Nr. 240. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, möchentlich 28 Big fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuzband: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerz. in der Post- Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pig Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sumpfluft und Sklavenarbeit. Donnerstag, den 12. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. leider paßliche Gebiete für deutsche Ansiedler mit Ungesundheit oder Unfruchtbarkeit behaftet waren, nicht mehr zu haben. Alles was da auf dem Erden- lockten die deutschen Kolonialpatrioten an. Sie waren mit Von einem unserer Mitarbeiter wird uns geschrieben: runde außerhalb Europas in Betracht gekommen wäre an ganzen Bündeln von Reichsflaggen ausgezogen, und da Bon Zeit zu Zeit wird das deutsche Volk daran er- Neuland mit gemäßigtem Klima, hatten die Engländer, hißten sie denn munter d'rauf los, wo es noch freien Platz innert, daß es mit der Gorge für eine Anzahl tropischer zum Theil auch die Franzosen, Spanier und Portugiesen dafür gab. Kolonien wollten sie haben um jeden Preis. Gebiete in Afrika und Oceanien belastet ist. Entweder längst mit Beschlag belegt. Es ist eine der schwersten So find uns denn an der Westküste Afrikas drei Kowerden uns Mezeleien gemeldet, die bald den Charakter Unterlassungssünden, die der bureaukratischen Regierung lonien anheimgefallen: zwei Sumpf- und Fiebernester und von Siegen, bald von Niederlagen tragen, oder es werden Preußens und der anderen deutschen Staaten zum Vor eine Sandwüste. Da ist zuerst an der Guineaküste das durch Abrechnungen und Budgetforderungen die Summen wurf gemacht werden muß, daß sie aus Furcht vor dem Togoland mit 60 000 Quadrat- Kilometern, etwa so groß bekannt gegeben, die den deutschen Steuerzahlern das Ko- revolutionären" Einfluß, den erfahrungsgemäß die freieren wie das rechtsrheinische Bayern, dann Kamerun, so groß Ionialspiel kostet. Siedlungskolonien auf das Mutterland ausüben, geflissentlich wie Württemberg. Togo hat eine flache, sumpfige Küste, So ist jetzt dem Bundesrath die Uebersicht der Ein- der Gelegenheit aus dem Wege gegangen war, ein dazu ohne sicheren Hafen. Kamerun hat zwar einen Hafen, der nahmen und Ausgaben der Schutzgebiete Kamerun, Togo geeignetes Gebiet zu erwerben. durch das Mündungsgebiet mehrerer sich am Meere verund des südwestafrikanischen Schutzgebietes für 1892/93 vor So ließ sich die preußische Bureaukratie das zur An- einigender Flüsse gebildet wird, doch ist dieses Flußdelta der gelegt worden. Nach einer offiziösen Mittheilung werden siedlung für deutsche Auswanderer trefflich geeignete Neu- mächtigen Sumpfwaldungen wegen für Europäer höchst ,, die durch die Einnahmen nicht vollständig gedeckten Aus- seeland entgehen, das dann erst in den vierziger Jahren dem ungesund. In der Nähe ist zwar der mächtige Kamerungaben für Kamerun und das südwestafrikanische Schutz- britischen Kolonialreich angegliedert wurde und jetzt einer berg, auf dessen Höhen ein zuträglicheres Klima herrscht, gebiet für 1892/93 zunächst aus dem Betriebsfonds der großen Zukunft als das England der Südsee" entgegen- doch läßt sich von einem Berggipfel aus nicht der Handel Legationskasse vorschußweise gedeckt." Eine Ueberschreitung geht. Jahrzehntelang sind die deutschen Auswanderer nach an einer mehrere Meilen entfernten Flußmündung leiten, des gesammten Jahresetats sei nur für das südafrikanische den Vereinigten Staaten und den englischen Kolonien ge- so daß die deutschen Händler und Beamten das Gebirge Schutzgebiet zu erwarten, da der Reichszuschuß durch die strömt, ohne daß die deutschen Regierungen den Finger nur vorübergehend als Zufluchtsstätte aufsuchen können. im Februar 1893 erfolgte wesentliche Verstärkung der gerührt hätten, um ihnen jenseits des Ozeans ein Heim zu Das Hinterland von Togo und Kamerun trägt den gleichen Echuztruppe fich als unzulänglich erwiesen habe. Die schaffen, in dem sie sich völlig selbständig hätten entwickeln Charakter einer Tropenlandschaft- sehr schön anzusehen und Mehrausgabe werde später durch Reichsmittel gedeckt tönnen. Als man daran dachte, war es zu spät. auch angenehm zu bewohnen für Neger, Schlangen, Papageien werden müssen. So stand es mit der Frage der Beschaffung von und Affen, aber für den Europäer gesundheitsmörderisch. Nur Aus diesen gewundenen Mittheilungen geht nur so viel Siedelungsgebieten. Absatzgebiete für die Industrie schafft als Plantagenaufseher können sie dort turze Zeit gedeihen. mit aller Klarheit hervor, daß abermals Buschüsse für die sich ein europäischer Industriestaat heute aber nicht mehr Selber zu arbeiten ist ihnen unmöglich. Die Ausnutzung Verwaltung der afrikanischen Kolonialgebiete aufgebracht durch die Besizergreifung fremder Länder. Es ist das viel- solcher Gebiete durch Europäer bedingt also nothwendiger werden müssen. Ob der vorläufige" Vorschuß von mehr eine Aufgabe der Handelsthätigkeit. Weise die Ausbeutung der Negerarbeit. Da die Neger 191 475 M., welchen Kamerun erforderlich gemacht hat, Alle Kolonialstaaten sind längst durch den Zwang der sich aber nicht freiwillig für den Weißen abrackern, sondern wirklich später gedeckt werden wird durch die Kulturentwickelung dahin gebracht worden, ihre Gebiete nur dem Zwange nachgeben, bildet sich beim Plantagenbau eigenen Einnahmen der Kolonie aus den Steuern dem Handel aller Völker zu verschließen. Jetzt ist stets eine mehr oder minder verhüllte Sklaverei heraus. und Zöllen, erscheint noch feineswegs gewiß. Für nicht mehr die Flagge, welche über der Kolonie So haben wir also in Togo und Kamerun zwei SeuchenSüdwest afrita, das ja das ja nach der Versicherung weht, entscheidend für den Bezug europäischer herde gewonnen, Herde für physische und moralische Kordes Offiziosus einen dauernden Zuschuß erforderlich machen Artikel, sondern die Tüchtigkeit der Fabrikation und des ruption. wird, werden vorläufig 178 005 m. extra verpulvert. Handels des exportirenden Landes. So überwiegt, um nur an Der Kongreß westafritanischen Kolonien! Gie genügen um uns den on europäischen Induſtrieprodukten höchſtens etwas billige der französischen Arbeiterpartei. Die Sumpfluft zerrüttet die Gesundheit, die AusDie Kostenrechnung für die Kolonialerfolge in Ost- ein Beispiel zu nennen, im französischen Hinterindien der beutung der Sklavenarbeit die Sittlichkeit der Kolonialfeye. afrita während des Jahres 1892/93 steht noch aus. Gie englische und deutsche Handel den französischen. Diejenigen wird aber weit schlimmer ausfallen, als für das übrige Gebiete im tropischen Afrika aber, welche innerhalb der afrikanische Kolonialgebiet. Dafür haben wir am Kilimandscharo lezten Jahrzehnte von den europäischen Staaten in und am Victoria- See zu viel" Siege" erfochten. Ebenfalls Besitz genommen wurden, kommen als Absatzgebiet für wissen wir noch nicht, was uns Neuguinea gekostet hat. europäische Ausfuhrartikel überhaupt herzlich wenig in Doch begnügen wir uns heute mit der Betrachtung der Betracht. Die sämmtlichen Neger Afrikas verbrauchen Appetit zu Baumwollstoffe, Glasperlen und sonstigen Tand. I. Als im Anfang der 80 er Jahre eine Anzahl von Ko- Wirklich begehrt sind bei ihnen nur Schießgewehre und Paris, 9. Oktober. Ionialgesellschaften in Deutschland ins Leben traten, gaben Schnaps, das Feuerwasser, um sich selbst zu zerstören, die Am Sonnabend Vormitttag trat die französische Arbeiterderen Wortführer als ihre Hauptzwecke die Gewinnung Feuerwaffen, um audere umzubringen. partei( Marristen) in dem in der Faubourg du Temple gelegenen solcher Landstriche an, die sich für die Ansiedlung Da auch in Afrika schon die besseren Landestheile, Salle du Commerce" zu ihrem elften Landeskongreß zusammen. deutscher Auswanderer eignen, sowie solcher, die welche sich wie das Kapland zur Besiedelung durch Europäer Gleich beim Eintritt konnte man merken, daß troß oder vielleicht der deutschen Industrie als Absatzgebiet für ihre Ausfuhr- eigneten, oder der einheimischen Bevölkerung zu einer eigenen letzten Zeit einen für den Verstand der Bourgeoisie geradezu be gerade infolge all der chauvinistischen Hetzereien, die in der artikel dienen tönnten. Erst in dritter Reihe dachte man Kultur verholfen hatten, wie Egygten, bereits in festen denklichen Grad angenommen haben, die französische Arbeiteran sogenannte Kultivationsgebiete, also tropische Länder, Händen waren, blieb den deutschen Koloniesuchern nur das partei mehr denn je entschlossen ist, Schulter an Schulter mit in denen mit Hilfe angeworbener farbiger Arbeiter zu offupiren übrig, was wegen seiner klimatischen Verhält- der deutschen Sozialdemokratie zu kämpfen; denn der reichlich Plantagenbau getrieben werden sollte. Nun waren aber nisse übergangen war. Sumpfige oder sandige Küsten, die mit rothen Fahnen geschmückte Saal zeigte rings um die Tribüne Feuilleton. [ 81 " " Ich verstehe Sie nur halb", sagte der Marschall. ist das Fräulein von Castelnau geblieben? Sie werden " Ich verzeihe Ihrem Schmerze vieles", antwortete der wissen, daß sie verschwunden ist. In allen diesen Umständen Intendant. sehen wir, mögen Sie auch sagen, was Sie wollen, ein Aber warum hat sich der Herr von Beauvais unserm zusammenhängendes Komplott." Verhör nicht gestellt?" fing der General wieder an," Ach! die arme Christine!" seufzte Bila kläglich, ich Der Aufruhr in den Cevennen. warum ist er entflohen? Bekennt ihn die That( nicht als weiß jest erst, wie lieb ich das herrliche Mädchen gehabt habe. Eine Erzählung von Ludwig Tieck. schuldig? Und wissen Sie von ihm etwas und seinem Ja, sie ist nicht mehr in ihrem Hause, aber der Herr MarAufenthalt? Können Sie uns von seinen Unternehmungen schall wird wohl am besten Nachricht von ihrem Aufenthalte einige Nachricht mittheilen? Halten Sie ihn verborgen? geben können." Bekennen Sie von allem die Wahrheit." " Ich?" fragte dieser. " Sie sehen, daß die Pillen, die Sie, verehrter Herr Exzellenz", sagte der Arzt, der alte Sünder hat sich Alle Welt sagt wenigstens", fuhr der Arzt fort, daß Marschall, drehen und gießen lassen und die Tausende von gewiß aus dem Staube gemacht, weil er allerdings ver- Sie sie hätten verhaften lassen, und das ist auch nicht ganz Chirurgen den Verkehrten beibringen, ihnen das Uebel nicht dächtig ist, selbst mir, und gewiß nicht mit Sicherheit und ohne Wahrscheinlichkeit, da die unkluge Dirne vor einiger abführen oder nur lindern. Was frommt es doch nur, daß Anstand hier hätte erscheinen können." Zeit so ganz die Hochachtung, die sie Ihnen schuldig ist, die thätigen Männer so fleißig mit den Bajonetten nach- Reden Sie weiter," sagte Herr von Basville; Sie aus den Augen gesetzt hat." stopfen, weder diese Lanzetten, noch die Inzisionen der geben es zu meiner Freude schon näher." ,, Es wäre unter mir", sagte der Marschall ,,, Ungezogenheiten Herren Dragoner verbessern die Säfte. Auch die Kuren in Sie wiffen es ja selbst so gut als ich," antwortete durch mein Amt rächen zu wollen." den Gefängnissen oder auf den öffentlichen Plähen schlagen Vila, der Standal ist ja im ganzen Lande ruchbar. Kahl- Wo man nicht Liebe erwecken kann", sagte der Arzt, nicht an. Was kann Ihre Vernunft, Ihre falte ruhige töpfig hätte er hierher treten müssen und Rede und Ant- ,, die man wohl fordern dürfte, da soll oft Furcht und die Ueberzeugung dafür, daß das ganze Land, ehrlich ge- wort geben. Ich will noch zugestehen, man schafft Man- gehörige Strafe des Gegenstandes uns dafür genugthun." sprochen, wie ein großes, auseinander gelaufenes Tollhaus schetten, man legt den Degen ab, auch die Stickerei auf Ich geb Ihnen mein Ehrenwort, ich weiß nichts von da steht, wo die Nasenden mit ihren Lehrbegriffen gegen dem Kleide oder die Kravatte mag noch ohne Ketzerei als der Thörin!" sagte der Marschall erröthend. einander wüthen und wie die gehetzten Hunde mit den überlei geachtet werden; aber wenn Sie erwägen, daß er ,, Es ist wohl möglich", antwortete Vila, daß Sie Zähne knirschen? Ich glaube, die Luft ist Luft ist an schon seit länger als zehn Jahren ohne Perücke da draußen gerade jetzt nicht wissen, in welchem Kerker sie schmachtet, gesteckt und macht verrückt, und so hat es den in seiner Wüstenei wohnt wie ein thebaischer Einsiedler, so da wir seit einigen Jahren diese Anstalten so ansehnlich jungen Edmund und meinem armen Sohn befallen. tönnen Sie ihm unmöglich ganz rechtgläubige Gesinnungen vermehrt haben." Wenn der Teufel reitet, der kann gewiß nicht behaupten, zutrauen. Wie soll denn auch der Kopf gesund bleiben, daß er einen Ueberfluß von freiem Willen habe, zu wenn er sich allem Wetter, allen Gesellschaften, allen vor gehen und zu kommen; was hätte mich aber wohl bestechen fallenden Redensarten, Wiz und Unwig so nackt preis follen, meinem einzigen Sprößling die Steigbügel über die geben muß! Es ist ja wie eine Festung, wo man die Schulter zu legen, damit der schwarze Rabenvater aller Lüge Wälle und Schanzen abgebrochen hat. Da reitet im Kriege fich ihm noch bequemer aufhucken fönne? Bedenken Sie das alles Gesindel ungehindert hinein." nur selbst, großmüthige Männer." Sie sind kindisch", sagte Herr von Basville, aber wo " ,, Herr!" rief der Marschall ,,, ich dächte, Herr Intendant, wir ließen den Aberwißigen abtreten, denn es ist nur vergebliche Hoffnung, ein tluges Wort von ihm zu hören. Danten Sie es dem Herrn Marquis und seiner eifrigen Vorsprache oder vielmehr seiner Grille, sich von niemand anderm furiren zu lassen, daß man Ihre Frechheit, die sich thöricht stellt, so ungezüchtigt von hier läßt. Aber lassen Fieben große Wappen, auf welchen sich auf mattweißem Felde die Namen Karl Marx, Engels, Blanqui, Barlin, Bebel und Liebtnecht glänzend hervorhoben. Befunden sich aber die antichauvinistischen Gefühle der französischen Arbeiterpartei schon äußerlich auf diesem Kongreß, so noch mehr innerlich. So hat der Kongreß, che er noch in die eigentlichen Verhandlungen eintrat, auf Jules Guesde's Antrag folgende Erklärung mit Afflamation angenommen: Zweck werden die erheblichen Auslagen doch nicht gemacht, dürfte auch schwer sein, hierfür den Beweis zu erbringen, welche mit einer solchen Bestellung verbunden sind." An denn wie wie allgemein verlautet, hat Hofmeister den dieser Mittheilung ist nur wahr, daß unsere Genossen Ab- Soldaten keineswegs über sozialdemokratische Grundschriften von den Listen zu den Stadtverordneten- fäße Vorlesungen gehalten, sondern sich mit seinen Unterwahlen bestellt haben. Herr Eugen Richter tann also gebenen über alles mögliche unterhalten. Sein Verbrechen" ruhig schlafen, unsere Partei wird sich an dem„ elendesten scheint darin zu liegen, daß er glaubte, außer Dienst Wahlsystem" wirklich nicht betheiligen. Privatmann zu sein, daß er seine Soldaten nicht als Maschinen, sondern als Menschen betrachtete. Die BourgeoisDer elfte Landeskongreß der französischen Arbeiterpartei erflärt sich, bevor er in die Verhandlungen eintritt, solidarisch In der Redaktion der Norddeutschen Allge- presse hat Hofmeister zum Sozialdemokraten gestempelt, mit den fireifenden Bergarbeitern Frankreichs, Englands und meinen Zeitung" hat der unsrer vorgestrigen Nummer das ist er nach unseren Informationen nicht. Auf uns Belgiens; protestirt gegen die ihrer Rolle der National- beigelegte Aufruf der Arbeiter- Bildungsschule einen bleichen hat der Mann den Eindruck eines Schwärmers gemacht, vertheidigung entzogene und in eine Garde der Leiber und Schrecken verursacht. Schlotternden Gebeins verübt sie wie solche in den Jahren dieses Offiziers nicht allein unter Güter der Kapitalistentlasse umgestaltete, gegen die Arbeiternation einen Leitartikel, der mit einer in das Gewand der Studenten, Geistlichen 2c., sondern eben auch beim gerichtete Armee, und weiht die verantwortlichen Urheber der Kassandra gehüllten Denunziation schließt, in dem sie die Militär zu finden sind. Füfilade von Featherstone und der Dragonade von Drocourt der bürgerlichen Parteien soll wohl heißen Polizei und Berabscheuung des Volkes. Der Kongreß sendet gleichzeitig den Ausdruck seiner leb: Staatsanwalt auffordert, der freien Entfaltung des haftesten Sympathie dem wegen der Verurtheilung der Annerion aus dem Aufruf athmenden Geistes geschlossen und entvon Elsaß- Lothringen ins Gefängniß geworfenen deutschen schieden entgegenzutreten." Ein zweiter, gleichfalls vor Gingang in die Tagesordnung eingebrachter und mit Einstimmigkeit angenommener Antrag befundet nicht minder den antichauvinistischen Geist der franzöfischen Arbeiterpartei, der obwohl er unter Sozialisten selbstver ständlich ist, bei dem chauvinistischen Geschrei von hüben und drüben nicht nachdrücklich genug hervorgehoben werden kann. ( Der Antrag ist von uns bereits in der gestrigen Nummer mit getheilt. Red. des„ V.") Arbeitskraft Weil die von Ein Privattelegramm meldet uns: Hofmeister wurde von Schuld und Strafe freigesprochen. Jeder Zigarrenfabrikant würde nur noch die Zigarren fabriziren, aber nicht mehr sortiren und verpacken lassen, sondern lose und unfortirt an seinen Engroshändler verkaufen, so faftuiren und versteuern; der Engroshändler aber würde die Zigarren sortiren, bündeln und so verpacken lassen, wie er sie für den Handel mit den Detail- Händlern gebraucht und zu festen Preisen, wie seither an die Detail- Händler verLaufen. sozialistischen Abgeordneten Bueb und den in ihrem heroischen Freilich die Pindterei verträgt sich nicht mit der freien Nicht wegen Geistesstörung, wie die Volts- 3tg." beStampfe gegen den zaristischen Despotismus getroffenen polnischen Schule und in der Wilhelmstraße wird es als ein Ver- richtet, sondern weil die Hauptzeugen ihre vor dem Unterwie russischen Sozialisten nd Revolutionären, und er beglück- brechen betrachtet, wenn die Arbeiterklasse sich aus den suchungsrichter gemachten Angaben zurückzogen, wurde wünscht Die sozialistischen Arbeiter Italiens, die sich, Feffeln der Unwissenheit zu befreien strebt. Die bürgerliche Hofmeifter freigesprochen. Die ärztlichen Sachdie Verantwortung für die blutigen Szenen von Aigues- Mortes Gesellschaft erkennt dem Proletariat nur dasjenige Maß verständigen erklärten Hofmeister für dem kapitalistischen System übertragend, allen chauvinistischen Aufreizungen entgegengeworfen haben, und versichert sie der von Wissen zu, welches nothwendig ist, damit das Aus vollständig zurechnungsfähig. Wer entschädigt eine recht brüderlichen Gefühle des französischen Proletariats, entschlossen, benterthum große Profitrate aus der Hofmeister für die vielen Monate, die er im Gefängniß der nur in dem welcher Nationalität immer angehörigen Unter Lohnsklaven herausschinden kann. verbrachte, für den Schaden an Gesundheit, für eine vielnehmerthum den Feind zu sehen." Außerdem ärgert sich Pindter und seine Leute darüber, daß leicht vernichtete Zukunft? die Arbeiter- Bildungsschule zur Erfüllung ihrer Aufgaben einen monatlichen Beitrag von 25 Pf. verlangt. Die Zigarrenpreise und Tabak- Fabrikatstener. Einer Sozialdemokratie" so leitartikelt man in dem Bureau an die Kölnische Volkszeitung" gerichteten Korrespondenz des Herrn Kommissionsraths- benkt über die Höhe des entnehmen wir folgendes: Betrages sehr viel anders, wenn Staat oder Gemeinde die Höhe use drei Mark jährlich an Steuern vom Arbeiter erheben." Natürlich Pindterchen! Aber warum? Zur besseren Verständigung sei hier angeführt, daß das in Staat und Gemeinde dem Arbeiter auferlegten Steuern der Resolution erwähnte, während der jüngsten Wahlkampagne meistens den Interessen der Kapitalistenklaffe geopfert erlassene Manifest das Sein und Wollen der Arbeiterpartei tlar werden müssen, während jener Beitrag dazu hilft, die und offen darlegt, der herrschenden Klaffe ihre jüngsten Sünden Armee des Proletariats mit geistigem Rüstzeug für den und Verbrechen- das Gemeyel von Fourmies, den Klassenkampf auszustatten. Hoffentlich merkt die Nord. ftraflos ausgegangenen Panamaschwindel, die Schließung deutsche Allgemeine Zeitung" min den Unterschied. Aber Der Arbeitsbörse u. f. 1. ins Gesicht schleudert und sich zum Schlusse gegen die interessirten Bekämpfer und Verleumder der hübsch ist's, daß das offiziöse Organ den Aufruf der internationalen Arbeiterbewegung fehrt, welche die Anhänger der Arbeiter- Bildungsschule- wenn auch leider nur auszugsArbeiterpartei als Vaterlandsverräther bezeichnen. Und warum?" weise verbreitet. Hätte der Vorstand gewußt, daß in fragt da das Manifest und antwortet:" Weil wir uns ent- den stillen Räumen der Wilhelmstraße ein Spezial- Agitator schlossen, jedem Krieg zwischen den Bölfern entgegenzutreten und für die Arbeiter- Bildungsschule weilt, wir sind überzeugt, anstatt die Arbeiter der verschiedenen Vaterländer anzutreiben, der unverkürzte Aufruf wäre der Norddeutschen Allgesich zum höchsten Bluhme und zum alleinigen Vortheil ihrer meinen Zeitung" zur Verbreitung angeboten worden. politischen und wirthschaftlichen Ausbeuter gegenseitig zu tödten, wir sie auffordern, sich zu verständigen und zu vereinigen, um Prozeß Hofmeister. Aus Würzburg wird uns von ihre gegenseitigen Vaterländer gemeinschaftlich zu befreien... Die französische Arbeiterpartei ist die einzige wahrhaft patriotische unserem Berichterstatter noch geschrieben: Partei, weil sie allein aus dem herabgewürdigten, als Bettler Wie bereits von mir telegraphisch berichtet, hat das und Betrogener zu den Füßen des Henters aller Neußen gefchleppten Militär- Bezirksgericht die Deffentlichkeit ausges Frankreich das große, befreiende Frankreich wieder machen wird, schlossen. Dieser Beschluß hat peinliches Aufsehen er das, um die Tyrannen zittern zu machen und der Welt den regt und dürfte nicht dazu angethan sein, die bayerische Frieden aufzudrängen, sich nur an die Spige der internationalen Militär- Strafprozeß- Ordnung in dem günstigsten Lichte er fozialistischen Bewegung zu stellen brauchte." dun Erst nach Annahme der beiden angeführten Resolutionen, scheinen zu lassen. Formell ist unstreitig der Gerichtshof womit die zweite Sigung schloß, schritt der Kongreß zur Behand in seinem Recht, der§ 138 dieses Gesetzes giebt den Lung der eigentlichen Tagesordnung. Doch darüber nächstens. Nichtern diese Befugniß. Der Ausschluß der Deffentlichkeit Angeführt sei hier nur noch, daß der Kongreß, der seine Ar- erstreckt sich in diesem Falle auf die ganze Verbeiten heute Abend beendigt, 92 Delegirte zählt, die zusammen handlung, so daß nicht einmal der Verweisungsbeschluß den Zuhörern und den Vertretern der Presse bekannt gegeben wird. Ob es vom taktischen Standpunkt aus richtig ist, daß in diesem Falle das Militärgericht hinter verschlossenen Thüren verhandelt, wollen wir 499 Gewerkschaften und politische Vereine vertreten. Politische Lebericht. Dahingestellt sein lassen. Wenn dienstliche Erwägungen" Berlin, den 11. Oktober. gegen die Oeffentlichkeit geltend gemacht werden, so scheint uns dieses tein ausreichender Grund für Der Abschlußt der deutsch- russischen Handels- die Geheimhaltung der Verhandlung zu sein, der vertrags- Verhandlungen läßt sich nach einer offiziösen beabsichtigte Zweck wäre auch erreicht worden, wenn Rundgebung der Köln. 8tg." nicht bestimmen. Von man den Zeitungsreferenten, für diesen Theil der Verhand anderer Seite wird Ostern als der Termin angegeben, an dem der Vertragsabschluß stattfinden kann. Graf Caprivi wünscht wohl den Reichstag zu übermüden und ihm danu erst den Vertrag vorzulegen, damit er ohne große Debatten vom Reichstage angenommen werde. Freisinnige Flunkerei. Die Freifinnige Zeitung" schreibt: Ueberraschungen seitens der Sozialdemokratie find bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Berlin durchaus nicht ausgeschlossen, denn die sozialdemokratische Partei hat sich Abschriften der Wählerlisten bestellt. Dhne praktischen Sie sich betreten, daß Sie es mit den Empörern und den Berdächtigen irgend halten, so sprechen wir uns wieder, und alsdann in einem höheren Ton." ,, Wie Sie ihn immer anzugeben belieben", sagte der Arzt und entfernte sich mit einer tiefen Verbeugung. Seine Kutsche hielt vor der Thür des Hauses, er ging aber noch erst in den Stall des Hofes, um einen alten Diener aufzusuchen, den er mit sich nach St. Hippolite nehmen wollte. Hinkend und mit verbundenem Kopf und Arm fam dieser achzend herbei. Kutscher", rief Bila seinem Fuhrmann an, mach Blah auf dem Bock für den alten Knecht da!" Inden kam der Obrist Julien die Straße herunter. Was schleppen Sie da für Waare mit sich?" fragte dieser, indem er den Verwundeten betrachtete. lung das Schweigegebot auferlegt hätte. Die„ militärische Standeswürde" stand nach unserer Kenntniß der Verhältnisse und nach unseren simplen Zivilstandsbegriffen überhaupt nicht in Frage. Hofmeister ist kein gemeiner, sondern ein politischer Verbrecher". Fleckenlos ist die Vergangenheit dieses Mannes, tein Makel haftet an dem Charakter des Angeschuldigten. Hofmeister, an dem die Folgen einer sechsmonatlichen Untersuchungshaft keineswegs spurlos vorübergegangen sind, macht den Eindruck eines gutmüthigen harmlofen Mannes. Daß Hofmeister seine Untergebenen zum Ungehorsam aufreizen sollte, traut ihm kein Mensch zu. Es rumpelt. Adieu, Herr Pfarrer!"