Mr. 223. Erscheint täglich außer Montags. Prets. pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einger:. in der Boft Zeitungs: Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwürts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Muminer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Uur Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Kongrek der sozialistischen Partei der italienischen Arbeiter.") Freitag, den 22. September 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. beiter zu regeln, und er ladet daher alle in Italien bestehenden Arbeiterkammern( Arbeiterbörsen) dringend ein, eine besondere Sektion für die Auswanderung einzurichten, zu dem scharf bestimmten Hauptziele, die Leiden und Ver lufte zu verhindern, welche die internationale Konkurrenz zwischen den Arbeitern verursacht. stalten, aber alle mit den Spuren des tiefen Elends auf ihren Gesichtern. Der gewaltige Zug sammelte sich vor dem großen Theaterplage in Reggio. Die Begeisterung, die der Anblick des Zuges hervorrief, und die rückwirkende Begeisterung im Buge selbst, als die beliebten Redner und Führer ihre In Reggio Emilia, diesem Hauptsitz der Land- Der Kongreß ernennt eine besondere Kommission mit furzen Ansprachen hielten, war unbeschreiblich. Es sprachen arbeiter Mittelitaliens, der durch das Wirken Pramdem Auftrage, die Landarbeiterfrage zu studiren, die Zu Berenini, Ferri, Bosco von Sizilien, Zurati, polinis zu einem Brennpunkt des Sozialismus für ganz stände der Landarbeiter in den Hauptprovinzen zu unter der Belgier Vandervelde, der mit seinem Landsmann Italien geworden ist, fand in den Tagen vom 8. bis fuchen und dem nächsten Kongreß die Mittel und Methoden de Broeke dem Kongreß als Gast beiwohnte und zuletzt 11. September der Nationalkongreß der italienischen Ar- anzugeben, die am besten geeignet sind zur sozialistischen Prampolini. Der Eindruck dieser Kundgebung spiegelte sich beiterpartei statt. Sein Verlauf und Ausgang war von Propaganda und Organisation unter den Landarbeitern. in allen Berichten auch der Bourgeoispresse Italiens wieder. dem besten Erfolge gekrönt und die bedeutungsvollen Be- Der gegenwärtige Zeitpunkt, insbesondere im Hinblick auf Ein bedeutsamer Unterschied aber war zwischen dem Zuge schlüsse dieses Kongresses werden den noch so jungen die Gährung unter den Landarbeitern in der Romagna in Zürich und dem in Reggio. Dort in der schweizer Sozialismus in Italien in einer Weise kräftigen und neu und in Sizilien ist besonders geeignet zu einer energischen Republik war weder Polizei noch Militär zu sehen, ja beleben, die für das nördliche Europa geradezu über- Agitation. Soldaten in Uniform nahmen selbst Theil an dem Zuge. raschende Wirkungen in Aussicht stellt. Hier in Reggio waren alle Kasernen, ja öffentliche wie Unverkennbar wirkte auf die Haltung und den Verlauf des werden. 2. Ueber die Eisenbahn- Arbeiter. Grundlage herbeizuführen. Die Kommission hat innerhalb beider Verbände der Eisenbahnarbeiter einzuberufen. vierzehn Tagen eine gemeinsame Versammlung der Ausschüsse Kongresses der Ausgang des internationalen Arbeiter- Der Kongreß, in Erwägung, daß gegenwärtig die Privathäuser vollgepfropft mit Militär, das bis von weittongresses in Zürich ein, dessen nachhaltige Bedeutung organisirten Eisenarbeiter der großen Eisenbahnnetze Italiens her zusammengezogen war, bereit, bei dem geringsten, vielimmer mehr hervortritt, je mehr die unwahren, findischen einander abweichende Verbände getrennt sind, beschließt, Rom, auf das Volk der Arbeiter einzustürmen. Dies kenn immer mehr hervortritt, je mehr die unwahren, findischen in zwei verschiedene, in ihren Bielen und Grundsäßen von leicht provozirten Anlaß, ähnlich wie bei der Maifeier in Berichte der Bourgeoispresse in ihrer Nichtigkeit erkannt daß eine besondere Kommission( zu deren Mitgliedern Leiter zeichnet die politischen Zustände Italiens, die völlige VerEinen Hauptbeschluß des italienischen Kongresses, die des auf dem Kongreß vertretenen sozialistischen Verbandes blendung der regierenden Kreise und Machthaber über das Borschriften über das Verhalten der sozialistischen Ab- der Eisenarbeiter ernannt werden) sich alle Mühe gebe, die Wesen der sozialen Bewegung. geordneten im Parlament, so einschneidend bedeutsam für Verschmelzung dieser beiden Verbände auf sozialistischer Italien, hat der Vorwärts" bereits veröffentlicht; die übrigen gefaßten Beschlüsse sind im wesentlichen folgende: 1. Ueber die ökonomische Thätigkeit der Partei. Die letzten Beſchlüſſe des Kongreſſes bezogen sich auf Politische Itebersicht. Der Kongreß weist die sozialistischen Provinzial- die bessere Gestaltung und Einrichtung des Zentralorgans Berlin, den 21. September. verbände an, die Verbreitung der Grundsäge, wie sie das der Partei:" La lotta di classe"( Der Klassentamps), dessen ,, Aussöhnung des Kaisers mit dem Fürsten Bis Programm der Partei angiebt, unter den Stadt- und Land: Siz in Mailand verbleibt. arbeitern energisch in die Hand zu nehmen. Die Partei Unter den Beschlüssen über die Parlamentsabgeordneten marck". Die Zeitungsverkäufer, die heute Morgen diese Nachricht ausriefen, kannten nicht das japanesische Sprüch vom Vorwärts" bereits mitgetheilt hebt von diesen Grundsäßen besonders hervor die Ab- der Partei schaffung der indirekten Steuern, und der so drückenden heben wir insbesondere den letzten Punkt 7 hervor, welcher seine Macht und lasse ihn leben! Und ist er vollständig wort: Wenn Du einen mächtigen Feind hast, dann brich Verzehrungssteuer, die Achtstundenarbeit, den Arbeiterschutz lautet: der Frauen und Kinder und die Gleichheit des Lohnes für Im Falle einer Arbeitseinstellung, der Kundgebungen gebrochen, so söhne Dich mit ihm aus!" Fürst Bismarck am 1. Mai, sowie irgend einer anderen sozialökonomischen hat den Stachel der Demüthigung sicher niemals so bitter Alle Sektionen werden aufgefordert, Vortragsabende Kundgebung der Arbeiter sollen die Deputirten der Partei gefühlt, als im Augenblick, da der Lehnsherr, dem er ein zur Aufklärung des Proletariats festzusetzen. Auch auf die auf ihren Posten sein, um mit aller ihrer Energie und treuer Vasall" gewesen, ihm, dessen Krankheit er Der treue zur Uebernahme von Arbeit in fremden Ländern aus- ihrem Einfluß den guten Ausgang und den Erfolg der erst nachträglich" erfahren, ein Asyl anbot. Vasall" wies das großmüthige Anerbieten zurück. Hatte wandernden Italiener hat sich die Organisation zu erstrecken. Kundgebungen zu sichern. sein troziger Geist es noch nicht voll empfunden, jetzt Die zurückbleibenden Verwandten und Freunde der Aus- Am dritten Tage des Kongresses, am 10. September, empfand er es gewiß, daß er ganz, ganz todt ist gewanderten haben dahin zu wirken und der Kongreß Nachmittags, fand ein erhebender Aufzug der organisirten Leichnam. richtet an die sozialistischen Parteien aller anderen Nationen, Arbeiter Reggios und aller umliegenden Landbezirke statt, die so oft durch die nicht organisirte Arbeit der Aus ein Aufzug, der in seiner Großartigkeit nur zu vergleichen Aus den neuen Steuererträguiffen will Herr gewanderten zu leiden haben, die dringende Bitte, die Be- war mit dem herrlich gelungenen Aufmarsch und Zuge der Miquel, wie einer seiner Finanzoffiziösen meldet,„ nur mühungen der Partei dahin zu unterstützen, daß alle aus- Arbeiter am Eröffnungs- Sonntage des Züricher inter- 5 Millionen" für die Tilgung der Reichsschulden herausgewanderten italienischen Arbeiter in eine Organisation nationalen Arbeiterkongresses. Neuntausend Arbeiter und schlagen. Gleichwohl beabsichtigt er, auf den ursprünglichen eintreten. Der Kongreß hält dafür, daß die Arbeiter Arbeiterinnen betheiligten sich an dem Aufzuge; was Plan, jährlich 1 pet. zu amortifiren( wozu rund 20 Millionen fammern der eigentliche und geeignete Sitz der Bestrebungen ihm ein so bezeichnendes Merkmal und einen Mark jährlich nöthig wären), nicht zu verzichten, hofft vielist, die gesammte Auswandererfrage der italienischen Ar- so tiefen Eindruck verlieh, war das Vorwiegen der Land- mehr die fehlenden 15 Millionen aus den„ Mehrerträgnissen arbeiter mit ihren Frauen, Töchtern und Kindern im Zuge, bestehender Steuern" zu gewinnen. Was es auf sich hat in ihren provinzialen Dorftrachten, darunter herrliche Ge- mit der Amortisation der Reichsschulden, wissen unsere beide Geschlechter. *) Dies ist der auf dem Kongreß selbst beschlossene Name. Feuilleton. [ 14 auch nur ein kleines Heer zu landen und sich mit ihnen in Verbindung zu sehen." Der Aufruhr in den Cevennen. daß man ſelbſt Weiber und Kinder nicht verschont und die " Eine Erzählung von Ludwig Tied. ein oben in den Bergen, Cavalier und Roland eingerechnet, hält er nur für seine zukünftigen Patienten, und für die verschiedensten Konstitutionen hat er als ein roher Empiriker auch immer nur ein und dasselbe Rezept bereit. Gestern hat er wieder zwölf Propheten hängen lassen, die alle bis zum lezten Athem behaupteten, es würde mit seiner Macht bald zu Ende sein. Wie denkſt Du denn, Edmundchen, über diese Gabe des Wahrsagens, über diese Verzuckungen und Krämpfe?" " Man wird es im Auslande nicht glauben", sagte dieser, daß dergleichen im Schwange geht, daß mancher ver nünftige Maun davon wie von einem Geheimnisse spricht, und daß unser Kalender 1703 schreibt!" " Laß ihn schreiben," sagte Vila; es scheint also, Kind, Du begreifft die Sache, unterrichte mich etwas darüber, denn ich begreife sie gar nicht, oder wenigstens kann ich mir das nicht in vernünftige und anständige Worte übersetzen, was mir darüber wohl manchmal durchs Gemüth gefahren ist." ,, Gelinde nennst Du diese Behandlung?" fragte der Rath. " Ich rede nicht", fuhr der Sohn fort, von den Hin richtungen, von den Mißhandlungen, von allen diesen Grausamkeiten gegen die einzelnen, die hart genug sind, so Menschheit sich wohl davor entsetzen darf. Ich meine die schlechte Art, den Krieg zu führen, so daß schon eine fönigliche Armee zu Grunde ist gerichtet worden, ohne daß man dem Uebel selbst hat an die Wurzel gelangen können. Man ,, Was hab' ich denn noch sonst gethan, als Dein herrschlägt sich immer im kleinen Kriege, oft in den Bergen, liches Kartenhaus umgestoßen? fragte Edmund. wo der unbekannte Soldat fast immer den kürzern zieht Sieh, Vater," rief die Kleine aus, er hat es schon das Gebirge steht dem Rebellen bei und versorgt sie immer vergessen, daß er vorgestern seine Liebste todtgeschossen hat; von neuem mit Mannschaft und Lebensmitteln, durch den o, er wird uns noch alle todtmachen, so wie wir da sind, Krieg lernen die rohen Menschen den Krieg, und gelingt es und dann wird er zufrieden sein." nicht, diese Angriffe im großen und von allen Punkten zuEdmund runzelte die Stirn; der Vater verwies der gleich klug und militärisch verbunden zu wiederholen, so Kleinen ihre Unart, und der Arzt fing ein anderes Gespräch läßt sich voraussehn, daß das Unheil noch lange toben und an. Nun, Edmundchen," indem er sich zu dem jungen am Ende wohl Sieger werden kann." Menschen wandte, was sagst Du zu der Neuigkeit, daß die Kamisards troz ihrer letzten Niederlage immer wieder den Truppen des Königs die Spitze bieten, daß sie von Neuem Meinen Marschall?" nahm der Sohn das Wort auf, Wohl nicht in dem Verstande, in welchem Du es die Ebene beherrschen, daß eine englische Flotte in Cette er ist des Königs Marschall, und unter diesem Titel gilt nimmst," sagte der Arzt; ich habe viele in den Gefäng landen wird, daß eine Schlacht in Deutschland verloren er uns allen für den Stellvertreter der Majestät, obgleich nissen beobachtet, sie sind sich sehr ungleich und verdienen sein soll, und daß also, wenn von allen diesen Nachrichten die Bessern alle wünschen, daß es nicht so wäre. wohl eine ernsthafte Betrachtung. Ich bin noch nie in nur die Hälfte wahr ist, wir darauf denken können, wie wir" Wollte der Himmel", sagte der Arzt, er gehörte blos einer ihrer Versammlungen gewesen, im Freien oder einer mit den Rebellen gut Freund sein wollen, damit sie uns einem von uns; ich wenigstens wollte ihm mit Pillen und Scheune; ich bin aber entschlossen, noch heute droben bei nicht den Garaus machen." Rhabarber so zusehen, daß er uns bald Plah machte. Noch St.- Hilaire ihrem Gottesdienste beizuwohnen, und wenn Scherzen Sie nicht", sagte Edmund, unser Vaterland nie hab ich einen Brodneid als gegen diesen Menschen Du mir ein gutes Wort giebst, Edmundchen, so darfst ist noch nie in solcher Gefahr gewesen, und so lange man empfunden! Hat er nicht in einem Zeitraum von acht Du mitgehen; ich habe zwei Bauernanzüge in meinem so gelinde mit diesen Rebellenfverfährt, so stehen wir wirklich Monaten mehr Menschen zum Tode befördert, als es alle Wagen mitgebracht, so daß uns kein Mensch erkennen soll." am Abgrunde, wenn es den auswärtigen Feinden gelingt, Aerzte in der ganzen Provinz vermocht hätten? Alle dort" Ich gehe mit, alter Herr, um Sie au beschämen," Du scheinst jetzt über Deinen Marschall anders zu denken", sagte der Herr von Beauvais. Was ist da zu begreifen?" sagte der Jüngling heftig, der gröbste und einfachste Betrug, der es noch je gewagt hat, sich den Sinnen darzustellen." Lefer. Etliche Millionen werden getilgt; Profit der rath Dr. Wolff, technischer Referent für die gewerblichen An-| Strapazen thatsächlich nicht gewachsen war. Es wurde das Bankiers, Kommissionäre, Makler. Ein vielleicht einmal so gelegenheiten im Ministerium und Gewerbe- Aufsichtsbeamter für Quartier gewechselt und ter Mann mußte deshalb alles mithoher Betrag neuer Schulden wird aufgenommen; wiederum den Bezirk Unter Elsaß. Profit der Baufiers, Kommissionäre, Makler. Weiß denn Unter den Namen der Arbeiter ist, soweit wir über Herr Miquel übrigens so genau, daß er die neuen Steuern sehen werden können, kein von Arbeitern als Wortführer auch friegt? gewählter Mann. Es sind von Beamten auserwählte Bersonen. Wir können deshalb dieser Schein- Enquete nur einen sehr bedingten Werth beilegen. Zur Sonntagsruhe. Endlich entschließt sich der Reichs- Anzeiger", vielleicht veranlaßt durch unserer legten Notiz, die Namen der zur Enquete über die Sonntagsruhe einberufenen Personen, auch der Arbeiter, zu veröffentlichen: An den Berathungen nehmen theil vom Reich samt des Innern: Unter Staatssekretär Dr. von Rottenburg, Direktor Rothe, Geheimer Regierungsrath Dr. Wilhelmi, Regierungsrath Werner, Referent für die Sonntagsruhe, Regierungs- und Gewerberath Grünewald, Gerichts- Assessor Nölting, Regierungsaffessor von Lattorff; vom preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe: Unter- Staatssekretär, Wirklicher Geheimer OberRegierungsrath Lohmann, Geheimer Bergrath Dr. Fürst, Geheimer Bergrath Fickler, Geheimer Regierungsrath Dr. Neuhaus, Regierungsassessor Dönhoff, Bergassessor Körfer; ferner die Regierung assessoren Rötger und Freise als Protokollführer. Außerdem sind zu den Berathungen erschienen: B M 9 " nehmen, was er besaß; der demnach mit schwerem Gepäck in arger Sonnengluth zurückgelegte Weg( Roggenstein, Waldau, Waldthurn, Grafenreuth mit Gefecht daselbst und von da über Waldthurn und Pleiſtein) beanspruchte die Zeit von 5 Uhr früh bis 2 Uhr Nachmittags. Wenn ich die Leistungen der aktiven Truppen, wie ich sie in drei Manövern am eigenen Leibe fennen lernte, damit vergleiche, so ergiebt sich, daß die gestrige Aufgabe der Landwehr an Beschwerlichkeit Ueber deu Partikularismus in der Militär- feiner nachstand, welche einem aktiven Truppenförper zur verwaltung schreibt die Bossische Zeitung": Lösung vorgelegt wird. Die Nothwendigkeit einer Herabminde Die fittliche Disziplin des Chrgefühls, die kann durch rung dieser Anforderungen scheint man jedoch schon gestern an das Bewußtsein nur gefördert werden, daß der Soldat als Ort und Stelle erkannt zu haben, was daraus geschlossen werden Glied des Volkes in Waffen Theil hat an dem Rechte des darf, daß auf dem Marsch vom Gefechtsfeld ins Quartier Volkes, an jeder Gewähr, die im bürgerlichen Prozeß für die mehrere Male gerastet wurde und den Leuten erlaubt war, Gerechtigkeit gegeben ist. Vor etlicher Zeit ist der Erlaß des Wasser zu trinken, wo immer sich Gelegenheit dazu bot. InPrinzen Georg von Sachsen über die Mishandlungen von folge der gestrigen und zum Theil schon der vorhergegangenen Soldaten in die Deffentlichkeit gebracht worden. Da finden sich Strapazen hat sich der Krankenstand bedeutend erhöht, doch sind Ausführungen, die nur unter dem geheimen Gerichtsverfahren es bis jetzt immer noch die Fußkranken, welche den Hauptprozentmöglich sind:„ Es will zuweilen scheinen, als ob seitens der jazz der Dienstunfähigen liefern." Das neue Militärgesetz hat Borgesetzten von Haus aus für den Angeklagten und gegen die natürliche Folge das diesjährige Musterungsgeschäft beden, welcher mißhandelt zu sein angiebt, Partei genommen weist es- daß, die Ansprüche an die Diensttauglichkeit herabwerde. Wie bei allen Vergehen und Verbrechen muß aber gemindert werden. So tritt in das Heer ein immer stärkerer auch bei Mißhandlungsfällen, so lange durch die Untersuchung Prozentsaz von Leuten, der den Strapazen des Dienstes nicht nicht Klarheit geschaffen ist, volle Objektivität walten. Der gewachsen ist. Futter für Pulver! Unteroffizier, welcher angeklagt ist, darf den Vorgesetzten in diesem Falle nicht näher stehen als der Soldat, welcher eine " Die Abänderung der Militärgerichtsbarkeit oder Dem Verdienste seine Krone. In unserem Dresdener Bruderorgan lesen wir: " „ Es dürfte für unsere Leser interessant sein, zu erfahren, daß der ehemalige Unteroffizier Liebing, welcher sich in Metz durch seine sonderbare Soldatenbehandlung" einen Namen" gemacht, gegenwärtig wohlbestallter Straßenbahn- Kondukteur ( Nr. 97) bei der Deutschen