Ur. 235. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poit Beitungs- Breisliste = für 1893 unter Mr. 670s. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonn: und festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Einführung der Berufung gegen Urtheile der Strafkammer. Freitag, den 6. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Berhandlung stehenden bekannt zu ſein pflegen. Alles das Urtheile Berufung eingelegt wird, die Urtheile erſter Instanz " sind Klagen, deren Berechtigung von den oben genannten geändert. Erfährt doch in außerordentlich zahlreichen Vertheidigern der bestehenden Staats- und Gesellschafts- Fällen der Verurtheilte erst durch die schriftlichen Entordnung zugegeben werden und deren Anzahl sich ins Un scheidungsgründe die mit Recht in juristischen Kreisen " Für eine gedeihliche Wirksamkeit der Strafrechtspflege gemeffene vermehren ließe. Es genüge zum Erweis eine als Entschuldigungsgründe" für das mündlich verkündete erscheint es von hohem Interesse, daß die Rechtsprechung Stelle aus einem Gutachten Frant's wörtlich zu zitiren: Urtel bezeichnet werden- was er denn eigentlich gethan haben, von dem Vertrauen der öffentlichen Meinung getragen Die berufsmäßige Ausübung des Richteramtes, wie der Sachverhalt gewesen sein soll. Ist es doch eine werde," schrieb der jetzige preußische Justizminister v. Schelling schreibt er, schließt die Gefahr in sich, daß der in der Haupt- willige, eben nur in juristischen Sachen mögliche Ungemit Hecht vor einer Reihe von Jahren. Derselbe Minister verhandlung auftretende Angeklagte nicht unbefangen reimtheit, die Berufung in den Fällen, die geringe Anbetonte, daß von verschiedenen Seiten glaubhaft bezeugt beurtheilt wird. Es ist eine allgemein bekannte schuldigungen betreffen, zu gestatten, sie aber in den werde, daß die Erwartungen, welche an die Wirksamkeit und.... drückend empfundene Thatsache, daß der ältere schwereren, vor Straffammern, Schwurgerichten und der in der Strafprozeß- Ordnung mit Rücksicht auf den oder stark überlastete Strafrichter jeden Angeklagten von dem Reichsgericht( in Hochverrathssachen u. dgl.) verWegfall der Berufungen den Angeklagten gewährten Garan- vornherein als schuldig ansieht und demgemäß weit eher handelten Sachen auszuschließen. Hat man doch durch die tieen geknüpft waren, sich nur unvollständig erfüllt haben; einen Entlastungs- als einen Belastungsbeweis erwartet. Behinderung, thatsächliche Feststellungen" der Straftammer und auch die Hoffnung, schrieb er, daß die zur endgiltigen Die fortwährende Berührung des Richters mit verbreches im Revisionsverfahren anzugreifen, geradezu eine Prämie für Entscheidung in der thatsächlichen Frage berufenen Richter in rischen Elementen macht es begreiflich, daß er den Einzelnen möglichst gewissenlose Verhandlung und möglichst oberfläch dem Gefühlerhöhter Verantwortlichkeit in der Beweiswürdigung diesen ohne Weiteres zuzählt. Mit sichtbarer Ungeduld liche Begründung der Urtheile ausgesetzt: je schlechter, je mit um so größerer Genauigkeit und Strenge zu Werke wird der Angeklagte, mit noch größerer der Vertheidiger schablonenhafter ein Urtheil, desto schwerer ist es bekanntgehen würden, scheint wenigstens nicht überall ihre Be- angehört. Erledigung von Verfügungen oder lich, im Wege der Revision anzufechten. Sind das alles ftätigung gefunden zu haben." Seitdem find 9 Jahre ver- gar Studium fremder Akten während der Gründe, die für die Einführung einer Berufung zu gunsten flossen. Plaidoyers sind häufige Erscheinungen, aber ge- des Verurtheilten sprechen, so darf ebensowenig übersehen Die Richtigkeit der mit allen möglichen wenns" und wiß nicht geeignet, das Ansehen der Justiz zu werden, daß daß die Einführung der Berufung nur eine aber" verbrämten vom Justizminister vorgeführten Beug- stärken." Daß zwischen der Rechtsprechung durch die von ge- geringe Garantie für die Minderung der Fälle ungerechter uisse für den hohen Grad eines Mangels an Vertrauen zu lehrten Zunftjuristen besetzten Strafkammern und dem Rechts- Berurtheilung bietet. den von fünf zünftigen Juristen gefällten Straftammer- bewußtsein des Volkes eine breite Kluft gähnt, kann Die Forderung, welche allein eine zweckentsprechendere urtheilen ist nicht mehr streitig. Politisch völlig unver- jemandem, der sehen will, unmöglich entgehen. Daher ist Rechtsprechung herbeizuführen im stande ist, lautet und muß dächtige Zeugen, wie Professor Frank( Gießen), Reichsgerichts- es auch begreiflich, daß der Reichstag fast einstimmig in lauten: Unabhängigkeit der Nichter und Schutz vor Gerath Stenglein, Reichsgerichtsrath Mittelstedt und andere, fällen der Verurtheilung des jetzigen Systems einig war. Jahr wissenlosigkeit. Unabhängigkeit gegenüber der politischen sehr harte, aber völlig gerechtfertigte Urtheile über die außer- aus, Jahr ein stimmte er einem Antrage auf Einführung Verwaltungsbehörde, die heute die Staatsanwälte an ordentliche Mangelhaftigkeit der von gelehrten Juristen der Berufung gegen Straffammerurtheile zu. Von Session zuweisen befugt ist, Anklagen zu unterlassen oder zu er gefällten Straffammerurtheile. Es wird direkt von diesen, die zu Session tam seitens des Bundesraths die Antwort, daß heben. Die Berwaltungsbehörde, die heute in Gestalt der selbst Zunftjuristen sind, ausgesprochen, daß in den meisten er dem Verlangen des Reichstages nicht nachkommen Staatsanwaltschaft fast den gesammten Strafrechts- Prozeß Straflammern die Verhandlung oft der nöthigen Gründlichkeit tönne. Gründe hat er, wiewohl ja Gründe so billig sein in voller gefeßlich garantirter Unverantwortlichkeit beentbehrt. Die alten Klagen über handwerksmäßig ihrem sollen wie Brombeeren im Herbst, nie angegeben, nie an- herrscht, gehört in einen absoluten Willkür, nicht in einen Beruf als Strafrichter nachgehende Richter werden wieder zugeben vermocht. Von Beit zu Zeit hieß es dann Von Zeit zu Zeit hieß es dann ge- sogenannten tonftitutionellen Rechtsstaat. holt: der alte Ernst, klagen selbst die beredtesten Anhänger wöhnlich kurz vor dem Begehr, neue Steuern, neue Lasten Die heutige Abhängigkeit der Ernennung und Beförderung der heutigen Gesellschaftsordnung, ist aus den Gerichts- für Militär und andere unproduktive Zwecke zu bewilligen der Richter von der politischen Verwaltungsbehörde führt tribunalen gewichen, deren Mitglieder größtentheils wie, das Reichsjustizamt sei ernsthaft mit Ausarbeitung einer naturgemäß dazu, daß häufig zwischen zwei sonst gleichen andere Geschäftsleute ihre Arbeiten nur nothdürftig Vorlage befaßt, die die Berufung gegen Straffammer- Bewerbern der politisch Genehmere gewählt wird, auf den abzumachen suchen und kein Gewissen dafür haben, urtheile einführen wolle. Dieselbe Nachricht wird auch man glaubt in gewissen Prozessen sicher rechnen zu können. daß sie das Recht verwalten sollen". Eine Anzahl haupt jezt wieder offiziös verbreitet und in bürgerlichen Blättern Strebsamkeit, Charakterlosigkeit müssen statt der für ein sächlich jüngerer Richter suchen den Mangel an Kenntniß über die außerordentlich nebensächliche Frage spaltenlang gerechtes Urtheil nothwendigen Selbständigkeit durch solch' des Rechts und an Kenntniß der Verhältnisse des praktischen diskutirt, ob die Berufungskammern bei den Landgerichten System gezeitigt werden. Lebens durch ein schneidiges Auftreten zu ersezen. So oder bei den Oberlandesgerichten eingerichtet werden sollen. Vor allem aber: zur Entscheidung der Frage, ob manche von ihnen sind grob den vermeintlich niedrigeren In diesen müßigen Streit einzugreifen, liegt uns fern. jemand schuldig oder nicht, bedarf es keiner rabulistischen, Klassen" gegenüber, fazenbucklig strebsam nach oben", Nothwendig erscheint es aber, gegen die jetzt mehrfach ge- haarspaltenden Juristerei, die zu dem strafrichterlichen " patent" im äußeren Auftreten, hohl jeder Ueber machten Versuche aufzutreten, den Schein zu erwecken, als Sport, für straffällig zu konstruiren, was zur Anklage steht, zeugung, bar jeden Charakters, echte Früchte militärischen ob durch die etwaige Einführung der Berufung die Kluft, zur Verknöcherung und Ueberhebung führt, sondern eines Drills militärischer Erziehung zur Disziplin". welche zwischen dem Rechtsbewußtsein des Volkes und der gesunden Menschenverstandes, einer praktischen Lebens Auch die schneidigen, älteren Beijißer der Straftammern Rechtsprechung sich gähnend aufthut, überbrückt oder gar erfahrung, politischer Unvoreingenommenheit und des folgen der Verhandlung nicht, erledigen" ihre Pflicht beseitigt werden könnte. Willens gerecht zu sein. Je mehr die Klassengegensätze sich während der Verhandlung durch Hinwerfen ihrer Unter- Die Einführung der Berufung kann gewiß den Erfolg zuspißen, desto schärfer wird gerade die die Arbeiter schrift unter Beschlüsse und andere inhaltsreiche und folgen haben, daß hin und wieder ein Verurtheilter in zweiter Instanz klasse von der Rechtsprechung durch ihre politischen schwere Verfügungen, die sich auf andere Sachen be- freigesprochen wird. Werden doch nach der Justizstatistik Gegner getroffen. Die heutigen Berufsmäßigen und die soziehen, welche ihnen allerdings ebenso wenig wie die zur in 42 pCt. der Fälle, in denen gegen Schöffengerichts- genannten Laienrichter bestehen aber zum übergroßen Theil Feuilleton. [ 26 ,, Und Sie bleiben halsstarrig," fragte jener, nichts für sich und andere Anführer annehmen zu wollen?"" gehungert, aus allen Wunden blutend, wollen wir noch gegen England und Deutschland für ihn kämpfen. Und Lassen wir das," rief Roland, Sie sollten uns doch nie würden ich und meine Freunde dazu helfen, unser Land endlich kennen. Nicht um Raub und Gewinn haben wir ganz unter fremde Botmäßigkeit zu bringen, auch wenn er diesen heiligen Krieg unternommen. Arm wollen wir alle so grausam gegen uns verharrt: darauf rechnen Sie nicht. gern bleiben. Aber die Hilfe? Wo weilt sie? Wir thun Aber kriegen, auf edle Art, will ich für meine Sache, so Der Aufruhr in den Cevennen. mit den wenigen Mitteln, was wir können, aber ein lange ein Athem in mir ist. Wir beschäftigen hier, so schwach Eine Erzählung von Ludwig Tied. " für alle Fälle" großes Unheil fann uns alle einmal vernichten, und dann wir auch sind, eine ganze Armee, und damit helfen wir wird jede Unterstützung von außen zu spät kommen, da dem Auslande schon genug. Meinen Sie nicht, daß ich mich jetzt selbst eine kleine sehr folgenreich sein würde. Aber ich mit dieser Gesinnung einen guten Unterthan nennen muß, ahnte schon die Zukunft, man wird uns verschmachten und da ich, meines Ungangs gewiß, den König und mein Land Dieser kam jest herbei, erforschte mit Liebe Edmunds umkommen lassen, und dann beklagen, daß man nicht früher so schone, wie ich es thue? Hier fall' ich im Gefecht, oder Befinden und trug dann dem Mazel auf, Wachen rund geholfen. So ist es immer, wenn man auf den Beistand gefangen erwarten mich Schmach und Marter, kein Funke Erumher aufzustellen, denn Herr Flotard komme und habe der Auswärtigen vertrauen soll." barmen leuchtet mir. Jch aber entzünde nicht den Flammengeheime Dinge mit ihm zu besprechen, die niemand hören Darum fönnte eine Summe eifer meiner Leute und ihre Wuth, um in das Land blind dürfe. Abraham ging, und gleich darauf trat aus dem meinte der Fremde. hineinzubrechen, um auf ein gefährliches Spiel alles zu Walde gegenüber ein fein gekleideter Mann, dem Roland ,, Nein," rief Roland mit großer Heftigkeit. D mein sehen, wodurch auch manchmal der Rasende gewinnt. Ich höflich entgegenging, und beide eilten dann nach der Ferne, Herr, meinen Sie denn, daß ich an einen glücklichen Auszügle fie vielmehr. Für mich thu' ich nichts, für die wo sie am Saum des Waldes eifrig sprechend auf- und gang glaube? Ich lebe und sterbe diesem Kampfe, mag er Meinigen und meine Religion alles. Und, brauchte ich niedergingen. doch enden, wie er will; als ich den Muth hatte, das doch die Armen nicht mit in meinen Untergang zu verSchwert zu ergreifen, habe ich auch sogleich die Scheide wickeln! Aber der König, das Schicksal, hat es einmal so hinter mir weggeworfen. Ich habe mich dem Untergang gewollt." geweiht. Mag mein Name verunglimpft werden, der Bessere soll fühlen, daß ich nicht niederträchtig, daß ich dennoch ein guter Unterthan war." „ Kannst Du hören, was sie reden?" fragte Edmund den alten Eustach. „ Nein, Bruder," antwortete jener, wie wär' es auch möglich, da sie so entfernt von uns find, daß ich sie kaum unterscheiden kann?" Edmund aber, indem er seinen Sinn zu Roland neigfe, konnte zu seinem Erstaunen alles klar und deutlich verstehn, so daß ihm auch nicht ein Wort der Unterredung entging. " Ich danke Ihnen, mein Herr," sagte Roland, diese Summen kommen gerade zu rechter Zeit, und werden den armen Soldaten zu den Bedürfnissen verhelfen, die sie so lange schon haben entbehren müssen. " Ein Unterthan?" fragte jener. " Ich verstehe, mein Herr, das Befremdliche in diesem Tone sehr wohl. Sie meinen, ich, ein Rebell, ein Geächteter, der selbst vom Auslande Summen annimmt, müsse nun auch den Feinden meines Königs um jeden Preis feil sein, müsse meinem Monarchen auch schadenfroh jedes Unheil gönnen. Aber so ist es nicht, so tief fintt tein Fran3ose. Der König gebe unser Gewissen frei, und lahm, ab,, Weiter soll ich anfragen," fing Flotard von neuem an, ob man nicht geschickte Offiziere als Anführer in das Gebirge bringen sollte". " Ich widerrathe das," sagte Roland ernst. Nicht meinetwegen. Ich weiß nicht, wie wir den Krieg angreifen, aber noch beschäftigt dieser kleine Bergfleck eine große Anzahl regulirter Truppen. Wir haben mehr gethan, als wir jemals nur im Traume denken durften. Und alle diese armen begeisterten Menschen, die nie fragen, wie stark der Feind sei, die mit Lobgesang sich in die Bajonette und die Flammen des Scheiterhaufens stürzen, sie würden keinenr lediglich aus folchen, deren Erziehung, Interessen und An- 1 schauung eine Voreingenommenheit zu gunsten der Bourgeoisie begreiflich erscheinen lassen. Die Richter müssen aus dem Volke genommen und durch das Volk gewählt werden, wenn eine Rechtsprechung insbesondere in politischen Prozessen, einen Anspruch darauf erheben will, daß sie ihrem Ziel nahe kommt, feinen Unschuldigen zu ver urtheilen, feinen Schuldigen freizusprechen. Gegenüber dieser Forderung der Rechtsprechung durch aus dem Volk eitt nommene und vom Volk gewählte Richter ist die Einführung einer Berufung außerordentlich nebenfächlicher Natur. Politische eberlicht. Berlin, ben 5. Oftober. Bundesrath. Ju der heutigen Sihung des Bundes rathes wurde der Antrag Preußens mit dem Entwurf eines Gesezes, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung, den Ausschüssen IV und VI überwiesen. Die Vorlage, betreffend eine lebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete von Kamerun und Togo und des südwestafrikanischen Schutzgebietes für das Etatsjahr 1892/93 wurde dem VII. Ausschusse überwiesen.Bur Tabakstenerfrage bringt die„ Kölnische Bolts- Beitung" in ihrem Artikel über die Tabak- Fabrikatsteuer und die Arbeiterintereffen werthvolles Material bei. Wir entnehmen demselben bas Folgende: Die bei weitem am stärksten fonfumirten Sorten sind diejenigen, welche von den Händlern zu 5 Pf. per Stück detaillirt werden. Nach zuverlässiger Feststellung repräsentiren die 5- Pf. Bigarren über die Hälfte des auf 5 500 000 Mille sich beziffernden deutschen Gesamtkonsums. Etwa ein Achtel davon ( etiva 700 000 ille) geht noch unter 5 Pf. per Stück in den Konfum über, und kaum 2 000 000 Mille haben einen Detailpreis von 6 Pf. per Stück und darüber. Nach den bei der Steuererhöhung von 1879 getnachten Erfahrungen ist angus nehmen, daß die große Maffe der Raucher, welche den minderbesitzenden Bevölkerungsschichten angehört, bei dem gewohnten und durch ihre Einkommensverhältnisse bedingten Preise von 5 Pf. per Stück stehen bleibt, und diefen, den weitaus größten Theil des Ganzen ausmachenden Zigarrenbedarf wird fünftig allein die füddeutsche( namentlich badische) Bigarrenindustrie gu befriedigen in der Lage sein, da dieselbe mit dem ihr besonders leicht und billig zugänglichen und( weil künftig stenerfrei) wohlfeilsten Rohmaterial( dem einheimischen Tabak) und den niedrigsten Arbeitslöhnen arbeitet. Diese Umstände, die den deutschen Zigarrenhändlern wohl bekannt find, machen es der norddeutschen Industrie un möglich, in den niedrigen Preislagen mit der badischen Industrie au fonfurriren. Die bedeutende westfälische Zigarrenindustrie z. B. verdankt ihren Ruf lediglich der beliebten Qualität ihrer auch in der 5- Pfg.Preislage ausschließlich aus fiberfeeifchen Tabaten hergestellten Fabritate. Nach Einführung der Fabritatftener fann aber eine rein aus überfeetschem Zabat hergestellte Bigarre nicht mehr zu einem Preise geliefert werden, der es dem Händler ermöglichte, dieselbe zu 5 Pfg. per Stüd zu detailliren; der Händler wird vielmehr für den Bezug dieser meist begehrten Konsumzigarre ausschließlich auf die füddeutsche Zigarrenindustrie angewiefen fein, bei der er schon heute die unter Zuhilfenahme von deutschem Tabak fabrizirten Bigarren am billigsten tauft. Sollte es sich beftätigen, daß eine Fakturawerthsteuer von 40 pet. flir Bigarren beabsichtigt wird, so würde sogar auch die Lieferung der 6 Pfennig- Bigarre der süddeutschen Industrie großentheils aufallen. Die naturgemäße Folge dieses Zustandes der Dinge wird also ein gewaltiges Anwachsen der badischen und eine weit über den allgemeinen Konsumrückgang hinausgehende Abnahme der norddeutschen Industrie fein. Während Baden jetzt etwa 30 000 Arbeiter in der Tabat Jndustrie beschäftigt, Bayern, Württemberg und Elfaß- Lothringen zufammen etwa 10 000, Breußen etwa 80 000 und die übrigen norddeutschen Staaten zusammen etwa 40 000 in runden Ziffern, würde sich in wenigen Jahren nach Einführung der Fabrikatsteuer, einen allgemeinen Rons fumrüdgang von etwa 25 p Ct. angenommen, das Verhältniß etwa so gestalten, daß von den in Zukunft be schäftigten höchstens 120 000 Arbeitern mehr als die Hälfte von der süddeutschen Industrie be schäftigt werden würde. In Preußen und dem übrigen Norddeutschland, wo jetzt also in der Tabakindustrie zusammen 120 000 Personen ihren Unter fremden Führer folgen, der nicht denselben Glauben, die felbe Noth mit ihnen theilt. Denn, wie ich sage, es liegt ihnen nicht daran, Meuterer und Empörer zu sein, und so einer fremden Fahne, wenn auch mit mehr Sicherheit, zu folgen. Sie fiegen nur und kämpfen nur unter ihren betaunten Landsleuten, die mit ihnen beten und fingen, beren Herkunft sie wissen, und deren Prophezeiung sie ohne Furcht in die augenscheinlichste Gefahr jagt." Im Auslande", sagte Flotard, lacht man über diese Propheten; wie denken Sie denn darüber?" balt finden, würde dann sicherlich nicht mehr für die] Hälfte Arbeitsmöglichkeit vorhanden sein. Nun muß man sich die Sache nicht so denken, daß aus Norddeutschland eine entsprechende Anzahl von Arbeitern nach Süddeutschland überfiet eln würde; das wird nicht geschehen; die Lebensbedingungen sind zu wesentlich verschieden, die Löhne in der fübdeutschen Bigarrenindustrie erhebe lich niedriger, und der norddeutsche Arbeiter, z. B. der westfälische, wird die heimathliche Scholle nicht verlassen. In Baden vielmehr werden nach und nach neue( meist weibliche) Arbeitsträfte angelernt, und Norddeutschland wird einen enormen dauernden wirthschaftlichen Schaden aus diefer Fabrikations- Verschiebung haben. dadurch armen Reuten entzogen. Aus diesen Gründen würde die gesammte Tabaksindustrie und speziell auch die herangezogenen Sachverständigen aller Branchen mit allen Kräften gegen die beabsichtigte Mehrbelastung des Tabaks sich erklären und dagegen wirken." F. L. Biermann, Bremen. Rich. Ermeler, Berlin. Ad. Rizhaupt, Wersauerhof in Baden. A. Collenbusch, Dresden. Herm. Hanewacker, Nordhausen. Herm. Schleicher, Kompagnie Laferme, Dresden. Dr. K. Diffeně, Mannheim. Wilh. Landfried, Heidelberg. Willi Schwening, Blotho a. Weser. Jos. Doms, Ratibor. Bernh. Loeser, Berlin. Die deutsche Gefeßgebung scheint uns leider einerseits eine u große Rücksicht auf den Zabat bau und anderseits eine zu geringe Rücksicht auf die Arbeiter zu nehmen, wenn man erivägt, daß der Gesammtwerth der deutschen Tabak- Ernte nur ein Biertel der an die deutschen Tabatarbeiter zur Auszahlung gelangenden, insgesammt 63 Mill. Mart ausmachenden Lohnsumme beträgt. Nach den Auslassungen des offiziösen Pindter soll Es wird also dittch die Mehrbelastung des Zabate, die die Steuerpflicht eintreten, sobald die Fabrikate im fertigen Konsum- Verminderung nur zu 25 pet. angenommen, den Bustande die Fabrik verlassen, während der Steuerbetrag Arbeitern der deutschen Tabak- Industrie feine geringere Summe berechnet wird nach Prozenten des durch die Rechnung nachan Arbeitslohn entzogen, als der Erlös einer ganzen Jahres zuweisenden Fabrifpreises. Aus diesen beiden Säßen, Ernte des deutfchen Tabakbaues überhaupt ausmacht! Der namentlich aus dem letzteren geht zur Evidenz hervor, Landwirth, für den der Tabakbau nicht mehr rentirt, verdient, daß auch der Arbeitslohn bei der Steuerfestsetzung wenn er etwas anderes anbaut, vielleicht weniger; er lebt in Anrechnung gebracht wird, aber in seinem Berufe weiter. Der Zigarrenarbeiter was liegt als bann als mächtig hingegen verliert mit der Arbeit zugleich den Unternehmer dann näher, feinen Beruf und verdient nichts mehr, sofern die Löhne zu drücken, denn je geringer der Gesammtlohn ihm nicht der Uebergang zu einem anderen Berufe gelingt, für das fertige Fabrikat, desto niedriger auch die Steuer, der für die körperlich vielfach schwächlichen in der Zigarren- und konkurrenzfähig will der Unternehmer doch unter Industrie beschäftigten Personen äußerst schwierig werden allen Umständen bleiben. dürfte. Der Lohndrückerei wird durch die Fabrikatsteuer Thür Der Tabat ist bereits mit 16 pet. feines Gefammt und Thor angelweit geöffnet, und je schmutziger der UnterKonsumwerthes belastet, während z. B. das Bier nur etwa nehmer, desto mehr wird er auf Kosten des Arbeiters ein Fünftel diefes Prozentfayes steuert, womit wir übrigens darauf bedacht sein, das Fabrikat für einen möglichst nieeiner Mehrbesteuerung des Bieres durchaus nicht das Wort reden wollen. Kann man es eine gerechte Steuervertheilung brigen Preis herzustellen; die Beche zahlt also auch hier, nennen, wenn angesichts dieser Thatsache der Tabat nun wie bei jeder anderen Gelegenheit, immer und immer wieder wieder auf's neue bluten" foll? Es blutet ja nicht der der Arbeiter. Zu unserem Leitartikel über die Tabak- Fabrifatfteuer wird uns geschrieben: Wenn die Fabrikatsteuer durchgesetzt wird, wird erst recht Lohndrückerei seitens der Fabrikanten in Schwung gebracht werden. Dies ist für die Tabakarbeiter wohl das wichtigste Moment bei dieser Frage. " für auf Tabak selbst, der theoretisch betrachtet, ein vortreffliches Darum müssen die Tabakarbeiter gerade jetzt ihre Steuer- Objeft fein mag; es bluten vielmehr die Organisationen stärken, denn diesem drohenden Druck auf Hunderttausende von Existenzen, welche beute