Nr. 227. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 fg. Sonntags: Nummer mit Huftr. Sonntags: Betlage Neue Selt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr: in ber Boft Bettungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. P do in si Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Beriammlungs: Anzeigen 20 fg Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochens tagen bis 7 or Abends, an Sonnund festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mittwoch, den 27. September 1893. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Ich betheilige mich um so lieber an dieser Diskussion, alles auf die Natur und Umstände des Kompromisses an. weil ich die Ueberzeugung habe, daß die Vermuthung Schön. Aber die Natur des von ihm vorgeschlagenen Bernstein's, das Ergebniß seiner Erwägungen werde auf Kompromisses ist eben derartig, daß die Sozialdemokratie Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement vielfachen, vielleicht auf allseitigen Widerspruch in den ihrer Selbsterhaltung wegen nicht darauf eingehen kann. auf den Reihen der Genossen stoßen", zutrifft. Die Taktit, die von Bernstein empfohlen wird, müßte Man kann Bernstein vollkommen Recht geben in seinem die Partei forrumpiren, und eine selbstverständlich von Urtheil über die Wahlenthaltung aus Prinzip, ohne dazu Bernstein nicht gewollte Verwässerung der sozialdemo zu gelangen, aus dem Entgegengesezten ein Prinzip zu kratischen Agitation zur Folge haben. Das Mandat, einmachen, nämlich aus der Wahlbetheiligung. mal, auch um den Preis eines Kompromisses, als erstrebenswerth hingestellt, zwingt Rücksichten auf, bei denen die Agitation und die Propagirung unserer Ziele unbedingt Schaden leiden muß. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. & Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das Quartal Die Betheiligung der Sozialdemokratie an irgend einer Wahl muß nach meiner Ansicht die Möglichkeit zur Vorauslegung haben, selbständig, aus eigener Kraft, ohne fremde Hilfe eine sozialdemokratische Vertretung in der betreffenden Körperschaft zu schaffen. Dies ist bei den preußischen Landtagswahlen nicht der Fall. Nicht das Dreitlassenwahlsystem hält mich von der Betheiligung ab, sondern der Umstand, daß wir bei diesem Wahlsystem niemals die Mehrheit der Wahlmänner haben und dadurch nicht im stande sein werden, Mandate ohne Hilfe anderer Parteien zu erringen. Der Klassenkampf des Proletariats muß frei gehalten werden von Bündnissen mit bürgerlichen Parteien. Genosse Bernstein äußert manche Bedenken gegen die Betheiligung an Barlamentswahlen und die Bethätigung in den Barlamenten. Ich theile seine Befürchtungen nicht, weil ich die Partei für start genug halte, Leute, die etwa die von Bernstein gedachten Handlungen begehen, jeden Moment unDer Bernstein'sche Vorschlag will die Kompromiß- schädlich zu machen. macherei in die Reihe der sozialdemokratischen Kampfmittel Aber einen Augenblick die Richtigkeit der Bernsteineinfügen. Es ist dies ein Vorschlag, der, wie ich glaube, schen Ansicht angenommen, so ist doch die Ausführung seines gleich bei seinem ersten Auftreten ganz entschieden zurück- Vorschlages erst recht schädlich. Denn wie soll die parlaentgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 gewiesen werden muß. mentarische Thätigkeit der sozialdemokratischen Abgeordneten unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, Es ist auch nicht richtig, was Bernstein behauptet, daß energisch und zielbewußt ausgeübt werden, wenn der das- Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelniäßige nämlich die Sozialdemokratie bisher schon Kompromisse Boden, dem die Mandatsinhaber entwachsen, von der Zustellung des Blattes teine Unterbrechung erleidet. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene mit anderen Parteien abgeschlossen hat. Bernstein irrt, Bourgeoisie bereitet ist? wenn er annimmt, bei den Reichstagswahlen sei ein Rom- Was können sozialdemokratische Abgeordnete, die das Der Aufruhr in den Cevennenek nenn euch ein geschriebenes, sondern meist sogar Produkt bürgerlicher Wahlſtimmen sind, im preußischen Landstillschweigendes" gemacht worden. tage leisten? Theil der Erzählung auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. ろろく Nochmals die preußischen Landtagswahlen. Da der Leitartikel, den wir aus der Feder eines Genoffen am vorigen Sonntag veröffentlicht haben, noch einige Ergänzungen zuläßt, so bringen wir hente, um mit der Frage vollständig aufzuräumen, nachstehenden ursprünglich für die „ Neue Zeit" bestimmten und darum von dem Verfasser unterzeichneten Artikel zum Abdruck: Die Sozialdemokratie und die preußischen Landtagswahlen. Eduard Bernstein spricht sich in der Neuen Zeit" für die Betheiligung der Sozialdemokratie an den preußischen Landtagswahlen aus und fordert, indem er seine Ansicht zur Erwägung stellt, zu einer Diskussion seines Vor schlages auf. Feuilleton. ( 18 Das Verhalten der Sozialdemokratie bei den Reichstags- Die Sozialdemokratie soll wie ich meine wahlen ist prinzipiell and taktisch unanfechtbar. Unbedingte nicht danach streben, in einem Parlament zu sigen, das Stimmenthaltung bei Stichwahlen zwischen gegnerischen aus dem Schooße des" elendesten und widersinnigsten aller Parteien wäre in manchen Fällen politischer Selbstmord. Wahlsysteme" geboren, die widerliche Karikatur einer Boltsber unsere Taktik bei den Reichstagswahlen ist bei den vertretung darfstellt. Die Size in einem solchen Parlament dürfen denke preußischen Landtagswahlen nicht anwendbar. Dort geben wir selbstverständlich, ohne eine Gegenleistung zu fordern oder ich nicht erkauft werden mit der Preisgabe eines zu erwarten, unsere Stimmen einer Partei, die in bestimmten Grundsages, den die Partei seit Jahrzehnten mit Recht als Fragen eine unserer Auffassung entsprechende Politit verfolgt. ein Gebot der Parteiehre bezeichnet hat. pier sollen wir nach Bernſtein's Vorschlag unsere Stimmen Der Bernstein'sche Vorschlag ist aus prinzipiellen für den Preis eines Mandats an unsere Feinde verkaufen. Gründen unannehmbar, und jede noch so gewandte dialektische Wir können nicht verhindern, daß gegnerische Stimmen bei Bertheidigung desselben scheitert an der Thatsache, daß den Reichstagswahlen für unsere Kandidaten abgegeben feine Ausführung mit den ehernen Prinzipien der Sozialwerden, aber was wir verhindern müssen, ist der Tausch- demokratie unvereinbar ist. handel mit Mandaten, den uns Bernstein zumuthet. Oder ist etwa die Bernstein'sche Anregung so zu verWürde es nicht unseren Prinzipien und unserem Pro- stehen, daß es sich nicht darum handelt, auf dem Wege des gramm gegenüber geradezu ein Hohn sein, wenn die Kompromiffes mit einer beliebigen, hierzu bereiten bürgersozialdemokratischen Wahlmänner in Berlin für einen lichen Partei sozialdemokratische Abgeordnete in den Freifinnigen, in Königsberg für einen Konservativen, in preußischen Landtag zu bringen, sondern daß er es als Hannover für einen Nationalliberalen und in Köln für eine Aufgabe der Sozialdemokratie betrachtet, das Abeinen Ultramontanen stimmten, nur um in diesen Städten geordnetenhaus aus einer konservativ- ultramontanen Körperein Landtagsmandat zu ergattern? schaft in eine liberale Vertretung der Kapitalistenklasse zu verwandeln? Bernstein ist nicht von der Verderblichkeit und Verwerflichkeit aller Kompromisse überzeugt und meint, es fäme In diesem Falle müßte Genosse Bernstein erst anBause an, oft durch Schluchzen unterbrochen, hab' ich doch Läßt es sich sagen, mein Vater?" fing Edmund an, feit manchem Jahr diese Zeichen Deiner Liebe nicht ge- werden Sie es faffen, was ich selber nicht mit meiner gespürt, und nun eben, in diesem entsetzlichen Augenblicke, in wöhnlichen Erkenntniß begreifen würde? Wir würden es welchem mein ganzes Leben wie in einem Traum zerrinnt, ja nicht verstehen, wenn dieser Saal sich plötzlich um uns in welchem Du so gewaltsam meinem Herzen entrissen in hesperische Gärten verwandelte, aber wir würden die wirst!- ich kann mich nicht fassen, ich kann Dich nicht Früchte genießen, wir würden im Wunder leben und sein, meine Liebe, wenn nichts Deinen starren, räthselhaften andern Erkennens bedürfe." Willen brechen kann? D Gott der Liebe! giebt es in allen Empfindungen, die Du geschaffen hast, eine innigere als die des Vaters zum Kinde? Und wissen wir, welche un geheuere Schmerzen wir uns erflehen, wenn wir den Himmel um Kinder bitten?" Der Aufruhr in den Cevennen. fragen; und was soll ich auch erfahren, wenn meine Bitten, fa durch dasselbe, und darüber vergessen, daß es noch eines Eine Erzählung von Ludwig Tied. Der Vater raffte sich gewaltsam auf, er faßte träftig den Sohn in seine Arme und trug ihn so mit übermensch licher Anstrengung in den Saal. Hier sette er ihn in den Lehnstuhl, nahm dann das Licht, leuchtete ihm in die Augen und betrachtete seine ganze Gestalt; dann faßte er ihn bei der Brust und rief im heftigsten Ton: Das wolltest Du mir thun, Ungerathener?" " Sie hielten sich lange umarmt. Endlich sagte Edmund: Lassen Sie mich mit Ihrem Segen scheiden, mein Vater," Den kann ich Dir nicht zu Deinem gräßlichen Vorhaben geben," antwortete der Nath; es ist so furchtbar, daß ich Dich und mich noch immer wie zwei Gespenster anstarren muß." So hat Dich also jener Wahnsinn," rief der Alte, auf seine Weise auch angefaßt und in die dunkeln Falten feines Gewandes eingewickelt? Nun davor sicher zu sein, hätt ich wohl geschworen! Und doch hätt' ich unrecht gethan, denn jede Schwärmerei ist ja doch nur die Zwillingsgeburt der scheinbar unähnlichsten und feindseligsten." „ Sie sprechen von Ihrem Gemüthe aus," sagte der Sohn, und ich verstehe Sie vollkommen, aber Sie mich nicht." " Nun gut, Edmund," sagte der Rath, Du magst recht haben, erzähle nur, sprich, vielleicht komm' ich Deiner Seele näher." " Ja," antwortete Edmund kalt, ich kann nicht anders, ich muß! lassen Sie mich! glaubte ich doch so einmal Ihren Beifall zu erwerben." Beide schwiegen lange Zeit. Endlich sagte der Vater: Als Rebell?" schrie der Parlamentsrath mit gewalch mag. Dich nicht bitten, Dich niederzulegen, denn ich Wie sehr ich diefe Hugenotten haßte," fing Edmund tiger Stimme, als Mörder? den ich unter Martern auf muß fürchten, Du gehorchst mir nicht, es nußt nicht, wenn wieder an, wie sehr ich ihren Krieg gegen den König, dem Hochgericht soll sterben sehen? der mein graues ich mich auch durch Schlaf beruhigen wollte, denn jeder ihre Schwärmer und Propheten verabscheute und den Haar beschimpft? der den Vater in die Hände der Henter Schlummer wird mein zerrüttetes Gehirn fliehn; was ich groben Betrug des Gesindels verachtete, brauche ich Ihnen liefert?" morgen erfahren würde, tann ich auch heut' noch hören; nicht zu sagen, denn meine gereizte Empfindung machte Der Sohn fah ihn starr an, aber falt und rubig; der wenn ich es fasse, wenn ich das Unbegreifliche verstehe, so Sie unglücklich, und es scheint mein Schicksal, daß ich Bater war aufs tiefste erschüttert und verlor vor diesen wird es mich vielleicht weniger entsetzen, ich werde Ihr Elend bin, ich mag mich auf eine Seite stellen, auf Er hielt todten Blicke die Gewalt, die ein übernatürlicher Schreck mit Gram und Schmerz dem Nothwendigen vielleicht nach welche ich will, so jetzt wie damals." Mit diesen ihm nur auf Augenblicke geliehen hatte; er fiel laut geben, wie dem Sturm oder Erdbeben; aber von diesem ein Weilchen inne und sprach dann weiter: meinend auf den Sohn, der die Arme um ihn schlug, ihn Gespenstergrausen, von diesem fast fragenhaften Räthsel, Empfindungen zog ich die Bauernkleider aut, die mir so vertüßte und durch Liebkosungen den Jammernden zu trösten das mich rajend zu machen droht, befreie mich wenigstens haßt waren, unser Freund verließ mich, wie Sie wissen, und ich ging mit seinem Sohne in das Gebirgsthaf hinauf. fuchte. mein Sohn!" fing der Vater nach einer langen durch Sprechen und Erzählen." " anstalten find deshalb amtlich auf eine Broschüre über„ Die Speifung armer Schulkinder" aufmerksam gemacht und zur Erörterung der Frage angeregt worden." Als die Sozialdemokratie die Frage, die jetzt geben, welchen Liberalismus er eigentlich meint. Ist es p Auch die Annahme, als ob in Parteikreisen die Bes der Richter'sche, Barth'sche oder Bennigsen'sche Liberalismus, theiligung an den preußischen Landtagswahlen ernsthaft in deffen Grundsähe eine so starke Verlockung für die Arbeiter Erwägung gezogen wird, ist, abgesehen von Bernstein und tlaffe enthalten, daß die Betheiligung an den Wahlen zur vielleicht vereinzelten Anhängern seiner Ansicht, irrig. Ich Schaffung einer liberalen Mehrheit im preußischen Landtag würde, wäre dies der Fall, wohl auch davon gehört haben von Amtswegen erörtert wird, anregte, erhob die bürgergeboten ist? und tann, ohne indistret zu sein, mittheilen, daß nach An- liche Presse, die ohne jede Randbemerkung die offiziöse MitIch will an dieser Stelle mich nicht in lange Be- ficht einer größeren Anzahl von Männern, die mit den theilung abdruckt, ein indianisches Wuthgeschrei über die trachtungen über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit des in der Partei vorhandenen Stimmungen durchaus bekannt fozialistische Utopisterei. Was fümmerte es die kundigen Schlagwortes von der reaktionären Maffe" einlassen. find, so wenig Meinung für den Bernstein'schen Vorschlag Thebaner, die in den kapitalistischen Zeitungen und in Aber ich darf, ohne auf Widerspruch zu ftoßen, behaupten, in der Partei zu Tage tritt, daß es nicht einmal für nöthig Stadtverordneten- Versammlungen das große Wort führen, daß, wenn die Bezeichnung reaktionäre Masse" im befunden wurde, die Frage der Betheiligung der Sozials daß im Auslande, z. B. in Paris, die schreckliche Einrichtung ökonomischen Sinne gebraucht wird, das Wort heut noch demokratie an den preußischen Landtagswahlen auf die feit langem besteht und sich vortrefflich bewährt hat? Wird feine volle Berechtigung hat. Ja ich glaube sogar, daß Tagesordnung des im nächsten Monat stattfindenden Partei- die Regierung die Angelegenheit mit sozialpolitischem Takt wir heute jenes Wort mit größerem Recht, als es Laffalle tages zu sehen. zur Zeit gethan hat, aussprechen dürfen. Die Sozialdemokratie ist die stärkste Partei in Deutschland geworden. Sie repräsentirt eine Macht, vor der die bürgerliche Gesellschaft zittert, und sie bekämpft, indem sie ihre revolutionäre Thätigkeit auf die Umgestaltung der herrschenden Wirthschaftsordnung richtet, alle bürgerlichen Parteien, welche poli tischen Richtungen dieselben auch vertreten mögen. Was ist da natürlicher, als daß die Bourgeoisie aller Schattirungen, durch die ökonomische Entwickelung immer mehr zusammengeschweißt, die trennenden Momente vergift und namentlich in wirthschaftlichen Fragen sich gemeinsam gegen den Ansturm der Sozialdemokratie wehrt? An der Niederhaltung der Arbeiterklasse wirken alle bürgerlichen Parteien in brüderlicher Einigkeit, und in diesem Sinne hat daher heut mehr noch vielleicht als früher das Schlagwort von der„ reaktionären Masse" seine Berechtigung. gut, wenn sie nach allen Seiten hin beleuchtet wird. Da die Frage aber einmal zur Diskussion steht, ist es Ich habe nicht den leisesten Zweifel, daß die Erörterung des Bernstein'schen Vorschlages aus prinzipiellen Gründen mit seiner entschiedenen Ablehnung endet. Berlin, 26. September 1893. Paul Singer. Politische Ueberlicht. Berlin, ben 26. September. behandeln und sie nicht etwa zu einer Almosen- Karikatur verzerren? Denn erfolgreich wirkt solch eine Einrichtung nur dann, wenn sie alle Schulkinder, ganz gleich ob sie die Kinder reicher oder armer Leute, auf demselben Fuße behandelt. In Paris tann man lernen, wie dies durchzuführen ist. Treuhändchen Barth. Herr Theodor Barth entfaltet sich in dem Strom der Welt zu einem Staatsmann sondergleichen. Erdrückt von den Mißtrauenskundgebungen seiner Reichstags- Wähler legt er das Mandat als Berliner Stadtverordneter nieder. Er ist der Rufer im LandtagsWahlstreite der Freisinnigen Vereinigung gegen die um Richter und wendet vier Wochen vor der Wahlschlacht dem Kampfplage Berlin, Deutschland, Europa den Arme Steuerzahler! Die„ Norddeutsche Allgemeine Rücken. Herr Theodor Barth geht, wie die Freifinnige Zeitung" meldet halbamtlich, daß die Berathungen der Tabak Beitung" mittheilt, für längere Zeit nach Nordamerika, teuer Kommission einen befriedigenden Verlauf um dort den Direktor der Deutschen Bant, Herrn Dr. Für meine Beurtheilung des Bernstein'schen Vor- gehabt hätten. Ueber die hauptsächlichsten Fragen habe Siemens in Vertretung der Interessen der Bondsbesitzer schlages find einzig und allein die prinzipiellen Gründe, man sich geeinigt, und voraussichtlich werde der Bundes- gegenüber der verkrachten Northern- Pacific- Eisenbahn zu aus denen ich jedes Kompromiß mit einer oder mehreren rath dem Gesezentwurf zustimmen. Das glauben wir. unterſtüßen". Jetzt endlich steht der Stilist der Nation" bürgerlichen Parteien verwerfe, maßgebend. Würden Dann erklärt der Beschwichtigungshofrath: auf dem Höhepunkt seiner sozialen, politischen, wirthschaftwir die Möglichkeit haben, eine sozialdemokratische Mehrheit Die in Aussicht genommene Art der Besteuerung der lichen Entwickelung, er lebt nun, ungestört durch des Lebens der Wahlmänner in einzelnen Wahlbezirken zu schaffen, so Tabatsfabrifate will nichts weniger, als in die bisherige Art Bitterleiten, in seinem Element als der nothleidenden wäre ich der Erste, der für die Betheiligung an den der Produktion und des Handels zerstörend eingreifen. Sie Spefulanten und Rentner tröstendes Treuhändchen. preußischen Landtagswahlen einträte, weil auch ich, mit lehnt sich im Gegentheil an die Formen derselben durchaus Sieß nicht die Rumpanei der Schrader und Genossen, ge= Bernstein, der Ansicht bin, daß die Sozialdemokratie die an. Insbesondere soll auch die Hausindustrie erhalten bleiben, gründet zum Schuße" der Besizer nordamerikanischer Pflicht hat, überall da, wo es möglich ist, agitatorisch zu und zwar ebenso da, wo Arbeiter für Fabriten zu Hause Eisenbahnpapiere, Treuhand, dieselbe Kumpanei, die vor wirken und der Bourgeoisie das Terrain abzugraben. arbeiten, als da, wo Unternehmer mit wenigen Personen für nun drei Jahren schon den ersten Fehdegang mit Eugen eigene Rechnung Za baksfabrikate herstellen und selbst ver sun brei Jahren schon den erſten Fehdegang mit Eugen treiben." Richter bestanden hat? Bernstein sagt: Was wir thun können, das sollen wir auch thun". Ja wohl aber wir können und wollen Nichts thun, deffen etwaige Erfolge wir mit der Abschwächung unserer Flaren, zielbewußten, in dem Boden des Klassenlampfes wurzelnden Agitation bezahlen müßten. ist " -Solche Trostworte verfangen nicht mehr; die kleinen Beute müssen dran glauben als Produzenten wie als Verbraucher. Woher sonst will Miquel die 100 Millionen nehmen, die der blutende Tabat geben soll? % Die Bom deutsch russischen Handelsvertrag. Sachverständigen der Eisenindustrie, der Textil, Leder- und anderer Branchen für die deutsch- russischen Verhandlungen find zum 27. September nach Berlin zu Vorbesprechungen eingeladen worden. nicht heilen. $ " Treuhändchen ging, und die Vertrauensmänner der Wadelftrümpfe beeilen sich zu erklären, daß sie mit feiner Wadelstrumpf Komitee ist beauftragt worden, mit der Partei irgendwelche Vereinbarung" getroffen hätten. Das Freifinnigen Bottspartei eine Vereinbarung zu gemeinsamem Vorgehen anzubahnen, die der Freisinnigen Vereinigung einen angemessenen Antheil an der freisinnigen Vertretung Berlins im Landtage sichert". Der Thiergartenfreisinn hat seinen Frieden mit Eugen Richter gemacht, ganz wie der Vorwärts" am 21. Septbr. zu dem Landtagskampfe zwischen Richter und Rickert schrieb:" Viel Lärm um nichts! Die rechts schon einig werden!" feindlichen Brüder werden im Zeichen des Dreiklassen- WahlNach meiner Ueberzeugung kann" die sozialdemo fratische Partei sich nicht an den preußischen Landtagswahlen betheiligen. Dieses" Nichtkönnen" ist für mich lediglich das Resultat prinzipieller Erwägungen. Die prak tischen Hindernisse würden mich nicht im geringsten abschrecken. Eine Partei wie die unfere, überwindet, wenn fie will, die technischen und agitatorischen Schwierigkeiten, näre Gesegesvorschläge sollen in Hülle und Fülle dem ReichsParlamentarisches. Olle Kamellen, elende alte reaktio: die das Dreiklassenwahlsystem bietet. Die öffentliche Stimmabgabe würde- so sehr wir tage zugehen. Die lex Heinze wird aus der Versenkung aufDie Konservativen in Hinterpommern so gut wie in fie bekämpfen sozialdemokratische Urwähler und Wahl- steigen, und auch das Truntsuchts gesez soll, wie der männer nicht abhalten, ihrer Ueberzeugung Ausdruck" Bossischen Zeitung" gemeldet wird, wieder seine Auf der Mark und in Sachsen sind von den Antisemiten, ihren wartung machen. So sucht die Eisenbart Politik ge- Schooßfindern, vor die Thür gesezt worden. Wie die zu geben- die Beiſpiele hierfür in der Partei find reich sellschaftliche Uebel durch den Kuüttel des Polizisten und Junker den Antisemitismus aufgezüchtet haben, ben sie als lich vorhanden. Die Art der Wahl so zeitraubend und mit Lohnverlust für die Arbeiter verbunden sie auch durch den Lattenarrest zu kuriren. Quacksalbern heißt Werkzeug gegen die soziale Bewegung benußen wollten, - würde bei der Opferwilligkeit unserer Parteigenoffen berichtet, noch ungewiß, ob die dringliche Vorlage, die die vativen, des Freiherrn von Friesen. Er stellt darin Dagegen ist es, die die Kölnische Zeitung" zeigt eine Erklärung des Führers der fächsischen Konserkein unüberwindliches Hinderniß bieten, kurz, wenn wir Entschädigung unschuldig Verurtheilter fest, daß er bis zum Jahre 1887 den antisemitischen Reformzum preußischen Landtag wählen könnten ohne durch ein behandeln soll, dem Reichstage zugehen wird. Kompromiß uns selbst aufs ärgste zu kompromittiren, Hier wäre verein in Dresden nicht nur persönlich unterstüßt, sondern dann hätte Bernstein recht, und dann würden schon längst freilich eine öffentliche Pflicht zu erfüllen, für die die es auch als Vorsitzender des Konservativen Landesvereins durchgesezt habe, daß dieser Verein dem Reformverein eine einige sozialdemokratische Hechte etwas Leben in den bürger- Mächtigen kein Verständniß haben...ansehnliche Beihilfe für seine Bestrebungen zahlte. Nun lichen Karpfenteich am Dönhoffsplay gebracht haben. Die preußischen Landtagswahlen. Der Minister haben die Böckelinge die Friesen und Genossen aus dem Es ist an anderer Stelle schon darauf hingewiesen, daß des Innern hat für die Wahlen zum preußischen warmen Nest hinausgeworfen und machen sichs in den alten fich Bernstein auch in der Beurtheilung der thatsächlichen Ver- Abgeordnetenhause den 31. Oktober als Termin Wahlkreisen der Junkerschaft bequem. Vorläufig! hältniffe irrt. Ich würde zu der Frage nicht anders stehen, für