Straßenbahn- Gesellschaft ist. Wie man sich erinnern wird, gab jener Fall dem Prinzen Georg zu dem bekannten Erlaß Gelegenheit." ihm widerfahrene vorschriftswidrige Mißhandlung zur Meldung die Einführung eines einheitlichen Reichs- Militärstrafverbringt. Strengste Gerechtigkeit bleibt eine Hauptstüße für fahrens nach bayerischem Muster will angeblich die Frak richtige und gedeihliche Handhabung der Disziplin." Wie tion Drehscheibe im Reichstage einbringen. Die Nationaltreffend sind diese Worte! Und wie leicht kann man aus ihnen liberalen, diese Jämmerlinge, die stets der Ansicht der herauslesen, daß auch ein Gerichtsverfahren, das den in Wissen Regierung sind und die Hauptschuld mittragen an dem schaft und Praxis als unerläßlich anerkannten Voraussetzungen der Gerechtigkeit entspricht, der Disziplin nur förderlich wäre! Wachsthum des Militarismus, werden mit dem Antrage Daß aber die Deffentlichkeit und Mündlichkeit des Ver- die Regierung nicht schrecken, das Volk in seinem Urtheil fahrens, daß eine würdige Stellung der Vertheidigung, über die Gentlemenpartei nicht beeinflussen. daß eine angemessene Ordnung des Instanzenzuges, daß eine zweckmäßige Einrichtung der Gerichte und an alledem fehlt es in dem preußischen Verfahren zur Pflege der Gerechtigkeit gehöre, darüber herrscht in zuständigen Kreisen teinerlei Zweifel. Es ist beschämend, die Thatsache verzeichnen zu müssen, daß das preußische Verfahren, dessen Grundzüge theilweise noch der für das Söldnerheer Gustav Adolfs entworfenen Gerichtsordnung entsprechen, nicht nur hinter dem zurücksteht, was in England, Frankreich, Belgien, Bayern, sondern sogar was in Rußland Rechtens ist. Dieser Tage ist in Breslau der frühere Abgeordnete Kunert zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Herr Kunert hat die Akten von dreizehn Militärprozessen einsehen können. Er hat diese Akten nicht gestohlen, aber er soll ihrer einzelne wenigstens unterschlagen haben. Herr Kunert hat eine Schrift über die geheime Vehme" veröffentlicht, als welche er das Militärgericht ansieht. Indesjen erfreuten sich die Urtheile der Wehme eines höheren Vertrauens im Volfe als wenigstens einzelne Urtheile von Militärgerichten. Es ist vorgekommen, daß an öffentlicher Gerichtsstätte ein Staatsanwalt, der Schwiegersohn eines fommandirenden Generals war, das Urtheil eines Militärgerichts als für die bürgerlichen Gerichte nicht vorhanden bezeichnete, weil das Militärverfahren aller heute erforderlichen Garantien für die Gerechtigkeit entbehre. Jetzt werden Bezichtigungen gegen einen Unteroffizier vom vierten Garderegiment erhoben. Der Mann soll sich der roheiten, grausamsten Mißhandlung eines Untergebenen schuldig gemacht haben. Kein Wunder, wenn solche Gerüchte, auch wenn sie unbegründet find, Glauben finden und vielfach die Meinung verbreitet ist, bei dem geheimen Gerichtsverfahren tomme die Unschuld nicht immer zu ihrem Rechte." Aus Preußen. a) Industrielle: Als Vertreter des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller: General- Direktor Braun in Dortmund. Geheimer Kommerzienrath Gerb. L. Meyer in Hannover. Freiherr von Stumm- Halberg. Als Vertreter des Vereins deutscher Salinen und Salzbergwerke: Berg- Assessor a. D. Leopold zu Halle, Vorsitzender des Vereins. Als Vertreter des oberschlesischen berg- und hüttenmännischen Vereins: Bergrath Bernhardi in Zalenze bei Kattowitz. General- Direktor Meier zu Friedenshütte bei Morgenroth. Als Vertreter des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Ober Bergamtsbezirk Dorts mund: Berg Assessor a. D. Krabler zu Altenessen, Zweiter Vorsitzender des Vereins. 213 Vertreter der Mansfeld' schen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft: Hüttenmeister Ulich zu Hettstedt. Als Vertreter bes Vereins für die berg und hüttenmännischen Interessen im Aachener Bezirk: Hütten- Direktor Play aus Stolberg, Zweiter Vorsitzender des Vereins. Als Vertreter der rheinisch- westfälischen KofsInteressenten: Direktor Hüssener zu Bulmife. Als Vertreter der rheinischen Braunkohlen- Interessenten: Bergwerfs- Direktor M. Kaestner zu Herzogenrath. Als Vertreter des deutschen Braunkohlen- Industrievereins zu Halle: General- Direktor Oskar Krug zu Halle a. S. b) Arbeitnehmer: Obersieder Christian Ladebeck zu Schönebeck, Salinentolonie. Hochofenschmelzer Peter Jansen zu Bulmke bei Gelsenkirchen, Carlstr. 124 II. RöstofenArbeiter Josef Gerlach zu Mechernich. Zinkröster Hermann Storm zu Walsum bei Dinslaken. Gießermeister Heinrich Geißler zu Burbacher Hütte, Kreis Saarbrücken. Walzer Konrad Nagel zu Ehrenfeld, Seenfelder Straße 80. Schmelzer Friedrich Körber zu Kupferkammer- Rohhütte bei Hett stedt. Zinkschmelzer Paul Badura zu Kunigundenhütte bei Zawodzie. Koksofenarbeiter Heinrich Schaaf zu Hamme Nr. 17 bei Bochum. Stahlwerksarbeiter Karl Goldstein zu Hörde, Schulstr. 17. Presser Wilhelm Pege zu Bückgen bei Senftenberg. c) Gewerbe Aufsichtsbeamte und technische Beamte: Regierungs- und Gewerberath Theobald in Düsseldorf. Regierungs- und Gewerberath Ofthues in Arnsberg. Regie: rungs- und Gewerberath Trilling in Danzig. Salinen- Direktor, Ober Bergrath Menzel in Echönebeck. Bergwerfs Direktor, Bergrath Lengemann in Clausthal. Berg Revierbeamter, Bergrath Scharf in Dortmund. Verg Revierbeamter, Bergrath Dr. Sattig in Beuthen. Ober- Bergrath Mehner in Halle a. G. Aus dem Königreich Sachsen. a) Industrielle: Geheimer Bergrath Merbach in Freiberg. Ober Direktor der Königlichen Erzbergwerke Fischer in Freiberg. Ingenieur Preller in Gröba bei Riesa( für das Eisenwerk Lauchhammer bei Riefa). b) Arbeitnehmer: Hüttenarbeiter Johann Karl Franz Amtes. Fichtner, Röster auf der Muldner Hütte in Freiberg, Kirchgasse 18. Treibemeister Franz Bernhard Schmidt in Konrads- Militärisches. Bei den letzten Nebungen der bayerischen dorf, beschäftigt auf Grube Himmelfahrt. Friedrich Karl Reserve- Infanteriebrigade ist ein großer Theil der Mannschaften Kümmel zu Promniß bei Riesa, Haus Nr. 14, Schürer auf der marode geworden. Die Allg. 8tg." berichtet aus Weiden Rohrhütte des Eisenwerts Riefa( der Aktiengesellschaft Lauch vom 17. d. M.:„ Die Regimentsubungen fanden am Donnerstag hammer gehörig). Ferdinand Friedrich Eduard Rieß in Ober- und Freitag voriger Woche bei Weiden und Floß statt und gePlanit, Werkführer in der Schienenhalle der Königin Marien- stalteten sich infolge des gebirgigen Terrains und der warmen hütte in Cainsdorf bei Zwickau. c) Gewerbe Aufsicht 3- Witterung ziemlich anstrengend. Besonders schwül war es am beamter: Gewerbe Inspektor, Regierungsrath Siebdrat in Freitag, so daß bereits früh, als die Bataillone auf dem Dresden. Sammelplaß angelangt waren, aus jeder Kompagnie Leute ausAus Braunschweig. a) Industrielle: Hütten- traten. War deren Zahl an diesem Tage auch eine verhältnißDirektor Wilhelm Südhaus zu Harzburg, technischer Vorstand mäßig geringe, so wuchs sie gestern, am ersten Tage der Brigadeder Aktiengesellschaft Mathildenhütte. b) Arbeitnehmer: übungen, ganz gewaltig an und erreichte einen auch für die Landwehr Heinrich Schütte, Knappschafts- Aeltester zu Oter. c) Gewerbe nicht mehr normalen Stand. Beim 6. Reserveregiment traten auf Aufsichtsbeamter: Rammerrath Schrader, Kommissar des dem Marsche zum Gefechtsplatze aus jedem Bataillon über 100 Staatsministeriums. Mann aus- beim 2. Bataillon waren es genau 122 Aus Anhalt. Ober Bergrath Lehmer, bergtechnisches ungerechnet jene, welche während des Gefechtes und auf dem Mitglied der Regierung. Heimmarsche marode wurden. Einzeln und in Gruppen lagen Aug Elsaß Lothringen. a) Industrielle: ste an den Straßenböschungen oder hatten sich unter die Bäume Direktor Sergler in Hagenau, Vertreter der Gewerkschaft Rudolf geschleppt, um im Schatten derselben den sengenden Sonnenin Hagenau. b) Arbeitnehmer: Schmelzmeister Eduard strahlen zu entgehen. Fragt man nach den Ursachen dieser ErSchumacher zu Maizières. Bohrmeister Friedrich Schall zu scheinung, so ergiebt sich, daß ein Theil der Leute den AnHagenau. c) Gewerbe- Au sichtsbeamter: Regierungs- strengungen gegenüber nicht standhaft genug, ein anderer den S = M Trohalledem steht die preußische Heeresverwaltung auf ihren Schein und die heilige Vehme" waltet weiter ihres Ueber das Treiben des jetzt wohl untergebrachten Liebing heißt es in dem Erlaß: Der Gefreite Liebing, ebenfalls der 1. Kompagnie FußArtillerie- Regiments Nr. 12, befahl eines Morgens, selbst noch im Bette liegend, dem Rekrut Bischof vor ihm Schemel zu strecken, gab ihm, als es zu langsam ging, mehrere starke Ohrfeigen und seßte, nachdem die Uebung etwa eine Stunde gedauert hatte und Bischof bereits im höchsten Grade ermattet war, einen zweiten Schemel auf den ersten mit dem Verlangen, daß Bischof beide Schemel weiter strecken solle. Da dieser aber infolge der großen großen Anstrengung hierzu förperlich nicht mehr im stande war und in starken Schweiß gerathen war, übergoß Liebing den Bischof mit einem Krug falten Wassers, schlug ihn mit dem Leibriemen über den Kopf, daß blutige Verlegungen entstanden, und bearbeitete ihn schließlich so lange mit der Klopfpeitsche, bis dieselbe zerbrochen, Bischof's Beine angeschwollen und mit Schwielen bedeckt waren. Infolge dieser Behandlung war Bischof am Nachmittag noch so schwach, daß er umfiel und fiebernd ins Lazareth gebracht werden mußte." Die preußischen Landtagswahlen. Das preußische Staatsministerium hat beschlossen, als Termine für die Landtagswahlen den 27. Oktober( Wah ImännerDahlen) und 4. November( Abgeordnetenwahlen) festzusetzen. Um gutes Wetter für die Landtagswahlen bittet das Organ derer um Richter die Herren Wadelstrümpfler. Man liest in der Freisinnigen Zeitung": " In allen Wahlreden des Abg. Eugen Richter zu den Landtagswahlen, also in Nordhausen, Berlin und Posen, ist nicht das Mindeste enthalten, was die Freifinnige Vereinigung irgendwie verlegen könnte. Auch in der Freisinnigen Zeitung" findet sich, wie unsere Leser wissen, nichts derartiges seit den ersten Anfängen der Wahlkampagne. In einem freifinnigen Bezirksverein soll dagegen ein nicht genannter Redner bei einer Diskussion sich beleidigender Ausdrücke gegen die Freisinnige Vereinigung bedient haben. Die„ Kreuz- Zeitung" will dies durch einen Spion erfahren haben; die sämmtlichen Berichte der Berliner liberalen Zeitungen über die BezirksvereinsVersammlungen enthalten nichts davon. Wohin sollte es auch im politischen Leben kommen, wenn Beschlüsse von grundsäßlicher Tragweite beeinflußt werden könnten durch irgend welche persönliche Reizung?" Wie schmelzend klingt dies sanfte Adagio der Versöhnung, denkt man an das gellende Kriegsgeschrei der Reichstagswahlen, da die Richter'schen darauf brannten, die ságte Edmund,„ daß Sie dieses Gesindel noch irgend so ländischen Universitäten studiert, hat Holland, England Skalpe der Rickert, Hänel, Hinze an ihren Gürteln zu wichtig nehmen. Wir werden nachher über die ab- und Schottland gesehen, hat sich in Ostindien unter tragen? Unter dem Banner des Geldsack- Wahlrechts wollen geschmackte Täuschung um so mehr eines Sinnes sein allerhand Völkerschaften herumgetrieben und ist nun die Deutschfreisinnigen vereint marschiren und aller Zwist endlich plötzlich und zu meiner Freude noch ebenso toll soll vergessen sein. Wenn die Freifinnige Zeitung" sagt, fönnen." " " " Du sollst nicht hingehen, mein Sohn", sagte der Alte, und wild, aber unterrichtet zurückgekommen. Der hat daß die freisinnige Vereinigung durch ihr getrenntes Vorwas tann dergleichen Borwiz nügen? Ich verstehe Dich sich muni Wunder von unsern Propheten hierzulande er gehen in Berlin die Geschäfte der Reaktion besorge, so ist nicht, alter Freund: sind diese Unglücklichen nicht schon elend zählen laffen. Er hat in Asien allerhand Kraut und Ge- es in der That gleichgiltig, ob die Landrathskammer um genug? Soll armselige Neugier und Muthwille auch hiere dieser Art gesehen und fällt aus den Wolken, daß, einige Rückschrittler der konservativ- antisemitischen Färbung noch ihrer spotten? Und wenn die Bedrängten nun wie er den Rücken gewandt hat, in seinem Vaterlande vermehrt wird oder nicht. Das Wesen der Klassenvertretung, verrathen und überfallen werden, wie es schon so oft ge- hinter seinem väterlichen Ofen beinahe ein viel wunder wie dies der preußische Landtag ist, wird nicht dadurch schehen ist, und alle ohne Unterschied niedergemetelt, wer bareres Gewächs soll aufgeschossen sein, als er in den geändert, daß ein lendenlahmer, ohnmächtiger, jeder sozialist dann der Thor gewesen, sich ihnen schleichend auf- tropischen Ländern observirt hat. Da hat er mir nun feine politischen Einsicht baarer Liberalismus ein halbes Dußend zudrängen? Oder wenn sie Euch erkennen oder nur Ver- Ruhe gelassen, ich mußte ihm versprechen, mit ihn auszu- Vertreter mehr in die Kammer schickt. dacht haben?" ziehen und auch Dich abzuholen." Spricht der alte Patron nicht schon selber wie ein„ Aber warum kam er nicht gleich mit Ihnen," rief Gefinde auf dem Lande wird aufs neue durch die folgende Das patriarchalische Verhältniß zwischen Herrn und Kamisard", sagte der Arzt lachend; am Ende glaubst Du Edmund. noch gar, ihre Propheten werden uns erkennen und als Mittheilung illustrirt, die unserem Bruderblatt, der Wurzener " Die Mutter, die Basen, die Bekannten," antwortete Beitung" aus Lofsa zugeht: Auf dem hiesigen Ritterg te des Gottlose dem Haufen denungiren. Sei nur ruhig, Du Vor- Vila, die ganze Stadt St. Hippolite wollte ihn nicht so Grafen könneris, des Präsidenten der ersten sorglicher, es steht ja ein Trupp der Rebellen hier in der schnell gehen lassen. Er muß erzählen, bis ihm der Hals Kammer des sächsischen Landtags, Domherrn zu Nähe, da wagen sich die Soldaten nicht in die Berge, wenn trocken ist. Er will Dich nun in der Waldscheute um- Meißen und Ehrenbürgers der Stadt Wurzen, Exzellenz, sie diese guten Freunde im Rücken wissen. Ich will auch armen und mit Dir den Ritterzug machen. Nun, spielten sich in den letzten Tagen Vorkommnisse ab, die zu den einmal recht haben, und Dein Edmund soll etwas lernen; Alter, mach keine Umstände, genne den jungen Leuten die betrübendsten und empörendsten unserer an sozialen Greueln es giebt gar absonderliche Arten von Schulen, man Lust." gewiß nicht armen Zeit gehören. Das Ehepaar Thomas, sowie holt sich die Weisheit mit Beschwer tütchenweise die Mutter und Schwester des Mannes waren von dem Guts So seid denn thöricht," rief der Parlamentsrath, aber pächter, Herrn Reichelt, am 15. Januar 1893 auf ein Jahr in über Berge und Felsen herüber; alle Menschen fönnen es ist etwas in meiner Brust, das diesen Schritt mißbilligt. Dienst genommen und hatten mit 4 Kindern freie Wohnung nicht ſo Handelsleute im großen sein wie Du. Mag der Himmel Dich geleiten, mein Sohn!" Sie in einem zum Rittergute gehörigen Hause. Am 15. Juli Eigentlich hat mich mein Sohn auf diesen Gedanken ge- nahmen Abschied, der Wagen fuhr vor, sie stiegen ein, um fündigte Herr Reichelt jedoch Dienst und Wohnung und bracht, und ihm habe ich versprechen müssen, Deinen Edmund die ersten Meilen mit diesem zurückzulegen. verlangte, daß sie am 1. August ausziehen sollten. mitzubringen." Leute daß verwiesen darauf fie auf Sie hatten sich kaum entfernt, als der Diener eilig ingestellt feien; dies wollte Herr Reichelt jedoch nicht zugestehen. " Ihr Sohn?" rief Edmund mit großer Lebhaftigkeit den Garten trat; es fommt eine ansehnliche Epuipage auf Bei der letzten Lohnzahlung zog Herr Reichelt den Leuten jedoch ein Jahr anaus; mein Jugendfreund? Ist er wieder da?" „ Und davon", sprach der Herr von Beauvais, sagst der Straße von Nismes, ich glaube, daß Ihnen der Besuch 5 M. ab als Wohnungsmiethe für die Zeit, in welcher fie noch gilt, gnädiger Herr." in dem Hause wohnen sollten, da sie nicht sogleich anderweitig Der Parlamentsrath eilte in den Saal: Wie!" rief Arbeit und Unterkommen fanden. Die Dauer der Zeit, in " Ihr erfahrt es ja noch rechtzeitig genug", antwortete er erstaunt, es ist der Intendant selbst," der Herr welcher die Leute noch in dem Hause wohnen durften, wurde der Arzt in seiner phlegmatischen Laune;„ ja, der Baga von Basville!" bunde ist nach manchem Jahre zurückgekommen. Der hat sich was versucht, der Wildfang. Er hat nun auf aus Du uns das erste Wort?" ( Fortsegung folgt.) Die nicht genau bestimmt. Am 8. September aber wurden die Leute ohne Weiteres von Herrn Reichelt beim Amtsgericht Wurzen verklagt und ihre gerichtliche Ausweisung aus dem Hause bean= tragt. Am 15. September fand in der Sache Termin in Wurzen statt und am Sonnabend, den 16. September, wurde die ganze anwesende Familie, bestehend aus der Mutter und der Frau des Arbeiters Thomas mit fünf Kindern im Alter von drei Monaten bis zu zehn Jahren, auf die Straße geworfen. Herr Thomas war selbst abwesend, um nach Arbeit und Unterkunft für sich und seine Familie zu suchen. Das fünfte Kind war ein von der Schwester des Thomas geborenes; die Mutter war jedoch infolge von Ueberanstrengung nach der Niederkunft vor einiger Zeit gestorben. So lagen also die zwei Frauen mit 5 Kindern im Alter von 3 Monaten, 1 Jahr, 4, 6 und 10 Jahren mit ihren wenigen Habseligkeiten auf der Straße. Aus besonderer Gnade durften sie sich einstweilen in einem jetzt unbenutzten kleinen Kohlgarten neben der Landstraße niederlassen. Der Tag ging vorbei, die Nacht brach herein; niemand fümmerte sich um die beiden Frauen mit ihren armen Kindern. So mußten sie die Nacht unter freiem Himmel zubringen, während wenige Schritte von ihnen entfernt die leere, unbenutzte Wohnung stand. Am Sonntag Morgen kam Graf Könnerit mit einem Diener an der Stätte des Elends vorüber. Er war eben im Begriffe, in die Kirche zum Gottesdienst zu gehen. Er blieb am