ihre an sich schon erbärmlichen Löhne können die Tabakim Tabatgewerbe ihren Lebensunterhalt rechtschaffen erarbeiten. arbeiter nur durch strammes Zusammenhalten entgegen Wir vertrauen, daß bei vorurtheils freier Erwägung der Verwirken. hältnisse, wie sie in der deutschen Zabakindustrie nun einmal thatsächlich liegen, die öffentliche Meinung zu der Ueberzeugung kommen wird, daß das nothwendige Geld für das Reich durch andere Steuer- Objekte beschafft werden muß, bei denen nicht so viele Existenzen, wie bei einer Höherbelastung des Tabaks, des preußischen Handelsministers hat nun auch das badische Zur Handwerkerfrage. Entsprechend dem Erlasse Ministerium des Innern, wie wir der Franff. Zeitung" entnehmen, die dem Landesverbande angehörenden badischen Die Tabakfabrikanten gegen die Fabrikatsteuer. schläge für die Organisation des Handwerks und für die Gewerbevereine aufgefordert, sich über die bekannten VorDie Tabatfabrikanten erlassen die folgende Erklärung: ruinirt werden. " Gin von einer Anzahl von Blättern reproduzirter Bericht der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", welcher die Berathungen der Tabaksteuer- Kommission im Reichsschagamt und insbesondere die Befragung der vor die Kommission be rufenen Sachverständigen aus der gesammten Tabakbranche betrifft, hat, wie viele Anfragen bei den Unterzeichneten be weisen, die Auffaffung erregt, als habe der auszuarbeitende Gefchentwurf einer Tabalfabrikat- Werthsteuer auch die Zu stimmung und das Einverständniß der nach Berlin berufenen unterzeichneten Sachverständigen im Großen und Ganzen ge funden. " Dies ist feineswegs der Fall. Im Gegentheil ließen die unterzeichneten Sachverständigen überall erkennen, wie ungemein störend und schädlich die mit der beabsichtigten Steuerveränderung eintretende Mehrbelastung des Tabats auf die gesammte Fabrikation durch den unvermeidlich großen Rückgang des Konfums einwirfen müsse. In der Plenarsigung, welche unter Vorsitz des Herrn Reichsschatz- Sekretärs stattfand, erklärte einer der Unterzeichneten, Namens feiner fachverständigen Kollegen ausdrücklich: 1. Daß die Einführung einer den Tabak mehr als jetzt belastenden Tabatfabrikat Werthsteuer in der Uebergangszeit durch die voraussichtlich große Unsicherheit über die zukünftige Gestaltung des Konsums und der Fabrikation eine, namentlich in der Bigarrenindustrie zum Ausdruck gelangende Herabsehung der Arbeitskräfte um die Hälfte der zur Zeit darin beschäf tigten ca. 150 000 Arbeiter herbeiführen würde; 2. daß aber nach Ueberivindung dieser Uebergangszeit, bei dem von der Kommission selbit angenommenen Rückgange von 1/3 des derzeitigen Bigarrenkonsums, gegen 50 000 Arbeiter dauernd in der Tabakindustrie broilos gemacht werden würden, und 3. daß eine entsprechende weitere große Anzahl von Arbeitern, welche in den von der Tabakindustrie abhängigen Nebenindustrien Beschäftigung haben, entlassen werden müßten. Ein Arbeitslohn von gegen 20 Millionen Mark jährlich würde liche Haus und die kleine schlafende Eveline. Umber lauerten schwarze Gestalten, Verderben drohend. Regelung des Lehrlingswesens, welche der königl. preußische Minister für Handel und Gewerbe aufgestellt und veröffentlicht hat, gutachtlich zu äußern. M Das Ministerium stellt den Vororten der Gauverbände anheim, zum Zwecke der Besprechung dieser Punkte eine Gau- Ausschuß Sizung einzuberufen. Die Vorschläge des preußischen Handels- und Gewerbe Ministeriums werden demnächst auch dem großherzoglichen Landes- Gewerberath unterbreitet. Die Zur Frage der Soldatenmishandlungen. Gruppe der Sozialdemokraten des bayrischen Landtages hat nachfolgende Interpellation eingebracht: Anfrage der Abgeordneten G. v. Vollmar und Genossen, die Soldatenmißhandlungen betreffend. Troß aller Beschwerden, welche seit Jahren im Reichstag und Landtag, wie in der Presse und im ganzen Volfe erhoben werden, und im Widerspruch mit den mehrfach gegebenen Zusicherungen der Regierungen, sind die ihre Wehrpflicht erfüllenden Söhne des Landes fortdauernd vielfach einer Behandlung ausgesetzt, welche ebenso unwürdig wie gefezwidrig ist. Von den alltäglichen wörtlichen Beschimpfungen und Kränkungen des Ehrgefühles ganz abgesehen, vergeht kein Monat, ohne daß Fälle von mehr oder minder roher thätlicher Mißhandlung bekannt werden, welche nicht selten zu dauernder Gesundheitsschädigung, ja zu Selbstmord führen. Das Bestehen dieses empörenden Zustandes hat wiederholt von den deutschen Militärverwaltungen, namentlich auch vom bayerischen Kriegsministerium, sowie von höheren Kommandostellen amtlich anerkannt werden müssen. ver: Insbesondere ist dies auch in einem Schriftstücke der Fall, welches vor kurzem durch die Presse gegangen ist und dem bayerischen Kriegsministerium zugeschrieben wird. wären im Diesem Schriftstücke zufolge gangenen Jahre in Bayern nicht weniger als 70 militärische Borgesetzte wegen Mißbrauch ihrer Kommandogewalt bestraft worden, und hätten sich unter den deshalb Bestraften, neben 63 Unteroffizieren, auch 7 Offiziere befunden. Die Richtigkeit dieser Angaben vorausgesetzt, müßte die genannte Bahl als eine erschreckend hohe bezeichnet werden, um so mehr, als die zur Anzeige und Bestrafung kommenden Fälle zweifellos nur einen Bruchtheil der wirklich begangenen Mißhandlung darstellen. Denn wie sehr die Furcht vor einer noch schlechteren Behandlung noch immer die Mehrzahl der Mißhandelten vom Betreten des Beschwerdeweges zurück hält, geht am besten aus dem im gleichen Schriftstücke angegebenen Umstande hervor, daß von den erwähnten Bestrafungen noch nicht die Hälfte auf grund eigener Anzeige der Mißhandelten erfolgt ist. Die Unterzeichneten erlauben sich nun die Anfrage: 1. Wird das erwähnte Schriftstück, welches als Erlaß des bayerischen Kriegsministeriums Nr. 12 993 vom 2. August 1893 bezeichnet ist, von diesem als echt anerkannt? 2. Welche Maßregeln gedenkt das Kriegsministerium zu ergreifen, um endlich die gegenüber dem Landtage eingegangene Verpflichtung einzulösen und den schimpflichen Mißbrauch der Soldatenmißhandlungen in wirksamer Weise zu bekämpfen? Eine Stunde vor Mitternacht stand er oben auf einem Berge, und unter ihm ein dunkles Thal, ein großes Haus, aber nur wenige Fenster erleuchtet. Wie erstaunte er, als er sie wiedererkannte. Es war seine Heimath, und er hatte sie auf einem Wege gefunden, den er sonst noch niemals betreten hatte. Hier hatte er neulich seinem Vater den legten Gruß zugewinkt. Er stieg hinab. Jm Weinberge hörte er flüstern, er sah Gestalten sich kriechend Ich weiß nichts darüber zu sagen", antwortete Roland; fortbewegen. Bekannt, wie er bier war, gewann er leicht ich sehe oft das Wunder vor meinen Augen, daß diese die hintere Felsenwand einer Grotte und hörte Menschen Dinge wissen, die keiner auf dem natürlichen drinnen sprechen. Es muß bald geschehen," sagte eine Wege erfahren tann; oft wieder dünkt mich, daß nur blinde heisere Stimme, und zwar, wie ich ausfundschaftet habe, Leidenschaft aus ihnen spricht, und daß sie willkürlich diesen geht es vom Garten her am besten, wir versammeln uns Zustand in sich erregen. Zuweilen widersprechen sich die alle in dem gewölbten Bogengang. Von dort erreichen Propheten untereinander. Sie lenten unsere Züge, und es wir die untern Fenster am leichtesten. Zwei, drei andere trifft sich wohl, daß meine Anordnungen von dem ab- steigen indeß auf der Leiter durch das Fenster oben. Der gehen, was sie verlangen; aber dies habe ich schon zu Alte, das Kind und die Dienerschaft todtgeschlagen. Aber weilen bereuen müssen.- Kommen Sie jetzt zu den nicht geschoffen. Das sag' ich Euch; denn königliche Truppen Magazinen, und übersehen wir, was uns das nöthigste stehen ganz nahe, die uns dann wohl das Plündern versein möchte." bieten würden. Darum dürft Ihr auch das Haus nicht Roland rief, und mit einigen Gefährten gingen beide anzünden." tief in die Dunkelheit des Waldes hinein. Edmund schlich den Garten hinab, hinter den Scheunen fand er Cavalier und seinen Trupp. Sie erstaunten, ihn Am anderen Morgen fühlte sich Edmund um vieles so plötzlich zu sehn, und waren über die Nachricht, die er beffer. Cavalier schwebte noch immer vor seinen Augen, brachte, erfreut. Er führte sie auf einem andern. Weg in Der Ausfall der Landtagswahlen in Heffen am und ihm war, als zögen ihn Arme von seinem Lager auf, den Garten und postirte sie an den hintern Theil des ge- 4. Oktober bildet einen weiteren Merkstein für die Geschichte Der fozialdemokratischen Bewegung in Hessen. um dem Freunde nachzufolgen. Als Eustach gegen Mittag fochtenen Berceaus, das weiter keine Ausgänge an den Im Wahlkreise Isenburg- Langen, zum Reichstagswahleingeschlafen war, erhob er sich still, nahm seine Büchse Seiten hatte. Die Hälfte des Truppes nahm er mit fich, freis Offenbach- Dieburg gehörend, der 25 Jahre hindurch in den und stieg eilig und mit leisen Schritten den Bergpfad um den Eingang zu befezen. Die Räuber waren schon im Händen der nationalliberalen Partei war, wurde unser Genosse himunter. Er fühlte sich leicht und wohl, ihm dünkte, dunkeln Buchengange. Als sie Menschen kommen sahen, Balthafar Gramer, der Kanditat für den Wahlkreis Darmstadt er hätte noch nie so schnell und unermüdet wandeln zogen fie fich zurück, aber Edmund verfolgte sie; es tam in Großgerau bei der legten Reichstagswahl, gewählt; im Wahltönnen. Er vermied die Straße, und wieder führte ihn ein der Dunkelheit zum Handgemenge, und Cavalier und die freis Großgerau, der eine Reihe von Wahlperioden hindurch eine richtiges Gefühl die fürzesten und sichersten Wege. Seinigen näherten sich nun ebenfalls und nahmen die Mörder unbestrittene Domäne der Nationalliberalen war, wurde der gottAls die Sonne sant und die Schatten dunkler wurden, in die Mitte. Cavalier hatte schnell ein Windlicht anzünden begnadete" Djann, wie ihn seine Anbeter nennen, mit 20 gegen stiegen mit der zunehmenden Finsterniß die Gebilde immer lassen, und nach kurzem, aber mörderischem Kampfe, als die hauptet werden, daß bei der nächsten Wahl der Kreis uns ge18 Stimmen wiedergewählt, allein es darf jetzt schon sicher bedeutlicher und bestimmter in seiner Phantasie auf. Auch tapferften der Räuber gefallen waren, mußte sich der Rest hört. Bei diesen Erfolgen für unsere Partei schreiben die die anderen Gestalten im Trupp unterschied er. Als es ergeben. Cavalier ließ alle binden und von seinen Soldaten nationalliberalen Zeitungen noch: wir hätten eine„ eklatante gauz dunkel war, erschien ihm sein Vater, Franz, das väter- fortführen. ( Fortsetzung folgt.) Niederlage" erlitten. In den neuen Landtag ziehen jeht vier der * Vollmar. Erhart. Grillenberger. Löwenstein. Scherm. Vollständige Intereffelosigkeit für die prenßischen Landtagswahlen zeigt sich anläßlich der Durchsicht der Wählerlisten. Von 350 000 eingetragenen Wählern haben blos 738 Personen sich darum bekümmert, ob ihnen das Landtagswahlrecht verkümmert werde. " Unfrigen ein, die dem reaktionären Ministerium Finger manche| ausgebildeten Mannschaften, und wir haben 180 Millionen sucht hatte. Er entwarf ein anschauliches Bild der Bewegung in harte Nuß zu tnaden geben werden. Mart mehr, und mit allen außerordentlichen und unserer Proving und gab viele praktische Winke besonders für Aus dem Wahlkreise Großgerau wird uns ferner ge einmaligen Ausgaben das Doppelte und Drei die Landagitation. Nachher entspann sich eine sehr angeregte schrieben: Bei der am 4. Oktober stattgehabten Wahl eines Abgeordneten für den hessischen Landtag, für den 14. Starken- fache jährlich zu bezahlen. Und da hat man die Debatte, in der auch mancher lokale Uebelstand zur Besprechung burgischen Wahlbezirk( Großgerau- Rüsselsheim- Merfelden- Naun- Unverfrorenheit, uns zu sagen, das Milizsystem sei ebenso tam. In einer zweiten, Sonntag, den 1. Oktober, stattgehabten heim) waren von 39 28ahlmännern 38 erschienen. Gewählt theuer oder gar noch theurer, als das System der stehenden Sozialdemokratie, Unabhängige, Anarchisten, Versammlung referirte Genosse Ohl- Stettin über das Thema: Antisemiten." wurde der seitherige Abgeordnete des Kreises, der national Heere. liberale Rechtsanwalt Dr. Ofann in Darmstadt. 13 Stimment Dem interessanten und recht beifällig aufgenommenen Vortrage Der Militarismus fühlt, daß es ihm an den Kragen folgte eine lebhafte Distusfion. Ueberhaupt ist die Befielen auf den Redakteur Genosse Gustav Sprenger in Mains geht, und daß die Wahrheit ihm tödtlich ist. Er lügt. wegung hier jetzt recht in Fluß gekommen. Bei der und 5 Stimmen auf den antisemitischen Gutsbesitzer Dill in Und damit offenbart er feine Schwäche. Großgerau. Die nationalliberale Hochburg ist noch einmal ge= Septennatswahl von 1887 wurden nur 3 oder 4 sozialdemokratische halten worden dank der Lauheit unserer Genossen an einigen Nieder mit dem Militarismus! Stimmen überhaupt abgegeben. 1890 dagegen hatte die Orten und der herrschenden Antipathie gegen das indirekte Stadt Greifswald schon ca. 200 Stimmen aufzuweisen; im Das Duell zwischen Panzer und Kanone, das nun ganzen Streise fielen auf unsern Kandidaten schon 763 Stimmen, Wahlsystem. Der Wahlatt war aber eine Wahnung für den schon über ein Wienschenalter lang dauert und die Völker wovon das kleine Landstädtchen Wolgast allein über 400 gestellt nationalliberalen Wortführer, sich nach einem anderen Wahlkreis viele viele tausend Millionen gekostet hat, scheint seinem batte. Und in diesem Jahre war das Bild noch viel günſtiger. umzusehen, wenn er weiter in der Kammer das große Wort führen will. In diesem Wahlkreis wird er nicht mehr gewählt. Ende entgegen zu gehen. Dieses Duell besteht darin, daß Die Stadt Greifswald allein hatte über 700, der ganze Kreis über 8000 Stimmen aufzuweisen. Gewiß ein tüchtiger Erfolg immer größere Kanonen gemacht werden, um die Panzer in unserem vorwiegend, fast ausschließlich ländlichen WahlLandtagswahlen in Baden. Die 2 Die Wahlmänner- zu durchschießen, und immer dickere Panzer, um den Kanonen freise innerhalb der 6 Jahre. Der pommersche Arbeiter ist erwahlen finden am 19., die Abgeordnetenwahlen am 27. Oktober zu widerstehen; es hat nun im Laufe der Zeit einerseits so wacht und das alte Sprichwort:" Im Winter ist der Pommer statt. monströs- gigantische Mordmaschinen, andererseits so monströs- so dumm als wie im Sommer"," hat immer mehr feine Begigantische Vertheidigungsmittel geschaffen die Kanonen deutung verloren. Und wer weiß, ob hier in Greifswald bei Nationalliberale Heuchelei. Wie die Katze das wiegen hunderte von Bentnern, die Schiffspanzer sind der nächsten Wahl nicht auch das Junkernest ausgenommen wird, Mausen nicht lassen kann, so fönnen unsere National- meterdick' daß es unmöglich geworden ist, und auch hier das siegreiche Banner des für seine Freiheit liberalen die Heuchelei nicht entbehren. Ob sie nun in sich ihrer mit Sicherheit zu bedienen, Das Preußen, Geffen oder Baden heucheln, geheuchelt muß das geringste Versehen den Tod der die Kanonen bedieund daß kämpfenden Proletariats wehen wird. irerden getreu dem Grundsatz: Das ganze Deutschland soll nenden Mannschaft und den Untergang des durch den Gegen den Parteigenossen Voigt in Dortmund sollte am Mittwoch Ein Nachspiel zur Dortmunder Reichstags- Wahl. es sein". Riesenpanzer überlasteten Schiffs zur Folge hat. Lord vor der Straftammer des Landgerichts wegen eines Artikels in So heißt es, nachdem die hessischen Nationalliberalen Armstrong, der Fachkundigste in der Welt, dessen Urtheil Nr. 153 der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Beitung", in geheuchelt haben, die preußischen gerade mitten im Heucheln wir gestern schon mittheilten, ist deshalb zu der vollständigen welcher die Siegesfeier der Nationalliberalen nach der Reichstagsdrin find, jezt in dem, von der nationalliberalen Partei Verwerfung des jetzigen Schiffsbau- und Armirungssystems Wahl kritisirt worden war, verhandelt werden. Der Vertheidiger, Badens erlassenen Wahlaufruf zur Landtagswahl: Unser gelangt. In seiner Rede, die uns jetzt im Wortlaute vor- Rechtsanwalt Kohn, stellte den Antrag, auf Vernehmung des Wahlrecht ist ein sehr ausgedehntes. Wir glauben aber, liegt, äußert es sich noch weit entschiedener ablehnend, als früheren Reichskanzlers Fürsten Bismarck, des Dr. Chrysander daß es jetzt an der Zeit ist, noch einen Schritt vorwärts zu es nach den ersten Berichten schien. und des Chefredakteurs der Hamburger Nachrichten", Dr. HartEr hält alle thun. Unser dermaliges Landtags- Wahlsystem geht von dem Panzer- Schlachtschiffe der Gegenwart mit sammt ihren Nachrichten darüber, daß Bismarck die Emfer Depesche aus dem meier, um festzustellen, ob die Veröffentlichung der Hamburger Gedanken aus, daß die Wahlmänner als Vertrauensmänner Kanonen für werthlosen Schund", der, gleichviel ob Juli 1870 thatsächlich gefälscht habe, um die Kriegsbegeisterung der Bevölkerung den Abgeordneten zu bestimmen haben; siegreich oder besiegt, keine ernsthafte Schlacht überstehen in Deutschland zu entfachen, auf Veranlassung Bismard's erthatsächlich ist dies aber nicht mehr der Fall." In tann. Und was nun? Die Herren Interessenten des folgt sei. Ferner sollte Bismarck darüber befragt werden, ob er den weitaus meisten Bezirken werden die Wahlmänner nur Militarismus mögen sehen, wie sie einen Ausweg finden, die Fälschung thatsächlich vorgenommen habe. In dem inzu dem Zwecke gewählt, einem vorher bestimmten Kandidaten einstweilen freuen wir uns aufs lebhafteste, daß der Mili ihre Stimmen zu geben. Das indirekte Wahlverfahren ist tarismus wenigstens zur See bereits mitten im Akte des also hier eine bloße Form geworden." Selbstmordes ist. Zu Land wird es hoffentlich auch bald so weit kommen. Dezennien lang hatten diese Leute die absolute Majorität in der Kammer, sie haben diese Form der Wahl selbst eingeführt, während es ihnen ein leichtes gewesen wäre, einen Schritt vorwärts zu thun"; und jetzt, weil sie sehen, daß troy des indirekten Wahlsystems auch Sozialdemokraten in die Kammer gelangen, jest wollen sie das Mäntelchen des Liberalismus wieder umhängen, um dem Volke glauben zu machen, daß sie einen Schritt vorwärts thun wollen. Heuchler, weiter nichts! " 群 9 谁 " kriminirten Artikel war gesagt, daß eine der Personen, die Strafantrag gegen Voigt gestellt haben, den Depeschenfälscher von trag ab, weil sein Inhalt nicht in so engem Zusammenhange Friedrichsruh gefeiert habe. Der Gerichtshof lehnt diesen Anmit dem Delikt stehe, und beschloß, um festzustellen, ob WahlWitten zu Dorstfeld, den Betriebsführer Kirchhoff von Reche unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, den Ehrenamtmann SchulteSchwerin und den Landgerichtsrath Bäumer zu laden. Die Verhandlung wurde deshalb vertagt. N 9 dieſem Polizeiliche Willkür in Oesterreich. Der Vor wärts" ist in Desterreich weder verboten, noch ist ihm das Poftdebit entzogen. Dies hinderte aber nicht die Polizeigewaltigen in Graupen bei Teplitz, ein Packet, in dem sich Nummern des Vorwärts" befanden, nach Berlin zurückzu- Aus Schwiebus wird uns geschrieben: Bu den am wenigft senden, nachdem sie die Ausfolgung an den Adressaten ver- bearbeiteten Landkreisen zählte bis zur vorlegten Wahl der fast weigert hatten. Jeder kleine Dorspascha scheint im guten Sommerfeld. Säle zu Versammlungen waren bis zu die bie Lande Desterreich frei die Zensur handhaben zu dürfen. Ein Seitenstück zum Fall Pens bringt das„ RölBeitpunkte in feiner der vier Städte zu haben und konnte die nische Tageblatt". Der Unterschied in den beiden Fällen Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit in England. Agitation zur Wahl nur durch Flugblätter betrieben werden, liegt nur darin, daß es sich dort um einen Sozialdemokraten Auf Anregung des Vorsitzenden des parlamentarischen befriedigenden Zustände haben sich in diesem Jahre wesentlich welche von den Sommerfelder Genossen ausging. Diese wenig handelte, hier aber der Betroffene mit der Sozialdemokratie Ausschusses des Gewerkvereins- Kongresses, des Abgeordneten gebeffert, indem die Genossen in Schwiebus in die Agitation auscheinend nichts zu thun hat. Ein nach Wesel zur Genossen John Burns, hat, wie wir der Frankfurter eingegriffen und bei der letzten Wahl achtungswerthe Erfolge erUebung eingezogener Reservist aus Gelsenkirchen, bisher Beitung" entnehmen, das Lokal- Verwaltungsamt entsprechend zielt haben. Im ganzen gab dieser ländliche Wahlkreis für unbestraft, erhielt, so berichtet das zitirte Blatt, wegen unserem Ministerium des Innern an alle ihm unter- Genosse Mehner Berlin etwas über 2000 Stimmen ab; in Sprechens im Gliede drei Tage Mittelarrest, welche er nach stehenden Ortsbehörden ein Rundschreiben gesandt, in welchem Schwiebus und einigen umliegenden Dörfern erzielte der soziaAblauf der Uebung abzufigen hatte. Vor Abführung in dieselben aufgefordert werden, uüßliche und einträgliche liftische Kandidat fogar die absolute Majorität der ab den Arrest erhält derselbe von seinen Kindern eine Depesche, Bauten zu beginnen, um den beschäftigungslosen Arbeitern gegebenen Stimmen. Zu Versammlungen steht den Genossen in daß seine Frau gestorben ist, und bittet den Hauptmann Verdienst zu verschaffen. In diesem Rundschreiben wird politischen Organisationen weist der Kreis einen Arbeiterverein Sommerfeld und Schwiebus je ein Saal zur Verfügung. An Sommerfeld und Schwiebus je ein Saal zur Verfügung. An hierauf unter Vorzeigung der Depesche um Urlaub, hervorgehoben, daß viele Handwerker, die unverschuldet bei in Sommerfeld und einen solchen in Schwiebus auf, welch' welcher rundweg abgeschlagen wird. Erst am Sonn- der jetzigen Stockung der Industrie außer Arbeit gekommen letzterer nach 1/ ajährigem Bestehen bereits 200 Mitglieder zählt. abend Nachmittag gegen 4 Uhr wird derselbe, nachdem wären, die größten Opfer brächten, um nicht der Armen- Rühriges Leben herrscht vor allem in Schwiebus, wo am vervon der Polizeibehörde in Gelsenkirchen telegraphisch nach pflege zur Last zu fallen und als Baupers zu gelten. Die gangenen Sonntag wieder eine gut besuchte öffentliche Versammdem Verbleibe des Mannes angefragt wird, entlassen und Sanitären Vorrichtungen vieler Städte ließen sich verbessern lung stattfand, die einen Vortrag des Genossen Wagner- Berlin fonute 6 Uhr 20 Minuten Abends fahren, während seine und auch sonst manche gemeinnützliche Bauten ausführen. bot und sehr zahlreich besucht war. Es wäre zu wünschen, daß Frau 3 Uhr Nachmittags begraben worden ist. Dies Aehnliche Maßregeln sind bereits in den Jahren 1886, 1888, die im Sommer in Berlin arbeitenden Genossen aus diesem erzählte der Bedauernswerthe mit Thränen in den Augen 1889 und 1892 ergriffen worden. nach Kräften unterstüßten, dann wird auch dieser Wahlkreis, der in einer Restauration in Wesel, wo er auf den Zug wartete. feit 23 Jahren eine Hochburg der Konservativen ist, für uns geangeftaminte Vertreter desselben am 15. Juni nur mit einer wonnen werden, und zwar in nicht allzu ferner Zeit, da der Majorität von 800 Stimmen sein Mandat behauptete. Das Befinden des Fürsten Bismarck ist ein solches, daß die Auflösung erwartet werden muß. Die Umgebung des Erkanzlers übt