Nr. 231. Erscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Biertel: jabrlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 29 Big fret in's Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnentent: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingers. in der Voit Beitungs: Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder Deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müjjen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Entsprechend den Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation) berufen wir hiermit den Parteitag auf Sonntag, 22. Oktober, nach Köln Sonntag, den 1. Oktober 1893. Quittung. in das Lokal zum ,, Karl der Große", Aachenerstr. 64, ein. Als provisorische Tagesordnung ist festgesezt: Sonntag, 22. Oftober, Abends 7 Uhr, Vorversamm= dorferstraße 24,80. Gin Rother aus Paris( verspätet) 3,-. Iung. Konstituirung des Parteitages. Festsetzung der Geschäftsund der Tagesordnung. Wahl einer Kommission für die Prüfung der Vollmachten. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. feinen Anlaß und, aus Mangel an Stofflichkeit, auch keine Handhabe für ernsthafte Kritit. Nur einen Punkt, der wenigstens den Schein des Thatsächlichen hat, wollen wir furz behandeln. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt und wir geben den Passus in seinem Zufammenhang-: " Wie bereits in einer früheren Nummer des Vorwärts" be- Jun Monat September gingen bei der Parteitaffe folgende tannt gegeben wurde, findet der diesjährige Parteitag am Beiträge ein: Altona durch H. 1000, Berlin, Beiträge der Wahlkreise: Sonntag, 22. Oktober, und die folgenden Tage statt. 1. Kreis 250,-( darunter Lifte 0404 Schidzikowski 3, AmeriAls Ort für den Parteitag ist voriges Jahr Köln a. Nh. Tanische Schleifstein- Auktion, Taubenstr., 8,-). 2. Kreis 793,-. bestimmt worden. 3. Kreis 1003,-( darunter von Br. alt. 3,-). 4. Kreis( Dit) 700, Das hiesige Zentralorgan der Sozialdemokratie kommt auf den Gedanken, die Wahl von 1890 habe der Sozialdemokratie um ( darunter Kalbsbratenkl. 7,-. Bierprozente der Arbeiter von Belling u. Hirsch 10,-). 4. Kreis, Südost, 400,-. 5. Kreis 165,-. deswillen eine so große Vermehrung der Stimmenzahl gebracht, 6. Kreis, Oranienburger Borstadt, Wedding und Gesundweil sie weniger amtliche Beeinflussungen aufzuweisen hatte, als brunnen 300,( darunter amerikanische Auktion einer Klobe Holz irgend eine frühere Wahl, während 1893 die Regierungsmaschinerie, bei Pietsch, Stettineritraße 37/38 7,50). wenn auch geräuschlos, doch träftiger als je zuvor gearbeitet 6. Kreis, Moabit Sammelgeld 97,95. Von einer Geburtstagsfeier bei Lobin, hätte. Bisher wurde von sozial- wie bourgeoisdemokratischer Seite Stephanstr. 67, 4,40. Sa. 102,35. Berlin diverse Beiträge genau das Gegentheil behauptet. Davon, daß 1890 die Re P. S. 50,-. A. B. 50,-. Dr. 2. A. 20,-. 3. 15,-. Drei gierungsmaschinerie stillgestanden habe, war in den Organen beider Richtungen nach dem Ausfall der damaligen Wahlen v. Freg'sche grüne Jungens aus Moabit 3,-. H. D. Dallnichts zu lesen: im Gegentheil, es hieß, die Freifinnigen hätten Rothe Schuhmacher aus der Jägerstraße 20,-. Amerikanische nicht fiegen tönnen, weil der gigantische Wahlapparat mit Auktion des Gesangvereins Froh Hoffnung" W. 4,70. Kontobuchvollster Dampffraft gearbeitet habe, und die Sozialdemokraten Arbeiter Kochstraße 4,-. Geburtstagsfeier Mühlenstraße 1,-. hätten einen neuen großen Triumph errungen, trozdem die Ueberschuß einer Annonce 40. Nothe Reservisten 4,-. Erganze Wahlmaschinerie gegen sie funktionirt habe. Während trag einer amerit. Auktion beim Erntefest der Krause'schen der Wahlbewegung von 1893 wurde ebenso von freisinniger Kolonie 3,05. Amerik. Auktion bei Haferland, Bellermannstraße wie von sozialdemokratischer Seite wiederholt rühmend hervor 1,25. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung 5,-. Von den grünen gehoben, daß die Regierung aller Eingriffe in die Entwickelung Jungens Kolbergerstraße 3,-. Amerit. Auktion einer Grünkohldes Wahlkampfes sich enthielte. Wenn also hinterbrein der staude, Lübbener Schweiz bei Hobrecht 1,83. Kolonne Dobrich Vorwärts" eine Erklärung für das minder gute Abschneiden 9,29. Lese- und Diskutirklub der Freunde 5,-. Der größte Der Sozialdemokratie bei den legten Reichstagswahlen darin Brandstifter westlich von Missisippi 1,10. Bei der Geburtstagsfinden zu können glaubt, daß der Druck ein unendlich größerer feier d. Genossen A. Zerbit vom Gesangverein Wiederball 1,75. war" als 1890, so spefulirt er auf die Vergeßlichkeit seiner Leser, denn er hat ihnen W.'s Bockwust, Keller-, 60. Steinfeld, Niederschönweide 10,-. vor Tisch etwas anderes gesagt. B. R. W. 20,-. Bremerhaven, amerikanische Auftion 2,10. Die Norddeutsche" bestreitet also die kleinen Barmen 300,-. Barmbeck- Hamburg, Nichtfeier Kanalstraße, Ihlen. Bindterwißchen seien ihr geschenkt daß bei der letzten horst 3, Maire Sängerfest 10,-. S. V. Sängerfest 100,- Wahl die Regierungsmaschinerie mit Hochdruck oder mit Bielefeld? 10, Charlottenburg, Arbeiter- Gesangverein Morgen- vollster Dampfkraft" gegen uns gearbeitet habe. Wenn roth 6,-. Düsseldorf, Alt Männerhaus 5,20. Duisburg, vom man unter arbeiten mit Hochdruck" oder„ mit vollster aufgelösten Klub Vorwärts" 4,50. Ehrenfriedersdorf, amerit. Dampftraft" ein geräuschvolles, lärmendes, Auktion eines Herings im Gesangverein Liederbain 2- Arbeiten versteht, dann hat die Norddeutsche" allerdings polterndes Freienwaldau, von den Scheibenarbeitern 2,20. Flensburg, gerecht. Montag, 23. Oktober, und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: J. Auer. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 3. Parteipresse und Agitation mit besonderer Berücksichtigung der Landagitation. 5. Maifeier 1894. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: Paul Singer. Berichterstatter: 2.2iebknecht. 6. Antisemitismus und Sozialdemokratie. Berichterstatter: A. Bebel. 7. Anträge zu Programm und Organisation. " " " 8. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, wo funden auf dem Metallarbeiter- Delegirtentag 24. September 1, recht. Aber wir hatten ja selbst in unserem Artikel ge= Die fie ihren Sig zu nehmen hat. Flensburg 10,-. Grabow, Frauenbildungsverein 10,-. Gaffen sagt, die Arbeit sei eine geräuschlose" gewesen. 20, Goldberg i. Schl., durch G. Sch. 10,-. Gräfrath bei Maschinerie arbeitete wie geschmiert, und so viel sollte Herr Parteigenossen! Bei der Kürze der Zeit, welche uns noch Solingen, durch D. L. 50,-. Hannover 500,-. Hannover 500,-. Harburg, Pindter doch wissen, daß eine Maschine je geräuschloser, von dem Zusammentritt des Parteitages trennt, ist es noth- amerikanische Auktion von 17 rothen Küpern 5,35. Hamburg, je besser arbeitet. Und 1893 arbeitete sie weit besser wendig, wo dies nicht bereits geschehen ist, sofort zur Wahl der Geburtstag des rothen Anton in der Seilerstr. 3,10. Desgl. die als 1887, wo der Radau, nach Bismarck'scher Art, ein Delegirten und der Berathung eventueller Anträge zu schreiten. Hanau, Wahlkreis 200,-. Hof a. S., zei zerfallene Genossen kommt hier nur auf zwei Thatsachen an: rothen Zimmerer von Meister Spahr's Bau, Klosterallee 25. hundertmal so großer war. Doch das nur nebenbei. Es Die Anträge selbst müssen spätestens bis zum 11. Oftober in den 1. Versteigerung einer Steinkohle Durch 5.-, 60. Händen des Parteivorstandes Sonstiges 1,54. Su. 3,14. Hamburg, Attord leberschuß, Scheffler's Bau Bullerdeich 10,15. Desgleichen Ersparniß Berlin SW., Kazbachstr. 9 sein, wenn sie, entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Abs. 2 der Parteiorganisation, im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. 1. daß die Regierungsmaschinerie 1890 stockte, und 2. daß sie 1893 mit vollster Dampfkraft" arbeitete. an Schefflers Bau Bullerdeich, 2. Rate, 35,-. Desgl. 8. Rate, Mit Punkt 1 find wir rasch fertig. Hier haben wir 45,-. Hamburg, von G. Ifflender, Bau Ober Bergjelde, die" Notorietät" für uns. Daß Bismarck im Februar 1890 1. Rate, 20,-. Desgl. 2. Nate, 30,-. Hamburg, Freifnecht's teinen festen Boden mehr unter den Füßen hatte, und daß Bau Wenden und Sachsenstraße, 3. Rate, 7,45. Hamburg, seine ihm schon über den Kopf gewachsenen Gegner nicht Kaufe's Bau Wiggerweg, 1. Rate, 10,-. Hizacker, von einem bulden konnten, daß er die Regierungs- oder VerWelfen 2,-; um der guten Sache willen-80; Blase 0,80; Summa 3,60. Iserlohn, Wahl- leberschus 100,- waltungs- Maschinerie dazu benute, sich ein Plebiszit" Köpenick Adlershof, internationaler Prisenverein" Borwärts" à la 1887 zu ergattern, das ist für einen jeden 11, Lüneburg, gesammelt auf einer rothen Rindtaufe 3,07. Menschen, der kein zehnfaches Blech vor der Stirn hat, ein2. M. 300,-. Lauenburg, tothe Hochzeit in Schnacken- fach selbstverständlich. Versteht Herr Pindter es nicht, um beck 2,65. Leipzig Schönfeld 50,-. Landeshut, Zukunfts- so schlimmer für ihn. weber 15,- München, von der Verwaltung der M. P." 1000,- Mylau, gesammelt auf einer rothen Hochzeit 2,30. Punkte beschäftigen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Etwas eingehender müssen wir uns mit dem zweiten Mettmann 3,-. Nieder- Barnimer Wahlkreis durch K. 2000,-. Sonneberg, von der Vertrauensmänner- Konferenz in Hütten- beruft sich auf die Zeugnisse gegnerischer und auch sozial wohin auch alle sonstigen Zuschriften, Anfragen 2c. zu richten gmund 4,30. Schwerin i. M., Ueberschuß von verkrachten demokratischer Blätter, die während des letzten Wahlfeldsind, zu beziehen. Die Adresse des Lokalfomitees in Röln, bei welchem die Anmeldung der Vertreter stattzufinden hat und wo Auskunft über die Wohnungsverhältnisse 2c. gegeben wird lautet: Hermann Zeising, Köln a. Rh., Rudolfsplay 2, III. Mandatsformulare sind durch das Parteibureau Berlin SW., Katzbachstr. 9, Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, 18. September 1893. Der Parteivorstand. § 7. Alljährlich findet ein Parteitag statt, der von der Parteileitung einzuberufen ist. Hat der vorhergehende Parteitag über den Ort, an welchem der nächste Parteitag stattfinden soll, keine Bestimmung getroffen, so hat die Parteileitung mit der Reichstagsvertretung hierüber sich zu verständigen. § 8. Die Einberufung des Parteitages muß spätestens 4 Wochen vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das Demmlerfest mit polizeilicher Bewachung 15,47. Teltow- zugs anerkannt hätten, daß die Regierung sich aller GinBeeskower Kreis durch W. 1000,-; darunter von Köpenick 50,- griffe in die Entwickelung des Wahlkampfs enthalten" habe. Witten und Umgegend 30,- Wandsbeck 300,-. Wriezen, Von der sozialdemokratischen Presse ist dies nicht richtig. rothe Sänger gef. auf einem Geburtstage bei S. 8,-. Berlin, den 30. September 1898. Für den Parteivorstand A. Gerisch, Raybachstr. 9, I. Die Regierung und die Wahlen. Wir sagten im Laufe des Wahlkampfes blos, daß der " Kurs" Caprivi den Wahlkampf anständiger führe, als der Kurs" Bismarck dies gethan ein Zeugniß, das wir der jezigen Reichsregierung schon wiederholt bei anderen Gelegenheiten ausstellen konnten. Dasselbe sagen wir auch heute noch, und in unserem Artikel 1890-1893" hoben wir dies fogar ausdrücklich hervor, mit dem Bemerken, daß viele von uns dadurch getäuscht worden seien. " Doch was heißt nun, anständiger" Wahlkampf? Wir lassen Gegen unseren neulichen Artikel über das Ergebniß die Frage von einem sehr hochgestellten, und namentlich bei offizielle Parteiorgan mit Angabe der provisorischen Tagesordnung der legten Reichstagswahlen im Vergleich mit denen des Wahlen sehr einflußreichen Mann beantworten, der, in erfolgen. Die Einladung zur Beschickung des Parteitages ist mindestens dreimal in angemessenen Zwischenräumen zu widerholen. Februar 1890( 1890-1893" in Nr. 221) wendet sich die einer schwachen Stunde, sich zu der Offenherzigkeit hindestens dreimal in angemessenen Zwischenräumen zu widerholen." Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in längeren Ausführungen. reißen ließ. Anträge der Parteigen offen für die Tages- ueber die alberne Behauptung, wir hätten den relativ ge Wir machen Alles, aber Alles gesetzlich ordnung des Parteitages sind bei der Parteileitung einzureichen, die dieselben spätestens 10 Tage vor der Abhaltung des ringeren Stimmenzuwachs von 1893 dem Umstande zu ver- und anständig"! Parteitages durch das offizielle Parteiorgan bekannt zu geben hat danken, daß wir das nationale" Gefühl der Arbeiter, ins- Es war von der Wahlmache die Rede. § 9. Der Parteitag bildet die oberste Vertretung der Partei. besondere durch die Annahme ausländischer Geldmittel" Das Wort dieses wir wiederholen es- fehr hoch Zur Theilnahme an demselben sind berechtigt: verlegt hätten, gehen wir hinweg; wenn die Gelehrten der gestellten Beamten war das Regierungs- Programm für 1. die Delegirten der Partei aus den einzelnen Wahl- Norddeutschen" die Wahrheit wissen wollen, dann die letzte Reichstags Wahlbewegung. Tie Vorschrift ist freisen, mit der Einschränkung, daß in der Regel kein Wahl- brauchen sie blos die Parteiquittungen zu lesen, und sie auf's genaueste befolgt und durchgeführt worden. Die freis durch mehr als drei Personen vertreten sein darf; werden finden, daß wir bei den Wahlen des Jahres 1890 Maschine arbeitete geräuschlos, alles Gewaltsame, Lärmende 2. die Mitglieder der Reichstagsfraktion; sowie auch bei denen des Jahres 1887 weit mehr aus wurde vermieden; und deshalb glaubte Mancher, der an das 8. die Mitglieder der Parteileitung. S Die Mitglieder der Reichstagsfraktion und der Parteileitung ländische Geldmittel" empfangen haben, als dieses Jahr. Gestampfe und Spektakeln der Maschine und die Polizei und Die Mitglieder der Reichstagsfraktion und der Parteileitung Und über die Ehrenhaftigkeit der Herkunft von sonstigen Brutalitäten unter Bismarck gewöhnt war, die haben in allen die parlamentarische und die geschäftliche Leitung Geldmitteln" mit Herrn Bindter zu rechten, das wäre Regierungen übten Neutralitat und die Behörden hätten der Partei betreffenden Fragen nur berathende Stimme. Der Parteitag prüft die Legitimation seiner Theilnehmer, doch der Gipfel der Naivität oder des Humors. Auch die Weisung bekommen, sich nicht in den Kampf der Parteien wählt seine Leitung und bestimmt seine Geschäftsordnung selbst. übrigen Ausführungen des erblichen Kanzlerorgans bieten zu mischen, die Dinge gehen zu lassen. In Wirklichkeit war die Thätigkeit der Regierungen und der Beamten in Gegen 1 die Tabakfabrikat- Steuerabat herzustellen; denn daran ist nicht zu denken, daß die " 1 der Stille eine sehr trügerische Stille!- intensiver und methodischer als je zuvor. Niemals ist Deutschland während erklärt sich die Kreuz- Zeitung". Sie spricht die eines Wahlfeldzugs, und schon Monate vorher, stets Erwartung aus, daß der Reichstag seine Zustimmung zu crescendo( wachsend) bis zum Ende, mit Flugschriften und der Vorlage versagen" werde. Während sie die BörsenZeitungsartikeln aus Regierungsfabriken auch nur an steuer und die Weinsteuer für wohl geeignet" hält, näherud so massenhaft und so planmäßig überschüttet mor- einen erheblichen Theil des Mehrbedarfs zu decken" den. Erst ein Rieselregen, dann ein Landregen, schließ dem Junterblatt erscheint es selbstverständlich", daß die lich ein Plazregen und Wolkenbruch und der Apparat Neuordnung der Reichsfinanzen eine Vermehrung der in funktionirte so gut, daß es in ganz Deutschland kein Haus, direkten Steuern" mit sich bringe spricht sie sich feine Hütte gab, die nicht von der Ueberschwemmung wäre mit erstaunlicher Entschiedenheit gegen die Tabakfabrikatbetroffen worden. Nicht genug, daß den Wählern die furcht- Steuer aus. Diese", erklärt jie,„ besteuert geradezu die baren Schrecktnisse vorgemalt wurden, die Deutschland im Arbeit selbst und muß fast ausschließlich von den Fall der Verwerfung des Militärgesetzes bedrohten, sogar är meren und mittleren Klassen aufgebracht werden". die Frauen der Wähler wurd en nicht verschont und gegen Die Kreuz- Zeitung" führt nun aus, daß der Tabakkonsum ihre Männer gehetzt. in den wohlhabenderen Kreisen sehr abgenommen habe. Gegenwärtig, so sagt fie, stellt sich nach zuverlässigen Schäßungen das Preisverhältniü in der deutschen Zigarrenfabrikation so, daß an der Gesammtproduktion von 5 500 000 Mille theilnehmen: 687 000 Mille gleich 121/2 pet. Auch die blutbeklecksten Landkarten und die haarsträubenden Gruselbilder von den brennenden, sengenden, schändenden Rothhofen fehlten nicht; und damit der Appell an die Hafenfüßigkeit des Philisters, der beim Glas Bier „ auf Erden nichts fürchtet als Gott allein", ja durchschlagend erfolgreich sei, wurde dem brennenden, sengenden, schändenden Franzosen der brennende, sengende, schändende Kosack hinzugefügt. Und die Juszenirung der Wauwan- Komödie war eine solche, daß kein einziger Mensch im ganzen Deutschen Reich anders glauben konnte, als die Regierungen mit ihrem Gesammtapparat von Beamten stünden amtlich dahinter und jeder, der nicht für die Militärvorlage stimme, stimme gegen Kaiser und Reich, gegen Kanzler, Minister, Landrath bis hinunter zum letzten Dorfgendarm. Hätte ein ungläubiger Thomas sich noch gefunden, so wäre er von seinen Zweifeln geheilt worden durch das persönliche Eintreten Der Monarchen: des Kaisers, nebst den Königen, Großherzogen und sonstigen Bundesfürsten. Bei keiner früheren Wahl find die Monarchen in dieser Weise, so einmüthig, so eindringlich und so methodisch für die Regierungspolitik eingetreten. Nicht, daß wir den Fürsten Das Recht absprechen wollten, in den Parteitampf als Parteien agitatorisch einzugreifen wir erblicken im Gegentheil hierin einen großen Fortschritt unserer politischen Entwicklung den Zielen der Sozialdemokratie zu daß aber die Agitation der Fürsten einen Einfluß auf die Wählerschaft ausübt, daß sie den denkbar größten Druck in einem monarchischen Staat bildet, das zu leugnen wird Herr Pindter doch nicht unloyal genug sein. " all Die 4 Pfennig- Bigarre mit 5679 2 970 500 " " " " " " 1 237 500 54 221/2 " " " " " " " " 192 500 31/2 " " " " " " " 8 220 000 4 " " " " " " " 1 10 137 500 21/2 " 19 " " 41 250 3/4 " " 18 750 " " " " 1/4 " R " " 25 Dann heißt es: " Und die Hauptfonfum 3igarren aus überfeeischem Raucher der wenig bemittelten Stände fünftig einen oder zwei Pfennige mehr für ihre Zigarre ausgeben würden. hieraus wieder ergiebt sich, daß diejenigen Fabrikdistrikte, die bisher vorzugsweise jene billigen Zigarren aus überseeischen Tabaken herstellten, die Fabrikation im bisherigen Umfange nicht fortsetzen können, mit anderen Worten: Die so hoch entwickelte Zigarrenindustrie Westfalens wäre vernichtet! An sieben Achteln der deutschen Bigarrenfabrikation war Westfalen bisher betheiligt. Es lieferte hauptsächlich die Fünf- und Sechspfennig- Bigarren, während die billigeren Sorten, zu denen viel Pfälzer Tabak verwendet werden muß, dem Großherzogthum Baden und der Pfalz zufielen. Die badischen Fabrikanten sind der Bezugsquelle ihres heimischen Rohtabats näher, bezahlen geringere Arbeitslöhne und beschäftigen weniger geschulte Arbeiter, deren Stärke in der schnellen und oberflächlichen Here ftellung geringerer Qualitäten besteht. Ihnen würde bei der geplanten Aenderung auch die Anfertigung der Fünf- und Sechspfennig- Bigarre, die nur mehr aus Pfälzer Tabat mit geringer Beimischung überseeischer Sorten geschehen könnte, zufallen. Diese Bevorzugung Badens und der Pfalz wird noch dadurch vergrößert, daß der Zollschutz des inländischen Gewächses um 5 M. der Doppelzentner erhöht werden soll. Schon unter den heutigen mißlichen Erwerbsverhältnissen, die manchen Raucher zwingen, sich mit einer billigeren Bigarrenforte zu begnügen, hat die westfälische Tabakindustrie zu leiden gehabt. In Sektion IV der Tabak- Berufsgenossenschaft, also in dem Distrikt, zu dem Westfalen gehört, ist im vorigen Jahre die Zahl der beschäftigten Arbeiter um 873 gefallen, in Sektion V( Süddeutschland) ist sie um 511 gestiegen. Was soll werden, wenn nun zu der für Westfalen so ungünstigen Preisverschiebung noch die mit Sicherheit zu erwartende Abnahme des es Konsums tritt? Man schätzt dieselbe allgemein auf ein Drittel; das würde, unter Berücksichtigung der Preiserhöhung, bei der fünftigen 5 PfennigZigarre einen Rückgang auf 1 222 210 Mille, bei der künftigen 6 Pfennig Zigarre einen solchen auf 1 466 667 Mille bedeuten. Und da beide Sorten fünftig vorzugsweise in Baden hergestellt werden würden, so bliebe aller Wahrscheinlichkeit nach für Westfalen nur die Betheiligung an einem Quantum von etwa einer Million Mille übrig. Das wäre nur etwas mehr als ein Fünftel der bisherigen Produktion! Die ofüziöse Presse behauptet zwar, die Schädigung der deutschen Arbeit durch die Fabrikatsteuer werde ausgeglichen werden durch eine beträchtliche Erhöhung des Einfuhrzolles auf Tabakfabrikate. Aber das ist ein großer Irrthum. Eine Denkschrift, die von deutschen Fabrikanten ausgearbeitet ist und für eine solche Zollerhöhung eintritt, nimmt an, es ließen sich durch einen bedeutend erhöhten Schuh drei Viertel der bisherigen Einfuhr fremder Bigarren ausschließen; dann würden jährlich etwa 57 800 Mille Zigarren in besserer Preislage für die deutsche Fabrikation frei. Das ist aber nur ein Hundertstel der bisherigen Gesammtproduktion, also ein Bruchtheil, mit dem sich überhaupt nicht rechnen läßt. Wohl mag sich der Fabritationsgewinn durch den Ausschluß feiner ausländischer Zigarren etwas erhöhen lassen: den drohenden Verlust an Arbeitsverdienst würde er nicht entfernt ausgleichen. Man kann nur mit Schrecken an die verheerenden Wirkungen der durch die Fabrikatsteuer bedingten Arbeitslosigkeit denken. Die westfälischen Bigarrenarbeiter sind in ihrer Mehrzahl Hausarbeiter. Die Zigarrenindustrie ist dort an die Stelle der früheren Leinen- Hausindustrie getreten und hat den bescheidenen Wohlstand, den der Niedergang dieses alten Erwerbszweiges gestört hatte, wieder hergestellt(?). Die Arbeiter wohnen vielfach in eigenen Häuschen und bebanen mit ihrer Familie ein fleines Ackergrundstück. Sie sind daher außer stande, sich veränderten Produktionsver hältnissen anzupassen und den Arbeitsgelegenheiten in den Städten nachzugehen." Aus diesen Zeilen ergiebt sich ohne weiteres, welche Ve völkerungsschichten die Steuer hauptsächlich aufzubringen hätten. 