- Die Rutsche fuhr die Straße hinunter und zum Thor hinaus. Die ganze Kontrolle würde also bei solcher Trennung der Fabrikation von dem Versandgeschäft fraglich, denn nur der Fabrikant und der Engros- Händler blieben noch unter derfelben, während alle Detail- Händler, Kaufleute und Wirthe, bie statt wie bisher von dem Fabrikanten direkt, nunmehr von dem Engros- Händler der betreffenden Fabrit zu Preisen, in welche die Fakturensteuer bereits einbegriffen, faufen würden, der Kontrolle entfielen. Damit wäre aber die Identität der Zigarren und deren richtige Werthbesteuerung im Detailverkehr gar nicht mehr zu kontrolliren, sondern nur noch bei dem Engros- Händler und Fabrikanten durch Sachverständige festzustellen, ob die vom Fabritanten lose fatturirten und gelieferten Bigarren auch nach ihrem vollen Werthe versteuert wären. Jeder Steuer- Technifer und Fachmann aber wird wissen, daß eine richtige Werth- Ermittelung von fertigen TabaksFabrikaten nahezu unmöglich ist. Und um ein Bild von der Wirkung der vorgeschlagenen Fakturensteuer auf die Bigarrenpreise zu geben, fonstatiren wir, daß eine Steuer von 40 pCt. des Fakturenwerthes die HauptKonsum Bigarre, die sogenannte 5- Pf.- Bigarre, welche in unserer Landschaft in rein amerikanischer Qualität zu durchschnittlich 36-3712 M. pro Mille fortirt und verpackt hergestellt wird, um 14,80 ab 3,20 m. für herabwürde, das ist das Stück um mindestens 1 Pf.; die 6- Pf.gesetzten Eingangszoll also um netto 12,60 m. vertheuern Bigarre würde sich um 15 M. das Mille oder im Detailverkaufe um 2 Pf. das Stück vertheuern. Diese Zigarrenforten würden von dem Markt verschwinden und dafür Sorten aus inländischem Tabak oder gemischt mit inländischem Tabat eintreten, damit wäre aber die Zigarrenfabrikation in Westfalen, welche nachweislich an sieben Achteln der gesammten deutschen Zigarrenfabrikation und in der Hauptsache an den Fünf- und Sechs- bis Acht- Pfennigs- Bigarren betheiligt ist, ruinirt, da die Fabrikation der 5- und 6- Pf.- Sorten in der Hauptsache dem Großherzogthum Baden und der Pfalz zufallen würde. Welche Noth durch die Arbeitslosigkeit einer solchen Menge Arbeiter in den Kreisen Herford, Minden, Osnabrück entstehen würde, liegt auf der Hand, und die preußische Regierung würde gezwungen werden, für die Versorgung der brotlos gewordenen Familien Staatsmittel flüssig zu machen, da die Gemeinden diese Last nicht dauernd tragen könnten. Die Uebergangsperiode von der jeßigen zu einer anderen Fabrikationsweise, die ja dem neuen Steuersystem angepaßt werden müßte, würde noch tragischer sein, denn da kein Händler für die erste Zeit nach der Einführung der Fatturasteuer Bedarf haben würde, sondern erst nach und nach und der Rath mußte sich darüber wundern, wie schwer es ihm wurde, sich in dem sonst wohlbekannten Hause zurechtDie Landstraße war voller Soldaten und Milizen, an zufinden. Niedergestürzte verkohlte und erloschene Balken vielen Orten mußte die Kutsche stillhalten, um die Züge Hemmten den Eingang zum Saal, Asche und Schutt vorbeizulassen. Endlich, als man den anderen Weg nach erfüllten den weiten Raum, alles Raum, alles war unkenntlich, den Bergen eingeschlagen hatte, konnte die Reise un- und nur die Mauern bezeichneten noch den ehemaligen gestörter fortgesetzt werden. Der Arzt war sehr unruhig Siz des Glückes und Friedens. Die Laterne warf einen und sah nach allen Seiten um, murmelte für sich und war bleichen wechselnden Schimmer auf die traurige Zerstörung, abwechselnd gerührt und verdrießlich. Endlich, als die Ge- und indem bei ihrem Schein der Vater nach jenem Schranke gend ihm einsam genug war, ließ er halten, stieg ab und zitternd herumtappte, glaubte er in einem anderen Gemache half dem verwundeten Konrad, wie er ihn in der Stadt eine Stimme zu vernehmen. genannt hatte, selbst vom Wagen. Armer, alter Freund," Als er genauer hinhorchte, war alles still; doch machte rief er aus, indem er ihn mit großer Bewegung umarmte, sich nach kurzer Frist ein tiefes, schmerzliches Seufzen von wie geht es Dir? Fühlst Du Dich ermüdet? Jetzt steige neuem vernehmlich, und wie aus qualbedrängter Brust erhier mit mir ein und verzeih mir alles, was ich zu Deiner tönten dann die Worte: Ja mein, mein sündliches Feuer Sicherheit habe thun müssen." hat diesen Wohnsiz in Asche gelegt, mein frefelnder Ungestüm hat das Glück dieses theuern Hauses gemordet." " Meinen uralten Konrad," antwortete der Arzt; der dumme Kerl geräth gestern auf ein Dorf und will sich mit der Bekehrung eines Kamisards einlassen, der aber auf Mir ist ziemlich wohl, Du Guter, Treuer, antwortete echte Rebellenweise fängt zu prügeln an; mein abgelebter der Herr von Beauvais, aber leiste mir nun noch den mein unglücklicher Sohn!" rief der Alte, indem er Enthusiast will auch seinen König und Herrgott nicht Liebesdienst, daß wir noch einmal die Ruinen meines Hauses jenem Gemache entgegenstrebte; doch Edmund kam ihm schon schimpfen lassen, und darüber ist er so zugedeckt worden, besuchen." entgegen, sant an ihm nieder und umfaßte seine Knie. daß ihn unser Phylax zu Hause kaum wiedererkennen wird." Bila gab dem Kutscher die Anweisung, und sie stiegen Rönnen Sie mir vergeben? Können Sie mich noch, " Gehen Sie," sagte der Obrist, der arme Krüppel ein. Aber warum willst Du Dir das Herz noch schwerer lieben?" rief er in heftiger Bewegung; ich, ich Glender 3" fing, an.„ Comm ich und fann den hohen Kutscherbock vor Bittern nicht erreichen. machen?" fing der Arzt an. Komm lieber gleich mit mir, habe den Brand in dies Haus geschleudert, ich habe Sie und Er scheint dergleichen nicht gewohnt. Helfen Sie doch, daß ich Dich in Dein kleines ländliches Asyl führe, um meine Schwester elend gemacht, ich bin wohl an Ihrem Herr Pfarrer." Dich dort bis auf bessere Zeiten zu verbergen. Denn jetzt Tode schuld. O großmüthigster, mildester der Menschen, ist doch nicht daran zu denken, daß man Dich über die mit welchem zerrissenen Herzen lieg' ich hier zu Ihren Grenze schaffen könnte." Füßen, nicht werth, sie zu umfassen, nicht des Staubes werth." : " Der stämmige Pfarrer von St. Sulpice, welcher sich herzugedrängt hatte, schrotete mit Armen und Schultern den Alten hinauf. Gewohnt oder nicht gewohnt!" rief Vila O mein armes Vaterland!" seufzte der Barlamentsrath, Der Alte hob ihn auf drückte ihn an sich und sagte: verdrießlich, er mag dem Himmel danken, daß ich ihn wie Verbrecher müssen nun auch die Rechtschaffenen das Nicht also, mein Sohn, nicht auf so furzsichtige Weise laß noch mitnehme. Ein Kerl, der in seinen Jahren noch auf Verborgene suchen. Ich will mich nur noch einmal in die uns die Wege des Schicksals meistern und schelten. Du Prügeleien ausgeht, ist in meinem friedlichen Hause nichts große Halle begeben: ein eiserner Wandschrank ist vielleicht warst es, wie ich wohl weiß, der mich aus den Händen der nüge. Die Zeiten sehen freilich wunderlich genug aus, von den Räubern und Flammen verschont geblieben, Mordbrenner rettete. Dein Herz ist mir geblieben; diese so daß das Gesindel vielleicht bald die Prätension macht, dort liegt das Bildniß meiner Gattin, welches ich in der Mauern, dieser todte Besitz gehörte nicht zu meinem Glück mit in der Kutsche zu fahren." Eile mit einzupacken vergessen hatte. Sehr schmerzlich und Wesen, Du selbst bist mir näher und bist mir, gott Blaß genug hätten Sie," sagte der Obrist, der vor würde es mir fallen, dies theuere Andenken verloren zu geben." lob! nicht verloren gegangen. Gönne es mir daß, ich Dich Arzt, der sich schon breit hingesetzt hatte, Abschied nahm. Die Sonne war schon untergesunken, und sie näherten in den Trümmern wiedergefunden habe, und ich will " Nun zugefahren!" rief Bila, und nicht zu schnell, be- sich jetzt der heimathlichen, wohlbekannten Gegend. Aus dem Himmel mit Thränen der Inbrunst für mein sonders auf den Steinen, denn alle Rippen und der Kopf den schwarzen Mauern stiegen noch qualmende Wolken, Unglück danken. Folge mir jetzt und verlaß diesen un obenein sind mir wie zerschlagen, und gieb acht, daß das doch schien das Feuer erloschen. Der Wagen hielt, die glücklichen Bund. Es findet sich die Zeit und günstige alte Gespenst Dir nicht etwa gar vom Bod herunter Reisenden ftiegen aus. Eine Laterne wurde angezündet, Stunde, daß wir über die Grenzen unseres Baterlandes wieder der Bedarf an Bigarren einträte, so würden tn der Zwischenzeit alle Arbeiter unserer Zigarrenindustrie auf längere oder fürzere Zeit feiern müssen. Unmittelbar nach Einführung ter neuen Steuer würde vorläufig jede Zigarrenfabrikation in hiesiger Gegend so lange eingestellt werden müssen, bis sich die Fabrikationsverhältnisse geregelt hätten. tarischen Entscheidung kommen und hoffentlich werde bis dahin in Der Freund des Pourbaig an der Arbeit-bedieselbe eine ganz andere Fassung erhalten haben. Das„ Vater- titelt der Brüsseler" Peuple" seinen legten Leitartikel. land" bedauert namentlich auch, daß Graf Taaffe wegen eines Herr Bourbair ist jener Biedermann und Anarchist, der so hochwichtigen Aktes, wie es die Einführung des allgemeinen vor 6 oder 7 Jahren im Auftrage des Ministers Bernaert Wahlrechtes sei, nicht vorher Fühlung mit den Parteiführern genommen habe. Das Fremdenblatt" glaubt, daß man in Dynamit- Attentate verübte, um den damaligen Bergarbeiterjedem Falle heißen parlamentarischen Kämpfen entgegengehe. Streit in Mißkredit zu bringen und der Regierung Waffen gegen die Sozialdemokraten zu liefern. Herr Pourbaix, der, gleich Bernaert, seiner staatsretterischen Thaten geständig war, wurde seinerzeit zu Zuchthaus verurtheilt, bald Wien, 11. Oktober. Die Motive zur Verordnung betreffs aber begnadigt. Wohin er gekommen ist, weiß man nicht. der Ausnahmeverfügungen in Prag und Umgebung sind heute Aber jegt treibt sich in dem belgischen Streifgebiet ein vertheilt worden. In denselben wird der maßlose Mißbrauch Doppelgänger desselben herum, der ganz in der bekannten der Preßfreiheit und des Vereins- und Versammlungsrechtes Malt man fich die Wirkungen aus, welche eine solche Arbeitslosigkeit in den Gemeinden unserer Landschaft hervor rufen würde, so müssen wir uns sagen, nicht allein alle Kreis- Eingeffenen, sondern auch alle Gemeinde- und Verwaltungsbehörden müssen die Zigarren- Industriellen in dem Kampf gegen die geplante Fattura- oder Fabrikatsteuer unterstützen, damit ein solches Unglück nicht über unser Land tommt. Es ist eben eine so hohe Besteuerung des Tabaks gar nicht anders möglich, als daß man die vorhandene Industrie dadurch dezimirt und den kleinen Mann empfindlich belastet. Die hohen Säße der projektirten Steuer auf den Rauchtabak beweisen das so recht schlagend, und in der Konferenz ist schon gar feine Rede mehr von der Schonung der unbemittelten Klassen gewesen.digitale Die österreichische Wahlrechtsvorlage liegt in ihrem Wortlaute noch immer nicht vor, erst die morgen eintreffenden österreichischen Blätter werden uns denselben bringen. Die telegraphisch gemeldeten Einzelheiten und die bis nun vorliegenden österreichischen Zeitungen wider sprechen sich. Die Rede des Grafen Taaffe, mit der er den Gefeßentwurf einbrachte, liegt vor. Dieselbe lautet nach dem Parlamentsberichte der Neuen Freien Presse":" " und Dringlichkeit der Vorlage beehrt sich die Regierung, an Der Ausnahmezustand in Prag. Ein Telegramm des Wolff'schen Bureaus meldet: hervorgehoben, wodurch von Agitatoren eine Verbegung der Bourbair- Weise Dynamit legt, das meistens zufällig" Bevölkerung gegen die konstitutionellen Institutionen, die entdeckt wird, mitunter aber auch zu einer gewaltig sozialen Stände und Nationalitäten, sowie gegen jede gesetz lärmenden Explosion kommt. Herr Bernaert ist noch immer fiche Autorität inszenirt wurde. Die Folgen der Agitation am Ruder; und wir haben nicht den mindesten Grund anhätten sich gezeigt in den wiederkehrenden rohen Ausschreitungen zunehmen, daß er sich gebessert habe oder reinlicher gegegen die katholische Kirche, in der Störung der öffentlichen worden sei. Mit dem Bruder des Pourbair" dürfte es Ruhe und Ordnung, in der Bedrohung der Sicherheit von also seine Richtigkeit haben. Personen und Eigenthum, in der Mißachtung von Behörden, " in Widersetzlichkeiten gegen deren Organe und sogar in fehr Genosse Defnet ist soeben als erster Sozialist in bedauerlichen Ausschreitungen und in einer hochverrätherischen Belgien Mitglied einer Gemeindeverwaltung( entsprechend Tendenz, zu deren Bekämpfung die gewöhnlichen Mittel der unserem Magistrate) und zwar der von Saint Gilles, einer Regierungsgewalt nicht ausgereicht hätten. Die Regierung behalte sich vor, konkrete Thatsachen während der parlamentarischen Vorstadt von Brüssel, gewählt worden. Berathungen mitzutheilen. Wer die österreichische Preßfreiheit" mit ihrem objektiven Verfahren, das Vereins- und Versammlungsrecht kennt, das die Gründung von Vereinen und die Abhaltung von Versammlungen von der Genehmigung der Polizeibehörden sammlungen von der Genehmigung der Polizeibehörden abhängig macht, kann es nur als ein Zeichen der Unfähigfeit der österreichischen Behörden betrachten, wenn sie hoffen eine Volksbewegung eher zu unterdrücken, wenn ihre ungeheuren Machtmittel noch etwas vergrößert werden. Die Jungezechen werden das neue Schreckensregiment auch überDauern. besiger sträuben sich gegen den von der Sheffielder Konferenz Der englische Kohlenstreik. Die Herren Grubens vorgeschlagenen Ausgleich. Ein Telegramm aus London vom gestrigen Tage besagt: London, 10. Oftober. Die heute in Atherstone abgehaltene Versammlung der Grubenbefizer von Warwickshire beschloß die in der gestrigen Konferenz zu Sheffield von den Bürgermeistern gemachten Vorschläge anzunehmen und den Betrieb wieder zu beginnen. Die bisherigen Lohnfäße follen bis zum 4. Dezember beibehalten werden, von welchem Zeitpunkt ab eine 10 prozentige Reduktion eintritt. Acht Gruben des Distrikts Bolton haben bereits beschlossen, wieder arbeiten zu lassen. Nach den eingehendsten Erwägungen und Berathungen ist die f. t. Regierung zu der Ueberzeugung gelangt, daß es t. nöthig sei, die Erörterung der Frage der Wahlrechtsreform London, 10. Oktober. Die heute in Derby abgehaltene nicht weiter aufzuschieben. Es entspricht der Stellung der Versammlung der Grubenbefizer lehnte die Forderung der Regierung, in dieser wichtigen Frage selbst die Initiative zu Bergarbeiter ab, die Arbeit zu den früheren Lohnfäßen wieder ergreifen. Die Regierung beehrt sich demnach, auf grund a. h. aufzunehmen. Die Versammlung schlug jedoch vor, daß die Ermächtigung einen Gesetzentwurf, betreffend die Ergänzung, Arbeit, damit der gegenwärtigen Nothlage der Bergarbeiter beziehungsweise Aenderung der Reichsraths- Wahlordnung, dem ein Ende gemacht werde, am nächsten Montag zu Lohnfätzen, boben Hause zur verfassungsmäßigen Behandlung zu übergeben. die um 15 pet. gegen die früheren gekürzt werden sollen, Dieser Gesezentwurf, welcher an den Grundlagen der bestehenden wieder aufgenommen werde. Ferner wurde die Errichtung Verfassung festhält, bringt den Gedanken zum Ausdruck, allen den- Todesstrafe in der Schweiz. Aus Bern wird unter eines Schiedsgerichtes, bestehend aus Vertretern der Grubenjenigen, welche ihre staatsbürgerlichen Pflichten in der gesetzlich vor dem 7. Oktober gemeldet, daß die Einführung der geschriebenen Weise erfüllen, die Theilnahme am politischen To de 3 st ta fe von der mit der Abfaffung des Schweizer besitzer und der Bergarbeiter zur Regelung fünftiger Lohnbaer Erhöhungen oder Herabseßungen in Vorschlag gebracht. Leben durch Ausübung des Wahlrechtes einzuräumen. Hierbei Strafgesetzbuches betrauten Kommission mit allen Der vom Schiedsgericht handelnde Paffus ist der reinste sollen nach Anschauung der Regierung nur jene Beschränkungen gegen zwei Stimmen abgelehnt worden sei. Sohn. Wenn die Herren Brozen einen Ausgleich wollten, eintreten, die sich aus allgemein staatlichen Gesichtspunkten als unabweisbar geboten darstellen. Bei der großen Wichtigkeit Gesetzestraft erlangen. Von den Leibes- und Lebensstrafen haben. Uebrigens sind nicht alle Grubenbesitzer, die bis Hoffentlich wird dieser Kommissionsbeschluß auch so würden sie die Sheffielder Vorschläge angenommen das hohe Haus das Ersuchen zu stellen, unmittelbar nach Er- des älteren Rechts ist bekanntlich die Todesstrafe die einzige, jetzt zum Verband hielten, mit diesem Vorgehen einverstanden. ledigung der beiden anderen foeben eingebrachten Regierungs- welche auch im heutigen Recht der meisten sogenannten Ein zweites Londoner Telegramm meldet uns: vorlagen, des Landwehrgesetzes und des Staatsvoranschlages Kulturstaaten noch beibehalten ist. Allerdings hatte der für das Jahr 1894, in die meritorische Berathung der Wahl- Reichstag des Norddeutschen Bundes in der zweiten Lesung rechtsvorlage eintreten zu wollen." des jetzt geltenden Reichsstrafgesetzbuchs unter dem Ueber den Inhalt des eingebrachten( Gesehentwurfes, 1. März 1870 die Beseitigung der Todesstrafe mit betreffend die Einführung des allgemeinen Wahlrechtes, ver- 118 gegen 81 Stimmen beschlossen. Allein dieses lautet, nach den Informationen der Neuen Freien Votum paßte dem Blut- und Eisenmenschen nicht in den Presse" das folgende: Kram, und nachdem er bei der dritten Lesung am Die Interessenvertretung und das Gruppensystem der 23. Mai 1870 eine Lanze zu gunsten der Beibehaltung der geltenden Verfassung bleiben aufrecht. Ebenso bleibt die Ge- Todesstrafe gebrochen hatte, fielen die tapferen und fammitzahl der Abgeordneten unverändert. In den Land- charakterfesten Nationalliberalen zum Theil um, und das gemeinden wird nach wie vor indirekt gewählt. Im all: gemeinen ist das Wahlrecht an die Bedingung geknüpft, daß Resultat der Abstimmung war die Beibehaltung der Wähler einen mindestens sechsmonatlichen Wohnsiz habe der Todesstrafe mit 127 gegen 119 Stimmen! und des Lesens und Schreibens kundig sei. Jedoch sollen Verbesserung des Schulwesens in der Schweiz. auch Analphabeten das Wahlrecht haben, wenn sie ihre Der Bund soll künftig den Volksschul- Unterricht durch BeiMilitärdienstpflicht abgeleistet haben und sich mit einem Zeug niffe als Unteroffizier, oder einer Verdienstmedaille ausweisen, träge unterſtüßen. Dieselben sollen, einer Mittheilung der oder vor dem Feinde gestanden sind. Außerdem kommt auch Frankfurter Beitung" zufolge, speziell Verwendung finden solchen Analphabeten das Wahlrecht zu, die eine direkte Steuer für den Bau neuer Schulhäuser, für Errichtung neuer Lehrzahlen oder in einem Dienstverhältnisse stehen. stellen, Beschaffung von Lehr- und Veranschaulichungs- In dem Sheffielder Vorschlag, den der Ausschuß Demnach wäre das Wahlrecht zum theil ausgedehnter, mitteln, unentgeltliche Abgabe von Schulmaterialien an der Bergleute zur Urabstimmung zu bringen versprach, war als nach den ersten Berichten anzunehmen war, andererseits Schulkinder, Versorgung von Schulkindern während der eine Lohnreduktion von nur 7 pct. in Aussicht genommen. bleibt der reaktionäre Grundzug, nämlich die ständische" Schulzeit mit Speise und Kleidung, Ausbildung von Das Anerbieten der Grubenbefizer von Warwickshire wird Vertretung, dem österreichischen Parlamente erhalten. Lehrern, Aufbesserung von Lehrerbesoldungen, Einrichtung daher allem Vermuthen nach von den Arbeitern zurückDa unsere Partei keine Tagesblätter befißt, so liegen von Turnplägen. Auf die Dauer von 5 Jahren sollen Aeußerungen der sozialdemokratischen Presse noch nicht vor. jährlich 1 200 000 Fr. zu diesem Zwecke verabfolgt werden. Die liberalen Zeitungen sind bestürzt, sie fürchten, und mit Als Gegenleistung verlangt der Bund neben der gewissenRecht, daß die neuen Wähler nicht liberal stimmen werden haften Verwendung der Beiträge gewisse Rechte der Kontrolle und so der Liberalismus seine führende Stellung in Dester über die Verwendung der beanspruchten Subventionen. reich verlieren wird, daß die stärkste parlamentarische Partei des gegenwärtigen österreichischen Parlaments zu einer fleinen Gruppe zusammenschmelzen werde. Ueber die Breßstimmen liegt folgende telegraphische Meldung vor: Wien, 11. Oktober. Das klerikale„ Vaterland" und die liberalen Zeitungen besprechen das neue Wahlreform= Projekt und trösten sich mit der Erwartung, daß den allseitigen Erwägungen dieser Angelegenheit ein langer Spielraum gegeben sei. Vor dem Frühjahr werde die Vorlage kaum zur parlamen hinaus fliehen und unter einem anderen Himmel dann das Glück unserer Liebe wieder auferbauen dürfen." Außerdem liegen folgende Depeschen vor: London, 11. Oktober. In Nottingham haben zwei der Hüttengesellschaft Stanton gehörige Kohlengruben, welche 2000 Arbeiter beschäftigen, den Betrieb wieder aufgenommen. - Die übrigen Rohlengruben in Nottingham schlossen sich heute an. London, 11. Oktober. Der Bergarbeiter- Streit nähert fich dem Ende. Mehrere große Hüttenwerke haben heute die Absicht kundgegeben, die Arbeit zu den früheren Lohnfähen wieder beginnen zu lassen. gewiesen werden. Das Vorgehen der Grubenbefizer, die trotz der so riesig gestiegenen Kohlenpreise ihr, nur aus dem früheren niedrigen Preisstand der Kohlen begründeten Forderung einer Lohnreduktion verharren, wird nicht verfehlen, die ohnehin schon erbitterte öffentliche Meinung noch mehr gegen Der belgische Streik scheint beendet zu sein, wie die diese kapitalistischen Nimmerfätte aufzubringen. Nach einem folgenden Depeschen beweisen: Charleroi, 10. Oftober. Das Erekutiv- Komitee der soeben eingetroffenen Telegramm hat die englische Ritter der Arbeit" beschloß nach einer stürmisch verlaufenen Regierung beschlossen, in der Streifange= Sizung, daß in dem Kohlenbecken von Charleroi morgen die legenheit die Vermittelung zu überrgen die Arbeit wieder aufgenommen werden soll. nehmen, falls sowohl die Grubenbesizer Charleroi, 11. Oktober. Achttausend Grubenarbeiter als auch die Grubenarbeiter diese Ber haben heute die Arbeit wieder aufgenommen. Der Streit wird mittelung verlangen. morgen voraussichtlich vollständig beendigt sein. Die Chicagoer Weltausstellung, über deren Bankrott so viel geschrieben wurde, ist infolge bes start angewachsenen Besuches nun schuldenfrei. Parteinachrichten. Wohl drängt die Stunde," rief Bila, wir haben noch weiten Weg vor uns und müssen die Nacht benußen." " Nur das verlangen Sie nicht von mir, großmüthiger Hier ist der verborgene Schrank, noch unversehrt," Mann!" rief Edmund wie im bewußtlosen Zorn, strafen, rief der Parlamentsrath, ganz wie ich vermuthet hatte." rächen muß ich mindestens, unseren und Gottes Feinden Er nahm einen Schlüffel, öffnete und leuchtete hinein. Unter doch etwas vergelten. D, Catinat, wie unrecht that ich manchen Geräthen, welche dort aufbewahrt waren, fand er Dir, Dich zu fchelten. Nein, ich will kein Erbarmen so in einem Kästchen das Bild. Mit Thränen betrachtete er Landesversammlung der Sozialdemokraten Württem tief herabwürdigen, es an diese Elenden zu verschwenden, es und wollte es zu sich stecken, als Lacoste seine Hand er- bergs.