 69 270 319 80 440 81 639 180146 UOOO) 62 54 68 475 83 699 TU 40 60 862[306] 979 181196 338 611 18 60[1000) 739 1500] 64 84 800 1500] 838 182033 45 141 224 317 60 81 [600] 728 935[1000] 183016 02 1500] 379 433 83 603 44 764 90 841(500) 64 916[3000] 184099 130 81 470 671 614 18 740 68 79 820 UOOO) 185051 63 81 11006) 96 111 17[5001«37 48 724 38 812[3000] 31 919 186347 09 708 187045 220 52 63 635 790 06 320 92 11000] 989 93 188607 186050 219 49 89 371 421 679 050 78 98 789 863[500] 92 972[6001 Im Gewlnnfado verblieben: 2 Prämien«u 800000 15, 2 Gewinne tu 600000, 2 ru 75000,- 2 tu 40000,- 4 tu 30000, 8 tu 15000, 32 tu 10000. 48 tu 6000, 783 ZU 3000. 1248 tu 1000. 2228 tu 600 M 15. 7ie':iirg 5 Kl. 22s. Kel. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 23. November 1911, naebmittag«. Kirr die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt de Gewinne fallen auf die beteiehneten Lote beider Abtrl'ungen. (Ohne Gewähr.!)(Nachdruck verboten.) 123 640 657 711 813 963 1145 661 832 894 980 2027 191 97[500] 203 345 484[500] 515 508 927[500] 3172 221 47 429 649 63 89 620 910 29 4003 79 223 392 717 871 968 5030 Ol 110 49 72 221 321 70 90 421 678 700 19 811 48 934[600] 6015 30 79 116 20 329 654 55 752 1500] 650 7147 67 361 72 91 499 703. [3000] 17 803 21[3000] 80 933 45 8079 302 71 437 725 [5001 877 999 9020 211 35 312 74 413 79 524 989 10027 67 90[500] 180 87 338 408 521 63 707 64 04[500] 815[10001 55 904 17[5001 93 11321 673 Toi 77 803 1600) 68 12124 295 301 424 532 635' 700>1000] 13»61 126 216[1000] 93 645 71 14084 160 249 365 670 705 98 818 935 15032 107 413 24 39 44 79 840 62 033 16009 202 23 60 59 85 395 600 69 88 743 17000 75 104 258 600 Oll 16001 78 90 819 22 60 942 18063 137 03 21.1 440 93 548 87 693 748 810 924 79 19011 172[3000] 79 351 UOOO) 441 93 95 634 862 20025 214 92 406 28 90 542[5001 632 851 73 960 21038 157 248 336 401 621 91 859 22472 510 90 766 857 23061 104 88 212 45 691 873 966 90 24011 211 378 404 33 807 16 38 25081 255 330 65 422.13000, 78 79 635 62 71 831 904 62 26534 763 687 27013 [10001 237 357[5001 423 647 631 88 784 93 28491 570 83[500] 640 966 88 29102 205 28 602 83 687 758 890 066 36082 469 71 677[500] 633 941 46 62 31008 US 60 272 82 309 1600) 30 66 446 672 765 73 894 [5001 32070 441 509 675 683 048 13000] 92 33094 163[600] 303 615 792 873 914 59 34124 303 636 49 670 35023 66 423 615 700 48 99 373 38079 1500) 158 78 96 313 36 411 646 764 883 935 63 37089 151 456 647 710 71 90 967 38022[5001 522 629 96 768 818 960 39001 145 98 275 93 416 530 663 827 49220 24 49 342 83 447 623 63 804 948 41008 67 203 61 80 683 614 818 73 63 42191 11066] 67 238 69 387 83 698 750 65 976 43018 162 291 421 84 1500] 680 825 981 44006 10 11 457 568 83 UOOO) 603 81 702 838(3000) 45003 47 264 461 670 600 71 889 46071[5001 178 412 646 603 707 22 960 47200 867 [600] 887 972 4 8347 402 694 635 718 4 9023 278 404 42 82 671 711 30 905 77 60689 258 545 69 78 621 53 93 713 621 51002 97 692 609[1000] 69 968 11600] 74 52385 532 60 86 622 69 804. 911 86 53355 451 68 627 682 715 39 824 [30001 61 54187 94 260 430 755 83 500] 811 31 110000] 037 55035 83 124 78[1000] 286 423 93 867 921 84 56165 72 389 749 68 850 909 57357 70 685 15000] 688 98 722 853 5814- 65 648 90 13000] 669 97 59004 61 224 613 91 1500] 655 68 731[500] 911 60105 25[SOÖ] 82 411 75 9'0 Ol 17166 218 48 [500] 71 404 631 46 82286 318 47 67 419 57 689 788 863 976 83032 146 213 366 70 492 619 93 980 64116 [30001 558 766 818 3 6 6 5078 220 79 615 667 824 66011 1600) 100 374 616 680 701 7 81 811 925 41 67010 78 141 231 580 11000] 758 68070 82[3000] 114 332 426 48 886 793 69035 272 334 521[500] 628 [XOOOl 94(500' 724 880 76005 106 82 93 221 75 674[600] 612 47 [30001 743 71070 217 316 73 77 450 76 645 923 110001 28 46 81 72050 11000] 253 110001 619 56 675 73028 36 169 211 23 367 436 555 811 931 58 74066 128 04 360 432 699[30001 754 804 13 62 75243 069 768 13000] 63 79 840 935 80 76015 73[5001 145 49 98 223 301 489 698 739 56 953 90 77043 116 375 431 517 767(30001 93 800 98 78 14 249 84 87[500] 410 610 20 65 608 709 881 94 907 12 27 79102 218 760 63 71 981 80002[1000] 38 188 384 473 75 95 689 612 88 797 854 91 938 81014 206 40 603[10001 18 41 624 727 72 822)8 95 315 68 412[500] 60 65 86 662 693 972 UOOO] 83031 143 44 231 320 28 686 617 21 46 934 84087 416 647 70[1000] 621 813 966 85023 153 60 489 85 639 69 789 804 41 88004 109 258 645 84 62 UOOO] 802 87396 444 70 UOOO) 77 633 40 635 13000] 742 995 13000] 88194 253 347 60 414 17 618 35 49 74 625 829 990 89041 197 265 338 43 63 608 883 9O089 100 89 237[1000] 62 383 452 683 65 95 780 UOOO] 935 9 1240 74 302 617 862[500] 73 935 82233 307 16 463 70- OOS 700[1000] 24 039 9 3084 431 670 702 36 69 77 83 918 94162 73 UOOO] 208 304 23 411 634 705[3000] 6 829 95 95041[1000] 71 375 78 85 403 15 693[1066] 65» 6» 710 938»8400 23' 28 68[500) 516[600].802 993 13000J»4 041 46[500 J, 151 225 463 513 47 700 96 98076 147 342 419 641 633 707 24 600 903[500] 89054 144 273 13000] 83 UOOO] 01 382 726 98 821 39 967 100031 96 221 329 33 443 62 668 8» 610 37 83 957 68 1U1078 06 402 UOOO] 503 816 1 02123 320 69 520 23 665 073 1 03181 233 404 23 756 67[3000] 876 104639 76 105095 65 393 603 25(5001 TU 837 77 957 100240 491 639 749 64 882 97[1000] 1O7001 [600] 65 79 140 250[5000] 409 63 61 94 506 899 100037 144 328 401 593 608 709 25 64 1 08957 93 117 469 88 584 666 030 42 110117 66 260'362 442 47 760 11X24» 359 61 494 923 24 62 57 77 112286 329 440 69[600] 635 42 812 36 69 83 919 29 113076[600] 304 61 693 624 31 114128 326[500] 494 414 643[3000] BSQ 966 69 1X5047 60 242 384 463 601 869 918 35 65 110430 669 639 987 117042 267 649 60 619 49[10001 619 118049 113 204 312 644 630 42 67 795[500] 119172 222 319[3000] 61 414 641 703 39 33 363«7 897 85[6001 120044 65[600] III 35 69[500]«3 428 681 [500] 607 814 923 121050 175 207 30 62 56 484 678 752 658 00 981 87[1000] 122392 718 84» 977 83 123147 232 49 504 891 124029 69 85 105 330 77 11000] 420 533 759 834 62 098 125278 344 453[600] 618 790 848 78[1000] 985 1 20236 UOOO) 887[1000] 754 028 127011 387 425 83 698 646 70 03 712 18 834 128137 300 647 683 805[500] 12 29 800 8 128015 417 662 659 785 130176 82[500] 200 378 628 614 10162»[3000] 88 147 337 414 67 681 95 745 8 2 64 908 1 32080 81 US 45 287 399 435 016 133210 351 468 616 67 619 780 834 54 974[1000] 134033 571 684 539 983 135333 237 425 653 130001 86 902 4» 59 130011 21 29 127 307 609 673 80 702 137032 34 308 604 12 60 830[1000] 45 138115 32 91 398 423 648 843 051 94 139050 139 375 62 637 622 44 80 873 94 905 140044 429 35 48 598[600] 14 1 388 678[500] 787 886 142017 65 258 438 94 628 639 73 810 21 22[1000] 143070 389 69 410 11 99 508 69 627 70 894 077 94 144040 105 28» 377 412 681 7» 712 (30001 957 145007 109 213 603 83 606 11 71 824 90 148048 62 129 262 90 365 735 78 938 147188 43 227 304 493 96 608 626 88» 918 21 140010 84 257 82 338[500] 421 UOOOI 68 