Nr. 71. Erscheint täglich außer Montags Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von s bts 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Zum bevorstehenden Quartalswechsel eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts Berliner Volksblatt mit dem Mittwoch, den 25. März 1891. Der Welfenfonds. I. Expedition: Beuth- Straße 3. Kosten der Beschlagnahme und der Verwaltung, sowie der Maßregeln zur Ueberwachung und Abwehr der gegen Preußen gerichteten Unterneh mungen des Königs Georg und seiner Agenten zu bestreiten. Verbleibende Ueberschüsse sind dem Vermögensbestande zuzuführen." Die Vernichtung der Selbständigkeit des Königreichs Hannover, eine Frucht des 1866 er Krieges, hatte einen König in die Verbannung getrieben. Bismarck, stets frei- Wie aus dem vom Landtags- Abgeordneten Lant er gebig, sobald es nicht aus seinem Säckel, sondern aus dem statteten Bericht vom 13. Januar 1869 sich ergiebt, gab die des gemeinen Wesens geht, sah sich veranlaßt, für den von Regierung damals den Werth des unter preußischer Verihm gestürzten blinden Herrscher ein Uebriges zu thun. Der waltung stehenden Vermögens des Königs Georg, nicht einmärkische unter, der durch seine revolutionäre Thätigkeit gerechnet das werthvolle Inventar der Schlösser, auf rund die europäische Landkarte wesentlich veränderte und den ge- 13 382 000 Thaler an, die, in 42 prozentigen preußischen heiligten Grundsatz der Legitimität unbarmherzig durch Staatspapieren angelegt, einen jährlichen Zinsertrag von löchert hat, wollte für Georg V. die harten Treppen des etwa 598 000 Thalern lieferten. Die Kosten der Verwaltung Erils bequemer machen. In einer vertragsmäßigen Ab- sie obliegt dem Oberpräsidenten der Provinz Hannover, Unser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozial- machung wurden dem König zur Ausgleichung der ander zur Zeit also dem Herrn von Bennigsen betrugen demokratie, es vertritt durchaus den Standpunkt der modernen weitig nicht gedeckten Einnahmen aus den Domänen und 180 000 Thaler. Man wird nicht fehlgehen, wenn man proletarischen Arbeiterbewegung sowohl in sozialer wie in politischer Forsten, sowie aus den oberlehnsherrlichen Rechten, den annimmt, daß seitdem die Ausgaben für Verwaltung sich heimgefallenen Lehen und dem Lehn Allodifikations- verringert haben. Der preußischen Regierung steht demnach Fonds" ingleichen als Ersatz für die Schlösser, ein geheimer Dispositionsfonds, eben der Welfenfonds, mit Für den denkenden und aufgeklärten Arbeiter brauchen wir Gärten und alles Sonstige Grundeigenthum die einem Betrage von mindestens einer Million Mark zur diesen Standpunkt des Näheren nicht zu erläutern. Für Jeden, Summe vom 11 Millionen Thaler Kurant in freien Verfügung. „ Sonntagsblatt“ als Gratisbeilage. Beziehung. " ber die Spannung, welche auf unseren gesammten Verhältnissen 4/2 prozentigen preußischen Staatspapieren nach dem Nenn- Am 12. Juni 1878 ist Georg V. in Paris gestorben, liegt, beobachtet, tritt derfelbe klar zu Tage. Aber der gebildete werth und in 5 Millionen Thaler Kourant baar" zugebilligt. aber noch immer besteht der Welfenfonds, trotzdem sein Sohn, und aufgeklärte Arbeiter muß stets darauf bedacht sein, sein Die preußische Regierung ging dabei von der Erwartung Ernst August Herzog von Cumberland, die„ Anerkennung Organ immer weiteren Kreisen seiner Klassengenossen zugänglich aus, in einer vertragsmäßigen Einigung mit dem deposse des veränderten Rechtszustandes" klipp und klar bekundet. zu machen, für sein Organ stets neue Streiter zu suchen, die dazu dirten Souverän auch ohne ausdrückliche Entsagung der Re- hat bei Gelegenheit des Thronwechsels in Braunschweig. beitragen, daß die arbeitende Bevölkerung ihrem Ziele, der end- gierungsgewalt die Anerkennung des veränderten Rechts- Seit mehr als zwanzig Jahren ist von„ welfischen Umbeitragen, daß die arbeitende Bevölkerung ihrem Ziele, der end- ustandes von ihm zu erhalten." Aller Welt sollte flar getrieben" nicht mehr die Rede. Die„ Ueberwachung und Abwehr giftigen Befreiung der Menschheit, im Sturmschritt zueilt. macht werden, daß Preußen den depossedirten Fürsten der gegen Preußen gerichteten Unternehmungen des Königs feinesfalls mehr Nachtheil zufügen wolle, als die Sicher- Georg und seiner Agenten" ist längst überflüssig geworden, stellung der nationalen Gesammtpolitik bedinge." Dieser wenn überhaupt das mächtige Preußen es nöthig hatte, Betrag von sechszehn Millionen war beträchtlich höher, als das frühere Einkommen des hannoverschen Königs. Neu hinzutretende Abonnenten erhalten den bisher erschienenen Theil des spannenden Romans Die Falfner von St. Vigil von Robert Schweichel, gratis und franto nachgeliefert. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen, zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei in's Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mk. für das Quartal entgegen. Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feuilleton. Nachdrud verboten.] [ 20 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Indeß der Landtag genehmigte den geforderten Kredit, und am 2. März 1868 wurde das Gesetz vom 28. Februar 1868 publizirt. Allein der hinkende Bote kam diesmal mit unerwarteter Geschwindigkeit, am selben Tage nämlich, nach. Auf Grund des Nothstandsparagraphen, welchen die preußische Verfassung vorsieht, wurde sogleich nach dem Auseinandergehen des Landtags die bekannte königliche Verordnung erlassen, in welcher es heißt: durch Spizzel, Gebärdenspäher und Geschichtenträger die ohumächtigen Versuche des gestürzten Welfenfürsten zu bekämpfen. Bereits im Sommer 1870, vor fast 21 Jahren, hatte Bismarck sich entschlossen, das dem berüchtigten Stieber unterstellte, aus dem Welfenfonds sustentirte Bentral- Nachrichten- Bureau", das zur Ueberwachung der welfischen Bestrebungen ins Leben gerufen worden war, eingehen zu lassen. und dennoch blieb der Welfenfonds bestehen. Als der Abgeordne te Virchow in der Kommission darSämmtliche nicht dem Staate Preußen verbliebene Werth auf hinwies, das einzige Ergebniß der Maßregeln werde ein Objekte, welche der Vertrag über die Vermögensverhältnisse furchtbares Wachsthum des Angeberwesens und der Geheimdes Königs Georg vom 29. September 1867 zum Gegenstande polizei sein, erklärte die Regierung feierlich, daß die für hat, nebst den noch in Händen der preußischen Staatsregierung solche Zwecke zu verwendenden Gelder wesentlich nur im befindlichen Auskünften davon, insbesondere den fälligen, bisher Auslande zur Verfügung kommen würden und in erster nicht berichtigten, sowie den fünftig fällig werdenden Binsen, Reihe der Verfügung des Ministeriums der auswärtigen werden hierdurch mit Beschlag belegt; ingleichen das hierunter Angelegenheiten unterstünden. Daß dies schöne Redensnicht mitbegriffene, innerhalb des preußischen Staatsgebiets arten ohne Verbindlichkeit wären, daß die Gelder thatsächlich befindliche Vermögen des Königs Georg und zwar ohne Unter- zur künstlichen Beeinflussung der öffentlichen Meinung benutzt schied, ob über die hier bezeichneten Objekte feil dem 27. Sep- wurden, weiß Jedermann. Die Käuflichkeit der Presse wurde in ein tember 1867 bereits Verfügungen des Königs Georg, namentlich Veräußerungen oder Beffionen an Dritte stattgefunden haben System gebracht, die Offiziösenwirthschaft, die Breßkorruption oder nicht.... Aus den in Beschlag genommenen Objetten sorgsam organisirt. Der Welfenfonds ward zum Reptilien und deren Revenuen sind, mit Ausschließung der fonds. Und wenn ein Kommissionsmitglied im HerrenRechnungslegung an den König Georg, die hause ausrief: Hat sich die Regierung erst an diese Ausfliegen lassen. Er gewann nichts, wenn Stafi wie für ihn, ließ sie auf den Schindeldächern und dem Kirchthurm von so auch für den Bruder verloren war, wohl aber wurde St. Martin ruhen. Lange stand er so; dann hob ein fie unglücklich, wie er felbft es war. Und er hatte sich schwerer Seufzer seine Brust. Niemand zur Freude war er nur vor wenigen Stunden gerühmt, daß er besser wäre als in die Welt gekommen. Niemand hatte sein Dasein gewünscht. Wohl, ein solches Leben war am besten ein- und Ambros! Er schleppte sein Kreuz weiter den Berg hinan, und abgeschlossen in der Kirche in der Kirche, die gegründet seine große, hagere Gestalt beugte sich unter der Last. Er ist auf den Fels der Entsagung. Und er begann den Abstieg sah nichts außer sich. Endlich hatte er die Höhe des Jöchl nach St. Martin. erreicht und bald darauf stand er jenseits derselben am Sechstes Rapitel von Robert Sameichel. Bildstöckl. Zu seinen Füßen lag das grüne, von dem Ambros glich einer geladenen elektrischen Batterie Geduld, Arbeit wird den Uebermuth brechen; Mühlen aller Silberfaden der Gader durchschlängelte Alpthal mit seinen und wer ihm zu nahe kam, erhielt einen Schlag, Selbst der Klosterbauer Art harren auf den fecken Sprößling des Bannwaldes und Weilern und Sennhütten, von dem auf breiter Felsenbrust wenn auch nur figürlich. beugen seinen Naden unter das Joch der Dienstbarkeit, ehe ruhenden Riesenkopf des Peitlerkofl, dem er gerade gegen hielt es für gerathen, ihm auszuweichen; denn auch er durch die schmale, steile Waldschlucht von Zwischenwaffer überstand, bis zu den Gletschern und Firnen der Marmo- gegen ihn entlud fich Ambros, als er eine beißende in die Arme der Gader fich werfen darf. Wie viel Mühlen lada im fernen Süden. Gerade unter Hannes lag das nächste Anspielung auf die Kirchhofsszene machte. Dem Vater ge= muß nicht die geistige Naturkraft des Menschen treiben, sich Biel seiner Wanderung, das Kirchdorf St. Martin, und währte es im Geheimen eine schadenfrohe Genugthuung, selber schulend durch die Unterwerfung unter die Arbeit! dahinter, etwas höher hinauf, der viereckige Thurm mit den daß die unüberlegte That des Burschen gerade Kaspar Auch sie darf nicht frei und zügellos fortstürmen. Be- vielfenſtrigen Burghäusern der alten Beste Thurn. Links Larfeit getroffen hatte. Ambros war voll Grimm gegen sich zwinge Dich selbst! Entsage! Hannes bog hinter dem davon bog ein liebliches Seitenthal ab, aus dem, am Fuße und die ganze Welt. Es war ihm unfaßbar, daß er aus Stern in den Wald und begann in dessen Schatten zum Jöchl der Geisleralp, über die ein Paß in das Grödnerthal führt, freien Stücken um Verzeihung gebeten und abgewieſen hinanzuſteigen. Der mit scharffantigem Geröll überschüttete die weißen Häuschen von Campil durch den blauen Morgen worden war, abgewiesen von der Wittwe Larseit, nachdem Weg war ziemlich steil, steiler erhoben sich die nackten duft schimmerten. Neben der Geisleralp ſtreckte sich der er sogar als Sühne Herz und Hand ihrer Tochter angetragen Felsen der Entsagung, die der Schiffbrüchige zu erklimmen Langtofl hin, gleichsam als Verbindungsglied der Marmo- hatte. Aber er war nicht der Mann, der sich in solcher suchte. War es zu verwundern, daß dem Emporklimmen lada, aus deren Schneefeldern drei schwarze Kegel in den Weise mißhandeln ließ. Es kam ihm nicht in den Sinn, Stasi den zeitweilig die Kräfte versagten und er wieder zurück- Schleiern der aufwallenden Dünste fich erhoben. Die von aufzugeben; allein es wollte ihm nicht gelingen, mit ihr zuglitt? Einmal, als Hannes sich ein wenig verruhte, fiel ihm dort her strömende Gader schmiegte sich blinkend um den Fuß sammenzukommen. Umsonst wartete er Abends an dem Gartenein, daß das Kreuz scheidend zwischen Ambros und Stasi des in das Vigilthal schauenden Kreuzkofl, der in mächtigen zaun auf fie. Er brach eine von ihren Rosen und legte fie stände. Mochte die Liebe Stasi's auch mächtiger als der Felsenterrassen aufsteigt, glitt an St. Martin vorüber und den auf das Bänkchen unter dem Geisblatt, zum Zeichen, daß Schmerz ihres findlichen Gefühls sein, mochte sie auch dem Sonnenbeglänzten Beitlerkoff entlang bis zu dem malerischen er dagewesen wäre. Die Rose war am nächsten Abend verFrevler vergeben: ihre Mutter war eine viel zu bigotte Bitolein dort, wo der Bergrücken, auf dem Hannes stand, schwunden, doch Stasi fand sich nicht ein, nicht jetzt, noch Frau, um ein Gleiches zu thun. Einen Augenblick fühlte sich vorschiebend das Thal gen Norden abzuschließen schien. später. Er suchte David bei der Feldarbeit auf, um Stafi Hannes sich bei diesem Gedanken frei von Schmerzen. Aber Hannes rief seine Blicke, die dem Laufe der Gaber durch durch ihn in den Garten zu bestellen. David war ja Zeuge es war feine Taube, sondern ein Rabe, den er hatte das weidenreiche Hochthal gefolgt waren, wieder zurück und des Auftrittes an dem Krankenbette gewesen und mußte ein gabe gewöhnt, hat sie erst alle geheimen Agenten etwas zu gewähren, hat überhaupt nicht die dringende Nothwendigkeit einer schleunigsten und alle käuflichen Subjekte, welche solchen bestanden." Beseitigung des Welfenfonds, für den alle geheimen Ausgaben ankleben, an sich her- Am 13. Februar 1869 fagte Bismarck in einer Sizung rechtlichen, alle gesetzlichen, alle thatsächlichen Vorausangezogen, so wird es nachher ihr selbst, des Herrenhauses: Schuldig waren wir dem Könige Georg sehungen durchaus fehlen. Man gebe dem Volke was des wenn sie es einmal wünschen sollte, immer nichts." Auf denselben Boden stellte sich der bekannte Wolfes ist, man stelle die ihm gehörenden Mittel unter die schwerer werden, den früheren Zustand Konservative Senft von Pilsfach, der aus der Geschichte eine parlamentarische Aufsicht, die für die öffentlichen Gelder vorwieder herzustellen, sie würde diese Leute Reihe von Fällen, in denen entthronte Fürstenhäuser sehr geschrieben ist, man beseitige das volksfeindliche, eines dann ohne Gefahr nicht wieder los werden geringschäßig behandelt wurden", anführte; und das Alles modernen Staates unwürdige Institut eines Geheimfonds; tönnen," so trifft diese Prophezeiung in gar mancher trotz der Lehre von Gottesgnadenthum und Legitimität! dieser Quelle nicht blos wie Waldeck sagte, eines fluchHinsicht zu. Auch und gerade auf die feilen Werkzeuge des Die Majorität des Landtages, Herrenhaus wie Abgeordneten würdigen Spionswesens", sondern einer das öffentliche Leben Breßbureaus, die Geheimpolizisten des Zeitungswesens zu, die haus, war der gleichen Ansicht, indem sie der Beschlagnahme systematisch vergiftenden Korruption. ihr unsauberes Lockspizelhandwerk so lange ungestört getrieben der Abfindungssumme die verfassungsmäßige Zustimmung haben. Die Regierung, die nach Bismarc's Sturze etliche ertheilte. dieser Herren abhalfterte, hat jetzt Gelegenheit, die Lungentraft und Böswilligkeit derselben im Dienste ihres alten Nährvaters zu Nutzen der Fronde zu bemerken. II. Das Ausverkaufs- Unwesen. Breußen", so heißt es in einer vor längerer Zeit in den" Dem. Bl." erschienenen anziehenden Studie über den Welfenfonds, schuldete den entthronten Fürsten nach der I. ausdrücklichen Erklärung aller Vertreter der Regierung Das Ausverkaufs Unwesen behandelt der Aufsatz in Der Verfasser dieses Aufsatzes Die Frage, ob Preußen dazu verpflichtet war, dem keinerlei Entschädigung. Gleichwohl wurde eine solche beiet's Gewerbe Beitung". depoffedirten König von Hannover sechszehn Millionen willigt. Der beabsichtigte oder wenigstens angegebene Zweck geht von der durchaus berechtigten Anschauung aus, daß die Mode auf die Konkurrenz- Verhältnisse in unserem Thaler zu gewähren, die Summe, welche als geheimer dieser Entschädigung wurde aber sofort vereitelt durch die Geschäftsleben ausübe und einen dominirenden Einfluß Fonds seit dreiundzwanzig Jahren von der preußischen Verfügung der Beschlagnahme der vereinbarten Abfindung. überall, besonders aber bei unseren Manufakturwaaren- Geschäften Regierung ausgenützt wird, giebt zugleich den Leitfaden für Auf allen Seiten wurde zugegeben, daß diefelbe einen Theil schädigend einwirke. In der letztgenannten Branche hat sich die die richtige Beurtheilung des Welfenfonds. Nach der Auf- des preußischen Staatsvermögens bilde. Gleichwohl glaubte Mode selbst bei den Stapelartikeln mehr und mehr eingenistet; fassung, wie sie der verstorbene Führer des Zentrums, der die Regierung, diese 13 382 000 Thaler des Welfenfonds ganz jedes Jahr, wenn nicht gar jede Saison bringt wieder neue geistvollste und thatkräftigste Fürsprech des Welfenhauses, anders behandeln zu sollen, als die übrigen Theile des Volks- Sachen und die alten finden damit naturgemäß nicht mehr den vertreten hat, handelte es sich um die Entschädigung für eigenthums. Die Zinsen und Erträge sollten feineswegs auf gewünschten Anklang, der Detaillist soll immer das Modernste den Verlust der Domänen. Windthorst ging von der Fiktion den Etat gebracht werden, sondern dem Ministerium zur auf Lager haben, und selbst bei den reellſten Artikeln behält er mit der Zeit Ladenhüter übrig. Diese Artikel werden alsdann aus,„ daß das Dominialgut der Fürsten das Fideikommißgut freien Benußung überlassen bleiben. Wenn die Erreichung meistens, um Zugkraft