Nr. 239. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter fereuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition in an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernspredjer: 3mt I, 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 11. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Das Wahlrecht in Oesterreich. nicht, so lange Militäruntaugliche und des Lesens und tage, dem Vortage der Barlamentseröffnung, wieder erSchreibens Unkundige vom Wahlrecht ausgeschlossen werden. Die ununterbrochene Agitation unserer österreichischen Aber trotzdem ist das Zugeständniß des Grafen Taaffe Bruderpartei zum Zweck der Erringung des allgemeinen ein Fortschritt gegen den gegenwärtigen, unmöglich geWahlrechtes hat einen großen Erfolg zu verzeichnen. Graf wordenen Zustand in Desterreich, aus dem es nur einen Taaffe hat eingesehen, daß nicht weiter fortgewurstelt werden Ausweg gab, den einer gründlichen Wahlreform. kann, daß das Zensuswahlsystem nicht mehr aufrecht zu Als nicht mehr weiter fortgewurstelt werden konnte, erhalten ist, er hat das österreichische Bolt mit einem dem mußte Graf Taaffe sich den Vorschlägen des österreichischen Abgeordnetenhause bei seinem Zusammentritte überreichten Proletariats anbequemen. Er sah ein, daß die WahlrechtsGesetzentwurf überrascht, wonach das allgemeine Wahlrecht bewegung nicht mehr einzudämmen ging, daß Hunderteingeführt werden soll. Freilich zu ganzer Arbeit konnte tausende in Wien wie in allen Provinzen, Deutsche wie sich auch diesmal Taaffe nicht aufschwingen. Er läßt den Czechen, Polen wie Ruthenen, Italiener wie Slovenen Großgrundbesizern ihre Vorrechte, so daß diese auch ferner- die gleiche Forderung nach dem allgemeinen gleichen und hin fast ein Biertheil des Abgeordnetenhauses wählen direkten Wahlrechte erhoben, er merkte mit Schrecken, wie werden und so jeder konservativen Regierung stets eine die parlamentarischen Vertreter der Bourgeoisie unter dem fichere Gefolgschaft und leicht auch die Majorität des Drucke der Volksbewegung einer nach dem anderen sich für Abgeordnetenhauses gesichert bleibt. Vom Wahlrechte sollen das allgemeine Wahlrecht erklärten, Liberale, Ultramontane, in Zukunft ausgeschlossen bleiben diejenigen, welche beim Jungczechen und Antisemiten. Militär nicht gedient haben, und diejenigen, welche nicht lesen und schreiben können. Wie heruntergekommen der Liberalismus allerorts, so auch in Desterreich, ist, beweist der Umstand, daß die Liberalen sich am längsten, zähesten und energischsten gegen die Forderung des allgemeinen Wahlrechts gewehrt haben. Noch vor wenigen Tagen hat einer ihrer ersten Führer, der Professor Sueß, erklärt, daß die liberale Partei das Wahlrecht nicht bewilligen könne, daß sie sich der Wahlrechtsbewegung entgegensehen müsse, und da wagt es das Berliner Tageblatt", von dem Verlangen der liberalen Parteien nach dem allgemeinen Wahlrecht zu sprechen. " fahren, wie das folgende Telegramm beweist: Wien, 9. Oktober. Am heutigen Abend fanden in verschiedenen Bezirken der Stadt 15 große Boltsversammlungen statt, welche eine gleichlautende Resolution zu gunsten des allgemeinen Wahlrechts annahmen und beschlossen, dieselbe morgen schriftlich dem Präsidium des Abgeordnetenhauses zu überreichen. Alle Versammlungen verliefen ruhig. Die deutsche Sozialdemokratie kann ihre österreichische Bruderpartei zu den Erfolgen ihrer großartigen Wahlrechtsbewegung aufs herzlichste beglückwünschen. Das Prinzip der politischen Gleichberechtigung hat in Jahresfrist in Belgien und Desterreich glänzende Erfolge u verzeichnen. Nur Preußen, der Staat der Intelligenz, hält krampfhaft an dem von seinen eigenen Staatsmännern als das elendefte und widersinnigste charakterisirten Wahlsystem feſt. Aus England. Wir brauchen unsere Leser nicht darüber zu belehren, daß diese Ausschließungsgründe durchaus ungerechtfertigte find, weil sie in feiner Weise Schuld der politisch EntLondon, 7. Oftober 1893. rechteten find. Was kann ein Staatsbürger dafür, daß er Vorgestern früh brachten die, Times" die Nachricht, der vom törperlich schwach ist, daß er kurzsichtig, schwerhörig ist oder Dockerstreit her bekannte Sozialist und Arbeiteragitator Tom an Krampfadern leidet. Die größten Genies, hervorragende Mann sei für die Aufnahme in den Geistlichenstand der engpolitische Talente tönnen nach der Weisheit des Grafen Taaffe von Arbeitern bevölferten Pfarrei sei bereits für ihn vorgemerkt, lischen Staatskirche angemeldet, eine Hilfsgeistlichenstelle in einer von der parlamentarischen Thätigkeit und dem Wahlrechte und man nehme an, daß seine Ordination etwa zu Weihnachten ausgeschlossen werden, weil sie nicht die Flinte getragen Graf Taaffe wagte es wohl nicht, im Parlamente erfolgen werde. Von Berichterstattern der Presse ausgefragt, was haben. Oder soll gar der dreijährige Drill beim Militär dieser Forderung schroff entgegenzutreten, er war so flug, an der Meldung Wahres sei, antwortete Mann, sie sei mindestens als Vorbildung für Politiker dienen? Was kann endlich ein lieber scheinbar freiwillig das theilweise zu geben, was ihm verfrüht. Aber er ftelle durchaus nicht in Abrede, daß Staatsbürger dafür, daß das Schulwesen so elend eingerichtet in kürzester Zeit vollkommen abgerungen worden wäre. etwas dergleichen im Werke ſet. Sein Entschluß sei ist, daß er nicht lesen und schreiben lernen konnte. Mit dieser Be- Graf Taaffe konnte sein System nicht mehr aufrecht noch nicht gefaßt; wohl hege ein ihm befreundeter Geiststimmung schließt Graf Taaffe in Galizien und der Bukowina erhalten, er regirt jezt von Fall zu Fall, er verfügt über licher den dringenden Wunsch, ihn in seiner Pfarrei allein zirka 200 000 Personen vom Wahlrechte aus, in Dal- teine sichere Majorität, nun schafft er neue Grundlagen angestellt zu sehen, aber er selbst, Mann, sei noch nicht mit sich amatien weitere 28400. Unter dem jetzt herrschenden Zensuswahl dem österreichischen Parlamentarismus. Er kann dabei im Reinen, ob er für die Sache der Arbeiter besser auf der rechte hat man es nicht nöthig gefunden, die des Lesens und nichts verlieren, da er mit dem gegenwärtigen Parlamente treis von dortigen sozialistischen Arbeitern als unabhängiger Straße, im Parlament- Mann ist in einem Yorkshire- WahlSchreibens Unkundigen vom Wahlrechte auszuschließen. nicht weiter regieren konnte, das ärgfte was das auf Arbeiterfandidat aufgestellt- oder in der Kirche wirken Der volle Geldsack garantirte den politischen Verbreiterer Grundlage erwählte Parlament ihm bieten kann, fönne. stand, jetzt wo das allgemeine Wahlrecht eingeführt ist auch nur eine oppositionelle Majorität. Graf Taaffe kann Natürlich macht die Sache hier ein gewisses Aufsehen. Aber werden soll, soll das Wahlrecht von der Kenntniß des Lesens nichts mehr verlieren, vielleicht aber gewinnen. die Art, wie sie in der bürgerlichen Presse und von Mann's und Schreibens abhängen! Wir glauben freilich nicht, daß ihm dies glücken wird, sozialistischen Freunden und derzeitigen Mitarbeitern aufgeSo nothwendig übrigens die Volksschulbildung für das denn seine Hoffnung, daß die Jungczechen, Deutsch- Natio- nommen wird, ist grundverschieden von der, wie ein entsprechenpolitische Urtheil ist, unentbehrlich ist sie durchaus nicht und nalen und Antisemiten in ihrem Besitzstande durch das neue land würde Mann von der Bourgeoisiepreffe als reuiges Schaf, der Fall in Deutschland beurtheilt werden würde. In Deutschmancher in schwerer Lebenserfahrung geprüfte Bauer, der Wahlsystem Einbußen erleiden werden, ist trügerisch, das von seiner Verirrung zurückgekommen, gepriesen, von der weder schreiben noch lesen kann, wird seine Interessen viel- denn ihre Verluste an die Sozialdemokratie werden sich sozialistischen Arbeiterschaft dagegen als Abtrünniger betrachtet leicht ganz gut verstehen und gewiß vernünftiger wählen ausgleichen durch Erfolge in anderen Wahlkreisen. oder als Heuchler verachtet werden. Hier verhält sich die eigentliche als sein Herr Graf, dem seine Bildung" ausschließlich Die Sozialdemokratie Desterreichs kann mit guten Aus- Bourgeoisiepreffe der Sache gegenüber ziemlich fühl, die radikalen dazu dient, die Liste der startenden Rennpferde und wenn Blätter drücken vielmehr ihr Bedauern aus, daß ein so fähiger es hoch kommt den Kurszettel zu studiren. und ehrlicher Arbeiterführer seinen bisherigen Kampfplay, wo er Das allgemeine gleiche Wahlrecht bleibt, auch wenn der so viel geleistet, verlassen wolle, und in der sozialistischen ArGesezentwurf der Regierung acceptirt wird, eine Forderung aber Verrath und Heuchelet dürfte Mann von feiner Seite vorbeiterschaft wird der Schritt selbst zwar verschieden beurtheilt, des organisirten Proletariats in Desterreich. Denn gleich geworfen werden. ist das Wahlrecht nicht, so lange den Großgrundbesitzern sein wird. Sonderrechte eingeräumt werden, allgemein ist es Feuilleton. [ 30 sichten den parlamentarischen Kampfplatz betreten, überall hat sie agitirt, die großen Städte gehören ihr, Wien ist wie Berlin eine Hochburg der Sozialdemokratie, allen wird dies aber erst zum Bewußtsein kommen, wenn auf grund des erweiterten Wahlrechtes zum erstenmale gewählt worden Graf Taaffe weiß dies und hat dies am letzten Sonnfrommen Menschen, dulden, belehren, höchstens bemit Leiden sollten, meinten sie threm Gott der Liebe tein Genüge zu leisten, wenn sie mich nicht verabscheuten." " Entsetzlicher Mensch!" rief Edmund, wie konnten sie anders? Ist die Flamme des Scheiterhaufens wohlthätig, so ist sie es für Euresgleichen." Der Aufruhr in den Cevennen. Doch die Juden das Gold aus alten Kleidern, so kommt Eine Erzählung Und davon kann auch nicht gut die Rede sein, selbst wenn man dem Schritt Mann's die Wirkung eines Verraths beischon mit mir geschlossen waren, gingen aus demselben Grunde wieder zurück. Auch in den andern Welttheilen ging es mir nicht besser. So bin ich ein Greis, so bin ich ein Bösewicht geworden, und ich kam zurück, an meinen lieben Landsleuten, an meinen Freunden mein Mütchen zu fühlen. Da habt Ihr mir das Ding verdorben: gerade Natürlich!" sagte Lacoste mit lautem Lachen. Brennen Ihr! Wunderlich genug." ,, Warum das?" fragte Edmund gespannt. wohl im Brennen auch aus dem härtesten, trockensten, ab- ,, Rommt, laßt uns wieder gehen," sagte der Fremde, gelebtesten Sünder noch ein Tröpfchen Frömmigkeit heraus. wir müssen doch wohl unsere Kameraden wieder aufsuchen. von Ludwig Tied. Das Beste und Erträglichste ist nur noch, daß sie einander Sie erhoben sich und schritten aufs Gerathewohl durch An den neuen Sinn, von dem ich so viel hören um diesen Liebesglauben todtschlagen und martern und Berg und Wald. Als sie höher gestiegen waren, bemerkten mußte, fonnte ich nicht glauben. Woher ihn auch nehmen? jeder den andern verkeßert, jeder dem andern flucht und ihn sie einen dicken Rauch, der ihnen gegenüber mit schwarzen Ich bin da, ich freue mich, wenn es mir wohlgeht. Der Hölle übergiebt, gegen mich aber alle Parteien, wenn sie Wolken den Himmel verfinsterte. Ein fernes Geschrei lenkte Dafür soll ich danken? Ergeben, demüthig sein? Nun, auch noch so sehr gegeneinander wüthen, in der Verdammniß ihre Schritte, und als sie heran tamen, saben sie auf der wem soll ich denn die unzähligen Schmerzen anrechnen? übereinstimmen." Spitze des Berges eine Anzahl Rebellen, die sich unruhig hin und her bewegten. Als Edmund näher kam, glaubte er Roland zu erkennen. Er war es auch, aber noch ehe er sich dem Führer hatte nähern können, stürzte ihm ein junger Mann mit entsetzlichem Geschrei entgegen. Bruder!" rief er, von Schluchzen und Wuth unterbrochen," Bruder! alles ist dahin! Die Mordbrenner haben Dich auf ewig unglücklich gemacht." Alle Leiden dieser elenden Sterblichkeit? Den viels Ein Zeichen," sprach der Jüngling, daß alle, mögen fältigen Gram? Keiner ist da, den ich darum verklagen fie auch an sich selbst irren, doch, gegen Euch gehalten, die dürfte. Aber auch dies alles soll ich in Demuth, mit Wahrheit besigen." " Es ward Edmund schwer, seinen Freund, den jungen Vila, zu erkennen. Was ist Dir? Wo kommst Du her?" fragte er endlich erstaunt. Freuden empfangen. Geht es mir gut, überschwengliche" Ich beneide sie um ihren Besitz nicht," erwiderte der Wohlthat; schlimm, väterliche Prüfung. Ich fasse es nicht, Greis. Mein Leben, alle meine Leiden, ja, wenn ich boss wie ein anderes Gehirn dergleichen fassen kann. Das un haft ward und mit Recht es wurde, habe ich nur diesem nennbare Wesen, das ich mir gar nicht oder nur mit Egoismus zu danken, der sich Demuth, Begeisterung, Liebe Schwindel und Grauen vorzustellen weiß, trägt alle Welten, oder Religion nennt. Ich ward verworfen, verfolgt, ja, duldet alle Schiffbrüche, Kriege und Erdbeben, nun, so mag um das einfältige Wort zu brauchen, verkannt: denn wer es auch mich und meine Gedanken dulden. Aber er will, kennt doch den andern oder auch sich?" Verarmt und mit er fann mir nur nahekommen, so sagen sie, wenn ich ihm gebrochenem Herzen zo ich fort, und meine Freunde sahen" Ich gehöre jetzt zu Euch!" rief Vila aus; ich habe zerknirscht nahe, wenn ich so oder so von ihm glaube und mich gerne ziehen. In allen Ländern wiederholte ich die mein Herz nicht bezwingen können, feit ich alles hörte, seit spreche; Gebäude, Worte, Verbeugungen gehören dazu, um selbe elende Komödie. Man hätte mir gern geholfen, sich ich den Fammer unseres Volkes fah. Ja, vernichten, ihn wie mit Magie in Fesseln zu legen, daß er sich um mir vertraut, mich auch wohl geliebt, wenn ich nur die morden, zerfleischen will ich Euch helfen jene Mordknechte, mich bekümmere, daß er mich liebe, muß er sogar erst mein sogenannte Religion gehabt hätte. Die dumme Tugend die vom Menschen, zur Schande aller Geschaffenen, nur Mitleid erregen. Ja, meinen Born erweckte freilich meiner Ehrlichkeit, daß ich mir feine anlügen mochte, brachte noch das Antlig tragen." alles dies, und statt daß mich nun die liebevollen, auch der allerbeste nicht in Anschlag. Einige Ehen, die fast Da Edmund fragen, wissen, sich erkundigen wollte, zog Gegenwarts- Idyllen. Erstes Bild( der Sächsi schen Arbeiterzeitung" entnommen): egen mollte, Mann ist zum wenigsten kein Heuchler in dem zum Theil ein Erbstück der alten Gewerkschaftsagitation, die, um Nothwehr im Einklang mit dem Geiste des Sinne, wie das Wort gewöhnlich gebraucht wird. Von den im ihren Gegensatz zum Chartismus zu martiren, lange Zeit alle Rechts" nennt die„ Kreuz- Zeitung" das Attentat, welches Ausland am meisten bekannten der hiesigen Arbeiterführer könnte Beschäftigung mit der Politik als von Uebel erklärte. No politics ein preußischer General vorigen Sonnabend auf einen man ihn eher als einen der ehrlichsten und selbstlosesten bezeichnen. feine Politit" ist noch heute ein beliebtes Schlagwort in Ge- Berliner Zeitungsschreiber verübte, weil dieser eine für die Er ist aus weicherem Stoff fabrizirt als diese, was implizirt, werkschaftskreisen, worunter aber messt nur, no party politics" daß er auch nicht die Vorzüge ihrer Fehler besigt. Er verdanti verstanden wird keine Partei politik, b. h. feine Politik im Familie des Attentäters ehrenrührige Notiz veröffentlicht feine Popularität, neben der Gunst der Umstände, die ihn in den Sinne der beiden großen Parteien. Außerdem aber wird diese hatte. Wir stimmen insofern mit der Kreuz- Zeitung" Vordergrund gedrängt, seinem Eifer, seiner Hingabe und feiner nichtpolitische Politit sehr energisch von dem bekannten H. H. überein, als wir das Hereinzerren von Privatangelegenheiten sympathischen Persönlichkeit, aber er hat als Redner nicht die Champion gepredigt, mit dem Keir Hardie zwar seine persön- in die öffentliche Diskussion, wo nicht ein dringendes öffentMacht über die Massen, wie sie Burns und Tillet ausüben, noch lichen Beziehungen vollständig gebrochen zu haben scheint, der liches Interesse vorliegt was hier nicht der Fall als Politiker die Schneid Hardie's. Wäre in England die aber doch lange Zeit großen Einfluß auf ihn ausgeübt hat. grundsäglich verurtheilen. Allein darum kann ein Attentat, Sozialdemokratie eine große geschlossene Partei wie in Deutsch- Champion ist zur Zeit wieder eifrig an der Arbeit, eine wie das des preußischen Generals, doch nicht als berechtigte land, so wäre Mann ein vortreffliches zuverlässiges Mitglied der eigene, von ihm geleitete Partei zu stande zu bringen. Man Nothwehr aufgefaßt werden. Das hieße einfach das Faustfelben, da sie es nicht ist, da die bestehenden sozialdemokratischen weiß nicht, soll man seine unermüdlichkeit bewundern oder in Nothwehr aufgefaßt werden. Organisationen relativ schwach sind und selbst von einem Theil ihr erst recht einen Beweis sehen, daß er im Dienste der Tories recht proflamiren, und jeder müßte stets einen geladenen der sozialistisch gesinnten Arbeiter noch mit Mißtrauen betrachtet resp. von Tories steht und einfach immer wieder von Neuem an- Revolver zur Hand haben, um jeden anderen bei der ersten werden, der Einzelne unter einer Vielheit von Körperschaften zu fängt, weil er muß. Er findet das Geld, überall herum zu verdächtigen Bewegung über den Haufen schießen zu können. wählen und in keiner etwas Definitives vor sich steht, so ist es reisen, Leute anzuwerben, Geld für Wahlen zu versprechen wir gelangten zu Zuständen, wie sie in einigen Theilen der auch begreiflich, daß in religiösen Naturen solche Zweifel wie der er soll behauptet haben, 30 000 Pio. Sterling für Arbeiter nordamerikanischen Südstaaten bestehen, wo jeder, der im oben von Mann ausgedrückte, Platz greifen können. kandidaten disponibel machen zu können wenn ein von Gespräch nach seiner Rocktasche greift, ohne weiteres in beReligiös aber war Tom Mann immer, wenn nicht buch- ihm herausgegebenes Blatt sich unmöglich gemacht, sofort ein rechtigter Nothwehr niedergeschossen werden kann. stabengläubig, so doch in moralistischer Hinsicht, und religiös sind neues herauszugeben. Jetzt publizirt er in Aberdeen ein Wochenauch sonst verschiedene Arbeiterführer. Wie Mann so hat auch blatt, das, wie auch seine früheren Blätter, sehr geschickt geTillet schon wiederholt die Versammlungstribüne mit der Kanzel schrieben ist, aber auf einen Angriff gegen die Tories immer vertauscht und in irgend