99 501 802 88 65 88 99 710 60 63 819 034 149091 168 277 11000] 89 367 UOOO) 77 519 682 719[600] 64 150087 147 234 655 84 641 724»TS M[600] 151050 101[600] 4 48 310 UOOO] 33 88 441 53» 86» 768[600] 76 847[3000] 152009 40 401 619 29 747 68 840 49 956 153704 834 76 154171 408 15 589 793 932 44 83 155229 426 30 620 65 87 789 075 158281 366 415 651 808 28[1000] 710 7«»23 SO 157174 278 533 701[500] 68 801 160127 61 208• 36[300Q] 434 58 643 642 84 871 999 158074 369 415 88 628[1600] 749[600] 828 83 160125 370 440[500] 640 643 67 790 818 918 101103 330[500] 71 75 1500] 424[10001»1 830 743 94 942 1620X3 158 359 99 609 832 78[500]»43 163017 200[500] 13 67 92 369 612 71 874[3000] 81 015[500] 16 4 088 243 376 553 16001 72 609 779 82 UOOO] 04 897 927 47 105070 333 79 41» 74 602 61 63 648 60 96 96 744 994[1000] 160191 944«64 898 167446 527 38 747 850 81 905 160048 100 201 80 374 415 27 905 169009 207 66 383 804 919 170131 310[1000] 73 627 768 818 171285 623 69 84 628 770[500] 091 172008 9»0 130 238(500] 625 26 93[500] 604 71 736 85 173108 58[500] 485 666 806 978 174003 228 371 427 608 888 74 082 84 175002 138 80 63 217 388 417 29 70 88 850 908 179014 219 64 SU 624 28 82 873 718 803 95 978 83 177087 133 75 88 98]Z8Z] 950 08 840 473 607 955[3000] 84 1 70021 157 903[ 3000] 87 [3000] 41 387 437 605 807 932 89 83 84 170178 88» 631 823 88 817 023 180138 79 288[1880] 78 78 flOOOl 888 flOOO] 611 98 635 039 1 0 1 218 38 358 619 18 608 79« 007 182027 30. 133 279 571 818 68 749 843 64 03« 95 183067 168 359 635 747 1 0414« 99 238 81 410»48 628 718 71 185148[1000] 281 302 60»41 93 813 75 945[1000] 188022[1000] 72 178 241 818[1000] 04 435[600] 83[500] 608 17 698 758(600] 84[500] 917[500] 61 187347 64 445 82[3000] 657 828 64 78 841 932 45 180023 181 383 404 t600] 607 68 682 85[500] 720[3000] 968 1 89043 43«7» SO 84S 84 943 44 Berlin. Für den Jnjeralentel!verantw.:TH. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag[Vorwärts Buchdruckerer u. Be clagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin L�V. ss.?o�. ß. gcilap dts Jtoiiiitte" Serlilltt DgldsdlM. � Znr Bekämpfung der Schundliteratur und zur Förderung des Vertriebes guter Unterhaltnngslektnre hat das„Gewerkschaftshalls' folgende Einrichtungen getroffen: t. Anerkannt gute Fugendschriften zum Preise von 10—30 Pf. sind in grünerer Anzahl angeschafft worden und werden leihweise gegen Deponierung des Preises zur verfilguug gestellt. 2. Jedermann erhält in den nachstehend angeführten Ausgabe- stellen ohne Legitimation so viele Bücher wie er will. Er hat ent- weder den Wert der Bücher zu deponieren oder bereits früher entnommene Bücher zurückzugeben. Eilte Leihgebühr wird nicht erhoben. 3. Wer die Bücher behalten will, hat dazu das Recht, er hat dann bei Entnahme neuer Bücher wiederum den entsprechende Be- trag zu deponieren. Zunächst sind folgende Ausgabestelleu Ungerichtet: Nntonstr. 34. Zigarrengeschäst von Kriegsmann. Von 8—6 Uhr. Ausnahme des Sonnabends. Blankenfelde Str. 10. Verband der Schuhmacher. Dienstags und Mittwochs von 5— 7'/, Uhr. Brnniieustr. 115. Arbeiter-Jugendheim. Von 6—10 Uhr. Czarnikaucr Str. 31. Zigarrengeschäst.von GoSciniak. Von 8— 6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. ElUnbeHjktr. 11. Verband der Fleischer. Von 10—1 Uhr und 6— 7 Uhr. tSmdener Str. 20 bei Worbs. Montags von 8—9'/, Uhr. Engeln fer 15. Zigarrengeschäst von Horsch, von 8—6 Uhr. mit Ausnahme des Svnnabcuds. Fchmarnstr. 8. Tabakarbeitergenossenschaft. Von 8—6 Uhr, mit AnS- nähme des Sonnabends. Gartenftr.>01. Verband der Kupserschmicde. Von 10—11 Uhr und 6-7 Uhr. Gr. F-rankfurtcr Str. 120. Arbeiter-Jugendhelm. Von 6—10 Uhr. KopernikuSstr. 11. Tabnkarbcitergenossenschast. Von 8— 6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Liliiensir. 73. Verband der Schmiede. Von 9'/,— 12 Uhr und 6'/, bis 8 Uhr, mit Ausnahme des sonnabends. Lippehner Srr. 15. Zigarrengcichäst von Hersorth. Von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Melchiorftr. 28. Verband der Mater. Von 9—1 Uhr. Pappelallee 15/17. Bureau der Freireligiösen Gemeinde. Sonntags 10—12 Uhr, wochentags auger Donnerstag von 12— S Uhr. Petersburger Str. 5. Tabakarbeitergenossenschast. Von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Rotherftr. 1. Zigarrengeschäst von Holm. Von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Sebastiaiistr. 37/38. Verband der Schneider. Von 9—1 Uhr. Weinstr. 8, Part. Verband der Kürschner. Bon 9—1 Uhr und 3—7 Uhr. Verein der Aranen und Müdchc» der arbeitenden Klasse«. Vor und nach seder Verciiisversammlung. Vororte: Boxhageu.Nuuimclsbnrsi, Neue Bahnhofstraße 1 lV, bei Scheid enhuder. Dienstags und Feeitaas von 6—9 Uhr. Charlotteubnig. Arbeiter-Jugendheim, Nosinenftr. 3. Dienstag, Donners« tag. Sonnabend und Sonntag von 7— 9stz Uhr. Hermsdorf. Waidinannslusl, Borsigwalde, Tegel. Ausgabestellei Freie Scholle Ztr. 4, Sonntags vonuittags. Pankow.„Vorwärts"'Speditioll, Mühlenstrabe 30. Täglich 10— 1 und 4-/2-7 Uhr. Pankol». Brebmcstr. 60. Zigarrengeschäst von Röhner. Von 8—6 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Schöneberg. Zigarrengeschäst von Dräger. Von 8—6 Ahr,«it AnS- nähme des Sonnabends. Stralau. Alt-Slralau 70. Seitenfl. III, bei Rudolph. Montag und Donnerstag von 3>/,— 5 Uhr, Sonnabends von 4—8 Uhr. Treptow. Graehstr. 16, Hutgeschäst von Frihc. Täglich mit Ausnahme des Soimabeilds von 8—8 Uhr. Eener Sie kaufen die Möbel am vorteilhaftesten beim Tischlermeister.— Hauptkatalog V. gratis. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stelleugesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als lä Buchstatren zählen doppelt. mtmmmmarnmmmam Kleine Anzeigen ANZEIGEN ISr die alchste Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bis I Ulir. für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Lindeastrasst 09, bis S Uhr angenommen. Verkäufe. Tcppiche, wenig sehlerhaste Pracht- stücke. 5,25, 6,75, 9,00 bis 36,00, Bettvorleger. Felle, Läuicrfwffe Ipoil- billig. Teppichhans Richard Wols. Drcsdeneistrahe 8 sKottbnicrlor). .VorwäriS''-Lesern 10 Prozent Rabalt I Vortvnrtsicier-rdnllcii fftw Brozeni HrrrncnBntt, lelbll bei(sie. legcnbeilSkäiisen. Teppich-Thomas. Tcppiche, halben Wert. sarbschlerhaste, für Tcppich- Thomas. Oranien- ftrage 160, Oraniciiplätz; No'en- tnlersirage 54. 490.W* Hernianiivlan 6 Piandlcibbaus- Masscnverkmis wegen Platzn.aiigell Ricsenanswahl PeizslolaS I Jackett« aiizngel Gcbrockanzügc! Herren. balelolS! 57crrcnbo>cn! Allcrbilligstcr Betlenverkaufl Brantbctlcnl Ver. micluiigSbett! Auslleuerwäsche! Reich- haliige«KardnienauSwabl! lieber- gardinen I TcvpiibauswahII Biülch« ti>ldbccken! Steppdeckcnl Wand- ubrenl Wandbilderl laiibemidrail Kettcuanslraht! RingcauSwahI! Schmucksachen! Warcnverkaus eben- salls Sounlags. Tcppickie!(jedlerbaiie) m allc> Grützen, sali Ith dir Hölfit de« WcneS Tevvnblnger Brünn. Häckc>chr! Marli 4. Babnbv' Börie.