Nr. 232. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertele jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz: band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg.. für Vereins: und Berfammlungs Anzeigen 20 fg Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn: und Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die französisch- russischen Festlichkeiten vor dem Pariser Gemeinderathe. Paris, 28. September. Dienstag, den 3. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. das Verhalten der Genossen Vaillant, Faillet, Weber, als Vaillant's Rede zur Folge hatte. In der Erklärung Berthaut und Chausse, die sich hier, von allen Kompromissen heißt es: In Erwägung, daß Paris, die Wiege der Revo frei, als wahre Vertreter des revolutionären Proletariats lution, indem es den Vertretern der russischen Despotie zeigten und auch die einzigen waren, die fich trotz allem Feste giebt, selbst den Jahrestag der Proklamirung der Geheul der Bourgeoisvertreter gegen den für die Festlich- Republik und der Abschaffung des Königthums schmähen feiten verlangten Kredit erklärten und auch gegen den dahin- würde, dessen Geschichte, wie Abbé Grégoire sagt, das gehenden Antrag stimmten. Märtyrerbuch der Nationen ist; in Erwägung, daß es Wie nothwendig eine einheitliche sozialistische Partei Vaillant, der in dieser Debatte das Feuer er- genügt, die geschichtliche Vergangenheit des russischen mit einheitlichem Programm und einheitlicher Leitung in öffnete, sagte zur Begründung seiner Krediverweigerung, daß Despotismus zu kennen, den absoluten Antagonismus der Frankreich wäre, wird durch nichts deutlicher bewiesen, als wenn er eine Solidaritätserklärung abzugeben hätte, sie französischen Demokratie und des Absolutismus ernstlich durch das Verhalten verschiedener sozialistischer Gemeinde- sicherlich nicht die wäre, die man ihnen verschlage, eine untersuchen, um zu begreifen, welches Vertrauen man zu räthe zu den Maßnahmen betreffend den demnächstigen Solidarität mit der russischen Regierung, sondern einzig und einer Freundschaft haben darf, die dem Fortschritt der Empfang des russischen Geschwaders. Es ist nichts natür allein mit dem russischen Volke, mit den von der Regierung republikanischen Idee nicht vortheilhaft sein fann; in Erlicher, als daß die herrschenden Klassen, denen keine Mittel des Zars verurtheilten Sozialisten. Die Solidarität der wägung endlich, daß die französischen Sozialisten die Verzu schlecht sind, um ihre Stellung zu behaupten und ihren französischen Sozialisten mit den herrischen russischen Sozia- folgungen, Torturen und Hinrichtungen nicht vergessen Einfluß zu vermehren, hier ebenso dem Zweibund wie in listen sei die einzig annehmbare, und er glaube nicht, daß können, deren Objekt die russischen Sozialisten waren: erDeutschland dem Dreibund huldigen und daß sie da wie die Republikaner, die sich dem Vorhaben der Regierung in flären die Unterzeichneten im Namen der französischen Re dort, trotz der stets steigenden Militärlasten, für die immer und bezug auf den Empfang der Offiziere und Delegirten des volutionäre wie im Namen der Märtyrer des Sozialismus immer nur die arbeitenden Klassen aufzukommen haben, diese Bars anschließen, die Richtung einhalten, die sie einhalten in Rußland, sich nicht dem Votum der zum Empfange der Kriegsbündnisse als Friedensbündnisse preisen, wie es denn müßten. Die Sicherstellung der französischen Nation liege Vertreter des russischen Despotismus bestimmten Gemeindeauch ihren Interessen und ihrem Geiste entspricht, recht viel den Sozialisten ebenso sehr am Herzen wie allen übrigen subvention anzuschließen. chauvinistische Festlichkeiten, besonders solche zu veranstalten, Bürgern, denn mehr als irgend Jemand haben sie Es ergriff dann seitens der Sozialisten noch Weber deren Kosten aus dem Staats- oder Gemeindesäckel zu decken die Vertheidigung der Republik im Auge, durch die das Wort, der unter steigendem Lärm u. A. erklärte, daß sind, weil solche Feste sich viel glänzender veranstalten und allein die nothwendige soziale Umgestaltung, die Erhebung wenn es sich darum handeln würde, die geforderte die Massen sich viel leichter zur Staffage heranziehen lassen. der nationalen und internationalen sozialistischen Republik Summe für die Unglücklichen zu verwenden, die Was soll man aber dazu sagen, wenn sozialistische Vertreter verwirklicht werden könnte; aber ihres Dafürhaltens beruhe der Bar nach Sibirien verschickt, der Gemeinderath fie unter allerlei Ausflüchten den herrschenden Klassen dies eben die Größe des republikanischen Frankreichs, die Ent- sicherlich nicht, er aber von ganzem Herzen votiren würde. bezüglich freies Spiel laffen oder gar mit ihnen wickelung der Republik, auf ihrer Bewegungs- und Aktions- Schließlich brachte er einen von ihm, Faillet, Berthaut, an einen Strang ziehen? Es ist dies, gelinde freiheit, auf der Wahrung des Friedens, auf der Sympathie Chausse und Baillant unterzeichneten Antrag ein, der gejagt, etne faum verzeihliche Schwäche, und dieser der Völker, und dem Fehlen jeglichen Bandes, jeglichen 250 000 Fr. für die Armen von Paris und 100 000 Fr. haben sich, wie mit Bedauern konstatirt werden muß, Vertrages mit den übrigen Mächten. Die Völker allein für die Familien der streikenden Grubenarbeiter verlangt. mehrere Genossen in der Sizung des Pariser Gemeinde- können Freunde Frankreichs sein und ihre antirepubli- Es ist wohl kaum nöthig hinzuzufügen, daß diesem Antrage raths, der behufs Votirung eines Kredits von 350 000 Fr. tanischen Regierungen, wenn auch nicht zur Unterstützung nicht Folge gegeben wurde. = für die Kosten des Empfangs der russischen Offiziere zu Frankreichs, so doch wenigstens zum Frieden und zur Neu- Wer das Wuthgeheul vernahm, das Vaillant, Faillet einer außerordentlichen Session einberufen worden war, tralität zwingen. Für Frankreich wäre eine Allianz nur und Genossen bei der Majorität des Gemeinderaths hervor insofern schuldig gemacht, als Paul Brousse für den ver- mit Voltsregierungen möglich; denn eine solche Allianz rief, und den Beifall, der hingegen Brousse von derselben langten Kredit stimmte und Blondeau, Caumeau, Prudent- würde auf der einzig einzig sichern Grundlage: der Seite zu theil wurde, weiß, auf welcher Seite das klassenDervillers( Broussiften), Chauvière( Blanquist) und Rouanet Uebereinstimmung zweier Völker und Regierungen bewußte Proletariat Frankreichs in dieser Frage steht. Und ( Unabhängiger) sich der Abstimmung enthielten. ruhen. In der französisch russischen Allianz stehe eben weil es sein Vaterland glühend liebt, weil es FrankBrousse motivirte seine Haltung damit, daß er erklärte: aber auf der einen Seite ein absoluter Herrscher, der sich reich wie zur Neige des vorigen Jahrhunderts wieder an Er würde, wenn er überzeugt wäre, daß die internationale vor der französischen Republik einzig aus Interesse geneigt der Spitze der Zivilisation marschiren sehen will, haßt es Verbindung der Arbeiter jeden Krieg verhindern könnte, habe, und dieses Interesse, das, wie die Vorgänge von 1870 den Barismus, wo immer er sich zeige und in welcher Gestalt den geforderten Kredit zurückweisen. Aber diese Verbindung zeigen, sich sehr wohl ändern könne, bilde die einzige immer er auftrete. scheine ihm nicht mächtig genug zu sein. Unter solchen Garantie. Unter solchen Umständen sich bemühen, die Umständen müsse er den öffentlichen Gewalten jede Verant- Nation einem antidemokratischen Ziele entgegenzutreiben, wortlichkeit und alle ihnen nothwendig erscheinenden heiße die Lage Frankreichs noch schwieriger gestalten und Regierungsbündnisse überlassen. eine Unvorsichtigkeit begehen, weshalb er sich denn auch als Politische Lebersicht. Aus den letzteren Gründen erklärte seinerseits Rouanet, Sozialist wie als Republikaner gegen die Feste und die hierdaß es Sache der Regierung sei, für den projektirten Empfang für bestimmten Kredite erkläre. der russischen Offiziere und Matrosen zu sorgen. Warum Ihm folgte, nachdem Brousse und Rouanet, wie oben Berlin, den 2. Oktober. er aber dann nicht den vom Gemeinderathe für die verzeichnet, gesprochen, Genosse Faillet, der sich den Aus- Die Zentrumspartei läßt erst heute den am 4. Juli Empfangsfestlichkeiten verlangten Kredit verweigerte, son- führungen Vaillant's anschloß und eine von ihm und seinen seitens der Landtags- Fraktion beschlossenen Wahlaufruf in ihren dern sich ganz einfach der Abstimmung enthielt, ist nicht recht engeren Genossen, den Gemeinderäthen Berthaut, Chausse und Organen veröffentlichen. Das Schriftstück zeichnet sich durch erklärlich. Weber( Allemanisten) unterzeichnete Erklärung zur Ver- seine Nüchternheit und Inhaltlosigkeit aus, es kann nielesung brachte, die womöglich noch größere Wuthausbrüche manden begeistern und wird die Wahlbetheiligung in den Um so energischer und um so rühmlicher war hingegen Feuilleton. [ 23 Tritt vor, mein Freund Degran, und erzähle den Brüdern, Schauet her, unserer sind fünfzig, alle durch Eidschwüre wie Du zu den Bösewichtern gekommen und auf welche miteinander verbündet. Los könnt Ihr von uns nicht Weise Du ihnen entronnen bist." wieder, und wollt Ihr nicht zu uns gehören, so müßt Ihr Ein zerlumpter Mann in langem Bart und von ver- sterben. Ihr kennt das Land und die Einwohner, so nennt hungertem Aussehen trat hervor, den einige kannten, andere uns nun die reichen Katholiken, daß wir dort unsere Bemit Verwunderung betrachteten, wie sehr ihn ein Zeitraum suche abstatten können, und von dem, was uns als Beute Der Aufruhr in den Cevennen. von einigen Wochen verändert habe. Er fing mit matter zufällt, soll auch auf Euch das gebührende Theil kommen." Eine Erzählung von Ludwig Tied. " Stimme an: Es wird jetzt ohngefähr ein Monat sein, daß Was wollten wir thun? Wir mußten sie herumführen, ich vom Bruder Cavalier mit drei von meinen Kameraden indem sie uns immer genau bewachten. Ich mag nicht gegen Montpellier abgeschickt wurde, um den Feind zu beob- daran denken, welche Greuel wir mit ansehen mußten; achten, Pulver einzukaufen und einige junge Mannschaft aber noch entsetzlicher war es, was sie mit dem einen Ihr wißt es alle, daß sie eine heimliche Freundin ins Gebirge zu berufen. Als wir, um nicht bemerkt zu meiner Kameraden vornahmen, der ihnen hatte entwischen unserer Sache war, daß wir durch ihre Güte so werden, mit der Abenddämmerung auswandern und uns wollen, weil unser Gewissen uns Tag und Nacht ängstigte. manche Unterstützung genossen haben. Diese Dame reisete ein Gewitter im Walde überraschte, sind wir plöglich von Die schreckliche Mißhandlung, welche der Ermordung schon oft, traf oft auf unsere Leute, und diese, die einer Anzahl schwarzer Männer umgeben. Man fordert unseres Bruders voranging, band uns noch fester an die fie alle tannten, die noch niemals die friedlichen und uns auf, keinen Widerstand zu thun, auch wäre der Versuch Straßenräuber. Bald war das Land von Gerüchten anwehrlosen Einwohner muthwillig verlegt haben, ließen bei der großen Menge vergeblich gewesen; der größte von gefüllt von diesen schwarzen Kamisards, wie man sie nannte. sie ungehindert ziehen. Jezt wollte sie Úsez verlassen, ihnen tritt auf uns zu und sagt:" So sehe ich also welche Sie waren aber gar nicht bekümmert darum, in der Maske, um ihren Gemahl zu St. Ambroise zu besuchen. Man von den braven, tapferen Ramisards vor mir! Willkommen!" die sie angelegt hatten, blos ihre Glaubensgenossen zu räth ihr, Bedeckung mitzunehmen, mindestens bewaffnete Wir begriffen nicht, wer sie sein konnten, sie sahen nicht plündern, sondern sie machten sich auch bald an solche Diener, sie verschmäht beides, unserer Freundschaft ver- wie Landmiliz aus, und selbst noch greulicher als die Toll- Häuser, die Neubekehrten zugehörten, und deren Familien trauend. Schon hat sie fast das Ziel ihrer Reise erreicht, föpfe, die der wilde Eremit sonst führte. Nachdem wir man als eifrige Reformirte kannte. An einem Abend, als als finstere Männer ihren Wagen umgeben; man bindet einander näher betrachtet hatten, sagte der, welcher der fie ein Landhaus umzingelt und mich vorangeschickt hatten, sie und ihre Dienerinnen, und weder Flehen noch Thränen, Anführer zu sein schien:" Welch elendes, gefährliches Leben um die Gelegenheit recht zu erspähen, wurden wir überweder die Kostbarkeiten, die sie bei sich trug, noch das Ver- müssen so brave Leute nur führen, und keiner erkennt es rascht; sie mußten eilig zurück, und ich benutzte den Augensprechen vielen Goldes können die Unglücklichen von dem doch, wie viel sie werth sind und was sie aufopfern. Was blick, um in den Garten und von dort in den Wald zu entschmählichsten Tode retten. Ich widersprach allen Er- habt Ihr von allen Euren Anstrengungen? Ihr dürft nicht springen. Sie haben nun noch eine große Liste von reichen bitterten, daß kein Trupp unserer Leute dies gethan haben einmal plündern, wie man uns hat sagen wollen, bei den Leuten, die sie plündern und ermorden wollen; der Herr von könne, aber nur wenige wollten mir Glauben beimessen. abgebrannten Kirchen ist es Euch bei Lebensstrafe verboten, Beauvais steht obenan, und da sein Haus ziemlich einsam Zum Glück habe ich es entdeckt, wer diese Bösewichter sind, etwas von den goldenen oder silbernen Gefäßen für Euch liegt, so kann es ihnen fast nicht mißlingen." Sie sich auch Kamisards nennen, und unsere Sache ver- mitzunehmen: nein, Ihr laßt alles im Brande zerschmelzen." Genug, mein Freund!" rief Cavalier aus;„ nun, unglimpfen; es ist eine Schaar von Straßenräubern und Wir denken anders, wir sind zwar nicht Gure Glaubens- Catinat, willst Du mich begleiten, um diese Mordhunde zu Mordbrennern, die aus der Provence herübergekommen sind. genossen, aber Ihr müßt mit uns gemeine Sache machen. fangen? Ich nehme diesmal nur fünfzig Mann mit mir, Regelung des Armenwesens. Breslauer„ Volkswacht" wird gemeldet: Aus dem Reiche des Herrn von Thielen. Der ו/ Zentrums- Wahlkreisen eher schwächen als stärken. Die Staat, obligatorischen unentgeltlichen Unterricht in der gleich man dort unter Soldatenschinderei etwas viel oppositionelle Stellung des Zentrums wird vollständig auf Volksschule. Zulassung jedes unbescholtenen Staatsbürgers Milderes versteht als bei uns. Solche Mißhandlungen und gegeben, nach wie vor," heißt es in dem Aufrufe, sind zur Rechtssprechung als Schöffe und Geschworener, ge- unsagbare Herabwürdigungen, wie der Erlaß des Prinzen wir wesentlich auf das Wohlwollen der Staatsregierung wissenhafte Rechtssprechung und Strafvollzug, Entschädigung Georg sie beim deutschen Militarismus festgestellt hat, sind angewiesen." Dann empfiehlt sich die Partei dem Throne unschuldig Verurtheilter und unschuldig in Untersuchung in einem freien Lande unmöglich; kein Offizier würde solches und dein Staate als das beste Gegengewicht gegen die Gezogener, Umgestaltung des Steuerweseus durch Ein wagen, kein Soldat solches dulden, und feinem Soldaten, immer mehr sich ausbreitende revolutionäre Strömung". führung einer stufenweisen Einkommen-, Vermögens- und der einen solchen Schinder auf dem Fleck todtschlüge, würde Daß die Wahrung des konfessionellen Charakters der Volks- Erbschaftssteuer, Reform des Eisenbahnwesens, Revision des von irgend einem Gericht ein Haar gekrümmt werden. schule, die Leitung des religiösen Unterrichts durch die Beamtengesetzes, Einführung eines Normalarbeitstages, Allein Rohheiten kommen auch in der Schweiz vor. Doch Religionsgesellschaften, die Beseitigung aller Beschränkungen namentlich für Staatsarbeiter, Verantwortlichkeit für Staatsarbeiter, Verantwortlichkeit der sie finden rasche Bestrafung. So lesen wir in der Züricher auf dem Gebiete des Ordenswesens gefordert wird, versteht badischen Bundesbevollmächtigten gegenüber der Kammer, Bost" vom geftrigen Tage: sich beim Zentrum von selbst. Bei den besitzenden Klassen strengste Durchführung der Arbeiterschutzgesetze und bessere entschuldigt sich die Zentrumspartei wegen der unbedeutenden Mehrbelastung durch die neue preußische Steuergesetzgebung, fie sucht sich bei den Wählern der 1. Klasse damit einzuschmeicheln, daß sie doch einer ungemessenen Progression nach oben entgegengetreten ist", da dies aber die Nationalliberalen und Konservativen noch besser verstanden, so wird diese Versicherung den Zentrumsleuten recht wenig nügen. Die Arbeiter werden damit abgespeist, daß ihnen die werthvolle Versicherung" gegeben wird, daß das Zentrum wie bisher für sie eintreten werde, was die Arbeiter veranlassen wird, desto rascher sich von diesen falschen Freunden ab- und der Sozialdemokratie zuzuwenden. Der Sieg liegt in Gottes Hand! Er wird denen nicht fehlen, die getreulich ihre Pflicht erfüllen." Das arme Zentrum kann also nicht mehr unter allen Umständen auf Gottes Hilfe vertrauen, da geht es den Sozial demokraten ohne Anrufung von Gottes Hilfe besser. Die Zentrumspartei ist altersschwach geworden, eine frische, tampfesfrohe, fortschreitende Partei erläßt andere Aufrufe, wie diesen nichtssagenden, ledernen, den der Freiherr von Heereman als Vorsitzender der Zentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses erlassen hat. 11 " Nach einer älteren Verfügung ist es den Bahnbeamten verboten, über dienstliche Angelegenheiten Zivilisten" gegen über zu sprechen, oder etwas in den Zeitungen zu schreiben. Diese Verfügung wurde nun neuerdings den Beamten des Betriebsamts Guben zur Kenntnißnahme und Unterschrift vorgelegt. Dieselbe ist aber zeitgemäß" erweitert worden. Nach dieser alten aber zeitgemäß" erweiterten Verfügung ist es den Beamten nun auch verboten, über ihre persönlichen Ver hältnisse mit Bivilisten" zu sprechen oder etwas in den Zeitungen zu schreiben. Auch dürfen die Beamten unter sich nicht über ihre persönlichen Gehalts- oder ihre Avancements- Verhältnisse sprechen." Das einfachste wäre, daß die Gebräuche der Trappistenmönche, deren Ordensregeln zum ewigen Schweigen ver pflichten, für die königlich preußischen Staatsbürger, welche das Glück haben, Subalternbeamte zu sein, eingeführt werden. Bei der fürstlichen Bezahlung unserer Beamten darf man schon von ihnen solche Kleinigkeiten, wie Herr von