( Fortsetzung.) Im ferneren Verlauf der Verhandlungen die den Tiger noch in die Lehre nehmen könnten, um seine griff und sagte: Nur einen Augenblick, um ehemaliger gelangten eine Reihe auf die Organisation und die Agitation Tücke und Grausamkeit zu mehren." Bekanntschaft und Freundschaft willen, laß auch mir dies Bezug habenden Anträge zur Berathung. Erwähnenswerth ist, Bila machte sich mit der Laterne herbei und leuchtete Angesicht nach so vielen Jahren einmal in meinem öden daß die Versammlung die Herausgabe eines für die Bedürfnisse dem Jüngling in das blasse und verstörte Antlitz, indem Herzen wieder aufblühen." der bäuerlichen Bevölkerung berechneten Voltstalenders beschloß, er mit der größten Gutmüthigkeit sagte:„ Ei! Edmundchen! Der Vater gab es ihm zitternd; Lacoste hielt es scharf wird, der Landesvorstand mit der Prüfung der Kostenfrage bedoch soll sich, bevor zur Ausführung dieses Beschlusses geschritten Kindchen! Laß Dir rathen: folge doch nur ein einziges gegen das Licht und betrachtete es starr mit seinen weit schäftigen. Auch wurde beschlossen, von Beit zu Zeit den MitMal Deinem Alten da, der immer nur das Vernünftige geöffneten grauen Augen; eine Thräne entfiel ihm unbewußt, gliedschaften ein Flugblatt zur Verfügung zu stellen. Zur Frage von Dir gewollt hat." er drückte einen Kuß auf das Bild und gab es dem Rathe der Maifeier wurde beschlossen, daß der 1. Mai überall womögLaß ihm die Rache," sagte der Vater mit starker zurück. Sieh, sieh," sagte er zu sich selbst, jeder Mensch lich durch Arbeitsruhe, mindestens aber durch Demonstrationen, Stimme, ihm, der akes lenkt und zuläßt und voraussieht, bleibt doch ein Narr, gebärde er sich auch, wie er will. die an diesem Tage zu veranstalten find, begangen werde. Dem und in dessen allmächtigem Arm unser Born und unsere Können jene sich bei ihren Reliquien auch so viel denten Parteitag in Köln soll der Antrag unterbreitet werden, daß Ohnmacht nicht Rache mehr ist. Rache! ich verstehe das und einbilden, wie ich eben jetzt fühlte, je nun, so mögen feier wurde ferner beschlossen, daß die Arbeitsruhe sich auch auf die Parteipresse am 1. Mai auszufallen habe. Zur MaiWort nicht. Für dieses Gefühl wurden unsere Herzen nicht die Armen auch nicht so ganz unrecht haben." geschaffen." Roland steht mit seiner Mannschaft in der Nähe," des Landesvorstandes hatte folgendes Resultat: Sperka, VorGeschäfte erstrecken soll, die Parteiliteratur vertreiben. Die Wahl Jmmer und immer noch die alte Narrheit!" rief eine fagte Edmund; einige von uns mögen Sie geleiten, theurer figender, Behr, Schriftführer, Leichhardt, Kassirer, Benz und tiefe Stimme von hinten, und die große Gestalt des greisen Bater, so weit Sie begehren, damit wenigstens die Unsrigen Bösch Beifizer. Zu Revisoren wurden die Genossen GlaserLacoste tappte in der Finsterniß über die Schutthaufen Sie nicht mißhandeln." Cannstatt, Fischer Eßlingen, Gohl Degerloch, wiedergewählt. herbei. Rache! Haß!" rief er; wer das Gefühl nicht Klug gesprochen," sagte Lacoste, denn wir sind auch, Bum Kölner Parteitag wurden als Delegirte gewählt: Leickhardt. feunt, kennt wohl auch die Liebe nur halb. Kennst Du mit Bergunst, ganz verruchtes Gesindel." Stuttgart, Kittler- Heilbronn, Stamm- Cannstadt und Thielemich noch, Deinen Nebenbuhler, den Lacoste, den Du Der Parlamentsrath stieg mit seinem Freunde wieder Göppingen. Nachdem ferner noch bezüglich einiger dem Kölner vor vielen Jahren so unglücklich gemacht hast? Der es ein, indem er sagte: Jetzt sind wir freilich so weit gegefaßt war, hatte die Versammlung um 91/8 Uhr Abends ihre Parteitag zu unterbreitenden Anträgen berathen und Beschluß schlimm mit Dir vorhatte, wenn da Dein braver Edmund bracht, daß die gewöhnliche Vorsicht überflüssig wird. Sorgen Aufgaben erledigt. Der Vorsitzende schloß mit einem begeistert nicht war." wir dafür, daß unser Freund Vila nicht durch uns eben aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie, worauf unter " Wie kommst Du hierher!" rief der Vater erstaunt. falls elend werde." Musikbegleitung die Arbeitermarseillaise gesungen wurde. An Was treibst Du hier?" Wäre mein Sohn nur vernünftig," sagte dieser, so die Versammlung schloß sich ein gemüthlicher Abend, der die " Deines Sohnes Hund bin ich geworden," antwortete möchten sie mit mir alten abgelegten Sünder machen, was Genossen noch lange beisammenhielt. dieser; solche Dienste thu' ich ihm jeßt, soviel ich vermag, sie wollten. Sterben wird fast eine Zerstreuung, die man und wenigstens laufe ich ihm nach aus Dankbarkeit, weil aufsucht, so wie die regierenden Herren die Sachen zu er mir das Leben gerettet hat." gerichtet haben." " " Hab' ich doch kaum Zeit und Gefühl," sagte der Herr Sie fuhren fort, und Edmund und Lacoste folgten zu von Beauvais, mich über dieses selsame Zusammentreffen Pferde, um sie bis zu Rolands Trupp zu begleiten. zu verwundern." ( Fortsegung folgt.) B Briefkaffen der Redaktion. Fr. B. Breslauerstr. 7. Der Generalftreit war Ende Mai bis Anfang Juni 1884. Der Branchenstreit Ende April bis Anfang Mai 1885, Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 12. Oftober. Opernhaus. Die Meistersinger von von Nürnberg. Schauspielhaus. Basantasena. Drutsches Theater. Man sagt"." Berliner Theater. Julius Caesar. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Wallner- Theater. Der Herrgott schniger von Ammergau. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Rehdenz- Theater. Das System Ribadier. Vorher: Sympathie. Neues Theater. Jugend. Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. Dem Hundefänger Otto Fölber gen. Ignas, zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch, daß die Hunde Kreuzpolfa tanzen. Die Maulforbslosen. Dem Wassermüller und Angelbruder 3. 3. Steinfeger Karl Schulze zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! Große öffentl. Volfs- Versammlung am Donnerstag, den 12. Oktober, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei. Tempelhofer Berg. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: ,, Zweck und Nuhen der Konsum- Vereine". Referentin Frau Alma Palm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 2455b Ein schallendes Hoch unserm alten Der Einberufer. Stammwirth Herrn Carl Sommerladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Frauen sind ganz besonders zu dieser Versammlung eingefeld zu seinem heutigen Wiegenfeste. Dargebracht von den Gästen der A. E. G. PassagePanopticum. Segelſtraße. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Manu. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Adolph Ernk- Cheater. Charley's Präuscher's MUSEUM Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria Theater. Frau Venus. Aleranderplatz Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. anatomisches 2485b Achtung! Danksagung. 124756 Freie Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter. Dem Flöter'schen Gesangverein für die Theilnahme bei der Beerdigung im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 10/2 hr: Riedel meinen herzlichsten Dank. meines lieben Mannes Heinrich Die tiefbetrübte Frau Riedel u. Kinder. Allgemeiner Hilfsarbeiterund Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. Freitag, den 18. d. M., Abends Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. 81/2 Uhr, im Vereinshaus Südost": Viel Neues, darunter der Schußkanal der Rugeln des " General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann aus Zeiß. 2. Disfest, von den National Theater. Lehmann auf deutigen Militär fünf Körper on chargerichts- Wahlen der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Gebrüder Richter- Theater. Lustige durch General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vereinsangelegenheiten. Kollegen, Erscheinen ersucht welche der Vereinigung beitreten wollen, haben Zutritt. Achtung! 197/17 Kutscher! Um zahlreiches Der Vorstand. Achtung! Am Freitag, den 13. Oktober, Abends 9 Uhr, Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Kutscher Berlins Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends sowie Kassenbericht des 3. Quartals. im Lokale des Herrn Haase, Große Frankfurterstraße Nr. 117. für erwachsene Herren. 4. Vereinssachen. Tages Ordnung: 161/3 Winterften. Spezialitäten- Bor- Dienstag u. Freitag: Dameutag.fchen die Mitglie kollegen futſchern. Referent: Reichstags- Abgeordneter Rabert Schmidt. 2. Disstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Vorstellung. Entree 50 Pfg. American- Theater. der Gummibranche sind hiermit ein- tuffton. 3. Verschiedenes.- Žu zahlreichem Besuch ladet ein geladen. Der Vorstand. Der Einberufer: Otto Rang, Droschkenkutscher. 3pollo Theater. Spezialitäten. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Ganverein Berliner Bildhauer Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Les deux Crenlets. Verwandte, Doller, annenstraße 16: Vorstellung. Unübertr. lungs- Instrumentalisten. Donnerstag, 12. Oktober, 81/2 Uhr, als ,, Trompeter Generalversammlung. National- Theater. Hugo Schulz is, rompeter von Bitschewin". hochtomisches Intermezzo. Große Frankfurterstraße 132. ,, Der kleinste Husaren- Lieutenant". Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Neuester Original- Vortrag von Sensationelle Novität! Josefine Delcliseur. Eugen Zocher, Sächs. Orig. Humorist. Lehmann auf der Weltaus- Alfred Bender mit neuen Kouplets stellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang eigener Dichtung. Grosser Erfolg! und Tanz in 5 Atten von Eugen Berliner in Chicago. Brudens. Rouplets v. Linderer. Elfriede Eckmudt, hochint. Konzertjäng. Musik von Adolph Wiedecke. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzkunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffn. 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Sonntag, den 15. Oktober, Mittags 12 Uhr: Boltsvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen: Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Viertlehtes Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Bum 1. Male: Jägerblut. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Jägerblut. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang in 4 Aften v. Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Tagestasje von 10 bis 2 Uhr und von 5 Uhr au. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im dritten Akte: Bajazzi- Parodie vorgetragen von Frau Josefine Dora und Herrn Carl Meissner. Morgen: Berliner Vollblut. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, rustsches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GesangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Jeden Donnerstag und Sonntag: Stettiner Sänger. Tagesordnung: Entgegennahme der Rechenschaftsberichte, Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 147/10 Der Vorstand. Cöpenick. Sozialdemokrat. Arbeiterverein für Cöpenick und Umgegend. 143/2 Freie Vereinigung der Kaufleute Berlins. Sonnabend, den 14. Oktober 1893, in den Feßfälen des Industrie- Gebäudes( Verein junger Kaufleute), SW. Beuthstraße 20/21: IV. Stiftungsfest. Aufführung des Theaterstückes: Eine Rettung. Boltsstück mit Gesang in 1 Att von Julius Zürt Musik von V. Dillenberger. " Dargestellt von Mitgliedern des National Theaters". Billets find bei M. Steffen, Rochstraße 4, 3 Tr. lints; Gottfried Schulz, City- Passage; A. Dchs, Lindenstraße 59, zu haben. Dienstag, den 17. Ottbr., im Kaiserhof: Deffentl. Vereinsversammlung. Sith 113. Admiralſtraße 40a; 2. Börner, Ritterstraße 108; H. Baate, Tagesordnung: 1. Vortrag: Der 189/ 6* Kampf gegen das Verbrechen. Referent: Jul. Zurf. 2. Diskussion. 3. Biertel Rixdorf. jahresbericht des Kassirers. 4. Abrech nung von der Lassallefeier. 5. Vereinsangelegenheiten. Gäste Der Vorstand. Victoria- Säle. Rixdorf. Hermannstrasse 45, vis- à- vis der Vereinsbrauerei. 104/13 Am Sonnabend, den 14. Oftober 1893, Abends 8% Uhr: Bafie wilkommen. Der Vorſtand. Vokal- und Instrumental- Konzert, Tischler- Verein. Infolge anhaltender Krankheit hat Herr A. Winter das Amt als Kassirer niedergelegt. 333/1 Herr B. Wolf, Prinzen str. 8, Quergebäude 4 Tr., ist in der letzten Generalversammlung als Rassirer gewählt worden u. find Raffenangelegen heiten bei demselben zu erledigen. Sprechstunden an Wochentagen Abds. 7/ 2-9 Uhr. Moriz Play. verbunden mit Theater, Vorträgen, lebenden Bildern und Tanz. Zum Besten der Errichtung einer Dissidenten- Schule. veranstaltet von der Freien Gemeinde zu Rixdorf und Umgeg., unter Mitwirkung des Vereins Rhetorit" und der Gesangv.„ Schneeglöckchen" u. Freirel. Gemeinde"( gem. Chor) Berlins. Die Mufit wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufifer" ausgeführt. Entree 20 Pfg. Das Komitee. Um zahlreichen Besuch bittet 417/6 Der Vorſtand. Unterstützungsverein deutscher Hutmacher Etablissement Buggenhagen. ( Filiale Berlin). Morig Am Sonnabend, den 14. Oktober cr., im Saale des Böhmischen Play. Brauhauses", Landsberger Allee 11-13: Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch. Großes Tanz- Kränzchen, Spezial Ausschant von Papenhofer unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Einigkeit und Gleichheit Lagerbier, hell und dunkel. ( Mitgl. des A.-S.-B.) An den Wochentagen findet das Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- BerufsKonzert in den unteren Restaurationsmusiter" unter Leitung des Herrn Schonert ausgeführt. räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Auftreten des beliebten Duettistenpaares M. u. E. Stresow, des Tenor- Solisten Anfang sale für Versammlungen, Kommerse, sestreve, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Herrn F. Jubeil. 8 Uhr. dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Festlichkeiten 2c. BriefmarkenSammlungen und Kolumbusmarken, Entree auch Marten aus alten Brieffchaften 50 Pfg. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Auftreten von Adolph Ernst- Theater. Neumann- Bliemchen Charley's Tante. Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Paff.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Rendenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Bleu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Anfang: Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15. Pf. R. Winkler. } und Fritz Steidl. fauft zu guten Preisen. 2484b Julius Kains, SW. Friedrichstr. 236. W. Potsdamerstr. 20, Hof part. Gardinen- Reste Herrn A. Meinhardt, sowie der jugendlichen Soubrette Frl. Lucă. Aufführung lebender Bilder und grosse Festpolonaise. Anfang 8 Uhr. Entree Herren 50 Pf.( intl. Tanz), Damen 25 Pf. Freunde und Gönner des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen, Das Komitee. 175/5 M Köpenick. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer Freitag, den 13. Oktober: Soiree in in der Fabrit Grüner Weg 80, prt. die Der Victoria- Brauerei. zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst Eing. v. Flur. ratweil'sche Arbeitsmarkt. Bierhallen Kommandantenfte.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palaft. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Bf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. " Kräftiger Mittagstisch mit Bier 50 Pf. Vereinszimmer zu vergeben. Heinicke, Böchstr. 5. part. Ein Vereinszimmer mit Klavier ift Linienstraße 5, empfiehlt seine Feitfäle u verg. Manteuffelstr. 48. H. Hilbert. ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. Altes Schüßenhaus, Tücht. mech. Weber a. Portierenstühle sowie Spulerinnen Grüner 24776 Weg 109, Paaz. Farbigmacher verl. Barnimstr. 2. Blätterinnen auf Umlegekragen und Manschetten sucht bei dauernder Beschäftigung 2483b Felix Karpe, Blumenstr. 70. 0 Handknopfloch Arbeiterinnen in und außer dem Hause finden dauernde 2454b Beschäftigung. Gebr. Borchardt, Neue Königstr. 19. Kartonarbeiterin verl. Beckert, Schmidstr. 15. 2468b am Freitag, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Kautsch( Kaiserhof"). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann( Beiß) über:„ Die zehn Gebote und besigenden Klassen." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Bur Deckung der Unkosten 10 Pfennig Entree. E Der Einberufer. mpfehle den Genossen meine Glaserei und Bildereinrahmung. Große Auswahl von Stahlstichen, Geldruckbildern u. Gemälden mit und ohne Nahmen. Besonders empfehlenswerth Laffalle, Marr u. a. Gruppenbilder der sozialdemokratischen Fraktion. Größe des Bildes 60 X 54 Ctm. Stück 75 Pf., tompl. in sauberem 4968L* Rahmen von 8 Mart an. Zu jedem Geschenk passend. Carl Scholz, Wrangelstraße 32. Echt Stonsdorfer Likör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,-, 50 Liter 47,50, 100 Liter 90, 440M Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Möbel u. Polsterwaaren Oranienstr. 83/84. Aug. Herold, !! Arbeiter!! Jeder Fuselschnaps untergräbt langsam aber sicher Euere Gesunds heit. Trinkt deshalb nur fufelfreie, natürliche Branntweine. Solche sind die Cognacs, Marte Léonce Gonzac& Co. der French Cognac- Brandy- Distillery in Germany, Centrale Berlin N., Oranienburgerstrasse 17. 3u haben wo Plakat aushängt und Standflasche mit Original Etiquette vorhanden ist. Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Sobe fortlaufende Bezüge event, auch festes Gehalt werden zugesichert. Vereinszimmer mit Piano für 20 bis Offerten unter 0. P. 2 nimmt die 20656 30 Personen Kohlen- Ufer 4.[ 2486b Expediton entgegen. 19496 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 4962L Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 240. Parteigenossen! Nachstehend veröffentlichen wir, entsprechend den Bestim mungen des§ 8 unseres Organisationsstatuts, die bis heute eingegangenen Anträge zum Parteitage. Donnerstag, den 12. Oktober 1893. Soweit Anträge, die in Versammlungen angenommen wurden, nur in der Parteipresse veröffentlicht, aber nicht an den Parteivorstand eingesandt wurden, haben sie in der nachstehenden Veröffentlichung keine Aufnahme gefunden. Wollen die Genossen, daß ihre Anträge ordnungsgemäß behandelt werden, so müssen sie auch dafür Sorge tragen, daß die Bestimmungen unferer Partei- Drganisation eingehalten werden. Sollen bereits beschlossene Anträge noch in die dem Parteitag zugehende Vorlage Aufnahme finden, so müssen die Genossen dieselben schleunigst an das Parteibureau einsenden. Berlin SW., Kazbachstr. 9, Diese verspätet eingegangenen Anträge sollen dann in der VorTage besonders ausgezeichnet werden und können dieselben event., nach Erledigung der nothwendigen Geschäftsordnungs Formalitäten, bei den zutreffenden Punkten der Tagesordnung mit zur Verhandlung gestellt werden. Berlin, den 11. Oftober 1893. B Der Parteivorstand. Zur Tagesordnung. = = Die Parteigenossen im 2., 3., 5. und 6. Berliner und des Wahlkreises Teltow Beeskow Charlottenburg: Auf die Tagesordnung nachstehenden Punkt zur Verhandlung zu setzen: Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Unterstüßung durch die Parteigenossen. Gleichzeitig dem Parteitage anheim zu geben, als Referenten für den oben angeführten Punkt der Tagesordnung den Genossen Mar Schippel zu bestimmen. # 10. Jahrg. Ablauf der Aemter der Vorsitzenden, Schriftführer und des frage beizugeben und als Flugblatt in ländlichen Kreisen zu verKassirers dürfen höchstens 3 von den mit diesen Aemtern betraut breiten. geweſenen Parteigenossen in die neue Parteileitung gewählt Parteitonferenz in Hanau: Die sozialdemokratische Fraktion werden. Kein Parteigenosse darf dem Parteivorstand ohne Unter- soll nach Genehmigung der neuen Steuern, sowie überhaupt bei brechung länger als 2 aufeinanderfolgende Jahre hindurch an- jeder anderen passenden Gelegenheit ein Flugblatt herausgeben, gehören. Von den 5 für ein Geschäftsjahr mit den Aemtern der worin dem Volte gezeigt wird, wer die Gesammtlasten zu tragen Vorsitzenden, Schriftführer oder des Kassirers betrauten Partei hat und wie die gewählten Vertreter der herrschenden Gesellschaft genossen dürfen nicht mehr als 3 in einem anderen Geschäftsjahr das Recht des Volkes mit Füßen treten. dürfen nach Ablauf eines Geschäftsjahres nicht mehr als 4 wieder in die Parteileitung gewählt werden. Von den 7 Kontrolleuren gewählt werden. Kein Parteigenosse darf das Amt eines trolleurs ohne Unterbrechung länger als 2 aufeinanderfolgende Jahre hindurch innehaben. Parteigenossen in Höchst a. M. und Bernau: Zu Orts werden, welche gewerkschaftlich und politisch beganisirt sind. oder Kreisvertrauensmännern dürfen nur solche Personen bestimmt Schiedsgerichte. sozialdemokratischen Partei soll am Schluſſe einer jeden ReichsParteigenossen in Lübeck: Die Reichstags- Fraktion der schaffen sind, vom sozialdemokratischen Standpunkte beleuchtet tagssession eine Broschüre veröffentlichen, welche Gefeße, die ge und insonderheit die Namen derjenigen Abgeordneten bekannt giebt, welche voltsfeindlichen Beschlüssen zugestimmt haben. Parteigenossen in Düsseldorf: Der Parteivorstand oder die Fraktion haben in möglichst regelmäßigen Zwischenpausen Flugblätter mit ihrer Namensunterschrift herstellen zu lassen, Parteigenossen der Humboldt- Kolonie Köln Deuz: Der welche den Charakter einer öffentlichen Ansprache tragen, an Parteitag wird ersucht, die Bildung von Schiedsgerichten, bestehend licher Sprache gehalten sein sollen. Die Verbreitung, welche in alle uns Fernstehenden gerichtet sind und in volksthümWahlkreis zu beschließen zur Schlichtung persönlicher Differenzen. einheitlichen gestaltet werden, daß dieselbe von den Genossen aller aus dem Vertrauensmann und sech 3 Parteigenossen, für jeden masse zu geschehen hat, soll dadurch zu einer umfassenden und Die Wahl der Schiedsrichter ist in öffentlicher Versammlung vor- Orten zu möglichst gleicher Zeit ausgeführt wird. Die zunehmen auf die Dauer von 1 Jahr. Herstellungskosten des Flugblattes sind aus allgemeinen Parteimitteln zu bestreiten, sofern die einzelnen Orte nicht selbst dafür auffommen tönnen. Allgemeines. Parteigenoffe Friedr. Hofmann- Berlin: Die Wahlvereine sollen es ihren Mitgliedern zur Pflicht machen, der Gewerkschaft anzugehören, wie dies umgekehrt auch von den Gewerkschaften erwartet wird. Gesangvereine, Diskutirklubs und sonstige proletarische Vereine sollen als Unterabtheilungen, ohne Erhebung von Extrabeiträgen, in die Wahlvereine verlegt werden. Agitationstommission für Schlesien und Posen: 1. In allen Provinzen und Landestheilen mit vorwiegend ländlicher Bevölkerung find Agitationskomitee's zu wählen, deren Aufgabe es ist, die Bewegung im Allgemeinen, sowie ganz besonders in denjenigen Kreisen in zweckentsprechender Weise zu fördern, wo bisher die Partei und vereinzelte Anhänger hat. Die Wahl der Kommissionen hat auf den Provinzial- und LandesParteigenossen des Wahlkreises Naumburg Beiß: Parteitagen zu erfolgen. Puntt 8 der provisorischen Tagesordnung als Punkt 3 zu sehen, und das Gleiche mit Ziffer 6 des 2. Theils( Religion ist Privatsache) des Programms zu thun. Parteigenossen des 12. und 13. Sächsischen Wahlkreises: Auf die Tagesordnung zu sehen: Wie kann das Koalitionsrecht in Deutschland gewahrt und ausgebaut werden?" Programm. Parteigenossen in Lübeck: Das Parteiprogramm ist dadurch einfacher zu gestalten, daß in demselben die Fremdwörter so viel wie möglich durch deutsche Worte ersetzt werden. Parteigenoffen in Höchst a. M., 3eiz- Weißenfels und der Parteigenosse C. Scholz Berlin: Jm II. Theil, 3iffer 6, den Punkt Religion ist Privatsache" zu streichen und dafür zu setzen: Die Religion und deren Lehren sind überall dort zu bekämpfen, wo dieselben dem Fortschritt der Wissenschaft entgegentreten, oder die nach Erlösung aus wirthschaftlicher und politischer Knechtschaft ringende Menschheit an der Erreichung dieses Zieles zu hindern suchen. Parteigenoffen in Solingen und Rheydt: Punkt 6 des Erfurter Parteiprogramms: Erklärung der Religion zur Privatfache" wird gestrichen. An dessen Stelle soll es heißen: Puntt 6: Die Sozialdemokratie ist eine politisch wirthschaftliche Partei und hat als solche mit religiösen Fragen nichts gemein. Sie bekämpft jedoch auf's Entschiedenste die Vertreter der verschiedensten Religionsgemeinschaften, wo ihre Lehren sich dem Emanzipationstampfe des Proletariats entgegenstellen." " Parteigenossen der Humboldt Kolonie Köln Deus: Es ist unter allen Umständen dafür Sorge zu tragen, daß die befannten Genossen stets mit Partei Literatur zur Gratisvertheilung versehen iverden. 