auszuüben, im Preise ein wenig herunterder Häuser ist." Während Bismarck hervorhob, daß der dieser Machtvollkommenheit nicht von Anfang an der Grund gesetzt, werden wohl auch zum kostenpreise und darunter König von Hannover eine bedeutend größere Summe, als dieser Prozedur war, so war sie sicher ihre Wirkung." verkauft. In größeren Geschäften, und besonders in denen man durch den sogenannten„ Ausfeine früheren Einkünfte ausgemacht hätten, angenommen Es unterliegt unseres Erachtens keinem Zweifel, daß der Großstädte hat man habe, erklärte die kleine Exzellenz, die sechszehn Millionen Bismard von vornherein den Welfenfonds sich für seine verkauf", der regelmäßig nach Schluß der Saison stattfindet, ein Auskunftsmittel gefunden, sich von den übrig gebliebenen und feien eine angemessene Schadloshaltung für das reine Zwecke hat votiren lassen. Für seine Zwecke! Kein Zweifel, entwertheten Saison- Artifeln frei zu machen; man folgt hierbei Privatvermögen des Königs Georg." daß eine so selbstlose Natur, wie der Altkanzler, nur im dem sehr richtigen Prinzip, möglichst schnell, wenn auch mit wenig Mit vollem Recht betonte der alte ehrliche Demokrat Interesse seiner Politik die Gelder verbrauchte. Er, der Avance und gebotenen Falls lieber mit kleinem Verlust die Sachen Waldeck, daß es sich nicht um den Besitz Georg V., sondern niemals einen Pfennig sich hat schenken lassen, der nie ein loszuschlagen, als bei noch längerem Abwarten sich weit größeren um preußisches Staatsvermögen handele. Die Rittergut, nie Dotationen angenommen hat, er, der die Geschäftsverlusten auszusehen". sechszehn Millionen Thaler seien ein ganz überflüssiges Lebensmittel- und Induſtrie- Zölle, die Schnapssteuer und Behauptung genannter Zeitschrift auf durchaus„ gesunden Dieser Verkauf mit kleinen Verlusten" beruht also nach der Aequivalent für preußische Domänen, die nicht dem die Fleischvertheuerung nimmer für sich ausgenügt hat, er, Geschäftsprinzipien". Das Blatt liefert mit diesem Urtheile den Behauptung genannter Beitschrift auf durchaus„ gesunden König, sondern dem Bolke gehören. Es ist der fern allem Nepotismus seine Söhne weder zu Staats- Beweis, daß es von dem was unter gefunden geschäftlichen Bringanz gleich, ob eine Revolution von einem König vollzogen sekretären noch zu Regierungs- Präsidenten beförderte, er, zipien zu verstehen ist, nichts versteht. Wirklich gesund wird," rief er aus,„ oder von einem Volk." Der König der seine Vettern und anderen Geſippten niemals auch nur würden doch nur solche Geschäftsprinzipien zu nennen Waaren welche dahin gehen, nur dann Georg sei verjagt, wie einst das Volk 1830 den braun zu einem Minister- Portefeuille des Innern kommen ließ, er, sein, wenn ste But ihrem vollen Werthe be schweiger Diamantenherzog verjagt habe. Und das Eine der größte Staatsmann aller Zeiten", hat höchstens einmal vertaufen, ist so gut wie das Andere, wenn das Volk es genehmigt." einem nothleidenden Kollegen 350 000 Mt. vorgeschoffen. zahlt werden. Borausgesetzt ist dabei freilich, daß die gesund sind, daß Er wies mit Schärfe darauf hin, daß nach hannoverschem Ein schmerzliches Gefühl wird ihn beschleichen, daß alle geschäftlichen Verhältnisse selbst fo Waaren- Verkäufe zum vollen Werthe stets möglich bleiben. Recht und hannoverscher Verfassung die Domänen nicht Belege über die Rechnungslegung verbrannt sind! Diese Gesundheit mangelt allerdings in den Verhältnissen der zum Privatvermögen des Fürsten gehören." Er führte Daß der Landtag ihm zu Willen war, spricht ganze Gegenwart und daher erscheinen Handels- Grundfäße für gesund, Bände für die Gefügigkeit und politische Kurzsichtigkeit der welche dem Kaufmann erlauben, bei dem regel und sinnlosen Ueberall, wo Domänen existirten und der Fürst nach Majorität. Mie Bismarck den Welfenfonds verwendet Auf- und Abschwanken des Preises mit verhältnißmäßig geringem alten legitimistischen Ideen sich als Eigenthümer des ganzen hat, ist allbekannt. Die Angelegenheit von Bötticher ist ein Verluste zu verlaufen. Landes ansah, und deshalb auch als Eigenthümer der Domänen, neuer Beitrag zur Lehre von der Ersprießlichkeit ins Blaue da wurde das schon von den alten Landständen bestritten. hinein bewilligter mittel. Und die jüngste Auslassung der Aber in allen modernen Verfassungen wurde diese Anschauung Kölnischen Zeitung" über die Verwaltung des Welfenfonds ausdrücklich ausgemerat, und die frühere hannoverrückt sche Regierung ist damit zufrieden gewesen, daß man diese rückt die ganze Einrichtung in die morgenländisch- sultanAnsicht ausgelöscht hat. Es sind nur gewisse Rechte, die der hafte Beleuchtung, die sich für derartige Dinge nun einmal 10 jeweilige Landesherr an den Domänen hat; er kann das Domänen- geziemt. Die Kölnische" läßt sich schreiben: gut zu seiner Hofhaltung und zu sonstigen Zwecken des Staates benutzen, das Uebrige aber gehört nur dem Staate, und der Fürst ist nach deutschen Begriffen und nach deutschem Staatsrecht untrennbar vom Staate... Als Hannover durch das Annexionsgesetz mit uns vereinigt wurde, bekam es die preußische Verfassung und in Preußen sind seit undentlicher Zeit die Domänen nicht als Privateigenthum des Fürsten angesehen worden. Diese Rechtsanschauung ging auf die hannoverschen Domänen über, und daß sie übergingen, zeigte das Budget, was die Regierung 1867 oftroyirt hat, denn in diesem Budget stehen die hannoverschen Domänen. Ein vollkommeneres Recht darauf, als wir auf diese Domänen haben, kann man nicht haben." unter Anderem aus: " 1 " " wir vertreten zu Die ganze Jämmerlichkeit aller mit dem Ausverkaufswesen in Beziehung stehenden Zustände innerhalb unserer Handelswelt leuchtet aus den Ausführungen des Mitarbeiters der GewerbeBeitung" so scharf hervor, daß wir ihm in Folgendem ohne Wie in so vielen anderen Dingen hat sich auch hier alsbald Bwischenbemerkungen das Wort lassen wollen. Er schreibt: die Reflame dieses für ihre Zwede als ganz besonders günstig Die Verwaltung des beschlagnahmten Vermögens unter- erwiesenen Auskunftsmittels bemächtigt, und zwar geschieht dies steht ausschließlich der Verantwortlichkeit des Finanzministers gegenwärtig in einem so ausgiebigen Maßstabe, daß man nicht und unter ihm der königlichen Verwaltungskommission in mit Unrecht von einem Ausverkaufs Bauber spricht. So gegenwärtig Hannover, deren Vorsitzender der jeweilige Oberpräsident der haben allgemein Frühjahrs Provinz Hannover und deren Mitglieder der Ober- Jäger- Sommer-, Herbst- und Winterausverkäufe, Weihnachtsinventur, meister und Generallieutenant 3. D. Gebhard v. Koze, sowie Saisonausverkäufe, Ausverkauf wegen Umbau oder Aufgabe des der Ober- Regierungsrath Hüger in Hannover bilden. Sobald Geschäftes, wegen Verlegung der Geschäftslofalitäten, Ausver alle Kosten der Verwaltung und Beschlagnahme gedeckt sind, fäufe der berühmten nassen Waare, sowie der durch Feuer und überweist der Finanzminister den ganzen Rest der Gesammt Rauch beschädigten und endlich nicht zu vergessen als eine ganz einfünfte dem preußischen Ministerpräsidenten, dem allein die besondere Spezies der Reklame- die Konkursausverkäufe. Die Bestimmung der Verwendung der Einkünfte zufällt und der auch Thatsache läßt sich nun einmal nicht leugnen, daß diese Art allein die Verantwortung für die richtige, der Beschlagnahme- Ord- Ausverkäufe in erschreckender Zunahme begriffen sind und die nung entsprechende Verwendung zu übernehmen und zu tragen hat. Geschäftswelt selbst in der denkbar empfindlichsten Weise schädigt, Alljährlich legt er persönlich dem Könige Rechnung über diese ohne daß es feither gelungen wäre, diese den Handel überhaupt Die Regierung verkündete durch den Mund ihres KomVerwendung der Einkünfte, und alljährlich erbittet er sich vom diskreditirenden geschäftlichen Auswüchse wieder in engere Grenzen missars Oberfinanzrath Wollny und durch Bismarck selber, Rönige eine allerhöchste Rabinetsordre, welche au bannen, wie dies nicht minder im Interesse des durch diedaß die sechszehn Millionen Thaler keineswegs eine Ent- die nachgewiesene Verwendung gutheißt. felben benachtheiligten Publikums läge. schädigung für das verlorene Vermögen des Hauses Han- Sobald diese Ordre ergangen ist, werden so Die Kontursausverkäufe können vielfach nur als eine nover seien. Im Abgeordnetenhause erklärte der Minister- fort alle Belege der Rechnungslegung ver- naturgemäße Folge der gleichfalls in großer Zahl überhandpräsident:" Der alleinige politische Zweck, den wir erstrebt brannt, nur diese Ordre wird zu den Akten genommen, nehmenden vorzeitigen, vorzeitigen, unsoliden und nicht lebensfähigen haben, ist gewesen, eine annehmbare Existenz für die gefallene und so allein ist es möglich, daß die einzelnen Aufivendungen Etablirungen gelten, deren so überaus verderbliche Folgen für nach Ziel und Herkommen durchaus geheim bleiben können." die gesammte Geschäftswelt nicht minder flar zu Tage liegen, Dynastie zu finden, in der sie der Versuchung überhoben Wird nun ein sogenannter Konkursansverkauf von einem wäre, die Nuhe eines großen Landes durch dynastische Be- Die gemeinschädliche Wirksamkeit des Reptilienthums, gerichtlich bestellten Verwalter arrangirt und geführt, lediglich zu strebungen zu stören." Und im Herrenhause sagte er:" Eine das Preßagenten- Unwesen, die Ausbeutung von Staats- dem Zwecke, die vorhandene Masse möglichst vortheilhaft und Verpflichtung, dem König Georg irgend geldern zu privaten Zwecken, dies alles beweist schnell zu realisiren, so ist hiergegen nichts einzuwenden, Vigil hatten, auf dem Klosterhofe erschien und ihn zu Ge- Menschenkreatur ein wirksamer Trost, und Frau Larſeit richt beschied, um sich wegen des Grabfrevels vor Herrn Bengerl zu verantworten. " Was, wegen der dummen Geschichte soll ich noch gar auf's Amt kommen?" rief er. Ich hab' ja alles richtig gemacht." Ja, was weiß ich?" meinte der Landjäger. sollst aber Sonnabend aufs Amt kommen." Du " Ich hab' dort nichts zu schaffen," entgegnete Ambros. Jch laß' dem Herrn Landrichter sagen, daß die Sach' abgethan ist. Weiter hab' ich mit ihm nichts zu reden." sehen, daß das Benehmen seiner Schwester keinen Verstand hätte. Ob der Alte es einfah oder nicht, gewiß ist, daß er genoß ihn und gewann zugleich die Ueberzeugung, eine viel zu große Furcht vor seiner Schwester hegte, um die daß Ambros noch viel schlechter sei und sie viel Botschaft zu übernehmen und das heftige und hochfahrende Wesen schwerer beleidigt habe, als sie bisher sich vordes Burschen war am wenigsten dazu geeignet, ihm Muth zu gestellt hatte. Die arme Stasi mußte alles mit an machen. Er schlug hinter Ambros ein Kreuz; denn so hart hören und schweigen. Die allgemeine Verurtheilung machte war ihm noch nie zugesetzt worden, und er stellte sich vor, ihren unerfahrenen Kopf irre, jedoch nicht ihr Herz. Mochte wie feine Schwester ihn loben würde, wenn sie um die das Ueble, das Ambros von seinen Richterinnen nachgesagt Mannhaftigkeit wüßte, mit der er dem Versucher widerwurde, auch einen Kern von Wahrheit enthalten, hinsichtlich standen hatte. Jedenfalls hatte Ambros sich als ein schlechter des Grabfrevels thaten sie ihm Unrecht. Davon war Stasi Versucher erwiesen; denn der Teufel ist schlau und sucht überzeugt und indem sie sich der schrecklichen Donnerschläge nichts durch Gewalt zu erreichen. Wenigstens behaupten es Was geht's mich an?" sagte der Landjäger nach und lohenden Blitze in jener Nacht erinnerte, fühlte sie sich die Frommen, die es wissen können, da sie sich am meisten kurzem Nachdenken. Ich hab' Dich bestellt. Aber weißt, zur Bewunderung seines Muthes getrieben. Gewiß war es mit ihm zu schaffen machen. Doch für den Glauben giebt mit dem Gericht ist nicht gut Kirschen essen." gottlos, den Teufel zu leugnen und die Geister herauszues feine inneren Widersprüche, und David setzte sich in den Ambros zuckte verächtlich die Achseln und der Land- fordern; allein ein anderer wie Ambros hätte schwerSchatten einer Eberesche und begann mit großer Genug- jäger hing sein Gewehr, auf dessen Lauf er sich während lich das Herz zu einem solchen Wageſtück gehabt, thuung sein Vesperbrot zu verzehren. Nach einiger Zeit bes Gespräches mit beiden Händen gestützt hatte, und in all ihrem Herzeleid und ihrer Verzagtheit erfüllte aber seufzte er und betrachtete topfschüttelnd das Stück wieder über die Schulter und ging mit den Worten es sie mit einem süßen Stolze, von dem muthigsten Buben Brot, welches er in der Hand hielt. Ach, was war doch davon: Na, grüß Dich Gott. Aber Du solltest doch der ganzen Thalschaft geliebt zu werden. Nein, an seiner das für ein wunderlich Ding, das die Leute Liebe lieber kommen. Die Leut' find fuchswild über die Ge- Liebe zu ihr fonnte sie nicht zweifeln und während die nennen! Seine Nichte hatte doch früher um die jungen schichte." guten Nachbarinnen ihn schmähten, Gott dankend, daß ihre Bursche sich nie bekümmert und jetzt war es auf einmal, als Das waren sie wirklich und Herr Moltenbecher hielt Söhne nicht wie er waren, vertheidigte Stasi ihn eifrig bei ob es außer diesem Ambros für sie nichts weiter auf der am nächsten Sonntage auf der Kanzel eine gewaltige Straf sich selbst. Aber ach! Sie durfte Ambros ja nicht lieben. Welt gäbe. Weshalb war das nur so? Trotz allen Kopf- rede wider die Gottlosigkeit der Jugend, wobei er deutlich Die Mutter hatte es verboten und ließ keine Gelegenheit schüttelns und Seufzens vermochte er es nicht zu ergründen genug das Gebahren der Bayern im Lande als die Quelle ungenügt, um das Unkraut der Liebe aus dem Herzen ihrer und er nahm sich vor, einmal mit Hannes darüber zu reden. Dieses gottlosen Geistes bezeichnete. Eben daß die Bayern Tochter auszujäten. Frau Larseit fühlte, daß ihre Tage An diesen dachte auch Ambros, nachdem er David ver- im falschen Aufklärungseifer die Kruzifire an den Wegen gezählt wären, und die Vorstellung, daß Stafi die Beute Lassen hatte, und er stampfte ärgerlich mit dem Fuße, als rücksichtslos umhieben, trug nicht wenig dazu bei, die Auf- des gottlosen Menschen werden könnte, bettete sie auf er zu Hause erfuhr, daß sein Bruder von seiner Wanderung regung über Ambros' unbesonnene That höhere Wogen Dornen. Stafi mußte ihr versprechen, Ambros keine in das Gaderthal noch nicht zurückgekommen wäre. War es schlagen zu lassen, als sonst vielleicht der Fall gewesen wäre, Busammenkunft mehr zu gewähren, und die Arme denn nicht auch um das Haar sich auszuraufen, daß Hannes und die Wogen sprühten ihren Gischt bis vor das Bett der wagte nicht, ungehorsam zu sein. Auch behielt sich umhertrieb, wann er seiner so nöthig bedurfte? Hannes Wittwe Larseit. die Mutter fie scharf im Auge und gestattete sollte sein Botengänger zu Stafi sein und er meinte, wenn Nie hatte die Kranke so viele Besuche in ihrer kleinen ihr am nächsten Sonntag nicht, selbst nicht in Begleitung derselbe der Kranken vorstellte, daß die Geschichte mit dem Stube gesehen, wie in diesen Tagen. Nachbarinnen und Davids, zur Kirche zu gehen. Darin erfah Staft aber kein Grabkreuze nichts auf sich habe, dann müßte sie sich zufrieden Bekannte gaben einander die Thür in die Hand, um Frau Unrecht, die Rose, die Ambros auf die Bank gelegt geben. Er hielt in der That den Grabfrevel damit abge- Larseit wegen der Grabschändung zu bedauern, was natür hatte, nicht dort welken zu lassen, als sie dieselbe am than, daß er ein neues, größeres und schöneres Kreuz als lich nicht geschehen konnte, ohne die volle Schale des Ab- nächsten Morgen fand, sondern in ihr Gebetbuch zu legen, das alte für Raspar Larseit bestellt hatte und machte daher scheues über den Frevler auszugießen. Bu hören, wie der Wie süß es ihr entgegenduftete, wann sie vor dem Schlafengroße Augen, als eines Morgens einer von den drei Land- jenige, der uns getränkt hat, von Andern mit fittlicher Ent gehen das Buch öffnete, um noch ein Gebet darin zu jägern, die nebst einem Korporal ihr Standquartier in St. rüstung schlecht gemacht wird, ist für die gewöhnliche leſen. ( Fortsetzung folgt.) ra C ge f. go 88886 δι auch wird ein berartig geleiteter Ronkurs Ausverkauf| fonds in einer Person ist, eine andere Regelung der Zins- Jauch alle Militärwissenschaftler sich selbst und die Wahrheit feine, oder doch jedenfalls teine bedeutenden Schädi- verwendung des Welfenfonds, auch die nationalliberale hundertmal auf den Kopf stellen. " gungen der in nächster Nähe gelegenen gleichartigen Ge- Berliner Börsen Zeitung" gesteht zu, daß Oder will man provoziren? Wir können das schäfte zur Folge haben. Meist nimmt aber der Verlauf eines es mit dem Welfenfonds nicht mehr so weiter gehen könne. nicht glauben die Sache sieht aber gerade so aus, als solchen Ausverkaufs einen ganz anderen Weg. Sobald eine Konfursmasse in Sicht, fehlt es nämlich sofort nicht an Ronkurrenten, Interessant ist aber besonders, was die Nation a I wäre eine neue Straßenschlacht den Urhebern jenes Artikels