Nr. 225. #bat Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich , 10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret n's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit .Duftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pig. Poft- Abonnement: , 30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzvand: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. n der Poft Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Norwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der& pedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochen: tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Sonntag, den 24. September 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. geworben, die einft als Domäne des Liberalismus galten; die Brennpunkte des fortgeschrittensten industriell- städtischen Lebens sind überall zuerst von oppositionell- liberalen und Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement dann von proletarisch- oppositionellen Strömungen beherrscht. auf den Aber wenn so der bürgerliche Radikalismus meistens unsere Vorfrucht war, und wenn wir unsere Haupterfolge errangen, indem wir gerade dem Freifinn, und oft ausschließlich dem selben, Schaaren seiner Anhänger entführten so bedeutet unsere absolute Stimmenthaltung thatsächlich immer mehr, daß wir zwar bereit sind, den Freisinn mehr und mehr zu schwächen, daß wir jedoch keinerlei Neigung verspüren, die Truppen, die wir ihm abspenstig gemacht haben, nun selbst gegen den altpreußischen Konservativismus zu verwenden. Je stärker wir werden, je mehr wir dem Freisinn Anhänger entziehen, desto mehr bedeutet unsere Stimmenthaltung weiter nichts, als daß wir den Konservativen zu Siegen verhelfen. Die direkte Nichtbetheiligung ist indirekt eine immer stärkere Wahlbeeinflussung. Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt". " Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichft, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil der Erzählung Der Aufruhr in den Cevennen auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die preußischen Landtagswahlen und die Sozialdemokratie. Wenn das Schlagwort von der einen reaktionären Masse richtig wäre, so könnte uns diese, freilich nicht gewollte Folge unseres Verhaltens am Ende sehr gleich giltig sein. Ist das Schlagwort aber falsch, ist es auch für uns von eminentester Bedeutung, ob auch innerhalb der Grenzen der bürgerlichen Politik der Kurs mehr nach links, wie nach rechts geht, so kann man Stimmenthaltung höchstens solange als Prinzip proflamiren, als auf unsere Stimmen wenig ankommt, solange also, als wir eine relativ schwache Partei find. Wahl einfindet. Diese Degradirung einer Scheinvertretung des Volkes ist auch ein Erfolg, und der Genosse Bernstein irrt, wenn er meint, das Abgeordnetenhaus sei bisher ein besonders aktiver Faktor der Reaktion im Reiche gewesen und werde es weiter bleiben. Mangels jedes Rückhaltes im Volke hat die Abgeordnetenkammer, ähnlich wie das Herrenhaus, schon lange nicht mehr den Strömungen im Heiche Widerstand leisten können, auch wenn es dazu Mehrheiten verfügbar hatte. Und die preußische Regierung ist heute viel mehr ein Produkt der Reichspolitik wie der Parteiverhältnisse im Landtage. Selbst die Nationalliberalen betrachten darum die Parteigruppirung im Landtage mit ziemlichem Gleichmuth; sie halten es für genügend, Kräfte dritten und vierten Nanges neben dem Reichshallentheater mit seinen Kräften ersten" Ranges auftreten zu lassen. Warum sollten wir uns im Augenblick besonders dafür ereifern, diesem Parlamentsleichnam Leben einzuflößen? Doch selbst bei dem stärksten Interesse der sozialdemokratischen Massen an den Landtagswahlen würde unser Einfluß viel, viel geringer sein, wie der Genosse Bernstein glaubt infolge der besonderen Wahleinrichtungen bei dem Dreiklassen- System. Ueber die Folgen der Klassenbildung überhaupt ist genug geredet worden; wir können so von vornherein in feinem Wahlkreise eine Mehrheit der Wahlmänner für uns erringen. Die Wahl ist weiter eine öffentliche; und wenn das auch in Berlin und noch einigen Großstädten schließlich Es ist nun schon vor Jahr und Tag, besonders unter nicht viel auf sich hat: in der ungeheueren Mehrzahl der dem Eindruck des Zedlib'schen Schulgesetentwurfes und des kleinen( ca. 1500 Einwohner zählenden) Urwahlbezirke und darauf folgenden liberalen Rütlischwures im Reichstage, Gemeinden ist von den Wählern der dritten Klasse nicht mehrfach in parteigenössischen Kreisen die Frage angeregt zu erwarten und nicht zu verlangen, daß sie vor Behörde worden, ob wir nicht versuchen sollten, durch energisches und Unternehmerschaft ihre Partei- Angehörigkeit offiziell zu Eingreifen bei den nächsten Landtagswahlen die ganze Protokoll geben um einer liberaleren Färbung des pfäffisch- junkerliche Mehrheit des preußischen Abgeordneten- preußischen Landtages willen! anses in alle Winde auseinanderzutreiben. Die Luft dazu Und selbst von den Wenigen, die das vielleicht hat sich unterdeß sehr abgekühlt. Der eine der Eidgenossen zu thun bereit wären, ist ein großer, vielleicht war Herr von Bennigsen, der bald darauf die französische der größte Theil durch das Wahlverfahren schließRegierung in auffälligſter Weiſe pries, weil sie„ den Sozial- lich verhindert, den Entschluß zur Ausführung zu bringen. revolutionären den Daumen aufs Auge drücke", und der heute Früh zur bestimmten Stunde treten am Wahltage sämmtin der politischen Werthschäzung der Wassen tief unter liche Wähler zusammen, um einer stundenlangen Geduldsden Herren Lieber- Bachem steht. Der andere war Herr probe unterworfen zu werden; sie werden der Reihe nach Unter diesem Titel veröffentlicht eben Ed. Bernstein Bamberger, dem Herr Richter( damals der Dritte im aufgerufen, um vorzutreten und abzustimmen; jeder muß in der Neuen Zeit" einen Vorschlag zur Diskussion". Bunde) heute zu plebejisch- demokratisch und zu wenig staats- bis zum Schluffe der Wahlhandlung ausharren, um eine Wohl mancher von uns ist, ähnlich wie der Genosse Bern- männisch- anpassungsfähig ist. Soll man für diesen etwa nothwendig werdende engere Wahl gleich mit erledigen stein, der Meinung, daß eine Enthaltungspolitik, wie sie Liberalismus mobil machen? 311 helfen. Bei den Stadtverordneten- Wahlen ist das eben bisher bei den preußischen Landtagswahlen geübt wurde, Ausschlaggebend gegen die diesmalige Betheiligung an alles ganz anders. auf die Dauer nicht haltbar ist. den Wahlen waren schließlich aber wohl folgende einfache Und wenn wir trotzdem in der dritten Klasse hier Je stärker wir als Partei werden, desto weniger be- praktische Erwägungen: und da einige kleine Erfolge erzielt hätten- was dann? deutet unsere Stimmenthaltung, daß die gegnerischen Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß, ohne Sollen unsere Wahlmänner( vorausgesetzt, daß sie überParteien sich selber überlassen sind, ohne daß zwischen besondere Zwischenfälle, diesmal die Dreiklassenwahl und haupt jemals das Bünglein der Wage bilden) damit drohen, ihnen durch unseren Einfluß irgend eine Kräfte das aus ihr hervorgehende Abgeordnetenhaus auf den für die Konservativen zu stimmen, wenn der Freisinu ihnen verschiebung zu gunsten der einen oder anderen Tiefstpunkt der öffentlichen Achtung und damit aber auch keine Zugeständnissemacht? Solche Drohungen wirken doch nur, Seite stattfände. Denn thatsächlich haben wir die des öffentlichen Einflusses herabsinken wird. Wer weiß, ob wenn man an ihren Ernst glaubt; und wer von uns würde zahlreichste Anhängerschaft ftets in den Bezirken sich im nächsten Monat auch nur ein Achtel der Wähler zur mit ihrer Verwirklichung Ernst machen wollen? Die Freis Feuilleton. ( 16 " " Er riß Gleichgiltigkeit des Raths über seine Verlegenheit am wenigsten. sind ja alles Kleinigkeiten gegen mein Elend!" sich schnell die Kleider vom Leibe. Gieb! schaff!" Der Diener, der herbeigerufen war, half ihm. Meine Kleider sind Dir zu lang und vielleicht zu enge," sagte der Rath. Der Aufruhr in den Cevennen. imponire ich dem Kranken vielleicht um so mehr; das Thut alles nichts," sagte der eifrige Doktor, so schwarze Kleid her! den Busenstreif! die Weste fällt auf die Ruie, schadet nichts! Nun die Berrücke!" Eine Erzählung von Ludwig Zied. diesen Du weißt ja, wunderlicher Mann," sagte der Herr Er wurde bald wieder in den Saal gerufen und er- von Beauvais, daß ich seit mehr als zehn Jahren staunte nicht wenig, als er seinen Freund, den Arzt wieder Schmuck hier in der Einsamkeit ganz abgelegt habe. Es vor sich stehen sah, und zwar in einem Bauerntittel, so daß ist keine im Hause." " " Ich hätte dem alten Heiden," murmelte er für sich, mehr Freundschaft zugetraut, und alles, was die Kamisards bis jetzt angerichtet haben, ist doch nichts dagegen, daß ich Manschetten und allem Zubehör ohne Berrücke einem vormit Degen und Chapeaubas, schwarz gekleidet, mit nehmen Kranken vor sein Gardinenbett treten soll. Nichts anderes, als wenn man unter Menschenfressern lebte." Zustand zu beruhigen. So suchte er sich selbst durch Nebertreibung über seinen Bustand zu beruhigen. Es war zu Nismes eine große Gesellschaft zur Tafel des Marschalls geladen. Der Intendant, Herr von Baser ihn anfangs nicht erkannte. Sei ruhig," rief ihm dieser" Keine Berrücke!" rief Vila aus und ließ vor Schreck ville, saß in der Nähe des Herrn von Montrevel, viele entgegen, uns ist gar nichts Unglückliches, mir nur etwas das schwarze Kleid niederfallen, in dessen Aermel er schon Offiziere und angesehene Einwohner umgaben den Tisch, sehr Lächerliches begegnet. Dente nur, kaum habe ich mich mit einem Arme steckte.-Nicht einmal eine Berrücke! und zu oberst schmückte die Gesellschaft die schöne Frau von in diese verwünschte Puppe gesteckt, kaum habe ich den Fuß Meusch! Nun fange ich auch zu glauben an, daß du allen Andrecy, die mit ihrem Gemahle zugegen war, um dies Fest dem Gebirge zugewandt, so tritt zum Glück oder Unglück Glauben aufgegeben haft. Was fangen wir an?" ein Bedienter auf mich zu, zu verherrlichen. Einige ihrer Verwandtinnen, angesehene der mich erkennt und Der Rath und der alte Diener suchten den verdrieß- Damen der Stadt, saßen zwischen den männlichen Gästen, mich hinüber zum Marquis Valmont zitirt, der plöglich gefährlich, krank geworden ist. Noch steht der Worte hörte. lichen Freund zu beruhigen, der aber wenig nur auf ihre und alle schienen froh und der allgemeinen Drangsale des Noch steht der Worte hörte." Ein Arzt soll ohne Perrücke zum Kranken!" Laudes nicht zu gedenken. Nur der Jutendant der Provinz Wagen angespannt, ich werfe mich hinein, lasse traben, wiederholte er zornig;" das bringt die ganze Provinz in behielt seine ernste Miene und stimmte nicht ein in das wiederwas die Pferde laufen mögen, und hier vor Deinem Hause Aufruhr, das erfährt man in Paris, das giebt einen holte Gelächter der übrigen; er war mit dem Obrister fällt mir erst ein, daß ich meine unglückliche Garderobe, standalösen Artikel im„ Mercure de France". Gi, die Un Julien in ein ernsthaftes Gespräch verwickelt, welcher eb Degen, Perrücke und alles, da hinten in der finstern Wald- gläubigen! so wäre es doch besser, kein Brot oder keinen falls den frohen Muth der Gesellschaft nicht zu beo schenke in der Eil' gelassen habe. Silf mir nur geschwind Katechismus im Hause zu haben, als die allernothwendigste schien. Wan hatte am geftrigen Tage wieder eir mit Deinen Sachen aus; so kann ich nicht zum Marquis." Hauptzier zu entbehren. Und der Marquis wird sich von deutenden Vortheil über die Rebellen errungen, Und die beiden thörichten jungen Leute," sagte der mir in diesem tahlköpfigen Zustand gar nicht wollen kuriren schmeichelten sich, in kurzer Zeit diesen unglücklick Rath, sind nun allein ohne Deinen Rath und Deine lassen, und sein Fieber wird noch weniger Respekt vor mir stand geendigt zu sehen. Der Marschall war so gute Aufsicht. Warum habe ich mich doch von Deinem Leicht- haben." wie man seit lange nicht an ihm gewohnt we sinn anstecken lassen?" Aber alle seine Klagen waren vergeblich, er mußte in Einfälle wurden belacht, und die Huldigungen " Mach keine Umstände, Alter," rief jener aus, dies diesem sonderbaren Kostüm abfahren und begriff die ziemlich merklich der Frau von Andrecy widme zu gehen. Todten" feststellt. und und finnigen hätten in der That uns in der Tasche, aber wir] Der Vorwärts" hat in einem in der Nr. 199 vom| weißen Taschentuch eingewickelt war.. Das machte die Man brauchte im sie nicht. Die Freisinuigen würden die Situation beherrschen, 25. August veröffentlichten Leitartikel: Volkszählung und weißen Taschentücher verdächtig. weil sie je nach Bedarf zwischen dem konservativ- liberalen Berufsstatistik, die Forderung aufgestellt und begründet, daß Reichstag nur ein weißes Taschentuch rasch hervor entfärbte der Eiserne fich Kartell oder einer freisinnig- sozialdemokratischen Verbrüde- die nächste Volkszählung mit einer berufs- und zuziehen rung wählen könnten, eine Mehrheit ohne sie aber nicht gewerbe statistischen Aufnahme verknüpft werde. schrat zusammen. Die sozialdemokratischen Abgeordmöglich wäre; und es ist immer der Weizen der Meyer In der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" neten machten sich verschiedentliche Male das Vergnügen, Barth, der dann blüht. Man bekommt dann Sehnsucht, wird heute, einen Monat später, in amtlichem Auftrage den Poltron auf diese Weise seine mythische Heldennatur einer regierungsfähigen Mehrheit anzugehören, und ver- derselbe Vorschlag gemacht. Es ist also zu hoffen, daß offenbaren zu lassen. zichtet gern auf die Ehre, im Schmollwinkel der Opposition endlich die sozialpolitisch nothwendige Erhebung veran Daß unter Bismarck die Tribünen des Reichstags mit Spigeln besetzt waren, ist bekannt; dem Unfug wurde erst etwas vollzähliger zu sitzen. Herr Richter in der Opposition staltet wird. ist uns nüzlicher, als Herr Rickert in der Mehrheit und dann einigermaßen abgeholfen, als die sozialdemokratischen Herr Miquel in der Regierung. Blos um die Probe auf Zum Hirnschwund unserer Bourgeoisie. Die„ Ver- Abgeordneten in einer Sigung im Laufe der Debatte Sieses Erempel nochmals zu machen, dazu brauchen unsere söhnung zwischen Kaiser und Kanzler" spukt noch immer in darauf aufmerksam machten und den Oberspizel Krüger, Leute auch nicht in das Feuer einer öffentlichen Wahl unserer liberalen und nationalliberalen Bresse. Tante Voß der an der Spige einer Horde von Unterſpizeln sich auf hat schon den dritten Leitartikel verbrochen und philosophirt einer Tribüne breit machte, dem entrüsteten Haus mit Und dann sollte Genoffe Bernstein doch auch bedenken, daß tiefsinnig über„ die veränderte Lage". Da sind die fran- Fingern bezeichneten. Der saubere Patron, der von seinem von den unübersteiglichen prinzipiellen Bedenken abgesehen zösischen Bourgeoisblätter weit vernünftiger. Sie beurtheilen Chef aus dem Welfenfonds noch mit einem Extradouceur so wichtige Aenderungen unserer ganzen Wahltaktik bas" Ereigniß" wesentlich wie wir, es ist ihnen nur Ber- von 100 000 m.( zweimal 50 000) belohnt ward, verduftete nicht im Handumdrehen zu beschließen und anzuordnen sind. mischtes" ohne irgend welche Bedeutung und symptomatisch schleunigst und hat sich seitdem im Reichstag nicht mehr In fünf Wochen bereits finden die Urwahlen statt. Wir nur insofern, als es die völlige Todtheit des„ widerspenstigen sehen lassen wenigstens nicht öffentlich. haben sonst, bei den Reichstagswahlen, Monate vorher Vor den Antisemiten, den Lieblingen des Tivoliunfere Kandidatenliste fertig; die Agitation wird hier ges Spaltung in der sozialdemokratischen Partei. Tages, wird der„ Kreuz- Zeitung" allgemach sehr, sehr bange. wissermaßen stetig betrieben. Der ganze umständliche Wahl- Endlich ist's wahr. Triumphgeschrei: Ein Mitglied der Der Einfall in die Kreise Friedeberg- Arnswalde und in der männer- Apparat wäre für Preußen sehr schwer in Gang Partei hat bezüglich der preußischen Landtagswahlen in der preußischen Vendée festesten Sib, in Neustettin, hat die zu bringen, ebenso eine spezifische Landtags- Wahlagitation," Neuen Zeit" einen Artikel veröffentlicht, dessen Tendenz Junker ins Herz getroffen. Scheel blicken Sie auf die für die uns alle Vorarbeiten fehlen. Und weiter: auch das ber Auffassung des Vorwärts" entgegengesetzt ist. Ganz hlwardt- Truppe, die auf ihre Fahne das böse Doppelwort Kompromiffemachen will gelernt sein, wenn es nicht zu einer richtig, wir können es nicht abstreiten; schade nur, daß der geschrieben hat: Juden und Junker heraus! Herrn von bloßen Mandatshascherei werden soll, bei der alle Grund- Neue Zeit"- Artikel der Ansicht keines in Deutschland Hammerstein's erlesenes Blatt bittet die Konservativen, säße zum Teufel gehen. Will der Genosse Bernstein die lebenden Genossen entspricht, und sicherlich nicht geschrieben rechtzeitig gegen die Wühlarbeit des Antisemitismus Verantwortung dafür übernehmen, wie die Wahlmänner worden wäre, wenn der Verfasser in Deutschland lebte schleunigst Gegenminen zu legen", da sie sonst in fünf Den refimäinen, die blarbeit des Antisemitismus bie der einzelnen Bezirke hier mit den Freisinnigen, und die Verhältnisse tennte.