Kr. 11. flbonnementS'Bedlnaungen; HSonnemcntä. Preis pränumerando: «ierteljährl. 330 MI., mortall. 1,10 MI.. wöchentlich 28 Plg. frei inS Haus. Einzelne Nummer S Pfg. SomUags- nummer mit itluitrierter Sonntags- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfa. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn L Marl, für das übrige Ausland L Marl pro Monat. Postabonnements Belgien, Dänemarl, 39. Jahrg. Sie fniertlonz-Lebilhi' detrügt für die sechsgespaltene Kolonei- zeile oder deren Raum 00 Pfg., für politische und W.......... 1'' und Vers „Kleine WWWWWW Wort 20 Pfg.(zulässig üfettgedrncltc Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafstellenan» zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über lö Buch- f iben zählen für zwei Worte. Inserate r die nächste Numincr müssen bis Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, CrtchclDt tSgllt außer Glontass. Nevlinev VolksblKtk. Telegramm-Adresse: „Sczialdunokrat Rcrlia". Zcntralorgan der fozialdcinokrati feben partd Dcutfcblands. Redaktion: SM. 68, Linden Strasse 69. Vcrnsprecher: Amt Morihplatz. Nr. I98Z. Sonntag, den 14. Januar 1913. Expedition: 8M. 68» Lindenstrasse 69» Fernsprecher: Amt Moriffplais. Nr. t98t« Parteigenossen! Der 12. Januar hat gehalten, was er versprochen. Das arbeitende Volk Deutschlands hat mit den Parteien des schwarzblauen Blocks gründlich Abrechnung gehalten. Unsere Partei hat sich glänzend geschlagen. Wir haben LS Mandate im ersten Wahlgange erobert und ewa»>/, Millionen Stimmen auf unsere Kandidaten vereinigt An 131 Stichwahlen find wir beteiligt. C' gilt daher das Werk, daZ bei der Hanptwahl so glänzend begonnen, am Stichwahltage zu vollenden. Zahl- reiche Kreise können durch Heranziehung der Reserven noch erobert werden. In vielen Wahlkreisen scheiden wir jedoch auS der Stich- Wahl aus und haben daher zu entscheiden, ob wir für einen Kandidaten der bürgerlichen Parteien eintreten können. Nach dem Vcschlllß des Parteitages in Jena 1911 dürfen die Genossen nur denjenigen Kandidaten ihre Stimme zu- wenden, die sich vor Zeugen oder schriftlich verpflichten: 1. für Aufrechterhaltung des bestehenden Wahlrechts für den Reichstag; 2. gegen eine Beschränkung des Vereins» und Versamm- lungS- und des KoalitionSrcchts; 3. gegen eine Verschärfung der sogenannten politischen Paragraphen deS Strafrcchts; 4. gegen ein wie immer geartetes Ausnahmegesetz: 5. gegen jede Erhöhung oder Neneinführung von Zöllen aus die Verbrauchsartikcl der grasten Masse; 6. gegen jede Ncueinführung oder Erhöhung indirekter Steuern auf Vcrbrauchsartikel der grasten Masse einzutreten und zu stimmen. Stehen in der engeren Wahl zwei Kandidaten, die beide bereit sind, die aufgestellten Bedingungen zu erfüllen, so ist der Liberale dem Nichtliberalen vorzuziehen. In jedem an- deren Falle ist strikte Stimmenthaltung zu proklaniieren. Danach und unter Würdigung der Persönlichkeit der in Frage konunenden Kandidaten ist im Einverständnis mit uns zu entscheiden. Nun, auf an die Arbeit l Unsere Parole ist nach wie vor: Ktgrll die ZtrorrpliindtttUlg drs schmarzblalltn Klocks! Hrgr» die Frindk drs Koalitiollsrrchts! Grgru dir Frmde drs Krillfslagsmlihlrrlijts! Vorwärts zum Sturm! Der lehte Wall mutz niedergelegt werden! WaS an uns li�gt, must geschehen, die Reaktion der Ritter und Heiligen auS ihrer unheilvollen Machistellnng zu verscheuchen, die Gegner deS kulturellen Aufstieges der Arbeiter- Sasse, die Feinde der freiheitlichen Entwickelung deS Deutschen Reiches endgültig niederzuringen! Mit Parteigrust Der Parteivorstand. Sie Probe aufs Lxempel. Wenn etwas noch die Genugtuung über den schönen Sieg, den die Sozialdemokratie gestern errungen hat, stei- gern kann, so jst es das laute Klagegeschrei und Wehgeheul, das unser lieber B c t h m a n n in der„Nordd. Allgem. Zeitung" anstimmen läßt. Also lautet die Beschwörung, die die bürgerlichen Parteien zur gemeinsamen Sammlung gegen die Sozialdemokratie bringen soll: „Die Hauptwahlen sind vorüber. Sie haben gebracht, was sie nach den crbittctren Äämpfcn unter den bürgerlichen Parteien bringen mutzten, einen beträchtlichen Gewinn der Sozialdemokratie. 64 Mandate haben nach den bisher vor- liegenden Nachrichten die Sozialdemokraten im ersten Anlauf ge- Wonnen. Sämtliche bürgerliche Parteien zusammen nur 144, da- von das Zentrum allein 83. die Parteien rechts von ihm 36. der bürgerliche Liberalismus nur 4. In 126 Wahlkreisen kommt die Sozialdemokratie zur Stich- wähl. Nicht aus eigener Kraft kann sie dabei siegen. Jedes Mandat, das sie noch erwirbt, wird sie dem deutschen Bürgertum verdanken. Die bürgerlichen Parteien selbst werden Schuld tragen, wenn die rote Flut noch weiter ansteigt. In die Hauptwahl ist die Sozialdemokratie mit dem Schlacht- ruf gezogen: Krieg bis aufs Messer den konservativen Freiheitsfeinden. Kampf bis zur Vernichtung den verräterischen Zentrums- Pfaffen. Unerbittliches Ringen mit den nationallibcralcn Scharf- machern. Rückhaltlose Fehde den fortschrittlich-liberalen Worthelden! Welche bürgerliche Partei kann gemeinsame Sache mit einem Gegner machen, der ihnen allen, wie der ganzen bestehenden staat- lichcn Ordnung, seinen ingrimmigen Hast so hochmütig inS(Sc- ficht schreit? Und wie steht die Soziuldemokratie zu unseren nationalen Forderungen und Aufgaben? Im Innern betreibt sie die Absperrung der Arbeiter von allen anderen Volksschichten. Der Klassenkampf ist ihr Lcbcnselemcnt. Eine soziale gkevolution mit Abschaffung des Privateigentums ihr Ziel. Während sie so im eigenen Lande den Hast schürt und einen gewalttätigen Terrorismus gegen die Glieder des eigenen Volkes ausübt, huldigt sie nach auhen dem Trugbild der allgemeinen Völkerverbrüde- r u n g. Deshalb ist sie die Hoffnung der fremden Neider und Gegner des Deutschen Reichs. Wie be- stürzt waren diese nach der unerwarteten Niederlage der Sozial- dcmokratie bei den Wahlen 1667! Wie werden sie frohlocken, wenn sich die Erfolge der sozialdemokratischen Partei vom 12. Januar 1912 bei den Stichwahlen fortsetzen! Unsere Werke des Friedens können nur gedeihen, wenn wir uns als st a r k e einige Nation in der Welt behaupten. Zu den nahen Aufgaben des neuen Reichstags gehört die Sicherung unserer Wehrfähigkeit. Eine Partei, die sich selbst inter- national nennt, in der sich der Gedanke eines Massen st reiks im Falle der Mobilmachung hervorwagen durfte, ist ihrem ganzen Wesen nach zür Erfüllung dieser wichtigsten Aufgabe unfähig. Nicht Mitzmut über diesen oder jenen mit Recht oder Unrecht als Uebel empfundenen Zustand in Reich und Staat, nicht Rück- ficht auf Partcivortcile durch Paktieren mit der Sozialdemokratie lenke den Schritt zur Stichwahl. Nicht auf vergangenen Hader der Parteien— auf die Zukunft der Nation richte sich der Blick!" Eine ausführliche Polemik wird man uns wohl erlassen. Wir werden Herrn von Bethmann nicht darüber be- lehren, dast der Klassenkampf, seitdem es ein Privateigentum gibt, die bewegende Kraft der Geschichte gewesen ist, und dast wir in dem Vorwurf, dast„Klassenkampf unser Lebens- clement" sei, nur eine Anerkennung finden. Wenn aber die„Nordd. Allg. Ztg." sich erfrecht, die geschlossene Stellung- nähme eines Drittels des deutschen Volkes zu verunglimpfen und ihr schmutziges Wahlgeschäft mit der Verleumdung zu betreiben sucht, dast unser Sieg die Hoffnung der fremden Neider und Gegner des Deutschen Reiches sei, so wollen wtr ihr daraus die Antwort allerdings nicht schuldig bleiben. Ja- wohl, unser Sieg ist die Hoffnung und der Jubel von Milli- onen, die austerhalb Teutschlands wohnen. Wo überall in der Welt Arbeiter zum Bewusttsein ihrer Lage und ihrer geschicht- lichen Aufgabe erwacht sind, da wird die Kunde von dem grasten Siege des 12. Januar Begeisterung wecken, den Kampfesmut beleben und zu neuen Krastanstrengungen an- spornen. Aber diese Millionen sind nicht die Gegner des deutschen Volkes, sie sind unsereBrüder undKampf- genossen. Tie Gegner und Neider des Deutschen Reiches finden sich nur in der schinalcn Schicht, in deren Interesse und zu deren Nutzen die Grey, Eaillaux und Aehrental ebenso regieren wie die Bethmann und seinesgleichen in Teutschland. Und ihre Hoffnung ist nicht der Sieg der deutschen Sozial- demokratie, der weit hinauswirkcnd auch in ihren Ländern die Partei der Freiheit und des Friedens stärkt, ihre Hoff- nung ist höchsten? die Unfähigkeit fremder Staatsmänner. Und die Herren Bethmann und K i d e r l e n täten sehr gut daran, uns nicht zur Untersuchung der Frage anzuregen, wessen Unfähigkeit nach dem Urteil der patriotischen Presse die«Gegner und Neider des Deutschen Reichs" ihre Erfolge zu verdanken haben. Liefert doch die chauvinistische Hetze, durch die die Regierung die liberalen Parteien in den Pferch der Reaktion treiben will, auch nicht gerade einen er- hebenden Beweis diplomatischer Geschicklichkeit und noch weniger einen Beweis pflichtgemäster Gewissenhaftigkeit, die angesichts einer noch immer gespannten internationalen Lage sich von solchen Ausschreitungen fernhalten würde. Wichtig an dem Aufruf ist nur das e i n e, die A n k ü n» digung neuer Forderungen für den Mili- t a r i s m u s, die selbstverständlich auch neue Steuern bedeutet. Und damit ist die Frage an den Libe» r a l i s m u s in seiner ganzen Schärfe gestellt. Will er den ganzen Kampf, den er seit mehr als zwei Jahren geführt hat, verleugnen, will er sich an Händen und Füsten gefesselt wieder den Blauschwarzen ausliefern und damit seine Existenz als selbständige Partei aufgeben, oder will er den Mut haben, eine Politik zu treiben, die der Arbeiterklasse die ihr ge- bührende politische Vertretung lästt, den Liberalen aber selbst eine starke parlamentarische Position verbürgt? Die konservativ-klerikale Presse wendet alle Mittel an, um die Liberalen zum politischen Selbstmord zu treiben. Mit absichtlicher Uebertreibung schildert sie den Mist- erfolg der Liberalen bei den Wahlen. Da must denn doch daraus hingewiesen werden, dast die Blauschwarzen ihre Man- datserfolge einzig und allein der Wahlkreiseintei» l u n g verdanken, die das Reichstagswahlrecht zu einm P r i- vilegienwahlrecht für die agrarische Re- aktion gestaltet hat. Das Ergebnis der Stimmenzählung wird zeigen, wie wenig die Reaktion Grund hat, über liberale Niederlagen zu schreien. Das Geschrei dient nur der Ver- hüllung des eigenen Rückganges. Und wenn der Liberalis- mus seine Aufgabe versteht, müstte er alles daran setzen, mit uns den Kampf um die N e u e i n t e i I u n g der Wahl- kreise zu führen. Die„Kreuzztg." kennt aber noch ein anderes Mittel, die Liberalen gefügig zu machen. Sie droht: „Bleibt die Linke bei den Stichwahlen der Taktik des„Front gegen rechts!" treu, dann wird die Sozialdemokratie noch viel glänzendere Geschäfte machen, da sie an 169 Stichwahlen beteiligt ist. Sie selber ist auch ohne Gegenleistung gezwungen und bereit, für liberale Stichwahlkandidaten zu stimmen. Liefert ihr aber die Linke durch ihre Wahlhilfe Mandate der Rechten auS, dann. werden die konservativen Wähler kaum zu be- st i m m e n sein, die von den„Genossen" bedrohten liberalen Kandidaten herauszuhauen. Wir selber können unseren Freunden nicht empfehlen, die überaus verderbliche liberale Taktik dadurch zu unterstützen, dast sie ohne ganz bestimmte Gegenlei st ung freisinnige Stichwahlkandidaten wählen. Es muß von Wahlkreis zu Wahlkreis auf der Grundlage Wechsel- fettiger Unterstützung verhandelt und die Gegen- leistung mit aller denkbaren Sicherheit ausge- macht werden. Wenn der Fortschritt darauf nicht eingeht, müssen wir ihn seinem Schicksal überlassen.. Besinnt er sich aber auf seine Selbsterhaltungspflicht, dann wird cS möglich sein, ein Anschwellen der sozialdemokratischen Mandate über den Be- sitzstand vom Jahre 1963 hinaus zu verhindern." Es ist wirklich interessant zu sehen, wie wenig diese wahren Patrioten von der„bürgerlichen Gemeinbürgschaft gegen die Sozialdeniokratie" halten, wenn sie mit deren Verleugnung bessere Echachergcschäfte zu machen hoffen. Noch komischer kommt die Formulierung dieser Er- prcssertaktik bei der„Deutschen Tageszeitung" heraus. Zuerst verkündet das Brotwuchcrorgan, dast die Zurückdrängung der Sozialdemokratie das Hauptziel aller monarchisch gesinnten Parteien sein müsse. Dann aber erinnert sie sich rechtzeitig, dast die Konservativen zum Glück das Geschick des Liberalis- mus größtenteils in ihrer Hand halten. Und wir zweifeln nicht daran, die Bündler sind imstande, ihre monarchische Ge- sinnung auch in diesem Fall ebenso zu verleugnen, als wenn es sich etwa um Herabsetzung der Getreidczölle handelte. Aber so steht die Sache ja gar nicht und die D r 0 h u n g verbirgt nur die Angst. Bleiben die Liberalen fest, so ist die s ch w a r z b l a u c Majorität u n w i e d e r- b r i n g l i ch � dahin. Freilich, dast die Liberalen das tun werden, das werden wir sehen müssen, um es zu glauben. Die Sozialdemokratie aber geht unabhängig und ohne Gedanken an politische Schachergeschäste in die Stich- wähl. Ihre Bedingungen sind klar formuliert, ihre Haltung durch ihr Interesse an der politischen Fortentwickelung des deutschen Volkes eindeutig bestiinmt. Sie wird a l l c K r a f t daran setzen, der klerikal-konservativcn Reak- tion ben Garaus zumachen. Tie Möglichkeit dazu ist vorhanden, wenn der L i b e r a l i s m u s zu Gleichem die Kraft des Entschlusses findet. Deshalb lastet aber auf ihm auch die ganze Schwere der Verantwortung. l»e GlOdtwüiifche der Internationale. Herzliche Glückwünsche zu Eurem prächtigen Sieg. Das Internationale Sozialistische Bureau. Anscelr, Vandervclde» Fmnrmont, HiiySuinnS. • Der stnrtsten Kampftruppe der prolctarisckieli Jnternattonale zu ihrem glänzenden Erfolge unsere herzlichsten Glückwünsche. Für die Parteivertretung der deutschen Sozial» demokrateninOe st erreich: WinarSttz. Die deutsche Sozialdemokratie in Oe st erreich hat Euren Kampf mit Spannung verfolgt. Euer Sieg löst Freude und Jubel aus. Vorwärts in die Stichwahl! Für den Klub der deutschen sozialdemokratischen Abgeordneten Ocstcrr eich 8: S ei tz. * Wir beglückwünschen die Sozialdemokratie Deutschlands zu ihrem herrlichen Siege, der auch uns zu weitcrem Kampfe anspannen wird. Hoch den Vorkämpfern der internationalen Sozialdemokratie. Parteiexekulive der tschechischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Brünn: Werta. Die tsch echoslawische sozialdemokratische Ar- beiterpartei beglückwünscht Euch zu Eurem herrlichen Siege und wünscht Euch auch für den Tag der Stichwahl vollen Erfolg. Vollzugsausschuß der tschechosla wischen sozial- demokratischen Arbeiterpartei. Redaktion Pravo Li du, Prag. * Den siegreichen Klassengenossen Deutschlands zu ihrem herrlichen Erfolge beste Glückwünsche. Kreisleitung und Redaktion„Volksbote", Bodenbach- Böhmen. Aufs höchste erfreut ob des glänzenden Erfolges der prinzipiellen sozialdemokratischen internationalen Politik beglückwünschen Euch zu dem triumphalen Siege Herausgeber und Redaktion des zentralistischeu TagblattcS „Delnicky Dennik", Wien. Ein donnerndes Hoch dem roten Deutschland senden Polle, Bever, ReichSralsabgeordnete. Wien. '» Die sozialdemokratische Partei der Schweiz überbringt den deutschen Genossen begeisterte Grüße und Glückwünsche zum herrlichen Sieg. S t u d e r, Parteipräsident. » Die Britische Arbeiterpartei sendet Euch ihre herz- lichsten Glückwünsche zu Euren gestrigen Erfolgen. Diese sind vou guter Vorbedeutung für alle Freunde des Frieden? und der inter- internationalen Solidarität. Ramsay Macdonald. Die sozialistische Parteivertretung von Manchester beglückwünscht Euch zu dem Erfolg bei den Wahlen. Die sozialistische Gruppe der französischen Kammer beglückwünscht Euch herzlichst zu Eurem Siege. Der Sieg des sozialistischen Deutschlands ist auch der Sieg des inter- nationalen Sozialismus; die Stichwahlen werden ihn vec- vollständigen. Mit brüderlichen Grüßen V a i l l a n t. Die sozialistische Partei Belgiens sendet der deutschen Sozialdemokratie ihre Glückwünsche zu dem großartigen Wahlcrfolge. ES lebe die Sozialistische Internationale. Lander missen, Sekretär. <- Die sozialistische Schule in Sprimont und Lehrer Eh. Rappoport gratuliem» der Bruderpartei zum glänzenden Sieg. Es lebe die Internationale! Schinler, Deputierter der belgischen Arbeiterpartei. Freudige Glückwünsche zum glänzenden Vorstoß gegen die herausfordernde Reaktion wie gegen die bürgerliche Unentschlossen« heit. Hoch das führende stärkste Armeekorps der Internationale, die Viermillionenpartei des deutschen arbeitenden Volkes l Für die sozialdemokratische Arbeiterpartei Schweden?: B r a n t i n g. • Hoch der Sieg! Hoch die deutsche Sozialdemokratie I Russische sozialdemokratische Arbeiterzeitung„Prawda". Der deutschen Sozialdemokratie zu dem gewaltigen Kampfe und zu den, herrlichen Siege unsere h e r z l i ch st e n Glückwünsche. Der Sieg der deutschen Sozialdemokratie wird auch das russische uud da? lettische Proletariat zu neuen Kämpfen anspornen. Ausländisches Komitee der Sozialdemokratie Lettlands. Lewlno und Verlust der Parteien. Der lag des Kampfes. Die große Steinwüste erwacht zu einem schonungslos klaren und nackten Frosttag— ohne andere Hülle als 10 bis 15 Grad Kälte. Nicht einmal ein wenig Schnee. Tic Erde»st unbarm- herzig hart und grundties gefroren. Menschen eilen ihres Weges. und ihr eigener Atem hängt wie Perlen in Schleier oder Bart; die graue Steinmasse singt unter dem Angriff der Kälte— gleich berstenden Felsen. Ter Blaue mit der Pickelhaube, der steif und unnahbar auf der Straße steht, scheint ans Anlaß des TageS noch mehr zugeknöpft als sonst, macht die Kälte noch fühlbarer. � Ich versuche, aus seinem Verhalten ein Vorzeichen für den Verlaus des Tages zu gewinnen.— Welche Instruktionen hat er? Berlins Truppen sollen in den Kasernen konsignicrt sein— aber wie gleichgültig ist dasl Er zeigt eine unergründliche Ruhe, und den Arbeitern ist auch nichts anzumerken: sie gehen zur Arbeit und kommen von der Ar- heit, als ob sie gar nichts davon wüßten, daß Wahltag ist— oder aI8 wären sie noch nicht zu politischem Bewußtsein erwacht. Berlin friert bloß— sonst nichts. Der Asphalt und die endlosen Häuser- reihen sind gleich Fläche» in einer Eiswüstc, der Frost ist über allcS hinweggegangen Ivic ein Rasiermesser. Selbst das Schloß kann nicht ein bißcken lächeln mit seinen steifen Zügen: dort ist die laltcstc Stelle von Berlin, von dort bläst es immer. Der, der aufmerksam durch die Stadt schreitet, wird aber dennoch entdecken, daß der heutige Tag ein- eigene Physiognomie txägt— einen Ausdruck von Sammlung, der gut zu der ganzen Situation paßt. Eins st ü r m i s ch e Agitation wird nicht de- trieben, hat auch am Tage vorher nicht stattgefunden: Berlin ist groß: diese Stadt allein wird heute 300 00» sozialdemokratischer Wähler auf die Beine bringen, und ihr größter Saal faßt nur sechs- bis siebentausend Mcnsdien. WaS können hier Versamm- lungen ausrichten?— wenn die Kälte die riesigen Freiluftsver- sammlungen unmöglich macht. Ter deutsch- Arbeiter ist ohnch,n zum politischen Bewußtsein erwacht; er bedarf mcht mehr der Auf- peitschung zur Tat, er stimmt auf Grundlage vielseitiger politischer Erfahrungen und einer jahrelangen politischen Schulung. Seine politische Kultur macht die akute Agitation mehr und mehr über- � �Tie Agitation der Sozialdemokratie zu diesen Wahlen hat schon zwei Jahre lang gedauert— und die Regierung hat sie mächtig unterstützt. Die Sozialdemokratie kann die Situation mit ?!ach den bis Sonnabend vorliegenden Nachrichten steht die Sozialdemokratie in 122 von 197 Kreisen in Stichwahl, niid zivar in mit Konservativen „ der R c i ch S p a r t e i „ der F o r t s ch r i t t l. V o l k s P a r t e i „?! a t i o n a I l i b c r a l c n „ dem Z o n t r n»n „ Pol e n ., dew W i r t s ch a f t l. Vereinigung „ Wilden. 18 Kreisen 12„ 91„ 98„ 10„ 1 ' ,, 5 Die Aahlen in Württemberg. Nach überaus heftigem Wahlkampf hat die Sozialdemokratie den 1. württembcrgischen Wahlkreis S t u t t g a r t- Stadt und -Land mit Ehren im ersten Wahlgang behauptet. Von der Heftigkeit dcS Wahlkampfes zeugt die Zahl der- jcnigcn, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Rund 00 Proz. der Wahlberechtigten haben abgestimmt. Die bürger- lichcn Parteien machten unerhörte Anstrengungen, um die Sozial- dcmokratie zu werfen. Der Wahlkampf nahm Formen an, wie man sie in Stuttgart noch nie erlebt hat. Der bürgerliche Misch- maschkandidat suchte seine vollendete Grundsatzlosigkeit durch skrupellose Wahldcmagogie zu ersetzen. In diesem Bestreben wurde er von der bürgerlichen Presse aufs kräftigste unterstützt. Die Volkspar tci geht moralisch aufs schwerste ramponiert nuS diesem Wahlkampf hervor. Die Parteigenossen Stuttgarts haben ihrem Versprechen gemäß den Wahlkampf einig und gc- schlössen mit Aufbietung aller Kräfte geführt. Die Spekulation der bürgerlichen Parteien auf den Widerstreit der Meinungen in der Partei ist total fehlgeschlagen, zum großen Leidwesen unserer Gegner, die sich schon vor der Wahl der übermütigsten Sieges- freude Hingaben. Ilm so größer der Katzenjammer nach-der Wahl. Die Wut in der Versammlung der Nationalen, in der daS Wahlresultat bekanntgegeben? wurde, war ungeheuer. Der Vor- sitzende gah.daS Heilbronncr Wahüwsultat mit den einlcitcndcit Worten bekannt:„Meine Herren, ich habe Ihnen ein unersreu- licheS Resultat mitzuteilen." Ein Versammlungsteilnehmer vcr- stand h o ch erfreuliches Resultat, er rief Bravo! Im nächsten Augenblick wurde ihm der Schädel mit Mahkrügcn be- arbeitet. Blutüberströmt und bewußtlos brach er zusammen. Er mußte mit dem Sanitätswagen ins Spital geschafft werden. Unsere Gesamt-Stimmenzahl in Württemberg stieg von 113000 im Jahre 1007 auf 153 000, daS ist um 33 Proz. Die bürgerlichen Parteien nahmen insgesamt um 10000 Stimmen zu. Im 3. Wahlkreis Hcilbronn wurde der bisherige Bcr- tretcr Pfarrer Naumann, der 1007 mit Hilfe der Sozialdemo- hatic den Wahlkreis eroberte, an die dritte Stelle gedrängt. Die Volkspartei muß sich also zwischen Sozialdemokratie und Bauern- bund entscheiden. Im 10. Wahlkreis Göppingen stehen Sozialdemokratie und Volkspartei sich gegenüber. Hier gibt der Bauernbund den Ausschlag. Dem„Neuen Tageblatt" zufolge scheint die Volkspartei den 10. Wahlkreis gegen den 3. ein- h a n d e ln zu wollen. Der 5. Wahlkreis Eßlingen wird von der Sozialdemokratie in der Stichwahl wohl geholt werden. Im ö. Wahlkreis Tübingen muß der volkspartciliche Führer Kammerpräsident v. Pah er mit dem Genossen Schlicke, Bor- sitzenden des MciallarbeitcrvcrbandcS, in der Stichwahl um daS Mandat kämpfen. Im 0. Wahlkreis Balingen ist Stichwahl zwischen der Sozialdemokratie(Arbeitersekretär Mattuta t) und dem volksparteilichen Führer Konrad Haußman», TaS Zentrum hat- hier die Entscheidung in der Hand.—- Die Wahl im Kheinland. Köln-Stadt. Stichwahl zwischen Hofrichter(Soz.) und Tnmbon»(Zentr.) K ö I n- L a n d. 19l2 Kuckhoff Zentr...... 33 333 Gilsbach(Soz).... 24203 Liberale....... 8 500 Verschiedene Parteien.. 567— Der ZentrumSkandidat ist mit 31 Stimmen Mehrheit gewählt. 1007 27 010 17 Zl0 7 615 Ruhe auffassen— Deutschlands Proletariat hat die Richtung des Kampfes erkannt. Alles geht wie von selbst an den Tausenden von Wahlstättcn Berlins. In den ungeheuren Arbeitervierteln: Wcd'dina, Mvabit und Rirdorf sind die Bierstuben zu Wahllokalen hergerichtet; die Arbeiter lammen in kleinen Gruppen oder einzeln, trinken ein Glas Bier an der Schänke und bcrschwinden in dem geheimen Raum. Da gibt es keinen Lärm und keine großen Worte; der Berliner Arbeiter kommt und geht mit einem Ausdruck stiller Entschlossenheit, der nicht inißzuverstchcn ist— er weiß genau, was er will. Er lärmt nicht— er handelt. DaS Bestehende hat nichts gewonnen dadurch, daß die Gerechtigkeit vergebens in ihren Reihen nach dem Mörder dcS Arbeiters Herrmann suchte; sein Schicksal hängt noch wie eine ernste Mahnung über den Massen m seinem Namen siiunncn gewiß viele. Es wird Abend. Die Großstadt fegt befreit den unbarm- herzigen Tagcsschein beiseite und zündet über sich das künstliche Licht an— in allen Farben. Tic Bogenlampen singen, jede in ihrem Lichtncbcl vou Lila und Rot und Gelb, und die Läden strahlen. Berlin wird wieder reich in der Dunkelheit— ein glänzendes und bezauberndes Stück Unnatur, eine Welt, aufgebaut mit allen prunkenden Faröem Man friert nicht mehr, sondern wird in Extase versetzt; dieses Lichtmcer mitten im Dunkel der Nacht lockt tausend heimliche Wesen hervor: strahlende Nachtschwärmer und bleiche lichtscheue Wesen, die wie Salamander in den glühende» Dünsten der seltsamen Farbcnbrandung spielen. Tie Häuser haben ihren Jubalt auf die Straße gewälzt, dir ganze Stadt lebt mit in dem sirablenden Licht Um 7 Uhr schließt! die Abstimmung, und gegen 0 Uhr regnet die erste Masse von i Extrablättern auf die Stadt herab, m,it dem Resultat vom ersten Wahllreisc. Und nun geht es Schlag aus Schlag, die Zeitungen senden! in kurzen Zwischenräumen Flugblättcr mit neuen Rcsul-! taten, der Menschensbrom greift sie und läßt sie wieder fliegen, der Wind nimmt sie— die Lust ist wie ein Schneegestöber. Ter Menschenstrond- der Fricdrichstraße watet in Papier bis an die Knien.