19 Jugend- Literatur. Parteigenossen in Nieder- Barnim, Bernau und Genossen im Freidenfer- Jugendbund in Hamburg: Unter allen Ümständen für eine gute Jugend- Literatur Sorge zu tragen. ( Schluß folgt.) Tokales. Dissidentische Schulkinder. Ende 1892 gab es in Berlin 2. Die Kommisionen haben alljährlich dem Parteivorstand Bericht zu erstatten. Im Bericht sind anzuführen: a) die Durch im ganzen 225 923 Schulkinder, und zwar 199 124 evangelische, werden in einzelnen Kreisen; b) die Natural- und sonstigen 13 412 katholische, 12 601 jüdische, 786 dissidentische. Davon be Leistungen an das Gesinde und c) die Schlafstellen und Woh- suchten die Gemeindeschulen im ganzen 177 087 Kinder, und nungszustände der Dienstboten, Tagelöhner und Häusler. zwar 162 004 evangelische, 11 188 fatholische, 3230 jüdische, 665 3. Der Parteivorstand ist verpflichtet, auf Antrag der Kom- dissidentische. Bei der Vertheilung der Gemeindeschulkinder auf missionen dieselben materiell zu unterstützen. Unterstüßungsanträge die einzelnen Klassen unterscheiden sich die Dissidentenkinder in müssen von den Vertrauenspersonen derjenigen Orte, wo die eigenthümlicher Weise von den Kindern evangelischer, katholischer Kommissionen ihren Sitz haben, begutachtet und befürwortet sein. oder jüdischer Konfession. Es saßen( Knaben und Mädchen): evangelische katholische jüdische dissidentische Parteigenossen in Rheydt: In Parteiversammlungen haben in Klasse I. nur diejenigen Wort und Stimme, welche durch Karten oder II. sonstige Erkennungszeichen sich als Parteigenossen legitimiren. " Parteigenosse R. Halfter- Berlin: Im Organisationsstatut § 2, 3. Abs. hinter Betroffenen", die Worte und jeden Parteigenoffen" einschalten und dem§ 17 des Organisationsitatuts folgenden Zufaß zu geben: Der Parteitag feßt für die Redakteure ein Maximalgehalt fest. Parteigenossen des 11. sächsischen Wahlkreises: Von den einzelnen Agitationsbezirken sollen in Zukunft schriftliche Uebersichten über Stand, Thätigkeit, Fortschritte und sonstige wichtige Berhältnisse der Partei in den betr. Bezirken an das Bureau des Parteitages eingesendet, und das Wichtigste aus diesen Ueberfichten soll in den Protokollen der Parteitage entsprechend zuSammengestellt werden. Presse. Zentralorgan. Parteigenosse Paul König Berlin: Der Parteivorstand wird beauftragt, den ersten, prinzipiellen Theil des Parteiprogramms einer gründlichen Prüfung zu unterziehen und für Beeskower Wahlkreises: eine bessere, womöglich unantastbare Fassung zu sorgen." Parteigenossen in Wingst: 2. Theil, Bunkt 1, Schluß, folgende Fassung zu geben: Aufhebung jeder Beschränkung politischer Rechte außer im Falle der Entmündigung und der Bestrafung wegen schwerer, roher und gemeiner Verbrechen. Organisation. Parteitag. Parteigenossen in Brüssel: Die Kongresse als die Zahl der Delegirten find zu beschränken. Die bei Kongressen üblichen Festlichkeiten haben zu unterbleiben. Parteigenossen in Düsseldorf: Die Landes- Parteitage sollen nur alle zwei Jahre stattfinden. Außerordentliche Parteitage sind nur zulässig nach einer stattgehabten Reichstagswahl, oder wenn die Nothwendigkeit eines solchen entweder vom Parteivorstand oder mindestens 25 Wahlkreisen ausgesprochen worden ist. zusammen 162 004 Dder von je 1000 Rindern jeder Konfession saßen: 17 359 1033 303 102 23 129 1 646 439 127 " III. 27 382 1 916 531 139 " IV. 30 927 2 147 661 104 V. 30 713 2147 642 92 " VI. 32 494 2 299 654 101 " 11 188 3 230 665 evangelische katholische jüdische dissidentische 92 94 153 II. 143 147 136 191 " III. 169 171 164 209 " IV. 191 192 205 " 156 V. 190 192 199 188 " VI. 201 205 202 152 " in Klasse I. 107 Aus dieser Uebersicht ergiebt sich, daß die evangelische, katholische und jüdische Konfession in der Besuchsziffer der einzelnen Klassen ziemlich genau miteinander übereinstimmen. Die Besuchsziffer der einzelnen Klassen selbst weichen dagegen sehr von einander Parteigenossen des IV. Berliner und des Teltow ab, und zwar innerhalb jeder der drei Konfessionen, in ziemlich genau derselben Weise. Es zeigt sich überall die Erscheinung, Die alljährlich beim Vorwärts" erzielten großen Ueber- daß die Besuchsziffer durch die drei untersten Klassen sich im allschüsse künftig zum Theil zur Bereicherung des Inhalts, ins- gemeinen auf derselben Höhe hält, aber von der 3. Klasse bis besondere durch Verstärkung des Redaktionspersonals zu ver- zur 1. Klaffe fällt, und zwar besonders nach der 1. Klasse hin wenden, damit der Vorwärts" seiner Aufgabe, der Partei als so stark, daß diese bei allen drei Konfessionen nur noch ungefähr Agitationsmittel und den sozialdemokratischen Provinzialpressen die Hälfte der Besuchsziffer der 6. Klasse aufweist. Diese Abals Materialquelle zu dienen, in besserer Weise genügen tann, nahme erklärt sich aus dem Wegsterben eines Theiles der Kinder als das bisher möglich war. im Laufe der Schuljahre und aus dem Zurückbleiben der Schwächeren. Der letztere Faktor ist bei der notorischen Ueberfüllung der Gemeindeschulklassen, die dem Lehrer eine eingehen dere Beschäftigung mit dem einzelnen Kinde fast unmöglich macht, wohl noch höher anzuschlagen als der erstere. Bei den " " Wochenblatt. Parteigenossen in Brüssel, Leipzig( Stadt und Land), Parteigenossen be3 2., 3. und 4. Berliner Wahlkreises, der Communistische Arbeiter- Bildungs- Berein in London und bie Parteigenossen des pommerschen Parteitags in Stettin die Genossen in Elberfeld: daß neben dem„ Vorwärts" noch dissidentischen Kindern nun zeigt die Uebersicht eine auffällig abund die Parteigenossen von Höchst a. M.: Der alljährliche ein wöchentlich einmal erscheinendes Zentralorgan der sozial- weichende Vertheilung der Gesammtzahl auf die einzelnen Klassen. Parteitag ist in Zukunft nur in der Zeit zwischen Weihnachten demokratischen Partei herausgegeben wird. Hier tritt von der 4. zur 3. Klasse eine starke Erhöhung ein. und Neujahr zu berufen. Parteigenossen in Hannover: Von der Gründung eines stärker, aber doch in bedeutend geringerem Maße als bei den Die Zahl sinkt dann wieder, zur 2. Klasse nur wenig, zur 1. wöchentlich erscheinenden Zentralblattes Abstand zu drei vorgenannten Konfessionen, so daß schließlich von der Genehmen. fammtzahl der dissidentischen Kinder in der 1. Klasse sogar noch Parteigenossen in Achim und Erefelb: Eine Wochen- mehr fizzen als in der 6. Klasse. Mit anderen Worten: ausgabe des Vorwärts" herausgeben zu wollen mit dem Titel Bei den dissidentischen Kindern erreicht ein Der Sozialdemokrat". bedeutend höherer Prozentsaz als bei den Parteigenoffe König- Berlin: Zur Ergänzung des Vor- Kindern der evangelischen, tatholischen und wärts" allwöchentlich eine Beilage herauszugeben( Mitte der jüdischen Konfession die obere und besonders Woche), welche im Gegensatz zu den meist die Tagesfragen be- bie oberste klasse. Wie erklärt sich das? Man ist zuhandelnden Leitartikeln und anderen politischen Beiträgen des nächst versucht, an einen Zufall zu denken. Aber dieselbe ErHauptblattes sich befaßt mit allgemein nothwendiger Aufklärung scheinung läßt sich ganz ähnlich auch für frühere Jahre feststellen. über soziale Theorien, Parteiprinzipien, über die Grundsäße und Es muß also dem Zufall" doch wohl eine tiefere Ursache, eine Art Forderungen der Sozialisten, wissenschaftliche Abhandlungen, Gefeß zu Grunde liegen. Wir wissen nicht, welche Ursache das Besprechung der zugehörigen Literatur 2c. Eine Preiserhöhung sein könnte, und bloße Vermuthungen aufzustellen, ist zweckdes Gesammtblattes soll hierbei ausgeschlossen sein durch Aufgabe los. Daß die dissidentischen Kinder lebenskräftiger feien als etwaigen Ueberschusses oder durch Zuschuß aus der Parteikasse. andere, also weniger zahlreich wegsterben, ist nicht gut anzus * Unterhaltungsliteratur. nehmen. Daß fie von ihren Lehrern mehr berücksichtigt und milder beurtheilt werden als andeer, möchten wir noch weniger zu behaupten wagen. Der Erklärungsversuch, die Dissidentenfinder seien am Ende begabter, fleißiger und bescheidener, muß so lange zurückgewiesen werden, als nicht ein zahlenmäßiger Be. weis für ihr Uebergewicht in diesen Punkten erbracht ist. Möglich und wahrscheinlich ist, daß die Eltern gerade der Dissidentenfinder sich durchschnittlich mehr um die Erziehung ihrer Kinder bekümmern, ihnen auch zu Hause Unterricht zu ertheilen in höherem Grade beslissen sind, als durchschnittlich die Eltern konParteigenossen in Elberfeld: Die§§ 7 und 8 der Parteiorganisation dahin abzuändern:§ 7 der Parteiorganisation zu ändern: Alle zwei Jahre findet ein Parteitag statt, der von der Parteileitung einzuberufen ist u. f. w.§ 8. Die Einberufung des Parteitages muß spätens 6 Wochen vor dem Termin der Abhaltung desselben erfolgen, sofern nicht außerordentliche Berhältnisse dieses unmöglich machen u. f. w. " Parteigenossen in Barmen: 1. Alle Anträge zum Parteitage sind bis zum 15. August beim Vorstande einzureichen. Parteigenossen in Köln: In der Haltung des Unterhaltungs2. Das Geschäftsjahr schließt mit dem 31. August und sind der Rechenschaftsbericht und sämmtliche Anträge zur Kenntniß der Genossen zu bringen. blattes Neue Welt" soll eine Besserung eintreten; besonders auch dadurch, daß die Illustrationen mehr dem Charakter eines Parteiblattes angepaßt werden. Parteigenoffen in Bremerhaven und Umgegend: Herausgabe eines wöchentlich erscheinenden Familienblattes. Korrespondenz- Bureau. " Parteigenossen in Breslau: Ein Korrespondenz- und fessioneller Kinder. Aber das ist zum mindesten sicher: die Die Kreiskonferenz der Genossen des Delitzsch Bitterfelder Wahlkreises: Dem§9 Abs. 1 des Organisationsstatuts folgende Faffung zu geben: Die Delegirten der Partei aus den einzelnen Wahlkreisen, mit der Einschränkung, daß in der Regel tein Wahlkreis durch mehr als eine Person vertreten sein darf. Abs. 2 und 3 wie bisher. Abs. 4: Der Parteitag setzt die Diäten Telegraphen- Bureau zu errichten. für die Theilnehmer fest und sind erstere aus der Parteikasse auszuzahlen. Jedoch ist jeder Wahlfreis verpflichtet nach Maßgabe der, bei der letzten Reichstagswahl abgegebenen sozialdemokratischen Rosten beizutragen. Stimmen zur Deckung der durch den Parteitag erwachsenden Parteibeamten. Parteigenossen in Ostrowo: Hinter§ 13 des Organisa tions- Statuts folgenden Paragraphen 13 a einzuschalten:" Nach Wandsbed: Flugblätter. . Dissidentenkinder können, troß der Religionslosigkeit ihrer Eltern schwerlich träger oder ungezogener sein als die Kinder evange lischer, fatholischer oder jüdischer Eltern, so sehr auch Mucker Parteigenoffen in Hannover, Baden Baden, und Pfaffen von dem angeblich entsittlichenden" Einfluß relizur Begründung desselben als Flugblatt in ganz Deutschland zu sonst die Dissidentenkinder statt in den oberen in den unteren Das Partei- Programm nebst einem Vorwort gionsloser Eltern auf ihre Kinder falbadern. Würde man nicht verbreiten, respektive den Genossen der einzelnen Orte dasselbe Klassen in größerer Anzahl finden? unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Nach dem Berichte der städtischen Gewerbe- Deputation Parteigenossen in Wriezen: Dem Parteiprogramm eine für 1892 93, welchen nach dem Ausscheiden des Syndikus populär- wissenschaftlich gehaltene Abhandlung über die Agrar- Gberty zum erstenmale Stadtrath Mugdan erstattet, gehörten den 70 Berliner Innungen ca. 15 000 Mitglieder an. Zu Beginn 13. die Landgendarmen, sofern die Landesgefeße nicht ein anderes kleine Pistole auf, deren Hahn gespannt war und bei der BeDie Kugel drang dem Kern des Jahres 1892/93 waren 60 Orts, 23 Betriebs-, 11 Innungs- beftimmen( in Preußen unterstehen die Gendarme leider der rührung das Geschoß hinaustrieb. Krankenkassen der Gewerbe- Deputation unterstellt, außerdem noch Militärgerichtsbarkeit), 4. alle zur Disposition gestellten Offiziere, durch den Zeigefinger der rechten Hand und blieb in der Maus die Gemeindeversicherung. Sämmtliche Kassen zählten 313 297 5. die Militärlehrer und Zöglinge der militärischen Bildungs- fizen. Der Verwundete mußte im Krankenhause am Urban AufMitglieder, darunter 235 645 männliche gegen 311 807 im Vor- anstalten, 6. die dem Militärnande nicht angehörigen Ber- nahme suchen. jahre. Auf die Orts- Krankentassen famen 274 477, auf die Be- fonen, welche auf einem Schiff der Marine angestellt sind, Mord oder Selbstmord? Vor einigen Tagen fanden triebskaffen 29 759, auf die Innungstaffen 9024, auf die Ge- 7. Personen des Beurlaubtenstandes in der Zeit, in der sie sich meindeversicherung nur 37 Versicherte. Die Zah! der Erkrankungen im Dienst befinden. Das militärgerichtliche Verfahren tagt be Arbeiter, welche sich auf der Chauffee nach Glienicke befanden, in ich unter betrug 108 515 oder 1819 weniger als im Vorjahre; Krankentage tanntlich unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Die von einem etwa 30 Schritte seitwärts vom Lessing'schen Gutshofe in Hermswaren 2940 301 oder 44 756 mehr als im Vorjahre. Sterbefälle unserer Leser vorgeschlagene Etrafe ist unzulässig. Er theilte dorf einen Mann todt am Baum lehnend mit einer Schußwunde traten 3308 ein. An Beiträgen und Eintrittsgeldern gingen das falsche Gerücht mit, daß Herr Kirchhoff mit Bersetzung in am Kopf. In den Kleidern der Leiche wurden u. a. auch zwei 6 458 685 Mt. oder 250 000 m. mehr als im Vorjahre ein. Ver- die dritte Schießklasse nebst Nebenstrafen( Anschlagüben, Bielen Jagdscheine, auf den Namen eines Handelsmannes lautend, geausgabt wurden für ärztliche Behandlung 635 936 M., für Kranten- u. s. w. bei verhängten Fenstern) abgestraft sei. funden, doch sind die Personalien des Todten, welcher ein Berliner sein dürfte, nicht zu ermitteln gewesen. Es wird ange= gelder u. s. w. 3 220 670 M., für Sterbegelder 240 090 M., | nommen, daß der Unbekannte sich den Schuß mit einem Revolver beigebracht, sich dann in den nahen Wald geschleppt und dort verstorben ist. Die Waffe ist freilich nicht gefunden worden, wohl aber mehrere Revolverpatronen, die in der Tasche des Lebensmüden steckten. für Verpflegungsfoften in Krankenhäusern 1 079 171 M. Die Der ästethische Schuhmann. Einen fittenpolizeilichen Verwaltungskosten beliefen sich auf 501 470 m. oder 7 pCt. der Befuch erhielt Mittwoch Vormittag um 10 Uhr eine bekannte Gesammtausgabe. Die Krankenbehandlung im Gewerks- Kranken- Buchhandlung in der Friedrichstraße. Es handelte sich um ver verein ist seit 1892 so geregelt, daß die Stadt und die nächste fchiedene im Schaufenster des Geschäftslokals ausliegende Druck Umgebung mit je einem befoldeten Gewertsarzt getheilt ist. Drei fachen, die durch ihre Titel Anstoß zu erregen geeignet seien und bis vier Bezirke find zu einem Kreise vereinigt und fann der daher entfernt werden sollten. Solchen Kontrollen liegt die bettlägerige Patient einen von diesen sich wählen. Außer den Sittenpolizei gegenwärtig mit besonderer Aufmerksamkeit ob. 129 Gewerfsärzten waren noch 25 Spezialärzte angestellt. Die Wunderbare Aufgaben der„ Sittenpolizei"! Hier Nachforschung Mitgliederbeiträge mußten von 1,33 M. auf 1,75 M. pro Jahr nach dem, was anstößig erscheint, auf den Abendzügen Ueber infolge der Vermehrung des Aerztepersonals und der Verkleine: wachung der vornehmen Gesellschaft( wir berichteten darüber an rung der Mitgliederzahl erhöht werden. Die eifrige Agitation anderer Stelle) gegen Vornahme unfittlicher Handlungen, Offen für freie Aerziewahl hat ferner dahin geführt, daß mit dem halten der bekannten Cafés und anderer ähnlicher Vermittelungs1. Januar d. J. zehn Orts Krantenfassen und zwar die der institute Schluß der anständigen Lofale um 11 Uhr Abends. Maurer, Stellmacher, Nadler, Strumpfwirter, Uhrmacher, Lex Heinze, was willst du noch mehr? Ladirer, Sattler, Goldschmiede, Bildhauer und Bergolder aus dem Berein austraten, Gezahlt wurde vom Verein im Jahre 1892 für Arznei 467 271 M., für Aerztehonorar 307 940 m. gegen 235 894 M. im Vorjahre. 9 Um das Fahrgeld geprellt wurde in der Nacht vom 2. bis 3. d. M. ein Droschtenfutscher, welcher seine Fahrgäste, einen Herrn und eine Dome, nach Rummelsburg gefahren hatte, welche unterwegs ausgestiegen sind, ohne dem Kutscher das FahrAls die Droschte in der Thürschmidtgeld bezahlt zu haben. straße hielt, waren die noblen Fahrgäste bereits verschwunden. Der Herr ist jedoch durch Bewohner der betreffenden Straße er fannt worden und soll dieses Experiment schon öfters gemacht haben. Die Allg. Fahr- Zeitung" ersucht nun alle Kutscher, Die Absperrung des ganzen Bahnsteiges auf dem Anhalter welche durch den Fahrgast geschädigt worden sind, sich im Bahnhose ist nicht lange aufrecht erhalten worden. Nachdem die Vereinsbureau der Berliner Droschkentuscher, Schüßenſtr. 58, zu am meisten hervortretenden Nachtheile, die dem Publikum durch melden. die Sperre erwuchsen, öffentlich hervorgehoben waren, hat am Sonnabend früh eine Kommission des Betriebsamts an Ort und Ururgroßmutter, Urgroßmutter, Großmutter, Mutter Von der Fleischversorgung Berlins. Einem Vortrage Stelle Umschau gehalten, sich von der Unzweckmäßigkeit der Neu- und Kind. Die Familie Schmeckel, Urbanstr. 13, hat das feltene des Dekonomieraths Hausburg entnehmen wir folgende Angaben. einrichtung überzeugt und die Abänderung herbeigeführt. Seit Greigniß zu verzeichnen, daß sie in fünf lebenden Generationen Berlin hat im letzten Jahre 111 Millionen Kilo Fleisch konsumirt, Sonnabend Nachmittag ist dem Publikum der Zutritt zu einem vertreten ist. Die Ururgroßmutter, eine noch verhältnißmäßig das ergiebt pro Person und Jahr 70 Kilo, gleich 140 Pfund. Theil des Bahnsteigs wieder ohne Karte gestattet; desgleichen ist rüftige Frau, zählt 89 Jahre, ihre Tochter, die Urgroßmutter, ist Von dieser gewaltigen Fleischmenge find 93 Millionen Kilo der Wartesaal vom Bahnsteig aus zu betreten und hat dafür im 66 Jahre alt. Die Großmutter steht im 48. Lebensjahre, deren auf dem hiesigen städtischen Schlachthofe geschlachtet und Innern ein Absperrungsgitter erhalten. Tochter nur um 18 Jahre jünger ist. Der Sprößling der 18 Millionen Kilo Don auswärts eingeführt worden. Letzteren ist ein kleines niedliches Baby von 7 Monaten, welches Urur- und Urgroßmutter täglich im Kinderwagen nach dem Kreuzbergpark fahren. " Wohnung auf den Hof hinab und brach den Unterschenkel. In der Blechemballage- Fabrik von Schäfer, Dresdenerstraße 97, brach in der Nacht Feuer aus, das auch die darüber liegende Pianoforte- Fabrit ergriff. Im Laufe des Tages fanden außerdem vier kleine Brände statt. Gerichts- Beifung. Für diese 93 Millionen Kilo Fleisch, welche vom hiesigen Eisenbahn Verkehrsstockung. Einen Wirrwarr im Eisenstädtischen Schlachthofe ausgingen, waren erforderlich( in runden bahnbetriebe richtete gestern früh der Güterzug 521 an, der um Summen) 134 000 Rinder, 518 000 Stälber, 521 000 Schweine 5 Uhr 34 Minuten in Groß- Lichterfelde erwartet wurde, aber und 356 000 Schafe. Damit ist aber die Menge des Fleisch- wegen seiner schadhaft gewordenen Maschine bei Großbeeren Polizeibericht. In der Nacht zum 9. d. wurde vor dem Hause fonfums noch nicht erschöpft, denn es haben in dem Roßschlacht liegen blieb. Die Schnellzüge 19 und 31, die um 6 Uhr 4 bez. Lichtenbergerstr. 16 ein Schloffer durch einen Messerstich so schwer hause" in der Greifswalderstraße auch noch 8000 Schlachtroffe" 22 Minuten auf dem hiesigen Anhalter Bahnhofe fällig find, an der Brust verlegt, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichsihr Leben lassen müssen. Bedeutend höhere Ziffern weist jedoch trafen mit je 10 Minuten Verspätung auf dem falschen Geleise hain gebracht werden mußte. Am 9. d. M. Nachmittags ging der Auftrieb" auf, da ein erheblicher Prozentsatz des hier zum Berlin- Halle ein. Der Zug 22, der in Lichterfelde fahrplan- auf dem Hansaplage das Pferd eines Rennwagens durch und Verkauf anlangenden Viehes exportirt wird. So z. B. betrug der mäßig um 6 Uhr 43 Minuten abfahren soll, mußte hier über lief die Stromstraße entlang. Vor dem Hause Nr. 1-3 wurde Auftrieb an Rindern 185 000 Stück, während nur 134 000 Stück für 20 Minuten liegen bleiben. Eine Rangirmaschine mußte den ver- der Kutscher vom Wagen geschleudert, und ehe er sich wieder den Berliner Konsum hier zur Abschlachtung blieben. Den Werth des unglückten Güterzug einholen und auf ein anderes Geleiie bringen, erheben konnte, durch einen Mehlwagen überfahren, so daß er gesammten Jahresauftriebes berechnet Direktor Hausburg im da der Schnellzug I um 7 Uhr 12 Minuten freie Durchfahrt bedeutende Verlegungen erlitt. Auf dem Hofe des Hauses Minimum auf 122 Millionen Mart, und zwar für Kinder auf haben mußte. Auch der Betrieb des Lokalverkehrs erfitt fast eine Breslauerstr. 25a fiel ein dreizehnjähriger Knabe beim Spielen 47 Millionen Mart, für Schweine 53%, Millionen Mark, Kälber viertelstündige Unterbrechung. Erst von 74 Uhr ab fonnte der von einem Rollwagen und brach ein Bein. Um 10. d. M. 10/2 Millionen Mark und Schafe 11 Millionen Mark. Die regelmäßige Verkehr wieder eintreten. Bei dem Streben, Vormittags wurde im Landwehrkanal, bei der Schleuse, die Vieh Kommissionäre, deren es über 30 giebt, Personal zu sparen, das natürlich dadurch furchtbar überbürdet bereits start verweste Leiche einer etwa 30jährigen Frauens verdienen an diesem Umsat bei 12 pet. Verwird, und altes Material zu verwenden, kurz nach jeder Richtung person angeschwemmt. Vor dem Hause Kleine Hamburgerstr. 9 mittelungsgebühr, die nette Summe Don hin zu inaufen, kann es nicht Wunder nehmen, daß Verkehrs: wurde Nachmittags ein Schuhmacher durch einen Omnibus 1 830 000 M., im Durchschnitt jeder Kommissionär stocfungen im Eisenbahnverkehr sich häufen. Für Kulturzwecke überfahren und am Fuße bedeutend verletzt. Auf dieselbe Weise rund 60 000 M. Davon haben sie allerdings ihre Buchhalter und hat der Militärstaat kein Geld. verunglückte ein dreijähriger Knabe, indem er vor dem Hause sonstigen Angestellten zu besolden, nicht aber, vie irr: Gipsstr. 