ZK. SS. nbonnemtntS'Bedlngnngen: HBonnetneniä- Preis tttaumettmio: LierteijShrl. 330 SRI., monafl. tlO SRt, wöchentlich 28 Pfg. frei ms Haus. Einzelne Nummer ö Ptg. Sonntags- nummer mit illustrierter SonntagS- Beilage.Die Neue Welt' lO Pia. Post. Wonnementt l.10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeitungS- Preisliste. Unter Kreuzband ,ür Demschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für d-S übrige Ausland g Mark pro SRonat. PoftabonncmcMS nehmen-Mi Belgien, Dänemark ' olland. Italien. Luxemburg, Ponugal. mänien. Schweden und dje Schweiz. VichÄltt tZgllch»btf lllsvtügt. SS. Jahrg. Vit InIerNonz-eeböh? betrügt für die sechSgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum M Pfg., für . fettgedruckte Wort 20 Psg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafstellenaii. zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Psg. Worte über 10 Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Stummer müssen büi B Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Verlinev Volksblstk. Zentralorgan der rozialdemokratirchen Partei Deutfchlanda. Telegramm> Adresse: «Ssilzlliemolinlt BcrUfl". Redaktion: öd. 68, Lindcnatrassc 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Sonnabend, den SO. Slpril 19 IS. Expedition: SM. 68, Lindcnstrasae 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1381. Das Vaterland ist In Gefahr! „Die militärische Lage fordert noch darüber hinaus(das heißt über das Friedcnspräsenzgesetz vom 27. März 1911 hinaus) eine Steigerung der Kriegsbcreitsdiaft durch stärkere Heranziehung der zum Waffendienst verfügbaren Wehr- fähigen und durch Vervollkommnung unserer Heeresorgani- fation. Einerseits müssen wir nach Zahl der Ausgebildeten den Möglichkeiten eines künftigen Krieges gewadfsen bleiben, andererseits muß der Uebergang vom Friedens- in den Kriegsstand erlMztert werden." So heißt es in der trockenen und nüchternen Sprache der Regierungsbureaukratie in der Begründung zu der neuen Wehrvorlage. Seit Monaten sind diese Sätze, schon ehe sie ihre amtlickfe Formulierung fanden, das Leitmotiv gewesen für unzählige Variationen in der„nationalen" Presse, in Broschüren politischer Dilettanten und sogenannter militärischer Fachleute, in Versanimlungen und Kundgebun- gen von Organisationen, die die Rüstungshetze in Erbpacht genommen haben, wie der Flottenverein und dessen jüngerer Bruder, der Wehrverein. Sogar eine Art wissenschaftlicher Begründung hat das jetzt grassierende amtliche und private Rüstungsfieber erhalten in dem Buckie des Generals der Kavallerie a. D. Friedrich v. Bernhardt:„Deutschland und der nächste Krieg", das den von imperialistischen Größenwahn befallenen Ideologen und den Soldschrcibern der an den Rüstungen interessierten Kapitalistenkreise eine ergiebige Fundgrube für ihren„nationalen" Machtrausch und ihre egoistischen Pläne bietet. Läßt sich doch der ll'uror teutonicus mit den Argumenten einer Militärwissenschaft» lichen Autorität schön aufpeitschen. .> Ist die militärische Lage im Laufe des letzten Jahres wirklich so ernst und gefahrdrohend geworden, daß die Ver» mehrung des deutschen Heeres um 30 000. oder wenn man will, sogar um 40 000 Mann geboten erscheint? Ist der deutsche Heeresorganismus im Verhältnis zum Auslände wirklich so schwach geworden, daß so umfangreiche und kost- spielige Organisationsänderungen vorgenommen werden müssen? Ist das Vaterland wirklich in Gefahr, von einem starken, übermütigen Gegner angegriffen zu werden? Die„nationalen" Federhelden und die sonstigen Rüstungshetzer, darunter sehr viel Offiziere a. D. uckd z. D.. beantworten diese Fragen mit einem überzeugungsvollen Ja! So lassen auch die gesamte bürgerliche Presse und alle bür- gerlichen Parteien keinen Zweifel darüber aufkommen, daß sie die neue Wehrvorlage der Regierung bewilligen werden. Schrieb doch sogar das„entschieden liberale"„Berliner Tage- blatt":„Was zum Wohle und zur Sicherheit des Vater- landes nötig ist, wird nach gewissenhafter Prüfung bewilligt werden." Die„gewissenhafte Prüfung" der liberalen Vater- landsretter beschränkt sich aber im wesentlichen nur auf die Deckungsfrage. In bezug auf den sachlich-militärischen Kern der Wehrvorlage verlassen sie sich auf die Weisheit militäri- scher Autoritäten in und außer Dienst. So hat, soweit uns bekannt ist. das„Berliner Tageblatt" nicht einmal von der abfälligen Kritik der Wehrvorlage, die General v. Warten- berg in der..Breslauer Morgenzeitung" vorgenommen hat, Notiz genommen. Daneben gibt es noch Rüstungsfanatiker, denen die vor- liegende Webrvorlage noch lange nicht genügt. Meint doch General Keim allen Ernstes, daß Deutschland statt zweier neuer Armeekorps deren neun formieren könne: und ein militärischer Mitarbeiter der„Post" verlangte, daß die In- fanterieregimenter ständig auf Kriegsstärke gehalten, die Feldartillerie stets kriegsmäßige Bespannung aufweisen müsse. Daß die Erfüllung dieicr und ähnlicher überspannter Pläne bei unserem heutigen Wirtschasts- und Regierungs- svstem Nationalwohlstand und Volkswoblfabrt*uin Verdorren bringen mußte, liegt klar aul der Hand. Rüstungswabnsinn und Kriegshetze müssen an der eigenen„rage du nnmtine", an der Zahlenwut iuigrunde geben. Eine volle Ausnutzung der Wehrkraft des Volkes, allerdings nur zur V e r t e i d i- g u n g des Landes, nicht für einen Offensivkrieg, kann nur auf Grund des von der Sozialdemokratie erstrebten Miliz- wstems�ersolgen. Wobei schon beute gesagt werden soll, daß dieses Svstem nicht in einer sklavischen Nachahmung des schweizerischen Geeresorganismus bestehen wird. Prüfen wir aber einmal ruhig und objektiv die oben gestellten Fragen, unte'-suchen wir, ob die politische Situation für unser deutsches Vaterland so getabrdrohend geworden ist, daß die neue Wehrvorlage als notwendig anerkannt werden muß. Das deutsche Heer hatte auf Grund des Heeresgesetzes vom 15. April 1905 bis zu Anfang des Jahres 1911 eine Friedensstärke von 505 830 Mann, ohne llnte'-offiziere. Ofki- ziere. Einjährigtreiwilliae und Beamte: die Streitmacht war in 23 Armeekorps gegliedert. Mit diesem stehenden Heere ist i das deutsche Vcllk durch die Stürme der im Jahre 1005 ein- setzenden Marokkowirren gegangen. Mehr als einmal stan- den wir im Jahre 1900, dann wieder im Jahre 1907 bei der Fremd�nlegionärsassiire von Easablanea haarscharf vor der Möglichkeit eines Krieges. Es war dies eine Zeit, in der nach aller Meinung Frankreich auch auf die militärische Unterstützung Englands rechnen konnte. 1 Entweder haben nun in dieser Zeit— wir argumentieren hier nicht vom sozialdemokratischen Standpunkte, son- dern von dem der nationalen, staatserhaltenden Denkweise aus— Regierung, Heeresleitung und Generalstab diese Heeresstärke und diese Organisation als genügend für den Ausbruch eines Krieges erachtet, oder aber sie haben ihre Pflicht gröblich vernachlässigt und haben das deutsche Volk in gespannter Situation ohne genügende Rüstung kriegerischen Gefahren ausgesetzt. Im Anfang des Jahres 1911 trat die Regierung mit einem neuen Quinquennatsgesetz vor die gesetzgebenden Kör- perschaften..Sie verlangte die Erhöhung der Friedensstärke j um rund 11000 Mann und kleinere organisatorische Aende- � rungen, die besonders die technischen Truppen betrafen. Ent- weder hat der Kriegsminister bei der Vertretung dieser For- derung die Ueberzeugung gehabt, daß diese Heeresvermeh- rung auf fünf Jahre genüge oder aber man hat damals ein ! falsches Spiel gespielt, und die detaillierten Vorarbeiten für . die jetzige Wehrvorlage haben schon in den Aktenschränken des Kricgsministeriums und des großen Generalstabes gelegen. Tie dritte Möglichkeit— immer vom Standpunkte der Herr- � schenden nationalen Denkweise aus— ist die, daß Regierung und Heeresleitung in leichtfertiger Weise die militärisch- politische Lage falsch beurteilt und durch zu geringe Forde- 1 rungen die Sicherheit des deutschen Volkes gefährdet haben. Fest steht jedenfalls die Tatsache, daß die Regierung mit einer großen Wehrvorlage kommt, die das im Friedenspräsenzgesetz ! vom 27. März 1911 Bewilligte um das Drenfache übertrifft, � ehe sogar die in diesem Gesetze vorgesehenen Vermehrungen und Organisationsänderungen in die Praxis umgesetzt wer- ' den konnten. Man kann diese Art Rllstungspolitik vom nationalen Standpunkte aus betrachten wie man will, es läuft immer auf das Resultat hinaus: Regierung und Heeresleitung haben hierbei entweder ein unehrliches Spiel getrieben, oder sie haben die Sicherung des Vaterlandes in leichtfertiger Weise außer acht gelassen. Wir Sozialdemokraten haben freilich für alle Liese Rätsel neudeutscher Rüstungspolitik unsere eigene Erklärung, die in letztem Grunde auf die treibenden Tendenzen des Imperialismus führt. Wir wissen auch, daß diese gewaltige Wehrvorlage noch nicht die letzte ist, ja. daß sich aus ihr schon die kommende Rüstungsforderung bis in die Einzelheiten hinein herauslesen läßt. Aber nun kommen die beamteten und freiwilligen Ver- teidiger und Befürworter der Wehrvorlage und erklären mit feierlichem und warnendem Pathos: Ja. seit dem Monat März 1911 hat sich die militär-politische Situation zum Nach- teil Teutschlands gewaltig geändert. Frankreich hat durch das Protektorat über Marokko einen großen Machtzuwachs er- halten, die französische Nation ist kriegs- und revanchelustiger denn je, England steht noch immer auf feiten Frankreichs, und auch Rußland ist noch ein treuer Bundesgenosse der gal- lischen Republik. Deutschland muß daher mehr denn je ge- rüstet sein, sein Heeresorganismus inuß so ausgebaut sein, daß es bei Ausbruch eines Krieges blitzschnell durch kräftige Offensivstöße den strategischen Aufmarsch der Gegner ver- eiteln und in wenigen siegreichen Entscheidungsschlachten den Krieg zu Ende bringen kann. Zugegeben wird in diesen Argumenten unserer Rüstungs- Propheten mit aller Offenheit, daß der Ausbau der deutschen Heeresmacht sich in erster Linie gegen Frankreich richte. Nun ist es drüben in der Bourgeoisrepublik jenseits der Vogesen wie bei uns im halbabsolutistischcn Deutschland: hier wie dort gibt es Rüstungsinteressenten, nationalistische Schwärmer und einen Krieg herbeisehnende Militärs. Aber mehr als in Deutschland ist in Frankreich das Kapital, und zwar nicht bloß das der großen Geldleute, sondern auch das der kleinen Leute, im Auslande engagiert. Ein Krieg würde die Rente vieler Leute, die drüben zu den staatserhaltenden Gesellsckiaftsschichten gehören, ernstlich in Gefahr bringen. Tie Franzosen sind aber trotz allen nationalen Ueberschwanges, trotz des Revanchegeschrcis eraltierter Patrioten und trotz der Tiraden säbelrasselnder Militärs viel zu kühle Rechner, um ihr Einkommen und Vermögen allzu leichtfertig aufs Spiel zu setzen. In Frankreich wie in Deutschland gibt es freilich Leute, die gerade durch Kriegsgeschrei und Rüstungshetze ihr Schäf- chcn zu scheren wissen. Gewisse Börsen- und Armeeliefe- rantcnkreise brauchen die Kricgsstimmung und den durch sie verursachten Riistungseifer. um daraus Profit zu schlagen. Aber gerade in Frankreich haben die Marokkowirren des Jahres 1911 gezeigt, daß diese Finanz- und Unternehmer- kreise lehr wohl zu bremsen verstehen, wenn das Kriegsfieber eine allzubohe Temperatur zu erreichen droht. Und auch in Teutschland war damals der Gang der Bankdirektoren zum Unterstaatssckretär Zimmermann zur Beurteilung der Be- ziehungen zwischen Gochfinanz und Kriegs- und Rüstungshetze außerordentlich bezeichnend. j Doch sehen wir in dielen Artikeln ab von einer eingeben- deren Betrachtung der kapitalistisch-national-ökonomischen Seite der Kriegsmöglichkeit und Rüstungsnotwendigkeit. Wir wollen auch zugeben, daß Situationen eintreten können, in! denen einflußreiche Finanzleute bei einem Kriege bessere Gc- schäfte zu machen hoffen als bei dem Zustande des bis an die Zäbne bewaffneten Friedens. Wir werden aber sehen, daß auch bei der ausschließlich militärisch-politischcn Betrachtung. der Lage Frankreichs und seiner Verbündeten die Begründung der neuen Wchrvorlage widerlegt und erschüttert werden kann. Wir werden sehen, wie auch ein Millerand als Kriegsminister, wie ein Oberst Boucher und andere schreibende Säbelheldeu Frankreichs, wie das französische Kadregesetz, die nordafri- kanischen Armeekorps und die schwarzen Sudanregimenter— kurz alles das, was unsere deutschen amtlichen und frei- willigen Nüstungstreiber aufmarschieren lassen, nicht dazu angetan sind, die Notwendigkeit der neuen Wehrvorlaae zu beweisen._ Preußische Denkschriften. Die Art. wie der preußische Landtag von der Regierung be» handelt wird, ist äußerst merkwürdig. Erst vor kurzem haben wir darauf hingewiesen, daß die Denkschrift über da? ArbeitszwangS- gesctz eine Reihe von Behauptungen aufstellt, aber auch nicht eine Spur von Material enthält, an welchem die Abgeordneten in der Lage wären, die Richtigkeit jener Behauptungen selbständig nach- ' zuprüfen. Jetzt müssen wir genau dasselbe von der Denk- schrift über die Elektrisierung der Berliner Stadtbahn sagen, welche dem Abgeordnetenhaus neuerdings vorgelegt worden ist. Daß die Sozialdemokratie für jeden wirklichen Fortschritt zu haben ist, versteht sich von selbst, und daraus folgt, daß wir der Elektrisierung geradezu mit Voreingenommenheit entgegenkommen. Wenn man nun aber die Bedingungen erfährt, unter denen die Elektrisierung vor sich gehen soll, so müssen die doch sehr bedenklich stimmen und müssen die Volksvertreter mindestens ; zu sehr sorgfältiger Nachprüfung veranlassen. Für solche Nach- ! Prüfung fehlen aber wieder all« und jede Unterlagen! Die.Denkschrift stellt mit kühler Ruhe den Satz auf, daß der Stadt-, Ring- und Vorortverkehr gegenwärtig nicht die B e-- triebskosten deckt..Für 1312 ist der Fehlbetrag auf 1 385 0 M. zu veranschlagen." Da nun der elektrische Betrieb sich noch teurer stellen wird, so könne dkr Staat unmöglich ein solches Opfer für die Stadt Berlin bringen, und es sollen deshalb die Fahrpreise erhöht werden, um einen Mehrbetrag von rund ß Millionen Mark zu erbringen. Achnliche Behauptungen von dem angeblichen Defizit der Ber- liner Staatsbahnen sind auch früher schon gemacht worden; aber in ganz unverbindlicher Form und ohne daß Folgerungen daraus gezogen wurden. Wenn nun die Regierung Ernst machen und eine Fahrpreisverteuerung einführen will, dann hätte man doch erwarten sollen, daß sie dem Landtage eine genaue Rechnung vorlegt, aus der sich die Richtigkeit der Behauptung ergibt und aus ' der man vor allen Dingen ersehen könnte, woran eS liegt. Denn daß ein so reger Verkehr nicht einmal die Ausgaben decken sollte, � wenn alles in Ordnung ist, wird man uns hoffentlich nicht ein- ! reden wollen. Irgendwo muß ein Fehler stecken, entweder in der I Wirtschaftsweise oder in der Rechnung der Regierung. Auf- klärung hierüber tut also dringend not. Aber nichts davon findet sich in der Denkschrift. Nur der eine nackte Satz, wie wir ihn oben wiedergegeben haben. Die Regierung mutet also allen Ernstes den Abgeordneten zu, ihr das einfach zu glauben und daraufhin ohne jede eigene Prüfung eine Fahrpreisverteuerung gutzuheißen, die in ihrer Wirkung nichts anderes ist, als eine neue indirekte Steuer. Denn fahren müssen die Berliner Arbeiter wie der Berliner Mittelstand mit der Stadtbahn, ob es viel oder ob es wenig kostet. Sie werden demnach einfach auf diesem Umwege 8 Millionen mehr zu den StaatSbcdürfnissen beitragen, die bekannt- lich jetzt schon zu mehreren hundert Millionen aus den Eisenbahn- Überschüssen gespeist werden. Nicht viel anders steht eS mit den technischen Darlegungen der Denkschrift. Die meisten Abgeordneten sind kein« Techniker. Um so mehr wäre es Pflicht der Regierung gewesen, den Nachweis der Ueberlegenheit des elektrischen Betriebes mit solchen Gründen zu � führen, daß auch der Laie sich daraus ein selbständiges Urteil bilden . kann. Das fällt ihr aber gar nicht ein. Sie hat es zum Beispiel gänzlich unterlassen, die Einwände, die von den Gegnern deS elek- irischen Betriebes erhoben werden, anzugeben und sie zu wider- legen. Sie beschränkt sich auf die Behauptung, daß die notwendige Beschleunigung der Geschwindigkeit nur erreicht werden könne durch Anwendung zweier elektrischer Lokomotiven, von denen eine vorn und eine hinten an jedem Zuge laufen soll. Es mag ja sein, daß das richtig ist. Aber andere Techniker behaupten das Gegenteil. So ist eben jetzt in der„Frankfurter Zeitung" ein Artikel aus „Fachkreisen des Dampfbetriebes" erschienen, worin gesagt wird. „daß eine einzige moderne Heißdampflokomotive mindestens das Doppelte von dem leistet, was jene zwei elektrischen Lokomotiven leisten solle n", und daß der Fehler im Berliner Stodtbahnbetriebe nur in der Verwendung von„völlig veralteten Naßdampflokomet-ven aus dem Jahre 1833" liegt. Dann wäre das Uebel zu beheben durch An- schaffung einiger hundert Heißdampflokomotiven, die nur 30 Mil- lionen kosten, während die elektrische Einrichtung(ohne die Kraft. werke) 123 Millionen verschlingen soll. Auch sei der Betrieb mit zwei Lokomotiven im höchsten Maße gefährlich und noch niemals ausprobiert.„Bei Entgleisungen und ähnlichen Unfällen kann die schwere Masse einer Drucklokomotive am Ende des Zuges von verhängnisvoller Wirkung werden." ES ist ja nun wohl anzunehmen, daß der Frankfurter Artikel von einem Interessenten des Dampflokomotivenkapitals verfaßt ist. Aber wer bürgt uns dafür, daß hinter dem Drängen nach Elektri- sierung nicht die Interessenten des Elektrizität s. kapitalS stehen? In einer kürzlich erschienenen Broschüre werden in dieser Vcziehung recht deutliche Andeutungen gemacht. Und damit lammen wir zugleich auf den dritten höchst bedenklichen lßunkt der geplanten Elektrisierung. Zwei Kraftwerke zur Lieferung des Stromes sollen mit einem Kostenaufwand von 90 Millionen Mark gebaut werden, aber nicht vom Staat, sondern von Privatunternehmern. Von diesen soll der Staat den Strom kaufen! Für diese Abkehr vom Prinzip der Eisenbahnverstaatlichung werden überhaupt keine Gründe angegeben, wenn man nicht ein paar halt- lese Redensarten als„Gründe" gelten lassen will. Wahrscheinlich wagt es die Negierung nicht, zu den 123 Millionen für die elektrische Einrichtung auch noch die SO Millionen für den Bau der Kraftwerke zu fordern. Aber es liegt auf der Hand, daß es nur sehr reiche Unternehmer sein können, die ein solches Geschäft machen. Und da die Denkschrift von einem bereits vorliegenden Angebot spricht, so hat die„Frankfurter Zeitung" schon Ende März auf die neu- gegründete Elektro-Treu Hand- Aktiengesellschaft geraten. Ueber diese entnehmen wir der erwähnten Broschüre folgende interessante Angaben. Im Aufsichtsrat der Elektro-Treuhand-Aktiengesellschaft bc- findet sich der Inhaber der Bank„Berliner Handelsgesellschaft", Herr Karl Fürstenberg, sowie der Direktor der Deutschen Nank, Geheimer Kommerzienrat Karl Klönne. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 30 Millionen Mark, wovon laut Gesetz 7Z-i- Millionen bar eingezahlt sein müssen. Diese 7sh Millionen sind aber laut dem Prospekt„bei der Berliner Handelsgesellschaft und bei der Deutschen Bank verzinslich angelegt". Es scheint dem- nach überhaupt kein Geld bar eingezahlt, sondern die Summen scheinen bei jeder der beiden Banken von einem Konto auf ein anderes übergeschrieben worden zu sein. Weiter heißt es in der Broschüre: „Die Elektro-Treuhand-Aktiengesellschaft bildet ein gemein- samcs Band, dos die vereinigten beiden Elektriziiätskonzerne (nämlich die A. E.-G. und Siemens-Schuckert) noch fester anein- ander kettet. Sic hat die Aufgabe, für neue Aufträge zu sorgen." Um es noch einmal zu betonen, so verkennen wir keinen Augenblick, daß dies alles Acußerungen des Aergers aus den Kreisen des Dampfkapitals sind. Aber darum wird es doch richtig sein, daß umgekehrt das Elektrizitätskapital hinter den Plänen der Elektrisierung steht und bei der Entstaatlichung der Kwaftlieferung nach einen besonderen Profit machen will. Gerade deshalb ist es doppelt und dreifach nötig, daß die Regierung den Landtag bis auf den Grund der Dinge sehen läßt. Die Sozialdemokratie kann sich heute weder für noch gegen die Elektrisierung festlegen. Sie muß zunächst Klarheit und Wahrheit fordern über alle Ab- machungen, die schon getroffen worden oder noch geplant sind. Zum allermindesten ist nötig der rechnerische Nachweis für das angebliche Defizit im Berliner Staatsbahnverkehr, die unumstößliche Wider- lcgung der Behauptung, daß mit 30 Millionen für neue Dampf- lokomotiven die gleiche Wirkung erzielt werden kann, und endlich die Vorlegung des Angebots jener Unternehmer, welche die Kraft- werke bauen wollen. Wir sind wirklich neugierig, ob sich die Mehrheit des Drei- klasscnlandtages die Vorenthaltung all dieser Ausklärungen von der Regierung gefallen lassen wird! Der Mruftr in Marokko. Ueber den Umfang des Aufstandes in Fez sowie über das Schicksal des Sultans und der Europäer liegen noch keine � bestimmten Nachrichten vor. Die von Mekines kommendem französischen Truppen sind erst im Laufe des Freitags in die Nähe von Fez gelangt' und werden ernste Kämpfe zu bestehen haben, hat doch die Stadt einen Umfang von 12— 15 Kilometer, und wird man mit der Empörung der gesainten Bs- völkerung rechnen müssen. Die französische Presse ist über die marokkanischen Ereignisse sehr bestürzt und aus der Masse von Meinungsäußerungen klingt überall die Uebcrzeugung her- vor, daß in Marokko eins Aera langer und schwerer Kämpfe beginnen werde. Von den heute vorliegenden Nachrichten seien die wichtigsten hier wiedergegeben: Die Ereignisse in Fcz< Paris, 19. April. Ueber den Aufstand in Fez werden aus Tanger folgende Einzelheiten gemeldet: Die europäischen Tele- graphenbcnmten wurden in ihren Wohnungen und nicht, wie es ursprünglich hieß, im Telegraphenamt überfallen. Dies zeigt, daß die Aufständischen dem Befehl eines Rädelsführers gehorcht haben. der Fez von der Außenwelt abschneiden und das Absenden von Hilfe verhindern wollte. Das Gerücht, daß die Zweiganstalt des Credit Lyonnais und das Hotel FrainzaiS geplündert worden feien, hat bisher keine Bestätigung gefunden. Paris, 19. April. Vor den Toren von Fez ist eine unter dem Kommando des Majors Fellert stehende Truppenabteilung ange- kommen und hat die Höhen vor der Stadt besetzt, von wo aus sie das aufrührerisch« Viertel von Fez in Schach halten kann. Die Eingeborene»Polizei hat sich den Rebellen ange- s chl o s s e n. Die ganze Bevölkerung hat sich jetzt den Aufrührern angeschlossen. 2000 Mann französischer Truppen sind jetzt S0 Kilo- metcr von Fez gesichtet worden und werden in der Hauptstadt gegen abend erwartet. Tanger, 19. April. Unter den Opfern der Unruhen in Fez befinden sich wie bisher hiether gemeldet wird, auch ein Franzis- kaner Priester und eine Frau. Eine Abteilung der Ait Joussi ist auf dem Marsch nach Fez begriffen. Maßnahmen der französischen Regierung. Paris, 19. April. Wie verlautet, wird der Kr i e g s m i n i st e r heute General d' A m a d e empfangen, der telegraphisch aus Clermont-Ferrand hierher beordert wurde. Ministerpräsident Poincare äußerte zu einem Berichterstatter des„Eclair": Ich sowie mehrere andere meiner Kollegen haben gefunden, daß unsere Offi- ziere in Marokko ihre Streitkräfte vielleicht ein wenig zu sehr zer- splittert haben. Ich Hab« kürzlich den Kriegsminister Millerand gebeten, den Offizieren in Marokko zu telegraphieren, daß sie ihre Streitkräfte nicht zersplittern, damit sie ihre Truppen in der Hand behalten. Tie„Huma«it6" über den marokkanischen Ausruhr. Paris, 19. April. I au res schreibt in der„H uma n i te": „Von Muluja bis nach Fez, im Osten, Süden und Westen der Hauptstadt greift die Empörung um sich. Wenn«S auch gelingen sollte, den Aufruhr der Marokkaner zu unterdrücken, so könne das nur geschehen, indem allem Gesetz und Recht zum Trotz Blut in - Strömen vergossen würde. Und der unversöhnlich« Haß wird immer fortdauern...... Unsere wucherische und brutale Politik hat Mulay Hafid ins Verderben gestürzt. Er ist für die selbstbewußten Marokkaner nur der Verräter, der sein Volk verkauft hat. Das alles war unvermeidlich, es ist die notgedrungeue Folge der begangenen Fehler, die Strafe für die angehäuften Verbrechen." Der Aufstand greift weiter um sich. Paris, 19. April. Die Revolte in Fez gewinnt den letzten Nachrichten zufolge an Ausdehnung. In Rabat ist es gestern zu schweren Unruhen gekommen. Die scherifische Mahalla versuchte den alten Sultanspalast in Brand zu stecken. In der Stadt selbst kam es zu wüsten Greuelszenen. Die Ursachen des Aufstandes. Paris, 19. April. Eine anscheinend offiziöse Meldung besagt, daß die geplante Maßnahme, durch welche ein Teil des Soldes der schcrifischen Truppen für die Mannschaftskost zurückbehalten werden sollte, wohl kaum die Veranlassung zu der Meuterei ge- bildet habe. In dieser Maßnahme und dem Ausbruch des Aus- standes sei nur ein zufälliges Zusammentreffen zu erblicken. Ferner wird halbamtlich erklärt, daß die französischen Jnftrut- tionsoffiziere ein allzu großes Vertrauen zu der Manneszucht der scherifischen Truppen hatten, und daß deshalb nicht rechtzeitig die erforderlichen Gegenvorkchrungen getroffen worden seien. Die französischen Verstärkungen für Fez. Tanger, 19. April. Die Zahl der von General Moinier nach Fez geführten Verstärkungen wird auf zirka 4000 Mann angegeben. Die Telegrstphenverbindung von Fez nach Casablanca wurde, nach hier eingegangenen Mitteilungen, an verschiedenen Stellen durchgeschnitten. Die italienische Flottcnaktion vor den Dardanellen. Tie Kraftentfaltung der italienischen Marine im ägäischen Meere und am Eingange der Dardanellen ist offenbar weniger der Absicht entsprungen, einen großen militärischen Erfolg zu erzielen, als vielmehr einen diplomatischen Druck auf die Pforte und die Mächte auszuüben. Wenn es sich also zunächst nur um eine Flottendemonstration handelt, so ist das doch ein gefährliches linternehmen für die internationale Lage. Schickt doch schon England und Oesterreich Schiffe in die von den italienischen Schiffskanonen bedrohten Gegenden, nimmt doch Rußland auf der anderen Seite der Dardanellen eine bedroh- liche Haltung ein. Dabei läßt sich gar nicht absehen, welche Wirkung die italienischen Kanonenschüsse auf die kleinen Balkanstaaten ausüben, die schon lange darauf brennen, den türkisch-italienischen Krieg für ihre eigenen nationalistischen Pläne auszunutzen. Bezeichnend ist übrigens, daß die internationale Diplo- matie durch das Vorgehen der Italiener wieder einmal völlig überrumpelt worden ist. DaS Bombardement. Konstantinopel, 18. April. Das K r sie g S m i n i st« r i u m veröffentlicht folgende offizielle Mitteilungen: 24 italie- nische Kriegsschiffe wurden gestern auf der Höhe von Lßmnos gc- sichtet. Heute früh gegen 5 Uhr gingen ein feindlicher Kreuzer und ein Torpedoboot gegen S a m o s vor und begannen ohne vor- hergehende Mitteilung ein Bombardement auf die Kaserne. Um 0 Uhr erschienen ein Kreuzer und ein Torpedoboot an der asiatischen Küste östlich von Rhodos und beschlagnahmte eine dem Khedive gehörige Jacht. Ter Kreuzer ging vor dem Hafen von Rhodos vor Anker, und das Torpedoboot durchschnitt das Kabel. Acht andere Kriegsschiffe erschienen am Eingang der Da r d a- nellen und eröffneten gegen ll'ft Uhr ein Bombardement auf die Forts, welche das Feuer erwiderten. Der Feind sandte 1ö0 Geschosse gegen das Fort O r a n ie ab, acht gegen K u m- K a l e f i, 12 gegen Scddil-Bahr. Nicht ein Geschoß erreichte das Ziel. Keiner von den Soldaten, die am Kampfe teil- nahmen, wurde getötet oder verwundet. Der Schlafsaal der Kaserne von Oranie wurde durch ein Geschoß zum Einsturz gebracht. In den Schlafsälen der Kasernen von Kum-Kalesi und Scddil-Bahr wurde ein Soldat getötet und ein anderer verwundet. Ein Geschoß des FortS Ertogroul traf ein feindliches Kriegsschiff und zwang es, sich aus der Schlachtlinie zurückzuziehen. Unter der Bevölke- rung herrscht Ruhe. Konstantinvpel, 19. April. Dem Kriegsministerium zugegangene Meldungen berichten, daß ein kleines türkisches Küsten-Kanonenboot während des Bombardements von S a m o s von der Besatzung versenkt wurde, um es nicht in die Hände der Italiener fallen zu lassen. Die Mannschaft und die Geschütze wurden an Land gebracht. Nach dem Bombardement begab sich die Flotte in den Golf von TeroS. Sperrung der Dardanellen. Berlin, 19. April. Wie die hiesige türkische Botschaft mitteilt, ist die Durchfahrt durch die Dardanellen für die Schiffahrt bis auf weiteres vollständig gesperrt. Ausweisung der Italiener aus Konstantinopel. Konstantinopel, 19. April. Der Gr o h w e s i r hat gestern abend den Minister des Innern beauftragt, die in Kon st an- tinopel ansässigen Italiener binnen 43 Stunden auszuweisen. Die italienische Darstellung der Flottenaktion. Rom, 19. April. Die„Agenzia Stefani" meldet: Aus dem amtlichen Bericht des Kommandanten des italienischen Ge- schwaders, der bei der Regierung eingetroffen ist, geht herbor, daß das Geschwader seine Fahrt durch das Aegäische Meer mit großer Schnelligkeit ausgeführt hat. Die Operationen des Geschwaders hatten nicht den Zweck, die Dardanellen anzugreisen oder zu forcieren oder Truppen auszuschiffen; es wären für diesen Zweck gar keine Truppen an Bord. In der Nacht vom 17. auf den 18. wurden die Kabel von Lemnos durchschnitten. Ein Teil des Geschwaders erhielt den Befehl, sich vor die Dardanellen zu be- geben, da man hoffte, hierdurch die ottomanische Flotte zur Aus- fahrt und zum Angriff zu veranlassen. Während die italienischen Schiffe vor dem Dardanelleneingang kreuzten, erschien«in türkischer Torpedojägcr in der Einfahrt, gegen den unsere Flottenabteilung vorging, zu gleicher Zeit eröffneten zwei Küstenforts aus großer Entfernung ein Feuer gegen sie. Dieses zwang die italienischen Schiffe, das Feuer zu erwidern, und etwa zwei stunden lang wurden die äußeren Festungswerke bombardiert, während der türkische Torpedobootsjäger schleunigst wiede in die Meerenge der- schnxind.— Auf italienischer Seite sind keine Verluste zu der- zeichnen. Diese Flottenabteilung hat ihr Ziel erreicht und hat die Rückreise nach Italien angetreten. Der Bericht des Geschwader- kommandanten aus dem Aegäischen Meer ist noch nicht eingetroffen. Rom, 19. April.(Meldung der Agenzia Stefani.) Die Nach- richt, daß bei der F l o t t e u m a n i s e sta t i o n im Aegäischen Meer ein itlienisches Schiff beschädigt worden sei, wird amtlich entschieden dementiert.— Die türkische Flotte kam nicht aus den Dardanellen heraus. Nur ein Torpedoboots- Zerstörer erschien aus Ausgang der Meerenge, zog sich jedoch sofort wieder zurück. Die italienische Flottenaktion im englischen Unterhause. London, 19. April.(Unterhaus.) Parlamentssckretär A c l a n d erklärte auf eine Anfrag« wegen der Darda- nellen: WaS wir wissen, ist wenig, bestätigt aber die JeitungS- i leldungen, baß die Dardanellen augenblicklich gesperrt sind und laß eine Beschießung türkischer Forts durch italienische Kriegs- schiffe stattgefunden hat. Weitere Nachrichten als diese haben wir nicht, doch wird der ernsten Bedeutung der Sperrung der Dardanellen für den britischen Handel voll Rechnung getragen. Das österreichische Parlament über die italienische Flottenaktion. Wien, 19. April. In der heutigen Sitzung des Abgeord. uetenhauseS überreichte der Abgeordnete P a n tz eins Interpellation an den Ministerpräsidenten, in der angefragt wird, ob das Auswärtige Amt von der italienischen Opera- tion gegen die Dardanellen vorher Kenntnis hatte, wie sich das Auswärtige Amt zu dieser Handlungsweise zu stellen gedenkt und ioas es zu tun gedenkt, um die dadurch heraufbeschworenen Gefahren vom Reiche rechtzeitig und wirksam abzuwehren. Ein: deutsche offiziöse Stimme über die Flottenaktion. Köln a. Rh-, 19. April. Der„Kölnischen Zeitung" loird aus Berlin telegraphiert: Das Vorzehen der italienischen 'Flotte in den Dardanellen bedeutet insofern eine Ueberraschung, ols ein Vorgehen in den Dardanellen schon seit Monaten von Italien gefordert worden war, während die italienische Regierung offenbar wenig Neigung hatte, diesem Wun'che nochzukommen. Es sei dahingestellt, ob sie dabei von der Erwägung geleitet wurde, daß -ine solche Unternehmung, vom rein mil tärischen Standpunkte aus betrachtet, nicht ohne Bedenken sei, odrr ob die Rücksicht auf' ! ie internationale Schiffahrt sie bewog, von einem Angriffe auf die Dardanellen Abstand zu nehmen. Bei der aestrigen Beschießung -at Italien vielleicht nur beabsichtigt, daduich, daß es den Kampf n der Nähe von Konstantinopel aufnahm, einen Druck auf die Antwort der Pforte auszuüben, welche die türkische Regierung jetzt auf die Anfrage der Mächte zu geben hat. In jedem Falle ist das ine richtig, daß durch den italienischen Vorstoß die Schiffsver- Mndung unterbrochen wird. Wenn die Meerenge dauernd oder ruf längere Zeit für die Handelsschiffe nicht mehr passierbar ist, so nuß der ganze Handel im Schwarzen Meere in Stockung geraten. Bisher scheint die Beschießung in Kon- iantinopel noch keinen sonderlichen Eindruck gemacht u haben. Tie Haltung Rußlands. Pari?, 19. April. Dem„Temps" wi.d aus Petersburg '.emeldet: Der angebliche Plan einer ru ssichen flottendemonstration in den' türkischen Ge- o ä s s e r n wird hier als wenig wahrscheinlich angesehen. Eine Demonstration im Schwarzen Meer« hätte wenig oder gar keine Wirkung und eine friedliche Demonstration vor Konstantinopel ist nnmöglich, da man den stark befestigten Bosporus durchbrechen, md die russische Regierung demgemäß die Feindseligkeiten eröffnen nüßte. Niemand glaubt hier daran, daß die russische Regierung >is Absicht habe, bei ihrer Intervention so weit zu I e h e n. Ein Bombardement im Rott» Meere. London, 19. April. Das Reutersche Bureau erfährt aus Perim: Der italienische Kreuzer„Puglia" hat heute früh -aS Fort S ch e i k Said im Roten Meer beschossen und ich dann in nördlicher Richtung entfernt. Immer noch die Räuberbande. Benghasi, 19. April.