die Wahl der Wahlmänner und den 7. November für auch wenn die Meinung Bernstein's über die Aussichten die Wahl der Abgeordneten festgelegt. der sozialdemokratischen Bartei bei den preußischen Lands tagswahlen zuträfe. Aber ganz gleichgiltig ist es auch nicht, ob sich die sozialdemokratische Partei auf eine Agitation einläßt, bei der sie- um berlinisch zu reben ficher reinfallen" muß. Zu der nuß- und erfolg losen Arbeit würde der verdiente Spott hinzutreten, und die Sozialdemokratie Preußens würde den hohnlachenden Gegnern beschämt das Geständniß machen müssen, daß sie um eines Phantoms willen auf das Recht verzichtet habe, fernerhin von Prinzipientreue zu sprechen. Die deutsche Reformpartei, die Organisation der Böckelianer, hat auf ihrem in Marburg abgehaltenen Barteis tag, zu dem auch Abgesandte des Berliner Ahlwardt- Klüngels erschienen waren, folgenden Antrag Bödel's angenomment: Die Kreisschulinspektoren find gegenwärtig mit Die deutsche Reformpartei ist eine eigene selbständige Ermittelungen beschäftigt, ob und in welchem Umfange Schul- Partei, die in ganz Deutschland ihre Agitation zu entfalten finder über Mittag in den Schulräumen verbleiben, Speisung von Schulkindern. Offiziös wird geschrieben: " also ohne warmes Essen erhalten zu haben, dem Nachmittags: gejounen ist, ohne Rücksicht auf andere Parteien, mögen sie Unterricht wieder beiwohnen. Es haben diese Feststellungen sich nennen, wie sie wollen." Wühlen Sie nur munter ben Zweck, gegebenen Falls eine Speisung der betreffenden drauf los," können wir den Böckelingen zurufen. Sie ar Kinder herbeizuführen, wie eine solche bereits in einzelnen beiten nur für uns. Städten gehandhabt wird. Die Leiter der öffentlichen Schul- Der Parteitag der Böckelinge bescheinigte seinen AbgeFlorentin scherzte über unsere Wanderung, ich war tief ver- balag, aber der zweite Spötter ist noch zugegen, er weiß überwunden, er wird in das Reich des Herrn eingehn." drießlich und schämte mich meiner Absicht. es nicht, daß ich, der Herr, ihn selber hierher geführt habe, Da war mir, als wenn ich plößlich gegen meine Brust den Als wir tiefer im Gebirge waren, schlichen auf dem der meinige zu werden". Ich erschrat, mein Inneres war Schlag eines großen Hammers empfände. Ich widerstrebte einsamen Fußwege uns einige Gestalten vorüber, wir folgten bewegt, und Empfindungen stiegen in meinem Herzen auf, noch diesem Gefühl und bezwang es. Der demüthige Gottesdemselben Wege. Wir gelangten mit ihnen nach einer die ich noch nie gekannt hatte. Man fing an, Psalmen dienst der armen Gemeine ward mit Gesang und stillhalben Stunde zu einer einsamen Scheune. Man klopfte zu singen, und so widerwärtig sie auch flangen, so machten begeisterter Rede fortgesetzt. Marion sprach Worte des Lebens, an, sie wurde uns aufgethan. Ich kann die Empfindung sie mir doch keinen gehässigen Eindruck, mein Gemüth folgte es durchdrang alle meine Kräfte, in welchem ungeheuern Jrrnicht beschreiben, mit welcher ich in diese bäurische Ver- den herrlichen Worten; das Unglück dieser Verlassenen, ihre thum ich bis dahin gewandelt hatte. Alles Zufällige fiel sammlung trat. Es war ein Etel des Körpers und der Berknirschung vor dem Herrn, der grauenhafte Hochmuth vor mir nieder, es wurde mir vergönnt, den Herrn und die Seele. Einige tnieten, andere standen betend. Ich begab ihrer Gegner zitterten und freischten herzzerreißend in Kraft seiner Wunder in ihrer einfachen Herrlichkeit und in mich zu diesen und suchte ihre Stellung nachzuahmen. diesem unharmonischen Gewinsel; es düntte mir lächer seiner demüthigen Gestalt anzuschauen. War durch Prunk, Alles ging still zu, aller Augen waren auf den Boden lich, daß mir bisher immer der Wohllaut nothwendig Legende, falsche Rührung und tunstreiche Erhebung bis geheftet, nur einige alte Weiber murmelten zwischen gewesen war, wenn ich mein Herz im Gebet hatte erheben dahin mein Gemüth doch nur verschattet worden, wie prachtden Zähnen ihre Psalmen. Plötzlich fiel ein Knabe wollen. Schlägt nicht die allgemeine Wehtlage der volle Umhänge von Seide und Gold den reinen Strahl von ungefähr acht Jahren nieder und zuckte wie in Schöpfung an sein Ohr? eilt nicht Preis und Dank mit des flaren Lichts nur hemmen und seine Glorie mit falschem Krämpfen. Mein Widerwille erreichte seine höchste Stim- der Thräne und dem Geschrei des Schmerzes zugleich vor Glanze färben. Mein Herz zerfuirschte sich und ward wie mung, denn nun sah ich ja das fragenhafte Schauspiel vor seinen Thron? An dieses Gefühl reihte sich manches andere, eine Wunde von Schmerz und Rührung; mein Geist wurde mir, das schon seit Jahren in der Erzählung meinen hef- nur blöde, arm und unzusammenhängend dünkte mir mein zum Kinde. Ganz nahe stand der Höchste neben mir und tigsten Verdruß erregt hatte. Das Kind erhob die Brust, bisheriger Lebenslauf. Ist es denn etwas anderes mit reichte mir die blutende Hand, die jetzt wieder von uns bäumte fich und ließ sich dann wieder fallen, und ich glaubte den Bildern, Lichtern, Tempeln?" sagte ich zu mir selber; Frevlern war durchstochen worden. Der Blick seines deutlich die willkürliche Anstrengung wahrzunehmen. Alle mit dem ganzen Prunk des Reichthums und Glanzes? Thränenauges ging in meinem Geiste auf, da ward alles Gläubigen wandten hoffend und getröstet ihre Augen dahin. Wird der Herr, der als Kuecht unter uns wandelte und in mir zornige Wehmuth und freudiger Gram, und in der Nie in meinem Leben war ich noch meiner selbst so sicher sich mißhandeln ließ, nicht dadurch verhöhnt? stellen ihn Bewegung empfand ich wieder einen Schlag, als sich jetzt die gewesen, so felfenfest in meiner Ueberzeugung. Meine Ge- diese Armseligen nicht von neuem unseren Augen dar? Versammlung trennte. danken wurden immer zorniger, ich wünschte mich nur erst Stann ich nicht in jedem dieser Verfolgten ihn selber be- Was ist Natur? So hatte ich mich oft gefragt, wenn zurück, um meinen Haß so ganz frei gewähren zu lassen. grüßen? ihn selber speisen, fleiden, ihn vertheidigen?" ich begeistert durch Waldberge und grüne Thäler geschweift Blöglich ertönt es mit heiserer Stimme aus dem Kinde: Da war mir, als wenn aller Schmerz und Kampf, den war, vom Morgenroth magisch verdeckt und erleuchtet, vom " Wahrlich, ich segne euch, ihr sollt gesegnet sein!" nun diese Gebirge seit Jahren erduldet, auf einmal in einer frischen Wind durchrauscht und in der Fülle aller lieblichen im Strom, der unaufhaltsam floß, eine Menge von Ge- unermeßlichen Heerschar durch meinen munden Busen zog. Ahndungen, die uns zu süßen Träumen laden. beten und Ermahnungen sowie Stellen aus der Heiligen Ein anderer Knabe fiel jest nieder und rief:" Geht hinaus Vater, nun verstand ich die tiefe Klage in Wald und Berg, Schrift und ihre Erklärung, alles auf die gegenwärtige in den Wald, Elias Marion und einige Gläubige ziehn im rauschenden Strom, das Wort des Ewigen selbst und Beit gedeutet. Ich erstaunte noch mehr, als der Knabe rief: heran, sie sind verirrt, lockt sie mit Psalmen herbei, denn sein hohes Mitleid mit uns Armen, Verlorenen braufte Wahrt euch, Brüder; denn zwei Verräther sind mit in heut' habt ihr keine Verfolger zu fürchten." Einige aus mir aus allen Wellen, von jedem Gezweige entgegen. Mit Die Versammlung gedrungen, die es böse mit Euch meinen!" der Versammlung gingen hinaus und sangen mit lauter Millionen Rungen schalten die unendlichen Laubbäume Ich sah auf, der junge Vila war blaß, er stand an der Stimme, und bald darauf kamen fie mit einer Anzahl meine träge Säumniß. In Vergangenheit und Zukunft Thür und schlüpfte hinaus, indem sie wieder Neuankommen- Begeisterter wieder, unter denen ein großer Mann hervor brang mein Blick. Mein Gedanke war Anbetung, heiligende den geöffnet wurde." Der eine ist entronnen," wimmerte ragte, den sie alle ehrfurchtsvoll begrüßten. Triumph!" Furcht mein Gefühl." der Knabe, indem er mit verschlossenen Augen und Sinnen sprach der Knabe am Boden laut, der Ungläubige hat " ( Fortsetzung folgt.) mein ordneten ihr Wohlverhalten im Reichstage, d. h. die schnöde unentwegt" bas sturmerprobte Banner" der großBewilligung der Militärvorlage, und erging fich nach fapitalistischen Fronde durch das papierne Schlachtfeld Böckels Muster in albernen Redensarten über die Stellung nahme der Fraktion zur Steuerfrage. Die Jämmerlinge werden hier gerade so umfallen, wie am 15. Juli 1893, und den verrathenen Kleinbauern und Kleinbürgern werden bald die Augen aufgehen über ihren Ober- Böckel. Bille, 26. September. In den Gruben von Anzin wird die Arbeit in vollem Umfang fortgesetzt. Der Zug der Streitenden nach den Gruben hat feinen bemerkenswerthen Eindruck gemacht. Die Freiheit der Arbeit und die Ruhe ist überall vollständig. " vertretern" nicht Arbeiter ausgeübt wird, und der Wolff jubelt über die Freiheit der Arbeit", die den Arbeiter nach echt Bismarc'schem Rezept durch einen Kordon von Infanterie, Kavallerie und Artillerie von den bösen Verführern absperrt. Diese brutale, den brennendsten Hohn in sich bergende Heuchelei zeigt den Arbeitern die innersten Ge danten ihrer Unterdrücker, in deren Sold diese Depeschen tragen, wo feine Kugel trifft. Sintemal die empfindsame Natur des Fürsten" das Einsetzen der eigenen Persönlichkeit für etwas verwerfliches hält und lieber hinter der Paris, 26. September. Trotz des Drucke 3, welcher Schlamm Mauer der Hamburger Nachrichten" die er von den Arbeitervertretern ausgeübt wird, ist dennoch wünschte Deckung sucht. In den Reichstag hat sich der die Arbeit in Anzin wieder aufgenommen worden. Ebenso alte Randalirfuchs vom Jahre 1890 bis zum Jahre 1893 Pfarrer Schall in Bahrdorf war, wie wir seiner Beit nicht einmal getraut, weil er dort nicht mehr unterm Schuß erklärte die Vereinigung der Bergleute im Departement Loire, daß sie sich an dem Ausstande nicht betheiligen könnte. des Näheren ausgeführt haben, vom Bahrdorfer Kirchen des Bundesrathstisches die alten Hüpeltomödien hätte aufvorstand und Gemeinderath beim herzoglichen Konsistorium führen können, sondern gezwungen worden wäre, Aug' in Bureau, die zweite dem Herold". Der Herold" beklagt Die erste der Depeschen entstammt dem Wolff'schen in Wolfenbüttel wegen einer Wahlrede denunzirt worden. Auge Rede zu stehen. Wenn der altersschwache Blut den Druck" der auf die Arbeiter Die Herren Großgrundbesizer u. 1. m. hatten die Straf- mensch" seine Bapierfügelchen nach des Königsschlosses von Unternehmern, behüte! nein, von den verfegung Schall's gefordert. Das Ronsistorium hat den Fenstern schnippt, so mögen dessen Insassen darüber verAntrag der Angeber verworfen. schnupft sein. Eruft aber nehmen den boshaften Mümmel Zur Naturgeschichte der edelsten Patrioten. Gegreis von Friedrichsruh außer dem Häuflein der Bismarck legentlich fommt uns ein kleines Blättchen in die Hand, Narren noch nicht einmal seine Reptile. dessen Inhalt verdient, über die Fachkreise hinaus bekannt zu werden. Es ist der Historischen Zeitschrift"( Herausgeber Aus Mainz wird uns unterm 25. September ge H. v. Sybel), 6. Heft 1887, entnommen und enthält Fürsten schrieben: Die" demokratische" Boltspartei hielt gestern hier im Konzerthaus ihren 14. ordentlichen geschrieben sind. briefe an Napoleon I.( herausgegeben von S. Bailleu). Bekanntlich stehen unsere Fürsten und Hochadeligen an Parteitag ab und zwar hinter verschlossenen Thüren. Die Arbeiter von Anzin haben sich allerdings den Der Fünftelsaft Streifenden noch nicht angeschlossen, ihr Baudern erklärt geglaubt, sie schwämmen mit dem Strome. Der gute treue der ganzen Berathung destillirte sich in folgende Re- sich aber zur Genüge aus dem Umstand, daß sie Ende der der Spize der patriotischen Bewegung. Böswillige haben Bugelassen war nur die Parteipresse". Unterthan aber weiß, daß es ihnen Herzenssache ist. Nach solution: achtziger Jahre einen längeren Streit hatten, der unglückfolgende Briefstellen beweisen nur, daß sie den Patriotismus geplanten Ginführung neuer indiretter Steuern einen Versuch, " Der Parteitag der deutschen Volkspartei erkennt in der lich verlief. Streits sind eben kein Kinderspiel. früher anders aufgefaßt haben. Und dabei wird doch niedie Kosten der Heeres vermehrung auf den Mittelstand und die mand etwas finden wollen. unbemittelten Klassen der Bevölkerung abzuwälzen, der Parteitag fordert daher die Vertreter der Bartei auf, die in Aussicht genommenen Reichssteuern auf Tabat und Wein, sowie überhaupt alle auf Verbrauchsgegenstände ab zielenden Vorschläge auf das entschiedenste zu bekämpfen im Interesse des Volkswohlstandes, der Produktion und der staat lichen Gerechtigkeit." Am 28. März 1800 bittet( oder bankt: es ist in der Notiz nicht bemerkt) Amalie de Salm, Princesse de Hohenzollern um eine monatliche Pension von 1000 Frants. 25. September 1801 schreibt Friedrich Karl, regierender Fürst von Wied- Neuwied, an den illustre chef de la grande nation".( Erhabenes Haupt der großen Nation, womit nicht die deutsche Nation, sondern der französische Erbfeind gemeint ist.) 24. Oftober 1802: Wilhelm, reg. Fürst von SolmsBraunfels:„ Ma posterité se joindra au grand nombre de ceux qui béniront votre mémoire."( Meine Nachkommen werden sich der großen Zahl derer anschließen, die Ihr Andenken jegnen.) 28. Oftober 1802: Erbprinz von Oranien:„ Celui à qui l'Europe et en particulier l'Allemague devra la tranquillité et le bonheur dont elle va jouir."( Ter, dem Europa und namentlich Deutschland die Ruhe und das Glück verdanken wird, deren es sich erfreut.) " Außer dieser Resolution ist nichts Bemerkenswerthes zu verzeichnen, es sei denn die bewußte Selbsttäuschung, deren sich die meisten der Redner hingaben. So äußerte Serr Bayer aus Württemberg: Der demokratische Gedanke schreitet mit Wiesenschritten dahin und zwar sowohl in der Stadt als auf dem Lande"; er vergaß aber hinzuzusetzen, daß es der sozialdemokratische Gedanke ist, der fortschreitet, und nicht der bürgerlich- demokratische, denn das Bürgerthum verjimpelt, wie männiglich bekannt, immer mehr und die entschiedeneren Elemente in ihm schließen sich der Sozialdemokratie an. Was von Führern" geschrieben wird, ist natürlich frommer Wunsch. Streitigkeiten zwischen sozialistischen Uebrigens haben etliche dieser Führer" zur Anbahnung eines Vergleichs gerathen. Daß ein solcher zu stande fomme, ist freilich nicht zu erwarten, da der schwarze Streit" ein vortreffliches Geschäft für die Herren Grubenbesitzer ist, denen- nach der herrlichen Harmonie der Interessen"- um so mehr Geld in den Kasten springt, je ärger und je länger die Arbeiter hungern. " Eine bei Schluß der Redaktion eingetroffene Depesche aus St. Etienne lautet: Der Verband der Grubenarbeiter des Loire- Departements hat erklärt, es sei ihm aus materiellen Gründen unmöglich, sich den Ausständigen des Nord- Departements anzuschließen. Ferner erfahren wir noch, daß der Abgeordnete Basly wegen Vergehens gegen die Freiheit der Arbeit" in Anflagestand versetzt werden soll. Was unter Freiheit der Arbeit" zu verstehen ist, haben wir oben gesehen. Ebenso verzapfte Herr Payer folgendes:„ Wir stehen 6. Januar 1803: Wilhelm, Kurprinz von Württem fest auf dem Boden des Programms und sind einzig in Gruppe des französischen Abgeordnetenhauses, hat dieser Herr Goblet, Führer in spe der sozialistisch- radikalen berg:" Soyez persuadé, Citoyen Premier Consul, que je bem, was wir wollen; die Volkspartei ist die einig wahre Tage sein parlamentarisches Programm entwickelt. Er will, saurai" apprécier cette grâce toute ma vie et que je offspartei in Deutschland, Es ist Thatsache, der Zug der ohne der persönlichen Freiheit und dem persönlichen Eigenmettrai ma gloire à m'en rendre digne par mon zèle et Beit geht nach links und der bürgerlichen Demokratie ge- thum Abbruch zu thun", ein bischen Staatssozialismus mon dévouement que je porterai à tout cequi concerne les hört die Bufunft!!!" Hut ab vor solchem Optimismus. treiben, z. B. die Bank, die Eisenbahnen und die Berginterêts du gouvernement français"( Eeien Sie überzeugt. Aehnliches verbrach Herr Brentorius in Alzey, der werke verstaatlichen; ferner ist er für absolute Trennung Bürger(!), Erster Konsul, daß ich diese Gnade(!) mein behauptete, im Wahlkreis Bingen- Alzey sei der Ruck nach des Staates von der Kirche, für eine Reform des Steuerganzes Leben zu schäßen wissen und daß ich meinen Ruhm links gemacht, nicht lange mehr, und der Kreis gehöre ganz wefens, und endlich für eine demokratische Revision der darin sezen werde, mich ihrer( der Gnade des Bürgers der deutschen Volkspartei". Beim letzten Wahlkampf hat Berfassung. Daß Herr Goblet die persönliche Freiheit vor Napoleon) würdig zu machen, durch den Eifer und die die" demokratische" Partei in Bingen- Alzen nicht eine dem Sozialismus schützen will, beweist, daß er vom Hingebung( zèle et dévouement), die ich allem widmen Stimme erhalten, während die sozaldemokratische Partei Sozialismus so viel versteht, wie die Kuh vom Spanischen. berührt.) 2000 Stimmen erhielt. werde, was die Intereffen der französischen Regierung links, und der Kreis gehört uns, den Sozialdemokraten. Und der glaubt Führer der Sozialisten werden zu können? 1. Juli 1804: Fürsten und Grafen der Reichsstände Die Hauptarbeit des Parteitages bestand in einigen Reden In Italien kriselt es fortwährend. Herr Giolitti der Frankfurter Union, in ihrem Namen der regierende und einer großen Anzahl von Toasten. Als Hauptredner steht zwar noch immer an der Spiße der Regierung, und Fürst von Leiningen:„ en vous consaerant, Sire, pour fungirten Bayer und Haußmann Stuttgart und das Ministerium wird auch noch eine Zeit lang seinen jamais notre profonde reconnaissance et un dévouement Sonnemann- Frankfurt. Als Vorort wurde wiederum Namen tragen, allein es zerbröckelt bereits. Vor einigen intime et sans bornes."( Indem wir Ihnen, erhabener Stuttgart gewählt; der engere Ausschuß besteht aus Tagen schied der Siegelbewahrer Santamaria aus, und jetzt Herr( Sire), für ewig unsere tiefe Dankbarkeit und eine den Herren Bayer, Ehni, Ceer und Friedrich Haußmann, will eine andere Ratte das lecke Schifflein verlassen: Herr innige und schrankenlose Hingebung weihen.) Hähnle, Schichler und Galler, alle in Stuttgart. Be- Brin, der Minister des Auswärtigen. Man kann es dem Briefe des" glorreichen" Königs Friedrich Wilhelm III. deutungslos wie die Partei selbst ist, war auch ihr Wann nicht verdenken. In 5 Wochen tritt die Kammer find erwähnt, aber nicht wiedergegeben. Sollten sie viel Parteitag. zusammen, und das Spießruthenlaufen gehört nicht zu den leicht durch übertriebene Schroffheit gegen den forsischen Annehmlichkeiten des menschlichen Lebens. Der arme Usurpator sich des Abdrucks unwerth gemacht haben, Herr die Freiheit zu gehen, während er an den Marterpfahl anGiolitti wird seine Kollegen beneiden; sie haben wenigstens gefettet ist. Geheimerath von Sybel? archist und B Belagerungszustand. Gestern hatte die Wiener Polizei- Alphabet. Auf A folgt B und A heißt AnPolizei den Anarchist und heute schreit sie nach Belagerungszustand so will es das Polizei- Abc.Ueber die Pifrin Anarchisten, die mit den berufenen Machern des Londoner Anarchismus in Verbindung gestanden haben sollen, schreibt ein so reaktionäres Blatt, wie die Wiener Neue Freie Bresse": Die Silberbarone im Senat der Vereinigten Staaten sehen alle Hebel in Bewegung, um den Sturz des ShermanGesetzes zu verhüten. Der Agent der Silbergrubenbesitzer Stewart führte im Senat eine artige Posse auf, er stellte " Haspel und Hahnel hatten es verstanden, sich und ihr und" begründete" den Antrag, der Präsident Cleveland sei Treiben vor der Oeffentlichkeit ganz zu verbergen und die in Anklagezustand zu versetzen, weil er die Silberpolitik der größte Burückgezogenheit zu beobachten. Ju der Wiener Union dem Boltsintereffe anbequemen will! Stewart drohte Arbeiterschaft waren die beiden unscheinbar sogar mit der Revolution". aussehenden Leute so gut wie gar nicht be= tannt, fie verfehrten nur mit wenigen Ge= nossen eben nur mit den Mitgliedern der Die Depeschen zwischen dem Kaiser und Bismarck Gruppe und ließen sich nie in sozial- find vom offiziösen Wolff'schen Bureau( siehe den heutigen demokratischen Bersammlungen bliden. Sie Depeschentheil) veröffentlicht worden und bestätigen unsere und ihre Genossen werden als wilde und verwegene Fanatiker Auffassung der Vorgänge. geschildert, die ganz unter dem Einflusse der anarchistischen Propaganda standen und besonders durch die Schriften Most's immer mehr in ihren gefährlichen Absichten und Plänen be starkt wurden. Daß Haspel bereit war, sein eigenes Leben zu opfern, bewies der Selbstmordversuch, den er nach der Feitnehmung machte, indem er sich den Detektives entriß und zum Fenster hinausstürzen wollte. Dabei ist dieser Mensch im höchsten Grade tuberkulos und so leidend, daß er schon seit längerer Zeit nicht mehr arbeiten fonnte; von seiner Rrant heit und seinem Fanatismus nach und nach aufgezehrt, ist er bereits dadurch dem Tode verfallen." .. Soziale Iteberlicht. Reservistenfreuden in der Manöver- Ferienkolonie. Als am 11. September die Mannschaften der 7. Rompagnie des 89. Grenadier Regiments in Kanig, einem Gute bei Stargard, Mittags zum Essen gingen, famen ihnen Leute von der 5. Kompagnie mit der Aeußerung entgegen:" Freu't Euch, hier giebt's stinkendes Fleisch!" Die Aussage sollte sich, so schreibt unser Rostocker Bruderblatt, die„ Mecklenburgische Volkszeitung", bewahrheiten: das Fleisch war ungenießbar, und die Mannschaften machten sich über die Erbsensuppe her, ließen aber das Fleisch, das die Reservisten an das„ delifate" Münchener Törrgemüse erinnert haben mag, stehen. Der das Essen vertheilende Sergeant wurde auf das duftende" Fleisch aufmerksam gemacht, entschuldigte fich jedoch damit, daß er nichts dafür könne, er hätte es nicht gefocht". Der in der Nähe befindliche Lieutenant v. Lange entfernte sich auf die ihm vorgetragene Bes schwerde stillschweigend. Nachmittags 6 Uhr fand Appell" statt und zwei Refervisten brachten die bezügliche Meldung bei dem Bizefeldwebel Bade an. Dieser fragte sie, ob fie die Angelegenheit gleich gemeldet hätten", was bejaht wurde. Die Leute befanden sich in dem guten Glauben, Jahre 1886 find die Ziegelei- Arbeiter bemüht gewesen, um bei An die Ziegler und Ziegelei Arbeiter! Seit dem daß die Sache nunmehr untersucht werden würde; doch ein ihren Berufsgenossen eine Organisation zu befeftigen. Diese BeTag verging nach dem anderen, ohne daß sie etwas von mühungen haben denn auch den Erfolg gehabt, daß sich unsere einer Untersuchung hörten. Am Tage der Entlassung führte Organisation von einem Verein der Ziegler zu einem Verband ein Hamburger Reservist den Feldwebel nochmals auf die Fanatische Wirrköpfe, meist Czechen aus Böhmen und der Ziegelei- Arbeiter Deutschlands entwickelt hat. Nach einer Angelegenheit zurück. Dieser sagte: Sie haben jetzt nichts Mähren, aufgeputscht