Thielen, verlangen." Während eines Kavalleriekurses, welcher diesen Monat in Zürich stattfand, hat das Betragen eines Offiziers gegenüber den Soldaten bei dem zuschauenden Publikum Unwillen erregt und es sind der Redaktion dieses Blattes darüber Mittheilungen gemacht worden. Statt dieselben zu veröffentlichen, haben wir vorgezogen, sie an das schweizerische Militärdepartement zu leiten, welches sofort eine Untersuchung anordnete. Dem betreffenden Offizier ist nun eine Arreststrafe von 8 Tagen zuerkannt worden. In einem zweiten Falle unwürdiger Behandlung eines Soldaten, welchen Fall aus dem aleichen Kurse der Schulkommandant dem Waffenchef der Kavallerie meldete, wurde eine Arreststrafe von 20 Tagen ausgesprochen. Beide Fälle gaben dem Waffenchef der Kavallerie Veranlassung zu einer eindringlichen Vorstellung an das Schulkommando in Zürich unter Androhung der schärfsten Strafe gegenüber fehlbaren Offizieren im Wiederholungsfalle. Seit Jahren waren bei der Kavallerie Ausschreitungen nicht mehr vorgekommen und muß man darum den Militärbehörden um so dankbarer dafür sein, daß sie bei den bezeichneten Vorkommnissen so rasch und energisch eingeschritten sind. So geht's in der Schweiz. Und für unseren Militarismus gehört bekanntlich die Schweiz zu den„ wilden" Ländern. Ein großes Kulturwerk geht in der Schweiz der Vom konfeffionellen Kriegsschauplak. Der§ 166 Verwirklichung entgegen, der Simplon, daß Massengebirge, Die Reform des Landtags- Wahlgesetzes haben des Reichs- Strafgesetzbuches schüßt den Trierer Rock vor das Italien von der Schweiz trennt, soll durchbohrt unsere Genossen im bayrischen Landtage beantragt. Sie der an die Heiligkeit dieses Kleidungsstückes nicht glaubenden und ein Schienenweg gelegt werden, der den Weg zwischen fordern: protestantischen Kritik als eine ,, Einrichtung der katholischen Westdeutschland, der Schweiz und dem wichtigen Hafen von Es sei an die Staatsregierung das Ersuchen zu richten, Kirche". Gilt der Paragraph auch in bezug auf die Messe, Genua stark abkürzen wird. Ueber den Umfang der gedieselbe wolle baldmöglichst und jedenfalls noch rechtzeitig im die doch unzweifelhaft eine Einrichtung der katholischen planten Arbeit liegen folgende Angaben vor: Der Tunnel Laufe der gegenwärtigen Tagung dem Landtage den Entwurf Kirche" ist? Warum wir so fragen? Weil auf der zur ist eingeleißig mit einer Kreuzungslinie in der Mitte. Bu eines neuen Landtags- Wahlgesetzes zur Berathung und Beschlußfaffung unterbreiten. Für diesen Entwurf sollen die Beit tagenden westfälischen Provinzialsynode ein Synodale dem späteren eventuellen Bau eines zweiten Geleises, welches nachfolgenden Grundsäge maßgebend sein: 1. Die Zahl der den Antrag gestellt hatte, aus dem Heidelberger Katechismus mit dem ersten in 17 Meter Abstand parallel geht, wird Abgeordneten soll sich nach den Bevölkerungszahlen der die Worte zu streichen: so ist nun die Messe eine ver- eine Seitengallerie hergestellt. Der erste Tunnel soll innereinzelnen Regierungsbezirke berechnen, in der Weise, daß durch malbeite Abgötterei". Der Antrag war einer Kommission halb 5 Jahren vom Beginn der Arbeiten an hergestellt schnittlich auf je 35 000 Einwohner ein Abgeordneter tommt. überwiesen worden, welche jedoch, da sie sich nicht für kompetent fein. Der zweite Tunnel würde dann eine Bauzeit von 2. Dieser Berechnung soll die jeweils letzte allgemeine Volts: hielt, über diese Frage zu entscheiden, die Ablehnung des Antrages 4 Jahren erfordern. Die Kosten für den ersten Tunnel zählung zu Grunde gelegt werden, mit der Bestimmung, daß empfahl. Der Antrag wurde denn auch abgelehnt. Und so bleibt betragen laut Akkordvertrag mit den Unternehmern hierbei lediglich die Zivilbevölkerung in Anrechnung kommt nach dem Heidelberger Katechismus die Wesse, eine Ein- 43 600 000 Mart, für den zweiten Tunnel 12 000 000 Mart, und demnach die Zahlen der Personen des aktiven Soldatenstandes von der Gesammt- Einwohnerzahl abzurechnen sind. richtung, auf die sich die katholischen Gläubigen gegenüber dazu kommen für Expropriationen, Rhonekorrektion, ZuBu 3. Es sollen nur Wahlkreise mit je einem Abgeordneten gebildet den protestantischen Regern" ungemein viel zu gute thun, fahrtslinien zc. bei dem ersten Tunnel 3456 000 Mart, bei werden. 4. Die erstmalige Eintheilung der Wahlkreise auf grund eine vermaledeite Abgötterei", trotz des§ 166 des Straf dem zweiten 976 000 Mart. Die Gesammtkosten betragen des neuen Wahlgefeßes foll durch die Staatsregierung erfolgen. gesetzbuches. Oder vielmehr, troh des Heidelberger sonach 60 032 000 Mart, von denen 55 240 000 Mark allein Fernere Abänderungen der Wahlkreise sollen nur unter Bu- Satechismus, der ja wohl eine kanonische Schrift des Pro- auf die Tunnel entfallen. ftimmung des Landtags erfolgen tönnen. 5. Sobald die jeweils testantismus ist, besteht der§ 166 des Reichs- Strafgesetzletzte allgemeine Volkszählung eine solche Veränderung der buches ruhig fort. Beseitigen wollen ihn bekanntlich einige Frankreichs. Der bekannte franzöfifche Romanschreiber Zola über die Bezichungen Deutschlands und Bevölkerungszahl in einem Regierungsbezirk ergiebt, daß sie Gesetzgeber, falls die Jesuiten, auch eine„ Einrichtung der Frankreichs. dadurch die auf denselben treffende Abgeordnetenzahl verändert, soll die Staatsregierung dem Landtage unverweilt, katholischen Kirche", wieder ins Land kommen sollten, damit hat einem Korrespondent der Kölnischen Zeitung", der bezw. bei dessen nächster Tagung den Entwurf einer Neu- man ihnen gegenüber die Freiheit der Kritik" habe. Am in interviewte, folgendes gesagt( S." Köln. 8tg." vom 1. Oktober): eintheilung des betreffenden Regierungsbezirks unterbreiten. besten wäre es allerdings, der§ 166 würde aus dem Straf6. Wahlberechtigt soll jeder volljährige Bayer, wählbar jeder gesetzbuch ganz ausgemerzt. Denn auch die Katholiken " Ich bin tein Politiker. Aber eins kann ich Ihnen als unumstößlich sicher verbürgen: bei uns- in Frankreich Bayer sein, welcher das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat. Per müssen das Recht haben, an den Einrichtungen der evanfonen des aktiven Soldatenstandes sollen weder wahlberechtigt gelischen Kirche eine unbeschränkte Kritik zu üben. Nur will niemand den Krieg. Wir sind alle ohne Ausnahme für noch wählbar sein. 7. Die Wahlen sollen an einem Sonntag auf diese Weise ist eine wirksame Aufklärung der Massen den Frieden, wollen unter feinen Umständen die ersten sein, oder Landesfeiertag stattfinden. 8. Die Wahl soll eine unüber die Vorzüge der beiderseitigen Konfessionen möglich. die den Krieg anfangen. Werden wir angegriffen, gut; aber mittelbare und geheime sein. 9. Zur wirksamen Wahrung des einstweilen hält uns die Furcht vor den Schrecken des Krieges Wahlgeheimnisses soll Größe und Gewicht der Stimmzettel in festem Banne. Das allgemeine Vorhandensein der RevancheEs attentätelt und anarchistelt unsere Leser gleichmäßig für das ganze Land festgesetzt und die Abgabe der wissen, was das zu bedeuten hat: Fortschritte des SoziaIdee will ich nicht in Abrede stellen; aber von dem Gedanken zur Ausführung ist ein Schritt, vor dem jeder Politiker zurückStimmzettel in amtlich herzustellenden Umschlägen vorgeschrieben lismus, Rathlosigkeit der Gegner, Fäulniß und Verfall der werden. 10. Die sonstigen Bestimmungen, namentlich auch in heutigen Gesellschaft, die ihre Opfer und weicht. Nennen Sie mir augenblicklich irgend einen verantwort ihre Berthei- lichen französischen Staatsmann, der sich dafür begeisterte. bezug auf die Herstellung und Auslegung der Wählerliften, biger zu Verbrechern macht. Wie die Reaktion und der den Verlauf der Wahlhandlung, die Vornahme von engeren Carnot? Er wäre gewiß der letzte. Und seine muthmaßlichen Wahlen u. f. w. sollen im wesentlichen den entsprechenden Kapitalismus ist das Attentäteln und Anarchisteln inter- Nachfolger, Challemel- Lacour oder Casimir Perier? ChallemelLacour soll sogar ein faible für Deutschland besitzen, dessen Vorschriften des Wahlgefezes sowie des Reglements für die national. In Wien, in Prag, in Barcelona, in Madrid, Reichstagswahlen nachgebildet werden. in Christiania und an verschiedenen anderen Orten sind Literatur er genau kennt. Und von sonstigen Politikern? Bomben mehr oder weniger zweifelhafter Art gelegt und Unsere gegenwärtigen Minister sind der bloße Ausdruck des Sozialdemokratisches Programm für die badischen gefunden worden. Am ärgsten wüthet augenblicklich die Volkswillens, und der Volkswille verabscheut den Krieg. DieLandtagswahlen. In der am 27. September in Karls- Attentats- Cholera in Wien und Barcelona, wo man den jenigen, die zeitweilig für das Losschlagen wühlten, Dérouléde ruhe abgehaltenen sozialdemokratischen Volksversammlung Belagerungszustand braucht, und in Prag, wo man ihn und seine Parteigänger, haben sich in jüngster Zeit vollständig wurde von dem Genossen Dolinski über das Landtagswahlunmöglich gemacht. Jedenfalls wird es Ihnen faum entgangen sein können, daß wir feine eigentliche Militärpartei besitzen, Programm referirt. Dasselbe enthält folgende Punkte: entschuldigen muß. feinen General, der das Anrecht zu haben glaubt, sich mit friegerischen Lorbeeren zu bedecken, feinen Monarchen, der im Interesse seiner Dynastie auswärtige Verwicklungen herbeiEinführung des allgemeinen, direkten Landtagswahlrechts, Nicht ganz wie bei uns". In der Schweiz Abschaffung der ersten Kammer, Trennung der Kirche vom wird mit den Soldatenschindern kurzer Prozeß gemacht, ob und denke bald zurück zu sein, um Deine Befehle, Bruder Roland, zu empfangen." " sowie noch manche hier aus der Gemeinde Melière, die wir nach dem ebenen Lande, nach anderen Provinzen, auf Dir oft geholfen, alle Dir heimlich angehangen und täglich Inseln, zu schicken, und alle Häuser ohne Ausnahme, Er winkte, bestieg schnell sein kleines Roß, und die unser Gebet für Dich zum Himmel gesendet haben. Du Ställe, Scheunen niederzureißen und abzubrennen. Vier jenigen, die seinen Willen schon kannten, folgten ihm mit kennst auch unsere Verfolger; was brauche ich sie Dir zu Regimenter kampiren in der Gegend, um dieses teuflische Catinat. Der Mann, der den Räubern entkommen war, nennen? Aber unser Elend ist Dir doch neu, und wahrlich, Werk auszuführen. Alles schrie, alles heulte, aber man ging auch mit ihnen, um die Frevler aufzuspüren. in unsern Tagen muß man leben, um es für möglich achtete nicht darauf. Wie unglückliches Schlachtvieh mußten Edmund war indessen entfernt worden. Er lag in zu halten. Es ist schon einige Monate her, als der In sich die Glenden fortführen lassen. Wir entflohen. Und einer von Zweigen geflochtenen Hütte auf einem Lager tendant und der Marschall gauze Gemeinden in der Mitte vom nächsten Berge sahen wir schon die Häuser einreißen, von Moos, und Abraham Mazel hatte sich zu ihm begeben, der Cevennen, wie die von Mialet, aufheben ließ, und die Beile schallten, das Vieh brüllte, und der Wiederhall um für seine Pflege zu sorgen. Die übrigen Anführer Weiber, Kinder und Väter in ihre Gefängnisse werfen, blos aus dem Gebirge ächzte mwehmüthig nach. Da es den hatten sich auch mit ihren Truppen tiefer in den Wald ge- weil sie ihnen verdächtig waren. Aus einundzwanzig Kirch- Ungeheuern wohl zu langsam ging, so saben wir auch bald zogen. Fast einfam wandelte Roland auf dem Bergplane spielen wurden kürzlich dreihundert junge Männer auf die Flamme emporlodern: wie ein gieriger Rachen, wie hin und wieder, ertheilte Befehle, stellte neue Posten aus gehoben, allein aus dem Distrikt von Nismes, gauze durstige Zungen leckte das Feuer an unsern alten lieben und fandte einen Trupp unter Balmal fort, um Lebens- Familien dazu, und in den Gefängnissen und Festungen Häusern und that sich roth verschlingend auf. Die Bäume mittel herbei zu schaffen. Bald darauf erfuhr Roland des ebnen Landes und des Gebirges verwahrt. Der unmensch vor den Hütten verbrannten mit. Ja, Roland, die Gegend, durch die ausgestellten Wachen, daß sie von der Seite von liche Intendant traut keinem, und wie soll der Unterthan die lieben Dörfer, die gastlichen Häuser, die Euch und die Rouergue her eine große Anzahl Menschen sähen, die man ruhig und dem Könige getreu sein, wenn der Wütrich in Eurigen so oft liebevoll aufnahmen, diese sind in kurzem für Landmiliz dem Anschein nach halten müsse. Diese", seinen falten Tücken nur darauf fiunt, das Volk elend zu Wüstenei, und ich werde fünftig vielleicht die Spur nicht sagte Roland, werden nicht so unklug sein, uns in dieser machen? Hat man doch aus dem Munde des Schrecklichen mehr finden, wo ich mit meinen Eltern wohnte, wo ich mit festen Stellung anzugreifen." Ein zweiter Bote kam mit gehört, daß es die beste Maßregel und das Sicherste sei, ihnen vor der Thür saß und im Frühling spielte, wo ich der Anzeige, daß das heranrückende Volk großes Geschrei alle Neubekehrte mit den Rebellen zugleich vom Angesicht mein Weib kennen lernte, wo sie mir den ersten Sohn errege, und nicht im Marsch, sondern ohne alle Ordnung der Erde zu vertilgen. Selbst der Marschall, sagt man, ist gebar. Der Storch wird nicht wieder fromm und verund im verwirrtem Getümmel herbeiziehe. Jetzt hörte man vor diesem Gedanken erschrocken; und so sehr haben der traut auf das Dach meiner Scheune eintehren keine schon das Getöse aus der Ferne, das zum Bergrücken bald König und Gott doch wohl nicht unser vergessen, daß sie Schwalbe wird mir dort mehr die Frühlingswärme näher emporschwoll. Landleute sind es," rief Roland, ie dergleichen Verruchtheit zulassen sollten. Aber seit vor- ansagen und vor meinem Fenster mit ihren Kleinen indem er von einer Anhöhe wieder herunterschritt, die er gestern- ja, weint, heult nur, ihr Armen, Vertriebenen, schwatzen. Ach, und meine eigenen Kinder! Hat bestiegen hatte. Was wollen fie nur? Woher diese Heimathlosen!" der Mensch ja doch keine Kindheit, wenn er die Hei Bewegung?" Der Zug tam herauf: Männer, Weiber, Und wie ein Chor erhob sich ein Schluchzen und lautes math entbehrt. Die armen Weiber! Wie bekannt, wie lieb selbst Kinder, Greife in ihrer Mitte, alle bewegt, die Weinen, der Redner aber fuhr so fort: Vorgestern früh, war uns jeder Busch und jeder rinnende Bach. Jezt meisten in Thränen, jeder wollte zuerst sprechen, jeder als wir uns eben zur Feldarbeit begeben wollten, hören wiffen wir es erst, wie wir unsere alten Hütten und die dem Anführer die Hand reichen Die müdeften wir trommeln. Wir halten es für gewöhnlichen Durch- Seffel, vom Urgroßvater angeerbt, geliebt haben. Alles, lagerten sich auf den Boden, die jüngeren Männer marsch, aber bald rücken sie näher. Wir steigen auf den was wir in Frömmigkeit dort dachten und beteten, alle die stellten sich in Ordnung, einige hatten alte Flinten, andere Berg hinauf und sehen, daß rings die weite Gegend, Berg, schönen Oster- und Pfingstfeste, die trauliche Einsamkeit der Sicheln, manche waren mit fürzeren oder längeren Degen Thal und Schlucht, so weit das Auge reicht, umstellt ist. langen Winterabende und das treuherzige Gespräch unserer bewaffnet, viele trugen Beile und Aerte. Der Streitfähigen Man läßt uns auch nicht lange in Zweifel, wir werden alten Greise, alles, alles geht mit in diesem gräßlichen waren mindestens zweihundert, und als sich nun endlich das auf den Platz unseres großen Dorfes gerufen. Da eröffnet Feuer auf." " " ' Getümmel beruhigt hatte und Roland von neuem fragte, man unserem Schulzen und uns, daß in Nismes der Be-" Nicht mehr! nicht mehr!" schrieen die Weiber, und woher sie kämen und was ihr Begehr sei, trat einer der schluß gefaßt sei, unsere Gemeinde und noch viele andere, die Kinder winselten. älteren von der bewaffneten Mannschaft hervor und sagte: zweiunddreißig Kirchspiele, in der Summe mehr als achtzig Alles das," fuhr der Redner fort, widerfährt uns, Roland, mich mußt Du kennen und meinen Vater dort! Dörfer und Vorwerke, ganz zu entvölkern, die Bewohner theurer Roland, nur Euretwegen, denn sie wissen wohl, die führen möchte. Wir sind demokratischer geworden, breiter, I glted der Regterung jüngst wörtlich äußerte, der Prozeß ,, Das kommunistische Fiasko in Amerika" betitelt verträglicher. Und zudem, wie oft schon haben wir werde die Serie der Bankskandale nicht abschließen, sondern sich ein Bandwurm, der seit acht Tagen das Feuilleton der bis jetzt von drohendem Kriegsausbruche gehört, und erweitern. doch ist er bis jest nicht ausgebrochen. Das dauert Das ganze öffentliche Leben Italiens werde Kreuz- Zeitung" Kreuz- Zeitung" unsicher macht. Das kommunistische Fiasko" ist das Fiasko der kommunistischen Kolonien, meist nun schon zweiundzwanzig Jahre; die Hoffnung ist also gerecht. Dadurch für mindestens zwei Jahre infizirt werden. Die Korruption blüht ebenso in der Monarchie wie in religiöser Art, die in Amerika seit einem Jahrhundert gefertigt, daß jetzt, da nach der vorübergehenden BoulangerPeriode alle Verhältnisse günstiger geworden, dieser Zustand der bürgerlichen Republik, sie ist untrennbar vom Privat- gründet worden sind. Der Verfasser des Bandwurms fördert sich verewigt. Ich gestehe zu, ein idealer Zustand ist das besize an Kapital, sie wird erst aufhören, wenn das heutige nichts Neues zu Tage und kennt sein Material nur unvollebenso wenig wie die Lage eines Mannes, der an einer wirthschaftliche System von einer sozialistischen Gesellschafts- ständig- in dem Buch des amerikanischen Professors Ely chronischen Krankheit leidet, die mitunter eine lebensgefährliche ordnung abgelöst sein wird. hätte er weit besseres finden können. Daß durch derartige Wendung annimmt; unterdessen aber lebt er fort, während Experimente auch Kolonialpolitik"! manche, die sich des besten Wohlseins erfreuen, plöglich wegauch„ Kolonialpolitik, Daß durch derartige eine Umgestal Italienisches. Crispi greift auf das Heftigste tung der bürgerlichen Gesellschaft und die Beseitigung der gerafft werden." die Regierung an das ganze Land sei in erbärmlichem tapitalistischen Produktion nicht zu erreichen ist, darüber Bola ist kein Politiker. Das hätte er nicht zu sagen Bustand, die Insel Sizilien seine Heimath gehe in- sind die zielbewußten Sozialisten von Anfang an im brauchen. Schon