(Meldung der Agenzia Stefani.) Heute irorgen hat sich, um die Räuberbande aus der Oase zu ver- reiben, eine Batterie(!) in die Verschanzungen begeben und die liase beschossen. Darauf ist die Oase vom 44. Jnfantcricbataillon ind von einheimischen Patrouillen zu Fuß und zu Pferde durch- treift worden; sie wurde verlassen vorgefunden. Die Revolution in Ghins. Die Mächte machen Schwierigkeiten wegen der Anleihe. Lontckm, 19. April. Wie das Reutersche Bureau erfährt, ist nach Telegrammen, die aus Peking in London eingetroffen sind. ne Frage der S e ch s m ä ch t c a n l e i h e auf einen toten Punkt gekommen. Der letzte in dieser Angelegenheit erfolgte Schritt ist die Ileberreichung der Antwortnote des englischen, französischen, deutschen und amerikanischen Gesandten auf die vor einigen Tagen rfolgtc chinesische Antwort. In der Note wird erklärt, die Mächte itelten es nicht für angebracht, den Banken zur Wiederaufnahme ner Anleiheverhandlungen zu raten, bis China durch eine wirk- ame Mahnahm« die Achtung vor den Bürgschaften sichern werde, die den internationalen Banken in Peking gegeben worden feien. Die Note erklärt weiter mit Bezug auf die englisch-belgisch« An- cihc, es sei kein Raum für ein MißverstäntniS, wie es von China ingcgeben werde; jene Angelegenheit bedeute einen Bruch der .wischen den Banken und China bestehenden Abmachungen. politilcke CUbcrltcbt» Berlin, den 19. April 1912. Justizetat. Aus dem R e i ch s t a g. 19. April. Die Sitzung be- -lann mit einer Rede des Genossen Heine, die ein ästheti- cher und politischer Genuß war. Genoffe Heine pflegt nie mit Keulen dreinzuschlagen, sondern handhabt eine geschmci- nge Klinge, die beim Stoß blitzt und funkelt, aber den Geg- ler um so sicherer ins Herz trifft. Nachdem er die Stel- ung der sozialdemokratischen Fraktion',u verschiedenen ein- sebrachten Resolutionen präzisiert und zu der Gebühren- rage der Rechtsanwälte einige persönliche Ausführungen gemacht hatte, brandmarkte er in einer Art, die frei war von l-ller Engherzigkeit, den von Behörden ausgeübten Duell- errorismus und wies, gegenüber den fadenscheinigen Dar- 'egungen des Staatssekretärs von gestein, nach, wie wirklich Aie Untersuchung in dem Fall des von Polizisten getöteten ilrbeiters Herrmann geführt worden ist. Nicht minder führte -r die Vertrauensvoten, die gestern der Justiz von Nichtern ausgesprochen worden sind, aus ihren wahren Wert zurück und tat dar, was wir Sozialdemokraten unter Klassenjustiz I-erstehen und wie die Richter aus ihrein ganzen Milieu ! eraus zur Klassenjustiz kommen mii s en. Deshalb emp- mhl er als einziges Mittel, mit diesem System aufzuräumen. ! ie Wahl der Richter durch das Volk. Das Interesse des Hauses, das Genosse Heine zu erweck n und erhalten der- standen hatte, hielt bei seinem Nachfol ier. dem Zentrums- Pfeiffer, noch leidlich vor. der Eman itionen seiner beiden Seelen, der Kunst- und der Zentrumsseele. zum besten gab, < ber es bröckelte erheblich ab. als der Nationalliberale Frei- lerr v. Richthofen für die Klassenjustiz im Ruhrrevier warme Worte der Anerkennung fand. Herr Ablaß von i en Forffchrittlern verbreitete' sich etwas langatmig über lerschiedene Fragen und der Pole Dombek hatte begrün. l eten Anlaß, die Unparteilichkeit der Richter auf dem Schau- platz des Nationalitätenkampfes anzuzweifeln. Dann der- sickarte und versandete mit unwesentlichen Ausführungen der Herren Bolz(Z.), S i e h r(Fortschrittspartei) und W a r m u t h(fraktionslos) die Debatte vollends. Nach Ab- sümiiumg über die Resolutionen wurde der Etat des Reichs- justizamts bewilligt. Morgen, 11 Uhr, steht ein reichsparteilicher Antrag über Zicherheitsmatzregeln auf deutschen Seeschiffen und ein Zen- rrunisantrag über Abänderung des Strafgesetzbuches auf der Tagesordnung. Ferner: Etat der Reichseisenbahnen. Spottet seiner selbst. Graß ist das Ansehen des Dreiklassenparlaments nicht; der weitaus bedeutendste Teil des preußischen Volkes weiß, daß diese sogenannte Volksvertretung voi' jeher ihre Aufgabe darin erblickt hat, die Geschckste der Reichen und Mächtigen zu besorgen. Die vereinzelten Staatsbürger, die vielleicht eine höhere Meinung von den Fünftalermännern in der Prinz-Albrechtstraße gehabt haben, werden durch die Sitzung vom Freitag eines andern belehrt und zu der Erkenntnis gekommen sein, daß die preußische Volksver- trctung durch die Art, wie sie mit den Rechten des Volkes um- springt und wie sie ihre eigenen Rechte preisgibt, sich um den letzten Rest don Ansehen bringen muh. Auf der Tagesordnung stand die Fortsetzung der Debatte über die Arbeitet- und Beamten Verhältnisse im Bereich der Staatseisenbahnverwaltung. Trotz des gewaltigen Terrorismus. den die Regierung ausübt, uui die von ihr abhängigen Ele« nicnte politisch zu entrechten, ist sie sich ihrer Sache doch nicht sicher, sie weiß sehr wohl, daß Tausende und Abertausende von Eisenbahnern im Herzen sozialdemotrarisch fühlen und bei der geheimen Wahl auch dieser ihrer Ueberzeugung Ausdruck verleihen. Ebensogut weiß sie, daß jede Rede eines sozialdemokratischen Ab- geordneten ein gutes AgHationsmaterial zur Gewinnung neuer Anhänger auch unter den Beamten ist. Am liebsten hätte sie deS- balo gesehen, daß die Mehrheit des Abgeordnetenhauses der Sozial« demokratie in der Generaldebatte das Wort abgeschnitten hätte. Aber das ging nicht gut. Nachdem man u. a. nicht weniger als drei Mitglieder des Zentrum? hatte reden lasten, mußte mau wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und wenigstens einen Sozialdemokraten anhören. Genosse S t r ö b e l unterzog �sich in fast zweistündiger Rede mit großem Geschick seiner Aufgabe. Indes gab die Mehrheit fortgesetzt ihrem Unwillen sowohl über die Länge, mehr aber noch über den Inhalt der Rede Ausdruck, aber Ströbel ließ sich dadurch nicht abhalten, zu sagen, was gesagt werden mußte. Er schilderte die Lage der Eisenbahner so wi« sie ist, er stellte der offiziösen Schönfärberei die wirklichen Tatsachen entgegen und nahm sich der Staatsarbeiter und der Beamten nach jeder Richtung hin aufs wärmste an. Besterstellung ihrer Lage und politische Frei- hcit. das tvar es im wesentlichen, was er für sie forderte. Gleich- zciiig aber rechnete er nach Gebühr ab mit den bürgerlichen Par- tcien, die nur schöne Worte für die Beamten übrig haben, es jedoch an Taten fehlen lasten, sowie mit der Regierung, die die Beamten zu Heloten herabzudrücken sucht und sich sogar erdreistet, sozial« demokratischen Abgeordneten den Besuch von Beamtenversamnu. langen zu verbieten. Herr v. Breitenbach, der Chef der Eisenbahnverwaltung, erwiderte in der ihm eigenen Weise. Was er sagte, war nichts Neues. All das hat man aus dem Munde seiner Vorgänger und aus seinem eigenen Mund« schon wer weiß wie oft gehört. Nur ließ er sich diesmal zu noch größeren scharfmacherischen Tiraden hinreißen als gewöhnlich. Da er in seiner Rede auch auf die be« kannte Eisenbahnerversammlung einging, in der Genosse Hoff- mann anwesend' war, aber eine ganz falsche Schilderung der Vor- gonge gab, meldete sich H o f f m a n n zur Erwiderung. Die Mehri Seit schnitt ihm das Wort ab, und so mußte er sich auf eine persön» liche Bemerkung beschränken, die zwar kurz, aber desto schärfer aus- si.el. Mit Recht schleuderte er dem Minister den Vorwurf des Ver- saffungsbruchs ins Gesicht, weil er einen Abgeordneten verhindert, die Wunsche von Beamten entgegenzunehmen. Hätte die Mehr- hei» sich noch einen Funken Gefühl für parlamentarische Rechte be- wahrt, so hätte sie sich hier, wo es sich um eine Angel«genheit hau- delt, die jeden Abgeordneten in gleichem Maße berührt, mit uns solioarisch erklären müssen. Aber sie tat genau das Gegenteil und gab zu verstehen, daß sozialdemokratische Abgeordneie sich nicht Unterrichten dürfen. tvaS für Wünsch« und Beschwerden die Be- äinten und Arbeiter haben. Man weiß wirklich nicht, was man mehr vcoauern soll, die Unverschämtheit dieser SippseS ist oder ihre politische Kurzsichtigkeit. Vollends in Raserei vor Freude brach die Mehrheit auS, als Herr v. Breitenbach später erklärte. seine Aufgabe sei es in erster Linie, die Sozialdemokratie zu be- kämpfen. Eine eigenartige Auffassung von den Au gaben eines VcrtchrSministers! Noch in anderer Beziehung war die Sitzung lehrreich. Die bürgerlichen Parteien halten gemeinsam eine» Antrag auf Bester- sicllung der Eiscnbahnassistenten eingebracht. Die Sozialdemo- kraien waren um ihre Unierschristen nicht angegangen. Um nun nach außen den Anschein zu erwecken, daß nur die bürgerlichen Parteien für die Beamten eintreten, sprach man stets nur von dem Antrag der bürgerlichen Parteien. Und nicht genug damit, schnitt man unserem Redner, der für den Antrag sprechen wollte, das Wort ab. Tie einmütige Annahme des von dem Finanzminister bekämpften Antrags und die persönliche Erklärung StröbelS, baß wir dafür stimmen werden, vereitelte dies plumpe Wahl- Manöver. Am Sonnabend soll die Beratung des EisenbahnetatS beendet werden. Grenzkommissar Trcssler wegen Spionage verhaftet. Die russische Regierung gibt jetzt die offizielle Erklärung ab. der d-utscke Grenzkommissar D r e ß l e r aus Eydtlubnen, der in Uniform jjber die Grenze ging, sei wegen Spionage verhaftet worden. Treßler wird beickuildigt, seit sechs Jahren einen regelrechten Spionagedienst eingerichtet zu haben. Seine häusigen Besuche in Rußland wurden schon lange scharf beobachtet. Nachdem genügendes Material ge- sammelt war, veranlaßte daS Wilnaer Militärbezirksgericht DrcßlerS Verhaftung. In Kowno wurden sechs Personen, die angeblich in DreßlerS Diensten stehen, ebenfalls verhaf.'et.— Die deutsche Re- gierung hat Schritte in dieser Angelegenheit eingeleitet. Tie Reichscinnahmen an Zöllen und Steuern im Jahre lnUt. Die Gesamteinnahme au Zöllen, Steuern und Gebühren— ohne Zuwachssteuer— im Rechnungsjahre 19U hat bis zum Schluß des Rechuungsmonals März 16ö2,L Millionen Marl betragen. Hiervon entfallen aus die Zölle 731.2, die Tabaksteuer 11.3, die Zigaretten- steucr 30,7, die Zuckersteuer 170,1, die Salzsteuer 58,8, die Brannt- Weinverbrauchsabgabe 195,2, die Essigsäureverbrauchsabgabe 0.8, die Schaumweinsieuer 10,8, die Leuchtmittelsteuer 12,3, die Zllnd- ivarenstcuer 13,7, die Brausteucr und NebcrgangSabgabe von Bier 125.8. den Spielkartcnstempel 1.9, den Wechselstempel 19,2, auf die Reichs itenipelabgaben von Wertpapiere» 53,1, von Gewinnanteil- schein- und ZinSbogcn 11,1, von Kaufgeschäften 23,7, von Lotterien der Einzelitaaten 81,8, von Privatlottenen 10,8, von Frachturkunden 17,5, von Personenfabrkartcn 21,3, von Erlaubniskarten für Kraft« fabrzcuge 3,5. von Vergütungen an AufsichtsratSmitglieder 5,7. von Schecks 3,1, von Grundstücksübertragungen 39,1, auf die ErbschaftS- steuer 43 und die statistische Gebkkhr 1,9 Millionen Mark. Die Er- iragSziffern können beim Finalabschluß für das Rechnungsjahr 1911 noch eine geringe Aenderung erfahren. Eine neue Firma für die Konservativen? In der Haupiversammlüng der Konservativen Schlesiens, die am letzten Sonnabend in Breslau tagte, wurden zum soundso hielten Male wiederum die bürgerlichen Parteien für den Ausfall der Reichstagswahlen verantwortlich gemacht und die Tatkraft der eigenen Partei über den grünen Klee gelobt. So sagte u. a. der Freiherr v. Richthofeu in seinem Vollrage:„Stille nach dem Sturm": „In der konservativen Partei regt es sich doch jetzt recht er- fteulich. Ts zeigt sich das in allen Provinzen. Denn es handelt sich ja um die Zukunft unseres Vaterlandes.„Es geht aufs Ganze", wie Herr v. tzeydcbrand so wahr auf dem konservativen Parteitage in Breslau gesagt hat. Da heißt es. alle Kräfte zu- sammenzunehmen. Tie Konservativen müssen eine christliche Volkspartei werden. Tann wollen wir klar und offen allen den Stürmen, die komme» werden, entgegentreten." Die konservative Volksfrcundlichkeit ist so abstrakter Art, daß man über den Vorschlag, die Konservativen müßten eine ch r i st- liche Volkspartei ivcrden, nur lachen kann. Daß die kon- serpativen V o l k s a u s b e u t e r sich als eine christliche Volts- Partei etablieren Wellen, ist der Gipfel der Unverschämtheit, nach- dem sie ihr Christentum und ihre Volkssreundlichleit sooftj>adurchbewiesenhaben,daß s i e dem Volke neue Steuern auf Lebens- und Gcbrauchsmittel aufbürdeten, während sie selbst sich vor dem Zahlen drückten. Gar so rosig scheint es jedoch trotz aller Versicherungen des Frhr. v. Nichthofen den Konservativen, namentlich in Niederschlcsien, wo sie zwei ihrer Hochburgen. Schweidnitz-Striegau und Gcünberg- Freistadt an die Sozialdemokraten verloren, nicht zu gehen. ES sollen in Niedcrschlesien nicht weniger als vier besoldete Parteisekretär« angestellt werden, die dem Volke die ge- wünschte konservative Volksfreundlichkeit und konservatives Christen- tum beibringen sollen._ Größenwahn der Streikbrecher. Aus Dortmund wird uns geschrieben: Von überwältigender Komik sind oft die Verhandlungen gegen die Streik„verbrecher". Sogenann. e„schwerere Fälle" von Streikvergehen sind an den Fingern abzuzählen, dagegen wird das juristische Streikbrecher- Beleidigungslezikon immer reichhaltiger. Fast jeder Tag bringt neue„Perlen" ans Licht. Hier ein Fall vom Dortmunder Land- gericht. Eine polnische Bergarbeiterfrau briet Kartoffeln in einer Pfanne. Als sie diese zur Abkühlung ans Fenster hielt, wurde sie durck, einen kleinen Krakeel auf der Straße auf vorbeiziehende Streikbrecher aufmerksam. Als die Frau heruntersah, wurde die Pfanne unten sichtbar. Da soll ein Streikbrecher der Frau oben zugerufen haben:„Wart.e,. Du AaS, das kommt Dir teuer z u stehen I" Und richtig, der Streik- brecher fühlte sich„beleidigt", und die Polenfrau wurde in die An« klagebank geschleppt. Dort wunderte sie sich nicht wenig, daß sie nun nicht mal mehr sollte Kartoffeln für sich und die Kinder braten dürfen. Gesagt hatte die Frau lein WortI Ihr Ver- brechen war nur, daß die Pfanne gesehen wurde. Daß die Streikbrecher durch die Beweihräucherung von allen Seiten nachgerade„einen Fimmel" bekommen, daß sie sich als kleine Herrgöttchen fühlen, ging auch daraus hervor, daß der„Beleidigte" allen Ernstes frug, warum die angeklagte Frau denn gerade Kartoffeln habe braten müssen, als sie. die Herren Streikbrecher, von der Schicht kamen! In der Strafkammerverhandlung wurde auch tiefgründig untersucht, wieviel Kartoffeln in der Pfanne gewesen seien. ES hält schwer, bei solcher Art Reparatur der Streilbrecherehre nicht mit einem schallenden Lachen in den würdevollen Ernst der Gerichts- Verhandlungen zu platzen. Nachdem der Fall mit den Bratkartoffeln der Polenfrau nach allen Richtungen hin erwogen worden war, wurde giündlich beraten. Man kam zur Vertagung, da erst noch genau festgestellt werden soll, ob der Streikbrecher von einem„AaS" gesprochen hat._ Für den Untergebenen— ein Jahr Gefängnis! Für den Vorgesetzten— vier Wochen Mittelarrcst! Zwei ungemein bezeichnende Urteile fällte dieser Tage das Jnsterburger Kriegsgericht. Vor ihm hatten sich der Kanonier Scholl und der Unteroffizier May zu verantworten und zwar der erstcre wegen Vergehens gegen einen Vorgesetzten und der Unteroffizier wegen Mißhandlimg und vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen. Scholl hatte am 3. März Stallwache. Er soll den Unter« osfizier May durch sein„schlappes Benehmen" gereizt habe». Des- halb ließ dieser den Kanonier Laufschritt sowie einen Sprung im Stall machen. Der Soldat geriet darüber in heftige Erregung. In diesem Zustande faßte er dem Unterossizier vorn tu den Manrel und stieß ihn gegen einen Sckrank. Dasür erhielt er— unter Zu- billigung mildernder Umstände— ein Jahr Gefängnis, wovon ein Monat auf die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Der Untcrosfizicr hatte aber dem Kanonier vorher einen Schlag ins Gesicht versetzt. Dafür verurteilte ihn das Kriegsgericht zu vier Wochen Mittelarreft. Für eine» Stoß ein Jahr Gefängnis, für einen Schlag ins Gcsichl vier Wochen Arrest— Recht für Untergebene und für Vor« gesetzte. Das militärische Strafrecht will das so und de» Volkes Begeisterung für den Militarismus mag sich daran wärmen. Fortgesetzte Ticbstähle auf dem Bataillonsbureau des A u g u sta- R e g i m e n t s lagen einer Anklage zugrunde, mit der sich das Kriegsgericht der 2. Garde-Division zu bchchäftigen hafte. Wegen insgesamt 29 Straftaten hatte sich der Unter- os zier Bonath von der 5. Komp. des Königin-Augusta-Garde- G enadierregiments zu veranttvarten. Der Angeklagte war als LushitsSschrciber nach de,» Bataillonszimmer abkommandiert. Wäh> rcnd seiner Dienstperiode im Bureau fiel cS auf, daß fortwährend Unregelmäßigkeiten bei den eintreffenden Postsendunge» vorkamen. Auch trafen zahlreiche Briese, di« Geldscheine bzw. Summen in Briefmarken enthielten, überhaupt nicht ein, so daß sie den Adressaten nicht ausgehändigt werden konnten. Als sich die Fälle immer mehr häuften, wurden Beobachtungen angestellt, durch die sich der Verdacht bald auf den Angeklagten lenkte. Durch seine Hände gingen alle eintreffenden Sendungen für daS 2. Bataillon, und er hatte die Verteilung der Postsachen für die einzelnen Ab- teilungen vorzunehmen. Viele Soldaten wunderten sich darüber, daß ihnen Briefe mit Fünf- und Zehnmarkscheinen, die von den Eltern angekündigt worden waren, nicht zugestellt wurden. Einer ganzen Reihe anderer Grenadiere, meist Rekruten, fiel es auf, daß die ihnen zugestellten Briefe bereits vorher geöffnet und dann wieder mit Kleister geschlossen worden ivaren. Als de» Uebeltäter ermittelte man schließlich den Unteroffizier B. Die Anklage nahm mindestens 14 Fäll« an, in denen der Schreiber Briefe mit Geldsendungen. Scheinen, sowie Briefmarken geöffnet, die Wertsachen herausgenommen und die Briese dann vernichtet hat. Weiter wurde ihm zur Last gelegt, in mindestens 11 Fällen Briefe erbrochen und ausgeplündert zu haben. In vier weiteren Fällen, in Venen Briefe geöffnet worden waren, konnte militärisch gearteter Diebstahl nicht angenommen werden, weil sie nichts Wertvolles enthalten hatten. Vor Gericht gab B. zu, die elf Briefe ausgeplündert zu habe». Dagegen bestritt er. die vierzehn Briefe ausgeraubt und dann vernichtet zu haben. Er behauptete, die Sendungen seien überhaupt nicht angekommen, sondern viel, mehr verloren gegangen. Obwohl der Verdacht der Täterschaft in diesen Fällen ein äußerst schwerwiegender ist, war daS Gericht nicht in der Lage, in diesen Hauptfällen eine Verurteilung herbeizu« führen. Es mußte anerkannt werden, daß es mit der Post- bestellung in den Kasernen noch recht„faul" steht und daß tatsächlich schon zahlreiche Irrtümer vorgekommen sind. Auch die vier gewaltsamen Brief- öffnungen ohne Erfolg fanden keine Sühne, weil kein Strafantrag gestellt war. Wegen der übrigen elf Fälle wurde auf vier Mo- nate Gefängnis sowie auf Degradation und Ver, jetzung in die 2. Klasse deS Soldatcnstandcs erkannt. Oeftcmlch. Protest gegen die Vergewaltigung Kroatiens. Wien, 19. April. Abgeordnetenhaus. Abg. Dr. Gustav Groß verlangte im Namen des deutschnationalen Verbandes, daß die Regierung von allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln Gebrauch mache, um schädliche Rückwirkungen der kroatischen Aus- nahmezustände zu vermeiden und möglichst bald die Wieder- Herstellung der verfassungsmäßigen Zustände in Kroation herbeizuführen. Die Kroaten D u l i b i c und T r e s i c erklärten, die kroatischen Abgeordneten würden ihr scharfes Auf« treten einstellen, wenn sie von der Regierung feste Garan- t i e n erlangt hätten, daß in Zukunft in Kroatien und Slavonien sich derartige Vorgänge nicht etwa wiederholten und die südflawi- sehen Länder überhaupt in eine günstigere politische und Wirtschaft« liche Lage gelangten.(Beifall bei den Südslawcn.) Hierauf prote- stierte der tschechische Sozialdemokrat N e m e c, der deutsche Sozialdemokrat Dr. Adler und der tschechische Radikale C h o c gegen den Verfassungsbruch in Kroatien. Die Debatte wurde so- dann geschlossen. Der Gcneralredncr Romanczuk erklärte, kein österreichi« sches Volk empfinde wärmer die Unterdrückung des kroatischen Volkes als die Ruthenen, welche selbst unter Ausnahmezuständen in Galizicn zu leiden hätten. Hierauf� schloß die Debatte ohne Zwischenfall. ftonkmcb. Hochfinanz und Diplomatie. International, wie der Kapitalismus überhaupt, ist auch die Verquickung von Staatsbcamtentum und Hochfinanz. Eine Probe davon gibt A. M o r i z c t in der„Humanitei" mit Aufzählung einer Reihe Diplomaten, die den„Dienst deS Vaterlandes" verlassert haben, um in Mammons unmittelbaren Diensten noch wesentlich höhere Einkünfte zu erzielen. Ten Anlaß bietet die Wahl des Botschafters in Wien. C r o z i c r. zum Verwaltungsratsmitglied der Großbank So c i 6 t6 Gönsrale. Mehrere Aktionäre hatten wider- sprachen, da Crozier noch nie im Bankwesen gearbeitet oder Fähigkeiten dieser Art bekundet habe, ja nicht einmal die statutarisch erforderliche Zahl Aktien besitzt Aber der Direktor Dorizon erklärte:„Wir glauben, daß ein Mann, der sehr hohe diplomatische Posten bekleidet hat, auch imstande sein werde, unserer Gesellschaft Dienste zu leisten." Etwas deiit« licher hieß es im Berichte des Verwaltungsrats:„Herr C. hat in seiner glänzenden diplomatischen Laufbahn umfassende Kenntnis der großen Geschäfte gewonnen. Er hat vor- z ü g l i ch e Beziehungen, die er für den Dienst der Gesellschaft nutzbar machen würde." Der Botschafter wurde mit großer Mehrheit gewählt. Wie CafTs und Kinotheater Portiers in goldstrotzenden Uniformen anstellen, so lieben es die Finanziers, Leute mit hohen Adels- oder Amtstiteln für ihre Repräsentation zu verwenden. Dazu kommen dann die„Beziehungen", d. h. die Möglichkeit, amtlich erworbene Sach- und Personenkennt« nisse zugunsten der neuen Futterstelle zu verwenden. Schließ- lich, was auch nicht gering anzuschlagen ist: die v o r h e r i g e Beeinflussung schon der im Amte stehenden Wür- denträger; machen sie sich durch strenge Kontrolle, lästige Sozialpolitik oder sonstwie mausig, so haben sie natürlich keine Aussicht, später in Stellungen einzurücken, in denen Nichtstun mit Gold aufgewogen wird. Eine ganze Reihe solcher Stellenwechsel früherer Diplomaten, denen die Ver- treter anderer Staatsämter folgen sollen, führt Morizet mit Namen auf. Da ist der Baron v. C o u r c e l, früher Bot- schafter in London und Berlin, jetzt in der Verwaltung des Suezkanals und der Paris-Orleansbahn. Der frühere Re« sident in Tunis, Ehrenbotschafter M i I l e t, ist bei zwei. Verkehrs-, einer Bergwerks-, einer Kolonialgesellschaft: Ehrenbotschafter Graf v. O r m e s s o n, einst Gesandter in Athen, heute in drei Gesellschaften: Marquis v. Rever« s e a u x, ehedem Botschafter in Madrid und Wien, nun bei vier Gesellschaften. Der Botschafter in Madrid und Bern, R e v o i l, wurde Generaldirektor der Ottomanbank und Vorstand der Konstantinopeler Gesellschaft für Hafen- und Lagerplätze. Es folgen eine ganze Reibe anderer diplomati- scher Erfunktionäre, die, ohne den höchsten Rang erklettert zu haben, es doch verstanden, die erforderlichen Beziehungen zur Erringung eines Bankverwaltungsrats zu benutzen. Ist es ein Wunder, wenn man überall die Staatsorgane im In- und Ausland die Geldiuteressen der großen Finanz- mächte zum Schaden des arbeitenden Volkes und ohne Rück- ficht auf den Weltfrieden vertreten sieht? ScKtveclen. Parlamentarische Niederlage des Militarismus. Nachdem daS Ministerium S t a a f f die don der vorhergcgan- gencn konservativen Regierung bereits in Auftrag gegebenen Arbeiten für ein neues Panzerschiff vorläufig abbestellte, hatte der Reichstag am Mittwoch zu entscheiden, ob er sich mit diesen Maß« nahmen einverstanden erklären wollte. Die Konservativen hatten bekanntlich im ganzen Lande ein« gewaltsam« Agitation gegen die Panzerbootsbaucrei und obendrein Geldsammlungen veranstaltet, um dam lieben Vaterlande gleich ein paar Panzerfahrzeuge zu schenken. Ohne Rücksicht auf die Beziehungen zum Auslände wurde die vermeintliche Kricgsg«fahr in den schrecklichsten Farben ge« schildert und nebenbei auch eine Hetze gegen die Regierung, die liberale Partei und gegen die ja am meisten„vaterlandslose" Sozialdemokratie veranstaltet. Diese Vorgänge fanden ihr Spiegelbild in den Debatten in beiden Kammern des Reichstags. Von konservativer Seite wurde die Regierung aufs heftigste angc- griffen, wogegen sie Unterstützung bei den Liberalen und auch bei unseren Parteigenossen fand, die in der vorläufigen Abbestellung der Arbeiten für das neue Panzerboot einen, wenn auch nur kleinen Schritt sahen, dem Militarismus etwas Einhalt zu tun.. Die A b st i m m u n g ergab in der Zweiten Kammer 162 Stim- men für die Politik der Regierung und 5g dagegen. In der Ersten Kammer stimmten allerdings nur 00 Abgeordnete für und 83 da- gegen, aber diese Majorität der konservativen Militaristen ist zu gering, um mit ihrer Minorität aus der Zweiten Kammer die Rc- gierung bei der bevorstehenden gemeinsamen Voticrung des Reichs- üffls zu Fall zu bringen. Aus dem Bau deS neuen Panzerschisfes wird also vorläufig nichts; man wird erst abwarten müssen, zu welchem Resultat die Beratungen der großen LandesverteidigungS» kommission führen, die von der liberalen Regierung eingesetzt ist. GewerkrcbaftUcbea. 6ruiidrätzUcber Btreihbruch. Die Mauserung der christlichen Gewerkschaften von der Theorie des bedingten Streiks zu der des unbedingten Streikbruches scheint bereits ultramontan-gewerkschaft- liches Gemeingut der Gewerkschaftsleitungen geworden zu sein. Vor einiger Zeit richtete der unrühmlich bekannte Zentrumsabgeordnete Becker, seines Zeichens Arbeiter- sekretär, in einer Versammlung im katholischen Vcreinshause in Essen-Ruhr an die Adresse der Firma Krupp die Warnung vor einem gewissermaßen in der Luft hängenden Streik der Metallarbeiter. Das erinnert an die Fanfaren des nachher in die Versenkung gestoßenen Gewerkvereinsführers Efferts. der mit der Ankündigung eines internationalen Bergarbeiterstreikes eigentlich den ersten und kräftigsten Anstoß gab zu der Bewegung, aus welcher der Streik herauswuchs, den die Christenführer dann systematisch mit Hilfe verlogenen Terro- rismusgeschreies, von Polizeisäbeln. Browningpistolen und Unternehmerbrutalität kaput machten. Es ist nicht ausge- schlössen, daß die pfäffisch inspirierten Christenbrüder nun auch den Metallarbeitern einen ähnlichen„L i e b e s d i e n st�' erweisen möchten, wie die Niedcrknüppelung der Bergarbeiter, wobei die bewußte Schädigung der Arbeiter allerdings nur das Mittel ist, der freien Organisation Schwierigkeiten zu bereiten. Man arbeitet eben nach dem bekannten Grundsatz, der die Mittel heiligt, die dem Zwecke dienen. Daß man mit dem Versuche, nun die Metallarbeiter zu einem Kampfe gegen Krupp aufzumuntern, unlautere Zwecke, heimtückische Ab- sichten verbindet, dafür liegt bereits ein Beweis vor. Aus Anlaß einer Bcrgarbeiterversammlung in Hattingen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Sekretär des Berg- arbeiterverbandes Löffler und dem Angestellten des christlichen Metallarbeiterverbandes Engel, nebst einem anderen Christen- führer. Beide flochten sich Ruhmeskränze! Sie hätten nicht nur für den Streikbruch agitiert, sondern ihn auch praktisch gefördert, indem sie— wie Polizisten, Gendarme und Spitzel — als Schutzgardc der Streikbrecher, diese zur Grube und nach Hause begleiteten. Der Schutzengel der Streikbrecher und des Grubenkapitals bemerkte dabei:„Auf diesem Boden, wo wir jetzt stehen, werden wir für alle Zeiten stehen bleiben: mögen Kampfe kommen, von wo sie wolle n." Löffler konstatierte, der Vertreter des Metallarbeiterverbandes habe mit seinen Darlegungen zum Ausdruck gebracht, die christlichen Gewcrk- schaften hätten sich der Theorie der katholischen Fachabteilun- gen angeschlossen, und den Streikbruch zum Grundsatz erboben. Und was sagte der Christenengel dazu? Er begnügte sich mit dem Zuruf„Sehr richtig!" Löffler machte dann, ohne Widerspruch zu finden, auf die Bedeutung des Vorganges nochmals ausdrücklichst aufmerksam. Demnach kann man über die Taktik der Christcnführer nicht mehr im Zweifel sein. Der unschuldsvolle Engel hat in einem unbewachten Augenblicke zuviel verraten. Wenn das christliche Metall- arbeitervereinchen oder andere christliche Grüppchen in Zukunft Lohnbewegungen markieren, dann weiß man, was dahinter steckt. Zentrumsgewerksvereinlicher Arbeiterbetrug! Berlin und Umgegend. ... Achtung, Metallarbeiter! Wir machen darauf aufmerksam, daß infolge des Streiks von zirka SOOl) Kollegen Frankfurt a. M. für alle Metallarbeiter gesperrt ist. Die Kollegen werden dringend ersucht, keinerlei Beschäftigung für Frankfurt a. M. anzunehmen. Deutscher Mctallarbeiterverbano. Ortsverwaltung Berlin. Achtung, Friseurgehilfen! Aufgehoben ist die Sperre bei Kuhn au, Fürbringerstr. 35. Für Verbandsmitglieder gesperrt: Schlickert, Woldstr. 19. Verband der Friseurgehilfen. Die Tarifbewegung der Fleischcrgesellen in Neukölln macht gute Fortschritte. Bis jetzt haben 43 Meister den Tarif unter- schriftlich anerkannt. Viele Fleischcrmeister erklären ihrer Kund- schaft, bei ihnen sei alles bewilligt; nur wollen sie wegen ihrer bürgerlichen Kundschaft nicht im„Vorwärts" veröffentlicht sein. Wir bemerken hierzu, daß dies unwahr ist. Sämtliche Geschäfte, die bewilligt haben, werden im„Vorwärts" veröffentlicht: alle anderen haben den Tarif nicht anerkannt. Von der Flcifcherinnung wird das Gerücht verbreitet, daß die Tarifbewegung abgebrochen sei und deshalb habe es kein Flcischermeister mehr nötig, den Tarif zu unterschreiben. Die Herren wollen damit ihre Mitglieder, die immer mehr einsehen, daß sie bei der Jnnungstaktik die Dummen sind, beruhigen. Ob eS ihnen gelingt, bleibt abzuwarten. Viele JnnungSmcister er- klären, das Geschäft sei ihnen lieber, und erkennen den Tarif an. Im heutigen Inseratenteil befindet sich die Liste derjenigen Fleischermeister, die den Tarif unterschriftlich anerkannt haben. Wir machen besonders darauf aufmerksam und ersuchen, dieselbe aufzubewahren. Zentralverband der Fleischer. Deutlchea Reich. Der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter im Jahre tvlt. Seit Bestehen des Verbandes ist der Aufstieg der Organisation im vergangenen Jahre der größte gewesen. Die Zahl der Mit- glieder stieg von 39 262 auf 47 376. Das größte Kontingent der Mitglieder stellen die Gasarbeiter mit 14 979, dann folgen die Straßenreiniger mit 5146, die Straßen- und Wegebauarbeiter mit 3414, das Krankenpflege-, Massage- und Badepersonal mit 3911, das Personal der Parkanlagen, Friedhöfe und Tiergärten mit 2161, der veim Wasserbau Beschäftigten mit 2972, der bei den Wasserwerken Tätigen mit 1916 der bei Hafenanlagen und auf Lagerplätzer Beschäftigten mit 1843, in Elektrizitätswerken Bc- schäftigten mit 1797, bei der Entwässerung Tätigen mit 1568, Straßenbahner mit 1491, Hoch- und Tiefbauarbeiter mit 1419, bei der Fäkaliei.beseitigung Beschäftigten mit 1311, Vieh- und Schlacht- Hofarbeiter mit 961, in sonstigen Betrieben Beschäftigte, in den Markthallen, der Desinfektion, den Bedürfnisanstalten, der Feuer- wehr, den Schulen, Theatern, städtischen Bureaus usw. mit 3312 und in direkten Staatsbetrieben Beschäftigte mit 1974. Mit der Zunahme der Mitgliederzahl haben sich gleichzeitig die Finanzen des Verbandes gehoben. Im Berichtsjahre ist erst- malig die Million an Einnahmen nicht bloß erreicht, solndern über- schritten worden. 1 923 516 M. Einnahmen stehen 838 189 M. Ausgaben gegenüber. Der Vermögensbestand beträgt insgesamt 652 521 M. oder pro Mitglied 15,23 M. gegenüber 13,29 M. im Vorjahre. Von den Ausgaben haben sich besonders erhöht die Erwerbslosenunterstützung und zwar gegenüber dem Vorjahre um 47 595 M.<1911 machte sie 162 277 M. aus). Die Unterstützung in Sterbefällen stieg von 29 567,59 M. auf 38 762,59 M. Die Ausgaben für Rechtsschutz stiegen von 3587 M. auf 4773 M. und für Maßregelungen von 5817 M. auf 6927 M. Die Streikunter- stützung weist einen Rückgang auf: sie fiel von 38 484 auf 19 585 Mark; auch die sonstigen lokalen Unterstützungen sind von 69 259 Mark auf 57 126 M. gefallen. Die allgemeine Teuerung in Verbindung mit dem größeren Fortschritt in der Technik veranlaßte auch die Mitglieder des Ge- meinde- und Staatsarbeiterverbandcs Lohnbewegungen in größerem Umfange durchzuführen. Die Zahl der Lohnbewegungen erreichte den höchsten Stand seit Bestehen des Verbandes, sie bclief sich aüf 375 M. in 148 Orten für 1159 Betriebe mit 135 129 Beschäftigten. Erzielt wurde für 64 541 Personen eine Lohnaufbesserung von 1,13 M. pro Kopf und Woche und eine Arbeitszeitverkürzung für Berantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Inseratenteil verantw.z' 3258 Personen von FL Stunden pro Kopf und Woche. Außerdem erhielten 3959 Beteiligte Zuschläge für Ueberzeit- und 1388 Be- teiligte solche für Sonn- und FeiertagSarbeit. sowie 42 731 sonstige Verbesserungen, wie Einführung von Sommerurlaub, früheren Arbeitsschluß an Sonnabenden, Einführung von Arbeiterausschüssen, Lieferung von Dienstkleidung. Einführung oder Erweiterung der Differenzzahlung zwischen Lohn und Krankengeld in Krankhcits- fällen, von Ruhelohn und Hinterbliebenenfürforge usw. In elf Fällen war es möglich, die verbesserten Bestimmungen durch Tarif- vertrüge festzulegen. Allgemein verliefen die Lohnbewegungen ohne Arbeitseinstellung, von 375 Lohnbewegungen waren nur drei Angriffsstreiks, zwei Abwehrstreiks und drei Aussperrungen. In acht Fällen mußten sich die Mitglieder gegen die von Stadtver- waltungen beabsichtigte Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wehren. Sicherlich Beweis genug dafür, daß städtische Verwal- tungen genau so wie private Unternehmer versuchen, für ihre Ver- waltung recht günstige Abschlüsse auf Kosten der Arbeiter herbei- zuführen, aber auch Beweis genug dafür, daß auch die Gemeinde- arbeiter das Streikrecht benötigen. Die Kämpfe der Gemeinde- arbeiter haben jedenfalls gezeigt, daß sich die Gcmeindearbeiter der auf ihnen ruhenden Verantwortung bei Anwendung des schärfsten Mittls im wirtschaftlichen Kampf voll bewußt sind. AuS dem geringen Vorkommen von Streiks und Aussperrungen darf jedoch keineswegs gefolgert werden, daß man dieses Mittels überhaupt cntraten könnte.— Es bedarf daher in Zukunft noch weiterer Stär- kung dieser Organisation, um den Forderungen der städtischen Ar- bciter Geltung verschaffen zu können. Die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Sattler und Portefeuiller. Der Verband der Sattler und Portefeuiller veröffentlicht eine statistische Erhebung über die Erwerbsverhältnisse seiner Mit- glieder, die im Frühjahr 1911 aufgenommen wurde. Bon der Statistik sind den Hauptbranchen nach erfaßt: aus der Geschirr- brauche 636, Lederwarenbranche 3746, Treibricmenbranche 537, Militäreffektenbranche 595, Wagenbranche 746 und sonstige Branchen 592 Personen. Beteiligt sind insgesamt 176 Orte mit 6672 Per- sonen, darunter 516 Arbeiterinnen und 359 Unorganisiert«. Nach der Stellung im Berufe gegliedert haben sich beteiligt: 5672 Ge- Hilfen, 499 Arbeiterinnen, 163 Hilfsarbeiter, 274 Heimarbeiter, 26 Hcimarbe.tcrinnen und 47 Werkführer. Ein umfangreiches Tabcllenwerk und eingehende Erläuterungen zeigen die Existenz- bedingungen dieser Arbciterkatsgorien. Ein näheres Studium dieser Erhebungen ergibt gine gute Propaganda für die Beitre- bungcn auf Perkürzung der Arbeitszeit. Es wird hier in ein- fachcr Weise dargestellt, daß die Löhne bei kürzerer Arbeitszeit be- deutend höher sind als bei längerer Arbeitszeit und so umgekehrt. Folgende Nufstellung gibt darüber Aufschluß: Der Wochcnverdienst betrug nach der Arbeitszeit geordnet: Der Unterschied zwischen dem Verdienst bei der längsten und der kürzesten Arbeitszeit ist ungeheuer groß. Bei 7 bis 8 Stunden weniger Arbeit pro Woche werden 19 M. mehr Verdienst erzielt. Von den 6672 Beteiligten arbeiten 2267 53 Stunden und weniger, 1759 54 Stunde», 1675 57 Stunden, 1999 69 Stunden und 187 noch länger wie 69 Stunden; in Ostelbiep ist noch eine Arbeitszeit von 84 Stunden anzutreßf«,, und— in der Geschirrbranche herrscht teilweise noch der Kost- und Logiszwang. 61 Proz. der Beteiligte» haben also den Neunstündenta�. An dieser Arbeitszeit partizipieren die Arbeiter der Lederwarenindustrie besonders stark, die infolge ihrer Tarifverträge in den Lohn- und Arbeitsbedingungen an erster Stelle rangiert. Im Vergleich zu zwei ältercii Erhebungen vom Jahre 1995 und 1993 sind in fast allen Branchen gute Fortschritte aufzuweisen; nur die Geschirrbranche macht davon eine Ausnahme, weil sie unter der Entwickelung des Automobilismus ungeheuer zu leiden hat, und infolgedessen wird die Zahl der Arbeitskräfte zusehends geringer. Auch die Lohnform ist einer ständigen Wandlung unter- warfen. Während 1995 noch zwei Drittel im Lohn arbeiteten, ergibt jetzt die Statistik, daß fast zur Hälfte im Akkord und im Lohn gearbeitet wird; der Stücklohn gelangt immer mehr zur Ein- führung. Ucber die Verbreitung der Ueberstunden wurde u. a. festgestellt, daß im Winter 1919/11, in genau einem Kalben Jahre, von den 6672 von der Statistik erfaßten Personen 2427 Personen 193 947 Ueberstunden gemacht haben, oder pro Kopf 42 Stunden. In der- selben Zeit mußten 867 Personen an 26 939 Tagen oder im Durch- schnitt an 31 Tagen verkürzte Zeit gearbeitet. Die Erwerbslosigkeit im Gewerbe wird durch folgende Ziffern illustriert: Von 6672 Personen waren 953— 28 707 Tage arbeitslos, 1135 Perüncn 24 407 Tage krank und 678 Personen setzten 5939 Tage niit der Arbeit aus; insgesamt also eine Erwerbslosig- keit von 2766 Personen mit 58 744 Tagen. Pro Kopf der Be- teiligten war jeder 39 Tage arbeitslos, 22 Tage krank und 8� Tage mußte ausgesetzt werden. Ueber das Alter der Beteiligten sei noch bemerkt, daß 14 Proz. im Alter von 29 Jahren und darunter stehen. 49 Proz. im Alter von 29 und 39, 28 Proz. zwischen 39 und 49 und 18 Proz. über 49 Jahren stehen. Alles in allem beweist diese statistische Arbeit, daß für eine möglichst einheitliche Gestaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen der Organisation noch manche Arbeit erwächst._ Eine Konferenz der Kartonnage«- und EtuiSarbeiter, die in Leipzig stattfand, beschäftigte sich mit den eigenartig gelagerten Berufsverhälwissen. die die gewerkschaftliche Organisation vor allem unter der erstgenannten Arbeiterschaft nur schwer Eingang finden ließ. Trotz aller Bemühungen dss Buchbinderverbandes waren mit Abschluß des Vorjahres erst 5222 Personen der Kar- tcmnogenbranche diesem Verbände angeschlossen, während scbon die VerufSzählung von 1907 rund 30 000 Branchenzugehörige feststellte, so daß beute unter Berücksichtigung der Entwickelung des Gewerbes mit rund 49 999 Kartonnagcnarbeitern und-Arbeiterinnen gerech- net werden kaum Neben 34 Delegierten der Kartonnagen- und 15 Delegierten der Etuisbranche waren noch 13 Gauleiter resp. Zahlstellcnangestcllte aus Orten mit starker Kartonnagen, resp. Etuisindustrie auf der Konferenz anwesend. Die Kartonnagen- brauche hat ihren Sitz in Sachsen. Der Gauleiter für diesen Be- zirk, Pfütze- Chemnitz, referierte auch auf der Konferenz über: „Die Verhältnisse in der Kartonnagenindustrie und die beste Art der Agitation in derselben." Um die Agitation für die Folge mehr von den Branchenangehörigen selbst mit pflegen zu lassen, soll— um die notwendige Anzahl von Kollegen und Kolleginnen hierfür heranzubilden— ein L e i t- faden oder Wegweiser herausgegeben werden, der in leichtverständ- licker Weife Anleitung gibt, wie bei der Hausagitation den Berufs. genossen lKollcgen,, Kolleginnen, Jugendlichen) und auch den Eltern der vielen minderjährigen Arbeitskräfte in der richtigen Form Aufschluß über den Verband gegeben werden kann, und der auch weiter veranschaulicht, wie bei den Werkstattagitationen, in Versammlungen usw. am erfolgreichsten unter den noch nicht Or- ganisierten agitiert werden kann. Die Konferenz stimmte ent- sprechenden Leitsätzen zu.