bezüglich seines Zustandes das alte Lügensystem. Der bayerische Lieutenant Hofmeister ist dem Würzburger Journal" zufolge nach 14tägigem Aufenthalt in der Frrenklinik wieder in das Garnisonsgefängniß gebracht worden. Das Resultat der Beobachtung wird nicht mitgetheilt. Kreise die zu den besten Hoffnungen berechtigende Bewegung * Der internationale Grubenarbeiter Streit hält sich wesentlich auf dem alten Stande. In England, wo die Hauptschlacht geschlagen wird, sind die Arbeiter jedenfalls in der Lage, noch länger aushalten zu können. Die Streifenden von Yorkshire erklären, noch für zehn Einen Arbeiter- Sängerbund zu gründen, haben nunmehr Wochen gerüstet zu sein. Und die wachsende Sympathie auch die Rieler Arbeiter- Gesangvereine beschlossen. des Publikums und vor allem die Eröffnung zahlreicher Gruben zu den alten Lohnfäßen sichert einen stetigen Zufluß Wortbrüchigen Wirthen zur Beachtung. In Wurzen von Geldmitteln. Die Grubenbesiger scheinen deshalb einem wurde die Gasthofsbesitzerin verw. Bogel in Zeitig vom ZivilKompromiß nicht abgeneigt zu sein. Wian glaubt ziemlich gericht verurtheilt, dem Einberufer einer fozialdemokratischen allgemein, die Konferenz des nächsten Montag werde einen finden sollte, 35,50 m. Unkosten zurückzuerstatten. Frau Bogel Bersammlung, welche am 3. Juni d. J. in ihrem Lokale stattVergleich bringen. Vom belgischen und fran hatte die Hergabe ihres Saales zugesagt, sich aber in letter Das Milizsystem. Der Gebante der Gin- 3ösischen Kriegsschauplatze nichts von Belang. Stunde von Kartellbrüdern aufheben lassen und den Saal nicht führung des Milizsystems faßt nicht blos in geöffnet, so daß die Versammlung nicht stattfinden konnte. Die Pariser Münzkfongreß. Alle Staaten der lateinischen Kollegen und Kolleginnen der Frau Bogel mögen sich das Deutschland, sondern auch in den übrigen, unter der Last Münzunion haben ihre Bustimmung zu dem Zusammen- merken. des Militarismus feuchenden Ländern, immer mehr Wurzel. treten der Münzkonferenz am 9. d. M. erklärt. Der Gegen In Frankreich ist die Armee Organisation bereits auf stand der Konferenz- Verhandlungen wird sein, gewisse Detail- Wie in Preußen, so in Desterreich. In der Druckerei den Punkt gelangt, wo sie in das Wilizsystem überzugehen fragen über die Anwendung der Konvention zu ordnen. und Redaktion der Wiener„ Bolts Tribüne" fand heute Hausbeginnt, und die französische Presse drängt nach dieser Die Fragen des Bimetallismus und der Aufhebung der durchsuchung zur Ermittelung der Handschrift eines Zeitauſſages Richtung hin. In Belgien beschäftigen die Liberalen Konvention werden nicht erörtert werden. und Demokraten bei den Sozialdemokraten ist es selbstBundes über den Prager Ausnahmezustand statt. Gegen den Herausgeber des Blattes, den Arbeiterführer Schuhmayer und den Behörden erhoben. Es ist der österreichischen Regierung doch ein Redakteur Kralik wurde Anklage wegen Aufreizung gegen die töstlich Ding um den Anarchistenschrecken. Polizeiliches, Gerichtliches se. - Von der Anklage der Beleidigung eines Polizeibeamten wurde am 4. Oktober der Parteigenoffe Bölger in Dort mund freigesprochen. Bölger hatte am 21. Mai auf einer geschloffenen Festlichkeit einem in den Saal getretenen Polizisten gesagt: Berlaffen Sie das Lokal, sonst werde ich mein Hausrecht gebrauchen. Auf diese Aeußerung hatte sich die Anklage gegründet. Wegen angeblicher Gotteslästerung hatte sich am 3. Oktober gerichts Guben zu verantworten. Müller hatte sich, als er der Parteigenosse Müller vor der Straflammer des Landverständlich- sich ernsthaft mit der Einführung des Der interparlamentarische Friedens- Ausschuß Milizsystems; und auch in Italien regt es sich. Unsere trat gestern in Brüssel zu seiner jährlichen Konferenz Militaristen merken die Gefahr, die ihrem Moloche droht, zusammen. Deutschland ist in dem Ausschuß der interund sie suchen das Milizsystem deshalb auf jede Art zu nationalen Friedensparlamentarier durch Herrn Baumbach, verleumden. So brachten die" Preußischen Jahrbücher" in den durchgefallenen Wadelstrümfler und Ex- Bizepräsident ihrer letzten Nummer einen Artikel, in welchem behauptet des Reichstages, vertreten. Das giebt eine Idee von der wird was einige Militärfere schon in der Militär. Bedeutung dieser" Organisation", deren Ziele wir natür DIE Kommission des Reichstages angedeutet hatten das lich die letzten sind zu verurtheilen. Milizſyſtem ſei nicht billiger, oder sogar theurer als Internationale Schiedsgerichte. Man erwartet für das System der stehenden Heere. Diese Behauptung der Preußischen Jahrbücher", auf deren Artikel wir gelegent die nächsten Tage den Beschluß des schweizerischen Bundeslich noch näher eingehen werden, ist eine unverfrorene gerichts bezüglich der Uebernahme des Schiedsgerichts in Wahrheitswidrigkeit. Soeben erhalten wir die Ziffern der Angelegenheit der Gläubiger von Peru. des neuen Eidgenössischen Militärbudgets. Gerichtspräsident Hafner dürfte den Vorsiz übernehmen. am 22. Mai in Bomsdorf Wahlflugblätter verbreitete, mit verDie Gesammt- Militärausgaben sind für das nächste Fahr Die Parteien haben sich dahin geeinigt, daß Peru seine schiedenen Dorfbewohnern in ein Gespräch eingelassen und darin veranschlagt auf 23 Millionen Franten. Die Sache vertreten dürfe. Anfangs des nächsten Monats ver- die Wendung gebraucht, Christus sei ein großer Mann und der Schweiz hat 3 Millionen Einwohner d. h. 1/17 der sammelt sich in Washington unter dem Vorsiz des dortigen erste Sozialdemokrat gewesen. Ein Schneider, der das Gespräch Einwohnerzahl des Deutschen Reiches. Mit 17 schweizerischen Gesandten ein anderes Schiedsgericht. Es mit angehört hatte, denunzirte den Genossen wegen diefer multiplizirt, also der Bevölkerungs: Bahl Deutsch handelt sich hier um gegenseitige Kriegsentschädigungs- An- Aeußerung, worauf eine Anklage erfolgte. Auf Antrag des Tands angepaßt, ergebe sich, bei gleicher Organisation, sprüche der Vereinigten Staaten Nordamerikas und Chilis. für das Deutsche Reich eine Jahresausgabe von 17 x 23= 391 Millionen Franken das Jahr. Oder sagen wir in runder Summe, 9 Millionen zugebend, 400 Millionen Frauts. In Mark ausgedrückt macht das 320 Millionen Briefkaffen der Redaktion. Mark; und dafür hätten wir wiederum nach dem Beharrlichkeit B. Ihre Sendung werden wir, sobald es Schweizer Verhältnißacht Millionen fünfma I Ueber die Parteibewegung in Greifswald erhalten wir unsere Beit erlaubt, durchlesen. Den uns in Aussicht gestellten hunderttausend Wehrmänner. Die Schweiz folgenden Bericht: Einsendungen sehen wir mit Interesse entgegen. Wollen Sie Hier find die Genossen eifrigst an der Arbeit. Neben die betr. Mittheilungen blos auf einer Seite schreiben und uns bei mit ihren 3 Millionen Einwohnern hat nämlich eine halbe mehreren Versammlungen des Arbeiter- Bildungsvereins wurden allen' Punkten mittheilen, ob der Wahrheitsbeweis sich erbringen Million Milizen( den Landsturm eingerechnet), und in legter Zeit auch zwei Voltsversammlungen abgehalten. Das läßt. 17 x 500 000 find, nach Adam Riese, 82 Millionen. Jeht erste Mal referirte Genoffe Poggendorf über den Provinzial- K. 2. 1. Nein. 2. und 8. Bitte um Ihren Besuch zwischen haben wir lange nicht die Hälfte an militärisch Parteitag für Pommern in Stettin, den er als Delegirter be- 12 und 1 Uhr. A mi Parteinachrichten. Staatsanwalts erfolgte jedoch Freisprechung, da der Gerichtshof annahm, daß der Angeklagte die Absicht der Gotteslästerung nicht gehabt habe. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 6. Ottober. Opernhaus. Bajazzi. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Zopf und Schwert. Deutsches Theater. Die HaubenIerche. Berliner Theater. Die guten Freunde. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Wallner- Theater. Der Schlagcing. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Madame Agnes. Neues Theater. Jugend. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplah Theater. Damenbad. Vorher: Die Balletschule. 9 Das Castan's Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege der Puter Fritz Gose am Sonnabend durch Absturz vom GePanopticum. rüst verstorben ist. Die Beerdigung Weltberühmte Ausstellung findet Freitag, Nachmittag 4 Uhr, von von Wachsfiguren und Gruppen. Juustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: der Leichenhalle des Nikolai- Kirchhofes, Prenzlauer Allee 7, statt. 2375b Seine Kollegen. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, welche meinen lieben Mann, Emil Marzahn, zu seiner letzten RuheAchtung Parteigenossen! Die Delegirtenwahlen um Kölner Parteitag ſtätte das Geleit gegeben, insbesondere finden am Freitag, den 6. Oktober, in allen Berliner den Herren Kollegen der Firma Rakeinus für die reiche Kranzspende Wahlkreisen statt. Anfang 8 Uhr Abends. meinen innigsten Dank. 2381b Der blaue Mann. Die Affendame.s 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. American- Theater. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Les deux Crenlets. unübertr. Verwandlungs- Instrumentalisten. Agues Marzahu. Kranken- Unterstützungsund Begräbniß- Verein der Bauund gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Sonntag, den 8. Oktober, Vormittags 11 Uhr im Lokal von Saeger, Grüner Weg 29: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Innere Vereins- Angelegenheiten. Bitschewiß", hoch- Mitgliedes ist es zu erscheinen. fomisches Intermezzo. Der Vorstand. National Center Sehman qui Hugo Schulz 3 Trompeter von 3. Perfebiedene Pflicht eines jeden Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vor- ,, Der kleinste Husaren Lieutenant". stellung. H Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Neuester Original- Vortrag von Josefine Delcliseur. Eugen Zocher, Sächi. Orig.- Humorist. Spezialitäten Alfred Bender mit neuen Rouplets eigener Dichtung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- F Grosser Erfolg! E Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe- Berliner in Chicago. zialitäten- Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam st. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Kassenöffnung 61/2 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 7/2 Uhr. Elfriede Eckmudt, hochint. Konzertfäng. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonntag Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehenswürdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Neu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Präuscher's MUSEUM anatomisches Morgen: Lehmann auf der Welt Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. ausstellung in Chicago. Vorher: Die uten Flinten. Sonntag, den 8. Oktober 1893: Viel Neues, darunter der Schußkanal der 9 Kugeln des Boltsvorstellungs Matinee: Anfang deutschen Militärs, fünf Körper 12 Uhr Mittags. Der Glöckner von Notre- Dame. Seiten- Parquet 10 Pf. 2. Parquet 25 Pf. 1. Parquet 40 Pf. 2c. 2c. Wallner- Theater. Gastspiel der Schliersee'r Bauern. HF Nur noch acht Vorstellungen. Zum 1. Male: Der Schlagring. Volksstück mit Gefang und Tanz von H. Neuert. Montag: Der Herrgottschniker von Ammergau. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Alt D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Heute: Berliner Vollblut. Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mujit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Jm dritten Atte: Bajazzi- Parodie gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. sche ratweil Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Soiréen der Leipziger Sänger vom Grosses Frei- Concert Krystall- Palast. Unf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 B. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Victoria- Brauerei, Lügomstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag 126/16 Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GefangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 2 Säle zu Festlichkeiten und VerI. Wahlkreis: Gratweil'sche Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Referent: Genosse August Taeterow. II. Wahlkreis: Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Referent: Genosse Antrick. III. Wahlkreis: Brochnow's Salon, Sebastianstraße 39. Referent: Genosse Vogtherr. IV. Wahlkreis: Joël's Salon, Andreasstraße 21. Referent: Genosse Paul Singer. V. Wahlkreis: Schweizer- Garten, Am Königsthor. Referent: Genosse Robert Schmidt. VI. Wahlkreis: Germania- Festsäle, Chausseestraße 103. Referent: Genosse August Bebel. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Der diesjährige Parteitag in Köln. 2. Diskussion und Stellung von Anträgen. 3. Wahl der Delegirten. Zu zahlreicher Betheiligung fordern auf Die Vertrauenspersonen. In der Versammlung des II. Wahlkreises steht noch die Wahl von Revisoren und die Abrechnung von der Reichstags- Wahl auf der TagesOrdnung. fammlungen empfiehlt Freie Volksbühne. August Tiedemann, 4784L Oekonom. Restaurant ,, Zur Gleichheit", Andreasstr. 26. Jeden Sonnabend und Sonntag: Samilienkränzchen, verb. m. ernſten Die Vorstellung für die 1. Abtheilung findet am Sonntag, den 8. Dttober nicht um 22, sondern um 3 Uhr statt. Die Verlosung beginnt um 2 Uhr. Die Mitglieder werden dringend gebeten, nicht vor 2, aber auch nicht nach 3 hr zu kommen. und heiteren Vorträgen. Saal f. Ver- den samml., Vereine u. Festlichkeit. jed. Art, träge nebst verd. Kegelbahn, noch einige Tage frei. Jeden Sonnabend u. Sonntag: Gänse Ausschieben. 40 in- und ausländische Zeitungen liegen aus in F. Wilke's Restaurant ,, Zur Gleichheit", Andreasstr.26. Großes schönes Vereinszimmer Friedrichstr. 2. u vergeben in Schöneberg, Kaiser 49632* Als anerkannt reelle und that: sächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Für die Generalversammlung, die am Dienstag, den 10. Oktober, in Konkordia- Festsälen" stattfindet, soll Punkt 2 der Tagesordnung( AnLaasch) auf Wunsch des Antragstellers so lauten: 1. Abänderung des Schlußabsatzes des§ 9 des Statuts. 2. Neuwahl des 2. Vorsitzenden und des Kassirers. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. 396/7 Zentral- Verband der Maurer Deutschlands, Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 8. Oktober, Vormittags 11 Uhr, Annenstraße 16: Dersammlung. Zages s Ordnung: 1. Bortrag über:„ Unfallverhütungs- Vorschriften". Referent wird in Gold-, Silber-, der Versammlung bekannt gemacht. Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 2. Verbands- und Gewerkschaftsangelegenheiten. 味 HOF Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß in dieser Versammlung die Billets zu der am 12. November, Vormittags 10 Uhr, in der Urania stattfindenden Vorstellung ausgegeben werden. 249/3 37 Admiral- Straße 37 Achtung! Stettiner Arbeitsmarkt. Sänger. Anfang 8 Uhr. 2349b 2 tüchtige Dfenseger verl. A. Prause, Jerusalemerstr. 62. Metalldrücker verlangt Robert Schulz, Blumenstr. 74. 288/10 Der Bevollmächtigte. Tapezirer. Achtung! Sonnabend, den 7. Oktober 1893: Stiftungs- Fest zur Feier des 5jährigen Bestehens des Fachvereins der Tapezirer Berlins und Umgeg. in ,, Cohn's Fettsälen"( früher Heydrich), Beuthstraße Nr. 20. Concert.- Vorträge.-Ball. Entree Beiftenversilberer vl. Köpnickerstr. 36 II. Gesangsaufführung v. Mitgliedern d. Gesango. Lorbeerkranz"( M. d. A.-S.-B.). 50 Pfg. vorgetragen von Frau Josefine Dora m Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Moriz Etablissement Moriz Blas. Buggenhagen. Bla. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Auftreten von Gürtlerlehrling verlangt 23906* H. Grunder, Mariannenstr. 8. Handknopfloch- Näherinnen in und außer dem Hause verlangen sofort Gebrüder Borchardt, 23836 Neue Königstr. 19. Plätten von Kragen und Manschetten Sonntag, den 8. Ottober: Soiree in erlernen junge Mädchen bei Sanssouci. Neumann- Bliemchen unb Fritz Steidl. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Altes Schüßenhaus, Gebrüder Borchardt, Neue Königstr. 19. Kartonarbeiterinnen verl. Beckert, Schmidstr. 15. 23836* Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen Konzert in den unteren Restaurations heiten. räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle 2065b Vereins- Zimmer, 2376b 2868b Entree: Herren 50 Pfg.( inkl. Tanz), Damen 30 Pfg. Billets sind bei sämmtlichen bekannten Mitgliedern, sowie bei Frey gang, Schüßenstr. 18-19, zu haben. Das Komitee. Montag, den 9. Oktober 1893, Abends 81/2 Uhr, Versammlung bei Bolt, Alte Jakobftraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Disfuffion. 3. Anträge zur Generalversammlung. Zu zahlreichem Besach ladet ein 812/8 Der Vorstand. Achtung! Möbelpolirer in Friedrichsberg! Sonntag, den 8. Oktober, Vorm. 1/211 Uhr, im Lokale des Herrn Susott, Frankfurter Allee 174: Versammlung Zages Ordnung: 266/16 Eine alte deutsche Feuer- Bers- Gesell- Sämmtlicher Möbelpolirer Friedrichsbergs u. Umgegend. schaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. 1. Vortrag. Referent E. Lederhause. 2. Errichtung einer Zahlstelle Hohe fortlaufende Bezüge event. auch für Friedrichsberg. 3. Verschiedenes. Wir bitten die Tischler und Berufs festes Gehalt werden zugesichert. follegen alle Möbelpolirer auf diese Versammlung aufmerksam zu machen und Offerten unter 0. P. 2 nimmt die für regen Besuch zu agitiren. * Expedition entgegen. Säle für Versammlungen, Kommerse, 20 Personen fassend, ist zu vergeben Festlichkeiten 2c. Müllerstr. 163b. Vereinsz. z. verg. Jacob, Inselstr. 1. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Vereinszimmer Simeonfir. 28. 19496 Die Kommission. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 235. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentl. Sizung vom Donnerstag, den 5. Ott br., Nachmittags 5 Uhr. Die Stadtvo. Dr. Stryck und Wenzel haben ihr Mandat niedergelegt. In den Ausschuß zur Vorberathung des Antrags, betr. den Verkauf von Lebensmitteln nach Gewicht ist auch Stadtv. Singer gewählt. Die von schenkt werden könne. Freitag, den 6. Oktober 1893. 10. Jahrg. eine weitere Hinausschiebung der Entscheidung( Zustimmung). auch in dieser Beziehung noch nicht gesprochen. Bleibt also blos Die Frage hat viel Staub in der öffentlichen Meinung auf das Moment der Verschönerung übrig, so muß doch festgestellt gewirbelt, haben wir doch heute noch ein Elaborat( Artikel werden, daß die Finanzlage so gefeftet ist, um solche Projekte des Lokal- Anzeigers" vom 5. d. Mts.) bekommen, welches uns zu ertragen. Nach meiner Meinung ist die Verbreiterung der auf dem Wege der Pression gewissermaßen befiehlt, die Vorlage Potsdamer Straße viel nothwendiger als die Niederreißung der anzunehmen daß eine solche Hinausschiebung sehr bedauert Häuser auf dem Schloßplay. Würde der Eifer und das Geld werden müßte, da sie nur mit der Hoffnung begründet werden der Privaten die Niederreißung gleichwohl herbeiführen, so steht kann, die Versammlung doch noch mürbe und dem Magistrats- dem der Ausschußantrag nicht im mindesten im Wege. Städte projett geneigt zu machen. Ich bitte, den Ausschußantrag pure wie Private müssen gegenüber dem nicht unbedingt Nothwendigen anzunehmen und damit dem Magistrat die Bereitwilligkeit zu vorsichtig und haushälterisch in ihren Mitteln sein, hat erst vor erklären, die Verbreiterung der Königstraße an ihrer Nordseite ein paar Wochen Herr Miquel in Osnabrück gesagt. Zur Zeit Zur Verhandlung steht der Ausschußbericht über die Vor- vorzunehmen. Es wird damit auch dem Vorwurf, daß wir die halte ich die Vorlage für unannehmbar und trete dem Ausschußhindern wollen, ein für allemal die antrage bei. lage, betr. die Umgestaltung des Schloßplages und Spreeregulirung eines Theils der Königstraße. Spize abgebrochen. Die Spreeregulirurg hängt nicht Oberbürgermeister Belle: Auf die Anregung des Herrn Der Ausschuß hat in seiner Sihung vom 18. September mit davon ab, daß der Schloßplatz durch das Niederreißen der Kollegen Singer erkläre ich, daß ich allerdings den erwähnten Ist es der Staatsbehörde nicht geäußert habe, nicht weil ich noch irgend Wichtiges und Neues 10 gegen 5 Stiminen die Vorlage abgelehnt und empfiehlt Häuser verwüstet wird. der Versammlung, den Magistrat um Unterbreitung einer ander- genehm, den Baukonsens zu dieser Verbreiterung zu geben, weil zu sagen hätte, sondern weil ich ein lebhaftes Intereste hatte, weitigen Vorlage zu ersuchen, welche die Verbreiterung welches sie dem Magistrat an die Hand gegeben hat, durch gegen zu sein. Dieses Interesse ist gewiß verzeihlich, wenn man die Regierung der Meinung ist, es müsse durchaus das Projekt, bei einer für die Zukunft Berlins so wichtigen Verhandlung zuder Königstraße auf der Nordseite zum Gegen geführt werden, so geht uns das schließlich gar nichts an; der davon durchdrungen ist, wie viel für die Stadt von der Entstande hat. der Ausschußmehrheit für ihre ablehnende Borwurf trifft dann mit viel größerem Recht die Regierung. fcheidung abhängt. Der Augenblick ist definitiv entscheidend, Haltung vorgebrachten Gründe sind in unserer Nummer vom Auch die Kostenrechnung fällt so schwer in's Gewicht, daß wir weil auf der Südseite der Königstraße gegenwärtig Bauten ge3.Oktober nach dem amtlichen Protokoll ausführlich wiedergegeben. zu einer anderen Entscheidung nicht fonmen können. Allerdings plant werden, welche eine spätere Verwirklichung unseres ProDie Minderheit und der Stadtrath Voigt haben im Ausschuß werden bei Enteignungen neben dem gegenwärtigen Werth auch jettes sehr erschweren würden. Die aus der Finanzlage herge die Vorlage vergeblich vertheidigt, neues aber nicht vorgebracht; eine Menge weiterer Faktoren vom Gericht in Rechnung gestellt; leiteten Schwierigkeiten beruhen wohl auf einer Verwechselung. es wurde besonders nochmals darauf hingewiesen, daß der Mittel- ich erinnere da nur an die Frage der Beseitigung der Vor- Die Finanzlage Berlins ist gesund. Was den einzelnen Gepunkt der Stadt in feiner Entwickelung anderen Stadttheilen gärten in der Potsdamerstraße. Die Versammlung, muß die schäftsmann jetzt bedrückt, sind nicht unsere Steuern, sondern Entscheidung rein aus Rücksichten auf die Berliner Steuerzahler geschäftliche Verhältnisse. Bei allen großen Unternehmungen, die gegenüber vernachlässigt sei und daß den exorbitanten Forde- treffen. Werden damit Lieblingsideen durchkreuzt, so mag das wir jetzt planen, greifen wir nicht mehr auf Anleihen zurück, rungen der Eigenthümer eine maßgebende Beachtung nicht ge- dem Einzelnen leid thun, er kann aber die Versammlung nicht sondern decken die Ausgaben aus den laufenden Einnahmen. hindern, die Interessen der ganzen Stadt wahrzunehmen. Die Die hier in Rede stehende Ausgabe ist nicht blos für SchönheitsEinem Wunsche des Oberbürgermeisters zufolge ist der Frage, ob die ganze Bürgerschaft daran interessirt sei, daß die zwecke bestimmt. Die Verkehrsinteressen erfordern dringend die Ausschußbericht erst jetzt, nachdem der Oberbürgermeister von Verbreiterung auf der Südseite vorgenommen werde und die Durchführung des Magistratsprojekts. Bei der früheren Gelegenseiner Urlaubsreise zurückgekehrt, auf die Tagesordnung gefeßt Niederlegung der Häuser am Schloßplate erfolgen soll, kann heit hat Herr Hobrecht vielleicht die Pferdebahnfrage nicht in nur verneint werden. Aus diesen Gründen empfehle ich die Betracht gezogen. Eine doppelgeleisige Pferdebahn wird that= Nachdem Stadtv. Hütt das Referat vorgetragen, bemerkt Annahme des Ausschußantrages. sächlich schwierig durchführbar, wenn die Häuser auf dem SchloßStadtv. Ky Il mann: Unzweifelhaft liegt uns allen ohne Stadtv. Talte: Das Zentrum und der Osten sind ganz plaze stehen bleiben; nicht also, daß wir nur mit der VerAusnahme der Stadttheil Alt- Berlin am Herzen. Wir haben die ungemein in der Entwickelung zurückgeblieben, während der weigerung der Konzession in einem gewissen Falle gestraft werden Kaiser Wilhelmstraße, wir haben die Verbreiterung des Mühlen- Westen uns immer mehr den Rang abläuft. Kommt man von sollen. Die Häuser am Schloßplaße sind ein bauliches Unrecht, dammes durchgeführt. Auch gegen die Verbreiterung der König- Westen über die Lange Brücke, so ist es, als ob man aus dem sie sind gebaut, wie früher die Scharren an die Häuser geklebt straße an sich hat wohl niemand unter uns etwas der Streit 20. in 17. Jahrhundert kommit( Heiterkeit). Wir im Osten wurden. Dieses bauliche Unrecht soll beseitigt werden, und mit dreht sich nur um das Wie. Die Königstraße muß verbreitert und im Zentrum zahlen doch gerade so gut unsere Steuern wie der Schlüter'schen Façade würden wir eine Verschönerung gewerden, sie bildet jetzt eine Barre zwischen dem Often die übrigen Berliner. Was wird mit der Verbreiterung der winnen, welche uns feinen Groschen Geld kostet( Zwischenruf). und dem Westen gegen die Entwickelung des Verkehrs und Nordseite erreicht? Nur ein halber Meter ist zur Verbreiterung Ich richte die dringende Bitte an die Versammlung, die Vorlage ist mit schuld daran, daß der gesammte Berkehr sich immer mehr vorhanden auf der Strecke von der Heiligen Geiststraße zur Post, des Magistrats anzunehmen.