--- Tie Hasenhcide ist eine der eigentümlichsten Straßen in Berlin, eine von diesen Straßen-, die nur die Millionenstadt schaffen kann. Alle Soldaten und Dienstmädchen. Berlins kennen sie, dernv hier liegen Seite an Seite in langen Reihen volkstümliche Vergiuiguiigs- slättcn: Tanzlokale. Varietes. Biographtheater, Gärten und Karusscls und Schaukeln. Die großen Brauereien haben hier einige der gewaltigsten Biersäle Berlins errichtrk. Berlins Droschkcngäule kenuen diese Straße auch— und lieben sie, denn wenn sie hier hinaus kommen, wissen sie, daß sie eine Das Ergebnis der Wahl in Köln-Stadt ist ein geschicht- licheS Ereignis. Im deutschen Rom, im Reiche des Generalstabe-Z der Zentrumspartei und der christlichen- Gewerkschaften ist die Sozialdemokratie die stärkste Partei geworden. Köln-Stadt ist ein völlig ausgebautes Gebiet, die Arbeiterbevölke- rung wird immer mehr in die Wohngebiete von Köln-Länd hinaus- gedrängt. In der �Tat ist die Zahl der Wahlberechtigten in Köln- tadt nur um 2000 in die Höhe gegangen, in Köln-Land dagegen um 15 000. Dazu kam die demokratische Sondcrkandidatur. Bei den bisherigen Wahlen war der geringste Abstand zwischen Jen- trum und Sozialdemokratie in Köln-Stadt 2000 zugunsten des Zentrums gewesen. Und diesmal hat die Sozialdemokratie trotz all der widrigen Umstände ihre Stimmenzahl um 3005 vermehrt, wogegen das Zentrum um 517 Stimmen zurückgegangen ist. Die Kölner ZenIrumLpartei ist berühmt wegen ihrer bis ins kleinste ausgebauten Vertrauensmännerorganisakion, die vergebens ihresgleichen sucht. Das Zentralwahlkomitce der Kölner Zentrums- Partei zählte Hunderte von Mitgliedern. Die Kölner Bevölkerung ist zu über 78 Proz. katholisch. Alle diese Momente muß man crivägen, um den ungeheuren Wahlersolg der Sozialdemokratie und den Rückgang des Zentrums in. seiner vollen Bedeutung zu Werten. ES ist außerordentlich fraglich, ob der Hauptfisthrcr des Zentrums, Trimborn, der Vater des Witwen- und WaiscnbctrugcS, noch ein» mal als Vertreter Kölns in den Reichstag einziehen wird. In der zweiten rheinischen Hochburg deS Zentrums„ Dössel- d o r f, der gleiche gewaltige Erfolg. Nochmalige Zunahme d.er sozialdemokratischen Stimmen um 2000 seit der erst kürzlich ge- wcscncn Nachwahl. DaS ist der unerschütterliche, der unciulichm- bare ZentrumSturm. In Köln-Land nahm das Zentrum um 5000, die Sozialdemokratie dagegen um 7000 Stimmen zu. I» M ü l he i m-W i p p c r f ü r th stieg daS Zentrum um 2000, die Sozialdemokratie um 3000 Stimmen. In B o n n- R h c i nb a ch ging der ZentrumSführcr Spahn um 650 Stimmen zurück; der Sozialdemokrat stieg um 150�..Herr Rocrcn verlor in Jjoctar» Iburg-Säarl'ou i S 3500. In M ayen-Ahrweifer rer- lor das Zentrum 6000 Stimmen; in Aachen-Land cbcnfails 6000 Stimmen, in. Ä gchc n- S t a d t 2000,� die Sozialde«iojfa»»>. aber nahm in beiden kohlschwarzen Kreisen zusammen an»1003 Stimmen zu. Alle Zentrumskreise zeigen starken Rückgang der klerikalen Stimmen bei großem Wachstum der sozialdemokratischen. Ebenfalls hohen prozentualen Fortschritt der sozialdemokratischen Stimmen weisen die vom Zentrum beherrschten katholischen Krci'e dcö rhcinisch.westfälischcn Industriegebietes auf. >vo durchweg Steigerungen um 5000 bis 10 000 und noch mehr Stimmen zu verzeichnen sind. DaS Zentrum kann sich nicht mit der großen Zahl im ersten Wahlgang geholter Kreise brüsten, denn cS handelt sich da um Wahlkreise mit völlig kleinbürgerlicher Bevölkerung, um kulturell völlig rückständige Gebiete, in denen das Zentrum Gegner überhaupt Nicht hat. Im übrigen erfüllt uns das für daS Zentrum niederschmetternde Ergebnis der Wahl in Köln-Stadt um so mehr mit Genugtuung, als die klerikale Presse noch niemals zuvor in so unbeschreiblich schamloser Weise die Sozialdemokratie beschimpft und verleumdet hat. wie diescSmast Im höchsten Maße albern nahm eS sich aus, daß die„Kölnische Volkszeitung" unter den geschilderten Umständen in ihrer Ausgabe von Sonnabendnachmittag von der..Unerschüttcrlichkcit des ZentrumSturmcs" sprach. bescheidene Tour in daS Grüne machen sollen. Wo die Hasenhcide endet, beginnt die Hermanustraße und führt uns über den Vera" und die eine Seite dieser Straße sind lauter Kirchhöfe. Auf d-r' anderen Seite wechseln Sargmagazine ab mit Blumenläden und Werkstätten für Grabdenkmäler und für künstliche Kränze Hasen» beide— Sermannstrahe. das ist eigentlich das ganze Tascin Am Abend kommen die Pferde selten hier hinaus, denn die, die'sich vergnügen wollen, haben Eile und nehmen- ein Auto. Aber Toten haben keine Eile, und tagsüber beherrschen die Leichenuüae die Straße. Da kriegen Berlins abständige Droschkengäule schwarze Schobraken über den Rücken und brauchen sich nicht in hoffnuivS-' losem Wettlauf mit den heißen tutenden Automobilen anzustrengen sondern können langsam geizen— langsam. Und dann kriegen sie auch wieder einmal Grüne? zu sehen— wenn es auch keine grünen Wiesen sind, sondern nur das, Immergrün der Kirchhöfe. Heut abend rührt und rcht sich ein etwas anderes Leben al» sonst, dort in der Hasenhcide. Rirdorfs Arbeiterbccr bat die Soldaten im bunten Rock samt ihren nahrungSspendenden Liebsten aus den großen Braucreisalen verdrängt und sitzt nun hier Mann an Mann gepreßt und wartet— ruhig und geduldig auf die Wahlrelultatc Ein jeder hat sein Glas Bier auf den Knien. � ES ist ein VolkSschlag. der nicht jubelt; man sieht an.ihren Gcitalten und den ernsten, ettraS mageren Gesichtern, daß iu eine Zeit mit durchgemacht haben, die den armen Manu wie mi» Dampf ausbeutet, sie brechen nicht aus in lärmende Kundgebungen. obwohl Sicgcsnachr-icht aus Sicgesngchricht einläuft; ein kleines Bcifallsgcniutuiel ist alles. Die Zeit zwischen den Nachrichten ver- treiben sie sich mit dem Gesang der Arbeitcriuarscillaisc. Nur einmal geht cm Brausen, durch den Saal— bei der Nachricht, daß da? Zentrum in Köln geschlagen, und damit eine der Hochburgen dcS katholischen Arbcitcrhcercö erstürmt ist. Sonst aber beharren sie dauernd in ihrer Ruhe und Würde Sie baben den Sieg gewollt uud die Meldungen überrasche'* sie nicht. Wunderbar ist cS, diese Prolctaricrheere zu scben. die— nur mit einem Stück Papier bewaffnet— eine Schlacht geliefert haben, größer und weiter reichend für Deutschland als die schicksals. schwangere Völkerschlacht bei Leipzig— si- 4U s-lKnr wie sie sich nun um Miitcrnacht auflösciu und wie jeder ruhig und besonucn seine Wege geht. Sic können sicher und ruhig dahingehen; es klebt kein Blut an ihren Händen— und keine Ausbeutung. Die Gerechtigkeit wird sie brauchen können. Eine neue Zeil und eine neue Welt hat sie ihren rauhen Händen anvertraut, Martin Andersen-Nexo, Freßitimmen. 1 Wir haben die Stellungnahme der Presse bereits an anderem Orte kurz skizziert und können uns hier auf einige Auszüge bc- schränken. Das„Berliner Tageblatt" schreibt: „Ter Sieg der Sozialdemokratie bedeutet eine Nieder- läge der Regierung, denn die Wahlparole, die Herr v. B e t h m a n» durch seine Organe wiederholt ausgeben lieh, lautete auf Bekämpfung der Sozialdemokratie und sonst- nichts. Wenn die Hauptwahlen also etwas überzeu- gend dargctan haben, so ist es die alte Wahrheit: datz die Art, wie man in Preuhen-Tcutschland den aufstrebenden vierten Stand von Amts tuegcn„bekämpft", g r u n d v e r k e h r t ist, und daß der Erfolg, den di«se Methode gewaltsamen Nieder- Haltens 1907 für einmal hotte, eine vorübergehende Er- s ch e i n u n g gewesen ist." Tann fordert das Blatt zum„Zusammenschluß der Linken auf der ganzen Linie" auf: „Eine vorläufige Ilebcrsicht über die Gesamtheit der not- wendigen Stichwahlen aber läßt deutlich genug erkennen, daß Sozialdemokratie und bürgerliche Linke sich gegen- seitig in ziemlich der gleichen Zahl von Wahl- kreisen Sst i ch w a h l h i l f e leisten können und leisten müssen, wenn die Kreise der Reaktion entrissen werden sollen. Auf d i c s e r B a s i s muß ein Abkommen für d i e 2 t i ch w a h l e n zu erzielen sV i n. Persönliche Interessen haben auszuscheiden, denn es geht um die Sache. ES geht ums Ganze! 'Die Parteien des schwarzblauen Blocks verfügen jetzt be- reits über nahezu 140 Sitze. Erobern sie in der Stichwahl noch Ä dazu, so haben sie abermals die Mehrheit.... Neue Stc-ucrn kommen todsicher, aber daß die Erbschafts- steuer darunter sein werde, hat von der Regierung und den re- gierenden Parteien noch niemand behauptet. Tie Mehrheit der Erblchastssteuerverweigcrer zu brechen, das war der Sinn der Wahlen. Dieser Gedanke ist noch nicht durchgeführt, aber er ist d u rchsü h r b a r. Was auch immer zwischen Haupt- und Stichwahlen geschieht, es muß im Dienst dieses Gedankens gc- schehcn, oder es verkehrt den Sinn der Wahlen in Unsinn. Will der Liberalismus sich abermals, wie IM?, zwischen Haupt- und Stichwahl um die Frucht seiner Mühen betrügen lassen? Will er abermals der Reaktion die Steigbügel halten, damit sie ihn hinterher zum Packknccht für neue Lasten niache? Das darf nicht sein! Der Fehler von 1M7 darf sich nicht wiederholen, ohne daß der Liberalismus beider Rich- tungen aufhören würde, eine selbständige Macht zu sein im deutschen Partcilcben. Darum muß die Parole nach den Haupt. wählen lauten, wie sie vorher lautete: Die Front gegen recht s?" Tic..Vossische Zeitung" verhält sich dagegen sehr reserviert— alte Fortschrittler-Taktik. auf die Stimmen der Konservativen und Sozialdemokraten zu spekulieren. Die klerikale„Germania" schreibt: „Es hat sich in der Zusammensetzung des Reichstags eine Verschiebung nach links, aber innerhalb der l i nks ftc h e.nche n Parteien., vollzogen, während das Zentrum sich sehr gut und die rechtsstehenden Parteien sich ziemlich gut gehalten haben. Die Verschiebung nach links zeigt sich in augenfälligster Weise in dem Anwachsen de r sozialdemokratischen Mandate zumeist auf Kosten der liberalen Parteien. Letztere haben in der Hauptwahl gc- radc.zu kläglich abgeschnitten.... Sozialdemokratie und Liberalismus hatten sich bei der Rcick'Slagsioahl die„Zertrümmerung" de«„schwarz-blauen Blocks" als Ziel gesetzt. Dieses Ziel»st bei der Hauptwahl nicht erreicht worden, und auch bei den Stichwahlen kann man diesem Ziele nur näher kommen, und auch vicscs nur dann, wenn der Sozialdemokratie die Oberherrschaft über die' gesamte trinke im RcicMagc eingeräumt wird." -— Achnlich..äußern— such-�Deutsch« Tageszeitung"--und„Kreuz- zcitung", und cS ist interessant zu sehen, daß die Konservativen sich mit dein Zentrum schon so völlig eins fühlen, daß sie über die eigene Niederlage sich mit der Wahrung de? Zentrumsbcsitz- stgndet trösten. politilcbe aeberfiebt. Verlin. den 13. Januar 1912. 41/* Millionen sozialdemokratische Stimmen. Nach den vorliegenden Meldungen stieg bei der diesjährigen Reichstagsivahl die Stimmcnzahl der Sozialdemokraten auf rund 1 225 000. Da bei der Reichstagswahl im Jahre 1907 Z 259 020. sozialdemokratische Stimmen abgegeben iqurvcn, so beträgt der sozialdemokratische Tninmenziiwachs annähernd ciue Vtilliou.' DaS Resultat ist kein endgiiltigeS. Vermutlich wird nach dem amtlichen Resultat der Zuwachs der Stimmen eine Million betragen..__ Ter Hohn ans das gleiche Wahlrecht. Nach dem Gesetz soll das deutsche NeichStagsivahlrecht q l e i-ch sein. In Wirklichkeit aber ist es infolge der Eni- ivicklung der Industrie und der damit verbundenen Ver- schiebung der BevölkerunaSschichten zu einem wahren Zerr- bilde auf daS gleiche Wahlrecht getoorden. ES gibt heute in Deutschland Wahlkreise, in denen kaum 10 000 Wähler vorhanden sind, und andere Wahlkreise,>vie z. B. Teltow-Becs- low. Ivo 300000 Wähler erst einen Abgeordneten zu wählen haben. Mancher kleine agrarische Bezirk, der unter der Fuchtel der Junker oder der Kaplanokratie steht, hat also denselben Einfluß auf die Reichsgesctzgebung auszuüben, wie ein industrieller Wahlkreis mit der zehn-, zlvanzig-»»d dreißig- fachen Wählrrzahl! Seltkamvrwcise ist es da? offiziöse Organ, die „Nordd. All g e m. Ztg." selbst, die in ihrer Sonnabend- nmnmer ein Bild von der schreienden Ungleichheit der Wahl- kreiseinteilnstg entwirst. Ueber die Verschiedenartigkeit der Berliner Wahlkreise selbst stellt sie fest, daß dle Be- völtcnmgSziffer der einzelnen Wahlkreise betrug: 1871 igiz Abnahme M Pro,. I.Wahlkreis 1»ZlS 62419— 41 Proz. 3.„ I 1671 104 590— 16, xagsgen n o h m e n z u in Proz. seit 1871 der ä.BahlkreiS um 25 414 Köpfe+ 21 Proz. 2.„-"6 927. 114„ 4.,. 349 798.-s- 208, 6.,» 708 347,+ 450„ Der 1. Berliner Wahlkreis zählt heute t>2 419 Einwohner, der 0. Berliner Wahlkreis 865 637! Während also der erste Berliner Wahlkreis fast die Hallte seiner Einwohner verlor, vermehrte der s c ch st c Berliner Wahlkreis die Zahl seiner Einwohner um das v i c r e i n h a l b f a ch e. Oder anders ausgedrückt: der erste Berliner Wahlkreis besitzt etwa den 14. Teil der Ein- wohner, die im sechsten Wahtkreise ansässig sind. Die. Stimme eines Tiergartenmillionärs wiegt darum mehr als ein dutzend- mal soviel, wie dte eines Weddingproletariers! Aber diese Ungleichheit innerhalb der Berliner Wahlkreise entrechtet nicht nur den Proletarier, sondern auch den Bourgeois. Wäre die WahlkreiLcintcilung in Deutschland eine steiche, würden also 30000—35 000 Wähler auf einen Wahlkreis entfallen, so würde Berlin statt der sechs Mandate deren mindestens 20 zu vergeben haben. Nicht nur der Einfluß der Sozialdemokratie wird also durch diese schmachvolle Wahlkreiscinteilung verkürzt, sondern auch der der kapitalgesegueten Wähler von Berlin. Da aber die..Nordd. Allg. Ztg." nun selbst die Un- gehenerlichkeiten unserer Wahlkreiseinteilung an den Pranger gestellt hat, darf wohl eine baldigste Beseitigung dieser skandalösen Vergewaltigung der städtischen und industriellen Bevölkerung erwartet werden! Sollte aber die Negierung wider alles Erlvarten diese Wahlrcchtsschmach zu konservieren gedenken, so ist es für die wirklich demokratisch empfindenden Volkselcmcnte aller- höchste Zeit, gegen die Wahlrechtskarikatur ebenso energisch Sturm zu laufen wie gegen da? schändliche Drei- klasscnwahlrecht! Wie intim! Man erinnert sich, daß anläßlich der demonstrativen Kund- gebnngen des deulschen Kronprinzen bei den Marokkodebatten im Reichstage die Nachricht durch d'>. Presse ging, Herr v. O l d e n- bürg- Januichau, Bündler, Reich tagsfeind, Portemonnaieichiitzer und Patriol habe dem Kronprinzen seinen Besuch abgestattet. Tie liberale Presse konnte sich der Befürchtungen nicht ganz erwehren, Saß der böse Umgang die guten Eilten gefährde. Jetzt soll der Besuch erwidert werden und eine Korrespondenz vermeldet:„Der Kr o» p r i n z und die Kronprinzessin werden im Frühjahr einige Tage bei dem Kammerherrn v. Oldcn- b u r g- I a n u s ch a u zu Gaste weilen. Auch, die drei ä l t e st e n Söhne des Kronprinzen Paares werden an dem Beinch- reilnehinen. ES ist dies der erste Besuch, den die kronprinzliche Familie einem Mitglied deS Adels von Wcstpreußen abstattet." Sage mir. mit wem Du umgehst... Tie Wahlen im Regierungsbezirk Kassel. Die Steigerung der Stimmenzahl in den wesentlichen Kreisen heL Bezirkes hat alle Erwartungen übcrlroffsn. Von 32 654 Stimmen im Jahre 1907 stieg sie auf 45 211, also um 38 Prozent. Kassel-Meliungen und Eschwege-Scknnalkalden bieten auSsichtS- reiche Stichwahlen für die Sozialdemokratie. Im ersteren Kreise, der uns einen Stimmenzuwachs von 4740 brachte, gegen die Nationalliberalen, in dem andern, in dem unsere Stimmen gar um 65 Proz. stiegen, gegen den Antisemiten Raab. Die Antisemiten haben eine furchtbare Schlappe erlitten. Kassel ist für sie verloren und damit ihr Parteivorsitzender Latimann mandatsloS geworden. Eschwege-Schmalkalden ist mit 2500 Stimmen Verlust ebenfalls hin. In Fritzlar-Homburg, der Domäne LiebermannS, haben die Links- Parteien die Mehrheit der Stimmen für die Stichwahl. Am eklatantesten ist der Zilsamineiibrnch der Politik der Rassen- hetze im Kreise Hersfeld-Rotenbnrg. Antisemiten und Kon- scrvative, die sich diesmal beide auf Werner geeinigt hatten, hatten 1907 zusammen 11000 Stimmen; diesmal bekamen sie aber nur 4871, gleich 6300 Stimmen Verlust. Die Wirt- icvaftliche Vereinigung wird nicht auf die Hälfte der früheren Mandate kommen. DaS ist schon nach dem Ergebnis der Haupt- wähl gewiß. Die Stichwahl in Kasfet-Melsungen findet am Gönn- abend, den 20. Januar, statt._ Aus dem„geistigen" Arsenal des Zentrums. Aus L e s ch w i y, zum Wahlkreis Kosel-Groß-Sirehlitz gehörend, wo ein polnischer und ein deulicher Zemrumsmann kandidierte, be- richtet die klerikale„Schlesische BolkSzeiunig": Ein Fiakko erlebte eine in Leschivitz am Mittwoch abgehaltene P o l e n v e r s a in m l u n g. Da sich die Gastwirte weigerten Ovohl weil sie fürchteten, von den klerikalen Ortsgrößen i chi- kaniert zu werden. Red.), die Versammlung aufzunehmen, mußten diese unter freiem Himmel ihre Versammlung abhalten. Es sprach u.a. auch der für Kosel-Groß-Strehlitz ausgestellte Polen- kandidat Pfarrer Waida aus Keltsch O-S. Die Versammlung war von zirka 30—40 Polen stneist aus der Umgebung von Leschwitz). darunter anck, mehrere Frauen, besucht. Die Anhänger de-Z Zentrums ließen es sich nicht nehmen, dem außer- gewöhnlichen Ereignis„einer in Leichwitz statt- findenden Polenversammlung" ihre v o l l st e Aufmerksam- k ei t zu widme n. ES ianden sich denn auch zirka 50 zeiurumS- treue Männer ein und verfolgten unter a n h a l t e n d e in I u b e l, verbunden mir gegenseitigem Schneebaltbom- bardement usw. die Reden, von welche» nur wenige Worte verstanden werden konnten. Schließlich wurde mit patriotischer Begeisterung„Deutschland, Deutschland über alleS" und das„Preußenlied" gesungen. Die Polen mußten nun in oh tt mächtiger Wut das Feld räumen." Trotzdem die AgitationSmethode de« Zentrums an Niedrigkeit und Gemeinheit nichts zu wünschen übrig ließ, regen sich diese ge« borencn Heuchler über die anderen Parteien künstlich auf und schreien nach dem Staatsanwalt, wenn ihnen mal auf den Zahn gefühlt wird.''Diese Jesuiten!_ Vom preustische» Landtage. Montag, den 15. Januar, tritt der Preußische Landtag wieder zusammen. Obwohl das Abgeordnetenhaus einstimmig die Ein- berutung des DretklassenparlanieiilS vor Weihnachten verlangt hat, bat die Regierung den verfasiungSniäßig spätesten Termin gewählt; io wenig kümmert sie sich um die Wünsche dieser„Volksvertretung", die sceiltch diesen Name» nickt verdient. Und doch wäre gerade in diesem Jahre der früh- Zusammentritt dringend erforderlich gewesen. Harren dock so wichtige und umiangreiche Gesetze, wie die ivosier- wirtschaftliche Borlage und die Steuerreform ihrer Verabschiedung! Vo» der Wiedercinbnngnng der Wahlrcchisvorlage verlautet bisher nichts. Die Regierung scheint der Meinung zu sein, daß sie die Wünsche des BolkeS, daS noch eben erst so deutlich gesprochen hat, ebenso mißachten darf, wie die der Abgeordneten. Aber das Volk, die Arbeiterklasse Preußens, wird sich nicht länger sein höchstes Recht vorenthalten lassen, eS wird gebieterisch daS freie Wahlrecht fordern, und seine Vertreter im Abgeordnetenhause, die einzigen ivirkliche» Volksvertreter Preußens, weiden keine Gelegen- beit vorübergehe» lassen, ohne die Regierung und die hcrri'chcuden Parteien an ihre Pflicht zlt erinnern. Wie ein roter Faden wird sich durch alle Debatten deS Landtags die Fordernng nach dein all- gemeine», gleiche», direkte» und geheimen Wahlrecht ziehen, weil an eine freie Gestaltung der Znslände in Deutschland erst dann zu denken ist. wenn der Einfluß der preußischen Junker gebrochen sein wird. De-C Volkes Wille ist das höchste Gesetz. Das sollten endlich auch die Machthaber deS größten deutschen Bundesstaates einsehen. frankrelck. Die Kabinettsbildung. Paris, 13. Jattilctr. P o in cct rü hat dem Ersuchen ocS Präsidenten Fallieres entsprechend eingewilligt� die Bildung des Kabinetts zu übernehmen und hat sich heute nachmittag mit Millerand, Delcassö und Briand be- sprochen, die er zum Eintritt in das Kabinett auffordern will; außerdem wird er Klotz und L e b r u n bitten, ihre früheren Portefeuilles wieder aufzunehmen. Nach einer späteren Meldung hat P o i n c a r 6 dem Präsidenten Fallieres mitgeteilt, daß er darauf rechne, binnen kurzem die Kabinettsbildung vollendet zu haben. Briand hat das Portefeuille des Innern angenommen. Ebenso haben M i l le r a nd und D e l c a s s 6 sich zur Ueber- nähme des Kriegs- bezw. des Marineministcriunis bereit erklärt. Verstärkung der Marokkotruppen. Paris. 13. Joimar. Nach einer Meldung aus Fez hat der Sultan Mulay Hafid, de-u die neuerdings unter den Stämmen aus- gebrochene Gärung sehr beunruhigt, erklärt, daß er seit der Zugehörigkeit zum fronzösischen Protektorat sich nicht mehr sicher fühle. Er habe deshalb an die sranzösische Regierung das Ansuchen gestellt, daß die Besatzung von Fez auf 6000 Mann und die von M e k i n e s ans 2000 Mann gebtacht und der Marsch nach Tazza möglichst bald angetreten werde. Obgleich man die BeflirchUingen de! Sultans für übertrieben halte, sei doch ein Schütze n bataillon nach MekineS abgesandt worden. Gleichzeitig wird auS M e l i l l a gemeldet, daß daS spanische OperationShcer gestern Marschbefehl erhalten hat. DaS Fiasko der Altersversicherung. Paris, 13. Januar. Infolge der geringen Zahl der Ansuchen um Liquidierung der AlterSruhegehälter hat der Staat anstatt des vom 1. Juli bis 31. Dezember vorgesehenen Be- träges von 20'/- Millionen Frank im ganzen nur 881000 Frank ver- ausgabt. England Gegen die Politik Greys. London, 13. Januar.„Daily chronicle" schreibt: DaS britische Volk.war viele Jabre nicht so unruhig über die äußere Politik Englands gewesen wie gegenwärtig. ES herrscht das Gefühl der Bestürzung über unsere ausivärligcn Be- ziehnngen, lind der vage Verdacht, daß die Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten. Diese Empsindungeu sinde» ihren Ausdruck in einer beinerkenölverlen Ziede R o s e b c r y S. Maus bemerkt in der Rede eine Unterströmung der Sympathie mit Gladslones Idealen des Friedens, der Neutralität und mäßiger Ausgaben für Rüstiiiige». Wir wählte» einen anderen Weg oder vielmehr wurde für uns gewählt, da der Ursprung und die.Motive der anStvärtigcn Politik v o x d e».93 l i ck e n des Plebs verhüllt blieben. Die Folge ist, daß England, dessen Haupt- intereflen nicht europäische sind, knie lies im Morast der e u r o p ä i s ch e n B e r Iv i ck e l il ii g e ii slcckl. Das Blatt fährt fort: Wir haben gelvisseiibast unsere Verpflichtungen in der Marokkofrägc erfüllt. Jetzt, nach Schluß deö Marokkokapilels ist die Frage: Haben unsere Verpflichtungen gegen Frankreich aufgehört oder sind wir zu weitreichenden vagen, nngeschriebenen Verbindlichkeiten, wie Rosebcry andeutet, verpflichtet? Falls uitgeschriebene Verpflichtmige» fortdauern, stimmen wir Roiebery zu, daß'die Lage Englands die größte Gefahr i» sich schließe. Unsere Teilnahine an den Rivaliiäl-n der europäischen Gruppen hat uns wenig Nutzen gebracht uiip Europa wenig Gutes aelan. Unsere äußere Politik war nicht durch Talent für Ver- i ö h n l i ch k e i t ausgezeichnet, und wir müssen den Anteil an der Verantwortung für die R ü st„ n g L a u S g a b e n tragen, die nach einem srühmn Worte des Staatssekretärs G-r e y die Zivilisation zu c r st i ck e n drohen. Amerika./ :....- Ä-■-■•••- Molochs Anspritche......'''" Washington,-12. Januar.- Seitens deS G en er a lst a b c S ttmrdc in der_ ZMitzgzckoimyiffion-"des Koiigrcssts dringend'esiie Verstärkung d e c- Ä r in e e sowie die Schaffung von Reserve» foimauöiien verlangt. Begründet wurde diese Forderung unter Hinweis auf den notwendigen Schutz der iniularcn Be» sttzungen. Auf den Philippinen und Hawai befänden sich, wie der Generalstab erklärt, 35 000 ehemalige japanische Soldaten, die eine Gefahr für die Autorität der Vereinigten Staateil bedeuteten. Die Revolution in China. Ein russisches Schwindeldcuicntt. Petersburg, 13. Januar. Gegenüber Meldtmgen auswärtiger Blätter, daß Rußland beadsichlige, sechs neue Konsulate in der Mongolei zu errichten und ihre Wachen zu verstärken, ist die PeterS» burger Telegraphenagentur zu der Mitteilung ermächtigt, daß diese Meldungen vollständig unbegründet filtd. ES" besteht lilchi' dle Absicht. neue Konsulate zu errichten, um die Zahl der bestehenden zu vermehren, noch ihre Wachen zu verstärlen. die in ttrga 150 Mann, in Kobdo und Uljassutai je 25 Mann stark sind. Lo�iales� Ter Revers der A. E. G. Lebhafte Klage darüber, in bestimmten Fällen zugunsten der verklagten Gesellschaft entscheiden zu müssen, obgleich das menschliche Gefühl auf seilen deZ klagenden Angestellten steht, führte gestern der Vorsitzende der ersten Kammer des Berliner Kauf- maunSzerichts, Magistratsrat Techow. Es handelte sich in dem zur Verhandlung stehenden Falle um eine jener zahlreichen Klagen, die van feiten abgegangener Angestellter gegen die„Allgemeine Elrktri- zitütsgescllschaft" wegen unterlassener Gratifikationszahlung an- hängig gemacht werden. Die Klägerin. Kontoristin W., hatte zum Ende Januar v. J. ordnungsgemäß gekündigt und klagt nun auf anteilige JahrcSgratifikation für 7 Monate in Höhe von 70 M. Sic habe mit dieser Summe als einer festen Einnahme rechnen müssen und versteuere sie auch mit. Der Betriebsleiter sagte ihr. als sie Gehaltserhöhung haben wollte:„Sie müssen doch auch die laufende Gratifikation in Betracht ziehen." Der Revers, in dem sie bestätigen mußte, daß sie einen Rechtsanspruch auf die Grati- fikation nicht habe, wurde ihr erst nach cinmoiintiger Tätigkeit zur Unterschrift vorgelegt. Trotzdem bekomme der wegen Heirat-?- absicht abgehende Gehilfe die Gratifikation, dem Angestellten aber, der seine Stellung wechseln wolle, werde sie entzogen. Er werde somit, wenn er auch kündige, immer mit dem Entzüge einer Grati- fikation für mindestens 9 Monate bestraft. Gegenüber diesen Ausführungen stützte sich der Vertreter den Gesellschaft auf den Wortlaut des geschlossenen Vertrages. Das KaufmannSgrricht kam auch nach langer Beratung zur Abweisung der Klage. Diese Att Klagen gegen die Gesellschaft, erklärte der Vorsitzende, seien ihm schrecklich. Die Entscheidung falle je nach der Besetzung der Kammer mal so und mal so aus, mit dem Herzen fei man aber fast immer gegen die A. E. G.„Zahlen Sie statt der Gratifikationen lieber höhere Gehälter," schloß der Vor, sitzende,„bann werden Sie diese unerträgliche Nnzufricdenheit der Beamtenschaft in der Gratifikationsfrage beseitigen!" Sehr rich- tig! Wäre die A. E. G. trotz des Wortlauts verurteilt, so wäre recht geschehen. Denn derartige Reverse verstoßen gegen die guten Titten und sind deshalb nichtig.