Nr. 83. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis hränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 ML, möchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 29. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pfg.( autäfftg 2 fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengefuche und Schlafftellenan zeigen das erste Bort 10 Big., jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 1983. Das Ende des englischen Bergarbeiteritreiks. London, 6. April.( Eig. Ber.) Mittwoch, den 10. April 1912. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Wörtlich heißt es in dem Artikel: Von einem fünftigen Siege der Sozialdemokratie in Deutsch land, so daß sie unsere Staats- und Wirtschaftsverfassung nach ihren doch zum größeren Teil utopischen Jdealen umgestalten tönnte, tann nach meinem Urteil in aller Bulunft nicht die Rede sein; und ich hoffe, daß vier Fünftel der deutschen Nation, Regierungen und Volt, ebenso denken und jeden Versuch dazu im Keime ersticken würden. Ich zweifle nicht daran, daß ein erheblicher Teil der ausgereifteren Führer der Sozialdemokratie ebenso denkt, wenn sie auch die Sonntagsideale bergangener Tage äußerlich noch nicht abschwören können und wollen. Ich bin ganz sicher, daß jeder ernstliche Anlauf zu solcher Revolution eine für die Sozialdemokratie vernichtende Reaktion zur Folge hätte. die zugleich ein gut Teil unserer gelungenen Sozialreform in Frage stellen könnte, wie sie unsere Industrie mit Ruin bedrohte. ist noch ein Ziel, das zu erreichen ist. Auf der anderen Seite Professors Gustav Schmoller, und zwar schreibt der Wirkliche haben die Bergarbeiter jedoch durch die gesekliche Bestimmung, Geheime Rat Schmoller wieder, wie schon früher, über die daß der im Distriktsamt bestimmte Minimallohn durch ein deutsche Sozialdemokratie. Er wiederholt in dem einfaches Verfahren am Grafschaftsgericht( Amtsgericht) ein- Artikel seine schon früher ausgesprochene Ansicht, daß es ungeflagt werden kann, eine wertvolle Position gewonnen. Durch möglich, gefährlich und einfältig sei, die deutsche Sozialdemo diese Bestimmung werden ihre Organisationen jedes Jahr tratie von der Mitarbeit im Reichstag und in den einzelbiele Hunderttausend Pfund Sterling sparen. Bisher fand staatlichen Landtagen auszuschließen und auf ihre gewaltsame Nach einer Dauer von über fünf Wochen kam der in den Revieren tagtäglich ein Kampf gegen Unternehmer Bernichtung zu sinnen. Weit flüger sei es, die Sozialdemo Generalstreit der Bergarbeiter Großbritanniens heute nach statt, die sich weigerten, die abgemachten Löhne zu zahlen, fraten zu positiver Arbeit in Staat und Gemeinde heranmittag zu Ende. Die nach London berufene nationale Ston- ein Stampf, der auf manchen Zechen monatelang dauerte und zuziehen. Dadurch würden ihre revolutionären Anschauungen ferenz schloß sich der Ansicht des Föderationsvorstandes an, der zum Beispiel in Lancashire mit dem finanziellen Ruin am leichtesten überwunden, wie die stetige Erstarkung des der am 4. d. Mts. in einer Resolution erklärt hatte, daß die der Organisation der Arbeiter zu enden drohte. Dieser Kampf Revisionismus beweise. nach seinem Dafürhalten notwendige Zweidrittelmehrheit zur wird in Zukunft eingeschränkt, wenn auch nicht ganz beseitigt Fortsetzung des Kampfes laut der Abstimmung nicht vor- werden. Der Kampf gegen Hungerlöhne wird der Vergangenheit handen sei. Die Konferenz beschloß ferner, sofort alle Reviere angehören, wenn es die Bergarbeiter verstehen, das Minimallohnaufzufordern, die Arbeit wieder aufzunehmen. aufzunehmen. Die Ab- gesetz ordentlich auszunüßen und vor allen Dingen ihr Bulver stimmung geschah nach Distrikten, wobei für je 1000 Mit frocken zu halten. glieder eine Stimme abgegeben werden konnte. Sie ergab Der Abbruch des Kampfes, der nach der Ansicht der folgendes Resultat: 440 Stimmen für und 125 gegen die meisten der Führer notwendig wurde, weil das schwächste Wiederaufnahme der Arbeit. Nur die Vertreter Lancashires Glied in der Kette zu brechen drohte, bedeutet natürlich nicht, und Yorkshires stimmten für die Fortsetzung des Kampfes. daß die Bergarbeiter auf ihre Minimallohnliste verzichten In Schottland, wo der Ostermontag fein Feier- werden. Der Kampf wird jezt wahrscheinlich politische tag ist, wird die Arbeit schon am Montag wieder Formen annehmen, da das Vorgehen des Parlaments beaufgenommen werden; in den anderen Revieren Diens- wiesen hat, daß sich dieses sehr wohl mit der Regelung von tag. Nur in bezug auf Yorkshire befürchtet man, daß dort Lohnfragen beschäftigen kann. Herrn Asquiths Einwand der Ausstand noch länger dauern wird. Die Obertagsarbeiter gegen die gesetzliche Festlegung von bestimmten Minimalfind dort 10 000 Mann start in einer Sonderorganisation, die Löhnen, daß dies zur Korruption bei den Wahlen führen bor etlichen Jahren durch eine Spaltung zustande tam. Diese werde, hat auf die Arbeiter wenig Eindruck gemacht. Man Gewerkschaft forderte beim Ausbruch des Streits einen Minimal- hält ihm mit Recht entgegen, daß ja das Parlament beständig Lohn und den Achtstundentag für die Obertagsarbeiter. Diese die Lohnhöhe eines ganzen Heeres von Staatsangestellten Forderungen sind noch nicht bewilligt worden und die Arbeiter festsetze und daß es noch niemandem eingefallen, mit Bezug weigern sich, die Arbeit wieder aufzunehmen. Ohne die Ober- auf diese Praris von Korruption zu reden. Die Bergtagsarbeiter fönnen die eigentlichen Bergleute natürlich nicht arbeiter werden den Keil, den sie angesetzt haben, wieder anfangen. In den Kreisen der Föderation zweifelt weiter hineintreiben und die Arbeiter anderer Berufe man nicht im geringsten daran, daß die Bergarbeiter in allen übrigen Revieren am ersten Arbeitstage der kommenden Woche wieder einfahren werden. Die mustergültige Disziplin, die das große Bergarbeiterheer während der siebenunddreißig Tage des Streits beobachtet hat, ist die beste Gewähr dafür, daß die Bergknappen dem Beschluß der nationalen Stonferenz gehorchen werden. Für ebenso unmöglich halte ich die Hoffnungen gewisser ultrafonservativer Kreise, gewisser Großgrundbesizer und Großunternehmer, ein starter" Mann in der Regierung tönnte mit Ausnahmegesegen, Staatsstreich und Gewalt die ganze heutige Sozialdemo Iratie, die ja nur das Erzeugnis einzelner Theoretifer und Agitatoren fei, wieder be. feitigen. In solcher Auffassung sehe ich eine gänzlich une historische Verkennung der ganzen politischen und sozialen Gegens wart. Die Sozialdemokratie ist doch nur ein Glied in ber geistigen und materiellen ungeheuren Umbildung unserer gea sellschaftlichen Zustände; sie enthält große Ver irrungen und utopische Hoffnungen, die man bekämpfen muß, die aber durch den Prozeß der Geschichte nach und nach selbst zurücktreten werden. Das zeigt sich schon in dem Unterschied von Marg und Liebknecht sen. zu dem den Generalstreit abschwörenden Bebel, in dem Unterschied der heutigen Führer zu den Revisionisten, die deren Erbe antreten werden. Mit jedem Jahr ruhiger politischer Entwickelung, mit jedem Jahr praktischer Mitarbeit der Sozialdemokratie an der laufenden Staatsverwaltung verliert ste einen oder zwei ihrer revolutionären Giftzähne. Wird sie doch darum von den viel fleineren, aber viel radikaleren sozialistischen Barteien unserer Nachbarn häufig als eine zahme, patriotische Philisterpartei gescholten, die Marg und die Revolutionsideale ver leugne. Sie enthält heute schon und wird es fünftig noch mehr enthalten, viel des Berechtigten und Gesunden, das man nicht mehr auszumerzen wünschen kann, das sich mit den besten Idealen und Traditionen des deutschen Staatslebens teils deckt, teils berträge lich ist. Wie oft hat man den Staat Friedrichs des Großen einen fozialistischen genannt! Wie hat man unsere Stein- Hardenbergsche Agrarreform als sozialistisch verdächtigt; ebenso unsere Eisenbahnberstaatlichung, unsere Arbeiterversicherung! werden nicht lange warten, die günstige Situation auszunügen. Was man einem mit am besten bezahlten Teile der Arbeiterschaft gewährt hat, einen Mindestlohn für die geleistete Arbeit, fann man anderen Berufen nicht vorenthalten. Von diesem Gesichtspunkte aus sind die Bergarbeiter sicherlich bahnbrechend gewesen. Dhne Murren haben die englischen Arbeiter die finanziellen Verluste ertragen, die der GeneralPopulär wird der Beschluß, den Streit abzubrechen, ehe streif der Bergarbeiter ihren Gewerkschaften zugefügt. Sie noch die Minimallohnsätze in den verschiedenen Revieren feft wußten sehr wohl, daß der Kampf der Bergarbeiter auch ihr gesetzt sind, nicht sein. Aber die Delegierten, die den Beschluß Kampf war und daß der Vorstoß des Mitteltreffens dem faßten, mußten sich entscheiden, entweder der Stimmung der ganzen Heere der Arbeiterschaft zugute tommen würde. Massen zu folgen, oder in erster Linie den Interessen der Der Kampf der britischen Bergarbeiterschaft ist reich an Gesamtheit der Bergarbeiterschaft, der nationalen Föderation, Lehren. Vor allen Dingen hat er bewiesen, daß die WiderRechnung zu tragen. Sie entschieden sich für den letzten standsfähigkeit des Kapitals und des mit ihm verbündeten Schritt, und zwar ohne all das Gezänt, von dem die bürger- Staates auf wirtschaftlichem Felde größer ist, als man liche Presse wissen wollte, die überhaupt während des ganzen hierzulande allgemein angenommen hat. Gewiß hat der Streif Kampfes über die inneren Angelegenheiten der Bergarbeiter einen gewaltigen Druck auf die Gegner ausgeübt, aber seine föderation sehr schlecht informiert war. Die Delegierten haben Wirkungen waren nicht derart, daß das ganze Getriebe des wirtdamit einen Schritt getan, der von den Bergarbeitern jeden- schaftlichen Lebens zum Stillstand kam. Vielleicht würden sich seine falls noch scharf fritisiert werden wird. Denn die Stimmung Wirkungen schneller und träftiger offenbart haben, wenn man für die Fortsetzung des Streits war ohne Zweifel unter den dem Gegner nicht gestattet hätte, sich einigermaßen vorzuMannschaften sehr stark und wäre bei der Abstimmung weit bereiten, oder wenn man die Hilfe der Transportarbeiter in deutlicher zum Ausdruck gekommen, hätten die einflußreichsten Anspruch genommen hätte. Es ist jedoch müßig, darüber zu Führer ihrem ersten Entschluß ersten Entschluß zufolge sich enthalten, fpekulieren, was wohl geschehen wäre, wenn dies oder das den Bergarbeitern zu raten, die Arbeit wieder aufgetan oder unterlassen worden wäre. Wie die Dinge liegen, zunehmen, und hätte die bürgerliche Presse nicht ist es wahrscheinlich, daß sich jetzt die Gedanken der britischen mit Hochdruck( und vielleicht im Einvernehmen mit der Re- Arbeiter, nun da die Gewerkschaftstassen halb geleert worden gierung) darauf hingearbeitet, die Arbeiter überall glauben zu sind, eher der politischen Aktion als solchen Spekulationen zumachen, daß ihre Kameraden in anderen Revieren bereit seien, wenden werden. Denn nichts liegt näher als der Gedanke, die Arbeit wieder aufzunehmen, und daß es deshalb unnük daß die Bergarbeiter ihre Lohnsäge der Mindestlohnvorlage sei, für die Fortsetzung des Streits zu stimmen. Wer zur leicht hätten einverleiben fönnen, wenn im Parlament die Zahl Zeit der Abstimmung unter den Bergarbeitern weilte, hatte der Arbeitervertreter gesessen hätte, die die Arbeiterschaft GroßGelegenheit, den Einfluß dieser Fattoren zu studieren. In dem britanniens leicht hineinwählen könnte. Distritt Merthyr in Südwales, dem einzigen Teile des süd- Geschlossen wie sie in den Kampf marschierten, gehen die walisischen Reviers, wo eine Mehrheit für die Fortsetzung des Bergarbeiter zur Arbeit zurück. Sie haben nicht alles geStampfes zustande fam, versicherten einem die Bergarbeiter, wonnen, wonach sie strebten. Aber selbst wenn sie gar nichts daß sie in Wales für die Fortsetzung des Kampfes stimmen gewonnen hätten, wäre ihr Kampf nicht umsonst gewesen. würden, daß sich aber die anderen Reviere dagegen aussprechen Zum ersten Male in der Geschichte der Welt tritt ein geGegenüber jenen albernen Staatsstreichplänen, mit denen in dürften. Der Zweifel und die Ungewißheit, die nicht allein schlossener Menschenhaufen, eine Million Stöpfe start, in den letzter Zeit konservative Blätter ihre Leser unterhalten, find die Massen, sondern auch viele der Führer beherrschten, werden wirtschaftlichen Stampf und läßt sich trotz aller Versuche der das immerhin„ staatsmännische" Gedanken. Etwas mehr als das Resultat der Urabstimmung start beeinflußt haben. Gegner, ihre Reihen zu sprengen, nicht auseinanderreißen. Die großen Strategen der Agrartonservativen hat Schmoller Der Riesenkampf der Bergarbeiter endet sicherlich nicht wenn die bürgerliche Welt die Solidarität der Arbeiterklasse entschieden aus der Geschichte der sozialen Bewegungen und mit einem vollständigen Sieg der Arbeiter. Aber es wäre vorher nicht begriff, so wird sie sie jetzt begreifen. Die Ar- Revolutionen gelernt. Doch dürfte er sich täuschen, wenn er töricht, von einer Niederlage der Bergarbeiter zu reden, wie beiterschaft Großbritanniens und der ganzen Welt aber blickt meint, die Sozialdemokratie werde sich so nach und nach in es hier und da schon geschieht. Die britischen Bergarbeiter mit Bewunderung und Freude auf die wehrhaften britischen den kapitalistischen Staats- und Gesellschaftsorganismus“ einDie bürgerliche Snappen, die den Namen der Preiskämpfer des Proletariats" fügen lassen und von diesem völlig absorbiert werden. Die Bresse versichert ihnen zwar, daß sie das Prinzip des wieder zu Ehren gebracht haben. Verdauungsfähigkeit des Kapitalismus reicht für solchen geMinimallohnes, für dessen Anerkennung sie laut der Resolution waltigen Prozeß nicht aus. Er wird weichen müssen, wie vor von Southport in den Kampf getreten seien, erzwungen ihm der Feudalismus. hätten. Sie vergißt aber, daß die Bergarbeiter nicht den Minimallohn, sondern den individuellen Minimallohn forderten, worunter sie verstanden, daß die Distrifslöhne, die jetzt als allgemein gültig anerkannt werden, in Zukunft jedem Arbeiter ohne Rücksicht auf die Menge der von ihm ge- Marime obgleich man sonst von Grundfäßen bei ihr nicht förderten Stohle bezahlt werden müssen. Allerdings muß man gut reden kann, ihren Lesern zum Osterfest als Frühlings- Kapital der ganzen Welt nicht wenig erschreckt. Das mächtigste anerkennen, daß sich die Arbeiter nicht sehr klar auszudrücken angebinde eine Auswahl längerer und fürzerer Artikel fo- und stolzeste Parlament der Welt, zu dem das Bürgertum verstanden haben; wenn man aber die Fachsprache kennt, genannt prominenter Bersönlichkeiten: ausgedienter Minister, aller Nationen stets mit Bewunderung aufgeblickt hat, diese deren sich Arbeiter wie Arbeitgeber bei der Regelung ihrer Staatsräte und Generäle, berühmter Schauspieler, Komponisten, stolze Feste hat in all seiner berauschenden Machtsülle kapituLohnangelegenheiten bedienen, so konnte man von vornherein die Literaten, Professoren usw. vorzusetzen. Auch diesmal folgt lieren müssen vor der Belagerungsarmee der Bergarbeiter. Absichten der Bergarbeiter nicht mißverstehen. Uebrigens haben sie dem alten Brauch beglückt uns mit allerlei Die Massen außerhalb des Parlaments diftierten und haben nicht alles erreicht, was sie forderten. Herr Schmoller und die Sozialdemokratie. Die Wiener Neue Freie Presse" befolgt seit Jahren die und Nein, mit der gewaltsamen Vernichtung der Sozialdemokratie ist es nichts. Sie muß, so wie fie geworben ist, er. tragen und eingefügt werden in unseren Staatsund Gesellschaftsorganismus; man muß lernen, fie zu verstehen, wie sie lernen muß, die anderen Parteien und Elemente unseres Volks- und Staatslebens zu begreifen. Man muß ihren falschen Jdealen stets mit Energie entgegentreten, aber das schließt nicht aus, daß man im übrigen sich mit ihr über Einzelfragen, über einen Modus vivendi bezüglich der täglichen fleinen Notwendigkeiten des politischen und wirtschaftlichen Lebens verständigt." " Das verängstigte Kapital. Der gewaltige Stampf der englischen Bergarbeiter hat das fie die Arbeitgeber nie mißverstanden. Die Festsetzung schönen literarischen Ostereiern aus der Feder Maximilian die Herren Abgeordneten durften höchstens ein paar des Distriktslohnes als des Minimallohnes, der jedem Arbeiter Hardens, Yvette Guilberts, des Botschafters Tommaso Streichungen vornehmen. Die Massen waren auf einmal ohne Rücksicht auf die geförderte Kohlenmenge zu zahlen ist, Zittoni, der Frau Anna Bahr- Mildenburg und des nicht mehr bloße Wähler, sie erschienen als das, was sie sind, dB die Schalter und Beweger des ganzen gesellschaftlichen Lebens. Ter Streik hatte ausgehört, ein bloß Wirt- schaftlicher Kampf zu sein, er wurde die alles be- herrschende Tatsache der Politik. Und das in dem Lande, das uns als das gehabte Land deS sozialen Friedens gepriesen wurde, in dem Lande, wo der Sozialismus eine ausländische Erfindung, der Klassenkampf ein unver- standencL Fremdwort sein und bleiben sollte. Kein Wunder, daß die Flammenzeichen, die die englischen Bergarbeiter den Herrschenden ihres Landes entzündet haben, weit hinaus in alle Lande leuchten, und daß überall das Kapital mit Angst und Sorge in seine Welt blickt, die in ihren Grundfesten erbebt, und bang sich fragt, ob diese Erschütte- rungen etwaS anderes fein können als die Geburtswehen einer neuen Gesellschaft. Und gerade die Mächtigsten und Weit- blickendsten im Herrschaftsbereich des Kapitals sind es, die sich solche Zweifelsfragen vorlegen. In der