— Ueber: Tie Verhältnisse in der Etuisindustrie* gab Kulikowski-Berlin ein an- schaulickes Bild. Durch eine vom Buchbindervcrband aufgenommene Berufsstatistik wurden 3528 Branchenangehörige ermittelt, von denen Ende 1911 1153 dem Buchbindcrvcrbande angehörten. Die Die Branche hat mit einem gutorganisierten Unternehmertum zu rechnen, bei dessen Mitgliedern fast Dreiviertel der Branchenange- Th. Glocke, Berl'n. Druck u.VerlagTVorwärtSBuchdr.u, VerlagSanstats hörigen beschäftigt sind. Auf einer ihrer letzten Generalversamm- lungen hatte der Unternehmerverband beschlossen, mit der Arbeiter. organisation keine Tarife mehr abzuschließen und bestehende Tarife nicht mehr zu erneuern. Obwohl der Unternehmerverband sich auch in diesem Sinne zu betätigen versuchte, so mutzte er doch wohl oder übel zusehen, wie gerade seine besten Ortsgruppen es vorzogen, sich mir der Arbeiterschaft in Frieden auseinanderzusetzen. Nach- teilig für die Etuisindustrie ist die verhältnismäßig starke Heim- arbeit und Lehrlingshaltung. Unter den 3528 Branchenangehörigen befanden sich 257 Lehrlinge und 295 in der Hausindustrie be- schäftigte Personen. Tie Arbeitszeit schwankt zwischen 9 und 11 Stunden, und die Löhne haben mit der Steigerung der Lebens- mittelpreise nicht gleichen Schritt gehalten. Die oben kurz skizzier- ten Leitsätze haben auch für die Etuisbranche Geltung.— lieber; „D i e Regelung der Lohn- und Arbeitsverhält- nisse* referierte der Verbandsvorsitzende K l o t h- Berlin. Als am zweckentsprechendsten werden vorläufig noch immer die Ab- schlüsse von Werkstatt- oder Ortstarifen erkannt. Speziell für die Etuisbranche sind in den letzten sieben Fahren für 3144 Personen pro Kopf und Woche 2% Stunden Arbeitszeitverkürzung und für 4985 Personen je 1,59 Mk. an Lohnerhöhungen erreicht worden. Bei einer Berechnung der Ausgaben sür Lohnbewegungen und Streiks ergebe sich, daß die Angehörigen der Etuisbranche die weitgehendste Unterstützung des Buchbinderverbandes gefunden haben.— Die Diskussion gestaltete sich äusterst anregend. In ihr wurde wiederholt mit bemerkenswerter Schärfe auf Grenz- streitigkciten mit den Verbänden der Sattler und Portefeuiller und der Fabrikarbeiter hingewiesen, die beide versuchten, in das Or- ganisationsgebict des Buchbinderverbandes einzudringen. Gefordert wiirden hiergegen ganz energische Abwehrmaßnahmen. Zum SSIuh erklärte die Konferenz den Nachweis durck die verschiedenen statisti- scheu Erhebungen für erbracht, daß die Lohn- und Arbeitsbedin- gungen in der Kartonnagen- und Etiiisindustrie durchaus un- genügende und darum verbesserungsbedürftig sind. Als Vorbcdin- gung für diese Verbesserungen ist eine genaue Kenntnis der beruf- lichen Lage notwendig, die durch fortlausend zu ergänzende statl- stische Aufzeichnungen vermittelt wird. Durch Haus- und Werk- stattagitation. durch Mitwirkima der Gewerkschaftskartessp. durch -Einwirkung auf die den Kartellen angeschlossenen Organisationen bezw. deren Mitgliedern, ihre Familienangehörigen, die in der Kartonnagen- und Etuisindustrie tätig sind, dem Buchbinderver- bände zuzuführen, wird eine wesentliche Besserung des Organna- tionsverhältnisses erwartet und damit die Unterlage zur Verbesse- rung der Lohn- und Arbeitsbedingungen gegeben. Zur Verhutiing und Beseitigung der Slbmutzkonkurrenz ist es wümchenSwert, für gleiche Arbeit auck, möglichst gleiche Löhne durck�uietzen und auch für eine Gleilbmäßigkeit der sonstigen Arbeitsbedingungen zu sorgen. Ferner wind erwartet, daß eine Sammlung und Tim hing der bestehenden Tarife und der Kenntnisse der beruflichen Verhalt- nisse durcbgofübrt wird. Außerdem wünschte die Konferenz, daß durch den Verbandsvörstand eine aus fünf Personen bestehende Tarifzentrale für die Kartonnagcnbranche— mit dem Sitz in Dresden— eingesetzt wird. Achtung. Metallarbeiter! Die Arbeiter der Firma Albrecht in Göttingen, Aluminiumwarenfabrik, stehen im Streik. Ter Kampf richtet sich gegen die Einführung einer Arbeitsordnung, die eine Verschlechterung der bisherigen Arbeitsverhältnisse bedeutet. Ferner wird eine Aufbesserung der Stundenlöhne von 29— 27 Pf. verlangt. Zuzug von Anschlägern, Polierern, Schlossern, Drückern, und Schleifern ist streng fernzuhalten. Der Bergarbeiter August Siegel«ach Teutschland zurückgekehrt. Einer der Führer des Bergarbeiterstreiks von 1889� der mit Schröder und. Bunte die sogenannte Kaiserdelegation bildete, August Siegel, ist vom Ausland nach Deutschland zurückgekehrt. Für Siegel bestand damals die Gefahr, daß er auf Jahre hätte ins Gefängnis wandern müssen. Da nahm er Abschied von den deutsche» Landen und ging nach Schottland. Jahr für Jahr erneuerte der Staatsanwalt den hinter ihm erlassenen Steckbrief. Nachdem Schröder und die übrigen Freunde vom Essener Mcincidsprozetz glänzend gerechtfertigt worden sind, hat der Dortmunder Staats- anwalt auch auf weitere Verfolgung Siegels verzichtet und den Steckbrief gegen ihn nicht mehr erlassen. Nach über zwanzig. jährigem Ausenthalt im Exil kehrt Siegel zu seinen deutschen Kameraden zurück, um sich wieder in ihre Reihen, in die Reihen der Kämpfenden, zu stellen. TlusUnd. Die Buchbinder Hollands, die gemeinsam mit den Buchdruckern im Allgemeinen Typographcnverband sind, haben mit der Arbeit- geberorganisation ihres Berufes einen Landestarif abgeschlossen, der vorläufig jedoch nur in Amsterdam, Rotterdam, Haag. Leiden und Delft anerkannt ist. aber auch auf die anderen Städte aus- gedehnt werden soll. Die Schuhmacher von Kristiania haben am Montag die Arbeit eingestellt, nachdem ihr Tarifvertrag abgelaufen war, und die Verhandlungen mit den Meistern zu keinem annehmbaren Er. gebnis führten. Sie verlangen Erhöhung des Wochenlohnes von 29 auf 24 Kronen und ebenfalls Erhöhung der Stücklöhne. Hetzte Nachrichten. Offizielle Verlustliste der„Titanic".Katastrophe. New Dort, 19. April.(SB. T. B.) Die White Star-Linie hat eine Bekanntmachung erlassen, wonach von der„Titanic* 292 Passa- giere erster, 115 zweiter und 178 dritter Klasse gerettet worden sind. Von der Mannschaft wurden 296, von den Ofsizicren 4 ge» rettet. Tie Gesamtzahl der Geretteten beträgt demnach 795, die der Umgekommenen 1635. Die Angst vor der Maifeier. Warschau, 19. April.(P.-E.) In der letzten Nacht wurden hier, in Lodz und in zahlreichen Industriestädten Russisch.Polens Ver- ha f t u n g e n vorgenommen. In Warschau wurden in der letzten� Nacht allein 39 Agitatoren der sozialdemokratischen Partei ver. haftet. Die Verhaftungen sollen angeblich mit Vorbereitungen der sozialdemokratischen Partei zur Maifeier in Verbindung stehen. Die polnische sozialdemokratische Partei hat einen Aufruf erlassen. in dem die Zlrbeiterschaft aufgefordert wird, den 1. Mai festlich zu begehen. Ein Sittlichkcitsskandal in Krakau. Krakau, 19. April.Iau nt"1 marenjo, zwei- nnd eicreibig, naoli u den neuesten Modellen, auf prima Zutaten gearbeitet, Selbstkoetcnprei«.. M. 13.80 17.15 22.20 29.75 38.501 +10<,/jüm8at3!prOTis.: M. 1.40 1.75 2.25 3.00 3.85 1 unr. bis 75 M., Terkaofsprei«...«.IS.A 18.90 24.45 32.76 42.38 Uonnnn DhIa�aJ-a alls 8Cbvrarzen und waren go Gheriot- n. Eammgarn- llul I ulildiuluXu s'oKen. Sport-Paletots ans la CoTer-Coat n. Phantaaie- Stoffen, teilweise auf Seide erstklassig verarbeitet, Selbstkostenpreis.. M. 16.20 24.00 3200 38.00 48.00t +10,/0DmsatzproTi8.: M. 1.65 2.40 3.20 3.80 4.80 j usw. bis 72 lt. VerkaufspreU... M.17.SS 2(1.40 35.20 41.80 53.80/���° [Ippp�[jjglgp«uü Raglan, zwei- u. einreihig, aus den modernsten Phantasie-Stoffen gearbeitet, mit breitem Kragen und Aufschlägen, teilweise mit Gurt. Vollendeter Sitz. SelbstkoslenpreU.. U. 13.50 19.40 +IO#/0 ümsaUproTi«-' M. 1.35 1.95 26.40 33.60 41.40 2.65 3.40 5 . M 14.85 21.35 29.50 37.oo 45, 1.40) >15 MW. Lssp UsTOM., „ all. Grössen und Preislagen Selbstkostenpreis+10% Die H. K, G. hat nicht nötig, durch Aasnahmetage nnd Sonder-An« geböte das Publikum anzulocken. Das System der H. K. G,, Selbst» kostenpreis lO'/or gibt dem Publikum die Garantie, alle Artikel jederzeit billig nnd gnt einzukaufen. Deutschlaads grösstes Spe- zial-Geschäft dieser Art Herren-Kleider-Vertrlebs-Ges.£ H.K.G. Nur: Neue Schönhauserstrasse 1, Ecke Weinmeister- und Hilnzstr. Spezial-Haus gross ten Stils für fertige Herren- und Knaben-Konfektion. Achten Sie bitte auf unsere Firma, wir haben keine Filialen. Wecker- Uhr mit gut gehendem Werk... 1.65 0 Wurst waren H Jervelat- od. Salamiwurst..... 1,25 Sshinkenwurst.............. mn. 1,25 Knoblauchwurst—.....Pfand 1.25 Teewurst.................. p�l,25 ff. Leberwurst............ Pfund 1,05 Landleberwurst............ Pfand AZp� Zwiebel wurst................. Pfand 50 pi- Mettwurst ZK-".. Rotwurst I.................... pfana SS«. Sülzwurst..................... Pfand SO Pf. Sülzkoteletts................. st°°i-42p-. Ochsenmauisalat.......... Poruon 42«. Schinkenspeck............ Pfnnc 1,1 0 Nusschinken................ Pfand 1.25 Ho onia� waren Erbsen mitlliUsen............. Piand 21 p- Erbsen 23p.. Ä 21,. 1 N • K K G t G K I i I * I § i Emdürschürzen I Tändelschürzen Bohnen.......... p.un; SOj 23 p> Linsen......... Pfand 13, AZ, 23 p Reis............. Pfana 19, 23, ZAp Gries.................. p.ua, 20, 22p, A.Dandorf&G Belle-Ailianoestrasse Gr. Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm ■■■__ M Lebensmittel Die mit& bezeichneten Artikel sind von der Znsendung ansgeechloesen Sowtit'Vorrat Frisches Fleisch Schinken 7..�.?.� 80p. Koteletts........... p�l.oo Kamm 0 Schutt p�d 95 pt Bauch.................. Pfand 75pl Eisbeine............ 40 pt Rückenfett od. Liesen Pfand 68 pl Schmorfleisch 95?t Querrippe oder Brust ptandSSpt Kaffee Kakao Pfund Pfund 1.30,1.40 75, 95 p>, Pf. ??? Kassier...... �85 HKiiner.1.95,2.50 Spittelmapkt Belle-Zlliancestp. ßp.FrankfurlepstP. Brunnenstp. Kottbuser Damm Billise Schürzen farbi», weiss, schwan, in Q C verschiedenen Grössen... wü Pf. hübsch{ramiert. weiss, QC schwarz oder farbig..... HO Pt. Weite WirtscDaflsscniiPzrn 5öJp.llÄoS*z 95 n Blusen-od.Miederschürzea sfoTenA 95 p. I Empireschürzen v f Schwarze Hausschürzen v eeschmackyolier /crarbeitung . 95 pu mitVolan 95 l'l. Bunte Reiormschürzen gaS�m,re!eh Hausschürzen 1.25 1.25 1.25 1.25 1.25 Zierschürzen I.25 gamiei mit Trägern, verschiedene Fassons, mit Borten-Garnieinng......... ServierscMrzen schwarz, ans gutem Panama lür 6-10 Jahre............. Mädcbenschurzen WLM Ä: Schulschürzen 'Obst u. Gemüse � Apfelsinen 30, 40, SO"% Amerikaner Äepfel-------- Pfand 25«. M Rhabarber..................... Band 4«-® Spinat......................—...Pfand 15« � Salat... �opt pt., a, Tomaten...................... Pfand 28 D Frische Curken—......... Bt&ck30« m Bananen........................ Pfand 29« W Radieschen................ 3 Bond IQpt � Schweizer Käse........... Pfand 38« A Brie-Käse..................— Pfand 55« � Limburger Käse.......—.«and 50« Romatour-Käse............. stock 29« n FischKonserven f Sardinen in Oel........ o°» 38,48« � Appetit-Süd v 28,28,48« A Beükatess-üeringe 30« I Kräuter-Heringe e». 2 Liter-Do« 95« W Essig-Gewürz-Gurken°a. 2"A; 95« Q Aale geräaehert................. Pfand 1,10 Lachsheringe........... 2 stock 15« W I 0 « I S 1 H p�v*'-w j er �' jL' Mi I WirtschaitssclmrzeniAreÄextaw�t Reiormschürzen farbig, aus gutem Gingham Blüsen-od.Prinzess-Schiipzen gamiert..... Kinderschürzen gm»» Hausschürzen.p!?r.mA.mi! Servier- oder Tändelschöpzen Är.r5.�!".1: 1.45 1.45 1.45 1.45 1.45 1.45 Damentuche�:..M. per Meter...... von � an KostUmstoffeirK?.stoo« Muster. per Meter von � an Seliienilüsch�r� Nord�SOcm breit, per Mtr. � � Ufflilo zu Kleidern füliC i3o cm breit O M. per Meter..... von � an Samt und Seite usw Do otntC 1 li neueci. ra>ClUlö Fasson«, in-I 4 M engl. Stoffen etc.,. von• � au Kostüme'�r engl Stötten u Kammg Kostüm- Böcke in grosser Auswahl von Auswahl in OR M. v. an 50 an Saebmünte zu sehr billigen Preisen!| zu sehr billigen Preisen! �WTTMtt TfBlWianrW.MJ SaSttwssr■' Strasse 5. J ............... [ E P E LZ Auch Teilzahlung! Nur Witt,. JVlöbcl-�Iifcb Gr. Frankfurter Str. 45/46 Greift zu! Jed. Herrn, der sich eleg. n. bill. kleiden will, empfehle elog. Monatsgarderobe in feinsten Werkstatt. Berlins gearb., von Herrschaften, Doktoren, Kavalieren nur kurze Zeit gebr.ffürjed. Fig.pass.) Monats-Jackett-AnzUge 6,10, 14.I8M Monats-Rock Anzüge 10, 12, 16, 20 M. Monats-Paletots 8, 10. 14, 18 M. Monats-Herren-Hosen 2,50, 5,00 M. Vlstrp,»ehr billig;. GroBo Abteilung neuer Garderobe. MnlliailOP Gr- Frankfurter Str. 08 IliUllialiCr.(NäheStrausborger PI,) Bitte genau auf No. 08 zu achten! FALSCHES GELD ausgeben bedeutet es unbedingt, wenn Sie für Ibre Kleidung xu hohe Preise bezahlen. Es Ist Ihnen bei der Monatsgarderoben- Verkaufs-Gesellscbaft Gelegenheit geboten, sich mit hocheleganter Mass- Garderobe, die von feinsten Herrschaften, Doktoren. Kavalieren nur ganz kurze Zeit getragen wurde, zu versehen. Dass solche Garderoben im Sitz weit besser und im Tragen viel vorteilhafter wie billige Konfektion sind, braucht wohl nicht erst hervorgehoben tu werden. Ein Versuch wird zu dauernder Kundschaft führen. Anzüge und Paletots 85° 12°° 18°° Mark Monatsgarderoben-Verkanfs-Gesellschart itF,KI,I\T SO. I>r<>8dcner Straß« II. am Kottbuser Tor. Aufseilen erregt Wegen Separierang Anlseben erregt Per gänzliche Schuh-Ausverkauf der Qbernommenen Waren 40-4! Rosenthaler Straie 49 4! Kinder-Stiefel ..cfav/arz, mit und ohne Lackkappe kräftig« Strapazierstiefel 20-24 25-26 27-30 31-35 1.55 2.95 3.35 3.75 brann, mit Lackk., Normalfassons 21-24 25-26 27-30 31-35 2.95 3.45 3.75 4.25 Damen-Stiefel schwarz n. braun Chevre.oz mit und ohne Lack, mod. Fassons in_ jeder Größe. Paar jetzt nur dieselb. in Prima-Ausführung g"_ eleg. Muster, Paar jetzt nur �.75 schwarz Chevreanx mit Lackkappe franz. u. am. Fassons, Prima-_„ Ausführung G.-W., jetzt nur B.S5 braun Chevreanx, Prima• Qualität, Goodyear-Welt, schicke O Formen..... jetzt nur Kerrea-Stiefel Rindbox- Scbnüratiefel, araerik Fassons, kräftigeStraßen- st-efel. auch Zug und C ä- Schnalle.... jetzt nur �.99 Chevreaux-Sdinürstiefe), schwarz auch braun m.Lackkappe, gj® amer. Fassons, jetzt nur"©.SFä Pa, Chevreanx- Goodyear-Welt- ..errenstiefel, schlanke CS u. breite Fassons, jetzt nur@."9 Hackeseher Markt Bahnhoff Börse. Halbschuhe Damen, im. Chevr. O~— mit Lackk., jetzt nur«3»iff9 ditoDerby,gr.Oesen, M_|- Lackkappe, jetzt nur �M'»s?9 braun Chevr� Derby B?—— mit Lackk. jetzt nur*3-•» 9 Samt-Uaibschnhe q c Schwarza, grau jetztnui 4®«.�9 Lack mit Wildleder od. Chevr. Haibscbube, moderne D?—— Ausführung, jetzt nur«7.99 Lack mit ori' Goody.-Welt, staunend billig. Samt-Calf-Einsatz I Uorfnn Vfinfnl Lack mit orig. Samt-Calf-Einsatz 1 nHIBrJHKHll Goody-Welt, staunend billig. rknut an Wiederwerk Buf er nur vormlttaiial l" Derby amerik. W—_ Form, jetzt nur Ö.S9 Verantwortlicher Redakteur; Albert Wach«, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: TH.GK»k«erlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer«.Co., Berlin SW, Dr. 92. 29. ZehWng. 2. Keiiqc iw Lowörls" Aerlim WlkdIM Somiilbend. 29. April 1912. k�eickstag. 41. Sitzung. Freitag, den 19. April 1912, nachmittags 1 Uhr. Am BundeSrat-Ztische: Dr. L i s c o. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Präsident Kampf mit, der englische Botschaflcr Goschen habe ihn gebeten, dem Reichs- tage den Dank Englands für den Ausdruck des Mitgefühls bei dein Unglück der„Titanic" zu übermilteln. Hierauf wird die zweite Lesung des Etats des Neichsjnstizamtcs fortgesetzt. Abg. Heinev e n d e n müssen, und das, was sie nöiig bältcii, um für ihre und ihrer etwaigen Hiuterbliebenen Altersversorgung genügend zurückzulegen. Tie Tatsache wird jeder Vorstand der AnwaltSkannnern im Deutschen Reiche bestätigen. Gewiß gibt eS eine Anzahl Anwälte, die glänzend dastehen, das sind aber wenige Herren, welche das Glück haben, daß ihiic» durch besondere lknistände oder ineist durch Verbiiidniigcn die sogenannten M i l l i 0» e n 0 b j e k t e in die Hände fallen. DaS ist c« ja gerade, daß dieselbe Arbeit an einci» großen Objekt Riesengcwiinie abwirft, während ein kleines Objekt nichts als Arbeit und Kosten macht. Gewiß sind die Staats- beanitcn auch nicht glänzend gestellt; aber dafür habeil sie den Vorzug einer v 0 l l st ä n d i g gesicherten Position. Ich ivill nicht etwa den Herrn Staatssekretär um Erhöhung der Ge« bührcn für die Anwälte bitten, sondern wollte nur seinen AuS- führungen widersprechen. Wir Anwälte haben ja noch die Möglichkeit, ui,S im Wege der freien Vereinbarung selbst zu helfen, und wenn uiciiie Herren Kollegen von dieser Mvglichlcit nur etwaS ausgiebigere» Der nun folgende Teil des Programms bot dadurch besonderes Interesse, weil er das viel erörterte neue Heilmittel Salvarsan in einer neuen therapeutischen Beleuchtung zeigte. Der Entdecker des Salvarsans. Prof. Ehrlich aus Frankfurt, den der Kongreß zu seinen wenigen Ehrenmitgliedern zählt, war dabei zugegen. Felix K l e in p e r e r und W 0 i t a- Berlin machten die über- raschcndc Mitteilung, daß schwere Fälle von Scharlach durch Salvar- san geheilt wurden. Sic brachten ziemlich große Dosen in stark verdünnten Lösungen intravenös zur Anwendung und konnten an einem ziemlich großen Beovachtungsmatcrial feststellen, daß der Krankheitsvcrlauf und die Sterblichkeit in einer Epidemie sich in augenfälliger Weise günstiger gestaltet. L c n tz m a n n- Duisburg bestätigte diese Angaben und betonte besonders die günstige Wirkung auf das Ausbleiben schwerer Komplikationen. Prof. Ehrlich äußerte seine Freude darüber, daß der Salvarsanbchandlung ein neuer Wirkungskreis gewonnen zu sein scheint, riet aber, die In- jcktioiicn mit der allergrößten Vorsicht vorzunehmen. Die Diskussion wandte sich dann anderen Behandlungsmethoden des Scharlachs zu. Reiß- Frankfurt empfahl die Behandlung mit dem Blutserum von Retoiivaleozcntcn. während Lentzmann von dieser Methode keine Erfolge gesehen hat. Im übrigen wurde in der Besprechung mehrfach ein neues Präparat crlpähnt, welches alle Vorzüge des Salvarsans ohne dessen Nebenwirkungen besitzt, und dem der Name Ncosalvarsan gegeben worden ist. Die Nachmittagssitzung war der eingehenden Erörterung neuer Forschungsiuethodcn im Gebiete der Herzkrankheiten gewidmet. kleines feuilleton. Schiffskatasiroplien in der moderne« Literatur. Der Sceroma» des 19. Jahrhunderts, den Kapitän Marrjatt begründete und den bei uns Smidt, Gerstaecker n. a. fortgesetzt haben, bescherte uns eingehende Berichte über Schisfskatastrophen. Auch im Kaufmanns- romän spielt das untergehende Schiff eine wichtige Rolle; ja cS kann den Mittelpunkt der Intrige bilden wie in Ibsens..Stützen der Gesellschaft". Ter gcwalügc Aufschwung der Schifssbaulunst in den letzten zwanzig Jahren gab der dichterischen Phantasie cincii 'neuen Impuls. Das Leben auf diesen..schwimmenden Städten" mußte zur Gestaltung reizen, den» in einem sesten Rahmen koiintc chicr ein Abbild der ganzen Welt gegeben werden. Von den lustigen 'Bildern des„Verlobungsschiffes, wie sie Skowronnck enttvirst, bis zu der minutiösen Schilderung des Taiiipferlebcns in cincii« Werk, wie„Tie Fahrt der Jomsburg" von Sörenscn, werde» alle Einzelheiten des originellen Etofsgebicles behandelt. Schiffs- Katastrophen sind i»»icisterhaftcr Form in den beiden neuesten Dichtungen zweier unserer bekanntesten Dichter, in Frensscns „Untergang der Änna Hollmann" nnd in Gcrhart Hauptmanns „Atlantis", dargestellt. Vor allem aber sei hier an zwei Werke erilinert, die die tragische» Ezcncn vom Uniergang der„Titanic" dichterisch voräusgeahnt haben. Jonas Lie schildert in ei nein seiner letzten nnd reifsten Werte„Wenn der eiserne Vorhang fällt" das Leben auf einem großen transatlantischen Dampfer in seiner bunten Vielgestaltigkeit, i» seinen kleinen Verwickelungen und Unter- Haltungen, vis plötzlich die Nachricht kommt, daß allen der Unter- gang drohe, Mit einem Schlage verändert sich das Leben und Gebrauch machen Ivollten. könnten sie sich wohl auS den wirlschast- lichen Sorgen heraushelfen. Wir sind daran gewöhnt, daß wir vom Staat keine Hilfe bekommen und sollten auch nicht darauf warten. Vor allem muß aber niehr geschehen für die A n g e st e l l t e n der Rechtsanwälte. Ihre Gehälter sind zum großen Teil»och elend, ja schniachvoll. Das erkeimen die Anwaltslaiiiniern selbst an. Selbst da, wo bessere Gehälter gezahlt werden, sind sie gerade noch als angcmeffen anzusehen. Aber eine Erhvhuilg dieser Bezüge ist den Anwälten vollkommen unmöglich, wenn nicht ihre eigenen Gebühren erhöht werden. Die Ausgaben der Anwälte für diese Gehälter sind, obgleich diese Gehälter innner noch ganz niizulänglich sind, an vielen Orten auf daS Doppelte in den letzten 29 Jahren grstiegen. Die Gebühren haben sich aber nicht erböht, lind die geringe Erhöhnng, die durch das Pauschale bei den Aus- lagen vor einigen Jahren in Kraft getreten ist, deckt bei weitem nicht die Erhöhnng der Ausgaben für Gehälter, Bureaumiete usw. Der Staatssekretär hat uus dann gesagt, daS n e n e Strafgesetzbuch werde sicher nicht mehr vor diesen, sonder» erst vor den neuen Reichstag komnien. Das haben wir ja erwartet, als dieser Reichstag mit 119 S 0 z i a l d e m 0 l r a t e u h i» e i n- marschierte, daß man vor nnS nicht gern ein Strafgesetzbuch bringt, das ein Attentat aus die politische Freiheit und ans das KoalitionSrccht enthält. Man hofft offenbar, das nächstemal ciucn licbcrcu Reichstag zu haben. Soweit dieser Entwurf bekamit geworden ist, können wir darin jedenfalls nichts anderes als ein verkapptes Zucht- hausgesetz sehe».(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Den Eutwuls über die K 0 n k u r r e» z t l a u s e l kennen wir zwar noch nicht genau, aber von dem, was jetzt bekannt gewordeil ist, sind die A n g e st e l l t c 11 keineswegs befriedigt. Die Mciiilmg in den Kreisen aller Angestellten, nicht nur der sozialdeino- kratiichen, befestigt sich immer mchr, daß die Konkurrenzllausel über- Haupt gesetzlich verboten, für ivirkungsloS erklärt werden muß, denn cS gibt keine gesetzliche Formulierung, möge sie noch so wohl- wollend und geistreich sein, die den Mißbrauch unmöglich macht, der jetzt mit der Konliirrciizklauscl getrieben wird. In 00/m all der Fälle, wo die Konlnrreiizklausel angewendet wird, dient sie garnicht zur Bekämpfung der Konkurrenz, sondern zur llntcrdrncklnig der Aiigeftelltcu(Sehr wahr I bei den Sozialdemokraten.), um sie in ihrer wirtichafllicheii Freiheit zu beschränken, um sie zu willen- losen Sklaven ihrer lliiternchiiicr zu mache»— um einmal diesen etwas übertreibenden Ausdruck zu gebrauchen. Es lassen sich Fälle denken, Ivo ein lluternehmer an einer Konkurrenzllausel auch ein sachliches Interesse hat, aber der uiigehciicrlichc Mißbrauch, der mit der Klausel getrieben wird, zwingt nns dazu, auf diese Fälle keine Rücksicht zu nehmen. Wenn die lluternehmer von einer geictz- lichen Bestiinniimg, die ihnen ein Recht einrämnt, einen so g e m c i»- gefährlichen Gebrauch machen, muß nian ihnen eben diese Waffe aus der Hand nehmen, wie man dem Straßenräubcr auch seine Waffe wegiiiinint und sich nicht damit begnügt, daß er sagt, er brauche sie zur Verteidigung.(Heiterkeit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Vollständig auSgesch wiegen hat sich der StaatSselrctär über die von Stadthagen angeschiiitleiie Maßregelung eines»ativliallibcralcii Richters. Merkwürdigerweise hat sich auch der nationalliberale Redner darüber a n S g e s ch w i e g e u, und beruht der Fall auf Wahrheit — und niemand hat daS bisher zu bestreiten gewagt—, so liegt darin ci» ganz gröblicher E i» g r i s f in die Freiheit, die politische Ehre nnd die politischen Rechte eines Richters, und cS sollte» die Herren Nationalliberalen sich doch einmal regen und ihm» Freunde helfen, aber so ist cS ja stets, tvir Sozialdemokraten müssen eintreten auch sür die Rechts unserer politischen Gegner. sie selber wagen es nicht.(Sehr wahr! bei den Sozialdeinolralen.) Dann hat der Staatssekretär sich höchst beredt aus- geschwiegen über die Aeußerung StadthagenS über den Duellcrlaß. Ich bin gewiß kein Fanatiker der Gesetzlichkeit; ich weiß, daß die Gesetze überall nur teilweise eingehalten iverde», aber was bei dem Duell unser Rcchtsgefühl so verletzt, ist. daß die GesetzeSverletzimg 1 h st c in a t i s ch g e s ch icht und zwarvonjBehvrde» und Beamte», welche berufen find, die Gesetze zu wahren. Wenn irgend ein Student sich mit seinem Kommilitonen duelliert, werden wir nnS deswegen nicht die Haare ausraufen. Wenn aber die Behörde es von ihm verlangt, haben wir Treiben, und mit grausiger Gewalt steigen die nackten Leidenschaften chcr Menschen empor, da„der eiserne Vorhang fällt". Als sich dann die angstvoll erwartete Katastrophe als ein Hirngespinst enthüllt, fällt alles wieder in die gesellschaftliche Maskerade zurück. Das 'liiteressailtestc Beispiel für die Sehergabe des Dichters ist aber der Roman des amerikanischen Dichters Morgan Robertson„Futility", in dem vor vierzebn Jahren bereits mit geradezu verblüffenden Einzelheiten der Untergang des Ricscn- schiffes vorausgeahnt ist. Das Schiff der Erzählung, das größte, das je gebaut, das für unzerstörbar und gegen das Sinken völlig geschützt gilt, führt den Namen„Ter Titan'. ES tritt seine erste Reise mit 2999 Passagieren im April an, stößt gegen einen Eisberg, zersplittert und beginnt innerhalb von fünf Sekunden zu sinke». llMU Meter unter dem Meeresspiegel. Im amcrikani- scheu Senate ist bereits ein Antrag eingebracht, der eine strenge Uiitcrsuchung des gesunkenen Rumpfes der„Titanic" verlangt; in diesem Zusammcichauge werde« genauere Angaben über die Mecrcsticfe an der Uusallstüttc gemacht. Die„Titanic" versank ungefähr unter dem 31. Grad Iii Minuten nördlicher Beeile und 59. Grad 14 Miuulc» westlicher Länge. Hier ist das Meer rund 3399 Meter ticf„ und in dieser Tiefe ruht nun das Iliiglücksschifiß von seiner ersten Fahrt aus. In einer solchen Tiefe ist der Wasser- druck so gewaltig— rund 21/j Tonnen für jeden Quadratzoll—, daß an Bergungsarbeiten unter gar keine». Umständen gedacht tvcrdcn kann. Ein Mensch, der zu solchen Tiefen i»S Meer hinabsteigen wollte, würde ein Gewicht zu tragen haben, das etwa zwölf eisenbeladenen Güterzügen mit Lokomotiven entspräche. Ilntce diesem riesenhaften Drucke ist der SchifsArumpf also wahrschciu- lick wie Seidcupapicr zusammengedrückt worden, die wasserdichten Schotten sind gesprengt und die meisten Einrichtungsgegeiistände zerdrückt. Die„Titanic" wird in den Tiefen des Ozeans, in der absoluten Stille und der ewigen Nacht des Meeresgrundes bleiben. Schon in Ticsc» von 99 Meter arbeiten Taucher nur mit großer Mühe und unter sckjwicrigcn Bedingungen. In der Tiefe aber, in der die„Titanic" nun ihr Grab gefunden hat. ist jedes Tauchen unmöglich und unsere Technik vcrsügt auch über keine mechanischrii Mittel, die imstande wären, bei einem, so gigantischen Wasserdruck Bergungsarbeiten zu leisten. Nur die Natur allein, die dieses riesenhafte Werk mcnschtichcr ArbcitÄrast in wenigen Sekunden vernichtete, hätte die Macht, durch irgendeine seltsame und alles erschütternde Umwälzung der Menschheit wieder die Neste jenes Schiffes zu zeigen,_ Notizen. — Vorträge, lieber die Resultate der Sonnen- Finsternis wird Direktor Archenhold in den beiden Vor- 'trägen am Sonntag, den 21. April, abends 7 Uhr:„Die Bewohnbarkeit der Welten", und am Montag, den 22. April, abends 7 Uhr: „Sonne und Mond", eine» besonderen Bericht erstatten. — Wedelt»ds„Tod und Teufel" verschoben. Die Aufführung des Totentanzes von Frank Wiedckind, den die „Werkstatt der Werdenden" neben anderen von der Zensur der- botcuei, Etückcu am Sonnabend vorzuführen beabsichtigte, mußte aus Montag, den 29. d. M., 1-3 Uhr, verschoben werden, Nach der Uraufführung findet eine Wiederholung siat� ■ baZ Recht, dagegsn ,u protestieren und das Reich, das für bic_ Jnnehaltung der Reichsgesetze'zu sorgen hat. zu Hilfe auszurufen gegenüber einem derartigen ungesetzliche» Unfug.(Sehr wahr! bei den Sozialdemolraten.) S t a d t h a g e n hat ganz recht drese Ungesetzlichkeit des Duellwesens ist so stark, datz in der Tat jeder Beamte, welcher sich daran beteiligt, wegen einer w i s s e n t- l i ch e n Verletzung seiner Amtspflichten zur Berant- wortung gezogen werden sollte. Nach§ 2 des Vereinsgesetzes sind zu verbieten Vereine, deren Ziveck den Strafgesetzen zu- w i d e r l ä u s t. � Sämtliche schlagende Verbindungen Verstoss«» gegen diese Gesetzesbestimmung und zwar systematisch, sie müßten deshalb, wen» das Gesetz gegen sie so angewendet werden würde, wie gegen Sozialdemokraten, aufgelöst werden. Wenn Sozial- dcnrokraten in den Verdacht geraten, daß sie in einem Verein, der nicht politisch ist. Politik treiben, und daß dabei auch Personen unter 18 Jahren sind, so wird der Verein s o f o r t a u f- gelost. Aber hier werden unter den Augen sämtlicher Staats- behördeir die studentischen schlagenden Verbindungen protegiert, da kommt keiner in ein höheres Staatsamt. der nicht die ehrenvollen Zeiche» seiner Gesctzcsvcrletzung im Gesicht triigi. (Staatssekretär Dr. Lisco macht den Redner unter großer Heiter- kcit des HauseS darauf aufmerksam, daß er keinen Schmiß im Gesicht hat.) Ich muß zugeben, daß ich mich etwas zu pathetisch aus- gedrückt habe, der Staatssekretär nimmt ja ohne Zweifel ein hohes Amt ein, aber Sie werden zugeben, daß im allgemeinen heute die Zugehörigkeit zu einer schlagenden Verbindimg die Boraussetzung einer besseren Carriöre ist(Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten); und so war es schließlich gemeint. Ei» viel ernsteres Gesicht hat die Sache in der A r m e e. Auch die sämtlichen Ehrenräte sind nach dem Gesetz Vereine mit einem Zweck, der den Strafgesetzen zuwiderläuft. Es ist§ 129 des Strafgesetzbuches hierauf anzuwenden, denn sie sind eine Ver- bindung, zu deren Zweck und Beschäftigung es gehört, die Voll- ziehung von Gesetzen durch ungesetzliche Mittel zu verhindern. Ich bin gespannt,� was der Staatssekretär gegen diese Auslegung sagen wird.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Gar nichts!) Die Sache ist leider nicht scherzhaft, sondern bitter ernst, wenn dies ungesetzliche Verfahren von den Stellen gefördert wird, welche in erster Reihe das Gesetz vertreten sollen, und in deren Namen daS Recht ausgeübt wird.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Der Staatssekretär hat dann über den Fall Herrmann gesprochen, die Staatsanwaltschaft hat, sagte er, sich einige Tage nach dem Vorfall in Bewegung gesetzt, um die Schuldigen zu er- Nutteln. Es fragt sich nur, wie? Sie hat zwei Leute gehört, und die haben gesagt: Die Nummern der beiden Schutzleute glauben wir uns gemerkt zu haben, sie sind so und so. Irrtümer sind selbstverständlich bei so etwas nicht ausgeschlossen. Die Staats- anwaltschaft hat sich dann nach den beiden Schntzleuten erkundigt rmd von der Polizei die Antwort bekommen, der eine sei i m Lazarett, der andere anderswohin k o nr m a n d i e r t. Daraufhin hat die Staatsanwaltschaft die Akten beiseite gelegt. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Jetzt hätte sie zunächst einmal die Schutzleute kommen und jeden einzelnen inguirieren lassen müssen._ Was ist denn das für ein Verfahren, wenn man die Solidarität dieser llnterbeamten kennt(Sehr wahr I bei den Sozialdenrokratcn), in einer gegen die Polizei gerichteten Strafsache der Polizei die Ermittelungen anzuvertrauen. Das heißt denn doch, den Bock zum Gärtner machen.(Sehr wahr I b. d. Soz.) Man hätte sie nur durch einen älteren erfahrenen Staatsanwalt und einen Richter vornehmen lassen solle». Als nachher in dem Prozeß durch die Zeugenaussagen sehr anschaulich bewiesen wurde, wie ernst die Sache war, und daß kein Zweifel an der rechtswidrigen Tötung Hermann? durch Beamte vorliegen konnte, hat die Staatsanwaltschast, gedrängt durch uns Verteidiger, die Ermittelungen wieder aufgenommen. Es sind 20() oder 309 Schutzleute vernommen worden. Ebenso gut hätte nran 3999 vernehmeii können. Das war alles nur für die Katz, alles nur ein Mittel, um sich nun zu exkulpieren: man habe allcS getan. Es lommt darauf an, daß man so etwas im richtigen Moment und in der richtigen Weife tut. Nebenbei bemerkt, gehört die Polizei als Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft sozusagen auch zu den Organen der Rechtspflege, und die Kritik, die wir gegen diele Rechtspflege richten, richtet sich in erster Linie auch gegen diese Hilfsorgane dieser Rechtspflege, wenn es möglich ist, daß auf offener Straße am hellen Tage ein Mann durch uniformierte Schutz- lcute nicdcrgrschlagc», wenn man Dutzende von Leuten weiß, von Beamten, die zu der bestimmten Zeit in der Gegend gewesen sind. wen» nran die ganzen L i st e n von den Beamten hat, die da be- fchästigt waren. Ich verweise daraus: sobald wir als Verteidiger einen Zeugen benannten, der an dieser oder jener Stelle etwas beobachtet hatte, war die Polizei sofort imstande, ein halbes Dutzend Schutzleute anzugeben, die angeblich an derselben Stelle gewesen waren(Hört I hört! bei den Sozialdemokraten), die auf die Minute beschworen, an dieser Stelle gewesen zu sein und von der Sache nichts gesehen zu haben.(Lachen bei den Sozial- demokraten.) Also die Polizei war informiert, an welchen Stellen ihre Leute gewesen waren, und trotzdem ist es ihr nicht gelungen, die beiden dort beschäftigten Schutzleute herauszufinden. Das ist der Bankerott der Justiz. (Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten. Zuruf: Der Polizeipräsident!) Ach, der Polizeipräsident hat ja schon aus Vor- fchuß erklärt, es wäre alles in Ordnung und hat verkündet, das Ehrenschild der Polizei wäre rein, als er den Fall Hermann be- reitS kannte.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Mit diesem Herrn setze ich mich nicht mehr auseinander.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Gestern haben sich hier zwei Richter, die zugleich Abgc- ordnete sind, hingestellt und sich und ihren Kollegen das Vertrauen ausgesprochen.(Heiterkeit bei den Sozial- demokraten.) Das ist ja sehr schön, wirkt aber nicht sehr über- zeugend. Der eine, Herr Dr. Bclzer, beschloß seine Rede damit, daß er die Unbestechlichkeit der deutschen Richter rühmte. Wäre ich Richter, so würde ich mir darauf nicht viel einbilden, hierüber sollte man doch im zweiten Jahrzehnt des 29. Jahrhunderts nicht nocki Worte machen. Wir stehle» doch alle nicht mehr. Soll man sich dessen»och besonders rühmen?(Heiterkeit.) Dr. Bclzer sprach auch von der Vorbildung der Juristen. Wenn cS sich um die Kenntnisse von Gesetz und Jurisprudenz handelt, habe ich gar nicht das Bedürfnis nach größerer Gelehrsamkeit der Richter. Der Fehler steckt ganz wo anders, er liegt in dem, wovon soviel ge- sprachen wird unter dem Namen der Weltfremdheit der Richter. Das liegt an der ganzen EntWickelung unserer Lebensverhältnisse. Die Richter rekrutieren sich mehr und mehr aus den Kreiser» der Besitzenden und Beamten, und die Kluft zwischen den einzelnen Kreisen, der Bevölkerung ist immer tiefer geworden. Es ssi keine böswillige Absonderung der einzelnen Bevölkerungsschichten vorhanden, sondern sie ist in den wirtschaftlichen Tatsachen be- gründet, und dies ist der Grund dessen, was man als Klassen- justiz bezeichnet. Der Abg. Dr. v. Calkcr hat zweimal betont, er glaube nicht an Klassenjustiz und glaube nicht, daß ein Richter Wider besseres Wissen das Recht beugt. Er hat von seinem theoretischen Standpunkt ohne Kenntnis dessen gesprochen, was man in der Politik unter K l a s s e n j u st i z v c r st e h t. In dem Hand- buch für sozialdemokratische Wähler vom Jahre 1911 ist in aller Entschiedenheit hervorgehoben, daß die Behauptung der Klassen- justiz nicht besagt, der betreffende Richter beuge wissentlich das Recht; dagegen ist es namentlich in Fällen, die die wirtschaftlichen und politischen Kämpfe berühren, sehr häusig, daß die Richter nicht das zu einer gerechten Abwägung notwendige Verständnis für die Interessen der arbeitenden Klassen aufbringen, während sie dem Interesse der Besitzenden und der ihnen Dienenden, namentlich der Streikbrecher, das weitgehendste Verständnis entgegenbringen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Auch der nationallibcrale Abg. Tr. Heinzc hat ksict am 18. Zcbpuar IM erklärt, daß die Klagen über Klassenjustiz nicht immer der Berechtigung entbehren.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Herr b. Calkcr will nach Zeitungs» notizen nicht urteilen. Sie geben freilich nicht alle Einzelheiten, authentisch sind sie aber über das Strafmaß, und wenn man Dutzende von Fällen liest, so kann nran sich schon ein Bild machen. Ich habe übrigens auch eine große persönliche Kenntnis der Dinge und kann nur bestätigen, was der Abg. Stadthagen hier gesagt und was auch der Abg. Dove in etwas milderer Form und seinerzeit auch der Abg. Heinze gesagt hat. Die Richter stehen eben den be- sitzenden Kreisen gesellschaftlich nahe; ein Richter hört den Fabrikanten am Biertisch von dem Streik und den Arbeitern reden und bekommt in dieser einseitig gefärbten Weise von den Dingen Kenntnis. Er sagt sich nicht, der eine ist arm, der andere reich, und ich will die Interessen des Reichen ver- treten, nein, so ehrlich sind die meisten Menschen nicht gegen sich selbst. Er schlägt vielmehr die Akten auf. und da steht schon auf der erste» Seite ein Polizeibericht, den ein ihm bekannter und von ihm geschätzter Polizeinspcktor verfaßt hat, und in welchem die Sache zuungunsten der Arbeiter und zu- gunsten des getretenen Fabrikanten und Streik- b r e ch c r s dargestellt wird. Der Richter ist Beamter und ebenso der Polizeiinspcktor, und da unterliegt der Richter der Suggestion, wenn ein Beamter etwas sagt, verdient das mehr Glauben, als wenn ein nicht Beamteter etwas sagt.