Nr. 220. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlic 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mir tluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poit Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708, Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferare für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: Ad Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 19. September 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Parteigenossen! " Wie bereits in einer früheren Nummer des Vorwärts" befannt gegeben wurde, findet der diesjährige Parteitag am Sonntag, 22. Oktober, und die folgenden Tage statt. Als Ort für den Parteitag ist voriges Jahr Köln a. Rh. bestimmt worden. Entsprechend den Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiSonntag, 22. Oktober, nach Köln Organisation) berufen wir hiermit den Parteitag auf Vom Juriffentage. im Gegensatz zu der würdigen und mannhaften Haltung der Arbeiter, wenn es ihnen möglich gemacht wird, wirk Ueber die kürzlich beendeten Verhandlungen des deutschen liche Volksjustiz auszuüben. Aber was fümmerten Juristentages wird dieses Jahr von allen Seiten noch den Juristentag die Erfahrungen bei den Gewerbeweniger Aufhebens gemacht, als sonst. Und doch haben so gerichten, die Erfahrungen mit der Betheiligung des Arbrennende Fragen zur Diskussion gestanden, wie die Auf- beiterstandes an der Rechtsprechung! Sie existiren für hebung der Schwurgerichte und die Betheiligung der Laien ihn so wenig, wie die andere Feststellung Lautenschlager's, an der Rechtsprechung, oder wie die Beschränkung der daß der Berufsrichter, der fortwährend in Berührung mit Zwangsvollstreckung und Pfändung auf Gegenstände, die Laienrichtern steht, sich besser zum Rechtsprechen eignet, als nicht blos zum nacktesten Leben nothwendig sind. Eugen der Berufsrichter, dem diese Berührung fehlt. Je mehr bei giltigkeit gegen den einst hochberühmten Juristen- tommen, umso mehr ist es nothwendig, daß der Richter das in das Lokal zum ,, Karl der Große", Aachenerstraße 64, ein. tag damit, daß jetzt die Erörterung allgemeiner alltägliche Leben kennt. Woher soll der Jurist diese KenntAls provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Justizfragen im Reichstag dem Juristentag Abbruch thue. niß schöpfen? Auf der Hochschule lernt er's nicht, und in der besitzenden Klassen, die sie in ihrer Mehrheit sind, haben verkehrt, lernt er's auch nicht. Aber er kann sehr viel lernen Die Sache liegt viel tiefer: Die Juristen als Parteigänger den Gesellschaftskreisen, in denen der Jurist in der Regel ebenfalls Trieb und Kraft zuin unabhängigen Denken ver- von den Laienrichtern, die selbst in den Kreisen leben, in loren, ihr Zusammensein geht halb in öder Streberei, halb denen die Streitfälle entstehen und sich abspielen." Das ist so im vollen Genuß der materiellen Festgenüsse auf, und in- unwiderleglich richtig und ausschlaggebend für die Frage folge dessen ist der ideale Schwung, der frühere Juristen- der Laienbetheiligung an der Rechtsprechung, daß tage wenigstens stellenweise auszeichnete, im bürgerlichen eben nur eine Juristenversammlung stillschweigend darüber Fette erstickt. Die Verhandlungen über Schwurgerichte und hinweggehen kann. Ergiebt sich doch als einfache FolgeLaiengerichte haben es diesmal wieder bewiesen. rung daraus, daß der Ausschluß der Arbeiter als der zahlRichter begründet denn auch die allgemeine Gleich einem Gericht Vorgänge aus dem alltäglichen Leben vorSonntag, 22. Oftober, Abends 7 Uhr, Vorversammlung Konstituirung des Parteitages. Festsetzung der Geschäfts- und der Tagesordnung. Wahl einer Kommission für die Prüfung der Vollmachten. Montag, 28. Oktober, und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: J. Auer. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: S. Meister. 3. Parteipresse und Agitation mit besonderer Berücksichtigung der Landagitation. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: Paul Singer. Berichterstatter: W. Liebknecht. 6. Antisemitismus und Sozialdemokratie. 5. Maifeier 1894, Berichterstatter: A. Bebel. 7. Anträge zu Programm und Organisation. 8. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, wo 8. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, wo fie ihren Sitz zu nehmen hat. Parteigenossen! Bei der Kürze der Zeit, welche uns noch von dem Zusammentritt des Parteitages trennt, ist es noth wendig, wo dies nicht bereits geschehen ist, sofort zur Wahl der Delegirten und der Berathung eventueller Anträge zu schreiten. Die Anträge selbst müssen spätestens bis zum 11. Ottober in den Händen des Parteivorstandes Berlin SW., Kazbachstr. 9 2 sein, wenn sie, entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Abs. der Parteiorganisation, im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Borlage für den Parteitag Ausnahme finden sollen. Die Adresse des Lokalfomitees in Köln, bei welchem die Anmeldung der Vertreter stattzufinden hat, wird in den nächsten Tagen bekannt gemacht. Mandatsformulare sind durch das Parteibureau Berlin SW., Kazbachstr. 9, wohin auch alle sonstigen Zuſchriften, Anfragen zc. zu richten wohin auch alle sonstigen Buschriften, Anfragen zc. zu richten find, zu beziehen. Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, 18. September 1893. Der Parteivorstand. Als lebendiges Muster des bürgerlichen Verfalls prä- reichsten Bevölkerungsklasse von der jezigen ordentlichen sentirte sich gleich der Hauptheld dieser Berathungen, der Rechtsprechung die letztere in Grund und Boden hinein bekannte Professor Gneist. Dieser berühmte Herr erklärte, fälschen und korrumpiren muß, und daß eine ernsthafte er habe seit 1879 aus der Erfahrung gelernt und sei zu Reform unserer Justiz im volksthümlichen Sinne einzig und der Einsicht gelangt, daß er einstmals" im Irrthum ge- allein an einem Punkte beginnen kann: Beseitigung des wesen sei, als er die Erhaltung der Schwurgerichte vertrat. Schöffen- und Geschworenenamtes als unentgeltlichen EhrenNatürlich fand Professor Gneist für diese Erklärung die anites, das nur Besitzende bekleiden können, durch Einwärmste Unterstützung eines aus dem Xantener Knaben- führung einer Entschädigung für die Beisitzer, die dann erst mordprozesse bekannten preußischen Oberstaatsanwalts. Es wie bei den Gewerbegerichten aus dem Arbeiterstande mit fehlte auch nicht an Widerspruch, aber wie lahm war der hervorgehen können, und Einführung direkter Wahlen für selbe, wie wenig traf er den heutigen Kern der Schwur diese wichtigen Aemter statt des„ elendesten aller Wahlgerichtsfrage und der Betheiligung von Laien an der fyfteme", das auch hier noch besteht. Rechtsprechung! Eugen Richter ist auch hier wieder in der Vollends Don der Theilnahmlosigkeit der FestArt, wie er die Sache in seiner Freifinnigen Zeitung" be- genossen des Juristentages begraben worden ist diejenige handelt, das Muster bürgerlicher, lendenlahmer Hilflosigkeit. Berhandlung, welche sich auf die Schaffung eines Schutzes Er übertrifft den Juristentag sogar noch, indem er über die der unbemittelten Klassen gegen Pfändungen bezog, die dem Schöffengerichte Loszieht, an dem Beschluß, die Laien Armen und seiner Familie nichts als das Hemd auf dem auch an der Rechtsprechung der Straffammern zu Leibe lassen und ihn in einen Zustand der Barbarei von betheiligen herummäkelt und alles aus dem Grunde, weil Staats- und Rechtswegen stoßen, der ein schneidender Hohn die Schöffen dem Amtsrichter gegenüber„ nur Figuranten" auf die moderne Bivilisation" ist. Unter vollständiger seien. Richter sagt damit seinen Klassen genossen ein schönes Interesselosigkeit des Kongresses brachten ein paar bürgerKompliment. Die sind es ja ausschließlich, die bei der liche Joeologen in einer versteckten Sektion des Juristenheutigen Gerichtsverfassung als Schöffen mitsitzen, und erst tages den Antrag durch, es habe eine Revision der jezigen, mit der Erkenntniß dieser Thatsache kommt man überhaupt unmenschlichen Zwangsvollstreckungs- Vorschriften dahin stattzu einer richtigen Stellung in der für das Volk so ungeheuer zufinden, daß ein besserer Schutz derjenigen Vermögens wichtigen Frage. Die jetzige Betheiligung der Laien an theile" gewährt werde, die zur Führung einer geordneten der Rechtsprechung ist nichts als die Betheiligung der Wirthschaft und zur ausgiebigen Verwerthung der persön befizenden Klassen an ihr. Kein Arbeiter gelangt heute lichen Arbeitskraft des Haushaltungs- Vorstandes erforderlich zum Posten eines Schöffen oder Geschworenen. Nur um sind"; Bett und Wäsche, Schrank und Kleider sollen auch die Arbeiter auszuschließen, hat man unbezahlte Ehrenämter dem Aermften im Namen des Molochs Kapitalismus nicht Es ist bezeichnend, daß aus jenen Poſten gemacht, die ausschließlich Rentiers, mehr genommen werden können. und Unternehmer bekleiden können. Dazu kommt, daß keine fast die ganze bürgerliche Presse diesen Beschluß todtdirekte Wahl der Schöffen und Geschworenen, wie etwa der geschwiegen hat. So treiben sie's. Bourgeoisie unb Juristen Beisiger beim Gewerbegericht, stattfindet, sondern ein künst- sind Eins, und erst der Nachdruck, den die Arbeiterbewegung lich verwickelter Apparat angewendet wird, der nichts als verleihen kann, wird den elementarsten Forderungen auch eine mißglückte Kopie falsch verstandener englischer Ein- einer Reform unserer Justiz zum Siege verhelfen. richtungen ist. Auf diese Weise herrscht der rückgratlose *§ 7. Alljährlich findet ein Parteitag statt, der von der Bourgeois als Laie bei der Rechtsprechung, und es ist beParteileitung einzuberufen ist. Hat der vorhergehende Parteitag über den Ort, an welchem Richter selbst das Zeugniß ausstellt, er sei nur" Figurant". zeichnend genug, daß ihm sein begeisterter Anwalt Eugen der nächste Parteitag stattfinden soll, feine Bestimmung getroffen, so hat die Parteileitung mit der Reichstagsvertretung hierüber Klaſſiſcher kann die Unfähigkeit der bürgerlichen Gesellschaft, Politische tebersicht. sich zu verständigen. Voltsinteressen auch nur in der Rechtsprechung und dem Juristen " Die § 8. Die Einberufung des Parteitages muß spätestens gegenüber zu vertreten, nicht belegt werden. Man höre dagegen, Berlin, den 18. September. 4 Wochen vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das wie der vortheilhaft bekannte Vorsitzende des Stuttgarter Zu den Handelsvertragsverhandlungen. offizielle Parteiorg an mit Angabe der provisorischen Tagesordnung Gewerbegerichts Lautenschlager in seinem vom Vorwärts" Industriellen, die Großhändler und die Junker werden als erfolgen. Die Einladung zur Beschickung des Parteitages ist min bereits besprochenen Aufsatz über die Rechtsprechung im Sachverständige" zu Worte kommen. Der Bund der Landdestens dreimal in angemessenen Zwischenräumen zu widerholen. Gewerbegericht" die Haltung der Arbeiterbeifizer rühmt. wirthe freilich bleibt draußen, dafür wird der stockagrarische Anträge der Parteigen offen für die Tages. Es schreibt, und inzwischen haben ihm eine ganze Reihe Landwirthschaftsrath zugezogen. Und die Arbeiter? ordnung des Parteitages sind bei der Parteileitung einzureichen, die dieselben spätestens 10 Tage vor der Abhaltung anderer Gewerbegerichtsvorsitzender, u. a. auch der Berliner, Weshalb unsere Brüder im Waffenrock mißhandelt des Parteitages durch das offizielle Parteiorgan bekannt zu die Richtigkeit seiner Beobachtung im gewerbegerichtlichen geben hat. Fachblatt bestätigt:" Vielfach ist die Befürchtung geäußert werden. Wir haben dieser Tage über eine furchtbare Mißhand§ 9. Der Parteitag bildet die oberste Vertretung der Partei. worden, daß die Sozialdemokraten in den Gewerbegerichten lung berichtet, die sich ein Unteroffizier des 4. Garderegiments zu Bur Theilnahme an demselben sind berechtigt: ihre Richterstellung zu ungunsten der Arbeitgeber miß- Fuß hat zu Schulden kommen lassen. So graufig auch die Nach1. die Delegirten der Partei aus den einzelnen Wahl- brauchen würden. Bei meinem Gewerbegericht, wo wahr richt war, sie ist nicht angefochten worden. Die Militärbehörden, freisen, mit der Einschränkung, daß in der Regel kein scheinlich alle Arbeiterbeifizer der sozialdemokratischen die es sich sonst nicht nehmen lassen, mit friegerischer Raschheit Wahlkreis durch mehr als drei Personen vertreten sein Bartei angehören, habe ich solche Wahrnehmungen zu berichtigen, wenn auch nur ein Tüpferl überm i zu„ berichdarf. Insoweit nicht unter den gewählten Vertretern des bis jetzt nicht gemacht Bei den Schöffen, mit tigen" ist, haben geschwiegen. Und dies Schweigen heißt die Richtigkeit werden; Wahlkreises Frauen sich befinden, können weibliche Ver- denen ich früher Recht gesprochen habe, war das nicht der Mittheilung des„ Vorwärt 3" bekräftigen. Oder liegt etwa treter in besonderen Frauenversammlungen gewählt immer so ganz selbstverständlich. Ich war manchmal ge- eine Welt zwischen Moabit und dem Spittelmarkt? Daß übrigens nöthigt, ziemlich energisch aufzutreten, um den Schöffen flar zu machen, daß das Gesetz immer und unter allen nur ein bürgerliches Blatt es gewagt hat, seinen Lesern die Umständen angewandt werden müsse, selbst wenn der An- Thatsache mitzutheilen, kennzeichnet den Muth dieser Presse zur Die Mitglieder der Reichstagsfraktion und der Parteileitung geflagte aus dem gleichen Dorfe wie der Schöffe stamme." Genüge. 2. die Mitglieder der Reichstagsfraktion; 3. die Mitglieder der Parteileitung. haben in allen die parlamentarische und die geschäftliche Leitung Da haben wir neben dem Figurantenthum" den elenden, Von einem Gutunterrichteten erfahren wir jetzt noch, wes der Partei betreffenden Fragen nur berathende Stimme. Der Parteitag prüft die Legitimation seiner Theilnehmer, bürgerlichen Klassengeist, wie er sich in der jeßigen Be- halb der Unteroffizier den armen Teufel von Soldaten gewählt seine Leitung und bestimmt seine Geschäftsordnung selbst. theiligung des Laienelementes an der Rechtsprechung äußert, mißhandelt und wie gemißhandelt hat. Der Muster- Vorgesetzte instruirte die Mannschaften über die Anlagen der kürzlich unter folch'| Militärvorlage, deren Annahme das Signal zu einem neuen 13um Schlusse sei noch bemerkt, daß der Vorgesetzte lärmendem Aufgebot mordspatriotischer Begeisterung bezogenen Kirchthurm- Weitrennen des Militarismus und Chauvinismus Feichter's, Herr von Köller, der ehemalige Heißfporn Kaserne und fragte einen Soldaten, vor welchem Gebäude er sich gegeben hat. des Reichstags( Herr von Köller, es wird immer döller"), befinde. Der Unglückliche antwortete:„ Vor dem Stabs: der Er- Polizeipräsident von Frankfurt a. M. unter der Die Nutzlosigkeit der Panzerschiffe ist erst dieser Herrschaft der Diktaturparagraphen die von dem Feichter gebäude"; er befand sich aber vor dem Offizierskasino. Kaum Tage offiziös geschildert worden. Trotzdem wird auf Kosten verfügte Auflösung des Fedelta- Vereins bestätigt hat. war das verhängnißvolle Wort feinen Lippen entflohen, da er der Steuerzahler luftig fortgewurstelt. In den Blättern ann könnte ein deutscher Bureaukrat auch Unrecht hielt er auch schon den Fußtritt und fant sofort mit einem liest man: haben? Schmerzensschrei in den Sand. Es drängt sich nun die Frage auf die Lippen: Was ist mit dem Instruktionstünstler geschehen? Ist er in Untersuchung? Welches Urtheil wird über ihn gefällt werden? Ein Narr wartet auf Antwort. Unter dem dichten Schleier des geheimen Verfahrens bleibt zumeist verborgen, was der Militär- Strafprozeß zeitigt. Es müßte denn wider Willen der Machthaber der Schleier hier und da gelüftet werden. Dann reißt den Frevler die rächende Gewalt des öffentlichen Anklägers stahls von Atten". 