einer Kongregationalisten: oder Me- neun gegen die Liberalen hat. Ist auch seit den Enthüllungen, thodistenkapelle Predigt gehalten. Desgleichen Keir Hardie. Nur welche die Workman's Times" über ihn gebracht, sein Einfluß Burns scheint in dieser Hinsicht seine Bedenken zu haben. Bisher in sozialistischen Kreisen noch weit geringer geworden, als er nach aber waren es eben Sektirerkapellen gewesen, wo die genannten dem Zusammenbruch des ersten, Labour Elector" war, so erlaubt ihm und andere Arbeiterführer Gastrollen gegeben, und die Sekten doch die Zersplitterung der sozialistischen Bewegung, immer find in England nun einmal vielfach Sammelherde politisch- wieder neue Verbindungen anzufnüpfen und aus jeder lokalen sozialer Oppositionselemente. Indes auch in der Staatstirche Zwistigkeit Vortheil zu ziehen. Die Methode seines Arbeitens giebt es heute eine ziemliche Anzahl christlicher Sozialisten, fand durch einen, zwar widerrechtlich, aber doch sehr à propos so daß jemand, der wie diese im sogenannten Ur in die Deffentlichkeit gelangten Brief an einen von ihm ge= christenthum, den kommunistischen Lehren des Evangeliums, ein worbenen Agenten eine höchst interessante Beleuchtung. Mittel sozialistischer Propaganda erblickt, an sich selbst teine Un- Champion, wie der Agent felbst mußten auf den Brief hin in treue begeht, wenn er sich ihnen auch beruflich anschließt. Der Glasgow in einer großen öffentlichen Sozialisten- Versammlung Kanonitus Barnett von St. Judas in Whitechapel, der Mann einen wahren Entrüstungssturm über sich ergehen lassen, doch bewogen haben soll, die Ergreifung des Priesterberufes ernstlich findet er, wie gesagt, immer wieder Boden, denn gerade die ins Auge zu fassen, hat selbst sehr viel für die Proletarier des eherne Sicherheit seines Auftretens schafft ihm immer wieder Eastends gethan; ein anderer Priester der englischen Staats- neuen Anhang. firche, der Vitar Morris in Lambeth, hat es sogar nicht ver- Diese Intriguen und die enorme Kraftvergeudung sind nicht schmäht, an einer Maidemonstration im Hydepark gemeinsam die einzigen Nachtheile, welche die Zersplitterung der Bewegung mit Sozialdemokraten als Redner aufzutreten, und ein Dritter, im Gefolge haben, der allerdings auch einige Vortheile gegender Reverend Stewart Headlam, wirft im Londoner Schulrath überstehen. Doch ist mein Brief für diesmal schon zu lang geals einer der energischsten Anwälte der Hebung und Weltlich worden. Deshalb ein andermal darüber. feit der Volksschule. Bis soweit ist der von Mann in Aussicht genommene Schritt also noch kein Judizium des Aufgebens seiner sozialistischen Ideen. Dolitische teberlicht. Aber wie ich schon sagte, Mann würde den Schritt schwerlich auch nur einen Augenblick ernsthaft erwogen haben, hätten wir hier eine starte einheitliche sozialdemokratische Partei. Daß es nicht der Fall ist, dafür will ich keinen einzelnen verBerlin, den 10. Oktober. antwortlich machen, denn wenn auch gewiß viele Fehler gemacht worden sind und vieles besser sein fönnte, wenn nur die einzelnen Sozialdemokratischer Wahlrechts- Antrag in der einflußreicheren Persönlichkeiten ihre Spezial Antipathien und Bayern. Bei der Erörterung des Antrages, betreffend die Rivalitäten zurückzudrängen vermöchten, so liegt doch in diesen Reform des Wahlgesetzes in der bayerischen Kammer der Rivalitäten 2c. nicht der letzte Grund für das Nichtzustande- Abgeordneten, begründete Grillenberger denselben. Die temmen einer Verschmelzung. Weder ist das zwingende praktische Fassung des Antrages schneide jede Ausrede ab und die Bedürfniß für eine solche zur Zeit vorhanden, noch herrscht in Sozialisten würden im Falle der Ablehnung desselben in bezug auf die prinzipiellen und tattischen Fragen die dazu er forderliche Uebereinstimmung. Dies bringt mich auf das in meinem vorigen Brief erwähnte Echreiben Keir Hardie's an den Sekretär der Sozialdemokratischen Föderation. Von diesem angefragt, ob er geneigt sei, auf einem geplanten Meeting behufs Reklamirung des allgemeinen Stimmrechts zu sprechen, antwortete Hardie:" Auf keinen Fall. Und ich bebaure sehr, daß die Sozialdemokratische Föderation sich solchergestalt auf einen Standpunkt mit dem bloßen Radikalismus stellt. Gewiß hat ein Feind dies angerichtet. Aufrichtig Euer Keir Hardie!" jeder Landtagssession ihren Reformantrag wiederholen. Seyboth begründete das Amendement der Freisinnigen und hob hervor, daß das gegenwärtige Wahlgesetz die Städte benachtheilige und das Land bevorzuge. Geiger( Zentrum) hält daran fest, daß die Verfassung während der Regentschaft unabänderlich sei; gegen diese Ansicht opponirt Freiherr v. Stauffenberg, während Wießner den sozialistischen Antrag unterstützt. Am Donnerstag wird die Berathung fortgesetzt. Meinte die Anfrage, daß die Agitation für das Stimmrecht alle übrigen Fragen des Arbeiterintereffes zur Zeit in den Hinter Zur Charakteristik der Fakturensteuer macht die grund drängen sollte, so würde man Keir Hardie insofern nicht Süddeutsche Tabakzeitung" darauf aufmerksam, daß infolge Unrecht geben können, als die Arbeitslohnfrage für den Moment der Berechnung der Steuer nach dem Fakturawerth der eine dringendere, und der sozialistischen Propaganda förderlichere Steuerfiskus auch alle staatlichen Exekutivorgane, 3wangs iit als die der politischen Reform. Aber davon war nicht die verkäufe, Konkursmassen überwachen müßte, um einen BeRebe, die Antwort bezieht sich nicht auf die augenblickliche trug in Betreff der Höhe seiner Fatturasteuer zu verhindern. Thätigkeit, sondern auf die Richtschnur der sozialistischen Aktion überhaupt. Und um Hardie gerecht zu sein, es ist auch nicht erft Ganz eigenartig würde die Zuchthausarbeit bei der Fakturaheute sein Standpunkt. Ich erinnere mich, daß als im Januar steuer wirken. Die Zuchthausarbeit würde einen doppelten auf der Konferenz der Independent Labour Party" ein Delegirter Vortheil haben, einmal wegen der billigen Lohnsäße und des Nordens die Forderungen der Diätenzahlung und des absoluten sodann, weil sich, entsprechend diesen billigen Lohnsägen, Mehrs bei Wahlen ins Programm zu sehen vorschlug, Hardie auch die Steuer nach dem Fatturawerth niedriger bemessen als Vorsitzender unwillig zu den ihm Nächstsigenden bemerkte: müßte. „ Solche Forderungen auf einem Arbeiterfongreß!" Für ihn und er steht da durchaus nicht allein ist der Sozialismus lediglich Die badische Regierung erklärt trotz des Wunsches eine ökonomische Angelegenheit. Wenn Lassalle am Schluß des aller Parteien sich der Einführung des allgemeinen Wahl" Offnen Antwortschreibens" sagt: Seien Sie taub für alles, was nicht allgemeines Stimmrecht heißt, so würde er fagen: rechts auch fernerhin entschieden widersetzen zu wollen. Auf Seien Sie taub für alles, was nicht ökonomische Reform heißt. die Dauer sind aber die Volkswünsche stärker als die Macht Diese einseitige Auffassung der sozialistischen Bewegung ist irgend einer Regierung, auch selbst des, liberalen Ländle's". Boizenburg a. E., 28. September. Der frühere Zöpfer G., als Krüppel geboren, wurde vor einigen Jahren als Stadtarbeiter mit Holzfägen beschäftigt. Sein Obdach hatte er theils im Schloß Grimmenstein", theils in einer städtischen Gefängnißzelle. Jedenfalls mit diesem Loose nicht zufrieden, ging er wiederholt auf Reisen, fand fast immer, weil er ein Krüppel war, in Krankenhäusern Aufnahme und kam dann durch Vermittelung der betreffenden Krankenhaus- Verwaltungen bald wieder nach hier. Im Mai d. J. ging nun E. abermals auf Wanderschaft, erhielt jedoch nirgends Arbeit. Er selbst hat erzählt, daß, wenn er bei den Bauern um Arbeit( Rühehüten) anfragte, diese mit einem Stück Brot ihm entgegenliefen und sagten, er solle doch ja machen, daß er fortkäme. So pilgerte G. dann weiter, bis er vor vier Wochen in Britling im Hannoverschen zusammenbrach. Dort lud man den kranken Krüppel auf einen Wagen und fuhr ihn direkt nach hier. Der Arzt ordnete die Ueberführung des franken G. in das hiesige Krankenhaus an. Aber statt dessen wurde G. in eine städtische Gefängnißzelle, wo ein Polizeidiener die Aufsicht hat, gebracht. Am 21. September wurde nun ein Arbeiter fommandirt, um, wie er selbst sagte, den kranken G. abzumiften". Beim Eintritt in die Belle fam ihm ein schrecklicher Geruch entgegen. In einem Haufen faulen, nassen Strohes fauerte der franke G., der schon mehr einer Leiche ähnlich sah. Bekleidet war derselbe nur mit einem Rock, ohne Hemd, Strümpfe und Hose. Letztere lag in der Zelle, aber G. war zu schwach, um dieselbe anziehen zu können. Als Decke dienten einige von Schmuz starrende Lumpen, die nur ausreichten, den Kranken theilweise zu bedecken. Der Körper zeigte wunde Stellen. Der Polizeidiener gab die Möglichkeit zu, daß G. fein Hemd anhabe, denn er habe ihn so genau noch nicht angesehen". Der Arbeiter nahm nun alles Strob heraus, brachte neues hinein und half dem stöhnenden Kranken in fein neues Paradies", wobei G. die Worte stammelte, daß er jetzt von der Menschheit abgefunden sei. Der Arbeiter versicherte, daß sein Schwein im Stalle es viel besser habe. Hierüber ist wohl kein Zweifel, wenn man bedenkt: der Arme 4 Wochen frant in seiner Vaterstadt, ohne Bett und ohne Hemd und in 4 Wochen einmal frische Streu, während man Sen Schweinen täglich frische Streu giebt. Endlich, 5 Tage später, erlöste der Tod den armen G. von seiner furchtbaren Qual. Die Leiche des Unglücklichen wurde dann in die Todtenkammer des hiesigen Krankenhauses gebracht. Erwähnt sei noch, daß der Kleidernachlaß, sowie die als Bettdecke dienenden Lumpen eine Zumpensammlerin für den Preis von 5 Pfennigen faufte. Was mag wohl G. frierend in seinem Schweinestall gedacht haben über die so viel gepriesene Nächstenliebe? Davon zeugen feine eigenen Worte:" Ich bin von der Menschheit abgefunden." Wußte er doch als früherer Insasse des Schloß Grimmenstein", daß so mancher in demselben ein Ende mit Schrecken nahm, und der Fall Ratzlaff" im Jahre 1892 sprach ja ganze Bände. Und solche Behandlung, aller Kultur Hohn sprechend, die schwerste Antlage gegen die heutige Gesellschaft, wurde einem Menschen in Boizenburg a. d. E. im Jahre des Heils 1898 zu theil. " Zweites Bild( von einem Berliner Genossen uns mitgetheilt): Ich hatte im Juli d. J. die Gelegenheit, in Sophienberg hei Charitau auf 14 Tage zum Besuch zu sein-; da habe ich gefehen, wie die eigene Mutter ihre geistesschwache Tochter be handelt. Im Stall ist sie ebenfalls untergebracht, wo ihr das Stroh hingeworfen wird, wie dem Bieh, und wenn sie es verunreinigt hat, wird es ihr mit der Dunggabel fortgenommen, als wenn man einen Ruhstall ausmistet. Die Füße des armen Mädchens sind vollständig verkrüppelt, so daß sie nicht mehr im stande ist, von denselben Gebrauch zu Mißtrauen und dem Verdacht der Empörung entgehen trocknen. Berzeihung," sagte er dann, der Mensch bekommt, sollten, vorzüglich die Neubekehrten, deren Versicherungen wenn er auch schon alt ist, bei gewissen Empfindungen eine man durchaus nicht traute und selbst Ergebenheit und Art von Schnupfen, der zugleich auf die Thränendrüsen Patriotismus nicht mehr achtete. wirft; vielleicht haben Sie auch schon sonst diese Erfahrung ihn Bila höher den Berg hinauf, und wieder stand der Jüngling oben und schaute wie in der Nacht auf den Garten und das Haus seines Vaters hinab. Aber das Haus war Ruine, noch wüthete das Feuer in den Gemächern, und dicke Rauchsäulen erhoben sich, dazwischen sah man die ver- Auch der Arzt Vila hatte sich zur Stadt begeben gemacht. Starter Tabat bringt das Nämliche hervor. Ja zehrende Glut, die oft rothe Ströme seitwärts oder nach müssen, um sich gegen vielfältige Beschuldigungen zu ver- wohl habe ich die jungen Leute zu der Thorheit veranlaßt. oben jaubte. Unten standen Hirten und Bauern, manche antworten. So tief bekümmert er war, so zeigte er doch Ich konnte nimmermehr glauben, daß die jungen Burschen starr dem Schauspiel zusehend, einige ohnmächtige Hilfe und vor seinen Richtern keine Niedergeschlagenheit, sondern Ernst machen würden. Sie sollten sich nur spiegeln, psychoRettung versuchend. wußte mit kaltem Blute alles, was man ihm aufbürden logische Bemerkungen einsammeln, ihre eigene Altklugheit Wo ist mein Vater?" rief Edmund, als er sich von wollte, von sich abzulehnen. Der Intendant sowie der dadurch stärken und alle edle Religion torroboriren, und der ersten Betäubung erholt hatte. Marschall waren unentschieden, ob sie seine Ruhe und die Gimpel machen es wie jener Bauer, der von einem Entflohen", antwortete Vila, niemand weiß, wohin; Sicherheit für Unschuld oder Verstocktheit des Empörers Fläschchen täglich nur zwölf Tropfen einnehmen soll, und Kind, Diener, alles hat entweichen müssen, weil ihn der halten sollten. der lieber gar die ganze Flasche mit Pfropfen und Marschall und Intendant zur strengen Rechenschaft nach Nein, meine verehrten Herren", rief er im Saale vor Etikette hinunterschlingt. Glauben Sie mir nur, die Nismes gerufen hatten. Als die Bösewichter, die sich Sol- ihnen stehend, von einer großen Anzahl der Offiziere und Bauchgrimmen werden nicht ausbleiben, und es wird daten nennen, das Haus ganz leer fanden, haben sie es Stadtbeamten umgeben; ich habe nichts mit diesen aller- Künste kosten, den Bettel wieder aus dem Leibe zu kriegen." geplündert und dann angezündet." unglückseligsten Geschäften zu thun, denn das fann man Sie scheinen," rief der Marschall, die Sache mehr So habe ich nun nichts mehr zu schonen," sagte mir unmöglich als Bosheit auslegen wollen, daß ich neulich von der spaßhaften Seite zu nehmen." Edmund falt. den Herrn Marquis ohne Perücke habe furiren wollen, eine Gewiß," sagte der Alte, der seine Thränen noch immer " Ei! ei!" rief Lacoste, also dem alten Herrn, meinem Begebenheit, die freilich auffallend genug sein mag, die aber nicht hemmen konnte und ein Schluchzen gewaltsam unters alten Nebenbuhler, ehemaligen Freund und Feind, ist es so doch nicht die Uebertreibung nothwendig macht, daß Sie brücken mußte; es ist immer lustig genug, daß ich seit drei schlimm ergangen? Seht mun selbst, böser, wie es jetzt mir nun den Kopf zugleich mit abnehmen lassen, Tagen nicht habe schlafen, noch weniger etwas genießen ansgegangen ist, hatten wir es neulich auch taum im wodurch ich ein ganz unbrauchbarer und geschlagener Mann tönnen; daß meine verdammte Phantasie mir immer Sinn, als Jhr, Edmundchen, uns das Handwerk legtet." würde." meinen unglückseligen Sohn auf dem Hochgerichte zeigt, wie Keiner hörte ihn an, und alle saben schweigend, Bleiben Sie ernsthaft, mein Herr", antwortete der er die ausgesuchtesten Martern erduldet und mit demselben Edmund mit todtenblasfem Autliz, in die Gluth des Feuers Intendant mit dem größten Zorn, aber doch ruhigem Auge nach mir hersteht, das schon in der Kindheit so hinab. Aeußern, ,, was hatten Sie damals im Gebirge zu dunkel glänzte, wenn er eine Frucht oder ein Spiel so thun? Wozu jene Verkleidung, deren Sie sich selber an- recht innig wünschte. Ich glaube auch, ich sehe blaß und Die Stadt Nismes war in der größten Bewegung. Neue geklagt haben?" leidend genug aus, und was Sie mir auch verschreiben Verhaftungen waren vorgefallen, der Argwohn hatte sich noch Najeweisheit, mein edler Herr," sagte Bila; als mögen, so werde ich den alten Kopf schwerlich mehr lange gesteigert, und viele Edelleute, die bisher vom Verdachte frei furiofer Arzt wollte ich meine Nase auch einmal in diese auf den niüden Schultern tragen." geblieben waren, saken in den Gefängnissen. Kein Stand, geistigen Monstrositäten stecken. In meiner Jugend wußte Sie wissen es also, daß Ihr Sohn sowie der junge tein Einwohner dünfte sich jetzt noch sicher, in allen Häusern ich nur von vier großen und zwölf kleinen Propheten der Edmund sich zu den Empörern geschlagen haben?" sagte lauerte der Verrath. Der Marschall hatte selbst einige Bibel, die tausend großen und zwanzigtausend kleinen un- der Intendant scharf mit seiner eisigen Kälte, und wer seiner bisherigen Freunde, sogar Damen, in ein strenges ferer Tage waren mir so wenig plausibel, daß ich einige bürgt uns denn nun dafür, daß dies nicht auf Ihren Rath Verhör genommen, den liebenswürdigen Helden ganz ver- Exemplare von ihnen in der Nähe sehen und ihre ver- und Ihre Einblajung geschehen sei." borgen und nur den gestrengen Richter gezeigt. Der Jnten- trigelten Lesearten selbst untersuchen wollte." dant war mit seinem Gegner noch nie so zufrieden gewesen." Und Sie beredeten Ihren Sohn und den jungen Auf dem Lande ware die Bestürzung noch größer, und die Edmund dazu, Sie zu begleiten?" Bewohner der Schlösser wußten nicht mehr, wie sie dem Der Alte schwieg eine Weile und mußte sich die Augen " " Kein Mensch wird mich verbürgen," antwortete der Bater mit stiller Ruhe, und von mir, meiner vieljährigen Redlichkeit und einer Betheuerung bei meiner Ehre mag ich gar nicht einmal sprechen, denn es kommt mir selber abge machen; der Anblick ist ein jeder Beschreibung spottender. Keinem Menschen fällt es ein, für die Unglückliche einen Schritt zu thun, damit sie in eine Heilanstalt oder in ein Krankenhaus gebracht wird, wo sie doch wenigstens ihre Reinlichkeit hat, wenn auch an ein Heilen ihres Zustandes nicht zu denken ist. Wenn nun schon die eigene Mutt er mit ihrem Kinde so umgeht, was soll man dann von fremden Leuten sagen? schauung der Regierung nur die aus allgemeinen staatlichen sämmtliche, aber auch sämmtliche Politiker Gesichtspunkten als unabweisbar gebotenen Beschränkungen Minister( Crispi, Zanardelli, Giolitti alle ohne eintreten sollen. Bei der großen Wichtigkeit und Dringlichkeit Ausnahme) bis was wir schon vorigen Donnerstag der Vorlage ersuchte der Ministerpräsident Graf Taaffe, un- andeuteten- bis hinauf zum König Viktor Emanuel, mittelbar nach der Erledigung der heute eingebrachten Budget- der stets in Geldverlegenheit war, zu Tanlango Vater in vorlagen in die meritorische Berathung der Wahlrechtsreform innigen Beziehungen standen und an den Millionentöpfenbe Banca Romana und anderer Geldeinzugehen. der Wir geben den Bericht, wie wir ihn empfangen haben. 