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Dieses Vorurteil liegt den Herren tief im Blute. Dazu kommt der Gedanke, daß die Arbeiter, die gegen ihren Arbeitgeber vorgehen, sich gegen die Autorität auflehnen. Ein typisches Beispiel dafür ist die Aeußerung eines Richters in einem der Bochumer Prozesse:»Die Arbeitswilligen müssen mit allen Mitteln geschützt werden, deshalb sind die höchsten Strafen am Platze."(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Warum müssen denn die Arbeitswilligen mit allen Mitteln geschützt werden, warum sie mehr als andere Leute? Wenn ein Richter das in aller Naivität ausspricht, so ist das ein eklatanter Beweis, daß er wissentlich oder unwissentlich ein Instrument der Klassenjustiz ist.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es ist 8aS Klassen- intercsse der Grubenherren, welche ganz Westfalen regieren, das vier vielleicht unbewußt mitgewirkt hat, und es ist das mangel- hafte Verständnis für die Arbeiter, die etwas fordern oder er- kämpfen wollen. Die Richter würden den Arbeitern jede Auf- besserung gern gönnen, wenn die hohe Behörde sie gäbe. Daß aber die Arbeiter selbst sie fordern oder erkämpfen wollen, ist etwas, was jedem richtigen Bureaukraten unverständlich bleibt. So konnte ein Richter absolut nicht begreifen, warum die Ar- b c i t c r bei Differenzen sich an ihren Verband wandten, das ginge doch den Verband gar nichts an. meinte er. (Heiterkeit links.) In einem anderen Falle hatte ein Verbands- beamter. also ein Angestellter der Arbeiter, einen Streik geleitet und sich um die Beilegung desselben bemüht; der Richter stellte an ihn die Frage: Wie kamen Sie dazu, sich in die Angelegen- hcit zu mischen, Sie haben ja auf dem Bau gar nicht ge- arbeitet? Daß jemand so fragen kann, beweist, daß er frei ist von j e d e m B e r st ä n d n i s für diese Dinge. iWiderspruch rechts.) Ich kann doch nicht annehmen, daß er böswillig so fragt. Oder sollte doch hinter diesen immer wiederholten Fragen der Hintergedanke stecken, jeder Gcwcrkschaftsbcamte sei ein Austviegter, und der streikende Arbeiter lehne sich gegen seinen Arbeitgeber auf? Das ist der Standpunkt eures sehr wenig fortgeschrittenen Unter- nehmertumS, über den viele Unternehmer längst hinaus sind, der sich aber am Richtcrtisch immer wieder geltend macht. Es ist eine Art Autoritätskoller, der die Richter erfaßt, wenn sie hören, es lehnt sich jemand gegen die gottgewollte Abhängigkeit von einem Fabrikdirektor oder In- spektor auf. Und auch das muß ich dem Abg. Calkcr sagen, so viel rst doch aus den Zeilungsnotizen zu entnehmen, daß ganz anders hohe Strafen verhängt werden, als es sonst geschieht. Bei formalen Beleidigungen werden statt Geldstrafen bis zu 5 M., Gefängnisstrafen bis zu mehreren Wochen, bei tätlicher bis zu mehreren Monaten verhängt. In einem Einzelfall kann das besondere Gründe haben. Geschieht das aber in Hunderten von Fällen, so beweist das. daß die Justiz unter dem Einfluß des Klassenkampfes steht. Ich erinnere an das Urteil über die lustigen Studenten von Bonn. Ich gönne ihnen, daß sie mit fünf Mark Geldstrafe davonkamen, aber ich gönne das auch den Ar- beitcr», und die Justiz sollte sich besinnen und nicht solche Unter- schiede machen. Einen Fall, der authentisch ist, will ich erzählen. Das Schöffengericht in Unna verurteilte einen Streikbrecher, der mit einem Revolver geschossen hatte— nicht auf Streikende, dann wäre' er überhaupt nicht angeklagt worden, sondern auf das geheiligte Militär, und der zur Entlastung sagen konnte: ich bin Streikbrecher, zu zwei Wochen Gefängnis und 29 M. Geldstrafe. Wenn ein Streikbrecher das getan hätte, so wäre er sicherlich � wegen Mordversuchs auf fünf Jahre ins Zuchthaus gekommen. Dasselbe Gericht verurteilte eine Frau. weil sie jemandem„Streikbrecher" zugerufen hatte, wofür der Amts- anwalt drei Tage Gefängnis beantragt hatte, zu drei Wochen Gefängnis.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten. Zurufe: �"�Dairir die Abkürzung der Ladungs- und Einlassungsfristen in diesen Prozessen. Ter Staatssekretär sagt, was uns nichts Neues jst, das Reichsgericht hätte das für zulässig erklärt. Deshalb bleibt es doch ein Unrecht, wenn man es systematisch tut und dem Unter- suchungsgefangcnen sagt, wenn Du den Revers nicht unterschreibst, sitzt Du noch länger. Der Buchstabe allein macht nicht seelig. Hier sst in einer Weise gegen den Geist des Gesetzes ver- stoßen worden, daß es kein genügend scharfes Wort dafür gibt. Das läßt sich nicht entschuldigen.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Man hat auch grundsätzlich davon ab- gesehen, die Sachen an die Schöffengerichte zu verweisen, obwohl es sich um Bagatellen handelt, damit die Angeklagten eine Instanz verlieren. Auch das ist formal mit den Buchstaben des Gesetzes zu vereinen, wo es aber systematisch und in bestimmter Absicht geschieht, ist es gegen den G c i st des Gesetzes und eine ganz schwere Verletzung des Gesetzes. '(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die mangelhafte Fähigkeit der Richter, in den Dingen, welche die sozialen Kämpfe berühren, das richtige zu finden, hindert sie nicht, in anderen Dingen die weisesten, gerechtesten und mildesten Richter zu sein. Um so mehr ist die Klasse zu verurteilen, die aus einem sonst guten Mann einen reißenden Wolf macht. Jeder große 'Streik beweist uns von neuem, daß die Richter die Vorurteile aus ihrer Umgebung nicht überwinden können. Wo das geschieht, sind es Ausnahmen: diese Ausnahmen fangen aber an, recht selten zu werden. In vielen Fällen fehlt es auch an dem guten Mllen zur Uebcrwirrdung der Klassenvorurteile. Wenn man hört, wie vi a n ch e Richter förmlich darin schwelgen mit beleidigen- den Ausdrücken gegen die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaften um sich werfen. so beweist das, daß in dem ganzen Stande nicht so viel Selbstzucht vorhanden ist. um solche Richter zur Erkenntnis der Würde ihres Standes zu bringen, und es ist schlimm, daß solche Richter, wie z. B. Herr Mundry in Breslau, noch immer im Amte sind. Da sollte man mit Disziplinaranklagen vorgehen, denn eine Beleidigung gegen wehrlose Angeklagte auszustoßen, ist ein Mißbrauch des Amtes, und wenn die Landesjustizbehördc solche Richter im Amte läßt, ist sie selbst schuld an den Verhältnissen.(Sehr richtig! bei den Sozial- demokraten.) Bei der Wahl der Richter durch das Volk werden natürlich auch Fehlurteile vorkommen. Trotzdem ist dies das ein- zige Mittel, um aufzuräumen mit einer Herrschaft der Vor- urteile nur einer bestimmten Richtung. Dazu kommt noch eins. Es gibt keine bessere Schulung der Gerechtigkeit, als wenn der Richter jeincs Amtes unter der Verantwortung der Lesjentlichkett lvaltcn muß. Heute ist der Richter gegen diese Verantvorlung zu sehr geschützt, konnte doch Brauscwetter sagen, es gibt keine Oesfent- lichkeit. Und andere sagen, ich kümmere mich nicht um die Oessent- lichkeit. Gewiß soll ein ehrenhafter Mann seine Meinung auch gegen eine Welt von Oeffentlichkeit vertreten, aber der Richter tut nicht gut, der sich nicht um das Urteil recht- und wohlwollend denken- der Männer kümmert. Die Wahl der Richter durch das Volk liegt in der Zukunft, und wir haben uns mit der Gegcnwarl zu befassen, und da kann ich nur wünschen, daß der Staatssekretär bei den Bundesstaaten seine gewichtige Stimme— oder sollte die Stimme des Reiches nicht gewichtig sein—, daß er sie insbesondere bei Preußen in die Wagschale legt gegen die Klassenjustiz. Er könnte das schon tun. wenn er hier erklärte: ja, es gibt eine Klassen- justiz, wir können das aber leider nicht ändern. Dies erlösende Wort verlange ich vom Staatssekretär.(Beifall bei den Sozial- 'demokraten.) Abg. Tc. Pfeiffer(Z.): Unsere Richter sind sicherlich unbc- stechlich; aber oft muß man doch den Kopf schütteln über die Ver- schiedenartigteit von Urteilen. In Würzburg hatte ein In- gcnieur für einen andern gewählt und lmrrde vom Gericht freigesprochen, weil er sich der Strafbarkeit der Handlung nicht bewußt war. In dem nicht weit davon entfernten Schwein- furt bekam ein Arbeiter für dieselbe Handlung 14 Tage Gefäng- nis.(Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.)— Die von dem Abg. Dr. von Calker soeben eingebrachte Resolution, die eine einheitliche Regelung der akademischen Vorbildung der Juristen verlangt, ist uns sehr sympathisch. Doch muß auch die Examenspraxis vieler Professoren eine andere werden.— Die Resolution, die Kinema- tographentheatcr der Gewerbeordnung zu unterstellen und schärfer zu beaufsichtigen, unterstützen wir. So wertvoll die Kinos für die Darstellung naturwissenschaftlicher und historischer Objekte sind, so vergiftend wirken sie auch, speziell die Mutoskops, durch die Darstellung sexueller und anderer die Nerven aufregender sensa- tioneller Dinge. Man sollte die Bilderzensur einheitlich für das Reich regeln und eine Zentralinstanz dafür schaffen. Auch sollte man die Programms für Kinder und Erlvachfenc trennen.(Bravo! im Zentrum.) Abg. Frhr. v. Richthoftn(natl.) begründet eine Resolution seiner Partei, die Zulassungsbcdingungeir zum Rechtskonsulenten- gewcrbe zu regeln und eine Gebührenordnung für sie festzustellen, und wünscht, daß für ausländische Spione schärfere Strafen, vor allem nicht Fcstungsstrafen, erkannt werden.— Das Justizver- fahren müßte ein schnelleres werden; die Klassenjustiz, von der hier öfter gesprochen, würde dadurch kaum gestärkt werden. Eine Wählbarkeit der Richter würde die Richter von Majoritäten ab- hängig machen, und das wäre eine schlimmere Abhängigkeit wie die von Klassenvorurteilen.(Sehr rickstigl rechts.) Die Aeußerung eines Richters, die Arbeitswilligen müssen besonders geschützt wer- den, mag nicht besonders geschickt sein; aber unsere Justiz ist etwas Lebendes, und das bedingt, daß in bestimmten Zeiten bestimmte Vergehen schärfer bestraft werden.(Sehr richtig! rechts und der den Nationalliberalen.) Vor allem müssen die Richter gegen jede Abhängigkeit geschützt werden, und sollte der Fall des Amtsrichters Havenstein so liegen, wie die Zeitungsnachrichten besagen, so wäre das doch sehr merkwürdig. Im preußischen Abgcordnetenhausc wer- den wir uns näher darnach erkundigen.— Soweit wirklich Klassenjustiz vorhanden ist, müssen wir alles daran setzen, um dies zu ändern. Die Hauptsache dazu ist, daß unsere Richter jede Welt- fremdhert abstreifen. Dahin zielt unsere Resolution, die eine ein- heitliche Vorbildung für unsere Juristen verlangt. Die praktische Seite der Ausbildung unserer jungen Juristen ist leider recht mangelhaft.(Zustimmung bei den Nationalliberalcn.) Staatssetretär Dr. Lisco bittet, die Resolution bezüglich der Rechtskonsulenten abzulehnen; heute Ivcrdcir sie nur zugelassen, wo Rechtsanwälte fehlen; werden aber Zulassungsbedingungc» aüfgc- stellt, so könne keiner zurückgewiesen werden, der sie erfüllt. Er- gänzungen und Verschärfungen des Spioiiagcgesetzcs werdest von der Strafrechtskommission erwogen; von militärischer Seite ist bis jetzt nicht angeregt, solche Verschärfungen schon vor der allgemeinen Reform des Strafrechts vorzunehmen.— Dem Abg. Heine bemerke ich, daß ich gegen eine Erhöhung der Gebühren der Rechtsaiiivälte mick' nicht ablehnend verhalte, sondern die Sammlung von Material abwarte. Ferner versichere ich ihm, daß die Aufschiebung der Rc- form des Strafprozesses wirklich nichts mit der Tatsache zu tun hat, daß seine Freunde in diesem Reichstag so stark vertreten sind. Abg. Dr. Ablaß(Vp.>: Wie weit ist es mit der Schaffung eines Welt Wechselrechts? Die moderne Rcchlsbelvegung fußi auf dem Worte, das Goethe dem Mephisto in den Mund legt: Vom Rechte, das mit uns geboren ist, von dem ist leider nie die Rede. Für die Beteiligung des Laienclemcnts an den Strafgerichten erster und zweiter Instanz sind wir immer entschieden eingetreten. Gegen die Abgg. Dr. Müller-Meiningen und Bassermann sind wegen dicscc Stellungnahme von der„Deutschen Richtcrzeitung" und dem Deut- sehen Richterverein die schwersten Vorwürfe erhoben, während man merkwürdigerweise die auf demselben Standpunkt stehenden Abgg. Dr. Heintze und Groebcr nicht erwähnt hat. Jedenfalls waren diese Angriffe ganz unberechtigt, denn Herr Müller-Meiningen hat wiederholt die Richter gegen sozialdemokratische Angriffe verteidigt. — Die Hauptsache ist die absolute Unabhängigkeit der Richter. Daher wäre es sehr angebracht, wenn die Deutschen R i ch t c r a u f alle Titel und Orden verzichten und allein Befricdi- gung in der Würde ihres Amtes als Richter finden würden. Ebenso wie die Richter müssen aber auch die Anwälte vor unberechtigten Angriffen geschützt werden. Das Palladium des Anwaltstandcs ist die freie Advokatur. Die fortwährenden Zusammenstöße zwischen Anwälten und Richtern, wie wir sie jetzt täglich in Berlin erleben, müssen auch den Laien anwidern. Es muß nach Beendigung des Scharmach-Prozesses diesem würdelosen Treiben nachgegangen und Wiederholungen müssen unter allen Umständen verhindert werden. Es ist zu begrüßen, daß der Vorstand der Berliner Anwaltskammer Maßnahmen gegen gewisse Reklame-Anwälte ergriffen hat.— Die Wiedergabe von Landgerichtsurteilen durch die Presse hat das Reichsgericht als unzulässig erklärt; nur Reichsgerichtsurtcile dürften publiziert werden, weil sie belehrend wirke».(Hört, hört! links.) Das ist ein unhaltbarer Z u st a n d. Es ist überhaupt nie- mals im voraus zu sagen, ob der Schutz des§ 193 einem Redakteur zugebilligt werden wird.§ 193 mutz dahin ausgebaut tverdew, daß gutgläubige Behauptungen auch straffrei bleiben. Ivenn sie im ösfeutlichcir Interesse aufgestellt werden.— Das Polizeiverordnungö- wesen muß einheitlich geregelt werden. Die Polizeiverordnungcn sollten überhaupt mit 39 Jahren verjähren.(Sehr gut! links.)— Der Kieler Professor Li ep manu ist vom Juristcntag aufgc- fordert worden, ein Gutachten über die Todesstrafe zu erteilen. Er hat sich daraufhin an sämtliche deutschen Einzel- staaten gewandt mit der Frage, wieviel Todesurteile verhängt und in wieviel Fällen Begnadigungen eingetreten seien. Von s ä m t- lichen Justizverwaltungen hat er Auskunft erhalten. nur der preußische Justizminister hat die Antwort ohne weiteres abgelehnt. Aus welchen Gründen, weiß ich nicht.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Aus Scham!) Vielleicht fürchtete er, dah di-e Art der Ausübung des Begnadigungsrechts nicht in allen Kreisen Verständnis finden würde.— Ob im R u h r r e v i c r K l a s s e n- j u st i z geübt worden ist, darüber will ich im Augenblick nicht ur° teilen, da ich die Fälle nicht kenne. Aber den Eindruck habe ich auch, daß teisivcise exorbitant hohe Strafen verhängt worden sind. Der deutsche Richterstand sollte sich bewußt sein, daß er sich sein Grab selber gräbt, wenn aucfc nur der Anschein erweckt wird, als ob Richter in einem großen Augen- blick für oder gegen eine Partei Stellung nehmen. Die Richter mögen sich immer das köstliche Wort Friedricks des Großen ver- gegenwärtigen:„Denn sie müssen wissen, daß der geringste Bauer, ja was noch mehr ist, der Bettler, ebensowohl ein Mensch ist. w i a Seine Majestät sind und daß allen Justiz müsse widerfahren werden, indem vox de; Justiz alle Lcute gleich sind,"(Bravo! links.)' STBg. Toml'kck(Pole) kritisiert � cinzelnc Urteile gegen pol- nischc Redakteure und die tzcrcmzichmM von Dolmetschern vor Gericht, die nicht genügend die polnische Sprache beherrschen. Abg. Bolz(Z.) betont die Notwendigkeit der rechtlichen Rege- lung des Tarifvertragswesens. Abg. Siehr(Vp.) tritt für die von der nationalliberalcn und der Volkspartci eingebrachte Resolution ein, die eine e t n h e i t- liche Regelung der akademischen Vorbildung der Juristen. ihrer Examina und ihres Vorbereitungsdienstes von Reichs ivegcn wünscht. Abg. Warmuth-bei keiner Frakt.) sucht es zu rechtfertigen, dah bei den Strcikprozcssen im Ruhrrcvicr die Angeklagten zu Unter- schritten unter einen Revers veranlaßt werden, wodurch sie in eine Abkürzung der Einlassungs- und Ladefristcn willigen. Damit schlicht die Debatte. Die vorliegenden Resolutwnen werden angenommen, abgelehnt wird nur die national- liberale aus Regelung von Zulassungsbcdingungen zum Rechts- konsulcntengewerbe. Der Titel wird bewilligt und debattelos der Rest des Etats. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung: Sonnabend U Uhr. sischleuniger Antrag der Rcichspartci betr. Sicherheitsmaßnahmen aus den deutschen Seeschiffen, Antrag Wcttcrle(Z.) betr. Acn- dcrung des StrafgcseKbuckcs, Etat der Ncichsciscnbahncn.) v Schluß 6/2 Uhr.'_ parlameutarifcbes* Aus der Budgetkommission des Reichstags. Die Debatte über die Diamanten regie wurde am Frei- tag fortgesetzt, wobei Genosse H o ch in schärfster Weise das Vor- gehen der Regierung geißelte, die bereits einen neuen Vertrag über den Verkauf der Diamanten abge- schlössen hat, che der Reichstag zur ganzen Frage Stellung nehmen konnte. Infolge dieses unerhörten Vorgehens kann der Reichstag nichts mehr ändern, bloß noch praktisch wertlose Reden halten. Die deutschen Interessen sind von der Regierung, die mäch- tig hereingefallen ist, wehrlos ausgeliefert ivorden. In Belgien ist durch die Errichtung von Kommissionsschleifereien Tausenden von Arbeitern Beschäftigung gegeben worden, in Deutschland aber ist nichts geschehen. Nach längeren Auseinandersetzungen wurde eine von den Nationalliberalcn eingebrachte Resolution angenom- men, die Vorbereitungen zu einer R e so r m der Di a m a n t c n- regie forderte, unter angemessener Beteiligung der Diamanten- föroerer und unter Berücksichtigung der Interessen der deutschen Industrie. Ebenso fand ein sozialdemokratischer Antrag Annahme, der fordert, daß die Käufer von Diamanten verpflichtet werden, die deutschen Lohnschlcifer durch Kommissionsarbciten zu beschäf- tigen. Sodann wurde die Beratung des Etats für Südwest- afrika fortgesetzt. Tas Mandat dc5„Wahrhrits"-Brlihn. Die Wahl des Antisemiten Bruhn, der den Wahlkreis Ärnswaldc-Friedcberg im Reichstage vertritt, unterlag am Freitag der Prüfung durch die Wahlprüfungskommission. Dort erhielten bei der Hauptwahl v. Schuckmann(k.) S728, Bruhn(Antis.) 4794, Brückner(Soz.) 4496, Dr. Pönsgen lnatl.) 2798 Stimmen. In der Stichwahl siegte dann wider alles Erwarten der Bruhn. Gegen die Hauptlvahl war Protest erhoben worden, weil ein konservativer Wahlaufruf, der gegen Sozialdemokraten und Liberale gerichtet war, von 11 Amtsvorstehern, 24 Gemeindcvorständen, einem Stadt- sekrctär und einem Beigeordneten unter Beifügung ihres Amts- titels unterzeichnet war. Mit 8 gegen 6 Stimmen entschied die Kommission, daß die Unterzeichnung des Wahlaufruss durch die Amtsvorsteher als amtliche W a h l b c c i n f l u s s u n g zu er- achten sei. Die in diesen 11 Amtsbezirken abgegebenen 774 kon- scrvativen Stimmen wurden infolgedessen kassiert. Dagegen wurde der Antrag abgelehnt, diese Stimmen den beiden Kandidaten zuzu- zählen, die nicht in die Stichwahl gekommen sind.— Die Prüfung dieser Wahl wird am Dienstag fortgesetzt.— Der Abg. Bruhn hatte— ein Fall, der noch nicht dagewesen sein dürfte — den Gegen p rote st selber verfaßt und ihn dem Reichstage eingereicht._ Soziales. Kündigungsfrist für kaufmännische Angestellte, Ein von der Handelkammer zu Berlin auf Ersuchen eines Ge- richts erstattetes Gutachten geht dahin: Ein Handclsgebrauch, nach lvclchem kaufmännischen Angestell- tcn, mit denen vierteljährliche 5lündigungsfrist vereinbart ist, noch am ersten Tage des Quartals für den nächsten Ouartnlstag gc- kündigt werden kann, besteht nicht. Weibliche Erdarbeiter an einer staatlichen Eisenbahn. Bon den Unternehmer� am Bahnbau Oberhausen— Homberg— Hohenbudberg am Niederrhein werden zurzeit 32 Arbeiterinnen aus dem Osten Teutschlands bei der Herrichtung des Eisenbahn- dammcs beschäftigt. Sie wurden an Stelle der zahlreich zu den Fahnen einberufenen Italiener als willige und billige Arbeits- kräftc hierher geschleppt und schaffen nun von früh bis spät neben den männlichen Arbeitskräften. Dieses ungewöhnliche Verfahren erregt selbst in untcrnehmerfrommen Blättern einiges Kopf- schütteln. So sagt ein bürgerliches Blatt:.Hoffentlich bleibt dieses Verpflanzen östlicher Bräuche oder vielmehr Mißbräuche vcr- cinzeltl" Sicherlich gereicht es dem Staate Preußen nicht zum Ruhme, daß es seine Kulturwcrke unter solchen Verhältnissen erstehen läßt. Verlammlungen. Verband der Sattler«nd Portefeuiller. Die Ortsverwaltung Berlin hielt am Mittwoch ihre Generalversammlung ab. Den Bericht vom letzten Quartal erstattete Schulze. Die außer- gewöhnliche Verteuerung aller Lebensbedürfnisse bedinge es, daß die Arbeiter durch entsprechende Forderungen einen Ausgleich herbei- zuführen suchen müssen. Diese Verhältnisse haben wiederum zur Folge, daß die Unternehmer ihrerseits sich immer straffer zusammen- schließen. Ferner ließ Schulze die verflossene Militarsattlerbewc- gung noch einmal Revue passieren und führte die wesentlichitcn Errungenschaften auf. Ebenso gab er eine gedrängte Uebersicht von der Tarifbewcgung der Arbeiter aus der Plan» und Zelte- brauche. Was die Wagenbranche anbelangt, so steht dort-� den Arbeitern ein Unternehmerschutzverband gegenüber, dessen Vorstand aus eigener Machtvollkommenheit jegliche Verhandlungen mit der Organisation der Arbeiter ablehnte. Es wird infolgedessen aller Voraussicht nach zu einem Ausstande kommen. Erfolge konnten noch erzielt werden in einer Reihe von Einzel- betrieben verschiedener Branchen. Den Kassenbericht gab Wehher: Einnahmen und Aus- gaben der O r t s v c r w a l t u n g bilanzieren mit 19 366,95 M. An Unterstützungen wurden ausgezahlt: 1(3156,76 M. Einnahmen und Bestand der L o k a l k a s s e betragen 72 772,93 M.. denen eine Ausgabe von 3935,15 M. gegenübersteht, bleibt Bestand am 31. März 1912: 68 837,78 M. Tie Berliner Verwaltung hatte zu verzeichnen an Einnahmen 3656,76 M., an Ausgaben 2186,61 M., bleibt Bestand 876,69 M. Einnahmen und Ausgaben der Lehrlings- und Jugcndabteilung bilanzieren mit 162,36 M. Die Abteilung hatte am 31. März 1912 151 Mitglieder. Mitgliedersiand der Er- wachsenen: am 1. Dezember 1911 3426 Mitglieder, darunter 228 weibliche, am 31. März 1912 3553, darunter 226 weibliche. lieber den Arbeitsnachweis berichtete Hauptmann: Der Geschäftsgang war mit Ausnahme der Reiseartikelbranche günstig. Die Benutzung des Arbeitsnachweises ergibt folgendes Bild: Ein- geschrieben waren Arbeitslose: 678. Arbeitskräfte verlangt wurden 389, und Stellen besetzt 284. lieber die Mai frage referierte Schulze: Diese Frage ist im Berliner Sattlcrgewerbc schon seit langen Jahren für das Gros der Arbeiter gelöst, indem die Arbeitgeber der Feier durch Arbeitsruhc im allgemeinen keinen Wider st a n d cnt- gegensctzcn. Nur b c n a ch r i ch t i g t wollen sie rechtzeitig werden. Di einzelnen Werkstuben haben sich vorher mit der Maifeir zu beschäftigen und Beschluß zu fassen über die eventuelle Arbeitsruhe. Ist eine Einigung nicht zu erzielen, so muß eine geheime Ab» stimmung erfolgen. Nur wenn zwei Drittel der Stimmen für Arbeitsruhc sind, darf der 1. Mai durch solche gefeiert werden. In diesem Falle haben sich natürlich die andern zu fügen. Mrptall für Soimiay, den 21. Äpril 1912. Md Werder zur Baumblüte Ab Berlin, Wcidendamm-Brücke (Bahnh. Friedrichstx.) 9.00 Ulir vorm. „„ Cafö Gärtner(Bahnhof Bellevue).... 9.25„„ , Charlottenburg, Schloßbrücka 0.50„„ „ Spandau, Charlottenbrücke.11.00„„ „ Potsdam, Kaiser-Wilhelmbrücke von 10.06 bis 6.00 stündlich. und zurück. Fahrpreis ab Berlin hin u. zurück 1.50M., einfach 1 M., Kinder die Hälfte. , Spandau 10.30, 2.10, 5.10, ah Wannsee von 10.45—6.45 stündlieh nach Potsdam und Zwischenstationen. „ Potsdam von 12.10—6.10 stündlich nach Wannsee, 2.10 and 5.10 bis Spandau. 10.00 und 2.00 nach Ferch; zurück 11.30 und 6.30. • L-■ 1 9 00 Uhr vorm billige Sonderfahrt nach Wolters- » Jannowitzbrücke| dorfer Schleuse(50 Pf. einfache Fahrt) >/V 2.00. 2.30, 4.00. 5.09 nach Loreley, /« Stunde spater) J 3 � g zg i 00 uhr bis GrUnau und ZUPBci(. Ab Grünau(Gesellschaftsbaus) von 10.20—6.20 stündlich nach Schmöckwitz und zurück. , Friedrichshagen von 10 Uhr ab Müggelseo-Uebcrfahrten. Ab Erkner von 10 Uhr ab'/.stündlich durch die Löcknitz. Auf dem Scharmiitzelsen im Anschluß an die dort eintreffenden Züge. Ab Tegel von 7.45—7.45 stündlich nach Keiligensee und von ö.lö bis 9.15 Uhr stündlich nach Spandau und zurück. vom 22. April ab täglich zur kslimdilitö nach Werder, ab Potsdam von 19—6.00 Uhr stündlich. Unser neues Preisverzeichnis über Dampfer und Motorboote zu Voroinsausflügen versenden wir gratis. Die Preise sind sehr mäßig. Los nur 50 Pfgr» L Ziehung 23. April 1912 Gnssener Pferde. otterie 3242 Gevizuso 1. IV- v. ms- M. 70000 darunter 4i Pferde, 3 Equipagen M. smm £?t}0 siJberatovrlnne Mark: 20QOG UauptgewiDn W, Mark: 19000 Porto ni l.ifo v p x n durch das General- Debil H.C. Kröger BERLIN W. 3, Friedrichstr. 193a IHOT sowie alle tiureb Plakate SÖ" kenntlichen Verkaufsatell. —• Teleor-Adr.:.tioldquelle-— J Kerrenmodett. nach Maß. lleutscheu. engl. Stoffe. Anzug 40 M. Paletots 38 M Hose 13 M., auch hcffcic RoBhaar- Verarbeitung. Wer selbst Stoff liefere von 20 M. an. SW" Mein Zuschneide- u. Anprobe- eystem bürgt für tadellosen sitzTM f. Jlätikc ÄTÄ 25. Roberl Baumgarlen Knsrow Export � Hausvogtei-Platz II 1. Etage(kein Laden) schrägüber Untergrundbahnhof 1(an der Jerusalemer Straße) verkauft auch einzeln!' 13 Paletots � Kostüme Kostüm- Röcke!! Seiden- Mäntel Blusen Bei Vorzeigung dieses Inserats an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. — Auch Sonntags�eSffnet.— Michel- SalonbFiketts M. 7.75 pro 1000 frei Gelaß. 21/7* Koch, Rixdvrf, Bergstr. 110 II. Ohne Anzahl»»« K liefere an Jedermann Möbel auf Kredit bei Zahlung einer Monatsrate laut Vereinbarung und um■wwiut» bequemster Abzablang komplette Wohnungs-Einrlchtniigen sowie einzelne Möbelstocke, Polstern farbige KOchen Portieren, Si*| An Leib- u Bettwäsche Steppdecker, Teppiche, UlfiSawlllj Betten, Kronen, Kinderwagen usw. in modernster Ausführung. Ferner Garderobe für Herren, Damen u. Rinder Grtiafitft Auswahl neuester Fassens DORN.�MlseiÄk, __________ 9 Ecke Dg Sclionhaiisfif Strasse yllmpnsil Wald, 540 m lllliBIlllU hoch.K!im.u.Terra!n. furoit, Sanatorium, SomMer fr., Wintersportpl. AuSj.Prosp.m. Woh- nungSnachw. frei d. d. Badcvertrct. Iv' i-..1■ V..f. 1 7','.' 4 d''* y.'Ji Dockey 3 pf. CUo 5 Pf. jtöbel'Sediner Brunnenstr. 7. Am Rosenthaler Tor. Spezial-Möbel-Haus auf Kredit und gegen bar. Große Auswahl jeder Art. Stube und Küche: Anzahlung schon von M. 15.— an. Liefere auch nach auswärts. Vorzei�er dieses Inserats erhält bei Kauf von 50 Mark an 5.— Mark gutgeschrieben. Sonntag:» nnr von 18-S Uhr gctflTnet. kann sich ein jeder 'e.egant, schick und billig' r einkleiden, der seinen Bedarf bei W Udo Colin Nr.13 KottbuserDaiuinNr.is deckt: dort erhält man in j diskreter u. vornehmer Weis Kredit . auf �rderobe O: .TS; 1O06.,xo�e Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 69(Laden). Xcuci'schclnnnjtcn: Oie großen Utopisten 1 (Fourier, Saint-Simon, Owen) j Yon Wilhelm Hausenstein. Irrels 1 M. (Yoreinsausgabe 40 Pf.) Die geselzlicbe Regelung der XaFifTerlräge. Von Theodor Lelpart. Preis I 91. Abessimer- Pumpen zum Selbstaufstellen für Gartenbesitzer u. Lauben kolonisten von 8 M. a» Flügclpumpcn, Gartenspritze«» Filter, Röhren, Schläuche ulm. billigst. Erdbohrer leihtveisc. Karl Könhlln 80 La. Berlin«HV., (IV 1676.) Alte Jakobstr. 20/22 Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Verfertigung von Miisihmstnimttrtkli. Am Sonnabend, 27. April er., abends 8 IlHr, findet im Reslauront Schulz, Münzstrasie 17(Eingang Königsgraben) die Levei'sl-VerLSmmIlliis sämtlicher Arbcilnehmcrvertreter statt, Tagesordnung: 1. Vorstandsbericht. 274/6 2. Jahresbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Stclliiugnahme zur Zcntrali» lation. 5. Verschiedenes. Vollzähliges und püuklliibcS Er» scheinen ist dringend erwünscht. Ikor Torstand. UglhaHOeraMleidiiiiD I.: Neue FricdrlcliRtr. 85 neben Zentral-Markthallc II.; Turmstr. 07 liefert an jedermann elegante Heireu-Gai'ilenjben gdJT" nach Mall-T|Sj2 unter Garantie für tadellosen Sitz gegen wöchentliche Teilzahlung von 1 Mark Zuschneiderei it. Werkstatt im Hause. Ans Wunsch Besuch des Rcisciiden mit neuesten Stoffmustern. lBc«ond«i»e Abteilang für fertige Garderobe 07. TnrnistraHo 07. _ Sonntag geöffnet. Ziehung am 27., 29. ü. 30. April G1.Str&ssburgJ0nster eld-Lotterie I � aal, Porto und Liste Lose i O mk. 30 Pfs. extra. 9339 Gcld-Giwlnne ohne Abzug Mark 25OOO0 ZSOOO StraMb.Banater-Los» n.B.w. zu haben in all. Lotteriegeachäften, Loseverkaufsstellen und durch Lud. Müller& Co. Berlin C., Breitestrasse 5 J. Stürmer [ Strassburg I.E., Langstr.io? ReiilneflllK-Trio Adr.: Neukölln V DaUastr.71L fS€€€€«W» Unserem Genossen Genossin% Paul Mürr und Frau � Si> die herzlichsten Gluckiviinschc<>/ 1. kor. 7342. fr Todes-Anzeigen VerbaDil der Lithograplieii, Steindrueker n. verw. Berufe. Mitgliedschaft Berlin III (lilthographe u). Mm 17. April verstarb unser Mitglied, der Lithograph Msx GUnther im Alter von 22 Jahren an der Lungenschivindsucht. Ehre seinem Aiidenren: Die Beerdigung findet am Sonntag, den 21. April, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle des FriedoseS in Zossen ans statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Am 17. April verstarb unser Mitglied, der Lithograph Max Kammer Im Alter von 35 Jahren an einem Lungenleidcn. 109/10 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 21. April, nach. mittags 3'l2 Uhr, von der Leichen- Halle des alten ThomaS-RirchhoscS in Neukölln, Hcrmannstr., auS statt. I Um rege Beteiligung ersucht die Verwaltung. Brnw—wi�——— b— ai Invaliden-OoterstUtzungskasse d. Steindrueker uiltiiograplie Die Beerdigung deS am 17.ApriI verstorbenen Lithographen Max Kammer findet statt ain Sonntag, de» 21. April, nachmittag» 2V, Uhr, von der Leichcnballc des alten Thomas- Kirchhofes, Hermann- strahe, aus. 283/20 Das Komitee. Vösbgnd der Sclinsidös und Schneiderinnen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Emil Guddas am 17. April im Alter von 42 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die iBeerdiguna findet Sonn- abend, den 20. d'M., nachmittags 4 Uhr, aus dem Friedhofe der Kreuztirche, Eisenacherstrage statt. 104/1 Die Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Filiale CiroO-Ucrltn. Durch den Tod ist uns der Kollege Gottlob Jahn sehen,. Latcrncnwärtcr der Engl. Gasanstalten) entrissen worden. Wir werden ihm ein ehrende» Andeuten bewahren. Die Beerdigung sindet Sonn- tag, den 21. d. M., nachm.'l-ß Uhr, von derLcichcnhalle des Friedhofes in Steglitz, Bergstrafie. au» statt. Wir ersuchen um zahlreiche Bc- teiligung der Kollegen. 34/4 Die Ortsverwaltung. Am 18. April verschied nach langen schwerem Leiden meine liebe Frau und gute Mutter Martha Kam geb. Stola im Alter von 29 Jahren. Dies zeigt ticsbetrübt an Fritz Kai« und Sohn. Neukölln, 19. April 1912. Die Beerdigung sindet am Sonntag, den 21. Avril, nach- mittag» 3lL Uhr, aus dem neuen Jalobi-Kirchhos, Hermannstrasie, statt. 10S Tanksaguug. Allen Mitgliedern des 4. Berliner ReichstagSwahIkreiscs, Görlitzcr Bezirk, deS ZentralverbandcS der Bildhauer Deutschlands und den Stammgästen des llasü Meher siir die Teilnahme an der Traucrseier unseres Bruders Karl Hollnecker herzlichen Dank. 12306 Geschwister Hollnecker. Danksag»mg. Sage hiermit allen Bekannten, Kollegen und Freunden bei der Bc- erdigung meines lieben Mannes und Vaters unseren herzlichsten Dank. Ottilie Wasehke nebst Kindern. Un.LimmsI Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Priozenstr. 41, 10-2. 5-7. Sonntags 10—12. 2-4 Aehtdiig! AclUnug'! Mlillliig, dkii 22. April: Lokal Die Versammlungen finden betriödswsiss statt und zwar in allen Fällen sofort nack beendeter Arbeitszeit. Htiilc So»l>abelid, 20. April: Betrieb Lokal Erdmann». Rufst Schlegelstr. 9 Franke(beide Betriebe) Köpenicker Str. 96/97 Hofschnlte Liiisenstr. 26 Klieuit Georgenkirchstr. 47 Tchebera Wilhelmstr. 10 Scheu Fehse, Enkeplatz Ntermöhle Kantine im Hanse Alle in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiter 170/10 Betrieb Berliner Karosserie- fabrik KeNner Lange u. Gutzeit Leuschner Schöneberger Karosseriefadrik Eisenacher Str. 59 Kaiserin Augusta-Allee 9a , frankfurter Allee 53 Salzufer, Ecke Engl. Str. Hauptstr. 4 haben in diese» Bersammliingen zu erscheiuen l Die Kunimfesiion. Ich - schlage verrhrteo Publikum all Elokantiquell* auf Kredit nur eine erstklasslgre Firma vor, � als aolcho bezeichnet man mit Bcoht dao ß Kredit- Kaufhaus\ y&Z /-» B. FEDER lentral«; Brunnenstrasse 1 Filiale Osten; 1 Filiale SUdea; Frankfurter Allee 89[ Kottbuser Damm 103 MSt jeder 7�°�� Anzahlung DAHEN Konfektion Kostüme, Mäntel. Paletots, Kleider, Kostüm- Röcke, Blusen und Jupont | Htzüliaiten In Ms!- iinil GtiangaanlsehiT] Damenhllte Pieufeusen Reiher o Slumen wr- Schishwaren lür Herren, Damen und Kinder Grossee Lager In HERREN-Koniektim Anzüge, Paletots, Ulster In deutsehen und englischen Stoffen �Vergleichen Sie M mit denen anderer Kreditccscbtlfte, I W und Sic werden voaraeincrLeistung«-| � fünigkeit hinreichend überzeugt soia GRATIS 1 Mösl Porträt Bringen!>ls Hiro t'hologr aphle mit! WST«NM K Mai!~mi Rote Nelken 5«0uso« h. Muster zu liiensten. 3000garant. echte Straußfedern, 10— 15 cm breit, 40 cm lg. 1,—, 42 ein lg. 2,—, 45 cm lg. 3,—, 50 ein lg. 4,—, 1 8 cm br. 6,— u. 8,—, 20 cm br. 10,—, lllustr. Preisliste. Ifnrmunn Homsc. Dresden, Scheffelstr. 10/12. Illlllllil Unerreicht In der sl2Z3b Kücken- Aufzucht Illlsrlie Voll�. Lllmtliobe PuNermlNel u. Sämereien. Tadaszewski, SO. Heidelberger Str. 76. 91 Allgemeine Orts-Krankenkafse zu Berlin. Am Sonntag, de« Ü8. April 1912, vormittags 10 Uhr, findet in„Praditsäle Alt-Verlin", Blu- incnslrastc 10, die gsdevtl. ööuesgl'Verzgmmluilg statt, zu der die sür 1312—1913 ge- wählten Vertreter hicrnüt ergebcnst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrcchnung pro 1911. 2. Bericht des Prüfungsausschusses und Entlastung des Nendanlcn. 3. Beschlußsassung über die tarijliche Forderung der Angestellten. 4. Anstellung von ärzllichcn Gut- achlern. 5. Die Zentralisicnmg der hiesigen OrtSkrankcnlassen nach Industrie- gruppen. S. Wiltcilungen deS Vorstandes. Versammlung der Vertreter der Kastcnmitglieder. Tagesordnung: Dahl eines Vorstandsmitgliedes für den Nest des lausenden Jahres an «Icllc des ausgeschiedenen Herrn K n u t h. 274/8 Berlin, den 13. April 1312. Der Borstand. W. P i e b I, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse sür Pankow. Gonntaq, den 28. Avril 191S, vormltlags 19 Uhr: venera!- Vemnuninng der Vertreter d, Kassenmilglieder und der Arbeitgeber im JUftönrmil von Rorjtzckt, Pankow, Krcuzstr. 3/4. TageS ordnung: 1. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Abnahme der Jahresrcchnung sür 1911. 4. Ge- nchmigung zweier Acrztcverträgc und der crlolgten GehallSerhöbungen. 5. Bericht über die Zentralisations- bestrebnngcn der Krankenkassen Grog- Berlins. 6. Anträge, welche mindestens 5 Tage vor der Gencralverlammluiig beim Vorstande eingereicht sind. 7. Verschiedenes. 274/15 Pankow, den 16. April 1912. Der Borstand. Otto Rtfiniann, Vorsitzeender. Orlskrankenkasse ö. Kiiplerscliniieile. Sonnabend, den 37. April 1913, abends 8'/, Uhr, Rosenlhakerftr. 11/12: Leneral-Verzammlnng. Tagesordnung siehe übersandte Ein- ladung des Vorstandes. 123>b (Herren- u. Sptlstfimmer) sucht Genossen, Einlage 7!»9 Ak. Meldung bis spätestens Moniagabend Expedition Gr. Franksnrlcr Str. 120. imum ESIWONN ■'•�on/eJditjris/inus■■■■ r.3%öf. Tfank}urtasti:ll5. erklärt: Einzel- Preise»erden nicht sennnni aus Gründen; die IcH verscHwelge! Alle Weiten, alle Grössen!! Entzückende Kostüme, aparte Seldenmäntel, feinste Staubmäntel, schwarze Volle-, Tüll», Etamlne-Mäntel für junge und ältere Damen; Backfischmäntel; Modelle in Taffet- Liberty-, Armure-, Eollenne-Kleldem und Mänteln. Röcke und Blusen von M. 50.00 abwärts bis M. 4.00. Preislagen von MI. 200.00 abwSrts bis MI. 15.00» IcH führe nicht •igent cur ReKlame angefertigte Ware*. Sonnlna geftlfact 1S-S. Zeiitrnlvcrtinid d» Mnschiniße« md Hchkr sginic KttnfsgenosstN DkiiMlinids Verwsltunxsstelle lSerUn und Umgegend. Sonntag, de» 21. April, mittags pünktlich l'/a Uhr, in den „Arminhallcn", Kommandantenstr. 58/59: Versammlung. Tagesordnung: 1. Tie Reichsversicherungsordnung.(I. Teil.) Referent: Arbeitersekretär ti. ünk.— 2. Stellungnahme zur Maifeier. jjy Erscheinen sämtlicher Kollegen ist dringend notwendig!"Mg 145/12 DI« Vsrwsltuns. Arbeitsnachweis: Hos I. Amt Norden, Nr. 1239. ferwaitunysstelle Berlin EharitEstrafie 3. Hauptbureau: Hos in. Amt Norden. Nr. 1957 Moutag, den ÄÄ. April ISIS, abends 8'/� Uhr» -- Versammlung der Schlosser Berlins und Umgegend im grofie« Saale der Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16/23.'� Tagesordnung: 1. Bericht über die levten Tarifverhandlungen. 2. Diskusfion. 3. Wahl der Schlichtlingskommission. 4. Reuwahl der Schlosser- kommissio». £}V* Ohne mtglicdsbuch kein Zutritt.