durch die in London und anderswo achtjährigen Arbeit stehen wir vor einem neuen Vereinsjahr. mehr zu verlangen, übrigens hat die Kompagnie genug" thätigen Lockipizel, beschränkte arme Teufel, die in die Kollegen! Die Ausbeuter in unserem Beruf leben im Ueberfluß für die Reservisten gethan", indem er hervorhob, daß die Hände der polizistischen Gelegenheitsmacher gefallen sind, von dem erzielten Mehrwerth unserer so schweren und ſauren Leute drei Mal Morgens nach dem Biwat ein Stück Andere, denen selbst die von der Polizei bediente Bourgeois: Urbeit. Soll das noch länger so fortgehen, wollen wir das alles Spec erhalten hätten. Die Nachforschungen haben presse nur nachsagen kann, daß sie an der Herstellung und Ziegelei Arbeiter, befämpfe ein jeder die Herrschaft und Willkür über uns ergeben lassen? Nein! Kollegen. Auf denn, Ihr nun ergeben, daß furz Dor der Einquartirung Verbreitung von Druckschriften sich betheiligten, kurz, das übbes Ausbeuterthums. Von den besitzenden Klaffen haben wir auf dem Gute vier Schweine am" Feuer" trepirten liche Bild einer im rechten Augenblick von den Auftraggebern nichts zu erwarten, selbst müffen wir unsere gerechte Sache ver und ein fünftes schnell geschlachtet wurde, um auf den enthüllten Theaterverschwörung auf Bestellung, bei der die treten. Darum, Kollegen, ist es Gure Pflicht, der OrganiBesuch" vorbereitet zu sein. Man kann es wohl faum für ins Neg der polizeianarchistischen Strolche gelockten unfeligen, fation der Ziegelei Arbeiter Deutschlands beizutreten. Der Verband möglich halten, daß der Gutsbesizer seinen" Patriotismus" bedauernswerthen Opfer die Zeche zahlen müssen. Graf muß zu einer tüchtigen Waffe gegen die Ausbeutungssucht des in dem Verkauf des Fleisches von frepirtem oder tranfem Taaffe ist wirklich ein kläglicher Kopist... Unternehmerthums werden und zum Bahnbrecher der Freibeit Vieh an den Fourier bekunden sollte, wenn man auch erim Denten und Handeln. Unsere Berufsgenossen müssen, wen wägt, daß der Profit" und das patriotische Gefühl" zwei Der österreichische Reichsrath ist auf den 10. Ottober fie sich des schweren Druckes entledigen, der mit unerträglicher verschiedene, oft einander fich betämpfende Begriffe find. einberufen worden. Dann wird die Vertretung des liberalen Schwere auf ihren Schultern laftet, einig, geschlossen und tapfer Aber unserer berechtigten Verwunderung müssen wir Aus Bürgerthums wieder einmal beweisen, wie sie dem Aus- Mann für Mann zur Organisation stehen. Der Verbands- Vorsigende: bruck geben, daß die Angelegenheit bei den Vorgesetzten un- nahmezustands Taaffe die Stiefeln lecken tann, H. Röhlk, beachtet blieb, und daß niemand sich um das den Leuten trotz der Kleritalen und Feudalen, der Zallinger und Langenfelde bei Hamburg, Kielerstraße 24. vorgesetzte faule" Fleisch tümmerte. Daß man dasselbe Liechtenstein. Die Jämmerlichkeit dieses Parlaments, das arbeiterfreundlichen Zeitungen werden um Abdruck ge Gericht" den Offizieren vorseyte, glauben wir nicht, denn zu den Gewaltmaßregeln Taaffe's Ja und Amen fagen beten. sie hätten auch in dieser Hinsicht den Leuten mit gutem wird, agitirt am besten für die Wahlrechtsbewegung unserer Beispiel" vorangehen und das faule" Fleisch verzehren österreichischen Genossen. müssen.Zum großen Kohlenarbeiter Streik. Aus Bismarck, so erklären seine Amtsblätter in Hamburg, Frankreich liegen folgende zwei Depeschen vor, deren Leipzig und München, will auch ferner, trotz der zwischen Inhalt völlig werthlos, deren Fassung aber Güns und Kissingen nachträglich" gewechselten Denefchen, I charakteristisch ist: Alle Briefkaffen der Redaktion. G. S. 37. Der Bescheid der Steuerbehörde ist zutreffend. höchst Ihre Frau fann nur Erstattung der verauslagten Steuer von Den Miterben begehren. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 27. September. Opernhaus. Don Juan. Neues Theater. Die Geschwister. Die Komödie der Irrungen. Deutsches Theater. pagnon. Der KomBerliner Theater. Cornelius Voß. Leffing- Theater. Heimath. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Madame Agnes. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Castan's Allem. Kranken- u. Sterbe- Sozialdemokratischer Wahlverein für den Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassageSoeben aus Chicago eingetroffen: kasse d. Drechsler and Berufsg. ( E. H. 86). Hamburg. Verwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 24. d. M. unser altes Mitglied, ape 2209b der Gürtler Carl Wustrow, 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Donnerstag, den 28. September, Abends 8% Uhr, im Schützenhause, Linienstraße Nr. 5: 4 Derlammlung. im fatholischen Krankenhause verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitt 378/18 woch, den 27. September, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomaskirchhofes aus, statt. Um Panopticum. m zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. traurige Nachricht, daß unser Kollege August Bonin Der blaue Mann. Die Affendame. Allen Freunden und Bekannten die am 24. d. tts. nach schweren Leiden 22036 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. geftorben ist. Viktoria- Theater. Frau Venus. Das Präuscher's MUSEUM Alexanderplatz- Theater. Damenbad. Vorher: Die Balletschule. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. anatomisches Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße. darunter der Schußkanal der 9 Rugeln des Viel Neues, Wintergarten. Spezialitäten- Bor- deutschen Militärs, fünf Körper ftellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Borstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 5 Aften von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: May Sam st. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Akt von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Raffeneröffn. 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachm. 21,2 Uhr: Voltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Wilhelm Tell. Wallner- Theater. Sonnabend, den 30. September 1893: Gastspiel des Schliersee Banerntheater. Zum 1. Male: ' s Liserl vom Schliersee Boltsstück mit Gesang und Tanz von H. Neuert. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Mittwoch, 27. September 1893: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. O gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Nanges. Zaro, Engl. Afrob. Derington, 4 Personen, Radfahrer: u. Drahtseilfünstler. Elsa Rosinska, Soubr. Cordes, Gesangs- Humorist. Alfonso, Instrumental= Humorist. A. Engel, 8 dress. Hunde. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich in den Lokalen Hirtenstr. 10, Kl. Hamburgerstr. 27, Landsbergerstr. 41, Neue Königftr. 89. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Versammlung der Filiale Gesundbrunnen am 28. d. M., Abends 8 Uhr, im ,, Viktoriagarten", Badstr. 12. Zages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Jhrer- Velten. 2. Distuffion. 3. Aufnahme Die Beerdigung findet am Mittwoch, neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes. Nachmittags 5 Uhr, von der Leichen- Gäste, Herren und Damen, willkommen. halle des Michael- Kirchhofs( Brizer 412/1 Chauffee) aus ftatt. Dies zeigen tiefbetrübt an Mehrere Kollegen. Cöpenick. Den Rauchklubs Sorgenbrecher, Hand in Hand, Portorico und Rokoko sage hiermit besten Dank für sie herzliche Gratulation. Theodor Ritter, 4896L Der Vorstand: Frl. Pauline Zäske. Stadttheater.- Hotel Klein. Am Sonnabend, den 30. September: Gemüthliches Kränzchen, Rauchklub Gemüthlichkeit. 48932 Charlottenburg, den 26. September 1893. Restaurant 2ange, Cauerstr. 23. arrangirt vom Verein Allemania. Freunde und Gönner des Vereins find willkommen. Anfang 8 Uhr. Billets à 50 Pf. find beim Kassirer Gustav Hannemann, Freiheit 84, und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. Aufforderung. Genossenschafts- Bäckerei Die Listen Nr. 133 und 134 für die Streifenden der Firma A. u. E. Kaufmann in Brandenburg sind bei mir von einem angeblichen Lederarbeiter E. Ludwig, Mustauerstr. 25, abgeholt worden. Da nun die Listen nicht eingelaufen find, und der p. Ludwig nicht aufzufinden ist, muß ich an nehmen, daß mit den Listen Mißbrauch getrieben ist, und bitte Diejenigen, die mir darüber Auskunft geben tönnen, um gefällige Mittheilung. 2201b 0. Dausch, Schinkestr. 1. Erklärung. Ich erkläre hiermit, daß ich die Verleumdungen und Beleidigungen, welche ich mir seit längerer Zeit gegen den erlaubt habe, aufrichtig bedauere und erkläre denselben für einen Ehrenmann. ratweil' scheereotypeur Serrn Emil Sternitzky G Bierhallen Kommandantenstr.77-79, Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle and für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Nen! Sensationell! Heu! Spreeniven! Anfang: Sonntags 6 hr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Morit Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Jn Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Etablissement Theodor Weyland, Stereotypeur. Sämmtliche Beleidigungen, die ich gegen meine Schwägerin Frau Marie Polzin, wohnhaft Wiesenstr. 28, vorn für Berlin und Umgegend ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Wir theilen ergebenst mit, daß sich unser Komtoir in der Zentral Bäckerei Müllerstrasse 34 befindet; auch laden wir die verehrt. Intereffenten zur gefl. Besichtigung ein. Zugleich erinnern wir die geehrten Genossen an die am Donnerstag, den 28. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale der Böhow'schen Brauerei vor dem Prenzlauer Thore stattfindenden General- Versammlung und fordern zu zahlreichem Besuch auf. Der Vorstand. Soeben im Verlage des Unterzeichneten erschienen: 97/4 2210b Christus und die Sozialdemokratie. Bon Paul Kempe. Eine Agitationsschrift für die ländliche Bevölkerung. Preis 15 Pfennige. Wiederverkäufern gewähre ich entsprechenden Rabatt. Braunschweig. A. Günther. Er., ausgesprochen habe, nehme ich Sozialdemokratische Reichstags- Fraktion 1893. hiermit zurück und erkläre sie für eine ehrenhafte Frau. 48922 Photographische Bilder in 4 Größen zu 50 Pf., 1,00, 2,00 und 3,50 Mt. em. Wiederverkäufern Rabatt. Frau Polzin, Röslinerstr. 11, v. 1 Tr. pfiehlt B. Günzel, Lothringerstraße 53. Puger! 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Einiges über das Arbeitsverhältniß, unter Berücksichtigung Mittwoch. den 27. September 1893. pro forma 10. Jahrg. Zahlungsstatt Gegebenen( freditirten Waaren, Koupons, fremden arme, 12 und mehr Stunden arbeitende, mit 2 Mart im Durch Münzsorten, Marten und Bons) entgegengesetzt werden darf. schnitt gelohnte Lohnarbeiter blieb dabei nichts mehr. Wir müssen Letzteres fällt, soweit es noch bei dem Empfänger vorhanden oder daher unsere Forderungen wiederholen, jetzt und so lange, bis diefer daraus bereichert ist, einer Hilfs- und in Ermangelung man uns berücksichtigt. Indeß aber, um ganz sicher zu gehen, einer solchen einer anderen Krankenkasse zu. Danach ist denn daß unsere gerechten Forderungen endlich einmal erfüllt werden, der Praxis des Berliner Gewerbegerichts. auch in verschiedenen, vor dem Gewerbegericht ausgefochtenen ist es unsere Pflicht, bei der Landtagswahl nur für solche Kan= Prozessen entschieden worden. In einem derselben wurde fest- didaten einzutreten, die entschieden und rückhaltlos die Interessen Die Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich, in der gestellt, daß ein Restaurateur( Budiker) direkt zur Lohnzahlung des arbeitenden Volkes vertreten. Als solche sind nur die Faffung, welche sie nach verschiedenen Aenderungen 1891 erhielt, in eine Tischlerwerkstatt gekommen war, dort neben einem Kandidaten der sozialdemokratischen Partei zu bezeichnen, wie schreibt eine 14tägige Kündigungsfrist für Arbeiter und eine Schuldner Posto faßte und einige Mart, welche der Meister dem auch im letzten Landtage lediglich die sozialdemokratischen Abfolche von 6 Wochen für Wertführer vor, insofern keine anderen letteren soeben hingelegt hatte, sofort in seinen geordneten es waren, die sich entschieden unserer Petition an Vereinbarungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer Taschen verschwinden ließ. Der beklagte Tischlermeister mußte genommen haben. Darum frisch ans Werk zur Landtagswahl getroffen werden. Die Frist fann verändert oder auch ganz nochmal blechen". und zur Petition! ausgeschloffen werden, jedoch müssen die vereinbarten Be Wie leichtsinnig sehr oft von Arbeitern und Arbeiterinnen dingungen für beide Theile, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, schriftliche Arbeitsverträge geschlossen werden, haben eine ganze Glückliches Bayerland. Aus der Gerichtszeitung der gleich sein, sonst sind sie ungesetzlich und demzufolge ungiltig. Menge Gerichtsverhandlungen ergeben. Der Unternehmer Fränkischen Tagespost" vom 22. September. Anklage gegen Die gefeßliche Kündigungsfrist gilt als stillschweigend oder dessen Stellvertreter tommt beim Antritt der Ar- Mart. Segiz, 40 Jahre alt, verheirathet, Redakteur in Fürth, anerkannt, wenn fie beim Beginn des Arbeitsverhält- beit und sagt:„ Unterschreiben Sie mal," und unbesehen wegen Vergehens der Beleidigung durch die Presse. Staatsnisses nicht erwähnt wird. Soll eine Aenderung oder wird das Borgelegte unterschrieben. Nachher, wenn es sich anwalt Wolfenstetter, Bertheidiger Rechtsanwalt Dr. Held. Als der Ausschluß erfolgen, dann muß das ausdrücklich und unzweis um die Erledigung irgend eines aus dem Arbeitsverhältniß Beuge ist Bürgermeister Mann von Hof geladen. In Nr. 17 deutig geschehen. Besteht eine Kündigungsfrist und wird troß- erwachsenen Streites handelt, erfahren die Arbeiter zu ihrem der in Nürnberg unter Verantwortlichkeit des Angeklagten er dem der Arbeiter ohne Kündigung und ohne gefeßlichen Grund Erstaunen und Schrecken, daß fie Wochen oder Monate lang in scheinenden Zeitschrift" Bayerisches Wochenblatt" vom 22. April entlassen, hat er das Recht, eine entsprechende Entschädigung zu dem falschen Wahn gelebt haben, Rechte zu besitzen, deren sie sich 1. J. war eine Rorrespondenz aus Hof erschienen, in welcher bea fordern und zwar in Höhe seines Tagelohns für die Dauer der durch ihre eigene Unterschrift beraubten. Häufig erfährt der merkt war, daß, wenn die Arbeiter Hofs ein Fest feiern, sie die Kündigungsfrist. Der Arbeiter, der diese Entschädigung begehrt, Kläger oder die Klägerin vor dem Gewerbegericht erst, daß er, Kosten aus ihrer Tasche zahlen müssen, während die Herren muß darlegen, daß er die Zeitdauer hindurch, für die er Schadens bezw. sie, durch die eigenhändige Unterzeichnung eines Schrift- Stadtväter sich auf Kosten der Allgemeinheit aberfat verlangt, andere Arbeit nicht gehabt hat. Will oder kann stückes manchmal ist es blos ein einfacher Bettel aller füttern lassen; weiter war in der fraglichen Korrespondenz er dies nicht, so ist er nach§ 124b der Gewerbe- Ordnung be- weiteren Ansprüche an die Firma Soundso entfagt hat". Strafbar bemerkt, daß die Flaubeit der Arbeiter Hofs die Schuld trage, wenn rechtigt, ohne Nachweis eines Schadens, als Entschädigung für macht sich der Arbeitgeber, wenn er absichtlich verhinderte, bei der letzten Gemeindewahl kein sozialistischer Hecht in den liberalen den Tag des Vertragsbruchs und jeden folgenden Tag der ver- daß das Unterschriebene gelesen wurde, und, vielleicht Karpfenteich gekommen sei, so daß im Rathhaus in der ge= tragemäßigen Arbeitszeit in diesem Fall aber höchstens für durch eine Drohung, die Unterschrift erzwang. Dann ist wohnten Weise fortgewurstelt werden könne. Magistrat eine Woche den Betrag des ortsüblichen Tagelohns fordern. der Inhalt des Schriftstückes in feiner Meise für und Gemeindekollegium Hofs stellten wegen dieses Artikels Ohne auf die Kündigungsfrist Rücksicht nehmen zu brauchen, den Unterschreiber bindend. Ein solcher Fall hat aber das Ge- Strafantrag wegen Beleidigung gegen Segit. Segit erklärt, die kann der Arbeitgeber Gesellen und Gehilfen auf eine Reihe von werbegericht noch nicht beschäftigt, immer war grobe Nachläffig- Absicht der Beleidigung habe ihm vollständig ferngelegen; er Gründen hin entlassen. Solche gefeßliche Gründe sind: Vor- teit im Spiele und jedesmal mußte der Kläger bezw. die Klägerin habe in diesem Artikel auch keine Beleidigung gefunden und zeigung verfälschter und falscher Arbeitsbücher und Zeugniffe, abgewiesen werden, auch wenn sie sonst noch so sehr im Recht denselben im übrigen auch für wahr gehalten. Beuge Mann um in Arbeit zu kommen; Diebstahl, Unterschlagung 2c.; un- waren. Der Beklagte hatte eben eine unanfechtbare Urkunde in erklärt, daß auf Kosten der Stadt niemals Diners stattge befugtes Verlaffen der Arbeit und beharrliche Verweigerung der der Hand. gefunden hätten; die gelegentlich der ersten deutschen Turnlehrerdem Arbeiter aus dem Arbeitsvertrage obliegenden Ver- Bollmachten für die eventuellen Vertreter der streitenden Bersammlung bewilligten 600 Mark für Festivitäten seien für pflichtungen; unvorsichtiges Umgehen mit Feuer und Licht Parteien müssen, wenn es sich um Objekte von weniger als Dekoration, Musik und Drucksachen verbraucht worden; dem trotz erfolgter Verwarnung; Thatlichkeiten und grobe Be 150 M. handelt, mit dem Vermerk versehen sein: Objekt unter Diner habe er und ein Mitglied des Kollegiums beigewohnt und leidigungen gegen den Arbeitgeber, feine Vertreter und 150 M."; sonst kann ihre Stempelung verlangt werden. hätten sie die Zeche aus ihrer eigenen Tasche bezahlt. Die StaatsFamilienmitglieder; vorsätzliche und rechtswidrige Sachbeschädigung Das Stellvertreterwesen hat sich übrigens, insofern Arbeit behörde nimmt selbstverständlich den Magistrat unter ihre Flügel und zum Nachtheil des Arbeitgebers oder eines Mitarbeiters; Ver- geber in Betracht kommen, zu einem Unwesen herausgebildet. beantragt Bejahung der Schuldfrage. In bekannter meisterhafter leitung der Familienangehörigen des Arbeitgebers und seiner Man möchte beinahe sagen, jeder, sogar der kleinste Arbeitgeber Weise tritt Dr. Held der Anklage entgegen und betont eingangs Stellvertreter zu unfittlichen Handlungen und die Ausübung von schickt seinen Vertreter, der in den weitaus meisten Fällen die Sach seines Plaidoyers, daß seit einigen Jahren, seitdem er Vertreter solchen mit den Genannten; Unfähigkeit zur Fortjeßung der lage nicht kennt und dadurch Verlegung des Termins herbeiführt. Der angeklagten Redakteure der Tagespost" vor dem SchwurArbeit, abschreckende Krankheit des Arbeiters. Unfähig zur Häufig werden die Prozesse dadurch verschleppt, daß der Arbeit gerichte sei, jedesmal Freisprechung der Angeklagten Fortsetzung der Arbeit wird der Arbeiter durch jede Krankheit, geber nicht persönlich erscheint. Es ist deshalb schon eine all- erfolgt fei. Der Staatsanwalt ziehe Sachen in die Verhandlung, durch die Einziehung zur Verbüßung einer Strafe und durch tägliche Praxis des Gerichts geworden, von der Gesetzes welche absolut mit der Anklage gegen Segiß gar nichts zu thun Heranholung zu einer militärischen Nebung u. a. m. dauere bestimmung Gebrauch zu machen, welche die Anordnung des haben; in der letzten Session sei Segiß auch freigesprochen worden, die Krankheit, die Strafe zc. auch nur einen Tag, so tann nach persönlichen Erscheinens der Partei mit Androhung einer Strafe trotzdem die Staatsbehörde bis zum letzten Augenblick das einer Entscheidung des Berliner Gewerbegerichts die Entlassung bis zu 100 M. vorsieht. " Schuldig" beantragt habe. Der Ausdruck fortwursteln" fei fofort erfolgen, nur muß der Arbeitsunfähige davon rechtzeitig Wie durch die Benuhung eines Stellvertreters, tann die überhaupt nicht beleidigend; im österreichischen Abgeordnetenhause benachrichtigt werden; die Entlassung ist tlar auszusprechen. Berschleppung eines Prozesses infolge Nichterscheinens wichtiger sei er dem Grafen Taaffe gegenüber gang und gebe; in Nürn Arbeitgeber, welche annahmen, die Krankheit löse ohne Beugen herbeigeführt werden. unentschuldigte Aus- berg gegenüber dem Magistrat; der Hofer Magistrat habe mit weiteres das Arbeitsverhältniß, wurden verurtheilt. Ge- bleiben der Zeugen an fich wird mit Geld und im Unvermögens Kanonen nach Spaßen geschoffen, derselbe habe sich ganz andere sellen und Gehilfen können nach der Gewerbe- Ordnung(§ 124) falle mit entsprechender Haft gestraft. Da hauptsächlich Vorwürfe gefallen laffen müffen, wie dies eine Reihe Artifel ebenfalls aus gewissen Gründen vor Ablanf der vertragsmäßigen Leute aus den arbeitenden Volte als Zeugen erscheinen, sei der Tagespost" bestätigen, so daß man wohl sagen könne, die Zeit und ohne Auffündigung die Arbeit verlassen, und zwar, hierauf besonders hingewiesen, Ist infolge unentschuldigten Aus- Stadtverwaltung Hof wurstle fort. Auch der Ausdruck, abfüttern wenn fie zur Arbeit unfähig werden; wenn der Arbeitgeber oder bleibens eines Zeugen ein neuer Termin erforderlich, zu dem der lassen auf Kosten der Allgemeinheit" sei nicht beleidigend; seine Vertreter fie und ihre Angehörigen grob beleidigen oder sich Beuge wieder geladen wird, dann hat der Zeuge auch die Kosten dies komme tagtäglich und in jeder Stadt vor; was für Fürth, gegen sie und ihre Angehörigen Thätlichkeiten erlauben; wenn dieses Termins zu tragen. Augsburg, Nürnberg, Erlangen nicht beleidigend sei, werde es fer Arbeitgeber, seine Vertreter oder deren Familienangehörige auch für Hof nicht sein. Bürgermeister Mann drückte sich indie Arbeiter oder deren Angehörige zu unfittlichen Handlungen zwischen; die Sache dauert mir zu lange", meinte er. Replit und zu Handlungen wider die Gefeße verleiten, zu verleiten und Duplit waren kurz; aber die Ausführungen des Vertheidigers suchen oder mit ihnen begehen; wenn der Arbeitgeber den Ar hatten längst die Antlage über den Haufen geworfen. Nach beitern den schuldigen Lohn nicht in der bedungenen Weise auskurzer Berathung erfolgte Verneinung der Hauptfrage durch die zahlt, bei Stücklohn nicht für ausreichende Beschäftigung sorgt, Geschworenen, worauf Segit freigesprochen wurde. oder wenn er sich widerrechtlicher Uebervortheilungen gegen fie schuldig macht; wenn bei Fortsetzung der Arbeit das Leben oder die Gesundheit der Arbeiter einer erweislichen Gefahr ausgesetzt sein würde, welche bei Eingehung des Arbeitsvertrages nicht zu erkennen war. In den sieben ersten Fällen, welche als Entlassungsgrund bei bestehender Kündigungsfrist genannt wurden, ist die Entlassung nicht mehr zulässig, wenn die zu Grunde liegenden Thatsachen dem Arbeitgeber länger als eine Woche bekannt find. Von den zum Verlassen der Arbeit berechtigenden Gründen ist beim In betrachtkommen des zweiten der Austritt aus der Arbeit nicht mehr zulässig, wenn die zu Grunde liegenden Thatsachen dem Arbeiter länger als eine Woche bekannt sind. Zum Schluß sei nochmals darauf verwiesen, daß das Ge werbegericht sich Stralauerstraße 3-6 I befindet und daß die unentgeltliche Auskunftsertheilung des Morgens von 8-9 Uhr erfolgt. Vor der Inanspruchnahme von Wintelfonsulenten und sonstigen gewerbsmäßigen Klageverfertigern" ist dringend zu warnen. Parteinachrichten. " 1 Man sieht, es giebt doch hier und da noch Stätten im Deutschen Reich, in denen ein freimüthiges Wort von der Presse gebracht, nicht mit dem Maßstabe preußisch- pickelhäubischer Staatsräfon gemessen wird. Seit einigen Jahren jedesmal Freisprechung des angeklagten Redakteurs! Klingt das nicht für Preßsünder anderec Orten wie ein Märchen aus Bimini, Eine Konferenz der Parteigenossen in der Altmark wird der Wunderinsel? Freilich kommt in Betracht am Sonntag, den 15. Ottober, Nachm. 