( Siehe unseren heutigen Leit Jahren in vielen ihrer alten Wahlkreise überhaupt kein dort mit den Klerikalen oder Antisemiten oder artikel.) Arbeitsfeld mehr" vorfänden. Der Programmentwurf des Welfen paktiren werden? Wie heute in Preußen die Dinge liegen und die allgemeine Stimmung 250 000 Zukunftsbilder hat der Vater der Spar- norddeutschen Antisemitentages gefällt der„ Kreuz- Zeitung" ist würde der ganze Wahlfeldzug wie das Hornberger agnes, wie er jubelnd verkündet, mit gestrigem Tage an nicht. Denn die um Ahlwardt bezeichnen das allgemeine Schießen enden und dann noch nachträglich an allen Ecken den Mann( und die Frau) gebracht, so viel wie von Wahlrecht als ein Heiligthum des deutschen Volkes", und und Enden zu recht verdrießlichen Auseinandersetzungen Bellamy's Zukunftsstaat verkauft worden sind". Letzteres das Wahlrecht verfolgt die Junkerzeitung mit ehrlichem, über Prinzipienverstöße und Würdelosigkeit und wohl auch ist nun nicht wahr von Bellamy find in Deutschland grimmigem Haffe. Daß die um Ahlwardt gar an eine zu allen möglichen Verdächtigungen führen, sodaß uns als über 300 000 Uebersetzungen ins Deutsche, in Amerika, Herabsetzung der Lebensmittelzölle denken, ist ihr ein Greuel einziger wirklicher Erfolg ein sehr großer Kazenjammer England und anderen Ländern aber 5 Millionen Exemplare vor dem Herrn. Was aber nüßt die Todtenklage? Die verbliebe. in englischer Sprache abgesetzt worden. Die 250 000 Bu- Antisemiten durchwühlen das Erdreich, und unsere Saat Ueberlaffen wir also den preußischen Landtag weiter funftsbilder der Sparagnes haben aber beiläufig genau die geht auf. seiner eigenen Bedeutungslosigkeit und der allgemeinen von uns sofort erkannte Heilkraft bewiesen, und von den Mißachtung und benutzen wir die Wahlbewegung dazu, die Richter'schen Frrlehren" 250 000 Wähler furirt, wie der Heuchelei dieser Sorte von Wahlen und von Boltsvertretung 15. Juni uns zeigte. Auf jedes Exemplar ein furirter zu brandmarken. Fortschrittswähler. Das genügt. Nur fort so. Wir wünschen Glück. Grundsätzlich und taktisch wäre eine Betheiligung an den preußischen Landtags- Wahlen unter der Herrschaft des Dreiklassen- Wahlrechts ein verhängnißvoller Fehler. Die Sozialdemokratie wird sich hüten, ihn zu begehen. Kein Kompromiß mit dem„ elendesten aller Wahlsysteme", kein Kompromiß mit irgend einer anderen Partei, mit der Kompromißpolitik! Politische Iteberlicht. Berlin, den 23. September. " " 10 folgten Todes des ehemaligen Reichstags- Inspektors Krug Vom Eisernen". Anläßlich des vor Kurzem er bringt die„ Kölnische Voltszeitung" folgendes in Er innerung: Wenn Fürst Bismarck in den Reichstag tam, gab's für Krug immer aufzupassen, besonders in kritischen Zeiten. Unter dem Sozialistengeseze war es, als eines schönen Tages ein Drohbrief anlangte, man wolle morgen das Reichstagsgebäude in die Luft sprengen und habe das nöthige schon vorgesehen. Sollte der Versuch mißlingen, so werde man Bomben von den Tribünen in den Saal werfen. Alle Kellerräume wurden aufs Sorgfältigste abgeleuchtet, was eine stundenlange Arbeit verursachte; es wurde nichts Verdächtiges gefunden. Jezt kam es darauf an, die eintretenden Tribünenbesucher scharf ins Auge zu fassen und auf ihre Anschlagsfähigkeit zu prüfen. Auf die Rocktaschen richtete fich die Hauptaufmerksamkeit. Endlich kam ein armjeliges Kerlchen an mit furzem Röckchen und weit abstehenden Seitentaschen, in welchen zwei runde Körper sich befanden. Halt! im Namen des Gesetzes!" Man faßte dem erschrockenen Männlein in die Taschen und zieht anstatt zweier in Seidenpapier eingewickelten Bomben zwei Apfelfinen aus der Tasche, welche zum Genuß auf der Tribüne bestimmt waren." Abzahlungsgeschäfte. Wie die„ Magdeburger Zeitung" schreibt, hat die Regierung sich noch nicht einmal über den Umfang der Umarbeitung der im Winter dem Reichstage unterbreiteten Novelle schlüssig gemacht. Alle Mittheilungen über Einzelheiten der Umarbeitung beruhen deshalb nur auf Muthmaßungen. Militärisches. Ueber ein Manöveridyll entnehmen wir der Am Herforder 3tg." folgenden Bericht: Um letzten Sonntag ließ in Herford ein Premierlieutenant von der dortigen Einquartierung seine Mannschaften nicht weniger als viermal zum Appell antreten. Der erste währte von früb 81/ 2-10%/ 2 Uhr, der zweite von Mittags 111/ 2-1 Uhr, der dritte von 3-4 Uhr und der vierte von 5 bis 71/2 Uhr. Dadurch waren den Leuten schon allein 63/4 Stunden Dom Sonntag genommen. Nun aber mußten sie auch so und so lange pugen 2c., um beim Appell bestehen zu können, so daß die Leute dieser Kompagnie thatsächlich feinen Sonntag hatten. Bei den Quartiergebern erregte diese starte Heranziehung den ganzen Tag über Unwillen, welcher sich Abends gegen 81/2 Uhr auf dem Dein Premierlieutenant wurden dort Schulplatz Luft machte. allerhand wenig schmeichelhafte Bemerkungen zugerufen, und als er schließlich vom Plage ging, folgte ihm noch eine ganze Menge Bolts, unaufhörlich die Zurufe fortseßend. Auf dem Plate hatte er blank ziehen laffen, und es wäre wohl zu Unnannehmlichfeiten gekommen, wenn das Publikum nicht mit Gewalt an sich gehalten hätte. Bur Sonntagsruhe im Bergbau, Hütten und Salinen wefen wird offiziös geschrieben:" Die allgemeinen Bestimmungen find in der Konferenz fehr vereinfacht" worden. Nach den Vorschlägen der Konferenz gehen sie dahin: Die den Arbeitern zu gewährende Ruhe hat, soweit in den Bestimmungen für einzelne Gewerbe der Gruppe III. der Gewerbestatistik nicht abweichende Bestimmungen getroffen sind, mindestens zu dauern bei zwölfstündiger Betriebsruhe für Ginzelsonntage 24 Stunden, für Eine genaue Wahlstatistik will das Ministerium des Innern für die preußischen Landtags= Doppelfesttage und für zwei aufeinander folgende Sonn- und Festtage entweder 36 Stunden oder. wenn eine Unterbrechung wahlen aufstellen lassen, um so die Wirkungen des neuen Wir könnten aus eigener Erfahrung noch mit manchem Wahlgesetzes zu ermitteln. Die Verschärfung des Zensusstattfinden soll, für jeden der beiden Tage 24 Stunden; bei ununterbrochenem Betriebe für jeden zweiten Sonntag 24 Stunden gleich grotesten Geschichichen aufwarten. Der„ Eisenmann" wahlrechts wird aus der Statistik gewiß deutlich hervor oder für jeden vierten Sonntag 36 Stunden, in welchem Falle ist überhaupt niemals eisern" gewesen, als zu Zeiten und gehen. Ob die Herren Statistiker mit dieser Uebersicht so aber an dem vorhergehenden und an dem folgenden Sonn- oder bei Gelegenheiten, wo er sich sicher und in der Uebermacht zögern werden, wie mit der Reichstagswahl- Statistik? Festtage die Beit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends ar wußte. Sonst war er allezeit ein arger Hasenfuß. Bei beitsfrei bleiben muß. Zur Ablösung der im ununterbrochenen dem Attentate des jungen Cohen vor dem 1866er Bruder- Der ,, nene Kurs". Wir bismärdern ruhig weiter, frühestens 12 Stunden nach Beendigung ihrer regelmäßigen Ar- frieg benahm Bismard sich sehr feige, wie alle Zuschauer die Gesinnungsriecherei gedeiht, die Konduitenliste wird so beit herangezogen werden. Dieselben dürfen in dem ununter- bekundet haben. Etatt den schmächtigen, mit einem winzigen sorgsam geführt wie unter dem Alt- Reichskanzler. Auch brochenen Betriebe während der legten 12 Stunden vor Wieder Taschenrevolver bewaffneten Attentäter am Kragen zu packen, die katholischen Geistlichen, die im Wahlkampfe gegen die aufnahme ihrer regelmäßigen Arbeit nicht beschäftigt werden. stand er wie niedergedonnert da und ließ noch einen zweiten Militärvorlage gewirkt, die der Regierung nicht blindlings Die den Ablösungsmannschaften zu gewährende Ruhe muß min Schuß auf sich abgeben. Erst dann ermannte er sich und Hilfe geleistet haben, müssen für ihre Unbotmäßigkeit büßen. destens das Maß der den abgelösten Arbeitern gewährten Ruhe ging auf Coben los, als diesen andere bereits ergriffen Ein Kaplan in Hanau hatte bei der Stichwahl zum Reichserreichen. Aus den Einzelbestimmungen heben wir hervor, daß hatten. Im Reichstag trugen sich wiederholt Szenen zu, tage zwischen den Konservativen und Sozialdemokraten in der Vorschlag der Reichsregierung: Vom 1. November 1894 ab darf die Dauer der Wechselschichten 18 Stunden nicht über wie die von der Kölnischen Volkszeitung" beschriebene. einer Wahlversammlung in einer Landgemeinde Wahlschreiten" beseitigt worden ist!" Wir verweisen auf unseren Namentlich nach dem gelungenen Attentat auf den Baren enthaltung empfohlen. Darauf ergeht jezt von der Re gestrigen Artikel über die Schattenenquete, der die Sachlage ge- Alexander kannte die Angst Bismarck's keine Grenzen. Der gierung in Kassel an das bischöfliche Generalvikariat in freulich geschildert hat. Bar wurde durch eine Sprengbombe getödtet, die in einem Fulda das Ansinnen, daß dem Kaplan, der so agitatorisch Betriebe beschäftigten Arbeiter dürfen andere Arbeiter, jedoch " von dieser mit Dankbarkeit genehmigt und mit feiner Artig- wärts nach der kleinen Brücke, die zur Mühle jenseit zu den Rebellen übergegangen, und es war mein Vorsatz feit erwidert. führt, meines Todes gewiß; aber ich fand sie unbefeßt. gewesen, nach meinem Siege alles Volk aus diesen Häusern Der Obrist Julien erzählte dem Intendanten die Einen Fehler, den ich den Rebellen, da Cavalier sie führte, mit mir zu nehmen und es im Gefängnisse verhören zu wunderbare Art, wie er vor drei Monaten in den inneren wie ich im Geschrei und Getümmel erfahren, nicht zugetraut laffen. Ein Hund meldete meine Ankunft; dies war das Gebirgen der Cevennen sei gerettet worden. Er hatte einen hatte. Dies ganze Unglück aber widerfuhr mir nur, weil legte, dessen ich mir bewußt war, denn vor der Thür des Streifzug kommandirt und glaubte in einem hißigen Ge- falsche Kundschafter mir lügenhafte Nachrichten gebracht Hauses sant ich ohnmächtig nieder. Als ich mich wieder fechte die Aufrührer schon ganz geschlagen zu haben, als er hatten; Menschen, die ich schon lange tannte, und deren befann, fand ich mich entkleidet auf einem Bette, meine fich gegen Abend plöglich von allen Seiten umringt sah. Treue mir erprobt schien; sie hatten diese Rolle blos ge- Blessuren verbunden und viele sonderbare Gesichter über Rund um uns," erzählte er, waren steile und table spielt, um mich desto sicherer zu betrügen, denn sie gehörten mir versammelt, die beim matten Schein einer Lampe einen Berge; indem wir uns zum Rückzug anschickten, sehen wir zu den Kamisards." höchst widerwärtigen Eindruck machten. Ein alter Maun plöglich alle Höhen mit vielem Bolte besetzt, vor uns Dies ist das Erschreckliche," sagte der Intendant, daß mit weißen Haaren, welcher der Vornehmste schien, war und hinter uns wimmelte es von bunkeln Gestalten. Wir wir keinem Menschen, feinem einzigen trauen dürfen. Die der einzige, zu dem ich Vertrauen faffen fonnte; waren abscheulicher fonnten über unsere Lage nicht lange zweifelhaft reblichsten, eifrigsten Batrioten, dem Anschein nach, verrathen defto einige Weiber, besonders fein; denn plötzlich rollten große Steine in unsere uns. Man wirft uns Strenge und Härte vor, aber ich eine bejahrte, die mir die Frau des Alten schien. Schaar, die im gewaltigen Sprunge mörderisch unsere Leute fürchte, wir sind noch zu weich und mitleidig, denn dies Ihre Wunden", sagte der alte Müller,„ sind nicht zerschmetterten. Hier war an fein Aufstellen zu denken, treulose Gesindel verdient keine Schonung; es ist nur zu tödtlich, Sie werden sich bald erholt haben, sei'n Sie außer sondern wir zogen uns nur fast fliehend nach einer Mühle an bändigen, wenn es fortgesette, unerbittliche Strenge sieht." Sorgen." Rann ich es wirklich?" entgegnete ich, bin bem Gebirgsstrome zurück. Ich war überzeugt, daß ich auch Ausrotten sollte man sie völlig," warf der Marschall ich bei redlichen Unterthanen des Königs?" Bei Gott hier den Paß verlegt finden würde, und gab mich verloren. ein, der im eigenen lebhaften Gespräch nur auf die letzten ja!" rief der Greis mit Thränen im Auge, wir haben ihm Die Felsen zerschmetterten rechts und links meine Soldaten, Worte gehört hatte. schon manches Opfer gebracht und werden Sie schüßen, obohne daß Gegenwehr möglich war; nun sprangen von der Julien fah den Intendanten mit einem ernſten Blicke gleich Sie uns ganz zu kennen scheinen und Sie uns auch andern Seite wie die Gemsen mehr als hundert von den an, indem er seufzte: Sie glauben also wirklich, daß diese nicht unbekannt sind. Meine beiden Söhne find unter fteilen Höhen herunter, und es entstand in diesem Wirrwarr, Unglücklichen gar keine menschliche Rücksicht mehr vers Martern hingerichtet worden, aber der König hat es fo in welchem wir keinen festen Fuß aufsetzen konnten, ein dienen?" befohlen, und Gott hat es zugelassen, wir rechten nun nicht blutiges Gefecht; ich fühlte schon drei Wunden, und meiner Schwerlich," sagte der Herr von Basville, denn durch mehr mit ihm." Hier fingen die Weiber, besonders die ftreitfähigen Leute wurden immer weniger; die Finsterniß eigene Grausamkeit und Schändlichkeiten aller Art haben sie älteste, ein entsetzliches Geheul an; einige junge Burschen ach herein, als in einem Augenblick, indem die Kamisards sich jeder Theilnahme unwürdig gemacht. Aber fahren Sie sahen mit blutgierigen Blicken nach mir herüber; ich war heulenden Psalmen anstimmten, ein panischer Schreck fort, Herr Obrist: Wie wurden Sie in dieser bedrängten auf alles gefaßt. Still!" rief der Alte, dieser Mann ist test meiner Mannschaft ergriff und alles sich nach der Lage gerettet?" nicht als mein Feind, sondern als ein Hilfsbedürftiger unter ng des Thales stürzte. Die siegende Rotte verfolgte Raum noch," sagte dieser, eines Schrittes mächtig, mein Dach gerathen, wer ihm nur ein Haar krümmen will, von jener Seite stürzten ihnen neue Feinde ent- schleppte ich mich über den Fluß, durch den Busch und über hat es mit mir zu thun!" Berblutend lehnte ich einsam an einer Felsen- eine Wiese nach der Mühle, denn mir blieb teine Wahl. nd sah in der Dämmerung meine Kompagnie Es war mun völlig finster geworden, und doch hätte ich diese In; jene bemerkten mich nicht, so sicher sie mir Mühle so gern vermieden, denn die Leute dort waren mehr ang geschworen hatten. Ich schleppte mich seit- l als nur verdächtig. Zwei der Söhne waren schon längst ( Fortsetzung folgt.) " Parteinachrichten. 11 " " Ueber eine eigenartige Sozialreform berichtet die Braunschweiger Landeszeitung" aus Braunschweig. Im Kreise der dortigen israelitischen Gemeinde sollen nämlich von berufener Seite Grwägungen darüber gepflogen werden, auf welche Weise durch von geeigneten Reformen und Schutzmaßregeln ben enva vorhandenen Mißständen im öffentlichen Geschäftsverkehr entgegen gewirkt werden könne. Auch soll schon in nächster Zeit versucht werden, die dortigen Israeliten zu einem gemeinsamen Vorgehen in dieser Richtung zu gewinnen. Wenn auch durch die geplanten Reformen der Kernpunkt der Sache, Antisemitismus schwerlich der Wind aus den Segeln genommen werden wird, so wäre die Abstellung der landesüblichen Mogeleien ein ganz diskutables Ding. Schade, daß es sich weder mit dem jüdischen, noch mit dem christlichen Geschäftssinn vereinbaren läßt. Das Wesen des Kapitalismus, nicht getroffen, auch dem blöden gegen die Regierung vorgegangen fei, der Religions- unsere Brüder in Frankreich ihnen nicht den Gefallen thun, An die Stuckateure, Gipser und verwandten Be unterricht an den Schulen entzogen werden müsse. Es das Spiel des deutschen und französischen Chauvinismus rufsgenossen. Kollegen! In einer am Mittwoch, dent erfolgte darauf seine Versegung in eine einfache Land- zu spielen, mögen sich ein für allemal merken, was 20. d. M., in Köln abgehaltenen Versammlung, die von 120 gemeinde. wir schon so oft gesagt: ein Chauvinist kann kein Sozialist Stuckateuren besucht war, wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, über das Geschäft von Valerius Wohlfahrter, Köln, Kohlenring und fiskalische Gruben. Mie eine und ein Sozialist fein Chauvinist sein der Sozialismus die Sperre zu verhängen. Der Grund dieser Maßregel liegt Berliner Börsen- Korrespondenz meldet, schweben zur Reit bedeutet eine neue Politit, und die neue Politik des Sozialis in den unerträglich gewordenen Zuständen, bie durch das in Berhandlungen zwischen dem rheinisch- westfälischen Kohlen- mus, die alle Ueberreste der Barbarei abstreift, wird mit diesem Geschäft geübte Schwizmeistersystem hervorgerufen sind. Syndikat und der Verwaltung der fiskalischen Saar- dem Kapitalismus auch den Mordkultus und das Mords Man wolle aller Orten den 3uzug nach Köln fernhalten. und wenn alle Im Auftrage des Bureaus Rohlengruben zum Zweck einer Einigung über Preise und patriotenthum aus der Welt schaffen, Chr. Odenthal, Eintrachtstr. 18, Köln. Produktionsmenge. Die Kölnische Volts- Beitung" bemer ft Chauvinisten der Welt sich auf den Kopf stellen. Die französische Regierung hat folgendes Geset Pouffaden. Die Köln. Volfsztg." brachte dieser Tage dazu:„ Wir halten die Meldung für ein Börsenmanöver; denn daß fiskalische Gruben sich an dem Kohlenringe be publizirt: Die französischen Arbeiter- Associationen werden eine furze Biographie des jüngst verstorbenen Reichstagszu den Submissionen der Kommunalarbeiten unter denselben Inspektors Krug, in der sich u. a. eine Bemerkung befand, durch theiligen, erscheint uns durchaus unglaublich." Uns nicht. Der Königlich preußische Staat sozialis. Bedingungen zugelassen, die durch das Dekret vom welche die Art der Vergebung von Staatsarbeiten eigenartig be= mus" ist von Haus aus so fapitalistisch veranlagt, daß 4. Juni 1888 in betreff der Theilnahme der französischen leuchtet wird. Es heißt in dem Blatte: Wie die Kastellane in eine Allianz des staatlichen und privaten Unternehmerthums Arbeiterassoziationen an den im Namen des Staates aus der Reichsämtern und Ministerien, so wurde auch der SausInspektor des Reichstags von den Handwerkern und Geschäftsgeschriebenen Arbeiten und Lieferungen festgesetzt sind. durchaus kein unnatürliches Bündniß" wäre. leuten in der näheren Umgebung„ poussirt". Diese Beamten sind Der internationale Kohlenarbeiterstreit hat in Eng Auffage Georg Ledebour's Einen intereffanten Beschluß hat, wie wir einem wichtige Personen, denn meist nach ihren Vorschlägen werden die Arbeiten in den betreffenden Gebäuden an Glafer, Töpfer, im" Sozialpolitischler, Tapezirer 2c. vergeben, und selbst bloße Ausbefferungen land den Plan eines Kohlen trust's zu Tage gefördert, schen Zentralblatte" entnehmen, der letzte englische bringen schon viel Geld. Ist dann ein Geschäft abgeschlossen, durch den die Grubenbefizer den Folgen ihres wahnsinnigen und Gewerkvereins- Kongreß gefaßt. Ein von John Burns so giebt's hinterher einen guten Trunk in einem benachbarten gemeinschädlichen Handelns entzogen werden sollen. Ueber vorgeschlagener Antrag wurde einstimmig angenommen, der Weinkeller." den Plan, der von Sir George Elliot, einem Bourgeois alle Gewerkvereine auffordert, darauf zu bestehen, daß ihre Diese Poussade ist ziemlich unverfänglich geschildert, aber comme il faut, ausgearbeitet ist, wird von einem Korre- Beamten und Mitglieder den Berufsjournalisten keine bezeichnend ist sie immerhin. Neu sind freilich dergleichen Dinge spondenten der Frankfurter Zeitung" folgendes mitgetheilt: Schmutzkonkurrenz machen( not to blackleg professional nicht. Gegenwärtig wird die jährliche Förderung der Kohlen journalists, durch Berichterstattung bei Kongressen u. dgl.), gruben Großbritanniens auf 182 000 Zons geſchäßt, was, die wodurch denn die Arbeit in solcher Weise verrichtet zu Tonne zu 7 Shilling 8 Pence gerechnet, einen Werth von 65 975 000 gr. für die Befißer und Pächter ausmacht werden pflegt, daß der Arbeitersache daraus ernstlicher Davon müssen 54 600 000 str. Kosten( 6 Shilling per Ton Schaden erwächst". In England, mag dabei bemerkt an der Grube) abgezogen werden, so daß 11875 000 Litr. werden, haben die Zeitunas- Berichterstatter eine eigene Gewinn noch bleiben. Etwa 20 