20 unter die Räder eines Omnibus gerieth und bedeuthümlich angenommen werden tönnte, die Fütterung des Ein Schneidermeister Sittenpolizeiliche Observation der Stadtbahn Züge. tende Berlegungen am Kopfe erlitt. Viehs zu bestreiten. Das geschieht auf Kosten der Ver- Seitens der Sittenpolizei werden seit einigen Tagen die späten wurde in seiner Wohnung, in der Straßburgerstraße, erhängt täufer und Händler. Was den Ursprungsort der Thiere an- Stadtbahn- Büge, namentlich die nach Schluß der Theater, zwischen vorgefunden. Nachmittags wurde ein fünfjähriger Knabe vor anbetrifft, so ist es in erster Reihe Pommern, welches den Ber- den Grunewald- Stationen und nach den Stationen des Westens dem Hause Liebigstraße 4 durch einen Schlächterwagen überfahren Liner Warft besorgt; es folgen dann Böhmen, Brandenburg, verkehrenden Zügen einer strengen polizeilichen Bewachung durch und an beiden Oberschenkeln verlegt. Vor dem Hause LinienPosen, Westpreußen, Ostpreußen und mit sehr ge- eigens kommandirte Sittenpolizei- Beamte, die in Zivil im Zuge straße 240 wurde Abends eine Frau von einem Hunde gebissen ringeur Auftrieb Mecklenburg und Schlesien. Zur Bewältigung mitfahren, unterzogen. Veranlassung dazu sollen Beschwerden und am Ohre so schwer verletzt, daß ihre Ueberführung nach In der Nacht zum der Verkehrs auf dem Bieh und Schlachthofe ist ein von Passagieren und Adjacenten der Bahn gegeben haben, die dem Krankenhause erforderlich wurde. ganzes Herr von Arbeitern und Angestellten erforderlich. Etwa gesehen haben wollen, daß unzüchtige Handlungen in den 11. d. M. stürzte ein Schmied aus dem Fenster seiner im ersten 300 Arbeiter haben allein die Reinhaltung der Räume und Koupees während der Fahrt vorgekommen sind. In den be- Stock eines Hauses in der Großen Hamburgerstraße belegenen Fütterung der Thiere zu besorgen, dazu kommen weitere 400-500 treffenden Zügen verkehrt die„ Creme der Welt". Stallleute und Aufseher und etwa 300 für die Untersuchung erforderliche Veterinärbeamte und Fleischbeschauer. Einen Fener. Einen gewaltigen Brand hatte die Feuerwehr am annähernden Begriff von dem gewaltigen Geschäftsumfange tann Mittwoch früh auf dem Grundstück Dresdenerstraße 97 zu beman fich machen, wenn man erwägt, daß allein die hiesigen wältigen. Die Meldung von dem Feuer ging gegen 3 Uhr Schlächter für die Fleischschau jährlich über 800 000 Mart an auf den Wachen ein. Den Herd des Brandes bildeten die dritte Gebühren zu entrichten haben und jeder Thierarzt täglich zirka und vierte Etage, sowie das Dachgeschoß des zweiten Quer100 Thiere mikroskopisch zu untersuchen hat. Im Fleischschau- gebäudes und der beiden Seitenflügel, welche auf der rechten Amte arbeiten 90 Herren und 90 Damen, von denen jeder inner- Seite vom zweiten und dritten Hofe unmittelbar an das Querhalb 15 Minuten die mikroskopische Untersuchung eines geschlach gebäude grenzen. Diese Baulichkeiten, welche verschiedenen teten Thiers auf Trichinen vorgenommen haben muß; und zwar industriellen Zwecken dienen, sind in den erwähnten Stäumen von find die vier von bestimmten Theilen des Körpers zu entnehmenden der Blechemballage- Fabrik von Schäfer Nachflg. und der Piano- Genosse Schröder hatte sich gestern wegen angeblicher Proben jede einzelne nochmals in sechs Theile zu zerlegen, so daß also forte- Fabrik von Mittag Nachflg. befezt. Als die Feuerwehr ein- Berlegung des Preßgefetzes vor der Berufungskammer des von jedem Thier 24 Proben untersucht werden. Die Unter- traf, hatten sich die Flaminen schon über den Inhalt der ganzen Landgerichts I zu verantworten." Hans Blum" verschuldeté, suchung muß dabei auf das Peinlichste geführt werden, da an 3. Etage des Quergebäudes ausgedehnt und nicht lange währte es, wie fich heute abermals herausgestellt, den höchst überjedem Markttage auch noch 8-10 Polizei- Thierärzte auf dem so hatte sich das Feuer auch einen Weg in die 4. Gtage und flüssiger Weise inszenirten Prozeß. Bekanntlich hatte der VorBentral- Biehhof anwesend find. Wegen Krankheit beanstandete in das Dachgeschoß gebahnt. Riesige Feuergarben stiegen wärts" einen wahrheitsgemäßen Bericht über eine GerichtsThiere werden sofort dem Polizei- Schlachthause überwiesen, des zum dunklen Himmel empor, einen grellen Feuerschein ver- verhandlung gegen Genossen Stolten gebracht, die in Hamburg gleichen solche, für welche ein Ursprungszeugniß nicht vorhanden breitend, der weithin im Umkreise sichtbar war. Die nicht un- stattfand, und in welcher der Dr. Hans Blum aus Leipzig als ift. Erweijen fich die letzteren Thiere dort als gesund, so wer- erheblichen Borräthe an Blechemballagen und Rohmaterialien angeblich Beleidigter und als Zeuge auftrat. Es wurde in dem den sie im geschlachteten Zustande freigegeben, immerhin hat der hierzu, sowie die Nuhholzvorräthe und fertigen Theile der Bericht gesagt, daß der Zeuge Blum in der Verhandlung eine Händler dann doch einen Verluft von 24 bis 30 Mt. Pianofortefabrik boten den Flammen recht günstige Nahrung. tlägliche Rolle gespielt. Dr. Blum sandte eine Berichtigung" an jedem Stück Vieh, da nicht jeder Schlächter gern Die furchtbare Gluth, welche hierdurch entwickelt wurde, hielt ein, worin er erklärte, daß selbst der Kläger die in dem Bericht Vieh vom Polizei Schlachthause fauft. Infolge des Massen- stundenlang den gewaltigen Wassermengen gegenüber Stand, die wiedergegebenen Verdächtigungen nicht aufrecht erhalten habe, Transportes mußten im vergangenen Jahre sofort nach An- ans dreizehn Rohrleitungen in den Brandherd geschleudert und ebenso sei es unwahr, daß er, Dr. Blum, ein flägliche Nolle funft auf dem hiesigen Viehhofe 8240 Thiere verworfen werden, wurden. Die Feuerwehr, welche nach und nach vier Dampf gespielt. Die Redaktion des Vorwärts" verweigerte die Aufwelche entweder unterwegs schon ersticht waren, oder sich in sprißen mit je zwei Schläuchen und mehrere große Handdruck- nahme der Berichtigung, und nach erhobener Anklage wurde einem so erhigten Zustande befanden, daß der Verkauf derselben sprizen in Thätigkeit gesetzt, hatte einen schweren Standpunkt; auch vor dem Schöffengericht ein freisprechendes Urtheil ein Der Staatsanwalt legte Berufung nicht gestattet werden konnte. Ferner erwiesen sich unter es galt nicht nur den Kampf mit dem entfesselten Element erzielt. den Rindern 21 300 und unter den Schweinen 7250 als aufzunehmen, sondern auch die äußerst gefährdeten Nachbar- beantragte in der gestrigen Verhandlung 10 Mart Geldstrafe(!). tuberkulös. Von den geschlachteten Thieren mußten infolge gebäude zu schüßen. Beides ist Dank der umsichtigen Der Gerichtshof folgte den Ausführungen des Vertheidigers, der Untersuchung 786 000 Organe verworfen werden. Er Leitung und der Anstrengung der Mannfchaften gelungen. Rechtsanwalt Heine, und fällte wiederum ein[ freisprechen= wähnt mag aus dem Vortrage, welcher sich auch auf die Der durch den Brand verursachte Schaden ist freilich ein ganz des Urtheil. Es tönne einem Redakteur nicht zugemuthet wirthschaftliche Ausnugung der Abfallstoffe und des Düngers er erheblicher, da die vorerwähnten Räumlichkeiten fast vollständig werden, daß er eine Deduktion oder gar eine Polemit aufnehme. streckte, noch sein, daß auf dem städtischen Schlachthofe regel- ausgebrannt sind. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Vor- Ebenso sei es teine Berichtigung, wenn Dr. Blum mäßig 274 Engros- und 75 Lohnschlächter mit 725 Gesellen und mittag hinein. Ueber die Entstehung des Brandes, der zweifellos erkläre, er habe teine tlägliche Rolle gespielt, 25 Lehrlingen thätig sind, von welchen 700-800 Ladenschlächter seine Ursprungsstätte in der im dritten Stock des Quergebäudes denn ein Zeuge fönne in einem Strafprozesse und 105 Restaurateure ihr Fleisch beziehen, bezw. ihr Vieh sich belegenen Blechemballagen Fabrik hatte, ist Verläßliches bisher Recht behalten und doch eine nicht beneidens schlachten lassen und daß der Verkehr auf dem Wieh- und nicht ermittelt worden. Der Betrieb der Firma D. F. Schaefer werthe Rolle spielen. Ob Herr Blum Revision auf Schlachthofe an den Markttagen zwischen 6000 bis 12 000 Per- Nachfolger ist, wie sie uns mittheilt, nur auf furze Zeit gestört Staatsfosten einlegen lassen wird? Der Herr Rechtsanwalt sonen umfaßt. und wird in einigen Tagen in vollem Umfange wieder auf- Blum hat Recht studirt und doch den§ 11 des Preßgesetzes falsch genommen werden. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. aufgefaßt. Keine rühmenswerthe Rolle! Preisausschreiben. Der Direktor des Zentraltheaters Ein zweiter fast zur selben Zeit gemeldeter Brand Alte Jakobbeabsichtigt, ein Preisausschreiben für ein Berliner Volts- ftraße 18/19 hatte seine Stätte im Lagerfeller eines Material- Gewerbegericht. Die Pußpoliere Poppe und Müller waren stück zu erlassen. Er will den Betrag von fünfzehn waarengeschäfts. Die dort lagernden Betroleumvorräthe hatten mit dem Architekt Leist einen schriftlichen Vertrag eingegangen, hundert Mart für dasjenige Werk aussetzen, welches zur schnellen Ausdehnung des Feuers wesentlich beigetragen und in welchem sie sich zur Ausführung des Façadenpuhes an einer von der aus Schriftstellern, Mitgliedern der Presse und es bedurfte auch hier der Inbetriebsetzung zweier Rohrleitungen, Charlottenburger Kaserne verpflichteten. Der Quadratmeter war Jury als das beste, zur um den Flammen den Garaus zu machen. mit 1,45 M. berechnet worden. Der Vertrag enthielt die Klausel, Theaterdirektoren zu bildenden Jury als das beste, daß Poppe und Müller, wenn sie die Arbeit vor ihrer Vollendung Aufführung geeignete Stück befunden wird, selbstverständlich Eigenthümer gesucht! Auf der Station Baumschulenweg aufgeben würden, als Schadenersatz die Summe zahlen müßten, ungeachtet der aus den eventuellen Aufführungen weiterhin infolge der Einstellung neuer Arbeiter die Ge refultirenden Einnahmen. Er will ferner für das preisgekrönte an der Görlizer Bahn ist von einem dem Arbeiterstande an- welche und zur Aufführung bestimmte Stück eine Zantiemen- Einnahme gehörenden Mann für ein Zuschlagbillet statt eines Behnpfennig- fammtarbeit mehr foste, als wie nach der Vereinbarung Der mit Zeist herauskäme. Poppe und Müller erhielten wöchentvon dreitausend Mark garantiren, so daß der betreffende Autor nückes ein 3wanzigmart stuck hingegeben worden. auf jeden Fall eine Minimal- Einnahme von 4500 M. erzielt. Gigenthümer fann sich das Geld dort abholen, beziehungsweise lich, um die von ihnen beschäftigten Buyer löhnen zu dort Näheres erfahren. fönnen, eine bestimmte Summe von Herrn Leift; der Rest Gründeutschland auf! sollte nach Fertigstellung der Arbeit herausgezahlt werden. Eines B Zu : und Gestern wurden auf der Kommandantur in der Untersuchungs- den wir em Mord in der Torfstraße. Der Ermordete, über Tages stellte sich heraus, daß schon 248 M. mehr an„ Rostgeld" in Nr. 288 unter Vorbehalt die von einer Zeitungs- gezahlt waren, als die fertige Arbeit bis dahin nach dem ver fache des auf freiem Fuße befindlichen Attentäters Zeugenver- forrespondenz mitgetheilte Nachricht brachten, daß er arbeitsschen einbarten Akkordsay ausmachte. Leift wollte jetzt vornehmungen vorgenommen. Der Generallieutenant befindet sich und dem Trunk ergeben" gewesen sei, ist keineswegs arbeitsschen läufig kein Geld mehr geben. Die Arbeiter legten natürlich die feit 1892 nicht mehr im aktiven Dienst, sondern steht seitdem gewesen. Er arbeitete vier Jahre lang auf einer Stelle und ist Arbeit nieder und zwangen Müller, mit ihnen vor das Haus zur Disposition". des Herrn Leist zu ziehen. Sie verlangten Geld, erhielten aber Daher unterliegt er der militärischen nur zwei Tage lang arbeitslos gewesen. nichts. Müller pumpte fich etwas Geld, um die aufgebrachten Gerichtsbarkeit. Dieser Gerichtsbarkeit unterstehen, wie wir vielfachen Anfragen zu begegnen, an dieser Stelle Einen verhängnißvollen Fund hat Dienstag Nachmittag Kollegen wenigstens zum Theil zu befriedigen. Von ihm und mittheilen: 1. sämmtliche 1. fämmtliche Personen des Soldatenstandes etwa um 5 Uhr der Tischler Gustav Kern aus der Stalizer- Poppe angestrebte Berhandlungen zur Regelung der Geldfrage und die Militärbeamten, 2. die Offiziere à la suite, straße 66 gemacht, der sich auf dem Wege von Groß- Beeren blieben erfolglos. Eine Klage der Beiden, welche abgewiesen wurde, Er hob eine auf der Chaussee liegende beantwortete Zeist mit einer Schadenersagtlage. Er beanspruchte folange sie zu verübergehender Dienstleistung zugelassen find. nach Berlin befand. um tragen den Rest. am Versammlungen. An der Diskussion bedie den bis zur Beendigung der Arbeit durch die Beklagten| Gidesleistung und erkennen den Klageanspruch an. Mehrere der arbeitet hatten, mit Geldstrafen belegt(). Das Gericht angenommenen Arbeitern zu viel gezahlten 248 M. und 308,52 M., Betheiligten waren später der Meinung, daß sie resp. ihr entschied wieder auf das Urtheil des gerichtlichen Sachverständigen die er seinen Lohnarbeitern mehr gezahlt hatte, als wie er den Anwalt den Anspruch gar nicht anerkannt hätten hin gegen die Stadtbehörde. Jeht stand zum Donnerstag zum Beklagten hätte geben brauchen. Das Gericht hielt auch in diesem und wandten fich beschwerdeführend an das Gericht. dritten Male Termin vor dem Landgericht in Bonn an, doch Falle an der Auffassung fest, daß die Poliere unter den ob- Dieses wies fie ab mit dem Bemerken, ihr Einwand tönne nur follte es zu dieser dritten gerichtlichen Entscheidung nicht mehr waltenden Umständen nur die Affordanten ihrer Buyer waren, dann Erfolg haben, wenn sie die Fälschung des Protokollsnach: tommen. daß diese als Mitarbeiter mit ihnen auf Theilung arbeiteten. Es theilte weisen fönnten. Hierauf richteten nun der Barbier Andreas Der Maurermeister, der den Bau aufgeführt hat, ist bekanntdie Forderung des Klägers in die zurückverlangte und in die als Wrubel in Zinten, Ehemann einer der Beklagten, und der lich verhaftet worden. Ob die in Aussicht stehende GerichtsEchadenersatz beanspruchte Summe. Betreffs erster Forderung ent- frühere Gerichtsassistent Kuhl eine Eingabe an die Staats- verhandlung Aufklärung darüber bringen wird, wer die wahren schied es, die Beklagten hätten mit der Einhändigung der Löhne das anwaltschaft und beschuldigten darin den Amtsrichter J. der Schuldigen an dem Hauseinsturz sind, der eine Reihe braver Recht erlangt, das Geld an die Mitarbeiter zu vertheilen; das sei Fälschung des Protofolls. Die Staatsanwaltschaft lehnte ein Arbeiter das Leben foftete? gefchehen. Die Firma Leist müsse infolge dessen, wolle sie das Einschreiten, nachdem der als Zeuge vernommene Anwalt der Zuviel zurückhaben, gegen jeden Einzelnen der betheiligten Ar- damaligen Beklagten erklärt hatte, es sei nicht anbeiter lagen. In diesem Prozeß hätten dem Kläger nach der zunehmen, daß der Amtsrichter J. vorfäßlich etwas falsches habe angestellten Berechnung nur 18 M. bezw. 3 M. zugebilligt werden protokolliren lassen. Nunmehr richteten die Beschwerdeführer fönnen, welche Müller und Poppe zu zahlen hätten. Bezüglich noch eine Eingabe an die Oberstaatsanwaltschaft, welche aber des vertragsgemäßen Anspruchs von 308,12 m. gehe das Urtheil ebenfalls feinen Erfolg hatte. Wegen des Inhalts der Bedahin, daß die Beklagten diese Summe solidarisch zu zahlen schwerde stellte der Amtsrichter J. Strafantrag gegen Wrubel, hätten. Diese Kosten trägt Kläger zu ein Drittel, die Beklagten worauf gegen ihn und Kuhl Anklage wegen Berleumdung der Frauen- Agitationstommiffion, tagte am 10. Oktober im Eine gut besuchte Volksversammlung, einberufen von erhoben wurde. Das Landgericht Braunsberg sprach Martens'schen Lofal in der Friedrichstraße, in der Genosse Um einen Betrag von 5000 M. Handelte es fich in troffenen Feststellungen 30. Mai beide Angeklagten frei. Nach den ge= einer Diebstahlsanklage, welche gestern vor der 3. Straffammer feine unrichtigkeit, dagegen hat sich nicht feststellen Die zehn Gebote und die befizenden Klassen". Auf Beschluß enthält das fragliche Protokoll Adolf Hoffmann einen Vortrag hielt über das Thema: g des Landgerichts I gegen den Fuhrherrn Ernst Matsch te ver- lassen, auf welche Weise der betreffende Rechtsanwalt ber Versammlung sprach er nur über die ersten fünf Gebote, um handelt wurde. In der Nacht zum 6. Mai d. J. befand sich der seinen resp. seiner Mandanten Willen, die Forderung anzu- anwesenden Vertretern des Christenthums Zeit und Gelegenheit Reichstags- Abgeordnete, Landrath H. im Hiller'schen Restaurant erfennen, zu erkennen gegeben hat, ob z. B. durch Kopfnicken zu geben, sich tüchtig auszusprechen. Unter den Linden. Er ließ sich eine Droschke holen, die ihn oder sonstwie. Wenn Wrubel, so heißt es im Urtheile, der An- theiligten sich Frau Wengels und Dimsch und der Genosse nach seiner in der Potsdamerstraße belegenen Wohnung bringen ficht war, daß der Rechtsanwalt eine ausdrückliche Erklärung Wenzel. Von den anwesenden Gegnern nahm niemand das follte. Vorher hatte er sich überzeugt, daß er 5 Stück Tausend- nicht abgegeben habe, so mag er von der Richtigkeit seiner An- Wort. Es wurde hierauf eine Resolution einstimmig anmarkscheine, die ihm im Laufe des Tages aus seiner Heimath nahme überzeugt gewesen sein, wenigstens ist das Gegen- denommen, in der sich die Versammlung mit den Ausführungen zugesandt worden waren, nicht, wie es es seine Absicht theil nicht nachgewiefen. gewesen, in feiner Wohnung gelaffen Ebenso lag für den Mit- des Referenten voll und ganz einverstanden erklärte. In einer hatte, sondern angeklagten kein Grund fie vor, den Angaben so Dieler späteren Versammlung wird Genosse Hoffmann die letzten fünf in feiner Westentasche in zusammengefaltetem Zu Personen zu mißtrauen. stande bei sich führte. Sofort nach feinem Erwachen die Rechtsauffassung, daß ein giltiges Anerkenntniß nur mit aus- handeln. Die Angeklagten vertraten nur Gebote mit bezug auf ihre Befolgung durch die Besitzenden beam folgenden Morgen fiel dem Landrath die Weste in drücklichen Worten ausgesprochen werden könne. die Augen, er erinnerte sich des werthvollen Inhalts und wollte demnach behauptet, daß der Amtsrichter J. die Thatsachen un- eine öffentliche Versammlung, in der Kollege Tichelmann den Sie haben Die Vergolder und Berufsgenossen hatten am 10. d. M. tie Echeine herausnehmen. Die Papiere waren fort. Der richtig aufgefaßt und das Protokoll ungenau redigirt habe. Beide Bericht über die Urabstimmung erstattete. Hiernach haben sich zu er nahm an, daß er i nach Gelb zur ge berufen jich mit Recht auf den Schuß des§ 193 für Beibehaltung der Affordarbeit 183 Stimmen durch Unterzu führen; er nahm an, daß er im Wagen nach Geld zur Be Da in dem Beschlusse, welcher ihre Beschwerde zurücwies, gefagt fchrift der Listen erklärt, 412 für Einführung des Lohnsystems. zahlung der Droschte gesucht und dabei die Scheine heraus- worden war, daß das Urtheil nur angefochten werden könne, Drei Listen feien überhaupt nicht eingegangen. In einigen Listen geriffen habe. Als Führer der Droschke wurde der Anwenn sich eine Fälschung des Protokolles nachweisen lasse, find Bemerkungen bezüglich Lohnaufschlags hinzugefügt. An der giflagte ermittelt. Er bestritt mit Entschiedenheit, das so haben sie nur den ihnen vom Gerichte angedeuteten Weg sehr ausgedehnten, lebhaften Debatte betheiligten sich die Kollegen Geld gefunden zu haben, die Verdachtsgründe gegen eingeschlagen. Daß Kuhl etwa aus Rachsucht gehandelt hätte, Söpfner, Mehring, Tichelmann, John, Bahn, Bösch, Lange und ihn mehrten sich aber in der Weise, daß er in Haft weil er von dem Umtsrichter entlassen worden ist, war nicht Sprenger, welche theils für, theils gegen Inszenirung eines genommen wurde. Matschke hatte seit jener Nachtfahrt auffallend anzunehmen, da die Beschwerdeschrift in sachlichem Streits sprachen, bis man schließlich dahin übereinkam, diese viel Geld ausgegeben. Er hatte sich einen neuen Wagen an- und ruhigem Tone gehalten ist. geschafft, war nach Stargard i. Pomm. gereift und hatte dort sprechende Urtheil hatte Amtsrichter J. a13 Neben tagen. Hiernach wurde aufgefordert zur regen Betheiligung an Gegen das frei- Streitfrage bis zur nächsten öffentlichen Versammlung zu ver acht Pferde gekauft. Es wurde ihm nachgewiesen, daß er tläger Revision eingelegt. Er rügte, mehrere Tausendmark- Scheine ausgegeben hatte. Im Verhand- eine Prüfung des Sachverhaltes vom Gesichtspunkte der wissent: Delegirtenwahl stattfindet, und zur baldigen Abrechnung, auch daß nicht auch der Versammlung der Orts- Krankenkasse, da in derselben die lungs- Termine beharrte der Angeklagte bei seinem Zeugnen. lich falschen Anschuldigung eingetreten fei( dies war in der der noch ausstehenden Billets, da in nächster Versammlung AbSeit einer Reihe von Jahren habe er heimlich gespart, felbst Hauptverhandlung gar nicht angeregt worden) und daß bei rechnung der Agitationskommission erfolgen müsse. seine Frau habe nichts davon gewußt, daß er seine Er- Wrubal zu Unrecht berechtigte Interessen angenommen worden rechnung der Agitationskommission erfolgen müsse. sparnisse in einem Guttaperchabeutel auf der Brust trug. feien. Entsprechend dem Antrage des Reichsanwalts ver E3 feien zuletzt 3600 m., darunter 8 Stück Tausend warf der 2. Straffenat des Reichsgerichts die Revision, da die mart- Scheine, gewesen und als diese Summe erreicht erhobenen Einwände sich als unbegründet erwiesen. war, habe er gedacht: Nun ist es genug". Da habe er tenn angefangen, ein größeres Fuhrgeschäft einzurichten. Bergebens wies der Vorsitzende den Angeklagten darauf hin, daß feine Behauptungeu doch wenig Glauben verdienten, der AnLandrath fleines in den geklagte beſtand darauf, daß eine ganze Anzahl seiner Kollegen Soziale Leberlicht. D = bandes der deutschen Barbiere, Friseure und Perrückenmacher( Filiale Norden), beschäftigte sich ausschließlich mit der Erledigung von Vereinsangelegenheiten. Allgemein wurde geflagt über eine große Interesselosigkeit in den Kreisen der Berufsgenossen. Im Anschluß daran beschloß die Versammlung, einen Aufruf an die Arbeiterschaft zu richten, in dem diese zur Unterstüßung der Drganisationsbestrebungen der Branche aufgefordert wird. von zu hielt am 8. Oftober seine Mitgliederversammlung ab. Der vom Der Krankenunterstützungs- und Begräbniß Verein Raffirer gegebene Raffenbericht weist einen Bestand 1766,73 M. auf. Ein vom Polizei- Präsidium dem Verein au gegangenes Schreiben, das eine Statuten- enderung fordert, wird dem Vorstand zur Erledigung übergeben. Ferner foll die Rendanten ausgezahlt werden, Krantenunterstützung nur vom Tage der Krankmeldung beim Dem vernommen wurde, denen er schon im vorigen Jahre größere Summen gezeigt. Die Beugenvernehnung fiel nach dieser Ueber die Unfälle in der deutschen Landwirthschaft, Richtung hin zu gunsten des Angeklagten aus. Die Beugen wofür im Jahre 1891 von den Berufsgenossenschaften Entschädihatten mehrfach schon im vorigen Jahre recht erhebliche Beträge gungen zc. nöthig waren, hat das Reichs Versicherungsamt eine bei dem Angeklagten gefehen, der seit Jahren in der bemerkenswerthe Statistit veröffentlicht. Sie erstreckt sich auf Weihnachtszeit einen schwungvollen Handel mit Tannen- 4 776 520 berufsgenossenschaftlich organisirte land- und forstwirth bäumen betrieben habe. Trch dieser Entlastung hielt der Staats- fchaftliche Betriebe und auf den Bereich von 50 land- und forstanwalt den Angeklagten für überführt. Derselbe möge vor dem wirthschaftlichen Ausführungsbehörden mit zufammen 12 508 001 Verlust des Landraths einige Hundert Thaler besessen haben, versicherten Personen. aber den Nachweis, daß er die Summen, die er plöglich in so 44 964, die Zahl der Verletzten, für welche Entschädigungen noth Die Zahl der Unfallanzeigen betrug leichter Weise ausgegeben, auf ehrliche Weise erworben habe, sei wendig waren, 19 918( darunter 4329 weiblichen Geschlechts). er schuldig geblieben. Er halte nicht einen Diebstahl, sondern Unter den 19 918 entschädigten Unfällen hatten 9108 dauernde eine Unterschlagung für vorliegend und beantrage dafür 6 Monate theilweise Erwerbsunfähigkeit, 2236 den Tod und 6858 dauerndr tober feine ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Der Verein Vorwärts" in Rigdorf hielt am 10. Dt Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Th. Friedmann, völlige Erwerbsunfähigkeit der Verletzten zur Folge, während ur b3 erstattete den Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Es plädirte in erster Linie für Freisprechung, da es doch möglich sei, daß mit den übrigen Unfällen eine über die 13. Woche hinausreichende haben im dritten Vierteljahr eine Generalversammlung, fünf ein unglückliches Zusammentreffen von allerlei Zufälligkeiten vorliege. Erwerbsunfähigkeit verbunden war. Ursache des Der Gerichtshof hielt den Angeklagten für überführt, ging aber waren in 1996 Fällen Wunden 2c.