Nr. 236. frscheint täglich außer Montags. 3reis pränumerando: Viertelährlich 3,30 Mart, monatlich ., 10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei n's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit Auftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: , 30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzand: Deutschland u. DefterreichIngarn 2 Mt., für das übrige Iusland 3 Mt.pr.Monat. Eingerz. n der Post- Zeitungs: Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Veriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fernsprecher: Xurt I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Stück Sozialphilosophie aus Italien. aus Italien. Sonnabend, den 7. Oktober 1893. lich, wie wir sehen, in Genua. Expedition: SW. 19, 23enth- Straße 3. Elend erscheint hier wie in Piemont und in Emilia wenig entrissen und 32 000 000 m. für glänzende Kriegspanzerstens in kleinere Kreise getheilt, nicht so zusammengedrängt schiffe, die vielleicht bei der ersten falschen Steuerwendung nd in einem Brennpunkt gesammelt wie in Rom und ähn mit Mann und Maus untergehen werden oder durch irgend Das neueste Heft der offiziellen Statistik Italiens bringt Was bedeuten nun diese 32 Mill. Mark, dargeliehen stellen! Jeder aufgeklärte Arbeiter weiß, daß große eine furze Uebersicht des letzten Jahresergebnisses der 379 in einem Jahr auf Pfänder in Summen von weniger als Summen an Staatsausgaben nur aufgebracht werden öffentlichen Leihanstalten des Königreichs. Diese kurze lleber- 4 M.? Ich habe in Italien sehr oft zu eigenem Studium tönnen durch Steuerbelastung der Masse, sicht, die wir in Nachfolgendem wiedergeben wollen, umfaßt, die Voltsszenen beobachtet, die sich auf diesen Leih- der Armen und Elenden, und es ist bekannt, das ist worauf wohl zu achten ist, nur die Ergebnisse der Ver- ämtern abspielten. Die Anstalten werden in ganz Italien in Italien weit mehr als in allen Kulturländern der wie pfändung geringwerthiger Gegenstände zum Pfandpreise von Monte di pietà genannt) und in Wahrheit sind es Stätten Erde die indirekten Steuern auf die nothwendigen Lebens80 Pfennigen bis zu 4 Mart. des überwältigenden Elends, der Seelenerschütterung, der mittel bis zur unerträglichen Höhe hinaufgeschraubt sind. Das Jahresergebniß bis zum 30. Juni 1892 in den Verzweiflung. Was sind dies für Pfänder, die hierher ge- Es ist also vollkommen berechtigt zu sagen: Die glänzende 16 Provinzen des Königreichs, geordnet nach der Höhe der bracht werden? Es sind einige Betttücher vom letzten Bett Kehrseite des militärischen Schauspiels hat als nothwendige hergeliehenen Pfandpreise ist folgendes: hergenommen, es sind ein paar Hemden aus der Wäsche Bedingung zur Voraussetzung die geschilderten Szenen des Zahl der geholt, der einzige Sonntagsrock des Mannes, des Sohnes, Jammers und der Verzweiflung in den Pfandstätten Leihanstalten. das Allernothwendigste der menschlichen Bedeckung, die taliens. Das Militärschauspiel ist die Ursache, das SchauWolldecke, die Kissen des Bettes selbst. Es ist bei diesen spiel in den Pfandleihstätten ist die Wirkung. Es ist der tleinen Pfändern fast immer die wenigen Ausnahmen feurige Athem des Kriegsgößen, des Molochs, der mit bestätigen die Regel die unmittelbare dringendste, zwin- diesen Aufschreien des Elendes, mit diesen Seufzern und gendste Noth, die die Armen hierher treibt. Weit über Flüchen des gequälten Volfes genährt wird. Aber wir wiegend sind die Versetzenden Frauen, denen allen das müssen weiter gehen und dürfen nicht bei Italien stehen Elend auf dem Gesichte geschrieben steht. Ergreifender noch bleiben. Den Lesern des Vorwärts" rufen wir zu: De als die Auftritte in der großen Abtheilung für den Versag te fabula narratur! Von dir wird die Geschichte ervon Kleidungsstücken sind die vor dem Schiebefenster, wo zählt. Erst in diesen Monaten hat das deutsche Provinz. Geliehener Pfandpreis. 8 554 368. Venezien 34 Latium mit Rom 12 4 904 320 " Lombardei 42 4 680 378 " Ligurien mit Genua 5 3 472 587 OF Piemont mit Turin 32 3 148 814 " Toscana mit Florenz 12 Emilia mit Reggio 37 Sizilien 31 3 070 336" 2721 124" 661 515 " Campanien 45 549 984 Die Marken 48 430 890 " 18 832 834 . 1 147 399 " 18 124 189 24 100 004 " 13 988 792 " 7 " Umbrien Sardinien Apulien Die Abruzzen Galabrien Das Basilikat 8 460 32 418 698. - die Schmucksachen der Armen und Wermsten entgegen- Bolt neue 60 000 000 art seinem Kriegsgögen genommen werden: die Eheringe, die Pathengeschenken, die Moloch in den unersättlichen Rachen geworfen. Wer wird Brochen, die Ohrringe der Kinder. Welche Ausrufe, diese Millionen bezahlen? Schreie, Schluchzen hört man hier, wenn die Versehenden Die Antwort gab vor kurzem die„ Nordd. Allg. Ztg." für das liebste Angedenken drei Mark erwartet hatten und mit den Worten: Nur ein Opfer des Massenkonsums der Beamte erklärt, er könne nur zwei oder eine geben! ist im stande, die große Summe der neuen Steuern zu Königreich Italien 379 Die fübliche Leidenschaft des Schmerzausdrucks offenbart liefern, welche zur Deckung der neuen Militärlasten Diese Zahlen lassen uns klare Einblicke thun in den sich hier oft in herzzerreißender Gestalt. Wie sind Tag für erforderlich sind." Möge das deutsche Volk, die Millionen gegenwärtigen Bustand Italiens, fie geben uns Aufklärungen Tag alle diese Räume angefüllt mit Seufzern, mit Thränen, der arbeitenden Klassen, der Armen und Glenden sich vorschärfer[ und brennender als ganze Bücher voll Geschichts- mit Flüchen, nicht nur der Männer, sondern auch der bereiten, jenen See von Thränen zu vergießen, jenen Sturm schreibung, Diplomatie und Politik. Diese wenigen Zahlen Frauen. Ein geiftvoller Italiener hat gesagt: Mit den von Seufzern, Klagen, Aufschreien und Flüchen zu erwecken, umfassen die Lebenshaltung der Armen, der Wermsten und Thränen, die Jahr aus, Jahr ein in diesen Stätten der die zur Neufütterung des Kriegsgottes Moloch für dieses Allerärmsten in Italien, das heißt derer, die heute zu Verzweiflung fließen, könnte man einen See anfüllen, und Jahr nothwendig sind. sammen 70 bis zu 85 pCt. der Bevölkerung darstellen. die Seufzer und Flüche würden hinreichen zu einem Werfen wir zuerst einen Blick auf verschiedene Provinzen. Sturm auf dem See, um Schiffe darauf unterDaß Venezien an der Spize des Glends steht, kann den gehen zu machen. Und dieser Gedanke bringt uns nicht überraschen, der die Reiskultur in Venezien kennt, wo auf die Betrachtung der Stehrseite biefer Medaille. Politische Lebersicht. Berlin, den 6. Oktober. die Landarbeiter halb in den Fiebersümpfen stehend zum 32 000 000 m. betragen in einem Jahr die hergeliehenen Tagelohn von 80 Pf.( die Frauen und jungen Mädchen Summen auf die letzten Pfänder der Armen des König- Der Bundesrath nahm am 5. d. M. unter dem vielfach zu 40 Pf.) arbeiten. Aber daß Rom, die Residenz reichs Italien, und gerade soviel betragen die Summen für Vorsiz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatsdes Königs von Italien und die Residenz des Herrschers die zuletzt gebauten italienischen Panzerschiffe, bei deren sekretärs des Innern Dr. v. Bötticher seine Plenarsizungen der katholischen Gläubigen, wohin aus aller Welt jährlich Taufe und Einweihung des Stapellaufs so glänzende mili- wieder auf. Nachdem zunächst die Neuwahl eines ProMillionen als Peterspfennig eingehen, die zweite Stelle in tärische Feste in Gegenwart des Königs und des Hofstaates tokollführers stattgefunden hatte, machte der Vorsitzende von diesem Elend behauptet, das mag doch für Viele über- mit Illuminationen, Bällen und strömendem Champagner der Ernennung der Mitglieder der Ausschüsse für das raschend sein. Und diese 5 Millionen jährliches Pfand- auf den Banketten gefeiert wurden. Für 32 000 000 M. ergebniß in der Provinz Rom kommen aus nur 12 Leih- zum Leben nothwendige Dinge den Armen und Aermsten anstalten, während doch die 4,6 Millionen der Lombardei, die demnächst folgt, sich auf 42 Anstalten vertheilen. Das Feuilleton. [ 27 *) Das heißt wörtlich: Berg des Mitleids. Landheer und die Festungen und für das Seewesen Mittheilung. Hierauf fand die Bildung der Ausschüsse für Zollund Steuerwesen, für Handel und Verkehr, für Eisenbahnen, Post- und Telegraphen, für Justizwesen, für RechSie zogen mit dem Haufen schweigend fort. Um den Was ist Dir offenbart worden, theurer Bruder?" fragte föniglichen Truppen auszuweichen, welche in der Nähe Edmund. standen, mußten sie einen Umweg nehmen. Catinat führte Sie setzten sich auf eine Felsenplatte, die auf dem Abmit seiner Schaar die Gefangenen, um sie Roland zu über- hange lag, und Cavalier erzählte:" Ich wurde in meiner liefern und über sie im einsamen Gebirge ein Urtheil zu Einbildung von hier geführt, weit, weit weg, aus unseren sprechen, und Cavalier sonderte sich mit Edmund von den Bergen heraus, über Ebenen und Ströme hinüber. Ungern entfernte Höhe zu erreichen. Der Aufruhr in den Cevennen. Gefährten, um auf einem Fußsteige durch den Wald die verließ ich das heimathliche Gebirge. Ich sah fremde Städte, Eine Erzählung ich vernahm den mannigfaltigen Ton verschiedener Menschen. Lange gingen fie schweigend nebeneinander. In Ed- Als ich durch große Strecken entführt war, that sich mir munds Gemüth war durch die letzten gedrängten Begeben- endlich ein herrlicher, wunderherrlicher Garten auf, viele von Ludwig Tied. heiten alles, was ihm fest zu stehen schien, durcheinander Springbrunnen warfen ihre Strahlen in die warme Edmund ging in der stillen Nacht mit einigen des geworfen. Die Wunde und die Schwäche, welche sie ver- Sommerluft hinauf, und unten waren seltsame Figuren, Gefolges um das Haus. Er fand eine Leiter angelegt, anlaßt hatte, die Wanderung in der Nacht und die Ge- Mensch und Fisch, und nackte Weiber und Seegethier im auf welcher wohl einige der Räuber hatten hineinsteigen fühle, welche ihn so mannigfaltig erschütterten, hatten erst glänzenden Stein fünftlich ausgehauen, alles Dinge, wie ich wollen. Er fonnte dem Zuge nicht widerstehen, den seine Kräfte des Körpers wie der Seele wundersam sie noch niemals gesehen, von denen ich nicht weiß, ob ich Aufenthalt seiner Jugend wieder besuchen. zu Als erhöht und sie jetzt fast erschöpft. Indem ihn die je davon habe erzählen hören. Ein großer, weit hingeer oben war, hörte er, daß alles schlief, alle Lichter Dunkelheit des Waldes aufnahm, dachte er an ſich ſtredter Balaſt glänzte und blendete mit jeinen, unwaren ausgelöscht. Jetzt öffnete er die Halle, da und seine Verhältnisse wie an einen Fremden; was er zählbaren Säulen und Fenstern. Indem ich noch alles versaß sein ehrwürdiger Vater schlafend im Lehnstuhl, ein erlebt hatte, was er wollte und gethan, schwebte vor seiner wundernd beschaute, wußte ich mit einem Male gewiß, daß Nachtlicht neben ihm, die Heilige Schrift lag vor ihm auf- Erinnerung, wie die seltsame Erzählung aus einer längst sogleich von der großen Treppe, vor welcher ich stand, unser geschlagen. Wie sah er so blaß und leidend aus; die Er- verflossenen Zeit, und Cavalier schien sein Stillschweigen zu König herniedersteigen würde, unser Ludwig, daß ich ihn müdung hatte ihn in tiefer Nacht in seiner Andacht über- ehren oder selbst mit wichtigen Gedanken zu beschäftigt, um sprechen solle, indem er schon auf mich gewartet habe. So schlichen. Edmund kam leise und mit klopfendem Herzen des Gesprächs zu bedürfen. geschah es auch, in allem Glanz der Majestät, von seinem näher. Er hat seinen Engeln befohlen über Dir, daß sie Als sie wieder zum Walde heraustraten, brach das ganzen Hofe umgeben, schritt er herab. Er verwirrte mich Dich behüten auf allen Deinen Wegen!" diese Stelle leuchtete Licht des Mondes hinter schweren niedrig ziehenden Wolfen nicht, es war nur Blendung, wie wenn auf der Reise die ihm aus dem Buche in die Augen. Er erhob begeistert den hervor. Indem der Schimmer sich mit der beruhigenden Sonne plößlich durch den Nebel reißt und wir doch alle Blick, schrieb seinen Namen auf ein kleines Blatt und legte Klarheit über die Felsen verbreitete, erschien dem Jüng- unsere Gedanken und Absichten behalten und wissen. Nun dies auf diese Stelle der Bibel. Da seufzte der Alte in linge von neuem das ehrwürdige Haupt seines Vaters, und war der Augenblick da, von welchem unsers Landes Schicksal seinem Traume: Edmund! mein Sohn!" D wie bin ein Thränenstrom brach nun lindernd und belebend aus abhing, um ihm, der mich zu sprechen begehrte, alles zu ich dieses Tones, dieser Liebe, dieser Treue so wenig werth!" seinen Augen. Er wandte sich an seinen Gefährten, um sein sagen und sein menschliches, sein königliches Herz zu sagte Edmund zu sich selbst. Es zog ihn nieder, er tüßte langes Schweigen zu entschuldigen.„ Laß es Dich nicht rühren. Diese Stunde wird kommen, in welcher auf meiner die Füße seines Vaters und ging dann wieder zurück.-irren, Bruder," antwortete dieser, der Geist hat mich eben- Bunge das Heil von so vielen, vielen Tausenden ruht, und Er schloß das Fenster, ließ die Leiter in den Garten tragen falls besucht und mir Gesichte gezeigt, in denen ich eine der Herr wird alsdann seine Feuerflamme darauf legen, und folgte dann dem Trupp Cavaliers durch die Nacht in trostreiche Zukunft erblickte. wenn nur bald geschähe, daß ihr Brand auch seinen Geist entzünde; dann werden den Wald zurück. wovon ich weiß, daß es geschehen wird und muß, um das unsere Brüder und der Glauben frei, dann stürzen alle Blut und die Schmerzen der Armen zu sparen!" unsere Feinde ohnmächtig zu Boden, und des Schwertes bedarf " Die nungswesen, für auswärtige Angelegenheiten, für Elsaß- Plenum bereift" ist. So schlägt man die kostbare Zeit| Gebrauch ist. Mit dem„ Weiterwursteln" ist Italien aber Lothringen, für die Verfassung und für die Ge- todt! Vielleicht bringen aber die Sozialdemokraten etwas inzwischen so tief in so tief in den Sumpf gerathen, daß schäfts- Ordnung durch Zurufswahl statt. Mit Leben in die Bude" und sorgen für Ausfüllung der großen der Karren sich thatsächlich nicht mehr fortziehen der bereits erfolgten Ueberweisung des Antrages Arbeitspause. läßt. Geld muß werden. geschafft Preußens, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung, Finanzfrage brennt wie in anderen Ländern. Und des Antrags von Lippe, betreffend das Ausscheiden der Zivei Nationen. Die jüngsten Manöver der Herr Giolitti ist in seiner Noth auf den Gedanken einer staatlichen Tiefbaubetriebe des Fürstenthums Lippe aus der schweizerischen Miliztruppen bekundeten eine progressiven Gin fommensteuer gefommen. Das arme Volk Tiefbau- Berufsgenossenschaft, sowie der Vorlage, betreffend solche militärische Tüchtigkeit, daß die ausländischen Offi- hat nichts mehr, nur bei den Reichen ist noch etwas zu holen. den Entwurf von Vorschriften über den Verkehr mit Giften, ziere höchlich verwundert waren. Eins nur fiel auf, daß Das ist richtig. Aber die Reichen haben das Heft in den an die zuständigen Ausschüsse erklärte sich die Versamms die Bataillone aus reinen Industriebezirken zum großen Händen, und sie haben Giolitti sammt seinem ganzen Iung einverstanden. Die Uebersicht der Einnahmen und Theile aus sehr schwächlichen Leuten bestehen. Da bei der Ministerium in der Tasche und sie wollen nicht zahlen Ausgaben der Schuhgebiete von Kamerun und Togo und allgemeinen Voltsbewaffnung keine Auslese stattfindet, so so wenig wie in anderen Ländern. des südwestafrikanischen Schutzgebiets für das Etatsjahr ist dies für jeden, der die mörderischen Wirkungen des Was thun? fragt der arme Giolitti. Niemand giebt 1892/93 wurde dem Ausschusse für Rechnungswesen über- fapitalistischen Industrialismus kennt, nichts Erstaunliches. ihm die Antwort, und der fürchterliche Schrank Tanlango. wiesen. Endlich wurde über die dem Kaiser zu unter- Ein Theil der Schweizerpresse will diese selbstverständliche Speit ein Geheimniß nach dem andern aus und macht breitenden Vorschläge wegen Besetzung der Stellen von zwei Thatsache aber nicht zugeben, und behauptet, die Rasse auch vielleicht den Ministeruöthen Giolitti's ein ständigen richterlichen Beisitzern des Reichs Versicherungs- habe sich seit dem Mittelalter gebessert. Die Bauzer baldiges Ende. amts, eines Disziplinarkammer- Präsidenten und eines vor- und Harnische aus dem littelalter, die sich in tragenden Raths bei dem Rechnungshof des Deutschen Reichs Beschluß gefaßt. N • den Beughäusern der Schweiz befinden, seien, wie durch verschiedene Proben festgestellt worden, für das heutige Geschlecht zu eng. Solche Proben sind allerdings gemacht Gegen die Sachfengängerei. Während es noch un- worden, und zwar nicht blos in der Schweiz. Die Panzer bekannt ist, ob die seinerzeit eingeleiteten Verhandlungen und Harnische, welche aus dem 16. und 17. Jahrhundert der Reichsverwaltung mit den Bundesregierungen über den noch übrig sind, beweisen in der That, daß unser heutiges Kontraktbruch der ländlichen Arbeiter zu einer reichsgesetz- Fußvolt kräftiger ist als es damals war. Damals gab lichen Regelung dieser Materie führen, ist die preußische es eben auch schon zwei Nationen"- neben den starten, Regierung der Voss. 8tg." zufolge auf Anregung des wohlgenährten Rittern die verkommenen schlechtgenährten deutschen Landwirthschaftsrathes der Frage näher getreten, Leibeigenen und sonstigen Plebejer, aus denen die Truppen ob eine Abänderung der Reichs- Gewerbe- Ordnung über das und Armeen zusammengesetzt wurden. Groß wie der körperGemeinde- Maklerwesen zu empfehlen sei, da letterem die liche Unterschied zwischen den Herrschenden und UnterAusbeutung des Gesindes, sowie der Rückgang der Qualität drückten damals war, so war er jedoch nicht so groß, wie der landwirthschaftlichen Arbeiter und die Verleitung der heute- trotz aller Kulturfortschritte der physische Unterschied selben jum Kontraktbruch zur Last gelegt werde. zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, Lohnherren und Lohnsklaven. Und trok der Schranken, die dem kapitalistischen Industrialismus in den meisten modernen Kulturländern gesetzt sind, ist er dem Menschenmaterial doch so verderblich und zerstört es so rasch, daß das Industrieproletariat feine zwei Generationen hindurch bestehen könnte, wenn es nicht durch Zuzug vom Lande, wo wenigstens in gesundheitlicher Beziehung bessere Verhältnisse sind, aufgefrischt würde. Das ist durch die Statistik- in England schon seit zwei Menschenalteru haben, und die schweizerischen Blätter, die es leugnen, -über jeden Zweifel ermögen einmal in die moderne Statistik blicken, statt in die alten Zeughäuser. " Die Freifinnige Zeitung" wirft uns vor, daß wir uns um die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses nicht fümmern, weil wir in unseren Bemerkungen zu dem Vorschlage der Betheiligung der Landtagswahlen keine Notiz davon genommen haben, daß die Richter Rickert'schen in der letzten Seffion den Antrag auf Einführung des allgemeinen Wahlrechts für den Landtag gestellt haben. Wir fannten allerdings diese welterschütternde Begeben heit, aber wir haben die Einbringung dieses Autrages zu einer Zeit, wo sich die Freisiunigen den Luxus der Minorität gönnen fonnten, ebenso wenig für Ernst genommen wie wohl die Freisinnige Zeitung" es selbst gethan hat. Denn als die Fortschrittspartei" die Majorität im Abgeordnetenhaus besaß, war nichts von solchen Anträgen Offizierskorps entfernt wurde, hat nun das österreichische zu hören und in den Gemeindevertretungen fühlen sich die auf grund des Dreiklassen- Wahlsystems gewählten liberalen