Nr. IS. RtonntmtntS'Bedlnanngeili BBoimcmcnlä- Preis priinumer-ndoi vierteljShrl. 3,M MI., monati. l.lv Mk., ivSch entlich 78 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. EonntazS- nummer mit Mustrierter EonntagS- Beilage.Die Neue Welt' 10 Pfg� Post- Abonnement: 1,10 Mar! pro Monat. Eingetragen in die Post, ZeitungS- PreiSliste. Unter Kreuzband für Deutschlanb und Oesterreich. Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Marl pro Monat. PostabonncmentS nehmen an: Belgien. Dinemarch Holland. Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schwei». S9. Jahrg. vke TnferttonS'Gcbflfir Betrügt für die sechsgespaltene Kolone!« geile oder deren Raum 00 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins- und BersammlungS-Anzeigen SV Psg. „Ulelne?n:eig-n", das fettgedruckte Wort 20 Pfg. fzuläfftg 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafftellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg., iedeZ wettere Wort 5 Pfg. Worte über ISBuch- (laben zählen für zwei Worte. Inserate ür die nächste Nummer müssen bis i Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ift biS 7 Uhr abends geöffnet, erfitttot tZgllch außer Etontag*. Verlinev Volksblakk» Dslegramm- Adresse: «Ssaialäemollrat ßikU»", Tentralorgan ckev fosialäemokrati fcken Partei veuttcklanäs. Ke�sktlon: 8M. 68» �.inclensdrasse 69» Fernsprecher, Amt Moriliplatz. Nr. IS8Z. Mitttvoch, den 17. Januar liUÄ. Sxpedition: SM. 68, Llndcnötrassc 69. Fernsprecher» Amt Moritzplatz» Nr. 1984. pt M«!j> im ftUtn prliirt JSIiiliüittift fürt iir» 22.|iimt, Patt. _ 81« die Arbeit für die Wahl des Sozialdemokraten Diiwell! Das Programm des Wahlrechts- raubes. Wenn man den Versicherungen der Beteiligten glanden wollte, so gibt es, bis etwa auf einige unverschämt ehrliche Freikonservative, in Deutschland keine Partei, die dem Reichs- tagswahlrecht zu Leibe wollte. Selbst die Junker gestehen das nicht ein. besonders nicht, wenn die Wahlen vor der Tür stehen und sie leider um die Stinimen jener werben müssen. die bei einer Wahlentrechtuug die Kosten zu zahlen hätten. Sie räumen höchstens ein, daß sie gerade keine begeisterten Llnhäuger des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts sind, daß sie an ihm allerlei auszusetzen haben. Tiber sie muten der Oeffeutlichkeit zu, ihre Versicherltng zu glauben, daß sie trotz dieser Abneigung gegen das demokratische Wahlrecht nicht daran denken, cS anzutasten, daß sie nicht die erste, beste Gelegenheit benützen würden, da sie die Macht dazu hätten, es abzuwürgen. Sonderbare Politiker, die eine Einrichtung, die ihnen falsch erscheint, die ihnen höchst gefährlich werden kann, nicht zu beseitigen suchen. liniere Junker sind doch sonst nicht so zurückhaltend und be- scheiden. Wenn sie in diesem Falle nicht zupacken, so haben sie einen sehr zureichenden Grund. Sie verzichten aus dem- selben Gefühl, aus dem der Fuchs die Trauben verschmähte, die ihm angeblich zu sauer waren. Noch ist die Zeit für den Wahlrechtsraub nicht gckomnien, noch gibt es keine Mehrheit dafür im Reichstag. Aber die Junker hoffen auf die Zeit, da die anderen bürgerlichen Parteien willfähriger sein werden. Haben sie die Mehrheit für den Wahlrechteraub beisammen, so werden sie keinen Augenblick zögern, ihn zu verüben! Vorläufig begnügen sie sich damit, das verhaßte Wahlrecht nach Möglichkeit durch niehr oder minder versteckte Anfälle zu schädigen und es durch freche Wahlbeein- f l u s s u n g und brutaleWählervergewaltigung. durch Durchlöcherung des Wahlgeheimnisses usw. den direkt unter ihrer Fuchtel stehenden Landarbeitern zu entwinden. Ihre Verbündeten beim Werk sind die Cchlotjunker, die Eisen- und Kohlenbarone des Westens, die Scharfmacher. Diese mächtigen Unternehmer hassen das Wahlrecht, das jedem Arbeiter dasselbe Stimnirecht wie dem hochnrögenden Werkherrn gibt, noch mehr als die Krautjunker, sofern das möglich ist." Und sie sind noch gefährlichere Feinde des Reichstagswahlrechts als die Großgrundbesitzer. Denn sie dehnen ihren Einfluß langiam zwar aber sicher aus alle bürgerlichen Parteien aus. Wie weit sie schon vorgedrungen sind, das hat ja erst kürzlich die K 0 a l i t i 0 n s r e ch t s- debatte im sächsischen Landtag gezeigt. Selbst der Fortschritt machte den Scharfiuacherforderuugen ein wenn auch noch verschämtes Kompliment. Und daß es mit dem Zentrum um nichts besser sieht, das zeigt das konsequente Schtveigen. das die ultramontane Partei bei diesem Vorstoß der Koalitions- rechtsfeinde beivahrt hat. Die Scharsniacher legen ihren Gefühlen gegen das Reichs- tagswahlrecht im allgemeinen keinen Zwang an. Namentlich aber der Theoretiker des Scharfmachertums, der saarabische Generalsekretär Tille muß in seinem, hier schon besprochenen. „grundlegenden" Werke*)„Die Bernssstaildspolitik' des Ge- werbe- und Handelsstandes" dieses Progranim„Wissenschaft- lich" entwickeln. Und so hat er denn auch ein förmliches System des Wahlrechtsraubs entworfen. Das Staatsideal, das sich aus dem Liberalismus ergiebt, wie ihn Tille aufsaßt, d. h. als Streben auf schrankenlose Freiheit der Ausbentnng sowohl von feudalen wie von sozialpolitischen Fesieln, ist nach ihm dos„dynamokratische", d. h. ein Staat, in dem jedes Glied nach Maßgabe seiner Kraft(ivirtschafilichen und geistigen) an der Bestiiiimung der Politik teil hat. Dieses Ideal ivürd? erfordern, daß jeder einzelne sorgsam auf seine Bedeutung im Wirtschaftsleben llnd Geistesleben eingeschätzt wird und daß demnach die Stimmcnverteilung stattfindet. Da es aber an einem zuverlässigen Maßstab für Verantivort- lichkeit und Selbständigkeit, Einkonimen und Vermögen, Begabung und Bildung, Gesittung und Hausstand, Alter und Geschlecht fehlt, so ist eine reine Lösung des Problems, jede Wirlichafts- und Geisteskraft entsprechend ihrer Bedeutung für die Gesanitheit an der Leitung der Volks- geschicke zu beteiligen, nicht möglich. Man muß daher eine annähernde Lösung suchen, denn„jeder Annäherungswert ist immer noch besser als ein Zustand, bei dem die stärksten Wirtschaftskräfte von der Mindertüchtigcn im StaatLlcben lahmgelegt werden". Das Ideal wäre also erst erreicht bei einem Wahlrecht, das einem Krupp ebensoviel Wahlrecht gibt. •) Ar. 904 de?.vorwärts' vom 90- Dezember h. I. wie den Zehntausenden seiner Arbeiter. Aber da das nicht erreichbar ist, so gibt sich auch Tille mit dem Annäherungs- wert eines Klassen- oder eines Pluralwahl- rechts zufrieden. Die Wahl zwischen beiden ist nicht nötig, man kann sie neben einander gebrauchen. Das Klassen- Wahlrecht für die Bundesstaaten, das Plural- s y st e m für das Reich. Für diese Verteilung ist auch gleich ein zureichender Grund da. Das Klassenwahlrecht nach der Steilerleistung ist das gegebene Wahlrecht für den Staat, dessen Haupit-'nnahmen aus den direkten Stenern fließen, das Mehrstinimensystem aber für das Reich. das hauptsächlich von indirekten Steuern lebt. Daß die indirekten Steuen den Nichtbesitzenden viel härter belasten als den Besitzenden, daß die gesamte nationalökonomische Wissenschaft in dieser Erkenntnis, die Lassalle einst so schlagend vorgetragen hat, einig ist, das geniert Tille in seinem Beweis für die Gerechtigkeit des Plural- ivahlrechts absolut nicht. Was kümmert es ihn, in welchem Verhältnis die Steucrleistung zum Einkommen steht. Mag der Lohn des Arbeiters durch die indirekten Stenern zehn- m a l so stark belastet sein als die Dividenden des Kapitalisten. Tille führt geniütsrnhig aus, daß der Kapitalist mehr an in- direkten Stenern zahlt als der Arbeuer. Wenn der Kapitalist mit lOOOOO M. Einkommen fünfmal soviel indirekte Steuern aufbringt als der Arbeiter mit KXX) M. Einkommen— die fünfmal höhere Leistung des Kapitalisten ist obendrein eine ganz willkürliche Annahme Tilles, gegen die mancherlei eingewendet werden könnte— so genügt das für den An walt der Scharfmacherinteressen, um die Zubilligung eines fünfnial größeren Wahlrechts an den Kapitalisten für einen Akt ausgleichender Gerechtigkeit zu erklären. Daß die fünfmal größere Sumnie für den Kapitalisten ein Nichts, eine kaum fühlbareBagatelle ist. während die kleinere dem armen Teufel eine schwere L a st bedeutet, das kümmert Tille den Gerechten nicht I Aber er hat auch noch einen anderen Maßstab für die Bemessung des Wahlrechts im Reiche, wo seine Größe nicht an direkten Steuerleistungen abgelesen werden kann. Die Bedeutung des einzelnen für die Gesanitheit läßt sich auch nach dem Grad der wirtschaftlichen Selbständigkeit feststellen. Tille hat sich dafür ein sauber eingeteiltes System zurecht gemacht. Auf der u n t e r st e n Stufe rangieren die weder hauswirtschaftlich noch erwerbswirtschaftlich Selbständigen, d. h. die Dienstboten. Angestellten, Beamten und Arbeiter, die weder einen eigenen Haushalt haben. noch einen Betrieb als selbständiger Unternehmer leiten. Die zweite Stufe bilden die hauswirtschaftlich Halb selbständigen und e r w e r b s w i r t s ch a f t-l i ch Un selbständigen; das sind alle Ange st eilten und Lohnarbeiter, die zwar einen eigenen Haushalt haben, aber der Arbeiterversicherung unterstehen Die Unterstellung unter eine Zwangsversichernng ist nämlich nach Tille eine Einschränkung der hauSwirtschaftlichcn Selbst- ständigkeit. Die Angestellten und Lohnarbeiter niit eigenem Haushalt, die nicht dem Versichernngszwange unterliegen, werden daher eine Stufe höher unter 3: hausivirt- schaftliche Vollselbsländigkeit und erwerbs- wirtschaftliche Unselbständigkeit rangiert. Auf Stufe 4 kommen die Unternehmer ohne eigenen Haus halt als Träger erwerbswirtschaftlicher Selbständigkeit, aber hauswirtschaftlicher Unselbständigkeit, auf Stufe 5 die H a n d w e r k s m e i st e r. die der Arbeiterversicherung an- gehören; sie gelten als erwerbswirtschaftlich Selbständige und hanswirtschaftlich Halbselbständige. Die letzte sechste Stufe wird von den Unternehmern mit eigenem H a n s h a l t eingenommen, die sich nicht der Arbeiter- Versicherung anzuschließen brauchen; sie sind erwerbswirt- schaftlich und hanswirtschaftlich selbständig. Unter diesen sechs Kategorien wird das Wahlrecht so ver- teilt, daß die unterste Stufe, die Dienstboten und die un- verheirateten Arbeiter, kein Wahlrecht bekommt! Die zweite Stufe, die verheirateten Arbeiter, beginnt mit einer Stimme, jede folgende Stufe erhält eine Stimme mehr als die vorhergehende, die höchste also fünf Stimmen. Ter Effekt dieses Systems wäre, daß die Arbeiter und Angestellten zu einem großen Teil des Wahlrechts überhaupt be- raubt würden— alle Dienstboten und Unverheirateten— und daß der andere Teil sich mit einer Stimme begnügen müßte, während alles, was nicht Arbeiter noch A n- gestellter ist, fast ausnahmslos fünfStimmen haben würde, da die Zahl der Handwerker, die sich der Arbciterversichernng anschließen, gering ist und fast ein jeder Unternehmer, ob kleiner Händler oder Inhaber eines Riesen- werks, ob Bauer oder Ritlergntsbesitzer, einen eigenen Haus- halt hat. Auf die Weise würden die einfachen Stimmen der Masse der verheirateten Arbeiter gegen die fünssachen Stimmen der Selbständigen stets eine hoffnungslose Minder- heit sein. Das heißt: das Proletariat erhält ein Schein- Wahlrecht, wird praktisch des Wahlrechts völlig beraubt! Das ist das Wahlrechtsprogramm der Scharfmacher. Noch ist es das Programm einer Minderheit in den bürger- lichen Reihen. Aber der Einfluß dieser Minderheit auf die bürgerlichen Parteien ist im Wachsen begriffen und viel, sehr viel steht für die Arbeiterklasse aus dem Spiel wenn die Wahlen des 12. Januar eine Stärkung des Scharfmacher- tums bedeuten würden. Das gilt es zu verhindern! Der gewaltige Sieg der Sozialdemokratie, das 4'/, Millionen zählende Aufgebot sozialistischer Wähler hat den bürgerlichen Parteien am 12. Januar bewiesen, daß sie auf die K a t a» strophe zusteuern, daß sie mit dem Feuer spielen, wenn sie sich für die Wahlrechts- raubpläne der Scharfmacher engagieren! Am Stichwahltage heißt es, den im dunkeln schleichenden Minierern des gleichen Wahlrechts ein zweites donnerndes Halt zu gebieten, das Programm des Wahlrechtsraubes zu zertrümmern I Dazu tue jeder Proletarier, tue jeder freiheit- lich Gesinnte das Seine I__ Die Ergebnisse der YZiiptMhi. lieber den Ausfall der Hauptwahl vom 12. Januar geben noch die folgenden Zahlen, die die Niederlage des blau- schwarzen Blocks beweisen, ein anschauliches Bild: Die Sozialdemokratco haben erhalten... 34,8 Proz. Sozialdemokraten, Demokraten u. Fortschrittlcr 47,73„ Sozialdemokraten, Demokraten, Fortschrittler und Nationalliberale....... 61,5„ aller gültigen Stimme». Die Sozialdemokraten vermehrten ihre Stimmen um 979 899 -- 30.06 Proz. Die Fortschr.BolkSparteiler„.,® 7 um 322614 = 26,14 Proz. Die Nationalliberalen„„„ um 34 249 = 2,09 Proz. Diese 3 Parteien zusammen„„„ um 1 336 762 — 21,08 Proz. Das Zentrum hat erhalten...... 16,5 Proz. Die Konservativen haben erhalten.... 9.4„ Die RcichSpartei hat erhalten...... 3„ Die Polen haben erhalten....... 8,6„ aller gültigen Stimmen. Die Konservativen vermehrten ihre Stimmen.. uni 89 707 — 8,46 Proz. Die RcichSpartei verminderte,... um 106 776 — 22,84 Proz. Das Zentrum verminderte seine Stimmen.. uin 166 753 — 7,65 Proz. Die Polen verminderten ihre Stimmen... um 15051 — 3,82 Proz. Trotz einer Steigerung der abgegebenen gültigen Stimmen um 925 562 gleich 8,2 Proz. hatte der Steucrröiibcrblock (Konservative, Reichspartci, Zentrum und Polen) einen Verlust von 198873 Stiinme» gleich 4,77 Prozent! lUealttioiiäre Sllchuishltrlcl». Die Stichwahlen sind dic-?mal so verschiedenartig an» gesetzt worden, auf den 20. den 22.. oder auch den 25. Januar. daß man an die seltsamste Wirrnis glauben könnte, wenn nitvt eine nähere Belrachlmig gerade im Gegenteil belviese, daß in der anscheinciiden Systemlosigkeit das denkbar perfideste und arglistigste System liegt. Wenn z. 23. für eine Anzahl Wahlkreise bereits der 20. Januar zum Stichwahltermin auserkoren ist, so läßt sich ans der Tatkach:, daß es sich hier um vorwiegend ländliche Wahlkreise mit nur schwacher Jndustricbevölkeriing handelt, darauf schließen, daß man hier die Stichwahl so sehr beschleunigt hat, um die Chancen für die daran beteiligte Sozialdemokratie möglich st zu verschlechtern. Die betreffenden Wahlkreise, speziell in der Provinz Brandenbiirg, liegen so entfernt von der Großstadt, daß es große Schwierigkeiten bereitet, sie bis zu dem bereits am nächsten Sonnabend anstehenden Slichwahltage noch einmal gründlich zu bearbeiten. Von den in den Wablkrciscn selbst liegenden Städten aber weiß man. daß die dort vorhandene sozialdemokratische Wähler» zahl kaum in der Lage sein wird, an Werktagen die erforderliche Wahl» arbeit übernehmen zu können. Aber darauf ist es ja gerade abgesehen. Man will die Sozialdemokratie verhindern, für die Stichwahl alle« gründlich zu organisieren. Trotzdem dülfte der arglistige Schachzug den erhofften Erfolg nicht haben. denn die Sozialdemokratie chird alle? aufbieten, um der Reaktion, die daS saubere Planche» auZgeheckt Ijal, eine gründliche Enttäuschung zu bereiten! Immerhin ist es ein Unfug sonder- gleichen, dah die amtlichen Organe eS überhaupt mit eurer der- artigen dnrchsichligen Wahlmache versuchen I Sehr interessant ist auch folgendes Faltum. In zwei Kreisen des Regierungsbezirks Liegnitz, nämlich in Grünberg-Frey- st a d t und Sagan-Sprottau wird die Stichwahl bereits am 20. Januar stattfinden, in Haynau-Lirgnitz und L a u b a n- Görlitz dagegen erst am 22. Januar. Wie hübsch man das eingefädelt hat, ergibt sich daraus, daß in den beiden erstgenannten Wahlkreisen die Sozialdemokratie mit den Konservativen in Stichwahl kommt, während der Frei« sinn den Ausschlag zu geben hat. In den beiden letztgenannten Wahlkreisen dagegen kommt es zur Stichwahl zwischen Sozialdemokraten und Freisinn, wobei die Konservativen das Zünglein an der Wage bilden. Man will dergestalt also dem Freisinn Danmschrauben anlegen: Stimmt er in Grünberg und Sagau für den Sozialdemokraten, so würden— sofern wenigstens die konservativen Drohungen ernst zu nehmen wären— in Liegnitz und Görlitz die Konservativen dem Freistun die Stichwahl- Hilfe verweigern und damit dem Sozialdeuiokraten zun» Sieg« ver- helfen. �. Wäre es dem Freisinn ernst mit seiner Bekämpfung des blauschwarzen Blocks, so würde ihn die Haltung d«r Kon- servativen nicht im geringsten tangieren. Denn in jedem Falle würde ja dcrSchnapSblock zwei Mandate verlieren! Aber die Konservativen trauen offenbar dem Freisinn soviel Prin- zipierifestizkcit nicht zu— darum das frühere Ansetzen der Wahle» in Grünberg und Sagan, das nichts als die Einschüchterung des Freisinns bezwcckr l Ob der Freisinn den Schnapsblockbrüdern in die Falle gehen wird? Zu den Stichwahlen. Tie Reichstagstvahl in Elbcrfcld-Bm'men. Bus Elberfeld wird unS geschrieben: Gar mancher unserer Parteigenossen im Land« wird eS nichl recht verstehen, dah bei dem günstigen Wahlansfall im ganzen Reiche unsere alte Hochburg Elberfeld-Barmen,«velch« bei den Hottentottenwahlen von den Gegnern erobert wurde, jetzt nicht im ersten Ansturm zurückgenommeil werden konnte. Ist doch neben Glauchau-Mcerane Elberfeld-Barmen einer unserer allerersten Wahlkreise gewesen. Zum Norddeutsche» Reichstag« eutsandte das Wuppertal Dr. v. Schweitzer inS Parlament und mit wenigen Unterbrechungen ist das Wuppertal stets durch Sozialdemokraten vertreten gewesen. Hasielmann, Friedrich Hann und Hermann Molkenbuhr Venraten den Wahlkreis seit den siebziger Jahren. Allerdings verdient die Talsach« Erwähnung, daß der Kreis mit Ausnahme der Wahlen von 189K und 1908 stets nur in der Stichwahl geholt werden konnte. Die Ursache lag an der eigentümlichen Parteignippirruug. DaS Wuppertal schiebt sich als evangelische Kolonie in das katholische Rheinland hinein. Hier blüht daS Sektenlvesen und daS Muckerrum. Stark««vangelisch'christliche Arbeitervereine bilden die Krrrnruppen der Reaktion. Numerisch gleich stark ist die Anhängerschaft der dereinigten liberalen Parteien (Rationalliberale und Freisinn), die. wie bei der vorigen Wahl, wieder ' inen Kandidaten, den freievaiigelischen Schuldircftor Landtags- abgeordneten Dr. Hintzmann aufstelllen. Als dritte Partei tritt das Zentrum auf den Plan, welches zu den LS 000 evangelisch-christlich- 'konservativen und liberalen Wahlstimmen seine 5—0000 ultrainon- tane zusteuert. In de» 70 er, 80 er und 90 er Jahren erzielten die verschiedenen bürgerlichen Parteien niemal« eine Einigung für die Stichwahl. Daher stets unser Sieg. 1898 und 1903 eroberten wir das Mandat in der Hauptivahl und 1907 siegte bekamitlich der Slöcker« freund Linz in der Stichwahl mit mehr als 4200 Stimme» Majorität über unseren Genossen Molkenbuhr, trotzdem unsere Partei einen erheblichen Stimmenzuwachs hatte. Seit der Zeit ist nun tüchtig gearbeitet worden. Wir haben nach der Wahl von 1907 ein Partei sekretariat- gegründet. Die Zahl der Mitglieder des Sozialdemokratischen Vereins hat sich seitdem etwa verfünffacht. We Abonnenten der.Freien Press«" haben sich verdoppelt. Unsere Stimme»zunahm« beträgt seit der letzlen Wahl 5384. Und doch blieben wir mit der winzigen Zahl von 362 Stimmen hinter der absoluten Mehrheit zurück. Parteisekretär Genosse Eberl« Berlin erhielt 33 640 Stimmen gegen 16 763 freikouserdative. 11545 liberale und 6049 ultramomane. Durch skrupellose Agitation und antisozialistische Verhetzung gewann der AllrrwellSpoliliter Linz 2000 Stimmen, während der liberale Kandidat 1500 einbüstte. Die Stimmabnahme des letzteren bat seine Hanplursache darin, dag Dr. Hintzmann für die RcichstagSwahl der denkbar ungeschickteste Kandidat war. Gleich in der ersten großen liberalen Wahlverianim- lung vor Monatsfrist, wo Bassermann hauptsächlich gegen den schivarzblauen Block sprach, wußte Hintzmann nichts Gescheiteres zu tun, als(fünf Wochen Vor der Haupt« wähl) dem sreikoiiservaliven Kandidaten Linz, der diesem schwarz« blauen Block angehörte. Kompliment aut Kompliment zu machen und die Parole auszugeben, daß die Liberalen in einer cvcnt. Stichwahl dann Mami für Mann für Linz stimmen würden. Räch dem Rezept von iO07. Der liberale Wahlausschuß desavouierte nachher öffentlich seinen Kandidaten und erklmre, daß letzterer zu seiner Wahlparole keinerlei Be« r e Ä t i g u n g habe. Nicht mit Unrecht schrieb darauf das Elberfelder ZentruinSblalt, der liberale Kandidat Dr. Hiutz« mann paffe zum Rcichstagskundidalcn wie eine Kuh zum Ballettanzen. DaS Wahlreiulrat bewies denn auch die Richtigkeit dieses drastischen Vergleiche». Mit dem besten W'lle» wird eS den Liberalen jetzt nicht möglich sein, dem Reaktionär Linz da? Mandat wieder zuzuschanzen. Ab« gesehen davon, daß es uns mit Leichtigkeit möglich sein wird, auch die fehlenden dreieinhalb hundert Stimmen aus eigener Kraft noch aufzubringen, werden Liberale und Ullramontane nicht ihre Leute bis auf den letzten Mann auf Linz vereinigen können. Erklärten die Liberalen doch selber öffentlich durch Wahlplakate: «Linz hat keine Aussicht, zu siegenl Tonsende würden zweifellos selbst einer strikten Wahlparole nicht Folge l e i st e n. Die Erbitterung über die Helden« raten des schivarzblauen Blocks und seiner Anhängsel, zu denen Linz gehört, ist diesmal in unserem industriellen Wahl- kreis z» groß. Um dieses vorauszusagen, dazu gehört keine prophetische Gabe. DaS beim großen nationalen Rummel von 1907 heruntergeholte rote Banner wird am Abend des Stichwahltages wieder über das Wuppertal wehen und der Genosse Fritz Ebert in den Reichstag ein- ziehen. � Von den Reichstagswahlen in Bayern. Wie eine Zusammenstellung der vorläufigen Zählungen ergibt, sind am 12. Januar in ganz Bayern rund 1 290 999 Stimmen abgegeben worden gegen 1 138 Mg nach der amt- lichen Zählung im Jahre 1997.(Tie erstere Zahl wird sich noch etwas erhöhen, da vielfach die zersplitterten und die Stimme» kleinerer Parteien nicht mitgezählt und.) Von der genannten Stimmenzahl entfielen auf die Sozialdemokratie 331 356, auf Liberale aller Schattierungen 255 217, auf den Bayerischen Bauernbund 48 979, auf den Deutschen Bauern- bund 13 592, auf das Zentrum 471 759, auf die Konservativen 25 813, ans den Bund der Landwirte 59 941 Stimmen. Es gewinnen somit: die Sozialdemokraten 93 464, die Liberalen 4356, der Bund der Landwirte 39 299 Stimmen'. Verluste erleiden: daS Zentrum 37 778, der Bayerische Bauernbund 23 555, die Konservativen 5546 Stimmen. Diese Gewinn- und Berlustreckmung hat jedoch unbedingte Gültigkeit nur für die Sozialdemokratie, die in allen Wahl- kreisen eigene Kandidaten aufgestellt hat. Bei den übrigen Parteien ist der Verlust oder Gewinn teilweise nur ein schein- barer. Dem Bayerische»� Bauernbund sind 1997 auch die in Franken abgegebeneu Stimmen des Fränkischen Bauern- bundes zugezählt worden, den jetzt der Deutsche Bauernbund in sich aufgenommen hat, nachdem ein Teil seiner Führer in das Lager des Bundes der Landwirte abgeschwenkt ist. Die Stimmen der fränkischen Bauernbündler sind in Uuterfranken diesmal meistens den Liberalen zugute gekommen, zu deren Gunsten er auf die Ausstellung eigener Kandidaten verzichtet hat. Die obigen- 48679 Stimmen sind für den Banernbimd nur in Altbayern. Oberpfalz und Schwaben abgegeben worden, wo er 1997 insgesamt 41 141 Stimmen erhielt, so daß er diesmal eigentlich einen Gewinn von fast 7999 Stimmen zu verzeichnen hat. Andererseits kommt für die Liberalen, wenn inan die ihnen zugrfalleiren Stimmen des Deutschen Bauern- bundes in Betracht zieht, kein Gewinn mehr, sondern ein Verlust heraus. Auch der Verlust des Zentrums ist nicht so groß, als er in der Zusammenstellung erscheint, da die Partei in einigen Wahlkreisen keine eigenen Kandidaten aufgestellt hat, um so einem extremen Agrarier durchzuhelsen. So geschah es in Forchbeini, wo 1997 das Zentrum über 19 999 Stimmen er- hielt, die jetzt sofort dem dadurch gewählten Bündler Weileböck zufielen, ebenso verfuhr es in einigen pfälzischen Wahlkreisen. Immerhin aber bleibt für das Zentrum ein in Anbetracht der Verhältnisse nicht unerheblich zu nennender Verlust. Es zeigt sich wenigstens, daß die Partei keinen Fortschritt macht. Es hat in fast allen Regierungsbezirken zum Teil schwere Stimmenverluste, nur in zwei Provinzen von acht, in Nieder- bayern und Oberpfalz, kann es die lächerlich geringen Ziffern von 295 und 267 Stimmen ans das Gewinnkonto schreiben. Die Sozialdemokratie dagegen hat im ganzen Lande ans- nahmslos, und zum Teil sehr beträchtlich, zugenommen. Er- freulich sind besonders die guten Fortschritt« in den schwarzen Wahlkreisen. Wir sehen allenthalben, daß nichts unseren Siegeslauf aufhalten kann, und gerade auch in jenen Bezirken, wo der Zentrumsterror am ärgsten wütete, wo man uns zuletzt alle Lokale abtrieb und unsere Flugblattverteiler, Versamm- lungseinberuser und Redner in Gefahr gerieten, totgeschlagen zu werden. Tie Sozialdemokratie ist die zweitstärkste Partei in Bayern, und wenn die Verhältnisse sich so wie bisher weiter enftvickeln, so ist Aussicht vorhanden, daß wir schon bei den nächsten Wahlen das Zentrum überflügeln und an die erste Stelle rücken. Bon den 48 bayerischen Wahlkreisen sind bei den Haupt- Wahlen 34 besetzt worden. Gewählt sind: Zentrum 25, So- zialdcmokraten 6, Bauernbündler 1, Bund der Landwirte 2, Konservative 1. In 14 Kreisen haben Stichwahlen stattzu- finden, an denen die Sozialdemokratie 8inal beteiligt ist. und zwar hat sie in 4 Wahlkreisen mit dem Zentrum zu kämpfen, in zwei mit den Nationalliberalen und in je einem mit dem Bund der Landwirte und mit den Konservativem Wenn die Parteien sich einigen, wird der schwarzblaue Block in den Stichwahlen kein«inziges Mandat mehr erlangen. Kaiserslautern. Kronach, Ansbach, Schweinfurt, Würzburg und Augsburg können mit liberaler Hilfe für die Sozialdemokraten gewonnen werden, in Straubing können Liberale und Sozialdemokraten dem Bauernbund, in Rothenburg dem Deutschen Bauernbund zum Sieg« verhelfen, in Jmmenstadt, Landau und Zweibrücken können wir für die Liberalen den Ausschlag geben. Tie Wahlparole deS Zentrums wird natürlich nicht einheitlich sein. Bei einem Festessen der Zentrumsfraktion des pveußischrn Abgeordnetenhauses hielt der Vorsitzende Dr. Porsch eine Rede, auö der die.Germania" mit- teilt, daß die oberste Parteileitung des Zentrums keine all- gemeine Stichwahlparvle ausgeben werde. Man wüusche tun- lichst« Unterstützung der rechtsstehenden Parteien. Mit anderen Parteien würden Abmachungen nur auf Grund besonderer Gegenseitigkeit getroffen. Mit der Sozialdemo. k r a t i e sollen Wahlabmachungen nicht stattfinden. Ganz das Prinzip: Ich sag nicht so und sag nicht so, damit nicht einer kommt und sagt, ich hätte so oder so gesagt! Grundsätze find beim Zentrum nur für den Bedarfsfall da, und dann hat mau sie auch zur Auswahl, je nach dem Berufsstand und der Volks- klaffe, der gerade vertreten und gerettet werden soll. Am 12. Ja- nuar ISIS wurden allerdings zunächst die Junker und ihr Heydc- brand gerettet. Die Konservativen. Die«Kreuzzeitung" schreibt zu den Stichwahlen: Das Richtigste, Würdigste und Erwünschteste wäre es, wenn die bürger- lichen Parteien, um den SiegeSzug der Sozialdemokratie wenigstens noch einigermaßen zu hemmen, sich zu einem festen und treuen Bündnis gegen den Umsturz einigen würden. Die Konservativen sind hierzu ohne jeden Vorbehalt und Zweifel bereit. Die Konservativen lvürden aber nicht in dem einen Wahlkreis die Fort- schrittler gegen die Sozialdemokratie heraushauen, um im Nachbar- kreis dem vom Fortschritt unterstützten Umsturz zu erliegen. ES könne sich nur um ein ganz unerbittliches Geben und Nehmen handeln. Deshalb müßte von der konservativen Zcntralleitung oder, was die Verhandlungen noch übersichtlicher macht und be- schleunigt, von den Bezirksleitungen den Liberalen ein volles Bündnis angetragen werden und erfolge darauf eine zweifelhafte oder ablehnende Antwort, so hätten sich die Konservativen der Abstimmung zu enthalten und die Liberalen ihrem Schicksal zu überlassen. Damit die Wähler gleich sehen, in wessen Interesse diese konservative Stichwahlparole und die ganze konservative Po- litik getrieben wird, ist dieser Artikel gezeichnet von dem Junker und preußischen Herrenhäukler v. Putikamer. Der Vorstand des konservativen Vereins für die Provinz Schlesien hat beschlossen, in den Kreisen, wo Zentrum gegen Polen in Stichwahl steht. daS Zentrum zu unterstützen. Ferner werden die Parteivorständ« der Kreise, in denen Sttchwahlen zwischen bürgerlichen Parteien und Sozialdemokraten stattfinden, ersucht, keinerlei Abmachungen mit den liberalen Parteien zu treffen, sondern diese dem Parteivorstand in Berlin zu überlassen. Die Liberalen hätten auf keine Unterstützung zu rechnen, wenn sie nicht auch ihrerseits klar und bestimmt den Konservativen. Stichwahlunterstützung leisten.