Generalversammlung des Verbandos mährisch- schlesischcr Industrieller hat der Generaldirektor Schuster der Witkowitzcr Eisenwerke, des führenden Werkes des öfter- reichischen Eisenkartells, dessen Hauptaktionär Rothschild ist, eine Rede gehalten, in der diese Furcht vor der kapitalistischen Götzendämmerung zum präzisen Ausdruck kommt. Die „Wiener Arbeitcr-Zeitung" ist in der Lage, den Wortlaut dieser natürlich nicht für die Oeffentlichkeit bestimmten Rede wiederzugeben. Die wichtigsten Stellen lauten: „Der ungeheure Kampf, der in England tobt zwischen den Arbeitern einerseits und dem Unternehmertum andererseits, ragt weit hinaus über die Bedeutung eines gewöhnlichen wirtschaftlichen Lohnkampfes, wie wir ihn in den verschiedenen Ländern an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten erlebt haben. Hier handelt es sich keineswegs darum, ob den Arbeitern ein gewisses Matz in der Erhöhung ihrer Bezüge zuerkannt und die Möglichkeit geboten werden soll, ihre Lebenslage zu verbessern, die Lebens- Haltung der Arbeiterschaft zu erhöhen, es ist vielmehr ein politischer Machtkampf allerersten Ranges. Denn das, was an Lohnerhöhungen nebenbei mitgefordert wird, ist von vollkommen untergeordneter Bedeutung und ist— so möchte ich sagen— nur nach auhen hin die Verbrämung der wirklichen, letzten und wahren Wünsche, die gleichwohl das erstemal in unverhüllter Deutlichkeit zum Durchbruch komnien. ES handelt sich— der Streik ist nur der Rahmen— um eine Generalheerschau, welche die Gewerkschaften und sozial- demokratischen Bereinigungen des englischen Reiche? abhalten, um sich die Gewihheit darüber zu verschaffen, wie die Führer auf die breiten Massen zählen können, wennsieeSa nf den letzten Kampf um die Macht a n k o m m e n l a s s e n w o I l e n. Ob dies gelingt oder nicht ge- lingt, in welchem Ausmaß diesen Bestrebungen von den Engländern Rechnung getragen wird, ist von entscheidender Bedeutung für die gesamte Industrie nicht nur Englands, sondern der ganzen Welt. Wir leben in einer Zeit so rascher Umwandlungen wie nie zuvor. Ich verweise auf die großen politischen Umwand- lungen der letzten Jahre, in welchen die Regierungsformen in ein- zclnen Staaten in einer Kürze sich änderten und umgewandelt haben, wie wir dies niemals früher gesehen haben. ES ist eine merk- würdige Unruhe, in die die Bewohner der Erde gekommen sind. Bor fünf Jahren wäre jemand, der den Stand- Punkt hartnäckig vertreten hätte, China werde bald eine Republik werden, als verrückt erklärt worden. Die jetzige Erscheinung des plötzlichen AufflammenS einer grotzen mächtigen Bewegung unter der Arbeiterschaft ist in erster Linie als politisches Moment zu be- krachten, das sich aller Voraussicht nach zu einer gewaltigen U in wälzung auS wächst, von der wir keineswegs wissen, waS sie am letzten Ende an Reugestalttingen zu schaffe ir imstande ist. Durch die Solidaritätserklärung der deutschen Bergarbeiter mit den englischen ergibt fich eine Perspektive von größter Tragweite. Denn verfolgt man den Gedanken bis zu seinen letzten Konsequenzen, so ge- langt man dahin, daß auch das stehende Heer, das sich zu in größten Teil aus den Arbeiter- massen rekrutiert, den Dien st versagen könnte in den, Moment, wo die herrschendeMachteSauf- ruft zum Kampfe für jene Ideale, für die wir bisher bereit waren, das Schwert zu ziehen. Wenn der Arbeiter in s ei n er Ei g e n sch a f t alsSoldat versagt, dann er- öffnen sich Perspektiven, die geradezu in das ab- solute Dunkel hineinführen. Bon diesem Gesichtspunkt und dem schon erwähnten ist der jetzige Kampf außerordentlich wichtig. Es wäre aber vollkommen verfehlt, wenn wir, die wir als Vertreter jener Wirtschaftsgruppe zu gelten haben, die an der Erhaltung des Bestehenden das außer- ordentlich st e Interesse hat, uns mit der Tatsache abfinden und glauben würden, daß wir uns dieser Erscheinung willenlos zu unterwerfen haben. Verloren ist nur, wer fich selbst aufgibt. Diese Bewegung werden Ivir nicht aufhalten, können sie aber doch in ein Tempo bringen, daß sie der bestehenden Ordnung nicht zu großen Schaden bringt." „Wir»verden die Bewegung nicht auf- halten." DaS sagt in vertrautem Kreise einer der mächtigsten Kapitalherren! Nur zu hemmen hofft er sie noch. Neue Mittel weiß er freilich auch nicht. Der österreichische Herr Schuster ist nur ebenso wie der deutsche Kirdorf ein erbitterter Feind des gleichen Wahlrechts, und da er es nicht beseitigen kann, so sucht er es zu vergewaltigen und schlägt seinen Jndustrickollegen die Schaffung einer mächtigen Wahl- organisation vor, die mit denselben Mitteln wie die Herren vom Zentralverband Unternehmersöldlinge statt Arbeiter- Vertreter ins Parlament schicken soll. Doch das ist untvesentlich. Interessant ist aber die Er- kenntnis dieses Kapitalmagnaten, daß wir uns mitten drin in der sozialen Revolution befinden, und sein Geständnis, daß die Mächtigen der alten Welt an diesem Schicksalslauf der Geschichte nichts ändern können. Dieser Feiitd sieht klar und von ihm dürfen wir lernen. ver Krieg. Eine eigenartige Kriegsvermittlung. Genosse P a r v u S schreibt uns aus Konstantinopel: Die Komödie der Friedensvermittlung geht ihrem Ende ent- gegen, es unterliegt kaum einem Zweifel mehr, daß sie scheitern wird, und es ist auch bereits durchaus offenbar geworden, welches der eigentliche Zweck der russischen Diplomatie war: nämlich der, für Italien die politische Situation zur Erweiterung der Kriegs- operationen seiner Flotte vorzubereiten. Da die italienische Armee auf dem afrikanischen Kriegsschau- platze sich keine Lorbeeren erobert hat, bildet man sich in Italien ein. durch Flottenangriffe die Türkei zur Nachgiebigkeit zwingen zu können. Der Wunsch ist hier der Vater des Gedankens. Die Situation ist für den italienischen Imperialismus allerdings sehr kritisch geworden. Denn die Hoffnungen, die man auf die große FrühlingSkampagne gesetzt hatte, sind nun offenbar ebenfalls zu- nichte gclvorden. Der afrikanische Sommer mit seiner furchtbaren Glut rückt heran und macht wettere große KriegZuuternehmungen bis zum Herbst unmöglich. Wohl aber werden die großen Massen- ansammlungen auf dem Kriegsschauplätze im Sommer Eholcra und sonstige Epidemien zur Folge haben. Den maritimen Aktionen Italiens in den europäischen Ge. wässern stand bekanntlich bis jetzt der Wille Europas entgegen. Dieses Hindernis zu beseitigen, hat nunmehr die zarische Diplo- matie übernommen, und das scheint ihr auch gelungen zu sein. Damit im Zusammenhang steht der Wechsel in dem Verhalten Rußlanads der Türkei gegenüber, der äußerlich in dem ostentativen Wechsel der gesamten russischen diplomatischen Vertretung in Konstantinopel zum Ausdruck kam, innerlich—- in der Truppen- konzentration im Kaukasus. Daß bei dem Banditengeschäft des europäischen Konzerts, in dessen Gefolge Tripolitanien an Italien ausgeliefert wurde, auch für Rußland etwas als„Kompensation" abfallen müßte, war ja zu ervxirten. Tatsächlich begann denn auch gleich mit dem italieni- schen Einfall in der leitenden türkischen Presse, offenbar von der russischen Diplomatie genährt, eine Preßkampagne für den Plan, die Meerengen an Rußland freizugeben. Schließ- lich kam denn auch Herr Mandel st amm selbst, die rechte Hand und vielleicht auch der leitende Geist deS Herrn Tscharikoff, zum Worte, wobei zwischen ihm und Hussein Djahid vom„Tanin" eine llebcreinstimmung der Ansichten sich offenbarte, die zu rührend war, um nicht auffallend zu sein. Allein tveder die Presse, noch das Parlament waren für den Vorschlag zu gewinnen. Der Ver- lauf des Tripolitanischen Krieges, der die türkische Bevölkerung mit Selbstbewußtsein erfüllte, war erst recht nicht geeignet, die türkische Regierung zu politischen Konzessionen bereit zu machen. Die ganze fein eingefädelte diplomatische Aktion fiel ins Wasser. Nunmehr geht die zarische Diplomatie darauf hinaus, die Komplikationen im Orient zu vermehren, um desto leichter ihre Ziele durchsetzen zu können. ES kann sich dabei ebensogut um die Meereugen wie um Landokkupationen in Anatolien handeln. Au alle Fälle braucht die zarische Regierung eine Schlvächung und De- mütigung der Türkei, um sie gefügiger zu machen, sie braucht poli- tische Bertvickelungen, aqS denen sie, die Rivalität der tvesteuro- päischen Großmächte unteve-inander ausnützend, für sich Vorteile ziehen könnte. Deshalb schürt die zarische Regierung den Krieg unter dem Vorwand, den Frieden zu vermitteln. Gesetzt nun, Italien erhalte von Europa den Freipaß für seine maritimen Aktionen, tvas würde es tun? Man spricht davon, daß es einzelne Inseln besetzen werde. Da- mit wäre ihm unbedingt in keiner Weise geholfen. Die Okkupation einer Insel hat bloß als Zeitungsphrase einen Klang. In Wirk- lichkeit ist es nichts. Denn das ganze Archipel mit seinen Hunderten von Inseln umfaßt eine Bevölkerung von kaum 3 dem naheliegenden Dörfchen bäum zu konstatieren Gelegenheit hatten. Den instrumentalen Teil des wie gesagt übermäßig langen Programms bestritt das„Berliner Konzert-Orchester unter seinem Leiter Franz von Blon auch nach rein musikkünstlerischer Hinsicht sehr gut. Für Wagners Ton- werke allerdings müßte es doppelt so stark sein. e. Ic. Komische Oper:„Beginn der Sommersaison". Man versteht, waS daS heißt. Es wurde also von der mehr oder minder ernsten Oper und von exotischen Gästen herabgestiegen zu einer simplen Berliner„Posse mit Gesang und Tanz" in soundsoviel Akten und von soviel Autoren; der musikalische heißt Walter Kollo. Titel:„Ein aufgelegtes Geschäft". Worin das Geschäft eigentlich besteht, erfährt man kaum recht. Irgendeine Firma wackelt und sucht durch ein Rechtsschutzbureau einen reichen Aktionär. Im Bureau treffen alle möglichen und unmöglichen Personen unter ebensovielen Verwechselungen zusammen. Schließ- lich kommt man in ein ebenso wackeliges Cafehaus, macht einen Onkel aus Ratzeburg zur zweiten„großen Kanone", das ist zuin zweiten Kapellmeister, während der erste vom Podium aufs Podium und von da hinunter ins veritable Orchester fällt. Da nun auch noch ein großes Los gewonnen wird, so scheinen Firma und Cafe- haus wieder auf den Damm zu kommen. Auch Berliner Telephon- bureau wird gespielt und unter anderem die Komische Oper ange- rufen, worauf sich der Zentralfriedhof meldet. Also waS will man mehr zum Verständnis der Situation?!— Die Musik versucht sogar hie und da eine humoristische Charakterisierung, ungefähr auf der Höhe einer Varietemusik. Man denke aber nicht, daß eS sich um den ThpuS der französischen Lustspiele oder deutschen Operetten handele, die wenigstens den technischen Vorzug einer geschickten Komödienkomposition in großdurchlaufenden Linien besitzen. Doch wer sich über aneinander- gereihte Situationsspäßchen amüsieren will, kommt da immerhin auf seine Rechnung. Selbst die Schauspielkunst kommt, wie es in solchen Fällen nicht selten ist, zum Teil auf die ihrige. In der Darstellerin einer führenden Figur, der Buchhalterin bei der verkrachten Firma. zeigte Grete Fischbach sogar eine reifere Kunst des Singens. Sprechens und Spielens; und ein paar männliche Komiker, wie zum Beispiel Albert Paulig, ließen ihre wohlangebrachten Künste spielen. Aber„jetzt ziehn mer mit Musile in'ne andere Butike"._ 8Z, Notizen. — Ein neues Drama von Strindberg. Wie der Stockholmer„Soeial-Deniokrat" erfährt, ist Strindberg gegenwärtig mit der Niederschrift eine« Dramas beschäftigt, dessen Motiv er der französischen Revolution entnommen hat. Robespierre wird die Hauptfigur des Stückes bilden. — Deutsche Kunst in Paris verboten. Eine für Pariser Verhältnisse merkwürdig erscheinende Maßregel hat der Pollzeipräfekt angeordnet. Er hat die Ausstellung dreier Skulpturen in der Großen Pariser Kunstansstellung aus moralischen Gründen untersagt. Unter diesen drei Kunstwerken befindet sich auch eine Skulptur des Berliner Bildhauer» Arnold Nechberg. das sich„Die Verdammten' betitelt und einen Mann und eine Frau darstellt, die sich schmerzerfüllt umschlungen halten. wohnen. Naramowice, das im Landkreise liegt, to mehr als 60 Próz. Polen, schen und dem schweizerischen Arbeiter- Abstinentenbund eine Rege- Magdeburger Parteitag erneuerten Branntweinbontott. lung zu treffen, daß die Arbeiten des Sekretariats fich in enger Sie erkennt an, daß ein Teil der Organisationen und der Partei Zu dem Parteitag waren erschienen: der Porstand der P. P. S., Verbindung mit einer der bestehenden Arbeiter- Abstinenz- Organi und Gewerkschaftspresse diesen Beschluß ehrlich durchgeführt und die Preßkommission, die Kontrollfammiffion, sowie 22 Delegierte fationen vollziehen. Die endgültige Beschlußfassung soll bei Ge- erfreuliche Erfolge erzielt hat. Um so schärfer muß sie das Veraus Oberschlesien, Posen, Westfalen, Berlin, Bremen, Hamburg legenheit des nächsten internationalen Sozialistentongresses in Wien halten derjenigen führenden Genossen und Organisationen vers und Wilhelmsburg. Das Mandat eines Delegierten aus Leipzig getroffen werden. urteilen, die den Parteitagsbeschluß mißachtet, ja seine Durchs wurde nicht anerkannt. Außer dem üblichen geschäftlichen Teil Dem Bundesvorsißenden tourde für seine Geschäftsführung führung vereitelt haben. stand auf der Tagesordnung: 1. Die verflossenen Reichstagswahlen einstimmig Entlastung erteilt. Die Generalversammlung richtet an die gesamte Barteis und und unsere Aufgaben für die Zukunft; 2. Die polnische sozialistische Als Geschäftsführer der Buchhandlung und der Gewerkschaftsbewegung und ihre verantwortlichen Organe die ernste Partei und die Gewerkschaften. Druderei erstattete Michaelis-Berlin Bericht. Der Aufforderung zur energischen Durchführung des Par Genosse Biniskiewicz referierte über den ersten Gegen- Schnapsboytottbeschluß veranlaßte den Verlag, das be- teitagsbeschlusses und zur Unterstübung der gesamten im stand. Er besprach den Wahlkampf und die Erfolge der Partei in fannte Platat" Schnapsflasche" herauszugeben, zu dem der Genosse Kampfe gegen den Alkohol geleisteten Kulturarbeit der Arbeiter den polnischen Provinzen. Redner wies darauf hin, daß die Erfolge Wurm das Material lieferte. Da nach Verhandlungen mit dem Abstinenzbewegung." um so höher einzuschäßen seien, als der Wahlkampf ein sehr schwerer Parteivorstand dieser das Plakat für nicht geeignet" erklärte, gab Auf Antrag des Bundesvorstandes wurde beschlossen: war und die Nationalpolen in ihrer Kampfmethode der Reichs- der Verlag die Flasche selbst heraus. Gegenwärtig ist das Plakat„ Ortsgruppen und Gaue können Eigentum irgendwelcher Art verband übertroffen haben. Auf die Wahlen im Reiche übergehend, in einer Gesamtauflage von 9000 vergriffen. Ein Beweis, daß nur für den Bund besiken und dürfen darüber nur im Interesse billigte Redner das Stichwahlabkommen mit der Freisinnigen Volks. dies nicht geeignete" Mittel fich doch einen hübschen Verbreitungs- des Bundes verfügen. Die Aufsicht darüber steht dem Bundespartei, das zur Notwendigkeit geworden sei, um die alte Mehrheit bezirk eroberte. Außerordentliches Aufsehen erregte die Schrift des vorstand zu, auf den im Falle der Auflösung der Ortsgruppe das im Reichstage zu brechen. Von einer Diskussion wurde Abstand ge- Genossen Davidsohn„ Das Braukapital und seine Knappen". Verfügungsrecht über sämtliches Eigentum übergeht. Die Errich nommen. Der Referent legte eine Resolution vor, die im wesent- Die erste Auflage( 5000) war in drei Monaten zu vier Fünftel ver- tung von Geschäften, die Erwerbung von Grundeigentum oder die lichen besagt: Der Parteitag spricht seine Genugtuung über die griffen. Von einer billigeren Vereinsausgabe in Höhe von 7000 Beteiligung an Unternehmungen bedarf der Zustimmung des Bun erzielten Erfolge aus, er wünscht, daß die Taktik, welche die P. P. S. wurden in drei Monaten 6450 Stück vergriffen. Die Bibliothek desvorstandes." und die Gazeta Robotnicza" im Wahlkampfe beobachtet haben, wurde erweitert durch die Broschüre des Genossen Kohn:„ Ar- Beim Punkt Wahlen wurde Neumann als Vorsitzender, auch fernerhin beibehalten werde. beiterversicherung und Alkoholismus"( Auflage 5000). Die Schrift Davidsohn als Redakteur, Michaelis als Geschäftsführer wurde allseitig günstig besprochen. Ferner durch eine Broschüre wiedergewählt. Der bisherige Ausschußborsitzende Alawitter" Alfohol und Geschlechtskrankheiten" bon Dr. Ba b. Absatz 3550. Bremen erklärte, wegen des Beschlusses des Zusammenarbeitens Kurz vor Jahresschluß erschien noch die Broschüre Alkohol, Straf- mit bürgerlichen Vereinen eine Wiederwahl ablehnen zu müssen. recht und Strafrechtsreform", von Dr. Sigfried Weinberg An seine Stelle wurde 3änker- Hamburg als Vorsitzender des ( Auflage 4000), eine Schrift, für die gegenwärtige Situation von Ausschusses gewählt. besonderer Bedeutung. Die Broschüre des Genossen Rabenstein Jugendbewegung und Alkoholfrage", wurde neu aufgelegt. In der dreijährigen Berichtsperiode betrug der Gesamtabsat an eigenen Verlagsschriften 75 320 Stüd. Zwei neue Maifeierpostkarten fanden zu 32 500 Stück Absatz. " Der Parteitag anerkennt die Berechtigung des Abkommens, das der Vorſtand der Gesamtpartei mit den Freisinnigen abge: schlossen hat. Durch das Abkommen wurde die alte Mehrheit des schwarzblauen Blocks gebrochen und für unsere Partei eine Anzahl bon Mandaten zugunsten des Volkes errungen. Die berufsmäßige Kritik einzelner Genossen in Sachen des Kompromisses sieht der Parteitag als grundlos an." Gegen die Resolution sprach Genosse Caspari; er hält das Stompromiß für verwerflich, uns müsse mehr um Erlangung großer Stimmenzahlen als um Mandatsjägerei zu tun sein. Für die Resolution sprach Genosse Blote, der meinte, daß uns hohe Stimmenzahlen allein gar nichts helfen könnten. Der erste Teil der Resolution wurde einstimmig angenommen. Für den zweiten Teil wurden 17 Stimmen, dagegen 9 Stimmen abgegeben. In der Gesamtabstimmung wurde die Refolution mit 17 gegen 8 Stimmen angenommen. Das Referat zum zweiten Punkt der Tagesordnung hielt Ge. noffe Adamet- Recklinghausen. Redner wandte sich gegen die einzelnen Mitgliedern der P. P. S. gemachten Vorwürfe und erflärte es für eine Beleidigung, wenn die polnischen Sozialisten als angehende Separatisten bezeichnet würden. Ohne Rücksicht auf Beschimpfungen und Verdächtigungen bleiben die polnischen Genossen treue Anhänger der Zentralverbände und werden dieselben nach Kräften fördern. " Die Diskussion über den Geschäftsbericht war eine sehr lebhafte. Ein Beschluß ersucht den Bundesvorstand, neuherauszu gebende Platate, Postkarten usw. fünstlerisch besser zu gestalten. Ein zweiter Beschluß verpflichtet die Gauleitungen, Bezirke und Ortsgruppen, alle Veröffentlichungen, die für den ganzen Bund von Interesse sind, zunächst der Bundesbuchhandlung zum Verlag anzubieten. laftung erteilt. Dem Geschäftsführer Michaelis wurde einstimmig EntNachdem Reichstagsabgeordneter Davidsohn den Bericht der Redaktion und Neumann den Bericht des Verlages gegeben, wurden abends 8% Uhr die Verhandlungen auf Sonntag vertagt. Dritter Verhandlungstag. Nach eingehender Durchsprechung der Berichte von Redaktion, Expedition und Verlag wurde dem Vorstand ein Antrag der Ortsgruppe Bremen auf Schaffung einer Kinderbeilage zum Bundesorgan übergeben. Damit waren die Arbeiten der Generalversammlung erledigt. Nach einem begeisternden Schlußwort Neumanns wurden die Verhandlungen mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung und den Deutschen Arbeiter- Abstinentenbund und dem Gesang der Arbeitermarsellaise geschlossen. Jugendbewegung. Bezirkskonferenz in Halle a. S. Am Karfreitag fand in Halle eine außerordentliche Konferenz ber Jugendausschüsse im Agitationsbezirk alle statt. Die Konferenz war von 22 Jugendausschüssen mit 28 Delegierten beschickt worden. 