Vertreter des Geldsacks so wohl, daß sie alle Anregungen für die Einführung eines vernünftigen Wahlsystems auf das Entschiedenste bekämpfen. Der bayerische Landtag hat aus Furcht vor den Sozialdemokraten eine Debatte über die Throurede und aus Feigheit die namentliche Abstimmung über den Antrag auf Erlaß einer Adresse abgelehnt. Säuberung des Reserve- Offizierskorps scheint jetzt die Parole in Desterreich zu sein. Nachdem Genosse Leutner wegen seiner sozialdemokratischen Gesinnung aus dem Kriegsministerium den Reservelieutenant Josef Freisinger, der als Redakteur des Troppauer Antisemiten- Blattes Deutsche Wehr" wegen einer Majestätsbeleidigung angeklagt war und freigesprochen wurde, wegen dieses Prozesses der Offizierscharge für verlustig erklärt und als Jufanterist zu einem anderen Regimente versezt. Als ein Beweis der Angst der herrschenden Gewalten sind diese Maßregelungen nicht unerfreulich. " Kranken- und Unfallversicherung in der Schweiz. Die eidgenössische Experten Kommission für den Entwurf eines Kranken- und Unfallversicherungs Gesetzes empfiehlt dem Bundesrath die obligatorische Einbeziehung der Landwirthschaft in die Krankenversicherung. Ein finanzieller Zuschuß des Bundes an Prämien wird nur für die Unfallversicherung vorgesehen, indessen soll zu gunsten der Landwirthschaft bei der Krankenversicherung besondere Berück sichtigung durch den Bund eintreten. Macht wiederum 3000 Mark. Das Vaterland" schreibt: Jm bayerischen Landtag geht es nach altem Brauch gemüthlich langsam voran". Am Donnerstag feierliche Eröffnung in der Kirche und im Thronsaal und das mit war des Tages Arbeit( die das Land rund 3000 m. toftet) bereits gethan. Den Freitag brauchte man zur Wahl der Präsidenten und Schriftführer und damit war auch dieser Tag ausgefüllt- macht abermals 3000 Wt. Sonnabend Arbeiterschutz im Kanton Zürich. Das Amtsblatt war Königs Namenstag, was für die königstreuen Volks- des Kantons Zürich veröffentlicht das Gesetz, betreffend das vertreter natürlich Ruhe bedeutete. Kostete wieder 3000 m. des Kantons Zürich veröffentlicht das Gesetz, betreffend das Verbot von Fabrikarbeit an Festtagen. Solche Festtage Die Mehrzahl der Volksvertreter genießt diese Ruhepausen bei dem schönen Wetter mittels ihrer Freifarten weit ab find: Neujahrstag, Charfreitag, Oftermontag, Auffahrt, von der arbeitsschweren Hauptstadt. Am Sonntag Pfingstmontag und beide Weihnachtstage. Für die Arbeitsift Ruhe selbstverständlich. Am Montag erinnert man zeit an den Vorabenden dieser Tage gelten die gleichen Besich wieder daran, daß man eigentlich auch etwas für bestimmungen, wie sie das eidgenössische Fabrikgesetz für die Vorabende an Sonntagen festgesetzt hat. Landes Wohl!" thun muß, und wählt die Ausschüsse, was natürlich wieder einen Tag um 3000 M. erfordert. Am Herr Giolitti, der italienische Ministerpräsident, will Dienstag hält der Finanzminister eine Rede abermals oder soll dieser Tage befanntlich eine große Programmrede" ein Tag und wieder 3000 M. Mittwoch wenn's schnell halten, welche die bevorstehende Session als Ouverture eingeht. konstituiren sich die Ausschüsse und der Vorsitzende leitet. Das ist so italienische Sitte. Die Schwierigkeit ist des Finanzausschusses vertheilt die berühmten Referate. nur die: Herr Giolitti hat kein Programm heute so Jeder Referent fühlt sich zunächst verpflichtet, sein Referat wenig, als am Tage, wo er an die Spize des Ministeriumis auf einige Beit in eine Ecke zu legen, um mehrere Nächte trat. Er lebte stets von der Hand in den Mund und in Gemüthsruhe darüber zu schlafen. Dann beginnt bereits wurstelte weiter", wie das auch andere Staatsmänner" wieder eine Arbeitspause", weil noch kein Stoff für das thun, und wie das heutzutage sogar ziemlich allgemeiner " " 1 Das italienische Panama führt täglich zu neuen Enthüllungen und neuen Skandalen. Das Vertuschungssystem des Herrn Giolitti rächt sich der Skandal ist nicht vermindert, wohl aber verlängert und insofern auch vergrößert, als dem Argwohn und Mißtrauen jetzt Thüre und Thor geöffnet ist. Einen guten Ueberblick giebt nachstehende Korrespondenz der„ Kölnischen Volks- Zeitung" aus Rom: Der Prozeß gegen die Leiter der verkrachten Römischen der nun schon fast drei Vierteljahre dauert und dessen Ende noch gar nicht nahe erscheint, bringt in jeder seiner Perioden die merkwürdigsten Ueberraschungen. Bei seinem Beginn war es die Person des Hauptangeklagten, welche allgemeines Staunen verursachte; denn erst wenige Wochen vorher hatte der Ministerpräsident dem Manne die höchste Auszeichnung gewährt, deren ein italienischer Staatsbürger theilBant, haſtig werden kann, indem er ihn burch den stönig sung theor ernennen ließ. Und nun mit einem Male wurde dieser bis dahin von allen Mächtigen geehrte und gehätschelte Mann der gröbsten Fälschungen und der Veruntreuung ungeheuerer Summen angeklagt und ins Gefängniß geworfen. Während der Voruntersuchung erfuhr die Welt, daß der Ministerpräsident und mehrere seiner Kollegen seit Jahren von unerhörter Mißwirthschaft in der Römischen Bank Kenntniß gehabt und dennoch nicht nur die vorerwähnte Auszeichnung veranlaßt, sondern auch einen Gesezentwurf beim Parlament eingebracht hatten, wodurch der gedachten Bank das Privilegium der Ausgabe von Noten mit gesetzlichem Kours auf weitere sechs Jahre verlängert werden sollte. Ferner wurde ruchbar, daß seit etwa zwölf Jahren Minister und Parlamentarier in unverantwortlicher Weise und ohne Bürgschaft aus der Kaffe der Römischen Bank bald größere, bald kleinere Summen enthalten hatten, von denen viele nie zurückerstattet wurden. Gegen einen der Abgeordneten- Rammer angehörenden Journa listen erhob die Staatsanwaltschaft die Anklage, daß er mittels einer sehr hohen Geldsumme sich habe bestechen lasse.1, um in einer Kommission, deren Mitglied er war, die Zustimmung zu einer für die Römische Bank vortheilhaften GesetzVorlage zu erwirken. Dieser Angeklagte erlag einer Herzkrankheit in dem Augenblick, wo der Verhaftsbefehl gegen ihn vollzogen werden sollte. Die Abge ordneten- Kammer ernannte nun einen aus sieben ihrer Wlitglieder bestehenden Ausschuß, welcher untersuchen sollte, ob und inwiefern frühere oder gegenwärtige Minister oder Abgeordnete in ihrem Verkehr mit der Römischen Bank sich gegen das Gesetz oder gegen die parlamentarische Ehre vergangen hätten. Dieser Ausschuß, welcher seine Thätigkeit noch nicht abgeschlossen hat, beobachtet über das Ergebniß seiner Nachforschungen das strengste Geheimniß. Geheimhaltung schreibt das italienische Gesetz auch für die Akten aller strafrechtlichen Prozesse bis zur öffentlichen Schlußverhandlung vor, und es ist schon mancher Journalist gerichtlich verfolgt und ver urtheilt worden, weil er in einer die Deffentlichkeit besonders intereffirenden Prozeßsache am Vorabend der öffentlichen Verhandlung die Anklagefchrift des Staatsanwalts in seinem Blatte abgedruckt hatte. Bei dem gegenwärtigen Prozeß aber giebt das Ministerium selbst das Beispiel der Uebertretung besagter Gesegesvorschrift, indem es durch die in seinem Solde stehende Stefani'sche Agentur den Blättern Mittheilungen über diejenigen Punkte zugehen läßt, an deren Bekanntwerden es ein Interesse hat. So wurde das Erkenntniß der Rathskammer des Gerichts erster Instanz bekannt gegeben, worin die Namen aller derjenigen, welche durchaus ehrliche und gesetzmäßige Geschäfte mit der Römischen Bank gemacht haben, mit denen von Leuten bunt durcheinander geworfen sind, deren Verkehr strafwürdig gewesen ist. Dieses Aftenstück hat nicht nur Ueberraschung sondern noch Entrüstung verursacht und vielfach fragt man sich, ob seine Urheber aus Mangel an Erfahrung in Bantsachen ein so verworrenes Machwerk zu Tage gefördert haben oder ob die Absicht vorgelegen, die schon so große Verwirrung noch zu vermehren. Darauf ist die Sache an den Anklagesenat des Appellhofs gelangt, welcher verfügt hat, daß einige der Beschuldigten theils wegen Nichtschuld theils wegen Mangels an Schuldbeweisen außer Verfolgung zu sehen seien. Da unter diesen der Sohn bezw. der Neffe der beiden Hauptangeklagten, es nicht mehr. Ich will beten, daß dieser glorreiche Tag fannt zu werden, da überdies das Gewitter hereinbrach, so fügen, wie wir sie beredet und erdacht haben, so regiert nur bald, bald vom Herrn heraufgesendet werde, damit und so führte mich der Herr in das Haus Deines ehr mich plötzlich der Geist, ich sehe, ich merke alles, was mir des unglücklichen Kampfes ein Ende sei. Als ich den würdigen Vaters. Nach wenigen Tagen ging es mir noch vorher unbekannt war, von selbst giebt mein Mund den König eben aureden wollte, traten wir aus dem Walde, schlimmer, wenn mein jüngerer Bruder mich nicht wieder richtigen Befehl, es schwebt und webt um mich, daß ich es Du sprachst zu mir, und das prophetische Gesicht ver- befreit hätte, der jetzt in Nismes gefangen sitt." nicht zu sagen weiß, und führt mich und die Meinigen schwand." Mit welcher Bewunderung muß ich Dich betrachten, durch die Schaaren der Feinde. Wie ein froher Rausch Bruder," begann Edmund von neuem, der Du, jünger fliegt es mit mir durch das Getümmel, und der Sieg ist erals ich, schon so viel gethan hast, dem so Großes gelungen fochten." " " Wie famft Du nur, mein Freund und Bruder," fragte Edmund, neulich in unser Haus? Der Drang so mannigfaltiger Begebenheiten hat mich bis jetzt immer noch ge- ist, so daß das ganze Land von Dir spricht. Woher nur Also Schäfer warst Du in Deiner Kindheit?" sagte hindert, Dich darum zu befragen." dieser kühne und doch so besonnene Muth, diese Erfahrung, Edmund;" wie passend, wenn sie Dich mit David vers Das war ein böser, böser Tag," antwortete diese Kunst, den Feind zu täuschen, ihn zu besiegen oder gleichen." Cavalier, indem sie weiter gingen. Wir waren von allen feinen künftlichen Schlingen zu entgehen? Wo hast Du" Ich bin arm und verloren in der Einsamkeit der Seiten umzingelt, durch die Verrätherei einiger treu- alles dies lernen können?" Berge aufgewachsen," antwortete jener, ich hatte meinlosen Brüder hinab in die Ebene gelockt, der Geist in uns" Ich habe es nicht gelernt," antwortete Cavalier, ich selbst vergessen, es fonnte mir nicht beikommen, einst für hatte geschwiegen, und wir glaubten uns sicher. Ein weiß auch nicht, ob sich dergleichen lernen läßt. Du achtest den Herren zu streiten, denn auch mein Glauben war in Theil meiner Leute war dem Eremiten entgegengegangen, mich viel zu hoch, Bruder Edmund, wenn Du glaubst, daß mir untergegangen, und ich ließ mir alles so hin gefallen, und ich hatte gehört( eine falsche Nachricht, wie bas, was ich thu', aus Ueberlegung oder Kunst hervorgehe. was sie mit mir vornahmen, bis dann eifrige Brüder ich nachher erkannte), daß er schon völlig geschlagen sei, Es ist wahr, ich verliere den Muth nicht, mein Sinn bleibt den erloschenen Bunder wieder zur Flamme anbliesen, so als plöglich eine andere neue Heeresmacht in unserm talt, wenn ich auch tausend Feinde mit ihren Schwertern daß mein Leben wiederkam und ich Gott suchen und Rücken hervorbrach. Die Flüchtigen vor uns ermuthigten und Büchsen vor mir und um mich sehe, aber das ist meine finden fonnte. Nachher riß mich der Borneifer, als sich wieder und kehrten um. Da galt es zu fechten, sich Natur so, das ist kein Verdienst oder eine Ermuthigung. man die Brüder so grausam mordete, in ihre hindurchzuschlagen, um die Fußsteige des Gebirges zu finden, Wie noch als kleiner Knabe bei meinem guten alten Edel- heilige Gemeinschaft, und seitdem bin ich ein demüthiges wo uns die schweren Pferde der Königlichen nicht folgen mann die Schafe hütete, so erschrat ich auch niemals, wenn Werkzeug in der Hand des Allerhöchften. Ich konnte es konnten. Mit vielem Verlust zwar, aber doch glücklich, ich den Wolf ansichtig wurde. Ich blieb ruhig und erschlug nicht denken, daß ich so hoch gewürdigt werden sollte, als führte ich meine Leute hindurch, denn es gelang mir, dem zwei dieser bösen Gesellen, worüber alle Leute meinen großen ich in St. Hippolite allen Druck eines Lehrburschen erFeinde die Wendung abzugewinnen, daß wir ihn nur auf Muth bewunderten, und ich verstand gar nicht, was sie dulden mußte und mein Bäckermeister mich aus geringer, einer Seite hatten. Fechtend und fliehend kamen wir in damit meinten. So erwachte denn mein Geist, und ich ge- oft aus gar keiner Ursache schlug und mir mein Haar die Wälder, und da ich einer der legten war, um den rieth in diesen Krieg, wo es mir bald gelang, Brüder zu zerraufte. Und doch war er einer von unseren frommen Meinigen den Rückzug zu sichern, sah ich mich plöglich ab- befreien und die Feinde zu schlagen, so daß alle Glaubens Glaubensgenossen, der nur seinen Zorn nicht bemeistern geschnitten. Mein Pferd trug mich im vollen Rennen, so genossen ihr volles Butrauen auf mich sehen und den Segen konnte." weit es vermochte, zivei nachfeßende Dragoner schoß ich nieder, und das Gedeihen ihrer Hoffnungen von mir erwarteten. So hatte der Pfarrer also doch recht," erwiderte Edmund aber nun stürzte das eifrige Thier; Degen, Hut, Gewehr Aber Bruder Roland ist viel flüger und erfahrener, er sieht mit Lächeln, der Dich, den Knieen nach, für einen Bäcker verlor ich, indem ich mich faunt schnell genug aus dem weiter, und ich bin nur wie ein Schüler gegen ihn zu rechnen. erkennen wollte". Sattel losmachen konnte. Im Felde tauschte ich mit Dennoch hat ihn der Herr nicht so mit Glück begabt wie einem Bauer die Kleidung; auf allen Wegen streiften Sol- mich, und darum folgen auch die Streiter mir lieber wie ihm. daten. Ich mußte ein Obbach suchen auf die Gefahr, er- Führe ich nun die Brüder an, und die Sache will sich nicht ( Fortsetzung folgt.) des Aeußern Sogar im Ministerrath vertraten die Minister| zwar Auch die Kinderarbeit hat sehr großen Umfang in und der öffentlichen Arbeiten diese Ansicht und England, denn es wurden 681 404 Personen unter zehn riefen dadurch eine heftige Debatte hervor, die damit endete, Jahren, und zwar 419 209 Knaben und 262 194 Mädchen, daß dem Ober- Staatsanwalt befohlen wurde, gegen den Spruch und 2 480 111 10-15jährige Personen, und des Anklage- Senats den Refurs an den Kassationshof zu er 1 395 244 Knaben und 1 084 867 Mädchen beschäftigt. greifen. Nun ist auch diese Rekursschrift veröffentlicht worden und hat eine neue Ueberraschung gebracht; denn in ihrem Hauptpunkte ist sie eine Anflage gegen die Mitglieder des Anklage- Senats, welche darin beschuldigt werden, alle für den Fall geltenden gesetzlichen Vorschriften außer Acht gelassen zu haben. Wie viele andere Ueberraschungen wird dieser Prozeß noch bringen, bevor er zum Abschluß gelangt? So der Korrespondent der Kölnischen Volkszeitung". Hinzufügen wollen wir nur, daß die Zahl der Kompromittirten täglich wächst, und daß im Wesentlichen sich alle Mittheilungen bewahrheiten, die der Vorwärts" schon vorigen Winter zu machen in der Lage war. Parteinachrichten. " 3um Parteitag gehen der Redaktion des Vorwärts" von vielen Orten die von den Genossen beschlossenen Anträge an den Parteitag zur Veröffentlichung zu. Da nach§ 8 al. 11 unserer Parteiorganisation die Anträge an die Parteileitung einzureichen und von dieser spätestens 10 Tage vor der Eröffnung des Parteitages zu veröffentlichen fini sind, so würde es nur zur RaumGegen die, Bankdiebe Nachsicht und Milde, gegen verschwendung führen, wenn der„ Vorwärts" die Anträge jetzt die Arbeiterorganisationen Rücksichtslosigkeit und brutale bereits brächte. Wir ersuchen deshalb die Genossen, ihre AnWillkür, das scheint die Richtschnur des italienischen Rabi- träge, wie es die Organisation vorschreibt, direkt an die Partei nettes zu sein. Ein römisches Telegramm meldet, daß die leitung Berlin, Raybachstr. 9, zu senden. Seiner Zeit Auflösung der Arbeiterorganisationen Neapels und Siziliens wird dann die Veröffentlichung sämmtlicher Anträge durch uns beabsichtigt sei. Hiergegen hat der Arbeiterbund in Neapel erfolgen. ein Zirkular erlassen, in welchem es heißt, er proteſtire gemeinjam mit den Arbeiterbünden von Sizilien gegen eine etwaige Auflösung. Zum Kölner Parteitag." Eine von tausend Perfonen besuchte Parteiversammlung in Dresden wählte 2. Raden zum Delegirten nach Köln. des Gouverneurs nämlich und des Kassirers, sich befinden, I Eine bemerkenswerthe Thatsache bildet die unver- I gesagt war, daß Huhn schon einmal wegen 380 m. erfolglos ge so hat die öffentliche Meinung in dieser Freisprechung hältnißmäßige Steigerung der Arbeitsthätigkeit der weib- pfändet sei, daß es sich zeigen werde, was von den 680 M. oder das Bestreben erblickt, dadurch zu erlangen, daß die beiden lichen Bevölkerung. Wie aus der Einzelstatistik hervor: 69 Tagen abgehandelt werden würde ze. Hierin erblickte der Herr Hauptangeklagten von dem angekündigten Vorhaben abstehen, in der öffentlichen Hauptverhandlung, wie site früher angedroht, geht, weitet sich das Feld weiblicher Berufsthätigkeit Amtsanwalt eine Verhöhnung des Gerichts, welches als SchacherEnthüllungen zu machen, wodurch die Minister und andere stetig aus, sowohl in Landwirthschaft, als Handel und bude hingestellt werde, daß Huhn unpfändbar sei 2c., weshalb auf eine Gefängnißstraße erkannt werden müsse, und beantragte hochstehende Personen noch schwerer belastet würden, als sie Industrie. Deshalb 4 Wochen Haft, mußte aber, nachdem er von Huhn es schon darauf aufmerksam gemacht, einräumen, daß dieser Artikel nicht Huhn zur Last gelegt werden könne, da die fragliche Summer nicht von H., sondern von John gezeichnet ist. In längeren glänzenden Ausführungen suchte der Vertheidiger des Angeklagten, Herr Rechtsanwalt Dr. Weiß, nachzuweisen, daß kein Verstoß gegen den§ 360 11 vorliege, daß feiner der Zeugen den Nachweis hätte erbringen können, daß sie durch das fragliche Inserat belästigt worden, daß sie vielmehr durch Verhängung der Biersperre überhaupt gefchädigt würden. Auch der erforderliche Umstand, daß das Publikum als solches belästigt werde, fehle, indem nur der Bierbrauer Wenzel und dessen Wirthe allenfalls belästigt würden. Huhn selbst fügt noch hinzu, daß die Ausführungen des Herrn Umtsanwalts in der ersten gegen ihn verhandelten Sache, daß ein Unterschied zu anlaßt habe, sich in dem Inserat nicht an die Arbeiter im allmachen sei zwischen Arbeitern" und" Parteigenossen", ihn vergemeinen, sondern nur an die Parteigenoffen zu wenden, welche durch die Weigerung Wenzel's in der Wahrung ihrer politischen Rechte schwer geschädigt wurden, und wundert sich, daß der Herr Amtsmache, vielmehr die Arbeiter im allgemeinen in den sozialdemo anwalt heute, entgegen seiner damaligen Ansicht, keinen Unterschied fratischen Topf werfe. Der Herr Amtsanwalt habe ferner, um ihn, H., unter allen Umständen in das Gefängniß zu bringen, einen Artikel angeführt, für welchen er gar keine Verantwortung trage und der deshalb auch nicht gegen ihn angeführt werden könne. Wenn der Herr Amtsanwalt aber aus den Worten des Artikels, daß erfolglos gepfändet sei, schließe, daß schon deshalb eine Geldstrafe nicht angebracht sei, so deduzire er nicht richtig, indem die Pfändung deshalb erfolglos gewesen, weil sie zu Unrecht erfolgt sei und jedenfalls auf einem Irrthum des betreffenden Beamten beruhte. Unter Hinweis auf das Vorgehen der Militärbehörde, wodurch eine ganze Anzahl Wirthe geschädigt würden und welches geeignet sei, zu der Ueberzeugung zu gelangen, daß die Worte der Verfassung:" Vor dem Gesez sind alle Preußen gleich; Standesunterschiede finden nicht