14. Oftober in Nürnberg statt, der zu den Regierungsvor- weiter die Untersuchung vorschreitet, desto größer wird Ein deutscher Gewerbekammertag findet vom 12. bis institute gesessen haben. Wie soll das enden? Je Daß Blödsinnige so behandelt werden, ist freilich grauenhaft, schlägen über die Organisation des Handwerks Stellung die Zahl der Schuldigen, und zuletzt kommt es so weit, daß allein auf dem Lande sind die Verhältnisse leider nur zu oft derart, daß die Angehörigen kaum anders handeln nehmen wird. Die Reichs- und Landesregierungen lassen es nur noch Angeklagte giebt und keine Richter mehr. fönnen. Wir selbst haben einen ganz ähnlichen Fall erlebt. sich auf demselben vertreten. Dieſes offizielle und varlamentarische Italien ist eben faul Wir machten Versuche, das Opfer in eine Anstalt zu bringen, bis in das innerste Mark hinein. Der Parifer Arbeiterkongreß, der heute seine die vorhandenen Anstalten sind jedoch überfüllt wir Sigungen beendigte, hat Was wird nun aus der Programmrede des Panamisten dem dem Abgeordneten Bueb, Giolitti werden? Ein Glück" für ihn, daß sein alter brauchen ja unser Geld für Soldaten und Kasernender, weil er die Annexion von Elsaß- Lothringen und wer soll die Kosten zahlen? Unser Genosse hätte wohl verurtheilte, eine Gefängnißstrafe zu verbüßen hat, Feind Crispi womöglich noch tiefer im Schmutze patscht.am Besten gethan, die Sache bei der zuständigen Behörde die Sympathien der französischen Sozialisten ausgezur Anzeige zu bringen. Ein schönes Gegenwartsbild ist's sprochen. Die Zahl der Delegirten hat sich am Montag aber jedenfalls. vermehrt, es waren bis zum Nachmittag über 500 Syndikate Menschenfresser! Mit dieser appetitlichen Ueber- und Gruppen vertreten. schrift veröffentlichen patriotische Blätter folgendes: Die gestern schon von uns erwähnten Beschlüsse über --I. Als Antwort auf den Feldzug von Verleumdungen, NC " Lieutenant Hofmeister . Aus den soeben erschienenen Erinnerungen des Herrn die internationale Solidarität und die parlamentarische wegen sozialdemokratischer Umtriebe" vor dem von Borte geben wir folgende Kleine Geschichte wieder: Aktion lauten wie folgt: Militär- Bezirks- Gericht. General von Wigleben hatte Trautenant befeyt. Der BürgerWürzburg, 9. Oktober 1893. meister diefer Stadt, der ein schlechtes Gewissen hatte, weil der von einer, im Solde des Ministeriums des Funern bemokratischer Umtriebe, der morgen Vormittags 9 Uhr vor dem Der Prozeß gegen den Lieutenant Hofmeister wegen sozialwährend des Zurückgehens unserer Truppen von Bürgern Trautenaus auf diese geschossen war, stand mit schlotternden stehenden Presse, der kaiserlichen russischen Gesandtschaft und hiesigen Militär- Bezirks- Gericht beginnen wird, erregt begreifKnien vor dem sich ein überaus grimmiges Ansehen gebenden der hohen Finanz gegen uns geführt wird, betont die fran- licherweise in hiesiger Stadt ein ganz außergewöhnliches Interesse. Machthaber, der mit seinem langen schwarzen Schnurrbart zösische Arbeiterpartei durch ihr Organ, den elften Kongreß, Ob die Verhandlungen öffentlich sein werden, ist noch nicht entund den großen dunklen Augen in dem sehr gebräunten Ge- lauter als jemals, daß es für die Proletarier eine Noth- schieden. Herr Stabsauditeur Bent dürfte jedoch dem Vernehmen sicht bärbeißig genug dreinschauen konnte, um Gnade und Er- wendigkeit ist, fich international zu organisiren und inter- nach den Vertretern der Presse den Zutritt gestatten. Herr barmen für die Stadt flehend. Als hierbei auch die Ver- national gegen die Internationale des Kapitals, der Regie- Etabsauditeur Zenk leitet den technischen Theil der Verhandlung, pflegungsfrage auf's Tapet tam und der Bürgermeister das rung und der Polizei vorzugehen. als Präsident des Militär- Schwurgerichtshofes fungirt ein hoher Vorhandensein jeglicher Nahrungsmittel verneinte, da hob Wigleben einen gerade vor ihm stehenden, etwa dreijährigen Die Ausbeutung der Arbeit kennt keine Grenzen. Die Militär. Der Gerichtshof setzt sich außerdem aus Juristen und Jungen hinten am Hosenbund in die Höhe und sagte, die Befreiung der Arbeit kann nur über die von den Aus- Anklage vertritt. Die Vertheidigung führt und zwar als Wahlweißen Zähne fleischend:„ Na, dann lassen Sie mir mal gleich gebeuteten aller Länder aufgehobenen Grenzen hinweg an- vertheidiger der hiesige Rechtsanwalt Sauer, ein noch junger diesen Bengel schlachten und zum Mittagessen braten, aber gestrebt und erreicht werden. Jurist, der aber bereits einen Ruf als forensischer Redner befigt. recht funsprig!" Ein Schrei des Entsetzens war die Folge, Aber ebenso wenig wie die Solidarität der Arbeiter Die Geschwornenbank wird vom Major bis zum Unteroffizier und in furzer Zeit war mehr Ekbares durch die erschreckte das Recht und die Pflicht für den Arbeiter ausschließt abwärts von Militärs gebildet werden. Als Beugen sind bisher Bevölkerung herbeigeschafft, als nöthig war, den Appetit des oder beschränkt, sich gegen die Arbeiter, die Verräther geladen: 1. der frühere Kompagniechef des Angeklagten, Major Generals und seiner Umgebung zu befriedigen. an ihrer eignen Klasse sind, zu vertheidigen, ebenso wenig wird Graf v. Benzel Sternau, 2. Major und Bataillonstommandeur Der preußische Herr General hat zwar keine Menschen durch die internationale Solidarität das Recht und die Freiherr v. Andrian- Werburg, 3. Vizefeldwebel Wilhelm Hornum, gefressen, aber daß man ihm die Absicht zutrauen konnte, Pflicht einer Nation beschränkt oder ausgeschlossen, sich 6. Unteroffizier Karl Schwabacer, 7. Sergeant Ferdinand Leister, 4. Feldwebel Jakob Weindel, 5. Unteroffizier Josef Koch, seinen geschmackvollen Scherz in die That umzusetzen, das gegen eine Regierung zu vertheidigen, welche immer sie auch 8. Sergeant Philipp Mora, 9. Soldat Wilhelm Bernhard spricht für den Ruf, in welchen die Preußen damals ge- sei, die am europäischen Frieden zum Verräther wird. Schuppert, 10. Soldat Friedrich Gißel, 11. Soldat Franz Tirolf, fommen waren. Und was das Schlimmste nicht ohne Das angegriffene Frankreich würde keine glühenderen 12. Soldat Hermann Zwerger, 13. Soldat Peter Dollit, Verschulden, denn gerade in Trautenau wurde schmählich Vertheidiger haben, als die Sozialisten der Arbeiterpartei, 14. Forstmeister Ludwig Bölfer, 15. Waldhüter Peter Schuppert. gehaust, was der Herr Anekdotenerzähler klüglicher Weise die von der Größe der Rolle, die ihnen die nächste soziale Die militärischen Zeugen sind sämmtlich vom 18. bayerischen nicht erwähnt und, wer sich jener unheilvollen Tage Revolution vorbehalten hat, durchdrungen sind. Infanterie Regiment aus Landau, bei dem der Angeklagte als erinnert, weiß, daß Trautenau, blos weil die Bürger ihre Bürgerpflicht erfüllt hatten, durch erlogene Greuel der München wohnenden Major a. D. Er hat in München die Offizier gestanden hat. Diefer, ein etwa 26 jähriger Mann, ist der Sohn eines in Wuth der preußischen Soldaten überliefert, und daß der Bürgermeister nebst einem Theil der Stadträthe gefangen, Kadettenschule besucht und ist vor etwa 6 Jahren als Portepee( Dieses Manifest wandte sich gegen die verleumderische Fähnrich in die Armee eingetreten. Seine Führung soll eine und nach Preußen geschleppt wurden, wo sie unter den Anklage des mangelnden Patriotismus. Red. d. V.) musterhafte gewesen sein. Ostern dieses Jahres war der Soldat schwersten Anklagen( des Meuchelmordes von Soldaten 2c.) II. Die Arbeiterpartei, welche stets für die ausgedehntefte With. Bernhard Schuppert, der eine Zeit lang Bursche des Anstanden, bis man sie als ganz unschuldig entlassen mußte. Vereinigung aller Sozialisten war, hält diese Vereinigung geflagten war, bei seinen Eltern auf Urlaub. Dem Vater, dent Jene Greuel" waren auf Bismard's Anordnung er heute für nöthiger, als jemals zuvor. Der Kongreß giebt es auf, daß sein Sohn einige sozialdemokratische Redensarten ebenfalls als Zeugen geladenen Waldhüter Peter Schuppert, fiel dichtet worden ähnlich wie 1870 die Beschießung von dem Nationalrath vollständig freie Hand, zu diesem Zweck führte. Auf Befragen gestand ihm sein Sohn, daß er diese Saarbrücken und die Turkogreuel blos um für den ver alle Anstrengungen zu machen, die mit dem Programm Hedensarten von seinem Lieutenant gehört habe. Schuppert sen., haßten Bruderkrieg Stimmung zu machen, und im Volk und den Lebensbedingungen der Partei verträglich sind. ein sehr frommer Katholit, theilte dies dem Forstmeister Völker wie in den Soldaten den Kriegsteufel zu entfesseln. Man Der Kongreß bestimmt, daß seine Abgeordneten in der nannte das geniale" und nationale" Politit. Rammer fich als parlamentarische Fraktion der Partei konstituiren und sich wegen ihrer Thätigkeit in der Kammer und in dem Lande mit dem Nationalrath ins Einvernehmen seßen. " Graf Taaffe hat Gile. Ein in später Abendstunde eintreffendes Wolff'sches Telegramm bestätigt die Privat depeschen über die in unserem Leitartikel beleuchtete öfter reichische Wahlrechtsreform. Sofort nach Erledigung des Etats soll das Wahlgesetz verhandelt werden und dann wohl das Abgeordnetenhaus aufgelöst werden. Das Telegramm lautet: auf das Manifest des Nationalraths vom Juni 1893 beDer elfte internationale Kongreß fann sich also nur ziehen, das er in allen seinen Theilen bestätigt. Die parlamentarische Fraktion der Partei muß sich als die Vorhut der Partei in dem Vormarsch zur Eroberung der politischen Macht betrachten und sich auf den Boden der Arbeiterklasse stellen, entgegen allen politischen Fraktionen der kapitalistischen Klasse. mit. Leßterer machte dem Militär- Bezirkskommando Anzeige. Dies veranlaßte eine eingehende Untersuchung und schließlich die Verhaftung des Angeklagten, da dieser auch zu anderen Soldaten seiner Abtheilung über sozialdemokratische und atheistische Dinge gesprochen haben soll. Die Anklage ist auf grund des§ 102 des Militär- Strafgesetzbuches für das Deutsche Reich erhoben worden. Der erwähnte Paragraph lautet: Wer es unternimmt, Mißvergnügen in Beziehung auf den Dienst unter seinen Kameraden zu erregen, wird, wenn dies durch münd liche Aeußerungen geschieht, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Ist die Handlung durch Verbreitung von Schriften, Darstellungen oder Abbildungen oder ist sie im Felde begangen, so ist auf mittleren oder strengen Arrest nicht unter vierzehn Tagen oder auf Gefängniß oder auf Festungshaft bis zu einem halben Jahre in Untersuchungshaft, zuerst in Landau, dann fünf Jahren zu erkennen." Der Angeklagte ist feit nicht ganz hier. Ende Juli machte derfelbe bekanntlich einen Fluchtversuch; er wurde jedoch noch auf dem Bahnhof angehalten. Später gelangte ein Brief des Angeklagten an einen Verwandten in die Deffentlichkeit, in welchem er als Ursache seines Fluchtversuchs Dänischer Budgetstreit. Im Folkething( Abgeord- seinen Nervenzustand angab, der ihm die Jfolirhaft unerträglich netenhaus) sprach gestern nur Abg. Holm über das von machte. Seit einigen Tagen weilt der Bruder des Angeklagten, ihm eingebrachte provisorische Finanzgesetz für das gegen- ein in Wien wohnender Kaufmann, hier. Diesem ist der Zutritt wärtige Finanzjahr. Hoffend, daß bald allseitig provisorische zu den Verhandlungen auf alle Fälle gestattet. Da man den Finanzgefege als verfassungswidrig und das konstitutionelle Angeklagten bekanntlich auch auf seinen Geisteszustand untersucht schmackt vor. Nein, meine hochverehrten Herren, mein Rath Leben zerstörend erachtet werden, beantragte er folgende hat, so find noch als medizinische Sachverständige geladen: Prof. hätte dergleichen feltsame Umkehrung wohl nicht hervorbringen Tagesordnung: Indem das Thing seine Zustimmung zur Stabsarzt Dr. Schmidt. Dr. Riedinger, Generalarzt und Korpsarzt Dr. Hofbauer und fönnen, aus einem Bagabunden, der sich bisher nur für weiteren Behandlung des vorliegenden Gesezes verweigert, Pflanzen und Alterthümer interessirte, und aus einem verwirft es das provisorische Finanzgesetz als gegen§§ 25 eifernden katholischen Enthusiasten Schwärmer und Rebellen und 49 der Verfassung verstoßend." Diese Tagesordnung zu machen, sondern, wenn ich einen Augenblick als Vater wurde vom Foltething mit 54 gegen 18 Stimmen an sprechen dürfte, es scheint mir eher, daß Sie, meine wür- genommen. digsten Richter, die Urheber davon, zwar ohne Ihre eigent liche Absicht, sind und die Veranlassung sein dürften, daß noch viele Fanatiker nach dem Gebirge laufen Wien, 10. Oftober. In der heutigen Sigung des Ab* geordnetenhauses legte der Ministerpräsident Graf Taaffe unter lebhafter Bewegung des Hauses einen Gesetzentwurf, Zur franzöfifchen Russenseuche. Die chauvinistischen betreffend die Ergänzung bezw. Aenderung der Wahlordnung. Anwandlungen einiger französischer Sozialisten werden von vor und erklärte dabei, die Regierung habe in der Ueber der Londoner Justice", die früher verschiedentlich mit der zeugung, daß die Erörterung der Wahlrechtsreform nicht weiter Possibilisten Gruppe liebäugelte, und sie gegen die fohinausgeschoben werden könne, selbst die Initiative in dieser genannten Marristen" in Schuz nahm, auf das Schärfste wichtigen Frage ergriffen. Der Gesezentwurf bringt unter Festhaltung an den Grundsätzen der bestehenden Verfassung den Ge- verurtheilt. banken zum Ausdruck, allen denjenigen, welche die staatsbürger lichen Pflichten in der vom Gesetze vorgeschriebenen Weise erfüllen, die Theilnahme an dem politischen Leben durch Ausübung des Wahlrechts zu ermöglichen, wobei nach der Anwerden." " Nun, diese Unverschämtheit"- rief der Marschall. " Lassen Sie den Unglücklichen sprechen," unterbrach ihn der Intendant, er faselt, scheint es, im Schmerz, und es ist nicht unbillig, alles anzuhören, was er zur etwanigen Entschuldigung vorbringen dürfte." Uns geht folgende Privatdepesche zu: bezirtsgericht hat in ber Anklage gegen den Sekondelieutenant Würzburg, 10. Oftober, 10 Uhr 5 Min. Das MilitärHofmeister in Anwendung des Art. 188 der MilitärstrafprozeßOrdnung in Rücksicht auf dienstliche Erwägungen und auf mili tärische Standesinteressen die Deffentlichkeit für bie ganze BerhandVom internationalen Kohlenstreik. In Eng- lung ausgeschlossen. Sämmtliche Zeitungsberichterstatter mußten land ist Aussicht auf Beendigung des Streils. den Verhandlungsfaal räumen." Ueber die gestrige Konferenz in Sheffield berichtet ein TeleSomit tann auch unser Würzburger Berichterstatter der Verhandlung nicht anwohnen. gramm von gestern Nacht: Sheffield, 9. Ottober. Eine heute stattgehabte Rons ferenz, an welcher auch die Bürgermeister der großen Städte in den Kohlengegenden theilnahmen, unterbreitete den Vertretern der Grubenarbeiter und den Bergwerksbefizern folgen den Vorschlag für die Beendigung des Streifs: die GrubenBriefkaffen der Redaktion. O. H. Wir empfehlen Ihnen für Ihren Zweck die Bro beziehen. " Ich sage nur," fuhr Vila fort,„ daß Sie mit der allerbesten Absicht, diese Empörung auszurotten, fie verbeter nehmen die Arbeit zu ben alten schüre von Dr. A. Dodel, Moses oder Darwin? Eine SchulLohnfägen wieder auf, welche 6 Wochen nach frage. Preis 1 M. Sie können dieselbe von unserer Parteider völligen Wiederaufnahme der Arbeit buchhandlung, Verlag des Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2, eine Herabfegung um 7 pt. erfahren werden. Bur Regelung der Gehaltsfragen soll ein Schiedsgericht eingesetzt werden. Die Bergwerksbesiger sollen den Gruben arbeitern Vorschüsse gewähren, welche in wöchentlichen Abzahlungen zurückerstattet werden können. Die Gruben arbeiter haben eingewilligt, diesen Vor= schlag zur Abstimmung zu bringen. Die Bergwerksbesitzer werden morgen darüber berathen. ist noch nicht bekannt. Der englischen Presse nach zu urWelche Entschließung die Grubenbesitzer gefaßt haben, theilen, wird der Vergleich von ihnen angenommen werden. - In Belgien dauert der Streit fort; die Gruben besizer haben jeden Vergleich abgelehnt. werden. Walhalla. Die Einsendung muß als Inferat aufgegeben A. G. Die im November 1891 Eingezogenen dienen bis Oftober 1894. O. R. Bitte, kommen Sie doch in die Redaktion, damit wir wegen des Erzählten nähere Erkundigungen einziehen tönnen. Das beste wäre wohl, Sie zeigten den Vorgang der zu ständigen Behörde an. Mr. Durlach. A. Vollmar, Leipzig- Reudnih, Ribecftr. 11, Hof 2 Tr., Vorsitzender der Radfahrer. stärken. Denn das ist eben die Eigenheit und Verkehrtheit des menschlichen Geistes( und ich sage ja damit nur etwas sehr Altes), daß das Verbotene, Verpönte reizt und die ftraffällige Sache in ein verführerisches Zauberlicht stellt. Das, was erst gleichgiltig und oft unwichtig schien, tritt nun wie mit einer Glorie auf, die Gefahr lockt, wenn erst einige Opfer, fie verlachend, gefallen sind, die Leidenschaft bemächtigt sich der Herzen, und derselbe, der noch vor kurzer Beit seinen Glauben mit stillen Zweifeln hegte, fühlt nun in jeder Aufregung der Laune und des Zornes die unmittelbare Stimme seines verfolgten Gottes. Nun widerlegt man den Gegner mit Mord und Todtschlag, als wenn man in seinem aufgerissenen Leibe noch die unrichtige Leseart seines Gemüths forrigiren wollte. Dergleichen Nachschlagen kann denn natürlich der Rechtgläubige auch nicht vertragen, er Das italienische Panama scheint sich, zwar nicht an will jenem den verkehrten und verdorbenen Tegt mit Stumpf Höhe der Geldsummen, aber an Ausdehnung des Standals, und Stiel aus der Brust reißen. Beiderseitige Kommenta- zu noch größerem Umfang auswachsen zu wollen, als das toren erhitzen sich aneinander, jeder wird zorniger und französische Original. Der junge Tanlongo, Sohn des so wilder, an Vermitteln ist gar nicht mehr zu denken, Be- plötzlich, und Bielen so gelegen Briefhaffen der Expedition. verstorbenen Bant lehrung fruchtet nicht, und wer kühl und gemäßigt zwischen direktors hat in einer 200 Seiten starken Broschüre einen nahme einer ihn betreffenden Mittheilung sich in der Expedition Here Guido Hartung wird ersucht, behufs Entgegenfie treten möchte, ist beiden Parteien ein Abscheu. Theil des Briefwechsels seines Vaters veröffentlicht. Es des Vorwärts" zu melden oder dorthin seine Adresse ein( Fortsetzung folgt.) erhellt daraus, daß das ganze offizielle Italien, zusenden. einem Arbeitsverhältniß aus einem Bau in Schöneberg auch dann P. P., Wilmersdorf. Schöneberg ist für eine Klage aus zuständig, wenn der Beklagte in Berlin oder in einem anderen Orte lebt. Putzer 100. Ja. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 11. Ottober. Opernhaus. Gringoire.- Mara. Schauspielhaus. Das Buch Hiob.Die Komödie der Frrungen. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Hamlet. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Wallner- Theater. Der Herrgott schnitzer von Ammergau. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bogelhändler. Residenz- Theater. Das System Ribadier. Vorher: Sympathie. Neues Theater. Jugend. Junge Heute angekommen. Castan's/ 10. 90. Joh. n. Emma Deriel. Dem großen Philosoph und InterBerliner Gewerkschaftskommission. Panopticum. viewer Murphy( R. R.) zum heutigen Oeffentl. Versammlung der Delegirten Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Juustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassageDie Kleinen- und Grossen- Pfeiffer. Montag, Abends 103/4 Uhr, verschied plöglich infolge eines Blutsturzes, mein am Freitag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstrasse 16. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht und Bericht über die Errichtung des Gewerkschaftss lieber Mann und Vater Gustav Fuchs, Bureaus. 2. Der Ausstand der Lithographen und Steindrucker. 3. Die Beim 41. Lebensjahre. 2460b fchickung der Frankfurter Konferenz. 4. Regierungs- Baumeister Reßler und Die Beerdigung findet Donnerstag die Berliner Gewerkschaftskommission. Nachmittag, 2 Uhr, vom Trauerhause, Bezüglich des legten Punktes der Tagesordnung ist der Herr RegierungsOppelnerstr.7, nach dem Thomaskirchhof, Baumeister Keßler hierdurch besonders eingeladen, um seine in den Bauhandüber den Geschäftsführer des Gewerkschaftsbureaus mit Beweisen zu belegen. Im Interesse der wichtigen Tagesordnung werden die Delegirten ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Gewerkschaftskommission. J. A.: Oskar Völkel, Dunkerstr. 6. Panopticum. aus statt. Martha Fuchs nebst Sohn. werker- Versammlungen sowie im Bauhandwerker" aufgeſtellten Behauptungen Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. durch Ueberfahren, am 7. d. M., nach Die Affendame. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser guter Bater, der Tischlermeister August Barty, 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Präuscher's MUSEUM Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplat- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Gebrüder Richter- Theater. Lustige Friesacker. Wintergarten. Spezialitäten- Borstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. darunter der Schußkanal der Kugeln des Viel Neues, deutigen Militärs, fünf Körper Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GesangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Die juten Flinten oder: Sirsch in Morige der Tanzstunde. Bosse in 1 Att von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffn. 6 Uhr. Anfang 72 Uhr. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Sonntag, den 15. Oftober, Mittags 12 Uhr: Volksvorstellungs- Matinee. Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. 5. lektes Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Donnerstag: 3. 1. M.: Jägerblut. Adolph Ernst Theater. 0 Charley's Tante. Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher; Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Berliner Vollblut. Posse mit Gesang in 4 Aften v. Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Tagestasse von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. American- Theater. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Les deux Crenlets. unübertr. Verwandlungs- Instrumentalisten. Hugo Schulz als rompeter von Bitschewis", hoch: tomisches Intermezzo. Etablissement morisBuggenhagen. Play. Play. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in bem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Paff.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! New! Novität! Neu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Anfang:} Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. zehnstündigem Kampf verstorben ist. Die Beerdigung findet am 11. d. M., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen 12 Apofteltirchhofs in Schöneberg, aus, statt. Achtung, Zimmerer! 24636 Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins u. Umg. Die Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Freunden und Genossen, die meinem lieben, dahingeschiedenen Gatten die letzte Ehre erwiesen haben, sage ich meinen herzlichen Dank Frau Laske nebst Schwester. Achtung! Töpfer! Infolge einmüthigen Vorgehen der Kollegen sind die Differenzen auf dem Bau Münzstraße Ecke Kaiser Wilhelmstraße, Töpfermeister Gartemaun, zu gunsten der Kollegen beigelegt. 328/20 am Sonntag, den 15. Oktober, Vorm. 10 Uhr, in der ,, Berliner Resource, Kommandantenstraße Nr. 57. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung der Wiener Sammellisten. 2. Abrechnung der letzten beiden Quartale vom Generalfonds. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Gewerkschaftliches. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauensmänner. 363/10 Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 12. Oftober 1893, Abends 6 Uhr: Versammmlung Der Vorstand des allgemeinen im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38, Vereins der Töpfer. Erste Lehrstunde des 207/8 Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen am Donnerstag, 12. Oft., Ab. 81/2 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75. Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Uebungsstunde. Ausgabe der Bibliothek, Gäste haben einmaligen Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. ratweil'sche Bierhallen 325/11 oberer Saal. Tagesordnung: 1. Unser Fensterstreik und Wahl einer Streif leitung. 2. Regelung der Wanderunterstützung. Wir ersuchen die Kollegen und Berufsgenossen recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen; die Versammlung wird präzise 62 Uhr eröffnet, Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. Verein der Lithographen, Steindruder Am und Berufsgen. Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 12. d. M., Abends S/ 2 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobftrahe 75: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Vortrag des Herrn Seiler über:" Die Klassenlage 210/5 des Proletariats". 8. Diskussion und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verwaltung. Th. Keller's Hofjäger. Heute, Mittwoch, den 11. Oktober 1893: I. Abonnement- Konzert. ac bem Tanz- Kränzchen. 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Die Delegirten, welche sich nicht in der angegebenen Weise melden, können die Berichte erst in Köln in Empfang nehmen. Die Parteiblätter werden um Nachdruck gebeten. Zum Kölner Parteitag. Eine in Lübeck abgehaltene gut besuchte Parteiversammlung wählte den früheren Reichstags: Abgeordneten Theodor Schwarz zum Delegirten. Den Kreis Königsbergi. N. vertritt Otto Antric, der in einer in Güstebiefe abgehaltenen Parteiversammlung gewählt wurde. Die Geraer Parteigenossen entfenden eve u- Gera und AdlerEine Versammlung der Stettiner Parteigenoffen wählte Kunze zum Parteitags- Delegirten. Die Parteigenossen in Gera entfenden ihren Vertrauensmann Heinrich Jahn nach Köln. Den Landkreis Mainz wird der Genosse Joft Lobenstein nach Köln. vertreten. Das Verfahren gegen die ,, Elberfelder Freie Presse" wegen Beleidigung des Kölner Sperling ist vom Staatsanwalt eingestellt worden. B Bei der Bürgerausschuß- Wahl in Nukloch( Baden), die am 6. Oktober stattfand, hat die Sozialdemokratie in der dritten Klasse einen glänzenden Sieg über den freisinnig liberalultramontanen Mischmasch davongetragen. Ihre sämmtlichen Kandidaten fiegten mit großer Majorität. Mittwoch, deu 11. Oktober 1893. 10. Jahrg. Verhandlung vor dem Landgerichte wurden dieselben abermals wurden, durch welche sich die letztere beleidigt fühlt. Gefunden freigesprochen; auf Antrag der Angeklagten wurden nicht nur wurde nichts. die Kosten, sondern auch die nothwendigen Auslagen der An--Wegen Beleidigung des Frankfurter Polizeipräsidenten geklagten( Vertheidiger, Reisespesen) der Staatskasse auferlegt. wurde unser Parteigenosse Wilh. Schmidt von der Straf E3 fonnte denselben öffentliche Verbreitung nicht nachgewiesen fammer Frankfurt a. M. zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. werden, und der Staatsanwalt selbst stellte gar einen Antrag, Der Staatsanwalt hatte sechs Wochen Gefängniß beantragt. 18. Oftober findet neuerlich in Pausa Verhandlung statt gegen begangen. es den Richtern anheim stellend, ihr Urtheil zu fällen. Am Die Strafthat war am 13. Juni in einer Wahlversammlung zwei Plauen'sche Genossen, welche vor der Hauptwahl an einem Sonntag während der Kirche Flugblätter ausgetragen hatten. Während in gleichem Falle in Delsnit Anklage nicht erhoben scheinlich berufen, zu den soeben geernteten Lorbeeren neue hinzu worden ist, fühlt sich die betreffende Pausaer Behörde wahr zu erwerben. " " Die ,, Germanifirung" der ,, wiedergewonnenen" Brüder schreitet in der bisher üblichen Weise fort. Man lese nur folgendes Erstein, den 28. September 1893. Beschluß. Nach Einsicht der Berichte der Gendarmerie- Station IllkirchGrafenstaden vom 21. Februar und 25. Juli o. J., sowie des Berichtes des Polizeikommissars zu Erstein vom 21. d. M.; Verordnung vom 28. August 1851; Auf grund des Dekrets vom 29. Dezember 1851 und der In Erwägung: Lokales: Neues Nathhaus für Berlin. Auf der Tagesordnung der morgigen Stadtverordneten- Versammlung steht eine Vorlage Aus Jchtershausen wird folgende drollige Versammlungs: des Magistrats, die um Zustimmung der Stadtverordneten zu geschichte mitgetheilt. Vor einigen Tagen fand eine Volts: folgendem Antrag ersucht:" Daß die Grundstücke Stralauerversammlung statt, die sehr zahlreich von Frauen und Mädchen Straße 48, 49, 50 und 51 mit Kleine Stralauerstraße 1/2, besucht war. Frau Kähler aus Wandsbeck referirte über Bil- Stralauerstraße 51a, 52 mit Kleine Stralauerstraße 7 und 14, dung und Bildungsmittel". Referentin führte aus, wie in bür- Stralauerstraß 53, 54, 55, 56, 57, Kleine Stralauerstraße 3, 4 gerlichen Kreisen über den Bildungsgrad der Proletarier gedacht bis 6, 8, 9, 10, 11 und 12/13 mit allen auf denselben befind würde, wie die geringe Bildung des arbeitenden Volkes die lichen Baulichkeiten für die hiesige Stadtgemeinde zum Gesammt Unterdrückung der Massen befördere, und wie leider sogar noch preise von 4975 000 M. angekauft und die Kosten aus Arbeiter glaubten, es gehöre zum Recht des Herrn, seine Leute dem Grundstücks Erwerbungsfonds entnommen werden." durchzuprügeln, wie dies thatsächlich in einer in der Nähe Ferner soll sich die Versammlung mit der Zahlung liegenden Fabrik geschehe. Rednerin forderte die Arbeiter auf, einer einmaligen Entschädigung von 50 000 Mark an den Verihrer Menschenrechte eingedenk zu sein und derartigen Zuständen faufsvermittler Oswald Schneider einverstanden erklären. ein Ende zu bereiten. Hier schien die Geduld des Herrn Schulzen Auf dem dann angekauften zur Erwerbung vorgeschlagenen erschöpft zu sein, denn der Gestrenge" des Ortes erhob seine Terrain soll ein zweites Rathhaus zur Unterbringung möglichst Stimme und hetze die Leute auf und erklärte furz und bündig, die Referentin aller städtischer Bureaus, die jetzt in Wirthshäusern theilweiſe die Versammlung sei. aufzuwie z. B. das Gewerbegericht eine völlig ungenügende Unterkunft lösen. Der„ Gestrenge" spielte hierbei eine recht flägliche gegen hohe Miethe gefunden haben, erbaut werden. Die ErRolle, denn nachdem Frau Kähler ihn gehörig zurecht richtung des jezigen( alten) Rathhauses wurde im Jahre 1861 gewiesen, erklärte der Herr Wachtmeister( der Untergebene in Angriff genommen. Am 11. Juni 1861 erfolgte die Grundwar also vorsichtiger wie das Oberhaupt), die Versammlung nur steinlegung. Der erste Theil des Baues wurde im Jahre 1865, dann aufzulösen, wenn der Herr Schulze die Verantwortung der zweite Theil erst im Jahre 1870 vollendet: am 6. Januar 1870 übernehme, was dieser selbstverständlich auch that. Thatsächlich fand die erste Stadtverordnetensitzung in dem jetzigen Rathhause erfolgte nun die Auflösung der Versammlung, welche eine halbe statt. Der Kaufpreis der damals angekauften Grundstücke Stunde gewährt hatte. Nach einer Pause von zehn Minuten( 716 Quadratruthen 80 Quadratfuß) betrug 2731 350 m., die erklärte der Vertrauensmann, daß nach gothaischem Gesetz eine Gesammtkosten für Erwerb und Aufbau des jezigen RathLandesversammlung der Sozialdemokraten Württem- Versammlung der Anmeldung nicht bedürfe. Er eröffene hauses beliefen fich auf 9 724 872 m. Daß das Rathbergs. Die am Sonntag in Cannstadt abgehaltene Landes- also hiermit eine neue Versammlung mit der haus architektonisch unschön, in dem größten Theile versammlung der sozialdemokratischen Partei Württembergs hatte Tagesordnung: Die Frau und der Sozialismus", wozu er Frau dunkel und unpraktisch angelegt, ist ebenso wenig ein Geheimniß, fich einer überraschend großen Betheiligung zu erfreuen. Es Kähler das Wort ertheile. Dieselbe beleuchtete in einstündigem als der Umstand, daß es alsbald nach seiner Fertigstellung bei waren 154 Delegirte anwesend, die insgesammt 81 Ortschaften Vortrage die Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft und weitem nicht zur Unterbringung aller städtischen Bureaus ausvertraten. Aus dem von Sperka erstatteten Bericht des Landes- forderte die Frauen auf, für die Ideen des Sozialismus einzureichte: die Kurzsichtigkeit unserer städtischen Behörden ist ein vorstandes sei folgendes erwähnt: Die Dauer des abgelaufenen treten. Auch die ganze Lebenshaltung der Arbeiter zog Frau älteres Uebel. Auch die jetzige Vorlage bestätigt in sehr ge Berichtsjahres betrug diesmal nur 102 Monate, nämlich vom Kähler in Betracht, wobei manch fräftiger Seitenhieb auf den ringem Maße die sonstige Erfahrung, daß die Kurzsichtigkeit mit 21. November 1892 bis 8. Oftober 1893, und wurden in diesem Urheber der Auflösung der ersten Versammlung abfiel. Reicher zunehmendem Alter abzunehmen pflegt. Der Begründung der Beitraum die laufenden Geschäfte, welche durch die Reichstags: Beifall belohnte die Referentin, und von vielen wurde der Vorlage fehlt jeder Ueberschlag dahin, wie ein großes Terrain wahl in nicht unbeträchtlicher Weise vermehrt wurden, durch Wunsch ausgesprochen, sie möge recht bald wiederkommen. zur Erfüllung der absehbaren Bedürfnisse der Stadtverwaltung den Landesvorstand in 80 Sigungen erledigt. Die Gesammtsumme Gegen die Auflösung der ersten Versammlung wird selbstverständ- nothwendig ist. Das zu erwerbende Terrain ist schon jetzt als der eingelaufenen Sendungen betrug 1656, die der abgesandten 1293. lich Beschwerde geführt werden. Die Genossen sind der festen bei weitem zu flein zu bezeichnen, insbesondere wenn Der Schriftenverfandt weist folgende Biffern auf: 15 000 Grem- Ueberzeugung, daß diese Versammlung sehr viel zur Aufklärung berüdsichtigt wird, daß die Einverleibung der Vororte doch in plare Gin offenes Wort", 55 000 Exemplare Bebel's Rede", beigetragen habe. hoffentlich nicht allzulanger Zeit erfolgen wird. Eine durchaus 15 000 Exemplare Vollmar's Rede", 7000 Mai- Festzeitungen, ungenügende Erklärung giebt ferner die Magistratsvorlage dafür 6000 Partei- Sagungen, 41 000 Platate und Einladungs- Zirkuläre an, weshalb nicht das alte überfüllte, düstere fistalische Gerichtszu Versammlungen und 750 000 Wahlflugblätter. Bei der zur gebäude in der Jüdenstraße hat erworben werden können. Sie Stärkung der Landeskasse veranstalteten Maisammlung wurde Schriftstück: begnügt sich mit der Ausführung:" Dem Wunsche, in nächster eine Einnahme von 1293,60 M. erzielt. Die Absicht des LandesNähe des Berlinischen Rathhauses geeignete Grundstücke zu er vorstandes, eine neue Agitationsbroschüre herauszugeben, wurde werben, mußte der Magistrat aber wegen der dadurch entdurch die Reichstagswahl vereitelt. Dafür wurde die mündliche stehenden außerordentlich hohen Ankaufskosten und da auch keine Agitation um so lebhafter betrieben, denn es fanden Möglichkeit vorlag, die Gerichtsgebäude in der Jüdenstraße durch Vermittlung des Landesvorstandes 137 Versamm oder die Gebäude des Hygienemuseums und des Hygiene lungen statt. Außerdem vermittelte der Landesvorstand gelegentlich der Maifeier 24 Redner und wurde für die laboratoriums in der Klosterstr. 