der bloße Umstand, daß er sich von einem folge der Mißwirthschaft zu Gründe und werde sich bald Reinen gewesen, Reporter der Kölnischen Zeitung", d. h. des verrufensten vor die Frage gestellt fehen, ob sie überhaupt mit war für uns von vornherein etwas Selbstverständliches. und das Fiasko solcher Kolonien deutschen Chauvinistenblattes, die Würmer aus der Nase dem Königreich Italien vereint bleiben Allein das ist dochfein kommunistisches Fiasto, sonziehen ließ, statt ihn zur Thüre hinauszuwerfen, beweist könne. Also Drohung mit der Rebellion! Armer dern nur ein Fiasko unsinniger kommunistischer Versuche. vollauf sein glänzendes politisches Nichtwissen. Und noch Giolitti. Armer Dreibund. Und das Schönste es ist Indeß auch dieses Fiasko ist durchaus kein absolutes. weniger ist er ein Sozialist, wie naive Leutchen einst ver- einer der Gründer des Dreibunds, der diese hoch und Professor Ely erklärt in seinem Buch über die Arbeitermeinten. Allein das macht sein Zeugniß nur um so un- landesverrätherischen Drohungen ausstößt. verdächtiger, und da er jedenfalls ein tüchtiger Menschen- verrujeniren, als nicht selber regieren denkt der biedere kommunistischen Genossenschaften auf einem weit höheren Lieber alles bewegung in Amerika ausdrücklich, daß die Mitglieder der tenner ist und viel unter die Menschen geht- bis zu Crispi gleich seinem deutschen Kollegen, dem„ treuen" Muster: Durchschnitts- Niveau der Sittlichkeit und cinem gewissen Punkt um so werthvoller. Vassallen. des geistigen, körperlichen und wirthschaftlichen Wohlseins sich befinden, als die Mitwird uns unterm 29. September geschrieben: In soziali Der internationale Kohlenstreik. Aus En gll and glieder der bürgerlichen Gesellschaft. Und der Verfasser des stischen Kreisen macht es nicht geringes Aufsehen, daß nach die angekündigte Lohnherabsetzung zurückgenommen, wodurch blicken. Weit entfernt ein kommunistisches Fiasko d. h. ein stischen Kreisen macht es nicht geringes Aufsehen, daß nach ist Günstiges zu melden. Ein Theil der Grubenbefizer hat Bandwurms läßt dies selber an verschiedenen Stellen durchden kürzlich zu Beauvais abgehaltenen großen Manövern der Präsident der Republik bei einem im Garten der dor- gegen 40 000 streifenden Arbeitern die Gruben wieder ge- Fiaska des Kommunismus zu sein, sind daher sogar diese tigen Präfektur zu Ehren der Offiziere veranstalteten Deöffnet sind, was für die Ausständigen den doppelten Vor- verunglückten utopistisch- kommunistischen Experimente ein jeuner sich zu einem Trinkspruch erhob, in welchem er von theil hat, daß der natürlich sehr zusammengeschmolzene Triumph der kommunistischen Idee. Militarismus und Sozialismus. Aus Paris den verderblichen Lehren" sprach, die dahin gehen, die Fonds entsprechend weniger belastet wird, und daß ihm Wenn die„ Kreuz- Zeitung" durchaus von einem Fiasko Nation zu entzweien, den durch die Revolution erloschenen außerdem die Beiträge der in Arbeit Getretenen zufließen. in Amerika reden will, so rathen wir ihr das Fiasto ihres Stlaffenhaß neu zu beleben und das Baterland bis auf den Die Grubenbesitzer, welche nachgegeben haben, find solche, Stöcker, das die amerikanische Presse erfüllt, nicht unter Namen auszustreichen." Fourniere erinnert Herr Carnot die nicht im Besize sehr großer Kapitalien sind und bei den Scheffel zu stellen oder gar durch stöckerische Reklamen in der" Petite République" daran, daß sein Vater, Berlängerung des Streiks ihre sicheren Ruin voraussehen. in das Gegentheil umzulügen. Es wäre wirklich ein Hippolyte Carnot, ein eifriger Schüler St. Simon's, diese Die" Großen", die von einer Verlängerung des Streits prächtiger Titel für das nächste Feuilleton des Junker„ verderblichen Lehren" verbreitete und daß ohne die Sozia- nur profitiren können, vorausgesezt, daß alle blatts:" Das stöckerische Fiasko in Amerika". listen, denen allein es zu verdanken ist, daß Jules Ferry Grubenbesitzer zusammenhalten, und deren Hauptprofit nicht zum Präsidenten der Republik ernannt wurde, gerade in dem Bankrott der kleinen" und Herr Carnot Mittleren" Ronkurrenten bestehen würde, Abgeord er ein obskurer Erklärung. neter geblieben, ja vielleicht bei den letzten sind über den Verrath" natürlich sehr erbost. Judeß, Infolge meiner längeren Abwesenheit von Hause und Wahlen gar nicht wiedergewählt worden wäre. Jaurès, bas nügt ihnen nichts, und die öffentliche Meinung wendet der dadurch verursachten Häufung meiner Arbeiten, kommt der mit dem Trinkspruch noch schärfer ins Gericht geht, hebt fich mehr und mehr gegen sie. Sogar der" Standard", mir erst heute die Nummer 35 des Sozialist" zu Gesicht, mit Bitterkeit hervor, daß es, wenn man bisher geglaubt, das Hauptorgan der Konservativen, der noch vor in welcher Herr Gustav Landauer in Form eines offenen die großen Manöver seien eine Art Lehrzeit für den Krieg wenigen Tagen rohrspaßenmäßig auf die verhetten" Ar- Briefes" die Aufforderung an mich richtet, eine Erklärung gegen den Feind, dies ein Frrthum sei: fie sind beiter und noch mehr auf die abscheulichen" Agitatoren" meiner Worte zu geben, die ich auf dem internationalen gegen die Sozialisten gerichtet. Wenn sie zu Ende sind, schimpfte ganz wie bei uns giebt jetzt den Gruben- Kongreß zu Bürich gegen ihn gebraucht haben soll und beglückwünscht man nicht mehr die Offiziere und Soldaten besitzern den guten Rath, einen Pflock zurückzustecken im deren Sinn angeblich lautete:„ er( Landauer) sei ein Polizeiblos wegen ihrer Tapferkeit, ihres Widerstandes gegen die Interesse des Publikums und der englischen Industrie". Agent". Müdigkeit, ihrer taktischen Geschicklichkeit, sondern auch und Die Kohlenpreise sind allerdings enorm gestiegen. Seit dem Ich komme diesem Verlangen des Herrn Gustav Landauer zwar hauptsächlich wegen ihrer antisozialistischen Gefühle. Beginn des Streits war der Kohlenpreis am vorigen sehr gern nach, konstatire aber zunächst, daß was Herr Aber wenn man so von Oben gegen die Sozialisten Pro- Freitag um 16 Shillinge die Tonne, d. h. um 80 und Landauer mich sagen läßt, ich nicht gefagt habe. paganda in der Armee macht, sind diese dann nicht be- mehr Prozent- fast das Doppelte gestiegen. Der Vorfall gelegentlich dessen der von Herrn Landauer rechtigt, daselbst für sich und in ihrer Art Propaganda zuuf das Wohl des Publikums und der Industrie pfeifen erwähnte Ausspruch gefallen sein soll, ist folgender: machen? Bei all den Streits stehen sich sozialistische Ar- ale hätten sie diesmal die Rechnung ohne den Wirth ge- Abend des 6. August, in welcher die Delegirten die Mandie Herren Grubenbesizer nun freilich, es sieht aber so aus, In der Versammlung der deutschen Delegation am beiter und Soldaten gegenüber. Es iſt, wie wenn manden man den Soldaten, die man nach Lens, Anzin macht. Müssen sie nachgeben, so ist dies der größte Sieg, datsprüfung vornahmen, beantragte die Mandatsprüfungsbabie Arbeiterfeit oder Carmeaux schickt, sagte: Seht Ihr diese Ar- den die Arbeiterklasse jemals auf dem gewerkschaftlichen kommission die Ungiltigkeit der Mandate der Herren beiter; sie haben für Sozialisten, Kollektivisten, für Bater- Gebiete erfochten hat. Landauer und Genossen, weil dieselben auf einem prinzipiell Landslose gestimmt: es sind keine Franzosen, es sind sind keine Franzosen, es sind der Auch aus Belgien lauten die Nachrichten günstig. abweichenden Standpunkt ständen, dessen Vertretung auf dem verkleidete Ausländer." Als Kommentar zu den in Beauvais Die Zahl der Ausständigen ist seit heute beträchtlich ge- Kongreß durch die Form der Einladung zu demselben ausgesprochenen Worten werden die sozialistischen Abgeordneten, stiegen, was die Position der englischen Grubenarbeiter ver- geschlossen sei. Nebenbei wurde auch die Form der ausdie Internationalisten als preußische Spione hingestellt und bessert. Dagegen scheint in Frankreich der Streik eher gestellten Mandate bemängelt. die Anwendung des Spionengesetzes auf sie verlangt. Und in der Abnahme begriffen zu sein. Herr G. Landauer nahm darauf zu einer längeren man flagt, ruft Jaurès, die Sozialisten an, Aufwiegler, Rede das Wort, in der er das Hauptgewicht seiner Beweishaßerfüllte Menschen zu sein!" William Culwick, einer der eifrigsten Vorkämpfer des führung gegen das richtete, was die Kommission selbst als Auf uns hat, wie alle hohen und allerhöchsten Trink. Sozialismus in England, ist Sonnabend vor acht Tagen nebensächlich bezeichnet hatte und behauptete unter anderen: sprüche, auch dieser nichts weniger als aufregend gewirkt. gestorben. Die" Justice" widmet ihm einen warmen Nach- Auf grund der Vereins- und Versammlungs- Gesetzgebung Denn abgesehen davon, daß es eben so wenig befremden ruf. Küfer seines Handwerks, hatte Culwick alle Leiden in Deutschland sei die Ausstellung eines Mandats von kann, wenn das gekrönte oder ungekrönte Oberhaupt eines und Kämpfe eines Proletariers durchzumachen. Und manch- seiten geschloffener Organisationen mit den Gesezen im Klassenstaates keine anderen Gedanken und Gefühle als die mal mußte er als" Tramp"(" Vagabund") das Land durch- Widerspruch. Wer daher ein solches Mandat befize, mache der herrschenden Klasse kennt, wie daß eine Distel nur ziehen. Eine Zeit lang war er Messerschleifer, kehrte aber sich einer Gesetzesverlegung schuldig und setze sich bald wieder zu seinem Berufe zurück. Von Begeisterung der Disteln trägt, fann es der sozialistischen Propaganda_in Gefahr einer schweren Strafe aus, weshalb Frankreich blos dienen, wenn sich das Staatsoberhaupt offen für die sozialistischen Idee erfüllt, machte er für sie uner- die Wahl der Delegirten durch öffentliche Versammlungen auf Seite der Gegner des Proletariats stellt. müdliche Propaganda durch Reden und Verbreiten von die einzig zulässige Form sei und nicht beanstandet werden Schriften. Dbgleich er ein vorzüglicher Arbeiter war, der dürfe. Vom italienischen Panama. Die Tribuna" kündigt von früh bis spät hart arbeitete, und von äußerster Sparinfolge des Tanlongostandals neue ernste Enthüllungen, famkeit und Mäßigkeit, kam er doch nicht dazu, sich etwas wie wir einem Telegramme des Berliner Tageblattes" ent- 3n ersparen" under ist im Armenhaus gestorben. Vor nehmen, über Politiker und Minister aller Parteien an. kämpfer des Proletariats, theilte er das Proletarierloos Der Standal ziehe immer weitere Kreise, so daß ein Mit- das Armenhaus und den Tod im Armenhaus. " uns Der Eifer und die Ausführlichkeit, mit welcher Herr Gustav Landauer, der Revolutionär par excellence, die Gefahren der Gesegesverletzung den Anwesenden ausmalte und auf die Strafen hinwies, die ihrer deshalb harrten, veranlaßten mich zu der kurzen Erwiderung: daß, ganz abgesehen von der Unrichtigkeit der Darlegung Landauer's Verfolger, daß wir es im Herzen mit Euch stets gehalten zogen worden; zeigt nun, daß Ihr folgsame und wohl über den Zustand der deutschen Vereins- und Berhaben, so manche Eurer tapfersten Männer sind aus geartete Kinder seid, die auch im strengen Angesicht, in der sammlungsgesetzgebung, es Sache jedes einzelnen Delegirten unserer Mitte. Borzüglich vertilgen sie uns deswegen, strafenden Miene den Vater nicht verkennen." sei, die Verantwortung für das ihm anvertraute weil unsere Thäler und Berge mit der Landschaft Bivarès Mandat zu tragen, Alle zeigten sich beruhigter, und die jüngeren Männer und daß es garnichts grenzen, und von unserer Gegend her Catinat und riefen: Gebt uns Waffen! Waffen, Roland!" angehe, ob bei Ausstellung desselben eine Gesetzesverlegung Cavalier etlichemal dort einzubringen versuchten. Freund! Die ich übrig habe," antwortete dieser, sollt ihr vorgekommen sei oder nicht. Mir mache es nur VerBruder! jetzt sind wir da, und gewiß werden noch mehr empfangen; wer keine erhalten kann, muß den ersten Kampf gnügen zu ſehen, mit welchem Giferber" Reporüftige Männer von anderen Gemeinden Euch zulaufen, abwarten und sie dem Feinde nehmen, denn so haben wir beamten für die Wahrung der Geseze lutionär Landauer im Tone eines Polizei benn das erträgt der Mensch nicht, was uns geboten wird. es von Anbeginn gehalten. Die Truppen müssen uns die seitens der Delegirten eintrete. Kommt, führt uns an, jagt uns in das dickste Gewühl, wo Gewehre her in unsere Berge bringen, und eine Flinte, Tausende stehen, ihren Kanonen dicht gegenüber, und mit die man selbst dem stärkeren Feinde noch unbewaffnet mich auf diese Aeußerung hin heftig angriff, habe ich dieselbe Als Herr Landauer später in öffentlicher Kongreßfizung Degen, Sicheln, Beilen, Knütteln wollen wir auf sie ein- abgerungen hat, ist gar ein anderes Geschütz als stürzen, ja, ohne Waffen, mit diesen Händen, mit den ein getauftes. fui! wer wollte Geld für Eisen und dem Sinne nach wiederholt und namentlich auch das Wort Zähnen wollen wir sie zerreißen! Ist doch im Tod, im Büchsen hingeben, so lange der Marschall sich noch" Polizeibeamter" und nicht" Polizei- Agent" gebraucht. Untergang jetzt Leben und Lust; wenn sie nur fühlen, wie immer so freundlich die Mühe giebt, seine Leute in Size Unterschied zwischen dem was ich gesagt habe und dem was Für jeden, der ein wenig denken kann, liegt der wir sie hassen und verabscheuen, wenn nur einer und wieder und Regen herauszuschicken, damit sie für uns zu unserer Herr Landauer mich sagen läßt, auf der Hand. einer und ein dritter im schmerzhaften Tode zuckend uns im Bequemlichkeit die Waffen beschwerlich genug herschleppen, brechenden Blicke noch erkennt und erfährt, daß es ihm um vor denen er sich mit seinem Intendanten und seinem Stabe Herr Landauer läßt mich eine schwere Beschuldigung diese Missethat geschieht." nachher selber fürchten muß. So denkt ein echter Kamisard. aussprechen, die ich nicht aussprechen konnte, weil sie in der Alle Männer rückten zusammen, schwangen ihre Waffen Auch Röcke werden sie Euch liefern, Schuhe und Stiefeln; That eine unwahrheit und darum eine schwere Beleidigung und knirschten mit den Zähnen. Ein kurzes Geschrei der nur Höflichkeit müßt Ihr lernen, Landsleute, und ihnen des Herrn Landauer gewesen wäre; in Wirklichkeit enthielten Wuth brach plöglich von allen Lippen. Beruhigt Euch, beim Austleiden etwas behilflich sein. Mit hundert meine Worte eine Verspottung des Raditalismeine Freunde," sagte Roland, so gut ihr vermögt; Du, solchen Kammerdienern war noch Cavalier vor kurzem mus des Herrn Landauer, einen Spott, den aber Bertrand, haft mir durch Deine schreckliche Erzählung die hier, die sich alle herrlich herausgeputzt und den Tuch- Herr Landauer und seine Freunde infolge ihrer nervösen Seele mit Summer gefüllt, denn Euer Elend trifft uns händlern und Schneidern keinen Groschen gegönnt hatten. Ueberreiztheit nicht merkten und in eine Beschimpfung umzugleich, und Euer Verlust läßt sich auf teine Weise er- Bertrand, dem, auf seine Flinte gestützt, noch die dichteten. setzen. Lagert Euch hier und erquickt Euch, so gut ich es Thränen von den Wangen und über das Gewehr herunter- Ich weiß nicht, ob Herr Gustav Landauer mit dieser Euch bieten kann; dann folgt meinem Rath und laßt die liefen, mußte laut lachen, und die jüngern Burschen stimmten meiner Erklärung zufrieden ist, ich will ihm aber kurz und Greise, Weiber und Kinder sich wieder zurückschleichen, denn auch ein." Ja," rief der junge François, wir wollen sie bündig sagen, was ich über ihn dente: hier ist weder Obdach noch Hilfe für sie. Gott wird fügen, schälen wie die rothen und gelben Nepfel, setzt uns nur bald Ich halte ihn für keinen Polizei- Agenten, aber ich halte daß alles sich wieder zum Besseren lenkt, daß die An- ein Gericht davon auf." ihn für einen unklaren Fanatiker, der Woche für Woche gehörigen sich wieder finden, daß Eure Hütten aus dem" Klopft sie," antwortete Roland, wacker aus den durch seine Elaborate im„ Sozialist", die ich mit AufmertSchutte wieder auferstehen. Nur verzweifelt nicht, tragt Uniformen, die Zeit des Nüsseschüttelns ist ohnedies nahe." samkeit lese, beweist, daß er weder das Wesen des modernen Euer Elend mit Schmerz und Klage, aber nicht in Ver-" Ich will sie rütteln," rief François aus, daß sie tlap- Sozialismus verstanden hat, noch die Geschichte und die zweiflung, denn diese leugnet Gott, widersetzt sich ihm, ja, pernd mir vor die Füße fallen und jeder sich für taub und Entwickelung der Partei kennt, die er allwöchentlich angreift verhöhnt seine unerforschlichen Rathschläge, und wurmstichig ausgeben soll, damit ich nicht nach seinem Kerne und schlimmer als die grimmigften Gegner der Arbeiter möchte ihn selbst in ihrem höllischen Beginnen fuche."- Die Mutter stand vom Boden auf und umarmte klasse fortgesezt beschimpft. vernichten. Ergebt Euch nicht diesem Gefühl, das den jungen Sohn, der nur eben die Knabenjahre verlassen Berlin, den 29. September 1893. des Menschen unwürdig ist. Sind wir ja doch hatte. alle von der Hand des Herrn schon längst zum Elend er! ( Fortsetzung folgt.) 2:00 mo A. Bebel. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 3. Oktober. Opernhaus. 1. Sinfonie- Abend. Schauspielhaus. Zopf und Schwert. Drutsches Theater. Der Biberpelz. Berliner Theater. Der Freund des Fürsten. Leffing- Theater. Erlaubte Sünden. Wallner Theater.' 3 Liserl vom Schliersee. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Madame Agnes. Neues Theater. Jugend. Adolph Eruft- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Borher: Die Balletschule. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. H Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Juustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassageHerzlichen Dank allen denjenigen, welche unseren unvergeßlichen, guten Sohn, Bruder und Kousin, den MaurerSozialdemokratischer Wahlverein polier Paul Hoffmann das leste Geleit für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. gegeben haben. Dienstag, den 3. Oktober, Abends 8 Uhr, in den Germania- Sälen, Chauffeestraße. 23436 Die trauernden Hinterbliebenen. Achtung! Achtung! Lackirer! General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Rassenbericht. Bericht der Revisoren. Die Oktober Versammlung findet 3. Wahl des Vorstandes. Wahl der Abtheilungsführer. 