( Beifall.) nach dem Westen gezogen hat( Vereinzelte Zustimmung). Der auf der Strecke bis zur Spree allerdings 2,17 Meter. Aber das Stadtv. Jacobi tritt dem Stadtv. Caffel entgegen. Selbst Verbreiterung im Wege steht hauptsächlich das Monumental- ist ganz ungenügend. Im Interesse der Entwickelung der ganzen Gebäude der Hauptpost; die Wahl muß also, wenn man an die Stadt müssen Sie den Ausschuß- Antrag ablehnen. Die geschäftVerbreiterung geht, auf die Südseite fallen. Die geforderten liche Depression ängstigt mich nicht. An zu großen, zu drückenden Preise sind auch feineswegs so hoch, wie man vielfach befürchtet. Steuern habe ich noch nie einen Geschäftsmann zu Grunde gehen Der Vorschlag, das Hinderniß der alten Post" durch einen sehen. Wir werden auch nicht zu Grunde gehen, wenn wir nach Hallengang zu überwinden, hat allerdings den Grund gegen sich, Ausführung dieses Projekts statt 85 pet. Gemeindesteuer 87 pet. daß diese Durchschneidung mit 700 000 m. zu theuer erkauft bezahlen müssen. Und wir bringen doch auch Leben familie der Stadt 89 m. kostet. Mit der Redensart von den erscheint; es möchte in der That richtiger sein, die alte Post" ins Geschäft, wir geben den Arbeitern, den Handwerkern durch anzukaufen, den Weg frei zu legen und die Poſtgrundstücke diese Bauten Beschäftigung( Zwischenrufe); dazu sind wir ja da, wieder zu verkaufen. Für das Projekt der Nordseite kann ich Leben hineinzubringen.( Heiterkeit). Ihre Argumente in dieser mich nicht erwärmen. Die alten Häuser am Schloßplate müssen Beziehung sind nur ein Vorwand.( Oho!) Nehmen Sie den und werden sicher einmal fallen; und sollten sich die städtischen Vorschlag des Magiftrats an, es wird so schlimm nicht werden, Behörden wirklich dagegen erklären, so wird in der Bürger wie es hier ausgemalt wurde.( Beifall und Zischen.) schaft allgemein das Verlangen sich erheben, die Sache aus eigener Kraft zu Ende zu führen, sei es im Wege der frei willigen Substription oder sonstwie( Rufe: Lotterie! Heiterkeit). Aus allen diesen Gründen bitte ich Sie, den Ausschußantrag abzulehnen und die Magistratsvorlage anzunehmen. worden. Herr Singer habe früher gesagt, es würde ihm nicht auf 8 bis 4 Millionen ankommen, wenn damit das Projekt zu stande ge= bracht werden könnte. Unter der Bürgerschaft verstehe Herr Singer nur die Sozialdemokratie: da laufe der doppelte Irrthum unter, daß die Arbeiterbevölkerung für den Staat zwar viel, für Die Stadt aber gar nichts leistet, daß vielmehr jede ArbeiterLasten, unter denen die steuerzahlende Bürgerschaft seufze, fomme man also nicht weiter. An einem Betrage von 1 300 000 Mart brauche doch ein für den Verkehr Berlins so werthvolles Projekt nicht zu scheitern. Hierauf wird ein Schlußantrag angenommen. In namentlicher Abstimmung wird der Ausschuß. antrag mit 60 gegen 51 Stimmen bei einer Stimmenthaltung zum Beschluß erhoben. Stadtv. Selle: Ganz unmotivirter Weise ist die Frage der Verbreiterung der Königstraße mit dem Schloßplay in Verbindung gefeßt worden.( Sehr richtig!) Um das zu können, ist man auf die unglückselige Idee des Kolonnadenganges verfallen, rungen noch vorhandenen Mittel ist von dem Pflasterausschuß Die Vorlage betr. die Verwendung der zu Umpflaste für welche sich die große Mehrzahl von uns nicht erwärmen kann, genehmigt worden. Danach sollen die ersparten ca. 250 000 bis Stadtv. Singer: Nach dem Protokoll ist die Bericht auch Herr Kylmaun nicht. Sollen wir aber das ganze Gebäude 300 000 M. zur Fortsetzung definitiver Umpflasterungen verwendet erstattung über diese Vorlage bis zur Rückkehr des Ober- Bürger- der alten Post" niederreißen, dann gehen die Kosten wirklich ins werden. Der Antrag Vogtherr, auch die Wiesenstraße von der meisters aufgeschoben worden. Man hätte nun erwarten sollen, Ungemessene. Klarheit in diese Kostenfrage hat der Magistrat Grenz- bis zur Hochstraße asphaltiren zu lassen, wurde vom Ausdaß der Ober- Bürgermeister einleitend Gelegenheit nahm, uns bisher nicht gebracht. Für die alte Post" werden jetzt allein schusse mit der Maßgabe angenommen, daß die Asphaltirung die so überaus wichtigen Umstände mitzutheilen, die ihn zu diesem 4 Millionen gefordert. Der Magistrat erklärt diese Forderung vorerst nur von der Grenzstraße bis zur Unterführung der Wunsche führten und uns vielleicht veranlassen könnten, eine an- für ebenso exorbitant wie die andere. Aber es steht doch fest, Berlin- Stettiner Bahn zur Ausführung gelangt, da die Restdere Beschlußfassung herbeizuführen. Es ist das bis jetzt aber daß auf dem Grundstück 3 800 000 Mart Hypotheken ftrede durch den beabsichtigten Umbau der Brücke gleichfalls eine nicht geschehen, und so kann die Frage immer noch nur von dem ruhen.( Hört! Hört!) Die Absicht, die neue Fluchtlinie von der Umänderung erfahren wird. bisher aufgetauchten Gesichtspunkten behandelt werden. Die Poststraße bis zur Spandauerstraße allmälig durchzuführen, Die Versammlung stimmt den Ausschußanträgen ohne De Ausführungen des Herrn Kyllmann waren sehr instruktiv, theil- würde statt einer Verkehrserleichterung auf Jahre hinaus eine batte zu. weise so instruktiv, daß man glauben fonnte, sich im Architekten höchst unschöne Verkehrserschwerung schaffen. Wird aber selbst Für die Invaliditäts- und Alters- Versiche verein zu befinden( Oho! und Unruhe.). Aber nur einen ein- die Vorlage angenommen, so kommt die Frage der Verbreiterung rungs- Anstalt Berlin sollen zwei Gemeindebeanite als zigen sympathischen Gedanken habe ich aus seinem Vortrage ent- der Königstraße damit nicht zur Ruhe; denn dann wird der Mitglieder des Vorstandes bestellt werden, und zwar soll die. nommen und empfehle ihn auch meinerseits, nämlich den Vorschlag Magistrat sehr bald die Verbreiterung auf der Nordseite in Anstellung als eine lebenslängliche mit Pensionsberechtigung und oder die Anregung, die Aufbringung der Kosten für die Vorlage Antrag bringen. Nehmen wir jezt die Verbreiterung auf der einem Gehalt von 5100-6000 m. erfolgen. Die Anstellung nur auf dem Wege freiwilliger Subskription zu versuchen. Dieser Nordseite an, so fällt die Nothwendigkeit der Niederreißung der eines Beamten, wie sie der Magistrat im Mai in Aussicht geGedanke ist sehr beachtenswerth, und es ist mir auch nicht im Häuser am Schloßplage; dagegen wird auf dem besten Wege nommen, hat sich infolge der gesteigerten Geschäftslast und des mindesten zweifelhaft, daß sich an dieser freiwilligen Subskription das Ziel erreicht, den Blick vom Schloßplate auf das Rathhaus Anwachsens des Anstaltsvermögens( zur Beit 13 Midionen M.), namentlich die großen Baufirmen, welche bei solchen Verschönerungen frei zu machen. Will man durchaus die Schlüter'sche Façade sowie der steigenden Verantwortung für die Verwaltung des mit ihren Niederreißungen und Verwüstungen tüchtig Beschäftigung retten, so wird das sehr gut möglich sein, wenn die Brücke letzteren als nicht ausreichend erwiesen. finden, sich ganz besonders betheiligen werden.( Heiterfeit.) Die 2 Meter siromabwärts gerückt ist; man wird dann die Façade Auf Antrag Ralisch geht die betreffende Vorlage an den Klagen, daß der Stadttheil Alt- Berlin vernachlässigt ist, daß er statt am Marstall einfach an der Front der Häuser am Schloß- Ausschuß für die Anstellung und Pensionirung besoldeter Gesich wie eine Barre zwischen den Osten und den Westen der play anzubringen haben.( Heiterkeit.) meindebeamten. Stadt hineinschiebt und die Entwickelung des Ostens hindert, Stadtbaurath Hobrecht: Für den Osten und das Zentrum Für die regelmäßigen Ergänzungs- und für die Er= haben schon früher in dieser Versammlung teinen erheblichen ist die Verbreiterung der Königstraße eine Nothwendigkeit und sat wahlen zur Stadtverordneten VersammWiderhall gefunden, der Thatsache gegenüber, daß gerade in den die bisherigen Verkehrserleichterungen für das Zentrum genügen Iung hat der Magistrat den 13., 14, und 15. November legten zehn Jahren von Stadt wegen für diesen Stadttheil ganz nicht. Auf den Alexanderplatz münden eine große Anzahl Ver- festgesetzt. Am Montag, den 13. November, wählt die 111. AbAußerordentliches durch die Anlage der Kaiser Wilhelmstraße, tehrsstraßen, die ihre Fortsetzung in der Königstraße haben, ihre theilung von 9 Uhr Vorm. bis 7 Uhr Nachm. Die Wahl erfolgt die Verbreiterung des des Mühlendammes, durch den Er- Verbreiterung kommt nicht nur dem Zentrum, sondern dem Osten auf grund der berichtigten Gemeindewählerliste, welche in der weiterungsbau der Friedrichsbrücke u. f. w. geschehen ist. Der ganzen Stadt zu gute. Die Verbreiterung der Königstraße 1. Abtheilung 2043, in der II. 13 037, in der III. 274 048 Wähler Jeder von uns gönnt dem Zentrum Berlins jede Förderung, steht aber auch im engsten Zusammenhang mit der Schloßplay enthält. Von den 42 Wahlbezirken der dritten Abtheilung sind bei aber eine Reihe anderer Stadttheile ist der Fürsorge der städti- frage. Die Polizei hat bereits erklärt, daß die Konzession für den diesmaligen Wahlen die 16 Bezirke 1, 3, 4, 6, 9, 18, 16, 18, 20, 22, schen Behörden viel würdiger und braucht sie viel nothwendiger. Die Pferdebahn im Falle der Verbreiterung auf der Nordseite 23, 29, 31, 36, 37, 41 betheiligt. Der Ausschuß hat die Frage vollkommen den Interessen der ohne Niederlegung der Häuser am Schloßplay verweigert Hausbefizer zählt die Versammlung gegenwärtig 80, nämlich Bürgerschaft gemäß entschieden. Für die Durchführung der von werden wird.( Hört! hört!) Die Kolonaden sind im Magifirats- je 30 in der 1. und 2., 20 in der 3. Abtheilung. Davon Herrn Kyllmann so verlockend geschilderten Projekte fehlt der projekt keine absolute Bedingung; es wird ja jetzt nur die prin- scheiden zum 1. Januar 1894 29 aus, je 11 der 1. und 2., 7 der Bürgerschaft die Steuerfähigkeit; von einem Projekt, welches zipielle Zustimmung von Ihnen verlangt. Das muß aber ge- 3. Abtheilung. Nach dem leider noch immer bestehenden§ 16 doch nur der Verschönerung dient und daneben höchstens noch schehen, damit wir die Brücke verbreitern und von der Spree- der Städteordnung müssen in jeder Abtheilung die Hälfte der der Befriedigung anderweiter Bedürfnisse, welche nicht die Stadt regulirung endlich die für Berlin erhofften Vortheile ziehen können. Stadtverordneten Hausbesitzer sein und es haben daher die 1. und als solche empfindet, tann in einer Zeit wirthschaftlicher Depression, Die Finanzlage Berlins erscheint mir weder gedrückt, noch gar 2. Abtheilung je 2, die 3. Abtheilung 7 Hausbesitzer zu in einer Zeit in der für die allernächste Zukunft ohnehin eine ungünstig; vorübergehende kleine Schwankungen gleichen sich wählen. Dazu kommt noch ein in einer Ersatzwahl sehr bedeutende Steigerung der Ausgaben in Aussicht steht, nicht wieder aus. Wer einen Glauben hat an den Stern von zu wählender Hausbesizer. Die Wahlbezirke 1, 4, 6, 9, die Rede sein. Das spare man auf für eine Beit, wo wir aus Berlin, wird nicht kleinmüthig sein, sondern die Vorlage 16, 20, 22, 31 find als solche ausgelooft, in welchen ein Hausöffentlichen Mitteln heidenmäßig viel Geld haben. Heute, wo des Magistrats annehmen! der Streit um ein paar Prozent Einkommensteuer bald wieder Stadtv. Scheiding erinnert den Stadtv. Singer daran, heftig entbrennen wird, wo Berlin es nicht über sich gewinnt, was alles in den letzten zehn Jahren für die ärmere Bevölkerung die elendeste aller Steuern, die Miethssteuer abzuschaffen von seiten der Stadt geschehen sei. Die schreckliche" Mieths ( Unruhe), wo man sich nicht für finanzkräftig genug hält, steuer sei doch nothwendig, sonst müßte eben eine andere Steuer um Forderungen wie Arbeitsämter, städtischen Arbeitsnachweis erhoben werden. Die Ablehnung der Vorlage würde Redner im und dergleichen zu erfüllen, wo die bescheidensten sozialen höchsten Maße beklagen müssen; eine so günstige und billige GeReformen unter Hinweis auf die Kosten zurückgewiesen legenheit komme nicht so leicht wieder. befizer gewählt werden muß. Sämmtliche Wahlbezirke der drittex Abtheilung sind wegen des Anwachsens der Wählerzahl, resp. wegen ihrer räumlichen Ausdehnung in Unterabtheilungen zerlegt werden; die Bezirke 36( 11 432 Wähler), 37( 9568) und 41( 10 401) in 4, die Bezirke 9 und 29( 7100 und 6969) in 3, die übrigen( 3589 bis 6140) in 2. Die Wahl der Beisitzer und Beisiger- Stellvertreter für diese Wahlen soll durch den Ausschuß für die Anstellung unbesoldeter Gemeindebeamter vorbereitet werden. Schluß 84 Uhr. Tokales. werden, hätte die Stadt Berlin doppelt Unrecht, derartigen Ber- Stadtv. Cassel: Der Stadtbaurath tritt heute für die schönerungsprojekten zuzustimmen, die weder in der Nothwendig- Verbreiterung der Brücke mit derselben Wärme ein, mit welcher feit begründet, noch auch nur wünschenswerth sind. Und nother vor einigen Jahren dagegen auftrat; damals hat er auch für wendig im Verkehrsinteresse ist die Vorlage nicht, dem letzteren die unwürdige Gestalt der Häuser am Schloßplage nicht das genügt die Verbreiterung auf der Nordseite. Der demgemäß scharfe Auge gehabt wie heute. Herr Hobrecht wird also nicht vom Ausschuß gemachte Borschlag entspricht der durch Kommunal- für sich in Anspruch nehmen können, daß seine heutigen beschluß festgestellten Verpflichtung der Stadt zur Verbreiterung Argumente ohne weiteres als maßgebend hingenommen werden. der Langen Brücke. Nun schwirren Gerüchte, daß man nochmals Der Kostenpunkt ist noch völlig ungeklärt; fest steht nur, daß Zur Beachtung! Der Feen- Palast, Burg- und WolfgangAusschußberathung beantragen wolle, um dem Magistrat das Projekt ohne viele Millionen nicht durchführbar ist. Dazu straßen- Ecke, ist seit dem 1. Oktober wieder eröffnet. Die VerGelegenheit วัน geben, die eingehende Erörterung ist aber die Finanzlage nicht angethan. Die Rücksicht auf handlungen der Lokalkommission mit dem jezigen Inhaber Herrn aus dem Plenum in den Ausschuß zu verlegen. Das die Stellungnahme der Behörden zur Pferdebahn Frage Fricke betreffs Hergabe des Lokals schweben noch. Wir ersuchen Allerschlimmste, was in dieser Frage geschehen könnte, wärel tann für uns nicht ausschlaggebend sein; das letzte Wort ist doch deshalb die Vertrauenspersonen der Partei, sowie die Vorstände = ortes in Arbeit stehen. Der Ausweis wird dem Vorzeiger wieder zurückgegeben. Stettin, den 30. August 1893. lich Folgendes: " Bekanntlich hat das Polizeipräsidium dem Genossen Andreszewsky von Vereinen noch keine Bergnügungen in diesem Lokal abzu- die Untersuchungen im Reichs- Gesundheitsamte und im Hygieni- sprechung müsse sich um so mehr vom Rechtsbewußtsein des schließen, sondern den Beschluß den die Lokalkommission in dieser schen Institut gemacht worden sind, darüber ist bis jetzt noch Boltes entfernen, je mehr die Klaſſengegensäße sich zuſpißen. Der Eache faffen wird, abzuwarten. Wir werden unverzüglich das nichts bekannt geworden. Aber selbst wenn tägliche Unter- Arbeiter mache sich vorläufig nur Knoten ins Schnupftuch. Er Resultat der Verhandlung mittheilen und im Vorwärts" bekannt suchungen zahlreicher Wasserproben auf das Vorhandensein von möge doch mal versuchen, unbefangen zu lesen, was die Sozialgeben. Typhusbazillen stattgefunden hätten, so kann man aus dem demokraten wollen. Der Herr ließ sich dann die Titel mehrerer Die Berliner Lokal Rommission. negativen Befunde immer noch nicht den Schluß Broschüren von mir aufschreiben und stieg topfschüttelnd von der J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. ziehen, daß in dem Spreewasser, sei es filtrirt Pferdebahn. Soweit der uns zugegangene Bericht. Davor, oder unfiltrirt, überhaupt teine Typhus daß der Bericht wörtlich im Niederschlesischen Anzeiger" ent Zum Bureaukratismus des Berliner Eisenbahu bazillen vorhanden sind. Wie lange hat man sich verhalten ist, haben wir uns überzeugt. Betriebeamts. Ter grüne Tisch und nicht des Lebens prattische geblich bemüht, Cholerabazillen in unseren Flüssen nachzuweisen! Erfahrung ist offenbar Vater folgender amtlichen Belannt- Trotzdem hat man, auf grund der Anzeichen, daß sie im Wasser Ueber die Berliner Pflasterverhältnisse ergiebt sich aus machung des Berlin- Stettiner Eisenbahn- Betriebsamtes, die ver- enthalten sein müssen, auch ohne daß man sie fand, die so wirt einer Darlegung des Stadt Bauinspektors Pinkenburg im schämt in einer Ecke auf einigen Bahnhöfen des Vorortverkehrs famen Schutzmaßregeln gegen die angenommene Verseuchung der Zentralblatt d. Bauv.", daß im Beginn des laufenden Etatsaufgehängt ist: Flüsse getroffen. Die Richtigkeit dieser Annahme und die Zweckmäßig jahres eine Gesammt Pflasterstrecke von 5 070 341 Quadratmetern Arbeiter Beförderung. feit der Maßregeln, welche wir Robert Koch danken, hat der Erfolg vorhanden war. Davon entfielen 866 368 Quadratmeter auf G3 wird hierdurch besonders darauf aufgemacht, daß erwiesen. Mit den Typhusbazillen geht es sicher ebenso. Die Asphaltpflaster, 67 631 Quadratmeter auf Holzpflaster, auf nach den maßgebenden Bestimmungen Arbeiterverbesserten Methoden werden dieselben auch im fließenden Pflaster 1. Klasse 387 498, auf Pflaster 2./3. Klasse 1543 978 Fahrkarten nur an Arbeiter zur Ausgabe Wasser nachweisen lassen. Wenn man bis jetzt Typhusbazillen Quadratmeter, auf Pflaster geringer Güte( 4. bis 9. Klaffe) gelangen, welche außerhalb ihres Wohn- im Wasser nicht gefunden hat, so ist das Vorhandensein der- 2204 866 Quadratmeter. Von der gesammten Pflasterfläche ist selben noch keineswegs ausgeschlossen, namentlich hier, wo so etwa 1 Million Quadratmeter von Privaten zu unterhalten. Die Arbeiter- Eigenschaft ist deshalb auf Verlangen bei bringende Verdachtsmomente dafür sprechen. Das sanitäre Fast jedes Jahr werden 60-80 000 Quadratmeter mit Asphalt der Lösung von Arbeiter Fahrkarten nachzuweisen. Als Intereffe gebietet es unter allen Umständen, daß geeignete Maß- belegt und man kann jetzt schon, namentlich von der Friedrichsgenügender Ausweis wird die Alters- und Invaliditäts- regeln getroffen werden, um der Gefahr zu begegnen, mit anderen stadt aus, Entfernungen von mehr als 3 Kilometer ohne UnterVersicherungskarte oder eine ortspolizeiliche Bescheinigung Worten: die Stralauer Wasserwerke müssen geschlossen werden. brechung auf geräuschlofem Pflaster zurücklegen. Zum Holzpflaster über die Beschäftigung als Arbeiter angesehen. Hamburg exempla docent!" wurden früher alle möglichen Holzarten benutzt, jeht beschränkt man Diese Ausführungen der völlig unpolitischen, lediglich wissen sich auf schwedisches Kiefernholz. Der Asphalt entstammt hauptsächschaftlichen Zeitschrift stehen in schroffstem Widerspruch zu den lich den fizilianischen Gruben und dem Val de Travers. Deutscher seitens der Stadtverwaltung versuchten Beschwichtigungsversuchen Asphalt aus Limmer und Vorwohle wird nur zum Mischen verKönigliches Eisenbahn- Betriebsamt Berlin Stettin." und bestätigen die Anklagen, die unser Genosse Dr. Zadek kürzlich wendet. Daneben laufen Versuche mit künstlichen Asphalten, Der Erfolg dieser Verfügung hat sich alsbald gezeigt. So über diese Frage im Rothen Hause erhob. Giner Unterlassungssünde welche alle aber noch des durchschlagenden Erfolges entbehren. verlangte Dienstag früh eine Arbeiterin, welche schon seit langer ersten Ranges würden unsere liberalen" Stadtväter fich schuldig Die Steine Granit und Porphyre- werden meist schwedischen Beit regelmäßig auf Arbeiter Wochenfahrkarte mit dem Berlin- machen, wenn sie nicht endlich eine gründliche Untersuchung und belgischen Brüchen entnommen; troß aller Versuche hat sich Bernauer bezw. Berlin- Blankenburger Vorortszug fährt. Sie über Entstehung und Ausdehnung der Typhuserkrankungen deutscher Stein nur in ganz geringem Umfange Eingang verwollte, wie gewöhnlich, ihre Wochenfahrkarte lösen. Von dem energisch, ohne Boreingenommenheit und fachlich in die Hand schafft. Außer den mit Stein gepflasterten Straßen besitzt die am Schalter diensthabenden Beamten wurde sie gefragt, ob sie nehmen. Leider ist es ja zu wahr, daß diese Stadtväter sich von Stadt noch etwa 67,5 kilometer Chauffeen und chaussirte Wege ihre Altersversicherungskarte bei sich habe und sich dadurch als anderen Vätern dadurch unterscheiden, daß im allgemeinen diese mit einer befestigten Oberfläche von 407 500 Quadratmetern, deren Arbeiterin legitimiren könne. Da sie diese Karte nicht vorzeigen die Kosten für die Sünden ihrer Herren Söhne zahlen müssen, Unterhaltung sich auf jährlich 335 300 m. beziffert, während bis konnte, weil diefe, wie das mit diesen Karten gewöhnlich der während es bei den liberalen Stadtvätern umgekehrt ist: was 1876 vom Fistus jährlich nur 55 000 M. aufgewendet worden Fall zu sein pflegt, auf ihrer Arbeitsstelle beim Meister lag, so die Väter gesündigt, müssen hier die Söhne zahlen. Aber das sind. Im Ganzen find von 1877 bis 1892 gegen 5 000 000 m. halfen alle weiteren Vorstellungen nichts: sie be ist ein Rabenvater sondergleichen, der verlangt, seine Sünden für die Instandhaltung der Chausseen aufgewendet worden. tam teine Wochenfahrkarte und war genöthigt, sollen feine Söhne mit Krankheit oder Tod bezahlen. Vom Feuertode rettete am Montag Genosse Andreszewsky eine einfache Fahrkarte zu entnehmen, wodurch sich diese Fahrt auf den doppelten Fahrpreis stellte. Der Minister Da hört aber alles auf", sagte ganz erregt in der eine in Krämpfe