Nr. 221. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u, Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder Deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1. 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblalt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. 1890 mud 1893. Mittwoch, den 20. September 1893. Noch immer hören wir hier und da in parteigenössischen Kreisen die Aeußerung:„ Nach den Erfolgen der 1890er Wahl hätte ich von der diesjährigen mehr erwartet. Gut wie das jetzige Ergebniß war, das damalige war doch verhältnißmäßig besser." Das ist nicht richtig. Die so reden, berücksichtigen nicht den Unterschied der Verhältnisse und urtheilen nach und schnapsbrennenden Kumpanen dem Schein, statt nach den Thatsachen und dem Wesen. des Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. freudigen Herzens die Millionen des Volkes opferte und Anders 1893. Die Verhältnisse hatten sich wieder befestigt. seine spärlichen Rechte nachwarf. Allein- es war kein Der neue Kurs hat vom Baum der Erkenntniß gegessen und Segen mehr drin. Die Kniffe und Kunstgriffe der Bis- eingeschwenkt in den alten Kurs". Von der Seite brauchte marc'schen Zirkuspolitik verfingen nicht mehr, sie imponirten die Bourgeoisie nichts mehr zu fürchten; der Staatsnur noch den Dümmsten. Das Fiasko der inneren Politik: sozialismus, der im Februar 1890 in Don Carlos'scher des Kulturkampfes, des Sozialistengefeges, lag zu sichtbar Schwärmerei die Gleichberechtigung der Arbeiter und deren am Tage, der Schwindel der Wirthschaftspolitik, die jeden Schutz gegen die Ausbeutung durch das Unternehmerthum auf Kosten des anderen bereichern sollte und in Wirk- gefordert hatte, war besorgt und aufgehoben, der Staat von lichkeit außer den paar tausend schlotjunkerlichen einen utopistischen Arbeiterbeglückungsplänen kurirt und, des Fürsten Bis- aus Angst vor dem Sozialismus, der nicht mit sich spielen mard jeden, aber auch jeden, ausplünderte und läßt, wieder in die Livree des cchten und rechten KlassenWahr ist, daß die Zahl der sozialdemokratischen aussog, offenbarte ihre verderblichen Wirkungen ihre verderblichen Wirkungen zu staats geschlüpft. Die Bourgeoisie war von ihrem ZitterStimmen des Februar 1890 im Vergleich mit den Wahlen sicht- und zu fühlbar, als daß nicht den Massen fieber geheilt, fie entdeckte ihr Herz und die Bedes Jahres 1887 eine größere Vermehrung aufweist als allmälig ein Licht hätte aufgehen müssen; und die aus- dürfnisse ihres Geldsacks und, so weit sie Klassene die der Stimmen des Juni 1893 im Vergleich mit den wärtige Politik, in der Bismarck seine blendendsten Erfolge bewußtsein hatte, kam sie zu der Einsicht, daß ihre 1890er Wahlen, obgleich die Frist zwischen der letzten geerntet hatte, bot teine Lorbeeren mehr die genialen" Abneigung gegen die Militärvorlage ein lächerlicher. und vorlegten Wahl eine um fast vier Monate Roßtäuscher- Tricks verfingen nicht mehr- es wollte nichts Rest einer findischen demokräzelnden Jugendeselei, längere war. Während der Stimmenzuwachs im Februar mehr gelingen. daß der 1848er Spruch:" Gegen Demokraten helfen nur 1890 für genau drei Jahre ungefähr 100 pCt. betrug, wies Und der alte Kaiser Wilhelm, der sich von seinem alten Soldaten" heute noch richtig in der modernisirten Form: der 15. Juni 1893 für drei Jahre und vier Monate einen Diener( getreuer Vasalle" nannte sich mit studirter Be- Gegen Sozial demokraten helfen nur Soldaten," und Zuwachs von nur ungefähr 30 pCt. auf. Es mag viel scheidenheit der allmächtige Hausmeier) um feinen Preis daß die Militärvorlage im Grunde nur ein besserer Ersay leicht etwas weniger, vielleicht etwas mehr sein trennen fonnte, war inzwischen gestorben, die Hundert Tage sei für das leider abgeschaffte Sozialistengesetz. Und mit die genauen Zahlen haben wir noch nicht, dank des Kaisers Friedrich verflogen zwar rasch ein furzes der Begeisterung des Stiers, der auf das rothe Tuch losgeht, der schneckenartigen Geschwindigkeit unserer Reichs- Zwischenspiel von erschütternder Tragit, doch lang genug, stürzte sie in die Rennbahn, unterstützt durch den gigantischen statistik, die heute nach fast einem Vierteljahr die um die durch und durch niedrige Natur des ein Viertel- Verwaltungs- Wahlapparat, der wieder funktionirte und zu am 15. Juni für die verschiedenen Parteien ab- jahrhundert angebeteten Nationalgößen zu enthüllen, ab- jahrhundert angebeteten Nationalgößen zu enthüllen, und vollster Dampffraft geheizt ward. gegebenen Stimmen noch nicht zusammen zu zählen ver- der Entel des Reichsgründers" kam ans Ruder. Er war Während 1890 die Regierungsmaschinerie still stand mochte( gewiß fein gutes Zeugniß für den mythischen Schul- auferzogen worden in der Bewunderung des Blut- und und die Bourgeoisie in ihrer Verblüfftheit nicht zu strammem, meister von Königgräß!); aber in jedem Fall war es prozentual Eisenmannes. Aber die Fauft der Ereignisse zerriß den einheitlichem Handeln tam, arbeitete 1893 die Regierungsein weit fleinerer Zuwachs als der der 1890 er Wahl. gleißenden Lügenschleier, der das Gözenbild verhüllte. Der maschinerie, wenn auch geräuschtos, doch kräftiger als je Allein man hat kein Recht, aus diesem Zahlen- oder Prozent- junge Kaiser wollte sein eigener Herr sein. Er wollte zuvor, und bei keiner Wahl haben die bürgerlichen Parteien rerhältniß auf ein minder rasches Wachsthum und Boran teine Dynastie Bismarck über der Dynastie Hohenzollern. so systematisch und so einheitlich gehandelt, wie diesmal. schreiten der Sozialdemokratie zu folgern. Abgesehen Auch nicht neben ihr. Die Katastrophe war unvermeidlich. Kurz der Druck war ein unendlich größerer als 1890, davon, daß in den Anfängen einer Bewegung der Zu- So tam die Wahl des Februar 1890. Bismarck war und unendlich größer war die Summe der gegen uns thätigen wachs, in Prozenten ausgedrückt, naturgemäß ein rascherer noch nicht gestürzt, aber er wankte und hatte keinen festen Kräfte, war die gegen uns fämpfende Macht. Vor der ist, als in den späteren Stadien( eine Vermehrung von 10 Grund unter den Füßen. Die Wahlen waren die letzte Wahlschlacht hatten wir uns vielfach Illusionen hingegeben. anf 100 find 1000 Prozente, eine von 1000 auf 2000: 100, Chance. Sie hatten ihn 1887 gerettet er griff fiebernd Das Schweigen, die scheinbare Mäßigung und Anständigkeit und von 100 000 auf 150 000 nur 50 pбt.), und ferner ab- und gierig nach der rettenden Planke. Doch eine stärkere der Gegner hatte viele Genossen von uns irre geführt. Wir, gesehen davon, daß die Hindernisse mit dem Wachsen einer Hand zog sie ihm weg. Konnte der Hausmeier die Wahl die wir mitten im Gewühle des Wahlkampfs waren, beBewegung zunehmen und stärker werden, lagen die Ver- lenken, wie drei Jahre zuvor, so saß er wieder fest in dem merkten bald den Irrthum: wir hatten es mit der ganzen hältnisse, unter denen die Wahl von 1890 sich vollzog, für Sattel, und die Dynastie Bismarck hatte die Majorität Macht der Bourgeoisie und des Klassenstaats zu thun. Und uns so ungemein günstig, wie es 1893 auch nicht an des deutschen Volkes" gegen die Dynastie Hohenzollern. Das wir fämpften a llein das Fortschrittsheer, das unserer nähernd der Fall war. mußte verhindert werden, und es wurde verhindert. Die Flauke eine gewisse Deckung hätte sein können, zerstob beini Bismarck'sche Wahlmaschinerie ward in die Ecke geftellt. ersten Anprall. Die Wahl von 1890 hat weniger amtliche Beeinflussungen Dennoch siegten wir und gewannen dem Feind ein aufzuweisen als irgend eine frühere Wahl. Und auch die tüchtig Stück Land ab. War unser Stimmenzuwachs auch Bourgeoisie übte vergleichsweise weniger Druck aus als ein geringerer als 1890, so war dafür der Sieg ein intensiv sonst, weil sie ahnte, daß sich in den oberen Regionen größerer, weil uns eine weit weit größere Macht gegenein entscheidender Wechsel vorbereitete, und in bangem über stand. Abwarten mit gewohnter Feigheit der Dinge harrte, die da kommen würden. Versetzen wir uns in den Februar 1890 zurück. Fürst Bismarck war noch am Ruder, er war aber nicht mehr der allmächtige Hausmeier der Hohenzollern, als welcher er die Wahlen von 1887 gelenkt und mit allen Mitteln des strupellosesten persönlichen Regiments die öffentliche Meinung oder sagen wir greiflicher: die Wählerschaft Deutschlands, das deutsche Volk, vergewaltigt hatte. Jedes Mittel war ihm recht gewesen und erlaubt. Das gigantische Pumpwerk der Reptilienpresse machte ganz Deutschland mit solchem Erfolg zu einem Rieselfeld, und die Maschinerie des Bureaukratismus funktionirte so gut, daß aus dem verjauchten Boden eine stramme Majorität hervorschoß, die prompt über den vorgehaltenen Stock sprang und Feuilleton. [ 12 So geschah es, daß wir, trot Sozialistengeset, im Februar 1890 zum ersten Mal fast frei wählen konnten. Und nimmt man hierzu den frisch lodernden Ingrimm über die Infamien des Sozialistengesetzes- so erklärt sich ausreichend der riesige Stimmenzuwachs von 1890. Nach diesem Sieg, der uns unsere Ueberlegenheit gezeigt hat, giebt es keine Niederlage mehr für uns- es sei denn, daß wir selbst sie uns bereiten. Die Bourgeoisie hat nicht nur ihren Höhepunkt erreicht, nein, sie hat ihn überschritten, um mit Herrn Rudolf von Bennigsen zu reden; sie hat nicht mehr Streitkräfte ins Feld zu führen, als sie im Juni dieses Jahres uns Jahren mit zwei Töchtern, die eine zwölf, die jüngste acht ahnet haben, was das dunkle Loos des Lebens, was Jahre alt. Sie wurden durch diese Straße geführt. Armuth, Schmerz, Noth und das heilige Mitleiden ist. Aber die Kinder doch nicht?" sagte Edmund er- Diese darbenden Eltern, diese hungernden Kinder, die blassend. Mutter, die mit wenigem, mit fleinem Labsal in die Hütte Der Marschall zuckte die Achseln und erwiderte leicht: tritt, wie die Augen ihr suchend und bittend entgegengehen, Wir müssen unsere selbstgegebenen Gesetze strenge aufrecht wie ihr Strahl tröstend in den Blick der Kinder scheint, Der Aufruhr in den Cevennen. den Cevennen. halten, um zu schrecken. Sie konnten sich nicht ausweisen, wie die kleine abseligkeit nun den Himmel im ſtillen Eine Erzählung von Ludwig Zied. " Nun wahrlich, mein Fräulein," fing der Marschall wieder an, diese Begegnung ist mir ebenso unerwartet, wie ich Ihrer nicht gewohnt bin. Wenn dergleichen Sie Lustig machen fann, so denken Sie vom Glück oder Unglück Ihres Freundes zu geringe." warum sie auf der Nebenstraße waren; denn daß sie noch Genuß gegenseitiger Liebe verbreitet! Hättest Du nur das hatten Früchte sammeln wollen, war unglaublich." Auge einer gefangenen Schwalbe, nur Deines Hundes ver" Diese Mutter," fing das Fräulein wieder an, mit standen, wenn er den Brocken von Dir bettelt, so hättest Du den unmündigen Kindern hatten sich einige Bohnen gesucht; eher dein Ordenskreuz mit Füßen getreten, als diese That Soldaten finden sie im Felde, im Schreck sind sie mit der gethan. Nur der Mensch fann so tief sinten; das Vieh, Antwort saumfelig, und dieser edle Marschall, dieser welches sich zerfleischt, ist noch fromm und unschuldig, noch feine, artige, liebenswürdige Mann, dieser große Geist, der mehr leuchtet in seine Verworfenheit ein Funke des alten Verse machen, Feinde schlagen und Filet stricken kann, Himmels als in uns Entarteten. Man hat Märchen für " Wahrlich nicht," sagte Christine, ich bin auch weiter dieses weiche Herz, das Thränen vergießt, wenn ich an Kinder, wo ein zagendes Mädchen einen schuppigen Drachen nicht sonderlich lustig, ich finde die Geschichte erbaulich und Kopfschmerz leide, dieses grinsende Ungeheuer läßt Kinder füssen muß, um ihn zu entzaubern, aber den Tiger möchte schwören, daß das Weib und die Kinder, die Sie und Mutter erschießen, indem er sich mit Anmuth ein tönnt' ich liebkosen, der scheußlichen Hyäne Hand und Lippe heut' früh so wohlgemuth haben erschießen lassen, auch das Federchen von der Uniform bläst." reichen, ehe ich mich so besudelte, Dir freundlich zu sein, denn Salzfaß gestern Abend in ihrer Hütte umgestoßen haben." Fräulein!" schrie der Marschall aufspringend; ich müßte fürchten, aus einem Weibe in einen Drachen Sind sie doch nun aller dieser Unfälle los. Nicht wahr, Edmund fuhr zurück, das Taburett ward umgeworfen, und entstellt zu werden. Und doch, als sie hier vorHerr Marschall?" die ganze Gesellschaft fuhr bei diesem plöglichen Geräusch übergingen, sich die letzten Blicke zuwarfen, diese Kinder, die " Ist es erlaubt zu fragen," nahm Edmund bescheiden von ihren Spieltischen auf. das Leben noch nicht kannten und mit dieser Jugend in das Wort, wie es damit zusammenhängt?" " Nicht wahr," sprach Christine, mitten im Saale den Tod gerissen wurden war es doch, als wenn das " Ich mußte heut' früh," sagte der Marschall gelassener, stehend, heftig weiter, dergleichen ist groß, heroisch und Jüngste Gericht mit allen seinen Schrecknissen durch mein „ einige Unglückliche dem Gesetz aufopfern, weil sie den Re- edel? Dazu haben unsere erleuchteten Beiten kommen Herz bräche sieh, auf offener Straße hätt' ich Dir denbellen im Gebirge Proviant zuführen wollten." müssen, damit wir dergleichen erleben können? D Du noch und Deinen Henkersknechten den Staub von den " Die Untersuchung ging etwas rasch," sagte Christine, Unmensch, Du wagst es, die Worte Freundschaft und Liebe Schuhen tüffen können, um sie nur zu retten! Ich lief zu man nahm auf das Leugnen der Ergriffenen nicht große zu nennen? Du hast die Frechheit, nach Achtung und Dir, ich fand Dich nicht. Ja gewiß, alles, alles, was ihre Rücksicht; zwar hatte es einige Wahrscheinlichkeit, weil die Wohlwollen auszugehen? Ja, Du bist auch ein bedürftiges armen Seelen in dieser bittern Stunde fühlten, muß sich Mutter einen Sohn bei den Rebellen hat, der oft genug Wesen wie Deine armen Mitbrüder, Du mußt es ja doch ihnen dort in Wonne, in Ruhe und Seligkeit verwandelt Hunger mag erleiden. Es war eine Frau von vierzig gefühlt, gesehen oder im Traume wenigstens einmal ge- haben; ja, sie haben dies Leben und Dich vergessen, wenn eutg egengestellt hat. Sie kann ihre Streitkräfte noch etwas beffer tonzentriren und brutaler verwenden, allein dafür Politische Lebersicht. niger" meldet, von seinem Poften abberufen und in den Berlin, den 19. September. lichtet und lockert jeder Tag die Reihen derer, aus denen sie ihre Streitkräfte holt. Jeder Tag der kapitalistischen Wirthschaft, von der die Bourgeoisie sich nicht trennen Die Zollkonferenz zwischen den russischen und deut kann, weil sie von ihr und durch sie lebt, zerstört Hunderte schen Delegirten wird im Auswärtigen Amte unter dem von Existenzen, die dem Kapitalismus bisher als Stügen Vorsitze des ersten deutschen Delegirten Freiherrn von Thielgedient hatten, und schleudert sie aus dem Wolkenkukuts- mann abgehalten werden, und zwar werden die Sigungen heim der Richter'schen Sparagnes auf die harte Erde des am 2. Oktober beginnen. Hoffentlich haben die" müden Hungers, der Arbeitslosigkeit, und schiebt sie mit eiserner Staatsmänner" Deutschlands sich bis zu dieser Frist ge Faust in das Lager des kämpfenden Proletariats, d. h. der nügend erholt. Sozialdemokratie, welche den Kampf auf Leben und Tod mit dem Kapitalismus aufgenommen hat, und nicht eher die Waffen nieder legen wird, als bis die anarchistische Ausbeutergesellschaft des Kapitalismus beseitigt, und an ihrer Stelle die vernünftige Ordnungsgesellschaft des Sozialismus errichtet ist auf Grundlage der Dreieinigkeit: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Und was die Auflösung der heutigen Gesellschaft noch rascher sich vollziehen läßt sie hat den Glauben an sich selbst verloren, wie sie ihre Jdeale verloren hat sie verzweifelt an der Zukunft und lebt nur von der Hand in den Mund. Die krampfhaften Versuche, die fie macht, um sich retten und die Sozialdemokratie zu tödten, sind planlos wie das tolle Zappeln und Plätschern des Extrinkenden, der dadurch seinen Untergang nur beschleunigt. Das„ Moral"), wir meinen die aus dem Glauben " 1 Drahtnachricht zu: Der Prozek Kunert. Dem Vorwärts" geht folgende Breslau, 4 Uhr 55 Min. Nachm. Die erste Straffammer fällte nach einstündiger Berathung in dem Prozeß gegen Wigke und Genossen folgendes drakonische Urtheil: Witzke 10 Monate, Kunert 6 Monate Gefängniß. Den ausführlichen Bericht, der uns morgen zugehen kann, werden unsere Leser in einer der nächsten Nummern finden. Das Verbrechen Kunert's, der die heilige Behme des Militarismus durch die Veröffentlichung erschütternder Urtheile vor aller Welt offenbart hat, ist„ gefühnt".. Ein Herold- Telegramm berichtet über den Prozeß noch folgendes: Breslau, 19. September. Die hiesige Straftammer verhandelte, wie der Breslauer General- Anzeiger" meldet, heute in vierstündiger Sizung, wegen der bekannten Entwendung triegsgerichtlicher Erkenntnisse aus der töniglichen Gefängnißanstalt hierselbst, gegen den in Strafhaft befindlichen ehemaligen Postgehilfen Adolf Wigte und gegen den früheren Redakteur und Reichstags- Abgeordneten Kunert. Wizke wurde wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung und wegen Diebstahls der Aften zu einer Gesammtstrafe von 9 Monaten Gefängniß, Kunert wegen Unterschlagung dieser Atten zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Ruhestand versetzt worden. Feichter hat seine Klage gegen die Vorstandsmitglieder des Fedelta- Vereins, die Zeugen" in der SchweinehundSache, zurückgezogen, nachdem Abbé Müller- Simonis ihm darin mit rühmlichem Beispiel vorangegangen ist. Die Soldatenmißhandlung im 4. Garderegiment. Beitung" bespricht unsere Nachricht über die furchtbare Unsere heutige Darlegung hat gewirkt. Die„ Vossische Mißhandlung eines Soldaten im 4. Garderegiment. Wir wollen ihre tantenhaften Bedenken auf sich beruhen lassen und begnügen uns, den Schluß ihrer Ausführungen wiederzugeben: ,, Dem geheimen Verfahren fehlt das Vertrauen des Volkes; unter der Herrschaft der Heimlichkeit finden nur zu oft auch Gerüchte Glauben, die thatsächlich unbegründet oder wenigstens übertrieben sind. Wenn daher die jüngsten Mittheilungen der sozialdemokratischen Presse über das Vorkommniß im vierten Garderegiment die Behörden zu einer alsbaldigen öffentlichen Erklärung veranlassen sollten, so sollten fie ihnen zugleich aufs neue die Dringlichkeit der Reform der Militärgerichtsbarkeit zu Gemüthe führen. In einer Zeit der Druckerschwärze und der Parlamentstribüne läßt sich die Heimlichkeit auch des Militärprozesses ohne Schaden für die Gesammtheit und insbesondere für die Armee nicht aufrecht und insbefo erhalten." Die Germania" schreibt: " " Jm eigenen Interesse der Militärverwaltung liegt es, sich nunmehr über den Fall zu äußern. Das Volk, dessen Söhne in der Armee dienen, hat ein Recht darauf, zu erfahren, ob in der That solche Erzieher" in der Ferienkolonie" thätig sind, und was mit ihnen geschieht." " Dreibündlerisches. Aus Italien bringt das„ Berliner Tageblatt" folgendes Telegramm: " an sich und aus dem Selbstvertrauen entspringende Thatkraft und Kampffreudigkeit, die bei Armeen im Feld ein so wichtiger, ja ausschlaggebender Faktor ist, bildet einen ebenso wichtigen Faktor im Kampfe der Parteien. Und das Moral" unserer Feinde, der Vertreter des Kapitalismus, steht auf dem denkbar tiefsten Niveau. Um Militärisches. Aus Bayreuth wird geschrieben: zu sehen, wie die moderne Bourgeoisie auf den Hund geDie zur Uebung eingezogenen Landwehrleute hatten vors kommen ist, muß man die Mannesseelen" von heute vergestern hier einen schweren Tag. Nachdem sie am Vorgleichen mit den himmelstürmenden Titanen der französischen Mit der Weinsteuer hat sich die Generalversammlung Kaserne um halb 12 Uhr eingezogen waren, mußten sie am mittag sechs Stunden ausmarschirt gewesen und in die Revolution, einen Bennigsen und Richter mit einem Danton des deutschen Weinbau Vereins beschäftigt und Nachmittag abermals hinaus, da inzwischen Oberst Freiherr Weinbau- Verein und Robespierre. Unfähig, ihre Gemeinschädlichkeit zu gegen jede Besteuerung des Weines ausgesprochen. Der von Hirschberg eingetroffen war, um die Landwehrbrigade leugnen, die sie durch jede ihrer Handlungen und Thaten Berichterstatter faßte seine Ausführungen wie folgt zu zu besichtigen. Die lebung am Nachmittag dauerte von bekundet, von dem lähmenden Bewußtsein erfüllt, daß alle sammen:" Die Weinsteuer auf die Produktion ist drückend halb 3 bis halb 8 Uhr, so daß die Leute also am vorgeistigen Waffen sich gegen sie wenden müssen, überläßt für den Produzenten und giebt keine sichere Einnahmequelle; die Bourgeoisie den Kampf um ihre Existenz den Gewalt die Birkulationssteuer hemmt den Handel und erregt viel gestrigen Tage 11 Stunden Dienst hatten. Die Folgen der organen des Klassenstaats: dem Staatsanwalt, der Polizei, böses Blut, ohne einen Pfennig einzubringen; die Wein- Beitung" fiel auf dem Schießplate ein Mann, Vater von Anstrengung blieben nicht aus; laut der hiesigen Abenddem stehenden Heere. Darum ihr neugebackener Enthusiasmus steuer auf Qualitätsweine endlich wird eine wahre In- fünf Kindern, todt zu Boden, vier andere mußten ins für den einst so verhaßten Militarismus, an den sie sich quisition werden und ist undurchführbar." Die gegen die Lazareth geschafft werden. tlammert als an den letzten Strohhalm. geplante Verbrauchsabgabe geltend gemachten Einwände Mit einem Wort: die Bourgeoisie ist am Ende ihrer treffen den Kern der Frage. Daß die Weinsteuer nur ein Macht, das Proletariat am Anfang der seinen. Die Schnörkel ist, der als Bierrath am neuen Steuerbau Bourgeoisie hat ihre Herrlichkeit hinter sich, das angebracht ist, versteht sich. Herr Miquel kennt die GeProletariat hat die Welt und die Zukunft vor sich. Die schichte der Weinsteuer zu gut, um nicht zu wissen, wie Bourgeoisie, zwischen impotenten Gelüsten und wüstem wechselnd und wie gering die Erträge der Weinsteuer sind. Kazenjammer hin und her taumelnd, schwankt, ein abge Eine Zirkulationssteuer( Verkehrssteuer, die bei der Einlebter Greis, dem Grabe zu, und das Proletariat, das lage in die Kellereien oder beim Versandt erhoben wird) kaum aus der Wiege sich erhoben hat, gleicht dem Halbergäbe nach den fachmännischen Berechnungen des Referenten gotte Herkules, der als Kind die Schlangen erdrückte, bei einem Steuersatz von 2 M. für das Hektoliter eine und dem jungen Siegfried, der schon als Knabe den Lind- Brutto- Einnahme von 4 178 400 m.