Gartenzaune stehen, besah sich einige Zeit die Unglücklichen und fragte, auf die Betten und Möbelstücke deutend, die Frau: Wo kommt denn nun das Zeug hin? Die Frau antwortete: Herr Exzellenz, ich weiß es nicht. Hierauf entfernte sich die Exzellenz und ging zur Kirche, wohl um für das Wohl der armen Ausgesetzten dort zu beten. Er ist ja bekannt als frommer, christlicher Mann. Im Laufe dem leeren bei würdigen, welche das Gericht zur Verhängung einer so strengen| Generalversammlung zusammen, auf der über eine schieds Strafe veranlaßt haben mögen. Indessen, welches auch die richterliche Beilegung des Streits berathen werden soll. Gründe sein mögen, für ungemein hoch wird man die Strafe Inzwischen kündet ein anderes Telegramm an, daß die unter allen Umständen halten müssen. Der§ 246 des Straf Bergwerksbefizer von Lanarkshire( Schottland) beschlossen gesetzbuches sieht die Zubilligung mildernder Umstände vor, haben, den Betrieb einzustellen, falls die Arbeiter fich deren Vorhandensein auf eine Geldstrafe bis zu 900 Mark erkannt werden kann. Nun ist die Unterweigern, blos 5 Tage die Woche zu arbeiten. Und ferner schlagung an den Aftens jedenfalls nicht aus gewinnsüchtiger wird gemeldet, daß die Forderung der Grubenarbeiter von oder gemeiner Absicht erfolgt; es ist auch der Staat Northumberland, die Löhne zu erhöhen, von den Grubendurch die Vernichtung der alten Papiere finanziell nicht besitzern zurückgewiesen worden ist. Vermuthlich wird nun nennenswerth geschädigt worden; wohl aber hat Kunert die der Streit auch in Lanarkshire und Northumberland zum Aften dazu benutzt, sich zuverlässige Unterlagen zu verschaffen Ausbruch gelangen. für die Erfüllung seiner Pflicht als Volksvertreter, auf wirkliche oder vermeintliche Uebelſtände im öffentlichen Leben hin- danke der Verstaatlichung des KohlenbergKein Wunder, daß unter solchen Umständen der Gezuweisen. Es war also an sich ein löbliches Bestreben, das ihn zu der inkriminirten That veranlaßte, und wenn ihn dies baus immer mehr Wurzel faßt. Eine große Arbeiterverauch nicht in den Augen des von seiner Schuld überzeugten sammlung in Liverpool nahm vorigen Sonntag einen BeGerichtshofes straffrei machen konnte, so fonnte es doch sein schluß in diesem Sinne an. Vergehen in milderem Lichte erscheinen lassen. Auch bei Ver= Die Arbeitermetelei von Featherstone( S. den hängung einer Geldstrafe, für welche ein Spielraum bis zu Brief aus England in unserer vorgestrigen Nummer) hat 900 m. gegeben war, wäre der Verurtheilte immer noch sehr im englischen Parlament zu einer Interpellation geführt. empfindlich getroffen worden. Wüßten unsere Richter, was Die Regierung will die Sache untersuchen". eine sechs Monate lange Einsperrung für einen an ein gewisses Nievau der Lebenshaltung gewöhnten, geistig regsamen Menschen bedeutet, wie furchtbar schwer sie auf das ganze geistige und förperliche Leben des Betroffenen drückt, sie würden lieber milde als streng bestrafen." Als Beweis für den allgemeinen Hirnschwund der Bourgeoisie sei noch erwähnt, daß ein Theil der Pariser Presse den französischen Kohlenarbeiterstreit von ausländischen Wühlern organisirt sein läßt. " Der englische ist vermuthlich das Werk von Franzosen; des Sonntags nahm Frau Thomas ihre vier Kinder und zog Oesterreich. Auch ohne den Ausnahmezustand, wie der belgische von nun von wem? Das alte Sprichwort: damit nach Holzhausen bei Leipzig, wo sie Verwandte hat, um er heute in Prag herrscht, verfügt die österreichische Polizei Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterland", wird sich dort womöglich eine Wohnung zu suchen. Die Frau mit mit nahezu unbeschränkter Willkür über das Ver- modernisirt gefaßt werden müssen: Der Agitator wühlt ihrem 3 Monate alten Enkelfinde blieb jedoch einstweilen noch sammlungsrecht". Sie dehnt die Kautschukgesetze, zurück und mußte auch die zweite Nacht vom Sonntag auf den die der Reaktion dienen, sie deutet sie, wie es ihr gefällt, nicht in seinem Vaterland, sondern nur in der Fremde. Montag, theilweise unter strömendem Regen unmittelbar neben fie fann jede opositionelle Regung, d. h. wie die Dinge jetzt der leeren Wohnung liegen. Erst am Montag Abend kam Graf Es wird fortgegaunert. Nach einer der offiziösen Könnerit wieder an dem Lager der alten Frau und des Kindes liegen, die einzige ernsthafte Opposition, die Sozialdemo- Pol. Korr." aus Rom zugehenden Meldung ist infolge vorbei und da er die beiden unglücklichen Menschen mit ihren kratie unterdrücken. Dieser Tage hat die Wiener Polizei einer eingeleiteten Untersuchung festgestellt worden, daß im vom Regen vollständig durchnäßten Betten fah, da gab er ihnen eine Kundgebung veröffentlicht, die durch eine Reihe von Bolldepartement grobe Mißbräuche, betreffend die Geim Namen seines Bächters die Erlaubniß, die nächste Nacht in Vorschriften die Mißstände des Versammlungswesens noch währung von ungerechtfertigten Bollrückerstattungen auf Stalle zuzubringen. Der Edle! Am felben Abend steigert. Darüber jammert sogar das Organ der satten Reis, vorgekommen sind. Durch den Bericht der Unterfam auch die junge Frau Thomas wieder mit ihrem ältesten Mädchen Großbürger, die Neue Freie Presse", die gegen die Untersuchungs- Kommission erscheinen der Generaldirektor des und dem einjährigen Säugling zurück, um ihre Habfelig- drückung sozialdemokratischer Versammlungen nichts einzu- Bollwesens Castorina und der General Juspektor dieses feiten abzuholen. Sie hat sich für die Nacht zum Dienstag mit wenden hat, weil sie fürchtet, daß die Polizei auch ihren Departements Gallina schwer kompromittirt. Infolge dessen ihren beiden Kindern wieder unter freiem Himmel auf den nassen Leuten einmal in die Quere kommen könne. Das kunstvolle wurden die Genannten sofort von ihren Funktionen entBetten eingerichtet, da sie von der gnädigen Exzellenz ja noch nicht die Erlaubniß hatte, im Stalle zu übernachten. Wie es den Gewebe von Ränken und Chikanen wird aber doch gegen armen Frauen mit ihren franken, feuchhustenden Kindern diese über der immer mächtiger erwachsenden Arbeiterbewegung Nacht gegangen ist und wie es ihnen die nächsten Tage und versagen. Nächte auf dem Grund und Boden des Grafen Könnerit, des Präsidenten des sächsischen Landtags, Domherrn zu Meißen und Ehrenbürgers der Stadt Wurzen, Exzellenz, geben wird, das wissen wir noch nicht. Wir werden uns jedoch danach erkundigen und das Weitere unseren Lesern mittheilen. Ginstweilen mögen sie sich erbauen an den sozialen und rechtlichen Zuständen in unferem allerchriftlichsten Sachsenlande und in der ganzen zivilisirten" Menschheit, von welchen die obigen Mittheilungen wieder einmal ein fleines Beispiel geben. Sie mögen sich ferner die Frage überlegen, ob ein Staats- und Gesellschaftswesen, das solche Früchte zeitigt, nicht in der That werth ist, dem Umsturz zu verfallen, um von Grund aus neu aufgebaut zu werden. hoben, und der Ministerrath wird sich demnächst mit den weiteren in dieser Angelegenheit zu treffenden Maßregeln beschäftigen. In der Oeffentlichkeit hat dieser Vorfall die größte Aufmerksamkeit erregt, und man sieht der VeröffentLichung des Berichts der Untersuchungs- Kommission allent halben mit dem lebhaftesten. Interesse entgegen. Soziale tebersicht. Erster Berliner Reichstags Wahlkreis. Diejenigen Genossen, die mit ihren Sammellisten zur Reichstags- Wahl noch die Namen der Restanten im Vorwärts" zu veröffentlichen. nicht abgerechnet haben, werden dringend ersucht, bis Sonntag, den 24. September abzurechnen, widrigenfalls wir gezwungen sind, Das Wahlkomitee. J. A.: Fr. Krüger, Hirtenstr. 10. Der Vorstand. Unsere französischen Genoffen haben die kapitalistischen Denunzianten, die sie des Chauvinismus beschuldigten und zu uns in einen nationalen" Gegensatz bringen wollten, nicht lange auf die Antwort warten lassen. Gestern ver öffentlichten wir den trefflichen, jedem deutschen Sozialbemokraten aus der Seele geschriebenen Artikel unseres Freundes Edouard Vaillant. Und heute liegt uns ein Artikel Jaclard's vor, der von den französischen und deutschen Mordspatrioten unter die Chauvinisten gepreßte ward, weil er über den Züricher Kongreß ein paar kritische Die Lage der kaufmännischen Angestellten. Wie in einem Artikel der letzten Nummer der Kleinen ReBemerkungen gemacht hat. Jaclard weist diesen Vorwurf die" Post" berichtet, hat Minister v. Boetticher, nachdem publik" scharf und unzweideutig zurück, und bekundet Erhebungen über Arbeitszeit und Kündigungsfristen der seine vollste Uebereinstimmung mit der deutschen Gehilfen und über die Verhältnisse der Lehrlinge in offenen und sonstigen internationalen Sozialdemokratie. Ladengeschäften stattgefunden haben, nunmehr Frage Aehnliche Kundgebungen gehen uns von allen Seiten aus Achtung, Korbmacher! In der letzten Versammlung des bogen an die interessirten Kreise, Korporationen und Frankreich zu. Verbandes deutscher Korbmacher, Filiale Berlin, wurde beschlossen, Vereine versandt, um festzustellen, inwieweit die gegenwärtig Kurz, unsere Feinde, die sich über das angebliche Berperre zu verhängen, weil daselbst ein Lohnabzug von über die Werkstatt des Herrn Holze, Oranienstr. 3, die üblichen Arbeitszeiten mit Rücksicht auf die körperlichen würfniß" zwischen uns und den französischen Sozialisten so 5 pet. unternommen wurde. Wir ersuchen daher alle Korbund geistigen Fähigkeiten der in Ladengeschäften thätigen lebhaft gefreut hatten, sind wieder einmal die Gefoppten macher, diese Werkstatt streng zu meiden. Personen als übermäßige anzusehen seien, auf welche Weise ohne ihrer eigenen gedankenlosen Wahnhoffnungen. Gefährdung der Existenzbedingungen des Kaufmannsstandes Uebrigens ist es mit dem französischen Russenschwindel und ohne Schädigung berechtigter Interessen des Publikums lange nicht so arg, wie unsere Presse aus chauvinistischen J. A.: P. Brückner, Prinzenstr. 111. die Kürzung gegenwärtig üblicher übermäßig langer Laden- und Beweggründen glauben zu machen sucht. Die Arbeiter und Achtung! Bürsten- und Pinselmacher! Arbeitszeiten sich ermöglichen laffe, und welche Gründe für auch die Massen des Bürger- und Bauernthums wollen von ist den Arbeitern der Piafava- Zurichterei" von Steidtmann Laut Bekanntmachung in Nr. 13 der Holzarbeiter Zeitung" oder gegen die gefeßliche Einführung einer Minimal der unwürdigen und unsinnigen Rosackenschwärmerei nichts und Nagel, Hamburg- Eilbeck, eine 10prozentige Lohnkürzung Kündigungsfrist sprechen. Hierbei ist auch eine Berück- wissen, die nur von einer geringen Anzahl verrufener Ge- angekündigt. Wenn eine gütliche Vereinbarung bis zum Sonnsichtigung der Verhältnisse der als Geschäftsdiener, schäftspolitiker geräuschvoll kultivirt wird. Von den abend, den 23. D. M., nicht erfolgt, wird die ArbeitsniederPacker, Martthelfer, Haus diener u. f. w. im Milliarden, um die Rußland die" Herzensbraut" Frankreich legung unabwendbar. Auf alle Fälle ist der Zuzug fern zu Handelsgewerbe thätigen Personen in Aussicht genommen. anpumpen will, wird auch nicht ein rother Centime in balten.- Obengenannte Firma besitzt hier in Berlin O, Wie wir bereits früher mitgetheilt haben, ist der Ver- Väterchens" Tasche gelangen. In Geldsachen hört die Große Frankfurterstr. 16, eine Filiale, welche bereits trauensmann der Berliner Geschäftsdiener u. s. w. Genosse Gemüthlichkeit auf. versucht, an stelle der etwa in den Streit Eintretenden neue ArGrauer, jüngst im Reichsamt des Innern in dieser Sache beiter anzuwerben. Dieser Hinweis dürfte genügen, daß alle vernommen worden. Nach Eingang der beantworteten Zum großen Kohlenarbeiter- Streik. In Frank- stelbewußten Berufsgenossen auch dieser Filiale fern bleiben, bis Fragebogen sollen, dem„ Konfektionär" zufolge, durch be- reich breitet der schwarze Ausstand" die grève die Differenzen in Hamburg beigelegt sind. stellte Kommissare mündliche Vernehmungen der noire, wie die Franzosen ihn nennen, sich noch fortPrinzipale und Gehilfen stattfinden. Durch den Frage- während aus. Im Herault- Departement wächst die Zahl bogen wird unter Anderem zu erfahren gewünscht, ob die der Streikenden, und im Norden kann der Ausstand als ein Läden regelmäßig nur 14 Stunden offen gehalten werden allgemeiner bezeichnet werden. Ein Telegramm aus Paris dürfen, ferner ob es erwünscht und durchführbar ist, die vom heutigen Tag meldet: tägliche Arbeitszeit von Gehilfen und Lehrlingen auf 12 Stunden, ausschließlich der ein für alle Mal bestimmten Pausen festzusetzen. Ferner wünscht der Reichskanzler Ausfunft zu erhalten, ob eine gesetzliche Einführung einer für beide Theile gleichen Minimal- Kündigungsfrist für Handlungsgehilfen von 4 Wochen, oder wenn dies nicht für möglich gehalten wird, von 2 Wochen einzuführen ist. Es ist die höchste Zeit, daß die Gesetzgebung in diese Arbeiterzustände eingreift.. ein paar " Der Kongreß der Delegirten der Arbeitersyndikate hat sich gestern Abend unter dem Vorfize Basly's in Lens versammelt. Nachdem Basly eine Rede gegen die Schiedsgerichte gehalten, wurde über die Opportunitat derselben abgestimmt und mit 81 gegen 21 Stimmen die Schiedsgerichte im Prinzip anEs wurde ferner beschlossen, an die Gruben befizer eine Delegation zu entfenden, unter der Bedingung, daß Abgeordnete der Presse den Unterredungen beiwohnen dürfen. genommen. " Achtung, Glasschleifer! In der gestrigen Nummer des Vorwärts" werden von der Firma C. Bonns, Simon u. Ko. Glasschleifer gesucht. Da über diese Werkstatt bereits die Sperre verhängt ist, so bitten wir alle Kollegen, den Buzug streng fernzuhalten, bis von den Streifenden die Sperre aufgehoben wird. Zum Streit der Wiener Bildhauer wird uns ge schrieben: den Forderungen der Bildhauer den zähesten Widerstand entDie Möbelfabrik Portois u. Fix in Wien ist diejenige, welche gegenseßt, und Unterhandlungen, welche bis jetzt zwischen Streifenden und Herrn Portois geführt wurden, ergaben kein anderes Resultat, als daß Herr Portois erklärte, die Streifenden tönnten sofort zu den alten Bedingungen wieder zu arbeiten an fangen. Natürlich wurde dies Anerbieten seitens der Streifenden Db auf schiedsrichterlichem Wege eine Verständigung zurückgewiesen. Nun sucht Herr Portois von auswärts BildDie„ nothleidenden Landwirthe", das heißt nicht erfolgen wird, ist sehr zweifelhaft. Wir theilten schon hauer zu bekommen, und in der Zeit von 4 Wochen ist es ihm die von den Junkern und Rittergutsbesitzern zu Grunde mit, daß die Grubenbesizer ein Interesse an dem thatsächlich gelungen, 2 Bildhauer, Fachschüler, sehr schwache gerichteten Bauern, sondern die durch Liebesgaben, Korn- Streik und dessen möglichster Verlängerung haben. Je rbeiter, zu bekommen, zu welchen ihm die Streifenden Glück zölle und andere den Steuerzahlern abgeschundenen sie sehr größer die Dividenden, desto gieriger das Streben nach wünschen. Leztere sind ihrer 30. Nun haben die Ausständigen in Erfahrung gebracht, daß Millionengeschenke überfütterten und darum elendiglich ver- Unterdrückung und Aussaugung der Arbeiter. Und die die Herren Portois u. Fig, Die Arbeit, welche fe febr Dividenden der Herren sind sehr groß. Die Syndikate der nothwendig fetteten Junker und Rittergutsbesitzer erfüllen fortwährend brauchen, nach Mähren gebracht haben, die Zeitungen und die Luft mit Klagen und Wehgeschrei. Bergleute haben eine Liste der Dividenden veröffentlicht. um sie dort oder in Böhmen machen zu laffen. Für diese Herren giebt es nur eine Kur Es sind stattliche Ziffern, die wir hier folgen lassen: Unsere Vertrauensmänner sahen zu, wie der Wagen mit 5 Kisten Lens, 1855 gegründet, 3000 Theilscheine mit 300 Fr. Ein- beladen zu Thore hinausfuhr, fie verfolgten denselben bis zur Jahre Wasser und Brot bei harter Arbeit. Dann werden zahlung, lezte Dividende 1000 Fr. auf den Theilschein, Nordbahn, konnten jedoch im Momente weiter nichts erfahren. sie vielleicht gesund und vernünftig. In besonders schweren Courrières, 1853 gegründet, mit Theilscheinen zu 350 Fr., die Nun erfuhren wir nach zwei Tagen, daß auch der Werkführer Fällen kann die Kur noch verschärft werden. Besonders jetzt an der Börse zu 44 500 Fr. stehen; Bruay, 1852 ge- Herr Faifus nach Mähren reiste. Wir traten mit den Bildtalentirte Patienten wären im Zirkus als Aujust" zu ver- gründet, mit Theilscheinen zu 400 Fr., die jetzt zu 1400 stehen; hauern in Mähren und Böhmen, welche, da es deren nicht viele wenden, was zwar keine sehr nügliche Beschäftigung ist, Noeux, 1843 gegründet, mit 4000 Theilscheinen zu 1000 Fr., giebt, uns auch wohl bekannt sind, in Verbindung und erfuhren, aber immerhin der Faullenzerei vorzuziehen. jetziger Stand 18 420; Bully- Grenay, 1851 gegründet, mit daß genannter Herr Faifus in Napagedl, woselbst er zu Hause 3000 Theilscheinen zu 1000 Fr., die in Sechstel zerlegt wurden, ist und gelernt hat, war, jedoch das Gewünschte nicht fand. die jetzt 1000 stehen und im letzten Jahre 125 Fr. Dividende Er wendete sich von dort nach Kremſter und von daselbst nach ertrugen; Marles, 1852 mit 1600 Theilscheinen zu 1500 Fr., Olmüz, bis jezt noch immer ohne Erfolg. Wir vermuthen nun legte Dividende 875 Fr.; Lievin, 1862 mit 919 Theilscheinen und zwar sehr begründet, daß der Werkführer Faikus in Mähren zu 1000, die jetzt 11 900 stehen und zuletzt 400 Fr. Dividende oder Böhmen festen Fuß zu fassen sucht, um dann Arbeiter aus einbrachten; Drocourt, 1878 mit 3400 Aftien au 1000 Fr., Deutschland zu engagiren, welche, da dieselben nach Wien nicht jeßiger Stand 4900 Fr.; Meurchin, 1857 mit 3000 Aftien zu zu bekommen waren, vielleicht nach Böhmen oder Mähren kommen 1000 Fr., die zuletzt 300 Fr. Dividende ergaben; Dourges, tönnten und so getäuscht doch die Arbeit für die Fabrik Portois 1855 mit 1800 ftien zu 1000 Fr., die zulegt 375 Fr. ein- u. Fir machen würden. Wir ersuchen nun die Kollegen Deutschbrachten und 8025 stehen; Garvin, 1857 mit 3945. Theil- lands, soll der Streit der Bildhauer Wiens gelingen, auch den scheinen zu 500 Fr., jetzt 1420 werth, 90 Fr. Dividende. Trotzdem behaupten die Herren Grubenbesizer, sie müßten verhungern, wenn die Hungerlöhne der Arbeiter um eine Kleinigkeit erhöht würden. Nicht in Dalldorf, sondern in Leipzig vor dem Reichsgericht behauptete Herr Ah Iwardt, Cremieux, der verstorbene Präsident der Alliance Israélite habe im Jahre 1871 zur Ermordung des preußischen Königs Wilhelm I. aufgefordert. Wer Cremieux fennt, weiß, daß er ebenso wenig fähig war, auch nur ein Huhn zu tödten, wie Ahlwardt zwei logisch gedachte Säße hinter einander zu schreiben oder zu reden. Zum Falle Kunert schreibt die Berliner Volks= Beitung" treffend: In England scheinen die Grubenbesizer Angst zu " Der frühere fozialdemokratische Abgeordnete Runert ist, wie wir gemeldet haben, wegen Unterschlagung von vier Aften: stücken zu einer Gefängnißstrafe von sechs Monaten verurtheilt worden. Der Wortlaut des Urtheils liegt uns natürlich nicht haben. vor. Wir sind daher auch nicht in der Lage, die Gründe zu Der Bund der Grubenbesizer" tritt beute zu einer Zuzug nach Böhmen und Mähren fernzuhalten. Wir wissen nach der Beschaffenheit der Arbeit ganz gewiß, daß in 2-3 Wochen die ganze Angelegenheit im Reinen sein muß. Mit sozialdemokratischem Gruß für den Gehilfen- Ausschuß der Bildhauer Wiens. Alex Weismayer, Schriftführer. Allfällige Briefe zu richten an Lud. Handt, Obmann des Gehilfen- Ausschusses, XII., Lainzerstr. 17. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Vublikum [!! Letzte Woche!! gegenüber keinerlei Verantwortung Königl. italienischer Circus Theater. Freitag, den 22. September. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg. Neues Theater. Leyte Liebe. Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Freitag, den 22. September, Abends 8 Uhr: Gr. Vorstellung. Auftreten der berühmtesten Deutsches Theater. Der Talisman. Künstler und Künstlerinnen, sowie Berliner Theater, Wallenstein's Reiten und Vorführen der bestdressirten Tod. Schul- und Freiheitspferde. Lesing- Theater. Erlaubte Sünden. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhän dler. Residenz- Theater. Odette. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Unserm Werkführer Herrn Heinrich Wallmann zu feinem heutigen Wiegenfefte ein dreimaliges Hoch! 2057b Wie steht es mit ein Raucherhering? Die Arbeiter der Pianofortefabrik von F. Schmidt. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgeg. Am 19. d. M. starb nach kurzem Krankenlager unser Mitglied, der 266 14 Möbelpolirer Hermann Steckler Die Beerdigung am Lungenkatarrh. findet heute, Freitag, Abends 6 Uhr, von der Leichenhalle des Markuskirchhofs in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Betheiligung der Mitglieder ersucht Achtung! Zimmerer. Achtung! Die Zahlstellen des Vereins der Zimmerer und die Verkehrslokale derselben befinden sich: Für Gesundbrunnen, Wedding und Reinickendorf: Schulstr. 43, Schönhauser Vorstadt: Trescowstraße 24, Ece Diedenhoferstraße, Vertrauensmann Dummert; für Osten: Andreasstraße 26 bei Wilfe, Vertrauensmann Hermann Lehmann; für Süden: Mariendorferstr. 5 bei Grube, Vertrauensmann F. Schulz; für Westen: Bahnstr. 23, Vertrauensmann A. EI3. 428/4 Bertrauensmann A. Kalt; für Oranienburger. Rosenthaler und In obigen Lokalen werden jeden Sonntag, mit Ausnahme derjenigen, an welchen eine Vereins- oder öffentliche Versammlung stattfindet, Bormittags von 10-12 Uhr Beiträge und Miglieder aufgenommen. Der erste Kassirer R. König wohnt Mansteinstr. 8, der zweite Kassirer Der Vorstand. H. Bardeleben wohnt Rügenerstr. 17. Castan's Der Vorstand. J. A.: Rob. Weber. Verein zur Wahrung der Interessen der Panopticum. Viktoria Theater. Frau Venus.Weltberühmte Ausstellung Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. : Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Große Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Binderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzkunde. Poffe in 1 Att von R. J. Anders. Musit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anfang der Borstellung 72 he Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 24. d. M., Nachmittags 8 Uhr: Boltsvorstellung zit bedeutend ermäßigt. Preisen: Die Räuber. Adolph Ernst Theater. Charley's Taute. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Freitag, 22. September 1893: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassageDen Parteigenossen zur Nachricht, daß die Beerdigung des Genossen Karl Röseler am Sonnabend, den 23. d. M., Nachm. 4 Uhr in Trebbin stattfindet. 2051b Otto Zeschel. Maurer Berlins. 380/13 Versammlungen am Sonntag, 24. d. M., Vorm. 10 Uhr: 1. für Moabit, im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 13: Vortrag des Herrn Sparfeld. Diskussion. Vereinsangelegenheit. 2. für Friedrichsberg in Spitzig's Salon: Vortrag des Kollegen C. Behrend. Diskussion. Vereinsangelegenheit. Die Kollegen sind hiermit gebeten für diese Versammlungen eifrig Der Vorstand. Propaganda zu machen. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten sage hierdurch meinen innigsten Dank. Panopticum.bie zahlreiche Theilnahme bei der Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. sche ratweil' Bierhallen Beerdigung meines lieben, guten Mannes Eduard Hellwig. Insbesondere meinen Dank für die Grosse öffentliche Steinarbeiter- Versammlung Sonntag, den 24. Septbr., Vorm. 10 Uhr, so überaus zahlreiche Betheiligung der im Lokale des Herrn Müller, Johannisstraße Nr. 20. Kollegen und Mitarbeiter des Verstorbenen, sowie dem Gesangvereine Gemüthlichkeit". All' diese Ehrenbezeugungen beweisen mir die warme Freundschafts zu meinem dahingeschie" denen Manne und werden mir unver geßlich bleiben. 2052b Henriette Hellwig nebst Kindern. Die trauernde Wittive Danksagung. Kommandantenstr.77-79. Allen denen, die meinem Mann und Täglich von 5 Uhr ab: unsern Vater die letzte Ehre erwiesen Grosses Frei- Concert. und mit Kränzen bedacht, hiermit unSoiréen der Leipziger Sänger vom fern aufrichtigsten Dank. 2061b Krystall- Palaft. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., Lina Reibetanz und Töchter. refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Allgem. Hilfsarbeiteru.-Arbeiterinnenverein Entree 30 Pf., reserpirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung DON nur Künstlern I. Ranges. Zaro, Engl. Afrob. Derington, 4 Personen, Radfahrer- u. Drahtseilfünstler. Elsa Rosinska, Soubr. Cordes, Gesangs Humorist. Alfonso, Instrumental Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. Victoria- Brauerei, M owſtrake 111-112. Jeden Montag und Freitag: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. ( Im Vorverkauf 40 Pi.) Sonntag, den 24. September: Erste Soirée in ,, Sanssouci". Dienstag, ,, Böhmischen Brauhaus". American- Theater. Den 26. September: Erste Soirée im Dresdenerstr. 55. Direttion: H. Martin. Täglich: Theater und SpezialitätenBorstellung. Men! Zum 16. Male! Neu! Berliner in Chicago. Zeitbild von Oscar Wagner. Kaffeneröffnung: Sonntag 6 Uhr. Etablissement Blas Buggenhagen. Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 23. Septbr., Abends 81/2 Uhr, beim Kollegen Wendt, Röslinerstraße 17: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Disfussion. 3. Wahl eines Komitees zum Stiftungsfest. 4. Vereinssachen. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein und Tanz. Wir erfuchen sämmtliche Mitglieder dringend, zu erscheinen. Mitglieder, die länger als 3 Monat im Rückstande der Beiträge sind, bitten wir um Begleichung derselben. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. 161/3 Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonnabend, den 23. d. M., Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Tagesordnung: Bortrag des Herrn E. Adler über:" Der eherne Schritt der Zeit." Neue Mitglieder werden 331/9 Der Vorstand. aufgenommen. Freie Vereinigung der Militärmützen- Arbeiter Berlins. Außerordentliche Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den 23. Septembr., Abd3. 82 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichst. 44. Tagesordnung: Bericht über die Werkstellen, wo unsere Forderungen bewilligt sind. Gäste willkommen. Morih 20546 Play. MorizPlay. Täglich Gr. Instrumental- Konzert.. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren RestaurationsPf., Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und die Beschlüsse des internationalen Kongresses in Zürich. Referent Genosse Timm. einer Agitationsfommission. 2. Festsetzung der Beiträge und Wahl eines Vertrauensmannes und 293/2 3. Stellungnahme zum Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist ein jeder Kollege verpflichtet, zu erscheinen. Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald- Alexisstraße Nr. 39. Deutscher Holzarbeiterverband. Versammlungen. ( Zahist. Berlin). 480/15 Sonntag, den 24. September, Vormittags 10 Uhr: Im Westen: in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung: Werth des Vertrauensmännersystems. Montag, den 25. September, Abends 8%, Uhr: Im Norden: bei Keller, Bergstr. 68. Tagesordnung: Werth des Vertrauensmänner- Systems. Referent E. Wiedemann. Im Osten bei Joël, Andreasstr. 21( oberer Saal). Tagesordnung: Werth des Vertrauensmänner- Systems. Ref. C. Koblenzer. Im Südosten: in Hoffmann's Festfälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: Werth des Vertrauensmänner- Syitems. Referent Robert Schmidt. Diskussion. Die Praxis der Gewerbegerichte. Referent W. Wach. Außerdem in allen Versammlungen: Diskussion. Verbands- Angelegenheiten. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Bildungsschule( Nord). Derlammlung am Sonntag, 24. Sept., Ab. 7 Uhr, in den Germania- Festsälen, Chauffeeſtr. 103. 2055b Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn: Geistige Knechtschaft. 2. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Die Schulkommission. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 23. September, im Saale der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips), am Königsthor: Stiftungs- Feft= unter Mitwirkung des Gesangvereins Sänger- Chor der Töpfer" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). 328/18 Konzert. Gelang. Tanz. Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet freundlichst ein Entree( inkl. Tanz) 30 Pf.Der Vorstand. Billets sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, auf sämmtlichen Zahlstellen und in den mit Plakaten versehenen Geschäften zu haben. D. 0. Möbelpolirer! Berein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Am Sonntag, den 24. d. M., Vormittags 111/2 Uhr, beim Pfeifen- Müller in Weißensee: und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Kenntnißnahme, daß am Sonnabend, den 23. September, aus Anlaß unseres Anjang 7 Uhr. Wochentags 61% Ubr. räumen, Entree 10 B., Sonntag in Oeffentl. Versammlung Stiftungsfestes bei Lips am Königsthor, auf keiner Anfang 71/2 Uhr. Entree: Sonntag 75 Pf. Wochentags 60 Pf. Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. darunter der Schußkanal der Kugeln des Viel Neues, deutschen Militärs, fünf Körper Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kominerfe, Festlichkeiten 2c. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Sensationell! eu! Spreeniven! Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. der Möbelpolirer. Tages Ordnung: Hilfszahlstelle kassirt wird, sondern nur in der Gipsstr. 3 Vortrag. Errichtung einer Bahlstelle 825/9 bis 8 Uhr Abends geöffnet ist. in Weißensee 2c. Alle Möbelpolirer von Weißensee) und Berlin ladet ein 266/15 Der Einberufer. Restaurant ,, Zur Gleichheit", Andreasßtr. 26. Jeden Sonnabend und Sonntag: Familienkränzchen, verb. m. ernſten und heiteren Vorträgen. Saal f. Versamml., Vereine u. Festlichkeit. jed. Art, nebst verd. Kegelbahn, noch einige Tage frei. Jeden Sonnabend u. Sonntag: Ausschieben. 40 in- und Der Vorstand. J. A.: Richard Topf. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplatzgrößtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle Kinderwagen, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Möbel u. Polsterwaaren Aug. Herold, Altes Schüßenhaus, Neue Freie Volksbühne. ausländische Zeitungen liegen aus in Nachricht, daß ich am Sonnabend, den 23. d. M., einen Abendtisch, verLinienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle Sonntag, 1. Oktober, Nachm. 6 Uhr: 2065b Familienabend in Joël's Festsälen ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. F. Wilke's Restaurant zu Gunsten des Weberfonds. 410/ 11,, Bur Gleichheit", Andreasstr.26. 4848L * Oranienstr. 83 84. Meinen werthen Gästen und Genossen von Köpenick zur gefälligen bunden mit Abschiedsknochen und Sauerkohl veranstalte. Ich lade hiermit alle Genossen und Genossinnen freundlichst ein Carl Schimitzeck. Müggelheimerstr. 1a. Hierzu eine Beilage. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 223. Parteinachrichten. Unser Parteigenosse Th. von Wächter aus Stuttgart theilt uns in einer Buschrift mit, daß er Ende September oder Anfang Oktober nach Berlin gehe und auf der Reise hierher gerne bereit sei, unterwegs einige Parteivorträge zu halten, wenn Sies gewünscht werde. Falls also die Parteigenossen Versammlungen mit Herrn von Wächter als Referenten abzuhalten beabsichtigen, so mögen fie fich möglichst bald an seine Adresse: Stuttgart, Schwabstr. 53, wenden. = Freitag. den 22. September 1893. 10. Jahrg. lich schon gegen solche Reichstagswähler geschieht, die er im genommen worden. Dieselben Bezirke sind schon 1890 von " Verdacht" hat, sozialdemokratisch gestimmt zu haben. Nein, der Epidemie betroffen worden. Man hielt die Stralauer solche Opfer ist das erbärmlichste aller Wahlsysteme" nicht Wasserwerke für die Ursache; die vorgenommenen Untersuchungen werth. Aber abgesehen davon würde die Sozialdemokratie durch haben ergeben, daß die Filtration dort nicht zuverlässig ist, die Betheiligung an den preußischen Wahlen thatsächlich nur der jetzige Wiederkehr der Epidemie beweist, daß thatsächlich die liberalen Bourgeoisie einen Dienst erweisen. Und dazu ist unsere Stralauer Wasserwerke die Schuld tragen. Müssen wir da nicht Partei nicht zu haben! den Bau der Müggelwerke derart beschleunigen, daß deren Eröffnung schon in der nächsten Woche ermöglicht wird? Ich verlange von den städtischen Behörden, daß die Stralauer Wasserwerke so bald als möglich geschlossen werden und die Zahl der Arbeiter auf den Müggelwerken so vermehrt wird, daß dieselben in türzester Frist fertig gestellt werden können. * Todtenliste der Partei. In Freiberg sind zwei brave Genossen, Otto Küchenmeister und Oswald Backer, dieser Tage gestorben. Beide haben stets für die Interessen der Partei gewirkt. # Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Genosse Haus Block, Redakteur der Rhein.- westfäl. ArStadtrath Straßmann nimmt auf den oben erwähnten beiter- Zeitung", ist einer Privatdepesche zufolge gestern in Leipzig Brief des Gesundheitsamts Bezug und bemerkt außerdem dem wegen Caprivi Beleidigung verhaftet worden. - Genosse Dr. Diedrich von der Rheinisch- Westfälischen Vorredner, daß es sich nicht um Rieselwasser, sondern höchstens Wenn wir nicht irren, war Genosse Block zu den Neferve- Arbeiterzeitung", der zur Zeit eine Gefängnißstraße von um Drainwasser handeln kann. Wo feine Reime vorhanden sind, übungen einberufen und ist jetzt behufs Heilung eines älteren 8 Monaten verbüßt, stand am Mittwoch wegen der Kreide- kann man auch dem Waffer keine Schuld an den aufgetretenen Leidens nach Leipzig gegangen. Daß der„ Neue Kurs" nun auch Wurst- Geschichte, in der bekanntlich die katholische wie auch die Erkrankungsfällen zuweisen. Auch daß die Spree verseucht sei, müſſe noch in den Reichskanzler- Strafantrags- Formularen in die Ge- evangelische Geistlichkeit die Hilfe des Staatsanwalts angerufen entschieden in Abrede gestellt werden. Das Institut für Infektionskrantleiſe des alten Kurses einhumpelt, gehört zur Vollendung des hat, vor den Schranken des Landgerichts Dortmund. In der heiten habe auch im Stralauer Wasser keine Cholerafeime gefunden, Bildes, das dadurch freilich nicht schöner wird. Und daß das Verhandlung stellte es sich bei Verlesung der kommissarischen( Hört! Hört!) obwohl die ursprüngliche Filtrationsgeschwindig fürchterliche Verbrechen der Kanzlerbeleidigung vorweg viel: Vernehmungen heraus, daß ein Kaplan Frante in Rückers bei feit bis unter die Hälfte herabgesetzt worden sei, um gründlich leicht sogar ehe noch der Strafantrag gestellt ist! schon mit Glatz den eigenthümlichen Vergleich in einer Versammlung ge- untersuchen zu können und um alle menschenmögliche Vorsicht Untersuchungshaft gebüßt werden muß, ist bei der Promptheit braucht hat, wer sich keine Wurst kaufen könne, der könne fich anzuwenden. Redner bittet die Versammlung, den städtischen der rheinisch- westfälischen Justiz selbstverständlich. Schienenflicker ja eine solche mit Kreide auf den Tisch malen und dann bei Wafferwerken das Vertrauen zu bewahren, welches sie ihnen Baare und die Bochumer Steuerhinterzieher sind lebendige jedem Bissen Brot etwas von der Kreidewurst wegwischen. Mehrere bisher geschenkt habe. Beispiele, daneben auch die Bergarbeiterführer anläßlich des Beugen hatten die Aeußerung jedoch so aufgefaßt, daß der Stadtv. Spinola bestreitet ebenfalls, daß von einer Ver letten Streits. Kaplan eine derartige Denkweise den sozialdemokratischen seuchung der Spree die Rede sein könne, und protestirt dagegen, Agitatoren, insbesondere Herrn Kühn in Langenbielau nachgesagt daß man von Rieselwasser verlange, es solle gutes Trinkwasser habe. Während der Vertheidiger für Freisprechung eintrat, werden. Wer so thöricht oder leichtsinnig sei, es als solches zu beantragte der Staatsanwalt zuerst drei und im weiteren Ver- trinken, der dürfe sich nicht wundern, wenn er den Typhus belauf der Verhandlung sogar vier Monat Gefängniß. Der tomme. Wenn die Aufsichtsbehörde zulasse, daß bei NothausGerichtshof erkannte nach längerer Berathung auf zwei Monate läffen das ungereinigte Wasser in die Spree geht, so könne sehr Gefängniß und die üblichen Nebenstrafen. Eine vor demselben wohl hier und da einmal ein Bazillus vorkommen, der nicht Gericht eröffnete Hauptverhandlung gegen den späteren Redakteur gleich todt geschlagen werde. Rieselwasser sei aber eben kein der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Zeitung", Genossen Voigt, Trinkwasser, und darum habe der Amtsvorsteher von Pankow wurde vertagt, da der Vertheidiger erst zwei Tage vor der Ver- mit Recht vor seinem Genuß gewarnt. handlung die Ladung zum Termin erhalten hatte. Die Parteikonferenz für den Wahlkreis- Jüterbogk- Lucken walde- Bauch- Belzig findet nicht in Beelitz, sondern in Löwendorf bei Trebbin, Station Trebbin, Sonntag Vormittag 11 Uhr, im„ Gasthof zur Sonne" statt. Grund: Der Wirth in Beelitz hat sein Lokal verweigert. . Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 21. September, Nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung mit der Mittheilung von dem Ableben des Stadtv. Köhne. Die Versammlung ehrt das Andenken des verstorbenen Mitgliedes in der üblichen Weise. Bugegangen ist der Versammlung die Denkschrift der Arbeiter- Sanitätskommission über die Berliner Wohnungs verhältnisse. = Aus Frankfurt a. M. wird berichtet: Daß das arbeitende Volk das Andenken Derer in hohen Ehren hält, welche einst ihr Leben für Freiheit und Recht hoffnungsfreudig in die Schanze Stadtv. 3 adet: Die Herren rennen offene Thüren ein. schlugen, davon legte am vorigen Sonntag Vormittag der zahlHabe ich konstatirt oder nicht vielmehr die Polizei, daß die reiche Besuch der Gräber der Frankfurter September: Spree mit Cholera verseucht ist? Weßhalb find denn unsere gefallenen ein erhebendes Zeugniß ab. Jhr schlichtes Denkmal öffentlichen Badeanstalten geschlossen worden?( Oho! und Lärm). war mit einer stattlichen Reihe schöner Kränze geschmückt; alle Auf den Ausdruck kommt es nicht an;„ verseucht", heißt in diesem versehen mit großen, rothen Schleifen, welche die Widmungen der spendenden Körperschaften trugen. Obenan die Sozialdemokratische Falle, daß Kommabazillen in der Spree sind, und wenn ein Knabe, der am Nordhafen das Wasser der Spree trinkt, die Partei, fie brachte ihren Kranz den Opfern des ersten deutschen Parlaments" dar; den vom Bürgerthum verrathenen FreiheitsCholera bekommt, so ist das dafür der beste Beweis. Sie können ferner heute gedruckt in der deutschen medizinischen Wochenkämpfern" der Sozialdemokratische Verein zu Frankfurt. Ferner schrift lesen, daß durch direkten Genuß von Spreewasser der waren vertreten: Die Gewerkschaften von Frankfurt und Bockenheim Typhus erzeugt worden ist( Unterbrechungen), zu einer Zeit, wo mit den Worten: Ihr starbt für die Ehre des Volfes, wir werden die Badeanstalten noch nicht geschlossen waren. Wenn Herr weiter für sie kämpfen!" Die Metallarbeiter, die Holzarbeiter, Straßmann sagt, die Untersuchungen hätten das Vorhanden die Bildhauer, der Sozialdemokratische Verein zu Bockenheim, sein von Kommabazillen nicht ergeben und daraus schließt, die Hutmacher, Genossen in Westend. Den Rämpfern für Frei daß auch keine darin vorhanden sind, so wird kein anderer Sachheit und Recht!" hatten sozialdemokratische Frauen und Mädchen verständiger diesen Schluß mit ihm ziehen. Zu den Untersuchungen Frankfurts ihren Kranz gewidmet. Zum freien Wort die tühne wird jedesmal nur 1/20 Rubitzentimeter verwendet.( Zwischenruf: That!" lautete die Devise der Volksstimme". Auch einzelne Man kann doch nicht die ganze Spree untersuchen! Große Werkstätten hatten Kränze gesendet, ebenso die Anarchisten. So Heiterkeit.) So oft das Wasser auf Typhusbazillen untersucht feiern auf stillem Friedhofe die Arbeiter das Gedächtniß ihrer worden ist, ist das Ergebniß ein negatives gewesen, trotzdem es theueren Todten die Arbeiter allein; das satte Bürgerthum ganz sicher war, daß das Wasser der Uebertrager dieser Krank hat seine Väter und deren Opfer für immer vergessen. Durch eine der Versammlung am 27. Oftober 1892 überfandte heit sein mußte. Die Spree ist also nach wie vor mit Cholera 11 Uhr fanden sich die Gesinnungsgenossen, darunter viele Vorlage hatte der Magistrat um die Zustimmung zu seinem Vor- verfeucht gewesen und ist jetzt höchst wahrscheinlich mit Typhus Frauen und Mädchen im Meriansaale" ein. Nach einem haben ersucht, die zur Freilegung der Falckenstein- verseucht. Auch die Behauptung, daß die Filtration der Vortrage des Sängerbundes. Lassallia" schilderte vor dicht straße zwischen der Schlesischen Straße und der Oberbaumbrücke, Stralauer Werte so gut sei, daß keimfreies Wasser geliefert versammelter Menge Reichstags Abgeordneter Wilhelm sowie die zur Regulirung der Straße 60 erforderlichen Flächen und werde, ist vollständig aus der Luft gegriffen.( Oho!) Auch diese Schmidt, unter reichem Beifall den Barrikadenkampf vom das zur Verbreiterung der Schlesischen Straße erforderliche Behauptung wird kein Bakteriologe unterschreiben. 18. September des Jahres 1848 in Frankfurt a. M., seine Ur- Trennstück des Grundstücks Nr. 39/40 im Wege der Enteignung sachen und seine Bedeutung. Hieran reihte die Lassallia" die zu erwerben. Die Vorlage ist im November v. J. einem Aus begeisternden Lieder:" Auf! Brüder, auf! das Schwert zur schuffe überwiesen worden, seitdem aber unerledigt geblieben. Hand!" und auf allseitiges Verlangen Herwegh's:" Bet' und Nachdem der Magistrat die Vorlage unter dem alten Datum arbeit! ruft die Welt!" Ein dreifaches Hoch auf die inter- neuerdings vorgelegt hat, ist der betr. Ausschuß am 13. Sepnationale, revolutionäre völkerbefreiende Sozialdemokratie, sowie tember wieder zusammengetreten und hat beschlossen, der Verder allgemeine Gesang der ersten Strophe der Arbeitermarseillaise sammlung die Annahme des Magistratsvorschlages zu empfehlen, beschlossen die würdige Feier. da weitere Einigungsversuche aussichtslos seien, auch bereits einige Prozesse schwebten. " M Um In das Kuratorinm der Friedrich- Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame wird an stelle des ausgeschiedenen Stadtv. 3 ie then der Stadtv. Bra fe gewählt. Die Versammlung stimmt dem Ausschußantrage zu. Die Stadtvv. Meyer I, Schwalbe und Genossen haben am ob derartige Erkrankungen infolge des Genusses von Rieselwasser konstatirt sind, event. in welchem Umfange? Stadtrath Straßmann: Der Magistrat wird auf das Urtheil des Gesundheitsamtes und des Professors Koch mehr als auf das des Herrn Dr. Zadek geben dürfen, ohne daß ich damit dem legteren zu nahe treten will. Die Typhuserkrankungen haben allerdings in der letzten Zeit auffällig zugenommen. Mit dieser Angelegenheit hat sich schon der Magistrat beschäftigt; die Physiker haben aber erklärt, bis jetzt noch keinen Zusammenhang des Typhus mit dem Wasser konstatiren zu können und die Direktoren Fürbringer und Reuvers haben hiergegen keinen Widerspruch erhoben. Die bekannte„ Hansfriedensbruch Affäre", so wird aus Elberfeld berichtet, wegen welcher acht unserer ParteiStadtv. Ha a ck: Die Müggelwerke find bereits fertig bis genossen, die bei Gelegenheit einer im vorigen Jahre unter- 8. d. M. folgenden Antrag eingereicht: auf Kleinigkeiten und werden am 1. Oktober vollständig in nommenen Agitationstour Wortwechsel mit dem Verwalter einer Der Amtsvorsteher von Pankow hat in der Bekannt- Thätigkeit treten. Die Stralauer Werke können deshalb aber doch nicht Ziegelei bei Barmen bekommen hatten, zu zwei Wochen Ge- machung vom 31. August dieses Jahres zufolge höherer geschlossen werden, weil die Menge des Wassers aus den Müggelfängniß verurtheilt wurden, ist nunmehr in letzter Instanz er- Anordnung vor dem Genuß von Rieselwasser und Tegeler Werken nicht hinreicht; wir müssen sie in Reſerve ledigt. Das Oberlandesgericht hat die von den Verurtheilten gewarnt, weil nach dem Genuß von Riefel halten. Da das Produkt der Stralauer Werte aber bereits auf eingelegte Revision verworfen. Die Sache war bekanntlich da wasser aus den Gräben der städtischen Rieselfelder wiederholt unter 30 000 Kubikmeter hat vermindert werden können, so können durch entstanden, daß dieselben den in reiner Knechtschaft sich Erkrankungen an Typhus vorgekommen sind. Die wir die Filtration so verlangsamen, daß das gelieferte Wasser befindenden Ziegelarbeitern einige aufklärende Schriften bringen Bersammlung ersucht den Magistrat um Auskunft: in der That allen Anforderungen der Hygiene entspricht. wollten, beim Betreten des zu der Ziegelei gehörenden, einStadtv. Singer: Die letzte Erklärung wird wohl viele gefriedigten Terrains aber von dem Verwalter zurückgewiesen Mitglieder mit Bedauern erfüllen, weil eine der Voraussetzungen und mit einem Revolver bedroht, von dem Sohn desselben mit für die Beschleunigung des Baues der Müggelwerke war, daß die Steinwürfen, die einen davon schwer verwundeten, bedacht In der Angelegenheit ist vom Reichs- Gesundheitsamt an den unglückseligen Stralauer Werke dann würden geschlossen werden worden. Die in solcher Weise thätlich Angegriffenen Magistrat ein Schreiben ergangen, in welchem das Amt den können. Auch in dieser Frage also beweist sich wieder einmal, glaubten, es bestehe in Deutschland ein Geses, welches Magistrat benachrichtigt, daß die bakteriologischen Untersuchungen daß für gewisse Anlagen in der städtischen Verwaltung derartiges wegen Mißhandlung bestrafe, und stellten deshalb von 70 Rieselwasser- und Drainwasser- Proben, welche im Laufe nicht der weite Blick vorhanden ist, der auch die Strafantrag. Sie hatten sich aber getäuscht, eine solche des Sommers an verschiedenen Stellen sowohl der nördlichen als zukünftige Entwickelung genügend in Betracht zieht. Wenn Gesetzesbestimmung besteht zwar, aber diese sollte nicht auf die südlichen Rieselgüter entnommen worden sind und während eines die Befürchtungen der Berliner wegen des Rieselwassers Mißhandler anwendbar sein. Der Strafantrag wurde zurück- Beitraumes von vier Monaten ununterbrochen fortgesetzt wurden, durch die Veröffentlichung im Kommunalblatt" beseitigt gewiesen, der Antragsteller aber, und mit ihm die von ihm als weder Typhus- noch Cholerabazillen aufgefunden worden sind. sein sollen, so wissen wir doch alle, ein wie geringer Theil der Beugen angegebenen Genossen, wegen Haussriedensbruchs an Der Magistrat hat dieses Schreiben im letzten Kommunal Bevölkerung das Kommunalblatt" lieft, und es bleibt immerhin getlagt und vom Schöffengericht zu einer Woche, auf die beider blatt veröffentlicht. Desgl. ift dem Magiftrat vom Vorsteher der ein Bruchtheil der Bevölkerung übrig, welcher freiwillig oder seitig eingelegte Berufung aber vom Landgericht zu zwei Wochen wissenschaftlichen Abtheilung des Instituts für Infektionstrant unfreiwillig das Riefelwasser trinkt. Das Publikum muß doch Gefängniß verurtheilt. Das Gericht stellte sich auf den Stand- heiten ein Schreiben zugegangen, worin mitgetheilt wird, daß gewarnt werden, und es ist durchaus wünschenswerth, hier vor punkt, daß der Verwalter die Vollmacht und damit das Recht feit Anfang August das Spreewaffer im ganzen Bereiche Berlins, der Oeffentlichkeit die Frage zu erörtern. Wollte der Magistrat gehabt habe, den Besuchenden überhaupt den Besuch der Ziegelei insbesondere aber auch an der Schöpfstelle der Stralauer Wasser- das Publikum beruhigen, so hätte er nicht das„ Kommunalblatt", arbeiter zu verbieten. Das Oberlandesgericht hat sich den Ansichten werke, durch das Institut einer öfter wiederholten bakteriologischen sondern die Anschlagsäulen benutzen sollen. Ich bitte, diese Andes Vorderrichters angeschlossen, mit der Bemerkung, daß, Kontrolle unterzogen worden sei, und daß diese Untersuchungen, regung wenigstens in Zukunft zu berücksichtigen. Aus diesem wenn den Arbeitern dadurch ein Nachtheil entstehe, sie ja das welche ausschließlich die etwaige Anwesenheit von Cholerabazillen Grunde scheint mir auch die Aufnahme der Ausführungen des Recht hätten auf zivilgerichtlichem Wege ihr Recht zu suchen. feststellen sollten, zum Glück bisher nirgend positive Resultate er Kollegen Badet nicht ganz die richtige gewesen zu sein, denn die Wir können gewiß stolz darauf sein, in einem„ buchstäblichen geben hätten. Publikation des Magistrats ist doch offenbar nicht in alle beRechtsstaat" zu leben. theiligten Kreise gedrungen. Die stattgehabte Diskussion erst wird zur Beruhigung der Bevölkerung beitragen. . Unfittliches. Von einem Mann, der entweder ein Heuchelfrite oder ein Esel war, wurde auf dem internationalen Kongreß gegen unmoralische Literatur zu Lausanne das Buch von Bebel " Die Frau und der Sozialismus" als unsittlich denunzirt. Hoffentlich gab es nicht viele solcher Geister auf diesem Kongreß, andernfalls wäre ernsthaft zu erwägen gewesen, ob man nicht gut gethan hätte, die ganze ehrbare Versammlung unter Sittenkontrolle zu stellen. " Stadtrath Straßmann: Die Bekanntmachung des Magistrats ist in den gelesensten Zeitungen und auch in den Kreisblättern der beiden Kreise Teltow und Nieder- Barnim veröffentlicht worden; ebenso sind die Angestellten der Rieselgüter vor dem Genuß des Drainwassers gewarnt worden. Stadtv. Za det bleibt dabei stehen, daß die Typhusepidemie in den angeführten Bezirken auf das Stralauer Wasser zurückgeführt werden müsse, weil andere Gründe für diese Epidemie nicht existiren. Weiteren Verunreinigungen der Spree z. B. durch die Schiffer konnte doch durch Errichtung von Bedürfnißanstalten u. f. w. vorgebeugt werden. Aber nichts dergleichen ist geschehen. Damit ist der Gegenstand erledigt. Die Antragsteller ziehen den Antrag, da sie durch die Publikation des Magistrats befriedigt sind, zurück. Stadtv. Dr. 3 adet nimmt ihn aber seinerseits wieder auf. Stadtv. 3adet: Die Frage, wie weit das Hineingelangen von Rieselwasser in das Spreewaffer an der in den letzten Wochen ausgebrochenen Typhus- Epidemie schuld ist, verdient die ernstlichste Prüfung. Das Rieselwasser läuft an zahlreichen Stellen in unsere Spree ein, darunter auch an Stellen, welche der Wasser- Entnahmestelle zu Stralau sehr benachbart sind, und es liegt sehr nahe, an einen solchen Einfluß dieses Riefelwassers zu denken. Die Spree ist thatsächlich verseucht mit Liberale Landtagswahl- Schmerzen. Zu der Entdeckung Typhusbazillen, das muß als sicher oder doch als sehr wahr der Nationalliberalen Korrespondenz", daß die Sozialdemokraten scheinlich angenommen werden. Gewiß wird die Spree auch an der öffentlichen Stimm- Abgabe wegen sich nicht an den anderen Stellen namentlich durch die Nothauslässe verunreinigt. preußischen Landtagswahlen betheiligen, bemerkt das Hamburger Wenn hieran auch nach einem billigen Witze des Stadtbauraths Echo" treffend: Wir haben in dieser Auslassung eine Offen- Hobrecht nicht die Stadt, sondern die Adjazenten schuld find, so Mit dem 31. März 1894 erlischt der städtischerseits mit den barung der denkbar niedrigsten nationalliberalen Gesinnungs- machen wir doch, so weit sind wir in der öffentlichen Gesund Unternehmern Tabbert und Nauck auf 6 Jahre abgeschlossene erbärmlichkeit vor uns. Das tönnte einem gewissen Ordnungs- heitspflege bereits gekommen, die Stadt für diese Vorkommnisse Vertrag, durch welchen den Genannten die Abfuhr des Janhagel wohl passen, wenn sozialdemokratische Arbeiter, Klein- verantwortlich. Wie kommt es, müssen wir fragen, daß jezt Straßentehrichts und des Schnees übertragen wurde. gewerbetreibende und Beamte zc. an der Komödie der preußischen ganze große Bezirke des Ostens ganz explosive Erkrankungen an Nach diesem Abkommen werden für die Kehrichtabfuhr jährlich Landtagswahlen sich betheiligten, um jenem Janhagel Anlaß zu Typhus aufweisen? In den letzten zwei bis drei Wochen sind im Ganzen 878 160 m., außerdem für jede Fuhre Schnee an geben, sie in brutaler Weise zu maßregeln, wie das ja bekannt- in einem einzigen Krankenhause achtzig Typhustrante auf- Tabbert 2,25, an Nauck 2,50 M. gezahlt. Die auf Uebernahme " der Abfuhr für die nächsten 3 Jahre ausgeschriebene Submission| die Lieferung von 500 Rentnern Wiesenheu, 300 Zentnern Vermuthung nahe, daß auf das Mädchen geschossen worden ist. bat ein wesentlich ungünstigeres Resultat ergeben, indem der Lupinen, 300 Bentnern Kartoffeln und 300 Bentnern Kastanien Von wessen Hand dies geschehen ist, muß die Untersuchung erMindestfordernde, Fuhrunternehmer Tabbert, für die Abfuhr an den Mindenfordernden ausgeschrieben. Das Wild wird dann geben, die bis jetzt aber einen greifbaren Thatbestand noch nicht des Straßenkehrichts eine Pauschalsumme von 562 200 M., für im Winter freundlichst gebeten werden, die Agung in Empfang zu Tage gefördert hat. jede Schneefuhre eine Vergütigung von 2,60 M. beansprucht. In zu nehmen. Hingegen wird nach wie vor jeder Mensch, der un= Den letzten 5 Jahren hat sich der Preis jeder Kehrichtfuhre bei durch- befugt Pilze oder Beeren sammelt oder ein Bischen Holz aus Ein taubftummer Taschendieb wurde gestern in dem schnittlich 100 000 Fubren auf 3,70 m. berechnet; nach der neuen dem reichen Forstbestande an sich nimmt, nach Strenge des Ge- Augenblick ergriffen, als er Unter den Linden einem Herrn, der Mindestforderung würde er sich auf 5,60 m. stellen. Der Magistrat setzes beitraft. Menschen, welche nicht genügenden Lebensunterhalt sich auf eine Bant gesezt