( erlitten namentlich beim Der Verein zählt zur Zeit 382 Mitglieder. Todes Bereinsversammlungen und zehn Vorstandssizungen stattgefunden. Ende verlas den bei der Höhe der unterschlagenen Summe über den Antrag des Fall aus der Höhe, beim Fuhrwerksbetriebe, durch Zusammen- Kassenbericht. Mit dem Bestand vom zweiten Quartal betrugen Staatsanwalts hinaus und verurtheilte den Angeklagten zu bruch, Einsturz 2c., beim Umgang mit Thieren, Maschinen), die Einnahmen 129,61 M., die Ausgaben 121,20 m. einem Jahre Gefängniß, wovon 2 Monate durch die in 62 Fällen Hißschlag, in 61 Fällen Blitzschlag, in 48 Fällen Kassirer wurde Decharge ertheilt. Die Bibliothek des Vereins erlittene Unterfuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. ertranten, in 41 erstickten Personen und in 9 Fällen tamen Per- enthält 130 Bücher und eine große Anzahl Broschüren, deren Schiebung. Strafbarer Eigennutz wurde in der Handlungs- ereigneten sich in den Monaten Juli, August, September und verbreitete fich über die fanitären Mißstände in Nixdorf. Die sonen durch Verbrennungen ums Leben. Die meisten Unfälle fleißige Lektüre Schüttte den Mitgliedern empfahl. Krüger weise tes Bauernsohnes Johann Waylawit in Röberwib namentlich im Dezember, hinsichtlich der Tage am Sonnabend, Arbeiter- Sanitätskommission hat von der ungefunden Beschaffenvom Landgericht zu Ratibor gefunden und am 6. Juni d. J. mit Montag und Dienstag, und in der Tageszeit von Vormittags 9 heit mehrerer Wohnungen, so z. B. im Hause Berlinerstr. 20, 3 Monaten Gefängniß bestraft. Der Angeklagte unterhielt ein bis 12 und Nachmittags von 3 bis 6 Uhr. An 3624 Unfällen Hermannstr. 14, Hermannstr. 10 u. f. w. der Sanitäts- und BauLiebesverhältniß mit Anna V., die ihn in den Jahren 1891 und 92 mit hatten nur die Unternehmer Schuld, indem ihre Betriebsein- behörde Mittheilung gemacht und erzielt, daß nach Recherchen zivet Kindern beglückte. Da aber noch vor der Geburt des zweiten richtungen mangelhaft waren, Schuhvorrichtungen fehlten oder durch den Kreis- Baurath die betreffenden Wohnungen innerhalb Kindes der Angeklagte nichts mehr von dem Liebesverhältnisse den Arbeitern keine oder ungenügende Anweisung gegeben war. zwei Tagen geräumt werden mußten und auch in anderen Fällen wiffen wollte, strengte der Vater des Mädchens einen Alimenten- 4866 Fälle werden den Arbeitern zur Last gelegt, man findet Remedur geschafft wurde. Die Kommission beabsichtigt, eine öffentprozeß an und erftritt ein obfiegendes Urtheil. Infolge dessen ihre Schuld in der Ungeschicklichkeit, Unerjahrenheit(!), der liche Volksversammlung einzuberufen und sich dann aufzulösen, da sie trat der Angeklagte, welcher eine Sypothek und ein fleines Nichtbenutzung 2c. vorhandener Schußeinrichtungen, im Handeln der Meinung ist, daß eine in der Deffentlichkeit gewählte Kommission Grundstück sein eigen nannte, an den Vater des verlassenen wider Vorschrift, im Leichtsinn. 4553 Unfälle werden den Unter- noch besser wirken könne, weil einer solchen bei weitem mehr Mädchens das Recht auf Auflaffung des Ackers ab. Allein nehmern und Arbeitern zu gleichem Theile zur Last gelegt, indem Interesse entgegengebracht würde, als der aus einem Verein schon turze Zeit nach Geburt des zweiten Kindes stellte es sich Schußvorrichtungen zc. fehlen und die Arbeiter troydem unacht hervorgegangenen. Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes heraus, daß der Angeklagte feine Hypothet vertrunken und das fam handelten. 6875 Unfälle werden dem Zufall, höherer Resultat: Pannide, Vorsitzender, hierberg, Schrift Grundstück unterdessen anderweitig verkauft hatte, worauf sich Gewalt, der Gefährlichkeit des Betriebes und unbekannten führer, Bolz, Kassirer, Dormann, Ambrosi sen., Pres die Straffammer mit der Sache befaßte. Die von ihm gegen Ursachen zugeschrieben. Bugegeben wird, daß die Hauptursache pe now und Viehweg, Beisitzer; als Bibliothekar Wurbs, das erstinstanzliche Urtheil wegen angeblichen Rechtsirrthums der großen Bahl und der Unfälle am Schlendrian der Herren und als Revisoren ruhm, Becher und Rauch. Beschlossen eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen. Landwirthe liegt. Der Reichs- Anzeiger" sieht dabei schon von wurde ein Bibliotheksspind anzuschaffen und zuletzt auf den Wegen Beleidigung hatte sich gestern der Geheime Hof: Arbeiter ist", zieht also vorwiegend die fapitalfräftigeren Land- tober ab fonntäglich Vormittags von 10 bis 12 Uhr im Lokale den vielen kleinen Betrieben ab, wo der Unternehmer selbst nur stenographischen Unterrichtskursus des Vereins, der vom 15. Dkrath Bort vor der VIII. Straffammer hiesigen Landgerichts I zu verantworten. Herr Bork ist Generaldirektor der Kapital Beugniß aus, daß in der Land- und Forstwirthschaft oft gar einiger Anträge wurde zu einer nächsten außerordentlichen Gezu verantworten. Herr Bort ist Generaldirektor der Kapital- wirthe in Berücksichtigung und stellt ihnen das beschämende Steinmetzstraße 45 stattfindet, hingewiesen. Die Erledigung Versicherungsanstalt„ Wilhelma". In einer Eingabe an das Polizeipräsidium waren gegen die Geschäftsführung des General eine Borsichtsmaßregeln gegen Unfälle generalversammlung vertagt. direktors Einwendungen erhoben worden, in welchen behauptet troffen sind, während die Industrie bei ihren mehr fonzentrirten Arbeitsstätten nach dieser Richtung hin besser geordnete Friedrichsfelde. Im hiesigen Arbeiter Bildungs- Verein wurde, daß bei dieser Geschäftsführung versicherungs- technische Verhältnisse besitzt. Die großen Aufgaben, welche daher der land- sprach am 5. Oktober Genosse Adler über das Thema:" Die und mathematische Grundsäße zu Schaden fämen. Der Generaldirektor, welcher hiervon Kenntniß erhalten hatte, entbot eines un forstwirthschaftlichen Unfallverhütung vorbehalten sind, lassen bürgerliche Götterdämmerung". Hierauf wählte die VersammTages das gesammte Beamtenpersonal nach dem Direktions- fich ihrer Bedeutung nach am besten durch einen Vergleich der lung in den Vorstand: Pretty als Vorsitzenden, Hentschel als zimmer und hielt an dasselbe eine Ansprache, die mit den Worten Unfallzahlen nach den Arbeitsvorgängen würdigen. Und da zeigt Schriftführer, Schadewald als Kassirer, Knauer, Wulf und Schloß: Meine Herren, unter uns befindet sich ein Verräther!" es sich... mit Deutlichkeit, daß die Ursachen vieler und schwerer Tabbert zu Revisoren und zum Bibliothekar Müller. Das Dabei soll er mit der Hand auf den Versicherungs- Mathematiker Unfälle, neben einer mangelhaften Arbeitsbeauffich- Stiftungsfest findet Anfang November statt." Pohl gewiesen und ausgerufen haben:" Der Verräther sind Sie!" tigung, insbesondere in den Unvollkommenheiten und Mängeln der ländlichen Betriebsstätten Herr Pohl, der sich allerdings verpflichtet gehalten hatte, einige( Böden, Speicher, Scheunen u. f. w.), Wege und Generalversammlung. Tagesordnung: Abrechnung vom s. Quartal. Maßnahmen, die er von versicherungstechnischem Standpunkte Arbeitsmittel zu suchen sind. Neben einer entsprechenden Silfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 12. Ottober, Abends 8 Uhr, aus nicht billigen zu können vermeinte, an zuständiger Stelle zur Belehrung der Unternehmer und Arbeiter gilt es daher, um die bei Bolz, Alte Jafobstr. 75: Erste Lehrstunde des Winterhalbjahres. Bortrag Sprache zu bringen, wurde sofort aus seinem Amte entlassen. Durch die Unfälle der Landwirthschaft erwachsenden großen Kosten des Herrn Dr Chriſteller. Er firengte alsdann wegen des Ausdrucks Verräther" eine Privattlage gegen den Geh. Hofrath Bort an, letzterer wurde und das durch die Unfälle verursachte Unglück und Elend herab Abends 8% Uhr, im Restaurant Philipp, Rosenthalerstr. 88: Bersammlung. zumindern, die Betriebsstätten sicherer zu gestalten und wirksame Schutzvorkehrungen gegen Unfälle bei den ländlichen Arbeits- Ohmgaffe 2. Gäste wiätommen. Unterricht wird ertheilt. leistungen zu treffen." d Ganverein Berliner Bildhauer( flebe Inserat in diefer Nummer). Lese- und Diskutirklub Süd- Ost. Donnerstag, ben 12. Ottober: Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin. Donnerstag, den 12. Ottober, aber vom Schöffengericht freigesprochen, weil als nicht ganz Berliner Schachverein. Donnerstag, den 12. Oktober, Abends 8% Uhr, erwiesen angesehen wurde, daß er den beleidigenden Ausdruck Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, bends 8 Uhr, thatsächlich gebraucht hatte. Die Berufungsfammer erachtete bet Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Bett, Abends 8 Uhr, Boyenftr. 40, bet aber nach nochmaliger Beugenvernehmung diesen Nachweis für Nochmals der Hauseinsturz in Königswinter. Gteshott. Die Güb Oft, bet Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. erbracht und verurtheilte den Angeklagten zu 100 M. Geldbuße. Bauarbeiter, die unter steter Lebensgefahr im Interesse ihrer Safenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Klub der Freunde" bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. Unsere Mittheilung über die Gerichtsverhandlung in Wies- privaten Unternehmer aus schlechtestem Material Schwindelbauten Treptow. Sosialistischer gefes und Distuttrtlub Abends 8% Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Distutirflub, 8eitgeist" jeben baden in Nr. 235 unserer Zeitung ist dahin zu ergänzen, daß aufführen müssen, werden mit lebhaftem Interesse, wenn auch Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends mit sehr gemischten Gefühlen, die Mittheilungen lesen, die aus 8% nhr. Drechsler Müller zu der dort angegebenen Strafe wegen angeb- Köln als Borgeschichte des entsetzlichen Unglücks in Königswinter Rosenstr. 30. Brüderlich tett" Abends 9 Uhr, tin Restaurant Wernau, Disfufirflub Gleichheit"( Weißensee) bei Hannemann, zur licher Bedrohung u. f. w. verurtheilt ist. Er hat Revision eingemeldet werden. gelegt. Der Schreiner Seeling und der Lackirer Mechenig Stadtbaumeister von Königswinter Einspruch gegen den Bau- Vereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 2r. Es heißt, daß der Bürgermeister und der Flora, Abends 8 Uhr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen im wurden von einer ähnlichen Anklage freigesprochen. plan erhoben hatten. Das Gericht, gestüßt auf das Sach- Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Verfuch, die Vertheidigung klarer Rechte zu hindern. verständigenzeugniß des Regierungs- Baumeisters, hatte den Bau wuttte.- Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bei Berner.- Brebelfolus. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. Kornblume, Blumenstr. 54, bei Am 11. März 1892 fand vor dem Amtsgerichte in Binten Ter- gestattet. Die städtischen Behörden von Königswinter hatten Annenftr. 16, bet Ehrenberg. 3eiße Rofe. Reinickendorf, Geeschlößchen bei min in einem Zivilprozesse statt, welchen ein gewisser F. gegen Berufung gegen die gerichtliche Entscheidung eingelegt, und der Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. mehrere Personen angestrengt hatte. In dem Protokolle der Bürgermeister hatte sogar den Weiterbau untersagt und die Einigteit( Outmacher), Bappel- Alee 3/4. b. M. Meinhardt. Harmonie, Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz. Berhandlung wurde vermerkt: Die Beklagten verzichten auf Arbeiter, die auf Anweisung des Unternehmers weiter ge- empelhof, Dorfftr. 10, bel Gerth.- On- und Westpreußtiger Männer" " 1 -HOO Liedertafel Westend. BlumenthalBorwärts 9, " = = Gefangberein, Solamarfifir. 3, bei Deter. Gbelweiß, Potsdam, Ee überlebt es nicht. Der wohlhabende Landwirth Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Borar, Wienerstr. 31 bei Vermischtes: Brückel in Eschbach hat sich erhängt. Er äußerte Trügemüller. Maiglöckchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Päbold. - Freie Sänger, Krautstr. 6, bei Rudolf. Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. Kreuzberger harmonie, Fichtestr 29, bei Krösche. Die Cholera. Bingen, 9. Oktober. Wie in Mainz, so por einiger Zeit, daß die geringen Obsipreise ihn noch Nordstern, Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), wurde auch hier Montag, Vormittags 11 Uhr, die seit etlichen in den Tod treiben würden, er könnte es noch ertragen, wenn es 3-5 Uhr Nachm., Gipsstr. 3 bei Byrtec. Steinfeger- Sängerchor Wochen errichtete Cholera station aufgehoben. Während fein Obst gegeben hätte, aber aus seinem reichen Vorrath so gut Raftanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Straße Nr. 145-146 bei Brandt. Stedes Echo, Reichenberger: der ganzen Dauer der Schiffskontrolle wurde auch nicht ein wie nichts zu lösen, das wolle er nicht überleben. Straße 5 bei Behrendt. Charlottenburg, Bismard einziger choleraverdächtiger Fall fonstatirt. Die holländische Ein weiblicher Wilderer gelangte in der Person der BauersStraße 80. Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Schiffskontrolle bleibt vorerst noch bestehen. Hamburg, tochter Petronilla Krammer von Oberögdorf vor dem Landgericht Mölter. Gefangverein der Studa te ure Berlins und Umgegend, Seydel: 11. Oktober. In Eppendorf ist ein Kind an der Cholera er- Passau zur Aburtheilung. Das Mädchen ging fleißig auf die ſtraße so bei Breußer.- Arbeiter- Gefangv. Spandau Eynarſtraße Restaurant tranft und ein anderes gestorben. Ein auf der Oberelbe fahrender Jagd und schoß Hasen! Am 24. Juli wurde sie mit geladenem Gesangverein, Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Wallstraße 54. Flußschiffer ist als cholerakrant hier eingeliefert worden.- Madrid, Gewehre auf dem Anstande erwischt und muß nun ihre Jagdlust Gefangverein Felsenfest( Gemischter Chor), Badstr. 12, Victoriagarten.- 10. Oft. In Biscaya sind gestern 16 Personen an Cholera gestorben. mit einem Monat Gefängniß büßen. Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstraße 31 bei Seehausen. Gesangverein Arion in Wittenberge, bei Goring. Stockholm, 11. Oktober. Die Untersuchung in dem bakterio Geiangverein In dem großen Erdrutsch in Värdal hat sich ein Glodenrein( gemischter Chor) Rastanten- Allee Mr. 95/96. Gesangverein logischen Laboratorium der Medizinalverwaltung hat bezüglich Riefentessel von 2400 Meter Umkreis und 30 Meter Tiefe geSteinnelte, Röslinerstraße 17. Sängerrunde, Kottbuserstraße der aus Umea eingesandten Proben ergeben, daß in beiden Fällen bildet, von dessen Seitenwänden häufig Abstürze mit donnerbet Braun. Alpenrose, Grenzstr. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, Friedrichsberg- Lichtenberg, Frantfurter Chauffee bei Müller. Treu und Erkrankungen an Cholera vorliegen. Rom, 10. Oktober. In ähnlichem Getöse stattfinden; 1300 Meter von der neuen Wegeeft, Lebuferstraße 5 bei Nemit. Gesangverein Brüderschaft Stall den letzten 24 Stunden sind in Livorno zwei Personen an der anlage sind zerstört. fchreiberstraße 29" 3um eisernen Stab". Gesangverein Freundes: Cholera erkrankt und eine gestorben, in Palermo 21 Personen treue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. Gesangverein Ein= Absturz einer Bergspige. Ein großes Stüd einer der tracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstraße bei Hasdorf. erfraukt und 11 gestorben. In Rom ist ein Todesfall unter Spigen des Dent du Midi, der Dent Jaune, stürzte gegen Iris" Naunynfiraße 86, bei Frig Zubeil.- ,, Waldesgrün"( gem. Chor) Böchstr. 8 verdächtigen Erscheinungen vorgekommen. New York, Ende der vorigen Woche, laut Gaz. de Lausanne, mit gewaltigem bei A. Moewes. Arbeiter- Gesangverein Oranienburger Vorstadt, 11. Oktober. Die bakteriologische Untersuchung des auf Hochstraße 32a, bei Wife. Gefangverein Feldblume Lübbenerstr. 30, bei Wilhelm Meyer. Swineburne- Island gestorbenen Passagiers des Dampfers Getöse zu Thal. Der Boden erzitterte weithin, als die Gesteinund Schuttmassen, in eine Staubwolfe gehüllt, niedergingen. Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Roppenstr. 43 c bei Lorenz. Russia" ergab das Vorhandensein DON Kommabazillen. Glühlicht( gemischter Chor), Perlebergerstraße 28, bei Hermerschmidt. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Der Sanitätsbeamte Jenkins erklärte jedoch, es sei feine Die Spur des Sturzes ließ sich quer über den Gletscher_ver= Titania, Cuvrystr. 48 bet Tielsch. Veranlassung zur Beunruhigung der übrigen Passagiere folgen. Die frühere Form des Dent Janne soll durch den Sturz vorhanden. Die Mannschaft des Dampfers befindet sich wohl nicht unwesentliche Aenderungen erlitten haben. doch wurde dieselbe trotzdem zur Beobachtung nach der Hoffmannsinsel überführt. Petersburg, 10. Oftober. An Cholera erkrankten und starben vom 6. Vis 9. Oktober in Petersburg 106 bezw. 47 Personen, vom 4. bis 6. Oktober in Mostau 3 bezw. 4, in den Gouvernements war der Stand der Seuche vom 24. bis 30. September der folgende: Bessarabien 49 Erkrankungs- und 26 Todesfälle, Wolhynien 671 bezw. 235, Woronesh 225 bezw. 129, Jekaterinoslaw 229 bezw. 116, Rasan 128 bezw. 67, Ralisch 18 bezw. 10, Riem 419 bezw. 153, Kurst 158 bezo. 65, Mohilew 158 bezw. 60, Plost 3 bezw. 1, Radom 13 bezw. 13, Samara Vom 17. bis 30. Sep103 bezw. 45, Saratow 100 bezw. 57. tember erfranften in Podolien 1360 Personen; es starben 550. vom 1. bis 7. Oftober famen in Wilna 4 Erkrankungs- und 6 Todesfälle, vom 3. bis 9. Oktober im Gouvernement Petersburg 76 Erkrankungs- und 37 Todesfälle vor. Gefangverein Libertee 1, Cuvryſtraße 24, bei -O bei knapp, Kastanien- Allee 95/96. 11 Verein Grüne M " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zufchriften den Bund betreffend find zu richten an: Pentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder bund, Andreasstr. 3 bei Moll. Rauchflub Graue Wolfe, Krautstr. 48. Musikverein Osiris, Adalbert Straße 21. Eiche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. Ber: gnügungsverein Jugendlust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Rauchklub Frisch auf, Stoppenftr. 48 bei Lorenz. Rauchflub Dezimalwaage, Strautstraße 36 bei Infinger. Rauchtlub Erholu ng, Wienerfir. 13 bei Driesener. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 78a. Gefangverein Gíodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr Brivat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralftr. 18.- Theater- Verein Vultania 2" 9 Uhr, Vorstädtisches Kasino, Ackerstr. 144. Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restau rant Bräuer, Solmsstr. 47. In Hamburg ist der neue Seeschiffhafen, welcher Zurnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag parallel mit dem Segelschiffhafen läuft, vorgestern dem und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Das erste Dampfboot, Geselliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, Betriebe übergeben worden. Naunynftr. 44. Berein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, punti welches den neuen Hafen benutzte, war der Hamburger Dampfer 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends Titania". Der gesunkene spanische Dampfer Daviz" ist 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonstr. 5. Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Abends im Restaurant Göß, Dranienstr. 153. Gesangverein Proletariat gestern wieder zirka 100 Fuß weiter nach dem Strande zu ge( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Nebungsstunde b. Möres, Böchstr. 8.- GeselligerVerein bracht. Die Nordische Bergungsgesellschaft hofft den Koloß univerfum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr b. Hagemann, Lothringer- innerhalb vier Wochen gänzlich aus dem Fahrwasser gebracht zu Straße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger klub der alten Moabiter, Stephanstr. 23, bei Littto, Abends um 8% Uhr und haben. Die Kosten, welche die Hebung dieses Wracks erfordert, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Geselliger find ganz enorm, im Interesse der Sicherheit für die den ElbBerein univerfum, Stzung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, strom befahrenden Schiffe jedoch unbedingt erforderlich. Bintenstr. 19: Borträge, Fidelitas. Berein Gemüthlichkeit und Klub Humor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beisammensein mit, Mben de 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. Berein Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. 3ithertlub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bei H. Neimann, Alte Schönhauferftr. 42.- Privat Theaterverein Grescendo bet Maißner, Gartenftraße 162: Sigung mit Damen. Theaterverein Maiglöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Gangesfreunde, " Ein Schuft. In Augsburg ist der dortige Kaufmann Heinrich Merz schön' reingefallen. Er wurde von seiner gewefenen Dienstmagd wegen Vaterschaft verklagt, schwor sich dann weg und verklagte was von besonderer Gemeinheit zeugt das Mädchen nun gar wegen Beleidigung! Die Verhandlung ergab aber, daß der Ehrenmann wirklich einen Meineid geschworen. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyn: Dafür bekam er nun 3 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehr Straße 78. Rauchklub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant verlust und wurde sofort verhaftet. Bravo! A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchklub Kernipige, Abends Seemannsloos. Am Strande bei dem Badeorte Bilderlings8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchklub Arabi Bascha, hof( Riga) wurde am 8. d. M. von Fischern eine verkorfte Flasche Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45.- Klub Ohne strett, Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchtlub gefunden, welche einen in russischer Sprache abgefaßten Bettel Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Rauchklub Brüder- mit folgender Notiz enthielt: 9 Uhr 45 Minuten Abends fich feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernact, Bücklerstraße 49. Rauch=„ Russalka" auf Grund gestoßen, alles verloren. Betet zu Gott tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei für unsere Rettung. Frolow." Die Flasche wurde von Fischern E. Heinicke, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchklub Su= matra, Abends 8% Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Rauch geöffnet und der Polizei übergeben. flub Fidelia Abends 8 Uhr tin Restaurant Seine, Eisenbahnstr. 23. Stattlub Tournee, Abends 8 Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Stat flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47.- Stat: lub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. 1 Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwebterstr. 23. Tambour Berein Ginigteit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben Sthung. Aufnahme neuer Mitglieder. Der arme Papst. Aus London verlautet, daß der Stamm des päpstlichen Vermögens in englischen Banken und in englischem Hausbesitz angelegt ist und sein hieraus fließendes Einkommen sich auf fast 5 000 000 2ftrl.