Mr. 241. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs Breisliste für 1893 unter Nr. 6703, Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pig Inserate für die nächite Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Hamburger Freitag, den 13. Oktober 1893. Das Verfassungsfrage. Denn jeder, der in Hamburg ein ſelbſtändiges Gewerbe I. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Verfassung geleistet haben. waren bis zum gegenwärtigen und früheren Mitglieder der Gerichte und Jahre 1865 alle selbständigen männlichen Bewohner; Verwaltungsbehörden. Von den 160 Mitgliedern der Bürgerschaft werden nur 80 betreiben oder nur sich verheirathen wollte, mußte das durch sogenannte ,, allgemeine Wahlen"- ein wahrer Hohn Bürgerrecht erwerben. Die damit verbundene Abgabe galt auf den Namen gewählt, d. i. von allen Bürgern; Die entsetzlichen Erfahrungen, welche die Bevölkerung als unvermeidliche; sie verschaffte dem das Bürgerrecht Er- 40 wählen die Grundeigenthümer und 40 die Notabeln in Hamburgs bei Gelegenheit der vorjährigen Choleraepidemie werbenden wichtige materielle Vortheile und war gesonderten Wahlgängen. Grundeigenthümer und Notable gemacht hat, haben das verfassungsrechtliche Stillleben in gewissermaßen eine Versicherungsprämie gegen die damals aber wählen auch bei den allgemeinen Wahlen" mit, die der plutokratischen Republik am Elbestrand einigermaßen gegen Fremde äußerst rigoros geübte Ausweisungspraxis. Notabln, soweit fie Grundbefizer sind, auch bei diesen. aus dem Gleichgewicht gebracht. Es hat der furchtbaren Dem tapitalistischen Geldprozenthum, den„ königlichen" Grundeigenthümer und Notable haben somit mindestens ein Katastrophe bedurft, das Augenmerk der Bevölkerung auf| Raufleuten, die von jeher in Hamburg das Heft in Händen zweifaches, lettere, soweit sie Grundbesizer sind, ein eine feit langem brennende Frage zu lenken; bislang waren dreifaches Wahlrecht. Das ist eine liebliche es nur verhältnißmäßig kleine Kreise, selbst in dem sozial- gehabt haben, war das mit dem Anwachsen der Stadt noth Mannigfaltigkeit, an welche selbst das berüchtigte preußische demokratischen Theile der Einwohnerschaft Hamburgs, welche mit des Einflusses derselben längst ein Dorn im Auge. Die Er- Dreiklassen- Wahlsystem nicht heranreicht, zumal wenn man der plutokratischen Politik der Hanseaten- Republik ein ein- fahrungen des Jahres 1848 hatten die Scheu vor der Masse nur bedenkt, daß die Massen der Bevölkerung als völlig rechtgehenderes Interesse widmeten. Raum je hat sich wohl der Fluch der Entrechtung der Gewerbefreiheit und Freizügigkeit, sich immer dringender Als daher die modernen Zeitanforderungen: lose Parias überhaupt nicht in Frage kommen. Als wahrhaft volksvergiftende Frucht solcher SumpfMassen schwerer auf ein Staatswesen herabgesenkt, als im geltend machten, verstanden die Hamburger Patrizier es in pflanze mittelalterlichen Rechts" ist die Thatsache zu verVorjahre auf Hamburg. Die ungeheuren Mißstände, die Borjahre auf Hamburg. Die ungeheuren Mißstände, die schlauer Weise, ihre Absicht der Verringerung der Zahl der zeichnen, daß die gesetzgebende Körperschaft Hamburgs zu ein Menschenalter ausgeprägtesten Patrizierregiments ge- Bürger", d. h. der politisch Berechtigten, zu erreichen. mehr als drei Vierteln aus Grundbesizern besteht. Von den zeitigt hatte, wurden so allgemein fühlbar, traten so grell Die Aufhebung der Zünfte und die Beseitigung des Zwangs: 160 Mitgliedern der Bürgerschaft sind 131 nicht nur in der in die Erscheinung, daß selbst die zähesten Vertheidiger des Bürgerrechts wurden verkoppelt; das letztere sollte nur für glücklichen Lage, den Chikanen unverfrorener Hauswirthe Bestehenden nicht wagten, die Schuld zu leugnen. Selbst Ginkommen von mehr als 3600 m. bestehen bleiben. Und entrückt zu sein, die Mehrzahl( rund 100) üben selbst die Der offizielle Vertreter der Hamburgischen Regierung beim als die Kleinbürger die Lunte rochen und auf den Vor- lieblichen Praktiken privilegirter Hauspafchas. Bundesrath, Senator Dr. Burchard. mußte vor verschlag nicht einlassen wollten, drohte man ihnen, auch das Kein Wunder, daß in Hamburg für die Intereffen des fammeltem Reichstage die unverzeihlichen Unterlassungs- Gesez über die Aufhebung der Zünfte zurückzuziehen. Grundeigenthums so vortrefflich gesorgt ist. Die Herren Das wirkte. Wie die Großbourgeoisie, so ver= vermehrt. zunuzen, dominirende sünden eingestehen. der Masse der Hamburger Bevölkerung von einem energischen Vortheile willen sein politisches Recht. Der Senat bekam bem Gebiete des Wohnwesens verhindert haben. Es ist in Wenn gleichwohl bis zum Eintritt der Katastrophe in fauft auch das Kleinbürgerthum um wirthschaftlicher Stellung in der schnödesten Weise zu ihrem Vortheil aus fie jeden gefunden Fortschritt auf Drang nach Beseitigung der absolutesten politischen Rechtlosig seinen Willen. theidigern des Bestehenden anerkannten Gemeinplay ge Hamburg zu einem selbst von den enragirtesten Verworden, daß„ Reformen" nur durchgehen, wenn dabei für die Grundbesitzer etwas zu verdienen ist. waren. " " keit der Massen verhältnißmäßig wenig zu spüren war, so ist Die Reaktionäre hatten sich durchaus nicht verrechnet. das nur zu leicht erklärlich. Diese absolute Rechtlosigkeit der Menge ertödtet ganz naturgemäß das Interesse an Dingen, Die 30 M. Stempelgebühr", die für den Bürgerbrief fest auf die einen Einfluß zu üben völlig unmöglich gemacht ist. gesetzt wurden, bezahlten fortan, wo das Bürgerrecht keine Jahrzehnte lang hat deshalb auch die sonst in jeder Bes materiellen Vortheile mehr bot, nur noch Leute, die es Die Hinderung jedes Fortschritts im Wohnungswesen ziehung so rührige Hamburger Sozialdemokratie sich um hatten." Die Zahl der Bürger" ging von Jahr zu Jahr tommt voll auf das kouto der Grundeigenthümer; sie die Hamburger Verhältnisse bitter wenig gekümmert. Es zurück und heute giebt es deren unter den 637 000 Ein- trifft darum ein großer Theil der Verantwortung dafür, war nur ein ganz kleines Häuslein von Genossen, die im wohnern Hamburgs nur noch etwa 26 000, unter welchen daß infolge der scheußlichen Zustände auf diesem Gebiete Verein mit einigen wenigen bürgerlich- demokratischen Ueber- aber auch noch einige Tausend nicht wahlberechtigt die Cholera so bedenkliche Angriffspunkte vorfand. Der bleibseln das Interesse an einer freiheitlicheren Ausgestaltung sind, weil sie nicht mehr steuerfähig sind oder ihre Steuern erste Born der entsetzten Bevölkerung und zwar bis in des Hamburgischen Staatswesens wach zu erhalten bemüht nicht rechtzeitig bezahlt haben. Denn in einem Staate wie die höchsten Kreise hinein- traf darum auch die Herren Hamburg, wo das Geld stets eine so hervorragende Rolle Hausagrarier. Die Versuche, die in der vorsozialistengesetzlichen Beit, spielte, ist natürlich nur der ein Mensch, der Steuern beAber sie sind nicht allein die Schuldigen. Auch auf Ende der siebziger Jahre, und im Jahre 1889 gemacht zahlt hat. anderen Gebieten ist eine so unerhörte Mißwirthschaft wurden, um auch dem sozialistischen Theile von Hamburgs Aber selbst diese siebenmal gesiebte Wählerschaft von aufgedeckt, daß im ersten Schreck von allen Seiten nach Re Einwohnern und das ist ja heute eine Majorität von ca. 20 000 Bürgern" unter mehr als 600 000 Einwohnern formen gerufen wurde. Wir erinnern z. B. nur an die fast zwei Dritteln zu einer Vertretung in der Gesetz- ist noch ein zu unzuverlässiger" Faktor, um ihm die Zu- schmähliche Verzögerung der Versorgung Hamburgs mit genießgebung Hamburgs zu verhelfen, sind freilich wenig er sammenſegung der gesetzgebenden Versammlung, der Bürger- barem Wasser und an die von den Staatsbehörden im trauten muthigend gewesen; sie konnten nicht erfolgreich sein, weil schaft" allein zu überlassen. Die Bürger" sind freilich Verein mit dem kapitalistischen Unternehmerthum betriebene heute das 1864 mit schlauester Berechnung begonnene Werk selbst nur eine kleine Klique unter den Hunderttausenden Bekämpfung der auf Bessergestaltung ihrer wirthschaftlichen der systematischen Entrechtung der Massen bis zur äußersten der Einwohnerschaft Hamburgs. Gleichwohl hat man aber Lage gerichteten Arbeiterbestrebungen. Spige entwickelt ist. aus dieser kleinen Klique noch wieder spezielle Interessen- Die völlige Loslösung der herrschenden Kreise von dem Nach der Verfassung vom Jahre 1859, die im Wesent gruppen ausgesondert und sie mit Vorrechten ausgestattet. Einfluß der Massen hat erstere jedes Verständniß für die lichen noch heute gilt, find politisch berechtigte Staats- Das sind sind einerseits die Grundeigenthümer, Interessen der letzteren verlieren lassen. Wenn überall die bürger alle Bürger", welche den auf die andererseits die sogenannten Notabeln, das heißt die herrschenden Klassen ihr Interesse als Staats interesse Feuilleton. [ 32 " er die Unentschlossenheit des alten Mannes sah, hob er ihn keiner von uns auf. Die Kerle verstehen keine Räson. fast mit Gewalt hinein. Besser ohne den Herrn, als mit Db Kugeln fliegen, ob Degen blizen, das ist ihnen nur ihm hier umkommen, er wird uns schon wiederfinden," ein Spielzeug, und die kleinsten Buben, die kaum von der rief er in höchster Angst und peitschte auf die Rosse, Mutter Brust entwöhnt sind, sind auf das Teufelszeug daß sie im schellsten Trabe über Hügel und Thäler schnaubend ebenso versessen wie die ältesten Knasterbärte. Hab' ich's Der Aufruhr in den Cevennen. bahinliefen. Nach einiger Zeit befann sich der Herr von doch nun einmal recht in der Nähe gesehen, was ich in Eine Erzählung von Ludwig Tied. Beauvais und zwang nach vielem Streiten und Disputiren den Erzählungen nicht habe glauben können; doch da ich's den Halsstarrigen, wieder stille zu halten. Auf der Spize überstanden habe, so ist es mir nun auch auf Lebenszeit eines Berges, von welcher man die ganze benachbarte genug." " Landschaft übersehen konnte, erwartete man den Zurück- An einer einsamen Schenke hielten sie still, um die Als die Nacht fast vorüber war und Roland sich längst gebliebenen. Von dem Gefecht war nichts mehr zu ent- Pferde zu erfrischen, und während sie das Frühstück gemit der Hauptschaar entfernt hatte, wurde der kleine Trupp decken: es schien, als wenn in weiter Ferne eine Schaar nossen, fuhr der Arzt fort, seinem alten Freunde den Verder begleitenden Kamisards plötzlich aus einem Hinterhalt Flüchtiger davoneilte; doch konnte man nichts genau unter- lauf jener Begebenheit zu erzählen. Wie gut", fing er von einer ziemlichen Anzahl der Königlichen über- scheiden. Endlich sah man aus einem Gebüsche zwei Reiter von neuem an, daß Du in unserer Schlacht nicht zugegen fallen. Es war in dem Richtweg nach Florac zu, auftauchen, die dieselbe Straße verfolgten. Sie tamen gewesen bist, denn, denke nur, Dein Edmund hatte uns wo Bila mit seinem Freunde eine Freiſtätte, die näher, und der Arzt war jetzt zu unterscheiden, der mit immer noch begleitet, er hatte es sich nicht wollen nehmen ihm sicher dünkte, hatte aufsuchen wollen. Die Verwirrung einem Tuche winkend sich auf einem kleinen Pferde zur An- lassen, für Deine Sicherheit zu sorgen. Wie der Spektakel war allgemein, und es schien, daß der kleine Trupp der höhe hinauf arbeitete. Ein junger Bursche mit verbundenem nun losging, war er auch immer vornan. Da war nun Kamisards sowohl als die Reisenden durchaus verloren Kopfe folgte ihm. Du thatest gut", rief er, als er oben ein Bürschchen, das machte sich auch herbei. Wo tommt sein müßten. Während dem Schießen und Geschrei war war, gleich beim Anfange der Schlacht den Rückzug an Ihr her?" schrieen die Kamisards. Darnach habt ihr Bila mit den Pistolen in der Hand aus dem Wagen ge- zutreten; das sind dumme, abgeschmackte Händel, die uns nicht zu fragen", antwortet der Naseweis. Ihr seid ein sprungen, und der Parlamentsrath war ihm gefolgt, ohne Bivilpersonen nicht geziemen. Da, Martin, so heißt Ihr ja, Berräther"." Wozu schimpfen", rief der Kleine,„ das fich deutlich bewußt zu sein, was geschehen solle. Beim nehmt den Klepper wieder an Euch und macht mit ihm, thun ehrliche Leute nicht".- ,, Haut ihn nieder!" schrie ein grauen Licht des Morgens entdeckte man, daß der Angriff was Ihr wollt." Mit diesen Worten stieg er ab und be- anderer. Niederhauen", sagte der Knirps, wenn ich aus einem seitwärts liegenden Thale geschah, die Reisenden gab sich in den Wagen, wo er erst vielen Selbstruhm seines für Euch mein Leben opfern will?"- Wer bist Du?" hieß befanden sich auf der Anhöhe. Der Barlamentsrath, der Kutschers anhören mußte, der sich das ganze Verdienst dieser es wieder. Ich heiße Martin, weiter braucht ihr nichts später den Wagen verließ, sah schon alles im Handgemenge, weifen Retirade aneignen wollte, wegen deren Uebereilung zu wissen." Die Untersuchung wurde durch Schießen und die Königlichen schienen zu weichen, als ein zweiter Trupp der Herr von Beauvais den alten Freund beschämt um Hauen gestört. Da tam es in meine Gegend heran, und sich aus dem Gebüsche stürzte, von dem man nicht sogleich Verzeihung bat. Es war teine Uebereilung," rief Bila aus, ich kriegte eine Gänsehaut über den ganzen Körper; verfagen fonnte, ob es Soldaten oder Empörer waren. Doch sondern das Klügste, was geschehen konnte, ich hätte nur schossen hatte ich mich schon, vielleicht ohne zu treffen, da noch ehe der Rath irgend eine Ueberzeugung gewinnen oder ebenfalls in dem Kasten sitzen bleiben sollen, denn mein erbarmte sich der große Lacoste( meiner Angst und hieb die einen Entschluß fassen konnte, ergriff ihn der Kutscher, bißchen Schießen ist wie ein Tropfen im Strom gegen die Kerle zusammen, als wenn es nur Mohnköpfe wären. Aber nöthigte ihn dringend, in den Wagen zu steigen, und als Bravour der Kamisards gerechnet. Mit denen nimmt es Edmund, der sich zu mir hindurch hauen wollte, kam in " behandeln, so kaum irgendwo so ungenirt, wie in Ham burg. Das Kliquenwesen ist zu einer geradezu widerlichen Ausbildung gelangt; einzelne Gesetzgeber Hamburgs fühlen sich so völlig unabhängig von der Wasse der Einwohnerschaft und so total unter dem Einfluß der kleinen in den Bürgervereinen dominirenden Kliquen, daß das Gesammtinteresse dabei ungemein schwer zu seinem Recht kommen kann. Tagesordnung stehenden Steuerpläne. Um die untern Be- 1 Die Bauernvereine werden schon gegen den noch uns völkerungsklassen zu schonen, dürfte man die Steuer nicht bei geborenen deutsch- russischen Handelsvertrag mobil gemacht, fleinen Vermögen beginnen lassen, die Anfangsstufe aber auch wie folgender Beschluß des fräntischen Bauernbundes benicht zu hoch stellen, weil sonst erfahrungsgemäß die Ergebnisse weist: dem zu erreichenden Zweck nicht entsprechen. Darüber herrscht Einigung. Vielleicht sehen wir also die Reichsregierung dem Gedanken in absehbarer Zeit näher treten." Wir glauben dies kaum. Unsere Steuerkünstler schrecken vor jeder direkten Steuer zurück. Sie werden auch die Schwierigkeit einer Einigung mit den Einzelstaaten, welche Erbschaftssteuern besitzen, überschätzen. Würde es sich bei den Steuerprojekten um Deckung von Kulturaufgaben herigen Reichs Erbschaftssteuer Politische Zteberlicht. handeln, würden wir mit größerer Sympathie als den bisBerlin, den 12. Oktober. Steuerprojekten einer M Wir Bauern protestiren gegen einen russischen Handelsvertrag, durch welchen der Getreidezoll unter 5 M. herabgesetzt werden soll, weil dadurch die Landwirthschaft zu Grunde ge= richtet würde. Einer Reichsregierung, welche die mit Defterreich und Italien begonnene Vertragspolitit fortsetzt, ertheilen wir Bauern unser unbegrenztes Mißtrauen und verlangen die Entfernung eines Reichskanzlers, welcher von den landwirth schaftlichen Verhältnissen nichts versteht und dieselben vollends zu Grunde richtet." Bau von Arbeiterwohnungen mit Hilfe der Ber entgegentreten, troß ihrer Mängel einer Reichs- Einkommen- ficherungsanstalten. Von den 150 000 M., welche die Stabt Lahr( Baden) von der Badischen VersicherungsAn der Grenze unserer Expansionskraft sind wir, wie die National Zeitung" wieder einmal entdeckt hat, steuer gegenüber. angelangt. Dies beweisen nach dem leitenden Blatte der nationalliberalen Partei die Anträge zum Kölner Partei- Urtheile der Strafkammern ist angeblich gesichert. Der nommen hat, sind, wie die„ Blätter für soziale Braris" Die Wiedereinführung der Berufung gegen die gesellschaft behuss Errichtung von Arbeiterhäusern aufgetage, aus denen Langeweile und Theilnahmslosigkeit gähnt", Finanzminister habe sich jetzt mit dem erforderlichen Kosten berichten, schon 70 000 m. verwendet. Es sind damit Darwelche die" geistige Erschöpfung" der Partei beweisen betrage einverstanden erklärt. Ebenso soll die endgiltige lehen gegeben worden zu 12 Neubauten und zum Ankauf sollen. Und all' dies, weil einzelne Parteigenossen statt Entscheidung dahin getroffen worden sein, daß die Ober- on 2 bereits bestehenden Häusern. Die 14 Häuser entalljährlich in zweijährigen Zwischenräumen die Parteitage landesgerichte die zweite Instanz bilden. Die Vorlagen halten zusammen 35 Familienwohnungen für Arbeiter, abgehalten wissen wollen, weil einzelne Fragen zweiten und follen schon in der nächsten Reichstagstagung eingebracht Häuser liegen nicht neben einander, sondern verstreut in dritten Ranges nach dem Wunsche von Parteigenossen in sollen schon in der nächsten Reichstagstagung eingebracht wovon jede 3 Zimmer, Küche und Zubehör enthält. Die Köln verhandelt werden sollen. werden. verschiedenen Straßen der Stadt. Auch die Stadt Die National- Zeitung" sieht einen Beweis unserer Unser Wahlreform- Antrag ist im bayerischen Land- Villingen will nunmehr an die Versicherungsanstalt Baden Müdigkeit darin, daß die Anträge nicht einen einzigen tage abgelehnt worden. Dies wird unserer Partei mehr den Antrag auf Gewährung eines Darlehens zur Förderung Satz von prinzipieller Bedeutung" enthalten. Das Blatt nügen, als die liberalen und ultramontanen Reaktionäre des Baues kleiner Wohnungen stellen. Ferner hat die sieht nicht ein, daß dies gerade ein Beweis unserer Stärke, sich träumen lassen. Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt zu Hannover unserer Klarheit, unseres zielbewußten Vorgehens ist. dem Vorstande der Spar- nnd Baugenossenschaft in WilhelmsWären wir nationalliberal, so würden wir freilich alljähr Als ein Vorstoß gegen die bayerische Militär: haven das für den Erwerb eines Baugrundes erforderliche Kalich unsere Front wechseln und den Mantel bei jedem Wind- Strafprozeßordnung stellt sich der Ausschluß der Deffent- pital aus den Fonds der Austalt zu mäßigem Binsfuß dargeliehen. hauche anders umhängen. Wir sind aber glücklichkeit im Prozesse Hofmeister dar, der angeblich auf den Auch die Alters- Versicherungs- Anstalt von licher Weise Sozialdemokraten und haben deshalb Wunsch des neuen Kriegsministers von Asch, eines Bewun- Berlin soll beschlossen haben, dem Spar- und Bauunser festes Ziel im Auge und lassen uns von niemandem derers des in Preußen noch immer herrschenden geheimen Verein Berlin zum Bau eines Arbeiter- Wohnhauses von der sicheren Bahn abbringen. In Erfurt gaben wir Militärgerichtsverfahrens, zurückzuführen sein soll. in der Siemensstraße zu in der Siemensstraße zu Moabit auf zehn Jahre das Bauuns ein neues Programm, stellten auch dort unsere Taktik Das Würzburger Journal" schreibt hierüber: tapital zum Zinsfuß von 3 pet. zu bewilligen. fest, in Berlin feßten wir uns mit dem Staatssozialismus Bekanntlich baut sich die bayerische Strafprozeßordnung Wir haben uns schon des öfteren gegen die Festlegung auseinander, wir haben festen Boden unter uns und erblicken, auf dem bürgerlichen Strafprozeß auf, bezw. sie ist dieselbe wie der Gelder der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anabgesehen von unseren glänzenden Wahlerfolgen, in dem bei den Zivilgerichten. Stets war diese den modernen Anstalten in Hypotheken und gegen die Förderung von Wohlgeschäftsmäßigen Verlaufe der Verhandlungen ein Zeichen sprüchen an eine unabhängige Rechtspflege gerecht werdende fahrtseinrichtungen zweifelhaften Werthes ausgesprochen. innerer Stärke. bayerische Strafprozeßordnung ein Dorn im Auge aller höheren Vor allem müßte unbedingt vermieden werden, daß durch Offiziere, die nach der preußischen Schablone arbeiten. Auch solche Darlehen die Arbeiter in ihrer Freizügigkeit gehindert in der Kammer wurde seiner Zeit diese Salbung der und vom Unternehmerthum noch abhängiger gemacht bayerischen Militärgerichtsbarkeit mit bürgerlichem Dele nicht = Divide et impera( theile und herrsche) scheint die Parole der Reichsregierung bei ihrer Steuerpolitik zu sein. Schon scheiden sich die Interessenkreise, die süddeutschen Tabatfabrikanten und Tabakbauern erwärmen sich von Tag zu Tag mehr für die Tabak Fabrikatsteuer, während in Norddeutschland alle an der Zigarren- und Rauchtabakfabrikation wie am Tabathandel Jnteressirten in der Oppo sition immer fester werden. Dasselbe, was hier geglückt ist, wollte unzweifelhaft der überkluge Miquel auch bei der Weinsteuer erreichen, indem er hoffte, daß ein Gegensatz der Bier und Branntwein verbrauchenden Gegenden gegen die Wein bauenden und Wein verbrauchenden sich. herausbilden würde. Vorläufig ist dies noch nicht geglückt, aber es kann noch kommen, besonders wenn die Aufhebung der Liebesgabe energisch gefordert werden wird. In der dann entstehenden Berwirrung sollen sich wohl nach dem Wunsche der Reichsregierung Zufalls majoritäten für die einzelnen Steuervorlagen bilden? Unser Standpunkt zu den Steuerprojekten wird aber trotz aller Schiebungen" unverrückbar der gleiche bleiben: teinen Groschen für den Moloch Militarismus und keine weiteren Verbrauchsabgaben. Nene Steuerprojekte. Die freilich sehr wenig zu verlässige Berliner Börsen- Zeitung" schreibt: " ohne den heftigsten Widerspruch des Kriegsministers und seiner Bei- werden. räthe vorgenommen. Aber es halfen alle militärischen Argumente nichts und nur später gelang es, bezüglich der„ disziplinären Interessen" einen fleinen Gummielastikum- Paragraphen über das Recht des Ausschlusses der Deffentlichkeit bei den Militärgerichtsverhandlungen einzuschieben. Obwohl man mit diesem Paragraphen z. B. alle Soldatenschinderprozesse und alle gegen Offiziere gerichteten Verhandlungen von der Deffentlichteit ausschließen tonnte, so hat man bis jezt von ihm unseres Wissens noch nie Gebrauch gemacht, wohl im Hinblick auf die bei Schaffung der bayerischen Militärstraf- Prozeßordnung unzweideutig zu Tage getretene Absicht der Gesetzgeber. Wir haben es somit im Fall Hofmeister mit dem ersten energischen Vorstoß zu thun, um das preußische geheime militärische Inquisitionsverfahren auf Umwegen und Hintertreppen in der bayerischen Armee einzuführen. Die sozialdemokratischen Abgeordneten in der bayerischen Kammer werden es sich kaum entgehen lassen, den neuen Kriegsminister über die Untersuchungshaft und das gerichtliche Verfahren gegen den Lieutenant Hofmeister zu interpelliren.der Soldatenschinder avanciren, wie folgende Mittheilung Münchener Post" beweist: Unteroffizier J. Renner, 1. Rompagnie 8. bayer. Inf.Reg. zu Mez( Fort Manteuffel), dessen herrliche That beim Thema Soldatenschinderei während der letzten Kammerverhandlungen mehrfach Erwähnung fand, hat kapitulirt und wurde am 1. Oktober zum Sergeanten befördert. Ein Mann von derselben Kompagnie, welcher gleichfalls tapitulirte, aber wegen Dienstvergehen und Quälen der Soldaten noch nie bestraft wurde, blieb Unteroffizier. " Die Schwierigkeiten der Geldbeschaffung durch Reichssteuern zur Dedung der bewilligten Heeres- Vermehrung treten in manchfacher Weise zu Tage. Zunächst sieht man sich in Regierungsfreisen außer stande, durch offiziöse Artikel der tiefgehenden Agitation zu begegnen, welche in denjenigen Interessenkreisen herrscht, die von den neuen Steuern beiroffen werden sollen. Man macht sich auf einen energischen Kampf gefaßt, und darum finden erneut Konferenzen zwischen einzelnen Finanzministerien statt. So eben haben der württem bergische und der badische Finanzminister wieder über die Angelegenheit konferirt, welche nachgerade das gesammte politische Interesse der Bevölkerung absorbirt. Die Landtagswahlen in Baden finden am 19. Ott. Wie verlautet, soll bei Dieser letzten Konferenz die Frage erörtert worden sein, ob nicht eine statt. Jn Mannheim ist seitens unserer Partei Genosse Erbschaftssteuer, durch das Reich erhoben, die Finanz- Adolf Geck, in Pforzheim- Stadt Stadtrath Nöller, und für beklemmungen besser beseitigen würde, als die jetzt auf der Pforzheim- Land Spezereihändler Schuler aufgestellt. ein schlimmes Gedränge. Zwei Dragoner machten sich an ihn und holten fürchterlich aus. Aber noch ehe sie hauen fonnten, sich, Freundchen da hatte der fleine Spizbube Martin den einen vom Pferde gehauen und schoß dem andern fast in demselben Augenblick durch die Brust, als wenn sich die Krabbe zeitlebens auf nichts anderes geübt hätte. Der große Lacoste, der Hund, wie er sich selber titulirt, war auch nicht saumselig, und Dein Sohn verlor weder Muth noch Kraft; die Kamisards waren wie ebenso viele Teufel, und so mußten die guten Rechtgläubigen uns denn das Feld laffen, in welchem eine ziemliche Anzahl von ihren Freunden liegen blieb. Meinen armen lieben Sohn habe ich nicht bemerken können; er mag wohl mit dem großen Trupp gegangen sein, wenn sie ihn nicht schon ermordet oder gefangen haben." Und Martin, der Knabe, von dem Du sagtest, der so wacker meinem Sohn das Leben gerettet hat?" fragte Herr von Beauvais. = Eisenbahn- Unfälle. Der„ Reichs- Anzeiger" schreibt: Nach der im Reichs- Eisenbahnamt aufgestellten Nachweisung der auf deutschen Eisenbahnen ausschließlich Bayerns im Monat August d. J. beim Eisenbahn- Betriebe( mit Ausschluß der Werkstätten) vorgekommenen Unfälle waren im ganzen zu verzeichnen; 9 Entgleisungen und 2 Zusammenstöße auf freier Bahn, 20 Entgleisungen und 19 Zusammenstöße in Stationen und 194 sonstige Unfälle( Ueberfahren von Fuhrwerken, Feuer im Buge, Kesselexplosionen und andere Ereignisse beim Eisenbahn Betriebe, bei sofern Letzteren Personen getödtet oder verletzt worden sind). Bei diesen Unfällen sind im ganzen, und zwar größtentheils durch eigenes Verschulden, 213 Personen verunglückt, sowie 54 Eisenbahn- Fahrzeuge erheblich und 128 unerheblich beschädigt. Von den beförderten Reifenden wurden 6 getödtet und 15 verleht, und zwar entfallen: zwei Tödtungen auf den Verwaltungsbezirk der töniglichen Eisenbahn- Direktion zu Hannover, je eine Tödtung auf die großherzoglich badischen Staatseifentbahnen und auf die Verwaltungs bezirke der töniglichen Eisenbahn Direktionen zu Frantfurt a. M., zu Bromberg und zu Berlin, fünf Verlegungen auf die großherzoglich badischen Staatseisenbahnen, drei Verlegungen auf den Verwaltungsbezirk der königlichen Eisenbahn- Direktion zu Bromberg, je zwei Verlegungen auf die Verwaltungsbezirke der königlichen Eisenbahn- Direktionen zu Köln( linksrh.), zu Erfurt und zu Hannover, eine Verlegung auf den Verivaltungsbezirk der föniglichen Eisenbahn- Direktion zu Elberfeld. Bon Bahnbeamten und Arbeitern im Dienst wurden beim eigentlichen Eisenbahnbetriebe 24 getödtet und 139 verlegt, von Postbeamten einer verlegt, von fremden Personen( einschließlich der nicht im Dienst befindlichen Bahnbeamten und Arbeiter) 9 getödtet und 19 verletzt. Außerdem wurden bei Nebenbeschäftigungen 39 Beamte verlegt. Von den sämmtlichen Unfällen beim Eisenbahnbetriebe entfallen auf: a) Staatsbahnen und unter Staatsverwaltung stehende Bahnen( bei zusammen 84 487,09 Rilometern Betriebslänge und 1.059 948 026 ge= förderten Achstilometern) 230 Fälle; davon sind verhältnißmäßig, d. h. unter Berücksichtigung der geförderten Achstilometer und der im Betriebe gewesenen Längen, auf der Mainaber mit der herzlichsten Freundlichkeit, also der alte Herr ist mein Herr Better? freue mich, Sie in die Verwandtschaft bekommen." warum muß denn der Grünspecht auch so davonlaufen, als wenn ei! ei! die Wunde hätt' ich ihm doch wenig stens gern verbunden. Nun, der Teufel wird ihn auch nicht zu gleich holen. Solch Kamisardengespinnst ist in der Regel ein zähes Wesen." " Wo ist meine Tochter?" fragte Herr von Beauvais. " St! st!" sagte Barbe mit bedeutsamer Miene; das kleine Mühmchen schläft oben in der Stube die Du nun auch bewohnen wirst, mein geehrter Herr Vetter." m Go ist es recht", sagte der Doftor, lernt Euch nur hübsch ein in Euren Ton: und was macht der kranke Joseph?" " Ach Gott!" sagte die Alte, der hat den Schreck nicht verwunden, der arme Mensch ist da unten in dem andern Dorfe verschieden. Denn als er mit der kleinen Muhme so schnell Hals über Kopf weg mußte und sein Herr sich verloren hatte, der auf einen Weg gerathen war, und die Polizeibedienten so grob wurden und das Militär auch schon einrückte, da ist ihm alles das auf Milz und Leber geschlagen, und er hat daran glauben müssen." Armer Joseph!" seufzte der Rath. " " Man mußte wieder aufbrechen, um noch mit Sicherheit das einsame Dorf im hohen Gebirge zu erreichen. Du weißt," sagte der Arzt, als sie wieder im Wagen saßen, daß es nur eine alte Magd ist, zu der ich Dich hinführe, eine einfältige Person, die lange bei mir gedient hat, die aber so tren und ehrlich ist, daß es fast eine Schande wird, wie vielleicht mancher freigeistige Stußer von ihr sagen würde. Sie hat einen Gärtner oder Bauern, der auch im Gebirge den Chirurgen macht, geheirathet. Dort giltst Du für einen alten kranken Vetter, dem die Kamisards Haus und Hof angezündet haben; Deine Tochter findest Du schon dort, das kluge Kind muß Dich nur nicht verrathen; die beiden Leute aber ließen sich eher zerschneiden, ehe sie etwas " Martin," rief der Doktor laut, Martin! wo steckst anderes von Dir aussagten. Wenn Du bei der Barbe auch Du denn? Ja, das könnte wahr sein; bei dem schlanken nur eine halbe Stunde in der Stube gesessen hast, so hält Aber machen Sie sich's doch bequem," fuhr die Alte Gelbschnabel könnt Ihr Euch beide bedanken. Er trug fie Dich auch selbst für ihren Betten und braucht gar nicht fort, sehe Dich doch, Vetter, armer Mann, da auf den schon, als er anfam, ein dickes Tuch um den Kopf und mehr zu lügen. Das ist es ja, warum es in dieser Klasse weichen Stuhl; Du mußt es jetzt vergessen, daß Du es sonst mochte wohl schon einen Hieb wo erwischt haben, von Leuten so oft beffer gelingt als in den höheren: besser gewohnt bijt." und nachdem er Deinen Sohn frei gemacht hatte, Bildung haben sie nicht, aber die rechte Glaubensfähigkeit. ging ihm wieder ein Säbel recht tief in den Kopf hinein, Berliere nur nicht selbst den Muth und werde in der Einso daß sogleich ein Blutstrom nachschoß. Als wenn er samkeit dort ein zu weichlicher Hasenfuß. Es kann ja noch sich zur Abwechselung die Nase wischte, so mir nichts alles gut werden." dir nichts, band er um den ersten noch einen zweiten Turban Unter diesen und ähnlichen Gesprächen waren sie endlich und war doch dabei recht leichenblaß.- Martin! wo bleibt Nachmittags zu jenem Dorfe im innersten Gebirge gelangt. denn der Flegel?" Die Häuser lagen zerstreut unterhalb oder oben am AbAber niemand war zu errufen. So ist die dumme hang des Berges; jedes hatte Garten und Gebüsch um sich Jugend", sagte der Arzt verdrießlich, er hat das mit dem her, und die Kirche sah vom höchsten Punkt auf die niederen Pferdezurückführen falsch verstanden und ist in der Einfalt Hütten herab. Das kleine Haus, nach welchem die gleich wieder umgekehrt. Der arme Junge. Wenn nur Reisenden sich hinfragen mußten, stand fast am Ende lein Fieber dazustößt." des Dorfes, unmittelbar über einem schnell fließenden Es würde mich unglücklich machen", sagte der Nath, Bach, ein Krautgärtchen war vor dem Hause, und einige" Ist er denn faul, Alte? Oder bringt er Euch das wenn ich dem lieben Knaben meine Dankbarkeit nicht be- Kastanienbäume, Eschen und Platanen gaben Schatten und Eurige durch?" zeigen tönnte. Müßte ich ihn mir leidend, krank, hilflos Kühlung in der Nähe. Als man ausstieg, kam ihnen die" Nein," fuhr fie lebhaft fort, das muß man ihm oder sterbend denken, so möchte ich blutige Thränen weinen." ziemlich bejahrte Wirthin auf dem kleinen Flur entgegen. nachsagen, er wendet nichts auf sich, er gönut sich kaum Es wird so arg nicht sein", murrte Bila verdrießlich, Willkommen! schön willkommen!" rief sie halb im Scherz, das liebe Brot, und rumlaufen, arbeiten, Hand an" Nun," fragte Vila, nnd die Wirthschaft, wie geht sie? Was macht der Mann?" " Dante der gütigen Nachfrage," antwortete die Geschwägige. Ach! lieber Gott! aus dem wird nichts, der bleibt ein Windbeutel sein lebenlang." " ,, Laßt ihn nur erst etwas zu Jahren kommen," sagte Bila, so vergeht ihm der Muthwillen schon." Ach du lieber Himmel!" rief sie aus, er ist ja nun schon über die Funfzig; daran liegt es nicht, an einem verständigen Alter hat es ihm Gott nicht fehlen lassen; die Jugend drückt ihm nicht mehr, aber Hopfen und Malz ist an ihm verloren." Gegen den Ruffenschwindel sprach sich die französische auf Gesellschaft für Frauenrechte aus, sie wolle Völkerfreund- unterstützen schaft, aber nicht im Hinblicke auf die Revanche. Neckar- Eisenbahn und in den Verwaltungsbezirken der König- 1 weisen sie doch zum mindesten, daß die Sozialdemokratie in Wort zurück und will sagen: gewerkschaftliche Andachtslichen Eisenbahn- Direktionen zu Köln( rechtsrhein.) und zu Desterreich heute schon eine große Macht ist. übungen.( Stürmisches Bravo. Der Kommissar setzt sich wieder.) Elberfeld die meisten Unfälle vorgekommen. b) Privatbahnen Ich kann die Arbeiterinnen nur auffordern, nur auffordern, fortzufahren ( bei zusammen 2529,34 Kilometern Betriebslänge und 32 858 777 dem betretenen Wege, die Arbeiterbewegung zu hierbei erhebt sich der Kommissar aufs geförderten Achstilometern) 14 Fälle; davon sind verhältnißmäßig auf der Hessischen Ludwigsbahn, auf der Werrabahn neue, bedeckt sich und ruft:„ Im Namen des Gesetzes löse ich und auf der Lübeck- Büchener Eisenbahn die meisten Unfälle Blichener Unfälle die Versammlung auf und mache die Versammelten aufmerksam, vorgekommen. daß sie gehalten sind, auf die erste Aufforderung sich zu trennen." Herr Site scheint mit seiner Professur an der Akademie Ein donnerndes Hoch auf die internationale Sozialdemokratie, in das die anwesenden Frauen kräftig einstimmten, war die in Münster rasch Bankrott gemacht zu haben. Man sieht ein, daß Antwort der Versammlung. Draußen regnete es in Strömen seine Kochbuch- und andere Weisheit nicht genügt zur Herans und in dem überfüllten Saale herrschte eine drückende Hize. bildung in der Nationalökonomie und erwägt die Schaffung Auf mehrfache zurufe:„ Es regnet ja draußen, die Leute können sich eine Krankheit holen," antwortete der Vertreter der Hocheiner Professur für Nationalökonomie neben dem Lehrstuhl wohllöblichen furz angebunden:" Das geht mich nichts an" des Herrn Hitze. Er hat wohl außer einigen zum Kollegienund der Saal mußte geräumt werden. besuch gezwungenen Theologen keine Zuhörer gefunden? Pater peccavi( Bater, ich habe gefehlt) hat Pastor Schall in einer gestrigen Versammlung gesagt und sich von dem Verdachte reingewaschen, daß er sich zur Sozialdemofratie entwickele. In einer Polemik gegen Th. v. Wächter, der seine Partei- Anschauungen in einer Bastorenversammlung wader und rückhaltlos vertheidigte, behauptete er, daß die Sozialdemokratie sich mit dem Atheismus identifizire. Dem Berichte des Reichsboten" entnehmen wir den Schluß der Rede des Pastor Schall: „ Diese Sozialwissenschaft ist uns allen ein fremdes Gebiet gewefen und wie können wir daraus den Pastoren oder den Konsistorien einen Vorwurf machen, denn diese Wissenschaft ist unten geboren und mit schwarzem Dunst ist sie zu uns binauf gestiegen. Es hat Selbstüberwindung gekostet, sich mit ihr zu beschäftigen, denn mit stinkenden Dunsten umhüllt, hat sie sich uns präsentirt. Deshalb nehme ich die christliche Kirche, das heißt unsere Behörde so kräftig in Schutz. Wenn ich von Schuld reve, möchte ich es thun mit dem Bekenntniß: ich selbst habe am meisten gefehlt und mit blutigen Thränen beweine ich das! Mehr habe ich nicht zu sagen! ( Stürmischer Beifall.) ehr habe Herrn Pastor Schall gegenüber wollen auch wir nicht mit unserem Beifalle geizen, wir sind froh, wenn Leute, die fich so leicht überzeugen und rücküberzeugen lassen, uns möglichst ferne bleiben. Die Jdee der tebernahme gewerblicher Thätig keit in städtische Verwaltung macht Fortschritte. In Freiburg i. Br. soll, wie wir den Blättern für soziale Praxis" entnehmen, vom 1. Mai 1894 das Plakatwesen in städtischen Betrieb übergehen und der Züricher Stadtrath dürfte demnächst beschließen, den„ Dienstmänner- Betrieb" in eigene Verwaltung zu übernehmen. Herr Giolitti, der italienische Ministerpräsident, möchte gerne, daß das Publikum sich mit etwas anderem als den Bankprozessen beschäftigt. Vielleicht läßt sich hierauf die folgende Drahtnachricht aus Pisa zurückführen: In der letzten Nacht platte an der Porta Florentina eine Bombe, wodurch eine große Panik hervorgerufen wurde. Zahl reiche Fensterscheiben wurden zertrümmert, Menschenverluste sind nicht zu beklagen. " " * worden. Vom Berichtigung. Uns geht das folgende Schreiben zu: Unser herrliches Vereinsrecht. Die Frage, ob sich die In Nr. 236 des Vorwärts" erschien eine Notiz des Vor- Kommission der Gewerkschaften Dortmunds als Verein konstituiren standes der polnischen sozialistischen Partei in Deutschland, die müsse, ist gestern in der Berufungsinstanz vor der Strafkammer Die leitenden mich zum Verfasser eines Artikels im„ Sozialist", Organ aller des hiesigen Landgerichts verhandelt worden. Revolutionäre, macht. Diese Behauptung ist eine freie Er- Personen der im Mai vorigen Jahres gebildeten Rominissionen findung, in der auch nicht ein Haar Wahrheit steckt. Beber mit batten es trotz der Aufforderung der Polizeibehörde unterlassen, den unabhängigen" noch mit ihrer Richtung habe ich irgend die Mitgliederkommission( gemäß§ 2 des preußischen Vereinsetwas gemein und ihr Organ, den„ Sozialist", habe ich nach den gesetzes) der Behörde anzumelden und ein Statut einzureichen. ersten Nummern aufgehört zur Hand zu nehmen. Nie habe ich Darauf waren der Schuhmacher Spiekermann, der Zimmereine Beile zum„ Sozialiſt geſchrieben und wenn ich für die mann Berbit und der Schriftſeßer, Böding' als Letter per deutsche Preise schreiben wollte, so würde ich mich jedenfalls Kommission mit Strafmandaten bedacht an eine meinen Ueberzeugungen entsprechende, also eine Schöffengericht, dessen Entscheidung angerufen wurde, war gegen sozialdemokratische Zeitung wenden. Als mich die Unabhängigen Spiekermann auf 50 M., gegen Böcking und Zerbst auf je 15 M. nach der Abweisung meines sozialdemokratischen Mandats zu Geldstrafe erkannt worden. In der geftrigen Verhandlung wurde ihrem Kongresse einluden, habe ich ihnen flipp und klar erklärt, unter Beweis gestellt, daß der Vorstand der Kommission sofort daß ich auf dem anarchistischen Kongreß absolut nichts zu thun nach dem Eingreifen der Polizeibehörde aufgelöst wurde und von habe und daß diese ihre in jenem Moment an mich gerichtete da an Spiekermann allein der Kommission als Vertrauensmann vorgestanden hatte. Die Berufung Spiekermanns wurde verEinladung nicht die edelste ihrer Handlungen war. worfen, gegen Böcking und Zerbst wurde auf Freisprechung erfannt. Der Gerichtshof nahm an, daß die Kommission ein Verein sei und daß in den Sitzungen öffentliche Angelegenheiten erörtert worden seien, daher falle die Kommission unter§ 2 des Vereinsgesetzes. " Ich weise also die Behauptung, als hätte ich etwas zum Sozialist" geschrieben, ganz entschieden zurück und will zu Ehren des Vorstandes der polnischen sozialistischen Partei in Deutschland annehmen, daß diese seine so fategorisch ausgeBehauptung einem unerklärlichen Irrthum in gutem Glauben sprochene und dabei jedes auch entferntesten Grundes ermangelnde entsprungen ist. des Taaffe'schen einem Parteitage wollen sich anläßlich Notiz genommen. BareBolizeiliches, Gerichtliches ze. Wegen Beleidigung eines Gendarmen wurde unser Parteigenosse Kühn aus Langenbielau vom Schöffengericht Reichenbach zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. " Da ferner die Behauptung mich auch als die Vertreterin auf dem Kongreß und Mitglied der Redaktion der„ Sfrawa Robotnicza" ( Arbeiterfache), offizielles Organ der sozialdemokratischen Partei im Königreich Polen, trifft, so habe ich und Genosse Karski, Der Redakteur Schmid von der Münchener Post" soll Délegirter derselben Partei auf dem Zürcher Rongreß, im Auf in einem Artikel, der die Ausbeutung der Kellnerinnen geißelte, trage unserer Redaktion ausdrücklich und ein für alle Mal zu den Restaurateur Dimpfl beleidigt haben und wurde deswegen vom Schöffengericht München zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt. betonen. 