89 pet. aller in Deutschland fabrizirten( und auch hier fonfumirten) Bigarren haben einen Detailverkaufspreis von 6 Pfennigen und darunter, werden also von den minder bemittelten Klassen verbraucht! Die Haupt- Konsum zigarre ist die 5 Pfennig 3igarre. Das Durch schnittsgewicht eines Mille Bigarren beträgt 5,4 Kilogramm; zur Herstellung sind erforderlich 7,2 Kilogramm. Rohtabat; bisher lag auf diesem Quantum ein Eingangszoll von 6,12 M., der sich nach der Herabsegung des Zolles von 85 auf 45 M. ermäßigen würde auf 3,15 Mt. Die 5 PfennigZigarre hat einen Fakturawerth von durchschnittlich 36 m. pro Mille. Sie wäre also nach der Zollermäßigung mit etwa 33 M. zu berechnen. Hinzu käme nun der vorgeschlagene Steuersatz von 40 p& t. des Fatturawerthes mit 13,2 M. Sie würde also den Detaillisten auf 46,2 M. das Mille zu stehen kommen. Bisher bezahlte er für seine 6 Pfennig- Zigarre durchschnittlich 44 M. das Mille und würde also noch eine Einbuße von mehr als 2 M. haben, wenn er die jetzige 5 Pfennig- Zigarre feinen Detailkunden mit 6 Pf. berechnete. Schlimmer noch steht die Sache bei der jeßigen 6 Pfennig- Bigarre: Fakturawerth 44 M., Trotzdem trotz dieses Wolkenbruchs von offiziösen ab Zolldifferenz mit 3 M. 41 M., Steuerausschlag 16,4 M., Broschüren und Leitartikeln, trotz dieser noch nie da- Fabritpreis 57,4 M.... das ist genau der bisherige Fabrikgewesenen Propaganda der Behörden, trotz der persönlichen preis( Fakturawerth) der 8 Pfennig- Zigarre. Die bisherige Antheilnahme mehrerer Bundesfürsten, den Kaiser 6 Pfennig- Zigarre würde also vom Martie verschwinden." der Spize, hat Herr Bindter die eherne Stirne, zu Vortrefflich! Welche Einsicht in das Wesen der Zölle schreiben: Die Regierung enthielt sich aller Gingriffe in und Aufwandsteuern, welch einschneidendes Urtheil, gefällt den Wahlkampf." Ob Herr Pindter nicht roth geworden über die ganze Einrichtung der indirekten Steuern? Warum ift, als er das schrieb, roth nicht aus Scham- über solche macht die Kreuz- Zeitung" hier Halt? Warum senkt sie spießbürgerliche Vorurtheile und kleine Menschlichkeiten die Sonde ihrer Kritik nicht in die schwärende Wunde der sind große Geister erhaben- aber roth von erftidtem landwirthschaftlichen und großgewerblichen HochschutzLachen? zölluerei? Weshalb nimmt sie nicht die Getreide-, die Vieh, Freilich wird er uns antworten die Behörden, die Holz- Zölle, weshalb nicht die Liebesgabe unter die die Beamten haben nicht in ihrer Eigenschaft als Behörden, Lupe? Ein Narr wartet auf Antwort. als Beamte, sondern als Wähler in Ausübung ihrer Warum bekämpft die Kreuz- Zeitung" diese indirekte staatsbürgerlichen Rechte gehandelt. Ja, das ist diese Steuer? Sie ist das Organ des von Hammerfamose Fittion, die der Deutsche Reichstag und seine Wahlſt ein. prüfungsfommissionen sich leider bis jetzt haben gefallen Abgeordneter des Kreises Herford Halle. Dort, in Herr von Hammerstein aber ist Reichstags= Herr v. Hammerstein bricht eine Lanze für die westlaffen. Der Herr Landrath darf nicht als 2 andrath x. V. 8. die Wahlagitation leiten, aber er darf es als Regierungsbezirk Minden, ist ein Brennpunkt der westfälische Industrie und wirft seine Zolldogmen und Steuerx. 9. 3. die Wahlagitation leiten, aber er darf es als fälischen Tabakindustrie. Will nun Herr von Hammerstein Steuer höchstens in 3eiten der Noth, nach einem unglückgrundsäge ins alte Eisen. Er will eine TabatfabrikatX. Y. Z., Landrath- eine feine Unterscheidung, die eine feine Unterscheidung, die es mit seinen Wählern, den Bauern, den Tabakfabrikanten lichen Kriege aufgelegt wissen, was auch eine schöne Politik rabulistischen Juristenhirnen entsprungen ist und von und den von ihnen abhängigen Schichten, will er es mit ist, da es doch näher liegt, die Reichen dann scharf zu be rabulistischen Juristenbirnen allein begriffen wird, für das den Interessenten der westfälischen Tabakindustrie nicht ver- steuern und er hetzt die Wegierung auf die Brausteuer. Bolk und seinen gesunden Menschenverstand jedoch nicht spielen, so muß er hier seine wirthschaftspolitische Ueberzeugung aber warum schweigt er sich aus über den Fusel, wesbesteht. ir kennen Wahlkreise, in denen die Herren Land- zum Opfer bringen, er muß sich gegen die Tabakfabrikat halb will er nicht die 42 160 000 M. der Liebesgabe steuer aussprechen. Ob er seine Leute hinter sich hat, das räthe und andere hohe Beamte als Agitatoren Wochen lang ist die Frage. Wird er als Einziger unter den Junkern herumgefahren sind, Versammlungen organisirt, Heßaufrufe mit der Linken, der verhaßten, zusammenstehen? Jedenfalls verfaßt und vertheilt, den Eifer ihrer Untergebenen für die ist die Befehrung ein anziehendes Beispiel für die Wiacht " gute Cache" des Moloch angefeuert, die Bauern von der Volksstimme. Der starrköpfigste, stockhaarigste Junter, Politische Zteberlicht. Haus zu Haus besucht und sogar Kneipenagitation ge- ein Mann, dem Folgerichtigkeit im Denken nicht abzusprechen trieben haben natürlich nur als Wähler". Wir machen ist, muß sich beugen vor dem„ blinden Hödur". Doch Berlin, den 30. September. Alles, aber Alles gefeßlich und anständig." hören wir ihn weiter: Der deutsch- russische Handelsvertrag. Das Drgan „ Tiese kleinen Recheneɣempel ergeben, auch wenn die des Grafen Caprivi begrüßt die für die deutsch- russiSteuersätze etwas anders angenommen werden, die Unmöglich- sche Bolltonferenz abgeordneten russischen Vertreter Ja Alles" war gefeßlich und anständig"- und ,, Alles" ist auch gemacht" worden. Feuilleton. Der Aufruhr in { 22 den Cevennen. Eine Erzählung von Ludwig Tied. opfern? Wie?" schrien viele ,,, ein Bruder gegen den andern?" Schwachen, die unmittelbare Gegenwart unseres heiligsten Mehrere Degen wurden bloß, ein wildes Geschrei flog über Baters ist die Liebe, nur die Liebe. Ich bin erschrocken, die Berge und alles lief durcheinander. Der Geist hat mich getrieben, er ist ein Berräther!" fagte Ravanel." Halt! Ruhe!" so rief Roland's mächtige Stimme dazwischen, Bruder Duplant hat uns eben geweissagt, daß er es redlich mit uns meine, und der Glaube ihn begeiftere!" Ravanel wandte sich verdrossen ab und sprach mit Duplant, der indessen wieder erwacht war. daß wir, die Bedrängten, denen Einigkeit so noth thut, sich auf diese Weise entzweien können. Dürfen wir es vergessen, daß wir Brüder sind? Knüpft uns nichts Höheres als Schwur zu einem heiligen Werke zusammen? Ravanel hat sich ohne Zweifel schwer an unserem neuen Bruder versündigt, aber der fromme Jüngling wird dem Eiferer verzeihen, und auch Roland und Catinat müssen sich wieder als Brüder die Hände schütteln. Vergieb dem heftigen Mann, Bruder Roland, und verzeiht ihm, Ihr übrigen Freunde, die Ihr sein Betragen tadelt; er wird Euch dagegen geloben, seinen Sinn zu beherrschen, sich zu zwingen, nicht ohne die äußerste Noth dem Drang seiner Gefühle Raum zu geben. Wenn Ihr wieder einig seid, habe ich Euch etwas vorzutragen, das wohl der Beachtung würdig ist." Der Kreis war nun dichter gedrängt, und in der Ein großer schlaufer Mann, dessen klares braunes größten Spannung sahen die bleichen und braunen Ge- Ange wundersam leuchtete, hatte sich indeffen mit Edmund fichter eins zwischen den Schultern und über den Kopf zu thun gemacht. Er hatte ihm schnell die Kleider vom Leibe bes Bormanns hinweg. Aller Augen glühten und gerissen, die Wunde, die nicht gefährlich schien, untersucht Ravanel schrie: Auch mir ward die Gabe der Weiß- und verbunden, und den durch Blutverlust halb Ohnmäch sagung, hört mich an, Brüder, ob vielleicht jetzt der Geist tigen zwischen seine Knie genommen. Cavalier beugte sich über mich kommen wird." Halt!" schrie ihn Abraham mit seinem freundlichen Kindergesichte über ihn, und dem Catinat ging langsam auf Roland zu; dieser trocknete Mazel an, ich bin einer der ältesten hier, ich erhielt Jüngling dünkte, er sei wieder im Vaterhause, und der sich eine Thräne vom Auge, breitete die Arme aus, umdie Einsprache früher als Ihr Alle, durch mich, kann fremde Gast tomme, sich mit ihm zu versöhnen. Ihr seid schloß ihn und rief:„ Sei mir willkommen, mein Bruder! ich rühmen, ist dieser heilige Krieg entsprungen, aber ich mein Engel," sagte er mit schwacher Stimme, Ihr seid ja Du wärst ganz in meiner Seele, wenn Du Deinem meine, daß hier die Weissagung nicht gelten tann." Er Gabriel, wie meine Schwester dort eben gejagt hat: nimm brennenden Eifer nur einige Tropfen Gelassenheit beihatte mit diesen Worten den kleinen schmächtigen Ravanel denn auch, so wie meinen Bater, Chriſtmen in Deinen mischen könntest." Catinat versprach, sich zu mäßigen, und bei den Schultern festgehalten, aber dieser schleuderte sich Schutz, Du frommer Knabe, dann sehen wir uns alle einmal der Friede war wieder geschlossen. wie ein Blitz aus seinen Armen, warf sich neben Duplant froh und glücklich wieder. Aber glänze minder start." nieder, der noch immer in der Berzückung lag, und rief: Judem verließ ihn das Bewußtsein. Dieser ist unser größter Prophet, denn Du hast nur zwei Grade, und ihm muß man Folge leisten." " " ft Salomon," sagte Stoland ernst ,,, nicht so mächtig wie Jener? Hier widerspricht sich das Wort des Herrn wie sollen wir es auslegen?" " Meine Freunde," fing Cavalier von neuem an, als ich fürzlich in die Ebene und das Thal von Nages hinunterstieg, „ Er stirbt! Bruder Clary!" rief Cavalier aus." Nein," war es mir ein seltsames Räthsel, warum ich an so vielen antwortete jener, der ihn verbunden hatte, er wird sich bald Orten Kälte, Mißbilligung, ein fremdes Zurückziehen der wieder erholen; doch Ravanel thut ihm Ünrecht, denn ich besten und getreuesten Bewohner antraf. Man erzählte von weiß es durch meinen Geist, daß dieser Jüngling fromm ist unerhörten und muthwilligen Grausamkeiten, welche die und unsere Sache mit Eifer führen wiro. Aber das Zorns Unsrigen verübt haben sollten. Ich erkundigte mich nach Nur nicht," fiel Edmund ein, der sich nun nicht mehr feuer jener wilden Helden richtet uns alle zu Grunde. den Anführern, aber man konnte mir feine nennen. Unsere halten konnte, wie jene wilde Leidenschaft es begehrt; wo Holand ging indeß mit gebietendem Anstande durch die treuesten Freunde aber sagten mir, daß dies nicht die rechte Zweifel sind, ist Milde und Erbarmen gewiß die Meinung Reihen, um die aufgeregten Gemüther wieder zu beruhigen. Art und Weise sei, unsere überdies schon mißliche Sache des Herrn." Er hatte diese Worte aber noch nicht Alle standen auch schon in der Ordnung, wie jein Wint es durchzufechten. Wir schauderte, als ich die Erzählungen geendigt, als er schon einen Schwerthieb zwischen Hals und befohlen hatte; nur Ravanel, schuldbewußt, hatte sich ent- anhören mußte. So grausam haben kaum unsere Gegner Schulter fühlte, den ihm der wüthende Ravanel geschlagen fernt. Jest trat Cavalier unter fie und sagte mit seiner gegen uns gewüthet. Worüber ich Thränen vergießen hatte. Der Jüngling taumelte zurück und Cavalier fing freundlichen Miene: Brüder, d..3 Band, das die ganze mußte, war die grausame Art, mit der die Marquise von ihn in seine Arme auf. Welt verbindet, der Quell aller Wunder, die Stärke der Wiramon ermordet worden ist. ( Forts. folgt.) von und spricht die Hoffnung aus, daß an stelle des bereits Der bayerischen Kammer haben unsere Genossen aber in allen anderen belgischen Kohlenbecken der Streik zwei Monate währenden Ausnahmezustandes ein„ den beider- pünktlich ihre Aufwartung gemacht. Am Schlusse der sich ausgedehnt und soll seitigen Jutereffen gerecht werdendes Definitivum" treten gestrigen Sigung überreichte der Landtags: Abgeordnete werden. Aus Frankreich wird eine Abnahme des von Montag an allgemein werde. Man wird sich der Erkenntniß nicht verschließen", Grillenberger einen Antrag auf Erlaß eines 2an d- Ausstandes gemeldet, die Nachrichten stammen jedoch aus heißt es in dem hochoffiziöfen Artikel der Norddeutschen ta gswahl- Gesetzes mit allgemeiner, direkter Bourgeoistreifen.Allgemeinen Zeitung", daß ein Ausgleich ohne gegenseitige Wahl bei Wahlkreisen von je 35.000 Röpfen. Das ist seinem ganzen Umfange fort, und scheint eher sich ausIn England dauert der Streit in Bugeständnisse nicht möglich ist.... Nicht blos um formelle ein vortrefflicher Anfang. Die Liberalen und die Zentrums breiten zu wollen. Einräumung des Meistbegünstigungsrechts kann es sich leute werden nun Farbe bekennen müssen. handeln, sondern darum, daß dieses Recht einen thatsäch Präsident Cleveland hat in einem sehr entschieden lichen Inhalt erhält, der der deutschen Ausfuhr nach RußDer Fall Wirkl- Seidl. Jm Auftrage der Regierung gehaltenen Schreiben, das ant den Gouverneur land die Möglichkeit einer gedeihlichen Entwickelung verbürgt. Schreibt der Bayerische Kurier", die Sache gelte als„ abge Georgia, W. J. Northen, gerichtet ist, die SilberWenn daher erwartet wird, daß Deutschland durch Einräumung schloffen"." Es wurde", schreibt der B. K."," dieser Tage barone gründlich abgefertigt. Cleveland appellirt an der Meistbegünstigung an Rußland den russischen Erzeugnissen festgestellt, daß der Soldat Wickl nur wohlverdiente Strafen die Wähler und an die große Masse der Bevölkerung, die den wichtigsten Markt unter vortheilhafteren Bedingungen erlitten hat und seitens der Sergeanten Wallner und März das lebhafteste Interesse an dem Sturze des Shennanals bisher eröffne, so kann dies nur unter der Voraus- feine ungerechte Behandlung ertragen mußte. Denselben geseges hat. Denn nur die Silbergruben- Besizer und ihr schung geschehen, daß auch Rußland in gleichem Maße den wurde lediglich zum Vorwurfe gemacht, daß sie den Wick Anhang profitiren von der freien und unbegrenzten SilberAbsatz deutscher Erzeugnisse innerhalb seiner Grenzen er mit beleidigenden Ausdrücken überhäuften, zu welchen fie prägung, die den Staat zu einem sicheren Abnehmer der leichtere. Eine Herabjezung der russischen Zölle für die nicht berechtigt waren. Dieser Thatbestand wurde vom Minenfürsten von Nevada gemacht hat. wichtigeren deutschen Exportartikel wird um so mehr er- föniglichen General- Auditoriat den betheiligten Interessenten, 〃 " wartet werden müssen, wenn die russische Regierung die wie auch einem hiesigen Redakteur zur Kenntniß gegeben." Edward Bellamy- so lesen wir in der Newyorker Absicht ausführen sollte, den für die deutsche Ausfuhr Glaubt die Regierung wirklich, so leichten Kaufes davon Volkszeitung" ist und bleibt doch der naive Ideologe, wichtigen, bisher vom engeren russischen Zollgebiet getrennten zukommen? Wickt, der arme Teufel von Soldaten, geht in der er von jeher war. finnländischen Markt mit gleichen Bollschranken zu umgeben, den Tod, da er die Schindereien nicht länger ertragen In seiner New Nation"( Neue Nation) beschäftigt wie sie für das übrige Rußland bestehen." Hoffen wir, tann. Hauptmann Seidl, genannt Sauserbartl, der, trotz- auch er sich mit der Frage unmittelbarer Hilfe für die daß troß des Widerstandes der Kraut- und Schlotjunker dem er offenbar geistig abnorm war, ruhig den Dienst gegenwärtige Nothlage. Sehr hübsch und schlagend weist der Differentialzoll auf russisches Brot weiter verfab, erschießt sich gleichfalls. Die sozialer wieder in seiner bekannten Manier nach, wie die plantorn beseitigt wird. Der Zollkrieg ist unheilvoll für beide demokratischen Abgeordneten werden im Landtage lose Produktion und Distribution in der privat- kapitalistiStaaten. den Fall Wickl Seidl schon zur Erörterung bringen. Dann schen Wirthschaftsordnung schuld sei an den Krisiswird es für den Kriegsminister heißen: Asch, heraus mit erscheinungen. Zur Weinsteuer schreibt die Frankfurter Zeitung": der Sprache! Weiter führt er dann aus, daß der Beginn der WeisAuf grund eingezogener Erkundigungen kann die Nach-. heit darin zu finden sei, wenn die Leute einfähen, daß die richt, die Berliner Steuerkonferenz babe befchloffen, es sollten Journal": Es wird uns ein mehr als 20 Jahre alter fällige Gelegenheitsfrage sei, sondern eine permanente Frage. Zum Fall Hofmeister schreibt das„ Würzburger Nothwendigkeit, der Arbeitslosennoth abzuhelfen, feine zudie Weine im Werthe von 50 M. pro Hektoliter als Qualitäts- Beitungsausschnitt zugesendet, der folgendermaßen lautet: Aber dann kommt er wieder mit seiner naiven Forderung weine betrachtet und der Reichs- Weinsteuer unterworfen werden, als unrichtig bezeichnet werden. Ein derartiger Be-( in ebler Graf.) In Aschaffenburg ereignete sich an den Gegenwartsstaat, ganze Fabritbetriebe in schluß ist nicht gefaßt worden, ja es ist über die Werthgrenze folgender Vorfall: Ein Graf von Benzel- Sternau, Lieute allen möglichen Produktionszweigen zu organisiren, welche überhaupt ein Mehrheitsbeschluß nicht zu stande gekommen. nant im 10. bayerischen Jägerbataillon, tam am Sonnabend die hauptsächlichsten Bedürfnißmittel zu produziren hätten. Richtig ist, daß einzelne Staaten, deren geographische Lage Abend mit einigen Kameraden von der Dettinger Jagd Diese Produktion sollte von den Arbeitslosen für die Arnicht näher angedeutet zu werden braucht, das Verlangen zurück und bestellte sich in der Bahnhofsrestauration ein beitslosen( als Konsumenten) betrieben werden. stellten und bei ihm beharrten, die Reichs- Weinsteuer folle bei Würstchen. Als er hierauf zu bezahlen begehrte und der einem Werthe von 50 m. pro von 50 m. pro Heftoliter beginnen. Kellner ihm hierfür 6 fr. abverlangte, gerieth der„ edle Graf" licher statistischen Berechnung des Arbeitslosenmaterials Bellamy vergißt da zweierlei. Erstens, daß es an jegDemgegenüber vertraten dagegen die füddeutschen Bevoll so außer Fassung, weil der„ Garçon" ihm nicht den vom Militär fehlt und daß eine solche Statistik vermuthlich eine absolute mächtigten die Ansicht, daß diese Werthgrenze für die Weinjicaten unannehmbar sei. Insbesondere dürfte, gutem 34 entrichtenden Betrag von 4 kr. angesetzt hatte, daß er zuerst Ungleichheit der Arbeitslosenzahl in den verschiedenen ArVernehmen nach, geltend gemacht worden sein, daß jene mit allerlei unedlen Ausdrücken, wie„ bürgerlicher Schweine beitszweigen ergeben würde und damit die baare