hatte, die Börse entwenden wollte. vermag trotzdem bei Würdigung der in den letzten Jahren eingetretenen sich verschaffen können, werden gut thun hungern zu lernen. Er ist etwa 25 Jahre alt und anscheinend erst vor Kurzem aus außerordentlichen Veränderungen aller Verhältnisse( Steigerung Welchen entsetzlichen Fortschritt die Kunst zu hungern in Berlin Hamburg hier zugereift. Ob er sich blos taubstumm stellt, hat Bei ihm wurden drei der Löhne, höhere Leistungen der Unternehmer infolge der Ver- bereits genommen, beweist u. a. der amtliche Bericht des noch nicht festgestellt werden können. ficherungsgefeße, Vergrößerung des Arbeitsgebiets, Steigen der Magistrats über die Fleischeinfuhr nach Berlin. Die Zufuhr schwarze Geldtaschen, davon zwei Beuteltaschen mit KurbelFutterpreise, schwierigere Beschaffung der Abladeplätze) die Mehr hat troß der Zunahme der Bevölkerungsmenge abgenommen. verschluß und eines mit Klappverschluß und mit der in Goldforderung als unberechtigt nicht anzusehen und beantragt bei Vom 1. April 1892 bis 31. März 1893 find 1125 244 gegen bruck im Innern befindlichen Aufschrift non plus ultra" ge= der Versammlung, dem pp. Tabbert unter den angegebenen Be- 1141 328 Thiere im Vorjahre, also 16 084 Stück weniger ein- funden. Diese wahrscheinlich auch aus Taschendiebstählen herdingungen den 3nschlag zu ertheilen. geführt! rührenden Sachen können von den Eigenthümern im Zimmer 97 Stadtv. Vogtherr: Als Grund zur Erhöhung der des Polizei Präsidialgebäudes in den Vormittagsstunden in städtischen Leistungen wird hier auch die schwierigere Beschaffung Die bei einigen Genossen verbreitete Auficht, nach Empfang genommen werden. Ebendaselbst sind noch zwei andere geeigneter Abladepläße angeführt. Die Mehrausgabe, welche uns Berurtheilung Kunerts dürfe die Agitationsbroschüre„ Die Geldtaschen zu befchtigen, die gestern einer in der Leipzigerhier angesonnen wird, ist geradezu folossal zu nennen, und dieser heilige Vehme des Militarismus. Nach friegsgerichtlichen Er- straße wegen Taschendiebstahls festgenommenen Frauensperson Umstand wird hoffentlich den Magistrat anfeuern, die Versuche fenntnissen" nicht verkauft oder verbreitet werden, ist durch- abgenommen wurden, und zwar ein rothes Bügel und ein zur Anwendung eines anderen Systems der Abfuhr mit aller aus irrig. Kaufen, verkaufen und verbreiten dieses Büchleins, braunes Klapp- Portemonnaie. Kraft fortzusetzen. Die Erhöhung der Vergütung für die Schnee- das Abdruck von Erkenntnissen enthält, welche von dem in den fuhren wird aber unzutreffenderweise mit der eingetretenen Ferienkolonien herrschenden Geist ein beredtes Zeugniß ablegen, Steigerung der Löhne begründet. Diese Steigerung ist ganz unverhältnismäßig gering. Der Unternehmer zieht doch seinen Gewinn in diesem Falle lediglich aus der Thätigkeit der Vermittelung. Die Fuhrleute haben nur 2, 1,60, ja bis herunter zu 1 Mark erhalten. Der Unternehmer machte also selbst beim höchsten Saße von 2 M. einen Bruttoverdienst von 150 000 M., netto jedenfalls von 100 000 Mart. Solche ungeheure Summe steckt ein Großunternehmer bei einem an sich nebensächlichen Betriebe jährlich in die Tasche. Es würde also eine genaue Prüfung angezeigt sein, wir hätten Erkundigungen über die that fächlichen Löhne einzuziehen 2c. Ich beantrage daher, die Vorlage einem Ausschuß von 10 Personen zu überweisen. Polizeibericht. Am 20. d. M. Nachmittags wurde an der ist durchaus erlaubt. An dieser Broschüre fonnten selbst die Ecke der Friedrich- und Jägerstraße eine Frau durch eine kühnsten juristischen Alpensteiger nicht heran. Bestraft ist die Droschke, deren Pferd durchging, überfahren und am Kopfe beAbends wurde ein Schlossermeister in seiner Vernichtung des Papiers, auf dem das Manuskript zu der Bro- deutend verletzt. schüre stand allerdings die Höhe der Strafe erklärt sich aus Werkstatt in der Elisabethstraße erhängt vorgefunden. Im der Geringfügigkeit des Werthes des vernichteten Materials nicht. Laufe des Tages fanden drei Brände statt. Das Büchelchen kann lediglich nach wie vor zur Anschaffung empfohlen werden. Neue Quittungskarten der Alters- und Invaliditäts- Verſicherung kommen zwar schon jetzt zur Ausgabe, sollen aber erst dann allgemein gebraucht werden, wenn die Karten älteren Musters aufgebraucht sind. Der Vordruck enthält drei neue Nach Ablehnung des Antrages wird die Vorlage Beitpunkts der Verwendbarkeit von Nachmarken und des WohnNach Ablehnung des Antrages wird die Vorlage Beilen, eine Bezeichnung der Nummer bei der Ausgabestelle, des Das auf grund der genehmigten Stizze ausgearbeitete Projekt 52 Felder jetzt 56.- Die Aufsichtsbehörde verlangt jetzt aus zum Neubau des Schulgebäudes für die Dorotheenschule Anlaß der Choleragefahr eine besonders vorsichtige Behandlung Das auf grund der genehmigten Stizze ausgearbeitete Projekt orts des Inhabers. Die Innenseite der Starte enthält statt auf dem Grundstück Wilhelmshavenerstr. 1-5 und der Anlaß der Choleragefahr eine besonders vorsichtige Behandlung mit 255 000 m. abschließende Kostenanschlag werden mit dem der Karten. Irgenwie infizirte Karten sollen als unbrauchbar Antrage vorgelegt, 100 000 m. als erste Baurate zur Verfügung vernichtet und im Erneuerungsverfahren ersetzt werden. unverändert angenommen. zu stellen. Ein Antrag des Stadtv. S ch wa Ibe auf Ausschußberathung Winter einige Aerzte in Rixdorf ertheilen. Muentgeltliche Krankenpflege- Kurse wollen im kommenden Werden der des Projekts wird vom Stadtbaurath Blankenstein und von artige Kurse richtig geleitet, so können sie für jeden Theilden Stadtv. Wohlgemuth und Salge bekämpft und von nehmer sehr lehrreich und nußbringend wirken: sobald das der Versammlung abgelehnt, die Magistratsvorlage angenommen. Projekt feste Gestalt angenommen hat, werden wir auf dasselbe Nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt ist folgender eingehender zurückkommen. dringliche Antrag der Stadtv. Kalisch und Genossen: Die Versammlung ersucht den Magistrat, die Stadtverordneten Wahlen erst nach Beendigung der Landtagswahlen stattfinden zu lassen. Antragsteller Kalisch: Unser Antrag widerspricht anschei nend einem früheren Beschluß, die Stadtverordnetenwahlen möglichst früh stattfinden zu lassen; aber dieser Beschluß soll auch gar nicht alterirt werden. Es sind rein praktische, fachliche Gründe, die uns diesmal mit Rücksicht auf die Landtagswahl bestimmen, den Antrag zu stellen. Wir wollen nicht so oft wählen und auch für die Stadtverordnetenwahlen Zeit behalten. Stadto. Singer: Die sachlichen Gründe des Vorredners leuchten mir wirklich nicht recht ein; denn die Nothwendigkeit zu wählen wird durch den Antrag doch nicht aus der Welt geschafft. Für den Antrag werde ich aus Höflichkeit stimmen, will mich aber zugleich dagegen verwahren, als ob aus dieser Zuftimmung hervorginge, daß wir den Abgeordnetenwahlen besondere Wichtigkeit beilegten. Nach dem Dreiklassen Wahlsystem kann ja die auf grund dieses Wahlrechts gewählte Volksvertretung nur die Bezeichnung einer Karrikatur, einer Fraße verdienen. Ich stimme für den Antrag nur, weil mir diese Wahlen absolut gleichgiltig sind, und wenn ich damit einigen Kollegen einen Gefallen thun tann( Heiterkeit), so ist es mir ganz recht. Stadtrath Mug dan erklärt, daß der Magistrat den Termin für die Stadtverordnetenwahlen überhaupt noch nicht festgesetzt habe, daß dies vielmehr erst nach Bekanntgabe des Termins für die Landtagswahlen geschehen könne. Falls der Antrag Kalisch angenommen würde, werde er dabei die gebührende Berück fichtigung finden. Stadtv. Kalisch spricht dem Stadtv. Singer für seine Stellung zu dem Antrage seinen persönlichen Dank aus. Was die Höflichkeit betreffe, so habe er davon bei Herrn Singer und feinen Kollegen bisher wenig bemerkt. Stadtv. Vogtherr: Wenn Herr Kalisch von der Höflichkeit des augenblicklich nicht anwesenden Kollegen Singer und seiner Freunde nichts bemerkt hat, so lag das nur an seiner Kurzsichtig teit.( Heiterfeit.) Gerichts- Beifung. Das Versehen eines Bankbeamten sollte der 68jährige gemacht und dadurch einen unrechtmäßigen Vermögensvortheil in Musiker Karl Wolter aus Henningsdorf sich zu Nuße Er hatte sich deshalb Betruges zu verantworten. Im Juli 1891 faufte der Angeklagte bei der Rheinisch- Westfälischen Bank zwei merikanische Anleihe Höhe von ca. 800 M. erworben haben. gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I wegen Betruges zu verantworten. Im Juli 1891 taufte der Angeklagte papiere zum Gesammtwerthe von 40 Pfund Sterling. Im März v. J. ließ er sich zwei gleichwerthige Papiere derselben Art wieder aushändigen. Wie die Anklage annimmt, hat der betreffende Beamte es vergessen, den Aushändigungsvermerk in dem Konto des Wolter einzutragen und es dadurch auszugleichen. Wolter blieb also nach wie vor als Gläubiger in den Büchern aufgeführt. Als die Koupons der beiden Papiere fällig waren, erhielt Wolter hiervon Mittheilung mit dem Hinzufügen, daß die Koupons seinem Konto gutgeschrieben worden feien. Wolter Bezüglich des Umzugstermine beim Wohnungs erschien bald darauf in der Bank und verlangte die Stammwechsel gilt für Berlin die Bestimmung, daß die Räumung der papiere nebst den Koupons heraus. Die Papiere waren nicht Wohnung seitens des abziehenden Miethers bei kleinen, d. h. nach Nummern gebucht, man händigte dem Angeklagten einfach höchstens aus 2 Wohnzimmern bestehenden Wohnungen am ersten zwei Stück derselben Gattung aus. Wolter hatte somit nur Quartalstage, bei mittleren, d. h. 3 bis 4 Wohnzimmern zwei Papiere gekauft und vier Stück zurückerhalten. Als der enthaltenden Wohnungen am 2. Quartalstage um 12 Uhr rrthum entdeckt und Wolter aufgefordert wurde, die beiden zu Mittags, bei großen, d. h. mehr wie 4 Wohnzimmer um- viel erhaltenen Stücke wieder herauszugeben, erklärte Wolter, fassenden Wohnungen am dritten Quartalstage um 12 Uhr daß alles in Ordnung sei. Er habe nicht einmal, sondern zweiMittags beendet sein muß, daß jedoch bei Wohnungen von drei mal je zwei Stück Meyifaner gekauft und deshalb auch zweimal Wohnzimmern 1 Wohnzimmer, bei Wohnungen von mehr als die Papiere abheben können. Der Gerichtshof hielt den Ange3 Wohnzimmern 2 Wohnzimmer schon am ersten Quartalstage tlagten nicht für überführt, sondern fällte ein freisprechen vollständig geräumt und dem anziehenden Miether für die Unter- des Urtheil. Die beiden Bantdirektoren Märker und bringung seiner Möbel zur Verfügung gestellt werden müssen. Pinner, welche als Zeugen geladen, aber unentschuldigt Als Wohnzimmer ist nicht anzusehen das Zubehör", d. h. ausgeblieben waren, wurden in eine Geldstrafe von je Alkoven, Küchen, Kammern, Bodenräume, Verschläge, Vorraths- 200 Mart genommen. teller. Nach dem Gesez vom 30. Juni 1834 soll ferner die Verbindlichkeit des Miethers ruhen, wenn Sonntage oder Feiertage in die bestimmte Umzugszeit fallen. Der 1. Oktober fällt auf einen Sonntag, mithin braucht der Miether erst am Montag mit dem Ziehen beginnen. Ein schwerer Fall von räuberischer Erpressung auf offener Straße beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I. Der Kaufmann Stiebler hatte am Abende des 6. April d. J. einen am Schiffbauerdamm wohnenden Freund besucht. Er verließ denselben erst in der Nacht nach ein Uhr. Zur Cholera in Berlin. Bis heute Vormittag 111/2 Uhr Als er die Straße faum betreten hatte, tam plöglich ein baumsind laut Anzeige im Rathhause aus dem Krankenhause Moabit langer Kerl aus dem Schatten der Häuser hervor, vertrat ihm drei Fälle von Choleraverdächtigen zur Beobachtung eingeliefert den Weg, und die Rechte, in der ein geöffnetes Messer blinkte, worden. Dieselben betreffen einen Schiffer nebst Frau und einen über dem Kopfe des Stiebler haltend, raunte er ihm die Worte Bootsmann, deren Fahrzeug am Potsdamer Hafenbecken liegt. zu:„ Geld oder das Leben!" Der Bedrohte wagte nicht, um Hilfe Die Krankenhäuser am Friedrichshain und am Urban sind frei. zu rufen, er zog das Portemonnaie und gab dem Räuber 5 M. Dieser entfernte sich dann nach der Friedrichstraße zu, wobei er Schlechtes Bier. Bei einigen hiesigen Brauereibesitzern seinem Opfer noch den Rath gab, ihm nicht zu folgen, da es besteht die Absicht, zwar die achtstündige Arbeitszeit, namentlich ihm sonst das Leben kosten könne. Der Beraubte bemerkte noch. in der Mälzerei und bei den Arbeitern auf der Darre einzuführen, daß zwei Frauenzimmer sich dem Enteilenden anschlossen und aber allmälig statt gelernter Brauergesellen ungelernte Brauerei- daß das eine ihn mit" Seppel" anredete. Der Freund des Arbeiter, deren Lohn zur Zeit etwa 20 m. monatlich weniger Stiebler hatte die Szene," die sich innerhalb weniger Minuten beträgt, einzustellen. Die Folge dieser Maßregel würde zunächst abspielte, von seinem Fenster aus beobachtet. Nach etwa zwei eine Verschlechterung des Bieres, sodann aber natürlich die sein, Wochen trafen die beiden Freunde in der Friedrichstraße einen daß die ungelernten Brauerei Arbeiter" allmälig, vielleicht bald, Menschen, in dem sie mit Bestimmtheit den Räuber wiederdie Lohnhöhe verlangen würden, die an Brauergesellen gezahlt wird. erkannten. Auch der Letztere schien den Beraubten wieder zu Daß anständige Brauereien, die gutes Bier liefern wollen kennen, denn als er desselben ansichtig wurde, versuchte er davonund nicht nach dem Lorbeerkranz von Ober- Ausbeutern ringen, zueilen, er wurde wurde aber verfolgt und festgenommen. an diesem Vorhaben theilnehmen werden, glauben wir nicht. machte sich durch widersprechende Angaben über Wohnung, begeäußerte Ansicht, durch ein derartig, schon weil die Güte des verdächtig und wurde troß seines Leugnens, daß er den Raub Die feitens eines besonders schlauen Bieraktien- Kouponschneiders Arbeitsverhältniß u. f. w. in noch erheblicherer Weise Bieres untergrabendes, unkluges Vorgehen würden die Gesellen begangen, in Haft behalten. Seine Persönlichkeit wurde als die und Arbeiter unter einander in Streit gerathen, beweist, ein wie des im Herbite vorigen Jahres aus Süddeutschland eingeri ges Verständniß für das Solidaritätsgefühl der Arbeiter gewanderten Schlossers Joseph Holzhauer festgestellt, der der nur eigennüßige Interessen verfolgende Kapitalist besigt. während des Winters überhaupt nicht gearbeitet, sondern zu hälterdienste geleistet hatte. Auch in der Hauptverhandlung legte ihn mit der Milderung schuldig, daß für den Zeugen Stiebler der Angeklagte sich auf's Leugnen. Die Geschworenen sprachen eine Gefahr für Leib und Leben nicht vorgelegen habe, worauf der Gerichtshof den Angeklagten zu anderthalb Jahren Gefängniß und zweijährigen Ehrverlust verurtheilte. Der Antrag wird darauf angenommen. Stadtv. Kalisch bemerkt persönlich: Einmal bin ich durch aus nicht turzsichtig und zweitens habe ich Herrn Singer wirklich ein Rompliment machen wollen. Wie weit das höflichkeitsgefühl der Herren geht, ergiebt ja die Antwort, die ich kommen habe. Schluß 71/2 Uhr. Tokales. Zu dem heute Abend stattfindenden Kommers sind die Billets vergriffen und findet daher eine öffentliche Kaffe nicht statt. Theil: am Deutschen 2032( 2263), am Rechnen 2165( 2389), an Ihren Brandwunden erlegen ist jetzt im Krankenhause Am Urban die unverehelichte Anna Hering. Vor einigen Tagen wurde sie in ihrer Wohnung von ihrer verheiratheten Schwester, der Frau Agnes Lucke, in der Schlafkammer am ganzen Leibe brennend auf dem Fußboden liegend ausgefunden und sofort dem Krankenhause zugeführt. Neben ihr lag eine zerschmetterte Petroleumlampe, die wah.scheinlich explodirt war, als die Hering fich auskleiden wollte. am Zeichnen 3327( 3568), am Fachzeichnen 493( 502), Der 49 Jahre alte Schlossermeister Albert Engel ist an der Buchführung 729( 835), an Geometrie 465( 548), in feiner Werkstatt an einem Haken hängend todt aufgefunden. Phyfit 480( 639), Ursache des anscheinenden Selbstmordes soll Krankheit und an Französisch 602( 616), an Englisch 881( 408), an Mobelliren 857( 424), an Geschichte 40 Schwermuth sein. ( 61), an Gesegestunde( erst seit dem Winter 1892/8 eingeführt) 41. Die Durchschnittsfrequenz betrug etwa 3/4. Von den Mädchen nahmen Theil: am Deutschen 1553( 1741), am Rechnen 1182 ( 1304), am Beichnen 459( 595), an der Buchführung 656( 701), an Handarbeitsstunde 1980( 2161), an Maschinennähen 718( 811), an Schneidern 875( 1103), an Wäschezuschneiden 411( 449), an Blätten 254( 267), an Bukmachen 627( 725), an Gesang 640 ( 699), an Turuen 288( 392), an Französisch 214( 360), an Eng Er Die 11 städtischen Fortbildungsschulen für Jünglinge Ringnepper. Es vergeht jetzt kaum noch ein Tag, ohne daß auf dem Kriminalgericht zu Moabit ein Ringnepper wurden vom 1. April 1892 bis 31. März 1893 von 7326 Theil nehmern im Sommer, 7739 Theilnehmern im Winter, die Die Frau des Musikers Bothe, welche durch den von zur Verantwortung gezogen werden müßte. Gesteru ereignete 10 städtischen Fortbildungsschulen für Mädchen von 3037 Theil ihr erdichteten Ueberfall von sich reden machte, soll schon seitlich vor dem Schöffengericht der feltene Fall, daß zwei dieser nehmerinnen im Sommer und 8229 Theilnehmerinnen im Winter längerer Zeit fopfleidend sein und infolge ihres überreizten Gauner, die bekanntlich immer nur paarweise arbeiten", zubesucht. Die Anzahl der Theilnehmer vertheilt sich auf die ein- Nervensystems, einem plöglichen Impulse nachgebend, die That fammen abgeurtheilt werden konnten. Die Angeklagten gehören zelnen Unterrichtsgegenstände wie folgt( die eingeklammerten lediglich ausgeführt haben, um von sich sprechen zu machen. zum jugendlichen Nachwuchs der Ringnepper- Genossenschaft; es Bahlen beziehen sich auf das Winter, die anderen auf das Ihr prächtiges Haar hatte die noch junge Frau abgeschnitten und waren der 17jährige Karl Hinz und der angebliche