Spekulanten und dergleichen mehr, deren ganzes Thun auf die Beitung" ausführt. Sie schreibt: Jm ganzen aber, muß sehr erwünscht. Wozu sonst so demonstrativ daran erinnern, Erlangung des ganzen durch den Konkurs zum Verkauf stehenden man zugestehen, haben alle Faktoren der Staatsgewalt in daß das Volk von Berlin einmal die Armee in einer StraßenWaarenlagers zu Wiederverkaufszwecken gerichtet ist. Im In Preußen diesen- um uns sehr milde auszudrücken schlacht überwunden hat? Nun die Herren, die sich mit teresse der Gläubiger liegt es natürlich, so viel als möglich zu höchst unregelmäßigen Stand der Dinge viel zu lange mit derartigen Rechnungen und Hoffnungen befassen, thäten erhalten und die Sache schleunigst aus der Welt zu bringen. offenen Augen geduldet." Dies ist richtig und gilt in besser, sich nüßlicherer Arbeit zuzuwenden. Wir SozialMan ist daher auch dem Verkauf in Bausch und Bogen durchaus allererster Linie trotz der Anregungen des Herrn demokraten sind nun einmal entschlossen, all ihre Rechnungen nicht abgeneigt, zumal die Reflektanten meist 10 und selbst von Bennigsen von der nationalliberalen Bartei und all' ihre Hoffnungen zu Nichte zu machen- und 20 pet. über den gerichtlichen Taywerth geben, und und deren nicht selten aus dem Welfenfonds unterstützten namentlich auch die auf eine Straßenschlacht. dem Meistbietenden wird alsdann das Waarenlager, Wir haben wirksamere Waffen als Flinten und Einrichtung zc. zugeschlagen. Für die Gläubiger ist ein verhält Presse. Wie in derselben über freisinnige und sozialdemo nißmäßig guter Verkaufspreis erzielt und der Unternehmer weiß fratische Redner hergefallen wurde, die es sich nicht nehmen Kanonen, die bekanntlich vor Niederlagen nicht schützen. es nun so anzustellen, daß er nicht nur auf seine Kosten kommt, ließen, an den Wohlthaten des Welfenfonds Kritik zu üben, Die Milderung des Paßzzwanges in Elsaß- Lothsondern noch einen recht erträglichen Geschäftsgewinn einheimst. ist jedem Politiker in Deutschland wohl erinnerlich. Ja Durch großartige Ankündigungen:„ Beginn des Ausverkaufs der die Beiten ändern sich rasch und rascher noch als diese die ringen soll eigentlich nur den reichen Leuten zu Gute Ronkursmasse bann und dann" wird nunmehr der eigentliche Anschauungen und Urtheile der nationalliberalen Politiker. fommen, die mit durchgehenden Billeten in den Salonwagen Ausverkauf eingeleitet und umt noch größere Bugkraft auszuüben, Was hätte die ehrenwerthe National- Beitung" gesagt, der Blitzüge fahren. Ueberall kommt der Klassen- Charakter sucht man den Käufern glaubhaft zu machen, daß der Ausverkauf wenn vor zwei Jahren ein anderes Blatt eine so unserer Staatsverwaltung zum Ausdruck. unter gerichtlicher Aufsicht realisirt werden soll. Das Publikum wird in dem Wahn erhalten, außergewöhnlich billige Konkurs schwere Bismard beleidigung" veröffentlicht hätte, Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung dem waare faufen zu fönnen, bekommt aber zum weitaus größten wie wir sie heute in den Spalten der National- Zeitung" Entwurfe eines Gesetzes betreffend die Abänderung Theil nur zugekaufte Waare zu Preisen, wie dieselbe an hervorragendster Stelle antreffen. Das Blatt nennt bes Patentgeses nach den Beschlüssen des Reichstages in jedem reellen Geschäft täglich zu kaufen ist. Die nämlich Bismarck einen Freund der Anrufung zugestimmt. wirkliche Masse wird natürlich auch nicht verschleudert; dagegen der Gerichte unter ,, künstlichen" Deduktionen". werden als besondere Zugkraft große Quantitäten geringwerthiger, Das nationalliberale Organ schließt seine Ausführungen mit Der internationale Bund für Sonntagsheiligung theils verlegener, theils unmoderner Waare, bezogen gewöhnlich dem Wunsche, daß alle Parteien des Abgeordnetenhauses wird in diesem Jahre in Stuttgart einen internationalen Kongreß von Groſſiſien, die eine besondere Spezialität darin fuchen, ihre verlangen sollen, daß die unkontrollirte Verwendung abhalten. Alle Bourgeoisparteien werden dort verArtikel an Konkursausverkäufer zu liefern, angekauft, die allerdes sequestrirten welfischen Vermögens treten sein und für die Sonntagsheiligung Reden halten lassen, dings dann scheinbar zu billigen Preisen abgesetzt werden. Man der Erträge des sequestrirten verläßt sich da auf die allgemeine Leichtgläubigkeit des großen alsbald ihr Ende finden solle; diese unaufschiebbare Entwährend sie in den Parlamenten gegen jede vernünftige Publikums, und man weiß nur zu gut, daß nur ein sehr kleiner scheidung im Interesse der politischen Moral"( dies find Regelung der Sonntagsruhe stimmen. Theil des Publifums wirklich eingehende Waarentenntniß befißt. Worte der Nationalzeitung) wird vom Landtage nicht auf Die Köln. 8tg," bespricht in einem Leitartikel die Das Geschäft geht dann für gewöhnlich auch flott von Statten die lange Bant geschoben werden können, denn auch die und es sind Einnahmen zu verzeichnen, wie die Konkurrenz Germania" kündigt heute eine solche Aktion im Landtage Frage der gewerblichen Verbände, Kartelle und Ringe. geschäfte sie nicht annähernd zu erreichen vermögen, und man an; wir vermuthen trotz dieser Ankündigung des offi- Daß es da an schiefen Auffassungen, falschen Informationen möchte sagen, dies um so weniger, je mehr sie auf solider Grundlage bafiren. Ein solcher Konkursausverkauf bestätigt eine sehr ziellen Parteiorgans, daß die Zentrumspartei sich dies und Fehlschlüssen nicht fehlt, weiß jeder, der die„ Kölnische zähe Lebenskraft zum größten Verdruß und zur empfindlichsten Mal, wie schon so oft, die Kastanien von anderen Beitung" liest und weiß, daß sie ein Organ der UnterSchädigung namentlich der benachbarten soliden Ronkurrenz- Parteien aus dem Feuer holen lassen wird, dies geht nehmertoalitionen ist. Unter anderem behauptet sie, daß die geschäfte. Um aber für alle Fälle dem Gesez begegnen zu schon aus der auffallenden Zurückhaltung der ultramontanen Kartelle im Gegensaße zu den Ringen nationale InLönnen, wird eine fleine Partie zurückgelegt, b. h. nicht zum Presse hervor, welche mit ihrer eigenen Meinung in der dustrie- Organisationen sind, was jedem Kenner der Literatur, Verkauf gebracht, damit immer etwas aus der Konkursmasse auf Welfenfonds- Frage zurückhält und sich fast einzig auf die ja auch nur jedem Leser des Kartellorgans Industrie" als Lager bleibt. Wiedergabe von Preßstimmen beschränkt, sie will eben nicht eine Täuschung des Lesepublikums erscheinen muß. Ferner reizen und hofft, daß der Welfenfonds jetzt dem Herzog von schlägt die Köln. 8tg." der Wahrheit brutal in's Gesicht, Cumberland zufallen werde. Wie in unserem Leitartikel wenn sie bestreitet, daß die Kartelle in's Ausland billiger der Welfenfond ist Eigenthum des Volkes. Was wir aber Charakterisirung der Vertheidigung der Kartelle durch ihr verlangen müssen, ist, daß er unter öffentliche Kontrolle ge- vornehmstes Organ.stellt und zu gemeinnützigen Zwecken verwandt werde. Politische tebericht. aber ausgeführt ist, darf hiervon nicht die Rede sein, denn liefern als ihren inländischen Kunden. Dies genügt zur Nach dem großen Siege der Jungtschechen scheint sich nun die Partei in zwei Gruppen spalten zu wollen, in eine, welche das panslavistische und in eine andere, welche das demokratische Moment mehr betonen will. Arbeitern etwas entgegenkommen zu wollen. In Belgien scheint man doch in letter Stunde den Wie das Brüsseler Journal Chronique" mittheilt, Arbeitern etwas entgegenkommen zu wollen. Berlin, den 24. März. Der Bismarck- Skandal hat noch keinen Staatsanwalt zum Einschreiten bewogen. Die Freifinnige Zeitung" ver- Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hat jezt langt, daß der Er- Reichskanzler zum Ersatz der gesetz- viel Raum zur Verfügung, denn sie darf über den die deutsche angehalten werde. Der Ersatz versteht sich von selbst; aber Politik beherrschenden Fall Bismarck- Welfen er genügt nicht der Beamte, welcher sich einer derartigen und Gegenwart nichts schreiben; Herr Pindter, der wohl fonds- Böttich er wegen ihrer offiziösen Vergangenheit Handlungsweise schuldig gemacht hat, ist strafbar und muß bestraft werden, wenn anders nicht das alte jetzt schlaflose Nächte hat, weil ihm ja das nun unabänder Sprichwort von den Kleinen, die man hängt, und den liche Schicksal des Welfenfonds am nächsten geht, läßt, um Großen, die man laufen läßt, glänzender als je zu Ehren seine Unentbehrlichkeit zu beweisen, gegen die Sozial- hätte der König gestern unmittelbar nach seiner Rückkehr bemokratie wettern. Daß er die besten literarischen von London die Minister zu einem Ministerrathe zusammengebracht werden soll. Uebrigens find wir wie in unterrichteten Kreisen Kräfte der Sozialdemokratie, den Mitarbeiterstab der berufen und denselben mitgetheilt, es sei unumgänglich nothwie in unterrichteten Kreisen geglaubt wird erst am Anfang der Enthüllungen. Der Neuen Zeit" dunkle Ehrenmänner Mary und Lassalle Sophisten wendig, eine Revision der Verfassung in Angriff zu nehmen. Lucius Bismarck Stempelerlaß war gewissermaßen nennt, sind wir von den Mistgrubenprosaikern der„ Nordd. Der König babe hinzugefügt, er sei angesichts der im Lande die Ouverture; nach wenigen Wochen kam die unerhörte für Herrn Pindter und seine Redakteure empfinden, hätten der Kammern zu erlassen. Manipulation mit dem Welfenfonds an den Tag what wir bei ihnen doch nicht einen so großen Mangel von jour Ouverture; nach wenigen Wochen fam bie unerhörte Allg. 8tg." gewöhnt. Aber bei aller Berachtung," bie wir herrschenden Agitation bereit, ein Dekret über die Auflösung Der Kampf zwischen den Parnelliten und AntiEin Anhänger Parnells griff heute den zu Parnells Gegnern gehörenden Deputirten Timothy Healy in dessen Wohnung thätlich an und zertrümmerte dabei durch einen heftigen Schlag das von Healy getragene Augenglas. Wie es heißt, wären die Augen verletzt und die Sehkraft ge= fährdet. Hoffentlich ist dies aber nur ein einzelstehender Fall. next? Welche Enthüllung wird nun folgen, um die Welt nalistischem Taft vermuthet, daß sie zu der Zeit, wo alle parnelliten in Irland wird wieder in roher Art aufge vollends aufzuklären über das innerste Wesen der Aera Bismarck? Reichs- Anzeiger", Beitungen, mit Ausnahme bes." Nachy," gezwungen limb, ihre nemmen. Ein Telegramm aus Cork( Irland) meldet Jedenfalls muß die Sache im Reichstag zur Sprache Spalten mit Betrachtungen über die schmutzige WelfenfondsZtg." und der Hamb. sind, hierüber: gelangen und wenn der Ex- Reichskanzler wirklich das Affäre zn füllen, von den sittlichen Kräften Wagniß eines Gangs in den Reichstag unternehmen sollte, so tönnte er vielleicht in der Lage sein, auf manche Frage, sprechen, die das Deutsche Reich gegründet die sonst nur von dem Staatsanwalt oder Untersuchungs- Der Steuerhinterzieher, Herr Bismarck, der fich für eine haben und heute noch beleben. Herr Bismarck richter gestellt zu werden pflegt, antworten zu können. Bum Nationalspende zu gemeinnützigen Zwecken ein Rittergut Beispiel auch auf die Frage, welcher Herkunft die abscheu- kaufen läßt, Herr Bismarck, der die öffentliche Meinung in Lichen Revolvernotizen in verschiedenen Schmuß- ser unerhörtesten Weise forrumpirt hat, Herr Bismard, der blättern sind, dunkle Andeutungen, daß der Ex- Reichskanzler Beranstalter des Septennatsschwindels, Herr Bismarck der im Besitz von Papieren kompromittirender Art für gewisse Welfenfonds- Verwalter ist ja derselbe Herr Bismarck, hochgestellte Persönlichkeiten sei. doch nach früheren Jahrgängen der Nordfibt, dann pflegt die Staatsanwaltschaft rasch bei der Hand deutschen geht hat. It das eine ſittliche Kraft Benn ein simpler Privatmann solche Revolverpraktiken bencher Allgemeinen Beitung das Deutſche Reich gezu sein. Hier scheint sie die richtige Fährte nicht finden zu Der Norddeutschen" geziemt es zu schweigen, ihre hohlen fönnen. Ein kleines Frage- und Antwortespiel im Reichs- Bhrasen verdammen sie mehr, als ein Eingeständniß ihrer tage könnte vielleicht auch den Nichtsuchenden auf die Spur Niedertracht. bringen. Sachsen- Weimar marschirt wieder einmal an der Spize, Fürst Bismarck läßt der Abwechslung wegen die Das süddeutsche Amtsblatt für Friedrichsruh, die früher Nachricht, daß er in Berlin zwei Häuser angekauft habe, einmal anständige Münchener Allgemeine Bei dementiren. tung", bespricht an der Spizze ihrer letzten Nummer ausführlich den Welfenfonds. Auffallend an den Betrachtungen des Blattes ist, daß in demselben tein Dementi der freilich nicht, wie an der Wende des vorigen Jahrhunderts, gegen den Fürsten Bismarck vorliegenden Beschuldigungen als geistiger Mittelpunkt Deutschlands, sondern, wie es sich für zu finden ist. In der auch die frühere offiziöse Presse unsere Zeit geziemt, in der Maßregelung unserer Bewegung. bes ehemaligen Reichskanzlers charakterisirenden, doppel- Sierüber wird der Frankf. 8tg." unter'm 22. d. M. aus sinnigen und unverschämten Ausdrucksweise wird die Weimar geschrieben: Frage behandelt. Für diese Manier ist z. B. folgender Satz des Blattes charakteristisch: ... um den angeblichen " Mißbräuchen" entgegenzuwirken, welche allerdings wohl nur in der Phantasie eines Theiles der Presse existiren." Dann spricht das Blatt von unbeweisbaren Verbachtigungen" u. s. w. V Sicher ist, daß derartige Formen einer Diskussion jeder guten Sache schaden müſſen. freilich kaum ein aufrichtiges, seiner friedlichen Gesinnung Nach einer anderen Meldung soll Parnell ein Zeichen, freilich kaum ein aufrichtiges, feiner friedlichen Gesinnung folgende Depesche: gegeben haben. Das Herold- Bureau versendet nämlich Barnell veröffentlicht einen Brief, den er selbst an den parnellistischen Ausschuß in Cork gerichtet hat und worin er jeglichen direkten Verkehr mit Healy infolge der Beleidigungen und Verleumdungen des letteren für unmöglich erklärt. Parnell erklärt zugleich, er habe an Nolan geschrieben, er werde sein Amt niederlegen, wenn Healy dasselbe thue. Das heute ausgegebene Freeman Journal" bezweifelt, ob Healy dies thun werde. Das portugiesische Militärgericht hat das Urtheil über die Theilnehmer am letzten republikanischen Putsch ge= sprochen. Eine Depesche meldet hierüber: Das Militärgericht verurtheilte heute die Hauptschuldigen bei dem Aufstande vom 31. Januar zu Bellengefängniß von 4 Jahren mit darauffolgender Deportation nach Afrika bis zu 18 Monaten Zuchthaus. Von Militärpersonen wurden 266 verurtheilt und 240 freigesprochen; von Zivilpersonen 7 verurtheilt und 15 freigesprochen. Wir bezweifeln, daß dieses Urtheil die Monarchie in Portugal stärken wird. Gleichzeitig mit dieser Depesche traf eine andere ein, welche eine Ministerkrise in Portugal in Aussicht stellt. Soeben wird eine Entscheidung des hiesigen Minifteriums bekannt, auf Grund welcher die Ortspolizei Behörden nahezu jede sozialistische Versammlung verbieten fönnen. Anläßlich des in Buttelstedt erfolgten Verbotes einer solchen Versammlung hat nämlich die Regierung die erhobene Beschwerde abschlägig be: fchieden und ausgeführt: Die sozialdemokratische Partei habe öffentlich mit Nachdruck ausgesprochen, ihre Agitation unter die Landbevölkerung fragen zu wollen. Wenn in Ausführung dieses Vorhabens, außerhalb der Reichstagswahl- Zeit, Versammlungen Dieser Art angekündigt würden, in denen bekannte sozialaus demokratische Agitatoren aufzutreten beabsichtigen, so liege Grund zu der Annahme vor, daß ein derartiges ausgesprochenes agitatorisches Verhalten schließlich nicht ohne empfindliche Störung und Gefährdung der öffentlichen Ordnung vorüber gehe. Ein aus dieser Besorgniß hervorgegangenes Verbot der Bersammlung sei daher nur gerechtfertigt. Ueber den Aufstand in Chile meldet eine Depesche Valparaiso furchtbare Einzelheiten. Hiernach wurden 200 gefangene Insurgenten zu fammengebunden und mit Kanonen und Gewehren zuSammengeschossen. Das Telegraphenamt in Iquique wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Biel einfacher wäre es gewesen, statt zwei Spalten in diesem Tone einen Eiertanz aufzuführen, knapp und kurz zu schreiben: Aus Friedrichsruh erfahren wir, daß der Welfenfonds in keine Beziehung zur Bötticher- Affaire gebracht werden fann". Freilich, wenn man das schreiben könnte, würde man es auch thun. Da dies aber nicht geschrieben wird, so sehen wir in den Ausführungen der Allg. 8tg." blos eine Bestätigung der durch die Presse gehenden Meldungen. Zieht man noch Wie unsere Leser sicher sofort bemerkt haben werden, ist durch in Betracht, daß das norddeutsche Amtsblatt von FriedrichsWohl angeregt durch die Zukunfts- Straßenschlacht falsches Umbrechen der zweite Theil der Notiz„ billige Maurerruhe sich über die Affaire Bötticher konsequent ausschweigt, Phantasien des Herrn Reichskanzlers Caprivi veröffent- und Steinmezarbeit"( 3. Spalte der 2. Seite) zwischen unsere so wird man wohl annehmen dürfen, daß der aus dem licht das Militär- Wochenblatt" zum Andenken an den beiden Notizen über den Welfenfonds in die erste Spalte gestellt Cachsenwalde geflogene Pfeil auf den Schüßen zurück- seent geflogen ist. 18. März eine militärwissenschaftliche Studie über die worden. Kämpfe in Berlin während der Märztage 1848. Sogar die nationalliberale Presse sieht sich ge- Daß das amtliche Organ des Kriegsministeriums einen awungen, gegen die Verwendung des Welfen- folchen Artikel zu solcher Zeit bringt, hat unzweifelhaft fonds zur Unterstügung nothleibender einen politischen Zwed. Was ist ber 3 wed? Will Staatssekretäre und Rittergutsbesiger man die Sozialdemokraten einschüchtern? Briefkaffen der Redaktion. K. U. Wird verwendet. Bitte, besuchen Sie, wenn es Das ist Ihnen paßt, mich morgen- Mittwoch gegen 6 Uhr Abends W. L. der Redaktion. G. H. 41. Das wissen wir nicht; wenden Sie sich an Börsenmann. A. B., Gräfestr. Haben wir Play im Blatte, so werden, antworten. Martha 64. Sie sind auf dem Holzwege, zu protestiren, ja, freilich etwas start verspätet, gegen die nicht anzunehmen, denn erstens weiß man, daß die Sozial- auf ganze Art der Verwaltung dieses geheimen Fonds Ginspruch demokraten sich nicht einschüchtern lassen; und zweitens einen zu erheben; so verlangt der Hannover'sche Koutann die Erinnerung an einen Sieg des Volfs ihrer rier", bas Organ bes Herrn v. Bennigsen, der Führer Natur nach nicht einschüchternd auf Sozialdemokraten wirken. wir der nationalliberalen Partei und Verwalter des Welfen- und ein Sieg des Volts war der 18. März 1848, wenn " 。 