( das Deutsche Reich wurm schlug. erzeugt 2 089 000 Hektoliter Wein), die durch die VerWir gehen voran, wir wachsen und erobern die waltungskosten, durch die Extra- Ausgaben für Weinsteuer- Auf der Suche nach Brot. Die Mißernte im Feinde können sich nur noch vertheidigen. Und wer sich Aufseher, Weinsteuer- Rendanten und Weinsteuer- Inspektoren Jahre 1891 veranlaßte das russische Roggen auf die Bertheidigung beschränken muß, der ist allemal ver- aufgezehrt werden würde, so daß für das Reich nichts ausfuhrverbot, das Deutschland eine HauptbezugsIoren das ist eine alte militärische Regel. übrig bliebe. Unter Umständen könnten die Aus- quelle für Brotgetreide verschloß; das ReichsgesundWir werden stärker von Stunde zu Stunde, und in gaben die Einnahmen sogar übersteigen. Wie die Einnahmen beitsamt ließ infolge dessen eine größere Reihe von demselben Maße, wie das Heer der Feinde sich lichtet, aus einer Weinproduktions- Steuer schwanken, ergiebt sich aus Back versuchen anstellen unter Zufaß von anderen schwillt das unsrige an durch die Ueberläufer und Rekruten, der Thatsache, daß Preußen, wo damals eine solche Steuer Mehlarten, als Getreidemehle. Ueber die Endergebnisse die der Feind uns zuschickt. Keine Gefahr eines Rück bestand, 1829: 203 924, 1830: 8972 Thaler einnahm. Die dieser Versuche berichtet Prof. Dr. Sell in den Arbeiten schlags, alles Menschenmögliche ist gegen uns versucht theuren Lugusweine werden trotz der Qualitätssteuer, die des Reichsgesundheitsamtes" 1893 S. 608. Wir entnehmen worden alle Schliche, Listen, Gewaltmaßregeln und wie alle Luxussteuern nicht einträglich sind, getrunken als Wesentlichstes aus denselben folgendes: Was die Staatsstreiche sind an uns zu Schanden geworden. Unsere werden. Die Weinsteuer schädigt die Winzer, schädigt die Hülsenfrüchte betrifft, so verwendete man dieselben bereits Tattit ist sicher wie die Sense des Todes; diktirt von der weintrinkende Bevölkerung der südwestdeutschen Weinbau- im Alterthum als theilweisen Ersatz für Getreidemehl im Logit der Thatsachen, entspricht sie den Thatsachen, feit bezirke, sie soll nur ein Blender sein, damit der Tabak uns gegen die Waffen des Feindes und liefert uns sicher blute, besteuert wie der Wein, trifft aber damit nicht die tödtende Waffen, denen der Feind keine entgegenzusehen hat. Großen, sondern die Kleinen. So müssen wir siegen. Die Armee marschirt vorwärts. Und Glückauf zur nächsten Wahlschlacht! Im Jahr 1898, sehen wir wieder oder hoffentlich früher. Je früher je lieber! uns *) Das Moral, le moral, ist ein sehr gebräuchlicher französischer Ausdruck, den wir oben definirt haben. wir nicht wahnsinnig zu einem Tyrannen, statt zum Gott der Liebe beten.". Wieder ein deutscher Sieg paar weitere Siege find sofort nöthig wieder ein paar und so fort, bis aber bis an's Ende. in Afrika. Ein und nach jedem nicht: ins Unendliche, Kolonialpolitisches. Der Gouverneur von DeutschOstafrita, Freiherr von Soden, ist, wie der Reichs" Triest, 18. September. Der in Mailand erscheinende Corriere della sera" meldet: Gin in brennendster Sonnenhige zurückgelegter 35 Kilometer langer Marsch dreier italienischer Infanterie- Regimenter von Torriglia nach Genua gestaltete fich zu einer wahren Ratastrophe. Längs des Weges blieben zahlreiche Soldaten liegen, in Genua fielen Soldaten gruppenweise um. Als die Regime ter in den Kasernen anlangten, fehlten 400 Maun. Zwei starben im Spital. Wie uns das anheimelt. Brote. Im Anfang dieses Jahrhunderts empfahl Schwerz die Verwendung von Erbsen als Busaz zum Brotmehl und bemerkte, daß es mit der fünffachen Menge Roggenmehl ein gutes und nahrhaftes Brot gebe. Stohmann bemerkte dazu, daß man dann eine größere Menge Salz zuseßen müsse, um ein genügend lockeres Brot zu erhalten. Stohmann hat auch mit Bohnenmischmehl erfolgreiche Ver suche angestellt. Bücking erklärte 1891, daß er aus 1/6 Erbsen und 5/6 Korn Brot erhalten habe, das gut aufgegangen, locker und ohne Beigeschmack war, und sich länger frisch erhielt, als solches, dem Gerstenmehl zugesezt war. Günther empfahl zu demselben Zweck die Poluschka, von fann ich mit diesen nicht mehr spielen und lachen wie der man dem Roggen bis zu 20 pCt. zusehen könne. In sonst; ich bin erwacht von dem Gaukelwesen, und so Belgien bäckt man schon seit längerer Zeit Brot, dem Wahnsinnig sind Sie, Elende", rief der Marschall in müssen sie mich für wahnsinnig halten; aber Du, Kastormehl", das Mehl der sogenannten Pferde- oder Sauder größten Heftigkeit; sich so zu vergessen bei Gott! Edmund, Du unter so vielen solltest mich doch etwas besser bohne( Vicia Faba) zugesett ist. Dieser Zusatz soll man sollte Sie ins Hospital sperren. Aber mich sehn Sie fennen!" sich, namentlich wenn das Getreide feucht einnie wieder, bei meiner Ehre!" Ich bin noch wie im Traume," sagte Edmund ,,, wie geerntet wurde, sehr gut bewähren. Doch wird " Nie! nie!" rief Christine mit leuchtenden Blicken, o, fonnten Sie nur Ihrem Schmerze so folgen, wie nur selten mehr als 5 pet. davon zugesezt. Dadurch soll schon dies ist Glück und Gewinn! Nein, großer Held, nie den Marschall so herbe verlegen, wenn Sie auch vielleicht sogar das Brot leichter und lockerer und besser verdaulich oder wenn Sie sich gelüften ließen, zu kommen, so soll ein im Recht waren? Ich erkenne Sie nicht wieder, da ich werden, indem die Hefezellen sich reichlich entwickeln. In großes Gefäß mit Salz zu Ihren Füßen ausgeschüttet Sie doch schon seit länger als einem Jahre kenne. So der Gegend von Köln wird dieser Zusatz zeitweilig ebenfalls werden, wie man Salz über die Stellen streut, wo Ver- waren Sie nie." gemacht, indem man dort ein Schwarzbrot von auffallendem fluchte gehauft haben." Immer Edmund", schluchzte sie, nie anders; dieser Wohlgeschmack durch Zusatz von 20 pCt. Kastormehl her= Der Marschall zitterte so vor Wuth, daß er nicht fähig Schmerz hat nur zu heftig die Funken herausgeschlagen. stellt. Ein Zusatz von 3-5 pet. Kastormehl kommt auch war, den Degen anzustecken; er nahm ihn unter den Arm Warum verstehst Du mich denn nicht? Welch ein Erz hat in einigen Gegenden Süddeutschlands vor, namentlich, wenn und verließ das Haus, ohne noch ein Wort zu sagen. Der denn Deinen Busen umschlossen, daß kein Gefühl hinein- man fleberarmes Mehl zu verbacken hat. Auch das Mehl Kapitän hatte sich schon früher fortgeschlichen, als das Ge- bringen kann? Glaubtest Du denn nicht, daß ich nur darum Ser Futterwice( Vicia satira) wird ebenso wie das her spräch diese unerwartete Wendung nahm; die Tanten ver- teine Messe und Vesper versäume, um zum Gott der Liebe Sojabohne( Soja hispida) als Zusatz zum Brotbacken empfohlen. beugten sich einigemal verlegen und gingen auch, als ihre zu flehen, daß er diese Verruchten erleuchten, daß er den Von weiteren Hülsenfrüchten sind die Lupinen nicht ohne weiteres Nichte nicht darauf achtete; diese winkte darauf die Diener armen Verfolgten helfen, daß er mich selber stärken möge? zum Brotbacken zu verwenden, da dieselben bekanntlich einen hinaus, und aufgelöst und erschöpft ließ sie sich nun der Sieh, Edmund, obwohl ich nicht zur Gemeinschaft der giftigen Bitterstoff enthalten, der ihnen erst durch ein allerganzen Länge nach auf den Boden fallen, indem ein Thränen- Hugenotten gehöre, aber wenn ein ungeheurer Schlag alle dings einfaches Verfahren mittels ammoniakalischen oder strom aus ihren Augen brach, so unaufhaltsam, als wollte diese Mörder vertilgte, in einer Sekunde wegraffte, so sollte Kaltwasser entzogen werden muß. Dann ist die Versie so weinend vergehn und sterben. unsere Kirche ein Dantfest anstellen, daß diese Schmach von wendung wohl möglich, möchte aber wohl nur in einem Edmund näherte sich verlegen. Sie sah ihn nicht; er ihr genommen ist und ihr heiliges Banner nicht mehr ge- wirklichen Hungerjahr in Frage kommen. sprach einige Worte, aber sie vernahm ihn nicht. Theuerste", schändet wird." Das Reichs Gesundheitsamt erstreckte seine Versuche rief Edmund endlich,„ Sie bringen mich, Sie bringen sich" Nun verstehe ich Sie", sagte Edmund. Sie waren auf Erbsen- und Kastormehl. Die Erbsmischbrode mit um! Diese gewaltsame Erschütterung muß Ihre Organe auf den Vorsaal getreten. Bei Gott, bald werde ich ganz 33½s pet. und 25 pCt. Erbsmehl- Zusatz ergeben einen vernichten." einsam stehen und lieber mit Steinen als mit Menschen Stickstoffsubstanz Gehalt von 17,13 resp. 15,94 pCt.; sie Und wär es nicht gut?" sagte sie mit matter Gespräche führen." Er nahm sein Gewehr unwillig von waren beide gleichmäßig durchbacken und hinreichend porös. Stimme, ohne ihren Thränen Einhalt zu thun. Setz Dich der Wand. Der Geschmack erinnerte wohl an den Zusatz, war aber Wie wild, Edmund, wie eigensinnig," sagte sie fanft; nicht unangenehm. " = auszu mir hier auf den Boden, weine mit mir; alle guten darf es denn nicht sein, daß die Menschen ihre verwirrte Menschen sollten jetzt sterben." Die Mischbrote mit Rastormehl waren mit 5 pCt. Stehen Sie auf, Fräulein," sagte Edmund, indem er Babelsprache nicht wenigstens in der Liebe verstehen? Die und mit 25 pCt. Rastormehl Zusatz und ihr half, wenn ich nicht glauben soll, daß Ihr Verstand Geister sind es ja doch, die lieben,- und Du sagst ja, gewachsenem Roggen hergestellt, um zu erproben, ob wirklich wirklich gelitten hat." daß ich in Deinem Herzen bin." dieser Zusatz eine verbessernde Wirkung ausübt. Bei 20 pCt. ,, Gewiß hat er gelitten," sagte fie etwas beruhigter, Liebe!" rief Edmund aus,„ verfluchtes Wort! verwar dies in bezug auf Porosität, Geschmack und Farbe der indem sie neben ihm stand und ging, sonst würde ich ja fluchter Doppelsinn und Unsinn des Menschengeschlechts! Fall, bei 5 pet. war jedoch ein sichtlicher Erfolg nicht zu diese Dinge sehen und ertragen, wie es die anderen thun: Dies alte Mißverständniß, Liebe, dies verruchte Näthsel der bemerken. das ist es ja eben, ich habe einen Blick in den Schmerz der Sphinx, das keiner auflöst, und an dem Tausende ver- Man darf aber bei allen diesen Zusäßen von HülsenWelt und in die Abscheulichkeit der Menschen gethan, nun bluten verdammt!" ( Fortsetzung folgt.) fruchtmehlen zu Brot keineswegs vergessen, daß die ein Heimath. Um nun das Angenehme mit dem Nüglichen zu verbinden, holte ich mir aus der Verlagsbuchhandlung des„ Vorwärts" das nöthige Agitationsmaterial, um es unterwegs zu vers feitige Steigerung des Eiweißgehaltes das Brot nicht nur] Grande hat sich vollkommen bestätigt. Die Aufständischen Ueber eine Agitationstour im Kleinen berichtet uns ein gleichviel nahrhafter macht, daß vielmehr bei zunehmendem in Rio Grande mobilifiren ihre Streitkräfte behufs einer Parteigenoffe folgendes: Jm vorigen Monat unternahm ich mit Eiweißgehalt erhebliche Mengen davon verloren gehen durch völligen Bestegung der Truppen des Generals Castilho." meiner Familie eine vierzehntägige Reise nach Schlesien, meiner Fäulniß, während durch einen hinreichenden Gehalt an Rohlehydraten( Stärke und Dextrin) diese Zersetzung verringert wird. Auch ist das Eiweiß der Hülsenfrüchte für den Organismus in weit geringerem Maße resorbirbar, als das der Getreidearten. Eine eigenartige Verbindung des Getreidemehles und Hülsenfruchtmehles mit Braunschweiger Mumme( Malzauszug) stellt das neuerdings in den Handel gebrachte Kraftbrot von Degener dar, dessen guten Geschmack, Haltbarkeit und relativ reichen Sti dstoffgehalt König rühmt. M In neuerer Zeit sind auch Versuche gemacht worden, die gemahlenen Preßkuchen von der Erdnuß Delgewinnung ( Arachis Hypogaea) zum Brotbacken zu verwenden. Die vom Reichs Gesundheitsamte hergestellten Mischbrote mit 25, 333 und 50 pCt. fanden aber beim Kosten keinen Beifall. Obgleich Prof. König erklärt hatte, daß sie in bezug auf Wohlgeschmack und Lockerheit nichts zu wünschen übrig lassen, fand man sie braun, nicht ausgebacken, schwer, und von ranzigem und kragendem Geschmack. Von diesem Busaz dürfte also abzusehen sein. Die natürliche Lösung der Brotfrage wird freilich die allmälige Ersetzung des Roggenbrots durch Weizenbrot sein - ein Uebergang, der sich bei den deutschen Ernährungsverhältnissen freilich nicht im Handumdrehen vollziehen fann, weil der Magen und die ganze Körperkonstitution sich dem Roggenbrot angepaßt hat. Schweiz. Die Baseler Genossen arbeiten feit Langem daran, ihr jetzt einmal wöchentlich erscheinendes Organ( Volksfreund") täglich erscheinen zu lassen. Die nöthigen Geldmittel sind nun glücklich beschafft, und vom 1. Oktober an wird das Blatt unter dem Titel Borwärts" täglich,- richtiger 6 Mal die Woche- er= scheinen. Wir begrüßen den Namensvetter, dem die Tüchtigkeit des bewährten Genossen Wollschläger ein gedeihliches Wirken für die Sache verbürgt. " Die Erneuerungswahlen für den Nationalrath sind auf den 29. Oktober d. J. festgesetzt worden. Der Bundesrath hat die Prägung einer Million Fünfcentimen- Stücke verfügt; doch hat die Bundesversammlung diesen Beschluß noch zu genehmigen. Die Stellung der französischen Sozialisten zu dem Zarismus wird in der letzten Nummer der„ Kleinen Republik" von Vaillant in scharfen und klaren Worten präzisirt wie es unmöglich ist, daß ein Demokrat oder gar Sozialdemokrat mit dem System, das Polen gemordet hat und jede freiheitliche Regung aufs grausamste zu unterbrücken sucht, irgend etwas gemein haben kann. Wir werden den Artikel, der genau unseren Anschauungen entspricht, morgen unseren Lesern in der Ueberfegung vorführen. So denken Sozialisten, und so denken die französischen Sozialisten. Männer wie Brousse( siehe die Notiz am Schlusse der politischen Uebersicht) sind nicht Vertreter des französischen Sozialismus. Am Grabe Malon's vereinigte sich am Sonntag die französische und internationale Sozialdemokratie. Viele Ansprachen wurden gehalten. Leo Frankl, der im Namen der deutschen Sozialdemokratie einen Kranz niederYegte, betonte in feurigen Worten die Nothwendigkeit der internationalen Solidarität und der Völkerverbrüderung. Man schreibt uns aus Paris: In seinem Leitartikel vom 10. b. M. bezichtigt der Vor- breiten. Und ich muß fagen, daß die Landarbeiter mit wahrem wärts" den Genossen Paul Brousse, welcher sich von den Er- Heißhunger die vertheilten Broschüren lasen; überall flagten sie, gebnissen des Züricher Kongresses nicht befriedigt erklärt hatte, daß bisher noch so wenig zu ihrer Aufklärung geschehen und daß, des Chauvinismus. Eine so schwere Beschuldigung, die gegen sobald erst etwas vorgearbeitet sei, die Zahl der Parteieinen der ausgezeichnetsten Vorkämpfer des französischen genoffen schnell wachsen werde. Der Boden sei gut und Sozialismus ganz unverdientermaßen geschleudert wird, mit bedürfe nur noch der Bearbeitung, die eben von den größeren aller Entschiedenheit zurückzuweisen und die Thatsachen richtig Städten aus unternommen werden müsse. Daß die Landarbeiter zu stellen, halte ich im Interesse des internationalen Charakters sich über die ungeheuerlichsten Wahlbeeinflussungen beklagen, ist unferer Bewegung für meine Pflicht. Es handelt sich hier in den Ostprovinzen so selbstverständlich, daß darüber kaum ein darum, eins der zahlreichen Mißverständnisse aufzuklären, Wort zu verlieren ist. Im ganzen ersieht man aber, daß auch, einen der Hauptirrthümer zu beseitigen, welche in Deutschland wenn ein Einzelner die Gelegenheit zur Agitation ergreift, etwas über die sozialistische Bewegung Frankreichs verbreitet sind, Gutes geleistet werden kann. Vorausseßung ist natürlich, daß und so ein immer innigeres Busammenarbeiten der Sozialisten man die Gesezesbestimmungen über die Verbreitung von Druckbeider Länder, wie es der Kulturfortschritt erfordert, herbei- schriften genau beachtet und der Partei mithin teine Schwierigzuführen; dies zu thun, habe ich mich schon in allen meinen teiten bereitet. früheren Korrespondenzen über den französischen Sozialismus bemüht. Ans Schlawe wird uns berichtet: Auch in unserer Gegend Bunächst erinnere ich die Leser des Vorwärts" um nur geht es vorwärts. Während bei der 1890er Wahl die einzige ein Beispiel anzuführen an jene vom deutschen sozial- sozialdemokratische Stimme in der Stadt aus Uebermuth von demokratischen Klub zu Paris während des letzten Wahl- einem jetzt in Berlin lebenden Lehrer abgegeben wurde, erhielt tampfes in Deutschland einberufene Versammlung, in welcher unser Kandidat am 15. Juni 1893 die Zahl von 93 Stimmen. Genosse Brousse mit mehreren Freunden erschien und seinem Im Ganzen vereinigten sich im Wahlfreife 544 Stimmen auf internationalen Solidaritätsgefühl einen so beredten Ausdruck den Sozialdemokraten. Es ist selbstredend, daß dies Ergebniß gab. Wem sollte nicht im Gedächtniß geblieben sein, wie in maßgebenden Kreisen entsprechend wirkte, und an den nöthigen Brousse den paradox flingenden, aber doch so charakteristischen Maßregelungen hat es denn auch keineswegs gefehlt. Vor allem Ausspruch that:" Für mich ist der Internationalismus im sucht man einem unserer aktiven Parteigenossen, einem HandGrunde schon reaktionär; denn Internationalismus seht noch werfer, die Hölle nach Kräften heiß zu machen, und bei die Existenz von Nationen voraus; ich aber will die Be- der Abhängigkeit, in der die Bevölkerung lebt, ist es nicht ausfeitigung der nationalen Grenzen!" Spricht so ein Chauvinist? geschlossen, daß dieser Genoffe geschäftlich den Kürzeren ziehen Was sagt nun Brousse in seiner Kritit des Züricher Kon wird; der Ausbreitung unserer Ideen wird aber dadurch kein greffes? Er bedauert und hierin stimmit er, von dem Hinderniß entgegengefeßt. Zu welcher Firigkeit übrigens die zur marristischen" Vertreter abgesehen, mit allen französischen Beruhigung" der Bevölkerung ergriffenen Maßnahmen gedeihen Delegirten überein den Geist der Unduldsamkeit und des tönnen, zeigt folgendes Beispiel: Einige Gerber und Müller wollten Autoritarismus, der auf dem Kongresse herrschte, und den nach einen Handwer fer- Fortbildungsverein gründen. An die Spitze seiner Ansicht der Marxismus" immer befundet hat. Er wendet desselben sollte ein Lehrer gestellt werden, und ein Superintendent fich gegen das ihm zufolge so naturwidrige und verderbliche sowie ein Rettor hatten sich bereits zum Halten einiger Vorträge Alles unter einen Hut- bringen wollen der bereit erklärt. Wie lammfromm dieser Verein gedacht war, Marristen", das die erste Internationale getödtet, die französische Be- zeigen folgende Bestimmungen:§ 1 des Statuts lautet: Der wegung schwer geschädigt und jetzt wieder den Bestand der 3 med des Vereins ist Gottesfurcht und Vaterlandsliebe, echt neuen Internationale gefährdet habe. deutsche Gemüthlichkeit, ein glückliches Familienleben und weitere Dabei fagt er selbstverständlich den Hauptwortführern der Fortbildung anzuftreben, zu begen und zu pflegen.§ 16: Der Züricher Majorität, den Deutschen, teine Schmeicheleien. Aber Verein hält sich fern von allen parteipolitischen Bedas thut er nicht als Feind der Deutschen, sondern als Feind strebungen und ist nur bemüht, ein flares Verständniß für öffentdes Autoritarismus und der Intoleranz, wie dieselben von liche Fragen zu verbreiten. Trotzdem an der Wohlanständigkeit den deutschen Sozialdemokraten bekundet wurden; und das ist dieses Vereins nicht zu zweifeln war, stellte der Magistrat der ein gewaltiger Unterschied. Brousse tritt für eine größere Un- Genehmigung des Statuts solche Schwierigkeiten entgegen, daß abhängigkeit und Autonomie der Gruppen und Föderationen, das Ding wahrscheinlich überhaupt nicht das Licht der Deffentfür eine Dezentralisation der sozialistischen Bewegung ein; eine lichkeit erblicken wird. Es ist selbstverständlich, daß wir Sozialsolche sei naturgemäß. Die Temperamente," so schreibt er demokraten es sind, die aus solchen Maßnahmen den Nutzen ziehen. wörtlich, die ökonomischen und politischen Bedingungen, die Doktrinen sind noch zu verschieden Diese Verschieden Ein Nachspiel von der Reichstagswahl fand am 16. Sepheiten bringen nothwendigerweise verschiedene Parteigruppirungen tember vor dem Schöffengericht zu Salle statt. Es handelte sich mit sich. Um jede Doktrin bilden sich Gruppen....; und so kann um das Vorgehen des Landraths von Werder gegen unfeien man dazu gelangen, unter unserer gewaltigen Fahne in Parteigenossen Kunert. In einer Rede, die der Landrath einer weitumfassenden Partei alle sozialistischen Kräfte zu zur Wahlzeit gehalten hatte, hatte er Kunert, der bekanntlich in gruppiren, mögen sie nun aus der Werkstatt, vom Felde oder alle kandidirte, wegen seiner früheren Thätigkeit als Schulvon der Universität fommen." Diese Auffassung hat Brousse lehrer angegriffen, indem er von ihm behauptete, Runert sei a b schon oft eingehend begründet, so auch in der obenerwähnten gefeßter Gemeindeschullehrer. Weiter wurde v. W. zur Last Versammlung, in der er als altes Mitglied der Internationale gelegt, am 9. Juni in Ammendorf in einer Wählerversammlung feine Sympathie für die deutschen Sozialisten bekundete. gefagt zu haben:„ Warum ist denn Kunert nicht mehr Lehrer Es liegt mir fern, diefen jedenfalls sehr beachtenswerthen Weil er wegen Verspottung der Kirche mit drei Monaten GeStandpunti des Genoffen Brousse hier diskutiren zu wollen. fängniß bestraft ist!" Bei der von den Gegnern der SozialIch stelle blos die Thatsachen richtig. demokratie bei der Wahl bethätigten Ausbeutung der sogenannten Diebstahlsangelegenheit" Runerts jest soll es nur noch Anstiftung zum Ausheften friegsgerichtlicher Erkenntnisse sein hatte sich der Landrath insofern betheiligt, indem er am Morgen an den Ortsvorsteher- in des 15. Juni- am Tage der Wahl Kirchedlau bei Könnern depeschirte, Kunert sei wegen Anstiftung zum Diebstahl verhaftet worden. Was die Bourgeoispresse anlangt, welche aus der natür. lichen Mannigfaltigkeit unserer Emanzipationsbewegung, aus dem frischen Leben und Denken befundenden Kampf der Meinungen Kapital schlagen und spottend auf die„ Uneinigkeit" der Sozialisten hinweisen sollte, so haben wir für diese Kampfes weise nur unsere tiefste Berachtung übrig. Mit sozialistischem Gruße 16. Septbr. 