-ME Da in dieser Versammlung die Tarise ausgegeben werden, so ist cS Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Montag, den 22. April 1912, abends S1/« Uhr: Allgemeine Versammlung . der Klempner in den Andreas-Fcstsälcn, Andreasstrasse 21. Tagesordnung: 1. Borfrag deS«ollegeu.Ackolt Wnschlck. 2. Bericht«der die Bewegung in der Bierdruekbraudic. 3. Brandienangelegenheifen. Die Kollegen aus den Bnchstaben-Werkstätten sowie der chirurgischen Branche sind hierzu ganz besonders eingeladen. Montag, de» 22. April 1912, abends 8 Uhr»' ss Versammlung« aller in Eisen- und Metallgießereien Berlins und Umgegend beschäft. Former und Berufsgenossen in den Borussia- Sälen, Ackerstrasse 6/7. Tageso rd ii n ng: i. Vortrag des Genossen Urilckner über:.Hat die Arbeiterklasse im heutige» Staate Eleidiberechtigung t" 3. Abrechnung deS Fonds der Former und Berussgenosfen. 4. Verbands- und Branchen- angelegenheiten. Zaliircicher Bcsach wird erwartet."MM Achtung! dnrtler! Achtung! Montag, den 22. April 1912, abends 6 Uhr: Große Versammlung der Gürtler Berlins und Umgegend im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag deS Reichstagsabaeordueten Genosie» Itaaer:.Die RcichSversichcrung und deren Wirkungen." 2. Dislussion. 3. Branchen« angelegenheiten. » initg;Iicdsbach legitimiert:—— Kollegen I JnAnbctracht der wichtigen Tagesordnung dars niemand iehlen. Alle müssen erscheinen, besonders die Kasscndclegiericn. 115/16 Hie Ortsverwsitnirz;- 2 s S r? r/1 Achtung Kaufen Sie nur beim Fachmann Elegante fertige Hp-GatM Teilzahlung von 1 Mark wöchentlich an VornelinisteMaßanfeitigiinsD.GaraDfifi JuliusFabian Schwei dermo ister I. Riichilt II 2. Guchitl: Gr.FraDkteHr.JJ" IvM.lg' Besichtigung und englischen Stoffen ohne Kauf zwang gern«eetattef. ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft. 30-i M-i 29- 3j-i yiXitiiüiiiiiiiJiMiiiiiiiiL Der Verkauf der zurttckgeiieferten Utonatsgarderobe des größten Abonnementshauses für feine Herrenbekleidung J» STOCK& Co. befindet sich von jetzt ab nur Friedrichstraße. Ecke Johannisstr., Eingang Johannisstr. Anzüge und Paletots v. 10 M. an. LcrantwortliAe» Nedaktcur» Alhlri WaÄS, Berlin. Mr dxg Jnftratenteil verantlv; rh.Glvckk. Berlin. Druck u. Perlag: Worwäris Buchdruckerei». Berlagtzauftalt Baut Smger u.So, Bertis SÄl. 8r. 92 29. Z-H.M5 8. StillM des Lllmillts" Kerlllltt Uslksdllltt. s.°-.k.d. z«. m 1912. Mgeoränetendaus. 51. Sitzung vom Freitag, den IS. April, 11 Uhr vormittags. Am Ministertisch v. Breitenbach. Das HauS ehrt das Andenken des an seinem 75. Geburtstage verstorbenen Abgeordneten Graf Douglas(fk.) durch Erheben von den Plätzen.' Ter Eiscnbahnetat. Die allgemeine Aussprache über die BesoldungSver- hält nis sc der Beamten und Arbeiter wird fortgesetzt. Abg. Ströbcl(Soz.): Im Laufe der gestrigen Sitzung nahm der Präsident Veran- lassung, auf die lange Dauer dieser Beratung hinzuweisen. Hierzu mutz doch festgestellt werden, datz eine einzige Partei, das Zentrum, allem schon drei Redner vorgeschickt hat. Das ist ein Beweis dafür, datz dieser Gegenstand eine eingehende Tarstellung erreicht.(Sehr richtig! links.) Ohne auf alle Einzelheiten einzugehen, möchte ich ganz allgemein hier ausdrücklich betonen, datz wir Sozialdemokraten olle von den Vorrednern vorgetragenen Forderungen der Beamten und Arbeiter u n t c r st ü tz c n. Sie sind nur allzu berechtigt, denn der Durchschnittslohn eines b a d i s ch e n Eiscnbahnarbciters ist um 2 0 0 Mari höher als in P r e u tz e n. In Preutzen werden aber nicht nur die ungelernten Arbeiter und Tagelöhner so niedrig bezahlt, sondern auch die Handwerks mätzig vorge- bildeten Arbeiter und Untcrbeamtcn.(Die Privatunterholtungen der Abgeordneten auf der Rechten und im Zentrum werden in rücksichtsloser Weise so laut geführt, datz der Redner sich nur sehr schwer Gehör verschaffen kann.) Tie einfachste Höflichkeit gebietet, Ahre Privatuntcrhattungcn möglichst leise zu führen. Sie beweisen durch Ihr Verhalten nur. datz Sie für die Lage der Bahnarbeitcr kein Interesse haben,(©ehr richtig! bei den Sozialbemo- traten.) Gestern war es ja ähnlich so. Dieselben Herren, die beschlossen hatten, die Debatte noch gestern fortzusetzen, v e r l i e tz e n s ch I e u n i g st d c n Saal, so datz das Zentrum beispielsweise bei der Rede des Abg. Delius nur durch ein einziges Mitglied vertreten war.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Der Tagcslohn der preutzischen L a h n u n te r ha l- tungSarbcitcr beträgt 2,89 M., der durchschnittliche Jahreslohn also 879 M. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die Werkstätten- arbcitcr hatten einen Tagcslohn von 4,35 M., also einen Iahrcslohn von 1302 M., der Stücklohn für dieselben Arbeiter be- trägt 4,55 M. pro Tag und 1302 M. pro Jahr. Es steht fest, datz der weitaus grötztc Teil der Eiscnbahnarbeiter und Untcrbcamten durchaus u n z u r c ich c n d entlohnt wird. Annähernd Ivv 000 Gisenbahliarbeiter haben nicht einmal ein Jahreseinkommen von 900 M.(Lebhaftes Hört! hört! bei de» Sozialdemokraten.) Nun wird mir die Verwaltung cirnoenden, datz inzwischen ja eine autzcr- ordentliche Aufbesserung der Ärbeilerlöhne eingetreten sei, und es soll auch zugestanden iverden, datz Verbesserungen von 25 Proz. vorgenommen sind. Aber dabei mutz man berücksichtigen, wie jämmer- lich die Löhne v o rh c r waren. So betrug der Durchschnittslohn cineö Bahnuntcrhaltungsarbeitcrs früher 1,99 M. pro Tag, also knapp 000 M. im Jahr. Ich möchte einmal sehen, was die Herren auf der Rechten dazu sagen würden, wenn man ihnen zumuten würde, mit 000 M. im Jahr auszukommen.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Und dann sind doch die Ä o st e n der L e b c n s u n t e r ha l t u n g in den letzten Jahren so gewaltig gestiegen, datz die vorgenommenen Aufbefferungen so gut wie ausgeglichen sind. Lohnerhöhungen sollen aber nicht nur . deshalb gewährt werden, damit die Arbeiter sich nicht schlechter "stehen als früher, sondern damit die Lage der Arbcitcr absolut ge- hoben wird, damit auch die Arbeiter in erhöhtem Matze Kultur- asisprüche stellen können, Die Eiscnbahnarbeiter brauchen nicht damit zufrieden zu sein, datz sie in kärglicher Weise gerade noch ihre nackte Existenz fristen können, sondern sie haben Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben. Das ist aber bei einer solchen Entlohnung absolut ausgeschlossen. Auch die Bezahlung der Hilfskräfte ist unzureichend. Bei dieser Gelegenheit mutz daran erinnert werden, datz im Reichs- tag dieselben Parteien, die hier die sozialdemokratischen Anträge auf höhere Entlohnung abgelehnt haben, selbst den Antrag gestellt haben, ein Mindestgehalt von 1200!N. festzusetzen.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Damals drohte allerdings eine Reichs- tagSauflösung wegen des Nichtzustandekommcns der Reichsfinanz- reform, und deshalb bekamen die Herren Angst. Sie fürchteten, datz die Beamte» bei den Wahlen anders stimmen würden, als ihnen angenehm lvar, und daher kamen sie mit diesen Anträgen, deren Plötzlichkeit einfach verblüffend wirkte. Als aber die Gefahr vec RcichStagSauflösung vorüber war. da sielen die Rechte und das Zentrum um und glaubten nun auf einmal Rücksicht nehmen zu müssen auf die niedrigeren Löhne in Preutzen. Vor allem war es der Finanzminister Freiherr v. Rhein ba den, der diese An- träge aus finanztellen Gründen bekämpfte. Wir haben damals gesagt, datz seine Schwarzmalerei nicht am Platze lvar, und datz mit der Aufbesserung der Konjunktur auch die Staatsfinanzen besser werden würden. Und wir haben recht behalten. Die schlechte Finanzlage damals aber hat den Finanzminister nicht gehindert, trotz der" vielgepriesenen preutzischen Sparsamkeit den preußischen Minister» eine Teuerungszulage von 30 Proz., also von 14 0 0 0 M. zu befürworten, und die Gehälter der G« i st- l i ch e» bei den Strafanstalten sind von 2400 bis 4800 M. auf 3000 bis 0000 M.. also um 3öM> Proz. erhöht worden. Nur bei den Nnterbramten wurde gespart, obwohl damals nackgewiescn wurde, datz die Gehälter der Weichen- slellcr z. B. in B a y e r n ganz erheblich höher sind als in Preutzen. Ich glaube, datz wir in absehbarer Zeit um eine Erhöhung der(ite- hälter der Unterbeamten nicht herumkommen werden. Nun wird ja nach mir.Herr Strosser wieder von den übertriebenen und unerfüllbaren Forderungen der Sozialdemokraten sprechen und uns vorwerfen datz wir nur die Begehrlichkeit der B c a m t e n reizten. Wir kennen nun nachgerade diese Litanei der Konser- vativcn. Wir stellen vor aller Lesfeiitlichieit fest, datz unsere Forderungen sehr wohl durchführbar sind, denn die Betriebsüberschupe der Eisenbahn sind ja ganz kolossale. Für 1912 wird mit einem Gcsamtübcrschuß von 350 bis 300 Millionen Mark gerechnet. Dieser Uebcrschutz gibt die Möglichkeit, die Gehälter der Unterbeamten und die Löhne der Eiscnbahnarbeiter in der not- . wendigen Weise auszubessern. Nun gebe ich ohne weiteres zu, datz die Ueberschüpe der Eisenbahn eine große Rolle spielen für d'.e preußischen Sraatscinnahmen im allgemeinen. Aber dann möge der Ausgleich doch geschaffen werden durch eine Erhöhung der Einkommcusteuer der ganz reichen Leute. Hat sich doch allein die Zahl der Multimillionäre in Preußen von St auf 145 vermehrt und ich meine, daß es nicht die Aufgabe deS preußischen Staates sein kann, Millionäre und Multimillionäre zu züchten. Herr Strosscr könnte viel besser �von der Begehrlich- kcit der Agrarier sprechen.(Sehr gut! links.) Ter Minister hat nun eingewendet, datz die gegcinvärtigen großen Ueberschüsse nur eine Folge der guten Koniunktur seien und datz man aus diesen vorüocrgeh enden Konjunkturgewinn nicht dauernde Ausgaben aufbauen dürfe. Die Einnahmen im Reiche sind aber in noch viel böherern Matze Konjunkturgewinne. und trotzdem sollen ans diesen Konjunkturgewinn die erhöhten Ausgaben für Militär und Marine a u f g c b a p t Verden. Was dort möglich ist, nur il»i die Erbschaftssteuer zu amgehen, ist auch in Preutzen möglich. Die im Etat für 1912 ein- gestellten 20 Millionen zur Aufbesserung der Löhne reichen in keiner Weise aus. Das beweist auch die uns zugegangene Denkschrift des. Triers che» Verbandes, einer ordnungSfreundlichen Organisation, aus der hervorgeht, daß das durchschnittliche ? a h r e s e i ii k o m in e n einer Eisenbahnarbeiterfamilie 1183 Mark beträgt, datz aber dieser Durchschnittseinnahme eine Durchschnittsausgabe von 1517 Mark gegenübersteht, mithin ein Defizit von 334 M. vorhanden ist.(Leb- Haftes Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Dabei führen diese Arbcitcr durchaus kein Wohlleben, sondern leben in den denk- bar einfachsten W e r h ä l t n t s s e n. Einzelheiten sind in dar Denkschrift nachzulesen, die Sie ja sicherlich nicht alle gelesen haben werden.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Ist es nicht geradezu haarsträubend, datz sich Arbeiter in dieser Weise ein- schränken müssen, nur um den notdürftigsten Lebensunterhalt zu bestreiten. Solange solche Zustände bestehen, werben wir mit unseren Forderungen immer wieder kommen. Weiter wird be- richtet, daß in einzelnen Fällen die geringe Lohnerhöhung noch ein Danaergeschenk darstellt. Aus Breslau wird berichtet, daß die Eisenbahnarbeiter dort zwar 40 Pf. den Tag mehr bekom-. m c n, also 124 M. im Jahr, datz aber dieser jährlichen Erhöhung von 124 M. gegenübersteht ein Abzug von 185 M. dafür, datz früher alle Sonn- und Feiertage bezahlt wurden, jetzt aber nur die, an denen wirklich gearbeitet wird. Bedauerlich ist weiter, datz die Eisenbahnverwaltung, bevor sie dazu übergeht, die Löhne zu erhöhen, sich nicht mit den Organi- sationcn der Arbeiter, sondern mit denen der Unter- nohmcr in Verbindung setzt. Diese OiPanisationen er- klären sich naturgemäß regelmäßig gegen die Erhöhung, schon mit Rücksicht auf die Folgen für die Privatindustric.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es ist ja festgestellt, datz in manchen Orten sogar die ortsüblichen Tagelöhne höher sind, als� die Löhne der Eiscnbahnarbeiter. So ist in einer s ch l c s i s ch e n S t a t i st i k nachgewiesen, daß die Löhne der Handwerker in der Privat- Industrie durchschnittlich 4,80 gegen 3,50 M. bei der Eisenbahn und die Arbeiterlöhne 3,28 gegen 2,9 8 M. betragen. Nach den Wünschen der Rcwten ist es freilich richtig, sich die Auskünfte über die Notwendigkeit von Lohnerhöhungen bei der Privatindustrie zu holen. Aber sogar der Minister müßte sich gegen das Ansinnen wenden, die ohnedies so geringen Löhne auch noch herabzusetzen. Die Eisenbahnverwaltung tut sich viel darauf zugute, datz sie im Vorjahr Kartoffeln zu billigem Preise an ihre Aroeiter verkauft und dadurch auch einen Druck auf die Händler ausgeübt habe. ES ist ganz interessant, datz sich die Regierung unter Villi- gung der Mehrheit hierbei aus den Standpunkt stellt, den Zwischenhandel auszuschalte», während sonst gerade immer die Mittel st andsfrcundlichlcit betont wird. Ganz wie es Ihnen patzt! Die Eisenbahnverwaltung, die sich bei diesem Anlaß als eine Grotzcinkaufsgescllschaft betätigt hat, sollte doch endlich von der Bekämpfung der Konsumverein« ablassen, wie sie z. B. in einem Fall in S ch l e s w i g- H o l st e i n auf eine von ihrem Urheber später vor Gericht zurückgenommene Verleumdung hin verfügt wurde. Es war nämlich behauptet wor- oen. datz der Konsumverein Gelder an die sozialdcniokratischc Partei zahle. Als diese Verleumdung zurückgenommen wurde. blieb die gegen den Konsumverein gerichtete Verordnung trotz- dem aufrecht. Das ist eben der absolute Herrenstandpunkt!*r Eisenbahnverwaltuilg, die ihre Arbeiter sogar von jeder Berührung mit anderen Arbeitern feriiziihaltcn sich vermißt. Sie beweist damit aber nur ihre unsägliche Furcht vor der Sozialdemokratie. Die Arbeitszeit der Arbeiter und Unter- b ea m t e n i m S-t r e ck e n d i e n st und in der B a h n e r h a l- tung beträgt in den meisten Fällen 10 bis 12 Stünden. Ticsc viel zu große Beanspruchung von Beamten', die eine große Lcraiit« worlung für di� Betriebssicherheit tragen, bedeutet eine wirkliche Gefahr für die Betriebssicherheit. Es ist kein Wunder, wenn schließlich ein übermüdeter Mensch zum Altohol greift, weil er glaubt, seine Kräfte damit zu stimulieren. Gewiß ist das Betriebs- personal im letzten Jahr um 19 000 Personen vermehrt worden, aber wenn man davon diejenigen abzieht, die auf die Steige- rung des Verkehrs, auf die Anlage neuer Maga- zine, auf die Folgen der Bahnhofserweitcrunge?» entfallen, so bleiben ganze 1000 Mann, die eingestellt wurden, um die Arbeitszeit zu verkürzen, die Ruhezeit zu verlängern und— den K i r ch e n b e s u ch zu erleichtern. 1000 bei 344 000— also auf 200 noch nicht einer!(Hört! hört! bei den Sozialdemo- traten.) Kein Wunder, datz es um die Ruhetage so traurig be- stellt ist. datz 02 Proz. aller Ruhetage nur eine Dienstbefreiüng von höchstens 24 Stunden gebe» und datz der Verordnung über die 30 bis 30stiindige Ruhezeit nach öfterem Nachtdienst vielfach nicht n a chg e k o�ni in e n wird. Ja R h e i n la n d« W e st- f a l e n wird die �-onntagSrühe im Interesse des Grubenkapitals durchbrochen und die Beamten wende» sich mit ihrer Klage an uns Sozialdemokraten, da nur wir diese Mißstände energisch be- käinpften. Der bisherige Verlauf dieser Debatte gibt diesen Be- amtcn nicht Unrecht, denn wer so unendlich viele Mißstände vor- zutragen hat, wie die Redner des Zentrums und der Volkspartei. dürfte nicht bei einer so überaus zarten Tonart bleiben, sondern müßte von der Regierung kategorisch Abhilfe verlangen!(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Uns ist eine große Zahl von Klagen über ungenügendes Ausmah und willkürliche Einschränkung der Ruhezeit zugegangen. Selbst in Berlin geht der Wunsch der Beamten erst dahin, wenigstens alle drei Wochen den vorgeschriebene» freien Kirchensonntag auch wirklich zu bekommen.(Zur Mehrheit, die lebhafte Zeichen von Ungeduld gibt): Wenn es sich um Pferde- z u ch t s ii b v e n t i o ii e n für die Agrarier oder um k o n- fessianell« Matzregeln handelt, dann haben Sie immer Zeit. Aber wenn für die Interessen der Arbeiter eingetreten wird, dann ist Ihnen das sofort unbeauem. Sorgen Sie doch endlich für reckstzeitige Einbcrufnng des Landtags!(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Der Redner hcsrvicht dann aussührlich die Notwendigkeit der Gewährung von U r lau den auch an die Arbcitcr. die noch nicht jabrzehnielang bei der Eisenbahn sind, denn eS liegt im Interesse der Eisenbahn, daß die Arbcitcr gesund und bei guten Kräften bleiben. Tie Wohnungsfürsorgc der Verwaltung ist keineswegs ideal. Bei Entlassung muß die Wohnung sofort geräumt werden. waS für kinderreiche Familien' ein schwerer Nachteil ist. In den von der Rerlnaltung errichteten Arüciterhäuscrn blüht das System der Bespitzelung, und sie sind vielfach nichts weiter, als un- hygienische Mietkasernen, die infolge ihrer Nähe an die Betriebs- statte verräuchert und verstaubt sind. Die Verwaltung erklärt immer, daß die Verhältnisse der Arbeiter doch nicht so traurige sein könnten, weil ja die Verwaltung immer genug Arbeiter er- halte. Täß ist nur die Folge der fast immer trügerischen Hofftiung, als Beamter angestellt zu werden. Von 1906 bis 1910 sind zwar 368 000 Arbeiter in den Eisenbahndienst eingetreten, aber 302 099 sind in dieser Zeit wiederausgctreten I i Lebhaftes Hört! hörtl bei den Sozialdemokraten.) Bei 370 000 Mitgliedern der AlterSpcnsionskasse im Jahre 1910 sind nur 3000, also auf je 1090 Arbeiter nur 9 Beamte geworden. Tic feste Anstellung, min- dcstens nach einer mehrjährigen Karen ifrist, wäre aber eben so nötig, wie eine bessere Sicherung der Pensionsansprüche. Die Bevorzugung der Mi litäran Wärter und in- folge davon die Verlängerung der Wartezeiten für Zivilanwärter sind unter dem Brcitenbachschcn Sparsystem noch viel schlimmer geworden, und es wird damit immer schlimmer, denn zu den Militäranwärterii aus Preußen kommen nun auäi die aus den Kolonien. Wir haben gar nichts gegen iine Versorgung z. B. der Militärinvalidcn, aber die Eisenbahnverwaltung hat die Pflicht, für eine bessere Berücksichtigung der Zivilan- wärier ebenfalls zu sorgen. Die Arbciterausschüsse sind im großen und ganzen nichts anderes als Dekorationsstücke. Dos beweist schon die Behandlung derjenigen ArbeiterauSschutzmit- glieder, die sich erdreisten, die Interessen ihrer Kameraden mit jenem Mut und jener Ueberzeugungstreue zu vertreten, die die Regierung doch sonst immer von ihren Beamten verlangt. Wurde doch in Breslau ein Arbciterausschutzmitglied entlassen, das in einer Versammlung über die Aufforderung eines Werkführers, Ar- bester zu verprügeln,„den Ochsenziemer zu nehmen und die Aeser über den Schädel zu hauen", gesprochen und eine Bemerkung von einem O ch s e n g y m n a s i u m daran geknüpft hatte. Allerdings hatte dieses Ausschußmitglied sich auch bei dem Vorgesetzten für eine bessere Entlohnung der Arbeiter eingesetzt. Der Mann hatte u. a. vorgetragen, daß die Löhne der Eisen- bahnarbeitcr hoch genug sein sollen, damit nicht auch noch ihre Frauen zur Erwerbsarbeit gezwungen werden. Deshalb wurde er entlassenl(Hörtl hörtl bei den Sozialdemokraten.) Em- pörende Fälle von schwerer Bestrafung der Arbeiter aus nichtigen Gründen, ja sogar, weil sie ihr 5* rankwerden t a« s zuvor nicht gemeldet haiftn, werden aus Saarbrücken be- richtet. Auf dem dontigcn Rangierbahnhof herrschen unerhörte Zu- stände; es wird grob geschimpft usf. Aber selbst aus Berlin werden unerträgliche Bestrafungen beklagt, ohne datz sich die Ar- bester rechtfertigen könnten. Statt erst zu vermahnen und zu warnen, geht man sofort mit Geldstrafen vor und trägt sie noch nach Jahren bei Freifahrten und Urlaubsgesuchen den Ar- bester» nach, so daß sie um hunderte M a r k b e st r a f t wer- den. Unbeoinßt mutz den Arbeitern die Verantwortung in Gegen- wart des Be)chwer>dcführers ermöglicht sein. Der nach zwanzig- jäbriger Dienstzeit wegen angeblichen Betrugs entlassene Weichen- steller Karl Schröder— er soll mit einer ungültigen Fahrkarte gefahren sein— kann seine Wiedereinstellung nicht erlangen, ob- gleich er vom Strafgericht kostenlos freigesprochen wurde. Es handelte sich um eine Dummheit des Mannes, und die Verwaltung, die sicher das Beaustcnhecr integer erhalten mutz, sollte den Fall doch untersuckzen. Wie stehen die Beamten und Arbeiter als Staatsbürger da. Ein »»erhörter Terrorismus will sie zur Stimmenabgabe b c i W a h l c n im Sinne der bürgerlichen rechtsstehenden Parteien zwingen, im Sinne ihrcrGcgncr. statt im Sinne ihrer Ucberzcugung. Das Vorgehen der Regierung ist verfassungswidrig, auch wenn sich die Mißhandelten fügen müssen. Sonst könnte man ja auch die, Sklaverei rcchr- fertigen. Die Bealiitcii und Arbeiter wollen sich aber dicjcr Vergewaltigung gar nicht fügen. Die Regierung sollte sich doch genieren, eine solche Heidenangst vor der Partei zu bezeugen, die 34 Proz. der gesamten Wähler umfaßt und ohne die die R e- gicrung, selbst— siehe clsatz-lothri n g i s ch c Versa,- jung, Fcuerbestattungsgesctz, internationale Kriegsgefahr und„patriotische" Kriegshetze—- nicht auskomme n kann.(Widerspruch rechts.) Kie Majestätsbeleidigungen in der„Post" waren Ihr Patriotismusl(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Bei den Ostcrodcr Stadtverordnctenwahlcn, die ganz unpolitisch waren, im Herbst lOll, wurde von den Eisenbahnern ein Mann als Vertreter der Micierpartei gewählt, der sich ei» Viertelsayo später der S o z i a l de m o k r a t i c anschloß. Sofort begann eine wilde Jagd in den Werkstätten nach den Wählern Arbeiter»ach lljähriger Dienstzeit..wegen deS Verdachts, Spzialdeisipkrat hu, sesti. gematzrcgesf) Sern. Mitgliedsbuch des K r i d g e r'v'c r e i ti.S Nützte uichts.'Die Behörde erklärte, sie wisse, daß in den Kriegervereincn viele Sozialdemokraten seien. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.! Und dabei war der Manu noch schwer l u n g e n I r a n k.— Hier hat der Zentrumsavg. v. Savigny die Regierung noch gegen die wirklichen Arbcitcr- organisationen scharf gemacht. Eines der tollsten Stücke war der elende Wahlbecinslussungsvcrsnch des Ministrrial» l direktors a. D. Just zwei Tage bor den ReichStagswahlcn, den Herr v. Bethmann Hollweg patronisiertc. Die Vercinsvorstände wurden gepreßt, durch e r b ä r m l i ch c Verleumdungen der Sozialdemokratie und durch Einschüchterung veranlaßt, ihre Unterschriften für diesen Aufrufzu geben. Dieses Vorgehen beweist allerdings die k o l o s- s a l c W a h l a n g st der R ech t c n und i h r e x R e g i e r u n g. Wie lächerlich ist es, wie man in Berlin die Arbeiter der Eisenbahn von der Berührung der Sozialdemokratie fernhält. Man crinncrr sich an jene Eisenbahncrvcrsammlung, in der die Vorstände aus Angst um ihre Stellung mich nicht reden ließen. Die Versammelten freilich wollten de» Sozialdemokraten hören, nur aus Furmr vor dem Terrorismus der Behörden verzichteten sie darauf und schlössen cinmal sogar den Abg. L i e b k n e chst als bloßen passiven Zuhörer auS! Die Eiscnbahndirektion Berlin hat angeordnet, datz die in die Vorstände gewählten Eisenbahner ihre Bewilligung zur Annahme des Vertraucnsamtcs von ihren Kollegen einholen müssen. Mit all diesen ungeheuerlichen Zumutlingen er- reichen Sic nichts. Wie den», wenn ein Eisenbahner während seiner Dienstzeit Sozialdemokrat wird? Da soll er wohl seine Stellung aufgeben und aus seinen Lebrnsuntcr- hält verzichten!(Abg. Hoffmann(Soz.): Minister kleben auch!) und noch wie! Wenn Herr v. Dallwitz da wäre, würde ich ibm vorhalten, wie er als Landrat der Organisator der Kanal- r c b e l l e n war, die sich doch gegen ein Projekt der Regierung richtete, für das sich insbesondere auch' der König eingesetzt hatte. Präsident Dr. Freiherr v. Erffa: Die Kanalgeschichte hat mit dem Eisenbahnctat hier gar nichts zu tun. Abg. Ströbcl(fortfahrend):.., Durch diesen Terrorismus züchtet die Behörde geradezu Heuch- lcr unter den Beamten, die Herr v. Dallwitz angeblich nicyr haben will. Wir wollen in der Tat keine Heuchler unter den Be- amtcn und bekämpfen deshalb diesen unerhörten Terrorismus der Verwaltung, die sich immer«Wieder auf die tönenden Redensarten vom Staatswohl und der Stadtstreue beruft und damit unglaub- lichen Unfug treibt. Sind denn die fünf bis zehn Prozenr Wähler der 1. und 2. Klasse der Staat, sind es viel- leicht die höheren Beamten im Ministerium? Nein, den Staat repräsentieren viel eher Hunderttausende pflichttreue, arbeitseisrigc Beamte! Im Namen der Vernunft und der Gc- rechtigkeit müssen wir Protest erheben gegen die von der Regie- rung gebrauchte anmätzcnde Deutung des Begriffes Staatswohl. Wir wollen, datz nicht nur hohe Beamte Zulagen von 14 000 M. durch die Reforni der BcsoldungsordNung bekommen, sondern datz auch für die Masse der Unterbeamten das längst Notwendige gc- schieht. Gerade das Staatswohl verlangt, daß die riefen- haften Ueberschüsse der Eisenbahnen nicht zur E n t l a st u n g der schwerreichen und überaus lcistnngsfähigen Zcn- fiten der ober st cn Stcuerstufe» mißbraucht, son- dern zur Verbesserung der Lebenslage der Hunderttausende vcr- wendet werden, die durch ihre Arbeit einen ganz erheblichen Teil dieser Ueberschüsse aufbringen. Im„Berliner Tageblatt" hat der frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Potthoff(Zurufe rechts: das ist der richtige!) in schärfster Weise die Auffassung hes'Ministors v. Dallwitz über hie Staats- bürgcrrechtc der Btäiisten bekämpft, Wenn vv« unserer Seite auf wjntfterteffe STngriffs gegen un« außerhalb de« Hauses die ge, lnihrende Antwort gegeben wird, Hann finden sich StaatSan- wälte, die Anklage erheben, um unsere Journalisten ins Gesang. bi* zu briiigen. Ter Minister erhebt selbst die heftigsten Angriffe gegen die Tozialdcmokratie, land wenn ihm darauf geantwortet wird, setzt er den Staats- anmalt in Bewegung. Das sind die spezifisch preu- fcischen K u ltU rzu stände. Sie erinnern an das Wort, das einmal von einem Zentrumsabgeordneten ausgesprochen wurde: Man mutz sich schämen, ein Prcutze zu sein!(Zurufe der Soz.: G r c s b e r t s!) Sic natürlich(nach rechts) verlassen sich ja nur auf die Gewalt, und Herr Hammer hat uns in diesen Tagen zuge- rufen, man werde es uns schon zeigen. Uns wird es weder Herr Hammer, noch Herr S t r o f s e r, noch Herr Arnim-Züse- o m. noch die zur S ch a r f m a che rei hetzenden Herren tn der Mitte zeigen. Mögen sie machen, was sie wollen, die so- zioldemotratische Bewegung wird immer weiter fortschreiten, sie wird eine Macht werden. Aus den 34 Proz. der deutschen Wähler werden öO�Proz. werden, und Sie werden der Forderung nicht Widerstand leisten lönncn, den Staatsarbeitern und Staatsbeamten ■chte. Staatsbürgcrrechte zu geben. Wollen Sie dem Volle die Freiheit Nicht geben, dann wird sich das Volk selbst be- freien!(Beifall bei den Sozialdemokraten.) � Abg. Strosser(f.) äutzert zunäcktst Beamtemvünsche. Herr «tröbel als Vertreter von K Abgeordneten trumpfte hier wieder einmal gewattig auf. Wir werden Ihnen schon zeigen, was wir uns von Ihnen sechs gefallen lassen. Bei den langen Reden der einzelnen Sozialdemokraten fehlen immer die übrigen.(Widerspruch bhi den Sozialdemokraten.) Präsident Frhr. v. E r f f a verlangt van dem Gerechtigkeitsgefühl der Sozialdemokraten, datz sie den Redner nicht unterbrechen sollen.) Die Sozialdemokraten wollen die Arbeiter für ihre Partei zw ecke ausbeuten und zur Gewissenlos ig- kcit erziehen. Die Sozialdemokraten haben eine Menge Mil- lionäre unter sich. Sie treiben selbst den ärgsten Tcrrorismus und prophezeien trotz Bebel den grotzen Kladderodatsch. Das deutsche Volt ist aber zu gesund, als datz Ihre Prophezeiungen jemals Wirk- l:chkcit werden könnten.(Beifall rechts. Heiterkeit bei den Sozial. demokraten.) Minister v. Brcitcnbach erklärt eS für unrichtig, datz«ine Deputation von llnterassistenten im Ministerium abgekanzelt worden sei. Das W e i ch e n st e l I e r p c r s o n a l ist autzcrordentlich auf- gebessert worden. Der K a r t o f f e l a n k a u f für unsere Beamten brachte ihnen einen ganz autzcrordentlichcn Nutzen. 20 Millionen des Mehrbetrages werden zur Verbesserung der EinkommenSvcrhältnissc der Arbeiter aufgewendet, denn wir haben den Staatsarbeitcrn, denen wir in politischer Beziehung gewisse Beschränkungen aufer- legen müssen, eineg auskömmlichen Lohn zu zahlen.'Man wird tüclcS hinnehmen inüffcm was sich in Versammlungen zuträgt, aber wenn durch unrichtige Behauptungen gehässig und agitatorisch die Shre der Verwaltung angcgrisfcii wird, soll und mutz zugegriffen werden.� Abg. S t r o e b e l will lediglich das Ansehen der Verwol- tung bei Boomten und Arbeitern mindern. Ich lege Verwahrung dagegen ein, datz unsere der Klarheit dienenden Lohnvcrgleichungen Renommage seien. Die Löhne der R o t t e n a r b« i t e r haben sich feit lSOI nm 28, die der Werkjtältenarbeiter um 24 Proz. erhöht. Die Löhne der Arbeiter sind nicht nur den erhöhten Kosten der Lebenshaltung angepatzt worden, sondern die Lebenshaltung kannte auch verbessert werden. Wir lehnen es ab. unseren Angestellten die Zugehörigkeit zu den Konsumvereinen wegen der Mittelstandspolitik zu verbieten, wir vermeiden nur eine Begünstigung dieicr Zugehörigkeit und untersagen die Zugehörig- . kcit zu Konsumvereinen, die unter iozialdemokratischem Einflutz stehen.(Beifall.) Ich ha b e keine F u r.ch t vor der Sozial- demokratie, sondern nur die Absicht, unser Personal über ihre Bestrebungen aufzukläreii und auf die. Folgen hinzuweisen. Ich wünschte, wir könnten die Rubctage vermehren, aber manches ist doch schon geschehe», tglt) erhielten 08 Proz. der Werkstätten- erbcitcr und 87 Proz. der Rottenarbeiter Urlaube. In 10 Jahren sind 60 000 Arbeiters Beamte geworden. Das in Breslau ent. lassen« Arbeiterausschutzmitglied war e i n Hetzer, e'i n Agr« t a t o r sch I im m st e n Ranges. Wir sind auf seine hetzerische»' Reden von einer gar nicht angegrifseneii Scite aus- merksam gemacht worden.(Zurufe der Sozialdemokraten: Bon einem Abgeordneten!) Die Verwaltung konnte dem Vor- stand der ersten Versammlung in der Hasenheide keinen ernsten Vorwurf machen, weil er durch das Auftreten des Abg. S t r o e be l icherrascht war. Als in der zweiten Versammlung Herr H o f f- m a.n n erschien, ohtvohl die Mitglieder gegen sein Erscheinen waren(Hört! hört! rechts. Zurufe der Sozialdemokraten: Iln- wahrli. verlangte der Vorstand, datz Herr Hofsmann das Lokal verlasse. In dem folgenden Tumult nahmen viele an, die Ve»- sammlnng sei aus Und verlietzen das Lokal. Daraus darf aber Herr Hofsmonn nicht schlietzen, datz ein Teil der Arbeiterschaft auf seinem Standpunkt steh«.' Die Kritik des Abg. S t r o e b e l au inciner Auslegung dbS Wortes„Staatswohl" überlasse ich dem Urteil der öffentlichen Meinung. Nach wie vor nehme ich für unsere Beamten und Arbeiter in Anspruch, datz sie treu zu Kaiser und Reich stehen.(Lebhafter Beifall.) Abg. Dr. Grunenberg(Z.) bestreitet unter dem Widerspruch der Soziaidemolraten, datz Abg. GieSbertS gesagt habe, man müsse sich schämen, ein Preutze zu sein. Die Sozialdemokratie habe sogar zum Meuwelmoed der Vorgesetzte» aufgefordert. Ein SäUi.tzantrag wir? angenommen. Abg. Just �nüiU tpe, u hchj bezeichnet die Darstellung des Ab- geordneten S t r o e b e! von dem Zustandekommen des Wahlauf. rufs der Bcamtenvereinc als gänzlich unwahr. Er habe nicht im ?luftroge der Regierung gehandelt, sondern sogar einem Teilnehmer der betreffenden Zusammenkunft, der meinte, die Beschlüsse mutzten doch im Sinne der Regierung ausfallen, erklärt, datz man hier als freie Männer zusammenkomme. Wenn ich wieder in die Loge komme, einen solchen anti-sozialdemokratischen Wahlaufruf auf Wunsch der Beamten zu veranlassen, werde ich das mit der- selben Freude tun, wie am 7. Januar(Abg. H o f f m a n n, Soz.: Und mit demselben Erfolge! Stürmische Heiterkeit links.) Abg. Hoffmann(Soz.)(zur Geschäftsordnung) stellt fest, datz das Zentrum, das vier Redner in dieser Debatte hatte, der Sozial- demokratie den zweiten Redner abgeschnitten hat. Und dann Wundern Sie sich, wenn wir Zwischenrufe machen! Abg. Ströbel(Soz., persönlich): Der Abg. Just hat bedauert, daß er nicht sachlich aus die Frage des Beamienaufrufes habe ein- gehen können. Ich bedauere das auch und namentlich, datz Herr I u st das O p f e r seiner eigenen Partei, die die Debalie fchlotz, geworden ist. Bielleicht weitz Herr Just, weshalb! Das, was er über das Zustandekommen des Aufrufes gesagt hat, ist in der Tat unwahr. Ich habe selbst die von ihm bestrittenen Tele- gramme, die im letzten Augenblick an die Teilnehmer ergangen waren, gesehen. Die Darstellung, die uns von höchstglaubwürdiger �oeite gegeben wurde, weicht in jeder Beziehung von dem ob, was Herr Just hier gesagt hat. Gegen den Minister, der das gematzregelte Arbeiterausschußmitglied in Breslau als einen Hetzer hingestellt hat, sage ich, datz es meinen Begriffen von politisch« r Ehrlichkeit und Vornehmheit widerspricht, jemanden einen Hetzer zu nennen, der nichts weiter tut, als d i e Wa h r h e i t zu sagen. Datz Herr S t r o s s e r uns vorwirft, wir wollten die Arbeiter zur Gewissenlosigkeit erziehen, nehme ich Herrn Strosser nicht übel, weil er ja von sozialem Gewissen keine Ahnung ha:.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Delius(Vp.) erklärt, datz er nach der Erklärung des Ministers feine Kritii des Empfanges der Deputation aufrechtzu. erhalten keinen Anlaß hätte. Abg. Hofsmann(Soz., persönlich): Der Vorwurf deZ Abg. S t r o ss e r. datz wir den Saal verlassen, wenn Liebknecht spricht, kann sich aus mich nur zum geringsten Teil bezichen, denn durch Ihre Wahlprüfung haben Sie mich ja seinerzeit für längere Zeit aus dem Hause herausgedrängt. Bei der Geheimsitzung über die Erhöhung dcrZivilli st e waren Sie es, die das HauS verließen, so daß wir beinahe die Mehrheit gehabt hätten. (Heiterkeit.) Die Behauptung des Ministers, datz ich in einer sireng geschlossenen Versammlung in der Haicnheide erschienen sei, ist unwahr und zeigt, wie schlecht der Minister berichtet ist. Ich war durch drei Briefe von Eisenbahnern zur Versammlung ein- geladen worden. Sie werden verlangen, datz ich Ihnen den Namen nenne.(Rufe: Nein, neinl) Na, dem Zentrum traue ich alles zu!(Lebhafte Heiterkeit.) Ich hielt es als Abgeordneter für meine Pflicht, hinzugehen, weil über die Lage der Eisenbahner beraten werden sollte. Sämtliche Abgeordnete waren eingeladen, aber von den Bürgerlichen erschien kein einziger!(Zurufe rechts: Weil Sie da warenll Sie haben ja die Wissenschaf! in Erbpacht; ober daß Sie das vorder gewußt haben, datz ich hingehe, glaube ich nickt; anderenfalls hallen Sie ja meinem Freund Ströbel gleich den Beweis fü: Ihre Furcht vor uns geliefert.(Große Heitertei'..) Ich wurde an der Saalkontrolle gar nicht angehalten. Da ja dir Herren im Eisenbahnministerium auch Knebelbärte tragen, ist eS ja gar nicht ausgeschlossen, datz man mich für einen Beamten und den hinter mir gehenden„Vorwärts"- berichterstattcr für meinen Sekretär hielt. Obgleich ich erklärte, datz ich nicht reden, sondern nur hören wolle, erklärte der Vor- sitzende, es wäre ein Erlaß der Direktion gekommen, keinen sozialdemokro tischen Abgeordneten in, Saal zu dulden.(Beifast rechts. Abg. Hoff mann fährt in steigender Erregung und wieidertolt auf. das lltednerpult schlagend, sort:) Sie diskreditieren ja ftlvst Ihre Stellung als Abgeordnete, wenn Sie einem preußischen Abgeordneten— und das ist er nach der Verfassung auch a!S Sozialdemokrat!— das Recht bestreiten, die Wünsche anzuhören, die dann als Eingaben an dieses Haus ge- laugen.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Ich kann nicht annehmen, datz der Minister damit einverstanden ist, daß einem Mitglied? diese» Hauses verwehrt sein soll, die Gesuche zu prüfen, die später an das Haus kommen. Ein solches Vorgehen de» Ministers wäre eine Verletzung der Verfassung: ein V e r s a s j u n g S b r u ch.(Große Unruhe rechts. Sehr wahr! bei den Sozialdcmolralen.) Während der letzten Worte war der Minister wieder im Saal erschienen. Als er au? die Rede Hoffmanns wicht reagiert, ruft dieser: Der Minister schweigt! Die Eisenbahn-Asfistrntenfrage wird durch einen gemeinsamen Antrag der bürgerlichen Par- teien dahin zu regeln verlangt, datz die Petitionen auf Gewährung gesetzlich festgelegter Zuwendungen an die Eisenbahnasststenten der Regierung mit der Aufforderung überwiesen werden, noch in dieser Session einen Gesetzentwurs vorzulegen, durch welchen vom 1. April diese« Jahre, a» die«lKichffßN»»«»«»' preußische» EisenbahnasfistmteB«tt best* dM geführt wird.! Die Wortführer der büngerNche» Wriefc» eeMke, Hch ffari» lich für diesen Antrag, der Fineranrinister De. Acb* mal tta, da er ein« Wanderung der Brfoöm�erbtntag pa Ua»e lato und die Beamtenschaft in«ine unaufhaltsame ftänemmg»ersetze» werde. Der Minister warnt vor der Anmchme dich«, T dem er die Zustimmung der©taert«regtmmg Bich» t» stellen könne. Minister v. Breitenbach spricht in gleiche«©hn* gegenüber dem Abgeordneten Hoffmau« � t» schluh sozialdemokratischer Abgeordneter don€n s e ue LUdi sauuir� lungen ein Verfassungsbruch nicht erblickt toerben könne. Diese Versammlungen sind nicht dazu da, der öoztamemomme$» dienen. Ich kann einen Unterschied zwischen««««» toziaidem». krotischen Agitator und einem sozialdemokratischen Abgeordneten nicht anerkennen.