pet. der Kohlen Trade- Union. werden zur Herstellung von Eisen und Stahl verwendet und da ein großer Theil der Kohlen von den Eisenfabrikanten selbst gewonnen wird, so dürften diese sich der Ausführung des Planes nicht anschließen, weshalb letterer auf die Produktion von 145 000 000 Tons gegründet ist, was einem Rapital von 110 000 000 str. gleichkommt nur etwas mehr, als zum Beispiel das Kapital der London und Nothwestern oder der Midland Eisenbahn beträgt. Durch Zusammenlegung der Gruben soll eine Vermehrung der Produktion um 10 pCt. erzielt werden, ganz abgesehen von der Verbesserung des Betriebes, der Ventilation 2c., welche dadurch ermöglicht wird. Die Verwaltung leitet ein Zentralrath, in welchen die Vertreter auf grund einer bestimmten Anzahl Tons Rohlen als Einheit gewählt werden, sage man z. B. auf je 5 Mill. Tons ein Vertreter. Unter diesem Zentralrath follen 30 Diftritts: Komitees stehen, welche fich mit der unmittelbaren Verwaltung der Kohlengraben ihrer Diftrifte zu befassen haben. Die Mitglieder dieser Komitees sollen von den Aktienbesizern und Grubenarbeitern nach einem bestimmten Verhält= -In der Berufungsinstanz wurden vom Landgericht nisse gewählt werden. Die gegenwärtigen Verwalter dürften Rostock 11 Parteigenossen freigesprochen, die angeklagt waren, meist auf ihren Stellen bleiben und wenn das nicht möglich sich gegen die Verordnung, welche die Abhaltung politischer Versein sollte, würden sie entschädigt werden. Der Werth der Kohlengruben ist durch Experten zu bestimmen, doch wird als Norm ungefähr 15 Sh. per Ton gewöhnlicher Rohle je nach der jährlichen Produktion der betreffenden Gruben in den letzten Jahren vorgeschlagen. An den Gruben Großbritanniens find ungefähr 1 Million Arbeiter beschäftigt. Die Löhne sollen zunächst durch die Distriktskomitee's, in denen auch die Arbeiter vertreten sind, bestimmt werden, doch sollen die Löhne möglichst gleich sein. Der Versicherungs--In Halberstadt stand am 20. der verantwortliche Re fonds foll 758 338 Litr. jährlich( 1 Penny per Ton) be batteur der Halberstädter Sonntags- Zeitung", Fr. Hurlemann, vor tragen. Der Preis der Kohle soll, wie bereits erwähnt dem Landgericht, wo er sich wegen Beleidigung des damaligen Ueber Bankrotts in England theilt uns obiges Journal worden, nie höher gestellt werden, als nöthig ist, um den Kartellkandidaten für den Wahlkreis Aschersleben- Calbe, Herrn folgendes mit: Die Zahl derselben betrug im August 499, verObligationen 5 pet. und den Aftien 10 pet. zu sichern, welche place, zu verantworten hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte glichen mit 854 im August 1892. Bis zum Ende August 1893 Dividende mit Erlaubniß des Handelsamtes bis auf 15 pt. feinerzeit die betreffende Beitungsnummer beschlagnahmt und waren 8252 Bankrotts zu verzeichnen gegen 3054 der gleichen gesteigert werden darf, wobei die Arbeiter einen Antheil er Herr P. hatte späterhin Strafantrag gestellt. In der stattgehabten Periode des Jahres 1892. Sehr fiart sind dabei die Bauern behalten. Das Handelsamt soll mit der Ueberwachung der Aus- Verhandlung machte Hurlemann geltend, daß ihm die Beleidi theiligt, welche in diesem Jahre mit 191, im Vorjahre mit 139 führung dieser Bestimmungen betraut werden, und falls das gung fern gelegen und er eine folche mit der Wiedergabe der figuriren. Die Zunahme der Bahlungseinstellungen ist meist felbe eine Vermehrung der Dividende über 15 pt. gestattet, angegriffenen Redeform nicht beabsichtigt habe. Herr Blacke, welcher auf Kosten der Handwerker und Kleingewerbetreibenden geschehen. soll auch der Käufer der Kohle in Form eines Abzuges einen als Beuge erschienen, konnte nichts Wesentliches bekunden. Der Antheil erhalten, der dem Gewinne des Arbeiters und des Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 100 M., der Ge Grubenbesizers entspricht. Ein Reservefonds soll gegründet richtshof sah sich veranlaßt, von einem derartig hohen Strafmaß werden zur Eröffnung neuer Gruben an stelle der erschöpften, abzusehen. Immerhin erkannte er auf eine Geldstrafe von ebenso ist ein Amortisationsfonds vorgesehen. Bur erfolg. 50. eventuell 5 Tage Haft, da die wiedergegebene Redeform reichen Ausführung des Planes wäre die Zustimmung von als eine lächerliche zu betrachten und darin eine Herabfezung in zwei Dritttheil der Besizer und Bächter der Kohlengruben der Achtung zu erblicken fei." Großbritanniens nöthig, und die Vertreter des Planes hoffen zuversichtlich, so viele Gigenthümer zusammenzubringen. Trotzdem sind die Schwierigkeiten so große, daß das Projekt kaum ausführbar erscheint. In Halberstadt tagte am vergangenen Sonntag eine Partei verfammlung, welche über die Einnahmen und Ausgaben des Agitationskomitee's für den Kreis Halberstadt Oschersleben Wernigerode zu befinden hatte. Die Einnahmen des Komitee's betrugen 2349,21 M., die Ausgaben 1726,05 M. An Flugschriften wurden neuerdings im Kreise 25 000 Exemplare von der Rede Bebel's in der Zukunftsstaats- Debatte und drei WahlFlugblätter vertheilt. Der finanzielle Stand des Partei- Organs wurde als gut bezeichnet; 100. wurden bewilligt, damit in Veckenstadt ein Versammlungslokal gemiethet werden könne. Als Delegirter zum Kölner Parteitag wurde R. Bahlen gewählt. Polizeiliches, Gerichtliches ze. * Statistisches aus England. Das foeben erschienene Septemberheft der Labour Gazette", des offiziellen Organs der englischen Arbeiterkammer, bie bekanntlich als selbstän dige Unterbehörde dem Handelsministerium beigefügt ist, enthält, wie ihre Vorgänger, wieder eine Fülle recht interessanter Notizen. Greifen wir für heute die Statistik über den Pauperismus ( Armenstatistik) heraus, so finden wir, daß die Zahl der Armen im August noch gestiegen ist. Die an einem bestimmten Tage in der Mitte August vorgenommene Zähling ergab, daß in Großbritannien 299 699 völlig Mittelloser oder 205 auf je 10 000 Einwohner gegen 297 078 oder 205 auf je 10 000 Einwohner im Juli vorhanden waren. An demselben Tage des August 1892 zählte man nur 282 593 oder 193 auf je 10 000; das bedeutet demnach eine Steigerung von 12 auf 10000 in einem Jahre. Noch trauriger wird das Bild, wenn man London allein beKonfiszirt wurde am 15. d. M. die Nr. 16 der Königs- trachtet. Die Zahl der Paupers betrug dort 92 017 gegen 87 052 Auch berger Volfstribüne", und zwar weil sich ein Lieutenant Metel- am gleichen Tage im Vorjahre oder 218 auf je 10 000. burg durch den in dieser Nummer veröffentlichten Artikel: Din London macht die Bourgeoisie den Bug nach Westen", sodaß welche Lust, Soldat zu sein" beleidigt glaubte. die östlichen Distrikte 281, sogar( der Sentraldistrikt) mit 407 Armen pro 10 000 Einwohner aufmarschiren gegen 149 im Westen. sammlungen ohne ministerielle Genehmigung verbietet, vergangen zu haben. Der Staatsanwalt, der gegen die bereits vom Schöffengericht erfolgte Freisprechung Berufung eingelegt hatte, hatte Geldstrafen von 3 bis 30 m. beantragt. " Soziale Leberlicht. to " Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 28. September. Die Polizei hob gestern in dem Wiener Bezirk Margarethen in der Wohnung zweier Tischlergefellen Namens Stefan Hahnel und Franz Haspel eine anarchistische Werkstatt auf. Beide Gesellen wurden verhaftet. dem Haspel wollte sich aus britten Wie der Leser sieht, läuft der Plan darauf hinaus, die Stockiert Aufruf au die Tabafarbeiter Deutschlands! Ronkurrenz auf dem Gebiete der Rohlenproduktion auf die Straße hinabstürzen, wurde jedoch daran verhindert. In aufzuheben und den ganzen Grubenbetrieb Englands für folgend, hat eine am 14. September cr. in Bremen stattgehabte presse und 1000 hochverrätherische Flugschriften, ferner Spreng Der von den Kollegen Achims ausgehenden Anregung der Wohnung wurde ein Setzkasten, eine vollständige Handdruckdas Unternehmerthum zu monopolisiren und zwar öffentliche Tabalarbeiter- Versammlung ihr Bureau beauftragt, ftoffe, worunter Pitrin, eine noch ungefüllte Bombe, Vorräthe von auf Grundlage der sogenannten Harmonie der Interessen sich als Kommission au fonftitutiren, um die nöthigen Vor- rauchlosem Pulver und Waffen vorgefunden. Ein in der zwischen Kapital und Arbeit". Letzteres ist natürlich eine bereitungen zur Abhaltung eines Tabatarbeiter- Kongresses zu Wohnung befindliches Kistchen mit zwei Leitungsdrähten wurde windige Bugabe zur Täuschung der Grünen". Wäre treffen. auf Anordnung von Sachverständigen noch uneröffnet ge= es überhaupt möglich, den Plan auszuführen, so würden Kollegen und Kolleginnen! Es wird unnöthig sein, Euch laffen. Die Polizei verhaftete ferner noch weitere zwölf die Arbeiter am meisten zu leiden haben, denn Monopol darauf hinzuweisen, daß alles gethan werden muß, was in Arbeiter. Sämmtliche Verhafteten bildeten eine eigene, von den und Harmonie der Interessen sind zwei unvereinbare Gegen- unseren Strästen steht, um die öffentliche Meinung, um die ge- anderen sozialistischen Parteien abgesonderte Gruppe. Eine vor fäße, und aus der Bastille des tonzentrirten Kapitals liche und Verwerfliche der projektirten Tabatfabrikatsteuer auf: Soldatenrock" hatte die Nachforschungen der Polizei veranlaßt. seggebende Körperschaft wie die Regierungen über das Verderb- neun Monaten verbreitete Flugschrift" An die Arbeiter im giebt es so leicht kein Entrinnen. Der Plan zeigt aber in zuflären. Das Wohl und Wehe von Hunderttausenden steht Mons, 23. September. Das Syndikat der Grubenarbeiter jedem Fall, wie der Bourgeoisie die Einsicht aufzudämmern hierbei auf dem Spiele. Gewiß müssen wir unablässig mit hat ein neues Manifest erlassen, durch welches die Arbeiter auf beginnt, daß der gegenwärtige Zustand kapitalistischer Bersammlungen, Protestrefolutionen und Petitionen vorgehen. morgen zu einem großen Meeting nach Wasmes berufen werden, Produktion unhaltbar geworden ist. Die logische Konsequenz Aber es ist damit nicht genug gethan. Wir müssen den Mit- um den Ausstand zu beschließen, falls nicht von heute Abend ab dieses Zustandes wird jedoch nicht sein Monopolisirung, gliedern des Reichstags und auch der Reichsregierung jede Mög- eine allgemeine Lohnerhöhung von mindestens 10 pCt. besondern Verstaatlichung de Grubenlichkeit nehmen, sagen zu lönnen, sie hätten von der Wirkung willigt wird. dieser neuen Steuer auf die zunächst in Betracht kommenden Loudon, 23. September. Wie das" Reuter'sche Bureau" Arbeiter keine ausreichende Kenntniß erhalten. Die Reichs meldet, ist es dem Syndikat der Grubenarbeiter von Derbyshire regierung zieht zur Berathung über diese so wichtige Frage nicht gelungen, eine Anleihe von 16 000 Pfund Sterling zu stande zu einen einzigen Arbeiter mit heran, sondern außer den Beamten bringen. Dieselbe dürfte hinreichen, den Ausstand um 14 Tage nur große Kaufleute und Fabrikanten. Nun, wenn man nicht zu verlängern. aus eigenem Antriebe uns anhören will, so drängen wir uns auf und schreien so laut in die Ohren der maßgebenden Herren unsere Ansicht von den unheilvollen Plänen, daß man sie hören muß und sich der ungeheuren Verantwortung, welche man mit der Verwirklichung dieser Pläne auf sich ladet, voll und ganz bewußt wird. betriebs. Ju Frankreich hat die Regierung nach den neuesten Depeschen sich zu dem Versuch, eine schiedsrichter liche Lösung herbeizuführen, entschlossen. Wie ein Telegramm meldet, haben auf Anordnung des Ministers des Junern die Friedensrichter in dem Streit gebiet die Arbeiter und die Arbeitgeber behufs Herbei führung eines Ausgleichs aufgefordert, ihre Wünsche betannt zu geben." Wenn nur auf die Wünsche auch geachtet wird. Gleichzeitig erfahren wir: Das Buchtpolizei- Gericht in Douai verurtheilte eine Anzahl streifender Arbeiter wegen Beleidigung von Soldaten und Störung der Arbeitsfreiheit zu mehrtägigen Gefängnißstrafen." Das flingt nicht nach Ausgleich". Das aber tann am allerbesien geschehen, wenn wir zu der Beit, in welcher sich der Reichstag mit dieser Angelegenheit beschäftigen wird veraussichtlich also im Laufe des Monats November- in Berlin, gewissermaßen vor den Thoren des Reichstages, einen Kongreß von Vertretern der Tabatarbeiter aus allen Theilen Deutschlands abhalten und zu den Verhandlungen desselben so wohl die Mitglieder des Reichstags wie die Vertreter der Regierung heranziehen werden. Briefkaffen der Redaktion. Druckfehler- Berichtigung. Der Druckfehlerteufel, der in unserm gestrigen Artikel: Die Schattenenquete gespukt hat, ist von erstaunlicher Galanterie gegen die Stumm und Krabler ge wesen. Er läßt uns( Absatz 3, Beile 1 von unten) von dem harmonischen Hohngelächter" der Unternehmer- Vertreter reben, da wir da von einem wieherndes Hohngelächter geschrieben hatten. " S. B. Inserate sind nicht an die Redaktion, sondern an Aus Frankreich. Unsere Pariser Genossen im die Expedition zu senden. Bei falscher Adressirung tritt leicht Gemeinderath haben keine Zeit verloren, auf die ver Kollegen und Kolleginnen! Die unterzeichnete Kommission eine Verzögerung in der Aufnahme ein. leumderische Anklage, daß fie Chauvinisten seien, die ladet Euch dringend ein, in allernächster Zeit überall Versamm- Haynan. Im Wahlkreis Liegnitz- Goldberg- Haynau wurde paffende Antwort zu geben: Ein Telegramm meldet uns: lungen einzuberufen, über diesen Vorschlag zu berathen und das 1890 der Kaufmann Lange und nach dessen Tode bei der NachParis, 28. September. In der Sitzung, in welcher der Resultat der Berathung schleunigst an unterzeichnete Kommission wahl im letzten Frühjahr der Kaufmann Jungfer gewählt. Jest Gemeinderath 350 000 Frc3. für die Festlichkeiten zu Ehren mitzutheilen. Wir ersuchen weiter ganz besonders die Berliner ist der Wahlkreis durch den Rechtsanwalt Rauffmann im Reichs= der russischen Offiziere votirte, verwahrten die Sozia Kollegen, zu dieser Frage Stellung zu nehmen und so rasch wie tag vertreten. Sämmtliche genannte Vertreter gehörten und gelisten sich gegen eine solche Krebitforderung möglich dort eine Kommission zu bilden, welche dann an stelle hören zur Freisinnigen Partei. Herrn D. S. Wir haben Ihren Brief dem Vorstand überund stellten den Antrag, daß der genannte der unterzeichneten Rommission alle Arbeiten zur Vorbereitung geben. Wie oft sollen wir es denn noch wiederholen, daß wir Betrag für die ausständigen Grubenarbeiter und Berufung des Kongresses übernimmt. Mit kollegialem Gruß uns mit Unterstüßungs- und Anstellungsgesuchen prinzipiell nicht oder die Armen verwendet werde. befassen? 23. 2. 11. 1. Eine Tonne Gold ist kein bestimmter Begriff. 2. Die Verjährungsfristen für Erbschaften in den verschiedenen Ländern sind außerordentlich komplizirt. Die Kommission: Wir würden den französischen Genoffen ein Bravo! A. Ruthe. Jos. Rechtmann, Benderstr. 12. C. Grebe. zurufen, wenn sich ihr Handeln nicht von selbst verstünde. NB. Ale arbeiterfreundlichen Blätter werden um geft. AbUnsere Mordspatrioten aber, die ganz außer sich sind, daß druck dieses Aufrufs gebeten. Für den Jubalt der Inferate über Letter Sonntag! Inhalt nimmt die Redaktion dem Publikum Königl. italienischer Circus gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 24. September. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Montag: Die Tochter des Regiments. Die Puppenfee. Neues Theater. Basantasena. Montag: Emilia Galotti. Deutsches Theater. Der Biberpels. Montag: Der Talisman. Berliner Theater. Cornelius Boß. Montag: Graf Waldemar. Leffing- Theater. Erlaubte Sünden. Montag: Die Ehre. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Madame Agnes. Berlobung bei Pignerols. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Diefelbe Borstellung. Central- Theater. Berliner Vollblut. Montag: Diefelbe Vorstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. = Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Sonntag, den 24. September cr.: Dem Genossen H. Gustav Schneider zum Wiegenfeste 4867L ein tausendfach Hoch! Ein donnerndes Hoch unserm Freund Sägebock von S. 6. S. und Gastwirth Brizerstr. 46. Na denn gehen wir mal rüber bei Schmidt's. 2147b Brauerei Julius Bötzow, Am Prenzlauer Thor. Empfehle meinen Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten. Paul Schaffert, Defonom. 2149b Treptow. Restaurant„ Zum Karpfenteich, Jeden Sonntag: Große Borstellungen 2 Bentral- Kranken- u. Sterbekaffe Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Seven Pritz Sydow, ſowie um und 8 Uhr Abends. Zu der Nachmittags- Bor ftellung hat jeder Erwachsene das Recht ein Kind frei einzuführen. In beiden Vorstellungen Auftreten der berühmtesten Künstler und Künst lerinnen, sowie Reiten und Vorführen der beftdressirten Schul- und Freiheits pferde. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. sämmtl. frei. der Tischler ut. ( Oertl, Verwaltung Berlin H.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Treptow, strasse. Saal: am 20. d. M. unser altes Mitglieder, der Arbeiter Friedrich Jäke im Krankenhause am Urban verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. Sept., Nachm. 44 Uhr, vem Krankenhaus am Urban nach dem Emmauskirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 306/11 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß mein Mann der Maurer W. Tabbert am 22. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am 25. d. M. Nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause, 2166b Liebenwalderstr. 22, statt. Auguste Tabbert. Am 23. d. M., früh 1 Uhr, verschied sanft nach langem Leiden im 55. Lebensabre mein lieber Mann, unser guter Vater, der Restaurateur W. Arbeiter. Die Beerdigung findet Montag, den 25. d. M., Nachm. 4 Uhr, vom Trauer21396 hause Waldstr. 49 aus statt. Die Hinterbliebenen. ParkHermann Otto. Jeden Sonntag im neu renov. ParquetGr. Ball. Abonnement für Tanz 1 Mt. Bade's Volksgarten. Ausschank v. Weiss- u. Bairisch- Bier. Neu! Soeben Neu! erfchien: ,, Der kleine Pfaffenfpiegel" „ Der oder: Wie das Pfaffenthum entstanden ist. Inhalt: Einleitung. Das Entstehen des Glaubens bei den Menschen.- Das Entstehen der Priesterschaft.- Die Hauptbeweggründe des langen Fort Die Hauptbestehens des Glaubens bei den übrigen Kirchenanhängern. beweggründe des schließlichen Absterbens des Glaubens und der Glaubenseinrichtungen, sowie diejenigen der allmäligen Einführung einer besseren und wahreren Sittlichkeit. Schlußwort. 3½ Bogen. Preis 30 Pfg. 20726 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure, sowie auch vom Verleger Th. Mayhofer Nachf., Berlin N., Weinbergsweg 15b. Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, hablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genossen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. Allen Freunden und Bekannten für die rege Theilnahme bei der Beerdigung 4820L Spezialitäten American- Theater. meines lieben Mannes, des Schlossers Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Dresdenerstr. 55. Direktion: H. Martin. Täglich: Gebrüder Richter's Variété. Spe- Theater und Spezialitätenzialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Große Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Mufit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Nachmittags 3 Uhr: Raffenöffn. 2 Uhr. Kaffenöffn. 2 Uhr. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Die Räuber. Raffeneröffnung 2 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 71/2 Uhr. Anfang der Nachmittagsvorstellung 3 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Das lachende Berlin. Poffe mit Gesang und Tanz. Vor und nach der Posse Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wallner- Theater. Sonnabend, den 80. September 1893: Gastspiel des Schliersee'r Banerntheater. ' s Liserl vom Schliersee Boltsstück mit Gefang und Zanz. Volksthümliche Preise. Der Billet- Vorverkauf beginnt Mittwoch, 27. Sept., von 10-2 Uhr. Kein Aufgeld. 30 Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gesang in 1 Aft v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Sonntag, 24. September 1893: Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Jean Kren. Mujit v. Julius Einödshofer. Tagestaffe von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. 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Franz Gittler( früher Buder), Schöneberg, Kaiser Friedrichstr. 2. no Festlichkeiten 2c. Vereinszimnter, Reinickendorferstr. 2a. 41972 Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine grossen u. klelnen 1 Was Festsäle den 2c. Vereinen und Gesellschaften. Mariannenstr. 48. Habe noch einige Sonnabende Vereinsz. z. verg. Jacob, Inselstr. 1.* Vereinszimmer Simeonstr. 23. lund Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. 4814L faffend. Vereinszimmer zu vergeben, 30 Perf. Prien, Köpenickerstr. 157. Hierzu zwei Beilage 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 225. " Lokales. Sonntag, den 24. September 1893. = 10. Jahrg. = ebenso entscheiden wird, darf um so mehr interessiren, als der wohner des Hauses Jahnstraße 10 durch schrille Hilferufe auf felbe Senat zu entscheiden hat, der ein Denkmal u. a. durch die geschreckt, sahen einen Mann in großen Säßen die Treppe hinabDer Kommers zu Ehren von Friedrich Engels, welchen Diätenprozeß Urtheile sich gesetzt hat und dem statt des eilen und nahmen sofort die Verfolgung auf. Man war dem die Parteigenossen Berlins am Freitag Abend in den Konkordia- jüdischen Mannes", welcher dem König Wilhelm IV. eine Flüchtigen hart auf den Fersen und glaubte ihn jeden Augenblick die Parteigenossen Berlins am Freitag Abend in den Konkordia: fälen, Andreasstr. 64, abhielten, gestaltete sich zu einer groß- Kaiserkrone anbot, seit 2 Jahren Erzellenz von Dehlschläger fassen zu können, als er plöglich über den mindestens 1/2 Meter artigen Demonstration. Bereits am Tage vorher waren sämmt vorsitzt, dessen Verdienst, dem deutschen Bolt mit zum vieldeutigen hohen Stafetenzaun, der den alten Jahn'schen Turnplatz um liche 3000 Billets vergriffen und Hunderte, die da noch hofften Militär- Strafgesetzbuch verholfen zu haben, durch die bekannten friedigt, mit einem Sage hinweg sprang. Verblüfft blieben die Kriegsgerichtsurtheile in helle Beleuchtung gesetzt ist. Einlaß zu finden, mußten ohne Erfüllung ihres Wunsches den Allt- Landsberg ist schon mand,' einer unberechtigt verhaftet, und mußten zusehen, wie der Unbekannte ihren Blicken in dem Kriegsgerichtsurtheile in helle Beleuchtung gesetzt ist. Auch in weniger förpergewandten Verfolger vrr dem Hinderniß stehen Heimweg antreten. Eine Stunde vor Beginn des Festes waren Saal und Gallerien vollständig besetzt. Der ohnedies prächtige so wurde z. B. aus Anlaß der Reichstagswahl 1890 ein Sozial- Gebüsch entschwand. Die Veranlassung zu dem Vorgange war Saal war, wie das bei unseren Festen üblich, mit rothen Fahnen, demokrat wegen„ Hausfriedensbruchs" verhaftet und längere Zeit folgende: Der Pächter der Kegelbahnen der Unions Brauerei, Emblemen und Inschriften geschmackvoll dekorirt. Ueber dem in Hast behalten, wiewohl er nach späterer Ansicht des Gerichts Martin Kölzow, hatte gestern ein Preiskegeln veranstaltet, das Eingang hing ein etwa 5 Meter hohes Banner mit der In- nicht das geringste Strafbare gethan hatte, wenn nicht die Aus- auch Ehefrau und Dienstmädchen in Anspruch nahm. Die im schrift: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit", und diesem ent- übung des durch das Wahlgesetz garantirten Rechts ein Frevel vierten Stock des Hauses Jahnstraße 10 belegene Wohnung blieb gegengesetzt auf der Bühne ein noch größeres, welches in goldenen noch Niemand einer in Deutschland Schadensersatz erhalten. Kleeblatt zu Nuge machen; zwei Rerle blieben auf der ist: aber für Entziehung der Freiheit hat daher unbeaufsichtigt. Diesen Umstand wollte sich ein diebisches Buchstaben unsere Devise:" Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit" und darunter den Ausspruch unseres Vorkämpfers Karl Marx, Ja wenn es sich um Schädigung des Geldbeutels handelt- Straße als Aufpasser stehen, während der Dritte den Proletarier aller Länder vereinigt Euch" enthielt. Außerdem dann Bauer ist es ganz was anderes. Allerdings auch nur, Einbruch vollführen wollte. Die Kölzow'schen Räume hatten die lebensgroßen Büsten von Mary und Lassalle wenn man noch das nöthige Kleingeld besitzt. Von jenem In- liegen in der Mitte zwischen zwei anderen Wohnungen und ein vom Genossen Fritz Hansen gefertigtes Friz Hansen gefertigtes sehr haftirten wurden noch 1 M. 50 Pf. zu Unrecht erfordert. Der und sind unmittelbar vom Treppenflur aus zugänglich. Als nun roblgelungenes Bild Friedrich Engels' auf der mit rothem Prozeß, um 1 M. 50 Pf. von einem königlich preußischen Be- der Einbrecher an dem Eingang arbeitete, hörte die rechtsseitige Stoff und Guirlanden drapirten Bühne ihren Ehrenplatz inne. amten als Solchem zurückzuerhalten, kann drei Instanzen durch Nachbarin, Frau Bahlke, das Geräusch, sah durch das Guckloch Bunft 8 Uhr begann die Konzertmusik, ausgeführt von Mit- lausen, in deren keiner der dumme Unterthanenverstand ohne der Thür und bemerkte einen großgewachsenen Mann. Obgleich gliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berussmusiker Berlins Hilfe eines Anwalts sich Gehör verschaffen kann. Das führt für sie allein anwesend war, hatte sie den Muth, auf den Treppenund Umgegend" unter Leitung des Herrn Schonert. Um 83/4 Uhr den unterliegenden Theil zu der Verpflichtung, nur etwa 40 bis flur zu eilen und durch gellende Hilferufe das Haus zu alarmiren. erschien Engels und wurde mit stürmischen Hochrufen und den 50 M. Kosten zu erstatten. Dem Diebe, der die Eingangsthür mittels Dietrichs bereits geöffnet hatte, kam die Störung so unerwartet, daß er das Werk zeug im Schlüsselloch stecken ließ, Mühe und Zigarre verlor und Davoneilte. Als die Aufpasser ihren Genossen aus dem Hause stürmen sahen, gaben sie gleichfalls Fersengeld und entkamen nach einer anderen Richtung. " Es ergeht daher an alle Personen, die in der vorbezeichneten Weise mit unsern Sicherheitsorganen" in Berührung gekommen fino, die dringende Aufforderung, ihr Material, sorgfältig und wahrheitsgemäß aufgestellt, bei mir abzuliefern. Insbesondere fordere ich alle Personen, die Zeugen der am 9. September, Abends 8, Uhr, auf dem Rixdorfer Bahnhof passirten Thürschlußaffäre waren, zur genauen und wahrheitsgemäßen Berichterstattung auf. Sämmtlichen schriftlichen Mittheilungen muß die genaue Adresse des Absenders beigefügt sein. Die Vertrauens person der Sozialdemokratischen Partei in Rixdorf. Robert Köppen, giethenstr. 37. Eine Kindesleiche, anscheinend neugeboren, ist bei der Oranienbrücke im Kanal 3 Uhr aufgefischt worden. Die Leiche schwamm gegen das Engel am Sonnabend Nachmittag um ufer zu. Mittels eines von zwei Schiffern losgemachten Rahns wurde die Leiche herausgeholt und der Polizei übergeben, die alsdann für die Unterbringung im Leichenschauhause sorgte. Nähere Details fehlen noch. Spuren am Halse weisen darauf hin, daß das Kind vorher erwürgt wurde. Blutüberströmt zusammen brach Freitag Abend kurz nach 8 Uhr vor dem Hause Sophienstr. 20 ein junger Mann, der, wie sich später ergab, eine Schußwunde in der linken Seite, eine andere im linken Oberarm davongetragen hatte. Auf der Wache des 13. Polizeireviers, wohin er gebracht wurde, erivies er sich als der 28 Jahre alte Barbier Wilhelm Schaller aus der Auguststraße 88. Ueber die Ursache seiner Verwundungen machte er die eigenartige Aussage, daß er auf dem Abort eines Wirthsdaran fich anschließenden Klängen der Marseillaise empfangen. Achtung, Nixdorf! Die fortgesetzten Klagen und BeNach einigen Konzertpiecen und dem von Mitgliedern des Ar- schwerden über das Benehmen der öffentlichen Organe bei beiter- Sängerbundes unter Leitung des Herrn Kurz vorgetragenen Siftirungen 2c. veranlassen mich, das vorhandene Material zu Arbeiter Vaterlandsliedes betrat Wilhelm Liebknecht die sammeln und zu bearbeiten, um durch Veröffentlichung desselben Bühne, um Engels im Namen der Berliner Genossen und der die Aufmerksamkeit der höheren zuständigen Behörden auf die Gesammtpartei, die durch die Vertrauensmänner und den Vor- bestehenden Zustände zu richten. stand vertreten waren, zu begrüßen. Er zeichnete in furzen Worten, was Engels zusammen mit Marr geleistet, gab einen Umriß der sozialistischen Bewegung, die Engels und Mary so viel verdankt, um schloß mit den Worten: wenn Engels der wissenschaftliche Testamentsvollstrecker von Mary sei, werde die Sozialdemokratie die politische Teftamentsvollstreckerin des Vermächtnisses von Mary sein. Die lebhaften Beifallsrufe der Theilnehmer legten Zeugniß davon ab, wie sehr Liebknecht Allen aus der Seele gesprochen hatte. Nach einem prächtigen Gesang des herrlichen Liedes„ Ein Sohn des Volkes" nahm Engels, von lebhaften zurufen begrüßt, das Wort zu einer kurzen Ansprache. ( Auf Den Inhalt seiner Rede wie der Liebknechts tommen wir noch ausführlich zurück.) Begeistert stimmten die Genossen in das Der Verein aller Juteressenten der Zigarren und Engels ausgebrachte Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ein. Die Musit Tabakbranche von Berlin und Umgegend von 1892" tagte am intonirte die Marseillaise, in welche die Versamm 19. d. zum Zwecke der Berathung derjenigen Schritte, welche zu Lung mit Begeisterung einstimmte. Vom Genossen Massini thun sind, um die von der Regierung geplanten Zabakssteuer- hauses in der Großen Hamburgerstraße zu Falle gekommen sei; wurde hierauf ein Gedicht von Geibel:" Mythus vom Dampf", Projekte( Fabrikatssteuer) abzuwenden. In der Versammlung, Dabei habe sich der in seiner Tasche befindlich gewesene Revolver vorgetragen und ebenfalls wie die vortrefflichen Gesänge und welche von etwa 200 Mitgliedern besucht war, traten die namentladen und ihn in der angegebenen Weise verlegt. Mujitausführungen lebhaft applaudirt. In den Pausen gelangten haftesten Vertreter der Branche als Redner auf. E3 zwei lebende Bilder: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" wurde mit Stimmeneinheit folgende Resolution gefaßt wie gemeldet, durch die Strompolizei am Schiffbauerdamm geund„ Die Marseillaise" durch den Verein für volksthümlichen anbetracht. daß durch die projektirte Mehr Kunst" zur Darstellung. Außerdem sorgte die vielen Genossen besteuerung des Tabaks, welcher Art sie auch sein möge, der funden wurde, scheint gestern aufgefischt zu sein. vom Kommers des Parteitages her bekannte Gesellschaft Konsum zweifellos zurückgehen muß, daß dadurch die mittleren im Humboldthafen unweit der Alsenbrücke einen weiblichen LeichStrzelewicz" mit ihren fatirisch- politischen Vorträgen für Humor, und kleineren Betriebe, welche infolge der Einführung der nam, der außer der das Zeichen B. B. tragenden Wäsche nur der den Theilnehmern des gelungenen Festes, welches gegen 2 Uhr Sonntagsruhe ohnehin schon auf das ärgste geschädigt sind, mit Schnürleib und Mieder bekleidet war. Wer die Betreffende seinen Schluß fand, noch lange erhalten bleiben möge. einem sicheren Ruin entgegengehen müffen, daß dadurch endlich ist, hat sich bis jetzt nicht ermitteln lassen. zum mindesten 50 000 Arbeiter. welche vielfach aus Siechen und Polizeibericht. Am 22. d. M. Morgens wurde auf dem Krüppeln bestehen, vollständig brotlos werden und dann der Sose des Grundstücks Rosenstr. 29 die Leiche eines neugeborenen Armenpflege anheim fallen müssen, protestirt die heutige Ver- Kindes aufgefunden, das anscheinend durch einen Schlag auf den sammlung des Vereins aller Interessenten der Bigarren- und Kopf getödtet worden ist. Auf dem Mäcker'schen Steinplage, Tabatbranche von Berlin und Umgegend von 1892 energisch Schleusen- Ufer 3, wurde ein Schuhmacher mit Stichwunden im gegen jede weitere Belastung der Tabaksbranche." Kopfe aufgefunden und nach dem Krankenhause Am Urban gevon Die Leiche der Dame, deren Kleidung am Montag früh, Man landete In der ,, Unverantwortliche" Verhaftung. Kurz nach vier Uhr Morgens wurde der Stuckateur Otto Ludwig von der Polizei aus dem Bett geholt und nach der Polizei zur Abbüßung einer angeblich eintägigen Haftstrafe sistirt. Weugleich eine Haftstrafe jeden anständigen Bürger in unserem modernen Rechts staat" leicht treffen kann, war Ludwig doch nicht wenig darob Zur Cholera. Nach den aus den drei städtischen Kranken- bracht. Seiner Angabe nach ist er am Abend vorher im Schleerstaunt, daß er als Hauptbetheiligter von der Festsetzung einer häusern im Rathhause eingegangenen Meldungen haben neue fischen Busch von mehreren Personen überfallen und durch solchen nichts wußte. Die um gefällige Auskunft über Anlaß der Einlieferungen von cholerafranken oder choleraverdächtigen Per- Messerstiche verletzt worden.-Jun Humboldthafen wurde Verhaftung ersuchten Beam.en gaben ihm Aufschluß: Gegen Ludwig fonen in feiner der genannten Anstalten stattgefunden. Der Zu- Vormittags die Leiche einer etwa 24 Jahre alten Frauens war wegen bahnpolizeilicher geringfügiger Uebertretung irgend stand der im Krankenhause Moabit befindlichen drei cholera- person angeschwemmt. Nachmittags wurde ein Maler auf eines durch das Gitter des Bahnpolizeireglements eingegatterten franten Personen hat sich gebessert.- Unser Zeitalter wird von dem Boden eines Hauses in der Solmsstraße erhängt vorgeGeheges eine Strafe von 3 M. festgesetzt; diese sollte nach polizei der Bakteriologie beherrscht. Bei dieser herrschenden Zeitrichtung gefunden. Vor dem Hause Prinzen- Allee 57 stürzte Abends ein behördlicher Ansicht nicht bezahlt- also abzubrummen sein. Ludwig wird sehr leicht übersehen, daß nicht die Kleinsten Lebewesen den 10jähriger Knabe mit der aufrechtstehenden, unbefestigten Schrothatte zwar seine eigenen Ansichten über den Umfang und die Angriffspunkt unserer Schuhmaßregeln bilden, sondern die leiter eines dort haltenden Rollwagens, an der er emporgeklettert Tiefe bureaukratischer Einsicht aber unerschütterlich stand bei mangelhaften Lebensbedingungen der Menschen, war, zur Erde und erlitt so bedeutende Verletzungen am Kopfe ihm bis dahin fest, daß eine Behörde, die sogar Steckbriefe hinter welche die Ansiedelungen der Mikroorganismen begünstigen. und am Fuße, daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus er politische Verbrecher im Ausland" pünktlich erneuern läßt, doch Neben dem Kampfe gegen diese kleinsten Lebewesen durch Rein- forderlich wurde. In der Schankwirthschaft Große Hamburger den Empfang der drei Mark, die er zur Sühne feines frevent- halten der Luft, des Bodens nnd Wassers dürfen wir daher nicht straße 1 versuchte ein Barbier sich zu erschießen. Er verletzte sich lichen Bahnpolizeifrevels eigenhändig von dem sauer im Schweiße vergessen, sondern müssen vor allem darauf bedacht sein, unseren bedeutend an der Brust und am linken Oberarm. seines Angesichts verdienten Lohn am 1. September gezahlt hatte, eigenen Körper rein zu halten und so zu stärken, daß er un- Nacht zum 23. d. M. brachte sich ein Stallknecht in dem Pferdenicht leicht vergeffen kann. Sollte er vielleicht die Zahlung ge- angreifbar ist, daß er die zur Erhaltung der normalen Körper- stalle auf dem Grundstücke Alexander- Ufer 8 einen Schuß in den träumt haben? Doch halt, dann müßte es ja auch ein Traum thätigkeit nöthigen Stoffe so zu verarbeiten vermag, daß sie ihm Mund bei. Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. gewesen sein, daß ein töniglich preußischer Beamter ihm eine andere Lebewesen nicht entziehen können. Körperreinheit, gute, Quittung ausgestellt und er diese wie es solchem fräftige Ernährung schädigenden Tofument gebührt und Vermeidung von in der Nähe ſeines Herzens Einflüssen, wie Erkältung, Furcht u. s. w. sind die ersten verwahrt hatte! Ein Ruck in die Brusttasche da und hauptsächlichsten Schutzmaßregeln gegen solche Infektionsist die Quittung, für private und beamtete Augen deutlich frankheiten. Die Schutzmaßregeln gegen die Cholera lassen sich und klar von der Polizeibehörde ausgestellt. Nach kurzer also in die Forderung einer vernünftigen Lebensweise zusammen Prüfung wurde Ludwig der Freiheit wiedergegeben. Wer Ungerecht verhaftet. Vor einiger Zeit wurde der 15jährige tassen, indem die Erfahrung bestätigt, daß die Gefahr, an der Sohn Josef des Arbeiters Wetzlar zu Woltersdorf bei entschädigt ihn aber dafür, daß er mitten in der Nacht wie Cholera zu erkranten, um so größer, und die Aussicht, von Neuenhagen wegen Landstreichens und Bettelns auf Befehl des ein Verbrecher, der einer Strafe sich entziehen will, aus dem der Krankheit wieder zu genesen, um so geringer ist, je weniger dortigen Amtsvorstehers verhaftet. Schlafe geweckt und verhaftet wurde? Wer für die Entziehung die Lebensweise den ges..ndheitlichen Anforderungen entspricht Schöffengericht zu drei Tagen Haft und zweijähriger UeberJosef W. wurde vom der Freiheit? Wer ist verantwortlich, wer ist ihm haftbar wegen und je schlechter die Ernährung des Menschen. Also die un- weisung an das Arbeitshaus zu Alt- Landsberg verurtheilt. Freiheitsberaubung? Seine nächtlichen Besucher? Die handeln gestörte Thätigkeit des Verdauungsapparats, speziell des Magens, Hiergegen legte W. Berufung ein. In der Verhandlung vor der unverantwortlich" nach Ansicht des Reichsgerichts, weil sie mit bietet den wirksamsten und selbstthätigen Schuß gegen die Cholera. Ferien- Strafkammer des Landgerichts II ergab sich nun folgendes: blindem Gehorsam den amtlichen Befehlen ihrer Vorgesetzten zu In einen folchen Magen tönnen, wie Pettentofer und andere ge- Der Vater des Verurtheilten hatte auf dem dortigen Dominium gehorchen haben. Der Vorgesette? Der haftet nur, wenn zeigt haben, die Cholerabazillen wohl gelangen und dann durch gearbeitet, war aber entlassen worden und begab sich nun auf vorfäßlich, absichtlich, in vollem Bewußtsein ſeines den ganzen Verdauungsapparat hindurchgehen, aber sie fönnen die Arbeitssuche nach Stettin. Während seiner Abwesenheit sollte Unrechts einem Bürger die Freiheit raubt, vielleicht sich nicht darin ansiedeln und vegetiren. Es ist aber ein großer der Sohn seiner Mutter zur Seite stehen, um demnächst, wenn fein Familienleben und seine Gesundheit dadurch untergräbt. Frrthum, wenn man glaubt, die Verdauung durch bittere Schnäpse der Vater Arbeit gefunden habe, nachzukommen. Josef W. be= Für fahrlässige Handlungen oder Unterlassungen in Ausübung und dergleichen Spirituosen fördern und sich so schüßen zu können, stritt entschieden, gebettelt zu haben, und der Amtsdiener ihres Berufs haften allerdings z. B. Kutscher selbst strafrechtlich; auch wenn dieselben schöne Namen, wie Cholerabitter, Aro- Müller gab zu, den W. beim Wetteln nicht getroffen, sondern aber ein Beamter, der zum Schutz der Geseze vermeintlich berufen, darf sie versehentlich in Ausübung seines Amtes ver- matique 2c. haben. Der häufige Genuß solcher Schnäpse kann nur auf Befehl des Amtsvorstehers den w. aus der scha den und die Verdauung stören. Nächst der guten Ernährung Wohnung verhaftet zu haben. Auf grund dieser Auslegen, ohne dafür strafrechtlich verantwortlich zu sein. Unserer und Verdauung ist eine geregelte Hautthätigkeit, durch Vermeidung fage wurde W. freigesprochen. Weder Amtsvorsteher noch AmtsForderung auf Einführung voller Verantwortlichkeit für jede von Erkältung, und Furchtlosigkeit und Besonnenheit ein wesent diener sind auf grund der bestehenden Gesetzgebung anzuflagen. Handlung oder Unterlassung auf dem Gebiete der Beeinträchliches Moment, um von der Krankheit verschont zu bleiben er Gerichts- Beitung. tigung der persönlichen Freiheit widersetzt sich die gesammte Sehen wir doch, daß die Aerzte und Krankenpfleger, von denen Brivatbeleidigungsflage der Kellnerin Lori B. gegen deren Es war eine aufgeregte Verhandlung, welche die Bourgeoisie aus gutem Grunde. Meinte doch Munckel im Reichs- diese Vorsichtsmaßregeln innegehalten wurden, von der Er- Privatbeleidigungsklage der Kellnerin Lori B. gegen deren tage mit Recht: wer weiß, ob jemand sich zur Uebernahme des frankung fast immer verschont blieben, obgleich sie der Gefahr Bräutigam a. D., dem Kommissionär Franz K. vor dem SchöffenAmtes eines Staatsanwalts bereit finden ließe, wenn er in solchem der Ansteckung doch im höchsten Maße ausgesetzt waren. Selbst- gericht zeitigte. In dem Wortgefecht, welches die beiden im Ge Maße verantwortlich wäre. Höher als der Schuh der verständlich wird man vernünftiger Weise infizirtes Waffer nicht richtssaale ausführten, klang alles so weanerisch", daß man sich Freiheit steht dem echten Bourgeois der Schuß unabgekocht trinken, solches Wasser überhaupt nicht mit Nahrungs- an die Ufer der schönen blauen Donau versezt glaubte. Wie petuniärer Interessen. Das sollte zu seinem Schaden mitteln und Geschirr in Berührung bringen. Was nußt aber aus der Verhandlung hervorging, unterhält Frl. Lori, welche ein Richter erfahren, der in Alt- Landsberg das Schwert der alle Verhütung des Genusses von infizirtem Wasser, wenn, wie schon längst aus dem Schneider" ist, schon seit Jahren ein zärtGerechtigkeit blind walten zu laffen hatte. Der Sachverhalt war es vorgekommen ist, der Hunger die Menschen zwingt, die Müll- liches Verhältniß mit dem Verklagten, welches durch keine Macht folgender: Ein Bauer war beim Kuhhandel übervortheilt. Er haufen nach verdorbenen Resten von Nahrungsmitteln zu durchder Erde getrennt werden kann. Sie haben sich gar wacker ließ eine Klage gegen den Verkäufer einreichen die Verjäh- juchen, und dieselben zu genießen? Ist es nicht eine schwere gezantt und gestritten, sie lagen sich oft in den Haaren und rungsfrist lief ab, weil die Klage statt sofort mit rungsfrist lief ab, weil die Klage- statt sofort mit Termins- Pflichtversäumniß, wenn die Behörde in der Bekämpfung der doch bestand zwischen beiden ein Etwas, von welchem Franzl vermert versehen zu werden auf grund irriger Anschauung Cholera sich darauf beschränkt, Boden, Aborte 2c. zu desinfiziren, not sieh, so fehlt mer halt wos;' s nußt nig, sie hat was an ihr, sagt:" waß nöt, i mag's Mensch gur nöt, und docht wann is des Amtsrichters auf dem Gericht zurückgehalten wurde. und den Genuß verseuchten Wassers zu verbieten, nicht aber auch nöt sieh, so fehlt mer halt wos;' s mußt nig, sie hat was an ihr, Die frante Ruh fonnte dem Bauer nichts nüßen. diejenigen Staats- reip. Gemeinde- Angehörigen mit gesunder was ta Andere halt nöt hat." Auch Fräulein Lori fann Er strengte eine Schadensersatz- Klage gegen den Amtsrichter an. und ausreichender Nahrung und Kleidung versorgt, denen es nicht von ihm lassen. Sie sagt:„ Er ist ja a paderlump a verIn erster Instanz abgewiesen, hatte er beim Rammergericht mehr soffener, aber' 3 nuht nig, ma muß ihm gut sein! I hab' zwar Glück: der Amtsrichter wurde zu vollem Schadensersatz ver- unmöglich ist, sich dieselben selbst zu verschaffen? auf mein' ganzen Körper fa Fleckel, was er mir nöt blau geurtheilt, da auch nach Landrecht in Geldsachen die Gemüthlich- Eine erfolglose Jagd auf einen Einbrecher fand gestern schlagen hätt', aber wegen dem halt i doch zu ihm!" So ist es teit, selbst des Gesetzgebers, aufhört. Ob das Reichsgericht Abend in der Hafenhaide statt. Um 7/ a Uhr wurden die Be- denn gekommen, daß, als er endlich einmal einen Strich " oie Rechnung machte und nach Berlin ging, auch sie bald am grünen| noffen Adler und Gründung einer britten Filiale des Vereins deutscher Strand der Spree erschien. Sie hatte sich anfänglich mit einem Schuhmacher. Kollegen, welche die Flugblätter und Handzettel mit verbreiten wollen, werden ersucht, sich am Sonntag und Montag Morgens 7% Uhr bei anderen Vertreter des männlichen Geschlechts trösten wollen, Grube, Solms- und Mariendorferstraßen- Ecke, einzufinden. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( E. S. 71.) Bureau: Solzmarttstr. 69. Montag, den 25. September, Abends 8½ Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11, Borstandssigung und Aufnahme neuer Mitglieder. Ortsverein der Schneider Serlins I.( E S.) Montag, den 25. September, Aber ausfumma Abends 8% uhr, Alte Jakobstraße 89. Vorlesung der Broschüre des Dr. med. Landmann. bei Stümte und Stallschreiberstr. 58 bei Witte. Nationalötonomie. Montag, bet Tolts Suchsdocf'scher mann. Die Durchführung des schweizerischen Fabrikgefetzes. Von Dionys Binner.- Notizen: Die Vermehrung der Juden in Deutschland. Feuilleton: Traumesbotschaft. Von Andreas Scheu. V " Vermischtes. = aber sie versichert, daß dies unmöglich war: waß nöt, war's denn seine Leidenschaft oder war's mein wilder Hamur, mit den bin i halt gar nöt auskumma, den hab' i müssen zum Beißen anfangen. Da hab' i gesagt, ohne den Franzl is nie, da hab' i mi aufi g'jetzt un da war i in Berlin und wieder bei ihm". -Präs.: Und ist ihr beiderseitiger Verkehr hier wieder freund- Verein zur Wahrung der Jntereffen der Schuhmacher. Montag, licher geworden? Klägerin: Wir hoben g'lebt in Ruh und den 25. September, Abends 8 Uhr, im Botale Oranienfiraße 180: GeneralDie Cholera. Hamburg, 22. September. Die GesammtVersammlung. Tagesordnung: Abrechnung, Wahl eines Kassirers, BilletFrieden, nur g'stritten und g'raft haben wir. zahl der an Cholera Erkrankten beträgt bis jetzt 54, gestorben fan wir olleweil, bis heuer im Mai, do gab's an Mords: Ausgabe zum Stiftungsfest, Distuſſion über„ Gefeß und Autorität". Theaterverein Unikum". Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, bei Lehmann, find davon 15. Ein gestern in Altona an Cholera erkrankter spektakel. Präs. Sie sollen ihm Grund zur Eifersucht ge- Kaiser Franz- Grenadier- Play 7: Sizung. Die Mitglieder werden ersucht, Arbeiter ist heute gestorben. Hamburg, 23. September. Von gestern geben haben? Klägerin: Jesses Maria und Joseph: pünktlich zu erscheinen. Vergnügungsverein Italia". Sonntag Abends 6 Uhr, im Reftaurant morgen bis heute morgen sind 14 neue Erkrankungsfälle an Wenn i an Besuch' empfang von an Landsmann zu mir, da Roland, Gisafferfir. 26( großer Saal): Fidelitas, Tanz, Borträge. Entree und Cholera gemeldet worden, darunter ein Sterbefall. In 6 Fällen giebt's doch foan Grund zur Eifersucht. Ja! woan's an anderer Tanz vollständig fret. wär! Präs.: Sie behaupten also, der Angeklagte habe Sie bergerstraße 82: Sigung mit Damen. Nachdem Tanz und Vorträge. Vergnügungsklub„ Eichenlaub". Sonntag, Nachm. 5 Uhr, Sands- ist schwere und in 5 leichte Erkrankung an flinisch ausgesprochener Cholera festgestellt worden; bei 3 leichten Durchfällen wurden am 12. Mai tödtlich beleidigt?- Klägerin: Bei meiner Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien- Kommabazillen konstatirt. Von den früher als erkrankt GeSeelen Seligkeit, dös darf er mi doch nöt anthun. I bitt' Ihna, Gerellschaft. Heute, Sonntag, den 24. September: Bahltag Ackerſtraße 128 meldeten sind 3 gestorben. Die Untersuchungen des filtrirten solche Schimpfreden gegen ane von's zarte G'schlecht. Präs.: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. September, Bormittags Leitungswassers ergaben seit mehreren Tagen gute BeSie müssen aber die Beleidigungen näher charakterisiren. 10% Uhr, im Konzerthaus, Leipzigerstr. 48: Feier der Jugendaufnahme. Fest schaffenheit des Wassers, wie vor dem Unfall auf Kaltenhofe. Klägerin: Also am 12. Mai sigt der Schani, was a Lands- rede über: Die Veredelung der Menschheit". mann zu mir ist, bei mir und plauscht a bissel von d'a Heimath, schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Gesezesfunde. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Nord. Die Gerüchte, wonach an Bord des Schnelldampfers Augusta Oft Schule, Victoria" mehrere Cholerafälle vorgefommen fein sollen, werden Es klopft an der Pforten, i frog: wer is? Er sagt: i bin's! Markusstraße 31: Buchführung. Für alle vier Schulen in Schöning's von der Hamburgischen Börsenhalle" als gänzlich aus der Luft I fenn' doch glei d' Stimm'; dös ist der Franzl, fog' i und Restauration, Stallschreiberstraße 29: dent' dem Schani, daß er ofohrt. I laß' den Franzl eina und Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in gegriffen erklärt. Der Kapitän des gestern in Southampton anda kummt er wie a' waltmensch und schimpft wie a Rohr: Deutsch( obres): Süd- Schule, Mariendorferstr. 5 bei Grube: National gekommenen Dampfers habe auf eine telegraphische Anfrage geötonomie; Ost Schule, Martusstraße 31: Gefeßestunde; Südost antwortet:„ Gesundheitszustand an Bord vorzüglich. Der Dampfer In allen Unterrichtsfächern spat. Präs.: Welche Schimpfwvorte hat er denn gebraucht? Schule, Reichenbergerftr. 133: Anatomie. Klägerin: I hört' was von Mistviech und Schlampen und mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und verbleibe auf Anregung der hiesigen Beamten der amerikanischen Sanitätsbehörden 48 Stunden in Southampton unter Beobachtung Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. i glaubt er wullt mi umbringa. Angel.: Schau Sozialdemokratische Lese- und Diskutir klubs. Mar Kapfer, eines amerikanischen Arztes, damit in New- York feine Quarantänemir doch so Eine! I war im besten Hamur zu ihr jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Schwierigkeiten entständen. Am Sonntag Mittag wird die fumma. Kläg.: Dös is schon nöt wahr; er hat an Mords- Reimer", jeden Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Arbeiter- Sängerbund Serline und Umgegend. Sonntag. Alle" Augusta Victoria" die Reise nach New York fortsetzen. affen g'habt. Präs. Während er spricht, müssen Sie sich genderungen im Bereinstalender sind zu richten an Fr. Kortum, Manteuffel- Im Hinblick auf das Wiederauftreten der Cholera hat die HamAbends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitruhig verhalten. Kläg.: I bitt', dös is recht, aber d'Wahr fraße 70, Montag. alieber. heit muß er reden. Angefl.: Also, daß i Jhna fog: i tum bet Stehmann. Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 burg Amerikanische Packetfahrt- Aktiengesellschaft, um allen Liedertafel der Maler und verwandter Quarantäne Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, die zeithoam im besten Hamur, fie faßt mi bei der Ehr', sogt i bin a Berufsgenossen Annenstraße 16 bei Ghrenberg. Harmonie a Wein weilige Verlegung ihres Schnelldampferdienstes nach Wilhelmsbei Feindt. Zonblüthe, Görligerstraße 58 Lump, a schlechter Kerl, dös leid' i nit und da hob' i dem Fragen firaße 11 haven beschlossen. Der gestern von New York mit 599 Passadorf. Blüthe, Weinstr. 23 bei Küchenmeister. verdammtigtes seine Redensorten mit Intressen hamzahlt. Sängerchor, Nene Königsstraße 73 bei Jahns. Froh' Hoffnung gieren, 240 Säcken Post, 40 000 Dollars Kontanten und voller Präf.: Vor allen Dingen verhalten Sie sich hier an Berlin West, Kulmftr. 36 bei Raumann. Sängerhain, Reichen: Ladung abgegangene Schnell dampfer Fürst Bismarck" wird be· Stedesfreiheit II, Straußberg, im fiändig! Angel.:' is Alles aber recht, wann i bergerfiraße 16 bei Päthold. dran dent, tunnt i Restaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterstr. 16, bei Schneider. reits nach Wilhelmshaven geleitet und von dort am 5. Oftober Viehzorn a friegen! RIäg. Gefangverein Sieberzweig, Hermsdorf, Waidmannsluft bei Fenner Bur wieder nach New- York in See gehen. Die Reisenden der SchnellNa, i loß mi nöt umbringa von fo a Seeräuber! Fichte". Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelstr. 141 bei dampfer werden mittels Sonderzüge für Rechnung der GesellPräs.! Seien Sie ruhig! Kläg.: Der Deiyel halt's Schmidt.- Collegia 2 der Berufsmuſiker, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig schaft von Hannover nach Wilhelmshaven befördert. -Frisch auf in Schönwalde i. d. Mart bei Schulz. Frisch zur Freiaus, wann ma den Diskurs von Hannover so von Kerl heit, Simeonftr. 23 bei Flic. Metallarbeiter Often, Pücklerstr. 49, bet Abfahrten erfolgen Donnerstag Morgens hört!- Präs.: Wenn Sie jetzt nicht gleich rubig find, laffe Stabernact. und an demselben Tage Nachmittags von Wilhelmshaven. ich Sie abführen. Kläg.: Na, jetzt im Ernst, jetzt red' i aber sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Christiania, 23. September. Die bakteriologische Untertan Sterbenswörtel und wann's mi dadruckt. Präs.: An-( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an. entel, Bergmannstr. Nr. 21, Hof 3 Treppen.) Sonntag: fuchung hat ergeben, daß der an Bord des Dampfers" Angelo" geflagter haben Sie denn solche Schimpfworte gebraucht? Freundschaftlicher Bartvereinb. Hrn. Kyschty, Nostizstr. 12, Vorm. 8-10 Uhr. aus Hull an choleraartigen Erscheinungen erkrankte Heizer nicht Angefl.: Aff'rat so wie sie! Dös hob' i ihr schon hundertmal-Norbtlub Gefelligkeit b. Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach an Cholera litt; der Dampfer ist aus der Quarantäne entlassen. Theaterverein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. Alle gegebenen Falles g'fagt. Präs. Bei welcher Gelegenheit?- Angetl: So bem 1. b. M. Kopenhagen, 23. September. Geselliger Verein Freundschaft b. Rofiter, Schönhauser Allee 135. oft wir g'ftritten hob'n.- Präs.: War das oft der Fall? Brivat- Theatergesellschaft Walhalla, Nachm. 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bei nothwendigen Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung Vergnügungsverein Nord 1. Lindowerstr. 26 b. Sachs. Der Cholera über die schleswigsche Landgrenze find von der ReAngetl: No, i will's mana. Präs.: Wenn Sie so oft ge- Bachmann, Sigung. Geselliger Verein d. Feilenhauer, Gartenstr. 162 b.Meißner, jed. Sonntag ftritten haben, warum haben Sie sich nicht lieber vor d. 1. d. M. Geselliger Verein Brüderbund", Stralauerstr. 57, bei gierung getroffen, die noch an den Grenzstationen befindlichen ' getrennt? Angetl.: 3 ist nöt ganga. Präf.: miegel, alle 14 Tage Sigung. Montag: Pfeifentiub Felsenfest bei Döcker'schen Filzzelte sind in Bereitschaft gefeßt und die Humoristischer Verein Pipifar bei Was sollte Sie hindern ein Verhältniß aufzuheben, Schubordt, Königsbergerstr. 24. Krösche, Fichteftr. 29.- Theaterverein Nora, Märtischer Hof, Admiral beorderten Aerzte sind heute auf den Stationen eingetroffen; über das beiden Theilen läftig fällt? Angefl.: Hoben's a Jdee eine militärische Absperrung der Grenze verlautet noch nichts.. Straße 18c, Abends 9 Uhr. Dös is not so leicht, wonn man sie amol ananond Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaters und Petersburg, 22. September. Vom 18. bis 20. d. M. erg'wöhnt hat. Auch die Klägerin steht auf demselben Bergnügungsverein Barletin, beute Nachmittag 5 1hr Beughofftr 8. frankten hier an Cholera 166 Personen und starben 78; vom Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Roch. Standpunkt: I bitt' Ihna, Herr Rath, i bin in einer Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: 16. bis 18. d. M. erfrankten in Moskau 18 und starben 10; miserabligen Situation. Da hob' i zwa Mannsbilder g'habt; fidelitas. vom 15. bis 20. d. M. erkrankten in Kronstadt 20 und starben 8; der Ane zieht hin, der Andere her, sie fan eifersüchtig auf Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. anand' und weil sich Aner vor'm Andern fürcht', hauen's mi! Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Berfammlung Sinien- vom 15 bis 19. d. M. erkrankten in Sebastopol 3 und starben 3; ftraße 150.- Bergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, vom 10. bis 16. d. M. erkrankten im Gouvernement Peters Dös halt der Deirel aus; i bin schon wie a g'hetztes Viech. Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsvereinburg 78 und starben 11, im Gouvernement Mostau erkrankten wie a wilder Ochs bin i worden! Aber: mir san schon so weit itania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeſtr. 65. Nachher: Fidelitas. 124 und starben 74, im Gouvernement Grodno erkrankten 189 Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. verg'wöhnt, daß Ans ohne' m Andern nöt aushalten fann! Theater Verein Lustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann, und starben 114; im Gouvernement Woronesh erkrankten 397 Präs.: Dann wird es das Beste sein, Sie halten Ruhe und Frieden Melchiorstr. 