(Leier des »Vorwärts- erballcli 5 Prozein Rabatt.) Sonntags geölinel!_■ Es lohnt nur bei Max Weih. 87, Grotze Frankfurterltratze 87, alt- bekannle Firma, zu kaujen. Man wird am reellsten und billigsten bc- dient. Wenig getragene, Icilwcisc ans Seide, von ibavalie�en nur kurze Zeit getragene Jackeitaiiziige. Rock- anzngc, Gchrockaiizäge, Frackauzngc, Smoiinganzüge, Paletots. Ulster, Hosen, einzelne Fracks niid Smokings werden zu billigsten Preisen verkanst. Die elcganteslen Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 87, Grotze Fianksuricrstratzc 87. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu achten._ 117/13'" inirtienburii für Garlenireunor Ein Ratgeber sür die Pflege und lachgemätze Bewtrtschastuiig des bäns- Ilchcii Zier-. Gemüic- und CMt- gariens von Max Hcsdörfer. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 xext- aböildungen. Preis 3.50 Akart. Expc. dition Vorwärts. Liudcnlll. 69. Mtonatsaiiztigr und Winter- Paletots von 5 Mark sowie Hosen von 1.50. Gedrockatiznge von 12.00. Fracks von 2.50. sowie nit korpulente Fignreti. Neue Garderobe zu staunend billigen Preiirn. ans Piandieiben ver- lallenc Sacken kauii man am billigsten bei Ratz. Mulockstmtzc 14._' Hnmboldtleihhaus!— Existiert nur Brimnenstratze 58 1 Eckhaus Straisunderstratzc.— Masfenariswahl bochelegaicker Winterpaleiots spott- billig. Jackettanzitge. Gehrockanzüge. Wunderbare'PelzstolaS. Pclzgarni- iuren. Nicsengrotzer Bcllenverkauf. Ansftenerwäfchc. Pracht-Gardinen. Steppdecke, i. Prachlleppiche. Plüsch- tiichbcckcn. Goldene Damcnudrcn. Hcrrenuhren. Wanduhren. Schmucksachen. Waiibbilöcr. Spoltprclle! Kansnmnmer beachten I 573)1» Slusverknur. Palesots, Ulster. Alst Bge, gereinigt, auch neu, spottbMig. Garderoben-Reinigima Friedländer, Bugllststratze 64. gllö' Zehn Prozent Rabatt.BorwältS' lesern. Teppiche, Farbenjeblcr, jetzt tabet hast billig. Riesen-Fabritlager, Grotze Frnnlinrlerstratze 125. im Hanie der Möbelinbrit; billiger wie überall. VorwärlSiescrn noch cxlra 10 Prozeni Rabatt SonnIagS geöfinct. Gardinen. Fabritreste, Fenster 1.65, 2.35, 2.85, 3.50, 4.60, 6.75 usw. TotalanSberkaus von an- gcfchmnilen Gardinen, SioreS, Bctd decken staunend billig. Grotze Frailb snrlerslr-atze 125. Tuch- und Plüschportieren, Gar« nliur 3.85, 4.50, 5,25, 6.50, 8.25, 10.50. Fabriklagcr Grotze Franksuricr sttatze>25._ Steppdecke» billigst, Fabrik Grotze Frantsnrterslratze 125.__ T»ch< und Plü'chdcckeli mit lienien Fehler» zu Spottpreisen. Grotze Frankinilcribatze 125. Rur tm Hause der Möbclsabrik. Vt ö bei si off-Läuser, Linoleumrcste, Sport- und Schlafdecken 1,25, 1.40. 1,85, 2,45, 2,85 usw. Grotze Franlsurtcrstrntze 125 im Hause der Möbelinbrik. 561,<1* Leihhaus Morinplab 58 u! Moritzpiatz 58a im UeivbauS tnuscn Sic enorm billig. alSi von ziavalieren wenig getragene Jackeiianzüge, Rock- aiizüge, Paletots, grötzlenleils ans Seide, 9—18 Marl. Gelegenbeils-� lüufe in Damen- Plülchjacketts, Kostümen. Röcken, hochelegant, bc- beulend unter Wert. Grotzer Posten Peizstolas, früher bis 100 Mark, jetzt 15—40 Mark GeiegenheiiStänse in Uhren, Metten, Ringen, Wäsche. AuS stcnermäsche, Betten, nur Moritz platz 58a. 284151 Vorjährige elegantcHerrenanzüge und BaictotS aus seinsteii Maiziloaen 20— tc> Mari, Hosen 6—14 Mark PeriaildbauS Geruiania, Unter oen binden 21. 128851' Grid! Gold! Sparen Sie wenn Sie im Leihhaus.Roiciilbaler Tor', Linieuslratzc 203/4. Ecke Nosenthaler- tiratzc kaufen. Anzüge von 9,00 Mark an; Paletots von 5,00 an; Dnmcngarderobc, PelzstolaS, Betten. Wäsche, Gardinen, Po l iieren, Frei- jchwinger, Bilder. Uhren, Gold-, Tuberwaren, von letzten?lnklioiieii zurückgekaufte, sowie neue Waren. Alles spottbillig. Anzüge werden verlieben. Sonntags geöflnsl. 48351' Ättigienilche V ette» reinig n n g, 5 Psnnd 1.75. Wäsche Golde, Groge Franksnrlerstratzc 119.__ Bettoiihütis Golde. Einige ziwnck csehlc Stände 15,—, Grotze Fratikimlerstratzc 119._ Waschefabrik Golde. Reisemnster, AusilaNnugsibäschc. weit mtter Preis. Grotze. Franksurterstratzc 119._ Groffe Posten Neste Leibwäsche. Bettwäsche, Kinderwäsche, Grotze Fraiilsurlerstratzc llck_ 46151' Betten, elegante, Stmid 11,00, >6,00, hochfeine 21,00, Hcrremihren, Damennbren, silberne 4,00, goldene 6,00, PelzstolaS, Winierpaletols, Jackettänzügc, Ketten spottbillig. Leih- haus Oiieu, i1««igsbergerjlratze 19. ÄltonatSnnznge, Pa'etoiS,. grotze Auswahl, speziell für starke Figuren. sowie eieg nte neue Garderobe. 20 Prozeni billiger wie tm Laden, direti vom Schneidermeister Fürsten- zeit, Rvjenihnterstratze 10.' Tchönhaiilrr Ztlice 114(fliing bahnhos). PsandleihhauS. Grofl� berltns spottbilligste EinkausSpuellrl Prachlbetten 6.00. Winterpaleiots. Herrenanzüge 10,00, Taicheilukreii 3,00, Prachtteppiche 12,00, Frei schwinge:. Riesiges kloidwnrenlager, zum Teil halben Ladeiipreis. Gar dinenlager. Pvriierenvertauf. Stepp dcckcnlagcr. Ausfteuerwäsche. Fabr Vergütung I_ 26751 Geschichte der Revolutionen, von A. Conrady, wöchentlich ein Host a 20 Ps. vestellnngen nebmen die Ausgabeilellen des.VorwärlS' ent- gegen. Probehcsto gratis. Privatlierkant! Entzückende Kleider. Blusen, Kostümröcke, Pale- iolS, sertig und Matz, auffallend billig. Keine Ladenmieie. Liitauor, Nvsciiihaicrstrahe 65._ 272/16 Zeuiral-Pfandhaus! Badstratze67, am Bahnhos Gesundbrunnen. Grotze Auswahl in Monaisgarderoben, Jackeltanzllgen, Gehrockanzüge», Pn- letols, Hosen, zinabenanzügcn, Damen. jacketts, Damenmäiileln. Kostümen, illöcken, Binsen, Unterröcken. Spott» billig Betten. Wäsche, Gardinen, Erbs- iiillsiores und Bettdecken, Portieren, Tcppiche, Steppdecken, Wanduhren, Tnichennhren. Ninge, Ketten, Schmuck« lachen. Passende Weihnachtsgeschenke. Wunderbare PelzstolaS, Herren- und Danieusticsci, alles slannend billig. Ohne Anzahlung, Woche 0,50. Bilder, Spiegel, Möbel. Poislerwaren, Steppdecken, Tischbecken, Teppiche. Gardinen. Portieren, Bezüge, Uhren, Gaskroncii liefert billigst Weber. Reue Königstratze 34. Besuch oder Postkarte. 29851' Manatsgardsrobe. spottbillig, Grotze GcidcrsparniS. Jackettanzüge 10. 12, 15, 20 Mark. Gchrockanzüge, Winlernlstcr 6.50 an, Winierpaielolö 8,25 alt Hosen 2,50 au, sür jede Figur passend, nur in der Prinzen- Pfandleihe, Prinzenstrahe 34. 623-1' Zum Weiliiinchtsfest. Herren- nhren 3,10, Damemihrcn 4,50 an. Gold.sachcn: wie Ketten, Ringe, Arm- bänder, Kolliers, Operngläser, im Versatz versallene PelzstolaS. Prinzen- Psandleihe, Punzenslratze 34 I. Anmqcenovtzeiger verginc Fahrgeld. Pnppenwagoii, Puppenbcttiicllcn, grgtzte Anamahl. billigste Preise. Gegen Anzabimig zurückgestelll. Fürst. Hermannstratze 31._ ff 127' Eiserne Qesen� Kochniaschincii, Brennholz sowie sämlllche Bau- inareriälie.i billig. M. hlalasch. Char- iottenburg, Tömmeringsl.atzc. ver- längcrie Sprecstratze, Telephon: Oh. 1196._ ff IM» Tcdl't che s Färb ense hier) Gelegen- tzeitSlmis. Fabrikimzer M-nterdoff, Rur Grone Friinlimaciilratzc'S. Flui- emgang. Gegründet 1874. Vorwärts»! leicru 10 Prozent. Semittags geöiine! Stoppdorko» billigst Fabrtt trotze Fratikiurieriiratze 9, Fiurctitgang. Gardinonliniis, Tröge Frank. suricritratze S. Flnreingang. 