3 Uhr, zu Stendal, in Bayern Geschworene sind, die über Preßdelikte zu Geim Lokale des Herrn Wendt abgehalten. Auf der Tagesordnung richt figen, also Leute, die, mögen sie noch so sehr von steht: 1. Was lehrt uns die letzte Reichstagswahl? 2. Die Presse. 3. Organisation und Agitation. 4. Der Parteitag zu Köln. Alle auf die Konferenz bezüglichen Briefe find an Otto Görge3, Stendal, Weinbergstr. 15, 1, zu richten. Nach mehreren Entscheidungen des Gerichts geht der Arbeiter feines Entschädigungsanspruches wegen seiner Entlassung ohne Kündigung und ohne gesetzlichen Grund verlustig, wenn er Eine Parteikonferenz für den 16. hannoverschen bei der Entlassung den Arbeitgeber in dem Glauben lasse, er sei Wahlkreis findet am Sonntag, den 8. Oktober, Nachmittags mit der Entlassung einverstanden. Dieser Glaube wird nach 3/2 Uhr, im Lokale des Herrn Peter Meyer, Abts- Pferdetränke 2, jenen Entscheidungen dadurch hervorgerufen, daß nicht die in Lüneburg statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Stellung: Weiterbeschäftigung oder die vierzehntägige Lohnentschä- nahme zu dem bevorstehenden Parteitag in Köln, event. Wahl digung verlangt wird. Will also ein Arbeiter den eines Delegirten zu demselben; 2. Sonstiges im Interesse der Entschädigungsanspruch geltend machen, und ihn sich sichern, Partei.- Zuschriften find an den Vertrauensmann daselbst, dann hat er dies bei der Entlassung sofort dem betreffenden A. Kretschmer, Abts- Pferdetränke 2, zu richten. Arbeitgeber zu sagen. Klassenintereffen erfüllt sein, meistens doch noch nicht den praktischen Blick fürs öffentliche Leben verloren haben, Leute, die denn doch halbwegs ahnen, daß der Presse vor Gericht auch im Klassenstaat eine andere Stellung zukommt, als sie der moderne Durchschnitts- Staatsanwalt ihr beimessen muß. Und so frei wir uns vom Partitularismus fühlen, so sehr würdigen wir es, daß die Bayern ihre paar Refervatrechte, die sie aus der Zeit der Berriffenheit in die neue Herrlichkeit hinübergerettet haben, mit Händen und Füßen den Gelüften des heutigen Reichsunitarismus gegenüber festhalten. 1 Todtenlifte der Partei. In Magdeburg ist am 22. Sep tember der Parteigenosse Samuel Groß plöglich infolge eines Schlaganfalls gestorben. Die Partei verliert in ihm einen treuen Eine wenig beachtete Bestimmung des Gewerbegerichts- Zur Verhaftung des Genossen Block in Elberfeld Anhänger, auf den gerade in kritischen Augenblicken immer zu Gefeßes ist die des§ 52, daß auf Antrag der obfiegenden Partei theilt die Elberfelder Freie Presse" auf mehrere Anfragen mit: zählen war, auch wenn Groß nicht öffentlich nach außen hin für die ihr durch das Erscheinen bei dem Gericht entstandenen Auf den Antrag, den Herrn Block aus der Untersuchungshaft auftrat. Bahlreiche Parteigenossen in Magdeburg sind ihm Berfäumniffe in dem Urtheil eine Entschädigung zugebilligt zu entlassen, ist noch kein Bescheid ergangen. Zur Antlage persönlich den größten Dank schuldig.- In Höchst a. M. wurde werden kann. Die Zubilligung einer Verfäumnißgebühr für das wegen Beleidigung des Reichskanzlers bedarf es eines Straf- am Sonntag der Parteigenosse Bagels unter starker Bepersönliche Erscheinen muß ausdrücklich vor der Fällung des antrages des Reichskanzlers. Ob ein solcher gestellt ist, wissen theiligung der Parteigenossen zur letzten Ruhe bestattet. Urtheils, also ehe sich der Gerichtshof zurückzieht, von der Partei wir nicht; falls der Reichskanzler ihn zu stellen ablehnt, muß beantragt werden, welche nach dem Verlauf der Verhandlungen die Strafverfolgung eingestellt werden. Polizeiliches, Gerichtliches c. auf einen bestimmten Erfolg rechnet. Daß der Herbst, der bekanntlich auch seine Freuden hat, Häufig tommt es, hauptsächlich unter Bau- Arbeitern, vor, Eine Parteifonferenz für den ersten Anhaltischen sich zum Einzug rüstet, wird auch den deutschen Sozialdemokraten daß der Budiker" während der Woche angepumpt" wird. Wahlkreis wurde am Sonntag in Dessau abgehalten. Die un der Beendigung der Gerichtsferien klar und die Lücken, welche Bei ihm wird dann oft der Lohn am Löhnungstage Konferenz, die von 14 Delegirten aus 6 Orten besucht war, die Rubriken Gerichtliches" und„ Unterm neuen Kurs" in den ausgezahlt, obwohl nur mit behördlicher Erlaubniß Lohn- nahm zunächst die vorläufige Abrechnung über den Wahlfonds legten Wochen leider zeigten, füllen sich wieder zur stillen Freude zahlungen in Schantstätten vorgenommen werden dürfen. Noch entgegen und trat dann in die Berathung über die Presse im aller Ordnungsphilister, die in ihrer Angst schon geglaubt haben öfter aber kommt es vor, daß der Gastwirth seine Forderungen Wahlkreise ein. Die Berichterstattung förderte die erfreuliche mochten, der neue Kurs wolle sich beim Trattement der Oppoam Entlöhnungstage berichtigt erhält, bevor der Arbeiter einen Thatsache zu Tage, daß die Existenz des Voltsblatt" für An- fition gar der Maximen der" wilden" Länder Frankreich und Pfennig ausgezahlt erhalten hat. Das ist ungefeßlich. Der Lohn halt, nachdem die Abonnentenzahl von 1300 auf 8000 gestiegen England bedienen. Mein soweit sind wird glücklicherweise noch muß nach dem§ 115 der Gewerbe- Ordnung dem Arbeiter baar ist, nunmehr für vollständig gesichert gelten fann. Um aber nicht und bereits die vorige Woche hat an dem horrenden Strafausgezahlt werden. Die Zahlung in Marten oder Bons, welche eine Vergrößerung des Organs zu ermöglichen, wurde den Partei- maß, das deutsche Richter gegen unsere braven Parteigenossen in bestimmten Geschäften( beim Budiker) bei der Entnahme von genossen eine weitere Stärkung des Preßfonds ans Herz gelegt. Kunert und Neustergerling fällten, zur Evidenz gezeigt, mie vor Waaren als Zahlung angenommen werden, ist absolut unzulässig. Bum Kölner Parteitag wurde Fraute- Dessau als Delegirter ge- daß die Fünimänner Kollegien nach Leider laffen sich zu viele Bauarbeiter, allerdings auf wählt. Nachdem noch auf die Betheiligung an den 1896 ftatt- Bucht und Sitte wahren wollen. Auch die BlüthenSchwindelbauten", darauf ein. Der„ Meister" hat findenden Landtagswahlen hingewiesen worden war, fand Schluß lese der legten Tage war einigermaßen ergiebig, wenn auch gerade fein Geld, der" Bauherr" ist lässig im Bablen der des Parteitags statt. nich so brillant, wie die vorhergehenden. fälligen Raten, die Arbeiter wollen für ihre Thätigkeit So kam vor dem Schöffengericht in 3eig am 21. Sepwenigstens, bis Geld fommt" etwas zu effen" haben und Die sächsischen Landtagswahlen und die Eisenbahn- tember ein Beleidigungsprozeß eigener Art zur Verhandlung. Budiker mit den Marken steigt als rettender Engel aus seinem Arbeiter. Vou Arbeitern der sächsischen Staatsbahn wird Bei der legten Reichstagswahl kam ein Arbeiter aus Aue in das Dunstfaften empor. Daß die Arbeiter die Marken nehmen, läßt folgender Aufruf erlassen: Kollegen! Bald wird der Landtag Wahllokal zu Zangenberg, um seinen Zettel abzugeben. Da er fich schließlich entschuldigen oder doch wenigstens erklären, denn wieder zusammentreten, und da gilt es für uns, diesem, der sich auf dem Wege nach dem Wahllokal sehr überhaftet hatte, Hunger thut weh. Bezüglich biefer und anderer Arten von uns unsern Arbeitgeber, den Staatsfistus, zu beaufsichtigen und zur fo behielt er im Vokal seine Müge auf. Giu Mitglied des Wahlgefeßlicher Bezahlung der Arbeitskraft fagt§ 116 der Gewerbe- Rechenschaft zu ziehen hat, aufs neue in einer Petition unsere vorstandes forderte ihn auf, dieselbe abzunehmen, da es doch der Ordnung, daß jeder, dessen Forderungen in solcher, dem erbärmliche Lage zu schildern und Ausbesserung derselben zu ver- Anstand erfordere. Der Arbeiter erwiderte, daß er wohl wisse, § 115 widersprechenden Weise berichtigt worden sind, zu jeder langen. Der letzte Landtag hatte allerdings nichts für uns übrig, was der Anstand verlange, aber er sei so erhitzt; überhaupt Zeit Bezahlung nach Maßgabe des§ 115 d. h. ohne Abzug und er brauchte zu viel zur Erhöhung der Ministergehälter, für die stehe ja auch das Müteabnehmen nicht im Wahlgesetz. Der in Baar verlangen tann, ohne daß eine Einrede aus dem an sonstigen hohen und höchsten Beamten, Geistlichen 2c., für uns Wahlvorstand fühlte sich hierdurch beleidigt und stellte den Der T deutsche " nun " " 1 Strafantrag. wer Vertreter der Staatsanwaltschaft be-| Bier und Wein zubringt. Fort mit der Polizeiftunde!! Das Berliner Organ für Klatsch und Schwindel, Börsen antragte 10 Mart Geldstrafe, über die der Gerichtshof Sie ist durch den Erlaß und die feltsame Rücknahme der jobber und Bordellfreunde, das Kleine Journal", ist mit den noch hinausging, denn er stellte die Strafe auf 20 Mart. In famosen Verfügung unhaltbar geworden es sei denn, man Spediteuren bekanntlich deshalb in Streit gerathen, weil Spitz der Begründung führte der Vorsitzende, Herr Amtsgerichtsrath betrachtet Arbeiter als Bürger zweiter Klaffe. Nicht gehorsamst und Leipziger, Hauptinhaber dieser Gesellschaft mit beschränkter Studemund aus, daß zwar das Mäge- Abnehmen nicht gefeßlich zu bitten, sondern zu verlangen haben die Arbeiter: Auf- Haftung". den Spediteuren das kapitalinische Anfinnen geverlangt wäre, daß es aber Sitte sei, und doch gerade diejenigen, hebung der Polizeistunde für Arbeiterlotale! stellt haben, für denselben Preis wie früber eine Ausgabe, vom die den Muster staat bilden wollen, diefe Sitte halten follen. 1. Oftober ab zwei Ausgaben ihrer Zeitung abzutragen. Das Selbstverständlich wird gegen das Urtheil Berufung eingelegt.- Die Lösung der Wohnungsfrage in Berlin, wie fie Kleine Journal" versucht nun seinen Lesern sich als das Opfer einer In der am 22. September vor dem Landgericht in Elberfeld Geb. Regierungsrath a. D. Schwabe seit längerer Zeit glaubte Verschwörung anderer Zeitungen hinzustellen, die auf die Spediteure stattgehabten Verhandlung gegen den früheren Lokalredakteur des gefunden zu haben, ist nach den von Herrn Schwabe selbst in einen Druck dahin ausgeübt haben sollen, das„ Kleine Journal" Solinger Parteiorgans, Gustav Laistepen, sowie gegen den Vor- der Bauzeitung" gemachten Mittheilungen definitiv gescheitert. nicht für den geringen Preis zu liefern, widrigenfalls diese Verstand des Messerschlägerei- Vereins wurden die Genossen Laisiepen Beabsichtigt war die Bildung einer Aktiengesellschaft zu dem schwörer den Spediteuren den Bertrieb ihrer Beitungen entund Morsbach, weil sie die Namen von Streifbrechern veröffent: 3wed, auf dem bei Köpenick von dem Forftfistus zu erwerbenden ziehen würden, während selbstredend die Spediteure aus eigenem licht hatten, zu je einer Woche Gefängniß verurtheilt. Die Gelände einestheils Familienhäuser zur Vermiethung an Ar- Antriebe die Hungerlohnarbeit zurückgewiesen haben. Da das übrigen Vorstandsmitglieder wurden freigesprochen. Der Pro- beiter, anderntheils Einzelhäuser zum Verkauf gegen An- und Kleine Journal" die Unverschämtheit besitzt, zu behaupten, zu zeß ist um so merkwürdiger, als das Schöffengericht in Solingen, Theilzahlung an beffergestellte Arbeiter, Werkmeister oder fleinere diesen Verschwörern gehöre auch der Vorwärts", so soll hier dem dieser Fall im Juli bereits vorlag, in der Veröffentlichung Beamte zu erbauen. Es war dabei vorausgesetzt, daß die Be- ausdrücklich hervorgehoben werden, daß diese Behauptung des der Namen von Streifbrechern feine Verrufserklärung finden messung des Preises nach ähnlichen Grundsägen erfolgen würde, Kleinen Journals" felbitredend ebenso sehr der Wahrheit widerkonnte und fämmtliche 6 Angeklagte freisprach. Der Solinger wie bei dem feitens des Fiskus zum Bau von Billen erfolgten spricht, wie die übrigen Enten, die es seinen Lesern aufzutischen Amtsanwalt hatte gegen das freisprechende Urtheil Be- Verkauf von 230 Hektar des Grunewalds an die Kurfürstendamm pflegt. rufung eingelegt und mit Erfolg, wie man fieht. Gesellschaft, welches Gelände zum Preise von 17 M. für die Parteigenoffe A. Diehl, Wurzen, hatte in einem Artikel der Quadratruthe erworben worden ist. Bei Den Ver Der Lehrkurfus der Berliner Arbeiter und Arbeite. " Wurzener Zeitung" den Stadtrath zu Wurzen beleidigt und war handlungen wegen Erwerbung des Köpenicker Geländes rinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen eröffnet seine zu 200 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Auf eingelegte Be- zur Anlage Don Arbeiterwohnungen hat eine Lehr- und Uebungsstunden auch wiederum in diesem Winterrufung erhöhte die Berufungskammer die schöffengerichtlich Rücksichtnahme zu gunsten der Arbeiter nicht erzielt werden können. halbjahr. Der Verein blickt auf eine fünfjährige Thätigkeit ausgeworfene Strafe von 200 W. auf 400 M. Der Schuß des Geh. Rath Schwabe schreibt in diefer Beziehung wörtlich: zurück. Der Zweck ist nach§ 1 der Statuten: Die Arbeiter und § 193: Wahrung berechtigter Interessen, ward Diehl nicht zuge- Alle im Interesse der Arbeiter- Wohnungsfrage in Berlin geltend Arbeiterinnen zu unterrichten durch Vorträge und praktische sprochen. In Halle hatte sich Genosse Kunert am gemachten Momente: die von allen Seiten anerkannte Thatsache, uebungen 1. in der ersten Hilfe bei Unglücksfällen, 2. in der 22. September wiederum vor dem Schöffengericht wegen Beamten- daß nur durch die Beschaffung billigen Grund und Bodens die ersten Hilfeleistung bei plöglichen oder gefahrdrohenden Erbeleidigung zu verantworten, die er angeblich in einer Bolts Arbeiter- Wohnungsfrage in Berlin überhaupt zu lösen ist; der frankungsfällen, ehe der Arzt eintrifft oder der Berunglückte nach versammlung zu Dieniz gegen den Gendarm Stein begangen Hinweis, daß es um so mehr Aufgabe der Staatsregierung fein einem Krankenhause geschafft wird, 3. in den Grundzügen der haben soll. Kunert war jedoch nicht erschienen und hatte bean- muß, das Wohl der Arbeiter zu fördern, als der Staat als Be Krankenpflege. Der Verein hat bislang nach den in Arbeitertragt, ihn vom Erscheinen in der Hauptverhandlung zu entbinden. fiber der Staats- Eisenbahnen einer der größten Industriellen Freisen laut gewordenen Urtheilen sehr günstig gewirkt. Der Da dieser Antrag aber nicht schriftlich gestellt war, mußte die Berlins ist und allein auf den im Osten gelegenen Bahnhöfen und Winterkursus beginnt am 5. Oftober, Abends 8 Uhr, im Sache vertagt werden. Doch sind auch einige glimpflich ver- Werkstätten etwa 3300 Beamte und Arbeiter beschäftigt; der feruere Restaurant Feuerstein, Alte Jakobitr. 75, mit einer einleitenden laufene Fälle zu melden. Genosse Straub in Bamberg Hinweis, daß es doch mindestens in der Billigkeit liegen würde, der Versammlung, in welcher alle päheren Besprechungen über Zahl war vom Schöffengericht wegen Beleidigung zu einer Woche Ge- Urbeiter- Wohnungsfrage im Osten von Berlin eine ähnliche Rücksicht und Eintheilung der Unterrichtsstunden stattfinden werden. fängniß verurtheilt worden. In der Berufsinstanz tam jedoch zu gewähren, wie der Anlage von Villen im Grunewald; der Hin- Jedermann hat als Gaft Zutritt. Der Unterricht wird durch mit dem Beleidigten ein Vergleich insofern zu stande, als dieser weis endlich, daß selbst vom Standpunkt der Terrainipekulation den praktischen Arzt Herrn Dr. Christeller geleitet. Der monatliche die Klage und Straub die Berufung zurücknahm. Die Kosten aus betrachtet, die Abtretung fiskalischer Ländereien für Arbeiter Beitrag beträgt 25 Pi., das Eintrittsgeld 40 Pf. Nähere Auskunft fallen Straub zur Last, ebenfalls hat er Abbitte zu leisten. Wohnungen zu einem niedrigen Preise als fein außergewöhn- ertheilen und Anmeldungen nehmen entgegen: Dr. Christeller, In Breiz fand am 20. September vor dem Landgerichtliches Opfer angesehen werden könne, weil infolge der Bebauung Alexanderstraße 1; H. Raue, Klempner, Dieffenbachstraße 52; die Einspruchsverhandlung des früheren Verlegers der Reuß. die dem Fiskus verbleibenden Grundstücke um so mehr im G. Dietrich, Zimmerer, Willibald- Alexisstraße 40;. Pinn, Bolts Btg." Julius Seifert in Zwickau, gegen das Urtheil des Werthe steigen müssen alle diese Momente haben die Mechaniker, Rosenthalerstr. 16/17, vom 1. Oftober ab SchönSchöffengerichts Greiz betreffend Bestätigung der polizeilichen Staatsregierung nicht veranlassen fönnen, bolzerstraße 4; Frl. M. Welter, Stepperin, Hitterstr. 21. Strafverfügung von 10 M., weil S. nicht gemäß§ 9 des Preß den Preis für die zu den Arbeiter Wohnungen gesetzes ein Pflichtexemplar an die Greizer Polizeibehörde abgeliefert in Aussicht genommenen ändereien geringer fonfervative Abgeordnete Dr. We hr. Er hatte in seiner EigenEin neuer Bürger für Berlin ist der frühere frei habe, dahin ihren Abschluß, daß das Landgericht der Auffassung als den Verkaufswerth zu bemessen." Nach diesen, schaft als Landes direktor der Provinz Westpreußen 37 500 m. des Beklagten in der Berufungsinstanz beitrat und ihn freisprach. den Zeitraum von 2/2 Jahren umfassenden vergeblichen Ver- Provinzialgelder in seine Tasche gesteckt, erhielt 11/2 Jahre GeDie Kosten wurden der fürstlichen Staatskaffe auferlegt. handlungen ist dieser Plan zum Bau von Arbeiterwohnungen fängniß. Die hat er nun abgebüßt, bezieht 1200 M. Pension Eine Haussuchung wurde vorgestern in der Expedition endgiltig aufgegeben worden. Die Leser kennen unsere Stellung als früherer Landrath und will sich hier niederlassen. Er hofft, bes Halleschen Volksblatt" vorgenommen. Gesucht wurden die zu derartigen Projekten: sie helfen nichts und beeinträchtigen etwa noch vorhandenen Exemplare der Nr. 136 des Volts- fchließlich die Freiheit des Arbeiters in drückendster Weise. Wir nicht auf grund des Gesezes von 1842 von Berlin abgeschoben blattes" vom 12. Juni d. I., in welcher durch gerichtliches Er- weinen dem begrabenen Projekt teine Thräne nach. Daß aber zu werden, zumal er ein gewaltiger Sozialistenfresser und fenntniß eine Beleidigung des Agenten Hesselbarth tonftatirt der Plan daran gefcheitert ist, daß die Staatsregierung, die untreut, teine ebrlose Handlung begangen, aber ist Arbeiter, also strammer Korpsbruder gewesen. Andreszewski hat nichts verwurde. Gesunden wurde nichts. solche Pläne prinzipiell billigt, zu viel an ihren Ländereien ver -In Shkendih wurde der vom Verein Frohsiun" verbi e nen wollte, wirst ein helles Licht auf die Arbeiterfreund Sozialdemokrat: ihn will das Polizeipräsidium nicht in Berlin anstaltete Privatball polizeilicherseits gewaltsam gehindert. Be lichkeit" der Regierung: als es fich darum handelte, eines schwerde ist eingelegt. Ob sie Erfolg haben wird? Mitglied Ministers Schwiegervater er war fein Arbeiter des Vereins waren nur und durften nur Personen sein, die sich stügen, wurden ihm blanke 350 000 M. ausgezahlt. im Besize eines guten Leumundes befinden". Ja, wenn die Mitglieder beweisen fönnten, daß sie fleißige Kaffeehaus Besucher waren, wüßten sie polizeiliche Maßregeln schnell quitt zu machen. voran Tokales. " zu unterdulden. Der Vorstand der Neuen Maschinenbauer- Krankenkaffe ( Fabritskasse) hat in der Sigung vom 25. September 1893 beschlossen, bis auf weiteres Krante nicht mehr nach der Charitee zu " Das städtische allgemeine Krankenhaus am Friedrichs. hain hat im Verwaltungsjahr 1892/98 9291 Kranfe aufgenommen, 84 überweisen. Gründe sind wohl leicht zu errathen. die höchste Zahl seit Bestehen der Anstalt. Darunter waren Unter Bezugnahme auf den Artikel in Nr. 224 unserer 5335 männliche( 4716 Männer, 619 Knaben) und 3956 weibliche Beitung über Börsen für Menschenfleisch" theilt uns Herr Perfonen,( 3404 Frauen, 552 Mädchen). Auf den Tag famen J. A. Ferd. Dreßler als Obermeister der Gastwirthe Innung durchschnittlich 25-26 neu aufgenommene Personen. Krankenkaffen zu Berlin" mit, daß fein einziges Mitglied des Vorstandes der Mitglieder waren 3516 oder 38 pCt. der neu Aufgenommenen. Gastwirthe- Innung zu Berlin Inhaber eines Wiener Cafés oder Dem vom Magistrat erstatteten Verwaltungsbericht entnehmen überhaupt eines Lotales ist, welches auch nur den leisesten Verwir weiter allerlei interessante Angaben über den„ Stand" der dacht der Vorschubleistung von Unfittlichkeit zuläßt". Daß Herr Die für Menschenfleischbörsen schwärmenden bürger Kranten. Die meisten davon gehörten der besiglosen Klaffe an. Ereßler einer Börse der bezeichneten Art vorsteht, ist von uns lichen Blätter hatten die tugendhafte Kreuz- Zeitung" Unter den 4716 neu aufgenommenen Männern waren 1309 Ar- nie behauptet worden. Wozu die Aufregung? Weil von einem zur Entschuldigung" des Ministers des Innern und beiter, 2028 Handwerker"( unter denen die leider nicht besonders Obermeister der" Innu g" die Rede war? Reinem, der auch des Polizeipräsidenten die Mär verbreitet, diese Herren feien aufgeführten, sondern mit eingerechneten Gehilfen die über- nur einigermaßen die Berliner Verhältnisse fennt, fann entgangen während des Erlasses der Caféschluß. Verfügung nicht in Berlin wiegende Mehrzahl gebildet haben werden), 232 Kutscher und sein, daß unter dem„ Obermeister der Junung", der allen voran gewesen 2c. So sollte die Harmonie zwischen den Geliebten der„ Kreuz Droschkentutscher, 22 Briefträger, 68 Kellner, 203 Hausdiener, feufze, nur Herr Keck gemeint sein fann. Herr Reck ist Inhaber Beitung", Huren und Hurenanbang wieder hergestellt werden. Diener und Dienstleute, 29 Knechte, 100 Almofenempfänger, weier Wiener Cafés, wird seit einer Reibe von Fauler Zauber! Der Minister des Junern war bereits am 8. Sep. 29 Hospitaliten u. f. w., aber 3. B. nur 9 Fabrikanten, abren im Adreßtalender als" Obermeister der Gastwirthstember nach Berlin zurückgekehrt die Verordnung datirte aber 4 Rentiers und 1 Gigenthümer. Unter den 3404 Frauen befanden inung" aufgeführt. erst vom 12. September und ging den Kaffeehaus Besizern am fich z. B. 1003 Arbeiterinnen, Arbeiterfrauen und Arbeiterwittwen, 14. September zu. Jedenfalls ist jetzt der Minister und der 508 Handwerkerfrauen" und" Handwerferwittwen", 1148 Dient ,, Wenn Dir das nicht pakt, kannst Du's ja in den Polizeipräsident hier. Warum ist den Inhabern der mädchen, 22 Frauen und Mittwen von Dienern, Hausdienern Vorwärts" sehen lassen" rief der Bademeister der Badeanständigen Arbeiterlokale bislang noch feine und Dienstleuten, 37 Verkäuferinnen, 60 Kellnerinnen 2c., aber Anstalt an der Schillingsorücke einem jungen Mann nach, dem Verfügung zugegangen, daß fie bis 2 Uhr nur 7 