32-36 zu erwerben, aufgeben", Trotzdem wird man an sich mit dem Ankauf der hierzu vorrednerische Thätigkeit dieser 161 Versammlungen die Summe von geschlagenen Grundstücke einverstanden erklären können, schon da 607,05 m. verausgabt. Das Resultat der entfalteten Agitation war ein sehr erfreuliches, denn abgesehen von den 16 431 sozial- Daß die Wittwe Margarethe Erb zu Grafenstaden wegen der Magistrat endlich einmal statt mit einem Anfinnen, ungezählte demokratischen Stimmen, welche bei der Reichstagswahl dieses Ueberschreitung der Polizeistunde durch Strasbefehl des Raiser- Millionen aus dem Steuersäckel lediglich zwecks Niederlegung Jahres gegen das Jahr 1890 mehr erzielt wurden, ist auch die lichen Amtsgerichts Jukirch- Grafenstaden mit einer Geldbuße von Häusern zu bewilligen, Geld für den Aufbau zu gemeinGründung von 33 neuen Mitgliedschaften zu verzeichnen. Die von 3 Mark bestraft worden ist; die p. Erb somit(!!!) die nüßigen Zwecken begehrt und da die Stadt ihr Geld besser als Gesammtzahl der bestehenden Mitgliedschaften beträgt bis jetzt 92. nöthige Gewähr für eine ordningsmäßige Wirthschaftsführung Mangel zur Verwerthung von Grundstücken zu gemeinnüßigen in Grundstücken sicherlich nicht anlegen kann, auch keineswegs Zum Verständniß dieser die Organisation betreffenden Mit- nicht bietet, beschließe ich: Zwecken vorhanden ist. Wohl aber stehen der Vorlage andere theilungen sei darauf hingewiesen, daß Württemberg der einzige Staat im Deutschen Reiche ist, welcher ein den Anforderungen| Die von der Wittwe M. Erb zu Grafenstaden bisher ge- Gründe entgegen. Es erscheint uns der Kaufpreis( pro Quadrat eines Kulturlandes einigermaßen entsprechendes Vereins führte Gastwirthschaft wird vom 1. Oktober d. J. ab hiermit ruthe durchschnittlich 5509,41 M.) zu hoch: mit 4000 m. pro Quadratruthe dürfte jenes Grundstückskomplex hinreichend gesetz besitzt. Die Verbindung politischer Vereine ist geschlossen. hoch bezahlt sein. Aufgabe der Stadtverordneten wird es sein, in Württemberg ohne jegliche Einschränkung geftattet. Aus dem Kaffenbericht entnehmen wir folgende Zahlen: An Einprüfen. Grundstücksankäufe seitens der Stadt sind häufig genug nahmen werden verzeichnet Uebertrag vom Vorjahre 1380,12 m., auffallend günstig den Verkäufern gewesen. Unerhört erscheint regelmäßige Beiträge der Mitgliedschaften 2930,42 M., freiwillige uns sodann die Zumuthung, aus dem Stadtsäckel einem GrundBeiträge von Parteigenossen 476,35 M., Maifestmarken 1293,60 M., stücksvermittler die Kleinigkeit von 50 000 m. Provision" zu Maifest- Zeitungen 401,78 M., freiwillige Beiträge zur Reichstags- Die Wittwe Erb hat die Wirthschaft schon 7 Jahre allein zahlen. Die Stadt hat die lediglich vertheuernden und zu Grundwahl 938,07 Wt., Ertrag der Sammellisten zur Reichstagswahl betrieben, wie sie sagt, ohne jede Strafe. Am 21. Februar d. I. stücksspekulationen geradezu anspornende Vermittlerhilfe nicht 5882,20 M., vom Parteivorstand zur Reichstagswahl 3000 m., hat man sie endlich gefangen, man hat ihr eine Strafe von drei nöthig und soll sich deren nicht bedienen. Was hat die Gesammtsumme der Einnahmen steht mit 16 565,57 m. ver- Mark zudiktirt, ob mit Recht oder Unrecht, darf hier nicht mehr denn der Herr Oswald Schneider an Arbeit" geleistet? zeichnet. Dieser Summe stehen als Ausgaben gegenüber 15819,09 m., untersucht werden, ist auch nicht unsere Sache. Aber was mag Wieviel Stunden hat er gearbeitet"?" Daß eine Stadt, so daß ein Ueberschuß von 746,48 M. auf das folgende Jahr zu wohl die Behörde veranlaßt haben, mit solcher Strenge gegen die vielen ihrer Arbeiterinnen noch nicht drei Mart übertragen ist. Die Ausgaben vertheilen sich in der Hauptsache die Wirthin vorzugehen? Sie hat ein großes Verbrechen be- pro Tag zahlt, für eine Arbeitsdrohne 50 000 Mart auf folgende Posten: Agitation 586,48 M., Reichstags- gangen, indem sie den Sozialdemokraten ihr Lokal zur Ver- begehrt, ist eine im höchsten Grade bedenkliche kapitalistische Erfahwahl im 17. Wahlkreis( ohne Druckfosten) 458,60 M., fügung stellte. Das ist für die Behörde Grund genug, um der Neigung. 50 000 Mart macht bei einem Lohn von Druckkosten( inklusive derjenigen zur Reichstagswahl) 3328,80 M., Frau, welche doch nur aus geschäftlichen Rücksichten ihr Lokal 2,50 m. pro Tag: 20 000 Arbeitstage. Hat die Herr Schneider Maifestzeitungen 383,45 M., an die Parteitasse 200 M., auch nur annähernd gearbeitet? Oder hat er irgend eine Arbeit Reichstagswahl 10 073,36 M. Sehr interessantes Material bietet verrichtet, die besonders hohe Löhnung rechtfertigt? Mit die übersichtliche Tabelle der Kosten für die diesjährigen Reichs nichten: feine Arbeit besteht darin, daß er sich tagswahlen. Die Gesammteinnahmen der 17 Wahlkreise be einigen Grundstücks- Eigenthümern Scheine dahin hat austrugen 13 331,15 M., fie vertheilen sich auf Beiträge und sonstige stellen lassen, daß sie sich bis zum 1. November verEinnahmen mit 3273,69 m., durch Sammellisten wurden auf- Berichtigung. Die Redaktion der Rhein.- Westf.- Arbeiter- pflichten, ihm Grundstücke zu dem oben angegebenen kolossalen gebracht 5910,83 m., die Landeskasse leistete an Zuschüssen den Zeitung" ersucht uns, mitzutheilen, daß das jüngst veröffentlichte Preis an die Stadt zu verkaufen das ist alles. Die Schlußverschiedenen Kreisen 4146,63 M. Diesen Einnahmen stehen Kommunalwahl- Programm nicht das der Dortmunder, sondern scheine binden die Grundstücks- Eigenthümer nur bis zum Ausgaben im Gesammtbetrag von 13 517,63 M. gegenüber. Die das der Elberfelder Genossen ist. 1. November: hierin liegt eine Erscheinung, die dringend der legteren vertheilen sich auf Agitation mit 8453,07 M. und auf Aufklärung bedarf. Wie kann der Magistrat von der StadtDruckkosten und Inserate mit 5064,56 M. Aus dem von Baßler verordneten Versammlung verlangen, daß sie über solch' wichtige erstatteten Bericht über das Partei Organ sei erwähnt, daß sich Der Redakteur der Magdeburger Voltsstimme", Leopold Vorlage sich in taum 20 Tagen schlüssig mache? Jst vielleicht die Lage der„ Schwäbischen Tagwacht", die voriges Jahr schon ö3te wurde am 9. Oktober vom Landgericht Magdeburg schon unter der Hand allgefartet? Hat Hintertreppen- Politit befriedigend genannt werden konnte, im abgelaufenen Jahre be- wegen Beleidigung des Amtsvorstehers Meß auf Book bei Kar- mitgespielt? Fast gewinnt es den Anschein, als hätte der Magistrat deutend zum Besseren gewendet hat. Die Auflage des Blattes stedt zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Eine Auflage erst jetzt die Vorlage eingebracht, um noch Stimmen für ist um 1300 Exemplare in die Höhe gegangen.( Forts. folgt.) schrift ist in diesen Tagen den Genoffen Jähnig, E. Schellenbeck, die Schloßplagniederlegung vorher zu gewinnen. Endlich dürfte Plorin, Hofmeister in Halle und Westerburg, der sich gegen es aber und das ist das Wichtigste nothwendig sein, Das Kapitel der sächsischen Polizeiplackereien ist un wärtig in Leipzig befindet, zugestellt worden. Denselben wird Garantieen dafür zu fordern, daß der Bau in einer von dem erfchöpflich. Am Tage nach der diesjährigen Reichstags- zur Last gelegt, gegen§§ 131, 47 des Strafgesetzbuchs und§ 20 bisherigen völlig abweichenden System vor sich geht: städtische Hauptwahl erließ die Amtshauptmannschaft Plauen für ihren des Preßgesetzes vom 7. Mai 1874, Vergehen gegen die öffent- Bauten dürfen feine Musterbauten für Ausbeutung und AusBezirk ein gefezwidriges Verbot der Verbreitung von Druck liche Ordnung, verstoßen zu haben. Gefunden werden die Ver- saugung der wirklich dabei arbeitenden Bürger sein. Fort mit schriften und Stimmzetteln, welches Verbot sogar noch einmal gehen in einem seinerzeit zur Verbreitung gelangten, An die dem Zwischenunternehmerthum, her mit ausreichenden Löhnen erneuert wurde, als schon die Stichwahl ausgeschrieben war. Arbeiterbevölkerung in Halle und dem Saalkreis" gerichteten Flug- und anständigen Arbeitsbedingungen! Oder kann das Berlin Dadurch ließen sich nun zwar die Genossen von der Pflicht, ihre blatte. Außerdem schiebt gegen Genossen Jähnig eine Auflage sich nicht leisten? gefeßmäßige Agitationsthätigkeit auszuüben, nicht abbalten, fie wegen Gefangenenbefreiung, von welcher derselbe in der am 14. Sepmußten sich aber gefallen lassen, daß sie verschiedentlich von der tember vor dem Schöffengericht stattgehabten Verhandlung Genosse Laske's Begräbniß. Zur letzten Ruhestätte be Gemeinde angehalten, resp. in der Verbreitung von Flugblättern freigesprochen wurde, wogegen aber seitens der Staatsanwalt gleiteten viele Genossen am Montag Nachmittag einen treuen, verhindert wurden. Der Wahlprotest enthält darüber Näheres. schaft Berufung eingelegt worden ist. Eine 5/ 4stündige Haus braven Mitkämpfer, den Genossen Hermann aste. Ein Auch einige Paufaer Genossen wurden vom Gendarm gestellt" suchung wurde am Sonnabend in der Redaktion des Volts- Sohn des Volkes", diese Bezeichnung hat der Verstorbene durch und erhielten ein Strafmandat in Höhe von 10 Mark, erhoben blatts" zu Halle vorgenommen. Das Suchen begann, während seine unermüdliche, aufopfernde, treue, hingebende Thätigkeit für aber Einspruch hiergegen. Das Schöffengericht zu Pausa Genosse Krüger zu einer Vernehmung auf die Polizei beschieden die Verbreitung der Ideen der Sozialdemokratie redlich sich ersprach sie frei. Darauf erhob der Amtsanwalt Refurs war. Es handelte sich in beiden Fällen um den in der Nr. 225 worben. Seit längerer Zeit schon frant, erlag er endlich am beim Landgericht zu Blauen, ohne denselben näher zu vom 24. Eeptember d. J. unter Schfeudih erschienenen Artikel, Freitag jener tückischen Krankheit, der Schwindsucht. Sein Leben begründen. In der am Mittwoch, 27. September, anberaumten in welchem Maßregeln der dortigen Polizeiverwaltung besprochen war an politischen Verfolgungen und wirthschaftlichen EntArt. 1. Art. 2. Der Bürgermeister von Jalkirch- Grafenstaden wird mit der diese Rostenfrage in einem Ausschuß auf das eingehendste zu Ausführung dieses Beschlusses beauftragt. Nr. 2777. Der Kreisdirektor. ( folgt Unterschrift.) jeder Partei zur Verfügung stellte, ihre Existenz zu grunde zu richten. Germanisirt man auf diese Weise so fort, so werden die Sozialdemokraten den Behörden für ihre Unterstüßung sehr dank bar sein. Polizeiliches, Gerichtliches ze. " " " " Die Parteigenoffen Berlin IV, Eozialdemokratischer Wahl verein im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreise, Agitationstlub Often, die Genossen von Friedrichsberg, Statklub Treff" und Rauchklub " Rernspiße" batten Deputationen zur Niederlegung der Kränze gesandt. Nachdem die Genossen die Grabstätte verlassen hatten, untersuchten die Gendarme die zurückgebliebene Kränze, deren rothe Schleifen der Wittwe überreicht waren, tonnten jedoch nichts staatsgefährliches" entdecken. Gerichts- Beitung: be hrungen überreich. Aber nichts vermochte ihn von dem Kampf seiner Ehefrau und mehreren anderen Arbeiterinnen und Arbeitern| Frau wurde vor dem Hause Landsbergerstr. 43 mit ihrer dreis für die Partei zu entfernen. In Breslau fand er anfangs der mit Beschneiden von Bäumen beschäftigt. Um seine Nothdurft fährigen Tochter, die sie auf dem Urme trug, durch eine Droschke achtziger Jahre in seinem Berufe als Bigarrenmacher feine zu verrichten, begab er sich etwas abseits. Plöglich trachte ein überfahren. Sie erlitt einen Rippenbruch, während das Kind Arbeit mehr; man sprach es offen aus: der gefährliche Agitator Schuß. Der zweite, fürzlich vom Militärdienst entlassene Sohn einen Beinbruch davontrug.- Im Laufe des Tages fanden zwei sollte Hungers sterben. Er siedelte nach Berlin über und fand des Stadtförsters Schulz hatte den Arbeiter tödtlich getroffen, kleine Brände statt. hier, zunächst im fünften Berliner Reichstags- Wahlkreise, ein er hatte ihn für ein Wildschwein gehalten. Selbst in höchster reiches Arbeitsfeld zur Aufklärung und Organisirung der Massen. Aufregung über das fahrlässigerweise herbeigeführte entsetzliche Laste war trotz seines leidenden Organs einer der packendsten, Unglück bat er und sein Vater den Sterbenden, der noch ersuchte, weil aus voller Ueberzeugung wohldurchdacht sprechenden, red- für seine Familie zu sorgen, um Verzeihung. Malchert verschied, nerischen Agitatoren. Im Jahre 1889 gehörte er zu den Mit- ohne die Bitte beantworten zu können. Die Hinterbliebenen des begründern des sozialdemokratischen Wahlvereins im 4. Berliner Verunglückten leben in äußerster Noth. Es heißt, der Reichstags- Wahlkreise, dessen Vorsißender er längere Zeit war. sehr reiche Stadtförster habe der Wittwe versprochen für sie zu Gewerbegericht. Wie ein Töpfermeister seine Immer schwächer, immer elender, immer troftloser gestaltete fich forgen. Hat er das gethan, so folgt schon aus diesem Versprechen ehrlinge" straft, erfuhr am 7. Oktober die Kammer III. feine Lage, immer näher sah er die Todesstunde heranrücken. feine Verpflichtung. Ob eine solche ihm oder der Stadt gegen- des Gerichts durch die Verhandlung mehrerer Klagen gegen Aber, dennoch für die Partei war keine Arbeit ihm, tein über auch daraus herzuleiten ist, daß sie als Unternehmer für von Kollrepp. Vier Lehrlinge" flagen gegen ihn auf Zahlung Opfer zu schwer. Noch bei der letzten Reichstags- Sicherheit des Betriebes hätten Fürsorge treffen müssen, ist keines- von rückständigen Lohn und einer Lohnentschädigung. Die Wahl trat er wacker und beredt für unsere Biele wegs deshalb zu verneinen, weil die Forstarbeiter zu den ge- Jungs" befinden sich im Alter zwischen 18 und 20 Jahren. Sie ein. Ehre seinem Andenken! Polizisten und Gendarmen werblichen Arbeitern nicht zählen und nur für diese der§ 120 hatten bei einem anderen Töpfermeister in der Lehre gestanden, folgten dem Verblichenen bis auf den Kirchhof. Der Kirchhofs- der Gewerbeordnung besteht. Aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen bei einem gewissen Dietel, und da so ungeheuere fachliche Kennt Inspektor in Wilhelmsberg, Lanché, unterbrach das von einem folgt die Pflicht jedes Unternehmers für thunlichste nisse sammein tönnen einer ist noch im dritten Jahr mit Duartett sehr stimmungsvoll begonnene Singen des Liedes„ Gin Sicherung gegen Gefahren im Betriebe Sorge zu tragen. andern„ Lehrherrn" umfahen.' Von Kollrepp unternahm es, aus dem Gesellen mitgegangen" daß ihre Eltern sich nach einem Sohn des Volkes" und verbot dessen Absingen.(!!) Zahlreiche Ausdrücklich hat diese Bestimmung in der Ge= mit rothen Schleifen versehene Inschriften legten von der Liebe werbe Ordnung Aufnahme finden müssen, weil die ihnen tüchtige" Menschen zu machen". Zum Abschluß von Verzu dem verstorbenen Genossen ein beredtes Zeugniß ab. rücksichtsloseste Ausbeutung gerade der gewerblichen Arbeiter und trägen fam es nicht, obgleich in einem Falle von seiten der Mutter die ausgesuchteste Vernachlässigung der eben berührten Pflicht des jungen Mannes von Rollrepp dazu gedrängt wurde. Die Lehrjedes Unternehmers eine ausdrückliche diesbezügliche Be- jungs" arbeiteten„ auf Halbstück", d. H. sie arbeiteten auf Afford Stimmung um so mehr nothwendig machten, als bei der Gleich mit Bugrundelegung des halben Tariffages als Lohn. An einem heit der Interessen gelehrter Richter und Kapitalisten dies Sonnabend Vormittag verlangte der Meister", sie sollten Kachelelementarfte Recht des Arbeiters auf möglichste Fürsorge gegen zeug" tragen. Da ihnen das nicht bezahlt werden sollte, weigerten Betriebsgefahren in nur allzu häufig mit Füßen getreten wurde. sie sich, ihren Afford zu unterbrechen. Abends bekamen sie dafür Wenn der bedauerliche junge Försterssohn und dessen Vater kein Geld; der als Zeuge vernommene 21jährige Polier Banat, ohne Weiterungen ihre Menschenpflicht anerkennen, für die erklärte das im Termin dahin, daß es eine Strafe" für den Residenzstadt Berlin verhülle dein Haupt in Sack und interbliebenen des Forstarbeiters zu sorgen, so ist dies an- am Vormittag zur Schau getragenen Ungehorsam" gewesen sei. Sehr freundlich stimmte die genannte Thatsache die jungen Leute Afche! Eine fürchterliche Drohung. Weil die Berliner Stat. erkennenswerther aber leider sehr selten vorkommender Fall. für Herrn v. Rollrepp natürlich nicht. Ihre Bücher solle er verordneten vom Ententeiche" nichts wissen wollen, drohen Das Stürzen von Pferden in den Straßen Berlins ge- ihnen geben, war ihre Antwort. R. bestellte sie zum Sonntag offiziöse Spaßvögel, der Hof solle von Berlin weg verlegt hört zu den häufigen Vorfommnissen. Tagtäglich kann man Vormittag zu sich". Sie kamen, er befand sich aber in der werden. Wir bitten um Guade! Das wäre eine gar zu grau- solches, wie auch die dadurch hervorgerufenen Straßenszenen Restauration". Dort suchte man ihn auf. Sein Bolier, welcher same Strafe für den Hof. Die Münchener Neuesten Nach- beobachten. Oft kann man die Beobachtung machen, daß bei die Wochenzettel bringen sollte, blieb aus; ihr Geld bekamen die richten" bringen folgende aus Berlin vom 6. d. M. datirte Zu dem Aufrichten gestürzter Pferde sehr unrationell verfahren wird Gefoppten wieder nicht. Dafür wurden sie desto mehr mit schrift: Die in der gestrigen Stadtverordneten- Versammlung bei und meistens auf Kosten der armen Pferde. E3 dürfte daher Schimpfworten regalirt. Wie die ebenfalls als Beugin ver. der Berathung der Magistratsvorlage betreffend die Umgestaltung eine Anleitung von allgemeinem Interesse sein, welche die Mit- nommene Wirthin aussagte, suchte der Herr Töpfermeister ihr des Schloßplatzes vom Oberbürgermeister Belle wiederholentlich theilungen über Landwirthschaft" für diese Zwecke geben und die abzureden, den„ Hallunken", den Laufejungs" u. f. w. eine und mit Nachdruck gemachten Aeußerungen, diese Abstimmung besagt: Ist es einem gestürzten Pferde nicht möglich, allein auf- Weiße einzuschenken, auch habe er geäußert, am Montag bekämen sei entscheidend für die Zukunft Berlins", werden nach jeder zuspringen Richtung kommentirt. Sonst nicht schlecht unterrichtete Stadtes giebt auch Pferde, die aus Schreck über ihren sie ihre Bücher und flögen raus. In drei Fällen wurde der Sturz liegen bleiben so müssen derartige Thiere unterstützt Beklagte verurtheilt, in einem Falle wurde ein neuer Termin verordnete neigen fich der Meinung zu, Herr Belle habe damit werden. Das Pferd streckt beim Aufstehen die Borderschenkel nothwendig. Die Urtheile wurden damit begründet, daß die sagen wollen, daß, falls die Magistratsvorlage nicht zur An- vorwärts und richtet seine Vorhand so auf, daß sie auf dem Kläger, o el che a Isalbgefellen bezw. als jugendnahme gelangen würde, der Kaiser aus Misstimmung darüber Brustbein liegt. Hat es sich in dieser Weise zurecht gelegt, iche Arbeiter und nicht als Lehrlinge anzusehen seine Residenz ganz von Berlin nach Potsdam verlegen würde. so schnellt es in die Höhe. Und das hätt eine Ablehnung mit 60 gegen 51 Stimmen verrichtens muß also bei der Unterstügung durch Menschen- eine Lohnentschädigung zu fordern, weil ihnen ihr Lohn nicht Wir glauben so wenig wie der Berlin- Münchener hand Rechnung getragen werden. Dem gestürzten Pferde, recht und gesetzmäßig gezahlt wurde. Außerdem habe von St. fie Korrespondent an die Wahrheit der mitgetheilten Nachricht und das frei von Deichsel und Strang fein muß, sind noch grob beleidigt und ihnen für den Montag das„ Rausfind allerdings aber auch nicht im stande, des Herrn Ober- zunächst die Vorderschenkel zum Ausspringen zurecht zu geschmissen werden" in Aussicht gestellt. Bürgermeisters damalige, in offenbar gedrückter Stimmung gelegen, sollten diese unter der Brust liegen, hervorzuziehen. Maurermeisters Ellroth hatte an einem Löhnungstage den Budiker und polier. Der Polier des bekannten machten Anspielungen zu deuten. Das aber glauben wir: Bu diesem Zwecke wird es mit der Vorhand Kopf, Hals, nach den Stadtverordneten Wahlen kommt das Widerrist so gehoben oder feitwärts gedrückt, daß es auf dem Restaurateur Walter zur Lohnzahlung zugezogen. Dieser beSchloßplay- Projekt wieder! Bis dahin soll Stimmung Brustbein ruht. Ein Mann stellt sich einige Schritte vor das reicherte fich an einem