Nr. 237. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Mummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inierate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Ervedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Feitragen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Tabaksteuer " Sonntag, den 8. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. = das Millionenfache haben? Nein die Ungerechtigkeit fabrikate die Schädigung der norddeutschen Tabakindustrie jeder Verbrauchssteuer ist von den Armen und Elenden durch die Fabrikatssteuer aufheben könne. Dies ist nur wird uns noch geschrieben: zu gründlich erkannt, als daß da offiziöse Beschwichtigungen eine Bemäntelung des angetretenen Rückzuges. Die fünftige Tabaksteuer soll nach Prozenten des noch etwas helfen könnten. Man umgeht ja gerade deshalb Fabrikverkaufspreises bemessen werden, und durch die die direkten Steuern, den Tribut vom Mammon dort, wo Auch die Autisemten gehen in die Laube. Die Staatsbürger Zeitung" äußert sich recht sympathisch prozentuale Werthbesteuerung wird bezweckt, die wohl er sich unfumig angehäuft hat, weil man nicht zu tief in habenderen Konsumenten stärker zur Steuer heranzuziehen, das geheiligte Eigenthum der Millionäre eingreifen will. über die Steuerpläne der Regierung und hat blos auszu dagegen im Interesse der minder wohlhabenden eine Nicht die Reichen, sondern die Masse muß es bringen; daher sehen, daß man von der Art der Besteuerung der Vörse empfindliche Bertheuerung der billigeren Fabrikate und das die Brots, Salz- und Branntweinsteuer statt der Reichs- noch nichts gehört hat. Wer sich auf die Opposition der mit einen wesentlichen Rückgang des Verbrauches zu ver- Einkommensteuer, daher die Tabaksteuer, und kein noch so Antisemiten verlassen wollte, der ist auch verlassen. Ein meiden." Wie wohlwollend das klingt und wie nichts- gewandter Soldschreiber wird diesen üblen Geruch von dem ernster Politiker wird den großen Worten dieser Gerne fagend und trügerisch die offiziöse Versicherung in Wirklich- neuesten Steuerprojekt Miquel's weglügen können. große keine Bedeutung beilegen. Worte, Worte, nichts als teit ist! Echält man den Hauptinhalt des heuchlerischen Es entspricht dieser Flunkerei, wenn die„ Norddeutsche Worte, nur keine Thaten, so bei der Militärvorlage, so bei Kauderwelsch heraus, so ergiebt sich auch die„ billigeren Allgemeine Zeitung" in ihrem Artikel die Abstufung der den Steuervorlagen. Fabrikate" für die Minderwohlhabenden" sollen vertheuert Stener im Einzelnen und zu gunsten der Zigarre damit werden! Bertheuert in einer Zeit der allgemeinen Noth und begründen will, daß auf die lohnende Beschäftigung" Rück- ftener find bekanntlich in der Norddeutschen Allgemeinen Die Steuerfäße der nenen Tabak Fabrikat: Entbehrung, vertheuert nach einer Vermehrung der Blutsteuer, ficht genommen würde, welche die Zigarrenindustrie einer Beitung" nicht mitgetheilt worden. Nach der Süddeutschen welche die Minderwohlhabenden" ebenfalls in der Hauptsache großen Anzahl von Arbeitern" gewährte. Was würde Tabakszeitung" soll man jetzt die Säte wie folgt beab= zu tragen haben! Nachdem das Wort„ Bertheuerung" nun Herrn Miquel die lohnende Beschäftigung" der Arbeiter fichtigen: auf Zigarren und Zigaretten 33s pet., auf einmal offiziös gefallen und zugestanden ist, hilft auch die kümmern, wenn er sich nicht die Henne erhalten müßte, die Rauchtabate 66% pCt., auf Rau- und Schnupftabate 50 pct. bedientenhafte Abjchwächung nichts mehr, daß der neue ihm goldene Eier legt! Weil neun Zehntel des gesammten des Werthes. Außerdem soll der Zoll auf Tabatsfabrikate Schröpfungsversuch gar nicht empfindlich" sein werde. deutschen Tabaksumsatzes auf Bigarren entfallen, darf erhöht werden auf 400 m. für 100 Kilogr. für Bigarren Woher wissen denn Miquel, Pindter und Genossen, was natürlich derjenige, der etwas herauspressen will, nicht zu( either 270 M.), auf 250 m. für 100 Kilogr. für andere das Volk empfindlich" berührt oder nicht? Es fehlt ihnen rauh zugreifen, sonst zerrinnt ihm der erhoffte Gewinnst Fabrikate( seither 180 M.) Man ersieht hieraus, daß unsere ja jeder Maßstab dafür und er muß ihnen fehlen, den unter den Händen. Dennoch werden auch hier die Arbeiter Befürchtungen vollauf berechtigt waren. Herren Ministern und Kommissionsräthen, die an der wieder die Hauptsache ausbaden müssen. Mehren sich bei Krippe fizen und dessen Lied singen, dessen Brot sie effen. irgend einer Industrie die Produktionskosten, so sucht der Zur Weinstener. Ein großer Streit hat sich um die Wenn es bei uns in Deutschland nach der Kapitalist sich an den Arbeitslöhnen zu erholen, soweit es Weinfrage entsponnen, weshalb es nicht uninteressant sein Empfindlichkeit" des Volkes ginge, da da fäße schon irgend geht. Die Mehrausgabe an Steuer, welche der dürfte, zu erfahren, wie viel Wein in Deutschland mancher nicht mehr an der warmen Steffe, die Fabrikant hat, wird also in der Hauptsache am Verdienst selbst gebaut wird und wie viel die Einfuhr und er jetzt drückt. Herr Miquel mag es nicht em- der Zigarrenarbeiter abgezogen werden. Und so heißt das Ausfuhr des Weines in Deutschlhnd beträgt. Die Weinpfinden", wenn er für seine Luyuszigarren ftatt 600 M. Fazit für die letzteren: geschmälerter Verdienst, vertheuerte statistik reicht bis 1890 für das Deutsche Reich und betrug im Jahre 1200 m. ausgiebt, und tausend Kapitalisten Bigarren, noch mehr vertheuerter Rauchtabat, denn dieser die Erntefläche 120 300 Hektar, die Erntemenge 2974 593 mit ihm. Hat man sich denn aber schon einmal erkundigt, soll ja noch weniger geschont werden also in Summa Sektoliter, wogegen die Erntefläche im Jahre 1878 noch was der Durchschnittsarbeiter im Jahr für den Genuß einer neues, unsägliches, künstlich geschaffenes Elend! 118 964 Hettar, die Erntemenge aber 3 061 201 Hektoliter Bigarre übrig hat? Nach den zahlreichen Arbeiterbudgets, betrug. Die Einfuhr betrug an Wein und Most in die wir kennen, giebt ein Arbeiter mit bereits gutem VerFässern 708 022 Hektoliter im Jahre 1890 und an Schaumdienst, mit 1200 M. im Jahre, etwa 20 bis 30 M. höchstens wein 21 330 Hektoliter. Im Jahre 1878 betrug die Einfür Tabat aus. Dabei leistet er sich am Tage höchstens fuhr an Wein und Most in Fässern 494 953 Hektoliter. An geht ihm mit diesem Genuß wie mit der Ausgabe für die und 1878 mit Schaumwein 63 642 Hektoliter. Die Aus= Wohnung: um nur den zehnten Theil des Komforts fuhr betrug im Jahre 1800 an Wein und Most in und der Wohlempfindung zu haben, die der Reiche Die Nationalliberalen schwenken schon ein, ihre Fässern 125 451 und an Schaumwein 52 450 Hektoliter, hat, muß er einen doppelt und dreifach so großen Opposition gegen die Tabatfabrikatssteuer wird schon wogegen sie im Jahre 1878 an Wein und Most in Fässern Theil seines Einkommens aufwenden. Für den Verbrauch lahmer und bald werden sie mit dem Brusttone der Ueber- 81 000 Hektoliter und an Schaumwein und anderen Wein eines aufs äußerste beschränkten Quantums Tabat mäßigster zeugung für die Steuerpläne der Regierung eintreten, die in Flaschen 51 000 Hektoliter betrug. Nach den Berech Qualität hat er zwei bis drei Prozent seines Verdienstes ja nur die Arbeiter schwer belasten, während sie die Geld- nungen Miraglia's( Generaldirektor für Ackerbau in Italien) anzulegen, der Reiche kann für den tausendsten Theil säcke nicht drücken werden. Die Rheinisch- Westfälische kommen auf den Einwohner im Jahresdurchschnitte in seines Mammons das Beste und Ausgesuchteste genießen, Beitung", die" Magdeburger Zeitung" und andere national Deutschland 5,7 Liter. eine, am Sonntag zwei bis drei 5 Pfennig- Bigarren. Es Politische tebersicht. anderem Wein im Jahre 1890 in Flaschen 7780 Hektoliter Berlin, den 7. Oktober. " was die Erde schafft. Und wenn man nun dieses Miß- liberale Organe tönnen im wesentlichen nur zustimmend verhältniß künstlich durch Steuern und Abgaben steigern den Reichsfinanzreformplan begrüßen, und die„ National- Wozn wir heidenmäßig viel Geld haben. Für hilft, da wagt man, sich noch das Mäntelchen der Volts- Zeitung", auch die Natlib. Korr." macht Stimmung für die durch die letzten Manöver des Gardekorps verursachten freundlichkeit umzuhängen? Man will dem Arbeiter etwas den Fabrikat- Steuerentwurf, räth den Rauchern schlechtere Flurschäden sind im Ruppiner Kreis 34 262 und im von einer Mehrbelastung der wohlhabenden Klassen" vor- Sorten zu rauchen und will glauben machen, daß eine Kreis Weſtpriegnit 46 000 Mark, also in Summa 80 262 flunkern, weil man etwas mehr von jenen nimmt, die Aenderung der Eisenbahntarise für Tabat und Tabat- Mart Entschädigung gezahlt worden. Die den ein" Feuilleton. [ 28 Unternehmungen. Reine Barmherzigkeit, wenn er einmal wird, Löwen gleich, nach der geschmeckten Süßigkeit kaum in unsere Hände geräth. Er darf auch feine erwarten, da seinen Wärter mehr verschonen. Matt und schwach bin ich, er ein abtrünniger Bruder ist, der unsere reformirte Ge- venn ich lange kein Blut gesehen habe; es raucht mir meinde verlassen hat, nur um der Regierung gefällig zu dann entgegen wie der Schein der Lampe in trübsein und bei weltlichen Ehren zu bleiben." seliger Dämmerung, wie das Morgenroth nach schwarzer Man hörte ein lautes Geschrei, und aus einem engen Nacht." Der Aufruhr in den Cevennen. Sohlwege stürzte jetzt Ravanel mit einer Schaar heraus, Cavalier verwies dem Eifernden seine Grausamkeit, Eine Erzählung von Ludwig Zied. " " die den streifenden Soldaten glücklich entkommen war. Auf und Catinat führte die übrigen Gefangenen an die Felsender Höhe machte man Halt, und die Gefangenen wurden wand, wo sie unter den Schwertstreichen der Kamisards vorgeführt. Das Kriegsgericht, das man schnell auswählte, niedersanken. Nur ihr Anführer, der größte und wildeste verdammte sie alle zum Tode, und kaum war das Wort von allen, war noch übrig. Dieser rief jetzt mit gewaltiger " Wohl," sagte Cavalier, ist der wunderliche Mann nicht ausgesprochen, als der behende Ravanel den vordersten Stimme: Haltet! Ferne sei es von mir, um mein Leben ohne Geist und Einsicht. Wenn er am Menschen nur auch schon mit seinem Pistol niedergeschossen hatte, so daß das zu bitten, das ich so armseligem Bolt auch nicht einmal etwas mehr als die Beine erkannt hätte, so möchte er vielleicht umspritzende Blut den nahestehenden Edmund befleckte. Der schuldig sein möchte, doch, was ich verlange, könnt Ihr minder gottlos sein, denn auch vom Fuß hinauf sollte er end- Gefallene röchelte nur wenig und verschied sogleich. Edmund mir leicht ohne Nachtheil gewähren." lich zum Herzen und später zum Geist gelangen. Freilich ver- trat entsetzt und erblassend zurück. Was willst Du, Bösewicht?" fragte Cavalier, indem halten wir uns auch zur großen Natur wohl nicht anders, Du hast wohl noch nicht viel Blut gesehen, junger fich die übrigen noch dichter um ihn versammelten. und wenn der Herr uns nicht persönlich entgegenkommt aus Mann?" rief ihm Ravanel spottend zu; so solltest Du" Daß Ihr mir die Arme losbindet," sagte der große Barmherzigkeit, jo gelangen wir nicht einmal dazu, ihm die heute Deine Weihe feiern und selbst einige dieser Elenden wilde Mann mit dem Ausdruck der tiefsten Verachtung, Riemen seiner Schuhe aufzulösen, wenn es anders erlaubt niedermekeln." ,, daß ich dann noch einmal und zum letzten Mal meine Flasche ist, so weltlich von ihm zu sprechen." „ Laß das jetzt, Bruder Ravanel," rief Catinat, die an meinen vertrockneten Mund setze, die mir in allen DrangIndem jezt die Klarheit des Tages sich verbreitete und Königlichen steh'n so nahe, und wir kennen ihre Anzahl salen Freund und Tröster gewesen ist, und daß ihr nachsie um eine Felsenecke bogen, erblickten sie unter sich im nicht, daß wir sie mit unserem Schießen nicht herbeilocken her dafür sorgt, daß ich recht schnell so erbärmlicher GesellThal den Zug der Kamisards mit ihren Gefangenen. dürfen. Wird es uns doch nachher schwer genug werden, schaft als der Eurigen los werde." Zugleich kam der alte Favart gelaufen nnd meldete ihnen, uns von ihnen loszumachen." Die Kamisards murrten und wollten ihn niederhauen, daß Roland sich mit einem Trupp Gipfel" Doch dürfen die Armseligen nicht leben bleiben!" aber auf einen Wink Catinats traten sie zurück, der selber jenes Berges herabgezogen habe, daß aber der Obrist rief Ravanel von neuem zornig, 30g alsbald fein Schwert die Bande des Gefangenen auflöste und mit dem Schwert Julien jetzt mit einer ansehnlichen Mannschaft zwischen und hieb damit den Nächststehenden, der auch gleich ver- in der Hand beobachtete, ob ihn die Verzweiflung vielleicht ihnen beiden stehe, die man wohl schwerlich umgehen könne. blutend zusammenstürzte. zu irgend einem tollkühnen Unternehmen in Augenblick Catinat zog mit dem Haufen zu ihnen und erzürnte heftig, Soll ein Bruder blutgievig sein?" fragte Edmund. feines Todes antreiben möchte. Doch der greise gewaltige als er die Hemmung ihres weitern Marsches vernahm. Der Wohl soll er es!" rief ihm Ravanel zürnend ent- Mann sah mit der größten Ruhe umher, schüttelte seine Mameluck!" rief er aus, dieser Julien, dem ich schon gegen; o, Freund, wer es nur einmal gekostet, das Ver- Arme und Schultern, um nach dem Zwange wieder seine seit so lange den Tod geschworen habe, kreuzt alle unsere gnügen," einen Feind zu seinen Füßen niederzustrecken, der Freiheit zu empfinden, nahm dann lächelnd eine Flasche zelnen Gemeinden zugewiesenen Beträge fchwanken zwischen 1 und 15 701 Mart. Unser deutsches Vaterland befißt aber zur Zeit 20 solcher Armeekorps; nimmt man also an, daß die Manöver aller übrigen Korps je ungefähr dieselbe Summe verschlingen, so ergiebt das eine Gesammitsumme von rund 1605 000 Mark für Schäden, die dem Landmann zugefügt wurden. Was mag wohl dabei alles ruinirt und verwüstet werden. Andrerseits wird über Futtermangel geflagt. So zum Beispiel hat das an der Dosse belegene märkische Hauptgestüt in diesem Jahre seine Futterböden noch nicht füllen können, sucht noch 1400 8tr. Hafer und wendet sich nunmehr an die Produzenten selbst, mit der Aufforderung, Angebote auch in kleineren Posten einzureichen. Es ist wohl selbstverständlich, daß mit der Verwüstung der Felder ein Steigen der Nahrungsmittelpreise Hand in Hand geht; wer leidet denn am meisten darunter? Die arbeitenden Bevölkerungsklassen. Ein evangelisches Predigerseminar soll nach der Absicht des Kultusministeriums, wie die Voss. 3tg." er fährt, in jeder Provinz eingerichtet werden, sobald die dazu erforderlichen Geldmittel flüssig gemacht werden können. Für Soldaten und Geistliche haben unsere Regierungen ftets Geld in Hülle und Fülle. Wir wünschen, daß die Kirche vom Staate getrennt werden solle und daß Religion Privatsache sei, daß demnach die Gläubigen aus der eigenen Tasche die sämmtlichen Ausgaben für Kirche und Geiſt lichkeit und Heranbildung der Prediger tragen. Wie kommen die aus der Kirche Ausgetretenen und die ihr nur dem Namen nach Zugehörigen dazu, aus ihren Steuergroschen tirchliche Zwecke unterstüßen zu lassen. Zur Handwerkerfrage. Auch die Handels- und Gewerbekammer zu Hildburghausen und die Dresdener Gewerbekammer haben sich gegen die Reformpläne des Herrn von Berlepsch erklärt. Letztere fordert, so wie wir schon vor Monatsfrist, wenn auch natürlich mit einer anderen Begründung, die Veranstaltung einer Berufsstatistik, bevor an die Organisation des Handwerks geschritten wird. freie Vereins- und Bersammlungsrecht, den unentgeltlichen| Der Frankfurter Zeitung" wird aus Bern telegraphirt: Schulunterricht nebst Beschaffung der Lehrmittel durch den Der schweizerische Bundesrath ist auf das Gesuch von Staat, die Uebernahme der Armenlaften auf den Staat, die Eduard Bernstein und Julius Motteler in London, die ant Vermehrung der Fabrikinspektoren durch praktisch erfahrene 12. April 1888 gegen sie erlassene Ausweisungsverfügung Personen beiderlei Geschlechts, die staatliche Anstellung der Aerzte nebst Verstaatlichung der Apotheken, Revision des Ein- aufzuheben, nicht eingetreten. tommensteuer- Gesetzes zu noch größerer Entlastung der niederen Unterstützung der Wöchnerinnen in der Schweiz. Klaffen, Berbot der Gefängnißarbeiten für Unternehmer, Ver- In den Verhandlungen der vorberathenden Kommission der besserung der Gehälter der unteren Staatsdiener, Abschaffung Kranken- und Unfallversicherung wurde beschlossen, die sämmtlicher indirekten Steuern, Uebernahme der MobiliarVersicherung auf den Staat, Aufhebung der Gesinde- Ordnung, Wöchnerinnen durch 6 Wochen zu unterstüßen. Revision des Dissidenten- Gesetzes, Einrichtung einer speziellen Belgien. Im Jahre 1890 fand die letzte Volkszählung Arbeiterlohn- Statistik, Revision des Berggesezes, Beseitigung der Polizei- Verordnungen gegen die bei den sozialdemokratischen statt, deren genaue Ergebnisse jetzt in zwei diden Bänden, Versammlungen beliebten Tellersammlungen. von dem Statistischen Bureau des Landes veröffentlicht, vorliegen. Die Bevölkerung Belgiens betrug 1890 etwas Fürst Bismarck hat die Heimreise nach Friedrichsruhe über 6 Millionen, davon 5 897 883 Belgier. Da einige überstanden. Die schlimmen Nachrichten über seinen Ge- hunderttausend Belgier im Ausland, namentlich in Franksundheitszustand, die in den letzten Wochen verbreitet wurden, reich, leben, so beläuft sich die Gesammtzahl auf mehr als waren jedoch nicht sensationelle Lügen oder gar Barnum- 6 Millionen. Die Bevölkerung theilt sich, zu zwei fast sche Reklamen, wie vielfach vermuthet wird. Es war ernst, gleichen Hälften, in Flamländer( fllämisch- plattdeutsch) sehr ernst, und volle Genesung ist ausgeschlossen. Wenn und in Wallonen( französisch sprechend). Die Ver nun aber das Nahen des Todes auch den verhaßtesten Feindschiedenheit der Sprache bezeichnet jedoch keinen Raffenfür den Augenblick unangreifbar macht, so legt es doch nicht unterschied. Die Wallonen sind zum großen Theil mit die Pflicht auf, bedientenhaft zu kriechen und zu schmeicheln, germanischem( flämischem) Blut gemischt, wie die Flamländer wie das in einem würdelosen Leitartikel heute die Vossische mit französisch- gallischem. Das germanische Element herrscht Beitung" thut. Dem Sterbenden gegenüber mag die Wahr- aber entschieden vor, wie beiläufig auch schon in ganz heit verstummen sie darf aber nicht der Lüge Plaß machen. Nordfrankreich. Nur 11 pCt. der Bevölkerung sprechen Dem Sterbenden Schonung, bis der Tod die unerbittliche zugleich französisch und flämisch. 