Frauen und Wittwen von Fabrikanten, Eigenthümern und er eine Weisung ertheilt hatte. Darüber, daß in der Volksoffen halten dürfen? Rentiers. Es dürfte allerdings wohl taum jemals einer daran Badeanstalt an der Schilling: brücke eigenthümliche Anschauungen, Gleiches Recht für Alle! Die Polizeiftunde für gezweifelt haben, daß die Insassen der Krankenhäuser vorwiegend die vielen Arbeitern die Aunalt verleiden, unter dortigen AugeBerlin ist durch die Polizeiverordnung vom März 1866 auf die der Arbeiterklasse angehören. Die Arbeiterklasse ist zahlreicher itellten herrschen, gehen uns fortgesezt Klagen zu. Wir können Zeit von 11 Uhr Abends bis 4 Uhr Morgens festgefegt, b. b. als die benzende Klasse und weit mehr als diese gesundheits- den davon Betroffenen nur rathen, etwaigen Rüpeleien entgegen während dieser Zeit müssen die Restaurants geschlossen sein schädlichen Einflüssen ausgesetzt. Wer nicht arbeitet oder die Art zutreten und den Sachverhalt unseren Vertretern im rothen Haufe Ausnahmen darf der Polizeipräsident gestatten. Er hat sie der Beschäftigung sich aussuchen und seinen Körper pflegen fann, zu unterbreiten. ziemlich allen Lofalinhabern eingeräumt und von der Polizei- leidet natürlich an wirklichen Krankheiten felten. Sodann hat stunde wenigstens bis 2 Uhr entbunden Die hiesige Subdirektion der Gesellschaft Ibnua" ausgenommen von aber die besitzende Klasse auch die Mittel, fich ärztliche Behand diefer Erlaubniß find fast nur( abgesehen von einigen den lung und Wartung, in der bemerkt zu der Notiz in unserer gestrigen Nummer Arzenei und Stärkungen in Wiener Cafés Konkurrenz machenden Animirkneipen) die Lokale, eigenen Behausung zu verschaffen. Man wird sich jedoch von mangelndem Entgegentommen einer Lebensversicherungsin denen das merkthätige, das arbeitende, das schaffende Wolf verkehrt. dieses ungeheure Daß berichtigend, Üleberwiegen der Arbeiterklasse unter Gesellschaft" die Auszahlung bisher nicht Diese Ungleichheit ist um so auffälliger, als die Behörden sich den das Krankenhaus aufsuchenden Personen, das auch in und Erbe der Verstorbenen die Auszahlung beeilt haben, den Lokalen, in deren Mehrzahl das nur prassende, anderen Krankenhäusern in genau derselben Weise zu konstatiren beansprucht hat und auch deshalb nicht beanspruchen konnte, ausbeutende und bummelnde Publikum verfehrt, in einer fast wie ist, vor Augen halten müssen, wenn man nach einer Erklärung weil die Restversicherungssumme von der Gemeinde Mariendorf Entschuldigung flingenden Weise die Kneiperlaubniß bis 2 Uhr der mancherlei im Krankenhauswesen vorhandenen mit Beschlag belegt war. Diese Gemeinde Nachts auszudehnen. Warum wird den Inhabern anständiger misst än be fucht. Wenn ein Bwang bestünde, bei jeder habe die Verstorbene bis zu ihrem Tode verpflegt und demnächst Lokale nicht mindestens das gleiche Recht gegeben? U. A w. g., ernsteren Erfrantung ins Krantenhaus zu gehen, wie es gegen auch die Kosten der Beerdigung getragen. Die an, diesen Fall Herr Minister! wärtig nur erst bei der Cholera besteht, dann würde wahrschein getuüpften Bemerkungen seien also unberechtigt. In den Arbeiterlokalen verkehren allerdings faft nur Säfte lich vieles sehr bald anders werden. Die Angehörigen der be= Die Dampferfahrten auf der Oberspree sind seitens der mit sozialdemokratischer Gesinnung, in den Huren Cafés vers figenden Klasse würden bald aufmucken und sich Berücksichtigung tehren" patriotische" und solche Leute, die von so hoher Stellung ihrer Klagen erzwingen. Sie würden es z. B. nicht dahin kommen Spree. Havel Dampischifffahrts Gefelischaft" Stern" für dieses find, daß sie gar keine Gesinnung zu haben brauchen. Dort laffen, daß die Stadtverwaltung sich auf ihre Pflicht. Jahr eingestellt worden. unterhalten fich Arbeiter nach gethaner Tagesarbeit meist für ausreichende Krankenhäuser zu sorgen, erst dann besinnt, Ein Gerichtsvollzieher als Reiter einer Tischlerarbeit. über ernste, sie bildende Dinge hier giebt den Ton wenn bereits Mangel an Betten eintritt. Der Verwaltungs: Der Gastwirth W. in der Alten Jakobstraße raumt am 1. Ottober jener verlumpte, durch den Geldfact ihrer Väter oder durch die bericht fagt: Die Zunahme der Behandelten gegen das nach Ablauf des Kontrakts sein Lokal und lebt mit der HausHöhe der eigenen Schulden bekannte Kreis von Rauf- und Sauf Vorjahr um 1076 rückt die bereits im Vorjahre ange- eigenthümerin auf Kriegsfuß. Da diese nun für den neuen Wirth bolden an. deren Lebensziel in dem Vers ausgedrückt ist:" Wir regte Frage nach nach der Nothwendigkeit der Errichtung die Eingangsthür nach außen ausschlagend herstellen muß, um gehen unsern Bummelgang bis an das fühle Grab, und weichen eines neuеn Krankenhauses in unserer Residenz der der Polizeioentimmung zu genügen, so theilte sie dies unter AnLeinen Finger breit von unserm Bummel ab." Dort ist der Dringlichkeit näher. Wir haben, lediglich um Blas gabe der Ausführungszeit w. schriftlich mit. Dieser aber fand Arbeiter mit den Seinigen in dem sorgsam gepflegten einfachen zu schaffen, mehr Patienten balb trant ent- barin eine Geschärtstörung und wollte die Arbeit nicht zulassen. Rock hier der geistesarme Bummler, der durch Monofle und lassen müssen, als ihnen, ihren Angehörigen und uns lieb s tam zur Klage und gestern( Dienstag) Morgen um 10 Uhr Gigerlbäume andeutet, daß er nicht von hier" ist. Neben ihm war." Das wird den Patienten, die durch ihre Erkrankung um erjaien unjolge gerichtlicher einiveiliger Verfügung ein Gerichtsfigen aufgetafelte, verschminkte Mädchen, die mit ihrer Leibes. Arbeit und Brot gekommen waren, befonders zuträglich ge vollzieher, unter dessen Beistand ein Tischler die Abänderung der waare haufiren gehen müssen. In ihrer Gutmüthigkeit und Hilf- wesen sein, noch halb fra t, alfo noch un ähig, überhaupt Arbeit Thur bewerkstelligte. Die Ausnahme eines protokolles schloß lofigkeit werden sie von jedermann auch im Café ge- su fuchen, geschweige schon Arbeit zu leisten. der Noth preis- die eigenartige Lichlerarbeit. " Schröpft. Zahlen sie nicht direkt an die befrackte Schaar derer gegeben zu werden. Es wäre besser, wenn man folche Fragen ber " " „ Ein Fall erwähnte Sohn nicht der Sohn vom Piftolo bis zum Oberfellner Kuppelgelder, so animiren fie nicht erst eine Reihe von Jahren hindurch anregen" und der Flüchtig ift der Buchhalter Alexander Steinborn, der in ben jungen oder alten Luftgreis, der mit ihnen zu gehen ver- Dringlichkeit näher rücken" laffen, tondern möglichst sofort durch einem hiengen Bankgeschat angestellt und von seinem Soef be= sprochen, oder sagen ihm mehr als der Wahrheit entspricht als thatfräftiges Eingreifen erledigen wollte. Wo immer in der auftragt war, Geldoriere, deren Inhalt nicht deflarirt, sondern angeblich von ihnen verzehrt an, sodaß der Herr Oberfellner Berliner Stadtverwaltung es sich um Intereffen der Arbeiter verüchert wird, abz senden. Darunter befand sich ein Brief nach indirekt für freundliche Gestattung gefühlvoller Annäherung handelt Bummel, Schneckengang, Bernachläffigung der be- Sagan mit 10 000 M. Steineorn hat sich diesen angeeignet und an Herren" belohnt wird. Wer mehr werth ist, wieberte mal rechtigten Forderungen der Humanität. Solche Verwaltung das Weite gesucht. Um einen Vorsprung zu gewinnen, bat er ein tonservativer Junterübermuth, muß auch mehr Rechte haben. heißt aber im freisinnigen Jargon- eine Musterwirthschaft. in dem Avis dem Empfänger mitgetheilt, daß das Geld nach Jene Mädchen und ihr Anhang haben das Recht, bis 2 Uhr 24 Stunden eintreffen werde. Der Geschädigte hat 500 W. Be Nachts zu fneipen der Arbeiter muß sein anständiges Lotal So ftart patriotische" Familien ihrer Vorliebe für lohnung auf die Ergreifung des Flüchtigen, der verheirathet ist um 11 Uhr Abends bereits verlassen. Wer also scheint den zweierlei Tuch Ausdruck zu geben belieben, fo wenig find minde- und Spreestraße 37 in Charlottenburg wohnte, ausgesezt. SteinHerren, die mit Eifer für die Ausnahmebestimmung nur für ftens die Anwohner der Raferne des 4. Garderegiments darüber born in fchlant, hat schwarzes Haar und ebensolchen Schnurrbart Cafés wirften, mehr werth: der Bruder Lüderjahn mit und erbaut, daß unverhüllte Rafernenfenfter manche inneren Vorgänge und ein schmales, blasses Gesicht. ohne Abel und das arme Geschöpf, das seinen Körper feilbietet, aus der Ferienkolonie indistret verrathen. Der Mangel von Vorhängen oder ein Arbeiter beziehentlich eine Arbeiterin, die sauer im an Fenstern der Kaserne hat Bewohner der gegenüberliegenden Ein merkwürdiges Verfasstück wurde fo erzählt ein Schweiße ihres Angesichts das Allernothdürftigste für ihre Familien Häuserreihe der Rathenower Straße, insbesondere ben fonfer- Berichterstatter- diefer Tage dem in der Rosenthalerstraße in anständiger Weise verdienen? Also nochmals! Berlins Arbeiter vativen Moabiter Bürgerverein veranlaßt, ein Gesuch an wohnhaften Pfandleiher R. N. zur Schäßung und Beleihung vor haben das Recht, mindestens eben so lange in anftändigen den Kriegsminister zu richten, daß er schleunigst die Anbringung gelegt. Aeußerlich unterschied es sich durchaus in nichts von Rotalen zu weilen wie jene Sorte in Café's bei Kaffee, Liqueur", von Vorhängen an den Kasernenfenstern anordnen möge. einem gewöhnlichen Federbett, das einen bereits nicht mehr Mädchen schadet. Die Feuerwehr hat eine schwere Nacht hinter sich; nicht weniger als neun Mal mußte sie in Thätigkeit treten. In der Pappel- Allee 97 war ein zum Glück im Entstehen entdeckter Dachstuhlbrand zu bekämpfen. Auf dem Grundstück Köpnicker ftraße 49 ging ein Schuppen mit Baumaterialien in Flammen auf; das Feuer schlug auf das Nachbargrundstück Nr. 50 über und setzte hier einen Nugholzichuppen und Brennholz in Brand. Bei der Ausdehnung des Feuers mußte außer mehreren Drucksprigen auch eine Dampffprize in Thätigkeit treten. Jm Quer gebäude der Kastanien- Allee 74, einem Hause, in dem sich viele Holzweitstätten befi den, entstand in einer im zweiten Stock belegenen Tischlerei ein umfangreicher Brand, dem man erst beifommen fonnte, nachdem man drei Leitergänge" angelegt hatte. Auch hier mußten drei Rohre Wasser geben. Der Herd des nächsten Fe: ers, das von der Freienn alderftraße 22 gemeldet w. rde, war der Futterboden eines einstöckigen Seitengebäudes. Das Feuer dehnte sich auch über die Dachkonstruktion aus. Auf dem Pauli'ichen Kohlenplag in der Verlängerten Großgörschenstraße waren Prestohlen abzulöschen, und außer dem waren während der Nacht noch vier kleinere Feuer zu bewältigen. und in Der Abends in " gesagt tabellos fauberen Ueberzug hatte, und so fonnte es. ohne von 2,80-2,00 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,60 m. Fische aufnahme hatte sich ergeben, daß an dem fritischen Tage dem weitere Schwierigkeiten tagiren. Der Unbekannte, welcher das per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 2,80 bis Angeklagten nur ein Zeitraum von 10 Minuten geblieben wäre, Bersahstück gebracht, war mit dem Betrage, den der Pfandleiher 1,20 m. Zander von 2,40-1,20 m. Hechte von 2,00-1,00 m. um aus seiner Wohnung nach der Werkstatt zu gehen und dort ihm nannte, vollkommen zufrieden, und das Geschäft hätte sich Barsche von 1,60--0.80 M. Schleie von 2,40-1,10 m. Bleie die drei Brandherde zurecht zu machen. Dies erachtete der Ver ganz glatt abgewickelt, wenn nicht plöglich ein sonderbares Gr- von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 15,00-1,50. theidiger als unmöglich. Die Geschmorenen verneinten die beiden eignis eingetreten wäre. Aus dem zusammengeballten Feder gestellten Schuldfragen, worauf die Freisprechung des bette tam nämlich mit einem Mal ein weinerlicher Ton, der Polizeibericht. Am 24. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter Angeklagten erfolgte. immer fräftiger wurde. Zugleich begann das P andobjekt fich zu auf dem Stettiner Güterbahnhofe, als er die Kuppelung zwischen Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gestern vor bewegen. The der Pfandleiher Zeit hatte, den Unbekannten zu einer Lokomotive und einem Wagen lösen wollte, durch die Lokofragen, was das zu bedeuten habe, war dieser mit auffallender motive überfahren und am Unterschenkel so schwer verletzt, daß der zweiten Strafkammer des Landgerichts I gegen den Haft davongerannt, N. verblüfft zurücklaffend, der das Bett aus: feine Ueberführung in ein Krankenhaus erforderlich wurde. Fabrikanten Michael Asch heim verhandelt, welcher des Vereinanderfaltete und in demselben zu seiner nicht geringen Ueber- Abends wurde in der Wohnung eines Kaufmanns, in der Rur brechens gegen die Sittlichkeit beschuldigt war. Aus der Urtheilsraichung ein lebendiges, fleines, etwa einen Monat altes Kind fürstenstraße, die völlig vertrocknete Leiche eines neugeborenen verkündigung ging hervor, daß der Angeklagte ein fleines Mädentdeckte, das, fast blau vom Schreien, seine nackten Beinchen Kindes auigefunden, die die Mutter deffelben, das Dienstmädchen chen auf sein Zimmer gelockt und dort mit demselben unzüchtige verzweifelt gen Himmel streckte. Der Echreck des Pfandleihers Lucke, feit der vor 4 Jahren erfolgten Geburt dort versteckt Handlungen vorgenommen hatte. Das Gericht verurtheilte ihn läßt sich denken; er machte ihn ganz fassungslos, wurde aber hatte. Am 25. d. M. Vormittags wurde im Landwehr zu einer Gefängnißstrafe von neun Monaten und an ber unteren noch größer, als in diesem Augenblick Frau N. aus ihrer im Kanal, die Leiche Schleuse, die eines einjährigem Ehrverlust. dem Spree, hinter Grundzweiten Stock deffelben Hauses belegenen Wohnung, jammernd Mädchens Salle. Die Verhandlung wider den sich zu der Richtung in das„ Geschäft" herunter fam mit der Meldung, ihr Kind sei stücke Vor dem Stralauer Thore 8b, die Leiche des am verschwunden und mit demselben das Bett, auf das sie den 19. dieses Monats in der Nähe der Eisenbahnbrücke bei Stralau der sogen. Unabhängigen rechnenden Schuhmacher May Meyner Saugling gelegt, um in der Küche das Badewasser zurechtzu ertruntenen Bootsmanns Wilke angeschwemmt. Eine Frau von hier hatte folgenden Verlauf, M., bisher nicht bestraft, maden. Wie groß ihre Freude war, in dem von dem Un- türzte sich aus einem Fenster ihrer in der Muskauerstraße zwei wurde beschuldigt, öffentlich vor einer Menschenmenge zum Unbekannten zurückgelaffenen Pfandobjekt ihr Eigenthum zu er- Stock hoch belegenen Wohnung auf den Hof hinab und erlitt gehorsam gegen Gefeße aufgefordert zu haben. Am 16. März ,, Schillerschlößchen" fennen, läßt sich nicht beschreiben. Der Fremde hatte sich in die außer einem Bruche des Unterschenfels so schmere innere Ber: Dieses Jahres fand im Restaurant zum in Der Schillerstraße eine Don dem Angeklagten einWohnung eingefd lichen gehabt, das Federbett ergriffen, obne legungen, daß fie nach dem Krankenhause gebracht werden deffen allerdings winzigen Inhalt zu gewahren, und sich beeilt, mußte. In der Elbingerstraße wurde Mittags eine Frau mit berufene Versammlung des„ kommunistischen Klubs" statt, welche Es wurde daselbst den Diebstahl zu verwerthen, wozu ihm die Pfandleihe im Erd- bedeutenden Verlegungen am Unterleibe und am Oberschenkel von etwa 9-14 Personen besucht war. Ihrer zunächst ein Artikel aus den Lichtstrahlen" von Krapotkin über geschoß des Hauses die bequemste Gelegenheit schien. Glücklicher aufgefunden und nach dem Krankenhause gebracht. Weise! Welche Verwirrung wäre entstanden, wenn der Spitz Angabe nach ist sie durch einen Arbeitswagen überfahren den allgemeinen Wohlstand verlesen, in welchem gesagt war, daß entstand Gegen Abend bube seine toubare Lait wo anders hingetragen hätte! Dem worden. der Destillation der Wohlstand nur durch Revolution herbeigeführt werden könne, entführten und wiedergefundenen Säugling es ist ein Fennstr. 30 eine Schlägerei, bei der der Arbeiter Walizek welche auch vor der Thüre stebe. Unter" Verschiedenem" sol Ihat das aufregende Abenteuer weiter nichts ges Stück Holz so schwer am Ropie verlegte, daß deffen Ueberführung 28. Februar des General- Anzeiger", eine Rede des früheren Reichshat das aufregende Abenteuer weiter nichts ge- den Arbeiter Großmann durch einen Schlag mit einem Megner sodann zu einem Reichstagsberichte aus der Nummer vom nach der Charitee erforderlich wurde. Vor dem Hause tags- Abgeordneten Genossen Kunert enthaltend, geäußert haben: Brizerstr. 20 wurde ein fünfihriger Knabe durch einen Kremser Der Abgeordnete Kunert hat im Reichstage verlangt, daß den überfahren und am Oberschenkel bedeutend verletzt. In der Uebergriffen der Staatsanwälte entgegengetreten werden müsse, Nacht zum 26. d. M. warf sich ein Buchbindergehilfe auf dem feme( K.'s) Wohnung sei nicht weniger als sechsmal durchBahnhofe Alexanderplay in selbstmörderischer Absicht vor einen Schnüffelt worden. Er,( K.) könne es niemand verdenken, der in einfahrenden Zug. Er wurde jedoch noch rechtzeitig durch einen diesem Falle Gewalt gegen Gewalt sett und den Durchschnüffler Beamten vom Geleise fortgeriffen und hat feine Verlegungen über den Haufen schießt. Als Geschworener würde er dann den freisprechen." Hierzu soll dann Metzner fogar davongetragen. entstand auf dem Grundstücke Mann haben: Das tann nur ein Mann sprechen, Köpnicferite. 48/49 in einem Bretterichuppen Feuer, das auch die ich nehme auch an, auf dem Nachbargrundstücke Röpuideritr, 40/41 befindlichen Holz welcher revolutionär gesinnt ist; vorräthe in Brand sette. Im Hause Kastanien Allee 74 daß es Kunert ist, dieser läßt sich aber von der Masse hinziehen. Es ist aber aus seinen Worten zu ersehen, daß wurde der Juhalt einer Tischlerei durch Feuer zerstört. Im Laufe des Tages fanden außerdem sechs kleine Brände statt. er auf dem Boden des Gewaltaftes steht, daß er Gewalt anwendet in dem Falle, wenn die Wohnung von Schnüfflern durchsucht wird und dieselben niederschießt. Es ist das ein annehmbarer Gedanke, den Kunert ausgesprochen hat." Mit diesen Worten soll der Angeklagte den versammelten Anarchisten den Rath ertheilt haben, bei vorkommenden Haussuchungen den Vollzugsbeamten niederzuschießen. Die erste Straffammer hatte in diefer AngelegenEin vollendeter Märchen erzähler ist der schon hoch- beit beschlossen, die Eröffnung des Hauptverfahrens abzulehnen, wogegen die Staatsanwaltschaft Beschwerde geführt, welche vom betagte Kolonist Pezold, welcher gestern wegen wiederholter Oberlandesgericht zum Naumburg bestätigt und der Beschluß der Unterschlagung vor der VIII. Straffammer des Landgerichts I zur 1. Strajtammer aufgehoben wurde. Der Angeklagte bestreitet, sich Berantwortung gezogen wurde. Der Alte, der in seinem schnee- traibar gemacht zu haben; er habe den Anwesenden nicht den Folgenschwere Blutvergiftung. In der vergangenen weißen wallenden Barte einen außerordentlich vertrauenerweckenWoche hatte sich der mit seinem Fahrzeug im Hummelsburger den Eindruck macht, hat in der hiesigen Urbeiterkolonie in der Bath ertheilt, die Vollzugsbeamten bei Haussuchungen niederSee liegende Leichterschiffer Martin aus Finkenwerder beim un- Remnickendorferstraße sein Standquartier. Durch außerordentlich duschießen. Er habe nur zeigen wollen, daß Kunert einen andern vorsichtigen Ausgießen von heißem Wasser den linken Fuß ver gutes Verhalten war es ihm dort gelungen, schließlich bis zu habe er in seinen Aeußerungen darauf hingewiesen, daß die Standpunkt einnimmt, als die sozialdemokratische Fraktion. Ferner brannt, worauf er dann die entstandenen Blasen aufschnitt und einer Art Buchhalterposten sich emporzuschwingen und jeder, der denaturirten Spiritus auf die Wunden goß, die er mit einem mit ihm zu thun hatte, war dem Alten ob seiner Bescheidenheit sozialdemokratischen Zeitungen und nicht einmal das hiesige Volksblatt" gewagt haben, die Rede Kunert's abzudrucken, damit bunten Lappen verband. Nachdem er den Strumpf darüber ge- zugeivan. Auch der eine der Tiakonen interessirte sich für ihn zogen, arbeitete er forglos weiter. Bereits am Sonntag war und unternahm sogar eine Reise, um Pezold's Familie, die mit ja die Leser den wahren Standpunkt eines Kunert nicht kennen aber der Fuß bis zum Kniegelenk derartig angeschwollen, daß M. diefem, alter Sünden wegen, sich überworien hatte, zu einer lernen. Im übrigen sei es nur seine Absicht gewesen, dieses der nicht mehr aufzutreten vermochte und ürer furchtbare Schmerzen Ausiöh ung Sozialdemokratie als Jronie gegenüber zu stellen. Polizeikommissar und finanziellen Unterstützung zu bewegen. in den ganzen unteren Extremitäten klagte. Außerdem fah der Der Angeklagte verstand seinerseits das Interesse, welches Henze, der jene Versammlung überwacht hatte, bekundet, daß anFuß grün und gelb aus und zeigte verschiedene blutrünstige ihm entgegen gebracht wurde, in betrügerischer Weise auslänglich fünf und nach einer stattgehabten Vertagung, zehn PerStellen. Der zu spät requirirte Hafenarzt stellte bei dem bezunutzen. Er erzählte eines Tages einem seiner Gönner namens fonen zu jener Versammlung erschienen waren. Er erklärte des Andauernswerthen Mann eine höchfi ge ährliche Blutvergiftung Wolff, daß er alle Aussicht habe, mut seiner Familie wieder auf geflagten Aeußerungen im Sinne der A flage und berief sich auf fest, die durch die Vernachlässigung und falsche Behandlung der guten Fuß zu kommen, bazu aber einige Reisen unternehmen den amtlichen Stenographen Otto Gebhardt, welcher in jener VerWu de bereits so erhebliche Dimensionen angenommen hatte, daß müsse. Das erforderliche Reisegeld wurde ihm auf sein Ersuchen fammlung zugegen war. Nach dem verlesenen stenographischen Bericht der gai ze Körper in Mitleidenschaft gezogen war, infolge bereitwilligst vorgestreckt. Ein derartiges Tarlehn verstand der anders als wie er, W., sie angegeben hatte. Die Anklage stüßte waren aber die Aeußerungen Megner's im wesentlichen nicht deffen der Arzt die schleunige Ueberführung des Unglücklichen Angeklagte dann noch zweimal aus Herrn Wolff herauszuholen. fich hauptsächlich darauf, daß M. gesagt:... Es ist das ein nach dem Krankenhause anordnete, in welchem derselbe aber, Nach einiger Zeit tischte der Angeklagte legterem das Märchen noch ehe zur Amputation geschritten werden konnte, unter großen auf, daß eine Erotante in Breslau plöglich gestorben sei und er annehmbarer Gedanke, den Kunert ausgesprochen." Es wurden zwei weitere Beugen, Mitglieder des ,, tommunistischen Schmerzen versicrb. so schnell wie möglich eine Reije dorthin antreten müsse, wenn Klubs", vernommen, die bekundeten, daß sie in jener 33 gefundene Gegenstände sind in der Woche vom 15. er in seinen Rechten nicht verkürzt werden wolle. Wieder erhielt Bersammlung durch die Aeußerungen Megner's nicht den bis 22. September im Bereinsbureau der Berliner Droschten er Geld, ja, Herr Wolff schickte ihm solches sogar nach Lauban Eindruck empfangen, als wolle er sie, die Versammlungsfutscher, Schügenstraße 58, als in Droichten gefunden abgeliefert