1. Wir stehen voll und ganz auf dem Boden der inter- Gegen dies Urtheil ist Berufung eingelegt. nationalen Sozialdemokratie. Um dies zu konstatiren, genügt es Der Redakteur der Rheinisch- Westfälischen Arbeiterunseren dem Züricher Kongreß unterbreiteten Bericht oder eine Beitung", Genosse Block, ist am 11. Oktober vom Landgericht Nummer unserer Zeitung zur Hand zu nehmen. Uebrigens hat Dortmund zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er in seiner Nummer vom 8. August bereits von einem Lehrer behauptet hatte, er habe sich einer Ueberschreitung des Züchtigungsrechtes schuldig gemacht. Ferner - die lendenlahmen 2. Was unser politisches Programm betrifft, so erachten wir hatte Block sich wegen Beleidigung des Amtsrichters Dr. Wittich Liberalen Desterreichs aufraffen. Freilich zu der Taaffe Hand in Hand mit dem russischen Proletariat den Sturz des in Weimar zu verantworten. Dieser Herr hat bekanntlich in einzig unangenehmen und dabei liberal erscheinenden Barenthums und die Erkämpfung einer demokratischen Verfassung amtlicher Eigenschaft verkündet, es sei zweifellos, daß der BeThat nämlich zur Ablehnung der Prager Ausnahme- als unsere nächste und wichtigste politische Aufgabe und als die fuch fozialdemokratischer Versammlungen für solche unreife verordnungen, können sich die Herren nicht mehr auf- dringendste Nothwendigkeit im Interesse des polnischen und des Burschen höchst verderblich wirken muß, da ihnen durch die aufraffen. Ein ultramontanes Blatt meint, die Zukunft des internationalen Proletariats. rührerischen Reden der Agitatoren Religion, Moral, Achtung vor der Obrigkeit und vor ihren Lehrherren geflissentlich durch Vaterlandes steht auf dem Spiele, wenn die Knechte" dasselbe Wahlrecht erhalten wie die Bauern. Die Jungczechen und Lug und Trug aus dem Herzen geriffen wird, damit sie so zu dem zuchtlosen, frechen, sittenlosen Geñndel heranwachsen, dessen Antisemiten haben sich für den Taaffe'schen Antrag erklärt. die Führer der Sozialdemokratie zur Verwirklichung ihrer revoDie Polen scheinen für den Antrag zu gewinnen zu sein, lutionären Ideen bedürfen." Diese Aeußerungen hatte auch GeDie die Stuthenen dürften ihn freudig begrüßen. Die Führer nosse Block nach Gebühr gegeißelt und sich deswegen eine Anklage der großen parlamentarischen Parteien find beleidigt, weil zugezogen. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten jedoch frei, Taaffe sie von seinen Plänen nicht verständigt hat. da die geübte Kritik, obwohl sie sehr scharf sei, die Grenze des Grlaubten nicht überschreite. Block, der bekanntlich wegen angeblicher Caprivibeleidigung vor einigen Wochen in Aufsehen erR. Lugenburg. J. Karsti regender Weise verhaftet wurde, war um Entlassung aus der Haft eingekommen. Dieser Antrag ist jedoch abgelehnt worden. ihnten Graf Taaffe hat erreicht, daß die politische Aufmerksamfeit auf seinen Antrag konzentrirt wird und alle anderen ihm unangenehmen Fragen in den Hintergrund gedrängt find, seine Nebenabsicht, die herrschenden Parteien zu zersehen und zu spalten, dürfte ihm mit seinem Antrage wohl auch noch glücken. Der Verstärkung und Leitung des politischen Kampfes in Russisch- Polen in dieser Richtung haben wir gerade unsere Beitung hauptsächlich gewidmet. Angesichts dieser Thatsachen erscheinen alle Versuche, uns mit den" Unabhängigen" auch in entfernteste Verbindung zu bringen, ebenso die, wie aus der Notiz im Vorwärts" ersichtlich, uns zu Theil gewordenen Sympathien der Unabhängigen zum mindesten als ein Kuriosum. Mit dringendster Bitte, obige Zeilen in Ihr geschätztes Organ aufnehmen zu wollen und mit sozialdemokratischem Gruß Zürich, 10. September 1893. Parteinachrichten. Zum Kölner Parteitag. Als Delegirte des 17. Sant növerschen Wahlkreises wurden die Parteigenossen Heinrich Baerer in Harburg und Rudolf Schulz in Wilhelmsburg gewählt. Soziale teberlicht: Arbeiter- Bildungsschule S.0., Reichenbergerstraße 183. Der Unterricht in Gefeßestunde beginnt heute Abend 8% Uhr. Zunächst wird die Gewerbenovelle behandelt, worauf alle Gewerbegerichts- Beisiger und Gewerkschaftsvorstände besonders aufmerksam gemacht werden. So wenig unsere Partei mit demselben vollständig zufrieden sein kann, so dürfte sie ihn mit Recht als Abfchlagszahlung betrachten, wird doch in Wien allein die Wählerzahl von 80 000 auf 350 000 sich steigern. Für wie start man die österreichische Sozialdemokratie hält, beweisen die von allen Zeitungen gebrachten Schätzungen über die bei Einführung des Wahlgesetzes zu erwartenden soziaIn Dresden wurden Gradnauer und Frau Eichhorn zu listischen Wahlfiege. Der Wiener Korrespondent der Delegirten gewählt. Frankfurter Zeitung" rechnet auf Eroberung von 50 Eine Vertrauensmänner- Konferenz des Wahlkreises Fried Wahlkreisen, der Wiener Berichterstatter der Kreuz- berg- Büdingen wählte den Genossen Ring FrankAn die Stuckateure, Gypser und Berufsgenossen Beitung" auf 30-40 sozialistische Wahlsiege, die Regierung furt a. M. zum Delegirten nach Köln. Von Düsseldorf Deutschlands. Kollegen! Unser Beruf zwingt uns unter recht glaubt, daß 20 Sozialdemokraten gewählt werden würden. aus werden G. Albert, Frau A. Kaufmann und Theodor ungünstigen Verhältnissen den Kampf ums Dasein zu führen. So bedeutungslos diese Schäßungen auch erscheinen, so be- uth aus Köln delegirt. In einer in Nürnberg am Der Ort unserer Thätigkeit ist meist so beschaffen, daß in kurzer Dienstag abgehaltenen Parteiversammlung wurde Genosse Dertel zum Delegirten gewählt. Mannheim wird durch e legen thut er auch genug. Aber er bringt nichts vor sich. Je nun, die Zeiten freilich sind auch nicht mehr wie ehemals." E Also der Verdienst bleibt aus?" ein den Genossen Geck- Offenburg in Köln vertreten sein. Jei Aus Heffen wird uns berichtet: Boraussichtlich wird Ende November eine Landeskonferenz der hessischen Sozialdemokratie für das ganze Großherzogthum zu regeln. in Ysenburg zusammentreten, um die Organisation und Agitation Beit unsere Gesundheit ruinirt ist. Entweder in offenen, fensterlosen, kalten, feuchten, vom Koatsdunst geschwängerten, vor Wind und Wetter nicht geschützten Räumen oder in Werkstätten meist Kellerräume in dickstaubiger, dumpfer, stickiger Luft bei ungenügender oder gar keiner Ventilation, muß unser schweres Tagewert ausgeübt werden. Aber auch unter dem Drucke der Schmutzkonkurrenz und der wirthschaftlichen Krisen, mit ihren Folgen der großen Arbeitslosigkeit, haben wir zu leiben. Die mangelhafte Rücksicht auf gut und sicher gebauten Gewiß, verehrtester Herr Medikus. Sehen Sie, hier bei uns zu Lande heißt mein Alter weit und breit nur der fluge Mann. Wo ein Vieh krankt, wo ein Mensch Siech thum hat, da wird er gerufen, und Eine Konferenz der Parteigenossen des 2. Nassauischen Rüstungen sett stündlich unser Leben aufs Spiel. Und gegen thum hat, da wird er gerufen, und das muß wahr sein, Wahlkreises tagte am Sonntag in Schierstein am Rhein. Bon über all diesen Uebeln, die jeden von Euch bekannt sein sollten, der Himmel hat einen ganz aparten Segen in seine Hand der Beschickung des Kölner Parteitages wurde abgesehen und das die jeder weiß, bekommen wir einen gerade erbärmlichen Lohn. gelegt, denn was er beinahe nur anrührt, wird besser. Wo Mandat dem Frankfurter Delegirten, Genossen Wilh. Schmidt- Kollegen! Wir rufen Euch dies alles ins Gedächtniß, laßt Guch feine Misikamente oder seine Rehzeppe nicht ausreichen, da Frankfurt, übertragen und derselbe beauftragt braucht er denn auch die Symphonie, oder was sie die symphathetrische Methode nennen, und die ist bei den Bauersleuten immer am meisten beliebt und am besten zu fruftiziren." " Religion ist Privatfache" zu stimmen; 1. gegen die Streichung der Worte im Parteiprogramm 2. auf dem Parteitag dahin zu wirken, daß die Landagitation stärker als bisher betrieben wird und dazu die Mittel zu be bewilligen, und " " 3. auf dem Parteitage in Köln das Verhalten des Vorwärts zur Sprache zu bringen, welcher über die letzte Boltsversammlung in Wiesbaden einen Bericht erhielt, denselben aber nicht aufnahm, auch nicht einmal Nachricht nach Wiesbaden gelangen ließ, weshalb die Aufnahme nicht erfolgt ist. " Ihr habt auch was von ihm gelernt," bemerkte Vila. " Sollte in so vielen Jahren nicht etwas hängen bleiben?" antwortete sie bescheiden. Aber wenn er nur nicht das meifte sogar umsonst thäte, so wäre das alles recht gut und schön. Sehen Sie, statt Rohl zu pflanzen, steht unser Gärtchen voll gelehrte Rappunzig und Rettig und Zwiebeln unseres Erachtens auf dem Parteitage taum Aufklärung gegeben Ueber diese Frage von weltbewegender Bedeutung wird mit lateinischen Namen, was er dann selber tribulirt oder werden können. Selbst wir sind nicht im stande, den Wiesdestelirt, wie er's heißt, und Pulver und Latterwerke dar- badener Genossen mit den gewünschten Gründen aufzuwarten, aus ökonomisirt, daß es nur eine Art hat. Sie wissen's da wir uns mit dem besten Willen nicht entfinnen, in letter auch schon in der ganzen Nachbarschaft, daß er ein Narr Zeit eine Versammlungsnachricht aus Wiesbaden erhalten zu ift, denn oft um Mitternacht klopfen sie ihn heraus und haben. rufen ihn zum kranken Kinde oder Hinz und Kunz, die * In Neckarhausen siegte bei der am Montag erfolgten das Gefreis haben oder auch wohl zu viel getrunken.. Und Bürgerausschußwahl dritter Klasse die sozialdemokratische Liste wenn sie dann bezahlen sollen, so ist der Dienst vergessen über die ultramontane. Die Gewählten sind H. Schreckenberger, und kein Geld im Kasten. Es sind arme Leute", sagt Joseph Bezwieser, Adam Behold und Georg Bennebach. der Taugenichts dann, sie haben schon Elend genug: uns aufrütteln aus Eurer Geistesträgheit! Schließt Euch der Organi fation an, die die Kraft befist die Mängel zu beseitigen, sie schafft bessere Lohn und Arbeitsverhältnisse und nimmt den Rampf auf gegen die Bevormundung und Knechtung der Arbeiter. Ferner richten wir an die Vertrauensleute unserer Organisation das Ersuchen, recht rege für den Unterstützungsfonds und für unsere Fachpresse, den Bauhandwerker", zu agitiren. Die Gelder find an Kollegen Kurz, Hauptkassirer, in Cannstatt bei Stuttgart zu schicken, die Marken und sonstiges Agitationsmaterial vom Kollege Frizz Grünenberg, Weißensee( Berlin), Pistoriusstr. 145, zu beziehen. Alle gewerkschaftlichen Vorkomm nisse bitten wir uns zu übersenden. Die Agitations- Kommission. J. A.: 2. Kleinert, Berlin W., Bülowstr. 40. Zu dem obengenannten Zweck findet Sonntag, den 15. Dttober, Vormittags 10 Uhr, in Berlin, Alte Jakobstraße, eine öffentliche Versammlung statt. Das Erscheinen aller Kollegen Berlins ist Ehrenfache. Die Vertrauensleute. Bur Illustration unserer total verkehrten wirth. fchaftlichen Verhältnisse diene folgende Korrespondenz aus Oberhessen, welche die Zeitungen durchläuft: " Der ungeheure Obstreichthum in unserer Gegend ist leider Versammlungsfreiheit in Elsaß- Lothringen. Schauplatz: zum Theil bestimmt, elend zu verderben. Nachdem die erwarteten " So war er aber von jeher", bemerkte Vila, ich Ringeisen's Versammlungslokal in Mülhausen in Elsaß am großen Einkäufe füddeutscher Obstwein- Fabrikanten ausgeblieben dachte, er würde verständiger werden und mehr an sich 9. Oktober. Der Referent Genosse Eldrach aus Mannheim( im find, sind unsere Bauern mit ihren meist noch recht primitiven denken lernen. Er war von jeher zu fromm." Verlauf seiner Rede): Die Frauen müffen ihre Männer Kelter- und Dörrvorrichtungen der Aufarbeitung der Obstmaffen Fromm!" rief die Frau aus ,,, ach Herrje! Ihr Gnaden, anspornen, in die Arbeiterversammlungen zu gehen, in diese nicht gewachsen, und so bleibt das Fallobst in den Gräben bei dieſem unbenugt liegen. In einzelnen Orten beginnt man bereits das fozialdemokratische Andachtsübungen, die--da kommen wir erst recht auf den faulen Fleck. Nein, Herr morte erhob sich der überwachende Kommissar und forderte auf, Bieh damit zu füttern." Vila, Helgon, oder was man so Christenthum nennt, hat er nun auch ganz und gar nicht." ( Fortsetzung folgt.) hat es gottlob noch nie an Brot gefehlt." bei der Tagesordnung zu bleiben, dieselbe laute nicht auf„ fozial- Wächst nichts, leidet der Bauer noth, und wächst viel, demokratische Andachtsübungen". Referent: Nun, wenn der fann er es nicht verwerthen. So will es unsere göttliche WeltHerr Kommissar mich zur Tagesordnung ruft, so nehme ich mein I ordnung. Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 13. Oftober. Opernhaus. Gringoire. Mara. Die erste Walpurgisnachl. Schauspielhaus. Vom landwirthschaftlichen Ball. Eingeschlossen. Militärfromm. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Nora. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Wallner- Theater. Jägerblut. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Der Vogelhändler. Rehdenz- Theater. Syftem Ribadier. Neues Theater. Jugend. Kranken- u. Sterbekasse Kommunalwähler der 36., 37. n. 41. Kommunal- Wahlbezirke. ( E. H. 61) [ 2500b Castan's der Berliner Hausdiener Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Adolph Ernik- Theater. Charley's Präuscher's MUSEUM Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Berliner Vollblut. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplat Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. darunter der Schußkanal der Rugeln des Viel Neues, National- Theater. Lehmann auf deutschen Militärs, fünf Körper der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Gebrüder Richter- Theater. Lustige Friesacker. gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Wintergarten. Spezialitäten- Bor- Dienstag u. Freitag: Damentag. stellung. Reichshallen- Theater.Spezialitätens Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Neue freie Volksbühne. Die Weber. Von Gerhart Hauptmann. I. Abth. Sonntag, 15. Oktober. II. Abth. Sonntag, 22. Oktober. III. Abth. Sonntag, 29. Ottober. Näheres heute an den Säulen.[ 410/14 Entree 50 Pfg. Am 11. d. M. verstarb unser Mitglied Gustav Kasch, Borsigstr. 19, an der Lungenschwindsucht. den 14. dss., Nachm. 3 Uhr, von der Die Beerdigung findet Sonnabend, Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofs, Prinzen- Allee( Gesundbrunnen), aus, statt. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 102 Uhr: Zwei große öffentliche Kommunalwähler- Versammlungen. = 1. Für die Kommunal- Wahlbezirke 36 und 37 im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. 2. Für den 41. Kommunal- Wahlbezirk im Weddingpark, Müllerstraße 178. Zages Drdnung: = 1. Berichterstattung der Stadtvv. Gnadt und Borgmann für die Den Mitgliedern des Sozialdemo- Bezirke 36 und 37. E. Vogtherr für den 41. Bezirk. 2. Diskussion. kratifdy. Wahlvereins f. d. 2. Berl. 3. Aufstellung der Kandidaten. 4. Verschiedenes. Reichstags- Wahlkreis zur NachDie Wählerlisten liegen in beiden Versammlungen aus. E richt, daß unser Mitglied, der Vergolder Die Vertrauenspersonen. Hermann Gottwald, Bergmannstr. 13, verstorben ist. = Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um recht rege Betheiligung bittet Der Vorkand. 374/17 nachricht, daß mein lieber Mann Achtung, Putzer! Allen Freunden und Verwandten zur Wilhelm Malitzky, der in seinem Beruf verunglückt ist, am Freitag, den 13. d. M., Nachm. 3Uhr, vom Leichenschauhauſe, Hannoversche straße 19, aus nach dem Emmaus- Kirchhof American- Theater. in Brig beerdigt wird. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Unübertr. Les deux Crenlets. 9. Verwandlungs- Instrumentalisten. 2505b Um zahlreiche Betheiligung bittet Die tiefbetrübte Wittwe Ottilie Malinky und Kinder. In der Nacht zum Mittwoch starb Bitschewig", hoch- jahre. Die Beerdigung findet Sonntomisches Intermezzo. tag Nachmittags 4 Uhr von der Leichen,, Der kleinste Husaren- Lieutenant". halle des Hl. Kreuz- Kirchhofes aus statt. Neuester Original- Vortrag von Josefine Delcliseur. Hugo Schulz als rompeter von unser lieber Sohn Willy im 6. LebensEugen Zocher, Sächs. Orig. Humorist. Alfred Bender mit neuen konplets eigener Dichtung. Grosser Erfolg! Familie Wolff, Friesenstr. 24. Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Arbeitgeber, welche aus 394/2 Achtung! Moabit. Achtung! Gr. Volksversammlung Montag, den 16. Oktober, Abds. 8 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26-27. Tages Ordnung: 1. Die Ziele der Sozialdemokratie. Referent Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 353/18 Der Vertrauensmann: Joh. Pfarr. Wahlkreis Potsdam- Ofthavelland. Sozialdem. Volksversammlung am Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 11 Uhr, im Saale der Spandauer Berg- Brauerei bei Westend. Tages- Ordnung: 1. Der Kölner Parteitag und Stellungnahme zu den zur Verhandlung kommenden Fragen. 2. Wahl eines Delegirten. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Charlottenburg. Am Sonntag, den 15. Oktober 1893, Vormittags 10 Uhr, in der ,, Gambrinus- Brauerei", Wallstraße Nr. 46: Große öffentliche Kommunalwähler- Versammlung. B Zages Ordnung: National- Theater. Berliner in Chicago. eigenen Mitteln Beiträge zur Kaffe 2. 3. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam ft. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffn. 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Lehmann auf der WeltElfriede Eckmudt, hochint. Konzertsäng. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonntag Uhr. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. ausstellung in Chicago. Vorher: Die Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) juten Flinten. Auftreten von Sonntag, den 15. Oktober, Mittags Neumann- Bliemchen 12 Uhr: Voltsvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Breisen: Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Drittlektes Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Jägerblut. Zangerl, Dorfbader( Hauptrolle): Xaver Terofal. Sonnabend, Sonntag: Jägerblut. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Berliner Vollblut. und Fritz Steidl. Sonntag, den 15. Oftober: Soiree in Sanssouci. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Paff.) Freitag, den 13. Oktober: Benefiz für Geschw. Gottlieb. Neu! Kneipp II. Nen! Posse mit Gesang und Tanz. Entree 30 Pf. R. Winkler. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantente.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palaft. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Bf. Jm 3. Afte: Bajazzi-Parodie.nf. refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Perfonen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GefangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotängerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent Reichstage leisten, sowie sämmtlicher großjährigen Abgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. 4. Verschiedenes. Recht rege Betheiligung sieht entgegen Mitglieder der Ortskrankenkasse für das Goldschmiede Gewerbe am Sonntag, den 15. Oftbr. 1893, Vormittags 9½ 1hr, im Restaurant, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Das Kommunalwahl- Komitee. J. A.: Otto Goerke. 422/17 Achtung, Zimmerer! Auſſtellung der Delegirtenliste und Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins u. Umg. Verschiedenes. NB. Am Sonnabend, den 28. Oft., Abends 8 Uhr, findet in demselben total die ordentliche Generalveram Sonntag, den 15. Oktober, Vorm. 10 Uhr, in der Berliner Resource, Kommandantenstraße Nr. 57, Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Wiener Sammellisten. 2. Abrechnung der letzten fammlung sämmtlicher Arbeitgeber, beiden Quartale vom Generalfonds. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. Die aus eigenen Mitteln Beiträge zur 4. Gewerkschaftliches.- Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersuchen Kasse leisten, und um 81/2 Uhr sämmt- 363/10 licher großjähr. Kassenmitglieder der Die Vertrauensmänner. Drts- Stranten taffe für das Goldschmiede: Verein sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der WäscheGewerbe statt-§ 53 b. St. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 45 Delegirten der Arbeitgeber. 2. Wahl von 90 Delegirten der Rassenmitglieder. 3. Verschiedenes. Der Vorstand.. 2502b und Kravattenbranche Berlins. Sonnabend, den 14. Oktober, Abends 8 Uhr, in Feind's Restaurant, Weinstraße 11: Versammlung. Tages Ordnung: J. A.: gez. E. Davidshäuser, Vorf. 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:„ Aus alter und neuer Zeit." 2. Diskussion. Allgemeiner Hilfsarbeiterund Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. Freitag, den 13. d. M., Abends 81/2 Uhr, im Vereinshaus Südost": General- Versammlung. Nach der Versammlung: 384/13 Gemüthliches Beisammensein mit Tanz nnd komischen Vorträgen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersucht um recht rege Betheiligung Der Vorkand. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste sind willkommen. Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Seder Freien Vereinig. der Bauarbeiter Berlins nossen A. Hoffmann aus Zeit. 2. Disfuffion. 3. Abrechnung vom Sommerfest, von den Gewerbegerichts- Wahlen sowie Kaffenbericht des 3. Quartals. 4. Vereinssachen. 161/3 Sonntag, den 15. Oktober, Vorm. 101/2 Uhr. in ,, Scheffer's Salon", Inselstraße Nr. 10. Tages Ordnung: B 1. Wahl der Bahlstelleninhaber. 2. Vereinsangelegenheiten. 