2485 000 sprechen Wahrheit wieder in ihr Recht einsetzt. blos französisch und 2 744 000 blos flämisch. Die Zahl derer die beide Sprachen sprechen, hat sich seit dem Zensus vor 1880 Belgien hat alle 10 Jahre einen Zensuswo sie 8 pCt. betrug, um 3 pCt. vermehrt. Wenn man Die 11 pct., welche französisch und deutsch sprechen, mitzählt, so sprechen 57 pCt. der Gesammtbevölkerung flämisch, 55 pСt. französisch, und 2 pCt. rein deutsch- die britte amtliche Sprache Belgiens, was den meisten unserer Leser bisher wohl schwerlich bekannt war. • 9 pet. · 15 15 " Dividenden industrieller Werke. Es zahlten: Chemische Fabriken Harburg- Staßfurt vorm. Thörl u. Heidtmann Luxemburger Bergwerks- und Saarbrücker Eisenwerks- Gesellschaft. Durbacher Hütte Delsniger Aktiengesellschaft für Gardinenfabrikation 17" Württembergische Kattunmanufaktur Hischenheim a. Brz. 22" .. 11 Dresdener Preßhefen- und Kornspiritus- Fabrik ( Bramsch) " " . 12/3, 10 8 # der Die Schul statistik ist eine traurige: 38 pt. Bevölkerung tönnen nicht lesen und fchreiben, und zwar 40 pCt. Frauen, 36 pCt. Männer. In Flandern erhebt sich sich die Der Verein für Eisenbahnreform Bonentarif Attien- Zuckerfabrik Neuwert Bahl auf 45 pCt. Am günstigsten sind die Ver hältnisse in Luxemburg, wo blos 23 pCt. nicht lesen und richtet anläßlich der preußischen Landtagswahlen an alle Falkensteiner Gardinenweberei und-Bleicherei Parteien das Ansuchen, daß die Forderung einer gründ- Baumwollspinnerei und Weberei Samperter Mühle schreiben tönnen. In den Gemeinden über 5000 EinLichen Vereinfachung und Verbilligung der EisenbahnBersonen- Fahrpreise in das Programm aufgenommen werde. Das Kapital für sich zu sorgen. Man sieht, auch in dieser schlechten Geschäftszeit weiß wohnern ist die Zahl der Personen, die gar keinen Schulunterricht genossen haben, größer als in den kleineren Städten. Diese auf den ersten Blick auffällige Thatsache Ferienkolonien. Gelegentlich der Debatte des d Die österreichische Wahlrechtsbewegung. In der erklärt sich durch die Anhäufung des industriellen Brolebayerischen Landtages über die Typhusepidemie im Münchener Leibregimente führte Genosse Bollmar folgendes Beit vom 1. Mai bis 15. September 1893 wurden in tariats in den großen Städten. Der Rapitalismus zieht er braucht aus: Der Fehler der Kommission war, daß sie zu viel nach Desterreich 404 Wahlrechtsversammlungen einberufen, davon ungeschulte Arbeiter den geschulten vor Lokalen Ursachen suchte. Bei gleichzeitigen Erkrankungen in 94 unter freiem Himmel, 67 wurden verboten, 9 aufgelöst. stumme Sklaven und Maschinen, nicht denkende, wissende Menschen. bayerischen, preußischen und französischen Garnisonen muß Kossuth. Wie ein Märchen aus alten Zeiten flingt Die 38 pCt. von Menschen, die nicht lesen und man auch nach anderen Ursachen suchen. Die Probirerei es, wenn der Name Kossuth in unser Ohr tönt. Vor 40, schreiben können, sind eine furchtbare Anklage gegen das am Menschen ist verwerflich. Die Zubereitung des vor 50 Jahren in Aller Mlund heute verschollen. Und Pfaffenthum und die Bourgeoisie, die brüderlich verbunden, Materials ist schlecht; auch das Brot aus aus den Kossuth, der ehemalige Diktator von Ungarn, der gefeiertfte zur Ausbeutung und Verdummung des Volkes, sich in Militärbäckereien. Die Soldaten und die Unter- Volsmann der Vierziger Jahre, dessen Name den Jüngeren Belgien dieses Denkmal der Schande gesetzt haben. offiziere sollen zusammenessen; für die Kost der des lebenden Geschlechts kaum bekannt ist, lebt noch, ein legteren soll nicht erheblich mehr angewendet werden. Die 92jähriger Greis in freiwilliger Verbannung, da er der nächsten Tagung der belgisch en Kammer befürwortet Die Einführung der Miliz wird voraussichtlich in armen Soldaten müssen die ihnen widerlichen Menagen unter den Szepter eines Habsburgers nicht zurückkehren werden. In Belgien wird bekanntlich eine Armeereorganieffen. Ob das Dörrgemüse, die Menage, oder der Unter- will. Er lebt noch, und muß arbeiten um zu lebensation vorbereitet, und der übrigens demokratische grund der Kaferne die Epidemie verschuldet, ist gleichgiltig. schriftstellern, die schlimmste der Frohnarbeiten. Geschenke, General Brialmont hat einen, wesentlich auf dem Boden War der Untergrund schuld, so liegt eine grobe Vernach- Gnadenfold, alle Anerbietungen aus Ungarn hat er stolz des Militarismus sich bewegenden Reformplan ausgearbeitet. lässigung vor, da die Schädlichkeit der Kaserne lange bekannt war. Glende kost, schlechte Diät, schwere Arbeit und zurückgewiesen. Vor wenigen Tagen hat er einen neuen Gegen diesen Plan wendet sich nun heute die„ Brüsseler kannt war. Elende Kost, schlechte Diät, schwere Arbeit und Band seiner Memoiren vollendet. In einem Brief schrieb Reforme", das Hauptorgan der belgischen Radikalen, und unhygienisches Wohnen schaffen die Krankheits- Dispositionen; er jüngst:„ Die Last der Jahre drückt mich nieder. Meine verlangt fategorisch den Uebergang zum Milizsystem. hier wird es auch so gewesen sein. Hier ist die Militär- alten Hände zwar zittern noch nicht, aber mein Gesicht ist verwaltung verantwortlich. Hier wie anderswo ändert der verdunkelt. Ich sehe nur noch die äußeren Umrisse der Der Jahreskongreß der französischen Sozialisten gute Wille der Militärverwaltung nicht viel; das liegt im Gegenstände, und kann weder Geschriebenes noch Gedrucktes( Marxisten)" wurde heute in Paris eröffnet. HauptgegenSystem.( Bravo! bei den Bäuerlichen, Klerikalen und lesen. Ich schreibe, ohne ein Wort sehen zu können. Und stände der Tagesordnung sind 1. die Haltung der sozialistieinigen Liberalen.) in dieser Lage mußte; ich, durch einen Vertrag gebunden, schen Abgeordneten im Parlament; 2. die Propaganda auf ein Buch vollenden." Er spricht hier von den oben er dem Lande. Wie ein Telegramm der Bossischen Zeitung" wähnten Memoiren, die demnach beendigt scheinen. In meldet, sei die Presse von den Verhandlungen ausgeschlossen. einem anderen Brief schreibt er einem Freund, der ihm Wir können das aber kaum glauben. vorigen Monat zu seinem Geburtstage glückwünschte: Es würde ein Segen sein, wenn Ihre GeburtstagsGratulation die letzte wäre. Ich hoffe ernstlich, daß dem Der bayerische Landtag wird den Antrag auf Einführung des allgemeinen Wahlrechtes ablehnen. Das Zentrum wird gefchloffen und außerdem 51 von 67 Liberalen bagegen stimmen. Das ist Wasser auf die sozialdemokratische Mühle! Sachsen. Die sozialdemokratischen Kandidaten für so sei!" den Landtag die Wahlen find am 18. Oktober, dem Jahrestag der Schlacht bei Leipzig werden für folgende Forderungen eintreten: Das allgemeine gleiche Wahlrecht auch für die sächsischen Landtagswahlen, die Abschaffung der Ersten Kaminer, das " Die Ausweisung des Redakteurs und Geschäftsleiters des„ Sozialdemokrat" bleibt trotz des alten und jungen Bismarcks Abgange, troß der Eingehung des„ Sozialdemotrat" und der Aufhebung des Sozialistengesetzes in Kraft. Der internationale Kohlenstreik. Jn England hat der Streit gestern durch die Arbeitsniederlegung von 3000 Grubenarbeitern in Monmouthshire( Wales) noch eine weitere Ausdehnung erhalten. Das Vorgehen jener Arbeiter wurde dadurch hervorgerufen, daß in den Gruben auch eine Anzahl nicht der Union angehöriger Bergleute beschäftigt ward. Man sieht, Muth und Kraft der Zu der englischen Grubenarbeiter sind ungebrochen. Konferenz, welche auf Anlaß der Mayors von Sheffield, Leeds u. s. w. am Montag in Sheffield stattfinden wird, haben der Arbeiterbund und der Unternehmerbund je drei Delegirte ernannt. Die Bourgeoispresse hält einen Vergleich für sehr wahrscheinlich. mit Wein aus dem Busen und leerte sie behaglich aus, Meinethalb. Aber ich will Euch nicht betrügen, Ihr dies elende Leben nicht schenken warf sie nachher gegen den Felsen, daß sie in Stücke brach, sollt mir dies um und wandte sich wieder an die Umstehenden, seinen Hals Euch an meiner Bekehrung zu freuen. Denn, gerade heraus, entblößend, indem er sagte:„ Nun, wenn es gefällig da seid Ihr mit aller Frömmigkeit und Buße, Gottseligkeit In Frankreich verharrt der Streik auf dem biswäre!" und Liebe ganz an den Unrechten gerathen. Ich will mit herigen Stand. In Belgien dagegen hat die Zahl der Selbst Ravanel maß ihn mit einem anstaunenden Euern Geschichten und Faseleien nichts zu thun haben, mit Feiernden wieder namhaft zugenommen. Die Herren Blicke, und Edmund, der ihn immer beobachtet hatte, Beten und Singen sollt Ihr mich verschonen, obgleich ich Grubenbesitzer haben schon solche Angst und ein so böses fühlte sich von einem unerklärlichen Gefühle angetrieben, nichts dagegen habe, mit Euch zu ziehen und wacker drein Gewissen, daß sie die Regierung um Militär anbem Verruchten das Leben zu retten. So fremd ich Euch zu schlagen, weil ich doch irgend was treiben muß und für gegangen sind ein Wunsch, dem dieselbe natürlich ohne auch sein mag, liebe Brüder," rief er laut, indem er in jetzt auch nichts Besseres zu thun wüßte." wide Bedenken und leichten Herzens" entsprochen hat. den Kreis trat, so bitte ich Euch dennoch, mich so hoch Wieder erhob sich ein Murren, aber es war jetzt nicht zu ehren, mir diesen Unglückseligen zu schenken, daß sein Beit, zu urtheilen oder zu streiten, denn man jah schon Ein spanischer Anarchist. Das Attentat von Bar: Schicksal in meinen Händen ruhen möge. Soll dieser die Truppen des Königs herbeimarschiren. Schnell be- celona ist in frischem Gedächtniß: bei einer Revue Verlorne so unvorbereitet, so ganz in der Blöße aller seiner gab sich jeder Anführer zu den Seinigen, man rief, be- wurden 4 Generale, 2 Adjutanten, 1 Gendarm und 35 ZuVerbrechen vor seinen strafenden Richter treten? Sollen fahl, und in kurzer Zeit war die Ordnung hergestellt, schauer durch einen Bombenwurf verwundet, ein Gendarm wir es nicht versuchen, das wilde Gemüth wieder zu zähmen um den Angriff abzuwarten. Edmund und der Räuber, getödtet. Ueber den Thäter, der bereits erschossen ist, und den Abtrünnigen seinem Schöpfer näher zu führen? dessen Leben er erbeten hatte, standen im Gliede bei schreibt ein Korrespondent der" Frankfurter Zeitung" aus Gönnt mir diese Wohlthat, ihre Freunde, versagt mir meine sammen. Jndem man gegeneinander rückte, stürzten bei Barcelona, vom 2. Oftober: Bitte nicht und laßt mein eigenes Leben für ihn einstehn, der ersten Salve des kleinen Gewehres viele der Kamidaß er uns diese Rettung nicht mit Verrath und Falschheit sards, aber unerschrocken, indem sie laut ihre Psalmen Lohnen wird." mis prouefangen, rückten sie vor. Bald war alles handgemein und Cavalier vereinigte aus Liebe zu Edmund seine Bitten in scheinbarer Verwirrung, denn Ravanel und sein Trupp mit denen des Jünglings, und nach kurzem Widerspruch stürzten wie wahnsinnig in den Feind, der von dieser Seite Ravanels und einigem Murren des Trupps stimmten alle bald zurückwich; andere wollten den Furchtsamen zu Hilfe in die Begnadigung des Räubers ein. Cavalier fündigte kommen, und so verwickelte sich die Wlasse auf dem beihm seine Lossprechung an, damit er fühlen solle, fügte er schränkten Plan in ein fämpfendes Gewirre. Ein großer hinzu, daß Barmherzigkeit selbst bei den Feinden sei und er Offizier ergriff Edmund, indem ein zweiter den Arm aufhob, darum von nun an auch Barmherzigkeit dort vor dem Richter- um den Jüngling niederzuhauen, als der Räuber mit Riesenstuhle des Ewigen suchen möge. fraft die beiden Soldaten bei den Haaren ergriff und ihre Der Räuber hatte Edmund schon seit lange mit seinen Röpfe so aneinander schlug, daß sie besinnungslos zu Boden großen blizenden Augen forschend angeblickt, jetzt blickte er stürzten. Aber Edmund war nur für einen Augenblick frei, fich zu dem kleinen schmächtigen Cavalier hinab und sagte denn er fand sich gleich darauf in einen Kampf mit vielen ein heftiger Schlag auf den Arm mit lachender Miene: Ei! Kleiner! Woher tennst Du denn verwickelt, und Er war gefangen, indessen seine den auf seinem Richterstuhle so gut, daß Du von ihm entwaffnete ihn. schwabest, als dürfte man nur um die Ecke dort gehen Freunde die Truppen des Königs schon zum Weichen und an sein Haus klopfen und dem Thürhüter ein Trink- gebracht hatten. Diese flohen mit ihrem Anführer geld für den Eintritt zahlen? Ihr meint also, ich solle und nahmen ihn mit sich. Er sah sich ohne Rettung noch länger diese Luft in mich athmen und dieses Licht verloren. sehen, was ich nun fast siebenzig Jahre gethan habe? ( Fortsegung folgt.) " Als am letzten Freitag das Kriegsgericht sein Todesurtheil aussprach, lächelte Pallas Latorre den Richtern zu und rief: Für mein Theil, ich hab' gar nichts dagegen!" Einen Vertheidiger hatte der Angeklagte nicht bezeichnen wollen, indem er meinte, feine Schuld sei ja flar erwiesen und der Urtheilsspruch ergebe sich von selbst; alles Gerede sei überflüssig. Im Gefängniß fällt er nie aus der Rolle, die er sich vorgeschrieben zu haben scheint. Er ist und trinkt mäßig, raucht eine Unmenge von Cigarrillos und schläft wie ein Murmelthier. So ein feines Leben", fagte er zu seinen Wächtern ,,, hab' ich noch nie gehabt. Ich esse, trinte, rauche und schlafe nach HerzensLust und brauche nicht zu arbeiten. Was kann ich mehr verlangen? Weil es gut ist, wird's nicht lange dauern, denn, wie das Sprichwort fagt: En casa del pobre, poco dura la alegria. Im Hause des armen Mannes ist die Freude von turzer Dauer.) Als gestern die Familie, das ist die Frau, die alte Mutter, die drei kleinen Kinder, der Bruder und der Schwager, in die Zelle des zum Tode Verurtheilten traten, fielen ihm alle weinend um den Hals. Er aber veränderte keine Miene, tüßte den einen nach dem andern und sagte: Rinder, was schluchzt Ihr so erbärmlich? Noch lebe ich ja!" Als ihn seine Mutter fragte, ob er denn nicht an Gott glaube, antwortete er:„ Ginen Gott giebt es nicht, Mama, das beweist uns die Astronomie und andere Wissenschaften." Pallas hat in den letzten Jahren ungeheuer viel gelesen, ohne Wahl, Gutes und Schlechtes, und die Lektüre mag ihm wohl den Ropf etwas verdreht haben. Seinen Bruder, ein 20jähriger Bursche, der am heftigsten weinte, faßte er bei der Hand und fagte:„ Dummer Kerl, sei doch ruhig jezt! Wenn Du meinen Kopf zwanzig Schritte vom Rumpf entfernt siehst, dann magst Du eine stille Thräne über den armen Paulino vergießen." Hierauf wandte er sich gegen seine hochschwangere Frau, die in schweigsamer Trauer in einer Ecke stand, und sprach:" He Frauchen, hast Du mir denn nichts Gutes mitgebracht?" Aus ihrer Schürze nahm die Wermste einen gebratenen Fisch, ein Stück Brot und ein Fläschchen Wein hervor und reichte die Eßwaaren ihrem Mann hin. Dieser empfing fie mit heiterem Lachen und verzehrte das Ganze mit sichtlichem Appetit. Als die Flasche leer war, nahm er die zwei kleinsten Kinder auf seinen Schooß und füßte sie mehrere Male. In dem Augenblick soll in seinen Augen ein feuchter Schimmer bemerkt worden fein. Um 6 Uhr verließ feine Familie das Gefängniß. Pallas behauptet, er habe beim Planen und der Ausführung seines Verbrechens teine Mithelfer gehabt. Das ist sehr wahrscheinlich. An dem Beispiel dieses Mannes, dessen Heldenmuth kein Mensch von Ehre und Gefühl bezweifeln fann, sehen wir aber so recht deutlich, wie die heutige Gesellschaftsordnung Opfer schafft und zu Verzweiflungsthaten heranzieht, die sie mit ihrer fatten Moral als Verbrechen" brandmarkt, während sie für den Verbrecher" selbst den letzten Beweisgrund" hat: Pulver und Blei, das Henkerbeil oder das Messer der Guillotine. Parteinachrichten. " Achtung, Sattler! Bufolge telegraphischer Mittheilung aus Straßburg im Elsaß haben in der dortigen MilitärEffektenfabrik von Jansen 46 Sattler die Arbeit niedergelegt. Weitere Mittheilung folgt. Buzug ist streng fern zu halten. J. A.: Joh. Sassenbach. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abbruck ersucht. Gleiches Recht für Alle? Zu den preußischen Landtags: wahlen, schreibt der Boltswille", sind die gemeinsamen Gegner der Sozialdemokratie eifrig bei der Arbeit und besonders die Nationalliberalen agitiren nach Kräften. Der nationalliberale Verein für den Stadt- und Landkreis Linden hielt am Mittwoch Die Steinmetzen der Firma Schräp'sche Granitindustrie in Abend eine Generalversammlung ab, in der der Vorstand die to stock haben am 6. d. M. wegen Lohndifferenzen und unVersicherung abgab, er werde sich mit den Vorständen der Ber angemessener Behandlung die Arbeit niedergelegt. Vor Zuzug eine im Landkreise in Verbindung setzen, um eine Einigung hin- nach Rostock wird gewarnt. Alle Arbeiterblätter werden um Absichtlich der Landtagswahl zu erzielen.-Der Wille ist ganz druck gebeten. Briefe und Sendungen sind zu richten an Ghr. gut, aber das preußische Vereinsgefez um so schlechter. Wenigstens Schörner, Steinmez in Rostock, Strandstr. 31. wird gegen Sozialdemokraten der§ 8b des preußischen Vereinsgesetzes, Die Brüsseler Kürschner senden uns folgenden Situationswelches verbietet, daß politische Vereine mit anderen gleicher Art bericht zur Veröffentlichung zu: Der Streit der Kürschner ist zu gemeinsamen Zwecken in Verbindung treten, in aller Strenge zur Zeit soweit beendigt, daß nur noch die vier Firmen Schlobach, aufrecht erhalten. Sind die Nationalliberalen so unwissend, daß Arthur First, Bockar und Saubert u. Ko. sich sträuben, die Forsie trotz dieser die politische Freiheit so beeinträchtigenden Para berungen der Arbeiter zu bewilligen. Ueber diese Geschäfte graphen öffentlich Beschlüsse fassen, die denselben entgegengesezt bleibt die verhängte Sperre bestehen. Die Ausgesperrten find find, oder glauben sie, daß bei den Nationalliberalen so etwas sämmtlich untergebracht. Leider haben mit Ausnahme zweier nicht so streng genommen wird? Kollegen die Antwerpener Kürschner sich nicht an der Lohns Hoffentlich verlangen die nationalliberalen Wähler, denen bewegung betheiligt, doch hoffen die Brüsseler, daß es ihnen auf jeden Fall diese Verbindung der Vereinsvorstände verboten nächstdem dennoch gelingen wird, die Antwerpener in Bewegung werden wird, von ihren Abgeordneten, daß dieselbent im preußi- zu bringen. Charakteristisch ist, daß die Prinzipale, als sie sich gesetzes, welche die politische Freiheit beeinträchtigen, beseitigen. Gewerkschaftsleiter zu bewirken suchten, jedoch ist ihr Plan in fchen Landtage diese und noch andere Bestimmungen des Vereins- nicht anders helfen konnten, die Ausweisung der deutschen Die Nationalliberalen besigen ja die Macht dazu! Aber wir letter Stunde vereitelt worden. Es ist jedoch, um die errungenen meinen, daß sie sich hüten werden, gleiches Recht für alle zu Erfolge zu sichern, bei den gespannten Verhältnissen durchaus fordern! nothwendig, daß die deutschen Kollegen bis auf weiteres den ladli Unterm neuen Kurs. Die Halberstädter Sonntags. Buzug fernhalten. Zeitung" meldet lakonisch: Im vergangenen Vierteljahr sind Zu der volkswirthschaftlichen Konferenz des freien In Südafrika ist ein frischer fröhlicher Krieg gegen den früheren verantwortlichen Redakteur dieses Blattes deutschen Hochstifts, die am Sonntag beginnt, ist von der ausgebrochen zwischen Engländern und dem Stamm der folgende Strafen erkannt: 1. Juli wegen Romen- Beleidigung Braunschweiger. Stadtverordneten- Versammlung neben Watabela. Es handelt sich um das alte Goldland Ophir 500 m. Geldstrafe oder 100 Tage Gefängniß. 