nach. als von dort eine telegraphische Bitte eintraf. Als der besucher, zum Handeln gegen Bollzugsbeamte auffordern, sonwieder in Berlin angelangt war, offendern er habe jene Aeußerungen nur als Fronie gegen die SozialVon diesen Gegenständen sind noch abzuholen: Angeklagte 11 Echirme, 1 Ohrring, 1 Damenumbang, 1 Damenmantel, baile er feinem Wohlthäter, daß ihm gerade bei diefer Reise demokratie angeführt. Die Staatsanwaltschaft erachtete jedoch 2 Pincenez, 1 Handtasche, 1 Fernglas, 1 Opernglas, 4 bölzerne recht zum Bewußtsein gekommen sei, daß er als alter Mann, des Angeklagten Worte:„ Es ist dies ein annehmbarer Gedanke" Traillen, 1 Ueberzieher, Plaidpacket, 1 Packet Bücher, der jeden Tag abberufen werden könne, doch die Pflicht habe, u. f. 1. als eine Einwirkung auf den Willen der Ver1 Echlimmerrolle und 13ebn- Mart it üc! Und hierbei alle feine Angelege. heiten möglichst zu ordnen. Auf feinen fammlungsbesucher zum Zuwiderhandeln gegen das Gesetz. flagen frede Gigerlbachse mit Monofles noch über" Unehrlich: Wunsch erhielt er deshalb eine Uebersicht der ihm gegebenen Es war feine Straithat darin zu erblicken, wenn er nur Darlehne. Als sich daraus eine Gesammtsumme von 840 M. fritisirt hätte. Dieses sei aber nicht anzunehmen, indem ergab, verstand es der Angeklagte, nochmals 60 M. zu erlangen, in Betracht komme, wo jene Aeußerungen gefallen find. , damit doch eine runde Summe von 900 M. herauskomme." Selbstmorde. Der mit Goldfachen angethane Leichnam Es wäre, als habe sich der Angeklagte auf den Standpunkt einer jungen Dame wurde vorgestern Morgen in völlig erwestem Um diefe Summe in Herr W. geprellt worden, denn es ergab Kunert's gefiellt und mit seinen Aeußerungen die VersamZustande an der unteren Schleuse aus dem Landwehitanal ge- sich schließlich, daß die Geschichte von der Grbtante und die zogen. Unter verschiedenen Sachen wurde bei der Leiche eine übrigen Familiengeschichten nur der jugendlichen Phantasie des melten zum Ungehorsam gegen Gesetze auffordern wollen. Gs Wit Rücksicht auf mehrere würde eine Gefängnißstraße von 3 Wochen zu beantragen sein, Karte gefunden, die an eine Frau Schröder in Alt- Warp in alten Viannes entsprungen war. Pommern gerichtet ist und die Mittheilung enthält, daß die böse Vorstrafen, die der Angeklagte erlitten, beantragte der und stelle er es dem Gerichtshof anheim, auf eine jener beSchreiberin sich das Leben nehmen will. Die Absendung scheint Staatsanwalt gegen ihn eine zweijährige Buchthaus: antragten Freiheitsstrafe angemessene Geldstrafe zu erkennen. Der Gerichtshof sprach den Angetlagten aber vergessen zu sein. Die Persönlichkeit der Todten ist nicht fest. it rafe. Der Gerichtshof eriüute die Bitte des alten Mannes, frei, indem er nicht die Auffassung gewonnen, daß sich der ihm noch einmal mildernde Umstände zu bewilligen und ver- Angeflagte mit der Sache, sondern daß er sich lediglich mit der zustellen gewesen. urtheilte ihn zu einem Jahre Gefängniß. Person Kunert's beschäftigt babe. Es sei anzunehmen, daß er jene Aeußerungen in dem Sinne gebraucht habe, wie er angiebt worden. teit der Droschlenfutscher". Eine Blutthat ist am Montag Abend gegen 8 Uhr am Nordhafen verübt worden. Tortselbst geriethen zu dieser Zeit awei in jener Gegend sich aufhaltende Obdachlose aus einer geringfügigen Urface in Streit, im Verlaufe dessen der Eine der felven seinem Gegner mit einer Wagenrunge einen Hieb über den Kopf verfeßte, daß der Getroffene mit zerbrochenem Schädel zufammenbrach. Der Thäter ergriff die Flucht und in noch nicht ergriffen worden. Der Schwerverletzte, welcher bewustlos ist, wurde in hoffnungslosem Zustand in der fgl. Charitee mittels Ropp'schen Krantenwagens eingeliefert. Gerichts- Beifung. Dersammlungen. Aus dem Fenster gestürzt bat sich vorgestern Nachmittag um 2 Uhr aus ihrer im zweiten Stock des Quergebäudes MustauerStraße 14 belegenen Wohnung die junge Frau des Droschten: Brandstiftung in s. 3. der Tischler Georg Langmaat in Unter dem dringenden Verdachte der vorfäglichen futschers Hoffmann. Eine schwere Krankheit hatte vor etwa Jabresfrist auf den Gei eszustand der Fran eingewirkt, so daß Haft genommen worden. Die Geschworenen hatien gestern über sie zeitweise an geistiger Störung litt. In einem folchen Anfalle sein Schicksal zu entscheiden. Am 26. Januar Abends fahen hat fie gestern in Abwesenheit des Ehemanns, dagegen im Bei- Paffamen aus der in der Georgenkirchstraße belegenen Tischlerei fein ihres etwa 2 jährigen Rindes den Eprung vollführt. Mit des Angeklagten die hellen Flammen herausschlagen. Das Feuer schweren Verlegungen, aber noch lebend, wurde sie, nachdem drei wurde sehr bald gelöscht, es ergab sich aber, daß zweifellos Brand= In einer öffentlichen Versammlung aller in der Aerzte zur Stelle geholt waren, mittels Krantenwagens nach tiitung vorlag. Man entdeckte drei verschiedene, nicht zusammenhängende Feuerherbe, von denen der eine ganz fünftlich durch Steinindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins Bethanien übergeführt. Aufhäufung von Hobelspähnen, welche durch einen Sack bedeckt und Umgegend, die am Sonntag stattfand, hielt Genosse Das Feuer konnte erst nach Timm einen sehr beifällig aufgenommenen Bortrag über: Die waren, gebildet worden war. Feierabend angelegt worden sein, die Werkstatt wurde Abends Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und die Beschlüsse des durch den Angeklagten verschlossen und der einzig vorhandene internationalen Kongresses in Zürich. Gine längere Diskussion Don Diesem mit in feine Schlüssel Privatwohnung veranlaßte die Frage, ob man sich wie bisher mit einem VerDer Verdacht, das Feuer angelegt zu haben, trauensmann begnügen oder deren zwei wählen müsse, weil genommen. auf den Angeklagten. Man stellte feit, durch die veränderte Organisationsform diefem nun viel mehr fiel fofort daß derselbe sich schon seit längerer Zeit in Vermögens Arbeit erwächst. Da die anwesenden Marmorschleifer jedoch der verfall befunden und den vergeblichen Verfuch gemacht hatte, fich Meinung waren, daß die nächste öffentliche Versammlung der Im Marmor- und Granitarbeiter jedenfalls für ihre Branche einen onrch Assoziation mit einem anderen Tischler zu retten. Januar job er sich vor einer Schuldenlait von 754 Mt. Er war eigenen Vertrauensmann wählen würde, so beließ man es bei mit 3100. versichert, während sich zur Zeit des Brandes nur einem und vereinigte sämmtliche Stimmen auf den bisherigen Marktpreise in Berlin am 26. Septemb., nach Ermittelungen noch Bestände von höchstens 1500 M. in der Werkstatt befanden. Vertrauensmann Buchmann. Zu Revisoren wurden die und Maus, als Delegirter zur des königlichen Polizeipräsidiums. Weizen ver 100 Kg. guter von Der durch alle diese Momente entstandene starke Verdacht wurde Kollegen Müller deffen Stell 15,50-15,00., mittlerer von 14,90-14,50 m., geringer vou noch dadurch wesentlich verstärkt, daß der Angeklagte eines Tages Gewerkschaftskommission Blesing und zu 14,40-14.00., Roggen per 100 Rg. guter von 13,10 bis unter Witnahme aller nur irgend zusammen zu raffenden Baar vertreter Bachmann, in die Preßkommission des„ Bau12,80 M.. mittlerer von 12,70-12,50 M., geringerer von 12,40 mittel von hier nach Hamburg verschwunden war. Er hatte sich handwerker" A hlecke, und in den Zentralausschuß Wolff bis 12,20 M. Gerste per 100 kg. gute von 19,00--17,50 M., zu Verwandten nach Rendsburg begeben und kehrte erst zurück, gewählt. Thomas Rigdorf, der Vorsitzende des bisherigen mittlere von 17,40-16,00 m., geringe von 15,90-14,50 m. als seine Baarmittel beinahe erschöpft waren. Nach seiner Rückkehr Steinmez- Verbandes, wurde schon auf dem Kongreß mit dem Haier per 100 kg. guter von 18,80-17,50 9, mittlerer von nach Berlin hatte er sich nicht direkt zu seiner Frau begeben, sondern Vornz im Ausschuß betraut; die dritte Person zu wählen, über17,40-16,20 m., geringer von 16,10 bis 14,80 M. Strob, in verschiedenen Gasthöfen Aufenthalt genommen, wobei ließ die Versammlung den Marmor- und Granitarbeitern. Die Richts per 100 Kilogramm von Heu per er die Altersverfia erungstarte eines feiner Gesellen als Wahl einer Agitationskommission für Brandenburg und die öft100 Kilogramm von Mart. Erbsen, gelbe zum Kochen Legitimation gebrauchte. Der Angeflagte bestritt feine Schuld lichen Provinzen wurde vertagt, bis die Marmor- und Granitper 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speiſebobnen, weiße per und wollte sein Fortgehen aus Berlin auf andere Ursachen arbeiter ihren Uebertritt in die neue Organisation bewirkt haben 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linfen per 100 Rg. von 80,00 bis zurückgeführt sehen. Der Staatsanwalt beantragte das Schuldig und dann ebenfalls zu gemeinsamer Arbeit herangezogen werden Kartoffeln, per 100 g. von 8,00-4,00 M. Rinds gegen den Angeklagten, ba die Belastungsmomente geradezu tönnen. Die Stellungnahme gegenüber dem Gefangverein der fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch erdrückend seien und niemand anders als er den Brand angelegt Steinmeßen" tommt auf die Tagesordnung der nächsten öffent per 1 Rg. von 1,80-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von haben tönne. Rechtsanwalt Rempner gab zu, daß ohne lichen Versammlung. Hierauf wurde in eine Besprechung der Ein Kollege, 1,50-1,00. Ralbfleisch per 1 Rg. von 1,60-0,80. Bweifel eine Brandstiftung vorliege, bestritt aber, daß nur der Mißstände auf einigen Plätzen eingetreten. Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Rg. Angeflagte der Thäter gewesen sein müsse. Aus der Beweis der bei Geidler die Bezahlung des Tarifs, wie er mit der " Mart. Innung vereinbart ist, forderte, wurde entlassen. Da er bald wieder in Arbeit treten fonnte, lehnte er eine beantragte Unterstügung als Gemaßregelter ab. Die Firma Zeidler, zur Zeit mit den Sandsteinarbeiten für die neue Waisenbrücke beschäftigt, kehrt sich, wie von mehreren Kollegen mitgetheilt wurde, in feiner Weise an den Tarif. Für Arbeiten, die tarifmäßig bezahlt 25 M. tosten würden, zahlt sie nur 15 M., und so ist es vorgekommen, daß viele Steinmeßen mit 18 M. Wochenlohn nach Hause gehen mußten, während sie bei neunstündiger Arbeitszeit pro Tag 60 Pf. Stundenlohn zu verlangen haben. Vorstellungen beim Geschäftsführer helfen nichts; wem's nicht paßt, der kann ja gehen, ist gewöhnlich seine Antwort. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei Schilling, beim Obermeister Meging, bei Holzmann, Plöger, Huth und Wimmel. Der Vertrauensmann wurde beauftragt, das Material, welches er von den Kollegen dieser Plätze erhalten habe, der am nächsten Sonntag stattfindenden Innungsversammlung bekannt zu geben. Wenn die Innung nicht im stande oder willens ist, ihren Mitgliedern die Innehaltung des von ihr anerkannten Tarifs zur Pflicht zu machen, dann soll einzeln gegen diese Plätze vorge gangen werden. Dem Gesellenausschuß der Innung derartiges Material einzuhändigen, wurde entschieden bekämpft, da diese Herren aus Furcht vor Entlassung die Sache doch nur lasch betreiben und außerdem, wie es wiederholt geschehen, nur die Beschwerdeführer den Arbeitgebern denunziren. Ihr Nichterscheinen in Versammlungen beweise zur Genüge, wie ernst es diese Herren mit der Vertretung der Interessen ihrer Kollegen" nehmen. Wie ferner mitgetheilt wurde, ift es auf einigen Plähen üblich, glatte Arbeiten in Stundenlohn, komplizirte jedoch in Akkord herstellen zu lassen. Dabei werde dann dem Arbeiter derart schnell der bereits im Romtoir festgesetzte Preis vorgerechnet, daß er gewöhnlich der Benachtheiligte ift. Deshalb empfehle sich striktes Festhalten am Tarif und die Stärkung der Organisation. Nachdem noch der Vertrauensmann die Platzvertreter aufgefordert, bis zum 1. Oftober alle Marken und Gelder des Generalfonds mit ihm abzurechnen da er in der nächsten Versammlung über seine Thätigkeit und die Kassenverhältnisse Bericht erstatten will, und somit gezwungen sei, etwaige Restanten öffentlich bekannt zu geben wurden alle übrigen Pnnfte vertagt und die Versammlung Ser vorgerückten Zeit wegen geschlossen. Eberswalderstraße 5. 1 Gesangverein 4 Geibler. Gefangverein Ganges blüthen Blumenftr. 38 bei Sente. 12 Jahren 8 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Shrverluft ver. Gefangverein Moabit, Waldstraße 53 bei Sohr. Männer Gesang urtheilt. In der Urtheilsbegründung wurde ausgeführt, daß verein iederlust, Fichteftr. 29 bet R. Kröfche. le tch heit", Pappel Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gesangverein Rappel im Juni d. J. im Missionshause bei der Anmeldung yra 3, Brig, Bergftr. 65 in Rirdorf.- Gefangverein Freiheitstlänge 2 von Kindern, die in das Bethlehem Stift bei Laufigt Kaiser'scher Quartettverein, Krautir. 6 bei Rudolf aufgenommen werden sollten, seine Thätigkeit dazu miß- Arbeitergesangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bet Dorn.- Gesangverein Sängerfreiheit, Naunynftr. 43 bei Fris Fröhlich. hat, daß Junge braucht er auf den Gesundheitszustand der Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsfir. 11 bet Hartmann. Georginia, Kinder bezügliche Fragen an diese richtete der ihn Einig, Straußbergerstr. 3 bet Birt. und die Kinder veranlaßte, sich vor ihm Manteuffelstraße 45 bet ziewald. Borwärts" 7 Rummelsburg, Rummetsburgerstr. 11 bei Borchmann. absolut nichts anging Geeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bet kaprolatis. zu entblößen und dann den Körper der Kinder in unittlicher Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bet Strauſe. Weise zu berühren. Zu seiner Entschuldigung hat Rappel anFelsenburg, KoppenSüd- Ost 3, Falckensteinſtr. 7 bei Trittelwig. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bei gegeben, daß er überarbeitet gewesen und sich in nervöser Aufregung befunden habe. Das Gericht hatte teine Veranlassung, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Zu dieses strafmildernd zu berücksichtigen, da ihm ¡ genau das Alter [ chriften find zu richten an B. Sengel, Bergmannstraße 21, of 3 r.) der Kinder bekannt war und gerade er wissen mußte, daß seine Mittwoch: Polack- Klub Lustige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Liewald. Handlungen durchaus verwerfliche waren und welche Folgen fie Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Tambourverein Vorwärts( Rirdorf), Hermann- und Wanzlichstraßen für die Gesundheit der Kinder haben würden. Bei der StrafEde bei Rober. Rauchklub Eiferne feife, Triftstr. 1 bei Hoffmann. ausmessung wurde die Stellung des Angeklagten und der durch Sumoristischer Rauch flub, Sörligerstr. 42 bei Picht.- Geselligen die Bekanntgabe seiner Verbrechen hervorgerufene Anstoß beim Berein Brüderlich feit Georgenkirchstraße 65 bet Müller. Bautenschwenge! Annenstraße 16 bet Ehrenberg. Verein Rhetorit Publikum berücksichtigt. Bebuserstraße 5 bei Nemig( alle 14 Tage). Geselliger Verein Hoffnung Rauchtlub Gutgesinnter Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ece Abends 9 Uhr. Theaterverein Broletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. straße 43 c bei Lorenz. Reichert Naunynftr. 85 bei Bubeil Abends 8½ Uhr. straße 154, 2okal Konkordia. -VO Musikverein Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) no spe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gefangverein Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 bet Nebelin. Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Musit- Dilettantenverein Preciofa, Restaurant Kayser, Staligerstr. 22. Wien, 26. September. Die Sozialdemokraten lehnten in bends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecke. einer geftrigen, außerordentlich zahlreich besuchten Versammlung Turnverein Soffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man: jede Verantwortlichkeit für das Thun und Treiben der Anarchisten abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8. teuffelstr. 9.— Kraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und SonnZurnverein Gesund- ab. Es wurde die Vermuthung ausgesprochen, daß das Komplott brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends künstlich inszenirt worden sei, um über Wien den Ausnahmein der Turnhalle, Fretenwalderfiraße 39. Kraftturnverein Berolina, zustand zu verhängen und gegen die Sozialdemokratie, die auf Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Fauftmann, Reichenbergerstraße 73a. athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnen- friedlichem Wege ihre Ziele zu erreichen hoffe, einzuschreiten. Brüffel, 26. September. Der Verkehrsminister wird seitens Theater- und Vergnügungs- Verein Sumanitas Abends 9% Uhr bei der hiesigen Blätter in heftiger Weise angegriffen, weil derfelbe Reed, Lothringerstr. 94. bei Schulz, Beteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, einen Telegraphenbeamten degradirte, welcher nach stattgefundener Restaurant Lothringerstraße 101. Theaters und Lesetlub morgenroth, Chefcheidung eine zweite Heirath eingegangen war. Der Beamte jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. 67. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends Uhr, im Restaurant beging nach erfolgter Degradation Selbstmord. Mons, 26. September. Die Lage in dem Rohlenrevier ist Sommer, Grünfiraße 21.- Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenbergerstraße 149. Fidele Brüder, bet H. Mrose, Lachmannftr. 5. Da aber eine Lohnerhöhung zugesagt, so Touristen noch unverändert. verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Siedlutab, Manteuffelstr. 86. nimmt man an, daß der Ausstand bald beendet sein werde. Bergnügungsverein uftig- Froh, Abends 9 Uhr, Märkischer Hof, admiralstr. 18c. Sizung. Arbeiter Bitherflub Fretheitstlänge, abends von 8-11 Uhr, bet R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof Großgörschenstraße. Bithertlub Alpenglödchen Edelweiß. uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler willkommen. Berein Wohlgemuth jeden Mittwoch s½ Uhr Sigung mit Damen. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, Rauchklub Noochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralftr. 33. Rauchflub Rothe Nette, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer Raucht lub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerstr. 42.- Rauch flub Sanssouci, Boechstraße 61.- Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinftr. 28. Rauchtluh Grüne uafte, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchtlub Bultan, Abends 9 Uhr bei Stifler, Mariannenstr. 48.- Rauchklub, GoldeneQua st e", Abends 9 Uhr Rauchklub Schmotes Werte, Köpeniderbei Muß, Joftyftraße s. Rauchklub, Vorwärts Süd Dit", Waldemarfiraße 74 bet George. Humoristische Pfeifenbrüder Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Rauch klub Rauchtlub Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Lustige Brüder Abends 8% Uhr Manteuffelstr. 65 bet Möbius. Rauchtiub Arcona Abends von 9-11 Uhr bet Bernhard, Stalizerstr. 41. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. ltdeutscher Rauch flub bet Gabecte, Münchebergerstr. 5. straße 121a bei Schöbel. " Eine öffentliche Versammlung der Lackirer, welche am 25. September bei Ehrenberg, Annenstraße 16, stattfand, hörte zunächst den Bericht des Genossen Näther vom Züricher Kongreß, wobei sich Redner im wesentlichen auf diejenigen Punkte beschränkte, welche die Gewerkschaftsbewegung betreffen. In der Diskussion sprechen die Kollegen Rautenhaus und Müller im Sinne des Referenten. Gebauer, der die bekannten Phrasen vorbrachte von der Nichtsnuzigkeit der„ parlamentarischen Vertretung", von dem Terrorismus der Autoritäten" u. f. w. wurde vom Genossen Näther gebührend zurückgewiesen. Eine Resolution, welche auffordert, der Organisation der Lackirer beizutreten, fand einstimmige Annahme. Punkt 2: Bericht des Delegirten zum Gewerkschaftskartell, wurde der vorgerückten Zeit halber vertagt und zum 3. Punkt der Tagesordnung Mißstände im Lackirergewerbe" geschritten. Kollege Barndt gab hierzu einen Ueberblick über die Lage der in der Lampenbranche beschäftigten Lackirer. Dort seien die Verhältnisse am schlechtesten; die Löhne seit sechs Jahren um 60 Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. bis 70 Prozent herabgedrückt. So zahlen die Firmen Erich und German American Club Uncle Sam. 9 o'clock, Gräh, Schenk, Helbig, Stange für ein Gehänge( Kronleuchter) Restaurant 62 Königstrasse. Guests are welcome. 