UnmöglichWerthgrenze nicht den Abmachungen der Frankfurter Minister- hund" um sich warf, sodann aber seinen Degen zog und dem teit, einen solchen Betrieb im Rahmen des kapitalistischen tonferenz entspreche, da man dort unter Qualitätsweinen etwas armen Teufel damit derart übers Ohr hieb, daß er sofort Systems irgendwie rationell zu organisiren. ganz anderes verstanden habe, als man jetzt verstehen will. zuſammentaumelte und eine klaffende Wunde die HeldenSeine im Preise von 50 W. pro hektoliter sind nach füd- that des Grafen verrieth. Und das sah eine Masse, bürger- an die heutige Bourgeoisgesellschaft wendet, welche sich Er vergißt zweitens, daß er sich mit diesem Vorschlage deutscher Auffassung teine Qualitätsweine, und der Versuch, liches Pack" ruhig mit an, keiner hatte den Muth, dem wohl hüten wird, das ihr so werthvolle Ausbeutungsfie dazu zu stempeln, müßte die bedenklichsten Folgen nach sich Herrn Grafen den Standpunkt flar zu machen, ja man material der Arbeitslosen sich selbst vor der Nase weg zu siehen. Es sind von füddeutscher Seite Gegenvorschläge ge- ließ sich auch noch gefallen, daß er sich drohend gegen die organisiren! macht worden, die von einem außerordentlichen bereitwilligen also ein Wiehrheitsbeschluß überhaupt nicht gefaßt werden konnte. interessant zu wissen, ob dieser schneidige Herr Lieutenant seinen Vorschlägen in der Luft steht, weil ihm der feste, Bellamy bleibt eben der Jdeologe, welcher mit allen Es wird von unterrichteter Seite versichert, daß die süddeutschen identisch sei mit dem jezigen Romp agniechef Graf Benzel- folide Boden des Arbeiterklassentampfes gegen den Strich Staaten mit diesen weitgehenden Gegenvorschlägen an der Sternau, der im Prozesse Hofmeister demnächst eine gewisse geht. Grenze der Nachgiebigkeit angelangt und insbesondere entschlossen Rolle spielen wird. sind, die proponirte Werthgrenze von 50 M. pro Hektoliter für die Reichsweinfieuer nicht anzunehmen." Entgegentommen zeugten, sie wurden aber nicht afzeptirt, so daß anderen Anwesenden wandte." Es ist nun nicht un" " " " = Parteinachrichten. Die bösen Antisemiten! In Sachsen jammern Im Namen des Königs! In der Straffache gegen Vom Staatsbauwesen. In diesen Tagen tam uns daß ihnen die Antisemiten für die Landtagswahl alle Kan zu Altona geboren, evangelisch, hat die VII. Ferien- Strafdie Konservativen und Nationalliberalen, den Redakteur Wilhelm Schröder, am 6. November 1861 eine Abbildung aus Nr. 14 des Zentralblatts der Bandidaturen wegschnappen. Und wo sie es nicht thun, da lammer des königlichen Landgerichts I zu Berlin in der verwaltung zu Geficht mit der Unterschrift: Auf der räumen die Herren Konservativen und Nationalliberalen Sigung vom 2. August 1893, an welcher Theil genommen Rüstung an der Thurmattita". Von dieser in ihres Nichts durchbohrenden Gefühle" ihnen freiwillig haben: 1. Voigt, Landgerichts Direktor, 2. Reinicke, Rüstung aus sieht der Beschauer die Einzelheiten der obersten bas Feld, wie soeben in Chemnitz geschah. Ganz recht so. 3. Henry, Landgerichts- Räthe, 4. Busch, Landrichter, feinen Bildhauerarbeiten an den Eckthürmen des Reichs Undtagshauses. Unsere lebhafteste Theilnahme erregte die tommen. wird auch in anderem deutschen Vaterländern so 5. Henneberg, Ger.- Assessor, als Richter, v. Jaraczewski, Zeichnung besonders deshalb, weil auf der Bretterrüstung als Beamter der Staatsanwaltschaft, Lingg, Referendar, zug ei.h schlafende Arbeiter zu sehen sind, die auf den als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Der Angeklagte Desterreich- Ungarn. Wegen Verlegung der Schröder wird wegen Beleidigung durch die Presse zu einer blos en Brettern, auf dem Bauche liegend, vermuthlich Stande sehre" hat das österreich- ungariche Kriegs- Geldstrafe von zweihundert Mark oder im UnvermögensMit g ruhe halten. Die so oft erörterte Forderung, den ministerium auf grund eines ehrengerichtlichen Urtheils den falle für je zehn Mark ein Tag Gefängniß zu substituiren Arbeiten eine angemessene oder wenigstens erträgliche Stätte Rejer velieutenant Karl Leutner zur tagsruhe bei allen großen Bauten, namentlich sowohl Offizierscharge verlustig erklärt. Der Militär- Ghrenrath er- Ferner wird dem Beleidigten, Geheimen Bergrath Leuschner, seiner und zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurtheilt. bei Staats- als auch bei Gemeindebauten, zu gewähren, er blickte die Verlegung der Standesehre darin, daß Leutner die Befugniß zugesprochen, die Verurtheilung des Angefährt auf diesem Million nbau eine recht augenfällige Be augab, ein Genosse der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, flagten auf Rosten desselben binnen vier Wochen nach Zuleuchtung. Bekanntlich ist der Reichstagsbau auf 17 Millionen mit deren Tendenzen einverstanden zu sein und lieber die stellung einer Ausfertigung des rechtskräftigen Urtheils durch veranschlagt, der preisgekrönte Architekt erhält für die Bau- Offizierscharge abzulegen, als seine Ansichten zu ändern. einmalige Einrückung des verfügenden Theils desselben in Aussi hrung ein vertragsmäßiges Gesammthonorar von Genosse Leutner hielt fürzlich in der Versammlung, in der die Zeitung Vorwärts, Berliner Boltsblatt" öffentlich 120 000 M., die dem Architekten zur Seite stehenden Staats- Bebel und Engels in Wien sprachen, eine glänzende Rede bekannt zu machen. Endlich ist der strafbare Artikel in der baubeamten werden sehr auskömmlich bezahlt und führen über die wissenschaftliche Bedeutung von Mary und Engels. Nr. 54 des Vorwärts" vom 4. März 1893, überschrieben selbstverständlich ein behagliches Dasein. Der Arbeiter hält Die Staudesehre" ist einer der Kuiffe der Klassenherrschaft, Leuschner heraus", und derjenige Theil der Platten und feine Mittagsruhe im Freien auf bloßen Brettern. um die wahre Ehre, die in der Liebe zur Freiheit und Formen, auf welchen sich der Artikel befindet, unbrauchbar Nun ist uns zwar bekannt, daß alle Arbeiten an einzelne Gleichheit besteht, mit Füßen treten zu können. Je ehren zu machen. Gewertsmeister bezw. Unternehmer vergeben werden, und hafter und aufgeklärter ein Mensch ist, desto mehr pfeift er daher die Reichstagsbau- Verwaltung einen unmittelbaren auf die" Standesebre", mit der es vereinbar ist, ein schofler Einfluß auf diese Zustände nicht hat; sehr wohl wäre sie Ausbeuter, ein Soldatenschinder, ein Volksfeind zu sein, der aber in der Lage gewesen, entweder aus ihrem Riefenbau- die Arbeiter über den Haufen schießt zu Ehren des Geldjonds direkt Mittel zur anständigen Unterkunft der Ar- sacks und sich parajitisch vom arbeitenden Volke ernähren beiter auszuwerfen, ebenso gut wie sie Tausende von Mart läßt. für einen Bauzann ausgeben muß, oder es konnte die Bur Angelegenheit Leutner wird uns noch geschrieben: Staatsbau Berwaltung in ihren Submissionsbedingungen Die Parteigenossen in Schwarzburg- Rudolstadt sind In Desterreich ist ein sozialdemokratischer Offizier tapfer an der Arbeit, um bei der am 12. Ottober stattfindenden den Unternehmern vorschreiben, ihre Preise einschließlich an- tafsirt worden, weil sozialdemokratische Gesinnung sich nicht andtagswahl Erfolge zu erringen. Die Aussichten für gemessener Ausführung einer Baubude abzugeben. Beides mit der Standesehre" vertrage. Gemeint ist die besondere diese Wahl sind durchaus günstige, da das Wahlrecht an feinen geschieht bei Hochbauten gar nicht und bei Tiefbauten in militärische Standesehre. Diese gilt aber für Ge- Bensus gebunden und die Wahl eine geheime und direkte ist. der allererbärmlichsten Weise, und gerade bei Eisenbahn- meine ebenso gut, wie für Offiziere. Und wenn die daß die Sozialdemokratie in dem fleinen Ländchen guten Boden bauten, wo die ärmsten Arbeiter in großen Massen zu- Militärbehörden logisch sind, dürfen sie also auch keinen gefunden, hat die letzte Reichstagswahl bewiesen, in der der erſte sammenströmen, die kein Geld und oft auch keine Gelegen- Sozialdemokraten der Ehre theilhaftig werden lassen, brachte. Als Kandidaten der Sozialdemokratie sind aufgestellt: Gang uns 5218 Stimmen und die Stichwahl gar 7086 Stimmen heit haben, für die nächsten Bedürfnisse menschlicher Rein- gemeiner Soldat zu werden. Dies hätte außerdem den 1. Wahlkreis( Rudolstadt 1): Ernst Prase, Lederhändler, Rudolliditeit zu sorgen, gerade da tommt es infolge schlechtester Vortheil, die Armee vor dem sozialdemokratischen" Gift" nadt. 2. Wahlkreis( Rudolstadt 2): Franz Müller, Fleischer, Unterkunft am leichtesten vor, daß schlimme Krankheiten, zu bewahren. Freilich was dann aus der Armee würde, Stadtilm. 3. Wahlkreis( Blankenburg): August Böttger, Knopfwie Typhus und dergleichen, die Arbeiter hinraffen. bas steht auf einem anderen Blatt. Vermuthlich wäre sie macher, Frankenhausen a. K. 4. Wahlkreis( Stadtilm): Franz Wenn also schon von Staats und Gemeinde wegen bald ganz verduftet. Müller, Fleischer, Stadtilm. 5. Wahlkreis( Leutenberg): Friedr. hier nicht mit einem Funken einem Funfen von Theilnahme einFrötscher, Tischler, König. 6. Wahlkreis( Königfee 1): Albert gegriffen wird, von den Vampyren, genannt Unter fatholischen Geschäftspolitiker zu einer christlich- sozialen fee 2): Rarl Apel, Knopfmacher, Frankenhausen a. R. 8. WahlIn Belgien haben sich, wie schon angedeutet, die Meyner, Tischler, Blumenau- Mellenbach. 7. Wahlkreis( Könignehmer, ist überhaupt niemals auch nur das Geringste zu Partei zusammengethan, die sich" Demokratische Liga" nennt, freis( Oberweißbach): Baul Nessel, Bimmermann, Voltstedt9. Wahlkreis( Kazhütte): Friedrich Frötscher, der bekannten international ultramontanen Tischler, König. 10. Wahlkreis( Frankenhausen Stadt): Karl Der fromme preußische Landtag hat die Kleinigkeit Schablone( Size, Graf Mun 2c.) in Sozialdemagogie machen Apel, Ruopfmacher, Frankenhausen a. K. 11. Wahlkreis( Frankenvon zehn Millionen für die Ausführung eines Dombaues will. Namentlich hat die Liga, die soeben einen Kongreß" hausen Land): Wilhelm Hoffmann, Landwirth, Frankenhausen. bewilligt. Diese Millionen für einen Kirchenbau der Ber- in Brüssel abhielt, sich zur Aufgabe gemacht, bei den nächsten 12. Wahlkreis( Schlotheim): Franz Winter, Knopfmacher, Frankenliner Hofprediger- Partei fließen schließlich aus den Taschen Wahlen Arbeiterfang zu treiben. Nun, die nächsten Wahlen bausen a. R. von Steuerzahlern aller Bekenntnisse und auch besonders sind erst in einem Jahr, und die belgischen Arbeiter sind aus den Taschen der Millionen von Arbeitern, die heute von den katholischen Geschäftspolitikern, ehe diese sich zur teine Veranlassung mehr haben, solche Dome zu besuchen, Liga verbanden, schon so oft angelogen worden, daß sie sondern einer anderweitigen Sonntagsruhe dringend be- ihnen sicherlich nicht auf den Leim gehen werden. dürfen. Wir möchten deshalb die Dombau Verwaltung schon Vom internationalen Kohlenstreik. Die Riesen- noch nicht sieben Jahre altes Rind angerichteten Schaden, wenn heute darauf aufmerksam machen, sich die Abbildung im schlacht, welche in drei Ländern ausgefochten wird, wogt er es an der nöthigen Beaufsichtigung hat fehlen lassen. Sie " Zentralblatt der Bauverwaltung" anzusehen und recht auf und ab, hier ein Zurückweichen, dort ein Vordringen haften also für die von Ihrem Sohne zerschlagene Scheibe. ernstlich zu erwägen, ob sie nicht in der Lage sein sollte, des kämpfenden Arbeiterheeres. In Belgien ist der R. 1100. Ob ein Kontrakt gestempelt ist oder nicht, ist schon beim Bau dieses Gotteshauses die Nä ch st en Streit nach den neuesten, freilich zum Theil einander für die Frage, ob er gillig, völlig unerheblich. liebe zu bethätigen, die später darin gepredigt werden widersprechenden Nachrichten offenbar im Wachsen begriffen. W. B. Ihnen steht der Weg der Zivilflage zu. wird, von der aber der Arbeiterstand auf grund der heu- Den Arbeitern des Borinage( um Mons) ist eine kleine Miethsverhältniß läßt sich ohne Kenntniß Ihres Bertrages nichts $. T. 4. Ueber Ihre Rechte und Pflichten aus dem tigen Wirthschaftsordnung auch bei Staatsbauten nichts Lohnerhöhung bewilligt worden und infolge dessen ist eine empfindet. Anzahl von ihnen in die Gruben zurückgekehrt. Dafür hat! sagen. erwarten. und nach # A Rudolstadt. F Briefkaffen der Redaktion. Abonuent 200. Ein Vater haftet für den durch sein F. K. Bestrafung der Frau ist ausgeschlossen. Für den Inhalt der Injerate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 1. Oktober. Opernhaus. Die Walküre. Montag: Cavalleria rusticana. ( Bauern- Ehre.) Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Zopf und Schwert. Montag: Vasantasena. Deutsches Theater. Der Misanthrop. In Zivil. Montag: Der Talisman. Berliner Theater. Graf Waldemar. Montag: Cornelius Voß. Leffing- Theater. Erlaubte Sünden. Montag: Die Ehre. Wallner Theater.' 3 Liferl vom Schliersee. Montag: Dieselbe Vorstellung. Castan's Kaufmann's Variété Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. American- Theater. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Friedrich- Wilhelmätädt.yeater. Les deux Crenlets. Unübertr. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Madame Agnes. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Verwandlungs- Instrumentalisten. Hugo Schulz Bitscheroig", hoch Trompeter von tomisches Intermezzo. ,, Der kleinste Husaren- Lieutenant". Neuester Original- Vortrag von Josefine Delcliseur. Eugen Zocher, Sächs. Orig.- Humorist. Central- Theater. Berliner Vollblut.| Alfred Bender mit neuen Rouplets Montag: Diefelbe Borstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Das Damenbad. Borher: Die Ballet schule. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Sebmann in auf Vorher: Die juten Flinten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Mufit von Adolph Wiedeck e. Regie: May Sam st. Vorher: Die inten Flinten oder: Hirsch in Der Tanzkunde. eigener Dichtung. HEF Grosser Erfolg! N Berliner in Chicago. Elfriede Eckmudt, hochint. Stonzertjang. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonntag Uhr. Präuscher's MUSEUM anatomisches Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Derington, 4 Personen, Radfahrer u. Drahtseilfünstler. Geschw... ter Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GefangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 f. A. Zimmermann. Etablissement Buggenhagen. Moritz Blah. Moriz Plazz. Täglich Gr. Insirumental- Konzert. Gr. Frühtücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Todesanzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß die Gastwirthin Wwe. Emma Boll geb. Drüblow im Alter von 29 Jahren nach schwerem Leiden entschlafen ist. 23196 J. A.: Erust Wobbe. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Hiermit allen Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Frau und Mutter, Josephine Kaufmann, im Alter von 33 Jahren am Freitag Nachmittag 1 Uhr nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Der tiefbetrübte Gatte nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Montag Nachmittag 41/2 Uhr von der Leichenhalle des neuen Schöneberger Kirchhofs aus statt. Um rege Theilnahme bittet der Tischler Kaufmann. Machruf. 189/2 Stonzert in den unteren ReſtaurationsDen Mitgliedern der Freien Vereinigung der Kaufleute Dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. machen wir hierdurch die traurige Säle für Versammlungen, Kommerse, Mittheilung, daß unser Freund und Kampfgenosse räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Festlichkeiten 2c. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. Jeden Sonntag: Großes Militär- Konzert Königin Elisabeth- Reg. Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pfg. Viel Neues. darunter der Kugeln des Schustanal der deutschen Militär, fünf Körper Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends gehend durch für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, Richard Becker, unerwartet den Tod in den Wellen des Müggel- See's fand. Wir theilen dieses unglückliche Ereigniß allen Genoffen mit dem Ausdruck des Schmerzes darüber mit, daß wir einen so tüchtigen Genoffen allzu früb verlieren mußten und bitten, dem Verschiedenen auf seinem letzten Wege möglichst zahlreich das Geleit zu geben. Die Beisetzung findet am Sonntag, den 1. Oktober, Nachm. 11/2 Uhr, von Unserem dicken Müller zum Ge burtstage ein donnerndes Hoch! 2307b Laren nicht! Propfen raus! H. G. A. K. P. E. Ein donnerndes Hoch unserm Kollegen, dem Zeitungs- Spediteur Mag Rothe, zu seinem heutigen Wiegenfefte. 23046 Die Zechgenossen von Schwarzer und dann gehen wir' mal rüber bei Schmidt's. Verein deutscher Schuhmacher Filiale Berlin 1. Montag, den 2. Oft., Ab. 81/2 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstraße 16: Versammlung. Tagesordnung: Der Werth der Presse. Ref.: Roll. Hamacher. Diskussion. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktl. Erscheiner dringend nothwendig. 277/9 Der Vorstand. Erklärung! Infolge der Ehren Erflärung des Stereotypeurs Herrn Theodor Weyand für den Stereotypeur Herrn Emil Sternity vom 27. Sept. 1893 im Vorwärts" entziehen wir Herrn Weyland mit dem heutigen Tage sämmtliche Funktionen als Vorsitzenden bis zur außerordentlichen Generalversammlung am 22 Oft. 1893. Berlin, den 29. September 1893. Der Vorstand 2327b der Freien Vereinigung der Stereotypeure u. Galvanoplastiker Berlins und Umgegend. Die Buchdruckerei von 46542* M. Schrinner, Brunnenstraße 164, empfiehlt sich zur Anfertigung von Drucksachen jeder Art. 48992* Anzeige! wärts", sowie sämmtlicher ArbeiterZur pünktlichen Lieferung des VorLiteratur empfiehlt sich vom 1. Ofthr. wovon aus die Theilnehmer gemein-. Katlewski, Frankfurter Allee 90, der Zeichenhalle des Köpenicker Kirchhofes aus statt. Die Leidtragenden empfiehlt sich zur bevorſt. Saison den verlanger Bahnhof und fahren gemeinVereinen zu Festlichkeiten u. Versamin- sam bis zur Station Spindlersfeld, lungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34412* sam nach dem Kirchhof gehen. Berlin, den 30. Sept. 1893. A. Ecke Möglinerstraße. 48999* Der Vorstand der Freien Vereinigung der Kaufleute. Bucola, Spittelmartt 1. Journalzirkel( 10 Journale) pro Monat 1 M. frei Haus. Benge, Buchhdlg., 22986 Altes Schüßenhaus, ratweil'scherſonen faffend) zu allen Gelegen- V ratweil' scheinen faffend, gut autem Gelegen Bierhallen Franz Bille's Tan- Inditut G 2065b Fischerstraße 25. Sonntag, den 1. u. 8. Oftober, beg. Kommandantenftr.77-79. neue Lehrkurse. Honorar mäßig. AnTäglich von 5 Uhr ab: meldungen erbeten Fischerstr. 25. 22946 Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Bryftall- Palant. Anf. Wochent. 72 Ubr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle Posse in 1 Att von R. J. Anders. für Festlichkeiten u. Versammlungen. Musik von verschiedenen Komponisten. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Regie: Mar Samst. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Rassenöffnung 21/2 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 71/2 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. ,, Wilhelm Tell". Schauspiel in 5 Aften von Friedr. D. Schiller. Regie: May Sa mst. Raffenöffnung 2 Uhr. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wallner- Theater. Sonntag, den 1. Ottober 1893: Gastspiel des Schliersee Bauerntheater. Zum 2. Male: BIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Großes Konzert der Kapelle des Königin AuguftaGarde Grenadier- Regiments Nr. 4 ( Coblenz). Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. der ,, Cypria". ' s Liferl vom Schliersee Bom 6.- 10. Oftober: Ausstellung Volksstück mit Gesang und Tanz von H. Neuert. Billetverkauf von 10-2 Uhr. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Heute: Berliner Vollblut. Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften v. Jean Kren. Mufif v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atien v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. 4939L Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehenswürdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Heu! Sensationell! leu! Spreeniven! Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Märkischer Hof, Admiral. ... Strasse Nr. 18 c. Jed. Sonntag im prachtv. Spiegelsaal Grosser Ball. find Sonnabends und Sonntags an Albrecht's Ball- Saal Memelerstrasse 67. Empfiehlt seinen Saal, 400 Pers. fassend, zu allen Festlichkeiten. 