gefallene Frau bei einem in der Ackerstraße 163 v. Bötticher hat wiederholt im Reichstag gebeten, über den Inhalt Pferdebahn ein älterer Herr. Was haben Sie denn? fragte ich ausgebrochenen Feuer. Andreszewsky arbeitet in dem Hause. des Klebegejezes nach Kräften diejenigen, die es angeht, zu unter den alten Herrn. Nun da, bitte, lesen Sie nur, mein Vater Als der Polizeilieutenant des Reviers, dem die Rettung mitrichten. Bielleicht hält er seinem Kollegen von der Eisenbahn- war ehrbarer Tischlermeister, ich bin Beamter, aber das ist doch getheilt wurde, in Andreszewsky's Gegenwart meinte: Das ist Er reichte mir den brav, erwiderte A.: nun, das war doch nur Menschenpflicht. Return on the Privatissimum über Inhalt und Niederschlesischen Anzeiger" hinüber und da las ich denn wörtVerwaltung, v. Thielen, ein geradezu zum Sozialdemokrat werden. naturgemäße Folgen des Klebegesetzes. die Mittheilung zugehen lassen, daß er als ein die Sicherheit Zur Frage der Verbindung mit dem Nordbahnhofe Jn Nr. 91 des„ Niederschlesischen Anzeigers" vom 19. April der Gemeinde Berlin gefährdender Preuße auf grund des Gesetzes wird gemeldet: Die Große Berliner Pierde- Eisenbahne Gesellschaft ds. Js. berichteten wir über einen Beleidigungsprozeß gegen den von 1842 von hier ausgewiesen werde, da er wegen eines rein hat sich dem Magistrat gegenüber bereit erklärt, insofern den früheren verantwortlichen Redakteur desselben, Arthur Winkler politischen Bergehens(§ 130 R.St.B.) mit Strafe belegt ist. Wünschen der interessirten Kreise der Bürgerschaft nachzukommen, Tannenberg. Es handelte fich dabei um eine Beleidigung des Das gegen diese Verfügung eingelegte Klageverfahren schwebt noch. als dieselbe beabsichtigt, nach Genehmigung des Bahnüberganges Hofraths Suren in Primkenau, begangen durch einen Artikel in über die Linden einen Verkehr vom Westen über die Friedrich Nr. 223 des Anzeigers", Jahrgang 1892. Durch den Abdruck heute Vormittag in der neunten Stunde eine anscheinend taube, leberfahren. Von einem Milch fuhrwerk überfahren wurde stadt, die Lindenkreuzung am Operuplaß, die Friedrichsbrücke, eines Inferats" Leise Anfragen" und einen von dem Emaille: Schiffbauerdamm 11 wohnende Frau Abendroth. über den Hacke'schen Markt, die Rosenthaler, Brunnen, brenner Fabig an den Reichstags- Abgeordneten Dr. Hermann Schiffbauerdamm 11 wohnende Frau Abendroth. Beteranenstraße, die Kastanien- Allee und die Schwedterstraße nach Müller gerichteten Brief, welcher dem Hofrath Suren Maß- Charitee! Der Vorstand der Ortstrankenkasse der Handschuhdem Nordbahnhof einzurichten. regelung von Arbeitern aus Anlaß ihres Verhaltens bei der Reichs- macher und verwandter Gewerbe zu Berlin beschloß in seiner tagswahl vorwarf, fühlte sich letzterer beleidigt und stellte Straf- am 2. d. M. stattgehabten Sigung bis auf weiteres teine er Zur Typhusepidemie. Der Medizinischen Wochenschrift" antrag. In der damaligen Verhandlung wurde W. T. wegen Betrantten Mitglieder seiner Rasse der königentnehmen wir folgende sehr beachtenswerthe Betrachtungen über leidigung des Hofraths Suren zu 500 M. Geldstrafe verurtheilt. Itchen Charitee zu überweisen. Ueber die Bedie jeßige Typhusepidemie in Berlin: Auf die gegen dieses Urtheil eingelegte Revision wurde die Sache handlung in der Charitee nächstens Näheres. Die Aufnahme von Typhuskranken in das städtische allge- vom Reichsgericht zur nochmaligen Verhandlung vor die hiesige meine Krantenhaus am Friedrichshain beträgt in der letzten Straffammer verwiesen. In der heutigen Verhandlung giebt der Polizeibericht. Am 4. d. Mr. Morgens wurden ein etiva Woche 6 gegen 11 in der Vorwoche. Man darf hoffen, daß die Angeklagte zu, daß er die Leisen Anfragen" wohl für beleidigend 70 Jahre alter Mann in den Anlagen des Königsplates, gewöhnliche Typhus- Aufnahmeziffer der feuchenfreien Beit bald halte, er habe jedoch bei Abdruck derselben keineswegs die Person und Mittags eine Frau in ihrer Wohnung, in der Schönholzerstraße wieder erreicht werden wird. Gegenwärtiger Bestand 86; 3 neue des Hofraths Suren damit treffen wollen. Für die in dem erhängt vorgefunden.- An der Ecke der Friedrich- und DorotheenTodesfälle, im ganzen 11 Todesfälle auf 98 Repräsentanten der Briefe des Brenners Fabig enthaltenen Thatsachen dagegen sollte straße wurde Abends ein Mann durch einen Pferdebahnwagen Epidemie. In der Anstalt selbst ist ein Hilfswärter, aber feine der Beweis der Wahrheit erbracht werden. Der Zeuge Fabig überfahren und an der Brust so schwer verletzt, daß er nach der einzige Victoria- Schwester infizirt worden. Es beginnen jezt die befundete eidlich auis bestimmteste, daß Hofrath Suren nach der Charitee gebracht werden mußte. In der Wohnung eines Entlassungen und Ueberführungen in die Genesungsstätten, so ersten Wahl eines Reichstags- Abgeordneten für den verstorbenen Kaufmanns, Markgrafenſtr. 87, gerieth durch die Unvorsichtigkeit daß eine beträchtliche Abnahme des Bestandes zu be- Reichstags- Abgeordneten Dr. v. Forckenbeck zu seinen Arbeitern, eines Knaben Benzin in Brand. Der Knabe erlitt dabei schwere grüßen sein wird. Freilich steht auch jetzt der Ein- die er ins Komptoir fommen ließ, gesagt hatte:„ Ich will Euch Brandwunden am Kopfe und an den Unterarmen. Außerdem fritt von Rezidiven und weiteren Komplita- nur mittheilen, daß Ihr direkt gegen mich gewählt habt. Hat fanden vier kleine Brände statt. tionen zu erwarten. Auch ist nach Lage der Sache vielleicht einer dem Herrn v. Klizing etwas nachzusagen? Wißt ein Anwachsen der Erkrankungsziffer nicht Ihr, was Ihr seid? Lumpenpact, Lumpengesindel seid Jhr! ausgeschlossen. Nach der augenblicklichen Zahl der Er- Der Teufel soll Euch holen! Mit Hunger und Durst frankten ist die gegenwärtige Epidemie schon viel bedeutender als werde ich Euch furiren!" Ebenso, daß nach der Wahl die im Jahre 1869 herrschende, mit welcher die gegenwärtige eine die Löhne gekürzt wurden und den Arbeitern die Benutzung wesentliche Uebereinstimmung zeigt. Wiederum ist hauptsächlich der Wohlfahrtseinrichtungen nur noch gegen Entgelt ge der Often und Nordosten der Stadt betroffen. Worauf wir stattet sein sollte, während diese Benutzung vorher unentgeltlich ipielles Urtheil betreffs der Kündigungsfrist Gewerbegericht. Noch ein sogenanntes prin bereits hingewiesen, war es 1889 dem Direktor Prof. Fürbringer war. Der Zeuge Fabig_befundete heute ferner, daß er der Parias unserer sozialen Gesetzgebung der nicht möglich, eine direkte Jnfektion quelle aufzufinden. Erst die einen ihm von anderer Seite aufgesetzten zweiten Brief an ausgewerbetreibenden, wurde am 3. Oktober von später von Birchow angestellten Ermittelungen ergaben, daß die Dr. Müller, in welchem er den Inhalt des ersten Briefes wider der Kammer I, diesmal unter Vorsiz des Assessor Weltz, gefällt. Epidemie sich fast ausschließlich in dem von den Stralauer ruft, nur deshalb unterzeichnet habe, um wieder in seiner da- Der Schneider Britt, welcher für den Geschäftsinhaber Bud Wasserwerken versorgten Bezirke abgespielt hatte. Die von maligen Stellung, die ihm gekündigt worden war, bleiben zu in seinem eigenen Heim thätig gewesen war, wurde mit seiner Prof. Karl Fränkel feiner Zeit gemachten Untersuchungen ergaben dürfen. Auch der Zeuge Former Tscharutte erhärtete, daß nach Lohnentschädigungsflage wegen unrechtmäßiger Entlassung ab. sodann, daß bei herabgesetzter Filtrirgeschwindigkeit Typhus feiner Auffassung der Hofrath Suren die Arbeiter wegen ihres gewiesen. Er hatte für keinen anderen Arbeit bazillen durch das Filter gehen können. Das Stralauer Waffer Verhaltens bei der Reichstagswahl und ihn persönlich wegen geber während der Zeit gearbeitet, während welcher er für werk versorgt nach wie vor die damals und jetzt von feines Verhaltens bei einer Gemeinde Schöffenwahl in der an- den Beklagten arbeitete. Der Vorsitzende begründete das der Epidemie ergriffenen Stadtgegenden theils ausschließlich, gegebenen Weise gemaßregelt habe. Hofrath Suren gab an, es Urtheil wie folgt:„ Die Gewerbeordnung lasse sich taum über theils gemischt mit den neuen Werfen am Müggelfee. Nun ist hätte sich damals nicht um die Wahl, sondern um diejenigen ge- Heimarbeiter aus." Nur in einem Paragraphen würden sie er doch gewiß im Augenblick die Vermuthung nicht von handelt, welche gegen die Hüttenverwaltung Opposition machten; wähnt. Der Paragraph 119b verweise auf die Paragraphen 115 der Hand zu weisen, daß auch jetzt das in Stralau wenigstens hätte es sich nicht allein um die Wahl gehandelt. bis 119a und fage von den in diesen bezeichneten Arbeitern, daß Rummelsburg direkt geschöpfte und dann filtrirte Waffer des Bezüglich der Kürzung der Löhne meinte Suren, diese Herab auch die Personen zu ihnen zu rechnen feien, welche für be Stralauer Wasserwerkes die gegenwärtige Epidemie verschuldet fehung wäre auch ohne die Reichstagswahl erfolgt, wenn auch stimmte Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätten der Leiteren habe. Dafür sprechen deutlich genug die zu gleicher Beit in allen nicht gerade zu der betreffenden Zeit, so doch später. Daß er die mit der Anfertigung von Gewerbeartikeln beschäftigt werden. dem Versorgungsbezirke desselben zugehörigen Straßen plötzlich Arbeiter mit den Ausdrücken Zumpenpack" oder„ Lumpengesindel" Die betreffenden Paragraphen beträfen aber in teiner Beentstandenen Erkrankungen. Es ist ferner konstatirt, worauf angeredet habe, giebt auch Suren zu. Der Staatsanwalt ziehung die Kündigungsfrist, sondern enthielten die fo= wir bereits hingewiesen haben, daß eine ganze Anzahl Kranker beantragte, den Angeklagten zu der durch das erste Urtheil be genannten Arbeiterschutzbestimmungen. Da jener ausdrücklichen farz vor ihrer Erkrankung im Auguft in der Spree gebadet und reits erkannten Geldstrafe von fünfhundert Mark und den Neben- Ausdehnung bestimmter Paragraphen auf die Hausindustriellen eine unfiltrirtes Spreewaffer verschluckt haben. Dies spricht doch strafen zu verurtheilen. Der Vertheidiger nahm den Schuz des folche bezüglich der die Kündigungsfrist festlegenden Bestimmungen deutlich dafür, daß das Spreewasser Typhusbacillen enthalten§ 198 des Strafgesetzbuches für den Angeklagten in Anspruch, nicht beigeordnet sei, habe das Gericht die Einwendungen des hat. Die Erklärung, wie diefelben dahin gefommen, liegt nahe: indem er ausführte, daß ein öffentliches Blatt, zumal ein frei Beklagten als zutreffend anerkannt und den Kläger a 13 heimNicht weit oberhalb der Schöpfstelle der Stralauer Wasser- sinniges, die Pflicht habe, derartige Dinge zur Sprache zu bringen, arbeiter- Heimarbeiter seien als selbständige werfe in Köpenick befinden sich die großen Waschanstalten, in an deren Verhütung jeder Staatsbürger ein Intereffe habe. Gewerbetreibende zu betrachten mit seiner Klage welchen die Wäsche eines großen Theils der Einwohner von Diese Dinge feien erwiesen durch die Aussage des Zeugen Fabig, abgewiesen. Selbständige Gewerbetreibende befäßen eben nicht Berlin gewaschen wird, nachweislich auch aus den ergriffenen welcher unter dem Gide den Inhalt feines an Dr. Müller ge- das Recht und die Pflicht der Innehaltung einer vierzehntägigen Gegenden des Ostens. Einschleppungen des Typhus von aus- richteten Briefes als vollständig der Wahrheit entsprechend be- Kündigungsfrist. Vom Oberverwaltungsgericht seien in einer wärts find bereits seit Mitte und Ende August bekannt. Die zeichnet habe. Wenn die Leijen Anfragen" in der Form be- Versicherungssache die Heimarbeiter ebenfalls als selbständige Strankheit ist in der ersten Beit nicht als Typhus bezeichnet leidigend feien, so könne höchstens eine Berurtheilung zu einer Gewerbetreibende erklärt worden, mit der ausdrücklichen Beworden. Die Diagnose auf Typhus fonnte in sehr vielen Fällen mäßigen Geldstrafe erfolgen. Der Gerichtshof erkannte auf tonung, daß sie keine Kündigungsfrist innezuhalten brauchten, erst nach 14 Tagen gestellt werden. Die bereits infizirte Wäsche 500 Mart Geldstrafe, sowie auf Publikationsbefugniß im noch auf ihre Innehaltung bringen könnten. fam mithin anfstandslos in die Waschanstalten an der Spree; Niederschlesischen Anzeiger" Die Urtelsbegründung und das Urtel verstoßen gegen den dieselbe wurde sodann auch dort nicht sofort desinfizirt und in Konfiskation der etwa noch vorhandenen Nummern 223 Begriff Heimarbeiter. Wir kommen demnächst auf die im allder Spree gespült. Nach alledem ist es wohl erklärlich, daß des Niederschlesischen Anzeigers". In der Begründung gemeinen zu bejahende Frage, ob Heimarbeitern eine vierzehnTyphusbazillen in die Spree fommen und die Filter paffiren des Urtheils führte der Vorsigende, Landgerichtsrath Knoll, tägige Kündigungsfrist zusteht, ausführlich zurück. fonnten. In der Stadtverordneten- Bersammlung ist geltend ge- aus, daß der Emaillebrenner Fabig ein ganz unzuverlässiger, " " " " der N. N. 3tg.", und Gerichts- Beitung. macht worden, daß das Wasser des Stralaner Wertes einer tag- geistig unbedeutender Zeuge sei, auf dessen Aussage der Gerichts- Wegen wissentlicher Abgabe einer falschen eibeslichen bakteriologischen Untersuchung unterliege, und das im In- hof tein Gewicht lege, wogegen er den Aussagen des Hofraths ft attlichen Versicherung stand gestern der Agent und stitut für Infektionskrankheiten, im kaiserlichen Gesundheitsamte und Suren vollen Glauben schenke. 3 sei also, abgesehen Winkelfonfulent Adolf to belte vor der IV. Straffammer des im hygienischen Institute Untersuchungen mit negativem Er- von der Aeußerung Lumpenpact", nichts bewiesen, da die da- Landgerichts I. Derselbe war für eine Frau Böhr der Rechtsgebnisse gemacht worden seien. Hiergegen ist einzuwenden, daß maligen Borkommnisse in der Henriettenhütte nach der Angabe beistand in einer Privattlagefache gewefen und hatte ihr verdie fortlaufenden Untersuchungen erst nach Mitte August be- Surens mit der Wahl in keinem Zusammenhange ständen. Die schiedene Schriftstücke in dieser Streitfache angefertigt. Sie gonnen haben, und daß erst Ende August die Filtrirgefchwindig- Beleidigungen seien gröbster Art. Der Artikel sei vielleicht in wurde in erster Instanz verurtheilt und legte Berufung gegen feit erheblich herabgefeht worden ist. Die Stralauer Werte lieferten Wahrnehmung berechtigter Interessen gefchrieben worden, der das Erkenntniß ein. Am 16. Dezember stand Termin in zweiter erst seit dem 1. September ca. 40 000 Rubikmeter täglich. Die von Schutz des§ 193 könne aber dem Angeklagten nicht zugebilligt Instanz an, in diesem erschien aber Frau B. nicht und die BeHerrn Pieffe täglich gemachten Untersuchungen der Filter be- werden, da er seiner ganzen Person nach ein Mensch sei, der von rufung wurde daher verworfen. Frau B. hatte sich um fünf ziehen sich jedoch nicht auf Typhus oder Cholerabazillen, Grimm gegen jeden Höherstehenden erfüllt sei und offenbar be- Minuten verspätet und eilte in die Gerichtsschreiberet, um dort sondern einfach nur auf die Anzahl der in dem aus den Filtern absichtigt habe, den Hofrath Suren persönlich zu beleidigen." 3 erfahren, was sie zur Wahrnehmung ihrer Rechte thun tönne. entnommenen Wasser enthaltenen Reime, ganz gleich, welcher Um wieviel mag wohl ein Sofrath an sich höher stehen", als Der Gerichtsaktuar Dalfe erklärte die verschiedenen Gründe, mit Natur sie sind. Die fortlaufenden Untersuchungen des Spree- der Redakteur eines angesehenen Blattes? Und um wieviel ein welchen sie ihre Verspätung erklären wollte, für nicht stichhaltig waffers im Institut für Infektionsfrankheiten haben sich unseres Hofrath, der seine" Arbeiter eingestandenermaßen mit den und gab ihr anheim, in der vorgeschriebenen Frist etwaige Wissens nur auf bas Borkommen von Cholerabazillen Schimpfworten Lumpenpad" und" Lumpengesindel" regalirt? Gründe geltend zu machen, welche einen Antrag auf erftredt, wie auch aus der Zuschrift des Vorstehers der wissen- Dem alten Herrn segte ich nun auseinander, daß solche Wiedereinsehung in den vorigen Stand rechtfertigen schaftlichen Abtheilung des Instituts Herrn Dr. Pfeiffer an den Urtheile nichts Auffälliges mehr darbieten. Unſere heutige, fönnten. Dies ist der Fall, wenn der Antragsteller durch NaturMagistrat ter Stadt Berlin hervorgeht. In welchem Umfange durch gelehrte, militärisch erzogene Richter ausgeübte Necht- Ereignisse oder andere unabwendbare Bufälle an der Einhaltung Sie machten D Dersammlungen. Arbeiter neue Erdrutsche zu befürchten sind; bei Jermstad wurden aus dem ersten Erdrutsch unterirdische Getöse vernommen und flüssige Lehmmassen hoch in die Höhe gespritzt. der Frist verhindert worden ist. Der Angeklagte wußte bald[ nimmt, wenn ich wieder' raus fomme, deshalb habe ich den ersten mit der sich der edle Graf zur höheren Glorie umgeben hatte, Rath. Er schrieb nicht nur selbst eine eidesstattliche Versicherung, besten genannt." Die Verurtheilten find sämmtlich im Bucht- fcheint derfelbe bezahlt zu haben. Wenigstens tlagt zur Zeit der sondern überredete auch noch einen anderen zur Abgabe einer hause zu Sonnenburg internirt worden. Dort hat 2. wenn Stutscher August Gogolin vor dem Amtsgericht Ober- Glogau solchen, inhalts deren beide aus persönlicher Wahrnehmung ver- er den Kretsch beim Spazierengehen in der Freistunde traf gegen den Grafen Eduard von Oppersdorf, früher sicherten, daß Frau B. am Terminstage durch plöglich auf dem letzteren stets Vorwürfe darüber gemacht, daß er ihn un zu Schloß Loslau, jezt unbekannten Aufenthalts, auf Zahlung tretende körperliche Leiden verhindert gewesen sei, rechtzeitig an schuldig in das Zuchthaus gebracht habe. Auch Zittwit und des rückständigen Lohnes für nicht weniger als drei Monate, Gerichtsstelle zu erscheinen. Diese Versicherung ist falsch, da Saalfeldt hielten mit ihren Vorwürfen nicht zurück und so sab sowie des Koftgeldes für einen Monat. Der hochgeborene Herr beide Personen am Vormittage des fraglichen Tages Frau B. sich denn Kretzsch eines Tages bewogen, einzugestehen, daß er den Graf wird nun durch öffentliche Zustellungen aufgefordert, sich gar nicht gefeben hatten. Der von dem Angeklagten verleitete 28. fälschlich bezichtigt habe und der eigentliche Abnehmer der dem genannten Amtsgericht zu stellen. Mann ist inzwischen in die Schweiz gegangen. Gegen den An- Schlächtermeister R. im Osten Berlins sei. W. hat nun aus geklagten beantragte der Staatsanwalt mit Rücksicht auf die dem Zuchthause heraus Anzeige gegen R. erstattet und zugleich in Trier wegen Entziehung eines Kindes, sowie gegen die Wittwe Pfarrer Stöck. In dem Prozeß gegen den Pfarrer Stöck Gemeingefährlichkeit eines solchen Treibens neun Monat Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Die eingeleiteten Ludwig, die Mutter des Kindes, welcher zur nochmaligen BerGefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf drei Monat Recherchen haben bereits zu der Verhaftung des R. geführt. handlung an die Straftammer in Koblenz verwiesen worden Gefängniß. Derselbe sigt im Moabiter Untersuchungsgefängniß. Auf den war, wurde am Mittwoch das Urtheil verkündet. Durch das Eine Rohheit lag der Anklage wegen Mißhandlung in Ausgang der Sache darf man mit Recht gespannt sein. selbe wird Pfarrer Stöck zu drei Monaten, die Wittwe einer das Leben gefährdenden Weise zu Grunde, welche gestern Die Strafkammer in Wiesbaden verurtheilte den Schreiner Ludwig zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. vor der 129. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den Molkerei- Eduard Selig aus Schilbach in Bayern, weil er in diesem Früh- Es ist keiner' reingefallen nämlich auf die Bis= befizer Dremel verhandelt wurde. Am Vormittage des jahr bei 20. Mai spielten auf den Hofe des Angeklagten mehrere Knaben. Main einen genheit eines Streits in einer Fabrik in Höchst am marc'schen Memoiren. Die Nachricht wird jetzt aus nichtstreitenden Arbeiter bedroht und beschimpft drücklich dementirt. Irgend ein Buchhändler habe dem Ex2 Monaten und 3 Wochen Gefängniß. 3wei Mit Ranzler die Uebernahme des Verlags feiner Memoiren ana sich bei einem Wagen voll Gras zu schaffen. Um sie zu verscheuchen, ergriff der Ange angeklagte wurden freigesprochen. 3 geboten, das Anerbieten, das teinHonorar bezeichnete, flagte einen Eimer voll Wasser und schleuderte den fei aber zurückgewiesen worden. Es scheint also auf den Inhalt nach den Knaben. Einer von ihnen, der 500 000 Mart- Mann noch gewartet zu werden. zwölfjährige Hermann Bredereck, wurde total durchnäßt. Eisenbahn Zusammenstoß. Das Eisenbahn- Betriebsamt Er erfranfte am folgenden Tage an einer LungenDüsseldorf giebt bekannt: Der von Hagen über Mettmann nach entzündung und der ihn behandelnde Arzt glaubte mit Düsseldorf fahrende Personenzug 604 ist am 4. Oktober, NachBestimmtheit die Krankheit auf das Naßwerden zurückführen zu fönnen. Im Termine stellte sich heraus, daß der Knabe aus mittags gegen 1 Uhr 15 Min. vor der Einfahrtsweiche des hieEine öffentliche Versammlung allerim graphischen figen Hauptbahnhofes auf einen Rangirzug gestoßen. Hierbei Furcht vor Strafe den ganzen Tag mit den nassen Kleidern Gewerbe beschäftigten und Ar= sind ein Viehbegleiter Aug. Brenner aus Hannover schwer und umbergelaufen war. Der Vertheidiger erzielte daher, daß der beiterinnen tagte am 1. Oktober im Schweizergarten. In acht Reisende leicht, von letzteren mehrere anscheinend ganz un Gerichtshof nicht zu der zweifellosen Annahme gelangte, daß die ausführlicher Weise gab Kollege Sillier den Anwesenden eine erheblich, ferner zwei Lokomotivführer und ein Heizer anscheinend Krankheit eine direkte Wirkung des Begießens gewesen, es wurde Uebersicht über den Stand des Streits bei der Firma A. u. E. leicht verlegt. Beide Lokomotiven und zwei Wagen sind erhebnur eine einfache Körperverletzung für vorliegend erachtet und schiedenen Städten Deutschlands erfolglos versuchte, ihre Ar nicht gestört. Die Untersuchung ist eingeleitet. Soweit bis jetzt Kaufmann in Brandenburg. Nachdem die Firma in ver- lich beschädigt. Beschädigung von Geleisen unbedeutend, Betrieb der Angeklagte zu nur 25 M. Geldstrafe verurtheilt. beiten anzubringen, glaubte dieselbe in Leipzig den richtigen Ort Zum Kapitel der Berichtigungen und der Strafe für eine erfolgreiche Thätigkeit gefunden zu haben. Zur Freude festgestellt, ist der Unfall auf Nichtbeachtung des auf Halt stehen. den Einfahrtssignals zurückzuführen. anzeigen liefert der Konkurs der Firma J. Jakobjohn u. Comp., aller Kollegen erklärten die Leipziger einstimmig in einer Ver- Ans Levanger( Norwegen) wird gemeldet, daß im Bärdal Inhaberin des Balllokales Orpheum", Münzstr. 