1893. Paul Arndt. Der Kohlenarbeiter- Streit ist im Pas de Calais ( Nord- Frankreich) vollständig. Auch nicht ein Arbeiter ist feit Montag eingefahren. Die Arbeiter sorgen durch Patrouillen für die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Unser Pariser Genoffe scheint die französischen VerTrotzdem lügt die Kapitalistenpresse von„ Gewaltthätigkeiten" hältnisse ebenso wenig zu kennen, wie er die deutschen kennt. der Streifenden. Auch im französischen Nord- Departement In bezug auf Brousse ist ihm das Mißgeschick passirt, daß stehen die meisten Grubenarbeiter aus. Bon den dieselbe Post, die dieses Dementi. beförderte, uns eine Erbelgischen Grubenarbeitern ist am Montag wieder eine flärung von Brousse bringt, nach welcher sich derfelbe für große Zahl in den Streit eingetreten, der sich mehr und die Allianz mit Rußland erklärt hat( G. Petite mehr über das ganze Land ausdehnt. In den Gruben, République vom 19. d. M.). Ist das Chauvinismus oder wo noch gearbeitet wird, soll der Ausstand am 1. Oktober nicht? beginnen. " Oktober beschlossen und genehmigt sein wird, so daß ohne sich der Settireret fern gehalten hat. Wir haben nur habe, weil dies zur Zeit des Wahlt hatten, den Ran= werden kann. Ferner hatte der Landrath Kunert's Strafregister in der Hallischen Zeitung" veröffentlicht und für Kunert beleidigende Bemerkungen daran geknüpft. In jenem Schriftstück hält der Landrath seine von ihm bezüglich Runert's behaupteten Thatsachen aufrecht und erklärt, daß er die von Kunert gegen ihn eingeleitete Privattlage mit einer Biederklage beantworten werde und hoffe, daß das betreffende Gericht mit Rücksicht auf Kunert's Borstrafen ihm( R.) eine erhebliche Strafe zuerkennen werde. Kunert hatte nämlich in einer Gegenerklärung gesagt, daß die vom Landrath verbreiteten Gerüchte gemeine Lügen und nichtswürdige Berleumdungen seien. Nach längerer Verhandlung sprach das Gericht den beklagten Landrath von der Anklage der Beleidigung frei; Und die deutschen Sozialisten sollen im Gegensatz zu Kunert hingegen wurde auf die Widerklage wegen Beleidigung des den französischen autoritär" sein? Das ist eine Anklage, Landraths in 3 Fällen unter Auferlegung der Kosten zu der niedrigsten Belgien. Die Konstituante wird am 9. Oktober die nur chauvinistische Beschränktheit erheben kann. That zulässigen Strafe von 9 M. Geldstrafe oder 3 Tagen Gefängniß wieder zusammentreten, um das neue Wahlge set fertig sächlich verhält es sich umgekehrt. Die Stärke der deutschen verurtheilt. Außerdem wurde dem Landrath im Voltsblatt" zu stellen. Da hierzu verfassungsgemäß die einfache Mehr- Bewegung liegt gerade darin, daß sie stets den Autoritäts- und in der Hall. Beitung" Publikationsbefugniß zugesprochen. heit genügt, so hofft man, daß das Wahlgesetz bis Ende glauben und Personenkultus verworfen und bekämpft und In der Begründung wurde u. a. gesagt, daß die Veröffentlichung der Strafen Kunert's bei dieser Sache eine andere Bewandniß Reitverlust an die Aufstellung der Wählerlisten gegangen Sozialdemokraten, während es in Frankreich leider noch wähler ein Interesse daran hatten, ben Ran" Broussisten"," Guesdisten"," Marxisten"," Allemanisten", didaten tennen zu lernen. Es habe also ein berechtigtes " Blanquiſten" und der Himmel weiß, was" sonst noch für Intereſſe vorgelegen. Bemerkt fei, daß der Landrath in ber isten" giebt. Verhandlung die Erklärung abgab, er habe bei den zur Klage nach Beendigung der Budgetberathungen, sich bis zum Was unser Genosse von dem„ Marxismus" spricht, der stehenden Sachen nicht als Beamter, sondern nur privatim" ge 2. November vertagen. Dann soll das liberale Reform die alte Internationale getödtet habe, so ist das ein Mär- handelt. Kunert, der zur Zeit eine Gefängnißstrafe verbüßt, programm" erledigt, d. h. die nöthige Wahlpropaganda für chen, das er sich, in seiner Unkenntniß der internationalen war in der Berhandlung nicht zugegen, sondern ließ sich durch die Neuwahlen des nächsten Jahres gemacht werden. Troß Arbeiterbewegung von einigen verspäteten, Bakunisten" feinen Vertheidiger vertreten. der Gladstone'schen Guillotine daß gerade der dauer immer sind es isten" daß gerade der dauer immer sind es isten" hat aufbinden lassent. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. hafteste und redseligste der englischen Dauerredner die Be- Und wenn unser Genosse einmal nach Deutschland kommt Schauerliche Dinge waren es, die am 15. September vor schränkung der Redezeit dekretiren mußte, beweist, daß die und seine gefärbte Brille auf acht Tage nur ablegt, wird dem Schöffengericht Bonn verhandelt wurden. Borerst standen Muse der Geschichte ihren Humor noch nicht ganz verloren er finden, daß die deutsche Unduldsamkeit" nichts anderes der Vergolder Joh. Gockel und der Gastwirth Schnee in hat sind in der verflossenen Session des Unterhauses ist, als die zur Reinhaltung der Partei noth- Büzschen unter der Anklage, am 7. Mai d. J. ohne polizeiliche 165 Sigungen gehalten worden, d. h. mehr als in allen wendige Disziplin, die sich nicht gegen Meinungen, Bescheinigung eine Versammlung abgehalten, bez. das Lokal zu früheren Sessionen seit 1828, drei ausgenommen. Nur in sondern gegen une hrenhafte und nur den Feinden in dieser Sache als Benge diente, wußte zu berichten, daß man dieser Versammlung hergegeben zu haben. Der Gendarm, der den Jahren 1831 mit 173, 1838 mit 176 und 1848 mit ber Arbeitersache dienender Handlungen richtet. in dieser Sache als Zeuge diente, wußte zu berichten, daß man 170 Sigungen sind auf eine Session mehr Sigungen ge- Daß wir niemanden um seiner Meinungen" willen, soweit kommen. sie nicht anti sozialistisch sind, ausschließen, das sollte unser Genosse Arndt doch wissen, der seit längerer Zeit Mitarbeiter des„ Vorwärts" ist. Das englische Parlament wird Ende dieser Woche, " = " " " Parteinachrichten. In Brasilien geht es brunter und drüber. Rio de Janeiro wird von der Kriegsflotte belagert. Eine Wolff'sche Depesche meldet:" Nach einer Meldung des New York Herald" aus Montevideo vom 18. d. M. verhalten sich alle Forts in Rio de Janeiro, ausgenommen Santa Cruz, entweder neutral oder sie haben sich für den Admiral Mello erklärt. Munition und Lebensmittel in Santa Cruz gehen zu Ende; die Armee, obwohl anscheinend dem Bizepräsi Konferenz in Berlin am 10. b. Mts. gewählte Parteivorstand Der in der polnisch- sozialdemokratischen Delegirten benten Peixoto treu, soll sich in größter Disziplinlosigkeit hat sich bereits fonftituirt und wählte aus seiner Mitte zum befinden. Admiral Mello taufte von verschiedenen Schiffen Vorsitzenden: August Berfus, zum Schriftführer: Franz Vorräthe an Lebensmitteln, deren er dringend bedurfte. Morawati, zum Kassirer: Kasimir Thiel, als stellver Die am Lande befindlichen Marine- Offiziere weigern sich, tretenden Schriftführer: Stanislaw Przybyszewski gegen ihre alten Kameraden zu kämpfen. Drei auf- und Franz Mertowsti als Beisitzer. ständische Schiffe begaben sich am Sonnabend nach Santos, Sämmtliche Briefe betreffend die polnische Agitation find zu uum fich des Zollamtes zu bemächtigen und Peixoto diese richten an Franz Morawski, Berlin O., Andreasftr. 78a, Einnahmequelle abzuschneiden. Es heißt, daß Rio Geldsendungen dagegen an Rasimir Thiel, Berlin N., Oranienburgerstr. 32, zu senden. de Janeiro fich nahezu im Zustande der Anarchie" befinde. Der Redakteur der Zeitung Heraldo" ist in grausamer Weise ermordet worden. Der Abfall von Bahia, Pernambuco und des gesammten Geschwaders von Rio Lieder gesungen und, man dente, sogar die Hüte geschwenkt habe. es war ein Maifeier Ausflug- politische Reden gehalten, Troß dieser Gendarmengeschichte, die der Bürgermeister und zwei Polizeidiener noch bekräftigten, wurden die Angeklagten auf Untrag des Amtsanwalts freigesprochen. Weiter war der Weber Albert Spohler aus Beuel unter Anklage gestellt worden, weil er ebenfalls im obigen Lokale eine Versammlung ohne polizeiliche Bescheinigung abgehalten haben sollte. Auch hier erfolgte Freisprechung, und auf Antrag des Vertheidigers, Rechtsanwalt Dr. Levi, wurden außerdem die Vertheidigungskosten der Staatstaffe auferlegt. Schließlich sprach das Gericht den Textilarbeiter- Verbandes in Beuel, der er vorsteht, nicht bei der Weber Heinrich Keller von der Anklage frei, die Filiale des Bolizei angemeldet zu haben. In allen drei Fällen dienten Gendarm und Bürgermeister als Zeugen. Der Parteigenosse Aeustergerling, der bei der letzten Reichstagswahl im Wahlkreise Mühlhausen- Langenfalza bekanntlich fandidirt hat, ist vom Schöffengericht in Treffurt zu einer Gesammtstrafe von fünf Monaten Gefängniß verurtheilt worden, weil er in zwei Fällen in Treffurt ohne polizeiliche Erlaubniß Versammlungen abgehalten und ferner sich eines Hausfriedensbruchs dadurch schuldig gemacht haben soll, daß er der in einer freisinnigen Versammlung an ihn ergangenen dreider polnischen sozialdemokratischen Partei maligen Aufforderung, den Saal zu verlassen, nicht nachgekommen August Berfus, ist. Hoffentlich legt unser Genosse Berufung gegen dies harte Urtheil ein, Der Vorstand Berlin SO., Lausigerstraße 37, II. Für den Inhalt der Inserate über. !! Lezte Woche! nimmt die Redaktion dem Publikum Königl. italienischer Circus gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 20. September. Opernhaus. Der Freischüß. Neues Theater. Bom landwirthMilitärfromm. Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zeolog. Garten. Heute, Mittwoch, den 20. September, Abends 8 Uhr: 1 Lehte große E Klown- u. Komikervorstellung, in welcher sämmtliche Klowns der schaftlichen Balle. Eingeschlossen. Gesellschaft Alles aufbieten werden, Deutsches Theater. Der Talisman. um dem Publikum einen genußreichen Berliner Theater. Graf Waldemar. und hochamüsanten Abend zu bereiten. feffing- Cheater. Getauble Sünden Gr. Ringfampf Kroll's Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Der Talisman. Residenz- Theater. Odette. Adolph Eruft- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenKaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. zwischen dem berühmten Preisringfämpfer Herrn Gustav Urban aus Iauer und dem Meisterschaftsringer von Deutschland Herrn Heinr. Eberle. PassageDie Verlobung meiner Tochter mit dem Steindrucker Ferd. Fehlow erkläre ich hiermit für aufgelöst. Berlin, den 18. Sept. 1893. 2033b Frau Lehn. Den Mitgliedern der Vereinigung der Maler u. s. w. die traurige Nachricht, daß der Rollege 215/10 An die Parteigenossen Berlins! Freitag, den 22. September 1893, Abends 8 Uhr, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Karl Gawehn Großer Sommers am 17. September im HedwigsfrankenDie Beerdi hause verstorben ist. gung findet am 20. September, Nach mittags 4 Uhr, vom Krankenhause Gr. Hamburgerstraße aus statt. Ehre seinem Andenken! Die Kellegen der Filiale 5 Nord. Todes- Anzeige. Verwandten, Freunden und Betannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein Mann, unser Vater, Friedrich Karl Reileetanz, Schloffer, am 16. d. M. plötzlich verstorben ist und Panopticum. bbie Beerdigung am 20. d. M., Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's National- Theater. Panopticum. Große Frankfurterstraße 182. Große Doppelvorstellung zu einf. Preisen Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzkunde. Poffe in 1 Akt von R. J. Anders. Mufit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 7½ Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 24. d. M., Nachmit tags 3 Uhr: Voltsvorstellung zu bedeutend ermäßigt. Preisen: Die Räuber. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Irrgarten. Juustonen. von Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Derington, 4 Personen, Radfahrer- u. Drahtseilfünftler. Elsa Rosinska, Soubr. Cordes, Gesangs- Humorist. Alfonso, Instrumental Humorist. A. Engel, 8 breff. Hunde. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. = Nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle der zu Ehren des auf furze Zeit in Berlin anwesenden Vor- und Mitkämpfers der Sozialdemokratie Friedrich Engels. Bei der beschränkten Anzahl von Billets, welche zu diesem Zweck ausgegeben werden können, bitten wir alle Parteigensen, ich an die Vertrauensmänner der Kreise zu wenden. Billet 20 Pf. Kassenöffnung 7 Uhr.. 350/5 Das Komitee. Thomaskirche stattfindet. 2281b Achtung! Genossen und Genossinnen! Achtung! Lina Reileetanz und Töchter. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß Volks- Versammlung mein lieber Mann, der Gastwirth am Donnerstag, 21. Sept., Abends 8 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Wilh. Löhmann, uns durch plöglichen Tod entrissen ist. 2230b Wwe. Lähmann nebst Kindern. Die Beerdigung findet statt Donners der Leichenhalle Wilhelmsberg. tag, den 21. d. M., Nachm. 3 Uhr, von Todes- Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Kollegen zur Nachricht, daß meine Frau Marie Schwarzkopf geb. Wegener 2020b nach langem und schwerem Leiden am Dienstag, den 19. September, in Johannisthal sanft entschlafen ist. Andreasstr. 64. 0 Zages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Klara Zetkin aus Stuttgart, über: Frauenrech.: lei und Arbeiterinnenschutz. 2. Diskussion. 411/18 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht, da Frau Zetkin nur einen Vortrag in Berlin hält. Die Frauen- Agitationskommission. Typographia Die Beerdigung findet Donnerstag, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. den 21. September, Nachmittags präzise 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes in Briz aus statt. Gustav Schwarzkopf, Gastwirth, Staligerstraße Nr. 11. Verein für Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau des Rollegen Guft. Schwarzfopf, Frau Marie Schwarzkopf nach langem und schwerem Leiden entAdolph Ernst- Theater. Victoria- Brauerei, noftraße ſchlafen ist. Die Beerdigung findet Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gesang in 1 Aft v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefekt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Heute: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Donnerstag, Nachm. präz. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes in Briz statt. Um rege Betheiligung bittet Mitgl. d. A.-S.-B. Dirigent: W. Bölke. Am Sonntag, den 24. September 1893: Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert in den Konkordia- Feßtsälen, Andreasstr. 64. Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen. Anfang 6 Uhr. Entree: Jm Vorverkauf 30 Pf., an der Kaffe 40 Pf. Tanz 50 Pf. Billets find bei Herrn Stolle, Oranienstraße 126, II, und im 159/18 Segersaal des" Vorwärts" zu haben. Der Vorstand. Freie Volksbühne. Am Mittwoch, den 20. September, Abends 8% Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenſtr. 57: De Borstand Außerordentliche Generalversammlung. J. A.: Lorenz. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, 0 Tages Ordnung: 1. Diskussion über: Die fünstlerische Thätigkeit der Freien Volksbühne. 2. Verschiedenes. Da geraume Zeit verflossen ist, seit in der Mitte des Vereins über Entree beseftaurateurs August Förster, für die künstlerische Thätigkeit der Freien Boltsbühne gesprochen wurde, werden die zahlreichen Blumen- und Kranz- die Mitglieder dringend gebeten, diese Versammlung zu besuchen. spenden, sowie dem Verein Berliner 50 Pfg. ( Im Vorverkauf 40 Pf.) ( Bis inkl. Freitag, den 22. September, noch täglich, dann jeden Montag und Alte Jakobstrasse No. 30. Mittwoch, den 20. Septbr. 1893: Berliner Vollblut. Freitag) Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Zäglich: Theater und Spezialitäten Vorstellung. Men! Zum 16. Male! Neu! Sonntag, den 24. September: Erste Soirée in Sanssouci". Dienstag, Den 26. September: Erste Soirée im Böhmischen Brauhaus". 33 ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: chant und Gastwirthe für seine An- Der Vorstand der Freien Volksbühne. Dant. theilnahme sage meinen tiefgefühltesten 396/4 Sophie Förter. Etablissement Morit Play. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Moris Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Play. Buggenhagen. und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Sonnabend, den 23. September, im Saale der Brauerei Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Grosses Frei- Concert Schmiedel's Festsäle, Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palaft. Alte Jakobstrasse 32, Wwe E. Schmiedel. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Pf., empfehle meine hocheleganten Säle reservirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Berliner in Chicago. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Zeitbild von Oscar Wagner. Raffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Wochentags 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Pf. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City: Paff.) Schönste und billigste Sehenswürdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Sensationell! eu! Spreeniven! Anfang: Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Neues Club- Haus Friedrichshain( fr. Lips), am Königsthor: Stiftungs- Fest unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Sänger Chor der Töpfer" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Konzert. Gefang. 328/18 Tanz. Anfang 8 Uhr. Entree( inkl. Tanz) 30 Pf. Hierzu ladet freundlichst ein Der Vorstand. Billets sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, auf sämmtlichen Zahl. Buchbinderei und stellen und in den mit Plakaten versehenen Geschäften zu haben. R. Treff, Spielw. Handlung, D. 0. Friedenſtr. 101, empfiehlt sich den Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Genossen zur Anfertigung aller Buchbinderarbeiten. Zur Konfirmation und Umschulung reiche Auswahl an Gesangbüchern, sowie sämmtl. Schulbedaris72. Kommandantenstr. 72. Artikeln. Empfehle meine grossen u. klelnen Festsäle E den 2c. Vereinen und.Gesellschaften. Habe noch e nige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Vereinszimmer Simeonftr. 23. Sonnabend, den 23. d. M.: Eröffnung von Präuscher's weltberühmtem anatomischen MUSEUM Friedrichstrasse 65 ( Mohrenstraßen- Ece). 4809L Viel Nenes Freitag, den 29.: 1. Damentag. Arbeitsmarkt. Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung 1988b am Freitag, 22. September, Nachmittags 5 Uhr, bei Wilke, Hochstr. 82a. Tagesordnung: 1. Vortrag und Diskussion. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Marmorschleifer verlangt Hasenhaide 45/47. 2226b 2221b Lehrling( Lederarbeit) gleich oder 1. Oktober verlangt Bahr, Dragonerstraße 6a 3 Tr. Lehrling zur Bergolderei w. verl. Wolgasterstr. 6. 2227b Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter 0. P. 2 nimmt die Expedition entgegen. 1949b 162/19 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Am Sonnabend erscheint in meinem Verlage: Neu! Der kleine Pfaffenspiegel, Neu! oder: Wie das Pfaffenthum entstanden ist. 31 Bogen. Preis 30 Pf. Pendant zu Corwin's Pfaffenspiegel in Broschürenform mit vollständig selbständigem, aufklärendem Inhalt, herausgegeben im Einvernehmen mit dem Verleger Corvin's. Zu beziehen durch alle Parteibuchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verleger 22326 Th. Mayhofer Nachf., Berlin N., Weinbergsweg 15b. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 221. Lokales. Mittwoch, den 20. September 1893. firma Borchard auch kein armer Mann 10. Jahrg. in mit 400 000 m. rau Sternecker hat das Lokal während der Abwesenheit ihres Mannes geleitet und nunmehr bis zum 1. April 1894 gepachtet. Wie es gemacht wird. Der Vertreter einer auswärtigen macht sein, auf grund dieser Bestimmung einen lediglich mit der entlassen. Und das nennt man patriarchalisches Verhältniß"! Ausübung seiner Kunst also nicht etwa als Unternehmer In der That, es läßt sich kein größerer Widersinn denken, als Die Wohnungsverhältnisse der gewerblichen Arbeiter beschäftigten Architekten zur Gewerbesteuer heranzuziehen. Ein die Gesinde- Ordnung für unsere großstädtischen Verhältnisse. in Berlin schildern die amtlichen Berichte der Gewerberäthe in solcher Fall ist jüngst in St. Goar vorgekommen. Der zur Ge- Durchaus nothwendig ist aber eine Aenderung der foſfilen Gerofigem Lichte, das mit der Beleuchtung, welche die Wohnungs- werbesteuer eingeschätzte Architekt hat auf seine Einsprache finde- Ordnung vom Jahre 1810, die die armen Dienstboten fast verhältnisse der gewerblichen Arbeiter in Berlin seitens der Ar- folgenden Bescheid bekommen: Rechtsanwalt und Volksanwalt, rechtlos stellt. beiter- Sanitätskommission erfahren, in grellem Widerspruche steht. Naturarzt und approbirter Arzt betreiben denselben Beruf: So heißt es z. B. in den amtlichen Berichten unter anderem: die einen dieselbe Rechtswissenschaft, die anderen dieselbe Die Akten über Verlegung der Berliner Viehmarkt" Die Neubauten erfolgen sämmtlich nach der neuen Bau- Heilkunde. Dennoch sind Voltsanwälte und. Naturärzte steuer- tage sind jetzt an das Reichsamt des Innern gegangen. Danach ordnung und auch an den kleinen Wohnungen in den neuen pflichtig. Daraus folgt, daß bei solchen Gewerbetreibenden, bei gewinnt, so meint die Allg. Fleischer- Zeitung", es den Anschein, Hinterhäusern dürfte durchschnittlich taum etwas auszusetzen denen zwischen staatlich anerkannten und nicht anerkannten unter- daß für Deutschland eine einheiliche Regelung der Biehmarkttage sein." Es ist dies eine Auffassung, über die sich mindestens schieden wird, die staatliche Anerkennung infolge Examens Steuer- herbeigeführt werden soll, und zwar unter Berücksichtigung der streiten läßt und ist hierbei der Standpunkt maßgebend, von dem freiheit begründet. Also ist auch bei Ausübung der Baukunst Sonntagsruhe. Abwarten! aus man die Verhältnisse betrachtet. Wenn man auf dem viel- nur der steuerfrei, der das staatliche Baumeister- Gramen be- Im Konkurs des Restaurateurs Sternecker beliebten Standpunkte steht, daß für die Arbeiter alles noch gut standen hat. Das Gesez sagt in§4 Biffer 7 insbesondere" genug ist, dann allerdings ist an der amtlichen Richtigkeit der Auf- auch des Berufes als Arzt. Es ist damit also keine Ausnahme, Weißensee wird, dem„ Kl. J." zufolge, die Masse kaum 5 pct. für die Gläubiger tragen. faffung nicht zu zweifeln. Ferner heißt es in dem Berichte:„ Wenn Prinzip kann aber nach dem Wortlaute des Tertes und of- Liqueurfabrikant mit einer Million Mark und die Tapetensondern eine Anwendung eines Prinzips ausgesprochen. Dieses Hauptgläubiger fino ein reicher man von einer Wohnungsnoth sprechen will, so besteht dieselbe den nicht etwa in einem Mangel an geeigneten Wohnungen für die nach gefeßlich gewählten Beispielen