4. Der Parteitag in nicht heute, sondern ausnahms- Köln. 5. Vereinsangelegenheiten( Abrechnung von der Lassalle Feier). weise am 10. Oktober bei NB. Den Genossen zur Nachricht, daß die veränderten Statuten vom Der Vorstand. 4. Fragekasten. Panopticum. Schöning, Stallschreiberstr. 29, 1. Oktober ab in Straft treten. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pajj.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Sensationell! eu! Spreeniven! Anfang: Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße. National- Theater. Viel Neues, Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzktunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musit von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 7/2 Uhr. darunter der Schußfanal der Kugeln des statt. 214/8 Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung Don nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Perfonen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GefangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Etablissement Buggenhagen. Morih Play. Moriz Platz. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Mitgliedsbuch legitimirt. 241/4 Verein der Blätterinnen und verw. Berufsgenossen Berlins. Dienstag, den 3. Oktober 1893, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75: Grosse Versammlung. : Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm. 2. Distussion. 3. Vierteljahresbericht. 4. Wahl von 3 Revisoren. 5. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch der Versammlung wird gebeten. Säfte haben Zutritt, auch werden neue Mitglieder aufgenommen. 256/14 Mit Gruß: Der Vorstand. Nach der Bersammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. B Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 3. Oktober cr., Abends 81/2 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstraße 16: OS Versammlung. Tagesordnung: Geschäftliches; Besprechung der Anregung des Kollegen Blafig über eine bessere Regelung der Stellenvermittelung; Verschiedenes. Bahlreiches, pünktliches Erscheinen erwünscht. Dienstag, den 10. Oktober: General- Versammlung. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein 647/8 deutigen Mitts, fünf Körper Konzert in den unteren Reftaurations- des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. G Entree 50 Pfg. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Bersammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Elysium, Landsberger Allee 40-41. Im Oktober und November sind zwei Sonnabende freigeworden, dieselben sind an Vereine 2c. zu Festlichkeiten zu vergeben. 22476* Großes schönes Vereinszimmer General- Versammlung Mittwoch, den 4. Oktober, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Vortrag des Frl. Baader über die kulturelle Bedeutung des Mohame danismus. 4. Diskussion. 5. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Frauen als Gäste willkommen. Die Mitglieder sämmtlicher Filialen sind eingeladen. Männer und 412/3 Der Vorstand. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Heute, Dienstag, den 3. Oktober, Abends 9 Uhr: Täglich von 5 Uhr ab: zu vergeben in Schöneberg, Kaiser Erste Wanderversammlung für den Norden Grosses Frei- Concert. Friedrichstr. 2. Soiréen der Leipziger Sänger vom. Krystall- Palast. Morgen: Lehmann auf der Welt- Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Bf., ausstellung in Chicago. Borher: Die refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. juten Flinten. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Sonntag, den 8. Oktober 1893: Bolfsvorstellungs Matinee: Anfang 12 Uhr Mittags. Der Glöckner von Notre- Dame. Wallner- Theater. Schlierseer Bauern- Theater. ' s Liserl vom Schliersee Zum 4. Male: In Vorbereitung: Der Schlagring. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Heute: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mujit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Les deux Crenlets. Unübertr. VerwandInngs- Instrumentalisten. Säle 49632 Sophastoff- Reste bri Hensel, Invalidenstraße, Ecke Brunnenstraße. Tages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag: Bericht über den internationalen Arbeiterkongreß in Zürich. Referent: Genosse O. Naether. Diskussion. in Rips, Damatt, Crêpe, Fantasie, B. Aufnahme neuer Mitglieder und Vorschlagen eines Mitgliedes zum VorGobelin, Plüsch und bunten stande für den Bezirk Norden. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest. Der Vorstand. Mocquets spottbillig! Proben franko! für Festlichkeiten u. Versammlungen. Emil Lefèvre, oina Programm unentgeltlich. Carl Koch. Böhmisches Brauhaus, Dienstag, den 3. Oktober er.: Landsberger Allee. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Berlin S., Oranienstraße 158. !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt Gäste gerne gesehen. E 171/11 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Große Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 4. Oktober, Abends 81/2 Uhr: Versammlung für den Norden im Lokale von Nagel, djwedterstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Die Segnungen der modernen Kultur." 2. Diskussion. 3. Wie haben sich die Kollegen bei ausbrechenden Differenzen zu verhalten?(§ 4 des Statuts.) 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes, Aufnahme neuer Mitglieder. Heinr. Franck, handlung zahlreich zu erscheinen. RohtabakBrunnenstr. 185. Entree Schiffsbillets 50 Pfg. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Platate.) Donnerstag, den 5. Oftober: Soiree in Sanssouci. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 2 Säle zu Festlichkeiten und Ver sammlungen empfiehlt August Tiedemann, 4784L Oekonom, für Reisende von allen Hafenplähen im Reisebureau von 46999* Theodor Reiner& Co., Platz vor dem Neuen Thor 3( Laden), Ecke Invalidenstraße. Als anerkannt reelle und thatsächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Fig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Der wichtigen Tagesordnung wegen ersuchen wir die Kollegen, recht 230/13 Der Vorstand, Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 4. Oktober, Abends 8 Uhr: Branchenversammlung der Mechaniker im Restaurant Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters a. D. Kehler. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Fachkommissions- Mitgliedes. 4. Wahl eines Beifizers zum Vorstande. 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 230/14 Nichtmitglieder als Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 8. Oktober findet für die 1. Abtheilung " " 15. " " 22. 29. " " " " 2. 3. " W " 4. " " 37 Admiral- Straße 37 eine Borstellung im National- Theater" statt. Bur Aufführung gelangt: Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 3528 L Uriel Akosta, Trauerfpiel in 5 Aften von Karl Gugkom. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Herren Richard Raufmann, In Vorbereitung: Die Weber von Gerhart Hauptmann. G. Brochnow's Robert Meyer, hobe- beling und Dir. Samſt und Fr. Samſt. Festsäle 39. Sebastianstraße 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag Hugo Schulz als rompeter von und Sonnabend großer Ball. Em Bitschewin", hoch- pfehle meine Säle zu allen Feftlichtomisches Intermezzo. keiten u. Versammlungen. 46752 ,, Der kleinste Husaren- Lieutenant". Neuester Original- Vortrag von Josefine Delcliseur. Eugen Zocher, Sächs. Drig.- Humorist. Alfred Bender mit neuen Kouplets eigener Dichtung. Louisenstadt. Klubhaus, Annenstraße 16. Saal zu Versammlungen und VerGrosser Erfolg! gnügen sowie Vereinszimmer empfiehlt L. Ehrenberg. Berliner in Chicago. 48402* Elfriede Eckmudt, hochint. Ronzertjäng. Altes Schüßenhaus, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genoffen, genau auf meine Adresse zu Am Dienstag, den 10. Oktober 1893, Abends 8½ Uhr, in den achten. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Anf. Wchtg. 7½ Ühr. Sonntag 7 Uhr. Linienſtraße 5, empfiehlt feine Feijale Oranienburgerstr.2. Vereinszimmer, 12-15 Personen,( 560 Personen faffend) zu allen Gelegen zu vergeben, Holzmarktstr. 59.[ 2348b heiten. 2065b Konkordin- Fettsälen, Andreasstraße 64: Ordentliche Generalversammlung. Zages Ordnung: 1. Rechenschafts- und Kaffenbericht. 2. Anträge Laasch: 1. Es wird beantragt, außer dem Kassirer ein zweites Vorstandsmitglied zu besolden. 2. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 8. Besprechung über das Thema: Sind prinzipielle Bedenken gegen die Gründung einer 3. Abtheilung vorhanden?" 4. Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung werden die Mitglieder gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. 1396/6 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 232. Parteinachrichten. Polizeilich geschloffen ist der sozialdemokratische Frauen: und Mädchen- Bildungsverein in Köln, weil er in seinen Versammlungen fortgesetzt politische Gegenstände erörtert haben soll. Der Staat läßt die Arbeiterin unter weit ungünstigeren Bedingungen als den männlichen Proletarier Mehrwerth schaffen, auch wacht er mit Argusaugen darauf, daß sie allen ihren öffentlichen Pflichten pünktlich nachkommt, aber politische Rechte gewährt er ihr keine. Dafür nennt er sich aber auch der Staat der Sozialreform im Gegensatz zu wilden Ländern, die der Frau wenigstens das Vereinigungsrecht in ebenso unbeschränktem Maße gewähren, wie ihren männlichen Bürgern. W Dienstag, den 3. Oktober 1893. 10. Jahrg. Die dort ob= nur die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung zusteht, nicht der Magistrat in seiner Vorlage vom 27. Mai cr. felbst auführe, aber die Erlaubnißertheilung oder die Veränderung des Charakters stelle sich der Werth eines Quadratmeters einschließlich der Gefremden, daß die Bescheinigung über die Versammlung auf Ab- findliches Grundstück nach der Tage der Sachverständigen auf der beabsichtigten Versammlung, so mußte es noch mehr be- bäude für ein am Schlußplatz belegenes, in der Enteignung behaltung derselben für Abends 8 Uhr lautete. etwa 1500 M. Dies ergebe für die Quadratruthe ca. 21000 m. worden und der behördliche Wille an dessen Stelle gesetzt worden. stücke als Durchschnittsbetrag an, wozu man nach Lage der Hier war also der Wille der Einberufer direkt umgangen Nehme man diese Summe für alle in Frage kommenden GrundWarum, das ist bisher Geheimniß der Behörde geblieben. Verhältnisse gewiß berechtigt sei, so habe man einen under Wille der Personen, soweit die gesetzlichen Einrichtungen den und man gelange zu der Ueberzeugung, daß für die Durch Die betreffenden Einberufer, in dem Frrthum befangen, daß gefähren Maßstab für Berechnung der aufzuwendenden Summe felben beistehen und die gesetzlichen Formalitäten erfüllt sind, sich führung des Projektes ein bei auch zur Geltung bringen dürfe, fehrten sich an die Abänderung aufgewendet werden müsse, wie der Magistrat berechnet habe. weitem höherer Betrag des Versammlungscharakters und der Zeit nicht und hielten die Hierzu komme ferner, daß der Vorschlag des Magistrats, auf Voltsversammlung Nachmittags halb 3 Uhr ab, in welcher Ge- dem Grundstück der alten Post Kolonnaden anzulegen, im AusAus der elsa- lothringischen Parteibewegung. Vom noffe Rohleder sprach und Hummel den Vorsitz führte. schusse auf starten Widerstand gestoßen sei und Aussicht auf Arbeiter Wahlverein Mülhausen wurden folgende Genossen in Allein niemand wandelt ungestraft unter Polizeigesetzen. Annahme des Vorschlages nicht vorliege. Werde die Südseite den Landesvorstand gewählt: Jérôme Doppler, Jean- Baptiste Ausübung dieses ihres guten Rechtes angeklagt, gemeinschaftlich von Laubengängen fort, so würde das erst neu errichtete GeDie Genossen Rohleder und Hummel wurden wegen der der Königsstraße verbreitert und falle die Idee der Anlegung Blink, Oskar Wilde, Alfred Hoffmann und Heinrich Maag. eine Voltsversammlung einberufen zu haben, ohne dieselbe vorher bäude der alten Post abgebrochen bezw. einem Umbau unterDie Genossen Bueb und Martin hatten im Voraus auf jede gemäß der§§ 2, 33 des Vereins und Versammlungsgesetzes an- zogen werden müssen, da nach dem Urtheile sachverständiger MitWiederwahl verzichtet: ersterer weil er als Reichstags- Ab- zuzeigen. Das heißt, die willkürlich vorgenommenen behördlichen glieder des Ausschusses eine Erhaltung und Ausnutzung des geordneter oft längere Zeit von Elsaß- Lothringen abwesend sein Wenderungen bezüglich des Charakters und der Zeit der Volts- Bordergebäudes nach dem Grundrisse vollständig ausgeschlossen muß, letzterer weil er infolge seiner nun vom Reichsgericht be- versammlung wurden zu ihrem Vergehen. stätigten Verurtheilung nächstens 8 Monate im Gefängniß zu geklagten wurden vom Amtsgericht zu Elsterberg 3war wegen Ungemessene steigern. Unter diesen Umständen müsse von Die beiden An- sei. Auch hierdurch würden sich die Kosten des Projektes ins zubringen hat und überdies durch seine Thätigkeit als Redakteur dieses Deliktes freigesprochen, da das Gericht annahm,„ daß die einer Beseitigung der Häuser am Schloßplatz und Verbreiterung zu sehr in Anspruch genommen ist. Sofort nach der Sigung kon- Anklage, wie die Polizeibehörde bei Ertheilung der Bescheinigung der Königsstraße auf der Südseite gänzlich abgesehen werden. stituirte sich der Landesvorstand in der Weise, daß Genosse Alfred über die Anmeldung offenbar von der Ansicht ausgegangen feien, Wolle man im Interesse des Hoffmann, Schuhwaarenhändler, Manegegasse 27, zum Vor- daß die von den beiden Genossen angemeldete Versammlung mit möge man Verkehrs etwas thun, so sigenden, Genosse Jérôme Doppler, Schriftfezer, Lagerplaggaffe 1, Rücksicht auf die gewählte Tagesordnung keine Bolksversammlung Königsstraße in Erwägung ziehen und einen dahingehenden Beschluß die Verbreiterung der nördlichen Seite der zum Schriftführer und Genosse Oskar Wilde, Expedient, Schul- im Sinne von§§ 1 und 2 des letztgenannten Gesetzes, sondern fassen. Hier lasse sich mit übersehbaren und erschwingbaren gasse 2, zum Kassirer ernannt wurden. Damit ist der Landes- eine Wahlversammlung im Sinne von§ 17 des Wahlgesetzes für Kosten eine eingreifende und für nothwendig zu erachtende Ver vorstand der sozialdemokratischen Partei Elsaß- Lothringens bis den Reichstag gewesen sei; ein genereller Unterschied zwischen fehrsverbesserung schaffen. Die Südseite der Königsstraße bilde zur nächsten Jahresversammlung im Spätjahre 1894 endgiltig beiden Arten von Versammlungen aber überhaupt nicht bestehe, schon gegenwärtig eine ziemlich gerade Linie, die Bürgersteige gebildet. Zum Kontrolleur wurde Genosse G. Schleifdeller, vielmehr die erste Art der weitere und die lettere Art der engere feien breit und ausreichend, die Nordseite dagegen stelle eine Wolfstraße 5, wiedergewählt. In der gleichen Sitzung des Wahl- Begriff sei, insofern nach§ 1 der Ausführungsverordnung zum unregelmäßige und gebrochene Linie dar, deren Bürgersteige vereins wurde hinsichtlich der Beschichung des Parteitages in Vereinsgesetze, zu der das Kriterium der Boltsversammlung im auf der Strecke zwischen Burg- und Heiligegeistraße außer= Köln Beschluß dahin gefaßt, daß Genosse Jérôme Doppler, der Sinne von§ 2 des Versammlungsgesetzes bildenden öffentlichen ordentlich schmal und gänzlich unzureichend seien. eben gewählte Schriftführer des Landesvorstandes, die Mülhauser Angelegenheiten unter anderen namentlich diejenigen gehören, waltenden Verhältnisse könnten auf die Dauer nicht erhalten Genossen dortselbst vertritt. welche Einrichtungen des Staates betreffen und die Reichstags- bleiben, sondern müßten beseitigt werden und es unterliege gar Sechzehn Volksversammlungen haben am Freitag wußte dies die Behörde noch nicht und mußte dies erst von Magistratsvorlage die Nordseite über kurz oder lang einer Rewahl eine Einrichtung der letztgenannten Art sei"; allein feinem Zweifel, daß auch für den Fall der Annahme der Abend in Hamburg zu dem Zweck stattgefunden, die unum einem ordentlichen Gerichte ausdrücklich ausgesprochen werden? gulirung unterzogen werden müsse. Trotz alledem wird mit schränkten Gebieter in dieser Republik für eine Verfassungsänderung im volksthümlichen Sinne geneigt zu machen. Die Hochdruck seitens der Wadelstrumpfpartei für Annahme der VorVersammlungen, die sich sämmtlich eines äußerst zahlreichen BePolizeiliches, Gerichtliches ze. lage gewühlt. An diesem Donnerstag wird der Oberbürgerfuchs zu erfreuen hatten, nahmen am Schluß der mit großem Redakteur der„ Bergischen Arbeiterstimme" in Solingen, bringen. Ob es ihm gelingen wird? Im November finden Wegen Beleidigang eines Färbereibesizers wurde der meister Belle nochmals versuchen, die da tippeln zum Fallen zu Beifall aufgenommenen Vorträge eine Resolution folgenden Albert Wiede, zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Inhalts an: die Ergänzungswahlen für mehr als 1/3 der Stadtverordneten statt. Am Sonnabend fand in Güstrow die Haupt" In Erwägung, daß die bisherige Gestaltung des Ham- verhandlung in der bereits von uns erwähnten Beleidigungs- Wie sehr die Geschäfte der Invaliditäts- und Altersburgischen Staatswesens sich als schädlich für die Interessen der flage des Grafen v. Schlieffen wegen eines in der letzten Wahl- Versicherungsanstalt Berlin anwachsen, geht aus der MagistratsGesammtbevölkerung erwiesen hat, weil die in Gesetzgebung und bewegung im 6. mecklenburg. Wahlkreise von sozialdemokratischer vorlage, betr. die Schaffung der Stellen zweier Gemeindebeamten Verwaltung allein einflußreiche Minderheit weder den Willen, Seite verbreiteten Fingblattes statt, das u. a. folgenden Baffus für den Vorstand dieser Anstalt hervor. Während die Zahl des noch die Fähigkeit gezeigt hat, auch nur den schlimmsten, das enthielt:„ Graf Schlieffen war von jeher einer derjenigen, befoldeten Personals im Jahre 1891 nur 28 betrug, ist diefelbe Volk schwer bedrückenden Mißständen zu steuern; welcher für Mehrbelastung des Volkes stimmte und als mecklen zur Zeit schon auf 50, ausschließlich 16 befoldeter Vereinsärzte in weiterer Erwägung, daß die politische Rechtlosigkeit der burgischer Junker die Knutung und Unterdrückung des Arbeiters gestiegen. Die Zahl der Eingänge betrug im Jahre 1891 12304, großen Masse allen nicht in Klaffenvorurtheilen befangenen und Handwerkers