17, einen recht sammlung unter feinen Umständen Arbeiten für die bezeichnenden Beitrag. Die Konkurseröffnung ist heute durch genannte Firma anzufertigen. Nun versuchte die Firma das Amtsgericht 1 öffentlich bekannt gegeben worden. Vor drei ihr Glück in Dresden. Aber auch da ist es ihr nicht Wochen trat die" Pleite" des„ Orpheums" in einer Pfändung gelungen, Arbeiten zu bekommen. An 3000 3tr. Material lagert New- Orleans. Nach weiteren Meldungen über den Zyklon zu Tage, die ein Hamburger Weinhaus vornehmen ließ. Eine dort gegenwärtig und in einem Zustande, daß es das Beste wäre, vom Sonntag Abend hat die von einem heftigen Sturm behiesige Lokalforrespondenz berichtete darüber. Herr Jakobsohn die Steine wanderten gleich auf den Schleistisch. Auch die gleitete Springfluth besonders die niedrig gelegenen Gebiete der hatte nun nichts Giligeres zu thun, als eine Berichtigung zu er- Kollegen in Dresden erklärten, keine Arbeit anzunehmen, solange Umgebung von New Orleans überschwemmt und große Verlaffen und gegen den betreffenden Berichterstatter bei der Staats- der Streit dauert und die Streikenden mit allen Mitteln zu wüstungen angerichtet. In Grand Isle und den umliegenden schäftsschädigung zu stellen. Die Kriminalpolizei hat ein Gin- haben, keine Arbeit für Kaufmann anzufertigen, werden doch ver weggerissen worden. Viele hundert von Personen tamen in ihren anwaltschaft Strafantrag wegen schwerer Beleidigung und Ge- unterstützen. Troßdem die Prinzipale die Erklärung abgegeben Inseln sind die Plantagen zerstört und die Dörfer von der Fluth gehen auf diesen Antrag zunächst abgelehnt, weil eine Beschiedentlich Versuche gemacht zur Erlangung von Arbeitskräften, Wohnungen um. Auch zur See find während des Zyklons zahlleidigung in dem Bericht nicht zu finden war, jetzt ist das ganze Ge- ein Beweis wiederum, was wir von einem Ehrenwort der Prin- reiche Unglücksfälle porgekommen. In dem furchtbaren fchäft wie ein Kartenhaus zusammen gebrochen und hat sich her zipale halten können. Redner schließt mit einem Appell, den Zu- Sturm in der Ostsee am Montag strandete bei Branvins aus gestellt, daß der Geschäftsinhaber sich sogar an die Kautionen zug nach Dresden fern zu halten und die Streifenden mit allen holm der Schooner Hans und Minna" aus Stralsund; Näheres feiner Angestellten, Büffetkellner zc. ergriffen haben soll. Die uns zu Gebote stehenden Mitteln zu unterstützen. Zahl der Gläubiger ist eine ganz bedeutende und deckt sich ziem- Kollege Schulz geht des Näheren auf die Verhältnisse in ist noch nicht bekannt. Der Bergungsdampfer" Argo" ist zur Hilfe abgegangen. lich genau mit der Zahl aller derer, die mit dem Etablissement Brandenburg ein, eine am Ort einberufene Versammlung, zu in Berbindung gestanden haben. der auch Herr Goldstücker, Direktor der Gesellschaft, eingeladen war, natürlich nicht erschien, förderte ver= Ein sonderbares Liebesibyll war es, welches einer gestern schiedene Praktiken der Firma zu Tage, unter anderem vor dem Schöffengericht verhandelten Anklage wegen Sach- wird jetzt versucht, durch einen Kriegerverein Streifbrecher beschädigung und hierquälerei zu Grunde lag. Das in der heranzuziehen, da ja die jetzt entlassenen Reservisten, nachdem Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Stettinerstraße wohnhafte Maler Strey'sche Ehepaar zählte zu sie ihre Jahre in der Ferienkolonie verlebt haben, unter allen Verlag) ist soeben das 1. Heft des 12. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein Zwischenfeinen Familiengenossen ein kleines, mehrere Wochen altes, Umständen Arbeit annehmen müssen. Aber auch hier nur ein spiel. Moralische und unmoralische Spaziergänge. Von zierliches Kätzchen, welches sie von einem Freunde zum einziger Erfolg, nur einer hat in diesem Kunsttempel Arbeit geEduard Bernstein. Geschenk erhalten hatten. Das - Der Sozialismus in Frankreich Thierchen hatte ihre nommen. Redner geißelt sodann das Verhalten der Berliner während der großen Revolution. ganze Zuneigung erworben und wurde gehätschelt und Firma Reinicke, die auch das Versprechen gegeben hatte, teine Von C. Hugo. Eine verzogen wie ein Kind des Hauses. Der Bruder des Arbeiten für Kaufmann anzufertigen, troß alledem läßt diese Diebskomödie. Von F. Mehring. Ein sibirisches Idyll. Hausherrn, Malergehilfe Alex Strey verkehrte in der Firma arbeiten. Da die Drucker sich weigern, so muß Herr -Literarische Rundschau. Notizen: Zur Landagitation. Feuilleton: Der Doktor auf Provision. Eine Satire Familie feines Bruders und sein Herz empfand für die Ehefrau Oberdrucker Ebel diese Arbeit selbst verrichten. Hierauf äußerten von Gyp. Uebersetzt von Klara Heller. des letzteren mehr als schwägerliche Zuneigung, welcher er in sich noch mehrere Kollegen im Sinne des Referenten und wurde Blicken und Worten wiederholt Ausdruck gab. Eines Tages, als folgende Resolution einstimmig angenommen er die Schwägerin allein zu Hause traf, wurde er besonders Die Versammlung erklärt nach dem Bericht der Kollegen zärtlich und gab der Frau sogar einen Kuß, der so grob ausfiel, Sillier und Schulz, den Streit unter allen Umständen hoch zu daß, wie die Frau sich ausdrückte, drei Zähne auf ihrer Backe halten und mit aller Kraft dahin zu streben, daß derselbe zu die Spuren zurückgelassen hatten." Die Frau untersagte dem gunsten der Arbeiter ausfällt. Sie spricht den Streifenden ihren Schwager diese Allotria, dieser aber wurde über die Abweisung Dant für ihre bisherige fefte Haltung aus und verpflichtet sich, so erregt, daß er in dem Augenblick, als die Frau den Rücken diefelben mit aller Kraft, moralisch wie materiell weiter zu untergewandt hatte, das Käychen, ihren Liebling, ergriff und aus dem Stützen. Sie spricht ferner auch den Arbeitslosen den Dank aus Fenster der vier Treppen hoch belegenen Wohnung auf den Hof für ihre bisherige tapfere Haltung und hofft, daß fie dieselbe bis hinabwarf. Unten zog gerade ein Leichenzug über dem zum Ende des Streits bewahren werden. Nachdem Kollege Hof und bei einem Haar wäre das Kätzchen dem Prediger auf Schöpfe noch mitgetheilt hatte, daß uns auch die französischen den Kopf gefallen. Als die Frau unmittelbar darauf nach ihrem und schweizerischen Kollegen ihre Unterstüßung zugesichert haben, Liebling suchte und ahnungsvoll zum Fenster hinausblickte, fab wird die Versammlung mit einem Hoch auf den Verein gesie auf dem Hofe eine Gruppe von Knaben, welche trauernd den schlossen. Prag, 5. Oftober. Neuerdings haben im jungczechischen fleinen Peter umstanden, der mit zerschmetterten Gliedmaßen am Lager mehrere Verhaftungen stattgefunden. Dem Rektor der Im Verein deutscher Schuhmacher( Berlin II) hielt am czechischen Universität wurde vom Statthalter die Mittheilung Boden lag. Jm Aerger über diese That erstattete Frau S. An- Sonntag, den 24. September Frau Emma Schulz einen Vortrag gemacht, daß die Universität geschlossen werden würde, wenn zeige gegen ihren Schwager. Der Angeklagte behauptete, daß über:" Die technische und wirthschaftliche Entwickelung." In seitens der Studenten eine Antheilnahme an den Exzessen die Kaze auf das Fenstergesims hinausgeklettert und ohne sein der Diskussion widerlegte Kollege Borgs einige von der Vor- stattfände. Buthun auf den Hof hinabgestürzt sei. Ihn widerlegten die tragenden vertretenen Anschauungen. Kollege Holzgräfe fordert Senaben, welche Zeugen der letzten Seufzer des Käßchens ge- die Kollegen auf fleißig auf das Schuhmacher- Fachblatt zu ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) worden waren. Sie hatten deutlich gesehen, daß der Angeklagte abonniren. Die nächste Versammlung findet am 9. Oktober bei beschädigte die Eisenbahn bei Ranfart. Charleroi, 5. Oktober. Eine Schaar von 400 Streifenden das Thier bei den Hinterpfoten gepackt und in den Hof hinab Seefeldt, Grenadierstraße statt. Die einschreitende geworfen hatte. Der Gerichtshof erachtete die That für eine so Gendarmerie wurde mit Steinwürfen empfangen, gab Feuer und rohe, daß er den Angeklagten zu 14 Tagen Gefängniß ver zerstreute die Streifenden. Neun Personen wurden verhaftet. urtheilte. Mehrere Haufen Streitender durchstreifen die Gegend. Unschuldig verurtheilt? Ein interessantes WiederaufnahmeBerfahren ist beim Landgericht I im Gange. Es handelt sich um eines angeblich Vermischtes. Die Cholera. Hamburg, 5. Oftober. Von gestern früh Literarisches. Gott oder Kirche?- Wählet! Von J. 8 achmann.( Aus dem Dänischen übersetzt). Develchen: ( Depeschen des Bureau Herold.) hauses am 10. Oftober wird die Berordnung über den AusnahmeWien, 5. Oktober. In der ersten Sigung des Abgeordnetenhauses am 10. Oktober wird die Verordnung über den Ausnahmezustand für Prag vorgelegt werden. Die Berathung derselben wird zwei Tage beanspruchen und voraussichtlich am 12. Oktober beginnen. Briefkaffen der Redaktion. K. F. W. 15. Die Bestimmungen der Fabrikordnung find maßgebend. ein Mitglied in jedem Falle Anspruch auf Begräbnißgeld. Carl Werner. Sie irren. Nach§ 17 des Statuts hat ein Mitglied in jedem Falle Anspruch auf Begräbnißgeld. faffengesetzes bezeichnen das Zwanzigfache des Tagelohns als das Das ist allerdings unklar ausgedrückt.§§ 20, 21 KrankenBor einigen Monaten reube eine blich unschuldig, Beurtheilen bis heute früh ist keine neue Erfranlung an Cholera vorgekommen, abgeurtheilt, die sich zu dem Zwecke verbunden hatten, beladene Dagegen ist bei einem 3 Jahre alten, am 3. d. m. verstorbenen Schlächterwagen von der Zentral- Markthalle weg zu stehlen, das Kinde nachträglich Cholera als Todesursache festgestellt worden. Fleisch zu verschärfen"( verkaufen), und das Fuhrwert alsdann von den früher erkrankten Personen ist eine gestorben. Stock irgendwo stehen zu laffen. Der Schlächter zittwig wurde zu holm, 4. Oftober. Bei einer am 30. September in Umea ge12 Jahren, Schlächter Saalfeldt zu 8 Jahren, Schlächter Kretsch storbenen Person hat die in Stockholm vorgenommene batterio zu 51/2 Jahren und der Schlächtermeister W. wegen gewerbs logische Untersuchung Cholera asiatica als Tobesursache ergeben. und gewohnheitsmäßiger Heblerei zu 3 Jahren Zuchthaus ver- Madrid, 4. Oftober. Provenienzen aus Helsingfors werden mindest maß, das gewährt werden muß. Absatz 3 kann urtheilt. W. hat stets seine Unschuld betheuert, er bestritt be- in die Quarantäne geschickt. In Biscaya sind gestern 39 Per nur den Zweck haben, für gewisse Fälle das höhere statutenhairlich, mit den Mitangeklagten jemals in Verbindung gestanden fonen an Cholera ertranft und 24 gestorben. Rom, gemäße Krankengeld zu firiren. Vielleicht übermitteln Sie gezu haben; der Angeklagte Krebich bezichtigte dagegen den 2. mit 4. Oktober. In den legten 24 Stunden sind in Livorno 8 Berlegentlich ein Statutenexemplar; eine deutlichere Fassung ist sicherlich wünschenswerth. vollster Bestimmtheit als den ständigen Abnehmer des gestohlenen sonen an Cholera erkrankt und 5 von den früher erkrankten geFleisches, so daß der Gerichtshof die Unschuldsbetheuerungen des storben. In Palermo sind 14 Todesfälle, in der Jrrenanstalt zu W. für„ freches Leugnen" ansah. Schon bei der Abführung nach dem Nocera seit dem 20. September 78 Erkrankungen und 38 Todes Unterfuch angsgefängnisse unmittelbar nach der Verurtheilung fälle vorgekommen. - haben Zittwiß und Saalfeldt dem Kretsch den Vorwurf gemacht, Ein Edelster. Iogan, 30. September. Man schreibt " Briefkaffen der Expedition. M. Stetten. Bei Postabonnement erhalten Sie die Zeitung daß er einen Unschuldigen hineingelegt habe". Kretsch hat der Bolts- 3tg.": Wieder hat ein„ Edelster" Reißaus ge- ohne Umschlag. aber damals erwidert: Einen mußte ich doch angeben und da nommen, und zwar selbstverständlich nicht, ohne durch Hinter C. P., Schleswig. Bei unregelmäßiger Zustellung durch werde ich doch nicht so dumm sein, meinen Schärfer"( Abnehmer) laffung der standesgemäßen" Schulden dafür zu sorgen, daß die Post müssen Sie sich bei der dortigen Postdirektion bes zu verrathen, der mir die Sore"( Beute) immer wieder ab- Iman ihn sobald nicht vergesse. Nicht einmal seine Dienerschaft, I schweren. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L* am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Prachtvolle Restaurationsräume, Laden, kleiner Saal 220 Bereins simmer, 2 Winter- Regelbahnen, Rohtabak- Detailverkauf. Central- Fleisch- Halle!! Roh- Tabak!! 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Oktober d. J. in unserer Centrale, Müllerstr. 34, backen, offeriren unser aus bestem Roggenmehl hergestelltes Brot und machen speziell noch darauf aufmerksam, daß wir durch die vorzügliche Einrichtung unserer Bäckerei in sanitärer Hinsicht als auch in bezug auf peinlichste Sauberkeit in der Lage sind, das beste, sauberste und schmackhafteste Brot Berlins zu liefern. Folgende Niederlagen führen unser Brot: Osten: Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. Wwe. Keil, Marsiliusstr. 12. R. Dannenberg, Memelerstr. 60a. P. Benicke, Graudenzerstr. 14. A. Kothe, Langestr. 11. P. Schröder, Langestr. 22. Müller, Langeftr. 56. Kernchen, Roppenstr 30. Haupt, Roppenstr. 18. Teichert, Roppenſtr. 85. Karl Sidow, Kleine Andreasstr. 2. E. Reimann, Kleine Markusstr. 3. Fritz Bölter, Grüner Weg 22. Max Richter, Grüner Weg 65. Zippke, Grüner Weg 14. Peickert, Fruchtstr. 45. Nispel, Poſenerstr. 32. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Nordosten: F. Jeske, Waßmannstr. 17. Schulze, Weberstr. 10. Reinhold Dreissig, Weberstr. 25. F. Lubasch, Weberstr. 59. A. Ewald, Barnimstr. 46. H. Rahmer, Barnimstr. 3, Hof part. Fr. Steuer, Weinstr. 15. Wagner, Neue Königstr. 82. Fr. Rintisch, Pallisadenstr. 91. Vogler, Georgenkirchstr. 14. A. Krüger, Höchstestr. 18. C. Mittmann, Lichtenbergerstr. 14. F. Knauerhase, Straußbergerstr. 39. Helfer, Friedrichsbergerstr. 24. Pohl, Strausbergerstr. 2. Norden: Marks, Anklamerstr. 56. Herrmann, Chauffeestr. 104. Göthe, Neue Hochstr. 55. Krall, Boyenstr. 9. Schröder, Scharnhorststr. 34. Franz Gleinert, Fennstraße, Ecke der Müllerstraße. Engel, Antonftraße, Ecke Müllerstraße. Schönfelder, Liebenwalderstr. 50. Freier, Reinickendorferstr. 46a. Wendeler, Reinickendorferstr. 56. Knarr, Wiefen- u. Röslinerstr.- Ecke. Rusch, Adolfstraße. Louis Otto, Gerichtstr. 75. Tauschel, Grenzstr 4. Freiberger, Ackerstr 79. Grünsch, Suffitenstr. 18. Mathes, Stralsunderstr. 53. Gebert, Brunnenstr 57. Butterladen, Brunnenstr. 116. Körner, Brunnenstr. 93. Golnast, Putbuserstr. 38. Brusshafer, Rügenerstr. 20. Edmund Reuter, Swinemünderfir. 45. Wunderlich, Swinemünderstr. 15. Wollinerstr. 32, 99 Henschel, Wollinerstr. 54. Haak, Wollinerstr. 4. F. Braun, Raftanien- Allee 74. Schulz, Schönhauser Allee 68. Zöllner, Echönhauser Allee 151. Karl Ewald, Rykestr. 12. Hässelbarth, Marienburgerstr. 22. Albert Tietz, Prinzen- Allee 37. G. Stein, Prinzen- Allee 52. R. Jäserich, Stettinerstr. 48. Petzhold, Belforterstr. 6. Burmeister, Mezzerstr. 23. Münch, Weißenburgerstr. 3. Schubert, Weißenburgerstr. 32. Galleiske, Diedenhofenerstr. 4, Wiegand, Weißenburgerstr. 26. Scherzer, Weißenburgerstr. 34. Dreier, Weißenburgerstr. 44. Clement, Hochmeisterstr. 32. Kammer, Hagenauerstr. 12. Meinhardt, Pappel- Allee 3, Hutmacher Börse. Maxuch, Pappel- Allee 23. J. Kempf, Buchholzerstr. 4, A. Weiss, 3ionstirchstr. 32. Otto Tanzki, Biesenthalerstr. 17. Zander, Vinetaplah 1-3. Paul Sonntag, Kastanien Allee 12, 3. Hof part. Schiemann, Mezzerstr. 15. Gasser, Brunnenstr. 165. Gannschow, Swinemünderstr. 131. Roht, Rnppinerstr. 11. Lisegang, Fehrbellinerstr. 36. Pegenau, Wollinerstr. 8. Peters, Swinemünderstr. 121. Löwe, Veteranenstr. 2. Neumann, Stralsunderstr. 64. W. Reinhard, Biesenthalerstr. 17. Nordwesten: B. Linneken, Bremerstr. 62. Gustav Drendel, Waldenserstr. 21. Paul Schröter, Scharnhorststr. 34. D. Krühn, Albrechtstr. 4. Müller, Stephanstr. 10. Bachstein, Stephanstr. 36. Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Müller, Perlebergerstr. 13. Bartsch, Lessingstr. 36. Westen: J. Malike, Dennewigstr. 4. Lange, Neue Maaßenstr. 20. Südwesten: Fr. Scherzer, Markthalle Zimmerstr., derselbe Stand Nr. 195/6. Markthalle Lindenstraße, Stand 247. H. Noth, Hollmannstr. 11. Rietzenhain, Hollmannstr. 1a. Hepprich, Stallschreiberstr. 8. Labitschke, Prinzessinnenstr. 28. Südosten: L. Kabisch, Gfaligerstr. 146. Paul Neumann, Naunynstr. 65a. A. Krause, Naunynstr. 11a. H. Grimpe, Muskauerstr. 49. Wwe. Oldenburg, Manteuffelstr. 25. W. Grüneberg, Manteuffelstr. 37. J. Behl, Staligerstr. 24a. C. Zinke, Stalizerstr. 123. C. Lück, Reichenbergerstr. 160. A. Schlicht, Manteuffelstr. 61. G. Grimm, Reichenbergerstr. 54. H. Müller, Grünauerstr. 25. F. Golz, Grünauerstr. 3. Wilhelm Jerratsch, Wienerstr. 31. J. Schilk, Forsterstr. 49. P. Spindler, Reichenbergerstr. 118. S. Pälke, Forsterstr. 16. S. Kästner, Liegnigerstr. 17. Fr. Görsch, Liegnizerstr. 3. S. Wiegler, Reichenbergerstr. 89. J. Haase, Liegnigerstr. 42, H. Hallmann, Staligerstr. 59. Ernst Stolze, Lübbenerstr 12. G. Hubrich, Lübbenerstr. 22. E. Milke, Sorauerstr. 12. Fr. Mittmann, Oppelnerstr. 30. 0. Moritz, Wrangelstr. 89. 0. Scholz, Falckensteinstr. 29. C. Beskow, Cuvrystr. 82. G. Gast, Wrangelstr. 74. F. Herbst, Falckensteinstr. 42. Beyer, Schlesischestr. 42. H. Müller, Manteuffelstraße 107. F. Haamann, Manteuffelstr. 8. A. Schulz, Manteuffelstr. 2. W. Legler, Röpenickerstr. 126a. Centrum: P. Salzwedel, Klosterjtr. 83. W. Werner, Heiligegeiſtſtr. 37. R. Ojust, Alte Schönhauserstr. 50. Griepentrog, RI. Hamburgerstr. 6. Charlottenburg: Schulze, Wallstr. 4. E. Haack, Spandauerstr. 5a. Reimann, Potsdamerstr. 31. August Bressel, Pestalozzistr. 29. Gustav Arnholz, Alexandrinenstr. 116. W. Krause, Pestalozzistr. 11. E. Neumann, Rurassierstr. 4. Carl Steinbiss, Besselstr. 4. C. Frehse, Plan- Ufer 15. J. A. Mannsfeld, Teltowerfir. 42. B. Jacob, Fürbringerstr. 29. A. Ebeling, Kreuzbergstr. 74. Ed. Hilliges, Dessauerstr. 37. R. Paulick, Steinmetstr. 58. A. Hannemann, Steinmehstr. 52. Süden: F. Brix, Gräfeſtr. 32. P. Grabert, Dieffenbachstr. 86, J. Feist, Schönleinstr. 30. E. Zimmermann, Schönleinstr. 33. H. Meyer, Brizerstr. 38. Carl Halpapp, Rottbuserstr. 18. Wörner, Dieffenbachstr. 58a, W. Gläser, Ritterstr. 9. Rodbarth, Ritterstr. 14. G. Luhm, Brandenburgstr. 11, E. Klinge, Gneisenaustr. 83. Herm. Grashold, Prenzlauer Allee 222. W. Purmann, Gneisenaustr. 28. Dietz, Belforterstr. 17. A. Krausnick, Kantstr. 113. Friedrichsberg: E. Jachmann, Frankfurter Allee 173. Rixdorf: Franz Hellwig, Jägerstr. 2. Otto Eitner, Wißmannstr. 13. Otto Giebecke, Wißmannstr. 19. Frau Standtke, Ziethenstr. 39. F. Liebscher, Lessingstr. 9. A. Franke, Berlinerstr. 24. Gustav Kittlas, Karlsgartenstr. 4. Rummelsburg: Georg Rehm, Goethestr. 1. Schönebergs Albrecht, Sedanstr. 14. E. Wezel, Grunewaldstraße. W. Schiller, Nollendorfstr. 38. Weissensee: Conrad Löhnert, Kronprinzenfir. 12. B. Ninnemann, Gitschinerstr. 81. Bernh. Schmelzer, Lehderstr. 2. Indem wir noch auf die Arbeiter- Kontrollmarke höflichst aufmerksam machen, bitten wir die werthen Genossen, in oben angeführten Verkaufsstellen nur Brot aus der Genossenschafts- Bäckerei für Berlin nud Umgegend mit dem Stempel G. B. B.& U. zu verlangen. Eine Besichtigung der Bäckerei steht jedem frei. ,, Zum Prophet" Grösstes Konfektionshaus Deutschlands 1. Etage. Am Dönhoffsplatz. 1. Etage. 0000 Ecke Leipziger: u. Kommandantenstraße. 0000 4969L*] tut zu räumen E Cheviot- Anzug von 9 M. an| Double- Schlafrodt von 6 M. an LO346712 Der Vorstand. L. Freytag. H. Grashold. Neue freie Volksbühne. Die Weber" v. Gerhart Hauptmann. Sonntag, 15. Oftober: 1. Abtheilung. Sonntag, 22. Oftober: 2. Abtheilung. Sonntag, 29. Oftober: 3. Abtheilung. Der Monatsbeitrag ist wegen der außerordentlich hohen Kosten( zirka 70 mitwirkende Personen) dieser Vorstellung pro Oftober auf 1 M.ür die 1. und 2. Abtheilung, auf 50 Pf. für die 3. Abtheilung festgesetzt worden. Große Volks- Versammlung àm Sonntag, den 8. Oktober cr., Vormittags 10 Uhr, in Geissler's Restaurant, an der Fennbrücke. Tages- Ordnung: 1. Der Niedergang der Schiffahrt und die Sozialdemokratie. Referent: Genosse C. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Die Genossen des 6. Wahlkreises werden ersucht, die Schiffer am Spandauer Schifffahrts- Kanal, Nordhafen, Humboldthafen, sowie die in der Schifffahrt beschäftigten Arbeiter auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. 353/ 17* Der Einberufer: Vertrauensmann Pfarr. Allgem. Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Mitgliedschaft Berlin. Große Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 8. Oktober 1893, Vormittags 10 Uhr, in Philipp's Saal, Rosenthalerstraße 38. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zur Fenster- und Koakskorb- Frage. 2. Vereinsangelegenheiten. 328/ 19* Die Kollegen von Charlottenburg, Rixdorf und der übrigen Vororte find zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. Verband deutscher Zimmerlente. Lokalverband Berlin. Sonntag, den 8. Oktober, Vormittags 10 Uhr: General- Versammlung bei Boltz, Alte Jakobstraße 75. 360/18 Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Wahl eines zweiten Vorsitzenden und eines Kontrolleurs. 3. Unsere Agitation. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Der Musikinstrumenten- Arbeiter am Sonntag, den 8. Oktober, Vormittags 10 Uhr, bei Joël, Andreasstraße Nr. 21. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Siebenerkommission. 2. Konstituirung des Fachvereins. 253/13 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht höflichst Die Kommission. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend Sonntag, 8. Oktbr., Vorm. 10% Uhr, bei Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Ordentliche Generalversammlung. = Tages Ordnung: 1. Rassen und Revisionsbericht. 2. Wahl der ArbeitsvermittelungKommission. 3. Vorstandsantrag. 145/16 Der Arbeitsnachweis ist geöffnet von 8-9 Uhr Abends, Sonntags von 10-12 Uhr. Der Vorstand. Arbeiter Schönebergs! Da uns die allgemeine Gewerkschafts- Versammlung zum vorigen Sonntag vom Amtsvorsteher verboten wurde, so findet dieselbe an diesem Sonntag, den 8. Oktober, in der Schloßbrauerei statt. Erscheint daher alle und zeigt dadurch, daß alle Hintertreibungen nichts nüßen. 422/15 J. A.: H. Koester, Grunewaldstr. 115. Achtung! Stralau. Achtung! Sonntag, den 8. Oktober, Nachm. 1 Uhr: Große öffentl. Volksversammlung im Saale der Gräflich Reischach'schen Brauerei. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:„ Die zehn Gebote und die besitzende Klasse." Referent: Genosse A. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung des Gemeindevertreters Genossen W. Budt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. 339/3 Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak. Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Volkszither 1. Oktober noch abzuhebenden Ge- Schule nur 14 Mark und ist die angenehmste Musik. 4945L* Die aus der Bücherverloofung vom dürfte in keiner Familie fehlen, ist in einer Stunde zu erlernen, fostet mit winne werden bei R. Bertelt, Holz- Aug. Kessler, Zitherfabrik, Lausitzerstr. 51. marktstraße 50, im Bankgeschäft, von 9-12 und 1/ 23-5 Uhr auf folgende Nummern ausgehändigt: 11 13 16 23 40 78 101 117 119 136 163 188 194 208 219 223 231 241. 244 251 260 265 300 313 319 328 338 355 364 370 371 412 418 427 478 492 501 516 524 553 Cheviot- Anzug. 13 " " # 7 Satin- Schlafrock 9 " " " Diagonal- Anzug 15 " " " Belour- Schlafrock. 12 " " # Velour- Anzug 18 • " " " Dble. Face- Schlafrock 15 " " " Satin- Anzug. 26 " " " Frisé- Schlafrock 20 " " " Rammgarn- Anzug 19 " " " Tuch- Hose . 