魚 " Das Bauernlegen, d. h. die Zugrunderichtung der Bauern. Der Wurzener Zeitung" wird aus einem sächsischen Die Arbeiten bei dem Panzerschiff Brandenburg" werden jetzt in Stettin mit größtem Eifer betrieben, so daß das Schiff voraussichtlich noch, im Laufe dieses Monats die Werft des Zur Lage der unteren Beamten. Aus der neuesten Beim geheimen StaatsVulkan" wird verlassen können. Aus Swinemünde sind bereits Vakanzenliste für Militäranwärter. Berlin wird sofort ein Hilfsschreiber mit sechs der Regierung gehörige Hebeprähme in Stettin ange archiv in 100 M. monatlich verlangt. Kenntniß der deutschen, kommen, die bestimmt sind, bei nicht genügend tiefem Wasserftande das Schiff, entsprechend zu heben. Nach günstigem Aus- lateinischen und französischen Sprache ist erforderlich. Bei der fall der Probefahrten wird das neue Panzerschiff sofort in Ober- Postdirektion Breslau ist zum 1. Oktober ein Landbriefträger Dienst gestellt werden, um noch an den diesjährigen Herbst- mit 650 M. Gehalt, bezw. Wohnungsgeldzuschuß für den beDer Gemeindevorstand in Peterstreffenden Ort anzustellen. manövern theilzunehmen." dorf im Riefengebirge sucht zum 1. Oktober einen Gerichts- und vor das Fünfmänner- Gericht und beschuldigt ihn des-Diebknüpfend an die Geffen sche Erzählung des Attentats ziehungsbeamten mit 580 M. baar, freier Wohnung und Feuerung Vom Blutmenschen". Die Die„ Nation" bringt an- Gemeindeschreiber mit 600 m. jährlich. Der Magistrat in Suhrau will einen Kassendiener, Rathhauskastellan und Vollauf den Frieden, das Bismarck im Jahre 1874 versuchte anstellen. Der Magistrat Deutsch Wartenberg schreibt zum ichungsbeamten mit 580 M. baar, freier Wohnung und Feuerung Militärisches Avancement und Kinderprügeln. und an dem er durch die russische Diplomatie verhindert 1. Oktober die Stelle eines Polizei- Sergeanten und VollziehungsDer Setondelieutenant von Bosse vom Braunschweigischen wurde, nachstehende Enthüllung": Als Fürst Bismarck die beamten mit 450 M. Gehalt, 54 M. Kleidergeld, 20 m. PauschHusarenregiment Nr. 17, dessendurch Nothwehr" gebotenes Heeres nenbildung in Frankreich viel rascher, als vermuthet quantum für Mahn- und Vollstreckungsgebühren aus. Helm, schneidiges" Vorgehen gegen einen kleinen Knaben in der worden war, fortschreiten sah, wollte er das französische Achselstücke und Säbel werden geliefert. Die Uniform muß sich, Braunschweiger Stadtverordneten- Versammlung und in der Regime auf Betreiben Moltte's vor eine Entwaff- schreibt die„ Volks- Zeitung", der arine Teufel, der die Stelle erBresse kürzlich lebhaft besprochen wurde, ist zum Premier nungs- Forderung stellen. Daß er bei dieser unter hält, jedenfalls von seinem fürstlichen Gehalt anschaffen. Beim Kreisausschuß Militsch ist die Stelle eines Chausseewärters mit lieutenant befördert worden. Umständen auf einen neuen Krieg gefaßt sein mußte, war 360 m. jährlich zu besetzen. Beim Amtsgericht Alt- Landsberg flar. Doch war der Krieg nicht Bismarc's Ziel, sondern wird sofort ein Lohnschreiber mit ca. 320 bis 350 m. jährlich Zum Fall Hofmeister. Ueber den nun schon länger die Erhaltung des Friedens. Als die Erwägungen hier gefucht( pro Woche etwa 6,15 bis 6,75 M.) Beim Landgericht als ein halbes Jahr in Untersuchungshaft gefangen ge- über schwebten, schrieb die Kaiserin Augusta, welche Cöslin wird zum 1. November ein Kanzleigehilfe mit 5 Pf. pro haltenen unglücklichen Lieutenant Hofmeister berichtet der damals mit dem Fürsten Bismard wegen des Kulturtampfes Seite Schreibgebühr verlangt. Würzburger Generalanzeiger": Generalanzeiger":" Lieutenant Lieutenant Hofmeister nichts weniger als befreundet war, an die Königin von wurde gestern Vormittag durch einen Offizier vom Unter- England und den Kaiser pon Rußland eigensuchungsgefängniß des Militär- Bezirksgerichts nach der händige Briefe, in denen sie diese dringend bat, allen Universitäts- Frrenklinik verbracht. Der Transport erfolgte ihren Einfluß auf ihren Gemahl, den Kaiser Dorf geschrieben: 3 Bauer in einem geschlossenen Wagen, auf dem Bock saß noch ein Wilhelm, aufzubieten, denselben gegen die Soldat. In der Jrrenklinik wird Hofmeister durch Herrn Pläne des Blutmenschen" fest zu machen. Auf diesem Professor Rieger einer eingehenden, voraussichtlich längere Wege erfuhr natürlich der Fürst Gortschatow von den Zeit andauernden Beobachtung bezüglich seines Geistes: Dingen, und zwar in ganz unrichtiger Fassung. Der zustandes unterzogen werden. Man vermuthet nämlich bei ganze diplomatische Feldzug war von vornherein auf diese thm Berfolgungswahn. Hofmeister hat sich f. 3. als Knabe Weise verdorben. Die Widersprüche in den einander gegendurch einen Sturz eine schwere Verlegung am Kopfe zu überstehenden Erzählungen würden sich bei dieser Version gezogen, und es ist nicht unmöglich, daß diese Verlegung aufs einfachste erklären." Zum Theil ist das ja„ Klatsch" bleibende Nachtheile für seinen Geisteszustand hatte. im Wesentlichen dürfte es aber wahr sein. Daß die Er ist auch bereits im April dieses Jahres sechs Kaiserin Augusta, gleich ihrem Sohn, dem vorigen Kaiser, Wochen hindurch im Garnisonlazareth Landau eingehend den Fürst Bismarck für einen Blutmenschen" hielt und beobachtet worden, dort fand man aber an seinem Be- moralisch sehr tief stellte, ist eine unbestreitbare Thatsache. nehmen nichts Krankhaftes. Hier in Würzburg trug er und ebenso unbestreitbar ist es, daß Fürst Bismarck damals ständig ein sonderbares Benehmen zur Schau. Er weigerte die Absicht hatte, über Frankreich herzufallen, ehe es fertig fich, spazieren zu gehen, selbst den Gefängnißhof wollte er gerüstet war. Eine zweite Emser Depesche wäre ja rasch nicht betreten, und so ist er nicht aus der Belle gekommen redigirt" gewesen. Wenn Bismarck den Plan ableugnet, mit Ausnahme jener Viertelstunde, in der er seinen mißfo lügt er einfach. Wer die Kaltwasserstrahl- Artikel glückten Fluchtversuch unternahm. Er hatte immer ein Krieg in Sicht" in der Post" und anderen Reptilscheues, in sich zurückgezogenes Benehmen, in den letzten ienblätter aus aus tann damaliger Zeit lieft, Tagen zeigte er Spuren von Trübsinn. Fortwährend be- Augenblick daran zweifeln, daß der Blutmensch" solche schäftigte er sich mit der Abfassung seiner Vertheidigungs- Absichten gehabt hat. Wäre es doch nur die Fortsetzung schrift. Auf seinem gestrigen Transport zur Irreuklinik der Fälscherpolitik von 1866 und 1870 gewesen. Wir sagen - das Ziel des Transports war ihm bekannt benahm auch von 1866, denn jener Bruderkrieg wurde schon ganz er sich sehr willig. Das Aussehen des Gefangenen ist ein nach dem Rezept von 1870 gemacht. leidendes. In der Klinik erhält derselbe eine Separatzelle." um " teinen Welchen Prüfungen wird der unglückliche junge Offizier, Zur Wiedereinführung der Berufung in Strafdessen Verbrechen offenbar in nichts weiter als zu großer fachen soll dem Reichstage schon in der nächsten Tagung Herzensgüte und Menschlichkeit besteht, noch ausgesetzt sein? eine Vorlage zugehen. Das Volk hat sich über den Fall Hofmeister" das richtige Ur.heil bereits gebildet. = Der Fall Feichter wird die Gerichte nicht beschäf= tigen. Der schwerbeleidigte Abbé Müller- Simonis Kanonenfriedlichkeit. Auch in Schwaben mußte der hat unter dem Druck von Oben, beeinflußt durch den liebe Friede" bei den Manövern herhalten. Der Bürger Straßburger Bischof Frizßen, der die für die Regierung meister von Stuttgart pries den obersten Kriegs herrn" unerquickliche Angelegenheit aus der Welt geschafft wissen als Hort des Friedens"; und der oberste Kriegs wollte", seine Klage zurückgezogen und läßt sich mit der herr" sagte in seiner Antwort:„ Das( württembergische) Pensionirung des Schweinehund- und Rozbuben- Feichter Korps steht in dem Kranze der Armeekorps, die zum Schuße genügen. Diese schwächliche Nachgiebigkeit des klerikalen des Deutschen Reichs, zum Schuße des euro- Politikers erspart der Regierung und dem Feichter die päischen Friedens stets gewärtig(?) sind, glän- Demüthigung eines Streithandels, der für Feichter und zend da." seine vorgesezte Behörde nichts weniger als angenehm geendet Nisch wit. Das Bauernlegen ist eine Kunst, auf die sich auch die jetzt lebenden Rittergutsbesitzer noch recht gut verstehen. Der Besizer des hiesigen Rittergutes, Herr Zimmer mann, hat bereits zwei Bauergüter aufgekauft. Ob die ihm in den Mund gelegte Aeußerung, in zwanzig Jahren würde ihm das ganze Dorf gehören, wirklich gefallen ist, mag unentschieden bleiben; aber sicher ist, daß dieser Zukunftsstaat" Fleisch und Blut erhalten fann. Und die Vertheidiger der heutigen Wirthschaftsordnung haben eigentlich fein Recht, darüber zu lamentiren. Denn sogut wie der industrielle Großtapitalismus das Kleinhandwerk zerreibt, fogut muß es auch dem agrarischen Kapitalismus gestattet sein, sich auf Kosten der Bauern zu mästen. Gegen die Aufsaugung der kleinbäuerlichen Existenzen durch das Kapital und gegen die damit verbundene Proletarifirung der Landwirthe giebt es nur ein Mittel, das ist die Sozialisirung der Gesellschaft. Freilich, solange der Bauer die albernsten Ideen über das Wesen des Sozialismus in seinem Kopfe nährt, solange wird er auch nicht begreifen können, daß die Sozialdemokratie nicht sein Feind ist, wie er meint, sondern sein einziger Freund, sein Erretter vom Untergange. Herr Zimmermann ist christlich- germanischer Abkunft und antisemitischer Konfession. Er soll sogar ein Freund Ahlwardt's sein und auf Juden und Junker" schimpfen natürlich auch auf die Sozialdemokraten, die den Bauernstand ruiniren". Lahmes Dementi. Die Norddeutsche Allgemeine Beitung" schreibt: Gegenstand der Erörterung bildet in der Zentrumspresse und den Organen der freisinnigen Volkspartei ein Erlaß der Regierung in Koblenz, welche anscheinend von ihren Landräthen bei Unterstügungsanträgen für fatholische Geistliche auch über deren politische Stellung, sowie darüber Auskunft zu er= halten wünscht, ob der Gesuchsteller etwa bei den letzten Wahlen agitatorisch gegen die Staatsregierung aufgetreten ſei. Troydem fast allgemein anerkannt wird, wie schon aus der Fassung des Erlasses hervorgehe, daß diese Maßregel auf ministerielle Anweisung nicht zurückzuführen sei, nimmt man gleichwohl zu heftigen Ausfällen gegen die Staatsregierung Anlaß. Wir sind in der Lage, zu bestätigen, daß, wenn solcher Erlaß ergangen, dies ohne Anregung oder auch nur Vorwissen des Ministers geschehen ist." Unseres Erachtens würde der europäische Friede viel hätte. Der sozialdemokratischen Fraktion ge Die Thatsache des Erlaffes wird nicht geleugnet und glänzender dastehen, wenn diese Armeekorps nicht da- bührt das Verdienst, durch ihre Interpellation den Stein auch nicht gesagt, daß der vorgesezte Minister diejenigen stünden, sondern statt ihrer ein wirkliches Volksheer von ins Rollen gebracht zu haben, und man wird nicht zur Rechenschaft gezogen hätte, welche an demselben die bewaffneten Bürgern. Jeder Soldat mehr im stehenden blos in den Reichslanden aus dem Rückzug des Abbé Schuld tragen. Daher erscheint uns der vorgesezte Minister Heere ist eine Bedrohung des Friedens, und die sichtliche Müller- Simonis die richtigen Schlüsse auf die schwache mitschuldig an diesem horrenden Eingriffe in die Freiheit Berschlechterung der Weltlage datirt genau von der deutschen Stellung der Feichter und Genossen zu ziehen verstehen. der politischen Meinungsäußerung. Feuilleton. Eine Erzählung [ 11 nennt Ihr denn so, Ihr Freunde? das Schlechte, Arm- flohen ist; ja dieser Tag ist einer der unglücklichsten meines felige, Nichtsnugige dieser Welt, womit wir unseren nackten Lebens!" Jammer wie mit zerrissenen Purpurlappen bedecken, von einer abgetragenen, verblaßten Garderobe der Vorzeit, als Christine. es noch Kleider und Schmuck und Menschen gab. Oder " Sind die Kamisards in Nismes eingedrungen?" fragte Das werden fie nie," sagte der Marschall lächelnd, Der Aufruhr in den Cevennen. ist denn die Welt vielleicht immer so jämmerlich be:„ dafür ist gesorgt; bald werden diese Elenden ihr leztes stellt gewesen?-" Sie warf die Laute von sich, als Lied gesungen haben. Gestern sind sie so gut wie vernichtet wenn sie an ihr erschrecke. Das ist auch eine der kläg- worden, und wir hätten ihnen auch hier nahe bei Nages lichen Angewöhnungen," sagte sie, daß wir klimpern den Garaus gemacht, wenn nicht, wie immer, Verrätherei und trillern und Gefichter ziehen, wenn uns das Herz und Bosheit unsere besten Bemühungen vereitelten." brechen sollte, im Fall nur noch ein Stück von Herz in uns schlägt." von Ludwig Tied. Edmund ging durch das offenstehende Nebenzimmer in das erleuchtete Kabinet, wo Christine mit verweinten Augen auf dem Sopha saß; sie hatte nachlässig die Laute im Arm, als wenn sie spielen wollte, aber sie war so tief in Gedanken, daß sie geschreckt auffuhr, als Edmund sie begrüßte und sich nach ihrem Befinden erkundigte. Mein Fräulein, meine Theuerste," rief dieser aus, ,, was ist Ihnen? so hab' ich Sie noch nie gesehen!" " Nicht?" sagte Christine mit einem wilden Ausdruck und bitterem Lächeln, und warum nicht? So sollt' ich wohl immer sein. Sie kennen mich nur nicht und verstehen mich nicht. Sie wollen mich nicht verstehen!" Edmund trat verwirrt zurück. Wie soll ich mir diese Worte deuten?" " Sie sind frank," rief Edmund aus, so krank, daß ich sogleich zu unserm Freunde Vila laufen will-" " Gewiß," sagte Edmund, wäre das Volk nur einig, fie zu vertilgen, so wäre das meiste geschehen." " Junger Mann," fuhr der Marschall fort, ich werde fie vernichten, auch ohne Beistand des Voltes; denn diese Kompanien, die sich von Bürgern und Bauern gegen fie gebildet haben, schaden mehr, als sie nüßen, diese Menschen verstehen den Dienst und den Krieg nicht, sie machen die Empörer stark und übermüthig, nur der Soldat kann sie dämpfen. Wie schlecht ist es dem guten Einsiedler von Saumiere bekommen, er soll völlig geschlagen worden und ertrunten sein." Bleiben Sie," sagte Christine, und indem sie noch ftritten, fuhr schnell und mit großem Geräusch eine Equipage vor; im ersten Zimmer erhob sich alles, es war der Marschall von Montrevel, der in seiner Staatsuniform leicht und mit Grazie aus dem Wagen hüpfte, die Treppe hinaufsprang und, indem sich die Flügelthüren öffneten und im Zimmer Damen und Herren eine ehrfurchtsvolle Linie bildeten, fie alle mit herablassendem Anstande begrüßte. Guten Abend, Edmund erzählte, was er von der Sache wußte, und meine Damen," sprach er gütig, ich freue mich, Sie alle der Marschall sagte lächelnd:" Ich kann mir die Angst des wohl zu sehen; mein Kapitän, Herr Rath, Ihr Diener; alten Burschen denken. Doch, um fortzufahren, wir hatten ach, mein junger Freund," indem er sich zu Edmund einen alten Kamisard bekommen, einen schielenden, glazwandte, man sieht Sie fleißig hier; doch wo ist unsere töpfigen Menschen, der zu uns übergegangen war, er liebe Wirthin?" fannte und wußte alle Schliche des Gebirges: ich denke, er fuhr Sie ist ebenfalls nicht weit," sagte Christine, hervor- nennt sich Favart; dieser versprach, uns den Anführer fie mit heftiger Bewegung auf. tretend. Und wohl?" fragte der Marschall; gewiß, diese Cavalier und seinen vornehmsten Trupp zugleich mit dem Habe ich. Sie beleidigt?" fragte Edmund theil schöne Heiterkeit und Grazie, diese himmlischen Talente, Catinat in die Hände zu liefern; wir finden auch die nehmend, fast scheint es so: find Sie von mir getränkt? wie tönnten sie anders? Bitte sehr, sich nicht zu deran- Sache so, wie er sie angegeben hat, der Herr von Basville ich weiß mich nichts schuldig; wodurch im Namen aller giren, Mesdames; wir setzen uns alle und spielen oder hatte aus einer Art von Gutherzigkeit den Elenden als Heiligen?" sprechen, wie es gut dünkt." Jäger bei sich in Dienste genommen, und sei es nun, daß " Wie Sie wollen, oder wie Sie können vielmehr." Enträthseln Sie sich," sagte der junge Mann; haben geweint, Sie scheinen krant." Das alles ist wohl sehr wichtig, nicht wahr?" Sie " Daß Sie ein Mensch sind!" sagte Chriftine, indem Er legte Degen und Federhut ab und stellte mit ver- er feine alte Anhänglichkeit an die Rebellen nicht hat überihre blaffen Wangen plöglich mit dunkler Röthe erglühten. bindlicher Gile dem Fräulein selbst einen Lehnstuhl an den winden fönnen, sei es, daß er selbst nicht alles genau wußte: " Run wahrlich," sagte Edmund empfindlich, dies Wer- Kamin; er nahm ein Taburett und setzte sich zu ihren die Haupträdelsführer sind uns doch wieder mit einem gehen ist so neu, daß ich nichts darauf zu antworten weiß. Füßen, Edmund lehnte hinter ihnen, und die übrige Ge- großen Trupp entronnen, und Cavalier hat nicht fern von Ist dies die liebenswürdige Christine von Castelnau, die so sellschaft begab sich wieder zum Spiel. Bu ihren Füßen, St. Hippolite in den Bergen wieder einen bedeutenden Trupp den Freund begrüßt, der mein schönstes Fräulein," fing der Marschall an, muß ich unserer Leute geschlagen, wie ich soeben durch einen Kurier Liebenswürdig!" rief sie mit großem Eifer, was die Ruhe und Heiterheit wiederfinden, die mir heute ents erfahren habe." Die Herren Graf Ballestrem und Dr. Porsch Die Aufregung in Prag ist wegen des Ausnahmescheint schon ihr Versprechen, von der politschen Thätigkeit zustandes, der beruhigend wirfen sollte, im Steigen besich zurückzuziehen, zu gereuen. Sie haben sich an die Spike griffen. Ein Telegramm meldet: der Agitation für die Landtagswahlen in Schlesien gestellt Während des Abmarsches des 28. Infanterie- Regiments und dürften wohl auch für den Landtag wieder kandidiren. fanden stürmische Tumulte statt. Etwa 10 000 Personen Es wird wohl nicht lange währen und wir sehen die Aristo- drängten den Truppen bis zum Bahnhofe nach und durchfraten des Zentrums auch wieder im Reichstagssaale, ein- brachen unter höhnenden Rufen den Polizeikordon. Schließträchtlich mit dem Demokraten" Lieber, gegen die Bolts- lich trieb die Wache und die Gendarmerie die Menge intereffen für agrarische andere Sonderinteressen eintreten. nach der Stadt zurück, wo dieselbe mittels aufgepflanzten An den Ernst des Zwistes im Zentrum haben wir nie ge- Bajonets zerstreut wurde. Etwa 10 Verhaftungen wurden glaubt. vorgenommen. " und Lüge. Er beantragte den folgenden Beschluß, der einftimmig angenommen wurde: Diese Versammlung beklagt die Umstände, unter welchen am letzten Donnerstag zwei britische Bürger getödtet und viele verwundet wurden, und ist der war, und verdammt in den stärksten Ausdrücken, die Handlung Meinung, daß die Gegenwart des Militärs nicht erforderlich der öffentlichen Beamten, welche das Militär bestellten, ohne vorherige Berathung mit dem Polizei- Ausschuß des GrafschaftsVorstandes; und drückt ferner ihren Abscheu vor der sogenannten liberalen Regierung aus, daß dieselbe diesem übereilten Ver= langen so rasch nachkam." " " Die bulgarische sozialdemokratische Bewegung Ritterliche Polemik. Die„ Kreuz- Zeitung" schreibt Die Cholera in Ungarn. Die Wiener offiziöse macht erfreuliche Fortschritte. Im Verlaufe des letzten in ihrem letzten Sonntags: Bandwurm über die innere fich telegraphiren läßt, die ungarischen Cholerabulletins als Sozialdemokratie zugegangen, unlängst Der Arbeiter" und in ihrem legten Sonntags- Bandwurm über die innere" Montags- Revue" bezeichnet, wie das„ Berliner Tageblatt" Monats sind uns zwei neue Organe der bulgarischen Politit" der Woche: Der Vorwärts" ist so in Franzosenfreundschaft auf der Wahrheit nicht entsprechend. In den letzten Wochen heute Der Genosse, Organ des bulgarischen sozialdemo Der„ Vorwärts" ist so in Franzosenfreundschaft auf gegangen, daß er die von den Franzosen todtgeschlagenen seien in Ungarn wöchentlich zurka achthundert Cholera- fratischen Bundes". Leider können wir die bulgarische Beitalienischen Arbeiter als„ Kulis" beschimpfte, während er fein Erkrankungen vorgekommen. wegung nicht nach ihren Organen verfolgen. Wir wünschen Wort des Tabels für die sozialdemokratischen Stadtverordneten aber jedenfalls der jungen Bewegung und ihren Organen Toulons hat, welche den Kredit für den Empfang der russischen be den S die besten Fortschritte im Interesse des bulgarischen Volkes Flotte bewilligten; denn mit einer bloßen, beweislosen Abund des internationalen Befreiungskampfes des Proleugnung ist es nicht gethan. Dabei ist es nicht einmal wahr, daß die Lohndrückerei der Italiener die Ursache des Franzosenhasses gewesen ist; denn, wie neuerdings berichtet wird, haben die Arbeitsstellen der ermordeten und verjagten Italiener nur zum Theil wieder ausgefüllt werden können. Angeblich ist den Franzosen die Arbeit zu niedrig. So etwas verschweigt der gute Vorwärts" natürlich. 