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Fichtestraße 24. 2303b Großes Vereinszimmer zu ver geben. 2302b Alte Jakobstr. 68. Ich wohne jetzt Waldemarstr. 22 II. Dr. Curt Freudenberg, Arzt. 23286 8-9, 4-5. Ich wohne jetzt Schützenstr. 56, I Ende 2 Uhr. Meine beiden Spiegelsäle Naturheilarat Dr. med. Böhm. Beretne, fowie zu allen Festlichkeiten und Homöopath. Arzt und Kneipp'iche Wasserkuren( in Wörrishofen gem.) Versammlungen zu vergeben. 4942L Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Vereinsz. z. verg. Jacob, Inselstr. 1. Vereinszimmer Simeonftr. 23. Dr. Hösch, Linienstraße 149. 8-10, 5-7. Sebasteaneum Kneipp'sche Wafferheil anst. Dorotheenſtr. 49 Bei meiner Abreise von Berlin sage ich allen Genossen, insbesondere den Genossen des 4. Wahlkreises, ein herzliches Lebewohl! 33386 N. Muth und Familie. Nachruf. Unser treues Mitglied, Genosse Richard Becker, fand am Sonntag, den 17. cr., in den Fluthen des Müggelsee's unerwartet den Tod. Wir verliezen in ihm ein thätiges Mitalied, der, durchdrungen von der Jdee des Sozialismus für die Befreiung des Proletariats mit all' feinen Kräften tämpfte. Nur zu früh verlieren wir ihn, dessen hohe Begabung ihn für diesen Kampf in so reichem Maaße befähigte. Sein guter Charakter, sein liebevolles Empfinden für die Leiden seiner Mitmenschen sichern ihm ein ehrendes Andenken bei 426/19 allen, die ihn kannten. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Oktober cr., 1/2 Uhr Nachmittags, von der Leichenhalle des Köpenicker Kirchhofes aus statt. Die Leidtragenden versammeln fich um 12 Uhr auf dem Görlizer Bahnhof, fahren ge meinfam bis zu der Station Spindlersfeld und gehen von dort aus zusammen nach dem Kirchhof. Berlin, den 80. Sept. 1898, Der Vorstand des Rudervereins„ Vorwärts". Nachruf. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unseren Mitgliedern von dem Tode unseres Delegirten, des Herrn 189/3 Richard Becker, Mittheilung zu machen. Er erfüllte seine Pflichten als Delegirter unserer Kasse mit regem Eifer und sichert ihm sein humanes Denfen für die Mitglieder, sowie fein Pflichtgefühl für unsere Kaffe ein langes Andenken bei allen Denjenigen, die ihm im Leben nahe standen. Berlin, den 30. Sept. 1893. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für Handlungsgehilfen und Lehrlinge zu Berlin. Kranzbinderei und BlumenZum bevorstehenden Quartalswechsel empfehle ich allen Freunden und Genossen mein Geschäft in Böttcherwaaren, Haus- u. Küchengeräthen. 1998b G. Michelchen. 1. Gesch.: Rottbufer- Damm 94. Dresdenerstr. 15. 2. " Genossen vom Gesundbrunnen, Wedding und Moabit empfiehlt sich zur pünktlichen Vorwärts" und Lieferung des 49152 fämmtl. Arbeiter- Literatur. E. Stolzenburg, Zeitungsspediteur, 14. Wiesenstr. 14, Laden. Empfehle mich den Genossen als ärztlich geprüfter Masseur unter 2334b sehr foulanten Bedingungen. C. Michelmann, Straußbergerstr. 17 II. Geschäfts- Verlegung. Mein Hut, Schirm, Müßen- u. 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In Brunne( Kreis Osthavelland), ein Rursus über Finanzwissenschaft unter besonderer Berück woselbst der freisinnige Reichstags- Abgeordnete für Ruppin- sichtigung der Steuerfrage. Das Nähere über Ort und Zeit Templin, Bauer Bohm, seinen Wohnsiz hat, wurde vor etwa enthält der demnächst von der Arbeiter- Bildungsschule zu veröffenteinem halben Jahre die Gründung eines Kriegervereins be- lichende Stundenplan. schlossen und in den Vorstand desselben auch Herr Bohm gewählt, welcher den Statutenentwurf des Vereins der zuständigen Behörde einreichte. Die Antwort vom 25. d. M. lautete: liegende Statuten fende Ihnen hierdurch mit dem ergebenen BeAn merken zurück, daß die Bestätigung aus dem Grunde abgelehnt worden ist, daß anscheinend bei der am 24. Juni dieses Jahres stattgehabten Wahl diejenigen Personen, welche den Verein gründen wollen, sozialdemokratisch gewählt haben, Personen aber, welche die Ziele der sozialdemokratischen Partei durch Worte oder Handlungen gebilligt haben, von der Aufnahme in einen Kriegerverein ausgeschlossen sind." Die zuständige Behörde" sollte sich beruhigen. So unpassend für einen Sozialdemokraten die Mitgliedschaft in einem Kriegerverein ist, so vortheilhaft präsentirt sich der moderne Freisinnsphilister als Hurrabpatriot. Sollte wirklich diese oder jene Freisinnsstimme bei der Stichwahl noch auf den Sozialdemofraten übergesprunge: sein, so ist ja Besserung bei einem Wadelstrümpfler am allerwenigsten ausgeschlossen und in heutiger Zeit, wo der waschechte Mordspatriotismus immer rarer wird, ist auch ein aus freien Stücken dargebotener Freisinnsbissen nicht zu verachten. Sächsische Versammlungsverbote. Aus Hohndorf bei Lichtenstein wird geschrieben: Nachdem erst vor acht Tagen eine angemeldete Versammlung wegen angeblich unzureichenden Zu gangs zu dem Grundstück verboten worden, hat auch die für legtvergangenen Sonntag nach einem anderen Grundstück an gemeldete, in der als Referenten H. Schmidt- Zwickau und der Landtagskandidat Paul Horn sprechen sollten, ihr rechtzeitiges Verbot gefunden. Dabei muß man sich gegenwärtig halten, daß würden. das Gartengrundstück durch einen Lattenzaun völlig abgegrenzt war, daß zwei Zugänge zum Versammlungsplatz führten, welche beide von öffentlich betretenen Wegen ausmünden. Es scheint, als ob es die Gemeindebehörde mit ihrer Begutachtung verschuldet, daß die Verbote = 10. Jahrg. Nimmt Hierbei muß bemerkt werden, daß die Personenzahl der! angegebenen Parteien bedeutend größer ist, da namentlich von der Dritten Kammer der Abtheilung für Bausachen häufig 10 bis 20 Personen als eine Partei auftreten, daß hierzu noch die Zeugen und event. auch Sachverständige treten, und daß von vornherein, wenn z. B. 280 Termine anstehen, zum mindesten doch je 1 Kläger den verkehrtesten Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung gehören nicht annähernd dem vorhandenen Bedürfniß entsprechen. Noch Doppelbevormundung" minderjähriger Arbeiter. 3u jemals die Warteräume gesehen hat, muß zugeben, daß dieselben und Verklagter= 560 Personen vorgeladen werden müssen. Wer Bestimmung einer Gemeinde oder eines weiteren Kommunal- waren nur zwei vorhanden, jetzt sind es vier, so daß täglich vier Abfah 2 und 3 des§ 119a. Sie lauten: Durch statutarische schlimmer aber sind die Sigungssäle beschaffen. Bis vor Kurzem verbandes fann für alle Gewerbebetriebe oder gewisse Arten der Kammern tagen können. Ein derartiger Sizungssaal hat ca. 11 m felben festgesetzt werden: 1. daß der von minderjährigen Arbeitern Länge und 91/3 m Breite, und hiervon ist ungefähr die Hälfte des verdiente Lohn an die Eltern oder Vormünder und nur mit deren Raumes zu einem Podium für den Vorsitzenden, die vier Beisiger schriftlicher Zustimmung oder nach deren Bescheinigung über den und den Protokollführer in Anspruch genommen, und die andere Empfang der letzteren Lohnzahlung unmittelbar an die Minder Hälfte für die Parteien, die häufig die Zahl von zwanzig übersteigen, jährigen gezahlt wird; 2. daß die Gewerbetreibenden den Eltern refervirt. Aber selbst wenn nur eine kleine Zahl Parteien anwesend den an minderjährige Arbeiter gezahlten Lohnbeträgen zu und wird wohl zugegeben werden müssen, daß dies kein der oder Vormündern innerhalb gewisser Fristen Mittheilung von ist, beträgt die Temperatur in den Sizungsfälen 21-26 Gr. Celsius, machen haben." wohl eigentlich nichts angeht, hat bei dem Magistrat tagtäglich 6 bis 8 Stunden in angefirengter geistiger Arbeit Das Polizei Präsidium, das die Sache Gesundheit zuträglicher Raum für Menschen ist, die vielfach den Erlaß solchen Ortsstatuts angeregt. und Gewerbebeputation daselbst siken sollen. Ist es schon an und für sich eine aufErlaß ausgesprochen. Der Magistrat hat sich deren Gutachten Vorträgen der streitenden Parteien aufmerksam zu folgen, so Gewerbegericht haben fich beide gegen solchen reibende Thätigkeit, den ganzen Tag den häufig sehr verwickelten angeschloffen und in der ablehnenden Antwort an das Polizei wird es geradezu deprimirend, noch außerdem dem Eindracke präsidium folgendes hervorgehoben: Der Erlaß solcher Be- einer derartigen Wärmetemperatur unterworfen zu sein. ftimmungen für Berlin würde nur eine unliebfame Belästigung man verzweifelnd seine Zuflucht dazu, durch Deffnen der Fenster der Arbeitgeber und eine unpraktische Bevormundung der jugend eine Abkühlung herbeizuführen, dann ist der Straßenlärm der= lichen Arbeiter" enthalten, letztere müßten so früh wie möglich artig, daß die Berhandlungen nicht fortgeführt werden können. zu einer gewissen, für sie erforderlichen Selbständigkeit heran- Daß dies auf die Dauer kein Mensch ohne Schädigung gezogen werden. Es gebe zweifellos viele tüchtige jugendliche der Gesundheit aushalten kann, ist einleuchtend, und ein Hin Arbeiter, auf deren Entwidelung eine solche Maßregel störend weis hierauf wohl geboteu! Ebenso unzureichend und ungefund und hemmend wirken müsse. Dieser Nachtheil müsse den Aus- sind die Bureauräume. schlag geben, umfomehr, als wirklich schlechte jugendliche Arbeiter über den Ställen liegen, aus denen kein angenehmer Geruch Ein Theil derselben soll sogar noch dadurch doch nicht gebessert werden könnten und vielfach nur in die Räume dringt und den dauernden Aufenthalt unmöglich die Väter statt der Söhne den Verdienst der letzteren verbringen macht. Angesichts dieser Thatsache, daß die Geschäfte des Ge verbegerichts täglich sich steigern. Soweit die Schilderung. Die vereinigten Berliner Kreissynoden haben eine Gine Abhilfe wird bei dem Schneckengang innerhalb unserer Sigung abgehalten, in der sie dafür eintraten, daß mehr Kirchen- städtischen Bauverwaltung nicht eher ermöglicht werden, bis es steuern erhoben, mehr Kirchenanleihen ausgeschrieben und mehr für das Baufach zu gelangen und dem Schlendrian dort Kehraus unseren Genossen gelungen ist, in die Verwaltungsdeputation es ist für diesen Ort bereits das Kirchen gebaut werden sollen. dritte innerhalb weniger Monate so prompt erfolgten. Wäre dies zu machen. Warum hat der Magistrat nicht zur Verherrlichung der Fall, und die Antwort auf die eingelegten Beschwerden wergen es ja erweisen, so würden die Gemeinde Angehörigen mit in Berlin behandelt. Die Berliner Recht( oder Unrecht?) sprechung andere herrliche" städtische Einrichtungen lebhaft vermißt, zum Als Aschenbrödel wird die Rechtspflege auch äußerlich seiner weisen Verwaltung das Gewerbegericht naturgetreu auf die Chicagoer Weltausstellung geschickt? Dort sind auch viele ihrem Gemeindevorstande einmal ein ernſtes Wort zu reden erfolgt in sechserlei verschiedenen Gebäuden, die der als Kläger, Beispiel die Unterlassungssünden auf dem Gebiete des Schulhaben. Nach Lage der Dinge war es fast unmöglich, daß die Beklagter, Zeuge oder Angeklagter Auftretende zu besuchen hat. wesens, die Nicht durchführung der Kanalisation in den vorVersammlung aus den berühmten Gründen verboten werden Justitia hat in der Jüdenstraße, in der Neuen Friedrichstraße, wesens, die nicht durchführung der Kanalisation in den vorkonnte, es sei denn, daß eine völlig falsche Vorstellung vom am Moltenmarkt, neben dem neuen Polizeipalast, Alt- Moabit 11/12 8ugsweise von Arbeitern bewohnten Vierteln, das städtische SubSituationsplan vorhanden war. und in einem Hotel Absteigequartiere aufgeschlagen. Sie gleichen missionswesen, die Angabe der geringen Höhe der Löhne und der sich darin sämmtlich, daß ein muffiger Geruch in ihnen herrscht, langen Arbeitszeit der städtischen Arbeiter, der Mangel an Fürund daß die Räumlichkeiten auch nicht annähernd im stande sorge für Arbeitslose, der Luxus militärischem Klimbim gegensind, den vielen Hunderten von Menschen, die dort täglich Auf die gastlich dann zusammenfamen?" über u. s. w. u. s. w.„ Wer zählt die Reihe, nennt die Namen, enthalt zu nehmen gezwungen sind oder einer Gerichtsverhandlung zuhören wollen, einen einigermaßen erträglichen Aufenthalt Und doch zu gewähren. Der mit der langen goldenen Kette so lange im rothen müssen Dank unseres Rechtssprechungs Systems viele als Parteien, Dr. Stryck, hat endlich sein Mandat niedergelegt. Man Hause die Rechte der Minderheit als Vorsitzender arg beschnitt, Beugen oder sonst Betheiligte in vollgepfropften Warte erwartete bekanntlich vor nunmehr einem Jahre, dass er, der fälen oder auf Korridoren stundenlang warten. Es wäre zu seinem Männermuth u. a. dadurch Ausdruck gab, daß er den wünschen, daß der Justizminister und seine Kollegen einmal ge- Oberpräsidenten von Brandenburg als unseren Chef" betrachtete zwungen würden, die Pflicht eines Zeugen in derselben Weise und bezeichnete, seine Würde als Vorsteher niederlege wie andere Staatsbürger auszuüben: ein schleuniges Gesuch um Urlaub behufs Stärkung der angestrengten Gliedmaßen und ErStadtverordnetenwahlen. Der Magistrat hat den Termin holung von der ſtickstoffgeschwängerten Inhalation würde wohl zur Stadtverordnetenwahl wie folgt festgesetzt: für die dritte die Folge sein. Nicht minder traurig sind leider die Zustände in Abtheilung Montag, den 13. November cr., von Vor- den provisorischen Räumen des Gewerbegerichts, Stralauer: mittags 9 bis Nachmittags 7 Uhr, für die zweite straße 3/6. Dem Nothruf Einiger, die dort zu thun haben, entAbtheilung: Dienstag, den 14. November er., von Vormittags 10 nehmen wir folgende durchaus nicht übertriebene Schilderung. bis Nad mittags 5 Uhr, und für die erste Abtheilung von Vor- Wer Gelegenheit hat, heißt es da, auf dem Gewerbegericht zu mittags 10 bis Nachmittags 3 Uhr. Das Magistratskollegium erscheinen, dem fallen beim Betreten der Vorsäle die dicht zu 10 Uhr aus den städtischen Krankenhäusern im Rathhause einZur Cholera in Berlin. Nach den bis heute Vormittag hat befchloffen, der Stadtverordneten- Versammlung vorzuschlagen, fammengedrängten Maffen der ihrer Abfertigung wartenden gegangenen Meldungen ist das im Moabiter Krankenhause bedaß in den Wahlbezirken 36, 37 und 41 je 4 Unterabtheilungen Parteien auf. Tagtäglich verkehren daselbst Hunderte von Men- findlich gewesene cholerakrante Ehepaar als gesund aus der Anin der dritten Abtheilung gebildet werden. Die Wählerzahl in schen, und die zu Gebote stehenden Räume sind nicht annähernd stalt entlassen worden. Demnach ist Berlin wieder frei von diesen Bezirken beträgt 11 432 beziv. 9586 und 10 401. In den im stande, das Bedürfniß eines erträglichen Aufenthaltes zu ge- cholerakranken und choleraverdächtigen Personen. Wahlbezirken 6 mit 7100 Wählern und 29 mit 6969 Wählern währen. Um 8 Uhr Morgens werden die Anmeldestuben gesollen je drei Unterwahlbezirke gebildet werden, während die öffnet, um Slagen 2c. entgegen zu nehmen, und die Zahl der täg- Unschuldig verurtheilt! Der Tischler Klienisch hatte einem Wahlbezirke 1 mit 3589, 4 mit 4325, 5 mit 4677, 13 mit 4739, lichen Anfucher beträgt 60-70 Personen. Daß die Abfertigung Mädchen ein Spind aus Eichenholz verkauft. Da sich aber 16 mit 4021, 18 mit 4359, 20 mit 5159, 22 mit 5494, 23 mit dieser Anzahl eine geraume Zeit in Anspruch nimmt, ist selbst- später herausstellte, daß das Spind wurmstichig war, stellte die 4995 und 31 mit 49 8 Wählern je 2 Unterabtheilungen erhalten verständlich, und da doch naturgemäß nur immer drei bis vier Käuferin den Strafantrag wegen Betruges. Der Tischler wurde sollen. Für die 6. Abtheilung soll der 14. Wahlbezirk in 3 und Ansucher die Aufnahmestuben betreten können, so sind die denn auch unter Anklage gestellt, und da in dem Termin vor die Wahlbezirke 6 und 18 in je 2 Unterabtheilungen zerlegt Wartezimmer der zu später von 9 Uhr an vorgeschlagenen der 131. Abtheilung I der gerichtliche Sachverständige begutwerden. Für die herrlichen Blüthen des Klassenwahl Parteien schon gefüllt, ehe die Lehteren erscheinen. Daß die achtete, daß man im Allgemeinen sehr wohl den Wurmstich er Systems legt der Umstand beredtes Zeugniß ab, daß Anzahl der zu den Terminen vorgeladenen Parteien eine tennen tönne, gelangte der Gerichtshof zu der Ansicht, daß in der ersten Abtheilung 2048 stattliche ist, möge folgende Ausstellung beweisen: Es thatsächlich der Angeklagte sich des Betruges schuldig gefind Terinine abgehalten worden in der Zeit vom macht habe. Das Urtheil lautete auf fünfzig Mark Geldstrafe. 4. bis 9. Geptember cr. 280, vom 11. bis 16. September cr. 339, Der Angeklagte beruhigte sich bei diesem Urtheil jedoch nicht, Wähler eingeschrieben sind, daß also die Stimme Gines Faul: vom 18. bis 23. September cr. 385, vom 25. bis 30. Sep- er hatte aber das Unglück, die siebentägige Frist zur Einlenzers mehr gilt wie die von 134 Arbeitern. Tokales. Die Gewerkschaften und Vereine werden ersucht, am 6. Oktober feine Versammlung abzuhalten, weil an diesem Tage die Delegirtenwahlen zum Kölner Parteitag stattfinden. Die Vertrauenspersonen. " " zweiten britten " " 13 037 274 048 Sonntagsplauderet. tember cr. 391. es nicht. er that Am 1. 1. 1892 wurde er nicht wieder zum Vorsteher gewählt und wirkte im reaktionären Sinne der Lotteriekollekteur einfacher" Stadtverordneter weiter. Jetzt scheint selbst ihm durch fraktion Namslau, Biermeyer, Spinola und Genossen als Sie Biermeierei zu sehr gepantscht zu werden, er will nicht mehr mitthun. Keine Thräne weint ihm nach. legung der Berufung zu verfäumen, und damit wurde das aber sie schleppen mit, was sie von Hause mitgebracht besonderen Merkmale und Noten. Wenn ein schneidiges Marschhaben: Die Unlust, die aus frostigem Gemüth entstammt, lied gespielt wird, thaut das preußische Herz auf. Wenn ein Ueber dem Häusergerümpel Berlins liegen die prächtig lärmender Zerstreuung. Wie anders, wenn der Mann, der das süddeutsche Gemüth in Rührseligkeit. Die süddeutsche den Heißhunger nach wechselndem Genuß, die Gier nach flacher Gassenhauer sich weichlich- melodisch giebt, zerfließt sten Früh Herbsttage. Wenn sich in den Vorgärten des Thiergarten Biertels die Blätter verfärben, und die Leute, ich müde geschafft hat, mit Sehnen oder Hirn, nach dem Bourgeoisie wußte sich von jeher geschickt mit sentimenThiergarten- Viertels die Blätter verfärben, und die Leute, Wanderstecken faßt und trunken vor Aufregung, wenn's talischer Gemüthlichkeit zu drapiren. Wo ist all der finstere die bei allen irdischen Herrlichkeiten draußen stehen und die ihm einmal gegönnt ist, auszuspannen, Rolle der Baungäfte spielen müssen, durch das dünner ge- ins Freie schweift. Ihn verjüngt die Lust. Ihm ist's, als Jetzt schwimmen die Aeuglein in weicher Wonne, die Soldein Freier Groll hin über die Entlassung des Säfularmenschen"? wordene Buschwerk den Glanz der Billen der Vornehmen" geleitete ihn auf Steg und Weg der freundliche Gruß schreiber wissen nicht genug von wohlthätiger Erregung, freier betrachten dürfen, da erwachen die ruhigsten, ver- Glück auf die fröhliche Reise im leuchtenden Sonnenschein! von frischem Begeisterungstummel zu erzählen, und eine schlossensten der Lurus- Wohnstätten zwischen der Bellevuestraße und Charlottenburg zu neuem Dasein. Seltsam Von einem sonderbaren Schwärmer in Berlin war in telegraphirte Phrase hat das Wundersame zu stande geverkehrte Welt! In der lebendigsten, früchtetreibenden diesen Tagen die Rede. Er litt an der statistischen Wuth, bracht! Wie leicht wird das Regieren gemacht, solchen Commerzeit stehen die Prachthäuser, in Biergärten Es ließ ihm keine Ruhe; er mußte ergründen, was die eisernen Männern gegenüber. gebettet, verschlafen da. Die Thüren verrammt, die Fenster Drähte des Telephonneges in Berlin wohl für ein Ge Von der Verzückung bis zur Angstmeierei ist es für verhängt; die Herrschaft, dem Modegesetz unterthänig, weilt wicht haben, welche Länge sie nebeneinandergespannt er die Sensationsgierigen nur ein Schritt. Da drunten in der an der See oder in der vornehmen Sommerfrische im Ge- gäben und derlei Hochwichtiges noch mehr. Diesem kuriojen Bulgarei sieht man schwarze Wolken aufziehen. Zwar sollen birge. Ueberfluß, der Niemandem nüze ist, macht so den Kanz und Grübler gleicht so mancher von denen, die jetzt Ferdinand und Clementine nichts gegen den Bismarck von Begriff des Wortes„ Villa" zum Hohn. Modernster Besitz- wieder zurückgekehrt sind in ihr heimliches Berlin, und in Bulgarien, Herrn Stambulow, geplant haben, eitel Freundentwicklung blieb es vorbehalten, sich„ Villen", Landhäuser geschäftigem Müßiggang sich selber Senfationen ersinnen. schaft soll zwischen den Parteien herrschen. Allein der von palastähnlichem Charakter für den Wintergebrauch zu Sie sind immer in Aufregung, sie grübeln und spintisiren, Teufel traue offiziösen Versicherungen. Wer weiß, was erbauen. Nun, da der Herbstwind über ihre Gärten streift, und all ihr eifriges Gethue wiegt feinen Strohhalm auf noch kommen mag. Warum sollte der lang- und hochsind die letzten Nachzügler heimgekehrt. Sie mögen, da Wie viel von Unterthänigkeit steckt doch in ihren Gliedern! näfige Koburger nicht auch das Gelüste tragen, den neuen ihre eigene Leere vor dem erhabensten Naturschauspiel Da haben sie die Köpfe zusammengesteckt und getuschelt und Herrn zu spielen? In alter Märchenpracht ist die Romantik stumpf bleibt, ungeduldig nach ihren Winterfitzen begehrt wichtig gethan und Zeichen gedeutet, als man in einer An- auch für Jung- Bulgarien aufgestiegen. Fanfaren brausten, und manch einer wird mit dem neuen Tannhäuser sehn- wandlung höfischer Galanterie dem erkrankten Altreichs- Rosen wurden dem jungen Paar auf den Weg gestreut, süchtig geseufzt haben: fanzler" genaht war und als der loyalfte aller Preußen und aus weißem Zwetschgen Branntwein holte man sich " Oh falter Winter von Berlin! Erheitere meine Sinne!" zähneknirschend zwar doch höflich seinen Diener machen Feuer und Begeisterung, als Ferdinand mit seiner jungen Der Philosoph Schopenhauer war es, der das modische mußte! Was wurden da für Luftsprünge vor Entzücken Gattin einzog; und zur Erinnerung an die Großzeit BulReise- und Naturbedürfniß unserer Blasirten, die im Genuß gemacht, welcher Vorrath an enthusiastischen Worten ver- gariens, als noch die mächtigen bulgarischen Zäsaren nach Begierde verschmachten, aus der Langenweile erklärte. braucht! Und erst im guten Süddeutschland! Auf den regierten, that man dem Koburger die Chre sund Freude, Die herrlichsten Stellen nehmen sie in Beschlag, sie be- elsaß- lothringischen Rausch folgt das neue Fieber. Die für seine durchlauchtigste Gemahlin den Titel: Kaiserliche völkern die theuersten Gasthöfe, die auf stolzen Punkten des Bourgeoisie in verschiedenen Ländern und Gebieten hat, wie Hohheit! einzuführen. Was will Fernando mehr? Wer hat Landes von der Spekulation errichtet worden waren, I wohl sie in ihrem Grundcharakter sich gleich bleibt, dennoch ihre ihn so hoch gefürstet vor aller Welt? Der mächtige Arm Urtheil rechtsfräftig. Der Angeklagte beruhigte fich aber auch Einen Selbstmordverfuch im Einzelgewahrsam des Polizei- am Friedrichshain gebracht. Nachts wurde ein Handelsmann jezt nicht, sondern fegte die Wiederaufnahme des Verfahrens präsidiums unternahm am Freitag ein 23jähriges Mädchen, das in seiner Wohnung, Annenstr. 