Theile des Verdienstes des Maurer gemacht werden und wird in fast allen Blättern, die seinerzeit selbe und fast mit der linken Hand den rechten, mit der rechten Gläfich, ehe dessen Ehefrau, welche für ihren erkrankten Mann für die Militärvorlage lebhaft eintraten, bereits Stimmung ge- Hand den linken Trensenzügel lang und straff und giebt damit gekommen war, das Geld in die Hand bekommen konnte; er macht. Lieft man solche Stimmungsbilder, von denen wir oben hebende Anzüge. Gleichzeitig wird das Pferd am Schweif ge grabschte" es ihr vor der Nase weg, um Schulden Gläſich's ein Pröbchen wiedergaben, so wird es sehr erklärlich, weshalb hoben und zum Aufstehen animirt. Ist der Boden glatt, so ist damit zu tilgen. Sie ließ die übrig gebliebenen 3 M. auch deren Verfasser so militärfreundlich sind sie schreiben unier derselbe vorher mit Sand oder Asche zu bestreuen oder mit Stroh liegen und ihr Mann klagte beim Gewerbegericht. Herr Ellroth oder Decken zu belegen und zwar so, daß Vorder- und Hinter- wurde verurtheilt, die eingeklagte Summe zu zahlen. Der Lohn fchentel fofort fest fußen. Bermag das Pferd aus irgend welchem müsse so gezahlt werden, daß der Empfänger die freie Verfügung Grunde troß dieser Unterstützung nicht aufzufpringen, so zieht über das Geld erlange. man, wenn es bereits auf dem Brustbein liegt, einen Strick oder Gurt unter die Brust dicht hinter den Vorderbeinen durch und unterstützt es in dieser Weise durch Heben auf beiden Seiten. Eine Stange unter dem Pferde durchzustecken, verursacht diesem Schmerzen. mocht? der Kanone. -" Kammer I. Sigung vom 9. Oftober. Ein Schneider wurde mit seiner Klage auf Zahlung einer Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung abgewiesen, weil er nach der beschworenen Aussage eines Beugen fich geweigert hatte, ein Kleidungsstück, wie vom Meister gewünscht, umzuarbeiten. Vom Schulwesen Berline. Nach dem eben ausgegebenen Bericht der städtischen Schuldeputation gab es Ende des Jahres 1892 in Berlin im ganzen 368 Echulen mit 4760 Slaffen( 2354 für Kuaben, 2315 für Mädchen, 91 für Knaben und Mädchen gemischt), in welchen 225 923 Kinder( 115 477 Knaben, 110 446 Mädchen) unterrichtet wurden. Darunter waren insbesondere 196 Gemeindeschulen mit 3271 Klassen( 1602 für Knaben, 1627 für Mädchen, 42 für Knaben und Mädchen gemischt), Die Schneiderin Högel verlangt von ihrem ehemaligen in welchen 177 087 Kinder Unverschämtheit. Eine recht empfindliche Strafe erhielt Arbeitgeber Schwandt 30 M. Lohnentschädigung, weil sie ohne ( 87 461 Knaben, 89 626 Mädchen) unterrichtet wurden. Es famen also auf gestern in nächtlicher Stunde in der Königgrägerstraße ein junger gefeßlichen Grund entlassen worden sei. Der Beklagte wendet je 1 Gemeindeschule 16-17 Klaffen mit 903-904 Schul- Mann; derselbe wurde von Hausbewohnern um i Uhr Nachts ein, daß bei ihm keine Kündidung sei". Er habe das wiederfindern und auf je 1 Klasse 54 Schulkinder. Für die im Hausflure bei einer Verrichtung betroffen, für die es sonst holt in der Wertstatt gefagt. Gine Zeugin, Frau Walter, bestädtischen höheren Lehranstalten ergeben sich etwas andere geeignetere Orte giebt. Es entbrannte ein hitziger Kampf, bei schwört, daß der Beklagte verschiedene Male, einmal bestimmt im Bahlen. Auf zusammen 29 städtische Gymnasien, Realgymnafien, dem sich der Betroffene nach zwei Seiten hin zu vertheidigen Beisein der Klägerin gesagt habe:" Ich binde mich mit meinen Oberrealschulen und Realschulen tamen 394 Klaffen mit 13 864 batte, einmal gegen zwei Hausbewohner, dann aber gegen ein Arbeiterinnen nicht; fie fönnen gehen, wenn sie wollen und ich Schülern, also auf je 1 Anstalt 13-14 Klassen mit 478 Schülern, Kleidungsstück, welches fortwährend das Bestreben zeigte, dem entlasse Sie, wenn ich will". Niemand hätte dagegen auf je 1 Klaffe 35 Schüler. Auf 5 städtische höhere Mädchen- Gesetze der Echwere zufolge nach unten zu fallen. Die eigen- etwas eingewandt. Die Klägerin wurde deshalb hin schulen tamen 91 Klaffen mit 4239 Schülerinnen, also auf je artige Situation hatte viele nächtliche Passanten herbeigelockt, die abgewiesen. 1 Schule etwa 18 Klaffen mit 848 Schülerinnen und auf je eine sich erst entfernten, nachdem der Missethäter nach einer gehörigen Klaffe 46-47 Schülerinnen. Bei den töniglichen höheren Lehr- Tracht Prügel davonlief. anstalten liegen die Verhältnisse im allgemeinen ebenso, Ueber einen Selbstmord infolge einer Büchtigung wird jedoch intereffiren uns hier nur die städtischen. Sie interessiren der Volk Zeitung" aus Oranienburg unterm 9. Oktober gedeshalb, uns einer Vergleichung schrieben: Der Sohn des Bäckermeisters Wölfer, welcher beim Der städtischen höheren Schulen mit den Gemeindeschulen sich aufs Neue die hinreichend bekannte und von uns in der Fabrik mit einem Gesellen in Streit, wobei ihm letzterer doch nich!" hiesigen Maschinenfabrikanten Dechert die Schlosserei erlernt, tam wiederholt erörterte Thatsache ergiebt, daß die von den Kindern ein paar Ohrfeigen verabreichte. Der Lehrling war dem Geder Besiglosen besuchten Gemeindeschulen benachtheiligt werden fellen aber gewachsen und gab ihm die Schläge mit 3infen zu Die Gothaer Straffammer verurtheilte den Redakteur zu gunsten der höheren Schulen, die für die Kinder der Besitzen- rück. Der Geselle beschwerte sich hierauf beim Chef. Dieser ließ des freisinnigen" Goth. Tagebl.", C. Boshart, wegen Beamtenden refervirt sind. Die Bevorzugung hält sich bei den höheren den W. ins Komtor kommen und schlug ihn, wie man erzählt, beleidigung, begangen durch eine Artikelferie über die Misstände Mädchenschulen in bescheidenen Grenzen, ist aber dafür bei den in unmenschlicher Weise mit einem dicken Gummischlauche, indem in der Gefangenenanstalt zu Ichtershausen, zu drei Monaten Gymnasien, Realgymnasien u. f. w. um so größer. Für diese seine Söhne den W. festhielten. Es heißt, daß der Schlauch Gefängniß. Unterschiede läßt sich ein stichhaltiger Grund nicht anführen. überhaupt bei den Meistern in der Fabrit eine große Rolle Die Anficht, daß der Unterricht in den Glementarfächern eine geringere spielt. 28. fagte darauf, nachdem er sich umgekleidet hatte, was Sorgfalt und ein geringeres Eingehen auf die Individualität der ihm nur mit großer Mühe gelang, so war ihm der Arm an einzelnen Schüler erfordere, als etwa der Unterricht in etwa der Unterricht in geschwollen feinen Genossen Lebewohl und bemerkte, er werde den Gymnasialfächern, wird von keinem einsichtigen Schulmann nicht wieder kommen. Dann ging er hin und ertränkte sich in getheilt, am allerwenigsten von den Untergebenen des Stadtschul- der Havel bei Sachsenhausen an der Schleuse. Heute wurde rath Bertram, von den Lehrern und Lehrerinnen der Berliner Gemeindeschulen. Wenn trotzdem die Gemeindeschulklassen nicht seine Leiche gefunden. längst auf die geringere Besuchsziffer der Klassen der höheren Ein erschossener Gigert wurde gestern, Montag, Nach Lehranstalten herabgebracht worden sind, so liegt das in erster mittag um 4 Uhr in der Nähe des Forsthauses im Thiergarten Linie an der bekannten Knauferigkeit, mit der in der städtischen durch Parkwächter aufgefunden. Der etwa 18jährige Jüngling Berwaltung Berlins überall da gewirthschaftet wird, wo es sich hatte sich einen Revolverschuß in die rechte Schläfe gejagt. Da um die Interessen der befitlosen Klasse handelt. Wie groß diese zur Feststellung der Persönlichkeit fein Anhalt vorhanden ist, so Knauferigkeit in dem vorliegenden Falle ist, ergiebt sich aus wurde die Leiche öffentlich ausgestellt. folgender Berechnung: Wenn aus zwei Gemeindeschulflaffen mit zusammen 108 Echülern drei Klassen mit je 36 Schülern Aus Liebesgram vergiftete sich der 19 Jahre alte Arbeiter gemacht würden, was ungefähr der Besuchsziffer einer Klasse in Alfred Kleiz. Er unterhielt ein Liebesverhältniß mit einem den höheren Schulen entspräche, dann würden infolge der noth- 17jährigen Dienstmädchen, das er sobald als möglich heirathen wendig werdenden Vermehrung der Schulräume und der Lehr- wollte. Da sich aber sein Vater in anbetracht der Jugend der fräfte die Unterhaltungskosten der Gemeindeschulen im un- Liebesleute diesem Borhaben widerfette, plante er einen Doppelgünstigsten Falle von jetzt rund 9 Millionen Mark auf etwa Selbstmord. Das scheint jedoch den Beifall des lebenslustigen 142 Millionen Mark steigen oder pro Kind von jetzt 51,84 9. Mädchens nicht gefunden zu haben; Kleit beschloß daher, der auf etwa 75 M. Das wäre noch lange nicht so viel, Welt allein Lebewohl zu sagen. Kaum war er gestern Abend um wie bei den höheren Lehranstalten, welche im Jahre 1891/92 7 Uhr von der Arbeit heimgekehrt, als er sich eine Tasse mit einen Zuschuß von 111,20 M. pro Schüler erforderten. schwarzem Kaffee füllte, an einem entlegenen Orte Gyantalium Die Benachtheiligung der Gemeindeschulen tritt in der hineinmischte und das tödtliche Gift austrant. Seine Leiche Differenz zwischen 111,20 m. und 51,84 M. handgreiflich wurde bald nachher von den Angehörigen aufgefunden. zu Tage. Der den höheren Schulen geleistete Zuschuß Eine Schneiderin war zur Zahlung von 18,37 m. verurtheilt worden, weil sie der Klägerin vier Wochen lang das Arbeitsbuch einbehalten hatte. Die Klägerin, ein 18 Jahre altes Mädchen, erhielt als geübte Handnäherin den kolossalen Wochenlohn von 4 M. Als die Parteien den Gerichtssaal verließen, rief die Berurtheilte wuthschnaubend durch die noch ge öffnete Thür dem Gerichtshof zu:„ Und det Geld kriecht se Der gerettete Verlobungsring. Es ist nicht so leicht, sich durch das Leben zu manifestiren, mancher lernt es nie. Diese landläufige Redensart traf auch auf den Musikergehilfen Heinrich Degen aus Köpenick zu, der heute unter der Anklage des fahrläfügen Meineides vor der ersten Straftammer am Landgericht II stand. Wegen einer ganz winzigen Schuld war derselbe zur Ableistung des Manifestationseides gezwungen worden, und um dabei zu retten, was zu retten war, hatte er er eine" goldene" Busennadel für 3 m. versetzt und seinen von der Braut als Geschenk empfangenen Verlobungsring an die Braut zurückgegeben. Beide Gegenstände führte er in dem beeideten Vermögensverzeichnisse nicht auf, hinterher brüstete er sich aber in Freundeskreisen mit der Schlauheit, vermittels welcher er sich den Besitz dieser Werthobjekte gesichert hatte. Der Verräther schläft aber auch in Freundesfreisen nicht, der Gläu biger erfuhr davon und erstattete Anzeige. Wegen der Busennadel erfolgte zwar Freisprechung, weil die strafbare Absicht nicht erwiesen schien, wegen Verschweigung des Ringes wurde jedoch auf eine Woche Gefängniß erkannt. Presfreiheit. Gegen den verantwortlichen Redakteur Friedr. Sarich vom Berliner Tageblatt" wurde gestern vor der 144. Abtheilung des Schöffengerichts eine Privatbeleidigungsklage verhandelt, welche von dem Redakteur des zu Saarbrücken ers scheinenden Blattes Der Bergmannsfreund", Bergassessor Hilger, gegen ihn angestrengt war. Zwischen dem Kläger und dem Grafen von der Schulenburg war eine literarische Fehde ift übrigens in den letzten Jahren beständig und nicht gerade Polizeibericht. Am 8. d. M. Abends vergiftete sich ein über politische Gegenstände entbrannt, der sich soweit zuspizte wenig gewachsen. Es betung 1890/91: 99,90 m., 1899/90: Hausdiener in der Wohnung seiner Eltern, An der Apostelkirche. daß der Kläger den Grafen von der Schulenburg auf Pistolen 94,50., 1888/89: 92,50 m., 1887/88: 89,60 m., ist also in Am 9. d. M. Morgens wurde ein Mädchen im Hause Elpholz- forderte. Der Letztere lehnte die Annahme des Duells mit der 4 Jahren um 21,60 M. gestiegen. Das ist ungefähr die Summe, straße 5 erhängt vorgefunden.- Vor dem Hause Urbanstr. 118 Begründung ab, daß er Christ und den bestehenden Gesehen unterum welche der Zuschuß pro Gemeindeschultind erhöht werden wurde Bormittags ein zweijähriges Mädchen durch einen Kohlen: than sei. Der Briefwechsel über diesen Gegenstand wurde am müßte, wenn man die im Interesse der Gesundheit und des Lehr- wagen überfahren und so schwer verletzt, daß es bald darauf 7. Juli v. J. durch das„ Berliner Tageblatt" veröffentlicht und erfolges durchaus nothwendige Beschränkung der Schülerzahl verstarb. Beim Abtragen von Kohlen fiel Nachmittags ein mit redaktionellen Glossen versehen, welche den Bergassessor Hilger auch auf den Gemeindeschulen durchführen wollte. Aber natür Arbeiter im Hause Belle Alliancestr. 16 von der Treppe und zur Anstrengung der Klage veranlaßten. Der Kläger wurde mit Rauflich will man das gar nicht und wird es auch niemals wollen, brach ein Bein. Im Thiergarten erschoß sich ein junger Mann. bolden auf eine Stufe gestellt und bemerkt, daß schlagender wohl so lange in der städtischen Verwaltung die Bourgeoisie noch das Mann unter die Räder eines Pferdebahn Wagens und wurde Bertreter des Bellagten gab zu, daß die beanstandeten Ausdrücke Abends gerieth vor dem Hause Leipzigerstr. 103 ein 60jähriger felten einer dieser modernen Buschklepper abgeführt worden sei. Der Heft in den Händen hat. am Kopf und an der Schulter so schwer verlegt, daß seine leber- derb seien, bat aber, nicht zu vergessen, daß das von dem BeZum Arbeiter- Nififo. Todtgeschossen! Der Forst- führung in die Charitee erforderlich wurde. Auf dem Belle- tlagten vertretene Blatt von jeher den Duellunfug als einen arbeiter( Borarbeiter) Walchert war am 7. Oftober gegen 7 Uhr Allianceplatz fiel ein Sattler infolge eines Fehltritts von der öffentlichen Mißstand bekämpft habe. Der Vertreter des Morgens bei der sogenannten Haffelfehle bei Freienwalde mit Steintreppe und verlegte sich am Fußgelent. Eine taubstumme Klägers hielt eine Geldstrafe nicht für angezeigt, sondern be 30 S Versammlungen. " " gutes antragte drei Monate Gefängniß. Nach langer Berathung jich die höchst bedeutenden Fortschritte der Amerikaner im Bau der schaften Berlins werden uns in der Durchführung desselben be verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten mit Rücksicht auf Werkzeuge, Vorrichtungen und Maschinen für Genauigkeits- hilflich sein. Im weiteren Verlaufe der Bersammlung wurden dessen wiederholte Vorstrafen wegen Preßvergehens zu vier messungen hervorgehoben, von der Tüchtigkeit der Arbeiter die Kollegen Böhme als Revisor und Paarmann als Schrift: Wochen Gefängniß. aber garnicht gesprochen, noch weniger einen Vergleich zwischen führer der Filiale gewählt. Auf eine Korrespondenz aus unseren und den hiesigen Arbeitern angestellt. Die Bemerkung Rathenow in Nr. 41 des Töpfer", in der gesagt ist: daß der Zu der Frage der Wahrnehmung berechtigter Interim Iron Age" hat aufs gröblichste Menschen mit Maschinen dortige Fabrikant Janice den Kollegen, die bei ihm auf Simseffen fällte das Reichsgericht am 6. 10. drei intereffante Urtheile. verwechselt; ihrem Verfasser zur Ehre nehme ich gern aner zeug arbeiten, 10 pt. abgezogen habe", empfiehlt Jakoben, für Das erste betraf unseren Genossen, te ich stagsabgeord ist der einzige Berichterstatter, der es gethan, daß es Mangel diese Firma, die hier in Berlin selbständig Bauten und in neten Fris Herbert( Stettin). Der von ihm redigirte an Sachverständniß und nicht Absicht war, was ihm die statt- ziemlich erheblichem Umfange übernimmt, die Waare bis auf Voltsbote" brachte am Anfang dieses Jahres folgende Mit- gehabte Verlegung der Wahrheit eingegeben hat." weiteres nicht zu verarbeiten. theilung: Aus der Kaserne. Wie uns von zuverlässiger Seite Die Versammlung ist, nachdem noch einige Kollegen, die bei berichtet wird, stieß ein Lieutenant vom 1. Pommerschen Grenadier- Neunstundentag. Der Züricher Arbeiterstimme" entnehmen Herrn Jänicke schon gearbeitet haben, die Art und Weise, wie regiment mit dem Ellenbogen einen Füsilier ins Gesicht; ob der wir: Die Versammlung der Buchdruckereibefizer des bernischen dieser Herr seine Arbeiter zu behandeln beliebt, geschildert hatten, Soldat von dem Beschwerberecht Gebrauch gemacht hat, ist uns und neuenburgischen Juras in Biel beschloß die Einführung des einstimmig dafür, die Waare dieses Herrn nicht mehr zu ver nicht bekannt." Thatsache ist nach Annahme des Landgerichts Neunstundentages. Die im Verhältniß zu anderen Arbeitern arbeiten. Die Kollegen Deutschlands wollen davon Kenntniß jedoch nur, daß jener Offizier den Flügelmann mit dem Ellen- gutbezahlten Buchdrucker werden bald die kürzeste Arbeitszeit nehmen, namentlich die Magdeburger, da in Magdeburg viel bogen vor die Brust gestoßen hat. Das Landgericht verurtheilte haben, weil sie am besten organisirt sind. Organisation bringt Rachelzeug aus dieser Fabrit verarbeitet wird. deshalb Herbert am 16. Mai d. J. wegen Beleidigung durch die kurze Arbeitszeit und hohen Lohn. Wer Ohren hat, der höre. Der Verband der Schneider und Schneiderinnen Presse zu 150 M. Geldstrafe, eventuell 30 Tagen Haft. In der Protestversammlungen gegen die geplante Tabak: batte am 9. Oftober bei Joel eine Versammlung, in der Kollege gegen dies Urtheil eingelegten Revision führte der Angeklagte ftener. Die Zigarren- und Zabakarbeiter von Koblenz, Timm über das Thema referirte: Die Geschäftspraktiken des aus: Dem Redakteur müsse das Recht zugestanden werden, verrottete Zustände im Staatsleben, z. B. auch rechtswidrige Vallendar, Neuwied, Höhr, Hillscheid, Pfaffendorf und Cobern Herrn Julius Lindenbaum vor Gericht." Timm theilte noch Behandlung der Soldaten, öffentlich zu rügen; solche Fälle for: a. d. M. hielten in Vallendar eine Versammlung ab, welcher einmal die Preise mit, welche Lindenbaum den Schneidern zahlt, Behandlung der Soldaten, öffentlich zu rügen; solche Fälle for: viele Fabrikanten beiwohnten. Bei den jezigen Hungerföhnen, wie sie in den Gerichtsverhandlungen festgestellt wurden. Im derten die öffentliche Kritik heraus; jeder Staatsbürger hätte das Recht, die Abstellung solcher Uebel zu verlangen; und eine Ver- so wurde erklärt, sei es schon unmöglich, ohne Zuhilfenahme der weiteren führte Redner noch aus: Im ersten Termine habe öffentlichung in Zeitungen sei das wirlsamste Mittel. Jedenfalls Abend- und Nachtzeit eine Familie zu ernähren. In den Fabriken Lindenbaum behauptet, sein früherer Zuschneider Schibet fei würden durchschnittlich 12 Mark wöchentlich verdient, hätte er in bester Absicht gehandelt. Eine Mißhandlung aber von ihm