kein anderes leinen Leute, sondern lediglich in dem Misverhältniß zwischen ein, als daß Ablegung des staatlichen Examens den der Einnahme des kleinen Mannes und der Höhe des Mieths: Unterschied zwischen Ausübern derselben Kunst und Wissen preises für eine Arbeiterwohnung." Ja, was nügt mir der schaft hinsichtlich der Steuerpflicht begründen solle, also auch Mantel, wenn er nicht gerollt ist? Und was nügt den kleinen bezüglich der Baukunft". Die" D. Bauztg." meint, es lohne sich Marzipanfabrik, ein Herr Zipter, benugt die Geschäftsbesuche bei Leuten eine geeignete Wohnung oder gar ein Ueberfluß an sol- nicht, sich über die Streichung der Architektur aus der Reihe ſeinen Kunden zugleich dazu, eine Petition zwecks Aufhebung der chen, wenn sie sie nicht miethen, d. h. bezahlen können? Daß der Künste sonderlich aufzuregen. Nur auf die seltsame Logit Sonntagsruhe unter den jeweilig im Geschäft arbeitenden Gedies ein durchaus ungesundes Verhältniß ist, vermag der amt- der letzten Sätze, die sich an das Wort„ insbesondere" anklammert, hilfen zirkuliren zu lassen. Da die Petition stets im Beisein der liche Berichterstatter nicht anzuerkennen, denn derselbe sagt in macht das Fachblatt in dem Sinne aufmerksam, als daraus Brinzipale herumgereicht wird, ist bei der Abhängigkeit der Gefeinem Berichte weiter:„ Aber ein erhebliches Sinken der Mieths: hervorgeht, wie der Wortlaut von Gesezen nicht sorgsam genug hilfen natürlich an einem Erfolg nicht zu zweifeln. Immerhin preise in der Stadt selbst und eine dadurch bedingte Berbeffe- abgefaßt werden kann. Bei der Hetze, mit der schlechte Gesetze ist es gut, diese Art von Stimmungsmache im Gedächtniß zu preise in der Stadt ſelbſt und eine dadurch bedingte Verbesse fabrizirt werden, kann eine ungenauigkeit indeß absolut nicht behalten; vor allem mag ihr bei passender Gelegenheit im rung der Wohnungsverhältnisse ist nicht zu erwarten. Man muß fogar sagen, daß ein erhebliches Sinten der Miethspreise in auffallen. Die Unklarheit, welche unsere bürgerlichen Gesetzes Reichstag die gebührende Beachtung geschenkt werden. Berlin ein Unglück wäre; denn da die meisten Berliner Haus- fabrikanten im Landtag beherrscht, führt nothwendig auch zu Unklarheit im Ausdruck. wirthe nur ein sehr geringes Kapital befißen( 3wei Drittel unklarheit im Ausdruck. Der Bootsunfall auf der Müggel am vorigen Sonntag aller Häuser sind zu 80 p& t. und höher mit Hypotheken hat zum Glück nur ein Opfer gefordert. Ertrunken ist der aus belastet), so würde ein erhebliches Sinten der Miethspreife die Unzuverlässigkeit der privatkapitalistischen Gesellschaft zur insafsen sind, nachdem Becker schon untergegangen war, von einem Schönebergs und Friedenaus Vertreter kommen durch Ungarn gebürtige Kaufmann Becker. Die beiden anderen Bootsviele Taufende von dem Mittelstande angehörigen Hausbesitzern Wasserversorgung allmälig zu der ihnen bislang von unseren Schiffer, der auf die Hilferufe der Schiffbrüchigen herbeigeeilt zum Bankrott zwingen, was doch gewiß fein wünschenswerther Genossen in beiden Gemeinden vergeblich gepredigten Ansicht, war, glücklich gerettet worden. Der Schiffer hatte die Erstarrten Zustand wäre." Der amtliche Berichterstatter hält es somit für daß es unumgänglich nothwendig ist, von Gemeinde wegen ein nach dem Kesselhause der neuen Wasserwerke gebracht, wo sie einen wünschenswertheren Zustand, daß im Intereffe einiger Wasserwerk anzulegen. Tausend zweifelhafter Hausbesizer", um dieselben dem Mittel- handlung behufs Erbauung eines gemeinschaftlichen Wasser- Kleidern zu versehen. Der eine der Geretteten hatte sich im Beide Gemeinden stehen in Unter- längere Zeit verblieben, um sich zu erholen und sich mit trockenen stande" künstlich zu erhalten, Hunderttausende kleiner Leute auswertes. gebeutet werden durch theuere Wohnungsmiethen oder aber in menfchenunwürdigen, Wohnungen" hausen müssen! Helfen kann In der Sigung vom 16. d. Mts. beschloß der Vorstand der nach Ansicht des amtlichen Berichterstatters nur die allmälige Orts- Krankenkasse der Sattler fernerhin teine erkrankte Witglieder Uebersiedelung der großindustriellen Arbeiter in die Vororte, der fgl. Charitee zu überweisen. nelche ganz von selbst mit der sich vollziehenden Verlegung der n um Wasser des größten Theils seiner Sachen entledigt und mußte sich Kleider leihen. Beide haben dann still die Heimfahrt angetreten. Becker's Leiche ist noch nicht gefunden. Der Verein " Vorwärts", dessen Mitglieder die Schiffbrüchigen sind, hat seinen Bootsplatz in Stralau auf der Kothe'schen Werft. Der Verein hatte am Sonntag mit drei Booten eine größere Tour über Grünau, Schmöckwiß, den Dämeriz und die Müggel unternommen, zwei dieser Boote sind, wie gemeldet, getentert. Großindustrie in die Peripherie der Großstädte vor sich geht. Ez Zum Bau der Samariterkirche soll nach einem jetzt er fönne sich also nur darum handeln, in den Vororten, wo ja das lassenen Resolut des Polizeipräsidiums die Stadt Berlin nur Bauterrain noch verhältnißmäßig billig sei, in großem Maß- 99 730 M. beitragen! Natürlich wird dagegen geklagt werden. stabe gesunde und billigere Arbeiterwohnungen herzustellen für Die Nachfrage nach Dienstboten soll gegenwärtig, wie die Arbeiter, welche in den dortigen Etablissements Arbeit finden. bürgerliche Blätter melden, sehr groß sein. Die Nachricht kann schien am Montag Abend gegen 7 Uhr ein Mann, der eine Uhr In einem Uhrmacherladen im Hause Markusstraße 11 erDoch auch dies dürfte seine großen Schwierigkeiten haben. Das bei jemandem, der die Berliner Verhältnisse nicht genau tennt, taufen wollte. Die allein anwesende Frau legte ihm verschiedene Bauterrain ist in den Vororten feineswegs noch verhältnißmäßig Befremden erwecken. Noch vor wenigen Wochen war ein großer Uhren vor, währenddem klopfte es an dem zweiten Eingange, billig, sondern von der Terrainspekulation bereits mit Beschlag Ueberfluß an weiblichen Arbeiterinnen aller Art, Dienstboten welcher vom Hausflur in den Laden führt, aber verschlossen war. belegt. Bei Anlage von Fabriken mit erforderlichen Wohnungen nicht ausgenommen, vorhanden und die ausgebotenen Arbeits- Die Frau rief laut: Hier wird nicht aufgemacht; wer etwas würde die Spekulation die Preise noch mehr in die Höhe schnellen stellen wurden von ihnen im Sturme zu erwerben gesucht; jetzt will, fann vorn durch die Ladenthür herein kommen!" Es kam und mit den billigen Arbeiterwohnungen wäre es vorbei. Eine soll nun plötzlich Nachfrage bestehen. Die Sache an sich hat aber niemand vorn herein, und der Käufer hatte es merkwürdig billige Wohnung hat für den Arbeiter, wie sehr richtig angeführt ihre Richtigkeit und giebt ein interessantes Zeugniß von dem ge- eilig, den Laden ohne Kauf zu verlassen. Bald darauf entstand wird, nur dann einen Werth, wenn sie in der Nähe seiner Ar- feßlich gehüteten und mit mancherlei Vorrechten zu gunsten der ein Auflauf vor der Thür. In einen in demselben Hause befindbeitsstätte liegt. Eine solche Wohnung aber wird der Arbeiter Dienstherrschaft ausgestatteten„ patriarchalischen Verhältnisse" lichen Posamentierladen trat ein Mann, der ein seidenes Halsstets zu finden in der Lage sein, mag seine Arbeitsstätte auch zwischen Dienstherrschaft und Gesinde. Die Saison ist zu Ende, tuch verlangte. Die Ladenmamsell legte einen Karton solcher sein, wo sie wolle, sobald das konstatirte Mißverhältniß zwischen b. h. die vornehmen Herrschaften, deren Mittel, oder beim Mangel Tücher vor, als ein zweiter Mann erschien, der für„ einen der Einnahme des fleinen Mannes und der Höhe des Mieths- solcher, deren finanzielles Genie ihnen den Aufenthalt in Bädern Sechser" Zwirn kaufen wollte. Der erste Käufer meinte:" Bepreises für eine Arbeiterwohnung in Wegfall kommt. und Sommerfrischen bisher ermöglicht hat, kehren zurück, dienen Sie nur den erst, ich kann noch warten!" Während nun „ Herr Zelle kam, Herr Kunze rief: laßt mir herein den fich für den Winter bequem einzurichten. Als das Fräulein den Zwirn verkaufte, nahm der erste Käufer den Alten." Das Ententeichprojekt und das Projekt, viele Millionen mädchen entlassen. Endweder hatte man das Gesindeverhältniß mamfell wollte nachlaufen, wurde aber durch den Zwirntäufer Alten." Das Ententeichprojekt und das Projekt, viele Millionen diese Herrschaften zu Anfang Mai abreisten, wurde das Dienst- Karton mit den seidenen Tüchern und lief davon. Die Ladenaus dem Bürger- Steuersäckel zu nehmen, um Einem Haus von Anfang an so eingerichtet, daß es um jene Zeit lösbar war, festgehalten, bis der andere ein Stück fort war. Nun lief aber weiteren Abstand von Bürgerhäusern und bessere Aussicht zu oder man suchte und fand einen von den gesetzlich gegebenen auch der Zwirnkäufer fort, wurde von der Verkäuferin verfolgt verschaffen, liegt dem Herzen des Herrn Zelle nahe. Wie herrlich, Gründen zur Auflösung des Dienstverhältnisses. So kam es und eingeholt, indessen nahm das Publikum für den Verfolgten wenn auf dem Schloßplay etwa unter Führung des dicken Bier: denn, daß mit dem beginnenden Sommer die Zahl der stellungs- Partei, und ehe dasselbe Aufschluß erhalten konnte, war der Vermeyer mit der Hallenser Erklärung, des Herrn Oberbürgermeisters losen Dienstboten in Berlin eine große war. Die armen Mädchen, folgte verschwunden. Durch die Berührung der Nachbarn wurde Zelle in Wadenstrümpfen und Perrücken, sowie des Herrn die ohne Verwandte oder Bekannte sich in Berlin befanden, zogen alsbald festgestellt, daß derjenige Mann, der vorher die Uhr im Lieutenant der Reserve( und auch Stadtrath) Bohm das vierte es meist vor, wieder in ihre Heimath zurückzureisen, wenn es Nebengeschäft hatte kaufen wollen, identisch sein mußte mit dem Garderegiment Kniebeugen und Körper beugt" üben könnte. ihnen nicht gelang, eine andere Dienststellung oder Beschäftigung jenigen, der mit dem Karton voll Seidentücher durchgegangen Ter erste Schritt, den Herr Belle und mit ihm Alle aus dem Magistrat mit der goldenen Kette" auf diesem sei es als gewerbliche Arbeiterin, Näherin oder als Auswärterin, die Gauner aber in ein und demselben Hause den gleichen Koup in Berlin zu bekommen. Bei diesem Suche nach Beschäftigung, war. Der andere muß daher sein Komplice gewesen sein. Wenn Wege versuchte, war die bekannte Vorlage betreffend Umgestaltung führte das starke Arbeitsangebot zu einem entsprechenden versucht haben, so ist wohl anzunehmen, daß man es hier mit des Schloßplatzes und eines Theiles der Königstraße. Der Antrag der Sozialdemokraten, solche Vorlage rundweg abzulehnen, schäftigungslosen Mädchen doch nichts anderes übrig, als Versuche noch weiter fortsetzen. Niedergang der Löhne und schließlich blieb dem be- terufsmäßigen Gaunern zu thun hat, welche ihre diesbezüglichen wurde bekanntlich nicht angenommen, vielmehr die Vorlage einen Ausschuß überwiesen, in den Sozialdemokraten nicht gewählt Habseligkeiten aufbrauchen und einer traurigen Zukunft entgegenabzureifen, wenn es nicht seine geringen Mittel und wurden. Lange haben die Berathungen gedauert sehr lange. Von einem Eisenbahnzuge überfahren wurde gestern Endlich hat der Ausschuß gehen wollte. Jetzt ertönt wieder der Ruf: Es werden Dienst-( Dienstag) Vormittag gegen 11 Uhr auf dem Bahnkörper der die Neuwahlen ſtehen ja boten in Berlin verlangt. Wird das Mädchen abermals den Stadtbahn nahe am Bahnhof Friedrichstraße der Arbeiter vor der Thür mit Männermuth vor Königs thronen" die Ablehnung der Vorlage dem Plenum empfohlen. Weg nach Berlin unternehmen? Indeß das ist nicht nöthig. Pinsky. Er gehörte einer Kolonne an, die an den SchienenHerr Oberbürgermeister Zelle wünscht jedoch, persönlich sein die als Gesinde in den häuslichen Dienst eingestellt werden, ist auf dem Pinsky beschäftigt war, ein Zug vom Bahnhof FriedrichFür die nöthigen weiblichen Arbeitskräfte, auch für diejenigen, geleisen die Laschen festschrauben sollte. Als auf dem Geleise 3, Lieblingskind dem Plenum der Stadtverordneten zu empfehlen. Es soll die Sache deshalb erst nach seiner Rückkehr von seiner ausreichend gesorgt. Unsere Gesindevermiether dürfen nur wenige Straße nach Börse anfuhr, gab ein anwesender Bahnmeister für Urlaubsreise zur Berathung im Plenum gelangen. Zeilen in den Anzeigentheil eines Provinzialblattes einrücken die Arbeiter das Warnungszeichen, das aber von Pinsky überlaffen und zu Dutzenden eilen die Dienstboten aus den betreffenden hört sein muß, während die übrigen zur Seite sprangen. Die Gegenden herbei, um ihr Glück in Berlin zu versuchen. Man Maschine ging ihm über das Bein und trennte den linken Unterbraucht gegenwärtig nur in einiger Entfernung von Berlin, etwa schenkel vom Körper, brachte ihm auch bedeutende Verletzungen von 10 bis 12 Meilen, einen der dort gebräuchlichen Stellwagen am Kopfe bei. Pinsky mußte nach der Klinik in der Ziegeloder ein sonstiges landesübliches Verkehrsmittel zu benutzen, um straße gebracht werden. an den Reiseförben, Kisten und Bündeln schon zu sehen, wie zahlreich die jungen weiblichen Arbeitskräfte von dort nach Berlin strömen. Durch einen rohen Aft besonders hervorgethan hat sich Die Stadtverordnetenwahlen sollen auf den 8., 9. und Verkehr noch stärker. Dann entlassen die kleinen Herrschaften fer vor dem Grundstück Nr. 50 mit anderen zuſammen Balken Die Stadtverordnetenwahlen sollen auf den 8., 9. und u dem eigentlichen Umzugstermin, den 2. Oftober, wird dieser am Montag Abend um 7 Uhr ein Angetrunkener, der am Rottbuser 10. November anberaumt worden sein. in den Provinzialstädten ihr Gesinde, das ihnen für den Winter aus einem Kahn an das Land trug. Spielende Kinder hatten sich Die Einverleibung der Vororte beschäftigte in einem nur eine Laſt iſt und das sie nur im Sommer während der der verrohte Mensch nach einem Brette und schleuderte es unter dem Holz genähert und Rinde davon abgeschält. Deswegen griff diesem Projekt günstigen Sinn eine Anzahl Vertreter der bei der Ernte brauchen, und dann gehen ganze Gesinde- Karawanen nach die Kleinen. Der 7 Jahre alte Sohn Heinrich des DachdeckerEinverleibung interessirten Vororte. Aus der Besprechung ist die Berlin. Diejenigen Berliner Herrschaften, welche dieses Hin- und meisters D. wurde getroffen und trug eine 5 cm lange und 2 cm Betonung seitens des Gemeindevorstehers Röder( Lichtenberg) Herwogen des Gesindeverkehrs sehr genau kennen, beeilen sich tiefe Verlegung am Kopfe davon. Die Wunde mußte auf einer hervorzuheben, es müsse vor allem bei den bevorstehenden denn auch jetzt noch feineswegs mit dem Miethen eines neuen Landtagswahlen dafür gesorgt werden, daß aus den beiden Berlin Dienstmädchens. Die besten kommen nach Michaeli!" heißt es Sanitätswache zugenäht werden. umschließenden und für die Einverleibung in Betracht kommenden bei ihnen, denn fie ziehen naturgemäß solche Dienstboten vor, Streisen, dem Teltower und Nieder- Barnimer, wenigstens je ein die schon außerhalb Berlins im Gesindedienst gestanden haben sind, wie bekannt wird, der Kriminalpolizei Bedenken darüber Zu dem Neberfall in der Stralsunderstraße Abgeordneter in den Landtag, dem die Regierung das Ein- und sich durch ein gutes Dienstbuch ausweisen. Aus diefem gekommen, ob sich der Borgang so zugetragen, wie Frau Bothe verleibungsgesetz vorlegen wird, gewählt werde, der in jeder Be- Gesindeverkehr, der Jahr aus Jahr ein in Berlin ziehung, also auch rednerisch, im stande sei, die Nothwendigkeit sich stets um dieselbe Jahreszeit in derselben Form einer baldigen Eingemeindung der betreffenden Vororte über wiederholt, ist deutlich zu entnehmen, daß der Arbeits- Einen klassischen Beitrag zu der stetigen Zunahme der zeugend darzulegen. Dieser Wunsch ist leicht dadurch zu erfüllen, dienst des Gesindes genau denselben wirthschaftlichen Gefeßen Sittlichkeitsverbrechen in Berlin liefert die Verhaftung des Steuertaß die konservativen Landtagswähler Nieder- Barnims und unterliegt, wie jede andere Arbeitsleistung. Schlechter aber sind aufsehers Jakob H., die in den letzten Tagen erfolgt ist. DerTeltows ihre jetzigen Vertreter im Reichstage die Genossen die Dienstboten durch die Gesinde- Ordnung gestellt, als andere felbe war auf dem Haupt- Steueramte in der Straße Alt- Moabit Stadthagen und Zubeil zu Landtagsabgeordneten wählen. Arbeiter; sie sind beschränkt in der Auflösung des Dienstverhält angestellt und wohnte im Norden Berlins in demselben Hause Wollen sie das nicht, so wird es ihnen schwer werden, eine ge- niffes, ja unterstehen der Zucht ihrer Herrschaft, der zu diesem mit einem anderen Steuerbeamten. Letzterer besint drei Töchter eignete Kraft zu finden. Zwecke sogar das Recht der förperlichen Büchtigung zusteht, und im Alter von 14, 12 und 9 Jahren. Diese Mädchen hat H. es ist bekannt, daß viele Herrschaften sich nur zu leicht geneigt durch Geschenke an Zucker, Album und kleinen Geldbeträgen an Zu den vielen Steuer- Kuriositäten gehört ein von der fühlen, ihre Dienstherrlichkeit durch| Ausübung dieser körperlichen sich und in seine Wohnung oder in den Keller gelockt, je nachdem Teutschen Bau- Zeitung" mitgetheilter Fall.§ 4 Abs. 7 des Büchtigung zu handhaben, da sie jene Eigenschaft in anderer ob seine Frau und Tochter zu Hause waren oder nicht. Dort preußischen Gewerbesteuer- Gesezes vom 24. Juni 1891 erklärt eise taum bethätigen können. Aber in diesem sich alle Jahr hat er mit den erwähnten drei Kindern und noch einem vierten für steuerfrei: Die Ausübung eines amtlichen Berufes, der wiederholenden Gesindeverkehr liegt geradezu ein Hohn auf das jährigen Mädchen schwere Sittlichkeitsverbrechen in zahlreichen Kunst, einer wissenschaftlichen, schriftstellerischen, unterrichtenden vielbetonte patriarchalische Berhältniß" zwischen Dienstherrschaft Fällen begangen und zwar in der Zeit von vor Weihnachten oder erziehenden Thätigkeit, insbesondere auch des Berufes als und Gesinde. Im Herbst braucht man einen Dienstboten; dann 1892 bis Ostern dieses Jahres. Die Kinder haben theils aus Arzt, als Rechtsanwalt, als vereideter Land- und Feldmesser, wechselt man mit den Dienstmädchen bis zum Mai alle vier Scham, theils aus Furcht vor den Eltern die standalösen Borsowie als Martscheider." Selten dürfte wohl der Versuch ge- Wochen oder auch in noch fürzerer Zeit, um sie dann ganz zu tommnisse verschwiegen, bis dieselben durch einen Zufall herausDie Platfrage in der Angelegenheit der Berliner Gewerbe- Ausstellung von 1896 dürfte im Laufe des Monats Oktober noch zur Entscheidung gelangen. In der Frage scheint die überwiegende Mehrzahl der Komiteemitglieder dem Vorschlage zuzuneigen, den Treptower Part als Ausstellungsterrain zu wählen. = ihu angezeigt hat. " M. Soziale Iteberlicht. er famen und die Eltern Anzeige erstatteten. Der Wüstling ist im sei, daß dieselben auch für diejenigen Personen Jahre 1834 geboren, also bereits 59 Jahr alt. gelten Zuckersäure vermischt war und der medizinische Sachverständige, follen, welche für bestimmte Gewerbetreibende außerhalb Medizinalrath Dr. Long, begutachtete, daß die Zeugin bei der Werkstätten und Druckfehler- Berichtigung. Der Seherteufel hat in unserer werblicher Erzeugnisse beschäftigt sind. Die Bestimmung des in ihrem Allgemeinbefinden hätte erleiden fönnen. Die Anletzteren mit der Anfertigung ge- reichlicherem Genuß des vergifteten Kaffee's schwere Störungen geftrigen Notiz über das Adolf Ernst- Theater aus einem§ 122 über den Anspruch auf vierzehntägige Kündigung könne geklagte wollte nur den Zweck gehabt haben, ihrer Feindin, von journalistischen Hausfreund einen humoristischen" Haus- deswegen nicht zur Anwendung fommen, es hätte vielmehr den der sie annahm, daß sie sie um den Dienst gebracht, einen Schabernack freund gemacht. Das heißt nun freilich die Dinge auf den Kopf Barteien frei gestanden, einerseits teine Arbeit mehr zu ertheilen, zu spielen. Nachdem die Geschworenen ihren Spruch auf schuldig stellen. Solch' zudringliche Claque ist nicht blos nicht humoristisch, andererseits feine Arbeit mehr zu entnehmen. Der Anspruch auf abgeg ben, konnte die Angeklagte nach dem Gesez nur mit Zuchtsondern im höchsten Grade geschmacklos, weshalb wir auch gegen vierzehntägige Lohnentschädigung sei somit hinfällig. solche Humoristit uns verwahren wollten. hausstrafe belegt werden. Das Gericht erkannte auf eine solche Die zweite, obiger entgegenstehende Entscheidung wurde in von einem Jahre drei Monaten und brachte hierauf Marktpreise in Berlin am 18. Septemb., nach Ermittelungen Sachen des Schneiders Howald gegen die bekannte große Ron- 4 Monate durch die erlittene Untersuchungshaft in Abrechnung. des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von für die Firma gearbeitet und eines Tages teine Arbeit mehr fettions und Handelsfirma Gerson gefällt. Der Kläger hatte 15,60-15,10 m., mittlerer von 15,00-14,60 m., geringer vou In nulanterer Weise hat der Bäckermeister Böttcher 14,50-14,00 m., Roggen per 100 kg. guter von 13,40 bis erhalten; er flagte, nachdem er an mehreren Tagen sich ver- aus der Gneisenaustraße sich billiges Mehl zu verschaffen gewußt. 13,00 M., mittlerer von 12,90-12,60 M., geringerer von 12,50 geblich nach dem Geschäft bemüht hatte, auf Bahlung einer Lohn- Gr unterhielt einen lebhaften Verkehr mit Mehlkutschern, die bis 12,20 M. Gerſte per 100 kg. gute von 19,00-17,70 M., die beiden Klägerinnen im Falle Schlochert wider Schönfeldt, einen Sack übrig zu behalten". Sie wußten genau, daß Meister entschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung. Er war, wie sonderer Weise vom Schicksal so begünstigt waren, hier und da mittlere von 17,60-16,40 m., geringe von 16,30-15,00 M. Hausarbeiter. Wie jene bekam er den Zuschnitt und anderes Böttcher für derartiges Mehl immer Verwendung hatte und kein Hafer per 100 kg. guter von 18,80-17,50 M., mittlerer von Material von der beklagten Firma und lieferte den zu Hause" Bedenken trug, es den Kutschern abzunehmen. Herr Böttcher ist 17,40-16,20 m., geringer von 16,10 bis 14,80 m. Stroh, fertiggestellten Rock an dieselbe ab, um mit neuem" Buschnitt" erst kürzlich Richt per 100 Kilogramm von wegen Hehlerei bestraft worden, weil M. Heu per 100 Kilogramm von Mehl verschafft hatte, welches er wieder heimwärts zu ziehen. Als Vertreter der Beklagten war auf diese Weise fich Erbsen, gelbe zum Kochen per 100 Rg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per Herr Finke erschienen. Dieser bestreitet den Anspruch des unter dem Börsenpreise bezahlte. Gestern stand er wieder per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per Klägers, er ist der Meinung, daß Sausindustrielle keinen An- wegen eines gleichen Bergehens vor dem Schöffengericht. 