Theater. Mittwoch, den 25. März. Opernhaus. Die Walküre. Schauspielhaus. Der neue Herr. Lessing- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Rendenz- Theater. Der selige Toupinel. Vorher: Die Schulreiterin. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Othello. Oftend- Theater. Der Roland. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Achtung! Achtung! Achtung! Berliner Streif- Kontrollfommission. 284 b] Deffentliche Versammlung der Delegirten z. Berl. Streik- Kontrollkommission am Donnerstag, den 26. März, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakob- Straße Nr. 48 a. Verlesung der Präsenzliste präz. 9 Uhr. B Tages Ordnung: über den Streit der Steindrucker. 3. Berichterstattung über den Streit der 1. Berichterstattung und Anträge der Vergolder. 2. Berichterstattung Klavierarbeiter. 4. Wie verhält sich die Berliner Streit- Kontrollkommission zur Uebernahme der Sammelbons für die ausgesperrten Arbeiter Deutschlands? 5. Stellung der Berliner Streit- Kontrollkommission zu dem gefaßten Beschluß der Maler. 6. Verschiedenes. J. A.: Jul. Hildebrandt, Delegirter der Drechsler. Fachverein der Tischler. Heute, Mittwoch, den 25. März, Abends 9 Uhr: Theater der Reichshallen. Große Ausserordentliche General- Versammlung Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Dienstag, den 31. März: Abschieds- Vorstellung. in Norbert's Sälen( früher May), Beuthstr. 21-22. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Sievert. 2. Diskussion. 3. Der Streit der Mainzer Tischler. 4. Die Angelegenheit König und Genossen. Anträge. Berschiedenes. Mitgliedsbud legitimirt. Circus Schumann. Achtung! Friedrich- Karl- Ufer. Heute, Abends Uhr: Große Bortelung Das mit besonderer Sorgfalt gewählte Programm besteht aus 10 der vorzüg lichsten Repertoir- Nummern. Der Vorstand. Musiker! Achtung! Große öffentliche Versammlung 313 Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. In neuer Auflage erschien soeben: Wissen ist Macht, Macht ist Wissen. Festrede von Wilhelm Liebknecht. 4 Bogen 8°. Preis 25 Pf. Durch politische Macht zur Freiheit, um durch fie allen Volts. kreisen die Bildung zugänglich zu machen, ist eine mächtige Triebfeder der modernen Arbeiterbewegung. Gerade jetzt dürfte diese Schrift Liebknechts zur weitesten Verbreitung geeignet sein, wo die Gegner mit allen ihren geistigen Waffen die Sozialdemokratie bekämpfen wollen. Wissen ist Macht" zeigt, mit welcher Art Bildung die Bourgeoisie die Proletarier abspeist, während sie für sich und ihre Söhne alle Schleusen des Wissens offen hält. " Elegante Sommer- Paletots und Anzüge in Rock und Jacket- Facon, in den modernften Mustern zu soliden Preisen liefert der bekannte Central- Bazar aller Zivil- Berufs- Musiker Berlins für Herren- und Knaben- Garderobe und Umgegend am Donnerstag, den 26. März, Nachmittags präz. 3 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee Nr. 11-12. 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Osterfeiertag Vormittags im Ostend- Theater statt: findenden Matinee find Billets in allen mit Plakaten belegten Handlungen, in den Zahlstellen und zu jeder Zeit im Restaurant Stramm, Ritterstr. 123, zu haben. Der Ertrag ist zum Besten des Unterstützungsfonds. Der Vorstand. 187/7 Vereinigung der Maler u. verw. Berufsgenossen. Mittwoch, den 25. März, Abends 8½ Uhr: Kombinirte Versammlung sämmtlicher Filialen Berlins im Restaurant Gründel, Dresdenerstraße 116. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Fachschul- Kommission. 2. Unser Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes. Großes Lager in Arbeitssachen. E Berlin S. A. Schulz Berlin S. 362L 34 Wafferthor- Straße 34. 160L Möbel- und Polsterwaaren- Fabrik. Gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Zahlungsbedingungen. Die Rohtabak- Niederlage von F. Leopold, Berlin N., Brunnen- Strasse No. 6, empfiehlt Sumatra- Tabake von 1,10-5,50. Felix- Brasil von 95 bis 1,50. ff. Carmen von 95-1,15. 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Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Knaben 0 Garbe robe und Sommer- Ueberzieher, billig Jäger- Strasse 67, Hof.[ 266 Empf. all. Genossen mein Bürften und Pinsel- Geschäft. A. Leue, Nostiaftr. ( 397 16 Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 71. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Mittwoch, den 25. März 1891. 8. Jahrg. fichtig sein. Als er auf des Großbauers Hof kam, um einige verkauft. Die Arbeiter müssen sich auch noch, um das Aufmetern alte Zeitungen und Flugschriften unter die Knechte zu vertheilen, des Holzes zu besorgen, ein fleines Fuhrwerf, gewöhnlich einen stand der Großbauer grade an der Hausthür. Was führt Hundewagen, halten, mit dem das zerkleinerte Holz an einen Euch zu mir?" fragte er nicht sonderlich freundlich; ich habe Ort zusammengefahren wird. Troß dieser elenden LohnverhältAus Anhalt, 21. März. Wieder eine Versammlungs- feine Schweine zu schlachten." Und als Lehner erwiderte, daß uiffe hat es an Arbeitern für die Forstarbeit noch nie gefehlt; auflösung. Am vergangenen Sonntag wurde in Freckleben eine er nicht deswegen komme, sondern um den Knechten etwas zu nur als dieselben kürzlich über den schlechten Verdienst sich be geben, begann der Großbauer so eigen zu lächeln und sagte: klagten und die Wahrscheinlichkeit vorhanden war, daß sie gefozialdemokratische Versammlung von dem überwachenden Gendarm aufgelöst, als der Referent bei einer Besprechung der" ha, pfeist's aus dem Loche? Da seht nur genau zu, wo der meinsam vorgehen würden, um bessere Löhne zu verlangen, wurden Zimmermann das Loch gelassen hat. Meine Knechte bedürfen sie sämmtlich entlassen, und es traten Pioniere an ihre Stelle, Lebensmittelzölle die Rede des Staatsministers Themptander vom Eures Besuches nicht." Dann ging er zur Hundehütte und kettete die aber auch nach 5 Tagen bereits wieder abberufen wurden. 3. März 1887 zitirte, der die Auflösung des Landtages androhte, den Hoshund los. Tezner aber wandte sich zum Gehen; denn Genaueres über diese ganze Angelegenheit ließ sich nicht erwenn dieser die von der Regierung abgelehnten Kornzölle beschließen würde. Bei der Aeußerung, daß in der That er wußte, daß die Zähne des Hundes ebenso scharf waren, wie mitteln, nur soviel steht fest, die fgl. Forstverwaltung ist mit der am 4. März 1887, als mit geringer Majorität die Getreidezölle die Bestimmungen des Straf- Gesetzbuches über den Hausfriedens- Einrichtung ihrer Arbeiterverhältnisse von einer Musteranstalt angenommen worden waren, der Landtag aufgelöst wurde, bruch. Aber sonst, in der Kneipe und draußen, brachte er viel noch ziemlich weit entfernt. Waare an den Mann. Doch die Wirkung der Waare war nicht schritt der überwachende Beamte ein und löfte die Volksversamm immer die erwünschte." ung auf. Tokales. Und Du Volk, das Du mit blutigem Schweiße Ackerst, mähst, hämmerst, Armer Herwegh. Im preußischen Abgeordnetenhause hatte Also:" Hunde los, wenn der Sozialdemokrat kommt!" Dieser es am 16. März unter den dort anwesenden edlen Schlachzizen Karlsruhe, 21. März. Die Rastatter Kranzwidmung angeistige Kampf" stellt sich würdig neben die bekannte AuffordeEntfeßen und Entrüstung hervorgerufen, daß es gewagt wurde, für polnische Arbeiter ein im Geiste der modernen Arbeiterdie im Jahre 1849 von der Reaktion Erschossenen, die seit Sommer rung: Jungens, haltet die Dreschflegel parat!" bewegung redigirtes Arbeiterblatt herauszugeben. Der Abgevorigen Jahres die badischen Behörden beschäftigt, ist durch eine ordnete Szmula rief Staatsanwalt und Polizei gegen das Blatt, Entscheidung des Oberlandesgerichts in ein neues Stadium gewelches den armen polnischen Arbeitern die Augen öffnen soll, treten. Am 10. August 1890, dem Jahrestage der Füsilade, zu Hilfe und forderte den Minister des Innern zu energischeni wurden in aller Frühe und Stille an die Grabkreuze einiger ErEinschreiten auf. Die Bäume des Herrn Szmula werden hoffentschossenen Kränze mit Schleifen angebracht. Da die Schleifen Die fürsorglichen Unternehmer. Das Kapitalistenblatt, lich nicht in den Himmel wachsen, damit er aber sieht, daß wir jedoch meist roth waren, eine Farbe, die auch nach dem Fall des Sozialistengesetzes die Polizei immer mehr oder weniger in Er- die National- Beitung" bringt einen langen Aufsatz über die selbst einem polnischen Scherze nicht abgeneigt sind, wollen wir egung verfetzt, und da zudem die Schleifen Inschriften trugen, Schädlichkeit des Schnapstrinkens auf den Baustellen, es soll unseren Lesern wenigstens mittheilen, wie der edle Pole den o fürchteten die wachsamen Sicherheitsorgane Rastatts Unruhe damit wahrscheinlich der Beweis geführt werden, daß die Bau- lauschenden Landräthen der preußischen Kammer Herwegh's Die Gazeta ind Aufruhr und entfernten die Kränze. Ein Kranz mit der Arbeiter viel zu hohe Löhne erhalten und aus purem Uebermuth Bet' und arbeit', ruft die Welt" aus dem Polnischen in unsere Schleifen- Aufschrift:" Den Opfern der Willfür und des Unver- sich dem Schnapsgenuß hingeben, und daß die armen Bau- Unter- geliebte Muttersprache zurückverdolmetschte. tandes, den Kämpfern für Freiheit und Recht, den Todten ge- nehmer mit ruhigem Gewissen denselben einige Lohnabzüge machen Robotnicza" hatte eine polnische Uebersetzung des herrlichen Arvidmet von den Lebenden zum 10. August von den Mit- können. Vorläufig spricht das sonst ausschließlich Kapitals- beiterliedes gebracht, und Herr Szmula interpretirte den deutschen gliedern des Vorwärts" in Baden" war die Ursache be- Interessen vertretende Blatt diese seine Herzenswünsche nicht Dichter folgendermaßen: Bete und arbeite, sagt die Welt, sonderer Befürchtungen. Dant eifriger Fahndung gelang offen aus, läßt sie vielmehr nur durchblicken und verschanzt sich Sei demüthig, das ist der Grundsatz. es auch, den Uebelthäter in der Person des rothen hinter der Humanitätsphrase. Sie sagt gemeinsam mit einem Oberbaudirektor Franzius, welcher den Temperenzlerapostel für Und wenn das Glend an die Thüre klopft, in Baden, ermitteln. ชิน Apothekers", Th. Luz Ein aber auch nur für die Arbeiter, bei Leibe Ertrage es geduldig, das ist die Lehre. Strafbefehl von 6 M. war die Folge weßwegen, braucht wohl Bau- Arbeiter spielt „ das Fernhalten des nicht erst gesagt zu werden der auf dem Gebiet des Straf nicht für die„ oberen Zehntausend" rechts Unbewandertste ahnt, daß dies nur wegen groben Unfugs Schnapses von den Baustellen ist vielleicht die wichtigste aller gewesen sein kann. Herr Luz wollte jedoch nicht einsehen, wieso Einzelmaßregeln." Als Abwehrmittel wird den Bau- Arbeitern grober Unfug darin erblickt werden könne, daß er in der fühlen der Kaffee empfohlen, und es werden ihnen die heftigsten Vorwürfe Frühe eines Rastatter Auguftmorgens still die Kämpfer des gemacht, daß sie den ihnen meist unter diesem Namen vorgesetzten Jahres 1848 geehrt hatte. Auf erhobenen Einspruch bedeuteten Aufguß nicht annehmen wollen. Sie mögen faum etwas Anderes; und etwas Neues, Kaffee, ihm jedoch Schöffengericht wie Straftammer, daß der Kranz dazu angethan gewesen, Verwirrung, Bestürzung und Tumult in den nehmen sie nicht so leicht vom Arbeitgeber an, während das Massen zu verursachen und die öffentliche rdnung zu stören. moderne Angebot gemeinnützlicher Kaffeehallen dem öffentlichen Die Revisionsverhandlung vor dem Oberlandesgericht war eine Bau im Freien nicht von einem Ort zum anderen nachfolgen hochinteressante. Der Vertheidiger des Angeklagten, Dr. tann." Also schließlich sollen die Arbeiter wohl gar„ Kaffee" als Ludwig Weyl, hatte insofern einen schweren Stand, als die Feststellungen des Landgerichts für ihn nach den pro- Bahlungsmittel vom Arbeitgeber" in Empfang nehmen! Als zeffualen Grundfäßen des Rechtsmittels der Revision unangreifbar geeignetstes Auskunftsmittel erscheint dem Herrn Ober- Baudirektor waren. Nach längeren Debatten gelangte der Antrag des Ver- und der mit ihm verbündeten National- Zeitung" das polizeitheidigers auf Aufhebung des lettinstanzlichen Urtheils zur liche Verbot des Schnapsverkaufs auf den Baustellen und EinAnnahme und es wurde die Sache nochmals an das Landgericht richtung von Kantinen, deren Inhaber unter der strengsten Konzurückverwiesen. Auf die demnächst stattfindende Verhandlung trolle der Polizei und des Arbeitgebers gestellt und von diesen wird um beswillen zurückzukommen sein, weil die Zurück vollständig abhängig sein müssen. Das könnte den Herren so verweisung offenbar auf Grund der vom Vertheidiger entwickelten, recht passen! Den Arbeitern soll etwas gänzlich verboten werdie bisherige Gerichtspraxis bekämpfenden Auffassung des„ groben den, jedoch die Borgesetzten" sind davon ausgeschlossen, wie aus Unfugs" erfolgte. Vor der Wiederholung der Verhandlung mag Folgendem hervorgeht: nur noch darauf hingewiesen sein, wie eigenthümlich die Be Auch gebe sich der Obere nie dem Genusse hin, wenn er damit fürchtung vor" Tumult der Maffen"," Verwirrung und Be- fürchten muß, feine Untergebenen begehrlich, unzufrieden oder stürzung des Publikums"," Störung der öffentlichen Ordnung" neidisch zu machen." im guten Rastatt anmuthet, wenn man eben gelesen hat, wie in Die wahre Jesuitenmoral! der Millionenstadt Berlin zum 18. März die Arbeiter nach den Hier geben sich diese Herren den Anschein, als ob ihnen das Gräbern der Märzgefallenen wanderten und dort zahlreiche Wohl und die Gesundheit der Arbeiter so sehr am Herzen liege. Kränze mit rothen Echleifen und entsprechenden Inschriften uns ist nicht erinnerlich, daß die„ National- Zeitung" je für das niederlegten, ohne daß es der Berliner Polizei auch nur einfiel, die Hand zu rühren. Neuer" Kurs. Das erste und zweite Blatt der Sonntags. nummer der„ Mannheimer Boltsstimme" ist auf Grund der§§ 94 und 98 der Str.-Pr.-D. und§ 130 des R.-Str.-G.