anstrebte." Rechtsanschauungen widerspricht und mit einem modernen Staats- Staatsanwalt eine Beleidigung des Grafen Schlieffen und stellte Dreifache anwachsen. Die Zahl der Ausgänge betrug im Jahre In diesen Worten fand der sie wird in diesem Jahre auf ca. 33 000, also beinahe auf das wesen unverträglich ist, daß das höchste Recht des Menschen, sein Strafantrag gegen den Verleger des Flugblattes, Gen. Busch, 1891 12 086, eine Zahl, welche bis jetzt schon in diesem Jahre Selbstbestimmungsrecht, dadurch in schmählichster Weise unter- und die Drucker Bever u. Lange in Güstrow. Dem Antrage des um 600 überholt ist. Die Zahl der Rentenempfänger betrug im drückt und die Masse einer die Gesammtheit schwer schädigen- Staatsanwalts gemäß wurde Busch in eine Haftstrafe von einer Jahre 1891: 1363 und beträgt zur Beit 2799. Endlich ist das den Bevormundung seitens der besitzenden Minderheit unter: Woche verurtheilt, die Drucker jedoch freigesprochen, da nicht Vermögen der Anstalt von 4 800 000 Mark auf gegen= stellt wird, fordern die am 29. September in nachgewiesen wurde, daß sie den beleidigenden Inhalt des Flug wärtig 13 100 000 art gestiegen. In der allernächsten versammelten bluttes gekannt haben. Die Empfindlichkeit des Grafen Zukunft ist noch eine weitere, sehr erhebliche Steigerung Einwohner Hamburgs die demokratische Neugestaltung des Schlieffen, die sich hier kennzeichnet, so schreibt die Meckl. der Geschäftslast zu erwarten und zwar durch die vom Reichsganzen Staatswesens auf Grundlage des allgemeinen, gleichen, Bolts- 3tg." zu dieser Verurtheilung, trat schon bei einer früheren versicherungsamt geforderte umfangreiche Statistit, ferner durch direkten und geheimen Wahlrechts für alle Staatsangehörigen. Affäre recht drastisch zu Tage. Dagegen haben wir während der die Organisirung der Krankenfürsorge zwecks Verhütung von Indie das 20. Lebensjahr vollendet haben." Ob die Forderungen der Hamburger Sozialdemokraten letzten Wahlbewegung konservative Wahlaufrufe gelesen, in denen validifirungen auf grund des§ 12 des Gesetzes vom 22. Juni neben packenden Ausfällen gegen die Sozialdemokraten der Name 1889. Gehör finden werden? Daran wird nicht zu denken sein. des Grafen Schlieffen vertreten war. Ja, Bauer, das ist etwas Ein Wunder wäre es, wenn die Privilegirten sich auch nur zu ganz anderes. Die Bahulinie Berlin- Welten ist am Sonntag dem einer Scheinkonzession verstünden. In gegenwärtiger Zeit, wo Wegen verschiedener Beamtenbeleidigungen wurde der öffentlichen Verkehr übergeben worden. Die ersten beiden Züge überall in den Kreisen, die das Heft in Händen haben, es als Redakteur der Sächs. Arbeiter- Zeitung", Genosse Wetter, verließen um 6 Uhr 5 Min. früh resp. 7 Uhr 50 Min. Vorfirenge Parole gilt, sich mit Händen und Füßen gegen jede wirt- vom Landgericht Dresden zu 3 Monat Gefängniß ver- mittags den Nordbahnhof in der Bernauerstraße. Diese beiden lich volksthümliche politische oder soziale Reform zu wehren, urtheilt. Vorortszüge beförderten insgesammt 42 Personen nach Tegel; weil eben die Vortheile dieser Reform nothwendig der Sozialder erste Fernzug von Velten die Strecke von Tegel nach demokratie zu gute temmen müssen, in dieser Zeit ist am allerVelten gehört bereits dem Fernverkehr an traf um 8 Uhr wenigsten in Hamburg daran zu denken, daß das Patriziat, das 20 Minuten früh mit 5 Minuten Verspätung auf dem Nordbahn= in der vorjährigen Cholera- Epidemie so verblüffende Proben hof hierselbst ein und hatte im Ganzen 92 Passagiere befördert. seiner Fähigkeiten abgelegt hat, das warnende Menetefel Der erste von Berlin nach Velten abgelassene Zug, der um beachten und die Sozialdemokratie in den Geschäften der 9 Uhr 15 Minuten von hier abging, war dagegen stark Republit" mitthaten lassen wird. Zur Kennzeichnung des Geistes, der Hamburgs Regierung und Volksvertretung erfüllt, Die Gewerkschaften und Vereine werden ersucht, am besezt. Auf der neuen Bahnlinie reicht der Vorortsverkehr nur fei daran erinnert, daß diese Körperschaften ihre Zustimmung zur 6. Oktober keine Versammlung abzuhalten, weil an diesem Tage Pantow, Schönholz, Reinickendorf, Dalldorf, auf welchen beider Strafverfolgung des sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten die Delegirtenwahlen zum Kölner Parteitag stattfinden. legteren Stationen eigene Bahnhöfe der neuen Strecke erMegger gaben, der vom Staatsanwalt bezichtigt war, in einer Die Vertrauenspersonen. baut sind, und Tegel. Weitere Stationen, Schulzendorf- Heiligensee, Voltsversammlung, die sich mit der Verfassungsfrage beschäftigte, Henningsdorf und Velten, gehören dem Fernverkehr an, wiewohl sie, Senat und Bürgerschaft beleidigt zu haben. Hamburger Zur Schloßplatzfrage. Freiheit, die ich meine, die das die ganze Tour Berlin- Welten nur 25 Kilometer lang ist. Der Richter haben denn auch, wie bekannt, den Abgeordneten Metzger Schloß begehrt, tomm mit deinem Scheine, holdes Engelsbild! Fahrpreis Berlin Velten ist jetzt noch ein unverhältnißzu nicht weniger als fünf Monat Gefängniß verurtheilt. Und sie tam, spielte Lotterie, legte die Häufer an der Schloß mäßig hoher; während ein einfaches Billet dritter Klasse auf Ist die Schaffung einer wirklichen Volksvertretung freiheit nieder und dachte mit Herrn Kunze, der fie rief, darüber der 12 Kilometer langen Strecke Berlin- Tegel nur 20 Pf. bein Hamburg vorläufig mithin ausgeschlossen, so hat die nach, wie ein Ententeich- Projekt und ein Schloßterrassen- Bau trägt, tostet daffelbe für Berlin- Belten, also für weitere 13 Rilovon den Parteigenossen unermüdlich betriebene Agitation auf Kosten der Steuerzahler angelegt werden könne, um das meter 1 Mart 20 Pf. bei 11/ 4stündiger, sehr langsamer Fahrt. dennoch einen großen Werth in der Aufrüttelung der sonst Schloß noch freier zu legen. Aber da ward es nichts. Auf Um- Das wäre ein Tarifkuriosum mehr. Infolge dessen wird der indifferenten Massen, denen gerade an solchen Fragen die Un- wegen erreicht man auch sein Ziel, meinte ein ganz Kluger der Omnibus Berlin- Welten" nicht eingehen, umfomehr, als hier die gerechtigkeit unserer heutigen gesellschaftlichen Zustände am Lotteriekollekteur- Fraktion Namstau- Spinola- Biermeyer und Fahrt nur eine Mart kostet. An Vorortszügen bis Tegel verpackendsten veranschaulicht werden kann. Und dieser Revolutio- es erschien eine Vorlage im April 1898. Die bat, die Südseiten- fehren täglich nach jeder Richtug neun Züge, nach Velten werden uirung ist ja überhaupt vorläufig der größte Theil unserer agi- Häuser des Schloßplazes und einige der Königsstraße abzureißen, vorläufig nur drei Fernzüge abgelassen. tatorischen Thätigkeit gewidmet. aber von dem im Interesse der Spree- Regulirung nothwendigen Niederreißung einiger nordfeits belegenen Königsstraßen Häuser Wer Audern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Die Gewerbegerichtswahl in Glauchau hat wie sich abzusehen. Die Vorlage verschwieg flüglich, wie viele Minionen Bekanntlich ist auf Betreiben der Unternehmer in§ 124b der das auch gehört einen Sieg der Sozialdemokratie ergeben. mehr dies Projekt kosten würde, das allerdings dem Schloß noch Gewerbe- Ordnung die rigorose Bestimmung gegen Arbeiter aufIn einem Eingesandt im„ Glauchauer Tageblatt" war schon der freiere Aussicht verschaffen würde. Frenzel, Gerth, Biermeyer genommen, daß der Unternehmer, ohne an den Nachweis Furcht der Gegner vor einem Sieg Ausdruck gegeben. Das hat sprachen sich trotzdem beredt für Annahme der Vorlage aus. eines Schadens gebunden zu sein, von Gehilfen, sich nun richtig eingestellt das Gewerbegericht ist roth". Die Die Sozialdemokraten empfiehlen pure Ablehnung. Beschlossen die rechtswidrig die Arbeit verlassen, als Schadensersah eine fozialdemokratische Liste der Arbeitgeber siegte mit 124 über wurde dann, den Magistrat zu ersuchen, einen ungefähren Kosten- Woche Lohn verlangen kann. Es gelang dann, in das Geset 89 Stimmen der Gegner, des Gewerbevereins. Eine Arbeit anschlag zu machen. Der kam die Augen gingen einem über: wenigstens die Bestimmung auch aufzunehmen, daß dasselbe Recht nehmerliste aufzustellen, hatten die Gegner von vornherein für 4-7 Millionen würden danach aus der Tasche der Steuerzahler auch dem Arbeiter gegen den Arbeitgeber zustehen soll, der vor verlorne Liebesmüh gehalte und so siegten auch hier unsere Ge- au gunsten jener freien Aussicht fortzuwerfen sein. Der von dem rechtmäßiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses den Arbeiter nossen mit 408 Stimmen. Nach der Meinung des Tageblatt" Plenum der Stadtverordneten- Bersammlung eingesetzte Ausschuß tam entläßt. Diese zivilrechtliche Strafe" wegen Vertragsbruch wird find nun die Tage Glauchaus gezählt. denn auch zu dem Antrage, der Versammlung nunmehr die Ablehnung vor dem Gewerbegericht jetzt gegen die Reichsdruckerei der Vorlage zu empfehlen. Dem amtlichen Protokoll entnehmen mit Recht geltend gemacht. Diese hatte einen Schriftgießer am Tokales. " " Wie das Versammlungsrecht in Sachsen gehandhabt wir Folgendes:" In der Diskussion sprachen sich die meisten 29. September zum 2. Oftober eingestellt, ihm aber am 1. Oktober wird, davon giebt eine Schöffengerichtsverhandlung in Elster- Redner dahin aus, daß es in der heutigen schweren, geschäfts- fchriftlich mitgetheilt: Die Beschäftung in der Reichsdruckerei, berg, in welcher die Genossen Franz Rohleder und Hermann lofen Zeit durchaus unzulässig sei, einem Projekte zuzustimmen, welche der Verabredung gemäß am 2. Oktober beginnen Hummel in Ruppertsgrün cls Angeklagte erschienen, wiederum welches von der Kommune außerordentlich hohe finanzielle Opfer sollte, kann Ihnen nicht übertragen werden." Wir werden unsern Kunde. Genannte Genossen meldeten für den 22. Mai d. I. verlange und in der Hauptsache nur Verschönerungszwecken Lesern über den Ausfall dieser Klage wegen Vertragsbruchs der ( 2. Pfingstfeiertag) Nachmittags halb drei Uhr in Ruppertsgrün dienen solle. Die Verhandlungen mit den betheiligten Grund- Reichsdruckerei Mittheilung machen. Zur Cholera in Berlin. Nach den aus den städtischen beim Gemeindevorstand Keilig eine Bolts versammlung schrift- besitzern und die dabei geforderten Preise ließen erkennen, daß die lich an, in der über die bevorstehende Reichstagswahl gesprochen Durchführung des Projektes mit den vom Magistrat berechneten Krankenhäusern bis 11 Uhr Vormittags im Rathhause eingegan. werden sollte. Gleichzeitig war um Genehmigung einer Zeller- Summen nicht bewerkstelligt werden könne, daß hierfür vielfammlung gebeten worden. mehr ein erheblich höherer Betrag ausgegeben werden müßte. genen Meldungen ist Berlin auch heute frei von cholerakranken Nach Rücksprache des Gemeindevorstandes Reilig mit dem Der Magistrat habe bei seiner Werthsermittelung den gegen- und choleraverdächtigen Personen. Amtshauptmann ward dem Einberufer nicht die Genehmigung wärtigen Ertrag der Grundstücke zu Grunde gelegt; dies ergebe Typhusfälle kommen fortdauernd, insbesondere in der zur angemeldeten Volksversammlung, sondern zu einer Wähler- aber kein richtiges Resultat, weil im Enteignungsverfahren nicht Luisenstadt und dem Stralauerviertel, vor. Allein in der Woche versammlung ertheilt. Ist es nun schon befremdlich, daß eine der Mietysertrag eines Grundstücks allein in Betracht gezogen, vom 16. bis 23. September sind 80 Neuerkrankungen polizeilich Behörde die Form der angemeldeten Versammlung will- bei der Feststellung des Ertragswerthes vielmehr auch die Aus- gemeldet. Es ist daher trotz aller Vertuschungsversuche einiger kürlich verändert, da ihr nach§ 2 des Versammlungsgesezes nutzungsmöglichkeit des Grundstücks berücksichtigt werde. bürgerlicher Preßorgane größte Vorsicht geboten, insbesondere Wie Zwei Selbstmorde werden uns aus dem Hause Brunnenftraße 79 beziv. Steglitzerstr. 13 gemeldet. In beiden Fällen muß geistige Umnachtung als Beweggrund zur That angesehen werden. Der 43 Jahre alte Stubenbohner Florian Neumann vergiftete sich in der Nacht zum Sonnabend in seiner in der Stegligerstr. 13 belegenen Wohnung mittels Arsenik. In dem anderen genannten Grundstück stürzte sich in einem Anfalle von Verfolgungswahnsinn die 66 Jahre alte Wittwe Henriette Schulze am Sonnabend Vormittag aus einem Fenster des ersten Stockes auf den gepflasterten Hof, zog sich einen Schädelbruch zu und verstarb wenige Stunden nachher. Mikglückter Einbruch. Als Sonntags Nacht ein Haus: diener des Volts- Kaffeehauses in der Niederwallstraße gegen 111 Uhr nach Hause fam, gewahrte er, daß 3 Spigbuben dem qu. Lokal einen unerlaubten Besuch abstatteten und einen dort hängenden Regulator, sowie ein Paar Schuhe bereits sich angeeignet hatten. Sie wurden von vier Nachtwächtern dingfest gemacht. " " " zu vermeiden, das aus den Strautauer Wasser- 1 Handlung dadurch begangen habe, daß er von dem Verbande der halb so schlecht, weil die Reichen an feinen Gott mehr glaubten. werten stammende Wasser ungetocht zu ge- Metallindustriellen 3000 m. angenommen und diese dem ihm Die wirklichen Helden des Stückes feien die Weber, and es sei nießen. ausgesprochenen Auftrage entsprechend unter diejenigen Polizei- nun einmal eine alte und berechtigte Gigenthümlichkeit der Helden beamten vertheilt habe, welche zu gunsten dieser Industriellen am in Dramen, daß sie sich über die Staats- und GesellschaftsordArbeiterrififo. Abgestürzt von einem Gerüst ist am Sonn- 1. Mai 1890 über Gebühr angestrengt worden" seien. Hierin nung hinwegfeßten. Wollte man darin etwas Gefährliches sehen, abend der 51 Jahre alte Maurer Friedrich Gosse, Prenzlauer liege die Anstiftung zu dem in§ 331 Str.-G.-B. mit Strafe bes fo fönnte fein neues Theaterstück außer den Benediriaden mehr Allee 238 in Wohnung gewesen. Er arbeitete an der Ecke der drohten Vergehen. Weshalb die Anklagebehörde dem Polizei- die Aufführung erleben. Stelle man sich auf den Boden des Pfalzburger- und Liebenburgerstraßen- Ecke auf einem Neubau präsidenten nich: angeklagt habe, wiewohl die objektiven That Bensurrechtes der Polizei, so sei die Frage zu beantworten:„ Ist und stürzte, als er Mittag machen wollte, infolge eines Fehl bestandsmerkmale eines Vergehens vorliegen? Nun, sie habe eine Gefährdung für die Ordnung von der Aufführung gerade im trittes aus der Höhe der zweiten Stage ab. Die Verlegungen, offenbar angenommen, die subjektive Seite des Vergehens, der er- Deutschen Theater zu erwarten?" Dies müsse man aber verneinen. welche G. fich zugezogen hatte, waren derart schwere, daß seine forderliche dolus fehle. Diese subjektive Seite schließe das Straf- Eine Gefahr aber bilde die Untersagung der Aufführung, denn Ueberführung in die Charitee sofort erfolgen mußte. Hier starb gesetzbuch ohne weiteres nur bei Kindern, er bereits eine halbe Stunde nach der Aufnahme. unmündigen sie verdränge die letztere von den öffentlichen Theatern in die und Wahnsinnigen aus nunmehr gebrauchte An- freien Voltsbühnen des Publikums, das die Polizei für aufBolizeipräsidenten wie gegen die Anklagebehörde richtete. geklagter eine eine Wendung, die sich sowohl gegen den reizbar hält. Der Polizei- Assessor widersprach den Anträgen auf Verlesung In derselben wurde eine Beleidigung des Polizeipräsidenten ge- und Inaugenscheinnahme und führte aus: Ein Mißbehagen entfunden und dem Angeklagten eine Geldstrafe von 300 M. auf stehe schon beim Anhören des Weberliedes und im weiteren Vererlegt. Zur Verhandlung über die hiergegen eingelegte Revision lauf des Stückes steigere es sich noch für jeden Menschen mit stand heute vor dem Straffenat des Kammergerichts Termin an. anständiger" Gesinnung( ei, ei!) Wegen Abdruck des WeberDie Revisionsgründe gehen im Wesentlichen dahin, da nicht der liedes sei der Redakteur des Proletariers aus dem Gulengebirge" Vorwurf, eine strafbare Handlung begangen zu haben, sondern rechtskräftig zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Der allein die oben hervorgehobenen Worte zum Gegenstand der Sozialist" und die sozialistische Neue Zeit" hätten zudem das Strafverfolgung gemacht waren, so sei nicht der Polizeipräsident, Stück als ein echt sozialistisches hingestellt, und zustimmend schreibe sondern eventuell die Anklagebehörde als beleidigt zn erachten. auch die Freie Bühne", die bekanntermaßen sozialdemokratischen Mit Unrecht sei auch dem Revidenten der Schuß des§ 193 Str. G. B. Inhalt" aufweise, darüber. versagt. Jeder Staatsbürger habe das Recht, die Nichtverfolgung Rechtsanwalt Dr. Grelling erwidert unter Anderem: Wenn einer Strafthat zu kritisiren, er überdies das Recht und die man seiner Zeit Die Räuber" und" Kabale und Liebe" zur Pflicht, vor seinen Wählern die Richtigkeit seines im Reichs- Aufführung zugelassen habe, so müsse man das auch bezüglich tage öffentlich erhobenen Angriffs darzuthun. Daß dieser An- der Weber" thun, von welchem Stücke selbst die Nordgriff ein thatsächlich unrichtiger, behaupte das Urtheil selbst deutsche Allgemeine Zeitung" sage, daß von einer Tendenz feine nicht. Vor der Berichterstattung über die Sach- darin Spur sei. Nach einstündiger Berathung lage erbat der Angeklagte heute das Wort, um verkündete das Gericht das Urtheil dahin, daß die Weber" für einige Richter abzulehnen. Sein Angriff habe sich, das Deutsche Theater freizugeben seien und die Kosten des VerPolizeibericht. Am 30. v. M. Vormittags wurde in der wie das Urtheil des Landgerichts selbst zugebe, mindestens auch fahrens dem Beklagten zur Last fallen. Der Vorsitzende des Kielerstraße, am Schifffahrtskanal, die Leiche eines neugeborenen gegen die Anklagebehörde gerichtet. Nach§ 22 Straf- Prozeß zweiten Senats, Geh. Rath Richter, führte bei der UrtheilsKindes aufgefunden. Nachmittags fiel beim Abbruch eines vor ordnung ist aber ein Richter von der Ausübung des Richter- verkündigung aus, daß dem Gerichtshofe nur die Frage vor dem Hause Wrangelstr. 