wegen Unfähigkeit entlassen, daher sei auf dessen ZeugErhaltung einer Familie von 4 Köpfen niß nicht viel Werth zu legen. In der That aber habe Lindensei thatsächlich nachgewiesen, nur nicht ein Schlag ins Gesicht, wogegen zur sondern ein Stoß vor die Brust. Dem Antrage des Reichs: mindestens 15-16 M. nothwendig seien. Die Versammlung nahm baum Schibek bei seinem Austritt ein sehr gutes Zeugniß ge= eine entsprechende Resolution an. Eine von Fabrikanten des geben. Als nach dem zweiten Termin der Bericht im Voranwalts gemäß hob das Reichsgericht das erstinstanzliche Urtheil nur insoweit auf, als es dem Beleidigten das Recht der Pu- Kreiſes Rees einberufene Versammlung, zu der auch die Arbeiter wärts" über die Gerichtsverhandlung erschien, rief Lindenbaum blikation zuspricht, verwarf aber im übrigen die Revision. geladen waren, fand am 9. Oktober in Emmerich statt. Be- durch das Telephon zu Adam, bei welchem Schibet in Stellung Sie haben ja einen netten Menschen in Ihrem Geschäft, Denn das Gericht müsse die Frage, ob für den Redakteur eine seichnend ist es, daß dieselben Herren, welche bei der Reichstags: war: Rechtsstellung geschaffen wäre, vermöge deren er solche Sachen wahl nicht genug thun konnten, um die Militärvorlage durch lesen Sie einmal den Bericht im heutigen Vorwärts". Zwei erzählen und öffentlich rügen dürfe, verneinen und den Redakteur zudrücken, jezt den Patriotismus zum Teufel gehen lassen, wo Tage später sei Schibet ohne Grund gekündigt worden. Donnerstag Abend Redner ging ferner auf die letzten Verhandlung vor auf gleiche Stufe mit dem Privatmann stellen. Zweifellos" habe die es ihnen etwas an die Taschen gehen soll. voriger Woche waren die Mitglieder des Vereins der Magde- ber Berufungskammer ein und bemerkte, ein Absicht der Beleidigung obgewaltet. Damit hat das Reichsgericht burger Bigarren- und Tabaksfabrikanten und Händler ver- Resultat habe die Verhandlung gehabt, das nämlich, leider wiederholt anerkannt, daß es das sittliche Recht und die fittliche Pflicht eines jeden Staatsbürgers ist, Schäden im All- fammelt, um über Maßnahmen und Schritte gegenüber der daß Lindenbaum energisch bestritten habe, ein Sozialdemokrat zu drohenden Tabaksfabrikatsteuer zu berathen. Es wurde be- sein. Ferner habe der Schneider Schmidt unter dem Eide begemein Interesse zu geißeln. Von derselben Ansicht ausgehend verwarf das Reichsgericht die Revision des Redakteurs schlossen, eine größere Versammlung aller Zigarren- und Tabats- fundet, er mache mit Leichtigkeit allein und in einem Tag einen Steerniewski, der einen Klagen über die schlechte Lage der interessenten auf Freitag, den 13. d. M., nach der Reichstrone" bestellten oder drei Lagerröcke fertig. Zimm fügte hinzu, daß sei polnischen Arbeiter enthaltenden Brief zum Abdruck gebracht in Magdeburg einzuberufen, um in ihr die nöthigen Schritte nicht möglich, und die Versammlung schien seiner Meinung zu hatte. Das Reichsgericht verwarf die Stevision mit der Be- eingehend zu berathen. In Würzburg wurde am Sonntag eine sein, denn sie vermochte Ausdrücke der Verwunderung beim Hören der Schmidt'schen Behauptung nicht zu unterdrücken. In der gründung, daß die Beziehungen zwischen dem Angeklagten und Protestversammlung abgehalten. den Arbeitern nicht so enge gewesen seien, daß er zum Vertreter Diskussion bestritt Herr Lindenbaum, daß er sich jemals als der polnischen Arbeiter berufen wäre; es sei zweifellos", daß Genosse gerirt habe. Aber ein Arbeiterfreund sei er, das könne er sich der scharfen Ausdrücke nur bedient hätte, den Inspektor er mit vollem Recht sagen. Schibek habe er nicht aus seiner und dessen Assistenten zu beleidigen. Stellung bei Adam gebracht, Adam werde wohl im Vorwärts" Ter dritte Fall fiel demi Angeklagten günstiger aus. Der Redak eine Verhandlung gelesen haben, und daß ein Chef mit einem teur der Potsdamer Nachrichten" hatte davon berichtet, daß eine Eine Mitgliederversammlung des Zentralverbandes solchen Arbeiter nichts zu thun haben mag, sei ja sehr erklärlich. Leiche auf einen Hundewagen befördert sei und hatte bezüglich deutscher Maurer, Zahlstelle Berlin II, fand am 1. d. M. im Wer den schlechten Lohn zahle, das sei nicht er, sondern die eines Jungen Aeußerungen gemacht, in denen der Vorwurf des Königshof, Bülowstraße 37, statt, in der Genosse Faber einen Zwischenmeister. Reising erzählt, daß Lindenbaum einem Schneider für vollständige neue Fütterung und neue Besetzung eines ganzen Meineides gefunden wurde. Das Landgericht verurtheilte ihn beifällig aufgenommenen Vortrag über: Zweck und Ziele der für vollständige neue Fütterung und neue Besetzung eines ganzen unter Versagung des Schutzes des§ 193( Wahrnehmung be- Gewerkschaftsbewegung" hielt. Anzuges nicht einmal 5 M. bezahlen wollte. Eine Arbeit, die rechtigter Interessen). Das Reichsgericht hob dies Urtheil unter folgender Begründung auf: Wenn das Landgericht dem Ange- es betheiligten sich an derselben die Kollegen Gröppler, Schigolsti, die Angaben von seiten Zimm bezüglich der Löhne widerlegt Die darauf folgende Diskussion war eine sehr lebhafte und ungefähr 24 Stunden beansprucht. Die übrigen Redner erkannten nicht an, daß Lindenbaum flagten den Schutz des§ 193 deshalb versagt, weil die in- Heinze, Neumann, sämmtlich im Sinne des Referenten. Sodann habe. Sie sprachen sämmtlich ihr Erstaunen darüber aus, daß friminirte Aeußerung zur Wahrnehmung der fraglichen Interessen wurde bekannt gegeben, daß die Monatsversammlungen nicht gindenbaum es fertig bekam, sich Arbeiterfreund zu nennen. nicht nöthig gewesen sei, so verstößt es damit gegen die mehr wie bisher Sebastianstraße 89 stattfinden, das Lokal wird Lindenbaum es fertig betam, sich Arbeiterfreund zu nennen. 39 Lindenbaum stellte noch das von Reifing angeführte Beispiel nicht an, ob die Aeußerung nöthig war, sondern wie sich die Grundstein" bekannt gemacht, auch werden die Mitglieder er seiner Handlungsweise tönne er ruhig der Arbeiterschaft, aber fonstante Rechtsprechung des Reichsgerichts. Es kommt darauf vielmehr zu je er Versammlung im„ Vorwärts" resp. im Lindenbaum stellte noch das von Reifing angeführte Beispiel schlechter Bezahlung anders dar und meinte, die Beurtheilung Sache nach der subjektiven Auffassung des Angeklagten verhielt. sucht, zur nächsten Versammlung die statistischen Bücher aus nicht den Schneidern überlassen. Er hatte im Laufe der DisDaß aus der Form oder den Umständen die Beleidigung hervorgefüllt mitzubringen. gehe, ist nicht festgestellt. Das Urtheil enthält teinen triftigen fussion manches harte Wort gehört und verließ nun unter leb= Es wurde Grund, den§ 193 nicht anzuwenden. Der Fachverein der Klempner tagte am 8. Oftober. Das haftem Händeklatschen der Versammlung den Saal. Vermögen des Vereins beträgt nach einem vom Kassirer gegebenen dann eine Resolution angenommen, in welcher die Anwesenden Bericht 286,55 M. Aus der Wahl zum Vorstand gingen hervor es mißbilligten, daß bei der Verhandlung vom Freitag vor Gericht Pfeifer als erster, Röhler als zweiter Vorsitzender, Kamenz die Stellung, welche Zimm einnimmt, als unehrenhaft bezeichnet als zweiter Rassirer und Lewinsty als zweiter Schriftführer. und dies vom Vorsitzenden nicht gerügt worden ist. Nach einigen Der Arbeitsnachweis wurde von 85 Meistern benutzt und geschäftlichen Mittheilungen wurde hierauf die Versammlung ge65 Stellen besetzt. Der Bibliothek überwies die Versammlung schlossen. Achtung! Schneider und Schneiderinnen! Von vielen 30 M. Sodann bekam der Kollege Müller den Auftrag, in Kollegen dazu beauftragt, geben wir schon jetzt bekannt, Sachen Hoffmann wider Drange das Schiedsgericht einzuberufen. Volksversammlung für den Wahlkreis Tetow- Bestow- Stortow, In Charlottenburg fand am 9. Oktober eine öffentliche erklärt hat, am Dienstag, den 17. Oftober, bei Buggenhagen am die Schuldner des alten Vereins ihren Verpflichtungen nach Abrechnung bekannt, darnach betrugen die Einnahmen 10041,57 M., daß der Reichstags- Abgeordnete August Bebel sich bereit Ferner soll der Vorstand Erkundigungen einziehen, in wie weit Charlottenburg statt. Der Vertrauensmann gab zunächst die Morigplatz einen Vortrag zu halten, über: Die Organisation gekommen sind. In Zukunft werden die Mitglieder zu den die Ausgaben 9 635,25 M.; bleibt mithin ein Bestand von des Handwerks nach dem Entwurf des Handelsministeriums. Generalversammlungen per Karte eingeladen und deshalb gebeten, 406,32 M. Dieser Ueberschuß foll nach einem Antrage StiefenDie Herren Kleinmeister sind zu dieser Versammlung besonders ihre Adresse dem Kassirer mitzutheilen. sofer der Agitationstommiffion für die Provinz Brandenburg eingeladen. Der Franen und Mädchen Bildungsverein hielt am überwiesen worden. Hierauf referirte Frig Zubeil über den 3. Oktober seine Mitgliederversammlung ab. Frau Leuschner Parteitag in Köln. Redner bespricht eingehend die Anträge aus gab einen ausführlichen Bericht über die Thätigkeit des Vereins. Parteifreisen die bisher durch die Presse bekannt gegeben sind. An alle Kutscher Berlins und der Umgegend! Aus dem Kassenbericht ist zu entnehmen, daß die Einnahmen Besonders befürwortete er den Antrag der sich für eine Ausgestaltung Am Freitag, den 18. Oftober, findet in dem Lofale des 181,88 M. und die Ausgaben 112,70 m. betragen. Hierauf des Vorwärts" ausspricht und die Anstellung eines größeren Herrn Haase, Gr. Frankfurterstr. 117( Königsbant), eine öffent- hielt Frau Ihrer eine furze Ansprache, in der die Rednerin Redaktionspersonals verlangt. Die Berücksichtigung dieser Wünsche liche Versammlung der Kutscher aller Branchen statt. Wir unter anderm bemerkt, daß der Verein hoffentlich jetzt eine noch tönnen nur im Interesse der Partei und unserer Parteigröße fordern hiermit unsere Kollegen auf, recht zahlreich in dieser ausgedehntere bessere Agitation entfalten wird, und sind dem liegen. Nachdem Redner noch eingehend die anderen zur Ver Bersammlung zu erscheinen. Die traurigen Verhältnisse in Verein zu diesem Zwecke von anderer Seite 100 M. übergeben. handlung kommenden Frage berührt hatte, vertritt er in betreff unserem Gewerbe erfordern ein festes Zusammenarbeiten aller Bur Beisigerin wurde Frau Strey gewählt. Alsdann hielt der Maifeier die Ansicht, daß man die Refolution der Züricher Kutscher in einer guten, die Interessen der Kutscher vertretenden Fräulein Baader einen intereffanten Vortrag über: Die Kongresses befolgen müsse, um auch in Deutschland den Anfang Organisation. Kollegen! Zu diesem Zwecke erscheint am Freitag fulturelle Bedeutung des Muhamedanismus". In der Diskussion mit einer wirklichen Maifeier zu machen. Allen, denen es mögAbend Mann für Mann in der Versammlung. Der Reichstags: sprach Fräulein Wabniß. Den Anwesenden wurde noch bekannt lich ist an diesem Tage zu feiern, follen aufgefordert werden, die Abgeordnete Rob. Schmidt wird, unter besonderer Berücksichtigung gegeben, daß das Stiftungsfest am 18. November stattfindet. Arbeit am 1. Mai ruhen zu lassen. Aus diesen kleinen Ander Lohn- und Arbeitsbedingungen, über den Werth der Organi Gleichzeitig wurden die Mitglieder, die verzogen sind, gebeten, fängen wird dann für die Zukunft sich der Kreis derer, die sation referiren. ihre Adressen so bald als möglich anzugeben. J. A.: Otto Bang, Droschkentutfcher. fich an der Maifeier betheiligen, immer größer werden. Die zentralisirten Töpfer Berlins hielten am 8. d. M. Alles in allem wird der Parteitag Zeugniß ablegen, daß kein Die Drechsler in Planen i. V. fordern ihre Kollegen eine Versammlung ab, in welcher in der Hauptsache die„ Fenster- Stillstand eingetreten ist, sondern es unermüdlich weiter geht im Kampfe für die Befreiung des Proletariats aus den ökonomischen aller Orten auf, den Zuzug fernzuhalten, da sie mit dem Inhaber frage" verhandelt wurde. Bekanntlich ist Zugluft im Zimmer Rampfe für die Befreiung des Proletariats aus den ökonomischen der Franz Bach'schen Thürdrückerfabrik im Kampf liegen. Der oder im Arbeitsraum dem menschlichen Körper nicht zuträglich und politischen Fesseln.( Lebhaftes Bravo.) Grund zu der am 2. Oftober erfolgten Arbeitseinstellung liegt und sehr häufig sind oftmals Krankheiten darauf zurückzuführen. eine längere Debatte veranlaßten. Betreffs der Ausgestaltung Gellin brachte hierauf acht Anträge zur Verlesung, die in der unangemessenen Behandlung, der die Drechsler bei äußerst Die Ofensetzer, die auf Neubauten arbeiten, sind diesem Uebel des Vorwärts" stellte sich Ledebour- Schöneberg auf den niedrigem Arbeitsverdienst ausgesetzt waren. stande fortwährend ausgesetzt und müssen denselben noch bedeutend Standpunkt Zubeil's. Der Vorwärts" als Materialquelle für Soziale Ileberlicht. Die Agitations Rommission. der Schneider und Schneiderinnen Berlins. " " Aus dem Reichs- Versicherungsamt. Bereits früher hat mehr empfinden als andere Bauarbeiter. Da sie der Natur ihrer die Provinzialblätter müsse noch besseres als bisher leisten. An das Reichs- Versicherungsamt den Grundsatz ausgesprochen, daß Beschäftigung nach fortwährend im Nassen, mit Wasser und der Diskussion betheiligten sich noch Bökert- Adlershof, Faberdie Rechtsnachfolger eines im Laufe des Rentenfestsetzungs. Lehm, arbeiten. Der sogenannte Arbeiterschutz vom Staate ist Berlin, Köfter- Schöneberg, GIüg und Stiefenhoferverfahrens verstorbenen Rentenbewerbers befugt sind, die diesem bis auf dieses Gebiet noch nicht vorgedrungen, um die schädliche Charlottenburg, Hoppe und Köppen- Nixdorf und Dr. Braun. bis zum Todestage zugefallenen Rentenbeträge für sich zu be- Wirkung der unter solchen Verhältnissen thätigen Arbeiter zu 7 Anträge, die demnächst durch den Parteivorstand zur VerDas Wenige, was erreicht öffentlichung gelangen, fanden Annahme; nur ein Antrag, welcher anspruchen und zu diesem Zwecke das durch den Tod des Erb- mildern oder zu beseitigen. von den Betreffenden unter schweren laffers unterbrochene Verfahren aufzunehmen. Im Verfolg dieses wurde, mußte verlangte, daß nur Delegirte, welche auch gewerkschaftlich Grundsayes sind nunmehr nicht nur die geseglichen, sondern Opfern und Entbehrungen erst erfämpft werden. Jedes organisirt sind, entsendet werden, wurde abgelehnt. Die Wahl diese gewiß auch die Teftamentserben für berechtigt erachtet werden, in das Jahr ist es bisher nothwendig, diese gewiß gerechte fiel auf 3 u beil Berlin, Bökert- Adlershof und WernikeRentenfeststellungsverfahren einzutreten, und zwar auch dann, wenn Forderung, die übrigens dem Bau- Unternehmer nicht die ge- Charlottenburg. Zu Revisoren für den Vertrauensmann in dasselbe noch vor der Versicherungsanstalt schwebt. Ebenso ist ringsten Kosten verursachen, da ja Fenster auf jeden Fall ein: Charlottenburg wurden die Genossen Glüg, Runge und der Eintritt der Erben in ein auf grund des Gesetzes vom gesetzt werden müssen, erst durch Niederlegung der Arbeit, die ad er gewählt und hierauf die Versammlung geschlossen. 8. Juni 1891 als aufgenommen geltendes Rentenfeststellungs: stets bedeutende Geldopfer erforderte und meist mehrere Wochen verfahren zugelassen worden. Dagegen find die Erben sich hinzog, zu erkämpfen. In diesem Jahr nun stehen wir wie- Der Arbeiterverein für Pankow und Umgegend hielt der vor dieser Eventualität. Die verschiedenen Redner, die sich am Sonntag, den 1. Oktober, im Saale der Wittwe Schulz in nicht befugt, eine Invaliden oder Altersrente zu beanspruchen, wenn der Berechtigte selbst noch nicht bei hierüber äußerten, standen sämmtlich auf dem Standpunkte, daß Niederschönhausen eine Versammlung ab. Der Vorsitzende verlas Lebzeiten den Rentenanspruch angemeldet hat; denn nicht die man auch dieses Jahr darauf dringe, daß vom 16. d. M. ab die Bauten, den Bescheid des Landraths auf die Beschwerde wegen Auflösung bloße Aussicht( Anwartschaft) auf die demnächstige Erlangung auf denen Defen gesetzt werden, mit Fenstern versehen sein müssen, und unserer Versammlung durch den Gendarmen Posselt. Der Be Die scheid lautet: einer Invaliden- oder Altersrente, sondern nur der bereits er- wo dies nicht der Fall ist, die Arbeit niedergelegt wird. Auf die Beschwerde vom 30. Auguft d. J. gereicht dem worbene, die Anmeldung seitens des Rentenberechtigten voraus- Debatte hierüber war eine kurze und fand ihre Erledigung durch fegende Rentenanspruch bildet ein Vermögensrecht in diesem folgende Resolution:" Die Versammlung beschließt: 1. Auch Vorstand hiermit zum Bescheide, daß nach anerkannter Rechtsin diesem Winter, von Montag, den 16. Ottober, ab, auf solchen praris die Fortsetzung einer in einem öffentlichen Lokale stattSinne, daß von einer Rechtsnachfolge die Rede sein kann. Bauten wo feine verglasten Fenster eingesetzt sind, nicht zu findenden öffentlichen Versammlung bei Eintritt der für das be= Die Nede des Professors Reuleaux. Durch die Blätter arbeiten. 2. Montag, den 16. Oktober, ist Bormittags eine Ver- treffende Lokal bestehenden Polizeistunde polizeilich untersagt ging türzlich die Notiz, daß Herr Professor Reauleur in einer sammlung einzuberufen. Die anwesenden Kollegen verpflicht en werden kann und zwar auch dann, wenn das Lokal von einem in Chicago gehaltenen Rede die Vorzüge der amerikanischen Ar sich, dahin zu wirken, daß diese Versammlung gut besucht Vereine gemiethet ist( Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts beiter gegenüber ihren deutschen Leidensgenossen über Gebühr wird. 8. Die Kollegen verpflichten sich, dem Vorstand vom 9. Juli 1892, abgedruckt im preußischen Verwaltungsblatte gepriesen habe. Dieſe Shachricht dementiri Brofeffor Reuleaux der Filiale am Sonnabend, ben 14. Oftober, im Sotale Jahrgang XIV Gete dheut in Preußischen 3 centum poffett Reichs Anzeiger" wie folgt in einer aus Chicago vom des Herrn Wernau, Rosenstr. 