- SewerklckaftUckes. Zu einer regelreckten Aussperrung tvegen äer Rdcbstagswahl ist es in Heegermühle bei Ebersivalde bei der Firma Franz S e i f f e r t u. Co. gekonimcn. Die Arbeiter hatten vor der Wahl mit der Betriebsleitung verhandelt, um genügend freie Zeit zur Ausübung ihres Wahlrechtes zu bekommen. Sie haben in der Mehrzahl sehr weite Wege und fürchteten, ihr Wahlrecht zu vertieren, wenn sie erst in letzter Stunde im Wahllokal er- scheinen können. Tiefe Furcht war gewist nicht unbeglündet, da der Wahlakt ja um 7 Uhr geschlossen wird. Da die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führten, beschlossen die Arbeiter, am Nachniittag des Wahltages die Arbeit ruhen zu lassen. Diese Freveltat hat den Zorn des Unternehmers so sehr erregt, daß er einfach Sonnabend früh nienrand mehr in den Betrieb hineinließ! Er will die Arbeiterschaft niederzwingen, die aber nicht daran denkt, sich in jeder Beziehung zu Heloten Herabwürdigen zu lassen. Herr S e i f f e r t behauptet nntürlich, daß die Ar- beiter eine Machtprobe machen wollten. Er läßt nur außer acht, daß sein eigenes Vorgehen einer recht brutalen Macht Probe außerordentlich ähnlich sieht. schutzverband eine zweite Lesung über die Tarifborlage vorzuschlagen. in der entsprechende Vorschläge von den Gehilfen gemacht werden sollen. An den Unternehmern wird es nun liegen ob sie den Frieden wollen. Auf den weiteren Verlauf des Kampfes kommen wir alsdann zurück. Huslanck. L erlin und Qmgegcnd. Zur Zigarrenarbeiterbewegung in Groß-Bcrlin. Die mehrfach im„Vorwärts" veröffentlichte Firma Wigand Lhchener Str. 13, hat sich im Einversländnis mir der Organisation nni ihren Arbeilern geeinigt und ist bereits unter den Veröffenl- lichnngcn im hculige»„Vorwärts" mit belannt gegeben. Arbeiter, Parleigenoste»! Fragt bei Eure» Zigarreneinkäufen nach den grünen Plälalen, uittedchrieben Atwm Schulze.— Beachtet die Veröffentlichungen im„Vorwärts". Ter Vertrauensmann der Tabakarbeiter. veutkcbes Reich. Der Kampf im deutschen Steindruckgewerbe. Am 10. und 11. Januar fanden im Berliner Papierhaus Ver- Handlungen statt zwischen Vertretern des Verbandes der Litho- graphen, Steindrucker und verwandten Berufe und dem Unter- nehmerschutzverband deutscher Sleindruckereibesitzcr.— Diese zwei- tägigcn Verhandlungen brachten jedoch noch keine Einigung, da die Unternehmer zu wenig Entgegenlommcn zeigten. Die Gehilfen fordern eine Arbeitszeit von 51 Stunden pro Woche, die Unternehmer wollen eine effektive 53stündige festgelegt wissen, die dielfach schon besteht. Im Durchschnitt beträgt sie jetzt b3'A Stunden, so daß eine Verkürzung von einer halben Stunde in Frage käme. Ter bei den Verliandlungen gemachte Geyilfenvorschtag, zum mindesten dann vom 1. Januar 1913 ab eine weitere halbe Stunde wöchentlich zu bewilligen und von da ab die 52/�stündige Arbeits- zeit festzusetzen, wurde unter Hinweis auf den Buchdruckertarif glatt abgelehnt.— Tie Gehilfenforderungen bezüglich des Mindestlohnes gehen dahin, eine» solchen für das erste Gl- bilfenjahr von nicht unter 21 M. und im zweiten Gehilfenjahr von nicht unter 27 M. festzusetzen. Die Unternehmer wollen jedoch nur einen Mindestlohn für das erste Gehilfcnjahr festgesetzt wissen, der nach den örtlichen Verhältnissen steigen und nicht unter 29,59 M. betragen soll. Von 53 in Betracht kommenden Städten würden hierbei 49 in Frage kommen, in denen dieser Mindestlohn von 29,59 M. gezahlt werden soll, in 4 Städten sollen 21 M. ge- zahlt werden, in 2 Städten 21,59 M.. in 5 Städten 22 M. und nur in 2 Städten(Berlin und Hamburg) soll der Mindestlohn 24 M. betragen.— Der Punkt 3 der Gehilfenforderungen verlangt eine Regelung des Lehrlingswesens, und zwar dahin, um gesundere Verhältnisse im Gewerbe herbeizuführen und der furckt- baren Arbeitslosigkeit etwas zu steuern, daß aus 1 bis 5 Gehilsen 1 Lehrling kommen soll. Diese Forderung wurde von den Gehilsen schon im Jahre 1993 gestellt, aber damals nur bewilligt, daß auf 1 bis 3 Steindruckergehilfen und 1 bis 4 Lithographen 1 Lehrling ausgebildet werden darf. Auch bei den jetzigen Verhandlungen wurden die Gehilfensorderungen von den Unternehmern glatt ab- gelehnt, so daß es beim alten Zustand bleiben soll.— Das vielfach eingerissene Ueberstundenunwesen soll nach den Forde- rungcn der Gehilfen dahin geregelt werden, daß von einem Ge- Hilfen wöchentlich nicht mehr als 5 und jährlich nicht mehr als 39 Ueberstunden gemacht werden dürfen, um den vielen fortwährend vorhandenen Arbeitslosen Arbeitsgelegenheit zu geben. Die Ver- trcter des Unternehmerschutzverbandes hatten jedoch für dieses menschliche und gewiß humane Bestreben der Gehilfen kein Aer- ständnis, sie lehnten jede Beschränkung der Ueberstundenzahl ab und verlangten sogar von der Leitung des Gehilfenverbandes, daß sie die Verpflichtung zur Leistung aller von den Unternehmern ver- langten Ueberstunden übernehmen soll, was diese selbstverständlich ablehnte.— Weil schon in vielen Gewerben den Arbeitern ein Sommerurlaub gewährt wird und diese Frage auch im schweizerischen Steindruckgewerbe tariflich festgelegt ist, wo die Gehilfen bis zu 6 Tagen Ferien jährlich erhalten, so hatten auch die deutschen Gehilfen die Forderung auf Ferienurlanb gestellt von mindestens 3 Tagen. Was aber im gleichen Gewerbe in der Schweiz möglich ist, soll nach Ansicht der Unternehmer in Deutsch- land nicht gehen; diese Frage ließe sich nicht zentral regeln. Weiter hatten die Gehilfen— ebenfalls wegen der Gesundung des Gewerbes— die Forderung gestellt, die A k k o r d-, Heim- und Prämien arbeit zu beseitigen. Auch diese Forderung wurde von den Unternehmern glatt abgelehnt; sie verlangten im Gegenteil, daß die Gehilfenleitung die Zustimmung zur weiteren Ausbreitung der Akkordarbeit geben soll, lvaS natürlich von den Gchilscnvertretern abgelehnt wurde.— Auch bei den weiteren Ge- Hilfenforderungen— mehr fachlicher Natur— wurde sehr wenig Entgegenkommen von den Unternehmern gezeigt. Bei allen ihren Erklärungen wiesen sie aus den abgeswlossenen neuen Buchdrucker- taris hin und da viele Steindruckbetriebe gemischte Betriebe seien, das heißt Auch- und Steindruckereien zusammen, so müßten auch die Lohn- und Arbeitsbedingungen für das vcrlvandtc Stein- druckgewerbe denen im Buchdruck angepaßt sein.— Bekanntlich wurde bei Inkrafttreten des neuen Buchdruckertarifes am 1. Januar d. I. den Gehilfen eine allgemeine zchnprozcntige Lobn- zutage gewährt und man durfte daher gespannt sein, welche Er- klärung die Steindruckunternehmer aus die Gehilsenforderung be- züglich einer Lohnerhöhung geben würden. Die Gehilfenforderung lautet:„Jeder Gehilfe erhält eine den Teuerungsverbältnisien entsprechende Lohnzulage."— Und was sagten dazu die Vertreter des Unternehmerschutzverbandes? Direkt nach Vorlesung obiger schriftlich fixierten Gehilfensorderung, bevor diese von den Ge- Hilfen mündlich begründet werden konnte, gab der Vorsitzende deS Unternehmerschutzverbandes folgende Erklärung ab: „Die Mitglieder des Schutzvcrbandes und die mit ihnen solidarischen Leipziger Firmen sind nicht in der Lage, Lohn- zulagen irgendwelcher Art und in irgendeiner Form zu geben." Die Gehilsenvertreter waren nach dem bisherigen Verhalten ber Unternehmer auf alles gefaßt, so daß sie diese kaltblütige Erklärung ruhig zur Kenntnis nahmen. Sie erachteten es unter ihrer Würde, nur ein Wort darauf zu antworten, was auch eine allgemeine Verblüffung unter den Untcrnebmervertretern hervor- ricü— Damit waren die Vcrhandtiingen beendet»nd gaben die Gebilkenvertreter die Erktärnng ab, daß sie dem Taris in der jetzigen Formulierung ihre Zustimmung nicht geben können, sondern einer gemeinschaftlichen Konferenz des Gesaniibauptvorslandes und der Gauleiter des Verbandes nnterbre'ten wollen. Diese Konferenz hat bereits stattgesunden und wie nicht anders zu erwarten war, wurde die Tariworlage c i n st i m m i g ab gelehnt. Ter Kampf soll mit allem Nachdruck weiter g....... werden.— Die KonscrenA beschloß jedoch zugleich, dem Unternehmer Ter Klassenkampf in Grotzbritanuicn. London, 19. Januar 1912.(Eig. Ber.) Seit dem Sommer des letzten Jahres ist die Gärung unter der Arbeiterschaft Großbritanniens nicht so groß gewesen wie augenblicklich. Ja, Man kann mit Bestimmtheit voraussagen, daß die sich vorbereitenden Ereignisse eine noch viel gewaltigere Auf- wühlung bringen werden als die letzten Transportarbeiterstreiks. An allen Ecken und Enden des Landes rührt sich das Proletariat. Aber eine eingehende Schilderung aller der stattfindenden und be- vorstehenden Kämpfe zwischen Arbeitgebern und Arbeitern könnte nicht dazu beitragen, die Lage in einem klaren Lichte erscheinen zu lassen. Es möge hier nur angeführt werden, daß die Kämpfe in der Schissbauindustrie auf kurze Zeit hinausgeschoben worden sind, daß der Kampf in der Textilindustrie in Leiccster immer weiter um sich greift und daß die Wollkämmer in Bradsord be- schlössen haben, ihre 12 999 Arbeiter heute auszusperren, wenn die Arbeiter einer Firma, die die Arbeit niedergelegt haben, weil sie mit Unorganisierten nicht arbeiten wollen, die Arbeit nicht sofort wieder aufnehmen. Aber alle Kämpfe überschattet die Aussperrung der 169 999 Weber in Lancashire und der unvermeidlich scheinende Generalstreik der Bergarbeiter. Man kann nicht umhin, zu be- merken, daß die heutigen Kämpfe mit zunehmender Erbitterung geführt werden. Ein Kampsruf erwidert dem anderen; denn keine der streitenden Parteien ist in der Laune, den Anschein zu er- wecken, als lasse sie sich einschüchtern. Tagtäglich liest man von den Reden kampflustiger Unternehmer, die gleich darauf von den minder kräftigen Worten leitender Arbeiterführer beantwortet werden. Es bereitet sich ein Konflikt vor, dessen Ausdehnung und Folgen noch unübersehbar sind. Nach fünftägigen Verhandlungen steht es mit dem Konflikt in Lancashire noch genau so wie zu Anfang der Aussperrung, nur daß die Arbeiter heute mehr denn je entschlossen sind, unter keinen Umständen nachzugeben. In einigen Weberstädten ist das Miß- lingen der Verhandlungen von der Arbeiterschaft mit Jubel begrüßt worden. Die Freude erklärt sich daraus, daß sich die bürgerlichen Prophezeiungen, die Gewerkschaftsbeamten würden ihren Stand- pnnkt in bezug aus die Frage der Nichtorganisierten aufgeben, als falsch erwiesen haben. Die Weber nehmen in Masscnversammlu»- gen Resolutionen an, in denen sie erklären, daß sie um keinen Preis zugeben werden, daß ihre Führer in der Konferenz mit den Arbeit- gebern gedemütigt werden. Nächsten Montag sollen die VerHand- lungen wieder aufgenommen werden; es besteht jedoch wenig Aus- ficht, daß dann eine Verständigung erzielt wird. Ueber den Gang der bisher gepflogenen Verhandlungen ist fast nichts in die Oeffent- lichkeit gedrungen. Glaubhast erscheint jedoch folgende Schilderung. Tie Arbeitgeber verlangten, daß sich die Arbeiter vertraglich ver- pflichteten, nie wieder wegen der Frage der Nichtorganisierten in den Streik zu treten. In bezug auf die geforderte Lohnerhöhung stellten sie sich auf den Standpunkt, daß die Industrie erst wieder im Gange sein müsse, ehe man die Lohnsrage behandeln könne; denn zuerst müsse man sehen, ob die Geschäftslage die Gewährung der Lohnerhöhung rechtfertige. Beide Parteien bereiten sich auf einen langen Kampf vor, der nach der Ansicht eines der beteiligten Unternehmer mindestens 7 Wochen dauern wird. Die Spinnerei- besitzer baben beschlossen, die beim Ausbruch des Kampfes verfügte Produktionseinschränkung aufrecht zu erhalten. Voraussichtlich wird nächste Woche die Produktion der Spinnereien noch weirer einge- schränkt werden. Auch die merkwürdige Tatsache, daß die Einsuhr von Rohbaumwolle letzten Dezember außerordentlich gering war, deutet darauf hm, daß die Fabritanten mit einem langen Kampfe rechnen.— Heute, morgen und übermorgen findet die Urabstimmung der Bergarbeiter über den Generalstreik statt. Aus jedem Revier kommt die Meldung, daß die Bergarbeiter mit überwältigender Mehrheit für den Streik stimmen werden. Das Gesamtresultat wird am 18. Januar bekannt gemacht werden. Vor einigen Tagen hielt der Oberscharfmacher der südwalisischen Kohlenindustrie, Herr Thomas, eine aufreizende Kampsrede, in der er davon sprach, daß er den Rock ausziehen und den Kampf mit den Bergarbeitern ausnehmen werde. Der Kampf werde lang und bitter sein; die Unternehmer würden jede Intervention der Regierung abschlagen. Gestern warf der Vizepräsident der Bergarbeiterföderation, Ge- nosse Smillie, den Unternebmcrn den Fehdebandichub ins Gesicht. In einer Bergarbeiterversammlung in Larkhall(Schottland) führte er aus. daß die Zeit der lokalen Kämpfe mit dem Unter- nehmertum vorüber sei. Er zögere nicht, den schottischen Berg- arbeitern zu raten, einstimmig für den Generalstreik einzutreten. Die Bergwcrksiiidustrie könne sich den Minimallohn wohl leisten. In Schottland allein habe das Grubenkapital, das TA Millionen Pfund Sterling betrage, in den letzten 19 Jabren nicht weniger als 7% Millionen Pfund Sterling in Dividenden bezogen. In vielen Gruben erhielten die Aktionäre an Dividenden mehr als die Arbeiter an Lohn. Er glaube nicht, daß der Streik lange dauern werde. Vor kurzem habe ihn Herr Churchill auf einer Kon ferenz gefragt, was geschehen werde, wenn die Kohlenbcsitzer die Forderungen der Arbeiter nicht bewilligen würden. Er habe ge antwortet, daß dann wahrscheinlich alle Zechen in Großbritannien stillgelegt würden. In 14 Tagen würden aller Wabrscheinlickkeit nach die Eisenbahnen aus Mangel an Kohle den Betrieb einstellen; in drei Wochen müßten die Gasanstalten geschlossen werden; es würden kein Gas und keine Elektrizität vorhanden sein; innerhalb eines Monats würden die Fabriken schließen und in sechs Wochen würden die Kriegsschiffe altes Eisen sein. Herr Churchill habe ihm dann erwidert, daß die Regierung ein Gesetz erlassen werde, das dies verhindern werde. Er habe ihm entgegnet, daß alle Ge- setze die Bergarbeiter nicht zwingen könnten, zu arbeiten, wenn diese fest entschlossen seien, nicht zu arbeiten. Er wünsche ehrlich und ausrichtig, daß ijf•liche Zustände nicht herbeigeführt werden würden. Sollten aber die Bergarbeiter gezwungen werden, in den Kampf zu treten, dann werde das Volk vielleicht zur Ucberzeugnng ge- langen, daß die Bcrgwerksindustrie zu wichtig sei. um noch länger dem Privatbesitz überlassen zu werden. Es könne dann die For- derung auftauchen, die Regierung solle die Frage der Verstaatli- chung der Berawerke ernsthaft in Erii'äanna hieben. Manche glaub- ten noch, daß die Streitfrage aus friedlichem Wege gelöst würde; das sei nicht seine Ansicht. Er warne die Arbeiter, sich auf das Schlimmste gefaßt zu machen. Der Eisrnbahiicrstrcik in Buenos AireS ist mir die Lotoniorio- ffchm und Heizer, vo» denen bis setz, 8999 an der Nibeiisineder- legniig betriiigi sind, beschränkl. ES verkebren nur wenige Züge Einige Züge werden von neueingest' lltem Personal bedient. Die Bahiiböse, We� knüllen und Linie» sind von Truppen besetzt. Da die Eime durch Regenweiter verzöaert wird, vermsachte der Sireik bisher nur geringen Schaden. Die Zeitungen fordern ein Schi-dS- gericht. Sencbts- Zötung. Im Dienst der Polizei. Der eigenartige Fall, daß bei der Verhandlung einer gewöhnlichen Tiebstahlssache die Oesfentlichkeit wegen Gcsälirdung der Staatsiiitcressen ausgeschlossen wird, ereignete sich gestern bei einer Sitzung der 3. Straskainmer des Landgerichts II. Ans der llntersuchungshast wurde der angebliche Kaufmann Fritz TocninS vorgeführt, um sich wegen Diebstahls im straf- _____________.... P.......„___ j verschärfenden Rückfalle zu verantworten.— Ter Angeklagte, Ter Kampf soll' mit" allem Äachdiuck weiter geführt welcher schon mit einem Jahre und bald darauf mit neun Monaten -»— x---- �"«■■■■■"■' Gefängnis wegen Diebstahls vorbestraft ist, wurde am S. Oktober vorigen JahreS auS der Strafanstalt entlassen. Am 17. November wurde er in Schöneberg von einem Schutzmann verhaftet, nachdem er mit einem anderen, unerkannt gebliebenen Mann den Schau- kästen eines Eiscngeschäfts ausgeräumt hatte. Vor Gericht be- hauptete der Angeklagte, daß er keineswegs in diebischer Absicht ge- handelt habe. Er sei als Polizeivigilant tätig gewesen und habe von dem Kriminalschutzmann U. den Auftrag erhalten, die Wohnung eines in Verdacht des Diebstahls stehenden Mannes aus- zukundschaften, der den Namen„der schwarze Paul" trage. Dieser und mehrere andere Diebe, deren Namen er aber mit Rücksicht auf die im Zuhörerraum befindlichen Personen nicht öffentlich nennen wolle, hätten dann den Diebstahl verübt.— Auf Antrag des Rechts- anwalts Dr. Karl Loewenthal war zum Beweise der Richtigkeit der Behauptungen des Angeklagten der Kriminalschutzmann U. ge- laden worden. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde während der weiteren Verhandlung die Oesfentlichkeit wegen Gefährdung der Staatsinterellcn ausgeschlossen. Hierdurch sollte verhindert werden, daß verschiedene im Zuhörerraum befindliche zweifelhafte Gestalten, die offenbar zu derselben Diebesbande gehörten, nicht über diejenigen Mittel informiert würden, deren sich die Kriminal- Polizei bei der Ermittelung von Einbrechern und anderen Ver- brechern bedient. Die weiter unter Ausschluß der Oesfentlichkeit geführte Beweisaufnahme mußte wohl ergeben haben, daß der Angeklagte im Auftroge der Kriminalpolizei mitgegangen war. so daß bei ibin selbst von einer diebischen Absicht keine Rede sein konnte, denn der Angeklagte wurde freigesprochen. Graf Metternich aus der Strafhaft entlassen. Graf Gisbert Wolsf-Metternich, der am 12. Oktober v. I. wegen Betruges in drei Fällen zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten unter Anrechnung von 6 Monaten auf die Unter- suchungshaft verurteilt worden ist, hat seine Strafe gestern im Strafgefängnis Plötzensee abgebüßt und ist nunmehr wieder in. das llntersuchungsgesängnis übergeführt worden. Zu erledigen ist noch die Strafsache gegen Stallmann und Genossen, in welche Graf Metternich verwickelt worden ist. Diese Affäre ist, wie erinnerlich sein dürfte, auch in dem Metternich-Prozcß schon mehrfach angc- schnitten worden. Es handelt sich bekanntlich um die Behauptung eines Offiziers, daß er durch den Falschspieler Stallmann alias Baron Korsf-König und einige andere Personen um eine beträcht- liche Summe geschädigt sein soll. In der Gesellschaft des„Barons" soll sich auch Graf tvdetternich befunden baben, der die Bschuldi- gungen der Anklage entschieden zurückweist. Tie Anklage ist jetzt erhoben und dem Grafen Metternich als auch dem in dieser Affäre gleichfalls verhafteten Rumänen Bujos zugestellt worden, so daß die Ansetznng eines Termins zur Haupwerhandlung nahe bevor- steht. Auf die weitere Verfolgung des Stallmann, der bekanntlich ins Ausland geflohen ist und des ebenfalls ins Ausland gegangenen Leutnants a. D. Niemclo ist verzichtet worden. Wieder einer! Eine Betrngsaffäre a la Metternich beschäftigt zurzeit den Ermittelungsrichter. Vor einigen Tagen wurde der Oberleutnant a. T. v. Salisch in einem Weinlokal in der Friedrichstraße von Kriminalbeamten unter dem Verdacht des fortgesetzten Betruges und der Unterschlagung verhaftet. Der Festgenommene, der Sohn eines früheren hohen Militärs, soll sich an vielen Stellen in be- triigeristher Weise Kredit verschafft haben, indem er die betrogenen Personen in den Glauben versetzt haben soll, daß er ein noch im aktiven Dienst stehender Offizier sei. Eine andere Gruppe der ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen soll auf dem Gebiete der Titel- und Ordensvermittelungen liegen, mit denen sich v. S. beschäs- ligte. Dieser behauptete bei seiner Verhaftung, daß er auf die schief: Ebene dadurch gekommen sei, daß er außer seiner Offtzierspension von 63 M. keinerlei Einkünfte und auch keinerlei Unterstützung von seinen Verioandten erhalten babe. Ein Antrag, den Beschuldigten aus der Haft zu entlassen, ist abgelehnt worden. Ter Posträubcr„wilder Mann"? Die Hauptverhandlung gegen den Postillion Max Wendt n»d den Reisenden Eduard Eavello wegen des am 24. November v. I. begangenen frechen Postraubes war ursprünglich für Anfang Februar in Aussicht genommen worden, sie wird aber noch eine Ver. zögerung erfahren. Wir haben schon gemeldet, daß Cavcllo jetzt im Untersuchungsgefängnis, wie man zu sagen pflegt, den„wilden Mann" spielt. Sein Zustand ist gegenwärtig so, daß er nach dem Gutachten des Mcdizinalrats Dr. Hoffmann zurzeit nicht verband- lungSfähig ist. Er ist deshalb zur Beobachtung feines Geistes- zustandes der Kgl. Charite überwiesen. Hetzte Naebrfebten. Die 123. Stichwahl. Im 1. Mecflenburg-Schwerinsck'en Wahskreise Haacnow- Grevesmuhlen kommt nicht der Fortschrittler mit dem-Konscr- vativen in Stichwahl, sondern unser Parteigenosse Kober Das nunmehr vorliegende vollständige Ergebnis ans allen ie Wahlbezirken ergibt für Kober 5157, Sivkovich ssortschr Bv) 5142, Pauli(kons.) 7317 Stimmen. Bisher war der Kreis fortschrittlich vertreten._ Die Schlacht bei Homs in italienischer Beleuchtung. Rom, 13. Januar. Zu den namentlich von Wiener Blättern verbreiteten Nachrichten über eine Niederlage der Italiener bei H-ms schreibt die„Tribuna": Es handelt sich nicht um einen Aus- fall, ein kleiner Teil unserer Truppen, der am 5. Januar die Be- festigungSarbciten deckte, wurde heftig von zahlreichen Arabern und Türken angegriffen. Nach einem mehrstündigen Kampfe mußte sich der Feind mit schweren Verlusten zurückziehen. Unsere Truppen die nach der Vollendung der Arbeiten inS Lager zurückkehrten batten in dem Kampfe bloß 7 Tote und 21 Verwundete. Ein deutsches Hospital in Brüssel. Brüssel, 13. Januar.(W. T. B.) Die hiesige deutsche Kolonie hat heute mit deutschen Aerzten eine deutsche Voliklini* eröffnet, die sich spater zu einem deutschen Hospital auSwachscn soll. Abdankung der Mandschns. Pchng, 13. Januar.(Meldung des Rcntcrschen Bureau».)-�er Thron ist so put wie entschlossen abzudanken und sick we7en der zunehmenden Unruhen in den Provinzen so schnell wie möglich nach Jehol zurückzuziehen. Die Mandschuprinzen. daS Volk und dae Militar sind mit der Abdankung einverstanden, da nichts anderes übrig bleibt, einer Zusammenkunft der Leiter der Regierung wurden die Einzelheiten teilweise festgestellt. TBeraittw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Inseratenteil verantw.:»h. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag-VorwärlsBuchdr.it Lerlagsanstalt Paul Singer& Eo., Berlin SW. Sudamerikanisches. New D-rk. 13. Januar.„New Dort Herald" hat eine Depesche aus Rio de Janeiro erhalten, nach der Bahia durch die Bunde?» strcilkräste bombardiert worden sein soll. Bei dem Bombardement seien das Gouvernenients- und mehrere andere Gebäude zerstört sowie 22 Personen getötet und gegen 199 verwundet worden. . Dir Kälte in Amerika. New Dorf, 13. Januar.(W. T. B.) Tic strenge Kälte dauert an und wirkt in verschiedenen Landestcilen sehr nachteilig auf den Geschäftsverkehr ein. Heute verzeichnet New Dork den kältesten Tag der letzten acht Jahre. ES herrscht großes Elend. Tie Obdachlosen werden in Kirchen untergebracht. Hierzu 5 Beilagen Ar. 11 29. Zllhrgng. 1. KcilM des.AsmSrls" Kcrlimr NolksdlM Sonntag, 14. Jana« 1912. ver Äst dtr Cande$ver[)(i)crungsan(talt Berlin für das Zahr 1912. Der Etat der Landesversicherungsanstalt Berlin für daS Jahr 1912 ist vor kurzem von dem Ausschutz der Landesversicherungs- anstalt verabschiedet worden. Er stand bereits unter dem Zeichen der neuen Reichsversicherungsordnung. Bekanntlich sind die Bestimmungen der Invaliden- und Hinter- bliebenenversicherung bereits am 1. Januar d. I. in Kraft getreten. Bei den Etatsdebatten wurde seitens des Redners aus dem Kreise der Versicherten darauf hingewiesen, datz die Beträge für Witwen- und Waisenrenten völlig ungenügend sind. Der Etat sieht auf Grund des erhöhten Wertes der Versiche- rungsmarken und der Erweiterung der Versicherungspflicht für das Jahr 1912 gegen 1911 eine Mehreinnahme von 4 200 090 M. vor. Der Voranschlag für 1911 betrug 10 800 000 M., er beträgt für 1912 IS Millionen Mark. Die Ausgaben für Renten für 1912 sind im Voranschlag von S 700 000 in 1911 auf 6 500 000 Mark, also mit 800 000 M. erhöht, die zu einem Teil kür die neuen Witwen-, Witwer-, Waisen- und Äinderrenten Verwendung finden sollen. Der Titel„Beitragserstattungen", Witwengelder und Waisenausfteuern(letztere beide Positionen sind neu) ist von 700 000 auf 100 000 M. gesunken, weil ja das Recht auf Beitrags- erstattung durch die Reichsversicherungsordnung aufgehoben ist. Es bleiben unter Berücksichtigung der erhöhten Einahmen für die Vcr- sicherten nur 200 000 M. übrig! In der Ausgab« sind 200 000 M. als E r st a t t u n g s s u m m e für vernichtete Beitragsmarken angesetzt; gegen das Vorjahr ein mehr von 100 000 M. Die Mehrausgabe ist bedingt durch das Inkrafttreten der Reichsversicherungsordnung. Bei dieser Gelegenheit mag im Interesse der Versicherten und Arbeitgeber darauf hingewiesen werden, datz die Verwendung alter, bis zum 21. Dezember 1911 gültig gewesener Beitragsmarken nur noch bis zum 3 0. Juni 1912 zulässig ist! Bei dem Kapitel„Renten" kam es wieder zu lebhaften Er- örtrrungen über die Rentenbewilligung zwischen Vertretern der Versicherten und dem Vorstand. Für Ausgaben an Vertrauens- cirzte der Anstalt für ärztliche und Sachverständigengutachten, ferner für die Kosten für das dem Antrage auf Invalidenrente seitens des Antragstellers beizufügende Attest mit je S M., die zurückerstattet werden, fordert der Etat 88 000 Dt., die in der Hauptsache für Nachuntersuchungen ausgegeben werden. Von den Vertretern der Versicherten wurde unter Hinweis auf Beispiele aus der Praxis die Erschwerung der Rentenbewilligung durch die vielen ärztlichen Untersuchungen gemitzbilligt. Von Vor- standsseite wurde das Verfahren unter Verweisung darauf ver- teidigt, datz die Nachuntersuchungen im Interesse der Antragsteller selbst lägen. Tatsächlich ist indes, wie von uns und im Reichstage wiederholt dargelegt ist, infolge der Schnüffelkommissionen die Zahl der Rentenbewilligungen absolut wie relativ gesunken. Die berüchtigte Verfügung des Reichsversicherungsamts zielt auch auf dies Resultat ab. In einem Fall« war von der Armendirektion Berlin die Rente eines Invaliden für Krankenhausschulden für Behand- lung seiner Ehefrau in voller Höhe mit Beschlag belegt worden. Die deshalb von dem Versicherten erhobene Interpellation beant- iuortete der Vorstand mit dem Hinweis, datz dies zwar eine harte Matzregel, nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts vom 17. Dezember 1903(abgedruckt in den Amtlichen Nachrichten des Rcichsversicherungsamts 1904) aber zulässig sei. Den Jnva- lidcn, die von einer solchen Matzregel betroffen werden, ist an- zuraten, trotz dieser Entscheidung damit nicht zufrieden zu sein, fondern aufs neue die Entscheidung der Behörde anzurufen und sich an einen sozialdemokratischen Vertreter in der Armendircktion zu wenden. Der Abzug in voller Höhe widerspricht dem Regu- lativ der Armendirektion. Für die Durchführung des Heilverfahrens 7§18 des alten Jnvalidenvcrsicherungsgesetzes und§ 1274 der Reichsversicherungsordnung) werden 3 236 059 M. angefordert. Bei der Beratung des vorjährigen Etats beauftragte der Ausschutz eine Kommission, die lvegen der beabsichtigten Schmälerung des Heil- Verfahrens bei der Reichsversicherungsordnungskommission vor- stellig werden sollte. Es handelte sich um den damaligen§ 1341 des Entwurfs, der den Versicherungsanstalten für die Zwecke des Liemes feuUkrou. Tigurd Ibsen über literarische Erotik. In dem norwegischen Blatte„Aftenposten" hat Sigurd Ibsen, Henrik Ibsens Sohn, unter dem Titel„Literarische Erotik" interessante Ansichten vom Wesen der Literatur zum Ausdruck gebracht. Der scharfsinnig« Gesell- schaftskritiker beschäftigt sich darin vor allem mit dem lieber- wuchern des erotischen Moments in der modernen Dichtung, von dem er sagt:„Hätten die Kulturhistoriker der Zukunft keine an- deren Quellen für unsere Epoche als unsere Romane, unsere Dramen und Lhrikbücher, sie mühten unbedingt zu dem Schlüsse komme», datz die europäische Menschheit des 20. Jahrhunderts von einer fixen Idee beherrscht gewesen sei, die alle anderen Gedanken verschlungen hat, nämlich von einem unermetzlichen Hang zum Ge- schlechtslebcn. Denn in der Tat drehen sich neun Zehntel der ganzen schöngeistigen Produktion unserer Tage um nichts anderes als um sexuelle Verhältnisse und alles das. was damit im Zu- sammenhang steht. Dieses Hervorheben des Sexuallebens in der Literatur gibt insofern ein falsches Bild, als dos Verhältnis zum anderen Geschlecht, wenigstens für den normalen Mann, keineswegs die grosse und schicksalsschwere Bedeutung hat, wie man aus den Büchern schöngeistiger Art zu schlichen geneigt tvärc. Ter blernpunkt seines Daseins liegt bei ihm auf ganz anderen Gebieten. Nahm doch auch in der klassischen Periode der Literatur die Erotik lange nicht so wie gegenwärtig die allein ausschlaggebende Stelle in den Dichtwerken ein. Damit ist allerdings nicht gesagt, datz die erotische Literatur einen Auswuchs des modernen Gefühls- lebenS darstellt. Ihr Ursprung ist im Gegenteil von ehrwürdigem Alter, und� niemals hat man wohl so viel über das Wesen der Liebe gegrübelt, als zur Zeit der Minnesänger. In jener Epoche ist der Ursprung dessen zu suchen, was die Zukunft Ritterlichkeit nennen sollte, ein Begriff, der sowohl dem griechischen wie dem römischen Altertum unbekannt war, und der allen Völkern»och heute völlig fremd ist, die autzerhalb der abendländischen Kultur und Tradition stehen. Unsere Auffassung von der Liebe entspricht noch heute den Anschauungen der Romantik, und die Literatur hat nach Kräften dafür gesorgt, datz diese Auffassung erhalten ge- blieb«» ist. Man sollte meinen, die Dichter hätten sich verschworen, niemals daS Geschlechtsleben ruhen zu lassen, ewig die sexuelle Phantasie anzustacheln und die Gefühle zu komplizieren. In dieser Hinficht haben die Autoren unbedingt etwas geleistet- Denn wenn auch die Dichtung ihre Modelle aus dem Leben greift, so modelliert dafür das Leben wiederum in vielen Fällen nach dichterischen Vor- bildern. Das Denken und Fühlen des Kulturmenschen beruht in vielerlei Tingen, mehr als er denkt, auf Einflüssen, die von Büchern ausgegangen sind. Und so lieben auch moderne Menschen mehr mit der phantasicdurchtränkten Erinnerung als mit dem eigenen erotischen Gefühl, d. h- sie wiederholen mehr oder weniger bewutzt in ihrem eigenen Tun und Lassen Dinge, die sich ihnen aus der Lektüre eingeprägt haben und die ihnen in Fleisch und Blut übergegangen sind. Von besonderem Einflutz ist dabei natür- lich die Bühne mit ihrem starken Anreiz auf die Phantasie."