58 aufgeftelten Leitergerüftes ein eiserner amts ausgeschlossen wenn er selbst durch die ftrafbare liege: Ist das Stück am Deutschen Theater zuzulassen oder Bolzen herab und einem vorübergehenden Arbeiter auf den Kopf, Handlung verletzt ist. Dies treffe bezüglich des Senats- nicht? Diese Frage mußte in Rücksicht auf das verletzte ihn jedoch glücklicherweise nur leicht. Auf ähnliche präsidenten Groschuff zu, der am und nach dem 1. Mai 1890 Publikum des Deutschen Theaters(!) bejaht und demzufolge Weise wurde Abends vor dem Grundstück Leipzigerfir, 99 ein erster Staatsanwalt beim Landgericht Berlin I war. Sum min- das Verbot aufgehoben werden. Demnach liegt eine prinzipielle Mädchen durch die Scherben einer zerschlagenen Spiegel- desten sei dadurch seine Besorgniß gerechtfertigt, daß dieser Richter Entscheidung über die Aufführbarkeit nicht vor. Das Urtheil scheibe leicht am Kopfe verlegt.- Gegen Abend sprang unbefangen und unparteilich Recht zu sprechen behindert sei. wird vielleicht in den schriftlichen Entscheidungsgründen sich des eine unbekannte Frauensperson in offenbar selbstmörderischer Dieselbe Besorgniß, wenn auch nicht in dem Umfange, treffe be- näheren damit befassen. Die eigenthümliche Auffassung des" freiAbsicht in den großen Teich im Friedrichshain. Sie züglich der Kammergerichtsräthe v. Uechtrih, Steinkirch und sinnigen" Durchfallskandidaten und Vertheidigers bringen den wurde durch einen Schuhmann wieder herausgezogen, da sie Biegler zu. Abgesehen davon, daß es mißlich, wenn Richter über Byron'schen Vers ins Gedächtniß: sie sind zwar lieberal, doch aber schon bewußtlos war, nach dem Krankenhause am Friedrichs- die vermeintlich ihrem Vorgesezten zugefügte Beleidigung urtheilen, stets erbötig, den Rock zu wechseln und die Haut, wenn hain gebracht. In der Nacht zum 1. d. M. stürzte ein Maler feien sie die übergroße Zeit ihrer juristischen Thätigkeit hindurch nöthig. auf dem Bürgersteig vor Wrangelstr. 48 und verletzte sich so Staatsanwälte gewesen. Nun ergebe aber schon das Urtheil schiver am Kopfe, daß er nach der Charitee gebracht werden zweiter Instanz, daß er, Angeklagter, das Herrschen einer Klassen- Entführung. Unter der seltenen Anklage, eine minder mußte. Ebenfalls in der Nacht wurde in der Müllerstraße justiz behauptet nnd als vornehmste Träger derfelben" die jährige unverehelichte Frauensperson mit ihrem Willen, jedoch ein Maurer von einem Zimmermann durch Schläge auf den Anklagebehörde hingestellt habe, die den Weisungen der ohne Einwilligung des Vormundes, entführt zu haben, stand Hinterkopf und in das Gesicht schwer gemißhandelt. Am politischen Verwaltungs Behörde nach dem Gesetz strikt gestern der Schuhmacher Otto Schulz vor der achten Straf30. v. M. fanden fünf unbedeutende Brände statt, darunter einer Folge zu leiſten habe. er diese gesetzlich K. Dor- fammer des Landgerichts 1. Die jetzt 18jährige Johanna R. auf einem noch unbebauten Grundstück in der Malplaquetstraße, geschriebene Stellung der Staatsanwaltschaft im Jahre 1887 stand seit dem Tode ihrer Eltern unter der Vormundschaft des wo Kinder Stroh und Abfälle angezündet hatten, wodurch scharf fritisirt, sei er damals wegen Beleidigung der Staats: Lehrers Sielaff, welcher sie bei ihrem Onkel, einem hiesigen auch ein Theil des Grenzzaunes in Brand gerieth. anwaltschaft bestraft. Der Umstand ferner, daß er in einer Schloffermeister unterbrachte. Im vorigen Sommer lernte der Am 1. d. M. Morgens wurde ein Mädchen in seiner Wohnung öffentlichen Versammlung als einen der Gründe, weshalb in den Angeklagte die R. kennen und ging ein Liebesverhältniß mit ihr in der Bülowstraße erhängt vorgefunden. Vor dem Hause höchsten Instanzen häufig mit dem Rechtsbewußtsein des Volkes ein. Als der Onkel hiervon erfuhr, trat er ganz entschieden daSchönhauser Allee 151 fiel Vormittags ein Laternenanzünder beim widersprechende Urtheile gefällt werden, angeführt habe, daß die gegen auf und untersagte der Nichte jeden Verkehr mit dem AnAbspringen vom Vorderraum eines in der Fahrt befindlichen höchsten Richter( insbesondere in Preußen) aus den Reihen der Staats- geklagten. Um trotzdem weitere Zusammenfünfte zu ermöglichen, Pferdebahnwagens zur Erde, gerieth unter die Näder und erlitt anwaltschaft genommen würden, die bestrebt sein müsse, dem politi- erklärte die K. ihrem Onkel, daß sie einen Dienst annehmen einen Bruch des Unterschenkels. Abends zerschlug ein Schuh- schen Zuge der jeweiligen Regierung zu folgen, ist zum Gegenstand wolle. Sie erhielt hierzu die Erlaubniß des Onkels und des macher die Scheibe der Eingangsthür des Echantiotals Lange- eines ebrengerichtlichen Verfahrens gegen ihn gemacht und er auch Vormundes und zog darauf zu einer Herrschaft nach der Klopstockftraße 93/94, aus dem er entfernt worden war, und verletzte sich wegen dieser seiner Ueberzeugung entsprechenden Behauptung diszi- straße. Als sie hier den Verkehr mit dem Angeklagten fortdabei den Arm so schwer, daß er nach Anlegung eines Verbandes plinirt worden. Durchaus menschlich sei es, wenn das Urtheil der ab- setzte, sollte sie am 15. März in eine Erziehungsanstalt nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden gelehnten Richter ihm gegenüber getrübt sei und statt unpartei- gebracht werden. Kurz bevor die Ueberführung der R. ftattmußte. Im Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. ischer Prüfung Befangenheit trotz des größten Kampfes gegen finden sollte, holte der Angeklagte sie ab und brachte sie zu seinen dieselbe bei ihnen Raum gewinne. Da mithin seine Besorgniß Verwandten nach Rixdorf. Um den Vormund und ihre Ver der Befangenheit gerechtfertigt sei, so lehne er die vorerwähnten wandten zu täuschen, meldete die St. sich nach Schneidemühl ab. Richter ab, zumal selbst in den jüngsten Berichten von Ober- Als der Aufenthalt der K. in Rirdorf ermittelt war, brachte der landes- Gerichtspräsidenten darauf hingewiesen sei, daß das Volt Angeklage fie zunächst bei anderen Personen und dann bei einem den aus dem Richterstande beförderten Richtern Vertrauen ent- Schlächtermeister in Nauen als Dienstmädchen unter. In dem gegenbringe, der Anschauung also Raum gebe, daß dies Vertrauen ganzen Verhalten des Angeklagten wurden die Merkmale der den aus der Staatsanwaltschaft gewählten Richtern gegenüber Entführung gefunden. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Flatau, nicht in demfelben Umfange vorhanden sei. Das Kammergericht suchte auf grund der stattgehabten Beweisaufnahme nachzuweisen, beschloß, den zuständigen Richtern das Ablehnungsgesuch zu daß das Mädchen aus eigenem Entschlusse gehandelt habe und überweisen und dann neuen Termin in der Sache selbst an- beantragte deshalb die Freisprechung, während Staatsanwalt zuberaumen. Hagen drei Monate Gefängniß beantragt hatte. Das Gericht billigte dem Angeklagten, welcher versicherte, daß er die R. heirathen werde, sobald alle Hindernisse beseitigt seien, mildernde Umstände zu und verurtheilte ihn zu 14 Tagen Gefängniß. Majestätsbeleidigung. Der Schuhmachermeister Franz 1 Theater. Weil " " Soziale Uebersicht. Walluer Theater. Zwei Bahnstunden von München entfernt liegt im oberbayerischen Hochland an einem frystallflaren Gebirgssee das idyllische Fleckchen Schliersee. In dem prächtigen Stückchen Natur ist ein ferniger, biberber Menschenschlag an gefeffen, dem es bei seiner verhältnißmäßig günstigen ökonomischen Lage an einem herzlichen Humor nicht gebricht. In einem einfachen Holzbau im Dorf dem sogenannten Bauern- Theater Gerhard Hauptmann's Weber" vor dem Oberfindet an Sonn- und Feiertagen deren giebt es im katholischen Verwaltungsgericht. Das vom Berliner Polizei- Präsidenten Bayern weit mehr wie hier Komödiespielen" statt. Nicht erlassene Verbot gegen die Aufführung von Gerhard HauptBerufsschauspieler, sondern Ortseingesessene von Schliersee und mann's" Weber" hatte bekanntlich das Verwaltungsgericht für Schmidt in Magdeburg wurde am 29. Mai vom dortigen Umgegend, die Tags über ihren Beruf als Bauer, Metzger, gerechtfertigt erachtet. In der hiergegen vom Verfasser des Vergolder, Schneider, Gärtner u. s. w. ausüben, betreten dort die Stückes eingelegten Berufung stand am 2. Oftober Termin vor Landgerichte wegen vermeintlicher Beleidigung des Kaisers zu Bretter, die die Welt bedeuten, und erheitern durch Zitherspiel dem Ober- Berwaltungsgericht an. Die Verhandlung, bei welcher drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte hatte häufig und Gefang, Schuhplattlertanz und Darstellung Kleiner ländlicher der beklagte Polizei- Präsident durch einen Polizei- Assessor und dem Bäckermeister Breiting gegenüber seine politischen Ansichten Gemälde die Zuhörer. Seit vergangenem Jahre hat der bayerische der Kläger durch Rechtsanwalt Dr. Grelling vertreten war, be- geäußert und dabei auch die Worte gesprochen, welche zu feiner Schauspieler Konrad Dreher diese naturwüchsige Truppe weiter gann mit der Verlesung des Urtheils der Borinstanz, das nach Berurtheilung führten. Breiting, der übrigens die Denunziation auszubilden mit Erfolg unternommen. Im Sommer dieses einer umständlichen Darlegung der Ausführungen der beiden nicht eingereicht hat, ist inzwischen nach Amerika ausgewandert Jahres debutirte unter seiner Leitung die Truppe in München. Parteien zu folgendem Schluffe gelangt:" Da hier in Berlin die und in New- York kommissarisch vernommen worden. Die Re= Der fast frenetische Beifall, der ihr dort gezollt wurde, ward Bahl der Arbeitslosen ständig zunimmt, ba ferner notorisch hier vision bezeichnet nun die Verlesung dieser Aussage als unAnlaß zu einer Gastspielsreise durch Deutschland. Mit dem viele Sozialdemokraten und viele mit ihrem Schicksale zerfallenen zulässig, da gar nicht nachgewiesen fei, daß die Entfernung des Erfolge, den sie bei ihrer ersten Aufführung im Wallner- Theater Menschen leben, so liegt die Gefahr der Aufreizung bei einer Beugen fo groß sei, daß ein persönliches Erscheinen desselben er( am Sonnabend Abend) errang, darf sie zufrieden sein. Nach Aufführung der Weber" auf einem hiesigen Theater nahe, denn schwert sei. Von Amerika fönne man sehr bequem nach Magde-= der ersten Szene bereits hatte das Publikum sich an den Dialekt vor einem Publikum von der erwähnten Art genügt es, daß das burg kommen. Das Reichsgericht war anderer Ansicht und ergewöhnt und sparte mit seinen Beifallsbezeigungen nicht. Mehrere Stück einen deutlichen Hinweis auf Gewalt und Thatlichkeiten fannte auf Verwerfung der Revision. Lieder mußten wiederholt, der Schuhplattlertang 3 Mal gespielt wer- als Mittel zur Beseitigung der Nöthe des Lebens enthält."( Brrrr!) den. Dieser Tanz ist nicht zu vergleichen mit dem öden Herum- Zur Begründung der Berufung führte Rechtsanwalt Dr. Grelling drehen und Wadenzeigen auf unseren Parquetfußtanzfälen und aus: Da in den nächsten Tagen die Neue Freie Volksbühne" Hostheatern: er stellt selbst eine Komödie" bar. Das liebes- das Stück aufführt, so beantrage er heute, daß das Richterfreudige Sehnen, das schüchterne Werben, daß allmälige Nach follegium das Stück in richterlichen Augenschein nehme; denn geben, der himmelstürmende Freudenrausch wird von den ein Bild davon, wie ein realistisches Stück wie die Weber" wirke, Der Ausstand bei der Firma E. u. A. Kaufmann, Schlierseern im Schuhplattler in gleich naturwüchsiger wie an- lasse sich durch bloßes Lesen nicht gewinnen. Zur Sache be- Kunst- und Verlagsanstalt in Brandenburg, hat seit Wochen muthiger Weise dargestellt. Er bildete den Glanzpunkt der Vor- merke er, der Grundirrthum der Polizei und des Verwaltungs- einen immer größeren Umfang angenommen. Bereits sind in stellung. Auch die sonstige Darstellung athmete echtes, warm gerichts sei die Annahme, daß das Stück die Absicht oder die einer Anzahl anderer Fabriken, wohin die Firma ihre Druckpulsirendes Leben, keine Künftelei. Der Grund hierfür liegt Wirkung habe, unfere gegenwärtigen Verhältnisse aufträge fandte, die Arbeiter in Ausstand getreten, während in wohl darin, daß diese Naturschauspieler von dem Fehler so zu beleuchten. Diese Absicht liege dem Verfasser fern. einigen die Weigerung der Arbeiter, Aufträge, die von jener vieler Berufsschauspieler fich fern halten, andere Menschen,( 50) Derselbe wolle wie der Naturalismus überhaupt das Firma ausgingen, auszuführen, genügte, dieses Anfinnen, ihre andere Charaktere als sie kennen, vorzuführen und durch allerlei Leben beobachten und möglichst wenig vom eigenen Gefühle Kollegen im Kampf um ihre Interessen zu schädigen, abzuweisen. Mäßchen zu intereffiren. Weit, weit unter der Leistung der des Dichters hinzuthun. An der Hand der Schrift Blüthe und wie ein Schredgespenst wandern die Arbeiten der Firma Schlierseer steht das Stück„ Das Lieferl vom Schliersee", mit Verfall des Leinengewerbes in Schlesien" von Alfred Zimmer- C. u. A. Kaufmann von Ort zu Ort, weil die Arbeiter sich dem sie ihr Gastspiel begannen. Gin öderes, flacheres, find mann zeigt der Vertheidiger, wie wahrheitsgetreu und nicht im überall weigern, Streifarbeiten anzufertigen. In Brandenburg licheres Aneinanderreihen einiger Bilder fann faum zusammen- geringsten übertrieben Gerhard Hauptmann die schreckliche Lage, selbst hat die Firma, trotzdem dieselbe schon enorme Summen gestoppelt werden. Schade, daß für die prächtige, lebensvolle in der sich die Weber im Gulengebirge um das Jahr 1844 be- für Annoncen ausgegeben, ja felbst mit Hilfe des Kriegervereins, Realistit der Spieler fein Dichter trotz aller literarischen Grün- fanden, geschildert hat, und weist den Einwurf, daß man wegen welcher Reservisten übermittelt, kaum ein Dugend Streitbrecher und Graudeutscher sich gefunden. der vielen Arbeitslosen und wegen der zahlreichen Sozialdemo- von untergeordneter Leistungsfähigkeit mit schweren Mühen fraten, welche in Berlin wohnen, eine Gefahr von der Auf- herangezogen, denn von 19 Maschinen sind kaum drei in Betrieb Die Freie Volksbühne veranstaltet im Monat Oktober führung des Stückes beforgen müsse, als unhaltbar zurück. Die zu halten. Wenn man aber in Betracht zieht, daß dieser Kampf 4 Vorstellungen des Uriel Acosta" von Gußkow und zwar am Arbeitslosen pflegten aus Mangel an Geld nicht in das Deutsche nun schon neun Wochen dauert und von den Streifenden NieSonntag, den 8., 15., 22. und 29. Oktober im National- Theater. Theater, in welchem der billigste Platz 1 Mart fofte, zu gehen mand sein Wort gebrochen hat, so ist das ein schöner Beweis Den Uriel spielt Herr Richard Kaufmann vom Hoftheater in und die Sozialdemokraten hätten die Borstellung eines solchen der Solidarität und Opferfreudigkeit der Arbeiter. Wie lange Stuttgart. Stückes viel bequemer in thren freien Volksbühnen, die der sich dieser Kampf noch hinziehen wird, ist natürlich nicht zu In Vorbereitung für Dezember: Die Weber von GerBenfur des Polizeipräsidenten nicht unterständen. Dazu komme, übersehen. Soweit wir unterrichtet sind, ist der Muth unter hard Hauptmann. daß die Sozialdemokraten von Aufständen, wie ihn die Weber 1844 den Streifenden bewundernswerth. Die gesammten Arbeiter veranstalteten, sich nichts versprächen. Ueberdies sei die Anfamm- Deutschlands werden denselben gewiß als Anerkennung für diesen lung eines solchen stumpfen, wortlosen Grolles wie damals bei den unbeugsamen Muth die weitere materielle Hilfe nicht versagen. Webern heute infolge der Preßfreiheit und der parlamentarischen Redefreiheit sowie des Koalitionsrechtes ausgeschlossen. Er finde Bildhauer Berlins! Noch immer befinden sich unsere in dem Stücke nichts speziell Sozialdemokratisches, und der Ver- Kollegen in Wien im Kampf mit einer hartnädigen Unternehmerfasser verwahre fich in einem Schreiben an ihn dagegen, nichts schaft um Erringung besserer Arbeitsbedingungen. Noch immer Der Reichstags- Abgeordnete Genosse Arthur Stadt Höheres als eine Parteischrift mit dem Stücke beabsichtigt zu mahnt uns der Ruf von dort, sie zu unterstüßen und zu be hagen vor dem Straffenat des Kammergerichts. Durch haben. An das Mitleid der Reichen appellire Gerhard Haupt- weisen, daß den Bildhauern Deutschlands die Lehre von der Soeine am 17. Januar 1892 zu Zehlendorf bei Oranienburg ge- mann; er zeige, daß eine geringe Erhöhung des Lohnes der lidarität aller Arbeiter nicht leerer Schall ist. Unterliegen die haltenen Agitationsrede soll Stadthagen u. a. sich der Be- Arbeiter, eine nicht chikanöse Behandlung bei Abnahme der angefer- Kollegen dort, so haben wir mitzutragen an dem wachsenden leidigung des Berliner Polizeipräsidenten schuldig gemacht haben. tigten Waaren den Aufstand verhindert hätte. Es gebe sowohl in der Uebermuth des Kapitalismus, deffen Prinzip, seine Erzeuger Nach dem Urtel hatte er als Beispiel einer Klaffenjuftiz an- Geschichte wie in dem Stücke, teine tönigstreuere, teine gottesfürch auszuhungern, nur aufgehoben werden kann durch vollständige geführt, daß der Polizeipräsident tai Jahre 1890 eine strafbare tigere Bevölkerung als jene Weber, die da fagten, es gehe ihnen des Einigkeit der Arbeiter aller Länder. Gerichts- Beitung. ban Moch befindet sich ein großer Theit von Kollegen Wiens im Einblick oder kein Verständniß von den thatsächlichen Bu- 1 Rest der Arbeiter, die ohnehin schon äußerst ungünstigen Lohn Aussta.; das zum Theil Errungene, der Achtstundentag steht ständen im Bäckergewerbe zu haben, ich muß in meiner und Arbeitsverhältnisse geradezu unerträglich machen wird, bes auf dem Spiel sollen wir zugeben, daß die so tapfer für uns Eigenschaft als Bürgermeister fonstatiren, daß die Verhältnisse in schließt die Versammlung auf das Entschiedenste gegen die projektirte alle Ringenden unterdrückt werden von ein paar prozigen Aus- Darmstadt schlimmere sind, als die von Bebel geschilderten und Tabaffabrikatsteuer sowohl wie gegen jede andere Form der stärkeren beutern? Jeder von uns ist verpflichtet, Hilfe zu leisten den als ich Remedur schaffen wollte, sind die Innungsmeister bei Steuerbelastung des Tabats Protest zu erheben und den Reichstag Rämgfern für eine bessere Zeit. meinem Borgesetzten vorstellig geworden, und mir wurde bedeutet, zu ersuchen, jedem derartigen Gesetzesvorschlage seine Zustimmung Bringe jeder sein Scherflein. Fordere jeder seine Bekannten, die daß derartige Untersuchungen nicht zu meinem Ressort gehörten, zu versagen. noch in Unkenntniß von der Sachlage sind, auf, ihre Schuldigkeit zu vielmehr der Polizei unterstellt feien. Die Versammlung beschließt ferner, in Rücksicht auf die thun und nicht mit verschränkten Armen und zugeknöpften Sit dies nicht eine treffliche Illustration zu der Bestimmung Wichtigkeit dieser Frage für die gesammten gewerblichen und Taschen zuzusehen, wie der Schwache von der brutalen Gewalt die Polizei ,, kann"? fommerziellen Verhältnisse Berlins, in nächster Zeit eine allgeder Unternehmerschaft niedergetreten wird! Wer schon einmal Ob nun durch dieses Gesetz eine Wenderung zum Bessern ein- meine Versammlung behufs einer Protesterhebung gegen diese gegeben, glaube nicht, daß er alles gethan. Wer arbeitet, fann tritt? Nach dem Wortlaut desselben sollte man es erwarten; nur Steuerpläne der Reichsregierung zu veranlassen." in jeder Woche etwas spenden. Die Streifenden feiern schon schade ist es, daß das Gesez nicht auch auf das platte Land Anviele Wochen und wollen leben. Also nochmals: Was Ihr wendung findet, die darüber gehörten Kreisämter haben ein diesen thut, kommt Euch selbst zu gut! Und beachte jeder die Bedürfniß zu einem solchen Eingriff bestritten es würde auch Werbe- Annoncen der Wiener Meister, die jetzt hier Kräfte suchen, hier, wo es so sehr nothwendig ist, manche Aenderung zum Besten als offene Fallkuthen für die Anbeißenden. Mit edler Dreistigkeit eintreten. bieten sie den Streikbrechern eine Probezeit an, nach welcher fie die Reise vergütet erhalten sollen. Bu gütig! Mag ihnen gezeigt werden, daß sie bei den Berliner Kollegen an die falsche Adresse gerathen sind gehe niemand auf den Leim! Liſten zum Sammeln find allabendlich zu haben bei Ehrenberg, Annenstr. 