2, erhängt vorgefunden.- Am durch. Im heutigen Termin fonnte der Angeklagte beweisen, furz vorher durch Polizeibeamte auf der Straße aufgegriffen 29. v. M. fanden fünf Brände statt. daß es sehr leicht geschehen kann, daß der Wurmstich bei neuen, war. In der Festgenommenen wurde die unverehelichte Romea eichenen Möbeln übersehen werden könne. Wenn die schadhafte Tell ermittelt, die aus Wien hier zugereift war und mangels der Stelle fiberhobelt werde, könne gerade bei Eichenholz der Wurm- nöthigen Geldmittel obdachlos umherirrte. Sie hatte Sublimatſtich leicht übersehen werden. Der Gerichtshof war der Ansicht, tapfeln bei sich und diese trotz der Leibesdurchsuchung zu verdaß unter solch en Umständen unmöglich der Betrug für erwiesen bergen gewußt. In der Zelle nahm sie das Gift zu sich und angesehen werden könne. Der Angeklagte wurde deshalb frei- mußte in schwerfrankem Zustande einem Hospital zugeführt werden, gesprochen. Wer aber entschädigt den Staatsbürger für das wo sie bisher vernehmungsunfähig geblieben ist. ihm von Staatsorganen zugefügte Unrecht? Rutscher sind für Fahrlässigkeit verantwortlich, Beamte nicht. Gerichts- Beifung. Daß Undank der Welt Lohn ist, hat der Droschkens futscher Joseph Thiel am eigenen Leibe zu seinem großen Schaden Selbstmord. In der Trunkenheit erhängt hat sich am verspüren müssen. Derselbe stand in einer Julinacht mit feiner Freitag Abend um 102 Uhr der 36 Jahre alte Handelsmann Droschte auf dem Halteplate an der Karlstraße. als er vont Explosion in der Markthalle. Eine schwere Explosion Emil Mage. bat Freitag Nachmittag um 53/4 Uhr in der Zentral- Martt einem Herrn darauf aufmerksam gemacht wurde, daß von der Zu dem ränberischen Ueberfall auf den Arbeitsburschen Schumannstraße her eine Droschfe gefahren fomme, deren Führer halle II in der Neuen Friedrichstraße stattgefunden. In den Michael Wawrzyniak wird noch berichtet, daß der Verletzte in im Innern des Wagens size und schlafe, während das Pferd Sellern des neuen Gebäudes liegen die Kühlräume, wo die talte furger Beit wieder hergestellt sein wird. Als er den Messerstich den Futterkübel umgehängt habe. Um Unglück zu verhüten, Luft durch eine Eismaschine mit Dampfbetrieb mittels Ver- mit dem Arm aufgefangen hatte, riß er sich von den Räubern möchte er doch das Gefährt anhalten. Aus Rücksichten der wendung von Ammoniak erzeugt wird. Ein mit diesem Stoff los und rannte schreiend am Schlesischen Busch nach Riydorf zu Kollegialität ging Thiel denn auch der Droschke entgegen, gefüllter eiserner Zylinder hatte Maschinen- Del in sich auf- querfeld ein. Unterwegs begegnete er einer Frau, die ihm einen hielt das Pferd an und weckte den schlafenden Kollegen gefangt, und der Monteur Wilhelm Neubauer war beauftragt, Verband anlegte. Wawrzynst will die beiden Räuber aus dem in freundschaftlicher Weise und Die Scheidung des Ammoniats von dem Del vorzunehmen. Ehe Verbrecheralbum bestimmt wiedererkennen. ermahnte ihn, sich auf den Bock zu setzen und feine Kutscherpflichten zu erfüllen. er damit begann, stellte der 39 Jahre alte Ingenieur Karl An stelle des für diesen Liebesdienst erhofften Dantes erntete Kneller die Frage an Neubauer, ob er auch mit dem vorzunehmenden Ein zweiter räuberischer Ueberfall wird aus Charlotten- Thiel von seinem Kollegen Triebler den schnödesten Undant. Prozeß hinreichend vertraut sei. Als eine bejahende Antwort er- burg gemeldet. Der Krummejtr. 37 wohnende Kaufmann Rüger Zunächst überhäujte dieser den wackeren Kollegen mit einer Fluth folgte, ließ der Ingenieur die Arbeit vor sich gehen. Blöglich er wollte am Donnerstag Abend um 91/2 Uhr vom Bahnhof Char- von Scheltworten ob der ungewünschten Störung seiner Ruhe folgte ein furchtbarer Knall: der Deckel des Zylinders war lottenburg seine Wohnung auf einem Richtwege erreichen. Die und versezte dem Thiel schließlich noch einen Fußtritt, so daß durch einen noch nicht aufgeklärten Vorgang abgeriffen und Neu- Krummeñraße wird zwischen Schiller- und Kantstraße durch dieser, schwer am rechten Kniegelenk getroffen, sofort zu Boden bauer an den Kopf geflogen. Dazu kam, daß das flüchtige eine eingezäumte Wiese unterbrochen, die er überschreiten wollte. stürzte. Nicht genug an dem, fiel nunmehr Triebler noch über Laugenfalz ihm die Augen verbrannte, so daß der am Kopf ver- Etwa auf der Mitte stürzten drei Männer, die sich dort gelagert fein Opfer her und bearbeitete dasselbe mit den Fäusten. Erst wundete Mann in dem Raum geblendet umhertaumelte. Hierbei hatten, auf ihn los, und Einer rief ihm zu: Geld oder das durch das Dazwischentreten eines Nachtwächters und etlicher stieß er mit dem Stopf gegen ein großes Schwungrad und zog sich Leben." Der Angriffene gab feins von beiden, fezte sich viel Straßenpaffanten fonnte dieser Rohheit Einhalt gethan werden. eine derart schwere Verlegung gleichfalls am Kopfe zu, daß er mehr zur Wehr und erhielt jezt drei Messerstiche in den Kopf. Thiel mußte sofort nach der Charitee befördert werden, woselbst besinnungslos zusammenbrach. Er wurde fofort in Decken ge- Ghe aber die Angreifer ihn ausrauben fonnten, fam Hilfe hinzu, eine Zerreißung der Kniescheibenbänder konstatirt wurde. Triebler hüllt und nach der Charitee gebracht. Die Verwundungen lassen und die Räuber ergriffen die Flucht. Rüger mußte sofort ärzt wurde vom Schöffengericht zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. die Hoffnung auf Wiederherstellung des Verunglückten faum zu. liche Hilfe in Anspruch nehmen. Auch Kneller, der sich in demselben Raum befand, ist durch das entströmende Ammoniak im Gesicht schwer verbrannt. Da er außerdem die Ammoniakdämpfe eingeathmet hat, so liegt auch noch eine Vergiftung bei ihm vor. Aerztlicherseits hofft man jedoch, ihn, der gleichfalls in der Charitee Aufnahme fand, am Leben zu erhalten. Das Geld auf die Straße geworfen bat Freitag ein Irrfinniger. Der Geistesgestörte, ein elegant gekleideter, etwa 40jähriger Mann, hatte am gestrigen Nachmittag gegen 4 Uhr sich in der Oranienburgerstraße, Ecke des Monbijouplatzes auf gestellt und eine Anzahl Kinder um sich versammelt, unter denen er Behn- und Zwanzigpfennigstücke vertheilte. Hierdurch wurde eine größere Menschenansammlung verursacht und nun zog der Frrfinnige auch größere Geldstücke hervor, die er in den Haufen hineinwarf und sich königlich amüsirte, wenn sich Kinder und Erwachsene darum balgten und stritten. Passanten brachten den Kranken nach seinem Hotel in der Friedrichstadt, wo er furz vorher in Begleitung seiner Frau aus Königsberg i. Pr. Hier eingetroffen war. Wie sich nun herausstellte, ist der Unglückliche ein Amtsrichter a. D. Benice. Er ist einer Privatirrenstalt in Pankow übergeben worden. Ein ruppiger Streich hat dem jugendlichen Paul Marktpreise in Berlin am 20. Septemb., nach Ermittelungen Dolgner drei Anklagen zugezogen. Dolgner entwendete einem des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Gärtner eine Alters- und Invaliditätskarte, in welcher Marten 15,30-14,90 m., mittlerer von 14,80-14,50 M., geringer von im Werthe von 7 M. eingeklebt waren. Diese Marten löste 14,40-14,00 m., Roggen per 100 kg. guter von 12,90 bis Dolguer aus und flebte sie in eine auf den Namen Schaube 12,70 M., mittlerer von 12,60-12,50 W., geringerer von 12,40 lautende Karte ein. Da die That jedoch bemerkt wurde, wurde bis 12,20 M. Gerste per 100 kg. gute von 19,00-17,40 M., Dolgner festgenommen. Er gab sich nun als Schaube aus und mittlere von 17,30-15,70 m., geringe von 15,60-14,00 m. legitimirte sich durch die auf den Namen Schaube lautende Hafer per 100 Kg. guter von 18,80-17,40 m., mittlerer von Karte. Er wurde deshalb des Diebstahls, des Vergehens gegen 17,30-16,60 m., geringer von 15,90 bis 14,60 m. Stroh, das Alters: und Invaliditäts- Gesez und wegen Führung eines Richt per 100 Kilogramin von 6,30-5,50 Mark. Heu per falschen Namens angeklagt. Der Geci htshof erkannte gezen ihn 100 Kilogramm von 10,00-7,00 M. Erbsen, gelbe zum Kochen auf vier Monate Gefängniß und eine Woche Haft. Die letztere per 100 g. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per Strafe wurde als durch die erlittene Untersuchungshaft für ver 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 kg. von 80,00 bis büßt erachtet. 30,00 M. Kartoffeln, per 100 kg. von 8,00-4,00 M. Rindfleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 W. Bauchfleisch Pferdefleisch. Wie die unverehelichte Aufwärterin Marie per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Seelbinder über Pferdefleisch denkt, konnte man in einer 1,50-1,00. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,70-0,90 m. Verhandlung hören, die kürzlich vor dem Schöffengericht stattHammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. fand. Sie war des wiederholten Betruges angeklagt. De zwar von 2,80-2,00 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,60 W. Fische aus dem Schneider" befindliche, aber noch immer schneidige per 1 Kg.: Karpfen von 2,20-1,20 m. Hale von 2,80 bis Dame gab zunächst in drastischer Weise ihrem Unmuthe darüber 1,20 M. Zander von 2,40-1,20 in. Hechte von 2,00-1,00 M. Ausdruck, daß sie überhaupt zur Verantwortung gezogen war. Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 M. Bleie Mir soll wieder so eener kommen, det ick seine trante Frau pflegen Eine Belohnung von 300 M. fezte der Regierungsprä: von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 15,00-1,50 W. un Mutterstelle an ihm vertreten soll. Er kann von mir eene fident in Danzig auf die Ermittelung eines unbekannten Mörders jelöscht friegen, det er en Spiz für'n Bäckerjesellen ansieht! aus. Wie der hiesigen Kriminalpolizei mitgetheilt wird, sind im Polizeibericht. Am 29. v. M. Morgens wurde ein Mann So bin ich heite jesonnen. Is det der Dant for meine Forst Neusafferei bei Klein- Piasniz Reste eines menschlichen in seiner Wohnung, Stegligerstr. 13, todt im Bette liegend vor- Jutmiethigkeit, det ick hier in Mojabit vor'n Staatsanwalt anSteletts aufgefunden worden, die den Verdacht eines Mordes gefunden. Er hatte sich mittels Arsenik vergistet. Vormittags treten muß? Wors.: Ich weiß nicht, was Sie von Guthervorgerufen haben. Man vermuthet in den Gebeinen die wurde im Luisenstädtischen Kanal, an der Luijenbrücke, die be- müthigkeit reden, Sie haben ja für Ihre Dienstleistungen hinUeberbleibsel des Zauberkünstlers Johann Friedrich Anton reits start verweste Leiche eines Mannes angeschwemmt. Eine reichend bezahlt bekommen. Sie wurden also im März von dem Schnegotti, der um die Pfingstzeit 1886 zuletzt in jener Gegend Frau stürzte sich in einem Anfall von Geistesgestörtheit aus einem Tischlermeister Müller als Wirthschafterin angenommen, weil gesehen wurde, feitdem aber verfchollen ist. Die zugesicherte Be- Fenster ihrer im ersten Stock des Hauses Brunnenstr. 79 belegenen feine Ehefrau erkrankt war. Es gehörte zu Ihren Obliegenlohnung hat zur Voraussetzung, daß der Mörder, zu dessen Er Wohnung auf den Hof binab und erlitt hierbei einen Schädel- heiten, die täglichen Einkäufe zu besorgen und da sollen Sie das mittelung bisher jeder Anhalt fehlt, so nachgewiesen wird, daß bruch, an dessen Folgen sie nach furzer Zeit veritarb. Bei Vertrauen des Müller in recht nichtswürdiger Weise getäuscht ein gerichtliches Verfahren gegen ihn eingeleitet werden kann. Anbringen eines Hängegerüftes an dem Hause Jerufalemeritr. 55 haben. Voraussichtlich haben Sie weit mehr Betrügereien fiel ein Arbeiter von dem Fahrtau, an welchem er hinaufgeklettert begangen, als die Auflage Ihnen zur Last legt. Geben Angefchwemmt ist gestern vis- à- vis den neuen Wasser- var, aus einer Höhe von ungefähr 3 Metern auf den Bürger- Sie zu, daß Sie in zwei Fällen je 2 Mart 40 fg. werken in der Nähe der Müggelberge der Leichnam des am steig hinab und erlitt einen bruch des rechten Armes. Auf erhielten, um dafür Rindfleisch zu kaufen? Angel.: 17. September cr. in der Müggel ertrunkenen Kaufmanns Richard dem Blücherplaze gerieth Vormittags ein Mädchen beim Ab- Nee, davon war feene Rede nich, ick sollte Suppenfleesch" Becker, welcher, wie wir s. 3. berichteten, bei einem Bootsunfall springen von dem Vorderraum eines in der Fahrt befinds holen. Vors. Nun, es war natürlich Rindfleisch gemeint, des Nudervereins Borwärts" ums Leben gekommen war, lichen Bjertebahnwagens unter die Räder deffelben, machen Sie nicht solche Ausreden. Sie sind aber zum Noßwährend die beiden anderen Insassen des Bootes von einem wurde überfahren und erlitt bedeutende Verletzungen an schlächter gegangen und haben Pierdefleisch geholt. Angefl.: Schiffer gerettet wurden. Der 21jährige Berunglückte war der beiden Unterschenkeln. In seiner Wohnung Friedrich- Wenn det sollte passirt sind, denn is et en Frrdhum von mir einzige Jusaffe des Bootes, welcher nicht schwimmen fonnte. straße 41/42 versuchte ein Kaufmann sich mittels eines Revolvers jewejen. Wenn een Rindschlächter un een dioßschlächter neben Sein Leichnam wurde nach der Leichenhalle in Köpenick gebracht, zu erschießen. Er brachte sich nur eine unbedeutende Verlegung eenander stehen un beede haben sich die Hemdärmel ufgekrempelt wo morgen Sonntag Nachmittag die Beisezung der Leiche an der Stirn bei. Mittags wurde ein Hausdiener beim Ueber- un beede haben' ne weiße Schürze vor und beede haben een stattfindet. schreiten des Fahrdamms vor dem Hause Bellealliancestr. 87 iroßet Messer in die Hand, denn möchte ich denjenichten sehen, Das leichtsinnige Wegwerfen von Obstresten auf den durch eine Equipage zu Boden gestoßen. Er erlitt dadurch an der sie auseenander fennt. Un wat det Fleesch anbelangt, det Bürgersteig ist die Veranlassung zu einem Unglüdsfall ge- scheinend nicht unerhebliche innere Verlegungen. In der Bentral- fieht erst recht eengal aus.- Bors.: Heden Sie uns nichts worden. In der Perlebergerstraße trat Frau auf einen Markthalle fiel Vormittags ein Handelsmann infolge eines Fehl- vor. Die Läden der Roßschlächter sehen anders aus, als achtlos weggeworfenen Pflaumenrest und kam dadurch so un- tritts zur Erde und zog sich hierbei eine Verstauchung der linken die der Rindschlächter, und der große Preisunterschied zwischen f eine glücklich zu Fall, daß sie einen schweren Knöchelbruch erlitt. Hüfte zu. Nachmittags explodirte in einem Keller der Zentral- Bjerdefleisch und Rindfleisch mußte Ihnen auffallen. Sie sollen Markthalle la eine Ammoniak- Eismaschiene. Hierbei wurden ein für die vier Pfund, die Sie jedesmal geholt haben, auch nur Ingenieur und ein Arbeiter so bedeutend verlegt, daß ihre Ueber- i M. bezahlt haben. Sie haben Ihren Auftraggeber also jedesführung nach der Charitee erforderlich wurde. Abends wurde mal um 1 m. 40 Pj betrogen. Angefl.: Jc habe noch Ick vor dem Hause Rosenthalerstr. 19 ein unbekannter Mann von andere Sachen mitjebracht, da fonnte ich nich wissen, wat ict for einem Perde der Pferde- Eisenbahn umgestoßen und am Kopfe jeden Theil bezahlt habe.- Vors.: Der Vertrauensbruch ist anscheinend bedeutend verlegt. Da er auf der Sanitätswache um so schlimmer, da Sie doch wissen, daß manche Leute einen nicht zur Besinnung tam, so wurde er nach dem Krankenhause Widerwillen gegen Pferdefleisch haben.- Anget: Ih! wer't " Auf dem Wege nach dem Krankenhause gestorben ist am Donnerstag Vormittag um 11/2 Uhr ber 40 Jahre alte Drehorgelspieler Adolf Pinnow aus der Memelerstraße. Er fiel beim Berlassen seiner im Seitenflügel eine Treppe hoch belegenen Wohnung zehn Stufen hinab und zog sich einen Schädelbruch zu, der den alsbaldigen Tod zur Folge hatte. 