2. August Be einem bürgerlichen Vertreter auch der sozialdemokratische Stadtheute Betfchuanaland. Der verfluchte Gold- leidigung der Söhne des Fürsten Pleß 300 Mt. Geldstrafe oder verordnete Riete entsandt. hunger" englischer Kolonisten und Kolonialpolitiker hat zufängniß beantragt.) 14. September Beleidigung der Walden 2 Monate Gefängniß.( Der Staatsanwalt hatte 9 Monate Gedem Konflikte geführt, in bem, wie es scheint, auch den burger Pastoren( Kreidewurst) 4 Wochen Gefängniß. Gegen den holländischen Bueren eine Rolle zufallen wird. Der erste jegigen verantwortlichen Redakteur wurde am 20. September Schuß ist gefallen wenn der letzte fallen wird, ist nicht wegen Beleidigung des Kartellkandidaten Placke auf 50 M. Geldabzusehen. Die Matabela sind mit den Zulukaffern stamm- strafe oder 5 Tage Haft erkannt. Summa: 850 M. Geldstrafe verwandt und gehören zu den ftreitbarsten, tapfersten Be- und 4 Wochen Gefängniß, oder 295 Tage Gefängniß für 4 Bewohnern Afrikas. Mischen die Bueren sich ein, so dürften leidigungen in einem Vierteljahr. Außerdem schwebt noch eine auch die deutschen Kolonialinteressen berührt, und, gleich Anklage. den englischen in jenen Gegenden, ernstlich bedroht sein. Für unsere Kolonialpolitiker freilich ein guter Vorwand zur Erpressung neuer Geldbewilligungen. Taschen zu! " Polizeiliches, Gerichtliches ze. Unter Beibehaltung des früheren Tagelohns hat die Harburger Wirkliche Humanität. Aus Hamburg wird berichtet: Gummikamm Kompagnie die Arbeitszeit von zehn auf neun Stunden herabgesetzt. Die Folge dieser Maßregel wird sein, Unter des von, auf neun daß das gesammte Hamburger Broßenthum die Direktoren der Kompagnie auf den Index setzt. Wie man bant. In Königswinter ist am 1. Oftober ber Neubau des Attien- ,, Hotel zum goldenen Drachen" eingestürzt und hat 5 Arbeiter unter seinen Trümmern begraben, von denen brei getödtet, einer schwer und einer leichter verlegt worden Vor dem Landgericht Oldenburg wurde am find. Das Hotel hatte sich allmälig zu einem Riefenbau Also 4. Oktober über die von dem Redakteur des Blattes, Genossen ausgewachsen, aber gleichzeitig war es auch ein RiesenschwindelDuben, eingelegte Revision gegen das Urtheil des Schöffen- bau; denn in dem Trümmerhaufen fiel allgemein die BeschaffenFabrikanten Doornkaat aus Norden zu 3 Monaten Gefängniß ander gefallen war. Kaum ein einziger Stein fand sich, an dem gerichts Jever verhandelt, welches ihn wegen Beleidigung des heit des Mörtels auf, der meistens vollständig zu Sand auseinverurtheilt hatte. Trotz guter Vertheidigung, welche sich nament der Mörtel haften geblieben wäre. Wie viele folcher gewaltiger lich gegen das enorm hohe Strafmaß wandte, wurde das Urtheil Särge stehen in unseren Großstädten! Sie wurden gebaut, um bestätigt. Bekanntlich leben wir in einem Rechtsstaat und in turzer Beit mühelos Geld zu erwerben und sei es auch weil wir in einem Rechtsstaat leben, so mag noch einmal er- nur auf Kosten der Bauhandwerker, die in diesen Fällen meist wähnt werden, daß seiner Zeit der Redakteur der Bremer immer die Gerupften find,-um dann nur für den Geldmann, der ein Bürger- Zeitung", Genoffe Julius Bruhns, von der Straftammer geringeres Kapital in den Bau hineingesteckt hatte als zum völligen zu Bremen für dasselbe Bergehen gegen dieselben strafgefeßlichen Ausbau des Hauses nöthig gewesen wäre, selbst wenn man Bestimmungen zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt worden ist. auch nur die schlechtesten Materialien verwendet, eine horrende Bolts- Zeitung" Hans Künzel wegen Beleidigung des Gendarmen auf Leib und Leben der Bewohner. Vom Landgericht Plauen wurde der Redakteur der„ Vogtl. Verzinsung des Anlagekapitals zu ermöglichen ohne Rücksicht Das ist echter Kapitalismus Billy von der Amtshauptmannschaft Auerbach zu 14 Tagen Ge- mit feinem ganzen Glorienschein zynischer Gewiffenlosigkeit. fängniß verurtheilt. Eine Fabrikinspektorin und der Achtstundentag. Florence Kelley, die Fabrik- Inspektorin von Chicago, hat vor kurzem daselbst wie wir der Newyorker Volks zeitung" entnehmen vor der Konvention der Fabrik inspektoren des Landes einen Vortrag über das neue Fabrik Inspektionsgesetz des Staates gehalten. Dieses Gesetz schreibt durchgängig die achtstündige Arbeitszeit für Frauen und Kinder vor und ist in dieser Hinsicht das radikalste, welches in diesem Lande besteht. Soziale Meberlicht. Die Gesetzgeber, die das Fabrikgesetz von Illinois entworfen haben sagte Frau Kelley in ihrem Vortrag haben die Bestimmungen der Geseze von Massachusetts und Newyork untersucht und beschlossen, dem Instinkt der Opfer des Schwißsystems zu folgen, welche ihnen versicherten, daß' eine Achtstunden- Klausel eine bessere Wirkung erzielen werde. Das Argument geht sehr einfach dahin, daß eine Schwitzbude eine kleine Arbeitergruppe sei, und daß niemand in 8 Stunden genug Geld aus ihr herausschlagen kann, um An die Gewerkschaften Berlins. Seit langem befinden das Geschäft profitabel zu machen. Bierzehn, sechzehn oder sich die Korbmacher im Stampf gegen ihre Arbeitgeber, die die achtzehn Stunden bedarf es, damit es profitabel wird. Nothlage der Arbeiter benugend, ihnen geradezu Hungerföhne für Darum muß die Ausdehnung des Gesetzes zu großen Werk stätten mit großen Gruppen von Achtstunden- Arbeitern führen, aber solche Werkstätten würden keine Schwitzbuden sein und die Bekleidungs- Industrie würde dann auf die felbe Stufe wie andere fabrikmäßig betriebene Geschäfte gestellt werden, denn keine große Gruppe Arbeiter unters wirft sich den ungesunden Bedingungen, die als unvermeidlich von kleinen, meist aus Kindern bestehenden Gruppen hingenommen werden. die Anfertigung der Militärlieferungen( Geschoßtransporttörbe) anbieten. Unsere Berufsgenossen machen wir nochmals darauf straße 43, von der Organisation die Sperre verhängt ist. Wir aufmerksam, daß über die Firma A. Starte( Moabit) Waldersuchen die Kollegen den Buzug fern zu halten. J. A.: Brückner, Prinzenstr. 111. Der Vorstand Berlins unb umgegend. Ein Dachdecker- Kongreß tagte vom 1. bis 3. Oktober in Halberstadt. Auf demselben waren 13 Delegirte als Vertreter von 16 Städten versammelt. In der Hauptsache wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Zur Kräftigung der Organisation und Agitation für den Verband sollen Flugblätter verbreitet, der Verband in Bezirke eingetheilt und an Orten, wo noch feine Filiale be steht, Versammlungen einberufen werden. Die Zentralorganisation wird beibehalten, in Ländern, wo die Vereinsgesetze den Anschluß an die Bentralorganisation nicht gestalten, regelt ein in öffentlicher Versammlung gewählter Vertrauensmann die Angelegenheiten. Mit den Bauhandwerkern soll ein Kartellvertrag an Der Kongreß verwirft die Akkordarbeit und Ueberstunden und gestrebt werden, behufs gegenseitiger Unterstügung bei Streits. erachtet es als Aufgabe der Kollegen, in diesem Sinne zu handeln. Der Siz des Verbandes sowie des Zentralorgans ( welches unter anderem Titel in Zukunft erscheinen soll) wird nach Frankfurt a. M. verlegt, dem bisherigen Vorstande wird ein Vertrauensvotum ausgestellt. Der Kongreß erachtet weiterhin eine Verbands- Statuten- Aenderung für nothwendig. Bureau Angestellten! Am Dienstag, den 10. Oftober, Abends 8½ Uhr, findet bei Philipp, Rosenthalerstr. 38, eine öffentliche Bersammlung der Bureau- Angestellten statt, in der die Ein werthvolles, bereits erreichtes Resultat des neuen werden. Grscheint alle zahlreich. Die Versammlung wird von mns wird aufs Neue dokumentirt durch eine Mittheilung, die schauderhaftesten Zustände aus unserem Berufe veröffentlicht Die Harmonie zwischen Kapitalismus und Militaris. Gesetzes besteht darin, daß die Arbeit einheitlicher der unterzeichneten Vereinigung einberufen, geworden ist und den Mädchen und Frauen Ruhe gesichert der Algemeine Anzeiger für Brauereien" vom 5. Oftober b. J. wurde. Früher herrschte in manchen Geschäften der Ge- der Freien Bereinigung der Bureau- Angestellten bringt. In einem Erntebericht vom Gut Altenſtadt bei Weißen= brauch, während eines Theils des Jahres Ueberzeit zu arburg im Elsaß heißt es ganz unverfroren, die Ernte habe sich beiten und dann die Fabriken ganz zu schließen, oder 3 か etwas verzögert, da die Pflücker angesichts des geringen Ver= oder 4 recht lange Tage in der Woche zu arbeiten. Diese geheuren Mißstände, welche die Kaufleute aller Branchen drücken, entschließen mußten, Militär in Anspruch zu nehmen. Handelsaugestellte aller Branchen! Angesichts der un dienstes streitten und sich verschiedene größere Produzenten Unregelmäßigkeit ist eine der am grausamsten demoralisiren gegenüber der ständig zunehmenden Arbeitslosigkeit, den immer den Erfahrungen im Leben eines arbeitenden Mädchens. weiter sinkenden Gehältern, der ständig wachsenden Verlängerung Müglichkeit des Militärs fich hinfort noch bürgerliche Blätter Die Regulirung der Arbeitszeit bewirkt unvermeidlich, die der Arbeitszeit, der fortwährend größer werdenden Herabwürdi- finden werden, die sich bei fünftigen Anlässen gegen eine Ver Arbeitsstunden über das ganze Jahr zu vertheilen, und gung, die der Mensch in Euch von seiten rücksichtsloser Unter- mehrung des herrlichen Kriegsheeres zieren? fichert so größere Beständigkeit der Arbeit. Dies muß be- nehmer erfährt, turz angesichts der jämmerlichen sozialen Lage Auch nicht Kanonen, viel Hundertpfünder, fie helfen euch sonders im Kleidergeschäft wohlthätig wirken, in welchem der Lohnarbeiter des Kaufmannsstandes ist Gegenwehr die erste heut ihr lieben Rinder! Die Magdeb. Volksstimme" schreibt: bie langen ermüdenden Tage in den Hochsommer und der Pflicht. Die Gegenwehr kann nicht der Einzelne in die Sand Das Lokal eines Gastwirths in einem im Kreise Oschersleben be= erzwungene Müffiggang und die Entbehrung mitten in den Organisation. Die einzige kaufmännische Organisation in Berlin, Bersammlungen hergegeben hatte, steht unter Militärverbot.. Das nehmen, sondern nur die Gesammtheit. Deshalb bedarf es der legenen Städtchen, welcher fein Lofal zu sozialdemokratischen Winter fallen, wo sie am schwersten ertragen werden welche begriffen hat, daß der Handelsangestellte und der hinderte ihn aber nicht, daß ihm beim letzten Manöver 5 Mann können und die Lebenskraft am härtesten treffen. Arbeiter der Industrie mit dem gleichen Gegner zu kämpfen ins Dartier gelegt wurden. War es uun Zufall oder ist die Die Seele des Gesetzes ist natürlich die Achtstunden haben, dem Kapitalismus, und sich der gleichen Waffen Schulter Mehrzahl der jetzigen Referveleute bereits vom sozialdemokratischen Abtheilung. Dies macht es für jedes Gewerkschaftsmitglied an Schulter zu bedienen haben, das ist die Freie Bereinigung Gifte angefressen? Sämmtliche Einquartierte erkannten sich als in Illinois, ob Mann oder Frau, zu einem Prinzip, sofort der Kaufleute zu Berlin." Wer mit uns der Ansicht ist, daß es Genossen und wurden von ihrem sozialdemokratischen Quartierjede Berlegung des Gesetzes zu berichten, und die Gewert des eifrigsten gewerkschaftlichen Kämpfens und Ringens bedarf, wirth gut verpflegt. Sie sprechen ihm auch an dieser Stelle schaften haben sich als recht schäßbare Helfer bei der Aus- der trete an unsere Seite, der trete dem genannten Verein bei ihren Dant aus. führung dieser Abtheilung erwiesen. Kollegen, es ist Zeit, daß der Kaufmannsstand in politischen und wirthschaftlichen Fragen Stellung nimmt und sich an die Wozu die Invalidenrente gut ist. Wenn jemand meinen Die Vortragende berichtete sodann weiter, daß das Seite deffen stellt zu dem er gehört, an die Seite des kämpfenden sollte, durch die Invalidenrente sollten die armen arbeitsGesetz meistens willig durchgeführt werde und daß die Ar- Proletariats! Kommt darum sobald wie möglich zu uns, denn unfähigen Arbeiter vor der drückendsten Noth bewahrt bleiben, beiterinnen mit den Fabrikinspektoren zusammenwirken. erst wenn die kaufmännische Gewerkschaft in Berlin eine Achtung so wird er durch nachstehendes Ereigniß, das dem Stettiner Offene Feindseligkeit gegen das Geseh beschränkt sich gebietende Bahl von Mitgliedern und Kämpfern zählt, dürft Ihr Voltsboten" von einem Genossen aus Treptow a. Toll. geauf einige Metallstempel- und Holzarbeiter- Firmen, verstärkt hoffen, daß Gure Forderungen der Erfüllung entgegengehen. meldet wird, eines anderen belehrt werden. In dem genannten durch die größten Crackerbäcker und die notorischen Pfeiler land ergriffen hat, dürft Ihr sagen, daß Ihr Eure Schuldigkeit infolge von abwechselnden Erdarbeiten Gelent- Rheumatismus Erst wenn die kaufmännische Organisation ganz Deutsch- Städtchen trug fich folgendes zu: Der Arbeiter Gramenz, der sich des Schwißsystems, die Kaufmannsmillionäre der Bekleidungs- zum eigenen Wohle und zum Wohle der Menschheit gethan augezogen hatte und deshalb arbeitsunfähig war, hatte vom geschäfte. Gegen diese wird Beweismaterial gesammelt und habt. Die Freie Vereinigung der Kaufleute" tagt in Norbert's Magistrat feit anderthalb Jahren Armenunterstützung bekommen. nächstens gerichtlich vorgegangen. Die Frage ist von hohem Etablissement zur Neuen Post in der Beuthstraße. Dort findet Da der Arbeiter aber feine Aussicht auf Befferung hat, so hatte Intereffe, ob das Schwizsystem durch die gesetzliche Ber- jeden Montag Abend eine gemüthliche Zufanımentunft statt. er sich an die Invalidenkasse gewandt, wo es ihm auch nach fürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden leichter zu ver- Am nächsten Montag tagt eine Versammlung der Freien Ver- langer Zeit gelungen ist, Juvalidencente zu erhalten und nichten ist, als durch die umständlichen Sanitätsgefege, einigung" mit der Tagesordnung: Wa 3 antworten wir zwar monatlich 9 Mark 50 Pfennige. Am 18. September bekam Labels 2c. der östlichen Staaten. Jedenfalls wird diese dem Minister?" Am 14. Oktober findet das Stiftungsfejt er für die verflossene Beit seiner Invalidität nachbezahlt Methode unter der energischen Handhabung der Frau Kelley im gleichen Lokale statt. Alle aufgeklärten Kollegen und alle und erhielt die annehmbare Summe von 164 M. zugeschickt. eine ernste Probe bestehen. Gesinnungsgenossen anderer Berufe sind herzlich willkommen. Noch einmal Herr Gustav Landauer. In der heutigen Nummer des„ Sozialist" hält Herr Gustav Landauer seine Behauptung aufrecht, daß ich ihnin Zürich einen Polizei- Agenten" genannt, und hat die Unverschämt heit, mich einen Lügner" zu nennen. Ich will hierauf erklären, daß ich es unter meiner Würde halte, auf diesen bubenhaften Angriff eines un zurechnungsfähigen Fanatikers gebührend zu antworten. Berlin, den 7. Ottober 1893. A. Bebel. " Die Freie Vereinigung der Kaufleute. J. A.: Adler. Noch lag das Geld aber auf der Post, als der hochlöbliche Magistrat davon Kunde erhielt, sich schleunigst das Geld holen ließ, das ganze Armen Unterstüßungsgeld abrechnete und dann dem Arbeiter das enorme Sümmchen von kaum 30 M. ausendete. Achtung, Vergolder und Berufsgenossen! Am Diens. Der Arbeiter, der sich schon gefreut hatte und glaubte, dieseir tag, den 10. Oktober, Abends 81/2 Uhr, findet in Scheffer's Winter sich mit dem Gelde vor Hunger und Kälte zu schützen, Salon, Inselstr. 10, eine öffentliche Versammlung statt mit der muß jezt die Erfahrung machen, daß nicht er, sondern der Tagesordnung: 1. Bericht über die Urabstimmung. 2. Vortrag: Magiftrat der Empfänger der Invalidenrente ist. So forgt Das Affordsystem als Säule des heutigen Staates. Referent: die Behörde selbst dafür, daß die Sozialdemokratie immer mehr Wichtigkeit der Tagesordnung fordern wir alle Kollegen, die sich und des Reichstages gewesen, die Invalidenrente an den Magistrat Kollege Tichelmann. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Bei der Anhänger findet. Es ist gewiß nicht die Absicht der Regierung für eine Urabstimmung ertlärt haben, auf, in dieser Versammlung zu zahlen und muß hier von Gesetzes wegen ein Riegel vorzu erscheinen. geschoben werden. Müssen die Arbeiter vielleicht deshalb kleben, damit die Behörden verauslagte Gelder zurückerhalten? Die Agitation3 Rommission. Für den Inhalt der Inferate über Castan's nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 8. Oktober. Freie Volksbühne( Nationaltheater). Nachmittag 3 Uhr: I. Abthlg. Uriel Acosta. Opernhaus. Die Afrikanerin. Montag: Alessandro Stradella. Das Buch Hiob. Schauspielhaus. Die Shakespeare. Montag: 3opf und Schwert. Deutsches Theater. Der Talisman. Montag: Romeo und Julia. Berliner Theater. Die guten Freunde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leming- Theater. Mauerblümchen. Montag: Diefelbe Vorstellung. Wallner- Theater. Der Schlageing. Montag: Der Herrgottschniger von Ammergau. Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Ribadier. Dem Ehepaar Krewinkel in Aachen| fenden wir zu der heutigen filbernen Hochzeitsfeier die herzlichsten Glückwünsche. Möge es an der Grenze Stange halten. Panopticum. Deutschlands noch lange treu zur Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassageEinige Berliner Parteigenoffen. Todesanzeige. 350/6 Freie Volksbühne. Die Vorstellung für die 1. Abtheilung beginnt um 3 Uhr, die Verloosung um 2 Uhr. Die Mitglieder werden gebeten, nicht vor 2 Uhr und nicht nach 3 Uhr zu kommen. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Den Parteigenossen des 4. Berliner 396/7 Reichstags- Wahlkreises zur Nachricht, daß unser alter Genosse Hermann Laske am Freitag, den 6. Oktober Sozialdemokratischer Wahlverein nach langjährigem Leiden an der Pro- für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. letarierkrankheit gestorben ist, er war Panopticum. ein treuer Kämpfer für Wahrheit, Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. Freiheit und Recht, auch unter dem Versammlung Ausnahmegesetz war er immer auf dem am Dienstag, 10. Oftober, Ab. 81/2 Uhr, im Vereinshause Süd- Ost, Posten, wenn es galt die Sache des Proletariats zu vertreten. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Montag, 3. den 9. Oktober, Nachm. 4 Uhr, vom 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. aus, nach Wilhelmsberg statt. Trauerhause, Frankfurter Allee 76, Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. darunter der Viel Neues, Schußlanal der Kugeln des Das System deutschen Militärs, fünf Körper Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Gruft- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Berliner Bollblut. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria- Theater. Frau Venus. Montag: Diefelbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. Montag: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Bor. stellung. = Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Um zahlreiche Betheiligung ersuchen Die Vertrauenspersonen. Allen Mitgliedern des sozialdemo fratischen Wahlvereins im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis theilen wir hierdurch mit, daß unser altes Mitglied, der Genosse Hermann Laske am Freitag, den 6. Oktober gestorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 9. Oktober, Nachmi. 4 Uhr, vom Freitag: Damentag. Trauerhause aus nach Wilhelmsberg Entree 50 Pfg. American- Theater. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Les deux Crenlets. Unübertr. Verwandlungs- Instrumentalisten. Hugo Schulz als rompeter von Bitschewin", hochtomisches Intermezzo. Der kleinste Husaren- Lieutenant". Neuester Original- Vortrag von Josefine Delcliseur. Eugen Zocher, Sächs. Orig.- Humorist. Alfred Bender mit neuen Kouplets eigener Dichtung. Grosser Erfolg! statt. Um rege Betheiligung bittet 3771 Der Vorstand. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GefangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Spezialitäten Berliner in Chicago. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Abends 71/2 Uhr: Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Die juten klinten oder: Hirds in der Tanzftunde. Elfriede Eckmudt, hochint. Konzertfäng. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonntag Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Hen! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. Boffe in 1 Att von R. J. Anders. Jeden Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffn. 5 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Mittags 12 Uhr: Kaffenöffn. 10 Uhr. Kaffenöffn. 10 Uhr. Boltsvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Glöckner von Notre- Dame. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Regie: May Samst. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wallner- Theater. Gastspiel der Schliersee'r Bauern. R. Winkler. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg.[ 484M Waldemarstr. 75. Zages Drdnung: 377/9 1. Der Staat und die Arbeiter. Referent Genosse Faber. 2. Diskussion. Raffenbericht. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Im Often steht an diesem Tage kein passendes Lokal zu Verfügung. Gäste willkommen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Große Volks- Versammlung Dienstag, den 10. Oktober, Abends 8 Uhr, in Martens' Salon, Friedrichstraße 236( nahe dem Bellealliance- Play). Zages Ordnung: 412/4 1. Bortrag des Genossen Hoffmann, früher in Zeih, über: Die zehn Gebote und die besitzende klasse. 2. Diskussion. ersucht Verband deutscher Kürschner( Filiale Berlin). Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, Die Frauen- Agitationskommission. Montag, den 9. Oktober, Abends 9 Uhr: Versammlung " im Restaurant Seehausen, Landsbergerstraße 31. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fr. Hansen über:„ Gine Krankheit der Zivilisation. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Der Vorstand. 196/8 Achtung! Schäfte- Arbeiter, Zuschneider, Vorrichter, Stepperinnen. Montag, den 9. Oktober, Abends 9 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10: Große öffentliche Versammlung. Referent Th. Wächter aus Stuttgart. 3487b Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 14. Oktober 1893, im Saale der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg: 1. Stiftungsfest unter Mitwirkung des 293/5 Sonntag, den 8. Oktober: verbunden mit Konzert und Ball Militär- Concert, ausgeführt v. d. Kapelle des Königin Elisabeth- Regiments unter persön licher Leitung des Kapellmeisters Herrn Otto Brinkmann. Anfang 5 Uhr. Entree 30 fg. Diese Concerte finden jed. Sonntag statt. Morit Play. Etablissement Morih Play. Buggenhagen. täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Entree Concordia- Festsäle 50 Pfg. Auftreten von Neumann- Bliemchen und Fritz Steidl. Morgen, Montag, den 9. Oktober: Nur noch sieben Gast- Vorstellungen. Soiree in der Victoria- Brauerei. Der Schlagring. Montag: Zum 1. Male: Der Herrgottschniker von Ammergau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstrasse No. 30. Hente: ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. nf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Bf., 3. refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. C. Saeger, 64 Andreasfraße 64. Größtes u. schönst. Riesen- PrachtEtablissement der Residenz. Heute, Sonntag, den 8. Okt.: Gr. Instrumental- Konzert. Nach dem Gr. Ball, Konzert: bei 2 start besetzten Orchestern. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Familien Billets von voriger Saison behalten ihre Giltigkeit. P Große und fleine Säle für Vereine und Hochzeiten zu den toulantesten Bedingungen. 64/8 C. Saeger. Fortuna- Säle Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Große Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen PrivatFestlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 3670L* Berliner Vollblut. Gründer's Festsäle Märkischer Hof, Poffe mit Gefang und Tanz in 4 Atten v. Jean Kren. Mufit v. Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Gesangvereins der Steinmetzen und der Sangesbrüder Moabits( M. d. A.-S.B.) Um 12 Uhr: Kaffeepause, Festrede, komische Vorträge, lebende Bilder. Anfang 7 Uhr. Entree: Herren 50 Pf.( intl. Tanz), Damen 25 Pf. Billets find bei Geppert, Perlebergerstraße 6; Kitzing, Bergmann und Belle- Alliancestraßen- Ecke, zu haben. Das Comité. Achtung! am Verband der Achtung! Schneider- und Schneiderinnen. Versammlung Montag, 9. Oftober, Ab. 8% Uhr, in Joël's Salon, Andreas str. 21. Zages Ordnung: 1. Die Geschäftspraktiken des Herrn Julius Lindenbaum vor Gericht. Referenten J. Timm und L. Pfeiffer. 2. Diskussion. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Kollegen und Rolleginnen als Gäste willkommen. 392/18 Die Arbeiterschaft des Oftens, für die diese Angelegenheit besonders wichtig, ersuchen wir ebenfalls, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. Die Lokalverwaltung. Achtung! Zu der von den Herren Timm und Pfeiffer auf Montag, 9. d. Mts., bei Joël einberufenen Versammlung lade ich die Arbeiterschaft des Ostens, meine Kunden und Bekannte ein, zu derselben zahlreich zu erscheinen, da ich persönlich an Ort und Stelle die etwaigen Vorwürfe widerlegen werde. Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139. Verein deutscher Schuhmacher.| ( 3ahlstelle 3, Berlin.) Montag, den 9. Oktober, Abends 81/2 Uhr, bei C. Grube, Mariendorferstraße 5: 277/11 Dissidenten in Rixdorf u. Britz! Montag, 9. Oftbr., Abds. 81/2 Uhr: Deffentl. Versammlung f. Männer und Frauen von der Freien Gemeinde von Rixdorf und Umgegend in den Versammlung. Bittoria- Sälen", Hermannstr. 45. Tagesordnung: 1. Zweck und Ziel des Vereins, 2. Wahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Die Bekämpfung des kirchlichen Dogmas. Alle Kollegen, besonders des west- 2. und südwestlichen Viertels werden ersucht, zahlreich zu erscheinen für die Hebung der neuen Filiale zu wirken resp. fich aufnehmen zu lassen. Abendunterhaltung, Referent: Genosse A. Hoffmann. Ist es erwünscht, eine Schule für die Kinder der Dissidenten zu er richten? Der Vorstand. NB. Am Eingange das Saales liegen Listen zum Einschreiben derjenigen aus, welche ihre Kinder die Schule besuchen lassen wollen. Auch werden daselbst und bei den nachstehenden Vorstandsmitgliedern Austrittserklärungen entgegengenommen: Paul Steinmar, Stein. mehstr. 28; Robert Becher, Steinmetzstraße 32; Paul Glasemann, Kopfstr. 38a, 1. Aufg. 2 Tr. J. A.: Der prov. Vorstand. Arbeiterverein Pankow und Umgegend. Montag, den 9. Oktober, Admiral Strasse Nr. 18 c. im Saale d. Nordstern, Wollantstr. 113: Jeden Sonntag im prachtv. Spiegelsaal: Große humoristische theatralische Grosser Fest- Ball. I Ende 2 Uhr. Meine beiden Spiegelsäle sind Sonnabends und Sonntags zu allen Festlichkeiten an Vereine zu vergeben. NB. Meine 5 Bereins- Säle von 50 bis Sonnabend, d. 11. Nov., ist der untere 200 Personen halte ich Vereinen, Gefell- Saal frei geworden. 2 Regelbahnen 4987L schaften 2c. bestens empfohlen. 4131Lfind Sonntags noch frei. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Afte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. unter Mitwirkung d. Gesellschaft Vorwärts", Berlin( Direktor Sirzelewicz). Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pf. Nachdem ein Tänzchen. Freunde und Mitglieder eingeladen. 417/5 Für die hiesigen Abonnenten unseres Blattes liegt der heutigen Nummer ein Prospekt der Firma August Knuth, Tischlermeister, Berlin S., Prinzenstraße 34, bei. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 237. Tokales. Aufforderung. Alle diejenigen, welche noch im Besitz von Sammellisten von der Reichstags- Wahl 1893 find, fordere ich hiermit auf, dieselben an den Unterzeichneten abzuliefern. Es stehen folgende Liſten aus: Liste Nr. 28 von Krause( Schneider); Lifte Nr. 163 von Weißmantel( Bimmerer); Liste Nr. 745 von Kluck( Tapezirer); Liste Nr. 1059 von Behrendt( Kellner). Die Genossen, welche auf Liste 612 und 825 gezeichnet haben, werden ersucht, es dem Unterzeichneten mitzutheilen. Die Vertrauensperson des zweiten Berliner Reichstags Wahlkreises. 9 Zum städtischen Bauschleudrian. Mit riesenhafter Langsamkeit schreiten die Regulirungsarbeiten an der Kottbuser Brücke vorwärts. Volle drei Jahre hat der Brückenbau in Anspruch genommen und allerlei Verkehrsbeeinträchtigungen zur Folge gehabt. Jetzt sind bereits acht weitere Monate verflossen und die Absperrungen an der dortigen Straßenzügen nehmen kein Ende, höchstens wechseln sie thre Gestalt. Augenblicklich ist man mit dem Abbruch der Interimsbrücke beschäftigt und mit der Vollendung der Ufermauer. Wie lange Zeit diese Arbeit noch in Anspruch nehmen wird, ist, wenn das bisher beobachtete Tempo Anspruch nehmen wird, ist, wenn das bisher beobachtete Tempo innegehalten wird, noch nicht abzusehen. Fehlt es vielleicht an Arbeitskräften? Oder hat die Stadt kein Geld? Charitee. Der Vorstand der Ortskasse der Zimmerer beschloß in seiner letzten Sigung, der Charitee fernerhin teine Kranten zu überweisen. Sehr recht. Gründen verboten. Versammlungshinderniß. Die zu heute nach Geißler's Restaurant einberufene Volksversammlung ist aus baupolizeilichen Zur Beschaffenheit des Wassers des Rummelsburger Sees geht uns die Mittheilung zu, daß die zu Bedürfnißzwecken im Hilfs Strafgefängniß zu Rummelsburg benutzten Gefäße( fog. Bomben) täglich im See ausgespült werden. Ob dadurch die Typhusgefahr geringer wird? " Arbeiter Sanitätskommission. Herr Paul Hübner, Markusstr. 5, erwidert auf den letzten Bericht, daß die über seine Fabrit gemachten Angaben unrichtig seien. Die Fabrik räume ständen den Arbeitern im Winter auch den Mittag über zur Verfügung, nur im Sommer feien sie geschlossen, weil es wohl gesünder für die Leute ist, ihre Zeit im Freien zuzubringen". Die Treppen seien nicht schmutzig, sondern würden wöchentlich zwei Mal(!) gefegt. Auch befände sich außer dem Kloset in der Fabrik noch eins auf dem Hofe, das nur aus Bequemlichkeit nicht benutzt werde. Heizen lasse er im Winter nicht, weil der Motor und die Gasflammen genügend Wärme ausströmten; es sei oft so heiß, daß Fenster geöffnet werden müßten. Auch in sittlicher Beziehung gehe es streng ordnungsgemäß bei ihm zu. Sonntag, den 8. Oktober 1893. " 10. Jahrg. auch aus der Nächstenliebe" ein Geschäft. Da fann man sich Lattenzaun von einer Wiese getrennt ist. An die Wiese stoßen nicht wundern, wenn sie sich zu dem Standpunkt: Seht, so viel Getreidetriften und Ackerland, das in Gärten eingetheilt und Elend giebt es!" nicht aufschwingen fönnen und selbstgefällig mit Lauben versehen ist. Heute Morgen um 6 Uhr fand oder der errungenen eigenen Vortheile fich freuend ausrufen: der Arbeiter Walter, der in dem kleinen Häuschen wohnt, " Seht, so viel haben wir gethan!" Die Bekämpfung dieser auf der Wiese die Leiche eines Mannes, dessen rechte Hand einen letarials für unsere Pflicht, trotz der kleinen Vortheile, die bei das Kinn gezogen, und aus einer flaffenden Wunde am HinterArt von Wohlthätern" halten wir gerade im Interesse des Pro- Grasbüschel frampfhaft umspannt hielt. Die Knie waren unter diesem im innersten Kern nicht uneigennützigen, sondern selbst- topfe rieselte noch Blut hervor. Das sofort in Kenntniß gesezte süchtigen Treiben auch für den Proletarier mit abfallen 58. Polizeirevier fand bei der Untersuchung in der Rocktasche Quadsalberei ebenso wenig gebeffert, wie durch die staatliche, die Völker, am 9. April 1856 zu Störenberg, Kreis Saatig geboren, mögen. Die Lage des Proletariats wird durch solche private des Todten eine Altersversicherungskarte auf den Namen Hugo sich„ Sozialreform" nennt. Durch Wohlthätigkeitsbestrebungen" vor. Als Wohnung war Müllerstraße 38a genannt. und staatliche Sozialreform" würde die Macht des Kapitals in alle Ewigkeit nicht gebrochen werden. " " trat Wie die fofort aufgenommene Untersuchung ergab, war Völker dort bei einer Wittwe Höhne gemeldet gewesen, vor einiger Folgen des Ersparnisses an Arbeitskräften. Durch bei dem Arbeiter Karaschewsky wieder zur Anmeldung gelangt Zeit aber ohne Angabe des Verbleibs verzogen. Er ist aber Triftstr. 5 den Absturz eines 30 3entner schweren Geldschranks ist am und war bis zum Mittwoch bei dem in demselben Hause Freitag Nachmittag um 5 Uhr eine arge Verwüstung in dem wohnenden Fuhrherrn Schüldke als Stallmann angestellt, wegen Hause Seydelstraße 21 angerichtet worden. Eine Uhrengroß Trunkenheit aber entlassen worden. Gestern Abend wurde Völker bandlung zog von der Gipsstraße in das bezeichnete Haus ein. in dem Wirthshaus von Madel, Müllerstr. 56 a, gesehen, wo er Der Schlossermeister 2. hatte zur Beförderung des Geldschrankes mit den Kutschern Krausnick und Arlt gemeinschaftlich zechte. nur 3 Erwachsene und 5 Burschen gestellt, die den Koloß stufen: Beide haben ihn später verlassen und ihre Schlafstellen aufweise die Treppe nach dem ersten Stock hinaufhoben. Fast war man oben angelangt, als die Last den Händen der Arbeiter ent- gesucht. Wo Völker nachher gewesen ist, hat sich noch nicht ermitteln lassen. Gegen 21/2 Uhr in der verwichenen Nacht glitt und sich überschlagend mit furchtbarem Krachen die Treppe wachten die Torfstraße 15/16 wohnenden Verwalter Kunde'schen hinabstürzte. Stufen und Gelände wurden durch die wuchtigen Eheleute durch das Gebell der Hofhunde auf. Als schließlich Stöße zertrümmert, bis der Schrank auf dem Hausflur an einer die Hunde in ein anhaltendes Geheul ausbrachen, Wand endlich Halt fand. Aber auch die letztere zeigte bedeutende Kunde an das Fenster, bemerkte aber nichts Auffälliges Spuren des gewaltigen Anpralles. Glücklicher Weise konnten sich auf der Wiese. Allem Anschein nach ist die Leiche Völker's die Arbeiter frühzeitig retten, so daß kein Unglück an Personen um diese Zeit an den Fundort gebracht worden; denn die That zu beklagen ist. ist jedenfalls nicht auf der Wiese verübt worden, da man eine Gestern Mittag gegen 12 Uhr besuchte im Zivilanzug der General- der außer den Kopfunden Spuren einer stattgehabten Würgung Mikglückter Mordversuch eines General- Lieutenants. darauf hindeutende Blutlache dort nicht entdeckt hat. Der Todte, Lieutenant von Kirchhof aus Brandenburg a. H. den Branden- am Halse trägt, muß über das Ackerland hinüber auf die Wiese burgstr. 68 wohnhaften früheren verantwortlichen Redakteur des getragen sein; denn dicht bei einer Laube ist ein Holzpantoffel Berliner Tageblatt", Herrn Harich. Die Beziehungen zwischen und in geringer Entfernung davon ein zweiter aufgefunden beiden Herren bestehen in Folgendem: Genoffe Ewald hatte worden. Diese Pantoffel müffen dem Wölfer gehört haben, da in der Brandenburger Beitung" die Mittheilung gebracht, daß seine Füße nicht mit Schuhzeug bekleidet waren. In derselben die Tochter eines dortigen höheren Offiziers aus dem Elternhause Laube lag ferner ein Sack, Theile der Laube waren zerbrochen, verschwunden und der Bursche des Offiziers zu gleicher Zeit in und Sonnenblumen an der Außenseite zertreten. die Kompagnie zurückversetzt sei. Hierin wurde eine Beleidigung gefunden und Ewald zu 3 Monaten Gefängniß ver- Heidkamp) wurden gestern Morgen in ihren Betten anschei Zwei Offiziersburschen( Gefreiter Selle und Grenadier urtheilt. Das Berliner Tageblatt" hatte in veränderter Form nend leblos vorgefunden. Nach zugezogener ärztlicher Hilfe die Nachricht übernommen. Dafür wurde der verantwortliche wurde konstatirt, daß Heidkamp bereits eine Leiche sei; ob Selle Redakteur mit 1000 Mark Geldstrafe belegt. Der Wahrheits- am Leben wird erhalten werden können, erscheint fraglich. Die beweis war vom Gericht als unerheblich" abgelehnt. Weitere beiden Soldaten waren dem General von Didtmann und dem Beziehungen bestanden zwischen den Herren nicht. Der General- Hauptmann von Gontard( beide Kochstraße 67 wohnhaft) als lieutenant stellte nun heute Herrn Harich wegen des Wahrheits- Burschen zugetheilt. Es scheint Vergiftung vorzuliegen. beweisantrages zur Rede. In militärischer Derbheit verlangte er, Harich solle ihm solle ihm schriftlich die Erklärung abgeben, Auf entsetzliche Weise verlegt wurde am Freitag Nach daß er ein ganz gemeiner mittag ein etwa 50 Jahre alter Arbeiter, welcher um die anump ist. Diese liebenswürdige Zumuthung lehnte Herr gegebene Zeit über den Fahrdamm der Potsdamerstraße eilen Harich ab. Der Generallieutenant, nicht gewohnt, seine wollte und dabei von einem Wagen überfahren wurde. Ein Revolver aus der Tasche, setzte ihm seinen Wirth auf die Brust ihn am Kopfe.. Er war schrecklich zugerichtet, das Blut lief in Befehle unausgeführt zu sehen, wurde dringlicher, holte einen Rad ging dem Unglücklichen über den Fuß, ein anderes streifte und wiederholte sein Ansiunen mit den Worten: Wollen Strömen und der Aermste litt entfeßliche Schmerzen, wiederholt Sie oder wollen Sie nicht? Wenn Sie es nicht bat er, daß man ihn doch tödten möge. thun schieße ich." As Herr Harich nicht gehorchte", knallte der Generallieutenant los. Bei der Geübtheit, mit der manche höhere Offiziere mit Waffen umzugehen verlernt haben, durch die Aufmerksamkeit des Lokomotivführers des Vororts Eisenbahn- Unglück verhindert. Am 3. d. M. wurde erscheint es nicht wunderbar, daß nur der Rockaufschlag verfengt auges, der um 7 Uhr 30 Min. vom Stettiner Bahnhofe nach und das Hemde zerknittert wurde. An der oberhalb des Herzens Bankow fährt, verhindert. Kurz vor Pankow sah der LokomotivDer Verein der Berliner Volksküchen" fucht, nach belegenen Rippe prallte das Mordgeschoß ab. Bu einem zweiten führer einen Personenzug ihm entgegenkommen. Es gelang ihm der Schuß tam Attentäter nicht. einer Meldung der bürgerlichen Presse, um der bei ihm Frau Harich, mehrere Hausbewohner und Bassanten herbeigelockt. Vorfall ereignete sich am 21. September vor dem Nordbahnhofe. Der Knall hatte noch rechtzeitig, den Zug zum Stehen zu bringen. Ein ähnlicher speisenden Bevölkerung zeitgemäße Räume zu bieten", diejenigen Küchen, die bisher in Kellern lagen, bei dem jedesmaligen Lokal- Herr Nitschel( Gitschinerstr. 