(Stürmisches Bravol bei der Mehrbert.) Darum billige ich vollkommen die Verfügung der Ersenoahrwrriertu« Berlin.(Erneutes Bravo! rechts.) Ein Schlutzantrag wird angenommen Abg. Hoffmann« Soz.— persönlich) gibt, in sortwä�end«': Kampfe mit dem Präsidenten, der ihm da? Recht dazu aospmch:. nochmals eine Darstellung des Verlaufes jener Versammlung«t der Hasenheide, da der Minister bei der früheren Rede Haffmanns nicht anwesend war. Als WgeorHneter Hoffmanir dabei nochmals erzählt, wie er. obgleich er nur die Beschwerden. der Arbeiter anhören wollte, hinausgewiesen wurde, ruft die Rechte Bravol Abg. H o f f m a n n: Datz das in Ihrem Sinne war. brauchen Sie nickt zu beweisen. Sie haben von der Verfcn'sung auch kein« Ahnung! Es ist ein Verfassungsbruch, wenn der Minister einen Abgeordneten verhindern will, sich über Wünsche und Be- schwerden der Staatsarbeiter zu informieren Der Münster, der da? tut. begebt nicht nur einen Verfassungsbruch, sondern gehört auf die Anklagebank wegen Mißbrauche» der Amtsgewalt.(Höhnisches Sehr richtig! rechts.) Sie der. höhnen ja Ihren eiaenen Parlamentarismus!. Abg. Ströbel(Soz.— zur Geschäftsordnung): Ich bedauere, datz uns sogar bei einer solchen Debatte, wo die Reden nur 5 Minuten dauern, die Möglichkeit abgeschnitten wurde, zu er» klären, daß auch wir für den Antrag betreffend die As festen- t e n sind, nachdem man in der Debatte immer ostentativ von dem Bestreben der bürgerlichen Parteien, den Afststenten zu helren. gesprochen hat. ES siebt aus, als ob darin Methode gelegen hätte und nur deshalb der Schlutzantrag gestellt worden wäre. Ich bedauere aber auch, nicht sprechen zu können, weil eS mir sonst sehr viel Vergnügen gemacht hätte, die eigentumliche Haltung der Parteiene zu beleuchten, die gerade in dieser Frage zu beobachten war..,,„ Der Antrag über die Eisenbahnasststenten wird fast«in- stimmig angenommen; nur im Zentrum bleiben wenige Abgeordnete sitzen. Sonnabend, 1l Uhr: Fortsetzung und Etat der höheren �ehr- anstalten. Schluß 4X Uhv._ Bneffearten der Redaktfon. Tie lurttttfche ei>rrftu»di findet Slnbcnftiote 69, dorn Met Txmtrn — S-deftoll—, w-a-ntSglia von 4� tii 7M Übt abend», emtnabtab», ■an 4M bt» 6 Uhr abend» ftntt. Jeder für den gticflafttn beüimmten anfragt ist ein Buchstabe»nd eint Zabl al» Mertietchrn brtjusügen. Briefliche Aatwarb wird nicht erteilt, anfragen, denen leine adonnrmentlgnittnng»eigefügt tft. werden nicht dcantwortet. Silige Kragen trage»ea» t» de» Stzrechitunde nar. Bracklow. t. Nein 2. Ja.— E. M., Oberschöneweide. Die Ladung lst iiuIZssig.— A. K. 28. Nun bnnn, wenn Sie ein VfrWulbm trifft— ig. H. 1000. Sie können verlangen, datz Ihnen die Sahen nbermiftclt werden. Da» Gewerbegericht ist zuständig. Verjährungsfrist: 2 Jebre.— Dienst Kl. Gl. Es ist zweckmätzig. dem Tierschutzverein Mitieilung zu machen.— B. E. 09. 1. und 4. 5 Jahre. 2. Ja. 3. Ja. Staatsanwalt oder Polizei.— 91. SB. 38. Ihr Mann Ist zahlungspflichtig.— Kiel 23. Da» ist unzuläisig.— 98. B. 45. 1. Da» Urteil. der Beicklutz. nach dem da» Armcnrccht hewiMgt ist lowie der Haftbefehl sind an die VcrteilunaSstclle zu senden mit dem Antrag aus Verhaftung. 2. Ja. 3. Die Eidesleistung bindert nicht weitere Vollftreckung»matz-egew. — Paul 09. Für den Fall der Pfändung kann die Frau intervenieren. — W. S- 35. l. Ja. 2. Vom Amtsvorsteber. Autzerdem gebrauchen: Sie die Einwilligung der Erfahkommittion.— St. 101. Für ein Kind ist nichts abzugSfäbig.— F. M. 100. Nein.— R. 0. 1O0. Ohne Kenntnis der BeichästigungSart und der Anzahl der Personen, die im Betrieb tätig sind, nicht zu beantworten.— M. S., Frdst. 47. 1. GeburtSiu künden. Militärpatz. 2. Gleichgültig,— 12®. H. Darüber befindet der Richter nach freiem Ermessen.— X.®. Z. Nein. - H. D. 84. t. Soweit ersichtlich ja. 2. Ja. 3a. Falls die Fordcrunz gegen die Frau auSzeklagt ist: ja. d. Ter Mieter kann intervenieren. i. 95 ein. 5a. Ja, wenn die Pfändung fruchtlos ist. b. Unverständlich. 5. Vielleicht empficblt sich ein« persönliche Befprechung mtt dem Gläubiger.— B.®. t. In 30 Jahren. 2. Zur Beantwortung der Frage müssen wn: den Schuldgrund kennen. 3. In 10 Jahren.— H. 101. 1. Rein. 2. Ja. Die Klage mutz aber noch in diesem Kalenderjahre erhoben sein, da sonst Verjährung eintritt. 3..«. u. 7. Deswegen mutz der Betreffende sich an die Derwalwng des EiechenhauseS, eventuell an die Armendirettion wenden. 5. u. 6. Ja.— Schach I. I. bis IV. Nein. V. Die Satzungen unterliegen der Stempelpflicht durch die Steuerbehörde.— ft. W. 1. Die Herrschaft. 2. Bis zur Dauer von sechs Wochen, von dem Tage der neuerlichen Ertrankung ab gerechnet, ebenfalls die Herrschaft.— g. Nein. 1 %fWVVWVrWWVVWVWWVVWVVVVVWWVWVVVVtfWV'rfWWVWVWVN0WWVVWVW�VVVVVVVWz.VW.''-V>A,W'»«WVVftWrt4W%�WW 5"r" Ulster u. Paletots •'lllkl�JiiiiHbltllik�IHnilii�lIHliüllIHdhillllUbtUllUiiiiiiililiiiifiiiiiliiiiiiliikiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiuioiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Schluß morgen Sonntag.— Sonntag nur von 12—2 geöffnet. Ulster Herabgesetzte Preise Paletots Serie 1®raun und grauer Cheviot, neueste Muster, sehr 2 Q QQ Serie 11 CJrao nnd olivfarbiger Cheviot mit feinen Streifen, OC c /") " ohne statter, englisch verarbeitet........... Serie III �e',r»P6rt gewhuterter Cheviot, m modernster Q Of) - Ausstattung........................ �£7.v*-' Serie IV Diaaonal-Cheviol in vielen Farben, ganz besonders O>1 c/"» > tu empfehlen....................... Serie V Echt englische Cheviots, das Neueste in Mustern 4 O Cfl i und Verarbeitung.................... Serie 1 Dunkel und mitttlgrau gerwirnte Stoffe, sehr - 1 haltbar.......................... Serie II Fein gemusterte Cheviots, auf Sergefutter ge- OO er» — arbeitet.......................... Serie III Grau und brSunlidhe Zwimkammgame, ganz vor- � f"in - zflglidi im Tragen................... � D*"-'~ Sei ie IV Covercoats in den neuesten Farben, auf gutem o A r»rv ——— Sergefutter gearbeitet................. Serie V Kammgarr:- Cheviots, dunkel- und mittelgrau, gute w q er» ■ Verarbei'.ung...... MSbrniii"*""""""""! �■»«•••■■(•••utuuMtigiitiuininiitiM | Loden-PelermenSSrÄ'Ä�T-SO„ j j Echtengl.Gummimänlel!£�lSiÄ11-50„ j An: ii««tg»U«i«tiifim(»iiitiiiiiuiigiMi»tni>««tti«M«i«is»tniii>i(nrai nis■•••in BoenSohn Kleiderwerke— Deutschlands größte Fabrik dieser Art Chausseestraße 29-30 Gr. Frankfurter Straße 20 Der Haupt■ Katalog Nr. 44(Neueste Moden) kostenlos und portofrei 11 Brücken straße 11 Schöneberg, Hauptstr. 10 , k�ner Credit-Haus Konimandantepstr. 6T. �Wlkol»olfrel��etr5nke� ITranz Abraham |0amb. Messina-u.Römertrank-Kell. . N 4.'Schleg-el8t.9, Fernsp. 111�7727 Erscheint 2 mal wöchentlich« c r.ntrrh Selter-u. Limonad.-Fabrik UÜIHII, Thaerstr. 4«. T. A.7.81-B. E., berstr. 16», T. 7, U 1 25. £ � Bestes aikoho!- jjj. AI trfies eetr?.� � � 1 Berlin 0, ApbeHep-BeWelduni�� :F.FalRSÄ� IHambar�er Laden, Cha�,.�an8t.69 J.KastnetÄX,si iRoterLaden,Scbg»f�> ,H»npljlM08 i[ BSckeroten,'Kor.dltor.l . Bloitner's Grq�bäckerei Geschäfte in | Ber Hn. Chcräottenburg, Schönebepg, Wilmersdorf. �Vcllershofer Bäckerei. B. Znjwutst. Max iJacker, Ramlerstr. 36. Emii Beyer, Thornerstr. 6. Bgde'Elnrlchtuncgn � . Da» gesündeste und billigste ; Badistdasldeal-RieselbadMarkeZ. 4 0o. �anre Ba.'ceiii rieht uugen von M. 12.50 an. (Soliden Kunden Teilzlg. gestalt.). Illostr. Preisbrosch. 160 Seiten gratis a. franko. ■LZaruba& CoMHamburq C- � BandgQen, Gmntnlw. � R. Bauke, Stra Inner Str. 56. Berkholz, Köpenickerstr. 70. Lange, A. E., Briinnenstr. 167. Liepe, Schöneberg, Gmnewaldstr.SO. I Meyer,P.,Ri.,Berlinerstr. 49—50. I J* Ch. Pollmann, Lothriagcrstr. �0. Wende, A., X�er34, PaIpHa Ä Seydelstraße 15. , axCICilc� H. Lief-allerKassen Fritz Reibe, Schöneberg, flanptstr. 18 i Fr.Schulte, Adlershof, Bbraarcksl.S Zaremba f Baer"diT-ftn»t.. Sargm.) | j A. Butti, Zorndorfer Str. 23. HPifphn? Rixd., IlohenzoIlernpl.il • litfUlci Backe w a. Bild. Krankenhau. MaXFütlllffiÄAlle.1-0 Hiekel, Fr., Gr. Ilamburgerst. 37 Moldt. Fritz, RUd,, Reuterplatz. Oust. Nobert, Potsdamerstr. ItSa H. Petermeier, Strelitzerstr. 8. Peter-Schley, Wllh., Zmwerrtr. 1 1. |!8ezugsqMeiSen"yer>2eichn5sg|. Untenstehende Gcjchäfte motehlsn sich bei Einkäufer Beleucht.-Gegenst D [brot-h aürik,, Vorwärts" | erm unr. Ullrich. Köpemck� 1,.ßrotfabrik',barSr.25 Brotfabrik iBuehl 4 Sohn, ] Willy Delor, Prenzlauer Allee 42. Hermann Carl, Riidf., Hcimanns!?. 231 Horm« Eder, Schonens ebostr. 1 . Engero Landbrot£ m Ileinersdorfer Mühle � Vertfssiel!.; Kfiionieal.O.Rodcnbcrgst 2, AInderit7.«t.s5,8cbire!beulerst.44,Sv:ne' Willi. EnjielwÄÄ. t Verkauf in Milchgeschäften Berlins. Bekannt gegeoen. d. Plakate. J&h -Tth 'Ischer, Görlitzerstr. 55. Falkensfeinatr. 20, Köpenickemtr. 172. *V/. Oerlach, Schönebg. Sedanatr. 6/7. Altred Graf, Bousselstr. 24. Karl Giesel ann, Wittstoekatr. 7. H. Gluck, WilhelmshavendTstr. 51. HUnrrn Dunkerstr. 78 • nijddu Brenzinner Allee 192. .August Hühner, Sch wedterstr.o2. «August Hauck, Cöpenick. Qsiiafliaiikß's �ottadieroi 7S GescHdfte | in allen Stadtteilen Berlins| und in Ripdorf. OeeründctlRO«�� KHies•Großbäckerei, Boßestr. 8. Kroker, Rixdorf, Nansenstr. 33. Carl Laudahn, Weberstr. 30. iLandhrot-Bäck.,SrhiUz,Fr.,Bachhbli. Bonzel, R. äi.l'Ä.lt.ö ItailllDDIBillLaÄÄ BQttcer, A., Danziger.tr. S6. Schrammar, II., R-�dÄt« [ BerufghlcIdutTg' j M. Bertram, Norden, Msxstr. 17. Keiner, Otto, Gerichtstraße 86. Wecker, A.JöllMffli Z. P.Berllner,Rixd., Hermannst. 230. A.Hampel,Rl.,Ber str 44 t.vreinignng ! Carl Henze, Aadreasstr. 55, Keinignng. Mai!S[liQDßL�oiiulderbX0U9 M. Zysnarski, Alt Moabit 82. � BlepbTaüerelenlBlarhr� w. Akt.-Brauer. Potsdam. Eig.Slederl. Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brandenborg a. D..Wiihelni.Hdorfers!-UO Spez. Potsd- Stangenbier { Butter, Eier, K5so � J�mierbundliing J. F. Assmann 20 Filialen in Berlin O. Oskarßeck Dresdenerst. 97, BlücfaerStr. 11 Rcichenbergerstr. 18 u. westl. Vororte. Vorzugspreise. Vororte. Vorzugsp; ßuntrock, W. � ixdorf, Boddinstr, 3. Drei Kronen Davidr,ohn ried. Göseke, 7 Filialen. s © 40 Filialen O 2 Berlin und Vororten O August Holtz Kersten, Gebr., Wörther-Str. 33* Kosmaila, E., 4Sä,t, Panl Lindaer, Strelitzerstr. 65. BotterhandlunfiFritzMiith. m 4S eigene Detiilgeschäfte_ ScbÜncfe!(It7!intrrhäusseesr61 35 Verkaufsstellen. Schulz, Artbar. Ri ,H ermannst. 65 Apoth.Paui Frank, Siraßmannarr. 41. Apoth.Lindenberg.Slrcliti.Str.TtKord-Mk. Reinb. Assmus, Gerichtstr. 10. Becker, C. Litthauerstr. 6. Gustav Bersug, Weidenweg 80. Rrh Dr.riftnp Schönhanier All» 134». tilD. BOlditUS, l'ankuw. Berliner Sir. 46 Sämtl. hygienische Bedarfsartik. Cen trai-Drogerie, l)roDtbeiirer8t.3i. , A. Diepow, Tauroggenerstr. 12. D'ogy.üüim aIÄ" | Ehcrt, Max SSil: 1 Edison-Drogerien. O.-Scböncvelde. I Franz Fischer Prankf. Chaussee 148, j Sinti. GRismiarlikel:: Piskr. Bedienung. Friedrich, Paul, O. Gärfnor8tr.20. i Germania-Drogerie, Mi.ckemt. f>3. | Germania-Drog.Spand.Wilhelmstr ; AI fr. Gotting, F,Äer i Günther,„tSw«ii.Dro5erie",StnilE«t.37 Haeberlein, Trep!,. Orsftt-Bouchejir. Hansa-Drogerie, N, Raumcrst.SS. 1 F. Hotop, 1 fnza-Droj., noiosir. 6. , Klahn.H., R!., Kii,er-Friedr;�.ir.23e j ÜOElßllBCk'QrOO., Hemamut.tw. KrSningsAdlerßrojtrit. r,Ji!iI«ntr.7. P.Lehrke.RotttmetDaniüiSI-St.rirfdm n.z I l.rk., O. 34, F-bcrtyatr. 35. Eirald Lochte.Wilh'.lEshiTtoeistr. 20 Alfr. Marsch, Culmstr. 37. NeilO, Felix, Mcmelcrstr. ISa. Oehmke, Seiaicleiid., Proniii'.r, 82. Ramien. Otto, Landsbg. Platz l. Rathaus-Drogerie, Ri. Doanstr. 2«. Arno Reif, Weberstr. SU. C.Bolte, Neukölln, Hcrmanr.«t.232 Bragrodt, A., Manteuffelatr. 82. P. Buckwitz Rigaeratr. 106. Spez.-Gescb. f.Fleiscb-u.Wuratw. Anton Buchheim, Allpnsleioerilr. 12. A. Boatele, Thaerstr. 21. I Darge, O., Finowstr. 5. > Daniel, J., Ri., Hermannatr. Ii7. f Orammoph., SprechmT� W.Bedter,CHbj.,WilBtMiliirrer,tl27 Rixdorf, Bergstr. 163 1. Bayer, A., m"0"' c Haar-ArtlUei DanzigerFleiscli-Centrale Danstger Straße 14 Dannenberg, Neue Hochstr. 6. | Rieh Deckert, Wie�9tr P.Dreyocker, Prmz EugenBtr.21. | Joh.Durzynski, Kopornikusstr. 1 Schröter.R. Scholz, Artbnr.Ri ,Hcn ühly&Woltram Vereinigte 48 Pommersche Terkaals- Meiereien* Arno Mn Fabrik feiner Wirst- n. Fieisckear. Wurst, Speck, Schinken kauf.Sie«.besten u. billigsten bei Anton Fehlau, Gonthardtst. Stadtbohnb-Ecke Königsgrab-, Andr.-St.47,Lands- bergerst. 98, Königsbergerat. 8, Land8b.-Allee30,Rixd.,Berg«tr.l6. EBaaI Spetial-Hatr-Haus chausseestr. 121. Rob. Kortmann, Sch�nxiiderntr. 23. P KSlrtnr Gel,e anfIl3ar-Anik.5p,oilab. 1. iltllMu Zionskirchstr. 44. HNIxdorf,PraDkfarterAll.l«7,50iORab. Albert Pose, Fennstr. 16. ( u. KOchengergteJ fiüIBiOWWsÄ�örston. M'mmrb Spandau, Schönew.St.92 AdillliiLA, Emaille, Glas, Porzellan, Ump. üßEUslroMiaric-k��cL. Sanfißw.Rä, ÄpotH iygr, FrinzEnsfr. 103 Fleisch- u. Bupst-Centrale Frankfurter-Allee 182 Erste a. billigste Berngsgaclle des Ostens- C. Gerlach va�h«».'?»., ! H Geradt,SpreBarr»t.l7,EiBg S»B«»itr j ; Fr. Gerlach, Tanroggoneratr. 1«. Rob.Gleue.weiteusee Gul. Adolf,(M3 T.iVRrTJTrStTöjl PaulGnädlg, Britz, Rudowerslr. 14 .Kai, rrifldr.Str.242. Gottlleb> rf0iniokd(., AaeadcrL 102> c Herpen-Artikel Andreaiatr. 37, KranatieB-Srbolio H.Bodr, Eildorf, Kaiser Friedricbsir.lO. Magazin England Eeltl DimiiTS.UraiiiBBilr. Itt. Halt, Wiscbe, CrtvittoL Torke!, Arlillcriestr. 4 Stettiner Butterhalle Inval'denstr 123 Stettiner Balinhef lsvizWlIIIl!ef.Ke?.�bebÄ.r..r. f Cacao, Chocolade Althans, KroiiIer-Bonb.,LlBdo»ontr.l6 Fvliov G Filialen I. all- yjj HaA� Vj• � Stadtteilen. Ferd. Hahn, Berlin, Pertcrsbnrger8t.72a H.Paehlke.Schillingatr.lO, Ko fitüren. WlNMj F�0.»m!lh� IBßaeiel WM 1 �insieQualitäUbiereJ Landbrot- Großbäckeral O. Senf, Nchf. Krug, Waldstr. 4 BraaereiFfefferberg Versand- lind PüsenerBler, | Brauerei Tivoli Frnohtstr. 37 Caramel-VVeUsbier Hermann Lebelt, Hussittenstr.SS Alfred Ller, Wielcfatr, 36. llöitsnliergßr Broüaiink E. Martin, Gleimstr. 55. Gtcvtav Möhlslcph, Rhinoworstr. 2. T!>.Neumann,OJdenburg©rstr.21. Verni. Proeil, Nonnendamm. fui alkoholfrei. erfrisekeBä, beköipulteb, Berliner Weißb.-Braucrei E.Willncr. Die Fabrikale der „Sarottl" | Chokoladen-n.Cacao-lndnstrle- Aktlcngucllsehafl sied ObertU erhältlich. Neai Slmpll-Schokolsde Bonbonhaus Fr. Schröder Spandau, Filialen i. all. Stadttl. SchütZgV�TairecCauersr.si.ggr.l�uo Seiffert,Ericli,FUndvo�or,toi.0 CCotlff Andreasstr. 36 . ODHIl Bozng»qn. t. Händler. ßeülscfie Bierbrauerei A.-fi. Berlin-Piscb Olsdorf Bäckerei„Nordstern" Inb.: Gust. Müller Filialeni. versohied. Stadtteilen Grotcrjans Mabbier. Schdih-Aiie. i jo,t. in, i»«,. Albert Pfenzig, Grätzatr. 10. Paul RiQmann, Turinerstr. 36. Max Sandoz, Dunkerstr. 23. t OttO SZÜlat �nrlckware) Seil Üt t, Cn. Derlin o! NO. Slkorski.MeiCpnsoc.HcinfrsJprferstr.U Staehr's Bäckerei, N. Trif'str. 66. Faul Stenzel, Boumschulenwog. Ouotnr TnujiHz, Prinzcn-AUeo 61. Thoma's he». Bädierei Aekerstr, III. Gerichtstr. 84. LiFiliaT.HHupigoscli.Sedanst.t06l Jos. Wagenknecht, Glogaaeroi. 17. Albert Wiese, Koloniesir. 34. C. Vogt, woiB-insoo I m■ xj Heinrich Wittler rBSiptmickel-. Scbvorzbrot-o. Simoio- biot-FabrU. T. II. 321V. UiM. 7. Verlaofsslell. 1.»H Gogwut CroB-Bf riioo C.HubcIs Brauerei hell— Habeibphu— dunkel. F. W. Hilsebein A.-G. Ingerbier und Malzbier Hempel, E., Müllerstr. 138 d. Kahlenberg, A., LiobenwoidoHt 45 Goldbier ist nicht nur ein Erfrisch angigetrftak, sondern auch ein Gesundheitsbler ersten Ranges. Berliner Dnions-Brauere!, Berlins. StoILWERGK Gold | Silber 1 Kupfer Schokolade• Kakao In drei Preisingen. Die verschiedenen Sorten sind untereinander gleichwertig und unterscheiden sich, wie die deutschen Edelweine, nur durch ihr Aroma. Franz Sdiönbeck, ibersebonevclile. Fr Scblussnuss. Liebauerstr. 22. Hugo Schultz, Müllerstr. 166a. Hvg.Gummiw., Photogr.-Artikcl. P.SflnderhaufACo.GrFraakfStr.Sj. Herrn. Vincent, Rixd.,BerKStr.t31. Werder-Drogerle. Brill. EflioxerBl. 5a. Wedding- Drogerie, Genteratr. 37 Weissbach 6 Fischer. Brllt»U;inc«t.23 Zobel. Ceorpr. N. Aekerstr 50 ( Einen- u. Stahlw., Watt.) Alu, O., Ri-, Kaiser- Fried riclistr. 6. Otto Anders, Brunnenstr. 109. W. Allner. Mulackstr. 24. Beutel,C.,I5oxb.,NeueBabna.St.28 Herrn. Braun, Landsbg. Allee 143, Brenneke,C.,wringoist%4 G. Brennek®, SchoBk-illee 15«. G. Brucklacher, Ä«; WUly Erpel, Tnrmstr. 29. Kl.ck, K., Spsndzfl, SohöBBWslderstr. 34. LUilln. Wilmersdorferstr. 102,3 HlllBl Haus- u. Küchengeräte Curl Jung, Stromstr- 31. MMh. REJüiannsti.\ll Kantner Nt.,d.Scbnne» eide.EiiisHBSItl 0 Ad. Kunze, Riidf ,I»ls«rFliedrieh«tr. 1 78 H. Rockstroh,«Ä?«"». Llncke, Rixdorf, Friadolstr. 9. E.LübckeNf.E.Sturm.S«nMitir»t.ll PaDl Llltilt K�bo�er. E. Mentjel Nchf.. KopeDhageoerstr. 4. FranzPfeifer,O.Frankf. Allee 139, --, Rummelshurg I«www* h■. w.-■ w. j Schillerst 3-5 ! iJöhlmann.P.jMöllcrst.ißb.E.Seest. L. SChPQdBP 6rPran(fwtentr.l<)9. M Mlw �Ä'Vt.53 Sellacb, Th.,-Ki-. Hermannstr.48. Weach,Cbaritbg.,EatbeIsdorIiir.23. ArthnrWeigeHf�r s FahrrBd., Mähmaact;. J R r, ii'm � Km Üt Schon�ebT! I erl) e ristTl i Brennabor LnÄm«! FafinadTeililiaiii LolisiaDii Neue Scbönhauser-Str. II- ÖtfoCiirrul>©i Neu0 �Höchst. 37. Gasinde, Rieh. sÄv. flBtSÖlfflSDIl! Cen�Wi'chertlu 59. O. Gleich, Bixdorf, Hoteniollrnipl. 7. Hempe, R., Hormannstr. 58. ; Georg Helnold, Baneabaritritr 5. öeorgt Heiter Echt« BraBBscb».«. ThdriBg«! Wcrsl.. I. Keuch., ladressstrJO, RlameBjtr,73« FBhrridhsinSud-OstBeicheübergerjt.Itl r,»l Mnllnr Reinic.kend.-str. 106, Ldll BlullKI Chausseestr. 81. Röpcr.Carl.Pileriba-StZtjjrtUll«« Ernst Höne, Schwcdenstr. 12. W Hoppe Priedricbih ifleB,Priedrlcb3l.«8 Ernst Ibsdier, Wiesenstr. 11. Jakobik�SchmerjeBlorf, Breitestr. Ii. Albert Jähnert SeS: Janik, C. Köp;�t°r' Fritz JcntsdiJSÄ L.Ira:eT,Flm5lr.,Adl8r8hof>Bismarck8L38a Jul. Renipe,Boy?Äe 5' Fritz Klein. Kottbuserdamm 12. Willi Klewitj, AUensteinorstr. 18. Max Knaut« Alt-Boxhagen 50. Ernst Kolbe, 0112. Weichselstr.lS Ernst Kurth, Muskauerstr. 33. G. Krause, WeiAcnBee, LaBqhan«8tr.I35 M.Kops, Rftinickend., Rcsidcnzstr. 154. A. Lange, Reiiiickdf.,8chirnweber8tr.l U üöke's FleisdiieDtrale n�T Wilhelm Lenz, Falkensteinstr. 9 R. L&wrenz, Beinickendf. 0, Hanptatr. 54. Wilhelm licbhcfr�gd": Fr Lindemann, Emdenerstr. 45. Lochmann, Malpiaquetstr. 32 iBttJO!!. RcÄÄ'br Aug. Maar, Schulstraße tOß- Maiwald, Rijkd.,Müafbncr-F..Bcrlinerstr. H.�atzker�fT Märk. Fleisch kons., XkllB ,Wartbe«L73 ErnstMlekler,Elid.,Ei«k»rd.tr.3 1-32. Merker, P. ÄT P Unlinn ff Fleisch- u. Wurstw. Iii müüui Großbeercnstr. 78. R. Müller, Pankow, Wollankst. 101 Neubauer, O., Kottbus.-Daram 2t. Josef Orth,Neuk511n,Em?erstr. 26 Karl PetrichffF�Ä». Reinfeld, Spandau, KeamcistersLr. 9 0. liNMZUÜ HdClll.. furur.""� { Färbereien, Wäucher. Luiseubrauerei Welflensee. tMiter Brate BkIöiI H. BERGMAMM Birkenstr. 53 «über 40 Filialen in Groß- Berlin PislS�S: !schiuk..Nußschink.. Sebinkit-ipeck Clgarrenhandlungen Badeanstalten Arkona-Bad, Anklaracr-Str. 34. Angusta-Bad, Köpenick.-Str. 60,61 Lanilsbergerstr. 107 MJ9Ca.Wa Golinowstr. 41. Bad, Mönzstraße 2. v>ai i k lA." Kassenücferant. \BM-M AnzeÄ'rL. 25. HanRa-Bad, OhKtbg.Wiimmdorrerst.öO-'dl Erstes Lohtannin-Bad lägl. fr. Abkochung, kein fcxtrakl. Wallst r.70 71. Lief.a.Kas'.Xca-CöUna.W.G,® Bad Frankfurt. Gr.Frkft.Slr. 136. Lieferant sämtl. Krankenkassen Aktiengesellschaft Abt. f; Hohenschönhausen ,, TT. N. 20, Hochstr. 21-24 ROlHIIÜ �laacpen�ierversanc* Srhlflp Grüner Weg IN. DLIldUC, Weift- u. Malzbier. Schulz, Herin., Schonlcinstr. 23. VEreii!s-grßDefeiTei]}ofliB,tiW87. Fr.Bchiend,Nf..Frntloricr-Allfe27. Brager, J., Rixdorf, Bergstr. 57. Bräuer, F., p. 12 Proskauerst. 12 Klein, Wilh.rrum� Klemmer W., Spandan, Scbönwalder6t.83 A.KunstmanmKowawea.PriegteraLd? Lingel, Fritz. Kisenbahnstr. 5. A.R.Meyer Nchf., �kiwiscbsitr. 14. Willy Munsterinann,Glcdit8chNtr.48. W. Schuster Nf., Neanderstr. 28. � Pamenkonfektion � Cohn, Geschw., Bergiunnnstr. 9. Dombrowsky�gh8«.! Victoria-Brauerei VictOPia-SaazerbpSu P Bad Frlodridtshalu.LasdsbAIleßlSS Badeanstalt, Hasenheido 18. Junobrunncn-�ad BauraschuIen\vci,Kiefhi)I?slr.I77.78 Kaiscr-Fricdrichs-Bad, Chart. a Rhf. ICiÄ8*'A',stalt.Aöser" . Rosentnlorstr. 70. National-Bad, Brunnenstr. 9. Rari(IstPflfl Sp�hug.-Str. 17 DdU uaiCHU Ufcf. au, Kassen Ost-Bad, Pallisadonstr. 76. Bad Pankow, Wollankstr. 36. Passage- Bad K'Ä Reform-Bad, Wiener Str. 65. Kuranstalt E&sfeclÄ langjähr. I. Assistent d. ehemal weltberühmt. Jakobi-Heilansialt Wg- pfiauzonbeilverfahren Atteste von Geheilten._ iMkii Silesia 1 TlKtonla- Bad Weissbier, 0. Breithanpt, Palisadan3tr.97. TcI.-A.VII,2B34. Fraülenstein BluÄckoi Danzieerstr. 24 5% SchSneborg Ilauptst.25, ÄiißD voraa Dampf w.WeiO.Stern,Ri., Borgst. 132 lampf Wäscherei MERKUR JA. Üachmann, Fmklnrlftr-tUle« 47. lami'lw�tai üüsüg'Sir?"" "Groß-Dainpfwäscherel „SpreeniKe" Berlin SO.. Forst erstr. 5-6 Tadellose WiMche! Billigste Preise 1 Oscar RÖhr»Friedrichshagon (Friraa Wurst- u. Fleisch waren Hermannatr. 46. laaipfa. lip-tsp IWJJaBsa üe�h�r�23 G. Kullick, Wrirsensce FiI.6nst.ivAii«irfll.l, Weilenbnr(I«r.t.4I 8* IncmBufflnir. 5«, tVediiitifl.tr. v Mnlki inj.\.aliHlln.ll»ricn«ii.Sl.i»»rt,k'J,Scb«iiewciilo.EerliB«l.l27. | C. Seh« nberg, Kf mickenif., Ilsiuul. 9. i Max Schubert m�TT- Albert Schucht sSdr E. Stcegor, Fleisch. FmasDelkirchstrH Steinidce, Warachauerstr. 25. Thaleiscr Inv»,iden8,r- 15S a«Z8ftV3!JII>�SJgIBT3g«HB-9a> ß O. INaefe§ | Färberei u. ehem. Wäscherei f. Herreu» u. Damengarder- ! Läden in allen Stadttoileu I Berlin, Rixdorf, Schöneberg "■IWIIIlfllllHIIIWAi Ecke Aekerstr. 118 urstw. W�nnor Landsbergoratr, I ff d 11 Ii G I ff.FIplscb-u.Wui �arjard.Fleisch-Z W. Tauche Fr. Tili Finchhandlungen J c Blumen und Kränxa J Tobias Lewin, Schneidermeistor Bad skr. 44, 1. Spz. Maßanfertigung LagerinMäiilrtn n. KoMüittn aller Art Kottbusor Damm 75 FrledrichWilhelitisbad Chausseestr. 82« Onkar Ali>«rt u*, Müllerstr. 41.1 t Fr.Ahreiidt,Boxhar!ljg.,K&if«er-Fricdri'li8t.20 Gl Rrwmonstr. 63 . LuufülH l'ctsrfiliüftiersir. 1 1 Gustav Mai, Schönhairs. Allee 177. M.Strutzke, N«akiilln, Ilftriuwmstr.124 F. Müller, Danzigorstr. 27. H. Penski. Schwedsastr. 19, Eck Badslr. Ww.Rutschke. Rt Kormann3L62 Th. Scfairbel. N. Stettinerstr. 8. r.Sommer.Mr«agelsi.44,AiDtlV 12066 Aug. Trothe, Wrangelstr. 11. Aug. Wandelt, Rixd., Bergstr. 96. H. Zinke, ÜiVÄirs�Frieär.- K�rieitent [Damen- Koniekticn Moabit Gebr. Neumann pK." Se? a> s!? � k k'vtlbllserilitCini 7� A.«» �J�.vruvvenstr.ZJ IViHTNi'f p Rixd.. vorgstr. 42. »i tl�il'i, i � PoTnenm.. Polzw. Westmann 1. Geschäft: Mohrenstr. 37a. 2. Geschäft: Gr. Frankf.-Str. US. Bei Vorzeigung 5% Rabatt. I*nui£u(<>rinaiiii Konfektionshacs- Chaasseestr. 6ß f Damenkleldentoffe j fidclt[iaciiBmano 0ratto8tf Adler-Drogerie, 0.,MaggelBtr.8. Artelt, Kurt, Ri., Beutorstr- tS/U C.Dittmann�S�.J RnrlSalexa. Grünauerstr. 8 BV�SäBICf- Wi|d u Geflügel. Werner � Wini{|gr&BädhDlCrr&"� ( FlelscherTuT Wurstw."� iul. KlflZMM rT�F A. Barthmuß, Markgrafendamm 33. WDnr!/fi7 Tegel, Brunowstr. 55 _. DBLACu ff. Fleisch- a. Warstwarefl. Rieh. Becker, Memelemr. 74-76. Block, Otto, Prenzlauer Allee 52. BÜlmlein, J., Hixd., llarc&chstr. 14/16. A. Uilxer, Rudorsdor ferstr. 32. August BlrnstelnDunkerstr.78. IlüSaSlBWi Aug�r�ee 9. J;t3rj3fd.Fleisch-reo,.rale.8iara2rderal.62 Rixdorf. 48. Pannierstraße 25. ff. Fleisch- u. Wurstw. Lichtenberg, iFran kfurterCha usseeS Thuring. Fleisch- u. Uurst-Fftbr. F. SommerninaB, BoihagencrstS 9 E.Trapp.Wnrstzenlrale.Waldcnserslr.l« Max Tünimel,ChriBtburger8tr.24. Karl Unte Josef Weber, Raumerstr. 24. Weiß, Georg, Fisenstr. 40, T.A.IY 10585 O. Wettnitz, Nannynstr. 66. ff.FioUch-n.Wuntw. Weidenweg 67. ' Emii �Wilhelm, Graunstr. 38. M Weißensee- Rsrtill.AIl«!e?53. \n7 � kauft man Fleisch und " vWurst gut und billig? "58/X8 inuxBpjesnqiiox 'mnsuo�f- isjum'»-qo»r' U. VV eilaUHb, E. Welzer K.mii WIIKaI? Wilhelm Behr Wurstfabrik, Speck- und Schinkcnsalzerol. Berlin-Sclianeberg,KolocBCBstS7-58 Beste und billigste Bezugsquelle f. WiederTerkänter. ________ UM-n-qoaiaij m| P. Wontora, ÜT' rWrich.Mra.BttK Mord-Deutscfie rlelsch-Zentrale F. ZimnifriisBfl, S«sit. 78. duieeuir. 49 Paul Z würg, Landsberg. Alleo 136. Ernst Ziffer, Oderbereerstr. 37. Wllh. Zicgier, Seumestr. 20. Q Glae�u��oriellan j O. Krüger, Weißenbnrgeratr. 79. Oberländer �r4rlV; A. Wllborn, Brunnenstr 16. VVlnkelmann.WiIhelrainenstr.23. Oberschöneweide, Rathenaastr.27. Rick. Jahn, T ropto w, Grätzerstr. 6 Emil Jäger E. Klahn, Frankfurter Allee 26. Krause, Wllh., Ri..II©rm.-St. 168. Gg-Kursch, Britz, Rudowe rstr.9o Ad. Mahnke A. Nltscbpan, Bergmannstr. 11. ASamuel,0. Mirbachs!. 62, Schirme. Scholz, Osw.S�Sr'V,: Max Schulze, Hochmoisterstr. 6. �nrpncrpl Ä Wienerstr.UB. aprcllgCI,H. H flteu. Schirme ( Herren-u.Knabe'nBartl.) Aifierikan. Vatantsballen Babel k Hanke, WfNartsrdr. M# G. Bärend, Sehönfibcig, OolontieBitr.74 ßflstav Bstirem BonaewiBJFr.,l?achhftl2,Beriiierrt.4# Bruno Block, Nonnendamm. Alex Itnrgmann, Jagowstr. 16. Braun, R.,Rixdf.,PrczH8Ddjery«tr.ff. H.ßrcSi-.nlelr.Friedrichsbg.wScbaniwfbitr.i Budach. Franz, O-, Goßlorstr. 2*. Georg Burow, Stromstraße 39 Joh. Cicclor, Neue Hochstr. 81/34 R. Ehrig. IJebenwalderstr. 47. GustavEigendorf,0. Möggeist. St Arthur£nke, Amsterdamerst.10 A. Fiedler, Köpenick, Mäggelh.St.4t. L. Friedrich, Marieadorf, BergitTS. Fritz Gerull, BeuHselatr. 75. H. Ooerllcb, Eeinickondf., rroTiwflt.54, Hermann Gensch, Adaibertstr. 19. Goetsch, Ernst st�ff P.L5ck,Rre8lauer St.4fMadaist.l$ Max Hanheiser. Göbenstr. 16 Albert Haube, Dunkerstr- 83. He;nicke,Wilh., Markgrafend. 27. M""' Hermauaslr. 59/60, Fritz Hübner, Schliemannstr. 11. W Paul 1 inhoff, Ramleratr. 19. Kakao-Würfel „Sarottl" 5 Pfg. Überall zn haben JVBcm am Bad str. 26, Ecke • JSSfCr Prinzen-Allee. Besser, Julius, Ri-, Bergstr- 19. iambnr.g-Stfi;lilzSc!!'tr°c'103 Berren-ModeD-Vertrieli züid Selbstkostenpreis+ 107« Cbarlottonburg-Wilhelmsplatz Zielbnarkl, Or.inTenstrr2lT Leske 4 Slupeckl, Schönh.-Allee 70 e Marnnc � Rixd., Bergstr. 44-45 mdllUo, D. fertige o, Maßacbneiderei Raitzlg, Ad., Frankf. Allee 107. Rosner,MMlä3ÄÄ Lager fertig und nach Maß. 77 Kottbuserdamm 77 ' I Augnit Schoga»• Julius Salomon, Brunnenstr. 36. Scbachmann. Lonls.BraBieMlr.Sl. Berth Schweriner, WrSngeiatr M f Hüte, MOlzan u. Pofzw.) Brunnenstraße 52, Badstr. 65 Huthaus Norden Chausseestr. 55. Ecke Wöblertstr. Teiße, Rud., Chausseestr.«w. Casper, Ed., Rixd., Bergstr. 189. WS» Grund Brunncmt 177 Hermann Haa8e,Invalidenst 129. Uoncon Bixd.» Berliner Str. 1 1, ndUoCll, Osten, Koppenstr. 18. Jacob, Oskar, Schönh.-Allee 104. iHiiHentfale Hut-Engr.-Lager,B«ih.,(itrtaerai.24. HolliaDi Monopol MÜ'leir�.raBe A.Leaialtre,Wilm3(lrf.,Bertiner«tl3t, Mntz.-Moldenhauer,RaRitieB9t.l5.L Fm Badstr. 64, t�9eUK|«->■■■■ GeriekUtr.6S. Schoerr, Herrn., Wümersd.-St. 46. Markgrafendamm 1 Alt-Boxhagen 24 .. iie Tannst.61.R.BeaRscl8t.,I>rcgduer8ll35 am Kottbu. Tor, Gr. Frankf. Str. 120, a. d. Aodreualr, Frankf. Alle» 184, Ecke Finowst.- WUmersdorf. Str. 124, Tis-k-viA Guothc-Park, Schoneberg: Hanpteiü. 22, Ecke Akaziesetr. Leser dieser Zeitung 5% in btr. —--— Ziu*d(«�ckbieber,,Elzcäs4efitr.60-6i Vesten, E» Damm 18/19. Weiner, H., Greifswalderatr. 33. Wirtschayter8tr.,Nchf., Bnaneait.167. Zum Hutwinkel S. Kohl«, Chaussee.tr. 85. I ( Katfee-Spezlalgaaeh.� j tolirosöieliÄ" Rauers Mischaogen wcrd.v.sparsain. Dansfrauen berorznot! Nur C 64 NeueSchönhauserstr.al c Kaffee-Suprogate Otto üoetx�KotlbnserdsinB Kaufhäuser c H/nnof. L fllEiantlßr i to.. Boiistr. 55. B. Hüniiig i[o. CHtirfT�sTiM Ob. Schöneweide .liurudnnpatz. ond Modew. filtr.KincliDef EsrÄtr.18' H. Wein 8[Q., Frieilritlisiiagen. ( Kohlen, Koks. Briketts) Paul Bieger, KmprotTerstr. 118. � Ferd. Gräning � Jungstr. 11. T.leph. VII 7924 J. Mannheim. i�oL'un. W.Pieper Hoch- meisterst. t3 Slemon�A�H�BBbI»»bbf�� f Kolonialwaren 1 ASen3?B!rEümmr��ÖBÖt»!i5!9. Heinrich Arndt, Fennstr. 49. Theodor Antbofner, Solmsstr. 22. Willy KnobepÄn- Kohle, w.. Lichtenberg, Hagenatr. IL Kraatz, Georg, Scbönholzerstr.tU Krämer. Rick.. 0,KroB�rinieMtr.37/li Kühn, Oswald, Müllerstr. 131. Lange, H., Rixdorf, Walterstr. 14. G L Liese, Cöpenick, Sobloßstr. 8. Ups, Chamissoplatz 8 Herrn. Lcewa, Tegel, Berliserili.lt. Lossier, G., Warschauer Str. 5. Luckacr, Felix, Rixd., Weichselst? Martini, Erick, Rixd«, Aileratr.89. Karl Mercier,Hutten8t3 Michaelis, Panl T�Än? Mewes, Adolf, W arsch»uerstr.55. Max Moysick, Wilhelmshav. St. 46. Paul Mulack, Mariannenstr. 8. H.Müller te�w.a"� WnllnT T. Kottbuser Damm 31 IflullBl, 11. llenn. St 1 55, Kneiebeckatl� A. Plaacke, Oderbercer Str. öö. Priebe, E., Boxhag.-Cnaussee 28. R. Puhlmaun,Woldenberger8t�l Carl Quast, Prinzen-Alle© 15« A. Ramhold, Prinzen-Allee 18 Carl Robra, Langhan3str.58u.148. Willy Holm Runge, Otto, Ri.» H ermannet 56. A. Sägebarth, Pehrbclliner 8lr.24. Schäfer, H., Neue Hochstr. 5.' Sdinelder,F.,RixdL,K*l>4er-Fned.8l7l Scheffler, Carl, Badstr. 16. Fritz Scheel, Schwedterstr. 47. Schienther, Emil, Huttenstr. 7. Gg. Feist, Nkl., Weserstr- 4. WUh.Sdirödcr,Schdnholzerstr.2S Wllh. Schulze, Ri., Bergstr. 96� «.Stoolor�ÄÄ� Joh. Schulze Rudolf Snremberg,W8rthor8tr.l. P. Simund, Rixdf., Ziethenstr. 46. Wllh. Thomes, S'itlfVtBd.-Sir.»4 Otto Tüdi, Gubenerstr. II. Ulbrldi, F., Ei.. Wathestr. 13 n.»» MMissiir Emst WUdo, Bsstionstr. I. Wernlcfce, Ober-Sdhänewelde. � Korbwor�Klnderwag�j Metzners c Krankenbedarfsar; D Fischer, Wllh., N, Swinmun.>t IK I-ange, A. E, Brunnenstr. 167. � Lederwaren � Carl Fessel f�&ä Sp«». Tueb., Mappsa, forltnonntiesflsw. R.Gcnehr, Kos mtlsburp, Schiller, tr.it. Wilh. Langner, Koffer-SGhDlzßdori'su« aichard Kurtzku DsmmT ioPahfliiz�ÄuM Tajdiffl-Bilterl�Ä.«t. Bob�VtdfflJiaomscbnliilrST�� I Lehranstalten| Vuschnelde- Schule des —- Deutsch. Zuschneider- Verbandes, e. V., BERLIN, ftlauerstr. ßb 83, T.1 3A01. Rudolf Maurer Friedriebstr.dSa, Eck. Mohrenstr Strahleudorf f« Handels- AKademle. Beuthst. 10u. 11,1., II. ,111. Etage Größtes Institut Berlins Ausführt. Lehrpläne umsonst. Linoleum u. Wachst. iäntscliS�'Cr.'" Rausch, Bich. Nioderlage�Warschauers�� Manufakturwaren "Teters? «"") Modetrsrenh. { Hlehlhsndlungen � W. Bachmann, Charl., NebriijiLIi. ßetfike, Georg, Rixd-.Elbest. 33. Kaii.-Priedr.-61.64 Weserstr. 189, Friedelstr. 23 Treptow, Grätz-Strafl© 64. BordascK G. RI, Kaia.-Frdr.-St.Üff C. Bosse, Reiniekcndorfer3tr.29. Jul. Conrad, Rheinsbergerstr. 44. Bernhard Oanne,RuUBi6B4ll.50-51. C. E. Fink, N, Pankstr. 92. I rcse, Ernst 6 fso""] Gaege.Otto�� Paul Gaege. Spandau. Ine JUo.naUlvc Bergmannstr. 96. Heerma,H',Ri-, Hcrmannstr.172 Heioricii,R.: BerniBBStr. 59 60, , Bergstr. 144, E«ii.-FriBä.-8L24t Fortsetzung siehe nüdiHte Fortsetzung des Bezugsquellen-Verzeiefmlsses Karl Huhn, Schererstr. 9. Korn, Ku�o l Uohhfflf BmMÄ 118, T.A.Kord 83«3 A. ntniiicli Tis-a-rhStetiin.liauptbahr.h. B. Krflger, Scbönob.,Hauptstr.l53 E. Kunze. CharI.,Knobolad.-St. IG LenzA Jagmann, Winsstr. 53, Posenerstr.lS.Slralauer-AIleelS. Lfldtke, H., Fnichtstr. 67. Cius.Mever, llelmd.-St. 19,Wlll«l.-Ä.!. C. Ncujjebaucr Ober-Schöneweide mazsswiij. ä;..« Otto Nowack Nactatol. Spandau. F. Pflugniacher, Colonnenslr. 48. JllI.PEDBEfÄaÄrneVst. PBontnQV* Manstemstr. 17, . Ilölllllör Stelnmetzslr. 27 flakfAiaaU«! I Mariannenstr. U. MMMiZ» fl. o I Sdnißiiler, Emil Walter Seidel, Beusaelstr. 26. Thieke, Nachr., Prinzenstr. 10. B. Wrndler, Reioickondorferst. G4 B. Zyczynski, Ri. Pannierstr. 59. Hugo Mob, W. 57, Fot�dameratr. 82f. Rilnhnlhsnv Kastaulenallec 40. müiicHlüüi Fabrikgeb. gegr. 1884. _ Teilzahlungen gestattet._ Refoscfo, E., spariiiau. G.Reiher Nach!. ,Veteranenst 21. MdboZsnagczina iliniil Huflar Tischler-Innungsmeister Prinzenstr. 34 Scümidt�ttöSS S}BWiy.B..Äri«t A.ScUuHter.öb.iSciiöBeweide.EdisMstSO Schwanke. Rixdf.,Hormann8tr.229 Wcndland, Erust Möbelfabrik— Bar- n. Toilzahl. Reinickend.- StraBe 114. --- �cnzenhauer�— Größtes Spezialgeschäft der Branche. Spittelmarkt 14a. TUl Reetz, Spandau, Hnvelstr. 21. Schuötkc, Otto, Ri.,Riciar4itr. 115. Hähmoschlnen J Bellmann, E., SÄ6- jChar!ottenburg,Spandauer3lr.3 lalle Systeme ohne Anzahlung, ETAMmsi liennann8tr« 177. ■ wa•« Kottbuser Damm 23. bestes deutsches Fabrikat Stelnhaucr, Spandau. Littauer Adler NÄhmafch Inen ohne Anzahlung. Turm-Str. 39. Rnftau Qnffl Tisch!errastr.,Loulien- Ulldiui ML Ufer 22, am Oraoicnrlaiz. Berliner ffnrrfnn" Aclcrstr.l20.n. MdbelhalletfllülUcli ,inral idcust. 1 1 8. Daehne, F., Iii., Neue Jonasstr.SG. Ä. ßolmiann, Sirorastr. 44. Wiih. Bahhert, Brunnen- Str. 162. 1 Geppert, Paul, Zossen erstr. 32. Gerlcke, Fritz, Müllerstr. 145. Gleiser, ■ il.OM, nOber-Fobtlk.! G.Hacte,\ViIhcIm havenerstr Willi. Haiililin �heen42U5el- Dnmnelv Stallschreiberstr. 57, ds i Bar- und Teilzahlung, HIHIIUIB verkauf i. Fabrikgeb. Kopp, Jul„ Brunnenstr. 122. König, A., Ri., Berlinerstr. 102. Ilcrra. Kogel JKiichenmö he/ Berliner Kiiehmmöbrl' Fa brik Nette X&mrfiU. St-32, T.VII 4710 |i8((te5C;r83 8Si Unge.Waxa-Ä'-.K« L. Lazarus, Petersburger Str. 62. Lüddecke. R. Ri.. Bcrgstr 4. Jos. Werner � Möhel-Transoort � P.Knders,Uat,i:ieiiau.sLlcr«lr. 17 W.SchuItzRoxbagcD.Scac Balinhofilr.32 Schumacher, 0.,Tegol,Bcrl.-St.5a. Schulz, Osw., Frankf. AUee 24. Gust.Schoder, Oranienstr. 155-66. Max Storch, Elbingerstr. 100. M. Tomechna NchfM Brcckenstr. 16. PaulTrenk, Charl., Spand.-Str. 32. A.Trenner, Wilhelmsrah, Hauplslr. 12. Tnixa, W., Frankft. Allee JSö. iiireo-ii. CiwareQ-loMs Berlin 220, Lindenstr. 16. Beste direkt. Bezugsquelle! Kzliloganlir Ver>aaJ steh aetcihalti, billija'.e freist. Ad., Berlinemr,44. Zabel Ncbf.,Cbulbg., BerliaerUr.llS. C Verslcherungon 3 .Deutschland" Berlin Ärbeltcrversicherung— Schützen- Sterbe kasscnversicherg. Straße 3. „Friedrich Wilhelm" Berlin WS, Bebrenstr 58- 61 Leben«-, Sttrbekuifo-n.Arbeilcncniebg. Mit u. ohne ärztl. Untersuchung. Jahres-, Monats-, Wocbenbeiträge ,Iduna' zu Halle a. S. 8- ) Berlin, Charlottenstr. 82 Volks- und Lebensvcrsieberung. c WaraithSnser lareiibsus M. Binb _ Spandau Wilh. Herrn. Lesser Kaloaitöt Schöneberg Kolonst54 Bei jedem Einkauf Rabattm. ( Wein-, Wollw., T rikot!� Ahlseber, Gust., Cborinerstr. 75. H. Barts, Schönhauser Allee 107. Bredow, Otto, Ri.,Honnannstr.5ß MfiarHolt: Ceussolatraße 7« . Uul uclo Tauroggenerst. 10 B Georgi, Ernst s�mII Hoffmann, Carmen Sylvaatr. 6 Hoppe, E., Scharnweberatr. 62. JnliusJohn�Äf?; Jonas, Derniann Juncker, H. �u'nstr.n-. Carl Klein, Höchstefitr.16, N.O.l«. Robert Kutsche, Gabenerstr. 56. A. Kassier, Caprivistr. 6. FJfi TiftPirv Rlxdorf.Bergst 5253 LiOewy, � gjreke. Meyer, Beraaaerst.l 2,(Arbcilerkeaden) Nachmann, MdHcrsir. 131a,KoM.-Lief. Fr. Oliwctzki, Alte Jakobstr. 137. Schaefep, H,lssitei1- Str. 43. Scbrom, Lina, Mirbachstr. 31. Otto Seelisch, Eochhanstr. 8. Hermann Meyer, Sebireibemer Sl iL J Stein KelolcktadI.W,Sckan Wir verkaufen z. B.: Knaben- Aozlige»»n Herrenhosen Selbstkostenpreis. 2.50_ 4.25_ 7.50_ 9.50 Verkaufspreis.. 2.75 4« 8ÜZ 10.45 Herren-Anzüge- Dister- Palelots Selbstkostenpreis. 14.25 21.00 26.50 33.00 Verkaufspreis.. 15.6? 23jö 29.is 36.3» Sämtliclie Berufskieldung □ Anfertigung nach Maß Deutsche B8klGidun{rsgeseilscl)aftin.ii.H. Gr. Frankfurter Str. 4 Turmstr. 80 $fie|el), erstklassig In Qjjaliläl uud Aussuhrung,| Qoodyear-Well.................. Tennis-Sdiuhe Turn-Schuhe Ruder-Schuhe Für Kinder; Kinder- Schnür- Stiefel, kräftiges Oberleder, bi breiler Nalura-Form. dauerhafter Schul- und Slrapazler-Sllefel 25 27 450 28-30 550 31-35 650 36-3» 8oo Kinder-Schnür-Stiefel, Boxkalf und Chevreau, mit und ohne Lackkappe, audi braun Chevreau und Ziegenleder 25—27 550 28-30 650 31-35 750 36-59 Gegründet 1867 Elegante Herren-Stiefel in ganz neuen Formen Stiefel mil Stoff- und Samlkalb- Einsätzen. Feine Herren-Strassen- Stiefel. Braune Stiefel und Schuhe In neuen Modefarben. Hausschuhe in vielen Ausführungen Reise• Schuhe. Niedertreter. Sandalen 1 12.50Spezial-Verkauf: T auentzien-StrasseTb Rosenthaler Strasse 5 Charlottenburg: Wilmersdorfer Str. 45 Oranien-Strasse 161 G rosse Fra n kf u rle r Str.l 2 3 Mai 1912: Chausseesfr.114 IS an ßEFiep Seöieiilerei-Geiiosseflseliaft(E.Gj.O.) gegründet von organisierten Schneidergehilten Ilerlin ZI. ermenslr. 185 lam Boseniftaler Terl. Großes Lager• fertiger Anzüge nnd Sommerpaletots, Sport-Anzüge, Loden-Pelerinen und Arbeiter-Berufskleidung. Lieferant der Konsumgenoesenschaft und des Arbeiterradfahrerbundes. J Neukölln.»foSr,.! Neukölln. Liste derjenigen Fleischermeister, die den Tarif des Zentralverbandes der Fleischer nnterschriftlich anerkannt haben. C. Fonfara(Sitrftfabrff), Berliner Straße 27 P. Lukascheck, Berliner Str. 28 A. Reifland, Berliner Str. 23 W. Fischer, Zietenstr. 51 H. Jochmann, Zieienstr. 41 M. Kailer. Zieienstr. 23 P. Wonnseerger, Weiscstr. 24 F. Schieide, Scifeftr, 5i K. Gerlaoh, Warlhestr. 70 G. Saft. Darlhestr. 58 Th. Pahnke, Warthes». 73 W. Friedmann, Warlhestr. 7 P. Jünger, Bürknerslr. 5 F. Klein, Koltbuser Damm 12 C. Flebming(Durslsabrik), Thomas- ftraste 36 Paul Schmel, Slelnmetzstr. HO. A. Müller, Eelchawer Str. F. Kubin. Donaustr. 15 F. Schmidt. Weichselftr. 49 H. Burck. Weichielplatz 4 f. Neuköllner Fngros- Schlichterei, Hermannstr. 114 0, Persike, Hermannstr. 