— Kuhhandel ist ja auch ein agrarisches Geschäft! Nationaler Liberale mus. In S ch l e s w i g- H o l st e i n haben die' National» liberalen mit dem Bund der Landwirte»nd den Konservativen ein Bündnis für die Stichwahlen geger die Fortschrittler ab- geschlossen! Es geht dahin, daß im 9. schleswig-holsteinischen Ky�is die Nationalliberalen für den T ündlcr Roestcke gegen de» Fortschrittler Strubs stimmen u id dafür im vierten- Kreis Konservative und Bündler lax Nationalliberalerl Schifferer gegen den Fortschrittler Blunck unterstützen. Im übrigen hat der Vorstand der Tmtsch- und der Frer- konservativen in Schleswig-Holstein be chloffen. unter keinen Umständen eine Stimme für einen Sozialdemokraten und einen Freisinnigen abzugeben. Bei Stichwahlen zwischen Sozialdemokraten und Freisinn bleibt den einzelnen Mit- gliedern die Stellungnahme überlassen. Ter Vorstand des Nationalliberalen Landesverbandes für Sachsen ersucht die Parteiorganisationen, in allen Stich- wählen die bürgerlichm Kandidaten gegen die Sozialdemo- kralie zu unterstützen. In Bautzen erhalten diese Unter» stützung die Antisemiten, in Freiberg und Oschatz di? Konservativen, in Borna der ReichSverbändler L i e b e r t. » Lothringen. Der sozialdemokratische Kreisverein im Wahlkreise Dieben- hofen-Bolchcn beschloß, einem Privat-Teleg>ramm des„Berliner Tageblatt" zufolge, die liberale Kandidatur Windeck zu unter- stützen: der liberale Verein in Metz verprach dafür die Unterstützung des Sozialdemokraten Do. Weill. Der Sieg Windccks und WeillS würde dadurch gesichert sein. Der Berknnf der Christlichen an die Scharfmacher. In einem längeren,„Unsere Stichloahlparole" überschrie- benen Aussatze erörtert die„Rheinisch Westfälische Zeitung" die Stichwahlen in den einzelnen rhemisch-westfälischen Bc- dieser Sachlage muß die Vernunft den Schluß ziehen. daß diejenigen sich zusammentun, welche von einem gemeinsamen Gegner etwa» zu holen haben. In allen zwölf Fällen ist es der Sozialdemokrat. Es können ihm zwölf Sitze entrissen werden, wenn die bürgerlichen Parteien einig sind. Wob!» gemerkt, muß die Vernunft herrschen. Wir verlangen nicht. daß sich all« bürgerlichen Parteien in L'ebe zusammenfinden— aber Vernunft ist nötig, d. h. kein Eigensinn und leine Hitz- köpfigkeit. Tie radikalen Parteileute, also z. B. alle die, welche den bekannt«« Hansabündlerischen Zug nach links zeigen, sind bei den Verhandlungen möglichst auszuschalten— sonst kommt nichts zustande. So muß auch jede Paarung des Jen- trums mit den Polen unterbleiben, sonst können die Ratio- nalen für den Polenfreund nicht stimmen. Das mag sich das Zentrum gesagt sein lassen, die Stimmung der Nationalen ist in den Massen nicht günstig, und e« wird den nationalen Führern nur dann möglich sein, in den betreffenden Wahlkreisen ihre Wähler für einen ultramontanen Abgeordneten hcranzu- holen, wenn sie ihren Leuten sagen können: Wenn Ihr hier in unserem Wahlkreise«inen Zentrum»mann wählt, dann ist da» genau so. al» wenn Ihr in Duisburg oder Bochum oder Elberfeld einen Nationalliberalcn wäblt. Jede Stimme für das Zentrum hier fällt als nationale Stimme in die Urne. Können die nationalen Führer eine solche bündige, durch schriftliche Abmachung belegt« Erklärung nicht abgeben, so reißen sie ihre Wähler nicht hermn, und dann wird von Köln bi» Dort-nund alles ,ro>". Das Zentrum als nationales Heiligtum! Mal wieder so rum!. Der Vorstand der nationallil'erale« Partei hat nach einer Hirsch-Meldung in einer Sitzung am Dienstag be- schloffen,«ine offiziell« Wahlparole nicht auszugeben. Da- gegen soll eine Erklärung veröffeiulicht wei Xn, wonach überall, wo ein Fortschrittler zur Stichwahl ficht. für diesen zu stimmen ist, wie gleichzeitig auch von'ortschrittlicher Seite eine analog« BekannMiachung erscheinen solle. In allen übrigen Wahlkreisen soll die Entscheidung den örtlichen Organs- sationea überlassen bleiben. Der Anti-Zentruuisblock in Bayern. Der„Bosfischen Zeitung" wird aus München ge,..ekdet: Der Ausschuß der liberale' Arbeitsgemeinschaft für Bayern westlich deS Rheins hat besch offen, dahin zu wirken, daß bei den Siichivahlen alle liber, len Parteien mit der Sozialdemokratie womöglich zusammen- geben. Er hat sich an die naiionalbberale Parteilcitniig und die Leitung der Forischritilichen Voikepactei im Reich geweudcr mit der dringenden Anssorderimg, ein ollgemcineL Süchwaht- abtommen mit der Sozialdemokratie abzuschließen. Das Zentrum für einen Nationalliberaleu. Jn Friedberg-Büdingen hat das Zeiilrum nach einer freisinnigen Meldung beschlossen, für den n a t i o n a l l i b e r a l e n Kandidaten Strack gegen den Sozialdemokraten Busold einzutreten. Eine falsche Meld ing. Nach einer Meldung der„Breslauer Zeitung", die von einem oberschlesischeu Polenfsih er stammen soll, soll das Zentrum mit den Sozialdemokraten wegen gegenseitiger Stichtvahihilfe in Unterha idlnngen getreten sein. Danach solle Kattowitz mit Zentriiint Hilfe den Sozialdemo- krate« und Benthen mit sozialdem ckratistlier H>lfe dein Zentrum zufallen. Die angebliche Ver.inbaruug richte sich in beiden Fällen gegen die Polen. Der sozialdemokratische Parteivorstand ermächtigt nnL zu der ausdrücklichen Erttiirimg. daß die,,. Meldung der„Breslau er Zeitung" völlig aus der Luft gegriffen ist. v!e iSahIev ja hMn-siails». Wie allgemein im deutschen Lande, so ist auch in Hrffen-Naffau daS hervorstechendste Charakterist'kmn dir Haupiwodlen: das st a r k e Anschwellen der sozialdemokratischen Stimmen. Im Jahre ISO? betrug die stimmrn,ii"..ihnie für die sozialdemokrotischc Partei 19 000, diesmal ober l'iiid 36 001). lind Zwar einfallen aus den RegiennigSbezirk Wi Sbaden mit seinen sechs ReichStagSwahlkiriien rnnd 19 000 Stinu. ciizulr.ichS und auf die acht Kreise des Regtentng>?bezirkS Kassel ein Mehr von rund 17 000 Stlmm»n. Bs« d«« 98 000 Htimmen Zuwach» kommt'na- türlich der gröhte Teil auf die städtischen, mehr industriellen Wahlkreise. Rein relativ betrachtet haben aber die mehr länd- lichen Kreise den stärksten Ausslbiuung. T>o find Wahlkreise mit einem Steigen der sozialdemokratischen Stimmen nm 50, 100 u n d g a r 1 7 0 P r o z. I Bei den größeren städtischen Kreisen be- trägt aber die Steigerung nur bis zu 27 Proz. Frank- furt a. M. hat— absolut— die stärkste Stimmenmehrung. Die sozialdemokranschen Stimmen stiegen hier von 28 86g im Jahre 1907 auf 35 915. also nm 707«. Dann folgt Hanau mit einer Steigerung um 4876(von 17 923 aus 22 799). Kassel mit 4727 (von 17 073 ans 21800), Höchst mit 4299(von 16 978 auf 21277), Eschwegc-Schmalkalden mit 8812(von 7262 ans 11 074?), Wies» baden mit einem Mehr von 2578(von 12 630 ans 15 208). Dann folgen die mehr ländlichen Kreise mit ihre» prozentual ganz ge- waltigen Dimenficncn: Diez-Limburg um 1998(von!657 aus 3655!). Hersfeld-Rotenburg um 1706(von 1797 auf 35031). St. Goarshausen um 1494(von 879 mif 2373!), DillenS rrg- Hcrborn»m 1554(von 1049 auf 2603) und Fulda-Schlnchtern um 835 Stimmen(von 808 auf 1643). DaS sind prächtige Erfolg», auf die mir stolz sein können. Sine definitive Entscheidung brachten die Hauptwahlen nur in 8 Kreisen: In Hanau- Gelnhausen, wo unser Oienofie Hoch seine Gegner mit einer Majorität von etwa 1400 S'immen schlug, und in den zwei Zentrunt-domänen St. Goarshausen und Fulda, in denen Dahlem und Müller- Fulda wiedergewählt wurden. An den 11 Stichwahlen sind 7 Sozialdemokraten, 6 Anti- semitcn, 4 Nationalliberale und je 1 Zeutrümler, Konse'"'ativer, Fort- fSrittler, Bauernbündler und Demokrat beteiligt. Der Sozialden'.olratte gelang cS wider Erwarten nicht, mehr wie ein Mandat im ersten Gange zu holen. Sie steht aber in sehr ansfichtSrrichen Stich- wählen, so daß zweifellos zu den bisherigen in unserem Besitz befindlichen Mandaten in Heficn-Rassau(3) noch einige dazu kommen werden. Bon unteren 7 Genossen, die in der Srickwahk stehen. kommen 3 mit Antisemiten, 2 mit Rationallibcralcn und je einer mit einem ZentrumSmann und einem Fortschrittker in die engere Wahl. In H ö ch st- Usingen fehlten unserem Genossen Brüh n e nur 1200 Stimmen an der absoluten Majorität. Er bekam 21 277, das Zentrum 9775, der Fortschriltler 6072, der Nationallib-rale 6396 und der Bauernbündler 1474 Stimmen. Die Liberalen geben also den Ausschlag. Man kann m!t Bestimmtheit annehmen, daß Brühne mit großer Mehrheit gewählt wird. In Wiesbaden steht Genofie Lehmann mit dem nationallibcralen Kommerzienrat B a r t l i n g in der Stichwahl. Lehmann bekam 15 208, Banking 10 407 Stimmen Die Fonschrittler(88l0 Stimmen) haben bereits Parole für Bartling ausgegeben. Ausschlaggebend ist ferner da» Zepirum, dessen Stimmen in den für den Konservativen v. Kloeden abgegebenen 7144 Stimmen entHallen sind. Bor fünf Jahren ist dnS Zentrum bei der Stich- wähl für Lehmann eingetreten. Wie in Wiesbaden stehen wir auch in Kassel mit den Nat'onalliberaien in Stichwahl. Genofie Hüttmann(Frankfurt a.M.) vereinte 2t. 800 Stimmen auf sich, der National liberale bekam 13284 und der Antiiemit Lattmann, der bisherige Vertreter des KreiseL, nur 9582 Stimmen. Herr Sattmann fiel also schon bei der Hauptwahl durch. Bor fünf Jahren kam der Antisemit mit rmserrm Kandidaten in die Stichwahl und die Nationalliberalen waren da für ihn die Wahlhelfer. DieS- mal ist es umgekehrt. Alle Mühe dürfte aber umsonst sein, dem Gopofirn Hültmann fehle» nur rund- 4000 Stimmen zur absoluten Mehrheil und diese können sicher noch aufgebracht werden. Im Regierungsbezirk Kassel find noch in zwei Kreisen die Stichwahlchanccn für uns äußerst günstig: in E s ch w e g e- S ck mal« kalden und Stinteln-HofgeiSmar. In beiden Kreisen stehe» wir mit Antisemiten, die ja in Heficn-Nafiau außerordentlich schlecht abgeschnitten haben, in engerer Wahl. In Rinteln-HofgeiSmar geben die Nationalliberalen, in Eschwege die Fonschrittler den Ausschlag. Beide Kreise müssen den Antisemiten abgenommen werden, wenn die Liberalen sich nicht selber Lügen strafen wollen und die Front nach recht? richten. Dem schwarz- blauen Block kann serner der KrciS Dillenburg-Herborn einrissen werden. Dem christlichsozialen Dr. Vurckbardt(10 197 Sl'unnen) steht«in Nänonalliber(6857 Stimmen) gegenüber. Der Fonichrittler hatte 4703 und unserer Genofie M a r o k e(Frankfurt a. M.) 2603 Stimmen. Diese geben den Ausschlag, tlnier- schreibt. der Nattonalliberale unsere Stichwahlbedingungen, dürfte er zweifellos den Antisemiten schlagen. Auf die sozialdemo« kratischen Stimmen find die Rationalliberalcn auch in dem Dahlkrers Diez-Limburg angewiesen. Dort ist nicht, wie gemeldet, der Konlervarive Neu gewählt, sondern eS ist Srichwahl zwischen dem Konservativen und dem Nationalliberalen. Der erstere bekam 10 660, der letzter« 7504 Stimmen. Der sozialdemokrotiswe Kandidat Genofie Zimmermann- Frankfurt a. M. erhöhte seine Ltmimen- zahl von 1657 auf 8655. Der Fortschrittler Halle lL66 Summen. Der Naiionalliderole ist also auf die Unterstützung durch die Sozial- demokraten augewiesen. Pröchiiz abgeswnitten haben auch unsere Genofien in H e r S f e l d- R o t e n b>» r g. Unlereni Genofien S ch n a b r i ch(Ffraulfurt a. M) gelang e«,-»aS Zentrum zu überflügeln und an bellen �«teile mit dem Änliiemiten in die Stichwahl zu komme». Ausschlaggebend find hwr die Konservativen und das Zentrum. Die Fortschrittler werden wohl unseren Kandidaten unterstützen. Die RcchtSparteiler haben aber zusammen ungefähr 4000 Stimmen mehr als die Linke. Außerordentlich hartnäckig war der Wahlkamps in Frank« furt a. M. Die von den Naiionalliberalen und dem Mittelstand unterstützten Fortschriltler arbeiteten mit allen Mitteln, um uns in die Stichwahl zu drängen. DaS erbärnttichste und für den Freistnn «niwürdigeiidste war wobl. daß seine Presse im redaktionellen Teil folgenden Ausruf veröfiemlichte: .Staatsbeamte und SlaatSarbeiter! Denkt an Euren dem Kaiser u n d K ö n i g e g e I e i st e te n Treueid und wenn Ihr da» tut, dann könnt Ihr nicht sozial- demokratisch wählen wollen, dann könnt Ihr nur Rudolf Oeser Eure Stimme gebe»!' In Norddeuiichlaud entrüsten sich die Fortschrittler— und mit Rcchr—. wenn die Braniten an ihren Treueid gemahnt werden, und in Franlfurt a. M. versuchten sie. dcuselben TerroriSmuZ auszuüben und die Beamten an ihren Eid zu erinnern. Die Bahlbclcilignug war in Frauffnn a. M. außerordentlich stark, stärker als je zuvor bei einer Hauptwahl: sie brrrng 84 Proz. Der Ausfall der Wahl ist lehr bedauerlich. Genofie O u a r ck blieb.im rund 2500 Stimmen jenen der Bürgerlichen zurück. Die sozialdemokratischen Stimme» stiegen wohl von 28 869 auf 35 685, aber auch Orser hatte einen starken Zuwachs, er bekam 31 307 Stimmen gegen 17 692 im Jahre 1907. Bei dieser Steigerniig muß allerdings berücksichtigt werden, daß diesmal Herr Oeser über 10 000 nattonalliberale und miltelständlerische Stimmen von vorn- herein aus sich vereinte, die ihm 1907 iehlten. Der wirkliche Zu- wachs der Forlschrittler ist bedeutend geiinger als der u»irlge. Die Ebancen für die Stichwabien find für die Sozialdemokratie wesentlich bester als 1907. Damals betrug der Bsriprnng der bürgerlichen PartekiiZnuid 4000 Stimme», diesmal nur 2500. Die Fortschrittkr Buhle« Bereits mn die ZentrumSststnmen. sie haben. wie verlautet, schon durch Mittel miänner mit dem Zentrum Ber- Handlungen geführt. Wahrichemiich wird dem Zentrum ein oder zwei Stadtverordneten» randate als Tauschobjekt angeboten. Sie Kslzz in Breslau. Unter einer Mohlbeteillgimg. die selbst die Hottentottenwahlen von 1907 nicht auszoweilen,'hatten, ging dieSmal die Wahl in Breslau vor sich. Die blauschwar--!, Blockbrüder, die Fortschrittler und Na- tionalliberalen hielten lufeaezählte Versammlimgen ab und überschwemmten die Stadt mir Flugblättern. Wochenlang tobte der Kamps mit einer iLeidenschaftlichkeit, wie man eS in Breslau noch nichr so bald erlebt hat. In der Verleumdung der Sozialdemokratie leisteten die verein Igle» konservativ-klerikalen Gegner daS menschen- möglichste. Die n übrigsten und gemeinsten Flugblätter deS Reichs- wahrheitSverbandeS. w.uden täglich zu Tausenden in den Straßen verbreitet. Darin waren sie, das muß den konservativ- klerikalen Wahlmachent der Neid lasten, äußerst rührig. Außerdem kam ihnen aber auch die königliche Eisenbahndirektion Breslau in einer Weste entgegen, wie sie es sich gar nicht besser wünschen sonnten. Die Eisenbahndirekiion verbot den zahl- reichen Arbeitern ihres Betriebes auch nur die Annahme eines sozialdemokratischen Flugblattes bei so- fortiger Entlassungl Tatsächlich wurde auch ein Eisen- bahnarbeiter ge maßregelt! Die Bersammlniigen der Sozuildemokrotie wn tden nach� Teilnehmern au?'der unteren Beamtenschast bespitzelt, GeschäsiSleule wurden nach Strich»nd Faden bearbeitet, um nur für den blam'chwnrzen Block zu stimmen. Beamte mußten die Häuser nach.gutgesinnten" Wählen, abfrage» usw. Kurz und gut, olle Minen ließen die Herren Ritter und Heiligen ipriiigeu. um nur ihre Kandidaten in die Stichwahl zu bringe». DaS hofften sie ganz bestimmt zu erreichen. Die Liberalen, die im Wesltreise den Fortschrittler H e i lb er g aufgestellt hatten, im Ostkreis aber den Nationalliberalen Grund umerstützten, waren ebenfalls recht rührig, namentlich in BreSlau-Ost merkte man dnS Rollen der Honsabund-Rubel. Diesen Gegnern gegenüber, die Demokraten und die Polen kommen als solche überhaupt nicht in Frage, stand die Sozialdemo- kratie, die cs oerichiiähte, de» Kampf mit den niedrigen Mitteln zu führen, wie»«S von de» blauschwarzen Reaktionären beliebt wurde. Sie parierte die Anwürfe der Gegner in vielen Bersaminlungen und durch Flugblätter, die teils illustriert oder auch in satirischer Weise den Reichsverband lächerlich machten, auf daS glänzendste. In Breslau-West wurde Genosse Bernstein mit 25992 gegen 9026 fortschrittliche uub 9650 konservative Stimmen, also mit einer ? ajorität von über 3000 Stimmen gewählt. Unser Stimmenzuwachs beträgt hier 6333. die Wahlbeteiligung 85* /4 Prozent. Damit rückt Bre«lou-West in die Reihe derjenige» Kreise, die man zum f e st e n B e s i tz st a n d der Partei rechnen kann. In BreSlau-Ost war der Ausfall weniger günstig, jedoch ist auch hier ein erfreuliches Resultat zu verzeichnen. 4768 neue Stimmen für un« sind hier zu buchen. Im ganzen wurden ab- gegeben für Genofien Bauer 21 359, den Nat'onalliberalen Grund 12 085, den konservativ-klerikalen Meyer 10 318, den Demokralen Tschirn 642 und den Polen 98 Stimmen Die Wahlbeteiligung betrug 86l/2 Prozent. Genosse Bauer kömmt also mit dem Nalional- liberalen Grund in eine Stichwahl, die voraussichtlich mit dem Siege des Genossen Bauer enden wird. Mit dem Ausfall der Wahlen kann Breslau zufrieden sein. Mehr als 11000 neu« Sliinmen, ein wiedererobertes Mandat, eine aussichtsvolle Stichwahl und eine erhebliche Abnahm« der blauschwarzen Stimmen, daS ist das Fazit eines Kampfes, der an schofler Kampfesweise durch den blauschwarze« Block absolut nichts zu wünschen übrig ließ. Sie Lliicltwiinlche«ler Internationale. DaS rumänische Proletariat beglückwünkchl die Borkämpferin der internationalen Sozialdemokratie. Hoch die deutsche Sozial- demokratie! Hoch die Internationale I I.A.: Frimu-Bukarest. Die Partei Großbritannien? sendet die herzlichsten Glückwünsche zu Euren prachtvollen Siegen. Lee, Sekretär. Die Organisation South-Salford der sozialdemokratischen Partei Großbritanniens sendet die herzlichsten Glückwünsche den deutschen Sozialdemokraten zu ihren neuen Wahlerfolgen. Bkit Stolz und Bewunderung erfüllt»ns Euer Sieg. Nehmt unsere herzlichen und brüderlichen Glückwünsche entgegen. So zu ringen vermag nur eine geschlossene Kämpserschar. Für die Sozialdemokratie WienS und Rieder-Oe st erreich S. Brettschneider. Wir Betrachten Euren Triumph als ein gute« Vorzeichen dcS endgültigen Steges. E« lebe der inleruaiionale Sozialismus I Im Namen der italienischen sozialistischen Partei: Ciotti, Rosetti, Bid olsti. Unsere aufrichtigen Glückwünsche zu Eurem ungeheueren Erfolg. Kommuni st ischerArbeiterbildungSderein London. Den siegreich vorwärtSstürmenden Kämpfern senden wir unsere herzlichsten Glückwünsche. Die Pancileitmig der ungarländischen Sozial- demokratie, Der glänzende Wahlsieg der deuilchcn Bruderpartei erfüllt daS bulgarische Proletariat, das aus Eurem ruhmvollen Kampf stets Lehren und Ermutiguiig für seinen eigene» Kampf schüpst, niir Jubel. Hock die deuische Bruderpartei, der Slotz der Weltinter- nationale, hoch dir vötkerbefreiendc Sozialdemokratie 1 Für die sozialdemokratische Arbenerpanci und den GewerkschaftS- buud Bulgariens: Ter Sekretär Kyriow. Zu Eurem glänzenden Siege entbietet die herzlichsten Glück- wüniche. Die südungarische deutsche Sozialdemokratie. Außerdem ging ein Glückwunschschreiben ein vom Arbeiter- verein.Kämpfer", dem Pariser Zweigvcrein des Allgemeinen jüdischen Arbeitcrbunde«. fiachipiel zu einer AahIrechtsMelei. An die Wahlrechtöversammlttngen, welche am 13. Februar 1910 in H a l I e a. S. stattsanden und zu der Landtags- Vorlage Stellung nahmen, schlössen sich Strastendcnion- ftrationen, bei der Poiizeibcamte sich zu den bekannte,: Taten hinreißen ließen. Auch der Steindrucker Markert erhielt einen SäbelhiebüberdenKopf.der eine stark blutende Wunde hervorrief. Markert verklagte die Stadt Halle auf Schadenersatz. Er berief sich auf das preußische Gesetz vom 1. August 1909 und iu Verbindung damit auf§ 839 des Bürgerlichen Gesetzbuches, welcher im Absatz 1 bestimmt: „Verletzt ein Bcan'ter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Tritten gegenüber obliegende Aintspslicht, so hat er dem Tritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Fällt dem Beamten nur Fahrlässigkeit zur Last, so kann er nur dann ln Anspruch genommen werden, wenn der Verletzke nicht mkf andere Weise Ersatz zu erlangen vermag." Das Gesetz vo:» 1909 kommt deshalb in Frage, weil danach unter gewissen Voraussetzungen im vorliegenden Falle, wo es sich um einen städtischen Polizeisergeanten handelt, die Ersatzpflicht auf die Stadt übergehen würde. Der Privatkläger machte geltend: Er sei durch» Zufall in die Menge hineingeraten, ohne sich an dem Auflauf beteiligen zu wollen. Im Gedränge sei ihm der Hut vom» Kopfe gestoßen worden. Er habe sich gebückt, und als er ficht wieder aufrichten wollte, habe er einen Säbelhieb von einem ihm unbekannten städtischen Polizeisergeanten erhalten. Der Säbel sei scharf gewesen und habe eine 10 bis 12 Zentimeter lange, sehr stark blutende Wunde erzeugt. Das Vorgehett de? Beamten sei widerrechtlich, denn es habe kein Anlaß vor- gelegen, so vorzugehen. Zum mindesten habe er keinen Anlaß gegeben. Die Stadt bestritt die Behauptungen des Klägers und ihre Rechtspflicht zum Schadenersatz. Der Kläger verlangte Ersatz für die durch das fließende Blut ruinierte Kleidung und außerdem Schmerzensgeld. Das Amtsgericht veranstaltete eine umfangreiche Beweiserhebung und verurteilte die Stadt dem Grunde nachzum Ersätze. Ter Magistrat wandte sich nun an den Regie- rungspräsidenten mit der Bitte, zu ihren GunstendenKonfliktzuerheben. Der Regierungspräsident zu Merseburg) erhob auch den Konflikt und machte nach Widergabe der Behauptungen des Klägers unter anderem geltend: Die vom Amtsgericht vernommenen Zeugen hätten bekundet, daß Kläger, bevor er den Säbelhieb erhielt, der Polizei keinen Widerstand geleistet habe.— Eine Ueberschreitung der amt- lichen Befugnisse würde nun zwar vorliegen, wenn der Beamte den Kläger, obgleich er keinen Widerstand leistete, v o r s ä tz- l i ch verletzt hätte. Hierfür lägen aber keinerlei Anhalts- punkte vor. Es sei vielmehr die ganze Situation zu bcrücksich- tigen. Nach den Berichten des Magistrats habe die Menge der Aufforderung der Polizcibeamten, auseinander zu gehen, keine Folge geleistet, sondern, es sei mit Steinen gelvorfen« worden.