10 Jugendausschüsse ließen sich durch die Ausschußdelegierten der Nachbarorte bertreten. Die Jugendausschüsse der Drte Hettstedt, Delitzsch, Zahna und Dürren berg waren leider nicht vertreten. Dagegen hatten 9 Gewerkschaftsfartelle und 11 örtliche Parteiorganisationen Delegierte geschickt. Genosse Easpari ergriff als erster in der Diskussion das Die Redaktionen der Parteiblätter in Halle und Zeit, einige JugendWort und begründete seine Befürchtungen, daß die polnische Organifektionen von Gewerkschaften und die Bezirksleitung der Jugendfation zum Separatismus führen fönne; er habe seine Artikel geausschüsse Thüringens waren ebenfalls vertreten. Der Bericht der Bezirksleitung über den Stand der Jugendschrieben, um vorzubeugen. Der hauptsächlich des Separatismus bewegung im Bezirk meldete gute Erfolge. Obwohl die bezichtigte Genoffe Bodemski schilderte die Ursachen der Anträge unter den Jugendlichen in der Beit die von der Zahlstelle Beuthen des Fabrikarbeiterverbandes an den Bei der Beschlußfassung über die Statutenanträge Agitationsarbeit der Reichstagswahlbewegung naturgemäß in den Hinter Gewerkschaftstongreß gestellt wurden. Die ihm vom Genossen wird der Beitrag für männliche Mitglieder auf 60 Pf., für weibGaspari gemachten Borwürfe wies er zurüd. Genosse Riz mannliche auf 30 Pf. belassen, jedoch für Jugendliche bis zum 18. grund trat, brachte das Winterhalbjahr doch der JugendKattowitz bedauerte, daß Genosse Caspari die deutschen Genoffen Jahre, Lehrlinge, Frauen von Mitgliedern und nicht er- bewegung einen wesentlichen Aufschwung. Zu den 29 Orten, so falsch informierte, denn dadurch werde das friedliche Zusammen. werbstätige Bundesmitglieder auf 15 Bf. festgesetzt. Auf die zur Beit der letzten Jahreskonferenz im September 1911 bereits arbeiten der deutschen und polnischen Angestellten der Arbeiter Antrag von Orten mit außergewöhnlich armer Bevölkerung fann Jugendausschüsse aufwiesen, haben sich noch die Orte Elsterwerda, bewegung gestört. Alle weiteren Redner wandten sich gegen Caspari. der Bundesvorstand in Verbindung mit dem Ausschuß den Beitrag Lüßen, Torgau, Kretschau, Bahna, Biehla und Dürrenberg gefellt, Es wurde schließlich eine Resolution angenommen, in der ver- auf die Hälfte ermäßigen. Vom Eintrittsgeld be so daß jezt im Bezirk Halle 36 Jugendausschüsse bestehen. Die sichert wird, die polnische sozialistische Partei betrachte die zentralen freit sind Jugendliche unter 18 Jahren, Lehrlinge und alle Per- Bahl der Abonnenten der Arbeiterjugend" hat sich in dem legten Verbände als diejenigen beruflichen Organisationen, die die Inter- fonen, die ohne reftierende Verpflichtungen aus anderen Abstineng Halbjahr von 2055 auf 2670 gehoben. Die Kaffenverhältnisse der essen der Arbeiter ohne Rücksicht auf ihre Nationalität vertreten. organisationen zum Bunde übertreten. Den Ortsgruppen wird Bezirksleitung Den Ortsgruppen wird Bezirksleitung haben sich jedoch trotz der auf der letzten Weiter wird jedem Genossen der P. P. S. zur Pflicht gemacht, den empfohlen, dort, wo die Verhältnisse es gestatten, Jugendbünde Konferenz beschlossenen Erhöhung der von den Sonderausschüssen zu In der Zentralverbänden anzugehören; wer gegen die Interessen dieser der Schulkinder gegen den Alkohol zu gründen. Dem Vor- leistenden Bezirksbeiträge nicht wesentlich gebessert. Organisationen handelt, soll aus der P. P. S. ausgeschlossen werden. stand wurde zur Berücksichtigung überwiesen: 1. die Beitungs- Diskussion über den Bericht der Bezirksleitung wurden Klagen Es wird aber ferner betont, daß die Zentralverbände mandje torrespondenz ständig herauszugeben und der Partei- und über das mangelnde Interesse der Gewerkschaftskartelle und Das ist um fo era Mängel in bezug auf Agitation unter den polnischen Arbeitern zu Gewerkschaftspresse sowie den Ortsgruppenvorständen zuzustellen; einzelner Parteivereine nicht mehr erhoben. beseitigen haben. Jeder nationale oder religiöse Separatismus 2. Schritte zu tun, um die Alkoholfrage" auf die Tagesordnung freulicher, als sich die letzte Konferenz mit solchen Klagen als einem sei indessen entschieden zu verurteilen. Zum Schluß spricht die des nächsten Gewerkschaftstongresses Gewerkschaftstongresses au bringen; Hauptpunkt der Tagesordnung fehr ausgiebig beschäftigen mußte." Resolution dem Genossen Caspari eine Rüge wegen seiner, die 3. beim Bildungsausschuß der sozialdemokratischen Partei Wan- Die damals erfolgte Verständigung auf der Grundlage der HamArbeiterbewegung schädigenden Artikel aus. berkurse über die Alkoholfrage anzuregen. burg- Nürnberger Beschlüsse ist überall eingehalten worden. Dagegen Wegen der borgerückten Zeit wurde das Referat über Organi- In einem Referat über die Frage: Unser Kampf gegen wurden jetzt aus verschiedenen Orten Klagen erhoben über die an fation und Bresse abgefeßt. Unter den angenommenen Anträgen das Alkoholtapital" gab Reichstagsabgeordneter Dabib- gesichts der Tätigkeit der Wehrkraftvereine besonders betrübenden befindet sich wieder einer auf Anstellung eines Partei- john die Einleitung zu einer impulsiv geführten Debatte auch über Differenzen mit Arbeiterturnvereinen. Die Bezirksleitung empfahl fetretärs für Oberschlesien. Der größte Teil der das Verhältnis zu den bürgerlichen Vereinen. Genosse Davidsohn in folchen Streitfällen gütlich aber nachbrüdlichst auf die Durch Anträge wurde dem Vorstande überwiesen. ist auf Grund seiner Tätigkeit zu der Ansicht gekommen, daß es an- führung der schon im Jahre 1910 zwischen dem Arbeiterturnerbund gebracht ist, gewisse Fragen, in denen Arbeiterabftinenten und bür- und der Zentralstelle für die arbeitende Jugend getroffenen Berein gerliche Abstinenten ein gemeinsames Interesse haben, zusammen barung zu bringen. zu nehmen und Lösung zu 4. Generalversammlung des Arbeiterabftinentenbundes. mit den Bürgerlichen in Angriff au ne pas BrautapitalBrief großes Intereſſe wach, bas sich dann in einer ausgiebigen DisDer Bericht über die Berliner Konferenz der Jugendbezirksleiter bringen suchen. Generalaktionen gegen würden dadurch eine viel größere Bucht und Erfolgmöglichkeit be- fussion betätigte. Besonders das Vertrauensmännersystem wurde einfommen, auch ganz und gar im Interesse der Arbeiter, als wenn gehend besprochen und weiter noch betont, daß man bei den die Soweit allen geselligen Veranstaltungen, dem patrios Die Generalversammlung erledigte die Mandatsprüfung, nahm jede Richtung derartige Aktionen gesondert unternimmt. Jugendfang entgegenwirken entgegenwirken sollen, nicht bergessen den Bericht des Ausschusses entgegen( Berichterstatter& Ia wit- lich Davidjohns Ausführungen auf den Kampf gegen das Alkohol- tischen Jugendfang ter- Bremen) und diskutierte dann den vom Bundesvorsitzenden kapital bezogen, herrschte vollständige Uebereinstimmung unter den dürfe, daß die Werbung von Abonnenten für unser ausgezeichnetes Delegierten. Ueber das Zusammengehen mit den Bürgerlichen, Blatt Arbeiter- Jugend" die Hauptsache bleiben muß. Im Anschluß erstatteten Geschäftsbericht. An der Vorstandstätigkeit wurden feine erheblichen Monita gemacht. Die Fälle, in denen der Vor- vor allem den Guttemplern, bestanden jedoch grundsäßliche Mei- an die Diskussion wurde ein Antrag der Bezirksleitung angenommen, stand an gemeinsamen Veranstaltungen mit den bürgerlichen Ab- nungsverschiedenheiten, und Ia witter- Bremen, der als Kor- durch den die Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands ftinengbereinen sich beteiligte, begegneten bei einem Teile der Dele- referent fungierte, plädierte für die reinliche Vermeidung jedes offi- ersucht wird, fortlaufend Broschüren über aufreigende gierten scharfem Widerspruch, doch wurde auf Beschluß die Erziellen Zusammenarbeitens mit den Guttemplern. Beteilige man älle von Soldatenmißhandlungen und auf. fich offiziell an guttemplerischen Veranstaltungen, so trage man fällige Militärgerichtsurteile herzustellen und im örterung des Verhältnisses zu den Bürgerlichen, vor allem zum auch die Verantwortung für die Tendenz der Veranstaltungen. Gut- Frühjahr und Herbst gratis zu verbreiten. Die Massenverbreitungen Guttemplerorden, bis zu einem anderen Punkt der Tagesordnung zurückgestellt. Die Delegierten gaben meistens Situationsberichte und das parteigenössische Gefühl habe auch bei der Taktik der Ab- jugendlichen Gemüter der Wehrkraftvereinler ausgeschüttet werden.- Die zurückgestellt. Die Delegierten gaben meistens Situationsberichte templer find als Gelbe zu bewerten und als Gegner der Partei, solcher Broschüren sollen wie talte Douchen auf die militaristisch erhitzten und Schilderungen der verschiedenartigen großen Schwierigkeiten, Konferenz beauftragte weiter die Bezirksleitung für Jugend und gegen die die Bewegung in den einzelnen Orten und Bezirken ftinenten die Rechtschmur abzugeben. Eine Reihe von Rednern, die für das Zusammengehen eintra- Spielleiter, einen zweitägigen Kursus über die praktische Auskämpfen muß. Diesen Darstellungen wurde aber auch entgegen- tem, betonten, daß von Preisgeben des sozialistischen Grundunter- gestaltung der Ausflüge, Spiele im Freien und geselligen Abende gehalten, daß in manchen Orten Breslau wurde genannt Züchtiges erzielt wurde. Da, wo die Fortschritte mangeln, tragen fein könne. Aber in besonderen Einzelaktionen, wo es sich darum foll als großzügige gesellige Veranstaltung an den beiden PfingſtZüchtiges erzielt wurde. Da, wo die Fortschritte mangeln, tragen schiebes der Bestrebungen gegenüber den Guttemplern keine Rede für die Jugend zu arrangieren. Der diesjährige Begirlsjugendtag vielfach die Abstinenzgenossen auch selber die Schuld, weil sie für handelt, im Kampf gegen den Alkohol und das Alkoholfapital große feiertagen in Weißenfels stattfinden. Die Vorarbeiten der Bezirts vielfach die Abstinenzgenossen auch selber die Schuld, weil sie für ihre Sache noa) nicht energisch genug in der Parteibewegung Bro- handelt, ihre Sache noa) nicht energisch genug in der Parteibewegung Pro- Aktionen zustande zu bringen, sei ein gelegentliches Zusammen- leitung und des Weißenfelser Ausschusses wurden gutgeheißen. Mit paganda machen. Den Parteigenossen muß gesagt werden, daß gute Referate über die Alkoholfrage allen anderen Referaten gleichwer- gehen so angebracht, wie es auch in der Gewerkschafts- und Partei- einem Referat über die Aufgaben eines Spiel und Jugendleiters tig sind, die in Partei und Gewerkschaft gehalten werden. Ganz bewegung zwischen gegnerischen Organisationen und Parteien zeit- fand die arbeitsreiche Konferenz ihr Ende. Hätte man die Partei vollständig hinter sich, weilig geübt werde. Berlin, den 6. April 1912. Zweiter Verhandlungstag. Nachdem noch beschlossen wurde, daß die Abänderungen des Statute mit dem Tage der Veröffentlichung derselben in Kraft treten, wurden die Verhandlungen auf den zweiten Ostertag vertagt. Bierter Verhandlungstag. besonderes Gewicht gebühre der Beeinflussung der Jugend dann brauchte man sich nicht an die Bürgerlichen zu wenden, so aber lichen und der Gewinnung der über 18 Jahre alten. Dringlich sei man in Spezialfragen auf die Mithilfe von Leuten angewiesen, Aus Induftrie und Handel. twurde betont, daß der Schnapsbontott nicht mehr so wirkt, wie er eigentlich foll. Fast in ganz Sadjen, vor allem in Blauen, Baußen, die in anderen Fragen die politischen Gegner unserer Partei sind. In namentlicher Abstimmung wurde mit 14 gegen 5 Stimmen Aktiengesellschaften und G. m. b. H. im Jahre 1911. Birna, Chemnitz, ist der Schnapstonjum wieder ein erheblich hoher; beschlossen, ein Zusammenarbeiten auf gewiffen Gebieten mit bür- Das Wachstum der Aktiengesellschaften und der G. m. b. H. auch das Ruhrrevier kommt besonders in Betracht. Eine recht unerfreuliche Sache ist der Schnaps in den Gewerkschaftshäu- gerlichen Vereinen zu gestatten, jedoch mit jederzeit widerruflicher Unternehmen läßt sich nur relativ genau prüfen. Die eigentliche Genehmigung des Bundesvorstandes. Macht dieser Betriebe liegt in ihrer kapitalistischen Beweglichkeit. fern. Man erwähnte bestimmte Fälle, in denen die Abschaffung Kapitalvergrößerung, Fusion, Kartellierung und Bertruſtung, alles des Schnapsausschantes an nichtigen Einwänden scheiterte. Die ist der Aktiengesellschaft und der G. m. b. H. viel leichter möglich Gewerkschaftshäuser betonen besonders die finanzielle Seite der Frage. Es muß darauf hingearbeitet werden, mit der Entfernung als dem einzelnen Unternehmer. Weder die Begrenztheit der Geldmittel noch das persönliche Moment, wie es in der im Einzel des Schnapsausschankes und der Beseitigung des Trintzwanges besitz geleiteten Gesellschaft bemerkbar ist, kommt hier in Betracht. immer mehr durchzubringen. Ein erfreuliches Beispiel in dieser Hinsicht liefert Bremen, von wo der Delegierte berichtete, daß im Genoffe Rabenstein behandelte die Frage Jugend und Der ganze Geldmarkt mit seinen schier unerschöpfbaren Golddortigen Parteihaus tein Ausschant stattfindet. Die vom Bil- Alkohol" von den Gesichtspunkten aus: erstens, wie ist am wirt. strömen steht den Aktiengesellschaften zur Verfügung, jedes Opfer dungsausschuß veranstalteten Feiern, wie Märzfeiern, Gesellen- samsten durch Gesetze und gesellschaftliche Abwehrmaßnahmen der ist nicht durch einen Bejiher, sondern durch die Gesamtheit der feiern usw., selbst Vorträge, Byflen usw., finden in Bremen in Lo- Schutz der Jugend vor dem Alkohol zu bewirken, zweitens, wie Aktionäre zu tragen. Ein Ueberblick über die Kapitalgröße aller deutschen Aktientalen statt, too feine Getränke serviert werden. ist die Jugend selbst in den Kampf gegen den Alkohol hineinzuDie Diskussion, die reich an Winken für die fernere Agitation ziehen. Vieles, das meiste, blieb auch in der Partei bis jetzt un- gesellschaften ist deswegen noch lange nicht ein Einblick in die tatwar, endete mit der einstimmigen Annahme folgender Beschlüsse: geschehen. Sehr erfreulich ist eine Kundgebung der 3entral- sächliche Macht dieser Unternehmungen, er ist nur ein Beweis das 1. Der Bundesvorstand erhält den Auftrag, jährlich einen Ge- ftelle der arbeitenden Jugend, die es zu den ständigen für, inwieweit das Geld, die reinen Geldkapitalisten, an diesen schäftsbericht herauszugeben. Aufgaben der Jugendausschüsse rechnet, Aufklärung über Unternehmungen interessiert sind. Die Attie ist für den Geld2. Die Generalversammlung spricht ihre Genugtuung darüber die Gefahren des Alkohols zu verbreiten, sowohl durch Vorträge tapitalisten nichts weiter als ein Revenuetitel, der Kurs der Aktie aus, daß es gelungen ist, ein Einverständnis über die Fassung des als durch Verbreitung der alkoholgegnerischen Literatur. Die Ju- ist der Preis der Revenue. Der Umfang dieser RevenueProgramms mit den Bruderorganisationen Desterreichs und der gendausschüsse sollen grundsäßlich danach streben, bei allen Busam. interessen ist aus der Statistik erkenntlich. An Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Schweiz herzustellen. Die Generalversammlung stimmt dieser menkünften, Vorträgen, fünstlerischen Beranstaltungen, Ausflügen, neuen Fassung des Programms zu und erkennt es als Bundes- Spiel und Sport, jeden Alkoholgenuß fernzuhalten.-Die Dis- Haftpflicht Ende 1910 Ende 1911 Sabungen an. fussion bewegte sich im Sinne des Referats. 