„ Heilverfahrens nur 7 Proz. der Einnahmen belassen wollte. Aus dem Bericht, den diese Kommission gab, ging hervor, datz die reak- tionärcn Macher des Gesetzes, namentlich die Herren Grafen v. W e st a r p und Herrn L a n d r a t Horn es ablehnten, mit sich reden zu lassen. Die Landesversicherungsanstalt Berlin, die neben den An- stalten Rheinprovinz, Sachsen und Hansastädte wegen der Fürsorge für Versicherte mit ihren Einrichtungen den Agrariern und indu- striellen Scharfmachern längst ein Dorn im Auge ist, hat im letzten Berichtsjahre 28 Proz. der Einnahmen für die Wieder- Herstellung der Gesundheit der Versicherten ausgegeben. Sie hat damit der Allgemeinheit mehr Nutzen ge- leistet, als die Invaliden- und Altersrenten mit ihren wenigen Pfennigen ausmachen. Trotzdem, vielleicht auch gerade deshalb, kann von einem schlech- ten Vermögensstande der Berliner Anstalt nicht die Rede sein. Das Vermögen der Anstalt ist vom Jahre 1891 mit 4 836 212 M. bis zum Jahre 1910 auf 87 600 000 M. angewachsen. Es würde noch mehr Vermögen vorhanden sein, wenn nicht durch Gesetz leider die Anstalt gezwungen wäre, einen erheblichen Teil zu dem söge- nannten„Gemeinvermögen" abzugeben. Diese Bestimmung ist bekanntlich den unersättlichen Agrariern zu verdanken und mit den nominellen Defizits zu rechtfertigen gesucht, die agrarische Ver- sicherungsanstalten infolge ihrer liederlichen und kostspieligen Ver- waltung aufzuweisen haben. Unter den Ausgaben obenan stehen die für die H e i l a n st a l t Beelitz. Sie sind mit 2 729 002 M.. denen 752123 M. Ein- nähme gegenüberstehen, veranschlagt. Dem Voranschlage ist eine Leistung für 1225 Kranke bei einem Personalbestande von 432 Per- sonen in der Anstalt und 40 ständigen Gartenarbeitern zugrunde gelegt. Die Anstalt Beelitz, die für andere Versicherungsanstalten und grosse Gemeinden mit ihren Einrichtungen vorbildlich geworden ist, bildet eine kleine Stadt für sich, gehört aber kommunalpolitisch zu Beelitz. Obwohl die Stadt Beelitz aus der Anstalt in steuerlicher, wirtschaftlicher und anderen Hinsichten den grötzten Nutzen zieht, ist ihr Verhältnis zu der Anstalt durchaus kein gutes. Wo immer die aus rückständigsten Elementen bestehende Stadtvertretungs- Mehrheit der Anstalt Schwierigkeiten bereiten kann, tut sie es. Das hat sie insbesondere in der Wohnungsfrage für die Angestellten der Anstalt gezeigt. Die Ironie will es, datz ein leitender Arzt der Anstalt Vorsteher der Beelitzer Stadtverordnetenversammlung ist und an diesen Zuständen nicht völlig unbeteiligt sein soll. Die Verlegung der Geschlechtskranken st ation, die im Vorjahre von Lichtenberg nach Beelitz erfolgte, hat sich bewährt. Für diese Pfleglinge ist in der Anstalt eine besondere Abteilung eingerichtet worden. Mit dem Ehrlich-Hataschen Heil- mittel„Salvarsan" sind durchaus gute Erfahrungen gemacht und Komplikationen, wie in Berliner Krankenhäusern, nicht beobachtet worden.» Nach dem Bericht soll auch das Menschen- Material, das sich nach Beelitz zur Heilung von Geschlechtskrank- heiten begibt, ein besseres sein als früher in Lichtenberg. Auf- fallend ist die Tatsache, datz von 20 zur Verfügung stehenden Betten zur Zeit der Etatsberatung nur 11 besetzt waren. Für die Besucher der Pfleglinge und die Anstaltsangestellten ist gegen früher eine Bequemlichkeit dadurch geschaffen, datz die Vereinsbrauerei Rixdorf auf einem von der Anstalt hergegebenen Gelände einen Restaurationsbetrieb mit Aufentbaltsräumen unter- hält. Für verheiratete Angestellte der Anstalt, die in der Nähe der- selben in von einer Baugenossenschast gebaute Wochnhäuser ziehen, wurde eine Beihilfe von je 100 M. bewilligt. Die erwähnten unleidlichen Zustände mit der Gemeinde Beelitz haben den Plan reifen lassen, eventuell aus der Stadtgemeinde Beelitz auszuscheiden und einen eigenen Gemeinde- bezw. Gutsbezirk zu bilden. Ter Etat für die H e i l a n st a I t L i ch t e n b e r g ist in Ein- nähme mit 21900 M., die Ausgaben mit 178 600 M. veranschlagt. Diesem Voranschlage ist eine Leistung für 85 Kranke— 65 stationär und 20 ambulatorisch— zugrunde gelegt. Beide auf dem Ge- bäude liegenden Anstalten, die eigentliche Heilanstalt und die Tuberkulinstation finden nach Ausschaltung der Geschlechtskranken- station fortan für lungenkranke Männer— teils zur Behandlung, teils zur Beobachtung— Verwendung. Stach dem Bericht des Vorstandes lagen zurzeit 5 0 0 Neu- Meldungen von weiblichen Versichertsn in die Lungenheilanstalt Beelitz vor. Um diesem kolossalen Andränge, bezw. den Folgen des zu langen Wartens bis zur Auf- »ahme, akyuhelfen, ist in Erwägung gezogen, in der Anstalt Lichtenberg, abgetrennt von den männlichen, weibliche Personen � Sigurd Ibsen deutet schlietzlich an, datz die Literatur erotische Bedürfnisse erweckt hat, die die Wirklichkeit nicht befriedigen kann. Ein Korsarenschiff. Eine abenteuerliche Geschichte, die aus einem Roman von Karl May abgeschrieben sein könnte, hat ein dieser Tage nach Antwerpen Heimgekehrter Matrose des belgischen Dampfers„Zeebrugge" berichtet. Dieses Schiff Oar unter belgischer Flagge mit einer belgischen Mannschaft nach Südamerika gegangen, nachdem es in Antwerpen mit Geschützen und Munition befrachtet war und fuhr den Rio-de°la-Plata hinauf. An Bord befanden sich der frühere Präsident von Paraguay und ein Re- volutionskomitee dieses Landes. Auf argentinischem Territorium wurde die Besatzung— bis auf den Erzähler— plötzlich ausgeschifft. Dieser wurde nun Augenzeuge folgender Begebenheiten. Vor dem ersten zu Paraguay gehörenden Dorf hielt das Schiff und zwang unter Bedrohung des Bombardements, sich für die Revo- lution zu erklären. In gleicher Weise wurde ein Uferort nach dem anderen„gewonnen". Das Ziel der Fahrt war Assumpcion, die Hauptstadt, die bombardiert werden sollte. Die Wafsenmenge, die auf das Schiff verladen worden war. ohne die belgischen Be- Hörden zu beunruhigen, war sehr beträchtlich: Eine Schnellfeuer- kanone, zwölf Mitrailleusen, zwei 87 Millimeter-Kanoncn an Bord, dazu im Schiffsraum weitere sieben Kanonen. 5000 Gewehre und 250 Tonnen Munition. Zur ersten Amvendung kamen diese Waffen vor Villeta, einer kleinen, vier Kilometer von der Haupt- stadt gelegenen Stadt, die sich nach einem halbstündigen Bombar- dement ergab. Hierauf kamen 200 Revolutionssoldaten an Bord. um an dem für den nächsten Tag angesetzten Angriff auf Assump- cion teilzunehmen. Der belgische Matrose aber wurde ausge- schifft und nach BuenoS-Ayres zurückgeschickt, so datz man bis jetzt nicht weitz, was aus dem„Zeebrugge" geworden ist. Man weiss nur aus argentinischen Berichten, datz die Revolutionäre von Para- guay mit einer Flottille auf dem Rio-d«°la«Plata kreuzen. Nach der Sitte jener Gebiete sind phantastische Schlachtschilderungen in Umlauf gebracht worden, es scheint indes festzustehen, datz die Kommandanten argentinischer und brasilianischer Schiffe den Re- volutionären das Bombardement von Assumpcion und den nicht- befestigten Plätzen untersagt haben.— Die belgischen Matrosen aber, die dieses merkwürdige Abenteuer erlebt haben, fordern vom Reeder, der die Bestimmung seines Schiffes wohl gekannt haben wird Schadloshaltung und die belgische Regierung hat von der Seebehörde von Antwerpen die Aufklärung des Falls verlangt.« Theater. Im Belle-Alliance-Theater gastspielt gegenwärtig Ferdinand Bonn. Bei der jetzigen Hundekälte kann man in dieser zugigen Kunstscheune nicht ivarm werden. Die armen Banditen in Schillers„R ä u b e r"-Drama, in dem Bonn„Franz die Äa- naille" mimte, trugen während ihrer Deklamationsübungen in Böhmens Wäldern blau gefrorene Nafen. Franz-Ferdinand selbst vermochte trotz Sammetjakett und dickwattierter falscher Waden- hosen gleichfalls nicht erwärmend zu wirken. Er bemüht- sich ja krampfhast, seine schwarzen Verbrecherinstinkte inkognito spazieren zu führen und vorerst bald tief, bald hoch, bald bauchrednerifch vex- als ambulatorische Kranke in Behandlung zu nehmen. Zur Tuber- kulinkur erscheinen jetzt 30 bis 40 Tagespatienten. Nach einem Ausspruch des verstorbenen Professor Dr. Robert Koch mutz in Zukunft die Bekämpfung der Tuberkulose mehr in der ambulawri- schen Behandlung der Versicherten liegen, die ihrer Arbeit nach- gehen können. Denn diese schädigen den Gesundheitszustand ihrer Umgebung weit mehr, als die verhältnismässig wenigen, die in den Anstalten stationär behandelt werden.., Die seit einigen Jahren von der Versicherungsanstalt errichtete Zahnklinik, die sich in den Räumen der Anstalt am Kollm- schen Park befindet, erfordert für das Jahr 1912 einen Kostenauf. wand von 116 800 M.. denen 7500 M.(Erstattungen von Kranken- lassen) gegenüberstehen. Zum Ankauf sind etatsmatzlg vorgesehen 20 000 Ash- und White-Zähne im Betrage von 11 800 M. und 18 000 Dintorix zu 2025 M. Die Gehälter und Löhne für Acrzte und Personal betragen 46 345 M., Insgesamt schliefet der Gesamtetat der Versicherungsanstalt ,n Einnahme und Ausgabe mit 20 004 842 M. ab. In dieser Summe ist einbegriffen die Anlage des etatsmätzigen Ueberschusses des Jahres 1912 mit 7 304 308 M. Das Vermögen der Anstalt durfte demnach am Ende des Jahres auf rund93 Millionen Mark angewachsen sein. Den Angestellten und Arbeitern, die länger als drei Monate bei der Anstalt tätig sind und deren Jahreseinkommen 2000 M. nicht übersteigt, wurde eine einmalige Teuerungszulage von je 4 0 Mk. bewilligt. In Betracht kamen 203 Personen. davon 170 in Beelitz: die Mehrausgabe hierfür- beträgt 7800 Mk- Eingeschlossen in diese Teuerungszulage sind auch diejenigen ver- wätweten und unverheirateten Männer,, die aus zwingenden Gründen einen eigenen Hausstand unterhalten. Für die aus dein Stande der Vi i l i t ä r a n w ä r t e r hervorgegangenen Beamten verlangte der Borstand die Anerkennung eines Dienstjahres bei neunjähriger und zweier Dienstjahre bei einer zwölfjährigen mili- tärischen Dienstzeit. Die Folge dieser Anrechnung für zirka 120 Beamte hätte eine Mehrausgabe von 14 375 Mk. verursacht. Dieser Antrag des Vorstandes wurde niit den Stimmen der Vertreter der Versicherten abgelehnt. Abgesehen von der verhältnismahig nicht hohen Summe, die gefordert wurde, kam es den Vertretern der Versicherten befonders darauf an. zu dokumentieren, datz sie zwischen Zivil- und Militäranwärtern keinen Unterschied gemacht wissen wollten. Auch konnten sie der Begründung mcht beipflichten, die der Vorstand und die Vertreter der Arbeitgeber hervorhoben, datz die Militäranwärter durch den Dienst beim Militär aufgerieben wären und deshalb ein„Ausgleich", wie sie es nannten, am Platze wäre. Bei den Zivilanwärtern müsse in Betracht gezogen werden, datz sie in jüngeren Jahren ihren Angehörigen Ausgaben verursacht hätten, während die Militäranwärter vom Staate erhalten werden. Einigen H a n d w e r k e r n in der Anstalt wurden auf Anregung der Versicherten eine geringfügige Lohnaufbesserung zuteil. Auf Grund des Artikels 4 Absatz 2 des Einführungsgesetzes zur Rcichsverficherung hat der Bundesrat bestimmt, datz die Amts- dauer der gegenwärtigen Mitglieder der Ausschüsse der Landes- Versicherungsanstalten bis zum 31. Dezember 1913 dauert. Als Vorsitzender des Ausschusses wurde gemäss einem Ab- kommen, wonach umschichtig ein Vertreter der Versicherten und ein Vertreter der Arbeitgeber den Vorsitz führen soll, der Kauf- mann Israel(Arbeitgeber), als sein Stellvertreter Schlosser Warn st(Arbeitnehmer) gewählt. Im Anschlutz an die Etatsberatungen erledigte der Ausschutz die durch Gesetz notwendige Aenderung der Satzung. Das Reichsversicherungsamt betätigte sich hieran insofern, als es die vom Ausschutz gestrichene Bestimmung, wonach die Sitzungen nicht öffentlich stattfinden sollten, wiederherstellte und somit der rückschrittlichen Tendenz der ganzen Reichsversicherungsordnung Rechnung trug. �_ Allgemein« Familien-Sterbekasse. Heute Sonntag: Zahl- und Ausnahmetag. Von 3— 6 Uhr im Restaurant Ackerstr. 123. Marktbericht von Berlin am IL. Jannar 1912, nach Ermittelung deS tönigl. Polizeipräsidiums. Marlthallen preise.(Kleinhaiidel) 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 35,00—50,00. Speisebohne» weitzc, 40.00—60,00. Linsen 40,00—80,00. Kartoffeln 8,00—12,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,00—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,30 bis 1,80 Schweinefleisch 1,30—1,80. Kalbfleisch 1,40—2,50. Hammelfleisch 1,30—2,20. Butter 2,60-3,20. 60 Stück Eier 3,80—7,20. 1 Kilogramm Karpsen 1,20—2,40. Aale 1,20—2,80. Zander 1,60-3,60. Hechle 1,20—2,60, Barsche 1,00-2,00. Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,40. 60 Stück Krebse 3,00—24,—. mummelt, bald sturzbachdonnergewaltig die Register seines Organs zu gebrauchen. Aber es schien, als sei ihm, den feine Rolle sagen lätzt: Ist Euch nicht wohl, mein Vater? selbst nicht recht behaglich war. Der Beifall erklang wie eingefroren. Schüchtern flogen aus dem Orchesterkasten zwei Sträutzchen über die Rampe empor: Liebe und Unschuld verkörpert in je drei roten und drei weissen Rosen, a Stück(in dieser blumenarmen Zeit!) 50 Pf. Bittersütz nahm der Gast die magere Ovation entgegen— es lohnt wirklich nicht, das Portemonnaie grösser anzustrengen. In jener Gegend existieren anscheinend noch zahlreiche Leute, die bis dato von Franz Bonn keine blasse Ahnung hatten; denn hinter mir hörte ich eine Dame fragen, ob der Gast aus Bonn sei oder„nur" Bonn heitze. Werden solche naiven Erdenkinder etwa für Bonn, den Dichter, dessen diverse Schriften drautzen beim Eingang in den Theaterraum auf- gestapelt lagen, Verständnis oder Kauflust verspüren? Pretzkohlen sind schlietzlich doch billiger und— ergiebiger.«. k. Humor und Satire. DieAngst vor der roten Farbe. Herr b. Bethmann Hollweg hat alle rot tapezierten Zimmer in seinem Palais in der Wilhelmstratze in blaue umändern lassen, da er die rote Farbe nicht gut vertragen kann. Tie Herren Gutsbesitzer sind von de Landräten angewiesen worden, auf keinen Fall die so beliebten oten Taschentücher bei den Gutsarbeitern zu dulden im Jnterr e der Truthähne und freien Ochsen, die beim Anblick der roten F rbe leicht wild werde». Den Lehrern der Gemeindeschulen wi, bekanntgegeben, datz fortan zum Korrigieren der Hefte nur» aue Tinte verwandt werden darf, anstatt der bisher gebräuchlichen staatswidrigen roten. Die Schüler sollen tiesschtoarze Tinte benutzen, um eine bisher gut bewährte Farbenharmonie herzustellen. In bakteriologischen Instituten und königlichen Kliniken sind Versuche angestellt worden, das Blut von wilden Kaninchen durch Einspritzungen blau zu färben. Man hat vorzügliche Resultate er- zielt. Aus den wilden Kaninchen wurden nämlich zahme. Daraus ergibt sich die Folgerung, datz man dies auch bei Staatsbürgern anwende», sie also im Handumdrehen von Sozialdemokraten in Konservative verwandeln kann. Man gebe also acht, datz man nicht hinterrücks von einem fanatischen Anhänger der neuen Methode von einer mit blauem Farbstoff versehenen Nadel ge- piekt wird. In absehbarer Zeit werden wir auch in patriotischen Schlächter- laden blaue Grützwurst zu kaufen bekommen. Und was dann noch kommen wird, kann niemand sagen. Nur die rote Laterne bleibt bestehen. Notixe«. c.■!! Vorträge: Im I n st i t u t für Meereskunde Ipricht am Dienstag Dr. Th. K r u m b a ch über Vergangenheit und Gegenwart der Küste Jstriens, Freitag Dr. P. Hamb ruck über dw�chiffahrt in den Karolinen und Marshallinseln. .~ WJ otz Martin Hartmann, der Ambist de» Orientalischen Seminars, halt an der Humboldt-Akademie einen ftlnfftundigen Vortmgskursns über den„J Slam", Todes-Anzeigen SozialdemoMscfterWalrtm| des 6. Herl. Reicftsiaos-Walilkreises. Am,!!. Jnnuar verstarb unser! Genosse, der Arbeiter psui Feiere Schwcdcnflr. 5a. Ehre seinem Zlndenken Die Beerdigung findet fi e u t e j Tomitag. den!!. Jannar, nach� mittag« S>/z Ahr. von der Leichen- balle des neuen PanlS-KirchhoieS, l Plötzensee,«MS statt. !!m rege Beteiligung ersucht 224fW Wer Vorstaml. j Deuisclier Bauarbeiter- Verband Zwsigvercin Berlin. Sektion d. Gips- u. Zementbranche. Den Mitglieder» zur Nachricht, das! unser Kollege, der Zcmenticrcr Fsul Feiers Schweden ftr. 5a am 11. Januar 1912 im Alter von tt7 Jahren an Herzlähniung verstorben ist. /. Uhr, von der Leichenhalle des Urne» Pauts-Jriedhoses in Plobensee an» Dohna-Gestell an der Sceslrnfic aus ttatt. Um rege Beteiiignug ersucht 1M.4 Der iZekttvnovorstaud. Gestern abend 7 Uhr entschlics nach langem, schlvcrcm Leiden meine liebe Frau, meine bcrzrns. gute Mutter, inner- Schwester, Schwägerin und Taute Pauline Marsand Kob. OroBiicr im vollendeten 47. Lcbcnlsahre. Dies zeigen mit der Bitte um I stille Teilnahme tirlbetrllbt an Zlngust Ntarsand. Ott» Marsand, Sohn. Berlin, den 12. Januar 1911. Die Beerdigung findet Mott» � tag, den 15. Januar, nachmittags| 3 Uhr, von der Leichenhalle de« ZcntrnlsriedhoscZ zu grtcdrichs- selbe aus statt. 1571L SozIalrtemokratisEliefWalilverein des 8. Herl. ReirlislaDS-WalilkFEisES, Am 12. Januar verstarb unsere Genossin, Frau Pauliue Marsand Sellerslraßc 11. Ehre ihrem Zlndenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 15. Januar,»ach- mittags 3 Uhr, von der Leichen» Halle des städiljche» Friedhvscs in Friedrichsseldc aus stalt. Um rege Bcleillgung ersucht 224/11 Ter Borstand. Velbanlillörlselgn lZasl- und Schankwirte Deutschlands. Zali.'elello Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dafi die Frau deS Kollegen Marsand, Pauline geb. Gronser Sclleiitr. 11(Bezirk 1) verstorben ist. Ehre ihrem Zlndenken: Die Beerdigung findet am Montag, den 15. Januar, nach- mitlagS 3 Uhr, von der Halle des städtisd>en FricdhoseS in Friedrich«- selbe aus statt. 72/3 Um rege Beteiligung ersucht 72/2 vis Ortsvorwaltung. Deutscher Transportarbeiter- yerhaod. BezIrksverwaUung UroS-Berlin. rlcht. uhl- Den Mitgliedern zur Na dafi unser Kollege, der Fah slihrcr Atex Fischer am 12. d. Mtc. Im Alter von 50 Jahren verstorben Ist. Ehre seinem Andeuten: Die Beerdigung findet morgen Montag, den lö. Januar, nach mittags 3'/, Ubr von der Leichen balle des Nazarrih-Kirchhoscs aus statt.___ 61,6 Den Mitgliedern zur Nachricht. dafi unser Kollege, der Händler Bruno Beiuiitt am 12, d. Hills. Im Aller von 26 Jahren verstorben Ist. Ehre seinem Zlndenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 15. Januar, nach» mittags 4 Uhr. voii der Leiche». balle des Georgen. Kirchhoses in Acitzensee aus statt. Tie«ezirkSvcrweltnng. Am 10. Jannar. abends 11-/. Uhr, macht» ein Herzschlag dem Leben unseres fviUincn Miichess, jetzigen Aussichlt-rats Mitgliedes ttei-rn iZAlikar �seiner Tätlgkest al-Z Cbcs, im persönlichen Verkehr mit allen Arbeitern wird er allezeit als korrekter und augerst vornczmcr Mann in Erinnerung bleiben. Seinen Heimgang beklagen wir aufrichiig. vi«.ArbHter»cI>»tt der Jnlini« Plntech Akticnsesellscbaft 24676 Berliu und t«rstoo»-»!de Deutseiier iRoizarbeiler- Verband Ten Mkaliedern zur Nachricht,! | dach niifcr Kollege, der Drechsler MMm Bartmann [im Aller von 61 Jahren s sterben lit, Tie Beerdigung findet heute s I Sonntag, de» 14. Januar, nach- mittag« 3 Uhr, von der Halle des! [ Lichlenberzcr GemeindesticdhoscS[ in Marzahn au« statt. Den Mitgliedern serner zur! I Nachricht, dag unser Kollege, der| Stellmacher Franz Witschel I Bcrnaucr Str. 13a, im Alter von\ | 28 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mon- ! lag. den 15. Januar er., nach. j mittags 8 Ubr, von der Halle des I Zebaflian-FriedboseZ In Ncinickcn- | dors, Humdoldlstratze, au» statt. Den Mitgliedern serner zur! > Nachricht, dag unser Kollege, der| | Kislcnmacher Paul Renscb Tegel, Freie Scholle t2a, im Mer| von 21 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet am| l DIcnSIag, den 16. Januar, nach- nachmittags!! Ubr, aus dem Tegeler| Gemeinde« Friedhos am tzerm»- \ doiser Weg stall. 77/9[ Ehre ihrem Andenke»! Um rege Bcleillgung wird ersucht. Tie OrtSverwaltunq. iMetallarbelter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todcaanzciffcn. Den Kollegen zur Nachricht, I dag unser Mitglied, der Metall- | drehcr Hermann Eggeling am 12. Januar an Lungenlcideu gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung sindet am Dienstag, den 16. Januar, nach- mittags 2'/, Uhr, von der Leichen- balle des städlilchen FricdvoseZ in der Müllerslrage Ecke Scc- straste, aus stalt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ferner starb unser Mitglied, der Mechaniker Richard Zuschke am 11. d. Mls. an Lungenleiden. Ehre seinem Rudenkru! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 15. Januar, nach- mlitag» 4 Uhr, von der Leiche». Halle des städtischen Friedhosc« in AhrciiSscldc bei Bcrliir ans statt. Rege Beteiligung erwartet 110/10 Tie Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde* und Staatsarbeiter. Filiale GroB llcrlln. Nachruf. Durch den Tod ist un» einer unserer Mttkäinpser, der Kollege Wiilieim Lindner von' der Sektion Parlverivallung entrissen worden. Wir werden Ihm ein'ehrende« Andenken bewahren. Tie vestatiung fand am Sonnabend, den 13. Januor. nachmittags 4 Uhr, auf dem Kirchhof der Et. Elvadelb- Gemeinde, Pankow, Wollank- straste, statt. Tie OrtSdertvaltung. Zentralverbsnil der Böllcher, Weinkiifer uml iillsarlieiter Deutscblauiis (Filiale Berlin). Unleren Mitgliedern zur Nach- richt, dafi unser Kollege ttel-mgnnttokkmgnn am 11. Januar im Aller von 39 Jahren verstorben Ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung sindel beule Sonnlng. den 14. d. M.,»ach- mittags 3>/, Ilbr, von der Leichen- solle de« S>. Sebasliaii-Kirdihoses in Retinckendors-Weil, Humboldt- st ratze 68-73, mi« statt. Um rege Beteiligung ersucht 30/1 Ter Borstand. Verband der ßemeifide- u. Stsalsarbsher. Filiale Groß-J»e'Jin-. Durch den Tod ist iw-.s uuicr Kollege Karl Rissmann (24.»lbt. der Berliner Stratzen- reinigrmg) enkiksen worden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Bestattung findet am Scnnlag, drn 14. Januar, nach- mittag« 1 Ubr. von der Leichen- balle des Nazareth- Kirchhofes. Rcinickcndors-Wesl, LtrUucr Sir. aus statt. 33/3 Tie OrlSverwaltnng. SM DMgMSsegDclitscb!. VOrwaltungestelle GrcO-Berlin. Am Montag, den 8. Januar er., verstarb infolge eines Betrieb«. »»falls unser Mitglied, Kollege Hermann Philipp. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sounlag, den 14. Januar, nach. mittags 4 Uhr, aus dem Pantower 3. Friedhofe, Schönhoizer Heide, ttatt. 145/2 Rege Beteiligung erwartet Tie?r«sverwaltung. Tantsa/iung. Für die vielen Bcweite herzlicher Tciliiabmc beim Hinscheiden meine« lieben Maime«, unsere» Icueren Eni tchtalcncn, sage alle» meinen herz- lichslc» Dank. 2465b Tic trauernde Witwe Flsbetst Zlpe liebst Hluterbliebcuen. Seehsfer Wahlkreis. Scnntag, 14. Januar, abends 67-, Zthr. im Moabiter Etsedschaftshans, Wiclcfstrahe»4: öchentte peliiiseke Versammlung für Männer und Franen. 