( 100 millionen Mark) belaufe. Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt ல Berlin SW., Beuth- Straße 2. Das zur diesjährigen Maifeier in Aussicht gestellte unftblatt welches bereits in der Maifest- Zeitung als Mittelbild gebracht wurde, ist nunmehr in bedeutend vergrößertem Maßstabe- Plattengröße 68 x 47 cm, Kartongröße 95 x 73 cm in feiner Kupferägung ausgeführt in unserem Verlage erschienen. Das Bild heißt: Der erste Mai und ist dazu angethan, jeden Versammlungsraum, jedes Vereinszimmer der Arbeiter zu verschönen, vor allem wird es für jedes Proletarierheim ein würdiger Zimmerschmuck sein. Um dies wahrhafte Kunstblatt auch weiteren Streifen zugänglich zu machen, ist der Preis auf nur festgefekt. Drei Mark Gegen Einsendung des Betrages werden Bestellungen von außerhalb porto- und emballagefrei effettuirt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Volkszither dürfte in feiner Familie fehlen, ist in einer Stunde zu erlernen, tostet mit Schule nur 14 Mart und ist die angenehmste Musit. 4945 L* Aug. Kessler, Zitherfabrik, Lausitzerstr. 51. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplat Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Literarisches. Der normale Geheimrath der„ Kölnischen Zeitung" und die Organisation der Handwerker, der erste Schritt zur Erhaltung des Mittelstandes. Von L. de Ridder. Berlin, Verlag von P. Hauptmann. Briefkaffen der Redaktion. Lange Zeit. Sie wollen angeben, wann Sie den Brief eingesendet haben und welche Anfrage er enthielt. Hier liegt feiner vor. Segeberg. Stellen Sie den Antrag auf Bestrafung wegen widerrechtlicher Freiheitsberaubung bei der Staatsanwaltschaft. H. F. Ihre Klage würde leider abzuweisen sein, weil das Gesetz auf Seiten des Wirthes. Recht. Bitte um persönlichen Besuch zwischen 12 und 1 Uhr. Für solche delitate Sachen empfiehlt sich mündliche Besprechung. N. 37. Das Geschäft können Sie nach erfolgter Anmeldung eröffnen. Die Steuer tönnen Sie zahlen oder warten, bis sie abgeholt wird. 6. Alter Abonnent. Die Berufung dürfte erfolglos und deshalb der Kostenersparniß halber zurückzuziehen sein. G. T. 1. Wenn ein minderjähriger vermögensloser Sohn auf seinen Namen Möbel kauft und dieselben dem Bater zum Gebrauch überläßt, so liegt eine vom Gläubiger mit zweifellofem Erfolg als ungiltig anfechtbare und überdies auf Antrag strafbare" Schiebung" vor. 2. Eine Nähmaschine, die ein Ehemann seiner Ehefrau schenkt, wird nach märkischem Recht Eigenthum der Ehefrau. 3. Ja, aber nur, wenn sie es aus eigenen Mitteln thut. Bernhard N. 1. Leistenbrüche u. dergl. find Unfälle im Sinne des Unfallgesetzes. So hat das Reichs Versicherungsamt wiederholt entschieden. 2. Das kommt auf den Vorsteher der Postanstalt an. B Auf. b. Gemünd i. Eifel. Das ist kein Hausfriedensbruch. Legen Sie innerhalb einer Woche nach Verkündigung des Urtheils( also spätestens so, daß am 13. die Berufung beim Gericht eingegangen ist) Berufung ein. Paul W. Sie können Zahlungsbefehlsantrag oder Klage am einfachsten auf der Anmeldestube des Amtsgerichts Berlin I, Neue Friedrichstr. 13, zu Protokoll zu geben. Nr. 100. Zur Zahlung auch der rückständigen Alimente find Sie verpflichtet. Verpflichtung tritt vor 5 Jahren nicht ein. Altenberg's dem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr.54, Fruchtstr.36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spitzen, Als anerkannt reelle und thatfächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gard., Möbelſt. gef. 1 Mr. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mr. p. Stück. Serren: Gold-, Silber-, Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. Trauringe: 2 Dukaten 21 M. A.S 35 August Schulze 35 ,, Goldarbeiter 1 Tr. Kommandantenstr. 1 Tr. 3716L* massiv goldene Ringe, Ketten, Korallen, Bitte auf HausGranaten etc. Möbel No. zu achten. Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küdjen möbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., Franz Tutzauer, köpniderite. 25. * Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Jede Uhr unter Garantte foftet bei mir zu repariren 1,50 Mk. ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, Danienplay, Naunynstr. 38, Roh- Tabak!! Roh- Tabak!! Engl. Anthracit A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie befannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. ROWE 50 Dignowily's Garn ronen ist das beste Nähgarn! Kanarien- Edelroller, vielf. hoch prämiirt, versend. nach allerwärts g. Nachn. f. M. 6 bis 15 p. St. u. Garantie f. Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt RohtabakHeinr. Franck, andlung Brunnenstr. 185. Gigarren mit Kontroll- Schuhmarke " Big- Vein" der Gwaun- Cae- Gurwen Colliery Co. Limd. kauft man nur allein echt bei Gustav Schulze, Berlin SO., Kottbuser Ufer 34.[ 4981L* 4964L* Allen Genossen empfehle Genossenschafts- Brot fowie Backwaare, pro Stück 2 Pf., für Händler und Restaurateure, in versende auch frei ins Haus. fchiedenen Preislagen offerirt auch nach außerhalb. 48342* Max Flatauer, Cigarren- Fabrit en gros, Berlin, Landsbergerstr. 72, 1 Tr. R H. Wörner, Dieffenbach- Straße Nr. 58a. Arzt Dr. Hösch, LinienStraße Homöopath. a 149, 8-10, 5 bis 7, Sonntags 8-10 Uhr. Wegen Aufgabe m. Geschäfts vert. 3 Divans, 4 Matratzen, Gr. Frank. 24786 furterstr. 57. Oschlies. othfelchen u. Meisen 50 Pf. Tauben, Costümes verkauft billig Baus Kaninchen u. Bögel aller Art billig. mann, Schneiderin, Oranienstr. 150, Madaistr.1Schl.Bahnh. Redtmann. 2 r. Werth u. feb. Unfunft laut Staare, pfaffen 2,50 M., Buchsinten, Kontroll- Schuhmarke. Stieglite 1,25 M., Dom- Achtung! Kein Laden. Preisliste. 427M Kreuzschnäbel, Zeisige 1, M., reelle Mur eigene Fabritation, 25 Bigarren Ernst Kühnel, Copitz( Elbe). Männchen, Zwergpapageien Paar 4 M. 1 Mart. Garantie rein amerikanische F. Einf. möbl. freundl. Zimmer( Quisen- Schnelle Staligerstraße 132. Tabate. Rippentabak 2 Pfd. 60 Big. am Kottbuser Thor. H. F. Dinslage, stadt) z. Preise von 12 M. wird zum 2286 1. November zu miethen gesucht. Off. Vereinszimmer zu vergeb. GartenRottbuserstr. 4, Hof part. Exped. 2487b straße 165. Werantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2 250 M. fuche auf drei Monate Material- Geschäft mit Holz- und gegen entsp. Binsen zu leihen. 2449b Rohlenhandel ist wegen Todesfall billig Event. Betheiligung des Leihers am zu verkaufen. Näheres bei Hense, Geschäft. Off. u. C.. 250, Gyped. Reinickendorferstr. 57. d. Blattes. 49188* 3561 L 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 240. Ceptember. Unterm neuen Kurs. 1. Mannheim. Wegen Majestätsbeleidigung Arbeiter Pauli 2 Monate Gefängniß. " " Wusterhausen. Genossen Elze( Johannisthal) und Grunow und Jastrau( Schönweide) wegen unerlaubter Schriftenverbreitung mit je 10 M. Polizeibuße belegt, vom Amtsgericht freigesprochen. Frankenthal. Genosse Märtlin aus Rothenfluh ( Schweiz) wegen Majestätsbeleidigung 1 Jahr Gefängniß. 2. Apolda. Genosse H. Meyer wegen Bedrohung( durch Boykottplakate) 6 Wochen Gefängniß. 3. Zeit. Wegen Leuschner- Beleidigung Genosse Hoff= mann, Redakteur des Voltsbote", 300 M. Geldstrafe. 4. Dresden. Handarbeiter Schneider wegen Majestäts: beleidigung 3 Monate Gefängniß. " Langenselbold. Genosse Schwind in Langendiebach wegen unbefugter Leichenrede 15 M Geldstrafe." 5. Burgstädt. Wegen Hausfriedensbruchs( in einer ordnungsparteilichen Versammlung) Genosse Heinig 14 Tage, Vieweg und Dietschold je 10 Tage Gefängniß. Reichelt freigesprochen. 6. Breslau. Genosse Fischer in Klein- Tschansch, wegen Störung der Wahlhandlung, 24 M. Geldstrafe. 17 Königsberg i. Pr. Genosse Bunt, wegen Haus friedensbruchs( Nichtverlassen des Wahllokals) 40 M. Geld ftrafe. „ Straßburg i. E. Genosse Lässig, wegen Rolportagevergehens, 40 M. Geldstrafe. " " Braunschweig. Wegen Polizeidirektions Beleidigung Genosse Galwer, Redakteur des Volksfreund", 4 Monate Gefängniß. 7. Caffel. Genosse Hahn, Redakteur des Hess. Volksbl.", wegen Schuhmannsbeleidigung 30 M. Geldstrafe. 8. Kiel. Genosse Kölle- Ellerbeck wegen unerlaubter Rollefte 10 M. Geldstrafe. Wiesbaden. Von der Anklage der Bürgermeister- Be Gleidigung Genosse Seefeld Biebrich freigesprochen. 9. Chemnitz. Genosse Nosenow, Redakteur des„ Beobachter", von der Anklage der Fabrikantenbeleidigung freigesprochen. » 12. Straßburg. Von der Anklage des Bettelns( Wahlfonds: Sammlung) Genosse Jung in Bischweiler freigesprochen. Halle. Genosse Krüger, Redakteur des Volksblatt", von der Anklage der Polizei- Jnspektor- Beleidigung freis gesprochen. 18. Halberstadt. Wegen Beleidigung der Waldenburger Pastoren Genosse Martin, Redakteur der, Sonntagsztg.", 4 Wochen Gefängniß. 14. Halle. Genosse Jähnig von der Anklage der Ge fangenen- Befreiung freigesprochen. 15. Bonn. Freigesprochen Genossen Gockel und Spohler von der Anklage unerlaubter Versammlung, Genosse Keller der Vereinsgesetz- lebertretung. " Treffurt. Genosse Ae u stergerling aus Mühlhausen i. Th. wegen Hausfriedensbruchs( in einer gegnerischen Versammlung) und unerlaubter Versammlung 5 Monate Gefängniß. 16. Salle. Genosse Kunert wegen Landrathsbeleidigung in 3 Fällen 9 M. Geldstrafe. " " " 18. Breslan. Zimmerer Obst wegen Unternehmerbeleidi gung 1 Woche Gefängniß. 19. Breslan. Genosse Kunert wegen Unterschlagung" militärgerichtlicher Atten 6 Monate Gefängniß, Poft gehilfe Wigte wegen Diebstahls dieser Atten 10 Monate Gefängniß. 20. Zwickau. W. Trogniß, früherer Redakteur des S. Wolfe bl.", wegen Gemeindevorstands- Beleidigung, 40 M. Geldstrafe. Halberstadt. Genosse Hurlemann, Redakteur des Sonntagsblatt", wegen Beleidigung des Kartellfandidaten Blade, 50 M. Geldstrafe. Greiz. Genosse Seifert, Verleger der„ Reuß Volfs: Zeitung", wegen Preßgefeß- Uebertretung mit 10 M. Polizeiftrafe belegt, vom Landgericht freigesprochen. Leipzig. Genosse Diehl, Redakteur der Wurzener Zeitung", in erster Instanz wegen Stadtraths- Beleidigung zu 200 m. verurtheilt, vom Landgericht zu 400 M. Geld strafe. 20. Dortmund. Wegen Beleidigung der Waldenburger Pastoren Genosse Diederich, Ned. der Rh.- Westf. Arbeiter- Zeitung" 2 Monate Gefängniß. " e " " " " " 1893. del al Donnerstag. den 12. Oktober 1893. September. 28. Dresden. Genosse Wetter, Redakteur der Sächs. Arb. 8tg.", wegen Beamtenbeleidigungen 3 Monate Gefängniß. „ Solingen. Genosse Wilde, Redakteur der Arbeiter ftimme", wegen Fabrikantenbeleidigung 1 Monat Gefängniß. Cüftriu. Genoffe Baumgart von der Anklage der Majestätsbeleidigung freigesprochen. " " 29. Rinteln. Von der Anklage unerlaubter Versammlung Genosse Schwarz freigesprochen. Güstrow. Genosse Busch wegen Beleidigung des Grafen Schlieffen durch ein Flugblatt eine Woche Gefängniß; die mitangeklagten Drucker freigesprochen. Frankfurt a. M. Genosse Schmidt, Redakteur der Voltsstimme" wegen Polizeisergeanten- Beleidigung 40 m. Geldstrafe. " Solingen. Genosse Lohr in Gräfrath wegen unerlaubter Kollekte 15 M. Geldstrafe. 30. Lieguig. Bigarrenmacher Droszdzik aus Haynau wegen Beleidigung und Bedrohung des Landesältesten v. Üechtrit 3 Monate Gefängniß. = 10. Jahrg. Profeffor Dr. Tönnies Kiel war der Meinung, daß 27. Dresden. Genosse Knöfel, Redakteur der Sächs. in der Frage der Arbeitsvermittelung beide Theile sich einigen Arb 3tg.", wegen Unteroffiziers Beleidigung 1 Monat müssen, weil sowohl den Arbeitern das Recht auf Organisation Gefängniß. des Arbeits- Angebots als auch den Unternehmern das gleiche Recht für die Nachfrage rechtlich zustehe. Endgiltige Lösung der Arbeitslosigteit biete, soweit die theore tische Kenntniß reiche, der Arbeitsnachweis nicht; er tönne vielmehr nur dem Fortschritt der Technit, dem Großbetrieb dienen und somit den Beweis liefern, daß die herrschenden Zustände dem Kulturbedürfniß nicht gerecht werden. Von Leidenschaft könne man sich frei fühlen und doch den wissenschaftlichen Sozialismus für richtig halten. Der Vorsitzende, Stadtrath Dr. Flesch- Frankfurt gab hierauf das Resumee der Verhandlungen: Es habe sich die Meinung ergeben, daß man schaffung von Nothstandsarbeiten nicht warten dürfe, sondern rechtzeitig Vorsorge treffen müsse. Der Gedantengang, daß man durch Verkürzung und durch Lohnverbesserung die Arbeitslosigkeit bekämpfen, schließlich aber zur follettivistischen Produktion übergehen müsse, habe zwar viele Vertreter in der Versammlung gefunden, schweifte indeffen doch etwas vom eigentlichen Thema der Berathung ab. Man einigte sich über die Nothwendigkeit, Arbeitslosenstatistiken durch Staat und Gemeinde unterstützen zu lassen. Betreffs der Arbeitsvermittelung wurde darüber ziemliche Uebereinstimmung erzielt, daß sie besser durch Vereine als Private, besser durch Gemeinden als durch Vereine betrieben werde. Die Einen wollen eine gemeinfame Verwaltung, die andern wollen, daß nur die Arbeiter die Bedingungen für den Verkauf der Arbeitskraft festsetzen sollen. Gemeinschaftlich war die Auffassung, daß eine Besserung darin liege, wenn die Stadtgemeinden den Betrieb in die Hand nehmen. Dankbarkeit sei hierfür niemand schuldig, sie werde auch für die Erfüllung einer gerechten Forderung nicht verlangt. Die Unentgeltlichkeit des Nachweises sei prinzipiell von fast allen Seiten gefordert worden. Der Gegenstand sei durch die Berathungen nicht erschöpft, aber sie gaben als Gewinn eine Reihe von Bunkten, bei denen gemeinschaftliche Arbeit und gegenseitiges Verstehen möglich ist. Wer Recht habe, muß die Zukunft lehren. Wer diesem Kongreß beigewohnt habe, werde zugeben müssen, daß es fich dabei um ein Problem gehandelt habe, dessen Lösung von allen Gliedern der Gesellschaft als nothwendig anerkannt werde. Nachdem Fabrikant Möller- Brackwede dem Hochſtift für die Anregung zum Rongreß gedankt hatte, erfolgte der Schluß der Verhandlungen. 30. Elsterberg. Genosse Robleder und Hummel wegen unerlaubter Kollette 15, bez. 10 m. Geldstrafe. Genosse Stöckel wegen Sonntagsentheiligung durch Flugschriftenverbreitung 5 M. Geldstrafe. Jusgesammt im Monat September: 5 Jahr 9 Mo nate 25 Tage Gefängniß und 1233 M. Geldstrafe. Aus dem Monat Auguft sind noch nachzutragen: Achern. Genosse Heim wegen Gendarmenbeleidigung 4 Tage Gefängniß. 14. Bochum. Wegen unerlaubter Schriftenverbreitung die Genossen Numann, Vollroth und Wolff je 15 M. Geldstrafe. 29. Altenburg. Genosse Rä pler, Redakteur des„ Wählers", 3 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. 31. Altenburg. Genosse Kapler, Redakteur des Wählers", wegen Fabrikantenbeleidigung 200 M. Geldstrafe. Somit erhöht sich das Gesammtergebniß für den Monat Auguit auf 2 Jahre 2 Monate 26 Tage Gefängniß und 1497 Wark Geldstrafe. Der Parteivorstand. Sozialer Kongres des Freien deutschen Hochstiftes. Frankfurt, 10. Oftober. M Darteinachricken. Eine Konferenz der drei oldenburgischen Wahlkreise tagte am 8. Oftober in der Stadt Oldenburg. Erschienen waren aus den verschiedenen Landestheilen 22 Delegirte. Auf Antrag Der Kongreß sette gestern seine Berathungen fort. des Genossen Hug aus Bant löste die Versammlung die bisher Will Hamburg schilderte das Treiben der Landhaie, thätig gewesene Agitationskommission auf, da sie hauptsächlich der Schlaf- und Heuerbasen, der schwarzen und weißen Schauer- infolge des selbständigen Vorgehens der einzelnen Wahlkreise nicht leute und das Trucksystem, dem die Stauer und Ewerführer Vor- die gebührende Wirksamkeit ausüben konnte. Die Agitation und schub leisten, ebenso die Ausstandsbewegungen in den einzelnen Organisation betreffend, wurde folgender Antrag angenommen: Gewerben, allerlei Praftiten bei der Stempelung der Arbeits- Jeder Wahlkreis regelt seine Geschäfte selbständig und betreibt zeugnisse, die geeignet sind, die schwarzen Liſten zu ersetzen. die Agitation selbständig innerhalb seines Gebietes. Bu ge Amtsrichter Ruhlemann Braunschweig gab seiner meinschaftlichen Aktionen, als Verbreitung von Flugblättern, Freude über die ruhige, fachliche Debatte Ausdruck; aus Agitationstouren mit fremden Rednern, haben die Vertrauensfeiner Thätigkeit als Richter will er die Erkenntniß geschöpft männer der 3 Wahlkreise sich miteinander in Verbindung zu sehen und haben, daß die Arbeitslosigkeit oft den Grund nicht sich darüber zu verständigen. Die Anregung kann von dem Vererfüllter Schuldverpflichtungen und daraus entstehen- trauensmann eines jeden Wahlkreises ausgehen. Die Kosten für der Rechtsstreitigkeiten bilde. Das sei ein unerhörter eine gemeinschaftliche Aktion werden gemeinschaftlich nach UeberZustand, der beweise, daß in unserer Kulturentwickelung ein einkunft getragen." Die Berichte der Delegirten stimmten Fehler stecke und daß in der Frage der Arbeitslosigkeit der größtentheils in der Erkenntniß überein, daß trotz der Erfolge Schlüssel stecke zur Lösung des Geheimnisses der sozialen Frage. Der Reichstagswahl mehr wie bisher agitirt werden müsse. In Fabrikant Möller Brackwede schlug vor, namentlich in einer Resolution wurde dies des näheren ausgesprochen und allen Industriestädten auf städtische Kosten mit einem Zuschuß empfohlen, namentlich für bessere Verbreitung der Parteiblätter der Arbeitgeber Nachweisebureaus möglichst in Verbindung mit„ Nordwacht" und„ Norddeutsches Voltsblatt" Sorge zu einem Austunjtsbureau zu schaffen. Von diesen Bureaus aus tragen. Die Versammlung nahm dann nach eingehender sollen die Meldungen an eine deutsche Zentralstelle gehen und Debatte folgende Resolution an: Die Konferenz empfiehlt von dort vertheilt werden. den Genossen an allen Drten und in allen Kreisen, Jung- Bremen, Vertreter des Unterstüßungsvereins deutscher wo auf Erfolg zu an rechnen ist, den GemeindeTabakarbeiter, war der Ansicht, daß für die Statistik ein Nach raths- und Landtagswahlen sich zu betheiligen und in aller weis nur nüßlich sein könnte, wenn ein Zwang zu seiner Be- nächster Zeit in die Agitation für das direkte allgemeine und nutzung bestände. Da man aber niemand zwingen könne, so gleiche Wahlrecht für die Landtagswahlen einzutreten.( Das inmüsse man die Arbeitslosen zu einer Unterstüßung. die das Nach- direkte, gleiche und allgemeine Wahlrecht, d. h. für alle Oldenweisebureau zahle, zu dessen Benutzung anfpornen. burger, gilt jetzt für die Landtagswahl.)" Es wurde ferner beDr. Quart Frankfurt wunderte sich, daß von Ar- schlossen, alljährlich eine Konferenz der drei oldenburgischen beitern gesagt worden sei, man dürfe mit der Arbeitsvermitte- Kreise und zwar möglich immer vor dem allgemeinen Barteitag lung nicht in den freien Arbeitsvertrag eingreifen; das sei ja abzuhalten. Als Ort der nächsten Konferenz wurde Oldenburg verwunderlicher Weise der reine Manchesterstandpunkt. In den bestimmt. Mit dem festen Willen, auch hinfort kräftig für die Kreisen der Arbeiter müsse man doch einsehen, daß die Errichtung sozialdemokratische Propaganda einzutreten, gingen die Theilstädtischer Arbeitsämter ein Baustein wäre zum Gebäude sozial- nehmer an der Konferenz auseinander. politischer Neuregelung der Dinge. " Schwarz- Lübeck, Vertreter der Former, wies darauf Bei der Gemeinderathswahl in Bulach( Baden) siegte hin, daß eigentlich das Reich in dem sozialdemokratischerseits die sozialdemokratische Liste fowohl in der dritten als geforderten Arbeitsamt den Arbeitsnachweis und die Arbeits- auch in der zweiten Wählerklasse. Während dort von 68 ablosenstatistik besorgen müsse. Damit liege es noch in weitem gegebenen Stimmen auf die Sozialdemokraten 67 entfielen, erFelde, deshalb begrüße er die Gründung eines stätischen Arbeits- hielten sie bier 10 von 17 abgegebenen Stimmen. In der ersten amtes in Stuttgart und erwartet, daß auch andere Kommunen Klasse blieben die Gegner mit knapper Noth Sieger, indem auf in diesem Sinne vorgehen und daß sich denn auf grund der ge- ihre Kandidaten 6 Stimmen fielen, während die sozialdemokra= machten Erfahrungen ein Arbeitsamt als Reichsinstitut entwickeln tischen 4 Stimmen erhielten. Bei der nächsten Wahl hoffen unsere Parteigenossen, auch die erste Klasse zu erobern. Bravo! werde. Gerichts- Beitung. 21. Zeit. Wegen Beleidigung des Wahlvorstandes ein Arbeiter 20 M. Geldstrafe. 22. Glaz. Genosse Lug aus Langenbielau von der Anklage Der Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen freigesprochen. 21. Brackel. Genosse Waldeck wegen unerlaubter Kollekte 10 M. Geldstrafe. Köln a. Rh. Wegen Geheimbündelei die„ Anarchisten" Breuer 9 Monate und Biller 6 Monate Gefängniß. Jugenheim. Genosse Stadler wegen Beamtenbeleidigung 6 Tage Gefängniß.. 22. Scheibenberg. 