2-19151' LeilihanS.Schönebcrg", gegenüber Bahnboj, Srdnnllratze 1, Telephon Amt 6, 15687, bietet stets Gelegen- heitskäuse in verpfändet geiveienen und neuen Anzügen, Sommer- uttdl Wintcrpaietvts, einzelnen Hosen, aldcnen, silbernen Herren- und Damen- Rcmontoirc- Uhren. Ketten 3,50 an, ferner goldene Ringe, Broschen, Ohrringe, Pianiiios, Fghrräder. Frei- schwinger 10 Mark an. Richard Eichelman». 200K Herren> Garderobe nach Matz, saubere Arbeit, grohes Stosfiager, Paletot, Anzug 40 Mark an. Kauft beim Handwerker, lasset den Hand- wcilcr verdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdeiierstratze 109.' Gioiien zu Kues GupotS und Sigismund Lacrmx'.Die wabrc Ge- stall des Cbristciiiuuis', von August Bebel. Preis 75 Ps., billige Ausgabe 30 Pf. Expedition Lilideiistratze 69 Laden. Teppiche(fehlerhafte), Portieren. Gardinen, Steppdecken, Dioandecken, Pinschtijchdcckc», Fe.llvorlagcn. Läufcr- stofle, svolibillige Gelegenheiten. Pots- damerstratzc 109, Conrad Kiicher. Borwärtslescr Exirarabatt. 2984K' Gnstrone». Woche 1,00, billige Preise. Groxe Franksurterstratze 92, Ravenästratze 6(Wcdding), Ziixdvrf, Berlincrstratze 102. 63K' "Acht u iig Tch ii h mn ci, er! Leder- Croupons und Bcdarssartilel taust man am vorteilhastesten bei der Ge- nofsciijchasl Eintracht, Annenstratze 13. Bcrkausszeit: Montags von 9— 6 Nhr, Mittwochs abends von 6—8 Uhr. Hemdentuch, Louisiaiiaiuch zehn Meter 3,50, Bezüge, Inletts, Tisch- wasche, Stickereien ganz besonders preiswert. Engrostager Langen u. Comp., Lindenstratze 58. I(nahe Dönhvsiplatzj.__ 6651" GnSkronen, dreiflammig 7,50, komplett, GaSzuglampen 6,00, GaS- lhrcn 2.40, Gaswandarme 1,50, Krouenlager, Grotze Krankfnrtcr- iiratze 92, Ravensstratze 6(Wedding), Rixdorj, Beriincrstratze 102.__ 6151* Kteifeglaser. Operngläser, Reife» zeuge, Mnsikinstrumeni«, Geigen, Zithern, Mnndoliiicn, Harmonikas, Schirme, Stöcke, passende WeihnnchtS- aeichenle usw. ipoUpitUg. G. Lücke, Oramenstratze 130. 577K Gelcgcnheitskänse. Paletots, Anzüge, Hosen, Koffer, Revolver, Teschingö. Kessel, Golosache», Uhicn, Ketten, lllinge, Brillanten, passende WcihuachtSgejcheiile usw., zu spolt- billigen Preisen. G. Lücke, Oranicn- swage 130. 578Ä L'illig. lustig, btlttg! Monats- anzngc, wenig getragene Winterpnlc- tolo. Winterjoppcn, Fiacks, Smokings laust man nur dei Weingarten, Priiizcnstrntze 28 T, Eckhans Rstier- stratze, früher 20 Jahre Gitichiuerstr. NähmaichinenftanS Bellmann Gollnowstratz« 26, einpfiehit Airana, Adler, Zemralbobbüi, Ringlchiff.Laiig« schiff, Hokrmeher. Tambourir, Wheclcr u. Wilson, Einstil L>änle,i-Maschinen usw. Prima, Preis« billig, Abzahlung günstig, Garantie. Alle Maschinen ncbinc in Zahlung._ 205551* Gaokrone» ohne Slnzabinng, wöchentlich 1,00, Rieieniagcr Louis. Böttmcr(selbst), BetricbSieitniig Box- hagenerstratze zivemnddceitzig(Bahnverbindung Warichanerstr.itze).__' Ziiiktvaschfiiiier. Zober, Sitzwannen, Badewannen. Spezialsabrik Steichenbergerstratzc 47. Lesern 5 Proz. Seistvarzplatten 5,00, Schwarz- drosseln, Dompsasien 3,00, Zeisige, SUegütze, Männchen 2,00, Kreuz- schiiirbel, Roikehlche» 1,50, Bnchiinken, Lerchen 0L5. Müller, Blückjersir. 21. Wastkleider anS fürstlichen Hniifern verkauft jpottbillig Krkac, Brunnen- stratze 3. 1744b Gasziiglampcn 7,lX>, Gaszwei- lochlocher 3,50. Bronzegaskronen 4,25. GaSheizösenB.äO. Belenchlungshaus. Wallnertheaterstratze 3Z. 1761b Pfänderaukiion, Psandleiichaus Koppenstratze 6, beendet. Spottpreise: WinterpaletoiS, Jackettanzüge. Geh- rockanzüg«, Lodenjoppen, PelzstolaS, Gardinen, Steppdecken, PUischportie- ren, Plüschtischdecken, Prachtteppiche, Wandbilder, Taschenuhren, Frei« ichwinger, Goldwaren, Feflgelchenke, AuSsieuerwäsche, Bcttcnverkaus. 633ft* Lieferwagen und alle Sorten Räder, Palisadenstratze lOI. 1763b Ilmzngschalbrr 12,50 zwei Stand- belten, Daunenbett 15,00. fjorck- stratze 17 II, Verwalter._+147 Kinderwagen. Gummirädcr, Nnkel- gestell. Rixdorj, Siegjricdswatze 40, Mickutat.+40 Nähmaichine.Rnndichifschen, billig verkauft Triststtatze 9, Oucrgebäude U I links.+187 Tnmenhemden mit gestickter Passe 1,16, Herrenhemden 1,15, Bett- brzng nebst zwei Kopstisseu 3,95, Bettlaken 1,25, drei Handtücher 0.70, zehn Meter Hemdenluch 8,00; hochelegante einzeln« Musterjachcn, passend zu Ausstattungen, für Hälfte des Wertes. Mittwoch Stoffreste- verkauf. Wäschefabrik Salomoirsly, Dircksenstratze 21, iillexanderplatz. 4.00 Prachlbett, 8,50 ganzer Stand, rotgestreist, Laken 0,80, Damastbezüge 3,55, Steppdecken. Andrcasleihhaus Andreasllratze 38. Laiidbett. zwei Deckbetten, zwei Kiffen, zweischläfrig, 14,25, nur An- dreaslcihhanS._* Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Kiffen, 26.00, nur AndreaSleihhauS, AndregSstratze achtunddrcitzig. Fahr- gctd vergüte. b95K* Glegaate GefellschafiS- Stratzeiü kostümc, fast neu, spottbillig, Wellner, Putttamcrsiratze 4._ 273/8 Mineralien, Prtrefatten verlaust, tauscht Moll, Nieder-Schüiieweide, Köllnischestratze 59. 1741b Puppenwagen, ältere Muster, unterm Einlausspreije. Exerzier- stratze 5.__ ffge! Wanatsanöiig«, Paletots, Ulster, Beinkleider, GejellschastSanzügc, auch- leihweise, spottbillig. Schiicidermcistcr Wettz, Wilmersdorserstratze.125. I- links._ 177/14 NiiSnahmepreife! Pfandieihbaus Cliausieestiatze 60. Riescnauswahl PelzstolaS. Echte SluiilsstolaL. Alaskasiichsc Nerzmurmelstola. Pbaii- tasiemuffen. Wiiitcrpaletots. Winter- ulsler. Herrenanzüge Damenpalesois. Beitel, verkauf. GardinenauSwahl. Teppichvcickauf. Taschenuhren. Uhr- ketten. Schmucksachen. Alles extra billig._ 6Z2K* lTmchcniihren. silberne 2,50, ge- siempeite 535 Ciald.13,50, Opern- g löser 2,70, Frei schwing er-Negulaiortn 9,—, Ringe 333 gestetnpclt 1,—, viele hundert Broschen,.Ohrringe, Hals- tollierS, Medaillons, Uhrkelten 1,50. bis 16.30, allcS mit Garaniicschem, solange Vorrat. Nur Pfandleihe Andi eaSstratze 38. Annoncenvorzeioer vergüte Fahrgeld._ 63011 Gi-nndbegrisse der Politik, von Friedrich Stampsor. Gebunden 3M. Buchhandlung Vorwärts,.Linden- stratze 69(Ladens__ Gasbratoffen dillig zu verkaufen. Rixdors, Weserjtratze 214, vorn 4 Treppen links. 177/20 j Seifertkänarten, Röhl, Schönc- berg, Pahichojstratze 43. Sefferthühne. edle Sänger, ver- laust Prinzessinnenstratze 12, III links. Kanarienhahne. Zuchtweibche», gute AuSwabl, billig. Mahnte, Görlitzcrstratzc 32.__+124 Seifertkanarien, tteftnrenreich. Spottpreise, Admiralstratze 7.+65 "kanchriciirol! er. Weibchen. Scholtz, Schönlcinstrutze 20.+111 Kanarienrollcr 5,00. Raunhu- stratze 6oa, Seitenflügel.+111 Kanarienhahne verlaust Schramck, Rixdors, Her.rsurthftratze 18. Goldene, silberne Medaillen. 1745b �Sleifertltühne. tiesgehend, Weibchen verlaust Klame, Urbanstratze 86.