8. Ver Wir ersuchen die Mitglieder voll- schiedenes. zählig zu erscheinen. Auch die Kollegen der Gummibranche sind hiermit eingeladen. Der Vorstand. Bekanntmachung. Ortskrankenkasse des Gewerbes der Ladir er zu Berlin. Durch Erlaß des Herrn Oberpräsi denten der Provinz Brandenburg vom 29. April cr. D. P. Nr. 5945 find die durchschnittlichen Tagelöhne 1. für weibliche Mitglieder über 16 Jahren auf 1,50 M., Neue Mitglieder werden aufgenommen. E Große öffentliche Der Vorstand. Kistenmacher- Versammlung 129/9 am Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags pünktlich 10 Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Vertrauensmannes. 2. Vortrag des Genossen Schneider Timm über: Die Bedeutung und die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation und die Stellung der Gewerkschaften zum Parteitag. 3. Diskussion. 4. Bericht der Gewerbegerichts- Beisiger und Ver2. für weibliche Mitglieder unterschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 437/4 16 Jahren auf 1,00 m. Der Vertrauensmann: E. Tschernig, Fürstenstr. 17. festgesetzt. Berlin, im Oktober 1893. Der Vorstand. 201/7 C. Müller, Vorsitzender. Verband 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Bi- deuscher Bauarbeiter. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Etablissement Buggenhagen. Moriz Play. Moriz Play. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 11 Uhr, bei Saeger, Grüner Weg Nr. 23: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie denken die Kollegen über den Beschluß der letzten öffentlichen Ver. sammlung. 2. Diskussion. 3. Einziehung der Verbandstagssteuer. Die Kollegen, die für Zentral gestimmt haben, werden ersucht, sämmt lich zu erscheinen. 404/13 Die Ortsverwaltung. Achtung, Maurer Berlins! General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Brochnow, Sebastianstraße Nr. 39. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Raffirers vom 3. Quartal. 2. Abrechnung vom 11. Stiftungsfest. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Ergänzungswahl des Ausschusses und der Revisoren. 5. Vereinsangelegenheiten und Fragefaiten.- Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 881/14 Achtung! Maurer( Süd- Ost)! Am Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 10 Uhr, findet in dem Lokale des Herrn Liwald, Manteuffelstraße 46, eine wichtige Besprechung statt, zu welcher die Kollegen dringend eingeladen werden. J. A.: G. Mischke, Sorauerstr. 4. Hierzu zwei Beilagen. 243/17 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 241. Anträge Freitag, den 13. Oktober 1893. 10. Jahrg. zum Parteitag in Köln. Organisationen, welche für die Arbeitsruhe am 1. Mai eintreten zur Pflicht zu machen, sich finanziell zu rüsten, damit unsere Partei ihre Hauptaufgabe niemals in der parlamentarischen ( Schluß.) Presse.") Lokalblätter. Parteigenossen in Köln: Bei Neugründungen von Parteiblättern bat das Provinzial- Agitationskomitee in erster Linie fein Gutachten abzugeben, welches wesentlich durch Beschluß des Provinzial- Parteitags beeinflußt werden soll. Werden trozdem Neugründungen veranlaßt im Gegensatze zu den Ansichten des Provinzial- Agitationskomitees, so hat der Parteivorstand die Verpflichtung, etwa später nothwendig werdende Unterstützung aus der Parteikasse zu verweigern." Kontrolle. Parteigenoffe Friedrich Hoffmann- Berlin: Der gesammten Arbeiterpresse( der Politischen wie der Gewerkschaftlichen) sollen Ueberwachungskommissionen, bestehend aus Mitgliedern der Wahl= vereinsvorstände und der Gewerkschaftstommissionen, vorgesetzt werden. Juferate. Parteigenossen des 1. Berliner Wahlkreises: Sich au Seite in Zürich in Szene gesetzten Ausschluß der anarchistischen den Boden der Züricher Beschlüsse zu stellen. Den einzelnen und unabhängigen Delegirten aus. Parteigenossen in Düsseldorf: In Erwägung, daß sie den Maßregeln der Unternehmer gegenüber gewappnet sind. Betheiligung suchen kann, und suchen darf, sondern das SchwerParteigenossen in Krefeld: Die englische Resolution, wie gewicht ihrer disponiblen Kräfte der unmittelbaren Propaganda. fie auf dem internationalen Kongreß in Zürich angenommen, ist zuzuwenden hat, sollen von jetzt ab außer bei ganz wichtigen als Norm für das Verhalten der deutschen sozialdemokratischen Abstimmungen nur ein Bruchtheil unserer Abgeordneten d. h. Arbeiter zu nehmen. nicht viel mehr, als nöthig sind, um eine Fraktion darParteigenossen in 2übed: Am 1. Mai überall durch abzustellen, an den Reichstagssigungen theilnehmen. Alle übrigen halten von Versammlungen, Festlichkeiten und Vertrieb geeigneter Abgeordneten aber, die sich mit ihren Fraktionsgenossen im Schriften zu demonstriren und es den einzelnen Orten, je nach Parlament jährlich( vielleicht nach alphabetischer Reihenfolge) Sachlage, zu überlassen, Auszüge u. s. w. auf den 1. Sonntag abzulösen haben, sollen zur Zeit, wo sie den Reichstagssitzungen nicht beiwohnen, in den verschiedenen Provinzen des Reichs im Mai zu verlegen." große Volksversammlungen abhalten, in welchen sie vornehmlich Sie den Reichstag beschäftigende Materie zum Gegenstand ihrer Beleuchtung und Kritik zu machen: Parteigenossen in Bremerhaven: Die Maifeier auf den 1. Sonntag im Mai zu verlegen. Parteigenossen des 5. Berliner Wahlkreises und des Parteigenoffen des Wahlkreises Teltow Beeskows Kreises Teltow Beeskow: Die Maidemonstration nur am Charlottenburg: Die Parteigenossen allerorts werden 1. Mai und, wo es irgend möglich ist und die örtliche Parteileitung aufgefordert, sich in Versammlungen, Vereinen und Privatkreiſen, es mit den Intereffen der Arbeiter vereinbar hält, durch Arbeits- unter möglichster Einschränkung der zu geselligen Zwecken dienenruhe zu feiern. den Vereine, die eingehende Erörterung aller das Gemeinwohl berührenden Fragen angelegen sein zu lassen, da sie ein wirk james Mittel ist zur gefunden Fortentwickelung des Parteilebens sowie zur Heranbildung frischer Kräfte für die Propaganda unserer Ideen. Parteigenoffen des 4. Berliner Wahlkreises: Ueberall da, wo die Volksversammlungen eine allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai für möglich und wünschenswerth halten, Arbeitsruhe eintreten zu lassen. Parteigenossen des Wahlkreises Bitterfeld Delißsch Parteigenossen des 1. Berliner Wahlkreises: SämmtInferate, die geeignet sind durch falsche Vorspiegelungen die Leser liche Parteigeschäfte sind am 1. Mai zu schließen und Parteifinanziell zu schädigen oder die den Interessen der Partei zu- zeitungen werden an diesem Tage nicht fertig geftellt. wider laufen, sind aus den Parteiblättern wie aus den auf dem Parteigenosse R. Halfter Berlin: Ein DemonstrationsBoden des Klassenkampfes stehenden Gewerkschaftsblättern fern- abzeichen, welches am 1. Mai zu tragen ist, für die ganze Partei einzuführen. zuhalten. Parteigenosse Fischöder in Rirdorf: In Anbetracht, daß das Vereins- und Versammlungsrecht in den verschiedenen Ländern Preußen- Deutschlands grundverschieden ist und von den Behörden wiederum verschiedenartig ausgelegt wird, so daß den Genossen und Genossinen, welch' Letztere so gut wie ganz vom öffentlichen politischen Leben, ausgeschlossen sind, nach den eiuschlägigen gesetzlichen Bestimmungen fast zur Unmöglichkeit gemacht wird sich zu organisiren, um so auf diese Weise ihr Wissen zu bereichern, um dadurch dem wirthschaftlichen und politischen Selassenkampfe gerüstet zu sein, beschließen die auf dem zu Köln tagenden Parteitage versammelten Genossen und Genossinnen, dem Agitations plan einen Sah hinzuzufügen, wonach es den Genossen aller Orts zur Pflicht gemacht wird, mehr denn ie im Kreise ihrer Familien aufklärend zu wirken, damit mit Hilfe der so geschulten nach= tommenden Generation beiberlei Geschlechts Die Agitationskommission für Schlesien und Posen: natürlich, die Sache des Proletariats der Die Gewerkschaftsbewegung nach Kräften zu fördern und die Arbeiter in ihren Berufen zu organisiren, damit dieselben politisch vorgebildet werden. Parteigenossen in Düsseldorf: Der Parteivorstand wird beauftragt, allen Verfertigern von Gebrauchsgegenständen das Stellung zur Gewerkschaftsbewegung. Ab- und Aufdrucken von Bildnissen bekannter Parteipersönlich- Parteigenossen des Nieder- Barminer Kreises und feiten auf ihre Waaren strengstens zu untersagen. Sollte der von Frankfurt a. M.: Pflicht eines jeden Parteigenossen Parteivorstand nicht die Macht befizen, einen Einfluß auf die ist es, der Gewerkschaft seines Berufs anzugehören. Förderer des widerlichen Personenfultus auszuüben, so soll er Parteitag in Marburg und Genosse Edwerth= No sto d: angehalten sein, in allen Parteiblättern eine hierauf Bezug Es wird erwartet, daß jeder Parteigenosse auch seiner Berufshabende Erklärung zu veröffentlichen und die Verwalter der organisation angehört, so weit nicht zwingende Gründe ihn Parteiblätter anweisen, alle Annoncen, welche Gegenstände er veranlassen, derselben fernzustehen. wähnter Art anpreisen, turzweg abzuweisen. Broschüren und Protokolle. Parteigenossen in Höchst a. M.: In Berücksichtigung der schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse den Preis für das nächste Parteitagsprotokoll auf 30 Pf. festseßen zu wollen. Parteigenossen des XI. sächsischen Reichstagswahlkreises: Die Protokolle der früheren Parteitage und Kongresse der sozialdemokratischen Partei sollen, soweit sie vergriffen sind, in Neuauflagen gedrudt und zu möglichst billigen Preisen abgegeben werden. Deutsche Parteigenossen in Basel: Broschüren, Bücher und sonstige literarische Erzeugnisse, welche im Parteiverlage oder bei parteigenössischen Verlegern erscheinen, billiger als bisher herzustellen. Allgemeines. Parteigenoffen des ersten Berliner Wahlkreises: E3 dürfen in Zukunft Parteigelder nicht mehr für Streits 2c., sondern nur zu Parteizwecken verwendet werden. Parlamentarisches. Parteigenossen im vierten Berliner Wahlkreis und GeParteigenossen in Neumünsteri. H.: Die stenographischen noffe M. Harm in Altona: Die Reichstags- Fraktion folle im Berichte über die Debatten betr. den Militäretat in Separat- Reichstag die Reichsregierung auffordern, eine Arbeitslosenstatistit aufnehmen zu lassen. abzügen herstellen zu lassen und diese zum Selbstkostenpreis an statistit aufnehmen zu lassen. die Parteigenossen zur Agitation zu verabreichen. Allgemeines. Parteigenoffe Nestler- Magdeburg: In der Parteipresse die Fremdworte, wo es angeht, zu vermeiden eventuell die deutsche Uebersetzung in Klammern beizufügen. ganzen Welt verwirklicht werbe." Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises: In Erwägung, daß die Parteitage schon wiederholt die Nothwendigkeit der gewertschaftlichen Organisation ausgesprochen haben; in fernerer Erwägung, daß zum vollen Verständniß der modernen proletarischen Bewegung die Erkenntniß der Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation gehört, empfiehlt der Parteitag den Genossen allerorts möglichst nur solchen Personen Vertrauensposten in der Partei zu übertragen, welche zu dieser Erkenntniß gelangt sind und ihrer bezüglichen Berufsorganisation angehören. Parteigenossen des Wahlkreises Nieder- Barnim: In Erwägung, daß der Kampf auf wirthschaftlichem Gebiet neben dem politischen unentbehrlich ist und in der weiteren Erwägung, daß in lezter Zeit der sozialdemokratischen Partei der Vorwurf gemacht wurde, die Führer der Partei vernachlässigten die Parteigenosse Harm in Itona: Die Reichstags- Fraktion Gewerkschaftsbewegung, macht es der in Köln tagende folle darauf hinwirken, daß 1. eine vom Staate organisirte Parteitag jedem Parteigenossen zur Pflicht Versicherung gegen Arbeitslosigkeit eingeführt ebenso entschieden für die Gewerkschaftsbewegung wie für die werde. 2. Wolle der Parteitag der Verstaatlichung der politische Bewegung einzutreten, weist jedoch den Vorwurf, daß für die Ernährung des Volkes hauptsächlich in Betracht die politische Partei die Gewertschaftsbewegung vernachlässige, fommenden Bodenerzeugnisse, insbesondere des Getreides, sowie ganz entschieden zurück, indem man die Partei als solche nicht für Barteitag auf Organisirung des Arbeitsnachweises, des Handels mit diesen, seine Zustimmung geben. 3. Wolle der die Ansichten einzelner Parteigenossen verantwortlich machen kann. Parteigenosse W. Jäger, Rixdorf: In anbetracht dessen, sei es durch den Staat oder durch die Gemeinden, hinwirken, daß sich die wirthschaftliche Lage des Proletariats infolge der refp. hierzu Stellung nehmen. fapitalistischen Produktionsweise immer mehr und mehr verschlechtert, Parteigenossen in Halle a. S.: Die Reichstags- Fraktion die Männerarbeit immer mehr und mehr durch die Frauenarbeit Die Parteigenossen des 19. Sächsischen Wahlkreises: soll seitens des Parteitags beauftragt werden, im Reichstag einen verdrängt wird, und die Frauen infolge ungenügender Organisation Es möge in Zukunft die Parteipreffe in ihrem Feuilleton nicht Antrag auf Beseitigung des Impfzwanges zu stellen. Die Fraktion nicht in der Lage sind, dem Kapital den nöthigen Widerstand mehr, wie bisher, mit Kriminal- und Liebesromanen den Leser- ist weiter zu beauftragen, in Anbetracht der wachsenden Arbeitsfreis zu unterhalten suchen, sondern sich mehr damit befassen, durch Biographien berühmter edler Menschen, welche sich um die losigkeit im Reichstage einen Antrag einzubringen auf obligatorische Wohlfahrt des Volkes verdient gemacht haben, auf den Charakter Einführung des achtstündigen Arbeitstages. Parteigenoffen in Frankfurt a. M.: Unsere Reichstagswerbe- Inspektoren mittels eines Reichsgesetzes zu wirken. 0 Parteigenosse H. Eggers Altona: Eine Maximalgrenze für die Höhe der Gehälter der Partei- Journalisten festzusetzen und den Delegirten des Parteitages zu untersagen, Berichte über den Parteitag für Zeitungen zu schreiben. des Volkes einzuwirken und die Gefühle für alles Gute und Errattion zu beauftragen, für eine einheitliche Regelung der Ge- deutschen Sozialdemokratie für Ehrenpflicht eines jeden Genossen, habene zu wecken und zu pflegen. * Agitation. Parteigenoffen in Höchst a. M.: Bei der in Aussicht ftehenden Agitation auch die Wahlkreise Weilburg- Diez- Limburg und Dillenburg- Herborn in festen Angriff zu nehmen, da dort die Arbeiter der Berg- und Hüttenindustrie zahlreich vertreten sind. Parteigenossen in Triberg: Von Zeit zu Zeit Agitationstouren durch den badischen Schwarzwald zu unternehmen, und die Kosten dafür der Parteikasse zu übertragen. " Parteigenosse in Köln: Seitens des Parteivorstandes ist alle viertel Jahre eine Liste sämmtlicher Vertrauenspersonen resp. deren Adressen als Beilage zum Vorwärts" herauszugeben. Parteigenoffe Ecfwerth in Rostock: Der Parteitag möge die Agitationskommission von Lübeck und den beiden Mecklenburg" auffordern, einmal Bericht zu erstatten, was sie zur Ver: breitung unserer Ideen und zur Aufklärung der Arbeiter seit ihrem Bestehen gethan hat. Parteigenossen in Lübeck: Die sozialdemokratische Reichstags- Fraktion foll im Reichstag den Antrag stellen, daß der Mandatsprüfungs- Kommission Gelegenheit gegeben wird, schneller arbeiten zu können wie bisher. entgegen zu sehen. Ferner in anbetracht dessen, daß die Frauenarbeit mindestens zur Hälfte von jüngeren Arbeitskräften verrichtet wird und die älteren Frauen nur schwer zur Organisation heranzuziehen sind, hält es der zu Köln tagende Parteitag der für die gewerkschaftliche Organisation der weiblichen Arbeitsträfte, insbesondere der jüngeren, in jeder Hinsicht einzutreten. Speziell hält es der Parteitag für Pflicht eines jeden Vaters und einer jeden Mutter, die sich zur Sozialdemokratie bekennen, dafür zu sorgen, daß ihre eventuellen Töchter, sobald sie das gefeßliche Alter erreicht haben, sich der betreffenden Gewerkschaftsorganisation anschließen. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Parteigenossen des Wahlkreises Teltow Beesto w Charlottenburg: Die sozialdemokratische Fraktion des teichstages soll baldmöglichst einen Antrag auf Beseitigung der jetzt bestehenden Vereins- und Versammlungsgesetze einbringen. Parteigenossen in Düsseldorf und Frau RohrladBerlin: Die fozialdemokratische Fraktion soll im Deutschen Reichstage einen Gefeßentwurf einbringen, welcher die Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren verlangt. Es darf dadurch keines Oeffentl. Sigung vom Donnerstag, den 12. Ottbr., Nachmittags 5 Uhr. falls die Zahl der bereits angestellten männlichen Fabrifinspektoren vermindert werden. Es soll in dem Entwurf vielmehr gleich. Die Vorlage betr. die Errichtung je eines Isolira zeitig eine erhebliche, den Anforderungen der industriellen Entwickelung, und der besseren Beaufsichtigung der Fabriten ent- rrenanstalten zu Dalldorf und Herzberge wird nach pavillons für ansteckende Krankheiten bei den sprechende Vermehrung dieser Beamten vorgesehen werden. turzer Debatte angenommen. Die Anstellung der männlichen sowohl als der weiblichen Fabrikinspektoren soll durch geheime, gleiche und direkte Wahl und 1886 ist dem Magistrat die Befugniß zur selbständigen Durch Beschlüsse der Versammlung aus den Jahren 1881 Der Arbeiter, Arbeiterinnen und Arbeitgeber erfolgen. Die Be- Verpachtung von Theilstücken der damals im Besitz Parteigenoffen des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises: soldung hat, obwohl der Modus der Anstellung ein anderer der Stadt befindlichen Rieselgüter ohne Mitwirkung der Die politisch wie gewerkschaftlich organisirte Genossen müssen sich ist, durch den Staat zu erfolgen. Die Thätigkeit dieser Versammlung gewährt worden. Auf Grund dieser Beschlüsse voll und ganz der Agitation zur Verfügung stellen und sollen Beamten hat fich nicht nur auf die Kontrolle Der hat der Magistrat von dem erst vor furzer Zeit für Rieselzwecke nicht durch Zugehörigkeit zu Landsmannschaften oder Mitglied. Fabriken in bezug auf die Ausführung aller Arbeiterschutzgesetz angekauften Gute Gütergos das Schloß nebst Park und schaften sogenannter Vergnügungsvereine, Klubs 2c. ihre Partei- Bestimmungen, sondern auch auf die durch die Revision sich er- Wohnungsinventar an den Arzt Dr. Gericke auf die Zeit vom pflicht vernachlässigen. gebenden nothwendigen Erweiterungen derselben, zum besseren 1. Juli 1893 bis 1. April 1894 für 3500 m, verpachtet. Durch Taktik. Schutz der Arbeiter als bisher, zu erstrecken. Auch ist den Beamten Vorlage vom 27. Juli d. J. sucht er die Ausdehnung jener Befugniß die Exekutivgewalt zu verleihen. auf sämmtliche Rieselgüter nach und beantragt zugleich die nach= trägliche Genehmigung zur Vermiethung des Schlosses Gütergoz. Der niedergesetzte Ausschuß hat den Magistratsanträgen zugestimmt; doch soll die Befugniß zur Verpachtung der Acker= parzellen beschränkt sein und für die Verlängerung des era wähnten Miethsvertrages fowie für eine anderweite Vermiethung die Zustimmung der Versammlung eingeholt werden. Die Ver sammlung tritt diesen Ausschußvorschlägen ohne Debatte bei. Parteigenossen des Wahlkreises Nieder Barnim und Breslau( Dit und West): Bei Stichwahlen zwischen bürger- Wahl find Doppelfandidaturen gänzlich zu vermeiden. Parteigenossen in Leipzig: Bei der nächsten Reichstagslichen Parteien haben sich die Genossen streng der Stimme zu enthalten, bei Reichstags- und Gemeinderaths Wahlen keinerlei Parteigenosse Eckwerth in Rostock: Bei Aufstellung von Kompromiß mit bürgerlichen Parteien einzugehen. Parteigenossen in Basel: G3 ist dafür zu sorgen, daß feine Kompromisse mit anderen Parteien ob direkt oder in direkt geschlossen werden. Ebenso ist jede Unterstützung gegnerischer Kandidaten bei Stichwahlen zu verwerfen. Maifeier. Parteigenoffen in Hannover: Es soll an dem bezüglichen Beschlusse des Berliner Parteitags festgehalten und ein dementsprechender Beschluß gefaßt werden. *) Der Antrag auf Herausgabe eines wöchentlich einmal erscheinenden Zentralorgans ist auch von den Genossen des ersten Berliner Reichstags- Wahlkreise gestellt. Kandidaturen zum Reichstage sind die Wahlkreise aufzufordern, nur solche Personen zu nehmen, welche auch wirklich Sozialdemokraten sind, d. h. sich auf dem politischen Gebiete ebenso bewähren wie in der wirthschaftlichen Bewegung. Resolutionen. Die Vorlage des Magistrats, betreffend die Herstellung eines Hallengange 3 länge der Kaiser Wilhelmstraße und des Neuen Marktes als Abschluß gegen den Marienkirchhof, und betreffend die Feststellung einer westlichen Fluchtlinie für Die Straße an der Oftseite des Marienkirchhofes Parteigenoffen in Brüssel: Die Tattit welche in letter und für die Südseite der Kaiser Wilhelmstraße ist von Zeit in der deutschen Sozialdemokratie üblich ist, wird von uns dem Ausschuß einstimmig abgelehnt worden. als unrichtig angesehen, indem man allen rechtsstehenden Ele- Ausschuß hat dagegen mit allen gegen eine Stimme vormenten den weitesten Spielraum läßt, dagegen alle radikaleren geschlagen, den Magistrat zu ersuchen, mit den Organen der Genossen rücksichtslos terrorifirt, wie die Vorgänge in Zürich Marienkirche behuss der