3wölf Genossen von der Anklage der Versammlungsstörung freigesprochen. Berlin. Genoffin Frau Göy wegen Majestätsbeleidigung 2 Monate Gefängniß. Elberfeld. Genosse Laisiepen, Redakteur der VolksLegien Hamburg bemerkte, auch er sei nicht gegen die stimme und der Vorstand des Messerschleifervereins in Einrichtung des Arbeitsnachweises durch Staat und Stadt, doch Solingen je 1 Woche Gefängniß. habe der Unternehmer als Käufer der Waare Arbeitskraft bei Bremen. Genosse& bert, Redakteur der„ Bürgerzeitung" der Vermittelung nichts zu thun; er müsse dem Mißtrauen der von der Anklage der Fabrikantenbeleidigung freigesprochen. Arbeiter gegen das Wohlwollen des Unternehmerthums wieder23. Apolda. Genosse Haupt, Redakteur der" Fr. Pr." holt Ausdruck geben. An eine Ueberbrückung der Klassengegenwegen Polistenbeleidigung 2 Wochen Gefängniß. säge tönne er nicht glauben, umsoweniger, als gerade die Ver Plumpe Wahlfälschung. Der frühere Gemeindevorsteher 25. Görlitz. Wegen Majestätsbeleidigung( Nichtaufstehen beim treter der Wissenschaft nicht alle so offen auftreten, wie die auf Karl Koch aus Demmin, Kreis Schlochau, wurde von der StrafKaiserhoch) Schuhmacher Lindemann aus Girbigsdorf dem Kongresse anwesenden. kammer des Landgerichts zu Konig wegen Fälschung eines Wahl3 Monate Gefängniß. Kazenstein Gießen empfahl Nachahmung des Stutt ergebnisses zu drei Monaten und 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Nürnberg. Genosse Wiehle aus Hannover wegen garter Verfahrens; eine Bentralisirung sei aber unbedingt nöthig. Im September v. J. fand in der Wohnung des Angeklagten die Erpressung( zuschrift an einen Brauereibesitzer anläßlich Als praktische Vorschläge zur Milderung der Arbeitslosigkeit Wahl eines neuen Gemeindemitgliedes statt, wobei der Angeklagte, des Brauerstreifs) 21 Tage Gefängniß. nannte er Regelung des Submissionswesens und den Normal- dessen Amtsperiode bald abgelaufen war, als Protokollführer Elberfeld. Wegen Verrufserklärung anläßlich des Former- arbeitstag. fungirte. Auf den Besizer Fischer fielen acht, auf den Sohn des Sloß Stuttgart präzisirte nochmals seine Ansicht, daß Angeklagten fünf und auf einen anderen Besitzer zwei Stimmen. streits Genosse Huth, Redakteur der Solinger ArbeiterStimme", 100 m. Geldstrafe, ein Former 30, zwei andere durch Arbeitsnachweis die Arbeitslosigkeit nicht aus der Welt Fischer erklärte auf Befragen, daß er die Wahl annehme. Der je 15 M. Geldstrafe, drei freigesprochen. geschafft werden könne, aber trotzdem sympathisire er dennoch Angeklagte fertigte aber später ein neues Protokoll an, nach dem 26. Dresden. Genosse Findeisen, Redakteur des„ Volts. mit dein Stuttgarter Projekt, doch müsse mit dem städtischen für Fischer vier, für seinen Sohn sechs Stimmen abgegeben freund" in Meißen, wegen Ingenieurbeleidigung vom Nachweis, von dem wir staffelweise zum Reichsarbeitsamt zu waren, worauf der Landrath den Sohn des Roch Amtsgericht 4 Wochen, vom Landgericht 14 Tage Ge- tommen hoffen, eine regelmäßige statistische Arbeit verbunden als Gemeindevorsteher bestätigte. fängniß. Oldendorf. Genosse Hattendorf, wegen Sonntags Dr. Hirschberg- Berlin erfärte, als objektiver Statistiker entheiligung durch Flugblattvertheilung mit 3 M. Polizei- mit realen Zahlen gerechnet zu haben und es sei nicht seine Auffirafe belegt, vom Amtsgericht freigesprochen. gabe gewesen, über Utopien, wirkliche oder angebliche, zu urtheilen. Berlin. Von der Anklage der Nöthigung( anläßlich Er bliebe bei seiner Ansicht, daß die privaten Arbeitererhebungen bes Spandauer Töpferstreits) Töpfer Hagen frei zu brauchbaren sozialistischen Ergebnissen nicht gelangt seien. gesprochen. Wolle man eine sozialistische Zentralstelle für Deutschland, 27. Berlin. Wegen Geheimbündelei„ Anarchist" Leimert so müsse man erst in den einzelnen Städten den Arbeitsnachweis 4 Monat Gefängniß. zentralisiren " 3 " 17 " werden. M Mißhandlungen durch einen Lehrer. Der Lehrer Jakob Rnischewski in Grünwalde ist am 2. Juni von der Straftammer in Drtelsburg wegen fahrlässiger Rörperverlegung im Amte zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Es sind ihm 11 Fälle nachgewiesen worden, in denen er Schulkinder bei den Haaren gefaßt, mit den Nasen gegen die Schulbant gestoßen und mit dem Stock auf sie losgeschlagen hat, daß sie bluteten. Die Fahrlässigkeit wurde u. a. darin gefunden, daß er nicht hins shakee wird? gesehen hat, wohin er schlug. Seine Revision, welche nur] Arbeit den einzelnen von der Pflicht abhalten können, sich der Serm. Schulz, Georg Labner, Krause, Ruhn und unbeachtliche Rügen enthielt, wurde vom zweiten Straffenate heute schon nach Millionen zählenden Armee des revolutionären Steffen. Nach Erledigung dieser Angelegenheit hörte die Verdes Reichsgerichts verworfen. Proletariats anzuschließen. Ob durch solcherlei Maßnahmen sich fammlung einen Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über das der Sieg des Sozialismus auch nur um eine Stunde verzögern Wesen des Sozialismus, welcher mit Aufmerksamkeit und großem Beifall aufgenommen wurde. Der Kollegenschaft wurde ferner nochmals nahe gelegt, auf den Droschkenfuhrhöfen VertrauensWie sich die Welt in jenen Köpfen malt. Das Ham- männer zu wählen und dieselben der Agitationskommission beburger Echo" schreibt: Wie wenig Kenntniß in den sogenannten fannt zu geben. Zum Schluß erfolgten persönliche Auseinanderhöheren Gesellschaftskreisen über Arbeits- und Arbeiterverhältnisse fetzungen. vorhanden ist, erhellt mit einiger Deutlichkeit aus einem Ausspruch Soziale Uebersicht. Radfahrer, Sportsgenossen! Der am 1. und 2. Ottober in Leipzig abgehaltene sozialistische Radfahrer- Kongreß beschloß, des Landgerichtsdirektors Dr. Föhring in der heutigen Audienz Im Verband aller in der Metallindustrie be sämmtliche fahrende Genossen einheitlich zu organisiren, um sie der Straffammer I in Hamburg. Derselbe behauptete nämlich schäftigten Arbeiter( Bezirk Norden) sprach am der Partei als Pioniere für die gerechte Sache des Volkes als auf die Vertheidigung eines wegen schweren Diebstahls Ange: 4. Oktober Genosse Mattutat über" Die Segnungen der Hilfskräfte zuzuführen. Gleichfalls wurde die gewählte Agitations- Hagten, daß er keine Arbeit habe finden können:„ Warum gehen modernen Kultur". Von einer Diskussion über den Vortrag Kommission beauftragt, ein gemeinschaftliches Erkennungszeichen Sie nicht nach dem Hafen oder den Kais, wenn es Ihnen ernst wurde Abstand genommen. Hierauf erörtert Kollege Näther eingehend zu schaffen. Um die erwachsenden Unkosten bestreiten zu können, lich um Arbeit zu thun? Wenn Sie arbeiten wollen, können den§ 4 des Statuts gegen dessen Bestimmungen in letzter Zeit wurde den Genossen empfohlen, pro Kopf einen Mindestbeitrag Sie ganz gewiß Arbeit kriegen." Der Herr Direktor, meint unser arge Verstöße vorgekommen sind. Er fordert die Werkstattvon monatlich 10 Pfennige an die Agitations- Kommission zu Hamburger Bruderblatt, würde sich gewiß den Dank Hunderter Vertrauensleute auf, die Kollegen darauf aufmerksam zu machen zahlen. Um nun dieser vom Kongreß gestellten Aufgabe in von Arbeitern verdienen, denen es bluternft mit dem Suchen und in den Versammlungen darüber zu diskutiren. Sodann vollem Umfange gerecht zu werden, und um die Zahl der zu nach Arbeit ist, wenn er die Gewogenheit haben wollte, ihnen wurde bekannt gegeben, daß am 29. Oktober eine Vorstellung in beschaffenden Zeichen feststellen zu können, ersuchen wir alle Ge- die ganz gewisse" Arbeit nachzuweisen. noffen, die den Radsport huldigen, uns ihre Adresse baldigst einzusenden. Die Agitation 3- Kommission der sozialistischen Radfahrer A. Vollmar, Leipzig- Reudnih, Ribeckstr. 11, Hof 2 Tr. Gefängnißarbeit und Arbeiterentlassungen. Unser Bruderblatt,„ der Volkswille" berichtet: In der Knopffabrik von Gompert und Meinrath in Hannover sind in den letzten Tagen wegen Mangel an Aufträgen, wie der Fabrikant behauptet, ca. 10 Arbeiter entlassen worden. Troß dieses Mangels an Aufträgen hat aber der Fabrikant 10 Drehbänke nach Wolfenbüttel in das Gefängniß geschickt, um die Gefangenen daselbst für sich zu beschäftigen, wobei noch zu bemerken ist, daß er bereits früher im Wolfenbüttler Gefängniß 15 Drehbänke hat aufstellen lassen, und auch im Gefängniß zu Hannover 45 Drehbänke im Betriebe hat. Obwohl also der Fabrikant die männlichen Arbeiter aus Mangel an Aufträgen" nach und nach zum Theil gekündigt hat, so hat er die weiblichen Arbeiter des Abends noch überarbeiten lassen. Welten! " 9 " Versammlungen. der Urania" stattfindet. Billets sind bei den Kassirern zu haben. Dieselben nehmen ebenfalls wie der Rendant Vorherbestellungen von Billets für die nächsten Vorstellungen, die am 26. November und 10. Dezember stattfinden, entgegen. Ju einer öffentlichen Versammlung der SchäfteArbeiter und Arbeiterinnen, die, am 9. Oktober tagte, hielt Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten Th. Wächter aus Stuttgart einen mit lebhaftem Beifall aufWahlkreis hielt am 10. Oktober eine Versammlung ab, die der genommenen Vortrag über: Kapital und Lohnarbeit." Da in Vorsitzende mit der Mittheilung von dem Ableben des Genossen dem Referat auch die Gewerkschaftsbewegung vom Referenten Hermann Laste, zu dessen Ehren sich die Anwesenden erhoben, behandelt war, so bewegte sich die Diskussion ausschließlich in eröffnete. Genosse Faber sprach sodann über das Thema dieser Richtung. Nach Schluß der Diskussion erfolgte BerichtDer Staat und die Arbeiter". Er schilderte, wie im Laufe der erstattung und Abrechnung der Agitationskommission. Die bisher Zeit aus den freien Stämmen und Gemeinden der alten Ger- noch nicht revidirten Einnahmen beliefen sich im ganzen auf manen sich allmälig der Staat als Organisation der Mächtigen 55 M., die Ausgaben auf 34,22 M. Vorhanden ist ein Baarzur Niederhaltung der unterdrückten Massen entwickelt hat. Wie bestand von 20,78 m., sowie ein Außenbestand von 8,90 M. für heute der Staat für die Besitzenden eintritt, und wie er anderer- Marken. In die Kommission wurden neu hineingewählt Schön= feits gegen die Arbeiter verfährt, zeigte Redner an einzelnen feldt und Perside. Die Kommission besteht sonach aus Vorkommnissen der letzten Jahre. In der Diskussion nahm Ge- sechs Personen. nosse Dr. Heymann das Wort. Lock trug hierauf den Kassenbericht für das letzte Vierteljahr vor, wonach ein Bestand von 199,31 M. vorhanden war, zu welchem eine Einnahme von 814,55 M. gekommen ist. Dieser Gesammteinnahme von 1013,86 m. steht eine Ausgabe von 638,65 M. gegenüber, so daß also ein Bestand von 375,21 M. geblieben ist. Auf Antrag der Revisoren erhielt der Kassirer Decharge, worauf die Sigung geschlossen wurde. Literarisches. Berliner Wohnungsverhältnisse. Denkschrift der Berliner Arbeiter Sanitäts- Kommission. Bearbeitet im Auftrage derselben von Adolf Braun. Berlin, 1893. Verlag der Expedition des Vorwärts". ( Berliner Arbeiter- Bibliothek, 3. Serie, 6. und 7. Heft.) Preis 35 Pf. 11 Dieses Vorkommniß zeigt so recht deutlich wieder einmal die ganze Erbärmlichkeit der heutigen Arbeitsverhältnisse. Die männlichen Arbeiter werden entlassen, darunter Leute, die schon länger als 8 Jahre in der Fabrik von Gomperz und Meinrath gearbeitet haben; dafür läßt der Unternehmer dieselbe Arbeit zum Theil im Gefängniß und natürlich dadurch von billigeren Arbeitskräften herstellen; nur die Fertigstellung der PerlmutterDie Musikinstrumenten Arbeiter hatten am 8. Oktober Enöpfe erfolgt in der Fabrik, besonders von Mädchen. In der Fabrik waren am vergangenen Sonnabend noch etwa 60 männ eine öffentliche Versammlung, in der Kollege Scholz den Beliche Arbeiter beschäftigt, die bei 10stündiger Arbeitszeit 15 bis richt der Siebenerkommission erstattete. Nach Berlesung der 18 M. wöchentlich als Knopfmacher verdienten; von diesen sind Statuten des ehemaligen Vereins, zu welchen die Kommission Alle Kollegen, welche Die Berliner Arbeiter Sanitäts- Kommission", welche im 10 entlassen worden. Außerdem sind 30 Arbeiterinnen beschäf- folgenden Antrag stellte:§ 3 Abs. 1: tigt, die meist nur 7,50 M. wöchentlich verdienen, im Afford bei bis inkl. 6. November 1893 als Mitglieder in den Fachverein Herbst des vorigen Jahres auf Anregung des Genossen Dr. Zadek Ueberstunden 11 bis 12 M.! So wird der gelernte Arbeiter der Musikinstrumenten- Arbeiter eintreten, sind von Zahlung des begründet wurde, um die ſanitären Verhältnisse Berlins, besonders immer mehr proletarifirt und die von den Steuern des Volkes Eintrittsgeldes entbunden, aber verpflichtet, in anbetracht der der von Arbeitern bewohnten Stadttheile, zu erforschen, übergiebt unterhaltenen Strafanstalten werden dazu benutzt, um die Löhne schlechten Rassenverhältnisse das erste Mal den Beitrag gleich mit der vorliegenden Broschüre der Deffentlichkeit ihre erste umder Kommission vorgenommenen Erhebung über die noch mehr zu drücken! Die Sittlichkeitsprediger wundern sich für 4 Wochen pränumerando zu zahlen," theilte Redner mit, die fangreichere Arbeit, in der die Ergebnisse der im Frühjahr 1893 dann aber, daß immer mehr Gefängnisse nothwendig werden! Kommission habe beschlossen, diese Statuten der Versammlung von Das Unternehmerthum sorgt dafür, daß dieselben gefüllt sind zur Annahme zu empfehlen. Aus materiellen Gründen ersuche er, Wohnungsverhältnisse in der Sorauerstraße mitgetheilt werden. Der Verfasser zeigt, und ihnen auch Nuzen entsteht- so will es die herrlichste der diesen Beschluß en bloc anzunehmen. An der Diskussion betheiligten Vorausgeschickt ist eine eingehende Auseinandersetzung über fich Bloßins und Ulbrich. Rüdiger machte den Vorschlag, die Wohnungsfrage im allgemeinen. in anbetracht der schlechten Kassenverhältnisse möge jedes Mit- wie das rapide Wachsthum der Großstädte nicht blos Wie ,, patriotische" Demonstrationen zu stande gebracht glied eine Mark Beitrag zahlen. Scholz wendete sich dagegen, auf die natürliche Boltsvermehrung, sondern vor allem auf das werden. Die Sächsische Arbeiter Beitung" schreibt: Die um den Mitgliedern den Eintritt so leicht wie möglich zu Drängen der arbeitenden Bevölkerung vom flachen Lande nach Maschinen- und Dampfschiffbau- Gesellschaft vormals Schlick in machen. Hierauf wurden die Statuten mit dem Antrage zu§ 3 den Industrieſtädten, auf die soziale Wanderbewegung" zurückder Leipzigerstraße zu Dresden möchte sich gern dahin gefallen, Abs. 1 einstimmig angenommen. Auf Vorschlag, heut einen Vor- zuführen ist, die ein Merkzeichen des sozialen Unbehagens, der " ihre" Arbeiter bei dem am Sonntag, den 22. Oktober, statt- stand von 9 Personen provisorisch zu wählen, bis zur nächsten Krankheit unseres sozialen Körpers bildet. Die Zunahme der findenden 50jährigen Militärdienst- Jubiläum des Königs als Generalversammlung, wählte man: Scholz zum 1. Borsitzenden, großstädtischen Bevölkerung in Verbindung mit der Profitwuth fönigstreue Patrioten" präsentiren zu können. Da aber die Wittig zum Stellvertreter, Eduard Mahnte zum ersten, Der Grundstücks- und Hausbesizer und Spekulanten ruft eme Arbeiter, wie die letzte Reichstagswahl zeigte, einen anderen Neusel zum zweiten Kassirer, Stock zum ersten, Brint Wohnungsnoth hervor, unter der fast ausschließlich die besiglose Begriff von Patriotismus haben und sich nicht freiwillig als mann zum zweiten Schriftführer, als Beisiger Mattutat und Klaffe zu leiden hat. Unter den Folgen dieser Wohnungsnoth steht Hurrah- Kanaille hergeben, so hielt genannte Firma es für nöthig, Neumann. Der Posten des Bibliothekars wurde dem Kollegen obenan die gesundheitswidrige Beschaffenheit der Wohnungen, ihren" Arbeitern etwas Patriotismus" mit einem probaten Witte provisorisch überlassen. Hierauf trat eine Pause von mit denen die besiglose Klasse vorlieb nehmen muß. Die DentMittel beizubringen. Ob sie dabei das Verlangen nach einem 20 Minuten ein, um den Kollegen Zeit und Gelegenheit zu geben, schrift bringt darüber ein sehr reichhaltiges Material, durch Nach derselben konnte welches das Wohnungselend der Berliner Arbeiterbevöl und allgemeinen Ehrenzeichen hatte, oder aus geschäftlichen Rück- fich als Mitglieder einzuzeichnen. beleuchtet wird, grell gelangt zu fichten sich dazu bewogen fühlte, fei dahingestellt, der Ingenieur fonstatirt werden, daß über hundert Mitglieder sich haben ferung Johannsen ging mit einer Liste von Arbeiter zu Arbeiter, um aufnehmen lassen. Diese wurden aufgefordert, sämmtlich Schluß, daß die bisherige Wohnungs Statistit gänzlich Der Verfasser betont die Nothwendig sie zu veranlassen, sich durch Unterschrift zu verpflichten, in nächster Generalversammlung zu erscheinen, um dort ihre unzureichend sei. am Fackelzuge theilzunehmen. Vor der Person des Mitgliedsbücher in Empfang zu nehmen, und ihre Beiträge zu feit eines energischen Eingreifens von Staat und Gemeinde. Herrn Johannsen scheinen aber die Arbeiter nicht den entrichten. Sodann wurde folgender Antrag der Siebener. An der Thätigkeit der Arbeiter- Sanitätstommission" wird gezeigt, nöthigen Respekt zu haben und es sträubten sich deshalb ein fommission angenommen:„ Die fogenannte Agitationstommiffion, wie das zu geschehen hätte, wenn wirklich brauchbare Ergebnisse Theil, dem Verlangen nachzukommen. Es mußte daher der bestehend aus den Kollegen Robert Schmidt, Karl Rüdiger und dabei herauskommen sollen. Die Ergebnisse der WohnungsMeister Fischer den Herrn Ingenieur begleiten, da dem Meister Meyer, hat sich mit dem heutigen Tage aufzulösen, da ihre Auf- erhebung in der Sorauerstraße, welche als Probeerhebung dienen Die Kommission ist ver- sollte, werden eingehend erörtert. Besonders dieser letzte Theil gegenüber die Arbeiter es nicht wagten, ihre Unterschriften zu gabe als erledigt zu betrachten ist. verweigern, wollten sie sich nicht der Gefahr aussehen, entlassen pflichtet, in kürzester Zeit die in ihrer Verwahrung befindlichen der Broschüre ist mit großer Sorgfalt durchgearbeitet. Vorzu werden. So benüßt der Ausbeuter seine wirthschaftliche utensilien, die Bibliothek und die vorhandenen Gelder an den läufig kann diesem Abschnitt nichts anderes, Gleichwerthiges Macht, um seine Sklaven zu Demonstrationen zu benützen, die Vorstand des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter als aus der Literatur über Berliner Wohnungsstatistik an die gegen die Ueberzeugung der Arbeiter gehen. Der Unternehmer Eigenthum des Fachvereins zurückzugeben." Zum Schluß gab Seite gestellt werden. Die Arbeit enthält auch sonst ein reiches zwingt aber auch dadurch die Arbeiter zum Heucheln und betrügt auf Anfrage Kollege Scholz furzen Bescheid über die brei Bahlenmaterial, das mit großer Sorgfalt zusammengetragen ist fich somit selbst. Im Stillen werden die Arbeiter aber um so streitenden Kollegen dahingehend, daß an deren Stelle drei andere und in äußerst wirksamer Weise zur Agitation verwendet werden erbitterter über ihr Sklavenloos nachdenken und für ihre Ueber- Kollegen getreten, einer derselben nach Auseinandersetzen der tann. Die Arbeiter- Sanitätskommission" hat durch diese ihre zeugung eintreten. Halten die Arbeiter zusammen und über Sachlage wieder aufgehört, doch die beiden anderen, Busch und erste Dentschrift bewiesen, daß ihre Thätigkeit eine Nothwendiglaffen sie es der Direktion, die Firma beim Fackelzuge zu ver- Hirdel, troy Versicherung unterstützt zu werden, sich geweigert feit ist. treten, so wird man sich hüten, Maßregelungen vorzunehmen. haben, aufzuhören. So wenig der Arbeiter vom Unternehmer verlangen fann, daß fich dieser an den Demonstrationen der Arbeiter betheiligt, fo wenig fann der Unternehmer von seinen" Arbeitern verlangen, an Demonstrationen theilzunehmen, welche gegen ihre Ueberzeugung gehen. " Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält niffe der Töpfer hielt am 20. September eine Wanderversammlung in Friedrichsberg ab. Von allen Seiten wurde Klage geführt, daß von verschiedenen Unternehmern der Tarif nicht bezahlt wird. Genannt wurden: Die Firma Kretschmann u. Förster, Weißensee, Nelte, Rummelsburg, und Hennig, Berlin. = bent Deutscher Handwerker- und Arbeiter- Notizkalender für das Jahr 1894. Preis I. Qualität 75 Pf., gewöhnliche Ausgabe 50 Pf. 1893. Reich. 1891. Dieser nun im 16. Jahrgang bei Wörlein u. Comp. in Nürnberg erscheinende praktische Tajchenkalender gelangt foeben zur Ausgabe. Er ist in diesem Jahre inhaltlich ganz besonders reichhaltig. Neben dem Kalendarium und Geschichtskalender Eine Erläuterung über Von den Neunundneunzigern. Von 154 Orts- KrankenMultifaffen des Königreichs Sachsen, welche bis zum 1. April d. J. Am 8. Oktober fand eine Versammlung der Töpfer- enthält er: Das neue Wuchergeset. die Erlangung der Alters- und Invaliditätsrenten. der freien Vereinigung dieser Kassen beigetreten waren, genießen träger statt, die Stellung zu der Fenster- und Koatsforb- Frage plitations- Tabelle.- Tabelle zur Berechnung der Altersrente. Die Militärbei den von ihnen benutten Apotheken 73 einen Rabatt von nahm. Kollege Thieme referirte eingehend über diese Frage und ausgaben des Deutschen Reiches vom Jahre 1872 bis 10 pt., 4 von 5 bis 6 pct., dagegen 24 von 15, 22 von 162/8 ersuchte, in der nächsten Vereinsversammlung eine Streit- Kom- Tabelle zur Berechnung der Invaliditätsrente. und Zölle im Deutschen Indirekte Steuern bis 20, 3 von 25 und eine sogar von 30 pCt., während der mission zu wählen. In der Diskussion forderten die Kollegen der von 1878 Hauptzölle bis Rest auf eine solche Rabativergünstigung bis jetzt noch hat ver- Nieloff, Topf und Harms die Anwesenden auf, sich mit den Steigerung Die zichten müssen. Töpfern unter allen Umständen solidarisch zu erklären und die 3ollergebnisse der einzelnen Artikel 1891. Diese zum Theil hohen Rabattsätze lehren wiederum, daß selben beim Streit thatkräftig zu unterstützen. Eine im Sinne Volkszählung.- 3insberechnungs- Tabelle( auf 1 Monat und die Ausbeutung der Kranken durch die Apotheken mit einer des Referats gehaltene Resolution fand einstimmige Annahme. Einwohnerzahl der größten Städte Deutschlands nach der letzten staunenswerthen Virtuosität betrieben wird. Es hätten daher Zum Schluß geißelte Thieme noch die mit dem Akkordsystem Auszug nicht allein die größtentheils in Krankentassen organisirten Ar- eng zusammenhängende Ueberanstrengung einzelner Träger, die auf 1 Jahr). Auszug aus dem Gerichtskoſtengesetz.- Auszug aus der Gebühren Ordnung für Gerichtsvollzieher. Post- und beiter, sondern auch die Leute, die im Krankheitsfall ihre Medi- oftmals eine Arbeitslast von 2-3 anderen Arbeitern verrichten, aus der Gebühren- Ordnung für Rechtsanwälte. tamente direkt von der Apotheke beziehen, alle Ursache, sich gegen und spricht den Wunsch aus, daß die Töpfer sowohl, als auch tabelle. Münzgewichte in Deutschland. Maß und Gedie horrende Ausbeutung zu wehren und die von Sozialdemo- die Träger zur Beseitigung des so fluchwürdigen Systems der Telegraphen- Tarif für Deutschland und das Ausland.- Lohnwichtstabellen. fratischer Seite angestrebte Verstaatlichung der Apotheken zu ver- Attordarbeit beitragen mögen. Münzwesen für Deutschland und das Ausland. langen. Daß dies Biel bald erreicht werde, ist allerdings bei Eine öffentliche Versammlung der Dienst Papiergeld. Gesetz, betr. die Unterstützung von Familien den gegenwärtigen Regime St. Manchesters nicht zu erwarten; immerhin lohnte fich aber für die Krankenkassen die Agitation Drosch tentutscher tagte am 10. b.. bei Joel. Kollege der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften. Spezielle Schütte erläuterte die Zwecke der im April d. J. nieder- Vorschriften zum Schuße der Arbeiter gegen Gefährdung auf Errichtung selbständig von ihnen betriebenen Apotheken. gesetzten Agitationskommission, die im wesentlichen darauf hinaus der Gesundheit in Fabriken, deren Betrieb mit besonderer Die Gefahr verbunden ist.( A. Gesetz, betr. die Anfertigung von Hungert die Sozialdemokraten aus! Ueber die An- laufen, bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. wendung dieses Rezepts theilt man der Thüringer Tribüne" Agitationskommission bestand bisher aus drei Personen. Die Bündhölzern. B. Bekanntmachung, betr. die Einrichtung und folgendes mit:„ Von der Ganisonverwaltung zu Erfurt sind vor Kommission erachtete sich aber zu schwach, um die ihr über den Betrieb der Bleifarben und Bleizuckerfabriken.)- EinKurzem die Tischlerarbeiten bezüglich der Herstellung des noth- tragenen Aufgaben wirkungsvoll zu vollziehen. Diese Aufgaben nahme- und Ausgabetabellen. Schreibpapier mit Datum für Der Kalender wurde wiederum in zwei Qualiwendigen Mobiliars für das nach hier verlegte Militär an den feien, für die Aufklärung der Kollegen Sorge zu tragen, dieselben Tagesnotizen. Mindestfordernden vergeben worden. Die betreffenden Unter zur gewerkschaftlichen Organisation zu veranlassen, Gelder für täten hergestellt. Die I. Qualität ist diesmal zum Theil wie nehmer haben laut Kontraft 10 pet. der Zuschlagssumme auf event. Fälle zu sammeln: c. Schütte empfahl demzufolge, die bisher in Brieftaschenformat mit Klappe, zum Theil in sodie Dauer von ein Jahr als Kaution zu hinterlegen, müssen ferner Agitationsfommission von drei auf fünf resp. sieben Mitglieder genannten Bädecker- Band( weich und doch fräftig) gebunden, der, Weiter gab Schütte namens der Agitations. wenn er sich des Beifalls der Abnehmer erfreuen sollte, nächstes schriftlich erklären, weder selbst Sozialdemokrat zu sein, zu verstärken. noch zu ben betreffenden Arbeiten sozialdemokratisch gesinnte tommission eine furze Uebersicht über die bisherigen Einnahmen Jahr auf die ganze Auflage und in etwas minderer Qualität Arbeiter zu beschäftigen. Falls später sich das Gegentheil und Ausgaben derselben. Dem Berichte zufolge hat die Agi- auch für Sorte II angewendet werden soll. Der Tourist. Deutsche Arbeiter Verkehrs Beitung. Nr. 4. herausstellt, gehen sie ihrer Kaution verlustig. Ob das von den tationskommission gegenwärtig noch einen Baarbestand von 9 M. Tischlern zu verwendende Handwerkszeug und Material ebenfalls 60 Pfg. zur Verfügung. Die Versammlung erkannte die NothVerlag von Ostar Rosenhain, Berlin S., Ritterstr. 89. nicht durch sozialdemokratische Hände hergestellt sein darf, konnten wendigkeit einer Berstärkung der Agitationskommission an und wählte, nachdem Banse fein Mandat als Mitglied der Agi- Die Frau. Monatsschrift für das gesammte Frauenleben unserer wir leider nicht in Erfahrung bringen. Zeit. Redaktion: Helene Lange. Verlag: M. Möser, HofSeltsame Jllusionäre, die allen Ernstes immer noch sich in tationsfommission niedergelegt hatte, neu in dieselbe neben die buchhandlung, Berlin S. dem Wahn wiegen, daß sie durch Hunger, durch Entziehung von Kollegen Stiller und Schreiber die organisirten Kollegen Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. -