16, von 8-9 Uhr und beim Unterzeichneten. Im Namen der Agitations Rommission der Bildhauer Berlins: P. König, Bildhauer, S. Jahnstraße 7. " Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule giebt be fannt, daß der Unterricht in sämmtlichen Schulen mit dem 8. Oktober beginnt, Anmeldungen jedoch an jedem Abend in der zwischenliegenden Ferienzeit in den Schulen, wie auch in den eingerichteten Zahlstellen stattfinden tönnen.( Bergleiche den in der heutigen Nummer des Vorwärts" abgedruckten Lehrplan der Schule.) In der Nordschule beginnt der Unterricht in Gesekeskunde erst mit dem 30. Oktober. Derselbe behandelt:„ die Grundzüge der Verfassung und Verwaltung des deutschen Reiches und preußischen Staates." Der Unterricht in der Nationalökonomie findet nach wie vor Sonntags von 9-11 im Restaurant„ Schöning", Stallschreiberstraße 29, statt. Es gelangt zur Behandlung:" Finanzwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Steuerfrage", welcher Kursus für sich ein besonderes Interesse beanspruchen darf, weil in der kommenden Reichstagssession die Deckungsfrage" zur BerhandTung steht. Diese Resolution wurde von der gut besuchten Versammlung nach einer längeren Diskussion, in welcher zahlreiche Redner, sowohl Arbeiter als auch Fabrikanten und Händler, in scharfer Weise im Sinne des Referenten und der Resolution gegen das Tabaksteuer- Projekt polemisirten, einstimmig angenommen. Der Abhaltung eines Kongresses in Berlin im November Eine Berufskrankheit der Arbeiter, die bei gutem während der Tagung des Reichstages ertheilte die Versammlung Willen des Unternehmerthums, allerdings auch mit einigen ebenso einstimmig ihre Zustimmung und wählte eine fünfzehnKosten, zu verhüten ist, erwähnte auf dem Naturforscher- Kongreß, gliedrige Kongreßkommission mit dem Rechte der Kooptation. der in der vorigen Woche zu Nürnberg stattfand, Dr. Goldschmidt in der Sektion für Hygiene und Medizinalpolizei. Auf Die Marmor- und Granitarbeiter hielten am 1. Oktober grund der von ihm gemachten Beobachtungen berichtet er über eine öffentliche Versammlung ab, in der sie sich mit der Neudas häufige Vorkommen von Milzbranderkrankungen gestaltung ihrer Organisation beschäftigten. Nach längeren Deunter den Arbeitern der Nürnberger Pinsel batten gelangte ein Antrag des Kollegen Hann ich zur Ana industrie. In den letzten drei Jahren wurden nahme, dahingehend, von der Errichtung eines gesonderten etwa dreißig Fälle beobachtet und die Diagnose durch Generalfonds Abstand zu nehmen und sich im übrigen mit den den direkten Nachweis der Milzbrandbazillen mit Sicher Beschlüssen der öffentlichen Versammlung fämmtlicher Steinheit gestellt. In den meisten Fällen handelte es sich um den sog. arbeiter vom 24. September einverstanden zu erklären. Somit äußeren Milzbrand", die pustula maligna, die bei frühzeitiger beträgt auch für die Arbeiter dieser Branche der wöchentliche chirurgischer Behandlung, wenn auch oft mit Hinterlassung ent- Beitrag 25 Pf., der aber in den noch zu bestimmenden Winterstellender Narben, heilt; in drei Fällen handelte es sich um den monaten, sowie bei Krankheit und Arbeitslosigkeit nicht erhoben inneren oder intestinalen Milzbrand, welche sämmtlich tödtlich wird. Zur Unterstützung des Vertrauensmannes, speziell für die verliefen. Sämmtliche Fälle betrafen jugendliche gesunde Ar- schriftlichen Arbeiten wurde Hannich, und als dritte beiter und Arbeiterinnen. Wenn auch trotz eifrigsten Suchens Person in den geschäftsführenden Ausschuß Rollege die Milzbrandbazillen bisher noch in keinem Falle direkt in Thies gewählt. Der Vertrauensmann Buchmann ersuchte dem verarbeiteten Borstenmaterial oder in den zur Verwendung um baldiges Umschreibenlaffen der Mitgliedsbücher, zu welchem tommenden Roßhaaren nachgewiesen werden konnten, so unter Zweck schon im Laufe dieser Woche den Plazvertretern das liegt es doch keinem Zweifel, daß in dem bezeichneten Roh- Material in seiner Wohnung Willibald Alexisstr. 39 zur Vermateriale die Quelle der Infektion zu suchen ist, und ist deshalb fügung steht. Der von der Kommission ausgearbeitete Lohntarif eine gründliche Desinfektion der Borsten bezw. Roßhaare unumgäng foll in der nächsten Versammlung durchberathen und alsdann lich nothwendig. Da durch die wohl zweckmäßigste Desinfektion mit gedruckt den Unternehmern und Blazältesten zugesandt werden. strömendem Wasserdampf das Borstenmaterial und die Roß- Nach Wahl der Kollegen Mudra, Bickert und Heidehaare jedoch an Gewicht und Farbe einbüßen, so ist, um mann zum Komitee für's Stiftungsfest wurden Mißstände bei die in Rede stehende Industrie, die in Nürnberg allein der Firma Fint besprochen, welchem Geschäft in Zukunft mehr mehrere tausend Arbeiter ernährt, nicht konkurrenzunfähig Augenmerk zugewandt werden wird. Die Wahl einiger Mitzu machen, auf gesetzlichem, thunlichst internationalen Wege die glieder zur Agitationstommission wurde bis zur nächsten gemeinDesinfektion sämmtlichen Rohmaterials vor dessen Verarbeitung fam mit den Steinmezen stattfindenden Versammlung vertagt. zu erstreben. Das Resultat der Gewerbegerichts Wahl in Halle ist nach der amtlichen Feststellung noch günstiger ausgefallen, als wir am Donnerstag unseren Lesern mitgetheilt haben, indem auch Der Bundesrath, dem es ja obliegt, solche Anordnungen zu aus der Reihe der von sozialdemokratischer Seite aufgestellten erlassen, wird in der nächsten Reichstagsfession an diese, wie an Arbeitgeber die Genossen Tischlermeister Malchert und Restau- andere dringend nothwendige hygienische Vorschriften erinnert rateur Plorin gewählt worden sind. Diese Thatsache ist darauf werden. Nicht nur die Pinselfabrik- Arbeiter, ebenso, ja noch zurückzuführen, daß von seiten der Gegner zwei Arbeitgeberlisten mehr sind die Arbeiter in den Roßhaarspinnereien und den An aufgeftellt waren, die in bezug auf zwei Personen von einander stalten, in denen die Schweinsborsten sortirt und zur Pinsel abweichen. Infolge der dadurch herbeigeführten Theilung der fabrikation verarbeitet werden, einer Ansteckungsgefahr aus gegnerischen Stimmen, von denen 55 der einen und 50 der angesetzt. deren Lifte zufielen, hatte die sozialdemokratische Liste mit " In Rigdorf tagte am 1. Oktober eine öffentliche Voltsversammlung, in der Genosse Metzner referirte über: Die bevorstehende Ergänzungswahl zu der Gemeindevertretung". Redner kritisirte die Land- Gemeindevertretung, erläuterte die Bedingungen, an welche das Wahlrecht geknüpft ist, und forderte zu reger Theilnahme an der bevorstehenden Ergänzungswahl auf. Wie wichtig es für die Arbeiterschaft ist, Vertreter ihrer Klasse in der Gemeindevertretung zu haben, zeigte Redner, indem er auf die Aufgaben hinwies, die eine Gemeindeverwaltung erfüllen 65 Stimmen für diese beiden fraglichen Mandate die Majorität Um minderwerthigen" Arbeitskräften, namentlich auch tann. Eine Diskussion über dieses Thema fand nicht statt, da und wurden die beiden obgenannten Personen durch das Loos für die Winterzeit( also wohl arbeitslosen Arbeitern) Arbeits- der Referent es bereits erschöpfend behandelt hatte. Die Verzu Beisigern bestimmt. Auch die Hirsch Duncker'sche Liste der gelegenheit zu geben, beschloß, wie der Frtf. 3tg." aus Darm- sammlung erörterte sofort die Kandidatenfrage und beschloß, Arbeitnehmer soll nicht 233 Stimmen, sondern nur die Zahl ftadt geschrieben wird, die Stadtverordneten- Bersammlung, zunächst bei der Wahl ihre Stimmen den Genossen Zimmermeister Hesse von 220 erhalten haben, während die sozialdemokratische Arbeit 36 Morgen der westlich der Staatsstraße nach Frankfurt ge- und Restaurateur Frigge zu geben. Unter Verschiedenem wurde nehmerliste mit 2341 Stimmen richtig angegeben ist. legenen Hammelstrift in städtischer Regie zu bewirthschaften. es getadelt, daß der frühere Gemeindevertreter Genosse Papfe von Durch geeignete, vom Landwirthschafts- Inspektor Stimmel in Vor- seiner Mandatsniederlegung nicht den Vertrauensmann benachrichtigt Steht ein Magistrat über dem Geset? Nach der schlag gebrachte Melioration des Bodens hofft man, das Erträgniß hat. Bemerkt sei, daß der Termin zur Erfahwahl vom Gemeinde- VorGewerbe- Ordnung muß das Recht der Kündigung zwischen Unter- schon nach dem ersten Betriebsjahr von 6 auf 16 M. pro ſteher erst vor einer Woche bekannt gegeben ist. Die Versammlung nehmer und Arbeiter beiderseits ein gleiches fein. Der Greifs hessischen Morgen bringen zu können. Eine Arbeitslosen- beschloß weiterhin, energisch Front dagegen zu machen, daß ein walder Magistrat glaubt aber, wie unser Stettiner Parteiblatt versorgung also und zugleich ein schöner Profit! Leider sieht es Geschäftsmann den Namen Lassalle's zur Reklame für Schnaps berichtet, sich an das Gesetz nicht binden zu müssen. Laut aber mit dieser Arbeitslosenversorgung fehr traurig aus. Denn gebraucht. Sodann wurde von mehreren Genossen die NothKontrakt müssen die städtischen Arbeiter, wenn sie abgehen wollen, die Winterszeit" ist nicht gerade die geeignetste Beit für der- wendigkeit betont, daß in Rixdorf ein Gewerbegericht geschaffen 14 Tage vorher fündigen, während der Magistrat ohne artige Arbeiten, die überdies für die große Zahl der Industrie- werde. Rice it forderte noch zum Abonnement auf das Kündigung Jeden entlassen kann. Hoffentlich sorgt der Gewerbe- Arbeiter passen wie die Faust auf's Auge. Das ist also ein Voltsblatt für Teltow- Beeskow" auf und erklärte sich zur EntInspektor in Stettin bald dafür, daß auch die Behörden von sehr ungenügender Anfang, immerhin ist es aber doch ein Anfang, gegennahme von Abonnements- Erklärungen bereit. Greifswald das Gesetz respektiren. etwas für die Arbeitslosen zu thun. Ohne Zwang giebt der Unternehmer nichts heraus. Das zeigte sich wieder in Tuttlingen, wo die Schuhmacher bescheiden bei den Unternehmern darum einkamen, ihnen am Die Büricher Sonnabend die Arbeitszeit um eine Stunde zu verkürzen. Wie rinnen, welche nicht unter das eidgee der Arbeite gar nicht anders zu erwarten, lehnten die Fabrikanten diese geradezu lächerlich bescheidene Forderung ab, weil sie dachten, daß der Appetit bei den Gesellen beim Eſſen kommt und daß, wenn die Arbeitszeit verkürzt sei, auch der Hungerlohn von 6-10 M. pro Woche allmälig erhöht werden müsse. Daher werden die Arbeiter warten müssen, bis sie Kraft ihrer gestärkten Organisation im stande find, dem Unternehmerthum bei gelegener Zeit den Daumen aufs Auge zu drücken. druckt folgende Stelle einer Botschaft der Züricher Regierung Gine hetende Regierung. Die Züricher Arbeiterstimme" zum Entwurf eines Gesetzes zum ( Ladnerinnen, Heimarbeiterinnen, Kellnerinnen u. s. w.) ab: Fabritgesetz fallen Gerade die isolirten Arbeiterinnen werden am stärksten ausgebeutet, denn die Ausnüßung kann im Stillen vor sich gehen, irgend welcher Widerstand, wie er sonst infolge eines stattfinden." gewissen Solidaritätsgefühles noch möglich ist, kann da nicht " " Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes Borstandes. 2. Kaffenbericht. 8. Vortrag des Fri. Baader. für Berlin und Umgegend. Mittwoch, den 4. Ottober, Abends 8% ühr, in den Arminhallen: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen( gegr. 1885). GeneralVersammlung am Dienstag, den 3. Oftober, Abends 8 Uhr, Leipzigerstr. 184. Jahresbericht. Neuwahl des Vorstandes. Gauverein Berliner Bildhauer.( Stehe Annonce in heutiger Nummer.) Verein der Bureauangestellten und verwandten Berufsgenossen. Dienstag, den 3. Oktober, Abends go Uhr, Versammlung bei Philipp, Roſenthalerstr. 38. Frauen und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Polkes für Berlin und Umgegend. Filiale Moabit. Berfammlung am Dienstag, den 3. Oftober, Abends 8% Uhr, im Vittoria- Saal, Berlebergerstr. 13. Tagesordnung: Bortrag der Frau Marie Greifenberg. Schule, Mariendorferstraße 5( bei Grube): Deutsch( mittel.). Südost= Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. SüdSo die Züricher Regierung. Wie gefittet ist man dagegen im Reich der Sozialreform, wo nur Sozialdemokraten eine solche Lohnzahlung au jugendliche Arbeiter. Die Stadt: Sprache reden, um dafür von den Kapitalisten und ihren Be- Schule, Reichenbergerstraße 133: Gefeßestunde und Deutsch( unt). Dit verordneten in Quedlinburg genehmigten in ihrer letzten Sigung auftragten nach Gebühr gehudelt zu werden. ein Ortssta tut, betreffend die Lohnzahlung an gewerbliche Arbeiter unter 18 Jahren. Nach diesem Statut barber 19188W den Arbeitgebern nicht mehr den jungen Leuten, sondern nur und finden statt, wenn die Arbeiter mit einer Bescheinigung ihrer nugen. 19188192 1900M Versammlungen. V Schule, Markusstraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Rechnen. Korrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender find au richten an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 70. Dienstag, Abbs. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft i bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114.- Diympia, Adalbertstr. 8 bei Sauermann. Schildhorn, Usedomftr. 33 bet telte. Allegro, Wrangelstr. 141, bet Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bet Gaeger. Bruderherz, Andreasstr. 26 bei Wilte Ihn'scher Humor, Straußbergerstraße 3 bei Birt. Unverzaght 2, Moabit, Kronen- Braueret. Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräs. Soffnung 2, bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Waldtapelle, Reichenbergerstr. 19 bet Roscher. Arbetter- MaiSängerfette, Rottbuser Damm 74 bet A. Silte. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bei Winter. Vorwärts 4 Ite inde, Reichenbergerstraße 39 bei Fürstenau. Ginigteit 2 Rathenow, Restaurant Zur Erholung bet W. Friesecke. Weinstraße 11 bet Feind. Gesangverein der Böttcher Steineiche, Südenstr. 55 bet Erieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bet Wilhelm Nölte. Hilaria, Frantfurterstr. 30 bet Haberecht.-Wiederha II, RöpenickerVorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 H hof, Restaurant Ruble. Gesangverein Eltern und Vormünder versehen sind, in denen ihnen diese die Erhebung des Lohnes gestatten. Das Recht der Lohnerhebung Eine öffentliche Versammlung der Tabakarbeiter und kann den Eltern und Vormündern entzogen werden, falls die Arbeiterinnen beschäftigte sich am 1. d. Mts. mit der Tabat felben dieses Recht zur Benachtheiligung der Arbeiter be- Fabrikatsteuer und dem geplanten Kongreß der Tabatarbeiter. Referent hierzu war May Otto. Derfelbe erörterte in seinem Wir meffen dieser Fürsorge", die man den jugendlichen Vortrage das Miquel'sche Tabatsteuer Projekt in seinen verArbeitern angedeihen läßt, keinen Werth, insbesondere feinen erschiedenen Versionen, wie sie bis jetzt in die Deffentlichkeit gezieherischen, bei. Daß junge Leute Mißbrauch mit dem ihnen drungen sind und folgerte, daß die geplante Besteuerung des eingehändigten Lohn treiben, ist doch verhältnißmäßig sehr selten. Tabats eine ganz bedeutende Abnahme des Konsums und eine Andererseits aber ist solch eine Maßregel verlegend für die ungeheuere Proletarisirung kleiner Griſtenzen zur Folge haben Masse der ehrenhaften jungen Arbeiter. werde. Bei einer gering veranschlagten Abnahme von 25 pt. fraße 191 bet Boge. bei Momber. Gesangverein Rothe Melte 2, bei Rabe, Ruppiner- und würden rund 175 000 Menschen ins Glend gestürzt werden. Vom Schönholzerstraßen Gcte.- Schneeglöckchen 1, Nirdorf, KarlsgartenAus Heffen. Die polizeiliche Beaufsichtigung der Mieths. Reichstage sei nichts zu erhoffen. Die Tabatarbeiter hätten daher firaße bet Silpert. Gesangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. wohnungen und Schlafstellen bezw. der Art. 1 diefes Gesetzes nicht zu petitioniren, sondern zu protestiren, nicht nur gegen die Restaurant Hinz. Gesangverein Frohsinn in Stralau, Gräft. Reischach'sche Brauerei. tritt am 1. Oftober in Kraft, während die übrigen Artikel erst Fabrikatsteuer, sondern auch gegen jede indirekte BeDeutsche Liedertafel, Grüner Weg 29 bet Säger.- Sängergruß, am 1. April 1894 ihre Wirksamkeit üben. Der Art. 1 besagt, steuerung. Diesem Zwecke solle die Versammlung dienen, Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Epheu, Aderstr. 123 bet Stümte. Gesangverein Freiheit 1", Bülowstr. 65 bei Richter. daß die Gesundheitsbeamten des Staates und die Orts- Polizei- wie auch der nach Berlin einberufene Kongreß. Auch seien Echo 2" 9 Uhr abends uebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauser= behörden, sowie die von den letteren beauftragten Personen be- die Konsumenten heranzuziehen und aufzuklären darüber, daß die traße 42. Gesangverein Gerechtigtett Westen, Bülowstr. 66 fugt sind, die zum Vermiethen bestimmten Wohnungen und Tabakprodukte ihnen um 2/5 vertheuert werden sollen. Gin Bu- bet Werner.