15. und starben 207, im Gouvernement Drel erfrankten 225 und und vergleichen sich hier.- RIägerin: Dös wär schon recht, aber starben 80, im Gouvernement Boltawa erkrankten 139 und starben i glaub' er macht mi doch amol todt; i werd' Ihna erinnern, 68, im Gouvernement Tula erfrankten 221 und starben 83 und daß er mi umbringt. Franzl versichert, daß sie eine solche im Gouvernement Charkow erkrankten 120 und starben 58. Rom, 22. September. In den lezten 24 Stunden sind in Schandthat nicht zu befürchten habe, denn er könne kein Blut Livorno 2 Personen an der Cholera ertranft und ebensoviel gesehen und unter diefer Garantie kommt ein Vergleich dahin zu Stande, daß Klage und Widerklage zurückgenommen wird und storben, in Palermo 20 Personen ertranft und 10 gestorben. In die Kosten getheilt werden. Das Paar verläßt mit grundletterer Stadt sind seit dem Beginn der Epidemie 245 Personen Brest, 22. September. In dem verschiedenen Gefühlen den Gerichtssaal. Während er noch einerkrankt und 134 gestorben. mal versichert:" I mog's Mensch nit, aber wonn ich's nöt hab', fehlt mir halt was!", fnigt sie vor dem Präsidenten und meint: hiesigen Arrondissement sind innerhalb acht Zagen 126 Personen an Cholera gestorben. " I füß' d'Hand, aber lassen's mir den Kerl nöt nachtumma!" an 3-4 Uhr. 1 Theaterverein 1 Bergnügungsverein 2uftig, Sonntag, Stalizerstr. 54( S.Henke), 5% Uhr: Sibung, Tanz, Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Senffert, Oranienftr. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein„ Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereins. Hiontag. Geselliger Berein 8wiebelfife, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Sotal, Berliner Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei fraße 130. Möring, Admiralfir. 18c.- Gefelliger Klub Namenlos, jeden Montag im Restaurant zum Bukunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Bergnügungsverein Aufelgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei Binke, Bergstr. 54, Fidelitas. straße s. Vergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Adalberiftr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz Bergnügungsverein„ Eulalia" bet Herrn Reggentin, Barnimftr. 4-5, Sigung 6 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b Sauermann, AdalbertPfeifentlub Felfen feft, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt Rauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerite, 14 bet Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder Henoch.. firage 27. Kartentlub, Lustige Brüder" Krautir. 48, Abends 8% Uhr bet Ernst Radite. Rauchflub Veronita", Sigung Montag Abends s uhr bei Rennet, Stegnigerstr. 26. Stattlub„ Grand", Abends% 9 Uhr bei K. Hubrich, Lübbenerftr. 22. Stattlub Roth- Junge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und SpielEin tumultuarischer Vorgang spielte sich heute Vormittag im Moabiter Gerichtsgebäude ab. Ein schwerer Junge, namens Kleinert, war wegen Diebstahls zu 4 Jahren Zuchthaus uerurtheilt worden, obgleich er hartnäckig bestritt, Kleinert zu heißen, sich vielmehr den falschen Namen Kranz beilegte. Seine eigene Ehefrau, die ihn refognoszirte, verleugnete er, und wollte auch von einem Zeugen, dem Maler Jager, der ihn als Kleinert bezeichnete, als solcher nicht erkannt werden können. Als er nach Urtheilsspruch abgeführt wurde und auf dem Korridor dem genannten Zeugen begegnete, stürzte er sich auf ihn, um ihn zu mißhandeln und dann in dem angerichteten Wirrwarr zu enterrath. tommen. Der als gefährlich bekannte Bursche mußte durch zwei Freie Bereinigung der Raufleute. Jeden Montag Schuhmänner und noch etwa sechs Gerichtsbeamte überwältigt lies Beisammensein im Restaurant" Sur neuen Post", Beuthstr. 21. und schließlich in die Belle getragen werden; während er um sich schlug. Versammlungen. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. AusSchuß- Sihung am 17. September. Als Bundesmitglieder aufgenommen wurden 7 Vereine, unter diesen ein Verein in Ebers walde. Der Vertreter dieses Vereins empfahl allen Bundesmitgliedern, die Lokalliste bei Partien in der Umgegend Berlins genau durchzusehen, eventuell sich an Vertrauenspersonen zu wenden und nicht in einem boykottirten Lokale ihr Geld zu verzehren. Zur Wahl des Bundesdirigenten ist ein Antrag gestellt, der besagt, den Vorstand zu beauftragen, im„ Vorwärts" und in der Sängerhalle" zu annonciren, um tüchtigen und geeigneten Kräften Gelegenheit zu geben, für den Arbeiter- SängerDas bund als Bundesdirigent ihre Offerten einzureichen. Stiftungsfest soll wie im vorigen Jahre begangen werden und ist dem Vorstand das Weitere überlassen. Die Wahl zweier Mitglieder in den Ausschuß der Liedergemeinschaft" fiel auf die Vertreter von Deutsche Eiche" und" Freie Liedertafel". Zu Revisoren sind neu gewählt die Vertreter des Ges. Vereins der Steinmeßen und„ Norddeutsche Schleife". Auf besonders gestellte Anträge wurden 1400 M. für Unterstützungszwecke bewilligt. Privat- Theater- Gesellschaft Preciosa" Nachmittags 5 Uhr im Restaurant Clubhaus", Ohmgaffe 2. Sigung und Tanz. Vergnügungsverein Bruderher?" Sonntag Nachmittags 4% Uhr in Stachel's Planina- Grotte", Raupachstraße 6: Sigung. Nachdem Fidelitas und Tanz. Große öffentliche Schuhmacher- Versammlung am Montag, den 28. September, in Habel's Braueret, Bergmannstraße 5-7. Bortrag des GeHerr find. frol. Schlafft. Manteuffelftraße 108, H. 1 Tr. I. 2175b Frol. Schlafft. Adalbertstr. 32, H. 8 Tr. bei Sch ent. 21216 Die Mauern im Winter. Angesichts des heranrückenden Winters und der dann eintretenden Arbeitslosigkeit im Baugewerbe dürfte die Nachricht nicht uninteressant sein, daß man in Norwegen mit der Verwendung von ungelöschtem Die alt zu Frostmörtel gute Erfahrungen gemacht hat, indem man dort bei anhaltendem Frost( nicht unter 10 Gr. C.) ebenso gern Mauerwerk herstellt, wie in warmer Jahreszeit. Maurer sagen dort:" Die Mauer friert sich trocken." Die Zeit abwechselnden Frost- und Tauwetters ist die schlimmste zum Mauern. Auch eine Verwendung einer 10prozentigen Sodalösung zur Bereitung von Mörtel wird bei Frostwetter empfohlen. Die Maurer müssen aber dann Kautschukhandschuhe beim Argemüth- beiten tragen, um die Aegwirkung der Sodalösung von den Fingern abzuhalten. Auch trocknet so hergerichtetes Mauerwerk langsamer und zeigt weiße Ausschwigungen, die erst nach längerer Zeit verschwinden, sodaß Sodamörtel zum Häuserbau nicht zu empfehlen ist. aben alle Dienfiage von 9 bis 11 Uhr im Renaurant Böckhsir. 7 bet Herrn Literarisches. Wieder ein„ Kulturfortschritt" in Rußland. Den Sozialpolitisches Zentralblatt", herausgegeben von Dr. Heinrich russischen Polizisten ist jetzt die Erlaubniß, nach Gutdünten Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich prügeln zu dürfen, endgiltig entzogen worden. Sind doch viele 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 52 hat folgenden Bauern, sowohl Männer als Frauen, die sich unbedeutender FeldInhalt: Die Sozialpolitik der Reichs- Postverwaltung. Von und Forstdiebstähle schuldig gemacht hatten, so geprügelt worden, Dr. Heinrich Braun. Die österreichische Gewerbe- Enquete daß sie ihren schweren Verlegungen erlagen. Die graufamen vom 6. Juni bis 10. August d. J. Von Engelbert Perner Polizeibeamten, die tein Mensch tontrollirte, wendeten die Knute storfer, Mitglied des österreichischen Reichsraths. Der an, so oft es sie gelüftete, ihren Blutdurft zu stillen; so tam es, zweite Kongreß der sozialistischen Arbeiterpartei Italiens. daß selbst auf der Landstraße aufgegriffene Bagabunden, deren Bon Prof. Dr. Werner Sombart. Der englische Gewert einziges Verbrechen darin bestand, daß fie tein Obdach Die hatten oder daß sie bettelten, zu Tode gepeitscht wurden. In Dereins- Kongreß in Belfast. Von Georg Ledevour. der Nähe von Kiew wurde jüngst eine ganze Bauernfamilie, die Arbeitsbörsen in Belgien. Von Rechtsanwalt Dr. E. Vinc. Bon Dr. E. Lange. ohne behördliche Erlaubniß und Bescheinigung auswandern Doppelte Unfall- Entschädigung. Die Fortsegung der Reichs- Enquete über das Handels- wollte, gefangen gesezt und der Knute unterworfen, und zwar so gewerbe. Von Dr. M. Quard. Milderung des Schul- gründlich, daß das 60 jährige Familienoberhaupt wenige Stunden brechts.- Sonntagsruhe und Staatsbehörden. Zur Durch nach der Durchpeitschung verstarb. Berichte über diese unerhörten führung der Sonntagsruhe in Industrie und Handverk. Grausamkeiten gelangten endlich auch zu den Ohren des Baren, Bum Streit der französischen Grubenarbeiter. Zahl der obwohl Bäterchen" für gewöhnlich sehr weit ist. Eine einGewerbegerichte in Deutschland.- Sozialdemotratifcher geleitete Untersuchung ergab die Richtigkeit jener Berichte, und Parteitag.- Evert, Taschenbuch des Gewerbe- und Arbeiter lo verfügte der Bar selbst das Ende der Knute". rechtes. Von einem furchtbaren Wolkenbruch in Chicago erfährt Bon der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die das Neue Wiener Tagblatt". Ein Theil der Weltausstellung Verlag) ist soeben das 52. Heft des 11. Jahrgangs er wurde danach verwület, das Glasdach der Kunstabtheilung ist schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Preußische eingestürzt. Der Schaden an den Bildern soll ziemlich bedeutend Kultur. Die preußischen Landtagswahlen und die Sozial- sein. Eine große Anzahl von Personen trug Berlegungen davon. demokratie. Ein Vorschlag zur Diskussion von Ed. Bern- Die Wahlen in Frankreich. Die Lage der Porzellanarbeiter in Nordwestböhmen. Von Karl Spöhn-| Möbel- Magazin. stein. Eigene Tischlerei. Frol. Schlafft. b. Hildebrandt, Manteuffelstraße 5, v. 4 Tr. 21146 1 freundl. Schlafft. f. Herrn, sep. Eing., b. Schreiter, Adalbertstr. 28, H. 1 Tr. En möbl. Zimmer f. 2 Herren à 15 M. Schlafft. zu verm. Stallschreiber intl. ar verm. Adalbertstr. 19 ,! v. 2 Zr. I. ftraße 38/39 v. 1 r. t. 2098b Fr. Janitzkow, NW., Thurmstr. 45. Genosse findet freundl. Schlafstelle, 7 M., bei Lindner, Admiralstr. 20, 1 Tr.1. Möbl. Schlafft. f. Herrn b. Budack, Manteuffelstr. 99, v. 3 Tr. Kl. Eing. Frol. Schlafft. für Genoffen Gips straße 11, v.2 Tr. 2121b Polsterwaaren. Eigene Werkstatt. Möbl. Schlafft. f. Herrn, Preis 9 M., bei Christiansen, Bossenerstr. 41, v. 3 Er. 1 Genosse findet freundl. Schlafft. b. Leiſe, Manteuffelstr. 90, v. 2 Tr.[ 2128b 2 freundl. Schlafstellen bei Dieter, Grünauerstr. 25, v. 4 Zr. 4830L* Frdl. Schlafft. für 1 od. 2 Herren bei Teichert, Laufigerstr. 2, 3 Tr.( 21026 Freundl. Schlafstelle zu vermiethen [ 19186 bei D. Ficius, Langeftr. 70. Genossen finden freundl. 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Einleitung zur Diskussion: Frau Klara Zetkin. Da es sich darum handelt, in dieser wichtigen Frage einen Beschluß zu faffen und Genoffin Zetkin nur deswegen ihre Abreise verzögert hat, bitten wir um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Die Frauen- Agitationskommission. Sozialdemokratischer Wahlverein 411/20 am Dienstag, den 26. Septemmber, Abends 812 Uhr, in der Berliner Ressource", Kommandanten Straße Nr. 57. Tages- Ordnung: 1. Die wirthschaftlichen Verhältnisse in der Schneiderei und wie sind dieselben zu verbessern? Referent Kollege H. Stühmer- Hamburg, Redakteur der Fachzeitung der Schneider. 2. Diskussion. 392/15 Das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ist Pflicht. Die Agitations- Kommission. Achtung! in Weißensee: 11 br, Pfeifen- Müller Oeffentl. Versammlung der Möbelpolirer. Tages- Ordnung: Vortrag. Errichtung einer Zahlstelle in Weißensee 2c. Alle Möbelpolirer von Weißensee und Berlin ladet ein 266/15 Der Einberufer. Achtung! Sentral- Kranken- u. Sterbekasse der Maler u. v. Berufsg. Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Trikottaillenfür den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Arbeiterinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen der Herren- Diennaa, den 26. d., Ab. 8 Uhr, TOS Versammlung am Dienstag, den 26. September 1893, Abends S Uhr, im Saale des Herrn Martens, Friedrichstraße Nr. 236. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Richard Fischer über: Die Landtagswahlen in Preußen." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 373/1 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 26. Septbr., Abends 8 Uhr, im Vereinshause Süd- Ost", Waldemarstraße 75. Versammlung. V Tages Ordnung: Konfektion und der Maassbranche. " Montag, den 25. September 1893, Abends 82 Uhr, im Berliner Prater", Kastanien- Allee 6-9. Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: V 1. Die wirthschaftliche Lage aller in der Bekleidungs Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Referentin: Kollegin Agnes Wabnih. 2. Diskussion. 392/16 Kollegen, Kolleginnen! Erscheint zahlreich in dieser Versammlung. Die Agitations- Kommission. Sozialdem. Agitationsklub für den Osten Berlins. Große öffentliche Versammlung bei Wienecke, Alte Jakobftr. 83: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung fämmtl. Filialen Berlins u. Umg. Tagesordnung: Stellungnahme zu der am 20. November d. J. in Erfurt stattfindenden Generalversammlung. 2045b Der Einberufer. Orts- Krankenkasse der Bildhauer, Stuckateure und verwandter Gewerbe zu Berlin. Wegen des Umzugs ist die Kasse am 27. September 1893 Nachmittags geschlossen. Vom 28. September 1893 1. Vortrag des Genoffen Mähr über: Die Verfassung des Deutschen am Sonntag, 24. d. M., Abds. 6½ Uhr, im Freischüt, ab befindet sich die Rasse in ber Reiches". 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Der Parteitag in öln. 5. Verschiedenes. 377/8 Pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist der Tagesordnung wegen dringend nothwendig. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufDer Vorstand. genommen. Freie Berein. d. Blumen- u. Pußfeder- Arbeiter n. Arbeiterinnen. Sonnabend, 30. Sept., im neuen Saale der Unions- Brauerei, Hafenhaide 22-31: III. Stiftungsfest Concert, Festspiel mit 6 lebenden Bildern und Ball. Bräzise 9 Uhr, Anfang des Festspiels: 87/8 Im Morgenrothy oder: Aussaat und Ernte Sibiriens. Prosaische Erzählung mit 6 lebenden Bildern und entsprechenden Gesangsund tufilstücken. Nach den Aufzeichnungen Vasziliy Jakszakov's, in Szene gefegt von Guillaume Chasseur. Die Gesänge werden vom Gesangverein Allegro( M. d. A.-S.-B.) ausgeführt. Den Mitgliedern und event. Gästen zur Nachricht, daß Programme à 25 Pf. noch bei Frau Goldacker, Gneisenaustr. 63, Querg. 4 Tr., sowie in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben sind. Die ProbeaufBellung der lebenden Bilder findet am Donnerstag, den 28. September, statt. E3 ladet freundlichst ein Das Komitee. Achtung! Achtung! Getreideträger, Wäger, Schipper und Berufsgenossen. Große öffentliche Versammlung Achtung! am Montag, den 25. September 1893, Abends 9 Uhr, in Hensel's Festsälen, Invalidenstraße la( Ecke Brunnenstraße). Tages- Ordnung: 197/16 1. Vortrag des Genossen Apotheker Vogel über Boltsernährung, wie fie jest ist und wie sie sein könnte. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten der Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. Kollegen! Da die Tagesordnung eine so überaus wichtige ist, so erscheint Alle, Mann für Mann und helft Eure traurige Lage verbessern. Der Vertrauensmann. Karl Peetz, Stralsunderstr. 44. Fruchtstr. 36a. Zages Ordnung: Vortrag des Stadtverordneten Theodor Mekner.] Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Große öffentliche Schuhmacher- Versammlung am Montag, den 25. September, Abends 81 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstraße 5-7. Tages Ordnung: " Krautstr. 52, r. Aufgang II. Die Kasse ist vom 28. September 1893 ab nur an den Wochentagen Vormittags von 8-10 und Nachmittags 147/7 von 4-7 Uhr geöffnet. Der Vorstand. J. A.: R. Lampe, Rendant. Achtung, Rixdorf. Gr. Versammlung des Soziald. Vereins ,, Vorwärts" am Dienstag, den 26. September, in Hoffmann's Lokal, Bergstraße 133. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Adler: Warum organisiren wir uns?" 2, Diskussion. 3. Gründung einer dritten Filiale des Vereins Deutscher Schuhmacher für Südwesten und Westen event. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 4. Antrag des Zuschneiders Bogs: Wie stellen sich die Schuh1. Vortrag des Genossen A. Hoffmacher zu der von den Arbeitern der Schäftefabrikation geplanten Gründung mann- Pankow( früher Zeiz) über„ Die eines Verbandes dieser Branche für Deutschland?" 5. Verschiedenes. zehn Gebote und die besitzende Klasse". Die Kollegen und Kleinmeister werden ersucht, recht zahlreich zu er- 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen276/8 heiten. scheinen. Die Agitations- Kommission der Schuhmacher Berlins. J. A.: Carl Dittmar, Morißftr. 17. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 26. September 1893, Abends 9 Uhr: Mitglieder- Derlammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Zages Ordnung: 1. Mittheilung. 2. Abrechnung vom zweiten Sommernachts- Ball und 433/5 Jedermann hat Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Aufforderung. Laut Beschluß der Generalversamm lung des Fachvereins der Tischler vom 12. Auguft werden nachstehende ehemalige Mitglieder des Fachvereins hiermit aufgefordert, ihren Ver Ausgabe der Billets zu dem am 30. d. M. in den„ Konkordia- Feſtsälen" statt- pflichtungen gegen denselben nachfindenden zehnten Stiftungsfeste. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes und Fragefaften. Der Vorstand. 2141b Freie Vereinig. der Kaufleute. Mittwoch, den 27. September, Abends 8½ Uhr, zukommen: 309/7 Klavierarbeiter Richard Legel B.-Nr. 7274. Tischler Carl Müller B.-Nr. 297. Tischer Gustav Sander B.-Nr. 5543. Tischler Franz Scharf B. Nr. 299. Tischler Wilhelm Müller B.-Nr. 4365. Tischler Achtung! Schäfte- Arbeiter! im Etablissement Buggenhagen" am Morinplak: Albert Seifarth B.-Nr. 1407. Zuschneider, Vorrichter, Stepperinnen. Nächste Vereins- Versammlung am Sonnabend, den 30. September, Abends 8 Uhr, bei Matthies, 2158b Wallstraße 20. Gäste willkommen. Große öffentliche Versammlung der Uhrmacher am Dienstag, den 26. September, Abends 9 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstraße 77-79. Zages Ordnung: 1 1. Die Regierungs Vorschläge zur Organisation des Handwerks." Referent: Rollege Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Die Arbeitsverhältnisse bei Felsing. 4. Verschiedenes. 