+60 tZescdüktsverkAute« Restanration, Vereine, Zahlstellen, krankheitswcgcn verkäuflich. Auskunft:.Vorwärts�, Lausitzer. platz 14/15._ Seifeng esehäfi, flottgehend, billig Rixdors, Harzerstratze 89._+147 gangbares, vcr- ~"Wh+39 verkäuflich, Seifriigeseiiäft,_ kaust Emscrstratz« 40, R ~~WTi Ich ges ch ä ft Miete 40,—, Liänestratze 14, Anton. Restauration sofort billig zu ver- kaufen. Zu erfragen Rixdors, Aller- stratze 7, bei Ncumami.+123 �Reftanra»«, 8 Jahre bestehend, kraiikheitShalber preiswert vcrläuslich. Neinhold Müller, Ober-Schöueweide. Ebiioiistratze. 46. 1?20ö Parteilotal. 20—30 Halbe, grotze Räume, mit Wohnung, 90,— Miete, besonderer Verhältnisse halber sofort billig verkäuflich Lübbcnerstrahe 6, /Nöbel, Nnstbe.ninwirtfchakt, paffend sür Biaiillente, Stube, prächtige Küchen- möbCI, Mcheageschirr. Teppich 220,00 verkanst schleunigst der Verwalter, Weinmeisterstr. lb/2. 58911* Möbel ohne Geld I Bei ganz kleiner Sliizvhtung geben Wirtlchasten und cinzeiue Sllicke aus Kredit unter äutzerfter Preisnotierung, mich Waren aller Art. Der ganze Osten taust bei uns. Krctichmanii u. Co., Koppen- stratze 4.(Sck lest scher Bahndos.)_• Sitlliger Möbelvcrlans gediegener Schlaszimmer, Speisezimmer, Herren- «immer, Küchen sowie elegante Klub- sessel. Einsachere Einrichtmtgen so- wie einzelne Möbelstücke, sebr g.otze Auswahl. Teilzahlung gestattet. Möbel« Lechner, vruimeiistratze?, am Roicu- f balcr Tor. 62SK Relffeld, Badsiraste 19, Woh- nuiigscinrichtungen 165,— an, auch autzerh.ilb.___* R oh fo ld, Badstrape 49, Umbau. PlülchivjaS 4ö,—._» Rehfcld, Badstraste 4S, englische BeUitellen, Walratze 39,—, gebrauchte 12.-. 15.-. 18.— usw.' Rehfeld,«adstrasze 4». Kleider. schräitte 25,—, gebrauchte, grotze Auswahl. L82lK' +112* I Möbel k Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anznichaffen. Mit lleiuster Aiizablnng gebe schon Stube und Küche. Lln jedem Slück deutlicher Preis. Nebervorleilung daber auSgeschloffcn. Bei KrankdeltS. fällen und SlrbetiSIosialeit anerianiit grötzte Rücksicht. Mabclgelchäst M. Goldstaub, Zoffenersirns� 38. Ecke Gncilenanstratze. Kein AbzablnngS. gcjchäjli LS01L' MSbelhandlung Mariannen« flraße 2S. billige Preise. TeUzahwng gestattet..DorwärtZ-Ieser 3 Prozent Rabatt._ 39ft» Möbel-AelegenheitSkäute in aller« grösttn SluSwabl: einiache sowie bester« WobnnngSeinrichtungeli be. deutend billiger wie regulär. Er� gänzungSinöbel. Büselte. schreib� tische 4b. SosaS 45, Garnituren SS, TrumeauS 37, Lchränte, Vertikos 27. Kronen, Tevpiche, Bilder, Küchen- mbbel, Klubsessel, LedersosaS. Um« baue, Lederstüble usw. spottbillig. Lennerts Möbellpeicher, Lothringer- ftratze SS, Nosentbaler Tor. Die Möbel find in vier Etagen aus- gestellt._ 543 St* Herrenzimmer in den modernsten Aussührungen zu Fabrikpreisen an Private. Skalitzerstraste 25, an der Hochbahn.___ 350/4* Mctallbetten, zwei, modern, spottbillig verkäiijlich. Zosscner- ftraße 30, HutgeschÄt._ 175/20 Arbetter-idtiisteirwohnunge». Für jedermann leicht erwcrbbar, sehr billig, auch gebrauchte Möbel, gut erhalten, große Auswahl, Teilzahlung gern gestattet Kassenpreis Zinsvergülung, kleine Anzaplmig, bequeme Abzah« lung nach Wunsch der Käuser. Gabbert Tischlermeister, Alker« ftraße 54. Möbelangebot. Vorteilhasteste Gelegenheitskäufe durch Ankauf ganzer Warenlager. Einzelmöbel, koniplette Einrichtungen, schlichteste, eleganteste Schlafzimmer, Speisezimmer. Herren- zimmer, Riesenauswahl, 5 Etagen. Fabrikgebäude, Neue Köoigstraße 5—5, Teilzahlung gestattet. Sonntag» gc- öfsnet.__* " Dame verklmst Nußbaumwirtschast, sast neu, mit hochmiodernir Küchen- «inrichtung, Schlafzimmer 180.—, Spiegewertiko, Schrmik 30,—. Linien« ftraße 117, I rechts, nahe Artillerie. ftraße._ 17046* Bevor Sie Möbel lausen, be- pchligen Sie meine große Möbel- ausstellung für WohnungSeinrich« tunaen. Kein Kauszwang. ZahlungS- erleichterung. Stallschreiberstraße 57 (Fabrikgebäude). Harnack, Tischler« meister._ 413K* Marbel• Bwebel, Oranien- strage 58 am Morrtzvlah. In meinem seit 32 Jahren bestehenden Möbeltaushause stehen in neun Etagen komplette Wobwlngseinrichlungen zu äußerst niedrigeu Preisen zum Verlaus AIS Spezialität liefere: Ein« und Zweizimmer. Einrichtungen. Eiri Zimmer und Küche 360,—, 422,—, modern 47».—, 2 Zimmer und Küche viodern 501,—, 667,—, 721,—. Schlafzimmer, englisch 19»,—, mo- dern, echt Eiche, 304,—. Wohnzimmer, modern. 274,—, Speisezimmer 329,—, Herrenzimmer 200—, englische Bettstelle mit Matratze 44.—. Kleidersptnd. Trumeau. geschlissen 34.—, Schlassosa 36,—, Plülchsoja 58,—, Umbau 50,—. Teppiche. Riesenlager. Besichtigung erbeien. Transport und Lagerung kosten« frei Eventuell ZahlungSerleichte« rungen. Geöffnet 8— 8, Sonntags 8—2 Kein Laden. Verkaut nur im Fabrikgebäude._ 19055t* �Auswauderuug wegen gute Wirt- schalt(Stube, Küche) billig zu ver. kausen. Erfragen Blumenfiraße 96, Lokal. Händler verbeten.* flOS Eisernes ltindcrbctistell mit Matratze sür 10,00(neu 36,00) weil zu Nein, zu verkaufen. Nähere» Tilsiter« straße 90, Gemüseladen._+137 Dame verkaust schleunigst Nuß- baummöbel mit hochmoderner Küche, Teppich, Wandbilder, ttüchengcpchirr, elegante Gas kröne, zusammen 250,—. Büsctt, Schreibtisch. Alte Schönshnuscr Straße 19, I. 1743b Sofa mit rotem PlüschbezuA. tadel- lo», 40,00. Herbst, Große Han» burger Straße 13/14._ 17466* Möbelaugebot bi» Weihfnachten, spottbillig, Möckernstraße 25, im An- dalte, Babn-Möbelspeicher. an der Möck-rnbrücke. Einzelne Schmib- tische 28,—, Bücherschränke, Büfetts, Kredenzen, Spicgclschränke. Kleider- schränke schon 25.—. BAlstellen. Schrcibstühle, Rohrstühle. Leb erst uhle, Klubsessel, Säuleutrumcau-10.—. Waschtoilelte mit Marmorplatte*78.—, Salonlische. Nähtische, Ausziehtische 18,— an. Plüschgariütur, Salofugar« nitur, Paneelsosa, Sosa 40,—, s2osa. umbau, Flurgarderoben 17,50. Bildicr mit Prachtrahmen, Standuhren, Frei- schwinger 12.— Riesenauswahl wei,g sehlerhaster Teppiche statt 12,— jptzt 8,50. Ertragroße. sarbenprarl/ige Salonteppiche 35.- bis zu d-en cle- gantesten. Chaiselongue mit Decke 22,50. Diwandecken, Stepp ircken. Plüschiilchdecken 5,—. TiUIbrttdccken 2,-. Tüllgardincii. Restbestäirdc unter Preis. ErbstiillstorcS mit Volant 3,50. Plüschportieren 7,50. Gaskroi«»: 15.—. Oelbilder. Für Brautleute� Hotels» Penfionale ganz außergewöhtillch bel« Itge Schlafzimmer, prächtige Hcrreo«, Speisezimmer, Salons modeune Kuchen, ganze WohnungSeinrichSun« gen, nur durchweg neue, gehiWene Waren, zum schleunigen Vorlauf. Otto Lidcke, Möbel-War»iiflcicher, Eingang nur Möckernstraße A5. lieber- nähme ganzer Warenlager, KZazikurs« mosten, Wirtschaslen zum schnellen Verlaus und Auktion.— Aelterc Möbel werden gegen neue nmge- tauscht._ 63451* Mastenmöbelverkauf Kastanien. alle« 56. Ecke WeinbergSweg, Käme«-- ling» Möbelspeicher. Außergewöhnläh billige Preise, kleine und große Wohnungseinrichtungen, elnzeiue Möbelstücke zu Engrospreisen. Micha- Sonimöbel, Sofas, Matratzen eigener Zertslatt. Liescrung»berall srci.