6-7 Pfennig, eine Arbeit, die früher immer noch mit 20-25 English Conversational Club Shakespeare. Pfennig bezahlt wurde. Die Schuld treffe hier die Kleinmeister, Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at welche durch ihre Schmußtonfurrenz die Löhne drücken. Die Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are meisten Kollegen feien taum im stande, 18 Mark die Woche zu welcome. verdienen; dabei sind die Meisten ein Drittel des Jahres arbeitsIos. Die nachfolgenden Redner Müller und Rauten haus bemängeln die Lauheit der Kollegen in bezug auf ihre Organisation. " Vermischtes. London, 26. September. Die Westminster Gazette" ver öffentlicht ein Manifest, welches die Anarchisten an die Aus. ständigen in Frankreich richten und welches heute in Frankreich zur Vertheilung gelangt. In dem Manifeft wird gegen die Feste in Toulon protestirt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berlin, 26. September. Wir sind in den Stand gefeßt, die zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismard gewechselten Depeschen nachstehend zu veröffentlichen: Güns, den 19. September. An Fürst Bismard, Kissingen. Ich habe zu Meinem Bedauern jetzt erst erfahren, daß Euere Durchlaucht eine nicht unerhebliche Erkrankung durchgemacht haben. Da Mir zugleich, Gott sei Dant, Nachrichten über die stetig fortschreitende Besserung zugegangen sind, spreche ich meine wärmste Freude hierüber aus. In dem Wunsch, Ihre Genesung zu einer recht vollständigen zu gestalten, bitte Jch Euere Durchfaucht bei der klimatisch wenig günstigen Lage von Varzin und Friedrichsruh für die Winterzeiten in einem Meiner in MittelDeutschland gelegenen Schlöffer Ihr Quartier aufzuschlagen. Ich werde nach Rücksprache mit Meinem Hofmarschall das geeignetste Schloß Euerer Durchlaucht namhaft machen. Wilhelm. Kissingen, den 19. September. v. Bismarck. Köln, 26. September. Wie die Rölnische Zeitung" meldet, vollzog die heute stattgehabte Hauptversammlung, in welcher sämmtliche betheiligten Werke vertreten waren, die Bildung eines rheinisch- westfälischen Gießerei- Roheisen- Syndikats. Als Sitz der gemeinsamen Verkaufsstelle wurde Düsseldorf gewählt. gemeinsamen Verkaufsstelle wurde Düsseldorf gewählt. Charleroi, 26. September. Das Komitee der Bergarbeiter beschloß, darauf zu dringen, daß die Bergarbeiter am nächsten Donnerstag den allgemeinen Ausstand beginnen, wenn die zehnprozentige Lohnerhöhung nicht gewährt werde. In dem Baffin du Centre hat sich der Streit ein wenig ausgedehnt, in dem Bassin von Lüttich stehen einige fleine Rohlenwerke still, in dem Bassin von Mons streifen 7000 Bergarbeiter. An Se. Majestät den Deutschen Kaiser, Güns. Euerer Majestät dante ich in tieffter Ehrfurcht für Allerhöchstdero huldreichen Ausdrud der Theilnahme an meiner Erfrankung und neuerlich eingetretener Besserung und nicht minder Der Verband deutscher Korbmacher, Filiale Berlin, für die Absicht gnädiger Fürsorge für die Förderung meiner Gehielt seine Monatsversammlung ab mit der Tagesordnung: Die Cholera. Das faifert. Gesundheitsamt macht folgende nesung durch Gewährung eines flimatisch günstigen Wohnsizes. Stellungnahme zum Preise der Kugelförbe. Es wurde bekannt Cholerafälle belannt: Meine ehrfurchtsvolle Dankbarkeit für diese huldreiche Intention gegeben, daß die Kugelförbe bei Remptes für 42 Pf. angefertigt In Hamburg wurden vom 25. bis 26. September Morgens wird durch die Ueberzeugung nicht abgeschwächt, daß ich meine werden, bei einem Durchmesser Don 15 Zentimeter und 5 Neuerkrankungen, darunter eine mit tödtlichem Ausgang, fests Herstellung, wenn sie mir nach Gottes Willen überhaupt in Aus57 Zentimeter Höhe. Mehrere Redner sprachen ihr Mißfallen gestellt. In Berlin ist der laut„ Reichs- Anzeiger" Nr. 227 fcht steht, am wahrscheinlichsten in der altgewohnten Häusüber den niedrigen Preis aus und betonten, daß der Preis, ertraukte Schiffer gestorben. lichkeit und deren Zubehör an Einrichtung und Umgebung zu welcher im vergangenen Winter gestellt wurde, streng hoch- Solingen, 24. Septbr. Die Cholera- Epidemie, die vor finden glaube. Da mein Leiden nervöser Natur ist, so glaube zuhalten sei. Auch Schmidt sprach sich in diesem Sinne aus furzem in dem Drt Papiermühle bei Solingen ausbrach, fann ich mit meinem Arzte, daß das ruhige Winterleben in den geund meinte, daß es nur an der Uneinigkeit der Gesellen liege, jetzt als erloschen bezeichnet werden, denn seit mehr als einer wohnten Umgebungen und Beschäftigungen das Förderlichste für wenn die Löhne herabgedrückt werden. Nach längerer Debatte Woche ist weder eine neue Erkrankung, noch ein verdächtiger Er- meine Genesung sein würde und daß dieselbe durch den Ueberfam auch zur Sprache, wie wir uns den Streitbrechern gegen- tranfungsfall zu verzeichnen gewesen, im Gegentheil, fämmtliche gang in neue, mir bisher fremde Umgebungen und Verkehrstreise, über zu verhalten haben, und gelangte ein Antrag zur Annahme, zur Beobachtung ihres Gesundheitszustandes ins Choleralazareth wie es die Folge einer Verwirklichung der huldreichen Absicht der besagte, daß auch Streitbrecher zu den Arbeiten von Rugel- eingebrachten Bersonen konnten als gesund entlassen werden. Euerer Majestät sein würde, in meinem hohen Alter im Interförben zuzulassen sind, wenn sich dieselben als Verbands- Mit- Auch der allgemeine Gesundheitszustand der Cholerakranken ist esse der Beseitigung der vorhandenen Störungen meines Nervenglieder ausweisen können. Ferner wurde angeregt, den Preis derart, daß ihre sofortige Entlassung gerechtfertigt erscheinen ſyſtems zu vermeiden sein würde. Professor Schweninger behält für Rugelförbe in ganz Deutschland einheitlich festzusetzen, und könnte, doch bleiben sie vorläufig noch im Choleralazareth, ich vor, diese seine und meine Ueberzeugung in schriftlichem nach besten Kräften für den Verband zu agitiren, denn nur durch damit einer weiteren Verschleppung der Krankheit mit Sicher: Bericht fachlich zu begründen. Einigkeit fönnen wir uns ein menschenwürdiges Dasein ver- heit vorgebeugt werde. In der Stadt Solingen ist bekanntlich schaffen und gegen die Ausbeutung des Unternehmerthums Front überhaupt fein Cholerafall entstanden, die Erkrankungen be machen. Herr Holze, Oranienstr. 3, hat seinen Gesellen einen schränkten sich vielmehr sämmtlich auf Bewohner der Ortschaft Lohnabzug von 5 pet. angekündigt. Die Versammlung beschloß, Papiermühle und auf Arbeiter der Papierfabrik von Jagenberg die Sperre über genannte Werkstatt zu verhängen. Von der u. Go. Auch in Cronenberg fann die Seuche als volkommen Werkstatt des Herrn Schade wurde berichtet, daß die größten erloschen betrachtet werden. Die an Cholera erkrankte Arbeiterin Uebelstände schon beseitigt sind. Sodann wurden für die Schuster ist vollkommen genesen. Bamburg, 26. September. Kempte'sche Werkstatt zwei Vertrauensmänner gewählt. Von gestern früh bis heute früh sind 5 neue Erkrankungen an Cholera gemeldet, von denen eine tödtlich verlaufen ist. Der Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter Von den früher erkrankten Personen ist keine gestorben. hielt am 17. 5. M. eine Mitgliederversammlung ab. Der Bericht Altona, 26. September. In Ottensen ist eine Erkrankung an der Tariskommission mußte, da die Kommission mit ihren Arbeiten Cholera vorgekommen. Wien, 25. September. In den letzten noch nicht zum Abschluß gekommen war, von der Tagesordnung zwei Tagen sind in Pest 43 Personen an Cholera erkrankt und Paris, 26. September. Die Gruben Compagnie von Lens abgesetzt werden. Der Vorstand des aufgelösten Fachvereins der 33 gestorben, in Lemberg 33 erkrankt und 11 gestorben. Der übersandte dem Friedensrichter die Erklärung, daß sie einen Marmors und Granitarbeiter hat bis zur endgilti gen Liquidation Gerichtsbezirk Rymanow in der Bezirkshauptmannschaft Sanot Ausgleich oder ein Schiedsgericht ablehne.- Die Streitführer sämmtliche Angelegenheiten zu regeln, und läßt die Aufforderung in Galizien ist infolge der Ausdehnung der Cholera im Sinne Basly und Lamendin ersuchten eine Anzahl sozialistischer Depus an die Mitglieder ergehen, ihren Verpflichtungen beim Kassirer der Dresdener Beschlüsse als Seuchenherd erklärt worden. tirter, behufs Agitation ins Kohlenrevier zu kommen, da die nachzukommen. Sonntag Vormittag findet eine Versammlung Amsterdam, 25. Sept. In der letzten Woche sind in 25 Bergleute mehrerer Gruben geneigt schienen, die Arbeit wieder aller in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter statt. Gemeinden Hollands nur einige vereinzelte Erkrankungs- oder aufzunehmen. Todesfälle an Cholera vorgekommen, In Rotterdam wurden 5 Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner u Berlin. Mittwoch, den 27. September, Abends 8 Uhr, Stzung mit Damen im Bereinslokal Erkrankungs- und 3 Todesfälle festgestellt; 3 Erkrankte wurden ,, Kommandanten- Garten", Kommandantenstr. 10-11. geheilt und 9 verblieben in Behandlung. In Amsterdam kam 1 Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord: Todesfall an Cholera vor. Rom, 25. Sept. Nach dem Sule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Ost- Schule, neuesten Cholerabulletin sind in Palermo 16 Personen erkrankt Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Süd- Schule, Mariendorferstr. 5: Unterricht in Geschichte( mittl.). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 138: und 8 gestorben, in Rom eine Person unter choleraver: Unterricht in Rechnen, Deutsch( oberes). In allen unterrichtsfächern, mit dächtigen Erscheinungen erkrankt. Nach offiziellem AusAusnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen weise sind in Rom vom 30. Juli bis 21. September und 11 gestorben. Sese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet Frig 18 Personen an Cholera erkrankt Liegle, Schwedterstr. 83. Seine, jeben Mittwoch vor dem 1. und 15. Teheran, 26. September. In den legten 14 Tagen hat die jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10. Gesund Cholera an dem Gestade des persischen Golfes zahlreiche Opfer brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannftr. 87. hett, Abends 8% Ubr bet Stramm, Ritterstraße 123. Seine, Rirdorf gefordert. Die Dörfer auf der Straße nach Buschire sind von Abends 8% Uhr, bet Schmidt, früher Albrecht, Knesebecstr. 82. Otto ben Bewohnern verlassen. Madrid, 26. September. Durch Reimer, bet A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23.- Ginigtett, Abends tönigliches Defret wird für Herkünfte aus Altona Quarantäne an 8% Uhr, bei geige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umggegend. Alle Menderungen geordnet. . B. 100. Die Adresse des Hofer Volksblatt" ift Hof, im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Ein frommer Sünder. In feiner Nr. 164 vom Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit 1, 18. Juli d. J. deckte der Wähler" eine im Leipziger Vereins- K. B. Wann es will, nach Ablauf der Dienstzeit. Andreasstr. 26, bei Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser haus der Innern Mission" von einem„ frommen Bruder" ver- Soldatenscherze. Anonymen Berichten können wir nichts straße 22-23, Bögow's Brauerei. Silaritas, Sochitraße 32 a, bet übte Schweinerei auf, um sie der Bertuschung zu entreißen. Von entnehmen: öffnen Sie das Visir oder Papierkorb. Wilte. Deutsche Eiche, Blumenfir. 46 bei Went. Echo 1 Pantow, war der fromme Bruder, der 2. M. 94. Gewiß, es verursacht keine Kosten. Schulzefir. 27. Gefangverein der Steinmegen, Flemmingstr. 6 bei Mann. der Leitung des Vereins 2yra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel.- hand in hand 1, Reichenberger- in einem Bruderhaus im Harz ausgebildet war, nach einer W. 101. Gefchente können innerhalb 6 Monaten durch ftraße 16 bei Päzoldt. Schneeglöd chen 2, Potsdam, Brandenburgerdamit er dort Zustellung eines Widerrufs wirksam zurückgefordert werden. Kommunikation 16, bet Glafer. Unverd roffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Arbeiterkolonie in Posen geschickt worden, Lindowerstr. 26.- Rütli, Friedenau im Kurhaus.- or wärts 5, Friedrichs als einfacher Kolonist ein Jahr seine Sünden büßen sollte. Die Zustellung hat durch einen Gerichtsvollzieher zu erfolgen. hagen, Rundtheil, b. Lerche.- Lorbeertrans, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Durch die Veröffentlichung des Wähler" wurde dieses Büßer- F. W. 32. Lohnauszahlung in einem Lokale ist nicht erSüdost 1. Köpnickerfir. 191, Restaurant.- Rothe Nette Schöneberg, Bolz- jahr bedeutend verkürzt und die Staatsanwaltschaft bekam Ge- laubt. Gemeinen Betrug begeht, wer die Invalidenkarte nicht ftraße 43, bei Siegeler. ftraße 11 bet Feind. ,, Concordia". Gitschinerstraße 55 bei legenheit, fich der Sache anzunehmen. Nach nichtöffentlicher Ver- beklebt, aber das Klebegeld vom Lohn abzieht. Eine Strafanzeige Haase." Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei handlung wurde heute der fromme Bruder", der Stadtdiakon des ist bei der Staatsanwaltschaft schriftlich anzubringen. Schneider. Gesangverein Freiheitstlänge, Alte Jakobstraße 68." Vereins für innere Mission", May Rudolf August Kappel, 8888 und Andere: Fragen wie: Hat Abs 1892 in der Unverzagt Langeftr. 65 bei Tempel.- Gefangverein orbeertranz 2. Oranienstraße 190 bei Katsch. Gesangverein Siebeslust in Fürstenwalde wegen Bornahme unzüchtiger Handlungen und Verbrechen nach Neuen Welt gerungen? darf ein Mann, der sich Sonntags um bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Stall-§ 176, 3 des Strafgesetzbuches Vornahme unzüchtiger Hand Frau und Kind nicht kümmert, sich Sozialdemokrat nennen? Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Buffe. Gefangverein offnung 3". Brandenburg a. Slungen mit Kindern unter 14 Jahren in vier Fällen unter was hilft gegen Nasenbluten? wie fann man„ Schafskopf" Gesang Berein" Eitania". Cuvryftraße 48 bei Anrechnung von zwei Wochen auf die Untersuchungshaft zu lernen? u. dergl. beantworten wir nicht. auch jezt im Laufe des Semefters, eintreten. Gleich Gesangverein der Kupferschmiede, Wein fchreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Ramps Galon. " Briefkaffen der Redaktion. C. H., Belten. Die Postverwaltung muß Ueberweisungsgebühr verlangen. Oftern 100. 1. Der junge Mann braucht die Oktober: miethe nicht zu zahlen, wenn er ohne seine Schuld behindert ist, die Schlafstelle zu benußen. 2. Gesindescheine, Stück 50 Pf., müssen leider auf grund der Verordnung eines todten Königs in Berlin gelöst werden. S. D., Wedding. Die zuverlässigste Auskunft über BuenosAires( Preisverhältnisse u. f. w.) erhalten Sie durch unser Bruderorgan, dem Vorwärts" in Buenos- Aires. Marienstr. 77. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin, Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 227. Gerichts- Beitung. Mittwoch, den 27. September 1893. 10. Jahrg. Vertreter des Beklagten, daß der Ausschluß der Kündigung beffer der Vertrauensmann des Gewerkschaftskartells in Frankfurt, Ge durch Abmachung mit jedem Einzelnen erfolgt wäre. Er räth nosse Trompeter gewählt. Es ist aber außerdem erwünscht, daß alle Frankfurter Gewerkschaften, nicht nur durch Zuhörer, sondern sum Vergleich. Ein solcher kommt auf 25 M. zu stande. Von der Konferenz über die Sonntagsruhe. Von ihrem Herrn und Protektor, dem Freiherrn v. Stumm, erfährt die" Post", daß dem Bundesrath folgende Vorschläge zur Verhunzung der Sonntagsruhe unterbreitet werden sollen. Allgemeine Bestimmungen. nicht abweichende Bestimmungen getroffen sind, mindestens zu I. Die den Arbeitern zu gewährende Ruhe hat soweit unter II. dauern: 1a. bei zwölfstündiger Betriebsruhe, für Einzelsonntage 24 Stunden, für Doppelfesttage und für zwei aufeinander folgende Sonn- und Festtage entu eder 36 Stunden oder, wenn eine Unterbrechung stattfinden soll, für jeden der beiden Tage Der Fall Kunert wird in juristischen Kreisen der verDer Stater Bliesenick beansprucht von der Firma Baudach auch durch einen Theilnehmer bei der Besprechung vertreten sind. schiedensten politischen Schattirungen lebhaft besprochen. Das und Behrend 73 M. Er hatte die Schüttung auf einem Bau Es wird daber jeder Gewerkschaft empfohlen, einen Vertreter, Urtel hat nicht nur wegen der enormen Strafböhe gegenüber der Beklagten ausgeführt und statt 273 Mt. nur 200 M. erhalten. und zwar womöglich eine solche Person zu bestimmen, welche einem winzigen Objekt ungeheures Aussehen erregt: beinahe Die Bellagte ließ durch ihren Vertreter einwenden, daß die mit dem Arbeitsnachweis vertraut ist. Jeder Theilnehmer ebenso überrascht hat, daß überhaupt eine Verurtheilung ein- Schüttung nicht fest genug ausgefallen sei und daß sie habe bat zu den Kosten der Veranstaltung einen Beitrag von getreten ist. Die Verurtheilung widerspricht den bereits in unserer nachschütten lassen müssen. 2 M. zu leisten, wogegen der ausführliche VerhandlungsZeitung vom 12. September von uns stizzirten bislang allgemein Der Kläger bemerkte, daß die Puzer vielleicht die Schüttung bericht, in Buchform, unentgeltlich geliefert wird; die geleistete als giltig erachteten Rechtsgrundsätzen. Auch das Reich 3 heruntergetreten hätten; diese hätten nach ihm gearbeitet. Die Ausgabe wird somit der Gewerkschaftsbibliothek zu gute kommen. gericht hat sich bereits unter dem 7. Juni 1883 in einem Beklagte wurde zur Zahlung der 78 m. verurtheilt. Das Gericht Gewerkschaften, welche an der Besprechung theilzunehmen Ürtel wider Bogel( abgedruckt Annalen Band 8 S. 295) in scheufte dem Kläger Glauben, daß er seine Arbeit so gut gemacht wünschen, werden ersucht, ihren Vertreter bei dem Bureau des gleichem Sinne ausgesprochen. Um unseren Lesern eine felb- für den verabredeten Preis, wie er es fonnte. Freien Deutschen Hochfiftes, gr. Hirschgraben 28( Goethehaus) ständige Nachprüfung zu ermöglichen, drucken wir die Ent Der Arbeiter Heinicke flagt gegen den Stuck- und Marmor- schriftlich anzumelden, unter Beifügung des Beitrags, worauf scheidung wörtlich ab: waarenfabrikanten Carlo Bey; er fordert 41 Mark rückständigen die Zustellung der Theilnehmerkarte erfolgt. Auch Frauen haben Thatbestand: Gegen den Angeklagten war wegen derjenigen Lohn und 14 Mart Entschädigung, weil er sein Kassenbuch und Zutritt zu den Verhandlungen. Gratistarten für Zuhörer sind betrügerischen Handlungen, welche Gegenstand feiner Verurthei- die Invalidenkarte erst nach mehrtägigem Bemühen darum er gegen Ginzeichnung in eine Hörerlifte im Goethehause zu haben; lung geworden sind, die Voruntersuchung geführt worden. Als hielt. Der Beklagte wurde verurtheilt. am Verhandlungstage werden im Verhandlungslokale, im Saale nach deren Abschluß die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben des Kaufmännischen Vereins, Langestraße 26, I, sofern noch hatte, wurde gemäß§ 199 der R.-St.-P.-O. eine Abschrift der Ein verunglückter Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Zum Play vorhanden ist, ebenfalls Zuhörerkarten unentgeltlich abAuflageschrift dem Angeklagten mitgetheilt. Die Zustellung er- Kapitel: wie Majestätsbeleidigungs- Prozesse entstehen, liefert eine gegeben. folgte durch die Post und wurden aus einem Versehen die Unter- Verhandlung, die sich am 19. d. M. vor dem Landgericht Dortsuchungsaften, in welchen sich auch die Original- Lohnliste der mund abspielte, einen charakteristischen Beitrag: Praktisches Christenthum. Wie dem Gothaifchen BoltsBahngesellschaft befand, beigefügt. Sie gelangten auf diese Weise Der Bürstenmacher Wieben, so berichtet unser Dortmunder blatt" von einem Arbeiter, der in der dortigen Herberge zur in die Hände des Angeklagten. Als es später wahrscheinlich ge- Parteiblatt, stand gestern unter der Antlage der Majestäts- Heimath übernachtete, berichtet wurde, mußten die Leute für Verworden war, daß die verschwundenen Akten dem Angeklagten beleidigung vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts. pflegung und Nachtquartier nicht nur am Sonnabend Abend, zugegangen feien, wurde bei ihm eine Drchsuchung vorgenommen, Wieben befand sich in der Sylvesternacht vergangenen Jahres sondern auch am Sonntag Morgen von 9 bis 11 Uhr Holz die jedoch nicht zur Auffindung der Aften führte. Nur die Ab in der Kramer'schen Wirthschaft, wo sich eine Gesellschaft junger spalten. Wir hätten geglaubt, meint dazu unser Bruderorgan, schrift der Anklageschrift wurde vorgefunden. Die Borinstanz Kaufleute, die ziemlich angeheitert in das Lokal gekommen daß ein Institut, welches sich mit Vorliebe christlich nennt, doch nimmt nun für erwiesen an, daß sich der Angeklagte die Aften waren, durch Spielen auf einer Drehorgel und Halten von ein wenig mehr die Sonntagsruhe respektiren würde. Daß aber zugeeignet, indem er sie vernichtet oder bei Seite Reden amüsirte. Bei einem Hoch auf den Kaiser, das auf eine auch noch gerade die Zeit während des„ Gottesdienstes" benutzt gefchafft habe, nnd stellt gegen ihn fest, daß er im Jahre der Reden folgte, foll Wieben eine etwas geringschäßige Aeußerung wurde, während welcher alle Geschäftsleute schließen müssen, 1881 die Untersuchungsakten der föniglichen Staatsanwaltschaft gethan haben. Die Deffentlichkeit wurde auf Antrag des Staats fegt diesem Christenthum vollends die Krone auf. zu Münster, in welchen eine Untersuchung wegen Betruges gegen anwalts ausgeschlossen, die Berichterstatter der Zeitungen durften ihn eingeleitet worden war, also fremde bewegliche Sachen, in jedoch im Saale bleiben. Durch die Beugenaussagen wurde nicht deren Besitz er sich befand, sich rechtswidrig zugeeignet hat. Auf nachgewiefen, daß sich die fragliche Wendung auf das aus diese Feststellung ist der§ 246 des R.-St.-G.-W. zur Anwendung gebrachte Hoch bezogen habe, daß auch während des Hochs ein gebracht." ziemlicher Tumult war, nur der Zeuge Reitemeier sagte positiv Gründe: Diese Feststellung enthält eine Verkennung belastend aus; dieser Zeuge hat auch, wie in der Verhandlung des Begriffs der Zueignung. Das Urtheil sagt, es habe sich der feitgestellt wurde, dem Angeklagten an jenem Abend gedroht, Angeklagte die Aften zugeeignet, indem erfie vernichtet ihn aus der Arbeit zu bringen. Staatsanwalt Detting beoder bei Seite gefchafft habe, findet also den Aft der merkte, daß wohl sämmtliche Zeugen zu der Stunde schon " Zueignung" nur in dem Vernichten oder Bei einen ziemlichen Grad von Trunkenheit erreicht hatten und sich feiteschaffen. Der Begriff der Zueignung erfordert ein die Aeußerung schließlich ebensogut auf die der Drehorgel ent3u eigen machen". Der Zueignende muß über die Sache lockten Töne bezogen haben könne; er beantrage deshalb die Freigleich einem berechtigten Eigenthümer verfügen, also den sprechung. Der Gerichtshof schloß sich nach kurzer Berathung animus domini, b. h. den Willen, sich zum Eigen diesem Antrage an. thümer zu machen haben und zum Ausdruck bringen. Wenn nun die Vorinstanz eine solche Verfügung in dem Vernichten oder Beiseiteschaffen findet, so steht dem entgegen, daß beide Handlungen, wenn fremde Sachen das Objekt derselben bilden, an sich keine Kundgebungen des Willens sind, die Sachen 2. Zur Ablösung der im ununterbrochenen Betriebe beauch nur vorübergehend als eigene" zu haben, schäftigten Arbeiter dürfen andere Arbeiter, jedoch frühestens und daß auch nicht ohne weiteres behauptet werden kann, der 12 Stunden nach Beendigung ihrer regelmäßigen Arbeit, heranjenige, welcher eine Sache vernichtet oder bei Seite schafft, habe die Absicht, sie sich dadurch zu eigen" zu machen Soziale teberlicht. gezogen werden. Dieselben dürfen in dem ununterbrochenen und als Eigenthümer" über sie zu verfügen. Achtung, Bildhauer! Die Firma Portois u. Fir in Betriebe während der letzten 12 Stunden vor Wiederaufnahme Nach den vorinstanzlichen Feststellungen hat der Angeklagte Wien, Ungargasse 58, sucht in Werliner bürgerlichen Blättern ihrer regelmäßigen Arbeit nicht beschäftigt werden. Rechte durch Entziehung von Möbel Bildhauer auf dauernde Akkord- Beschäftigung". mindestens das Maß der den abgelösten Arbeitern gewährten bat bir Die den Ablösungsmannschaften zu gewährende Ruhe muß Beweismitteln zu beeinträchtigen oder von den bei Wir machen darauf aufmerksam, daß obige Firma sich der gegen: Nuhe erreichen. Seite geschafften Urkunden zu feinem eigenen Vortheil wärtigen Bewegung der Wiener Bildhauer zur Grringung des Wo die Durchführung der unter 1b aufeinen Gebrauch machen. 3 น. Дав aber in Achtundentags am entschiedensten entgegenstellt und daß daher Kräfte der Arbeiter gegen den bisherigen Zustand herbeiführen genommenen Bestimmungen eine größere Anspannung der dem Vernichten oder Beifeiteschaffen von Beweismitteln die von derselben angeworbenen Arbeiter nur bestimmt sind, oder den Besuch der sonntäglichen Gottesdienste beeinträchtigen allein das Gesetz felbft einen Bueignungsaft" nicht sieht, Streifbrecherdienste zu leisten. ergeben die§§ 133 und 274 des R.-Str.-G.