233/5 Der Borstand des Zentralverbandes Deutscher Uhrmacher", sowie Herr Hof- Uhrmacher Felsing sind ganz besonders eingeladen. Achtung! Der Vertrauensmann. Filzschuh- Arbeiter. Achtung! Am Montag, den 25. September, Abends 8 1hr, findet die Vereins- Versammlung bei Seefeldt, Grenadierstr. 33, statt. Tages- Ordnung: " 1. Vierteljahrsbericht. 2. Bortrag des Fräulein Baader über:„ Das Recht, das mit uns geboren ist." 3. Diskussion. 4. Abrechnung vom Sommervergnügen. 5. Verschiedenes. 166/16 NB. Den Kollegen zur Nachricht, daß am Sonntag, den 1. Oktober, um 1 Uhr Nachmittags, die Vorstellung in der Urania" stattfindet. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschuerbrauche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen am Montag, den 25. d. Mts., Abends 8½ Uhr, im Schüßenhause", Linien Straße Nr. 5-6. W Tages- Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu dem Streit der Militär- Müzenarbeiter und der Brüsseler Kollegen. 2. Ersatzwahl der Vertrauensleute. 196/6 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenslente. Große öffentliche Bersammlung Tages- Ordnung: Früherer Beitragsammler Julius Theurich, B.-Nr. fehlt. 1. Der Fall Lubardy. Referent Reichstags- Abgeordneter Dr. Bruno Der Former Max Bernitzki, Schoenlank. 2. Diskussion. Kollegen, Hausfrauen, Arbeiter! Erscheint alle! Der Vorstand. J. A.: Ed. Adler, Markusstr. 48. 189/1 Mitglied des Ausschusses der Gewerkschaftskommission Berlins, wird nach erfolgloser brieflicher Mahnung hiermit aufgefordert, seinen Gesang- Verein Cottbuser Harmonie. Berpflichtungen in Friedrichshagen Sonntag, den 24. September, Abends 7 1hr, im Restaurant Otto Klein, Schönleinstr. 6. Gemüthliches Beisammensein. Auftreten der Gesangskomiter Genoffen 2155b J. A.: Der Vorstand. H. Weiland und M. Wolf. Ethische Gesellschaft. nachzukommen, widrigenfalls andere Schritte unternommen werden. Die Parteigenossen Friedrichshagens. J. A.: Fr. Schleehuber, Vertrauensmann, Scharnweberstr. 4.[ 21405 Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle 2, Berlin. Versammlung Sonntag, den 24. d. Mts., Abends 7 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Sonntag, 24. Sept., Abends 6 1hr, Vortrag des Herrn Mattutat über: Die Segnungen der modernen Kultur. 142/18 Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Säfte sehr willkommen. Die General- Versammlung findet am 4. Oktober, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. Mitgliedskarte legitimirt. Charlottenburg. Versammlung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes am Montag, den 25. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Krause, Bismarckstraße 74. neu 319/6 Die Ortsverwaltung. Vereins- Festfäle renovirt, bis 600 Personen fassend, mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtet. Auch Sonnabends Bedingungen zu vergeben. an Vereine unter günstigen Wochentage gratis. Große und fleine Vereinszimmer bei 46332 Ernst Gründer( fr. Mundt), Köpenickerstraße 100. bei Keller, Bergstr. 68. Tagesordnung: Vortrag des Fräulein Wabnig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht.[ 276/9] Der Vorstand. Redakteur! Die Redaktion der„ Neuen Welt" ist zu besetzen. Schriftliche Meldungen sind zu richten an J. Auer, Sagbadftr. 9, I. Berlin SW. Lehrfräulein f. Damenschneid, verl. Frau Panse, Mod. acad. Brigerstr. 44. Zapezirerlehrling gesucht Motstr. 92, Bestner, Tapezirer und Detorateur Tischlergesellen a. Ladeneinrichtungen mit u. ohne Hobelbänke s. Wichmann Neu- Weißensee, Rölfeftr. 128. 2138 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 225. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Sonntag, den 24. September 1893. Rammer I. Vorsitzender: Assessor Welt. Sigung vom 19. September. Der Schneider Leifer tlagt gegen die Firma Ascher auf Zahlung von 20 M. rüd ständigen Lohn. Er hatte 68 Mäntel für die Firma angefertigt, von denen die ersten acht vollständig zur Zufriedenheit der Beflagten ausfielen, während die nächsten 30 nach den Angaben des Vertreters derselben zwar auch gut gearbeitet waren, aber zu schmale Besäße hatten. Deshalb wären sie, meinte er, nicht zu gebrauchen gewesen; es sei englische Waare. Die Mäntel wurden dem Kläger von der Firma zur Verfügung gestellt. Gr machte im Termine geltend, der Stoff zu den 60 Mänteln sei bedeutend schmäler gewesen, wie zu den ersten acht, er habe auch den Vertreter von Ascher, Herrn Meier, darauf aufmerksam gemacht. Dieser hätte darauf nur erwidert, er solle die Mäntel nur machen, andere machten sie ja auch. Bei den letzten dreißig Mänteln hätte aber M. ihn darauf aufmerksam gemacht, daß er event. nur 29 aus dem Stoffe machen brauchte. Diese seien denn auch so ausgefallen, wie sie verlangt wurden. Das Gericht verurtheilte die Firma, den rückständigen Lohn zu zahlen. Fräulein Redzig flagt gegen Herrn Tilgner, sie beansprucht 11,85 m. rückständigen Lohn. Der Beklagte wendet ein, die Klägerin hätte zu spät geliefert und er habe seine Arbeit dadurch verloren, sonst sei er ja mit ihr zufrieden gewesen. Den nicht gezahlten Lohn will er als Schadenersatz behalten. Den Schaden versucht er durch Vorlegung einer Karte zu be weisen. Auf derselben steht jedoch nur, daß er liefern solle, und nicht, daß er keine Arbeit mehr bekomme. Er macht der Klägerin noch eine Gegenrechnung auf. So verlangt er 2 Mart retour, welche er derfelben als Vergütigung für die Unterweisung anderer Arbeiterinnen gegeben hatte. Grund: Weil die Klägerin nicht mehr bei ihm sei! Weiter verlangt er 1 M. für Kaffee, den sie bei den Lieferungen geschenkt erhielt, und 1,25 M. für eine Arbeiterin, welche der Klägerin geholfen hat. Auf die lettgenannte Summe verzichtet diese. Der Beklagte wurde mit seiner Gegenforderung abgewiesen und fverurtheilt, den Anspruch der Klägerin mit 10,50 M. Lohn und 3 M. Versäumnißgebühr für zwei Termine zu befriedigen. Soziale teberlicht. 10. Jahrg. ob er, Kläger, nun doch unterschrieben habe, derselbe mit ja" vor, daß man sich dabei auf„ sozialdemokratische Grundsäge" geantwortet hätte. Da der Beklagte feinen Zeugen dafür bringen beruft die gar nicht existiren, die vielmehr die liebe Unwissenkann, daß die Unterschrift thatsächlich vom Kläger herrühre, heit sich selbst konstruirt. Wo wirkliche Sozialdemokraten, ökobleibt noch der Eid als Beweismittel. Bei de Parteien er nomisch und sozialpolitisch gebildete Arbeiter in genossenschaftklären sich bereit, die Richtigkeit ihrer Behaup- lichen und parteigenössischen Unternehmungen zu entscheiden tungen zu beschwören. Der Eid wird vom Gerichtshof haben, da sind Mißstände der geschilderten Art unmöglich, wie bem Beklagten auferlegt. Er beschwört, daß Reetz den Namen wir an zahlreichen Beispielen zeigen könnten. Für solche Mißunterschrieben hat, worauf die Abweisung der Klage erfolgte. stände giebt nicht die Sozialdemokratie, sondern die gegenwärtige Wirthschaftsordnung das Beispiel. Daß es hier und da noch Arbeiter giebt, die, weil sie unter einer notorisch sozialdemokratischen Bevölkerung wohnen, auch ohne weiteres als Sozialdemokraten gerechnet werden, dabei aber im höchsten Grade ungerecht gegen andere Arbeiter sind, fann gar nicht befremden. Diese Leute An die Parteigenossen Berlins. Der Verein der oft- thun nur, was die kapitalistische Ordnung sie gelehrt hat, und und westpreußischen Sozialisten hat sich aufgelöst, nm eine Ber- sie beweisen wahrlich nichts gegen die Sozialdemokratie, sondern splitterung der Kräfte zu vermeiden. Eine den 3. September lediglich, daß sie noch bedeutend der sozialdemokratischen Ertagende Versammlung hat nun eine Agitationskommission ge- siehung zu gerechten und vernünftigen Grundsätzen bedürftig sind. wählt, die die Aufgabe erfüllen soll, für die Ausbreitung unserer Die gegnerische Presse thäte gut, das zu bedenken, statt Ideen thätig zu sein. Wir richten deshalb an die Genossen das unsere Partei verantwortlich zu machen für gegen die sozialErsuchen, uns so viel als möglich mit Agitationsmaterial( ge- demokratischen Prinzipien verübte ungerechtigkeiten, welche in lesene Zeitungen, Broschüren u. s. m.) zu versehen. Folgende vereinzelten, gar nicht auf Rechnung der Sozialdemokratie Genossen sind gewillt dieselben in Empfang zu nehmen: kommenden Arbeiterunternehmungen vorkommen. C. Rott, Münchebergerstr. 29, v. 8 Tr., C. Rathfe, Kraut- Zur Arbeitszeit im Kaufmannsstande. Der kauf straße 48, J. Chognac i, Friedenstr. 94, v. 4 Tr. bei Miesch, männische Verband für Rheinland- Westfalen und angrenzende Tiedemann, Brizerstr. 4, Hof part., W. Fischer, Fürsten- Bezirke, welcher 11 Vereine und 22 Einzelmitglieder zählt, hat bergerstr. 12, Fiedler, Oderbergerstr. 42. in seiner am 18. d. in Elberfeld abgehaltenen Hauptversammlung Ferner ersuchen wir die Genossen, uns mit Adressen zu verfolgenden Antrag angenommen: sehen, da wie bekannt, im Kreise Schlochau- Flatow eine Erfaz-" Der kaufmännische Verein für Rheinland und Westfalen wahl stattfinden soll. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß am erachtet es als eine der Hauptaufgaben seines Wirkens, die Sonntag, den 8. Oktober, Beuthstr. 22 eine öffentliche Ver- Arbeitszeit in den offenen Geschäften abzukürzen, und dadurch sammlung einberufen ist. dem Personal Gelegenheit zur Erholung und Ausbildung zu Die Agitationstommission für Ost- und Westgeben. Die heutige Hauptversammlung beauftragt den Vorstand des Verbandes, eine Petition an die Regierung zu richten mit J. A.: Carl Rott, Münchebergerstr. 29. der Bitte, durch Erlaß eines Gesetzes den Schluß der offenen Geschäfte Abends 8 Uhr erfolgen zu lassen." Arbeiterbewegung bisher immer theilnahmslos gegenüber standen, Wie man sieht, beginnt sich's auch in diesen Kreisen, die der mehr und mehr zu regen und die Zeit ist hoffentlich nicht mehr ferne, wo auch die Organisationen der Kaufleute vereint mit allen anderen Arbeiterorganisationen für ein menschenwürdiges Dasein Aller kämpfen werden. preußen. beendet, den wir zu bestehen hatten, und schon wieder sind wir Achtung, Korbmacher! Kollegen! Raum ist der Kampf in die Nothwendigkeit versetzt, Stellung zu nehmen gegenüber der Firma Starke, Waldstr. 45( Moabit). Die von uns verhängte in Sperre befieht noch zu Recht. Kollegen! Unerhört niedrige Löhne wagt Herr Starfe uns anzubieten. Zeigt, Kollegen, daß wir nicht gewillt sind, solch schamlose Ausbeutung ruhig hinzunehmen. Erscheint alle Mann am Mittwoch in unserer öffentlichen Versammlung, um Stellung zu nehmen gegen solch unerhörte J. A.: P. Keller, Urbanstr. 68. Hamburg. " Versammlungen. Rammer III. Vorsitzender: Assessor Cuno. Sigung vom 20. September. Die Arbeiter Becker und Linke Klagen auf 3ahlung von 28,75 M. und 22,80 m. rückständigen Lohn gegen die Gebrüder Ernst und Karl Zachow. Als Beistand der Kläger fungirt Herr Fabrikbesizer Weigert. Die Kläger führen aus: Sie seien von Herrn Karl Bachau engagirt worden, um auf dem Ausbeutung. Grundstück des Herrn Ernst Zachau Schachtarbeiten zu verrichten. Eines Tages habe letterer fie nach ihren Krantentassenbüchern gefragt und dieselben an sich genommen. Ernst Bachau habe Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Am Montag, Eine öffentliche Versammlung der Bau- Arbeiter tagte auch mal Material zum Arbeiten geliefert, trotzdem wolle er den 25. September, Abends 82 Uhr, findet im„ Berliner Prater", am 21. September, um sich mit dem Submissionswesen zu benichts mit der Arbeit seines Bruders zu thun gehabt Kastanien- Allee 6-9, eine öffentliche Versammlung statt, in der schäftigen. Als Referent legte Genosse Reßler die Schädlichkeit haben. Er wolle den Lohn nicht zahlen und der andere Zachau Fräulein Agnes Wabnitz referirt über das Thema: Die wirth- des Submissionswesens und die Vortheile des Regiebaus dar. sei verschwunden. Sie, Kläger, hielten ersteren auf grund der schaftliche Lage aller in der Bekleidungsindustrie beschäftigten Er schlug die unten abgedruckte Resolution vor und befürwortete angeführten Thatsachen ebenfalls für den Arbeitgeber; die Brüder Arbeiter und Arbeiterinnen." Am Dienstag, den 26. September, dann die Einführung eines Zentral- Arbeitsnachweises. In der hätten jedenfalls zusammen gewirthschaftet. Mehrere Male findet in der Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57, eine Diskussion führten mehrere Anwesende einzelne Erfahrungen hätten sie nach der Wohnung Ernst 3's tommen müssen, ehe sie öffentliche Versammlung statt. Referent ist Kollege H. Stühmer- über die den Schwindel erzeugende Wirkung des Submissions= ihre Bücher und Karten bekamen. Herr Ernst Zachau sein wesen an, worauf die Versammlung folgenden beiden Refotutionen Bruder ist unauffindbar und konnte deshalb nicht geladen wer Die Agitation3 Rommission zustimmte: den bestreitet, irgend etwas mit den Arbeitern seines Bruders der Schneider und Schneiderinnen Berlins. 1. Resolution. Die heutige Versammlung beschließt: 1. Der zu thun zu haben. Die Regelung des Kaffenwesens hätte er aus Ausführungsausschuß des Kartells der Bau- Arbeiter ist zu befreien Stücken nur im Interesse des Bruders unternommen. Er Au die sozialdemokratischen Radfahrer Deutschlands! auftragen, die Petition der freien Vereinigung der Maurer und habe erfahren, daß die Arbeiter nicht in der Kasse angemeldet fahrer ins Leben zu rufen, hat allerorts begeisterte Zustimmung der in der Petition Die Anregung, einen Bund der sozialdemokratischen Rad- Fachgenossen Berlins vom Mai 1889" unter Aufrechterhaltung waren, und um seinen Bruder vor Unannehmlichkeiten zu be- gefunden, so daß das Zustandekommen dieser Vereinigung gezu enthaltenen drei Forderungen neu wahren, habe er es gethan. Auf seinem Grundstück sei vor sichert ist. bearbeiten, besonders mit Rücksicht auf die in seinem Bruder von anderen geschachtet worden; er bekam etwas den Verhandlungen über diese Petition in der Stadtdafür. Um seinem Bruder den event. Verdienst zu sichern, habe berufen wir deshalb auf Sonntag, den 1. Oktober, Vormittags die nachfolgenden drei Forderungen: Im Einverständniß mit den Sportgenossen Deutschlands verordneten Versammlung gemachten Einwendungen gegen er ihm die Erlaubniß ertheilt, auf eigene Rechnung die Sache 10 Uhr, nach Leipzig( Etablissement zur Flora, Windmühlenzu machen". Nachdem Herr Weigert darauf aufmerksam gemacht, straße) einen Kongreß der sozialdemokratischen Radfahrer ein daß das Gebahren des Beklagten ganz das eines Arbeitgebers mit der Tagesordnung: der Kläger gewesen sei, zog sich der Gerichtshof zurück. Das Urtheil lautete auf Zahlung von 28,75 M. an Becker und 22,80 M. an Linke; die beiden Beklagten haben das Geld gemeinsam zu zahlen. Den Klägern wurde eine Versäumnißgebühr zugebilligt. 1. Wahl eines Bureaus. 2. Prüfung der Vollmachten. = fratischen Radfahrer- Bundes und Statutenberathung. 3. Beschlußfassung über die Konstituirung eines sozialdemo4. Wahl einer Zentralleitung und des Aussichtsrathes. 5. Verschiedenes. welche von sozialdemokratischen Radfahrer- Vereinen Vollmachten Zugelassen zum Rongreß und stimmberechtigt sind diejenigen, besitzen. Pflicht eines jeden Vereins ist es, den Kongreß zu beschicken, damit eine feste Organisation geschaffen wird. Berlin im September 1893. mit Umgebung von Unternehmern und ohne Submission von a) die Ausführungen bei städtischen Bauten werden fernerhin Arbeitern oder Arbeitergruppen unter Leitung von städtischen Baubeamten ausgeführt; b) die Bezahlung dieser Arbeiten erfolgt nach festen mit den Arbeiterförperschaften auf grund eines Mindestlohnes vereinbarten Preisen; c) es wird für die Ausführung der Arbeiten ein neunstündiger Arbeitstag als Regel angenommen und innegehalten. 2. Die Petition ist in der neuen Form im Druck zu veröffentlichen und der öffentlichen Bedie zu diesem Zwecke vom Ausführungsausschuß des Bauarbeiter sprechung und Beschlußiaffung in Versammlungen zu unterwerfen, fartells berufen werden. 3. Die Petition ist so zu fassen, daß fie gleichzeitig auch an die Staatsbehörden zu richten ist. Der Anstreicher Fallmer verlangt 60 M. vom Bauunternehmer Kämmrich, zum Theil als Restlohn, zum Theil als Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung. Bevor in die Verhandlung eingetreten wird, protestirt der Beklagte dagegen, daß Fabrikbesizer Weigert als Beistand des Klägers fungiren will. Derselbe habe schon drei gegen ihn klagende Gehilfen ver treten; er mache das wohl geschäftsmäßig. Weigert verwahrt Fürth im September 1893. II. Resolution. Die heutige Versammlung beschließt: Der J. A.: Richard Vogel. J. A.: K. Reißenleiter. sich hiergegen. Der Gerichtshof beschließt nach erfolgter BeMagistrat und die Stadtverordneten von Berlin werden er Alle Anfragen in bezug auf den Kongreß sind zu richten an fucht, schleunigst einen Arbeitsnachweis einzurichten, der die rathung, Herrn Weigert als Beistand zuzulassen; er nehme nicht R. Reißenleiter, Fürth, Marienstr. 41. an, daß dieser aus der Vertretung von klagenden Parteien ein toftenlose Vermittelung von Arbeitsgelegenheit für Bauarbeiter Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. und Bauhandwerker besorgt. Geschäft mache. Nachdem so die Verhandlung begonnen hat, Der Arbeitsnachweis ist nach macht der Beklagte gegen den Anspruch des Klägers den EinAchtung, Bürsten und Pinselmacher! den Berufen getrennt zu führen und unter Verwaltung und Konwand, daß derselbe von selbst nicht wieder gekommen sei, er habe Laut Bekanntmachung in Nr. 18 der" Holzarbeiter- Zeitung" trolle von Arbeitervertretern zu stellen, die von den betreffenden ihn nicht entlassen. Kläger behauptet demgegenüber, daß er am ist den Arbeitern der Piajava Zurichterei von Steidtmann und Gewerkschaften zu wählen sind. Die Kosten des Arbeitsnachweises Entlassungstage früh, als er arbeiten wollte und Herrn Kämm- Nagel, Hamburg Gilbeck, eine 10prozentige Lohnkürzung an- werden von der Stadt getragen. Der Magistrat hat die Aufrich frug, was er machen solle, von diesem die Antwort erhalten gekündigt. Wenn eine gütliche Vereinbarung bis zum Sonn- ſicht über den Arbeitsnachweis und wird das Reglement deshabe:" Ich habe nichts, Sie müssen sich nach etwas Anderem abend, den 23. d. M., nicht erfolgt, wird die Arbeitsniederlegung selben mit den Vertretern der Unternehmer und Arbeiter ver umsehen." Als er ihn darauf auf die vierzehntägige Kündigung unabwendbar. Auf alle Fälle ist der Zuzug fern zu halten.einbart. 2. Mit dem Arbeitsnachweis sind genügend große, im hingewiesen hätte, habe ihn jener beim Arm gekriegt und vom Obengenannte Firma besigt hier in Berlin O., Große Frank Winter geheizte Räume zum Aufenthalte für die Arbeitsuchenden Hof herunter gestoßen. Kläger bringt hierfür einen Zeugen bei, furterstr. 16, eine Filiale, welche bereits versucht, an stelle der herzurichten. 