311 -M. Stambulon's! Und nun wollte er diesen Arm von sich was thut das undankbare Publifum? Der Umzugstermin Es waren die Tage, als das Niederwald- Denkmal einstoßen? ist vorüber, und die nichtsnußige Gesellschaft rückt aus geweiht werden sollte. Das Bürgerthum, betäubt von den Während so politisch- romantische Erwägungen unsere reiner Bosheit immer enger und enger aneinander. Un- Waffensiegen, träumte davon, die Höhe der Kultur erklommen ein trostloser Gedanke! zu haben. phantasiereichsten Köpfe beschäftigen, fönnen wir auch im vermiethet und unvermiethet, Alltagsleben nicht zur Ruhe kommen. Mit dem beginnenden Demüthig senkt der Hausbejizer sein Käppchen vor jedem Nur eins fehlte ihm zum Allmachtsbewußtsein, und Herbst haben sich an allen Orten schreckhafte Wandlungen Miether; und jeder Hausverwalter ist die Zärtlichkeit fein Wildenbruch'sches Säbelgerassel konnte seinen Schmerz vollzogen. Hier in Berlin, wo der Pulsschlag des Reiches selber, wenn ein Bübchen auf dem Hofe im Spieleifer laut darüber übertäuben: Die strenge Kunst, der Racker, wollte am heftigsten Klopft, verspüren wir es lebhaft. Schonung wird oder Turnübungen im Treppenhause versucht. Kein sich nicht einstellen. Das mußte aber anders werden; den bedrängten Kapitalisten, Schonung für die geängsteten, barsches Wort. Selber eilt er hin zu dem unvorsichtigen und ein Theil der bewegenden Kraft, die die spröde armselig dahinſiechenden Hausbesizer. Die Geschichte von Kinde, putzt ihm das Näschen und führt es vorsorglich zu Widerspenstige zwingen sollte, war das neugegründete dem Börsenmann und Bankdirektor, der auf Gummirädern den Eltern. Was hat man aber für einen Lohn? Der Deutsche Theater. Es gab vielleicht naive Seelen, die ernstfuhr, ist längst ein Märchen geworden, an das nur kleine unverstand der Maffen querulirt und schreit und haft daran glaubten. Jetzt würden der deutschen Bühnentobt: Aber die Kinder glauben. Es war jüngst erst in den Blättern zu Miethspreise halten sich gleich literatur kräftige Anregungen gegeben werden. Aber bald Lesen, wie sich die Herrschaften mit fahlen Gesichtern nach hoch, wie Zeiten schlimmer Wohnungsnoth!" sahen sich alle, die mit dem Begriff deal" nur so um Das Deutsche Aschinger's blau- weiß gestrichenen Stehbierhallen drängen, So bitter verkennt man die wohlmeinende Absicht. Soll sich zu werfen lieben, bitter enttäuscht. in ihrer Bekümmerniß rasch ein Brötchen mit Weichkäse Berlin ein Pojemudel werden? Soll es etwa hinter Paris Theater wurde ein kaufmännisches Unternehmen, wie ein herunterwürgen und es mit einem Schnitt einfachen Biers und New- York zurückstehen? Die weltstädtische Ehre ge- anderes. Als man gefunden hatte, was der Kundschaft befeuchten, und als neulich in solcher modernen Halle hinter bietet es, auf weltstädtische Preise zu halten. In Ehren- mundet, versuchte man es nicht erst, Quellen zu öffnen, aus mächtigen, blanten Spiegelscheiben auf den Gestellen ganze fragen giebt es keine Rücksichtelei, giebt es kein Zurück denen neues Leben sprießen konnte. Man brachte den Reihen von zarten, saftigen Räucherlächsen aufgebaut weichen. Schauspieler zu respettabler Höhe, dem alten werthvollen So wird Komödie gespielt an allen Enden. waren, ba entstand ein Menschenauflauf davor. Mit Die literarischen Besitz begegnete man im allgemeinen mit brennenden Augen spähten die, denen der„ Lachs" ehemals unbehagliche Wahrheit wehrt man weit von sich. Man Würde; zugleich aber begann man schon den EmpfindungsDer ein tägliches Frühstückgemüse" war, nach den unerreich- weicht deni Lazarus, denn seine Armuth könnte übel riechen; armen Zahlungskräftigen zu schmeicheln. baren Genüffen. Sie schlugen sich an die Brust und und dreift behauptet man dann, es gäbe keinen Lazarus. Reiz der Ausstattung" wurde ein neues Schlagheulten vor Schmerz, fie empfanden Höllenpein und gewahrhaftiger Spiegel sein sollte, geht es im Grunde nicht Berkleidung Auch auf der bretternen Welt, die der wirklichen ein wort, und für viele Besucher wurde die verschönerude zum Wesentlichen. Dort aber, 100 dachten an die Worte aus Dante's Höllensang: viel ehrlicher zu. Heute, da jeglicher auf offenem Markt ein heranwachsendes Dichtergeschlecht sich unterwand, zu nicht laut genug seine Veriten zu preisen weiß, flagen in den Lauten, die sich aus der Empfindung unserer heute, da es Jubelfeier um Jubelfeier reguet, heute, da Tage hervordrängten, zu kämpfen mit dem Rüstzeug, das die Gedenktage emporschießen, wie Pilze nach warmem Regen, die Auschauungen der lebendigen Gegenwart ihnen in die hat man in Berlin auch des zehnjährigen Bestehens eines Hand gedrückt, ging man achtungslos vorüber; und erst ein Lied davon zu singen. Häuschen bauten sie um Theateriustituts, des Deutschen Theaters, gedacht. dann begann man sich der Jungbegehrenden zu erinnern, Nicht giebt es herber'n Jammer, Als Rückerinn'rung en verfloßne Freuden Jm gegenwärt'gen Elend. Und das Elend ist groß. Die Hausbesitzer wissen auch und Alpha. Häuschen, nicht etwa aus schnöder Spekulation, Der proletarischen Wehrheit ist es als Luxusbühne als man mit Behutsamkeit tapfer sein durfte: Es war, wie sondern nur um der steigenden Bevölkerung ihr freund- fremd geblieben. Wenn seiner an dieser Stelle erwähnt immer: Man schauert, wenn es rauscht." liches Entgegenkommen zu beweisen. Šie richteten wird, so geschieht es einiger charakteristischer Symptome hochherrschaftliche Wohnungen mit zehn und zwölf Stuben wegen. Der Freudenrausch war groß, als dies Theater geein, auf daß es sich in ihnen behaglich hausen lasse. Und gründet wurde. Im Auftrage des Vorstandes der Mitgliedschaft Berlin: Georg Schmidt, Manteuffelstr. 109. nich weeß, den schmeckt det janz wie Rindfleesch. Wenn ic so'n unseren Verband allgemein, sowie unsere hiesige Mitgliedschaft an Cholera gestorben ist. Warschau, 30. September. Int faftijet Stück fo in de Pfanne jeschmort habe un denn mit speziell geschädigt. der Kreisstadt Rolo tritt neuerdings die Cholera in sehr heftiger reichlich Bollen, Pfeffer un een reichlichet Lorbeerblatt an, da Form auf. Rom, 29. September. In den legten 24 Stunden fann sich jeder Mensch un wenn er noch so etepotete is, een sind in Livorno 10 Erkrankungen an Cholera und 3 Todesfälle paar Fundeken von in'n Leib schmeißen. Js fo'n Ferd denn vorgefommen, in Pattimarina, Provinz Messina, 5 Erkrankungen. nich ooch reinlicher als so'n richtijet ausgewachsenet Schwein, Rigdorf. In einer Versammlung des fozialdemokratischen und 3 Todesfälle und in Palermo 20 Erkrankungen und 10 Todes= wat mit seine Schnauze in jeden Müllhaufen rumwühlt? Vereins Vorwärts" sprach am 26. September A. Hoffmann fälle. In legterer Stadt find seit Ausbruch der Cholera 363 PerUn, wat id sagen wollte, hat een Ferd vielleicht Trichinen über:" Die zehn Gebote und die besigende Klasse". Unter Ber- fonen ertranft nnd 194 gestorben. oder Rothlauf oder sonst eene von die villen Schweinetrant- einsangelegenheiten machte der Vorsitzende bekannt, daß für die Die Achselstücke des Polizeikommissärs. Ein heiteres Jd meene, man fann sich eher vor'n Lachsschinken Vereinsmitglieder ein stenographischer Unterricht unentgeltlich ein Stücklein erzählt der Beobachter" in seiner letzten Nummer über efeln, als vor so'n Stückchen Hottebüh. Vors.: Nun, darüber gerichtet sei. Genoffen, die gewillt sind, daran theilzunehmen, den Polizeikommissär in Eßlingen, " in Danach hätte sich dieser gehen die Ansichten auseinander. Finden Sie es nicht unverant- mögen sich bei Genosse Wurbs melden. Sodann wurde von Ge- oberste Polizeibeamte Eßlingens schöne silberne Majorswortlich, daß eine franke Frau, die Suppe von Rindfleisch ge- noffe Ostermann auf die Neuwahl zweier Gemeindevertreter auf- Achselstücke anfertigen lassen und sich mit denselben geschmückt nießen soll, durch Ihre Betrügerei solche von Pferdefleisch erhält? mertfam gemacht und die Genossen aufgefordert, recht thätigen auf den Rennplatz bei Weil begeben. Den höchsten Angefl.: Mein Jott, wie die Leite sich jleich haben. Sie Antheil an der Agitation zu nehmen, sowie bei der Wahl ihrer und allerhöchsten Herrschaften sei die unbekannte Uniform is ja doch bald wieder besser jeworden un wer weeß, ob det nich Pflicht zu genügen. des fremden Offiziers" Offiziers" aufgefallen, bis jemand auts von det Ferdefleesch jekommen is. Wenn een Koofmann mir Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläken dem Gefolge die Auskunft geben konnte: Das ist ja der Eßso' ne olle gemanschte Marienbutter anstatt Rochbutter verkooft, befchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwallinger Polizeikommissär!" In einer darauffolgenden Gemeindedenn muß ich reene stille sind. Aber uff die Kleenen, da reiten tung Berlin 1. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 2. Ottober. Abends rathssigung wurde nun eine Rechnung präsentirt mit- wie man fie ruin, un die Froßen, die lassen sie loofen. 8% Uhr, Grünerweg 29. Tagesordnung: Vortrag über: Das Recht, das Vors.: Jch ent- mit uns geboren ift. Referentin: Frl. Baader. jagt 80 M. für des Herrn Polizeikommissärs Achselstücke. nehme aus Ihren Ausführungen, daß Sie sich nunmehr schuldig Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, Aber der wohllöbliche Gemeinderath schüttelte die Köpfe und befennen? Angefl.( weinend): Nu ja doch. den 1. Oktober, Morgens 10% Uhr: Vorfands- Sigung. Im Restaurant des machte es wie der Ludwigsburger anläßlich des ChampagnerLandsmannes W. Voß, Holzmarttstr. 61. Mittwoch, den 4. Oftober, Abends Uhr, Generalversammlung im Kommandanten- Garten, Kommandanten Frühüücks am Kaiserstein, indem er meirte: Bahl's, wem's tung straße 10-11. Spaß macht!" Und so darf der Herr Polizeikommissär seine Achtung, Zwicker und Berufsgenossen der in mechanischen Betrieben Majors- Achselstücke selber bezahlen. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 2. Oftober, bet See: feldt, Grenadierstr. 33: Vereins- Versammlung. Die Verfechterin der Pferdefleischkost wurde zu einer Geld- 8 firafe von 20 M. verurtheilt.usdotessa Soziale Ueberlicht. Die väterliche Zucht des Lehrmeisters. In einer der Tetzten Sigungen des Schöffengerichts zu Koburg kamen folgende Rohheiten zur öffentlichen Kenntniß. Der Brauer Albert Wach3: muth hier hatte den Brauerlehrling Reichardt, weil dieser bei der Arbeit lässig gewesen sein sollte, mit einer Holzschaufel der art über den Rücken geschlagen, daß die Schaufel zersprang. Als nun Reichardt wieder an die Arbeit gehen wollte, faßte ihn Wachsmuth und warf ihn zwischen zwei Bierfässer, so daß Reichardt einen Bruch des rechten Schlüsselbeins davon trug. Nachdem die Verlegung so ziemlich wieder geheilt war, hat Wachsmuth den Lehrling Reichardt nochmals zwischen zwei Betten geworfen, so daß dasselbe Schlüffelbein wieder brach und Reichardt den Arm wieder in die Binde trägt. Wegen dieses legten Vergehens wird Wachsmuth sich später zu verantworten haben, wegen der ersten Mißhandlung aber wurde der gewaltthätige Brauer mit Rücksicht auf die an den Tag gelegte Rohheit zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. 4 " Rückfahrkarten 4. Klasse gelangen mit dem 1. Oktober Böhmischer Verein Havlicek( Cesta beseda Havlicek) hält seine Ver- auf den größeren Stationen des Direktionsbezirks Magdeburg fammlungen Wilhelmstr. 105 jeden Montag 9 Uhr Abends ab. im Nahverkehr zur Einführung. Diese Karten gelten zur HinUntionale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( G. 5. 71.) Bureau: D, Holzmarktstr. 67. Montag, den 2. Oftober, Abends 8% Uhr, im und Rückfahrt nur für den Tag der Ausgabe und gewähren feine Restaurant P. Bodenburg, Rommandantenstr. 10-11: Vorstands- Sigung. Preisermäßigung; der Preis entspricht vielmehr genau dem zweier Friedrichs- Verein( ehem. Böglinge des Großen Friedrich- Waisenhauses). einfachen Fahrkarten 4. Klasse derselben Strecke. Freigepäck wird Montag, den 2. Oftober, Abends 9 Uhr. Oranienftr. 34: Vortrag. Die Ein Theater- und Vergnügungs- Verein Fritillaria. Barnimstr. 16 bei auf die Doppelfahrkarten ebenfalls nicht gewährt. Dreßler, 6 Uhr: General- Versammlung. Sizung. Fidelitas. führung der Doppelkarten dient lediglich zur Entlastung der Vergnügungsverein Vorwärts. Sonntag, den 1. Oftober: Sigung Fahrtarten Ausgabestellen. um 3 Uhr, in Habrecht's Festfälen, Gr. Frankfurterstr. 182( Tunnel) Nachher angeblich auch im Intereffe der Reisenden" getroffen sein soll, Wenn die Neuerung Fidelitas Saat), 6 Uhr: Fidelitas, Tanz. Gäie willkommen. Entree und Tanz frei bei den anderen Klassen eine Preisermäßigung damit verbunden Vergnügungsverein Italia. Restaurant Roland, Elsafferftr. 26( großer so ist dies durchaus nicht der Fall, denn sonst müßte ebenso wie Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. Oftober, Bormittags 10% Uhr, sein. Die Reifenden der 4. Klaffe haben also gar keine Ursache, Rosenthaleriir. 38: Vortrag des Herrn Dr Pinn:„ Priester und Heilige". Sigung bei Fischer, Markgrafenftr. 88. Bortrag: Der Sozialismus von der beitskräften behilflich zu sein, so lange ihnen nicht die FahrpreisFreier Diskutirverein. Sonntag, den 1. Oktober, Nachmittags 4 Uhr: der Eisenbahn- Direktion beim Entlasten vulgo Sparen an Arutopie zur Wissenschaft. Ermäßigungen für Rückfahrkarten gewährt werden, die den in höherer Wagentlasse Reisenden schon lange zugebilligt worden find. Depeschen. Berein der Maschinisten und Heizer Berline. Sonntag, den 1. Dttober, Nachmittags 5 Uhr, in Schultheiß' Brauerei- Ausschant, Neue Jatobstraße 24-25: Bersammlung. Arbeiter- Bildungoidule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr Nord= Schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Gefeßeskunde. Dft- Schule, Markusstraße 31: Buchführung. Für alle vier Schulen in Schöning's Restauration, Stallschreiberstraße 29: Nationalötonomie. Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Mülleistraße 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Süd- Schule, Mariendorferstr. 5 bet Grube: Nationalötonomie; Ost Schule, Marfusstraße 31: Gefehestunde; Südost= Erwerbsverhältnisse der Chemniter Arbeiter. Schule, Reichenbergeritr. 133: Anatomie. Vor In allen Unterrichtsfächern mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, tönnen noch Schüler und ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) den Reichstagswehlen, so schreibt der Beobachter", malten die Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. Beiürworter der Militärvorlage einen allgemeinen Geschäfts= Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kanser, München, 80. September. Der bayerische Militäretat für jeden Gonntag Vormittags 10% 11hr im teftaur. Schömann, Heimitr. 16. aufichwung an die Wand. Würde die Militärvorlage ange- Reim er", jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsitr. 19. 73 489 574 M. für 66 155 Mann, davon entfallen 6 871 531 M. das Rechnungsjahr 1893/94 beziffert sich auf insgesammt nommen, so fönnten die Arbeiter bald auf bessere Einnahmen Arbiter Sängerbund Berline und Umgegend. Sonntag. Alle eingestellten rechnen, da infolge des Parteigezänkes" eine allgemeine Un- enderurgen im Vereinstalen der sind zu richten an Fr. Kortum, Manteuffel auf die infolge der letzten Militärvorlage neu ftraße 70, Abends 9 Uhr: nebungsf unde. Aufnahme neuer ficherheit Platz gegriffen habe und Deutschland durch Annahme Mit 6981 Mann. Die Einnahmen der Armeeverwaltung sind mit alteber. Montag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 376 650. eingestellt; für Pensionen sind ausgeworfen der Militärvorlage sich das Vertrauen des Auslandes" wieder bei Stehmann. Biedertafel ber Maler und verwandter 6 094 526 M. erwerben müsse. Nun ist die Militärvermehrung vor sich ge- Berufsgenossen Annenfiraße 16 bei Ehrenberg. Die fortdauernden Heereskosten betragen ins= Tonblüthe, Görligerstraße 58 gangen, aber die Lage der Arbeiter hat sich nicht verbessert, borf.- Blüthe, Weinstr. 23 bei Küchenmeister. bet Tolts gesammt 50 516 208 m., die einmaligen Ausgaben 17 234 001 M. sondern verschlechtert. Fortgesetzt kommen uns Klagen feitens Gänger chor, Nene Königsstraße 73 bei Jahns. Suchsdorf'scher und an einmaligen Ausgaben fallen fünftig fort 202 075 M. Froh' Hoffnung der Arbeiter über mitunter recht empfindliche Lohnreduktionen. Berlin West, Kulmſtr. 36 bei Raumann. Sängerhain, ReichenBonn, 80. September. Wie der Bonner Generalanzeiger" Liebesfreiheit II, Strausberg, im meldet, ist das in Königswinter am Rheinufer neuerbaute Hotel So hat neuerdings die Sächsische Webstuhlfabrik bei den Ar- bergerstraße 16 bet Päßhold. Restaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterftr. 16, bei Schneider. beitern in dem englischen Bau den Lohn um 15, 20-25 pet. Sefangverein Sieberzweig, Hermsdorf, Waidmannsluft bei Fenner Sur Krach zur Hälfte eingestürzt. Sieben Personen wurden verGoldener Drachen" heute Abend 52 Uhr unter donnerndem abgebrochen. 150-200 Arbeiter sind davon betroffen worden. Fichte". Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelfir. 141 bei Und wenn das jezt geschieht, wie soll es erst im Winter Schmidt.- Collegia 2 der Berufsmufiter, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. schüttet. Frisch auf in Echönwalde i. d. Mart bei Schulz.- Frisch zur Frei werden? heit, Simeonstr. 23 bet Flick. Metallarbeiter Often, Bücklerstr. 49, bei " Die Armuth ist ein Verbrechen, wie man häufig bemerken fanu. So lesen wir im Stargardter Tageblatt" folgende Notiz: Ein guter Fang ist am vergangenen Sonnabend Abend dem Bolizeifergeanten D. und dem Gendarm- Wachtmeister W. gelungen, welche schon nach längerem vergeblichen Suchen einen Maurer David abfasten, der schon längere Zeit mit seiner Ghe rau obdachlos ist und welche Beide im Freien, in der Umgebung von Schwendt, genächtigt und Ersterer unberechtigter Weise im Krampehl das Fischereigewerbe ausgeübt hatte. D. hat sich noch wegen mehrerer gegen ihn vorliegenden Strafsachen zu verantworten. Das Ehepaar wurde in Untersuchungshaft ge nommen und dem Gerichtsgefängniß überwiesen." So schlecht wie das Deutsch, in welchem die Nachricht von dem„ guten Fang" geschrieben worden, ist auch die Gesinnung, aus der sie entsproffen ist. Was ist das schon für ein schreckliches Verbrechen, wenn zwei obdachlose Menschen, um nicht Hungers zu ftersen, in einem Bache sich Fische fangen. In früheren Zeiten fonnte jeder fifchen, der Luft dazu hatte, und erst dem tapitaIstischen Zeitalter ist es vorbehalten geblieben, auch hieraus Geld zu schneiden. Noth bricht Eisen wenn die Herren der zahlungsfähigen Moral einmal in der Lage wären, in der sich Tausende von Arbeitern befinden wer weiß, was sie dann thun würden! Versammlungen. Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am 17. September eine Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Dastig unter lebhartem Beifall über„ Die Stellung der herrschenden Parteien" referirte. Hierauf wurde beschlossen, den monatlichen Beitrag von 50 Pfg. für die nächsten drei Monate beizubehalten. Verband der in Buchbindereien, der Papier und Lederwaaren Judustrie beschäftigten Arbeiter nud Arbeiterinnen. In Nr. 33 des Bauhandwerker" hat Genosse Kesler straße 11 bet Feindt. Stabernact. Harmonie 2 Wein" Lens, 30. September. In dem Rohlenbecken des Departe ments Pas de Calais ist die letzte Nacht ziemlich unruhig vers Wiederaufnahme der Arbeit hemmen. Zahlreiche Gruppen von laufen. Die Ausständigen wollten die Bewegung zu gunsten der Ausständigen versuchten die übrigen Arbeiter an der Arbeit zu hindern, doch wurden sie durch die vom Militär unterstützten Gendarmen zerstreut. ( Alle Buschriften, den Bund ter geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. richten an B. entel, Bergmarnir. Nr. 21, Sof 3 Treppen.) Sonntag: Freundschaftlicher Bartverein b. Hrn. kyſchty, hoftiaftr. 12, Borm. 310 - Nordtiub Geselligteit b. Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach dem 1. d. M. Theaterverein halia bei Schröder, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Vergnügungsflub Oftend, Krautstr. 6 bei Rudolf v. 5-6 Uhr. Privat- Theatergefellschaft Walhalla, Nachm. 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bei Lens, 30. September. In Dftricourt fand ein ZusammenBachmann, Sigung. Gefelliger Verein der Fettenbauer, Gartenstr. 162 stoß zwischen Gendarmen und Ausständigen statt. Die Gendarmen, bund", Stralauerstr. 57, bei Miegel, alle 14 Tage Sigung. bei Meißner, jeden Sonntag v. b. 1. d. M. Gefelliger Verein Brüder welche mit Steinwürfen angegriffen wurden, mußten von ihren Pfeifentiub Felsenfest bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. Sumo: Waffen Gebrauch machen und Feuer geben. Mehrere Ausristischer Berein Bi pifar bei rösche, Fichtestraße 39. Theaterverein ständige wurden verwundet, fünf von ihnen verhaftet. verein elfenfeft", Rirdorf, Hermannst aße 167 bei Fülleborn, 8% uhr. Nora, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c, Abends 9 thr. Vergnügungs" Kartentlub ustige Brüder", Krautitr. 48 bei Rattte, Abends 8 Uhr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und Bergnügungsverein Sarletin, heute Nachmittag 6 Uhr Beughofitr 8. Theaterverein Concordia Beughofftraße 8 bet toch. Theaterverein Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Goge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. meldet über Valparaiso von gestern: Die argentinischen Rebellen New- York, 30. September. Der New- York Herald" unterbrachen die telegraphische Verbindung mit Buenos- Ayres durch Abschneiden der Drähte in Canada de Gomez. meldungen sind durch das Bombardement von Rio Janeiro Newyork, 30. September. Nach hier vorliegenden Privatzahlreiche Zivilpersonen getödtet und viele Gebäude zerstört Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. firaže 150.Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Berfammlung Sinten worden. Bergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Zitania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, angestr. 65. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein Lustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann, Melchiorstr. 15. Bergnügungsverein& u stig, Sonntag, Staligerftr. 54( Sente), 6% Uhr: Sigung, Tanz, Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour- und Vergnügungsverein Gut sett, alle 14 Tage bet Geyffert, Dranienstr. 121. Bon 4 Uhr an. raße 120. 1 straße 8. Newyork, 30. September. Wie der Newyork Herald" aus Valparaiso meldet, hat die chilenische Regierung ihren Gesandten einigten Staaten einzuholen über die Idee der Einberufung einer in Washington angewiesen, die Ansicht der Regierung der VerKonvention der südamerikanischen Hepubliken und der Vereinigten Staaten über die Silberfrage. Washington, 30. September. Nach einer dem hiesigen argentinischen Gesandten von dem Auswärtigen Amt in Buenos Ayres zugegangenen Depesche hat Pellegrini in der Provinz Tucuman die Ruhe wiederhergestellt. In der Hauptstadt und den Staaten der Republik herrsche vollständiger Friede, und die öffentliche Oconung werde nirgends mehr wesentlich gestört. Briefkaffen der Redaktion. nöthig. Dadurch, daß wir in unserer Notiz Anarchist und " Anarchist." Ihre Berichtigung war in der That nicht Bourgeois"( Nr. 279 Bol. Uebersicht") in dem Bericht über die Rede des anarchistischen" Führers Striche machten, war es jedem klar, daß einige Worte weggelassen waren. Und daß das Weggelassene anarchistisch" sei, verstand sich wohl für Jeden von felbit. Wir wollten nur die frappante Uebereinstimmung der anarchistischen" und ultrakapitalistischen Weltanschauung wieder einmal den Lesern vor Augen führen. Bergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein 8wiebelfifche, Rigdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Botal, Berliner Wöring, Admiralin. 18c. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag im Restaurant zum Zukunftsstaat, Rañanien- Auee 35. Bergnügungsverein Auf Helgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bet inte, Bergfir. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Bergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5, Sigung 6 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b Sauermann, AdalbertPfeifentlub Felsenfeft, Abends 9 Uhr, Königsbergerftr. 20 bei Schabrodt Rauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerite. 14 bei einen„ Das Elend der Zentralisationen" überschriebenen Artikel aße 27. Kartentlub, sufiae Baber et uhmann, Friedrich felt Lustige Brüder" 48, Abends veröffentlicht und in diesem unrichtige Schlüsse auf unseren Ver- bet Ernst Radite. Rauchtlub Veronita", Sigung Montag Abends 9 Uhr band gezogen, hervorgerufen durch unsere letzte Abrechnung. Von bei Rennet, Liegnigerjir. 26. Stattlub Grand", Abends% 9 Uhr bei R. Hubrich, Lübbenerstr. 22. unierein Verbandsvorsitzenden sind daraufhin diese Ausführungen stattlub„ Roth- Junge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielzurückgewiesen worden und in der Hauptsache ausgeführt: Von abend alle Dienstage von o bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bei Herrn diesen nach Herrn Reßler angeblich für die Verwaltung in vier seriath. Monaten verausgabten 4610,83 m. entfallen allein für den Verbands- liches Beifammensein im Restaurant Bur neuen Post", Beuthstr. 21. Freie Bereinigung der Raufleute. Seben Montag gemüth tag 2488,30. Untosten, außerdem sind aber durch die am 1. Mai vollzogene Reorganisation unseres Verbandes erhebliche außergewöhnliche Auslagen entstanden, durch Anschaffung von Utensilien und Bureau- Einrichtungen, sowie durch Borschüsse an Mitgliedschaften, in Summa 1624 M. Der Raum des„ Borwärts" erla bt es uns nicht, weitere Nichtigstellungen zu ver öffentlichen. Die sich dafür Intereifirenden finden genauere Aus- Die Cholera. Hamburg, 30. September. Von gestern führungen in Nr. 35 der Buchbinder Zeitung". Der hiesige Morgen bis heute Morgen find 2 neue Erkrankungen an Cholera, Borstand fab sich zu dieser Berichtigung genöthigt, da Herr Keßler darunter 1 Todesfall, vorgekommen. Von den früher Ertraukten Bindenkopf. Ihr Bruder könnte wegen Beleidigung lagen. bis dato feine Berichtigung im Bauhandwerker" gebracht hat, sind 2 gestorben. Stettin, 80. September. Das hiesige Da er aber selbst den Prozen beleidigt hat, so würde er schwerandererseits hat dieses Märchen schon Antlang gesunden und Polizeipräsidium macht bekannt, daß gestern hier ein Arbeiter lich Erfolg haben. " Vermischtes. 2. V. Staare sind Zugvögel. C. Sch. Die öffentlichen Pläge werden im allgemeinen an einen Unternehmer verpachtet, der dann von den Verkäufern das Standgeld einzieht. Ob für den Koppenplaß eine Ausnahme besteht, wissen wir nicht, vielleicht giebt einer unserer Leser Ausfunft. C. R. Nr. 9. Es ist nicht gut zu verlangen, daß wir die Namen und Wohnungen sämmtlicher Vorstände der Rauchvereine im Brieftasten veröffentlichen. Im Vereinskalender finden Sie einige Adreffen verzeichnet. JULIUS LINDENBAUM im Jahre 1879. Frankfurter- Straje 139, writes aus an der 4123L Lager eleganter fertiger Herren- Garderobe. Spezialität: Anfertigung nach Maass unter Garantie des Gutsitzens. Zuschneider im Hause. Für streng reelle und prompte Bedienung bürgt der langjährig bekannte gute Ruf meines Geschäfts. Bitte genau auf die Hausnummer zu achten. E Eckdestillation schleunigst verkäuflich. Miethe 1500 m. Preis 1100 Mart. Naunynstraße 43. 22766 Schanklokal, volle Konzession bis 12 Uhr w. Krankh. fof. f. 900 M. 3. verkaufen bei Miethe, Choriner Straße 30. 23096 Die Plättbolzenfabe. v. J. Kaese befindet sich v. 1. Ott. Annenstr. 14. * Kinderwagen, gebr., Rottbuserstr. 18. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 3. Oktober, Abends 8% Uhr, in den Germania- Sälen, Chauffeestraße. General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Rassenbericht. Bericht der Reviforen. 3. Wahl des Vorstandes. Wahl der Abtheilungsführer. 4. Der Parteitag in Köln. 5. Vereinsangelegenheiten( Abrechnung von der Lassalle- Feier). 4. Fragekasten. NB. Den Genossen zur Nachricht, daß die veränderten Statuten vom 1. Oktober ab in Kraft treten. 241/4 Der Vorkand. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Filiale Moabit. Dienstag, den 3. Oktober, Abends 8½ Uhr, im ,, Viktoria- Saal", Perleberger Straße Nr. 13. = = Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Frau Marie Greifenberg. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Neuwahl der Kassirerin. 5. Verschiedenes. Gäste sehr willkommen. Bereinigung der 412/2 Der Vorstand. Maler, Ladirer u. Anstreicher Berlins Dienstag, den 3. Oktober, Abends 8% Uhr: Filial- Versammlungen. Filiale I( S.) bei Stramm, Ritterstr. 123. Tagesordnung: 1. Medizinischer Vortrag des Hrn. Dr. Wolf. 2. Rassenbericht, 3. Filialangelegenheiten. Filiale II( W.) bei Appelt, Süßowstraße Nr. 7. Filiale III( 0.) 211/17 bei Henke, Blumenstr. 38. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Filialangelegenheiten. Filiale VI( Moabit) bei Littho, Havelberger- und Stephanstraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Millarg. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Bevollmächtigten. Joel's Festfäle, Andreasstraße 21. Sonntag, den 15. Oftober 1893: Herbst- Vergnügen der Schneider u. Schneiderinnen Berlins bestehend in Vokal- und Instrumental- Concert ausgeführt von der verstärkten Haustapelle, Mitgliedern des Vereins der Zivil- Berufsunfiker unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Blanschefski und des Gesangvereins ,, Vineta" unter Leitung des Dirig. Herrn Beutner. Zur Aufführung gelangt: Der Schneiderstreik. Satyrisches Beitbild von C. M. Scävola. Von 6 Uhr an beginnt das Tanzkränzchen im fleinen Saal, nach Beendigung des Concerts im großen Saal. 392/17 Billets à 30 Bf., Herren, welche am Zanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 51/2 Uhr. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Die Agitationskommission. Als anerkannt reelle und that: fächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Uhren- Fabrik Gustav Kersten Uhrmacher, etablirt seit 1869 Haupt- Depot: Luisenstr. 30 an der Marschallsbrücke, Kommandantenstr. 5 am Dönhoffspl. 4502L ( 10 8 0 11 12 3 Glashütter, Union: 1. Longine?-Uhren. Unter 3 jähriger Garantievon jetzt ab Cylinder Remontoir- Uhren 6 Steine い do. mit Goldrand, do. stark in Silber m. Goldr. Unfer- Normal- Uhren 15 Steine filber. Damen- Uhren 10 Steine mit Goldrand gold. Damen- Uhren 10 Steine, gestempelt • gold. 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Die Regel ist eine 56stündige wöchentliche Arbeitszeit in den großen Städten, in mittleren bis 65, d. h. An die Gewerkschaften Berlins! 8-10 Stunden täglich auf 7 Tage der Woche Vom 1. Oktober cr. ab befindet sich das Bureau der Bertheilt, so daß, sofern der Sonntag theilweise liner Gewerkschaftskommission oder ganz frei bleibt, die Arbeitszeit an den Wochentagen eine ent Berlin C., Rosenstr. 28, vorn I. sprechende Ausdehnung erfährt. Dieses Verhältniß ist sehr unDasselbe ist für alle gewerkschaftlichen und gewerbegericht" In den Streitfragen der sozialen Politik spielt der Staat günstig, namentlich wenn man erwägt, wie anstrengend infolge der lichen Angelegenheiten, Auskunftsertheilung u. f. w. geöffnet an als Unternehmer eine verhältnißmäßig geringe Rolle. Und doch schweren Verantwortlicheit des Postdienstes und der vielfach un- den Wochentagen von Morgens 8 bis Mittags ist gerade hier seine sozialpolitische Verpflichtung von selbst ge gefunden äußeren Bedingungen( Nachdienst zc.) unter denen sie Uhr und Abends von 6-8 Uhr. Sonntags geschlossen. geben, und in dieser Thätigkeit ist er am ehesten befähigt, einen sich vollzieht, die Thätigkeit der Postbeamten ist. Fragwürdig Wir machen ganz besonders darauf aufmerksam, daß durch die entscheidenden sozialpolitischen Einfluß auszuüben. Speziell in wie die Sonntagsruhe ist auch der den Subalternbeamten zu Einrichtung der Bureaustunden von Morgens 8 Uhr ab den BeiDeutschland und insbesondere in Preußen, dem leitenden Staate, gebilligte Urlaub von wenigen Tagen. Bei dem unzulänglichen fibern des Gewerbegerichts Gelegenheit geboten werden soll hat der Besitz von Domänen, Forsten und Bergwerken, die Ver- Personalbestande werden die vortheilhaften Folgen eines solchen eventuell Auskünfte vor der Abhaltung der Gewerbegerichtsstaatlichung der Eisenbahnen, der Post und Telegraphie, der Be- Urlaubs dadurch vielfach wett gemacht, daß die Zeit des Ur. Sizungen dort zu erhalten. trieb eigener Maschinenfabriken, Schiffswerften zc. die Wirkung, laubs durch Vertretung abwesender Kollegen eingebracht werden Bureau ein Exemplar ihrer Gewerkschafts- respektive Korre Ferner werden die Gewerkschaften ersucht, dem Gewerkschaftsdaß der Staat als der bei weitem mächtigste Unternehmer eine muß. außerordentlich große Zahl Personen beschäftigt. Infolge dessen Ist die Stellung der Subalternbeamten eine in jeder Hin- spondenzblätter zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird wäre er im stande, einen in allen Zweigen der gesellschaftlichen sicht unbefriedigende, so gestaltet die ökonomische wie soziale Lage nochmals der Aufruf in Nr. 215 des Vorwärts" bezüglich Produktion verspürbaren Druck auf die Lage der Arbeiter aus der Unterbeamten( Briefträger, Postschaffner, Postpacketträger, des Adressenverzeichnisses in Erinnerung gebracht. zuüben. Ohne die Hilfe der Gesetzgebung könnte der Staat ledig- Posthilfeboten 2c.) sich noch weit ungünstiger. Die große Zahl der Die Gewerkschafts- Kommission.' lich in seiner Stellung als Unternehmer auf den Stand der gegen Tagegelder Beschäftigten erreicht gewöhnlich nur den ortsJ. A.: Ostar Völkel, Hutmacher, Löhne, auf die Länge der üblichen Arbeitszeit einen bestimmenden üblichen Tagelohn und bleibt, wie z. B. in Berlin, theilweise Berlin N., Dunckerstr. 6 III. Ginfluß üben und auch sonst in mancher Hinsicht vorbildlich und sogar hinter demselben zurück. Die etatsmäßig angestellten richtunggebend auf die Verhältnisse der privaten Industrie und Beamten beziehen neben einem zwischen 60 und 240 m. schwankenGewerbe einwirken. Da überdies ökonomische und politische den Wohnungsgeldzuschuß einen Gehalt von durchschnittlich 775 Rücksichten den Staat dazu drängen, seine Thätigkeit auf dein bis 1200 M. im Jahr. Gebiete der materiellen Produktion stetig zu erweitern, hat es den Anschein, als ob diese Frage eine immer wachsende Bedeutung gewinnen tönnte. Die Bedingungen, unter denen die vierwöchentlich kündbare etatsmäßige Anstellung in eine Anstellung auf Lebenszeit umgewandelt werden kann ein Rechtsanspruch darauf besteht Um so leichter und unbehinderter vermöchte der Staat die weder für diese noch eine andere Kategorie von Postbeamten, angedeutete sozialpolitische Rolle dort durchzuführen, wo er sich find nach§ 64, Abschnitt X, Abth. 2 der Allgemeinen Dienst im Besitz einer so gut wie monopolistischen Stellung befindet anweisung so festgesetzt, daß Militäranwärter nach einem Dienst und durch die private konkurrenz in feiner Weise genöthigt von 15 Jahren bei der Postverwaltung und Zivilanwärter nach wird, Löhne und Gehälter auf ein tiefes Niveau herabzudrücken. einer Gesammtdienstzeit von 30 Jahren dazu gelangen können. In hervorragendem Maß gilt dies für die Poftverwaltung, die Die Anstrengung der Unterbeamten ist bei weitem größer demnach als ein Musterbild dafür dienen kann, wie jene Idee wie die der Subalternen, ihre Arbeitszeit ist um 2-3 Stunden verwirklicht wird. länger und die Arbeitslast der Briefträger und Packetträger er scheint in vielen Fällen enorm. M Arbeiter zu veranlassen, in Streitfachen sich an das AuskunftsWie den Arbeitern bekannt, versuchen die Arbeitgeber die Arbeiter zu veranlassen, in Streitfachen sich an das Auskunftsbureau der vereinigten Arbeitgeber zu wenden. Indem wir nun darauf hinweisen, daß die Auskunftertheilung für die Arbeiter in jedem Fall eine die Interessen der Arbeiter berücksichtigende ist, wenn sie von dem Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission ausgeht, warnen wir die Arbeiter, das Bureau der Arbeitgeber zu benützen. Die Auskunftsertheilung geschieht auf dem Gewerkschaftsbureau vollständig kostenfrei. Fragebogen auf dem Bureau der Gewerkschafts- Kommission zu Für die Arbeiterbeifizer sei noch bemerkt, daß Blocks und haben sind. Der Arbeitnehmer Ausschuß des Berliner J. A.: Alwin Körsten, SO., Stalizerstr. 63/64, vorn 4 Tr. Gewerbegerichts. Aufruf an die Parteigenossinnen! Nach der Statistik der deutschen Reichspost- und Telegraphenverwaltung für 1891 umfaßt die Hierarchie der deutschen Die ökonomische Bedrängniß, in der die Subalternbeamten Reichspost circa 131 317 Beamte. Auf die Luge dieser und die Unterbeamten leben, bringt es mit sich, daß die PostBeamten wirst die Thatsache ein grelles Schlaglicht, daß bediensteten trotz der Ueberanstrengung, der sie unterworfen find, der deutschen Sozialdemokratie zusammen. Wir erwarten es als Wie Ihr wißt, tritt am 22. Oftober in Köln der Parteitag in dieser enormen Zahl, von den Bostarchitekten abgesehen, nach allem möglichen Nebenerwerb sich umsehen müssen. So selbstverständlich, daß auf diesem Kongreß auch weibliche Delegirte nach dem Etat für 1893/94 blos 3147 höhere Beamte finden wir diese Beamten in ihren nicht vom Dienst oftupirten als Vertreterinnen ihrer Klassengenossen anwesend sein werden. vorhanden sind. Scheidet man weiterhin die Klasse der Sekretäre Stunden als Zivilmusiker), Tischler, Schneider, Schuhmacher Wenn wir Euch besonders auffordern, sofort und energisch darauf und Postmeister als eine mittlere Klaffe aus, so ergeben sich in und in anderen Gewerbszweigen thätig, auf diese Weise zugleich hinzuwirken, daß aus den verschiedensten Theilen Deutschlands dieser Kategorie 5204 Personen. Die Subalternbeamten( Ober- ein sprechendes Bild bietend von der Fürsorge der Reichs: Genossinnen auf dem Parteitage vertreten find, so geschieht es, assistenten und Assistenten) zusammen mit den Unterbeamten um verwaltung, die im laufenden Etatsjahr einen Ueberschuß von faffen 49 198 etatsmäßige Stellen. Außerdem find noch bei 21 292 277 M. erzielte und trotzdem sich außer stande zeigt, durch Besprechung eine dringend gewordene Aufgabe zu weil unserer Ansicht nach die Nothwendigkeit vorliegt, läufig 73 722 Beamte im Postdienst thätig, die aber, weil sie ihren Beamten ein Einkommen zu gewähren, das sie ausreichend zum Theil jeden Tag entlassen werden können und nur diäta- ernährt. erledigen. In immer weiteren Kreisen des Proletariats risch beschäftigt sind, mit viel mehr Recht als Zagelöhner 1) Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, daß die Mißstände, aufzuklären, zu organisiren und für den Klaffenkampf heranzu macht sich das Bedürfniß geltend, die proletarische Frauenwelt bezeichnet würden. Die Vertheilung des Personals der Post die fich in der Reichs- Postverwaltung während der letzten Jahre bilten. Die Bahl der Kräfte aber, die sich speziell der Aufgabe verwaltung auf die obigen Kategorien zeigt auf den ersten als eine nothwendige Folge ihres minderwerthigen Beamten widmen, ist verhältnismäßig flein. Da gilt es nun jede Ber Blick, daß es sich hier um ein System handelt, das fast personals ausgebildet haben, nachgerade in allen Theilen der splitterung der vorhandenen Kräfte zu vermeiden durch eine einDie gesammte Arbeitslast den Schultern im Range tief- Bevölkerung peinlich empfunden werden. Und ebenso natürlich beitliche und planmäßig organisirte Agitation und Attion. Es stehender und möglichst billiger Hilfskräfte aufbürdet. Die ist es, daß die Subalternbeamten sich eine Organisation zu geben gilt in Zukunft, dem vorzubeugen, daß die Organisationen der Verhältnisse werden erst recht deutlich, wenn man die versuchen, die ihre wirthschaftlichen Interessen wahrzunehmen Situation der Subaltern und der Unterbeamten genauer sucht. Im Sommer 1890 erfolgte die Gründung des Verbandes Proletarierinnen getrennt vorgehen ohne genaue Fühlung mit in das Auge faßt. deutscher Post- und Telegraphenassistenten", der sich" den Zweck einander, oft auch ohne rechte Fühlung mit der sozialistischen Die Subalternbeamten, die mit den Posteleven und Post- gesetzt hat:" Unter seinen Mitgliedern allgemeine und. Berufs- rbeiterbewegung und in Berkennung der brennendsten Tagesgehilfen beiläufig 80 p& t. des gesammten praktischen Dienstes bildung zu fördern, Geselligkeit und Kollegialität zu pflegen, und fragen und der Lebensinteressen der Arbeiterklasse. versehen 2) und thatsächlich denselben Wirkungskreis ausfüllen wie gemeinsame Vortheile der Mitglieder auf wirthschaftlichem Gebiet Genossinnen! Wir schlagen Euch deshalb vor, anläßlich des die Sekretäre, haven unter einem doppelten Nachtheile zu leiden. zu erstreben.") Parteitages der Sozialdemokratie Eure Vertreterinnen Für's erste, weil sie den Sekretären im Range nachstehen und Mit dieser Begründung eines Verbandes haben die Subaltern- eine einheitlich organisirte Regelung der Agitation under der und Vertreter zu beauftragen, durch eine Besprechung von ihnen unter allen Umständen durch eine unübersteigliche beamten nur von dem ihnen wie jedem Staatsbürger zustehenden Schranke geschieden bleiben; für's andere, weil sie trotz gleich- Koalitionsrecht Gebrauch gemacht. Die Ziele, die sie sich steckten, proletarischen Frauenwelt anzubahnen. artiger Leistungen ökonomisch viel ungünstiger gestellt sind wie die sind in ihrem Maßhalten direkt darauf berechnet, jeden Anstoß bei der dem letzten Parteitag der Sozialdemokratie freiwillig auf das Genofsinnen! Wie Euch allen bekannt ist, haben wir auf Sekretäre. Gewöhnlich treten die Subalternbeamten mit 16-18 Jahren obersten Behörde zu vermeiden. Nichtsdestoweniger fand es das Vorrecht verzichtet, in besonderen Frauenversammlungen eigene als Postgehilfen ein. In dieser Stellung bleiben sie vier Jahre Reichspostamt angemessen, die durchaus legalen, an Loyalität und beziehen Diäten von 1,50 bis 2,50 m. Nach Ablegung der nicht wohl zu überbietenden Bestrebungen des Vereins der Post- Delegirtinnen wählen zu können. Mit den Genossen zusammen Assistentenprüfung werden sie