'a-«ex NsrI»«Rv»' Nach der Porsammlivig- Gemütliches Keisammensein und Tanx. _ Ter triiitcrufcr: Alfred I'aerneli, Oldenburger Str. 10. Deutscher D auarveiterverb and. Jm.-igverein Kerlin. Sektion der Miker._ Achtung! Putzer. Bchtangi Am Mittwoch, den 17. Jaimar, abends 8 Uhr, finden in sämtlichen Bezirken Berlins und der Bororte die 3eÄrksverssmmlungen in den bekannten Lokalen statt. Wir bitten um rech« zahlreichen Besuch derselben. 136/4* IM« örtliche Vcrwaltang und Oblcate. Norde« I. und II. tagt bei Obiglo, Schwedter Str.'-S3.&L Tauksaguug. Für die vielen Beweise hcrzllchcr Teilnahme und die uichcn Kranzspende» bei der Beerdigung meines lieben Manne», unseres guten BalcrS wiilieim ttanisck sagen wir allen Freunden und Bc- lamitcn, dem BecrdigungSvercln Berliner ffimmerleute, dem Zentral- verband der Zimmerer und dem Wablvcrelii unsern herzlichsten Dank. Ulli»« Nnnlnch nebst»lindern. Ta Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnabme bei der Beerdigung meines lieben Mannes VIcter Frlt»ch sage ich alle» Freunden und ve- lannle», Insbesond-re dem Verband der Brauerei- und MüHIenarbeiler und dem Wahlverein meinen herzlichsten Dank. Ww. fimiti« Frilsod. Für die 'eilv Danksagung. vlele» Beweise herzlicher Teilnahme und dl- reichen Kranz- wende» bei dem Hinscheiden meines innigst geliebten Manne« Heinboid KoDmahl sage Ich aüen Verwandten, Freunden und vekannleu, sowie dem ubes und Personal der Firma Iii» II Ne»K»o »nd den Kolleginnen der Firma Gustav Bcrendt unseren herzlichsten Tanl.»4Lab Die traucnrde Witwe Marta KoQmahl geb. Borth und Mutter. Dr. Simme! Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenslr. 41, 10-2. 5-7. Sonntfl«« 10—12. 2—4 Dr. Kurt Ihde approblkrier Zahnarzt tvohnl jetzt stelnlcllcndorf, Residenzstr. 125. -prechst. 9-1, 3-6; Sonnt. 9-12. Bcbandlung für die Ztetnickcndorser und Berliner Vrtslrantcntassen. �MaMfraMüiaM� 1)»« C»-, 4!>««>!!,,„ x I i. iZerefi.! SortiniV.. Mokron- Strale37a(2 Maus von der; lerutaiemer StraBe). 1 II Qesoh: Bsrlln HO.. GroBe I Frankfurt Str. 115(2 Haus J von der AndrcassiraDe). I Sohrp.Auow. fers. Kleider. I Hüte, Hanüschuhe, Schleier] Bete. v. einfachsten bis zum ] hoolielogant.QenrBz.äulierst nicdi igon Preisen. Bonder-Abteilung: .TSnlinn fertig«ins in 10 bis 12 Stunden.M NB. Sterbekasse ehem. P.'lugscher Arbeiter (Metzels che Kasse) Tönning, den ib. Januar 1912, vormittags 9", Uhr pünlilich: General- Versammlung im BcrrinshauS Scri?»fr Musiker, Kaiser Wilhelm-Strolic ISm, unterer Saal. Tagesordnung: 1. Kaficnbcricht. 2. Bericht der Re- oisoren. 3. Antrag: Erhöhung der Sterbennterstützung. 4. Rqovohlen von Vorstandsmitgliedern ll.Schrt,!- sührer, 2. Bors.). 5. Wahl der Re visoren.»6. Kasscnangelr renheiten. Miiglirdebnch legitimiert. Zahlreichen Besuch«irartct Ter Borstand. 2447b* I. A.: G. Wrgncr, Vorsitzender. Verband lies SaiilMiWkliillsr. Ortsvom altnng Berlin. Mittwoch, de« 17. Januar, abends S1;. Uhr. in de».Arminhalle»*, Komniandaiilcnstr. 58/59: General-Bersammlnng. Tagesordnung: 1. Bericht und Abrechnung vom IV. Quartal 1911. 2..Tie Ausgaben uusercs Miiuchruer Bcrdandstogrs*. Referent t Kollege Behrilze. S. Dislusston. 4. BcischiedcncS. --------- Mitgliedsbuch legitimiert.-------- Zahlreichen Besuch dieser Bersanimlung erwartet 156/2_ Die OrtsTerwaltaag. »t.• VV.-Sjvt Orts Krankenkaffi zioheiislhöilhlstlse». Bekanntmachung. Ecmätz tz 44 unserer Satzungen hat sich der Vorstand sür das Jahr 1912 wie solgl zusammengesetzt: 1. Arthur Schäfer. Kernmacher, wobn- hast Berlin, Ludenarder Str. 44, I. Vorsitzender. 8. Gustav K rcbS, Fabrlkbefitzer. Hohen- schönhauscn, Schanlwcbcrjtratz«, 2. Vorsitzender. 3. Mar Ouast, Mechaniker, Berlin, Falckenstelnstr. 15. 1. Schristsuhrcr. 4. Richard Petzold, Metallscbleiser. Hobenschönbause», TrcSkowstr. 6, 2. Schrilislthrer. 5. Johannes Wille, Fabrikbesitzer, Hohenschönhausen, Trellowstr. 63, und 6. Karl Bleuel, Fonncr, Berlin, Proötiuer Str. 36, Beisitzer. .Arlhnr ütehftfcr, 270/9_ Vorsitzender._ ZtntrnitKronbtll-n.Sttrbt- bassk der Kntsihrr n. vmnandt. KernfogtuofftN (E. H.-K. 8») zu Berlin. Allen Kaficnmilgliedern zur Nach- Acht, datz dle nach tz 18 unseres SlattstS abzuhallcnde General-Versammlung am:u. Januar 191S. abends BV, lllir. im Restaurant P Roark. hier. Stralaucr Brücke Sa. stattfindet, wozu sämtliche Mitglieder hiermit ein. geladen werden. 285/8 Tagesordnung: 1. Jährlicher Kassenbericht. Bericht der Rcvlfioiiökommiision u. Techargc- crteilung. 2. Verschiedenes. Ter EIntrstt ist nur gegen vor- zelgung deS gültigen Mitgliedsbuches gestattet. Der Kassenrorstand. I. 81.; Pa>>l Borrnian«. Rtndanl, Grüner Weg S. sc. st. LS Hamburg). Filiale Berlin 8 TiknStag, den 16. Januar, abends 8 Uhr: Aiißkrordkilllillje Miiglikdertittslimilillins mit Frauen — bei Schmidt, Prinzen-Allee Nr. 33. Tagesordnung: 1. Lichtbildervortrag de» Herrn Dr. Braun über:.veinschSdcn*. L. Kasienbenchi. 3.«curegrliing des UnlerstützungSwefenS.»izzb 4. Innere Kafieuangelegcntzcit. cialriN lrel. X X Niik, liebe, Erscheinen, X X Kassenbuch legltimierl Die Ortnvernaltnnir. Zklitklil-Krlinlltlillllffe dn TllPtWcr. (Filialen Berlin.) Freitag, den 19. Januar 1912. abend« 8'/, Uhr: =. Qnartals-Berfammlttttgen.- Atlialr I: Bei Lihrtg, Markgrafcnfir. 88. Ftltate II t det R S w e r. Ellsabetbklichllr. 14. Flltal« III t»Gewerkschaft» da uS', Engeluser 15, Gaul 11 £agt«e ibnung: L«aflenbericht vom 4. Quartal 1911. 2. B erschieden t« Recht zahlreichen Besuch crwarlen Tie crtsverwaltuugen. - und Kellriibuisvrrkm gtivtrbi. Ardriter\t Kerln. Sonnabend, d.»0. Januar 191». abends«'/,»hr: Genesel-Vessemmhing im Dresdener«arten, Dresdener Str. 45. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung pro 1912. 2. k!o:trag. 285/9 Recht regen Besuch, auch von Gästen, erwartet Ter Borstand. I.?l.: Friedrich Freudenreich, Borsitzcnder, 8. 59, Wiffmannftr. 30, II. vrennhol? derbe FabrilationSabsälle, sehr billige« ! Bivnnmaierial. 3 Elr.' sür 4,85 M. mit.suhrlohn, sr-ei Keller. Holz- schneide«! Merkur, Hohen- Schön- ' Hansen. Fcrnspr. Lichtenberg 3021. Vera-altanzr Berlin. Eiusetzer. Tirnvtag, de« 18. Jannar. abend« 8 Uhr, im TewerkschaftSbaute Saal 4(ArbcitSloscnsaal): q 1 Branchen- Versammlung« Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Reuwohl der Kommission und de Dcleaierlrn zur Generalversammlung. 11 no c- «lle vorgeschlagenen Kollegen müssen anwesend sein. Mittwoch, den 17. Januar, abends 8 Uhr: VerlrsuemmSmer-Vemmmluliom Sssirk ZVlxäorf: Bau-«nd Möbeltischler !" Ä'Ä? I. t&icuunßiuigaie zui rlumeuung Oer Dtlegieric» aur lranlenkasse. 2, GewerbegerschtSwahl. 3. Br.bandlstrngelegentzÄ« Klavierarbeiter im«rwerkschaftShansc. Saal 4(tzlrbelUlosensaal). Jalousiearbciter bel Walter, Adalbcrlstratze 62. Bergolder e? Taal I. TaaeVordnung s 1* Borschläge htzgimestMlstlb"''" iü\«""raioersammlung. 2. Iwl».«ranchem «h h?i't»..?i?Ä�-�s befindet fich vom»«. Januar ab bei Emil Mucksch, Krautstraste 24. IZIv reelkstei» ui»«V hUUFsten Alöbel and PoUtorwaroB«rhült man«u K»»sapreisen in der seit »3 Jahren bestehenden Möbelfabrik von A. Schul«, Reiohtnberger Strali S. Größte Auswahl in allen Holz- und Stilartea nutz icLa- jahrigei Garantie. HS Pro», Kus&skouto.) Groß-Berlin. ig" Bitte, diese Lifte anftzuvewahre«! Grok-Berlln. iillr dchchni Milimlm, die dm Wims der ZiMmM» m WPeili« bewilligt, sowie derjenigen Fabrikanten, die sich mit ihren Arbeitern im Einverständnis mit der Organisation geeinigt haben. Parteigenohe«, Arbeiter, Interessenten, Paucher! Wer die Tabakarbeiter in ihrem schweren Kampfe zu unterstützen gewillt ist, beziehe seine Waren von nachstehenden Zigarrenfabrikanten. Uebt LolldsrillU! Osten. XtH) Tchuuin-r. Frankfurt« Allec 7. 'Will). Klciu,?>m Oberbauni l. 'Schulze. Friedrichsfelder Slrahe 23. 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'Louis Fischer, Wiener Str. 57d. 'Gustav Ztllich. Forster Str. 8. 'Robert Kehler, Marianncnstr. 37. 'Jeau Prunn, Wrangelltr. 15. 'Frin Lobbes, Adalberlstr. 58. 'Wilhelm Fricbel, Förster Slr. 39. "Will». Stübncr. Eilcnbabiistr. 33. 'Kämmlrr. Zlcichcnbcrger Str. 157. 'Paul Reichelt, Wraiigelftr. 62. �Adolf Künste, Grünauer Str. 4. 'Rodert Franke, Britzer Str. 20. Beruh. Muller, Rtichciibergerstr.141 'August Bogel, Admiralslr. 23. Koelpin, Admiralstr. 9. Wolsf, Görlitzer S'r. 57. Süden. "Wilh. Boerucr. Rillerstr. 15. 'August Zech, Gitschincr Str. 53. 'Gustav Schiiiidt, Gräscstr. 68. 'Gustav Lochman». Waslertorstr.49. Herm. Schulz, Schönleinslr. 23. Südwesten. Wwe. Lücke, Möckernstrahe. Nordwesten. 'Richard Kiepert, Zwinglistr. 29. Otto Bornkesscl. Waldslr. 39. III. 'Wilhelm Bundschuh, Birlensw. 48. Modert Kern. Stromstr. 25. Richard Schovpnn, Wiclesstr 46, 1. 'H. Hagedorn. Emdener Str. 47. 'Bösenbcrg, Roswcker Str. 2l. »Zimmermann, Ouidowstr. 165. "Paul Müller. Beussclstr. 28. 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Löhne imh Rohmatrri alpreise.— Machmatioae» an der Biumwoll- dörse.— Ernte und Preise.— Tpelulatiaas- und Karlcllpolitik. «üizlich unternahmen die Konfektionsheimarbeiter in Berlin den Sersuch, durch Einsiihrung eines Tarifs die Arbeitsverhältnisse in diesem Zweige der kapitalistischen Warenproduktion auf eine etwas gesundere Basis zu stellen. An dem Widerstande der freifinnigen Konfektionäre, deren Parteileitung bei der Wahl billige Arbeiter- freundlichkeit in Flugblättern verzapft, scheiterte der Versuch. Man Hörle auch wieder, dab höhere Löhne den ganzen Er- werbszweig, der die meisten Millionäre züchtet, gefährden könne. Noch von der Heimarbeiterausstellung her ist die miserable Entlohnung in der Konfektion bekannt. Bei vielen Artikeln werden die Löhne nach Pfennigen für daS Dutzend berechnet. Jeden- falls macht der Arbeitslohn immer nur einen verhältnismäßig kleinen Teil des Verkaufspreises aus. Ost kaum S Prozent. Ob der Lohn für ein Hemd 12 Pf. oder 14 Pf. beträgt, berührt den Ber- kaufsprei» wahrlich wenig, aber sehr viel den Heimarbeiter, denn die Differenz stellt fich auf lö P r o z e n t. Viel stärker als durch Löhne oder andere Faktoren werden die Produktionskosten durch die Rohmaterialpreise beeinflußt. DaS zeigt fich ganz besonders in der Bewegung am Baumwollmarkt. Ter Verbrauch der Baum- wolle hat in den letzten Jahrzehnten ganz gewaltig zugenommen. Leider besitzt Amerika für diese Ware fast«m Monopol. Das er- leichtert die willkürliche Preisbestimmung. Die kapitalistische Tendenz wirkte weiter in derselben Richtung, indem die Interessen der Händler und Produzenten vereinigt wurden. Händler suchten Einfluß auf den Anbau der Baumwolle, die Produzenten wurden selbst Händler oder traten in einer geschlossenen Organisation als Berscbleißer der Er- zeugung auf. Das Moment der Ronkurrenz als Regulalorin der Preise verschwand mehr und mehr. Aber die Spekulation blieb trotz- dem in hervorragendem Maße die Beherrscherin der Situation. Großspekulanten bestimmten die Marktlage, indem sie je nach Be- dürsniS durch die Verbreitung günstiger oder ungünstiger Ernte- Nachrichten und durch künstliche Beeinfluffung deS Angebots und der Nachfrage die Preise nach oben oder unten diri- gierten I Bevor sie sich eindeckten, veröffentlichte die von thnen abhängige Presse Saatenstandsberichte und Ernte- sckätzungen. die hohe Erträge versprachen. Ein starkes An« gebot half dazu, die Preise herunterzudrücken. Hatten sie ein ge- nügend tiefes Niveau erreicht, dann übernahmen die Spekulanten olle an den Markt kommende Ware und die Ernte aus den Feldern. Hinterher dann da» umgekehrte Spiel! Durch ihre Organe und Agenten machten die Spekulanten Stimmung für Preissteigerungen, indem sie Nachrichten von der teilweisen Vernichtung der Ernte durch Wctlerkalastrophen oder andauernd ungünstige Witterung in die Oefientlichkeit bringen ließen. Solche Manipulationen trieben die Prem sprunghaft hinaus und hernnter. Es notierte z. B. Middling Upland 1 Doppelzenwer Bremen 1901— 88,5 M.. 1904— 124.3 M'. 1008— 107,2 M. und 1910— 151, 7M. In einem gewissen Grade beein- flußt natürlich die Ernte den Preis. Aber daß dieses Moment gegenüber der künstlichen Beeinfluffung verschwindet, beweist die folgende Auf- stellung. Sie enthält nach den Mitteilungen de« ZeniuSamleS in New Dort die Angaben über die bis zum 30. Dezember der Jahre entkörnte Menge sin Ballen) und die Preise pro Doppelzentner Bremer Notierung: 1906 1907 1908 1909 1910 Menge(1000 Ballen) 11 741 9952 12465 9647 11087 Prei« in Mar«.. 118.6 121.5 107.2 119,8 151.7 Da« Jahr 1910 brachte eine große Menge Ware an den Markt! Trotzdem schnellte der Preis gewaltig in die Höhe. Die Hauffe fand ihre beste Stütze in viel zu niedrrgen Ernteschätzungen; Hagel- schlage usw. sollten die Kulturen in erheblichem Umfange vernichtet haben. Die tollsten Orgien feien« die Spekulation jedoch im vergangenen Jahre. Alle die bekannten Houssekünste und Machen- schasten versetzten die Baumwollverbraucher in Angstzustände. In der Sorge um die Deckung des Bedarfs wurden immer höhere Preise bezahlt. Den höchsten Durchschnitt im Jahre 1910 ergab mit 156,96 M. der August. Ende des Jahres war der Preis auf 150 M. gesunken, im März 1911 sogar auf 147,01 M. Dann setzte die Spekulation mit verstärkter Wucht ein. Sensationsmeldungen über Erntevernichtungen versetzten die Verbraucher in die gewünschte Stimmung. Die ungewöhnlich hohen Preise der voraufgegangenen Jahr« hatten die Baumwollspinner zu Betriebseinschränkungen veranlaßt. Trotzdem schnellte nun der Preis weiter in die Höbe. Die Aprilnotierungen ergaben einen Durchschnitt von 151, W M. Im Mai erreichten wir den Satz von 157,68 M., im Juni den Höchststand mit 157,95 M. Dann brach das betrügerische Spekulationsgebäude zusammen. Die ungünstigen Ernte- berichte waren Mache, man durfte mit einem großen Ertrage rechnen. Nach dem Berichte de« ZeniusamteS in New Aork waren am 30. Dezember 1911 schon 14 332 000 Ballen entkörnt— 3'/« Millionen Ballen mehr als wie im Jabre vorher und annähernd 2 Millionen Ballen mehr wie im Jahre 1908, dessen Durchschnittspreis um fast 50 Proz. unter dem deS Jahres 1910 stand und um 28 Proz. unter dem der ersten 9 Monate de« Jahres 1911. Manche Spekulanten hatten in kurzer Zeit Millionen.verdient'. Der Preis wich nun fast katastrophal. Im Juli notierte Baumwolle 146,54 M., im September nur noch 129,94 M. Und immer noch weiter ging es nach unten: im September bis auf 102.91 M., im November bis aus 97,77 M. Damit scheint die untere Grenze erreicht zu sein. Am 10. Januar 1912 ergab die Bremer Notierung 99,00 M. Nun beschäftigen sich die Farmer mit dem Plane, einen großen Teil der Ernte einzusperren. Die Re- gierung soll das Projett finanziell unterstützen. Man will den Preis auf ungefähr den Durchschnitt des vergangenen Jahres treiben. Dann soll er dauernd auf diesem Niveau gehalten werden. Den Baumwolle verarbeitenden Betrieben werfen die sprung« hasten Preisbewegungen die Dispositionen über den Haufen und stellen die finanziellen Ergebniffe auf eine sehr unsichere Grundlage. Die Preisschwankungen deS vorigen Jahres stellten verschiedene Unternehmen, die sich zu den höchsten Preisen eingedeckt hatten, die Verkaufspreise aber im Einklang mit den später erheblich billigeren Rohmateriolpreisen halten mußten, vor den Zusammenbruch. Dabei fahren allerdings die Konsumenten bester, einen Teil des Gewinnes der Baumwollspekulanten muß eine andere kapitalistische Gruppe be zahlen. Aber die Vorgänge berühren über das Einzelintereffe hinaus die Gesamtwirlschast in sehr nachteiliger Weise. Ob daS deutsche Volk für ein Rohmateriol mehr oder weniger aukwenden muß, ist natürlich nicht gleichgültig. Wie gewaltig die Differenzen sind, ver- anschaulicht diese Ueberficht. Die Einfuhr Deutschlands an Roh- baumwolle betrug: in Tonnen 1902.... 348 302 1903.... 382466 1904.... 398 118 1905.... 402 858 1906.... 390 203 1907.... 476 4>9 1008.... 449 123 1909.... 455 023 1810.... 402 428 in Millionen Mark 319 662 395 147 470 999 398 215 445 279 551 431 476 534 532 221 560903 Für 1902 ergibt fich ein Durchschnittspreis von 318 M., für 1910 betrug er 1393 M. oder 475 M.— 51,7 Proz. mehr. Die 190 Millionen Mark, die wir im letzten Jahre,«in dem Durchschnitts- preis von 1902 gemeffen, mehr aufwenden mußten, als Löhne gc- zahlt, würden der Gesamtwirtschaft sehr vorteilhaft sein. Be: billigeren Rohmaterialpreisen profitieren jedoch vornehmlich die Unternehmer die Arbeiter als Produzenten fast nie oder nur ganz unbedeutend! Trotzdem wäre es sehr erwünscht, wenn wir als Konsumenten von Baumwolle nicht in solchem Maße von einem Lande abhängig wären, als wie es tatsächlich der Fall ist. Von der Gesamteinsuhr des letzten Jahres stammen 279 859 Tonnen aus den Vereinigten Staaten und 82 825 Tonnen aus Britisch- Indien. Vollständig irrig ist aber die Ansicht, die Konsumenten wären von den Rohmaterialienlieferanten weniger abhängig, wenn wir die Baumwolle vielleicht in eigenen Kolonien produzieren könnten. Selbst vorausgesetzt, daß die Kolonien die erforderlichen Kulturen hervorbringen könnten, wäre die Schlußfolgerung falsch. Das sehen wir schon bei der Preisgestaltung der Rohmaterialien, die im Lande produziert werden. Zunächst kommen da Kohlen in Betracht. Deren Preis ist weniger sprunghaft, aber kräftiger und ohne so große Rückschläge gestiegen wie der von Baumwolle. Die Produzentenorganisationen legen der Gesamtheit größere Opfer auf, als das durch die Börsenspekulation geschehen könnte, denn hier greift doch immer noch die Baiffespekulation zugunsten der Konsumenten ein. Ein solcher Regulator fehlt der Preispolitik der Produzentenorganisationen gegenüber vollständig. Erlebten wir es doch, daß loährend allgemeiner Krisen die Brennmaterialienpreisc noch erhöht wurden, so sehr machten die Produzentenorganisa- tionen das Gesetz vom fallenden Preise bei abflauendem Bedarf unwirksam. Und wo die Auslandskonkurrenz die inländisch« Mo- nopolbildung erschweren könnte, da sorgt die.nationale' Industrie durch Errichtung von Zollschranken für die Fernhaltung solcher Konkurrenz. Im allgemeinen beuten die Monopole den Inlands- konfumenten mehr aus als wie das Ausland; indem si« dieses bei der Preisbildung bevorzugen und den inneren Markt von Ware entblößen, können si« im Inland« die Preisschraube willkürlich an- ziehen. Den amerikanischen Laumwollkönigen fällt es auch nickit im Traume ein, von den eigenen Volksgenossen niedrigere Preise zu nehmen als vom Auslände! Sie nehmen, was sie kriegen können! Hier wie dort— dort wie hier! Die Spekulationen cm der Baumwollbörs«, die tollen Preis- treibereien sind ganz natürliche Auswüchse der kapitalistischen Wirt- schaftsweise. Erst mit dieser werden auch sie verschwindeul D. Witte rnnqsubersicht vom 13. Januar 1912. Stationen Swwemde. Hamburg Berlin ftrankf.a.M. 77I NO München 1772)0 Wen'777\£tin 779|ä0 774 OSO 777)30 — 1 — 0 Haparanda: 774 i Petersburg 1 789; Scillh ,76i; Aberdern 757 i Paris 768 SS Scheiter Sjwolkenl 4)baw bb—14 1-bedeckt 1 ÄNebel chalb bd.- Wetterprognose für Sonntag, de« 14. Januar 1912. Zeitweise etwas nebelig, vorwiegend heiter und trocken bei ziemlich strengem Frost und scharfen östlichen Winden. B rliner Wetterdureau. HchN'Wdchs Dauer Im 21. Januar Ausnahme-ilnäeftots vonca. 10 000 Hosen ■«■■•■■■■■■■■■■■■■■■■■uBaBBxsaaauacNau« Am Sonntag sind unsere Berliner Geschäfte nur von 12-2 Uhr geöffnet unser Schöneberger Geschäft von 8 bis l,»10 u. von �12 bis 2 Uhr geöffnet BaenSohn Kleider'Werte □ Deutschlands größte Fabrik dieser Art Chausseestraße 29-30--- 11 BrückenstraOe II Or.Frankfuitet Stiaße 20 Schöneberg,Hdupt$tr.lO Der Haupi�KawlogJjr.<5(UWe MoJen) koOcnfrei J fvÄrWWfc w\m# Phonographen- Diroknenatroite SO am Bahnhof Alexanderplatz Ro«eiilhalerStra8eS4 Ecke üipsstxaße Alexanderplatz eesonUber dem Bahnbot bringt Musik in Jedes Hans durch das AndroaaatraSe Ecke Blumenstraße ChuimwoeatraBe US gegenüber Kauihaus Singer das neueste und vollkommenste aller Musikinstrumente ohne Ständiges Lager von mehr als 25 000 Platten in jedem Preise.— Sämtliche Schlager aus den neuen Operetten„Eva**.„Die kleine Freundin**, Neue Tanzplaiten vom Orchester„P a 1 a ns d e d a n s e"-- Neue Caruso und Uempel-Antnahmen und ca. 50 Jannar-Xen-Anfnahmen.— Man verlange Prospekte über die neue „Räfsd-glalzer-IPIatte" � asoo Inventur-Verkauf 50 f roz. 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Ing Hans Grade: Flugweise und Flugteohnik) kostenlos. 51 Sonntag, 14, Januar,?>/, Uhr, Gawerkschattshau», Engelufer 15: H Bunter Abend K Leitung: Margarete Walkotte. Mitwirkende: ifonigl. Hofschanspieler Hermann Vailentin, RezitatJoa.— Dr. Sibar, Geige.— Dr. Heinz Caspary, Lieder zur Laute.— Margarete Walkotte.— Erwin Feustel am Flügel. Entree SO Pf. 269/6* Abendkasse 60 Pt Vorverkauf bei Herrn Horseh. Engelufer 15. »»GGOSOO«| O ü»TPGGG—O— OGÖj BeidenFeuerfresseni l ebend t l ebend! Die wilden Essauas. Karawane sudanesischer Heul- und Feuer-Fakire in ihrem Originaldorfe. Ohne Extra-Entree. Passage-Theater, Hente 2 Vorstellungen. Nachm. 3-7 Uhr kleine Prelee Abends 8— 11 Uhr Mirjam Vorwitz S™X»Die Falle" Mlls. Maroussia The Meteors Lina Loos imä 10 neue IttrakteD! Trianon-Theater. Tägli-n abends 8 Uhr: Das kleine Cafe. Somttagnachm. 3 Uhr: Franclllen. Berüner Theater. Abends 8 Ubr: GroHe Rosinen ?!!�ispl!!ljep!lDMlZkPZlPsS8 BJeJ Frankfurter. Nenes Theater. ZibendS 8 Uhr: Tie kleine Freundin. Sonntag nachm. 3'lt Uhr: Tos Dtädet von Montmartre._ Theater des Westens. Abends 8 Ubr: Wiener Blut. Soimtag 31/« Ubr: Vatlnltza. Monf. 8 Uhr: Ruisiiches Ballett Residenz-Theater. Direktion Richard Alexander. AbendS S Uhr: dri» Walzer von Chopin. Schwank in 3 Akten von fttkoul und Satvi. bt.'orgen und solgcnde Tage: «hl» Walz, v von Cchopin. 'Belle-Alllance-tlieater •!3i llftr: Zapfenstreich. Abends 8 Uhr: öbcrlcch Dölmes. Gi-.sti'piel Ferdinand Bonn. Luisen-Theatcr. aonntag nachm. 3 Ubr: In Tvn> kel gehüllt. Abends 8 Uhr: Wir tanzen durchs Leben. Montag:«erlln-Q._ OSE=THEATE| Voigt-Theater. (Betimöbnmucn Baditrahe 58. Heute, Sonntag, den 11. Januar: nachmittags 3 Uhr: Von Stufe zu Stufe. AbendS 7 Uhr: OtlivUo, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Ausz. v. Shakespeare KassencrbfsnAng 16 Uhr. MordsGaudi! ber-Bayem Sporf-Palasl Fofsdamerstr, 72. Heute Anfang 4 Uhr. Qr. Volks- und Schützenfest. 8—10 Uhr RlesenprelsschleBen j mtt I(OStbafeB 10—12 Uhr Rodei-Meistcrschaltskampl} r. 12- 1 Uhr Preisbackeln j KklTeklMIZkg. Ballettmeister Benedix u. Frl. Inez Lorio in ihren hervorragenden Solo« und Paartänzen. Oherhayerische Volksianze und Täglich: WM" Tanz. Alle Ättraklionen im Tollen Betrieb! Der 3££l£01*€l von Silvester mit 8000 PerSOnen soll geschlagen«Verden, deshalb bis O Uhr 90 Pf. JCillill III Von« Ihr ab 50 PI. Slontag: Großes Herren-Preistanzen. -Spiele. Zlrkns lln�cli Sonntag, 14. Jannar: 2 große Gala-forsteüoiigeii 2 nachm. S*/« Uhr u. ab. 71/, Uhr Um 31/. Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren auf allen Sitzplätzen halbe Preise. Galerie volle Breise. Nachmittage 8'i, Uhr: Auf vielseitigen Wunsch QF] ohne Kürzung. In beiden Vorstellungen: g: T»rt jzz Das unlösbare Rätsel. In beiden Voretelinnsren: Sonnl-Siwel and Amal(Java).- Vorführen und Reiten der beat- dre ssierten Schul- Freiheit«- u. Springpferde, sSrntl. Clowae mit neuen Entrees. Abend* 7'/, Uhr: Fortsetzung des Gastspiels Gertrud Arnold IHe Hexe. Gr. Volks-Manege-Schauspiel des Zirkus Busch in 7 Bildern arrasanil Wadamr ülee. Telephon: Nord 4100.1 Isenntag, den 14. Januar: 3 Uhr?>,. Uhr 2 6ala-Yorstellungen2{ ! Vorm. 11— 12 Uhr: Tierschau mit Doppel• Konzert. 1 Erw 20 Pf., Kinder 10 Pf. Nachmittags zahlen Kinder auf allen Plätzen, Soldaten u. Unteroffiziere bis zum Feldwebel auf allen Sitzpl. halbe Preise. Montag, 7'/, Uhr: BravoüraAbend. Arbeiter Wanderbund„Die NaUirFreuiiäe' W Sonntag, den 14. Januar, im„Deutschen Hot", LuckauerStr. 15: Cichlbilder-tlortrag „Wanderungen durch die Mark". Bi» Kcherntdrb Lage und Bodenbeschastenhett. Sprache und £ll» jlwirilllUlK. äjumor des UckermärlerS Boin TabakSbau. Ein Ansstug nach Schwedt und Wolfsbagc», zum Mälchenschloü Boitzenburg u. an den Werbellinsee Stimmungsreiche Frühlings» und Herbitbiider. ?>»» LI!?«,!«« Geologie und LandschastSchar.rtter. Bellede. Illl L IlllnIlIA. i�g u. Kultur. Eine maicrifchs Wanderung durch den interessanten Höhenzug: Bamtb. der Hobe Golm, die Nieplitz, die Rummeln, in blühender Heide, die Flämingburgen-c. Nach dem Dortrage: Geselliges Beisammcusein a. Tanz. Beginn 7 Uhr. ll/i'i Eintritt 23 Pf. Wochen-Spielplan.(Vom 14.— 19. Jannar.) SolkSTdrsiellangen unter Mitwirkung und Regio von bisherigen Mitgliedern erster hiesiger und auswärtiger Bühnen. MW- Eintrittspreise: 60 Pf., t M., 1,50 M."WW Annntag, 14. Jnnnar: ♦♦♦♦♦♦♦♦ i ♦ i ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦! lese- und Dlskuilerklub„Südost Sonntag, den 21. Jannar 1912 im groCen Saale dos Bewerkschallshauses, Engelufer 15 21. Stiftungsfest. Konzert-Musik: Berliner Sinfonie-Orchester (Kapellmeister Maximilian Fischer). Anftreten de« Berliner Plk-Trlo:: :: Tnrncrtsche Anfftthrnngen:::: Nachdem: T AM X. Herren, die daran teilnehmen, zahlen SO Pf. nach. Eraftnung 4 Uhr.— Eintrittskarte 40 Pf.— Anfang 5 Uhr. Während der Vorträge bleiben die Saaltüren geschlossen Pharus- Säle, Müllerstr. 141/142 Fladismim als Erzlefisr, Komödie in 3 Akten v. Otto Emst. Bontng. 15. Jannar: Theater jUt-ßerlin, BlumenstraBe 10 Rabale und Liebe, Bürgert. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Fr. v. Schüler. mtrtvocli, 17. Jannar: Pharus- Säle, Müllerstr. 141/143 Das Glück Im Winkel, Schauspiel i. 3 Akt. v. Sudermann. Oanncmdag. 18. Jannar: Theater WSerliv, Biumenttr 10. Das Glück im Winkel, Schauspiel i. 3 Akt. v. Sudermann. Beginn sämtl. Vorst. 81/, Uhr abends. Kasseneröflnung 7 Uhr abends. Vereine, Schulen und andere Körperschaften, die ganze Vorstellungen belogen wollen, werden geboten, sich baldgekälligst behufs besonderer Vereinbarungen an die Cenoteontchafi Deutscher BühnenangehSriger, SW.. Charlottensir 85. zu wenden. Nächster Wochenspielplan erseheint Sonnabend, 20. Jannar 1912. ±L (Kroge Frankmne! str. 133. Nachmittags 3 Uhr: Der Glödner von Noire Dame. SlcMNtischeS Schauspiel in 5 kitten pon Charlotte Airch-Pseifser. irenhs 8 Ubr:.Heimat. C /r auspiel in i Akt. v. H. Sudermann .'tontag: Heimat._ ' Metropol-Tbeater. Nachmittag 3 Uhr: 31 iß Ucl.vctt! U'.ds 8 Uhr: Rauchen gkstattel. Die Nacht von Berlin! ».voce JahreSrevu« in 7 Bildern von Jui. Freund. Musit oon ZZ. Holländer. In Szene gesetzt som Dir. R. Schultz. Riidorf B'SÄ" Passage -------------------- Vom 13. bis 19. Januar einschließlich: Modernes Lebensdrama in 2 Akten Ponncrwlag, 18. Janaar: Sophien-Säle, SepbienstraBe 18 Der Raub der Sabiuennuen, Schwank in 4 Akten von Fr. and Paul v. Schönthan. Kohenstanfensäle, Koitbuser Damm 76 Kabale und Liebe, Bürgert Trauerspiel i. 5 Aufzügen von Fr. v. Schüler. Koerners Testsäle, Koppenstr 29 Flaebsm als Erzieher, Komödie in 3 Akten v. Otto Ernst. Freitag. 