-B., welche diese Handwürde, ist die höpere Verwaltungsbehörde befugt, Ausnahmen lungen in Beziehung auf Urfunden als Beweismittel nicht zuzulaffen. unter den Begriff des Diebstahls oder der Unter An die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Hier wurde allgemein das Verbot einer länger als 18 Stunden schlagung bringen, sondern fie als einen selbständigen Der von den Kollegen in Bremen und Achim ausgehende Auf- dauernden Wechselschicht abgelehnt und darauf hingewiesen, daß Verbrechensbegriff aufstellen." ruf zur Beschickung eines Kongresses, der im November in Ber- der§ 120e der Gewerbe- Ordnung dem Bundesrathe genügende Dieses wörtlich wiedergegebene Erkenntniß ist vom dritten lin tagen soll, hat auch in unseren Reichen einen lebha ten Wider- Vollmacht gebe, wo eine 24stündige Wechselschicht die Arbeiter Straffenat gefällt. Das Breslauer Erkenntniß unterliegt der hall gefunden. Behuss näherer Berathung und Beschlußfassung ungebührlich anstrengen sollte, Remedur eintreten zu lassen. Sachprüfung durch den vierten Senat. Will diefer über diesen Kongres findet am Sonntag, den 1. Oktober, Vor- Ferner wurde für die ganze Montanindustrie, abweichend von von den Grundsägen, die in der abgedruckten Ent mittags 10 Uhr, eine öffentliche Versammlung tatt im Saale der Regierungsvorlage, das Entladen und Verschicken von Gisen scheidung ausgedrückt sind, abweichen, 10 muß nach der Brauerei von Julius Bözow, vor dem Prenzlauer Thor. bahnwagen während fünf Stunden mit der Maßgabe be§ 137 G.-V.-G. eine Berweisung der Sache zur Entscheidung Wir ersuchen unsere Kollegen bei der Wichtigkeit der Tages- ürwortet, daß die Polizeibehörde analog den Bestimmungen über an die vereinigten Straffenate stattfinden. Es bleibt diesen über- ordnung alle Mann für Wann am Plage zu sein. das Handelsgewerbe die Stunden festzustellen habe. laffen, dann endgiltig zu entscheiden, ob jemand, der ften ent- Die Kommission der Tabatarbeiter Berlins. nommene Abschriften von Erkenntnissen benutzt und dann unvorsichtiger Weise vernichtet, um den Entwender der Aftenabschriften vor disziplinarer Bestraf ng durch die Gefängnißbehörde zu schüßen, nach juristischer Konstruktion als Unterschlager" au erachten ist. Gelangen die vereinigten Straffenate zu dieser Ueberzeugung und billigen demgemäß die erfolgte Gefeßesanwendung, so ist die stattliche Reihe der Erfenntnisse, die eine tiefe Kluft zwischen dem Rechtsbewußtsein des Volkes und der Auslegung von Gesetzen durch zünftige Juristen offenbaren, um ein erhebliches Stück vermehrt. " " nicht beabsichtigt, " Der Majestätsbeleidigungs- Prozeß Wieben hat also lediglich den Effekt gehabt, festzustellen, daß in der Sylvesternacht einige Patrioten" ordentlich betrunken waren. " J. A.: H. Pfaun, Bildhauer. J. A.: Karl Butry, Stralsunderstr. 17, II. Berichtigung. Unter dem Aufruf der Tabatarbeiter ist die Adresse des Kommissionsmitgliedes unrichtig angegeben. Es muß heißen: Jos. Rechimann, Bremen, Br..derstr. 12. Die Züricher Rüfer sind am Montag zum Theil in eine Lohnbewegung eingetreten, da verschiedene Geschäfte den vom Rüferfachverein aufgesteliten Lohatarif niat anerkannt haben. Vor Zuzug wird gewarnt. 24 Stunden. 1b. bei ununterbrochenem Betriebe für jeden zweiten Sonntag 24 Stunden oder für jeden vierten Sonntag 36 Stunden, in welchem Falle aber an dem vorhergehenden und an dem folgenden Sonntage die Zeit von sechs Uhr Morgens bis sechs Uhr Abends arbeitsfrei bleiben muß. I. Bestimmungen für einzelne Gewerbe; 111. für VerkokungsAnstalten. Der ununterbrochene Betrieb der Defen von höchstens 30stündiger Brenndauer und solcher Defen, deren Gase im Bergwerts oder Hohofenbetriebe Verwendung finden oder zur Gewin ung von Nebenprodukten dienen, sowie der dazu erforder= lichen Apparate ist gestattet. Zum Betriebe gehört die Zufuhr von Rohstoffen und die Abfuhr der Fabrikate. Für die übrigen Defen ist an mehreren aufeinanderfolgenden Sonn- und Fest tagen das Ziehen und Füllen in der Zeit von 6 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens gestattet. Für alle Koatsanlagen ist das Reinigen der Schlammsümpfe, der Kohlenwäschen an Sonne und Festtagen, sowie der Betrieb der Kohlenwäschen von Abends 6 Uhr bis Morgens 6 Uhr gestattet. Für Eisenhochöfen. Der ununterbrochene Betrieb ist gestattet für die Arbeiten der Kesselwärter und Stocher, der Mas vinisten, Schmelzer, Gicht- und Apparatarbeiter für die Zufuhr der Rohstoffe zu den Hochöfen, die Abfuhr der Produkte von den Hochöfen, die Verarbeitung der Schlacken und die Verladung der Produkte. Gewerbegericht. Rammer II. Sigung DO Aus Philadelphia laff n sich die„ Time3" melden, daß 22. September. Vorsitzender: Assessor Für st. Der Leder zahlreiche Spinner in Massachusetts und New- Hampshire die arbeiter Lepin sollte für die Firma Biengräver u. Staiser ein Arbeit wieder aufgenommen haben, da die Arbeiter auf eine Viertel Dutzend Taschen zu dem Dugent preis machen, daß wollte Lohnherabfeßung von 10 pet. eingegangen find. Mehrere Gifener nicht, es tam zu einem Streit mit dem Prinzipal, welcher die bahnen im Westen haben ebenfalls eine Herabsetzung der Löhne Entlassung Lepin's zur Folge hatte. Dieser wurde darauf klagbar. um 10 pet in Aussicht genommen. Auch die Metallarbeiter in Ein Zeuge beſtätigte die Behauptung des Klägers, daß man, Ohio scheinen geneigt, eine Lohnverminderung um 10 pet. anzuwenn man ein Viertel Dußend der bewußten Taschen mache und nehmen. Für Bessemer- und Thomasitahlwerke, Martin- und Tiegelfie nach dem für das Dugend vereinbarten Preis berechne, einen Inwieweit diese Mittheilungen des bekannten Londoner. Schaden habe. Die Parteien verglichen sich auf 21,50 M.; das Kapitalinenblattes sich bestätigen, läßt sich zwar nicht kontrolliren, gußstahlwerke, Buddelwerke und zugehörige Walz- und HammerKlage- Objekt betrug 31 M. unwahrscheinlich ist es bei der gegenwärtigen elenden Lage aber werke, sowie für Hochofen- Gießereien. An in die Woche fallenDer Schuhmacher Schneider wurde mit seiner Lohn- immeihin nicht, daß die Arbeiter die Waffen zum Theil ohne Betrieb von Abends bis Morgens 6 Uhr gestattet. In Werten, entschädigungsklage gegen feine ehemalige Meisterin, Frau Hinze, langen Kampf ſtrecken, um sie bei gelegener Zeit desto schärfer in welchen der Betrieb an jedem zweiten Sonntage mindestens abgewiesen. Es wurde als erwiesen durch die Aussagen eines gerüjet zu halten. 36 Stunden ruht, darf an den übrigen Sonntagen bereits um Zeugen angenommen, daß der Kläger an seinem Geburtstage Sozialstatistisches aus Baden. Im Anschluß an die 6 Uhr Abends mit dem Betriebe nach 12stündiger Ruhe des betrunken und bedeutend zu spät zur Arbeit gekommen fei. Die früher erfolgten Erhebungen im Handelsgewerre, den Bäckereien, ſelben wieder begonnen werden. Auf das Weihnachts, NeuBeklagte habe ein Recht gehabt, ihn an den Tage nicht zu be: Konditoreien und Müllereien wird, wie die„ Bad. Korresp." er jahrs-, Oster- und Pfingstjest findet diese Bestimmung keine Anschäftigen. Als erwiesen wurde ferner angenommen, daß der Kläger der Weifung seiner Arbeitgeberin, am andern Tage fährt, im Laufe des Monats Oktober im Großherzogthum Baden wendung. Endlich wurde folgende Resolution angenommen: wieder zu kommen, nur zu dem Zwecke gefolgt sei, Buch und der Kellner, Kellnergehil en und Kellnerinnen nach einem von eine Untersuchung im Schank- und Wirthschaftsbetrieb hinsichtlich Wo der Schichtwechsel nach der Ortszeit stattfindet, ist auch Karte zu verlangen. Er sei also dann freiwillig gegangen. Rammer III. Sigung vom 23. September. Vor der Reichskommission für Arbeitsstatistik ausgearbeiteten Fragesitzender: Assessor Cuno. Acht Töpfer flagen gegen die Firma bogen vorgenommen werden. Dieselbe wird sich auf ein Zehntel Treuberz; sie beanspruchen eine Entschädigung dafür, daß sie der vorhandenen Wirthschaftsbetriebe erstrecken, und es werden zwei Tage nicht arbeiten konnten. Weil sie eine Geldfalamität 8u gleichen Theilen sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer verbefürchtete, hatte die Firma eines Tages den betr. Bau liegen laffen, am Nachmittag lag tein Grund zu der Befürchtung von Die Gewerkschaften und der sozialwissenschaftVormittag mehr vor; man hatte die Sache ins Reine gebracht" liche Kongreß des Freien Deutschen Hochitifts. Die geplante Tabakfabrikatftener fetzt felbstrebend die und wollte weiter arbeiten lassen. Jetzt war aber das Material Unser Frankfurter Partei Organ giebt folgendes bekannt: Wie am meisten Jnteressirten, die Tabatarbeiter, welche die eigent zur Weiterarbeit nicht mehr da, es war mittlerweile„ wo anders bereits mitgetheilt, wird am 8. Oktober ds. J3. eine Besprechung lichen Schlachtopfer ind, zur Zeit in lebhafte Bewegung. Fast hin" gebracht worden. Den Klägern wurde die beanspruchte über die Frage der Arbeitslongfeit und Arbeitsvermittlung an allen Orten, in denen die Tabatindustrie vertreten ist, finden Entschädigung natürlich zugebilligt. in Industrie und Handelsstädten, veranstaltet durch jetzt von Arbeitern einberufene Versammlungen statt, die fich Der Arbeiter Schmidt beansprucht von der Baufirma Engel die volkswirthschaftliche Sektion des Freien Deutschen mit der neuen Steuer, die zahlreichen Arbeitern ihre sowie so und Schemmel 39 M. als Lohnentschädigung wegen plöhlicher Hochstifts stattfinden. Das Referat über: Arbeitslosigkeit schon tärgliche Existenz rauben wird, eingehend beschäftigen. Entlassung. Herr Schemmel machte den Einwand, allen Arbeitern im allgemeinen und Nothstandsarbeiten" hat der Bor: Derartige Protestversammlungen warden dieser Tage u. a. in der Firma sei in corpore gesagt worden, sie hätten feine Kün- figende des Deutschen Holzarbeiter Verbandes, Genosse Karl Löbau in Sachsen, Peine, Delmenhorst, Achim, Neumark i. Schl., digung, niemand habe Widerspruch dagegen erhoben. Der Kläger Kloß aus Stuttgart, übernommen. In der Vorausseßung, daß Dresden, Celle und Bremen abgehalten. In der in letzterem behauptet, nicht dabei gewesen zu sein und nichts von dem Aus- namentlich die Gewerkschaften ein großes Interesse an dieser Be- Orte stattgefundenen Versammlung hielt der frühere Neichstagsschluß der Kündigung zu wissen. Der Vorsitzende belehrte den sprechung nehmen werden, wurde in den Organisationsausschuß Abgeordnete Bruhns einen eingehenden Vortrag, nach dessen nommen werden. die Regelung der in vorstehenden Vorschriften enthaltenen Beit bestimmungen nach der Ortszeit gestattet. Wie man sieht, ist das, was die geschworenen Arbeiterfeinde mit ihren treuen Knappen zu stande gebracht haben, dem Unternehmerschuß, wie er heute schon besteht, durchaus würdig. Die Arbeiter werden's den Herren Dant wissen. Beendigung die folgende Resolution einstimmig angenommen hafter Lektüre. Angesichts alles dessen sei es die höchste Beit, wurde: fürs Effen und ein paar Bigarren" fervirt. Alle Redner waren daß die Gehilfenschaft sich wieder aufraffe, sich im Verbande fich dahin einig, daß man es niemand verargen dürfe, seine Die Bremischen Tabafarbeiter beschließen in der heute am organisire und ihre Geschicke wieder selber in die Hand nehme. Eristenz zu finden, so gut er könne, daß die Leute aber veranlaßt 14. September 1893 stattfindenden öffentlichen Versammlung:( Beifall.) Im Anschlusse hieran referirte Faber über das werden sollten, der Organisation beizutreten und nicht unter In Erwägung, daß alle indirekten Steuern auf Bedürfniß- Thema:„ Das Koalitionsrecht und wie stellt sich die Reichsdruckerei dem Tarif zu arbeiten. Auch wurde Klage geführt über die artikel der großen Masse des Volkes eine höchst ungerechte und dazu?" Derselbe erinnerte daran, daß die vor 2 Jahren in öffent- Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Unionsbrauerei, für die verwerfliche Belastung gerade der ärmsten Kreise des Volfes be licher Versammlung aufgedeckten Mißstände durch den Druck man aber weniger den Defonom als den Oberkellner verant deuten, der öffentlichen Meinung und mit Hilfe sozialdemokratischer wortlich machte. Derselbe engagire eine große Masse Kellner in Erwägung, daß von den Vertretern der Reichsregierung, Reichstags- Abgeordneter zu Aller Zufriedenheit beseitigt worden( mehr als nöthig) für fest, weil sie dadurch billiger seien( 15 M. wie von den Vertretern der Parteien, welche für eine Bermeh- seien. Dies ging bis nach Beendigung des Neunstunden- Aus- pro Monat), lasse sie bis Mittag Buzarbeiten verrichten, ohne rung der Heereslasten eintraten, bestimmt versprochen worden standes. Nachdem sah man sich in der Reichsdruckerei veran- Essen zu verabreichen, um sie dann für den Tag zu entlassen. ist, die neuen Steuerlasten von den Schultern der wirthschaftlich laßt, nur noch Arbeiter einzustellen, welche nicht dem Unter- Diesem Geschäft solle von seiten der Agitationskommission die Schwachen möglichit fernzuhalten, stügungsverein der Buchdrucker angehören. Das Koalitionsrecht größte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Nachdem der Kollege werde also den betr. Arbeitern einfach genommen. Leider hätten Schulz als Vertrauensmann für Rirdorf einstimmig gewählt, sich viele Kollegen dieser Maßregel gefügt. Während in Berlin schloß die Versammlung Morgens 3 Uhr. im Allgemeinen zwei Drittel der Kollegenschaft organisirt, lägen in fernerer Erwägung, daß die Einführung der Tabak fabrikatsteuer 1. die Tabatfabrikate erheblich vertheuern und damit insbesondere den Verbrauch von Zigarren wesentlich einschränken wird, 2. die in der Tabatbranche noch zahlreich vorhandenen die Verhältnisse in der Reichsdruckerei wesentlich schlechter. Bon In der öffentlichen Versammlung aller in der Hut Kleinbetriebe sowohl durch die Vertheuerung des Produkts wie gegen 300 dort beschäftigten Segern, Druckern und Gießern ge- branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen durch die mit der Fabrikatsteuer nothwendig verbundene äußerst hören nur 100 der Organisation an. Das müsse entschieden vom 25. d. M. erstattete Kollege A. Metschte Altenburg fomplizirte und belästigende steueramtliche Kontrolle gegenüber anders werden, um den vielerlei Drangfalirungen wirksam be- Bericht vom internationalen Hutmacher- Kongreß zu Zürich. Derdem Großbetrieb ganz konkurrenzunfähig machen und zu Grunde gegnen zu können. Wenn Redner auch anerkannte, daß die Reichs- selbe war von Frankreich, Italien, Desterreich, Ungarn, der Schweiz richten wird, 3. mindestens 50 000 in der Tabakindustrie bedruckerei manche arbeiterfreundliche Einrichtungen aufzuweisen und Deutschland beschickt. Die gefaßten Beschlüsse decken sich im schäftigte Arbeiter erwerbslos machen und dem noch verbleibenden habe, so wögen diese doch nicht das Koalitionsrecht auf. Auch dieser großen und ganzen mit denen der sonstigen in Zürich ſtattRest der Arbeiter die ohnehin schon äußerit ungünstigen Lohn- Redner hob die Organisationspflicht der Kollegenschaft hervor. So gehabten Gewerkschafts- Kongresse. In einer Resolution erklärte und Arbeitsverhältnisse geradezu unerträglich machen wird, tönne es unter feinen Umständen weiter gehen. Sollte auch sich die Versammlung mit den Ausführungen des Delegirten von auf das entschiedenste gegen die projektirte Tabakfabrikat- fernerhin noch in der Reichsdruckerei das Koalitionsrecht beein- internationalen Hutmacher- Kongreß in Zürich und den dortſelbſt Steuer sowohl wie gegen jede andere Form der stärkeren Steuer- trächtigt werden, so würde, wie früher, der sozialdemokratischen gefaßten Beschlüssen einverstanden und verpflichtete sich, sowohl belaftung des Tabaks Protest zu erheben und den Reichstag zu Fraktion im Reichstage das Material übergeben werden. Man für nationale, als auch für internationale Organisation mit allen verpflichten, jedem derartigen Gesegesvorschlage unbedingt seine werde nicht eher ruhen, als bis auch die Reichsdruckerei den Kräften einzutreten. Nachdem nahm die Versammlung den BeZustimmung zu versagen. Verbandsmitgliedern wieder offen stehe.( Beifall.) Die Herren richt des Delegirten zur Berliner Gewerkschaftskommission, Koll. Die Bremischen Tabatarbeiter beschlossen ferner, in Rücksicht Philipp Schmitt, Gifler, Giesede und Rosen- Wölfel, entgegen. Gegen die Thätigkeit und die Beschlüsse der auf die Wichtigkeit dieser Frage für die gesammten gewerblichen berg sprachen unter Zustimmung der Versammlung im Sinne Gewerkschaftskommission wurden Einwendungen nicht erhoben. und kommerziellen Verhältnisse Bremens in nächster Zeit eine der beiden Referenten. Der Versammlung wohnte der Inspektor Eine Meinungsverschiedenheit herrschte bezüglich der Deckungsallgemeine Versammlung der Bremischen Einwohner zum Zwecke Reichsdruckerei, Herr Täschner, bei, ohne indessen das Wort frage der Kosten für das Auskunftsbureau der Gewerkschaftsder Protesterhebung gegen diese Steuerpläne der Reichsregierung zu nehmen. Massini als Delegirter zur Berliner Gewert tommiffion. Angeregt wurde, diese Kosten aus dem Dispositions zu veranlassen. schaftskommission erstattete hierauf Bericht und fand die Neuwahl fonds der Gewerkschaft zu bestreiten. Dieser Anregung entdes Delegirten statt, nachdem die Wirksamkeit der Gewerkschafts- sprechend soll die Entscheidung über die Angelegenheit so lange Kommission durchaus anerkannt worden war. Als Delegirter ausgesetzt werden, bis die Frage, ob das Auskunftsbureau nur zur Gewerkschaftskommission wurde Massini einstimmig neu für organisirte oder für alle Arbeiter nuzbar sein soll, entbestätigt, ebenso als Stellvertreter Teufert. schieden ist. Versammlungen. In der Versammlung des Vereins zur Wahrung der Eine gut besuchte Versammlung des Vereins der Eine öffentliche Buchdrucker- Versammlung tagte am Sutereffen der Gast- und Schankwirthe, welche am 22. Sept. 3 immerer tagte am Sonntag, den 17. September. Zunächst 24. d. M. im großen Saale der Bock- Brauerei am Tempelhofer bei Wilke, Hochstraße 32a, tagte, sprach der Genosse Adler über: wählte die Versammlung in die Rechtsschuh- Kommission UeckerBerg. In derselben erstattete Best ect Bericht über die gegen:„ Die bürgerliche Götterdämmerung". Bevor der Referent begann, mann, Grabstorf und Ernst, und zu Kontrolleuren Hoff und wärtige Lage im Buchdrucker- Gewerbe. Derselbe führte an, daß theilte der Vorsitzende Genosse Lorenz das Ableben des Kollegen Stolle; als Beitragssammler Hermann Lehmann für den Osten, nach dem Buchdrucker- Streit seitens der Unternehmer den Ge- Förster und der Frau des Kollegen Schwarzkopf mit, die Ver- Ferdinand Schultz für den Süden, Albert Els für den Westen, hilfen große Versprechungen gemacht worden wären, welche fammlung ehrt das Andenken der Verstorbenen durch Erheben August Kalt für den Norden, Paul Dummer für den Nord- Osten. während des Streits den organisirten Gehilfen in den Rücken von ihren Plägen. Auf Antrag der Kollegen Grube und Knappe Sodann sprach Genosse Näther über die Kämpfe der Arbeiter gefallen waren. Man gründete Unterstützungskassen, Gehilfen wird der Vorstand beauftragt, in nächster Zeit eine öffent- und Gewerkschafts- Organisation. Redner entledigte sich seiner vereine, auch ein besonderes Organ, ferner einen Arbeitsnachweis, liche Versammlung aller Gastwirthe Berlins Aufgabe zur allgemeinen Zufriedenheit der Versammlung. In deren jetzt drei bestehen. 4000 arbeitslose Buchdrucker und einzuberufen, um Stellung zu nehmen gegen die Polizeiverordnung der Diskussion sprachen die Kameraden Ostermann, Obst und 240 Kranke feien zu verzeichnen. Alle Maßnahmen der Unter- bezüglich des Weißbieres mit Wasserzusaß. Aufgenommen wurden Dummer sich im Sinne des Referenten aus. Zur nächsten Vernehmer gegen den Verband hätten ein glänzendes Fiasko gemacht. der Gastwirth Karl Schmidt, Riydorf, Hermannstraße 23, und sammlung soll ein Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Nach dieser Richtung hin wäre die Lage eine günstige zu nennen. Gustav Hoffmann, Schönhauser Allee 139. Da der größte Theil" Die Veredelung des Menschen" auf die Tagesordnung gesetzt Anders sei es auf dem tariflichen Gebiete, auf welchem nicht der Anwesenden noch an dem am selben Tage in den Konkordia- werden. Für die obigen gewählten Vertrauensmänner sind nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland die ärgste Zerfahren Sälen stattfindenden Kommers theilzunehmen wünschte, wurden folgende Verkehrslokale bestimmt. Für Norden: Schulstr. 43, bei heit herrsche. Ueberall mache sich seitens der Unternehmer das alle übrigen Anträge der nächsten Versammlung überwiesen. Lehmann; für Nord- Osten: Tresdowstr. 24, Ecke DiedenhofenerBestreben bemerkbar, der organisirten Gehilfenschaft ihre Erstraße; für Osten: Andreasstr. 26, bei Wilke: für Süden: rungenschaften zu entreißen. Dazu komme das Unwesen der Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung für Kellner, Mariendorferstr. 5, bei Grube; für Westen: Bahnstr. 23, bei überhandnehmenden Lehrlingszüchterei. So seien zum Beispiel Köche und Berufsgenossen fand in der Nacht vom Freitag, den Bommerenke. In den betreffenden Lokalen werden jeden in Charlottenburg bei 30 Gehilfen einige 40 Lehrlinge zu ver- 22. September, zum Sonnabend bei Rutsch, Fichtestr. 19, statt. Sonntag, mit Ausnahme derjenigen, an welchen eine Vereinszeichnen. Aehnliche Verhältnisse herrschten in Berlin. Während Kollege Pötzsch referirte über die Bedeutung der Gewerkschafts- oder öffentliche Versammlung stattfindet, Vormittags von 10 bis das Eezer- Minimum in Berlin 25 M. 65 Pf. betrage, suche der organisation. Seinen Ausführungen folgte eine lebhafte Dis 12 Uhr, Beiträge und Mitglieder aufgenommen. Bund der Buchdruckereibesitzer, der sich als Hüter des Tarifs fussion, an welcher die Kollegen Prüfer, Polter, Grosser, Lüdicke, aufspiele, Seger zu einem Wochenlohne von 21 Mark. Be Kraushaar und andere sich betheiligten. Viele Klagen wurden Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des ar zeichnend ist ein Juserat, in welchem ein Lausbursche verlangt laut gegen die in Rixdorf beschäftigten Ueberläufer" beitenden Volkes hielt am 20. September eine Wanderversamm wird, welcher in Druckereien beschäftigt war und auch das Setzen aus anderen Industrieen; dieselben schädigten in hohem Maße lung ab, in der Genosse Hoffmann über das Thema referirte: gut verstehe. Die Verhältnisse in der Sittenfeldt'schen Druckerei die Berufskellner, weniger wegen ihrer Konkurrenz an sich, Ist die Frau befähigt am öffentlichen Leben theilzunehmen?" find allgemein bekannt. Nichts Besseres ist zu sagen von den sondern hauptsächlich, weil sie stets geneigt feien, billiger In der sich an das Referat anschließenden Diskussion sprachen Verhältnissen in anderen Städten. Das Geschäft von Bartels zu arbeiten, da fie die Kellnerei als Nebenerwerb be- Frau Leuschner, Frau Luz und Herr Schulz. Zum in der Blumenstraße beschäftige 2 Gehilfen und 12 Lehrlinge und trachten. So habe im Landhaus( Brit) früher ein Schluß wurde auf das Stiftungsfest aufmerksam gemacht, das eine Anzahl blutjunger Mädchen zur Herstellung höchst zweifel- Arbeiter als Kellner Sonnabend Nacht hindurch und Sonntag der Verein am 18. November veranstaltet. Um Mißverständnissen vorzubeugen, wiederholen wir hiermit, daß für Restaurateure und Bierverleger der Preis unseres dunklen Bieres nach wie vor 22 Mark 50 Pfg. pro Tonne und der unseres hellen Lagerbieres 20 Mark pro Tonne beträgt. Berlin, den 25. September 1893. [ 48879* Aktien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. 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