statt", wohl auf dem Papier ständen, in der Wirklichkeit aber feine Bedeutung Berathung verkündet der Herr Präsident das Urtheil, welches dahin lautet, daß in dem Falle, wo es sich um die Aushängung der Strafmandate im Schaufenster haudelt, auf Freisprechung erkannt werde, da nicht festgestellt sei, daß hierdurch das Publikum belästigt worden, in allen anderen Fällen aber, wenn auch zum Theil verschleiert, auf die Biersperre hingewiesen sei und hierin der Thatbestand des groben Unfugs erblickt werden müsse; es sei deshalb eine Haftstrafe von 14 Tagen für angemessen erachtet, des Wahlkreises Offenbach- Dieburg, die von 42 Delegirten aus gelegt. Wir sind der Ansicht, daß aus den gleichen Gründen, In der am Sonntag in Offenbach abgehaltenen Konferenz da eine Geldstrafe doch nicht angebracht sei. Berufung ist ein23 Orten besucht war, wurden zu Delegirten Heilmann für aus denen die Verurtheilung Huhn's erfolgte, die mit einem Offenbach Stadt und Galm für den Landbezirk gewählt. In Militärboykott bedachten Wirthe fich belästigt fühlen und die einer in Köln abgehaltenen Parteiversammlung wurden Dein Staatsanwaltschaft zum Einschreiten veranlassen könnten. hard, Hofrichter und Frau Schneider gewählt. Ein neuer Sieg wird aus Hemelingen gemeldet. Bei befindet sich in Nr. 39 ein Artikel aus der Feder der zum letzten 6. Klasse wurde unser Parteigenoffe 23. Kleutens mit 109 von Im ,, Sozialisten", Organ der sogenannten„ Unabhängigen", der am 3. Oktober stattgefundenen Gemeinde- Ausschußwahl zur Delegirtin Frl. Luxemburg; unterzeichnet ist derselbe von ihrem -Frank internationalen Kongreß in Zürich nicht zugelassenen polnischen 192 abgegebenen Stimmen gewählt. Leidensgenossen( Redakteur des genannten Blattes) Herrn 2. G., welch' letzterer den Artikel in feiner bekannten verleumderischen uns aus Schöningen berichtet, wurde den Mannschaften der 3. Militärboykott. Bei den letzten Herbstmanövern, so wird Manier nach besten Kräften ausschmückte. Herr 2. G. stellt uns und 5. Kompagnie des 26. Infanterieregimentes der Besuch der Polen unter anderem als chauvinistische Patrioten dar, denen Hallermann'schen Gastwirthschaft in Hötensleben verboten. Hallerdie Wiederherstellung Polens die Hauptsache, der Sozialismus mann hatte bei der letzten Reichstagswahl den Sozialdemokraten aber die Nebenfache ist". Von der Beantwortung dieser schoflen seinen Garten zu einer Versammlung freigegeben. Verleumdung wird uns wohl jeder rechtlich denkende Genosse fühlen, mit einem solchen Wust von jeglicher Begründung ententbinden, umſomehr, als wir uns überhaupt nicht veranlaßt behrenden Verleumdungen und Lügen uns einzulassen. Die französische Kammer soll am 14. November zusammentreten. = Eine Versammlung der Sozialdemokratischen Partei des 12. und 13. fächsischen Reichstags- Wahlkreises wählte am 4. Ot tober die Parteigenossen Riedel, Fell, Röber und Kleemann zu Parteitagsdelegirten. In Leipzig wurden gewählt: Leipzig Stadt: Paul Kleemann und Frau Röder, Leipzig Land: Otto Riedel und Clemenceau, anderthalb Jahrzehnte lang der Führer Georg Fell. des bürgerlichen Radikalismus in Frankreich, mit starker In Essen wurden Dr. Lütgenau Dortmund and Spürtel Hinneigung zum Sozialismus, der Ministerstürzer", der Rotthausen zu Delegirten gewählt. Der sozialdemokratische seiner Zeit auch Gambetta zu Fall brachte, versant bekannt- Barteitag für den 2. Anhalter Wahlkreis wählte den Genossen lich in dem Panamasumpf. Und obgleich ihm die Un- der Auflösung, als ein Redner das Gebiet der Religion berührte. geschicklichkeit einiger antisemitisch boulangistischer Glücks- In Bonn wurde J. Godel mit dem Mandat betraut. ritter ein Rettungsbrett darreichte, so gelang es Clemenceau In Dortmund wurde G. Lehmann und H. Fickermann[ ge doch nicht, bei den letzten Wahlen ein Mandat zu erobern. wählt. Und vorläufig ist er politisch stellenlos" da er aber nicht auf die politische Thätigkeit und Laufbahn verzichten will, so hat er sich in die Presse geworfen, die dem Fähigen oder Glücklichen ebenso viel Einfluß gewähren kann wie der Parlamentarismus: er ist wirklicher Redakteur der " Justice" geworden, deren politischer Leiter er von Anfang an war. Die Artikel, welche er bisher veröffentlicht hat, find entschieden sozialistisch. Sie beschäftigen sich weit mehr mit fozialen als politischen Fragen, und fordern, daß die Republik sich die Lösung der sozialen Frage eine radikale und demokratische Sozialreform zur vornehmsten Aufgabe stelle. Dabei verhöhnen sie die russische Allianz reich müsse seine Kraft in sich selbst und in der revolutionären Jdee suchen. Wenn Clemenceau so fortfährt, dann fönnen wir uns über sein Wahlfiasto nur freuen. Die Vermuthung liegt freilich nahe, daß es sich um eine Konfurrenzspekulation gegenüber Goblet handelt. " * -W Nach längerer Einen merkwürdigen Gruß widmet unser Pariser Bruderorgan La parti socialiste"(" Die sozialistische Partei") den russischen Schiffen, welche besuchsweise nach Blauen hat dieser Tage wiederum die für Elsterberg angemeldete Toulon kommen. Er lautet: Gelegentlich des Besuchs Sächsische Polizeiplackereien. Die Amtshauptmannschaft der Flotte des Raisers von Rußland in Toulon... ist es Volksversammlung nicht bescheinigt, sondern erst den Namen des angebracht, die exakte Ziffer der russischen Freiheitskämpfer einiges bekannt zu geben: Wir fühlen uns aber gedrungen, bei dieser Gelegenheit Referenten verlangt. Um nun die Versammlung abhalten zu und der Kämpfer für den Sozialismus anzugeben, die tönnen, hat man diesem nicht gefeßlich berechtigten Verlangen" während der 12 Jahre der Regierung unseres großen Ver- die Deutsche Sozialdemokratie überzeugt, sie hat die Dezentralizu Protokoll erklärt, daß er dieserhalb Beschwerde bei der KreisVon dem streng internationalen Standpunkte der Polen ist nachgegeben, jedoch hat der Einberufer, Genosse Robleder, sofort bündeten hingerichtet und getödtet worden sind. Die Zahl sation der Polen als naturgemäß anerkannt und dieselbe auch hauptmannschaft einreiche. der Hingerichteten ist 19, darunter zwei Frauen, eine wurde stets unterstützt. Die deutsche Sozialdemokratie war es, welche gehängt( Berowskaja), die andere todtgepeitscht, und ein die Unabhängigkeit und Autonomie der Polen stets anstrebte und Polizeiliches, Gerichtliches ze. zum Lode Verurtheilter starb auf seinem Lager, auf dem durch ihre Opferwilligkeit ist es auch den polnischen Genossen In einer in Beitshöchheim, Bayern, am Tage vor man ihn unter dem Galgen niedergesetzt hatte( Rogan gelungen, am 10. v. M., eine ſelbſtändige polnische sozialdemo- der Reichstags- Stichwahl stattgefundenen Versammlung hatten die Bernstein). Außerdem sind 13 von Soldaten und Genfratische Partei ins Leben zu rufen. anwesenden Sozialdemokraten den Kriegsruf der Streiter für darmen bei Tumulten getödtet, die von den Verwaltungs- ein solches Handeln am besten zu schätzen und die Genossen Bebel nicht respektirt und waren deshalb wegen angeblicher Ruheftörung Wir Bolen, welche den drei Staaten unterworfen sind, wissen Wahrheit, Freiheit und Recht:" Ihr Sozilumpen gehört' naus", organen ins Werk gesetzt wurden. Heil dem hohen und Liebknecht, welche gegen das Erobern Elsaß- Lothringens stets und Hausfriedensbruchs mit Strafverfügungen bis zu 14 Tagen Alliirten der französischen Republik! Alle Ehre der auftraten, haben auch bei dieser Gelegenheit, dem großen Bei- Gefängniß bedacht worden. Der hiergegen erhobene Einspruch Bourgeoisrepublik, welche ihn feiert und dabei die großen spiele unserer Vorkämpfer Mary und Engels folgend, die politische hatte den Erfolg, daß die betreffenden Parteigenossen vom altüberlieferten Prinzipien der Freiheit, Gleichheit und Wichtigkeit der Unabhängigkeit Polens für die Internationale Schöffengericht Würzburg- Land sämmtlich freigesprochen wurden. Brüderlichkeit proklamirt!" betont. Friedrich Engels hat immer und immer jede Gelegenheit 19benutzt, um zu beweisen, wie die absolute Macht Rußlands die Anton Wevosta. Für Ihre Zwecke tönnen wir Ihnen empfehlen Gründel, Dresdenerstr. 116. Außerdem sehen Sie einmal die Liste der Mitglieder des sozialdemokratischen GastwirthVereins durch. In Belgien steht der Streik der Grubenarbeiter noch Realtion in ganz Europa stärkt, und wie dasselbe Rußland, immer im Vordergrund des Interesses, und wird es auch dessen Hände in allen diplomatischen europäischen Kabinetten noch einige Zeit lang. Auf politischem Gebiet ist die stecken, die Polen brutal unterdrückt und mordet. Noch in der Briefkaffen der Redaktion. wichtigste Frage die der Regelung des Wahlverfah- Manifestes im Jahre 1892 hat sich Engels in dieser Weise aus in Berlin. legten Ausgabe der polnischen Uebersehung des Kommunistischen Zwei Wettende. Fritsche war niemals Stadtverordneter rens für Staat, Provinz und Gemeinde. Die Kammer gesprochen. tritt am 17. b. Mits. zusammen, um, neben einer Anzahl Luckenwalde B. Gine preußische Zeitung macht sich anderer Geschäfte, diese Frage zu erledigen; worauf sie die des internationalen Gefühls und Solidarität öffentlicht. Wir Polen halten für eine der größten Bürgschaften strafbar, wenn sie die Gewinnliste der Sächsischen Lotterie vereigene Auflösung zu beschließen und die Neuwahlen auf die nationale, politische und ökonomische Freiheit." grund des neuen Wahlverfahrens festzusehen hat. Es han Ja, das ist die wirkliche Internationale und nicht die delt sich für die Regierung und die Majoritätsparteien Brousse'sche Versöhnung der Sozialisten mit dem russischen darum, das allgemeine Stimmrecht, das unter dem Druck Barismus, welcher im Interesse des Demokratismus von ganz der mächtigen Volksbewegung des Frühjahrs im Prinzip Europa zerstört werden muß! zugestanden werden mußte, in der Praxis möglichst zu lebe die wirklich internationale Sozialdemokratie! Ehre den tapferen Vorkämpfern der Internationale! Es beschränken, und namentlich zu verhindern, daß die So Der Vorstand zialisten sich der Gemeindeverwaltungen be mächtigen. Der Generalrath der Arbeiterpartei, der am 15. d. Mts. in Brüssel zusammentritt, wird ein tüchtiges Arbeitspensum vorfinden. en be- der polnischen sozialdemokratischen Partei. J. A.: A. Berfus. SO., Lausigerstr. 87, 2 Treppen. " " Solingen. Vor Erledigung ihrer Angelegenheiten auf dem Parteitag halten wir es nicht für angebracht, uns mit denselben zu befassen; wir bitten Sie daher, auf die Aufnahme des Berichts zu verzichten. $. E. S. Gewiß würde eine Klage Erfolg haben, aber wäre es nicht besser, man suchte die Sache in Frieden zu schlichten? Mehrere Abonnenten. Ihre Angelegenheit ist uns uns verständlich. Besuchen Sie uns des Abends von 7-8 Uhr. Arnstadt. Otto Sillier, Berlin S., Schönleinstr. 1. Gäste von Fuhrmann. 1. Nach Ansicht des Reichsgerichts muß ein Kontrakt, der stillschweigend verlängert sein soll, wenn feine Kündigung eintritt, von neuem gestempelt werden. Für Stempelung haftet Wirth und Miether. 2. 70 Jahre. Adolf Mt. Ja. Bertrage) vorsprechen. W. S. Sie wollen zwischen 12 und 1 Uhr( mit dem C. B. Sie können die Anleitung zum Vereinsrecht" ( herausgegeben von der Generalfommission) durch den Verlag des Vorwärts" beziehen. Dort finden Sie das Genauere. " " Grober Unfug. Wie bereits gemeldet, wurde am SonnDie europäische Intervention in Brasilien war abenb Genosse Huhn wegen Berübung groben Unfugs vom eine furzlebige. Ob nun die amerikanische Regierung Schöffengericht zu Kaffel zu 14 Tagen Haft und die Kosten verProtest erhoben hat, oder ob die betreffenden europäischen urtheilt. Die Anklagen find in allen Fällen( 23), den ThatRegierungen das Ungehörige und Gefährliche der Ein- bestand des groben Unfugs und in der theilweisen Abweichung mischung erkannt haben genug, die Befehlshaber der des Wortlautes Parteigenoffen, vergeßt die Billsteinpartie nicht!" Parteigenossen, vergeßt nicht, daß morgen Volksfest Flottengeschwader auf der Rhede von Rio de Janeiro haben ist!" Parteigen offen, vergeßt die Lassalle- Feier am 3. September Sie Erklärung abgegeben, daß sie sich von nun an nur auf nicht!" u. f. w., nur eine Verschleierung der Worte, Parteigenossen, den Schutz der Interessen ihrer bezüglichen Staatsange vergeßt die Biersperre nicht!" Huhn bestreitet, irgend eine strafhörigen beschränken werden. Die brasilianische Rebellen- bare Handlung begangen zu haben und betont besonders, daß flotte hat nun sofort die Beschießung der Stadt wieder auf das Inserat betreffs der Lassalle- Feier, auf Beschluß genommen wie es heißt, mit größerem Erfolg und einer Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins mörderischer als bisher. von ihm als bezahltes Inserat aufgenommen sei und mit der Bierſperre abſolut nichts zu thun habe, ebenso wenig wie die anderen mit abweichender Fassung. Auf die Frage des Vor- A. W. 1. Ist nichts vereinbart, so tritt die gesetzliche, das 8 Strafbefehle in dem Schaufenster der Buchhandlung ausgehängt Kündigung fann auch an einem anderen als an dem Lohnsigenden, aus welchen Gründen er( Huhn) die zuerst erhaltenen heißt 14tägige, Kündigungsfrist bei Arbeitsverträgen ein. habe, erwidert Huhn, daß er der Ansicht sei, daß die Mandate| zahlungstage stattfinden. 2. Die Fabrikordnungs- Bestimmung, vom Augenblick der Aushändigung sein Eigenthum waren und es solle eine fiebentägige, nur am Lohnzahlungstage auser deshalb dieselben zum Verkauf ausgestellt habe. Unter Hinweis zusprechende, Kündigung stattfinden, ist giltig. auf das schon gegen Huhn gefällte Urtheil, welches alle Instanzen Gustav K. 1. Von der Polizei einen Auswanderungsdurchlaufen, plädirt Herr Amtsanwalt Spohr für Schuldig, und paß. 2. Der Wirth tann klagen, auch verfuchen Arrest aus zwar in allen Fällen, welche aber nur als eine zusammenhängende zubringen. 8. Schulden hindern eine Auswanderung nicht. Handlung anzusehen seien. Von einer Geldstrafe ersuchte$. 2. Da Sie, was Sie geleistet haben, schenken wollten Stebner abzusehen, und fuhr als schweres Geschüß einen in und geschenkt haben, so steht Ihnen jest weder ein Anspruch, Nr. 218 des Boltsbl." stehenden Artikel auf, in welchem u. a. noch ein Retentionsrecht zu. Aus der englischen Berufsstatistik für das Jahr 1890, die eben publizirt wird, ersehen wir, daß die Frauenarbeit stark zugenommen hat. Im Vergleiche zum Ergebnisse der beiden letzten Bolts zählungen geftalten sich diese Hauptsummen folgendermaßen: Beschäftigte männliche weibliche 4016 250 Gesammtbevölkerung Berfonen 1891 29 002 525 12 898 484 8 883 254 4 016 230 1881 25 974 489 11 187 564 7 788 646 1871 22 712 266 10 598 466 8 270 186 3 918 8 828 280 A. F., Rigdorf. Zwischen 12 und 1 Uhr. A. W. 1. Jm allgemeinen in 10 Jahren. 2. Ja. .§. 999. Der Wirth ist im Unrecht. H. Die Für den Inhalt der Inferate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 7. Oktober. Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Basantasena. Deutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Serliner Theater. Dorf und Stadt. Leffug- Theater. Mauerblümchen. Wallner- Theater. Der Schlagring. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Ribadier. American- Theater. Achtung! Unserem Stammgast Herrn Töpfer Novität für Berlin! Novität für Berlin! Melger zu seinem Wiegenfeste ein Les deux Crenlets. Unübertr. donnerndes Hoch. 24016 lungs- Instrumentalisten. Hugo Schulz als rompeter von Bitschewin", hochtomisches Intermezzo. ,, Der kleinste Husaren- Lieutenant". Josefine Delcliseur. Familie Pyrtef. Unserem lieben Freunde Moritz Uhle Neuester Original- Vortrag von ein dreifach donnerndes Hoch Eugen Zocher, Sächs. Orig. Humorist. zu seinem heutigen Wiegenfeste, daß sich Alfred Bender mit neuen Kouplets die ganzen ollen März Weißen im Parade- Garten rumtrudeln. eigener Dichtung. 485 M Der alte Stamm. A Grosser Erfolg! E Berliner in Chicago. Elfriede Eckmudt, hochint. Ronzertsäng. Unf. Wchtg. 71/2 lhr. Sonntag 7 Uhr Kottbuserstr. 4 a. Das System Sanssouci, Morgen, Conntag: Neues Theater. Jugend. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten VorReichshallen- Theater.Spezialitätenstellung. Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenGebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Wallner- Theater. Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Stettiner Zentral- Krankentafe der Tabakarbeiter. daß das Mitglied Den Mitgliedern zur Nachricht, Julius Lamprecht Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Am Dienstag, den 10. Oktober 1893, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobßtraße Nr. 75: Ausserordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag über:" Das Wasser in seiner naturwissenschaftlichen und hygienischen Bedeutung." Referent Herr Dr. Joël. 2. Distuſſion. 3. Beschlußfaffung über die Einführung des Vertrauensmänner- Systems. 4. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 430/16 Sonnabend, den 21. Oktober, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Stiftungs- Felt, bestehend in vokal- und Juftrumental- Konzert, deklamatorischen Vorträgen etc. Billets sind auf sämmtlichen Zahlstellen und bei den Mitgliedern der Ortsverwaltung zu haben. mitoch, den 4. d. M., an der Zungen: Allgem. Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. schwindsucht gestorben ist. Die Be erdigung findet am Sonntag Nachm. 1 Uhr vom Trauerhause Pallisadenhof in Wilhelmsberg statt. 822/12 Der Vorstand. Sänger. Anfang traße 49 aus nach dem Markus- Kirch7 Uhr. Am Entree 5. d. M., früh 6 Uhr, verstarb Auftreten von unfere liebe Mutter, Schwieger- und Großmutter, die verwittwete Zeitungs50 Pfg. fpebiteur Neumann- Bliemchen und Fritz Steidl. Etablissement Morize Play. Morih Auguste Göbel Mitgliedschaft Berlin. Große Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 8. Oktober 1893, Vormittags 10 Uhr, in Philipp's Saal, Rosenthalerstraße 38. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Fenster- und Koakskorb- Frage. 2. Vereinsangelegenheiten. 328/ 19* Die Kollegen von Charlottenburg, Nixdorf und der übrigen Vororte 2410b find zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. im Alter von 56 Jahren. Die BeVerein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer erdigung findet am Sonntag Nachm. 4 Uhr von der Halle des Thomasund Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Sonntag, den 8. Oktober, Borm. 10 Uhr, bei Pyrtek, Die trauernden Hinterbliebenen. las Buggenhagen. la Präuscher's MUSEUM Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. anatomisches Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. darunter der Schußkanal der Kugeln Viel Neues, es Nur noch sieben Vorstellungen. Konzert in den unteren Reſtaurations deutschen Militärs, fünf Körper Der Schlagring. Sonntag: Der Schlagring. Montag: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Nevität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Akt von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffn. 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Sonntag, den 8. Oktober, Mittags 12 Uhr: Boltsvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Glöckner von Notre- Dame. Seiten- Parquet 10 Pf. 2. Parquet 25 Pf. 1. Parquet 40 Pf. 2c. 2c. Spezial Ausschank von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, russi sches Drchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzZerzett. Paul Krugeler, GefangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen, Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palaft. Adolph Ernst Theater. Anf. Wochent. 