19. Janaar: Traehtsäie des Ostens, Frankfurter Allee 151-152 Kabale und Liebe, Bürgerl. Trauerspiel i. 5 Aufzügn von Fr v. SchiUor. Brauerei Friedrichshain am KHnlgator. Größte Sehenswürdigkeit Berlins, Hente Sonntag: Excelsior-Lieliispielhausli� Auf der Aim.� Größtes bayr. Bockbierfest des berühmtesten Mdnch. Festwirts Schorsch Ehrengruber mit seiner Truppe— 100 Oberbayern. 4 Kapellen: Jos. Weinzierl □ Häasl König Ucberraschungen— Gaudy— Hetz Kirmes— Liebesrad— Schneetreiben Anfang 5 Uhr. Entroe 50 Pf. . UnlMsg. f. M ffrtjjpslM "•«>r Präniierm Zirkus lA. Schumnnu Hente Sonntag. 14. Janwr. 2 pße VurstellQDp 2 | Nachmittags 3 und abends ?'/, Uhr: In den Nachmittags-Voreten. bat jed Erwachsene ein Kind | unter 10 Jahren auf allen Sitzplätzen frei; jedes weitere Kind unter 10 J. halben Preis. In beiden Vorstellungen: I Auftreten sämtlicher Attraktionen. 1 Das neueste und grollt« Aus- | stattungsstück der Gegenwart: Da« notorpferd. J GroB«* NrhluBupothrowe | mit noch nie Dagewesenen EHekten. Dia 100 FuB hohe Fontaine lumin. Morgen, Montag, keine Zirkus- Vorst, sondern Aufführung d. | Deutsch. Theaters! Jedermann. Anfang 8 Uhr. Folies Caprice. Täglich ab?ndS 8 Uhr» Waffeuübuug. MandeldlüthS Poueradend. Losgelassen. HcZse: Z gr. Vorstellungen. sachn'tttag« jjalbe Preise. Spezialitäten und das Baudeville Der Becttltöutg. AbendS ab 8 Uhr: IRurr� HVsISeu in Tctu Herzenslnuge. Am IWwthcrf Mcfadifhhwc lEissAr ena.) OV Hente tpm| | 2 Vorntellnngen 2| nachmittags und abends Das prachtvolle El* Ballett Alpenzauber. Außerdem abends. Diottiovltiitea iTünze nnf dem Kiwe. j KheinlUniler, Kaw-{ »iitrh, KngllHch, Alt- Wiener Walzer und Oer norwegische Meister Barry Paulseu Bis 6 Uhr u. von lO*/. j Uhr halbe Kassenpreise. Restaurant L Ranges. | nittnga v.'/,12— 4 Uhr; Korso bei Musik. Diners Eis-Arena. | Couvert ä M 3 oder M. 5 | einschiieDI. Eintrittsprois. Casino-Theater Sofbringer Str 37. Anfang 8 Uhr Ter größte Dheatererfolg k Täglich auSoerkaust. Kampf ums PflfriB. Akwell I Dem heuttgen Leben ent- nommen. Allabendlich tosenber Beifall I Sonntag nachm. 3>/, Uhr: Die Tochter deö Zträstings. KeicbZbaiieu-Ibealer. Minel ZSiigef. lVeal ttleal psutolfel-lfeldeD. vurleste 0. Zieichardt. Ansang « Uhr. Sonntag 7 Uhr. kißles Fest-Säle Dennewltzstrafie 13. Jeden Monntac: Canzhranzcijen 24436 c. Vittie. itznr den Inhal, Oer In tc.uc ■ hcrniinmi die Siedaktian bra Vndlttu« gegeunder(einerlei verggtlvortnnG. * * I Sonntag, den 28. Januar, in Kellers„Neuer Philharmonie'S Köpenicker Straße 96/97: WagnersAbend zur Feier des 21. STIFTUNGS-FESTES. Mitwirkende: Berliner Tolkecbor(M. d. D. A.-8.-B.)[es. 150 Sätifrer], Chormeister: Herr Dr. Zander; Berliner Slnfonie- Orohceter(45 Künstler), Musikmstr.: Herr Maximilian Fischer; Fräul. I.ncle HaeniHeh(Sopran); und Herr KgL Hofopernsänger das fc'leßwem(Tenor). 6/1* Nach dem Konzert: B A L, L. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr, Billett im Vorverkauf 75 Pf., an der Kasse I M. Billettverkaufsstellen: Gottfried Schulz, Am Kottbuser Tor; Morsch, Engelufer 16; Beul. Barnimstr.42; Vogel, Lortzingstr 37; Kaczorowski, Ksven�str. 6: Radtke. Neue Jakobstr. I/o; Weihnacht, Grünstr. 21; Arbeiter-Bildunga-Schnle, Grenadierstr. 37; Donnerstags abends 8—9 Uhr(Bibliothek) ggrXZ«XXXZXXXXSZXXZX«SXEXXZX»»ZXXXy M MIDGETS TO WA Hauptstadt von Lilipat mit ihren 70 Bewohnern Friedrlehstrate 165, in den Räumen von Castans Panoptikum. Geöffn. von 2 Uhr nachm. bis 10 Uhr abends. Entree 1 Mark. ««Neue Welt. Arnold Scholx. Haaenhelde ION- 114 Sonntag, den 14. Januar 1918: In KSrntlichen Nttlen— 8000 Peroonen fasaend Gr. Bockbier-Fest in den bayerischen Alpen 5 Kapellen« 30 bayerische Mad'In Wanderbare Alpendekoratlon. Anfang 4 Uhr.\ cu! Geblrgsterrasse I Entree SO Pf. Toranzetse! Dienstag, den 10. Januar: Prämiierung dVclZfZ,aetLdes Berliner Junggesellen von 30- 50 Jahren. Logitimationskarte ist mitzubringen Die Junggesellenaussage wird auf Treu und Glauben abgenommen.— Drei bare Geldpreise: 50. 30. 20 M. „Clou" Anstlrb von 3 KUiiigsbriia, m köstlichsten aller Mfinchoner Doppelbiere Anfang 4 Uhr. Betliner Konzerthaus Mauersir. 82, Zimmerstr. 90)91. 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Werderstr. 31 Ldarlottendurg, Wallstr. 23 Tauroggener Straße 10 vom 1. 3.!S12 K-IIttw-Augusta-Aller SS Potsdamer Straße 12 vom 1. 4. 1312 PotSdamei Strotze ZV Weimarer Straße 29 Westend, Fredericiastr. 11 Der Beitritt kostet 30 Pfennige und kann in jeder der nachstehend aufgeführten Berkaufsstellen i« Berlin It. Greifenhagener Straße 84 Hussitenstr. 53 Gartenstr. 3 Schivelbeiner Straße 9 Soldiner Straße 103 Gerichtstr. 3 la. MK. 700 000 Hansllnttlle 80« Forster Straße 3 Manteuffelstr. 91 Adalbertstr. 86 Wrangelstr. 65 Jf, Torfftr. 28a vom t. 8. 1913 Socbof« I Togostr. 4 Willdenowstr. 30 Maxstr. 13a Prinzen-Allee 85 Swinemünder Straße 33 Fchrbelliner Straße 64 Hochmeisterstr. 164 Stolpische Straße 24 Sonnenburger Straße 23 In den Bororten w. sw. Kilver, Königstr. 55 Tricdetian, Moselstr. 7 Friedrichsfelile, Caprivi-Mee 44 Jrledriclisbagßtt, Friedrichstr. 98 Grünau, Königstr. 2 Johannisthal, Bismarckstr. 6 Jlarlshorst, Treskow-Allee 100 flchtenherg, Bürgerheimstr. 102 Kronprinzenstr. 1 Rittergutstr. 22 Zllanendorj, Kaiserstr. 110 öher-ZehSnewelde, Edisonstr. 48 Luisenstr. 12 sanhov, Wollankstr. 102 jleiniehendors'Sst, Hoppestt. 16 Holländerstr. 126 Morl, Weisestr. 52 Emser Straße 33 WUdenbruchstr. 61-62 Friedelstr. 15 Böhmische Straße 47 Münchener Straße 39 Steinmetzstr. 107 Goebenstr. 17,«« vamstrab- Kochstr. 62 Arndtstr. 5 KW. Erasmusstr. 5 Rostocker Straße 35 Emdener Straße 50 Stendaler Straße 5 Ufnaustr. 16 8. Graefestr. 65 Alte Jalobstr. 57-59 jtaiainelsbnrg, Mozartstr. 2 Wismarplatz 3 Zehflnaherg. Apostel-Paulus. Straße 40 Gotenstr. 1 Ebersstr. 26 Tewpelhof, Berliner Straße 41-42 Dorfstr. 19-20 fteptot», Graetzstr. 58 Wilmersdorf, Augustastr. s Weißensec, Langhansstr. 144-145 Die Verkaufsstelle« sind geöffnet von H Uhr morgens bis t Uhr nachmittags und von 8 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends, Sonnabends bis 0 Uhr abends. 1.02/8 Zentrale:£ichtenberg, Rittergut-Straße 22-26. ilr. 11. 29. Mrpiig. z. KcilM des Lsnnrls" Kerlisn NslksblM. Zonntllg. 1� Jannar 1912. Zw den bevorstehenden Lememdeivahlen, die in Vielen Gemeinden der Kreise Teltow und Nieder-Barnim im März dieses Jahres stattfinden, sind unverzüglich die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Es ist zunächst Pflicht eines jeden Wahlberechtigten, sich davon zu überzeugen, ob er auch in der Wählerliste steht. Wer mch' in die Liste eingetragen ist, darf nicht wähle». Es erhellt hieraus, daß die Einsichtnahme in die Wähler- liste eine sehr dringende Pflicht eines jeden Wahlberechtigten ist. Ist jemand verhindert, sich selbst davon zu überzeugen. ob er in der Liste steht, so wende er sich vertrauensvoll au einen im Orte auf Plakaten oder im„Vorwärts" bekannt gegebenen Parteigenossen und beauftrage diesen nach Aus- händigung einer Legitimation mit der Einsichtnahme in die Liste. Wahlberechtigt ist jeder selbständige Gemeindeangehörige. welcher 1. Angehöriger des Deutschen Reiches ist; 2. die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt: 3. seit einem Jahre in dem Gcmeindebezirk seinen Wohnbesitz hat; 4. keine Armen- Unterstützung aus öffentlichen Mitteln empfängt; 5. die auf ihn entfallenden Gcmeindeabgaben bezahlt hat und außerdem a) entweder ein Wohnhaus in dem Gemeindebezirk besitzt oder b) von seinem gesamten innerhalb des Gemeindcbezirks belegenen Hausbesitz einen Jahresbeitrag von mindestens 3 M. an Grund- und Gcbäudesteuer entrichtet, oder c) zur Staats- cinkommenstcucr veranlagt ist oder zu den Gemeindeabgaben nach cineni Jahrcseinkomnien von inehr als 660 M. herangezogen wirb. Als s e l b st ä n d i g wird nach vollendetem 24. Lebens- jähre jeder betrachtet, welcher einen eigenen Hausstand hat. Ebambrcgarmsten sind wahlberechtigt. Schlafburschen ist das Wahlrecht abgesprochen worden. Besonders sei darauf hingewiesen, daß man zur Aus- Übung des Gemeindewahlrechts— im Gegensatz zu den Städten— nicht Preuße zu sein braucht; es ist erforderlich, daß man die deutsche Rcichsangehörigkeit besitzt. Die Listen liegen vom 13. bis zum 30. Januar aus, und zwar in: Adlershof. Während der Dienststunden von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags im hiesigen Gemeindeamte 2, Posadowsky- straße 1. Zimmer Nr. 3. Alt-Glienicke. Im hiesigen Gemeindebureau während der Dienst- stunden. Britz. Im hiesigen Ratbause, Zimmer Nr. 3. und zwar an den Woweniögen von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags und von 2— 4 Uhr nachmittags sowie an den Sonntagen von 10—2 Uhr vor- mittags. Buckow. Im Gemeindebureau. Dorfstr. 29. Eichwaldc. Im Gemeindebureau. G'ünauer Straße 49, an den Wochenlagen von 9—3 Uhr, sowie Sonntags und am 27. d. Mts. von 11—12 Uhr. Groß-Lichterselde. Wählend der Dienststunden im hiesigen Ge- meindebureau«Schillerstraße 32). und zwar von vormittags 8 Uhr biS nackmittog 3 Uhr im Zimmer 8 und von nachmittags 3—6 Uhr im Zimmer 7. Grünau. Während der Dienststunden im Gemeindeamt, Zimmer Nr. 2. Johannisthal. Im Gemeindebureau. Rathaus, Zimmer 2, während der Dienststunden von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nach- mittags. Lichtenrade. An den Wochentagen während der Dienststunden von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, außerdem am Mitt- woch, den 17., und Mittwoch, den 24. d. M.. nachmittags von 6 bis 8 Uhr, sowie am Sonntag, den 21. d. M., von 9— 12 Uhr vormittags, im Gemeindeamt, Dorfstr. 36. Mariendorf. Während der Dienststunden im Rathause Hierselbst. Zimmer Nr. 11. Maricnfclde. Im Einwohner-Meldeamt der hiesigen Gemeinde- verwaliung, Dorfstraße 53. Zimmer 6, werl'.äglich während der Dienststunden von 8—3 Uhr(Sonntags von 10—12 Uhr). Niederschöneweide. In dem Gemeindcgeschästsziinmer Hierselbst. Grünauer Straße 1 I, während der werktäglichen Dienststunden. Nicdcr-Schönhausen. Im Rathaus, Zimmer 10, an den Wochen- tagen von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, an den Sonn- tagen von 11— 1 Uhr. Nikolassee. Im Gemeindcamte. Norm-rnnenstr. 1, Zimmer Nr. 2, wochentags während der Dienststunden von 8 Uhr vormittags biS 3 Uhr nachmittags, am 27. d. Mts., von 10—11 Uhr vormittags. Nowawes. In den Bureauräumen, Ziethenstr. 1, während der Dienststunden. �--ukow. Im Rathaus, Zimmer 25—26, an den Wochentagen von 8— 3 Uhr, am Sonntag, den 21. und 28. sowie am Sonnabend, den 27. Januar(Kalsersgeburtslag), von 9—1 Uhr. Nciilickcndorf. Im Rathause, Hauplstraße 40, wochentags von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags. Ruhlsdorf. Im Gemeindebureau. Schmöckwitz. Im hiesigen Gemcindebureau, Kaffcr-WilhelmS- Platz 12, während der Dienststundeii. Steglitz. An den Wochentagen von 8 bis 3 und von 5 bis 7 Uhr, an den Sonntagen von 11'/a bis IL�/z Uhr und am 27. Januar von 3 bis 1 Uhr im Zimmer 34 des Hauses Schloß- straße 36 II. Stralau. Im Amtsbureau, Zimmer 6, von vormittags 8 bis nachmittags 3 Uhr. Tcmpclhof. Im Gemeindebureau. Dorfstr. 42, Zimmer 8, während der Dienststunden von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags. Treptow. Im Rathause, Neue Krugallee 1/3, Z mmer 59, in den Dienststunden. und zwar au den Wochentagen von 9 Uhr vor- mittags bis 3 Uhr nachmittags und an den Sonntagen von 9 bis 10 Uhr vormittags. Waunsee. Im hiesigen Gemeindebureau. Zimmer Nr. 5. Zeuthen. Im Gemeindeamie, Kurfürslenstraße la, während der Dienststuiiden von vormittags 8 bis nachmittags 3 Uhr. Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste gebe man unter Beibringung der Steuerquittung sofort zu Protokoll. Sichere sich jeder durch die Einsichtnahme in die Gc- meindewählerliste sein Wahlrecht. Parteigenossen! Bereitet nach dem glänzenden Abschluß der Reichstagsivahlen neue Siege bei den kommenden Gemeindewahlen vor! .»...,... i.. n u» n>. n« n s i, i,» li.juLiLJt.ii.nn Unser aüjährlich nur einmal stattfindender □□□□□□□□ixiao�aanumuoQaaxnxia n'j bietet diesmal eine ganz besonders Günstige Gelegenheit zu enorm billigen Einkäufen 1 Dieser Inventurverkaui umfallt aufler den bei der In/entur zum großen Tell im Preise ganz bedeutend herabgesetzten Warenbeständen auch noch weitere vorteilhafte Gelegenheltsp-ysten. Unsere Verkaufsräume waren zwecks Herabsetzung der Preise zwei Tage geschlossen für ßraulaussiaitangen! 5emdenlUCl)&. cm bn». Stick»«« IO Meter....... fertige Bettbezüge D«c>.b«ti-»«>&«*••...... iüei&e Bettlaken<->»,» n-v,:«ntt(etiomt....... Damact-'Beitbezüge Decki»»«.«*«i kim. itnig gemhi fertige Bettinlette-«i*>■- rowoi«-«u-»....... stüchen Handtücher w«ifl»II bmien SucUco twlüml«nd ft. b inlen...................... Damas-Tischtücher g«*uat.......... 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(Ohne Gewähr. i(Kachdruck verboten.) 463 70 762 842 961 1060 138 44 443 89 682 2160 280 327 87 741 839 906 14 3381 477 624 804 977 4043 484 606 43"23 099 5237 408«64 726 901 8610 7113 265 8094 145 669 706 824 60 9023 59 389 865 10020 72 94 189 1100] 209 382 602 701 11043 184 295 534 962 12269 96 923 13212 473 92 633 80 1200] 798 861 14050[100] 179 468 638 68 803[200] 30 32 15358 435 707 819 18360 400[300] 723 810 22 930 17323 25[100] 402 1 8098 238 350(4,0] 77 489 543 71 927 18325 925 20300 512 988 2 1 096 149 1100] 318 720 95 2 2099 847 823 29 32 23255 879 24096 274 753 948 25207 386 438 681 35 963 28030 334 460 73 634 749 618 2 7 702 2 8070 283 334 95 420(200] 831 Sil 40 20107 267 38059 245 590 626 769 899 32017 209 80 95 698 87 33078 87 103 33 426 510 635 774 888 903 34092 73 313 74 997 3 5036 247 324 469 86 563 38192 633 3 7 053 333 89 3 8399 435 730 898 39110 640 47 912 69 48036 OB 277 88 317[500] 471 678 914 41466 42612 701 561 975 43108 327 71 406 967 44299 361' 645 45227 493 689 748 919 64 46278 97 601 603 75 821 47 252 862 48100 203 78 745 49128 276 352 831 59 51025 42 155 283 012[ 100] 79 988 52229 387 756 53051 55 66 281 489 533 755 54389 626 45 887 56087[300] 144 78 623 748 56383, 608 62 57188 203 62 74 472 80 851 58446 SIZ 59095 315 54[100] 650 834 951 80184 354 770 1300] 6 1 288 460 586 82109 300 460[100] 662 65 760 828 39 71[300] 78 994 63172 [109] 470 548 618 74 92 632 64043 340 413 675 94 65006 70 360 663 810 32(100] 47 58 718 924 29 86092 295 622 616 87280 87 355 410 562 897 951 68031 136 349 692 663 974 69086 351 98 713 660 03 010 flOOl 63 88 70159 203 31 304 624 819 65 71085 79 132 68 77 [200] 260 424 61(4001 536 636 920 85 72003 147 648 726 610 11001 88 73123 215 554 80'2001 609 714 945 I 74448 665[200] 61 714 75082 241 517 709 865 78355| 468 5 09 7 7 013 78 213 69 90 523 688 721 30 69 92 78128 30 698 737 93 1 7 9 332 31 339 475 80121 531 327 8 1 054 228 395 05 433 560 8 2 032 82 IIb 21 410 642 969 83163 C53 768 8 4072 310 76 568 994 85165 204 17 307 437 88030 185 1100] 275 479 667 792 87168 618 28 796«S018 119 397 491 800 8 8045 UOO] 611 57 83 093 914 80257 325 437 504 85 851 91006 294 653 SIT 48 1112480 646 81[100] 965 83155 313 617 63 976 9 4024 204 339 562 74 627 76 778 83 893 1200] 9508 7 161 251 312 648 794 829 68 9 8076 97 167 787 902 9 7428 649 013 89(100] 706 869 022(1001 98006 137 393 [100] 468 88 608 20 64 782 806 33 61 99044 171 1200] 80 428 UOO] 64 877 967 100168 73 88 202 31 348 611 044 1 9 1013 118 25(100J 67 234 623 34 697 747 961 102143 94 98 209 71 77 353 446 72 027 886 990 10319S 483 604 837 938 104489 675 743 68 195341 744 862 009 196065 287 748 029[100] 197006 113 359(2001 671 688 736 985 108215 570(100[ 638 732[200] 888 1200] 978 199013 82 III 467 683 110129 350 465 654 111239 358 609 112169 237 U001 41 367 416 589 719 948 118219 450 602 49 95 625 838 71 114046[2001 64 325 702 35 63 802 46 943 118670 97 717 116318 444£08 617 117997 119028 UOO] 397 610 861 937 120161 203 440 615 89 089 713(200) 808(3001 85 121792 122115 11001 87 323 26 462 79 669 635 956 UOO] 123123 443 911 124165 96 213 408 612 815 1 26147 488 825 42 1 26347 686 684 011 127282 422 690 676 986 128110 75 404 053 813 64 904 129027 55 169 511 39 603 728 62 130036 126 64 07 374 783 1 3 1 444 733[200] 48 803 81 941(1001 98 132132[200] 332 475 648 841 133154 304 612 134120 623 728 932 135304[100] 408 63 935 1 36258[5000] 359 667 790 075 78 137031 222 392 433 660 740 893 052 138132 404 627 897 139452 827 149009 42 97 120 583 793 141287 606 47 07 602 142349 65 559 680 99 807 143174 447 777[1001 144108 913 14S307 880 146056 103 U00[ 366 473 799 1 47359 435 1 48271 cU 606 751 839 75 952 149047 48 195 382 156134 93 264 607 UOO] 839 92 1 5 1 246 648 52 602 68 87 152391 696 757[100] 860 1 53147 693 733 72 154109 321 27 451 693 956 155208 85 361 448 675 619 736 47 837 979 156097 280 16001 729 839 45 56(1001 157294 408 91 621'IG 48 48 860 76 81 93 889 1 58187 216 523 797 833 1 5 9370 169065 129 02 429 37 567 631 13 1 090 213 338 1300) 688 162087 380 429 89 555 76 1409] 622 047 163022 82 637 86 745 1 64055 224 605 90 840 85 165075 11001 227 60 166036[1001 01 769 979 157014 278 360 467 887 1200] 944 1 68330 427 1300) 548 617 718 49 13061 57 1 69602 179754 73 906 171181 482 680 1/2518 636[109] 900 1 7 3267 640 05 174017 659 700 874 85 910 50 89 175169 90 381 604 616 1 75070 74 930 49 1 /7087 283 688 1/8084 222 640 83 655 1/9003 222 763 75 180102 50 426 613 855 941 18 X 028 13001 281 350 891 182194 253 644 713 93 81,2 20 183009 233 361 85 438 63 761 871 978 18*231 63 434 73 79 857 939 42 62 18S123 50 573 827 992 166119 78 946 18 7363 436 86 658 666 877 1 88268 663 75 769 189002 103 348 58 438 848 73 943 49 2. Ziehung 1. Kl. 226. Kgl. Preuss. Lotterie. Zienüng vom 18, Januar 19X! nachmiitagi. An lede ceaantne Knuiner»lad mei gleich hone oo- wlnne geteilen, end»war Je einer aal die Lnee rleteher Nimmer In den hellten AMellnncn I und II Nur die Gewinne über SO Mark sind den bctrcffenctcn Kümmern in Klammern beigeliigt. (Ohne Gewähr.)(Kachdruck verboten.) 69 224 37 67 411 768 1214 303 698 841 929 2082 110 93 314 89 472 531 833 61 3221 74 305 13 684 4234 384[100] 839 5260 335 438 644 752 852 6025 827 7106 315 8040 172 291 07l 9238 90 420 8? 609 715 UOO) 64 10233 48 302 672 927 11269 421■ 887 12281 653 660 85 717 13064 343 624 14011 127 381 441 605 60 69 783 15118 711[100] 16033 160'200] 681 06 99 983 17033 199 302 815 22 32 902 18486£50 05 824 827 934 19246 62 384 955 20310 39 638 84 2 1229 449 22034 42 194 247 589 97 808 23238 467 680 727 UOO] 96 810 902 66 87 2 4447 629 708 55 861 026 2 8065 274 770(100] 26280[1001 663[100] 74 712 929 27435 619 28 675 719 981 28510 625 720 860 2 9079 86 230 438 50 764 65 824 964 30704 5 47[100] 932 77 3 1 084 201 81(100] 436 66 584 94[100] 717 37 69 3 2220 630 821 84 3 3409 644 34366 492 550 767 94 801 98 902 26 47 3 a078 944 38002 173 98 419 740 37016 174 796 656 69 77 960 38109 263 738[100] 39506 18 844 901 40023 904 45 4 1671 740 73 4 2015 413 632[400] 936 4 3210 314 75 883 887 4 4044 725 830 83 907 45006 284 422 605 20 048 785[100] 812 981 46143 332 669 529 58 882 911 47 258 4 8049 353 511 616 852 49062 165 481 744 896 920 29 5OI07 245 512 53 660 837 993 51114 220 391 645 736 908 5 2120[100] 228 340 65 53023[2001 301 47 490[1009] 800 9 ,100) 984 99 54282 441 60 922 5 5 224 64[100] 02 476 630 98 700 822 53078 572 [200] 78 993 5 7 003 171£48(100) 885 934 58115 311 SO 825 59201 45 380 834 613 60045 173 432 504 94 833 984 8 1 209 37 642 [100] 62104 27 8 3011 17 124(100) 685 606 6 4407 663 65002 318 25 678 936 68510 38 74« 909 73 67033 58 122 52 257 62 452 611 98 865 68049 199 403 25 64 614 724 95 98 946 69053 85 239 400 803 7 9 060 64 68 509 653 703 27[100] 77 71265 521 91 691 704 CCS 83 7 2077 115 691 693 714 7 3005 [100] 213 23 C33 42 659 823 974 74390 517 652 724 76137 83 547 89 623 983 7 6013 291 7 7061 399 547 067 7 8602 763 7 9195 268 99 616 32 80 333 683 802 8 1 219 392 96 629 637(100] 82337 65 549 76 93 745 855 83064 72 127 5�6 761 61 905 76 8 4442 614 8 5796 88174[100] 624 763 [100] 819 095 8 7006 160 270 622 31[200] 811 79 88055 70 333 403 637 093 8 9038 32 136 337 69 483 693 716 90058 263[209] 310 432 77 676 831 82 031 47 81039 543 630 794 690 916095 186[ 300] 308 618[300] 70 830 94202 979 90 9 4256[100] 424 663 9 5009 65 476[300] 677 878 98001 71 614 r31 80 9 7102 38 90 339 81 795 08129[100] 568 607 987 90479 629 93 803 4 100263 96 1 0 1335 505 712 559 1 02154 458 707 103264 448 699 715 015 16 22 67 104201 685 770 600 64 054 82 100248 05[ICO] 338 602 43 1080 3 688 934 1 07318[100] 108663 76 730 808 914 20 109020 61 89 290 385 085 11O0D1 123 235 301 719 69 111140 211 488[101' 608 30 787 854 98 605 23[100] 112425 768 802 071 93 113212 313 829 36 41 114132[190° 69(2001»U 487 691 666 985 1 15976[490] 219 33 688 116202 3 U 628 964 78 117069 130 1200! 45 99 240 1100) 99 30. 532". 853 956 118100 3 37 700 877 118407 6 32 LlOOJ 774 120101 234 83 303 92 698[200] 878 12120 Sl.!77 6,38 985 122006 150 83 232 583 615 766 81" 123308 12 433 640 7X4 63 95 904 1 24022 211 7 444 69 640 743 981 125184 237 793 1 26143 44 4> 626 786 68[400] 127137 502 21 400 722 1 28118 3 265 U7««3J5 615 81 902 1 2 3231 304 47 460 93 71 1SO023 229 409 67 640 612 796 860 1 3 1 019 945 67 1100] 03 497 682 817 42 84 964 132227 799 815 133137 294 373 442 649 97 873[100] 922 02 1 34118 1400J 283 89 460 68 574 1 3 3030 CM 614 188151 302 Zürn OA 4n2o�?01 82 85 137250 700 6 74 840 65 64 [300] 60 1382X7 24 60 396 468 656 843 68 1381 3 U00I 426 86 653 727 53 M.?.878 807 29 22 245 62 551 753 B'U 816 142002 80 140 675(100] 626 1 43054 117 5 2 144058 107 881 145320[100] 062 855 148029 11! 56 400 56 1 4 7099 448 638 672 1 48400 613 39 789 149108 UOO].002 844 98 150075 113 637 715 48 841 18 1 905 28 621 02 717 30 1 52114 606 848 916 1 58030 90 91 176 830 97 762 866 154117 82 306 727 00 156025[100] IT 424 643 818 156345 86 505 676 789[1000] 167072 107 366 688 664 723 15804? 370 601 83! 914 1 5 8057 179 363 67 82 402 624 98 702 37 096 160137 347 940 181066 65 381[300] 731 074 92 182093 172 600 999 1 83 266 1100 95 697 602 63 164005 52 103 62 76 207 419 1 8 5221 470 611 1BUC05 499 629 770 807 031 167 184 293 8 47 717 814 168 033 738 851 904 1 69121 51 6(3 787 170506 853( 2001 65 83 171007 90 188 291 kl4 84 805 90 1 72189 65t 173147 286 91 260 449 174T-, 185[200] 330 702 029 1 75013[100] 02 339 653 732 ' 70 72 178014 656 962 177327 35 452 502 670 751 17 8 099 457 732 65 855 1 7 0063 28. 437 627 681 761 [1001 632 180053 00 700 76 1B1530 76 1 82430 57 571 85 662 826 72 1S3'65 494 633 738[300] 54 184:23 7-1 02 843 683 90 1 85709 81 802 1 88154 829 1 8741} 665 95 772 1 88116 242 430[200] 629 1 88006 170 570 824 Die Ziebunp der 2. Klasse findet am J. tnd 10. Februar 101! atatt, iBfrantttortlicher Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag. Vorwärts Buchdruckerei u. PertagSaiijlait Pau' Singer u. Co., Berlins� Dr. II 29. Iahrgasg. 4. KeilU Ks Jotmiitfs" Stiliner MUlntt. Sovntag, 14. Janvar 1912. partei- Hncfelegenbeiten, Eechstcr Wahlkreis. Die Genossen von Moabit werden auf die heute abend 6>A> Uhr im Moabiter GesellschaftshauS, Wiclefstr. 24, Itallfindende östenlliche politische Versammlung für Männer und Frauen aufmerksam gemacht und ersucht, zahlreich zu erscheinen. Tagesordnung siehe Inserat. Stralau. Zur Einsichtnahme in die Gemeindewählerliste fordert ein Flugblatt auf, das am Mittwoch, den 17. Januar, von den be- kannten Zahlabendlokalcn verbreitet werden mutz. Die Genossen wollen vollzählig zur Stelle sein. Britz-Buckow. Heute Sonntag, den 14. Januar: wichtige Flug- blattverbreitung von den bekannten Stellen aus. Der Vorstand. Friedrichshagen. Heute früh S1/» Uhr Flugblattverbreitnng von den bekannten Stellen aus.' Die Bezirksleitung. Eichwalde. Dienstag ab 8 Uhr von Wittes Waldschlötzchen Flugblattverbreitung zwecks Einsichtnahme in die Gemeinde- Wählerliste. Nicder-Schönhauscn. Heute Sonntag früh 8 Uhr Flugblatt- Verbreitung von den bekannte» Stellen aus. Die Bezirksleitung. Spandau. Die für heute Sonntag früh angesetzte Flug- blattverbreitung findet erst am Dienstag, abends 7 Uhr, von den Arbeitslokalen der Reichstagswahlbezirke aus statt. Die Genossen werden ersucht, sich zu den Stichwahl- arbeiten vollzählig zur Verfügung zu stelleit. Morgen Montagabend L'/z Uhr, erweiterte Vorstands- s i tz il n g bei Fritz Perzilcs, Pichelsdorfer Str. 5. Alle Funktionäre, auch die Wahlleiter der einzelnen Bezirke, haben zu erscheinen. Der ordentliche Zahlabend für Januar findet Mittwoch, den 17. Januar, statt. Der Vorstand. Lerbner Nacfmcbten» Die Wahl in de» Beamtenstädteu. Die Städte Wilmersdorf, Charlottenburg und vor allem Potsdam beherbergen in ihren Mauern zahlreiche Beamten. Cs ist charakteristisch, wie in diesen Städten die sozialdenio- kratischcn Stimmen in recht erheblichem Matze gewachsen sind. So wird uns aus Wilmersdorf geschrieben: „Ganz besonders mutzte sich in Wilmersdorf zeigen, ob die oumatzende Behauptung preutzifcher Behörden und der unter ihrem Einflutz stehenden Beamtenorgauisationen, datz der D i e n st e i d die Betätignug im sozialdemokrantchen Sinne verbiete, die von der Regierung gewünschte Wirkung ausüben werde. Keiner der grötzeren Vororte hat einen derartigen Zuwachs in den letzten Jahren er- halten als Wilmersdorf, die steuerkräfligste Stadt im ganzen preutzischen Staat. Durch die an dieser Stelle mehrfach gekennzeichnete WohnnngS- Politik des Magistrats wird der Zug nach dem Westen, von dem einzig die wohlhabende Bevölkerung Grotz- Berlins ergriffen ist, künstlich gefördert; und in der Tat sind eS fast nur gutgestellt Bürger und keine Arbeiter, die sich hier in den komfortabel ein- gerichteten Wohnungen der neuen! Stratzenzüge häuslich niederlassen. TaS Beamtenelement überwiegt in Wilmersdorf aber so sehr, botz eS bei den öffentlichen Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung geradezu von ausschlaggebender Bedeutung ist. Unter diesen Unistanden konnte man hier auf das Wahlresultat vesonders gespannt sein. Seit 1907 hatte sich die Zahl der eingeschriebenen Reichslagswähler in Wilmersdorf von IS 775 auf 27 147 vermehrt. Von den Wählern beteiligten sich vor fünf Jahren 12 408 oder 78,7 Proz., diesmal hingegen 22 S7S oder 83,3 Proz. an der Wahl. Die wesentlich erhöhte Wahlbeteiligung Uetz ein der Sozialdemokratie nachträgliches Ergebnis erwarten, zu- mal die Demokratische Vereinigung durch eine fleitzige Veriaiumlungspropaganda dasür gesorgt hatte, datz auch Nichtsozial- demokraten der radikalsten Richtung für einen ihnen genehmen Kau- didaten stinmien konnten. Und nun das W a h l r e s u l t a i. Auf den Konservativen halten sich in Wilmersdorf 1907 die meisten bürgerlichen Stimmen, nämlich 4739 vereinigt: diesmal erhielt nach der vorläufigen Zählung der»liltelstaiidsvernichtende Mitlelstandsretter March nur 3942 Stimmen. Beträchtlich besser schnitt der Fortichrittler Spiegel ab: die frcisiniiig-nationalliberalen Stimmen vermehrten sich von 3138 im Jahre 1997 auf 7718>m Jahre 1912. Der Demokrat Schubert erhielt ani 12. Januar 118S Stinimcn; der Zählkandidat des Zen- trumS 394, der Pole 98, der Christlich-Soziale BehrendS 20 und der Beamtenkandidat Stürmer 27 Stimmen, wäheeild 1997 im Ganzen nur 1ö8 zeriplittcrte Stimmen in Wilmersdorf abgegeben worden waren. Unser Parteigenosse Zubeil aber erlebte im reichen WilmerS- d o r f die Genugtuung, seine S t i ,n in e n z a h l von 4739 im Jahre'l 997 auf 9811 vermehrt zu sehen. Bei den Hottentottemvablen eiitsielen 38,1 Proz.. diesmal hingegen 43,4 Proz. aller abgegebenen Stimmen auf den fozialdemo- kra tischen Kandidaten." » DaS Ergebnis der Rcichstagswahl in Charlottenbnrg. March. Fabrikbesitzer, Cbarlottcnburg 4894 Stimmen: Ovpers- dorff. Reichsgraf. Berlin 893 Stimmen: Dr. Spiegel, Professor, Cbarlottenburg 21918 Summen: Schubert. Architekt.