einheitlichen Ausschmückung des Plates beweisen. Wir sprechen unser Mißfallen über den von deutscher um die Marienkirche mit gärtnerischen Anlagen in VerDer Stadtv. Dinse: Als die Zentral- Markthalle eingeweiht wurde, sind auch sämmtliche 326 Bezirksorsteher zu dieser Festfeier miteingeladen worden. Diese Herren vertreten den Bürgern gegenüber den Oberbürgermeister und es würde in der Bürgerfchaft einen sehr guten Eindruck machen, wenn sie auch diesmal wieder zugezogen würden. M unter 1 der Ver bindung zu treten und wegen Wiederaufbebung der für die West- 1 Gesammtbetrage von 1000 m. zu zahlen. Für die sonstigen II ohn mit Genehmigung des Langerichtpräsidenten fann nach I seite der benachbarten Häuser an der Klosterstraße bestehenden Arrangements spllen 6000 M. aus den bewilligten Baugeldern, längerer Beschäftigung eine Erhöhung des Schreiblohnes bis Fluchtlinie das Erforderliche zu veranlassen. an welchen etwa 3 Millionen gegen den Boranschlag erspart zu 10 Pf. pro Seite eintreten. Es ist nicht zu erwarten, daß Der Ausschußantrag wird ohne Debatte angenommen. sind, zur Verfügung gestellt werden. Die Summe von 6000 M. für die inne zu haltenden Dienststunden von 8-1 Uhr und Zur Errichtung eines zweiten Rathhauses für soll auch die Kosten für einen Imbis decken, welchen der Ma- von 3-6 Uhr dauernd Schreibarbeit vorhanden ist-! Berlin, in welchem vor allem die jetzt in Miethsräumlichkeiten gistrat den Theilnehmern an der Besichtigung zu bieten für er- Neumagen, königliches Amtsgericht- Kanzleigehilfe- leseruntergebrachten städtischen Bureaus u. f. w. eine Stätte finden forderlich erachtet. liche Handschrift vierwöchige Kündigung 7 Pfennige sollen, schlägt der Magistrat den Ankauf der Grundstücke Ein Antrag Dinse verlangt, daß zu der Besichtigung auch für die Seite des gelieferten Schreibwerts. Brünn, tönigl. Stralauerstr 48-57 und der sämmtlichen Grundstücke 1-14 noch sämmtliche Bezirksvorsteher eingeladen werden sollen. Amtsgericht- Lohnschreiber schöne Handschrift vierwöchige der Kleinen Stralauerstraße vor. Der Kaufmann 3wald( Heiterkeit.) Kündigung 30 bis 40 M. monatlich. Hamburg, AmtsSchneider, Frobenstraße 16, hat sich die Grund= Stadtv. Mehner: Wir stehen dieser Vorlage nicht gericht zwei Bureaudiätare- gute Handschrift, genügende stücke für die Stadtgemeinde bis zum 1. November c. durch sympathisch gegenüber. Wenn die Vollendung der Wasserwerke Schulbildung und Kenntniß des gerichtlichen Bureauwesens Schlußscheine gesichert. Der Kaufpreis foll 4975 000 9. betragen. schon ein besonderes Ereigniß sein soll und deswegen eine gestein tägige Kündigung je 18 Mart pro Woche. Lohnschreiber Dem Vermittler beantragt der Magistrat eine Entschädigung von lichkeit veranstaltet werden soll, so ist doch aus der Vorlage Prenzlau, Amtsgericht gute, deutliche 50 000 m. zu bewilligen. Das Wichtigste aus der Begründung nicht ersichtlich, wie die Arbeiter an dieser Festlichkeit betheiligt und leserliche Handschrift, sowie die Befähigung, Schriftstücke der Vorlage ist bereits in unserer Mittwochsnummer mitgetheilt werden sollen. Ferner sollen die unteren Beamten eine Grati: mit schwer zu lesender Handschrift korrekt abzuschreiben- eiuworden. Der Preis des anzukaufenden Terrains stellt sich auf filation bekommen. Diese kleine Zuwendung von 1000 Mart monatige Rindigung bei Lohnjay von 5 Pfennigen 388,25 M. für den Quadratmeter, auf 5509,41 m. für die Quadrat- scheint uns ziemlich bedeutungslos; die unteren Beamten für die Seite durchschnittlich monatlich 30 Mart ruthe. Die Errichtung eines großen städtischen Dienstgebäudes sollten wie die Arbeiter von vornherein genügend bebei längerer und guter Dienstführung kann der Lohnfah nach auf diesem Areal würde nach der Ansicht des Magistrats zugleich zahlt werden. Nun will man die 6000 Mark auch zu einem und nach bis auf 10 Pfennige und ausnahmsweise auf die Möglichkeit geben, die Ufer- und Ladestraße von der Waisen Imbiß verwenden. Nach unserer Ueberzeugung sind öffentliche 11 oder 12 Pfennige für die Seite erhöht werden. brücke bis zur Whlendammbrücke anzulegen, die Klosterstraße Gelder zu einem solchen Zwecke überhaupt nicht zu verivenden. Der festgesetzte Schreiblohn fann indessen jederzeit geändert, bis zu dieser Uferstraße zu verlängern, sowie der Neuen Friedrich- Will man einen solchen Imbiß arrangiren, so möge man den insbesondere au ch herabgesetzt werden.(!) firaße an der Waisenbrücke eine bessere Baufluchtlinie zu ver- Einzelnen mit den Koiten belegen. Dazu ist wohl Jeder in der Schwebt a. D., Amtsgericht- Lohnschreiber regelmäßige schaffen. Lage. Aus diesem Grunde bitten wir die Vorlage abzulehnen. leferliche Handschrift Entlassung jederzeit zulässig, doch soll Stadtv. Schönflies beantragt die Verweisung der Vor-( Beifall.)" thunlichst eine einmonatige Kündigungsfrist eingehalten werdenlage an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern; Stadtv. Sachs II Schreiblohn anfangs etwa 5 Pf. für die Seite, monatlich etwa 50 m. will diesen Ausschuß noch in der heutigen Sigung gewählt Schreiblohn tann bis 10 Bf., ausnahmsweise 12 Pf. für wiffen. die Seite erhöht, nach fünfjähriger Dienstzeit ein Stadtrath Borchardt: Die Ausdehnung des Geschäftsmonatliches Mindesteinkommen von 42-98 M., je nach dem er betriebes der städtischen Verwaltung ist seit 20 Jahren eine so haltenen Seitenschreibelohn, bewilligt werden. Biegenrüd, gempaltige, daß es mit den bisherigen Verhältnissen der Unterfönigliches Amtsgericht Kanzleigehilfe Bewerber muß eine bringung der Bureaus unter feinen Umständen so weiter gehen Stadtv. Stadthagen: Ich bitte die Vorlage und den gute Handschrift haben und orthographisch richtig schreiben fann. Ein neues Rathhaus muß die Stadt haben. Das Gerichts- Antrag Dinse abzulehnen. Wenn die Müggelwerke blos vor zunächst vierwöchige Kündigung das Einkommen besteht in gebäude in der Jüdenstraße, das frühere Kadettenhaus in der gezeigt werden sollten, so wäre dagegen garnichts einzuwenden. einem Schreibelohn von 5--10 Pf. für die Seite; der Say wird Neuen Friedrichstraße, das Hygienemuseum sind uns für diesen Alber gegen das Prinzip, daß, sei es auch nur eine Schrippe, von dem Herrn Landgerichts- Präsidenten bestimmt bei einem Zweck nicht erreichbar, weil der Fiskus diese Gebäude für seine( Heiterkeit), gegeben aus dem Stadtsäckel an Ehrenbeamte, Anfangssatz von 6 Pf. beträgt das Einkommen monatlich durchZwecke behalten will. Wir haben deshalb den Antrag an Sie damit sie sich diese Werke ansehen können, muß man sich aus schnittlich 50-60 M. Winsen a. d. Luhe, Amtsgericht gebracht, die genannten Grundstücke anzukaufen und dort das allen Kräften wehren, geradeso wie wir uns gegen die Bewilligung gute gute Handschrift und fehlerfreie Anfertigung Mathhaus zu errichten. Fast ein halbes Jahr haben wir darum der Ströme Wein gewehrt haben, welchen die Stadt seiner übertragenen Schreibarbeiten- monatliche Kündigung gehandelt; der Preis ist nicht zu hech, die Lage keine ungünstige. zeit zu Ehren des Medizinischen Kongresses gab. Der Auf- die Vergütung für das angefertigte Schreibwerk beträgt Sie werden sich mit der Annahme unseres Vorschlags den Dant flärung bedarf die Frage der einmaligen Zulage bis 1000 Mart. 5-10 Bfg. pro Seite je nach Leistung- festes Einkommen der Bürgerschaft verdienen. Was ist unter den dort beschäftigten Arbeiter zu verstehen? ist mit der Stelle nicht verbunden. Ne ust a dt( Westpr.), ProStadtv. Sa ch& II steht dem Projekt sympathisch gegenüber, Gs sind ja doch auch bei diesem Bau Zwischenunternehmer vinzial- Jrrenanstalt- Schreiber- törperliche Rüftigkeit, Eleer hätte nur gewünscht, daß es etwas früher an die Bersamm thätig gewesen, welche doch die meisten der von ihnen an- mentarschultenntnisse, träftige Gesundheit, gut zu Fuß lung gebracht worden wäre. Zur thunlichsten Beschleunigung genommen Arbeiter schon entlassen haben. Ein Arbeiter ist direkt wegen vierwöchige Kündigung-300 m. jährlich nicht pensionsder Sache müsse der Ausschuß noch heute gewählt werden, und sozialdemokratischer Gesinnung entlassen worden, und der Magistrat berechtigt( reif für die Frrenanstalt!) Düsseldorf, Oberder habe dann zu prüfen, wie weit der Verfalltermin noch über hat dagegen nichts zu thun vermocht. Sind denn also unter den bürgermeisteramt entsprechende Kanzlist( Lohnschreiber) den 1. November hinaus verlängert werden könne. Ueber die dort Beschäftigten" blos die Unternehmer verstanden, die dabei Glementarkenntniffe, feste schöne Kanzleihandschrift 6 wöchige Nothwendigkeit der Erbauung eines solchen Gebäudes sei kein verdient haben? Wofür soll ein Fest gefeiert werden? Soll denn Kündigung- für die vollbeschriebene Seite 8 f. Zweifel. Die provisorische Unterbringung so wichtiger Geschäfts- das Test gefeiert werden für Unterlassungsfünden?( Oho und nach je 4 Jahren Erhöhung der Vergütung auf 9 und zweige, wie z. B. des Gewerbegerichts, fei ganz unzureichend Zwischenrufe.) Schon zu 1892 sollten die Wasserwerfe unter allen 10 Bf.- Pensionsberechtigung ist mit der Stelle nicht verbunden. trotz der gewaltigen Summe, welche die Stadt jährlich an Umständen fertig sein. Jetzt, 1898, 134 Jahr später, sind die Münster in Westf, königliches Amtsgericht- KanzleigehilfeMiethen zu zahlen habe. Die Frage, ob der Preis ein an- Werke endlich fertig. Und da sollen Feste gefeiert werden? faubere lesbare Handschrift auf Kündigung- Vergütung für gemessener set, werde am besten im Ausschuß geprüft; zu hoch etwa weil die Arbeiten so langsam vorrückten, weil jede Seite wird von dem Herrn Landgerichts Präsidenten erfcheinen dem Redner 5500 M. pro Ruthe nicht. Angenehm viel zu wenig Arbeiter angestellt wurden?( Lachen.) festgesetzt, voraussichtlich 7 Pf. pro Seite berühre es ihn gerade nicht, daß die Stadt die Provision zahlen Das ist ja urkundlich erwiesen. Die Zahl der dort beschäftigten gütung werden. erhöht fann Umstände Seite folle und nicht der Verkäufer. Auch diese Frage werde der Aus- Arbeiter war eine unendlich kleine, sie wurde freilich auch tro Diese fleine Blüthenlese dürfte wohl hinreichen, um schuß zu erörtern haben. Der Bortheil der Durchführung der der Gewerbe Ordnung an den Sonntagen beschäftigt. Bei drei das amtliche" Schreiberelend in das hellste Licht zu rücken. Klosterstraße und der billigen Herstellung der Ujer- und Lade- Etatsberathungen hintereinander sind diese Misstände hier zur Nach" Obigem kann man sich ein Bild machen von den Verstraße sei ebenfalls sehr schäßenswerth. Namentlich die Schaffung Erörterung gezogen worden, und jetzt wollen Sie das durch hältnissen, wie sie in vielen privaten Schreibstuben anzutreffen der Uferstraße sei eine Nothwendigkeit. Die finanzielle Lage der Lachen hinwegleugnen?( Große andauernde Unruhe.) Feiern sind. Was noch erschwerend ins Gewicht fällt, ist, daß bei den Stadt Berlin dürfe ja nicht außer Acht gelaffen werden, Sie immerhin, daß Unterlassungssünden begangen find; amtlichen" Stellen der Besiz der„ Zivil- Versorgungsberechtigung" aber die Stadt müsse für die zweckmäßige Ausübung der Selbst- feiern Gie, daß Ste verstehen, Thatsachen wegzu Borbedingung ist, welche wiederum eine Reihe militärischer verwaltung stets Geld haben. leugnen. Sie dürfen und können lachen, aber Die Dienstjahre zur Voraussetzung hat. Stadtv. Schönfließ hat auch gegen das Projekt an sich Thatsachen wegleugnen können Sie nicht, auch nicht die Ver- Diesen traurigen Verhältnissen gegenüber sollten sich die Teine besonderen Bedenken, hält aber Ausschußberatyjung nament antwortung dafür, daß durch die Nachläßigkeit des Magistrats Bureau- Arbeiter, insbesondere in Berlin, endlich zu einer guten lich des Kostenpunktes wegen für unumgänglich. Die Entschädi-( Lärmende Unterbrechung; Vorsteher Dr. Langer Organisation aufraffen, und die Streitagt nicht zur gungen follen zum Theil viel mehr, zum Theil erheblich weniger hans erklärt eine solche Ausdrucksweise für unzulässig), durch Bekämpfung untereinander, wie es leider noch heute gebrauchen, ais 5508 M. für die Ruthe betragen; die Gründe für diese auf die Handlungsweise des Magistrats die Verzögerung des Baues sehr geschieht ziel sondern planmäßig, fallenden Unterschiede müsse der Ausschuß aufzuklären suchen. eingetreten ist. Ich frage weiter, wann denn die zweite Hälfte bewußt und thatfräftig den Kampf um bessere Lohnbedingungen Stadtv. Borgmann: Auch ich stehe dieser Vorlage im der Wasserwerke fertig gestellt sein wird? Fest stebt bereits zu führen trachten. Nicht unmännliches Gezänk über den Grad Allgemeinen mit meinen Freunden freundlich gegenüber. Sie ist ge- daß auch das ganze Werk für die gestiegene Bebes Unwerths einzelner Vereine, sondern Stärkung des Klaffeneignet, verlotterte Verhältnisse im Herzen Berlins zu beseitigen, völkerung feineswegs ausreichen wird( Wiederholtes Gelächter). bewußtseins dieser so traurig gestellten Arbeiterschaft und welche an das berüchtigte Hamburger Gängeviertel erinnern. Ich wollen Sie zahlen?( Fortdauernde Unterbrechungen und Zu- gemeinsames Handeln zur Bekämpfung der Ausbeutung sollte das möchte aber den Magistrat fragen, wie es gekommen ist, daß der rufe.) Ich bin bereit, sie zu geben, aber daß die Lacher auch Biel ihrer Vereinigungen sein. Herr Schneider die glückliche Eingebung gehabt hat, sich an den dann lachen werden, wenn ich Zahlen mittheile, und selbst wenn Magistrat zu wenden gerade in dem Augenblicke, wo der Magistrat sie im stande sind, zu verstehen, was diese Zahlen bedeuten Inentgeltliche Lehrmittel müßten, wie es der derzeitige sich mit einem so großen Projekt befaßte.( Heiterkeit.) Nach der( Großer Lärm, in dem der Vorsteher sich nur mit Mühe Antrag der sozialdemokratischen Stadtverordneten verlangte, aus Vorlage hat er das aus eigenem Antriebe gethan, während in verständlich machen kann.. Er ersucht den Redner, diesen die nahmslos an alle Gemeindeschulkinder verabfolgt werden, die Wittlichkeit er wohl im Auftrage des Magistrats gehandelt hat. ganze Versammlung beleidigenden Ton nicht ferner zu ge- freisinnige Mehrheit der Berliner Stadtverordneten hatte jedoch Warum sagt man uns das nicht? Und warum sollen wir dem brauchen; so spreche man nicht zu Kollegen.) Der Reduer auch den dahin gehenden Antrag wiederholt abgelehnt und nur Herrn 50 000 M. an den Hals werfen? Wenn Herr Sachs heute erklärt dagegen wiederholt, sich nur gegen die Lacher ge- den für Lieferung von Lehrmitteln seitens der Stadt aufzu dem Gewerbegericht solchen Werth beilegt, so muß ich doch darauf wendet zu haben und nimmt für sich das Recht in Anspruch, wendenden Betrag auf 40 000 M. erhöht, indem sie außerdem verweifen, daß die Winjorität dieser Versammlung, welcher deren Verhalten wie geschehen zu fritisiren. Er führt dann mit nach wie vor den Nachweis der Bedürftigkeit" verlangte. Majorität Herr Eachs angehört, zehn Jahre gebraucht hat, um dieses Bahlenbelegen aus, daß die Vermehrung der Bevölkerungsziffer Die allermeisten Gemeindeschulkinder und deren Eltern find be Infiitut endlich ins Leben treten zu lassen. Von diesem Gesichtspunkte Berlins auch die neuen Werke längst als unzureichend erscheinen dürftig", wenn also von dem Recht auf unentgeltliche Lehrist der Hymnus des Herrn Sachs auf das Gewerbegericht nicht lasse, falls die Stralauer Werke, wie nöthig, geschlossen und die mittel noch nicht in dem Maße Gebrauch gemacht wird, recht verständlich.( Sehr richtig!) Was nun den Wiillionenbau Privatwasseranlagen nicht existiren würden, betont nochmals, daß wie es die kleine Summe von 40 000 M. zuläßt, so liegt es theils felbft betrifft, so follte doch endlich die Stadt denselben einmal gar fein Anlaß vorliege, auf die endliche Bollendung dieser tech- daran, daß viele Eltern aus falscher Scham, oder irrthümlich in eigene Regie nehmen.( Unterbrechung.) Das ist keineswegs nisch sehr gut ausgeführten Werke stolz zu sein und noch viel annehmen, daß die Lieferung von Lehrmitteln als eine Art unausführbar. Der Magistrat tann sehr wohl vorschreiben, daß weniger Anlaß zu einer Festlichkeit. Armenunterstüßung( mit deren politischen Folgen) angesehen der Unternehmer verpflichtet ist, die Arbeiter nicht länger als Stadtrath Ha a d: Den Vorwurf der Nachlässigkeit muß wird, feinen Anspruch auf unentgeltliche Lehrmittel erheben. 8 oder 9 Stunden arbeiten zu lassen.( Gelächter.) Sie lachen ich aufs entschiedenste zurückweisen. Mit größter Energie ist Dieser Standpunkt ist unrichtig. Die Lieferung unentgeltLehrmittel darüber, aber wenn Sie noch so viel darüber lachen, es wird eine dieses Werk gefördert worden, mit einer Energie haben Kura- licher Theils ist keine Armenunterstützung. Zeit fommen, wo Sie gerade so wie beim Gewerbegericht torium und Direktion gearbeitet, wie sie größer gar nicht ent- liegt das Unterlassen von Stellung solcher Anträge an der Sache einen Hymnus singen werden. Dieses Lachen beweist wickelt werden konnte. Richtig ist, daß die Werke früher der Gesuche entgegen Langsamkeit, mit der derartige Gesuche nur, daß auch die heutige bürgerliche Gesellschaft nichts gelernt hätten fertig werden sollen, aber die Schwierigkeit der Be- magistratlicher Behauptung behandelt zu werden pflegen: von hat; sie tangt heute ebenso auf einem Bulkan, wie vor hundert schaffung des Terrains hat erst 1890 den Beginn der Bau- jedem solchen Fall einem unserer Genossen im rothen Hause in Jahren eine andere Gesellschaft.( Unruhe.) Die Gewerkschaften Ausführung erlaubt. In drei Jahren ist der Bau vollendet Kenntniß zu sehen, ist räthlich. G3 feien gerade jest beim werden demnächst mit entsprechenden Anträgen an die Stadt worden, obwohl das Terrain am Müggelsee noch heute Beginn des neuen Schulhalbjahrs die Eltern darauf hingewiesen, verwaltung herantreten. Es wird auch für die Stadt ein erheben nicht in unsern definitiven Besitz übergegangen ist. Saure daß es nur eines Antrages beim Reftor der betreffenden Schule des Bewußtsein sein, daß bei diesem Monumentalbau Arbeiter thätig Wochen, frobe feste! Dieses Sprichwort follte nach unserer bedürfen soll, um unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel zu er gewesen sind, die nicht ein bloßes Ausbeute- Objekt für die Unter- Meinung auch hier zu Ehren kommen. Die Werkmeister und halten. nehmer gewesen sind. Im übrigen treten wir dem Antrage auf Arbeiter haben mit solchem Eifer, mit solcher Hingebung ihre Ausschußberathung bei. Um Errichtung eines städtischen Gymnasiums und Schuldigkeit gethan, daß ihnen die geplante Festlichkeit wohl zu Stadtv. Na msla u erinnert daran, daß die große Frage gönnen ist. Die zweite Hälfte der Werke wird im Sommer 1895 noch einer zweiten Realschule im Stadttheil Moabit will, wie die„ Berliner Zeitung" mittheilt, der Bezirksverein Moabit" der Einverleibung noch ungelöst set, und daß es nach wie vor fertig sein. Das Fest soll nach alter deutscher Sitte eine Art petitioniren. Das dortige Gymnasium und die Realschule seien jlädtischen Verwaltung aufrecht zu erhalten sein wird. Der ladenden wird sich auf 500, die der Wertmeister und des Stammes weise dorthin verseyten Beamtenfamilien nicht in der Lage seien, Durchschnittspreis von 5500 m. treffe in Wahrheit nicht zu, der Arbeiter auf zirka 600 belaufen. Die Summe von ihre Söhne, welche anderwärts das Gymnasium besucht vielmehr höre man, daß dem einen Verkäufer 8000, dem andern 6000 Mart ist dafür gewiß nicht zu hoch gegriffen haben, in Moabit weiter eine höhere Schule besuchen nur 2500, dem einen also 3 mal so viel als dem andern gegeben( Vielfache Zwischenrufe: Nein!) Gratifikationen follen laffen zu können. Derselbe Uebelstand treffe auch für werden sollen. Das müsse stuhig machen. Auch hier habe der hauptsächlich die Bauausseher erhalten, jeder etwa eine solche von andere nach Moabit ziehende Familien zu. Derselbe Uebelstand Ausschuß zu prüfen, ob es nicht Mittel gäbe, so übertriebene 30 Mark. Gerade hier, wo wir auch den Arbeitern eine Freude trifft auch für andere Schulen zu, für die Gemeindeschulen Forderungen zurückzuweisen. bereiten wollen, verstehe ich die aufgetretene Opposition um so nämlich, und zwar besonders in Moabit, wo man längst von Etadtv. Sachs II bemerkt gegen Borgmann: Nicht die weniger.