* 'Brrlause sosort spottbillig, passend sür Brautleute, Nußbaumwirtschast, Tisch, Kleidcrspind, Spicgelvcrtilo, Eosa. Nnklcideschrank, englische Bett- stellen. Spiegelwaschtoilelte Chaise- longue 14.00. Teppich. Bilder, ver. fchiedeneS andere. Elsasserstraße 70, erste Etage rechts. 248/9 Plüschsofo», nagelneue 42,00 VIS 85,00, Chaiselongue 15,00, englische Bettstellen 20,00.(Kein Laden.) Tapezierer Waller, Stargarder- straße 18._+130* Junge Frau mutz vcrkauscn Spiegelvertiko, Muschelschrank 2700, Plüschsosa, Sosatisch 4,00, Säulen- trumeau 32,00, Chaiselongue, Sosa- umbau, Bronzekrone. Nachispind 7.00, Bilder, Bettstellen, Schreibtisch. Auch Sonntags. Neue Köiiigstraße 79 II. Bildschön Paneclsosa 39,00, Trumeau. Klcideripind, Vertiko, Chaise- longue spottbillig. Acnderungshalber sosort Chausscestraße 74 I, links. Beltstellelihaiiö Kiersti, Biunnen- straße 90. Ecke, Eingang nur Rügener- straße 27, empfiehlt garnierte Kinder- bettstclle 7,00 an. große Bettstelle mit Patent-Federboden l3,S0 an, Polster« betten 4,60 an. Neu eröffnet. 1759b Ainsiltltistniniente. Piantno, hoheS, kreuzseitig, 125,—. Zander, Turmstraße 8.(Teil- zablung.)_ 177/11 Piano- Gelegenheitskauf, neu. 330,00, unter Garantie. Büloiv- straße 44._ 47851* Pinnino, wertvolles, neuerhalten, 200,00. Händler verbeten I Krüger, Friedeustraße 2(Königstor). 229/14* PiniiiiioS. Harmoniums, Flügel jeder Preislage, gebrauchte 120,00 an. Teilzabluiig. Scherer, Chausscestraße 105._ 53451* Pia»,»», gut erhalten, 200,— verkäuflich. Manthey, Potsdamer- straße 31. 186/17 Piauino billigst, Teilzahlung. Badstraße 42/43._+125* Jliigcl, gebrauchter, Geleaenbeils- kaus, 320,— verkäuflich. Ferd. Mauthey. Potsdamerstraße 27L. 186/16 Piauino. 150,—, herrlicher Ton, verkaust Hänel, Grenadierstraßc 25 (am Alexanderplatz). 178/6* Stiissdaumplanino, vorzüglich erhalten, Tonsülle, sofort. 150,—, Konctzny, Alcxanderstr. 37(Alexander. Platz). 230/4 Piauino, 200,—, Boeltje, Grunc- waldstrah« 13. 178/8 Elektrische PianinoS, tadellos, empfiehlt billig Rudolf Vieiiing. Pianosabrik, Kotibusei+traßc 5. 230/8* Piauino, erstklassiges, prachtvolles, umstänoewcgen spottbillig, Elsoß- ftraße 3l, Gerstenberg. 230/5 Pathei- Sprechapparale, nadellos, Originalprcise 30.00 an, Pathä- platten: 2,00. Einzelteile. Repara- turen. Teilzahlung ohne Preis- crhöhung l nur.Pathöverlrieb", Reichenbergerstraße 127. Kataloge Irankol_ 10451* Grammophon, Prachtstück mit Platten billig. Teicke, Fürstenstr. 8 III. Prachtgrammophon verkaust DrewS, Schliemannstraße 19. 174/15 Bilder. Jeder Käuser erhält beim Ewkaus von 10,00 an ein Los gratis. Bilder- Bogdan, Weinmeisterstraße 2.* pstirrSder. Herrenfahrrad, Damentahrrad, einmal benutzt, 35,—. Holz, Blumen- straße 44_ 2351* Gcschäftsdretrad. äußerst stabil, 50,00 an. Holz. Blumenstraße 44.* Herrenfahrrad, elegantes, 25.00, DoriS Haselost. Kastanicn-Allee 5, dritter Hos I. 279K* Fahrrader. AuSnahmcprcise. seltene Gelegenheit. Riesenlager. Allerneueste Modelle, billiger als zede Konkurrenz, nagelneu von 27,50, mit Gummi 34/50. Keine Schundware. Heys«, Königsbergerstraße 7, Oranien- straße 32. Herrenfahrrad 25,00, Frcilaus- rad, Damensahrrad. Kraus, Andreas. straße 54._ 178/1 HoIbrenneR bildschöner, Freilaus- rücktAtt, spottbillig. Grosser, Frank- surter Allee 104._ 178/4 Herrenfahrrad, Damensahrrad, schönes, modernes, ausgabehalber 35.00. Große Franksuricrstraße 14. Hof Keller. 178/13 Herrenfahrrad 30,00, Rücktritt- rad, modern, Grammophon. Wolff, Thaerstraße 44, vorn IV. Kauf�esuctie. Zahngebisse, Zahn bis 80 Pfennig, Goldsachcn, Siamiiol, höchstzablend. Kodn. Reue Köiiigstraße 76. 229/9* Platinabfälle. Gramm 5,35, Gold- Silber, Zahngebisse, Quecksilber, Stau- niol. kaust Dlümcl, Auguststraße 10. Futterrefte kaust Loewiusohn, Golluowstratze 36. 150/1* Kaufe Frauenhaare» ausgc- känimte. Zahle höchste Preise. Kaska. Zöpfejabrik, Rixdors, Erkstraße 3.* Zahngebisse. Zahn bis SOPscnnigl Platina, Gramm 5,85, laust Blumen- reich, Bruuuenstraßc 196(Noscuthalcr Tor.) 301651* Höchstzahlcnd Goldsachcn, Zahn» gebisse, Zahn bis 1 Mark, Piatina- absälle, Siibcrlcuchter, Silberschaleu, kaust Antiquitäten- Geschäft Kirch- straße 14, Moabit._ 178/7 Platina. alle Goldsachen, Bruch- gold, Silber. Doublecabsälle, Tresse», Gebisse, Kcbrgold. Goldwatten, Gold- gummis, Stanniolabsnlle, Quecksiibcr, inmltichc gold- und lilbcrballigcn Abfälle kalift Broh. Goldichmclze, Ztöveuickeritr. 29. Telephon IV. 6058. Zahngebiste, Zahn bis 0.05, Pia tinabsüllc. Gramm bis 5,75, Stailiiiol- papler, Zinnab'älle, Queckfilber, Blatt- .gold, Goldwattcn. Silberschmclzerei, Goldschmelzerci. Edclmctall-Einlauss- burcau, Weberstr. 31. VJI. 4243. Metaklbruch kauft Schermer, Rüdersdorserstraße 21.+134 .Frisierschule. Gründlichste sach- gemäße Ausbildung sämtlicher Fri- suren. Frau FreiSIcben, Friseur- Icbrerin, war langjährige Theater- jriseusc(Rcsidenzthealcr), Lothringer Straße 63._ 59851* Aelteftes Technikum Berlins, Alte Jalebstraße 124, II. Inhaber seit 1874 Ingenieur E. Schramm. Architekten-, Ingenieur-, Techniker-, Werkmeister-, Monteur- Ausbildung. Eicktrotechiuk, Maschinenbau, Hoch- bau. Tiefbau, GaSsach. Wassersach. Lchrsabrik, Prüsuiigsseld(Bogen- lampcu usw.), Laboratorien._* �Werkinristerknrs Ächtzehn Mark vierteljährlich. Dauer ein Jahr. Jakobstraße 124 II._* Hüttciifach Giel-erei. Vollständige Ausbildung. Jakobstraße 124, II. Bauschule Eisenbeton. Polier-, Meisterkurse. Techniker-, VcrniessungS-, Techiiikcr-, Architekten-, Hochbau-, Ticsbaukurse, Stcinmetzjach. Jakob- straße 124. 58lK* Tamcnfrtsteren. Gründlichst billig. Frau Elger, Friseurlehrerin. Thcatcrsriseurin, Brunnenstraße 184 (Nosentbaler Tor)._ 47496 Polytechnische» Gewerbe-Institut, Inhaber Ludwig Barth, Ingenieur, Berlin. Chausieestraße 1. Maschinen- bau, Elektrotechnik, Eisenkonstrultion. Ausbildung von Ingenieuren, Tech- nikcrn, Maschinen- und Werkmeistern, Monteuren, Etektromonleuren, In- gcnieur- und Maschinisten-An Wärter der Marine. Kurze Studienzeit, TageS- und Abendlurse, Schülerzahl über 400, beste Resereuzen, Prospekte gratis._ Klavierschule, Violine, Mando- line, Gitarre. Zitherunterricht, 4,00, einen Monat gratis. Schönhauser Allee 64.+130 Verschiedenes. Elsholz-Gesellschaft, Komiker. Gro piusstraße 6. I688b� Bolkssiinger-Gesellschast.Schmeltzer Mawlaquetstraße 7. Humorist, +57* Gesellschaft, Broms. Gleimstratze 60._ 16726* Kunstftopseret von Frau Kokosky Schlachtenlii, 5turftraße 8 III._ Patentanwalt Wessel, Ditschiner- straße 94»._ Patrutanwalt Müller, Gitschiner- ftraße 81. 2439K* Leyser. Große 202K* .e». Fränksnrtcrstraße 67.__ �Buchbinderei Sieber, Josephstraße 2, fertigt Bucheinbände jeder Art. 1692b* »Frtcdrich-Wilhelm* General- agenlur-Zahljlelle: 0. 