� Lankwitz 1445 Stimincn: Zubeil, Stadtverordneter, Berlin 32 729 Stimmen: Behrens, Ecncraliekietär, Essen 98 Stimmen; CbocizewSki, Volks- schrifisteller, Gnesen 4l9 Stimmen: Stürmer, Friedenau 37 Stimmen; zersplittert 19 Stimmen: ungültig 75 Stimmen.- G Aus Potsdam, dem Kreise Liebknechts, wird geschrieben: ..Unter allergrötzter Spannung erwartete mau in Potsdam das Ergebnis der Reichstagswahl im Kreise PotSdam-Spandau-Osthavel- land, der hart umslritte» wurde. Die Wahl ging überall glatt von statten und eine äutzert rege Beteiligung machte sich von der ersten Stunde bemerkbar, in manchem Potsdamer Bezirk betrug die Wahl« beteiligung 92 bis 95 Proz. aller Stimmberechtigten. In Potsdam habe» die Stimm der Rechtsparteien eine» Rückgang von 899 auf- zuweisen, währen, oie Liberalen diesen Stimmenverlust der Rechten al» Gewinn bucben können. Die Sozialdemokratie kann ein st a r k e s Anwachsen verzeichnen". » In der Arbeiterstadt Rixdorf hat daS Proletariat in geradezu alänzender Weil, gewählt. Insgesamt hielten in Rudorf: Expedient Zubeil lSoz.i 47 999 Stimmen. Prof. Tr. Spiegel iFoilichr.) 5753 � Stimmen, F.ibrikv, sitzer Marcd lKoni.) 792 Stinmien. A'ch'l'kt Schubert(Demolratj>845 Stimmen. Generolselretär BebrenS ,chtist.-soz) 147 Stimmen, Stadtsekietär Stürmera»ileiikd.) 29 Stimme», Reicbsgraf v. Oppeisdoiff (Zciurunis 799 Stinmien, Schriftsteller p. CbocizewSki(Pole) 211 Stimineii Zeriplitterl 18 Stimmen, ungültig 298 Stimmen. Bei der ReichSiagSwahl 1997 erhielte» in Rixdorf die bürger- liche» Kandidaten insgesamt 7947. die Sosialdemokraten 29 339 Stimmen. Bei der damaligen Wahl staiioeil 94i»3 bürgerliche gegen 47 990 sozialdemokratische Stimmen. Auch die Stadt Lichtenberg hat gleichfalls gerecht gewählt. Bon 19 821 abgegebenen Stimmen erhielten: Stadthagen 15 994. Kon- fervaiiv 1349. Freisinn 1593. Zentrum 107, Polen 93, Zersplittert 17, «gültig waren 119 Stimmen. Bemerkenswerte Ergebnisse weisen noch Schöneberg sowie einige stark mit Beamten durchsetzte Lororte des Riesenwahl- kreises Teltow-Beeskow ans. In Schöueberg erhielt Genosse Zubeil 17 478, Dr. Spiegel (Fortschr.) 19 999, March(kons.) 2989, Behrens(W. Vg.) 135, Schubert(Dem.) 1261, Gras Oppersdorff(Z) 945 und ChocizewSki (Pole) 52 Slimnien. In Friedenau vereinigte unser Kandidat 3281, Dr. Spiegel (Fortschr.) 3532, March(kons.) 926, Bebrens(W. Vg.) 25, Schubert (Dem.) 397, Graf Oppersdorfs(Z.) 91 Stimmen. In Steglitz gaben 9834 Wähler ihre Stimmen für Zubeil, 4985 für Dr. Spiegel, March 1899, Behrens 59, Schuber 1591, Graf Oppersdorff 316. In Zchlendorf erhielt Zubeil 1243, Dr. Spiegel 1953, March 992, Schubert 185 Stimmen. Wahlanekdoten werden wieder in reichlicher Weise erzählt. So teilt die„Vossische Zeitung" mit: „Im dritten Berliner Reichstagswahlkreise läutete ein Wähler tclephonisch im fortschrittlichen Wahlbureau an und kldgte in den höchsten Fisteltönen, datz seine Partei, die demokratische Vereinigung, ihm noch keinen Stimmzettel auf den Namen des demokratischen Kandidaten für den dritten Wahlkreis geschickt habe. Ob das fort- schrittliche Wahlbureau ihm nicht einen solchen Stimmzettel ver- schaffen oder wenigstens ihm den Namen des demokratischen Kandi- datcn und das Wahllokal, wo er(der Anrufende) wählen müsse, angeben könne. Ein anderer Wähler gab, ebenfalls telephonisch, seinem Schmerze Ausdruck, datz er durch Krankheit gezwungen sei, das Zimmer zu hüten und deshalb nicht zur Wahl kommen könne. Ob es nicht möglich sei, die Herren des WahlbureauS auf seine Kosten per Auto nach seiner Wohnung zu bringen, damit ihm die Aus- Übung seines Bürgerrechts ermöglicht werde. Ein Dritter erklärte gleichfalls durchs Telephon, er könne aus geschäftlichen Gründen unter keinen Umständen abkommen. Man möge doch sofort„einen" herschicken, der ihm den Stimmzettel ab- nehme. Als ihm gesagt wurde, das gehe leider nicht an, wurde der gute Mann wütend und schrie mit Stentorstimme inS Telephon: „Aha. jetzt setzen>«ie sich aufs hohe Pferd!"" Aus einem Wahllokal index Prinzenallec(sechster Kreis) wird uns berichtet, datz bei der Auszählung der Stimmen ein Stimm- zettcl gefunden ivnrde, auf dem ei» Wähler erklärte, datz ihm keine der Parteien behage und er deshalb seine Stimme dem Kaiser gebe. Tie Stimme war ungültig, weil der Kaiser nicht wählbar ist. Die ZweckverbaudSversaiiiiillutlg für Grotz-Berlin, die gestern im Rathause zusammentrat, nahm den Bericht des Ausschusses über die Wahl des anzustellenden Verbands- direktors entgegen. Es wurde ohne Debatte den vom Aus- schütz vorgeschlagenen Anstellungsbcdingungen zugestimmt und beschlossen, die Stelle öffemlich auszuschreiben. Von Arbeitern der A. E. G. in der Schlegelstr. 27 wird uns geschrieben:„Die so acbciterfreundliche A. E. G. gab den ge- samten Arbeitern am Montag, den 8. Januar, die Erlaubnis, am Wahltage nach Wunsch den ganzen Tag Urlaub zu nehmen. Es sollte keinem der Beschäftigten etwas in den Weg gelegt werden. Bis zum Mittwoch abend mutzte man sich bei seinem Meister ge- meldet haben. Das geschah auch. Alles richtete sich danach ein: Die Bezirksführer sowie Mitglieder hatten über ihre Zeit verfügt und schon ihre Ämter inne. Da auf einmal Uetz die Leitung eine halbe Stunde vor Feierabend die Meister sagen: Wer zum Tage der Wahl Urlaub erhalten habe, müsse sich dies jetzt verkneifen, sofern cr nicht eine amtliche Funktion zu versehen habe und dies schriftlich nachweisen könne. Es hätte nichts genutzt, vorstellig zu werden, da von den matz- gebenden Personen niemand anwesend war. auch war es so sehr kurz vor Feierabend. Alle anderen grötzeren Firmen haben, soweit bekannt, ihren Arbeitern nach Bedarf freigestellt, dem Betriebe fernzubleiben:»ur die A. E. G. droht bei Zuwiderhandlungen mit Entlassung. Besonders liberal ist das nicht. I» seiner Wohnung tot aufgefunden wurde gestern der 55 Jahre alte Tischlergeselle Friedricd Shilling ans der Thaerstr. 7. Scbilling der Wiliver ist, bewohnte im Ouergebäude des Hauses eine Stube für sich allein. Mit seinen zahlreichen Nachbarn, die auf demselben Flur wohnen, pflegte cr nur wenig zu verlebten. Nur bei einer Familie pflegte er hin und wieder einmal vorzusprechen. Diese wunderte sich jetzt, datz er seit Weihnachten sich nicht mehr hatte sehen lassen. Der Mann sah deshalb durch die Glasscheibe, die oberhalb der Tür angebracht ist, und stellle nun fest, datz Schilling tot aus dem Futzboden lag. Die nähere Untersuchung ergab, datz er sich übergeben hatte. Ein Arzt stellte fest, datz er auch schon drei Wochen dort liegen mutz. Es ist also sehr gut möglich, datz Schilling, der gern einen Schnaps trank, an den Folgen der Methylalkohol- Vergiftung gestorben ist und zwar zurzeit des Massensterbens an den Weihiiachtsseiertagen. Ter verschwundene Rechtsanwalt Dr. Hailliant konnte trotz eifriger Nachforschmigeu unmer noch nicht ermittelt werden. Leider bat sich auch die Person noch nicht gemeldet, die im Austrage des Vcr- schwundencn den Brief in den Bahnpostlasten geworfen hat, weil sie ihn vergessen hatte abzugeben. Andere Zeugen wollen gesehen haben, wie ein Mann, der dem Aeutzeren nach mit dem Rechts- anwalt identisch ist, mit dem um 5,42 Uhr morgens von Berlin ab» gehenden Zuge nach Satznitz gefahren ist und zwar mit einem Wagen vierter Klasse. Dieser Mann trug autzer ei»em abgetragenen Jackett- anzug auch die blonde, gewellte Perücke. ES ist auch leicht möglich, datz Dr. Hailliant diesen Weg genommen hat, um über Satznitz »ach Rutzland zu entkommen. Auch diese Spur wird Weiler ver- folgt werden. Der Zopfabschneider, über dessen gefährliche? Treiben wir vor einige» Tage» berichteten, ist gestern wieder in Rixdorf aufgetreten. Als gestern morgen die 14 Fahre alte Schülerin Frida B. aus der Hermannstratze nach der Gemeindeschule in der Boddinstratze ging, wurde ihr auf dem Wege, ohne datz sie irgend etwas merkte, der Zopf abgeschnitten. Erst als sie auf dem Schulhof angekommen war, wurde sie auf das Fehlen ihres Zopfes von ihren Mit- schülerinnen aufmerksam gemacht. Alle Direktoren der Rixdorfer Schulen sind angewiesen worden, die Schnlmädchen vor dem ge- fährlicheu. zweifellos krankhaft veranlagten Menschen zu warnen. Mit seltener Frechheit gingen Einbrecher vor, die in der Nacht zu gestern das Herrengarderobengcsctiäst von A. Raitzig in der Frank- furter Allee 107 heimsuchten. Zuerst velschafften sich die Diebe Ein- gang zu de» Kellerrärnnen. Dort bohrten sie ein 35 mal 75 Zenti- meter grotzes Loch in die Decke, durch vas sie dann in die Geschäfts« räume gelangten. Nachdem sie für ungefähr 3599 M. Anzüge und sonstige Kleidmigsslücke in de» Keller geworfen und hier in Karlons und Kiste» verpacki hatten, gingen sie ans den Hos und holten sich von dorr einen Handwagen. Auf dielen luden sie die verpackim Sachen und fuhren damit unbehelligt davon. Ein im Hause wohlicnder Schmied sah die Leute auch gegen 7'/$ Uhr morgens, wie sie die Waren sortschaffien. Er lietz sie jedoch ruhig gewähren, weil er sich nichts Arges dabei dachte, besonders deshalb nicht, weil die- selben Männer vor einigen Tagen dort gewesen waren und eine an« scheinend leere Kiste abgeholt hatten. Dies hatten sie jedoch eben- falls nicht im Auftrage des Geschäftsinhabers gemacht, sondern auf eigene Faust. Bon diesem Diebstahl hatte der Bestohlcne bisher aber noch nichts gemerkt. Eine traurige Aufklärung hat daS Verschwüiden des 51 Jahre alten Photographen Rudolf Lnast aus der Lychener Str. 32 gefunden. Seit dem 28. Dezember v. I. war Quast, der Junggeselle ist und bei seiner 72 Jahre alten Mutter wohnte, spurlos verschwunden. Drei Tage später machte die alte Frau, die fast keinen Schritt mehr gehen kann, durch Nachbarn Anzeige bei der Polizei. Sie dachte vorerst nicht daran, datz ihr Sohn, der in der Neuen Rotzstr. 5 ein Atelier für Vergrvtzernngen von Photographien hat, dort sein könne. da sie an nichts Arges dachte. Erst gestern lietz sie durch den HauS- wirt seine Atelierräume öffnen. Hier fand mau ihn nun tot auf dem Sofa sitzen. Er hatte drei Gashähne geöffnet und sich durch Einatmung des Gases vergiftet. Nach der Feststellung eines Arztes bat er ungefähr 14 Tage in den Räumen gelegen. Datz weder ein Verwesungsgeruch, der ja auch bei der grotzen Kälte nicht so schnell eintritt, nocv ein Gasgeruch wahrgenommen worden ist, liegt daran. datz seine Räume dort im vierten Stock allein liegen. Der Grund zum Selbstmord des Photographen ist in schweren Geldverlusten zu suchen, die er in der letzten Zeit hatte. Arbeiter-Samaritcr-Kolonnc Groß-Berlin. Heute, Sonntag, den 14. Januar, vormittags 11 Uhr, I. Abteilung, Patholog. Institut Alexanderufer. Lehrabende finden folgende statt: 15. Januar, 2. Ab- teilung, Bruinienstr. 154, bei Dase: 17. Januar, 5. Abteilung. Rix« darf. Erkstr. 8, bei Gültig: 18. Januar, 4. Abteilung, Lichtenberg, Scharnweberstr. 69, bei Pickenhagen. Beginn 9 Uhr. Gäste will« kommen._ Vorort- JSacb richten« Martendorf. Die letzte Gemeindevertretersitzung wurde unter dem vorfitz de» neuen Gemeindevorstehers Dr. Piütz abgehalten. Wenn der neue Vorsteher alles das hält, was er in seiner Antrittsrede versprochen, so ist zu erwarten, datz von nun an ein anderer Geist die AmtS« geschäfte der Gemeinde beseelt. Die erste Sitzung brachte sogleich eine für die Gemeinde Mariendorf autzerordenilich wichtige Ver- ändernng. Die Zusammenlegung des Amtsbezirks mit dem Genieindebezirk wurde einstimmig beschlossen. Dadurch wird vor allen Dingen der Gemeindertretung die Möglichkeit ge- geben, für die Zukunft auch Einflutz auf die AmtS- inid Polizeigeschäfte ausüben zu können. Bisher war die Vertretung gegenüber den Polizeimatznahmen machtlos. Dieser Zustand ändert sich vom 1. April ab. Desgleichen werden die Bureaustundeu von nun an schon bei der Anus- und Gemeindeverwaltung zusammen- gelegt. Sie fallen jetzt in der Zeit von 8—3 Uhr. Für die Arbeiter- schalt wäre es vielleicht besser gewesen, wenn die bisherigen Bureau- stmiden von der Gemeindeverwaltung beibehalten worden wären. Ein Arbeiter, der in Berlin arbeitet und bei der Gemeindeverwaltung etwas zu erledigen hat. mutz jetzt beinahe einen ganzen Arbeitstag versäumen, wohingegen er beim früheren Zustand höchstens ein bis zwei Stunden nachmittags zu opfern brauchte. Köpenick. Mit der Aufklärung eines eigenartigen Todesfalle» beschäftigen sich die Behörden in Köpenick. In der Herberge in der Friedrichs- Hagener Stratze erkrankte in der gestrigen Nacht unter VergiftungS- ericheinungen der 36jährige Arbeiter Wilhelm Schulz. Es stellten sich bei dem Erkrankten starke Brecbdurchfälle ein und nach mehrere» Stunden starb Sch. unter grotzen Oualen. Ein hinzugerufener Arzt vermochte die Todesursache nicht festzustellen. Die Leiche wurde Von der Polizei beschlagnahmt und die Obduktion beantragt. Ans der frauenbewegirng« Leseabende. Steglitz. Am Montag, den 15. Januar, abends 8V, Uhr, bei Heiz- mann, Florastr. 2a. Tagesordnung: Vortrag der Genossin Schulte über„Die Schäden der Heimarbeit." Die Genossinnen werden um recht zahlreiches Erscheinen ersucht. Rummelsburg. Montag, den 15. Januar, spricht bei Blume. Alt- Boxhagen 56. Genossin A r e n d s e e über„Der Militarismus und die Frauen: bei Krüger. Türrschmidtstratze. Genosse Gäbel über»Die Frauen im wirtschaftlichen und politischen Leben." Eue aller Qtlelt. öcbmkcnsfabrt eines deutfcben Dampfers. Das Pariser»Journal" berichtet aus New Dork, datz ein deutscher Dampfer dort nach einer aufregenden Ueberfahrt an« gekomme» ist. Die Besatzung erzählt wahrhaft entsetzliche Einzel- heilen über die Reise. Das Schiff, daS von Kallutta noch New Dort unterwegs war, hatte unter anderer Fracht einige grotze Käfige mit Schlangen an Bord, worin sich mehrere Kobraschlangen, die giftigsten indischen Reptilienarten, befanden, die für einen Händler in New Jork bestimmt waren. Vier Tage nach Abgang des Dampfers machte man die Beobachtung, datz der Käfig schlecht verschlossen war und die Schlangen daraus entwichen waren. Allen an Bord befindlichen Personen bemächtigte sich eine furchtbare Panik, die sich am folgenden Morgen noch mehr steigerte, als ein Matrose von einer Dobra gebissen wurde. Der Unglückliche starb binnen wenigen Sekunden unter den entsetzlichsten Schmerzen. Man gab sich alle Mühe. die gefährlichen Tiere wieder einzufangen, aber ohne Erfolg. Während der Nacht legte sich niemand schlafen a»s Furcht, von einem der Reptilien gebiffen zu werden. Die Ueberfahrt gestaltete sich zu der auf- regendsten, die das Schiff jemals gemacht hatte. Niemand wagte sich zu bewegen, und der Dienst auf dem Schiffe wurde in- folgedessen stark vernacblässigt. Die beständige Todesfurcht der Mannschaft lähmte die Energie aller. Mehrere Matrosen mutzten bei der Ankunft des Dampfers in New Aork sofort dem Hospital zu- geführt werden, da sie schwere Nervenkrämpfe erlitten hatten. Im New Uorker Hafen ist man augenblicklich eifrig damit beschäftigt, das Schiff von seinen gefährlichen Gästen zu säubern. Eine nette Familie. Das Schwurgericht in Caen verurteilte die Baronin d« Couvrigny zum Tode und ihren achtzehnjährigen Sohn Robert zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit. Der Sohn hatte auf Anstiften der Mutter seinen Vater, den di« Baronin bereits vorher zu vergiften versucht hatte. erschossen. Beide waren dem Trünke ergeben, führten ein aus- s-vweifendes Leben und hatten die Tat verübt, weil ihnen von dem Baron Vorhaltungen gemacht wurden. Kleine Notizen. Fliegers Tod. Während eines Fluge» in der franzostscken Ort- schafr Sentis stürzte der Flieger Ruchonnete aus 199 Meter Höhe ab und ivar sofort tot. „ Den Stiefvater erschlage». In der französischen Ortschaft Sajteny unterhielt der Bauernbiirsche Mooz ein Liebesverhältnis mit seiner Stiefmutter. Als er von seinem Vater überrascht wurde, erschlug cr diesen mit einer Holzaxt. Der Täter wurde verhaftet. Mocken-Spielplan der Berliner Cbeater. Königt. Opernhaus. Sonntag: Der Rosenkavalier. Montag, Othello. Dienstag: EavaUsria rustioan». Bajazzi. Mittwoch: Königs. Imin. Donnerstag: Der Rofenkavalier. Freitag! Siegstted.(Anjau, 7 Uhr.) Sonnabend: Der Rosenkadalier. Sonntag: Othello. Monta»: Mignon.(Anfang 7'/, Uhr.) ßimigl. Schauspielhaus. Sonntag: Der Bettler von Syrakus. Montag Die Welt, in der man sich langweilt. Dienstag: Der Schlag- bauin. Mittwoch: Nriel Acosla. Donnerstag: Dte Geschwister. Robert Guislard. Der zerbrochene ftrug. Freitag: Der eingebildete Kranke. Eonnabend: Der Bettler von Syrakus. Sonntag: Prinz Friedrich von Homburg. Montag: Doktor Klaus.(Ansang 7'/, Uhr.) Neues königl. Operntheatcr, Sonntuguachiinttag 3 Uhr: Julius Eäsar. Abends: Die Frau vom Meere. Montag bis nächsten Sonntag: Geschlossen. Deutsches Theater. Sonntag: Der Zorn des Achilles. Montag: Faust. 1. Teil. Dienstag: Der Zorn des Achilles. Mittwoch: Turandot. Donnerstag: Der Zorn des Achilles. Freitag: Pcnthesilea. Sonnabend: Faust. 2. Teil.(Ansang K>/, Uhr.) Sonntag: Der Zorn des Achilles. Montag: Penthcsilea.(Ansang 7'/» Uhr.) Kammersptrlr. Sonntag: Ossiziere. Montag: Frühlings Erwache». Dienstag: Osiizierc. Mittwoch: Lanväl. Donnerstag: Ossiziere. Freitag: Nathan der Weise. Sonnabend und Sonntag: Eine glückliche Ehe.(Aniana 7 Uhr.) Montag; Gawan.(Ansang 8 Uhr.) Lessing-Dbeater. Sonntagnachinlttag 3 Uhr: Gespenster. Abends: Gudrun. Montag: Glaube und Seimat. Dienstag: Gudrun. Mittwoch: Der Biberpelz. Donnerstag: Gudrun. Freitag: Die Frau vom Meere. Sonnabend und Sonntag: Gudrun. Montag: Glaube und Heimat.(An- sang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bummelstudenten. Abends bis Montag: Große Rosinen.(Ansang 8 Uhr.) NeiicS Schauspielhaus. Sonntag bis Mittivoch: Heiilgenwaid. Donnerstag: Alt-Heidelberg. Freitag bis Montag: Hetttgenwatd.(Ansang 8 Uhr.) Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Regimentstochter. Abends: Fra Diavolo. Montag: Der Barbier von Sevilla. Dienstag: Rigolctto. Mittwoch: Der Freischütz. Donnerstag: Fra Dtavolo. Freitag: iCa Travtata. Sonnabend und Sonntag: Undine. Montag: Fra Dtavolo (Anfang 8 Uhr.) Kurfürften- Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. AbendS: Der Schmuck der Madonna. Montag: Pbitemon und Baucis. Dienstag: Das goldene 5treuz. Der Dorsbarbier. Mittwoch bis Sonnabend: Der Schmuck der Madonna. Sonntag: Ticsland. Mon- tag: Das goldene Kreuz. Der Dorsbarbier.(Ansang 8 Uhr.) Kleines Tbeater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Angele. I. Klasse. Allabendlich: LottchenS Geburtstag. Gentz und Fanny Eljzler. Hockenjos. (Ansang 8 Uhr.) NenrS Theater. Sonntaqnachmtttag 31/, Uhr: DaS Mädel von Monimarlre. Allabendlich: Die kleme Freundin.(Anfang 8 Ubr.) Schillcr-Theatrr v. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Probe- kandidat. Abends: Der Weg zur Hille. Montag: Zopf und Schwert. Dienstag: Der Weg zur Hölle. Mittwoch: Der Kilometersresser. Donners- tag: König Heinrich. Freitag: Der Kilometersresscr. Sonnabend: Der Weg zur Hölle. Sonnlag: Madame Sans-Genc. Montag: Der Kilometer- sresser.(Ansang 8 Uhr.) Schiller-Theater Gharlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Do» Carlos. Abends: Der Kilometersresser. Montag: Die Wildente. Dienstag: Der Kilometersresscr. Mittwoch: Dte Wildente. Donnerstag: Maskerade. Freitag: Der Weg zur Hölle. Sonnabend: Der Kilometer- fresser. Sonntag: Der Weg zur Hölle. Montag: Emiita Galolti.(Ansang 8 Uhr.) Friedrich- Wilhelmstödtisches Schauspielhaus. Sonntagnach- mittag 3 Uhr und abends: Napoleon Bonaparte und seine Frauen Montag bis Sonnabend: Bonaparte und seine Fauen. Sonntag: Zwei glückliche Tage. Montag: Minna von Barnhclm.(Ansang 8 Uhr.) Residcnz-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Dte Dame von Maxim Täglich: Ein Walzer von Cbovin.(Ansang 8 Uhr.) Theater in der Köiiiggräher Strafte. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Fallissement. Täglich: Die süns Franlsurtcr.(Ansang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fatlnltza. Sonnabeildiiachmittag 3 Uhr: Max und Moritz. Russisches Ballelt. Sonnabend und Sonntag: 8 Uhr.) Allabendlich: Polnische Wirtschast.(Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: McyerS. AbendS bis große Geheimnis. Freitag bis Montag: Die Damen AbendS: Wiener Blut. Montag bis Frcltag: Wiener Blut.(Ansang Thalia-Tyeatcr. Luftkpielhaus. Donnerstag: Das des Regiments.('Ansang 8 Uhr.) Neues Operetien-Tftcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Gras von Luxemburg. Allabendlich: Die moderne Eva.(Ansang 8 Uhr.) Trianon-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Francillon. All- abendlich: Das kleine Eass.(Anlang 8 Uhr.) Rose-Thrater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Glöckner von Rotte- Dame. Abends und Montag: Heimat Dienstag: Der Kamps gegen den Kuß. Mittwoch: Heimat. Donnerstag: Zwillinge. Freitag: Heimat. Sonnabend, Sonntag. Montag: Zwillinge.(Ansang 8 Uhr.) Luisen-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: In Dunkel gehüllt. Abends: Wir tanzen durchs Leben. Montag und Dienstag: Berlin O. Mittwoch und Donnerstag: Wir lanzen�durchs Leben. Freitag: Der Ber- schwendcr. Sonnabend; Berlin O. Sonntag und Montag: Der Per- schwendcr.(Anfang 8 Uhr.) Belle-Alliancc-Thcater. Sonntagnachmittag 8'/, Uhr: Zapfenstreich. Abends: S herlock Holmes.(Ansang 8 Uhr.) Montag: Der Freischütz. Dtenslag lind Mittwoch: Shcrlock HotmeS. Donnerstag: Hamlet. Frei- tag: Drei Einakter. Sonnabend: Sherlock Holmes. Sonntag: Die Räuber. Montag: Undine.(Ansang 3'/, Uhr.) Neues Voltstheater.(Neue Freie Bollsbühne.) Sonntag: Frttzchen. Der zerbrochene Krug. Montag: Der Sttom. Dienstag: Leidenschajt. Mittwoch: Geographie und Liebe. Tonnerstag: Fritzchen. Der zerbrochene Krug. Freitag: Lcidenschast. Sonnabend und Sonntag: Frttzchen. Der zerbrochene Krug.(Ansang 8 Uhr.) Bühnengenossenschaft. Sonntag in den Pharussälen, Müllerstr. 142: Flachsmann als Erzieher. Montag, Theater All-Berlin: Kabale und Liebe. Mittwoch in den Pharussälen, Müllerstr. 142: Das Glück im Winkel. Donnerstag im Theater Alt-Berlin: Das Glück im Winkel; in den Sophien- säten, Sophienstr. 18: Der. Raub der Sabincrinnen; in den Hohcnstauscn- säten, jkottbuser Damm 76: Kabale und Liebe; in Moerners Feslsäten, Koppensir. LS: Flachsmann als Erzieher. Freitag, in den Prachlsälen des Ostens, Franksurter Allee 151/153: Kabale und Liebe. Casino-Tlieater. Sonntagnachmittag 31/, Uhr: Die Tochter des SttäslingS. Abends täglich: Der Kamps umS Dasein.(Ansang 8 Uhr.) Mmovol-Tbeiucr. Sonntagnachmittag 3 Uhr; Miß Hclyelt. All- abendlich: Dte Nacht von Berlin.(Ansang 8 Ubr.) Folies Gapricc. Allabendlich: Mandclblüths Polterabend. Waffen» Übung. Losgelassen.(Ansang 8'/, Uhr.) Herrnfcld Theater. Täglich: DaS Kind der Firma. Schmerzlose Behandlung.(Ansang 8 Ubr.) Avotlo- Tdenter. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr und abends täglich: Spezialitäten(Aniang 8 Ubr.) Walhalla. Sonntagnachmitiag 31/, Uhr: Die größte Sünde. All- abendlich: Teusel, das hat eingeschlagen!(Ansang 8'/, Uhr.) Zirkus Busch. Sonntagnachmittag 3'/. Uhr: Große Vorstellung. Täglich: Gaia-Vorstellung.(Ansang 71/, Uhr.) Zirkus Tchniiiann. Sonntagnachmittag 3'l, Uhr: Große Vorstellung. Allabendlich: Gala-Vorstellnng.('Ansang Vi, Uhr.) Zirkus Sarraiani. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Große Vorstellung. Alladendtich: Gala-Vorslcllung.(Ansang 8 Uhr.) Paffiige- Tyeaker. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezlalilätcn. Täg- lich: Speziatitären.(Ansang 8 Uhr.) Reichsyalle»- Theater. Täglich: Stelttner Sänger.(Ansang L Uhr, Sonntags 7 Uhr.) Köuigsladi-Kasino. Täglich: Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr.) Carl-Havertand-Theater. Täglich: Speziatiläten.(Ansang 7st. Uhr.) JntimcS Theater. Täglich: Ter Brandstitter.(Ansang 8'/, Uhr.) Wintergarten. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Sonntag »achniittag 3 Uhr: Spezialitäten. Urania. Theater. Zalitenftr. 48/49. Sonntag: Von 37! c van zum Ortler. Montag: Aus dem Leben deS McereS. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: Von Me> an zum Ortler. Freilag: AuS dem Leben des Meeres. Sonnabend und Sonntag: Von Meran zum Lillcr Montag: Unbestimmt.(Ansang 8 Ubr.) Sternwarte. Jnvaüdcntlr. 57— 63. /no*<ßnu/ Zm? 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Ragnit-Pillkallen 3. Gun, binnen... 4. Stallupönen-Goldap 5.»ngerburg-Lotzen. ö. Oletzko-Lbck...i, 7. SenSburg-OrtelSbg. Reg.-Vez. Tanzig. 1. Elbing-Maricnburg 2. Danzig(Land).. 3. Danzia(Stadt).. 