81) packte den General. Dieser sagte: Ein Wunder ist es, daß bei der Ueberlastung unserer färglich wechsel in helle Erdgeschoßräume zu verlegen. Das ist jetzt bei was wollen Sie von mir?" Rietschel entgegnete:" Sie befoldeten Eisenbahnbeamten nicht mehr Unglücksfälle sich ers bereits drei Küchen geschehen. Wenn von dieser Maßregel eine haben geschossen". Der Generallieutenant erwiderte:" Das eignen. Hebung des Verkehrs in den Volksküchen erwartet wird, dann geht Sie gar nichts an." Half alles nichts. Dann meinte dürfte man sich wohl kaum verrechnet haben. Jetzt werden die er:" Ich gehe selbst nach der Kommandantur", versuchte sich in Polizeibericht. Am 6. d. M. Morgens wurden ein Tischler eine Droschke, dann in eine Pferdebahn zu setzen Boltstüchen, wenigstens die, welche bereits in zeitgemäße" nügte im Friedrichshain und eine Frau in ihrer Wohnung, in der Räume übergesiedelt sind, wahrscheinlich Zuzug aus den Reihen ihm auch nicht. Auf der Polizeiwache in der Branden- Frankfurter Allee, erhängt vorgefunden. Vormittags fiel ein Räume übergesiedelt sind, wahrscheinlich Zuzug aus den Reihen burgstraße wurde der Herr Generallieutenant von Kirch- Petroleumhändler im Hause Brunnenstr. 117 von der nach seinem jener Schicht des Proletariats bekommen, welchen ihre soziale hof sodann abgeliefert. Die Einzelheiten der Festnahme Geschäftsteller führenden Treppe und verletzte sich dabei mit Stellung" nicht recht gestattet, in eine Keller- Volksküche theilen wir ausführlicher mit, weil einige patriotischen" Abend seinem Taschenmesser, das er geöffnet in der Hand hielt, behinabzusteigen, obwohl ihr Geldbeutel fie längst darauf blätter davon fafeln, daß der höhere Militär sich selbst gestellt beutend an der Brust. Vor dem pause Lützowstr. 20 wurde hinweist. Frau Lina Morgenstern wird sich über diefen hätte. Ein nettes Bild aus dem Militärstaat Preußen! Zuzug gewiß sehr freuen. In den öffentlichen JahresNachmittags ein Tischler durch einen Geschäftswagen überfahren versammlungen des Vereins strahlt sie ja jedesmal förmlich vor Mord. Wenn eine große Anzahl Beamter dazu verwendet Wohnung, in der Steglitzerstraße, eine Kugel in der Brust und und am Kopfe schwer verletzt. Ein Mann schoß sich in seiner Bergnügen, wenn sie auf den toloffalen Besuch der Boltstüchen wird, darauf zu achten, daß anständige Lokale daraufhin überwacht wurde noch lebend nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht.hinweisen kann. Natürlich will sie damit nicht etwa sagen: werden, daß sie bereits um 11 Uhr schließen, obwohl Arbeiter Jm Landwehrkanal, an der Lüßowbrücke, wurde die Leiche eines " Seht, soviel Glend giebt es!", sondern nur:„ Seht, soviel haben und keine Rowdies und Huren in ihnen verkehren, so kann es wir gethan!" Man könnte der im Grunde gutmüthigen Dame das nicht Wunder nehmen, wenn die Sicherheit in Berlin von Tage fanden fünf Brände statt. neugeborenen Kindes angeschwemmt. Im Laufe des Tages Vergnügen laffen, wenn ihre Art nicht typisch wäre für die zu Tage abnimmt. So wird heute berichtet: Ein geheimnißmeisten wohlthätigen" und gemeinnütigen" Beranstaltungen, voller Mord beschäftigt seit heute früh die Kriminalpolizei. mit denen man angeblich die Lage des Proletariats bessern will. In der Torfstraße, abseits von den anderen Häusern liegt in Diese Leute betreiben die Wohlthätigkeit" als Spiel und Sport, einer Vertiefung das einstöckige Gebäude Nr. 15/16, dahinter der ihnen Zerstreuung gewährt, manche unter ihnen machen befindet sich ein Hofraum, der auf der einen Seite durch einen Der Berliner Hauptverein für Knaben Handarbeit hat das Schulgeld herabgesetzt, nämlich für die Vorstufen( Papier und leichte Holzarbeit) von 5 auf 3, für die Papparbeit von 5 auf 4 und für die Hobelbank- Arbeit von 6 auf 5 M. vierteljährlich. Programme sind bei den Herren Füllgraf, Mariendorferstr. 15, Groppler, Antlamerstr. 33, Waderow, Memeler straße 50, Golisch, Koppenstr. 43b, Rosenberg, Großbeerenstr. 56b und Felgow, Lühowstr. 84c zu haben. " Sonntagsplauderet. Unter- Seil, Harich " für einige Augenblicke Ruhe gefunden zu haben, verspürt innersten Falten eures Gemüthes, eh' habt ihr nicht auf man die Eisenfaust des Militarismus. Dort, wo es noch Anerkennung und Beförderung zu rechnen. Selbständigkeit der So oft in diesen Tagen von Wohlanständigkeit die zu Recht gilt, daß dem adligen Gauner, wenn er gerichtlich Empfindung ist sittlicher Ballast. Was habt ihr vorwizig Rede war, einem geistigen Besigthum der„ Bornehmen überführt ist, zur Strafe sein Adelstitel genommen und er nach neuen Welten zu gucken? Auch in euren geheimsten dieser Erde", immer fiel mir der fagenhafte Dienstmann der Herrenwahn des Offiziers und Kavaliers üppig in die Ordnung, mit ihren Rängen, mit ihren Abstufungen, mit zum ganz gemeinen Bürger degradirt werde, ist gleichfalls Gesinnungen sollt ihr nicht hadern wider die geheiligte ein, neben dem in Münchens Bierstuben angeblich der Salme geschossen. Was will das sagen, daß der Rabbiner ihren gefestigten Ständen, mit ihren Göttern und Helden, Offizier oder gar der höhere Beamte ungezwungen Plaz Bloch mit pfäffisch verklärter Miene in seinem Wochen mit ihren Herren und Knechten, mit ihren Zivilisten und nehme. Von Philistermund zu Philistermund, im Süden blättchen der Welt das Mirakel verkündigt, ein Haupt- ihren Reservelieutenants. Sonst werdet ihr zu Gemeinen wie im Norden, geht das Sprüchlein. Mit demokratischem mann der österreichischen Armee, ein wirklicher jüdischer gemacht und aus den Kreisen der Wohlanständigen fortBehagen zumal wird das Geschichtchen stets aufs neue im Hauptmann habe sein Söhnlein rituell beschneiden" lassen. gestäupt! Der selbständigen Geister giebt es aber nicht allguten Bayern den norddeutschen Brüdern aufgetischt und beil, dreimal Heil, mag der Rabbiner ob solcher Duldfam- zuviele, die es lachend und achtlos ertrügen, wenn man sie in dies Behagen mengt sich ein gut Theil von Unterteit im Heere rufen! Für solch ein verzücktes Kerlchen be- aus der Reihe derer stößt, an die sie tausendfältige Lebensthänigkeit, die sich geschmeichelt fühlt, daß der Herr Leut beutet ja jede einzelne Schwalbe schon den reichen Sommer. gewöhnung gefettet hat. Bei den allermeisten werden alle nant die Nachbarschaft eines gewöhnlichen Dienstmanns Allein, wer da sieht, wie in unserem Nachbarstaate lustig Reime zur Selbständigkeit erstickt werden, und wo eine stärkere nicht verschmähe. Aber diesen gewöhnlichen Dienstmann bekommt man im österreichischen Heeresverbande zu anderen Anschauungen Sehweite des Drills wird betrachten können, da wird um drauf los degradirt wird, der wird über die Duldsamkeit geistige Regsamkeit trotz alledem die Dinge außerhalb der nur allzu schwer zu Gesichte. Ein Märchen von ehegestern bekehrt. ist es, das gläubig nachgebetet wird. Längst ist dort das des lieben Friedens, um des Ansehens in der Gesellschaft Bischen Gleichheit vor dem Bierkrug geschwunden, längst Nicht zu gleicher Lächerlichkeit ist dort wohl das willen, der vorsichtigere Theil der Tapferkeit, Feigheit und haben sich die Bevorzugten" von der Plebs" gesondert, Würdebewußtsein des Reservelieutenants gediehen, wie in die verschwisterte Heuchelei sich breit machen. Dann ist die aber die närrischen Fabeln werden gleichmüthig weiter er Breußen- Deutschland. Noch ragt das Lieutenantgewicht Reinkultur gezüchtet, dann ist die volle Glorie über den zählt. Als ob die allgemeine Entwickelung Halt machen nicht über alle bürgerliche Thätigkeit, so verdienstvoll sie Reservelieutenant und sein Zeitalter gebreitet! könnte vor den mannesstolzen Seelen drunten im Süden! sein möge. Aber die Geschicke der Leuthner und Freis Wie es verschiedene Humore giebt, so giebt es auch Als ob die Protenhaftigkeit der Gesinnung, die für sich finger werden bald nachholen helfen, was bisher in der verschiedene Arten von Anstand. Schwört doch selbst ein das Monopol der Anständigkeit in Anspruch nimmt, eine Erziehung zum glorreichen Lieutenantsthum verabsäumt hiesiges Journal für allerhand pikante Kleinigkeiten auf besondere Eigenthümlichkeit der herrschenden Männer, in worden war. Zwar hat die bürgerlich- liberale Presse in Dester- seinen eigenen Anstand und wer wollte ihm so geradezu den oder jenen Landesgebieten wäre! reich mit dem rednerischen Pathos, das sie so wohl fleidet, einen Falscheid nachweisen? Auch Polizei- Dezernenten haben Selbst im gemüthlichen Desterreich, wo man unter fürchterlich in Entrüstung gemacht. Aber man kennt derlei ihre Eigen Begriffe von Anstand. Und übel ergeht es jovialen Lebensformen dieselbe Lebenshärte fennt, wie hier, papierne Proteste und deren Wirksamkeit. Habt Acht, die jedem, der diese geweihten Anstandsempfindungen innerlich ift es mit der Behäbigkeit vorbei, die sich seelig preist, daß ihr gewarnt seid, wird es heißen. Anständige Männer verletzt. Es ist indessen zu traurig, daß ein Polizeider Dienstmann neben dem Offizier fitzen dürfe. Auch dort, wo tennen nur den Anstand des Korpsgeistes. Jedes Auf- Dezernent nicht die gleiche Machtbefugniß hat, wie etwa ein die Bourgeoisie es zu thun liebt, wie der Krauke pflegt, der sich mucken ist empörerisch. Prüft eure Gesinnungen und Oberst in seinem Regiment. Den Lieutenant Leuthner bald aufs rechte, bald aufs linke Ohr legt, und froh ist, eh' ihr nicht friedfertig seid und rein, bis in die konnte man degradiren, weil er in seiner schwarzen " = Gerichts- Beitung. " Die Reichsanwaltschaft beantragt Verwerfung der Revision, da von einer Berjährung, welche der Angeklagte, der als Abgeordneter der 2. hessischen Kammer nicht verhaftet werden konnte, in Anspruch nahm, nicht die Rede sein fonnte, denn nach Artikel 84 der geodneter zwar feinerlei Art von Arrest als durch Zustimmung hessischen Verordnung vom 17. Dezember 1820 ist ein Abder Kammer unterworfen, doch ist eine wiederholte Ladung zum 3wecke der Unterbrechung der Verjährung zulässig. Die Revision wurde tostenpflichtig verworfen. itals Gewerbegericht. Der Töpfermeister v. Rollrepp, Stammgast des Gewerbegerichts, meinte, als der Vorsitzende seinen Wünschen für einen neuen Termin nicht gleich nachkam: Der Arbeiter friegt immer Recht, der Arbeitgeber niemals." 20 M. Geldstrafe wegen Ungebühr vor Gericht ließen ihn sofort Dersammlungen: in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Adler über Arbeiter- Bildungsschule Süd- Ost. Heute, Sonntag, Abends 7 Uhr, " Der eherne Schritt der Zeit". Gäste haben Zutritt. Fachverein der Gasanstalts- Arbeiter Serlins und Umgegend. Botal, Orantenstr. 180. Bersammlung am Sonntag, den 8. Oftober, Nachmittags 4 Uhr, in Soffmann's Schwarze. Zagesordnung: Vortrag des Genoffen Wilhelm Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher, 10 Uhr, bei Krüger, Fennstr. 5. verkündung, daß die Angeklagte am 29. März d. J. bei einem des Blattes fei in Offenbach gedruckt worden und der Artikel Kaffeetlatsch in einer befreundeten Familie den Unterschied ihrer stamme, wie nach der Verjährungsfrist einzuräumen aus der Feder des Redakteurs Hoch der„ FrankWarum arbeiten Sie denn dann bei ihm zu inter- Hochachtung zwischen dem früheren und dem jezigen Kaiser näher sei, Die Revision rügt die Verlegung des effanten nationalökonomischen Auseinandersetzungen zwischen dem bezeichnet und dabei erzählte, daß Letterer im Opernhause ohne furter Volksstimme". Borsitzenden und dem Vertheidiger Rechtsanwalt Heine führte Handschuhe füße und Bonbon esse. Darin würde nach Ansicht§ 131 des St.-G.-B., da es ausgeschlossen sei, daß der Andie Verhandlung vor dem Landgericht I( 8. Straffammer), in des Gerichtshofes keine Beleidigung zu finden gewesen sein, wenn geklagte wissen mußte, daß der Artikel beleidigend sei. der von den Genossen Timm und Pfeiffer eingelegten Berufung. Die Angeklagte für das Wort„ effen" nicht ein anderes Wort Bei den üblichen Vergleichsversuchen durch den Richter erklärten gebraucht haben sollte. Das Urtheil lautete auf zwei Monate Timm und Pfeiffer die formell beleidigenden Ausdrücke wohl Gefängniß. Gefängniß. zurücknehmen zu wollen, nicht aber die thatsächlichen Behaup fungen über die Lohnverhältnisse im Lindenbaum'schen Geschäft.nahme an einem Doppelmorde wurde vor einigen Wochen ein Doppelmord. Unter dem dringenden Verdachte der Theil Lindenbaum lehnte den Vergleich ab. Darauf forderte der Bor: Bierfahrer der„ Gambrinus- Brauerei" in Charlottenburg, der fitende die Angeklagten auf, die Berufung zurückzunehmen, die aus dem Königreich Eachsen gebürtige Strumpfwitter Gustav Aussagen der zu vernehmenden Zeugen würden wohl am Urtheil Seidel, von der Arbeitsstätte weg verhaftet. Das Ersuchen doch nichts ändern. Die Angeklagten lehnten ab, und erklärten um Haftnahme war von Verden aus an die Charlottenburger auf Befragen, daß sie ihre Angaben über die Lohnverhältnisse Kriminalpolizei ergangen. In der Nähe von Verden waren zwei bei Lindenbaum unter Beweis stellen würden. Als Timm Handwerksburschen ermordet und beraubt, die Leichen aber zum nähere Angaben machte, unterbrach ihn der Vorsitzende mit den Zwecke der Täuschung an einen Baum gehangen worden, so daß Worten: Wenn die Löhne so gering find, weshalb ein zweifacher Selbstmord vorzuliegen schien. gehen Sie denn hin?" Der Vertheidiger, Nechtsanwalt sprach trotzdem für einen Doppelmord, der nach Lage Heine, sette dem Vorsitzenden auseinander, daß die Löhne nicht ber Sache Don mindestens zwei Personen ausgeführt höflicher werden. überall so gering, aber die besseren Plätze alle besetzt seien. Linden worden sein mußte. Die Ermordeten waren in Gesellschaft baum giebt zu, daß seine Zwischenmeister für Westen und Hosen den von zwei anderen Handwerksburschen gesehen worden. von ihnen beschäftigten Arbeiterinnen 25 bis 40 Pi. pro Weste Das angegebene Signalement führte zur Ergreifung des Arbeiters oder Hose zahlen dürften, das ginge ihn aber nichts an, er Vierig, der die That eingestand und den obengenannten Seidel gäbe den Zwischenmeistern 1 M. bis 1,50 M. Zeuge Polizei- als Mitthäter bezeichnete. Seidel war zunächst nicht zu er lieutenant Golz bestätigt, wie schon in erster Instanz, daß die mitteln. Er hatte in Charlottenburg Arbeit gefunden, wurde Angeklagten scharfe Ausdrücke über Lindenbaum gebraucht aber hier angehalten, sein Abzugsattest von der Heimath beigegend hielt am 2. Oftober Kollege Kleinert einen Vortrag. Im Fachverein der Stuckateure für Berlin und Umhaben. Zeuge Adler, gegenwärtig Zuschneider bei Linden- zubringen. Er schrieb deshalb an die Heimathbehörde, diese Gine Diskussion fand nicht statt. Zum Punkt„ Verschiedenes" baum, behauptet, letterer letterer zahle für bestellte Arbeit: benachrichtigte das Gericht in Verden, welches die Verhaftung fam die Entschädigungs- Klagefache eines Kollegen zur Sprache. für Jaquets: 8-10 M., Röcke: 9-11 M., Paletots 12-15 m. anordnete. Hofe 2,50 bis 3 M., Westen 2,20 bis 3 m. Beuge Schie wet, energisch, er blieb auch auf dem Transport nach Verden und bei demzufolge den Bau verlassen. Seidel bestritt die Theilnahme an der That ganz Derfelbe hatte auf dem Bau auf Rüstung warten müssen und Daraufhin wurde er ohne früher Zuschneider bei Lindenbaum, weiß, daß für Lagerarbeit der ersten Vernehmung daselbst bei den Betheuerungen seiner Kündigung entlassen. Bei dem Termin, der in dieser Sache für Röcke 3 bis 3,50 M. gezahlt wurden, daß häufig den Kunden Unschuld, bis er mit seinem Komplizen fonfrontirt wurde. Dabei beim Berliner Gewerbegericht stattgefunden hat, neigte das auf einen Anzug 20 M. abgelaffen wurden, während Zeuge hat er wie uns geschrieben wird endlich ein Geständniß Gericht der Ansicht zu, daß die Entlassung berechtigt sei. Nach Kommis 25 binger von Abhandeln höchstens bis 10 m. weiß. abgelegt und die Theilnahme am Doppelmorde mit allen Details längerer Debatte gelangte schließlich eine Resolution zur AnAuf Anfrage Timm's, ob Lindenbaum in schlechten Seiten nicht eingestanden. für dieselbe Arbeit geringere Löhne zahle, worauf Zeuge teine. nahme, in der gegen eventuelle Entscheidungen des GewerbeAntwort gab, bemerkte der Vorsitzende, es wäre doch selbstverständlich, gerichts in diesem Sinne protestirt wird. daß, wenn mehr als genügend Arbeitskräfte vorhanden wären, die in der Wahlbewegung, brachte die Breslauer Volkswacht" in Eine unerlaubte ,, Kollekte"!!! Im Juni dieses Jahres, Arbeit weniger Werth hätte. Ein Arbeitgeber, der in solchen Nummer 129 an der Spitze des lofalen Theiles die Worte: Zeiten den Leuten Arbeit gäbe, wenn auch zu geringerem Sohne, Genossen, vergesset den Wahlfonds nicht!" handle sogar edel. Der Werth der Arbeit richte sich eben nach Darin erblickte das Breslauer Polizei- Präsidium eine Uebertretung Angebot und Nachfrage. Zimm erklärte, seiner Meinung nach der Polizei- Verordnung vom 19. Juni 1867, nach welcher eine sei das eine Lohndrückerei. Zeuge a bens hat die von Adler öffentliche Sollefte der behördlichen Genehmigung bedarf. Unter dem angegebenen Preise bekommen, die er für Mittelpreise erklärt. Beuge Schmidt hat bei Lindenbaum für bestellte Röcke. Juni d. I. ging daher dem Redakteur Paul Hennig, der für den lokalen Theil als verantwortlich zeichnet, ein Strafmandat 7 bis 12 Mt., Paletots 11 bis 12 Mt. auch 10 Mt. erhalten. in Höhe von 10 M. zu. Dieser erhob hiergegen Einspruch, woAuf Befragen giebt er zu, daß in einem Falle ein rauf am 7. Jali die Sache vor dem Schöffengericht zur Verhandbestellter Rock, für den ihn noch kein Preis gefagt lung fam. Das Urtheil desselben lautete auf Freisprechung, in- am Montag, den 9. Oftober, abends 8½ Uhr, in Moabit, perlerbergerworden war, als Besteller nicht zur Anprobe tam, ihn als dem es darlegte, daß die Veranstaltung einer offentlichen Rollette ftraße 13( Bittoria- Calon). Bortrag des Kollegen Mähr. Lagerrock mit 5 m. berechnet, und von ihm auch so nicht vorliege, sondern nur ein Hinweis auf eine bereits vor sich montag, den 9. Ottober, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Die GeschäftsFür den Often: Verbandsversammlung bei Joel, Andreasstr. 