112, Mainzer- straße 24(Franksurtcr Allee), Lebens- Versicherung, Sterbetasse, Kinderocr- ficherung. Ausnahme bis 60. Lebens- jähr. Steuer abzugSjähig I 4595t* Kiiintswvferci Leyser, Fron kjurtcrstraße 67. Große. 2399K* Hnndwäscherei Eulitz. Köpenick, Dahlwitzerstraße l, liefert schneeweiße. tadellos gerollte, im Freien geirock- ncte Wäsche. Laken, Leibwäsche, 4 Hnudiüchcr 10 Pseunig. Abyvwng Dienstag, Miltwoch Kein Vertausch. Jede Uhr zu reparieren 1,25 (außer Bruch), kleinere Reparaturen billiger. Kariel, Uhrmacher und Juwelier, Brunnenstraße 118, Ecke Usedomstraße. 425Ä* Wer Stoff hat? Fertige Anzüge nach Maß, 20 Marl an. Tadellosei Sitz, haltbar. Futter+achen, Franke, Ackcrslraße 143. Ecke Jnvalidcnstraße* Pfandleihe MarluSstraße 27. Siheinischc Sänger(Er.Hcrzberg). Reinickendorl, Thunerslraße 45. Kunst — Humor_+144 Abwaschbare Danerwäsch«! Ausgerisscue Knopslöcher werden bil- ligst repariert. Boiri, Juukerstr. 18 III. Gesellschaft»Ante* 2. Weihnacht» feiertag srci. Swinemünderstraße 75. OOkcchanikrr, Clellromonleur oder Schlosser, Intelligent, als sach- männischer Teilhaber für rentables Auiomalen- Verleihgeichäst gesucht. Gute Existenz. ZUstigeS Kapital 3000.00. Offerten unter A. S. 100 Postaint 87._ 1665b Wer Stoff hat. fertige Anzug oder Paletot 16,00. Kaczyusti, Lichteubergerstraße 9._+134 — Wer nimmt 1'/, jährigen Knaben tagsüber in Pflege? Preisoffcrten „Gcrmaniapromenade' Postamt Britz. Waschanstalt Bolze, Köpenick, Liiidcustraße 1b, liesert Bettwäsche, Leibwäsche, vier Hanblücher 0,10.-Abholung täglich. 1770b* Aufpölsterung. Soja, Matradcn, billig, im, au'-nn Hause. Chausicc- straße 74, Schal".-._ 178/3 Aufpolsteruug. Betlmatratze 4,—, Soja 5,—, Hoffmann, Reue König« straße 30._ 230/3 M askcngnrderode, sauber, billig vertäuslich. Kublank. Kastanienallec 66. Wer Stoff hat? Fertige selbst Anzug ose? Paletot von 20 Marl au. Garantie für guten Sitz. Zt. Hiiiueburg, Hoizmarttstraße 13, I. Vogelliebhaber werden sachgemäß und reell bei den Milgiicdcrn des Verbandes der Vogclhändler bedient Diese Gcichäste sind durch Aushang eines blauen Plakats kenntlich gemachi. Küchciunöbel, Ladcncinrichiung streicht bivg MathcS. Lychcner straße 9._____+130 Vermietungen.\ Neftanrant mit Inventar, Vereins- zimmer, gegen lleine Kaution sosort zu vermieten Luisenuser 17. t719d'- ""Laden. Verkehrsslraßc, Miete 600] Veteraneuslraße 12._ 176 56 lReini(tenborf>Oft, JnstuSstr. 17. Läden mit Wohnung preiso�ert, 2 Zimmer-Wohnuug mit Bad. und Ballon, 2 Zimmer-Wohnung Garten- hau», 1 Zimmer-Wohnung Gurten« Haus billigst zu oermieten. 6ZIK Wobnungen. Bahnhof Schöneberg, große Stube, Küche sosort Siegsriedstraße 3., �Rixdorfer Baugenossenfchajt Ideal) noch einige Wohnungen, 1 und 2 Stuben, Bad, Warmwasser, Heizung, per Inf ort oder später, Bureau Wcichsclstraße 8, Rixdors. Telepbon 1314. Ri.+128 Wege« GeichästSübernahme Zwei- zimmcr-Wohnung, warmes Wasser, Badecinrichtung sofort zu vermieten- Rixdors. Mareschstraße 15. Zu erfragen bei Hornstein.___ t/40 Zliisschncideu. Achtung I M Ane letzten Wohnungen oermiete Isfort spottbillig. Vorderhaus Stube, 5/üche >9,—, Ouergebäude Stube, Küche 16,—, renoviert. Rixdors, Kopfißr. lS. Gute Fahrgelegenheit. 1733d Eharlottcnbnrg. Friedberp/ftr. 23. Zwei Stuben und Küche, 33,—, sofort zu vermieten.+117 Prachtvoll« zweizimmerioe Vorder Wohnungen sosort srhr billig Weser- straße>7(Frankfurter Allee). 1747b Sofort Stube und Küche billig Franseckystraße 17. 17566 Zimmer, Möblierte» Zimmer, zwei Herren, 12,00. Knorn. Franksurtcr Allee 185a. III. 1721b* Möbliertes Herrn, 14 Mark.' straße 10._ simmer, separat, für -lresemimn, Schmid- 1727b Möblierte» Zimmer. 1 auch 2 Herren, oermietet Manteuffel- straße>9. Herold._+124 immer, 2 Herren no6er, Palisaden. 17166 Möbliertes oder Damen. ftraße 87. Möbliertes Zimmer, 2 Herren, veimielet Oranienstraße 17?, II-/,, Ott. Möditertes Zimmer. Rixdors. Friedelstraße 34, GartonhauS III rechts. 1757b Möbliertes Zimmer, Bad, äin Bahnhoi Gesundbrunnen. H. Schmidt. Spanheimstraße 11, vorn II.+125 Möblierte« Zimmer, 20 Mark, zu vermieten Wiclesstraße 7 parterre. Lobe.+109 Ordentlicher Herr, Teilnehmer möbliertes Zimmer, 13,—, Skalitzcr- straße 28 IV, Albrecht.+124 Teilnehmer zum möblierten Flur- zimmer bei klumpe, Oranien straße 185 II rechts. +424 Möblierte« Zimmer zu vermieten bei Engel, Rixdors, Teupitzerstraße Iii, vorn III. Preis 16,—.+128' Witwe vermietet Balkonzimmer Stettinerstraße 56, vorn II, Kälix. Möbliertes Zimmer vermietet Rixdors. Rcuterplatz 2, vorn II. Klose. «leine« Naunynstraße link«. möblierte» 65 0, Dmener Seitenflügel III +69 Dame sür leere» oder möbliertes Zimmer, auch mit Pension. Trist- stra ß e 9, Ouergebäude III ItukS. Möblierte« Zimmer, Herr oder Dame. Forsterstraß« 7, vom 1 Treppe. Franz._ 178/11 Möbliertes Flurzimmer, Aeichen- bcrgerstraße 50, vom III. 178/12 Möbliertes Zimmer. Gegend Prinzenstraße. Offerten Semd Post- amt 42._+65 Kleines möblierte» Zimmer. Hosstedt, Kottbuseruler 57, Quer- gcbäude IV._+65 Möbliertes Zimmer, einen oder zwei Herren, vermietet Boxhagen. Gärtnerstraße �7� vorn II.+97 Frenndlich möblierte» Zimmer sür einen oder zwei Herren Ricke, Proslauerstraße 6 Ii(Frankfurter Allee)._+34 Möbliertes Zimmer, 13/00. Witwe Wölkt, Köpenickerstratz« 24. Hos III. chlSS ruhige» Sm tt, Reichen lmcr, Möbliertes..„ Herrn, vermietet Mancrt. bcrgcrstrnße 138, vom II, Ecke Lausitzerstraße._+139 ""MöblterteS Zimmer, allein. 18 Mark, vermietet Tost, Oranien. straße 19, vorn I._+139 findet Gemütliches Heim Herr Glogauerstraße 30, Körlitzcr Baduhos._ beflerer vom IV, +139 Möbliertes Zimmer 12,00, Witwe Ulrich, Pappcl-Allce 47._+130 Möbliertes Zimmer und Schias. stelle Grüner Weg 52, vom II rechts. Sehiskstellen. Möblierte Schialstelle vermietet Frau Goer+ch, Wollt» erstraße 58 I. «Silterk» S«äffte»« z, mieten. A. Schmidt, Planufe�bS IN. Gartenbaus. 1689b Schlafstelle. Herrn, Zimmer. allein, 15 Mark Jahn straße 19, vorn I rechtS. 1758b Böyowvtertel. Möblierte Schlaf- stelle, sosort, 13,00 inklusive. Polier, Lippehnerstraße 32, Seiienstüt/el I. Bessere Schlasstelle(Flmpingang) vermietet Bohnsack, Ritterstrache 124 1. Schlafstelle sür Herm bei Feige, Berlichingcnstraße 20, Ouergebäude l. Möblierte Schlafstelle Herrn. Dählke, Brunnenstraße 58, vom Ul. Möblierte Schlasstelle, Herrn, vermietet Stocker, Forsterstraß«' 36, vom II.+124 Möblierte Schlasstelle vermietet Sühring, Reichend ergcrstraße 115». Frenndlich möblierte Ählasstellc, zwei Herren, vermietet Mietich, Naunhiistratze 27, vom IV.+139 Schlafftele. allein, zum 1."12. vermietet Kuhlmann, Lippehnerstr. 25, Ouergebäude l._+33 Schlafstelle zu vermieten Jnster- burgcrstraße 6, Seitenflügel 3 Treppen, Woytanowskü_'_+99 Jnnger Mann findet Schlafstelle bei Witwe Lenze. Rixdors, Prinz- bandjerystraße 38.+39 " ichlafsiclle füt Herrn, mit Kaffee 12, Flurcingang. Naunynstraße 10, vom IV, Busch.