4. Reustadt-KarthauS. S. Verent-Stargard.!! Reg.-Bez.Marienwrrdcr. I. Sluhm-Marienw.. 2. Iioienberg-Löbau. 3. Graudenz-SlraSbg. 4. Tborn-Kulm... ö. Slbwey..... 6. Konitz.?u 7. Greifenbg.-Kanimin .�i Reg.-Bez. KöSlin. 1. Stolp-Lauenburg. 2. Bütow-Skblawe.. 3. Kolberg-Köslin.. 4. Belgard- Dramburg 5. Neuste itin.... Reg.-Bez. Stralsund. 1. Rügen-Slraliund 2. Grimmen- GreiiSw. Reg.-Bez. Posen. 1. Posen..... 2. Samter-Obornik 3. Meieriv-Boinst. T 4. Kosten-Neutomischl. 5. Goslhn-Rawuich. 6. Frausladl-l-issa.. 7. Scdrnnm-Sctiroda. 8. Wreswen-Pleschen. 9. Krowichin.... 10. Ädelnau- Schildberg Reg.-Bez, Bromdcrg. 1.(5,ar»iiau-Kolmar. 2. Wirsiy-Scbubin.. 3. Blomberg.... 4. Hohensalza.-- 6. Gnesen. Woilgrowiy Reg.-Bez. BrrSlou 1. Guhrau-Steinau 2. Militsch- Trebnitz v 8. Wortenberg-LelS.; 4. Namslau-Brieg.. 1 5. Ohloa-Rimptsch..1 6. BreSlau-Oi't.. 7. Bre»lau-West.. 8l. Breslau-Neumarkt 9. Striegau-Schweidn. 10. Waldenburg...!! 11. Rcichenbach-Neurode 13. Glatz-Habelschwerdt 16. Franke»stc>n-M...>1 1803 61!3 17162! 14628 1866| 1461 1322! 1937 1265 3396 1393 633 4172 3456 1377 544 102 329 560 430O| 3813li| 14101' 89561' 17936 142502! 5106; 212'i 7931» 6229 8572! 8021!4j 21505!! 13266 I 18291 162717 4506 902711 5421 14887:j 80301 1 52301 7324; 12657 10901: 12500 1012 8913 20628 18052 2368 i 17001 1187 Frisch. Soz., Soz. j, Soz. j Soz.; Soz. 590— l— — Pole 1089 St. Natl. Kons. St. Kons. Fortsch. Haasc, Soz. St. Kons. Fortschr. Frommer, Kons. Preutz, Kons. v. Veit, Kons. v. Nehbel, Kons. Krix. Zcntr. v. Brederlow Kons. St. Rp. Fortschr. Graf Kanitz, Kons. —';St. Kons. Fortschr. .Krclh, Kons. I.Caser, Natl. —] Pole, Reck. Kons. — i 2690».Bieberstein(Kons.) 4379;— 1432— Pole„St. Soz. Kons. 1018s Pole 16733 17, 3500 St. Soz. Zentr. St. Soz. Fortschr. v. Laszcweki, Pole Dunajski, Pole 6364 Witt. Rp. — Zuern, Rp, 11989 St, Pole Natl. 14864! Schlee, Natl. —- —». Czarlinski, Pole 7000 St. Pole Kons. St. Zentr. Kons. Rp. Rp. Kons. Kons. Rp. Soz. Kons. Natl. Rp. 6331 486 329 12849 2595 2242 6098 825 601 !17770! 52: 4209 | Dem, —! 4277 7060 —|— 1 5301 —| 5830 11755 — 5960 11600— — 6131 5630— — 12939 10478, 2064 — 11063 12058 691 6366— 2104«oerte — 9212 10470— Soz. I«9705 9790,28716 3915 Dem, Antis. 2792 Kon,',, 5886 Koni.— Soz. i] 9427 Rons.— Rp.!— Natl. i 8977 Natl. Rp. Kons. 12724—. !— 7829 10200— —, 5728— — 12323— I 4050 8851— — 7681—! 3006 8325— 5774 9051— 4902)— - 153 8402— I 10500— Kons. 1198 Soz.— Kons.|— Frisch,— Rons, j— Kons, 4600 Kons. 4156 2782 Kons. 937 —|| Kons.— 4347 i Rons.— 1800' Kons.; 4000 1370 Kons. 2707 4797 8448 i— 4952 7206— 6936 12035— 14503—— 6368 12458— — 1 1200:— — 10306— 4872' 9240— 7109 12070 — 15000! — 8108 5903 Frti'ch,— 7336 10244 3450 Frisch, 1474 5963 7194 IIb 1327 162 1602 320) 82 787 1245 565 2659 3169 16591 19659 7684 8341 15885 9890 1176 404 3574 Pole 1076 Pole 453: Kons, — Pole 581!; Pole 328! Rp. —|i Pole — Pole 108 1 Pole 144 Pole —— 13000:_ — j— 13123—) —;— 11551— —— 4001— — 5964— 2765 2828 232 78 ich 1700 2244 3916 3464 21054 25894 10863 ; 8482 : 17971 12029 i 1176 1078 1537 5182 2873 i Kons. Pole Rp, Pole Pole! 1035 Kons, II 5882 Kons, 6380 Kons. Kons. Rons. ' Rp.! 11966 Frisch Kons, i— Kons, ij— Soz.— ! Zentr. 2187 Zentr. i— j Zentr'— I —! K P- — 3236— — 1699—: ! — 12148.'— — 15042— — 8809— — 7730'— 2306 3184 2812 1193!— 10198|— 9514, 3055 8594- —| 64111 10127— 9652 9025— - 10470' 5852 5889 5387— —! 7282 2854 — � 4378 6107 — j— 12132 — 2032 8290 Den». 446 1400 St. Soz. Fortschr. 175 Fischer, Soz. 130 Pfanukuch, Soz. 1203 Büchner, Soz. 60 Schmidt, Soz. 908 Ledcbour, Soz. Rv � St. Soz. Kons. 0480;— St. Rp. B. d. L. —— St. Soz. Kons. —|—!». Winterfeld..Koni —— St. Soz. Fortschr. — 1 370; Stadthagc», Soz. —— fst. Soz. Kons. 4318— lPcu#, Soz. —'— St. Soz. Kons. 804 IZS Zubril, Soz. 4792— St. Kons. Hut. i Tl. Soz. Kons. .St. Soz. Kons. .St. Soz. Natl. 540— v. Kaphengst, Kons. St. Fortscbr. Kons. St. Soz. Natl. St. Soz. Natl. —— St Soz. Kons. St. Soz. Kons. Schwerin-Löw.Kons. 1079— St. Soz. Kons. Körstrn, Soz. 2368—.Bogthcrr, Soz. —|— zu Puttlitz, Kons. Siebcnbiirger, Kons. v. Normaiin, Kons. II'. — Will. Kons. St. Fortschr. Kons. v. Brockhausen, Kons. v. Bonin, Kons. — I— St. Fortschr. Kons. St. Fortschr. Kons. Pole 200001 Rowicki, P. 15859». MielczynSki. P. 514 8809 Graf Westarp. K. — D. Moraivskr, P. 10148.Stychel.P. 2661 Loeiiing, Vp. — v. Niegolewski, P. — N. P. Seyda, P. — 6181. St. Rp. P. — 604 1 Fürst Radziwill, P. Pole,.. — 705;, St. Kons. P. — Pole'I —, 7980 Schultz. Rp. — 17035 v. Dziemboivski, P. — 15928 v. Grabski. P. Gf. Carmer. Kons. v. Heydebraiiv, Kons. Euen, Kons. Oertel. Kons. Rother, Kons. St. Soz. Natl. — Vernstriu, Soz. — St. Soz. Kons. —; St. Soz. Kons. — Sachse, Soz. — Kühn, So,. —.Sperlich, Zentr. — Prnschma, Zentr. Rv 464 641 Name des Wahlkreises Sozialdemo- kratische Stimmen 1007 I 1912 Bisherige Vertretung Reg.-Bez. Oppeln. 1. Kreuzburg-Noseiibg." 73! 2. Oppeln.....: 1106 1 3. Fr.-Strelitz-Kosel 451 4. Lublinitz-Gleiwitz.'1 1397' 5. Beulhen- Tarnowitz', 5974 6. Kattowitz-Zabrze.'»665 7. Plesz-Rhbnil..; 347 8. Ratibor..... 1294, 9. Leobschütz.... 429 10. Neustadt, O.-S...; 1106 11. Falkenbrg.-Grottkau 1 220 12. Neisse..... 677 Reg.-Bez. Liegnitz.' 1. Grünberg-Freystadt»478 2. Sagan-Sprottau. 4233 3. Groß-Glogau... 2179 4. Lüben-Bunzlau..1 5093 5. Löwenberg... 1900 6. Haynau-Liegnitz.. 8316 7. Landeshut-Jauer. 5019 8. Schönau-Hirschberg 5995 9. Lauban-Eörliy..! 16318 10. Rotenbg.-HoyerSwd � 4845 Reg.-Bez. Magdeburg.. 1. Solzwedel-ßlardelg.' 2. Osterburg-Steudal. 3. Jerichow I u. II.„ 4. Magdcburg-Stadt. 5. Wolmirsl.-Neubaldl.! 6. Wanzleben...! 7. AicherSleben-Kalbe. 8. OscherSlb-Halberst. Reg.-Bez. Merseburg. I/Liebenwerd.-Torgau 6868 2. Schweinitz-Wittenb.! 4598 3. Bitterfeld-Delitzsch., 10100 4. Saalkreis Halle.. 21941 5. MauSfelder Kreis.; 8384 6. Sangerhausen.. 5790 7.' Oucrfurt- Mersebrg 8517 8. Naumburg-Zeitz.. 1759S Reg.-Bez. Erfurt.| 1. Nordhauscii... 5498 2. HeiligenstSt-WorbS. 585 3. Mühlbaus.- Longslz. 6916 4. Erfurt- Schleusiiigcn 17107 Pröv.Schlcöwig-Holftcin 1. Haderslb.-Sondrbg. 2. Apenrade-FlenSbrg. 3. Schleswig...-. 4. Tondern-Husum.. 5. Nrd.-u. Süd-Dilhm. 0. Ottensen-Pinnebcrg.; 7. Kiel-RcndSburg.. 8. Aliona..... 9. Oldenburg-Scgebg- 10. Lauenburg... Prob. Hannover. 1. Norden-Emden.. 2. Aurich-Wirimund. 3. Venlhcim-Meppen. 4. Osnabrück-Iburg.' 5. Melle-Diepholz.. 6. Vcrden-Achiin.' 7. Nicnbrg.» Stolzenau 8. Hannover....' 9. Hameln-Lindcn.. 10. HildeSheim..., 11. Einbeck-Northeim. 12. Olöttingen-Minden.> 13.(Aoslar-Harzburg. 14. Eelle-Giihorn.. 15. Lüchow-Uelzcn.. 16. Lüneburg-Winscn. 17. Harburg-Buxtehude----- 18. Slade-Bremervörde 16142 19. Otlernd.-NcuhauS. 10918 Reg.-Bez. Münster. 1. Tecklenburg-AhauS. 1308 2. Münster-Kösfeld. 3. Borken-Rccklingh.. 4. Lndingh.-Warcnd.. Reg.-Bez. Minden. 1. Minden-Lübbecke 2. Herford-Halle.. 3. Bielefeld-Wiedcubr. 4. Paderborn-Büren. 5. Warburg-Höxler Reg.-Bez. Arnsberg. 1. Wiltgenstein-Siegcn 2. Olpe-Arnsbcrg.. 3. Aliena-Jserlohn 4. Hagen.... 5. Bochum.... 6. Dortmund... 7. Hamm-Soest.. 8. Lippstadt-Brilon Reg.-Bez. Wiesbaden. 1. Usiiigen-Höchst.. 2. Wiesbaden... 8. Goarshamen-Rass.. 4. Diez-Limburg.. 5. Dillenburg-Hcrborn 6. Frankfurt a. M. 2284] 1249 3900; 11711 16158 2378 2418 750 2192 1365 8582 ,6349 2996 5612 2444 10760 5817 8185 14414 6541 Es erhielten Stimmen 1912 ' Kons, Pole Zentr Pole Pole Pole � 1 1685— — i 166 5965!. 11910'- 989»!- Pole: 0887: Zentr,— entr,— Kons. Zentr. W.Lg. V-Sd, Jlnlis. Polen »elfci! Dänen ! Zentr. | Zentr. 1 Zentr. I Kons. ! Kons.. Frrsch, 'Frtich! � Frisch.: Frisch,; Frisch,] ' Frisch.! Frisch-!! ; Natl. 1958 8734 983' 9349 — 13171 — 1-12149 — 5514 3303 11092 7547 9033 Nam» de» Gewählten 5510 6430 6052' 7295 4655 6242 6577 3985 10379 5104 9509 13159 5189 6059 3523 7777 8327 2773 7981 10683 2105! 2868! Kons. 5803 7133!) Natl. 8351! 11000! Kons. 24258] 30962 Natl. 8487 10638;; Natl. 8814 9860 W.Vg 21918 24368 Soz. 14605 17246 Natl. 8871' Natl.; 5774]! Filsch. 12395 Rp.' 26595; Soz., 1344»! Rp. 7992- Rp., 12600' Rons 10131'— 111273 7031 —! 7000 —'25511 5144— 2300— 19372— 12313— — 1 7619 8000 Polen l� — jj- St. Kons. P. 919 H St. Zentr. P. 9252! St. Zentr. P. 7549 1 St. Zentr. P. 20522; St. Zentr. P. 18427 St. Soz. P. 13297!Waida, P. 4331) Sapletta. Zentr. Klose, Z. Strzoda, Z. 11017 1997— 958— Horn, Zentr. 4383 6042— 5504— 5118 — 6262 0203; — 6657 9980; —; 16504 0093 1 —' 6943 15288! 8190 20107 Frtich.- 7462 Frisch. 1295 Zentr.! 8284 Kons, i i 21558 Natl. 1 — 68831 10400! 5100 5208'— il 784 , 6239 ! 5509 j; 2004 11188 19617 1 33008 1 27473 !i 3707 3869 8711 2276 214 6471 892 8491 3152 38113 11084 9100 5611 0249 7779 7691 1806 5091 14667 7976 i, Däne! Natl. 11590 6601; 11978— —: 7143— - i— 1 B,-». - 6570! Frisch. 2191; Frisch. 10599 Noll. 22236 Frisch.! 32237 Soz.! 27657! Soz. 1 4258; Frisch. 3762 Frisch' 4542 ! 8109 2042 5354 6263 43753 18127 11408 8391 8014 11285 : 2380 : 5352 ' 19810 7602 13477 2103 11415 924 4602 5758 13042 168 437 949 684 12129 1.579 42480 38849 7246 407 16978 12630 870 1657 1049 128869 Reg.-Vez. Kassel. 1. Rinteln-Hofgeismar 4805 2. Kassel...17073 8. Fritzlar«Ziegcnhain! 795 4. Eschwege- Schmalk.. 7262 L. Marburg-Franteub.'' 1554 6. HerSfeld-Roienburg!' 1797 7. Fulda-Schlüchtern.; 868 S.' Hanau- Gelnhausen h 17923[ 22500 2508 20500 3112 1 3609 0855 172,8 2564 11300 23391 53600 48838 9000 696 21277 15208 2373 3226 2068 35955 5451 21800 11063 986 8503 1043 Frisch. Natl. Zentr. Zentr. Natl. Welse Natt. Soz. Natl. Kons. Natl. Welse W Vg.' Natl.| Rp. Natl. l Rp. Natl.| B.d.L. Zentr. Zentr. Zentr. ;! Zentr. Kons. ' Natt ' Zoz. I Zentr. i Zentr. Natl. ii Zentr, Frisch i Frisch Soz. 1 Soz. Zentr. Zcntr. Soz. Soz. l Zentr. Natl. Ebr.S. Frisch. ' Antis. «niis. Antis. Anns. Antis. Antis. Zentr. Soz.! 990 13185 5161 4134; 6588!— ; 7750: 7856 b»j 7498 0285 f 1983 6219 9688 i— 8302 13872 2629 — 21288 1622 4942 8760, 1752 1652! 5744 7822 569! 8112 1864 ,■ — ill398 Rp. 3946 4000 3260 68 3311 St. Soz. St Soz. St. Kons. St. Kons. St. Kons. St. Soz. St. Soz. St. Soz. St. Soz. St. Soz. Kons. Kons. Fortschr. Fortschr. Fortschr. Fortschr. Kons. Fortschr. Fortschr. Kons. 'St. Kons. Natl. St. Kons. Skatl. St Soz. Kons._ Dr. LaudSberg, Soz. | St. Soz. Natl. Silberschmidt, Soz. NIbrccht, Soz. St. Soz. Nall. !St'. Soz. Natl. |St. Kons. Natl. St. Soz. Kons. Küncrt, Soz. 'St Soz. Rp, , St. Soz. Natl. St. Soz. Fortschr. Thiele, Soz. — St. Soz. Fortschr. —„Poppe, Zentr. St, Soz. Kons. —.Schulz, Soz. Däne 16466; 3568 wildl. 6493� 12769! 7227' 7493 9646! 16240 6201 7156 11037 7829 7234 7282 5992! 3986 1392 3973 Gcgn. 8113 934 3859 4373 34458 3279 5047 5014— 3567 5141 — 7239 19595 14360 10722 1930 Dbd. 296» Wild 6999 3874 Welse 7188 1748 5327, 7637, 2168 1005 1704 Zcntr. 25724 1 6200— 1800 36300 — 22868 8864!— 6788— 4870 11087 2881 13197 14137 ,43784; Dem. 25708 721 I 9300 0600 978 6390 10407 6857 1 5704 5611 5527 13234 2344 4320 0072 8810 1006 4078 80964 1848 5732 5459 3128 9076, 5733 20974 Posa». 2777 5831 S. d. L. 1474 583: 10660 18220 «h.-S 18173 11909 39013 25265 j 1570 13400— 14209— 9775:— Haussen, Däne St. Soz. Fortschr. Däne- St. Natl. Fortschr..« 1987.St Natt Fortschr. :.St Soz. Fortschr. !.St. Soz. Fortschr. Legieu, Soz. Frohuie, Soz. St Kons. Fortschr. St. Soz. Fortschr. St. Fortschr. Kons. Semler, Natt. «eist Engelen, Zentr. 768,; St Natt. Zentr. 7022; St. Natt. Welse 4928 St. Soz. Natl. 808»! St Natl. Wels« Welse Brey, Soz. 3978 St. Soz. Natt. 880 St. Soz. Zentr. — St. Soz. Natl. 6269 St. Soz. Natt. —; St. Soz. Natl. Weise � St. Soz. Natl. 7508 St. Welse Natt 7025,, St Welse Natt. 1125 St Soz. Wels« 214 St Soz. Natt. 2544 St Soz. Natt 2518 4250 1 7144 12601 5644 3029 3297 461 10197 1276 6886 95321 5974 6932 5423 4841 14705;— — Herold, Zcntr. Pole». Hertting, Zentr. 8000! St. Soz, Zentr. Frerker, Zentr. St. Lib. Kons, St. Soz, Natt. St. Soz, PosadowSky — j v. Savigny, Zentr. � Kerckermg, Zentr. — Mumm, Chr.-Soz, — Becker, Zentr. — St. Fortschr. Chr,-S. Pole St. Soz. Fortschr. 912�! St. Soz. Natt. 6874- St. Soz. Natt. Pole P St. Zentr, Natl. — Schivartze, Zentr. I■ jSL Soz. Zentr. ! St. Soz. Natt. Dahlem, Zentr. Neu, Kons. zerspl St Natt. Ant 1991 Sr. Soz. Fortschr. St. Soz. Ant. St. Soz. Natt. St. Bbd. Ant St Soz. Ant. St. Dem. Kons. St. Soz, Ant. Müller. Zentr. Hoch, Soz. Name dc§ Wahlkreises Sieg.-Bez. Köln. 1. stölll(Stflbt)... 2. Köln(Kreis)... 3. Vergbeün-EuSkirch. 4. Rhein dach- Bonn.. ö. Siegkrei.�. Waldbröl C. Mülh.�Wipperfllrth. Reg.-Bez. Düsseldorf. 1. Lenepp-Meilmann. 2. Elberfeld-Barmen. 3. Solingen.... 4. Dllsieldorf.... ö. Essen..... ti. Duisburg.... 7. Mörs-ReeS... 3. Eleve- Geldern.. !>. Kempen.... 10. Müncken-Gladbach. 11. Krefeld..... 12. Neuss-Grevenbroich. Neg.-Bez. Koblenz. 1. Wetzlar- Alienkirchen 2. Neuwied.... 3. Koblenz-St. Goar. 4. Kreuznach-Simmern -». Mayen-Ahrweiler. 0. tzldenau-Kochem. Reg.-Bez. Trier. i 1. Daun-Prüm... 1 2. Wittich-Berncastel.' 3. Trier..... 4. Saarbg.- SaarlouiS 5. Saarbrücken... 0. Ottlveil.-St. Wendel Sozialdemokratische Stimmen 1907! 1912 15061 18066 17310! 24203 603 �— 2651 4151 495 1— 0538— j 21371 ' 28256 1 19589 i 25389 29378 27650 2792 585 2483 4375 8617 27140 33589 24534 36559 41161 33179 5384 972 9760 5549 10156 2038 3873 2579 581| 2172! 1162 1081 59; 4470 1764 3568 1600 Bis- berige Vertretung Es erhielten Stimmen 1912 -Ml-Ä ( I».»>«.! Polen Kons. � Zentr. i B.-Bd. Welsen l Antis. Dänen! Name des Gewählten Dem. Zentr.� 7154� 1124 Zentr.h 8500� Kentr.z 3562 Zentr.! Zentr. ! Zentr. ffrtsch. Rp.| 'Soz. I «oz. Zenir Soz. Zentr! Zentrs Zentr Zentr. Zentr. Zentr. W. Vg. Zentr. Zentr. Natl. 644 315 17342 33333 474 22812 1900 11 Zentr 493 Zentr 15982)— 14719 11440— ,16759: 6027 10167}—; 7993 11475 1995)— ,31524 25878—!—>42885 34215 2298)— 61785 9972 1203! 3723 15759 1417) 512—|— 20617)—| —;«..s.i —) St. Sog. Zentr. — j St. Soz. Zentr. —, Fassbender, Zentr. —; Spahn, Zenir. — Dt. Becker, Zentr. — i Marx, Zentr. 970,— 4302 Pole 516) 3399s Eh.-S. 221 87 975 408 2922 571 Reg.-Bez. Nachen. 1. Schleiden- Malmedtis) 334 2. Eupen-Aach.(Kreis) f 2445 3830 1295 73 3. Aachen(Stadt) 4. Düren-Jülich...jj 5. Geilcnkirch.-Heinsbg ii Siez.-Bez. Sigularingen Bayer«. Reg.-Bez. Lbcrbayern. 1. München I... 2. München II... 3. Aichach..... 4. Ingolstadt... 17 5. Wasserburg 6. Weilheim. 7. Rosenkeim 8. Traunstein 1316 1019 4582 1630 5288 295— 8723 1 11578 40384> 56000 Reg.-Vez. Niedcrbaycrn. 1. Landshut.... 2. Straubing.... 3. Passau..... 4. Pfarrlirchen.,. 5. Deggendorf... 6. Kelheim.... Reg.-Bez. Pfalz. 1. Speyer..... 2. Landau..... 3. Germersheim,. 4. Zweibrücken.,. 5. Homburg.... 6. Kaiserslautern.. Reg.-Bez. Oberpfalz. 1. Regensburg... 2. Amberg.... 3. Neumarkt.... 4. Neunbnrg vormWald) 5. Neustadt.... Reg.-Bez. Ovcrfrankcn. l.'Hos...... 2. Bayreuth.... 3. Forchheim.... 4. Kronach.... 5. Bamberg.... Reg.-Bez. Mittelfrankcn. 1. Nürnberg.... 2. Erlangcn-Fürth.. 3. Ansbach- Schwabach 4. Cichsiäll.... 5. Dinkelsbühl... 6. Rotenburg o.d.Taub.) Reg.-Bez. Nnterfranken. 1. Aschaftenburg.. 2. Kitzingen. r.. 3. Lobr..... 4. Neustadt a. Saale. 5. Schweiniurt... 6. Würzburg.... Reg.-Bez. Schwabe». 1. Augsburg.... 2. Donauwörth... 3. Dillingeu.... 4. Jllertissen.... 5. Kaufbeurcu... 6. Jmmcnstadt... Sachsen. 1. Zittau..... 2. Löbau-EbcrSbach. 3. Bautzen.... 4. DreSdeu-Neusladl. 5. DreSden-Altsladt 2617 1 1742| 968 2850 5443 2143) 3050 2100 3775 1911 1343!— 15U4 1719 854 1287 548 18539 6340 1547 5720 1711 7629 3641! 1241 388 865 1 1401, 11785! 8278 2557 4345) 3430] 35033 14142 5100 877 625 1152 4592 1038 1742 915 3121 5Gt0 6700 504 449 1522 991 1999 181 1 2390 Zentr. Zenir Zentr. Zentr. Stall. Natl. Zentr. ) Zentr. j Zentr. Zenir. Zentr. Zentr. 3724 5533 2193 5316 5173 5446 11300 760 824: 23494 17466) 15571 1 4340 2126 — 1 61 1400 1926 2538 5603 18626 57 3422 10143 18153 19400 16541 — 18412 — 122110 —)24570 — 201 90 «•'S- 13091 B.d. L 220 10674 Natl. Zoz. Zentr. Zentr. Zentr. Zenir. Zenir. Zentr. Zentr. Zentr.) Zentr. Zentr.) Zentr. i 861 i Zentr 10869— —: 886 1700— 3204— 1804!— 1754!— St. Sog. Fortschr. St. Soz. Frei!. Scheibemann, Soz. St. Soz. Zentr. St. Soz. Zentr. St. Soz. Natl. St. Zentr. Natl. Marcour, Zentr. Chrysant. Zentr. 996)— Hitze, Zentr. Dr. Pieper. Zentr. Am Zehnhoff, Zentr. 353) 4832— —!— A..Bd —! 2988 290 — 42000— j —) 1484 1599 4433 151311 21811 8471 29831 8002) 3046 11000 1580 «oz. iitOSSl Soz.(11853 Zentr.ü 6392 Zentr.! 10431 — 10021) 8191 — 112900 139� _«.-Bd. i). d.L. B. d.L. Zentr. Zenir. Zentr. Zentr. — Zemr. 14473 10956 471 1 6695 5521! 10917 10195 B.-Bd- >0359 7973 2178 8571! 1010 10398—— 3544 B.-Bb. St. Natl. Chr.-Soz KringS, Zentr. Wellstein. Zentr. St. Natl. B. d. L. Wallenborn, Zentr. Pauly, Zentr. Fürst Löwenstein, Z. Astor. Ztr. Harirath. Zentr. Sioeren, Zentr. St. Natl. Zentr. St. Natl. Zentr. FerverS, Zentr. Racken, Zentr. Sutart. Zentr. Fürst Salm, Zentr. Stupp, Zentr. Dr. Beizer, Zentr. -t. Soz. Nail. —! v. Vollmer, Soz. — St. Soz. Zentr. — Ponsckab, Zentr. — Irl. Zemr. — St. Soz. Natl. —) Ranner, Zentr. — Lchemeicr, Zentr. v. Mali'en, Zentr. St. Bbd. Zentr. Matzinger, Zentr. Bachmeier, Bbd. Schcdlbaner, Zentr. Steindl, Zentr. -) 8400!— 1910)— —) 8917 —) 9300 —| 4297 — Binder, Soz. — j) Si. Nail. Bbd. —!> St. Zentr. Siatl. — j Sr. Zentr. Lib. —; Gebhart, B. d. L. —(St. Soz. B. d. L. 184 42090 17603) 6524! 7040 2266 2429 2700 5602 7227 11000 Frisch. Natl.! 6005) 5324! 5650)— Natl.! 4107!— UlOOO— Zenir.i) 4125— 1 1432, 9607 Zemr.— —) Trendel, Zentr. —)Sir, Zentr. —'Kohl, Zentr. — Schirmer, Zentr. — Dr. Pfleger, Zentr. 2556 «oz., Frisch. Kons.) Zentr. K om.; 25331) Bndl. 4378 Zemr. Zentr. Zemr. Zemr. Zeulr. Zentr. Zentr. 1413) Zentr. 1055)) Zemr 2714 Zemr 1963)) Zentr. 835'(! Natl. 4875 6484 8383 5364 5197 4065 Ol<45 21000; 2900 3900! 9693 3295' 1283 6291 6470!— —: 9339)— 2268) 6126!— Simon, Soz. St. Soz. Natl. (Weilnböck, B. d. L. St. Soz. Zemr. Schädlcr, Zentr. 4022 7089) 41)56 6900 B..Dd., 6514; B. Bd.' � —' Dr. Südekum, Soz. — Scgib, Soz. — ii St. So,. Kons. ---[■ Speck, Zemr. — i Niederlöhner, Kons. —') St. Bbd. Kons. 573 — i 15226 — 110286 - 14639— — 114000— 476)10336— — 9363)— '| — 17191;— —!ll045;B..Vd. __) 2597 - iittSSlli- liOlO0®?« 12040) 406 10725 13 101! Frisch!, 4429 5612i 2695 >0441 1 12316 Stall. 5740 3425) 3361 8619) 11024)i«nui. Ii— 7775)— 26458; 18878 a Soz.;!—> 7163!— 19388 23058 Siatl. 2314»—!— 6. Dresden-Tharandt. 33843 39238 Soz. 1117660:— j 8947) 7. Meisseu-Grossenhain)) 14174— iiAnt»'.))—-— i—! 14397 16886 ijW.Bgl 8006)— j 7458: tj 9455 11360)! Koni. 1 6243—! 7310 12700! 14176) Natt. ) Gerstenberger. Zentr. —! Baumann, Zemr. —) S'amm, Zemr. — Häusler, Zentr. —) Si. Soz. Zentr. —! St. Soz. Zentr. St. Soz. Lib. St. Soz. Zentr. Pütz. Zemr. Dr. Jäger. Zentr. Hebet, Zentr. Mayer, Zentr. — 18313) 678— 8. Pirna Frciberg-Oederan 10. Döbcln-Rosswcin 11. Oschatz.... 12. Leipzig-Stadt. 13. Leipzig-Land.. 14. Borna-Pegau. 15. Mittwcida-Limbach 16. Chemnitz... 17, Glnuchau-Mccrane 18. Zwickau-Ciimmilich.| 23744 j 27300 19. Slollberg-Schnecbg.)) 19000 22170) 20. Zschopau-Eelenau•'11281) 14161; 9537 11212) Kons- 14366' 17432'Stall. 56712! 81420!) Soz. 981, ,4512 1 Rp. 18301 I 21155) Soz. 34547)41873) Soz. 16675 j 101152; Soz. oz- oz- oz- 21. Annohcrg-Eibensiock!! 1183" 16067) Stall. 22. Kiichberg-Sluerbach.),!7309) 21500!j Stall. 23. Plauen. $568—! 5537—— 4538)— 10320—!— 18219 25732 8864 7388 16461 17217 12762 ) 16200 8809 4091 7787 3417 9232 8091: 3298 6791 2894 26— 4694 10140 6349) 4617! —; 1154' -A. öl ■|' 15197 1 20841(j Frlscb-hlOOSO; 1 1 500) Fischer, Soz. ) St Soz. Natl. St. Soz- Am. — Kaadcn Soz. — ifet. Soz. Stall. — Horn, Soz- —(Schmidt, Soz- — Rühle, Soz. — j; St. Sog. Kons. —' Pinkau, Soz. —))-Zt. So,. Kons. — I' St. Soz Natl. 41); Geyer, Soz. — 2t Soz. Stall. Liebcrt dgf. — Stücklen, Soz. — Roste, Soz. — Molkenbuhr, Soz. — Stolle, Soz. —) Schöpfli», Soz. — Göhre, Soz. — Grenz, Soz. —; Dr. Lensch, Soz. — St. Soz. Fonschr. Name de? Wahlkreises Sozialdemo- krotische Stimmen 1907( 1912 Bis- herige Ver- tre- tung 25089 15488 Württemberg. t. Stuttgart.... 2. Cannstalt-LudwigSb 3. Heilbronn-Bestgh..- 4. Böblingen-Baihing. 5. Esslingen-Nürtingen! 6. Reutlingen-Tübing. 7. Calw-Neuenbürg. 8. Freudenstadt-Horb. 9. Balingen-Rottweil.) 10. Göppingen-Gmünd! 11711 11. Backnang-Hall..) 12. Crailehm.-Mergenth.) 13. Ilalen-Ellwangen. 14. lUm-Heidenbeim 15. Edingen-Laupbeim." 16. Biberoch-Leulkirch.( 17. RavenSb.-Tettnang!' 31823 Saz. 20604 Soz. 9468 j 12400 Frisch. 5813 8965, B.d.L. 12256 1.5467) Natl. 5038! 7616 Frisch 3439 4204 7030 Natt. Es erhielten Stimmen 1912 Zentr. 6254 Frisch 6137 Frisch 8751 Frisch 11930! Frisch 2947! 4806; B.d.L 1241; 3038 B.d.L. 2277 J Zentr 9473: Frisch. 1175 Zentr. — Zentr. — Zentr. 2229 7288 979 491 963 Bade«. 1. Ucbcrling.-Konstanz)! 2565 2259 2. Villingen-Triberg 3. Säckingxn-Waldshul!) 3059 4. Müllheim....1) 3445 5. Freibnrg- Emmend. 6282 6. Lahr-Ellenhcim. 7. Offenburg-Kehl. 8. Baden-Rastatt. 9. Pforzheim.. 10. Karlsruhe.. 11. Mannheim.. 12. Heidelberg.. 13. Bretten-Eppingen 14. Werlheim... 3167)' Natl. 3925 1 Zenir 4484 4970 2427 . j| 2554 3650 .1) 4358 5217 .15883 19685 .ii 14480! 16066 . 25969 1 32000 .! 6713! 8140)) Stall. .)! 2862) 4490-'B.d.L. 580! 1362) Zemr. Zentr Natl. Zentr. Zentr. Zemr. Zentr. Soz. Soz. oz. Hessen. 1. Glessen..... 2. Friedberg.... 3. Alsfeld-Lauterbach. 4. Darmstadl... 5. Diebnrg-Offenbach. 6. Bensbeim-Erbach. 7. Worms.... 8. Bingen-Alzey 6396! 7954, Antis. 7234 1194 9248« 3029 15046 18459 20248 24339! 5602« 8632 4600) 6483 1919! 2340 9. Mainz 28818 12529 — 10691 6657)— 9894— 11877 7630 7049 S.Ba.' Bolen L-Ld.jWelfen) itntis. Dänen 1785 6594 11953!_ 9448 7767 6498) 9658 5915 6976 — 10082 9520 10771 5903 5006 1677 6165 7049(Slotf) 8179 574 3683 4598 1537 1445-3 8386 6808 8954 11788 12209 — 13031 — 20380 — 19945 — 11518 —)lI413 — 13122 345 58»5 8955—— 11000 4192—— 15917 19946-— — 13268 11541)— 17000 12138 5761 3997 —!—) 8000 — Hill 6835 —: 13524— —:— 14092 6967 oz.!—■ 2557) Antis. 3214 2794 Natl.(10836 7304 oz.! 8489 3020 Nml. 4831) 3661 fralllS. 10272 4001 Zentr- 10302 8731 .14753 17267 Soz. 7100— Mecklenburg Schwerin 1. Hagenow-Grcveöm. 2. Schwenn-WiSmor 3. Parchstn... 4. Molwin-Waren. 5. Rostock-? oberan 6. Güstrow-Rybniy 5675' 5738! Frisch. 9673 16881 Kons. . 5761 5668 Frisch. . 5307 4427-)Kon>. . 12314 13595 Nml. .' 5541 5092 Kons. Mecklenburg- Strelib. 6059 6270; Rp. — 5896 8379— 2150 6982 tlntis. 9784 7464 6174) Name des Gewählte» 1361) 4863 5609�— 9504 1 504 6501— 5402— — i 5867 5027— —: 4880 2626— — 10206 4060— — 4589'— 6222 6825— 6766—:—— ■1: Oldenburg. 1. Oldenburg.. 2. Barel ulw... 3. Delmenhorst usw. Brannschweig.. 1. Braunschweig. 2. Kreis Helmstedt 3. Kreis Holzminden Sachsen-Weimar. 1. Wcimar-Apolda 2. Eisenach... 3. Weida-Jena.. Sachseu-Mciningcn. 1. Mcining.-Hildburgh. 8247! 10273 10243 13070 3215 3600 Frisch i Frisch. Zentr- 7912 « � 19841 22000 7998 9756 9364' 9465 W.Bgl 7008 Statt.-ISOIO— W.Bg.;— 4033 9185_ 12172_,_ 1500_ 160OO 2300 1668— 11482 13868 Sintis. 7875 10518 Soz. 9429 12788 Natl. 5173 9710 Frisch. 2. Sonncberg-Saalfeld! 12712 11925 Frisch Sachscn-Rltcnburg.. 1.9092 20400 Rp. Sachscn-Koburg-Goth. 1. Koburg..,. 4306 5781 2. Gotha.....• 16084 20189 Anhalt. 1. Dessau-Zerbst 2. Bernburg.. 13322 15447 14319 16029 Stall..-; 9907— echwarzb.- SouderSh. 5798 8004 Natl. 6273— Schwarzburg-Rudolst. 8250 16132 Natl. 9316'— Soz. Rp. Frisch 7695 6402— 4747 4873 Hildenbrand, Soz. Keil, Soz. St. Soz. Kons. St. Soz. Natl. St. Soz. Natl. Bayer, Fortschr. St. Soz. Fortichr. St. Fottichr. Kons. St. Soz. Fortichr. St. Soz. Fortichr. St. Fortschr. W.Bg. Bogt, W. Bg. Boltz. Zentr. St. Fortschr. Kons. Gröber. Zentr. Erzberger, Zentr. Löser, Zentr. St. Fortschr. Zentr. St. Fortschr. Zentr. Birkenmayer, Zemr. St. Fortschr. Zentr. St. Zentr. Fortichr. Fehrenbach, Zentr. St. Natl. Zentr. Lender, Zentr. Wittum. Zentr. St. Zemr. Fortschr. Dr. Frank, Soz. St. So,. Natl. Ruvp, Kons. Zehnter, Zentr. St. Soz. AM. St. Soz. Bbd. St. Am. Natl. St. Soz. Natl. Ulrich, So,. St. Soz. Chr.-Soz. St. Soz. Natl. St. Natl. Fortschr. Dr. David, Soz. St. Fortschr. Kons. St. Soz. Natl. St. Soz. Fortichr. St. Soz. Fortichr. St. Soz. Fortschr. St. Soz. Kons. St. Natl. Kons. St. Soz Fortichr. St. Soz. Fonschr. Gras V.Galen, Zentr. 5806— 4897— — Issntt » Sü! 2400 5623—| 4719 Welfe P1»S, Soz. St. Soz. Natl. — 1 Äntrick, Soz. — 9576— —) 5438— ! — 9200>2300 4037 3336—— 17309——— 8487 8405— Dem. 1705 Waldeck Rcnss ältere Linie. Reuß jüngere Linie Schanmburg-Lippe Lippc-Dctmold.. Lübeck..... Bremen.... Hamburg. 1. Wahlkreis.. 2. Wahlkreis.. 3. Wahlkreis... Elsay-Lothringen. 1. Altlirch-Thann. 2. Mülhausen.. 3. Colmar... 4. Gebloeiler.. 5. RoppoltSweiler. 6. Schlel'.sledl.. 7. Molsheim-Erstein 8. Slrassburg-Ttadl 9. Strassburg-Land 10. Hagenau... 11. Zadern.... 12. Saargemünd 13. Diedcnhofen.. 14. Metz.... 15. Saarburg... 1122 1599 6355 8498 13157 17000 2668 3414 6756 7825 11575 13451 Frisch 2043 3681 6183 2723 3681 Hrn. 7168 W-Bg. 4774 »■ s«. 3516 — St. Soz. Fortschr. -; St. Soz. Natü St. Soz. Kons. — t: St. Soz. Fortschr. Reißhans, Soz. W. Bg — 4405 3176——— Kons.! Noll.'14000! Rp.-) 2712) 2584 Frtich.— 13120� 7316 11169— 912 -oz. 27362 37843 Frisch— 27787— . 21683 20633 Soz. 2996 6331— . 25748 25571)' Soz. 2102! 6425'— . 65461 gosos Sog. 22558)43737— •!l 5570 17251 4515 22259 6060 ')! 4019;— 2912 2718 2901! 4063 6356'— 12253 16250 3993 7919 2520 1— 2240 3447 2468 6111 4477 8227 8643! 11500 1471 2884 Lothr.;— oz- Loidr. ! Zentr. ) Lothr. Zemr. Zentr. Soz. ) Lothr. Zemr. Rp. ) Zentr. Loihr. «Lothr. ! Lothr. 37-38:— 4178— 9864 5590 5788 5923,— 13408)— 7000— 2441!— Rv- 7348 12082 7920 6695 8282 4962 7170 15754 12150 9300 758 «Vg 3397 � St. Soz. Kons. — St. Soz. Natl. —.Bock, Soz. St. Soz. Natl. St. Soz. Natl. St. Soz. Natl. — Hofmann, Soz. — St. Fortschr. Ant. — Förster, Soz. — Wurm, Soz. — St. Soz. Fortschr. St. Soz. Fortschr. Schwary, Soz. Henke, Soz. Bebel, Soz. Diey, Soz. Metzger, Soz. RitK«. Eis. Emmrl» Soz. St. Soz. Zentr. Thumann, Zentr. Welterls, Eis. Will. Zemr. Böhle, Soz. St. Soz. Unabh. Hauss. Zentr. St. Lib. Rp. Dr. Schatz, Zentr. St. Lib. Zemr. M-Li St. Soz. Zentr. 9441 Löveque, Lothr. Lerantwortlicher Redalteurt Alberi Wache. Berlin. Zur den Jnserateniell oerantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanftalt Paul Singer u.Ta, Berlin LW.