(In einem Strafverfahren ist das Werfen von Steinen nicht festgestellt worden.) Der Kommandoführer, so führt der Konflikt weiter aus. habe Befehl gegeben, zu säubern und von der Waffe Gebrauch zu machen. Bei solchen Anlässen liege stets die Gefahr vor, daß gelegentlich infolge eines Irr- tum? ein nicht unmittelbar oder ein nicht mehr am Krawall Beteiligter verletzt werde. Ein solcher Fall könne hier in Be- tracht komlnen. Nach Lage der Sache habe der Beamte nicht ohne weiteres annehmen können, daß der Kläger einen ihm entfallenen Gegenstand habe aufheben wollen. Der Beamte habe ebensogut glauben können, daß M., wie andere, habe Steine ergreifen wollen. Unter diesen Umständen hätte der Beamte, wenn M. tatsächlich keinen Anlaß zum Einschreiten gegeben hätte, sich in einem Irrtum bei Beurteilung der Tat- fachen befunden, die den Waffengebrauch veranlaßten. Dieser wäre auch bei einem pslichtmäßigen Verhalten des Polizei» beamten nicht zu vermeiden, da bei der Schnelligkeit, mit der die erforderlichen Entschlüsse gefaßt werden müßten, jede längerdauer n de Untersuchung des Einzel- falles ausgeschlossen sei. Somit könne von einer Ueberschreitung der Amtsbefugnisse nicht die Rede sein. Das Verfahren müßte eingestellt werden. Dem Oberverwaltungsgericht, vor dem am Sonnabend Terniin anstand, lag noch ein Bericht des Polizei- mannes v. Dochow vor. worin die Polizeibehauptung, es sei an jenem Tage bei Gelegenheit der Wahlrechtsdcmonstratiou mit Steinen, geworfen worden, aufrechterhalten wurde. Der Kläger bestritt, daß mit Steinen geworfen sei. Das Obcrverwaltungsgericht kam«och zu keiner Entscheidung. Es setzte die Urteilsfällung aus, d. h. die Sache wird ohne Anberaumung eines neuen Termins ein andermal weiterberaten und die Entscheidung selber durch schriftliche Zustellung an die Parteien verkündet werden. Wird das ObervcrwaltungSgericht dem Begehren, der Justiz in den Ann zu fallen, stattgeben? Oder leben wir wenigstens formell in einem Rechts st aat? PoUtilcke Ocberflcbt, Berlin, den 16. Januar 1912. Stichwahl im ersten Berliner Kreise! Das überraschend gute Wahlrcsultai im ersten Berliner Kreise springt klar in die Augen, wenn man die Ergebnisse der früheren Wahlen dazu in Vergleich stellt. Im Jahre 1903 stimmten 30.3 Proz. der Wahlberechtigten für den sozial» demokratischen Kandidaten, 1907 etwas mehr, nämlich 30.9 Proz. und jetzt 32,7 Proz.! Obwohl diesmal die demokratische Kandidatur unseren Stimmenzuwachs hemmte, hob sich der sozialdemokratische Altteil der abgegebenen Stimmen voi, 38.3 Proz. auf 33,6 Proz. I Rechnet man die Stimmen der Freisinnigen. Konservativen, Uitraniontancn, Konservativen und Bodenreform er— darunter sehr viele Anti- semiten— vergleichend mit den sozialdemokratischen Stimmen zusammen, dann batten die Gegner mehr Stimmen gls die Sozialdemokratie allein: 1903 1907 1912 2152 3048 921 Außerdem wurden jetzt 1395 demokratische Stimmen ab- gegeben. Da nun die Demokratische Vereinignug in der Stichwahl die Kandidatur Diiwell unterstützt, ergibt sich für uns ziffernmäßig jetzt gegenüber dem Freisinnsblock ein Mehr von rund 500 Stimineu! Selbst kleine Ansiäll? für uns und die Aufbietung einiger Reserven auf der Gegenseite garantiert der Sozialdemokratie den Sieg, lvenn alle Kräfte angespannt werden, der letzte Mann an der Wahlurne erscheint I Daß nun versucht wird, die Demokraten zu Treu- und Wortbruch zu verleiten, verwundert niemand I Sie werden srlbsiversuindlich ihre politische Ehre nicht für das Linse,!- gericht der Freundschaft jener Kandidatur verkaifien, die sie bisher aus sozialpolitischen Gründen auf das heftigste be- kämpfte, t. Die Angestellten können den Lockrufen nicht folgen, weil das ihren Forderungen direkt ins Gesicht schlüge! Die Hansabinidleute lassen natürlich nicht gern ihre wahren sozialpolitischen Absichten erkennen. Sie verschleiern ihre scharfmacherischen Gelüste! So heißt es in einer Formulierung der Forderungen, abgedruckt im„Kon- fektionär", daß nur solche Kandidaturen unterstützt lverdcn dülftcn, die„für alle gesetzlichen Maßnahmen zum Schutze des gewerblichen Eigentums ein trete il". So deklarieren die Scharfmacher auch die geforderten Ausnahmegesetze gegen das KoalitionSrechtl Damit ist ferner sicher das Recht der Nntcrnehmer an den Erfindungen der Angestellten und vor allem die Erhaltung der Konkurreuzklausel zu verstehen I Die Angestellten wären ja Narren, wollten sie einem Hansabündler die Stimme geben!_ Folgende Stichwahltermene find nach den vorliegenden BläNermeldungen festgesetzt: 20. Januar: Für den Regierungsbezirk Kassel, für Neustadt tPfalz), Mansfelder See- und Gebirgskreis, Dresden, Königs- berg einem Triumph der deutschen Sozialdemokraiie sich bei einzelnen ganz besonders bevorzugien Menschenkindern uin eine Schmäleriing ihres materiellen Besitzes, also um höchst irdische Glncksgüier handeln. Was aber bei einem Siege der anderen Parteien auf dem Spiele steht, das ist die bürgerliche Ehre! Diese bürgerliche Ehre wird schon jetzt Tag für Tag beleidigt und bespie» I.. Mit der Wa»-Wau-Taktik ist eS also nichts I Der Freisinn kann sich mit seinem Hauptlrurnps gegen die Sozialdemokratie im ersten Wahlkreise begraben lassen l Denn allgemein lehnt er ihn ja selber als ein reaktionäres Mätzchen ab! Im preußischen Abgeordnetenhause hat eine ganze Reibe von Abgeordneten Anträge eiiigereicht. Es beantragten die Nationalliberalen u, a. ein Gesetz bclreffeiid du Befreiung der Tissidentenkinder vom Religioiisnnieirichl. ein Gesetz betr. die Regelung der Schiilpflicht, die Regelung des Submissions- wesenS, die Vorlegung einer Denkschrift über Enlstebung, Enr« Wickelung und Ziele der Jugendpflege und einen Geseyenlwurf be- treffend Anfhebung der Arreslstraien gegen Unierbeanite.— Ter konservative Abg, Hammer beantragt, wie alljährlich, eine Aenderung des Warenhaus-Sleuergeseyes. und zwar soll die Steuer noch schärfer sein,— Derselbe Abgeordnete beoniragl ferner verschiedene Aende- rungen in bezug auf das Subiiiissionsivesen.— Vorn Zentrum wird eine Aenderung des Fürsorgegeseges beantragt.— Die Fort- schrittliche Volksparlei beaiurogi die Neuregelung des gesaniie» Beanilenrechts. ein Ministerverantivortlichkeiisgesetz, Aenderung des Wahlrechts zum Kreis- und Provinziallandiag, eine Erweiternng der Bekugmsse des Arbeiteraiisschnsscs in den Siaaisbelriebeii sowie ein Gesetz, das die Emführmig der geheimen Abstimmung bei den Gemeindewahlen in sich schließt,— Der sozialdemokratischen Fraktion ist es ni»l möglich, selbständige Anträge zu stellen, da sie nicht über die genügende Zahl von Ünierschiiften versügl. Sie muß sich darauf be'chränkcn, zum Etat Resolutionen einzubringen und wird dies genau so wie in den früheren Jahren tun. Die französische Preffe über die Reichstagswahlen. Paris, 14. Januar.(Eig. Ber.) Die deutschen Reichstags- wählen wurden hier natürlich von der ganzen Presse mit der größten Spannung verfolgt, indes hat ihr zeitliches Zusammen- fallen mit der französischen Ministerkrise zur Folge gehabt, daß bisher nur wenige Blätter neben den Berichten ihrer Berliner Korrespondenten selbständige Betrachtungen über die Bedeutung des Wahlausfalls veröffentlicht haben. Auch fehlt der hiesigen Presse vorläufig ein Ueberblick über das politische Bild der Stich- wählen. Fast allgemein wird indes als positives Ergebnis der Wahlen der in den Erfolgen der Sozialdemokratie erbrachte Existenznachweis einer mächtigen Friedenspartei ge- bucht, mit der die nach Kriegsabenteuern lüsternen Kreise werdxn rechnen niüssen. Die hier und da aufgetauchte Meinung, daß diese gerade im Sieg der Sozialdemokratie den Grund zu einer Diver- sion nach außen finden könnten, wird vom Korrespondenten des „Matin" als kindisch und absurd zurückgewiesen. Denn auch diese könnte, wie sie auch ausginge, die natürliche Entwickelung zur Demokratie nicht hemmen.— Der..Figaro" läßt sich melden, daß man aus den Wahlen keine Schlüsse in bezug ans die auswärtige Politik ziehen dürfe. Deutschland sei in seiner Mehrheit imperia- listisch.(!!) Daß die großen Städte der uferlosen Vermehrung der Rüstungen und der Kolonialpolitik feindlich seien, habe man schon früher gewußt. Die einzige Partei, deren effektive und praktische Macht steige, sei das Zentrum(!). da das von Bülow gegen die,e Partei gerichtete Unternehmen vernichtet sei.(Der Mann, der dermaßen jahrelang schlafen kann, heißt nicht Rip van Winkel. sondern Eh. Bonnefon.) Im radikalsozialistischen„Rappel" begrüßt der.Extrem- reformist Alexandre Varenne den Sieg der deutschen Parte, in einen. Leitartikel. Er erklärt ihn aus der machtvollen Organi- sation und der Disziplin des deutschen Proletariats.„Es ist ein kostbarer Sieg für Europa und für den Frieden. Sicherlich! Die deutschen Sozialisten sind ruhige Leute. Sie geben ihre Kräfte nicht in nutzlosen Agitationen aus. Sie treiben weder mit bleu- dcndcn Formeln noch mit Revolte-Gebärden Mißbrauch. Aber sie sind aus praktischen Erwägungen der Sache des Friedens� tief er- geben und stellen die wirksam st e Bürgschaft für die Ruhe Europas dar. 'Berantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Inseratenteil verantw.: Selbstverständlich hat die„H u m a n i t 6' den Stey der deutschen Genossen mit freudigen, herzlichen Worten begrüßt. Außer ausführlichen Berichten veröffentlicht sie die Porträts der bekannten Parlamentarier der deutschen Sozialdemokratie. Die„B a t a i l l e S y n d i c a l i st e" verzeichnet den Triumph der deutschen Partei, meint aber, er werde an der deutschen Reicgs- Politik nicht viel ändern. Das Blatt glaubt, die sozialdemokratischen Wähler seien zumeist nur Leute, die mit dem Korporalstum der Verwaltung und der Lebensmiitelteurunp usw. unzufrieden seien. Sie seien mehr Demokraten als Sozialisten. Der deutsche Sozialis- mus sei auf dem Weg, eine demokratische Volkspartei zu werden, und daher rühre sein Sieg. Das sei aber auch von großer Wichtig- keit, und darum, müsse man die Erfolge der deutschen Sozialdemo- kraiie begrüßen. In seinem leitenden AuslandSartikel stellt der„T e m p S" fest, daß die Sozialdemokratie ihre Erfolge sowohl auf Kosten der Rechten wie der Linken errungen hat. Die Wahlen, sagt er, seien in jeder Hinsicht die Wahlen, einer Unzu- friedenheit gewesen, worin sich internationale, politische und soziale Erwägungen vereinigten. Die auswärtige Politik hätte die künstlich gegen Marokko hingetriebcne öffentliche Meinung unbefriedigt gelassen(der Verfasser sieht also die sozialdemokratischen Wähler für enttäuschte Alldeutsche an? Anm. der Red.), die innere Politik, wo die wachsenden Ansprüche des Liberalismus und die Tradition eines engherzigen Konservotismus in einem durch die steigende Gegensätzlichkeit der Gesetzgebung des Reichs und Preu- ßens verschärften Konflikt ständen, sei unsicher und schwankend. Diese Unsicherheit habe die Niederlage der Regierungsparteien vor- bereitet.— Der Erfolg der Sozialisten rühre aber weniger von der Anerkennung ihrer Doktrinen als vom Haß gegen die Junker her. Die deutsche Bourgeoisie sei erbittert, im Staat nicht den Platz zu besitzen, auf den sie durch ihre Tätigkeit und ihre Kraftquellen An- recht zu haben glaube. Der gefilgigc Deutsche, der die Ungleichheit des Milieus wie ein Dogma hingenommen habe, werde immer seltener. Der Liberalismus sei fortan die offizielle Form der Gleichheitsbestrebungen(?). In diesem Sinne dürfe man sagen, daß er sich demokratisiere. Aber auch, daß er sich parlamentarisiere. Die Wahlen von 190? und 1912 hätten unbarmherzig bewiesen, daß sich Bismarck geirrt habe, als er glaubte, da? deutsche Volk werde sich des allgemeinen Wahlrechts gegebenenfalls entledigen könne m Aus all dem resultiere für die deutsche Regierung eine unklare, schwierige und schwankende Situ- ation. Das„Journal des DebatS" produziert nachstehende Weisheiten:„Wie auch die Zusammensetzung des Reichstages ist, die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten hängt davon nicht ab. Die Sozialisten sind in ihrer ungeheuren Mehrheit ebensolche Pa- trioien wie die Konservativen. So zahlreich sie im Reichstage fein mögen, ihr Einfluß auf die Tiplamatie bleibt Null. Ja vielleicht könnte ein eklatanter Erfolg ihrer Partei just dazu führen, daß die beunruhigten Autoritäten des Reichs alle Verteidigungsmittel des Reichs noch verstärken.. Echt nationalliberal. Die LandeSorganifalion der nationalliberalen Partei gab für den Woblkceis Hokgeismar-Rinteln-Wolfs- Hägen die Slichwahlparole für den Antisemiten Herzog (6886) gegen den Sozialdemokraten(5451) auS. Reichsverbandsunsinn! Der ReilbSverbanft verbreite« Flugdläner folgenden Inhalts: Höcdste G e k a h r I ReichsiagSwäbtcr I Da» Büroertum hat sich ichwach gezeigt. In der Hanptwadl sind bereits 65 Sozial- demokraien gewählt. 123 Sozialdeinoki aieu stehen in der Stich- wobt. Wenn diele durch die Uneinigkeit der bürgerlichen Parteien siegen, würde der Reichstag 188 Sozialdemokraten zählen Mit einem solche» Reichsrage läßt sich keine nationale Politik machen. Wenn aber der Reichstag der Regierung die notwendigen Machtmittel zur Landesverteidigung verweigert, gehen wir den schwersten innere» Erschütterungen entgegen und dos Ausland triumphiert. Jetzt retler. was noch zu retten ist! Jede Stimme für den bürgerlichen Slichwahlkandidaten gegen die vaterlandslose Sozialdemokratie. Schützet Kaiser und Reicht Obne Schwindel gedls nun einmal in einem Reichsverbands- fliigblatt nicht ab. Daß die Sazialdernokratie es aus 188 Mandate bringen könnte, glaubt ja wohl Herr Liederl leibst nicht. Wenn der Reichsverband nichts Zugkräftigeres vorzubringen hatte, hätte er sich lieber die Drucklosten sparen sollen I frankreick. Das Programm des neuen Ministtriums. Paris, 16. Januar. Die heute in der Kammer und im Senat verlesene ministerielle Erklärung betont, daß es die gebieterischste Pflicht der Regierung sei, olle Fraktionen der republikanischen Partei zu einem und demselben nationalen Ge- fühl zu einigen; so schnell wie möglich die endgültige Ratifi. gierung eines Vertrages zu sichern, über den im Namen Frankreichs verhandelt worden ist. den die Kammer angenommen hat und den die Senaiskommission sicherlich mit derselben Ge- wissenhaftigkeit und Unparteilichkeit bis zu Ende prüfen wird, die sie von Beginn ihrer Arbeiten an bewiesen hat, das ist die erste Aufgabe der Regierung. Dieser Vertrag, der, wie wir nicht zweifeln, bald durch ein loyales Abkommen mit Spanien ergänzt werden wird, wird uns erlauben, in Marokko ein Protektorat einzurichten, welches das natürliche Er- gebnis unserer afrikanischen Politik ist. Er wird uns ebenfalls erlauben, zwischen einer großen benachbarten Nation und Frankreich in einem aufrichtig friedlichen Geiste höfliche und freimütige Be- ziehungen aufrechtzuerhalten, die zur Grundlage haben gegenseitige Achtung vor den Interessen und der Würde beider Länder; ebenso wie früher gedenken wir unserem Bündnis und unseren Freundschaften treu zu bleiben. Wir werden uns bemühen, sie mit jener Beharrlichkeit und Stetigkeit zu pflegen, die bei Geschäften der Diplomatie das beste Pfand für Redlichkeit und Billigkeit sind. Die Negierung ist entschlossen, ihre Verantwortlichkeiten zu übernehmen und ohne Schwäche ihre Autorität auszuüben; die Re- gierung hat nicht nur die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und Verbrechen und Vergehen zu unterdrücken, sie muß auch unier der Kontrolle der Kammern die Rolle des sozialen Leiters und Erziehers spielen. Die Regierung wird den Beamten ein bestimmtes Statut geben und in kurzer Zeit über die Wahlrechtsreform abstimmen lassen. Sie wird die Laien- schule, welche die nationale, die Gewissensfreiheit ängstlich hütende Schule bleiben muß. gegen die systematischen Angriffe verteidigen und den Schulzwang energisch durchführen. Weiter wird die Negierung bemüht sein, über die Aenderung zu dem Gesetz betreffend die Ruhegehälter der Arbeiter zwischen der Kammer und dem Senat unverzüglich eine Einigung herbei- zuführen. Ebenso wird die Frage der Jnvalidenversiche- r u n g bei gegenseitiger Mitarbeit ohne Verzug geregelt werden. Die Prüfung des Einkommen st euergesetzes durch den Senat soll beschleunigt werden, um die Annahme der Steuerreform sicherzustellen, die endlich die öffentlichen Lasten ohne drückende Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.» VerlagSanstalt Maßahmen zu einer gerechteren Verteilung bringen soll. Die Re- gierung wird schließlich bestrebt sein, die Betätigung des französi- schen Kapitals zu fördern. Sie wird sich zur Pflicht machen, diese finanzielle Kraft, die eine so große Hilfe für Frankreich ist, m i i den Land» und Seestreitkräften in Einklang zu bringen. Wie aufrichtig Frankreich auch den Frieden wünscht, es ist nicht Herr über alle Zufälligleiten und es will seinen Aufgaben stets gewachsen sein. Deshalb wird die Regierung der Armee und der Marine ihre aufmerksame Fürsorge angedeihen lassen und in ihnen die geheiligten Stützen der Republik und des Vaterlandes erblicken. Im Senat verlas Brian d die Regierungserklärung, die dort ebenso wie in der Kammer mit Beifall aufgenommen wurde. Auf Briands Vorschlag wurde beschlossen, den Zeitpunkt der Interpellation Telahahe über die auswärtige Po- l i t i k auf Donnerstag festzusetzen, wo Poineare der Sitzung beiwohnen wird. Die Jnterpellationsdcbatte in der Deputiertenkammer endigte damit, daß der Regierung mit440gegerli6StimMen das Vertrauen ausgesprochen wurde. Tie geeinigten Soziali st en, eine Anzahl sozialistisch Radikaler und die Konservativen enthielten sich der Ab- st i m m u n g. Scbweäen. Ankündigung deS FrauenwahlrechtS in der Thronrede. Stockholm, 16. Januar. Ter Reichstag wurde heute durch den König feierlich eröffnet. Die Thronrede hebt die besondere Bedeutung der Neuwahlen zu beiden Kammern des Reichstages hervor, weil bei ihnen zum ersten Riale daS nach den neuen Grundgesetzbestimmnngcn erweiterte Wablrecht und die Verhältniswahl Anwendung gefunden habe. Ferner führt die Thronrede aus, daß die Regierung es für gerecht und demStaate dienlich ansehe, unter gleichen Bedingungen wie für die Männer auch für die Frauen Wahlrecht und Wählbarkeit zu verlangen, worüber eine Vorlage im Reichs- tage eingebracht werden wird. Die Beziehungen Schwedens zu den fremden Mächten seien fortgesetzt freundschaftlich. Es iverden alsdann Gesetzesvorlagen betreffend den Arbeiterschntz, Unterstützungsvereine und Mutterschaftsversicherung an- gekündigt. Untersuchungen sind eingeleitet zum Zivecke des Zustandekommens eines vollständig planmäßigen Vetteidigungs- systems. das Schwedens Selbständigkeit sichert, ohne das Leistungsvermögen des Volkes übermüßig anzustrengen. See Krieg. Ein Scharmützel bei Benghasi. Rom, 16. Januar. Die„Agenzia Sicfani' meldet auS Vcnghafi vom 14. d.M.: Ein zur Rekognoszierung ausgesandies halbes Regi« ment Kavallerie hatte mit einer Gruppe von Beduinen ein Scdar- mützei, wobei die Italiener einen Leichtverwundeten, die Feinde 5 oder 6 Tote hatte». Die„Agenzia Stefani' meldet aus M a s s a u a von gestern: Der Kreuzer.Pienionte" ist mit der etoberlen Dacht.Fauvctte" hier eingetroffen._ Die Kmluston In Gl)!na. Dir Abdaukong der Mandschndyuastie. Peking, 16. Januar. Die Be'preckiungen über die Ab- dankung der Dynastie werden foltgeietzt. Velswiedene Mandschnsührer dränge» den Thron, abzudanken, aber in Peking zu bleiben. Die Chinesen hingegen erklären, die«bdaiikung ici wmlvS, wenn der Thron Peking nicht verlasse. Der W a f s e n st i 1 1 st a n d ist nunmehr eine Fiktion geworden. Wulingfang lehnt jede Verantwortung für kriegerische Aktionen seitens der Revolutionäre weiterhin ab, während die Unterdrückung der Unruhen durch die Kaiserlichen den Charakter einer Kriegführung annimmt. Vordringen der revolutionären Streitkräfte nach dem Norden. Peking, 15. Januar. lMeldung des Reuterfchen Bureaus.) AuS Schanghai sind Telegramme hier eingetroffen, nach denen drei Kreuzer und drei Trausporllchiffe mit drei Bataillonen republikanifchcr Infanterie und elf Geichütze» beule von Schanghai nach Tickifu abgegangen sind. Weitere Truppen sollen im Laufe der Woche foigen. Noch weiteren Berichten befindet sich 70 Meilen südlich von Sultchaufu an der Bahn Tienlsin— Nanking eine starke revolutionäre Truppenmacht. Ein Attentat auf Juanschikai. Peking, 16. Januar.(Meldung de» Reuierschen Bureaus.)«t» I u a n i ch i k a i heute morgen von einem Besuch auS dem Kaiser- Palast zurückkehrte, wurde eine Bombe gegen ihn geschleudert. Juanschikai blieb unverletzt. Zioci Polizeibeamte und zweiSol- baten wurden getötet. Zwei andere Polizeibeamte wurden vcr- wundet. Peking, 16. Januar. Drei von den Angreifern JmmschikaiS wurden festgenommen. Wie ferner gemeldet wird, wurden noch drei andere Revolutionäre unter dein Verdacht der Mittäterschaft vcr- haftet. Ein Polizeibeamter und ein Soldat wurden durch die»ür Juanschikai bcstiiinnte Bombe gelötet. Zwölf Soldaten und drei Zivitislen wurden verletzt; auch eine Anzahl Pferde getötet oder verletzt. London, 16. Januar. Der Korrespondent der„Times' in Peking hat eine ausgezeichnete Quelle für die Nachricht, daß das entscheidende Edik Vinnen drei oder vier Tagen erscheinen werde. Es werde nicht bloß die Abdankung der kaiserlichen Familie er- klären, sondern weiterhin die Errichtung der Republik und die Wahl des Präsidenten durch das Boll dekretieren. Man glaubt, auf diese Weise der Republik Legiliniität zu verleihen. Weiter werde zuversichtlich angenommen, daß die republikanischen Führer in Nanking JnnanschikaiS Ansprüche aus die Präsidentschaft anerkennen werden. Nachrichten. Stichwahlparole der Linksliberalen in Köln. Köln, 16. Januar.(Eig. Tel. des„Vorwärts".) Eine linksliberale Versammlung. 4600 Besucher, gab die Parole aus: Keine Stimme dem Zentrum, alle Stimmen der So» zialdemokratie!_ Ein sibirischer Flüchtling gefangen. Moskau, 16. Januar.(P. T.) Der Ingenieur PeterS, der nn Jahre 1905 als Führer einer revolutionären Organisation nach Sibirien verbannt wurde und später von dort unter roman- tischen Umständen entflohen war, ist wieder in Moskau angc- kommen. Er reiste auf den Namen und mit dem Passe eines russi- schen Journalisten aus Paris. Kaum angekommen, wurde er von neuem verhaftet und wird wiederum nach Obtorsk im Innern von Sibwien verbannt werden. Er hinterläßt eine Frau mit füni Kindern.'' Paul Singer K Co., Berlin LW. Hierzu 3 Beilagen«.«nterhattungsbi.' Zk.lZ. ZS.IahrgllllS. 1. Sfiliijt i>ks Jutiiiärls" fiftlinet AcksblÄ. Mivojh, 17. ZöttMwß. «os Stichu'ahlhilfe In der Provinz Brandenburg. In einer Reihe Brandenburger Kreise findet die Stich- Wahl schon am Sonnabend, den 20. Januar, in anderen am 22. und 25. statt. Man hofft durch Entziehung des Sonntags die Wahlagitation einzudämmen. Der sechste Wahlkreis besetzt am Sonnabend die Kreise Weft-Priegnitz und Ruppin-Tcmplin. Genossen, die am Tage der Hauptwahl in einem der beiden Kreise geholfen haben und wieder hinausgehen sowie andere Genossen treffen sich Donnerstag, den 18. Januar, abends 8 Uhr, bei Obialo, Schwedter Str. 23/24. Der vierte Wahlkreis besetzt am Sonnabend Königs- berg-Reomart. Treffpunkt der Genossen Donoerstagabend 8 Uhr bei Merkowski, Andreasstr. 26. Der zweite Wahlkreis besetzt am Sonnabend einen Teil von Zanch-Bclzig. Treffpunkt der Genossen am Donners- tagabend 8 Uhr bei Otto Eyke, Schönleiustr. 6. Nieder-Barnim besetzt Montag Obcr-Barnim. Treffpunkt hilfsbereiter Genossen Donnerstag abend 8 Uhr im Schwarzen Adler, Frankfurter Chanffce 5. Der Bezirksvorstand der Provinz Brandenburg. Der Aktionsansschus; von Groß-Berliu. Hus der parteL Unsere Glückwünsche aus dem Auslände ärgern die.Nordd. SU lg. Ztg.". die.Post', die „Kreuz-Ztg." usw. so sehr, daß sie sie als Freuden- Kundgebungen der Feinde Deutschlands verdächtigen. Das Ausland, das die reaktionäre Presse meint, steht unseren Ge- »offen genau so gegenüber, wie die Junker uns. Die Glück- wünsche der denkenden Proletarier scheinen unZ aber ehrenvoller. als die Freundschaftsbezeigungen der„echtrussischen" Mörderhäuptlinge für unsere Konservativen! von der drurschböhmischcn Sozialdemokratie. Im Einvernehmen mit der Wiener Zentralstelle für da? Bildung?- weien werden im Januar im deutschen Böhmen 40 Vorträge und 8 Zyklen veranstaltet, in denen die Genüssen Dr. Danneberg und Dr Deutsch- Wien sowie der Landesparleisekreiär Genosse Tschermak- Teplitz vortragen. Zur Sicherung der Erhaltung des Landespartei- sekretoriaiS soll der PaNeisteueranteil des LaudeS von 2 auf 4 Heller vom Beilrag ldurchschnittlichl 25 Heller im Monat) erhöht werden. Am 24. März wird der Landeöparreitag zu Aussig an der Elbe tagen. Eine Einladung der tschechoslawischen Parteivertretung zu einer gemeinsamen Sitzung in Sachen des Kampfes um die Landtags- wahlresorm wurde angenommen. von der schweizerischen Sozialdemokratie. Die sozialdemokratische Partei des KanronS Zürich feierte bei der Eröffnung ihres Parteitages am Sonntag den Reichstags- Wahlsieg der deutschen Sozialdemokratie. In der Tat haben die sozialdemokratischen Wahlersolge in Deutschland in den Kreisen der schweizerischen Arbeiterschaft die lebbasleste Begeisterung hervorgerufen und man darf daran bei den vielfachen Wechselwirkungen und Zusammenhängen zwischen der Arbeiterbewegung in den beiden Ländern einen sehr förderlichen Ein- fluß aus die schweizerische Sozialdemokratie erwarten. Sodann erteilte der Parteitag der wegen ihres energischen Dnf- treten« im schweizerischen Nationalrat von den Gegnern perfid ge- schmähten sozioldemokratischen Fraktion ein Vertrauensvotum. Die Einnahmen der Partei betrugen im Berichtsjahre 7801 Fr.. bke Ausgaben 7429 Fr., der Vcrmögensbestund 767 Fr. Die Zahl der organisierten Parteigenossen im Kanton Zürich beträgt netto 8500, die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen 25 000 bis 30 000, ungesähr ein Viertel der Gesamtzahl der Stimm- berechtigten. Der Beiwag an die Partei wurde auf 5 CtS. pro Mitglied und Monat festgesetzt. Die Versammlung der taubstummen. „Bitte. lassen Sie mich durch l" keuchte ich. Die öffentliche Ver- sammlung sollte um halb neun beginnen, ich hatte mich furchtbar verspätet, und um die verlorene Zeit wieder einzuholen, war ich den ganzen Weg unter den erstaunten Blicken der Swatzenpaffanten ge- laufen, von Halensee bis in die Sophienstrafie. gelausen, schneller als die Elektrische.... Schweißgebadet versuchte ich mich durch die drängenden Neugierigen hindurchzuarbeiten. Alle Wetter, ein Viertel vor neun....