21, am fertig gemacht wurde. Timm hält dem Schmidt vor, er habe sich gegangene in den obigen Worten enthalten sei. Von der Staats- prattiken des Herrn Jultus Lindenbaum vor Gericht. nach der Versammlung ihm gegenüber geäußert, daß er die Zu anwaltschaft war gegen das freisprechende Erkenntniß des Schöffen- Grube, Martendorferstr. 5: Versammlung der neuen Bablftelle 3. Tagesstände bei Lindenbaum. noch nicht scharf genug gegeißelt habe, gerichts Berufung eingelegt worden. Der inkrimirte Vermerk der ordnung: 3wed und Ziel des Vereins. Wahl des Vorstandes. woran der Zeuge fich nicht mehr zu erinnern erklärt. Nr. 129 der Volkswacht" vom 4. Juni 1893, so hieß es in der Rechtsanwalt Heine giebt zu, daß einige Ausdrücke der Berufungs- Rechtfertigungsschrift, enthält die, an die Allgemeinheit Angeklagten formelle Beleidigungen enthielten, dagegen sei der der Mitglieder der sozialdemokratischen Partei gerichtete AuffordeBeweis der Wahrheit ihrer thatsächlichen Behauptungen erbracht rung zur Zahlung von freiwilligen Beiträgen an den Wahlfonds Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 8. Oftober, Vormittags 10% Uhr, und die daran geknüpfte Kritit nicht zu scharf. Die später ver- der Partei. Die Aufforderung erschöpfe den Thatbestand der Rosenthalerstr. 38. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Dogma und Entnommenen Zeugen hätten die Aussagen des Adler in wesentlichen Polizeiverordnung vom 19. Juni 1867. Die Ansicht des Schöffen von Fräulein Altmann. Abends 7 Uhr: Gesellige Versammlung. Bortrag wickelung". Nachm. 4-6 ühr: Jugendfortbildungs- Stunden unter Leitung Punkten widerlegt, indem sie viel geringere Löhne wie dieser an gerichts, daß, weil der Wahlfonds schon bestanden habe, dieser des Herrn Manaffe über Schillers Bedeutung für die Gegenwart". gegeben hätten. Die Löhne, welche nach Angabe Lindenbaum's Thatbestand ausgeschlossen sei, ist rechtsirrthümlich. Denn unerheb- montag, den 9. Ditober, Abends 8 Uhr, eine gesellige Zufammenkunft statt. der Humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, findet am die Zwischenmeister den Arbeiterinnen zahlten, müßten Entlich ist es, wenn für Wahlzwecke bereits vor der Aufforderung In derfelben wird Herr G. Schäfer feinen Reisebericht geben. sezen erregen bei dem, der weiß, was in Berlin Beiträge geleistet worden jind. In diesem Sinne beantragte Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Attiengesellschaft. der Lebensunterhalt toste, und was den Ardenn auch der Staatsanwalt in der heutigen Verhandlung vor Heute Sonntag: Zahltag bet Stümte, cerfir. 128. beiterinnen würde, die solche Löhne erhielten. Der III. Straftammer des hiesigen Landgerichts die Aufhebung Auch die von Lindenbaum direkt gezahlten Löhne feien sehr des schöffengerichtlichen Urtheils und die Verurtheilung des Angering. Es gehöre sich nicht, wenn in dem durch Zeuge Schmidt getlagten zu 10 M. Geldstrafe. Der Vertheidiger, Rechtsbekundeten Falle der durch Kontraktbrüchigkeit eines Kunden er anwalt Marcuse, führte aus, daß man den bezeichnenden wachsene Schaden zum Theil dem Arbeiter aufgewälzt würde. Worten entschieden Gewalt anthun müsse, um aus Es gehöre sich auch nicht, den Arbeitern in stiller Zeit, bei großem ihnen die Veranstaltung einer öffentlichen Rollette zu Angebot von Arbeitskräften zuzumuthen, daß sie diefelbe Arbeit lesen. Der Angeklagte hat die Leser der„ Bolkswacht" wie sonst dann dann zu billigeren Preisen liefern müßten. lediglich nur an den Wahlfonds erinnern wollen, während die Der Vertheidiger wendet sich darauf gegen die national- Bildung desselben schon vollzogen war; eine Freisprechung habe ökonomische Auffassung des Vorsitzenden, seht den Unter- deshalb einzutreten. Unter Aufhebung des Urtheils der ersten schied zwischen Preis und Werth der Arbeit aus Instanz ertannte der Gerichtshof troy alledem auf 6 M. Geld: einander, und fragt, wo denn bei solchen Anschauungen firafe event. 2 Tage Haft. Er ging von der Ansicht aus, daß nicht die Lehre von dem ethischen Verhältniß und der Eintracht nur die Veranstaltung einer öffentlichen Rollette ohne polizeiliche zwischen Arbeiter und Unternehmer bliebe. Das von den Ange- Grlaubniß, sondern auch die Aufforderung zur Zahlung von flagten gerügten Verhalten des Klägers sei feine Wohlthat, Beiträgen für eine bereits bestehende strafbar sei. Das Urtel sondern sei mit Recht als eine Ausbeutung bezeichnet worden. verkennt unseres Erachtens völlig den allerdings juristischen", Der Staat habe auch troh des Ueberangebots von taufend also dehnbaren und Begriff einer Kollette. Ob das KammerAffefforen den Richtern die Gehälter nicht herabgefeßt. Die gericht anders urtheilen wird? formellen Beleidigungen würden mit Rücksicht darauf, daß die Angeklagten ein ideales Interesse vertreten hätten, mit einer Geldstrafe ausreichend gefühnt. Rechtsanwalt Galland plädirte für Freiheitsstrafe. Das Gericht verkündete nach furzer Be rathung, daß die Berufung zurückgewiesen sei. Mit Rücksicht auf die Schwere der Beleidigungen sei eine Gefängnißstrafe angemeffen. Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich die unverehelichte Rentiere Marie Johanne Wilhelmine Walter aus Schmargen dorf am Sonnabend vor der ersten Strafkammer am LandSericht II zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Aushluß der Deffentlichkeit statt, indessen ergab die Urtheils " weigverein Berlin, Filiale Norden.' Versammlung am Montag, Abends Abends 8 Uhr, im Lokal Parlaments- Halle, Landsbergerstr. 38, Hof rechts Konfektions- Schneider und Schneiderinnen. Montag, den 9. Oftober, 1 Treppe: Versammlung. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Deffentliche Bersammlung Achtung, Schuhmacher! Montag, den 9. Ottober, Abends 8% Uhr, bei Freie Vereinigung der Blumen- und Puyfeder Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 9. Oftober, Abends 8½ Uhr, bei Ehrenberg, des Gesammt- Borstandes und der Revisoren. Annenstr. 16: Generalversammlung. Zagesordnung: Berichte und Neuwahl des Genossen Proldt über den Zweck der Vereine". Verein der Polen. Sonntag, den 8. Oftober, Abends 7 Uhr: Vortrag Untertühungsbund der Kutscher und aller im Fuhrmelen befchäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Jeden Sonntag nach dem 15. jeben Monats, Abd. 8 Uhr, bei N. Neumann, Mühlenstr. 45. Versammlung. Vergnügungsverein Bruderherz. Stachel's Planina- Grotte, Raupach straße 6, Nachmittags 4% Uhr. Sizung. Nachdem Fidelitas und Tanz. Privat- Theatergesellschaft Preciosa". Sonntag, den 8. Oktober, Nachmittags Uhr, im Restaurant iubhaus", Ohmgasse 2: Sigung und Probe. Bergnügungsverein Italia". Sonntag, den 8. Oftober, Abends s uhr, im Restaurant Roland, Elfafferstr. 26: Fidelitas und Tanz. Eintritt polluti feet, Privat- Theatergesellschaft und Artistenklub humor". Sonntag, den 8. Ottober, Nachmittags 5 Uhr, bet Schönwälder, Drantenstr. 153: Generalversammlung. Nachher Fidelitas und Tanz. vollständig Dermischtes. Die Cholera. Riel, 7. Dktober. Auf dem hier in Quarantäne befindlichen schwedischen Dampfer„ Hjalmar" ist Der frühere Redakteur der jetzt eingegangenen Hessischen noch ein Maschinist an Cholera erkrankt. Die gesammte MannBoltstimme", Landtags- Abgeordneter Philipp Müller, wurde schaft ist zur Beobachtung in den Baracken der Quarantäneam 25. Mai d. J. vom Landgericht Darmstadt wegen Bergebens tation untergebracht worden. Petersburg, 6. Oktober. gegen die öffentliche Ordnung nach§ 131 d. R.-St.-G. in ideeller An Cholera erkrankten und starben vom 3. bis 5. Oftober in Koufurrenz wegen Beleidigung durch die Presse gemäß§ 185 und Petersburg 106 bezw. 38 Personen, vom 30. September bis 186 des St.-G.-B. fostenpflichtig verurtheilt, weil er in Nr. 79 4. Oftober in Moskau 20 bezw. 6, vom 24. bis 30. September der genannten Druckschrift durch den Artikel Krebsschaden des in Kronstadt 86 bezw. 30, in Warschau erkrankten in derselben Boltslebens" Heereseinrichtungen, Offiziere und Unteroffiziere Beit 3 Personen. In den Gouvernements war der Stand der der deutschen Armee beleidigt habe. Der Angeklagte entschädigte Seuche in der Zeit vom 24. bis 30. September der folgende: in sich damit, daß der Artikel ohne sein Wissen in die Zeitung ge- Gradno 99 Erkrankungs- und 30 Todesfälle, in Lomsha kommen sei, da die Volksstimme" damals ein Abdruck des 445 bezw. 211, in Minst 69 bezw. 26, in Moskau 52 Offenbacher Abendblattes" gewesen sei. Der politische Theil bezw. 34, in Simbirst 104 bezo. 48, in Smolenst 25 " " Seele fozialdemokratische Tendenzen barg. Herr Röthgen die juristische Spitfindigkeit, die das Gerade ins Was sollte dies Komödienspiel bezwecken? Gewiß durfte den Dichter Gerhard Hauptmann nicht aus der Liste Ungerade wandelt, das hinterläßt einen bitteren Nach wollte Hauptmann in seiner Dichtung keine Parteider Poeten streichen, wiewohl er's doch so gerne gethan geschmack. Herr Grelling, Hauptmann's Anwalt, ist sozusagen tendenz durchführen, aber seine erschütternde Tragödie hätte. So tief empört war sein Gefühl für Anstand, als auch ein Dichter. Er hat ein Drama geschrieben, in dem ein der Noth hätte nie geschrieben werden können, er das Tranerspiel von den Webern las. Arme, gequälte rothhaariges sozialdemokratisches Scheusal mit Namen Talke wie sie geschrieben wurde, wenn nicht neue foziale Menschenkinder, denen man die Adern so leer gepumpt gegen einen braven, edlen Arbeiterführer hett, der die Weltanschauungen den Begriff vom modernen Prolehatte, daß man ihnen am Ende das beste Menschliche stahl, Waffen erlösen will, indem er sie der Gerechtigkeit des tariat flargelegt hätten. Wozu das Phrasengeklingel vom die Kraft zur Entschließung, den Muth der Nothwehr, Bürgerthums empfiehlt. Wie Herr Grelling zum Dichten falschverstandenen Realismus, als wäre der realistische haben doch noch so viel warme Blutstropfen in ihren aus tam? Er hat in eine reiche Familie hineingeheirathet und Dichter ein bleicher, falter Tropf, ohne Verve, ohne Tempegehungerten Gliedern bewahrt, daß es just ausreichte, um mun verlangt die Familie, als Gegendant von ihm, wie rament, ohne Empfindung, der eine Historie abschreibt, ohne eine That der Verzweiflung zu begehen; und um solches recht und billig, daß er ein berühmter Mann werde, auf hinter der Historie eine lebendige Idee zu suchen? Wozu Back nimmt sich eines Dichters Mitleid an. Nicht einmal daß von seinem Glanz etwas auf die Familie zurückfalle. der Hinweis auf Schiller, um den Polizeivertreter zu vervor der kupfrig- leuchtenden Nase eines Polizei- Sergeanten Und so wurde Herr Grelling rasch nacheinander Rechts- blüffen! Wozu die dreiste Behauptung, in Paris seien die hatten diese Verzweifelnden Respekt. So ist ihnen nichts anwalt, freisinniger Zählkandidat und Dichter. In dem Weber" auf öffentlicher Bühne aufgeführt worden? Haben mehr heilig. Und das soll Dichtung sein, was von Prozeß un die Weber Hauptmann's hielt er es mit den vielen Schiller's Revolutionsdramen ohne jeden Kampf sich südhungrigen, ruchlosen Schreiern handelt? Das Verwaltungs- Mannesseelen, deren Lebensklugheit in dem Sage gipfelt und norddeutsche Hoftheater erobert? Ist eine freie gericht mußte dem Vertreter der Polizei den Schmerz an- Stille, stille, kein Geräusch gemacht!" Also winselte er Bühnenvereinigung, wie die in Paris, eine öffentliche Schauthun, auf seine subjektive Empörung nicht Rücksicht zu nach der Art der Zeifetreter: Aber, meine hohen Herren, was bühne vor dem Gesetz? Jm Deutschen Theater, rief Herr nehmen und Hauptmann's Tragödie bedingungsweise frei- sehen sie denn Schlimmes in den Webern? Wie sollte dieses Grelling pathetisch aus, giebt es nur etwa fünfzig billige zugeben. Der Prozeß war in mehr als einer Hinsicht ein harmlose Stückchen Aufregung und Groll erwecken können? Galeriepläge. Können fünfzig Proletarier auf diesen Beitrag zur fulturgeschichtlichen Beitrag. Den Webern ging es einmal schlimm. Nun ja, das war Pläßen eine Revolte veranlassen? Welche Spitfindigkeit Ich möchte nicht den alten Streit aufrühren von der aber doch früher, als wir noch teine liberale Presse und und nüchtern rationalistische Kinderei zugleich! Welche Bevormundung der Kunst durch Polizei- Organe, die mehr fein gefühlvolles Parlament und keine verantwortliche geringe Anschauung von der Gewalt einer Idee. Er im Geist guter Gesinnung, zunftmäßigen Korpszwangs ein Regierung fannten. Herr Hauptmann sympathisirt natür schlichen, nicht erkämpft war so das Urtheil. Kunstwerk prüfen, als daß sie es feinfühlig betrachten lich mit den Ordnungsparteien. Nicht das Erbarmen mit Und dieses Urtheil selber ist kaum ein halber Sieg für lernen, was ja selber eine Kunst ist, was selber eine freie den Gemarterten hat ihm die Feder geführt, nicht die Grelling und den Typus, den er vertritt. Der innere Sinn literarische Durchbildung verlangt, zu der sicherlich nicht Sturmglocke will er läuten, vielmehr will dieser zarte, dieses Urtheils lautet: Der zahlungsfähige Besucher des jeder junge Jurist vordringen kann. Die naive Empörung blondhaarige Dichterjüngling einigen reichen Fabrikanten Deutschen Theaters ist nicht aufzurütteln, auch nicht durch eines gutgesinnten Mannes gegen ein Kunstwerk, das ihm ins Gewissen reden, daß sie auch ihre Arbeiter gut halten ein fozialrevolutionäres Drama. Alle übrigen Rechte fozialrevolutionär vorkommt, fann ich begreifen, wenn ich und so ein liebes, freundlich- patriarchalisches Verhältniß bleiben vorbehalten aus Scheu vor der Armuth, aus Angst auch seinen Standpunkt nicht theile. Das Betteln aber um herstellen. Herr Grelling, als der Schwiegersohn eines der vor dem Proletariat. Gnade, wo ein Recht auf freie Kunstentfaltung vorhanden reichsten Leinenfabrikanten Deutschlands, muß es ja am " ist, die Tartüfferie, die sich anstellt, als sähe sie besten wissen, wie bei diesen Herrschaften gutes Zunicht, was doch jedem offenen Auge sichtbar ist, reden hilft. I Alpha, " bezw. 12, in Sieblek 4 beam. 2, in Zula 163 bezw. 41,| fahrungen eines tüchtigen Landarztes enthält. Berfasser hat mit| Gründe für die Lohnreduktion fortgefallen feien. Dieser Beschluß in Chartow 21 bezw. 16, in Nishni- Nowgorod 33 bezw. 16. der schnellen Entwicklung der wissenschaftlichen Heilkunde Schritt betrifft 2500 Arbeiter. Vom 17. bis 23. September ertranften und starben in Warschau gehalten. Besonders erfreulich wirkt die objektive Würdigung 9 bez. 6, in Rafan 118 bezw. 68 Personen, vom 17. bis 30. Sep- des Naturheil- Verfahrens. Indem er die große Bedeutung der tember in Orel 127 bezw. 56, vom 26. September bis 2. Oftober persönlichen Gesundheitspflege der natürlichen Heilfaktoren und in Petersburg 112 bezw. 50 Personen. London, 7. Ottober. des Waffer- Heilverfahrens betont und letzteres in seinen verDie britische Regierung hat gegen das Vorgehen verschiedener fchiedenen Anwendungsformen ausführlich beschreibt, macht er Briefkaffen der Redaktton. ausländischer Regierungen, welche gewisse britische Häfen als ebenso deutlich Front gegen jene alleinfeligmachenden Wasser- Arbeiterstimme" Zürich. Keinem Redakteur unseres choleraverdächtig bezeichnet haben, protestirt. Lord Roseberry doktoren, die in dem alten Sah der Schulmedizin":" Nicht die Blattes ist ein Brief aus Locle zugegangen. hat den britischen Vertretern in den betreffenden Ländern Medizin heilt, sondern die Natur", statt der Natur das Wasser Der Vertrauensmann des 13. hannoverschen Wahlkreises, die Weisung gegeben für fofortige Wiederaufhebung fehen wollen. Die derben Zurückweisungen von allerhand Heil H. Boißmann, ersucht uns um Veröffentlichung der Mittheilung, der erlassenen Quarantänevorschriften Sorge zu tragen. unfug und Aberglauben" verdienten allein schon, daß der Inhalt daß er vom Gesangverein Bruderherz in Berlin den Betrag von Stodholm, 7. Oftober. Nach einem Telegramm aus Umea des Büchleins fleißig gelesen und noch fleißiger befolgt würde. 31 m. 40 Pf. zum Besten der in Klausthal- Zellerfeld verhafteten ist von den Passagieren, die mit dem Dampfer Thule" von hier Freilich für den Leserkreis, in den der Verfasser mit seiner Auf- Bergleute erhalten habe. dorthin gereist waren, niemand mehr an der Cholera erfrankt. flärungsarbeit vor allem eindringen wollte, erscheint es am aller- M. Sch. 1. Die Strafantragsberechtigung verjährt innerDer eine Todesfall an Cholera hat großes Auffehen in ärztlichen wenigsten geeignet. Die Landbevölkerung dürfte schwerlich schon halb 3 Monaten nach der That bei solchen Handlungen zu deren Kreisen erregt, da alle Nachforschungen der Medizinalverwaltung die Reife besigen, um seine Ausführungen zu verstehen und zu Verfolgung ein Strafantrag erforderlich ist. nach der Ansteckungsquelle bisher vergeblich gewesen find. beherzigen. C. Ment. Bericht über die Verhandlung ist uns bis Die Adresse der Magdeburger Rom, den 6. Oktober. In den legten 24 Stunden find in heute noch nicht zugegangen. Livorno 5 Erkrankungen an Cholera und 3 Todesfälle vorBolfsstimme" ist Schmiedebofgaffe 5/6. gekommen, in Palermo 30 Erkrankungen und 21 Todesfälle. G. V. Für den ersten Besuch 2-4 M., für jeden folgenden 1½- 3 M. " Die Sturmfluth auf Grand Jêle. Nach der Mittheilung eines Herrn Matthias Schurz, welcher der SturmfluthKatastrophe auf Grand Jale glücklich entronnen und in NewOrleans angekommen ist, sind von 300 Häusern nur fünf unversehrt geblieben. Schurz wohnte in einem Kosthause mit 25 Personen zusammen, von denen er der einzige Ueberlebende ist. Literarisches. Dr. A. Pollack, Aerztliches Hausbüchlein. Die wichtigsten Kapitel der Gesundheits- und Krankenpflege. Leipzig. & Haberland. 255 S. Das Glaubensbekenntniß des Humanisten. Ein Evangelium unferes Beitgeistes von Alfred Paris, Berlin. Berlag dieser Schriften, Bibliographisches Bureau, Alexanderstr. 2. Depeldjen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Bern, 7. Oftober. Die Einführung der Todesstrafe wurde von der mit der Abfassung des schweizer Strafgesetzbuches betrauten Kommission mit allen gegen 2 Stimmen abgelehnt., ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Nottingham, 7. Oftober. Die Hucknallgruben, zwei der größten Gruben von Nottinghamshire, machten bekannt, daß die Gin recht brauchbares Buch, das bei knapper, übersichtlicher Arbeit daselbst wieder zu den alten Lohnfäßen aufgenommen. 