8. Der Ausführungsausschuß des Bauarbeiterwelcher das beschwört. Kämmrich wurde verurtheilt, 48 M. Lohn- etwa in den Streit Eintretenden neue Arbeiter anzuwerben. Kartells ist beauftragt, dieses Ersuchen mit kurzer Begründung zu zahlen, daß er den Kläger Fallmer an drei Tagen nach der genossen auch dieser Filiale fern bleiben, bis die Differenzen in bei Abschluß eines Arbeitsvertrages darauf zu achten, daß der entschädigung wegen der plötzlichen Entlassung und 12 M. dafür Dieser Hinweis dürfte genügen, daß alle zielbewußten Berufs- dem Magistrat und den Stadtverordneten zu übermitteln." Unter Verschiedenem forderte Thieme die Anwesenden auf, Arbeitsstätte bestellt hatte, ohne ihn zu beschäftigen. Hamburg beigelegt sind. Rammer III. Vorsitzender: Assessor Guno. Sigung wirkliche Unternehmer diesen Vertrag unterzeichne. vom 21. September. Ein Maurer N. Klagt gegen Herrn da dort in der Fabrik von Brandes u. Co. Maßregelungen vorDie Knopfmacher warnen vor Zuzug nach Dfterwiek a. H. Pfennig; er glaubt unrechtmäßig entlassen zu sein. Er beansprucht 45 M. Entschädigung. Der Beklagte hielt sich nach seiner gekommen seien. Aussage deshalb zur sofortigen Entlassung des Klägers berechtigt, Zur Lagerhalterbewegung in Sachsen. Den auch von weil dessen Frau seiner Ueberzeugung nach Holz vom Bau mit uns erwähnten Schmähartikel der„ Kölnischen Zeitung", in dem nach Hause genommen hat. Der Kläger bestreitet das. Der als die Konsumvereine als sozialdemokratische AusbeutungsinstituZeuge geladene Polier will es gesehen haben; das Holz soll in tionen hingestellt werden, fertigt die„ Sächsische Arbeiter- Beitung" einem Kinderwagen fortgeschafft worden sein. Den Wagen hat in der folgenden trefflichen Weise ab: Der Kläger mit zum Termin gebracht, um nachzuweisen, daß sich Die tendenziöse Absicht dieser Notiz ist offenbar; e soll wurde beschlossen, daß diejenigen Mitglieder, welche dieser ResoDarin gar kein Holz fortschaffen lasse. Thatsächlich ist auch der damit insbesondere die Verhegung der kaufmännischen An- lution zuwiderhandeln und weiterhin das„ Kleine Journal" verKasten desselben nicht sehr viel größer als eine größere Bigarren- gestellten gegen die Sozialdemokratie bewirft werden. Zunächst treiben, nach§ 5 ad 3 des Vereinsstatuts aus der Vereinigung tiste und zum Transport von Holz äußerst ungeeignet. Der nun haben wir zu konstatiren, daß die in Rede stehenden Unter- ausgeschlossen und öffentlich bekannt gegeben werden, sowie auch Beklagte wurde gemäß dem Klageantrage perurtheilt. Der nehmungen, Waarenvertheilungs- und Konsumvereine, mit der von jeder Geschäftsverbindung auszuschließen sind. Im weiteren Gerichtshof ging davon aus, daß, wenn thatsächlich Holz von sozialdemokratischen Partei nicht das Geringste zu thun haben. Kollegen Bohn, Richter, Grinum, W. Schmidt, Goldmann, Ahlers, wurde eine achtgliedrige Kontrollkommission, bestehend aus den der Frau des Klägers fortgeschafft wurde, der Polier womöglich Die Partei hat diesen Unternehmungen gegenüber, an denen Schäfer 11 und Stolzenburg, gewählt, welche die Befugniß hat, dieselbe sofort festhalten und den Versuch hätte machen müssen, selbstverständlich nicht nur Sozialdemokraten betheiligt sind, stets gegen diejenigen Mitglieder, welche der angenommenen Resolution Schäfer 11 und Stolzenburg, gewählt, welche die Befugniß hat, nachzuweisen, ob der Mann etwas davon wußte. Nachweislich eine streng neutrale Stellung eingenommen und es öfter abgelehnt, gegen diejenigen Mitglieder, welche der angenommenen Resolution lägen aber acht Tage zwischen dem behaupteten Holzdiebstahl für dieselben in materieller und taktischer sowie in prinzipieller die der Verlag des„ Kl. Journal" jest täglich erläßt, und wonach zuwider handeln, disziplinarisch vorzugehen. Infolge einer Notiz, und der Entlassung. Hinsicht einzustehen, und gerade die Presse unserer Partei und Wasserleitungsanlagen, Herrn Böhmert. Er ist ohne Kün- mals ignorirt oder in Abrede gestellt, sondern offen dagegen wahren Sachverhalt drucken zu lassen und den Abonnenten zu Der Rohrleger Ree flagt gegen den Fabrikanten für Gas- hat Mißstände, wie sie in obiger Notiz geschildert werden, nie die Spediteure nicht gewillt sind, das„ Kl. Journal" für 1 M. pro Monat zu spediren, wurde beschlossen, Flugblätter mit dem digung entlassen worden und fordert 48 M. Lohnentschädigung. Stellung genommen. Es ist ja teine vereinzelte Erscheinung, daß Böhmert behauptet, der Kläger habe in einem Buch unterschrieben, in Arbeiter und Kleingewerbetreibenden- Kreisen ein verkehrter zustellen, um dadurch sich dem Publikum gegenüber zu rechtdaß er mit dem Ausschluß der vierzehntägigen Kündigungsfrist Maßstab bei der Beurtheilung des Werthes einer Verwaltungs- fertigen. S Die Freie Vereinigung der Zeitungs. Spediteure und Verkäufer hielt am 18. September in den Arminhallen ihre regelmäßige Monatsversammlung statt, in der die in der großen öffentlichen Versammlung sämmtlicher Beitungs- Spediteure und Verkäufer Berlins und Umgegend zur Annahme gelangte RefoVerkäufer Berlins und Umgegend zur Annahme gelangte Resolution, betr. den Vertrieb des„ Kleinen Journals" vom 1. Oktober 1893 ab einzustellen, ebenfalls einstimmig angenommen wurde. Sodann einverstanden sei. Er legt das Buch vor. Kläger bestreitet, daß oder sonstigen geistigen Thätigkeit angelegt wird. Aber dabei Die in der Kürschnerbranche beschäftigten Ar sein sich darin befindender Name, welcher mit Blei unter die ist wohl niemals die Absicht der Ausbeutung, als vielmehr eine beiter und Arbeiterinnen hielten am 11. September betreffenden Sätze geschrieben ist, von ihm herrühre. Er habe falsche Auffassung, die sich das Einkommen des schlecht bezahlten ihre Verbandsversammlung ab, Man beschäftigte sich zunächst nicht unterschrieben. Ein Zeuge sagt aus, daß auf eine Frage, Fabrikarbeiters zum Maßstab nimmt, die Ursache. Es kommt mit der Wahl des Vorstandes und wurde als erster Vorsitzender Rollege Riem, als zweiter Borsigender Schreitmüller und als Revisor Hoppe gewählt. Hierauf hielt Genosse Schöpfe einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Ein vom Vorsitzenden vor gelefener Brief giebt bekannt, daß in Brüssel die Kollegen in eine Lohnbewegung eingetreten find, und bitten dieselben den Zuzug fernzuhalten. Kollege Peters stellt hierauf den Antrag, den Kollegen eine Unterstüßung zu senden. Die Versammlung stimmte dem zu und bewilligte 40 M. Eine Sammelliste, die man in der Versammlung zirkuliren ließ, ergab den Betrag von 28,20 M. Zur Gründung einer Filiale in Breslau sollen die nöthigen Schritte gethan werden. Die Abrechnung vom legten Etiftungsfeste weist eine Einnahme von 276,30 M. und eine Ausgabe von 202,73 m., mithin einen Ueberfchuß von 73,66 M. auf. Foschöder theilt der Versammlung mit, das die Militärmüßenmacher Forderungen an ihre Arbeitgeber stellen betreff des Streits bei der Firma Willing u. Violet wurde be- gab Redner eine eingehende Schilderung der schweizerischen Vere schlossen, denselben auch fernerhin mit allen Mitteln aufrecht zu hältnisse betreffend das Versammlungsrecht, das Verhalten der erhalten. Gin Schriftstück, welches von seiten des Vorstandes Behörden dem Publikum gegenüber, und kam dann ausführlich des Berliner Metallarbeiter- Verbandes an die Firma gerichtet auf die Volksschule zu sprechen. Des längeren verweilte Redner wurde, ist bis jezt unbeantwortet geblieben. Die Versammlung bei den Verhandlungen des Kongresses. Nachdem der Referent sprach die Erwartung aus, daß jeder zielbewußte Schrauben noch einige an ihn gerichtete Fragen beantwortet hatte, forderte dreher die Fabrik so lange meidet, bis der Streit beigelegt ist. der Vorsitzende die Anwesenden zum Beitritt in den Arbeiterbildungsverein, sowie zum regen Besuch der Versammlungen auf. Die freie Vereinigung der Zivil- Bernfamufifer hielt am 19. September in Kuhlmey's Restaurant ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab und hörte zunächst den Bericht des Geschäftsvorstehers, wonach im 3. Quartal cr. 63 Mufifaufträge mit 502 Mann bestellt sind. 62 Aufträge mit 495 Mann find bereits erledigt und ein Auftrag mit 7 Mann gelangt zur Ausführung. Bei der Neuwahl wurde Kollege Voigt als Vorneher Literarisches. Das ,, Sozialpolitische Zentralblatt", herausgegeben von und bittet die Kollegen, sich solidarisch den Streifenden gegenüber Böhm zum Beisiger, Rollege Rohland zum 1. und Rollege Mauerstr. 44), hat soeben seinen zweiten Jahrgang beendet. Die zu zeigen, und für Unterstügung Sorge zu tragen. Der Verband deutscher Formftecher, Drucker, Silfs arbeiter, Hilisarbeiterinnen und verwandter Berufsgenossen hielt am 16. d. Mis. eine MitgliederVersaminlung ab. Kollege Wenkopf gab einen ausführlichen Bericht über die Verhandlungen der Generalversammlung, die am 3. und 4. d. M. tagte. Sodann wurde in den Ausschuß als Borsitzender Kollege erner, als Mitglieder Göbecke, Borchardt, Diesel und Wetge gewählt. Für die ört liche Verwaltung wählte die Versammlung Kollegen Roßbach als ersten Bevollmächtigten, fchenschte als Kaifirer und John als Schriftführer. Zu Revisoren wurden Mauerer und Reib ernannt. " G. Schonert zum 2. Schriftführer gewählt. Ein Antrag des Zeitschrift, die durch die Fülle des von ihr sorgsam gesammelten Kollegen Hildebrandt mußte vertagt werden, da der Antragsteller fozialpolitischen Stoffes, durch ihre zahlreichen, die verschiedenen nicht erschienen war. Die Kollegen Gelfert, Bassin, Goede, Gebiete der sozialen Wirthschaftspolitik behandelnden Auffäße Behlicke, F. Schenk und Jänchen, welche Pensionär oder als eine wahre Fundgrube für den Theoretiker und für die Praxis Handwerker thätig sind, mußten nach der gegenwärtigen Be- bildet, hat sich eine sehr einflußreiche Stellung bereits geschaffen. Stimmung des Statuts ausgeschlossen werden. Kollege Krüger be- Politifer, Gewerkschafter, Nationalöfonomen, alle, die an sozialen antragte in der nächsten öffentlichen Musikerversammlung gegen Streitfragen interesfirt sind, finden hier Belehrung und Anregung. die Dilletantenvereine energisch Front zu machen, da dieselben Man fann wohl sagen, daß das Sozialpolitische Zentralblatt" die Musiker in ihrem Berufe schädigen. Auf Veranlassung des ein unentbehrliches Nachschlagewert, eine fortlaufende Enzyklopädie Kollegen Blanschefeki wird die Vereinigung in kürzester Beit der sozialen Gesetzgebung und Statistit, eine treue Chronik der Fragebogen anfertigen, um eine Statistit, aufzustellen wonach er: sozialökonomischen Vorgänge der Kulturwelt ist. Die Fachvereine, fichtlich, in welchen Lofalen Beamte und Militärmunter spielen. Die Arbeiter- Krankenkassen, Gewerkschaften und Arbeiter- Bildungsvereine bedürfen dieser Zeitschrift, deren Herausgeber sie mit Beschlossen wurde ferner, Wanderversammlungen abzuhalten. löblicher Umsicht zu der unstreitig bestredigirten Wochenschrift dieser Gattung gemacht hat. Wir wünschen dem trefflichen Unternehmen auch ferner guten Fortgang. Die Schrauben und Façondreher tagten am Montag, Schmargendorf. Am 19. September tagte hier im Restaurant den 18. September, im Klubhaus Südost in öffentlicher Versamm Wirthshaus Schmargendorf eine öffentliche Versammlung, in Lung. Genosse Massini hielt einen mit lebhaftem Beifall auf- der Genosse Antrick über das Thema sprach: Was lehrt uns genommenen Vortrag über die englische Arbeiterbewegung. In der internationale Arbeiterkongreß in Zürich? In seinem Referat Mauerstrasse, parterre.) 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Deutscher Holzarbeiterverband. Versammlungen. Wiedemann. ( Zahlst. Berlin). Sonntag, den 24. September, Vormittags 10 Uhr: Im Westen: in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung: Werth des Vertrauensmännersystems. Referent Kollege Montag, den 25. September, Abends 8%, Uhr: Im Norden bei Keller, Bergstr. 68. Tagesordnung: Werth des Vertrauensmänner- Systems. Referent E. Wiedemann. Im Osten bei Joël, Andreasftr. 21( oberer Saal). Tagesordnung: Werth des Vertrauensmänner- Systems. Ref. C. Koblenzer. Im Südosten: in Hoffmann's Fettsälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: Werth des Vertrauensmänner- Syitems. Referent Robert Schmidt. Diskussion. Die Praris der Gewerbegerichte. Referent W. Wach. Zu dieser Versammlung sind die Musikinstrumenten- Arbeiter ganz be sonders eingeladen, wegen der bei der Firma Schleifer u. Co., Wienerstraße 57a, ausgebrochenen Differenzen. 430/15 Außerdem in allen Versammlungen: Diskussion. Verbands- Angelegenheiten. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Große öffentliche Versammlung aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 25. September cr., Abends 8 Uhr, Bei Beginn der Herbst- und Wintersaison gestatten wir uns ein geehrtes Publikum auf den Gin- im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-12. gang unferer Winter- Nenheiten ganz besonders aufmerksam zu machen und empfehlen folgende Artikel zu außergewöhnlich billigen Preisen: Elegante Escimo- Paletots( reine Wolle) 14,-, 16,-, 18,-, 20,-. Hochelegante Escimo- Paletots( Prima Qualität) 21,-, 22,-, 24,-, 26,-. Vorzügliche Beige- Pale tots( fehr praktisch und warm) 27,-, 30,-, 36,-. Hochelegante Paletots mit Seidenfutter 33,-, 36,-, 40,-, 42, Kammgarn- Rock- Anzug, elegant gearbeitet, 24,-, 27,-, 30,-, 36,-. Kammgarn- Jacket 22,-, 24,-, 28,-, 31,-. Diagonal- Cheviot- Anzug, neueste Façon, zweireihig, 27,-, 30,-, 34,-. Cheviot- Anzug, zweireihig, 20,-, 22, 25,-. 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Die Schulkommission. Achtung! Töpfer. Achtung! Deffentliche Versammlung Bestellungen nach Maaß werden in eigener Werkstatt der Töpfer und Berufsg. Berlins u. Umg. unter Garantie des Gutsizens ausgeführt. Cohn& Süsskind, 4824L* Nr. 1, Reinickendorferstraße Nr. 1, am Weddingplay. Grosse Ersparniss an Zeit und Geld. Dr. THOMPSON'S Seifen- Pulver. Schutz- Marke. Anerkannt vorzüglichstes Wasch- und Bleich- Mittel. Man fordere direct in allen besseren Seifen-, Droguen- u. Colonialwaaren- Handlungen das Dr. Thompson's Seifenpulver und achte genau auf die Schutzmarke ,, Schwan", da minderwerthige Nachahmungen in neuerer Zeit besonders unter der Bezeichnung ,, Seifenextract" angeboten werden.[ 829M Preis pro 1/2 Pfund- Packet 20 Pfennige. G. Scharnow Uhren- und Goldwaaren- Fabrik Berlin S., 2. Geschäft: Oranienstr. 152, am Morikplak. Oranienste. 47a, Ece Lucauerstraße, besteht seit 1860. Anert. beste Bezugsquelle Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 m. 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Bortrag:„ Die Errungenschaften der Kultur und die Drganisation empfehle ich allen Freunden und Ge- der Arbeit". Heferent Stadtverordneter Theodor Mehner. 2. Wahl noffen mein Geschäft in Böttcher eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 8. Verschiedenes. waaren, Haus- u. Küchengeräthen. G. Michelchen. 1998b 1. Gesch.: Rottbuser- Damm 94. 2. " Dresdenerstr. 15. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 485/8 Der Einberufer: Wilhelm Glück, Reichenbergerstr. 1, 4 Tr. r. 6 gut erbaltene wenig gebrauchte Fachv. der Tapezirer Berlins u. Umg. Hobelbänke mit Werkzeug sind billig zu vert. Alexandrinenstr. 118a pt.[ 2067b 5000 Stück DamenRegen- Mäntel eigener Fabrit, neueste Façons, enorm billig. Regen- Paletot für junge Mädchen, fleidsame, elegante Form mit Tollenfragen, 12 u. 15 M. Regen- Paletot für junge Mädchen, tleidsam und sehr prattisch, Belerine mit Tollenfragen, besonders zu tragen, 15 u. 18 M. 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Billets sind bei sämmtlichen bekannten Mitgliedern, sowie bei Frey gang Schüßenstraße 18-19 zu haben. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Oeffentliche Versammlung der Xylographen am Donnerstag, 28. September, Abends 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Zages Ordnung: 1. Zweck und Nugen der Gewerkschaftskommission. Referent H. Faber. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission und Errichtung eines ständigen Bureaus für dieselbe. 4. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen der Kollegen ist erwünscht. 432/1 Achtung! Lackirer! Der Einberufer. Achtung! Oeffentliche Versammlung am Montag, den 25. September, Abends präzise 812 Uhr, in Ehrenberg's Lokal, Annenstrasse 16. Tagesordnung: 1. Bericht vom Internationalen Kongreß zu Zürich. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschafts- Rommission. 3. Die Mißstände in unferm Gewert und wie sind dieselben abzustellen? 201/5 Da die Versammlung am 18. Sept. nicht abgehalten werden konnte, indem sie polizeilich verboten wurde, so werden die Kollegen ersucht, in dieser Versammlung recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Zum bevorstehenden Quartalswechsel empfehlen sich die hier nachstehend verzeichneten Mitglieder der Freien Vereinigung der Berliner Zeitungs- Spediteure und-Verkäufer zur pünktlichen Lieferung aller Zeitungen, Zeitschriften und Journale, sowie aller humoristischer und sonstiger Schriften aufklärenden Inhalts in Heften wie broschirt, auch gebunden, wie überhaupt der gesammten Arbeiterliteratur. Ieder der hier Verzeichneten nimmt hierauf Bestellungen entgegen. Osten. Südwesten. R. Schreiber, Gneisenaustr. 115 im Laden, Eingang Ecke Belle- Alliancestraße. Daselbst Verkaufsstelle und Lesehalle. Anton Kopp in Friedrichsberg, Boghagenerstr. 20, vom 1. Oktober an A. Quandt, Friesenstr. 2. Friedrich Karlstr. 4. Karl Bohn, Frankfurter Allee 135 im Laden. Max Rothe, Yorfstr. 16. 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Beschwerden über unregelmäßige Zustellung 2c. wolle man vorerst an den betreffenden Spediteur, welcher die Zeitung 2c. liefert, richten, nicht nur an dessen Boten. Berlin, den 24. September 1893. Kein Feilschen fein Handeln, sondern streng feste, sehr billige Preife Hochachtungsvoll Der Vorstand. Um Aufbewahrung dieses Inserats wird höflichst ersucht. E Geschäfts- Häuser Engl. LederJackets 8,50, 6,50, 4,50 M. Baer Sohn 1. Geschäfts- Haus: 24a. Chausseestrasse 24a. 2. Geschäfts- Haus: 8. Brückenstrasse 8. 8. Geschäfts- Haus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Einsegnungs- Anzüge in dunfl. Muster 12 M. in blau Satin 17 0. in Kammgarn 18. in Kammgarn 25 M. 4682L Besonders wohlfeile Angebote: Werktags- Anzug 10 M.| Herbst- Paletot Werktags- Anzug 14 M. Herbst- Paletot Cheviot- Anzug Cheviot- Anzug Cheviot- Anzug 12 M. Knaben- Anzüge 2,50 M. 16 M. Knaben- Anzüge 3,50 M. 18 M. Herbst- Paletot 21 M Knaben- Anzüge 5,50 M. 24 M. Herbst- Paletot 28 M. Knaben- Anzüge 8,50 M. 32 M. 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