-B. mit Be schlag belegt worden. Interesse der Arbeiter eingetreten ist, wenn dieselben die ungesundesten und drückendsten Mißstände beseitigt wissen wollten. Als die Bau- Arbeiter vor Kurzem bei den Arbeiten im Bau während des Winters verglaste Fenster, sowie Beseitigung der offenen, qualmenden Koakeskaften und Einrichtung von Bauhütten verlangten, da fühlten sich diese Herren nicht veranlaßt, für derartige, vom humanitären Standpunkt so selbstverständliche Forderungen einzutreten. Die Arbeiter haben bisher nicht nöthig gehabt, die Hilfe der wird immer Wenn Die geistige" Bekämpfung der Sozialdemokratie. In Diefer Borirage", den ein Pfarrer, Namens priemokratie National- Zeitung" anzurufen und werden es wohl auch nicht verein Lage in Wülhauſen i.. im no Breisac, aus line, thun, mag diese sich also um das Wohl ihrer Leser kümmern. verein hielt, behauptete dieser gebildete" und gelehrte" ReStehlen und Ehebrechen als zu der von ihm geforderten fanden, daß man darunter die Noth des Arbeiters" begriff. Stehlem mil. 318."" u. Vrbeitslerbe nach einem Berichte noth" die Rede war, so wurde das Wort gewöönlich so ver" Freiheit des Genusses" gehörig. Ob dieser„ Diener Gottes" In der Aera der neuen Sozialreform hat nun unter den vielen bematran demokratischen Versammlung zu vertheidigen? Herr Gasch, hat gegangen sind, auch dieses Wort eine andere Bedeutung erhalten. Arbeiternoth" bedeutet heute nicht mehr die„ Noth des Arbeiters", In schwerer Arbeit Deine jungen Jahre verlebst, Was hast Du denn für eine Belohnung? In Noth verbringst Du Tage und Nächte, Die Felsen zertrümmert Dein Arm, Mit Deinen schwieligen Händen Hebst Du die Schäße der Erde empor. Hast Du dafür ein gutes Mittagessen? Oder ist schöne Kleidung Dein Lohn? Oder hast Du einen warmen Heerd? Sage, Volk, wo hast Du dies alles? Alles ist das Werk Deiner Arbeit, Aber nichts gehört Dir, nichts mein Bolt, Es sei denn diese mit Schweiß benetzten Fesseln, Welche Du Dir selber schmiedest. Der scheußliche Rost Deiner Fesseln Bricht die Flügel Deines Geistes, Saugt das Blut, das rothe Blut aus Deinem Rörper. Siehe, wie man Dich bezahlt hat! Mit den Früchten Deiner Arbeit Vergnügen fich die Müßiggänger. Trinken den goldenen Becher der Freuden, Sie verhöhnen Deine Arbeit, verhöhnen Dich Lumpengesindel. Monumentale Gebäude erbauend Hast Du kein Dach über Deinem Haupte Und die, welche Ihr bekleidet, Stoßen Euch zum Lohne mit Füßen. Ha, ihr Bienen, tennt ihr auf der Welt nur Honig sammeln? Um euch herum die Schaaren der Drohnen sehend Müßt ihr euren Stachel brauchen! Arbeiter, lieber Bruder! Mache auf, erkenne Deine eigenen Kräfte. Wenn Du willst, auf Dein Verlangen Wird jede Bewegung auf Erden stillstehen. Die Schaar Deiner Quäler wird erblassen, Wenn Du den Pflugschar verläßt; Wenn Du in der Werkstätte nicht erscheinst, Was werden fie beginnen, denke, Bruder? In die Höhe die Arme, in die Höhe den Kopf! Diese Fesseln müssen bersten, Wo zusammen und in Einigkeit, Die Freiheit soll Brot, das Brot Freiheit sein! Bei der Poesie des Herrn Samula dürfte auch Jedem, der zu Muth werden, Schulprogramm verfaßt und allen Schulkindern mit nach Hause sondern Noth des Unternehmers wegen der nöthigen Arbeitsgeben„ verderblichen" Fregret" Alſo Ser Toffen. nicht polnischer Großgrundbesitzer ist, anders- aber nicht beffer müffen durch die Schule bekämpft welches folgende Notiz enthält: allen Ernstes Sozialdemokratie werden. Und weiter wird " Der Arbeiternoth beim Fällen des Holzes im Walde abzu- Die Stöckerschen werden parteilo8"! Im Norden der Die Quelle der Sozialdemokratie sei eigentlich persichert helfen, hat man sich hiesigen Orts entschlossen, das Geschäft des Stadt und vielleicht auch in anderen Stadtgegenden werden von Genußsucht der Kinder. " Beseitigen wir die Genußsucht, Holzschlagens durch Soldaten besorgen zu lassen. Es arbeiten ihnen Ansprachen" verbreitet, in denen sie zum Beitritt au firchbesonders bei den ärmeren Rindern, so ist auch die im 28alde unseres Ortes bereits eine stattliche Anzahl Bioniere." lichen Vereinen auffordern, die aller politischen Agitation fern Wir trauten unseren Augen faum, als wir diese Notiz lasen. stehen und nur die Sache der Religion hochhalten wollen. Die Sozialdemokratie todt und besiegt." Unser Dresdener Partei- Man" hat sich hiesigen Orts entschlossen? Wer ist Man"? Erst Ansprache ist denn auch in sanfteftem Zone gehalten; nur an Organ, die Sächs. Arb.- 3tg.", bemerkt dazu: vor wenigen Tagen ging durch die Presse die Nachricht, daß eine einer Stelle, die anscheinend aus der Feder Stöckers herrührt, Das Dresdener Schulprogramm, in welchem diese fulmi: Militärabtheilung aus Oranienburg zurückgekehrt sei, welche die zeigt sich die neue Parteilosigkeit sofort in deutlichster Gestalt. den Schulkindern zur Bekämpfung der Ansichten ihrer Eltern Fertigstellung des zweiten Geleises auf der Nordbahn bis dorthin Eine Partei, die den Fortschritt" stets im Munde führt. wird jetzt in und doch seit 17 Jahren Nichts gethan hat, um Git ins Das ist nämlich parteiEltern unserer Bezirksschüler zu unseren Genossen zählen, so ist in der Tegeler Forst benutzt. Das sieht ja beinahe aus, als ob gottesdienstliche Stätten zu gründen 2c. los! Zum Schluß wird den frommen Schafen, welche besagtem es mindestens als eine gradezu ungeheuerliche pädagogische Taft. in Berlin gar teine Arbeiter mehr zu haben wären. Wir haben daraufhin Erkundigungen über diese Art der mili- Vereine beitreten, noch die Gelegenheit in Aussicht gestellt, Mitlosigkeit anzusehen, wenn auf Kosten der städtischen Steuerzahler tärischen Ausbildung einziehen lassen, und es wird uns nun von glieder zu werden bei der gut fundirten Spar- und Darlehnskaffe der politische Parteikampf in die Schulen getragen wird. Merkt Vorwärts"( Vorsitzender Rechtsanwalt Dr. Zeidler, Rendant Euch, Genossen, wozu der„ Arbeitergroschen von der Stadt zuverlässiger Seite folgendes mitgetheilt: Arbeiter, welche noch gegenwärtig in der Tegeler Forst be- Stadtverordneter Fabrikbesizer Prezel)- das ist doch jedenfalls Schulverwaltung verwendet wird. Für heute aber nur noch eine furze Bemerkung. Wem Gott ein Umt giebt, bem giebt er auch schäftigt find, erhalten für den Meter Holz zu fällen, fägen, derselbe Pretzel, der aus seiner Wahlbeeinflussungs- Affäre her Gewöhnlich arbeiten wenig rühmlich bekannt geworden ist? spalten und aufmetern sechzig Pfennige. Berstand zum Sozialistentödten. Am Schlusse der AnAber böse Beispiele von Der Parochialverein wird nur dann Genußsucht verderben gute Sitten. Von einem Arbeiter zwei Mann zusammen und liefern dann täglich 3 bis 4 Meter. Sprache heißt es dann: wird uns jedoch bestimmt versichert, daß während in Für Stangen oder Spiken von 7 bis 8 Meter Länge, welche ab= wahrhaft fegensreich wirken können, wenn er weiß, daß die der öffentlichen Prüfung der Herr Direttor Basch den geputzt, d. h. von den Strauchwerk befreit werden müssen, er ganze Gemeinde seine Bestrebungen unterstützt."- Dieser Mei. halten die Arbeiter 7 Pfg. pro Stück. Die Arbeiter dürfen sich nung find wir auch. Nun haben wir uns aber auch erzählen Borsiz hatte, ſeine sehr heirathsfähige Tochter unter den Zu- auch Holz, das aber nicht über drei Zoll im Durchmesser start lassen, daß da oben im Norden der Stadt auch jozialschauern thronte und mit Straußenfedern föstlicher angethan war, als Salomo in aller feiner Herrlichkeit. Ei, ei, Herr Direktor! ſein darf, mit nach Hause nehmen, bag in bana einen be demokratische Gemeindemitglieder in nicht unbeträchtlicher Anzahl Die Pußsucht ist doch potenzirte Genußsucht. Und die Genuß- ftimmten Preise berechnet und der Betrag vom Lohne gekürzt wohnen sollen, von denen wir kaum zu fürchten brauchen, bag sucht unserer Kinder führt doch in die Arme der Sozialdemo- wird. So erfuhren wir, daß zwei Urbeitern, von denen jeder sie die Sparkasse„ Vorwärts" mit unserem„ Borwärts" etwa aus 4 mr. 80 Pfg. Lohn in einer Woche verdient hatte, von diesem Wersehen verwechseln könnten. Die parteilofen" Stöckerianer fratie, wie Sie selbst gesagt haben, Herr Gasch." Zohne 4 Mt. für das ihnen zustehende billige Holz gekürzt worden werden also dort ebenso wenig Erfolg haben, wie die früheren Freilich nur die Genußsucht" der ärmeren Rinder!- waren, sodaß sie mit 80 Pig. Wochenlohn nach Hause gingen. echt in der Wolle gefärbten Mucker. Ein sächsisches Ordnungsblatt", so sich stolz ,, Vaterland" be- Es ist begreiflich, daß diese lohnende" Arbeit von feinem Menschen titelt, giebt seinen Wünschen betreffend die geistige" Bekämpfung auf die Dauer verrichtet werden kann. Es sind daher ineiſt Ein großes Werk, des Schweißes der ,, Edelsten der der Sozialdemokratie auf dem Lande in folgendem hübschen Bilde Leute, die im Winter keine Beschäftigung haben und nun Nation" werth, wird, wie wir der" Post" entnehmen, von diesen geringen Verdienst mitnehmen. Aver die Forstverwaltung Seiten des ehemaligen Oberstlieutenants von Egidy, des Verfaffers Ausdruck: " Tegner( diesen Namen führt der sozialistische Agitator) ver- hat immerhin den Vortheil, daß sie billige Arbeitskräfte ausnutt der Schrift" Ernste Gedanken", geplant. Derselbe ladet alle seine suchte nun das zweite Mittel, die Schriftenverbreitung. Hierin und ihr Holz daher zu einem billigeren Preise gefällt erhält, Anhänger zu einer großen Besprechung ein, alle diejenigen, die schien er mehr Erfolg zu haben. Freilich mußte er recht vor- das sie in der unmittelbaren Nähe von Berlin zu guten Preisen mit ihm dahin wirken wollen, daß der Welt das einige Christen Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! thum gegeben wird". Der Kongreß findet vom 3. Osterfeiertage Igebrannt waren. Dagegen vermochte man den 21 jährigen Vermißt wird seit Donnerstag früh gegen 8 Uhr die zwölf an statt und das Glück, alle die frommen Männer, welche an Arbeiter Debert, der hier in der Memelerstraße bei seiner jährige Bertha, Tochter des in der Parkstraße 6 zu Weißensee dem großen, weltbewegenden Plane mitarbeiten wollen, in seinen Mutter wohnhaft war, nicht mehr zu retten. Zwei in den wohnenden Arbeiters Raffel. Das für sein Alter große Mädchen Mauern beherbergen zu sollen, fällt der Stadt Berlin zu. Die oberen Etagen beschäftigte Arbeiter vermochten sich noch zu retten, hatte zum Schulbesuch ein Sonntagskleid anlegen wollen, was Versammlung soll von Delegirten besucht werden, indem sich, so indem sie sich mittelst eines Seiles aus den Fenstern herabließen, von der Mutter nicht geduldet wurde. Zur Mittagszeit fehrte wünscht es der einberufende angehende Kirchen- Reformator des zwei Andere konnten sich noch über die Treppengänge ins Freie Bertha vom Schulbesuch nicht zurück, und als die Eltern bei neunzehnten Jahrhunderts, im weiten Vaterlande Kreise bilden flüchten. Inzwischen war bereits die Berliner Feuerwehr tele- Mitschülerinnen Erkundigungen einzogen, mußten sie erfahren, möchten, die aus ihrer Mitte einen Mann hinsenden, damit dem phonisch von dem furchtbaren Unglück benachrichtigt worden daß ihre Tochter an dem Morgen die Schule gar nicht bethatsächlichen Vorhandensein eines allgemeinen Verlangens zu- und traf kurz vor 10 Uhr mit drei Zügen daselbst ein. Da das sucht hatte. Zuerst glaubten die Eltern, das Kind würde meist entsprochen werde."" Feuer jedoch, nachdem der Schwefeltohlenstoff sich verzehrt, schon in Berlin wohnende Verwandte aufgesucht haben, doch Wenn nun nicht bald der Welt himmlische" Glückseligkeit nach einer Viertelstunde erloschen war, so hatte die Feuerwehr daselbst gehaltene Nachfragen bestätigten diese Vermuthungen beschieden ist, dann dürfte wohl kein Mittel mehr helfen und da- sich nur mit der Ablöschung einiger glimmender Balken zu be- nicht; auch polizeiliche Recherchen blieben bis jetzt resultatlos. mit bewiesen sein, daß an den sündigen Erdenbewohnern Hopfen schäftigen und die gänzlich verkohlte Leiche des Debert aus dem Bertha Raffel war beim Weggange bekleidet mit einem grauen und Malz verloren ist. Gebäude herauszuholen. Den drei mit Brandwunden bedeckten Pelerinen- Wintermantel, einem braunen halbwollenen Kleide, Männern, von denen Hoffert am leichtesten, Lolath und schwarzen Strümpfen und Lederstiefeln. Sie war ohne KopfDer gewerbliche und kaufmännische Hilfsverein für Buttte lebensgefährlich verlegt sind, wurden von bedeckung. Die bekümmerten Eltern erfuchen um gefällige fo weibliche Personen, welcher vor wenigen Jahren von der Samariterabtheilung der Berliner Löschzüge Nothverbände fortige Nachricht, falls das Kind irgendwo bemerkt worden tapitalistischer Seite gegründet wurde, scheint sich nach wie vor angelegt und dieselben sodann mittelst telephonisch herbei sein sollte. der höchsten Gunft der Unternehmer zu erfreuen. Wie aus dem gerufenen Krankenwagens nach dem Krantenwagens nach dem städtischen Kranken- d lezten Jahresbericht des Vereins hervorgeht, werden demselben hause am Friedrichshain geschafft. Die Leiche des D. Die ,, gefällige" Dame fezt ihr gefährliches Treiben noch immer alljährlich als dauernde Beiträge und zwar in einzelnen Posten wurde nach Der Stralauer fort und scheint nunmehr das„ öffentliche Fuhrwesen" zur AusLeichenhalle überführt. bis zu 300 m. große Summen, im Ganzen 20 071 M. zuge Jm Uebrigen ist Hoffert in noch nicht nicht einem Jahre führung ihrer Diebstähle zu benußen. Vorgestern Nachmittag wendet. Angesichts solcher Beträge drängt sich wohl Jedem die zum zweiten Male das Opfer einer derartigen Explosion ge- bestieg eine Dame einen nach dem Halleschen Thor fahrenden Frage auf, welches Interesse die Kapitalisten an der Unter- worden; wie bekannt, hat am 2. August vorigen Jahres Omnibus, welche ein fleines verschnürtes Packet in der Hand stützung dieses„ Arbeiterinnen" vereins haben. Die Beantwortung in derselben Fabrit, ja sogar in demselben trug. Als die Dame den Schaffner bezahlen wollte, entfiel ihr findet man, wenn man näher nach dem Wesen und den Zielen Raum eine Schwefelfohlenstoff- Explosion stattgefunden, deren das Päckchen, die Schnur desselben löste sich und der Inhalt fiel des Vereins forscht. Da sieht man dann, daß der Hauptzweck Opfer drei Männer geworten. Zu den wieder Gesundeten ge- zu Boden. Beim Aufsammeln des Letzteren waren auch zwei des Vereins der ist, dem Unternehmerthum ein williges, billiges hörte Hoffert. Wodurch die Explosion eigentlich diesmal entgegenüber sigende, gut gekleidete Frauen behilflich, die nach und unaufgeklärtes Arbeitsmaterial zu erhalten. Und fürwahr, standen, ist bis jetzt noch nicht ermittelt worden, da die Ver- einigen Minuten den Omnibus veriießen. Bald darauf vermißte für derartige edle Zwecke hat das Kapital auch stets seine Unterwundeten nicht vernehmungsfähig sind. Natürlich ist der petuniäre die Besizerin des Packets ihren seidenen Regenschirm mit Elfenstützung bereit! Traurig aber, daß noch so viele Arbeiterinnen Schaden, den die Firma erleidet, ziemlich bede tend; da nur beingriff, sowie ihr Portemonnaie mit 15 Mark 50 Pfennige mit offenen Augen schlaftrunken herumlaufen und die Wahrung einer von den zehn in der Fabrit aufgestellten Kessel explodirt ist, Inhalt, aus welchem sie turz vorher erst das Fahrgeld entihrer Interessen in die Hände ihrer bittersten Feinde legen. ist der Fabrikbetrieb nicht unterbrochen. nommen hatte. Maschinenähen lehrt gründlich in acht Tagen, nachdem fo Die Leiche des Selbstmörders, dessen Kleider am Sonn Ungeheure Panik verursachte Sonntag Abend in der fortige Beschäftigung, Markgrasensir. Nr... vorn I. Diese Söchtestraße eine Petroleum Explosion, welche nur durch einen tag am Ufer des Schlachtenfees gesunden wurden, ist bereits ans mehrfach in hiesigen Zeitungen erschienene Annonze hatte kürzlich Bufall nicht jene furchtbare Wendung genommen, wie der Hoch- Land gekommen. Es ist die eines etwa 24jährigen jungen Mannes auch ein junges Mädchen gelesen, welches von außerhalb hierher zeitsschmaus in der Hochstraße. Die 14jährige Tochter des Grün- von jüdischem Typus. In den Kleidern fand sich ein Portegekommen war, um sich redlich von ihrer Hände Arbeit zu erzeug- Händlers Schwandke, Höchstestraße Nr. 20 im Keller wohn- monnaie mit 3 M. vor. wurde. nähren. Dieselbe hatte Nähen schon gelernt, als man ihr daher haft, war Sonntag fonfirmirt worden und hatte sich mittheilte, daß 6 M. Lehrgeld eingezahlt werden müßten, erschien für den Abend eine Anzahl Freundinnen, sowie Verwandte ein- 28. D. M. Vormittags ein Zusammenstoß zwischen einem MörtelPolizeibericht. Vor dem Hause Weberstraße 3 fand am ihr dies zwar nicht gerade gerechtfertigt, auch fiel es ihr, da ihre geladen. Bei Dunkelwerden zündete man die im Wohnzimmer 23. d. M. Vormittags ein Zusammenstoß zwischen einem MörtelBaarschaft nur eine geringe war, recht schwer, das Geld herzu- befindliche Hängelampe an, und unter derselben setzte man sich, wagen und einem Möbelwagen statt, wobei der Führer des geben; fie glaubte jedoch das Opfer bringen zu sollen, um wohl 20 Personen, zu Tisch. In Folge zu großer Hize hatte sich letzteren vom Wagen geschleudert und vom Pferd getreten wurde. Gr erlitt hierbei eine so bedeutende Verlegung, daß seine Ueber nur mal erst Beschäftigung zu erhalten. Auch eine weitere, jedoch das Deckengebält entzündet, und bald nachdem sich die Er erlitt hierbei eine so bedeutende Verlegung, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich ihr bei ihrem Eintritt unter der Begründung, um davon Lehr- fröhliche Schaar an der langen Tafel niedergelassen, stürzte führung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich stoff und Lehrmittel anzuschaffen, abverlangte Mark zahlte sie die Hängelampe herab und zertrümmerte, das ausfließende seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau, in der Kochstraße, Vormittags brachte sich ein Gürtler in der Wohnung willig und fing hoffnungsfreudig an zu arbeiten. Als aber Petroleum sofort in Brand sezend, wobei die hoch einige Lehrkolleginnen, welche sie dort antraf, nach Verlauf der schlagende Flamme den Ausgang aus dem Zimmer vereinen Schuß in die Brust bei und mußte nach der UniversitätsKlinik gebracht werden. In dem Schanklofal Acker8 Tage feine Beschäftigung erhielten, weil fein Plaz da war", sperrte. Das weithin hörbare Jammern und Entfehenswohl aber immer wieder neue, 7 Mark zahlende Lehrmädchen gefchrei der in furchtbarer Gefahr befindlichen Personen alar- raße 1A verletzte der Schuhmacher Felchner einen anderen Schuhmacher bei einem Streit durch einen Faustschlag angenommen wurden, da war sie um eine Erfahrung reicher mirte sofort Hausbewohner, Straßenpassanten und Bewohner der geworden und merkte, daß die Zustände hier nicht so sind, wie Nachbarhäuser, welche alsbald Hilfe leisteten und die Löschungs- so bedeutend am Auge, daß dieser nach der Charitee gebracht sie sich vorgestellt hatte. So wird es wohl vielen weiblichen Bemühungen der in den brennenden Räumen befindlichen Er werden mußte. Abends wurde ein Buchdrucker in seiner Arbeiterinnen gehen, und wenn sie dann nach vielen Opfern wachsenen von außen unterstügten. Einzelne der Mädchen hatten Wohnung, in der Prinzessinnenstraße, erhängt vorgefunden. und Mühen endlich Arbeit erhalten, welches ist der Lohn? sich in der Verzweiflungsangst durch das vor dem Fenster befind- Vor dem Hause Wallstr. 