169 5. Bolle, Hermannstr. 232 ß. Riedel, Hermannstr. 46 M. Riese, Falkstr. 20 G. Seidel, Jögerstr. 7 P. Kucszik, Jägerstr. 59 M. Meier(Wwe.). Weserstr. 168 W. Krager, Hcrtzbergstr. 21 0. Sohönbrunn, Richardstr. 61 W. Rademacher, Hobrechtstr. 19 J. Blümlein, Mareschstr. 14/16 H. König. Rogatstr. 40 H. BeierluB, Nenterstr. 66 K. Kroll, Emserftr. 76 J. Orth, Smser Str. 26 K. Stock, Emser Str. 111 Nachstehende Fleischermeister, die zurzeit leine Gesellen beschäftigen, haben ebenfalls ihre Zustimmung erklärt: 289/19 E. Schilde, Herrsurthstr. 23| m. Falkner, Donauftr. 7 E. Immricn, Nogatstr. 14| h. Schmidt, Emser Str. 21. ?Ius verschiedene Anfragen diene zur Zlntwort, dast diejenigen Fleischer» Meister, die erklären, bei ihnen sei alles geregelt, ihre Kundschast nur täuschen wollen. Auch die Ausrede, sie seien durch InnungSbeschlust ge» bunden, ist nicht stichhaltig, denn die Äonventionalsirase von 1000 Mark verslöbt wider die guten Sittel: und ist nicht einklagbar. der Fleischer. Berlin NO-, Elisabcthstr. IX. Teleph.- Amt: Köm'gstadt Nr. 3024. VI. Fischer, Sclchower Str. 1 J. Viasoveioz, Selchower Str. 35 nun □□□ aoo □□□ Sonnabend, 20. April 1912. Anfang 3 Uhr. ZirkuS Sarasnni. Große Verstellung. Anfang 3-/, Uhr. Berliner. Der Talisman. ?lnsniig 4 Mr. Urania. Von Abbazia bis Kcrsu. AnfnnjWJXHc. Kgl. SchaiisPicIhnuS. Götz von Berlichingen. Anfang 7>/z Ubr. Kgl. Opernhaus. Der Traum. TeuticheS. George Dandin. Kurfürsteuaper. Oberst Ebadert. Zirkus Busch. Gala-Vorstellung. Zirkus Sarrasnut. Gala• Vor- stelluug. Zirkus Schumann. Gala-Vor- stellung. Haverland. Spezialitäten. Aiiiang 8 Nbr. Urania. Täudenfirni-e 48/40. Weilbäder an europäischen Küsten. tlamuicrspicle. Der Arzt am Scheidetvege. Komiiche Oper. Rigoletio. Lessing. Das Friedenssest. Westen. Die schöne Helena. RleineS. Lotlchens Geburtstag. G. und F. Eitz! er. Hockenjos. KöniggräNer Strafte.' Die jüns Franlsurler. Neues Zltia»U>ielbaus. Der Turm des Schweigens. Neues. Ter liebe Augustin. Residenz. Alles für die Firma. Lustspielhaus. Da? lauschige Nest. Berliner. Grotze Rosinen. Neues Operetten. Mädchenmarkt. Schiller O. Gräfin Lea. Schm• Elmriotteiiburg. Win- dermeres Fächer. Friedr.- Willi. Zchanspielhaus. Erneslo Aleanes. Luisen. Ich lasse dich nicht. Rose. 5X100 000.Teufel. ulietrouo Die Nacht von Berlin. Triaiiou. Der Eheniann am Fenster. Ein angebrochener Abend. Thalia. Autoliebchen. Wintergarten. Spezialitäten. Casino. Die lustige Strohwitwe. Sttiui,«. Svezialiräten. Bniinne. Sveziatitäteu. Herrufeld. Der Hausteufel. Wie mau Männer bessert. Reich»! nlieu. Eine Hochzeit in der Müllerstratze. Anfang 8'/, Uhr. Falies Gapriee. Der Polizeihund. Walhalla. Berlsner Allerlei. Ansang B/, Ubr. Neues Bolkstdeater. Der Meister. Königstadt-Kasliio. Spezialilälen. Sternwarte, Fnvalidenstr. 57— 62 Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Grotze Rosinen. Abends 3 Uhr: Hie 5 Frankfurter. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Ter liebe Angustiu. Sonntag 3-/, Uhr: vor VogelhSndler. Schiller-ThealerO.lCm: Sonnabend, abends 8 Uhr: firäfflii I-ea. «sonnlog, nachm. 3 Uhr: I>er Probclkandldat. Sonntag, abends 8 Uhr: JDcr Kompar'ion- Montag, abends 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Seliiller-ThEaler ChÄ8n' Sonnabend, abends 8 Ith,; Lady Windermerea Fitcher Sonnlag, nachm. 8 Uhr: Don Carlos. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Montag, abends 8 Uhr: ladyWInriormcres Füchcr Theater des Westend. Abends 8 Uhr: Die schöne Helena. Sonntag 3'/, Uhr: Wiener Blut. Residenz-Theaters Direktion Richard Alexander. 8 Ubr: Alles fnr die Firma. Schwank in 3 Alten. von M.Hemiequln und G. Mitchell. Morgen u. solgeude Tage: Alles für die Firma. Sonntag, 23. April, nachin. 3 Uhr: Ein Walzer von Chopiu. Luisen-Theater. Heute und solgende Tage: Ich lasse Dich nicht. Sonntag nachm. 3 Uhr: Faust. iQSE=THEATE| Grotze Frankfurter Str. 132. Abends 8 Uhr: 1,1 1 5 x100000 Teufel, Sonnlag nachm. 3 Ubr:(SS» gibt nur ein Berlin. AoendS 8 Uhr: .5 X 100 00» Teufel._____ Mefropol-Tltealer. Abends 8 Uhr: Rauchen gestattet. llis sigM von kellin! Grotze Jahreirevue in 7 Bildern von Jul. Freund. Musik oon V. Holländer. I» Szene gesetz! vom Dir. R. Schultz. Morgen nachm. 3 Uhr: Dcrcthea. Die kloinen Lämmer. Ab S Uhr Ej« sensationeller Erfolg des gr. komischeu Programms. Gaa; Kerlin spricht von Fellini. Casino-Theater Lothringer Str. 37. Täglich S Uhr. Da» glänzende Aprilprogramm mit ftrete UuIIum. Allabendlich Lachftürme: Der Possenschlager Ait lustige Strshuiitwe. öerliner ktonnertdaus. ------- tr. 32 Zirnrnerstr. 90/61. Gr. Ooppei-Konzert. Mauoretr. 32 Ileate Max Graf, Obenn. in. d. Musik". 2. Ord.-Eegts. z. F. Musikc. d. 1. Grdo.-Dreg.-Regts. Dirig. Obenn. Baarz. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. " BSF" An allen Wochentajfen nachmittags; Grolles PremeBiaden-IConztari bei Eintritt. MT" Heute: MskilkNÄNn- Orekester."WM Urania. Wissenschaftliches Theater 4 Uhr nachm.: Ton Abbazia bis Corfu. 5 Uhr nachm.; Weltbäder an europäischen Küsten. MM>W Schluß diesjähriger Spielsaison: Moutag. Sit. April bis dahin täglich: � Nie man« üänner bessert 2 Alte von Anton u. Donat Herrnfeid mit den Autoren in den Hauptrollen. Hierzu die Novität: Der hausteufel. Ansang 8 Uhr. Bllletworverkaus 11—2(Theaterkasse) iie!edL!;siiell-7Ke»tei'. StQtttnvr 8itnjxor Zum Schlug: Eine Hock/zeit in der ZNiillerstrnftc. Burleske von Meyfel. Ansang: Wochenlags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Gastspiel Gertruds Barrison Karl liollitzer Das ßeisterfenstsr und das große j April-Programm[ mit 10 neuen Attraktionen! Reederei Kaimt& Hertzer � �\ Dampfcr-Extpafahrten ab Walscnbrttcke. ___ An den ajoiiiituipen im April nach Grünau— Kraiupenlmre'— Ziogenlials. Abfahrt 2 Uhr. Hin und zurück 50 Pjennig. Dampfer sind an Gewerkschaften, Bcreiuc usw. unrer besonders günstigen Bedingungen ztt vergeben. M vereinte Riesenpaar jürlonhild und| Dusopc 1 Deutschland n. Frankreich 1 |i!eiie,[!äsLöw6nniädGlien| halb Mensch— halb Animal lebend zu«ehea Obnc H*tra-Entree. Falles Capriee. Täglich 81;« Uhr: Die Saifon-öd�lagcr Der Polizeihund. as Broadway-Girl. Zirkus A. �chmiiaM» Heute Sonnabend, den 20. April, abends 71;, Uhr: Grande Solr6e llighllfc Neu! An f treten der Nsn! Don�Kosaken mit Oiig.-Sieppetipferdeu in ihren Sitten u. Gebräuchen. Um 91/2 Uhr: Das grSBte Ausstattungsstück der Gegenwar! Gas Motorpferd in 3 Akten. Morgen Sonntag: 8 gr. Extra-Vorstellungen 2 3'/2 und 7'Ja Uhr. früher Neues Kgl. Opemtheater. LichtspieSe in wirklichen Naturfarben »ps Nat Kinemakolor. Das Erüffnungsprogramm Ist von der gesamten Prosse glänzend besprachen Täglich von 4— 11 Uhr. Orchester mit Gesang, Ab I. Mai berechtigen unsere Eintrittskarten auch zum Besuch der QartensKonzerte. Äolkst heater. Xcukülin, Hermannstraße 20. Somiiafl, 21. April: Krone und Fessel.?.>!!Iitär-Ausstatwngs-5ko> modle in 4 Akten. Montag. 22. April: T as feftte Wort. Komödie in 4 Akten von Franz v. Schönthan. Ansang 3 Uhr.___ Admiralspalast am Bahnhof Friedriohstraßc. Eis-Arena. AUabendl. d, sensat Eisballett ..Yvonne". Die kl.Walz.-Königin Charlotte. Weltmstr. Bror Meyer. Nachm.; Kunstlauf-Produktionen. Bis 6 Uhr und von 10*/, Uhr abends halbe Kassenpreise. Rrstanrant 1. Hangen. Wein- nnd Bier- Abteilung. Schluß der Saison am 24. April.| �irkn� Bäsch i Heute Sonnabend, abds. y'/j Uhr; Letzter Sonnabend! Neu! Tlie Avelo»! Neu! gr. gymn. Neuheit an 6 Bam- _ busstangen. Ucht' 1 w a n o f f(Looping the Loop am schwing. Trapez).' Herr Ernst Schumann, Meister-" drossuren. Der her. aracrik. Cowboy MAl-' Jack Juyco-TS»! mit seinen wildosteu Pferden. t»1 Uhr: JJ Sonntag, den 21. April 1912: Letzter Sonntag: 2 gr. Qala-Vorstellungen 2 nachm S1/, u. abends 7'/. Uhr. Um'ä'L Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren auf allen Sitzplätzen halbe Preise. Galerie volle Preise .Die Haxe". arrasaml Seiiöüiiäiiser Äliee. Telephon: Nord 41001 Sonnabend, den 20. April, 3 Uhr und 71/. Uhr ! 2 Gala-Parade-Vorst. 2 i Sonntag, den 21. April, 3 Uhr und 71/, Ubr: |2 6ala-Absciiiedsvorst.| Nachmittags zahlen Kinder auf allen Plätzen halbe Preise. Vorverkauf an d. Oircus- kasse und an sämtlichen i | Billettverkaufsstellen von| A. Wertheim Galerie 40 PL, III. Platz 70 Pf., II. Platz 1,«0 M., I. Platz 2 M., Parkott 3 iL Logensitz 4 M. Trianon-THeater. Ansang 8 Uhr. Der Eheniann am Fenater. Hieraus: Ein angebrochener Abend. Boigt-Theater. Gesundbrunnen Badltratze 53 Morgen«onntag, dcn2l April 1912, nachmittags 3 Uhr: Das Schloß am Meer. Abends 7 Uhr: Kater Lampe. Kassenerössnung 10 Ubr. Borauzeige! Mittwoch, 24. April: Benefiz sür Paul Uding: Bersohnt durch da» Lied. K0Dig8tSlil'!ta8jll0. EckeHelzmarkt- u. Alexanderstratze T. auSerwählte Riesenprogramm Unter anderem: Die heiratslustige Wituie. Grotze Posse mit Gesang in 1 Alt. Kennen Sie meinen Möhel- A hzahlungs- Vertrag? \r Er schätzt Sie vor Willkür und Uebervorteilang, da Sie für die Hälfte der jeweilig gezahlten Ratensumme Möbel als Eigentum beanspruchen können, Sie können also nie das ganze gezahlte Geld verlieren! Spezial- Möbel-Haus Siegmund Dresdenerstr. 16~®a (am Hochbahnhof Cottbaser Tor.) Solide TreUs,— Käsüge Anzahlung.— Langjährige Garantie. Hilf Ä rnnfrl Dresdenerstr. 116 |a Li L"M I S! i Li(KeinUden>aitiOranienpla!i Hut und Mützen Engrosgeschäft Einrelverkanf zu acffalleod billigea aber teste» Preisen! Steife HerreobCtev. 2,00-7.0» Weiche Herrenhöte*.1.50-6,00 Nur fehlerfreie moderne Ware. CrOsste Auswahl in StrohhQten und Motzen. Sommerpreise. Gegr. 1893. Gegr. 1893. � L B. KOCH � Kohlen- und Brikett-GroBhandlunj. fisöpftontor: Berlin 0. 34, Petersburger Slraße 1. Telephon: Amt Königstadt, 3040 und 3896. Lagerplatz 1; O. 34, Rudert Jorfar Str. 71(Küstriaer Platz, alt. Ostb.). Lagerplatz 2: 0. 47, FruchlstraBe 13(Ostbahn-Güterbahnhof) Preise für la Maji-en ab meiben Lagerplö en von 10 Zentnern an: Viiikan-Salon-Briketls fj-Böe-Salon-„ üse, Kaiser u. Akw.. pr. Ztr. 0.80 m. 0.95 m. 1.00 m. pr. Ztr. Krone Halbsteine... 0.85 u. Hse.KaisDrüJkw.Halbst. 0.90 m. Äntbraeit Cade.... 2iö m. Ein Zentner(enth. 110—120 Stuck) Holz zerkleinert 1.90 AI. Bei Prankoliefemnv je nach Quantum per Ztr. 6—15 Pf. mehr. Steinkohlen billigst. Kok« zu Anataltaprelsen. Bei gr6Boren Abschlössen in Qrigfnalwaggons verlangen Sie meine Spezialofferte. Sonntags wieder von 8—10 Uhr geöffnet. Vom 1. Jnnl er. an findet die Anlieferung _ der Briketts auf Wunsch In meinen patent- amtlich geschützten vcrschlicSbaren, staubfreien Kohlentrausportküsten statt, welche den Konsumenten leihweihe überlassen werden. Bestellungen darauf werden von allen besseren Kohlenhandlungen sowie durch meine Finna direkt ausgeführt.* Neuheit: Spezialhaus für Herren- u. Knabsn-Bekloidung Berlin C, Gertraudtenstr. 25-26-27 Düsseldorf| Hamburg Graskellor- Rö dingsmarM Fertig am Lager: Hodene vorzasiicb pflssende Socco Aitmie 24 27 32 38 48 1|56||60||78| Mark Warenai-lhitli-flnzB» Km pstreifte BeinWiler gut passend. Breeclies»nd Stiafeüiosen Gardinenhaus Bernhard Schwarfz Erslklasjiz« Bezugsquelle für Gardinen u. Teppiche Wallstr. 13(dreizehn). -k TPczialhauS für wenig gelra- gene. fast neue Jackett-Änzüge, Rock- Anzüge. Gehrack-Ao. ziigc.Smoking-Auzüge. Frack- 1 Anzüge, Tomnicr- PaletotS, Beinkleider(auch f. korpulente Herren), sowie Aclluer-Jacketts, -�Tracks, schwarze rnchhosen.I Dieselben sind teil! ans Seide! gearbeitet und nur furze Zeit getragen, kaust man spottbillig bei s Weingarten,*ciTnaÄ 28 EckhauS Ritterstr.(früher 20 Jahre I Vifschiner Str.). Lifte auf SfraOo| und Hausnummer zu achten. "WuBrnKmanraaroa»» gold'nsn PrühÜngssonnenschein »Musst Du stets chic gekleidet sein jm kauf' bei OskapWoii'burg e 56 BrunnenstraiJe 56. Hur eigene Febrlkate. Nur eiq no Fabrikate. O ne jaden Zwltchenhandel, Daher unverglalcMfch in Auswahl und Preiswürdlgkelt. Passend für jedo Figur, PraWle MM Mreil,Trd bcoff.,Rediegenstev'erart». jcUllOiSO bö"- ÖOiüO mm Bad laraige FreaeiMtsi x&tjlsz Voile und Seid«, nur kleld- 4k ja aq on sune Fuaon».... jetzt ItiSO l«-— CV—»O-— Esol Paiel< and fisfer jetzt l'So 10.7» 18-. so Extra preiswerte Angebote in Kinder' und Backfisch' Konfektion, Staub' u. Reise- Mänteln, wetterfesten Loden• Capes, Röcken und Binsen, Vornehme Bekleidung fertig und nach Maß erkalitn Sit in dar modernen Mass- Schneiderei J. Kurzbere auf Wunsch Wochenrate. Rosentbaier Strasse 40 Backescber Merkt. Frankfurter Allee 104 Ecke Friedenatrasae. ReInlckendorferStr.4 Weddlugplali. Die bellen Sommer- Paletots und 4— 500 getragene Anzüge für Herren. Smoling-itnzüae, Frack- anzüge, sowie von Kaoalieren getragene, fast neue Sachcn(a.Geide), für jede Jigur passend. ingröBter Auswahl zu unübertroffen[63/5* billigen Preisen. ITr., deshalb billig er wie im Laden. 8lreEliKieferliauiD,sfi"'ir�r3i rii ifS ummls Kompl. ttoiinunsseinrltlüuns. f �»8�, iBotten, Teppiche .Ulren M « Bitte! M. wWchtl. an beaiobtigon Sie meine Ltgorl Uebertougen Sie alch von der Gllte der Ware, aowlo von meinen tlboraua -- kulanten— Bedingungen Ich vergüte sofort nach erfolgtem Einkauf I'ahr geld im Stadt- und Vorofwerkehr. \ Anzahlung Ohne' einen Pfennig Anzaltlung orbalten meine alton Kunden sofort Kredit Eleg Anzüge Rock- u. Jackett- Fasson Paletots, Ulster auen nach Maae- Eleg. Kostüms Kleider- Blusen == Röcke= Kinder- Garderobe % Das gute, im GeschmacH Kräftige und zugleich billige Kaff eegetränK bereitet die sparsame Hausfrau jetzt aus „RornfrancK". Verkäufe. Tevvi-be(leblerbafte) m allen »röjjen. soft für die Hälft- de« Serie« Tedvichlager Brünn, Haitelcher Markt 4, Babnb-I BSrfe.(Seiet de« »Borwärt«' erkalten ö Prozent Rabatts Sonntag« geöffnet I _ Radfahrerkarlen. Wir empfclil-n Rad- und Auto-Fahiern Straubes Karte tAX) Quadrat- Meilen um Berlin. 2 Teile a 1,50 Mark. Rörd. Uche Halste der Prooiu» Branden- bürg reicht bis Stettw-Ueckennünde, südliche Hälfte bi« Halle-Leipzig. Dresden- Görlitz. Äuchhandlunr! Vorwärts, Lindenftratze 6g(Laden).* Hermnmttila» 6 Piandlcibdau«. Jedermanns allerbilligst er Waren- einkaus. Riefenauswahl Pelzfachen. Herrenvaletots. Za-tettanzüge. Geb- rockanzüge. Herrenboicn. Damen- fachen. Extrabilligcr Bettcnverkaus. Aussteuerbetten. Vermielungsbelt. AuSsteuerwäsche. Bettwälche. Reich- haltige Gardmenauswahl. Portteren. Teppich au�wahl. Plüichttichdc-keii. Steppdecken. Wanduhren. Wand- bildet. Schmuckfachen. Zalchenuoren. Keltenauswahl. Ringeauswahl. Fest- yeschenki. Warenverkauf ebenfalls Sonntag«. föO* Vorjährige eleganteHerrenanzüge «id Paletots au« feinsten Magftoficn 20— 40 Mark, Hofen 6—14 Mark. BeriandbauS Germania, Unter den Linden 21. 1288S:* Vorwarisleier erhalten iuni Prozent Trtrarabatt. felbft bei Gc- legenheitSkäufen. Räumungspretfe find bis ,ü so Prozent herabgesetzt Roj-nlhaIerstr.S4. Keubau Oranwnftr. t SS ist eröffnet. Sepp ich> Thomas strage 54. Rofenthal M Bette», Stand 3,—. ftratze 70, im Keller. Brunnen« lüOOSf «Hoffe» zu Ave« Guyot« und Sigismund Lacroix'.Die wahre«e- stall de« Christentum«', von August Bebel. Preis 75 Pf., billige Autgabe SO Pf. Expedition Lmdenftratze SS Laden._ Monatsauzuge und Sommer- Paletots von 5 Mark sowie Hajen von 1,50, Gebrockanzüge von 12.00. Frack« von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe zu stauneud villigen Preisen, au« Pfandleihen»er- sallene Sachen kauil man am billigsten bei Nag, Mulackstraste 14,_• Teppiche(Farbenjehler), Steppdecken. Gardinen. Tischdecken, Tüll- dettdecken, Uebergardmen, Sofa- ftofsreste spottbillig Fabriklager Mauerhoff, Groge Frankfurterftrage 3 Flureingang. VorwärtSlesern zehn Prozent. Sonntag« geöffnet. 2488k» In Freie» Stunde«. Wochen' schrtjt für da« arbeitende Boll. Romane und Erzählungen. Abonnement« wächeollich 10 Pf. nehmen alle AuS- gahestellen des.Vorwärts' entgegen. Probehefte gratis._ ültonaisanzuge, Paletot«, grozeS Lager, jede Figur, kauft man am billigsten beim Fachmann: jede Aenderung nach Wunfch in eigener Werlftatt. 5 Prozent billiger für VorwärtSIefer. Fürflenzeti, Schnei- dermeiile,, RoientbalerstraDe>0 Zeh» Prozent Rabatt Vorwärts- leferii. Sonntag« geöffnet. Teppiche mit Farbenfehlern 8,25. 3.85. 4.50, 5.75, 6.85, 7.50, 3.25. 12,50. Talouplüfch'Teppiche 13.50, 16.50, 19.50, 22.50, 27.50, 35—38 ufw. Riefenfabriklager, Große Frankfurter- ftraße 125, im Haufe der-Möbel- fahrik. Gckrdineu, Fadrikreste,. Fensler 1.65, 2.35, 2.85, 3.50, 4.50, 6.75 usw. TotalauSvertäuf von' ange- fchmutzten Gardinen. Store«, Bett- decken, staunend billig. Große Frank- surterstranc 125._ Tuch- und Plüschportieren, Gär- nUur 3.25, 3.85, 4.50, 5.25. 5.65, 7.50, 8.50 usw. Steppdecken 3.75, 4.25, 5.65, 7.50, 8.33, 12.85 usw.____ Plüfchdeckeu mit kleinen Fehlern «LS. 5.50, 6.75, 7.85, 3.35. 11.50 usw. S. Weißenbergs Gardinen- und TeppichhauS, Große Frankfurter- stroßc 125, im Haufe der Möbel- sabrik. 1361K« Taschenbuch für Garlenireunde Ein Ratgeber für die Pflege und sachgemäße Bewirtschaftung de» häus- eichen Zier-, Gemüse, und Qbst. garten« von Max HeSdörfer. Zweite »erniehrte Auflage. Mit 137 Text- abbildungcn. Preis 3,50 Marl. Expe- dition Vorwärt«. Lindenftr. 68. Gardinen! Steppdecken! Portieren l Tischdecken I außergewöhnlich billig I Vorwärtsleser 5 Prozent Rabatt extra I Gardinenhaus Brünn, Hacke scher Markt 4(Bahnhos Börse). Sonntag« geöffnet. Prinzeu-Pfandleihe. Prinzen- straße 34 I, im Leihhau«, laufen Sie enorm billig, als t von Kavalieren wenig getragene Iackettanzüge, Rock- anzöge, Paletot«, größtenteils auf Seide, 3—18 Mark. GelegenheitS- kaufe in Uhren, Kellen, Ringen, Wäsche, AuSsteuerwäsche, Betten, Steppdecken, Portteren, Teppiche, Gardinen, enorm billig, nur Prinzen- Pfandleihe, Prinzenstraße 34, eine Treppe. 1395St» Zurückgesetzte, aus Seide gearbeitete Frack-, Smoling- und Geh- rockanzüge, 25 bis 60 Mark, Bein- kleider 4 bis 12. Herrengarderoben- hau«, Friedrichstraße 127. 1I05K' Borjahrige FrühjahrSpaletots, Anzüge 18 bi« 45 Mark. Herren- garderobenhau«, Friedrichstraße 127 ck S Proz. ei hält jeder Käufer gutgeschrieben al« Anzahlung aus Gar- dincn, Bilder, Stiegel', Tcppiche, Stepp- und Tischdecken. Anfragen Lagerkarte 36. Postamt 87. 120SK Schönhauier Allee 114(Ring. bahnbös). Psandlcibbau«. Gros» Berlins fpoltbilligste EinlauiSquelle I Extrabilliger Bettenverlauf, Frei- schwinger, Taschenuhren. Amdwaren, Monatsgarderobc, Gardincnvertaus, Plüschporticrcn, Steppdeckenlager. Spottpreisel 1018K' Glänzende ttaufgelegenheit l Prachtteppiche mit steinen Farbfehlern 12,50. Portieren alle Farben 4,25, Plüschdecken 5,30. Steppdecken 4,50. Gardinen. Einzelscnfter 2.50, Erb«- lüll-Betldecken 3,75. Aeußcrft günstig zum Umzug und für Braulleute. Georg Lange Nachfolger, Chaussee- straße 73/74..VorwärtS'lesern noch 5 Prozent Extrarabatt. 119SK* Geld l Geld! Sparen Sie, wenn Hie ün Leihbau«.Rofentbaler Tor', Linienstraße 203/4. Ecke Rofentbaler- straße lausen. Anzüge von 3,00 Mark an; PaletotS von 5,00 an; Damengarderobe, Betten, Wüsche, Gardinen, Portieren, Freilchwinger, Bilder. Uhren, Gold-, Silberwaren, Fahrräder. Alle« spotlbillig. Anzüge werden verlieben. Sonmag« geöffnet. Hohe Beleihung. 1280K' Gardtnenreftck Fenster 1.85, 2,25, 3,25 bi» 6,85. Stores. RouleauS, Uebergardmen. Ausverkauf zurück- gesetzter Muster. Wolfs Teppichdaus. Dresdenerslrahe 8. VorwärtSIefer 10 Prozent Rabatt. I3x8K' Betten, Stand 11,00, 16,00, hochfeine 21,00. Brautbetten, Gardinen, Steppdecken. Portieren.Prachlteppiche, Anzüge, Freischwinger, spottbillig. Leihhaus Osten, Königsberger- straxe 13. 1370K' Gaokroneu ohne Änzahluna Box- zenerstraße 32, erste Etage, Frank- cker Allee 1L4, erste Etage. l371K Teilzahlungen 0,50 wöchentlich: Gardinen, Portteren. Teppiche, Decken, Uhren, Bilder, Möbel, Polsterwaren, Betten, Wäsche, Kinderwagen, Herren- garderobe. Sende Vertreter. Dleisels Nachsolger, Warschauerslraße 80.* 58a! Moritzplatz 58 s im Leihhaus lauien Sie enorm billig, alS: von Kavalieren wenig getragene Jackettanzüge, Rock- anzöge, PaletotS, größtenteils aus Seide, 8—18 Man/ GelegenbeitS- käuse in Damen-Kostümen, Kleidern, Tuchmänteln, aus Seide. Herstellung«- preis bis Marl 150, jetzt bis 35 Marl. GelegenheilSläuse in Ubren, Kelten, Ringen, Wäsche. Aussteuerwäsche, Betten, enorm billig, nur Moritz- platz b8s. Federbette», spottbillige, Siand 11,00, 16,00, hoch, eine 22.00. ZentralleihhauS Schöncberg, Haupt- straße III. 13StK' Bekanntmachung! Vorwärts- leserl Springers weltbekanntes PfandleihhauS, alleinstehend, Chaussee- straße Sechzig I Ausltcuerwäschc, ZLuSsteuerbelfen, Vermicwngsdett, Danienbestetdung, Herrenbekleidung, Teppichauswahl, Prachlgardwen, Porticrenlager, Kellcnsorttmenl, Schmucksache». Uhrcnauswahl er- standcnc Aukttonspsänder. Aller- günIligsteFohrgelegenheil Großberlins. Humboldt- Leihhaus! Existiert nur Brunnenstraße 58, EckbauS Slral- sunderstraße. Hochelegante Kavalier- anzüge, Gchrockanzüge, Msterpaletols, RiesenauSwahl, spottbillig. Riesen- großer Bellenvertauj. Braulbctten, Ausstcuerwäsche. Steppd ecken, Gar- dincnauswahl, Plüschporlieren, Erbs- tüllslores, Prachttepichc, Massen- auSwahl, Herrennhren, Damenuhrcn, Uhrketten, Wanduhren, Schmucksachen, Spottpreise. 1336K' Albert Wach». Berlin. Für de» Ohne Anzahlung, Woche 0,50, Bilder, Spiegel, Möbel, Polsterwaren, Steppdecken, Tischdecken. Teppiche. Gardinen. Portieren. Bezüge, Uhren, Gaskronen liefert billigst Weber. Neue Königstraße 34. Besuch oder Postkarte. 1014K' 4,00 Prachtbett, 9,50 ganzer Stand, rotgeflrcist, Laken 0,80, Damastbezüge 3,55, Steppdecken. AndreaSleihhaus Andreasslratze 38.* Landbelt. zwei Deckbetten, zwei Kissen, zweischläfrig, 14,25, nur An- dreaSIeibbaus.' Bauerndcckbett, Unterbett, zwei Kissen, 26,00, nur AndreaslcihhauS, AnoreaSstraße achtunddreißig. Fahr- geld vergüte. 1141K Es lohnt nur bei Max Wcitz. 87, Große Franksurterstraße 87, alt- bekannte Firma, zu kamen. Man wird am reellsten und billigsten be- dient. Wenig getragene, teilweise auf Seide, von Kavalie: en nur kurze Zeit gettagcnc Jackcltanzügc. Rock- anzüge, Gchrockanzüge, Frackanzüge, Smotinganzöge, Paletots. Uliler, Hosen, einzelne Frack« und Smoking« werden zu billigsten Preiien verlaust. Die clcganlesten Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 87, Große Franlsurterilraße 87. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu achten._ 68/5* SltonatSanzügc. Ucbergang«- nlster, GesellschastSanzüge. auch leihweise, spottbillig. Schneidermeister, Wiimersdonerstraße 125, I linls. tahrgeld vergütet. Sonntags 12 bi« Uhr. 67/17 Mionatsanzüge, �ommerpaietol«, Ulster, Gedrockanzüge, Smoling- anzüge, Frackanzüge.Hoscn, Phantasie- wesleu spottbillig Rosenthalerstraße 48, eine Treppe. 60/10* Kinderwagen. Klappwagen, Kinderbetten, Metallbetten allerbilligst. Vorwärtsleser süns Prozent. Kotl- buserdamm 90. fflSö* Kinderwagen, Teilzahlung. Woche 1,—, Klappwagen, RiesenauSwahl, spottbillig. 2R eiset«, Warschauerstr. 80. Gaszuglampe» 7,00, GaSzwei- lochkocher 3,50. Wallnertheaterslr. 32. FortunalethhauS, Biunncn- stratze i57. Spottbillig. Hochelegante Herrengarderobe. Goldene Taichcn- uhren. Schmucksachen. Riesengroßer Bettenverkaus.Ausslcuerwäschc.Pracht- tcppiche. GardinenauSwahll Plüsch- Portieren. Steppdecken. Wvabuhren. Ausnahmepreise. 1234b* tZescvSktsvei'KSuke. Zigarrengeschäft sosort zu der- lausen. Heine, Äarsusstraße 6. Ecklokal, großer Umsatz, billig ver- käuflich Sttaßmannslraße 42.+77 Möbel. Mäbeltausch. Aellere, unmoderne Möbel werde» w Zahlung genommen und moderne dafür geliefert, die Distercnz in bequemen Raten. An- fragen unter Postlagerlarte 18, Post- amt 22. 1375K* Arbeiter-Mufterwoliiiungen. Für jedermann leicht erwerbbar, sehr billig, auch gebrauchte Möbel, gut erhalten, große Auswahl, Teilzahlung gern gestattet. Kasjenprei« ZlNSvergütung, lleine Anzahlung, bequeme Abzah- lung nach Wunsch der Kämer. Gabberl Tischlermeister, Acker. straße 54.* Möbel obne GeldI Bei lleiner Anzablung geben Wirtichaslen und einzelne Stucke aui Kredit unter äußeriler Preisnotierung. auch Waren aller Art. Ter ganze Offen taust bei uns. Kretichmann u. Co., Koppen- straße 4.(Schlefiicher Babnboj.l' Teilzahlung. Möbeleinrichtung, Stube und Küche 15 Marl. Ver- liehen gewesene Möbel spotlbillig. Berolina. Kaslanienallec 49. 1U4K' Chaiselongue, nagelneu. 16,00. Herbst, Große Hamburgcrffraße 13/14. Möbel(diSIrct). Reelle, alte, gut renommierte Firma licscil Möbel unter Diskretion aus Teilzahlung. Anfragen: Postlagerlarte 12, Post. -unt 22._________ 1376.K', iviöbcl, Gelegenheitskaufe, gut gearbeitet, viele GelegenhettSmödel, welche bedeutend unterm Preis sind. Bücherspind 68,—, Schreibtisch 48,—, Bettstelle 33,—, Trumcau mit Stusc 34,—, Garnitur, Losa, 2 Sessel, Sola 45,—, Kleiderspiild 46,—, Kücheneinrichtung 68,—, Herrenzimmer, Speisezimmer, Schlafzimmer, wundervolle Sachen, scbr billig. Kommen Sie erst vor Ihrem Einkaus zu mir, Sie sollen die Möbel nur be- sichtigen. Ehrlich, Alte Schönhauser- straße 32.' 1374Ä* ReHseld, Badstratze 49. Wohnungseinrichtungen 165,— an, auch außerhalb.__* Rchfcld, Badstratze 49, Umbau, Plüschlosas 45/ ReHseld, Badstratze 49, englische Bettstellen, Matratze 39,—, gebrauchte 12,—, 15,—, 18,— usw. Rehfeld. Badstratze 49, Kleider- schränke 25,—, gebrauchte, große AuSwahll 2821ftr Privatleuten verkaufe schleunigst Nußbaumwirff'chaft mit prachtvollen Küchenmöbeln, GaSlrone, Küchen- geichirr 135,—, Säulentrumeau 83,—. tändlet zwecklos. Neue König- caße 66 I. Gute Möbel, auch Teilzahlung, liefert Tischlerei Reichcnbergerstr. 42. Spottbillig k fast neu, umilände halber 2 Bettstellen, Kleiderschrank, Vertiko, Trumeau, Sosa, Tisch, Stühle, komplette Küche. Bötzow- straße 30, I, rechts. 220/15 Privatleuten verkaufe Nußbaum- möbel, Prachtküche, Küchengeschirr, Wandbilder, Federbetten, 137,00, Schreibtisch. Sofaumbau. Cosper, Lottumstraßc 2. 68/4* Plüschsofa, Äleidcrschranl 15,00, Vertiko 25,00, Küchenschrank 8,00, Waldcmarftraße 13, Karras. 68/6 Äliahagoni< Schlafzimmer, auch Ergänzungsmöbel, Büfetts, Schreib- tische, Büchcispinden, 2- und 4.Zug- ttsche, Sojaunibauten, Trumeaüs, zu spottbilligen Preisen. Möbelspeicher .Südosten', Slalitzerstraße 25, an der Hochbahn. 1S88K* Bettstelle, Matratze 12,00, Kleider- spind 26,00,«piegelspind 12,00, Spiegel 8,00, elegante« Wohnzimmer, spotlbillig Waldcmarstrave76, Vorder. haus I links. 68/7 Möbel- Lechner, Brunncniir. 7 am Rosembaler Tor, Spezial-Möbel- haus. Aus Kredit und gegen bar. Rie-enauswahl. Borzeiger dieses Inserats erhäll bei Kauf von 50 Mark an 5 Mari gutgeschrieben. Bequeme An- und Abzablung. Aus Wunsch Vertreter. Sanntag von 12—2 Uhr geöffnet._ 1317K* M öbel-Teilzahlung liefert Messing- Dresdenerstrage 124, am Koltbuiertor, Aus Kredit und bar. Stube und Küche, Anzablung von 15 Mark an. Be- amten ohne Anzahlung. Liefere auch auswärt«. Vorzciger dieses erhäll 5 Mark gutgeschrreben. Sonntags von 12—2 geöffnet._ 1148K* Möbel! Für Braulleute günstigste Geiegenbeit, sich Möbel anzutchaffen. Mit kleinster Anzablung gebe ichon Stube mid Küche. An jedem Stück deutliwer Preis. Ueberoorteilung daher ausgeichloffen. Lei ZtranibeitS- fällcn und ArbeitSlostakeit anerkannt größte Rückfichi. Mobelgelchäjt M. Goldstaub, Zoffenerstraße 38, Ecke Gneiienauittaße._ 230lK* Moedel- Boebel, Qranlen- strasetMorttzplatz) 58, Fabrikgebäude, liefert al« Spezialität: Ein- und Zwcizimmer-Einrichmngen. Größte AuSwahll 9 Etagen w 2 Fabrik- gebändelt. Billigste Preise. Ein Zimmer und Küche 234,—, 836,—, 403,—, 496,—, 566—, 655,— bis 1000,—. 2 Zimmer und Küche 448, 501,—, 571.—. 660.—. 778,—, 867,—. 331.— diS 2000,—. Schlaf. zimmer 134,—, 270,—, echt Eiche 299,—, 350,—. 401,—, Wohnzimmer. modern, 266,—, 318,—, 343—, 403,—, Speisezimmer, echt Eiche, 343,—, 373,-, 462,-, 571,— Herrenzimmer, engliiche Bettstelle mit Matratze 42.—. Trumeau, gc- ichlifsen 36,—, Plüichloia 58,—, Umbau 50,—. Besichtigung ohne Kauf- zwang erbeten. 6 Jahre Garantte. Eventuell Zahlungserleichterungen. Geöffnet 8—8, Sonntag« 12—2. Kein Laden. Verlaus im Fabrik. gcbäude._ 952g* " Möbel-Gelegenbeitskäuse w allergrößter Auswahl: einlache sowie vesserc Wohnungseinrichtungen be- deutend billiger wie regulär. Er- gänzungSmöbel. Büietle, Schrcib- liiche 45, SosaS 45, Garnituren 65, Trumeaui 37, Schränke. Bertikos 27, Kronen. Tevviche. Bilder, Küchcn- möbel, Klubsessel, Ledersosas, Um- .baue, L-derffüble usw. spottbillig. LennerlS Möbelspeicher, Lothruiger- ilraße 55, Rofentbaler Tor. Die Möbel find in vier Etagen aui» gestellt. I 1273K* Einrichtungen, Sinzeistücke liefert billig und gut, Teilzahlung gestattet. Lange, Schwedtcrstraße 26. 102SK* Möbelfabrik Menner, Reichen bergerstraße 57, liefert reellste Wobei, billigste Preise. Teilzahlung gestattet. Vorwärtsleser 4 Prozent Rabatt.' Möbel verlause zu außergeivöbn- [ich niedrigen Fabrikpreisen direkt im Fabrikgebäude und Laden. Bcsich- tigung ohne Kauizwang. WobnungS- einrichtung, Stube und Küche 200,00, 270,00—400,00, zwei Stuben und Küche 400.00— 700,00. Speise- zimmer, Herrenzimmer, Schlafzimmer, Küche 950.00-1450.00. Aeußerft günstige Gelegenheit bietet sich meiner Kundschaft l» EelegenheitSläusen, darunter Muschelkleiderspind. Per- lifo«, Ruhebetten, Muschelbeltstelle mit Matratze, Säulcntrumeaus, Schreib- ttsche, Büfette, Plüschgarnituren. Bücherspindc, Panecliofa sowie ganze Einrichtungen. Eventuell Zahlung«. erleichterung. Kckausle Möbel werden kostenfrei ausbewahrt und geliefert. Richard Dehmcl, jetzt Oranien- straße 131. U38jr Möbel-Eohu. Große Franljurtcr- strage 58, nahe Kaiserslraße. Woh- nungs-Einrichlungen aus bequeme Teilzahlung. Stube und Küche An- zablung von 15 Marl an. Einzelne Möbelstücke Anzahlung von 5 Marl an. Moderne Schlaszimmer. Speise- zimmer, Herrenzimmer. In bunten Küchen riesengroße Auswahl. Liefere auch nach auswärt«. Abzahlung wöchentlich, monatlich, ganz nach Wunsch. Größte Rückficht bei Kranl- hcit und ArbeilSlofigleit. Vorzeiger dieses Inserats erhält beim Kauf 5 Mark gutgeschrieben. Sonntags 12—2 geöffnet. 364K' Musikinstrumente. Pianino. Hobes, kreuzsaitig. 110,00 (Teilzahlung). Zander, Turmstrage 8. Bilder. Sie laufen BUder nirgend» billiger al« direkt Fabrik bei Bilder-Bogdait. Wemmeisterstraße 2. 10055t* Fahrräder. Herrenfahrrad, Dameniabrrad, wie neu. 35,—. Holz, Llumen- ffraße 44 l033K* Geschäftsdreirad. äußerst stabil, 60,00 an. Holz, Blumenftraße 44.' Fahrräder, Teilzahlungen. Jnoa- lidenstraße 20. WilhelmSbavener- straße 73(Eckhaus Turmstraße) Teilzahlungen, eventuell ohne Anzahlung. FahrradhauS Hehle, Danzigerltraße 35._ 13925t* Herrenfahrrad, gutes Brennabor- rad 30,00.FreiIauIsabrrad. Damensahr- rad(Fabrikpreis 200,00) für 38.00. Brandt. Große Franksurterstraße 121. Sellen stügell 67/Sr Freilaufrad nt!t Earbidlaterne 85,00, Damenrad 28,00 vertaust Winter, Sophienstraße 11, hoch- parterre. 1236b Brennaboerad, 28, Freilausrad- Damensahrrad, zweimal gefahren. spottbillig. Braunack, Große Frank- surterstraße 137, Seitenflügel. 67/1* Eine gut erhaltenes Tandem billig verkäuflich. Dröllenberg,. Nordend. Kastanien-Allee 31.+143 Ksuf�esucke. Platinabfälle, Gramm 5,75, Gold, Silber, Zahngebiffe, Stanniol. Queck- filber kaust Blümel, Auguststraße 13. Goldsacheu, Silbersachen, Platina absälle. Zahngebisse, Höchstzahlend Goldschmied Jllgner, Kastanienallee 11. Platina, alte Goldsachen, Bruch- gald, Silber. Doublecabsälle, Treffen, Gebffse, Kehrgold. Goldwatten. Gold- gummiS, Slanniolabfälle, Quecksilber, 'ämtliche gold-, nlber- und Platin- baltiaen Rückstände laust Broh, Goldschmctzc, Kövenickerffraße 23. Tetcobon Maritzplatz 6358. 67/6* Zabngebisse. Zahn bis 1,00, Pia. tinabfälle, Gramm 5,75, Geldkontor Hollmannstraße 30._ 64/2* Platinspezialist, pro Gramm 5,75. Gold, Silber, Gebisse kaust Gold- schmied Brnckard, Mulackftraße 22.* NW- Me'-klngeitellte! Das Cafs„Alter Kuhstall"(Hotel Wikinger Hof) Jnvalidenstraße 110, ist für organisierte Gehilfen gesperrt. Der Inhaber Schumann verweigert die Anerkennung des Tarifcs und verlangt außerdem noch 45 Pfennig Abgaben pro Tag.* Die Ortsvcrwaltuug. O-ueckfllber, Zinn, Kupfer, Stanniolab älle, höchstzahlend Ein- kaufsbureau Weberstraße 31. 1357K* Zahngebisse, Goldsachen, Silber. abfalle, Platina. Stanniol, Doubl«, Edelschmelze, Dresdenerstraße 132, zwischen Oranienplatz(Hochdahn). Kaufe für Rußland größere auch kleinere Posten Herrenkonfektion, auch Stoffe besseren Genres. Wohne Linien- straße 216 bei Meyer. Israel. 63/12 l�nternckt. Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fort- geschrittene, einzeln oder im Zirlel, wird englischer Unterricht ertellt. Auch werden Ueberietzungen angefertigt. G. Swienth. Liebknecht Cbarloltenburg. Stuttgarterplatz 3 Gartenbaus III.___ 445t* Gratis-Unterricht in Stenographie und Maschinenschreiben wird Herren und Damen für da« Semester April bi« Juli erteilt gegen Er- stattung der Selbstkosten, welche sich bis zum 22. April melden. Regina- Schreibmaschinenschule, Eharlottcn- straße 6.» 64/8* Kunftstopferei von graukoloskh Schlachtenie«. 5turftraße 8 III. Patentanwalt Müller. Gitlchincr- ftintzt 81. 243351* Patentanwalt Wessel, Gittchtner- Kratze 34s. Berleihung von Frackanzügen, Smotmganzügen. Gehrockanzügen. Paletots im HerrcngarderobenhauS. Friedrichstraße 127. Il0b5f Zeugengesuch. Klempner E. Mar- ku«, welcher Sepiember 1310 aus einem Bau, Barsus straße arbeitete, al« Zeuge gesucht, ttoften und Aus- lagen werden vergütet. Erändorff, BarsuSstraße 11. 1232s* Vermietungen. Wohnungen. Stube. Küche, Bode«. Dam Dl« Treppen, monatlich 15 Mark, sofort, 80. Melchiorstraße 32, Wirt. 67/20 Sldmiralftratze 20, Stube, Küche 21,—(sofort), Stube» 15,—, 18,— (Mai). 1226b Limmer. Freundliche« möblierte« Zimmer Transvaalstraße 16, Sellenflügel I, Nadoll.__+30* Möblierte« Balkonzimmer mit Badbenutzung. 17 Mark. Sachse, Neukölln, Weichselstraße 5, vorn lv. Lchlakstellen. Bessere Schlafstelle, separat, ein oder zwei Herren, Bohnsack, Llexan- drinenstrage 116s, vorn I. 1325b Schlafstelle für Mädchen, freund- lich. Witwe Ziegler, Adalbertstraße 42, vorn IV.+150 �rbeitZmarkt. Stellengesuche« ISjähriaes Mädchen sucht Stellung. Müller, Luderitzstraße 7s.+30 Stellenangebote. Klavierspieler verlangt Görlitzer. strage 38. Restaurant. 68/1 Blusenardeiter. welche große Posten liefern, gegen hohen Lohn so- sort gesucht. Frank u. Bernstein, Bluiensabrik, Scharrenstraße 11/13. Steinmetz für Baumstämme und einen Granitarbeit« verlangt Christiansen, Westreinickendors, Bcr- linerttraße 2t. 1237b Achtung! Magtubauer! Die Wagcnsabril von Piedr. Wlonlcke Vachflg/r., Pankow, Brettestratze, ist für alle Berufe, als da sind: Stellmacher, Schlosser, Schmiede, Lackierer und Sattler, gesperrt und bitten wir, dort Arbeit nicht anzu- nehmen. 176/8 Agitationskommissio« der Wagen- abrUcn Berlins und Umgegend. ver-. ätworUtcher Redakteur: Lnseratenleil verantw.. Th. Glickr, ivertln. Druck».Verlag: Vorwärt» Kuchvruckere' u- V» clagsanftalt Paul Hinger u Ev.. VecUnZW, Nr. 92. 29. Jahrg. KnlU des Jutmiiib"■ Almizr» für Sikn imii Weßw. 20. M!Sl2. Partei- Angelegenheiten. Britz-Buckow. Morgen Sonntag, früh 8 Uhr. Handzettel Verbreitung von den bekannten Stellen aus. Materialausgabe beim Genossen Ticpke. Besonderer Umstände wegen findet der Frauenleseabend am Mitt tvoch statt. Der Vorstand. Zehlcndorf(Wannseebahn). Morgen Sonntag, den 21. April, früh 8 Uhr, von allen Bezirken aus wichtige Flugblattverbreitung. Der Vorstand. Friedrichsfelde. Morgen Sonntagvormittag 8 Uhr, von den Bezirkslokalen aus: Wichtige Flugblattverbreitung. Mahlsdorf(Ostbahn). Am Montag, den 22. April, abends 8� Uhr, im Lokale des Herrn Eckler, Grunowstraße: Wahlvcreins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung vom vorigen Quartal. 2. Stellungnahme zur Maifeier. 8. Bc- richt über das Ergebnis der Gcmcindevcrtreterwahlen. 4. Ver- schiedenes. Die Bezirksleitung. Zeuthen, MicrSdorf. Morgen Sonntag vormittag 8 Uhr, vom GenosfenOldenburg aus wichtige Flugblattverbrcitung und.Vorwärts"» agitation. Die Bezirksleitung. Erkner-WolterSdorf. Heute abends 8>/, Uhr: Generalversamm� King des hiesigen Bezirks in Woltersdorf bei Rudischat. Die Bezirksleitung. Röntgeutal. Sonntag, den 21. April, vormittags*1$ Uhr Flugblattverbreitung von March aus. berliner Nacbricbten. Ihr armen Kinder des Reichtums! � Mit der Krippe des„Vaterländischen Frauenvereins Friedenau" haben wir uns in letzter Zeit mehrfach zu beschäftigen gehabt. Unsere Leser er- innern sich wohl noch der Berichte über einen Beleidigungs- Prozeß, den der Vereinsvorstand für unbedingt nötig ge- halten hatte, damit er drei der Krippe nahestehenden, durch eine allzuscharfe Kritik sich gekränkt fühlenden Personen— zwei Vorstandsmitglieder und der Krippenleiterin— Genugtuung verschaffte. Eine Frau, deren Enkelchen ziemlich ein halbes Jahr bei Tage und bei Nacht in der Obhut dieser Krippe gewesen und schließlich in ihr an Magen- und Darm- katarrh gestorben war, hatte in ihrer Erregung ein paar sehr starke Worte über die nach ihrer Ansicht unzulängliche Krippenpflege gesagt. Das mußte geahndet werden, und so wurde die Frau vor das Gericht geschleppt, das dann eine harte Strafe, 1 Monat Gefängnis, über sie verhängte. Jetzt übersendet man uns das Blättchen„Berliner H a u s f r a das über das Ergebnis jener Beleidigungsklage einen Artike!