„Lassen Sie mich doch durch." flehte ich und bohne und stich mit dem Ellenbogen gegen die Rippen der anderen, aber umsonst. Sie wichen nicht. Links neben mir der Schmerbauch eines Angehörigen der.Deutschen Reichspartei", ein Schmerbauch wie'ne Kruppsche Panzerplatte, rechts der stcrfe Rücken eines Nalionallideralen. „Meine Herren", Hub ich zum dritten Male an, und auf mein Wort, mein Kragen war zum AuSwringen naß:„meine Herren, lassen Sie mich doch bine durch I" .Was will der ungehobelte dumme Junge", brauste einer von der.Reformpartei" auf:.der kann dock warten, bis wir drin find!... Wenn Sie nochmal drängeln, rufe ich den Schutzmann I" „Mein Herr", sagte ich mit einer Höflichkeit, die mich selbst er- staunte:.ich bin der Referent des Abends.... Ich habe mich etwas verspätet.... Nun seien Sie doch so liebenswürdig, und halten Sie mich nickt länger auf...." .Referent? Referent?... Das kann jeder behaupten I sagte er ärgerlich.»Zurück, und warten bis Sie an die Reihe kommen!" Ich hätte fast weinen mögen l Seit Tagen hatte ich mir vor- genommen, über.Die Taubstummen und die Neichstagswahlen" zu reden, hatte versprochen, um halb neun zur Stelle zusein, und nun... Da endlich, endlich, kam mir jemand zu Hilfe. Kein Geringerer als Bethmann Hollweg. Mit der Gebärde des Taubstummen, die ihm seit Jahr und Tag vertraut ist. machte er dem Mann der Resormparlei klar, daß ich die Wahrheit rede und hinler seinem schlanken Rücken glückte es mir, die Rednertribüne zu erreichen Ein breckend-voller Saal! Ein Saal so voll, daß buchstäblich lein Apfel zur Erde fallen konnte. Sie standen aus Tischen und Stühlen, und sobald ich auf dem Podium erschien, klatschten einige Taubstumme in die Hände. Bethmann saß in der ersten Reihe. Neben ihm Kiderlen. Daneben v. Jagow. Daneben Erzberger. In der zweiten Reihe thronte v. Hehdebrand mit dem Grafen von Westarp, daneben Fürst zu Löwenslein-Wertheim-Rosenberg. hinter ihm der Chefredakteur der„Deutschen Tageszeitung" mit dem geistlichen Berater der„Germania". In der dritten Reihe bemerkte man Scherl mit dem Chefredakteur der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", Gebhard von der„Wirtschaftlichen Vereinigung", den Jin Anschluß an den Parteitag fand eine Volksversammlung mit empfehlendem Referat über die Kranken- und Unfallversiche- rung statt._ poKzeUtches, GmchtUdies uto. Die in der Provinz Posen übliche Hanssuchunz fand am Montag im Bromberger Partcisekretariat für die Provinz Posen beim Genossen L e p i tz statt. Zwei Kriminalbeamte suchten nach dem Flugblatt für die Eisenbahner, betitelt:„Eisen- bahner, wo steht Euer Feind? Wo steht Euer Freund?" Die Haussuchung fand im Auftrage der Berliner Staatsanwaltschaft statt. Gefunden wurde natürlich nichts. Merkwürdig ist dabei, daß die Blätter in Bromberg schon im No- vember den Verbreitern weggenommen wurden. Die Verteiler be- kamen dann jeder ein Slrafmaiidal über 1 M., weil sie ohne Polizei- liehe Erlaubnis verteilt hatten und weil die Wahlen noch nicht aus- geschrieben waren. Die Blätter wurden nach süns Wochen dann wieder ausgehändigt. Jetzt nach der Wahl will man sie als staats- gefährlich konfiszieren. In den fünf Wochen fand man hier nichts Anstößiges dann._ Gewerhrcbaftlicbea. CClieder ein gelber Rcinfalll Bei den Wahlen zum Gesellenausschuß für die neu ge- gründete Berliner Bäckerzwangsinnung erhielt die Liste des Zentralverbandes 607, die des gelben Bäckerbundes nur 101 Stimmen.— Bei der darauffolgenden Wahl der Mit- glieder des Jnnungsschiedsgerichts erlitten die Gelben noch eine schlimmere Niederlage. Für die Perbandsliste wurden bei dieser Gelegenheit 143, für die Gelben nur 43 Stimmen abgegeben. Das Resultat wäre für den Pcrband noch besser, die Niederlage der gelben Bundesbrüder noch eklatanter ge- wesen, wenn nicht 200 Vcrbandsmitglieder, die gern wählen wollten, durch Schuld der Meister um ihr Wahlrecht ge kommen wären, weil die Meister nicht zur Ausstellung einer Bescheinigung über die Beschäftigung der Leute zu bewegen waren. Ohne eine solche ist niemand zur Ausübung der Wahl legitimiert._ Berlin und Omgegend* Achtung, Hutardciter! Die Differenzen Bei der Firma M. Kirmeß sind nach mehrmaligen Verhandlungen erledigt; die Elnstellmig der dort beschäftigten Kollegen ist bis auf einen, welcher als nächster eingestellt wird, am Montag erfolgt. Die Sperre ist aufgehoben. Die OrlSverwaltung. I. A.: M. Möckel. Achtung, Friseurgehilfen l Beigelegt sind die Differenzen bei Witt, Lortzingstr. 4l. Bewilligt haben ferner Beck, Rbinower Straße 7, I ä ck e l, Strelitzer Str. l2. Sommerfeld, Buggen- hagenstr. 6, T i e tz, Nixdorf, Knesebeckur. 5, Sieg, Schölteberg, Goltzstr. 31. Verband der Friseurgehilfen. Deutkedes Reich. Der Streik der Lackierer and Anstreicher in der Görlitz er Waggonfabrik lonnie durch Vereinbarung beigelegt werden. Die erfolgten Abzüge werden einer Revision unterzogen, sämtliche Streitenden werden wieder eingestellt. Die Zeil des Streiks wird in Rücksicht aus die bestehenden VersicherungS» und Pensions- einricktungen deS Betriebes als Urlaub betrachtet, Da infolge der Stockung, die der Betrieb durch den Streik erluten hat, nicht sofort alle Streikenden eingestellt werden können, neue Arbeitskräfte aber nicht angenommen werden, ist vor Zuzug nach wie vor zu warnen. Erfolgreiche Lohnbclvcgungcn in der Lederindustrie. Die Lederfärbcc, Htlfsarbeitcr und Arbeiterinnen der Glace- lederfabrik in Heidingsfeld haben ihren am 24. Januar ablaufenden Tarifvertrag auf 4 Jahre erneuert und wesentliche Verbesserungen der Lohn- und ArbeilsverhälM'.sse erzielt. Durch den neuen Ver- trag wird die tägliche Arbeitszeit von 9Vz auf 9 Stunden verkürzt. Die Arbeiterinuen arbeiten dem Gesetz entsprechend an den Sonn- abenden und den Togen vor gesetzlichen Feiertagen nur 8 Stunden. Der Stundenlohn wird für dre männlichen Arbeiter für die ersten zwei Jahre um 5 Pf., für die anderen zwei Jahre um 2 Pf., insgesamt für die ganze Verlragsdauer um 7 Pf. erhöht. Der Stundenlohn der Arbeltcrinnen wird für die ganze Ver- tragsperiode um 4 Pf. erhöhl. Ueberstunden und SonntagSarbeit Admiral der vor Kiel stauonierten Hochseeflotte, den Kriegsmimster. den Unterstaatssekrelär der Kolonien usw. usw., gar nicht alle zu zählen. Weil eS in den Sophiensälen drückend herß war. tranken sie ihr Helles, und ein Zeiurumsmitglied, dessen Namen ich nicht nenne, weil die Privatangelegenheiten nicht in die Wahlwirren gezcrrt werden sollen, saß in Hemdsärmeln. „Geehrte Lnlvesende I" begann ich olSbald:„Verzeihen Sie, daß ich eine halbe Stunde zu ipät gekommen bin.... In wenigen Tagen haben wir die Stichwablen.... Meine Herren, im ersten Ansturm hoben die Sozialdeinokraten 64 Mandate gewonnen... sBethniann Hollweg erhebt sich bewegt und sagt in Taubstummen spräche: Hört l hört!)... Meine Herren, in mehr als t20 Wahlkreisen gelaugt die Sozialdeniolratie in die Stichwahl____ lv. Jagow ballt die Fäuste.)... Meine Herren, vieruudeiiieviertel MiUiouen Stimmen beweisen, daß sich das deutsche Volk nicht ausschließlich von einer kleinen Minorität regieren lassen will....(Heftiger Lärm. König Heydebrand pfeift auf einem Hausschlüssel.)... Meine Herren, ich bin gebeten wordcir, vor Taubstumnien über die ReichStagSwahlen zu reden und ich muß Sie ersuchen, Zeichen des Beifalls oder Mißfallens bis zum Schluß aufzusparen.... Meine Herren, in die Haupiivahl ist die Sozialdemokratie mit dem Schlachtruf:„Krieg bis aufs Messer de» konservaliven Freiheitsfeiiiden l" gezogen(Unruhe bei den Konservaiiven)— sie erklärte den verrälcrischen Zenlrumspfaffen den Krieg(Herr Erzberger klettert auf einen Stuhl und wird mühsam von seinen Freunden beschivicktigt)— sie beschloß, die nationalen Scharfmacher zu vernichten(Füßestampfen, Johlen und Pfeife»).. „Meine Herren, wenn ich mich dazu habe bewege» lassen, in diesem Kreiie von Zuhörern zu referieren, die allen Zeichen der Zeit, die den kräfiigsten Argumenten gegenüber laitvstiimin sind, so geschah das aus Freude über das Erivachen des deutschen Volkes, das lange geitug geschlafen hat I(Ein taubstiiiiimer Antisemit wird von UmvoHliein befallen und von einigen Mitgliedern der Lauts- tmanos aus dem Saal getragen. Aithalleiide Unruhe.) Meine Herren, es muß sie doch wahrscheinlich selbst in Erstaunen ver- setzen, daß unser braver Michel, der sich doch manchmal die Kehle heiser geschrien, um gegen die Teuerung und Grenzsperre zu protestieren(Gurgellaute bei den taubstummen Agrariern), Ihnen solch namenlose Geduld bewiesen bat! Sie verweigern ihm das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht und wollen ihn in grenzenloser Anmaßung zwingen, sich einet Regierung impotenter Junker und das platte Land gewaltsam taubstumm haltender Zentrumspfaffen zu untenvmen...(von Heydebrand und Erz- berger kletteru wieder auf Stuhle, schwenken die Arme und stoßen unartikulierte Laute bervor. Andauernde Unruhe.)...* ., Monatelang habe:: ein paar Ihrer Diplomatchen, ß!e mit cm- deren französischen und englischen. Diplomatchen, schacherten, die Welt Marokkos wegen in Aufregung gehalten!(Staatssekretär v. Kiderlen stopft sich die Finger in die tauben, Ohren und um ganz sicher zu gehen, um nichts zu verstehen, schließt er die Augen und pfeift die durch Cambon erlernte Marseillaise.) Mit einer Wichtig- werden mit 5 Pf. Aufschlag Bezahlt. Der 1. Mai ist frei- gegeben. Arbeiter und Arbeiterinnen, die mindestens 4 Jahre un- unterbrochen im Betrieb beschäftigt sind, erhalten jährlich S Tage Urlaub unter Fortzahlung ihres Lohnes. In Zeitz erhielten die Handschuhmacher der Firma Unger eine Erhöhung deS Schnittlohnes um 14 Pf. pro Dutzend. In Neilmnnster mußte die Firma Wiese nach viertägiger Aus- sperrung die bereits früher vereinbarte Verkürzung der Arbeitszeit von 9l/a aus 91/i Stunden pro Tag zur Einsührung bringen. Die Vertragsbrüchigen Unternehmer deS Baugewerbes in Nordenham. Die„Drbeitgeberzeitung für das Baugewerbe" versucht den Vertragsbruch der Unternehmer in Nordenham dem Bauarbeiter- verband anzuhängen. Demgegenüber sei festgestellt, daß bei den zentralen Verhandlungen 1909 die Unternehmer beantragten: „Die von den Arbeitgebern eingerichteten oder einzurichien- den Arbeitsnachweise sind anzuerkennen und ausschließlich von Arbeitgebern und Arbeitnehniern zu benutzen. Die Handhabung der Arbeitsnachweise erfolgt auf Grund der von den Arbeitgeber- verbänden hierfür festgesetzten Geschäftsordnungen..." In der Sitzung am 12. November 1909, wo dieser Antrag zur Debatte stand, crllärte Bömelburg im Austrage der Arbeiter, laut Stenogramm: „Die Arbeitsvermittelung liegt bei uns sehr im argen, und eS sollte eigentlich die Aufgabe der Zukunft sein, die wir beide (Unternehmer und Arbeiter) zu erfüllen haben, die Mißstände aus diesem Gebiet zu beseitigen.... Ihre Nachweise sind ein- seitige Nachweise... Wir sind bereit, mit Ihnen an die Lösung dieser gewiß recht schwierigen Frage heranzutreten, mit Ihnen den gemeinsamen paritätischen Nachweis zu errichten und ihn allmählich zu großer Vollkommenheit auszugestalten." Hieraus antwortete der Wortführer der Unternehmer laut Stenogramm: „Meine Herren, verlangen Sie paritätische Arbeitsnachweise, Sie beißen bei uns auf Granit. Nie, nie! Das machen wir nie! Wir verlangen unparitätische Nachweise und werden sie durchzusetzen wissen." Auf diesem Standpunkt steht der Arbeitgeberbund für das Bau. gewerbe. Er hat auf seiner Generalversammlung am 29. und 30. März zu Cassel sogar in seinem fünften Leitsatz ausgesprochen, daß auch„die Arbeitsnachweise der Behörden mit allen Mitteln zu bekämpfen seien". Der Arbeitgebcrverband schenkte den im Schiedsspruch von 1910 gegebenen Ratschlägen der unparteiischen Herren Oberbürger- meister Dr. B e u t l e r, Getverbegerichtsrat Dr. P r e n n e r und Geheimrat Dr. Wiedfeld kein Gehör. Der Arbeitsnachweis wurde außerhalb des Vertrages gestellt. Als endlich der Gedulds- faden der dauernd drangsalierten, schikanierten und gcmaßregeltcn Arbeiter ritz und sie diese Maßregelungstnstitute sperrten, schrien die Unternehmer— Vertragsbruch! In dem Bezirks schiedsgericht, wo die Stimme des jeweiligen Gewerbegerichtsvorsitzenden auS- schlaggabend ist, wurde erklärt, daß die Sperre zulässig sei, weil der Nachweis außerhalb des Vertrages stehe. Unbekümniert darum schrien die Unternehmer nach wie vor über Vertragsbruch, be- schlössen aber, nur durch ihren Nachweis einzustellen. Einzeln» Unternehmer, die sich nicht fügten, wurden vom Unternehmerver- band— an seiner Spitze Adena-Nordenham— in Strafen bis zu 150 M. genommen. Arheiter. die ohne Nadhweis von dem Utttji- nchmer angestellt waren, wurden mit schwarzen Listen wieder aus der Arbeit getrieben. Als wegen dieses Treibens der Bauarbeiter- verband das Bezirksschiedsgericht anrief, entschied dieses, daß hie Sperre erlaubt sei, es Handel« sich um den Kampf im Nachweis und diese stehe außerhalb des Vertrages, Also die Unternehmer können alle, die ohne Nachweis eingestellt sind, aus der Arbeit holen. Dar- aus ergibt sich, daß alle, die durch den Sßachweis eingestellt sind, die Arbeiter wieder heraus holen können. Die Verhandlungen über den paritätischen Arbeitsnachweis für Nordenham scheiterten an dem Starrsinn der Unternehmer, obgleich die Arbeiter bei diesen Verhandlungen das allerweiteste Entgegenkommen zeigten. Die Unternehmer verlangten nickt weni- ger als bedingungslose Anerkennung dieses Maßregelungsinstituts. Nicht einmal da? Kontrollrecht wollte man den Arbeitern zugestehen. Als sie auf dieses Recht nicht verzichten wollten, wurde ihnen von dem Unternchmersekretär Oppermann-Bremerhaven erklärt: „Wenn ich mogeln will, dann nützt Euch das Konirollrecht auch nichts, dann führe ich eben ein Geheimbuch." Oppermann ist lang- jähriger Leiter des Arbeitsnachweises Bremerhaven, er hat Erfah- rungen und weiß, wie es gemacht wird.— Auf•den Unternehmer- nachweisen spielt das Eeheimbuch nachweislich die allergrößte Rolle. tuerei und Geheimniiskrämerei, die vielleicht noch vor einem halben Jahrhundert interessant hätte erscheinen können, haben diese Di- plomatchen, die�bei gesunden Völkern nicht zu existieren vermöchten, hinter verschlossenen Türen miteinander verhandelt, und der als dummer Junge behandelte Reichstag mußte machtlos Muschauen und abwarten, ob diese Herrchen als Vertreter der Interessen ihrer Klassengenossen einen Krieg heraufbeschwören würden!(Einige Generale stampfen mit dem Säbel auf den Boden. Der Chcfredat- teur der„Deutschen Tageszeitung" verläßt, gefolgt vom Agenten der Firma Krupp, ostentativ den Saal. Es wird mit leeren Bier- gläsern auf dem Tisch radaut. Minutenlange Unruhe.) „Meine Herren, die Zeit der Regierung von GotteS Gnaden ist vorbei! Der Militarismus wird zur Ruine(heftiges Pfeifen). die Vermehrung der Flotte zur formalen Verrücktheit(man beginnt, sich drohend um das Podium zu drängen, der Lärm mit den Bier- gläsern wird stärker), ja, zur schamlose» Verrücktheit, meine Herren? Wir verlangen ein wirkliches Volksparlament! Wir wollen nicht länger als Unmündige behandelt werden! Sie hören ja doch in allen Ländern die Stimme des Volkes, das sich ruhiger benimmt, als zur Zeit der französischen Revolution, ruhiger, aber ernster und bewußter! Gerade diese ernste Ruhe, meine Herren, bedeutet die Stille vor dem großen Sturm. Lauschen Sie mit offenen Ohren! Lassen Sie sich warnen..."(Weiter kam ich nicht. Zum Teil trug ich selbst daran schuld, beim bc.i dem Appell an die„Offenen Ohren" begann man derartig zu toben, zu lachen, zu stampfen und mit den Biergläsern auf den Tisch zu schlagen, daß eS mir nicht gelang, das Wort wieder zu bekommen. Bethmann blickte mit wütenden Ilntieraugen um sich, Erzberger haute mit dem Stock auf das Podium v. Heydebrand brüllte vor Lachen, daß ihm die Adern auf der Stirn wie Tclephonkabel schtvollen. Agrarier, Antisemiten, Konservative. Wilde, Mitglieder des Zentrums, Generale und Be- amte, sämtliche mit Füßen und Händen versehenen Taubstummen machten einen entsetzlichen Lärm, daß die Sophienfäle davon er- dröhnten. Da schwang sich v. Jagow auf einen Tisch, und während ich in Schweiß gebadet dastand, erklärte er in der Fingersprache die Versammlung für aufgelöst.) »» Das alles hatte ich natürlich' nicht in Wirklichkeit erlebt. Im Gegenteil, es war ein seltsam blödsinniger Traum. Einige Abende vorher hatte ich in einer öffentlichen Versammlung tatsächlich Taub- stummer, die sich für die RcichÄagSwahlen interessierten, in den Sophiensälen beigewohnt. Diese wackeren Taubstummen verstanden ihre Zeit, und es war eine Lust, ihr gespanntes Lauschen, ihre poli- tische Erregtheit mitzuempfinden. Wie ich dazu kam, in dieser Nacht von anderen, unheilbaren, nichts sehenden und nichts hörenden Taubstummen zu träumen, und wie ich sogar auch nur im Schlaft diesen Leuten einen Schweißtropfen opfern konnte, ist mir noch ein Rätsel. Meine taubstummen Genossen bitte ich wegen der Verwechslung mit Bethmann und Genossen um Eutschuldigung. d. s." Darum ist das Kontrollrecht für die Arbeiter unentbehrlich. Auch wollten die Arbeiterorganisationen die Hälfte der Kosten für den Nachweis tragen. Dieses Entgegenkommen fand ebenfalls keine Gnade vor den Augen der Baugewaltigen. Diese Borgänge in Nordenham zeigen, wie das Scharfmacher- tum im Untcrnehmerlager sich über Verträge, über Schiedssprüche und dergleichen hinwegsetzt. Dasselbe Scharfmachcrtum schreit aber über Terror der Arbeiter. Achtung, Maler und Lackierer Z In der Möbelfabrik von Graf in Kaiserslautern sind wegen Lohnabzügen, die teilweise bis zu 42 Proz. betragen, Differenzen in der Lackiererei ausgebrochen. Verhandlungen lehnt die Geswäststeitung ab. Der Betrieb ist sür Lackierer und Anstreicher gesperrt. Der Streik der Militiirsattler in Strasburg konnte nach viertägiger Dauer mit vollem Erfolge für die Arbeiter beigelegt werden. IZuslanck. Kohlenarbeiterstrcik im Borinage. Die Unternehmer bleiben eigensinnig. Brüssel, tö. Januar.(Eig. Bcr.) Die gegenwärtige Situation des Streiks kennzeichnet sich durcb zwei Talsachen: durch den Mangel an Entgegenkommen seitens des ArbeitenministerS, die Rolle des Vermittlers zu übernehmen und durch die intransigente Haltung der Unternehmer, die sich mit Bernfung auf ihre sogenannten„Zu- geständniffe" vom 5. Januar weigern, einem von beiden Streikparteien einzuberufenden Schiedsgericht die Lösung des Streikkonflikts anzuvertrauen. Zur Bekräftigung ihrer unversöhnlichen Haltung hoben sie bereits die neue Auszahlungsordnung plakatieren lasten- Um' weiter die Arbeiter einzuschüchtern, suchts man neue Arbeiter- versteht sich unter glänzenden Versprechungen, anzuwerben. Gegenüber allen Gerüchten ist derzeit von einer Aufnahme der Arbeit keine Rede. Die Entrüstung über die Haltung des ArbeitenministerS Hubert und der Vereinigung der Gruben- Besitzer gibt sich in den zahlreichen Streikvecsammlungeu des Borinage kund und die Stimmung hält allenthalben an, an der Forderung: achttägige Lohnauszahlung festzuhalten. Diese Forde- rung stellt übrigens nicht etwa bloß eine Frage des Haus- haltungSbudgetS des Arbeiters dar, sondern eine direkt ökonomische Frage, da das vierzehntägige Aus- zahluugSsystem andere den Arbeiter benachteiligende Arbeits- bedingungcn mit sich brächte. Nicht nur also, daß die vierzehn- tägige LohnauSzahlung eine an sich störende Motzrcgcl für den Haushalt des Arbeiters mit den Unzukömmlichkeiten eines ver- längcrlen Kreditwesens bedeutete, schliefet sie nach dem Urteil der Arbeiter eine materielle Schädigung sür sie ein, gegen die sich Haupt- sächlich ihr Widerstand kehrt. Die Situation ist nach allem eine äufeerst gespannte. Der Kohlenmangel wird immer fühlbarer und zieht immer mehr Industriezweige in Mitleidenschaft. Die Unternehmer müssen schon zur englischen und französischen Kohle Zuflucht nehmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.— Heute wird sich eine Plenarversammlung der Föderation der Bergarbeiter des Borinage init der Antwort der Unternehmer und den weiteren not- wendigen Schritten beschäftigen. Streik der Ballett-,.Ratten". Die Mitglieder des Ballettkorps der Grofeen Oper in Paris weigerten sich am Montag während der Aufführung von„Monna Vaiina� aufzutreten. Die Vorstellung mufele unterbrochen werden. DaS Ballett wurde nicht getanzt und der vierte Akt überhaupt nicht gespielt. Der Grund zu diesem Streik ist folgender: Nach der letzten Tanzprobe richtete daS Syndikat des Ballettkorps der Oper ein Ge- such um Erhöhung der Gagen an die Direktoren, die diese zusagten. Die Direktoren empfingen nun einen Brief des Syndikats, in dem sich dieses von der Antwort der Direktoren befriedigt erklärt. Am Man- tagabend jedoch, in dem Augenblick, als das Ballett auftreten sollte, tvünschte der Borsitzende des" Syndikats mit den Direktoren zu ver- handeln; diese erwiderten, es scheine ihnen jetzt„nicht der geeignete Zeitpunkt' zu sein. Darauf weigerte sich das Ballelt aufzutreten, und die Vorstellung mufele abgebrochen werden. Der Me Namara-Fall ieht noch immer seine Kreise in der amerikanischen Gewerkschafts- ewegung. Nach der Untersuchung durch die Bundcsbehörden sind drei Gewerkschaftsführer verhaftet worden unter der Anklage, dafe sie in Verbindung mit dem Dynamitattentat in Los Angelos standen. Die Verhafteten wurden unter je S000 Dollar Bürgschaft wieder entlassen. Die spezielle Anklage lautet auf eine Verschwörung zum Zwecke des ungesetzlichen Transports von Explosivstoffen»nner- kleines feuillsron. Wahltricks. Der„listengewandte OdysseuS' würde sich als ge- schlagen bekennen müssen, wollte er mit don„Machern" und „Drahtziehern" aller Sorten in Wettbewerb treten, die bei den ParlamcntSwahlen in den verschiedensten Ländern durch kluge Ma- uöver ihrem wackeligen Kandidaten auf die Beine helfen. Was nützt das..Wahlklosett", dessen sich außer Deutschland auch noch England. Holland, Belgien, die Schweiz, die Bereinigten Staaten sowie einige südamerikanische Nationen erfreuen, wenn schließlich die richtige Urne durch einen sinnreichen Vertauschungskniff nach Schluß der Wahlhandlung wegpraktiziert und durch eine täuschend ähnliche mit„gewünschtem Inhalt" ersetzt wird! Also geschehen im nordamerikanischen Staate der Freiheit, wo die Wahlkommisston „nach beendetem Gefecht" im Lokal einen künstlich arrangierten Kratvall erregte, darauf„zur Aufrcchterhallung der Ordnung" sämtliche unbequemen Zuschauer an die Luft befördern ließ und die günstige Gelegenheit wahrnahm, die Urne beiseite zu bringen und zu ersetzen. Ter Trick war dadurch ermöglicht worden, daß jedesmal, wenn ein Wähler vorn im Lokal seine Stimme abgegeben hatte, in einem Versteck zur Seite ein Komplice einen gefälschten Wahlzettel in die„Ersatzurnc" legte— die Anzahl der Stimmen blieb also richtig, alles war„in schönster Ordnung", und eine Re- cklamation wäre ganz aussichtslos gewesen. Daß die— Toten sich noch für die politischen Wahlen inicr- cssieren, gehört zweifellos zu den Mertwürdigkeiten, die selbst ge- Iviegten Spiritisten Kopfzerbrechen machen könnten. Und doch er- eignet sich dieser seltsame Fall beinahe bei jeder Kammerwahl in Frankreich. Bei der Wahl im Jahre I880 waren in einer süd- französischen Stadt von 15 000 Wählern, die persönlich abgestimmt hatten, nicht weniger als 330 längst verstorben. Bei den meisten von ihnen handelte es sich um Leute ohne festen Wohnsitz, Bewohner von möblierten Hotels usw., die man ohne Kontrolle auf Angabe von dritter interessierter Seite hin einfach auf die Liste gesetzt hatte; die nötigen Strohmäniier erschienen dann, um für die Toten „Zeugnis abzulegen". DaS Gegenteil, daß nämlich ein noch ganz lebendiger biederer Bürger plötzlich im Wahllokal erfährt, er sei doch schon längst ins bessere unpolitische Jenseits abberufen, ist auch schon mehr als einmal vorgekommen. DaS Gesicht des ent- rüsteten Bourgeois mag man sich vorstellen. Ein klassischer Trick, der gleichfalls in Frankreich häufig gehandhabt wird, besteht darin, die Wahlzettel, die ein„gesährlichcr" Wähler abgibt, auf irgendeine Weise bei der Empfangnahme kenntlich und dadurch ungültig zu inachen. Der Präsident, der mit dem Kandidaten unter einer Dcrfc steckt. sorgt einsaeh dafür, dafe unter der Tischtante eine Quantität Jett oder Farve angetlebt ist, mit der er die„mifeliebiaen Stimm- MtteV unaussällig veschmufet. Da da» Gesetz vorschreibt, dafe der Stimmzettel aus leine Weise von außen kenntlich sein dürfe, werden alle schmutzigen Zettel beanstandet und ungültig crklärt�nd der gewünschte Effekt ist erreicht. Bei einem WahIskanM, der halb ver Vereimgien Staaten. Die Tewerkschaften in San Francisco haben sich geweigert, Gelder zur Verteidigung der Angeklagten zu bewilligen. Dieselben Gewerkschaften hatten für die Verteidigung der Brüder Mc Namara große Summen zur Verfügung gestellt, weil sie an die Unschuld der Angeklagten glaubten. Jetzt sind sie mißtrauisch geworden und wollen mit etwaigen wirklichen Verschwörern nichts zu tun haben.