2295 2340 Weiter wurde in einer einstimmig angenommenen Resolution Zur Frage der Durchführung des Branntweinbontotts 15 484,4 dem Genossen Dr. Hanauer- Brüssel wärmster Dank für seine wurde nach kurzer Diskussion einstimmig folgender Beschluß geuneigennüßige Arbeit ausgesprochen, die er als Sekretär des bor faßt: awei Jahren in Kopenhagen geschaffenen internationalen sozialdemo Die zu Ostern 1912 in Berlin tagende Generalversammlung fratischen Abstinenz- Sekretariats geleistet hat. Die Resolution be- des Deutschen Arbeiter- Abstinentenbundes spricht ihre Genugtuung auftragt jedoch den Vorstand, in Verbindung mit dem österreichie laus über den vom Leipziger Parteitag 1909 beschlossenen und vom Aktiengesellschaften nominelles Rapital in Millionen Mart G. m. b. H. nominelles Rapital in Millionen Mart 19 650 3880,7 16 103,9 22 179 4229,5 der Die Attiengesellschaft ist an Bedeutung ihrem Kleinen Bruder, G. m. b. S. naturgemäß weit überlegen. Der Geschäftsanteil der G. m. b. S. ist lange nicht so beweglich, so absolut Rebenue- 1 ficht auf die Monopolisten nehmen wird, zumal auch das Gefeß, derten Beifungsinserate, wonach fie Rapital gu Begeben häften, ob titel, der als scheinbar neues Kapital selbständig auf den Markt besagt, daß die Behörde" Rücksicht auf die örtlichen Verhältnisse gleich sie nach den Grmittelungen der Anklagebhörde weder selbst tommt, getauft und verkauft wird, wie die Aktie. und so weiter zu nehmen hat. Die Herren Landapotheker werden Geld besaßen noch Geldmänner an der Hand gehabt haben sollen. Einen schwachen Maßstab für die eifrige Gründungs- sich jedenfalls nicht zu beklagen haben. Den Darlehnssuchern werden dann in solchen Fällen Gelder in und Fusionsarbeit innerhalb des Bereiches der Aktien- Der Arzneikonsum wird gerade durch das neue Gesez ganz ziemlich sichere Aussicht gestellt, sobald sie einen bestimmten Betrag gesellschaften und der G. m. b. H. geben die folgenden Ziffern: ungeahnte Steigerungen erfahren. Heute sind Millionen der für Porto und Auskunftsgebühr bezahlt haben. Die Darlehns Aktiengesellschaftsgründungen unter Einbringung Lohnarbeiter ja gar nicht gegen Krankheit versichert und daher der sucher werden unter tausend Ausflüchten hingehalten, manchmal schon bestehender Unternehmungen erfolgten 1911 61 mit Landapotheker auf Privatkundschaft meistens nur angewiesen. wird ihnen schließlich mitgeteilt, daß die Auskunft zu schlecht aus100,7 Millionen Mark nominalem Kapital, Löschungen von Aktien- und bis ein armer Kleinbauer mal die Apotheke aufsucht, wird es gefallen sei, manchmal wird noch die Stellung eines Bürgen vergesellschaften wegen Fusion erfolgten 21 mit einem intereffierten lange dauern, wenn nicht eine ernsthafte Krankheit ihn zwingt. langt und dann eine nochmalige Gebühr für den Bürgen in AnAktienkapital von 63,9 Millionen Mark. Die Kapitalerhöhungen, Hausmittel sind da billiger und oft auch besser als die ganzen Arz- fpruch genommen. Genau nach diesem Muster soll in den zahldie gleichzeitig mit Umgründung oder Fusion stattfanden, machten neien aus der so teuren Apotheke. Und wenn der kranke Klein- losen Fällen gehandelt worden sein, in denen es nirgends zur Ausinsgesamt 55,5 Millionen Mark aus. bauer wieder gesund wird, dann muß der Apotheker oft auch sehr zahlung von Geld gekommen ist. Die Angeklagten sollen sich bei lange auf die Bezahlung seiner langen Rechnung warten und Ver- den unreellen Aktionen in verschiedener Form beteiligt haben, luste sind auch keine Seltenheit. Das neue Gesez bringt nun den zum Teil ist die Anklage außer auf Betrug und versuchten Betrug Apothekern Millionen von neuen Kassenmitgliedern, die gerade bezw. Beihilfe auch auf Urkundenfälschung gerichtet. Durch Jamachen werden. auf dem flachen Lande sich für den Apothekerstand bemerkbar cobs sind verschiedene Grundstücksbefizer, namentlich Landwirte, Millionen von Landarbeitern, Dienstboten usw. die hypothekarische Darlehen suchten, um zum Teil recht erhebliche werden der Versicherungspflicht unterstellt und man nennt bereits Beträge geschädigt worden. Zur Ueberführung der Angeklagten Zahlen, die eine Steigerung der Versicherten von 12 Millionen sollen die Beugnisse von 500 Zeugen, zumeist aus Berlin und den Die Neugründungen von Aktiengesellschaften und die Kapital- auf 20 Millionen besagen. Und das soll den Apothekern keine Ge- Vororten, dienen. Wenn sie alle vernommen werden müssen, erhöhungen schon bestehender Aktiengesellschaften brachte eine An- winne bringen? Millionen von Mark werden da wieder mehr für würde die Reihe der Dauerprozesse um eine neue Nummer verforderung von rund 820 Millionen Mark; rund 201 Millionen Arznei verbraucht, die seither aus Mangel einer Versicherung er- mehrt werden. Mark Aktienkapital ging durch Herabsehung, Auflösung und Liqui- spart wurden. Die Reichsstatistik lehrt uns ja, daß in den lebten dation von Attiengesellschaften davon ab, der tatsächliche Kapital- Jahrzehnten deutscher Krankenversicherung den Apothekern sehr zuwachs der Aktiengesellschaften pro 1911 betrug demnach 619,5 große Profite zugeschanzt wurden, die in steigender Bewegung G. m. b. H- Gründungen unter Einbringung schon bestehender Unternehmungen erfolgten 1228 mit einem Nominalkapital von 178,6 Millionen Mart, hier betrugen die reinen Kapitalerhöhungen dabei nur 2,6 Millionen Mark. Der Gesamtrevenuenwert der 584,5 Millionen Mark Kapitalsteigerung der Aktiengesellschaften betrug, nach dem Ausgabeturs berechnet, 733,9 Millionen Mark. Millionen Mark. Die Neugründungen von Gesellschaften mit beschränkter Haftpflicht und die Kapitalerhöhungen schon bestehender G. m. b. H. nahmen vom Geldmarkt zusammen rund 500 Millionen Mark in Anspruch; rund 151 Millionen Mark Kapitalien der G. m. b. H. ging durch Auflösung, Liquidation usw. davon ab, so daß 1911 bei den tätigen G. m. b. H. ein nomineller Kapitalzuwachs von 394 Millionen Mark eintrat. Unter den einzelnen Industrie gruppen ist es unzweifelhaft das Handelsgewerbe, das 1911 den Kapitalmarkt am stärksten in Anspruch genommen hat mit rund 370 Millionen Mark-, davon erhielten die Banken rund 192 Millionen. Bergbau, Hüttenwesen, Metallindustrie mit Maschinen- und Apparatebau brauchten zusammen rund 375 Millionen Mark; davon erhielt allein die Industrie der Maschinen und Apparate 195 Millionen. Lebensmittelwucher. find. Nach der Reichsstatistik waren z. B. versichert: 1885 4 294 173 Personen, 1910 12 846 837 Personen, mithin eine Steigerung von 199,2 Proz. Aus aller Welt. Ofterftürme. Die schweren Stürme der Ostertage haben in den verschiedensten Gebieten des Reiches wie auch im Auslande großen Schaden angerichtet. In den Forsten hat der orfanartige Sturm gewaltige geführt. Auch unter den Telephon- und Telegraphenleitungen hat Berheerungen angerichtet; die niedergegangenen Regenmengen haben stellenweise zu hochwasser und Ueberschwemmungen " Die Krankheitstage stiegen von 25 301 178 im Jahre 1885 auf 104 708 104 im Jahre 1910. Steigerung: 313,8 Proz. 1885 7 052 016 M., im Jahre 1910 48 216 260 2. Steigerung: Die Ausgaben für Arznei und Heilmittel betrugen im Jahre 581,8 Proz. Die Ausgaben für Krankengeld weisen hingegen nur eine das Unwetter viel Unheil angerichtet, so daß die telegraphischen Steigerung von 86,4 Proz. auf. Die Gesamtausgaben für Arznei Berbindungen an vielen Orten unterbrochen sind. Am schwersten und Heilmittel betrugen in den 25 Jahren 616 736 165 M. Eine hatte die Schiffahrt auf der Nord- und Ostsee unter Riesensumme von über 616 Millionen Mark. dem Sturmwetter zu leiden; eine ganze Anzahl kleinerer Fahrzeuge gerung dieser Ausgaben, die zum größten Teile beffer den Mit- durch die Rettungsstationen der Deutschen GesellDie Krankenkassen sind ja machtlos gegen die gewaltige Stei ist während des Unwetters gefentert. Rühmenswerte Arbeit wurde Besonders beachtenswert ist auch, daß bei den Aktiengesell- Gedankenlos macht heute der Krante seinem Arzt noch Vorwürfe, gliedern in Form von Barunterstüßung gewährt werden könnte.schaft zur Rettung Schiffbrüchiger geleistet, eine große schaften im Jahre 1911 die Gesamtsumme an nominellen Kapita- wenn dieser ihm nicht eine große Flasche teurer Arznei verordnet Bahl in Seenot Befindlicher wurde durch die Rettungsboote vor lien der Neugründungen kaum die Hälfte der Kapitalanforde- und verlangt den Aratwechsel, wenn der gewissenhafte Arzt auf dem sicheren Untergange geborgen. Ueber die einzelnen Unfälle berungen schon bestehender Aktiengesellschaften ausmacht. Bei den dieses Drängen nicht eingehen will. Der Hermite überlegt nicht, richten bie folgenden Telegramme: G. m. b. H. ist es gerade umgekehrt, die Neugründungen brauchten daß das Rezept oft 2 bis 3 M. toftet, für dessen Betrag er gut ein Bremen, 9. April. Die Rettungsstation Wengeroog der an nominellem Stapital rund das Vierfache der Geldanforderungen wirkliches Stärkungsmittel aus dem- Meggerladen usw. be- Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchige. telegraphiert: schon bestehender G. m. b. H. ziehen konnte. Welche Mengen Fleisch und Milch könnten die Am 8. April wurden von dem holländischen Ewer Krantentassen alljährlich den Kranten zuführen, wenn der un- ,, Amicitia"( Kapitän Kiestra), der, mit Kies von der Weser nach Die agrarische Presse läßt wieder Gelüste nach indirekten Steuern sinnige Arzneikonsum eingedämmt werden könnte. Bangeroog bestimmt, in der blauen Balje gestrandet war, brei offenbar werden. Damit gewinnt die Lebensmittelverteuerungspolitik des Publikums sehr zustatten und die chemischen Fabriken verDem Apotheterstande kommt der sogenannte Arzneihunger Bersonen durch das Stationsrettungsboot Fürstin Vismard" erneuerte und gesteigerte Aufmerksamkeit Da, fommt gerade passend eine Zusammenstellung über die Entwickelung der Warenpreise in stehen die Reklame ihrer Heilmittel ausgezeichnet. Gibt es doch gerettet. Am 9. April wurden von einem Kahn mit Steinen, von den letzten 20 Jahren, die das Kaiserliche Statistische Amt in den eine Menge Patienten, die heute ihrem Kassenarzt direkt Vor- Ellenserdamm nach Wangeroog bestimmt( Schiffer Wilhelm Meher), Vierteljahrsheften zur Statistik des Deutschen Reiches 1. Heft schläge über die zu verordnenden Arzneien machen, deren Wirkung der in der Blauen Balje gestrandet war, zwei Personen durch veröffentlicht. Die Preisturve zeigt für die verschiedenen sie ja aus dem Annoncenteil der Tagespresse gelesen haben. Das das Rettungsboot" Fürstin Bismard" gerettet. Durch dasselbe Waren keine ganz ungestörte Parallelbewegung, auch keinen ununter- gegen wehren sich natürlich ernsthafte Aerzte die ganze Zeit. Vor Rettungsboot wurden von einer holländischen Bark( Kapitän Voerbrochenen Aufstieg, aber eine unverkennbare Tendenz dazu und be- uns liegt ein Flugblatt von Dr. Kremer aus Limburg a. d. 2. demind), mit Kies von Delfahl nach Wangeroog bestimmt, brei sonders in den letzten Jahren ein starkes Hinaufgehen. Das gilt Geschäftsleute auf den Arzneihunger der Kranken ganz gut schilHeilmittelschwindel" betitelt, welches die wüste Spekulation der Personen gerettet. fpeziell für eine Reihe wichtiger Nahrungsmittel. Bufällige und nicht bert. Er meint u. a.: Bremen, 9. April. Die Rettungsstation Dranste ber dauernde Beeinflussungsfaktoren lassen den Preis einer Ware manchDeutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: mal in einem Jahre sehr erheblich aus der Kurve heraustreten. Eine Außer den vielen von bösartigen, der ärztlichen Kunst nur am 9. April sind von dem bei Goos gestrandeten dänischen große Rolle dabei spielt natürlich immer die Ernte. Dergleichen die schwer, häufig überhaupt nicht zugänglichen Affettionen Heim- Schoner Florentine"( Kapitän Jensen), mit Eisen von Rostock Preishöhe vorübergehend bestimmende Faktoren müffen ausgeschaltet gesuchten und der nicht minder großen Schar der ständig um ihre werden, will man ein einwandfreies Bild der Entwickelung ge Gesundheit bangenden nervösen Menschen sind es namentlich nach Stettin bestimmt, drei Personen mit dem Raketenapparat winnen. In der folgenden llebersicht stellen wir daher die nach den auch die Mütter schwächlicher, mit englischer Krankheit oder der Station gerettet worden. Strofulose behafteter Kinder, aus deren Reihen sich die bis zum Bremen, 9. April. amtlichen Angaben ermittelten Durchschnittspreise wichtiger Waren nach fünfjährigen Perioden zusammen. Die letzte Zahlenreihe gibt die Differenz zwischen der ersten und legten Periode in Prozent an. Es tostete, immer die gleiche Qualität, Mark: Roggen, Berlin, Tonnen 133,1 Weizen, Berlin, 1912 -R Hafer, Breslau, " " • " " • Mais, Bremen, Gerste, Danzig, Speisekartoffeln, Berlin, 1To. 41,2 Rindfleisch, Berlin, 1 dz. 115,0 Schweinefleisch, Berlin, 1 99,4 Kälberfleisch, Berlin, 1 Hammelfleisch, Berlin, 1 100,2 Roggenmehl, Berlin, 1 18,0 Weizenmehl, Berlin, 1 21,9 Butter, Berlin, 1 " " " " Die Rettungsstation Neuwert ber Eintritt der im Ernstfall unausbleiblichen Enttäuschung so be- Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: geisterten Anhänger zahlloser, laut Prospett und Dantattesten Von der hier gestrandeten holländischen Ejalt, Afiena", tausendfach bewährter" Kurmethoden sowie die allezeit willigen Kapitän Tattje, von Norderney nach Elmshorn bestimmt, wurden Käufer der massenhaft auf den Markt gelangenden, angeblich sechs Personen durch das Rettungsboot August Heerlein" der idealen Heil- und Stärkungspräparate refrutieren." Station gerettet. " 1892/96 1897,01 1902/06 1907/11 Differenz 141,1 144,8 173,5 30,3% 152,5 Ganz geschickt verwertet der Arzt auch die Humoreskensamm165,9 167,4 213,4 40,0 Helgoland, 9. April. Der schon tagelang andauernde Sturm lung In Freiheit dressiert" von Karlchen über die chemische Fa- ist in der vergangenen Nacht zum Drtan geworden. Zwei 126,2 132,7 136,9 157,1 24,5" brif", in welcher Simon Raimann dreimal Pleite gemacht und nach Frachtschiffe sind gesunken, ein Schoner ist auf der Düne ge 93,7 87,2 106,8 118,2 26,1" 126,5 155,7 136,3 162,8 langer Buchthausstrafe überlegt, wie er zu Vermögen kommen 28,7 41,6 kann. Von dem Wesen der Chemie keine Ahnung," gründet" er strandet. Siebzehn Personen von diesen Fahrzeugen 44,9 51,5 25,0" 2 115,7 133,4 143,2 24,5 dennoch eine chemische Fabrik", mietet eine alte Barade und stellt fonnten noch in der Nacht geborgen werden. Bei Cuxhaven und zwar auf Mittelgrund beim vierten 103,7 eine jungen Chemiter ein, welcher den Auftrag hat, etwas zu er= 115,7 121,2 21,8 finden". Nach drei Tagen war das" Appetitollin" erfunden, ein Feuerschiff ist heute früh bei schwerem Südweststurme der Vier 124,0 149,1 173,0 40,0 109,7 148,3 grünliches Zeug, welches pro hektoliter 30 Bf. Herstellungskosten m after Isterfee" gestrandet und von Schleppern nach 146,1 45,8 18,6 19,1 22,4 24,4 verursachte und den Hund tötete. Dann wurde das" Babyfressin" Hamburg bugsiert worden. 