( Beifall.) einer Schulnoth" sprechen kann. Was auf Gymnasien und Mehrheit dieser Versammlung ist schuld daran, daß das Die Vorlage wird angenommen, der Antrag Dinse ab- Realschulen bereits überfüllt genannt wird, würde man bei den Gewerbegericht nicht früher zu stande fam gelehnt. Gemeindeschulen schwach besucht nennen. Aber trotzdem würde ( Stadtv. Singer: doch! Unruhe). Schon 1887 war der erste der Freisinn" außer sich vor Entrüstung gerathen, wenn es Entwurf dem Oberpräsidenten eingereicht, dort lag er 2 Jahre, einmal einem Verein von Arbeitern einfiele, den Magistrat durch wurde dann beanstandet, darauf kam das neue Gewerbe- Gerichtseine Petition an seine Pflicht, die Gemeindeschulen von ihrer gefeß dazwischen, und deswegen hat das Gewerbegericht nicht Ueberfüllung zu entlasten, zu erinnern. Ist doch bislang jeder früher in Szene gehen können. Die Mehrheit ist daran ebenso Versuch unserer Vertreter im rothen Hause, der Zusammenanschuldig, wie Herr Singer selbst. pferchung der Gemeindeschüler entgegenzutreten, fast fruchtlos geblieben. Bum Wort ist noch gemeldet Stadtv. Singer. Die Ver sammlung nimmt jedoch einen Schlußantrag an und tritt dem Antrage auf Ausschußberathung bei. Der Ausschuß wird noch heute gewählt werden. Schluß 714 Uhr. Tokales. . Bum Schreiberelend. Das Glend der Papiertagelöhner, ohnschreiber, welches in Vereinen wiederholt ans Licht der Bum Charitee- Boykott. Der Vorstand der Drts- KrankenDeffentlichkeit gezerrt worden ist, erfährt eine charakteristische Be- kaffe der Schuhmacher hat einstimmig beschlossen, der Charitee Der Magistrat beabsichtigt, bei Gelegenheit der Eröffnung leuchtung durch die amtliche Vakanzenliste für Militäranwärter. feine Kranten mehr zu überweisen. oer neuen Wasserwerte Müggelsee Sichtenberg Hier wird das Schreiberelend, wie gesagt, in amtliche Beleuch eine Besichtigung in größerem Umfange stattfinden zu tung gerückt. So enthält z. B. die legt erschienene Nummer der Auch ein ,, Wohlthäter". Herr Dr. jur. Eduard Simon, laffen und dazu die Staats, Provinzial-, Kreis- u. f. w. Be- Vakanzenliste folgende verlockende Offerten für Militäranwärter Mitinhaber der Firma Gebrüder Simon in der Klosterstraße, hat, hörden, die städtischen Körperschaften, Ehrenbürger, Stadt- mit Bivilversorgungsschein: Pyriy, Amtsgericht Kanzlei- den Berichten bürgerlicher Blätter zufolge, dem„ Raufmännischen älteften u. bal. m. einzuladen, im Anschluß daran eine Festgehilfe( Lohnfchreiber) gute geläufige Handschrift, Kenntniß Hilfsverein zu Berlin" zur Förderung seiner Wohlthätigkeitslich feit für die Unternehmer, Wertmeister, Arbeiter und der gerichtlichen Kanzleigeschäfte zunächst tann jederzeit ohne einrichtungen" 1000 Wart" gespendet. Die Firma Gebrüder Beamten zu veranstalten und den geringer befoldeten, bei den Bauten Kündigung die Entlassung eintreten, nach längerer Beschäf Simon ist dieselbe, welche um die Weihnachtszeit, also gerade beschäftigten Angestellten eine einmalige Diätenzulage bis zum tigung vierwöchige Stündigungsfrist 5 Pf. pro Seite Schreib dann, wenn zahlreiche stellungslose Handlungsgehilfen und ㄌ halten. Nunee! " Biebebahn- Linien. Eine Neuerung im Betriebe der Neuen ferde Gjenbahn tritt mit dem 15. d. M. in Wirksamkeit. Die Linie Tiedrichsberg- Spittelmarkt wird bis zum Dönhoffplatz verlängert und auf der Strecke Schlesischer Bahnbof- Ackerstraße wegen die Wagen vom Andreasplay ab durch Grünen Weg, Blumen- und Alexanderstraße anstatt, wie bisher, durch die Frankfurterstraße gehen. " Geschäftsdiener die einzige Gelegenheit zu einer wenigstens vor- fgehen sah. Später betrat dasselbe die Wachstube und bat, man] Jahren zur Wiederkehr ihres Geburtstages zu erhalten[ pflegte. übergehe den Beschäftigung zu finden hoffen, die durch den er- möge es zu dem Unteroffizier Mielert führen. Eine Ordonnanz Wenn die Fehner'sche Familie um den Geburtstagstisch verhöhten Geschäftsverkehr verursachte Mehrarbeit durch zeitwilig wurde mitgegeben, beide Personen kehrten aber alsbald zurück, sammelt war, dann flingelte es gewöhnlich und der Postbote angenomene Feuerwehrleute ausführen läßt. Im„ Vorwärts" ist da der Gesuchte nicht anwesend war. Das Mädchen, in dem überreichte dem Geburtstagstinde ein Schreiben, welches im über dies Angelegenheit seiner Zeit berichtet worden. Man ersieht später die 22 Jahre alte Kellnerin Ernestine Stephan, Blücher: Stile des hier folgenden gehalten war: Guten Morgen, alte daraus, Herr Eduard Simon es wohl mit einander zu ver- ftraße 56, ermittelt wurde, sette nun den Spaziergang vor der Thranjule; alle Heringe in der Ostsee lassen gratuliren! Sie sind einen weß, ein Wohlthäter" der Handelsangestellten zu sein Kaserne auf und ab fort, bis in der Nacht ein Unter- ja immer im Dusel, so daß Ihr Mann ja gleich eine und sie ugleich von zu großer Arbeitsgelegenheit fernzu- offizier der Reserve, der heute zur Entlassung kommen soll, nach Heringshandlung anfangen könnte. Sie alte Here können dem Begehr fragte und sich erbot, auf dem Wege zu dem Unter- ja Kinder verscheuchen; gießen Sie nur tüchtig einen auf die offizier M. als Führer zu dienen. Der Wachthabende ließ auch Lampe, sonst kriegen Sie die Cholera." Auf diesen garstigen dies zu; die Stephan wurde wieder auf das vorbezeichnete Ton waren alle anonymen Buſchriften gestimmt, welche die FaZimmer geführt, wo sie außer dem geleitenden Unteroffizier noch milie Fehner seit dem Jahre 1887 empfing. Man sann lange einen zweiten Mann gesehen haben will, den sie aber nicht näher Zeit vergeblich darüber nach, wer wohl der Verfasser dieser Bosbezeichnen kann. Nach Angabe der Kelinerin hat nun der heiten sein könne, bis endlich der Zufall auf die schon seit Reserve- Unteroffizier, der bereitwilligst die Führerrolle über 18 Jahren gleichfalls in der Kaserne wohnende Frau des nommen hatte, ein Attentat auf sie verübt, dem sie sich nach Büchsenmachers Krüger hinwies. Diese war der lieben Kleinen" ihrer Aussage nur dadurch entziehen konnte, daß sie sich zu er wegen mit der Familie Fehner auf etwas gespanntem Fuß geschießen versuchte. Wie kam aber die Stephan zu einem geladenen rathen. Einer der letzten Geburtstagsbriefe enthielt nun über die Nochmals der ästhetische Schuhmann. Aus unserem Revolver? denn mit einem solchen ist der Schuß ausgeführt. Die„ Kümmelflasche" eine Phrase, die nachgewiesener Maßen von der Leserkreise wird darauf hingewiesen, ein Schuhmann habe doch Angelegenheit ist noch keineswegs geklärt, sodaß zu einer genauen Frau Krüger wiederholt an gewendet worden war und letztere wohl genügende Bildung und hinreichenden Geschmack, um Beurtheilung das Ergebniß der Untersuchung abgewartet werden muß. wurde auch dadurch verdächtig, daß in den Briefen der Name Dichterwerke dahin zu beurtheilen, ob sie unfittlich oder nicht, Der Unteroffizier Mielert, der Kaufmann in Bunzlau und hier der Adressatin immer als Fehnalt" figurirte und Frau Krüger feineswegs. Unsere Leser irren: ein Schußmann kann in Preußen gleichfalls nur eingezogen ist, war früher mit der Stephan ver- ihre liebe Nachbarin stets ebenso falsch benannte. Die Folge Alles. Er ist zu Allem zu gebrauchen, insbesondere ist er aber lobt, hatte aber das Verhältniß gelöst. Die Stephan nahm diefer Entdeckungen war, daß sich der Schreib- Sachverständige Er ist zu Allem zu gebrauchen, insbesondere ist er aber zuun literarischen Sittenrichter hervorragend befähigt. Ist der damals außerhalb Berlins Stellung als Kellnerin an. Durch Altrichter eingehender mit der Schrift der Frau Krüger be= Polizist zum Dichter doch geradezu geboren: er folgt höheren Bufall erfuhr sie, daß M. sich hier befand, kehrte vor acht Tagen schäftigte und da er zu dem Ergebniß kam, daß die beleidigende Gingebungen, versteht sich vortrefflich aufs Abfaffen nach Berlin zurück und nahm bei einer Frau Sauer Wohnung. Briefe von ihrer Hand herrührten, so wurde sie troß ihrer Uninsbesondere sozialdemokratischer Gedichte und versucht stets, Dieser und einer Frau M. gegenüber hat sie die Aeußerung schuldsbetheuerungen vom Schöffengericht zu 100 M. Geldbuße die freie Rede zur gebundenen zu machen. gethan:„ Wenn mein Verhältniß nicht in Ordnung kommt, er verurtheilt. In der Berufungsinstanz wurde auch noch der schieße ich ihn und dann mich oder ich suche den Tod vor seinen Schreib- Sachverständige Langenbruch zum Gutachten veranAugen, denn die Liebe will ihr Recht haben!" Am letzten Freitag laßt, welches jedoch das erste Gutachten noch unterstüßte. Die hat sich das Paar nun thatsächlich ausgeföhnt, aber Mielert zog Berufung mußte deshalb verworfen werden. sich am Montag aufs neue von seiner früheren Braut zurück. Die Majestäts- Beleidigung. Mainz, 11. Oftober. Der Kapell Stephan fam verstört nach Hause, theilte den Vorfall mit und meister Kern vom Großh. heff. Infanterie- Regiments Nr. 118 fügte hinzu:„ Eine Waffe werde ich schon bekommen!" wurde heute vom Militärgericht wegen Majestätsbeleidigung zu Ein bedaueruswerthes Opfer der Schauerromane ist einem Jahre Gefängniß und Degradation verurtheilt und ein 17jähriges Mädchen, die Tochter des am Rummelsburger fofort, nachdem man ihm gestattet, einige Stunden bei seiner Wege wohnenden Zum Arbeiterrififo. 1. Blutvergiftung. Ueber einen eigenartigen Fall von Blutvergiftung, der sogar eine Amputation zur Folge gehabt hat, wird uns berichtet. Eine in der Bergstraße wohnende Stickerin R. batte vor einigen Tagen das Unglück, während sie dabei beschäftigt war mit gefärbter Seide eine Stiderei anzufertigen, sich in den Beigefinger der rechten Hand zu stecken. Echon nach furzer Zeit zeigte nicht nur der Finger, fondern auch die ganze Hand eine hochgradige Entzündung, so " Soziale Ueberlicht: tonstatirte eine gefährliche Blutvergiftung und ordnete die Ueber Gifer zwei Kolportage Romane Mari Sie hatte mit großem Familie zu weilen, in das Militärgefängniß nach Köln überStuart" m und Marie führt. führung nach einem Krankenhause an, wo die Unglück- Antoinette" gelesen. Als sie am Freitag mit ihrer Familie beim liche eine Amputation der Hand vornehmen lafsen Abendessen saß, warf sie, wie die„ Germania" erzählt, plöblich mußte, ein Weitergreifen der der Blutvergiftung Messer und Gabel weg und verlangte von ihren Eltern, daß sie verhüten. 2. Eine schwere Verlegung durch Hufschlag erlitt den Scharfrichter Reindel holen sollten, damit er ihr den Kopf ein in der Kuhn'schen Reitbahn beschäftigter Koppeltnecht er- abschlage. Sie wollte für die unschuldig hingerichteten Königinnen mann Lange. Derselbe war im Begriff, ein Pferd zu banda- sterben. Auf ärztliche Anordnungen mußte das arme Mädchen An die Bureau- Angestellten! giren, als dasselbe plöglich ausschlug und den 2. so unglücklich am Sonnabend einer Frrenanstalt übergeben werden. Ab- Während in allen Gewerkschaften es sich emsig rührt und an den Kopf traf, daß der getroffene aus einer Kopfwunde heftig gesehen von der materiellen Schädigung, welche diese Schund- regt, und man die Nothwendigkeit guter Organisation längst erblutend, bewußtlos liegen blieb. Der Verunglückte mußte jojort literatur gerade den Unbemittelteren zufügt so ein Schauer- tannt, man längst durch Gründung von Organisationen, welche in ärztliche Behandlung gegeben werden. 3. Der Schlächter- roman von mehr als 100 Lieferungen à 10 Pi. toftet 10 m. und auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen, den geſelle Figner glitt während seiner Arbeit beim Schlächter ist keinen Pfennig werth ist die Wirkung dieser Jammerdinger richtigen Weg eingeschlagen, das rechte Mittel gefunden, den Armeister Weiding( Adalbertstraße) gestern Nachmittag so unglück eine durchaus verdummende, die Freiheit des Geistes knechtende. beiter auf seine jammernswerthe Lage aufmerksam zu machen, lich aus, daß drei Finger mit dem Wiegemesser, das er in der Nicht minder sei vor jenen zungenfertigen Schwägern gewarnt, ihm das Verständniß darüber beizubringen, was zu einem Hand hielt, fast bis auf die Haut durchschnitten wurden. die Arbeiter überreden, einen Bestellzettel" zu unterschreiben und menschenwürdigen Leben gehört, haben die Bureau- Anin träger Stellung verharrt, fich dadurch oft zur Zahlung von Raten im Gesammtbetrage von 100, gestellten noch oder aber fich in mälde"," Schmuck" u. dgl. verpflichten.- Taschen zu! Agenten alchymistischen Versuchen der Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine la noch mehr Wark für dem Arbeiter werthlose Bücher, Ge- Harmoniebusel- Seeligkeit gewiegt, für Schundliteratur und Schwindelmanöver' raus! gefallen, zu Palliativmittelchen die Zuflucht genommen, sich in ben findlichen Glauben wiegend, daß ihre bescheiden vorVertrauensseligsten die Augen geöffnet, daß aus eigenem getragenen Bitten das Herz ihrer Arbeitgeber rühren möge. Sun, die Thatsachen haben wohl zur Evidenz selbst dem Antriebe, a us purer Menschenfreundlichkeit, sich die besigende klasse feiner der ihr durch Ueberlieferungen gewährleisteten Vortheile und Vorrechte begiebt. in Die übrige Arbeiterschaft hat dank ihrem zielbewußten VorFerienkolonien und das Messer. Bei der zur Zeit vor sich gehenden Einstellung der Refruten in die Ferienkolonie find feitens der Behörden die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Im Gebäude des Bezirkskommandos ist die Wache um 12 Mann und 2 Unteroffiziere verstärkt, während auf dem Play Im Wahnsinn aus dem Fenster gesprungen ist gestern Aufgebot von Schußleuten zu Fuß( etwa 30) und zu Pferde( 6) am Volkstheater in Bremen, welche hier auf vierzehn Tage zu vor dem Gebäude( dem Kaiser- Franz- Grenadierplatz) ein starkes Morgen 51/2 Uhr die unverebelichte Lucie Stegemann, Statistin bestrebt ist, größere Ansammlungen zu verhindern. Troßdem Befuch weilte, in ihrer Wohnung Großbeerenstr. 11. Die St. tam es am Donnerstag wiederholt zu Rempeleien zwischen den sprang, nur mit Hemd und Nachtjacke bekleidet, aus dem im zum Theil etwas übermüthigen Befruten und dem übrigen dritten Stock belegenen Fenster ihres Schlafzimmers. Der in Publikum, die theilweise in blutige Schlägereien ausarteten. Die dieser Straße thätige Nachtwächter, welcher gerade im Hause Eicherheitsmaßregeln sollen getroffen sein, um einem ähnlichen Nr. 15 dabei war, den Portier zu wecken, hörte plößlich einen gehen achtungswerthe Erfolge errungen, laßt dies ein Anfporn Vorfall wie dem vom vergangenen Jahre vorzubeugen, wo ein dumpfen Fall, und als er hinzukam, sah er eine Frauengestalt für uns sein dem nachzueifern und vor allem vergeßt nicht, daß Echuhmann in den Luisenstädtischen Kanal geworfen wurde. liegen, die noch schwache Lebenszeichen von sich gab. Man nur im Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung Erfolge Eelbfiredend vergrößert die Verstärkung der Sicherheitsmann- brachte die Aermste wieder nach ihrem Zimmer, und ein sofort erzielt werden können. Tretet dem Verein der Bureau- Angestellten schaften" die Anzahl überflüssiger Neugieriger und die Möglich herbeigeholter Arzt konstatirte, daß beide Arme und Beine ge- und verwandten Berufsgenossen bei, der voll und ganz auf dem feit von Unruhen. In Verfolg der Refrutenaushebungen ge- brochen waren und innere Verlegungen stattgefunden hatten. Boden der modernen Arbeiterbewegung sich stellt, Schulter an tiethen einige Leute an der Ecke der Adalbert- und Manteuffel- Die Bedauernswerthe, welche die That im Wahnsinn verübt fraße gestern Nachmittag in Streit. Als der Arbeiter Esch, hatte, wurde nach einem Krankenhause gebracht. An ihrem Echönhauser Allee 52 wohnhaft, durchaus die Nothwendigkeit, Aufkommen wird nach Aussage des Arztes wohl kaum zu 3weckmäßigkeit und Erbaulichkeit des Soldatenlebens nicht denten sein. sugeben wollte, brangen einige Mordspatrioten gewaltsam auf " Schulter mit der übrigen Arbeiterschaft den Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind dem Kapitalismus führt. Dienstag, den 18. Oftober, findet unsere erste Generalversammlung, Abends 81/2 Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstr. 38 statt, mit einem Vortrag über das Thema:" Verkürzung der Arbeitszeit". Kollegen, helft mitſchaffen an dem großen Werke der Befreiung des Prole tariats aus leiblicher und geistiger Knechtschaft. Der Verein J. A.: Der Vorstand. ihn ein. Einer von ihnen brachte ihm mehrere lebensgefährliche Im Traume zum Fenster hinausgesprungen ist vor Etiche mit einem Meffer bei und floh nebst seinen Begleitern. Eine gestern Nacht der in der eriren Etage des Hauses Große HamBerfolgung der Banditen blieb fruchtlos. Der Schwerverlegte burgerstr. 15 wohnende Schirrmeister Qute, welcher dort mit einem Kollegen W. ein nach dem Hofe zu belegenes Zimmer wurde in ärztliche Pflege gegeben. Die Sicherheit in den Straßen inne hat. Am Dienstag Abend hatten sich die beiden jungen der Bureau angestellten u. verw. Berufsgenossen. Berlins wird überhaupt immer bedenklicher: während der ästhetische Leute ziemlich spät zu Bett gelegt, als gegen 2 Uhr Morgens W. Echuhmann darnach sich umschaut, ob in irgend einem Laden nicht ein Buchtitel oder ein Bild Anstoß erregen könnte, verüben durch ein lautes Geräusch und Hilferufe, die vom Hofe aus ertönten, erwachte. Er eilte, da er die Lagerstätte des L. leer fand, Achtung, Steinarbeiter! In Rostock in Mecklenburg haben geweſene Militärs Hausfriedensbruch und Mordversuch, stoßen ans Fenster und erblickte auf dem Hose die Gestalt eines Mannes 20 Granitarbeiter die Arbeit wegen Lohndifferenzen niederMordspatrioten mit Messern zu, belästigen Herren der vornehmen Gesellschaft" anständige Mädchen und Frauen.-, du liegen; sofort hinunter eilend, fand er hier den Freund völlig gelegt. Der Sachverhalt ist folgender: Anfang dieses Jahres herrliche Residenz" Berlin! unbekleidet, blutend und mit gebrochenen Beinen am Boden aus- ließ der Steinmetzmeister Schraep 8 Steinmeßen aus Bayern gestreckt. Der Schirrmeister erhielt sofort ärztliche Hilfe und kommen, mit dem Versprechen den Betreffenden 5 M. Er läßt jedoch im Akkord wurde dann nach dem Hedwigs- Krantenhause geschafft. Er giebt Lohn pro Tag zu bezahlen. hat und zum Fenster hinausgeklettert ist. was ihnen versprochen wurde, außerdem ist die Behandlung der Leute in dem betreffenden Geschäfte eine derartige gewesen, daß es dieselben nicht länger aushalten konnten, und infolge dessen 20 Mann die Arbeit niederlegten. Das Kriminalgerichtsgebände zu Moabit erhielt gestern Vormittag den Besuch des Justizministers Dr. von und Untern Führung des Landgerichtspräsidenten ing. an, daß er lebhaft geträumt, sich dabei von seinem Lager erhoben arbeiten und die Leute verdienen noch nicht die Hälfte von dem, dessen Stellvertreter, Landgerichtsdirektors Dr. Martius, be Heine Ladendiebin. In einem Spigengeschäft am Spittel. sichtigte der Leiter des preußischen Juſtizwesens verschiedene markt ließ vorgestern Abend eine feingekleidete Dame" eine Räumlichkeiten in dem langgestreckten Gebäude und warf auch Spize im Werthe von etwa 50 m. verschwinden. Der Laden- Da nun die Streifenden vollständig mittellos und zum hier und da einen Blick in die Detentionszellen der vorgeführten inhaver nahm ihr die gestohlene Spitze ab und ließ späterhin größten Theil verheirathet sind, bitten wir sämmtliche SteinGefangenen. Der Minister wird von diesem Besuche jedenfalls ihren Namen auf dem Bolizeibureau feststellen. Dort bestätigte arbeiter Deutschlands, unsere kämpfenden Brüder thatfräftig zu den Eindruck mitgenommen haben, daß die der Kriminalrechts- ich, daß die Diebin der vornehmen Gesellschaft" angehört. Der unterstützen und den Zuzug fernzuhalten, damit wir dieselben pflege zu Gebote stehenden Räumlichkeiten sehr viel zu wünschen Antlage wegen Diebstahls gegenüber wird wohl der Einwand zum Siege verhelfen. Alle Sendungen sind an den Vertrauensübrig lassen. der Diebstahlssucht( Kleptomanie) entgegengestellt werden. mann Chr. Schörner, Rostock, Strandstr. 31, zu richten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Für die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands. Ph. Thomas, Polizeistunde! Die Delegirten des Verbandes der Gast- Vermißt wird seit dem 5. Oftober, 10 Uhr Abends, die und Echankwirthe von Berlin haben auf ibre Petition an den 31 Jahre alte Schneiderin Marie Müller, Spenerstr. 