30, anzuzeigen, wie viele dafelbft haben sowohl Männer wie Frauen, welche Nicht21. September datirten Zuschrift: Kollegen gezwungen sind," durch die Fensterfrage" die mitglieder des Vereins sind, der Versammlung beigewohnt, so Da der Wirth Wie ich erfahren habe, ist durch eine große Anzahl deutscher Arbeit niederzulegen." Wir dürfen nun wohl hoffen und erwarten, daß diefelbe zweifellos eine öffentliche war. Beitungen eine Bemerkung aus Iron Age" gegangen, wonach daß uns die auf Bauten beschäftigten Arbeiter anderer Berufe Krüger dafelbst, in dessen Lokal die öffentliche Versammlung am ich in einer hier gehaltenen Rede die deutschen Arbeiter unter nach jeder Richtung hin auch dieses Jahr wieder unterstützen, 19. Auguft d. Js. ftattgefunden hat, eine besondere Erlaubniß, die amerikanischen gestellt hätte. An dieser Behauptung ist kein da wir nicht nur für uns, sondern auch für sie mittämpfen. fein Lokal über die nach§ 13 der Ober- Präsidialverordnung wahres Wort. In einer Ansprache im Ingenieurfongreß habe Sollte der Kampf ein größerer werden, so hoffen wir, die Gewert vom 14. Juni 1892 für den Sommer auf 11 Uhr Abends fest Der Landrath. v. Waldow. An den Vorstand des Arbeitervereins für Pankow und Umgegend." Gittler, Mariannenstr. 48. BRO Rauchfluh Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bet " " -AZO gefekte Polizeistunde hinaus offen zu halten, nicht besaß, so war Raucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerstr. 42. Rauch flub lockenden Heirathsannonce eine dritte Frau, die Holländerin der Gendarm Posselt zur Auflösung der am 19. August d. I. bei Späth, Weinstr. 28. Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne Zwang, Abends 9 Uhr Maria Schmit. Er ging mit ihr auf die Hochzeitsreise und stattgehabten öftentlichen Versammlung bei Eintritt der Polizei- Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Bultan, Abends 9 Uhr bei fehrte von derselben, wie bei seinen früheren Hochzeitsreisen, stunde durchaus berechtigt. Rauchtlub Goldene Quaste", Abends 9 Uhr allein zurück, ohne über das Verbleiben dieser dritten Frau irgend bei Muß, Joftystraße 8. Rauchtlub Schmotes- Werte, Köpenider eine Auskunft geben zu können. De Jong wurde in Aruhem straße 121a bei Schöbel. Rauchklub Borwärts Süd- Ost" Waldemarstraße 74 bet George. Sumoristische Pfeifenbrüber verhaftet, und das erste Ergebniß der Untersuchung war, daß die Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Rauchtlub von dem Verhafteten vorgewiesenen Universitätszeugnisse sämmtDeutsche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchklub lich gefälscht waren. Im Besize de Jong's wurden ferner merkLustige Brüder Abends 8 Uhr Manteuffelftr. 65 bei Möbius. würdige chirurgische Instrumente gefunden, welche nach der AusRauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelftr. Nr. 5 bei Bogt. fage der Aerzte nur dazu dienen tönnen, Frauenleichen nach Art Altdeutscher auch klub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5. Rauchtlub des berüchtigten Frauenmörders von Whitechapel, Jack des Granada Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Tuguntfe. Stattlub Treff!, Abends 8% Uhr, bei Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. Ausschlißers, zu verstümmeln. Die Amsterdamer Polizeibehörde German American Club Uncle Sam. 8,30 p.m. at begann infolge dieser Entdeckung sich die Frage vorzulegen, ob Restaurant 62 Königstrasse. Guests are welcome. de Jong nicht mit Jack the Ripper identisch ist. Mehrere AnEnglish Conversational Club Shakespeare. haltspunkte sprechen dafür. Vor allem weiß de Jong keine Aus. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at funft darüber zu geben, zu welchem Zweck er die erwähnten Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are chirurgischen Instrumente benöthigte. Weiter ergab die chemische In dieser Angelegenheit behält sich der Vorstand weitere Rauchlub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Schritte vor. Sozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Wittenberg, Torgau 2c. Mittwoch, den 11. Ottober, Abends 8% Uhr, bei Lehmann, Neue Grünftr. 14( in der Gartenhalle): Versammlung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Mittwoch, den 11. Oktober, Abends 8% Uhr, im, Kommandanten- Garten", Kommandantenstraße 10-11: Bersammlung der Landsleute mit Frauen. Berliner Naturheilverein 2. Heute Mittwoch, den 11. Oftober, abends 8 Uhr, in den Kontordia- Festfälen, Andreasstr. 64: Deffentlicher Vortrag des Herrn Dr. med. Feickert über: Blutarmuth und Bleichsucht. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frig Liette, Schwedterstr. 33. Heine, jeden Mittwoch vor dem i. und 15. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10. Gesund brunnen, Abends 8 Uhr, bei Haferland, Bellermannstr. 87.- Gleich heit, Abends 8% Ubr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, bei Schmidt, früher Albrecht, nesebecstr. 82.- Otto Reimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerftr. 23. Einigkeit, Abends 8% Uhr, bei Zeige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungs: stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siedesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bei Wille. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser: Straße 22-23, Bögon's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, bei Wilke. Deutsche Eiche, Blumenstr. 46 bei Went. Echo 1 Pankow, Schulzefir. 27.- Gesangverein der Steinmeßen, Flemmingstr. 6 bei Mann. yra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel. Hand in hand 1, Reichenbergerstraße 16 bei Pätzoldt. Schneeglöd chen 2, Potsdam, Brandenburger: Kommunikation 16, bei Glafer.- Unverdrossen, Abends 8 Uhr, bei Sachs, Bindowerstr. 26. Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, Friedrichs hagen, Rundtheil, b. Lerche. Lorbeerkranz, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Südo st 1. Köpnickerstr. 191, Restaurant.- Rothenette, Schöneberg, Bolzftraße 43, bei Siegeler. Gesangverein der Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. ,, Concordia". Gitschinerstraße 55 bei Saase." Deutscher Männersang", Belforterstraße Nr. 15, bet Schneider. Gesangverein Freiheitstlänge, Alte Jakobstraße 68. Unverzagt angestr. 65 bei Tempel.- Gefangverein Lorbeer tranz 2. Oranienstraße 190 bei Katsch. Gesangverein Lied eslust in Furstenwalde bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sangerchor der Maler, Stallschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Fretheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bet Busse. Gesangverein offnjung 3", Brandenburg a. H. Ramps Ealon.- Gefangverein Sanges blüthen Blumenstr. 38 bei Hente. Gesangverein Moabit, Waldstraße 52 bei Gohr. Männer Gefangverein Liederlust, Fichteftr. 29 bei R. Krösche. Gefangverein ,, Gleichheit", Pappel- Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gesangverein yra 3, Briz, Bergstr. 65 in Nirdorf.- Gesangverein Freiheitstlänge 2 Eberswalderstraße 5. Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. Arbeitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bet Dorn.- Gesang verein Sängerfreiheit, Naunynstr. 43 bei Friz Fröhlich. Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bei Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bei Liewald. Ginig, Straußbergerstr. 3 bei Birk. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Rummelsburgerstr. 11 bei Borchmann. Seeger'scher Mannerchor, Frankfurterstraße 18 bei Kaprolatis. Dämmerlicht, Doppel- Quartelt, Landsberger Allee 152 bei Strauſe. Reichert. Süd- Ost 2, Falckensteinstr. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, Koppen: straße 43 c bei Lorenz. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bei Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3u fchriften find zu richten an P. Hentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Mittwoch: Pollack- Klub Lustige Brüder, Manteuffelftr. 46 bei ziewald. Gefelliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Rauchflub Eiserne Pfeife, Triftftr. i bei Hoffmann ristischer Rauchklub, Görligerstraße 42 bei Picht. Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Berein Rhetorit Humo= Geselliger welcome. Vermischtes. Untersuchung der Instrumente das Vorhandensein von Blutspuren, so daß der Gebrauch der Instrumente zweifellos erscheint. Ferner wurde ein merkwürdiges zeitliches Zusammentreffen der Frauenmorde in Whitechapel und der Anwesenheit de Jong's in London konstatirt. Die Whitechapeler Frauenmorde fallen in die Zeit von 1889 bis 1892, und während dieser Zeit hielt sich de Jong Die Cholera. Stettin, 9. Oftober. Das hiesige Polizei- in London auf. Seit etwa zwanzig Monaten ist kein FrauenPräsidium macht bekannt: Von Sonnabend Nachmittag bis heute mord mehr im Whitechapel- Viertel vorgekommen, und dies entVormittag sind hier 6 choleraverdächtige Fälle angemeldet, bei 2 spricht dem Zeitpunkt, da de Jong England verließ. Ob der Verhaftete nun mit dem berüchtigten englischen Frauentödter derselben ist bereits Cholera asiatica fonstatirt worden. Stockholm, 9. Oktober. Die drei an Cholera erkrankten identisch ist oder nicht so viel steht fest, daß die holländische Personen, welche in Umea in Behandlung sind, befinden Polizei in de Jong einen der kühnsten und gefährlichsten Versich besser. Ein weiterer Erkrankungsfall an Cholera brecher eingefangen hat. Kein Tag vergeht, ohne daß eine neue ist in Schweden nicht gemeldet. Rom, 9. Oftober. In den Unthat dieses Verbrechers zum Vorschein kommt, und es ist deslegten 24 Stunden sind in Palermo 24, in Livorno 2 Cholera- halb erklärlich, daß diese sensationelle Mordaffäre alle andern fälle vorgekommen. breitet sich in Slavonien und Bosnien aus. In Brcka kamen Agram, 10. Oktober. Die Cholera Vorgänge hierzulande in den Hintergrund drängt. bisher 24 Erkrankungen und 11 Todesfälle vor. In Belisce sind 11 Personen erkrankt und zwei gestorben. Bonn, 7. Oktober. Der Maurer Staats aus Königswinter, welcher bei dem Einsturz des Goldenen Drachen verunglückte und dem man das rechte Bein abgenommen hatte, ist gestern in der hiesigen Klinik gestorben. Das Unglück hat somit vier Menschen das Leben gekostet. Haberfeldtreiben. Vom Sonnabend auf Sonntag fand ein Haberfeldtreiben bei Miesbach statt. Ein Gendarm wurde durch einen Schuß schwer verletzt. Erschwindelung von 12 000 fl. verhaftet. Ein Edelster. Wien. Graf Tibor Sztaray wurde wegen Depelchen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 10 Oktober.( Abgeordnetenhaus.) Mit allen gegen die Stimmen der Slovenen und Czechen wurde die heute von den Jungczechen beantragte Dringlichkeit für die Berathung der Prager Ausnahmeverordnung abgelehnt. Baschaty sprach sich unter großer Erregung des Hauses mit den heftigsten Worten dagegen aus, daß kein einziger Minister zur Rechtfertigung im Bauſe anwesend sei. Opfer einer Katastrophe. Neworleans, 6. Oktober. Wien, 10. Oktober. Die Konservativen haben den Beschluß Nach den letzten Nachrichten aus Bayon Cook, Grand Island gefaßt, die Wahlrechtsvorlage abzulehnen, so daß wenig Ausund Chénière sind bei der letzten großen Fluthwelle fast ficht für deren Annahme vorhanden ist. Wahlberechtigt sollen 2500 Menschen umgekommen. Viele Leichen sollen von den nach dem Entwurfe sein: Alle diejenigen, welche 24 Jahre alt, Fischern an der Küste ausgeplündert worden sein. Bei einigen des Lesens und Schreibens kundig sind, ihrer Militärpflicht der Getödteten habe man Summen im Betrage von 5000 bis genügt haben, ihre staatsbürgerlichen Pflichten gesetzlich erfüllen 10 000 Dollars gefunden. und mindestens 6 Monate an einem Orte wohnen. Analphabeten Petersburg, 10. Oktober. Beitung" mittheilt, wurde der zweite Direktor der insolventen solvirt haben, oder in irgend einem amtlichen Dienstverhältniß Wie die hiesige Börsen- find nur dann wahlberechtigt, wenn sie ihre Militärpflicht abRussischen Handels- und Kommissionsbank M. F. Zion auf Ver- stehen und wenn sie direkte Steuern zahlen. anlassung des Untersuchungsrichters verhaftet. Verein Brüderlichteit Georgenkirchstraße 65 bei Müller. Musikverein Der Frauenmörder H. de Jong. Aus Amsterdam schreibt ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Naunynftr. 86 bei Bubeil Abends 8 Uhr. Geselliger Verein Hoffnung man der Kreuz- Zeitung": Weit mehr als alle politischen Vor- La Louvière, 10. Oktober. Das Komitee der belgischen Lebuserstraße 5 bei Nemis( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgesinnter gänge hält derzeit eine Aufsehen erregende Angelegenheit die Vereinigung der Bergarbeiter hielt heute hierselbst eine Sigung Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Theaterverein Proletariat, Naunynstr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, öffentliche Meinung in ganz Holland in Athem, nämlich die ab, in welcher beschlossen wurde, dem Ausstande ein Ende zu Brinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touristentlub Freiheit und wohl mehrfachen Frauenmorde des Hendrik de Jong. Ueber diese machen. Das Comitee erließ ein Manifest, in welchem betont ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei tegenberg. Affäre, welche zu den interessantesten Kapiteln der kriminalisti- wird, daß gewisse Lohnerhöhungen bewilligt seien und in dem Gesang Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gefangverein schen Annalen gehört, verlauten die folgenden Einzelheiten. die Arbeiter aufgefordert werden, die Arbeit wieder aufzunehmen. Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. London, 10. Oktober. Die heute in Atherstone abgehaltene Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 Hendrik de Jong, welcher sich auf grund vorgezeigter Bostoner bei Mebelin. Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Universitäts- Beugnisse einen Doktor der Medizin nennt und Versammlung der Grubenbesizer von Warwickshire beschloß die Restaurant Kanser, Staligerstr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciosa, auch ärztliche Praxis ausgeübt hat, steht unter der furchtbaren in der geftrigen Konferenz zu Sheffield von den Bürgermeistern Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Anklage, hintereinander drei Frauen geheirathet und ermordet gemachten Vorschläge anzunehmen und den Betrieb wieder zu Tegelerstraßen- Ecke. Zurnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man- zu haben, um sich ihres Vermögens zu bemächtigen. Die Unter- beginnen. Die bisherigen Lohnsäße sollen bis zum 4. Dezember teuffelstr. 9. Straftturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und Sonn: fuchung hat hierüber Folgendes ergeben. Im Monat Februar beibehalten werden, von welchem Zeitpunkt ab eine 10 prozentige abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. Turnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr abends 1889 kam der angebliche Doktor de Jong nach Rotterdam und Reduktion eintritt. Acht Gruben des Distrikts Bolton haben in der Turnhalle, Fretenwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, heirathete daselbst auf grund einer Heiraths- Annonce am 21. März bereits beschlossen, wieder arbeiten zu lassen. Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. des genannten ahres ein junges holländisches Mädchen ohne Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnen- Familie, aber mit einer Mifgift von 6000 Gulden. Er machte straße 154, Sofal Konkordia. Theater- und Vergnügungs- Verein Sumanitas Abends 9% uhr bei mit ihr eine Hochzeitsreise nach Antwerpen, von wo de Jong aber Reeck, Lothringerstr. 94. Theaterverein Vultania 2", Abends 9% Uhr, am 26. März ganz allein nach Holland zurückkehrte. Ueber den bei Schulz, Veteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Berbleib feiner Frau weiß de Jong nichts anzugeben. Nun Restaurant Lothringerstraße 101.- Theater- und Lesetlub Morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. 67. wurde Anfangs April 1889 im Annenwalde bei Antwerpen eine Frauenleiche gefunden, deren Beschreibung auf die Rotterdamer Straße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannftr. 5. straße 86. von H TouristenBriefkaffen der Redaktion. Otto Müller. Sie würden uns durch gelegentlichen Besuch zwischen 12 und 1 Uhr verbinden. Berichte über derartige Angelegenheiten bringen wir selbstredend gern, weshalb der be= Geselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Kreuzfibel, bei Gumlich, Reichenberger: Frau de Jong paßt. Kurze Zeit nach dem Verschwinden dieser treffende Bericht nicht aufgenommen werden kann, darüber verein" Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Steblutad, Manteuffel: Frau begab sich de Jong nach London und heirathete daselbst mündlich. Arbeiter Bitherklub Freiheitstlänge", Abends wieder auf grund einer Heirathsannonce eine Engländerin E. Neumann. Falls der Vergleich nicht etwa anders 8-11 Uhr, bei R. Bommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof Namens Sarah Juet aus der Ortschaft Maidenhead. Auch diese lautet, als Sie angeben auf Antrag erhalten Sie vom Gericht Großgörschenstraße. Bitherklub Alpenglöckchen Edelweiß. Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Frau, verschwand spurlos auf der Hochzeitsreise, nachdem ihr Abschrift des Vergleichs so ist die etwaige Pfändung unVerein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung de Jong sowohl die Mitgift, wie alle Schmucksachen, selbst den berechtigt. Sie müssen sich dieselbe aber gefallen lassen und dann mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. The Ring, abgenommen hatte. Nach Amsterdam zurückgekehrt, auf Rückforderung der Pfändungskosten u. s. w. tlagen. Rauchklub Ro o chloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchflub Rothe Nelte, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer heirathete de Jong immer wieder auf Grund einer ver- H. K. Nein. willkommen. Volkszither D Ich bin von Zionstirchplay 12 nach Kastanien- Allee 39 I. verzogen. dürfte in feiner Familie fehlen, ist in einer Stunde zu erlernen, foftet mit 2447b] Schule nur 14 Mark und ist die angenehmste Musik. 4945L* Aug. Kessler, Zitherfabrik, Lausitzerstr. 51. Meine Damen verlangen Sie nur noch Schröer's unverlierbare Sicherheits- Haarnadel, ausgeführt in Draht, Schildpatt und Celluloid. Patent in vielen Staaten. Gefeßlich geschützt 4757. Lockerung des Haares und Herausfallen der Nadel unmöglich. 56/18 Der Allein- Fabrikant und Erfinder Ernst Schröer, Rammwaaren- u. Haarnadelfabrik, Komptoir: Berlin NO., Marsiliusstr. 17. Die Nadel ist in den meisten Geschäften zu haben. Versandt nach allen Orten des In- und Auslandes. Nur gegen Nachnahme. Größtes Bettfedern- Spezial- Geschäft C. M. Schmidt, Andreasstr. 59, vorn eine Treppe. 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