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Die Arbeitsnachweis- Kommission der Buch, Papier und Ledergalanterie waaren. Industrie. Achtung! Schneider und Schneiderinnen! Die nächste man di wendung des von ihm empfohlenen Quantums schädlich sei. Falzerinnen 2c. nicht sagen. Wir fordern deshalb die leber die Verwendung größerer Mengen habe er sich nicht zu gehörigen der bezeichneten Branchen auf, das zum Besten Eine eigenartige Diebstahlsgeschichte beschäftigte gestern äußern, dies sei Sache der medizinischen Sachverständigen. Zwei Arbeiter durch Arbeiter unterhaltene Institut in eigene die neunte Straftammer des Landgerichts I in längerer Ver- Prozent dagegen seien durchaus zulässig. Ein Mehr laffe Interesse zu benutzen. Die Stellenvermittelung ist vollkomme bandlung. Im Mai d. J. erschien die 62jährige Aufwärterin fich überhaupt schwer verwenden, Denn dies würde kostenfrei. Therese Schulz in dem Bureau des Polizei Kommiffariats und die Waare unbrauchbar machen, der Geschmack würde Der Arbeitsnachweis befindet sich Annenstr. 16, 2. Hof part. machte folgende Angaben: Sie wohne seit vielen Jahren in das Fleisch unverkäuflich machen. Gegen die Anschauung, bei Ehrenberg und ist geöffnet an Wochentagen von 12-1 und dem Hause Schumannstr. 1, welches ebenso lange von den Ghe, daß Konservemittel überhaupt durch das Nahrungsmittel- Gefeß Abends von 8-9 Uhr für männliche und für weibliche Personen leuten Rothwell, die in demselben Hause ein Grünframgeschäft ausgeschlossen sein sollten, müsse er sich im voltswirthschaftlichen von 7-8 Uhr; Sonntags von 10-1/ 212 Uhr für männliche und betrieben, verwaltet wurde. Sie sei Mitwisserin zweier schwerer Ver- Interesse verwahren. Diese Ansicht werde auch von anderen weibliche Personen. brechen, von denen eines bereits vor sieben Jahren begangen. Furcht Sachverständigen nicht getheilt. Auf dem Viehhofe werden täg: vor den Thätern habe ihr bisher den Mund verschlossen, aber jetzt laffe lich unter den Augen der Thierärzte große Mengen von Fleisch ihr das Gewissen feine Ruhe mehr. Im Hause Schumannstr. mit Konservirungsmitteln eingerieben, um das Fleisch vor allzu habe bis zum Jahre 1886 der Büchsenmacher Krämer gewohnt, frühem Verderben zu schützen. Der Angeklagte Sarre, der nur ein fonderbarer alter Mann, der stets ärmlich gethan und von wurde freigesprochen, die anderen drei Angeklagten wurden wegen Werkstatt- und Geschäfts- Delegirtenversammlung findet am Sonnknapp das sachverständlich empfohlene Quantum verwandt, der Gemeinde Unterstüßung bezog. Krämer sei aber ein Geizhals gewesen, von dem das Gerücht ging, daß er fahrlässiger Nahrungsmittel- Verfälschung zu je 20 M. Geldstrafe abend, den 7. Oftober, Abends 8%, Uhr, bei Freygang, SchützenSchäße gesammelt habe- Es sei daher aufgefallen, daß verurtheilt. straße 18/19, statt. Unsere Kollegen, welche als Beisiger im Genichts an Geld oder Geldeswerth gefunden wurde, als werbegericht fungiren, werden über die in unserer Branche ge Grober ufug!! Der Redakteur unseres Bruderorgans fällten Urtheile Bericht erstatten. Außerdem gelangen die Vor Stramer plöglich im Mai 1886 ftarb. Im Hause Echumann Boltsblatt für Hessen und Waldeck", Huhn, stand vor dem kommnisse in den einzelnen Geschäften zur Sprache. Es ist no ftraße 1 wohnte auch die Wittwe Klan, eine alte Frau, die ebenfalls Echöffengericht in Staffel, weil er in nicht weniger denn 28 Fällen wendig, daß aus allen Werkstätten und Geschäften Kollegen Armenunterstüßung erhielt. Jm Januar 1889 sei die alte Frau plöß durch Juferate groben Unfug verübt haben sollte. In den In Kolleginnen anwesend find. Ferner geben wir bekannt, da lich erkrankt und habe sie, die Schulz, gebeten, Aufwartedienste bei feraten war gesagt worden: Arbeiter, vergeßt nicht, daß über nächste Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung für ihr zu verrichten. Kurz vor dem Tode der Klan habe diefelbe die Bierbrauerei Wenzel die" Sperre" verhängt worden ist!" Osten am Montag, den 9. Oftober, bei Joël, Andreasder Schulz ein überraschendes Geständniß abgelegt. Dasselbe Der Angeklagte hatte fast ein ganzes Jahr dieses Inserat aufstraße 21, tagt. ging dahin, daß sie, die Klan, in Gemeinschaft mit der Vize- genommen, als ihm die Polizei wegen Werübung groben Unfugs wirthin Rothweil die Etube des verstorbenen Büchsenmachers ein Strafmandat von 30 M. zusandte. Nun änderte er das Die Agitations- Kommission Krämer gleich nach dessem Tode betreten und dort Nachsuchungen Inserat ab; so setzte er z. B. anstatt Arbeiter" nur Parteider Schneider und Schneiderinnen Berlins. nach Geld vorgenommen hätten. Sie hätten viel Geld, gegen genossen", auch ließ er den Namen der Bierbrauerei fort. In7000 Thaler, in Gold, Silber und Papier gefunden, welches sie dessen die Polizei ließ ihm weitere Strafmandate zugehen, deshalb nehmer da? So muß man sich fragen, wenn Ist die Gewerbe- Ordnung denn nicht für die Unter fich getheilt hätten. Jeht thue ihr die That leib und änderte der Angeklagte das Inserat dem Inhalte nach ganz ab und Schilderung liest, die von der Duisburger Bolts- Zeitung" be sie wolle ihr Gewissen erleichtern. Die Klan habe sie sagte:„ Vergeßt die Partie oder die Lassallefeier 2c nicht!" Als den Lohnzahlungs- Modus an diesem Ort entworfen wird. Da dann aufgefordert, ihr aus der unverschlossenen Kommode weitere Strafmandate à 30 M. folgten, da ließ Huhn das Inserat Blatt schreibt:" Fast die gesammten Hafenarbeiter, als Kohlen einen grauen Beutel zu reichen. Die Klan habe den ganz fort, fetzte aber genau an dieselbe Stelle hin, Partei schieber, Holzträger, Getreideträger u. f. w., Duisburg's und Beutel geöffnet und eine Handvell Goldstücke mit den genossen, vergeßt nicht, was hier gestanden hat!" Aber auch Ruhrort's werden in Wirthschaften ausgelöhnt. Die betreffenden Worten herausgeholt: Gehen Sie, lauter Gold, glauben Sie hierauf erfolgte ein Strafmandat. Huhn hatte nun mit den Firmen zahlen allerdings nicht in den Wirthschaften aus, sondern nicht, daß es Spielmarken sind." Die Klan babe fie, die Schulz, 23 Strafmandaten im Gesammtbetrage von 680 M. oder 68 Tagen diese übergeben den Wochenlohn für die Arbeiter einem Vor sodann aufgefordert, von dem Gelde 400 Thaler an sich zu Haftstrafe genug; nachdem er dieselben tagelang im Schaufenster arbeiter und dieser hinwiederum nimmt die Auslöhnung der einnehmen, es wäre schade, wenn das Geld der Stadt anheimfalle, feines Expeditionslokals ausgehängt hatte, was natürlich viele zelnen Arbeiter in einem bestimmten Wirthshause vor. In einem oder die Rothweil es an sich sich zaffe. Sie habe es abgelehnt, Neugierige anlockte und ihm abermals ein Strafmandat à 30 M. solchen Wirthshause werden während der ganze Woche f etwas von dem Gelde zu nehmen und den Beutel wieder an wegen groben Unfugs eintrug, erhob er Widerspruch und bean: betreffenden Arbeiter Bier und Branntwein auf Pump s seine Stelle gelegt. Wenige Stunden später sei die Klan ver tragte gerichtliche Entscheidung. Vor dem Schöffengericht bestritt Sonnabends erscheint alsdann der Wirth mit seinem dicken storben. Nun sei fie zur Frau Nothweil in den der Angeklagte, daß er durch die Inserate groben Unfug verübt in welchem die geborgten Getränke vorsorglich eingetragen ft 5; Keller gegangen und habe derselben von dem Ab: habe; er habe sich nur an die Parteigenossen, und nicht an das die Gesammtsumme der geborgten Getränke wird auf die leben der Klan Mittheilung gemacht. Frau Rottweil große Publikum gewandt, dasselbe also auch nicht ungebührlich einzelnen Arbeiter vertheilt un Jedem sein Theil am Zohn sei sofort mit ihr nach dem Sterbezimmer gegangen. belästigen tönnen. Auch meinte er, wenn Militär- und Polizei: abgehalten. Dabei handelt es sich häufig um Summen, die Hier habe die Rothweil sich sofort nach der Kommode gewandt, behörden den Soldaten unter Strafandrohung.den Besuch ver- geradezu erstaunlich sind. Die Frauen, welche mit Sehnsucht ihre ohne der Todten einen Blick zu schenken. Sie habe die Schub- schiedener Wirthslokale verböten, dann hätten die Parteileitungen Männer am Sonnabend Abend erwarten, um noch das nothladen durchsucht und als sie das Gesuchte nicht sofort finden auch ein Recht dazu, denn vor dem Gesetze seien alle Preußen wendigste für den Sonntag einzukaufen, müssen alsdann zu fonnte, habe sie gesagt:" Wo hat die alte S.. denn den grauen gleich. Der Amtsanwalt beantragte 4 Wochen Haftstrafe. Das ihrem großen Leidwesen nur allzu häufig erfahren, daß ein Beutel?" Gleich darauf habe sie den Beutel und einen Karton Gericht nahm in dem Aushängen der Strafmandate im Schau- Drittel des Lohnes beim Wirthe geblieben ist. Wir sind jedergefunden, beide Theile unter ihrer Echürze verborgen und sich fenster feinen groben Unfug an, wohl aber in den fortgesetzten zeit in der Lage, eine Anzahl solcher Wirthschaften namhaft zu Samit entfernt. So lautete die Anzeige der Therese( auch in den verschleierten) Inseraten, denn darin liege die Auf- machen, in welchen den Arbeitern die Getränke von Montag bis Echulz und es war nun Aufgabe der Polizei, zu erforderung zum Boykott. Letzterer sollte in weitesten Kreisen Sonnabend geborgt werden. Ein Theil dieser Wirthe ist auf forschen, wie viel wahres daran war. Die Gröffentlich bekannt werden und das Publikum abhalten, Wengel dieses verwerfliche Borgsystem geradezu angewiefen, da sie fast mittelungen ergaben so viel Belastendes, daß die Wittwe fches Bier zu trinken. Die Brauerei war in ihrer Griftenz be- einzig hiervon leben. Daß solche Uebelstände die traurigsten Emma Rothwell, die inzwischen ihren Ehemann verloren hatte, drobt. Darin liege eine große Beunruhigung und Belästigung Familienverhältnisse zeitigen, liegt klar auf der Hand, und die Haft genommen wurde. Eine Haussuchung förderte eine des Publikums, denn jeder andere Geschäftsmann mußte ge Behörde dürfte allen Grund haben, diefem Strebsschaben ernst ahl Schmucksachen zu Tage, welche von mehreren Zeugen auf wärtigen, daß auch ihm das passiren werde, wenn er sich den lich zu Leibe zu gehen. Warum lassen die betreffenden ArbeitKörper der verstorbenen Frau Klan gefeben fein wollten. sozialdemokratischen Anforderungen nicht füge. Huhn wurde geber nicht durch einen Bureau- Angestellten die Auslöhnung der Gerner traten verschiedene Zeugen auf, welche bekundeten, daß deshalb zu vierzehn Tagen Haftstrafe verurtheilt. Selbstverständ- einzelnen Arbeiter vornehmen, und zwar auf dem Bureau?" die Frau Klan ihnen größere Summen in Gold, wenigstens mehrere lich muß gegen dieses Erkenntniß Berufung eingelegt werden. Warum? Weil ein großer Theil der Unternehmer glaubt, daß taufen Mark, gezeigt habe. Nach dem Tode der Klan wurden Ist denn der grobe Unsugparagraph reinster Kautschuck? Liegt er außer dem Einstreichen des Profits teine Pflichten habe und in ibre in Nachlaffe weder baares Geld noch Schmucksachen gefunden, Staffel in Sachsen? dagegen besaß sie so viel Hausrath, daß 2 Möbelwagen zu deffen Fortscheffung nöthig waren. Die so schwer Beschuldigte be= theuerte- Termine ihre Unschuld, die ganze Geschichte fei ein Hirngespinst der ihr feindlich gesinnten Schulz. Der Wertheidiger, Rechtsanwalt Ivers, hatte einen großen Entlastungsbeweis aufgeboten, uns die Verdachtsgründe der Anklage zu entfräften. Während einige Zeugen mit ziemlicher Bestimmtheit die fraglichen Schmucksachen als die der Verstorbenen gehörig wiedererfannten, befux deten die Entlastungszeugen mit derselben Bestimmtdem Mutter der An Dresdenerstraße 14, in den Handel gebracht und Soziale Ilebersicht. An die Kellner Berlins! " weil es nobel und dabei billig ist, die mehrwerthschaffenden Arbeiter sich möglichst weit vom Halfe zu halten. Eine staatliche Musteranſtalt. Der„ Thüringer Tribüne" wird aus Erfurt geschrieben: Daß die Einrichtungen der hiesigen Eisenbahn- Hauptstatt mit dem kaiserlichen Erlaß vom 4. Februar 1890 nicht übereinstimmen, geht aus folgenden Umständen hervor. Die Ventilation in derselben ist eine derartige, heizens der Maschinen, sowie der Feldschmieden daß man eher glauben könnte, man befinde sich- infolge Anin einer " wenn sie Kollegen! Der Winter ist vor der Thür, die Arbeitslosigkeit heit, daß die ngellagte die Sachen schon vor dem Tode der Frau nimmt immer größere Dimensionen an. Unsere Herren Brot großen Räucherkammer als in einer staatlichen Musteranſtalt. Klan getragen. Auch legte der Vertheidiger ein Delbild von der geber" wissen das und beginnen den schon kargen Lohn uns noch Die Thüringer Tribüne", sowie der Arbeiterausschuß haben getlagten vor, worauf eine Uhrfette zu sehen war, mehr zu beschneiden. Hat es doch Herr Frick im Feenpalast schon auf diesen Uebelstand hingewiesen, leider aber ohne Erfolg. die genau das Aussehen der angeblich gestohlenen Halstette hatte. fogar fertig bekommen, seine Kellner vor die Alternative zu Bei einer Werkhattsbesichtigung von seiten der höheren Behörde, Der Staatsant valt hielt selbst die vorliegenden Verdachtsgründe stellen, entweder ihm ihre Arbeitskraft ganz umsonst zur welche nebenbei bemerkt, nicht für ausreichend, sondern beantragte die Freisprechung, auf Verfügung zu stellen oder auszutreten. Die Kollegen wählten gemacht wird, finden die Herren freilich alles in Ordmehrere Tage vorher bekannt wrhebliche Gerichtshof auch erkannte. Zweifellos fei, daß eine das letere, unter der er den Herren Unternehmern ge- nung. Für die sehr mangelhafte Ventilation der an ber amme gestohlen, aber nicht, daß die Angeklagte die nügt es nicht, unsere Arbeitskraft umsonst auszubeuten, sondern Schmiede angrenzenden Gelbgießerei müssen die Arbeiter der Thäterin fei sie wollen Euch auch noch zwingen, dem Kommissionär, der bei ersteren an ihrer Gesundheit schwer büßen, da die Gelbgießer beim Lebensmittelfälschung. ihnen große Bechen macht oder mit dem sie direkt die Gießen gezwungen sind, um nicht zu ersticken, die nach der Die Charlottenburger Polizei Beute theilen, eine Direktion ließ im März d. J. bei allen Schlächtern der Stadt Der kostenlose Arbeitsnachweis der organisirten schon durch Kohlenqualm verpestete Luft noch mit den durch das hohe Blutsteuer อิน entrichten. Schmiede führende Thür zu öffnen, wodurch die in der Schmiede Proben von Hackfleisch" im Gewicht von je 100 Gramm ent- Rellner wird geslissentlich gemieden, weil von dieser Stelle Gießen verbreiteten sehr schädlichen Substanzen geschwängert nehmen. Dies Proben wurden dem polizeilichen Chemiter aus Bechen nicht zu erwarten und ein Minimallohn gefordert wird. Die Schmiede haben schon öfter Klage darüber geführt, Dr. Knöfler zun Zweck der Feststellung übergeben, ob in den wird. So ist es möglich, daß in Berlin allein gegen 20 uns aber ohne Erfolg. Der auf dem Hof befindliche staatliche MusterProten Farbstoffe oder Konservemittel enthalten, bezw. ob diese bekannte Kommissionäre von Eurem Schweiße sich mästen können. Abort hätte zur Rohrbach'schen Gesammtausstellung sicherlich die Zufäße im Sinne Bei vier à des Nahrungsmittelgesetzes zu beanstanden Kollegen! Allen diesen Uebelſtänden entgegenzutreten ist nur goldene Staatsmedaille nicht bekommen. Derselbe ist außer feien. mischung des Fleische entnommenen Proben wurde eine Ber: einer starten, festen Organisation möglich und dieser bei- ordentlich primitiver Natur und verbreitet einen pestilenzartigen Dieses Konservirungsu, mit Mit Präserve- Cristall" festgestellt. zutreten ist Gure Pflicht. wird von der Firma Emil Dräse, An die organisirte Arbeiterschaft Berlin 3 dem ist dieser Abort, da ein gleiches Muster abgerissen worden Gestank, welcher höchst gesundheitsschädlich werden fann. Außer mit einem Gutachten es gerichtlichen vereidigten Chemiters schweren Kampje wenigstens insofern zu unterstützen, daß sie da, fommission würde sich ein Verdienst erwerben, zwar aber richten wir gleichzeitig das Ersuchen, uns in unserem ist, für die Werkstatt nicht hinreichend. Die SanitätsDr. Bischoff auf dem Um schlage, laut welchem das Mittel durch wo sie Einfluß ausüben kann, darauf dringt, daß der kostenlose diesen staatlichen Muster- Abort einmal einer Besichtigung aus unschädlich, dagegen Fleisches sehr zu empfehlen aber für die Konservirung frischen Arbeitsnachweis unserer Gewerkschaft, der sich Annenstr. 16 unterziehen und auf seine Beseitigung bringen würde. zeichnete das Bischoff'sche lei. As ausreichendes Quantum bes( Telephon: Amt IV, Nr. 1116) befindet, benutzt werde. Wenn wir was in fast jeder Privatwerkstatt vorhanden ist, nämlich eine nach Feststellung des Vorhanachten 2 pt. Dr. Knöfler mußte hinzufügen, daß wir unsere Mitglieder veranlaßt haben, ihre Mit richtiggehende Normaluhr, fehlt in der Werkstätte. Hierdurch den Fleischproben ein Gutach seins des Konservirungssatzes in gliedstarte, welche in diesem Quartal von grüner Farbe find den Arbeitern, hauptsächlich den Goblern und Drehern schon en abgeben und da dieses sehr ist, stets bei sich zu tragen, so betonen wir ausdrücklich, jehr viele petuniare Schädigungen, sowie Unannehmlichkeiten bes Friebrich en die Schlächtermeister Dito daß diese nicht, wie vielfach angenommen wird, dazu dienen soll, reitet worden. Der Arbeiterausschuß hat diese Kalamität schon Otto Johann August Theodoilhelm Puhlemann, dem Inhaber derselben persönliche Vortheile zu verschaffen, denn monirt, aber ohne Erfolg. August Robert Pietsch- fänn Bithum und dohann nicht für Trinkgeld, sondern gegen dasselbe kämpfen wir, indem welche zum Leben nicht hinreichen und zum Sterben zu viel sind, hajt- Untlage wegen Bergehens atlich in Charlottenburg wohn, wir suchen es durch höhere Löhne abzulösen. Genossen, um sind schon genügend an dieser Stelle beleuchtet worden. feß erhoben. Am Dienstag wurden Egen das Nahrungsmittel- Ge- aber die sichere Gewähr zu haben, daß seitens der Wirthe obige gehörige Afforderhöhung wäre hier sehr am Blaze. Da nun hinter einander vor der ersten Strale vier Prozesse unmittelbar Bedingung erfüllt werde, solltet Ihr bei Abmachung der Säle den angeführten Uebelſtänden, um deren Abstellung wiederholt verhandelt. Die vier Fälle untersch, tammer am Landgericht II zu Euren Festlichkeiten dieselben kontrattlich dazu vergebeten wurde, fast immer die Geldnoth entgegengehalten wird, ter eine der Angeklagten das a en ſich nur in sofern, als pflichten, da die Erfahrung gelehrt, daß unsere Arbeitgeber jede so würde sich empfehlen, die überflüssigen Gehaltserhöhungen, Quantum nicht ganz, die anderen ausreichend empfohlene mögliche Hinterthür benüßen, des Lohutarifs wegen die Ver- fowie die Gratifitationen der höheren Beamten in Wegfall vier- und fünffache des Quantums angendet hatten. Dr. Knöfler drei dagegen das drei-, pflichtung zu umgehen. gab sein Gutachten dahin ab, daß zu bringen, um den Arbeitern ein menschenpürdiges Dasein zu schaffen. mittel- Gesetz jeder Zusatz von Konserv Sinne des Nahrungssei, das Fleisch müsse in seinem natürlitteln zu beanstanden Wie kommt der kleine Mann auf einen grünen werden. Das in den vorliegenden Fäthen Zustande verkauft 3weig? Eine unter diesem Titel erschienene Schrift eines servirungsmittel sei seiner Ansicht nach besen angewandte Kon- An die Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch, Papier braven Schulmeisterleins hat der Verband der harmoniebuselnden und Lebergalanteriewaaren- Industrie. weil daffelbe in der Hauptsache aus schders zu beanstanden, Bildungsvereine von Rheinland und Westfalen in 10 000 EremKollegen, Kolleginnen! Seit Jahren besteht ein von der Ge- plaren vertheilt, wie rühmend auf dem in Barmen tagenden fälschung darstelle. Der stello rtretende Kreiheitsschädliche Ber- werkschaft eingerichteter Arbeitsnachweis, der von den Arbeit 25. Verbandstag dieser Vereine, verkündet wurde. Die Tendenz ( Natrium sulphat) bestehe und eine gesundefelsaurem Natron Streis Zeltow, Dr. Stuzer, bez ichnete das phyfikus für den gebern auch rege benützt wird, und den Angehörigen genannter der Schrift ist natürlich: Sparen, und als Beispiele für die Er direkt als gesundheitsschädlich; Störung der treffende Mittel Branchen das Arbeitsuchen erleichtern soll. Im Laufe des legten folge, die man durch das Geheimmittel des Sparens erzielen Schwinderdauung, leb Halbjahres find im Ganzen 349 Adressen für männliche und fann, werden Friedrich Wilhelm I.(), der Fabrikbesitzer Krupphajtere Darmbewegung, Breche, Störung der Ernährung, des Blutumlaufe allgemeine 118 Adressen für weibliche Personen eingelaufen. Wenngleich die Essen, Borsig- Berlin und andere kleine Männer" angeführt. der Herz- Benutzung unseres Arbeitsnachweises von Seiten der Arbeitgeber Aber auch ganz arme Sparer werden mit ernster Miene als thätigkeit, endlich Blutarmuth und Körperschwe natürlichen Folgen des Genusses differ Salze, nhe seien die eine recht gute zu nennen ist, so können wir das von den fittliche Größen, als leuchtende Vorbilder für die deutschen Artauernden Genusses. Dr. Bischoff dag gen bestrittenigstens des Kollegen und Kolleginnen der Album, Karton- und Lederwaaren beiter in der Schrift geschildert. So ein Schlackenzieher bei aß die An- fabrikation, sowie von Goldschnittmachern, Vergoldern und einem Hochofen im Ruhrrevier, der in zwei Jahren 600 m ungünstig ausfiel, wurde ge Sarre, 1 Mit sozialdemokratischem Gruß! Der Vertrauensmann der Berliner Rellner. Hugo Pötzsch, Melchiorstr. 