23,4 23,1 28,5 30,1 213,5 228,2 244,4 15,8 46,0 52,6 48,8 61,7 34,1 Heringe, Danzig, 150 g. 31,1 39,9 29,4 37,5 20,6 Reis, Bremen, 1 dz. 18,9 21,5 21,3 23,0 21,7 Schmalz, Bremen, 1 76,0 66,8 87,0 105,9 39,3 Rohtabat, Bremen, 1, 48,8 49,8 59,9 83,2 70,5 Die Preissteigerung in dem letzten Jahrfünft springt flar in die Augen. Sie ist vorwiegend die Folge der im Jahre 1906 wirksam gewordenen höheren Zölle und der Steuererhöhungen, mit denen uns die Reichsfinanzreform des Schnapsblockes beglückte. Rüböl, Danzig 1 dz. " " " " 211,1 " • • " " " " " " " " " " " " Die Tabelle läßt deutlich erkennen, wie die Berteuerungspolitik der Preisturbe einen scharfen Ruck nach aufwärts gibt. Diese Politik erschwert naturgemäß die Lebensführung der Arbeiter in ganz eminenter Weiie; troßdem wollen gerade die Verteuerungspolitiker den Arbeitern verwehren, durch Lohnsteigerungen die Lebensmittelberteuerung wieder auszugleichen. Das bewies jest wieder sinnenfällig der Bergarbeiterstreit mit seinen Begleiterscheinungen. Bodenwertsteigerung in Wien. Die Grundwertpreise sind in den Straßen der inneren Stadt von Wien in den letzten dreißig Jahren um das vierfache( auf dem Stefansplatz von 1000 kronen auf 2500 Stronen, in der MariahilferStraße von 200 auf 800 Kronen pro Quadratmeter) gestiegen, in den Arbeitervierteln aber um 10fache gestiegen. Soziales. Apotheker und Reichsversicherungsordnung. als bester Grsak für Muttermilch" erfunden und der junge Che- Hamburg, 9. April. Durch den herrschenden Sturm find an Später wurde das versicherte Fabrikgebäude" verschiedenen Stellen des Hafens Schuten und andere Fahrzeuge " in Brand gesteckt und An Stelle der alten Fabrit steht heute ein gewaltiger boll Wasser geschlagen und gesunken. Mehrere Schlepper haben Häuserkomplex. Simon Raimann u. Ko." heißt die Firma. fich losgerissen und sind beschädigt. Der von Middlesbro aufSie beschäftigt 600 Arbeiter, die ausschließlich Zähnepußol" gekommene norwegische Dampfer Barild" geriet im Raiserherstellen. Als nämlich Simon das beste Kindernährmittel auf Wilhelms- Hafen mit dem Dampfer Brasilia" in Kollision; beide den Markt bringen wollte, war ihm ein Konkurrent zuvor Schiffe wurden leicht beschädigt. Die am Hafen belegene Straße gekommen. Er taufte daher einfach das Babyfressin" in Borseßen ist überschwemmt; sämtliche in den niedrigen Stadt " Zähnepubol" um und verkauft es als das beste Zahnpulver teilen belegenen Kellerräume stehen unter Wasser. Es wird allgemein gepriesen." Görlitz, 8. April. Am ersten Osterfeiertag gegen Mittag unter Möchten sich die Leser beim Anblick aller ein Kurverfahren nahmen trotz des stürmischen Wetters fünf junge Leute auf der oder Heilmittel betreffenden marktschreierischen Ankündigungen Reisse, die infolge der niedergegangenen Regengüsse Hochwasser doch stets der lehrreichen Geschichte von Simon Raimanns führt, eine Boots partie. An einem Strudel schlug das Boot chemischer Fabrik" erinnern!" um und die fünf Insassen fielen ins Wasser, bon denen einer, der 19 jährige Schloffer Paul Otto, ertrant. Die übrigen vier tonnten mit Mühe gerettet werden. der Welt. Der Arzt vergaß nur hinzuzufügen, daß dann die Fabrik 30 Proz. Dividende an ihre Aktionäre alljährlich verteilt und ihre armen Arbeiter bei Hungerlöhnen langsam vergiften läßt, die dann als Konsumenten dieser gewonnenen Stoffe wieder auftreten. Gerichts- Zeitung. Darlehnsschwindel. Dampferkatastrophe auf dem Nil. Am Dstermontagabend hat sich nach einem Telegramm aus Kairo auf dem Nil eine schwere Dampferkatastrophe zugetragen. Ein mit etwa 300 Ausflüglern berschiedener Nationalität besetzter Vergnügungsdampfer stieß mit einem Frachtdampfer zusammen. Der erste Ein selten umfangreicher Zeugenapparat wird bei einem Straf- Dampfer fant nach einiger Zeit. Trotzdem durch die herbeiprozeß in Bewegung gefeßt werden, der noch in diesem Monat vor geeilten Boote viele der Verunglückten gerettet wurden, ist der 4. Straffammer des Landgerichts I zur Verhandlung fommen boch eine größere Anzahl ertrunken. Bisher sind 17 wird. Es handelt sich um Betrügereien großen Stils, die der In Leichen geborgen worden. Es konnte bisher noch haber eines Detektivbureaus Friz Jacobs in Gemeinschaft mit " Die Herren Apotheker in Deutschland jammern in ihrer Fach- feiner Ghefrau und unter Beihilfe des Kaufmanns Hans Dube, nicht festgestellt werden, ob noch mehr und wieviel Personen presse jebt allenthalben, daß sie vor dem wirtschaftlichen Ruin des Zeichners Karl Jaegler, des Kaufmanns Hellmut Schmidt bei dem Unglück ums Leben gekommen sind. stehen. Die Preise der Rohstoffe seien enorm gestiegen, die Gesetz- und des Kaufmanns Leopold Posner verübt haben soll. gebung forge für neue Lasten wie Reichszuwachssteuer usw. Auch schwebten seinerzeit verschiedene Strafverfahren gegen Jacobs, Ein anderes schweres Bootsunglück hat sich am Sonntag durch die neue Reichsversicherungsordnung werde der arme Apo- Dube und Jaegler; die geschäftlichen Manipulationen, die dabei an der nordafrikanischen Küste bei anger zugetragen. Ein theterstand schwer getroffen, weil das Verhältnis der Apotheker festgestellt werden konnten, erregten bei der Staatsanwaltschaft Boot des Kreuzers Du Chayla", in dem sich der russische zu den Krankenkassen auf eine ganz neue Grundlage gestellt den Verdacht, daß es sich gemeinschaftlich nach einem bestimmten Gesandte und die Gattin sowie zwei Kinder des französischen wird" usw. System verübte Brandschabungen von Darlehnsgesuchen handelte Geschäftsträgers Beaumarchais befanden, tenterte in Gewiß hat die Gesetzgebung auch dem Apothekerstande, wie und eine von der Staatsanwaltschaft im Oktober v. J. angeordnete der Bai. Die zwei Kinder und zwei Dienerinnen jedem Geschäftsmann und Konsumenten sehr große Belastung ge- gleichzeitige Haussuchung und Beschlagnahme soll, wie behauptet bracht. Unsinn ist aber das ganze Geschrei, daß die Reichsversiche- wird, diesen Verdacht bestätigt haben. Jacobs sowohl wie Dube ertranten. Die übrigen wurden gerettet. rungsordnung dem Apothekerstande neue Lasten und großen betrieben Darlehns- und Hypothekenvermittelungsgeschäfte, Jacobs Schaden bringe. Die Bestimmungen des§ 375 sind doch für die zuerst in Rigdorf und später in der Reichenberger Straße, Dube Apotheker sehr günstig und wird die Praxis auch zeigen, daß die zuletzt in der Prenzlauer Straße. Außerdem hatte Dube Ende Bei einem Stierkampfe, der am Sonntag in Avignon( SüdHerren wahrlich nicht zu flagen haben. Oder ist man wirklich so 1910 das von Jacobs in der Besselstraße begründete Finanzgeschäft frankreich) stattfand, hat sich ein schwerer Unfall zugetragen. Der naiv, von der Gesetzgebung zu verlangen, daß die dem freien Ver- Cito" übernommen. Jaegler war als Stassierer bei Dube tätig. Bicador Bullio te wurde von einem jungen Stier auf die tehr überlassenen Heilmittel" fünftig nur in Apotheken geholt Jacobs hatte in der Friedrichstraße eine Auskunftei begründet und " Volksvergnügen im Süden. werden dürfen? Uebertreibung, und zwar bewußte, ist auch der wurde in dieser von Dube zur Erstattung von Auskünften über die örner gespießt, in die Luft geworfen und mit den Jammer über die Bestimmung des§ 376, wonach die Apotheken Vermögenslage von Darlehnssuchern in Anspruch genommen. Es füßen zertrampelt, so daß er sterbend ins Hospital geden Krankenkassen für die Arzneien einen Abschlag von den Preisen wird behauptet, daß Jacobs, Dube und Jaegler in betrügerischer schafft werden mußte. Auch im weiteren Verlaufe des Stiergefechtes Der Arzneitage zu gewähren" haben. Die Höhe dieses Abschlages Weise Hand in Hand gearbeitet haben. Es entwickelte sich dabei ereigneten sich noch mehrere aufregende Zwischenfälle. So war es ist ja vorsichtigerweise gar nicht angegeben und wird von der dasselbe Bild, welches bei allen solchen Prozessen gegen Darlehne einem anderen Stier gelungen, die Barriere, die die Arena von dem obersten Verwaltungsbehörde bestimmt, die schon die nötige Rück- schwindler immer wiederkehrt: Jacobs und Dube erließen au hun- 1 Buschauerraum trennt, zu überspringen. Unter dem Publikum entstand eine Panit. Alles flüchtete schreiend den Ausgängen zu. Izehn erlitten mehr oder minder schwere] Bei dem entstandenen Gedränge wurden mehrere Personen Brandwunden. zum Teil schwer verlegt. Berhaftung eines Automobilapachen. Rahmond attemin, einer der Komplizen der Automobilbanditen Bonnot und Garnier, ist am Sonntag früh im neunten Pariser Arrondissement ver haftet worden. Eingegangene Druckfchriften. Mai- Festschrift der deutsch österreichischen Sozialdemokratie. Mit " Kleine Notizen. Schweres Brandunglück bei einem Konzert. Eisenbahnunfälle. Auf dem rheinischen Bahnhofe Ehres. Durch eine herabstürzende Petroleumlampe wurde am boven fuhr am Sonntag ein Lokalzug mit voller Straft gegen Sonntag in der französischen Ortschaft Houdain ein furcht- einen Prellbock. Die Lokomotive und zwei Wagen ent- Juſtrationen nach Werken Michelangelos, einer Kunstbeilage Durchstich bares Unglück hervorgerufen, dem sieben Menschen- gleisten, der Lokomotivführer wurde getötet. des Tauerntunnels" nach einer Radierung von Ludwig Michalde, sowie leben zum Opfer fielen. Die patriotische Frauen- Gestern mittag entgleiste ein Bug der Nebenbahn Mosbach- Beiträgen von Wilhelm Hansenstein, Dtto stönig, Dito Lang, Julius Mudau kurz vor Mosbach auf freier Strede. Die Berfaß, Friedrich Adler u. a. Berlag Wiener Volksbuchhandlung. Ignaz liga hatte dort in einem kleinen Gasthause einen musikalischen Lokomotive, der Gepäckwagen und der erste Personenwagen Brand u. Co. Bien VI, Gumpendorfer Str. 18. Preis 25 Pf. Abend veranstaltet. Sturz nach Beginn des Konzerts fiel stürzten um. Der Heizer wurde getötet, der Der Mensch und die Erde. Liefer. 144-149. Die Gewinnung plötzlich die schlecht befestigte Petroleumlampe von der Lokomotivführer lebensgefährlich verlegt. Behn und Verwertung der Schäße der Erde. Von H. Kraemer. Liefer. 60 Pf. Dede in den Zuhörerraum herab. Die Lampe bis fünfzehn Berfonen erlitten leichte Berlegungen. Bong u. Co., Berlin W. 57. Die Aenderungen der Gewerbeordnung vom Jahre 1911. zerbrach sofort und das brennende Petroleum ergoß sich über Das Spielen mit Schießwaffen. Am Sonntag erschoß der den Fußboden. Unter dem Publikum, das zum größten Teil 18 jährige Sohn des Gendarmeriewachtmeisters Bossart in weiters Bettelausgabe Nr. 7. 50 Pf. 3. Schweizer( u. Sellier), München. Das soziale Problem. aus Frauen und Kindern bestand, brach eine furchtbare Panit Swientochlowit( Oberschlesien) beim Spielen mit dem Bon Th. Herkla. 6 M., geb. 7 M. G. Reimer, Berlin W. 35. aus. Das Feuer hatte die Kleider mehrerer Frauen Dienstrevolver des Vaters feinen 12jährigen Bruder. Opfer der Kälte in Galizien. In einer Lemberger Vorstadt Die Träume der Nathalie Braunstein. Roman von M. Hochdorf. ergriffen, die einer Feuersäule gleichend im Saale wurden auf einem Schneehaufen die Leichen zweier Männer, 5 M. Drei Mädchen am Spinnrad. Roman von Fedor v. Zobeltik. umberliefen. Die übrigen Gäste drängten in wilder Angst bie erfroren find, aufgefunden. Auf der Landstraße bei Uhnow 6.Berlag Fleiſchel u. Co., Berlin W. 9. E. Der kleine Tod. Von Jrene Forbes- Mosse. 3 M., in Leinen 4 M. dem einzigen Ausgange zu. Der sofort herbeigerufenen Feuer- haben ein Bauer und eine Bäuerin, die auf dem HeimGogan und das Tier. Von D. Alscher. Roman. 3 M., in Leinen wehr gelang es, das größte Unheil zu verhüten, doch wurden gange begriffen waren, ebenfalls den Tod durch Erfrieren 4 m Die Bestimmung der Roheit. Von A. Steffen. Roman. trotzdem sieben Personen getötet. Ungefähr fünf- i gefunden. 3,50 M., in Leinen 4,50 M. S. Fischer, Berlin, Bülowftr. 90. M. 5 billige Schüler- Tage! Mittwoch Donnerstag- Freitag Sonnabend Sonntag Große Gelegenheitsposten: f. 6 f. 6 3.30, Schüler- Anzüge Sport- Fassons, aus sehr haltb. Stoffen, f. 6-8 Jahre 4.50 Schüler- Anzüge lack.- Fass. In viel. Stoffart. f. 8-12 Jahre durchweg 7.50 Schüler- Anzüge Manchester, Blusenform, in viel. Farben durchweg.. fr6-8 Jahre 3.50 Schüler- Anzüge Jack.- Fass. aus Rest. gearb. f. 8-12 Jahre durchweg 9.50 Schüler- Anzüge Manch., Qual. I, sehr haltb., schöne Fass., bis 6.50 Schüler- Anzüge Sport- Fassons, in vielen Stoffarten, für 8 Jahre, ältere Jahr 50 Pf. mehr spelen 8 8.50 Schüler- Anzüge blaue, Kammg., Chev., hochgeschl.Blusenform, bis 6.50 Schüler- Anzüge Heer Warchoffen in Blusen aus guten Waschstoffen in Blusen-, Kieler, 3.10, 2.25 1.30 Schüler- Anzüge Sport- Fassons a. gut. 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Es ist ja bekannt, daß Mit einem Radikalmittel wird diefes Uebel bekämpft von in den Bevölkerungsschichten, die als Stüben des Altars, dem Besitzer des Hauses Thorner Straße 65/66, des Thrones und des Geldsads sich betätigen, über einem Herrn Leopold Kohn, der das von zahlreichen die gefeßlich geschüttesten Autoritäten die uns Zweiter Wahlkreis, Friedrichstadt. Mittwoch, den 10. April, Familien bewohnte Grundstück erst vor einigen Monaten er- ehrerbietigsten Urteile gefällt werden, wenn man" unter abends 12 Uhr, bei Jul. Meher, Oranienstraße 103, 3 ahl nacht für Buchdrucker, Stereotypeure, Kinooperateure usw. Bericht von worben hat. In den ersten Tagen des April hat Herr Kohn sich" ist. Nur wenn mal aus unseren Reihen ein allzu kräftiges der Generalversammlung Groß- Berlin: Genosse Biriz. in seinem Hause eine ganze Reihe von Mietern, deren Woh- Wort kommt, dann wird man da drüben feinfühlig und zetert, Donnerstag, den 11. April, früh 5 Uhr, 3ahl morgen für nungen ihm übervölkert erschienen, mit der Nachricht über das sei Untergrabung der Autorität". Druckerei- Nachtarbeiter. rascht, daß er zu seinem Bedauern sich genötigt sehe, ihnen Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Fünf Jahre sind heute verflossen, seit Genoffe Ignaz Auer die Wohnungen zum 1. Oktober zu fündigen. Bei dieser Dritter Wahlkreis. Für die Bezirke 227-229( früher Bezirke Massenkündigung, von der auch mehrere schon seit die Augen für immer geschlossen hat. Die Parteigenoffen haben das 250-253) findet heute ein gemeinsamer Bahlabend mit einem fünf, sechs, fieben Jahren in dem Hause wohnende Familien Andenken Auers durch Aufstellen eines Denksteins geehrt, noch mehr Vortrag des Genoffen Dr. Grumnach bei Julius Meyer, Oranien- betroffen worden sind, handelt es sich um Wohnungen, die aus aber durch rastloses Streben nach Ausbreitung unserer Ideen. Auer Der Vorstand. Stube und Küche bestehen und von Ehepaaren mit drei, bier, war ein ausgezeichneter Organisator und hat gerade anf organiJohannisthal. Der heutige Bahlabend findet gemeinsam für fünf Kindern bewohnt sind. Daß dem Herrn Kohn das zu fationen erstarkt sind, so ist das zwar in der Hauptsache auf die fatorischem Gebiete Vorbildliches geleistet. Wenn heute die Drgani den ganzen Ort bei Otto Senftleben, Friedrichstr. 48, statt. viel ist, zeigt die den betreffenden Kündigungsbriefen zur Der Vorstand. Begründung beigefügte gleichlautende Angabe:... da die Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse zurückKarlshorst. Der Bahlabend findet im Restaurant von A. Sa Wohnung für Ihre Familie zu flein ist." Herr zuführen: allein ein nicht unerhebliches Berdienst an der Geschlossenbrowski, Treskow- Allee 66, Ede Krausestraße, statt. Beginn Kohn weiß, wie man diesem Uebel abhelfen fann: er wirft heit der Partei hat Ignaz Auer. aus den zu kleinen Wohnungen die zu großen Familien Die Eröffnung des Kinemakolor ging im Krollschen Adlershof. Der heutige Zahlabend ist ein gemeinsamer und hinaus. Unklar ist, warum er Mietern, deren Kontrafte noch Etablissement nach dem Versagen am Ostersonnabend am Das Ausfindet im Lokal des Genossen Kaul, Bismardstr. 16, statt. Da die bis zum 1. Oftober laufen und eine dreimonatige Kündi- ersten Ostertage programmgemäß vor sich. Bezirte neu eingeteilt werden, ist das Erscheinen aller Mitglieder gungsfrist ausbedingen, schon jetzt die Kündigungsbriefe ge- zeichnende dieser Vorführungen ist, daß hier die lebenden notwendig. schickt hat. Das ist zulässig, aber man muß sich doch über die Lichtbilder in ihren Naturfarben auf die Leinwand geDonnerstag, den 11. April, vormittags 10 Uhr, im Jugend- Eile des neuen Hausbesizers wundern und noch eine besondere worfen werden, statt in unnatürlicher Einfarbigkeit oder heim", Bismardstr. 11: Bahlmorgen. Tagesordnung: 1. Vortrag Abficht dahinter bermuten. in den nicht minder unnatürlich schreienden Farben des Genossen Joel Gerhard über:" Militarismus". 2. Parteiangelegenheiten. straße 103, statt. 8% Uhr. glieder. Hohen- Schönhausen. Der heutige Zahlabend findet für alle drei Bezirke gemeinsam bei Reyher statt. " P Fragen wird mancher, mit was für Familien der Haus- der bisher gebotenen Kinematolorierung. Namentlich die befizer Kohn, dieser eigenartige Wohnungsreformer", die Vorführung der entzückenden Szenerien des Garda- Sees gefiel Bohnsdorf. Heute, Mittwoch, den 10. April, abends 8% Uhr, zu kleinen" Wohnungen in seiner Mietskaserne zum Oktober sehr. Ob freilich auf die Dauer das Interesse der Masse der im Lokale des Herrn Batofzer( Villa Kahl) Mitgliederversamm füllen will. Die Frau eines Arbeiters, dem gleichfalls die für Besucher durch landschaftliche Szenerien oder theatralischlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Die Stellung der Partei seine Familie zu kleine" Wohnung gekündigt worden ist, prunfvolle Aufzüge gefesselt werden wird, bleibt abzuwarten. zu den Bau-, Produktiv- und Konsumgenossenschaften"; 2. Dis- schreibt uns: ja, wir möchten alle eine größere Nicht nur das Wesen des Dramas sondern auch das des kussion; 3. Bericht von der Verbandsgeneralversammlung; 4. Ver- Wohnung haben, aber leider sind die Ar- Kinos ist die Handlung, die zwar sehr wohl künstlerische einsangelegenheiten; 5. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mit- beiter nicht in der Lage, die Miete dafür zu Verfeinerung nicht nur verträgt, sondern sogar verlangt, aber Der Vorstand. bezahlen. Wenn alle Wirte sich auf den Standpunkt stellen schwerlich völlig ausgeschaltet werden dürfte. würden, dann lägen alle Arbeiter mit ihrer großen Kinder- Ein geisteskranker" Hochstapler namens Füllgraf entsprang in schar auf der Straße." Dieser Notschrei ist nur zu berechtigt. voriger Woche auf dem Transport mittels Strantenwagens von der Auf Arbeiterfamilien, die viele Kinder haben, lastet die Frrenanstalt Buch nach dem Virchow- Serankenhause. Die faum Wohnungsnot doppelt schwer. Zu der notgedrungenen Beschränkung des Wohnungsbedürfnisses, der Einpferchung vielköpfiger Familien in kleine Wohnungen, fommt hier noch die Schwierigkeit, überhaupt eine Wohnung zu finden. Daß fogar da draußen in der Thorner Straße ein Mietstasernenbesizer mäkeln zu sollen glaubt, das wundert uns einigermaßen. Wir sind, wie gesagt, wirklich neugierig darauf, wie der Mann bei solchen Ansprüchen sein Haus vollkriegen will. Neuenhagen a. Ostbahn. Am Sonntag, den 14. April cr., nachmittags 4 Uhr, bei Wortmann: Generalversammlung des Bezirkswahlvereins. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. Bericht von Groß- Berlin. Maifeier. Anträge. Wegen dieser Berfammlung fällt der heutige Zahlabend aus. Erfner. Heute Mittwoch, abends 8% Uhr, findet die Mitglieder bersammlung des Wahlvereins statt. Der Bezirksletter. Potsdam. Heute Mittwoch, abends 8 Uhr, spricht Genosse Walded Manaffe- Berlin auf Veranlassung des Bildungsausschusses im Saale Kaiser- Wilhlem- Straße 38 über:" Beit- und Streitsial fragen". Berliner Nachrichten. Die Ostersinfonien Eines Frommen Urteil über einen Pastor. Achtung vor der christlichen Kirche und ihren Pastoren fordern fromme Christen selbst von dem, der unfromm ist. Soll man da es glauben, daß sie selber es fertig bringen, unehrbietig über irgendeinen Pastor gu urteilen? glaubliche Nachricht, daß die Anstaltsleitung in Buch den polizeilich eingelieferten Patienten ohne Transporteure fahren ließ, so daß er den inzwischen entlassenen Chauffeur des Krankenautomobils be ftimmen fonnte, statt direkt nach dem Virchow- strankenhause zunächst nach der Kniprodestraße zu fahren und ihn dort aussteigen zu laffen, wird jetzt von der Zentrale des Krankentransport- Verbandes bestätigt. Die Bestellung lautete lediglich dahin, daß ein Kranter abzuholen sei. Auch bei der Uebergabe des Patienten ist nicht die geringste Witteilung von der Gemeingefährlichkeit gemacht worden. Es ist längst bekannt, daß in der Jrrenanstalt Buch ein großer Schlendrian herrscht. Batienten, die teine strafbaren Handlungen begangen haben, aber mit dem Herrn Direktor zusammenstoßen, Wirklichen werden disziplinarisch in die festen Häuser" geſtedt. " geistestranten Verbrechern" dagegen macht man die Flucht, wie in diesem Falle, so leicht wie nur möglich. Wie wenig manche Frommen hierbor zurückschrecken, wenn ein Eine Liebestragödie hat sich gestern vormittag gegen 11 Uhr blies diesmal der Sturm. Schon bom sogenannten stillen Bastor ihnen nicht strenggläubig genug scheint, davon haben ge- im Osten Berlins abgespielt. Im Hause Liebigstraße 17 Freitag an rüttelte er die Menschheit durch, und gar mancher wisse der Kirche dienende Blättchen schon recht eigenartige Proben suchte der 30 Jahre alte Schlosser Alfred Liebusch seine um Prediger auf der Kanzel hat sich aus der dröhnenden„ Stimme geliefert. Bei den bekannten Balgereien zwischen den Christen ein Jahr jüngere Geliebte, die Schneiderin Olga Sesterling. Gottes", die doch nur die Stimme der Natur ist, seinen eigenen der strenggläubigen und denen der minder strenggläubigen Rich zu erschießen und brachte sich dann selbst einen Revolverschuß bei. kauderwelschen Ostervers auf die sündige Welt zurechtgemacht. tung, den Orthodorkirchlichen und den Liberalkirchlichen, wird in Beide wurden mit einem Krankenautomobil des Verbandes für Auch am ersten Feiertag übertönte Sturmesgeheul die ver Beitungsartikeln, in Flugblättern und in Versammlungsreden erste Hilfe nach dem Krankenhaus am Friedrichshein gebracht. gebens Lockenden Kirchenglocken. Es war ein eigenartiges fobiel an Kränkungen und Verunglimpfungen geleistet, daß es Lebensgefahr scheint nicht zu bestehen. Das Baar war erst vor Naturschauspiel: tiefblauer Himmel mit versprengten im Kampf der politischen Parteien nicht schlimmer zugehen kann. furzer Zeit bei einer Familie im ersten Stock des Seitenflügels weißen Wöttchen, stundenlang lachende Sonne und dazu In dieses Kapitel gehört eine die Seelsorge in den Ber. in Schlafftelle zugezogen. ein Saufen und Brausen in den Lüften, daß kein Iiner Krankenhäusern" beleuchtende Mitteilung, die wir Zu der Bluttat in der Görligerstraße, über die wir am SonnSpaß sich aus dem Schlupfwinkel getraute und auch in einem Blättchen der Konservativen, dem die Interessen der tag berichteten, erfahren wir, daß der Mörder der Kutscherfrau der Mensch mehr als sonst am Festtag im sicheren orthodoxen Kirche vertretenden Reichsboten", finden. Be- Herrlich, der Kutscher Ferdinand Mikow nach der Tat auch seinem Schutze seiner vier Pfähle blieb. Und als am Nachmittag gar fagter„ Reichsbote" entnimmt dem„ Allianzblatt", einem ortho- Reben ein Ende gemacht hat. Der Täter, der als Trinker bekannt noch der Regengeselle seine unerwünschte Visitenkarte abgab, boren Traftätchenorgan, die folgende Notiz: war und in seinen Kreisen den Spitznamen Mitosch führte, besuchte war es mit dem geplanten großen Osterspaziergang vollends borbei. Nur Hartgesottenste Naturfreunde hielt es nicht in den dunstigen, schier erdrückenden Mauern. Es hat auch feinen Reiz, den rauschenden Melodien der gertengleich sich neigenden Waldesriesen zu lauschen oder sturmgepeitschte Wogen märkischer Seen zu bewundern. Leider litt unter der Ungunst der Witterung empfindlich der Sport. Vereine, die sich tapfer in Sturm und Regen hinauswagten, gaben bald das Decrennen um die Siegespalme auf. Tollfühn, wie immer, waren unsere Ruderer und Segler. Vielen unter ihnen macht es ein besonderes Vergnügen, die Gefahr aufzusuchen. Wie Nußschalen tanzten oft die Boote auf den schäumenden Wasserfämmen, mehr als eine Mannschaft ging über Bord. Sehr gut bewährte sich auf der Rettungsstation am Müggelsee das neue Warnungssignal, eine mächtige rote Fahne an Stelle des bisherigen Balles, der nicht immer scharf genug sichtbar war. Im Zeichen des vorsorglich mitgenommenen Regenschirms stand auch noch der zweite Feiertag, der viel Neigung zu weitern Ueberlandpartien nicht aufkommen ließ. Aber der Berliner amüsierte sich deshalb doch auf seine Art, um die furze Pause in der Wochentagsfron nach Kräften auszunuzen. Restaurants und Cafés, Kientöppe und Theater machten glänzende Geschäfte. Hätte Allmutter Natur es auch ruhig etwas besser mit den feiernden Erdenfindern meinen können, so stand doch schon alles im Banne des Faustischen Wortes: Jm Tale grünet Hoffnungsglüd! „ Ein gläubiger Berliner Oberkellner stellte uns den Brief gleich nach dem Tode seiner Schwägerin mehrere Lokale, um sich, eines erkrankten Kollegen zur Verfügung, den dieser aus einem wie er sagte, zum Selbstmord Mut anzutrinken. Die Wirte, die Berliner Krankenhaus geschrieben hat. In diesem Brief be- von seiner Tat noch nichts wußten, glaubten, daß er scherze, obwohl finden sich die nachfolgenden bemerkenswerten Säße, die uns die Sonne duldet kein Weißes; Ueberall regt sich Bildung und Streben, Alles will sie mit Farben beleben; Doch an Blumen fehlt's im Revier, zeigen, was heutzutage alles unter dem Aushängeschild„ Seel- er ihnen einen Strick zeigte, mit dem er sich erhängen wollte. Wähjorge und Gottesdienst" getrieben werden darf: Gestern rend dann die Kriminalpolizei ihn überall suchte, ging der Mörder war hier im Pavillon sogenannter Gottesdienst. Der Pastor nach Treptow hinaus und kam gegen 9 Uhr abends in eine Schank( a la Jatho, Traub usw.) redete in kürzester Zeit unglaublich wirtschaft in der Kiefholzstraße 51. Hier wollte er übernachten. biel Unsinn. Unter anderem sagte er, es gäbe noch eine große Die Leute nahmen ihn aber nicht auf, als sie ihn zur GeMenge geistig überspannter Menschen, die an die Wunder der nüge kannten. Von der Tat wußten auch sie noch nichts. Mikow Bibel glauben und nach ihren Worten leben zu können glaubten. war bereits start angetrunken. Ohne noch etwas zu trinken, verDiese wiesen alle Naturgeseze und Gründe der Vernunft von ließ er die Wirtschaft, ging heimlich nach dem Hof, stieg auf einen sich und lebten so in der Verblendung weiter. Jesus wäre wohl Heuboden und erhängte sich dort mit dem Strid, den er vorher an eine geschichtliche Person, aber die Schilderung seines Wesens und seiner Taten in der Bibel wären doch nur eine längst über- mehreren Stellen schon gezeigt hatte. Gin Arbeiter, der am Sonne wundene Fabel. Dann ging er von Bett zu Bett. Als er zu tag morgen Futter holte, fand ihn tot auf. mir fam, stellte ich mich ihm auch als einen solchen Menschen Mitom war 21 Jahre verheiratet und hinterläßt seine Frau vor, der mit Petrus ausruft: Wo sollen wir hingehen? Du hast Worte des ewigen Lebens und wir haben geglaubet und erkannt, daß Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Ferner sagte ich ihm, daß in den Evangelien und in den aposto lischen Briefen vor einer gewissen Klasse von Predigern und Lehrern gewarnt wird, die umbergehen und mit falschen Lehren die Gemüter erregen und den Glauben zerstören. Mehr mochte er nicht hören und ging kopfschüttelnd davon." mit drei Töchtern, von denen die älteste auch schon verheiratet ist., Seit sechs Jahren schon war er Gewohnheitstrinker. Seine Frau hatte ihn in den letzten vier Jahren wegen der Auftritte, die er zu Hause machte und der Mißhandlungen schon fünfmal verlassen. Sie hatte sich aber immer wieder bereit finden lassen, zu ihm zua rückzukehren. Jetzt aber war sie schon zwei Monate lang von ihm weg und zu einer Aussöhnung nicht mehr zu bewegen. Die beiden Der fromme Reichsbote" fügt dieser Notiz weiter nichts hinzu jüngeren Kinder hielten sich bei ihrer berheirateten Schwester auf, als den Satz:„ Es wäre von Wert, zu erfahren, ob diese Geschichte während Frau Mikow alle Augenblice ihre Schlafstelle wechseln wirklich den Tatsachen entspricht." Ohne ein Wort der Mißbilli- mußte, um sich den Nachstellungen ihres Mannes entziehen zu gung gibt er den Brief des strenggläubigen Kellners wieder, der können. Zur Ermittlung ihrer Wohnung verschaffte sich Mikow über die Amtshandlung eines ihm nicht strenggläubig ge- wiederholt mit Liſt und Gewalt bei seiner verheirateten Tochter nug scheinenden Pastors, über den im Krankenhaus abgehaltenen Gingang. Er schlich sich hinter Jungen her, die er unter einem sogenannten Gottesdienst" das Urteil fällt, daß der Pastor Vorwande zu seiner Tochter schickte, stellte einen Fuß zwischen Tür unglaublich viel Unsinn" geredet habe. Man stelle und Pfosten, sobald die Frau ahnungslos öffnete, und erzwang sich sich einmal vor, daß einer der Unfrommen, die ja in sehr viel so den Zutritt. Nachbarn und andere Hausgenossen aber entgrößerer Zahl als die Frommen in den Krankenhäusern liegen fernten ihn jedesmal und brachten ihn auf die Straße zurück. Die erschlagene Frau Herrlich hatte aus ihrer ersten Ehe mit Als Wohnungsnot gilt uns nicht nur jener von Zeit zu und den in den Sälen abgehaltenen gemeinsamen Gottesdienst Zeit wiederkehrende Zustand des Wohnungsmarktes, bei dem gleichfalls mitanhören müssen, über die Predigt eines streng- taste fünf Kinder, die jetzt 10 bis 24 Jahre alt sind. Mit Herrlich gegenüber der Nachfrage nach Wohnungen das Angebot zu gläubigen Pastors sich so in einem Brief geäußert hätte und dieser war sie seit vier Jahren kinderlos verheiratet. Die Leiche der Ergering ist, so daß die Mietesteigerungsschraube wieder mal etwa im Vorwärts" abgedruckt würde. Die Sozialdemokratie an- fchlagenen wurde, nachdem vormittags eine Gerichtskommission extrastark angezogen werden kann. Eine dauernde aufrafcelen, bemüht sich seit einiger Zeit der Reichsbote" mit den Tatort besichtigt hatte, am ersten Feiertage nachmittags unter Wohnungsnot bedrückt die minderbemittelte Bevölke- drollig krampfhaftem Gifer, und er freut sich königlich, wenn ihm einem großen Zulauf von der Görlitzerstraße abgeholt und nach rung, eine auch bei reichlichstem Angebot verfügbarer Woh- dabei mal der Erfolg blüht, daß durch eine Erwiderung weitere dem Schauhause gebracht. nungen nicht schwindende Not, die darin besteht, daß über- Kreise von seiner Existenz erfahren. Wir möchten das wütende Einen Revolveranschlag auf seine Frau verübte am zweiten haupt die für die Wohnungsmiete erforder- Geschrei nicht hören, daß der fromme Reichsbote" anstimmte, wenn Feiertage, morgens um 7% Uhr, der 35 Jahre alte frühere Steinliche Ausgabe zu hoch gegenüber dem Ein- in einem sozialdemokratischen Blatt zu lesen stände, ein Un- metz Alfred Azmann in der Mariannenstraße 35. Aßmann wohnte fommen eines unbemittelten ist, so daß Hundert- gläubiger habe die Predigt eines orthodoxen Pastors als un früher ein Vierteljahr lang mit seiner Frau und seinen beiden tausende von Familien ihr Wohnungsbedürfnis möglichst ein- glaublich viel Unsinn" empfunden Töchtern, die 16 und 12 Jahre alt sind, in der Lefèvrestraße in Sie nimmt geputzte Menschen dafür. " Zu kleine" Wohnungen. nahm. ermittelt. " " Gerichts- Zeitung. Friedenau und hatte dort die Pförlierstelle. Sein Familienleben berg, Rittergut str. 25 I, einsenben. Bedingung ist, daß lände außer den in Aussicht genommenen Bauprojekten nicht war von jeher nicht glücklich. Der Mann bedrohte schon mehr als dieselben mindestens je einen Kursus in Geschichte und mehr zu haben sind, aber Bedürfnis nach Wohngelegenheit vorDer Vorstand. einmal Frau und Kinder mit dem Messer und erklärte, daß Blut Nationalötonomie schon besucht haben. handen ist, so wird die Bautätigkeit wohl bald auf Charlottenburger fließen müsse. Noch schlimmrer aber war, was die Frau erst vor Im Admiralspalast in der Friedrichstraße gelangt seit den Gebiet überspringen. Es dürften bei der nächsten Reichstagswahl Jm vier Wochen erfuhr. Ihre älteste Tochter offenbarte ihr, daß sich Feiertagen ein neues Eisballett: Yvonne" zur Aufführung. bort aljo Teile von drei Reichstagswahlkreisen vertreten sein. Bon ihr Vater sowohl an ihr wie an ihre jüngere Schivester schon längere Eine Liebesgeschichte liegt dem Ausstattungsstück zugrunde, das in Spandauer Wahlverein wird in diesem aufblühenden Stadtteil für Beit wiederholt vergangen habe. Diese Entdeckung hatte zur Folge, die Zeiten des Direktoriums verlegt ist. Der Ausgangspunkt ist rege andauernde Agitation Sorge getragen. Nachdem zum 1. April Rouen in Frankreich. daß fich Frau Azmann von ihrem Manne abwandte und mit ihrer in Ein Marquis verliebt sich auf dem Markte eine Vorwärts"-Agitation stattgefunden hat, finden im Laufe dieses jüngsten Tochter zu Verwandten nach der Reuterstraße zu Neu- fein Schloß, wo zarter Empfang und schließlich die Hochzeit statt der die beiden Reichstagsabgeordneten Liebknecht und Stadtjüngsten Tochter zu Verwandten nach der Reuterstraße zu Neu- Rouen in eine schöne Blumenverkäuferin und nimmt fie mit auf Monats auf dem Nonnendamm noch zwei Versammlungen statt, in fölln zog während sich die ältere Tochter eine eigene Schlafstelle findet. „ Vorwärts"-Leser find jetzt 91, WahlDas Motiv gibt Veranlassung zu einer großen Bracht- hagen referieren werden. Vorwärts" Bestellungen und AnAuch Aßmann verließ jetzt die Wohnung und bezog eine entfaltung. Glänzende Kostüme blenden die Augen. Die von ge- bereinsmitglieder 54 vorhanden. Schlafstelle in der Eisenbahnstraße. Am bergangenen Sonntag 30g übten Schlittschuhkünstlern und Künstlerinnen auf der blanken Eis- meldungen für den Wahlverein nimmt der Genosse ScheuerFrau Azmann mit ihrer jüngsten Tochter nach der Mariannen- fläche ausgeführten Tänze werden mit tadelloser Exaktheit und mann, Brunnenstr. 10, entgegen. Der Bahlabend findet heute straße 35, wo sie eine Stube gemietet hat. Das erfuhr auch ihr Eleganz ausgeführt. Die von den Eislauftünstlern ausgeführten Mittwoch, im Lokal von Dreier, Märkischer Steig 6, statt. Mann, der schon wiederholt Annäherungsversuche gemachte hatte. Bewegungen find graziös und verraten gute Schulung, so daß der Karlshorst. Als sie Montagmorgen um 7% Uhr vom Einholen zurüdfehrte, gespendete Beifall wohlverdient war. Bei der Stichwahl ist unser Genosse Engel dem bürgerlichen und gerade ihre Wohnung im vierten Stock erreicht hatte, tam Aß- Die Arbeiter- Baugenossenschaft zu Berlin E. G. m. b. H., welche Standidaten leider mit 307 gegen 494 Stimmen unterlegen. Dieses mann vom fünften Siod herunter und forderte hierauf, wieder bekanntlich in Bohnsdorf bei Grünau ein 100 Morgen großes Ges Resultat ist nur dadurch herbeigeführt worden, daß die abhängigen mit ihm zusammenzuziehen. Als sie sich weigerte, zog er einen lände besigt, hat in ihrer lezten Bauperiode zwei große Edgrund- Geschäftsleute, die Eisenbahner, Postboten usw. restlos zur Wahl Die Häuser bergen geschleppt wurden. Nicht weniger als 274 Stimmen find allein aus Revolver aus der Tasche und gab hinterrücs einen Schuß auf sie 45 Wohnungen und einen Baden, welcher an die Konsumgenoffen- Beamtenfreifen auf den bürgerlichen Kandidaten entfallen, ſtüde, zufammen 6 Häufer, errichtet. ab. Die Kugel traf sie in den Hinterkopf. Während die Frau schaft Berlin und Umgegend vermietet ist. Es find Eins, Zwei- und zusammenbrach, eilte Aßmann die Treppe hinunter. Sie raffte fich Dreizimmerwohnungen, hell, geräumig und luftig, von denen 36 ihr bald wieder auf und lief ihm nach. Sie sah noch gerade wie der eigenes Bad haben, während für die übrigen zu je 2-3 gemein Flüchtige aus der Mariannenstraße nach dem Kottbuser Ufer ein- fchaftliche Badegelegenheit vorhanden ist. Zu jeder Wohnung gehört bog, dann entschwand er ihren Augen und entfam. Die Vertvundete außerdem Boden, Keller und ein Garten. Mit der einfachen, Frida Hempet als Klägerin. In der Beleidigungsklage der begab sich hierauf nach der Rettungswache am Görlizer Bahnhof, modernen Faffade und dem gefälligen, wirkungsvollen Dach machen föniglichen Rammersängerin Frida Hempel gegen den Chefwo ihr die erste Hilfe geleistet wurde. Von dort konnte sie wieder die Bauten einen soliden Eindruck. Die Genossenschaft verfügt jetzt redakteur des Kleinen Journals", Arthur Lehmann, stand gestern nachhause gehen. Die Kriminalpolizei traf, sobald sie von dem über 13 Häuser mit zusammen 84 Wohnungen, welche einen Gesamt- vor der Straflammer des Landgerichts I Termin in der Berufungswert mit dem bazu gehörigen Grund und Boden bon instanz an. Fräulein Hempel war persönlich zur Stelle. Das Anschlag Kenntnis erhielt, sofort alle Maßregeln zur Ergreifung 475 000 m. repräsentieren. Die Hypotheken sind von Arbeiter Kleine Journal" hatte im November v. J. unter der Ueberschrift Agmanns. Bis Montagabend aber war der Flüchtige noch nicht torporationen geregelt. Sämtliche Häuser und Wohnungen Frida Hempels Leopoldorden" nach den im Pariser Journal" werden von dem eigenen Wasserwerk der Genossenschaft mit beröffentlichten Memoiren des ehemaligen Kammerdieners Königs Gräßliche Berlegungen hat sich der lebensmüde Hausdiener Waffer bersorgt und zur Klärung und Beseitigung der Ab- Leopold II. erzählt, wie Fräulein Hempel angeblich zum LeopoldFranz Dluzewsti aus Neukölln mit einem Glasscherben zugefügt. wäffer hat die Genossenschaft eine eigene Kläranlage gebaut. Der orben gekommen sein soll. Durch diesen Artikel fühlte sich FräuD., der in einem großen Konfektionsgeschäft in der Gertraudtenstraße Rostenaufwand der beiden Anlagen beziffert