1 " Ruchonnet, der schweizer Bundesrath, dessen plöß lichen Tod wir in unserer vorletzten Nummer meldeten, war nicht einer der wenigen", die gegen die schmachvollen letariats. Schergendienste, die der Bismarck- Buttkamer'schen Polizeiund Spizelwirthschaft in Sachen des„ Sozialdemokrat" ge- Die Weltausstellung in Chicago. Den„ Times" leistet wurden, nachdrücklich Verwahrung einlegten, sondern wird aus Philadelphia gemeldet, daß die Direktion der er war thatsächlich der einzige. Er wollte nicht, daß Chicagoer Weltausstellung die Verlängerung der Ausder Ehrenschild der Eidgenossenschaft befleckt werde, und stellungsdauer bis zum 31. Dezember in Erwägung gezogen Ehre dem Todten! forderte Asylschutz für unsere verfolgten Genossen. Doppelt habe; mehrere ausländische Kommissäre wären diesem Plane günstig gestimmt. Der dänische Reichstag tritt am 2. Oktober zu- In Brasilien scheint der Aufstand siegreich für die 06 Flotte zu enden. Einige wichtige Punkte Rio de Janeiro's zu dem Parteinachrichten. Der Vorwärts" verschweigt das nicht nur nicht, sondern er hat dieses Moment gelegentlich der Berner Krawalle zuerst und ausführlich zur Geltung gebracht. In igues- Mortes war es eben anders, dort haben die sammen. Italiener thatsächlich die Rolle der Kulis", d. h. der Lohnbrücker gespielt. Und da die„ Kreuz- Zeitung" Der große Kohlenarbeiterstreik ist nicht mehr ein sind in den Händen der Marine. Die endgiltige Entuns das Wort„ Kuli" verargt und es als beleidigend für nationaler Streft, er ist international geworden. Den scheidung dürfte in kürzester Frist fallen. die Italiener hinstellt, so wollen wir ihr nur heraus- britischen Grubenarbeitern haben fich 70-80 000 franzö die Italiener hinstellt, so wollen wir ihr nur heraus- fische und belgische angeschlossen; und da die britischen lagen, daß wir die„ Kulis" wohl für unglückliche, treifenben sich eben in einer Urabſtimmung faſt einaber persönlich für sehr ehrenwerthe Menschen halten, stimmig für Fortfehung des Ausstandes und gegen eine was wir von einem großen Theil der Krautjunker schiedsrichterliche Beilegung ausgesprochen haben, so müssen nicht sagen können. Was die Touloner Chauvinisterei be- wir auf einen längeren, mit größter Hartnäckigkeit und Er- Die„ Mainzer Volks- Zeitung" vom 10. September ist trifft, so haben wir klipp und klar erklärt: Die fozia bitterung geführten Kampf vorbereitet sein. Interessant ist, am Sonnabend beschlagnahmt worden. Grund zu der Beschlaglistischen Stadträthe haben den Rummel nicht mit was die Pariser Justice", Clemenceau's Organ, über den nahme gab eine Notiz, betitelt„ Religion und Pietät", wodurch gemacht, gerade sowenig wie deutsche Sozialisten der Ursprung des Streits im Pas de Calais erzählt, nämlich sich der Mainzer katholische Pfarrer Wassermann beleidigt glaubt. artigen Rummel mitmachen. Und wir fügen heute hinzu: daß, nach dem Geständniß eines der bedeutendsten Kohlenhätten die Touloner, als Sozialisten gewählten Stadt händler Frankreichs, Mons. Dehaynin, die Grubenbefizer( 4. September) ist, wie in den letzten Jahren überhaupt, an den Aus New- York wird uns geschrieben: Der Labor Day" räthe, jenem Beschluß zugestimmt, so wären sie Verräther ben Streit an ihrer Sache und mußten mit Schimpf und Schande aus planmäßig veranlaßt haben, einzelnen Orten sehr verschieden ausgefallen, hier bei stärkerer, der Partei ausgestoßen werden. Die Mordspatrioten ge- teigern Zwecke, die Kohlenpreise tünstlich zu dort bei schwächerer Betheiligung. Da dieser Arbeiter- Feiertag", und um die Arbeiterfassen hören zu Herrn von und ßu Hammerstein und seinen 3 u welcher bei seiner Einführung durch die New- Yorker Arbeiterleeren. Leuten nicht zu den Sozialisten. Verstanden? Seit einigen Monaten ließen sie mit schaft vor zwölf Jahren einen ausgeprägten Klassencharakter trug, aller Macht darauf los produziren, und stapelten seitdem und besonders nach dem Zusammenbruch der ArbeiterDurchlaucht als Aujuft. Mit einem starken Auf- Stand sehen sollten, den Streit auszuhalten. Ganz ähnlich vornherein nicht besaß, und lediglich den politischen Drahtmassenhaft Kohlenvorräthe auf, die bewegung 1886 mehr und mehr diesen Charakter verloren hat, die sie in den resp. ihn an den meisten Orten seiner späteren Einführung von gebot sittlicher Entrüstung hat die liberale Presse die Klownsgelüfte unserer Aristokratie gerügt. Gut! Weshalb steht es in England. Und daß auch unseren deutschen ziehern" der kapitalistischen Parteien als günstige Gelegenheit aber berichteten dieselben Zeitungen mit einem gleich starken Grubenbesitzern solche Gedanken nicht fern liegen, das bient, denselben das unter ihrer„ Kontrolle" stehende„ StimmAufgebot schmelzenden Entzückens vor einer Weile über die wissen wir. Jedenfalls aber liefern die Herren Bourgeois vieh" vorzuführen, so kann ein auf dem Boden der stehender Arbeiter in feine Birfusaufführung, die die kaiserlichen Prinzen durch derartiges Vorgehen uns Sozialdemokraten treffliches modernen Arbeiterbewegung Man Material, um die Vernunftwidrigkeit und Gemeinschädlich rechte Feststimmung" gelangen. hat zu sehr das im Familientreise veranstaltet haben? keit der kapitalistischen Wirthschaft einem Jeden, der kein Gefühl, es mehr mit einer den Saturnalien" der zehnzölliges Brett vor dem Schädel hat, zu beweisen. römischen Sklaven ähnelnden, als mit einer Feier freier Arbeiter zu thun zu haben! Das wird freilich anders werden, Zu den angeblichen Tumulten und Exzessen der wenn einmal ein anderer Geist unter die amerikanischen Arbeiter Streifenden wird uns geschrieben: gefahren ist; aber je mehr sich dies vollziehen wird, je mehr wird sehr wahrscheinlich der Labor Day" in den Hintergrund treten und schließlich ganz dem Weltfeiertag" der Arbeiter, dem des 1. Mai weichen. Die fortschrittlichen Organisationen feiern jenen zwar meistens separat ist nicht diejenige, wie am legtgenannten Tage. noch mit; aber die Stimmung Der Versuch der hiesigen Anarchisten, den Nothstand für sich auszunützen, ist vollständig mißlungen, die Arbeitslosen sind in die angekündigten Versammlungen der Herren einfach nicht gekommen. Inzwischen haben die Vereinigten jüdischen Gewerkschaften prak tische Maßregeln ergriffen, um so viel als möglich der Noth zu steuern, die am schlimmsten unter der jüdischen Arbeiterbewegung herrscht. Nach einer Durchschnittsrechnung, welche von der seitens der Central Labor Federation und sozialistischen Arbeiterpartei arrangirten Mothstands- Konferenz" nach den Angaben einer Reihe Organi fationen aufgestellt worden ist, beträgt die Gesammtzahl der Arbeitslosen in New- York an 70000. Allem Anschein nach aber ist die Mehrzahl derselben noch in der Lage, sich durchzuschlagen; bei den jüdischen Arbeitern ist dies ausgeschlossen infolge der miserablen Löhne, welche den doch so bedürfnißlosen Menschen das„ Sparen" nicht gestatteten, zudem auch der Umstand, daß schon seit Jahr und Tag in der Konfektions- Bekleidungs- Industrie( in der fast ausschließlich jüdische Arbeiter beschäftigt sind) schlechter GeschäftsDer Ahlwardt wird von der„ Konservativen Korrespondens", dem amtlichen Organe der Junterpartei, von der Kreuz- Zeitung" u. f. w. wieder gehätschelt. Die Kons. Korrefp." feiert Ahlwardt, weil er in diesen Tagen in Braunschweig als Redner ,, ruhig und fachlich" aufgetreten sei und dadurch angeblich die " Braunschweigische Landesztg." zum Antisemitismus befehrt habe. Die Kons. Korresp." fordert aus Anlaß hiervon die Nationalliberalen auf, fich endlich zu ermannen und ebenfalls klipp und flar zur Judenfrage Stellung zu nehmen" gleich den Konservativen. Und dies froh des geflügelten Wortes: Juden und Junker heraus! Kolonialspäße. Auf Befehl der deutschen Reichs regierung ist der Afrikareisende Dr. 8intgraff für zwei Jahre aus Kamerun verbannt worden, Der Ver bannungsbefehl ist Herrn Dr. Zintgraff seitens des Auswärtigen Amtes mit der Begründung mitgetheilt worden, daß man, wenn Herr Zintgraff wieder nach Kamerun käme, für die Sicherheit der Gouvernements- Regierung fürchten müsse. Die arme schwache Regierung! Die Fürsorge für befreite Sklaven steht auf der Tagesordnung des zum 19. September einberufenen Rolonialraths. Liegt die Fürsorge für die Arbeitssklaven in Deutschland der Reichsregierung nicht näher? Den Favart kenn' ich", sagte Chriftine, er war lange in unsern Diensten, ein wilder, aber sonst ein braver Mensch; mich wundert nur, daß er seine Glaubensgenossen wieder hat verlassen fönnen. Aber ist dies das Unglück, Herr Marschall, das Sie so beklagen?" Nein, schönes Kind", sagte( der Herr von Montrevel, dergleichen Dinge, die für einen echten Soldaten nur Kleinigkeiten sind, können mich nicht aus der Fassung bringen; ich würde mich vor mir selbst schämen, wenn die gemeinen Unfälle des Lebens oder des Feldes meine Laune trübten." " Herr Cunninghame Graham, der lange Zeit der alleinige sozialdemokratische Abgeordnete im englischen Parlamente war, besuchte am Freitag das Acton Bergwerk in Featherstone, wo vorige Woche einige leichte Unordnungen vorgekommen waren, und hielt in einem neben der Zeche belegenen Felde eine Ansprache an die zahlreich versammelten Bergleute. Nachdem er Die Regierung wegen der Benutzung des Militärs heftig angegriffen hatte, sagte er, er sei überzeugt, daß die Berichte über den in der Acton Beche angerichteten Schaden furchtbar übertrieben seien; und obgleich er fein Berufs- Tarator fei, so glaube er dennoch, daß der ganze Schaden, den man aufg8000 bis 4000 Pfd.- 60000-80000 M.- angegeben, noch lange nicht den zehnten Theil dieser Summe erreichte. Man bezwecke mit diefer falschen Darstellung die Sache der Bergarbeiter in den Augen des englischen und schottischen Volkes zu schädigen. Es solle seine Pflicht sein, die Sache genau zu untersuchen und er würde dafür sorgen, daß das Publikum die Wahrheit erfahre. Keiner würde ihm weismachen, daß solch ein großer und aufrührerischer Böbelhaufe vorhanden war und daß solche gewaltsame Berstörungen vortamen als berichtet wurde, denn unter solchen Umständen würde es für die 28 Mann Soldaten unmöglich gewesen sein, dem Tumult Einhalt zu thun. Die ganze Sache wäre nach seiner Ueberzeugung nichts als Verleumoung gang herrscht. Auge nur lächerlich oder wenigstens unbedeutend erscheinen, und wie jeder Mensch seinen schüßenden Genius hat, so hat auch jeder Vorzeichen, die ihm besonders zustehen, und die ihm von der höchsten Wichtigkeit sind, wenn er sie achtet und sich ihren Sium anzueignen weiß." " Bortrefflich!" rief das Fräulein, so hör ich Sie gern, denn wenn der Held zugleich Philosoph ist, ist er mir um so lieber." " Reizendfte Ihres Geschlechts!" sagte Montrevel, indem er die Hand füssen wollte, die sich schnellzuckend seinen Lippen entzog." Da ich also dieses Glaubens bin," sagte alls, So ist Ihnen wohl eine Geliebte untreu geworden? der Marschall, so fühlen Sie mein Entsezen, als ich mich Trösten Sie sich, es bleiben Ihnen noch genug", sagte das heut mittag bei der Tafel befinde, der Herr von Basville, Mädchen mit ganz trockener Stimme. dem ich seiner Stelle wegen, wenn auch nicht ihm, diese AufSchalt!" drohte der Marschall mit dem Finger; ja, merksamkeit schuldig bin, saß neben mir, meine Adjutanten Reizende, wenn Sie meine Flamme fühlen, erwidern, ja nur und noch einige Offiziere, es ist servirt, man wechselt daran glauben wollten, so würde ich diesen schwarzen Tag die Teller, aber, es wird mir noch schwarz vor den Augen, für den glückseligften meines Lebens halten, und es sollte für wenn ich daran denke." mich das ganze Geschlecht der Frauen auf Erden aus- Um des Himmels willen", sagte Edmund, was war geftorben fein." Er schlug jede Erfrischung ab, die es? Gewiß wieder eine schreckliche Bosheit der Rebellen, ihm die Diener anboten:" Ich habe heute Fasttag," fuhr Brand und Mord oder Gift-" er fort, und habe schon diesen Mittag nicht speisen" Nein, junger Mann", fuhr der Marschall etwas bedürfen." " " In Außer in New- York haben bisher Nothstandsdemonstrationen Gleveland wurde in einer von 5-6000 personen besuchten Nothstattgefunden in Chicago, Cleveland, Milwaukee, Bosten und Buffalo. standsversammlung eine Resolution beschlossen auf Gründung von Postsparkassen sowie Freisilberprägung! Aus derselben Stadt kommt die Nachricht, daß die Betheiligung an der Feier des„ Labor Day" eine so starte gewesen, wie bei feiner sonstigen Gelegenheit früher und zwar sei dies dem Umstande zuzuschreiben, daß die dortigen Arbeiterorganisationen sich für die selbständige Aftion entschieden hätten. Jene Resolution ist nun wieder ein Beweis dafür, daß es mit dieser Attion" nichts auf sich hat, so lange nicht der. Sozialismus ihre Grundlage ift. Briefkasten der Redaktion. R. J. Wenden Sie sich an den Vorsitzenden der Freien Volksbühne, Fr. Mehring in Steglig. P. R., Berlin." Sohn des heiligen Louis, steige in den Finker", sagte Crémieur zu dem Bürgerkönig Louis Philipp, als dieser, das Portefeuille mit Werthpapieren unterm Arm, vor der Februarrevolution Reißaus nahm. Crémieux parodirte das Wort, das angeblich der Priester zu Ludwig XVI. auf dem Schaffot gesprochen hat: Sohn des heiligen Louis, steige in den Himmel. Warum sollte ein geistreichelnder, oberflächlicher Stribifag die geflügelten Worte nicht verwechseln? Das ist sein unveräußerliches Skribentenrecht. ruhigt fort, gegen dergleichen Dinge sind wir gesichert, " Sie sind zu streng," sagte Christine, zu rechtgläubig, mein Fleury, der unglückselige Mensch, mein Kammerallzu fromm, ich entsinne mich auch nicht, daß heut' ein diener, der sonst die Feinheit und Geschicklichkeit selbst E. E. Die Zeitungen sind: Le Socialiste"( Paris); Fasttag fei." ist, dieser, indem ich ihm einen Wink gebe( denn er ist Question Sociale"( Bordeaux);" Parti Ouvrier"( Paris);„ Le Es ist nicht das," sagte der General mit feierlicher eigens nur zu meiner Bedienung hinter meinem Stuhl und Prolétaire"( Paris); Le Parti Socialiste"( Paris);" La Petite Miene, denn man darf wohl zu Zeiten ohne große Ge- die Sache daher um so unbegreiflicher), dieser will mir das République"( Paris);" La Révue Socialiste"( Paris). wissensqual diese Fasten brechen; aber es giebt Dinge, die Salz reichen, und indem ich es nehme, schüttet er das Ge- übergeben. Mit Unterſtügungsfachen kann die Redaktion sich zwar nicht mit der Kirche und ihren Satzungen zusammen- fäß ganz und gar vor mir aus. Wir ward schwarz vor nicht befassen Mir ward schwarz vor nicht befaffen ebenso wenig wie mit Stellengesuchen, die bei hängen, die aber in der Natur selbst liegen und darum den Augen, ich mußte mich zu Bett legen, den Kammer- uns in jedem Fall an die falsche Adresse kommen. um so tiefer in unseren Herzen gegründet sind; Dinge, diener verabschieden und komme her, um hier Trost und N. Ist erlaubt. die viele Denker sowie die Geistlichen Vorurtheile Beruhigung zu finden." und Aberglaube schelten wollen, und die dennoch schon Edmund, der sich mit desto größerer Beschämung abaus uralter Beit uns durch den festen Glauben von wandte, je mehr er durch die Erzählung gespannt gewesen Millionen überliefert sind und dadurch ein ehrwürdiges, war, tonnte den feurigen Blick des Marschalls nicht ausja ich mag sagen, ein heiliges Ansehen erhalten haben. halten, der abwechselnd, Theilnahme suchend, ihn und Diese Winke und Fingerzeige aus einer dunkeln Zukunft Chriftinnen figirte. Diese lachte ohne alle Verlegenheit heraus, gleichsam unmittelbar die Stimme des Schicksals, laut und heftig auf, indem sie Edmund fast schaden reden uns um so erschütternder an, als sie dem blöden froh betrachtete. ( Fortsetzung folgt.) R. G., Berlin. Ihren Brief haben wir dem Vorstand -K. 35. Wie kommen Sie auf die wunderliche, zu ver neinende, Anfrage, ob in der geschmacklosen und verkehrten Aeußerung eine Majestätsbeleidigung gefunden werden fann: Der Teig der Kommißbrote wird mit Füßen geknetet?" 126. Durch Unterschrift des Versicherungsantrages Ihrerseits und Zusendung der Police an Sie ist der Versicherungsvertrag perfekt geworden. Sie haften nach Maßgabe der Beſtimmungen der Police. §. 2. 54 zu 1 und 2, A. M. und Fuchs. Ja. Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum Deutsch. Sozialdemokratischer Wahlverein !! Lezte Woche!! Deti Holzarbeiter- Verband für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. gegenüber keinerlei Verantwortung Königl. italienischer Circus Theater. Dienstag, den 19. September. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Das goldene Kreuz. Neues Theater. Die Geschwister. Die Komödie der Irrungen. Deutsches Theater. Faust. Berliner Theater. Maria Stuart. Leffing Theater. Das Recht zu lieben. Kroll's Theater. Die Hochzeit des Figaro. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Der Talisman. Residenz- Theater. Odette. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variótó. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Große Doppelvorstellung zu eins. Preisen Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Poffe in 1 Att von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 7, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 24. d. M., Nachmittags 8 Uhr: Boltsvorstellung zu be deutend ermäßigt. Preisen: Die Räuber. Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Dienstag, den 19. September, Abends 8 Uhr: Gr. Ringkampf Klei und dem Meisterschafts- Ringer zwischen dem Preisringkämpfer Wilh. von Deutschland Herrn Heinr. Eberle. Ferner Auftreten der berühmtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Passage( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern hiermit zur Nach- Dienstag, 19. September, Abds. 8 Uhr, bei Deigmüller, richt, daß das Mitglied 430/14 Theodor Glaubitz gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. September, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichen: halle des alten Michaelkirchhofs aus statt. Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Todesanzeige. Nach langen schweren Leiden entschlief am 16. d. Mts. meine liebe Frau, unsere gute Mutter Alte Jakobftr. 48a: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Regierungsbaumeister G. Kessler, über: Die Organisation des Handwerks. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zu den Stadtverordnetenwahlen und Wahl eines Komitees. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitglieder werden aufgenommen. Die Zahlstellen befinden sich bei Gründel, Dresdenerstraße 116; Börner, Ritterstr. 108; Schulz, Admiralstr. 40a; Schönicke, Wafferthorstr. 20; Baate, Dresdenerstr. 50, City- Passage; Lenz, Alte Jakobtraße 69; Kehr, Köpnickerstr. 126; Schöning, Stallschreiberstr. 28. 374/15 Das Comité. Friederike Schurade seb. Henze. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Die trauernden Hinterbliebenen. Otto Schurade nebst Kindern. Die Beerdigung findet Dienstag, den der Panopticum. 19. Mts., Nachm. 6 Uhr, von Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung Weltberühmte Austellung von Wachsfiguren und Gruppen. Juustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehenswürdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Sensationell! Hen! Spreeniven! Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. ratweil' sche G Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Kryftall- Palast. Versammlung Leichenhalle der Kreuzkirche( Marien- am Dienstag, den 19. d. M., Abends 8%, Uhr, in der Kronenbrauerei, dorf) aus statt. Danksagung. 2013b Für die große und herzliche Theilnahme bei der Trauerfeier meines mir unvergeßlichen Mannes spreche ich allen Bekannten sowie den Kollegen der Firma Loewe& Comp., Gewehrfabrik, meinen tiefgefühlten Dank aus. 2010b da Korreng geb. Neumann. Verband der in HolzbearbeitungsVerband der in HolzbearbeitungsAlt- Moabit 47-49. Tages V1 Ordnung: 1. Wie fördern wir den geistigen Entwickelungstampf des Proletartats? Referent Schriftsteller G. Ledebour. 2. Diskussion. 241/3 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Zugleich kommt die Broschüre ,, Schutz und Trutz" zur Vertheilung. Die Genossen werden ersucht zahlreich zu erscheinen Der Vorstand. Fabriken und auf Holzplätzen Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein. besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Norden). Dienstag, 19. d. Mts., Abends 82 Uhr, Bergstraße 12: Wander- Versammlung am Mittwoch, 20. d. M., Ab. 81/2 Uhr, bei Herrn Heinrich, Blücherstr. 61. HO Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann über: Ist die Frau befähigt am öffentVersammlung. lichen Leben theilzunehmen? 2. Distusfion. 3. Verschiedenes und Aufnahme Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 174/16 Der Vorstand. Gruppenbilder unserer 44 Reichstags- Abgeord neten liefert in 4 verschiedenen Größen zu billigen Preisen P. Friedemann, Photograph, Dresden, Ammonstraße Nr. 70. Wiederverkäufern hohen Rabatt. Mein Heimathland! M von Sozialistisches Zeit Kouplet Rich. Heise, Voltshumorist, Berlin N., Zionskirchstr. 11 v. 3 Tr. Preis mit 46902* Adolph Ernst- Theater. f. cent. 71 Uhr. Entree 15 Bf., Klavierbegleitung 50 Pf. Charley's Taute. servirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Dienstag, den 19. Septbr. 1893: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Musif v. Julius Einödshofer. Tagestaffe von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Atte: Bajazzi- Parodie Victoria- Brauerei, ſtrake 111-112. Heute: Schiffsbillets für Reisende von allen Hafenplähen im Reisebureau von 46992* Theodor Reiner& Co., Play vor dem Neuen Thor 3( Laden), Ecke Invalidenstraße. Stettiner Sänger Bock- Brauerei Anfang 8 Uhr. Tempelhofer Berg. Entree 2 Säle 50 Pfg. ( Im Vorverkauf 40 Bf.) ( Bis inkl. Freitag, den 22. September, noch täglich, dann jeden Montag und Freitag.) zu Festlichkeiten und Versammlungen empfiehlt neuer Mitglieder. Herren, als Gäste, willkommen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten 411/19 Der Vorstand. Achtung! Fachverein der Bilderrahmenmacher. Heute, Dienstag, den 19. September, Abends 8 Uhr, im Lokale von Rackow, Prinzenstraße 106: Mitglieder- Versammlung. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen eines jeden Kollegen Pflicht und Ehrenfache. 426/15 Der Vorstand. J. A.: Hans Goss. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Wanderversammlung in Friedrichsberg am Mittwoch, den 20. September, Abends 61/2 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Wartenbergstraße 67. Tages Ordnung: 1. Vortrag. Diskussion. 2. Gewertschaftliche Angelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: R. Zopf. 325/8 Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend. Derlammlung am Dienstag, 19. d. M., Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 28. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Vorstand. 285/19 Sozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Wittenberg, Torgau etc. Mittwoch, den 20. September, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Lehmann, Neue Grünftr. 14: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. In dieser Versammlung müssen Anträge zur Generalversammlung geDer Vorkand. J. A.: Fr. Ochs. August Tiedemann, ſtellt werden. Sonntag, den 24. September: Erste 4784L Soirée Oekonom. vorgetragen von Frau Josefine Dora Den 26. Ceptember: Erste Soirée im Louisenstädt. Klubhaus, und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direttion: H. Martin. Täglich: Theater und SpezialitätenVorstellung. Neu! Zum 16. Male! Neu! Berliner in Chicago. Zeitbild von Oscar Wagner. Rasseneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Pf. Sonnabend, den 23. d. M.: Eröffnung von Präuscher's weltberühmtem anatomischen MUSEUM Friedrichstrasse 65 ( Mohrenstraßen- Ecke). 4809L* Viel Neues Freitag, den 29.: 1. Damentag. ,, Böhmischen Brauhaus". Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Derington, 4 Personen, Radfahrer- u. Drahtseilfünstler. Elsa Rosinska, Soubr. Cordes, Gesangs- Humorist. Alfonso, Instrumental- Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. A. Zimmermann. Moriz Etablissement morisBla. Buggenhagen. Play. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations388/19 Louisenstädt. Klubhaus, Arbeiter- Sängerbund Annenstraße 16. Saal zu Versammlungen und Ver Berlins und Umgegend. gnügen sowie Vereinszimmer empfiehlt Mittwoch, 20. Sept., Abds. 9 Uhr, in den Arminhallen, 48402* L. Ehrenberg. Nebelin's Bierhaus, Langestrasse 108. Kleiner Saal und Vereinszimmer ist Dienstags u. Sonnabends zu vergeben. Bolt' Festfäle, Alte Jakobstr. 75, Amt I Nr. 1082. Großer Saal noch frei am 23. und 30. September und 1. und 29. Oktober. 2009b Kommandantenstraße 20: Ausserordentliche Probe zu dem am Freitag, 22. September, stattfindenden Kommers. Die Vereine haben lant Beschluß je einen Sangesbruder zu delegiren. Die Eintheilung der Stimmen ist folgende: 106/14 1. Tenor: B.-Nr. 1, 3, 14, 17, 19, 21, 26, 27, 29, 33, 45, 50, 51, 52, 55, 57, 59, 60, 63, 69, 71, 79, 80, 81, 83, 84, 86, 90, 107, 109, 110, 111, 118, 123, 132, 133, 144, 145, 147, 149, 150, 154, 158, 167, 176, 178, 180, G. Brochnow's 182, 197, 200, 202. Festsäle 2. Tenor: B.-Nr. 4, 6, 7, 16, 22, 23, 24, 30, 35, 37, 38, 39, 46, 47, 53, 65, 67, 82, 85, 87, 88, 89, 95, 106, 108, 122, 124, 125, 128, 129, 141, 39. Sebastianstraße 39. 152, 155, 158, 160, 162, 163, 183, 184, 185, 186, 187, 199. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag 1. Bass: B.-Nr. 5, 9, 13, 20, 31, 32, 36, 40, 42, 43, 49, 54, 56, 62, und Sonnabend großer Ball. Em- 66, 72, 73, 78, 92, 93, 94, 96, 98, 99, 103, 105, 112, 114, 117, 130, 131, 134, pfehle meine Säle zu allen Festlich- 135, 137, 138, 146, 156, 166, 168, 169, 171, 188, 189, 190, 191. keiten u. Versammlungen. 46752 Feuerstein) Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Boltz' Festsäle( vormals Alte Jakobstrasse 75.[ 1892b Gr. u. kl. Säle mit u. ohne Bühne zu allen Fentlichkeiten u. Versammlungen. Coulante Bedienung. Teleph.- Anschl. Amt I 1082, Vereinszimmer mit Piano zu ver geben, Manteuffelstr. 86 p. Altes Schüßenhaus, räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen faffend) zu allen Gelegen heiten. 7386 dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. 1922b " 2. Bass: B.-Nr. 2, 8, 11, 12, 15, 18, 25, 28, 41, 44, 48, 58, 61, 64 68, 70, 74, 75, 76, 77, 91, 97, 101, 102, 104, 115, 116, 120, 121, 126, 136, 139, 140, 142, 143, 153, 159, 161, 165, 170, 173, 174, 175, 192, 193, 195, 196. Arbeiter- Bater Geübt werden die Lieder: Ein Sohn des Volkes", landslied"," Bruderlied"," Wir glauben an der Freiheit Sieg"," Mahnruf." Nur der zur Probe erscheinende Sänger erhält ein FreibilletDie gemischten Chöre ersuchen wir aus jeder Stimme je eine Person zu bestimmen. Näheres durch den Vertreter. Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„Vorlviitts" Berliner Bolksblatt. Ar. 330. Dirustag. den 19. September 1893. 10. Jahrg. UoKsles. Die Beziehungen des Herrn R. C r o n h e i in zum„Bor- wärts" und zur„Neuen Welt" sind wegen fortgesetzten Ver- trauensbruchs des genannten Herrn heute von uns gelöst worden. Redaktion und Verlag des„Vorwärts". Verlag d e r„N e u e n W e l t". Der Vorstand der Orts-Krankenkasse für das Gold- s ch mi e d e- G ew er b e hat in seiner Sitzung voni 15. Sep- tember 1893 beschlossen, der Charitee wegen der dort herrschen- den Mißslände keine Kranken mehr zu überweisen. Nufforderung! Die Personen. die Zeugen des Vorgangs waren, der sich am Sonntag Abend spät im Wirsing'schen Lokal in Rixdorf abspielte, werden hiermit dringend aufgefordert, sich in der Iiedaktion des„Vorwärts" zu melden. Insbesondere er- geht diese Aufforderung an die junge Dame, die sich im Gast- zimmer aufgehalten hat. Oskar Schmoldt, Rixdors, tobrechtstr. 1. 3 Tr. G u st a v S i l l i e r, Admiralstr. 40 bei endowsly. Zwei Bahnunfälle. Große Aufregung bemächtigte sich gestern der Passagiere des um 9 Uhr k'Minuten Vormittags von Stettin hier eintreffenden Personenzuges, als dieser plötzlich �or dem Gesundbrunnen zum Stehen gebracht wurde. In einem Koupee dritter Klaffe befand sich eine Dame aus Stettin, eine Frau Menzel mit ihrem neunjährigen Sohne, einem lebhaften Knaben, der mit dem Fensterricmen spielte. Hinter dem Bahnhof Pankow sprang plötzlich die Koupeethüre auf und der kleine M. stürzte aus dem Zuge; einer jungen Dame, die den Unfall noch rechtzeitig bemerkte, gelang es, das Kind am Ueberzicher zu fassen und festzuhalten. Die Situation war eine schreckliche; der Knabe hing frei schwebend nach unten mit Kopf und Oberkörper hinaus, das Gesicht des kleinen Verunglückten streifte fortwährend den Kies des Bahnkörpers, der Oberkörper schlug gegen das Trittbrett. Schon nach wenigen Minuten erlahmte die Muskelkraft der jungen Retterin, die ebenfalls hinauszustürzen drohte, als ein Schaffner hinzukam, der die Nothbremse in Thätigkeit setzte, so daß der Zug zum Stehen gebracht wurde. Der Knabe. welcher im Gesicht stark verletzt ist, hatte bei der Ankunft des Zuges auf dem Stettiner Bahnhofe die Besinnung ver- loren und mußte nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichs- Hain überführt werden, doch sind die Verletzungen keine ge sährlichen. Der zweite Bahnunfall ist durch die Unvorsichtigkeit der be- treffenden Verunglückten hervorgerufen worden. Die 25jährige Kellnerin Pauline Withowski, Wollinerstraße in Schlafstelle wohn- Haft, kehrte, einen Vorortzug benutzend, am Sonnabend Abend 8 Uhr aus Spandan zurück. Als der Zug um 8 Uhr im Lehrter Bahnhof einfuhr und sich in langsamer Bewegung befand, öffnete das Mädchen die Koupeethür, verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte mit solcher Heftigkeit auf den Perron, daß sie sofort be- wußllos liegen blieb. Die Verunglückte wurde nach der Sanitäts- wache in der Eichendorffstraße gebracht und dort wurde konstatirt, daß die rechte Kniescheibe zerschmettert ist und daß die W. außerdem noch schwere innere Verletzungen davongetragen hat. Sie wurde nach Anlegung eines Nothverbandes in das nächstbelegene Krankenhaus gebracht. Ei» neues großes WaarenhauS wird, wie der„Kon- feltionär" meldet, in der Oranienstraße erstehen. Die Firma A. Wertheim, Inhaberin des bekannten Schleuderbazars in der Rosenthalerstraße, hat die Häuser Oranienstraße 53 und 54 an- gekaust. Dieselben werden abgerissen, um einem weiteren großen Geschäftshanse der genannten Firma Platz zu machen. Herr Wertheim begnügt sich angeblich bei dem Vertrieb seiner Waaren mit einem„geringen Nutzen". Aber dieser„geringe Nutzen" muß doch ganz hübsche Summen abwerfen; sonst würde sich Herr Wertheim doch nicht ermuntert fühlen, sein Geschüft immer aufs Neu« zu erweitern und immer neue Filialen zu begründen. Diese Summen sind vorwiegend aus den Tasche» der Arbeiter und der kleinen Beamten geholt, die leider gezwungen sind, bei Wertheim und Konsorten billig und schlecht zu kaufen. Herr Wertheim trägt sich vcrmuthlich mit der Absicht, seinen Konkurrenten Lubasch(Ecke Oranien- und Kom- uiandantenstraße), in dessen Nähe er bereits vor längerer Zeil eine kleine Filiale errichtet hat, durch Errichtung eines neuen großen Waarenhauses an derselben Stelle gänzlich aus der dortigen Gegend zu verdrängen. Tasselbe hat bereits Herr Lubasch mit Herrn Wertheim versucht, indem er in der Rosen- thalerstraße, gerade gegenüber dem Wertheim'schen Geschäft, eine tiliale seines Schleuderbazars aus der Oranienstraße errichtete. sie beiden Konkurrenten haben trotz dieses erbitterten Kampfes, in dem sich bisher beide noch behauptet haben, allen Grund, ein- ander die Hand zu reichen. Sie gehören zusammen; denn in der Qualität der Waaren und der Behandlung des Personals giebt einer dem andern nichts nach. Ein merkwürdiger Ueberfall wird vom Hause Stral- sundcrstraße 19 gemeldet. Im 4. Stock daselbst wohnt der Musiker Bothe mit seiner Frau und drei kleinen Kindern, die Woh- nung besteht aus Küche und Wohnstube. Gestern Nachmittag hatte sich B., der gewöhnlich erst um 6 Uhr auszugehen pflegi, nm zu musizire», früher foribegeben, und da Frau B. auch die Kinder fortgeschickt hatte, befand sie sich um 3>/s Uhr allein in der Wohnung. Sie war eben damit beschäftigt, sich vor dem Spiegel das Haar zu machen, als ohne anzuklopsen zwei Männer vom Korridor aus die Küche betraten, jeder etwa 39—4» Jahre alt. der eine groß, sehr schlank mit länglichem, blassem, ein- gefallenem Gesicht und kleinem, starkem dunkelblondem Schnurr- bart, der andere klein und untersetzt, mit rundem, vollem Gesicht und langem röthlichem Vollbart. Einer der Unbekannten riegelte sofort die Küchenthür von innen zu, während der andere aus Frau B. zutrat mit der Frage, ob sie Frau B. sei. Auf die Bejahung der Frage antwortete der Mann:„Na, denn is es ja gut". Nun fielen beide Männer über die Frau her, würgten sie, so daß sie nicht schreien konnte, banden ihr mit einer Zuckerschnur, die sie mitgebracht hatten, die Hände erst zu- sammen und dann an die Lehne des Stuhles, auf welchen sie oie Frau niedergedrückt hielten, banden ihr dann auch die Füße zusammen und knebelten sie, indem sie ihr ein ihr gehöriges Taschentuch in den Mund steckten und ein anderes Tuch um den Kops banden. Das Schreien würde der Frau wahrscheinlich auch nichts genützt haben, da von den andern vier Familien, welche den Korridor noch mit bewohnen, ..iemand zu Hause war. Nachdem sie dann die Frau wieder- holt ins Gesicht geschlagen hatten, bemerkte der eine der Männer, indem er auf das aufgelöste Haar der Frau B. hin- wies:„Das ist noch sehr schönes Haar, da kann sich meine 0lle«inen Zopf von machen." Er schnitt hierauf mit einer Scheere, die auf dem Tische lag. das Haar ab, packte es in Papier und steckte es zu sich. Einer der Kerle äußerte dann: Da wir nun einmal hier sind, wollen wir auch die Kasten nachsehen." Sie durchsuchten und durchwühlten dann die Be- hältniffe in Küche und Stube und raubten aus dem Küchen- spinde 32 Mark, darunter ein Zwanzigmarkstück und aus dem Spiege.'spinde in der Stube eine silberne Zylinder-Schlüffel-Uhr mit Stahlkette. In der Stube fanden sie eine hölzerne Sparbüchse mit einem Inhalt von 35 Mark, darunter ein Zehnmarkstück. Sie zertrümmerten die Büchse mit einem Kückenbeil und nahmen das Geld an sich. Mit den Worten:„Wird sich der Olle schöne freuen; aber das geschieht ihm ganz recht" entfernten sich die Räuber Nach länger als einer halben Stunde kam die neunjährige Tochter der Frau zurück und befreite die Mutter aus der un< beguemen Lage. Da die Eindringlinge wiederholt die Frau B „Erbschleicheriu" genannt haben, ist anzunehmen, daß der Ueber- fall in Verbindung zu bringen ist mit einem Erbstreit, den der Musiker Lothe vor kurzer Zeit gehabt hat. Es scheint auch zu- nächst nicht auf eine Beraubung, sondern nur auf eine Miß- Handlung abgesehen gewesen zu sein. Die Thäter, die wahr- scheinlich angestiftet gewesen sind, haben noch nicht ermittelt werden können. Der Frau Bothe ist gestern von der Kriminal- polizei ein Mann vorgeführt worden, den sie als Thäter nicht erkannte, ebensowenig hat sie die Thäter im Verbrecheralbum herausgefunden. Verhaftet wurde der 29 Jahre alte, frühere Bäckergeselle Franz Axtmann, der am Sonnabend in der Rheinsbergerstraße auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau vier Revolverschüsse abgefeuert hat. Die Verletzungen, welche die Frau erlitten hat, sollen nicht lebensgefährlich sein. Axtmann war mit dem jetzigen „Bräutigam" der Frau in Streit gerathen und hatte dann auf die letztere geschossen, als sie ihrem Freunde zu Hilfe eilte. Ertrunken sind vermuthlich gestern auf der sturmbewegten Müggel dreiMitglieder des sozialde in akratischen R u d e r v e r e i u s„Vorwärts". Gestern Nachmittag sah man einen Doppelstuller des Vereins mit Steuermann vom"Gemündc aus in die Müggel hinausrudern, ein Wagniß, das kein anderes Ruderboot bei dem gestrigen Wetter unternahm. Zwei Stunden später sah man vom Schiedsrichterdampfer des Segelklubs„Ahoi" aus bei Theerofen etwa 890 Meter vom Ufer entfernt, ein g e- kentertes Ruderboot und vier Riemen treiben Da, wie erwähnt, kein anderes Boot die Fahrt gegen Sturm und Wellen gewagt hatte, nimmt man an, daß das gekenterte Boot das des„Vorwärts" gewesen. Der Dampfer hielt sofort auf das treibende Boot zu, konnte aber Niemand von der Mamn schaft mehr sehen. Da auch vom Ufer kein Schiffbrüchiger be merkt ist, werden die drei tollkühnen jungen Leute ihr Wagniß wohl mit dem Tode gebüßt haben.