— Die Staatsbehörden in Los Angelos haben die weitere Verfolgung in dem Mc Namara-Falle anscheinend ein- gestellt und man erwartet, daß auch die Bundesbehörden keine besonderen Anstrengungen in der Verfolgung der Angelegenheit machen werden. Die Kapitalisten sind offenbar vorläufig zufrieden mit dem grofeen politischen Erfolge, den ihnen das Geständnis der Brüder Mc Namara in Los Angelos brachte, indem sie die Ver- waltung der Stadt behielten und den Sozialisten den sicheren Sieg entrissen. Immer mehr wird von einem F r i e d e n s p a k t ge- sprachen, der dem„Geständnis" der Brüder M!c Namara voraus- ging und der zwischen der Anklagebehörde, der Verteidigung und den Angeklagten geschlossen wurde, veranlaßt von großkapitalistischer Seite. Sehr interessant ist das Geständnis von JameS Mc Namara. das in folgendem Wortlaut vorliegt: „Ich bekenne mich des Verbrechens, dessen ich angeklagt bin, schuldig, halte mich aber nicht für einen Verbrecher. Ich bin schon seit vielen Jahren ein Mitglied der organisierten Arbeit, und meine Lebensaufgabe war, die Sache meiner Mit- arbeiter zu fördern. Ich gehöre zu jener Gruppe, die glaubte, daß die direkte Aktion die einzig wirksame Waffe sei, um unsere Kämpfe erfolgreicher zu gestalten. Es bestand nicht die Absicht, jemand zu töten, als ein kleines Quantum Dynamit in der Gasse hinter dem„Timcs"-Gebäude in Los Angelos gelegt wurde, sondern es wurde nur beabsichtigt, denjenigen, die uns so bitter bekämpften, einen Schrecken einzujagen. Wohl niemand bedauert die Opfer der Explosion mehr als ich. Ich lege dieses Geständnis nicht ab. um mein Leben zu retten, sondern ich hoffe, daß dadurch bessere Männer als ich das Problem der Lohnarbeiter studiere» und bessere Zustände herbeiführen. Ihr wollt nicht, daß wir streiken; Ihr wollt nicht, daß wir selbständige Politik betreiben, wie wir es hier in Los Angelos tun; Ihr wollt nicht, daß wir uns or- ganisieren; wir können nicht als Einzelpersonen das Gesetz zur Hilfe anrufen und wir wissen, daß es für uns in den Gerichten keine Gerechtigkeit gibt. Und dabei erklären die Unternehmer fortwährend, daß sie nicht imstande sind, unsere Löhne zu erhöhen. Was sollen wir eigentlich tun? Wenn meine heutige Tat diese Frage vor die große Oeffentlichkeit bringen und eine Antwort hervorrufen wird, die eine friedliche Lösung in Aussicht stellt, dann werde ich die Gewißheit haben, daß ich, wenn auch im Gefängnis, der Arbeiterschaft einen Dienst erweise." „Was sollen wir eigentlich tun?" fragt Mc Namara und er schreitet zu Dynamitattentaten, weil ihm die Erkenntnis deS Sozialismus noch nicht aufgegangen ist, des besten Schutzes vor Taten der Verzweiflung. Soziales» Die Berschiedcnartigkeit der Rentenbcwilligunge». Die Durchführung der Invalidenversicherung wird von den einzelnen Versicherungsanstalten äußerst ungleichmäßig gchandhabt. Besonders große Verschiedenheiten weisen die Rentenbewilligungen auf. Nimmt man die Berichte der Landesversicherungsanstalten für das Jahr 1910 zur Hand, so findet man die interessante Tat- fache, daß die glentcnbeivilligungen bei Versicherungsanstalten in vorwiegend landwirtschaftlichen Gegenden viel seltener sind als bei solchen inmitten städtischer Bevölkerung. In Lstpreusten z. B. stehen 476 Anträgen aus Altersrente 277 oder rund 60 Proz. Be- willigungen gegenüber, in der Provinz Posen bilden die 382 Be- willigungen sogar nur etwas über 40 Proz. der 866 erhobenen An- sprüche. In der Provinz Pommern«nterschetdet sich der Prozent- satz der Bewilligungen nicht viel von der Ostpreußens. In Berlin dagegen wurden von 378 Anträgen 332 bewilligt, was einem Satz von 90 Proz. entspricht. In den Hansestädten kommen ans 272 Altcrsrentenansprüchc sogar nur 9 Ablehnungen und 262 Bewilligungen, so daß die Ablehnungen nur rund 3 Proz. ausmachen. Bei den Invalidenrenten ergeben sich gleichfalls ganz erhebliche Differenzen. Die Landesversicherungsanstalt Schlesien hat im Jahre 1910 im ganzen 6888 Invalidenrenten bewilligt, dagegen 7120— also weit mehr— abgelehnt. Dagegen stehen in Verlin 3638 be- willigten Invalidenrenten 1836 Ablehnungen gegenüber, so daß auf 100 Bewilligungen rund 50 Ablehnungen entfallen. Im Königreich Sachten sind sogar nur 8 Proz. der Anträge abgelehnt worden. In die Augen springen sodann die geringen Anteile, die in den Provinzen mit landwirtschaftlicher Bevölkerung auf die Kranken- (gleichfalls in einer kleinen südfranzösischen Stadt) seinerzeit großes Aufseheit erregte, stellte sich heraus, daß der ehrenwerte Präsident den genannten Kniff seit mehr als zwanzig Jahren handhabte, um seinen politischen Freund in der Wahl durchzu- bringen. Humor und Satire. Basser manns Verzweiflung. Ich weiß nicbt, was soll cS bedeuten, So furcknbar geschunden sind wir, Ich sehe von all' unfern Leuten So sehr ich auch spähe, nur 4-- Die Luft ist so kalt und mich schaudert—- Von 5l nur 4—-- Weil stets wir geschwankt und gezaudert, Setzt man uns den Stuhl vor die Tür! Politisch zu schaukeln, zu gaukeln. D i e Zeit ist sür immer dahin, Mit all' unserin Schwanken und Schaukeln Hat„Michel" jetzt nichts mehr im Sinn; O Biitoio, 0 wärst Du geblieben, D» ließest uns schmählich im Stich-- Wie man uns zu Paaren getrieben, Ist gradezu iürchterlich l Wir folgten Dir. Bethmann, so willig llnd stecken jetzt mitten im Sumpf. Der Spott ist gerecht und so billig, Nur Rot ist ja beute noch Trumpf. Deine rettende Hand woll' uns reichen, O Kanzler, und stärk' unfern Mut, Laß nicht die„Pslaunieiiweichen" Vetsinken in der Flut! Notizen. — Vorträge. Der Zentralvercin für HandelSgeographle veranstaltet Freiiag im Muteum sür Völkerkunde, Königgiätzer Straße l20. abends 8 Uhr, einen Vortrag des Herrn O I d e n- Z e l l e r über den ucnen Haudclswcg durch die Benngstraße nach Nordost-S'birien. Gäste willkommen. — Oedipus in London. Die Aufführung deS von Reinhardt inszenierten OcdipnS sin Covent-gardcn-Thcater. die im ganzen der deutschen Inszenierung enlsprach, hatte— wie alle grofeen Schaustellungen in England— großen Erfolg. — Otto Lieb mann, der lange Jabre(1882— 1911) eine phUosoplntch- Prokcsinr in Jena bellcibct«, ist dort geftorben. Der(chnrtsiilniye Denker, der wie die meisten Ptiilosophirprotesioren lvenig schopteriich war. hat feine Bedeniung durch die von ihm zuerst mit gepredigte„Rückkehr zu Kani". Er war einer der Be- gründer des Neukantianismus, einer Richtung, die manche Seiten iinseres akademischen PhilosoxhiebetriebeS neu belebt hat. mlett(die Renken für nur vorübergehende, knbe» länger akS 26 Wochen währende Erwerbsunfähigkeit) entfallen. Im ganzen Jahre 1910 wurden in Ostpreußen nicht mehr als 98 Krankenrenten bc- willigt, denen 4419 Invalidenrenten gegenüberstehen. Aehnlich ist es in Posen, Pommern, Niederbayern usw. Dagegen wurden in Berlin 3638 Invalidenrenten und 405 Krankenrenten bewilligt. Nicht geringe Unterschiede weisen auch die nicht bewilligten und die nicht abgelehnten Rentenanträge, also die„anderweitig er- ledigten" Rentenanträge auf. Während in Berlin im ganzen Jahre nur 108 Anträge anderweitig erledigt wurden, zeigt ihre Zahl bei Schlesien auf 1656, Posen 1371 usw. Die Gründe für die hier geschilderte Erscheinung find zum großen Teil in der Art der Beitragsabführung zu suchen. In de» Gebieten mit städtischer Bevölkerung herrscht die Beitragseinziehuug durch die Krankenkassen vor(z. B. in den Hansestädten, im König- reich Sachsen, der Rheinprovinz usw.), während auf dem Lande durchgehends die Beitraasentrichtung direkt durch den Arbeitgeber mittels Einkleben von Marlen in die Karte geschieht. Dadurch ist auf dem Lande die Beitragsabführung eine so ungeregelte, daß der Verlust der Anwartschaft der Versicherten außerordentlich häufig vorkommt. Namentlich die Wartezeit für die Altersrente wird von den Landarbeitern nur selten erreicht. Für die geringe Zahl der Krankenrenten kommt als Ursache in Frage, daß die landwirtschaft- Ii che Arbeiterschaft nickst allgemein der Krankenversicherungspflicht unterliegt und der Landarbeiter nur selten cS sich leisten kann, 2-! Wochen ununterbrochen krank zu sein. Im übrigen ist für die Schwankungen der Jnvalidenrcntenbewilligungen die außcrordent- lichc Dehnbarkeit des Begriffs der reichsgesetzlichen Invalidität verantwortlich zu machen. Vielfach, und zwar wiederum sehr häufig auf dem Lande, wird die Invalidität erst dann angenommen, wenn der Versicherte halbtot ist. Eue Induftrlc und Handel.. Wieder eine Hundertmillionen-Bank. Die drei Berliner Großbanken. Deutsche Bank, Dresdener Bank und Diskontogesellschaft, welche über je 200 Millionen Mark verfügen, sind in letzter Zeit ganz besonders eifrig bestrebt, ihren provinzialcn Tochterinstituten er st er Ordnung reichliche Eigenkapitalien zu verschaffen. Jede solche Kapitalvec- mchrung bedeutet für die Mutterinstitute eine Verstärkung de: eigenen Machtsülle, da sie das Risiko für daS Tochterunternehmen herabsetzen. Deswegen sind gerade die scheinbar weniger bcdeu- tungsvollen Geldmittelverstärkungen der Provinzbanken als Zeichen für die immer weiter wachsende Macht der Niesengeldkonzerne von größter Tragweite. Diesmal handelt es sich um die Allgemeine deutsche Kreditanstalt zu Leipzig. Bis jetzt hatte dies Unter- nehmen, welches zum Konzern der Diskontogesellschaft zu rechnen ist, ein Alticnlapital von 90 Millionen Mark. Die„Kreditanstalt" besteht seit 1856, gehört also zu den älteren deutschen Bankinsti- tuten, im Jahre 1901 kam es zur Interessengemeinschaft mit der Diskontobank. In den letzten zwanzig Jahren hat das Leipziger Unternehmen sein Kapital um 60 Millionen Mari vermehrt, wozu jetzt wieder neue 20 Millionen Mark Aktien kommen. Damit ist das sächsische Unternehmen der Diskontogesellschaft al» a ch t»- zehntes in die Reihe der Einhundertmillionen-Unternehmungen gekommen. Von den achtzehn Aktiengesellschaften mit mindestens 100 Millionen Mark Aktienkapital sind genau die Hälfte Bankeni Die übrigen neun verteilen sich auf Industrie, im besonderen Berg- bau und Elektrizitätsindustrie, sowie Transportunternehmungen in der Seeschiffahrt und dem städtischen Straßenverkehr. In der Industrie de? Königreichs Sachsen, im besonderen auch bei den dortigen Textilunternehmungen, spielt die jetzt mit weiter verstärktem Kapital und dadurch auch erhöhten Reserven aus- gestattete Leipziger Kreditanstalt eine große Rolle, sie pflegt alxir auch daS Hypothekengcschäft. /Zug der-frauenberngung. Seelisch krankhaft veranlagte Kinder. Im Charlottenburger Rathause sprach kürzlich Geheimrat Professor Dr. Ziehen über:„Heime für seelisch krank- Haft veranlagte Kinder". Einleitend führte der Referert aus, daß die seelisch krankhaften oder psychopathischen Kinder nick t mit geisteskranken oder schwachsinnigen verwechselt werden dürstcu. Die psychopathischen Kinder, die oft hoch begabt wären, zeichnet:» sich hauptsächlich durch eine Steigerung des Gefühlslebens und der Phantasie und einem erhöhten Nachahmungstrieb aus. Hieraus seien ihre impulsiven und auch unerklärlichen Handlungen, ihre Reizbarkeit und Unbeständigkeit abzuleiten. Während nun in etwas für die Unterbringung geisteskranker oder schwachsinniger Kiindcr gesorgt wird oder gesorgt werden kann, kommen die psychopathischen Kinder zumeist überhaupt nicht in ausreichend ärztliche Bchand- lung. teils weil sie nicht rechtzeitig als krankhaft erkannt werden. teils weil es heute noch an Gelegenheit fehlt, derartige Kinder unterzubringen. Allerdings ist über die Art und Weise, wie man solche Kinder behandeln müßte, heutzutage kein Zweifel mehr; für psychopathische Kinder aus reichen Häusern gibt es in Deutschland etwa ein Dutzend Anstalten, die fast ausnahmslos geheilte Fälle aufweisen können. Wo aber finden sich die psychopathischen Kinder der ärmeren Volksklassen im späteren Leben wieder, von denen Prof. Ziehen in seiner Poliklinik allein jährlich vielleicht 200 Fälle und zwar ungefähr doppelt soviel Knaben wie Mädchen zu sehen dekommt? Nach der Statistik verteilen sie sich auf vier Wege: da« V e r- brechen, die Prostitution, das Irrenhaus, die In- Validität. Auch ein hoher Prozentsatz der immer zahlreicher werdenden Schülerselbstmorde findet hier seine Erklärung. Prof. Ziehen macht jetzt den Versuch, in Templin ein Heim für 24 psychopathische Knaben einzurichten; die gering« Zahl soll eine ge- wisse Familiarität garantieren, im Gegensatz zu dem Kasernen- mäßigen bisheriger Fürsorgeanstalten. Er nimmt zunächst nur Knaben, weil er bei diesen, vielfach mit sexuellen Störungen bc- hasteten Kindern Trennung der Geschlechter für richtig hält. Zur Leitung sei ein Pädagoge m,t psychiatrischen Kenntnissen oder ein Arzt mit pädagogischen Interessen zu wählen; auf keinen Fall ein Theologe, da erfahrungsgemäß solch« Kind«r der Religion überhaupt nicht zugänglich wären oder in einer krankhaften und daher ihr Leiden steigernden Weise beeinflußt würden. Die Bc. Handlung müsse möglichst zwischen dem fünften und sechsten Lebens- jähre«tuschen, nach dem zwölften Jahre sei sie meist zwecklos. In ganz leichten Fällen genüge oft schon ein Aufenthalt von fünf bis sechs Wochen, meist aber habe man mit drei bis vier, ja bis acht Jahren zu rechnen. In diesen Heimen würden die Kinder unter strengster Kontrolle zu praktischer Beschäftigung und GeisteSbetäti. gung angehalten. Wesentlich sei eine regelmäßige Zeiteinteilung. die, ohne die Kinder zu überlasten, ihnen möglichst wenig unaus- gefüllte Minuten lass«, da nachweislich all« ihre kleinen Ver- gehen auS den freien Augenblicken hervorgingen. Unter den Be- fchäftigungen hob der Referent Blumen, und Pflanzenpflege her- vor. Strafen erwiesen sich als absolut wirkungslos. Der Staat habe die dringende Pflicht, auf diesem Gebiet einzu- setzen. Der Staat, der hier versage, sei kurzsichtig, da er ein gutes Geschäft mache, wenn er zielbewußt die UnterhaltSkosten für Zucht- Häuser. Irrenanstalten usw. herabmindere, Gerichts-Zeitung« Aus der guten Gesellschaft. Tie Schwurgerichtsverliandlung gegen den wegen schamloser Erpressungen angctlagtcn Fabrikbesi�er Philipp Groß ist gestern nachmittag zu Ende gegangen. Auf Grund der� unter Ausschluß der Oefsentlichkeit geführten Beweisaufnahme sprachen die Ge- schworenen den Angeklagten in je einem Falle der vollendeten und der versuchten räuberischen Erpressung und in je einem� Falle der vollendeten einfachen und der versuchten einfachen Erpressung schul- big und versagten ihm in dem Falle der räuberischen Erpressung die mildernden Umstände. Staatsanwaltschafisrat Gutjahr hielt eine schwere Strafe für geboten, denn es handele sich um ein schamloses Treiben ohne Grenzen und um einen ganz gemeingefährlichen Er- presscr. Der Staatsanwalt beantragte 7 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Rechtsanwalt Dr. Joffe emvfahl den An- geklagten der Milde des Gerichtshofes. Es sei doch zu bedenken, daß der Angeklagte unter dem unheilvollen Einfluß seiner jetzt von ihm geschiedenen Ehefrau, der geborenen Milpacher gestanden, unter dem er so viel zu leiden gehabt habe, daß er sidb in der kritischen Zeit dem Trünke ergeben hatte.— Nach kurzer Beratung vcrkün- dete der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Lieber, das Urteil dahin: Der Angeklagte gehört zu der Gattung von Menschen, die die Fehl- ! ritte anderer ausnutzen, um erpresserisch vorzugehen. Das Trci- den des Angeklagten war ein schamloses und raffiniertes, die Scelcnqualen, die er dem einen seiner Opfer bereitete, waren so groß, daß der Betreffende darüber zu Tode gegangen ist. Derartige Naturen sind bereit, über Leichen zu gehen, es sind Bamphre, die rücksichtslos ihre Opfer suchen. Ein derartige? Treiben wird jetzt immer häufiger, so daß es im Interesse der allgemeinen Sicherheit geboten ist, mit energischen Strafen dagegen vorzugehen. Der Gc richtshof hat deshalb auf eine Gesamtstrafe von ö Jahren Zucht' Haus und 10 Jahren Ehrverlust erkannt. Gegen den Messerstecher Bennewitz, der bekanntlich in dem Verdacht steht, jene Messerattentate aus Frauen und Mädchen verübt zu haben, die vor zirka 2 Jahren in Berlin große Aufregung verursacht hatten, fand gestern vor dem «Schöffengericht Berlin-Mitte eine Verhandlung statt. Wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges lvar der Maler Georg Bennewitz angeklagt, der aus dem Strafgefängnis Plötzen- see vorgeführt wurde, wo er eine Gefängnisstrafe von Ihr. Jahr verbüßt, die ihm wegen einer ähnlichen Messerstecherei zudiktiert worden war. Auch in dem vorliegenden Falle halte der Angeklagte eine Prostituierte in deren Wohnung in der Elsasserstraßc mit seinem Taschenmesser gestochen und war dann über die Hofmauer geflüchtet. Vor Gericht bestritt der Angeklagte, als Täter in Frage zu kommen und behauptete, das Opfer einer Personenverwechsclung zu sein. Das Gericht hielt ihn jedoch durch die Beweisaufnahme für überführt und erkannte auf eine Zusatzstrafc von i Monaten Gefängnis.____ Ein Advptionsschwindler mußte sich gestern in der Person des Kaufmanns Albert Ehrich aus Schöncberg vor der 1. Strafkammer des Landgerichts II verantworten. Der au» der Untersuchungshaft vorgeführte Ange« klagte ist schon mehrfach, darunter mit VA Jahren Gefängnis vorbestraft. Im vergangenen Sommer erließ der Angeklagte in den „Dresdener Nachrichten" ein Inserat folgenden Inhalts: „!lind vornehmer diskreter Geburt gegen einmalige größere Abfindung zu vergeben." Auf dieses Inserat hin meldeten sich etwa 100 Leute, die sämtlich bereit waren, das Kind gegen eine„größere Abfindung" als eigen anzunehmen. Unter den sich meldenden Personen befand sich u. a. ein Fabrikbesitzer, mehrere Beamte und auch zahlreiche Frauen. Der Angeklagte antwortete diesen Leuten, daß ihr Bewerbungs- gesuch ihm sehr„sympathisch", er aber genötigt sei, sich doch erst noch vorher über sie zu erkundigen. Die Annahme des Gesuches müsse deshalb von der vorherigen Erstattung der Auskunftskosten in Höhe von 5 M. abhängig gemacht werden. Trotz aller Warnungen in der Presse gingen über 30 Personen auf den Leim und schickten die O M. ein. Hiermit war für den Angeklagten die Angelegenheit erledigt. Da er überhaupt nichts mehr von sich hören ließ, er- statteten die Geprellten schließlich Anzeige. Der Angeklagte Ivurdc verhaktet, trotzdem er einen Brief vorlegte, nach weichem er von einem angeblichen Freihcrrn v. Buddenbrock beauftragt sei, die Adoption eines Kindes zu bewerkstelligen. Die Anklage behauptet, daß dieser Brief eine Fälschung ist, da alle Ermittlungen nach dem angeblichen Freiherrn erfolglos geblieben sind, der Angeklagte außerdem auch seine Adresse vergessen haben will. Mit Rücksicht auf die Vorstrafen des Angeklagten erkannte das Gericht auf 4 Monate und 1 Tag Gefängnis. Da das Gericht Fluchtverdackck nicht mehr als vorliegend ansah, wurde der Angeklagte aus der �aft entlassen. P» V '.!/ «> kv W V) \\ » »»»sssss� Unicrem AbtcilungSsübrcr tknusun Nintorf zum bcutiocn Wiegenfeste die herzlichilcn Klückwünschc und ein dreimal donnerndes f-ocli! Die Funktionäre 1. Abt IV Kr. Hermann, wir ballen fest zusammen. -S. «v <1/ <1/ ,«/ ■V. zusammen..A Todes-Anzeigen SozialiiEDiPkpaiisctierWalilvergiD j J• des[ 8. OEr!. REicIistags-WahlkreiSES. i j San 14. Januar verstarb unser � | Genosse, der Arbeiter (iottUed Enge Bultmannstr. 4, Ebre seinem Aiideiike»! Die Beerdigung sindct heute lltithvoch. den 17. Januar, nach. ! niiitag-, 3\, Uhr. von der Lciäiei». I balle dcS neuen PaulS-Kirchhoses, ! Piötzensee, au« statt. j Ilm rege Beteiligung ersucht l>er Vomtand. Sö2la!ii8inol(rat Mwm RlKdoS-tf. Den Parteigenossen zur Nach- 1 richt, das', unser Mitglied, der rchankwirt I\\a\ Pasewald Prinz-Handjerti-Slraße 34 j verstorben ist. Ehre seinem Slndcnken! Die Bccrd gung findet am Donnerstag, den 18. d. M.. nach» mittags 3 Ubr, von der Leichen- Halle deS allen Nixdor er Gc- ineinde- Fricdbose«, Ltudowcr Straße, aus statt. lior Vorstand SSozialilemokrätiseliJati�reiii! Kreis KiedertianiiBi Bezirk Ober-Schöueweidc. Ten Parteigenossen und Ge- lio'finncn zur KenninIS, daß unlcr Mitglied � 1 Gustav Jaekel Ralhenau- Straße nach schwerer Krankheit vor- starben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heule Mittwoch, nachmittags L Ubr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhojes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 240/4 Die Brzirksleitung. Oeutsclief Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin, Todrtianzclecn. Den Kollegen zur Nachrich! j datz unser Mitglied, der Schlosser Gustav daekel cm 13. Januar an Lungenlciden| gestorben ist. Die Beerdigung findet am I Mittwoch, den 17. Januar, nach- mittag» 3 Uhr, von der Leichen- i�alle des Gcinciiidc-Zricdvoses in| Lber-Zchöncwcidc aus stall. D Fern« starb unser Mitglied, der Mechaniker Alfred Wilde am 14. d. Mts. an Lm gcnleiden Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 17. Januar, nach« miltagS Z'/z Uhr, von der Leichen- balle des neuen st. Pauls-Kirch- hoscs in Piötzcnice, Scestraße, aus statt, Ehre ihrem Andenken k Siege Beteiligung erwartet 110/13 Dir OrtSverwaltung. S Verband der Fabrikarbeiterl Deutschlands (Zahlstelle Berlin). Am Sonntag, den 14. Januar, I verstarb unser Mitglied Gottlieb Eiuxe. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute > Mittwoch, den 17. Januar, nach- mittag» 3'/, Uhr, vom neuen Pauw-Ztirchhas au» statt. 57/1 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltnng. Ztnlralvtrband Iber Glaser AtliWaads. Ten Mitgliedern die traurige Nachlicht, dag unser alter Kollege Gustav Peters (Betrieb Bleistein) | gestorben ist Die Beerdigung findet heute, Mlttwoch, den 17. d. Mts.. nachmittags 3'/, Uhr, von der Leichen- balle dcS Ausei ilcbungS-Kirchhoses, Wcißensee, aus statt. 70/ 1 Die Lrtsverwaltung. Vachraf, Am 21. Dezember 1911 der- schied nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber Kollege, der öchristsetzer Carl Krohn. Sein kollegialer Sinn sichert ihm ein tteucS und ehrendes Bio Kollegen er Uochdrackercl Beyer& Boehmc. Monlagoormillag oerstarb schwerem Krankenlager meine I liebe Frau, meine herzensgute I Mutter JohannaAdler geb. Mliuou im Aller von 48 Jahren. A-Eolf A*1 1 1*. nurtlii Adler, Voltaftr. US. Beerdigung an, Donnerstag. I den 48. Januar, 3 Ubr nachm., aus> dem jüdischen Fricdhos in Weißen- 1 sc«, neue Halle. S/4 1 Am Montag srüh li'ft Uhr vcr- schied nach kurzem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwicger. und Großmutter. Lutse Jorgs geb. Kaiser. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der Hinterbliebenen Wilhelm Jorg« nebst Kindern, Mutter und Enkelkindern. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 13. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer- banse aus aus dem Fricdhos der FriedenSgemeinde, Nordend, statt. Danksagung. Sagen hiermit allen Freunden und Bekannten sowie dem Skat- und Lvttericocrciu„Norden" sür die rege Beteiligung bei der Beerdigung u» seres lieben Sohne« Paul IVZicliaelis unseren besten Dank, Insbesondere Herrn Wnldcck Manassc sür seine trost- reichen Worte. Felix Michaelis __ und Frau. Danksagniig. Bei dein so frühen Hinscheiden meines geliebten Mannes sind mir von allen Seiten viele Beweise herz- licher Teilnahme, sowie herrliche Kranzspenden zuteil geworden und jage hierdurch allen meinen mnigsten Tank. Lö17b Wwe. EmlUe Xohl. Deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, ! daß unser Kollege, der Tischler ! Heiurick 8prackties KöiiigLbeiger Straße g i im Aller von 54 Jahren gc» j storben ist 77/13 Ehre feinem Andenken k Die Beerdigung findet heute ! Mittwoch, den 17. Januar, j liachmittagS 30, Ubr, von der Lcichcnballc des Gcorgcn-Kirch- hoscs in der Landsberger Allee I aus statt. Um rege Beteiligung ersucht ll!e Oriseenvnltung. Am Sonntag, den 14. Januar 1912,■ verstarb nach schwerem Leiden! meine liebe Frau, unsere gute> Mutter �idse Pickel geb. Kluge Wroßgörjchcnstr. 32. DicS zelgeu tiesbetrübt an ckobono Pickel nebst Kindern. Die Beeidigung findet am Donnerstag, den>8. Januar, nach- mittags 4 Uhr, von der Halle des Luther-KirchhoseZ in Lanlwitz aus statt. 1599;.' Danksagung/. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, uliicrrs guten BaterS, sage ich allen Beteiligten meinen ausrichligilcu Dank. liosa Peters und Kinder. Danksagung. Für die vielen Kränze und Be weise herzlicher Tciwahme bei dem Hiiischcidcli meiner tieden Frau pauliue Marsand geb. Grosse jagen wir allen Bekannten, InS besondere Herrn Watdeck Manassc, Herrn Mellrich, der Kommlsfion der Former, dem Verein der Freien Gast- und Schankwirte, dem 0. Berliner Wahlvcrcin, dem Frauen- Verein sowt dem Sparvcrcin„Halbe M irt" uns erecn bciicn Dank. 1S98L j.ngn«t?lar«and Btto Ilar»and. Dn.LimmsS Spe�isl-�rzt für flaut- und Harnleiden. Prlnzenslr. 41, 10—2. 5— 7. Sonntags 10— 12. 2— 4. Brennholz derbe Fabrikatlonsabiällc, sehr billiges Brennmaterial. 3 Ctr. für 4,85 M mit Fuhrlohn, frei Keller. Holz schneideret Merkur. Hohen. Schön. hausen. Fernspr. Lichtenberg 3021 MrasnösTrauertnagaziiii Extra- Abteilung 1 1. Gesch.: BerlinW.. Hehren- 1 StreBc37a(2 Haus von der( Jerusaiomer StraBej. | II. Gesch.: Berlin NO., GroSci Frankfurt. Str. 115(2. Haus| von der AndreasstraSe). i Sehrgr.Äusw.fert. Kleider, 1 I Hille, Handschuhe, Schielerl locc. v. einfachsten bis zun: I | hochelegant Qenrez.äuOerutj niedrigeu Preisen. Sondor-Abteilung: BaUuiirortigiaiig in 10 bis 12 Stundou. P|.a aI. �Verleih- Institut. Frack, r 1!>!!!! 1 Dauer bis 21 Januar Ausnahme- Angebote von Tausenden Hosen Herren- Hosen 3.50 Herren-Hosen St UnstSS Ä 5._ T T_____ IT �. Serie 3. Cheviots u. Kammgarn-*7 nerren-nosen Arten. heH u. dunkel gestreift M./ Herren- Herren Aus Resten TJ—___ Serie 4. Kammgarn mit feinen"1 -nmen Streifen Sehr vornehm... H. AV/« LI Serie 5. Prima Aachener Kamm- 1 Q cr\ nu�eil gam. Eleg. Cutaway-Hosen M J. DU gearbeitete Hosen ganz besonders billig. Knaben-Hosen I Geh-Relze und 1 Schüler-Hosen für das Alter von 3 S lahren durchweg. 60 Pelz-Joppen O m \J\/ Pf| zu herabgeseßten Preuen|........... � M. BaenSohn Kleider-Werke o Deutschlands größte Fabrik dieser Art Chaimeestraüe 29-30 Gr. Frankfurter Strafie 20 11 Brücken straße 11 Schöneberg, Hauptstr. 10 legiicher Nachdruck verboten Der Haupt-Katalog Nr 4z(Letzte Moden) kostenfrei Haöan bis aiotl� davon Anzug od. l'aittot oss, schick, dauerh. Zutaten Mark an. Moritz Labanä, Prome/iadtS, U.(Sladib. Bon.. tot| iten 1 ZJ Sülf, llftfiusjiininfr, gr. Garten T mehrere Wochen-Sonnabende u. Sonntage Im Januar, Febr. usw. noch sret t'i-lt-! Wllkc, Sedasttanstr. US. dicht a. d. AU. Jakobstr. Bequ. Fahr' XTfnventiir' ® riuiotimsotoi r—».»""-] me sdiönstEO Absnöinänfs! chiuk! «II»»»cd dunklBO Farben c«. Sou stück in M 15.«2. 30. 37. 5« bis 75 Mark (rflliere SalBonprelsc weit Ober IIa« Doppeltet DiEGlßoaiiiesleiiP�seJiminlelku�un'0�» jetit berabgesptzi aut il 18» äl» L8, 45, ÖO 68 In öealplüscb mit Skunks echt.......... M. ISO.-' in SealpIQscb mit Skunks unten herum.... M. 250.— i e t § i * palzgelüttorte Tuchp.iletots............ 1555.- Wr Pelzmäntel, lang M. JOO Kurze.lacketto.. M 65— wj Persianermäntel.. M. 400—. 500. 600.. 750 � � Irüherc Salsonprolne doppelt und darAberX IV10«4mm aus Flausch- und Stoffen enslisch. Charakters jW UlSler Mark n>A, 15- 18—. SO 25- W IQ eebc cDgilacbeo Stoffen M. 40— 50.. 00—. 75— K KoslOine. Gesellrcbaflsklelder, Röcke, Blum§ zu nie«Irl;;»Ich l*BVC»«urprc!«eis! yTMrenstrJ?*— Grosse imuUtfurterstr f15. Pelz-Hcis�hiloii Lcipzigcrs'"(!.»«« 60 pi. bi. 10.00 Fleischtöpfe hoc,h0 GrSMen 95 p(. bi. 9 00 Bratpfannen>«,..... 3.50«. 4.00 Bratpfannen.und..... 55 Pf, bi. 1.00 Extra-Treise Gaskochertöpfe sGrsuea 75 pi. bu 1.85 Gaskochertöpfe fc�öMen 1*00 b» 1.60 Bratpfannen",n8eG.»..er. 25 pi. bi. 1.30 Bratpfannen l"*l Grö..en 1 00 bu 3.50 Köln. Pfannen" c?».«n 65 pr. bu 2.25 Köln. Pfannen 5"�»« 65 pi. bu 2.25 Dekorierte Artikel Gaskochertöpfe 4 clo« 110 bu 1.70 Gaskochertöpfe Sg� 75 Pf. bu 1.50 Kaffeekannen 5 Gr»..« 60 pi. bu 1.60 Teekannen... 4 Gr»..-- 50 pt. bu 1.20 Milchtöpfe........... 55 Pf. bi. 1.25 Eierbecher...... 10, mit Teilet 20 pf. Fischkocher...>........... 3.50 Fischkocher u-»....... 5.00, 6.00 Kartoffeldämpfer z Gr. 3.00 bu 4.00 Essenträger 3""'j'cuSL« � 40 bu 2 25 Essenträger»ro«.-.; Gr»«-- 80 pi. bu 1.40 Wannen»Tai...... 1.00 bu 1.50 Teile zu Waschgarnituren SchuSSeln dakoriert, tief 2.50, flach 2.25 Krüge dekoriert............... 2.25 Toiletteeimer dekoriert........ 3.90 Fusswannen dekoriert......... 4.50 Wasserkrüge weu...... 1.20„. 1.50 Toiletteeimer weu« 2.60,{JjJj 3.00 WirtsdiahS'Hrtikel Küchenschüsseln ri6*Gt. 45 h. w. 1.00 Küchenschüsseln 6(äu.en 24 bu 45 pf. Bratenschüsseln 2Grt°,en60 Pf«- 1.20 Teller........ 4 Gr»...». 