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Zinsen per 100 Kg. von 80,00 bis spruch auf vierzehntägige Kündigungsfrist haben. Die Beklagte Aus einem Waggon der Anhalter Bahn, in welchem ein Rutscher 30,00 M. Kartoffeln, per 100 kg. von 8,00-5,00 m. Rind- spruch fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch diese Leute hielten es alle für selbstverständlich, daß mit jedem einzuladen hatte, waren plötzlich 8 Säcke mit Mehl verschwunden. beschäftige etwa 500 Arbeiter, die in ihrem Heim arbeiteten; des Bolle'schen Fuhrgeschäfts für Mehl und Getreide Waaren per 1 Rg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Stück Arbeit, welches sie abliefern, das Arbeitsverhältniß gelöst Herr Bolle, welcher seinen Kutscher in Berdacht hatte, forschte 1,60-1,00. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. sei und daß mit jedem Stück in ein neues Arbeitsverhältniß ein- nach dem Verbleib der Waare und sah sich schließlich genöthigt, von 2,80-2,00 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,40 m. Fische getreten werde. Dies werde auch durch die Quittungen ausge- in dem Geschäfte des Angeklagten Haussuchung abhalten zu per 1 Kg. Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80 bis prochen, welche über die Bezahlung jedes fertigen Stückes aus- lassen. Dabei wurde denn auch ein Sack entdeckt, welcher nach 1,20 M. Zander von 2,40-1,20 M. Hechte von 2,00-1,00 2. Gericht vor. Darin quittirt der Empfänger über den gezahlten behauptete, daß er dieses und anderes Mehl von Kutschern zu Herr Finte legt eine solche Quittung dem seinem Signum zu den verschwundenen gehörte. Der Angeklagte Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 M. Bleie von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 15,00-1,50 M. 2ohn für dieſes oder jenes Stück und erklärt, keine Forderung dem Börsenpreise gekauft habe, vermochte jedoch nicht einen irgend welcher Art mehr zu haben. Herr Finke erklärte sich Kutscher namhaft zu machen. Der Gerichtshof erachtete es für Polizeibericht. Am 18. d. M. Morgens wurde ein Maler außerdem bereit, den Nachweis zu führen, daß der Kläger außer ein besonderes Glück des Angeklagten, nicht wegen gewerbsan der Ecke der Brunnen- und Bernauerstraße durch einen Ge- für die Firma Gerson auch noch für andere Arbeitgeber beschäf- mäßiger Hehlerei angeklagt zu sein und verurtheilte ihn zu schäftswagen überfahren. Er erlitt einen Bruch des Vorder- tigt war. Ein Zeuge des Klägers sagt aus, daß er während der 1 Monat Gefängniß. armes und der beiden Schlüsselbeine und mußte nach dem Lazarus- ganzen Zeit, in der Kläger für Gerson gearbeitet hat, in der Ein Säbelheld. Aus M.- Gladbach wird der Frankfurter Krankenhause gebracht werden. Jm Louisenstädtischen Kanal, Wohnung desselben thätig war; er wisse bestimmt, der Kläger habe am Kohlenufer, wurde die bereits start verweste Leiche eines etwa nicht in dieser Zeit für ein anderes Geschäft gearbeitet. Der Zeuge der Beitung" berichtet: Bei der Musterung der Gestellungspflichtigen 30 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Nachmittags wurden Beklagten fann nur aussagen, daß der Kläger die Arbeit für die Firma im legten Frühjahr schritt ein Polizeibeamter gegen singende ein etwa 50jähriger Mann auf einem Schießstande in der Hasen- J. Block aufgab, als er für Gerson zu arbeiten anfing, und daß junge Leute ohne bringende Veranlassung gleich mit dem blanken haide und ein Mädchen in seiner Wohnung in der Alexandrinen- derfelbe seines Wissens, als er für Gerson thätig war, Säbel ein und versetzte einem Burschen, der zum Militär ausstraße erhängt vorgefunden. Von der Kronprinzenbrücke sprang nur einen Anzug für einen Privatkunden gemacht hat. Die gehoben worden war, einen so wuchtigen Hieb über den Kopf, ein Mann in die Spree und ertrank. Beim Bohren eines Beklagte wurde verurtheilt, an den Kläger daß derselbe an den Folgen dieser schweren Verlegung nach zehn Brunnens auf dem Grundstücke Mauerstr. 69-75 löfte sich der 50 M. zu zahlen. Assessor Fürst begründete das Urtheil Dienste suspendirt und ist am Freitag Nachmittag verhaftet und Tagen starb. Der Beamte wurde einige Monate darauf vom Bohrer, fiel etwa 4 Meter hoch herab und quetschte dem am folgendermaßen: Brunnenloche beschäftigten Arbeiter Stahl zwei Finger der rechten Der Kläger ist ein Heimarbeiter. Darauf stüßt die Beklagte nach Düsseldorf abgeführt worden, wo er wegen Körperverletzung Hand ab; außerdem fiel ein auf dem Gerüst stehender Rohr- bezw. ihr Vertreter den Antrag, den Kläger abzuweisen; er foll mit tödtlichem Ausgang vor das Schwurgericht gestellt wird. leger infolge der Erschütterung des Gerüftes in das Brunnenloch als solcher keinen gefeßlichen Anspruch auf die geforderte Lohn- Glücklicherweise waren in diesem Fall zur Erhebung der Antiage und wurde am Arm und auch innerlich verletzt. Von der entschädigung besitzen. Der Beklagte hat einen Schein vorgelegt, hinreichende Zeugen vorhanden. Eine Unzahl Brutalitäten, die Wache des 69. Polizeireviers versuchte ein wegen Trunkenheit in dem der Kläger sagt, daß ihm keine Forderung irgend welcher in dem Militärstaat sich mehren, bleiben leider ungefühnt, weil dorthin gebrachter Arbeiter zu entfliehen und fiel dabei auf ein Art mehr zufteht. Nach Anschauung des Gerichts bezieht sich der Verletzte häufig mit Ausnahme feiner Striemen und Wunden etwa 1/2 Meter hohes Eisengitter, von dem ihm eine Spitze der Schein nicht auf die Kündigungsfrist, sondern er fagt nur, Beugen nicht beschaffen taun. in das Gesäß drang. Nach Anlegung eines Verbandes wurde daß dem Kläger keine Mehrforderung betreffs der gelieferten Arer nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause Königsberger beit zusteht. Die Frage, ob Heimarbeiter einen Anspruch auf die straße 5/6 gerieth ein vierjähriger Knabe unter die Räder eines 14tägige Kündigungsfrist haben, wird in jedem einzelnen Fall entschieden werden müssen. Von entscheidender Bes Heuwagens und wurde am Unterschenkel bedeutend verletzt. Nachmittags wurde ein etwa 30 Jahre alter Mann vor dem deutung ist, ob der Hausindustrielle für eine Hause Linienstr. 233 durch einen Arbeitswagen überfahren, so einzige, bestimmte Firma arbeitet oder für Achtung, Metallarbeiter! Der Streit bei der Firma daß er besinnungslos liegen blieb. Er hatte eine Quetschung des mehrere zu gleicher 3 eit. Natürlich geht diese Erwägung Unterschenkels sowie anscheinend innere Berlegungen erlitten und die Dilettanten der Arbeit nichts an, die jungen Mädchen beispiels- Willing u. Violet dauert unverändert fort. Wir erwarten, daß mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht wer- weise, welche für irgend ein Geschäft in ihren Mußestunden Stickereien die Kollegen nach wie vor die Ausständigen in jeder Weise den. In der Wallstraße, bei der Waiſenbrücke, wurde ein zehn- anfertigen, um sich ein Taschengeld zu verdienen, kommen bezüg- moralisch und materiell unterstützen. Zuzug ist auf das strengste fernzuhalten. jähriger Knabe durch einen Rollwagen überfahren und an den lich der Kündigung garnicht in Betracht. Darauf kommt Der Vorstand des Verbandes Beinen so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach dem es nicht an, ob von dem Heimarbeiter noch GeKrankenhause Bethanien erforderlich wurde. Im Fluthgraben, ellen beschäftigt werden. Diese Art„ Meister" aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter unter der Treptower Brücke, wurde die Leiche eines Mannes fie bekommen das gesammte Material zur Arbeit vom Arbeithaben den Charakter eines Gewerbegehilfen; Berlins und Umgegend. Otto Nather, Vorsitzender. angeschwemmt. Gegen Abend gerieth am Königsthor ein fünfund wurde so schwer verletzt, daß er auf dem Wege nach dem Buschnitt). Im vorliegenden Fall ist erwiesen worden, daß ist kein Zufall oder etwa Unfähigkeit seitens der„ Führer", wenn undsiebzigjähriger Mann unter die Räder eines Mörtelwagens geber geliefert, zum Theil schon zum Losarbeiten vorbereitet An die organisirte Arbeiterschaft Deutschlands! Es Krankenhause am Friedrichshain starb,- Im Laufe des Tages Die Majorität des Gerichts war der Ansicht, und von diesen wieder besonders die der gastwirthschaftlichen Kläger seine ganze Thätigkeit einer Firma gewidmet hat. Die Organisationen der Nahrungs- und Genußmittel- Brauche, fanden sechs Brände statt. daß die gelegentliche Arbeit für Privatleute Angestellten noch nicht die Größe und Festigkeit der Organi nicht in die Waagschale fallen kann. Wir sind zu fationen der eigentlichen Industrie- Arbeiter erlangt haben, sondern dem Urtheil gekommen, daß auch Heimarbeiter einen Anspruch jene Schwäche ist vielmehr in der zurückgebliebenen Entwickelung auf die gefeßliche Kündigungsfrist haben. der betreffenden Berufszweige zu suchen. Da es nun aber durch Der Vorsitzende bemerkte privatim, daß mit Rücksicht auf die zähe Ausdauer doch gelungen ist, in einigen der größeren Städte Gewerbegericht. Haben Hausindustrielle ein Borsiz des Herrn Dr. Meyer gefällt hat, eine Berathung über Kellner und Berufsgenossen ins Leben zu rufen und zu befestigen, entgegengesetzte Entscheidung, welche das Gericht unter dem( Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden 2c.) Organisationen der Recht auf die für Gewerbegebilfen gefeßlich die zukünftige einheitliche Gestaltung des Verfahrens in dieser foll unverzüglich daran gegangen werden, in anderen Orten das festgelegte vierzehntägige Kündigungsfrist? Zwei wichtige Entscheidungen des Gewerbegerichts, welche diese schwierigen Frage stattfinden werde. gleiche zu thun. Die unterzeichnete Kommission hat deshalb, von Frage verschieden beantworten, wurden von der Kammer I ge= Der Ansicht ausgehend, daß gerade derartige zurückgebliebene BeAhlwardt vor dem Reichsgericht. Bei den heutigen Ver- rufe nur durch eigene Fachgenossen aufzurütiteln und zu organisiren fällt, am 13. September unter dem Vorsitz des Magistrats handlungen des Reichsgerichts über die von Ahlwardt eingelegte sind, beschlossen, einen geeigneten Kollegen auch eine AgitationsAssessors Dr. Meyer, am 18. September unter dem Borsiz Revision gegen das Urtheil in dem Prozeß betreffend die Bro- tour unternehmen zu lassen, die sich vorläufig nur auf die größeren des Gerichts- Assessors Für st, Am 13. September hatten die Näherinnen Geschwister schüre Judenflinten" beantragte der Reichsanwalt die Ver- Städte Deutschlands erstrecken soll. werfung der Revision, weil dieselbe prozessual und materiell C. und M. Schlochert Termin, welche gegen den Schneider- unbegründet sei. Ahlwardt war persönlich anwesend und ver- nun dahin, uns in unserem Vorhaben nach Kräften zu unterUnser Ersuchen an die klassenbewußte Arbeiterschaft geht meister Fr. Schönfeldt auf Zahlung von 4,50 M. an rück- theidigte sich selbst. ständigem Lohn und auf Zahlung einer Lohnentschädigung wegen sprechend ist die von Aylwardt eingelegte Revision verworfen trauensmänner oder die Obmänner der Gewerkschaftskartelle ihre Dem Antrage des Reichsanwalts ent- stützen. Dies soll hauptsächlich dadurch geschehen, daß die Verunrechtmäßiger Entlassung flagten. Der Beklagte machte geltend, worden. daß durch die Schuld der Klägerinnen ihm ein Schaden erwachsen sei, der etwas mehr als die Lohnforderung( 4,50 M.) derselben Wegen Verlegung des Briefgeheimnisses wurde gestern ausmache. Er habe ihnen die drei Sachen deshalb nicht bezahlt, der Portier Heinrich Beier von der II. Straffammer des welche sie zulegt lieferten und die er mit Verwendung von theil- Landgerichts I zur Berantwortung gezogen. Es war eine fleine weise neuem Material ändern hätte müssen. Neue Arbeit habe Familiengeschichte, von welcher die Verhandlung den Vorhang er ihnen darauf nicht mehr gegeben. Eine Kündigungs- hinwegzog. Die Stiefschwester des Angeklagten war mit einem frist der Klägerinnen erkenne er nicht an, da sie Haus- Herrn Müller verheirathet, der Ehemann hatte sich aber von ihr gewerbetreibende seien. Sie hätten in ihrer eigenen Wohnung getrennt, weil er den Verdacht hegte, daß seine Ehefrau es mit Damenumhänge, Capes, gegen Stücklohn angefertigt. Die zuber ehelichen Treue nicht sehr genau nahm, sondern mit einem geschnittenen Stoffe nebst allen Materialien erhielten sie von in Leipzig wohnenden adligen Herrn intime Beziehungen an ihm ausgehändigt und lieferten die fertigen Umhänge oder geknüpft hatte. Da er nicht gewillt war, bei sich zu dulden, Mäntel ab. Die Klägerinnen hätten völlig freie Hand bezüglich was in Sizilien auch in den besten Familien vorkommen soll, ihrer Zeiteintheilung gehabt. Er habe auch keinerlei Interesse so hatte er feiner Ehefrau den Laufpaß gegeben und daran besessen, ob die Klägerinnen persönlich die übertragenen diese hatte Wohnung bei dem Angeklagten genommen. Arbeiten ausführten oder ob sie sich von anderen Personen helfen Letterer brachte feinem Schwager mehr Interesse entgegen, teich, Firma Linduer& Co., sowie nach Tiefenfurt, Firma Die Porzellanarbeiter warnen vor Zuzug nach Mitterließen. Die Klägerinnen hätten auch das Recht gehabt, für als feiner Schwester und als der betrogene Ehemann Donath. andere Arbeitgeber zu arbeiten. Die Klägerinnen bestritten, feine Ehescheidung betrieb und dazu eines klassischen Beweises schuld zu sein an den Aenderungen, welche an den drei Capes bedurfte, ließ sich der Angeklagte bewegen, einen aus Leipzig an Ein Streif der Lithographen und Steindrucker steht in vorgenommen wurden. Sie behaupten, deren Unbrauchbarkeit die Stiefschwester eingehenden Brief zu öffnen und den Inhalt Dresden bevor. Die Behilfen weigern sich, Arbeiten für die habe am Zuschnitt gelegen und verwahren sich gegen den Vor dem Schwager mitzutheilen. Er wurde für diesen Liebesdienst" Firma Kaufmann in Brandenburg a, S. auszuführen. Es ist wurf, an den Westentheilen in der Breite etwas abgeschnitten au zu 30 W. Geldbuße verurtheilt. ein Ausschuß gewählt, der von den Prinzipalen verlangen soll, haben. Da jedes andere Beweismittel darüber fehlte, ob sie die Arbeiten für die Brandenburger Firma abzulehnen; geschieht Schuld am Schaden des Beklagten tragen oder nicht, wurde Auf vorsätzliche Körperverlegung durch Beibringung dieses nicht, soll die Arbeit sofort eingestellt werden. Auch in ihnen der Eid auferlegt. Sie sollen in einem neuen Termin be- vou Gift lautete die Anflage, welche gestern vor dem Schwur Leipzig, Berlin, Hamburg und einigen anderen Städten haben schwören, daß sie nichts von dem Stoff in der vom Beklagten gericht des Landgerichts 1 gegen die 40jährige Dienstmagd die Gehilfen bekanntlich abgelehnt, für die Brandenburger Firma behaupteten Weise abgeschnitten haben. Für den Fall, daß sie den Juliane Stolnick verhandelt wurde. Aus dem Geständnisse zu arbeiten. Eid leisten, würden ihnen 4,50 M. zugebilligt. der Angeklagten in Verbindung mit dem Ergebniß der BeweisMit der Mehrforderung, welche von ihnen aufnahme wurde folgender Thatbestand für erwiesen erachtet: Der Bergarbeiter- Streit auf der Grube Herschels Erben wegen der ohne Kündigung erfolgten Nicht: Die Angeklagte trat am 15. Januar d. J. bei einer Herrschaft bei Boctwa ist beigelegt, indem die in letzter Zeit bekanntlich weiter beschäftigung durch den Beklagten ge- als Stöchin ein, bei der die unverehelichte Berndt bereits als stark reduzirten Gedinglöhne im wesentlichen erhöht worden sind. stellt wurde, wies das Gericht die Klägerinnen Hausmädchen diente. Das Verhältnis zwischen den beiden ab.- Grünbe: Die Klägerinnen feien Hausgewerbetreibende. Dienstboten gestaltete sich zu einem wenig freundlichen; um den 820 an der Zahl, im Ausstand. Bor Zuzug wird gewarnt. In Gothenburg, Schweden, befinden sich die Maurer, Sie ständen nur insoweit in einem Abhängigkeitsverhältniß zu fortwährenden Bänkereien ein Ende zu machen, wurde die An- 320 an der Zahl, im Ausstand. Vor Zuzug wird gewarnt. dem Beklagten, als dieser über die Arbeitseintheilung überhaupt geklagte am 15. März wieder entlassen. Bevor sie ging, brachte und das Quantum der zuzutheilenden Arbeit zu befinden hat. sie ihr Rachegefühl gegen die Berndt in hinterlistiger Weise zum lichen Zusammenstellung Ende 1892 in Preußen 102, von Die Zahl der Gewerbegerichte betrug nach einer amtSonst aber feien sie vollständig frei in ihrem Thun und lassen. Ausdruck. Sie holte sich beim Drogisten Zuckersäure, deren denen die in Allenstein und Uckermünde in je 2, und dasjenige Sie feien an teine Arbeitszeiten, an tein bestimmtes Arbeits- Giftigkeit ihr bekannt war. Sie zerkleinerte die Krystalle zu in Altona in 9 hinsichtlich der Zyständigkeit örtlich abgegrenzte quantum gebunden und unterlägen feiner Stontrolle. Ja, nicht feinem Pulver und mischte dieses unter den Streuzucker, den Kammern zerlegt ist. einmal eine bestimmte Lieferungsfrist sei festgesetzt. Die Klägerinnen die Berndt zum Versüßen ihres Kaffees benutte. Einige brauchten auch nicht die zugetheilten Arbeiten selbst machen, fie Tage später nahm die Zeugin Bernot den Zucker in Ge- Eine interessante Enquete über das kaufmännische hätten sich Hilfskräfte annehmen und auch für andere Geschäfte brauch. Sie trant nur wenig von dem Kaffee, dem sie von dem Lehrlingswesen hat die Braunschweiger Handelskammer arbeiten tönnen. Aus alledem gehe hervor, daß die Klägerinnen Zucker zugesetzt hatte, der eigenthümliche Geschmack mußte sofort veranstaltet. 1673 Fragebogen wurden vertheilt, 1080 Firmen nicht als Gewerbegehilfinnen anzusehen seien, sondern als auffallen. Die Zeugin verspürte im Halfe ein Brennen, welches( darunter 745 aus der Stadt Braunschweig) sandten dieselben selbständige Gewerbetreibende, und für diese hätten gegen 10 Stunden anhielt. Eine Probe des Zuckers mit der ausgefüllt zurück. Von 1080 Firmen beschäftigen 675 teine LehrDie Bestimmungen der Gewerbe Ordnung nicht Geltung, in Bunge ergab denselben Geschmack wie der Kaffee. Gerichts- linge, 405 Firmen befchäftigen 748 Lehrlinge bei einer Gesammtsoweit nicht bei einzelnen derselben ausdrücklich festgesetzt chemicker Dr. Bischof stellte fest, daß der Zucker mit etwa 10 pet. zahl von 1825 Angestellten, Von diesen 743 Lehrlingen haben Gerichts- Beitung. Adressen einsenden, damit wir uns mit ihnen über die Einberufung von Adressen von Kellnern- falls ihnen solche bekannt- sehr von Versammlungen verständigen können. Auch sind Angaben erwünscht, denn diese wären dann noch mehr geeignet, die Agitation in Kollegentreifen zu betreiben, die Versammlung zu einer besuchten zu machen, das zum Versandt gelangende Flugblatt zu verbreiten u. f. 1. M Mit sozialdemokratischem Gruß Die Agitations Kommission der Berliner Kellnerschaft. J. A.: Hugo Pötsch, Melchiorstr. 7, Berlin SO. Abdruck gebeten. N. B. de arbeiterfreundlichen Blätter werden bringend um Bersin deutscher Schuhmacher. Kombinirte Mitglieder- Bersammlung, mittivoch, den 20. September, Abends 8% Uhr, bei Feind, Weinstr. 11. Stellungnahme zu der vom Zentralvorstand geplanten Agitation. 202 das Zeugniß zum einjährigen Dienst, 68 hatten Sekunda oder Tertia einer höheren Schule, 148 die 1. Klasse einer mittleren Bürgerschule und 321 nur niedere Klassen einer böbern Schule oder die Volksschule besucht. Von den 541 Lehrlingen ohne Freiwilligenzeugniß blieben nicht weniger wie 319 ohne jeben weiteren Brenner er ſchiebenes 1 lache bildungsunterricht. Bemerkenswerth ist auch, daß nicht weniger wie 314 Firmen( darunter 114 Engrosfirmen) nur Lehrlinge ohne Freiwilligenzeugniß beschäftigen. Die Kultne schreitet fort in Preußen. Der preußische Minister des Innern hat den Provinzialbehörden foeben eine ältere Verfügung in Grinnerung gebracht, wonach die Zurück führung von Dienstboten in den unbefugter Weise verTassenen Dienst durch Gendarmen im allgemeinen nicht für angemessen zu erachten sei. Der Staat habe keine Verpflichtung, zu solchem Zwecke Gendarmen zu verwenden. Eine Ausnahme würde nur dann eintreten, wenn es darauf ankäme, eine der Ausführung des Transports eines Dienstboten entgegengestellte Widersehlichkeit oder eine sonstige Gewaltthätigkeit zu beseitigen, in welchen Fällen allein die Hilfe eines Gendarmen in Anspruch genommen werden könne. Nun sage noch einer, daß die„ Dienstboten" unter unwürdigen Verhältnissen leben. Warnung! = Landsleute willkommen. Theaterverein Unikum bei Lehmann, Kaiser- Franz- Grenadierpl. 7. Große Persammlung der Schleswig- Holsteiner mit Frauen im Rommandanten- Garten, Kommandantenftr. 10-11. Tagesordnung: Aufnahme neuer Mitglieder. Abrechnung. Wichtige Vereinsangelegenheiten. Ver Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Wolfes für Berlin und Umgegend. Wanderversammlung, Mittwoch, den 20. September, Abends 8% Uhr, im Saale des Herrn Heinrich, Blücherstr. 61. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann über: Jit die Frau befähigt, am öffentlichen Leben theilzunehmen? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Herren als Gäste wiltommen. schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Oft- Schule, Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord: Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Süd- Schule, Mariendorferstr. 5: unterricht in Geschichte( mittl.). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 158: Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen Unterricht in Rechnen, Deutsch( oberes). In allen Unterrichtsfächern,.mit auch jezt im Laufe des Semefters, eintreten. Abends 8 Uhr, bei Schmidt, früher Albrecht, enesebeck str. 82. 8 Uhr, bei Zeige, Triftstraße 1. lermo 15 neue Erkrankungen an Cholera und 9 Todesfälle vorgekommen, in Livorno 5 Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Rom eine Erkrankung; auch ist hier eine von den früher erfrankten Personen gestorben. London, 19. September. wie dem„ Reuter'schen Bureau" aus Kairo gemeldet wird, haben die Sanitätsbehörden noch keinen Aufschluß über den angeblich hier vorgekommenen Cholera fall gegeben. Inzwischen wird das Regiment Dorset sich Morgen nach Alexandrien begeben und außerhalb der Stadt lagern. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Fris jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Martendorferstr. 