— Ein zweites Boot des- selben Vereins, gleichfalls mit drei Mann besetzt, kenterte gestern ans dem Seddinsee. Zun« Glück war ein Segelboot in der Nähe, welches mit vieler Mühe die drei Tollkühnen wieder herausfischte. Ein Nevolverschnß bei der Einsegnungsfeier. Die Familie des Maaßenstr. 29 wohnhaften Kohlenhändlers Bose feierte vorgestern froh und vergnügt cm Kreise von Verwandten und Bekannten die Einsegnung ihrer Tochter. Da die beschei-' denen Räume für die Menge der Gäste nicht ausreichten, hatte der bei der Familie Bose wohnende Chambregarnist sein Zimmer für die Festlichkeit zur Verfügung gestellt. Dieses Zimmer be- herbergle die Kinder und jugendlichen Gäste, darunter die Freundin der Konfirmandin, namens Martha Unger, die gleich- falls gestern eingesegnet war. Gegen 9 Uhr vernahmen die Gäste einen Schuß und gleich darauf stürzte die Martha Unger blut- überströmt ins Gastzimmer mit den Worten„ich bin geschossen" und brach zusammen. Ein herbeigerufener Arzt ordnete die so- fortige Ueberführung der Schwerverletzten nach dem Kranken- Hause an. Das Geschoß steckt iin Kopfe des Kindes, das die Be- sinnung nicht wieder erlangt hat. Wo die Kinder den Revolver aufgefunden haben, ist noch nicht festgestellt. Ermittelt wurde, daß die Martha Unger mit den, Revolver im Scherze auf ihre Freundin zielte und mehrere Male losdrückte, bis sie sich selber die Kugel in den Kopf jagte. Jedenfalls liegt hier ein Hoden- loser Leichtsinn des Revolver-Besitzers vor, der die geladene Waffe nicht verschloffen ausbewahrt hat. Die Sucht nach Abenteneru scheint einen 13jährigen Knaben dazu veranlaßt zu haben, seine Eltern in Berlin heim- lich zu verlassen und nach Hamburg durchzugehen. Dort machte er, wie die„Hamb. Nachr." melden, die Bekanntschast eines Kesselreinigers, welcher ihn mit in seine dort an der Bachstraße belegene Wohnung nahm und ihn beherbergte, auch unter Auf- ficht behielt, damit er nicht in schlechte Hände gcrathe. Nachdem dann der Knabe dein Kesselreiniger Näheres über seine Familien» Verhältnisse mitgetheilt, verfehlte dieser nicht, den Vater des Knaben, einen Beamten in Berlin, über seinen Sohn brieflich zu benachrichtigen. Dieser sandte dieser Tage seinen ältere» Sohn, einen Forftbeamten, nach Hamburg, um den Bruder zurückzu- bringen; als er jedoch in der Wohnung des Kesselreinigers an- langte, war der 13jährige Bursche kurz zuvor weggelaufen, da er von der Geschichte wohl Wind erhalten haben mochte. So sehr alsdann auch nach dem Knaben gesucht worden, ist er bis zetzt doch nicht aufgesundei» worden. Haißt'n Geschäft. In Groß-Lichterfelde kamen am Mitt- woch im Zwangswege eine große Anzahl von gebrauchten Kipp- Lowrys nebst Schienen ec. zum Verkauf. Der Erlös war 1299 M. Eine Stunde später versteigerte der Käufer die Gegenstände noch- mals und erreichte dabei ein Meistgebot von 4999 M. Kurz darauf wurden die ganzen Sachen zum dritten Male ausgeboten und nochmals verkauft, für— 9999 Mark. In wenigen Stunden waren also rund 4899 M. mehr herausgeschlagen worden, um welche also Schuldner wie Gläubiger gebracht sind. Eine a» heiteren Momenten reiche Jagd wurde gestern in der Mitlagstunde auf einen kleinen Uebelthäter unternommen — und zwar in dem mit den appetitlichsten Eßwaaren an- gefüllten Schaufenster eines in einer Straße des Zentrums be- legenen Delikatessengeschäftes. Der Uebelthäter war eine winzige — Maus, welche mit der ihr angeborenen Frechheit knapp an der funkelnden Spiegelscheibe, also vor den Augen Aller, die es sehen wollten und bemerkten, an einer prallen Salami-Wurst knabberte. Eine ältere Dame, welche die schön arrangirte Auslage in Augen- schein nahm, gewahrte das Thierchen zuerst. Allein der undelikate Anblick erschreckte sie in dem Grade, daß sie einen Schrei aus- stieß, worauf sich sofort eine Gruppe um sie bildete, die sie auf das eisrig weiter schnabulirende Nagethier aufmerksam machte. Im Nu war das Schausenster von einer Anzahl älterer, jüngerer und sehr junger Menschen belagert, welche das seltene Schau» spiel genießen wollten, eine Maus ihre Mahlzeit einnehmen zu sehen und sich an den possirlichen Bewegungen des zierlichen Lebewesens zu erfreuen. Daß es dabei nicht an mehr oder minder guten Witzen auf den ahnungslosen Laden- Inhaber fehlte, der seine Waaren dadurch dem Publikum empfahl, daß er zeigte, wie sehr sie den— Mäusen schmeckte, ist selbst- verständlich. Trotzdem ein Junge an die Scheiben klopfte, knabberte die Maus ruhig fort, bis ein Einsichtiger schließlich den Kaufmann auf den unerwünschten Kunden ausmerksam machte, was zunächst zur Folge halte, daß das Ladenmädchen sich kreischend zurückzog. Im Fenster aber begann jetzt die Jagd, welche sich um so schwieriger gestaltete, als dasselbe gefüllt war und die Maus sich in dem Wirrwarr sehr gut auszukennen schien. Ihr bewegliches Schwänzchen kam jeden Moment wo anders zum Vorschein, und da sie überdies auch einige schwierige Turnerstückchen im Springen und Klettern zum Besten gab, so war für die Unterhaltung der sich immer mehr ansammelnden Menge genügend gesorgt. Das Lachen wollte schier kein Ende nehmen. Schließlich wurde der Uebelthäter gesangen und ent- fernt. Einige Minuten später ließ der Sausmann das Schausenster ausräumen. Spiel mit Streichhölzer». Kinder, die mit Streichhölzern gespielt hatten, verursachten gestern Vormittag einen Brand in der Steinmetzstr. 51. Das Feuer wurde alsbald von der schnell an die Brandstelle gerufenen Feuerwehr gelöscht. In jähen Schrecken wurden am Sonntag Mittag spitlende Kinder versetzt, als sie im Garten des Grundstückes Köpenicker- straße 176 die Leiche eines Mannes an einem Baume hängen sahen. Der durch das Kinderaeschrei herbeieilende Gastwirth Walter nahm den Mann ab, in dem der 49 Jahre alte Arbeiter Eduard Heinrich erkannt wurde, und sorgte dafür, daß sofort Wiederbelebungsversuche angestellt wurden. Die Hülfe kam indeß zu spät. Die That scheint in einem Zustande von Un- zurechnungssähigkeit begangen zu sein. Schwerverletzt wurde gestern(Montag) Nachmittag um 5 Uhr eine bis jetzt unbekannt gebliebene junge Dame an der Ecke der Spandauer- und Königstraße. Sic wollte den in der Fahrt begriffenen Wagen 299 der Pferde-Eisenbahn nach dem Gesundbrunnen zu benutzen, siel dabei herunter und schlug sich den Hinterkopf auf. Sie wurde zunächst auf den Flur des Hauses Spandauerstraße 56 gebracht. Ueberfahren wurde heute Nachmittag gegen 9 Uhr in der Nähe des Prenzlauer Thores ein junger Mann. Er war unter die Räder eines mit Bauhölzern beladenen schweren Arbeits- cvagens gerathen und gingen ihm die Hinterräder über die Füße. Der Schwerverletzte wurde per Droschke nach der Klinik gebracht. An die Choleragefahr erinnert wurden heute Mittag die Paffanten der Gertraudten- und anderer Sprecbrücken. Der „Cholera-Dampfer" mit Gendarmen und einem Militärarzt an Bord legte an jeder Zille an und wurden die Insassen und die Wohnräume aus Cholerabazillen untersucht. Polizeibericht. Am 16. d. M. versuchte eine Frau in ihrer Wohnung, in der Rückerstraße, sich mittels Schweinfurter Grüns zu vergiften. Sie wurde nach dem jüdischen Krankenhause ge- bracht.— Mittags wurde ein Arbeiter in der Durchfahrt des Hauses Ackerftr. 83/84 von einem einfahrenden, mit Möbeln be- ladenen Wagen an die Wand gedrückt, wobei er einen Bruch des linken Schlüsselbeins erlitt.— Nachmittags wurde an der Ecke der Adniiral- und Skalitzerstraße ein zwölfjähriges Mädchen durch einen Schlächterwagen überfahren und schwer ain Unter- leibe verletzt.— Ebenfalls durch Ueberfahren verunglückten ein Knabe in der Bülowstraße, welcher innere Verletzungen erlitt, eine Frau in der Weberstraße, welche einen Beinbruch erlitt, und ein Kutscher in der Schönhauser Allee, welcher anscheinend schwere Quetschungen am Unterschenkel erlitt.— Im Lause des Tages wurden ein Arbeiter, in der Grünauerstraße, ein Schneidermeister, in der Wrangelstraße, ein Kaufmann, in der Puttkamerstraße wohnhaft, in ihren Wohnungen, und ein Schlossergeselle auf dem Trockenboden des Hauses Manteuffel- straße 5 erhängt vorgefunden.— Abends wurde im Landwehr- kanal am Kottbuser Ufer die Leiche eines unbekannten, etwa 45 Jahre alten Mannes aufgefunden.— In der Nacht zum 17. d. M. wurde ein Kandidat, aus einer Wunde am Halse blutend, hilflos auf dem Koppenplatz ausgefunden und nach der Sanitätswache gebracht. Derselbe gab später an, auf dem "lur des Hauses Linienstraße 83 gefallen und mit dem opf in die Glasscheibe der Zwischenflurthür gestürzt zu sein.— Am 17. d. M. Morgens stürzte vor dem Hause Borkstr. 14 ein beladener Möbelwagen beim Umwenden um. Hierbei wurde eine aus dem Wagen sitzende Frau herabgeschleudert und erlitt einen Knöchelbruch.— Im Garten des Hauses kköpnickerstr. 176 wurde Mittags ein Arbeiter erhängt vorgefunden.— Nach- ncittags vergiftete sich in der Wohnung seiner Mutter, in der Neuen Jakobstraße, ein 15jähriger Handlungslehrling mittels Cyankali.— Vor dem Hause Gartensiraße 99 fiel Abends ein Kolporteur in der Trunkenheit zur Erde und erlitt eine so be- deutende Verletzung am Hinterkopfe, daß er nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte.— Vor dem Hause Friedrichstr. 125 wurde ein Magistratsbote durch einen Omnibus überfahren»cid an beiden Oberschenkeln so schwer verletzt, daß eine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Am 19. und 17. d. M. fanden 8 kleine Brände statt. Theetkov. DaS Adolph Ernst-Theater hat am Sonntag Abend seine diesjährige Winter-Premiöre in Szene gehen lassen, einen.ans dem englischen übersetzten Schwank von Brandon-Thomas: „Charley's Tante". Nach dem Erfolge, den die erste Aufführung gefunden, kann man ohne Besorgniß, Lügen gestraft u werden, ruhig die Prophezeiung wage», daß„Charley's Tante" ür die Direktion ein ganz vorzügliches Zug- und Kassenstück werden wird. Der Schwank ist mehr eine Zirkusposse, weder Handlung noch Dialog haben irgend ivelchen Werth, aber die Komik, fast sollte man sagen die Mimik der Situationen ist bei aller Derbheit vor so überwältigender Wirkung, daß man ob all' des Unsinns den ganzen Abend nicht aus dem Lachen heraus- kommt. Nach dem ersten Akt hat man das Gefühl, als sei in Spaßen und Gewaltsituationen nun schon soviel des Guten ge- lhan, daß eine Steigerung kaum mehr möglich, aber kaum ist der Vorhang wieder in die Höhe gezogen, geht von Bank zu Bank eine sich immer steigernde Heiterkeit, bis buchstäblich das ganze Haus jauchzt, ob all' des blühenden Unsinns, der sich da oben auf der Bühne abspielt. Freilich ist es nöthig, daß das Spiel so vollendet abgerundet und frisch ist und so flott ineinandergreift, wie man es im Adolf Ernst-Theater bei derlei gewagten Schwänken gewohnt ist. Die Hauptlast und der Haupt- erfolg liegen auf Herrn Guido Tielscher, der durch seine Meta- morphose aus dem lustigen Oxforder Studenten in Charley's Tante„Donna Lucia d'Alvadorez" das Publikum förmlich zur Heiterkeit faszinirt. Seine Kollegen(Hrn. Weiß und H a ß k e r l) ermöglichen ihm die erfolgreiche Durchführung seiner burlesken Rolle durch ihr übermüthig-frisches Spiel, wähend Herr Paul Muller der Oxforder Advokaten Spettigue in Maske und Spiel etwas gar zu sehrjkarrikirte. Die Damen Schlüter. Roger. E r» h l i n g und Seemann gaben durch liebliches Spiel der derben Komik das nöthige idyllische Gegengewicht. Wer sich ein- mal gründlich auslachen will, der wird„Charley's Tante" nicht unbeirredigt verlassen, und die Laune wird auch dadurch nicht verdorben, daß man sich nachher vergeblich fragt, warum man denn gar so viel habe lachen Gerichts- Beitung. Der Soziale Leberlicht. müssen. Auf die englische Burleste folgte eine Parodie auf von außen zugesehen, sie auch, alsdaun seien sie weiter gegangen,| Wilhelm Otto Sentbeil vor dem Schwurgericht des hiesigen Leoncavallo's Oper Bajazzi", die einaktige parodische Posse: hätten sich gelagert, er habe alsdann zwei Schüsse auf sich ab- Landgerichts I. Die Schloffer Julius Philipp und Reinhold Die Bajazzi", von den Hausdichtern des Adolf Ernst- Theaters, gegeben und sei bewußtlos geworden. Nach einiger Zeit sei er Wintler hatten sich im vorigen Jahre zur Anfertigung falschen ben Gebr. Jacobsohn, in Musik gesezt von dem Haus- wieder zu sich gekommen, seine Schwägerin habe auf ihm ge- Geldes zusammengethan. Philipp hatte im Hause Bischofstr. 8 Kapellmeister Franz Roth. Nach den vorausgegangenen Lach legen und ihn gebeten, fie ebenfalls zu erschießen. Hermann eine Werkstätte inne und richtete einen Edeil derselben, zu anstrengungen war das Publikum für weitere Eindrücke einfach ich bitte Dich blos um eine Kugel!" habe sie gebeten. Er habe welchem jedem Fremden der Zutritt streng verwehrt wurde, zur physisch unempfänglich geworden. Außerdem ist die Posse den Revolver von Neuem geladen und auf das Mädchen ge- Fabrikation her. Aus einer Metallmischung von Zinn, Kupfer, etwas gar zu harmlos und handlungsarm, so daß auch die paar schossen, ob einmal oder mehrere Male wisse er nicht, wie er Antimon und Zink wurden Zwei- und Einmarkstücke, sowie hübschen Kouplets und deren neckisch- koketter Vortrag durch Frl. überhaupt nicht wisse, was mit ihm vorgegangen sei, bis er im Fünfzig- Pfennigstücke hergestellt und durch fremde Personen Das Schwurgericht hatte die beiden Fälscher am Ida Schlüter und Frl. Bäcker der Parodie nicht zu einem Krankenhause wieder zum Bewußtsein tam. Als Zeugin war vertrieben. vollen Erfolge verhelfen konnten. Auch der voreilige Beifall, die Gattin des Angeklagten geladen, die aber auf Gerichts- 19. September v. J. des Münzverbrechens für schuldig be den ein humoristischer Hausfreund erzwingen wollte, erwies sich beschluß wegen des ausreichenden Geständnisses nicht vernommen funden und der Gerichtshof dieselben zu je zwei Jahren sechs hier als ebenso unwirksam, wie er bei„ Charley's Tante" über- wurde. Dagegen wurden vier bei den Atten befindliche Briefe Monaten Gefängniß verurtheilt. Philipp ärgerte sich darflüssig war. Die szenische Ausstattung war augengefällig und verlesen, in welchen das Paat Abschied genommen hat. Da war über, daß er eine so schwere Strafe erleide, der Angeklagte farbenprächtig wie immer im Adolf Ernst- Theater und dem heu- zunächst ein Bettel, den der Angeklagte beim Weggange zu Hause dagegen, der den Absatz der Faschstücke betrieben und allein den tigen Geiste von Oben entsprechend, sogar zugeknöpfter", als auf den Tisch gelegt hatte:„ Lebe wohl! Hermann." und Vortheil gehabt hatte, leer ausgehen sollte. Zwei Tage nach Das Stammpublikum es gewohnt ist. darunter stand der Name Emma". Die Zeizmann hat u. a. seiner Abführung erließ er daher aus dem Gefängnisse heraus geschrieben: Liebe Eltern und Geschwister! Es ist eine schwere eine Strafanzeige gegen den jezigen Angeklagten, welchen er beund doch so leichte Stunde! Wir haben uns heiß geliebt und schuldigte, die falschen Geldstücke verabredeter Maßen in uns bezwungen, bis es zum Aeußersten fam! Ich sterbe freiwillig und Verkehr gebracht zu haben. Die Verhandlung ergab trotz des gern!" Hampel hat außer an seine Frau an seine Kinder geschrieben: Zeugnens des Angeklagten die Richtigkeit dieser Beschuldigung, " Ich sage Euch meinen herzlichsten Dank für Alles, was Ihr an denn es wurde festgestellt, daß Senkbeil für die Unterbringung mir gethan!" Ich habe gerungen bis zum letzten Augenblick, von je 100 M. Provision erhalten sollte. Die Geschworenen aber ich fonnte nicht anders, ich muß Euch zu Waisen machen!" sprachen den Angeklagten schuldig und billigten ihm mildernde Gewerbegericht. Rammer 1. Vorsitzender: Assessor Den medizinischen Sachverständigen wurde die Frage vorgelegt, Umstände zu. Das Urtheil lautete auf 2 Monate Ge= Fürst. Der Schneider Mandelfow flagt gegen den Schneider ob sich der Angeklagte, nachdem er sich die Verlegungen beifängniß. meister Michaelis. Er verlangt unter folgender Begründung des Anspruchs 56 M. als Lohnentschädigung. Er sei am 20. Mai gebracht und während er auf die Beizmann schoß, in einem Zuvom Betlagten gekündigt worden, weil er nicht unterschreiben stande befunden habe, welcher die freie Willensbestimmung ausschloß. Die Aerzte hielten dies nicht für wahrscheinlich, die wollte, daß fortan die Kündigungsfrist ausgeschlossen sein solle. Möglichkeit aber nicht für absolut ausgeschlossen. Das Urtheil In der Woche vom 20. bis zum 27. have er bloß einen Rock des Gerichtshofes lautete dahin, daß der Angeklagte der vor= erhalten, den er nur bis zur Probe hätte machen können. Alle säzlichen Tödtung, und zwar mit Ueberlegung, Tage wäre er zum Meister gegangen und hätte nach Arbeit gefchuldig, daß er aber im Sinne des§ 216 des Strafgesezfragt. Er sei jedesmal beschimpit und nach Hause geschickt buchs durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen der Ge- Achtung, Glasschleifer! In der Glasschleiferei von worden. Am 27. hätte sich der Beklagte so grobe Beleidigungen tödteten zur Tödtung bestimmt worden." Der Gerichtshof habe C. Bruns, Simon u. Co., Schmidtstr. 