81/82 wurde zu derselben Zeit ein befind- Stadtreifender von einem Schlächterwagen überfahren und anHungerlohn! liche Eisengitter hindurchgezwängt und konnten nur unter ungeheurer Mühe seitens der auf der Straße stehenden Passanten aus scheinend so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach der Der Polizeipräsident bringt der qualvollen Situation befreit wurden. Der Brand selbst Charitee erforderlich wurde. Um dieselbe Stunde stürzte ein welche das zulässige Alter( jetzt 30 Jahre) über- Anwesenden zu ersticken drohte, schnell Abzug verschafft. Ginige herabgleiten wollte, etwa zwei Wieter tief in den Hausflur hinab wiederholt zur öffentlichen Kenntniß, daß alljährlich Personen, wurde mit großer Schnelligkeit gelöscht, und dem Qualm, der die neunjähriger Knabe, als er im Hauſe Gerhardstraße 11 auf dem Geländer der Treppe vom ersten Stock nach dem Erdgeschoß schritten haben, mit ihren Anträgen, die Hebeammenkunft zu leichte Kontusionen ausgenommen, die die Kinder erlitten, hat bei der herabgleiten wollte, etwa zwei Weeter tief in den Hausflur hinab und erlitt eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß er nach dem erlernen, abgewiesen werden müssen. Vielfach versuchen bedrohlichen Brandaffaire Niemand Verlegungen davongetragen. und erlitt eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß er nach dem dann die abschlägig Beschiedenen, ihre Ausbildung auf einer Krankenhause in Moabit gebracht werden mußte. außerpreußischen Hebeammen- Lehranstalt zu gewinnen, in der Hoffnung, nachträglich die Genehmigung zu erlangen, vor einer preußischen Prüfungskommission sich prüfen zu lassen. Eine derartige Genehmigung wird jeht nicht mehr ertheilt, was für die Betheiligten warnend in Erinnerung gebracht wird. Hebeammen Unterricht. Die Explosion in Stralan. Ueber die furchtbare Explosion, die gestern Vormittag in der Palmkernöl- Fabrit von Rennert u. Ko. in Stralau, Dorfstraße Nr. 12, stattgefunden hat, gehen uns folgende Details zu: Gerichts- Beitung. 0 Vom edlen Grafen Kleist. Graf Kleist vom Loß hat sich im Straigefängniß am Plößensee zu neuen Thätlichkeiten hinreißen lassen, wobei er feinen Ralfaktor( wieso hat denn der Mensch überhaupt einen Kalfaktor?), den Strafgefangenen Schäfer, derart geschlagen hat, daß derselbe für einige Beit arbeitsunfähig ist. Anlaß dazu soll dem Grajen Kleist der Umstand gegeben In der Streitfsache des Redakteurs Dr. Bachter gegen haben, daß Schäfer dessen Isolirzelle nicht nach den Wünschen Eine schwere Gasexplosion hat vorgestern Morgen gegen des Grafen in Ordnung hielt. Wenn auch Schäfer keinen Straf- die Berliner Stadtverordneten Versammlung auf Giltigkeits8 Uhr auf dem Grundstück Seydelstraße 27 in" Spindler's Hof" antrag gestellt hat, so ist dieser Vorfall doch von anderer Seite erklärung feiner Wahl zum Stadtverordneten stand gestern vor stattgefunden. Im linken Seitenflügel des dritten Hofes befinden der Direktion gemeldet und von dieser vorschriftsmäßig der Staats- dem Bezirksausschuß abermals Termin an. Den Vorsiz führte sich hier zwei Treppen hoch die Räumlichkeiten der Buchdruckerei anwaltschaft mitgetheilt worden. Uebrigens ist Graf Kleist schon vor Geh. Regierungsrath Kayser, das Referat erstattete Verwal von Gustav Meyer, und jedenfalls war am Sonnabend Abend zwei Wochen vom allgemeinen Gefängniß nach dem Masten- tungsgerichts- Direktor Forster. Dr. Bachler war persönlich beim Verlassen der Arbeitsstätte ein Gashahn offen gelassen. flügel gebracht worden, und zwar, wie der technische Ausdruck anwesend, die Beklagte durch den Justizrath Meyer vertreten. Vorgestern früh entzündete sich das Nachts über ausgeströmte Gas unter furchtbarer Detonation, und es muß als ein besonders lautet, wegen Schiebungen. Graf Kleist hatte auf bisher nicht In dem ersten vor Kurzem angestandenen Termin hatte der Beaufgeklärte Weise wiederholt Geld in der Anstalt zugesteckt er- zirksausschuß Beweisaufnahme beschlossen und zwar durch amtglücklicher Zufall angesehen werden, daß die Explosion am Sonn- halten und sich dafür Kognak, wie auch andere verbotene Ge- liche Auskunft der Ober- Postdirektion über die Art und den Umtage, wo die Arbeit ruhte, erfolgt ist; es wären sonst zahlreiche tage, wo die Arbeit ruhte, erfolgt ist; es wären sonst zahlreiche tränke und Eßwaaren zu verschaffen gewußt. Da Graj Kleist fang, in welchem das Schreiben des Stadtv. Pretzel an den Menschenopfer zu beklagen gewesen. wodurch das Gas zur Ent Menschenopfer zu beklagen gewesen. Wodurch das Gas zur Ent- sich bei diesen Schiebungen ziemlich auffallig benahm, sogar unter Ober- Postdirektor Schiffmann den Postbeamten bekannt gezündung gebracht worden, ist noch nicht aufgeklärt. Der ent- Mitgefangenen davon Geschenke vertheilte, so fonnte die Sache geben worden ist. Der Ober- Postdirektor Rabe hat diese amtstandene Schaden ist recht bedeutend. Die Gewalt der Explosion unmöglich unentdeckt bleiben. Daß sich Graf Kleist auch schon liche Auskunft unter'm 19. Febr. dahin ertheilt: Das Pretzel'sche war eine so bedeutende, daß die Decke des großen Arbeitsraumes bei seinem vorigen Aufenthalt in Plößensee an einem Beamten Schreiben sei nur den Poſtämtern 37( Schwedterstraße), vollständig hochgehoben wurde und dadurch in einer darüber be- thätlich vergehen wollte, und dies nur durch die Besonnenheit des 28( Anklamerstraße), 58( Danzigerstraße) und 54( Lothringerfindlichen Werkstätte für Anlage von Haustelegraphen eine ganze Letzteren vereitelt wurde, ist der Direktion des Strajgefängnisses jetzt ftraße) einfach zur Kenntnißnahme vorgelegt worden. Der Menge von Apparaten, welche auf der Diele standen, vernichtet worden sind. Die sämmtlichen Fensterscheiben und-Kreuze in der erst bekannt geworden. Es war in der Neujahrsnacht, als die Vorsteher des Poftamts 87 habe von dem bez. Schreiben eine Druckerei sind geborsten; ja, es zeigen fogar die Fenster in dem Lazarethkranken durch einen von der Bellenthür des Grafen tom Abschrift fertigen und diese den in Betracht kommenden Beamten menden ungewöhnlich großen Lärm aus dem Schlag geweckt und Unterbeamten etwa 6 Personen vorlesen lassen, an den Seitenflügel anstoßenden Quergebäude arge Beschädigungen. wurden. Graf Kleist führte in einem Anfalle sciner Wahnvorwährend die Vorsteher der Postämter 28 und 58 das betheiligte Die herbeigerufene Feuerwehr war rasch zur Stelle; sie beseitigte stellungen mit einem der diensthabenden Nachtausseher, Macht, Personal je 2 Personen lediglich von dem Stattfinden in furzer Zeit jede weitere Gefahr. einen heftigen Wortwechsel, welcher damit endete, daß der Graf der Stichwahl in Kenntniß gefegt haben. Bei dem Postdem Beamten Schläge anbot, da ihm letzterer pflichtgemäß Rube amt 54 feien die Betheiligten, 2 Beamten, anläßlich des Schreibens gebot. Schließlich gelang es jedoch den Aufsehern Macht und durch den Amtsvorsteher nur an die Erfüllung ihrer Wahlpflicht Gregor, den sich heftig gegen die Thür stemmenden Grafen in erinnert worden. Weitere Bemerkungen über die Wahl bezw. die seine Belle zurückzudrängen und die Thür zu verschließen. Der zu wählende Person seien von keinem der betheiligten beleidigte Beamte machte von dem Borfalle teine Meloung, da Borsteher gemacht worden. Auf Grund diefer amtlichen AusDie Rennert'sche Fabrik besteht aus einem mächtigen ein- Graf Kleist Abbitte leistete. Im Maskenflügel befindet sich Graf tunft beantragte Kläger die Aufhebung des die Ungiltigkeit seiner stöckigen Fabrikgebäude mit 12 Fenster Front, welches dicht am Sleist jezt unter strengster Aussicht. Wahl erklärenden Beschlusses der Stadtverordneten- Versammlung, Rummelsburger See gelegen ist. Im Parterregeschoß des Ge während der Vertreter der Beklagten auf dem Standpunkt be bäudes befindet sich ein großer Saal, in welchem 6 Laveurs" harrte, daß hier eine unzulässige Wahlbeeinflussung vorliege, untergebracht sind. Es sind dies mannshohe bis 16 Bentner welche auch darin ihren Ausdruck gefunden hat, daß in der schwere eiserne Kessel, in welchen auf chemischem Wege mittelst Stichwahl die Zahl der für Dr. Bachler abgegebenen PostbeamtenSchwefelfohlenstoff und Dampf aus den Palmenkernen das Del her Stimmen sich verdoppelt habe. Wer im praktischen Leben stehe, ausgepreßt wird. Heute Vormittag gegen 1/210 Uhr waren in werde wissen, was es heiße, wenn einem Beamten von seinem diesem Raume unter Zeitung des Vorarbeiters Hoffert die Arbeiter Vorgesetzten ein solches Schreiben zur Kenntnißnahme vorgelegt Lolath aus Friedrichsberg, Debert aus Berlin und Wuttke aus Else Schaaf ist nunmehr nach einem fünfmonatlichen werde. Justizrath Meyer beantragte demgemäß Abweisung des Rummelsburg beim Ertriren des Palmöls beschäftigt, als plöglich Aufenthalt in der königlichen Charitee aus diesem Krankenhause Klägers, eventuell weitere Beweisaufnahme durch Vernehmung eine furchtbare, weithin vernehmbare Detonation erfolgte. als völlig geheilt entlassen worden und befindet sich gegenwärtig des Kaufmanns Joseph über die im Protestverfahren von dem Eine Explosion des Schwefeltohlenstoffes in dem Reffel, an im städtischen Waisenhause. Die Kleine hat ihre Sprache sowie felben bekundeten Thatsachen und Wahrnehmungen.- Seitens welchem der Arbeiter beschäftigt, war erfolgt und sofort hatte auch das Erinnerungsvermögen völlig wieder erlangt und ent- bes Referenten wurde noch festgestellt, daß von den im Wahlfich diese explosive gasbildende Maffe entzündet. Die Szene, finnt sich der Vorgänge jener Schreckensnacht des 6. Oktober; bezirk vorhandenen Postbeamten bei der ersten Wahl 55 für welche jetzt folgte, zu schildern, ist fast unmöglich. nach den Erzählungen der kleinen Elfe muß sich der Vorgang Bachler, 7 für Thörmer, bei der zweiten Wahl 111 für Bachler, In einem Augenblick hatten sich die brennenden Gafe auf die jener Mordszene genau so abgespielt haben, wie die Kriminal 6 für Zhörmer gestimmt und bei der ersten Wahl 187, bei der ganze Fabrik ausgebreitet und im Nu war das große Ge- polizei angenommen hat." Papa hat erit Mama'n geschlagen", zweiten 132 sich an der Wahl nicht betheiligt haben. bäude in ein Flammenmeer gehüllt; der Kessel war in tausend so erzählt das Kind jezt ganz gleichmüthig, weil ihm ja bei der zirks- Ausschuß erkannte nach längerer Berathung, daß der Beschluß Stüde gesprungen, in den Sälen der Kalt von den Wänden zärtlichen, aufopjernden Pflege in der Charitee jedes Andenken der Stadtverordneten- Versammlung vom 20. November, durch geriffen, sämmtliche Fensterscheiben einige hundert an der an die unfreundlichen Vorgunge zu Hause geschwunden, und als welchen die Wahl des Dr. Bachler zum Stadtverordneten für Bahl, waren zertrümmert, und wie gewaltig die Explosion Mama weinte, bin ich aufgewacht, Papa sah aber so iurchtbar ungiltig erklärt wurde, aufzuheben und die Kostenlast der BeNach den weiteren flagten aufzuerlegen sei. gewefen, beweist der Umstand, daß durch den starken Luft- aus, daß ich nicht zu schreien wagte." bruck von der Seite des Rummelsburger Sees das schwere Schilderungen des Kindes, das jenes Mord- Drama von Anfang 3inkdach der Fabrik zerrissen und abgebedt, ja bis zu Ende in seinem Bettchen mit angesehen, hat der Wahn- Um gefärbte Wurst handelte es sich wiederum in einer selbst das Mauerwert noch demolirt wurde. Auf der Front sinnige erst die älteren und dann die jungeren Kinder getödtet, Anklage wegen Nahrungsmittel- Verfälschung, die gestern vor der nach der Dorfstraße zu ist das Dach auf eine Strecke von etwa fie( Else) weiß nur noch, daß Papa sie auch einmal geschlagen 93. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den Schlächtermeister 6 Meter ca. 1 Meter gehoben und zeigt eine gähnende Deffnung. und dann sei sie eingeschlafen. Die Kleine zeigt feinerlei Ver- Gustav Troll verhandelt wurde. Es war durch den Gerichts Auch auf den See selbst hat die Explosion furchtbar gewirkt, die langen nach Eltern und Geschwistern und ist ziemlich apathisch, chemiter Dr. Bischoff festgestellt worden, daß der Angeklagte ver Wogen gingen auf einige Entfernung meterhoch. Nachdem während sie früher äußerst lustig und aufgeweckt war; Else wird schiedenen Wurstforten eine allerdings durchaus unschädliche sich die in den Schuppen der Fabrik beschäftigten Arbeiter von wohl nicht lange im Waisenhause verbleiben, sondern bald einem Pflanzenfarbe zugesezt hatte. Der Beschuldigte bestritt, daß es dem ersten panischen Schrecken erholt, suchten sie den in den der zahlreichen auswärtigen Beamten, die sich sammt und sonders ihm um eine Täuschung des Publikums zu thun gewesen sei, brennenden Gebäuden befindlichen Kollegen zu Hilfe zu bereit erklart, die Kleine zu adoptiren, zugesprochen werden. die Wurst erhalte durch den Zusaß nur ein etwas lebhajteres, tommen, aber faum hatten sie die Fabrik selbst erreicht, appetitlicheres Aussehen und er müsse sich darüber wundern, daß man als ihnen von dort her der 21 jährige Arbeiter Wutike Plöglich die Sprache verloren hat der etwa zwölfjährige stets die Berliner Schlächter zur Verantwortung ziehe, während man über und über brennenden Kleidern einer Sohn eines Schijfers aus dem Dorje Caputh bei Potsdam und doch in jedem Kolonialwaaren Geschäfte aus Braunschweig Feuersäule gleich entgegengestürzt kam; den todesmuthigen zwar infolge einer Ohrfeige, die er von einem Mann erhalten, und Thüringen bezogene Wurst finden könne, deren Gefärbtsei Bemühungen der Männer gelang es noch den Vorarbeiter mit dessen Sohn er sich herumschlug. Der Mann hatte den selbst jedem Laien auf den ersten Blick auffallen me Hoffert, 34 Jahre alt, aus Lichtenberg, Prinzen- Allee wohnend, Knaben bei Ertheilung der Ohrfeige bei den Haaren gefaßt. Dr. Bischoff vertrat den Standpunkt, daß jede künstliche Färbung sowie den 36 jährigen Arbeiter Lolath aus dem Flammenmeer Gegen den Schläger ist die Untersuchung wegen Mißhandlung auch wenn sie unschädlich sei, als unzulässig angesehen werden herauszuholen, deren Kleider schon total vom Leibe herab eingeleitet. müsse, das Publikum nehme an, daß die rothe Farbe der Wurk mit Wegen Verübung von Betrügereien verfolgt wird der Major a. D. Ernst August Geniol, am 14. Juli 1841 in Rarls ruhe geboren, welcher vor seiner Verabschiedung dem Regiment der Ziethen- Husaren in Rathenow angehörte und sich dann hier in Berlin aufhielt. Der Be f ee ent te ei 1, 3. 