10. Ließte, Schwebterstr. 33. Monts, 19. September. In einer gestern stattgehabten BergHeine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15, Gesund arbeiter- Versammlung wurde beschlossen, von den Bergwerksbrunnen, Abends 8½ Uhr, bei Saferland, Bellermanniir. 87. Gleich Direktoren eine zehnprozentige Lohnerhöhung zu verlangen; beit, Abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Heine, Rigdorf Reimer, bei M. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23.- Einig tett, Abends Forderung der Ausstand erklärt und eine Lohn erhöhung von Otto ferner die Mittheilung zu machen, daß bei Nichtbewilligung der im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. dreißig Prozent gefordert werden würde. Außerdem wurde der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Alenderungen Beschluß gefaßt, den Gouverneur in einem Schreiben zu bitten, Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwady. Uebungs- die Interessen der Arbeiter bei den Direktoren zu vertreten. Für stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bet Wilfe. Freya,( Semischter Thor), Alte Schönhauser: nächsten Sonntag wird ein Referendum geplant. Es ist zu verschiedenen Malen gefchehen, daß Eigenthümer Straße 22-23, Bözom's Braueret. Silaritas, Hochstraße 32 a, bei Wilte. Deutsche Eiche, Blumenftr. 46 bei Went. cho 1 Pankow, von bulgarischen Fabriken und Geschäften Arbeiter vom AusSchulzefir. 27.--Gefangverein der Steinmegen, Flemmingstr. 6 bei Mann. lande durch falsche Vorspiegelungen nach Bulgarien lockten. In Lyra 1, Raupachstr. 6, bet Stachel. Hand in hand 1, Reichenbergerden meisten Fällen sahen sich diese Leute arg enttäuscht und beRommunitation 16, bei Glafer.- unverd rossen, Abends 8% Uhr, bet Sachs, trogen. Lindowerstr. 26.- Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, Friedrichsbagen, Rundtheil. b. Lerche. Lorbeertrans, Lichtenbergerstr. 21 b. Seife. Südost 1. Köpnickerstr. 191, Restaurant.- Rothe Nelte, Schöneberg, Bolz Gesangverein der Kupferschmiede, ftraße 48, bet Siegeler. straße 11 bei Feind. bei " Concordia". Gitschinerstraße 55 Saafe." Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei Schneider. Gesangverein Freiheitstlänge, Alte Jakobstraße 68. Unversagt Langestr. 65 bei Tempel. Gesangverein orbeerfranz 2. Dranienstraße 190 bei Katsch. Gesangverein Liebes lust in Fürstenwalde bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor ber Maler, Stallschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Busse. Gefangverein offnung 3", Brandenburg a. S Kamps Salon. Gesang Verein Titania", Cuvrystraße 49 bet Seidler. Gesangverein Sangesblüthen Blumenstr. 38 bei Hente. Gefangverein Moabit, Waldstraße 52 bet Gohr. Männer GesangGleichheit", Pappel- Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gefangverein Wir machen deshalb alle Arbeiter in Europa ohne Unterschied der Nation und des Berufs darauf aufmerksam, sich vor Annahme von Stellung in Bulgarien stets vertrauensvoll an die Redaktion des„ Drugar", Sofia, zu wenden, welche bereit ist, genaueste Auskunft zu ertheilen und einem traurigen Schicksale vieler unserer Genoffen vorzubeugen. Sofia, September 1893. Die Redaktion des„ Drugar", Drgan des sozialdemokratischen Bundes in Bulgarien. NB. Alle Arbeiterblätter in Europa sind gebeten, vorstehenden Zeilen Aufnahme zu schenken. Versammlungen. ftraße 16 bei Päholdt. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger" 1 Wein Briefkaffen der Redaktion. 120 B. Wenn nicht, wie wahrscheinlich, in dem uns un bekannten Miethsvertrage die Reparaturpflicht von Ihnen übernommen ist, so liegt dem Wirth die Pflicht ob, die Jalousien repariren zu lassen. G. M. Anders als durch eine Zivillage, bei der Sie event. noch Kosten zusetzen, werden Sie dem Schwindler_gegenüber nicht zu Ihrem Recht kommen. Den Versuch einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Betruges tön nen Sie machen; der Ausgang ist zweifelhaft. 3. S. 72. Der Beamte ist im Recht. Schbg. Klagen über völlig unberechtigte Verhaftungen seitens einiger sogenannter Sicherheitsbeamter des Kreises Teltow mehren sich, desgleichen die Klagen, daß die Beamten die Siftirten mißhandeln. Wir sind aber nicht im stande, die Vorfälle selbst zu prüfen. In dem von Ihnen geWilhelm Hilliger. Eignet sich nicht zur Aufnahme. FD. K. Der brasilianische Gesandte Baron de Itajubá verein Liederlust, Fichtestr. 29 bet St. Krösche. Gefangverein wohnt Roonstr. 12. Sprechstunde 12-3 Uhr. yra 3, Briz, Bergftr. 65 in Rirdorf.- Gefangverein Freiheit stlänge 2 F. J. Ist der Mann, wie es scheint, von seiner Frau Eberswalderstraße 5.- Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. zum Stellvertreter oder Geschäftsführer mündlich oder schriftlich Arbeitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Gefang: bestellt, so ist die Kündigung in Ordnung. verein Sängerfreiheit, Naunynstr. 43 bei Fris Fröhlich. Ginig fett 3, Groß- Lichterfelde, bet Gries.- Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstraße 11 bet Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bei Liewald. Ginig, Straußbergerstr. 3 bei Birt. Vorwärts" 7 Die Zwicker( Theilarbeiter in Schuhwaarenfabriken) hielten Rummelsburg, Rummelsburgerstr. 11 bei Borchmann. Seeger scher am 17. September eine öffentliche Versammlung ab. Dieselbe Männerchor, Frankfurterstr. 18 bei Kaprolatis.- Gesangverein& del war von einer Kommission, die sich frei gebildet hat, einberufen Quartett, Landsberger Allee 152 bei Strauſe. weiß, Potsdam, Waisenstraße 4 bei Ludley. Dämmerlicht, DoppelSüd- Ost 2, Falckensteinworden, um die von ihr angebahnte Gründung einer Zwicker- ftraße 7 bei Trittelwig. organisation zu vollziehen. Ein Antrag des Schuhmachers Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Buschilderten Falle fehlt die jegliche Angabe eines Beweismittels. Fleischer, das vorgelegte Statut abzulehnen und zu beschließen, schriften find zu richten an P. Senter, Bergmannstraße 21, Hof 3 r.) Es bleibt Ihnen nichts übrig, als die Sachlage wahrheitsMittwoch: Pollack- klub Lustige Brüder, Manteuffelstr. 48 bet Siewald. gemäß unter Angabe von Zeugen zur Bestrafung den betreffenden Organisationen beizutreten, wurde abgelehnt. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Dagegen wurde die Schaffung einer Freien Vereinigung der Tambourverein Vorwärts( Nixdorf) Hermann- und Wanzlichstraßen- anzuzeigen. Mehrere derartiger frecher Gesetzesverlegungen Zwicker und Berufsgenossen" beschlossen und dann in die Be- Ecke bei Stober. Rauchklub Eiferne feife, Triftstr. 1 bet Hoffmann. seitens Beamter schweben zur Zeit bei Behörden. Sumoristischer auch flub, Görligerfir. 42 bei Picht. Gefelliger rathung der einzelnen Paragraphen des Statuts eingetreten Berein Brüberlichteit Georgenkirchstraße 65 bei Müller. Wildenbruch. Für den durch ihre Kinder über 7 Jahren Musttverein Mehrere Redner verlangten bei Festsetzung der Beiträge, daß Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Verein Rhetorit angerichteten Schaden haften die Eltern nicht, für den durch Gefelliger Verein Hoffnung Kinder unter 7 Jahren angerichteten Schaden dann, wenn sie bezüglich der Beiträge absolut fein 3wang auf die Mitglieder Naunynftr. 86 bei Rubeil Abends 8% Uhr. Rebuferfiraße 5 bei Nemig( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgeftnnter die ihnen obliegende Aufsicht vernachlässigt haben. ausgeübt werde, diefelben dürften nur freiwillige sein. Jeder Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Zwang müsse überhaupt aus der neuen Vereinigung fernbleiben. Broletariat, Naunynftr. 83 bet köhn. A.§. 80. 1. Die Gesundheitsgefährlichkeit einer Wohnung Der Vorsitzende Büttner war der Meinung, das Vereins- nospe, abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- tancestraße. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein ist Grund zum Rücktritt vom Vertrage. 2. Der freihändige BerGesetz verlange die Zahlung bestimmter Beiträge. Deshalb müsse, musitverein Borwärts, fauf des Hauses hebt den Miethsvertrag nicht auf. Sprechen Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 führte er aus, wenigstens der Form nach", die Verpflichtung bei Mebelin. Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Sie gelegentlich( mit dem Vertrag) zwischen 12 und 1 Uhr vor. zur Zahlung eines bestimmten Beitrages ausgesprochen werden. Abends 8-11 1hr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und als 150 Mart beträgt, so sind Sie an den Vertrag gebunden; Restaurant Kayser, Staligerstr. 32. Musit- Dilettantenverein Preciosa, Briz. Wenn der Betrag des jährlichen Miethszinses weniger Man einigte sich auf folgende sonderbare Fassung der betreffenden Tegelerstraßen- Ecke. Bestimmung: Mitglied wird jeder männliche und weibliche Be ist der Miethszins ein höherer, so ist der mündliche Vertrag nicht rufsgenosse durch Zahlung eines monatlichen Beitrages von 15 bindend. bezw. 10 Pfg.; jedoch seien die Beiträge nur als freiwillige zu betrachten. Arbeitslosigkeit entbinde von der Beitragspflicht. Nach Annahme des Gesammtstatuts wurden in den Vorstand gewählt: als 1. Vorsitzender Pfeiffer, als 2. Vorsitzender Büttner, als Kassirer Popp und als Schriftführer Schmiedel. Im Verschiedenen" entspann sich, anknüpfend an die Verlesung eines Artikels des Schuhmacher Fachblattes über die Fabrikschuhmacher, eine sehr heftige Debatte, die in scharf zugespitzte persönliche Auseinandersehungen zwischen den Leitern der neuen Zwitterbewegung und den Vertrauenspersonen der zentralistisch organisirten Schuhmacher ausartete. Die Zentral- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer, Gipser, Weißbinder und Stucateure hielt am 17. September eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab. Zunächst wurden fämmtliche Hilfskassirer gewählt und zwar für Den Norden: Karl Schulz, Hagenauerstr. 7; für den Osten: Wilh. Garbe, Breslauerstr. 9; für den Südosten: Otto Fuhrmann, Oppelnerstr. 27; für den Südwesten: Karl Köhler, Schenkendorferstraße 4 bei Hofmann; für den Westen: Fritz Butschte, Göbenfiraße 9; für Moabit: Karl Lub, Stephanstr. 41. Sodann erstattete Behrend über die Thätigkeit als Bevollmächtigter Bericht. Ein von Wilknit geftellter Antrag, daß in jedem Quartal eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden möge, fand Annahme. Als Bevollmächtigter für Unfälle wurde Behrend und als Ersatzmänner Wilfniß und Dienert gewählt. Die Anschuldigungen, die Wolf gegen die Verwaltung erhoben hat, wurden einer Kommission von fünf Mitgliedern zur Untersuchung überwiesen. Der Bevollmächtigte theilt sodann noch mit, daß die Medizinscheine nur an der Stasse, Stralauerstr. 43, in Empfang zu nehmen sind. - Theaterverein Turnverein Hoffnung, abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelſtr. 9.- Seraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8.- Turnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.- Straftturnverein Berolina, athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, BrunnenAbends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Straße 154, Lokal Konkordia. # " 1 K. N. S. Die Vereinbarung, jemanden nicht zur Bestrafung zu ziehen, falls des durch Betrug Geschädigten Verwandte den Geschädigten nur moralisch verbindlich. Beigt er trotz der AbSchaden ersetzen, erscheint für die Verwandten völlig, für den rede die Sache an, so kann unter Umständen sein Vorgehen als Erpressung erachtet werden. O. W. 11. Ein Verkaufsgehilfe, dem zugemuthet wird, Margarine als Butter zu verkaufen, also zu betrügen, braucht diesem Verlangen selbstredend keine Folge zu leisten. An dem er nach Artikel 63 St.-G.-B. ohne Einhaltung der KündigungsAnsinnen, zu betrügen, liegt eine so schwere Ehrenkränkung, daß zeit den Vertrag lösen fann. Theater- und Vergnügungs- Berein Humanitas Abends 9% Uhr bei Reect, Lothringerstr. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. bet Schulz, Beteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Theater- und Lesetfub Morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. 67. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr im Restaurant Sommer, Grünftraße 21. ftraße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrofe, Lachmannstr. 6. Touristen on Grüne Kreuzfibel, bet Gumlich, Reichenberger: verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Sieblutab, Manteuffelstr. 86. Bergnügungsverein Lustig- Froh, Abends 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Sigung. Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge, Eschwege. Männer gebrauchen bis zum vollendeten 24. LebensAbends von-11 Uhr, bet St. Bommerente, Bahnftrabe 23, an Babbo jahre der Einwilligung des Vaters zur Eheschließung. Ist der Großgö schenstraße. 8ithertlub Alpenglöckchen Edelweiß. Uebungsabend Gipsstr. 11 bet Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Aufenthalt des Vaters unbekannt, so müssen Sie dies dem Vorwillkommen. Rauchtlub Rothe Ne Ite, bei Steuer, Weinstr. 22. mundschaftsgericht Ilarlegen und Bestellung eines Pflegers bei Rauchklub Roo chloch, Abends 9 Uhr, bet Kierstein, Admiralstr. 33. demselben beantragen. Raucht lub, Abends 9 uhr, bei A. Niemann, Görligerstr. 42. Humoristischer Rauch flub F. B. in Schalke. Wenden Sie sich mit der Anfrage an Sanssouci, Boeckhstraße 51. Rauchtlub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr das hiesige Polizeipräsidium, das Ihnen Auskunft ertheilt, wenn bei Späth, Weinftr. 28.- Rauchfluh Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bet Sie mittheilen, wo das Gramen abgelegt ist. sittler, Mariannenstr. 48. Rauchtlub Goldene Quaste", Abends 9 Uhr Echlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Bultan, Abends 9 Uhr bei M. W. Eine Scheidungsklage muß von einem Rechtsbei Muß, Josiystraße 8. Rauchflub Schmotes Werte, Köpentder anwalt verfaßt und dem Landgericht eingereicht werden. Der ftraße 121a bei Schöbel. Bauchklub, Vorwärts Süd- Ost", abends s uhr, Klosterstraße 88, beim Genossen W. Salzwedel. Waldemarstraße 74 bei George. Sumoristische Pfeifenbrüder Ginreichung muß ein Sühnetermin bei dem Amtsgericht vorausDeutsche Gitch e, Abends 9 Uhr bet John, Waldemarstr. 52. Rauchtlub gehen, dessen Anberaumung die Partei ohne Beistand beantragen Rauchtlub oder Neue Friedrichstr. 13, Anmeldestube, zu Protokoll geben kann. uftige Brüder Abends 8% Uhr Manteuffelstr. 65 bei Möbius. Rauch- Klub Einfach, Abends s uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Rauchilub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Altdeutscher Rauch flub bei Gabecke, Münchebergerstr. 5. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Restaurant 62 Königstrasse. Guests are welcome. German American Club Uncle Sam. 9 o'clock, In der Bezirksversammlung für den Norden und Moabit Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock English Conversational Club Shakespeare. des Verbandes aller in der Metallindustrie Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. beschäftigten Arbeiter hielt am 14. September in der welcome. Stronenbrauerei in Moabit Reichstags Abgeordneter J. Auer einen lehrreichen und mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Kampfesmittel der Arbeiter: Streit und Boykott". Kollege Mäther berichtete hierauf über den Streit bei der Firma Willing u. Biolet. 40 Kollegen sind zur Zeit noch zu unterstützen, die Kollegen werden ersucht, sich thatkräftig zu betheiligen. Dann berichtete derselbe über den Ausstand bei der Firma R. Schulz. In der„ Urania" werden an vier verschiedenen Sonntagen Sondervorstellungen stattfinden. Dann wurden die Kollegen er fucht, Werkstatt- Bertrauensleute zu wählen und zu den Sigungen zu entfenden, besonders die Kollegen der Firmen Freund, Borsig und Siemens u. Halste. Kollege Stimper gab bekannt, daß Zahlstellen bei Koch und bei Holzbecher eingerichtet sind, und empfiehlt außerdem die Bibliothek bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28, zur eifrigsten Benußung. Dermischtes. at Guests are V1 W. W. Das Rechtsmittel gegen den Bescheid der Berufsgenossenschaft muß in dem Ihnen ertheilten Bescheide enthalten fein. Die Berufung gegen Entscheidungen des Vorstandes der Genossenschaft gehen an das Schiedsgericht, der Rekurs hiergegen an das Reichs- Versicherungsamt. Eine Reichs Berufsgenossenallerdings das von einem Arbeiter felten erreichte 70. Lebensjahr fchaft" und ein Reichs- Schiedsgericht" giebt es nicht. Dorf. 1. Üm die Altersrente zu erlangen, muß der Arbeiter vollendet haben; alle Anträge der Sozialdemokraten, die Altersgrenze herabzusezen, wurden von der Hurrahmehrheit des Reichstages abgelehnt. Die Invaliditätsrente ist von der Grreichung eines bestimmten Alters nicht abhängig: sie sett dauernde Erwerbsunfähigkeit und fünfjährige Klebethätigkeit voraus. 23. G. 100. 1. Wegen Alimente für eheliche, nicht aber wegen Alimente für außereheliche Kinder ist Lohnbeschlagnahme zu lässig. 2. Als angemessen werden 15-18 M. monatlich bei Alimenten für uneheliche Kinder erachtet. Die Cholera. Hamburg, 19. September. Außer den gestern gemeldeten Cholerafällen ist bis heute Mittag nur ein verdächtiger Erkrankungsfall, welcher eine Berson in Eimsbüttel betrifft, zur Anzeige gelangt. Weitere Todesfälle sind nicht vor R. Paul B... i. 1, 2 und 4. Sie verlangen von einer gekommen. Das Medizinalkollegium macht bekannt, daß durch Redaktion mit der Bitte, Ihnen mitzutheilen, ob Ihre Schuld Bodensenkung bei der Sandfiltration am 15. September etwas in Raten abgezahlt werden kann, und wen 3 Polen auf einem unreines Wasser aus dem alten Zuleitungskanal mit in die uns unbekannten Bilde darstellen, ein wenig zu viel. Wenden Leitung geflossen ist. Der Schaden sei bereits seit Sonnabend be- Sie sich direkt wegen 4 an B., wegen 1 und 3 an die„ Gazeta seitigt, die Filter fungirten tadellos. Brest, 18. September. Robotnicza". 2. Bezüglich des Zwecks, des Endziels und des Die Vertrauensmänner- Sigung für den Norden findet jeden Gestern sind hier drei Personen, heute fünf an Cholera gestorben. Charakters des Nihilismus dürfte eine Vereinigung Ihrer und Die Vertrauensmänner- Sizung für den Norden findet jeden Bilbao, 18. September. In der Stadt erkrankten heute drei Ihres Freundes Ansicht das Richtige treffen: es ist unrichtig, zweiten Sonnabend im Monat statt bei Wilke, Hochstr. 82. Bersonen an der Cholera, eine Person starb. In der Umgebung alle„ Nihilisten" rücksichtlich ihres Bieles über einen Kamm zu Charlottenburg. Im hiesigen sozialdemokratischen Wahl find 14 Erkrankungen und drei Todesfälle vorgekommen. verein sprach Genosse Mattutat am 14. September über: Die Rotterdam, 18. September. Seit den letzten Nachrichten Neu- Ruppin. In Ihrer Angelegenheit ist leider nichts Segnungen der modernen Kultur." Eine Diskussion über den über die Cholera sind zwei neue Erkrankungen und zwei Todes- mehr zu machen. Der Verletzte hat das Recht, gegen den abbeifällig aufgenommenen Vortrag fand nicht statt. Unter" Ver- fälle vorgekommen; zwei Personen wurden geheilt, zwölf lehnenden Bescheid des Staatsanwalts innerhalb 14 Tagen Be schiedenem" wurde beschlossen, in der nächsten Zeit eine befinden sich noch in Behandlung. Im Haag ist eine Person schwerde und gegen deffen Bescheid innerhalb eines Monats Agitationstour zu machen und soll der Vorstand das Nähere an Cholera erkrankt. Aus verschiedenen Ortschaften des Landes nach der Bekanntmachung der Ablehnung richterliche Entscheidung veranlassen. Auch wurde beschlossen, im Monat Oftober die werden fechs Erkrankungen und sechs Todesfälle gemeldet. zu beantragen. Dieser Antrag muß von einem Rechtsanwalt " Urania" zu besuchen. Die vom Vorstand ausgearbeitete Charleroi, 19. September. Es herrscht hier große Auf- unterzeichnet sein. Sie haben also die richtige Form und jetzt Bibliothekordnung wurde mit einigen unwesentlichen Abänderungen regung, weil sieben neue Cholerafälle vorgekommen find. Von auch die Frist versäumt. angenommen. Die Wahl des Bibliothekars soll in der Anfangs Seiten der Behörden werden umfassende Maßregeln zur Ver- O. R. 99. Bei Auflösung Ihres Verhältnisses" können nächsten Monats stattfindenden Generalversammlung erfolgen, hütung der Weiterverbreitung der Krankheit getroffen.-Sie mit Ihren beiderseitigen Bildern thun, was sie wollen. mit welchem Termine auch die Ausgabe der Bücher erfolgen Chriftiania, 19. September. Aus Christianssand wird ge- F. W. Ja. 03 Scheeren. " wird. Nachdem noch aufgefordert wurde, sich recht zahlreich an meldet, daß der Dampfer Angelo" wegen eines verdächtigen Worms. Treten Sie in dem Verfahren schriftlich den Beder am 17. September stattfindenden Verbreitung des ersten Krankheitsfalles an Bord in Obfervationsquarantäne gelegt weis der Wahrheit für Ihre Behauptung bezüglich der StimmFlugblattes für die Kommunalwahlen zu betheiligen und das und ber Erkrankte und. alle Passagiere nach dem zettel an. Die Anklage wegen Tellersammeln 3" ist hinfällig, Schließen der Koupeethüren auf der Stadtbahn zu unterlassen, Cholera- Krankenhause auf Odderö gebracht worden sind. Da teine Kollette vorlag. erfolgte Schluß der Versammlung. Rom, 18. September. In den letzten 24 Stunden find in Pa- G. P., Weberite. 47. Unverständlich. " Abrechnung der Reichstagswahl für den Kreis Niederbarnim. Einnahme*): Mark Ausgabe: Mark Von der Parteifasse erhalten 4000,- An die Parteikasse zurückbez. 2000, 972,25 Friedrichsberg. 593,15 Rummelsburg 374,55 Weißensee 332,70 Friedrichshagen 65,05 Bernau 284,52 Oranienburg Bon Friedrichsberg. Weißensee Rummelsburg. Friedrichshagen Oranienburg Bernau Friedrichsfelde 206,43 Reinickendorf. Pankow 350,55 Friedrichsfelde Stralau. 279,90 Bohen- Neundorf. 456,10 245,05 559, 624,80 300,30 392,40 263,60 179,20 116,85 Rüdersdorf. 103,20 Stralau Herzfelde 16,70 Pankow. Reinickendorf Hohen- Neundorf 146,85 419,30 90,30 21,30 Landsberg. 33,30 Ausgaben für Drucksachen 1355, do. für Inserate 122,65 do. für 1000 St. Wahl: resultate. 13, • do. 2000 polu. Flugblätter 6,50 Für Referenten bezahlt. 136, • Für Porto und Depeschen Für 6 Stück Stempel • 54,50 11,15 243,36 Rüdersdorf. 85,45 Herzfelde 65,05 Landsberg Summa 7972,86 Einnahme. Ausgabe • • . An Vertrauensmann Ladsberg 4, Diverse Ausgaben 112, Summa 7663,15 Bestand 7972,86 7663,15 309,71 Das Wahlkomitee. J. A. Anton Kopp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. Unter den Einnahmen befinden sich: Auf 590 ausgegebene Listen gesammelt 2494,75; vom Unterstützungsfonds der Glasmacher in Stralau 100,-; vom Gesangverein Vorwärts 7 25,-; vom Verein Thalia 15,-; Tellersamm lungen 1838,11. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 49 der 405/ 1* Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. 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September 1893. und 10. Jahrg. in den veranlaßt sah, über den Beamten bei der zuständigen KreisZum englischen Grubenarbeiter- Fabriten, wodurch wieder einmal nachgewiesen wird, daß man hauptmannschaft Zwickau Beschwerde zu führen. Diese wurde Ausstand. Bom fozialen Kriegsschauplatz, den 15. September. müßte. " " für die Arbeiter im Großbetriebe in den letzten Jahrzehnten von der genannten Behörde als berechtigt angesehen. Hiermit weit mehr gesorgt hat, als für die im Handwerke beschäftigten. gab sich jedoch die betroffene Polizeibehörde nicht zufrieden; sie Nach§ 139a Abs. 1 ist der Bundesrath ermächtigt, die wandte sich an das sächsische Ministerium des Innern, das die Da die Vorgänge anläßlich des Bergarbeiter- Streits unferen für gewisse Fabritationszweige, welche mit besonderen Gefahren und seinen Beschluß wie folgt begründete:" Die angeführten Stellen Verwendung von Arbeiterinnen sowie von jugendlichen Arbeitern Entscheidung der Kreishauptmannschaft als unrichtig bezeichnete Bourgeoisblättern Gelegenheit gaben, allerlei Unsinn und Lügen- für Gesundheit oder Sittlichkeit verbunden sind, gänzlich zu unter- des Gefeßes und der Ausführungsverordnung schreiben nur vor, daß nachrichten, nach welchen die Bergleute die Angreifer in Feather- fagen oder von besonderen Bedingungen abhängig zu machen. Die Beauftragten der Polizeibehörde" entweder durch Dienstkleidung stone gewesen wären, zu verbreiten, will ich den Sachverhalt den Ge- Der Bundesrath hat denn auch bereits von der Ermächtigung erkennbar sein müssen oder sich als„ Beauftragte der Polizeibehörde" noffen nicht länger vorenthalten. Eine Deputation von Bergleuten be des gänzlichen Untersagens der Beschäftigung aus Sittlichkeits- auszuweisen haben. Im vorliegenden Falle wurde dagegen die gab sich letzten Mittwoch nach dem Bureau der Grube und hatte gründen Gebrauch gemacht. Nach einer Bekanntmachung des Versammlung nicht von einem Beauftragten der Polizeibehörde eine Unterredung mit dem Manager Mr. Holiday zwecks Ein- Reichskanzlers vom 21. Juli 1888 untersagt der Bundesrath überwacht, sondern von deren Vorstand in eigener Person, dem stellung der Verladung von Kohlen. Mr. Holiday war anfangs, die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen in dieser Eigenschaft die Befugniß der Ueberwachung nicht sowohl wie alle dergleichen Herren, sehr entrüstet, daß ihm jemand in in Gummiwaarenfabriken. Es ist demnach ein Präzedenzfall auf grund des Bereinsgesetzes, sondern schon auf grund des allseinem Eigenthum Vorschriften machen wollte, fah jedoch bald bereits vorhanden. Man würde natürlich, wenn man die Unter- gemeinen Wirkungskreises der Sicherheitspolizei zustand." Eine ein, daß dies nicht anschlug und gab das Versprechen, daß nichts fagung der Beschäftigung von Lehrlingen herbeiführen wollte, feine Gesezesauslegung! mehr vor 3 oder 4 Tagen verladen würde. Aber was ist einem den gleichen Weg der Ermächtigung des Bundesrathes wählen echten Bourgeoissprößling ein gegebenes Wort, wenn der Profit müssen. Schwierigkeiten würden allerdings insofern zu über- Eine lobenswerthe und der Nachahmung würdige Be in Frage kommt, und so wurde lustig weiter verladen. Daß die winden sein, als nicht ganze Handwertszweige, wie bei der Gummi- fanntmachung betreffs der Sonntagsarbeit hat die PolizeiBergleute hiervon nicht sonderlich erbaut waren, versteht sich am waarenfabritation, sich mit der Anfertigung von die Sittlichkeit Verwaltung in Coswig erlassen. Nach dem" Anhalter Tage Raude; dazu tam noch, daß die Grube militärisch besetzt wurde der Lehrlinge gefährdenden Erzeugnissen befassen und demgemäß blatt" und der Zerbster Extrapost" hat diese Bekanntmachung und besagter Holiday unter dem Schuße der Soldaten den Born immer eine Unterscheidung einzelner Betriebe getroffen werden nachfolgenden Wortlaut: der Bergleute erst recht herausforderte. Und so kam es, daß Wie uns zu Ohren gekommen, sollen mehrere Arbeitgeber sich ein paar tausend Menschen ansammelten, welche ihrem Unwillen lauten und beredten Ausdruck gaben und mit„ Steinen so hiesigen Orts ihre Arbeiter zu Sonntagsarbeiten dadurch zwingen, Ueber die Entlassungsfristen für Gewerbegehilfen daß sie ihnen mit Entlassung drohen, sobald sie sich weigern, Sonndick wie seine geballte Faust" nach ihm warien, wie er vor Ge- herrschen in den Kreisen der Arbeitgeber noch vielfach falsche tags zu arbeiten. Diese schnöde Handlungsweise ist eine Nöthigung richt im Berhöre aussagte. Dies war willkommene Gelegenheit, Ansichten vor. Viel verbreitet ist namentlich der Irrthum, daß im Sinne des Gesetzes und werden wir nicht unterlassen, jeden die Riot- Act( Aufruhrakte) zu verlefen und das Militär in ein nur versuchsweise( aushilfsweise oder probeweise) beschäftigter Anzeigefall anklagend dem Staatsanwalt zu unterbreiten." Aktion treten zu lassen ganz nach bekanntem Muster. In Gewerbegehilfe jederzeit entlassen werden kann. Wenn eine solche Der Zwang zur Sonntagsarbeit muß durch die Coswiger dem gerichtlichen Verhöre wurde festgestellt, daß das Volk das Abrede nicht ausdrücklich getroffen ist, so ist dies feineswegs der Arbeitgeber in großem Maßstabe ausgeübt worden sein, sonst Verlesen der Akte gar nicht hören konnte, wegen zu Fall. Auch solche nur versuchsweise engagirten Gewerbegehilfen hätte sich wohl die dortige Polizeiverwaltung nicht genöthigt gegroßer Entfernung, und folglich hätte das Militär gar nicht in fönnen nur unter Beobachtung der im§ 122 der Gewerbe- Ordnung sehen, einzuschreiten. Aber trotzdem ist diese Bekanntmachung Aftion treten dürfen. Aber wieder einmal ist der Staat ge- vorgesehenen 14tägigen Kündigungsfrist entlassen werden. Dadurch, freudig zu begrüßen; vielleicht trägt sie dazu bei, den Arbeitern rettet, indem man ein Dugend Menschen einem kapitalistischen daß ein Gewerbegehilfe auf Probe angenommen wird, verliert zu der für ihren Körper und für ihre Familie nothwendigen Strolch zuliebe niederschießt. Vergolten wird's ihm werden. Und er, nach einem einschlägigen Erkenntniß der 19. Biviltammer, Sonntagsruhe zu verhelfen. So lange der Arbeitgeber mit der wie urtheilen die Blätter aller Schattirungen über diesen Ehren- das ihm durch§ 122 gewährleistete Recht nicht. In dem in den Hungerpeitsche, d. h. mit der Entlassungsandrohung, die Arbeiter mann? Je nun-er übte den besseren Theil des Muths Bl. f. Rechtspfl." veröffentlichten Erkenntniß heißt es in dieser zur Sonntagsarbeit zwingen konnte, war an eine zufriedenstellende ( Vorsicht), indem er sich Schuh erbat, und das hat zwei fried- Beziehung: Eine Annahme auf Probe bedeutet nur, daß der Sonntagsruhe nicht zu denken. lichen Menschen das Leben gekostet und 9 schwere Verwundungen Arbeitgeber den Gehilfen zunächst einige Zeit versuchsweise be- Ob sich anderswo Polizeibehörden finden werden, die willens gebracht." Holiday ist ein sehr frommer Mann und Mitglied schäftigen, und wenn er sich bewährt, ihm dauernde Beschäftigung sind, sich dem Vorgehen der Behörde von Coswig, anzuschließen? eines Bruderklubs( Quäfer), welcher sich die Brüderlichkeit zur gewähren wolle. Eine Vereinbarung dahin, daß der Gewerbe- Von regem Eifer der Polizei konnte man bis jetzt nur reden, Richtschnur genommen hat und nebenbei ein Hauptmacher der gehilfe jeden Augenblick entlassen werden könne, ist in einem ver- wenn es galt, die Unternehmer vor vermeintlichen Uebergriffen Kirche. Ehre dem Ehre gebühret. Wie gegen die Bergleute fuchsweisen Engagement nicht zu finden. Ein Gewerbegehilfe der Arbeiter zu schützen. vorgegangen wird, das beweist ein Fall in Leeds, der gestern darf aus anderen als den im§ 123 der Gewerbe- Ordnung an passirte. Zwei Bergleute wurden dem Magistrat vor= gegebenen Gründen nicht vorzeitig entlassen werden. So hat Ueber die Viehzucht in Sachsen enthält die neueste Ausgeführt unter der Anklage, daß sie den Landfrieden ge- das hiesige Landgericht fürzlich in einem Streitfalle entschieden. gabe des statistisa, en Jahrbuches für Sachsen einige febr brochen hatten, sie mußten jedoch freigesprochen werden, da Das Amtsgericht hatte im Gegensah hierzu ausgeführt, daß die interessante Mittheilungen. Nach ihnen nimmt Sachsen trot es sich herausstellte, daß sie absolut unschuldig waren; der Vor- in der Gewerbe- Ordnung aufgeführten Entlassungsgründe nur feines ausgeprägt industriellen Charakters auf dem Gebiete der ſizende entließ sie mit der Bemerkung, daß er das größte Mit: Beispiele seien und daneben auch die Bestimmungen des Biehzucht eine der vornehmsten Stellen ein. In der Zahl der gefühl für die Streifenden habe und daß er die Frauen und Allgemeinen Landrechts Anwendung Anwendung finden. Das Land Schweine, Pferde und Ziegen wird Sachsen von feinem anderen Kinder bedauere, welche durch die ungerechtigkeit gericht dagegen sagt in seinem Urtheil: Schon aus dem deutschen Einzelstaat, natürlich prozentual auf den Flächenund Profitgier der Unternehmer zum Hungern Wortlaut des§ 123 geht hervor, daß die dort auf- inhalt gerechnet, erreicht, und in der Zahl der Rinder nur von gezwungen sind. geführten Entlassungsgründe als ausschließliche gelten und nicht Württemberg übetroffen. Dagegen hat sich der im Jahre 1837 analog anzuwenden sind. Die Fassung des Paragraphen ist noch gegen 700 000 Stück umfassende Schafbestand jetzt auf etwa Die eine durchaus andere, wie z. B. die der Art. 63 und 64 des 100 000 Stück vermindert. Handelsgesetzbuches, welch lettere die Entlassungsgründe für die Handlungsgehilfen, enthalten. Zu beachten sind bei Auslegung Reiche in 21 498 Krantentassen 6 879 921 Personen, mit Einschluß Gegen Krankheit versichert waren 1891 im Deutschen Man kann daraus ersehen, daß der Streit noch lange nicht des§ 123 der Gewerbe- Ordnung, die bei Abfassung der letzteren der Knappschafts- Kassenmitglieder 7 861 521 Personen. Es ver zu Ende ist, und wenn es den großen Grubenbesißern( die leitend gewesenen Gesichtspunkte. Der Wille des Gesetzgebers fleinen und mittleren haben schon längst den war es, durch gefeßlich bestimmte Schranken das Uebergewicht theilen sich auf Rampf aufgegeben) diesmal gelingen sollte, den Wider- des Arbeitgebers über seinen Arbeiter abzuschwächen. Das Gesetz stand der Bergleute, wozu jedoch gar keine Aussicht ist, zu wollte dem Arbeitgeber nur aus den in§ 123 aufgeführten brechen, dann wäre es ein Pyrrhus- Sieg; und diese Erkenntniß Gründen die Möglichkeit einer einseitigen sofortigen Entlassung wird ihnen wohl auch schon ausgedämmert sein. Die Schwenkung ohne Entschädigung gewähren, beabsichtigte dagegen nicht, noch der englischen Arbeiter in unser Lager läßt sich natürlich nicht andere Entlassungsgründe neben jenen bestehen zu lassen. mehr vertuschen, und so sehen sich denn die Blätter bereits genöthigt, mit dem Sozialismus zu rechnen, und ich will einen fleinen Auszug aus einem Interview, das ein Reporter des Sunday Chronicle" mit Mr. H. M. Hyndham hatte, wieder geben. Dieser war Mitglied des Belfaster Kongresses. Er äußerte sich auf eine Frage nach der allgemeinen Lage: Und nun ül er die Abstimmung der Bergleute. Der Vorwärts" brachte ja bereits die drei gestellten Fragen. Jedes Nach geben und jeder Sompromiß ist mit überwältigender Mehrheit zurückgewiesen worden. " Der deutsche Kaiser ist in Aufregung, der russische Zar steckt in der Patsche, die französische Bourgeoisrepublik pfeift auf dem letzten Loch und steckt bis an die Knie im Panamafchmutz. Und was unfern Bourgeois- Debattirflub in Westminster( das Parlament) betrifft, nun fehen Sie sich's nur an. Ein jämmerlicher Anblick. Alles wackelt und der allgemeine Kladderadatsch fteht nahe bevor. Indien ist in Revolte betrachten Cie nur die Krawalle in Bombay; mit der englischen Herrschaft geht es zu Ende. Im Lande vermehrt sich die Zahl der Arbeitslosen um Zehntausende jeden Tag. Ja, um Zehntausende! Es werden bald Millionen sein." . 8145 Gemeinde- Krankenkassen 4219 Orts- Krankenkassen 6244 Betriebs- und Fabrik- Krankenkassen 132 Bau- Krankenkassen . •" Personen 1 166 893 2 900 004 1 730 303 27 298 78 064 838 481 138 883 467 Junungs- Krantentassen Abwechselung mnß sein! denken die Verleumder der So- 1841 Gingeschriebene Hilfskaffen zialdemokratie, und nachdem sie Jahrzehnte lang über die Aus450 Landesrechtliche Hilfstassen beutung der Arbeiter durch die Partei- Angestellten geheulmeiert Gegen 1887 hat die Gesammtzahl der Rassen um 1783 und haben, erheben sie jetzt mit einem Male das umgekehrte Lamento die Zahl der versicherten Personen um 2319 903 zugenommen, und zetern über die Ausbeutung der Partei- Angestellten durch dagegen die Zahl der Hilfskaffen um 58 abgenommen. Diese die Arbeiter. Den Vorwand bietet eine Beschwerde der fächsischen Abnahme ist eine Folge des neuen Krankenkassen- Gesetzes und ist Lagerhalter von Ronfumvereinen. Diese vielgeplagten Beamten auch im Jahre 1892, über das eine genaue Abrechnung noch haben allerdings eine sehr schwere und verantwortliche Arbeit; nicht vorliegt, eingetreten. Im Jahre 1891 tamen bei den ge und wir hoffen, daß ihre berechtigten Klagen Gehör und Erfammten Raffen 2397 826 Krankheitsfälle mit 40 798 620 Krantledigung finden. Allerdings so wie die von Arbeitergroschen" beitstagen vor. Die Gesammteinnahmen betrugen 120 031 968 M., reich gewordenen Bourgeois können die Geschäfte, die von Pro- davon entfielen auf Beiträge( Arbeitgeber, Arbeitnehmer und letariern mit den wenigen, vor den ausbeutungswüthigen Herren Gintrittsgelder) 96 757 627 M. Die Gesammtausgaben betrugen Rapitalisten geretteten Arbeitergroschen" gegründet sind, ihre 98 825 659 M. Es tamen von den Krankheitskosten auf Aerzte Angestellten nicht bezahlen. Die Herren Bourgeoisstribenten 17 859 712 M., Arznei 2c. 14 894070 M., Krantengelb 41 858 446., Die Gesammt- Krankheitswissen das sehr gut den neun Zehntel von ihnen schreiben Anstaltsverpflegung 14 936 358 m. heute gegen die Sozialdemokratie blos deshalb, weil sie von der Kosten betrugen 89 548 781 M., mithin tamen auf VerwaltungsBourgeoisie besser bezahlt werden, als die Sozialdemokratie es foften 9 276 878 M. Es tamen auf eine versicherte Person im Durchschnitt des Jahres 0,3 Erkrankungsfälle. 5,9 Krankheitstage vermag. und 18,02 M. Krankheitskosten. " Ueber die englischen Politiker äußerte er sich: Gladstone ift ein greifenhafter Schönredner, Morley ein langweiliger Pedant, Harcourt ein lärmender Windfact, Salisbury ein vergoldeter Stock, Balfour ein eingebildeter Phrasenmacher, Goschen ein Finanz einer neueren Bekanntmachung des Reichskanzleramts dürfen vom Schutz für jugendliche Arbeiter in Ziegeleien. Nach Um die Jugend vor Begehrlichkeit und Unzufriedenheit schwindler. Glauben Sie mir, mein Herr, das erste beste Dugend 1. Januar 1894 ab in Ziegeleien Arbeiterinnen und jugendliche mit ihrem Loose zu bewahren, hat man von kirchlicher Seite in unferer Arbeiter würden England in dieser Krisis besser regieren Arbeiter zur Gewinnung und zum Transport der Rohmaterialien Tyrol Lehrlingsheime errichtet. Das Unglück ist aber, als diese traurigen Bertreter eines bankrotten politischen Systems." sowie zu Arbeiten in den Desen und zum Befeuern derselben, daß man in diesen frommen 3 stituten die jungen Leute nur so Arbeiterinnen auch zur Handformerei der Ziegelsteine, ausschließ lange sie bevormundet sind, notydürftig vor den Einflüssen der lich der Dachziegeln, nicht verwendet werden. Wer Gelegenheit Welt schüßen kann. Sobald sie aus meisterlicher und priesteru beobachten, wie in Ziegeleien 12 und 18jährige Jungen troß licher Obhut entlassen und sich selber überlassen sind, wird WeltGewerb. Ordnung auf einem Schiebkarren 20 und 25 ungebrannte erfahrung und Arbeitslosigkeit den jungen Handwerker die braven Biegeln im Gewichte von vielleicht 10 oder 11 Pfd. pro Stück Lehren des Lehrlingsheims vergessen machen und ihn sich zum auf weichem Boden transportiren mußten, der wird es nur mit Sozialdemokraten entwickeln lassen. Freuden begrüßen, daß solcher Schinderei endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Hoffentlich bleibt die Verordnung nicht bloß auf Und der Mann hat Recht. Soweit für heute. Ich hoffe bald wieder in der Lage zu sein, Näheres über den Streit mittheilen zu können. Reuters Bureau scheint sich in Entfaltung von aufgebaufästen„ Berstörungen" und„ Berwüstungen" durch Streifende besonders hervor. thun zu wollen und es sind alle Nachrichten auf das Vorsichtigste aufzunehmen. Da alle Greuel sich hier in Yorkshire bei uns zu getragen haben sollen, so müßten wir doch etwas bemerkt haben, und wir bemerken nichts. Soziale Lteberlicht. Die Berg Gewerbegerichtsr ahlen für den Bezirk des Ober- Bergamts Dortmund, so schreibt man uns, haben für uns ein durchaus günstiges Ergebniß gehabt, Zwar liegen noch nicht alle Resultate vor, doch sind jedenfalls mehr als zwei Drittel aller gewählten Arbeiterbeifizer Sozialdemokraten. Unter dem Rest sind die relativ meisten Klerifale, manche ohne ausgesprochene Parteirichtung, nur sehr wenige Zechenkandidaten. Insbesondere haben wir auf bisher ultramontanem Terrain manche Erfolge errungen. dem Papiere stehen. " = Abbes buch. Aus Wilhelmshaven wird dem„ Nordd. Volksbl." Vom Zuchthansstaate. Herrn Eugen Richter ins Stammberichtet: Die kaiserliche Werft hat neben anderen EinDie Todtenglocken des Mittelstandes läuten fort. In richtungen, die nach dem Zuchthaus, wie es den Sozialdemokraten einer bei G. Hirth in München und Leipzig erschienenen angehängt wird, riechen, als hohe Mauern, Polizisten, Schließung Broschüre: Die großen Einkommen in Deutsch der Thore, Numerirung der Arbeiter, eine Einrichtung, die beffer land und ihre Zunahme in den lezten Jahr wie alle anderen beweist, daß die Kritik des sozialistischen Staats zehnten" sagt der Verfasser, Regierungsreferendar Dr. Heiß: durch Eugen Richter bis auf's Tüpfelchen vom i auf den " Die Resultate unserer Untersuchung laffen sich dahin zusammen- heutigen bürgerlichen Staat und dessen Einrichtung paßt. Die fassen, daß in allen deutschen Staaten, welche eine allgemeine Werft ging bekanntlich im vorigen Jahre daran, Kantinen auf Einkommensteuer besitzen, die großen Einkommen weit rascher zu der Werft zu errichten, woselbst die Arbeiter billiges Bier zu genommen haben als alle übrigen.... Dem gegenüber haben ihrem Frühstück und Besperbrot erhalten sollten. daß heute über gerade die dürftigen Einkommen die geringste Zunahme gezeigt. gefehen davon, die Qualität .. Es ist ziemlich sicher, daß mit der großartigen Entwickelung Bieres allgemeine Klage herrscht, so ist zugleich die des Großbetriebes und der rapiden Zunahme der großen Ver- persönliche Freiheit der Arbeiter badurch geradezu vernichtet mögen auch ein nicht unbeträchtlicher Theil des gewerblichen worden, daß ihnen das Einführen von Bier auch nur einer Mittelstandes in wirthschaftliche Abhängigkeit von dem Groß- Flasche verboten wurde und den Zuwiderhandelnden betriebe und den Großkapitalisten gerathen ist." Strafe, fogar die der Entlassung zudiktirt Sittliche Fürsorge für jugendliche Arbeiter und Ar werden kann.( Daß dieses Verbot nicht vollständig durchgeführt beiterinnen. Offiziös wird geschrieben: Im Anschluß an eine Sächsisches. Ein schreckliches Unglück, nämlich eine Ver- werden konnte und fann, kommt bei dieser Kritik nicht in Betracht. Mittheilung über die Beschäftigung von Lehrlingen und jungen urtheilung der Polizei, ist vom sächsischen Ministerium des Es besteht generell und hat Folgen gehabt, damit haben Märchen in einer Druckerei, welche sich mit der Herstellung von Innern verhütet worden. Der" Franki. Beitung" wird nämlich wir uns zu befaffen.) So ist fürzlich ein Arbeiter auf der Büchern unzüchtigen Inhalts befaßte, wird von einzelnen berichtet: Unser Vereinsgesetz und dessen Ausführungsverordnung Werft entlassen worden, weil er wiederholt gegen dieses Blättern die Forderung nach einer gefeßlichen Fürsorge dahin schreiben vor, daß bei Ueberwachung einer Versammlung die„ Be Verbot gefehlt und dabei gegen den kontrollirenden Beamten sich aufgestellt, daß in Druckereien, wo derartige Schriften hergestellt auftragten der Polizeibehörde" entweder durch ihre Dienstkleidung unanständig betragen haben soll. Doch reden wir in der Sprache werben, Lehrlinge überhaupt nicht beschäftigt werden dürfen. erkennbar sein müssen oder sich als„ Beauftragte der Polizei- des bürgerlich militärischen Ideal- und Freiheitsstaates. Der Wir sind mit diesem Gedanken durchaus einverstanden, behörde" auszuweisen haben. Diese gefeßlichen Vorschriften hatte Handlanger X., Markennummer 4635, kommt an das schreibt die„ Kreuz- Zeitung" bierzu, und möchten nur darauf der Leiter einer fächsischen Ortspolizeibehörde bei der Ueber- Schuleuten befeßte Thor. Giner von den liebenswür aufmerksam machen, daß die Gewerbe. Ordnung jetzt schon eine wachung einer Bürger- und Steuerzahler- Bersammlung" un- digen Wächtern deutscher Freiheit und Ordnung faßt Nr. 4635 ähnliche Bestimmung fennt. Allerdings bezieht sich dieselbe auf beachtet gelassen, wodurch sich der Einberufer der Versammlung an der Schulter und sagt im Unteroffizier- Tone mit Berliner " = von Atzent: Gehen Sie mal rinn!" Der numerirte nicht erreichten. 104 338 Mal hat sich also die herzzerreißende ausstehende Billets müssen bis spätestens Sonnabend, 81/2 Uhr, " Freie" weiß schon, wohin. Er geht in die Wacht- Szene wiederholt, daß ein arbeitsloser Vater, eine verzweifelte bei Wagner, Neue Königstr. 