- Gefang- und Theaterverein„ cacie( geantsch). Thor). Schlafstellen einer Untersuchung dahin zu unterwerfen, ob aus fammengehen mit den Fabrikanten sei unmöglich. Nur scheinbar 8eugbofftr. 8 bet Behlendorf.- Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, AdlersFreies Lieb 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlihrer Benuzung zum Wohnen oder Schlafen Nachtheile für die liegen gemeinsame Intereffen vor. Würde das Steuerprojekt zur traße 11 bet Heinecke. Wacht auf Wörther und Rytestraßen Ecke bet Gesundheit oder Sittlichkeit zu besorgen seien. Die gleiche Be- Wirklichkeit, so ist zu erwarten, daß die Fabrikanten auf Kosten Schmidt. Lustige Sänger in Potsdam, Brandenburger Kommunt tation 16. Blumenlese, Sebastianstr. 3, bet Meter. Freiheit 3 fugniß steht den genannten Organen betreffs der Schlafräume der Arbeiter sich zu retten suchen. Pflicht der Arbeiter ist es, Bernau, im Schüßenhaus. Frete Gloden, Mariannenstraße 31-32 zu, welche von Arbeitgebern ihren Arbeitern, Lehrlingen, Dienst sich ihrer Organisation anzuschließen und energisch für dieselbe bei Doberstein. Senefelder, Landsbergerstr. 31 bei Seehausen.( đo 3, „ Nordstern", Müllerstr. 7 bet boten 2c. zugewiesen werden. Die Polizeibehörde fann, wenn einzutreten.( Zustimmung.) Er beantragte folgende Resolution: Behlendorf, Karlstraße bei Regler. Männergefangverein Wa ch' Auf", Pantow, Wollantstr. 115 die Wohn- oder Schlafräume den gesundheitlichen Erforder- In Gewägung, daß alle indirekten Steuern auf Bedürfniß- Reichard. bei Hermann Sonntag. Männergesangverein, ich entrans", Brenzlau, nissen nicht entsprechen, nach Rechtstraft ihrer erlassenen artikel der großen Maffe des Voltes eine höchst ungerechte und im Kaifergarten. Männergesangverein ottbuser Harmonie", Verfügungen die Ausweisung der in die Wohnung oder verwerfliche Belastung gerade der ärmsten Kreise des Volkes be- Schönleinstraße 6 bei Otto Klein. Weddinger Harmonie, Müller7.- Gefangverein der Klempner. Stromstr. as bet Bange. die Schlafräume aufgenommenen Personen anordnen. Der Ver- deuten; ferner, daß von den Vertretern der Reichsregierung Männerchor Nord- It, Sandsberger- Allee bet Ferb. Krauſe. Harmonie, miethung im Sinne des Gesetzes steht jede Vergebung von Woh- wie von den Vertretern der Parteien, welche für eine Vermehrung Rirdorf, Bergstraße 120 bet Bartha( Deutsches Wirthshaus). Heimath nungen oder Schlafstellen gegen Entgelt gleich. der Heereslasten eintraten, bestimmt versprochen worden ist, die tlänge, Köpenick, Rosenstraße bet Troppenz. Almenrausch, Wieners Die Bestimmung: Die Polizeibehörde tann", regt die Frage neuen Steuerlasten von den Schultern der wirthschaftlich Schwachen Straße 1-6 bei Bolle. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. an: Wird die Polizei die ihr in dem Gesetz gestellte Aufgabe möglichst fernzuhalten, des Weiteren die Einführung der Tabakale Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an B. Hentet, auch mit dem Nachdruck erfüllen, der erforderlich ist, um wirklich fabrikatsteuer erstens die Tabatfabrikate erheblich vertheuern und Bergmannstraße 21, Hof 3£ r. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bet Loutfenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei eine Besserung in den gräulichen Verhältnissen des Schlafstellen- damit den Verbrauch von Bigarren einschränken wird, zweitens, Ratte, Andreasstr. 18. Möhring, Admiralftr. 18c. Musikverein Hoffnung, bei Dreßler, Eisen= wefens herbeizuführen? Wir erinnern uns lebhaft daran, daß die in der Tabakbranche noch zahlreich vorhandenen Kleinbetriebe, bahnstraße 6.- Geselliger Mufitoilettanten Verein Münstermann, bet zu der Zeit als Genosse Bebel seine Arbeit über die Lage der sowohl durch die Bertheuerung des Produkts, wie durch die mit witte, Hochstr. 32a. üebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter im Bäckerhandwerk veröffentlichte und die Kapitalisten- der Fabrikatsteuer nothwendig verbundene äußerst komplizirte Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltimer, Tentpelhofer Ufer. Theater- Gesellschaft 2iberte, Rottbuser Damm 108 bet Wteter. preffe ein Indianergeheul anstimmte, der Oberbürgermeister Ohly und belästigende steueramtliche Kontrolle gegenüber dem Groß- Theaterverein Freie Kunst, Blumenstr. 46 bei Bent, 8% Uhr. Bither von Darmstadt über seine sozialdemokratischen Kollegen im Landtag betrieb, ganz konkurrenzunfähig machen und zu Grunde richten flub Gemüthrichteti, Kreuzbergstr. 7, Restaurant Bittoria. fagte: Ich begreife nicht, was die Preffe eigentlich an Bebel's wird; drittens mindestens 50 000 in der Tabatindustrie beverein orwärts in Rirdorf, Hermann- und Wanzitaftr.- Ecke bei Rober. Schüzenverein Freitugel, Staltgerstr. 84 bet Gente. Ausführungen auszufeßen hat. Die Leute scheinen gar teinen schäftigte Arbeiter erwerbslos werden und dem noch verbleiben den Gefang, Curn- und gesellige Vereine. Dienas. Gefangverein Tambours Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Musikverein| Livorno find 8 Personen an Cholera erkrankt und eine gestorben. Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Gendte. Straße 144 Vorstädtisches Kasino. Theaterverein Freundestreis", " " Neapel, 1. Oktober. An Bord der Panzerschiffe ,, Affondatore" und Italia" wurden einige Cholerafälle festgestellt. Die Schiffe sind deshalb nach Asinara zur Quarantäne geschickt worden. Die Entsendung eines Geschwaders nach Tarent unterbleibt.- Brest, " Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) London, 2. Oktober. Einem Privattelegramm zufolge sind Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Lessing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Geſellſchaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnider: 1. Oktober. Gestern sind hier 3 Personen an Cholera gestorben. Die Bemühungen des diplomatischen Corps in Rio de Janeiro, Straße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bei Der Gesundheitszustand der Stadt hat sich gebessert. eine friedliche Lösung herbeizuführen, ohne Erfolg geblieben. Der Nicolay, Elisabethtirchstr. 14. Theaterverein Vulkania bei Täger, San Biman ein neuer Heiliger. Der„ Kreuz- Admiral de Mello ließ gestern während des ganzen Tages die Gartenstraße 13-14. Theaterverein Bultania 2 Abends 9% Uhr Acer: Beitung" entnehmen wir folgende heitere Geschichte aus einem Forts bombardiren. Die Preise für Lebensmittel sind so hoch, Gigung 9 Uhr, Restaurant Razorte, Golmsftr. 1. südamerikanischen Blatt: wie während einer Hungersnoth. In der Stadt herrscht eine Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. Vor mehreren Jahren brachte ich die Bilder von unserem Panit. Bergnügungsverein Nordw a cht, Abends 9 Uhr, im Lotale FennbräuLondon, 2. Oktober. In Yorkshire haben heute 6000 BergRestaurant, Fennstraße Nr. 21. Geselliger Verein Brüderschaft, im damaligen Kronprinzen, nachherigen Kaiser Friedrich III., und Rest. Deutscher Reichsabler, Beusselstr. 9. Bergnügungsverein Saturnalia. von Bismard von Corrientes mit. Diese prangten natürlich leute die Arbeit wiederaufgenommen. Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Gigung. Vergnügungsverein Fidelio, in meiner Waldhütte, die ungefähr zehn Leguas vom ParaguayAbends 9 Uhr Sizung mit Damen bei Seifert, Oranten straße 21. Geselliger Berein Mehr Licht" Abends 9 Uhr, fluß abliegt, also dort, wo die Zivilisation zu Ende ist. Meine Große Frankfurterstr. 133 bei Golds. Touristenklub Wander- Freude an den beiden Bildern wurde aber bald gestört. Zwei Iuft" Abends 9 Uhr, Fransectiſtr. und Schönhauser: Allee- Ecke. Geselliger Arbeiterverein Soffnung. Bereinslotal( Süddeutscher Brauerei- Paraguayerinnen, die in der Nähe von Bermejo wohnten, Briefkaffen der Redaktion. Ausschant) Reichenbergerstr. 21. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. hatten diese taum gesehen, als sie auch ganz erstaunt über Geselliger Verein Regina Sigung mit Damen Oranienstr. 153 bei Schön die zwei Heiligen( Santos) waren. Besonders el Herrn A. L., Berlin. Sie waren so freundlich, mir ,, einwalder. Vergnügungsverein& una. Sigung bei Haberecht, Große Frant: Santo moroti con el curuzu vel cüsé tuchá( der weiße geschrieben" nachstehenden Schreibebrief zu übersenden: furterstr. 30, Fidelitas. Männerchor Waldesrausched im Restaurant Hohenzollern", Gendelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends Heilige mit dem Kreuze und dem großen Meffer) stach Berlin, den 29. Sept. 1893. 9 Uhr im Restaurant Broz, Annenstr. 9. ihnen in die Augen. All mein Widerreden, sogar daß der An die Redaktion des Vorwärts", Musit- Dilettantenverein, Preziosa", Abends 8% Uhr, Uebungsstunde Weiße" Bismarck heiße und„ un hombre mui bravo" wäre, in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. zu Händen des Herrn Wilhelm Liebknecht. Bitherklub " Freiheitstlänge" bet G. Frante, Apostelfirche 7 b. Bitherverein fonnte nichts helfen. Für die Weiber blieben die beiden AbGeehrter Herr! " Ginigtett". Abends 9 Uhr bei Gründel, Dresdenerstr. 116. gebildeten, Santos". Mit den Indianern wurde ich besser fertig. In der Nummer des Vorwärts" vom Sonnabend, den Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, indem ich ihnen erklärte, es wäre der„ Cazique de mi pais". 23. September d. J. bringen Sie am Schluß der Erklärung der Reichen bergerstraße 24, bei Schröder. Böckhstr. 51. Rauchflub Brud erbund. Abends 9 Uhr, bei Stabernad, Kurz darauf fand ich vor meinem Rancho Wachsflecken. Ein Pariser Delegirten zum Züricher Kongreß die Behauptung, die Pücklerstr. 49. Rauchflub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant Peon, den ich darüber zur Rede stellte, erklärte mir, daß die Werner und Kompagnie sind aus unserer Partei wegen unzum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchflub Unverzagt bei C. Ruppin, zwei bekannten Frauen wieder dagewesen wären, weil sie einen ehrenhafter Handlungen ausgeschlossen." Blumenstraße 49. Rauchflub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchklub Gemüthlich feit 2, Verwandten hätten, der schon lange frank sei, und da kein Arzt Da ich mich nun als Anhänger der Anschauungen Werner's Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpeniderstraße 161. Rauchflub Blaue Luft, noch Heiliger bis dahin geholfen habe, so wollten sie es einmal in politischer als auch gesellschaftlicher Beziehung bekenne, so Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Abguß, 8½ uhr, mit dem„ Weißen, der das große Messe hätte", probiren, des- liegt mir besonders viel daran, die unehrlichen Handlungen" bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchtlub Abguß 1. Abends 8 Uhr bei Nawrod Markusstraße 23. Rauchtiub Grüne Quaite", Abends halb hätten sie die Lichter angezündet, sich dazu gesezt und fennen zu lernen. 9 Uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. Rauchklub Eldo- Mate getrunken, bis die Lichter ausbrannten. Ungefähr drei Ich lade Sie deshalb zu der, zu diesem Zwecke von mir rado Abends 8% Uhr bei Gayer, Pallisadenstraße Nr. 66-67. Rauch: Wochen später erstaunte ich nicht wenig, als meine Paraguayerinnen einberufenen Versammlung ein und erwarte, daß Sie bestimmt flub Tabatsblüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 19. tlub Golumbus, Abends 8% Uhr, bei A. utte, Oppelnerstr. 23. Statffub mit noch einigen Kompaneras und Kompadres angefprengt in derselben erscheinen werden umsomehr, da es Ihnen doch Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Laufigerstr. 50. fammen. Sie erzählten mir dann unter größter Freude, daß ihr nur eine willkommene Genugthuung sein tann, Ihre zu Anfang Verwandter gesund geworden wäre und daß dies der San erwähnte Behauptung in öffentlicher Versammlung auch zu beBiman" gethan hätte, ich möchte ihnen diesen überlassen, sie weisen. wollten mir alles geben was sie hätten, einen schönen Altar sollte Aus dem Hallenser sowie auch aus dem Erfurter Parteitagser auch bekommen. Selbstverständlich war Bismarck für mich Protokoll ist nichts Derartiges zu ersehen und glaube ich somit, verloren, denn wer kann diesen schwarzäugigen Paraguayerinnen mit dieser Versammlung die beste Gelegenheit zur Beweisführung widerstehen? Also anderen Tages wurde das Bild in bestes Ihrerseits gegeben zu haben. Zuch eingepackt und seinem neuen Bestimmungsort zugeführt, wo es viele Kranke geheilt und die übrigen Santos vollständig in Schatten gestellt haben soll. Rauchflub Dämmerwolte, Vermischkes. Rauch # " Nun, dümmer als unsere christlich- germanischen Heiligen anbeter sind diese Paraguaynischen auch nicht. Nur daß sie das Glück haben, in der Majorität zu sein. San Biman" thäte deshalb wirklich gut, nach Paraguay zu gehen. Hier im undankbaren Deutschland ist er nur eine alte Rafetentiste", dort wäre er unumschränkter und konkurrenzloser Nationalgöße, vor dem alles auf den Knien herumrutschte. Kann er sich noch befinnen? " Die Versammlung findet am Dienstag, den 3. Oktober d. J., Abends 8 Uhr, in dem Lokale Norddeutsche Brauerei", Berlin N., Chausseestr. 58, statt und erlaube ich mir noch zu bemerken, daß im Nichterscheinungs- Falle jene Behauptung auf Ihre Person zurückfallen würde. Zeichnet Achtungsvoll Adolf Löhr, Schriftgießer, Berlin N., Ackerstr. 40. Ich nehme zu Ihren Gunsten an, daß Sie selber sich keinen Augenblick in dem findlichen Glauben gewiegt haben, ich würde durch Besuch Ihrer Versammlung Reklame für Sie und Ihre Genossen machen. Hamburg, 1. Ottober. Von gestern früh bis heute früh sind zwei neue Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Von den früher erkrankten Personen sind zwei gestorben. Ham burg, 2. Oktober. Von gestern früh bis heute früh sind drei neue Erkrankungen an Cholera vorgekommen, von denen eine tödtlich verlief. Von den früher erkrankten Personen sind zwei gestorben. In Altona ist eine am Sonnabend unter verdächtgen Erscheinungen ertrantte Person gestern an Cholera gestorben. Petersburg, 30. September. Bom 26. bis 28. d. M. sind in Petersburg 166 Ertranfungen an Cholera und 78 Todesfälle vorgekommen, vom 23. bis 26. d. M. in Moskau 18 Erkrankungen und 9 Todesfälle, vom 17. bis 23. d. M. in Warschau eine ErUnd nun einen guten Rath. Lernen Sie lesen! frankung und ein Todesfall, vom 10. bis 16. d. M. in den Der größte Frachtdampfer der Welt ist der neue White Sie werden dann finden, daß ich von Ausstoßung wegen Gouvernements Warschau 7 bezw. 5, Plozt 7 bezw. 4, vom 17. Star- Dampfer" Cevic". Das Schiff ist 500 englische Fuß lang, unehrenhaften Handelns" nicht wegen unehrenhafter bis 23. d. M. in den Gouvernements Wilna 15 bezw. 4, Wol- 60 Fuß breit und 38 Fuß hoch; es hat eine Wasserverdrängung Handlungen" gesprochen habe. Und Sie werden dann hynien 670 bezw. 240, Woronesh 251 bezw. 147, Grodno 109 bezw. von 14 089 Tonnen. Der„ Cevic" ist ganz aus Stahl gebaut. weiter in den Protokollen des Halleschen und des Erfurter Partei. 38, Lomsha 138 bezw. 63, Mostau 88 bezw. 39, Orel 158 bezw. 57, Er soll zum Viehtransport von New- York nach Liverpool dienen. tages den reichlichen Beweis dafür finden, daß der Ausdruck Radom 13 bezw. 5, Petersburg 136 bezw. 65, Tula 239 bezw. 75. Zweck der Nase. In einem Kantons Hauptstädtchen der„ unehrenhaftes Handeln" wohlverdient ist. Freilich lesen muß Rom, 30. September. In den letzten 24 Stunden sind in Livorno Pfalz erklärte der Lehrer den Kindern die fünf Sinne. Er sagte man tönnen, und wissen, was ehrenhaft und unehrenhaft ist. 10 Personen an Cholera erkrankt und 12 gestorben, darunter 11 ihnen, daß wir die Ohren haben zum Hören, die Augen zum W. Liebknech t. bereits früher erkrankte. In Palermo find 32 Erkrankungen und Sehen und frägt dann das Peterle: Wozu haben wir die Nase?" 10 Todesfälle vorgekommen, in Patti und Marino 2 Erkrankungen Peterle antwortet pfiffig: Aß mer fe buten fann!" und 2 Todesfälle, in Rom 3 Erkrankungen und 1 Todesfall.- Infolge starker Regengüsse, so wird aus Rom gemeldet, Rom, 1. Oftober. In den letzten 24 Stunden ist hier eine steigen die Flüsse Arno und Reno. Die Eisenbahn- Verbindung Person unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt; inzwischen Bologna und Florenz ist unterbrochen. Berlag des Borwärts" Berliner Volksblatt وو Berlin SW., Beuth- Straße 2. Das zur diesjährigen Maifeier in Aussicht gestellte Kundblatt $ welches bereits in der Maifest- Zeitung als Mittelbild gebracht wurde, ist nunmehr in bedeutend vergrößertem Maßstabe- Plattengröße 68 x 47 cm, Kartongröße 95 x 73 cm in feiner Kupferägung ausgeführt in unserem Verlage erschienen. Das Bild heißt: Der erste Mai und ist dazu angethan, jeden Versammlungsraum, jedes Vereinszimmer der Arbeiter zu verschönen, vor allem wird es für jedes Proletarierheim ein würdiger Zimmerschmuck fein. Um dies wahrhafte Kunstblatt auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen, ist der Preis auf nur festgesetzt. Drei Mark Gegen Einsendung des Betrages werden Bestellungen von außerhalb porto: und emballagefrei effettuirt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Das Allerbeste ist kaum gut genug. Für die Wäsche benutze man deshalb nur Karol Weil's Seifenextract, das ergiebigste und sparsamste Waschmittel, welches die Wäsche schont und blendend weiss macht. 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SchimpfwörterPeriton. Mißhandlungen. Molochs Justia. Gelbstmord. Naturheilarat Dr. med. Böhm. Schlußbetrachtungen. Preis 20 Pfg. Bei Partiebezug hoher Rabatt. Verlag der Münchener Homöopath. Arzt und Kneipp'sche Von", München, Windenmacherstraße Nr. 5. Zu beziehen Wasserkuren( in 28örishofen gew.) durch alle Buchhandlungen und Kolporteure. 48892* Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak. Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zable ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Dr. Hösch, Linienstraße 149. 8-10, 5-7. Sebasteaneum Kneipp'sche Wafferheil anst. Dorotheenstr. 49 Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrit Grüner Weg 80, prt. Eing. v. Flur. Stiegliße Möbel u. Polsterwaaren Aug: Herold, Staart, Pfaffen 2,50 M., Buchfinken, Oranienstr. 83/84. 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