15 bu 30 pi. Essnäpfe....... 5 Gr»..« 1 5 bu 45 pf. Trinkbecher... 6 Gr»«.» 10 bu 30 pi, Grösse ea- 26 28 cm Wassereimer 60, 65 pr. Kaffeekannen«ei«. 5 Gr»». 40 bu 90 pf. Wassermasse mit»»d ohne Einteilun« 45 Pf. Gemüsesiebe. s Gr»,..» 50 pt. bu 1.49 Siebe mit Orahtbodc» 5 Gr»«. 80 Pf. bU 1-3o Durchschläge. 7 Gr«...» 25 Pf. u. 1.15 Salz- u. Mehlmesten... 30«. 50 pf. Mittwoch a. Donnerstag Waschfässer zink. 4 Cr. 6.50 bu 10.50 Waschzober zuk, z Gr. 6.50 bu 10.00 Wringmaschinen f.9� 4.2.™ 8.50, 9.50 W nngmaschmen 2 Heissw... erwaiz.» Lange ca. 36 cm 39 cm 12.50 13.50 14.50 Wäscheleinen Aio., z u. 1.75 bu 3.50 Wäscheleinen Hanf, z l«. 4.00 bu 8.00 Wäschetrockner...... s Stäb. 40 pf. Plättbretter bee-».».«s«t. 1.90 bu 4.00 Waschbretter 2 Gr»...».... 65, 75 pf. Putz- u. Wichskasten�42pf. b.l.35 Tabletts mit Zini.. 5 Sotten.. 90 Pf. bi.3.25 Bürstenbleche............. 1.40 Bürstenhalter«ei«.......... 2.10 Rosshaarbesen z Sorten. 2.20 bu 2.90 Rosshaarhandfeger z3„ 1.10 bu 1.60 Teppichkehrmasch. 7.50 bu 1 1.50 Bohner mit Stiel, 3 Or»»e». 3.40 bi» 5.00 Fensterleder 5 Sorte»... 50 pf bu 1.00 Messerputzbretter...... 18, 25 pi. Fleckenetageren.... 1.60 bu 2.50 Eieruhren»um Anhange»........ 40 pf. Püreepressen»tark.......... 90 Pf. Verdampfschalen emailliert.... 80 pf. Ofenvorsetzer broniUM.. 2.25, 2.50 Ofenvorsetz. Kupf. 7.50, 9.00,£-1 3.50 Ofenschirme Uek., Jua. 9.00 bu 13.50 Kohlenkasten mit Oeekal. dekoriert. 2.40 Ascheimer Uckien. 5 Gr»«. 90 pf. u» 1.50 Leuchter lackiert.... 45, alt EUa» 35 pr. Wärmflaschen 2 Sorte».. 1.10». 1.25 Bolzenplätten 4Sono.. 1.70 bu 2.30 Verkäufe. Tevviriie!(seblerbaste) tn allei' Srötzen, snsl für dit Hälfle deZ WtmS Tevvichlagtr Brünn, Hackriib« Mark! 4, Babnboi Sode.(Seiet btä »Vorwärts- erbnltcn 5 Scojent Raball.) Sonntags geöffnet!- Pfandlcihbnus. Küstrinerplatz 7, billigfler Uhrcnverkau), goldeneKetten- verkauf, Doublee- Kettenverkauf, LV jährige Garantie, Teppiche, Portieren, Paletots, Anzüge, Pelz- jtotas. Verschiedenes. kbKSi* Federbetten, Stand 10,00, 15,00, 20,00, feinste Brautbetten, Wäsche, Gardinen. Decken. Psandleihhaus, Küstrinerplatz 7._* ttlortiinrtolcier erballen fünf Prozeni Erirnrabatt, selbst bei Ge« iegenbeitskäusen. Teppich- Thomas, Oranienslratze ILO, Oranienplatz � Rolentalerstratze 54. 817ft* Heruiannplav 6. Psandleibhaus. Jedermanns allerbilligster Waren- einkauj. Niesenanswahl Pelzfachen. Herrenpaletots. Jacketlanziige. �ied- rockanzüge. Herrenhosen. Damen- fachen. Exirabilliger Bettenverkaus. Aussteuerbellen. Verniietungsbett. Aiissteuetwösche. Bettwäsche. Reichhaltige Gardliienauswahl. Portieren. Teppichauswahl. Plüichtnchbecken. Steppdecken. Wanduhren. Wand- bildet. Schmucksachen. Taichenudren. KeltenauSwabl. RingeauSwahl. Fest- gescheute. Wa.renverlauj ebenfalls Sonntags._ 150* In Freien Stunden. Wochen- schrist für das arbeitende Volk. Romane und Erzählungen. Abonnements wöchentlich 10 Ps. nehmen alle Aus. aabeslellen des„Vorwärts" entgegen. Probebeste gratis._ Federbetten, Prachtstand, zwei« schläsrig, 16,00, hochfeine 22.00. Wäscheverkaus spottbillig. Zentralleih- Haus Schöneberg, Hauptstrajze III.* Mouatsrinzüge und Winter» Paletors von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Kebrockanzüge von 12.00, Fracks von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe zu ftauneud billigen Preisen, aus Psandleiben ver- sallene Sachen kauil man am billigsten bei Ratz, Mulackstraste 14._* levprckie sFarbenseblerl, ecken. Gardinen. Tischdecken. Tüll Stepp' decken bettdecken. Uebergardinen, Soja- ftostresle spottbillig Fabriklager Mauerboft. Groge Frantsurrerstratze 3 Flureingang. Vorwärtsleiern zebn Prozent. Sonntags geöfinet. 2488fi* Dtouatsanziige, PalekolS, große Auswahl, speziell für starke Figuren sowie elegante neue Garderobe. SO Prozent billiger wie im Laden, direkt vom schnetdermeister Fürsten- >ett, Rotenldalerstratze 10 1000 neue Nähmaschinen Prima Langschiff sür Familie 55 Mark, Ab« zablung 75 Mark ohne Anzahlung. Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe Landsbergerstratze. 2057ft' LeilihauS.Brunnen- und Ver« kausgeschäst. Alles spottbillig: Selten, Stand 9,—, mit 2 Kissen 10,—. Brunnenstraße 118, Ecke Usedomstraße. Tampfmaschine. 40 Millimeter Bohrung, 66 Hub, Rotguß- Lager, Speisepumpe; eine Zweizylinder- Maschine, 16 Millimeter Bohrung. Rotguß, mit Kupserkefsel. Zigarren- geschäst, Wilinersdorserstraße 79. f33 Herrfchäftsbetten. 13,00, zwei Prachtstand, Iorckstraße 17, II. 2521b lZesedSkt�verliSufe. Milchgeschäft zu verlausen Char« lottenburg, Fritschestraße 73. P23' Restaurant verkaust sür jeden an- nehmbaren Preis. Wilhelmsruh, Lindenallee 39._ 25006* Kohlengeschäft zu verkaufen Rix« dors, Münchenerstraße 34. pö?* Graftes Partei-Ecklokal, gutgehend, 1 Tonne täglich, umständehalber so« fort billig zu verlausen. Näheres Schulstraße 36, Lokal, bei Worlitz. Restauration sofort zu verkaufen, Preis 800 Mari, im Hause Auto- Garage. C 100, Postamt 3. Rixdors. Krankheitshalber(Schlagansall) ist ein gutgehendes Kartoffel-, Herings« und Kohlengeschäst billig verkäuslich: Antwerpenerstratze 48, Laden. sPI Möbel. Möbel ohne GeldI Bei ganz kleine Anzahlung geben Wirlichasten und einzelne Stücke aus Kredit unter äußerstet Preisnotierung, auch Waren aller Art Der ganze Osten kaust bei uns. Kretlchmann u Co., Koppen- straße 4.(Schleflscher Babnbos.)* Möbelangebot. Vorteilhafteste Gelegenbeitsläuse durch Ankauf ganzer Warenläger. Einzelmöbel, komplette Einrichtungen, schlichteste, eleganteste Schlafzimmer, Speisezimmer. Herren- zimmer, RiesenauSwahl, 5 Etagen. Fabrikgebäude, Neue Königstratze 5—6, Teilzahlung gestattet. Sonntag» ge- äfsnel_* Nuftbaumwirtichaft. modern, Kücheneinrichtung umgehend ver- käuflich: Elegantes Pluschfola, Um- bau, Herrenschreibtisch, Anlleideschrank, Chaiselongue, Trumeau, Pracht- Wandbilder, Gaskrone, Verschiedenes. — Besichtigung. Näheres Königs- bergerstratze 11, vorn I rechts, bei Fischer._ Sff7 Plüschsofa. Chaiselongue, tadellos, verkaust Herbst, Grotze Hamburger- straße 13/14. 2519b' Möbel> Lechner. Brunnenttr. 7. zwischen Rosentbaler Tor und In- validenstratze. Riesen-Auswahl in Möbeln jeder Art. Billige Preise aus Kredit und gegen bar. Kleine Anzahlung, bequeme Abzahlung. Liefere auch nach auswärts. Votzeiger dieses Inserats erhält bei Kauf 5 Mark gutgeschrieben. Sonntag nur von 12—2 geöffnet.* • Musikinstrumente. Pianinos, neue, gebrauchte, grotze Auswahl, solide Arbeit, bestes Ma- terial. Kulante Bedingungen. Mantbeh, Potsdamerstraße 31. 8/19' Pianinos, gebrauchte, von 125,00 an. Alvenslebenstraße 13 I. 883K Pianino, hohes, 100,—(Garantie), (eventuell Teilzahlung.) Zander, Turmstraße 8 I. S/6 KauiZesucke. Zahngebtsse, Zahn bi» 80 Psennig, Goldsachen, Stanniol, höchstzablend. Kobn. Neue Königstraße 76. 210/18' Plattnabfälle. Gramm5,75, Gold-, Silber, Zahngebisse, Stanniol, kaust Blümel, Auguststraße 19. fS?' Platiuabfälle, Silberallfälle. Rück- stände, Zahngebiffe. Quecksilber. Me- talle höchstzablend, Goldschmelze Niep er. Köpenickerstraße 20a(gegen- über Manteuffelstraße). 2S95K Unterricht. Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fort- geschrittene, einzeln oder im Zirkel, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebersetzungen an- gefertigt. G. Swienty- Liebknecht Charlottenburg. Stuttgarterplatz 9 Gartenhaus III. 44K' Verschiedenes. Wirkliche Hausmach, rwurst. Hackepeter, Gr. Franksurterstraße 106. Patentanwalt Müller, straße 81. Gstichmer- 243SSf Kuiistftopferei von Frau KokoSky Schlachleniee. Kurstraße 8 III. Patentanwalt Wessel, Gitschiner- strage 94». Festsäle empfiehlt Gartenstratze 6. iinnghmeitellen für„Kleine flnzeigen" Itcrlln C. Sl. Hahnrich. Auguststr. SO, Eingang Joachimstratze. W. G. Schmidt. Kirchbachstr. 14. v. R. Hackelbusch, Petersburger Platz 4. Gnttav Bogel, Koppen- straße 83. R. Wengets. Gr. Frankfurter Str. 120. IVO. L. Zucht, Jmmanuelkirchstr. 12. F. Reul, Baniimstr. 42. X. W. Baunia»». Rbeinsberger Str. 67. F. Drapp, Stetttner Str. 10. Karl Mars, Greisenhagener Str. 27. I. Häntsch, Nazarethkirchstr. 49 H. Bogel. Lortzingstr. 37. N. Tieft, Jiivalidenstr. 124 L. Dechand. Ruheplatzstr. 24. VW. Karl Bnders. Salzwedelerstr. 8. Lawerenz. GotzkowSkpstr. 23. !»>iV'. H. Werner. Gneiienaustr 72. Taeftn, Hagelberger Str. 27 8. St. Frift. Prtnzenstr. 31. F. Gtitfcbmidt. Kotibuier Damm 8. ««. Paul Bö Ii in, Laufitzei Platz 14>t5 P. Horich, Engelujer 15. Karl Schwarzlose, Hoffmannstr. 9. Ii»iiiitn«-IiU>lt-n««A. H. Hornig. Marientdalerstr. 13, L Uornignalde. Paul Kienast. Räuichstr. 10. <.'iit»rl-»u«-iil>nrjx. Gustav Sciiarnbcrg, Seienbeimer Str. 1. FrlodrichMhagen. Ernst Werkmanii, Köpenicker Str. 18. Gi-iiimi». Fpanz Klein, Friedrichstr. 10. -lokaiiuiNtitai. Pielicte, Kaiser-Wilbelm-Platz 6. linrlHhornt. Richard Küter. Rödelstr. 9, II. Iiiip?ni<-it. Emil Wiftler, Kietzerstr. 6, Laden. L,irnt<>nberg. Ctto Seiket, Warteubergstr. 1. Kleder-Srhanewclde.(Sehrt, Britzer Str. 6. Wilhelm Zappe. Friedrichstr. 7. t»d«-i-.>ei>an?««:ide. Alfred Bader, Wilhelmlnenhosstr. 17 ll. I'wnii««. Otto Riftmann, Müblenstr. 30. ttcinieltc-ndork. P. Gursch, Provinzstr. 56, Laden. Klzdorr. M. Hcinrtrti, Neckarstr. 2. Conrad, H ermann str. 50. C. Rohr. Siegsriedstr. 28/29. Iie>niiiiel»i»urx. A. Rosenkranz, M-Boxhagen 56. isekkinoders. Wilhelm Bäumler. Martin-Lulher-Str. 69 im Laden. Spandau. Koppen, Breitestr. 64. Stez-Utz. H. Bernfcc, Alsenstr. 5. Tempelbof. Franft, Berliner Str. 76, Laden. Ii-cptoiv. Rodert(Sramcnz, Kiesbolzstr. 412, Laden. ÜVeiUvn»««. Fuhrmann. Sedanstr.105. Schillert. König-Chaussee 39» HVilmvrsdoi-f. Pant Schubert. Bilbelmsaue 26, Hof parterre Bereiuszimmer Gartenstrase 6. jeder Größe f-S7' NebungSräumc für vereine Gartenstraße 6. Gesang- +97' ÄramS, Humorist, Gleimitraße 60. Gejellschatt. 251 8b' Pfandleihe Markusstraße 27. Ehrenerklärung. Nehme hiermit die Beleidigung gegen Herrn Zimmer- mann nebst Frau, Wilhelm-Stolze- straße 18. zurück. Albert Eisenmenger, Kochhannstratze 37.+45 Vermietungen. Laden, groß und hell, mit Woh- nung. sür jedes Geschäst paffend, per 1. April 1912 preiswert zu vermieten. Grämend, Hausburgstratze 23. 8S8K' Wohnungen. Dänenstrafte 20, 21: zwei Zimmer, Bad, Läden sehr billig. 1/10' Kottbuscr Ufer 25 sind in einem Neubau moderne 1«, 2-, 3- und 4- Zimmer-Wohnungen mit Bad usw. per 1. April eventuell früher preis« wert zu vermieten. Auskunft dort- selbst. 868K' Beteranenstrafte 20-Abgeschlossene Einzimmer-Woh-nung 18,—, Zwei- zimmer 30,—.__ 24716* Frankfurter Allee 166, Stube und Küche, 20 Mark, Werkstatt und Woh- nung sür Elektriker oder andere Branche preiswert. bSOK* Zimmer, Möbliertes Zimmer für Herrn mit Preisangabe, 80. Offerten II., „Vorwärts. Prinzenstraße 31.+60 Schlafstellen, Alleinige Schlafstelle, auch Kost, Herr oder Fräulein. Witwe Matschke, Boeckhstraße 49.__ 25146 Möblierte Schlafstelle, einen oder zwei Herren, vermietet Weichsel- straße 5, Kartenhaus IV, links. Frankfurter Allee. 168 Mietsgesuche. stasstelle, bis'12 Offerten.R. M. 88' ort Rixdors. Postamt 68. Arbeitsmarkt.| Stellenangebote. Schloffer auf Gitter verlangt P. Heinrichs, Tempelhoj, Ringbahnstraße 42. 25186 Farbigmachert», jüngere, verlanA Andr�e, Stallschreiberstratze 23a. Sprifterinnen, geübte, kür dauernd bei Hohem Verdienst sofort gesucht von Lit auer u. Voyse», Skalitzer- straße 104._ S/5 Packerinnen, jüngere, geübte, zum Einpacken mid Kontrollieren von Waren an unseren Kassen sosort ge- sucht. Meldungen 1—2 mittags oder 7—8 abends. A. Jandors u. Co., Velle-Allianeestraße 1—2. 895» Im Arbeitsmartt durch besonderen Druck hervorgebodene Anzeigen kosten Ku Pf. die Zeile« Illedlige vllrller und Inzlrumevtenmseder aui chirurgische Instrument« verlange» liOni« dt II. l-oewennteln, Ziegelstr. 28. 245/10 ielilung! M»M. Wegen Lohndifs erenze» find die Müftensabriken «. A. llokTmunn, Sneffenau- straße 33, 6. A. HofTniann, Urbanstr. 67. Adolf Winter, MarsiliuSstr. 10, Adolf Winter, Lebuser Str. 9. L-achmann dk Plnkno, Wall» straße 11/12, G uNtav Kahlbow, Marfiltus- straße 21, Emil Schebeler, Prenzlauer Allee 36, gesperrt. 101/1* Zuzug ist streng fernzuhalten l Deutscher Kürschnerverband. , Filiale Berlin. Lithographen u. Steindrucker. ZM- Wegen Streik und AuS- iperrungen sind folgende Schuft» verbandsfiruten gesperrt: Albrecht u. Meister, Aberl« n. Co., Selmar Bayer. Bernhardt u. Co.. Böhme, Friedberg. W. Hagelberg, P. Hagelberg, Hollerbaum u. Schmidt. Seymann u.«chmidt, Littauer u. oysen. Liebig. Löwenftein, W. Peck, Pharus-Verlag, Sensch, Sola, Schäier u. Scheibe, M. Schlesinger, Schwerdt- seger u. Co., Wetzlar, dt, Th. Wendisch. Folgende Privatlithographie» und Lohndrnckereie»: Hugo Wolf, Aug. Salbach, Zoek« n. Mitlmeyer, Räubert u. Griebel, Dübell u. Kersten, Goltz. Ferdnnd d«r ll-ithozrnphon und Stslndrnckor. Filiale 1. n. III. lOS/l« LerantlvortUcher Redakteur: Albert Wachs. Berlin. Für den JnZeratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u.Eo, Berlin SW» 8t. 13. ZS. ZahrMz. 2. Ktilisc dkS JstiBiirts" JJftlintt ÜBlIislildt. MMmch> 17.?»»»« 1912. Die ßeiultate der IRciciistagsivatjlen für ISerlin nach den amtlichen Berlin 1. Stimmen Kaempf, StadtSltester. Berlin. Fortschr....... 4 657 Diiwell, Redakteur. Licblenberg-Berlin, Soz...... 4 408 Gädle, Schriftsteller, Steglitz-Berlin, Dem...... 1 393 Tbomas. Gauvorsteber. Weitzensee-Berltn, Sß. Bg... 482 t>. Oppersdorfs. Reichsgraf, Berlin, Zentr...... 169 Ehociszewski, Schriftsteller,©tiefen, Pole...... 37 Zersplittert_ 7 Summe 11 155 Gesamtzahl der Wablberechtigten...... 18 407 ,, abgegebenen gültigen Stimmen 11 155 Wahlberechtigte im Jahre 1907...... 16 286 Berlin 2. Stimmen Fischer, Geschäftsführer, Berlin. Soz........ 38 131 Mommsen. Bankdirektor, Berlin. Fortichr...... 21 844 Mechelke, Rentier. Wilmersdori-Berlin, Kons..... 2566 V. Oppersdorfs, Reickisgraf, Berlin, Zentr...... 977 Thoeiszewski, Schriftsteller,©tiefen, Pole...... 182 Zersplittert 27 Summe 63 727 Gesamtzahl der Wablberechtigten...... 78 330 ,„ abgegebenen gültigen Stimmen 63 727 Wahlberechtigte im Jahre 1907...... 82 973 Berlin 3. Stimmen Pfannkuch, Parteisekretär, Berlin, Soz....... 15 056 Rosbach. Rechtsanwalt. Berlin Fortschr....... 6 666 Mumm. Sic. Theo!.. Berlin. W. Bg........ 616 v. Oppersdorfs. Reichsgras, Berlin, Zentr...... 848 ChoeiszewSki, Schriftsteller,©tiefen, Pole...... 135 Zersplittert_ 20 Summe 22 741 Gesamtzahl der Wahlberechtigten...... 27 583 ., abgegebenen gültigen Stimmen 22 741 Wahlberechtigte im Jahre 1907...... 30 655 Feststellungen. Berlin 4. Stimmen Büchner, Kassenbeamter. Berlin. Soz....... 89 507 Dr. Cauer. Professor, Berlin, Fortschr....... 12 836 Bebrens, Arbeiteisekretär. Eisen a /Ruhr, W. Bg... 2 571 v. Oppersdorfs, Reichsgraf, Berlin. Zentr...... 2 350 ChoeiszewSki, Scbrislsteller, Gneien, Pole..... 1296 Reltig, Obermeister, Berlin, Fortschr........ 29 Zersplittert_ 67 Summe 10H656 Gesamtzahl der Wahlberechtigten...... 133 822 . abgegebenen gültigen Stimmen 108 656 Wahlberechtigte im Jahre 1907...... 134 082 Berlin 5. Stimmen Schmidt, klrbeitersekretär, Karlshorst-Berlin, Soz... 13>60 Rettig. Obermeister, Berlin. Fortschr........ 6 172 Hürtgen, Werkmeister, Pankow-Berlin, W. Bg..... 845 v Oppersdorff. Reichsgraf, Berlin. Zentr...... 621 Choeiszewskt, Schriftsteller, Gnesen, Pole...... 68 Zersplittert 13 Summe 25 879 Gesamtzahl der Wahlberechtigten...... 85 019 ,, abgegebenen gültigen Stimmen 25 879 Wahlberechtigte im Jahre 1907...... 34 520 Berlin 6. Stimmen Ledebour, Schriftsteller, Zehlendorf-Berlin, Soz.... 142 500 Gionewaldt. Fabrikbesitzer, Berlin. Fortschr..... 17 881 Hiiick. Prov.- Schuldirektor. Berlin, Kons...... 10 628 v. Oppersdorfs, Reichsgraf, Berlin. Zentr...... 4 220 Ebvetizewski, Schnfmeller, Gnesen, Pole..... Rettig, Obermeister, Berlin, Fortichr........ Gädke, Schriftsteller. Steglitz-Berlin, Dem..... Reuter, Apotheker, Berlin, unbekannt....... Zersplittert 977 74 85 26 68 Summe 176 409 Gesamtzahl der Wahlberechtigten...... 2)9 782 », abgegebenen gültigen Stimmen 176 409 Wahlberechtigte im Jahre 1907...... 194 941 Das Wahlergebnis in Celtow-ßecsItow-Storhow-Ciiarlottenburg. Das Wahlresultat dieses Riesenwahlkre.ises zeigt den unauf- haltsamen Siegeslauf der Sozialdemokratie mit aller Deutlichkeit. Allen Erriistes gaben sich die liberalen Parteien der allerdings trüge- rischen Hoffnung hin. mit unseren Genossen in die Stichwahl zu kommen. Veranlassung dazu gab ihnen die Entwicklung der weist- liehen Vororte. Tie Klasse der Besitzenden und dasi dort domi- zilierende Beamtencheer sollte den gewünschten Zustrom liberaler Wähler bringen. Diese Hosfriung wurde allerdings arg enttäuscht. Die Liberalen werden wohl mittlenveile die Tatsache erkannt haben, dasi Teltow-Beeskow-Storkow-Charlottenburg eine uneinnehmbare Feste der Sozialdemokratie ist. Ein anderes Faktum verdient noch scharf hervorgehoben zu werden. Die Abwanderung der konservativen Stimmen ist eine fluchtartige, aus dem Lande sowohl wie in den Städten. Man muh sich, um den Rückgang der Konservativen in seiner ganzen Bedeutung zu erfassen, vergegenwärtigen, daß die Zunahme der Wahlberechtigten von 1907 bis 1912 sich um 90 638 steigerte, nämlich von 248 160 auf 338 798. 1907 erhielten die Konservativen noch 52 490 Stimmen, 1912 dagegen nur 29 238 Stimmen. Während 1907 noch 21.15 Proz. aller Wahlberechtigten für die Konservativen stimmten, sank diese Ziffer 1912 auf 8,71 Proz. Deutlicher konnte die Antwort auf die Politik dev Konservativen nicht erteilt werden- Demgegenüber vermehrte sich die Stimmenizahl der Sozial- demokratie von 104 104 im Jahre 1907 auf 163 765 bei den Wahlen 1912. das ist eine Zunahme von 59 661 Stimmen. 48,13 Proz. aller eingeschriebenen Wähler oder 58.68 Proz. aller Abstimmenden stimmten für den Kandidaten der Sozialdemokratie. Von 338 798 Wahlberechtigten übten 279 049 ihr Stimmrecht auK. Die Stimmen verteilen sich aus die einzelnen Kreise und Kan- didaten folgendermotzen: *) DaS Resultat von Wilmersdorf ist in das©efamtrefultat des Landkreises Teltow 1907 nicht einbezogen, sondern besonders berechnet. vas amtliche Kefultat In niederbarnim. Bei der gestrigen amtlichen Ermittelung des Wahlergebnisses im ReichStagswahlkreise Niederbainim wurde festgestellt: iin Jahie 1907 hatte der Wahlkreis 423 419. im Jahre 1912 589 109 Ein. wohner. Am 12. Januar 1912 waren 152 415 eiugesckiriebetie Wähler (gegen 112 951>m Jobre 1907) vorbanden. Die Zahl der ab- gegebenen Stiinmeti betrug: 129 993. Hiervon waren ungültig: 724. Die Zahl der gültigen Stimmen betrug mithin 129 269. Die ab- sowie Mehrheit beträgt 64 992. Es erhielten Stimmen: Stadtbagen(Soz.) 92 559, Ziethen skonss 20078. ErdmannSdörfer ifreis.s 13 501. Graf v Oppersdorfs«Zentr.) 2394, der p o l n i s cki e Kandidat 556. v. G c r l a ck lTem Vg.) 85 Zersplittert waren 96 Stimmen. Ans unsere Partei enifielen also 60.7 Proz. der Wahlberechtigten (1907: 51.2 Proz.j und 75 7 Proz. der Wähler(1907: 61 Proz.). Die Wahlbeletligung war gröger als 1907. Damals belrug sie 84,4 Proz., diesmal 85,3 Proz. Li» Opfer der„siirforge"-erMiing. In der letzten Mittwoehimmmer brachten ivir unter der Ueberschrift„Eine Entsithnttig" den Bericht über eine Gerichts- verhandliinsi. der erschütternd wirkt. Der Onkel und die Tante eines der Fürsorgeerziehung überwiesenen Mädchens wurden bestraft, weil sie ihre Nichte„entführt" hatten, um es vo. den Nachstellungen in ihrer Dienststelle zu schützen; das Mädchen selbst hatte sich nach dem Bericht aus Furcht vor der Polizei auf dem Boden versleckt und ivar in ihrem Versteck ge- st o r b e n �„ Wahrheit liegt der Fall noch viel entsetzlicher und weist von neuem auf tiefe organische Fehler in der Berliner Waisendeptitation und in der Handhabung des Fürsorge- systems hin. Das Mädchen wurde, als sie dreizehn Jahre alt war. der Fürsorgeerziehung überwiesen, weil es die Schule geschwänzt hatte. Es scheint die Unkenntnis der Eltern an der Ueber- Weisung zur Fürsorge mit schuld gewesen zu sein. Diese hatten geglaubt, nach zwei Jahren würde das Kind wieder entlassen. Ihre Annahme war falsch. Alle Versuche, die insbesondere von der Tante des Kindes unternommen wurden, schlugen fehl. Dem Kind wurde von den Schwestern des Fürsorgehauses das beste Zeugnis ausgestellt. 5 Jahre lang wurde es mit Stricken und Nähen beschäftigt. Dann wurde das schwächliche Kind, wiewohl die Tante sich erbot, eine gute Stellung dem Kinde zu verschaffen, zu einem Bauern in Neudörfel bei Lübbenau auf ein Jahr in Dienst gegeben. Das Mädchen klagte, datz der Dienst zu schwer sei. auch sei das Essen schlecht, ihm werde auch vom Bauern und von Knechten nachgestellt. Auf die Klagebriefe hin entschlossen sich die Eheleute, Schlächtermeister Langer, ihre Nichte zu befreien. Die Tante teilte die stattgehabte„Ent- führung" der Polizei und der Waisendeputation mit. Der Bauer verzichtete auf den weiteren Dienst. Himmelhoch bat die Tante den M a g i st r a t s r a t Dr. Voigt, das Mädchen. das«ich da? Leben hatte nehmen wollen, ihnen zu lassen. Der Assessor lehnte dieS ab. Irgend eine Fürsorge seitens der Waisendeputation erfolgte für das Mädchen nicht. Bei dem Sctilächtermeister wurde einige Wochen später nach dem Mädchen erfolglos gesucht und Anklage gegen die Eheleute Langer erhoben. Das Mädchen war zu seinen Eltern gegangen. hatte gearbeitet und zuletzt— vom 20. Oktober 1911 ab— bei der A. E.-G. in Arbeit ge standen. Als sie am 28. No- vemder abends nach Hause kam, teilte ihr ihre Mutter mit, ein Schutzmann sei dagewesen, sie solle als Zeugin wegen der Eutführung durch Langer gehört werden. Sofort ging das Mädchen, ohne etwas gegessen zu haben, zur Polizei. Dort ivnrde ihr mitgeteilt, sie werde dort behalten, um in Für- sorge zurückgebracht zu werden. Die Nacht brachte das Mädchen, ohne Mahlzeit erhalten zu haben, auf dem Polizeipräsidium zu. Am andern Tage wurde das wohl durch Hunger und Aufregung erkrankte Mädchen in— die Geschlechtskranken st ation für Prostituierte am Obdach gebracht. Der Arzt sprach seine Verwunderung darüber aus. datz die noch nicht lstjährige, aus der Arbeit Gerissene, keineswegs Prostituierte der Obdachstation über- wiesen war. Die Mutter erbat im Waisenhause Abhilfe. Diese wurde dersprochen» aber von der Bureaukratie der Waisendeputation nichts zugunsten des der Fürsorge überwiesenenen Mädchens unternommen. In der Geschlechtskrankenstation wurden dem durch daS Erlittene und in Erwartung neuer Plagen hinsiechenden Mädchen Einspritzungen in die Arme gemacht. Sie wurde darauf sehr aufgeregt, erhielt eine zweite Injektion und starb bald darauf in der Nacht vom 8. zum Ist. Dezember unter bisher noch nie an ihr beobachteten Krämpfeanfällen in dem Obdach iu der Fröbelstraste. Ein erschütterndes Bild! Das Mädchen durch die„Fürsorge" zur Verzweiflung und Selbstmordgedanken getrieben. Die Verwandten, die sich ihrer annehmen, wegen„Entführung" bestraft. Die B e- Hörde— der Magistratsrat Dr. Voigt scheint die treibende Bureaukratie hier dazustellen— tut nichts zugunsten der ihrer Fürsorge Ueberwiesenen. Ja, sie lätzt das Mädchen aus der ehrlichen Arbeit, die sie gefunden, auf die Polizei schleppen, verhindert nicht, datz das Mädchen gar unter Prostituierte ge- steckt wird. Das Mädchen stirbt— woran? scheint unauf- geklärt geblieben zu sein. Steht das Verfahren, das hier eingeschlagen ist, in Ein- klang mit den allgemeinen Vorschriften über Fürsorgeerziehung? Die Waisendeputation soll aus Änlatz des Mieltschiner Falls „Reformen" zugunsten der Fürsorgezöglinge getroffen haben. Wie müssen diese Reformen aussehen, wenn trotz derselben ein Zögling so wie die jugendliche Leokadia Megger durch die„Fürsorge" in den Tod getrieben wird 1 Hat die Staatsanwaltschaft, die die„Entführer" schleunigst verfolgte, die Todesursache der„Entführten" festgestellt? Dem Vater ist lediglich„plötzlicher Tod" als Todesursache amtlich mitgeteilt. Soll in der Waisenverwaltung auch fernerhin, statt von einem Kollegium, in dem Laien sitzen, über Lebensglück und Leben, über Entlassung oder Zurückführung, von einem einzelnen weltfremden Bureaukraten entschieden werden? Gerichts-Teilung. Ein kathttlischer Pfarrer, der seine Amtsbrüder beleidigt und verprügelt. Das Landgericht Schweinfurt hat am 22. November 1911 den katholischen Pfarrer Gregor Schmitt, der gleichzeitig Schul» Inspektor ist� wegen Vergehens im Amte und Beleidigung zu 1900 M. Geldstrafe verurteilt. Sch. ist Pfarrer an der katholischen Kirche in E. Ein gewisser W. ist gleichfalls Pfarrer an der katholischen Kirche des Dorfes R. In bezug auf diesen W., der Reserveoffizier ist, hatte Sch. eines Tages gesagt, er sei nicht religiös genug, er sei ein eingebildeter LauSbub, ihm stecke der Reserveoffizier im Kopfe u. a. m. Eines Tages beschied er W. zu sich, um mit ihm die Angelegenheit des Vorbetens in der Schule zu regeln. Bei dieser Besprechung gerieten beide in Streit. Als W. sogar mit„Lügner" tituliert wurde, verlietz er das Zimmer. Sch. eilte ihm nach, holte ihn am Futze der Treppe ein und versetzte ihm ein paar derbe Schläge inS Gesicht, so datz die Nase des W. blutete. Gegen das Urteil hatte Sch. Revision eingelegt. Er sagte, er sei zu Unrecht wegen Vergehens im Amte verurteilt worden; denn er als Pfarrer sei kein Beamter. Das Reichsgericht verwarf jedoch am Montag die Revision als unbegründet. Der Vorderrichter habe mit Recht angenommen, datz Sch. dem W. nicht in seiner Eigenschaft als Pfarrer, sondern als Schulinspektor hat zu sich kommen lassen und in dieser Eigenschaft mit W. die Unterredung geführt hat, die sich lediglich um eine Schulangelegenheit drehte. Unter der Anklage des Morde? hatte sich gestern der SOjährige frühere Eisenbahnanwatter Walter Ewig aus Grotz-Lichlerselde vor dem Schwurgericht des Land» gerichts II zu verantworten. Den Vorsitz im Gerichtshofe führte Landgerichtsdirektor Langer. Ter Angeklagte wurde besckmldigt, am 18. August vorigen Jahres in Grotz-Lichterfclde die Näherin Ida Virkner erstochen zu haben und diese Tötung mit Vorsatz und mit voller Ueberlegung au?» geführt zu haben. In dieser Sache stand der Angeklagte schon eim- mal im Oktober vorigen Jahres vor den Geschworenen, die. ihn