Friseur Albert Longardt. Der Betrogene war der erst kürzlich aus Sommersemester). G3 nahmen von den männlichen Schülern verbrannt. der Provinz Posen nach Berlin übergesiedelte und der deutschen Sprache noch wenig mächtige polnische Arbeiter Dudek. Als diefer in der Nacht zum 27. August das Rosenthaler Thor passirte, wurde er von einem jungen Menschen angesprochen und gefragt, wo wohl die Linkstraße sei. Dudek er widerte, daß er selbst hier fremd sei und e3 ent= Marie Schaaf aus Neu- Weißensee wurde vorgestern Nachmittag Gespräch mit dem Endergebniß, daß Dudek, der durch einen Wer hat geschoffen? Das 15 Jahre alte Dienstmädchen wickelte sich zwischen den Beiden dann allmälig ein mit einer Schußwunde am rechten Arm und einer zweiten am zweiten jungen Mann noch kauflüstern gemacht worden war, rechten Oberschenkel in die Charitee eingeliefert. Die Ver- gegen Hingabe seiner Uhr und 4 M. baaren Geldes einen„ koſtlehungen sind insofern als schwere anzusehen, als der Arm bereits baren" Ring erstand. Am nächsten Tage schon konnte er feit steif geworden ist. Der der Verwundung zu Grunde liegende stellen, daß der Ring höchstens 40 Pfennige werth sei. TiesSachverhalt ist noch feineswegs geklärt. Die Schaaf diente in der betrübt theilt Dudek sein Misgeschick einem ebenfalls erst vor Richter'schen Billa, Bartstraße 59, und war von ihrer Herrin am furzer Zeit aus der Provinz Posen hierher übergesiedelten Sonntag Nachmittag beauftragt worden, auf dem Nebengrund- Freunde mit und war nicht wenig erstaunt, als ihm dieser ver Unentgeltliche Lieferung von Lebensmitteln übernimmt stück des Rentners Margraf nach einer verloren gegangenen rieth, daß ihm acht Tage vorher in der Nähe des Rosenthaler für den Winter der Fiskus solchen gegenüber, denen im Winter Taube zu suchen. Plöglich frachte ein Schuß, der das junge Thors genau dasselbe Abenteuer passirt fei, ohne daß die Gauner die Gelegenheit sich zu ernähren erschwert ist. Die fiskalische Mädchen in der angegebenen Weise traf. Ueber die Veranlassung bei ihm Erfolg gehabt hatten. Durch die weitere PersonalForstverwaltung für den Grunewald hat diesem Grundsay gemäß hierzu schiebt noch ein Dunkel. Von Weißensee aus verlauter, beschreibung tamen beide auf den Gedanken, daß es sich eine Subskription für Lieferung von Lebensmitteln ausgeschrieben. daß auf dem Margraff'schen Grundstücke wahrscheinlich Gelbst in beiden Fällen um dieselben Betrüger handele und sie Allerdings erstreckt sich die fistalische Fürsorge nicht auf Holz- schüsse gelegt waren, um es gegen unbefugtes Betreten zu sichern, legten sich nun Abend für Abend in der Nähe des hüter, nicht auf Holzschläger, nicht auf Waldarbeiter überhaupt daß die Schaaf auf einen solchen gerathen und dadurch ver- Rosenthaler Thores auf die Lauer, um der beiden jungen Leute nicht auf Menschen, sondern auf Wild. Damit dieses im Winter wundet worden ist. Dieser Annahme soll der ärztliche Befund babhaft zu werden. Schon nach einiger Zeit lächelte ihnen das Nahrung leichter finde und dadurch dem Jäger, entgegen stehen. Wären die Verlegungen auf einen Selbstschuß Glück, indem sie eines Abends in der Nähe des Stettiner VahnDer e3 späterhin erlegen soll, durch seine Feistig zurückzuführen, so müßten die Schußwunden von unten nach hofes die beiden Angeklagten antrafen. Sie veranlaßten sofort teit ein Bergnügen bereite, bereite, hat die Forstverwaltung loben gehen. Da dies eben nicht der Fall sein soll, so liegt die die Verhaftung derselben, gingen gemeinschaftlich auf das nächste lisch 108( 125). " MännerJohanni, - Ginigteit 3, Groß- Lichterfelde bei Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Bufchriften sind zu senden an P. Hentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf. Abends 9 Uhr, Andreasstr. 26, bei Wilte. Polizeibureau und hier fiellten die Angeklagten ihre Thäterschaft| trat für die Schuhmarke ein und führte an, er habe in Berlin| Brandenburger Männer: Gefangverein in Brandenburg a. 5. Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bet Vogel.in Abrede. Hinz räumte dagegen ein, schon vor etwa einem in den letzten drei Jahren gerade bei den Gewerkschaften, Gängerchor der Töpfer. Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer halben Jahre auf„ Nepperfahrt" ausgegangen zu sein und hierbei welche die Kontrollmarte eingeführt hätten, ein stetes Wachsen Gefangverein Gerstenähre. Alte Jatobitr. 83 bei Wienecke. einige Ringe an den Mann gebracht zu haben. Diefes Ge- beobachtet. Pözsch legte die Nothwendigkeit und Erfprießlichkeit Gefangverein Steinnette, Röslinerstr 17 bei Wendt. ständniß wurde von Hinz im gestrigen Termine widerrufen. Der der Kontrollmarte( das Erkennungszeichen der Kellner) dar. Am Ostbahnhof 7 bet W. Schulze. Gries, Giesensdorf. Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Hinz zu vier, den Willner wies auf die agitatorische Wirkung der Kontrollmarke Longardt zu sechs Monaten Gefängniß. hin und hielt den Anarchisten ihr forrumpirendes Wirken in den Gewerkschaften vor. Liebknecht fertigte kurz das„ anarchistische" Phrasengewirr ab, wendete sich u. a. gegen das Thörichte und Lächerliche der Bemerkung Herrmann's, daß, je schlechter es dem Arbeiter gehe, desto revolutionärer er in seinen Ansichten sei, und betonte nochmals die Nothwendigkeit der Organisation. D Redner erklärte, demnächst über dieses selbe Thema noch einmal Die Kürschner haben über die Firma Ente u. Schulz in zu reden und zwar früher am Abend, damit Zeit sei für Hamburg wegen Lohnreduktion die Sperre verhängt. Buzug eine eingehende Besprechung des Vortrags, wurde die weitere Diskussion vertagt und die Versammlung geschlossen. ist fernzuhalten. Soziale Uebersicht. Warum Sonntags gearbeitet wird. Aus Mainz wird geschrieben: Auf die mehrerwähnte Umfrage in betreff der Sonntags ruhe haben die maßgebenden Interessenten der Mittelindustrie geantwortet, daß durchaus kein Bedürfniß für Sonntagsarbeit vorliege; da, wo gegenwärtig noch gearbeitet werde, geschehe es meistens freiwillig von Affordarbeitern, die damit ihre 3 u niedrig bemessenen Lohnsäge ausgleichen wollten. Also weil die Lohnsäge zu niedrig bemessen, sind die Ar beiter genöthigt, Ueberstunden zu machen. Dieses Geständniß aus dem Munde derjenigen, welche die Löhne der Arbeiter, ja selbst deren Akkordlöhne fortgesetzt erniedrigen, ist doch zu tostbar. " ן 8 Vermischtes. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangs Quartettverein verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Männerchor Waldesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, Wiartgrafenftr. 87.- PrivatWedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Steue Sochitr. 49. Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Burouſerſtr. 35. Mufif- Dilettantenverein„ Tonita", Abends 8% Uhr bei Schent, Krautr. 39, Musttverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichens Uebungsstunde. bergersir. 24. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen Im sozialdemokratischen Wahlverein für den sechsten die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnBerliner Reichstags- Wahlkreis sprach am 19. d. M. in balle des Leffing- Gymnaſiums, Pantsir. 9-16 Vergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, Moabit( Kronen- Brauerei) Schriftsteller Ledebour über die Oranieniir. 183 p.- Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Frage: Wie fördern wir den geistigen Entwickelungstampf des alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends Lepidopt. Vereinigung Proletariats?" Der Vortragende bezeichnete diesen Kampf als Uhr im Reſtaurant Solzbacher, Drenfeftraße 3. Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenftr. 29. Musttverein hoff= den Emanzipationskampf des Proletariats und veranschaulichte nung,' Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Proskauerstr. 35-37 bet im einzelnen, inwieweit die verschiedenen Faktoren, wie die Schneider. Stattlub Kairo Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. politisch propagandistische Bewegung, die parlamentarische Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant„ Zur Gleichheit", Andreasstr. 26, Sigung. Nach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Verein Thätigkeit, die Wahlvereine, die Gewerkschaftsbewegung, die Solidarität, Abends 8% ühr im totale von Ehrenberg, Annenſtr. 16, Gewerkschaftsorganisationen berufen sind und beizutragen ver- Sizung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Guornstr. 48 mögen, den Emanzipationskampf des Proletariats zu fördern in der Spreeterrasse, Jannowißbrücke. bei Kricheldorff Ruderverein" Borwärts", Sigung Abends's Uhr, sowohl durch Gesammtthätigkeit, als auch durch individuelle English Conversational Club Shakespeare. Ausbildung, und legte in bezug auf lettere besonderes Gewicht Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant auf die Arbeiter= Bildungsschule und die Diskutirklubs. Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Den Ersatz der letzteren durch die Wahlvereine hielt Gewerbegerichte. Im Deutschen Reiche giebt es, wie die der Vortragende allerdings für möglich unter der Voraus Blätter für soziale Praxis" mitheilen, gegenwärtig fegung, daß die Wahlvereine sich dezentralisiren und recht 208 Gewerbegerichte, von denen 140 auf Preußen, 13 auf häufige und regelmäßige Sektionsversammlungen veranstalten. Bayern, 14 auf Sachfen, 9 auf Württemberg, 7 auf Baden, Diese kleineren Sektionsversammlungen würden den befähigten 4 auf Hessen, 3 auf Sachsen- Weimar, 6 auf Braunschweig, und wollenden Genossen mehr und besser Gelegenheit bieten, sich 5 auf die Reichslande und je eines auf Oldenburg, Sachsen- und wollenden Genossen mehr und besser Gelegenheit bieten, sich Koburg- Gotha, Reuß ä. L., Lippe- Detmold und jede der drei zu Agitatoren auszubilden, als große Versammlungen. Zu lesen Die Cholera. Die Cholera in Hamburg, so Hanſeſtädte entfallen. Ganz fehlen bisher die Gewerbegerichte oder zu hören genüge allein nicht, die freie Aussprache müsse Auch sei es erforderlich, in die schreibt unser dortiges Bruderblatt, giebt den hiesigen Korre in beiden Mecklenburg, in Sachsen- Meiningen, Sachsen- Alten- namentlich gepflegt werden. burg, Anhalt, beiden Schwarzburg, Waldeck, Reuß j. L. und Diskussionen ein gewisses System hineinzubringen. Dem freien fpondenten der auswärtigen Sensationspresse wieder Gelegenheit, burg, Anhalt, beiden Schwarzburg, Waldeck, Reuß j. 2. und Worte überall, namentlich auch in Parteiversammlungen, die Schauernachrichten in die Welt hinauszusenden. So läßt sich Schaumburg- Lippe. Wege zu ebnen, hielt der Referent für äußerst wichtig und noth- das" Berliner Tageblatt" unterm 19. September von hier beDer Winter naht und damit beginnt für die herrschende wendig, um nicht in den Fehler der Regierung zu verfallen, richten: Das plögliche Wiederauftreten der Cholera hat unter Klasse neben den Freuden, die die Saison bietet, auch die Zeit, welche das freie Wort fürchte. Dem Wunsche des Referenten nach der hiesigen Bevölkerung einen panischen Schrecken hervorgerufen. wo einige Unbequemlichkeiten in den Kauf genommen werden Pflege der freien Aussprache wurde in der dem Vortrage folgenden Man schenkte dem Gerücht anfänglich keinen Glauben, als jedoch müssen. Zu den unangenehmsten und ästhetisch beleidigendsten Diskussion in reichem Maße Rechnung getragen. Allgemein wurde die Abendblätter eine detaillirte amtliche Meldung der einzelnen dieser Plagen gehört unzweifelhaft die Vagabundennoth, die denn betont, daß im Interesse der allgemeinen Arbeitersache und um Fälle veröffentlichten, da war es allen zur Gewißheit geworden, der gute Spießer auch nach Kräften zu beseitigen trachtet. Doch etwas Großes zu schaffen, die Vereinsspielerei und die dadurch daß die schreckliche Seuche uns auch dieses Jahr nicht vollständig Dies ist nicht so leicht, wie man denten sollte, und die Schmerzen, bedingte Bersplitterung der Kräfte aus der Welt geschafft werden verschont. Weitere Erkrankungen sind heute noch nicht bekannt die darob der gute Bürger empfindet, sind nicht gering. müsse, daß vielmehr hauptsächlich darauf hingewirkt werden geworden, wenngleich das Gerücht schon wieder von vielen - So befürchtet die Zentralleitung des Wohlthätigkeitsvereins müsse, daß sich alle Kräfte in den gewerkschaftlichen wie politischen Krankheits- und Todesfällen spricht." für Württemberg, es werde infolge des flauen Geschäftsganges Organisationen zusammenschließen. In seinem Schlußworte hob in manchen Zweigen der Industrie und der ungünstigen Lage der Referent die Zwecklosigkeit des Rauchklubs hervor, gestand der Landwirthschaft für den kommenden Winter bei uns ein An- den Gesangvereinen eine bedingte Berechtigung zu und erklärte schwellen der Wanderbevölkerung sich bemerkbar machen, welche die Diskutirklubs für nothwendig, so lange sie nicht durch einen Mangel einer geordneten, einheitlichen Fürsorge sehr Sektionsversammlungen der Wahlvereine, welche neben den all empfindlich machen werde. Der von der württembergischen Be- gemeinen Wahlvereins- Versammlungen stattzufinden hätten, hörde in Anregung gebrachte Vorschlag einer Erneuerung des ersetzt werden könnten.-Befannt gegeben wurde noch, daß in Stationsneges zur Naturalverpflegung arbeits- und mittellofer 14 Tagen in den Germania- Sälen die Generalversammlung des Wanderer habe bis jetzt nicht durchgeführt werden können, weil Vereins stattfindet. die anderen Staaten, deren Anschluß zur wirksamen Durchführung der Maßregeln nothwendig erscheine, immer noch zaudern. Die Arbeiterkolonien seien schon in der Sommerszeit mehr als zur Hälfte gefüllt und könnten deshalb nur einen Bruchtheil der im Winter die Straßen bevölkernden Wanderer aufnehmen. Nun, diese mögen eben verkommen und verhungern, außer fargen Almofen, Bettelsuppen und Gefängniß weiß ihnen der christliche Staat doch nichts zu bieten. Für mehr Soldaten und mehr Mordwerkzeuge haben wir dagegen immer Geld genug. Versammlungen. Ueber die Kontrollmarke als gewerkschaftliches Kampjesmittel sprach im Eisfeller am 1. September Reichstags: Abgeordneter Wilh. Liebknecht vor einer überaus zahlreichen Versammlung. Redner schilderte, wie die Kontrollmarke, die ein Mittel des gewerkschaftlichen Klassenkampfes sei, in Amerita entstanden ist eingeführt zur Unterstüßung des Boy otts der ,, unehrlichen Arbeit", zur Unterscheidung der nicht boykotteten von den boykotteten Waaren. In Amerika hätten die Arbeiter mit ihrem Boykott der Gefängnißarbeit Erfolg gehabt, weil ihre Organisation so stark war, daß sich selbst die unorganisirten Arbeiter dem Einflusse der organisirten nicht zu entziehen vermochten. In Deutsche land hätten die Gewerkschaften nicht annähernd eine ähnliche Stärke, ein Umstand, der, verbunden mit der wirthschaftlichen Krise, es ja bisher auch der Fraktion unmöglich gemacht habe, den deutschen Arbeitern ein Rubenlassen der Arbeit am 1. Mai zu empfehlen. Eine solche Empfehlung würde zur Folge haben, daß die organisirten Arbeiter in die Pfanne gehauen wären. Aber die Zahl unserer Anhänger in Deutschland sei nicht mehr gering, man könne sie mit den Familien auf 10 Millionen Köpfe schätzen, das ist ein Fünftel der gesammten Bevölkerung. Diese In einem Telegramm des genannten Blattes von Hamburg heißt es:" Die Bevölkerung ist sehr entmuthigt." Wir haben weder von einem„ panischen Schrecken" unter der hiesigen Bevölkerung noch von einer" Entmuthigung" der ſelben etwas bemerkt. Jedenfalls erstreckt sich der„ panische Schrecken" und die„ Entmuthigung" nur auf den Berichterstatter des Berliner Tagebl." und seinesgleichen. Wir glauben ganz gern, daß der gute Mann, falls noch einige Cholerafälle vorfommen, seine Hamburger Original Cholera- Telegramme sehr balb von Travemünde oder Teterom aus nach Berlin senden wird, weil ihn der„ panische Schrecken" aus Hamburg vertrieben hat. Eine kombinirte Mitgliederversammlung der Maler und Berufsgenoffen der Filialen Berlins tagte am 12. September. In einer längeren Diskussion beschäftigte man sich mit dem Hamburg, 21. September. Von gestern Morgen bis ferneren Bestehen der Fachschule. Stollege Cubba legt den heute Morgen sind 12 neue Erkrankungen an Cholera hier vorAnwesenden den Nugen der Fachschule klar und fordert ein gekommen, darunter 2 mit tödtlichem Ausgang. Von den neuen weiteres Bestehen derselben. Weniker ist für die Erhaltung Erkrankungen entfallen auf die Neustadt 2, auf Barmbeck 2, der Schule. Jedoch nach der Mittheilung, daß sich der Magistrat Hohenfelde 1, Eimsbüttel 2, St. Pauli 4 und Dampfer, Amstel", bereit erfärt hat, die Schule zu unterstützen, bekämpft er dieselbe, welcher am 16. d. M. von Amsterdam hier angekommen ist, 1. indem dadurch unsere Kampfesorganisation ins bürgerliche Fahr- Altona, 21. September. Gestern ist hier keine neue Erwaffer überginge. Nicolai stellt den Antrag, die Fachschule frankung an Cholera vorgekommen. Die gestern als an Cholera aufzuheben. Nachdem noch die Kollegen: Bohnert, Gramenz und erkrankt gemeldete 74jährige Frau aus der Holstenstraße ist in Bay für, und Böhling, Gebauer, Wenzel und Spuhr dagegen der vergangenen Nacht gestorben. gesprochen haben, erklärt sich die Versammlung mit 64 gegen Stockholm, 20. Sept. Das Rommerce- Kollegium erklärt 34 Stimmen für Weiterbestehen der Fachschule. Von mehreren Hamburg mit Umgebung, sämmtliche Elbhäfen und Lübeck mit Kollegen wurde bemängelt, daß die Filialen so viel Unterſtügungen umgebung für choleraverseucht.