17 wohnMinister des Innern um Verlängerung der Polizeistunde bis um 12 Uhr folgenden ablehnenden Bescheid erhalten:" Auf das baft. Man vermuthet, daß der Dame ein Unglück zugestoßen Besuch vom 10. März cr. wegen allgemeiner Verlängerung der Bekleidet war dieselbe mit blaugrauem Rock, dunkelblauer Taille mit modefarbenem Bejat, dunkelblauem Jaquet und Bolizeistunde für Berlin und Umgegend von 11 bis 12 Uhr schwarzem Strohhut mit schwarzer und rosa Schleife. Bei sich Nachts erwidere ich dem Vorstande, daß nach den stattgehabten führte die Dame, die die Schwägerin des bekannten TheaterGrmittelungen tein genügender Grund vorliegt, von dem bis= herigen Verfahren hinsichtlich der Gast- und Schankwirthschaften inspektors Möhrdel vom Wallner- Theater ist, eine Abonnementsfarte für eine 10- Pfennig- Strecke der Stadtbahn. abzuweichen. Der Minister des Junern. J. A.: Haafe." Sie Rigdorf( Berlin), Falfstraße 5, II. Städtischer Arbeitsnachweis in Mainz. In einer gestern Abend im Weißen Rößchen stattgehabten start besuchten Arbeiterverfammlung wurde nach einem Referate des Genossen C. KloßStuttgart über die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie nach vorhergangener Debatte folgende Resolution angenommen: In Erwägung, daß in Arbeiterkreisen längst das Bedürfniß nach einem alle Zweige der Erwerbsthätigkeit umfassenden unentgeldlichen Arbeitsnachweis- und Auskunftsbureau besteht, beschließt die heutige Versammlung, bei der Bürgermeisterei und den Stadtverordneten der Stadt Mainz zwecks Errichtung eines derartigen Bureaus vorstellig zu werden. haben daraufhin einstimmig beschlossen, in einem Immediatgesuch Das Wasser ist naß. Zu naß ist dem Dienstmädchen Else an den Kaiser ihr Gesuch zu wiederholen. Unseres Erachtens R. das Wasser gewesen, in dem es am Dienstag Vormittag den muß die Bevormundung durch eine Polizeistunde zu unerträg Tod suchen woute. Die R., die 7 Jahre bei einem Kaufmann lichen Zuständen führen. Vollends ungerechte Folgen zeitigt in der Weißenburgerstraße in Stellung ist, war nach Weißenfee fie, wenn dem einen Lokal Schankfreiheit die gange oder halbe gelaufen und mit einem Stein beschwert in den Bözow'schen Nacht hindurch gewährt, von dem anderen Lokal in derselben juhl an der Gürtelstraße gesprungen. Als sie bis an den Hals Diefes Bureau soll auf Kosten der Stadt Mainz errichtet, Stadt aber schon um 11 Uhr Abends Schluß verlangt wird. im Wasser steckte, wurde ihr der Aufenthalt unheimlich: sie fehrte durch einen befähigten mit den Verhältnissen betrauten Oder ist es gerecht, daß Huren- Restaurants volle Schankfreiheit schleunigst um, wurde von zwei Steinträgern in. Empfang ge- Arbeiter geleitet und unter Aufsicht einer Don den haben, Arbeiterlokale und viele andere anständige Restaurants nommen und zähneklappernd dem Amtsbureau zugeführt. Von Beisigern des Gewerbegerichts zu wählenden und je zur aber um 11 des Abends schließen müssen? Die Betition war dort wurde sie durch die herbeigerujene Herrschaft wieder ab- Hälfte aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehende viel zu bescheiden: nicht Schantfreiheit bis um 12 Uhr, sondern geholt. Ueber die Beweggründe zur That hat sie jede Austunjt Kommission gestellt und mit dem Vorsitz dieser Kommission der volle Schankfreiheit muß nicht petitionirt, fondern hartnäckig verweigert. Vorsitzende des Geiverbegerichts betraut werden. perlangt werden. Das Segen ungleichmäßiger Polizeistunde In fernerer Erwägung, daß es geboten erscheint, über die ftemvelt die meisten anständigen Restaurateure und deren Gäste Polizeibericht. Am 11. d. M. Mittags wurde im Land- Lohnverhältnisse der Arbeiter, über Arbeitslosigkeit, Krantzu Bürgern zweiter Klasse, denen nicht einmal jd as Recht zu wehrtanal, an der unteren Freiarche, die Leiche einer etwa heiten 2c. zuverlässig unterrichtet zu sein, spricht die Versammsieht, das der Minister Dirnen und deren Gewerbegehilfen bereit 50jährigen Frauensperson angeschwemmt. Gegenüber dem lung den Wunsch aus, daß durch den bereits im Dienst der willigst und schleunigst eingeräumt hat. Fort mit dem falschen Hause Corneliusstr. 5 fiel Nachmittags ein 5 jähriger Knabe beim Stadt stehenden statistischen Hilfsarbeiter oder durch genanntes Stempel! Spielen in den Landwehrkanal. Er wurde, ohne Schaden ge- Bureau statistische Erhebungen auf genanntem Gebiet stattnommen zu haben, von einem Schlossermeister gerettet. Im finden." Laufe des Tages fanden fünf Brände statt. Es besteht begründete Aussicht, daß die Stadtverwaltung dieses Projekt zur Ausführung bringen wird und so dürfte die Stadt Mainz, welche das erste Gewerbegericht auf grund des Gewerbegerichts Gesetzes in Deutschland hatte, auch die erste Stadt fein ,, welche den Arbeitsnachweis in eigene Berwaltung nimmt. F Schuß in der Kaserne. Auf dem Zimmer 158 in der Kaferne des zweiten Garde- Feld- Artillerie- Regiments am Kupfergraben frachte in der Nacht zum Donnerstag plötzlich ein Schuß. Als die Soldaten von verschiedenen Seiten zusammenliefen, fanden sie ein junges Mädchen vor, das aus der rechten Schläfe blutete. Das zweite Polizeirevier wurde sofort benachrichtigt m und ließ die Bewußtlose der Charitee zuführen. Auf der Einem Briefsteller für Liebende waren die Epistel nicht Kafernenwache befand sich der Unteroffizier Schorrigers, der entnommen, welche die in der Kaiser Alexander- Kaferne wohnende Im kaufmännischen Verein zu Remscheid hat, wie wir gestern Nachmittag ein Mädchen vor der Kaserne auf und ab- Frau des Kasernenwächters Fehner seit einer Reihe von der Kolonialwaaren Zeitung" entnehmen, eine Zusammenkunft Gerichts- Beifung. " 3wi Cholera1. Oftober. Dieser der dortigen Ladenbesizer und Ladengehilfen stattgefunden behufs| Veränderungen von Bahlstellen bekannt. Ein eingelaufener An-| selbe sezt die Reise nach Hadersleben fort. Stellungnahme zu den von der Regierung in Aussicht genomme- trag, die„ Holzarbeiter- Zeitung" unentgeltlich ins Haus zu senden, tranke von der Besatzung sind in der Station zurückgeblieben. nen geseglichen Anordnungen der Einschränkung der Arbeitszeit zeitigte eine längere Debatte. Ein inzwischen neu eingelaufener An- Mainz, 11. Oftober. Das Kreisamt hob die gerfeuchtund zur Einführung von Minimal- Kündigungsfristen im Handels- trag, diese Angelegenheit auf die Tagesordnung der nächsten General- erklärung des Rheines auf und bemerkt dibei, daß die gewerbe. An der Hand der vorligenden Fragebogen aus dem versammlung zu sehen, wurde mit Majorität abgelehnt. Ein Benutzung ungefochten Rheinwassers nicht mehr jedenklich sei. Reichskanzleramte wurden die am Plage in bezug auf die Antrag, die Regelung des Herbergswesens auf die Tagesordnung Wien, 12. Oftober. Das Organ des oberfen SanitätsArbeitszeit und Arbeitsverhältnisse der Gehilfen und Lehrlinge der nächsten Generalversammlung zu sehen, wurde abgelehnt. rathes Desterreichisches Sanitätswesen" stellt fest, daß in der in Ladengeschäften herrschenden Mißstände festgestellt, sowie die Am Schluß gab Kollege Wiedemann bekannt, daß die nächste lehten Woche nicht blos die Zahl der Cholera- Erfratungen und Mittel dargelegt, die zu deren Beseitigung geeignet und ohne öffentliche Versammlung am Dienstag, den 17. Ottober, in der der verseuchten Gemeinden in Galizien sich vermindrte, sondern Nachtheil für die Geschäftsinhaber sowohl wie für das kaufende Kontordia stattfindet. Zu erwähnen ist noch, daß die Bibliothek auch der Charakter der Erkrankungen ein milderer gevorden und Publitum durchführbar seien. Als ein dringendes Bedürfniß für von der Bernauerstr. 72 nach der Lothringerstr. 67 verlegt ist; die Ziffer der Sterbefälle gesunken sei, so daß ein bediges Er. das Handelsgewerbe wurde die gesetzliche Einführung einer in der Bergstr. 60 ist eine neue Zahlstelle errichtet. Außerdem ist die löschen der Seuche zu erhoffen wäre. Rom, Minimal- Kündigungsfrist von vier Wochen, die zu Ende eines Bahlstelle von Klein zu Gaule, Dieffenbachstr. 31 und die von In den letzten 24 Stunden sind in Livorno 2 Cholesfälle vorjeden Monats beginnen tönne, allgemein anerkannt, ebenso Steinmeßstr. 57 nach Gulmstr. 36 bei Raumann verlegt. Kollege gekommen, in Palermo 25 Erkrankungen und 13 Todesfe. die Bestimmung, daß die Kündigungsfristen für beide Theile Koblenzer legte sein Amt als erster Bevollmächtigter nieder. Arbeiterrisiko. Auf der Ludwigsglücks- Grube in Rattwik gleich bemessen seien. In der Mitgliederversammlung des Vereins der riß auf unerklärliche Weise das Seil der Förderschale, worau Kaum hat der Herbst begonnen und schon werden an Blätterinnen und verw. Berufsgenossen, die am und ein Steiger wurden in Atome zerschmettert. diese mit den Insassen in die Tiefe fauste. Ein Maschinenwärter allen Enden Deutschlands Klagen über allgemeinen Arbeits- 3. Oktober tagte, sprach Genosse Timm in einem beifällig aufmangel laut. Ueber die Art und Weise, wie sich die Behörden genommenen Vortrag über:" Die Bedeutung der Organisation". Aus dem Gebiete der höheren Prostitution. mit dieser jetzt schon akuten Frage abfinden, bringt das" Ham- An der hierauf folgenden Diskussion betheiligten sich Möhring, Tage war in der Weser- Zeitung", welche sich einbildet, die burger Echo" folgendes Beispiel aus Altona:„ Ca. 80 Arbeits- Frau Schulz und Hergt. Unter anderem wurde auch die Hand- höhere Moral und Sittlichkeit in Erbpacht genommen zu haben, lose, die sich ohne jede Verabredung am vorigen Donnerstag lungsweise der Direktrise bei der Firma Ritter fritisirt. Diese folgendes Inserat zu lesen: zusammengefunden hatten, zogen am genannten Lage in größter verbot den Arbeiterinnen die Versammlung zu besuchen. Die Ruhe vor das Rathhaus und deputirten zwei Mann zum Herrn Angegriffene sucht sich in der Versammlung gegen diesen VorOberbürgermeister Giese, der sie auch empfing. Sie trugen ihren wurf zu vertheidigen und legt die Gründe dar, die sie zu dieser Wunsch nach Arbeit vor und ersuchten den Herrn Oberbürger: Maßnahme veranlaßt hat. Die weiteren Punkte wurden der meister, seinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß die Stadt vorgerückten Zeit wegen von der Tagesordnung abgesetzt. schleunigst nöthige Arbeiten den Arbeitslosen in Regie geben möge. Ihnen wurde die Antwort, daß ihr Wunsch dem Magistrat Die Arbeiter Bildungsschule( Bezirk Südost) hatte am unterbreitet und den Sprechern Nachricht zugängig gemacht 8. Oktober eine Versammlung einberufen, in der Genosse Adler werden würde. Heute wurde einer der beiden Deputirten auf's über das Thema:" Der eherne Schritt der Zeit" referirte. In Rathhaus geladen und ihm vom Stadtsekretär Thode eröffnet, der Diskussion forderte der Vorsitzende die Anwesenden auf, der daß der Magiftrat sich nicht veranlaßt sähe, dem Wunsche der Arbeiter- Bildungsschule beizutreten. Genosse Bader wünscht, daß Betenten Rechnung zu tragen und Arbeiten in Regie zu ver- auch in der Arbeiter- Bildungsschule der Unterricht in franzö geben. So lautete wenigstens die Mittheilung, welche der er- fischer und englischer Sprache ertheilt wird. Nachdem noch wähnte Deputirte heute machte. Schade, daß der Bescheid nicht mehrere Redner in der Diskussion gesprochen, wurde die Verschriftlich gegeben wurde." In der Gegend von Ronsdorf ist sammlung geschlossen. die Arbeitslosigkeit in der Bandweberei so groß, daß mindestens 5000 Arbeiter von ihr betroffen sind. In einer öffentlichen Volksversammlung der Schlesier, Wie das Unternehmerthum angesichts der Arbeitslosigkeit in seinem Interesse Sozial- die am 8. Oktober tagte, sprach Genoffe A. Hoffmann über das reform treibt, zeigt drastisch das Beispiel eines Buchdruckerei- Thema:" Das moderne Raubritterthum." In der Diskussion besitzers in München, der am 1. Oktober durch Anschlag seinem forderte Hirschmeier die Anwesenden auf, dem Verein beizutreten, Personal bekannt gab, daß die Arbeitszeit fortan von 9/2 auf damit für die Agitation mehr geleistet werden kann. 10 Stunden verlängert werde und daß er etwaige Einwendungen gegen diese Maßregel von vornherein ignoriren müsse! " Eine jugendliche Dame von bester Erziehung, eigen artige Erscheinung, äußerlich und innerlich bevorzugt, Polin, deutsch, französisch und englisch sprechend, von großer Herzensgüte, festem Charakter, bei allen Sympathie findend, heiteren Temperaments und sehr häuslich, wünscht einen alleinstehenden Herrn von zirka fünfundsechzig Jahren ab zu ehelichen. Besondere Verhältnisse nöthigen diese Dame, einen sehr reichen Herrn zu bevorzugen. Nur entsprechende Herren von feiner Bildung, auch Ausländer, christlich, ehrenhaften Charakters ( hohes Alter und Kränklichkeit durchaus nicht ausgeschlossen), welchen an angenehm gestalteter Häuslichkeit und gemüthvollem, weiblichen Verkehre vor allem gelegen ist und der Dame dauernd ein zartfühlendes Entgegenkommen bieten, mögen ihre werthen Briefe mit langgiltiger Adresse des Absenders innerhalb zirka sechs Wochen vom Heutigen ab unter Chiffre 1893 an die Annoncen- Expedition von Hafenstein u. Vogler, A.-G., in Augsburg senden. Strengste Diskretion wird geleistet und erbeten. Also eine junge Dame mit allen möglichen förperlichen, geistigen und moralischen(!) Vorzügen, aber ohne, Moos", sucht sich einen Ehemann, der sehr alt, mindestens aber 65 Jahre alt sein muß, Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein( Filiale auch ihretwegen frant sein darf( um so früher" rutscht er ab"), Weißenfee) hielt am 10. Oftober in der Flora eine Versammlung aber unbedingt sehr viel Geld haben muß, weil besondere Risiko der Arbeit. Nach den Veröffentlichungen des Vor- ab, in der Fräulein Wabnih über das Thema:" Die Frau in Verhältnisse der„ Dame" dies nothwendig erscheinen lassen! Ist standes der Tiefbau- Berufsgenossenschaft sind Unfälle zur An- der heutigen Gesellschaft" referirte. In ihren weiteren Verhand- wohl eine schamlofere Prostitntion denkbar, als wie sie sich hier zeige gelangt im Jahre 1891: bei der Berufsgenossenschaft 3395, lungen beschäftigte sich die Versammlung mit der Wahl einiger in dem Verkaufe eines jungen Mädchens an einen möglichst davon Todesfälle 123, bei der Versicherungsanstalt 274, davon Vorstandsmitglieder. Es wurden gewählt: Zur Schriftführerin aften, gebrechlichen Mann darstellt? Pfui Teufel, sich in so ekler Todesfälle 6; im Jahre 1892: bei der Berufsgenossenschaft 3779, Frau Hartwig, zur Raffirerin Frau Schmidt. Weise zum Kuppler zu machen, nur um die paar Pfennige davon Todesfälle 18; bis ultimo September 1893: bei der Be- Zu unserem Versammlungsbericht der Steinindustrie- Inferatengebühr zu erhaschen! Und das Blatt nennt sich dann davon Todesfälle 128, bei der Versicherungs- Anstalt 368, rufsgenossenschaft 2902, davon Todesfälle 63, bei der Versicherungsanstalt 180, davon Todesfälle 7.- Bei der Hamburgischen Berufsgenossenschaft wurden bis ultimo September 1893 gemeldet 1389 Unfälle, davon Todesfalle 26. Entschädigt wurden - 220 Unfälle!' Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Wahlkreis hielt am 11. Oktober eine Versammlung ab, in der Genoffe Timm über die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und unsere Stellung hierzu" sprach. Redner bemerkte, unsere Parteitage und internationalen Kongreffe haben stets die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation betont, aber praktisch habe die Gewerkschaftsbewegung doch viele Feinde in denjenigen Genossen, welche sich nach jenen Beschlüssen der Parteitage 2c. sehr wenig richten, indem sie der Gewerkschaftsbewegung gleichgiltig gegenüberstehen. An der Entwickelung der englischen Gewerkschaftsbewegung, die Redner eingehend schildert, zeigt derfelbe, daß die Errungenschaften auf wirthschaftlichem Gebiete und namentlich auch das Koalitionsrecht in England die Arbeiter durch die Macht ihrer Organisationen erreicht haben. Gewerkschaftliche und politische Bewegung gehöre eng zusammen, das Eine tönne nicht ohne das Andere bestehen. Mit der ein dringlichen Mahnung an die Genossen, sich zu organisiren, schloß Redner unter dem Beifall der Versammlung. Arbeiter in Nr. 227 des„ Borwärts" wird uns folgende Berichtigung zugesandt: Erstens erklären wir, daß es unwahr ist, daß wir eine an uns ergangene Beschwerde lasch betrieben haben. 3weitens ist es eine grobe Lüge, daß der Beschwerdeführer von uns dem Meister denunzirt ist. Der Gesellenausschuß der Steinmez Innung. J. A.: Kaiser. M 9 Uhr. 0 von Mitgliedern. Mai Bertheidiger der Heiligkeit der Ehe und verdreht heuchlerisch die Anschauungen über Liebe, Ehe und Familie! frommen Augen ob der Unfittlichkeit der sozialdemokratischen Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Berlin aus verbreitete Gerücht, daß die an den deutsch- russischen Wien, 12. Oktober. Die„ Polit. Korr." dementirt das von Handelsvertrags- Verhandlungen theilnehmenden russischen Delegirten demnächst nach Petersburg zurückkehren müßten, um neue Instruktionen einzuholen. Verein der Schäftebranche. Sonnabend, den 14. Oftober, Abends 8% Uhr, Wallstr. 20 bei Mathies: Generalversammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerütraße 179a: Unterricht in Gesundheitslehre und Buchführung. Ost Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). Süd- Ost- Schule: Reichenbergerstraße 183. Unterricht in Buchführung. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5.-Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Wien, 12. Oktober. Die Taaffe'sche Wahlreform nimmt das Lese- und Diskutirklub Otto Reimer, Abends 8% Uhr, Wilhelmshavener gesammte Interesse aller Kreise in Anspruch und läßt alles Diskutirklub August Geib Abends 8 Uhr im Andere nicht zur Geltung fommen. Die jetzige politische Lage traße 23 bet stuba. Restaurant Zubeil. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender erregt allenthalben eine Aufmerksamkeit, von der namentlich die Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 r. Alle Änderungen im Vereins- Konservativen und die kleritale Partei ergriffen sind, welche natüriebungsstunde bends. tum, anteuffelity. 40, d. 22r. Freitag. lich energisch gegen die Situation Stellung nehmen. Sozialisten, scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlinen.-Nord, Berg- Antisemiten und Czechen sind für die Vorlage günstig gestimmt, ftraße 68, bet feller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. während die Meinung der Polen über die Angelegenheit noch binder Männerchor Berlins, Holzmarttstraße 3, bei Deter. Summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. Buch= nicht bekannt ist. In der deutschliberalen Partei macht sich eine glöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Gemüthlichkeit Buyer, bedeutende Zersplitterung bemerkbar. Nach dem jüngsten EntBalme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, wurf beläuft sich die Gesammtzahl der österreichischen Wähler auf Seydelfir. 30. verein, Lichtenbergerstr. 21, bet Heije. Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus'scher Gefang5200 000 Personen. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismardstr. 74.- Typographia, Gesangverein Berliner Neapel, 12. Oktober. Die Situation in den SchwefelBuchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenstr. 20.- Gesangv. Nordwacht, distrikten um Palermo soll nach den Berichten sizilianischer Müllerstr 7, bei Reichert.- Gefangverein Sch margendorf in Schmargen. Blätter eine überaus traurige sein. Die Arbeiterunruhen nehmen dorf, Wirthshaus. Butunft 1, Steglig, Ahornstraße, im GambrinusGesangverein Collegia i, Manteuffelstr. 9 bei Nowiacs. in erschreckender Weise zu, über 500 Verhaftungen wurden bereits Gesang verein reiheit Moabit, Kronen: Braueret, Alt- Moabit Nr. 47/49. vorgenommen und der Belagerungszustand mußte eröffnet werden. Vereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 Lange. ,, Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bet Stehmann. bei Die Noth in den Arbeiterkreisen wächst mit den fortdauernden Gesangv." tosalia" Gr. Frantfurterstr. 81 b. Müller. Nord- West: revolutionären Exzessen. Stern", Altonaerstraße 27 bei Sipte. Bineta", Swinemünderstr. 35 bei Queitfch). Freie Liedertafel, Neue Königftr. 73 bei Hahn. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Vogel. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer Briefkaffen der Redaktion. Gesangverein Gerstenähre, Alte Jatobftr. 83 bei Wienece. Gefangverein Steinnelte, Köslinerstr. 17 bet Wendt. Johanni, am Oftbahnhof 7 bei W. Schulze. Einigtett 3, Groß- Lichterfelde bei uns nicht bekannt. Weißensee. Ein Stück:„ Der Glockenguß zu Breslau" ist Gries, Giesensdorf. Gefelligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Fretheit 1, Bülowfir. 65 bei Richter. - Matengruß, Röpenick, im Lotale von Kig, Neue Grünstraßen- Ecke. P. G. Uns sind die bez. Stipendiatverhältnisse in ihrer raße 191 bei Foge. Männerchor Süd- Ost, Köpnider Gegend gänzlich unbekannt und wir tönnen Ihnen anders feinen Brandenburger Männer- Gesangverein in Brandenburg a.., Mengert's Boltsgarten, Bergstraße.- Matglödd) en 2, Rath geben, als sich bei den Lehrern ihrer Tochter, die jedenfalls über diese Fragen unterrichtet sind, zu erkundigen. Reichenbergerstr. 16 bet PäBold. -WO Män ner In der Diskussion betonte Appelt noch einmal, daß die politische Bewegung der gewerkschaftlichen niemals feindlich gegenüber gestanden habe; beide hätten sich, so gut es die Verhältnisse gestatteten, entwickelt. Im übrigen, so meint Redner, dürfe man die politische Bewegung unter feinen Umständen hintenansehen. Aber man solle sich hüten, einen Zantapfel zwischen beide Bewegungen zu werfen, wie es geschehe durch Anträge, daß Arbeiter, die nicht ihrer Gewerkschaftsorganisation angehören, auch nicht als Genossen angesehen werden. Börner erachtete es als Pflicht jedes Genoffen, mit gleicher Kraft für beides, für die politische wie für die gewerkschaftliche Bewegung, einzutreten. Der Streit über die Form der letzteren werde schwinden, wenn Alle in den Gewerkschaften sind und infolge dessen nicht mehr, wie jetzt, Einzelne in den Versammlungen den Ausschlag geben. Nachdem Timm Appelt's Ausführungen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. energisch zurückgewiesen, hielt Mäther die Ansicht aufrecht, daß alle Buschriften sind zu senden an B. Sentel, Bergmannstr. 