26, ist ein Streit auszu Schulden kommen lassen, daß er, Kläger, nicht wieder zu ihm sich in dem vorliegenden Falle für kompetent erachtet und auf gebrochen. Grund hierzu ist die Weigerung der Fabrikanten zur gegangen sei; er hätte eine Schlägerei vermeiden wollen. Betlagte bestreitet die Behauptung des Klägers, daß er ihn drei Jahre Gefängniß erkannt. Der Staatsanwalt hatte Einführung der Lohnarbeit, welche seitens der Glasschleifer gewährend der einen Woche hätte beschäftigen fönnen; es sei fünf Jahre beantragt. Der Angeklagte erklärte, ſeine Strafe fordert wird an ſtelle der Akkordarbeit. Vor Zuzug wird also gewarnt. Der Bevollmächtigte feine Arbeit vorhanden gewesen.( Es war die Pfingstwoche). fofort antreten zu wollen, bat aber um die Erlaubniß, seine Am 27. Mai früh hätte er den Mandelkow aufgefordert, am Frau sprechen zu dürfen, die ihm anstandslos bewilligt wurde. Mittag wieder zu kommen, er bekomme aus einem Geschäft Durch ungenaue Beantwortung einer an ihn gerichteten einen Rock; der Kläger fei aber nicht erschienen. Der Frage hatte der Former Hermann 3epp sich einen unrechtBruder des Beklagten bestätigt diese Ausführungen. Die Schimpf- mäßigen Vermögensvortheil erworben und sich dadurch nach Achtung, Bilderrahmenmacher! Am 19. September findet worte, welche nach des Klägers Aussage sein Bruder diesem„ an Ansicht der Staatsanwaltschaft eines Betruges schuldig ge Prinzenjir. 106 bei Raetow eine Vereinsversammlung statt. Bei den Kopf geworfen" haben soll, will er nicht gehört haben, ob- macht. Im Dezember v. J. hatte Zepp vor dem Schöffengericht der wichtigen Tagesordnung ist vollzähliges Erscheinen der Mitgleich er sich im selben Raum befand wie jene. Er sei so emfig einen Termin wahrzunehmen. Nach Schluß der Verhandlung glieder erforderlich. Erster Punkt der Tagesordnung: Bericht der mit seiner Arbeit beschäftigt gewesen, daß er nur gemerkt hätte, begaben sich sämmtliche Zeugen nach der Kasse, um ihre Ge- gitationsfommission; 2. Berathung des Lohntarifs. Es ist undie Beiden zankten miteinander. Beuge beschwört seine Aussage. bühren in Empfang zu nehmen. Der betreffende Beamte fragte bedingte Pflicht eines jeden Witgliedes, die Versammlung zu beDer Beklagte wurde verurtheilt, an den Kläger 28. zu zahlen. fie der Reihe nach, wie hoch sich ihr Tagesverdienst belaufe, um suchen, damit eine gründliche und vollständig einwandsfreie BeDas Gericht ging davon aus, daß Michaelis, wenn es der Kläger Sarnach den Gebührensay berechnen zu können. Zepp gab seinen rathung des Tarifs stattfindet. Außerdem aber ist in Betracht Mandeltow verlangte, diesem für die Woche seinen Lohn zahlen Verdienst auf 5. M. an und erhielt darauf 2 Wt. 70 Pf. Ver- zu ziehen, daß ein Antrag betreffs Anschluß an den Verband mußte, in welcher er sich ihm fortwährend zur Verfügung stellte; fäumniß- und Fahrkosten. Später erfuhr die Behörde, daß des Holzarbeiters gestellt werden kann und deshalb eine volldaß Kläger teine Arbeit erhielt, weil teine da war, fomme nicht Bepp zu der fraglichen Zeit arbeitsunfähig war und Kranfengeld sählige Versammlung erforderlich ist, um übereilten Beschlüssen in Betracht. Mit seinem Anspruch für die zweite Woche müsse erhielt. Hätte er dies wahrheitsgemäß angegeben, so würde er entgegen zu treten. Näheres siehe Annonce. Kläger abgewiesen werden, weil er nach der Bekundung des anstatt 2,90 m. nur 90 Pi. erhalten haben. Der Justizfiskus Die Agitationstommission. Zeugen Michaelis die ihm angebotene Arbeit nicht ausführte. war somit um 2 M. geschädigt. Das Schöffengericht glaubte J. A.: Brandes. Für die vom Kläger behaupteten groben Beleidigungen dem Angeklagten, daß derselbe eine betrügerische Absicht nicht vom Ausschuß des hiesigen Gewerbegerichts war vom sei derselbe den Beweis schuldig geblieben; Der Beuge gehabt und sprach ihn frei. Der Staatsanwalt legte hiergegen föniglichen Polizeipräsidium ein Gutachten eingefordert über die habe unter feinem Gide erklärt, feines der Berufung ein. Er führte im gestrigen Termine vor der zweiten angeführten Schimpfworte gehört zu haben. So hätte angenom- Instanz aus, daß der Angeklagte, der schon früher als Beuge Einführung der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung des men werden müssen, daß fein triftiger Grund vorhanden war, aufgetreten war, sich der von ihm begangenen Täuschung wohl$ 119a Absatz 2 und 3, daß der Lohn minderjähriger Ardie angebotene Arbeit am 27. auszuschlagen. Der Beklagte be- bewußt gewesen sei und beantragte 20 M. Geldstrafe. Der beiter nur mit Zustimmung der Eltern oder Vormünder an nahm sich nach der Urtheilsverki ndigung so, daß der Gerichtshof Gerichtshof fallte wiederum ein freisprechendes Urtheil, da dem diese ausgezahlt werden darf, und die Gewerbetreibenden den Eltern und Vormünder Mittheilungen über die Lohnbeträge ihm eine Ordnungsstrafe von 20 M. zudiktirte. Angeklagten eine betrügerische Absicht nicht nachzuweisen sei. machen müssen. Der Ausschuß beschloß einstimmig, daß für Rammer VI. Vorsitzender: Assessor Leo. Der Schlächter- Ein mit großer Frechheit ausgeführter Schankaften Berlin eine Nothwendigkeit für die Einführung dieser Bemeister Spanier hatte eines Abends den Schlächter Abraham ausgesperrt, weil dieser nach angestrengter Arbeit ohne seine Er. Diebstahl gelangte gestern zur Kenntniß der siebenten Straf- ftimmung nicht vorliegt. Es waren drei Personen, der laubniß ein Glas Bier trinken gegangen war. Um anderen fammer des Landgerichts I. Morgen wurde U. entlassen. Er flagte nun auf zahlung einer Lohnentschädigung mit der Begründung, ohne gefeßlichen Grund Der Beklagte machte allerlei Einwände, darunter als hauptsächlichsten den, der Kläger hätte unbefugt die Arbeit verlassen. Das Gericht fah darin fein unbefugtes Verlaffen der Arbeit im Sinne der Gewerbe- Ordnung, daß der Kläger des Abends nach 8 Uhr, wie festgestellt wurde, sich an einem Schoppen gütlich that. Er verurtheilte Herrn Spanier zur Er verurtheilte Herrn Spanier zur Bahlung der geforderten 18,50 M. M. des Lokalverbandes der Glasarbeiter Berlin 3. H. Peterseil p Im Bürgerlichen Brauhaus in Dresden ist infolge vorSchloffer Max Schmidt, die unverehelichte Marie Träger gekommener Differenzen zwischen den Kapitalisten und den und der Buchbinder Ernst Schmiedecke, an dem Diebstahl gekommener Differenzen zwischen den Kapitalisten und den Brauerei- Arbeitern der Brauerei durch das, man kann erklären, betheiligt, der Lettgenannte als Anstifter. Der Uhrmacher Buhnert hatte vor seinem Laden, Oranienstraße 57, einen Schau- forrupte Benehmen der ersteren ein Klassenkampf ausgebrochen. fasten hängen, der Uhren und Schmucksachen zum Werthe von Die Dresdener Genossen haben nun die Sache der Brauerei 2000 m. enthielt. An einem April- Abende, als es anfing dunkel Arbeiter, nachdem dieselbe genau untersucht war, zu der ihrigen werden, zu hinein gemacht und den Boykott über die Brauerei so lange verhängt, zu welcher Zeit die Schaukästen Angeklagten den Diebstahl. Schmidt machte sich mit bloßem auch das freie Koalitionsrecht in Zukunft gewährt wird. Da genommen zu werden pflegen, begingen die beiden ersten bis die Brauerei- Arbeiter zu ihrem Recht gelangen und denselben Kopfe, als sei er der Besizer selbst oder ein Angestellter nun das Bürgerliche Brauhaus in Dresden auch hier in Berlin Mord und Selbstmordversuch. Ein fenfationelles Liebes- desselben, mit dem Kasten zu schaffen. Er löfte mittels einer und auch in Rottbus größere Niederlagen besitzt, machen wir die drama beschäftigte am Montag die zweite Straffammer des Feile die eiserne Krampe, in der der Kasten hing, von der Wand Genossen und zielbewußten Arbeiter darauf aufmerksam, auch hier Landgerichts II. Auf der Anklagebank saß der Diener Rein- los, hob denselben ab und trug ihn nach dem Hausflur. Hier den Brauerei- Urbeitern ihre Solidarität zu bekennen und so lange hold Hermann Hampel, welcher am Abend des 23. Mai d. J. wartete die Träger mit einem Zuch, der Kasten wurde ein- auch hier kein Bier von den Niederlagen des Bürgerlichen Brau ( dritten Pfingstfeiertag) auf dem Garnison- Kirchhose in der gehüllt und dann von beiden Angeklagten fortgetragen. Keiner hauses in Dresden zu trinken, bis die gerechte Sache der BrauereiHafenhaide seine Schwägerin, die 18 jährige Emma Beißmann ber vielen Vorübergehenden hatte in dem Verhalten des Schmidt Arbeiter von diesem anerkannt ist. Denn nur größtentheils durch erschoffen und alsdann auf sich selbst awei Revolverschüsse ab- etwas Berdächtiges gefunden. Der Uhrmacher hat von den ge- diese Niederlagen verkauft die Brauerei noch ihr Bier. Brauerverein der Provinz Brandenburg. gegeben hat. Hampel, der im Hause Kurfürstenstr. 35 wohnte stohleneu Sachen nichts zurückerhalten. Der Gerichtshof verP. Hilpert, Vorsitzender. und in glücklicher Ehe lebte, erhielt einige Zeit vor der That urtheilte Schmidt zu zwei Jahren, die Träger zu den Besuch seiner Schwägerin, der Schwester seiner Frau. Ob einem Jahre und Schmiedecke zu neun Monaten wohl er seine Frau liebte, entspann sich doch sehr bald ein Gefängniß. Liebesverhältniß zwischen ihm und der jungen Schwägerin. Die Gattin bemerkte dasselbe und verlangte, daß die Schwester am Gegen Frhen. von Hammerstein, Chefredakteur der„ Kreuz1. Juni die Wohnung verlassen sollte. Hampel befand sich in Beitung", hatte Herr Rudolf Mosse vom Berliner Tageblatt" einem Zustande schwerer seelischer Zerrissenheit, er wollte seiner die Privatflage wegen öffentlicher Beleidigung angestrengt. Der Frau nicht wehe thun, aber er konnte auch von seiner Schwägerin Kläger hatte lettere in einem in der„ Kreuz- Zeitung" enthaltenen nicht laffen. Diesem inneren Konflikt wollte er durch Selbstmord Artikel init der Ueberschrift: Wie man hohe Auflagen jabrizirt?" ein Ende machen. Am Morgen des 24. Mai fand man auf Geldstrafe von 1000 m. gegen den Beklagten fest. Die Straftammer setzte in der Berufungsinstanz eine Auf dessen dem Garnison Kirchhofe in der Hasenhaide scheinend todte Personen, einen jungen Mann und ein junges Revision hob heute der Straffenat des Kammergerichts das Mädchen. In dem ersteren wurde noch schwaches Leben entdeckt, Urtheil der Straftammer auf und erkannte auf Einstellung des weshalb er nach dem städtischen Krankenhause am Urban ge- Berfahrens, indem er die Strafverfolgung für verjährt erbracht wurde, während die Leiche des Mädchens nach dem achtete. = zwei an erblickt. = von Thielen Au alle Korkarbeiter und Arbeiterinnen Dentsche lands! Schon seit Jahren ist von verschiedenen Seiten der lebhafte Wunsch geäußert, für unseren Beruf eine Zentral- Organifation zu gründen. Mit dem Holzarbeiter Verband, der am 1. Juli d. J. in Kraft tritt, ist nun auch für uns eine Organiſation geschaffen, der wir uns anschließen können. Und somit tritt auch an die Arbeiter und Arbeiterinnen unserer Branche die Pflicht heran, dem Verband als Mitglieder beizutreten. Der Beitrag beträgt 15 Pf. für Männer und 5 Pf. für Frauen pro Woche. Es ist für unseren Beruf sehr nothwendig, daß gerade die Frauen in die Organisation Aufnahme finden. Unsere Betriebe gestalten sich immer mehr zur fabrikmäßigen Fabrikationsweise, infolge dessen die Frauen den Männern gegenüber als Lohndrücker auftreten. Vom Verband erhält jeder die Holzarbeiter- Zeitung" unentgeltlich. Auch gewährt der Verband Reise- Unterstützung fowie Rechtsschutz. Wir ersuchen hiermit die Kollegen, die be= Obduktionshause fam. Bei Hampel wurden zwei Schußwunden Einen erbitterten Kampf mit der Eisenbahn- Behörde in der Magen- und Lebergegend konstatirt. Er hat bis in die führt der frühere Gutsbesitzer Julius Klingspor, welcher Nacht vom 29.- 30. Mai völlig bewußtlos gelegen, in einem gestern vor der ersten Straffammer des Landgerichts I stand. stehenden Fachvereine aufzulösen, da sie nur ein Scheindasein Zustande, welchen sich wie der behandelnde Arzt Dr. Schent Der Angeklagte ist Eigenthümer eines Gutes im Regierungs- führen. Wo es möglich, möchten wir Sektionen empfehlen und vor Gericht erklärte die Aerzte gar nicht erklären konnten bezirke Marienwerder gewesen, auf welches eine Hypothef in gedenten wir dadurch unsere Interessen besser zu vertreten. und der noch heute nicht erklärt ist, so daß man geneigt war, Höhe von 87 000 m. auf die Unterstützungs- und Pensionskasse Sollte die Sektionsbildung in einigen Orten unmöglich sein, fo diesen Zustand auf Simulation zurückzuführen. Der Patient lag der Beamten der Eisenbahn- Direktion Bromberg eingetragen mögen die Kollegen als einzelne Mitglieder beitreten. Kollegen völlig bewußtlos, ja anscheinend leblos. Er reagirte auf keinerlei war. Klingspor soll seinen Verpflichtungen nicht nachgefommen und Kolleginnen, zeigt, daß Ihr zum bewußten Proletariat geReizung, hatte keine Abführungen, Augen- Reflege waren taum sein, worauf der Ober- Regierungsrath Förster, als Dezernent in hört und schließt Euch alle, Mann für Mann, dem Holzarbeitervorhanden, am ersten Tage hat er noch einmal Waffer gefordert, dieser Sache, gegen ihn vorging. Klingspor behauptet, daß ihm Verbande an. alsdann hat er nichts mehr zu sich genommen. Aerztlicherseits Unrecht geschehen sei, seit Jahren kämpft er um sein vermeintDie Besheimer Kollegen. wurde kombinirt, daß der Kranke auch Gift genommen habe, bei liches Recht, aber in einer Weise, daß er bereits mehrmals wegen Auskunft in allen Fällen ertheilt der Hauptvorstand. genauer Untersuchung nach dieser Richtung fand sich kein An- Beleidigung, zulegt mit 6 Wochen Gefängniß, bestraft worden Adresse: Karl Klop, Stuttgart Heslach, Boblingerhalt für diese Annahme. Ebenso auffallend wie die bis- ist. Im verflossenen Frühjahre hat Klingspor wieder eine straße 127, I. herige Bewußtlosigkeit war das plöbliche Erwachen. In der Beschwerdeschrift über den Ober Regierungsrath Förster an Nacht zum 30. Mai hob ihm ein Wärter ein Augenlid in die die Eisenbahn- Direktion zu Bromberg und drei gleiche Die Achimer Tabakarbeiter erlaffen folgenden Aufruf Höhe, dabei schien der Patient zu erwachen und blieb von nun an die Tabafarbeiter und Zabafarbeiterinnen Deutschlands: Jm Schriftstücke den Eisenbahn- Minister an an völlig bei Bewußtsein. Seine anscheinend tödtlichen Vergerichtet. Er warf dem Herrn Förster Kontraktbruch, wissentlich Anschluß an eine hier stattgefundene Bersammlung, welche sich legungen heilten so schnell, daß er am 16. Juni aus dem falsche Anschuldigung, unwahrheit und Willkür vor und dies mit der Tabat- Fabrikatsteuer beschäftigte, wurde die Frage ers legungen heilten so schnell, daß er am 16. Juni aus Krankenhause entlassen werden konnte. Mädchens find bei der Obduktion zwei Schüsse in der Magen. Der Angeklagte erklärte im gestrigen Termine, daß er auch nicht arbeiterinnen- Kongreß tagen zu lassen, um gegen die geplante An der Leiche des bildete eine neue Anklage wegen verleumderischer Beleidigung. örtert, ob es nicht angebracht sei, während der nächsten Reichstags- Verhandlungen in Berlin einen Tabatarbeiter- und Tabaf gegend konstatirt worden, die den Tod herbeigeführt haben. Die ein Wort von den beanstandeten Behauptungen zurücknehmen Tabal- Fabrikatsteuer zu protestiren. Man ging von der Ueber Anklage lautete auf fahrlässige Tödtung. Der Angeklagte be- tönne. Durch die umfangreiche Beweisaufnahme wurde nur zu Tabak- Fabrifatsteuer zu protestiren. Man ging von der Ueberhauptete was der Vorsitzende Landgerichtsdirektor Benkhoff gunsten des Angeklagten erwiesen, daß in einem Bericht des Beugung aus, daß die Einführung der gedachten Steuer die für sehr unwahrscheinlich und durch die Thatsachen widerlegt Beugen Förster