7½½ Uhr. Entree 15 Pf., Charley's Tante. Schwant in 3 Affen v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Heute: Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Akten v. Jean Kren. Mujit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Neu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von Nieder Schönhausen. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. 3 Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schredenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. G. Brochnow's Festsäle 39. Sebastianstraße 39. und Sonnabend großer Ball. On Em Gipsstraße 3: Branchen- Versammlung der Töpferträger. Tages- Ordnung: 1. Unsere Stellung bei der bevorstehenden Fenster- und Roatstorbfrage. 2. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht E 825/10 Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. Tischler- Verein. Sonnabend, den 7. Oktober, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: General- Dersammlung. Tagesordnung: 1. Rassirer Wahl. 2. Kasserbericht vom 3. Bierteljahr. 8. Bericht des am 4. November stattfinden Stiftungsfestes, Nur Mitglieder haben Zutritt. 331/20 fiber die Bibliothek. 4. Unterstützungsgesuch. 5. Beschließung über Ausführung Der Vorstand. Achtung! Metallschleifer. Adtung! pfehle meine Säle zu allen Festlichheiten u. Versammlungen. 46752 Montag, den 9. Oktober, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen faffend) zu allen Gelegen heiten. 2065b Elysium, Landsberger Allee 40-41. Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Deffentliche Versammlung der Metallschleifer Berlins und Umgegend. Zagesordnung: 1. Warum organisiren wir uns? Referent: Kollege Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Im Oktober und November sind zwei 233/7 Franz Gutzeit, Eisenbahnstraße 22. Sonnabende freigeworden, dieselben sind an Vereine 2c. zu Festlichkeiten zu vergeben. 22476* B Freunden und Genossen empfehle mein Weiß und Bairisch Bier Lokal. Vereinszimmer zu vergeben. 48162* Anton Seidler, Ratiborstr. 16, zwischen Wienerund Reichenbergerstraße. Steinmetzen! Am Sonntag, den 8. Oktober, in dem Restaurant Königshof, Bülowstr. 37: 293/3 Innungsgesellen- Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Der Gesellen- Ausschuh. Vereinszimmer z. vergeb. Gartenstr. 165. Fachverein der Klempner Heute, Sonnabend, Abends von Berlins und Umgegend. 8 Uhr an gr. Gänseausschieben auf dem Sonntag, den 8. Oktober, Vormittags 102 Uhr, bei Rebelin, Billard, wozu ergebenst einladet 24126 A. Below, Waldemarstr. 64. 23956 H. Schulze, Beuthstr. 18/21. Jeden Sonnabend Gänse- Ausspielen. Den Genossen, Freunden und Be tannten zeige hiermit an, daß ich mein Schantgeschäft von Lutherstr. 46 nach Moabit, Waldenserstr. 18/19, ver legt habe. Achtungsvoll 2398b K. Mente. noffen meine Destillation und ReEmpfehle allen Freunden und Ge Langestraße 108: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Ersatzwahl des Vorstandes event. Wahl eines ersten und zweiten Vorsitzenden, eines zweiten Rassirers und eines Schriftführers. 2. Bericht des Rassirers und Decharge- Ertheilung. 3. Anträge aus der Versammlung. 4. Bericht der Kommissionen. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Achtung! Vergolder. Der Vorstand. Achtung! Große öffentliche Versammlung stauration. Mittagstisch mit Bier aller im Vergoldergewerbe beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen 50 Pf. Jeden Sonnabend Gänse- am Dienstag, den 10. Oftober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Ausspielen. R. Ihloff, 24066 Chamisso- Plan 4. A. Scheffer's Lanz- Juſtitut, Inselstr. 10. Aufnahme zum neuen Rurfus Sonntag, 8. Ottbr., Nachm. 4 Uhr. Nur I Mark. Scheffer, Juselstraße 10. 1. Bericht über die Urabstimmung. 2. Vortrag über das Affordsystem als Säule des heutigen Staates. Referent: Kollege Tichelmann. 3. Dis fuffion. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen Aller ist dringend nöthig. 355/20 Die Agitations- Kommission. Volkszither Klagen, Gingaben, Reklamationen, Schule nur 14 Mart und ist die angenehmste Muſik. dürfte in feiner Familie fehlen, ist in einer Stunde zu erlernen, toftet mit Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einiehung von Forderungen. Pollak, 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. jeztBlumenftr.19 II r.Auch Sonntags. Martens Friedrichstädt. Casino, Friedrichstr. 236. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Ball. Rechtsbureaue des Königlichen Amtstraße 130. Gewiffenhafter Rath in allen richters a. D. Alte JakobAngelegenheiten. Unbemittelten unent= geltlich. Auch Sonntags. 49228* Schiffsbillets An den andern Tagen find die Fest fäle, über 1000 Perfonen fassend, zu für Reifende von allen Hafenplätzen Privatfestlichkeiten, Hochzeiten 2c. zu im Reisebureau von 46992* Theodor Reiner& Co., 3 Ecke Invalidenstraße. vergeben. lichkeiten zu vergeben. Hans Martens. 4945L* Aug. Kessler, Zitherfabrik, Lausitzerstr. 51. Brauerei Pfefferberg. Spezial- Ausschank: Friedrichstr. 96, 486M vis- à- vis Central- Hotel. Eröffnung: Sonntag, 8. Oktober. Oekonom: J. Ch. Liebermann. Bankow, W. Buge's Vereinshaus ( früher Borchardt), hule- Straße Nr. 28. Lobtensonntag noch zu Privatfest Platz vor dem Neuen Thor 8( Laden), Station Nordbahn. Jeden Sonntag: Ball. Garten und Regelbahn 22906* & Regelbahn Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Sierzu zwei Beilagen 1 Beilage zum„Vorwärts" Berliner VoMlatt. Nr. 236. Sonnabend, den'7. Oktober 1893. 16. Jahrg. Anch ein Sozialdemokrat? Aus Spanien wird uns im Auftrage der dortigen Partei- leitung von einem Genossen geschrieben: Im allgemeinen politischen Leben, gleichviel in welcher Partei dasselbe sich abspielen mag, gilt es mit Recht in den Augen aller aufrichtig denkender Männer als eine Feigheit, als eines ehrlichen Menschen unwürdig, isich hinter einem Pseudo- oder Anonym zu verbergen, um von diesem ungefährlichen Versteck aus Verdäch- tigungen und Verleumdungen gegen Andersdenkende zu schleu- dern; um so mehr müssen wir als Sozialdemokraten darauf achten, daß nicht dasselbe auch in unseren Reihen zu Tage tritt. Seitdem es seit geraumer Zeit ziemlich ungefährlich geworden ist. sich eine» Sozialdemokraten zu nennen, hat man die Beobach- tung machen können, daß sich Leute aus mehr oder minder zweifelhasten oder gar unlauteren Motiven an unsere Partei heranzudrängen suchen. Im Jnlande, wo sich die Ver- Hältnisse aus nahe liegenden Gründen leichter über- sehen lassen, gelingt es verhältnißmäßig leicht, un- lautere Elemente zu überführen und deren verderbliches Treiben an das Tageslicht zu bringen; dagegen ist es schwerer, Ver- leumdungen und Unrichtigkeiten über Parteiverhältnisse des Aus- landes ihrem Werthe nach zu prüfen, weil diese sich einer zu richtig zu stellen, aus dem einfachen Grunde schon, weil sie von dem Artikel nichts erfahren. So war es z. B. möglich, daß ein gewisser Ernst Bark aus Livland, welcher sich schon viele Jahre in Spanien aufhält, zu Ansang des Jahres 1891 in der„Neuen Z e i t" einen Ar- tikel über die spanische Arbeiterpartei veröffentlichen konnte, welcher voll Unrichtigkeiten und Unwahrheiten war und daher geeignet sein mußte, den deutschen Genossen ein falsches Bild über spanische Parteiverhältnisse zu geben. Den spanischen Genossen wäre jener Artikel natürlich unbekannt geblieben, wenn nicht der Verfasser die bodenlose Kühnheit, um keinen anderen Ausdruck zu gebrauchen, gehabt hätte, denselben Artikel ins Spanische unter dem Titel:„Der spanische Sozialis- mus beurtheilt von der deutschen sozialistischen Presse", zu über- setzen und zu veröffentlichen. Dieser Artikel mußte die größte Mißbilligung von seilen der spanischen Genossen hervorrufen; noch auf dem vorjährigen Kongresse in Malaga sprach man nur verschiedentlich die Verwunderung darüber aus, daß ein der- artiger Artikel, wie der von Back in der„Neuen Zeit", ohne Rücksprache mit der spanischen Parteileitung habe veröffentlicht werden können. Wie groß aber war das Erstaunen, als ich vor längerer Zeit der spanischen Parteileitung einen neuen Ar- tikel desselben Bark mittheilte, welchen dieser allerdings niit der Unterschrist A. de Santaclara im Laufe des Monats Mai im„Vorwärts" veröffentlichte. Für mich war es von vornherein feststehend, daß Santaclara nur ein Pseudonym für E r n st Bark war, und ich würde sofort geantwortet haben, wenn es mir nicht darum zu thun gewesen wäre, das ausführlichste Material über Ernst Bark alias Santaclara, sowohl was ihn als Menschen, als auch als Politiker anbetrifft, zu erhalten. Alle politischen Freunde in der hiesigen Partei, unter denen ich nur Jglesias, Quejido, Morato, Diego und Valero nenne, haben mich in meiner Ansicht bestärkt, mich mit dem ausführlichsten Material versehen und mich zugleich er- mächtigt, von ihren Briefen, die in genannter Sache geschrieben wurden, beliebigen Gebrauch zu machen. Wenn ich nun von dieser Ermächtigung nur einen beschränkten Gebrauch mache, so geschieht es aus dem Grunde, Ernst Bark alias Santa- c l a r a damit die Warnung zu geben, sich nicht wieder als Sozialisten auszuspielen oder Unrichtigkeiten über die spanische Arbeiterpartei in deutsche Parteiblätter zu lanziren, weil ich mich in diesem Falle gezwungen sehen würde, mir in keiner Weise Reserve aufzuerlegen. Es würde als verspätet angesehen werden müssen, wollte ich heute eine ausführliche Widerlegung der Unwahrheiten und Unrichtigkeiten des Bark'schen Artikels vom Monat Mai schreiben, da derselbe nicht mehr im Gedächtnisse der Genossen sein wird; nur die allergröbsten Jrrthümer und Unwahrheiten will ich her- vorheben. Der Zweck dieser Zeilen soll vielmehr sein, zu zeigen, daß Bark kein Recht bat, sich einen Sozialisten zu nennen und darum nicht befugt ist, als solcher über spanische Partei- Verhältnisse zu schreiben. Zunächst zu dem Artikel im„Vorwärts", worüber zu schreiben ich ausdrücklich von der spanischen Parteileitung ermächtigt worden bin. Bark schreibt:„Spanien steht im Vorabende einer neuen Revolution und wiederum stellt die Geschichte das Pro- klein: Wird die Republik im Fette des Opportunismus ersticken, oder wird sie das ruhmreiche Banner der sozialen Reform auf- hissen?"„Bald vielleicht bedarf Spanien der thätigen Hilfe aller ehrenhaften Weltbürger, denn in Spanien wird vielleicht bald der erste Akt gespielt der welterschütternden Tragödie der Befreiung des Proletariats." So angenehm eine der- artige Aussicht für alle Revolutionäre, insonderheit für die spanischen sein konnte, so illusorisch und nichtig in sich ist die- selbe. Spanien ist in ökonomischer Hinsicht ein gegen alle Kultur- staaten zurückstehendes Land; die großen Städte, in welchen sich ein klassenbewußtes Proletariat organisiren könnte, sind sehr gezählt; die bisher organisirte Arbeiterschaft ist der Zahl nach äußerst gering, man möchte fast sagen ohne Bedeutung; der Sinn für eine kräftige Organisation ist nur sehr mangelhaft aus- gebildet; kurz es fehlt an allen Vorbedingungen, um auf eine erfolgreiche Revolution hoffen zu dürfen. Die spanische Sozial- dcmokratie denkt auch gar nicht daran, ist vielmehr überzeugt, daß der Anstoß zur sozialen Revolution von einem hochentwickelten Kulturland Europas kommen muß.— Die Insurrektion von Kartagena im Jahre 1873 hat nichts mit sozialen Ideen zu thun gehabt; sie war das Werk ehrgeiziger Bourgcois-Politiker, welche sich allerdings der Arbeiter bedienten, um sich die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen. Hätte es sich irgendwie um soziale Ideen ge- handelt, so mußten doch Theilnehmer an der Revolution heute Sozia- listen sein, aber es existirt nicht einmal ein sozialdemokratischer Verein in Kartagena. Auf die Insurrektion von Karragena hinzuweisen, ist also, gelinde gesagt, als verfehlt zu betrachten.— Was Bark über die monarchischen Führer sagt, mag im Ganzen zutreffen; dagegen sind seine Aeußerungen über die Führer der ver- schiedensten republikanischen Parteien durchaus irrig. Die Herren Republikaner denken gar nicht daran, den Sozialisten in wgend einer Sache entgegenzukommen; sie sind in unserem Sinne reaktionär, wie es in Deutschland Leute vom Schlage Eugen Richters nur sein können. Die schönen Versprechungen von feiten mancher Republikaner sind eben weiter nichts als leere Versprechungen, an die zu erfüllen niemand denkt. Z o r i l l a zum Beispiel leugnet schlankweg, daß es eine soziale Frage gäbe, die mißlichen Verhältnisse haben nach ihm den Grund nur in dem monarchischen System; außerdem hat er erklärt, daß man den Arbeitern nur Zugeständnisse macheu könne, soweit nicht die Interessen des Kapitals dadurch geschädigt werden z Zorilla denkt auch nur an eine Militär- revolution, um sich zum Herrn von Spanien zu machen. Von S a l m e r o n kann man ähnliches sagen; vielleicht ist er noch mehr Bourgeois als Zorilla; er will unter anderem die Kirche als Staatssache beibehalten wissen, ebenso wie er ein Anhänger der stehenden Heere ist. Pi y Margall, der persönlich gewiß ein Ehrenmann ist, kann man am besten mit einem deutschen Kathedersozialisten vergleichen.— Mit den arbeitersreundlichen Ideen der Republikaner ist es nicht weit her, und die Sozialisten würden Verrath an ihren eigenen Ideen verüben, wenn sie nur einen Augenblick mit den Bourgeoisrepublikanern sympathisiren wollten; nein, es gilt, dieselben unaufhörlich zu bekämpfen, um die zahlreichen Arbeiter, welche ihnen noch nachlaufen, in unser Lager herüberzuziehen") Bei dieser Gelegenheit eine kurze Zwischenbemerkung. Man darf die verschiedenen Putsche und Ausstände, welche in letzter Zeit in Spanien vorgekommen sind, nicht ernst nehnien; es sind momentane Wuthansbrüche, welche keine weiteren Folgen haben und häufig durchaus unberechtigt gewesen sind. Je länger man in Spanien weilt, desto kindischer erscheinen einem die nutzlosen Aufstände und Metzeleien. Die Monarchie ist schwach, aber die Opposition ist noch viel schwächer, weil ihr die Organisation und die innere Kraft fehlt. Von den heutigen Republikanern ist nicht das Geringste zu erwarten, und ich würde es betlagen, wenn auch nur ein einziger Arbeiter seinen Arm bieten würde, um den ehrgeizigen Plänen der ehrlosen Bourgeois- republikaner Vorschub zu leisten. Ein klassenbewußter Arbeiter setzt auch nicht die geringste Hoffnung auf einen Republikaner. Nach dieser kurzen Abschwenkung wieder zu Bark. Wenn dieser sagt:„Der spanische Sozialismus hat beschlossen, in zwei getrennten Armeekorps ins Treffen zu ziehen: die gemäßigteren Sozialisten-Demokraten haben sich der föderalistischen Partei als deren radikalster Flügel angeschlossen und spornen von dort aus die ganze Partei der Republikanischen Union beständig an; die in- transigenten Sozialisten der„Arbeiterpartei" unter der tüchtigen Leitung des Doktor Vera, Jglesias und Quejido haben die Taktik der deutschen Sozialdemokratie beibehalten, schüren den Klassew kämpf, greifen die zögernden Bourgeoispolitiker des Republikanis- mus an und bleiben ihnen feindlich und fern, um aus diese Weise dieselben zum Vorwärtsgehen zu zwingen, und zu ver hüten, daß die Bourgeoisphrase den sozialistischen Sauerteig überwuchert", so spricht er in dem ersten Theile des Satzes eine grobe und zwar bewußte Unwahrheit aus; denn es ist nie und nimmer beschlossen worden, wäre auch ebenso undenkbar, als wenn man sagen wollte, die deutschen Sozialdemokraten und „Unabhängigen" haben beschlossen, getrennt vorzugehen. Eine gemäßigte sozialistische Partei existirt überhaupt nicht; was existirt ist„La Democrada Social", eine Gruppe mit eigenartigen politischen Anschauungen, gegründet von Bark(Santaclara) und einigen anderen, welche nur einige Dutzend Mitglieder umfaßt und daher ohne jegliche Bedeutung ist. Diese Gruppe hat niemals Beziehungen mit der spanischen Arbeiterpartei gehabt, wenn man nicht die zahlreichen Verleumdungen, welche von ihr ausgingen und in ihren verschiedenen Blättern(wirklichen Eintagsfliegen) sehr häufig von Santaclara unterzeichnet waren, als solche an- sehen will.— Wenn Bark behauptet, daß die Anarchisten eines Tages Arm in Arm mit den Sozialisten gehen werden, so mag das vielleicht für ihn zutreffend sein; aber die ehrlichen So- zialistcn bedanken sich für eine solche Gesellschaft, die sich aus vielerlei ehrlosem Gesindel und manchen konfusen und verirrten Arbeitern zusammensetzen und hier in Granada, nach der Be- hauptung verschiedener angesehener Republikaner, mit den Jesuiten die intimsten Verbindungen unterhalten sollen. Die Anarchisten sind nicht so harmlos, wie der„Vorwärts" glaubt; davon kann man sich aus den letzten Nummern der spanischen anarchistischen Blätter überzeugen, welche den Züricher Kongreß behandeln; von den sozialdemokratischen Blättern sind sie auch gebührend abgefertigt worden. Ein Kongreß anarchistischer und so- zialistischer Vertreter in Barcelona im Jahre 1891 hat gar nicht statt- gefunden, scheint lediglich nur eine Erfindung Bark'scher Natur zu sein, wie es auch pure Erfindung ist, daß die Anarchisten eines Tages mit den Sozialisten kämpfen werden; vielmehr sind die Anarchisten nahe mit den Föderalisten verwandt, und man kann auch hier von Bourgeois-Anarchisten und A n a r ch i st e n- Bourgeois sprechen. Die hiesigen Anarchisten sollten mit den deutschen„Unabhängigen" einen internationalen Bund gründen; sie sind einander wcrth, und vielleicht übernimmt Bismarck oder Cänovas die Präsidentschaft.— Was Bark weiter sagt über die Tilgung der öffentlichen Schulden, ist auch pure Erfindung; man denkt in der republikanischen Union nur an die Abschaffung der Zivilliste, nicht einmal an die Aufhebung der Subventionen für die Kirche. Dies wenige mag genügen, um dem Leser die Art und Weise der Berichterstattung Bark's über spanische Parteiverhältnisse kurz vor Augen zu führen. Es ist nicht nöthig, dem Bark'schen Artikel gegenüber die sozialistische Arbeiterpartei Spaniens zu vertheidigen. Die von derselben eingeschlagene Taktik ist im wesentlichen dieselbe, wie die der deutschen Sozialdemokratie; aber es ist hier unendlich schwerer, lebenskräftige Organisationen zu schaffen. Die Gründe sind zum Theil äußerer, zum Theil innerer Natur. Spanien ist kein Industrieland, es kennt keine industrielle Neserve-Armee, wie andere Kulturländer, wenn es auch viele Arme und Bettler aufweist. Was aber eine kräftige Arbeiterorganisation, besonders in Andalusien, hindert, ist der eigene Volkscharakter. Ueber zwei Jahre weile ich in Andalusien, und habe Organisationen entstehen und vergehen sehen. Die- selben gehen an der furchtbaren Indolenz und Gleichgilligkeit, an der überaus mangelhaften Bildung des Arbeiters zu Grunde. Bon kilassenbewußtsein ist hier kaum die Rede, noch viel weniger von einer klaren Erkenntniß dessen, um was es sich handelt. Es giebt Leute, die zu gleicher Zeit allen Parteien angehören und blindlings irgend einem politischen Phrasendrescher folgen. Aufklärung und Erziehung müssen hier noch alles thun. In Deutschland macht man sich keinen Begriff von den Mühen, welche sich Leute wie Jglesias und andere um die Organisation der Arbeiter geben; aber niemand erkennt die bisherige Schwäche der Arbeiterpartei so sehr an, als gerade diejenigen, denen das Wohl derselben am nächsten liegt. Unaufhaltsame Arbeit, unbeugsamer Wille und uneigennützige Hingabe für unsere Sache schaffen auch hier Licht und Leben.