sich auf 30 000. Es lein Hempel beleidigt, weil darin behauptet wurde, sie sei darauf angestellt ist, hatte vor einiger Zeit ein junges Mädchen kennen ge- fei bemerkt, daß sämtliche Wohnungen mit Gas versehen find. Die ausgegangen, in den Besitz des sehr selten an Künstlerinnen verLernt, zu welchem er eine tiefe Zuneigung faßte, die jedoch nicht er- Genossenschaft beschäftigt sich zurzeit mit einem großen Projekt und liehenen Ordens zu kommen. Sie habe sich mit der damals allwidert wurde. Am geftrigen Nachmittag fchloß er sich in einer gedenkt in der nächsten Zeit mit dem Bau von Einfamilienreihen mächtigen Freundin des Königs, Baronin Baughan, dieserhalb in Kammer des Geschäfts ein und brachte sich mit einem Glasscherben häusern zu beginnen. Eine geräumige Küche, zwei geräumige Stuben, Verbindung gesetzt und nach einem Konzert vor dem König in der zwei tiefe Schnitte im linken Unterarm bei, die die Pulsadern ver- eine Schlaffammer, Boden, Keller, Bad und 100 Quadratmeter Garten- Villa Vandenborght, an das sich ein Bacchanal mit strömendem legten, und versuchte sich dann den Beib aufzuschligen. Erst nach land werden sich in diesen Häusern auf monatlich zirka 33 M. Miete Sett geschlossen habe, den Orden erhalten. Das Schöffengericht längerer Zeit fanden Angestellte den Lebensmüden im Blute schwim- ftellen, fleinere Wohnungen, wie Küche, Stube und Stammer usw. find hatte seinerzeit den Angeklagten zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. mend auf. D. wurde schleunigst nach der Unfallstation am Spittel- entsprechend billiger herzustellen. Reflektanten tun gut, fich früh Biergegen hatten der Angeklagte und die Nebenklägerin Berufung markt und von dort nach dem Krankenhause Urban geschafft, wo er zeitig zu melden. Es wird nur an Mitglieder vermietet. Anfragen eingelegt. Die vom Vorsitzenden angeregten Vergleichsvorschläge find zu richten an die Arbeiter- Baugenossenschaft, Baradies", Berlin, scheiterten. Fräulein Hempel erklärte, daß fie früher zu einem faft hoffnungslos daniederliegt. Rottbuser Ufer 44. Vergleich bereit gewesen wäre, aber nach den Artikeln, die nach der ersten Verhandlung im Kleinen Journal" erschienen seien, müsse jest jeder Vergleich abgelehnt werden. Zur Sache erklärte der Angeklagte, daß er von dem Artikel erst am Tage nach seinem Erscheinen Kenntnis erhalten habe. Er sei durch anderweitige Verpflichtungen verhindert gewesen, ihn vor dem Abdruck zu lesen; der letztere sei durch den stellvertretenden Chefredakteur, Schriftſteller v. Rospoth, nach dessen eigener Uebersetzung veranlagt worden. Der Verteidiger des Angeklagten stellte mit Rücksicht darauf, daß aus§ 186 Str.-G.-B. verurteilt worden, folgende Bemeisanträge: 1. Ladung des Rammerbieners Bataille zu Brüssel, des Verfassers der Memoiren, zum Beweis der Wahrheit, daß die geschilderten Tatsachen richtig seien, 2. Ladung des Sekretärs Snoh zu Brüssel und 3. der Baronin Vaughan darüber, daß das Fest sich wirklich so abgespielt hat, 4. Ladung des Schriftstellers bon Kospoth und des Redakteurs Fender zum Beweise dafür, daß der Die vom Magistrat Charlottenburg veranstalteten Kochkurse haben Angeklagte von dem Artikel erst nach seiner Veröffentlichung Der Vertreter des Fräulein Hempel era Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 30. März 1912 vormittags fich eines so lebhaften Zuspruchs zu erfreuen gehabt, daß eine Wieder- Kenntnis erlangt habe. Die unentgeltlichen flärt hierzu: Die Nebenklägerin sage tein Wort gegen die Beweisgegen 7 Uhr wurde in Bankow vor dem Hause Hehnstr. 29 ein holung der Kurse in Aussicht genommen ist. unbekannter Mann tot aufgefunden. Beschreibung: 1,60-1,70 Meter Kurse finden in sechs Schulen an je brei Abenden von 6 Uhr ab anträge, fie habe vielmehr das größte Interesse daran, daß die groß, etwa 45 Jahre alt, Haar und Schnurrbart blond, längliche statt. Die zubereiteten Speisen können an Ort und Stelle berzehrt ganze Sache bis ins Kleinste untersucht und festgestellt werde, daß hageres Geficht, Bähne lüdenhaft, dunkler Ueberzieher, dunkelgrauer oder von den Teilnehmerinnen mit nach Hause genommen werden. alles, was fie unter ihrem Gide zu dieser Sache ausgefagt, richtig Jadettanzug, Bugftiefel, schmutzig rötliches mit braunen Streifen Jebe Teilnehmerin erhält auch unentgeltlich ein Buch mit Roch ist. Wenn es aber zu der Beweisführung fomme, so habe sie die verfehenes Hemd und Unterhosen, graue zerrissene Stümpfe und alte rezepten. Auf Wunsch werden auch Proben, in der Regel im Ge- Bitte, daß dann auch die beiden Virtuosen, die dem Feste beigea blaue Schirmmüte. 8weddienliche Angaben über die Perfönlichkeit wichte bis zu 2 Pfund, der für die gefochten Gerichte verwendeten wohnt, Herr Rinstopf und Herr Jakobs, vernommen werden. des Toten wolle man an die biefige Striminalpolizei, 9. Kriminal- Rohstoffe zum Selbkostenpreise abgegeben, ausgenommen frisches Staatsanw.- Rat Dr. Fuchs: Wir haben hier kein Verfahren zu begirl, Bimmer 847, aut Nr. 1818. IV. 88. 12. gelangen laffen. Auch Fleisch, Fische, Kartoffeln und frisches Gemüse. Teilnehmerkarten einer Rehabilitierung des Fräulein Hempel, sondern nur ein werden im Rathause Zimmer 24 ausgegeben. nimmt jedes Polizeirebier Nachricht entgegen. Strafverfahren gegen den Redakteur Lehmann. Der Artikel beAn kleinen Mädchen versuchte sich am Donnerstagabend 9 Uhr ein Mann in den mittleren Jahren zu vergehen. Er lockte die Mädchen, im Alter von 9-10 Jahren, auf die Treppe, wo er sich unzüchtige Handlungen erlaubte. Auf das Hilfegefchrei eines Mädchens eilte ein Hausbewohner herbei, der den Burichen einem Schutzmann übergab. Der Verhaftete ist bereits wegen Sittlichkeitsbergehen vorbestraft. Zwei Synagogeneinbrecher wurden in der Nacht zum Sonntag auf dem Brunnenplatz festgenommen. In einem fortgeworfenen Sad fand man allerhand silberne Tempelgeräte, in den Taschen der Verhafteten auch noch eine silberne Hand, die ebenfalls zu den Synagogengeräten gehört. Die Ermittelungen ergaben bald, daß die Verdächtigen die Synagoge Ahavas Achim in der PrinzenAllee 67 mit einem Nachschlüssel geöffnet und ihrer Gottesdienst geräte beraubt hatten. Einen schweren Berluft hat ein Lehrling erlitten, der am 6. b. M. nachmittags zwischen 3-4 Uhr ein Portemonnaie mit 175 M. auf der Stadtbahn zwischen Tiergarten und Wilmersdorf Friedenau berlor. Da der junge Mensch erfaßpflichtig ist, wird der Finder gebeten, das Geld bei Schlamb, Charlottenburg, Kaiserdamm 100, oder bei Möbius, Reinickendorf, Justusstr. 17, abzugeben. Gefunden wurde am Freitag in der Schönhauser Allee gegen über Birkus Sarrajani ein Herrenportemonnaie mit Inhalt. Abzuholen Carmen- Sylva- Str. 157 bei Aug. Gerth. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Ueberfahren und getötet. Die 78 Jahre alte Witwe Luise Kroll, Eine neue gemeinnügige Speiseanstalt der Bolts-, Kaffee- und leidige formell und sei inhaltlich auch beleidigend, und durch den geb. Bugge, Friedenstr. 74 wohnhaft gewesen, wurde gestern vor- Speiſeballengesellschaft wird auf Anregung des Charlottenburger angebotenen Gegenbeweis tönne dies nicht aus der Welt geschafft mittag um 8 Uhr vor dem Hause Grüner Weg 73 beim Ueber- Magistrats fofort nach dem Osterfest im Hause Grünstr. 16, Ede werden. Daß die Baronin Vaughan vom König Leopold für Fräuschreiten des Straßendammes von einem Geschäftswagen überfahren Hebbelstraße, eröffnet werden. Die Halle ist freundlich eingerichtet lein Frida Hempel den Leopoldorden erwirkt habe, würde an sich und bietet in zwei Abteilungen 110 Personen Raum. Sie ist von noch nicht beleidigend sein, was aber dem Artikel die häßliche und auf der Stelle getötet. 7 Uhr früh bis 9 Uhr abends geöffnet. Mittagsbrot wird von Schärfe gebe, seien die die weibliche und künstlerische Ehre des 11, bis 2 Uhr, Abendbrot von 6 bis 9 Uhr berabfolgt. Bur Fräulein Hempel herabseßenden Nebenumstände. Es handle sich Auswahl stehen mindestens 4-6 warme Gerichte zum Preise von um trassen, unschönen Klatsch und Tratsch, und wer solchen über 20-40 Bf. Eine 30 Bf.- Portion besteht aus 1 Liter Suppe, eine Künstlerin verbreitet, habe die Verantwortung zu tragen, bis den striktesten Gegenbeweis gegen seine Verantwortlichkeit / Liter Gemüse und 75-100 Gramm Fleisch. Für 5 Pf. erhält man er eine Tasse Kaffee mit Buder und Milch oder Kakao, ein Glas liefere. Es handle sich um einen Sensationsartikel, und es liege Limonade oder Bier. Für den Verkauf der Speisen außer dem nicht im Interesse der Nebenklägerin, daß die Entscheidung wieder Hause liegt neben der Küche ein besonderer Raum. Die Speisen in unabsehbare Ferne gerückt wird. Auf eine bestimmte Frage tönnen in mitgebrachten oder auch in warmhaltenden, der Gefell- des Staatsanwalts erklärte der Verteidiger Lehmanns, daß in dem fchaft gehörenden Gefäßen( Termophoren) abgeholt werden. Die Artikel gar nicht die Behauptung aufgestellt werde, daß Fräulein Hallen dieser Gesellschaft sind keine Wohltätigkeitsanstalten. Bei Hempel an dem Bacchanal irgendwie fich beteiligt habe. Hiernach aller Güte und Wohlfeilheit ihrer Leistungen verzinst sie sagungs- beschloß der Gerichtshof, von der Vernehmung des Kammerdieners gemäß ihr Kapital bis zum Höchstsaß von 4 Proz. Die Vorteile Bataille, der Baronin Vaughan und des Sekretärs Hofmarschalls bes Großbetriebes, der Barzahlung und der ehrenamtlichen Leitung Snoy Abstand zu nehmen, da es die in deren Wissenschaft gestellten ermöglichen ihr, bei geringen Breifen gute und schmackhafte Speisen Tatsachen betr. den Verlauf des Festes als wahr unterstellt. Es und Getränke zu liefern. sollen dagegen in einem neuen Termin der Schriftsteller b. Kosz poth und der Redakteur Fender vernommen werden, Schöneberg. Radrennen auf der Olympia- Park- Bahn am Ostermontag. Bei rauhem und trübem Wetter tamen die diesjährigen Gröffnungsrennen zum Austrag, zum Glück blieb der drohende Regen, der in den Vormittagsstunden die Rennen in Frage stellte, aus, so daß die Veranstaltung ohne Störung zu Ende geführt werden konnte. Von den drei Dauerrennen mit Motorführung interessierte am meisten der über 60 Kilometer führende Große Gröffnungspreis, der von den bekannten Fahrern Günther( Köln), Janke( Berlin), Miquel( Paris), van Net( Amsterdam) und Gnilta( Berlin) bestritten wurde; lekterer hatte sich das Recht zur Teilnahme durch feinen Sieg im Prüfungsrennen über 25 Kilometer erworben. Als bester Fahrer erwies fichy Miquel, der, trotzdem er nach dem 20. Kilometer infolge Reifenschadens und dadurch veranlaßten Radwechsels fünf Runden einbüßte, diesen Verlust nicht nur wieder gut machte, sondern noch mit 920 Meter vor Günther durch das Biel ging. Jante konnte sich nicht zur Geltung bringen; der Holländer fuhr ganz achtbar, verlor aber den Anschluß an seine Führungsmaschine und kam dadurch ins Hintertreffen. Gnilka Selbstmordepidemie. In der Nacht zum Dienstag und im Baufe endete als letter. Miquel siegte auch im Preis vom Königsdamm desselben Tages haben nicht weniger als bier Personen Selbst( 25 Kilometer) vor Günther, Janke und van Nek. Das Prüfungs- mord verübt. In der Schwäbischen Straße 9 stürzte sich der rennen wurde von Ebert( Leipzig), Gnilta( Berlin), Graf( Dresden) 66jährige Kaufmann Hugo Blau in einem Anfall geistiger Umnachtung Arbeiterschaft und Ausschuß für Groß- Berlin. In unserem Beund Steffen( Berlin) gefahren; es wurde von Gnilka gewonnen, aus dem Fenster auf die Straße und verstarb, noch ehe ihm Hilfe richt über den Vortrag, den R.-A. Dr. Südefum am 3. April d. J. nachdem Ebert, der bis zum 20. Kilometer die Spitze hatte, durch gebracht werden konnte. Am Nachmittag erhängte sich die 78jährige in der Berliner Gewerkschaftskommiffion hielt( vergl.„ Borwärts" Bersagen seines Motors zurüdgeblieben war. Den Fliegern", Rentiere Minna Thümen in der Ebersstraße 73 infolge eines lang- bom 5. April, 2. Beilage), ist, wie man uns mitteilt, das heißt den Fahrern über kurze Streden, waren drei Rennen jährigen unheilbaren Leidens. In der Nacht zum Dienstag ver- insofern ein Irrtum enthalten, als der Redner nicht fagte, borbehalten. Ergebnisse: Neulingsfahren. 800 Meter. Der Erste erwirbt die giftete sich die 47jährige Restaurateursfrau Hedwig öfs mit Mor die Versammlungen( des Ausschusses) feien von Berechtigung zur Teilnahme am Endlauf des Eröffnungspreises; giftigkeiten die Frau in den Tod getrieben haben.- Am Dienstag- aus, er habe in den erwähnten Bersammlungen gerade je ne die Folgenden erhalten 20, 15, 10 und 5 M. 1. Stolz, 2. Nätebus, nachmittag versuchte sich die 22jährige Verkäuferin Hedwig Brod, Arbeiter vermißt, die am meisten unter dem Wohnungs3. Dearg, 4. Struptat, 5. Schrage. In vier Vorläufen ausgeschieben Solonnenstr. 4 wohnhaft, mit Leuchtgas zu vergiften und wurde in elend litten. Die in Wohnungsgenoffenschaften tätigen und Eröffnungspreis für Flieger. 1200 Meter. 150, bewußtlofem Zustande nach dem Schöneberger Krankenhaus gebracht. sonst an der Wohnungsfrage interessierten Arbeiter haben die BerGröffnungspreis für Flieger. 1200 Meter. 150, Aus einem hinterlassenen Schreiben geht hervor, daß die B. aus fammlungen des Ausschusses tatsächlich in Massen besucht. Die 75, 50, 40 und 30. 1. Stabe, 2. Wegener, 3. Techmer, 4. Stolz, Liebeskummer ihrem Leben ein Ende machen wollte. anderen zum Verständnis der wichtigteit der Sache zu 5. Ganzeboort. In vier Vor- bezw. zwei Zwischenläufen ausge= bringen, wird sicherlich gerade mit Hilfe der Gewerk schieden 15 Fahrer. schaften gelingen. 15 Fahrer. Verfammlungen. phium. Aus hinterlassenen Briefen geht hervor, daß Familien- nur wenig besucht worden"; Neukölln.( Rirdorf). Prüfungsrennen. 25 Kilometer. Der Sieger erhält Auf dem Polizeipräsidium vergiftet hat sich der 32 Jahre alte die Berechtigung zur Teilnahme am Großen Gröffnungspreis; die Kriminalschuzmann Koch aus der Kaiser- Friedrichstraße. Stoch zeigte Folgenden 250, 150, 100 m. 1. Gni Ifa in 22 Minuten 32% Set, in seiner Familie seit einiger Zeit schon Spuren von Geiftesgestört 2. Graf, 1340 Meter, 3. Steffen 1750 Meter, 4. Ebert, weit zurüd. heit. In einem Anfalle schloß er sich vorgestern vormittag in seinem Preis vom Königsdam m. 25 Kilometer. 500, 300, 250, 200 m. 1. Miquel in 19 Min. 46% Ser., 2. Günther, 800 Arbeitsraum ein und trant eine Byankalilofung. Als man ihn später auffand, war er tot. Meter, 3. Janke, 1390 Meter, 4. ban Net, 1640 Meter zurüd. Großer Eröffnungspreis. 60 Kilometer. 1200, 1000, 800, 600, 500 M. 1. Miquel in 50 Min. 43% Set., 2. Günther, Wannsee. Arbeitern Dr. Südefum führte vielmehr Arbeiter Amateur: Photographenverein Jris. Donnerstag, den 11. April, abends 9 11hr: Vortrag über das Assur( Kolorier) verfahren im Berbandshause der Gastwirtsgehilfen, Gr. Hamburger Str. 18/19. Gäste find willkommen. Briefkaften der Redaktion. Die futistische Sprechstunde findet 2tndenstraße 69, born bier Treppen Sahrstuhl-, wochentäglich von 4% bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, Die Stichwahl der dritten Klasse zur Gemeindevertretung hat von 4% bis 6 Uhr abends statt. Jeber für den Brieffaften bestimmten Anfrage 920 Meter, 3. ban Net, 2420 Meter 4. Jante, 4090 Meter, 5. Gniffa, unserem Kandidaten leider den Sieg nicht gebracht. Die Gegner hatten ist ein Buchstabe und eine Sahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort 4480 Meter zurüd. Vorgabefahren. 800 Meter. 80, 60, 50, 40, 30 7. alles aufgeboten: Gemeindearbeiter, Angestellte sowie ganze Stöße wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt tit, Gndlauf: 1. Bed( 30 Meter Vorgabe). Die anderen tonnten in bon Papierstimmen; nur so konnten sie noch einmal den Sieg erwerben nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. F. S. 102. Verjährung ist nicht eingetreten. G. N. 88. Ja. reichen. der hereingebrochenen Dunkelheit, es war gegen 7% Uhr, nicht M. M., Wittenberge. Das frühere Teftament in einem anderen Spandan. ficher festgestellt werden. Testament widerrufen. K. R. 7. Ja. ha. 00. 1. Ja. 2. Nein. Die Rennen verliefen ohne Unfall, einige Stürze brachten den Der Nonnendamm hat sich in letzter Zeit schnell entwidelt. Der 3. Für den Fall der Pfändung tann die Frau intervenieren. 4. Die Haus Betroffenen keinen Schaden. haltungsgegenstände verbleiben sämtlich dem Mann, der übrige Nachlaz Nieder- Barnimer Wahlbezirk zählte bei der Reichstagswahl bereits fault zur Hälfte an ben Mann, zur andern Hälfte an die von Ihnen geArbeiter Bildungsschule. Mitglieder, welche gewillt find, am 450 Wahlberechtigte, der Spandauer Wahlbezirk 606. Im Laufe nannten Berwandten der Frau.. 43. 1. 3a. 2. Ebenfalls, sofern Fortschrittstursus teilzunehmen, müssen ihre Bewerbung dieses Jahres werden noch eine große Anzahl Wohnungen fertig nicht baburch eine Beschädigung des Raumes zu befürchten ist. 3. 110. bis Freitag, den 12. April, an. Semmé, Sighten- l gestellt. Da auf Spandauer Gebiet Baustellen in aufgeteiltem Ge- Shre Sachbarstellung ist unverständlich. Kommen Sie in die Sprechstunde. Konzert Taschenbuch 1912/13. G Herausgegeben vom KonzertBureau E. Gutmann. 181 S. Selbstverlag, Berlin W. 35. Ausführungsbestimmungen zur Reichsversicherungs- Ordnung. Herausgeber: Geh. Justizvat Dr. K. Gareis..1., geb. 1,30. E. Roth, Gießen. -9999. 3. 1. Nach vorangegangener Zahlungsanfforderung beantragen Der Staat und die Syndikate. Ein Beitrag zur Bergwerksfrage Sie bei dem Schöffengericht die kostenfestsetzung. 2. Lohnbeschlagnahme von A. Bohlman. 1 M. N. Voigtländer, Leipzig. zulässig, soweit der Lohnanspruch 28,85 Mark wöchentlich übersteigt. 