89, abgerechnet werden. stube der Schuhmannschaft, die aufpaßt, daß die Freiheit Mutter, die nach und nach alles ins Leihhaus getragen hatten, nicht verlegt wird, keine Nummer bei Strafe verloren mit einem letzten Gegenstand, der eben nicht mehr 3 Franks Rummelsburgs hatten am 16. September eine öffentliche BerDie Textil Arbeiter und Arbeiterinnen Stralau geht, die Werft nicht weggetragen wird und sonstige ge- werth war, unbarmherzig abgewiesen wurden. Sie sind gegangen. sammlung in Rummelsburg, in welcher Genosse Hübsch einen sellschaftlich nüßliche Arbeit mehr verrichtet. In diesem Wohin? Das ist's, was die Lage der Leihanstalt exzellent" anregenden, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt heiligen Raume stellt sich Nr. 4635 hin, hebt die Arme macht. hoch und stammelt Ich habe nichts!" oder schweigt refignirt über: Zweck und Ziel der gewerkschaftlichen Organisation. Im still. Eine Prozedur wird vorgenommen, um nach eingeführtem In England und Wales befinden sich unter den Sinne des Referats sprachen Kollege Nerger und Frau Franz, Bier zu fahnden, wodurch die Freiheit des Kantinenwirths schwer 29 002 525 Einwohnern 8 883 254 Arbeiter und 4016 230 Arletztere fügte hinzu, daß 14stündige Arbeit entschieden zu viel sei, verletzt wird. Bei unserem Manne mit der hohen Nummer wird beiterinnen. Darunter befinden sich im Alter bis zu 10 Jahren die große Mehrzahl der unorganisirten Arbeiter seien ein beeine eingeschmuggelte Flasche Bier gefunden und diese vor 419 209 Knaben, 262 194 Mädchen; ferner bis zu 15 Jahren deutendes Hemmniß, diesem Mißstande abzuhelfen. Weigel vor- 419 läufig tonfiszirt. Ganz wie bei Richter. Nr. 4635 ist aber 1395 244 männliche und 1 084 867' weibliche Personen. In der ergeht sich des Näheren über das Fabrikinspektoratwesen. Nerger renitent; sie will das Bier, das die Werkstattkantine ihm bietet, Landwirthschaft und Fischerei werden 1284 919 männliche und steht nicht auf dem Boden des Parlamentarismus und stellt allem nicht trinken und treibt das Schmuggeln fort. Die Erlaubniß zur 52 026 weibliche, im Handelsgewerbe 1 364 377 männliche voran die gewerkschaftlichen Kämpfe. Genosse Forgbert tabelt Einführung einer Flasche Bier hat die Nummer endlich von oberster und 35 358 weibliche, und im Industriegewerbe 5 495 446 Die Zustände, wie sie in der Orlamünder'schen Fabrik üblich, Spitze erhalten. Das genügt ihm aber nicht; er bringt zwei mit, männliche und 1840 898 weibliche Personen beschäftigt. Die im sowie die dort noch herrschende Sonntagsarbeit, und forderte die sie werden konfiszirt; er bringt vier mit, fie werden tonfiszirt Industriegewerbe beschäftigten Personen vertheilen sich auf Anwesenden zum Anschluß an die gewerkschaftliche und politische und er zahlt als Strafe den Verdienst von sechs Arbeitsstunden; folgende Hauptbranchen: Organisation auf. Nachdem Kollege Heine die Nothwendigkeit er bringt eine wieder mit, sie wird konfiszirt. Nein, der Errichtung einer Filiale flargelegt hatte, schritt man zur Konstituirung eines provisorischen Vorstandes und wählte zum 1. Bevollmächtigten Rosenfranz, zum Kassirer Wagner. Die Schriftführerarbeiten wurden bis zur definitiven Vorstandswah! dem Bevollmächtigten Rosenkranz übertragen. vor der Konfistation packt er die Flasche, löst den Kork und trinkt sie vor dem erstaunten Hüter der Freiheit aus. Indem er ihm die leere Flasche vor die Füße stellt, macht er seinem Herzen über die Freiheit der bürgerlichen Gesellschaft in nicht schmeichelhaften Ausdrücken Luft. Die Strafe folgt auf dem Fuße nach. Wegen Verlegung der Freiheit des Rantinenwirths in wieder holtem Rückfall und wegen unanständigen Benehmens gegen den Hüter dieser Freiheit wurde er zur härtesten Strafe, welche die freie bürgerliche Gesellschaft hat, verurtheilt. Er wird gekündigt, ihm wird damit die Vergünstigung zu arbeiten entzogen bei der Gefahr des Verhungerns. Und heute hat der Mann mit der hohen Nummer die Strafe angetreten. Das ist nun Wirklichkeit, das sind keine Phantasiebilder. So ist die Freiheit in einem der vornehmsten Institute der deutschen bürgerlichen Gesellschaft beschaffen. Und doch nennt sich das freie, christlichgermanisch sozialreformatorische Gesellschaft!- Sie ist auch Danach. Aus der herrlichsten der Welten berichtet ein bürgerliches Blatt, die Wiener Neue Freie Presse:" Vor einigen Tagen Abends 9 Uhr erschien in der Sicherheitswachstube in der Hufelandgasse in Meidling der 40 Jahre alte PerlmutterDrechslergehilfe Edmund Herbster mit seinen fünf Kindern im Alter von 4 bis 10 Jahren und bat, da er ohne Quartier sei, um ein Nachtlager. Mit thränenden Augen erzählte er, daß es ihm nicht mehr möglich sei, den nöthigen Unterhalt für seine Familie zu verdienen. Um nicht zu verhungern, habe er alles verfaufen müssen, nur zwei Bettstellen ohne Bretter und Bettzeug habe er noch. Der Hausherr schickte die Kündigung, und Herbster mußte nun die Wohnung räumen. Seine Gattin, die das Glend nicht länger mehr ſehen konnte, entfernte sich schon am Donnerstag Nachmittag von ihren Kindern mit den Worten: Mich seht Ihr nicht mehr. Grüßt den Vater. Seid recht brav. Der liebe Gott und brave Menschen werden sich Euer schon erbarmen." Herbster nahm nun ein anderes Quartier. Abends fam er mit seinen hungrigen Kindern auf die Wachtstube. Der Wachkommandant veranstaltete sofort unter den Wachmännern, die selbst nicht viel befitzen, eine Rollekte und händigte den Betrag dem armen Manne ein. Als die Kinder heißhungrig über die Speisen herfielen, lockte der Anblick den Wachmännern Thränen in die Augen. Eine leerstehende Arrestzelle diente der Familie als Schlafstätte. Am andern Morgen früh ließ der Inspektor dem Vater und den Kindern ein großes Gefäß mit Milchkaffee und Semmel reichen. Eo guten Kaffee haben wir schon lange nicht gehabt", jubelten die Kinder und suchte vergebens Geld ohne einen Kreuzer Klasse Buchdruckerei 2c. Maschinenindustrie Hauseinrichtung Wagenbau. Schiffbau • Chemische Industrie. Tabakindustrie. • 1891 145 307 342 231 820 582 1881 105 042 267 976 786 660 108 780 87 174 70 517 54 080 56 047 43 015 31 141 797 989 1 128 589 1 099 833 76 566 196 889 " 1 503 225 " 958 648 Nahrungsmittel- Industrie. Textilindustrie. Bekleidungsindustrie Thierische zc. Stoffe. Vegetab. Mineral. Nicht spezifizirt 22 175 629 371 1 053 648 981 105 68 202 166 745 1 277 592 830 582 7 336 344 6 373 367 Und eine Gesellschafts" In der Versammlung der Bauarbeiter erstattete am Sonntag, den 17. d. Mts., die Einigungs- Kommission" Bericht. Dieselbe war in der vorhergegangenen Bersammlung aus Mitgliedern der hier bestehenden lokalen und zentralen Organisation gewählt worden, um die Frage einer Einigung zwischen den beiden einander widerstrebenden Vereinigungen in Berathung zu ziehen. In der Kommission erklärten sich drei Stiminen für Zentralisation, zwei Stimmen für Lokalisation und eine für Einigkeit. Die Organisationsfrage wurde in der Versammlung lebhaft erörtert und erklärten die Anwesenden sich schließlich mit 27 gegen 19 Stimmen für Lokalorganisation. Die amerikanische Krise hat, wie auf so manche andere Versammlung der Parteigenossen des Kreises Nieder- Barnim. In Weißensee tagte am 17. September eine öffentliche Industrie, auch auf die deutsche Handschuhfabrikation geradezu Reichstags- Abgeordneter Stadthagen referirte zunächst über furchtbar eingewirkt. Hauptsächlich blühte diese Induſtrie in den internationalen Kongres in Zürich, über dessen VerhandHaynau, einem schlesischen Orte von noch nicht 9000 Einwohnern. lungen und Beschlüsse bekanntlich der„ Vorwärts" seiner Zeit Hier sind, als die Nachricht von dem Krach über dem großen ausführlich berichtete. Da Gegner sich nicht zum Wort meldeten, Wasser eintraf, mit einem Schlage 500 Arbeiter und Arbeiterinnen arbeitslos geworden. Gering gerechnet kann man somit sagen, so wurde von einer Diskussion über den sehr beifällig aufdaß 1200-1500 Personen, d. h. der sechste Theil der Einwohner namens der Pankower Genossen folgende Anträge: genommenen Vortrag abgesehen. Bilz- Pankoiv stellte hierauf schaft des Städtchens, ohne Existenz. 1. Der Parteitag wolle beschließen: im II. Theil des Proordnung, welche derartiges Glend tagtäglich hervorbringt, findet gramms bei Punkt 6 hinter„ Erklärung der Religion zur Privatimmer noch ganz ernsthafte Vertheidiger. Die Leute sind zwar sache" einzuschalten: Bekämpfung der Kirche und der Geistlichauch danach. feit überall, wo sich dieselbe dem Befreiungskampf des beAuch in Australien geht es reißend abwärts. Die„ Voss. herrschten, unterdrückten und ausgebeuteten Boltes, sowie der Beitung" theilt mit, daß infolge des großen Bankenkrachs die Fortentwickelung der Wissenschaft entgegenstellt. Abschaffung str. betrug, 114 530 str. weniger, als in demselben Monat des gesammte Staatseinnahme im abgelaufenen Monat nur 906 139 aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln für dieselbe." 2. Bei Stichwahlen zwischen bürgerlichen Parteien haben sich Vorjahres; die Mindereinnahmen treffen hauptsächlich das Zoll-, die Genossen streng der Stimme zu enthalten, bei Reichstags= Eisenbahn- und Landdepartement.- Zu der großen Zahl der und Gemeinderaths- Wahlen keinerlei Kompromiß mit bürgerArbeitslosen haben sich nun noch die nach Hunderten zahlenden lichen Parteien einzugehen." entlassenen Staatsbeamten gesellt; sie haben sich vereinigt und 3. Der Parteivorstand wird aufgefordert, unter allen Umbeabsichtigen, gemeinsam eine Ansiedelung unter den Bedingungen ständen für eine gute Jugend- Literatur Sorge zu tragen." des fürzlich vom Parlament angenommenen Arbeiter- Ansiedelungs- offen gegenüber tretenden Feindschaft der Geistlichkeit aller KonBilz begründete den ersten Antrag mit der überall uns gesetzes zu gründen. feffionen, bemängelte, daß viele Parteigenossen leider noch ihre Rinder taufen und einsegnen ließen, weiter, daß Spiritisten Vorstandsämter in Wahlvereinen bekleidet haben und zog auch schließ= lich den Fall Wächter an, der von Parteigenossen als evangelischer Predigtamts- Kandidat sogar eine Kandidatur für den Reichstag erhalten habe. Derartige Dinge dürften sich nicht wiederholen. 13 Versammlungen. KrankenDer zu die Kinder. Das Kleine rief unaufhörlich nach seiner Mutter, Die Stockarbeiter hielten am 17. September eine öffent. Als Motiv für den zweiten Antrag führte er an, daß bei der die wahrscheinlich in ihrer Verzweiflung einen Selbstmord be: liche Versammlung ab, in der die Abrechnung über den Streit letzten Reichstagswaht von unseren Gegnern wieder der Beweis gangen hat. Herbster ist ein geborener Wiener und hier zuständig." von Kalinowsky gegeben wurde. Die Einnahme hat danach erbracht worden sei, daß alle anderen Parteien uns gegenüber Mem sich angesichts solcher Szenen, die sich Tag für Tag in 287 M. betragen, die Ausgabe 274 M., so daß ein Bestand von nur eine einzige reaktionäre Masse bilden. tausenderlei Formen allüberall wiederholen, die schreiende Un- 18 m. verblieben ist. Die Versammlung wählte drei Revisoren Fehlen einer geeigneten Jugendliteratur abzuhelfen. WeigelDer dritte Antrag soll bewirken, dem allseitig empfundenen gerechtigkeit unserer gegenwärtigen Gesellschaftsordnung und deren für diese Abrechnung und vollzog ferner die Wahl eines Mit- Fehlen einer geeigneten Jugendliteratur abzuhelfen. Weigeldringende Abänderungsbedürftigkeit im Sinne des Sozialismus gliedes der Agitationskommission, worauf Dr. Pinn einen Vor- Rummelsburg und Scha i b- Rummelsburg stellten sich ebennicht aufdrängt, dem ist wahrlich nicht zu helfen. trag über„ Alte und neue Moral" hielt. Von einer Diskussion falls auf den Boden dieser Anträge. Reinhardt, Caro Die ,, Armeleuthäuser" in Wien befinden sich in einem wurde Abstand genommen. Unter Verschiedenem erzählte ein und Posselt- Weißensee widersprachen dem ersten Antrag, fo grauenvollen Bustande, daß selbst die Neue Freie Presse" ent- Anwesender, daß in der Werkstatt von Römmer ein Kollege, der hießen aber die letteren beiden gut. Auch Stadthagen rüftet davon Aft nimmt und schreibt: Ueber Stiegen und dunkle sich weigerte den Einstandsschmaus zu geben, so lange gequäli wandte sich energisch gegen den ersten Antrag. Wiederholt und Gänge geht es durch schmale Höfe, wo halbnackte Kinder mit worden ist, bis er dort wieder aufhörte. Redner forderte die mit Recht seien derartige Anträge auf den Parteitagen abgelehnt zerzaustein Haar, in dem noch Theile des Nachtlagers, Stroh und Kollegen auf, gegen den Unfug des Einstandes energisch Front worden. Die Geistlichkeit würde ebenso wie der Kapitalist, eben Federn, sind, spielen. In den offenen Fenstern sieht man in den zu machen. Dost ermahnte dann die Anwesenden in der weil sie sich uns gegenüber stellt, bekämpft; das sei ganz selbstverständlich; doch habe die Religion mit den ökonomischen Höhlen, die nur der Hohn Zimmer nennen fann, Weiber mit Versammlung, in welcher die Vertreter müden Augen, die welfen Glieder in dürftigen Kleidern, Elend tasse gewählt werden sollen, zahlreich erscheinen, Kämpfen an und für sich wenig zu thun. Den zweiten Antrag und Armuth dringen heraus in das kleine Viereck des Hofes, wo damit unter diesen Vertretern diejenigen, welche auf dem Boden wünschte er getrennt abgestimmt, da er nicht einsehen könne, schüchtern ein Bäumchen steht mit armseligen Blättern, die halb des Klassenkampfes stehen, die Majorität erhalten und im stande weshalb sich die Partei binden solle. Die politische Situation fönne von Tag zu Tag eine andere werden. Beispielsweise der verdorrt sind. Allerhand Hausrath liegt herum in dem Raume, find, die freie Arztwahl, die die Kassenmitglieder wünschen, einzu Sturm aufs allgemeine, geheime und direkte Wahlrecht würde jeden wo nur ein paar Quadratmeter Himmel hineinsehen. Nebenan führen. Der jetzige Vorstand sei gegen die freie Arztwahl. Sturm aufs allgemeine, geheime und direkte Wahlrecht würde jeden ist das Königsklosterhaus, die Verbindung der gleichnamigen Gasse Steffen und Dost referirten dann über die Beschlüsse der denkenden Genossen bestimmen, denjenigen Gegner zu wählen, mit der Fillgradergaffe. Es ist größer, freie, eiserne Gänge führen Gewerkschaftskommission. Dost empfahl Beitritt zu diesen Be- der unter bestimmten Garantien uns dann am Nächsten steht, zu den dumpfen Wohnungen, schmale, schmusverkrustete Stiegen schlüssen, und die Versammlung nahm eine dahingehende Resolution handelten wir anders, begingen wir politischen Selbstmord. sind da mit vertretenen, glitschigen Stufen. Die Luft in den finsteren, an. Ein Rollege berichtete hierauf, daß in der Werkstelle von stollenartigen Gängen des ehemaligen Stlosters scheint verpestet. Briese und Steinberg äußerst geringe Löhne gezahlt werden, für Die Wohnräume sind, wie in all diesen Armeleuthäusern, ganz die ein Berliner Arbeiter nicht arbeiten fann. Die Firma habe fleine, niedrige Mauerlöcher, eng, lichtlos und düfter. Kaum in Ungarn eine Stockfabrit gehabt und sich von dort Arbeiter ein Sonnenstrählchen dringt in die feuchten Schachte der Erd- nach Charlottenburg kommen lassen, als ob es in Berlin und geschoffe, wo das Wasser an den Wänden sickert, in die gellen- Charlottenburg feine Arbeiter gäbe. Redner forderte die Kollegen artigen Stuben der übrigen Stockwerke, wo manchmal in einem auf, dies in ihren Kreisen weiter zu erzählen, damit bei der gefleinen Raume zwischen rauchschwarzen Mauern vier oder fünf nannten Firma niemand anfängt. Zwei weitere Redner forderten lebende Wesen zusammen sind und auf elenden Pritschen ruhen. im Anschluß daran die Kollegen auf, sich einer der beiden gewerk Männer und Frauen, Mädchen und Buben drängen sich da schaftlichen Organisationen anzuschließen. Dost erklärte dabei, lärmend u. s. 10. Nach solchen Schilderungen kann man die daß für die Arbeiter der Anschluß an die gewerkschaftliche Scheu vor den Armeleuthäusern" recht wohl begreifen. Organisation wichtiger als der an die politische Organisation sei. Es wurden dann weitere Mißstände aus der Römmer'schen und aus der Noah'schen Werkstätte mitgetheilt. Dem dritten Antrag stellte er sich ebenfalls sympathisch gegenüber, doch böten sich hierbei dieselben Schwierigteiten, geeignete Schriftsteller zu finden, wie bei Broschüren zur Landagitation. " " Antrag I wurde fast einstimmig abgelehnt; der Antrag II im ersten Theil mit geringer Majorität, im zweiten Theil jedoch einstimmig angenominen; der Antrag III fand einstimmige Annahine. Einen Antrag von Stadthagen: Es möge auf die Das Verhältniß Tagesordnung des Parteitages gesetzt werden: was tann der politischen Partei zu den Gewerkschaften; seitens der Partei zur Hebung der Gewerkschaften geschehen?" und einen Antrag von Sonnenburg- Friedrichshagen: Die Versammlung des Kreises Nieder- Barnim wolle beschließen, dem Ernte- Ergebnisse. Auf Neu- Seeland sind in der Parteitag zu Köln folgenden Antrag zur Annahme zu empfehlen: Jahresperiode 1892/93 1 297 446 Acker bebaut worden( 1 Acker Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, der Gewerkschaft seines Die Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen hatten am Berufs anzugehören" machte die Versammlung, nachdem sie gleich rund 4046 Quadratmetern), 51 444 Acker weniger als in der vorhergegangenen Jahresperiode. Dem entsprechend ist der 17. September eine öffentliche Versammlung, in welcher Genosse von den Antragstellern kurz begründet, ohne Debatte ebenfalls zu Ernte- Ertrag diesmal beträchtlich geringer. G3 wurden Roblenzer einen Vortrag hielt über: Die wirthschaftliche den ihrigen. Als Delegirte für den Kreis Nieder- Barnim zum Parteitag weniger geerntet 1879 521 Bushels Weizen( 1 Bushel gleich Lage und der Werth der Organisation. Hieran schloß sich eine rund 354 Liter), 1 115 031 Bushels Hafer, 34 452 Bushels Gerste lebhafte, ausgedehnte Debatte, in welcher sich die Kollegen meist in Köln wurden Schneider Bilz- Pankow und Schriftseger und 57 873 englische Tonnen Kartoffeln( 1 Tonne englisch rund im Sinne des Referenten äußerten. Folgende Resolution wurde Reinhardt- Weißensee gewählt. Kopp- Friedrichsberg verlas 1016 Kilogramm). Die Ernte betrug 8378 217 Bushels Weizen, danach einstimmig angenommen:" Die Versammlung erklärt sich dann die Abrechnung des Zentral- Wahlkomitees für den ganzen 9 893 989 Bushels Hafer, 654 231 Bushels Gerste und 104 178 mit dem Referenten, Genossen Koblenzer, einverstanden, und er Kreis. Während der Wahlbewegung haben in demselben 60 Tonnen Kartoffeln. Nach Abzug von etwa 4 350 000 Bushels blickt nur in einer guten Gewerkschaftsorganisation ein Mittel öffentliche Versammlungen stattgefunden; in 33 referirte der für den heimischen Bedarf werden vom Weizen, außer den vor- gegen die Ausbeutung der Arbeiter durch den Kapitalismus und Kandidat Stadthagen selbst. Flugblätter wurden dreimal in einer einmal in einer solchen von jährigen Beständen, etwa 4 Millionen Bushels für die Ausfuhr verspricht mit allen Mitteln für die Stärkung der bestehenden Auflage von 80 000 und Organisation einzutreten." 60 000 Exemplaren über den ganzen Kreis verbreitet. Die Ge übrig bleiben. Eodann gab Kollege Willmer die Abrechnung vom nossen in Friedrichsberg verbreiteten außerdem in ihrem Ort vor Aus Rußland wird über den Ausfall der Ernte gemeldet: In Finnland geben Roggen eine mittlere, Gerste und Streit, laut welcher die Gesammteinnahmen 2737,05 m. und die der Stichwahl ein eigenes Flugblatt in einer Auflage von Hafer eine mittlere bis gute Ernte. In Polen litt das Getreide Gesammtausgaben 2726,34 M. betragen, somit ein Bestand 10 000 und die von Weißensee daselbst eins in einer Aufvon 10,71 Mart zu verzeichnen bleibt. 61 Listen lage von Exemplaren. Mit einem Vorschuß vom Parteizum Theil durch Feuchtigkeit, im allgemeinen ist aber der aus, die spätestens zur nächsten öffent- vorstand betrug die Gesammtsumme der Einnahmen aus den Roggen- und Weizenertrag befriedigend. Die Hafer- und Gersten- stehen noch ernte war weniger ergiebig. Jin Gouvernement Grodno war lichen Versammlung abgerechnet sein müssen, widrigenfalls die verschiedenen Ortschaften des Kreises 7972,86 M. Die Ausgaben bie Roggenernte vortrefflich; in diesem und den Gouvernements Säumigen dann bekannt gegeben werden. Um vorstehende Ab- beliefen sich für Drucksachen und Inserate auf 1497,15 m., für Wilna und Kowno ergaben die Wintersaaten durchschnittlich eine rechnung zu revidiren und darüber Bericht zu erstatten, wurde Referenten, Depeschen, Porto, Stempel 2c. 317,65 m., für AusMittelernte. Im mittleren und im östlichen Rußland wird der eine viergliedrige Revisionskommission, bestehend aus den Kollegen gaben am Tage der Wahl im Kreis 3848,35 W., an die ParteiErnte- Ertrag als übermittel geschägt. In den südwestlichen Lück, Ballerius, Ulbrich und Jänsch gewählt. Ferner wurde be- fasse zurückgezahlt 2000 m., mithin insgesammt auf 7663,15 M., Provinzen Provinzen ist die Ernte befriedigend gewesen, in fannt gegeben, daß die Filzschuharbeiter und Schuhmacher ver- der Ueberschuß beträgt 309,71 M. Auf Antrag des Revisors Beffarabien und Jekaterinoslaw ganz vorzüglich, in der Um einbart haben, zu der Urania- Borstellung am 1. Oktober, Nach- Ostar Schulz Friedrichsberg wird der Kassirer des Wahlmittags 1 Uhr, Billets zu 45 Pf. an die Kollegen und Kolleginnen komitees entlastet. Ropp- Friedrichsberg verliest dann weiter gegend von Rostow a. D. mittelmäßig bis sehr gut. abzugeben. Ausgegeben werden dieselben beim Kollegen die Abrechnung vom Voltsfest zur Feier des Wahlsieges am Ein exzellenter" Jahresbericht. Der Jahresbericht des Valerius, Mendelssohnstr. 14, und Steffen, Megerstr. 19. Bu 15. Juni in Rummelsburg. Hierbei betrugen die Einnahmen Pariser Versaßamtes oder Mont de Piété" ergiebt für das vorige den Anträgen der Gewerkschaftskommission wurde folgender Be- für Billets 237,40 M., für Tanzbänder 127 M., gesammt 364,40 m.; Jahr eine Vermehrung von 5 658 977 Frants der ausgeliehenen schluß gefaßt: Die Versammlung erklärt sich mit der Bildung die Ausgaben 474,80 m. und blieb ein Defizit von 110,40 m. Summen und nennt die Lage eine exzellente", d. h. mehr als je eines ständigen Bureaus einverstanden und verpflichtet sich, zur Ma y Weißensee bestätigt diese Angaben und es erfolgte auch find arme Leute gezwungen, ihre Sachen zu versehen; denn es Deckung der Roften beizutragen." Schließlich wurde bekannt hier die Ertheilung der Decharge. Hierauf wurde die Versammfind natürlich nicht die Reichen, die das thun. Nach dem Be- gegeben, daß die nächste Vereinsversammlung am 25. September lung vom Borsitzenden, Schöder- Bernau, geschlossen. richte find im Laufe des vorhergehenden Jahres 104 388 Gegen- stattfindet; hier findet zugleich die Billetausgabe zum Stiftungsstände zurückgewiesen worden, weil sie den Werth von 3 Frants fest statt, auch erfolgt die Abrechnung vom Sommerfest. Noch Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2,