— Wollte man dem Volke schmeicheln und ihm, wie Bark(Santaclara), einreden, daß es reif und gerüstet für eine soziale Revolution sei, man würde die Schuld eines schweren Verbrechens auf sich lade». Hier heißt es, das Volk erziehen und nicht, es aufreizen; hier heißt es, ihm energisch die Wahr- heit sagen, die edlen Seiten seines Charakters wecken und nicht, es in trügerische Hoffnungen wiegen und die verderblichen Eigen- schaften seines stürmischen Wesens ausstacheln(Schluß folgt.) Lultclles; Die Wahl der Berliner Delegirte» zum Kölner Parteitag wurde am Freitag Abend unter reger Belheiligung der Parteigenossen vorgenommen. Wegen der Kürze der Zeit, die uns zur Verfügung steht, müssen wir betreffs des Verlaufs der Versammlungen und der beschlossenen Anträge auf die morgen zur Veröffentlichung gelangenden ausführlichen Ver- sammlungsberichte verweisen; für heute beschränken wir uns darauf, die Namen der gewählten Delegirte» mitzutheilen. Gewählt wurden: Im ersten Wahlkreis(Gratweil's Vierhallen): M e tz n e r und Felgentreff. Im dritten Wahlkreis(Sebastianstr. 39): Hasche! und Grauer. Im fünften Wahlkreis(Schweizer-Garten): I o st; als Stellvertreter: N i e d e r a u e r. Im sechsten Wahlkreis(Germania-Festsäle): V ö l k e l und M i l l a r g. Nchtnilg! Die für morgen, Sonntag, nach Geisler's Restaurant, Fennstraße, einberufene Volksversammiung findet nicht statt, da das Lokal den baupolizeilichen Vorschriften nicht genügt. Arbeiterrisiko. In höchste Lebensgefahr zu ertrinken gerieth gestern srüh gegen 7 Uhr der aus Zerpenschleuse mit seinem Kahn an der Marschalls-Vrücke liegende Schiffer Paul Neumann. Derselbe hatte Mauersteine ans Land zu bringen und befand sich gerade auf dem Steg, der das Schiff mit dem Lande verbindet, als das Brett plötzlich zusammenbrach und er sammt der Karre ins Wasser stürzte. Auf seine Hilferufe eilten einige in der Nähe der Unglücksstelle beschäftigte Arbeiter her- bei, denen es mittels langer Stangen nach vielen Bemühungen gelang, den fast Leblosen aus dem Wasser zu ziehen. Ein schnell hinzugezogener Arzt mußte lange Wiederbelebungsversuche an- stellen, die endlich auch nnt Erfolg gekrönt waren. Vom grünen Tisch des Magistrats. Ein ungeheurer Spektakel, welcher durch Freiheitsberaubung mehrerer hundert Personen hervorgerufen wurde, entstand gestern Vormittag in der Engros-Markthalle in der Neuen Friedrichstraße. Durch eine vor wenigen Tagen erlassene Verordnung des Markthallen- Kuratoriums ist bestimmt worden, daß die obige Halle Punkt 10 Uhr Vormittags geschlossen werden soll. Pünktlich, zur fest- gesetzten Zeit, um 19 Uhr, als sich noch der größte Theil der Käufer und Verkäufer in der Halle befand, erschienen die Pförtner derselben und schloffen die jammtlichen Thüren und Ausgänge zu. Alles Jntervenire» der Gefangenen nützte nichts, Schutz- leute und Polizeilieutenants, Käufer und Verkäufer verblieben als„Gefangene" in der Halle, bis endlich gegen �»11 Uhr, nachdem die Eingeschlossenen'gedroht, alles zu demoliren. geöffnet wurde. Die vom grünen Tische her erlassene Verordnung scheint die Verhältnisse des praktischen Lebens außer Acht gelassen zu haben; vielleicht liegt auch ein Mißverständniß der ausführenden Beamten vor. Die Eiseubahn-Verwaltnng spart sehr am««rechten Ort. Der Bahnsteig auf dein Anhalter Bahnhof ist gesperrt. Man hat aus Ersparnißrücksichten die drei Zugänge zum Bahn- steige an den Thüren besetzt, wo jetzt alle Fahrkarten durchlocht werden. Hierdurch soll, wie verlautet, die Möglichkeit geschaffen werden, daß künftig nur ein einziger Schaffner jeden Zug be- gleitet. Ueber die Folgen dieser Maßregel für das Publikum wird uns berichtet: Wer einen ankommenden Bekannten oder Verwandten erwartet und seinen Obolus für« die Bahnsteigkarte geopfert hat, kann, wenn er oben die oft beträchtliche� Ver- spätung des Zuges erfährt, nur unter Verlust der 19 Pf. den Bahnsteig verlassen oder muß auf dem zugigen Platze ausharren. Die Wartesäle kann er nicht vom Bahnsteig aus betreten; denn alle dahin führenden Thüren tragen schwarz aus weiß die Bezeichnung:„Geschlossen". Ebenso geht es solchen Personen, die kurz vor Abgang eines Zuges ein- treffen, ihre Abtheilung aber nicht mehr erreichen. Sie müssen mindestens den Versuch machen, die Erlaubniß des Stations- Vorstehers zum Verlassen des Bahnsteigs zu erwirken, um nicht der Fahrkarte verlustig zu gehen. Was das bedeutet, kann man ermessen, wenn man bedenkt, daß auch Vorortzüge nach verschie- denen Richtungen von jenem Bahnhofe abgehen. Daß auch der Oekonom, der seine Pacht an die Behörde zahlt, durch die Neu- einrichtung leidet, ist klar. Aber auch an wunderlichen Zwischen- fällen fehlt es nicht. Ein in der Werkstatt des Bahnhofes be- schäftigter Arbeiter wollte vorgestern Abend um 7V» Uhr seinen Nachhauseweg über den Bahnsteig durch den Ausgang nach der Möckernstraße nehmen. Auch ihm wurde eine Karte abverlangt, und er mußte sich, da er eine solche nicht hatte, in die Werkstatt zurückbegeben und auf einem anderen Wege entfernen. Ein an- derer Bericht theilt noch mit: Großer Unmuth herrscht in Lichterfelde gegen die Eisenbahnverwaltung der Potsdamer Bahn über die allzuweitgehende Ausnützung der Räume des dortigen Bahnhofs zur Anbringung von Reklamen und über die Zurück- Weisung des unentgeltlichen Anschlags wichtiger Kommunalsachen. So ist z. B. die fernere nnentgeltliche Aushängung des am Bahn- Hofe angebrachten Ortsplanes von der Eisenbahnverwaltung jetzt endgiltig abgeschlagen worden, während andererseits die Reklame- tafeln förmlich überhand nehmen. In bezug auf letzteren Punkt hat nunmehr der Gemeindevorstand von Groß-Lichterselde dem dortigen Westverein mitgelheilt, daß in Verfolg eines schon 'rüher dagegen ergangenen Gesuches jetzt wiederum die erforder- ichen Schritte gethan werden sollen. Und betreff des Orts- planes hat der Westverein beschlossen, die erwähnte, als un- erhört bezeichnete Thatsache im weitesten Umfange bekannt zu machen. ") Das will aber sehr klug und vorsichtig gemacht sein. Sonst arbeitet man für die pfäffisch-monarchische Reaktion. Auch in Deutschland gab es eine Zeit lang Sozialisten, die den Kampf gegen die Fortschrittspartei für die Hauptsache hielten— sehr zur Freude der Stöcker und Bismarck. Heute hat diese Taktik keine Anhänger mehr. Red. des„Vorwärts". Tod eines sspielenden Kindes durch Neberfahreu. Ein chwerer Unglücksfall, der den Tod eines Kindes herbeiführte, er- eignete sich gestern Abend SVs Uhr vor dem Hause Greifswalder- straße Sö. Daselbst spielten mehrere Kinder Versteck, darunter der 8 Jahre alte Knabe Heinrich Schlüter; derselbe lief blind- lings in einen vorbeifahrenden Kohlenwagen hinein, wurde von der Deichselstange erfaßt, zu Boden gerissen und ehe es der Kutscher verhindern konnte, ging dem Knaben das Vorderrad über Brust und Beine. Mit noch schwachen Lebenszeichen wurde der Be- dauernswerthe nach der elterlichen Wohnung getragen und schleu- nigst ein Arzt geholt. Derselbe konnte nur noch den bereits ein- getretenen Tod durch Verblutung feststellen. Dem Kutscher trifft nach Angaben von Zeugen keine Schuld. Paletotmarder. Ein Spezialist unter den Dieben, der die Wartezimmer der Aerzte während der Sprechstunden plünderte, ist in der Person des erst im Juli d. I. aus dem Gefängniß entlassenen Willi S. von der Kriminalpolizei ermittelt und ver- haftet worden. Unabhängiges. In der Anarchisten Bersammlung, welche| Abends fiel ein Arbeiter auf dem Neubau Waldemarstr. 40 in Baues übernommen gehabt, sie sei die Lohnzahlerin und am letzten Dienstag in der Norddeutschen Brau erei tagte, soll einen Behälter, in dem Kalt gelöscht wurde, und erlitt bedeutende damit Gewerbetreibende gewesen, wenigstens zeitweilig, weshalb Herr W. Werner neben den sonst von dieser Seite üblichen Brandwunden am ganzen Körper. Im Laufe des Tages fanden sich das Gericht auch als zuständig erachtet hätte. Nach dem Schimpfereien auf unsere Partei im allgemeinen und den drei Brände statt. Theater. Vorwärts" im besonderen unter anderem auch behauptet haben, ganzen Sachverhalt habe sie verurtheilt werden müssen. Ünregelmäßigkeiten bezüglich der Invalidenkarten und KassenDaß der früher im Parteisekretariat beschäftigt gewesene Schrift: bücher werde einen neuen Prozeß gegen die Immobilien- Aktienfeher Schulz verdächtigt worden sei, sich des Vertrauensbruches bant zur Folge haben. Ale bezeichnend ist noch zu erwähnen, schuldig gemacht zu haben, dessen jetzt Cronheim überführt sei. Schulz sei, so erklärte Ehren Werner mit dem bekannten fitt Male: Manerblümchen. Lustspiel in vier Aften von Blumenthal 30 m. erhielt, um leben zu können. Schmelter, der als 3euge - ihm Leffing- Theater. Donnerstag, den 5. Oftober. Zum ersten daß der Bau- Unternehmer" Schmelter von der Bank pro Woche lichen Pathos, durch diesen falschen Verdacht um Lohn und Brot gebracht worden. und Kadelburg. Natürlich ist an dieser ganzen Darstellung kein Wort war. Schulz' Stellung wurde durch die Uebernahme des Kassirerpostens durch Gerisch und den damit im Zusammenhange stehenden Eintritt desselben in das Parteibureau frei. Wie wenig von einem Verdacht gegen Sch. die Rede war und wie erlogen die Behauptung Werner's ist, erhellt wohl am besten daraus, daß Sch. sofort im Anschluß an seinen Abgang vom Parteibureau eine Stelle als Setzer in der Bading'schen Druckerei antrat, wo derselbe bis heute noch steht. meldet. untann Das vorstehende Urtel war leicht auf grund Die Jahre kommen und gehen, und regelmäßig liefert die auszahlen. Firma Blumenthal und Kadelburg ihre Saison- Novität. Etwas der Beweisaufnahme zu sällen. Wie ersichtlich, war es insufiges muß es natürlich sein, das geht am besten. Diesmal besondere dem Rechtsanwalt Grabower als Abwesenheitsbrachen sie ein„ Mauerblümchen", und zwar ein männliches vormund des Verdufteten gelungen, die Immobilien- Bank Mauerblümchen." Solche giebt es nämlich auch: alte Jung- zweifelsohne zu verpflichten. Weniger tar liegen häufig andere gefellen, die sich verspätet haben und nicht mehr unter Dach und Fälle des Bauschwindels; die Praxis des Gewerbegerichts wird Fach der Che kommen. Um diesen bescheidenen Einfall dreht hoffentlich daran festhalten, den Bauschwindlern auf den Leib sich das Stück durch vier Afte. Im ersten Aft ahnt man ihn zu rücken. Es hat außer dem Besteller der für den Lohn zu bereits ohne besondere Anstrengung; doch vergehen noch gut haften, der den Vortheil vom Bau gehabt hat, b. i. in außer eine vermögende Bank. Wie zwei Stunden, bevor er in schidliche Form gebracht als Schluß: ordentlich vielen Fällen und Ein Unglücksfall auf dem Waffer, der den Tod eines wort das Ganze frönt. Die Zwischenzeit wird durch ein wird denn in so sehr vielen Fällen der Arbeiter um seinen der Handwerker Cinem Lohn betrogen? etwas Situationskomit und einige Familienvaters zur Folge hatte, wird vom Eierhäuschen ge- paar Requisitenscherze Die Arbeiter der Metallgießerei von Kneisel in der nicht ganz Aft Vermögenslosen sei er Schwindler, sei er ein leichtfertig auf neue Wize ausgefüllt. Der dritte Reichenbergerstraße machten am Dienstag anläßlich der Geburts- ist hiermit am spärlichsten ausgestattet; dafür bietet Roften anderer Hoffender wird ein Bauterrain verkauft. Das tagsfeier ihres Geschäftsinhabers einen Ausflug nach dem be- er eine handvoll empfindsamer Bemerkungen über die Kaufgeld oder der größte Theil desselben wird kreditirt( gezeichneten Ort. Morgens um 9 Uhr bestiegen 7 Männer aus bestreitbare Thatsache, daß der Mensch mit den Jahren älter stundet), der Geldmann( die Bank oder ein Privater) giebt sogar der Gesellschaft, darunter der 29 Jahre alte Former Heinrich wird, und daß Jung und Alt nicht recht zu einander passen. Aber der Goldonkel giebt nur nach Verhältniß des Fortschreitens noch Baugelder zu. Seine Forderungen werden eingetragen. Daisenroth, Reichenbergerstr. 97a, ein Seegelboot des gleich Das Publikum langweilte sich bei diesem Akte, sonst aber amüsirte des Baues, und nicht ein dem Bau gleichwerthigen Theil, falls in der Fabrit beschäftigten Gelbgießers Dünow und es sich vortrefflich, und zwar über jeden Witz zweimal. Die des Baues, und nicht ein dem Bau gleichwerthigen Theil, fuhren nach Köpenick zu in die in die Spree hinaus. Um Firma weiß nämlich mit ihren Scherzen gut hauszuhalten. Erst sondern etwa 1/2, oft noch weniger von dem Werth dessen, das die Richtung zu ändern, legten fie gleich hinter dem Gier- wird der Witz vorbereitet, handgreiflich, plump liegt er da, er fertig gestellt ist. Der geldlose Unternehmer" die Löhne nicht zahlen. Jetzt wird der Strick 1= häuschen um; bei dieser Gelegenheit fenterte das Boot, und braucht nur noch ausgesprochen werden; das Publikum ahnt ihn alle 7 Jusassen lagen im Wasser. Einige schwammen an das und lacht im Vorgenuß. Dann wird er ausgesprochen, und das gezogen: der Geldgeber giebt nicht mehr, weil der Bau nicht weit Das genug vorgeschritten ist. Land, andere wurden durch vorüberfahrende Schiffer gerettet, Publikum kann wieder lachen. Sie sind geistig nicht sehr anHaus tommt zur Subhastation. Die Bank nur Daisenroth versant in den Fluthen und seine Leiche konnte spruchsvoll, die Herrschaften in den Logen und im Parquet. meist besser Wucherbank als Baubant betitelt erst am Donnerstag aufgefischt werden. erwirbt im Wege der, Subhastation Auch die Fortschaffung der Leiche hat Unzuträglichkeiten mit sich gebracht. In das Grundstück und die Handwerker haben das NachStralau- Rummelsburg wurde ihnen mitgetheilt, daß der Ort des sehen. Da auch die Arbeitgeber mit Energie dafür sich ausUnfalles zu dem Bezirk Köpenick gehöre. Im Hinblick auf den gesprochen haben, daß solch Hintermänner" für das den Arweiten Weg fuhr man den Todten nach Berlin in die Wohnung. beitern zahlen, was diese geleistet, so steht zu hoffen, daß im Hier hatte aber die Ehefrau infolge der Schreckensbotschaft einem Gegensatz zu der dem Wucher und dem Betrug VorschubKinde das Leben geschenkt, sodaß man den Todten endlich nach es das zweite Mal, daß ein Bantinstitut als beklagte Partei sich richte derartige Bauvampyre als dem Arbeiter verantwortlich Gewerbegericht. Zum Bauschwindel. Am 4. Oftober war wenn auch wider Willen leistenden Praxis gelehrter Gevor dem Gewerbegericht vertreten lassen mußte, und zwar war ständig verurtheilt werden. Solche Praxis entspräche sicherVon der Droschke überfahren und am Herzschlag ver- es diesmal die Immobilien Attien bant, von welcher lich dem Rechtsbewußtsein des Volkes und jedes anständigen schieden ist am Donnerstag Nachmittag gegen 1/25 Uhr am Haus- die Zimmerer Rupp now und Temm und der Bauverwalter Menschen. voigteiplatz ein älterer Herr, der später als ein Kaufmann R. Joft für einige Tage rückständigen Lohn und eine LohnDer Be- entschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung forderten. Der ihm veröffentlichten Artikels war der Redakteur der Hessischen Militärbeleidigung. Wegen eines im August 1890 von in der Mohrenstraße wohnhaft refognoszirt wurde. treffende wollte, von der Niederwallstraße kommend, den jenseitigen Stlage liegt folgender Sachverhalt nach den Ausführungen Voltsstimme", Philipp Müller in Darmstadt angeklagt worden. Bürgersteig des oben erwähnten Platzes erreichen und befand sich der Kläger, ihres Vertreters( des Fabrikanten Weigert), des Profu- Es handelte sich um angebliche Beleidigung der Offiziere und nur noch einen Meter von der Bordschwelle entfernt, als er leb risten der Immobilien- Aktienbank und der Zeugen, R.-A. Grabower, Unteroffiziere und um Verächtlichmachung der Heereseinrichtung. los zusammenstürzte und unter die Räder einer vorüberfahrenden Bauunternehmer" Schmelter und Zivilingenieur Schmidt's, zu Da Müller Mitglied der 2. hessischen Kammer ist, fonnte er Droschke fiel. Dadurch wurden dem Kaufmann leichte Ver- Grunde. Wo steckt der Arbeitgeber, der haftbar nicht verhaftet werden und leistete zwei Jahre hindurch den Vorlegungen an beiden Beinen zugefügt, als man den Ueberfahrenen zu machen ist? war wiederum die Kardinalfrage. ladungen zur Hauptverhandlung keine Folge, bis ihn schließlich aber nach einem Hausflur schaffte, um ihm Hilfe zu leisten, er tannte man, daß 9. im Sterben liege. Der Bedauernswerthe war, als man ihn aus der Droschte, mittels welcher man ihn nach seiner Angabe nach Hause geschafft, heraushob, bereits verschieden; der etwa 60jährige Mann war am Herzschlag gestorben. dem Schauhause bringen mußte. D. hinterläßt vier Kinder. Gerichts- Beitung. " : Bu jenen vielen Leuten, welche gern auf eigenem" Grund das Landgericht Darmstadt am 25. Mai d. J. zu einer Geldund Boden„ bauen", gehörten auch die Herren Sch meIter strafe verurtheilte. Der Verfasser des inkriminirten Artikels war und Hübner; nur blasser Neid kann ihnen sowas" verübeln. nach erfolgter Verjährung benannt worden. Die Revision Sie machten sich eines Tages auf und gingen zur Immobilien- des Angeklagten rügte u. a. Verjährung. Das Reichsgericht Attieubant; von dieser kauften" sie ein ihren Ansprüchen verwarf das Rechtsmittel, da durch die innerhalb der Ver genügendes Grundstück. Den Kauf" zeichneten einige Eigen- jährungsfrist regelmäßig wiederholten Ladungen zur Hauptthümlichkeiten aus. So 3. B. zahlten sie von der Kaufsumme, verhandlung( wenigstens für Hessen) die Verjährung unter Drei jener elenden Burschen, die in ein Freudengeheul als Anzahlung", nur 800 M.