damals des Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände schuldig sprachen. Das Gericht verurleilte ihn seinerzeit zu 5 Jahren Geiänguis. Auf die Revision des Rechtsanwalts Dr. Puppe hin hob das Reichsgericht jedoch dieses Urteil wegen eines Formfehlers auf. In dem Sitzuugsprotokoll fehlte bei der Beantwortung der Schuldtragen die Angabe des Stimmenverhältnisses. Da wach der Strafprozetzordnung bei allen einem Angeklagten ungünstigen Be- antworlungcn das Stimmenverhältnis angegeben werden mutz, so genügte dieser Fehler, um das ganze Urteil für ungültig zu er- klären. Der Anklage selbst liegt folgendes zugrunde: Der Angeklagte, welcher der Sohn eines EisenbahnobersekretärS ist, lernte vor einiger Zeit die etwa im gleichen Alter stehende Näherin Ida Birkner kennen, die bei ihrer Mutter in Grotz-Lichterfelde wohnte, Zwischen den beiden jungen Leuten entwickelte sich ein intimes Liebesverhältnis, welehes später zu einer Ehe führen sollte. Der Angeklagte stellte sich der Mutter der B. als Reserveoffizier vor und bebaupiete, über ein gröhereS Vermögen zu verfügen. Er trat auch sonst sehr nobel auf, trotzdem er damals als Eisenbahnanwäcter nur ein Gehalt von 87 M. bezog. Die zu seinem noblen Auftreten er- forderlichen Mittel soll er sich auf eine recht eigenartige Weise be- schafft haben. In der Verhandlung kam unter anderem zur Sprache, datz der Angeklagte von einer in Grotz-Lichterfelde wohnhaften, ver- heirateten Frau, mit der ein intimes Liebesverhältnis unterhielt, mit 125 M. monatlich..unterstützt" wurde. Als die Eltern des Angeklagten von den Beziehungen zu der B. Kenntnis erhielten, kam natürlich der ganze Schwindel zutage, da sich der Vater mit der Mutter der Birkner in Verbindung setzte. Der Angeklagte behauptet nun, datz die B. ihn wiederholt Himmel- hoch gebeten habe, nicht von ihr zu lassen, während die B. wiederum zu ihrer Mutter und anderen Personen häufig geäussert hatte, datz sie mit dem Angeklagten endlich„Schlutz" machen wolle, da er ja völlig mittellos sei und sie nicht heiraten könne. Am Abend des 18. August vorigen Jahres ging die B. mit dem Bemerken weg, datz sie jetzt endgültig mit dein Angeklagten brechen wolle. Kurz nach 10 Uhr abends horte der Bierbrauer Schulz, welcher gegenüber der Wohnung der B. wohnte, auf der Stratze einen durchdringenden Schrei. Als er an das Fenster ging, sah er auf der geaenüberliepen- den Seite den Angettagten stehen, der rie laut wimmernde Birkner in seinen Armen hielt und sie liebkoste. Schulz hörte u. a. wie die B. ausrief:„Du hast mich gestochen!" Als Passanten hinzukamen und fragten, was geschehen sei, antwortete ihnen der Angeklagt«.: „Ich habe meine Braut gestochen, das ist also Privatsache!" Dem hinzukommenden Polizeisergeanten Brandt erklärte er ebenfalls, datz er die B., die durch einen Stich in die Lungenschlag- oder sofort getötet worden war, erstochen habe und gab auch aig wo das zu der Tat benutzte Messer eine» svAenanuten Reisebestecks lieg«, Auch dem Polizeinspektor Mohr gegenüber gab er zu. datz er seine Braut erstochen Hab«, weil sie ihn verlassen wollt«. Trotz dieser mehr» ren Geständnisse behaupiete er dann später plötzlich, er"habe die auf deren ausdvücklichen Wunsch getötet. In der ersten Ver- Handlung ging er dann noch weiter und behauptete sogar, d«ß sich die B. selbst erstochen habe. Bei dieser Angabe verblieb er auch weiter und bekam es sogar fertig, die Ehre des vevstorbenen Mäd- chens durch alle möglichen Angaben in der schlimmsten Weise zu verunglimpfen. Mit Rückficht hierauf verhängte das Gericht seiner- zeit auch die höchste zulässige Strafe gegen den Angeklagtem In der gestrigen Verhandlung behauptete der Angeklagte, trotz- dem er von dem Vorsitzenden, wiederholt auf die Umvahrscheinlich- ieit seiner Angaben hingewiesen wurde, dast sich die Birkner selbst erstochen habe, weil er seine Beziehungen zu ihr habe lösen wollen. Da der Angeklagte auch übev den Lebenswandel der Verstorbenen allerlei Angaben machte, wurde für die weitere Dauer der Ver- Handlung wegen Gefährdiutg der Sittlichkeit die Oeffentlichleit aussefchlossen. Die Verhandlung ging noch gestern in später Abendstunde zu Ende. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten der Vorsatz- ticken Körperverletzung mit tödlichem Ausgange schuldig und billigten ihm auch mildernde Umstände zu. DaS Gericht erkannte auf 5 Jahre Gefängnis._ Zum ZiichtigungSrecht der Lehrer. DaS Landgericht Mainz hat am 12. August 1911 den Lehrer Peter Mauer wegen Vergehens im Amte in neun Fällen zu einer Gesamtstrafe von einem Monat Gefängnis verurteilt. M. ist seit ztvei Jahren Lehrer an der Schule in Ludwigshöhe. Ihm ist'zur Last gelegt worden, sich Ende 1910 und Anfang 1011 eines Vergehens im Amte dadurch schuldig gemacht zu haben, daß er in wenigstens neun Fällen sein Züchtigungsrecht an den ihm unterstellten sieben bis zehn Jahre alten Schülern überschritt. Zcin ccucn hatte er mit dem tstock über den Kopf geschlagen, einer.! anderen die Ohren blutig gerissen, wieder einem anderen ein Stuck Kreide an den Kops geworfen u. a. m., so daß die Kinder mehr «der minder fchwcrc Verletzungen davontrugen. Dem Schüler W. Hatto er sogar eine hölzerne Pyramide an den Kops geworfen, die dieser an Stelle, eincs Kegels aus dem Schrank genommen hatte. Das Gericht hat in diesem Dun des M., der wegen Körperverletzung bereit- vorbestraft ist, nicht eine Züchtigung, sondern eine grobe Mißhandlung der Schüler erblickt. Gegen das milde Urteil hatte M. Revision enigelegt. Das Neichsgericht erkannte am Montag aus Verwerfung des Rechtsmittels. nun M inn Thealer und Vergnügungen ci n o n Mittwoch, 17. Januar 1912. A, Ifang 3'/, Nkr. Nene? Swauivrelvaus. Des Meeres und der Liebe Wellen. Ailsanq 7'/, Uhr. St. Operiihans. Königskinder. St. SchaiisplelhanS. llriel Acosta. Deutsches. Turandot. Haveriaiid. Speztaltläten. Ztrfns Bulch. Gecka-Borstelllmg. Zirkus Schümann. Wala- Bor- stell ung. Zirkus Sarrasaui. Gala- Vor« Vollung. llnsang 8 Wr. Urania. Z�nubeiiftraste 18/49. Von Mcran zum Oitler. Hörsaal 8 Nhr: Ingenieur H. fiUcide MugprinKp und Kor.» flruttioii einer skUce. Maschine. tkauimersviele. Lanväl. Sl'sfi»». Der Biberpelz. Nene? Schauspielhaus. Heiligen- wald. Nesideuz. Ein Walzer von Chopin. Kiirsürsteiioper. Der Schmuck der Madonna. Komische Over. Der Freischlitz. Weste». Nnssilches Ballett. Luslspielhans. Das große Ge. Helmuts. Bertiner. Große Rosinen. Sieues Overetie». Eva. Schiller!». Der Kllometerstesser. Sw«- Gparlottruvurz. Die Wildente. Friedr.> Wtlb. Schauspielhaus. Bauaparte und seine Flauem Neuer. Die kleine Freundin. Luise». Air tanzen durchs Leben. Rose. Heimat. Äöniggrätzer Straße. Die süas Franlsurtcr. Kleines. LotlchenS GeburtSlag. Gentz und Fanny Elßler. Hocken- joS. Merrono! Die Nacht von Berlin. Trianon. Das kteinc Cass. �kbatia. Poliiilche Wlilichast. Uasino. Der Kamps umS Dasein. Sl»,>«■«». SveziaiUäien. t la"»«,. Spezialitäten. »errnsrld. Schmerzlose Behandlung. DaS Kind der Firma. Reichs», tue». Slelliner Sänger. Köuigliadt-Kastuo. Spezialitäten. Winterizartcu. Spezialitätem «nsang L'st Uhr. AolleS Gaprlcr. Mandelblülh's Polterabend. Wl'.lhalla. Deujel, das hat eingeschlagen! Sdoack. Die Bettlerin und ihr Kind. Bälgt. Das Glück des Lebens. Ansang S'l, Uhr. Neues Polte lhee.ter. Geographie und Liebe. BeNe-Allln»ce. Sherlock Holmes. » �» Sternwarte- Jnoalidenfw. 57— 62. LedillLf-7deA!srlZ.�.me' WiUwoch, abends 8 Uhr: Stör SiiloiusterkreKMer. TonnerSlag. abends 8 Uhr: ütinl.;- Heinrich. Freitag, abends 8 Uhr: Der liliomctertreMer. SchIirer-Th€alerChab�f" Millwoch. abends 8 Uhr: Die Wlidcnte. DonnerSiag. abends 8 Uhr: SlaMkerade. Freitag, abends« Übt: Der V eg zer Hölle. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Gro�e AZofinen ItealeFimlö'KBfiie�tzerStraBe 8 tUir: Die 5 Fraflkfurter, Nenes Theater. Abends H Uhr: Tie kleine Freundin. Loutson: ll'ril.f.f lSassary. Theater des Westens. Abends 8 Uhr: Russisches«allett. Pavillon der Armida— Oer Geist der Rose- FolowiUer Tänze Scheherazade. «b 8 Uhr: Die grandiasen Spezialitäten. 9 Uhr: Nur»och kurze Zeit! ?ViUgc k Morgen, Honncratug. 18. Jnnanr: Damen-Präüiilerung. Ä Derldeinsle Mund 3 bor« Geldprelac: 75. 5U,£5 51. Außerciera 10 Trostpreise. Für jeden schöngefcrnften itosenmund je einer. Anmeldungen bis 10 Uhr abends an der Kasse. Albert Moerner Kuppcnstrußc ISO. Tllgllch: Tätlich; i Groß, bayer. Bockbierfest » Heute: Heute: i Grand 8al- freistanzen. Dos beste Walzerpoar mit größter Ausdauer erhSlt 50 IL bar. Die Entscheidung trefiea die Gäste. Anfang 8 Ehr. Anfang 8 Uhr. •04 Union-Theater fR»inioken. •q.»». I ckortee Gedding• Strase 14 Welt-Cbamplcn-Boxkampi Johnson- Jelfries, Trianvu-Theater. Täglich abends 8 Uhr: Das kleine Gate. Sonntagnachm. 3 Uhr; FrsnclIIon. Reiehshallen-Thealer. Stettiner Sänger. Wru! Xen! Pantoffel-Heiden. Burleske v Rcichardt. Ansang 3 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Au�eb| Mittwoch, 17. Januar, 7J/, Uhr: fi Gala-Abend. l&Sj W\ Gastsp. Glertrad Arnold i I>te Mexe.;! Gr. Volks-Manege-Schauspie!■ dos Zirkus Dusch in 7 Bildern.> Der ilanago-Iliustrations- künstlor 71 r Taft. Sandi-Siwel and Amata(Java).—! Fräulein Anna Stamis, Schul-. reiterin. Schwestern Blumen- 1 feld, Keitkünstlcrinnan. Herr: Ernst Schumann, Neudressuren' und das greBe Programm. fei Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. verlin K.. Brunnenstratze 18. pir IfWaia mit) ihr Kind. schaalpiel in 5 Alien von Meitzner. Ansang 8V, Uhr. Bons usw. gültig. i'iüi Vieit: Dieselbe Zlorsteliuug. Ca si wo-Theater1 Lothringer Str. 37. Anfang 8 Uhr Der gröstte Dheatercrfolg! Täglich ausoerkanst. Der Kmpf«ms Snstm. Aktuell! Dem heutigen Leben ent- nammen. 'Allabendlich tosender Beilall I Soimiag nachm. S'l, Uhr: Die Tochter des Sträflings._ Voigt-Theater. Gclundbrninieu iSaOftratze 58. Mittwoch, den 17. Januar 1912: Das SHirk des Frdens. KiM?5d:i in 5 Ansziigen. MoiMlg. 22. Januar: Venesiz sär H. Bach: Der Lumpeusammler. ttaficnerZfsnuiig 7, Zlnsang 8'/, Uhr. lZsfmsiiis-ki'ÄeblLäle lt., Vhausseetlr. N0. 0ar! Richter. Irden Mittwoch: Paul Manthcys lustige "änger. | Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Ps. Nachdem Ercltans. - Borjugsturttu gelten.—[ ahm gen DotmerStaa: t- Anschltrtzrnd; Famillenkrlrrchsn• ohne __ ?inchäablttnq solies Lsprlee. Täglich abend» 8 Uhr: Waffeniibnug. MaudeldtüthS P-iteraven». ___ Losgelassen. Ais bchnbof!______ iEissArena.j Nachmittags: Militär-Konzert. KuBStlaufprudaktloaca. Abends die NovitSten: I Täncc anldeni El"« .,i Hholnliindep, IIuk- i Mi«t,'h, Biisll«®h, Alt Wiener Walner und Der norwegische Meister Harry Paulsen ( sowie d. p riebt. Eisballett j Alpenzauber. Bis 6 Uhr u. von lO*;, [ Uhr halbe Kaseanpreise. I Restaorant I. Ranges. Fu: den Juvatt vor I» eeara »orrnimmt die Redakttun dem Bubtitum gegenüber tr»n«rtet Verantwartnaz. c AbxishIunfrafiRSchSns 1 Berliner Credit-Hau« gßp' Kcminandanteiistr. 67."ZALZ [ RlVohZ': ASVchoKrsie GatrEnke 3 STraK z Ä fer al» aa» Eaab. Messina-u.Romertrank-Kell. H 4. Sc? iI e? eist.9, P'erngp. III, 7727 r.ptfph Sc-Her-u. Litnoosd.-Fabrik Wm, Thaerstr. 44. T. A. 7. Erscheint 2 mal wöchentlich. \ BezMgsg|M©iiew"¥erageichBiSss j ÜBtanstehend« ÖMeMfte ".TiDfelilefl sich bei Einkfivfen SSIftegrE�yHrnif. 1 aikobfl- Trd« Serrsük. BerHaS.Sahlfft.4 F scr* l» j- 9 üwiiBinr, 32 • IT£3. J liV» n-rgpiMsu)! liainburg er Laden, Char�WslI«i.09 aCj.3� Sa£.WaischÄ!LSt. RoterLad.ei:�f;chnpeb ,Bnavls*r.lfiS �äcKferitifew, Kofs�Mtoiv'i Ss�oESjäckerei Geschäfte In| Berlin, Charlotte nbupo, Sei-»»der», fft'Kmoradcrf. AdlersboferBSckerel, M. Zs-isiirit Kas Back er, Riiroicrgtv. 89, Bäckerei und Koeditorei Witt. T ee.'Jir. äfariannpastr. 5. Kiuil Beyer, Ti"ijrr.«r;.tf.{«BJe«t.9,B«MbMHr(78i 2, J Lüde;il26t.55,S<*2tlTelbcij!ent4ltS'«iBe-l mi.i üefdtf.. j. l'.inkov.-, riürs«lr.$0.1 mfosai�Äd.äJ Verkauf jn MiichcrcGchaften i Beriins Bfl.wai sszesO». d. IMsisie| �Schirl öörlltzörstr! m5. falkeiisiwasir. ü0, Köpenick tnlr. 17?. W. Gerlach. Sehöncbg. MpdaaMr. P'7. F Cjo'rtv/ald.Beniwnt.TS/f.A.Ililldö Alf t cd Graf. Beneseistr. 24. Kar' O'tCf.inana, Wiilstockstr. 7. H»GlÄ<».Wiflielmshavesier&tt.6t. Auftrat Hühner. Seb wedtorstr.82. August iiauöi, Cdpcniak. Berberg, IVvül, Arastord.-Str. 29. UtreChtcrsir. IT. Burgdorf slr. 14. luwikt Kamiael, Fanbsfcr. 46. L. Eli-rzkowiki, Vvlchortstr. 5 KHies-viroßbÄckcrc*. Bullestr. 8. Ii. Krcnsc, Tcflclerslr. 32 u. Triftsir. 45. Broker, kixdorf, Naa.�enstr. 43. Cart Landahn. Weberstr. 30. Landbrot-Büd<.,�ckEl/>Kr..B(iekh3lz. Landbrot* GreiSbSckerel O. Senf, Ncbf. Krag, Waldstr.4 Henoaun Lebclt, Husclttenstr.SS Alfred Ller, Wielefstr. 86. lMzdM Srolteteik Ä E« Martin, Gleim str. 55. Fi oll weide's bew. BSoFörel üc."skirch�t.l BracneiLstr.3Lo'.br.8i 34i35 Gustav Mflhlstcph, ilUinowerstr. 2. Psi flr ßiot t. BerUa, KöpoDick.karinbfrtt a. Schone weide. R. N oak, FriegickAsyn �bA'eumann�OJdenburflerstr.Rl. Hera. Prodi, Nonncnaannn. Albln Qaand% Tflsitcrrtr. 68. I Bätkerei„Nordstern" Ith.: Gest, MCiler I Flliatcn l.veiyohied. Stadtteilen Ost-Bad« Pallisadenstr. 76. Schutei «\d«(tllhiclil Elsasserstr. 78 langl&br. I. Assistent d. ehemal weltberöhmt. Jakobi-Henanstait BV Pflauzenheilverfahren"VZ Atteste von Geheilten. Bad Pankow, WoilibkEtr. 26. Passage- Bad Reform-Bcfl, Wiener Str. 65. miM-iorÄte- i&slacSsa-Bad•» an n w v?aic»B4a Scijle6isoteStr,31. VIKtonta-Sad——- Kotlbusor Daiam 75 F riedstichYniheimsbad Cbaeseeestr. 67._ Oas gesundeste and biiligst« Bad ist dm Ii;eai-Hi.i«Ui5d2ari.e Z. t C». caiw BiJstiiricktCo.,H»>mb.cc" C«nde»r>n, Summiw. � Ii. Bauko, streiauer£lr. 56. Berkholz, Köpenickerstr. 70. Lanire, A. E., Bninnenstr. 167. Liepe, Schönebcrp. Gnuiavaid«:r 30. Heyec, P., Fa., Berünorstr. 40— 50. J. C!i. Polln, ann, Lodiripganlr. 00. Inende, A., TÄrS!' Reiche, A. Fritz Reihe, Schöneker?. Haaptstr. 18 Fr. Schulte, Adlorshof,ßisniarcksl-3 Vv'einbcTgsweg 1 //Ql rKlUn i)rf>jT.,hyff. Artikel. ; Seerdi�-ÄrtsL, Sargm.J A.*lßatti, VlornTor�er bir.'' 23'.' S rTcrf n* Kixd.jHohenzoIlernpl.ll ]larlow&.Kiii Krank cuso». H8lR!mÄÄAr.eel70 ' Mlckei, Fr.« Gr. Ilamburgerat. 37 I G./.p4i.73arM?ai8wa:korstr.l K.GerichJslr. | Moliit, Fritz, Eixd., Reuicrplatz. Gust. Nohert, Potsdamerstr.ll5a ! H. Petermeic;, Strolitzerstr. 8. � SeleucStt.-GegcnQl,) Bunzel.R.k'aisÄlti' CiritejiLÄHÄ� Büttner, A., Lanzigerstr. 9G. khrafflBar, II., ß JLÄ i a ¥ettin, H. f Herufsklalrtoino j Keine'rT öuo,' GerHjjTfiira�e 86. Ufo�l- n n ft Mühkndamm S, HtikKCi| HcEottbufterdamm 22 �' Bottfc de'rtii' u. R. Gruner, Kopenhaeenerstr. 9. S. Grossmann, LandabergBrBh. 84. Henkes BlameB&aiu, Manieaffelutr- 94. Otto Hinz« Grauastraße 8. Alb. Hüse, WeiSeiir.«c, Berliner Alle« 58 Bertha Herhold, Garnen Sylvaar. 1 65 Janisze wsbi Felix, EKuhahitttr. 7. A!b.IIeil,Charibj.,KaiR€r-t'T{e�riclist.2ö Gl ian**Qnf Bruncenstr. 63 I« laiuwi ölll Peimtorpcntr.l! Gustav Mal, Schönhaus. Alke 177. Menzel.K.Ri*dorf,Hcrnr*nnat 124 H.Penski,Schi'ei]«'nstr.i9,Eck B&dvtr. Ww.Rutschke, Ri. H ermannst. 62 Th. Schirfcel. N. Stottfnerstr. 8. C.Soinmer.lVr3niieIsl.44,ABlI? 12986 Aug. Trothe, Wrangelstr. 11. Thlodtke,P.ixdorf,HerTnann3t.64. Aue. Wandelt, RixtL, Bergstr. 96. H. th'.ke, Nowa�ea.Friedr.- E.I'nestewt WfUmAT P Rixd., Bergstr. 42. IldfttlPr, j», Damenm Peinr. Westmann 1. GeschSft: Mohrenstr. 87a. 2. Geschäft; Gr. Frnnkf.-Str.115. Bei Vorzeigung 50;o Rabatt. OantenkleZderstcffa Chr. Kroogs« tftel. Bahn- u. Postversand. See- u. Flußfische, Marinad.Riuehcrw. c Butter, Eier, Käse D Uutterläandtung s. F. Assmann 20 Filialen in Berlin O. OskarBeck Dresden erst. 97, Elächersir. 11 Reichenbergerstr. 18 n. westl. Vororte Vorzugspreise. ugsnreii 3untrock, W. BodÄ Brei Kronen d.�1« 8. oha khlüei. Ens} Fmd. Cfeeke, 7 Filialen. « 1 40 Filialen in Berlin und Vororten Ii Oramenstr. 180 C Orosen'u. Farben) Adler-bTotierie. O-.Mü�gpiatr.S. Apoth.Paai Frank, Slrstmunnr. 41. A!Kiil.Lltäeai(irg,r"tr«!it2.S!T.74N(irä-M!t. Arteit, Kurt, Ri., RcuUrstr.iS 44 Arnold Ncfaf., käarldz., Lriluizstr.. 25 Reinh. Assmna, Gericbtstr, 10. Becker. C. Litthanerstr. 6. Gnstav Bersni?, Weidentreg 80. Borger, Eoi. Eacmolüij., SoaoUBStr. 8. Sämti. bygi enisebe Bodarfaartik Ceatral-OrbgeHe, OroaikciBerat.Sl. Doms£i'.iIW.,Ft.ckonste;i)Str.44. A, I>!epov, Tanroggenorstr. 12. Fhort M'JY Kopomilaisstr. 17. Siilol l, inaA Wnrscliauerstr.Sl. Edl«on-Drf>geH«n, 0.-3cliMi«w»Hk I Dehledcra tod selbitfiescbl. Ginssn üax üaDSkiioiiil, WM ■Müggelbeimcrstr. 8 TSerI5n5rJriJx(riW A Hc.jripe!,fti..Ber str.4 l-iä.Keialgang Carl Henze, iadreasstc. 55, Bafnigut«!. "fai»83SS+9 Bler-brouareloniBlsrh. st.WWzs. 3 Akt.-Brouer.Pot8dam,Eig.kjcder}. Berlin SW, Tcmpelhofer Ufer. 15 Biandcaburga.H., FcbrüerStr� 3 Spez. Potsd. Stangenbier August Hoitz K ersten, Gebr., WÖrther-Sti'. 33&. Kosmaila, E.; 4§Äe Pswl Lindwer, Strelitzcrslr. 6ö. BHÜCTharidlmigFritzMtith. 1 liAr ta 1 »■ 4S eigene D Uilgesf hafte Sä g-nrflctprn � Analen 9 rso. USltllljn Berlin Nn.NO. SchGnefolüt, Britz. Chauasc.'est.51 35 V erkauf b- 6te"en. Schulz, Arthur, Ri ,Hermaunat.G5 �cnoneiOaU� ümz. t/uauase Schröter, R.v.; •te Schulz, Arthur, Ri.Hermau Uhly&Wolrratn Vereinigte 48 Posiniersche hrtsek- Meiereien öWiilHüsilor.F�ÄÄr«,. c Cncao, CliocoBade J Bcrgotiv22 III 1412! Feinst. Caramslbicr| Aiberl Pfenslg, Grätzstr. 10. Paul Ri&tnano, Turinerstr. 36. Max KchpUkcIi, Memolerflr. 65. Conrad Richter Brotfabrik Nied.-Schönhauseri Niederl. in all. Stadtteü. Berlins pJax Banner.'»'jn�erbtrTySr*" I Otto Szillat r�iok�re) Schüft, Stko rskl,li titOBEOd.driBf tsdorfmiM 1 P-SprinoarB�Äo. Staehr's Bäckersi, K. Triflitr. 6t. Paul Stenzel, Gauuiächulenwcg. (>» Uar Tmiplu, Prinien-Allae 61. Tücma's bew. ES-korof Ackoinir. Ul. G»richl»ir. 64. f C. Woät,~9!"äijr�f,*oa I B3FiIia1.Huuptgeroi..8edänatJ06l JO«. WegenJcieLhf, OligAjfrsL IL Albert V.'ionr, IC..oriostr. 51. BraiiemMerberg »rsand-und PüsenerBier. Brauerei Tivoli Fr-ichts'r. 87 Althaii»,Kranii:r-f'.:;b.,Liii4owcr»lr.lO. FvÜaY G Fi!ialeni.aU. Ii£lA, xJ», Sladtteüun. Ferd.Hdhn,E«rlia.rtrlcnt[ir|er«t72» H.PaahBjaSrk��g��Mk��ärM. Die Fabrikate der „S�arotti" | Chokoladcn-o.Ctcao.lnduslrlc.> AktleßgeKellschaft aiud Oberall crhältlicb, NcO! SlmpU'Sdiokolade Ronbonlhiaus Fr. Schröder ] Spandau, Filialen Lall. Stadttl. chutz,Wars.:ü aue r 8 1. Sl'.gpr. I" Sdffcrt, Erkll, und'V�rorTau0 Caramel-Weifsbier P Pnnff Andreasatr. ZK 41.»Klliß] fwt«Ikoktlfrel, erfrischead, tekSniffllich, Berliner Welßb.-Brauerei C.Wiilncr. Cirotcrjans nal2bicf.Sfbitii.-iuu. i ja, f. m. s aes. IU.llahelM Brauerei] heil— HaBcibrau— do.kel. g feinpeir�r�TfersirTrSSr- � Kahlenberg, A.,_U�«twal8tj«t 4j Bor.ngaiiu. f. Händler. �TOtWERO� i Unser QoEdbier ist nicht nur ein Erfrhchao�sgetrSuk, sondern auch ein Gesundheitsbier ersten Ranges. B£rltefinion8-BraBerel,Ber!iBS, Heinrich Wütler Pcojsrtick«!-. Scbwaribrot-c. SiBots- trobFiiink. T. II, 5213, Majsir. 7. TerbtaUiUll. l.nn.t'UqtEii. Grob-Brriliu T* B.deanstait�M) Arkona-L Iii,' Tnaiamcr-ntr. 54. Aupiuta-Cad, Köpenick.-Str.6(i ßl KP*-4 Undsberetrtlr. 107 eollnowiitr. 41. Bürger- Bad � Ja,. Rad, Münzstraße 2. K-rsculiefcrant. EgßtrSl-fiöEi AnzoniÄr. 25. Hsafis-lia.!. Wügurgisrrirsl.UM»! Erstes Lohtannin-Bad Ugl. fr. AH"tasa, kein Extrakt Wall- »tr.70 71.Llaf.t.)Cssa.Sea-CöUB a.W.6/8 Bad Frankfurt, Gr.Frkft.Str.lßfi. Lieferant sämtl. Krankenkassen Lu i s"' nbr a u e r e i Welheasee. Schokolade> Kakao In drei Preislagen. Die verschiedenen Sorten sind untc»-inander gleich wcrtJg und uiterscheiden sich, vrtc die deutschen f�elweine, nu durch ihr Aroma. KOland ��nbiorver�and Schade, Schulz, Herrn., Schönlcinatr. 23. M!:iDiBf2yereilBctflii!a.}!W3? 8 s d F r I eHr Ith s hatii. i. s Badean., alt, UasenlieiJe 18. Jun.lb�uiiRaR'Bad Banmschuica weg.K unulnir. 177 78 KaUer Frledrichs-Bad.Uarl.tBbt. KuB**A,,#t,,,»Eöser" B~77--- Rosch talerstr. 70. »iatlonal-Bad, Brunnenstr. 9. Bad Ostend i Victoria-Srauerei Vlctopla-Saazerbpau fteisshier, C. ßrcitnaiipi, Palisndenstr. 97. Tel.-A. VII, 2634 Weliier F.«i. üis�eis i-fi. Lagerbior und Malabier ( Blumen und Kpanze} Dakar ADicrt», MCUer»tr.41. Fr.Ahrendt.Daib 9. Xme BibihoUtr si Binmen-Beckcr, 0. f raakfirler Altae Z. Casper. Chart, Kruir.aiestr. 2S. E.Deäar,Hlid..Kaij.frieär�LJ0,!Ursat.6« Blcb.rd Fal.rh, Prinzen- Alle« io Paul Cro»j,.Un4?ut«3'.V!i»irkt!M;i Voigt, Grufcgl.2.. Ecke fjrbaiiVt Fordepn Sio Hüls W esemibier 4 5®�--- ClGorrenhandlungan Fr.llckliencJ,yf.,tnnklur."riii«27. Brager, J., Illxdorf, Bergstr. 57. Bräuer. P., O. läproakauorst. 12 Klein Wilh Moiiemr 164, PILIII,»Villi. Oborbaum 1. Klemmer W.,op«idji!,Sc!>önw4]dcrst.8J A.Kanstinann.X■»»�.frieslent.»? Lingpl, Fllk, Eisenbahner. 5. A. R. Mover Ndlf., Sebl sitrbc itr. 14. Willy Mansten« c�i!i,Glfai'.»rii5ir.48. OBracHkonfftktTon} Cohn, �TscEwT�nTrlnliin� Dombrowtfty�a�U o n F ranz Fischer f raaM. Ckaass« 148, S&tEll. GRiPmiartikel:: IHekr. Eedieniag. Friedrich, Panl, O, Gartnerstr.29. Germania-Drogerie, Mnckcrnst KZ. Gennania-Drog.spand.Wilhelmstr Alfr. Gotting, FrÄr Günther,..MirM-I>TJjer!e",Str»nst.37 Haniscb, Hob., Boxhag. ChansslS. Hacberteln, Trept., Gnctz-Doccbenti- Hacsa-Drsgerle, N. Raamerst.50. F. Hoton, ffaia-üriig., Ffniaslr. 5. Kl ahn, H., Ri., Kziier-Fiieilrli'bstr.lJt !i!i2se!iH�Snis.,HcrR™t.i1». Kottkes Drogeric, BMmacbi'eHweg. Krö n i ngs Ad l cr-D roger i e. Ra»l« vstr. 7. G. Lehrmann, Prinz EugenStr. 6. Kax Merke, O. 84, Ebertystr. 85. Ewald Lochte, WilliclasliaTCüentr. 20 Luises-Drog., Fricdricfcsf.Horliaerst. 22 SäarHüiHsä��sJSr&d. Alfr. Marsch. Culmstr. 87. NelM, Felix, Mcmolerstr. 16 a. Oehmhe, ReiniHcc?!., ProTinssir. 82. Ctto Opitz, Bomholmeratr. 16. RamSen, Otto, Landsbg. Platz 1. Ralhcns-Drogcrie, Ri. Pocsustr. 24. Arno Reif, Weberstr. 30. WJeffi. �ÄsfrÄ ntenstr. 103 ho"� Franz SdiCubeck, Oaerzchbncwtid«. Fr Schlussnuss, Liebauorstr. 23. Hugo Schultz, Höllerstr. 166 a. Hxg. Gummi v., Photogr.* Artikel. Eciuund Luch loh, SolrtinerKtr. 26, Lief.siretl. Knmfcenk. T. U. 2658. P. S ü u iI c-ihauf 4 Co � r. F rAis klS u. � y. Rcrro.\r!nckpr lai'aUdensir. 153 lildldläcr Ecke Ackurstr. H. SEßäA'iÄHM Birkanalr. 53 Ober 40 Filialen in Groß- Berlin! üe/, 0h. »». 56 otV �äe, f4 6JLÜK1K1 Damnlw Wel8.Stern,Ki.tBan«.I32 lampfwäaÄerei MERKUR l.k. Üadimacn, Freakforier-AllM 47. Uli OSoböncberg , HaupUt.25, Tobias Lewin, SduteidenuaUter Badatr. 44, 1. Spz. MaUanfortigung U(l«r 1» Haalel» a. Kuläa« aliar An. D«meii-lvoni,,kliün Moabit Gebr. Neumann f'-j. A|j K'jitLnscr'iJui'nTO ne8k«aKjj.BmiKMbU A.Selowsky,�dg;f�). Paul Zutermaim Kaafektiiastaiu— Claaueutr. 66 O. Ptfaefe Färberei u. ehem. Wäscherei f. Herren- u, Damengarder. Lädcu in allen Stadtteilen Berlin, Rixdorf, Seiioneberg •l m 3 g• n IIi���?»?�öriobla.4iroßo 23 U. H. H. Ullllid Tel. IIit3«l f' Flachhandlunoen) C. Alllers JtCo.jäSSil; Seell�ohtiawillunB._ CTbittmann TCTmlsl Weidenweg 79, auch f�-UUl Wu(j an,} G9ÜQ|eL DaozigerFieiscli-Ceiitrale Danziger Straße 14 Daunenberg, Neue HocLatr. C. Rieh. Deckert, 1,Vi�str- P.Dreyadcer, Pnnz Kugenotr. 21. Job. Dureonsk!, Koperaikusstr. 1 DüU,M„ Riad., Kais. Friedr, Str. 14 Drostf. Herm.FieMg, Rudorf, Zktbenstr.lZ Fabril teißtr Wort!- a. FltbrliTit. Wurst, Speck, Schiuken k&tif.Si© a.bestea n. billigstcB bei Anton Felalau, Gocthardtat. Stadtbahnb-Ecko Königsgrab., Andr.-8t.47, Lands- bergerst. 98, Köaigsbergerst. 8, Land3b.-Ar»ee.?0,Rixd„Bergstr.l6. Franz Frltsch.Doutsch-Kronast.l. Fleiscb- u. liirsRgntFäle Frankfarter-Allee 182 ErAe n. bflUgsf Bezcgsqcelle de-« ösIsm. Landsberger 8tr. 112. Cfiorlnrh Hizdorf, • UCIldUI y/artUestr. 70. H.OerndtjSpresgcTRll y.Xinj.Btffiosetr Fr. Gerlach. Tanroggener»tr. In. Rob.Gleue, Weikixee.Ouat, idairsti. 1 i PanlOnädig, Britz, Rudowerstr. 14 Gottiieb, KeinickdL, Ameadcat 109 OttoOrubeb�V Gnsinöß, Rich.�Ä. OßtsöijnanB'ScinttwÄi�: O. Gleich, Ri.tdorf, Hctcotolhrapl. 7. Hempe, R., Herrn annstr. 68. Hiilenberg, C., Raumcrstr. 39. RiffiaföilEiiiisj'flStÄ Georg Heinnld, üirietkarjtHtr. 5. Franz Heyer, Gaudys-,.-. 40. (CiJeopjs Heiter | Echte Braiiuchv.«. Ihuriojet Wuits. II. Gesell., izdreaslr.lO, Biemlastr.?!« jui. Ernst Hüne, Sobwedenstr.:2. W.IIoppePrieJrlelishsjeii.Frleilr: 543 Ernst Ibstber, Wieaenstr II. JakcMi�Sehmargemiori, Brei'", ix. 21. Älbcrt Jähnert Fritz JentediÄÄ UInier,FlaatT.4iUerili»I,BumarctU.3il< Fritz Klein, Kottbnaerdamm 12. Willi Kiewig, AUenstninerstr. 18. Hu En tut, Alt-Boxbftgeu 50. Ernst\«Ibe,0.112.WeichBelstr.l6 Ernst Kurth, Muskauerstr. 83. G. Krause, Weitenaee. Eitijiijnsür 135 M.Hops, Keiaietaad., liegideuetr. 154. früi Unti wY?�6�.hw- A. Lange, BeiiickdE.ßeharoseberr.r.l 11 liüle'i fleitthieitrale ÄT Wilhelm Lenz. Falkensteinstr. 9 Fritz Lentz, Lmienstr. 109 C.Law.-enz�iBirlceBdf.O.Haaptstr.SI. Wilhelm Liebherr �g�' Fr. Lindemann, Emdenerstr. 45. Lochmann« Malplaquetstr. 32. Rostockcrstraße 43. Fleiach.u Wurstfabr. Aug. Maar, Schulstrafl© 103. Maiu'aidtKLML4Jäachner-E.BerliB?rftr. H.Matzkei�.Tm EinstHäckler,Riid.,Bielisrdgir. 31-32. Merker, P. ÄT P Million0* Woiaek- u. V/urstw. Üilflllllül Großbeerenstr. 78. R.MQller, Pankow, Wollankst.lOl Neubauer, O., Kottbus.-Daram 24 Karl PetrichSÄ Reinfeld, Spandau, Senuelgienlr.» n. ROSEfflSUD ÖSÖll., furicrgrtflrnk7. \Viirsiiabr.,L.mdabg.- ________ Allee 130, Spz. Roll.- acliink.,SuOacliink.,8eliiiiheag!eck O sc»p RötlisFricdriobshigen Prima Wurst- u. PTelschwaren Ff. II Riede!, B.Herm4rBtr' Rodewald �."kÄ23 Wilhelm RSder, Stettinerstr. 14 R Rothe, Boxhagcnor Ghaassoe 11 Ottomar Rudolph, Gärtnerstr.17. Schi aek.K.,Pnlliaadenst.!, Ecke. Otto Schreiber E. Schauer, Huttenstr. 70. A.8lew»rt,Sd.St!i«ieweide,BerUi«tlt7. WUhel nsSctaaale, Zosseneretr.tB, WonnDW Landsbergcrstr. 118 71 ßijuci ff.Fleisoh-u-Wnrstw. Wertheimer Starg»rd.Fleöe.h-ZeB!nIe.Siar5ardenrt.t2 WTaiirfio Rixiiopf, 48. • z«llUiv Panniorstraßc 25. ff. Fleisch- u. Wnrstw. Lichtenberg, FrankfurterChausseoS ritiring. Fleisch-«. Wurst- Fabr. F. Sommer mann, BoihigenersU 9 E.Tmpp, WüTBtre* Irale, Waldcsswfltr. 1 a Mät Tuinßsc],Chr)stb!irgcrstr.24. Kar! Unte gS-Äi1; Wilh. Vogel ß*tr Weiß, Georg, Hjsnslt. 40, I.A. IT 10585 O. Wellnitx, Nancynstr. 66. EUinivnl K.FleUeh-u lTarit«. . IS U-Llgl Weiden weg 67. Emil Wilhelm, Gnunstr. 