weitere vier bis fünf Jahre gleich affiftenten auf das schärfste zu verfolgen, mit Mitteln, die den ernennen wir in öffentlichen Versammlungen gemeinschaftliche falls gegen Diäten in der Höhe von 3 bis 3,25 M., in Berlin Widerspruch der Wortführer fast aller Parteien im Reichstag Beauftragte. bis 3,50 M. beschäftigt und können in dieser Periode auf grund erregten. Der Gesammtvorstand des Verbandes wurde im Wir würden deshaib empfehlen, daß die Genossinnen der vierwöchentlicher Kündigung entlassen werden. Erst nach Ablauf Jahre 1891 durch Versetzung der Mitglieder auseinander ge- in Einverständniß setzten, um sich über die Wahl einer Deleeinzelnen Orte durch ihre Vertrauenspersonen sich mit einander derselben erfolgt die etatsmäßige Anstellung als Assistent gegen sprengt; daffelbe Schicksal bereitete das Reichspostamt den Be- girtin zu einigen, und auch bezüglich der Kosten eine gegendreimonatliche Kündigung mit einem Anfangsgehalt von zirksvereinsvorständen in Bremen, Köln, Düsseldorf, Magdeburg 0 1500 M. und dem entsprechenden Wohnungsgeldzuschuß, der sich und anderswo.3) Trotz alledem blüht der Verein und entwickelt feitige Verständigung herbeiführen. nach den örtlichen Verhältnissen richtet. Der Gebalt steigt sich träftig weiter. Die Verfolgungen seitens der Postbehörden Wünschenswerth wäre es, daß die Genossinnen von Berlin, in weiteren vier bis fünf Jahren bis 1700 m. Nach haben das Gegentheil der beabsichtigten Wirkung erreicht. Die Hamburg, Sachsen, Westdeutschland, Süddeutschland und dem erst dieser Zeit erfolgt die lebenslängliche Anstellung als Subalternbeamten wurden noch mehr verbittert, und wer weiß, Osten durch mindestens je eine Delegirte vertreten wären. Dort, Ober Assistent mit einem Gehalt von 1700 bis 2700 M. ob der ohumächtige Groll des Reichspostamtes nicht das Signal wo die Vorbedingungen für die Wahl einer Delegirtin fehlen, Zwölf bis vierzehn Jahre sind diese Beamten demnach in geben wird auch zu einer Organisation der Unterbeamten. Des Kreises den Auftrag zu ertheilen, an der Besprechung in anwürden wir den Genossinnen rathen, den Delegirten Stellungen, die von proletarischen wenig verschieden. Zündstoff ist wahrlich genug dazu vorhanden. Die klägliche Lage Die hat fte Von vornherein werden sie nach einer zwischen vierzehn der schlecht bezahlten und aufs äußerste angespannten niederen geregter Frage theilzunehmen und nach der Rückkehr vom ParteiTagen und vier Monaten schwankenden posttechnischen Aus- Beamten( Affiftenten und Unterbeamten) erzeugt eine immer tag die nöthigen Schritte zur Verwirklichung der geplanten Bebildung selbständig beschäftigt und versehen sogleich als Lehrlinge tiefer greifende soziale Verstimmung. Dazu kommen noch jene schlüsse zu veranlassen. Wir sind überzeugt, daß unsere Aufund angehende Beamte den Dienst vollkommen ausgebildeter Erlasse, wie sie in den letzten Jahren aus Licht der Deffentlich- forderung nicht ungehört verhallen wird. Beamten. Mit Recht kann man hier von einer Art Lehrlings- feit gebracht worden sind, wie der Erlaß des Magdeburger Ober- Nichts liegt uns ferner, als innerhalb der sozialistischen züchterei sprechen, die darauf berechnet ist, der Postverwaltung Po direktors Rehbock vom 16. Juni 1892, die Cholera- Solleften Arbeiterbewegung eine frauenrechtelerisch angehauchte Sonderdie Kosten vollwerthiger Beamten zu ersparen. Die Mißstände, des Berliner Ober- Postdirektors Griesbach vom 23. September bewegung zu schaffen, im Gegentheil, was wir bezwecken ist die daraus entspringen, machen sich in sehr ernster Weise nach 1892, das gegen die Koalitionsfreiheit sich richtende Rund- einzig und allein eine Konzentration der Kräfte und Mittel, un verschiedenen Seiten geltend. Bunächst leidet der Dienst argen schreiben der 3. Abtheilung des Reichs- Postamis vom 4. Juli die breite Masse der proletarischen Frauenwelt und Mädchen Schaden, und die unzureichenden Leistungen der Post werden unter 1892, aus diesem Jahr die Verfügung in Sachen der pflicht über ihre Klaffenlage aufzuklären, für die sozialistische Idee zu diesen Verhältnissen immer offenbarer. Von einer nicht geringen vergessenen Beamten", d. H. der Briefträger u. s. w., die Weih- gewinnen und als überzeugte und begeisterte Streiterinnen dem Gejahr namentlich in moralischer Hinsicht ist diese Sachlage besonders nachtsgefchente angenommen haben, und andere Verfügungen Heere des klassenbewußten, im Kampfe stehenden Proletariats für die jugendlich unreifen angehenden Beamten. Sie beziehen ein dieser Art, die Del ins Feuer gießen. zuzuführen. monatliches Einkommen von zuerst 45, später 60 Mark( in Das Bild, das sich uns bei unserer kurzen Rundschau über Marschiren wir vereint, um vereint unseren Feind den größeren Städten 75 Mark), das nur die dürftigite Lebenshaltung die hervorstechendsten Züge in der Sozialpolitik der Rapitalismus schlagen zu können. ermöglicht, während die dienstliche Stellung zugleich eine gewisse Reichspost- Verwaltung darbot, ist durchaus unerfreulich. Die Frauen Agitations Rommission Berlin Repräsentation erfordert. So ist schon mancher junge Beamte Aufgabe, die der Verwaltung gestellt ist, Die Redaktion der Gleichheit". der Versuchung unterlegen, sich an den Geldern zu vergreifen, in feiner Hinsicht zu lösen verstanden. Wir sehen, daß die AnNB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck die beim Schalterdienst durch seine Hände laufen. Die Leidens gestellten, soweit sie nicht zu der verschwindenden Zahl der gebeten. geschichte der subalternen Postbeamten erzählt von mehr als höheren Beamten gehören, ebenso unter einem sehr ungünstigen einem tragischen Schiffbruch, in welchem hoffnungsvolle und ur- ökonomischen wie moralischen Druck stehen. Wenn die Reichs sprünglich vortrefflich beanlagte Jünglinge untergingen, weil sie post- Berwaltung ihre Politit nicht gründlich ändert, dann wird in einer Situation sich nicht behaupten konnten, die allzu schwere sie sich noch auf ganz anderen Widerstand gefaßt machen müssen Sumuthungen an sie stellte. Allein weder die unter als bisher. Fast einmüthig haben alle Parteien des Reichstages diesen Umständen nothwendige Verschlechterung der posta an der Reichspost- Verwaltung wegen ihres Vorgehens gegen den lifchen Leistungen noch die Wirkung der unnatür Assistenverband scharfe Kritik geübt. Das sollte ihr eine Mahnung. lichen Verhältnisse auf die davon betroffenen Beamten sein, endlich umzukehren und eine positive Sozialpolitik zu treiben, veranlaßt die Reichs- Postverwaltung zu einer Aenderung. Die die die betrübende Lage der unteren Beamtenschaft durchgreifend Sucht, hohe Ueberschüsse zu erzielen, verführt sie dazu, mit einer zu bessern unternimmt. möglichst großen Zahl jugendlicher Hilfskräfte und zu einer fub. Berlin. alternen Stellung dauernd verurtheilter Assistenten zu arbeiten und durch die Ersparnisse an den Gehältern große Profite zu erzielen. 1) Vergl. die Rede des Abg. Vollrath in der Sigung des Reichstages vom 3. März 1893. Stenographische Berichte der Verhandlungen des Reichstages, 8. Legislaturperiode, 2. Session, Protokoll der 57. Sigung, S. 1892. 2) Vergl. die Neue Zeit" und" Die alte Deutsche Reichs. post unter der Leitung des Herrn v. Stephan." Ein Leitfaden durch postalische Mißstände u. s. w. Von einem alten Postillon. Hagen i. W., Niesel u. Co. Heinrich Braun. " Sperre über die Werkstätten von Starte, Moabit, Achtung, Korbmacher! Wegen Lohndifferenzen bleibt die Wald str. 45, und Holze, Oranienstr. 3 bestehen. Wir ersuchen daher alle Kollegen, die beiden Werkstätten unbedingt zu meiden. J. A.: P. Brückner, Bevollmächtigter, Prinzenstr. 111. Achtung, Kistenmacher! Kollegen! In unserer legten öffentlichen Versammlung gelangte eine Resolution zur Annahme, die bestimmt, daß die Kistenmacher in jeder Werkstatt einen Kollegen wählen, dem die Aufgabe obliegt, die 5- Pfennigbons der Kistenmacher umzusetzen und jeden Sonnabend die Mitgliedsbeiträge des Vereins entgegenzunehmen. Ein solches Werkstattdelegirten- System besteht schon bei verschiedenen anderen Gewerkschaften, und es ist Pflicht eines jeden Kollegen, dafür zu sorgen, daß dies auch bei uns vollständig durchgeführt wird; nur dann wird es uns möglich sein, die Aufbefferung unserer Lohn und Arbeitsverhältnisse wovon wir dieses Jahr Abstand nehmen mußten, weil wir ungenügend organisirt waren vornehmen 1) Vergl. die Rede des Abg. Bebel und die Erwiderung des Direttors im Reichspostamt Dr. Fischer in der 150. Sigung des Reichstages vom 18. Januar 1892. Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des Reichstages, 8. Legislaturperiode, 1. Session S. 3711. 2) Vergl. die„ Neue Zeit und die alte deutsche Reichspost 2c." S. 86 ff. 3) Vergl. die Rede des Abg. Liebermann von Sonnenberg in der Reichstagsgung vom 4. März 1892. Stenographische zu können. Berichte der Verhandlungen des Reichstags, 8. Legislaturperiode, Diese Werkstattdelegirten werden zum Sonnabend Abend, 1. Seffion, S. 1427. den 7. Ottober, zu einer Besprechung und Entgegennahme des Auch diejenigen Kollegen, die schon im Befihe von Bons sind, werden behufs Abrechnung eingeladen. E. Tschernig, Fürstenstr. 17. Briefkaffen der Redaktion. P. W. Da in Ihrem Vertrage ein Recht auf Trocknen Materials eingeladen. Die Versammlung ist einberufen bei| Unsere Zünftler an der Arbeit. Den geplanten Zwangs-] Nawrot, Martusstr. 23, Anfang 8 Uhr. Baden, so wird der„ Bad. Volkswirth. Korresp." geschrieben, im Sofe nicht eingeräumt ist, so baben Sie dasselbe nach der Innungen unter Polizei- Aufsicht stehen die Gewerbevereine in sehr sympathisch(!) gegenüber, wenn sie auch Einzelheiten tadeln. Sie möchten auch den Gehilfen die Mitwirkung theilweise noch Rückziehung der Erlaubniß seitens des Wirthes nicht mehr. mehr beschränken, als es der Entwurf vorgesehen(!!), N. H. Vor der zweiten Verheirathung muß der Vater sich möchten zwar feine Meifterprüfung, wohl aber theoretische und wegen des etwaigen mütterlichen Erbtheils seiner Kinder erster praktische Lehrlingsprüfungen eingeführt sehen. Ganz besonders Ehe auseinandersetzen; über sein Vermögen kann er frei verwird auch eine Ausdehnung der Kammern auf alle Gewerbe, fügen. welche gewerblich ausgebildete Arbeiter beschäftigen, gefordert, Müllendorf. So lange Sie nicht aus der Kirche auss gleichviel wie groß der Betrieb und dessen Arbeiterzahl sein mag. getreten sind, haben Sie Kirchensteuern und Mahngebühren zu Demgemäß fordert man auch nicht Handwerker, sondern Ge- zahlen. Nach Ihrem etwaigen Austritt dauert diese Pflicht noch werbekammern und wünscht nun den Theil der Industrie den 2 Jahre lang. Handelskammern, die meist Handels- und Gewerbekammern find, zugewiesen zu sehen, der keine gewerblich ausgebildeten Arbeiter beschäftigt. An alle Arbeiter und Arbeiterinnen der in der mechanischen Schuhindustrie beschäftigten Berufsgenossen! Kollegen und Kolleginnen! Gedrängt durch die tieftraurigen Zustände in unserem Berufe, sowie durch die immer traffer zu Tage tretende Unternehmerwillkür, fühlen wir uns veranlaßt, die ernste Mahnung an Euch zu richten, nicht gleich: giltig zuzuschauen, wie von Jahr zu Jahr unser Verdienst, unsere Lebenslage heruntergedrückt wird. Es ist Gure heiligste Pflicht, diefem verderblichen Streben Einhalt zu thun; jedoch kann dies nur erreicht werden, wenn alle Mann für Mann einig im Kampfe zufammenstehen, zur Organisation sich als treue tapfere Genossen und Mitglieder schaaren. Jetzt ist es die höchste Zeit, nichts haben wir zu verlieren in einem Kampfe, sondern nur zu ge winnen. Kollegen und Kolleginnen, erscheint deshalb zahlreich in unserer Versammlung am Montag, den 2. Oftober, Abends 82 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Der Vorstand der freien Vereinigung der Zwicker und Berufsgenossen. Achtung, Bau- Arbeiter! In Wilhelmsburg, bei Hamburg sind Lohndifferenzen ausgebrochen. Die Unternehmer wollen die ihnen günstig erscheinende Zeit zu Lohnkürzungen benutzen. Vor Zuzug wird gewarnt: Zuschristen sind an W. Haase, Maurer, Reiherstieg bei Hamburg zu richten. Der Fachverein der dänischen Buchbinder zeigt uns an, daß der Konflikt der Goldschnittmacher mit den Meistern zu Ende ist, daß also die in deutschen Blättern veröffentlichten Arbeitsgesuche erledigt sind. Nachtspuk. Doch wie die Dinge zur Zeit der letzten Mondlichter liegen, ist immerhin anzunehmen, daß die breiten Bettelsuppen der Zünstler oben Lob und Anerkennung finden. Die Regensburger Gewerkschaften haben, wie uns mit getheilt wird, eine Bentral- Herberge nebst Arbeitsnachweis in der Brauerei Stadler. Regensburg, Rothe Löwenstraße A 81, errichtet. Da die Kommission dafür Sorge trägt, daß gute Betten, sowie billige Speisen und Getränke geliefert werden, so erwartet sie, daß die Zentral- Herberge von Durchreisenden lebhaft frequentirt wird. Eine Erholungsstation für Krankenkassen- Mitglieder hat, nach der Sozial- Korrespondenz", die Direktion der badischen Staatsbahnen für Mitglieder ihrer Betriebs- Krankenkasse in Nordrach( Schwarzwald) errichtet, wo wegen der besonders günstigen Luftverhältnisse bereits eine Privatheilanstalt besteht. Achtung! O. M. 23. 1. Verfolgung wegen Diebstahls zwischen Eheleuten ist ausgeschlossen. 2. Wegen Ehebruchs kann gegen die Ghebrecher erst dann strafrechtlich vorgegangen werden, wenn die Che wegen Ehebruchs geschieden ist und der verlegte Ehegatte Bestrafung beantragt hat. Karl. 1. Der Antrag auf Erlaß eines Rückkehrbefehls gegen die Frau muß bei dem Amtsgericht gestellt werden. 2. Eine öffentliche Aufforderung, die Frau möge zurückkehren, noch mehr die Mittheilung, der Mann hafte nicht für Schulden seiner Frau, ist ohne jede rechtliche Bedeutung. sich die Betreffende die Krankheit durch den Dienst zuS. D. G. Die Rurkosten muß die Herrschaft zahlen, weil gezogen hatte. E. J. Ruleserlich. Für den Tag ist nach§ 10 Abs. 1 Krankengeld zu verlangen. A. H. und andere Erbschaftsfragen: In Erbschaftsfragen wollen Sie sich zwischen 12 und 1 Üühr auf die Redaktion bemühen. Die Angaben sind durchaus unzureichend, um eine hinreichende Antwort zu geben. H. J. 30. Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor; die Anfrage ist unverständlich. Achtung! Töpfer 11. Berufsgenossen Arbeiter- Bildungsschule. von Rixdorf. Mittwoch, den 4. Oktober, Abends 6 1hr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße Nr. 136. Deffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen und Berufsgenossen von Rixdorf zur diesjährigen Fenster- und Koatsforbfrage. 2. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 326/16 Der Einberufer. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Sonntag, den 1. Oktober, Abends 6%, Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstr. 15. Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 403/13 Vortrag des Genossen Mühr über„ Preußische Verfassung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Schulkommission. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Maler und verw. Berufsgenossen Deutschlands.( E. H. 71.) Filiale I N. Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 1. Oktober, Abends 6 Uhr, im Freischüß", Fruchtstr. 36a am Montag, den 2. Oftober, Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 42. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Zages Ordnung: 22845 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann- 3eiß über: Die zehn Gebote und die besitzende Klasse. 2. Diskussion. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin 1. Mitglieder- Versammlung am Montag, 2. Oktober, Abends 8/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Zages Ordnung: 1. Bortrag von Frl. Baader, über: Das Recht das mit uns geboren ist. 2. Abrechnung vom 3. Quartal. 3. Gewerkschaftliches und Fragekasten. Frauen sind freundlich eingeladen. 488/4 Um zahlreiches un pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorland. NB. Die Billets zur Sondervorstellung in der„ Urania", am 5. November, Tommen zur Ausgabe. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 1. Oktober, in Nagel's Theater- Saal, Schwedteritraße Nr. 23: 1. geselliger Abend, verbunden mit Concert und Theater. Zur Aufführung gelangt: Ravachol, oder: Sozialistenfieber. Tages Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Wahl der Krankenbesucher. 3. Anträge zur Generalversammlung in Erfurt. 4. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 2310b Der Vorstand. Achtung! Bimmerlente! sein diesjähriges Herbst- Vergnügen am SonnDer Beerdigungsverein Berliner Zimmerlente feiert Concordia- Festsale C. Saeger, 64 Andreastraße 64. Größtes u. schönst. Riesen- PrachtEtablissement der Residenz. Sonntag, den 1. Oktober: Gr. Juſtrumental- Konzert. Nach dem Gr. Ball, S Konzert: bei stark besetzten Orchestern. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Familien Billets von voriger Saison behalten ihre Giltigkeit. Große und kleine Säle für Vereine und Hochzeiten zu den foulantesten Bedingungen. 64/ 7* C. Saeger. Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. 200 Personen halte ich Bereinen, GeſellNB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis Fortuna- Säle abend, 7. Oftober 1893, in den Konkordia- Festsälen, fchaften 2c. bestens empfohlen. 41811 Andreasfrohe 64. verbunden mit grossem Ball und komischen Vorträgen, wozu die Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins freundlichst eingeladen werden, recht zahlreich zu erscheinen. Billets für Herren à 50 Pi., für Damen à 25 Pf., find bei den unterzeichneten Komiteemitgliedern vorher zu haben: Klebb, Mariendorfer 3. ftraße 2; Girche, Andreasstr. 59 3 Tr.; Girke, Naunynstr. 62 3 Tr.; Mahn, Eisenbahnftr. 31 4 Tr.; Dietrich. Willibald- Alexisstr. 40, ag. 2 Tr.; G. Petermann, Reinickendorferstr. 65 v. 4 Tr.; Schacht, Prenzlauer Allee 232; Schult, Pappel- Allee 10 2 Tr.; Blankenburg, Liebenwalderitr. 33, Hinter: Jeden Donnerstag: Große Gesellhaus 2 Tr. Außerdem bei Herrn Würtemberg, Teltowerstraße 34 und Herrn Bandelow, Langestr. 13 im Restaurant. Anfang 8/2 Uhr. 2329b Das Komitee. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. Stuckateure! Vereins- Versammlung der Studentenre und Berufsgenossen am Montag, 2. Oktober, Ab. 8 1hr, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: Satyrisches Gegenwartsbild mit Gesang von Paul Gent. Anfang des Concerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Programme 1. Abrechnung vom 17. Stiftungsfeit des Fachvereins und 1. Stiftungsà 15 Pf. find bei Donath, Saarbrückerstr. 11, zu haben. An der Rasse feft des Gesangvereins. 2. Vortrag Aristokraten und Optumaten". Referent 142/19 Sollege Kleinert. Diskussion. 3. Verschiedenes. findet tein Verkauf statt. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Die General- Versammlung findet am 4. Oftober, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. Mitgliedskarte legitimirt. Bäckerei- Arbeiter. Dienstag, den 3. Ottober, den 3. Oktober, Nachm. 3 Uhr, im Schweizergarten ( Am Kö igsthor). 22336 Große öffentliche Versammlung Tagesordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt. 2. Bericht des Telegirten der Gewerkschaftskommission. 3. Ergänzungswahlen zur Agitationskommission. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Central Leihhaus Die Kollegen werden ersucht recht zahlreich zu erscheinen. Schöneberg. Der Vorkand. 436/4 Am Montag, den 2. Oktober, Abends 8½ 1hr, in der Schloßbrauerei zu Schöneberg, Hauptstraße: Vereins- Derlam ulit ng des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg u. Umg. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Welche Folgen haben die heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse für den Arbeiter und welche Verpflichtungen entstehen dem Arbeiter hieraus?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 108/11 Diese Versammlungen finden jeden Montag nach dem 1. und 15. eines jeden Monats statt. Der Vorkand. Ausverkauf 72, Jägerstrasse No. 72 Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. und 10 000 moderne Herbst- und Winter- Paletots und Herbst- und Winter- Anzüge wenig getragen vou Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. schaftsstunde. 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