- Der Preis des Grundstücks brochen sei. ausbrachen, als der Minister den Huren Cafés wieder Freiheit betrug 48 900 m. Wer aber meint, die 800 M. wurden baar gab, find am Mittwoch Abend, nachdem sie sich auch noch einer auf den Tisch des Bankhauses niedergelegt, der irrt sich; ab= Fälschung eines Miethskontraktes führte heute den Beamtenbeleidigung schuldig gemacht hatten, verhaftet worden. gezogen wurden sie von den ersten Baugelbraten. Trolle aus Dahlwih, unter der Anklage der schweren UrkundenWebermeister Karl Finke und dessen Ehefrau, Therese geb. Gegen 9 Uhr trat ein junges Mädchen, wie sich später heraus Die Immobilien- Aktienbank zahlte nämlich die Baugelder, welche fälschung und des versuchten Betruges vor die 2. Straffammer am stellte, die Tochter eines in der Alexandrinenstraße wohnenden ihr aber erst von der Lebensversicherungs- Gesellschaft Biftoria" Kanzleiraths F., an der Ecke der Kaiser Wilhelm- und Münz- durch die Unternehmer" Schm. und H. zedirt worden waren. Landgericht 11. Die Angeklagten wohnten in einem Hause des Straße an den dort poftirten Schuhmann heran, mit der Bitte, Die Vittoria" hatte sich wohl zur Hergabe des Baugeldes ver- jährliche Kündigung. Das Haus ging durch Verkauf an den Bäckermeisters Vollbrecht auf mündlichen Vertrag und viertelfie vor den Verfolgungen dreier elegant gekleideter Männer zu pflichtet, das Schmelter und Hübner brauchten schützen. Die letzteren besaßen noch die Frechheit, an die und Bäckermeister Graffan über, der mit den höchst unverträglichen nicht hatten, aber sie wollten die Hälfte der junge Dame heranzutreten und sie in Gegenwart des Schuß auf 80 000 Mart und mit den Nachbarn stets in Streit lebenden Finke'schen Cheveranschlagten Summe erft nach manns zu einer Droschtenfahrt einzuladen. Fertigstellung des Rohbaues und die anderen 40 000 m. nach fündigte. Die Finte'schen Eheleute zogen nicht aus, fie beriefen Ieuten Turzen Prozeß machte und denselben zum 1. Oktober 1892 Der empörte Beamte wollte nun die Rowdies verhaften, die Bollendung des Banes geben. Um überhaupt nun bauen Letteren jedoch schlugen plöglich mit Stöcken und Schirmen zu können, war die Uebertragung der Ratenzahlungen an ein sich darauf, einen auf zwei Jahre lautenden mündlichen Vertrag auf ihn ein und richteten den Schuhmann, der die halb anderes Geldinstitut, in diesem Falle war es die Immobilien- zu haben und als sie nun auf Ermission verklagt wurden, da legten ohnmächtige Dame im Arm hielt, furchtbar zu. Erst durch Aktienbank, nothwendig. Diese Bank hatte die beiden großen ber vom 1. Oftober 1891 bis dahin 1893 lautete. Dieser Vertrag trug sie dem Amtsgericht Alt- Landsberg einen schriftlichen Vertrag vor, Hilfe eines Gefangenentransporteurs, der zufällig hinzufam, Raten" dann von der Viktoria" zu den genannten Terminen zu die Unterschrift Vollbrecht und Finke. Bei der Wichtigkeit dieses gelang es, die Schläger zu überwältigen. Auf dem Wege zur fordern. In Baar zahlten die famosen Bauunter Wache jedoch warfen sich die Burschen zur Erde, widersetzten sich nehmer gerade 485,50 M. für das Grundstück, und Dokumentes für die Entscheidung des Ermissionsprozesses mußte und forderten die nach Hunderten zählende Menge auf, sie zu das waren Stempelgebühren. Der eine der Herren, die Eheleute Anklage erhoben. Beide geben die Fälschung zu. die Fälschung natürlich sofort entdeckt werden. Es wurde gegen befreien, sodaß in der That mehrere Personen Miene machten, Hübner, verduftete bald, oder, um mit seinem Kompagnon zu Der Ghemann wollte den Namen Vollbrecht und die Ehefrau die Verhafteten zu befreien. Erst mit Hilfe einiger Soldaten reden, tam am 4. März dieses Jahres abhanden". den Namen Finke unterschrieben haben, doch behaupten beide, gelang es, die Renitenten nach dem Polizeirevier in der Alten Alle Grmittelungsversuche blieben erfolglos. Ihm stellte der Vollbrecht sei damit einverstanden gewesen, was dieser ganz entSchönhauserstraße zu schaffen, wo in den Rüpels drei junge Staat einen Abwesenheitsvormund in der Person des Rechts- schieden eidlich in Abrede stellte und da auch noch andere ZeugKaufleute refognoszirt wurden, von denen zwei Söhne hiesiger anwalts Grabower. Als der Rohbau fertig war, berechnete " achtbarer" Familien find. Der mißhandelte Beamte, der arge die Immobilien- Aktienbank, die bis dahin von ihr gegebenen niffe für die Schuld der Angeklagten sprechen, so blieb an der Kopfwunden davongetragen, mußte sofort den Dienst aussehen. Baugelder und fand heraus, daß sie 7672 m. mehr gezahlt hatte, felben kein Zweifel. Der Staatsanwalt wollte mildernde UmUns gehen fortgesetzt Berichte über das immer frecher werdende wie sie zur Zeit von der" Viktoria" beanspruchen durfte. Sie tände bewilligen und beantragte für den Ehemann sechs, für die Benehmen dieser Sorte„ vornehmer" Rauhbeine zu. Einen schnitt Schmelter den Kredit ab, der Bau blieb vom 26. Mai Frau neun Monate Gefängniß; der Gerichtshof hielt aber die Vorfall, der auch anderen Zeitungen berichtet ist, genüge bis zum 20. Juni liegen. In dieser Zeit bemühte sich Rechts nicht am Blake seien. Das Urtheil lautete daher auf je ein Fälschung für eine so dreiste und grobe, daß mildernde Umstände anzuführen. Als nach der Vorstellung im Wintergarten anwalt Grabower, mit Hilfe eines Herrn Dr. Norden, die " 1 der daselbst dafelbft engagirte Reckturner Marzello mit feiner Immobilien- Aktienbank zu bewegen, ihre zuviel gegebenen Jahr Zuchthaus. nichts geschadet. Frau nach Hause ging, redeten Unter den Linden drei an- 7672 Mark nicht von Den beim Weiterbau Drei Automatendiebe und Straßenräuber standen heute fländige Strolche die Letztere an und machten ihr unfittliche zahlenden Raten in Abzug zu bringen, sondern sie als Hypothet in den Personen der vielfach vorbestraften„ Arbeiter" RischAnträge. Natürlich erhob der empörte Mann Einspruch, worauf hinter der gesaminten Summe der zweiten Ratenferie( 40 000 9.) Lew 3 ti, Grohe und Wall at aus Spandau vor der zweiten die drei über ihn herfielen und ihn derartig mißhandelten, daß der Baugelder eintragen zu lassen. Dr. Grabower bezweckte da- Straffammer am Landgericht II. Die drei Angeklagten begegneten er ohnmächtig vom Platz getragen werden mußte. Die Ver- mit, die letzten Handwerker vor dem leeren Nachfehen zu be- an einem Abend des vorjährigen Herbst auf der Charlottenwundungen des Artisten es wurde unter anderem ein Schädel- wahren. Er stellte sein Anfinnen als Bedingung feiner Bu- burger Chaussee dicht am Spandauer Bahnhofe einem polnischen bruch fonstatirt sind so schwer, daß er in Lebensgefahrstimmung zu dem Weiterbau. Durch Vermittelung Dr. Nordens Arbeiter, der sich einem Mädchen angeschloffen hatte. Als dieser schwebt. Jedenfalls fann er lange nicht mehr arbeiten." Kein gelang es, die Bank hierzu zu veranlassen. Durch einen Ver- Arbeiter zufällig einmal nach seiner Taschenuhr fah, entriß ihm Wunder, daß in einer Hauptstadt, in der in anständigen theilungsplan betreffs der noch verfügbaren Baugelder wurde Wallat dieselbe und lief damit davon. Grohe suchte den BeLokalen Polizeifunde gefeßt wird, in der die Rechte die Bank unter anderem auch zur Zahlung der Löhne ver- ftohlenen zu beschwichtigen und rieth demselben, zur Polizei zu der Arbeiter nach jeder Richtung hin beeinträchtigt werden, in pflichtet. der militärischer Drill und militärische Schneidigteit hoch ge- fich Arbeiter anzunehmen und Die Bant beauftragte nun Schmelter, gehen, augenscheinlich um den Bestohlenen von der sofortigen weiter zu bauen; die Verfolgung abzuhalten. Derselbe hat seine Uhr nicht wieder achtet sind, solch freche Burschen immer mehr überhand nehmen. 25hne würde sie bezahlen.( Schmelter hat dies erhalten und die Sache konnte sehr lange nicht zur strafrechtlichen Eine tüchtige Tracht Prügel hätte diesen Rauf- und Saufbolden beschworen). Schmelter engagirte unter anderen Arbeitern Berfolgung gelangen, weil die Zeugin des Diebstahls, das vorauch die Zimmerer Rupp now und Temm zum zweiten erwähnte Mädchen im Korrektionshause in Prenzlau saß und Marktpreise in Berlin am 5. Oftober, nach Ermitte- Male, erklärte ihneu aber beim Engagement, oder ließ, deshalb nicht ermittelt werden konnte. In derselben Nacht haben lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von in einem Falle durch den Polier erklären, daß nicht er die Löhne die drei Angeschuldigten auch noch einen Bonbon- Automaten 14,80-14,50., mittlerer von 14,40-14,20 M., geringer von von jetzt ab zahle, sondern die Bank. Sie erhielten auch das aus einem Wirthschaftsgarten in der Neuendorferstraße gestohlen 14,10-13,80 M. Roggen per 100 Kg. guter von 12,90-12,60 m., ist durch die Beweiserhebung in ihrem Prozeß nachgewiesen und denselben nach vollzogener Entleerung vergraben. Rischmittlerer von 12,50-12,30 m, geringerer von 12,20-12,00 2., worden den Lohn nicht durch Schmelter, sondern der Bau- lewski wurde wegen Hehlerei zu 7 Wochen, Grohe wegen Gerste per 100 Kg. gute von 19,00-17,30 m, mittlere von verwalter Jost und auch der später in die Dienste der Bant schweren Diebstahls unter Zubilligung mildernder Umstände zu 17,20-15,60., geringe von 15,50-13,80 M. Safer per 100 Kg. getretene Zivilingenieur Schmidts händigten ihnen das einem Jahr Gefängniß und Wallat wegen schweren diesmal Jost war direkt von guter von 18,80-17,50., mittlerer von 17,40-16,20 9. Geld aus. der Bank Diebstahls zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt. geringer von 16,10-14,80 m. Stroh, Richt- per 100 kg. von durch einen Bertreter derselben Am engagirt worden. Schwere Kuppelei. Die Ehefrau Elna Schröder geb. 6,30-5,50 m. Beu pr. 100 kilogr. von 10,00-6,80 m. Erbsen, gelbe 30. August, mitten in der Woche, wurden die drei Kläger Jönfon in Hamburg befigt eine 22 Jahre alte, uneheliche zum Kochen per 100 Rg. von 40,00-24,00 M. Speisebohnen, weiße entlassen, d. h. Herr Schmidts sagte zu ihnen, im Auftrage Tochter, welche immer zu leichtfertigen Liebesverhältnissen hinper 100 kg. von 50,00-20,00 9. Linjen per 100 kg. von 80,00 der Bank, auf weitere Lohnzahlungen seitens derselben könnten neigte, obwohl ihr die Mutter oft bittere Vorwürfe darüber bis 30,00. Kartoffeln per 100 Rg. von 7,00-4,00 m. Rind sie nicht rechnen; wenn sie weiter arbeiten wollten, müßten fie machte. Schließlich aber duldete lettere, daß ein gewisser fleisch von der Neule per 1 Rg. von 1,60-1,20 2. Bauch fleisch sich an Schmelter halten. Die Leute hielten sich für entlassen, Gentner, der versprochen hatte, ihre Tochter zu heirathen, Nachts per 1 Rg. von 1,30-0,90. Echweinefleisch per 1 Kg. von gingen, und am anderen Tage stellte die Bank neue bei derselben verweilte; man hatte der Mutter nämlich ein1,50-1,00 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,70-0,90 m. Hammel- Arbeiter an ihrer Stelle ein. Schmidts erklärte im geredet, daß Centner eine gute Partie" für ihre Tochter sei. fleisch per 1 Kg. von 1,50--0,90. Butter per 1 Kg. von 3,20 Termin, daß er der Bank über Unregelmäßigkeiten auf dem Bau, Das Landgericht zu Hamburg verurtheilte die Schröder am bis 2,00 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,60 m. Fische per Schmelter kam dabei in Betracht, berichtet hätte, was jenes 30. Juni d. J. wegen schwerer Kuppelei zu einem Jahr Zuchte haus, die 1 Rg.: Karpfen von 2,20-1,20 M. Hale von 2,80-1,20 m. Verfahren veranlaßte. hiergegen eingelegte Revision wurde Bander von 2,40-1,20 m. Hechte von 2,00-1,00 M. Barsche Nachdem Herr Weigert für die Verurtheilung der Bank ge- vom Reichsgericht verworfen. Damit hat von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 M. Bleie von 1,40 sprochen und der Prokurist derselben eingewandt hatte, das das Reichsgericht seine wiederholt ausgesprochene Ansicht bebis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 13,00-1,50 m. Gewerbegericht sei nicht zuständig, die Bank wäre nicht Gewerbe- stätigt, daß das Dulden dessen, was in weiten Kreisen Volksfitte treibender, sondern nur Geldgeberin gewesen, die nichts von der geworden ist und was Immermann einen naiven, lieblichen Polizeibericht. Am 5. d. Mtz. Vormittags versuchte ein Existenz der Kläger wußte, wurde nach längerer Berathung die Branch" nennt, nach der heutigen Moral den Eltern gegenüber mit Arbeiter in der Edering'schen Apotheke, Chauffeeftr. 19, sich Bant verurtheilt, gemäß dem ermäßigten Klageanspruch mittels Revolvers zu erschießen. Er verlegte sich schwer am der Kläger 69,30 R., bezw. 47,25 W. bez. 55,78 m. zu zahlen, Kopfe und mufte nach der Charitee gebracht werden. Im die Kosten zu tragen und den Klägern die durch ihr persönliches Hause Wasserthorstr. 8 brach Nachmittags ein Maurer mit einem Erscheinen vor dem Gericht gehabten Verfäumnisse zu entschädigen. Gerüst zusamusen und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. Das Gericht nahm an, die Bant habe selbst die Zeitung des Buchthaus zu bestrafen ist. Und die Bordelle in Hamburg, die Fleischbörsen in Berlin? Ja, Leser, das ist ganz was anderes. Die werden nicht angeklagt, die dienen gewissermaßen als echte, rechte Staatsinstitutionen den Bedürfnissen" verlumpter Gigerls und anderer Staatsstüßen. Soziale tebersicht. Die Tischler der Stuhl- und Holzwaarenfabrit, Kommandit Gesellschaft Harrmann& Co. in Holzminden, sind seit drei Wochen ausständig und ersuchen, den Zuzug fernzuhalten. wenige abschrecken, die dort errichteten Wärmestuben zu besuchen. Denn daß ein großes durchwärmtes Lokal für frierende, bumpfe, dunkle Rammern, dürfte nach unserer Ansicht selbst von hungrige Menschen zuträglicher ist, als talte Dachstuben und Bazillen- Kommissionen nicht in Abrede gestellt werden. Wo ist eine größere Stadt, auf die nicht diese Worte in gleichem Maße zutreffen? D hohe Informationsbesuch rechtzeitig gemeldet wird, damit sie ihn fo empfangen können, daß er befriedigt wieder abgehen kann. Sprechzfaal. Achtung, Töpfer! Auf dem Bau Münzstraße, Ecke Kaiser Unfug. Eine franthafte Sucht herrscht augenblicklich in Wilhelmstraße, Töpfermeister Gartemann, haben sämmtliche gewissen Kreisen. Jede Neugründung, und sei sie auch noch so Kollegen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Der Vorstand des Allg. Vereins der Töpfer. minderwerthiger Art, muß, um waschecht zu sein, mindestens einen sozialdemokratischen Stempel tragen. Wir denken hierbei Jm ,, Töpfer" wird folgendes bekannt gegeben: Zuzug ist an die neueste Leistung: Die sozialdemokratischen Radfahrer,, Wir bekommen Besuch, also daß alles hübsch in Vereine. fernzuhalten nach beiden Geschäften der Firma J. G. Schmidt Ordnung ist!" Offiziös wird mitgetheilt, daß Anfang dieses in Geestemünde, sowohl wie in Bremen wegen Lohn- Monats die im preußischen Handelsministerium eingerichtete noffen bei der Agitation sehr gute Dienste leisten kann; muß Es ist nicht zu verkennen, daß auch das Zweirad den Ges Differenzen. Zentralstelle für Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen Ferner nach dem neugegründeten Ofensez- Geschäft in Firma Informationsreise zur Besichtigung von Arbeiter- Wohlfahrts- den? Aus einer reinen Zweckmäßigkeitssache wird eine Prinzipien eine denn aber gleich zur Gründung derartiger Vereine geschritten werF. Petersen, Kopenhagen, da dort der nach dem Tarif fest einrichtungen von Berlin über Spandau und Hannover nach frage konstruirt. Wir sollten doch meinen, derartige„ Klübchen" und gesetzte Arbeitslohn nicht bezahlt wird; Wilhelmshaven, Firma Lüthke, wegen Lohnstreitigkeiten, und Etablissements, welche auf der Reise besichtigt werden sollen, geworden sind, existiren schon in überreichem Maße, so daß es ebenfalls nach Hamburg- Altona und Kiel veranstaltet. Sämmtliche Fabriken Vereinchen", die geradezu zu einem Uebel für unsere Bewegung und nach Nauen, Firma V. Voigt. Wegen der Fenster- und sind aufs genaueste in der öffentlichen Mittheilung angegeben. als Unfug bezeichnet werden muß, derartige Neugründungen zu Roatstorbfrage ist auch der Zuzug von Osensegern nach Berlin Es ist gewiß anerkennenswerth, daß den betreffenden Firmen der unterstützen. Sollten es wirklich Genossen sein, welche für diese fernzuhalten. Spielereien eintreten, so ist wenigstens zu erwarten, daß sie ihre Pflichten der Partei und ihrer Gewerkschaft gegenüber nicht verDie Arbeiter und das moderne Bauwesen. Am nachlässigen, sonst hätten sie fein Recht, sich Genosse zu nennen, Sonnabend Nachmittag holte, wie unser Münchener Bruderblatt denn bei ihnen darf doch gewiß nicht die wirthschaftlich schlechte berichtet, ein Bauunternehmer bei seinem fogen. Kapitalisten, Lage als Entschuldigung gelten. Ist schon der Unfug, den sich Geschäftsleute mit allen mögder gerade im Rathskeller an der Arbeit saß, das Geld, um den Arbeitern am Bau den Wochenlohn bezahlen zu können. Kaum lichen Sachen machen, die mit unserer Partei verquickt werden, ein war der gute Mann mit dem gehobenen Schatz aus der bergen- allgemein fühlbarer, aber nicht zu beseitigender Uebelstand ge den Tiefe an das Tageslicht getreten, als auch schon das für worden, so sollte man doch diesen Bestrebungen in unseren einen Münchener Bauunternehmer nicht seltene Greigniß, von eigenen Reihen mit Entschiedenheit entgegentreten. einem Gerichtsvollzieher besucht zu werden, eintrat. Ja, man vermuthet, daß der Gerichtsvollzieher schon auf der Lauer stand, bis Herr B. mit seinen Schätzen angefegelt komme, um ihn dann zu kapern. Behuss rascher Erledigung des geschickten Koups war dem Gerichtsvollzieher ein Gendarm beigegeben.. Der Erwartete tam; die Situation für denselben war sehr peinlich, als die mit vollstreckbarem Urtheil ausgerüsteten nicht nur das geprägte Edelmetall aus den Taschen des Herrn Bauunternehmers in die eines feiner Gläubiger herüber estamotirte, auch die Uhr und Kette des Herrn B. gingen denselben Weg. Kleinlaut ging der Ausgepfändete von dannen, während am Bau selbst ein geheimes Ahnen sich Eingang verschaffte, zumalen das Geld, trotzdem es Zeit war, immer noch nicht tam. Endlich brach der Bann, das Pech des Unternehmers wurde vom Polier verkündet, worauf ein begreifliches Murren durch die Reihen 80g, denn man bedenke, Oftoberfest- Sonntag ohne Pfennig Geld. Die Arbeiter forderten den Bauherrn auf, mit ihnen zum Gerichtsvollzieher hinzugehen, was er auch that, allein, als jener die Nichtentlohnten anmarschiren sah, schrie er nach Polizei. Die Arbeiter erklärten, daß sie nichts als ihren Lohn verlangten, Polizei sei hierzu nicht nöthig. Als auch dieser Versuch, in Wer die Wahrheit spricht, der muß statt der Arme Befiß des sauer verdienten Geldes zu gelangen, scheiterte, marFlügel haben, singt Mirza Schaffy mit starker Uebertreibung. schirte eine Deputation nach der Polizei, wo derselben eröffnet Würde er die Blüthen des Kapitalismus mit klaren Augen be- wurde, daß kein Rath mehr anwesend, daher nichts zu machen trachten, so fände er, daß der Arbeiter unter sothanen Umständen sei. Die Mühe war also vergebens, die Arbeiter mußten mit sehr oft fliegt, ohne daß ihm ein Flügelpaar gewachsen ist. In leeren Taschen heim, weil der Gerichtsvollzieher das Lohngeld einen Prozesse des Obersteigers Neumeyer gegen den Redakteur weggenommen hatte. Die Arbeiter dürfen nicht zu höheren Lohnforderungen gereizt werden. Eine sehr interessante Geschichte theilt das Hamb. Echo" mit. Die Hamburg- Amerikanische Packetfahrt Aktiengesellschaft hat bekanntlich den Schnelldampferverkehr nach Wilhelmshaven verlegt, wo ihr seitens der Marine behörden das größte Entgegenkommen gezeigt wird. Interessant für weitere Kreise dürfte die Mitteilung sein, daß die Gesellschaft sich aber auch verpflichten mußte, Einstellungen von Arbeitern nur im Einverständniß mit der Werft vorzunehmen und alles zu vermeiden, was zu einem Uebertritt von Werftarbeitern in den Tienst der Gesellschaft führen, oder was die Werftarbeiter zu höheren Lohnforderungen reizen könnte. Die Gesell schaft übernimmt auch die Verpflichtung, die Löhne dementsprechend zu bemessen. Daß seitens der Verwaltung eines staatlichen Betriebs Privatunternehmer verpflichtet werden, ihren Arbeitern feine hohen Löhne zu zahlen, damit die Staatsarbeiter dadurch nicht zu höheren Lohnforderungen, gereizt" werden, ist eine so reizende" Illustration der Arbeiterfürsorge in den staatlichen Musterbetrieben, daß man sich wundern müßte, wenn es unter den Wilhelmshavener Arbeitern auch nur einen Mann gäbe, der Tein Sozialdemokrat wäre. Wegen Lohndifferenzen haben am letzten Sonnabend in der Affordzitherfabrik von J. T. Müller, Florastraße, Dresden, 11 Arbeiter( Busammensetzer) die Arbeit gekündigt. Fernhaltung des Zuzuges ist geboten. Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. " Versammlungen. Tischler- Verein. Heute Abend: Generalversammlung( Siehe Annonce in heutiger Nummer). der Sächs. Arbeiter- Beitung", der den Obersteiger verleumdet Herrliche Zustände. Die Hälfte des Jahres ist der Bauhaben sollte, trat der Bergarbeiter Anders furchtlos seinem Vor- arbeiter außer Arbeit und in der Zeit, wo er feine Arbeitskraft gefekten entgegen und bestätigte unter Eid, daß der Obersteiger ausbeuten lassen darf, läuft er Gefahr, am Schluß der Woche Neumeyer thatsächlich die Worte gebraucht, die von der Sächs. umsonst geschafft zu haben. Arbeiter- Zeitung" behauptet worden waren und die den Gegenstand der Anklage, zum mindesten den Kern derselben bildete. Anders beeidete also, in völliger Uebereinstimmung mit dem alten weißhaarigen Häuer Brückner, daß Herr Neumeyer in seinen Aeußerungen gegenüber den Arbeitern eine Gesinnung verrathen hat, die die Arbeiter für ihr Leben fürchten lassen muß, und dafür wurde Anders am Montag, vier Tage nach der Verhandlung, einfach entlassen. Der Obersteiger hat vor Gericht unter Eid behauptet, daß er die streitige Aeußerung nicht gethan habe und obwohl der Gerichtspräsident, der Staatsanwalt wie der Vertreter Neumeyer's diesem zugeredet haben wie einem Kranten, er solle doch zugeben, daß er es gefagt er blieb fest dabei, daß es nicht wahr sei, was die beiden Arbeiter unter Daransehung ihrer Eristenz der Wahrheit gemäß bezeugt haben. Der angeklagte Redakteur wies in seiner Vertheidigung darauf hin, daß zum mindesten der Zeuge Anders wohl bald entlassen werden würde. Wie richtig er die Herren beurtheilte, zeigte sich bald. Vier Tage nach seiner Zeugenaussage wurde der Bergarbeiter Anders entlassen! Ein neuer Unternehmerverband. In einer in Kassel abgehaltenen zahlreich besuchten Versammlung von Holzindustriellen wurde beschlossen, sich unter dem Namen„ Nordwestdeutscher Verein für Holzhandel und Holzindustrie" zu vereinigen und die gemeinsamen Interessen dieser Branche zu pflegen. Das Vereinsgebiet umfaßt die preußischen Provinzen Hannover, Heffen- Nassau, Sachsen, Rheinland, Westfalen, Schleswig- Holstein, ferner die thüringischen Staaten, großherzog lich Oberhessen, Braunschweig, Oldenburg und die drei Hansestädte. Wir werden wohl das Richtige treffen, bemerkt die Holzarbeiter- Beitung", wenn wir unter der Förderung der gemeinsamen Interessen die Kursirung der schwarzen Listen" mit vermuthen. Wann werden die Arbeiter ihre Interessen ebenso rührig wahren, wie es das Unternehmerthum schon seit langem thut? Invaliditätsstatistik. wie gemeldet wird, u. a. eine Statistik der Invaliditätsurfachen nach den verschiedenen Krankheiten in Aussicht genommen und bereits einige Entwürfe aufgestellt, über welche die Behörde vorerst von kompetenter ärztlicher Seite eine gutachtliche Aeuße rung hören will. Zu diesem Behufe hat sie den Vorsitzenden des Aerzteverbandes, Sanitätsrath Dr. Graf, ersucht, die Angelegenheit den ärztlichen Standesvertretungen zu unterbreiten. Ob die Regierung in dieser Frage sich daran erinnern wird, daß verschiedene Arbeiterorganisationen in der Lage wären, mit geeignetem Material zu dienen? mandantenstr. 79: Vortrag des Herrn A. Borchardt über„ Moderne Ghe und Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 8. Oftober, Abends 6% Uhr, Komfreie Liebe". Distusfion. Berschiedenes. Nachdem: gemüthliches Belsammen sein und Tanz. Gäste sehr willkommen. für den Große öffentliche Bersammlung für Frauen und männer Fruchtſtr. 364 am Sonntag, den 8. Ottober, abends 6 hr. Bortrag des Fräulein Wabnig über„ Die Stadt des Lichts". Unsere Sache erfordert, daß sich alle Kräfte auf dem Kampfplatz zusammenfinden. Mit derartigen Spielereien zersplittert man aber die Kräfte der Genossen und entwürdigt den Ernst unserer Sache. J. Zimm. Literarisches. Nene Musik Zeitung. 14. Jahrgang. Nr. 19. Verlag von Karl Grüninger, Stuttgart- Leipzig. Nieder mit der Tabak- Fabrikatsteuer. Ein Appell an das deutsche Volk von Paul John. Berlag der Volks- BuchhandInng Caffel, Hohenthorstr. 2. Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Ara beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 20 des 3. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Aufruf an die Genossinen! Schaumflöße. Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. Folgen des gesetzlichen Arbeiterinnenschutes in wirthschaftlicher Beziehung. Ein Einblick in das Leben der Berliner Mäntelnäherinnen. Sancta simplicitas!( Gedicht.) Feuilleton: Wie man stirbt. Bon Emile Zola. Deutsch von Paul Heichen.( Schluß.)- Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Notizen. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1893 unter Nr. 2609) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 P.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Vermischtes. Die Cholera. Riel, 6. Oftober. Der schwedische Dampfer Hjalmar", von Petersburg nach Hadersleben bestimmt, ist als choleraverdächtig hier in der Quarantänestation eingetroffen. Von der Besatzung sind zwei Matrosen gestorben, ein anderer ist erkrankt. Hamburg, 6. Oktober. Auf einem Segelschiffe erkrankten gestern an Cholera drei Personen, von denen zwei abends uhr, im Restaurant Philipp, Rofenthalerstr. 38: Vereins- VerNeuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 7. Oftober, starben. Hamburg, 5. Oktober. Von gestern früh bis heute fammlung. Tagesordnung: Bortrag bes Herrn Dr. S. Weyl. Thema: früh ist keine neue Erkrankung an Cholera vorgekommen. DaSeirath und Ehe. gegen ist bei einem drei Jahre alten, am 3. b. M. verstorbenen Ortsverein der Porzellan- und Glasmaler. Sonnabend, den noffen Faber: 8wed und Biele der Gewertschaften". 7. Ottober, Abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Vortrag des Ge- Kinde nachträglich Cholera als Todesursache festgestellt worden. Von den früher erkrankten Personen ist eine gestorben. Bergnügungsverein" Vorwärts". Sonnabend, den 7. Oftober, in Stockholm, 6. Oktober. In Umea ist die Krankenwärterin, Setſel's Salon, Lichtenbergerfir. 21: Große Grtra- Theater- Borstellung und welche die jüngst verstorbene Cholerakranke in dem dortigen Zanztränzchen. Eröffnung 8 Uhr. Anfang präzise 9 Uhr. Arbeiter- Bildungsverein für Johannisthal, Nieder- Schönweide Krankenhause gepflegt hatte, ebenfalls an Cholera erkrankt. abends 8 Uhr, bet Sampsch, Johannisthal, Kaifer- Wilhelmstr. 1. und Umgegend. Deffentliche Versammlung am Sonnabend, den 7. Oktober, Rom, 5. Oktober. In den letzten 24 Stunden ist in Livorno Sozialdemokratischer Agitations- Verein für Arnswalde- Friede- ein Todesfall an Cholera vorgekommen, in Palermo find berg. Sonnabend, den 7. Oktober, Abends 8% Uhr, in Tempel's Botal, 12 Personen gestorben. In Rom ist der Gesundheitszustand vorzüglich. angeſtr. 65: Bersammlung. Vortrag des Genoffen Adler. Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. 1 Rue St. Glück zu, Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- Bonn, 5. Oktober. Der Architekt und Maurermeister, fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. arte von Rari Marr und Friedrich Engels 1840 begründete leitete, ist heute verhaftet worden. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der welcher den Bau des eingestürzten Drachenhotels in Königswinter kommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Ein Luftmord. Am Montag Mittag wurde in der Dresdner Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Haide der sehr stark beschädigte Leichnam eines Schulmädchens Neumann. Alle Menderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. aufgefunden. Am Dienstag erschienen Oberstaatsanwalt RoßAufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rirdorf, Hermann- u. Knesebeckt täuscher, Amtsrichter Dost und die Gerichtsärzte in Begleitung straßen- Ecke bei Beŋerle. musehold. Syranta, Landsbergerstraße 31 bei des Forstgendarm Schilling an der betreffenden Stelle, die mit Ganges: Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. dichtem Gestrüpp bewachsen war. As mehrere Männer daselbst Weimann's Bolt sgarten. abstraße 66, Esmeralda, Frucht Pilze suchten, entdeckten sie ein nacktes Bein und die rechte straße 70 bei Nitsche. Liederkranz in Brandenburg, Mengert's Schulter einer oberflächlich im Sande vergrabenen Kindesleiche, Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich KarlSeinecke. Das Reichsversicherungsamt hat, traße 11 bet men- Allee 10. Gesundbrunner Männerchor, die anscheinend von Füchsen benagt war und einen schrecklichen Frisch auf" Friedrichsberg, Anblick bot. Die Leiche war bekleidet mit blau- und grau Rummelsburgerstraße bei Deckert." Vorwärts 7" Rummelsburg, bei gestreiftem halbwollenen Unterrock und rothem Hemd, daneben Gesangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bet Borgmann. Einer der Schulz. Freier Männerchor Den" Fruchtstr. 69 bei Lehmann. lag ein gelber Strohhut mit gelbbraunem Bande. " Frisch auf 2", Schönwalde in der Mart bei Restaurateur Schulz. Männer benachrichtigte sofort die Polizei von dem Funde. Es orbeerzweig, Swinemünderstr. 35 bei Queitsch. wurden sofort umfassende Nachforschungen angestellt, um das Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Verbrechen aufzuklären und den Mörder zu ermitteln. Nach den Alle Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Sentel, Bergmannstr. 21,$ of 3 Tr. Sonn- Aussagen der sofort herbeigezogenen Aerzte soll es sich um einen abend: Tambour Berein Vorwärts" Rigdorf, Hermann- und Luftmord handeln. Das Kind ist die am 25. August spurlos Wanzlichstraß en- Gcte. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Derein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstraße 7. aus der Wohnung des Maurers Gottlob Friedrich Beer, Alaunverein phigenia", bei Kramer, Rirdorf, Hermannstraße Nr. 140. straße 23, Hinterhaus, verschwundene Tochter Anna Dora Beer, Theaterverein Aurelia", Mendelssohnftr. 9 bei Wiethe Abends 9 Uhr. geboren am 18. Januar 1883, und ist von dem Mörder in den Bergnügungsverein" Ginigtett", Manteuffelftr. 67, Abends 9% Uhr. Aus Hinterpommern, dem gelobten Lande der Krautjunker Bergnügungsverein„ Selgoland", Stralauerstr. 67 bet Mtegel. Wald gelockt, dort vergewaltigt, erwürgt und im Sande verbringt die Zeitung für Hinterpommern" eine charakteristische Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Baut scharrt worden. Die gerichtliche Aufhebung der Leiche nach der Auffindung derselben und die BeNotiz. In der letzten Sigung des Schöffengerichts in Bü to widelcher muſsitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, ist bald nach Ecke Forsterstraße. wurde der Besizer v. E. aus Pzrywors wegen Mißhandlung Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute erdigung kurz darauf erfolgt. Ein bestimmter Verdacht liegt seiner Frau zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. In derselben von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Turnverein Fichte allerdings noch nicht vor, doch sollen mehrere Personen, darunter Sigung wurde noch der Besitzer K. in Zerrin zu 30 M. Geld:( Mitglied des Märkischen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Sonnabend von ein schon in Haft gewesener Arbeiter, in Frage kommen. bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. strafe verurtheilt, weil er seinen früheren Kuhhirten, den 69jäh- Bühnenverband Normanta jeden legten Sonnabend im Monat bei Parteiblatt aus sicherer Quelle vernimmt, kommt die Angelegen Vom Heine- Denkmal in Mainz. Wie unser Mainzer rigen Arbeiter Pantel, gemißhandelt hatte. Es ist schade, daß Zeichniß, Königsbergerstr. 24. Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. die Namen der Verurtheilten nicht mitgetheilt werden; sie ver- Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weick, Röpe in 14 Tagen stattfindenden Stadtverordnetensizung endlich zur Theaterverein Berliner heit wegen der Aufstellung des Heine- Denkmals in der nächsten dienten wirklich, als Musterexemplare jener, gut fonservativen" nickerstraße 68. Theaterverein& effing. Neben ersten und legten Sonn- Entscheidung. Hoffentlich treibt das Mainzer Stadtverordnetenund königstreuen" Gegend den umstürzlerisch gesinnten Arbeitern abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bet D. Heindorf, Barnimstr. 16. vorgestellt zu werden. Es muß schon sehr arg gewesen sein, Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant tollegium teine Düsseldorferei. wenn solche Leute überhaupt angeklagt werden. Lautenbach, Cuvryftr. 3. Vergnügungsverein Bustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Schlimme Zeiten stehen bevor. Die Münchener Post" uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Bere in schreibt: Bor ganz kurzer Zeit brachten wir eine Notiz über gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends& Uhr, , 2inde" jeden Sonnabend 9 Uhr bet Rausch, Hussitenstraße 9. Arbeiterentlaffungen im Eisenwerk Hirschau. Aus der Rath- Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Vergnügungsverein geber'schen Waggonfabrit gehen uns gleiche Mittheilungen zu. Morgenstern, Sigung 9 Uhr, bei Erbsmehl, Elsafferstr. 58. Rauchklub " Tambour Theater Privattheatergesellschaft ,, S ch neeglöc che n", Ver Noch bedenklicher steht die Sache in der hiesigen Artillerie- Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bet Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Statklub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar 1 Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Brüffel, 6. Oktober. Aus Charleroi wird gemeldet, daß Wertstätte, woselbst nach Hunderten ihre Entlassung befürchten; echt lling, Büchterfir. 65. Danst Forening Freia( Dänischer Verein die Zahl der Ausständigen heute plötzlich auf 17 000 Mann gezur Winterszeit ohne Arbeit und Verdienst zu sein, ist für einen Freia), Sindenft caße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler armen Mann, zumal derselbe Familienvater ist, eine sehr ver- ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, Koppen- stiegen ist. Infolge deffen gingen zwei Schwadronen Kavallerie firaße 58. zweifelte Situation. Hoffentlich sind seitens des Magistrats Boite, Kolbergerstr. 28. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant nach Charleroi ab. Echritte gethan, um durch Eröffnung von Arbeitsgelegenheit die Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Stattlub Revolution größte Noth zu lindern. Gleichfalls dürfte sich's empfehlen, zur Beit der schlimmsten Kälte magistratische Wärmestuben und Suppenanstalten zu errichten. Die unabwendbare Noth des tommenden Winters wird derartiges zu zwingender Nothwendig feit machen. Betreffs der hierzu nöthigen Lokale dürfte bei einigem guten Willen leicht zu helfen sein, steht doch die HofGarten- Kaserne leer. Die Bazillengefahr würde wohl nur tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. Abends Reichenbergerstr. 78, bei Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder= Kartentiub sulle tagt jeben Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wutite, Graudenzerstr. 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Sof, Admiralstr. 18c. Briefkaffen der Redaktion. F. v. 1000. Ohne Einsicht in das Statut ist die Frage nicht zu beantworten. B. E. 3. Dem Amtsgericht, Neue Friedrichstr. 13, muß der Tod des früheren Vormundes gemeldet und um Bestellung Ae eines anderen gebeten werden. Heute, Sonnabend, den 7, Oktober, erscheint Nr. 4: Der Tourist. Deutsche Arbeiter: Verkehrszeitung. Offizielles obligat. Organ d. Bundes der geselligen Arbeitervereine Berl. u. Umg. Die erste Seite enthält das Bildniß Friedrich Engels mit Biographie. Pro Exemplar 10 Pf. Wiederverkauf hoher Rabatt. Damen- und Kinder- Hüte, geschmackvoll garnirt und ungarnirt, empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen 4944L* Gustav Sabor, neben der Markthalle, Invalidenstr. 159, neben der Markthalle. MACHT STARK GESCH. Solidarität. Schuhe und Stiefel mit Kontrollmarke sind in folgenden Geschäften zu haben: E. Geyer, Dranienſtr. 202, SCHUHFABRIK ERFU 48542* A. 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" Tagesordnung: 165/11 1. Vortrag des Genossen Dr. Joël: Moderne Naturanschauung". 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Tanz. Um regen Besuch ersuchen Die Vertrauensmänner. J. A.: H. Henning, Waldstraße 43. Achtung! Rixdorf! Dienstag, den 10. Oftober, Abends 65. Kommandanten 65 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffstraße. Hüte mit Rontrollm., mann, Bergstr. 133, Generalversammlung Mützen, Schirme, Hand- des Vereins Vorwärts". schuhe, Kravatten etc. Otto Gerhold, Dresdenerstr. 2( a. Kottb. Platz). Jede Hausfrau kaufe nur Carl Sauber& Sohns, Alexandrinenstr. 58, beste Perleberger Glanzwichse, da dieselbe dem Leder sehr zuträglich, schnell Glanz erzeugt und äußerst sparsam ist. Zu haben in allen Kolonial, Droguen- und Schuhgeschäften. 4984L* Preislisten gratis und franko. !! Roh- Tabak!! Roh- Tabak. Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in Heinr. Franck, Baltabak. Cigarren, Gigarretten und Tabake Heinr. 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Oktober 1893. mie waren beim Gericht machen. mit, Karl H. 10. Jahrg. Versammlungen. zut umsonst arbeiten. Dies Kellner tommen und bezeichnete Referent als Entlassung und zwar mit der Begründung, daß sein Sohn den Direktor mißhandelt habe. Vater und Sohn, beide gut beBreslauer Tumult. Am 5. d. M. begann vor dem leumundete und fleißige Leute, waren jetzt außer Arbeit, und Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Be Schwurgericht zu Breslau der Prozeß gegen 34 An- trotz aller Bemühungen konnte es ihnen nicht gelingen, auf geklagte, welche sich am 17. Juni b. J. also zwei Tage nach einem anderen benachbarten Eisen- oder Hüttenwerk Beschäfti- rufsgenossen hielt am 3. Oftober eine Versammlung für den der Reichstagswahl auf der Matthiasstraße des Aufruhrs, ge- gung zu erhalten, da sämmtliche Direktionen davon in Kenntniß Norden ab. Bor Eintritt in die Verhandlungen wurde mitmeinschaftlich verübter Körperverlegung und des Hausfriedens- gefeßt worden waren, in welch unerhörter Weise der Arbeiter getheilt, daß die Generalversammlung am 10. Oftober stattworden wagen, feinen Derm Direttor vergangen hätte. findet und die Versammlung für den Osten am 24, d. Mr. Bor An Zeugen sind in dieser Sache bereits über 70 geladen; Fast 4 Monate Vater und Sohn ohne Arbeit, Stiftungsfest ist am 4. November. Hierauf wurde zum Vorstandsmitglied für den Norden Kollege Streiter vorgeschlagen. unter diesen befinden sich eine große Anzahl Schußleute. Die wodurch die aus 8 Personen bestehende Familie des an meisten Angeklagten befinden sich seit Monaten in Untersuchungs- der Mißhandlung doch gänzlich unbetheiligten Ernst H. voll- Ueber die Bertheilung der Fragebogen, die von der Reichshaft, ein anderer Theil wurde erst in den letzten Wochen, behufs ständig dem Hunger preisgegeben waren. Natürlich war die fommission für Arbeiterstatistik, behufs Erhebungen über VerSicherstellung der Verhandlung in Haft genommen. Vorläufig Sache zur Anzeige gelangt, infolgedeffen der Beschuldigte Karl hältnisse der ungelernten Arbeiter im taufmännischen Gewerbe find drei Sizungstage in Aussicht genommen, wahrscheinlich in. auf grund der von 3. mit der größten Bestimmtheit unter( Geschäftsdiener, Packer u. f. w.) zur Vertheilung gelangt sind, jedoch, daß in dieser Zeit das Verfahren nicht beendet wird, Gid abgegebenen Behauptung, dieser sei der Thäter, beim Schöffen- entspann sich eine längere Debatte, in der besonders Kollege sondern Montag fortgesetzt werden muß. Die heutige Vergericht zu Eschweiler wegen Weißhandlung zu 14 Tagen Ge- ein beklagte, daß die Organisation der Hausdiener DeutschRedner besprach dann handlung begann um 9 Uhr Vormittags. Der Gerichtshof be. fängniß verurtheilt wurde. Nach dieser Berhandlung erschien lands gar nicht berücksichtigt ist. einzelnen Fragen, Fragen, die zur Beantwor steht aus dem Landgerichts- Direktor Herzog als Vorsitzenden und der zu Röthgen wohnende Grundarbeiter Johann Sch. bei dem eingehend die Landrichtern Felsmann und Graf Matuschka als Beisitzern. Die Verurtheilten und machte demselben die Mittheilung, er habe der eine nähere Begründung und würde es sich empfehlen, wenn die tung stehen. Die Beantwortung mehrerer Fragen erfordere Anklage wird vertreten durch Staatsanwalt Keil; als Vertheidiger Verhandlung beigewohnt, er könne jedoch nicht zugeben, daß er eine nähere Begründung und würde es sich empfehlen, wenn die