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Im ersten Wahlkreis referirte Genosse Täterom über die zur Verhandlung stehenden Gegenstände des Kölner Kongresses und besprach gleichzeitig die aus der Mitte der Versammlung gestellten Anträge. Antrag 1. Die Genoffen des 1. Berliner Wahlkreises beantragen, daß in Zukunft Parteigelder nur zu Parteizwecken verwendet werden. Antrag II. Zur Maifeier. Der Parteitag stellt sich auf den Boden der Züricher Beschlüsse. Den einzelnen Organisationen, welche für Arbeitsruhe am 1. Mai eintreten, wird zur Pflicht gemacht, sich finanziell zu rüsten, damit sie den Maßregelungen des Unternehmerthums gegenüber gewappnet find. Autrag III. Der Parteitag wolle beschließen, daß sämmtliche Parteiblätter am 2. Mai nicht erscheinen. Antrag IV. Die Genossen des 1.Berliner Reichstags- Wahlkreises beantragen: Der Parteitag wolle beschließen, ein wöchentlich einmal zu erscheinendes Zentralorgan zu schaffen, welches unter der Leitung des Parteivorstandes steht und sich mit tief= einschneidenden Parteifragen befaßt, gute Leitartikel bringt und so den Genossen die Agitation erleichtert. Antrag V: Der Parteitag wolle beschließen, den Parteitag zwischen Weihnachten und Neujahr zu verlegen, um den Genossen die Theilnahme daran zu erleichtern. Antrag VI: Beantrage, daß der Kölner Parteitag fich dahin ausspricht, daß die Genossen der Gewerkschafts- wie politischen Bewegung sich voll und ganz zur Verfügung stellen, und nicht durch Zugehörigkeit zu Mitgliedschaften, sonstigen Klubs u. s. w. ihre Pflicht vernachlässigen. Nachdem die Genossen Timm, Mehner, Gerisch und Bohne diese Anträge eingehend begründet, und zu einzelnen Punkten ihre sonstigen Stellungen largelegt hatten, wurde Antrag I gegen 1 Stimme, Antrag II gegen 26 Stimmen, Antrag III und IV einstimmig, Antrag V und VI mit Majorität angenommen. Ueber einen ferneren Antrag, betreffend die Religions frage, wurde auf Interpellation des Genossen BIümel und darauf erfolgtem Antrage Täterow's zur Tagesordnung übergegangen. Es erfolgte hierauf die Wahl der Delegirten zum Kölner Parteitage. Gegen einige Stimmen wurden die Genossen Mehner und Felgentreff gewählt. Nachdem man zu Revisoren die Genossen Bohn, Felgentreff und Lehmann gewählt hatte, nahm man zum Schluß folgenden, durch Flugblatt aus führlich begründeten und mit 17 Unterschriften versehenen Antrag: Der Parteitag der sozialdemokratischen Partei wolle auf seine Tagesordnung nachstehenden Punkt zur Verhandlung setzen: Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Unterstützung durch die Parteigenossen", und das Referat hierüber dem Genossen Mar Schippel übertragen, gegen 29 Stimmen an. Sonntag, den 8. Oktober 1893. 10. Jahrg. Ueber diesen und einen ähnlichen Antrag Zubeil entsteht eine sehr heftige Diskussion zwischen denen, welche die Feier für wünschenswerth halten( Heymann- Zubeil) und denen, welche unter allen Umständen den 1. Mai feiern wollen. Die Anträge Wengels Zubeil und Dr. Heymann werden hierauf angenommen. 3ubeil beantragte ferner:" Der Parteitag wolle beschließen, die alljährlich wiederkehrenden Parteitage zwischen Weihnachten und Neujahr stattfinden zu lassen." Der Antrag wird angenommen. politischen Zusammenkünfte der Wortführer der bürgerlichen Reichstags beauftragt, unverzüglich die Reichsregierung aufzu Parteien zu besprechen, die alle sammt und sonders den Charakter fordern, eine Arbeitslosenstatistik aufzunehmen." Nach kurzer Bevon" Schützenfesten" aufwiesen. Was von dem welterschütternden rathung wird der Antrag angenommen. Ein Antrag Sabor, Greigniß, dem Parteitag der Trümmer der ehemaligen Fort- welcher dahin geht, bei Stichwahlen den Wahlkampf nur in den Schrittspartei der bekanntlich, um den Katzenjammer zu ver- Kreifen fortzusehen, wo die Möglichkeit eines Erfolges vorhanden bergen, hinter verschlossenen Thüren getagt habe an die ist, wird abgelehnt. Deffentlichkeit gedrungen sei, erscheine nur als Schlußabrechnung Zur Maifeier stellt Dr. Heymann den Antrag: Die eines großen Konkurses. Wir scheuen nicht die Deffentlichkeit. Genossen des 4. Berliner Wahlkreises sind der Meinung: Der Auch von dem nächst stattfindenden Parteitag tönnen wir der Parteitag möge beschließen, daß überall da, wo die Parteileitung Ueberzeugung sein, daß er, wenngleich eine Arena, wo jeder offen eine allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai für möglich und und unverblümt seiner Meinung Ausdruck geben kann, der Aus- wünschenswerth halte, die Arbeitsruhe einzutreten habe." druck des Willens der Gesammtpartei und ein weiterer Schritt auf der Siegesbahn des Sozialismus sein wird.( Lebhafter Beifall.) Während des Vortrages waren folgende Anträge im Bureau eingegangen: 1. Die öffentliche Versammlung der Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises beschließt: Der Parteitag der sozialdemokratischen Partei wolle auf seine Tagesordnung nachstehenden Punkt zur Verhandlung sezen: Die Gewerkschafts- Bewegung und ihre Ein Antrag Reste: Die Versammlung wolle beschließen, Unterstützung durch die Parteigenossen." die Delegirten des vierten Berliner Wahlkreises zu beauftragen, Gleichzeitig beschließt die Versammlung, dem Parteitage beim Parteitag dahin zu wirken, daß die Gewinnliſten der anheimzugeben, als Referenten für den oben angeführten Punkt preußischen Lotterie nicht mehr im Vorwärts" zum Abdruck geder Tages- Ordnung den Genossen Max Schippel zu belangen." Der Antrag wird angenommen. stimmen. Anrag Dr. Heymann. Die Genossen des 4. Berliner 2. Unterzeichnete stellen den Antrag, die zu wählenden Wahlkreises sind der Meinung, daß der Parteitag beschließen Delegirten zum Kölner Parteitag zu beauftragen, dahin zu möge, es müsse unaufhörlich und systematisch für die Beseitigung wirken, daß der Vorwärts" in Zukunft 1 M. pro Monat der gefeßlichen Hindernisse agitirt werden, welche der gewerk im Abonnement fostet. schaftlichen Bewegung entgegenstehen. Der Antrag wird nach turzer Begründung des Antragstellers angenommen. Eine Resolution Seiler: Vertrauensposten nur an solche Genossen zu übertragen, welche einer Berufsorganisation angehören, wird an= genommen. Endlich beschließt die Versammlung, ihre Delegirten zu beauftragen, falls die Frage der Betheiligung an den Landtagswahlen zur Sprache kommt, sich entschieden gegen jede Betheiligung auszusprechen. 3. Unterzeichnete stellen den Antrag, auf dem Kölner Parteitage dahin zu wirken, daß in Zukunft der Parteitag zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindet. 4. Die 2c. Versammlung wolle beschließen, nur solche Delegirte zum Kölner Parteitag zu entsenden, welche auch gewerkschaftlich organisirt sind. Die Diskussion wurde über den Vortrag und sämmtliche Anträge gemeinsam geführt. Nach langen Debatten wurden die Anträge 1 und 3 angenommen, 2 und 4 dagegen abgelehnt. Als Delegirte wurden Grauer und Haschet gewählt. " Gewählt find als Delegirte: Wengels, Dr. Heymann, Fräulein Haase. " Im fünften Wahlkreise referirte Robert Schmidt. Im vierten Wahlkreis referirt Genosse Singer. Nach Redner wies kurz darauf hin, daß Fragen von großer prinzipieller einigen einleitenden Worten geht Redner auf eine Besprechung Bedeutung die Meinungsverschiedenheiten hervorrufen können der einzelnen Punkte der Tagesordnung des Parteitages ein und nicht auf der Tagesordnung des Parteitages stehen, obwohl eine bespricht eingehend die Agitation auf dem Lande und alle dazu solche, nämlich diejenige wegen der Betheiligung an den erforderlichen Mittel und Wege. Die Landagitation erfordert die preußischen Landtagswahlen, erst kürzlich angeschnitten ist. Es Berücksichtigung der verschiedenen landwirthschaftlichen Verhält habe sich dabei indeß eine so allgemeine Uebereinstimmung niffe. Man kann in Oberschlesien nicht so agitiren wie im in dem ablehnenden Standpunkte der Parteigenoffen gezeigt, daß bayerischen Hochlande. Die zahllosen Korrespondenzen auf diesem eine weitere Erörterung dieser Angelegenheit sich erübrigt. Unter Gebiet machen einen Meinungsaustausch nothwendig. Esden in der Hauptsache geschäftlichen Gegenständen der Tageswird ferner die Maifeier zur Sprache tommen und ordnung streifte Redner namentlich die Landagitation, um dann die aus dem vorigen Parteitage zurückgebliebene Frage: etwas näher auf die Frage der Maifeier einzugehen. Es mache Die Sozialdemokratie und der Antisemitismus. Wenngleich für sich jetzt, zumal nach dem bekannten Beschlusse des Züricher Koneinen Theil der Genossen die Diskussion dieser Frage vielleicht gresses, unter den Genossen eine ziemlich starke Neigung geltend, in Im zweiten Wahlkreis, wo die Parteiversammlung im überflüssig ist, weil wir längst dazu Stellung genommen haben, der Maifeier eine Aenderung eintreten zu lassen. Zwar werde kaum großen Saal der Bockbrauerei stattfand, ging der Wahl der so hat der Parteivorstand doch geglaubt, den Gegenstand auf die ein allgemeines Ruhenlassen der Arbeit am 1. Mai durchführbar Delegirten zum Kölner Parteitag eine lange, zum Theil heftige Tagesordnung bringen zu sollen, um nicht den Schein zu er- fein. Aber der Verpflichtung, nach dieser Richtung hin auch in Debatte voraus. Dieselbe einleitend, führte Genosse D. Antrid wecken, als ob wir die Grörterung dieser Frage zu fürchten Deutschland einmal ernstlich den Anfang zu machen, tönnten wir etwa folgendes aus: Er wolle nur einige Anregungen und An- hätten. Der Parteitag wird sich außerdem mit Anträgen aus den uns nicht entziehen. Auch dürften wir uns nicht absondern von träge von Wichtigkeit furz berühren, welche den Parteitag be- Kreisen der Parteigenossen beschäftigen. Wie ich erfahren habe, den übrigen Nationen, nachdem der Kongreß in Zürich den be schäftigen würden. Da sei zunächst die Landagitation. Bezüglich soll ein Antrag an den Parteitag gelangen, der sich mit der treffenden Beschluß mit so großer Majorität gefaßt hat. Es ihrer habe er einige Wünsche; erstens den, daß die Partei( die Frage beschäftigt, in wieweit die Partei die gewerkschaftliche werde sich also darum handeln, daß diejenigen, welchen es mög Provinzialkomitees, deren Zweck die Landagitation sei, mehr wie Bewegung unterstüßen kann. Ich freue mich, daß dieser Antrag lich ist, verpflichtet werden, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu bisher materiell unterstützen möge, zweitens wünsche er eine gestellt ist, weil zweifellos die gewerkschaftliche Bewegung die lassen. Allerdings werde die Einheitlichkeit und zum guten Theile Bevorzugung der mündlichen Agitation. Wichtig sei dann die Vorschule der politischen Bewegung ist. auch die Würde der Maifeier dadurch Einbuße erleiden infolge Maifeierfrage. Die Züricher Resolution verlange die UnterWas nun die Frage der preußischen Landtags- Wahlen beder nothwendig eintretenden Zweitheilung. Nachdem Redner stützung jedes Versuchs zur Durchführung der Arbeits- trifft, so habe ich die Ueberzeugung, daß sich in diesem Saal noch furz des Antisemitismus gedacht, der wiederum auf die ruhe am ersten Mai. Der Berliner Parteitag habe gleichwie in den anderen Versammlungen faum ein Anhänger Tagesordnung des Parteitages gesezt ist, bemerkte er zu dem im vorigen Jahre von der Anstrebung der völligen für die Betheiligung an den Wahlen finden wird.- Redner von vielen Parteigenossen gehegten Wunsche, daß auch Arbeitsruhe abgesehen, weil die miserablen wirthschaftlichen Verhältnisse es als leichtsinnig erscheinen ließen, dafür einzutreten. wiederholt die im„ Vorwärts" bereits ausführlich dargelegten die Gewerkschaftsbewegung und ihre Unterstützung durch die Gesichtspunkte. Fast einmüthig, mit 223 gegen 6 Stimmen, sei die Resolution Parteigenossen" auf die Tagesordnung gesetzt werde: Er Faber stellt den Antrag: Der Parteitag in Köln wolle be- habe nichts dagegen einzuwenden, verspreche sich aber auch nichts angenommen worden. Seien die Verhältnisse in diesem Jahre schließen, den„ Vorwärts" in der Form als Partei- Organ er- besonderes davon, da der Parteitag nur wiederum erklären andere, beffere? Nein. Der deutschen Sozialdemokratie müsse scheinen zu lassen, daß für die Genossen auf dem Lande der könne, daß die Gewerkschaftsbewegung durchaus gleichberechtigt als solcher es vorbehalten bleiben, nach Maßgabe der deutschen lokale Theil und der Inseratentheil nicht mehr zur Ausgabe mit der politischen Bewegung set. Man könne aber den Parteiökonomischen und politischen und politischen Verhältnisse gegenüber den gelangt. Ich halte es für nothwendig, den Vorwärts" für genoffen, die eine Diskussion dieser Angelegenheit auf dem ParteiForderungen des Züricher Kongresses frei zu entscheiden. Die Landagitation billiger herzustellen. Auf dem Lande tag wünschen, den Gefallen thun. Alle Resolutionen und alle Von verschiedenen Seiten lägen Anträge vor, die Stellung der interessirt sich niemand sür Berliner Inserate und für Lokales Erklärungen der Parteitage bringen uns jedoch nicht die Arbeiter Partei zu den Gewerkschaften zu präzisiren. Er, Redner, wisse aus Berlin. Außerdem müssen wir für Berlin ein gesondertes in die Organisationen; das könne vielmehr nur Aufklärung und nicht, was in dieser Beziehung Neues gesagt werden solle. Drei Organ haben, jedes fleine Nest hat sein Organ, nur Einheitlichkeit der Organisation bewirken. In der Diskussion Parteitage hätten bereits die Gewerkschaftsbewegung für nützlich Berlin nicht. Baader tritt den Ausführungen ent- nahm zunächst zu dem inzwischen verlesenen, vom Referenten erklärt und ihre Unterstützung den Genoffen angerathen. Er schieden entgegen. Der Inseratentheil fönne nur empfehlen, den Antrag ruhig anzunehmen, daß die dem Lande mit Intereffe gelesen, er ist eine wichtige Genosse Jo ft das Wort. Derselbe forderte, daß es die erste wird auch auf schon besprochenen Antrage betreffs der Gewerkschaftsbewegung Frage der Gewerkschaftsbewegung auf die Tagesordnung des Einnahme. Genoffe Stobiad wünscht, daß der Vorwärts" Pflicht jedes Parteigenoffen fein solle, der gewerkschaftlichen Be Rongresses tomme, obwohl es überflüssig sei, und damit gezeigt zur Landagitation für die Hälfte des jetzigen Preises geliefert wegung beizutreten. Der Parteitag müsse auch aussprechen, daß werde, die Vorwürfe seien ungerecht, daß die Partei die Ge- werde. Mattutat. Die Redakteure des Vorwärts" find mit die Genossen das Gezänte um die Organisationsform lassen sollten, werkschaftsbewegung nicht unterstüße. Mit jenen Vorwürfen Arbeiten zu sehr überlastet, die Anstellung eines dritten politischen daß es eben nur darauf ankomme, daß jeder organisirt ſei. möge man doch nun bald aufhören. Redakteurs ist nothwendig, um das Material besser zu verarbeiten. Grie pentrog stimmte dem Vorrebner bei. Niederauer Genoffe Nitolei bemerit, es sei falsch, fortwährend die Der Versammlungstheil fann gekürzt werden. Mattutat be befürwortete den Antrag, die Delegirten des 5. Kreiſes zu beaufschlechten wirthschaftlichen Verhältnisse gegen die Arbeitsruhe am antragt: Durch Vermehrung der politischen Redakteure am tragen, daß sie auf dem Parteitage dafür eintreten, daß die ersten Mai auszuspielen. Er fei für dieselbe. Natürlich würde Vorwärts" und durch zweckentsprechende Zusammenziehung des Maifeier auf alle Fälle am 1. Mai und, wo es irgend möglich, anfangs nur gefeiert werden, wo gute Organisationen vorhanden lokalen und des Versammlungstheils den politischen Theil weiter durch Arbeitsruhe gefeiert wird". Ueber die Frage des Antifind, aber von Jahr zu Jahr werde fich die Arbeitsruhe immer auszugestalten. Genosse Singer: Jch halte es nicht für gut, femitismus hielt dieser Redner die Diskussion für weniger noth mehr einführen. Genosse Massini begründet des Längeren Einzelheiten in der Verwaltung des Vorwärts" auf dem Partei- wendig, als über die Gewerkschaftsbewegung. Es nahmen noch den Antrag auf die Tagesordnung des Kongresses als tag zur Sprache zu bringen, weil es für die Delegirten fehr Rebentisch und Hübner, lekterer im Sinne Niederauer's, neuen Punkt mit May Schippel als Referenten zu setzen: schwer ist, in innere Angelegenheiten einzubringen. Sie dürfen das Wort, worauf die beiden in der Diskussion gestellten AnDie Gewerkschaftsbewegung und ihre Unterstützung durch " bie Parteigenossen". Der Redner betont, daß Genosse Schippel nicht vergessen, daß von den meisten Redakteuren die Thätigkeit träge einstimmig angenommen wurden. Die Versammlung beVorwärts" im Nebenamt mitgeleistet werden schloß dann, nur einen Delegirten nach Köln zu senden, und erklärt habe, die nach der Wahl eingetretene fünfjährige Ruhe- muß, die Redakteure sind Reichstags Abgeordnete, wählte als solchen den Genossen Jost und als Stellvertreter pause in der politischen Bewegung müsse ausgenutzt werden, um Stadtverordnete und Versammlungs= Agitatoren, Die Gewerkschaftsbewegung mehr in Fluß zu bringen. Dem ist eine sehr große Arbeitslast das Genossen Niederauer. Genosse Krüger gab hierauf die Abund in der Partei- rechnung von der Reichstagswahl. Die Ausgaben haben danach schließe er sich voll und ganz an. Er sei der Meinung, daß die leitung herrscht die Ansicht, daß die Redaktion im ganzen ver- betragen 2612,50 M., die Einnahmen 3145,58 M., so daß ein Maffen des Proletariats nicht nur auf den Stimmzetiel dressirt stärft werden muß. Die Wünsche wegen Verkürzungen oder Ueberschuß von 533,08 m. geblieben ist, welcher dem werden dürften, sondern auch für die Gewerkschaftsbewegung ge Erweiterungen sind nicht leicht zu berücksichtigen. Ich bestreite Vertrauensmann überwiesen worden ist. Genosse Hergt wonnen werden müssen. Der politischen Bewegung werde durch entschieden, daß unfere Versammlungsberichte draußen nicht empfahl hierbei den die Existenz starker Gewerkschaften ein fester Halt geboten. interessiren. Ebenso wichtig ist der lokale Theil. Nicht darauf licher Blätter, jeht in ihren Zeitungen einzugestehen, etwa anwesenden Vertretern bürgerJeder ehrliche Sozialdemokrat gehöre der gewerkschaftlichen und fommt es an, daß aus anderen Blättern Neuigkeiten aus- daß sie die Unwahrheit sagten, als sie verbreiteten, daß der politischen Bewegung an( Großer Beifall). Nachdem Frau Balm im Sinne des Referenten gesprochen, sprachen in der geschnitten oder sonst pikante Nachrichtereit getreten werden, Kreis 14 000 Mark für die Wahl ausgegeben habe. Das WahlDiskussion die Genossen Fischer, Baafe, Silberschmidt, sondern darauf, wichtige lokale Greignisse in sozialpoli tomitee habe weder diese noch eine andere Summe von dem tifchem 2ichte erscheinen zu lassen und nicht, wie es Parteivorstand erhalten, sondern wie die Abrechnung zeige, im J. Auer, Nikolai, Massini und Antrid. Hierauf bie bürgerlichen Blätter lieben, ihr Klatschoedürfniß Gegentheil noch 533 M. Ueberschuß gehabt. Sodann wählte die wurde der Antrag Massini, unter Ablehnung seiner Begründung, und dasjenige ihrer Leser zu befriedigen.