- London, 21. Sept. Wie zahlen. Der Verein sei eine Kampfesorganisation und keine der" Standard" aus Konstantinopel meldet, ist auf der europäischen Unterstützungskasse. Es wurde dann beschlossen, den zugereisten Seite des Bosporus gegenwärtig fein Cholerafall zu verzeichnen, Kollegen auch in diesem Winter eine Schlafmarte zu gewähren, auch in Smyrna sowie in der Frrenanstalt zu Stutari nehme die um dieselben im Vereinslokal mit den organisirten Kollegen zu Cholera rasch ab. Rom, 20. September. In den letzten fammenzuführen. 24 Stunden erkrankten hier 21 Personen an Cholera und starben 11. Der Interessenverein der Kistenmacher hielt am 17. September eine Mitgliederversammlung ab. Kollege Mär= Das Schießen von Militärposten auf Zivilisten bietet tens leitete die Diskussion ein über die Frage: Was hat uns nichts Ungewöhnliches dar. Dieser Tage ist jedoch in Passau die letzte Streitbewegung gelehrt? Redner bemerkt, daß vor allen der Fall vorgekommen, daß ein Zivilist auf einen Posten geDingen eine starke Organisation dazu gehöre, um einen Streit schossen hat. Dort wurde der Militärwachtposten auf dem neuen erfolgreich durchzuführen. Das ist bei unserem Streit nicht der Garnisons- Schießplage von einem Zivilisten angegriffen. Bon Fall gewesen und ist es deshalb Pflicht eines jeden Kollegen, sich den beiden Schüssen, welche letterer auf den Posten abfeuerte, dem Verein anzuschließen. Im gleichen Sinne sprachen die durchbohrte einer den Gewehrschaft des Postens und riß dem Kollegen Tschernig, Puhlmann und Torfft e ch er. Soldaten einen Finger der linken Hand weg. Von dem Thäter Kollege Tschernig theilte dann mit, daß den Vertrauensmännern hat man teine Spur. in nächster Zeit ein Aufruf zur Verbreitung zugehen werde, Alter Achtundvierziger. In Philadelphia ist, wie sowie Marken und Vons zur Verfügung gestellt werden. Sodann man berichtet, der Professor der Pharmazie Maisch gestorben. gab Märtens bekannt, daß das Stiftungsseit am 21. Oktober bei Derselbe war 1831 zu Hanau geboren, betheiligte sich als Turner Gründer, Köpnickerstr. 100, stattfindet. am badischen Aufstand und mußte daher die deutsche Heimath 10 Millionen mit ihren Bedürfnissen bildeten einen gewaltigeren Driesen. Hier tagte am 17. September eine von zirka verlassen. In Nordamerika war er zuerst als Apotheker, dann 1861 wirfte er als Abfazmarkt als ganz Afrika. Wenn die sich zusammenthun und 400 Personen besuchte Versammlung, in der Genosse Bog as ch auch als Schriftsteller und Dozent thätig. sagen:" Ghe wir unseren Feinden zu verdienen geben, wenden über:" Was die Sozialdemokraten sind und was sie wollen" Professor am pharmazeutischen Kollege in New- York, 1863 wir lieber unsern Genossen den Verdienst zu, und, wo diese selbs sprach." Referent legte in einer 1/ 2tündigen Rede die Prinzipien richtete er das Arinee- Laboratorium in Philadelphia ein, leitete nicht fapitalistisch zu produziren vermögen, wollen wir wenigstens und Grundsäge der Partei flar. Trotz wiederholter Aufforderung dasselbe bis zum Schluß des Krieges und wurde dann wieder nur die Waaren kaufen, für die ein halbwegs anständiger Lohn des Vorsigenden meldete sich von den Gegnern feiner zum Wort, Professor der Pharmazie und Botanik. gezahlt is"; wenn, wie gesagt, unsere Parteigenossen in dieser obwohl mehrere in der Versammlung anwesend waren. Eine Ein sozialistisches Schriftstück im Tabernakel. Aus Weise handeln, dann könnten sie große Erfolge erzielen. Es im Sinne des Referats gestellte Resolution fand einstimmige Oberfranken berichtet die„ Augsb. Abend- 3tg.": Ein sozialistisches ist das eine gewaltige wirthschaftliche Macht, aber sie tann nur Annahme, und schloß die imposante Versammlung mit einem Schriftstück wurde vor nicht langer Zeit durch Zufall aufgefunden durch Organisation erschlossen werden. In Deutschland sei Hoch auf die Sozialdemokratie. und zwar im Tabernakel des Altars der Dorfkirche zu Letten. am meisten der Brauereiboykott wegen Saalverweigerung durchgeführt; an den Orten, wo derselbe noch nicht erfolg Schirmarbeiter und Arbeiterinnen. Sonnabend, Abends sy Uhr, bei reuth bei Lichtenfels. Besagter Altar war neuerbaut worden, reich gewesen, liege das nur an der schlechten Organisation Ehrenberg, Annenftr. 16, Bersammlung. Bortrag des Herrn Dr. Bent das Tabernakel desselben aber erwies sich bald als zu klein zur der Arbeiter. Die Kontrollmarke ist auch ein Boykottmittel, branche." über: Proletarier- rantheiten mit besonderer Berücksichtigung der Schirm- Aufnahme einer vom Ortsgeistlichen gestifteten Monstranz, weshalb man sich zur Herausnahme der oberen Wölbung des Tabersie tönne also auch mit Erfolg nur angewandt werden, wo Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Süddie Arbeiter gute Organisationen haben. Redner giebt dann schule, Mariendo fe fir. 5 bei Grube. Süd- Ost Schule, Reichenberger- nakels entschloß. In dem dadurch freigewordenen Raume fand einige Erfahrungen wieder, die man bezüglich der Art der An- ftraße 133. Unterricht über Geseẞestunde und Nationalökonomie Ost- Schule, man nun die Visitenkarte eines Arbeiters, des Verfertigers des Ma tusstr. 31. Unterricht in Geschichte( alte). Nord- Schule, Müller Tabernakels, und ein längeres Schreiben, in welchem dieser Arwendung der Kontrollmarke in Amerika gemacht hat, und räth fraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen Unter- beiter seinen Zorn über die gegenwärtigen Zustände durch eine den Tabakarbeitern, die Kontrollmarke nur für Päckchen von 5 richtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, fönnen oder 7 Bigarren abzugeben, damit der Arbeiter, der sich ge- noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters eintreten. scharfe Kritik derselben und durch heftiges Schimpfen auf Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8% Uhr, Staatsanwalt und Polizei Luft machte. Man zog zwar Erwöhnen würde, folche Bäckchen zu kaufen, sicher sein könnte, daß bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. die Zigarren nicht umgetauscht, daß vielmehr die Kontrollmarke Holzarbeiter". Abends 8½ Uhr im totale des Herrn Peterson, fundigungen nach dem Verfasser des Schriftstücks' ein, allein' derwirklich für die eben gekauften Bigarren verwendet worden sei. Bete anennr. 22. Lese- und Diskutirklub Otto Reimer, Abends 8 Uhr selbe war nicht mehr zu ermitteln. Wilhelmshavenerstr. 23 bei Kuba. Distutirklub August Getb tagt jezt Die Bäcker sollten ihre Kennzeichnung der Backwaaren mittels Freitag Abends 8½ Uhr Restaurant Zubeil. Aus der guten alten Zeit. Die Magdeburger Zeitung" Stempel besorgen lassen. Die organisirte Arbeiterschaft müsse sich Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender legt ihren Nummern möglichst treu nachgemachte Kopien ihrer Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. aber vor Allem bewußt bleiben wie das in dem Beschluß des falender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 70. Freitag. der am 7. Mai 1793 erschienenen Nummer findet sich folgende Alle Henderungen im Vereins- vor hundert Jahren erschienenen Blätter bei. In dem Abdruck letzten Parteitags ausgedrückt ist daß sie mit der Kontrollmarfe uebungsitunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser= Nord, Berg- Nachricht:" Der 60jährige Baadensche Leibmedicus, Dr. Leuchallein die Besiegung des Kapitalismus nicht erreiche, daß die fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. straße 68, bet Keller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. senring, ist, weil er dem Landvolke Frey- und Gleichheit predigte, Marte vielmehr nur ein Mittel sein solle, sie für den Kampf 3 summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. Buch= von dem Herrn Markgrafen an den General Wurmser abgeliefert stärken. Die Zahl der zu uns Gehörigen, aber im Kampfe uns binder Männerchor Berlins, Holzmarttiraße 3, bet Deter. Mat= bei Wilte. Gemüthlich feit Buyer, worden. Er erhielt beym Eintreffen in Speyer 25 Prügel auf noch Fernstehenden sei noch sehr groß. Es müsse noch sehr viel a löckchen, Hochftr. 32a, Seydelstr. 30. aufgeklärt werden, und dazu bedürfe es vor allem der ge- Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bet Held. Balme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, dem Hintern, und beym Abführen 30; er wurde in allen KanKarthauglicher Gefang tonirungen als ein Ehrloser herumgeführt, und starb nach einigen wertschaftlichen Organisation. Freilich, diese allein genüge nicht. verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heiſe.- Gesangverein MorgenCharlottenburg, Bismarckstraße 74. Arbeiter Gefang- Tagen an den Folgen der erhaltenen Strafe." Ach ja, meint der Sie führe den Klassenkampf auf dem Boden des Klassenstaates. roth 2, Typographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schrift Junter und Spießbürger, wenn's sich doch heute auch noch so Dieser müsse aber beseitigt werden. Und das sei nur möglich Gesangverein Nordwacht machen ließe! gießer, Kommandantenstr. 20, Arminhallen. durch die politische Aktion, die dem Feind seine Unterdrückungs- Müllerstr 7, bei Reichert. Gesangverein Schmargendorf in Schmargens Butunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im Gambrinus. mittel entreiße. Neben der Gewerkschaftsorganisation sei daher dorf, Wirthshaus. Chelon. Infolge eines Cyclons sind vorletzte Nacht in Gesangverein Collegia i, Wianteuffelstr. 9 bet Nowiacts. auch die politische nothwendig. In der Diskussion, die fich verein Freiheit Moabit, Kronen Braueret, Alt- Moabit Nr. 47 Die Stadt wie der Hafen haben mehrfachen Schaden aufzuweisen. Gefang: Cette eine Person getödtet und etwa 15 Personen verlegt worden. ,, Vereinte Sangesbrüder Moabit" an diesen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß, Sängerverein Gorgenfrei" Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Der italienische Schnellfegler„ Glorio Didio" ist gesunken. Die sprach sich der Anarchist" Herrmann, unter Verzapfung der ange. Mannschaft wurde gerettet; zwei Matrosen erlitten Ver bekannten Phrasen, gegen die Kontrollmarte aus, weil sie Stern", Altonaerstraße 27 bet Lipte. Millarg bet Queitsch. Frete Stebertafel, Neue Königstr. 78 bet sahn. nach seiner Meinung den Klassenkampf versimple. legungen. 1 verein. Stromstraße 28. bet Nord: Weft: Gesangv. Rosalta" Gr. Frankfurterstr. 81 b. Müller. Bineta", Swinemünderstr. 85 Weltausstellung. Die Direktoren der Weltausstellung in Chicago beschlossen, dieselbe am 31. Oftober zu schließen. Vereins der Deutschnationalen Steiermarts zugegangen, welches ihn einlud, sich an einem Protest gegen ein Heine- Dent: mal zu betheiligen. Der Magistrat ging über die Sache nicht zur Tagesordnung über, sondern beschloß, das Schreiben, a 13 fulturhistorisches Kuriofum" dem Stadtmuseum einHaberfeldtreiben. In der Nacht von gestern auf heute fand in Valley ein großes Haberfeldtreiben statt, zu welchem sich von allen Seiten her sehr ansehnliche Trupps Haberer zusammenfanden. Es mögen insgesammt wohl 4-500 Haberer sich an- zuverleiben. gesammelt haben, denn der das Haberfeldtreiben( Beginn 123/4 Uhr, Ende nach 1 Uhr) begleitende Lärm war derart intensiv, daß er felbft bis 12 Stunden Entfernung vernommen werden konnte. Mindestens 10-12 Parteien sind in Mitleidenschaft gezogen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Kiel, 21. September. Die wegen Verdachts der Spionage verhafteten beiden Franzosen find heute nach Berlin überführt worden, wo die Voruntersuchung stattfindet. Banca Romana- Krach. Die Anklagekammer des Appellgerichtshofes in Rom erkannte auf Verweisung von sieben Personen aus dem Banca Romana- Prozesse vor die Assen, darunter Privat Telegramm des Vorwärts". Bernhard Tanlongo, Cäsar Lazzaroni, Monzilli und Toccafondi. Mannheim, 21. September.( Erfahwahl.) Glänzender Freigesprochen wurden Michael Lazzaroni mangels eines ver- Sieg der sozialdemokratischen Liste. brecherischen Thatbestandes, Montera wegen ungenügender Beweise, Peter Tanlongo und Alfred Paris mangels Indizien. Es kann der Beste nicht in Frieden leben. Aus Mittelfranken, 18. September, schreibt man der„ Frankfurter Beitung": Bor wenigen Tagen wurde der Uhrmacher Feicht meyer in Dinkelsbühl von seinem Schwiegervater durch Messerftiche nicht unerheblich verletzt. Im Amtsblatt für Dir.felsbühl" ist nunmehr folgendes zu lesen:" Bitte. Da ich Unter zeichneter mich mit meinen Tochtermann Herrn Feichtmeyer, Uhrmacher, durch Vermittlung seines Vaters ganz versöhnt habe und glaube, daß für die Zukunft unser Friede nicht mehr gestört wird, so stelle ich die Bitte an alle meine lieben Freunde und Mitbürger, uns beide in Zukunft nicht mehr aufzureizen, damit wir in Friede leben können. Mit aller Hochachtung Karl Glauber, Uhrmacher." " " Ein fürstlicher Bankrott. Ueber das Vermögen des Grafen Alexander von Hachenburg zu Schloß Hachenburg ist, wie aus Wiesbaden geschrieben wird, das Konkursverfahren eröffnet worden. Der Graf von Hachenburg" ist der frühere Fürst Alexander von Sayn- Wittgenstein, der bereits im Jahre 1883 sein " Fürstenthum" abgelegt und das Sayn'sche Fideikommiß seinem minderjährigen Sohne Stanislaus cedirt hat. Dadurch ist das Hauptbesitzthum des Fürsten, der sehr verschwenderisch lebte, seinen zahlreichen Gläubigern entzogen worden. Den Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens hat der Rechtsanwalt Hentig in Berlin gestellt, der Bevollmächtigte des Frhrn. v. Mirbach und des Frhrn. v. Hoiningen( Huene), die als Pfleger der minderjährigen Söhne des früheren Fürsten bestellt sind. Der jezige Graf v. Hachenburg" ist 46 Jahre alt und mit der Prinzessin Marie Auguste Yvonne, Tochter des Herzogs Blacas d'Aulps", verheirathet. Er lebt auch heute noch in Saus und Braus, während seine Gläubiger das Nachsehen haben. Einen guten Witz hat der Magistrat von München gemacht. Es war ihm vor einigen Wochen ein Schreiben des Kein Laden! Damen- Mäntel- Fabrik A. Henemann ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 21. September. Die Sozialdemokraten beabsichtigen dem Vernehmen nach, am Tage der Eröffnung des Reichsrathes in gauz Desterreich für das allgemeine Wahlrecht zu demonstriren. Es sollen überall Volksversammlungen unter freiem Himmel abgehalten werden. halten, so kann er diese Erlaubniß später zurückziehen und ift Ihnen nicht schadensersatzpflichtig. Wenn aber nicht nur die Erlaubniß ertheilt ist, sondern ausdrücklich vereinbart ist, daß der betreffende Vertragspassus aufgehoben sein soll, so steht dem Wirth ein Recht, Ihnen trotz dieser Vereinbarung das Halten von Tauben zu untersagen, nicht zu. Zwei Wettende. Es sind gewählt Gnadt im 37., Borgmann im 34., Herzfeldt im 35., Klein im 13., Singer im 12., Stadthagen im 14., Tempel im 24., Vogtherr im 41., Zadek im 10., Bubeil im 2. Stadtbezirk. Jul. E. Wenn die Mutter vor der außerehelichen Geburt nur eheliche Kinder geboren hat, so läßt sich seitens des Vaters ein Ginmand gegen seine Verpflichtung aus diesem Umstande nicht erheben. M. B. 105 und 100 A. A. Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. Bestimmungen enthält: nein. P. 1. 1. Ja. 2. Wenn Ihr Kontrakt teine gegentheiligen O. M. 16., B. 40 und Andere. Eine Auskunftsertheilung in Erbstreitigteiten ohne ganz genaue Darlegung des Sachverhalts ist unmöglich. Sprechen Sie doch gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. London, 21. September. In Cornwallis ist ein Bergwerksschacht zusammengestürzt. 30 Bergarbeiter wurden verschüttet; wie leider häufig, von dem Sohn schriftlich seine Erstattungsnur 22 fonnten gerettet werden. Briefkaffen der Redaktion. Zwei Wettende. In Nummer 198, vom 24. August, beantwortet. Oder meinen Sie eine andere Anfrage? O. K. Nein. Touristenklub. Touristen- und Vergnügungsvereine, die feine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecken, bedürfen keiner polizilichen Anmeldung. " Stralsunderstr. 28. In der Buchhandlung des Vorwärts"( Beuthstr. 3) werden Sie das Gewünschte erhalten. G. 100 Köln. Senden Sie uns Ihre Adresse und 10 Pf. für Porto ein, wir werden Ihnen dann den Roman, bis 1. September gehend, zuschicken. S. 100. Wenn Sie im Miethsvertrage des Rechtes sich begeben haben, Tauben zu halten, so sind Sie hieran gebunden. Ertheilt der Wirth Ihnen späterhin die Erlaubniß Tauben zu Kein Laden! Oranienstraße 4041, am Oranienplay, Kein I. und II. Etage. Sämmtliche Saison- Nouveauté's vom billigsten bis feinsten Genre. Laden! Detailverkauf zu Engros- Preisen. Jamaica- Rum, Kein Laden! H. M., Südost. 1. Die dem Vater geleistete Armenunterstüßung fann die Gemeinde vom Sohn erstattet verlangen. Der Klage steht jedoch die Einrede entgegen, daß der in Anspruch Genommene ohne Beeinträchtigung des nothwendigen Ünterhalts für sich, Frau und Kinder nicht zahlen kann. Ist aber, pflicht der Behörde gegenüber anerkannt, so ist es zweifelhaft, ob die Einrede Erfolg hat. 2. Ob die Sachen der Frau für Schulden des Mannes haften, hängt davon ab, wo nach der Heirath der erste Wohnsiz der Eheleute genommen ist. In dem„ einigen Deutschland" existiren etwa 80 lokal verschiedene Gesetzesbestimmungen über die Rechte und Pflichten der Eheleute. War der erste Wohnsitz hier, so haftet die Frau nicht für die Schulden ihres Mannes. Insbesondere fann der Gläubiger die ihr schon vor Abschluß der Heirath gehörigen Sachen mit Erfolg nicht in Anspruch nehmen. D. G. 50. Ihr früheres intimes Verhältniß steht der Er hebung einer Beleidigungsklage nicht entgegen. A. J. 1. Jm Etat 1892/93 ist als elfte Rate für den neuen Reichstagsbau die Summe von 4 Millionen bewilligt. 2. Gin Mädchen wird mit Vollendung des 16., ein Mann mit Vollendung des 20. Lebensjahres heirathsmündig. 3. Waffen zu tragen ist nicht verboten. C. S., Berlin. Der Brief Cipriani's steht in Nr. 202 des Vorwärts". Postabonnent. Zur Ertheilung von Auskunft in ärztlichen und in Statdingen sind wir nicht kompetent. Möbeltischlerei und Polsterwaaren- Fabrik von A. 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