„VonunbedachtenZungen" veröffentlicht hat. Darin wird der unvorsichtigen Großmutter jenes in der Krippe verstorbenen Kindes und allen, die es sonst noch an- geht, tüchtig der Kopf gewaschen wegen des„Herabziehens und Schlechtmachens", das gegenüber den öffentlichen An- stalten üblich sei. Der Artikel sagt, daß gerade die Leute, die die wenigste Berechtigung dazu hätten, am meisten schreien. Wir lesen da:„Leute, die zu Haus in den bescheidensten Ver- Hältnisse- leben, vielleicht zufrieden sind, wenn sie für drei Menschen zwei Betten und einmal in der Woche warm zu essen haben, gebärden sich, als hätten sie zeitlebens auf Seiden- pfühlen geschlafen und einen Extra-Leibkoch in Diensten. Frauen, deren ganze Kochkunst kaum zum Notwendigsten reicht, kritisieren das Essen, das sie nicht mal zuzubereiten ver- stehen." Wir haben derartige Ausführungen schon öfter ge- hört. Das Gegenstück der hier behaupteten Begehrlich- keit gerade der ärm st e n A n st a l t s i n s a s s e n ist die Genügsamkeit mancher A n st a l t sv e r w a I- tun gen, die für Arme auch das Schlechte noch für gut halten. Indes, mehr als dieser in allgemeinen Betrachtungen sich ergehende Schwatz der„Berliner Hausfrau" interessiert das, was da über die Krippe zu Friedenau gesagt wird. Ueber sie erfahren wir aus dem Artikel, daß sie sogar zu den Musteranstalten gehöre. Man merke sich die folgende Sätze:„Ob es die Kleinen da gut haben? Die, die unsere Krippe kennen, wissen ganz genau, daß sie durchweg Musteranstalten sind, daß die Kinder, die dort verpflegt werden, so vorzüglich untergebracht sind, wie kaum das Kind des Reichtums im eigenen Hause." Nun wissen auch wir es ganz genau. Ihr armen Kinder. des Reichtums! Kaum ihr seid im eigenen Hause so. vorzüglich untergebracht, wie die Kinder der Armut in der Krippe zu Friedenau! Bisher hatten wir das wirklich nicht gewußt, aber der„Berliner Hausfrau" glauben wir's aufs Wort. Wir denken, daß jetzt die M i l l i o n ä r s f a m i l i c u sich beeilen werden, ihre Kinder in die öffentlichen Krippen zu geben, speziell in die Krippe zu Friedenau. Ein anscheinend vergessener Spielplatz. Im Plänterwald wird, wie wir vor einiger Zeit rügten, der grohe Spselplatz fast da? ganze Jahr hindurch der Benutzung entzogen. Nur für die fünf Wochen der Sommerferien gibt man ihn frei, und Schulkinder dürfen dann unter Aufsicht von Lehrern auf dem Nasen spielen. In dem famosen Spielplatz-Rechenexempel. das kürzlich bei dem Streit um die Spiel- Plätze Grotz- Berlins der Berliner Bürgermeister Reicks sich zurecht gemacht hatte, steckt selbstverständlich auch dieser fast ganz un- benutzte große Spielplatz dcS PlänterwaldeS. Der kleine Spielplatz, der in dem vorderen Teile des PlänterwaldeS liegt, darf während des Sommerhalbjahres von allen Kindern und Erwachsenen ohne weiteres benutzt werden. Aber für das Winterhalbjahr wird freilich auch er mit Leinen umgrenzt, die schon von Mitl« Oktober ab und bis zu Mitte April den Spiellustigcn den Zutritt wehren. An schönen Herbst- oder Frühlingstagen wird es von vielen Besuchern des PlänterwaldeS als recht verdrießlich emv- funden, daß die Sperre des Platzes volle sechs Monate dauert. In diesem Jahre erregt eS Verwunderung, daß sie sogar über Mitte April hinaus ausgedehnt wird. Wie zum Hohn steht hinter der noch immer sperrenden Leine noch immer die Warnungs- tafel:„Vom 15. Oktober bis 15. April ist das Betreten dieses Platzes nicht erlaubt." Am Ende hat die Parkverwaltung diesen Spielplatz ganz vergessen? Vergessen hat sie übrigens wohl auch die vier den großen Spielplatz umgebenden Schutz hallen, die außerhalb der Sperr- linie stehen und bisher stets im Winter wie im Sommer vom Pu- blikum benutzt werden durften. Seit dem Herbst sind, wie wir gleich- falls bereits gerügt haben, auch sie von Leinen umzäunt, und noch jetzt warten die Besucher des PlänterwaldeS darauf, daß diese ganz unbegreifliche Sperre wieder aufgehoben wird. In den Ostertagen haben bei Regen- und Hagelschauern die Spaziergänger unter den Leinen hindurch sich in die Schutzhallen geflüchtet, aber nicht jeder hat Mut zu solcher Eigenmächtigkeit. Man sagt uns, daß im Herbst dem Erdboden unter den Schutzhallen eine den Staub und Sand bindende Tecrunterlage gegeben worden sei, die erst noch härter werden sollte. Wenn die Winterkälte den Teer nicht zu härten ver inocht hat, wird die Frühlingssonne ihn wohl erst recht nicht hart kriegen._ Die Gasautomaten haben in Berlin sich in der letzten Zeit ganz ungewöhnlich stark gemehrt. Im Quartal Oktober— Dezember des Jahres 1911 zählten die Gaswerke der stadt 83 458 Gasautomaten, die bei den Gaskonsumenten in Benutzung waren. Da in demselben Quartal des vorher gehenden Jahres erst 56 898 Gasautomaten gezählt würden, so hat das Jahr 1911 einen Zuwachs von 26569 gebracht. Der Zuwachs der vier Jahre 1919, 1999, 1998, 1997 hatte nur 12 294, 2963, 5112, 5533, zusammen 25 812 betragen, in 1911 stieg also die Zahl der Automaten um mehr als in den vier vorhergehenden Jahren zusammen. Sie stieg in dem ganzen Jahrfünft von Ende 1996 bis Ende 1911 um 52 372, von damals erst 31 986 auf jetzt bereits 83 458. Auffällig ist, daß die Menge desGases, das durch Automaten entnommen wurde, sich nicht d e ni e n t s p r e ch e n d geniehrt hat. Im letzten Quartal von 1911 wurden durch 83458 Automaten 8 826 539 Kubikmeter Gas entnommen, so daß sich pro Automat ein durchs schnittlicher Gasverbrauch von nur etwa 196 Kubikmeter er gibt. Fünf Jahre vorher, im letzten Quartal von 1996, cnt nahmen jene 31 986 Automaten 4 255 233 Kubikmeter Gas, das macht Pro Automat durchschnittlich etwa 137 Kubmeter. Die Minderung des Durchschnittsverbrauchs pro Automat vollzog sich ziemlich ohne Unterbrechung: von 1996 bis 1911 war im letzten Quartal der Durchschnitt rund 137, 136, 128, 134, 119, 196 Kubikmeter. Diese Abwärtsbewegung wird man sich im wesentlichen daraus zu erklären haben, daß durch die Gasautomaten immer mehr auch die aller- klein st en Haushaltungen dafür gewonnen worden sind, Gas zur Beleuchtung und zum Kochen zu benutzen. Die Mehrung der Automaten war so stark. daß trotz der Minderung des Durchschnittsverbrauches die Gesamtmenge des durch Automaten entnommenen Gases immer weiter gestiegen ist und jetzt schon einen beträchtlichen Anteil des gesamten Gasverbrauches ausmacht. Im letzten Quartal stellte der Gesamtvcrbrauch sich auf 79 416 952 Kubikmeter, wovon 8 826 539 Kubikmeter durch Automaten und 79 599 413 Kubikmeter durch gewöhnliche Gasmesser entnommen wurden.— Der Verbrauch durch Automaten war bereits über 11 Prozent des Gcsamtverbrauches. Unzufriedene Geistliche. Man sollte meinen, Geistliche können nie unzufrieden sein. Gehört es doch zu ihrer ersten Aufgabe, die Zufriedenheit zu predigen: sei doch alles, wie es heute besteht, Gotteswerk. Und damit müsse man sich trösten. In der Praxis scheint aber für Geistliche felber die Zufriedenheit durchaus nicht vorhanden zu sein. Das geht aus Verhandlungen hervor, die jetzt von der Berliner Stadtsynode gepflogen worden sind. � Es wurde verlangt, dem geichäftsführcnden Ausschuß der Stadtsynodc 64 666 Mark zur Gewährung von Zuschüssen zu den Gehältern der Geistlichen zur Verfügung zu stellen. Auf eine Anfrage des Syn. Schräder erklärt Ober-Kons.-Rat Dr. Crisolli, daß sich das Konsistorfüni die Entscheidung über die Genehmigung vorbehalte. Syn. Uttah bittet, diese Summe zu bewilligen, damit die Kirche wieder etwas mehr zufriedene Geistliche bekomme: ganz würden sie ja nie zufrieden sein. Das ist recht bezeichnend! Das sind dieselben Kreise, die nicht genug gegen die Unzufriedenheit der Arbeiter zetern können._ Krämpfe im SäuglingSalter. Beim Schwinden der rauhen Jahreszeit treten besonders bei Kindern, die mit den Zeichen der englischen Krankheit(schlaffen Muskeln, bleicher Haut, reichlichen Fettpolstern) behaftet sind, krampfartige Zustände auf. Da die Krämpfe vielfach ohne Vorboten auftreten, jagt natürlich der erste Anfall jeder Mutter einen großen Schrecken ein. Sie ist in dem Augenblick hilflos. Es wäre daher gut, wenn die Mutter über die Krankheit soweit unterrichtet wäre, daß sie die ersten Maßregeln bis zur Ankunft des Arztes selbst treffen könnte. Hierüber gibt Dr. Fritz Rott, Oberarzt und Abteilungsvorsteher im„Kaiserin- Auguste-Viktoria-Haus zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit im Deutschen Reiche", wertvolle Fingerzeige. Abgesehen von den auf Gehirnerkrankunge:� zurückzuführenden Krampfzuständen (Epilepsie), kommen im Säuglings- und frühen Kindcsalter zwei Formen vor: allgemeine Krämpfe und Stimmritzenkrämpfe. Die Stimmritzenkrämpfe können als Vorboten der allgemeinen Krämpfe auftreten oder beide Formen wechseln miteinander, oder aber ein allgemeiner Krampfanfall setzt ohne jedes vorhergehende bedrohliche Anzeichen cm. Schoujnne leichte Erkältung genügt zur Auslösung 'der Krampfzustände. Sie beschränken sich nicht, wie bei den Gehirn- crkrankungen. auf das Gehirn, sondern erstrecken sich über das ganze Nervensystem, auf die Muskeln, kurz auf alle Gewebe. Da beide Krampfarten stets eine Lebensgefahr für das Kind mit sich bringen, so muß beim ersten Anfall zum Arzt geschickt werden. Bis zu seinem Eintreffen ist die Mutter auf eigene Hilfe angewiesen. Statt händeringend und hilferufend zur Nachbarin zu laufen, muß sie zielbewußt und schnell zugreifen. Vor allem sind alle beengenden Kleidungs- und Wäschestücke zu entfernen. Tritt Sltemstillstand ein, so ist durch Hochheben und Senken der Arme die künstliche Atmung einzuleiten. Bei längerer Dauer des Krampfzustandes ist dem Kinde ein kühler, oft zu wechselnder Umschlag auf den Kopf zu legen. Auch ein laues Bad mit kühler Uebergicßung bringt Erleichterung und ein Einlauf mit Seifenwasser oder Sirup dürfte bot? Nutzen sein. Das Hauptgewicht bei der Behand- lung der Krampfzustände ist nicht so sehr auf eine schnelle Bc- seitigung des einzelnen Anfalles, als besonders auf die Behebung der allgemeinen Krampfanlage, die immer wieder zu Krämpfen führen kann, zu legen. Die Ernährung spielt bei den Krämpfe- lindern eine erhebliche Rolle. Brustkinder bekommen höchst sejten 51 rümpfe, daher auch hier wieder die Mahnung zum Selbststillen. Wird das Kind mit Kuhmilch genährt, so muß ihm bis zum Ein- treffen des Arztes die Milch entzogen werden. Nicht energisch genug kann der Aberglaube bekämpft werden, daß die Krämpfe mit dem Zahnen in Verbindung stehen. ES ist verhängnisvoll, sich mit„Zahnkrämpfen" zu beruhigen. Zu warnen sind die Mütter vor den im Handel befindlichen Beruhigungsvulvern„für zahnende Kinder" oder„bei Krämpfen zu geben", da diese meist Morphium enthalten und gesundheitsschädlich sind. Zu der Errichtung eineS Gebäudes für die Stadtbibliothek wird mitgeteilt: In der gestrigen Magistratssitzung wurde über die Be- ratungen der Kommission, welche die Platzfrage der Stadtbibliothek zu bearbeiten hat, berichtet. Dem Vorschlage der Kominission ent- sprechend, wurde beschlossen, die Hochbaudeputation mit der An- fertigung einer Entwurfsskizze für die Erbauung der Siadtbibliothek auf dem Jnselspeicher zu beauftragen. Ob bei der Größe des Insel- speicherS, auf dem auch noch andere städtische Gebäude, welche Vi»- her noch nicht bestimmt sind, voraussichtlich untergebracht werden sollen, die Bibliothek tatsächlich dort ihren Platz finden wird, steht noch nicht endgültig fest. Ein begehrenswerter, viclbcgchrtcr Posten. DaS Reichs» marincamt annoncierte dieser Tage im„Lokal-Anzeiger": „Junger Kaufmann als Baubote, vertraut mit allen Bureau» arbeiten, doppelter Buchführung usw., per sofort verlangt. Vor- stellung mit Schriftprobe sowie Zeugnissen zwischen 18— 12, Reichs- marineamt Abteilung Bauverwaltung, Königin-Augusta-Straße 38— 39." Einer, der sich daraufhin meldete, erzählte uns, wie es ihm dabei erging. Bei seinem Besuch in der Königrn-Augusta» Straße fand er schon etwa 28— 38 Herren vor, die zumeist im Alter von 38— 48 Jahren standen. Als er längere Zert gewartet hatte— er meint, es habe VA Stunden gedauert—, erschien ein Bote und gab bekannt, daß Bewerber, die nicht mehr als 58 M. oder h ö ch st e n s 68 M. pro Monat forderten, berücksichtigt werden würden. Das war eine böse Enttäuschung, aber die Bewerber nahmen an, daß hier wohl ein Irrtum vorliege und warteten weiter in Geduld. Alle ihre Zweifel an der Möglichkeit einer so niedrigen Entlohnung wurden beseitigt, als einer der Bewerber aus dem Sprechzimmer zurück- kehrte mit der Nachricht, daß er engagiert sei und— so gab er auf Befragen an— ein Monatsgehalt von 68 M. erhalten werde. Der Glückliche lvar einer der jüngeren Bewerber— er schien erst 23— 25 Jahre alt zu sein—, da wird man im RcichSmarincamt die 68 M. pro Monat bei Vertrautheit mit den Bureauarbeiten, mit doppelter Buchführung usw. vielleicht noch für extra viel halten. Einbrecher im Kientopp. Ausgeräumt haben Einbrecher in der vergangenen Nachts das Kincmatographentheater von Nikolaus Gruuwald in der Schlieperstr. 16 zu Tegel. Sie verschafften sich mit Nacbschlüsieln Zutritt zu dem Zuschauer- und Vorführungsraum und nahmen bis auf den schweren Apparat alles mit, was zu den Aufführungen gehört: ein Objektiv mit Messinghülle, ein Dia- positiv und sechs Eisenspulen mit 18 Filmen, die zusammen 2812 Meter lang sind und„Das Glück im Vergessen",„Glück wider ihren Willen",„Der Schuldige",„Um des Geldes willen",„Moritz als Bankier",„Lord Nante, der unfaßbare Dieb" usw. darstellen. Die ganze Diebesbeute ist 3688 M. wert.— Eine überraschende Aufklärung haben größere Filmdiebstähle in der Reinickendorfer Straße gefunden. Dem Kinematographenbesitzer Christensen, Rei» nickendorfer Straße 47, wurden in letzter. Zeit wiederholt Films gestohlen, ohne daß es gelingen wollte, dem Täter auf die Spur zu kommen. Eh. wurde schließlich um insgesamt 6888 M. geschädigt. Durch die Nachforschungen der Kriminalpolizei konnte jetzt zur Ueberraschung des Bcstohlcnen dessen eigener Hausdiener als Haupttäter ermittelt werden. Der jugendliche Dieb hatte mehrere Helfershelfer, mit Leren Unterstützung er die Films stahl und für deren Weiterbeförderung sorgte. Auch die Komplizen konnten ausfindig gemacht werden. Die Films wurden gleichfalls entdeckt und dem Bestohlcnen wieder zugestellt. Bei einem dreisten Ladenkassenraub ergriffen wurde gestern nachmittag der 22 Jahre alte Friseurgehilfe Karl Friese. Er er. schien gegen 4 Uhr im Seifengeschäft der Händlerin Alwine Körper in der Tilsiter Str. 69 und gab an, daß er beauftragt worden sei. ein GaSrohr vom Keller nach dem Laden zu verlegen. Die allein anwesende Geschäftsinhaberin glaubte ihm auch und machte eine Falltür auf, um durch diese in den Keller zu steigen. In dem- selben Augenblick versetzte der Bursche der ahnungslosen Frau einen heftigen Tritt, so daß sie unter lautem Geschrei die steilen Stiegen hinuntersiel. Dann schlug er die Fallür zu und machte sich dabei, die Ladenkasse auszuräumen. Die Hilferufe der Frau waren aber von Maurern, die gegenüber dem Laden auf einem Gerüst arbeiteten, gehört worden. Sie eilten deshalb gleich in das Geschäft, fielen über den Räuber her, verprügelten ihn ordcnt- lich und übergaben ihn der Polizei. Soweit sich bis jetzt feststellen ließ, ist die Frau mit dem bloßen Schrecken und Hautabschür- fungcn davongekommen. Auf der Straße vom Tobe überrascht wurde gestern ein un- bekannter Mann von etwa 35— 48 Jahren, der seinem Aeußeren nach den bessergestellten Kreisen anzugehören scheint. Er brach, Ivahrscheinlich vom Herzschlag getroffen, vor dem Hause Chodo- wieckistraße plötzlich zusammen und verschied auf der stelle. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Der Mann ist 1,68 Meter groß, hat graumeliertes, kurzgeschnittenes Haar, einen dunkelblonden, strähnigen Schnurrbart und etwas Kinnbart und trug einen modefarbigen Ueberzieher, einen weichen Filzhut und schwarze Schnürstiefel. Durch einen Sprung aus dem Fenster hat sich der Kupfer- fchmied Robert Rcppich aus Potsdam das Leben genommen. Reppich batte vor acht Tagen das Unglück, daß ihm ein Kupferspan ins Auge flog. Er mußte sich in einer Klinik im Norden der Stadt in Behandlung begebe». Seit drei Tagen wurden Spuren von Wahnsinn bemerkbar. Der Kranke wurde seitdem ständig bewacht. Als aber in der vergangenen Nacht der Wärter nur auf einen Augenblick ein anderes Zimmer auffuchte, sprang R. aus dem Bett, riß das Fenster auf und stürzte sich aus dem zweiten Stock auf den Hof hinab. Der Wärter ließ ihn sofort mit einem Krankenwagen nach der Eharite bringen. Der Schwerverletzte starb aber schon auf dem Wege dorthin. Die Leiche eines Schülers wurde gestern nachmittag auS dem Humboldthafen gelandet. Wahrscheinlich handelt es sich um einen der Knaben, die bei der Zcnsurerlcilung aus der elterlichen Wohnung verschwanden. Bisher gelang es noch nicht, seine Persönlichkeit festzustellen. Der Tote, der ungefähr 14 Jahre alt ist, trug einen dunklen, lila und braun längsgestreisten Jackettanzug mit Kniehosen, schwarze Strümpfe und schwarze Schuhe. Die Leiche wurde nach dem Schaühause gebracht. Eine öffentliche Protcstvcrsammlung veranstalteten am Mitt- wach, den 17. April, die freien Händler in den Musikcrfälen, Kaiser- Wilhelmstraße. �Jn einem einstündigen Vortrage bshandelie der Referent, Rechtsanwalt S. Roscnfcld, das Thema:„Die Polizei- schikanen gegen den ambulante» Händler, und die Festsetzung von Strafen in den einzelnen Polizeirevieren". Der Redner beleuchtete das heutige Strafuntvcscn, das gegen die Händler im Schwange ist. und geißelte die neueste Form der Bestrafungen. Der Händler werde einfach mit zur Wache genommen, der Herr Leutnant be- stimmt die Strafe, die schon vorgcdruckte Postanweisung werde ihm nach Zahlung des Betrages übergeben und die ganze Sache ist erledigt. Als Staudgericht— Ausnahmegericht— bezeichnete der Referent dieses Verfahre». Die Polizeibehörde sei bemüht, die Justiz und Rechtspflege auszuschalten. Diesem Vorgehen der Behörde stehe jedoch der Händler keineswegs machtlos gegenüber. Eine schärfere Waffe als der Säbel ist die Organisation, der Zusammen- schluß aller Berufsangehörigen, woran ein jeder verpflichtet ist, mitzuarbeiten. Eine Resolution, ivelche gegen das neue Straf- system protestiert, wurde sodann angenommen. Zu dein Großfcuer in der Papierfabrik von Senzig und Mellis G. m. b. H. in der Johann-Georgstraße 8 zu Halensee ioird uns noch mitgeteilt, daß die Feuerwehr von Wilmersdorf bis in die dritte Morgenstunde des gestrigen Tages mit den Lösch- und Äufränmungsarbciten zu tun hatte. Bis sieben llhr morgens blieb dann noch eine Brandwache zurück. Da neben einem größeren Posten FabrikationSmatcrial auch einige Papicrglättmaschiuen zcr- stört worden sind, so ist der angerichtctc Schaden ganz beträchtlich! er wird aber durch Versicherung gedeckt. Eine Betriebsstörung Witt» bei der Firma nicht eintreten» da noch genügend Rcserveräumc zur Verfügung stehen.— Auch die Berliner Feuerwehr hatte in der letzten Nackt in der!M a r s i Ii n? st r a ß c 23 einen größeren Fabrikbrand zu löschen. TaS Feuer wütete im Erdgeschoß in dem Lager der chemischen Lack, und Farbenfabrik von Georg L il ca s. Di� Flammen griffen auch auf einen Teil des angrenzenden Ladens über und konnten erst nach längerem Wasscrgeben erstickt werden. Der Brand war beim Sicgcllackkochen entstanden. Ein Angestellter der� Firma geriet bei dem Feuer in Gefahr, konnte sich aber noch in Sicherheit bringen. Nur seine Kleider tvaren zum Teil verbrannt.— In der Ouitzowstraße HO mußte außerdem noch ein größerer Kcllerbrand beseitigt werden. Vernichtet wurden hier ein größerer Posten Sägespäne und Linoleumvorräte. Der Gesangverein„Reu Erwacht"aß der Mann mehrere Tage nichts gegessen hatte. Nach einer Stärkung wurde der Bedauernswerte dem Krankcnhausc zugeführt., Britz-Buckotv. Nach dem in der letzten Generalversammlung erstatteten Ouartalsbericht beträgt die Mitgliederzahl des Wahlvcreins 522 (darunter 80 weibliche).„Vorwarts"-Abonnenten sind gegenwärtig 640 am Orte. Die Einnahmen des Kassierers belaufen sich ans 450,40 M., die Ausgaben auf 447 M. Der Bibliothek wurden 67 Bände entliehen. Zur Annahme gelangte folgender Antrag.' Den Lesern der„Arbeiter-Jugend" wird gestattet, Bücher aus der Vercinsbibliothek zu entleihen. Wegen Nichtbeleiligung an der Gemeindewahl wird gegen die Genossen Gastwirt Wilhelm Böhm, Ernst Burr, Gärtner und Wilhelm Vetter das Ansschlußverfahren eingeleitet. Der Genosse Davidshäuser, Krankenkassenbeamter, hat sich durch Austrittserklärung dem Ausschlußverfahrcn entzogen; des- gleichen der Genosse Kackstein, jetzt Tachdeckermeister. Schöneiche(Niedcr-Barnim). Die Wasserversorgung beschäftigt jetzt eine Anzahl umliegen- der Gemeinden. Veranlaßt durch das Bestreben einzelner Orte (Rüdersdorf-Kalkbcrge usw.), eigene Wasserwerke zu errichten, oder — wie Schönciche.— durch Abschluß langfristiger Monopolvcrträge mit größeren Städten die Wasserversorgung einzelner Ortschaften zu ermöglichen, hat vor einigen Tagen eine vom Landrat des Kreises Niedcrbarnim einberufene Konserenz stattgefunden, zu der 15 Gc- meindcn eingeladen waren. Sämtliche Gemeinden, darunter Schön- eiche, Rahnsdorf, KIcin-Schönebeck, Rüdersdorf, Kalkberge, Neuen- Hagen, Erkner, Fredersdorf u. a. hatten Vertreter entsandt. Nach- dem von fast allen Vertretern die Notwendigkeit der Wasserversor- gung bcont, wurde beinahe einmütig der Anschluß einzelner Gc- meindcn an die Wasserwerke der Großstädte als nicht im Interesse der Gemeinden liegend erklärt. Zugestimmt wurde dagegen der Errichtung von Wasserwerken durch Zweckvcrbnäde mehrerer Gc- meindcn oder eines Zentralwasscrwerkcs für alle vertretenen 15 Gc- meindcn. Ucbcr diese Frage soll nach Vorliegen genauer Berech- nungcn und Kostenanschläge entschieden werden; gleichzeitig wurse beschlossen, die Vorarbeiten dazu so zu beschleunigen, daß möglichit innerhalb eines Vierteljahres erneute und endgültige Stellung- nähme erfolgen kann. Spandau. Stadtverordnetenversammlung Den Clou des Tages bildete die Vorlage des Magistrats, in Spandau ein Stadttheater zu er- bauen. Wochenlang hatte diese Vorlage schon auf der Tagesord- nung gestanden, wurde aber wegen Zeitmangels immer wieder ver- tagt. Sowohl der Berichterstatter, Stadtv. Berlin, wie auch der Oberbürgermeister K o c l tz e, legten für die Vorlage ins Zeug. Eine Anzahl Redner hatten gegen das Projekt große Bedenken, zu- dem erachteten sie ein Bedürfnis zurzeit noch nicht für vorliegend. Der Umstand, daß neben dem Theatcrraum auch noch ein größerer Saal für 1500— 2000 Personen geplant war, hatte die hiesigen Saalbesitzer arg verschnupft, da sie hierin eine Beeinträchtigung ihrer Geschäfte erblickten. Sie hotten daher schon jjor Wochen eine Petition eingereicht, in der sie baten, von einem Saalbau Abstand zu nehmen. Und am Mittwoch hatten sie nochmals in einer Ver- sammlung, zu der die Stadtverordneten eingeladen waren, Stellung dazu genommen. Ihre Ansichten wurden denn auch in der Stadt- verordnetenversammlung von einigen Rednern zum Vortrag gebracht. Genosse Pieper konnte diesen aber mit Recht erwidern, daß die Saalbcsitzcr Spandaus selbst schuld sind, wenn sie schlechte Geschäfte machen. Würden sie sich nicht der Diktatur der Polizei- und Militärbehörden beugen, sondern ihre Säle auch der sozial- demokratischen Partei zur Verfügung stellen, so brauchten sie sich nicht über schlechte Geschäfte zu beklagen. Im übrigen erklärte unser Redner sick namens seiner Fraktionskollcgen für den Bau des Theaters. Der Saal müßte natürlich jedermann zur Verfügung gestellt werden, da der Bau sich nur unter dieser Bedingung rentieren würde. Diese Ansicht wurde selbst von bürgerlichen Rednern noch unterstützt. In der Abstimmung siegten jedoch die vorgebrachten Bedenken der Redner, welche die aufgestellte Rentabilitätsberechnung stark anzweifelten, und so wurde denn die Vorlage an den Magistrat zurückverwiesen.— An der Spitze der Tagesordnung stand die Wahl eines unbesoldeten Stadtrats an Stelle des ver- storbencn Stadtrats Emil Müller. Aus der Wahl ging der Stadt- verordnete G r u n o w hervor, der 23 Stimmen erhielt. Genosse Pieper hatte die vier Stimmen unserer Vertreter erhalten und war damit«och in die engere Wahl gekommen.— Es kam dann ein Beschluß zustande, wonach eine Aenderung der Bestimmungen für die A r b e i t c r f a h r I a r t c n auf den städtischen Straßen- bahnen eintritt. Danach kommt erstens die bisherige Beschränkung bezüglich der Tageszeit in Fortfall, und dann werden den Inhabern von Arbeiterfahrkarten 12 Fahrten an Wochentagen, die nicht hinter- einander folgen brauchen, garantiert. Die Karten haben aber nur eine Gültigkeitsdauer von 14 Tagen.— Für das Pionirrkasinv wurden 800 M. gefordert, die zu einer Ehrengabe der Stadt in Gestalt einer Glaswand und eines Glasfensters verwandt werden sollten. Genosse Pieper bclämpste diese Vorlage, da eine Ver- pflichtung dem Osfizierkorps der Pioniere gegenüber nicht vorliege. Das Geld der Steuerzahler sei auch nicht dazu da, um es auf diese Art zu verschenken. Die Mehrheit stand aber auf dem Stand- punkt, daß kleine Geschenke die Freundschaft erhalten und bewilli stc MarK. Besonders billig Eleg. im Aussehen Gut in der Qualität Ersatz für Mass sind die Sonder- Angebote in obigen 3 Preislagen für Anzüge— Ulster— Paletots Mein seit 20 Jahren bestehendes Unternehmen vergrössert stetig seinen Kundenkreis. Ein schlagender Beweis für die Güte und Pieiswürdigkeit meiner Waren- Man lasse sich nicht durch sogenannte billige Tage täuschen. Meist sind das nur Manöv-r der Konkurenr, Kunden anzulocken. GotSSieb Weiss Schönebei«g9 Hauptstpasse 161 Ecke Stubenrauchstrasse Lieferanten der Konsum-Genossenschaft! Vornehme tadellose Maßarbeit aus nur guten, ausgeprobten Stoffen und Zutaten liefern zu mä ssigen Preisen unter Garantie des Sitzes Leske& Lehrer Herren- u. Knaben-Bekleidung fertig und nach Maß 78 Kottbusor Damm 78 Um eine tadellose und gute Verarbeitung bewirken zu können, bitten wir, des bestimmt zu erwartenden grossen Andranges wegen, uns Bestellungen für das Pfirgstfest schon Jetzt zu machen. Unsere Auswahl In prachtvollen Stoff• Neuheiten Ist unerreicht dastehend. Sämtliche Sachen werden In eigenen grossen Betriebswerken von ersten Arbeltskräften angefertigt Der reich illustrierte Pracht' Katalog mit Angaben der neuesten Mode wird auf Wunsch kostenlos zugesandt Lieferanten der Konsum- Genossenschaft! dic Vorlage.— Die Vorlage auf Erbauung eine? Arbeikerwofjn- Hauses von acht Wohnungen am Nonnendamm wurde abgelehnt. Maßgebend schien das Hausbesitzerintercssc zu sein, denn verschiedene Redner bestritten das Bedürfnis des Baues, da in der Gegend genug Wohnungsgelegenhcit vorhanden sci.� Dabei kam es noch zu einem Zusammenstoß unseres Genossen Pieper mit den Stadt- verordneten B ö h n i n g und W e n h, aus deren Reden man ent- nehmen konnte, daß sie gegen das Projekt seien, weil es sich zu teuer stellt. Genosse Pieper kennzeichnete diese Stellungnahme als einen Bruch des Versprechens bei der Wahl, die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Diese Wendung brachte unserm Redner einen Ordnungsruf ein.— Eine Reihe weiterer Vorlagen gelangte glatt zur Annahme.— An die öffentliche Sitzung schloß sich dann noch eine geheime Sitzung an. Potsdam. Die Erhebung von Beiträgen für die Höherlegung der Bahn Potsdam«Wildpark sollte auf Beschluß der städtischen Behörden von den Grundbesitzern in der Brandenburger Vorstadt erfolgen. Man wollte auf diese Weise den von der Stadt zum Bahnbau geleisteten Zuschuß von 000 M. wieder einbringen. Äu� Klage der dortigen Grundbesitzer hat sowohl der Potsdamer Bezirksausschuß wie der P r o V i n z i a l r a t als Berufungsinstanz die Genehmigung zu diesem OrtSstatut versagt. In seiner Begründung führt der Provinzialrat u. a. aus, daß es schwer fällt, den mehr oder minder großen Vorteil des einzelnen an der Höher- legung der Bahn abzuwägen. Bei einer Festsetzung des Beitrages nach dem gemeinen Wert der Grundstücke liegt es aber durchaus im Bereiche der Möglichkeiten, daß der Wert der zu Beiträgen herangezogenen Grundstücke in den nächsten 30 Jahren bis zur voll- ständigen Tilgung der Anleihe von 4Ü8 000 M. eine bedeutende Steigerung aus Gründen erfährt, die mit der Hvherlegung der Bahn nichts mehr gemein haben. Die Leistung des einzelnen Grundbesitzers steht nicht mehr im Verhältnis zur Höhe des ihm durch die Ver- anstaltung erwachsenen Vorteils. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die von den Klägern noch geltend gemachten Einwände, / Versandung resp. Verschlammung beZ Neustädter Hadelvasfin? durch anderweite Brückcnanlagen, Belästigung durch Rauch usw. näher einzugehen. Aretreligiöse Gemeinde. Sonntag, den 21. April, vormittags g Uhr, Pappel-AIIee 15/17 und Neukölln,.Wealpassage": Freireligiöse Dor- Icjung. Vormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von Herrn W. Bölsche:«Neue Entdeckungen über das Staats- und Liebcslcben der Tiere." Damen und Herren als Gäste sehr willkommc». Zlllgemeine Kranken- und Sterbekafse der Metallarbeiter lEingeschriebene Hilfstafse 29, Hamburg). Filiale B e r I i n 4. Sonnabend, den 20. April, abends»'/, Uhr, bei Mcrkotvski, Andreasstr. 2S; Versammlung.— Filiale Berlin 8. Sonntag, den 21. April, vormittags 10 Uhr, bei Voigt, Badstr. 58: Versammlung. Wetterprognose für Sonnabend, de» 20. April 1912. Trocken, aber zeitweise wolkig, am Tage warm bei ziemlich lebhastm südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. August.Schega vorm. A. Wcrmann G. m. b. H. □ Kottbuser Damm 77 Wirklich erstklassige elegante Mass-Schnelderel nach Tariflöhnen in eigener Werkstatt zu tatsächlich billigen Preisen. Tadellose Ausführung, beste Zutaten, guter Sitz garantiert Sakko-Anzüge nach Maes von 52 Rock-Anzüge nach im« von 57* I M. 1 an Ulster nach hlass...... von 52 gn PaletOtS nach Mass...>. von 42 gg' Moderne Hosen in aparten Streifen von 12so M. an Im Interesse meiner verehrlich Kunden bitte Ich höfl. mit Massbestellung sogleich zu beginnen, da der Andrang zu Pfingsten schon Jetzt ein grosser Ist. n.Scfm BERLIN SO. 26 Dresdener Strasse 4 Strickwolle Engros-Preise. Strumpfwaren und Stoffe, große Auswahl, spottbillig. Clad, Pestalozzislraße 16. Hos Part. Aorzcigcr dieses erhält 10 Proz. Bester alter Franzbranntwein altbewährtes Hausmittel zur Haarpflege und Abreibungen stärkt Glieder und Nerven. Kalmus- kranzdraniitweiii — erhöht wirkungslrästig— gegen äußere Schmerzen. Schwäche u. Geichwulst der Beine, engl. Krankheit tc.* Orgmalsüll. 50, 75 Pf., M. 1,—, 1,50. Literflasche M. 2,50 und M. 5,—. fltrn Rcinlirl so.. EisenbahnstraBas. UHU nCllÜCl, F.-A. I V 4751, 4752, 4753 Zöpfe» lirklieli reelle Ware. allcrbilligsten Preisen. Olto F. Kafka, Neukölln, Erksfr. i. Zöpfe- und Perückenfabrik.* �$30$SSSS9O$S$$$$OSSS$$3(OSS$$$SO)S$$$S3O$$$$SSOS$$$$$a)S$SSS9O8$ Wir bieten soliden Leuten Gelegenheit zur leichten Anschaffung von einzelnen Stücken und ganzen Einrichtungen, speziell für Ein- und Zweizimmer-Wohnungen. Mäßige Anzahlung, kleine monatliche Raten, Unsere Preise sind an jedem Stück deutlich vermerkt und bei weitem niedrigeP, als sonst bei Teilzahlungskäufen üblich. Diskrete Lieferang, keine Einkassieren— Durch Lieferung nur dauerhafter Möbel und kulantes Entgegenkommen bei Zahlungsstockungcn ist unser Geschäft in fünfzehnjährigem Bestehen ausschließlich durch Weiterempfehlung seitens unserer Kundschaft von Jahr zu Jahr gewachsen. Jeder Versuch bei uns führt zu dauernder Kundschaft. Möbelgeschäft Gottschalk& Co. Alvenslebenstraße 6 �e�'d!;pn0°lf;,s� Sonntags geöffnet. Abfjchrtee einfaches». natürliches Abführmittel vo»» kräftiger Wir- kung bei zeitweise? als auch chro-- »ischer Verstopfung, doppelt be- währt durch die zugleich blutrcini- gendc Wirkung. Besonders wichtig für Frauen u. Personen mit wenig Bewegung, die hauptsächlich an stuhl- bclchwerden zu leiden haben. vSg- Mau nehme nur den echten„Llindä"- Tee in Pak. a 50 Pf. u. 1 M. von Ott» Kcichcl, SO., Eisenbahn- straBe 4, u. nichts anderes dafür. KklillUllt als beste und bllllglie Verren-Hüte „uJt1 für in jeder Preislage i st Chaiiotteiiliiirg. Berliner Str. 51. Gegründet 1875. Hadloff, 10 Mark monatliche Teilzahlung liefert elegante Hcrrengarderobe nach Maß l. Tmim«* fÄÄ' (BilligePreise.)PerKassePreiSermäbig. F. gut. Sitz w. garant.. eigenes Stofjlag. O ist der schönste Ausflugsort? � Immer noch Pichelsmerder, �Heerstrafte" beim Alten Freund. HERREN KNABEN ' CHARLOTTENBURG « scharrenstr.be, X Nickel 55 Neukölln Bergstraße 110 Telephon 1610. Knesebeckstr, 148 Verkaufsstellen in Neukölln: Niemetzstr. 18, Allerstr. 15, Bodestr. 19, Steinmetzstr. 96, Selkestr. 29, Jägerstr. 41, Bergstr. 155, Weserstr. 204. R i n g f r e i! Pa. Steinkohlen 1,60 M., pa. gebr. Gaskoks 1,45 M., feingespaltenes Brennholz pro Raummeter 12,50 M., kleine Körbe 30 Pf., große Körbe SO Pf. frei Gelaß. Aus Sammellatlungen Salonbriketts 1000 Stck. 7,75 M. frei Gelaß. Indnstriebriketts per Ztr. 0,77 m. frei Gelaß. 5? X Nur 100lo Nutzen! -> Telephon: Charl. 420. Telephon: Charl. 420. HertenHodenUertrieb Churiottesiburg JiHielm-Plotz" vis-a-vis Rathaus, direkt am Untergrundbahnhof Wilhelm- Platz. Set Tferren-Moden- Vertrieb eharlotlenburg ist durch die öffentliche Bekanntmachang gesetzlich pflichtet, seine Waren, gleichviel ob fertig oder nah Maß, zum Selbstkostenpreis abzugeben und einen Nutzen von 10 Prozent zu erheben. Es ist somit für jedermann von großem Vorteil, seine Bekleidung nur vom Herren-Moden- Vertrieb Charlottenburg zu beziehen. Sie finden dort fertige XerrM'tfnzßffe, Paletots, Ulster, Beinkleider etc. in jeder Preislage am Lager, sowie größte Auswahl von Stoffen deutscher und englischer Fabrikate zur Anfertigung nach Maß. Herstellung erfolgt in eigenen Werkstätten. Auf Wunsh Masterversand zur Maß- Anfertigung, ÄllcwPärleigenoflen, Freunden und Bekannten will ich hierdurch mein in der Oranienstratze Iva gelegenes Lokal in empschlende Erinnerung bringen. - Gleichzeitig möchte ich aus meinen allseitig bekannten und kräftigen mr eo pf. oon. hinweisen.— Saal und Vcrcinsziuimcr, bis ISO Personen fassend, sind zu vergeben.«IllUllK Meyer I. SB.: Wwe. Klara AngnHtin. Ganze Wohnungseinrichtungen, Zimmer- und Küchen-Einrichtungen, sowie jedes Stück einzeln zu den billigsten Preisen in guter, gedieg.Arbeitempfiehlt Wilh. Sambrecht, Berlin SW., Simeonstr. 10. Verlangen Sie, bitte, illustrierte Preisliste, Es Ist kein Geheimnis, daß ich weder einen Laden habe, noch einen Zuschneider halte, llAlledell' Knaben 1 Will Illeider in einfacher und eleganter Ausführung schneide ich selbst zu und lasse sie unter meiner Aussicht anfertigen. Es ist somit klar, daß ich bei den geringen Unkosten Kinder kl eider zu den billigsten Preisen liesein kann. Fertige Kleider, Ansitze, Ilttntel und Stoffe in großer Auswahl am Lager. U82b» . Mitgebrachte Stoffe werden gediegen verarbeitet. Neukölln Berliner StrnBe Xo. 58 gegenüber Kaufhaas H. Joseph. Nur 5 Tage gültig! Staunen erregend billige Preise! Ein großer Posten ZKEns ter• Korsette Directolre- und Frack-Fasson, vorzüglicher Sita, in pr. ßfcoflen, glatt und gemustert solange Vorrat.. Haus-Korsette■ . M. 2.95 2.45 Z.gZ . M. 1,75 1.35 0.90 Damen-Hüte grosso Rembrandtüorm, mit Tetoher, renehiodenartiger Blnmengarsitor., M, 9,95 Frauen-Touque w Boßhau, du Bim»»» int oder Federn garniert H. vl9v Solider Rundhut«��»0, mits«i��'u.-ei?p0a« 95, 1.25 Pt Fingerhandschuhe kan, 2 Knopf, farbig Paar 65, 90 Pt Halbhandscfanhe lang, weiß mid achwar* Paar 55 Pt Kinder., Fingerhandschuhe �" dnr*°weg p,„ 35 Pt durchbrochen, weiß, alle Giößen mq durchweg Paar"*• Fingerhandschuhe Weisse Binsen u Batist oder Holl, sehr reich garniert*4 f M. 8.85 I.K J,� Musseline-Blusen hochgeschlossen oder halsfrei, in reizenden 1 QE Ausführungen•••••••!£, Musseline-Blusen,»iBewon% 7 IE in verschiedenen Ausführungen, gefüttert«• H« mtJ M Matlnees»« THMbwttfloliara od«»Od«. 4 Qp modern. Faeeone IL J.93 Morgen-Rocke«u wMoheohtoa stos«, m qp in hflbeohon Mattem, rei.end garniert.. M. 460«|99 Wasch-UnterrScke»m hob«», pn». n qc .... IL 8.85 1.75 Ue99 aieitem Volant Kostüm-Rocke«OJ Stoffen engluoher Art,? QC modern. Qamiemngen Jt93 Kostüm-Rocke»O. blsn««, reinwollen«» t Kammgarn-Cheriot, mit BhiCpfen garniert,, IL 7l WW PaletotS, blan oder englische? Qesohmaok, mit c W? farbig«! Tnobblenden.... IL 13.50 8.75 3.J3 lf natu me> Stoffen englische? Art, mit all IIB 13 flotten Garnierungen, Jacken com Ann T.ii auf Seide gefüttert... IL 1350 9,75 IfrtG'lll rUH O MX8 reinwollenem Rammgarn-Cheviot, ■�"5* KU■■■ C blau oder gestreifi, elegant ▼®r-�|m m■ arbeitet, Jacke Ullf Seide,. M. 8450 17,75 Kaufhaus Wilhelm Joseph, Berlin, Großgörschenstraße!• Schöneberg, Hauptstraße 163. M m 6 StQck fioldranii- Becler 0,2 Liter 48 m. 1 Satz 3 StOck Glas- Sehiisselfl 48 pf. 1 KU««* glocke und 1 Battcr- glocke (Glas) 48 pf 2 StDok Römer auf hohem Fu6 *1 Pf. Heute Beginn der Katz Serien-Tage Neukölln, Bergstraße 65, am Bahnhof. ■ Eine kleine Auslese der verschiedenen Artikel: 4 Z Viitoria-BieMeF mi�dld' 1 Wassertlasehe mit 2 oi�em 2 feliergliser...... 3 HenkelseideK 1...... 1 Likörservice, 1�°�.. 1 EllimefltOpi.Maiol. mit Unters. 1 Wasserkrug 1 �. I ViseMW i& 4 Weinblätter,»-1°�..... 3 ki. öekur. seller...... 12 Teller, tief tm