eine unrichtigkeit enthalten war, die sich aber Gristenz der in der Tabakbranche beschäftigten Personen vollends hielt daß er aus Nahrungssorgen den Tod gesucht habe. Am auf eine falsche Information seitens eines anderen Beamten vernichten würde und daß deshalb alle Kraft aufgewandt werden 23. Mai habe er, um sich das Leben zu nehmen, einen Spazier- zurückführen ließ. Das Gericht nahm im Gegensatz zur Anklage- müsse, um das drohende Verhängniß abzuwehren. Jeder Ort, gang nach Tempelhof gemacht. Seine Schwägerin habe ihn be- behörde, deren Vertreter eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten in dem Tabalarbeiter sich befinden, müsse auf dem Kongresse vergleitet, unterwegs habe er dieser seine selbstmörderischen Ab- beantragte, zu gunsten des Angeklagten an, daß in feinem Falle treten sein. Zu dem Kongreß sind die parlamentarischen Verfichten mitgetheilt und nun habe sie ihm erklärt, sie tönne nicht eine verleumderische Beleidigung vorliege. Der Angeklagte wurde treter aller Parteien, aber auch die Vertreter der Regierung einohne ihn leben und wolle mit ihm in den Tod gehen. Alles Abreben habe nichts geholfen und da habe er denn zugegeben, des Strafgesetzbuchs zu drei Monaten Gefängniß ver- fann, daß selbst ein Minister eine Rundreise bei den„ großen Abreden habe nichts geholfen und da habe er denn zugegeben, dagegen wegen einfacher Beleidigung aus den§§ 185 und 186 auladen, umſomehr, als mit ziemlicher Sicherheit festgestellt werden daß sie mit ihm in einem Lokale in Tempelhof Abschiedel e Fabrikanten" unternommen hat, um sich über die Wirkungen der Eltern und Bekannte schrieb. Tabat- Fabrikatsteuer zu informiren. Es muß jenen Herren GeDann feien sie in Nichtung ach zach der Hafenhaide zurückgegangen. In Unter der Auflage der Theilnahme am Münz- legenheit gegeben werden, auch die Meinung der Arbeiter zu der Neuen Welt" sei Feuerwerk gewesen, viele Leute hätten verbrechen stand gestern der mehrfach vorbestrafte Maler hören. Deshalb, Kollegen, besprecht die aufgeworfene Frage. an der urtheilt. Wir wenden uns nun an die Kollegen mit der Bitte, uns in diesem Kampfe nach Kräften zu unterstüßen. " A Burg. Arbeiter! Parteigen offen! Seit vier| Kollegen im Sinne des Referenten aus, besonders betonend, daß scher Maurer beizutreten, fand einstimmige Annahme. Auf den zehn Tagen wurde von seiten zweier Lederfabrikanten das An- die Arbeiter sich immer mehr zusammenschaaren müssen zu einer Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission wurde verfinnen an uns gestellt, entweder 11 Stunden zu arbeiten oder strammen Organisation, um auch Feste in unserem Sinne würdig zichtet und soll derselbe in der nächsten Versammlung erfolgen. überhaupt die Arbeit ruhen zu lassen. Da wir als organisirte zu feiern. Ferner wurde ein Antrag, dem verunglückten Kollegen Die Kollegen Schulz und Kröschte verwiesen noch auf einen Bea Arbeiter dies Anfinnen zurückwiesen, sind wir seit dem 16. d. M. Welsch eine Unterstützung zu gewähren, angenommen. Nachricht im Vorwärts" über Gewerbegerichts- Verhandlungen und alle entlassen oder vielmehr ausgesperrt. Durch diese Maßregel dem noch einige Vereinsangelegenheiten erledigt und bekannt ge- warnten die Anwesenden, derartigen Bauschwindlern in die Hände find 12 Familienväter arbeitslos geworden. geben, daß nächstens eine öffentliche Versammlung stattfindet, zu fallen. wurde die Versammlung geschlossen. Eine öffentliche Versammlung der Buchdruckerei Arbeiter! Parteigenossen! Ihr werdet es empfinden, daß Eine öffentliche Versammlung der Mäntel- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen tagtr am Sonnwir im Interesse unserer Berufsgenossen und im Interesse unserer näherinnen, Bügler, Stepper, Trikottaillen abend, den 9. d. M., im Neuen Berliner Klubhaus, Kommanselbst eine derartige Bumuthung zurückweisen mußten. Hundert im Biftoriafalon", Perlebergerstraße. Frl. Wa bnitz referirte die Gristenz und der Werth der Organisation. Referent: BuchArbeiterinnen und Arbeiter tagte am 11. September dantenstr. 72, mit folgender Tagesordnung: 1. Der Kampf um tausende Arbeitsloser bevölkern die Landstraße. Die Arbeitszeit verlängern hieße das Elend vergrößern, und dazu werden wir schaft." Die Versammlung war namentlich von Frauen gut der gut besuchten Versammlung in recht ausführlicher Weise die über das Thema:„ Das Recht der Frau in der heutigen Gesell drucker Albert Massini. Der Referent führte in seinem Vortrag unter feinen Umständen die Hand bieten. Auf grund dessen appelliren wir nochmals an das Solidaritätsgefühl aller Arbeiter. besucht, und folgten die Anwesenden mit großem Interesse den heutige wirthschaftliche sowie politische Lage des Proletariats Anfragen und Sendungen sind zu richten an A. Walter, fleine Pause ein bebuss Aufnahme neuer Mitglieder, die An- den Jahresbericht der Berliner Streit- Kontrollkommission und erAusführungen der Vortragenden. Nach dem Vortrag trat eine drastisch vor Augen. Unter Punkt 2 verlas Kollege D. Faber Untern Hagen Nr. 59. Die ausgesperrten Leberarbeiter Burgs. wesenden machten auch den ausgiebigsten Gebrauch davon. An örterte Buchdrucker Stößel sodann die Anträge, welche ohne der Diskussion betheiligten sich die Herren Mähr, Vonhof, weitere Diskussion einstimmig angenommen wurden. Unter Aus Oesterreich. Die Sperre über die Silberwaaren- ante, Schulz, Frau Gubela und Frau Reimann, Puntt 3 theilte der Vorsitzende Jahns mit, wann die beiden fabrik von Hermann Südfeld in Wien dauert fort. Es stehen die alle im Sinne des Referats sprachen. nächsten Bereinsversammlungen der männlichen sowie der weibnoch 10 Mann im Ausstande; die andern sind bereits andersivo Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält der Nachweis der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Holzmarktstr. 13, lichen Hilfsarbeiter stattfinden, sowie daß sich vom 1. Oktober ab untergebracht. Desgleichen dauert der Lohnkampf in der uiffe der Töpfer für Berlin und Umgegend hielt am Quergeb. 3 r., bei Jahns und der Arbeitsnachweis der Hilfs Möbelfabrit von Georg Schum, Wien fort. Unterstützung ist 12. Sept. eine Wanderversammlung in Weißensee ab, in der arbeiterinnen Annenstr. 16, bei Ehrenberg, befinden. dringend nothwendig. Der Streit der Spengler bei Karl S. Grünberg in einem Vortrage über das Thema:" Müffen fritisirte die Versammlung das Fernbleiben der Hilfsarbeiter von Sodann Gabriel ist siegreich beendet. Der Stand des Streits der die Arbeiter mehr Thätigkeit auf gewerkschaftlichem oder poli- der Offizin Max Bading. Es wurde mitgetheilt, daß dieselben Wiener Bildhauer zur Grringung des Achtstundentages tischem Gebiet entwickeln?", sprach. Vortrag sowie Diskussion mit Ausnahme eines Kollegen in jeder Vereins- und öffentlichen bessert sich von Woche zu Woche. Die Zahl der Streifenden hat gestalteten sich sehr lehrreich und gipfelten die Ausführungen der Versammlung durch ihre Abwesenheit glänzen. Nachdem noch fich abermals um 30 vermindert, so daß sich gegenwärtig noch meisten Redner darin, daß unter allen Umständen die Gewerk- einige Redner die in dieser Versammlung anwesenden Nicht100 Bildhauer im Streit befinden. Desgleichen hat sich die Zahl fchaftsbewegung in einer Beit des sich sehr fühlbar machenden vereinsmitglieder, männliche wie weibliche, ersuchten, sich ihren der Firmen, welche unsere Forderungen bewilligt haben, um wirthschaftlichen Niederganges in den Vordergrund gestellt werden Vereinigungen anzuschließen, wurde die Versammlung mit einem 17 erhöht, so daß jetzt schon in 157 Ateliers 8 Stunden ge- müsse. Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. arbeitet wird. Unterstügung ist, da noch eine ganze Anzahl Streifender zu unterstützen ist, zur Zeit mehr denn je nöthig. Der Streit der Berg- und Hüttenarbeiter in Kahr dauert jeyt 13 Wochen. Die Erbitterung der Ausständigen steigert sich von Tag zu Tag. Falls im Laufe dieser Woche keine Entscheidung fällt, wollen sich ihnen die Kollegen der umliegenden Bezirte anschließen. Es wird gekämpft um die Erringung eines Lohnes von 1 fl. 20 fr. Versammlungen. Am 13. September fand eine Wanderversammlung in Charlottenburg statt, woselbst der Genosse SassenAm 11. September hielt die erst neu begründete Filiale ba ch einen Vortrag über Fortschritt und Armuth" hielt. des Verbandes deutscher Barbier. Friseur- und Anlaßlich der Debatte über die Fensterfrage gelangte folgende referirte der Kollege Junte in Längerem über Zweck und Ziele Perrückenmacher- Gehilfen ihre Versammlung ab. Es Berrüdenmacher Gehilfen ihre Versammlung ab. G3 Resolution des Kollegen Franz Probst zur Annahme: Die heute in Charlottenburg tagende Versammlung be- des Verbandes und forderte die anwesenden Kollegen auf, ſich schließt, die Fenster- und Koakskorbfrage in diesem Jahre wie der Organisation anzuschließen. In demselben Sinne äußerte im vorigen zu regeln, so daß vom 16. Oktober ab da in Streit sich der Kollege Kohlhas, und forderte die Kollegen auf, sich getreten wird, wo die Fenster nicht verglast sind. Des weiteren recht rege an der Agitation zu betheiligen, damit auch wir einwünscht die Versammlung, daß der Streit wieder vom Verein mal Schritte unternehmen können, um unsere Lage zu verbessern, die bis jetzt in den meisten Fällen eine menschenunwürdige ist. geregelt werde." allein an Der Fachverein der Tapezirer für Berlin und Umglieder zur Werkstattbelegirten- Kommission 19. Vereinsarztes Herrn Mar Gantz über Magen und Verdauungsleiden, thre Schule, Mariendorferstraße 5( bei Grube): Deutsch( mittel.). Südost Zur ferneren Annahme gelangte der Antrag Probst, an Die Genossen des sozialdemokratischen Vereins des jedem Dienstag nach dem 15. hierselbst eine Versammlung abgegend hielt am 11. September seine regelmäßige Mitgliederersten Berliner Reichstags- Wahlkreises hatten am 13. Sep- zuhalten mit dem Vorbehalt, daß dieselbe verschoben wird, wenn verfammlung ab, in der Kollege Scher din aus Potsdam über tember eine gutbesuchte Versammlung bei Röllig, in welcher an demselben Tage in Berlin eine tagt. Hingewiesen wurde das Thema:„ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" sprach. An Genosse Timm den aufmerksam zuhörenden einen interessanten, noch auf das am 23. d. M. stattfindende Stiftungsfest bei Lips. der hierauffolgenden Diskussion betheiligten sich Feder, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt, über: Was Die allgemeine deutsche Zuschuß- Kranken- und Sterbe- Ressen, Menzel und Korfad. Sodann wurde in eine lehrt uns der Züricher Kongreß?" Unter Hinweis auf die jüngst taffe( Mains), Filiale 41, Berlin, bielt am Sonntag, den Besprechung über die Fachschule eingetreten. Vom Vorstand war ftattgehabte Boltsversammlung, in welcher von den Delegirten 17. Geptember, Bormittags 10/2 Uhr, in den Parlaments der Vorschlag gemacht, eine Rommission zu wählen, die die Sache Der Bericht erstattet wurde, die jedoch einem vorzeitigen Schluß hallen", Landsbergerstr. 38, eine Generalversammlung ab. Der regelt. Der Verein kann feine Unkosten tragen und müssen desunterlag, stellte Referent fest, daß sich in derselben von seiten der Vorsitzende Pawlowsti berichtete zunächst über die letzten Verhalb die Schüler unter sich die Unkosten aufbringen. artig Genossen Meinungsverschiedenheiten über die verschiedenen Punkte handlungen mit dem Zentralvorstande in Mainz. Bon allen macht den Vorschlag, nur organisirten Kollegen( auch die Zentral nicht herausgestellt haben. Nach Berlesung der Eröffnungsrede Seiten wurde der Standpunkt des Lehteren Berlin gegenüber als Organisation ist gemeint) die Fachschule zugänglich zu machen. des Genossen Karl Bürkli gab Redner kurze Auszüge aus ziemlich diktatorisch bezeichnet, wozu ihn kein Paragraph des Dem stimmte die Versammlung zu. Zum Schluß wurde noch den Berichten der verschiedenen Länder, und erläuterte Statuts berechtige. Die Versammlung beauftragte denn auch den auf das Stiftungsfest aufmerksam gemacht, das am 7. Oktober eingehend den Stand der Partei in Auslande, eingehend den Stand der Partei im Auslande. Redner Berliner Vertreter, die Rechte Berlins energisch zu wahren und in Heidrich's Festfälen stattfindet. schließt, der Züricher Kongreß lehre uns, daß die Ar- für eine fräftige Agitation zu sorgen. Nach der nun folgenden beiterklasse aller Länder stetig fortschreite und unter der Fahne Verlesung des allgemeinen Rechenschaftsberichts machte der lung statt. Obgleich die Lassallefeier und das Tanzarrangement Zeuthen. Am 3. September fand hier eine Voltsversammder Sozialdemokratie für ihre Befreiung fämpfe. Genosse er Kassirer Schulz, Memelerstr. 60a, noch einige Mittheilungen verboten war und auch von den Gegnern alles versucht wurde, nau bedauert hierauf den resultatlosen Abschluß der Volts- über den Stand versammlung und deren Nichtbeschlußfassung und schlägt im sprechend, daß die beschlossene Extrasteuer bisher erst von dem vertreten und das Lokal des Herrn Künzel so dicht besetzt, daß id der hiesigen Kaffe, dabei ſein Bedauern aus- um die Versammlung zu verhindern, so waren doch 11 Dete Namen des Bureaus die Annahme folgender Resolution vor: kleineren Theil der Mitglieder entrichtet sei, noch bedauerlicher eine ganze Anzahl Zuhörer mit einem Plaz am Fenster fürlieb Die Verismmlung erklärt sich mit den Beschlüffen des Züricher aber sei es, daß die Mitglieder mit ihren Beiträgen so lange nehmen mußte. Reichstags- Abgeordneter Friß 3ubeil sprach Stongresses in allen Punkten einverstanden und verpflichtet sich, reftirten. Um hierin Wandel zu schaffen, werden die Mitglieder über die Thätigkeit des Reichstages". Der Vortrag wurde mit mit aller Straft für die Verwirklichung derselben einzutreten." auf die§§ 5 und 7 des Statuts aufmerksam gemacht. Die lebhaftem Beifaŭ aufgenommen. An der Diskussion betheiligten Redner betont hierzu auch das Einverständniß mit dem Aus- Kassirer find gehalten, strikte danach zu verfahren. Bei dieser fich einige Gesinnungsgenossen. Genoffe Schulz regte die schluß der Anarchisten. Metzner erklärt sich mit den Ausführungen Gelegenheit wurde auch auf die Bestimmungen der Zwangs Bildung eines Vereins an, dem allseitig zugestimmt wurde, und Timm's einverstanden, denselben noch Einiges ergänzend hinzufügend. frankentassen hingewiesen, wonach die Mitglieder schon aus wurde sofort eine Kommission von 5 Mitgliedern gewählt. Der Redner schildert ferner im Gegensatz zu unseren so gelobten" geschlossen werden können, wenn sie nur einen Rest haben. Dem- Vorsitzende Thyme theilt mit, daß der Seglerverein ein TanzKommunal- Schulhäusern die Einrichtung und Lage eines schweizer gegenüber ist es als eine Vergünstigung zu bezeichnen, wenn die fränzchen veranstaltet hat, zu dem sämmtliche Theilnehmer der Schulhauses. Hier fehlte selbst die Bade- Einrichtung nicht. Freie Buschußkaffe eine größere Frist gewährt. Der nächste Punkt der Bersammlung eingeladen werden. Eine Resolution, in der sich Lehrmittel und warme Speisung der Kinder feien hier längst Tagesordnung„ Borstandswahl" mußte bis zur eingeführt. Sodann gelangte die obige Resolution einstimmig General- Versammlung, welche über drei Wochen stattfinden gelangte einstimmig zur Annahme. nächsten die Anwesenden verpflichten, für die Sozialdemokratie zu wirken, zur Annahme. Die Statuten sollen in einer Auflage von foll, zurückgestellt werden, da hierzu sämmtliche Berliner 1000 Exemplaren gedruckt werden. Schließlich wurde auf die Filialen eingeladen werden müssen, und zwar auf grund des Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, ben 19. September, Abends nächste Vereinsversammlung aufmerksam gemacht, zu derselben folgenden, von der Versammlung angenommenen Antrages:" Für 8% uhr, bet Ehrenberg, Annenſtr. 16, Berfainmlung. Tagesordnung: Bortrag steht Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. die Filiale Berlin wird nur ein Vorstand gewählt, bestehend aus des Herrn Waldeck Manasse. Modelleur- Angelegenheiten. Wahl der MitIn einer Versammlung des Vereins der Barbiere, einem Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, einem Raffirer nebst Friseure und Perrückenmacher, 3 weigverein Berlin, Vertreter, einem Schriftführer nebst Vertreter und drei Beisitzern. Abends 8% uhr, bet Drafel, Neue Friedrichſtr. 36, öffentlicher Bortrag des Sie am 7. Geptember tagte, ſprach Stollege& üpte über den Sie Babiſtellen, wie ſie jest exiſtiven, bleiben bis zur definitiven urfachen und naturgemäße Seilung", wosu Damen und Herren freten ZuGehilfenausschuß- Verein der altdeutschen Innung der Barbiere, Konstituirung bestehen. Friseure und Perrückenmacher. Der Redner bemerkt, daß sich Rendanten zu richten." Hierzu wurde noch der Wunsch aus: Mitglieder- Versammlung bet Fris Bubett, Naunynftr. 86. Vortrag des Ges Verein Rhetharik. Mittwoch, den 20. September, Abends 8 Uhr, unter den Verhältnissen, wie sie sich in letzter Beit abgespielt gesprochen, um den Mitgliedern das Entrichten der Beiträge zu noffen Roland über Kunst und Biteratur. Nächster Bortrag: Mittwoch, den haben, ein gemeinsames Zusammenarbeiten nicht möglich ist, erleichtern, die Vorstandsmitglieder zur Annahme von Beiträgen 18. Oftober über Sentit Joſen. weshalb sich der Gehilsenausschuß- Verein auflösen will und zum zu berechtigen. Wie schon gesagt, bedürfen diese Anträge der Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8X- 10% Uhr. Süda Verband übertreten wird. Sodann theilt der Vorsitzende mit, daß die Genehmigung der nächsten Generalversammlung, zu welcher Schule, Reichenbergerstraße 133: Gefeßestunde und Deutsch( unt). OftFreie Vereinigung die Absicht hat, eine Damenfrisirschule zu erfolgende Tagesordnung angenommen wurde: 1. Mittheilungen Schule, Markusstraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: richten, und wählte die Versammlung zur Inangriffnahme dieser vom Zentralvorstande und diesbezügliche Beschlußfassung der Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit AusEinrichtung Tepel, Simson und Reil. weiteren Schritte. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Arrangirungnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. eines Vergnügens zum Besten der Kasse. 4. Verschiedenes. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag." Empor", Abends 8 Uhr, Schließlich sei an dieser Stelle noch auf die Leistungen der Zubei C. Behrend, Blumenthalftr. 5. schußtasse aufmerksam gemacht. Es bestehen 4 Klassen und sind Vereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 70. Dienstag, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen i für die 1. Klasse 40 Pf., 2. Klasse 35 f., 3. Klasse 30 Pf. und Abds. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.-Freundschaft 1, 4. Klasse 20 Pf. pro Woche zu zahlen, wofür in der 1. Klasse bet Dewald Berliner, Brunnenſtr. 114. Olympia, Adalbertstr. 8 bei 2 M., in der 2. Klasse 1,75 M., in der 3. Klasse Wrangelfir. 141, bei Schmidt.-Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. Eine Bezirksversammlung des Verbandes aller in 1,50 M. und in der 4. Klasse 1 M. pro Tag gewährt Bruberbera, Andreasfir. 26 bei Wille Ihn'scher Humor, Straußder Metallindustrie beschäftigten Arbeiter fand am Auch können die Mitglieder ihre Frauen gegen einen bergerstraße 3 bei Birk. Unverzaglt 2, Moabit, Kronen- Braueret. 11. September statt. Die Versammlung ehrte zunächst das An- monatlichen Beitrag von 20 Pf. versichern, wofür dieselben ein offnung 2, Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet Gräß. Walbtapelle, Retchenbergerstr. 19 bei Roscher. Arbetter- matdenken des verstorbenen Kollegen Koch durch Erheben von den Sterbegeld von 60 M. erhalten. Es werden jedoch nur männliche bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Sängerfette, Rottbusfer Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bei Winter. Plätzen. Genosse Hansen hielt alsdann unter Beifall der An- Personen im Alter von 14-45 Jahren aufgenommen. Um die Damm 74 bet. Silte. Alte Linde, Reichenbergerstraße 39 bet Fürstenau. Vorwärts 4 wesenden einen Vortrag. Hierauf wurde über den Streit bei der Arbeiter vor Schaden zu bewahren, sei noch daran erinnert, daß Rathenow, Restaurant Bur Erholung bei w. Friesecke. Ginigkeit 2 Firma Willing u. Violett berichtet. Die eingestellten Arbeiter es unstatthaft ist, zwei Drts- Krankenkassen anzugehören und sie weinstraße 11 bei Feind.- Gefangverein der Böttcher Steine Vorwärts 8, Marwig, arbeiten jetzt im Afford, es scheint aber auch hiermit nicht zu nach dem jezigen Kranken- Versicherungsgefeß nur aus einer et ce, Jüdenftr. 55 bei Trieschmann. Hilaria, Frankfurterstr. 30 bet Haberecht. gehen, und man versucht jest weibliche Arbeitskräfte heranzu- Ortskaffe Krankengeld erhalten. Es liegt daher im Interesse bet wilhelm Nötte. Wiederhall, Köpenickerstr. 191 bei Boge. Johanni, Oft: ziehen. Einige Arbeiter sind hineingegangen in die Fabrit, eines jeden Einzelnen, außer der Ortskaffe einer solchen Kaffe bahnhof bet Schulz. Borwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmftr. 10 Gefangverein Rothe Nette 2, bei Rabe, Ruppiner- und werden aber schwerlich mit der Arbeit zurecht kommen. Ein anzugehören, die auch das jedem zustehende Krankengeld voll bet Momber. Schneeglöckchen 1, Rigdorf, Karlsgartengestellt ist ein Dreher Lange aus Chemnik. Es wurde getadelt, daß und ganz ausbezahlt, unbeschadet ihrer Zugehörigkeit zu anderen Schönholzerstraßen- Ede. straße bei Hilpert. Gesangverein Eintracht, Nieder Schönweide, die Sammlungen zum Fonds nicht mehr mit der nöthigen Energie Kaffen. Restaurant Hinz.. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. betrieben werden, es müsse ein regeres Interesse entfaltet werden, Mit der Bitte, zur nächsten Generalversammlung, welche am Gefangverein Frohsinn in Stralau, Gräft. Retschach'sche Braueret. Deutsche Stebertafel, Grüner Weg 29 bet Säger.- Sängergruß, um so sicherer ist der Sieg der Schraubendreher. Auch möge 8. Oktober cr. in den" Parlamentshallen" stattfindet, recht zahl- Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Epheu, Acterftr. 128 bei Stümte. man mehr in den Reihen der eigenen Branchen agitiren, bie reich zu erscheinen, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Gesangverein Freiheit 1", Bülowstr. 65 bei Richter. Gefangverein Kollegen zur Organisation heranziehen, damit bei späteren In einer öffentlichen Versammlung der Puzzer undo a" 9 Uhr abends Uebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauserftraße 42. Gefangverein Berechtigteit Weften, Fällen sich feine Streitbrecher mehr finden. Hierbei wurde auf Maurer, die am 17. September in der Brauerei Königstadt bei Werner. Bülowstr. 66 Gefang und Theaterverein Acacie"( gemisch. Chor). Die Schraubendreher hingewiesen, welche mit am besten organisirt tagte, sprach Genosse Massini über„ Die englische Gewerkschafts- hof, Restaurant Kuhle. Beughofstr. 8 bei Behlendorf. Arbeiter- Gesangverein Fretheit 2, Ablersund sehr selten Streitbrecher aufzuweisen haben. Folgende Re- bewegung". In seinem über eine Stunde währenden Vortrag traße 11 bei seinecke. Freies Lieb 1, Friedrichsberg, Friedrich- KarlWacht auf Wörther- und Rytestraßen- Ecte bet solution fand einstimmige Annahme:" Die Versammlung erklärt veranschaulichte Referent die Kämpfe und Siege der englischen Schmidt. Lustige Sänger in Potsdam, Brandenburger Kommunis sich mit dem Verhalten der streikenden Schraubendreher voll- Gewerkschaften seit ihrem Bestehen. Seine Ausführungen, die Bernau, im Schüßenhaus. Frete Gloden, Mariannenstraße 81-82 tation 16. Blumenlese, Sebastianstr. 3, bet Meier. Freiheit 3 ständig einverstanden, fordert dieselben zu energischem Aushalten sich auf die ganze foziale Gefeßgebung Großbritanniens erstreckten, bet Doberstein. Senefelder, Landsbergerstr. 81 bet Seehaufen.- Echo 3, auf und verpflichtet sämmtliche Metallarbeiter zur Unterstüßung gipfelten darin, daß, wenn dieselbe verglichen werde mit der Behlendorf, Karlstraße bet Regler. Nordstern", Müllerstr. 7 bei dieses Streits." Des weiteren wurde mitgetheilt, daß in der deutschen, dieser Vergleich sehr zu ungunsten der letzteren ausfallen Werkstatt von R. Schulz, Sebaftianstr. 61, die Former wegen müsse. In der sich anschließenden Diskussion sprach zunächst Kollege im Kaifergarten. Männergesangverein ich entranz", Prenzlau, Männergefangverein Rottbuser harmonie", ausgebrochener Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Um Fern- Petric, welcher energisch zum Beitritt zu dem Zentralverband der Schönleinstraße 6 bei Otto Klein. Weddinger Garmonte, Müllerhaltung des Zuzuges wurde ersucht. In diesem Falle ist wieder deutschen Maurer auffordert. Stollege Kröschte spricht sein männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee bet Ferd. Krause. straße 7.- Gesangverein der Klempner. Stromstr. 28 bet Lange. mal versäumt worden, den Vorstand vor Niederlegung der Arbeit Bedauern aus über das geringe Solidaritäsgefühl der deutschen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. zu benachrichtigen, damit dieser mit dem Firmeninhaber unter Arbeiter, welche nicht erkennen wollen, daß sie alle zusammen e Zuſchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an. Senter, handeln konnte. Die Versammlung nahm von der Arbeits- gehören, taum ein Behntel der deutschen Maurer sei organisirt. Ratte, Andreasstr. 18. Bergmannstraße 21, Hof 3 Tr. Dienstag. Statklub Kreuz- Solo bei einstellung Kenntniß, fonnte aber einen weiteren Beschluß nicht Redner spricht sich im allgemeinen gegen die Lofalvereine Möhring, Admiralstr. 18c. Louisenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei Tambourverein Deutsche Eiche bei Mieberfaffen. aus. Kollege Symanovski führt aus: Der Arbeiterschaft schub, Fürbringerstraße 7. Bergnügungsverein mor II bet Bergemann, Prinzen- Allee 10. Musttverein offnung, bet Dreßler, Eisenbahnstr. 6. In der Versammlung der Freien Vereinigung Deutschlands falle die Aufgabe zu, die anderen Länder einzuholen, Geselliger Musikdilettanten Berein Münstermann, bet Wilte, Hochder Getreideträger und Speicherarbeiter am indem sie politisch weiter agitire und gewerkschaftlich nachhole, straße 82a. nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein 10. September hielt Genosse Hoffmann einen Vortrag über was sie versäumt. Eine Resolution, in welcher sich die Ver- Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. patriotische und nationale Feste, der mit großem Beifall auf- fammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden tauchtlub Slvira, Abends 9 Uhr Friedrichsfelderftr. 24 bei Behniann. Theater Gesellschaft Liberte, Rottbuser Damm 108 bet Meter.- Theatergenommen wurde. In der Diskussion sprachen sich mehrere erklärte und allen Berufsgenossen empfahl, dem Verbande deut serein rete kunst, Blumenftr. de bet Bent, 8% up. Am Sonntag, den 10. d. M., hielt die Arbeiter Bildungsschule( Ost) eine gut besuchte Versammlung bei Joël, Andreasstr. 21, ab. Herr Dr. E. Keil sprach über das Thema:" Die Freude am Leben." Der Vortrag wurde recht beifällig aufgenommen. werden. B Sauermann. Schildhorn, Usedomstr. 88 bei Mielte. Allegro, 1 " bet Hermann Sonntag. Reichard. Männergesangverein„ Wa ch Auf", Pantow, Wollantstr. 115 Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. -" Literarisches. Lens, 18. September. Der Deputirte Basly, Präsident des Gefang-, Turn- und gesellige Vereine Dienktag. Gefangverein einzelnen Fall die umfassendsten Vorkehrungen, um einem natreon, Abends 9-11 Uhr, bei Reßner, Annenstraße 16.-Musttverein weiteren Umfichgreifen der Krankheit vorzubeugen. Syndikats der Grubenarbeiter des Departements Pas de Calais, Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bet Sendte. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Rom, 16. September. In den letzten 24 Stunden sind in hat an die belgischen Delegirten ein Telegramm gesandt, in welchem 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Livorno 9 Erkrankungen an Cholera und kein Todesfall, in er mittheilt, der Ausstand sei ein allgemeiner, 47 000 Arbeiter Berliner Turngen offenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Palermo 9 Erkrankungen und 6 Todesfälle vorgekommen. feierten. Gleichzeitig fordert er die belgischen Bergarbeiter auf, Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Zägers, Gartenstr. 13-14. Budapest, 16. September. Bei dem gestern erkrankten Ar- die Arbeit ebenfalls niederzulegen. Lens, 18. September. Die Truppen der zweiten Division Paris, 17. SepPrivat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnider: beiter wurde Cholera asiatica festgestellt. Straße 158 bet Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bet tember. In Fauquembergue wurden mehrere Cholerafälle fest sind heute Nachmittag in das Kohlenrevier abgegangen. Nicolay, Elisabethkirchstr. 14. Theaterverein Bultania bei Täger, Drei Regimenter Infanterie der Garnisonen von Lille, 18. September. Mehrere Bergwerksbeamte wurden Gartenstraße 13-14.- Theaterverein Bultania 2 Abends 9 Uhr Acer gestellt. straße 144 Vorstädtisches Kasino. Theaterverein Freundestrets", Arras, Bethune und Saint- Omer erhielten Befehl, sich zum Ab- von streifenden Bergwerksleuten mißhandelt. Wie die AbendSigung 9 Uhr, Restaurant Razorfe, Solmsstr. 1. Bergnügungsverein micitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. marsch nach dem Kohlenbecken bereit zu halten, wo Unruhen vor- blätter mittheilen, soll eine Anzahl von Spiritusbrennern und Zuckerfabriken beabsichtigen, infolge des Streits der KohlenBergnügungsverein Nordwacht, Abends 9 Uhr, im Lotale Fennbräu- gekommen sind. Restaurant, Fennstraße Nr. 21. Geselliger Verein Brüderschaft, im Entwischt. Nach der Verübung angeblich bedeutender Unter- arbeiter den Beginn der Kampagne aufzufchieben. Rest. Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9. Bergnügungsverein Saturnalia. schlagungen ist jüngst der beim Mülheimer Poſtamte angestellte Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Sigung. Bergnügungsverein Fidelio, Abends 9 Uhr Sigung mit Damen Oranten: Postsekretär Kelling flüchtig geworden. Er hatte sich eben zur bei Seifert, Straße 21. Geselliger Verein Mehr Licht" Abends 9 Uhr, Reise in Zivil gekleidet, als zwei Polizisten in seine Wohnung einZouristenklub Große Frankfurterstr. 133 bet Golds. Wander traten, um Haussuchung zu halten; der geriebene Fuchs aber ließ Luft", Abends 9 Uhr, Franseckisir. und Schönhauser- Allee- Ecke. Gefelliger Arbeiterverein offnung. Vereinslokal( Süddeutscher Brauerei- der Polizei höflich den Vortritt, schloß sie in seinem Zimmer Ausschant) Reichenbergerstr. 21. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. ein und machte sich davon. Alsbald wurde die Verfolgung aufGeselliger Verein Regina Sigung mit Damen Oranienftr. 153 bei Schön: genommen, an der auch Postbeamte, einer sogar per Veloziped, walder., Bergnügungsverein una. Sigung bei Haberecht, Große Frant furterstr. 30, Fidelitas.- Männerchor Waldesrausche d im Restaurant sich betheiligten. An einem Waldesrande sah man ihn zuletzt, Hohenzollern", Seydelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends aber obwohl der ganze Busch abgesucht wurde, blieb Kelling ver9 Uhr im Restaurant Prog, Annenstr. 9. schwunden. Bis jetzt hat man noch keine Spur von ihm. Musit- Dilettantenverein, Preziosa", Abends 8% Uhr, Uebungsstunde Bitherklub in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Freiheitstlänge" bet G. Frante, Aposteltirche 7 b. Bitherverein " Einigteit". Abends 9 Uhr bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. Rauchtlub Dämmerwolte, Böchstr. 51. Rauchflub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bei Stabernact, Pücklerstr. 49.- Rauchtlub 8 eitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant zum Beitgeift, Bernauerstr. 72. Rauchklub Unverzagt bei G. Ruppin, Blumenstraße 49. Rauchklub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchklub Gemüthlich fett 2, Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchtlub Blaue Luft, Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Abguß, 8% Uhr, bei Schulze, Weberstr. 10. Rauch klub Abguß 1. Abends 8 Uhr bei Nawrod Markusstraße 23. Rauchklub Grüne Quaste", Abends 9 Uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. Rauchtlub Eldo rado Abends 8% Uhr bei Gayer, Pallisadenstraße Nr. 66-67. Rauch: flub Tabats blüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 19.- Rauchtlub Columbus, Abends 8% Uhr, bei A. Utte, Oppelnerstr. 23. " -UTO Vermischtes. Die Budapester großen Eiswerke sind abgebrannt, der Schaden beläuft sich auf 200 000 Gulden. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Riga, 18. September. Heute Morgen fand im Keller der hiesigen Naphta- Niederlage von Gebrüder Nobel eine starke Explosion statt, durch welche an dem Gebäude und dessen Die Fenster Juventar erheblicher Schaden verursacht wurde. der benachbarten Häuser wurden zertrümmert. Als die zum Löschen herbeigeeilte Feuerwehr in das Haus drang, wurde durch unvorsichtiges Umgehen mit Fackeln eine zweite Explosion verursacht, durch welche 15 Personen schwer verletzt worden sind. Mons, 18. September. Im gesammten Kohlenbecken von Mons wird gearbeitet, und es liegen teine Anzeichen eines AusDie Cholera. Hamburg, 18. September. Wie amtlich standes vor. Das Syndikat der Bergleute glaubt jedoch in festgestellt wird, sind hier vom 15. d. Mts. bis heute früh nächster Woche den Ausstand ins Wert sehen zu können. 9 Erkrankungsfälle gemeldet, bei denen die bakteriologische Lens, 18. September. In allen Kohlen- Bergwerken des Untersuchung Cholera ergab. 5 Fälle nahmen einen tödtlichen Departements Pas de Calais wird vollständig gefeiert. Die Verlauf. Bis heute Nachmittag 4 Uhr wurden 3 weitere ver- Ausständigen bilden Patrouillen, um Ausschreitungen zu verdächtige Fälle gemeldet. Von den Todesfällen famen 4 auf die hindern. Bisher ist kein ernster Zwischenfall gemeldet. Schaaren Vorstadt St. Georg, einer auf die Vorstadt St. Pauli, die übrigen von Streifenden durchziehen Lens mit den Rufen:" Es lebe der Erkrankungen sind in verschiedenen Theilen des Hamburger Streif!" Auch in dem Departement du Nord ist in einigen Gebietes vorgekommen. Die Behörden trafen für jeden Gruben die Arbeit eingestellt. Die Beleidigung, Achtung! Bauhandwerker. Achtung! Brau Glifabethang Am Donnerstag, den 21. September, Abends 8% Uhr, in Brochnow's Salon( fr. Orschel), Sebastianstraße 39: Oeffentliche Bauhandwerker- Versammlung ( Maurer, Zimmerer, Töpfer, Maler und Stuckateure). Tagesordnung: ausgesprochen habe, nehme ich hiermit zurück und erkläre sie für ehrenhaft. Fran Strömann. 2017b Als anerkannt reelle und thatfächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für 1. Vortrag über:„ Das Submissionswesen".( Referent wird in der Gold-, Silber-, Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Bauhandwerkers, wegen der wichtigen Tagesordnung in dieser Versammlung zu erscheinen. 219/6 J. A.: Der Vertrauensmann der Maurer Berlins und Umgegend. Joël's Festsäle, Andreasstraße 21. Donnerstag, den 21. September: 1. 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