fungiren die Rechtsanwälte Dr. Mamroth, Markuse und Schreiber( H.) verurtheilt werde, er( Sch.) wüßte nämlich am besten, daß Kollegen Rath gebrauchen, sich im Bureau der Vereinigung zu und fünf ex officio bestellte Referendare. Aus der Sigung, die von H. unschuldig sei, da er selbst in Gemeinschaft mit seinem Better, melden, um durch eine Besprechung eine Anleitung für sach9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags dauerte, ist zunächst dem Grundarbeiter Johann Th. aus Röthgen an dem fraglichen gemäße Beantwortung zu erhalten. Hierauf wurde folgende hervorzuheben das, was die Anklage in Kürze besagt. Danach Abend dem ihnen verhaßten Direktor 3. aufgepaßt und ihn ge- Resolution angenommen: Die Versammlung spricht ihr Betam am 17. Juni d. J. ein Landmann gegen 7 Uhr Abends die schlagen hätten. H. möge nur Berufung einiegen, er sowohl dauern aus, daß die Reichskommission für Arbeiterstatistik bei Matthiasstraße auf einem Wagen daher gefahren, an welchen sein Better Th. wollten diese diese Selbstanzeige auch diener, Markthelfer, Komtoirdiener, Weinkeller- Arbeiter u. f. w. Selbstanzeige auch der Vertheilung der Fragebogen die Organisation der Hausnoch ein zweiter angehangen war. Der in derselben Gegend Sch. ging auch zum Direktor 3. vollständig übergangen hat. Die Versammlung ersucht daher die postirende Schußmann Kirmeß, dies gewahrend, hielt den Bauer und theilte dies demselben dieser hielt aber an Reichskommission für Arbeiterstatistik, den Organisationen gean, seine Personalien notirend, weil das Aneinanderkoppeln seiner unter Eid abgegebenen Beschuldigung fest. zweier Wagen gegen die Straßenordnung verstoße. Der im legte Berufung ein, worauf die Sache heute nochmals zur Ver- nannter Berufe noch Fragebogen zugehen zu lassen." Zur Er zweiten Wagen sigende Arbeiter Bloch fuhr darauf mit diesem handlung gelangte. Trotz der eindringlichen Warnung des Herrn ledigung dieser Sache wird der Vorstand des Vereins bestimmt. ein Stück Weg voraus, tam jedoch tam jedoch zurück und fragte Vorsitzenden, nur recht vorsichtig in seinen Aussagen zu sein, Für die Kellner und Berufsgenossen fand am 5. d. M. den Bauer aufgeschrieben. hielt der 3. seine gegen H. gerichtete Beschuldigung aufrecht und Da er die Antwort erhielt, daß ihn das nichts anginge, behauptete auch heute neuerdings unter Gid, er habe den Karl H. eine öffentliche Versammlung statt. Auf der Tagesordnung ſtand: soll er nicht nur mit Schimpfworten gegen den Schuhmann be- an dem fraglichen Abend mit voller Bestimmtheit als seinen An- schriftlich eingeladen. Kollege Pösch bemerkte unter anderm Die Vorgänge im Feenpalast" und war hierzu Herr Frid leidigend geworden sein, sondern packte denselben auch am Hals- greifer erkannt. Diese Aussage wurde jedoch durch die umfang: Der Feenpalast war von jeher ein Tummelplats des Kommissionärfragen, sodaß ein Ringen beider entstand. Der Schußmann rief reiche Beweisaufnahme vollständig widerlegt und die Unschuld unwesens und hat sich auch unter dem Regime Frick nicht gedie Umstehenden um Beistand in seiner bedrängten Lage, doch des H. festgestellt. Nicht nur daß die beiden genannten Sch. ändert. Herr Frick bezieht seine Kellner nur durch Vermittelung feiner von den vielen Hunderten, die sich alsbald angesammelt und Th. sich als die Schuldigen bekannten und diese die bei der zweier Kommissionäre. Die dort hatten, fölgte der Aufforderung. Da mit einem Male stürzte der Mißhandlung des Direktors hervorgetretenen Ginzelheiten ganz waren mit einem Monatsgehalte von 10 Mark engagirt. Fleischermeister Gisebith aus seinem in unmittelbarer Nähe ge- genau erzählten, auch etwa acht andere Zeugen wiesen das Am 15. September wurde den Kellnern eröffnet, daß die gelieferten legenen Laden heraus, riß den Arbeiter Bloch mit Gewalt Alibi des H. vollständig nach; es wurde nämlich festgestellt, bisher ersterem hier- daß derselbe an dem fraglichen Abend und die ganze Nacht daß dafür pro Monat 5 M. gezahlt werden sollen. Am 1. Oktober dem Schuhmann Kirmeß los, bei noch einige Schläge ins Gesicht ver- hindurch die Fabrik keine Minute verlassen hatte. Auf grund wurde den Kellnern eine neue Ueberraschung bereitet. Es wurde fetend. Durch weitere Unterstützung von Schuhleuten dieser Beweisaufnahme wurde H. unter Aufhebung des schöffen ihnen nämlich eröffnet, daß auch das bisher gezahlte Monatsfoll endlich der Transport des sich widersträubenden gerichtlichen Urtheils freigesprochen und sämmtliche entstandenen gehalt von 10 M. in Wegfall komme und daß die Kellner gänz Arbeiters Bloch möglich gewesen sein. Durch bas Rosten, einschließlich derjenigen, welche dem H. durch das Erlich umsonst zu arbeiten hätten. Wem dies nicht paffe, fönne 3 wischentreten des Fleischermeisters Gifebith scheinen der geladenen und freiwillig zur Verhandlung gekommenen gehen. Von dieser Erlaubniß haben nun alle Kellner, bis auf gerieth jedoch die Menge in Aufregung, die sich Beugen erwachsen waren. Der Vorsitzende hob in der Urtheils einige, Gebrauch gemacht und find gegangen. Herr Frick, welcher in der in Schimpfereien und Drohungen Luft machte. Auch der Trans- begründung hervor, daß die Freisprechung erfolgt sei nicht, weil Versammlung nicht persönlich erschienen war, suchte in einem Briefe port des Arbeiters Bloch soll sich infolge des großen Auflaufs fein genügender Beweis für die Schuld des H. erbracht sei, fein Vorgehen mit dem schlechten Geschäftsgange und der hohen zu einem äußerst beschwerlichen insofern gestaltet haben, als die sondern weil der Gerichtshof sich von der vollständigen Unschuld Pacht, die er zahle, zu rechtfertigen und bemerkte, daß ihm das Volksmassen ständig die Transportirenden begleiteten, ihnen desselben mit größter Bestimmtheit überzeugt habe. Mit derhindernd in den Weg traten, den sich diese oft mit blanker selben Bestimmtheit habe zwar Direktor 3. erklärt, H. sei der Haus eingelaufen würde von Leuten, die sich bereit erklärt haben, Waffe bahnen mußten. Auf der Polizeiwache angekommen, häter gewesen, doch habe diese Aussage gegenüber der übrigen ben größten Fehler. Schließlich würde es dahin kommen, hätten die Tumultuanten stürmisch den Einlaß in dieselbe be- Beweisaufnahme keine Bedeutung. 3. habe sich zum mindesten daß die Kellner für eine Arbeitsgelegenheit außer den gehrt, um sich als Zeugen aufschreiben zu lassen. Da geirrt. Kommissionärgebühren von 5 M. für Herrn Hagemann, verbreitete fich turze Zeit nachdem die Kunde, daß der noch dazu zahlen müssen. Die Kellner feien auf diese Weise Arbeiter Bloch infolge von Mißhandlungen gestorben sein sollte lediglich auf die Trinkgelder angewiefen und dieser Zustand sei und die erregte Voltsmenge versammelte fich wieder sehr schnell ein unwürdiger. Derartiger Ausbeutung müsse entschieden ents und zwar jetzt direkt vor dem Laden des Fleischermeisters Eisebith, gegengetreten werden, wolle man nicht gleiche Verhältnisse zu eine drohende Haltung annehmend. Einige drangen in den Laden allgemeinen machen. Dies könne nur durch Organisation ge ein, um Gisebith über sein Betragen, welches den Tod des Bloch schehen. Jeder sei sich selbst der Nächste, schreibe Herr Frick, zur Folge gehabt haben sollte, Vorwürfe zu machen, wurden An die Metallschleifer Berlins und Umgegend. denselben Grundsatz müßten sich auch die Kellner zu eigen machen. aber bald unter Hinweis auf Verübung event. Hausfriedensbruches Kollegen! In der letzten Zeit hat zwar die Betheiligung der Sie könnten und dürften nicht dulden, daß Herr Frick oder Ladens verwiesen und da sie nicht gutwillig gingen, Schleifer an der Gewerkschaftsbewegung einen erfreulichen Auf andere ihre Existenz auf Kosten der Kellner hochzuhalten suchten. aus diesem hinausgedrängt. Dem Schließen desselben schwung genommen, indessen überwiegt noch immer die Zahl Vor allem hätten die Kellner für ihre ehrliche Arbeit eine ge wurde Widerstand entgegengesetzt und erneut Drohungen gegen derjenigen Kollegen, welche abseits der Organisation stehen. hörige Bezahlung zu fordern und sich von dem Trinkgeldden Fleischermeister Eisebith und die ihm Hilfeleistenden aus- Kollegen, Gure eigene Schuld ist es, wenn das Unternehmer- fyftem zu emanzipiren. Referent( ermahnte die Kellnerschaft, gestoßen. Durch verstärktes Aufgebot von Schußleuten und einer thum, brutaler und profitwüthiger denn je, Eure Arbeits- ihren Gleichmuth, ihren Indifferentismus fallen zu lassen, Militärpatrouille gelang es endlich, die Massen zu zerstreuen. bedingungen fortwährend verschlechtert, Gure Löhne kürzt, die sich der Organisation anzuschließen, um den ausbeutenden Indeß soll es hierbei nicht so glatt abgegangen sein, Steinwürfe Arbeitszeit durch Ueberstunden in's Unendliche verlängert, um Gastwirthen mit Erfolg entgegentreten zu können. In wären aus der Menge erfolgt, während von den Fenstern der als Dank dafür, daß Ihr dies alles stillschweigend Euch gefallen der folgenden Diskussion wurden die einschlägigen Verhält Häuser Flaschen u. s. w. herabgeschleudert wurden, ja selbst zwei läßt, Euch bei der ersten besten Gelegenheit auf das Pflaster zu nisse von zahlreichen Rednern lebhaft erörtert und von allen die Schüsse sollen aus den Reihen der Tumultirenden gefallen segen. Soll das so weiter gehen? Wenn Ihr wie bisher die Nothwendigkeit der Organisation betont. Die Versammlung sein. Bis in die Nacht hinein währte der Standal. Von Schlafmüße über die Ohren zieht, Euch um nichts fümmert und stimmte folgender vom Referenten vorgeschlagenen Resolution zu: den Angeklagten bestritten viele jede direkte Theilnahme an den so weiter fortwurstelt, dann habt Ihr nur die eine Aussicht," Die Versammlung spricht ihre tiefste Entrüstung aus über die Exzessen. Auf ihrem Nachhausewege unfreiwillig in die an- daß es noch schlechter wird. Wer aber an seine Familie denkt, Maßregelung der Kollegen im Feenpalast seitens des Herrn Frick gesammelten Massen gerathen, wären sie oft ohne weiteres ver- wer sich die Schrecken der Arbeitslosigkeit vor Augen und verpflichtet sich, die Geschäftshandhabung des genannten haftet worden, ohne recht zu wissen, aus welchem Grunde. Aus führt, der muß auch zu der Einsicht gelangen, daß Herrn so viel als möglich zur Kenntniß des Publikums, besonders der sehr umfangreichen Zeugenvernehmung über 50 es die höchste Zeit ist, höchste Zeit ist, Abwehrmaßregeln zu treffen. der Arbeiterschaft zu bringen. Die Agitatskommission wird beauffür heute im Ganzen vernommen der Organisation an, besucht die Vertragt, dies durch Flugblätter zu bewirken." ist zu er Schließt Euch wähnen, daß dem Fleischer Eisebith, nach seiner Aussage sammlungen, besprecht Gure erbärmliche, wirthschaftliche Lage Der Verein der Bureau Angestellten und verwandten nichts im Laden zerstört wurde. Der Kommissarius Büschel in denselben und berathet, wie dieselbe am schnellsten und besten bekundete, daß Berhaftungen erst erfolgten, nachdem alle Auf- zu verbessern ist. Laßt nicht abermals, wie leider schon oft, Berufsgenossen hielt am 3. Oftober eine Mitgliederversammlung forderungen an die Massen, sich zu zerstreuen, fruchtlos blieben. Diesen Mahnruf achtlos an Euch vorübergehen, sondern zeigt ab. Die Versammlung sprach sich im Laufe der Verhandlungen Er lann sich keine Erklärung dafür geben, warum ein so großer Euch endlich einmal als aufgeklärte zielbewußte Männer und für eine Vertretung in der Gewerkschaftskommission aus. So Tumult entstand. Ihm ist gesagt worden, daß das umlaufende zeigt dem Kapital die Zähne. Laßt nicht einzelne nur immer dann wurde ein Antrag, die Reichskommission für ArbeiterGerücht von dem Tode des Arbeiters Bloch die Ursache sei. Der für Euch arbeiten, sondern thue jeder seine Schuldigkeit; schafft statistik zu ersuchen, über Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Bureau Schuhmann Kirmeß gab an, daß man von ihm die Freilassung eine mächtige, starke Kampforganisation, vor der auch das stärkste Angestellten und Berufsgenossen eine Erhebung zu veranlassen, des Bloch verlangte, Burufe zur gewaltsamen Befreiung wurden Unternehmerthum zu Kreuze friechen muß. Das könnt Ihr, angenommen. Unter Verschiedenem wurde bekannt gegeben, daß laut, ebenso die Aeußerung:" Jetzt haben wir zu sagen, jegt find wenn Ihr wollt! Besucht deshalb Mann für Mann die am 10. Oktober eine öffentliche Versammlung stattfindet, zu der wir an der Reihe", ertönte aus den Umstehenden. Um 1 Uhr zu diesem Zweck angefeßte Versammlung am Montag, ben ein recht zahlreicher Besuch erwünscht ist. Nachmittags trat eine Unterbrechung der Verhandlungen von 9. Oktober 1893, Abends 81/2 Uhr, bei Nöllig, Neue Friedrich- Die Töpfer und Berufsgenossen in Nigdorf hielten am 11/2 Stunden, so daß dieselben um 21/2 Uhr wieder aufgenommen straße 44. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, pünktlich zu er- 4. Ottober eine öffentliche Versammlung ab', in der Kollege Hagen Der Vertrauensmann. wurden. Die weiteren Beugenaussagen betreffen die einzelnen scheinen. über die in Berliner Versammlungen zur Fenster- und KoakskorbAngeklagten auferlegte Beschuldigungen; andere Zeugen waren Frage neuerdings gefaßten Beschlüsse referirte. Er bemerkte, Die Höllenqualen, die den Heizern und Trimmern auf daß die Töpfer thatkräftige Hilfe im diesjährigen Fensterstreit zu ihrer Entlastung geladen und zum großen Theil vernommen. Nach den Wahrnehmungen eines Zeugen erfcholl den Ozeankolossen auferlegt werden, nehmen trotz allem, was nur seitens der Maurer erwarten könnten, wenn auch daneben nur seitens der Maurer erwarten tönnten, wenn auch daneben aus den zusammengerotteten Massen der Hochruf auf„ Tu hauer" bisher an die Deffentlichkeit gedrungen, kein Ende. Von der Be- noch die Stuckateure und Maler Geldunterstüßung versprochen und„ Schoenlant". Mit bezug hierauf ersuchte der Staatsanwalt, handlung der Trimmer auf den überseeischen Dampfern legen hätten. Gleichwohl laute der von den Berliner Kollegen gefaßte etwaige Aeußerungen, welche die Bestrebungen der Sozialdemo- auch die vielfachen Deſertionen beim Anlaufen auswärtiger Beschluß dahin, die Sache in diesem Jahre nicht ruhen zu lassen, fratie betreffen, mitzutheilen(!), worauf der Beuge erklärte, noch Häfen Zeugniß ab, ebenso die sich stets mehrenden Selbstmorde vielmehr dem Verein die Regelung zu übertragen. Am Donner3die Worte gehört zu haben: Wenn wir nur hier die Durch Ueberbordspringen. Auch auf dem zur Australianlinie ge- tag nächster Woche soll in einer Berliner Töpferversammlung die 13 000 hätten."(!) Von einem anderen Beugen wollte der hörenden Dampfer Staßfurt" ist bei deſſen letzter Reise ein Unterstützungsfrage geregelt werden. Die Versammelten erBorsitzende die politische Gesinnung eines Angeklagten erfahren. Trimmer über Bord gegangen, um den Tod zu finden. Der klärten sich mit diesen Beschlüssen einverstanden und stimmten Gegen 5 Uhr Nachmittags wurden die Verhandlungen bis Betreffende, mit Namen Turssen, befand sich in leidendem Zu dem Vorschlage zu, die Wahl eines Kontrolleurs für Rirdorf in Freitag vertagt. Ueber den Ausgang des von gewiffer Seite so stande und war auch vom Arzt als krank erklärt worden, nichts der nächsten Berliner Versammlung vorzunehmen. destoweniger soll er vom ersten Maschinisten zu schweren Arbeiten Roatsforb- Frage betrifft, so wies Hagen auf die Polizeiverord aufgebauschten Auflaufprozesses berichten wir später. angehalten worden sein, wobei G. eine Treppe hinabstürzte und nung hin und forderte die Kollegen auf, wo auf den Bauten Unschuldig verurtheilt. Straffammer Verhandlung vom mehrfach Ohnmachtsanfälle bekam. Kurze Zeit darauf suchte C. troh jener Verordnung offene Koatsfeuer brennen, davon dem 80. September. Eine glänzende Rechtfertigung wurde dem den Tod in den Wellen.- In einem Briefe aus Antwerpen nächsten Polizeirevier Mittheilung zu machen. Unter Gewerk 18 jährigen früheren Drahtwalzer Karl H. aus Eschweiler- Aue theilen zwei Trimmer des Dampfers Volumnia" Hamburger schaftlichem war nichts vorzubringen, da die bei Rixdorfer Firmen zu theil. Am Abend des 20. Februar d. J. wurde der Direktor Bekannten mit, daß sie mit vier Mann wegen schlechter Behand- arbeitenden Kollegen in der Versammlung zum großen Theile des zu Eschweiler- Aue bestehenden„ Eschweiler Eisenwalzwertes", lung seitens des zweiten Maschinisten desertirt seien. Es sei an durch Abwesenheit glänzten. der zu Eschweiler wohnende Josef 3. auf seinem Heimwege von Bord nicht mehr auszuhalten gewesen; der zweite Maschinist einem hinter ihm herkommenden jungen Burschen überfallen und habe den Leuten gedroht, sie alle ins Zuchthaus bringen zu mittels eines Stockes zu Boden geschlagen, worauf der Angreifer, wollen. Solche Fälle lassen sich fort und fort dugendweise besowie ein in seiner Gesellschaft befindlicher Genosse Reißaus richten. nahmen und in der Dunkelheit verschwanden. Im Fallen wollte 3. in dem Angreifer mit aller Bestimmtheit den in seiner Fabrit waren " Soziale Uebersicht. " Arbeiterentlassungen sind in der Waffenfabrik Oberndorf beschäftigten obengenannten Rarl H. erkannt haben, während in großem Umfang eingetreten. Am letzten Sonnabend allein er in dem Genossen desselben den gleichfalls bei ihm in Arbeit haben über 300 die Arbeit eingestellt. Die Zahl der im Ganzen stehenden Drahtivalzer Kaspar N. vermuthete. Tags nachher in legter Zeit entlassenen Arbeiter beträgt bereits über 600. verfügte der Direktor 3. die Entlassung des seine Unschuld be- Welche Summe von Glend bringt diesen Arbeitslosen der nahende theuernten H., doch nicht genug damit, auch der Vater desselben, der Winter. Wir leben doch in einer herrlich vernünftigen Gesellschaftsgleichfalls auf dem Walzwerk beschäftigte Grnst H., erhielt feine ordnung! Was die Der Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und umgegend hielt am 2. Oktober seine Vereinsversammlung ab. Die Genossen Kohlmann und Macijewsti hielten einen anregenden und interessanten Vortrag über: Welche Folgen haben die heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse für den Arbeiter und welche Verpflichtungen entstehen dem Arbeiter hieraus Sämmtliche Genossen, die sich an der darauf folgenden Diskussion betheiligten, betonten den Werth der politischen und gewerkschaftlichen Organisation. Alsdann wurde als Thema für die nächste Versammlung die Besprechung der Währungsfrage" bestimmt. Hierüber sollen die Genoffen Barsch und Mailing referiren. Möbel. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin mit eigener Werkstatt. Als anerkannt reelle und that: fächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Große Auswahl in Nussbaum u. 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Carl Hoffmann, Kaiser Friedrichfir. 78. Der Cigarrettenfabrik von Louis Rund u. Komp., Holzmarktstr. 10, wurde die Kontrollmarke wegen Vertragsbruchs entzogen. Neumeldungen von Fabrikanten sind persönlich bei Louis Dechand, Ruheplatzstr. 24, sowie im Arbeitsnachweis, Weinstr. 11( 11-12 Uhr) und beim Unterzeichneten zu machen. Neue Marken sind ebenfalls dort, sowie auch an den mit bezeichneten Stellen der betr. Bezirke zu entnehmen. Die Kontroll- Kommission der Tabakarbeiter. J. A.: Carl Butry, Stralsunderstr. 17, II. Jede Uhr 321/4 3852L zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgebens nur 1 Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Rothfelchen u. Meifen 50 Pf., Tauben Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. 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