7. Die traurigen Arbeiterverdienste, Eine art hat, und ein Eisenbahndiätar mit einem Monatsverdienst M., der jeden Monat 18 m. spart. d folch' toller Sput, zu dem man heutigen Tages selbst linderbewahr Anstalten den Kopf schüttelt, wird in den Wo ist die Staatsanwaltschaft, die sich eine solche gröb-| Ruhetag in der Woche und wenigstens einen freien Sonntag trachtet? liche Verlegung der Gewerbe Ordnung einmal bei Licht be- im Monat garantirt. Weiter müssen sie eine sanitätspolizeiliche Kontrolle der Schlaf- und Arbeitsräume verlangen und des Nachh von Beauftragten der Bourgeoisie geleiteten Bildungs faßte am Mittwoch eine Resolution zu gunsten der Einführung Schluß empfahl er die Wahl einer Deputation, die folgende ReDer Kongreß der Eisenbahn Bediensteten in Glasgow mittags eine Baufe, um frische Luft schöpfen zu können. Zum des Achtstundentages im Bahnbetriebe. solution dem Minister überbringen soll: Wie lieblich ist es doch im Lande der Gottesfurcht und " ( a" als Morallehre verbreitet! Kann man sich wundern, die Arbeiter fich mit Verachtung von dem rohen Spott, Sozialdemokratie zueilen? of diese Weise mit ihnen getrieben wird, abwenden und frommen Sitte, allwo Herr Thielen seine Schäflein sorgsam hütet, Protestversammlung der Köche verwahrt sich mit aller Entschieden auf daß ihnen selbst im Traum nicht der Gedanke an derartig gemeingefährliche Ausschweifungen nahe. , Die am 5. Oftober 1893 im Restaurant Müller tagende heit dagegen, daß bei den Erhebungen über das Gastwirthson den Pflichten eines Christenmenschen. Da im gewerbe die Verhältnisse des Küchenpersonals nicht berücksichtigt gen Kreise die herumziehenden Bettler wegen der Mildthätigworden. Dies ist um so bedauerlicher, als die Lage der Köche der Einwohner förmlich überhand genommen haben, wird Vereinigten Staaten von Nordamerika sehr groß. Nach dem auf die Arbeitszeit, die Pausen und Sonntagsruhe nicht Die Zahl der selbsterwerbenden Frauen ist in den keineswegs der der Kellner gleicht, ihre Verhältnisse in bezug 3t vom Landrath unter Zustimmung des Kreisausschusses eine letzten Zensus giebt es 110 weibliche Advokaten, 165 weibliche besser als die der Kellner, ihre Wohnungs- und ArbeitsBolizeiverordnung erlassen, die das Verabfolgen von Almosen, Geistliche, 320 Schriftstellerinnen, 580 Journalistinnen, 2061 Künst- verhältnisse aber bedeutend schlechter sind. Schon die Thatsache, nit Ausnahme von Lebensmitteln zum sofortigen Genuß an Ort lerinnen, 2136 weibliche Architekten, 2106 Viehzüchterinnen, daß die Köche gezwungen sind nach Mitternacht ihre Versamm und Stelle, an nicht ortsangehörige Bettler bei einer Geldstrafe 5135 bei der Regierung angestellte weibliche Clerks( Staats- lungen abzuhalten, ist ein Beweis dafür, daß ihre Verhältnisse bis zu 30 M. oder einer entsprechenden Haftstrafe verbietet." schreiberinnen), 2438 weibliche Aerzte und Wundärzte, 13 182 Musik- überaus traurige sind ein gesetzliches Eingreifen im Interesse Also verordnet der Landrath zu Wernigerode i. H. unter Bu- lehrerinnen, 46 800 weibliche Farmer und Pflanzer, 21 071 weib- der Gesundheit und des Familienlebens derselben dringend erftimmung des Kreisausschusses. Und da rede noch Einer davon, liche Clerks und Buchhalter, 14 463 Besitzerinnen selbständiger forderlich ist. Damit die Gesetzgebung auf grund einer offiziell daß wir nicht im allerchristlichsten Staate der Sozialreform taufmännischer Geschäfte und endlich 155 000 Schullehrerinnen. leben! " Derlammlungen. # erhobenen Statistit planmäßig die Verhältnisse der Köche regeln fann, ersucht die heutige Versammlung die Reichskommission für Arbeiterstatistik, nachträglich noch Erhebungen über die Arbeitszeit, die Arbeits- und Wohnräume der Köche zu veranstalten. Die Versammlung beauftragt das heutige Bureau, den Vorsitzenden der Reichskommission, den Herrn Unterstaatssekretär von Vom Stuttgarter Arbeitsamt. Unter feinem bisherigen Vorsitzenden, Herrn Lautenschlager, so schreibt die Frankfurter Beitung", hat das Gewerbegerichts- Plenum- 14 Arbeitgeber und 18 Arbeiter wie schon mitgetheilt, den Beschluß gefaßt, den Bürgerausschuß zu ersuchen, für die unentgeltliche Thätig- Ju einer am 29. September tagenden Versammlung der Rottenburg über die Verhältnisse der Köche aufzuklären und keit des Arbeitsamtes einzutreten. Es steht auch zu hoffen, daß Kellner, Köche und Berufsgenossen referirte der ihm die Wünsche der heutigen Becsammlung vorzulegen."( Lebim Gemeinderathe sich ein Umschwung zu gunsten der Unentgelt: Genosse Millarg über Zweck und Ziele der Gewerkschafts- hafter, anhaltender Beifall) lichkeit zeigt, für die alle diejenigen einstehen sollten, deren ernste bewegung". In der Diskussion sprachen die Kollegen Kraus- Die Resolution fand einstimmige Annahme und wurde somit Absicht es ist, den vorhandenen Mißständen auf dem Gebiete haar, Weihnacht, Morih, Bolter, Schwieger, Uhlwerth und das Bureau, bestehend aus den Kollegen Felgentreff. Der Arbeitsvermittelung abzuhelfen. Auch im Gewerbegericht Hoppe. Zu Puntt„ Kommissionär- Unwesen" referirte Kollege Sille und Fiedler, mit der Delegation an den Minister rden verschiedene Bedenten seitens einiger Arbeitgeber laut, Mori B. Er geißelt die unter den Gastwirths Gehilfen betraut. Hierauf wählte die Bersammlung Felgentreff als noch fand man sich mit Rücksicht darauf, daß in der Arbeiter: graffirende Vereinsmeierei, die es mit sich bringe, daß allenthalben Delegirten und Sille als dessen Vertreter zur Gewerkschaftsaft ein Arbeitsamt, das Gebühren erheben würde, keinen Bei- leine Vereinchen empor wuchern, welche schon ihrer schwachen Tommission, sowie weiter die Kollegen Fiedler, Hoffmann, fall findet, in dem einmüthigen Beschlusse zusammen. Mit dem Mitgliederzahl wegen außer stande seien, die Lage der Gehilfen Felgentreff. Engmann und Bogaschelsky in die 30. September hat übrigens Herr Lautenschlager seine Thätig zu verbessern. Außerdem aber bilden alle diese Vereine nichts Agitationstommission. Zum Schluß wurde zum Beitritt in die keit als Vorsitzender des Gewerbegerichts niedergelegt und ist als einen Deckmantel für Kommissionärgeschäfte der allerschlimmsten Freie Vereinigung der Köche Deutschlands" und zu regem Herr Dr. jur. Hartenstein an seine Stelle getreten. Wie So ist der Gastwirthsgehilfen- Verein Oranienburger Besuch der am 10. Ottober Nachts 12 Uhr im selben Lokal stattsehr der scheidende Beamte es verstanden hat, den Arbeitern Vorstadt" nur ein Aushängeschild für„ Genossenschaft Lambert- findenden Generalversammlung des Vereins aufgefordert. Bertrauen einzuflößen, beweist ein furzer Abschiedsartikel in der Wartenberg". Manofsky habe, nachdem er als Wirth Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure fozialdemokratischen Tagwacht", in dem es heißt: Schiffbruch gelitten, ebenfalls einen Verein gegründet. hielt am 2. Oktober eine außerordentliche Generalversammlung Die Arbeiter Stuttgarts sehen Herrn Lautenschlager ungern Wie dieser die Interessen der Kellner wahrnehme, ab. Der Vorsitzende theilte mit, daß das langjährige Mitglied scheiden, denn wie wenig andere hat er in seiner Amtsthätigkeit beweise am besten, daß derselbe zu Pfingsten Leute für 1,50 M. des Vereins Kollege Kraft gestorben ist. Die Versammlung erverstanden, als Mittelsmann und Richter zwischen den streitenden Moabit, dessen„ Bureauchef", Herr Beuthin, sich den Bettel mit bann giebt Kollege Tieke den Bericht über die Unterschlagung weggeschickt habe. Das gleiche gelte vom Tafeldeckerverein hebt sich zu Ehren des Dahingeschiedenen von den Plägen. AlsParteien der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit voller Unpartei: 25 bis 50 Pf. bezahlen lasse. Alle diese Vereine seien deswegen des zweiten Kassirers, Graveur Max Uhrbach; danach erreicht lichkeit und Gerechtigkeit zu wirken. Möge er das Wohlwollen und das warme Interesse, das er für die Bestrebungen des zu bekämpfen. Herr Beuthin gab zu, daß die Kollegen in seiner dieselbe die Höhe von zirka 400 M. In der fehr lebhaften DisUrbeiterstandes an den Tag legte, diesem auch ferner bewahren!"" Kontrolle" 25 Pf. für den Arbeitsschein zu zahlen haben. So fussion fordern sämmtliche Redner, daß in der Parteipresse vor Der Beob." drückte die Hoffnung aus, daß Herr Dr. Hartenviel müsse er berechnen, weil er an die Kasse dem pp. Uhrbach gewarnt wird, und gelangt ein in diesem Sinne tein in gleichem Maße wie sein Vorgänger es verstehen möge, Daß Weingelage in Des Gastwirthsvereins zu zahlen habe.( Aha!) gehaltener Antrag zur Annahme. Sodann wurde dem Kollegen allgemeine Zutrauen sich zu erwerben. feiner Kontrolle stattfänden, ist Thurow übertragen, die ihm geeignet erscheinenden Schritte im unwahr. Kollege Schröder fritisirt gleichfalls das Vereins- Interesse der Vereinigung in Sachen Uhrbach zu unternehmen. Einen Einblick in die Höhe des Entbehrungslohnes, unwesen. Immer wieder lassen sich die Kollegen dazu gebrauchen, Außerdem wird eine Extrasteuer von 20 Pf. für den ReserveIn der Unternehmer in die Tasche steckt, gewährte eine Ver- den Kommissionären und Kontrolleuren als Gefolgschaft zu fonds für die Zeit vom 1. Oftober bis 30. März 1894 festgesetzt. handlung, die fürzlich vor dem Gewerbegericht in Zeit statt dienen. Die Namen der Prinzipale, die geflissentlich die Kom- Bei der nothwendig gewordenen Ersatzwahl werden die Kollegen fand. Dort klagte der Velosipedfabrikant Bescherer gegen einen missionäre unterstützen, würden später veröffentlicht werden. Schwahn zum 2. Vorsitzenden, Krause zum 2. Kassirer, Bommer Arbeiter. Dieser war von B. engagirt worden, hatte aber die Redner meint, ob nicht die Errichtung einer Filiale des Vereins und Siewert zu Revisoren, Schulze, Kraus und Rauch zu UnterArbeit nicht angetreten, angeblich, weil er inzwischen erfahren Berl. Gastwirthsgehilfen nach Moabit in Erwägung zu ziehen sei. tafsirern gewählt. Nachdem noch Rollege Thurow auf das am habe, daß das Arbeitsverhältniß doch nur von furzer Dauer Hermerschmidt spricht sich tadelnd über das Verhalten des Gast- Sonnabend, den 18. November, in Sanssouci stattfindende ,, Wintersein würde. Der Kläger verlangt für eine Woche Schadenersatz, wirths Peters aus. Derselbe habe zur Maifeier erklärt, daß er fest", dessen Ertrag der Unterstützungskasse zufließt, aufmerksam und zwar in der Höhe von 20. Die Höhe dieser Forderung Mitglied des Moabiter Gastwirthsvereins sei und die Kaffe des gemacht, schließt der Vorsitzende mit der Aufforderung, die Vorbegründete der Unternehmer damit, daß er dem Arbeiter nur Vereins stärken müsse, indem er die Kellner aus der Kontrolle lesungen im Hörsaale des Kunstgewerbe- Museums zu besuchen, 30 Pf. pro Stunde zable, während der Arbeiter 75 Pf. in der entnehme. Peters habe damit zugegeben, daß die Gastwirths die gutbesuchte Versammlung. Der Arbeitsnachweis befindet sich felben Zeit verdienen müsse. Der Arbeiter wurde zur Zahlung vereine die Ausbeutung der Kellner durch ihre Kontrolle, besser beim Kollegen Wunderlich, Graveur, Neue Grünstr. 20. von 10 M., zahlbar in Raten von 1 M. alle vierzehn Tage ver- gesagt ihre privilegirten Kommissionäre betreiben. Man werde urtheilt. Von dem Ertrage des Fleißes des Arbeiters eignet sich das für die Zukunft merken. Nachdem noch mehrere Redner sich der Unternehmer also 60 pCt. an, während der Arbeiter zu dieser Angelegenheit ihre Meinung geäußert, erfolgte der mit 40 pt. sich aufrieden geben muß! Gewiß ein anständiger Schluß der Bersammlung. Entbehrungslohn! Vierzig Prozent des erzeugten Werthes dem Arbeiter und sechzig Prozent dem Unternehmer. Herr B. hat aus der Schule geplaudert, Hört man die Unternehmer reden, dann legen sie noch Geld bei, müssen Bankrott machen und wie diese albernen Redensarten alle lauten. Der obengenannte Unternehmer hat endlich einmal die Wahrheit gefagt. Er theilt mit seinen Arbeitern den erzeugten Werth, und zwar so, daß er die größere Hälfte ein heimst, während der Arbeiter mit dem geringeren Theile zu frieden sein muß. Dasselbe Verhältniß, ja oft noch ärger, ist in zahlreichen Großbetrieben zu finden. Und wehe dem Arbeiter, der daran zu rütteln wagt! Er ist ein Umstürzler und verdiente, aus den Produktionswerkstätten hinausgejagt und dem Hunger überliefert zu werden. 40 pt. dem Arbeiter, 60 pet. Dem Unternehmer! Das genügt, um die Arbeiter anzuspornen, un ermüdlich zu arbeiten, bis die Wirthschaftsordnung, die eine der artige Uebervortheilung der Arbeiter ermöglicht und gut heißt, durch eine bessere ersetzt werde. Je eher, desto besser. M Im Verband der in Buchbindereien, der Papiers und Leder Galanteriemaaren Industrie be= schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach am 2. b. M. Genosse W. Wach über:„ Die Praxis des Ges tagte am 30. v. M. Auf der Tagesordnung stand: Situations- in der unter anderem von den Gewerbegerichts- Beisitzern, Korgen Die Freie Vereinigung der Militärmügen Arbeiter werbegerichts". An den Vortrag schloß sich eine ergiebige Debegen bericht über den Streik. Kollege Frick berichtete, daß auch die Schneider und Bäseler lebhaft Klage geführt wurde über mmern. eun Arbeitgeber Fröhlich, Wilhelmy, Scherr, Graf und Cronheim die praktische Methode des Ausloosens der Beisitzer zu den Ka Forderungen bewilligt haben, somit haben nur die Arbeitgeber So ist Beisiger Schlüter und Seelig die Forderung nicht anerkannt. Hierauf des Buchbindergewerbes der Kammer für Bekleidung es vorgefommen, daß sämmtliche ſechs reip. forderte Kollege Fischöder die Kollegen auf, die Vereinigung Verkehrsgewerbe angehören, während die Kammer 8, der bie Buchhoch zu halten und weiter wie bis jetzt zu agitiren, um stets bei industrie untersteht, nicht einen Buchbinder als Beither zählt. etwaigen Angriffen der Unternehmer ihnen die Front bieten zu Bäseler sprach die Erwartung aus, daß der Magistrat hier baldigst fönnen. Danach stellt Kollege Krause den Antrag, ben Streif Bandel schaffen werde. Für die Ausständigen der Firma Kauf für beendet zu erklären, welchem Antrag die Versammlung zu mann in Brandenburg und für die streifenden Wiener Lederstimmte. Ferner beschloß die Versammlung, den Arbeitsnachweis Galanteriearbeiter wurden je 50 M. bewilligt. der Vereinigung dem Herrn Mertins, Landwehrstr. 11, zu übergeben und die Agitationskommission mit der Kontrolle zu beauf sämmtlicher Kutscher Berlins findet Umstände halber erst 3 Achtung, Kutfdjer! Die zu heute, Freitag, angefe reitag, den 18. Dt Bte Bersammlung tragen. Infolge seines unfollegialischen Benehmens wurde Kol- tober, in demselben Lotale statt. lege Schmidtmann aus der Vereinigung ausgeschlossen. Abends 8 Uhr, Die Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marrner, Bülowfir. 69. nächste Generalversammlung findet am 14. Oftover bei Rölling, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bet H. We, Wilhelmshavener Lese- und Distutirklub Otto Reimer, Abends 8% Uhabends 8% Uhr im Neue Friedrichstr. 44, statt. Die Kollegen, die mit ihren Sammel- ftraße 23 bei Kuba. Diskutirklub August Geib Restaurant Zubeil. Jend. Vorsitzender Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegangen im Bereinsad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aender elitr. 70. Freitag. falender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuff bern. RaiserUebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitglidt scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Ruhlmeyle. 21, bet Roll. Nord, Bergtraße 6s, bet feller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertit el. Buch= Summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bet Temu Deter. Mais binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei 4ich feit Buyer, sto dchen, Hochstr. 82a, bei Wilte. Gemüthorgenroth 4, Seydelstr. 30. Balme, in Belten, bei Schröder. scher Gesang= verein, Lichtenbergerstr. 21, bei heiſe. Köpenick, Müggelheimerfstr. 3 bei Held. Karthaus Morgenroth 2, Gesangverein sangverein Berliner Charlottenburg, Bismarckstr. 74.- Typographia, Gango. Nordwacht, Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenstr. 20.- Gef dorf in Schmargen. dorf, Wirthshaus.- 3utunft 1, Steglig, Ahornit Nowiacs. Müllerstr. 7, bet Neichert. Gefangverein Schmargercaße, im GambrinusGesangs Gesangverein Collegia i, Manteuffelstr. 9 be. Alt- Moabit Nr. 47/49. verein Freiheit Moabit, Kronen- Brauerei Stromstraße 28 bet Vereinte Gangesbrüder Moabitestr. 15 bei Stehmann. Lange.-Sängerverein Sorgenfrei" Melchimüller.- Nord- WestGesango. Rosalia" Gr. Frankfurterstr. 81 b., ineta", Swinemünderstr. 35 Stern", Altonaerstraße 27 bet Sipte. ie Königftr. 73 bei Hahn. bet Quetsch.-& rete& tebertafel, Mezrein in Brandenburg a. S., Brandenburger Männer- Gesango, Görligerstr. 52 bei Bogel. Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahnestr. 44 bei Röllig. BrauerSängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 83 bei Wienecte. Männer Besangverein Gerstenähre, Alte Jatob 17 bei Wendt. Johanni, Gefangverein Steinnette, Röslinerstr.nigteit 3, Groß- Lichterfelde bei Am Ostbahnhof 7 bet W. Schulze. E Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Gries, Giesensdorf.- Gefelligtett on Keiß, Neue Grünstraßen- Ece. Watengruß, Köpenid, im Lotale sereine Berlins und Umgegend. Bund der geselligen Arbeiter- Hentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Aus Anlaß eines Spezialfalles ist, so schreiben bürgerlisten im Rückstande sind, werden aufgefordert, abzurechnen. liche Blätter, die Frage entstanden, ob die Fabrikaufsichtsbeamten Die Köche hielten in der Nacht vom 4. zum 5. Oftober berechtigt sind, des Nachts auch dann die Fabriken zu revidiren, Johannisstr. 20 bei Müller eine öffentliche Versammlung ab, wenn dieselben nicht im Betriebe sind. Der Wortlaut des§ 139b um Protest einzulegen gegenüber der ablehnenden Haltung der Absatz 5 der Gewerbe- Ordnung geht dahin, daß die Arbeitgeber Reichskommission für Arbeiterstatistik in betreff der Fragebogen diefe amtlichen Revisionen zu jeder Zeit, namentlich auch in der für die Angestellten im Gastwirthsgewerbe. Der Referent Nacht, während des Betriebes" gestatten müssen. Dieser Wort- Dr. Adolf Braun fand es ganz erklärlich, daß bisher keine laut ist durch die Novelle vom 1. Juni 1891 geschaffen. Er war Erhebungen über die gewerblichen Verhältnisse der Köche verfrüher etwas anders gefaßt und enthielt anstatt der Worte wäh- anstaltet wurden, da die Letzteren wenig oder gar nicht die Aufrend des Betriebes" die Worte ,, während die Fabriken im Be- merksamkeit der betreffenden Faktoren auf sich gelenkt haben. triebe sind". Darin kann jedoch nur eine formelle Aenderung er- Die Kenntniß der gewerblichen Verhältnisse irgend einer Arbeiterblickt werden, umsomehr als die Begründung zu der genannten fategorie ist aber gerade die wichtigste Vorbedingung für eine Novelle über diese Modifikation nichts besagt. In der kom- Inangriffnahme der Verbesserung ihrer Lebenslage, damit die mentirten Gewerbe Ordnung für das Deutsche Reich" von Gesetzgebung gezwungen wird, einzugreifen. Mit der amtlichen Dr. Paul Kayser, jetzigem Dirigenten der Kolonialabtheilung des Statifit sei es bei uns in Deutschland leider schlecht bestellt. Auswärtigen Amtes, findet sich zu dem Absatz 5 des§ 139b fol- Bisher haben sich nur einige wenige Gelehrte privatim gende Anmerkung: Die Fassung ist nicht deutlich, inwieweit die damit befaßt. Amtliche Organe für diesen Zweck, wie Revision auch zur Nachtzeit stattfinden kann. Aus den Verhand- in England und anderen Ländern, existiren, bei uns erst seit Lungen geht jedoch unzweifelhaft hervor, daß die Revision zur turzer Zeit. Die Reichsfommission befaßt sich jetzt auch mit der Nachtzeit nur stattfinden darf, wenn auch des Nachts ein Betrieb Erhebung über die Verhältnisse im Gastwirthsgewerbe. Sie hat vorhanden ist. Sten.- Ber. S. 1183ff. u. f. w." Danach hat es Fragebogen ausgearbeitet und ins Reich verschickt, aber merk also in der Absicht der Gesetzgeber gelegen, die Fabriken nur würdiger Weise nur in einer Frage Rücksicht auf die Röche gewährend der Betriebszeit durch die Fabrik- Aufsichtsbeamten nommen. Der Abgeordnete Wiolkenbuhr, der anregte, diese Errevidiren zu lassen. hebungen auch auf die Köche auszudehnen, erhielt vom UnterDas ist unserer Ansicht nach sehr fraglich und wir sehen staatssekretär von Rottenburg die Antwort, daß sei wohl nicht feinen Grund, warum unsere berufsmäßigen Gesetzesausleger nöthig, denn diese hätten doch noch nicht so wie etwa die Bäcker von der bisher und namentlich Arbeitern gegenüber geübten oder die Kellner geklagt. Hier beweise sich das Wort: wer Praxis, den Gesehen eine möglichst weit ausgedehnte Wirkiam- schweigt, leidet. Auch die Köche müssen die Aufmerksamkeit der feit zu geben, in diesem Spezialfall abweichen sollten. Die Ein- Cegierung auf sich lenken. Zum Glück fängt es auch bei ihnen schränkungen, für die hier argumentirt wird, werden denn wohl an zu dämmern, sie haben Organisationen gegründet, welche die auch mehr verständnißinnig im Interesse des Unternehmer- Sache in die Hand nehmen. Im Fragebogen der Kellner sei nur thums, als aus purer Gerechtigkeitsliebe erhofft werden. nebenbei die Frage aufgeworfen: wieviel Portiers, Zimmermädchen und wieviel Köche arbeiten in dem Hotel resp. der fenschaft. Die erste Männerabtheilung Berliner Zurngerbend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Nochmals die Achtung der Unternehmer vor dem Gastwirthschaft?, so aber drücke sich der Fragebogen vollständig turnt Freitag und Dienstag 19-10. Turnverein Gesundbrunnen Gesek. Seit längerer Zeit sind in Neckarau- Mannheim bei der um die Verhältnisse der Köche herum. Er behaupte, die Ver- Lessing- Gymnastums Pantirnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnAktiengesellschaft für Seilindustrie die Gehilfen ausständig, weil hältnisse der Köche und Kellner sind weitaus verschieden. Die die 1. Männer- Abtheilungs, Pantstr. 9-10. halle des Lessing- Gymnasts eilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, die betreffenden Unternehmer nicht dulden wollen, daß ihre Ar- Köche arbeiten in engen, dunstigen, schlecht ventilirten Räumen, Bergnügungsverein diger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Gnhaus). beiter die Pflicht der Zugehörigkeit zur Berufsorganisation er- was bei den Kellnern weniger der Fall sei. Dem Minister muß Dranienstr. 183 p. Unterhaltungstlub Schiller, Abends Alte Jakobstr. 128( Lezbächer, Dreyfeftraße füllen. Um sich nun gefügige Arbeitskräfte zu verschaffen, legen gesagt werden, daß die Köche unter gleich elenden Verhältnissen 3 uhr im Restaurant, et Gigung dieta 3.9. Lepidopt. Bereinigung Musikverein Hoff= Die Unternehmer etwa eintretenden Arbeitern ein Zirkular wie die Bäcker leiden; daß ihre Arbeitszeit täglich 14 bis Orion, Abends 99-11 Uhr Uebyngsstunde Prostauerstr. 35-37 bet folgenden Inhalts vor: 16 Stunden beträgt, und sie wenig oder keine Ausgehezeit haben, nung, Abends vclub Kairo ends 8 Uhr bei Flick, Gimeonftr. 28. Sterolina, Abe bs 9 Uhr im Restaurant Sur Gleich den..... 1893. daß sie aber, wenn sie ausgehen, auf eigene Kosten einen Ersatz- Schneider. Bergnügungsvereir, Sigung. 9 derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein Siermit erkläre ich, daß ich bis jetzt noch nicht dem mann stellen müssen. Ferner, daß in ihrem Beruf Verheirathete heit", Andreasfire.bends 8½ ühr Lofale von Ehrenberg, Annenſtr. 16, Verband deutscher Seiler, Reepschläger und Hänfer an- sehr selten Beschäftigung finden, daß bei ihnen das Lehrlings- Solidarität, ub Rothe Farne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvry tr. 48 gehöre und verspreche, auch niemals beitreten zu wollen, unwesen, der Stellenvermittelungs- Schwindel ihre Orgien feiern, Sigung.- Rar& Rudervere a„ Borwärts", Gigung abends s ühr, bei Kricheldorff ife, Jannowigde. widrigenfalls die Aktiengesellschaft für Geilindustrie, vor und die lange Arbeitslosigkeit namentlich in den Sommermonaten in der Spreeted Convertional Club Shakespeare. mals Ferdinand Wolft, in Nedarau- Mannheim mich vor Augen geführt werden. Um menschenwürdig leben zu Engliry Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant fofort entlassen und den rückständigen Lohn behalten tönnen, ist eine gefeßliche Bestimmung zu verlangen, Meeting 2. Lecture, Mr. J. Bloch. Guests are welcome. die nur eine achtstündige Arbeitszeit zuläßt und einen Königstr tann. alle zuschriften find zu senden an) auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Freitag: Bergnügungsverein Frif Krebs. Vereine. Freitag. Männer- Gefang Gesang-, Turn- und gefellir Berliner Bockbrauerei. Quartettverein verein union, Abends 9 Uhr, Schäfer, keue Hochstr. 49. Männerchor Wedding, Abends 8% Uhr, bei ahr, bei Weigt, Wartgrafeuftr. 87. Privat Waldesrauschen, Abends 9 ends 9 Uhr, bei Schulz, Burrouſerſtr. 35. Theaterverein Crescendo, ta", Abends 8% Uhr bei Schent, Krautr. 39, Musit- Dilettantenverein, Tonkrischauf, Restaurant Schröder, Reichenuebungsstunde. Mujitverein bergersir. 24. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Ber , SW, Bergstraße 2.