3. Der Gerichtsvollzieher fann Vorschuß verlangen. 4. 2 Jahre. Abonnent 100. Benden Sie sich an die Zentralfommission der G. D. 38. Jawohl. Eine Krankenkassen, Alexanderstr. 39/40. periodische Zeitschrift. Das Preßgesez und das Gesetz über das Urheberrecht. P. N. 750. Warum denn? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. R. K. u. B. I. In dem Bundesstaat, in dem diese staatsangehörig find. II. Der Vorwärts" ist eine politische Tageszeitung. III. Eine der Fragen, über die Sie in der politischen Organisation Aufklärung bekommen. Eingegangene Druckfchriften. " Der Naturarzt". 40. Jahrgang. Nr. 4. Rebattion: Dr. med. Schönenberger und W. Siegert. Expedition: Berlin SW. 11. Jährl. 3 M. Die hessische Eisenbahnfrage nach dem Landtagsschluffe. Der Staatsrentenmarkt und die Sparkassen. Teuerung und Geldwert. Heft 10, 2. Band der Sammlung nationalökonom. Aufsätze und Vorträge". Bon Dr. Biermer. 1,50 M. E. Roth, Gießen. Unserem Kollegen Franz Altjohn und Frau zur Bermählung nachträglich die herzlichsten Glüdmüniche. Kollegen der Malzfabrik Hamburg- Rothenburgsort. Todes- Anzeigen Sozialdemokrat. Wahlverein für den 4. Berliner ReichstagsWahlkreis. ( Frankfurter Viertel) Bezirk 299. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schneider Ernst Neumann Weberstr. 40a, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 11. April, nach mittags 4 Uhr, von der Halle des Markus- Kirchhofes in Wilhelms berg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Nach langem, qualvollen Leiden entschlief am 1. Osterfeiertage früh ruhig und sanft unser lieber guter Sohn, der stud. phil. Max Roscher im 20. Rebensjahre. In tiefstem Schmerz die trauernden Eltern 105 Max unb Minna Roscher, Otto Roscher ats Bruder. Neukölln, den 7. April. Boddinftr. 63. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. April, vom Trauerhause aus nach dem Neuköllner Gemeinde- Friedhofe in der Nudower Straße tatt Am Donnerstag, den 4. d. M., verfchied plöblich und unerwartet unfer lieber Sohn, Bruder, Entel, Neffe und Cousin, der Graveur Paul Schönfisch im Alter von 20 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 11. April, nachmittags Uhr, von der Leichen halle des Neuköllner GemeindeFriedhofes am Mariendorfer Beg aus statt. Am Dienstag, morgens 1 Uhr, entschlief sanft nach schwerem Leiben mein lieber Mann, unfer guter Bater, Bruder, Ontel, Schwieger- und Großvater, der Former Bernhard Schaarschmidt im 54. Lebensjahre. Dies zeigen an 10895 Die trauernden Hinterblieb enen. Die Beerdigung findet am Freitagnachmittag 4 Uhr bom Trauerhause, Oldenburger Str. 34, aus, nach dem Kirchhofe der Heilandsgemeinde, Blößensee, statt. Zentral- Kranken- und SterbeDeutscher " Stattonen Witterungsübersicht vom 9. April 1912. Barometer stand mm Wind Bump Windstärke Wetter Voltsernährung" von Dr. Julian Marcuse. Heft 29 der Arbeiter- Gesundheits- Bibliothel. Verlag Buchhandlung Vorwärts. Swinemde. 73738wolfig Berlin SW. 68. Preis 20 31. Das Heft ist wie alle anderen Hefte Hamburg 740523 8wolfig der Arbeiter- Gesundheits- Bibliothek durch alle Buchhandlungen und Berlin Speditionen zu besiegen. Frankj.a.M. 749233 Das neue Recht dee Hilfskaffen. Von Kleeis. Verlag: Dr. Ed. München 751 SW Schnapper, Frankfurt a. M. 1 M. Reclame Universal- Bibliothek. Nr. 5392. Der Fremde. Eine Legende von heute in einem Prolog, einem Spiel und etnem Epilog von Jerome St. Jerome. Deutsch von W. Wolters. Nr. 5399. Spieltenfel.. Schwank von P. Alerander. Jede Nummer 20 Pf. Ph. Reclam, Leipzig. Päpstin Johanna. Von 2. Gorm. 190 S. Delphin- Verlag, München. Beim Vorzeigen dieses Inserates 4% Rabait. Metallarbeiter- Verband Damen sparen Geld! Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Auzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metall arbeiter Heinrich Ludwig am 6. d. Mts. an Leberleiden ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. April, nach mittags 42 Uhr, von der Letchen halle des Himmelfahrts- Kirchhofes in Nordend- Niederschönhausen aus statt. Rege Beteiligung erwartet 115/5 Die Ortsverwaltung. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Hans Schmidt am 6. April gestorben ist. Ehre seinem Anbenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hausdiener Robert Klann am 5. April im Alter von 23 Jahren verstorben ist. 63/5 Ehre seinem Andenken! Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschtenführer Wilhelm König am 5. April im Alter von 69 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Bezirksverwaltung. Die Beerdigung unseres lieben Baters, des Drehers 10916 Hermann Conrad findet am Donnerstagnachmittag 4 Uhr auf dem neuen Nazarethfriedhof statt. A. Conrad. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Baters Gustav Pade jagen wir allen Berwandten und Befannien, insbesondere dem Bersonal der Firma Bofener, den Genossen des 4. Reichstags- Wahlkreises, sowie dem Transportarbeiterverband ( Sektion I) unseren herzlichsten Dank. 1080b we. Pade und Sohn. Tantjagung. Gegründet 1830. im Engros-, Export- und Detail- Lager. hochelegant u. schick, blau Kostüme kammar and eng Art 15-50 M. Tuch- Paletots u. Mantel anschließend ap. Fassons 12-35 M. Hochelegante Modelle Etamin. Voile, Tuch u. Taffet- Paletots bedeutend unter Herstellungspreis. Spezial: Extrawelten für starke Damen. m. Franzent Frauen- Paletets u. Kimonos a Esch 10-30 M. Gelegenheitskauf unter Herstellungswert: Ulster u. blaue Diagonal- Mäntel 6-15 M. 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Krebs. Karl Müller. Damen- Konfektion Robert Baumgarten Engros Export Hausvogtel- Platz II 1. Etage( kein Laden) schrägüber Untergrundbahnhof ( an der Jerusalemer Straße) verkauft auch einzeln Paletots Kostüme KostümRöcke SeidenMäntel Blusen Bel Vorzeigung dieses Inserats an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. Auch Sonntags geöffnet. Frack- Verleih- Institut. Frack, Behrods, Smoking- Anzüge, fil Gr. Frankfurter Str. 45/46 Diätetisches Gesundheitsbler febe Größe paffenb, in großer AusTeilnahme bei der Beerbigung meines Gesundheits- u. Krankenpflege, Slamen- und Kranzbinderei fagen wir auf diesem Wege allen Teilnehmern unseren herzlichsten Dant. Wwe. Grande, 255 nebst Kindern und Verwandten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines kasse d. deutschen Wagenhauer lieben Mannes und guten Baters Berlin Bezirk 10. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied fagen wir allen, insbesondere dem Wahlverein, der Firma Schimming, den Kollegen des Verstorbenen, fo wie dem Genossen Groger für die trostreichen Worte am Grabe unseren 105 Wilhelm Sube berglichten Dant. am 7. April verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 4 Uhr, auf dem Garnisontirchhof, Müllerstr. 32, ftatt. Um rege Beteiligung bittef 10905 Die Ortsverwaltung. Verband der Brauereiund Bahlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. tachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß der Kollege, der Flaschenfeller: arbeiter Friedrich Schmidt ( Schloßbrauerei Schöneberg) am 4. April gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung hat am Montag, den 8. b. 9, nachmittags, auf dem Gemeindefriedhof in Friedenau stattgefunden. 42/14 Die Ortsverwaltung. Witwe Mende nebst Tochter. Dantiagung. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Schuhmachers Franz Ulbrieg sagen wir allen Freunden und Be fannten, sowie dem Wahlverein des 4. Streises und allen Parteigenoffen unseren beften Dant. 603 Witwe Ulbrieg nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme und zahlreichen Stranz Spenden anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Frau und guten Mutter fagen wir allen herzlichsten Dant. 103 Bruno Fiedler und Tochter. Michel- Salonbriketts M. 7.75 pro 1000 frei Gelag. 21/7 Koch, Rigdorf, Bergstr. 110 II. Verbandstoffe, Gummiwaren etc. Berlin N., Lothringer Str. 60. Lieferant für Krankenkassen Eigene Werkstatt. von Robert Meyer, uur Mariannen- Straße 2. Flasche 10 PP. Ueberall käuflich. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) Wo kauft man vorteilhaft- chike Reisekonfektion! Number Eleg. Kostüme v. M. 15 an. 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Mutterschaftsversicherung in Italien. tragen wird, aber in diesem Lande, wo die Frauen im allgemeinen schon als gleichberechtigte Bürger gelten, erregt das weiter kein Igroßes Aufsehen. Mensch ist eben Mensch, und wenn er au einem Amte befähigt ist, spielt die Frage, ob Mann oder Weib, keine Rolle mehr. Das Frauenstimmrecht in New York. Versammlungen -P Veranstaltungen. Oranienburg. Sonntag, den 14. April, nachm. 8 Uhr, im Waldhaus Sandhausen, Schüßenstr. 34: Deffentliche Frauenbersammlung: Was haben die Frauen vom jezigen Reichstag zu erwarten. Referentin: Frau Ottilie Baader- Neus Das seit vielen Jahren in Vorbereitung befindliche Gesetz über kölln. Regen Besuch erwartet Die Bezirksleitung. die obligatorische Mutterschaftsversicherung der industriellen Arbeiterinnen in Jtalien ist am 6. April endlich in Kraft getreten. Jede Am 19. März batten die Staatssenate von New York und New Marktbericht von Berlin am 6. April 1912, nach Ermittelung industrielle Arbeiterin, die zwischen dem 15. und dem 50. Lebens- Jersey die ebenso wie die untere Kammer aus direkten Wahlen des fönigl. Polizeipräsidiums. Markthallenpreise.( Seleinhandel) 100 Stilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00-50,00. Speijebohnen, jahre steht, muß versichert werden, und zwar beträgt die hervorgegangenen Oberhäuser der Staatsparlamente über Frauen Jahresquote vor dem 20. Jahre 1 Lire und für die Zeit ftimmrechtsvorlagen zu befinden und, wie zu erwarten war, ist die meie, 35,00-56,00. Zinsen 40,00-80,00. Startoffeln( Stleinbb) 8,00-12,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Seule 1,60-2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch bom 20. bis 50. Jahre 2 Lire. Dieser Betrag wird halb Entscheidung in beiden mittelatlantischen Industriestaaten gegen das 1,30-1,80. Schweinefleisch 1,40-1,90. Stalbfleisch 1,40-2,60. Sammelfleisch vom Unternehmer und halb von der Arbeiterin getragen; die Stimmrecht der Frau ausgefallen. Dennoch hatte der 19. März bei 1,40-2,20. Butter 2,60-3,20. 60 Stüd Gier 3,00-6,00. I Kilogramm Zahlungen hat der Unternehmer zu leisten, der den der Arbeiterin näherer Prüfung der Umstände dieser Entscheidungen nichts Entmutigendes Karpfen 1,10-2,40. Male 1,60-3,20. Bander 1,60-3,60. Semte 1,40-2,60. zukommenden Anteil in zwei Jahresraten einbehält. Aus der für die Freunde des Frauenwahlrechts, wenn auch die insbesondere Barsche 1,00-2,00. Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,40. 60 Stud Krebse Berficherung erwächst jeder Arbeiterin, ob fie verheiratet jei oder von den bürgerlichen Suffragiste" gebegte Hoffnung, nach ihrem 4,00-30,00. nicht, das Recht, bei Entbindung oder Fehlgeburt eine Unterstützung überraschenden Eriumph in Kalifornien nun den Staat New York, den von 40 Lire 32 Mart in zwei Raten zu erhalten. Ohne den Bu- Empire State" der Union, im Sturme nehmen zu können, unerfü¤t schuß des Staates, der im ersten Entwurf nicht vorgesehen war, geblieben ist. Im Jerseyer Senat wurde die Frauenstimmrechtshätte die Unterstützung nur 10 Lire betragen. Als Mißstände des vorlage mit 17 gegen 3 Stimmen abgelehnt, im New Yorker Senat Gesezes find seine Beschränkungen auf die industrielle Arbeiterschaft dagegen blieben die einem gleichen Entwurf günstigen Gesetzgeber meme I, Tilfit zu tadeln, weiter die Geringfügigkeit der Summe und schließlich die gegenüber dem reaktionären Element nur mit 19 gegen 21 Stimmen Bregel, Insterburg 101 Bestimmung, daß auch die erste Rate des Geldes erst nach erfolgter in der Minderheit, und der Senatsbeschluß läßt hier die Möglichkeit eichsel, Thorn Entbindung bezahlt wird, obwohl auf der Hand liegt, daß die Prole offen, daß bereits die nächste Session des Senats sich wieder mit Dder, Ratibor tarien das Geld gerade nötig hat, um vor ihrer Niederkunft An- dem Frauenstimmrecht zu beschäftigen hat. In diesem Falle sind die Frauen ihres endgültigen Triumphes im„ Empire State" beinahe schaffungen zu machen. gewiß, hat sich doch das Unterhaus bereits mit beträchtlicher Mehrheit für ihre Sache entschieden. Jedenfalls find fie dem Siege im Staate nete, Bordamm New York noch nie so nabe gekommen, wie am 19. März, trop- Ibe, Leitmerik dem die Berufspolitikanten beider bürgerlicher Parteiorganisationen 1 Ein weiblicher Professor in Kristiania. Das norwegische Storthing hat fürzlich bei Beratung des Uniberfitätsbudgers die Errichtung eines neuen Professorats der Zoologie beschlossen, und zwar für Dr. Kristine Bonnevie. FräuTein Bonnevie gilt als eine außerordentlich tüchtige Zoologin und hat fich durch eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten in weiten Kreisen große Anerkennung verschafft. Dafür zeugt wohl auch der Umstand, daß von den 123 Mitgliedern des norwegischen Reichss tages nur 44 gegen die Errichtung des Professorats stimmten. Es ist in Norwegn das erstemal, daß einer Frau ein Profefforamt übertaff fit id 11 " 1 der sogenannten politischen Malainen" von der Verleihung des Wahlrechts an 1, Millionen weiblicher Bürger durchaus nichts wissen wollten." Jegt noch", halluzinierte Senator McClolland, höre ich das Berflirren des Fensterglases unter den Hammerschlägen der sanften Suffragetten auf der anderen Seite des Ozeans". Dieſe Bemerkung konnte nur die wohlüberlegte Taktik der amerikanischen Suffragetten" unterstreichen, die sich von den närrischen Taten" ihrer Londoner Schwestern glüdlich ferngehalten haben. " Kornfranck Roggen Malz- Kaffee 111 TOUSN U 881 Romfranck Roggen Malz haffee Den echten Kornfranck" gibt es nur in den grünen Paketen. 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Es ist Ehrenpflicht, in dieser Versammlung bestimmt und vollzählig mit Euren Frauen zu erscheinen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Ladeneinrichtungs- und Kontormöbelbranche! Donnerstag, den 11. April, abends 6 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Der Vorstand. Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse für den Amtsbezirk Tegel mit Ausschluß von Plößensee. Die FrühjahrsGeneral- Versammlung wird anberaumt auf Montag, den 22. April, abends um dem Branchen- Versammlunger was Gamm) Tegel, Zagesordnung: 81/15 1. Bericht von der Gautonferenz und der Generalversammlung. 2. Ausgabe der Delegiertenkarten. 3. Berbands- und Branchenangelegenheiten. Bezirk östliche Vororte. Achtung! Tischler. Bahnhofstr. 1/2. Tagesordnung: 1. Borlegung der Jahresrechnung 1911, daran anschließend Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Borstandes. 2. Vorlegung des vom Vorstande mit dem Herrn Dr. med. Albert Fröhlich, Tegel, Berlinerstr.98( Spezialarzt für Frauenkrankheiten) abgeMorgen Donnerstag, den 11. April, abends 6 Uhr: schlossenen Bertrage bebufs Anstellung Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht von der Gaukonferenz. 2. Vorschläge der Delegierten zum Verbandstag. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. J. A.: G. Bajorath, Obmann. Bezirk Neukölln. als Stasjenarzt und Genehmigung desselben gemäß§ 57, 8iffer 8 des Kaffenstatuts. 3. Ersazwahl für ein ausgeschiedenes geber. Borstandsmitglied seitens der Arbeits 273/2 4. Verschiedenes, Ms Legitimation ist die schriftliche Einladung mitzubringen. Die Herren Vertreter werden um pünktliches Erscheinen gebeten. Bezirksversammlung d. Möbel- egel, ben 4. April 1912. A branche Donnerstag, den 11. April 1912, abends 5, 1hr, bei Kutzner, Idealfafino, Weichselstraße 8. Tagesordnung: 1. Bericht von der Gaufonferenz. 2. Bericht von der GeneralversammTung. 3. Beratung der Anträge zum Verbandstag. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Hof I. Amt Norden, Nr. 1239. Verwaltungsstelle Berlin Hauptbureau: Charitestraße 3. Hof III. Amt Norden, Nr. 1987. Donnerstag, den 11. April 1912, abends 12 Uhr: Allgemeine Versammlung der Kino- Operateure Groß- Berlins in Jul. Meyers Festsälen, Oranienstraße 103. Lagesordnung: 1. Bortrag über:" Das Koalitionsrecht in Preußen". Referent: Kollege C. Büde. 2. Diskussion. 3. Branchen- und Verbandsangelegenheiten 4. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 115/6 Beiträge und Aufnahmen werden in der Versammlung ent gegengenommen. Die Crtsverwaltung. Arbeiter- Bangenossenschaft„ Paradies" zu Berlin. E. G. m. b. H. Kottbuser Ufer 44. Bureau: SO., 26. Geöffnet von 11-2, Sonnabend von 5-8 Uhr. Bekanntmachung. Bei der Auslosung der Schuldverschreibungen im März 1912 find folgende Nummern gezogen: 17, 18, 36, 52, 112, 52, 76, 206, 16, 26, 36, 38, 72, 85, 343, 51, 52, 63, 86, 90, 92, 402, 13, 26, 35, 46, 66, 76, 78, 96, 501, 7, 15, 23, 28, 51, 56, 61, 77, 79, 94, 648, 62, 712, 15, 23, 52, 87, 98, 813, 27, 48, 954, 76, 82, 88, 95, 1018, 21, 26, 27, 30, 93, 1170, 93, 97, 1220, 63, 1804, 09, 18, 19, 25, 31, 72, 84, 89, 1401, 05, 19, 49, 86, 91, 1531, 32, 40, 1600, 50, 1734, 43, 51, 52, 61, 83, 1841, 45, 51, 56, 70, 1994, 2137, 39, 65, 2218, 43, 45, 48, 73, 76. 2309, 10, 12, 15, 16, 19, 20, 36, 64, 95, 99, 2445, 2508, 16, 31, 36, 48, 55, 58, 65, 80. 103/20 Inhaber dieser Schuldverschreibungen fönnen vom 1. Juli d. J. ab ben Betrag gegen Abgabe der Scheine bei unserer Staffe erheben. Der Vorstand. J. A.: G. Dorner, Vorsitzender. Möbel- Cohn 58 Gr. Frankfurter Str. 58 unweit der Kaiserstraße. 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