+139 Möblierte 3 straße 31, vom Ausgang. stelle Lausitzer- links, großer _+139 Bessere Schlafstelle, zwei Herren, separat. Wagner, Rctchenberger- straße 163, vorn I._+139 Frenndlich möblierte Schlafstelle vermietet Witwe Stenzel, Reichen- bcrgcrslraße 50, vorn IV._+139 Möblierte Schlasstelle, Herm, bei Zimmerreimer, Rcichenbcrger- straße 96». 2 Treppen links.+139 Möblierte Schlafstelle vermietet Ponio, Skaiitzerftraße 46d.+139 Bessere möblierte Schlasstelle oder Zimmer bei Schufft, Brcsiauer- stra ße 1t, vom._+134 Bessere Schlasstelle, zwei Herren, separat. Leonbardt, Koppenstraße 98, vom II(Schlcsischen Bahnbos).+134 Saubere Schlafstelle venntetet Wilwe Karch, Friedrichsselderstratze 9. Möblierte Schlasstelle, Herr, RüderSdorserstraße 38, vom parierte. Möblierte Schlafstelle Grünerweg 68, 3 Treppen, Ebcrschbach,_ Möblierte Schlafstelle, Flurcingang. Grüner Weg 103, vorn III lin IS. Möblierte schlasstelle zum Ersten, 13,00 mit Kaffee, Langestraße 87, vorn II linkS, Nähe Schlcstschcr Babnyost__+134 Möblierte Schlasstelle, zwei Partei. genossen, Andreasstraße 52, vom IV, Schröder.+134 Möblierte Schlasstelle. Herrn. "tau Pirzig, Kastanien-Alle« 75, Ouergebäude II. Schloffteile. Fräiilelik Woydt, Möblterte 17686 Herm, vermietet Fis ch erdrücke 11. vermieset Schiasstrlle Frau Meyer, vritzerstraße 33 chläislclle " Möblierte user LI vom IV,'Werner. J78/5 Elisabeth. +65 Möbliert« Schlafstelle Pflüger- straße 9 vom II, Wangemonn.+65 Alleinige Schlasstelle Boeckhstr. 49. Witwe Mallchte. +65 Möblicrt�Schlosstelle Dresdener straße Itl vom l Laudgras.+65 Möblierte Schlasstelle i'5.00Mark mit Kaffee. Häycr, Fürbriugerstr. 27 parterre._+60 Möblterte Schlasstelle, Herren. Zoffcnetstraße 36, vom IV, Franke. Freundliche möblierte Schlafstelle mit Kaffee 12.00. Frau Morawietz, Solmsstraße IE__+60 Schlafstelle für einen oder zwei Herren Bodin. Andreasstraße 65.+U2 �Bessere Schlasstelle Weidenweg 56. Vorderhaus. Frau Piontet.+34 Befferc möblierte Schlasstelle. allein, Herm. Schönhauscrallce 110, Gartenbau» II, Witwe. Volkmann. Möbtierte Schlasstelle Land». bei-gcrallee 123, vom IV rechts. Möblierte Schlasstelle� allein. vermietet Gleimstratze 59, Over- gebällde I recht».+130 Schlasstelle. Herrn, allein, Kraut- ftraße 26». Matz. 1740b Schlafstelle bei Fr. Sartusch. An der Fischerbrücke 11, vorn III. Möblierte Schlniitelle sür zwei Herren bei Rössel. MuSlauerstr. 33. Freundliche möblierte Schlafstelle, Herm. Künzcl, Britzcrstraße 38. Möblierte Lchlässtelle. Timm. Kommandantenstraße 15, Hos link«. Möblierte Schlafstelle. Hewig, Amdtsiraßc 20. 1729b Alleinige möblierte Schlasstelle Grüner Weg 120, linker Seitenfl. IV. Herr findet Schlasstelle bei Wisr. Zanizos, vellcallianceslraße 24. Hos ll. Saubere Schiassielle, Herrn, ver- mietet Barnowsli. Köpenick, rstr. 20». " Möblierte S�lasstclle sür Herm bei Frau HenSky, Löwestraße 27 I. Mit dem I.Januar 1912 ist die Stelle eine» �TdclteraehretEr» neu zu besetzen. Reslekianten müssen mit der Sozialgesetzgebung und dem bürgerstch-n Rechte völlig veUraut sein. Das Ansangsgehalt betragt 1800 M.. da» Endgchalt 2500 M. Offerlen erbeten unter Beijügung einer gedrängten schrisUichen Zlrbeit über die Ausgaben eine« ArdeitersekekärS, de» kurz dar- gestellten LebcnSIause» sowie der bisherigen Tätigkeit innerhalb der Ar- beitcrbewegung bis zum 5. Dezember 1911 an: 299/12» Otto pteUei', Oer»,»st» Scbloi,»,,« ti, n, Gchlafft«>« M» Herm Fstbe, borserstraße SS bei Zobrys, Qu, gebäude III. 177/ Möblierte Schlasstelle vermic Gorny. Köpentckerstraße 8b, vo 1 Treppe.+1 Möblterte Schlasstelle bei Schu Augsburgerstraße 24 II._+!_ Saubere Schlasstelle zu vermiete Maumschat, Schönederg, Belzige straße 23 II.+1 Zwei Herren finden sreundlic Schlasstelle. K. Posch, Dunckerstr. 1 vom III.+ll Mietsgesnctae, Junger Mann wünscht möbliert> Zimmer, Weddwg. Offerten F.] Postamt 68._ 172« Junger Handwerker sucht möblierte Zimmer, allein, 12—15 Mark. Näi Moritzplatz oder Svittelmarkt. Offerte unter G. L. 85, Postamt 14, erbetei Junger Mann sucht Berlw 6 ui geniertes möbliertes Zimmer. Offerte C. 3, Hauptexpedition des Vorwärt �.rheitsmarkt. Stellengesuche. Invalide. 46. sticht bcgendwelck. Beschästigung. Offerte I-. L. vo> amt 74. 1731 Stellenangebote, M a»m«rschleifer verlangt Luckaue, straße 10.__ 230/ Töndelschürzeu-Ardeiterw. Saerk Landsbergerftraße t4.+4 Könftltche Blumen- Kleb ertnn-i nur geübte, in und außer dem Haufi sucht Schindelhauer. Alte Jakol straße 156._ 1735b Fantasiehutarbetteriuuen suche Damenhutsabrik, Michaelkirchsrraße 1- Strohbutnäheriunen finden für ganze Jahr Beschäftigung. Damen hutsabrit, Michaelkirchstr. 15. 1737d Lehrmödchen im Alter von 14—1 Jahren au» achtbarer Familie gege> monatliche Vergütung sosort gesuchl Meldungen nur in Begleitung de Eltem oder de» Vormundes 10 bi 2 Uhr vormittags oder 6 bi» 8 Ud nachmittags in unserer Personal Verwaltung, 4. Etage. A. Jandor u. Co., Bellealliancestraße 1—2.' I« Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehoben! Anzeigen kosten SV Pf. die Zeile DeMu Buchbindenrerbanii Zahlstelle Berlin. BSege» Differenzen ist der Be trieb von Hsrin. Wölfl, Boppstraße 7, LnxuSpapicrfadrik gesperrt. 26,"T Die OrtSverwaltung. Achtung! Holzarbeiter Wegen Streik oder Loh» dtfferenzen stn» gesperrt: Pianofabrtk Beehateln. Grü nancr Str. u. JoHannisttrastc Drehrollrnfabrik Deuehlee Wastmannstr. 27. Bantischterci Fnnl, Monu mriiienstraste Sil und Hagel berger Strafte 4. Ber»»tsvereln cker Berllne, Barltettzxesehaite, Tho mastusstr. 1K. Schirmgeschöft« B. R.lehten stein. RencFriedrtchstr.SK/4v Leivzigcr Str. 78. Müller strafte Sa. RofentHaterstr. Itt Schönhauser Allee 101. Rott bnser Damm 3- Wttmcrs dorfer Strafte»7.«ertinri Strafte 4 in Tegel. Zadnch. Dresdener Str. 39, Stcncrr. Orantenstrafte. Kehn« Turm strafte 57. Da« Berliner Arbeitswillige» vcrmittelungSbureau d. gelbe» .Handwerterschnuverbandes--. Arbeitsnachweis d. Stellmacher innung und der Wagenfabri kanten, Kaiser-granz. Grenadier. Platz. Zuzug ist streng semzuhalte». VI« Vrtirerualtung verllo in Deottcben Hoizirbeitervcrbandc« Achtung! Lithographen u. Steindrueher. WM- Wegen Streik und Ans sperrungen stnd folgende Schuft. Verbandsfirmen gesperrt, Albrecht u. Meister. Aberle u. Co. Selmar Bayer, Bernhardt u. Co Böhme, Friedberg, W. Hagelberg P. Hagelberg, Hollerbaum u. Schmidt Heymann u. Schmiat, Littauer u «oysen. Liebig, Löwcnftetn, W. Pcck Senlch, Sola, SHä!�r u. Schc'> M. Schlesinger, Schwert tseger u. Co. Weylandt, Th. Wendisch. Folgende Privatlithographier und Lohnbruckereten: Hugo Wolf, Aug. Salbach, Zoeke u Miitmeyer, Räubert u. tiiÄebrl Dübelt u. Kersten, Goltz. Verhanck der I.lthoifpaphcn and Stelndroekcr. Filiale I. a. Ul. 297/11 Für den Bezirk Norden nnl nördliche voron««uicrei heutigen Rummer liegt eir Prospekt des Kaufhauses Be)' mann, Berlin stf.. Badftr.ZK.bci »fpofie«; Mqgrd tzqrch WM Für dr» Wiätcntell verantw.! Th-Aivilr, Berlin. Drucku�tztzlatz! Vsrffälifß Hll�driitlerei y yerla�gn�tglt Miil Silber st. Ts,«erlio s«.