813t bon dem Fleische und nicht von fünstlichen Färbemitteln her- geneigt, sich die Hand der Versöhnung zu reichen, und haben| Nächste Versammlung den 12. April in den Armin- Hallen, Vorrühre. Außerdem tönne ein solcher Zusatz zum Verdecken minder- Verhandlungen ins Werk gesetzt. Viele der Arbeiter sind unter- mittags 10 Uhr. Anmeldungen zum Bund nehmen die Vorstandswerthigen Materials dienen, welches zur Wurst Verwendung ge- dessen nach Amerika ausgewandert. mitglieder entgegen. Gelder der 1. Kassirer. Mit einem kräftigen funden. Staatsanwalt und Gerichtshof traten der Ansicht des Hoch auf den Bund schloß der Vorsitzende die Versammlung. Sachverständigen bei und der Angeklagte wurde zu einer geringen Geldstrafe verurtheilt. Soziale Uebersicht. Eine Versammlung des Zentralvereins deutscher Böttcher fand am 9. d. Mts. statt. Die Abrechnung vom Daß nicht alles für die Abdeckerei bestimmte Fleisch 4. Quartal ergab für den Verein eine Einnahme von 655,83 M. diesen Ort auch wirklich erreicht, bewies eine Verhandlung, die Aufruf an alle Maler und Anstreicher Berlins! Wir Die Ausgabe betrug 564,75 M., blieb ein Bestand von 91,08 m. gestern vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. machen Euch nochmals darauf aufmerksam, daß die statistischen Die Einnahme für die Markensammlung betrug 366,25 M. Die Die auf der Anklagebank befindlichen Carl und Friedrich Kieck- Fragebogen für die lokalen Berliner Verhältnisse spätestens bis Ausgabe 288,- M., blieb ein Ueberschuß von 78,25 M. Diese Aufstellung wurde von den Revisoren bestätigt und von der hofer sowie August Kunde waren der Fundunterschlagung beschuldigt. Wie sie zugaben, hatten sie am Morgen des 31. De zum 1. April zurückgesandt werden müſſen. Diejenigen Vertrauensleute, die noch nicht im Besize von Versammlung angenommen. Es entspann fich eine längere Dezember am Südufer unweit der Abdeckerei ein todtes Schwein Fragebogen sind, werden aufgefordert, solche unverzüglich in den batte über einige Kollegen, welche dem Verein lange fern gegefunden und nach Hause geschafft. Sie wollen es getheilt Filialen in Empfang zu nehmen. standen und theilweise auch geschädigt haben; durch Versamm haben, um es als Hundefutter zu verwerthen. Die Angeklagten Kollegen! Es gilt festzustellen, welche Ausbeutung in diesem lungsbeschluß wurden dieselben wieder aufgenommen. Es wurden stellten die überraschende Behauptung auf, daß es gar Winter geherrscht hat, welche Schundlöhne von den Arbeit- ferner die Kollegen der Habel'schen Brauerei getadelt, weil sie die nicht zu den Seltenheiten gehöre, daß in der Nähe der gebern infolge des großen Angebots von Arbeitskräften, bezahlt Arbeitszeit nicht inne halten, und es wurde die VergleichsAbdeckerei frepirte Schweine abgeladen Kommission beauftragt, die Sache in die Hand zu nehmen. Zu und einfach wurden. auf das Feld gelegt gelegt würden. Ganze Fuhren sollten Hauptsächlich aber in wieweit die Afford-, die Mordarbeit Verschiedenem wurde ein Antrag angenommen, 100 M. für die ausgesperrten Arbeiter Deutschlands zu bewilligen. Zugleich Die Eigenthümer der eingerissen ist. auf diese Weise beseitigt werden. frepirten Thiere wollten wahrscheinlich dem Zeitverlust und wurde beschlossen, das Geld durch Sammellisten aufzubringen den Umständen, welche mit der Ablieferung auf der Abdeckerei und durch Marken zu quittiren. Es entspann sich noch eine lebverknüpft sind, aus dem Wege gehen und griffen deshalb zu dem hafte Debatte über die Maifeier. Die Angelegenheit wurde aber summarischen Verfahren, die Kadaver einfach in der Nähe der der öffentlichen Böttcherversammlung überlassen. Abdeckerei abzuladen. Die Angeklagten bestritten, daß irgend Jemand ein Anrecht an dem todten Schweine geltend mache und an herrenlosem Gute könne man doch keine Fundunterschlagung begehen. Der Gerichtshof beschloß, um in der etwas dunkelen Angelegenheit Aufklärung zu schaffen, in eine eingehende Beweisaufnahme einzutreten und vertagte zu diesem Zwecke die Verhandlung. Kollegen! An uns liegt es jetzt, mit frischem Muth und neuer Kraft die Einigkeit in diesem Frühjahr wieder herzustellen, um in der Saison und der guten Zeit das zurück zu erobern, was uns im Winter von den Arbeitgebern genommen wurde. Dazu gehören aber Waffen, und eine der besten Waffen ist eine genaue Statistik. Also nochmals Kollegen! Füllt so viele Fragebogen wie mög. lich aus. Kein Bau in Berlin soll sein, dessen Verhältnisse wir nicht fennen. Auf zur Agitation zu den nächsten Versammlungen! Josef Hohlwegler, Alexandrinenstr. 116a. Versammlungen. Der Fachverein der Gas-, Waffer- Heizungsrohrleger und Gehilfen hielt am Sonntag den 8. März seine GeneralVersammlung ab. Zunächst hielt Herr Hildebrand einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über kapitalistische Produktionsweise". An der Diskussion betheiligte sich Kollege Rechner, welcher sich zum größten Theil den Ausführungen des Referenten anschloß. Den Kassenbericht erstattete Kollege Rißmann. Die Einnahmen betrugen inkl. altem Bestand vom 9. November 168,35 M. Gegen den Rechtsanwalt Arthur Gerson wurde gestern Die Ausgaben 103,20 M., so daß ein Bestand von 65,15 m. vervor der 100. Abtheilung des Schöffengerichts eine Privatbleibt. Nachdem die Revisoren erklärt, die Rasse für richtig bebeleidigungsklage verhandelt, die der Rentier Stadthagen gegen funden zu haben, wurde der Kassirer entlastet. Kollege Hirsch ihn angesirengt hatte. Der Privatkläger hatte im verflossenen stellte den Antrag, zum Besten unseres schwer erkrankten Kollegen Jahre mit der Diskontobank eine Zivilflage durchzufechten und Krebs nach Schluß der Versammlung eine Tellersammlung stattdie Lettere hatte den Rechtsanwalt Gerson mit ihrer Vertretung Arbeiter- Bildungsschule. Der Eröffnung des Unterrichts finden zu lassen. Dieser Antrag fand einstimmig Annahme. beauftragt. In dem Verhandlungstermin wies Rechtsanwalt Gerson nicht nur die von dem Kläger gegen die Bank geltend Anfang April dürfte sich kaum noch Etwas in den Weg stellen; Nachdem Kollege Hanke betreffs des Arbeitsnachweises eine Frage gemachten Ansprüche als unberechtigt zurück, sondern behauptete es ist daher nöthig, daß die Anmeldungen möglichst bis zum aufgeworfen und beantwortet erhalten, machte der Vorsitzende auch, daß der Kläger mittellos fei, bereits den Offenbarungseid 1. April erfolgen! Sehr viele Theilnehmer lassen sich für auf die am 22. März stattfindende Fach- Vereinsversammlung aufgeleistet und die Klage nur angestrengt habe, um einen rechts- alle widrigen Vermögensvortheil zu erreichen. Wegen dieser Be- alle Lehrfächer notiren, ob aber Jeder davon alle diese merksam und schloß darauf die Versammlung. Der Verein der Sattler und Fachgenossen tagte am hauptungen stellte stellte Stadthagen den Strafantrag wegen Fächer zu gleicher Zeit wird bewältigen können, ist doch öffentlicher Beleidigung. Er bestritt, daß die Angaben des sehr fraglich; namentlich ist es in eigenem Interesse rathsam, 14. März unter Vorsiz des Kollegen Weiß. Vor Eintritt in die Privatbeklagten wahr seien und müsse annehmen, daß dessen Aus- daß die Theilnehmer die sogenannten höheren Lehrfächer: Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des Todestages von Karl Mary und die Versammlung ehrte das Andenken des Borkämpfers führungen nur gemacht wurden, um ihn öffentlich herab aufeßen. Rechtsanwalt Gerson erklärte, daß ihm die mit Deutsch, Nationalökonomie, Naturwissenschaft des Broletariats durch Erheben von den Eigen. Zum ersten theilungen über den damaligen Gegner als Information von und Geschichte in verschiedenen Bierteljahren getrennt Bunft der Tagesordnung Sprach Genosse Werner über Richter's feiner Auftraggeberin geworden seien und er habe sich für be- hören, anstatt alle vier in einem Vierteljahr, und können ja Irrlehren; er setzte auseinander, wie sehr der große Eugen mit rechtigt halten müssen, davon in der geschehenen Weise Gebrauch derartige Aenderungen der ursprünglichen Meldung noch vor dem fundet hatte, daß er thatsächlich dem Rechtsanwalt Gerson die 1. April vorgenommen werden. Darauf sei wiederholt hinin Rede stehende Information ertheilt habe, wies der Gerichts- dewiesen, daß selbstverständlich auch weibliche Personen am hof den Kläger ab und sprach den Beklagten, der nur in Wahr- Unterricht theilnehmen können! nehmung der berechtigten Interessen seiner Klientin gehandelt habe, kostenlos frei. feiner Bekämpfung der Sozialdemokratie auf den Holzweg ge= nicht im Stande sind, den Siegeslauf des Sozialismus aufzurathen fei, und daß alle diese geistigen Waffen aus St. Mancheſter halten. Reicher Beifall lohnte den Referenten. Die Diskussion war im Sinne des Vortrages. Der Vorsitzende machte auf die am 25. April bei Reyer tagende geschlossene Mitgliederversammlung aufmerksam mit dem Ersuchen, wegen der wichtigen Tagesordnung recht zahlreich zu erscheinen. In der letzten öffentlichen Versammlung der Loh gerber und Lederzurichter, die unter Vorsiz des Kollegen Einen internationalen Gauner von großer Gemeingefähr rawzak stattfand, hielt Genoffe Millarg einen beifällig aufBäcker. In der letzten Versammlung sprach Reichstagslichkeit glaubt die Polizei in der Person des Kaufmanns Adolf genommenen Vortrag über Arbeiterorganisation". Nach einer Naugida aus Dünaburg ergriffen zu haben. Derselbe wurde lebhasten Debatte, an der sich Baul Heidtmann und Buffe be- Abgeordneter W. Schmidt über die Gewerbe- Ordnungs- Novelle. geſtern der 4. Strafkammer des Landgerichts I vorgeführt und theiligten, sprachen die Versammelten durch die einstimmige An- Nach der lebhaften Debatte wurde beschlossen, die Entscheidung beschuldigt, eine große Anzahl Paletotdiebstähle begangen zu nahme einer Resolution ihren festen Entschluß aus, der Organi- über die Maifeier einer besonderen Versammlung überlassen. haben. Der Beschuldigte hüllt seine Vergangenheit in Dunkel iation der Lohgerber Mann für Mann beizutreten. Den Bericht Borher war eine Resolution angenommen worden, worin die ober macht darüber wiedersprechende Angaben. Es hat sich nur über die Thätigkeit der Berliner Streit- Kontrolfommission er Versammlung gegen den Beschluß der Arbeiterschutz- Kommission ermitteln lassen, daß er sich eine kurze Zeit in Warschau und stattete Kollege Busse. Er und Kollege Brendel wurden als Mit- Protest einlegt, daß den Bäckermeistern durch die höheren VerWien aufgehalten hat, bevor er nach Berlin kam. Er will die glieder dieser Kommission anerkannt. Sodann wurde eine Re- waltungsbehörden gestattet sein soll, ihre Arbeiter an Sonn- und Absicht gehabt haben nach Amerika zu reisen, seine Mittel hätten solution angenommen, welche die Verbreitung der sozialdemo- Feiertagen ebenso wie an Wochentagen zu beschäftigen. Die aber nicht gereicht und er habe weitere Zufuhr aus der Heimath fratischen Presse empfiehlt. Nachdem die Zustände der Fabrik Bersammlung erwartet, daß die Bäcker anderen Gewerken, gleich umartet. Gegen die Wahrheit der letzteren Angabe spricht der Gember, In der ein ſehr geringer Lohn gezahlt wird, be- gestellt werden. Beschlossen wurde, einen Kranz auf den Gräbern Umstand, daß man bei seiner Verhaftung eine ziemlich sprochen worden, wurde in Sachen der Maifeier das Bureau be- der Märzgefallenen niederzulegen. hedeutende Summe bei ihm fang. Die Antlage nimmt an, daß auftragt, am 1. Mai Abends eine Versammlung anzuberaumen. Buchbinder Versammlung. Die am Montag Abend in Naugida nur zu dem Zwecke von einer großen Stadt zur anderen Zum Schluß wurde die Unterstützung eines Kollegen in Arnstadt reist, um Balelotdiebstahle auszuführen, und hat er bie erbeuteten Beschloffen, welcher wegen„ Röthigung“ beim Streit zu 3 Monaten Feuerstein's großem Saal in der Alten Jakobstraße 75 anberaumte öffentliche Buchbinder Versammlung war sehr Kleidungsstücke wahrscheinlich nach Rußland geschickt, da man Gefängniß verurtheilt worden ist. start besucht. Der Abgeordnete Auer hielt einen Vortrag über Pfandscheine nicht bei ihm gefunden hat. Er legte fich aufs Leugnen, wurde aber in drei Fällen mit aller Bestimmtheit von In der öffentlichen Frauen und Männerversammlung die Bedeutung der Mai- Demonstration zu Gunsten einer interden Bestohlenen wiedererkannt. Als Feld seiner Thätigkeit fuchte am Sonntag, den 15. d. W., in Knebels Salon, hielt Frau nationalen Arbeiterschuß- Gesetzgebung, an welchen sich eine sehr er sich die besseren, start besuchten Lokale aus. Der Staats- Henrich- Wilhelmi einen Vortrag über das Thema:" Frauenrecht animirte Debatte anschloß. Sämmtliche Redner sprachen ihr anwalt hielt den Angeklagten in mindestens drei Fällen für ist Menschenrecht", wofür ihr reicher Beifall gezollt wurde. Zur Einverständniß mit den bekannten Vorschlägen der sozialdemoi berjührt und beantragte gegen ihn eine Gefängniß ſtrafe einstimmigen Annahme gelangte folgende Resolution:„ Die heu fratischen Fraktion aus und fand eine in gleichem Sinne gehaltene Gerianderthalb Jahren und dreijährigen Ghrverlust. Der tige öffentliche Versammlung für Frauen und Männer erklärt Resolution Annahme, in der zugleich die Erwartung ausgesprochen sich mit den Ausführungen der Referentin vollständig einverstan- wird, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderbranche den. Sie erwartet von der heutigen Gesellschaft die Anerkennung einen Theil des Lohnes vom 1. Mai dem allgemeinen Arbeiterder Frau als vollständig gleichberechtigt mit dem Manne, das Unterstüßungsfonds zufließen lassen. Am 1. Mai Abends findet heißt, sie erwartet, daß in Zukunft der Frau das Studium jeder eine gesellige Zusammenkunft der Buchbinder in dem gleichen Wissenschaft und die Ausübung jedes öffentlichen, politischen wie Lokale statt. wirthschaftlichen Amtes in jeder Form gestattet werde. Zur VerDer Verein deutscher Schuhmacher hielt am Montag Erfurt. Die Erfurter Schuhwaaren- Fabrikanten erlassen in wirklichung dieses Zieles erwartet die Versammlung von unferen Vertretern im Reichstage, daß fie energisch für die Herbeiführung seine Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende verlas einen Die ausständigen Ar- dieser Rechte bei jeder fich darbietenden Gelegenheit eintreten." Artikel über zufriedene Arbeiter, welcher eine rege Diskussion her Ostertag recht zahlreich in der öffentlichen Schuhmacherversammhaus),( das heißt wahrscheinlich the Papitabiten Bach this elf- Der Ueberschuß der Tellersammlung von 25 Mart 95 Pfennig vorrief. Weiter ersuchte der Borſizende die Kollegen, am dritten lung wegen Stellungnahme zum ersten Mai zu erscheinen. Ferner Arbeit welche bei den Schuhwahnee Bock und ei wurde wiederum dem Vertrauensmann Marten übergeben. Arbeit treten fonnten, haben hier bekanntlich eine eigene Schuh- Der Fachverein der Stellmacher Berlins hielt am wurde befannt gemacht, daß am 2. Ostertag das Stiftungsfest waarenfabrik gegründet. Der„ Borwärts" bringt nun einen AufGerichtshof erkannte nach dem Antrage. " Arbeiterbewegung. der Thüringer Btg." folgende Notiz " Die sozialdemokratische Schuhfabrik. Aufforderung, nur noch Schuhwaaren aus der Deutschen Schuh wurde die Abrechnung vom Vergnügen am 28. Februar verlesen betheiligen sollten. Die Abfahrt wird im Vorwärts" befannt ge ruf an alle Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands mit der Sonntag den 15. März seine Mitgliederversammlung ab. Es der Zahlstelle Potsdam stattfindet, woran wir uns recht zahlreich und genehmigt. Einnahme 231,45 M. Ausgabe 101,50. macht. fabrit in Erfurt zu kaufen. Demnach wird es die Pflicht jedes ueberschuß 129,95 M. Von diesem Ueberschuß wurden für die Die Freie Vereinigung der Bau Arbeiter Berlins be= Gegners der Sozialdemokratie sein, bei Schuheinkäufen darauf zu Streitkontroll- Kommission 10 M., die Hamburger Gewerkschaftserharta er nicht die waare der Deutschen Schuhfabrit in Erfurt Smiffion 20 M. und das Uebrige für bie arbeitslosen Stell Schloß nach einem Referat des Kollegen Rennthaler, den Rath erhält. Also tauft teine Schuhwaaren aus der macher Berlins bewilligt. Der Antrag, daß diejenigen der Fraktion zu befolgen und die Maifeier auf den ersten Sonntag fozialdemokratischen Deutschen Schuhfabrik in Erfurt." Kollegen, die die Unterſtüßung bekommen, sich auch der Organi- im Mai zu verlegen. Am 1. Mai soll Abends eine Versammlung Soffentlich wird die Erfurter Staatsanwaltschaft dieser fation anschließen und die reſtirenden Beiträge nachzahlen müssen,( nachher gemüthliches Beisammensein) stattfinden. Nächste Vertapitalistischen Bontotter Staatsanwaltschaft dieser wurde ongenommen. Ueber den Kollegen Zimmermann wurde fammlung am 14. April. Boykotterklärung diefelbe BeachDie Filzschuharbeiter beschlossen in öffentlicher Versammder Gesellen gegen die Unternehmer zu Theil werden ließ. Die zu schädigen suchen. Stellung zur Maifeier wird in öffentlicher lung nach einem Referat des Kollegen Jäschte mit 27 gegen Zeit einer Versammlung genommen werden. 19 Stimmen, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen. Außerdem Gesellen wurden bestraft, ergo müssen jetzt auch die Urheber jener Notiz die Strenge des Gesetzes fühlen. Alebrigens wird dieselbe Gewerbliche Hilfearbeiter. Am Sonntag, den 8. März cr. wurde die Schlußabrechnung der Streiffommission dechargirt die beabsichtigte Wirkung ebenso vollständig verfehlen, wie es dem fand eine öffentliche Versammlung fämmtlicher gewerblicher Hilfs- Ueberschuß 52,08 Mart). Die Fabrifordnung von Müller und Unternehmerthum ficht gelungen ist, die aus dem Luckenwalder arbeiter Berlins und Umgegend statt, in welcher Genosse Hohl- Schlitzweg wurde scharf kritisirt. Am ersten Osterfeiertag findet Der Vortrag des Re- eine Herrenpartie nach Friedrichshagen statt. Für Kollegen Streif hervorgegangene Deutsche Hutfabrit in Berlin todtzu- wegler über" Organisation" referirte. machen. Jedenfalls würden die Grjurter Schuhwaaren- Fabri- ferenten wurde beifällig aufgenommen. In der Diskussion Valerius wurde Kollege E. Lange in die Streif- Kontrollkommission tauten auch gefchaftlich flüger gethan haben, den Zwist mit den sprachen die Genoffen Thal und Schulz, welche für Bentralisation gewählt. Gehilfen nicht dadurch zu verewigen, daß sie eine Reihe be- eintraten, während die Genossen Schmidt und Born LokalorgaDer Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter tumunter Gehilsen überhaupt nicht wieder in Arbeit nahmen. nisation befürworteten. Bu Punkt 3 der Tagesordnung: Wie Den solchermaßen behandelten Gehilfen bleibt deshalb ja gar stellen sich die gewerblichen Hilfsarbeiter zur Beſchichung des Berlins wählte su Revisoren des Generalfonds die Kollegen nichts anderes übrig, als sich zu heljen wie sie fönnen. Daß sie Kongresses? stellte Kollege Born den Antrag, zwei Kollegen mit Pietsch und Zippel. Sine lebhafte Debatte entspann sich über dabei die ganze Arbeiterschaft Deutschlands auf ihrer Seite haben, ungebundenem Mandat zum Kongreß zu senden. Dieser Antrag die traurige Lage der Marmorarbeiter. Die Affordarbeit wurde brauchen wir nicht erst ausorüdlich hervorzuheben, das verstehi wurde angenommen und zu Delegirten gewählt: Thal- Reinicken: verdammt und der Indifferentismus der Kollegen beklagt. Helfen sich nach Lage der Dinge einfach von selbst. dorf und W. Vogel- Berlin. Zum Erjaydelegirten wurde Stollege tann allein eine starte Organisation. In der Wanderversammlung des Unterstüßungsbundes Bölklingen( Saar), 22. März. Gine öffentliche Berfamm- Wilhelm Schmidt bestimmt. Der Bund der geselligen Arbeitervereine von Berlin der Hausdiener, die im Norden statt and, hielt Herr Wilde lung der Belegschaft sprach thre Zustimmung zu den vom stän digen Vorstand der Grubenausfa, üffe gefaßten Beschlüssen aus. und Umgegend hielt am 15. März eine Versammlung ab. Auf einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die ArbeiterschutzAufnahme der debatten im Reichstage. Eine rege Diskussion schloß sich an. Gegen die Beschickung des Pariser Kongresses find nur die Dörfer der Tagesordnung stand: Statutenberathung. Aufnahme der debatten im Reichstage. Schwalbach, Köln und Hüßweiler mit im Ganzen 500 Bergleuten Vereine und Vorstandswahl. Die Statuten wurden mit einigen Mitgetheilt wurde, daß am 19. April im Feenpalast ein Sonnfleinen Aenderungen nach dem Entwurf der Bundeskommission tagsvergnügen stattfindet.