38. ieitaflßwfiiÄeÄÄ. ■*U'� kauft mar. Fiaisch um w*i5lipst out und bHlic •jgftg mtuspjesnqtiOH 'pmsnOH-<977. /a-n-tjastau nq ira. f). Pi -2 |7 P. W ontora, Q�nedricitgbcrgjLZl. >iortJ-r>cui»dic Fleisch-XenJrnlc 7. ZiBBweriaaa«, Secslr. 78. Oaineasli. 10 Pnal Zwarg, Landsberg. Allee 136, Ernst Ziffer, Oderberjrcrstr. 87. Wilh. Ziegler, Seumestr. 20. c GisO u. Porzellan G. Krüger, Weißen bnrgenstr. 79. A. Wilöorn, Bi-unnenstv 16. WiRkelmann.Wilhelrainenstr.28. Obcrscliönewe'de, Ratheiiaustr.27. Zundce,Scli5seb«rg,Ei9fi)\ckersir. 60-61 c Grammcph., Sprech m. Hoyer, A., Be�ki. f Haar-flrttkel CT Ecnol Sporial-Hsar-Haus Chaussee-tr. 121. Rob. Eortmann, Schäirwslderstr. 23. t MRfffi? 6eh« xt, 1 H.'sr-Arttk.S�o H»d. !. Zionskirchstr. 44. H. Mix d vrf ,7rauicfiirte5All. 1 � 7,S''�KKä. Albert Po««, Fenn Ztr. t6. �Hcas- n, KfictwigoHUq fr ft m f f umTl/lT'rinzen-TITQo'TT""� iiOiPVHl Satfen Bdrst�n. Varnnlr� Spandau, �honow.St.92 nSinflful�tnaillc, Glas, PoRdlan.Lanjp. Grüner Weg 42. Oaskoch.»Wascbm, Ü!fffl3 Rlül Wilmortd-Str. 120. Lampen. Vesfei*, E. Weiner, H., Oi-eifswaldcrBtr. 33. W i risdiaf terstr.«Nchf Bronjicnijt. 167. c Zum llEutawinkei S. Kohls, Chauascestr. 85. Kcffce.SurrooatP Ö'ttoffoetse'jttit�ctt'rdaiTm 16 17 tiiif. I f"Kripfoffelni BcmBsa'') Paul HenkeF�l3� Kaufhavaep ) c Hepren- Artikel 3 Andreaastr. 37, Kraaritlec-Sfktilje K.Bock, Kiidorf, Kaisur Friedrlehjlr.lt). üHaaazin Enoland Katlb I sriT, ,'3, Oraalesati. 162. Hute, IViadie, Crawallea. Oiitmc-r, Aehersir.«3a, Mo igcactiält. TsM-P-Of, Artüloriestr. 4 Ridi. Jahn, Treptow, Grätzorstr. 6 Pmil leariZ Friedrichs tr. 115 [lilll Juiybi Oranienburger Tor. E. Klahn, Frankfurter Alles 26. Krause, Wilh., Ri., Herui.-St. 166. Ad.Kuntzel� Og.KurEcJ», Britz, P.udoworstr-95. Ad. Mahfäke�'�fsräm.3 A. Kltsrhprui, Rergmocnstr. 11. A.SamneI,ÖM!rbacnst.62,SchirBe. Scholz, Osw.�Älni; Sprengel, A-XTscblAn; W alzenegger.J., Peterslutjtnlr.lS. flJclIcr,ü.-SclÖBe»-.,WUli3lißiBe;ihriLlorg-St�litzStrl«3. A. lonackl, Oramenstr. 21. LexkeASlupacid, tkhüah.-AUa« 70 a M»»enc 0 Riad, Bergstr. 44-45 lllarCUi), 0. fer.ljje i. iliUgchoeldergl. Kai tilg, Ad., Frankf. Allee 107. Rosner, RaxSSlÄÄ L&ger fertig und nach Maß, 77 Kottbuserdamm 77 «• August Scheg»•• Schachmana, Louis. Braiuifastr. 51. Berth.Sdiweriner, Wrangelatr.93 f Haffac-SpariAlBBUoli. � Oibr Kioitiia lä'Ä0' Rauers Misclunflen wcrd.r.spamB. IIaB«franeB beTonegt! N ur C54 NeueScbÜJihnu s erstr/S wate, Wiatgew m. P«laew.�| EMKMM Brunnenstraße 52, Badstr. 86 lluihaua Norden Ciiaosseeslr. 55, Ecke WöhlerUtr. Beiße, Rud., Chaasseestr. 66. Ctsper, Ed., Rixd., Bergatr. 13». Ms GnUnd Brunne"';. 177 Hnncen Hixd., Berliner Str. 11, llallocll, Osten, Koppenstr. 18. Jacob, Oskttr, Schßnn.-Allee 184. Kehr-Hüte ÄÄ85 Hnt-EneT.-Lnt'er.Boih.CärlDfrsl.tt. A.LenialtrelH'ilBtirr.,B«rlifler«t.U2l MOtz.-Moldenhan er, Hngif.e«»!. 15,1. * Oscar Ortmann Spandau; Cbarlottcnatr.e Panama-J akob Ä"*' RieokjEm.SÄ.�. Schoerr, Herrn., WUmared.-St. 46. " 1 Markgraf endo mm 1 «, Alt-Boxhagen 24 l Aleiaoler& ä, Eidstr. SS. B. ÜSPtSlfl i ä �Ane:�- C.RurtzahnRuÄÄ ÄüiJratra isrÄS-.1*' Eduard Hohu. Ob.-Schoneweid«. B. Weis I D!.. MM-WU f�KotiTsn, Kok», Briketts) Paul Sieger, Kniproderstr. HC. S«s«. Sraaü™:. X Fsrd. Gräning X Jungstr. 11. Teloph. VlI 7924 üuBgstr. 11. Telop] P.HÄ� nthalerstr. Plätze 22-25, III. 44!-, 8 J.Mannheim. melen '■ im Osten. Stcmon, A�R. KoMeabbf, Weddlnfl. f ItolotilalwPKH) Abend, R., Rnrambg., Ktnrdaäitr. 3. Heinrich Arndt, Fennstr. 40. Theodor An thofnev, Solra8ßtr.22. Babel A Hauke, Wilsnückerclr- Sß, G. Bärend,.Scaooebf rg, ColoDueaitr.v* festa? Seizm ÄfiiS. Beanewi�,Fr.,Bacb5i>l>, BerliaaiaLtl Bruno Block, Nonnend aram. Alex ßorgmr.nn, Jagowatr. 16. Brr.ini,U.,Rixdf.,rriatIIaad]efy«tr.2». R.BrojmIelt,Ftiedtic!uk(.ScBarBW»bslr.5 Buduch, Franz, O., Goflleratr. 23. Georg Burow, Stromstrafl« 39 Job, Cieclor, Neue Hoohstr. 82/38 A. Darin, SohSnflieüeratr. 10. R. Ehrig, Liebenwalderstr. 47. GiislavF.IgaudorttO. Milggelst 29. Arthur Er.I:e, Amaterdamerst. 10 fl.FÄis(M.sÄa A. F'.sdler, Küpcaicfc, Mufflelt.Sl. 41. C. E FTuir, N, Pankstr. 7. L. Friodr'.tt, Jla rfendorf, Bargit.15. Fritz Gemll, Eausselrtr. 75. W.Oahriuät, Ut;inrt«»4f.,Jl«iiJ(flwl.I33 Ii. Oecrllr Ii, itainicksadf., ProTiBMtr.54, iierioarn(ms eil, Adalbert« tr. 19. öoetsch, Ernst gt�fr' Grabitz, Breslauer Str. 4. RicLftro Creggert, Wismarplat«! Mas HanheUer, Gßbenstr. 16. Albert Haube, Dunkerstr. 83. Heinld:9,Wiih., Markgraf end. 27. Hifdorf, Bergstr. 144, Kil8.-Pfle6r.-8t. 2«. Spandau, Schön« tJ, LU'J., w&lderstr. 23. Frit? Kfibner, Scbliemannstr. 11. W Faul Imhoff, Ramlerstr. 10. Gvi Lsv�, Liegnitzer Str. 81. Willy Knohs�rr- Kohle, w., ÜckteaLer� Hau»oatT. Ü. KraÄtx,Oc:org,SehönholKer3tr.ll. Kramer, Rieh., 0,KroDprmzen8lr. 37/38 Kühn, Oswald, MQIlerstr. 131. VV. Lange, Friedricb3b£.,Kurzest.9. Lanzo. Ripdorf, Walierstr. 16. G L Liose, Cöpeniek, Schioßstr.flL Rieh. Llcae, Ackerstr. 132. Lips, Chamissoplatz 8 ilenn.Loewa, lejel, Bgrltaarstr. 12. Lossler, G., W»n«chauer Str. 6. Luoknc-r, Felix, Uird.,W9icbs«l»t.7 Murtisi, Krich, Rixd., Allere tr. Sit Karl Mercicr, Hütt ensiS Michaelis, Panl 5Ko7dchB,eri1nn Mewcs, Adolf, Warschauorstr.55. Hugo MbilhoSf, GlogauerSlr.33. Max Moyalch, WllhelmahaT. St. 46. Paul Muiark, Mariannenstr. 8. Uüllnr T, Kottbuser Damm 31 mullBl, II. iienn.SU55,Knaiel>(ickstI3 A. Plnadke, Oderberger Str. 55. Prlebe, E., Boxhag.-Chaussoo 22. S. Puhlmann, Woldenborgerat.SS url Quaal, Prinzen-Allee 15. A. Ramhold, Prinzen-Alle« 18. Cnrl Rubra, Langhsnsstr.SS u.1481 imilg Rnbna M Ackern»tr. 84«, WiliJ EßilSB Kreuzbergatr. 3t. Rang«, Ott«, Riv Hermannst. 55. A. Sägebarth, Fehrbellmet Sti.24. Schäfer, H., Neue Hochstr. 6. Sdsnolder.F� Biil,]lal»zr-FrieiSl.7l Schcffler, Carl, Badatr. 16. Sdicffier.Eugeu, GrünerWeg 129 Fritx Scheel, Schwedtorstr. 47,, Schleutbcr, Emil, Huttenstr. 7. Schröck, Fr., Ri. Weseretr. 4. Wilh. Schräder, Brunnenstr. 47. Wilh. Schulz«, Ri., Bergstr.»8. Adolf Schulz, Mnttornstr. 9. S. Slililßisr Wt!«Iin«8?r�6BA, JoSl. SCllüiZG Wtl.lfDarst.cJaJSa Rudolf Sprcmherg.WBrtherstr.l. P, Simund, Rixdf., 2iethenstr. 46. W.Tietzsch, SO. Heldeib. Str.30 Wilh. Thomas, Bciiilclui3.-Slr. 54. Otto Tficfc, Gubener« tr. 11. Ulbrich, F., Ri.. Wathestr. 13 6 M frilz Ms! um nciui junl£erstr. lia Ernst Wilde, Baatiauatr. 1. Wernlthe, Ober-Schöne weide. H. WUckaltz, Mariendorf, Dorfstt.l f�Ko�wer.,J{|n�c.-'«>»B- 1 Metzi»ersBEU�r� f Keankenboilarfsärttk.) Flacher, Wiih.,N, SwiMBSal-SkUI Lange, A. E., Brunnnnatr. 167. c LndDPwapon Carl Fessal Spei, Tauch., Map�a, r�rtemopuai�asv. Ä.Gen©hr,1lttfflfficl8biirg,ScIiii:erstf.31. Wilh. Langirar, Kofrer-SchoIzeÄ725 Rlcharil ltiirizkeKottbU3er" Damm S. r ortsetzung siebe aäckate izeli&Z Fortsetzung de» Bezugsquellen-VerzelcHnisge». Wien»ritr. 14 'l Elg. Warkst.l. Baal* C.Richter, Rixdorf, Friedelatr.49. Kok. Voigt, BinBucioUir.sj. Klj.Fabr. ettoWehnartctuaro�� t Lehpanhtalten) TFnscImelde-Schule des "■ Deutach. Zuschneider- Verbandes, e. V.. BERLIN, Mauerstr. 86 83, T. I 3401. Budolf Maurer Friedrichstr.fifia, Ecke Mohrenstr Strahle n dorffn Hsndels- AKudemle. Beuthst. 10 u. 11, 1., II., III. Etage Größtes Institut Berlins Ausführl. Lehrpläne umsonst. Ous.Meyer,H»l»b.-ät. l9lWtttit.-S(.l. C. Neugebauer Ober-Schöneweide llieücv« Rafetil, cs™.;.i« Otto NowackNackifol. Spandau. Jül. PBDBer vUuVpebniJit. F. Pllugmacher, Colonnenitr.48. PDantnar Mansteinatr. 17, . IlCtiUlCI Steinmetistr. 27 Scll!ßilljtz|1»"""■"hefartert! UIUICIUIU, H. jIirttL Boroiheaapl. Uneliier, Emil Walter Seidel, Beusselstr. 26. Thieke, Nachr., Prinzenstr. 10. B. Wendler, Reinickendorferst. Gl Reinhold Werner, Tigel,Tre«kow«tr.20. B. Zyczynski, Ri. Panmerstr. 69 c Möbelmagszlne D Linoleum u. Wachst. �J�TtTx�orTer'Tjnu'feani ZI fld Ob Rlxdorf, Bergstr. 62. Häntcrh Wclß«n>te. Berliner- IldlllbUl Aiiee 228, Tapeten. Raasch, Rieh, Niederla�eJVarachaaen� c c manufskturwaren J Petersb.-St. 39 1«, Modewarenh M Mehihandlungen D W.Bachmann, Charl.,Nehrmgft.lS. äethke, Georg, ST Rlxd-.EIbest. 33. Kaii.-Friedr.-SUt Weaerstr. 189, Friedelstr. 28 Treptow, GrStx-StriBe 64. Bordsacb G., Ri.. Kaia.-Frdr.-8t.29 C. Bosse, Reimekendorlerstr.29. Jul. Conrad, Rheinsbergerelr. 44. Bomhard Danne.KMtaaiaaall.SOH uumnaru l�4.f»4 Heinrich, R., j Inriliditl W.T.A.Nerd 8358 IS. HÖSJHCII vis-t-viiSlettl.n.Haaptbi'.hnh. B. Krüger, Schöneb.lHaapt8tr.l63 E. Kunze, Chart., Knobelf d.-St. 16 LenzAiasmanna Winsstr. 53, PoBener6tr.l5,StraIauer-Alzeel8. Lfldtke, H., Fruchtstr. 67. Tischlermstr�Loatsea- üfer 22, an öranieuplaiz. Berliner Nopdan" AekerItr.l20.U. M5belhalle„nui tltJD»iDvalideasl. 1 1 8. Daehne, P.,Ri., Neue Jonasatr.SG. A. Oohmann. Slrooistr. 44. Widdert. Brunnen- Str. 162. Geppert, Paul, Zosscnerstr. 32. Gerlcke, Frfta, Möllerstr. 146. Gleiser, A.,. VAÄ hl Ii. fiebert, 91Sbei°-Fädrlk. S Grill, Reinickendorf, Scham webersir. Id. Klavnnrli Stallschroiberstr. 57, nm! mK Bar~ und Teilzahlung, llUlllUin verkauf i. Fabrikgeb. Hopp, Jul., Brunnenstr. 133. König, A., Ri., Berlinern r. 102. Ipidi. Kogel Aü chenm ö he/ Beritner Kiichenmöbel-Fabrik New K&niqst. 31-32, T. VI/ 474* I LSdedce, Lange Damm 83 65 3 ▲.8«kasW,0b.8eh»Bevetd«,Edls9Ut.60 Sehwanke. Rixdi.,Hermannstr.228 Wüuelm Slotawa Turmstr. 81, Waldenserglr. 34 eig. Tischlerei u. Tapezierwerkst Heiidlaud, Ernst Möbelfabrik— Bar- u. Teilzahl. Felnickend.- Straße 114. Irt« WprtlAr Charlottenbnrg W Cl Hvl Scfaarrenstr. 10. Mdbel*TransDort � Robert Frenze 1, Copenickerstr. 1Ü2. Krüger, Riidorf.Herm8nnstr.254,T.518. I I anno Kitteratr. 96, IV.. 4195 J. lullyc Billigste Preisberechng. Paul Schur, G.in.b.fl.,DirkseB«tr.Rg 82 c c IHolbopelen ) Afitano-Mhmaaohlnan 6. A. Biiltier�iÄnsntr. 79, «Ir�T�gandsi�StfcmMldm� ( Oßtlker 1 Bardorf, Sloabit, TiJrmstTrTXr� Dasov Paula N, Möllerstr. 174. Groß, Paul, warschauerstr. 66. Herrn. Hasler, Gollnowstr. 18. Schubert, Carl, Ri., Bergstr. 148. Wienstruck, Spapdan.FoUtdanieratr.l 9. [ Paplor- H. Sohrelbwr. � O. Prochnow, Eixl, Hermannsir. 6». Seidler, Loui», Ri., Bergstr. 42. Pfandleihen TTixdorT� nur Borgst. icbm " Bremerstr. 50 ßredowstr.3« BflllieieiJßrd-Wssr Miiciikiiranstalt hui Viktoriapark Kreuzbergstr. 27-28, T. A. VI. 1070 Klndor- und Kurmilch. Milch Schmidt Rlxdorf Hermann.tr 63, Herniann.tr. 95-96. „Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46. u T«I II. 2565. ) Ü Musikalien iemey er, Bruck, nst E.K.peiieler«.?« Crhnlv Frankfurter-Alle. 73b ulUUlt Frankf.-Chaua.ee 115. film. Mleile Spottbilliger BeiieoTerkaif, Hocbmoderno Uermigsrd Uhreumk, Schmacknach. f te. E. Krön, Köpenickerstr. 65 a, T. Langer, WraDgeistr.DZ.BiliigerTerkaof. Schmidt» Fennstr. 3 E Senftieben. Kottb.-Damm 28, 1. c Putz* u. Modawaren IM. Haast ��dor?' lüe1 1' g rTtr- 1 Putzgeschäft JiBeriaanD-JlüÄfX araenhüte. Spezialhs. f. Damenhüte Li. Frankf.-rhauss. 152 a (Liefr. d. Konsnragenosaenschft c Musik Instrumonte z MowSch wedter 8t. 2. iVTlCtA Kast. Allee6 L. Lazarus, Petersburger Str. 62. Lüddecke, R., Ri., Bergstr. 4. Rebsch, E., C. Reiher Na d»f.,Vetera neust. 21. £m>l Huflar Tlschler-Innungsmeister Prinzensfr. 84 SChmidt, OttO g.Ten'.LM. Bra u n, E ui i 1 Klrst, Rieh., Brunnenstr. 45. Plato A Co., Köpenickerst. 105/6. Lorenz Rahmel, Oranienstr. 181 Lorbeer. Möllerstr. 14. ALW Malta � Mau» *** enzer« hau er> Größtes Spezialgeschäft der Branche. Spittelrnarkt 14a. Reetz. Spandau, Havelstr. 21. Schnötke. Otto, Rt.,Rieharditr. US. c MShmasohinsn J Bpilmann, E., ÄV.rch2*- nfoff berter doutrebee Fabrikat Flau Stelnhauei Vü.tr WilL'fl BrnttaarL 59/60. Steinbauer, Spandau. lltlaüer.lfertf.Me. � 84' 3ob. Seelisch, mbel' Fabrik Bfrllii 0., Bigaerstr. 71/73». Speiialität: Kleine n. mittlem Wobningseinriclitg. »lebeity» W.V'ö'neTsenaustrTTs, Nähmasciiinen Lüden In allen Stadtteilen« Schmalinsk�Ki-Bprgsl.lSl.l'ntzJ'appe. { Puppen) PR 7lorniA/ ��»'Onhauser . n. Aicruw. An, Torek»tr. 6 3( I t�Rab.) OttoGrätsch, Chausseestr 12u.67. Goldmann, Spandau, �chbDT&IderiL84. Heinridi. Johann, Petersb.-Str.36. H. Jetzlaff. Badstr. 54. Herrn. Kärrner, Cöpeniok. G. Krämer, Wilm.. Rerlinerstr. 181. » Fabrikmarke 7 j. IT � für haltbarste Tr iV> Filzschuhe JA fl Ii] lo«I und Pantoffeln. P. hange, Nowawes,Prie8ter8tr.20 Fledr. A. Lange, L«ndsb«rgerftr.68. Paul Lehmann, Friedrichshagen. Ernst Müller, Feitowers tr 69 Nehring.Charlbg.Eais.-AagMU-AlI«e90 C. Neumann. Faikensieinstr. 37. Petersohn, Osk., Möllerstr. 166. 9 Plaumann, Jagowstr. 20. 5%. Rppt? May Spandau, Schön- l\Wl£/fiiüA waidersir. 12. G.Redieaberg,Sch5iicbg.,AkMiensrt.4. Schmidt, Gebr., Fennstr. 59. IdioiiwarßolisosäesWßsteDtJuV Schwersenzer, Turmstraße 48. Alb. Seeger, W w., Lortzingstr. 6 Sommer, Wilh., N, Sck»Bb.-AlIie 85. ATrctlln,Friedrichshag.IFriedrichstr.23. Wltt.Spand., Xeuendorferstr 99. � Schirme u. Stftcke J Girod. F., Spandau, Potsd. Str. 19 Herrmann. LychenprstS.Kig.Fabrik&te Jehnicben, Rudorf, Kais. Friedr.-Sir. 1 8 M. Lerche, Schoneberg, KolioDncDsir.62 A.R leke.ßadstr.l 1»Bezüge billigst Herrn. Rosenky, W Hansteinstr. 4. O. Schieusaner, Warscbauerat.Sß. Seifen r 1. Bui J Heidke, Paul. urgadorfstr. 13. � Tepplcne u. Os; dluan�J J. K. Sciiulz Wem bi'rgs- Weg 10 I. � Trauop-Maonzln) Westmann Mohrenstr. 37a, Gr. Frkf. Str. tl6. c Uht-en u. Boldwaron Oolttatr. 30. ArA ILF A am Winterfeldpl. Oscar Aldag,Charl., Krümmest. 29. J. Behrendt. Wrangelstr. 52. Otto Brauer, Möllerstr. 164. Siiandauerst 8V| KL. Hirsch, fr. Treckj axl i»ermann.Charl...\t*hriDgsir. 1 6 BrQggemann, Hainiekendorrsratr 96. Bürger. Jul., Möllerstr. 6. Max Busse"Ts""'1' W.Fl8olt,Ckarl.WÜBsrndorferstM 1 1. Ellinghausen, Gebr., Grancrwsg 46. Fenske, S., Kottbueserdarom 96 P. Fischer, SO., Michaelkirchstr.S J. Gebhardt SÄ» George, Adolph, Badstr. 65. Ernst Gräber, Brunnenstr. 78. M.firaopoHK.Ä.K'.rm. H. Kammler, Chart. Krummestr.28 M.Sarial Brutnln878tr- Kniebusch, W*. Prft. Chausn«e61 E. Knuth, Boxhagen, Sonoinoxtr. 3 B.lechtcrniann.nTeyge-B.W iUnackeril Lehmann, Alb., Frankf. Alice 40. Lehmann, Wilh., Kotlb Damm 23. | Läders, H.,�Tr5g3| Nolte, K. Sinion-Dachstr. 13. IM Piyoz. [fiiittay Idioiz Brunnenstr, HS. Brunnenstr. 81 Qnitzow, Joh., Möllerstr. Ii. Emil Quade hTpTÄ Carl Schlewinsky, Koppenstr. 4. K.Sfhmelz,be?|Äa Willy Schmidt, Frledegan.Rheiiiair.13. Schoneberg 1 Hauptstr. 155.| Scfaönemann. G, Ri., B0rl.-Str.78. F. Schönwi�. Berl. O., Gossieratr. 27 W.£cha!t2BoibageD,Seue Bshiihorstr.32 Schumacher,©., Tegel, ßerl.-Sl.6a. Schulz, Osw., Frankf. Allee 24. G ust. Schoder, Oranienstr.155-56. WMnn MI Swinemundprstr. 86 . jlCUfilSI Ecke Lortzingstr. Max Storch, Elbingorstr. 100. M. Tomedina Nrhf� Brnckonetr. 16. Paul Trenk, Charl., Spand.-Str. 32. A.Trenner, Wilbslnerah, flanplatr. 12. Truxa, W., Frankft. Allee 185. Ita- it. Cßliiwarefl-Inflüstrifi Berlin 220, Lindenstr. 16. Beste direkt. Bezugsquelle I K&isloggrati«. Versand Bach spSerhalb, biilfgsie Preise. R. WefseiNowawes, Prie8terst*74 WlfH�, Ad., Boriin.n».«« ZabelNciil.,' hirHij-Bfrliatrilr ll». ( Wernicberunflei» ..Oeutschlanö" Berlin Arheitcrvenlcheriing— Schötzen- Sterbekassenversicberg. straßp 3. PonpQil GroßdestillatloD UuDrflU Oranienstr. j07« (Wfaaohmlttst J ui i J 1—— m— Verl«f»geii Sie „Edelweiß" Rrone allfr ffaschmiUel. ( WelH-.Wollw� Trikot. D Ahlscher, Gast., Chonnerstr 75- H. Barts, Schönhauser Allee 107. Bredow, Otto, Ri.,Herniannstr.5S M. Gardeis 3 ßcorgi, Ernst sSmUI Hoffmann, Carmen Sylrastr. 6 Hoppe, E., Scharnweherstr. 52. Julius Jobn{fuSr?: Jonas. Her wann ÄrinÄ' Juncker, H. Carl Klein, HöcbsteMr.lB, N.O 18. Robert Kutsche, Gubenerstr. 66. Krlebel,Sobönebcrg,Leathen9t.5 A. Kaesler, Csprivistr.». I'h i m»tv v Rii�orf.Barjn. 59 5» '"■'/0t">• ru-a-rl. J.r Kiraka. Meyer, ß.rTuiB.r.t-I?,{ArtsitTheBirfeaV Nadimano, Xillarair. 131«, Kons.-Liil Fr. OüwetxkL. Alt. Jokobotr. 137. Schaefep, str. 43. „Friedrich Wilhelm* Berlin W 8, Behrenstr 68—61 Lebens-. SterbckssscD-iLArbeiterTergickg. Mit u. ohne ärzt!. Untersuchung. �Tab AVochcp�l)piu��e Jduna'zu Halle a.S. Berlin, Charlottonstr. 82 Volks- und Lebensversicherung. Warenhfiiisor Wareiaiis H. Hirscb S|>a(iclau Wilh. Herrn. Lesser Kolonst.54 Scböneberg Koloist54 am Ringbahnnof. Bei jedem Einkauf Rabattm c Weine, Liköre u. Fruchtsäfte I iJwgo EolirLg j i 60 Filialen in sllenStad teilen. I Bettinger, E., wild-Erke. H irklefsir Eile m.Weyle, Likörfabr., Gsrirhuir 16. Oroßd..ZurSonnc*, P. Premlenberg. Martin, Brnno, Ri., Hcntiannspl.S. auch Liköre«.Säfte. Brunnenstr. 16 und Filialen. M. Schaefer S.W. Hollmannatr. 43 W. Maassenstr. 17. Schrom, Lina, Mirbachair. 31. Otto Seelisch. Kochhanstr. 8. Hermann Meyer, SchlTHbuinerSt. 21. .Stein Heinickfodf W.RgharBwebersLl 16 Ad. Schäfer Nchf. SO. Aifmlralatr. 4. 1 Tlrtunno Eliaabothloirchatr. IS I. IjUlCt'iÜ Wäsi he, Bettfedern. Tburow,0.,Charlbg.,Caaer8tr.fi k Vierarm, Zionaklrchstr. 34. Voigt, Krtni.keadarf, A.eodeotr.lOI. Albert Vogt ( Wild u. OcflOgal J C.DittmannBeS�;.«. P.Hi!debrandt|trruanBnk Schmidt, E., Spandau. Havelst.l� Zast ro w, l.and�ierger- AHee 1 47.Fifccke. c ZaLn-Alalier D E.Bade,N.Setiönbau8erAll«e43,f. Hollbrudi. H,rm., PukitA irp<371 llerort.H., Bl«««rnil 97, a. Bo.pctRTL Jordan, Alfr.,Fno>tr. 91. gegr. IbAS. Witfa U 9V Huakauerstr. 16 Mlllu, luuA Ecke»«aleallololr. m .. Arbeitsnachweis; S°I I Amt Nerven, Nr, 1233, Verwalningsstelle Berlin Charitas, rnfte 3. Hauptbureau: Hol III. Amt Norden. Nr t3S7 Donnerstag, den 18. Januar 1912, abends S1/, Uhr: Versammlung der in den EistUglthtttitil btschästigleu Putzer und Schleifer in den„Borusfia-Sälen", Ackerstr. 9—7: Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Vorschläge von drei Kollegen für die Branchen- kommlsfion 8. Berufsangelegenheiten Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet.-MU Donnerstag, den 18. Januar, abends 6 Uhr: Mitglieder-Versammlung bei Schuhmann(„Wildauer Hop"), in Wildau. Tagesordnung: 1. Unsere geistigen Waffen. Referent: Kollege Iakobsen. 2. DtS< luffion. ..nitKlirdftlVacU legitimiert.=== Zahlreiches und pünktliches Erfchewen wird erwartet. der Die Kranchkn-Ntrlrauensmänner-Kiinfkrtni Itöiaschineii-Arbeiter findet in diesem Monat tllftzt statt. Metallarbeiter- Notiz- Kalender für daS Jahr ISIS ist erschienen und im Bureau sowie bei den Bezirks» kassierern zum Preise von 60 Pf. pro Stück zu haben. DeSgl. ist erschienen: „Die Arbeitszeiten in der Sifen- und JMetall- induCtm Deutschlands" zum Preise von 50 Pf. pro Exemplar. 110,12 Die Ortsverwattung. ZnhlKtello iterllu. Kartonbranche. Donnerstag den 18 Januar IttlÄ, abends 8'/, Uhr, im Gctverkschaftshans. Engelufer 14/15. Saal 4: Branchen-Versammlung aker hl der Ifjugbrnndif bffriinftigtrn Zuschuridtr. Erster Wahlkreis. Donnerstag, den 18. Jannar, abends 8Vs Uhr: Zwei Wähler-Bersammlttugen in Dräscls Festsälen, D' in den Corona-Sälen, Neue Friedrichstr. 55.«ommandautenstr. 7S. Woraus es ankommt! Referenten: Landtagsabgeordneter Heinrich Ttröbcl und Reichstagsadg. Heinrich Tchulz. > Freie Aussprache.—— � 206/4 Wähler des eilten KreiseS I Ericheint in Massen._ Der Einfienifcr._ sl an Hanilei Ufa, Daren! Bodenlegrer. Heute Mittwoch, den 17. Januar, abends 8 Uhr: _ Vertrauetisräner- Versammlung— im Gewcrkschaftehaus. Engelufer 14/15. Olc OrfMvemaltnng:. AcMima! Bewilligte Bäckerei, ic»«»"»! "eher),Froslikon"-ß3lsain gegen /sroftbenleu. Rroiinire ,tFrosfikon"-Salbe geg.froiiniunoeii. affruc itron. i. baden«vet»5l» Pf, 75 Pf.. IM j (Porto 20 Pf.) Erfolg oft liberraseh,»d 1 vrompler Beil and nach anSwär!« Olt« Nfi< Ix-l. Soriin 43, Eiiendahiiitiafie 4 IlssnilelilizM illf ilie fieiiüleii liuij Angestellien der KrankeitkasseD, ßerufsienosssflseliafleQ sowie der Invaliditäts- und Alters-yersiehe- run�nsialten zu SerlioC.ti.108. •.'Im'Mtinvoch. von er. Januar ItNÜ. abends 7 Uhr, in tlrrlin. Briickeniir. lid. im Zchnltheiff: Ovrit-nlWcliri General- Versammlung. Tagesordnung: 1. JahreS. und Kafsenberichl pro lSti sowie Bei ichl der Renisoren, 2 Beschlunsass.ing über die eoenluelle fluslösuiig der Kasse. 3. Beschlugsa'sung über da» zu de» stimmende Pudlikai-anSorgan>.1812. 4. Sohl 00a fünf Po: ilandSmitgltedern füi die Jabre 1812 und 1813. 1 5. Wahl von drei Revisoren pro 1812. K. Innere Angeleaenbetlen. Tor tforitaiid. I. A. 2513b 0. Albrecht, Porsihenber, Ändreasslr. n». kIStI5eIl- Steile, angeweblen Kuller, sür Uleter Jnneiilurvrei» fetz. Mir 3 u 4.50 M. Tnctilagrr Koch ASeelnnd,« m.h tz Certraiidtenstr.2fl-il, Dis'a-o,ä � Petrikiiche. Teile dem oerehrten Publikum und der Nachbarlchall mil. dag ich unien genannte Bäckerei täuilich übernommen habe und zugleich die Fordetungen de» Bäcker» und Kondiloren-PerbandeS anerkaiini habe. ES wird mein Bestreben sein, dem Publikum in jeder Weile entgegen zu lammen und gute Ware zu liefern. PchlungSooll Emil Büchner»,«anmr. 4? Straße 22* an der Miillerstraße jetzt Otavisiraße habe ich in meinen neu erbauten, elegant ausgestatteten H&ueern noch einige 264/8* I- und 2- Zimmer- Wohnungen mit Warmwasserversorgung per I. April billig"HAU-u vermieten. Arbriltninikn und Hiifsariirittr. 23/2 Tagesordnung: 1. Uufrrr Forderungen an die Zlrbeitgeber. 2. DiSkuffion Kollegen und Kolleginnen I In dieser Persammlung soll übet die Emreichung de« TarlscS veschluh gesafil werden. Allen unseren Berufs. angehörigen— weiblichen wie männlichen— macht eS die hohe Bedeutung dieser Versammlung zur Pflicht, für einen starten Besuch Zorge zu tragen. Mil kollegiaiem Ärutz Die OrtSverwattung und Tariitoinmissiote. Malchower Kautabake Kur cchf, wenn mit JBetteleinlajfe Jobann Dannehl, Malchow. Generalvertrieb durch Kst 3861 Berlin 0 27. Carl Röcker, (Ariiner Weg I IO. I Würzburger Huhneraugenmittel doii l>r. H. Unser. siegen 511 Pieunig auf 10 Pi. Anweiinug>rei. Obne �.weises die bequemste u.wirfsamste Hilfe. Der Schmerz in in 5Min. fori. DaS Hühnerauge selbst in 3 Tage».(Eiilböll SnlicdKäiire n indischen Hansextrakt.) Gngor in Würzburg. In Berlin(20 Pf.): Salomon Apotheke, Eharlollenstrase, Greif- Wo nicht, zu haben: Roien-Apott» te BSürzburg Ohne jede Anzahlung verkaufe ich MM« eratklasaig«» Fabrikat BlT 4 � A& t9mai prüiuiiert Stnata- Sr 9 /■ K I 19 � medaille) in allen Holz- I I f V V und Stilar�en von wunderbarer lonfitlle (flflselton) kleine monatlichr Tellsi hluns. 2/1* ohne jeden l'reiHntifi.chlag. Für jedes Instrument jrewahre ich 20jähr schriftl Oarantie Conrad Krause Nchfg., Ec"K�,Le�bTei �r�io. Auch �onnta�N gcöfTiiet. ca £ 3. S sSvß'OTtn- Sitv Jfirttw- -ntvi«. 7 tßW C�uditOitU' ßlHtiOCitiWWjIHHft Verantwortlicher Redakteur: vidrtt Wach». Berlin.'Für den Inseratenteil verontw.: Th. Glocke. tterlm. Drucku-Verlag. Vorwärt» Buchdruckere, u. V-rlagSaniiu!, Pau' T'nger I».iko� B-rlm SW. »«» � 3. Seilage iles Joriuirla"§tt\m Polblilutl � 17?'m" Partei- Hngelegcnbeiteit Erster Wahlkreis. Heute abend 7 Uhr Flugblattverbreitung Von folgenden Lokalen: Schulz, Parochialstr. 86; Weihnacht, Grünstr. 21; Dorn. Mittelstr. 39; Iäckel, Mauerstr. 89; Bartusch, Kanonierstr. 9. Genossen, erscheint pünktlich. Hilfs- kräste aus anderen Kreisen erwünscht. Achtung! Vierter Kreis! Diejenigen Parteigenossen, welche am Wahltage im Kreise Guben-Lübben bei der Wahlhandlung tätig waren, werden erfudit, am Mittwochabend 8 Uhr sich im Ge- werkschastshaus einzufinden._ Zur Lokalliste! Am Sonnabend, den 10. Februar, veranstaltet daS HauSperional der Häuser W. Werlheim ein Wintervergnügen in den.Kammer- sälen", Teitower Straße 1mcn detjutugen. vnemae Annoart wirb Uta»«rietlt. Anfragen, denen tetne AbonnemeniSantitung deigefugi lg, werden nicht»cautwdrtrt. EUige grageu trag»«an tu»er Sveechstnode bor. O. B. SV. l bis 3 Ja, falls ein AbzahlunzSverlrag vorlog und der Dritte von der Existenz desselben bei Erwerb Kenntnis katte, andernfalls nein.—' lt. Sc.(5. 660. J. Nur, wenn berechtigte Anordnungeu des Kommis wiederholt nicht befolgt sind. 2. Nein.— P.®. 8«. In zwei Jabren, falls für den Prioalbrdarf, in vier Jahren, falls zum Gewerbe» belrieb geliefert. Die Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dcm die Liesen, ng erfolgt ist—25 M. monatlich über- steigt. 2. Ja. fowcll der Lobnanspruch die oorgenaimte Höhe übersteigt.— R. P. 123. 1. Nein. 2 Verjährung liegt vor, foioeit die Slniprüche länger als vier Jahre zurückliegen.— O.<£. 4. Pro Kalenderjahr t M. — H. H. 1 und 2. Ja. 3. t M. pro Kalenderjahr.—A. K. ivv.«wd-r nicht versicherungsp-iichtig.— K. St. IVO., P. B. 1«0 und C. D. 88. Das AuslösungSrecht der verbündeten Regierungen ist durch da« Geled S»ÄmlnttiÄ. � a""'CU""9 tCI �umumg Nimmt Marktbericht von Perlin am 15. Januar ISIS, nach Srmttteluno des fönlgl Polizeipräsidiums. M a r l t h a l l- n p r e i(e fS banden 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 3S.00— 50,00. Sveiiedobnen weiße. 40.00— 60,00. Linien 10,UO-8O,0u. Kartoffeln 9.00— 1800 1«Uo. »ramm Rindfleisch, von der Keule I.S0-S.40. Rindfleisch,«auchsletl» I 30 bis 1,60 Ichweincflciich 1,30-1,80. Kalbfleisch irQ-o-.o-*-'- 1,80—2,20. Butter 2,00-3,20. 00 Stück Eier' 8.80— f«4 Hammelfleisch Karpfen 0.90-2,40. Aale 1,20-2,80. Zander ,.0o'-3�Hech!e �20�.200 300'V'00—3'00'®djltU I'60~3'90-®teic 0'80-M0. 60 StückKreble WittcrinigSüberffcht vom 16. Januar 1V12. �winemde. 778 OSO Hamburg i 7700 Berlin 771£0 Franks a M'705 SO —' 766410 München|76t Wien j 772; SO j Lflvolteill 1—15 ».heiler— 8 I 4 ivollenl—11 | 2 bedeckt 3 bedeckt 3 Nebel —11 — 7 - 7 -daparanda 783 S Petersburg 7Ä7S0 Scillq 747 Z Aberdcen!757S0 Paris ,758 50 | 2 bedeckt , I wolkenl- 3 bedeckt 8'bedeckt tbcdeckt Wetterprognose für Mittwoch, den 47. Januar l»12 """" w-»« B rllner Netterbureau. Wasserstands der Landesanstalt für Gewässerkunde, Rachrkchte«, miigelcilt vom Berliner Welterburea«. Waffcrflaud M e m e l, Tilsit P r e g e l, Jnskerbiirg Weichsel. Thor» Oder, Nalibor , Krossen „ Frankfurt Warthe. Schrim m , Landsberg Netze, PprSanni, Elbe, Leitmeritz , Dresden Berich . Magdeburg am seit >5.1. 14 I. cm| cm1) 84»), 0 -52»)-9 38») 0 15.S3);-6 1 164')' 1-24 1 159')-7 I 48+20 1 64°.-12 '«•i+lS —32 1—12 -1404ii— 32 | 143')-15 114')-10 Wasserstand Saale, Grochlitz Havel, Svand.m') . Rathenow') Spree. Spremberg») .. BecStow Weser, Münden Winden Rhein. MaximflianSau Kaub -' Köln Neckar. Heilbronn H Main. Werthelm Mosel, Trier