( Leb- Bersammlung zur Leitung der Stadtverordneten- Wahlen ein mit großer Majorität angenommen und ein Antrag abgelehnt, ftritte an die Züricher Resolutionen, betreffs der Maifeier, fest- hafter Beifall.) Außerdem haben wir den höheren Gesichtspunkt Komitee bestehend aus den Genossen: Hergt. Mayr, zuhalten. Beschlossen wurde, nur Genoffen als Delegirte verfolgen, nämlich unsere Leser immer mehr zu sozialdemo- Schmidt, Jost und Butiger. zu wählen, welche in der gewerkschaftlichen und politischen Be- kratisch denkenden Menschen zu erziehen. Vergeffen Sie nicht, daß Berlin nicht nur die Hauptstadt des Deutschen Reichs, wegung stehen. Gewählt wurden die Genossen Antric und sondern auch die Hauptstadt der deutschen Sozialdemokratie ist, die Silberschmidt. durch ihr Blatt wachsen und würdig vertreten sein soll, es wäre also ein politischer Fehler, das Blatt für einen Theil der Leser zu verkleinern. Nach furzen Ausführungen des Genossen Mattutat wird der Antrag Faber abgelehnt. Antrag Mattutat angenommen. für den = " äußerst zahlreicher Betheiligung der Parteigenoffen statt. Den Die Parteiversammlung im 6. Wahlkreise, fand unter einleitenden Vortrag hielt Reichstags- Abgeordneter Bebel. Im dritten Wahlkreis hatte Genoffe Ewald Vogt Verschiedentlich werde gewünscht, nur alle zwei Jahre einen herr das Referat übernommen. Er gab in furzen Zügen ein Parteitag stattfinden zu lassen, doch halte er es im Interesse der Bild von den Arbeiten, die den in Köln zusammentretenden Partei und der Parteigen offen für geboten, alljährlich einen Parteitag erwarten und bezeichnete diese gewissermaßen als die Parteitag stattfinden zu lassen und begründete er diesen seinen Fortsetzung des internationalen Züricher Kongresses, dessen Be Ein Antrag zu beil und Genossen lautet:„ Der Parteitag Standpunkt in einleuchtender Weise. Redner kam sodann auf schlüssen sich der Parteitag der deutschen Sozialdemokratie ohne wolle beschließen: Jufolge der fortwährenden Ableugnungen des die provisorisch festgesetzte Tagesordnung des diesjährigen ParteiZweifel unterwerfen werde. Ein Rückblick auf die Ereignisse seit in der Arbeiterklasse vorhandenen Nothstandes von seiten der tages zu sprechen, bei einzelnen Punkten länger verweilend Die dem legten Parteitag gab dem Redner Gelegenheit, auch die Reichsregierung, wird die sozialdemokratische Fraktion des Landagitation z. B. betreffend erläuterte er die Schwierigkeit des bei Stehmann. Berufsgenossen Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Harmonie a WeinMontag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 Siedertafel der Maler und verwandter - Blüthe, Weinftr. 23 bei Küchenineister. Kampfes gegen die Zentrumspartei insbesondere in Elsaß-| Millarg's hin erklärte sich die Versammlung einstimmig Gothringen, sowie in Rheinland- Westfalen, indem die katholische dafür, daß alljährlich ein Parteitag staftzufinden habe und Geistlichkeit einen hohen Einfluß auf die Landbevölkerung ftimmte ferner dem Antrage zu, zwei Delegirte nach Köln zu ausübe. Troßdem beginne die katholische Arbeiter- und entsenden. Als solche wurden Millarg und Völkel geLandbevölkerung sich von der Zentrumspartei abzulösen, wählt. Auch machte die Versammlung den Gewerkschaftsantrag eine geschickte Agitation würde diese der Sozialdemokratie zu dem ihrigen. zuführen. Es sei für ihn besonders erfreulich, daß diesmal der Parteitag in Köln, inmitten des Katholizismus, abgehalten jeden Conntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. May Kayser, werde. Die Wichtigkeit der Landagitation hervorhebend, aner- etmer", jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsfir. 19. fannte er die Erfolge der Landagitation in der Provinz Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag. Alle Brandenburg. Die Arbeit und großen Opfer der Parteigenossen Menderungen im Bereinstalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffelhätten bei den letzten Reichstagswahlen die besten Früchte ge- alteber. firaße 49, vorn II. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mit tragen. Von großer Wichtigkeit sei ferner die Frage der Gestaltung der Maifeier, ob eine allgemeine Arbeitsruhe eintreten oder ob ev. von Fall zu Fall sich dieselbe regeln lassen werde. Der Punkt„ Antisemitismus und Sozialdemokratie" sei ebenfalls auf die Tagesordnung gefekt worden. Wenn es auch scheine, als habe diese Frage bei den Parteigenossen an Bedeutung verloren, so sei eine Erörterung dieser Frage doch immerhin am Blaze. Bezüglich zu stellender Anträge sprach sich der Referent zustimmend zu dem seitens der Gewerkschaften gestellten Antrag aus und befprach derfelbe ferner die Nüglichkeit und Nothwendigkeit eines Wochenblattes, nach welcher Richtung hin von verschiedenen Seiten Anträge gestellt sind. Bebel schloß sein Referat mit dem Ausdrucke der Hoffnung, daß auch der diesjährige Parteitag, wie bisher alle, dem Partei Interesse dienen und demselben förderlich sein werde. Andauernder Beifall bewies die Uebereinstimmung der Versammlung mit den Darlegungen des Referenten. In der folgenden Diskussion traten Näther und Hohenstein hinsichtlich der Maifeier für unbedingte Arbetisruhe ein und befürworteten den Antrag: auf die Tagesordnung des Parteitages die Grörterung der Gewerkschaftsbewegung zu fetzen. Es sprachen ferner noch Millarg und Koopmann, worauf ein Antrag auf Schluß der Rednerliste angenommen wurde und Bebel das Schlußwort erhielt. Auf Antrag borf. Straße 11 bei Feindt. Zonblüthe, Görligerstraße 58 bei Tolts: Sängerdor, Rene Königsstraße 73 bet Jahns. Suchsdorf'scher Froh' Hoffnung Berlin West, Kulmftr. 36 bet Raumann.- Sängerjain, Reichen Restaurant Krüger. bergerstraße 16 bei Pähhold. Piedesfreiheit II, Straußberg, im Myrthenblätter, Belforterstr. 15, bet Schneider. Gesangverein Bieberzweig, Sermsdorf, Waidmannsluft bei Fenner Bur dichte". - Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelftr. 141 bet Schmidt.- Collegia 2 der Berufsmuſiter, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. heit, Simeonstr. 23 bei Flick. - Frisch auf in Schönwalde t. d. Mart bet Schulz.- Frisch zur Frei Metallarbeiter Often, Bücklerstr. 49, bei Stabernack. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater und Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Stoch. Theaterverein Bergnügungsverein artefin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofar s. Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpeniderstr. 191. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Germania, alle Bergnügungsverein Nord, Nachmittags& Uhr Fennstr. 6 bel Krüger. 14 Tage Versammlung Linienstraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Zitania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langestr. 65. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein Lustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann Bergnügungsverein& uftig, Sonntag, Staligerstr. 54( H. Hente), 5% Uhr: Sigung, Tanz, Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bet Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Melchiorstr. 15. Tambour- und Bergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Seyffert, Dranienstr. 121. Bon 4 Uhr an. 8 Linke, Bergfir. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein wiebelfische, Nirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner: firaße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bet Möring, Admiralstr. 18c. Restaurant zum Bufunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag im Bergnügungsverein auf Selgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei Bergnügungsverein Einigkeit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Bergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5, ( Alle Buschriften, den Bund der gefelligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sigung 6 Uhr. tichten in B. entel, Bergmannfir. Nr. 21, Hof 3 Treppen.) Sonntag: af Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b. Sauermann, AdalbertFreundschaftlicher Bartvereinb. Hrn. Kyschty, Nostiaftr. 12, Worm. 8-10 Uhr. Pfeifentlub Felsen fest, abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt Nordflub Geselligkeit b. Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14 bet de Theaterverein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. Henoch. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder= 3-4 hr. Kartentlub, 2ustige Brüder" Krautstr. 48, Abends 8% 11hr Bergnügungstlub Ostend, Krautstr. 6 bei Rudolf v. 5-6 Uhr. fraße 27. Privat- Theatergesellschaft Walhalla, Nachm. 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bet bet Ernst Radtke. Rauchflub Veronita", Sigung Montag Abends 9 Uhr Bachmann, Sigung. Geselliger Verein der Feilenhauer, Gartenstr. 162 bei Rennet, Stegnigerftr. 26. bund", Stralauerstr. 57, bei Wiegel, alle 14 Tage Sigung. bei Meißner, jeden Sonntag v. d. 1. d. M. Stattlub Grand", Abends 9 Uhr bei R. Hubrich, Sübbenerstr. 22. Geselliger Verein, Brüder: feifentiub elfenfest bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. Montag: Stattlub Roth- Junge". Sigung alle Dienstage nach dent 15. und SpielSumo: abend alle Dienstage von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bei Herrn ristischer Berein Pipifar bei Krösche, Fichtestraße 29. Theaterverein Serrath. verein Felsenseft", Rigdorf, Hermannstraße 167 bet Fülleborn, 8% uhr. liches Beisammensein im Restaurant„ Bur neuen Post", Beuthstr. 21. Nora, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c, Abends 9 Uhr. Vergnügungs- Freie Bereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthKartentlub Lustige Brüder", Krautstr. 48 bet Rattte, Abends 8 Uhr. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 12. Oktober 1893, Abends 6 Uhr: Versammmlung im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38, oberer Saal. 325/11 Tagesordnung: 1. Unfer Fensterstreik und Wahl einer Streitleitung. 2. Regelung der Wanderunterstützung. Wir ersuchen die Kollegen und Berufsgenossen recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen; die Versammlung wird präzise 6% hr eröffnet. Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. NB. Den Mitgliedern von Moabit zur Kenntniß, daß die Zahlstelle von der Birkenstraße 54 nach der Stromstraße 37 verlegt ist, indem der Gastwirth Herr Müller dorthin verzogen ist. D. D. Holzarbeiter! ( Tischler, Drechsler, Stellmacher, Bürstenmacher). Oeffentliche Versammlung für Friedrichsberg und Umgegend am Montag, den 9. Oktober, Abends 82 Uhr bei Herrn Sousott, Frankfurter Allee 174. 430/17 2..: Vortrag über den Werth der gewerkschaftlichen Organisation. Ref.: T. Koblenzer. Diskussion. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erivartet Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Berlins und Umgegend." Montag, den 9. Oktober, Abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung für den Süden in Krösche's Gesellschaftshaus, Fichtestr. 29. Zages Ordnung: B 1. Vortrag des Genoffen Wiedemann. 2. Disfusion. 3. Wie haben sich die Kollegen bei ausbrechenden Differenzen zu verhalten?(§ 4 des Statuts.) 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Nichtmitglieder als Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 230/15 Freie Vereinigung der Kaufleute. Montag, 9. Oktober, Abends 8/2 Uhr, in der Ressource, Kommandantenstr. 58: Grosse Versammlung. 189/5 Verein deutscher Schuhmacher Zahlstelle II. Versammlung am Montag, den 9. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wach über: Die Prostitution geschichtlich behandelt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragetaften. 277/10 Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Bevollmächtigte. Verband der Bäcker ( Mitgliedschaft Berlin). Dienstag, den 10. b. M., Nachmittags 8 Uhr, bei Pyrtek, Gipsstr. 8: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Vortrag: Was müssen wir thun Tagesordnung: 1. Was antworten wir dem Minister? 2. Dis und was unterlassen, um die Organis tussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Montag, den 16. Oktober, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Sommandantenstraße Nr. 20: 1 Außerordentliche Ausschuß- Sizung. Sonntag, 8. d. M., Ab. 6% Uhr, Kommandantenstr. 79: Vortrag des Herrn A. Borchardt, über: Moderne Ehe und freie Liebe. Diskussion. Verschiedenes. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Damen und 106/16 Herren als Gäste willkommen. Tagesordnung: 1. Bericht über eingelaufene Offerten zum 142/20 Bundesdirigenten. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Diejenigen Vereine, welche vom Sängerfeste noch im Rückstande sind, werden ersucht, bis zu dieser Sigung abzurechnen. D. D. Verband der Geschäftsdiener, Pacer und Berufsgenossen. sation zu stärken? 3. Stellung zum Industrieverband. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2442b Der Varkaud. Bekanntmachung. Orts- Krankenkaſſe des Gewerbes der Ladkirer zu Berlin. Das von der General- Versammlung vom 5. bez. 9. November 1892 be schlossene Statut ist unter dem 26. Sep tember 1893 vom Bezirksausschuß genehmigt. Daffelbe tritt am 2. Oktober 1893 in Kraft. Bureau und Arbeitsnachweis: Neue Grünjir. 10 I. Telephon: Amt 1 Nr. 810. Achtung! Filzschuharbeiter. Achtung! Die Beiträge betragen vom 2. Ottober IV. Ordentliche General- Versammlung am Dienstag, 10. Ott., Ab. 9 Uhr, in Gründer's Festfälen, Röpeniderstr. 100. Zages Ordnung: Große öffentliche Versammlung der in der Filzschuhbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen 1. Mittheilungen und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bierteljahres- am Montag, 9. Oftober, Abends 8 Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstr. 38. bericht und Abrechnung von den Feften. 3. Geschäftliches und Wahl eines Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten Borstandsmitgliedes für den Norden. 4. Fragekasten und Ausgabe der Billets der Gewerkschaftskommission. 4. Bericht der Revisoren. 5. Verschiedenes. zum Stiftungsfeste. Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. Es ist Pflicht, daß jeder Kollege pünktlich erscheint Zahlreiches Erscheinen erwartet 171/12 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. 166/17 Der Einberufer. Berein Berliner Hausdiener. Sonntag, den 8. Oktober 1893, Abends 62 Uhr, im Lokale zum Dienstag, 10. Ottober, Abends 9 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, " Freischüh", Fruchtstraße 36a: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. 2. Diskussion. Zagesordnung: Alte Jakobstr. 87: 1. ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Jahresbericht. 3. Wahl des 1. Vortrag des Fräulein Wabnitz über: Die Stadt des Licht3." Borstandes(§ 11). 4. Wahl der Revisoren(§ 15), des Ehrenraths(§ 16), Nach der Versammlung: des Festkomitees(§ 17) und Ernennung der Kontrolleure. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 6. Nochmalige Beschlußfassung in Sachen Uhrenholt. 7. Verschiedenes und Fragekasten. 2436b CF Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. 2402b Der Einberufer. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Unterstützungsverein der Maurer Arbeiter- Bildungschule, Süd- Ost. im Westen Berlins. Mitglieder- Versammlung 246/13 Sonntag, 8. Oktober, Ab. 8 1hr, in den Arminhallen, am Montag, 9. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Werner, Bülow str. 59. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Abrechnung vom 5. Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Charlottenburg. Montag, den 9. Oftober 1893, Abends 8½ Uhr: Große öffentliche Volksversammlung für den Reichstags- Wahlkreis Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg im Lokale des Herrn H. Krause, Bismarckshöhe", Bismarckstraße 80. 2. Kommandantenstr. 20: Große Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Adler, über: Der eherne Schritt der Zeit. Distussion. 3. Verschiedenes. 403/15 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Die Kommission. Freie Vereinigung der Kaufleute Berlins. Sonnabend, den 14. Oktober 1893, in den Festfälen des Industrie- Gebäudes( Verein junger Kaufleute), SW. Beuthstraße 20/21: Tagesordnung: 1. Der bevorstehende Parteitag in Köln.. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Erih 3nbril. 2. Diskussion. 3. Delegirtenwahl. 2417b IV. Stiftungsfest. Aufführung des Theaterstückes: Eine Rettung. Volksstück mit Gesang in 1 Att von Julius Zürt Musik von V. Dillenberger. " Dargestellt von Mitgliedern des National Theaters". Billets sind bei M. Steffen, Rockstraße 4, 8 Tr. lints, zu haben. Der Vorstand. Um recht zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauensperfonen.[ 189/ 6* 1893 ab: 1. Für erwachsene männliche Raffenmitglieder ausschließlich der Lehrlinge 42 Pf.; 2. für erwachsene weibliche Kaffenmitglieder über 16 Jahren 21 Pf.; unter 16( zwischen 14 und 16) Jahren 3. für männliche Raffenmitglieder und für Lehrlinge 21 Bf.; 4. für weibliche Raffenmitgliedber unter 16( zwischen 14 und 16) Jahren 15 Pf. Daß Sterbegeld beträgt bis zu den vollendeten ersten sechs Monaten: 1. Für männliche erwachsene Mit glieder 60 M.; 2. für weibliche erwachsene Mitglieder 30 M.; 3. für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 30 M.; 4. für weibliche Mitglieder unter 16 Jahren 20 M. Das Sterbegeld für Mitglieder, welche länger als sechs Monate der Raffe angehören, beträgt: 1. Für männliche erwachsene Mitglieder 75 Pf.; glieder 37,50 m.; 2. für weibliche erwachsene Mit 3. für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 37,50 M.; 4. für weibliche Mitglieder unter 16 Jahren 25 M. 201/6 Berlin, den 7. Oftober 1898. Der Vorstand. E. Müller, Vorsitzender. Der Zukunftsstaat # Sozialistisches Beit Kouplet von Nich. Heise, Voltshumorist, Berlin N., Zionstirchstr. 11 v. 3 Tr. Preis mit Klavierbegleitung 50 Pf. 46902* Zigarren mit Kontrollmarke. Den Genossen zur Nachricht, daß ich das Zigarren und Tabat- Geschäft von A. Penn übernommen habe und btte bei Bedarf mich berücksichtigen zu wollen. Hermann Vogel, Demminerstr. 62, Zahlstelle der Freien Volksbühne. Central- Leihhaus Ausverkauf 72, Jägerstrasse No. 72( zwischen Kanoniere und ( Mauerstrasse, parterre.) 10 000 moderne Herbst- und Winter- Paletots und Herbst- und Winter- Anzüge eis setragen in besten Stoffen und neuesten Mustern Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. 4864L* von. 9, 12, 15, 20, 30( Pracht- Exemplare). Einsegnungs- Anzüge, Schuwaloffs. Monats- Anzüge, das sind nach Maaß bestellte Sachen, die ca. 1 Monat getragen sind ( auch für korpulente Personen passend). Goldene und filberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Ketten. 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