( Billets für Herrn 50 Pi, für Damen Kostenbach, Saarrevier, 22. März. Die Belegschaft der angenommen. Hierauf ließen fich 22 Bereine mit einer Mit: 30.). Am 7. April Generalversammlung bei Feuerstein.j hiefigen dem reichsländischen Notabeln de Wendel gehörenden gliederzahl von zusammen 600 Berichtigung. In einigen Versammlungsberichten war Grube beschloß Herrn N. König von Kleinrosseln zum Pariser August Schmelzer, 1. Vorsitzender, Lübbenerstraße 26; mitgetheilt, daß der Beschluß, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu Bergmannstag zu entfenden. Zu Großrosseln wird die Beschluß-. 3epmeisel 1. Schriftführer, Lindenstr. 9; Gustav Kleist, laſſen, im Wahlverein des sechsten Berliner Reichstags- Wahlfaffung übermorgen stattfinden. 1. Kassirer, Waldemarstr. 48; P. Kosel, 2. Schriftführer, Flens- kreises gefaßt worden sei. Wir werden ersucht, richtig zu stellen, London, 21. März. Der Ausstand der Plüschweber der burgerstr. 50; R. Ullrich, 2. Borjizender, Schönleinstr. 6; daß dieser Beschluß in einer öffentlichen Wolfsversammlung großen Firma Lister u. Ro. in Manningham geht nach drei M. Wadepohl, 2. Kassirer, Görliger üfer 5 und als Beifizer gefaßt worden ist und der Wahlverein mit dieser nichts gemonatlicher Dauer seinem Ende entgegen. Beide Theile sind die Bundesgenoffen Abraham, Schröter und Tödter gewählt. mein hat. Don 28000. nehmen. bis 700 Personen aufdie Bundesgenossen In den Vorstand wurden * * Streik- Kontrollkommiffion. Deffentliche Bersammlung ber Delegirten| Stewald, Dresdenerfir. 38. Vergnügungs- Verein Broletariat", Sigung stellte, die Vorstände der Orts- Krankenkassen sähen die Aus der Berliner Streit- Kontrollkommission am Donnerstag, den 26. d. M., Abends Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorfir. 15, Hof part. Gäfte willkommen. zahlung des Krankengeldes vielfach als Unterstützung an. 8 Uhr, Berlesung der Präsenzliste präzise 9 Uhr, im Deigmüller'schen Saal, Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Koppenſtr. 40 e. Ge= Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Berichterstattung und Anträge der felliger Klub Hoffnung" bet Feige, Martusstraße 31.- Geselliger Verein P. Bogasch, Delegirter, Friedenstr. 89. Bergolder. 2. Berichterstattung über den Streit der Steindrucker. 3. Bericht- Freiheit" Abends 8% Uhr, bet Reichert, Müllerstraße 7. Gäſte, Damen und erstattung über den Streit der Klavierarbeiter. 4. Wie verhält sich die Herren, willkommen. Vergnügungsverein, Pon um", Abends 8½ Uhr bei Der Kartonarbeiter Julius Schüler ist seit Streit- Kontrollkommission zur Uebernahme der Sammelbons für die aus- Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. gesperrten Arbeiter Deutschlands. 5. Stellung der Streit- Kontrollkommission Verein der Soldiner", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. längerer Zeit bemüht, auf selbst angefertigten Listen Gelder für zu dem gefaßten Beschluß der Maler. 6. Verschiedenes. Verein Kreuzfidel", Sizung mit Damen bei Doberstein, Mariannen gemaßregelte Kartonarbeiter zu sammeln. Der Vorstand der VerAchtung! Schrauben- und Fassondreher. Freitag, den 27. März, Fuß- ftraße 31. Berein ,, ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", partie nach Schmargendorf. Sammelpunkt: Morgens 9 Uhr, Alte Jatob- Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmftr. 105.- Rauchklub Nord einigung der in der Kartonbranche beschäftigten Arbeiterinnen straße 69, bet Lenz. itern" in Friedrichsberg. Rauchtlub Bultan", Abends 9" Uhr bei und Arbeiter sieht sich nun veranlaßt, zu erklären, daß es als Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Den Mitgliedern hier- Ahmer, Gräfeftr. 82. Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, bei Sart gemaßregelt" arbeitslos zu betrachtende Kollegen nicht giebt, mit die traurige Nachricht, daß das Mitglied Kollege Friedr. Germer ge- mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Rauchflub Frisch gewagt", auch Schüler als solcher nicht zu betrachten ist, da ihm Arbeit storben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, Nachmittags 5 Uhr von der Abends von 9-11 Uhr, Poſenerstr. 5 bei Rockendorf. tonigl. Charitee Am Neuen Thor statt. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. vor Monaten schon nachgewiesen wurde und er dieselbe nur Da durch eigenes Verschulden und Nachlässigkeit verlor. pp. Schüler die gesammte Berufsgenossenschaft durch falsche Angaben sich tributpflichtig zu machen sucht, so sei hiermit vor ihm gewarnt. Der Vorstand der in der Kartonbranche beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter. Achtung, Schuhmacher. Die Beerdigung unseres treuen Kollegen Germer finder Mittwoch, den 25. b. M., Nachmittags 5 Uhr statt, und wir ersuchen jeden Kollegen, bem es die Bett irgend erlaubt, sich um obige Zeit am hinteren Ausgange der Charitee beim Plaz Am neuen Thor einzufinden. J. A.: G. Niederauer. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 und 89, Hamburg), Filiale Berlin 5. Versammlung am Mittwoch, den 25. März, Abends 9 Uhr, Münzstr. 11, bei Bemter. Tagesordnung: 1. Delegirtenwahl. 2. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen ist erwünscht. " " 1 Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit Naum dafür abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. An die Mitglieder der Orts Krantentasse der Tischler und Pianoforte Arbeiter Berlin 3. Kollegen! Als im Februar des Jahres 1890 die Delegirten der Orts- Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter zu ihren Berathungen zusammen famen, wurde ein Antrag angenommen, die Berichte im Voltsblatt" zu veröffentlichen. Leider sucht man aber vergebens nach solchem Bericht. Briefkaffen der Redaktion. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. Vorwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im sofale des Herrn Köhn, Naunynftr. 83. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Nord", Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. ,, Gleichheit". Abends 8% Uhr, bei bilgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. Emanzipation", Abends 8 Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäfte willkommen." Kultur", Abends 8% Uhr bei Steuer, Weinstr. 22. G. H., Detmold. Sie müssen am 1. April zahlen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstr. 7. Gäste willkommen. C. B. Es wird demnächst ein vollständiger Lehrplan über " Freie Denter", 9 Uhr bei Haugt, Böthstr. 12. Gäste willkommen. die verschiedenen Fächer veröffentlicht werden. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends, 9 Uhr, Uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.). Gesangverein Freya",( Gem. Kollegen! In der Delegirten- Versammlung am 18. Februar Kreuznach. Ihre Fragen sind einem Rechtsverständigen Chor) bei Zemter, Münzstraße 11. Männer Gefangverein hilaritas", Hochstr. 32 a bet Wilke." Flöterfcher Gefangverein", Landsbergerſtr. 31 dieses Jahres ist ein Antrag fast einstimmig dahingehend an- übergeben, der sie demnächst beantworten wird. Sie müssen sich an eine Buchdruckerei wenden. bet Musold. Arbeiter- Gesangverein, Vorwärts", Schönhauser Allee 28 bei genommen worden, daß Medizinkranke auf Grund ihres MitgliedsNürnberg. Gesangverein„ Sie desfreiheit", Blumenftr. 38 bei Sente. buches sich in ärztliche Behandlung zu begeben, bei Erwerbs- Kommen Sie mit Ihrem Sohne einmal zu uns. Gesangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bei Müller.- Gefang R. M., Strelitzerstr. Besten Dank. verein Deutsche Eiche", Blumenftr. 46 bei Went. Arbeiter Gefang- unfähigkeit solches dem Vorstande sofort anzuzeigen haben. Durch J. K., Neudamm. Pößneck liegt in Thüringen. verein" Echo", Pantow bei Borchardt, Schulzestr. 27. Gesangverein diesen Antrag fallen die Medizinscheine fort und die Mitglieder Berche", Abends 9 Uhr, bei Zimmermann, Brunnenstr. 119.- Gesangfparen den weiten Weg nach der Kasse. Da sich der Vorstand Derein Johanni" am Ostbahnhof Nr. 7 bei Junold. Arbeiter- Gefangverein Freiheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant nicht bemüßigt fühlt, dieses den Mitgliedern zu unterbreiten, ſehe nicht irren. Hämmerle, Bülowstr. 59, part. Männergefangverein Morgenroth", ich mich als Antragsteller veranlaßt, solches den Mitgliedern zu Schwedterstr. 17 bei Wolter. Gesangverein Südost" bet Ziemer, Cuvry" F. U., Schönebeck a. E. Kurfürstenstr. 170- wenn wir Kartonarbeiter Drews, der wegen Beleidigung des PolizeiWrangelstr. 147 bei W. Schmidt.- Verein Steinfeger- Sängerchor", unterbreiten. Oder hat der Vorstand mit Absicht den Bericht präsidiums freigesprochen ist, wird gebeten, uns seine Adresse aufstraße 16. Männergesangverein Zufriedenheit" bet Gauger, Willibald- Wiederwahl des Vorstandes von der Behörde nicht bestätigt Männergesangverein„ Steinnelfe", Gerichtstr. 10 im Restau- der Versammlung nicht einrücken lassen, vielleicht weil dann die zugeben. rant. " " " würde? Alertsstraße 5. Gefangverein, 2yra" bei Stachel, Raupachstr. 6. Gesang-, Turn- und gesellige Verzine. Gesangverein Frisch auf", Abends 8%-10% Uhr bei Haller, Naunynstr. 70. Gesangverein Ich will aber die Herren erinnern, daß das Sozialisten" Pausebeutel" Abends 9 Uhr bei Boppe, Lindenstr. 106. Gesangverein gesetz am 1. Oktober erloschen ist und wir nicht mehr unter der offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Jiges, Wilsnaderstr. 63. Männergesangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, Vormundschaft der Behörden stehen und unsere Kassen selbst verBrüderstr. 26. Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, walten können. Die Delegirten- Versammlung besetzt die Aemter Alexanderstr. 37, Ece Kaiserstr., 1 Tr. Gefangverein Alpenglühen" der Kasse aus ihrer Mitte durch Wahl ohne die Bestätigung der 8 Uhr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, Behörde. willkommen. Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, Kaiferstraße 25b, Ecke Alexanderstraße. Gäste willkommen. Tambourverein Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9. Männergesangverein„ Edelweiß", Abends 8½ Uhr, bei Schneider, Belforter Straße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 57-58. Berliner Zurngenossenschaft, 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr Turnlotal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis % 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50. Turnverein ,, D st e n", Männer Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. uns Zeugen angeben, die Ihre Behauptungen bestätigen können. Frau H., Zehlendorf. Ueber solche Angaben müssen Sie Caffel. Die Reihenfolge der fünf größten Städte Deutschlands ist folgende: Berlin, Hamburg, Breslau, München, P. H. 3. In einer Konditorei oder Café. Dresden. = " Wie sehr der Innungszopf noch in den Ortstassen sein Briefkaffen der Expedition. Wesen treibt und die Herren sich einbilden, willkürlich über das Wohl und Wehe der Mitglieder zu bestimmen, das zeigt so recht Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: ein Fall, welcher kürzlich passirte. Das Mitglied der Kasse Sch. Schäfchen aus der Ackerstr. 68 a 16,65 M. Bom nackten hatte das Unglück, sich eine erhebliche Verlegung der Hand zuzu- Sperling bei Strauß 1,50. Löffelschuster bei Wünsch 2,60. ziehen. Durch den starken Blutverlust in Ohnmacht und Krämpfe Schneiderwerkstatt Hinkel 5, Arbeiter- Gesangverein Vor verfallen, sahen wir uns genöthigt, den Verletzten mittelst einer wärts" durch Grünhagen 12,26. Statklub„ Ramsch", gegründet Droschte nach dem Krankenhaus zu schaffen; wo seine Wunde ge- 1. Oftober 1890 bei W. Schmidt, 15,-. Gemüthl. Sau, ges. Theaterverein" Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends im Dresdener näht wurde. Als Sch. das Geld für Droschke verlangte, gab bei W. Schmidt, 2,70. Durch Auktion eines Kammes von einigen Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäste willkommen. Theater- u. Bergnügungsverein„ Bulkanta" Abends 9 Uhr, in Meißners man ihm statt des Geldes die Antwort, da könnte sich jeder von Sozialdemokraten aus Niederschönweide und Johannisthal durch Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Serren, welche ge- der Arbeit nach Hause fahren lassen, und zwar vom Altgesellen Carl Lasse 2,30. Gesammelt am Biertisch von Charlottenburger neigt sind, dem Verein beizutreten, fönnen sich daselbst melden Herrn Furch bar. Hier zeigt es sich wieder, wie recht Genosse Töpfern 2,-. Tischler- Arbeitsnachweis Werkstatt von Faust, oder beim Vorsitzen den M. Lieste, Ackerstraße 13, Hof 1 Treppe. Pollac- klub ustige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant Schumacher hatte, als er im Reichstage die Behauptung auf- Pallisadenstr. 85, 2,65. Unserem Freunde und Kollegen Heinrich Pallak 412 L zu seinem heutig. Wiegenfeste gratuliren Die Professor Pinsels 14 Mann roth. Ob er sich woll wat merken läßt? Unserem lieben Freunde u. Genossen Johannes Pätzold genannt: ,, Kleiner Babold" zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. 1164b Alle Mann von Hinten. Restaurant Hirschgarten an der Chaussee zwisch. Friedrichshagen und Köpenick. Bahnstation Köpenick. Dampfer- Station. Empfehle mein Restaurant, besonders den Arbeitervereinen. Große Tanzfäle, Regelbahnen, sonstige Belustigungen. 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Diskutir- Abend. Gäste willkommen. 354/4 Der Vorsitzende: Otto Goldberg. Achtung! Schrauben- u. Façondreher. Freitag, den 27. März: H. Matthies, 70. Grüner Weg 70, n. d. Koppenstr. Spezial- Geschäft für 779b Mehl, Mühlen- Fabrikate, Hülsenfrüchte, Taubenerbsen und Vogelfutter empfiehlt beste Waare z. bill. Preis. Bon 5 Pfd. ab Engros- Preise. Fußpartie na Egmargendorf. Kalbfleisch Sammelpunkt Morgens 9 Uhr, Alte Jakobstraße 69 bei Lenz. 1193 b Der Vorstand. Grabdenkmäler in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt bei sauberster Ausführung, zu ſoliden 315 L Preisen W. Günther, Rixdorf, Hermann- Straße Nr. 150. Fabrik: Stalizerstr. 9. Brust 45, Nierenstück 55, Reule 55 Pf. Kassler Rippespeer Pfd. 70, Wildfleisch in Stücken Pfd. 70 Pf., Tauben, Hühner, Enten, Puten, sowie sämmtliche Wurstund Rauchwaaren offerirt billigst A. Pechmann, 413L 48. Reichenbergerstraße 48. Jede Uhr AB mi ala be pr B die be lie un D zu be gil 1187b Ein Parteigenosse, welcher am Sonn abend auf dem Gesundbrunnen- Viertel, wo selbiger nicht Bescheid weiß, seinen Ueberzieher bei einem Schankwirth für Beche zurückgelassen hat, bittet den un bekannten Schankwirth Mittheilung davon zu machen, damit ich den Ueberzieher wieder bekomme; in demselben ist ein Schuldschein über 20 Mont halten. G.Teichmann, Fennpr.32, Hof 2 Tr. Stempelfabrik Invalidenstr. 126, gegenüb. Stettiner Bahnhof.[ 325 L] [ 825 L] E. Wünsche. Hobelbänke, Schraubzwingen, Werkzeuge u. f. w. verkauft[ 1167 b Otto Meckel, Röpnickerstr. 169. Gut erh. mahag. Wäschespind mit Aufsatz ist billig zu verkaufen[ 1078b Wasserthorstr. 18. v. IV. r. Alte u. neue Möbel billig, mabag. Kinder- Bettstelle, gr. tien. Kleiderspind 1155 b verf. Jankwitz, Rottbufer Damm 101, v. 1 Tr. 1 M. 50 Pr.( außer Bruch), kleine Rohtabak! Beste Auswah Goldschmidt, gestorben ist und Mittwoch, 25. 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Herold, Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 172 L R B tu at jä ge M br str bu ba ab de un AE La IDE Le