14, Sofa Tr. in der politischen Partei ein Geist groß geworden, der die ge- greitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgasse 2 bet Krebs. Regel- Klub Lustige 13", Abends 8 Uhr bet Sauermann, Adalbertwerkschaftliche Bewegung unterschäße. Das gehe hervor aus straße 8. Aeußerungen, wie sie der Vorwärts" und Bebel in der letzten Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- BejangZeit gebraucht hätten. So habe Bebel ihm, dem Redner, neu- verein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Quartettverein lich im 6. Wahlkreis entgegengerufen, die Reichstags- Abgeordneten edding, Abends 8½ Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Männerchor Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Weartgrafeuftr. 87. hätten mehr geleistet, als alle Gewerkschaften zusammen. Da- Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunouſerſtr. 35. Privat gegen weise er nur auf das preußische Berggefeh hin, das nie- Weusit- Dilettantenverein 20 abends sy for but Gdent, Sauen Mufitverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichen mals zu stande gekommen wäre ohne die großartigen Be- ebungsstunde. wegungen der Bergarbeiter. Der Vorwärts" andererseits habe Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung alle diejenigen, welche mit der Haltung der Partei in der Gewerkschaftsfrage nicht zufrieden seien, als unabhängig erklärt. Das sei Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen nicht richtig. Ebenso wenig empfehle es sich, daß man im Vorwärts" den gewerkschaftlich Lässigen alle möglichen Entfchuldigungsgründe für ihre Lässigkeit zu gut halte. So wirke man nicht für die Gewerkschaften. Die Versammlung schließt hierauf die Diskussion; eingezeichnet waren noch 5 Redner. Ginstimmige Annahme fand folgende Resolution: " bergerjir. 24. " Bergnügungsverein Veilchen, Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Interesse haben, tönnen wir berücksichtigen. Feller. Nur Versammlungsberichte, die ein allgemeines Krohne. Wenden Sie sich bitte an den Arbeitsnachweis der Metallarbeiter, Wallstr. 7/8, um Auskunft. Th. Wächter. Seit einigen Tagen liegt ein Brief für Sie bei uns; bitte, verfügen Sie darüber. Dr. K. Anzeigen über Eröffnung, Verlegung u. f. w. von in dem lediglich aus Versehen eine der vielfach diesbezüglich uns Polikliniken gehören in den Inseratentheil, nicht in den lokalen, zugehenden Mittheilungen fürzlich Plaz gefunden hatte. kontrolliren. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des termins in Kenntniß zu setzen: einseitige, sonst unbezeugte derMartin C. Bitte uns von Anberaumung des Gerichtsdie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Zurn artige Darstellungen können wir nicht auf ihre Objektivität hin balle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Abends 9 Uhr, bei Brauns, Oranienſtr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, C. 3., Cuvrystraße. Die Redaktion des Voltsboten", s uhr im Restaurant Holzbacher, Drenfeftraße 3. Unterhaltungsflub Schiller, Abends Stettin, wird Ihnen gern über ihre Fragen Auskunft geben. Lepidopt. Vereinigung Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenfir. 29. Abonnement. Ein Testament hat nur dann Giltigkeit, Musikverein Hoff: nung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauerstr. 35-37 bei wenn es bei Gericht( Amtsgericht) niedergelegt ist. Stattlub Kairo Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Reſtaurant Zur Gleich- Sachlage vor; möglicherweise nimmt er dann von Beibringung J. W., Oppeln. Tragen Sie dem Standesbeamten die Genoffen Timm einverstanden und erklärt, daß jeder Parteigenosse heit", andreasstr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein die Pflicht hat, sich den Beschlüssen der Parteitage zu fügen Solidarität, Abends 8% ühr im totale von Ehrenberg, Annenstr. 16, des nicht zu beschaffenden Geburtsscheines Abstand, eventuell Sigung. und in die betreffenden Fachorganisation einzutreten." Rauchtlub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvryjtr. 48 wenn das Vormundschaftsgericht Ihre Angaben aus den Aften bet Kricheldorff. Ruderverein„ Borwärts", Sigung Abends 8 Uhr, bestätigt. Vielleicht wenden Sie sich zunächst an das VormundIn seinem Schlußworte führte Timm noch aus: Wir haben in der Spreeterrasse, Jannowißbrücke." das Koalitionsrecht; wenn wir es nicht ausüben, dann wären English Conversational Club Shakespeare. fchaftsgericht. Schneider. wir gar nicht werth, daß wir es besitzen. Unter Vereins- Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant P. R. Den Vorschuß müssen Sie zahlen; nach Rücknahme angelegenheiten wurde beschlossen, die Vereinssitungen bis zur Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Der Klage erhalten Sie einen Theil des Vorschusses zurück. erfolgten Stadtverordneten- Wahl zu gunsten von öffentlichen Versammlungen ausfallen zu lassen. Vermischtes. Allemann. Jeder aktive Offizier bezieht Gehalt, auch wenn er Prinz ist. Schkendik. Frau Kähler's Adresse in Wandsbek ist uns nicht bekannt. Vielleicht theilt unsere Genossin uns dieselbe mit, wenn sie diese Zeilen liest. Zwei Wettende. Hans Blum war 1868-70 Abgeordneter im Norddeutschen Reichstag. In der am 10. Oktober abgehaltenen Generalversammlung des Deutschen Holzarbeiter Verbandes, Zahlstelle Berlin, sprach Herr Dr. Joel über das Thema:„ Das Wasser in seiner naturwissenschaftlichen und hygienischen Be- Die Cholera. Hamburg, Mittwoch, 11. September. deutung". Der Vortragende erläuterte seinen Vortrag durch ver- Drei Cholera- Erkrankungen, darunter einer mit tödtlichem Ausschiedene interessante Experimente. Nach kurzer Diskussion über gange, außerdem ist ein Flußschiffer von der Ober- Elbe cholera- dieses Uebel meist ein Grund zur Befreiung vom MilitärR. B. Veteranenstraße. Nach bisheriger Praxis ist den Vortrag besprach Kollege Wiedemann eingehend das frant angekommen. In Stettin ein Todesfall, in Niederfranig dienst gewesen. Ob dies nach der neuen Praxis so bleibt, ist Bertrauensmännersystem und fordert die Versammlung auf, dieſem bei Königsberg in der Neumark ein weiterer Krankheitsfall. fraglich. Antrage zuzustimmen. Bei der Abstimmung erfolgte einstimmige 12. Oftober. In der Cholera- Abtheilung des allgemeinen Annahme. Unter Verbandsangelegenheiten wurde Kollege Ronne- Krankenhauses ist ein Wärter ein Cholera erkrankt. berger für den Westen und Kollege Werner für den Often Kiel, 12. Oktober. Der Gothenburger Dampfer„ Hjalmar" Math ertheilen. Das Reichs- Versicherungsamt befindet sich Franals Beisitzer bestätigt. Weiter gab der Bevollmächtigte einzelne ist heute aus der Quarantänestation entlassen worden. Der- zösische und Kanonierstraßen- Ece. H. B. Ihr Schwiegervater soll sich das Urtheil schriftlich geben lassen. Erst nach dessen Einsicht läßt sich ein ausreichender Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2., 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 241 Sozialistische Drelle Deutschlands. IV. Quartal 1893. Zentral- Organ Freitag, den 13. Oktober 1893. " 1 Nürnberg Arbeiter- Chronit" Weizenstr. 12. ,, Bayrisches Wochenblatt" Weizenstr. 12. Beit„ Glückauf" Neumarkt 38. Witblätter. München Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Erscheint alle 14 Tage. " Vorwärts" Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2. S.W. Stuttgart„ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. täglich erscheinend. Wissenschaftliche Revue. Die Neue Zeit." Chef- Redakteur: Rarl Kautsky. Ständige Mitarbeiter: A. Bebel. E. Bernstein. M. Schippel. Erscheint wöchentlich in Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Augsburg Volkszeitung" Mittlerer Graben H 405. Bamberg Bamberger Volkszeitung" Wohlfahrsgasse 11, Würz" burg. Bielefeld Voltswacht" Obernthorwall 23. Erscheint alle 14 Tage. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. 11 Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse 10. Jahrg. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Correspondenzblatt"( für Geschäftsbiener, Packer) Neue Grünstr. 10 I. " Correspondenzblatt"( Vergolder Verbandsorgan) Stralsunderstr. 69. Hamburg Der Holzarbeiter" Eilbeck, Konventstr. 5. ,, Der Kürschner" do. do. " Der Kundschafter"( für Barbiergehilfen) Gr. Reichenstr. 62. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir je zu Beginn des Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vormerkung mittheilen zu wollen. in Deutschland. 1910IV. Quartal 1893. Dreimal wöchentlich erscheinend. Brandenburg„ Volksblatt für Ost- und Westhavelland" Leipzig- Rendnik„ Der Correspondent" für Buchdrucker. ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 33. Braunschweig Braunschw. Volfsfreund" Kannengießerstr. 18. " Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Schlachte 35. Breslau Volkswacht" Weißgerbergasse 64. " Caffel„ Volksblatt für Hessen" Hohenthorstr. 20. Dortmund Rheinisch- Westfäl. Arbeiter- Zeitung" Lindenstr. 25. Dresden Sächsische Arbeiter Beitung" Gerbergasse 1. Elberfeld Freie Presse" Kleine Klotzbahn 10. M Erfurt Thüringer Tribüne" Gartenstr. 7. " Frankfurt a. M. Voltsstimme" Katharinenpforte 11. Fürth Fürther Bürger- Zeitung". " Geeßtemünde Norddeutsche Voltsstimme" Schulzstr. 16. Gera Reußische Tribüne" Bschochern 54. Halle a. H.„ Voltsblatt für Halle" Bölbergaffe. 21 Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Hannover Volkswille" Marktstr. 45. " Berlin " Ronstantinstr. 8. Wöchentlich erscheinend. Die Ameise", Organ des Porzellanarbeiter Verbandes, Charlottenburg, Englische Straße 27, 11. Der Bauhandwerker" S. Urbanstr. 124, Dugb. IV. Bildhauer Zeitung", Neanderstr. 3. Allg. Fahr- Zeitung" Schüßenstr. 58. Der Gastwirthsgehilfe" Annenstr. 14. " = Berlin SW ,, Razbachstraße 9, I. Der Parteivorstand. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Rammer II. Vorsitzender: Assessor von Schulz. 58,50 M., zum Theil als rückständiger Lohn, zum Theil als Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Ents lassung, werden von dem Zuschneider Patzke gegen den Fabrikanten Klassanowig verlangt. Der Beklagte macht geltend, daß er mit dem Kläger die Kündigung ausgeschloffen habe, und ihn deshalb entlassen konnte, ohne kündigen zu brauchen. Der Kläger bestreitet das. Ein Beuge will beim Eintritt des Klägers die Worte vom Prinzipal gehört haben: Sie sind hier ungebunden". Weil diese Aeußerung zu allgemein ist, um als Kündigungsausschluß angesehen werden zu können, wird nicht dem Beklagten der Eid auferlegt, sondern dem Kläger. Dieser beschwört seine, der des Beklagten entgegenstehende Behauptung, daß nichts betreffs der Kündigungsfrist gesprochen Neue Union" Organ der in den graphischen Ge- worden sei. Demzufolge wird der Beklagte verurtheilt. Derselbe erklärt beim Verlassen des Terminszimmers, er stehe seit ein paar werben Beschäftigten Elisabeth- Ufer 55. Tagen im Ronkurs- diese Aeußerung läßt einen Rückschluß ,, Vereins- Anzeiger für Maler" Mittenwalderstr. 24. über die Frivolität seines Bestreitens zu. Bremen Deutsche Böttcher Zeitung", Langestr. 100 I. Sind Direttricen in der Blumenfabrikation Burgstädt„ Der Textilarbeiter" Obere Marienstr. 285. Handlungsgehilfinnen oder Gewerbegebil= Gelsenkirchen Deutsche Berg und Hüttenarbeiterinnen? Der Klage der Frau Schwalbe gegen den Putzfedern und Blumenfabrikanten Breitbarth auf Entschädigung setzte der Beklagte den Einwand entgegen, das Gewerbegericht sei nicht zuständig, weil die Klägerin als Direttrice in seinem Geschäft Funktionen einer Handlungsgehilfin hätte mit übernehmen müssen: Sie hätte eventuell Blumenblätter, Laub u. f. w. selbständig einkaufen müssen. Daneben hätte sie allerdings auch Muster binden und die Arbeiterinnen beaufsichtigen müssen. Der als Sachverständiger vernommene Blumenfabrikant Paul Thal gab sein Urtheil über die Thätigkeit einer Direttrice in einer Blumenfabrik dahin ab, daß ihre Aufgabe sei, die Arbeitsstube zu beaufsichtigen, Muster zu binden, Ideen" zu entwerfen und dem Prinzipal beim Einkauf von Blumen, Blättern 2c. zur Seite zu stehen. Ihre Haupt thätigkeit fei die einer Gewerbegehilfin. Das Gewerbegericht schloß sich am 11. Oktober dem an und erachtete sich für zuständig zur Entscheidung über den Klageanspruch, über den in einem späteren Termin zu verhandeln sein wird. " Biel Schleswig- Holstein'sche Volts- Zeitung" Bergftr. 11. 1911903eitung" Friedrichstr. 47. Leipzig„ Der Wähler" Dörrienstr. 9. Gotha Schuhmacher Fachblatt" Halle„ Töpfer- Zeitung". Magdeburg Voltsstimme" Schmiedehofstr. 5/6. " " " Main Mainzer Volkszeitung"( Hessische Volksstimme) Deutsch- Hamburg Correspondenzblatt der Generalfommission hausgäßchen 1, Rannheim Boltsstimme" T. 3, 4. b. München Münchener Post" Windenmacherstr. 5, L. " Nürnberg Fränkische Tagespost" Weizenstr. 12. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Frankfurterstr. 36. Saalfeld„ Saalfelder Volksblatt" Rosmaringasse 15. Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Würzburg Unterfränkische Volfstribüne" Wohlfahrtsgasse 11. Brit Voltsbote" Stiftsberg 13. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Bant Norddeutsches Volksblatt" Adolfstr. 1. Berlin Boltsblatt" für Teltow- Beeskow- Charlottenburg, Oberund Nieder- Barnim, Beuthstr. 2, SW. Burgßlädt„ Die Voltsstimme" Augustusstraße. Chemnih„ Der Beobachter" Gartenstr. 16. Crefeld Danzig Niederrheinische Vollstribüne" Am Ostwall. Voltsblatt für Ost- und Westpreußen" Berlin Beuthstr. 2. 191016 Defau Voltsblatt für Anhalt" Landstr. 38. Dresden„ Der Volksfreund" Gerbergasse 1. Düsseldorf Niederrheinische Boltstribüne" Karlsplay 8. Eisenach.„ Eisenacher Voltsblatt" Raffelerstr. 20. Frankfurt a. O.„ Märkische Volksstimme" Tuchmacherfir. 78 Gotha„ Gothaisches Boltsblatt" Rinsleberstr. 11. Greis„ Reußische Bolts- Zeitung" Untere Silberstr. 1. Hagen Volkswacht" Selbeckerstr. 3.d Sof Hofer Boltsblatt" Marienstr. 77. " Iserlohn„ Märkische Arbeiter- Zeitung" Mühlengang 19. Köln Rheinische Zeitung" Gr. Griechenmarkt 115. Meißen Meißner Volksfreund", Wurzen, Schrotgaffe 7. Mülhansen i. E.„ Elsaß- Lothr. Volkszeitung" Schulgaffe 2. Offenburg i. B. Volksfreund" Meggerstr. 268. " Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Raiserstr. 29. " Stettin Volfs- Bote". OD Warzen Wurzener Zeitung" Schrotgaffe 7. Bwichan Sächsisches Volksblatt" Magazinstr. 2. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. " Langenbielan Der Proletarier aus dem Gulengebirge". München- Gladbach Arbeiterstimme", Solingen, Kaiser Straße 29. Nordhausen„ Nordhäuser Volksblatt" Altendorfftr. 16. Saalfeld" Thüringer Wolfsfreund"( Thür. Waldpost) Rosmarin gaffe 15. „ Thüringer Volksblatt"( Schwarzburger Bolksfreund) Rosmaringasse 25. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Altenburg„ Der Wähler" Brüdergasse 2. Apolda Freie Presse". Bant Die Nord- Wacht" Adolfstr. 1. Berlin Gazeta Robotnicza" Oranienstr. 54, Hof I. Braunschweig" Der Landbote" Kannengießerstr. 13. Breslau Bolfswacht" Weißgerbergasse 64. Balberstadt Sonntags- Zeitung" Grudenberg 8. Königsberg i. Pr.„ Volks- Tribüne" Vorder- Roßgarten. Mannheim Bote von der Saar" T3, 4 b. 15. Leipzig der Gewerkschaften Deutschlands" Bollvereins- Niederlage, Wilhelmstr. 13 I. „ Glück auf!"( für Former) Hamburg- Gilbeck, für former Ronventstr. 5. " Der Grundstein"( für Maurer) Bollvereins Niederlage, Wilhelmstr. 13 I. Holzarbeiter Beitung" Eimsbüttel, Bismarckftraße 10. S A ,, Bruder Schmied" Altonaerstr. 45. " Fachzeitung für Schneider" Rosenstr. 35 I. „ Der Zimmerer" St. Georg, Kapellenstr. 10 P. „ Der Gewerkschafter"( f. Cigarren arbeiter) Dörrien straße 9. ཁྐྲ| 341e" G " " Reform"( für Buchdrucker) Ulrichsgasse 27-29 I. Leipzig- Schkendit„ Graphische Presse" Schkeudig. Linden- Hannover. Deutsche Brauer- Zeitung", Nieschlagstraße 13. Löbtau- Dresden Der Fachgenoffe"( für Glas-, Porzellanund Thonwaaren- Arbeiter) Wilsdrufferstraße 50. Nürnberg Deutsche Meta I larbeiter- Zeitung" Weizenstr. 12. Stuttgart Buchbinder- Bettung", Heusteigstr. 30. " Der Handschuhmacher" Böblingerstr. 4. Zwickau„ Glück auf!"( für Bergarbeiter) Aeußere Schneebergerstraße 60. " " " Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg Correspondent für Hutmacher" Teichstr. 3. Hamburg„ Der Kupferschmied" Hammerbrook, Heidenbutampsweg 62, IV. Tage erf Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg Fachblatt d. Mühlen arbeiter" Mauergasse 4b. ,, Vereinsblatt der Weißgerber", Schüßenstr. 16. Altona Die Biene",( Organ der Konditorgehilfen und verwandten Berufsgenossen), Adolfstr. 95. Deutsche Bäcker- u. Fleischer- 8tg." Bernauer straße 30 III. Berlin Dresden " Hamburg Allgem. Dachdecker- Beitung" Schwedterstr. 52. Der Handelsangestellte" Elisabeth- Ufer 55. Sattler u. Zapezirer Zeitung" Invalidenstraße 145. ,, Allg. Steinfeger Zeitung" Emdenerstr. 42. Der Barbier und Friseur"( für die selbständigen antigünftlerischen Meister) Pragerstr. 46. " Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) " Eilbeck, Konventsir. 5. Der Gerber" Gilbeck, Konventstr. 5. Der Goldarbeiter" do. do. „ Der Schiffszimmerer" Gilbeck, Ronventstr. 5. ,, Gärtner- Zeitung" Silienſtr. 16. Zapezirer Beitung" St. Georg, Bremerstraße 65/66. Hanau Adamas"( für Diamantschleifer). Erscheint drei sprachig in Antwerpen. Deutsche Redaktionsadresse: Brauerei Weismantel, Schnurgasse".. blo Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrik 2c. Arbeiter Arbe und Arbeiterinnen) Klostergang 4 A. Stuttgart Die Gleichheit". Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Furthbachstr. 12. Wiesbaden Der Glaser" Helenenstr. 26. reich an sogenannten Sensationsprozessen wird die bevorstehende Schwurgerichtsperiode beim Landgericht II. Ueberaus Schwurgerichtsperiode des Landgerichts II sein, die Montag, den 16. d. Mts. ihren Anfang nimmt. Wie schon gemeldet, findet am 17. Oktober die Hauptverhandlung wider den Dr. med. May Flatow aus Rigdorf wegen Sittlichkeitsverbrechen statt, natürlich unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Dann reiht sich die Hauptverhandlung wider den Lustmörder Ernst Kappler, der am 14. Mai d. J. den sechsjährigen Knaben Ernst Klinger in den Sandbergen hinter dem Charlottenburger Schützenhause ermordet und entfeßlich verstümmelt hat. In dieser Sache stand schon einmal Termin zur Hauptverhandlung an am 4. Juli d. J., an demselben Tage, an welchem der Bohrer Wilschte aus Spandau wegen des Mordversuchs auf den Difizierburschen Peschel abgeurtheilt wurde. Damals mußte die Verhandlung vertagt werden, weil der Vertheidiger gewichtige Bedenken gegen die geistige Burechnungsfähigkeit des Mörders geltend machte und den Beschluß durchsetzte, den Kappler in der Charitee auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Wie wir hören, hat die psychiatrische Untersuchung nichts ergeben, was die Beendigung dieses Prozesses auf dem Wege C2 des ordentlichen Richterspruches ausschließen konnte. wird also gegen Kappler verhandelt werden, wahrscheinlich wieder unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Dagen wird die bereits seit längerer Zeit in der Untersuchung abgeschlossene Mordsache Natusch nicht zur Verhandlung kommen. Die Ehefrau des Fuhrunternehmers Natusch im Hause Waldstr. 44 zu Moabit wohnhaft, welche im Juli b. J. den Versuch machte, sich mit ihren fünf Kindern im Spandauer Schifffahrtskanal zu er tränken, ist dem Vernehmen nach in der Charitee als geistestrank befunden worden und wird deshalb das Verfahren gegen fie eingestellt werden. Ihre Stelle im Terminskalender wird die 25 jährige Frau des Abfuhr Unternehmers Boddin Spandau einnehmen, die am 16. Juli ihren Ehemann mit einem spigen Brotmesser erstochen hat. Endlich wird auch gegen den Steinfeger Johann Rambow aus Charlottenburg verhandelt werden, der am 30. Juni gelegentlich eines Streites in der elter lichen Wohnung seinen Bruder Rudolph erstochen hat. Die Ver handlung wider die Kellnerin Marie Nummel aus Berlin, die in der Nacht vom 28. zum 29. Juni in Friedrichsberg ihre suchte, wird noch nicht zur Verhandlung kommen, weil der Tante, die Schankwirthin Wittwe Rummel zu ermorden ver Geisteszustand der Thäterin noch zu untersuchen ist. Dagegen 0 wird sich der Gastwirth Freund aus Rigdorf in der bevorstehenden Periode vor den Geschworenen zu verantworten haben, der beschuldigt ist, einen seiner Gäste im Streite todtgeschlagen zu haben. 2'1003 Soziale Uebersicht. Achtung, Schuhmacher! Am Montag, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, findet im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c, eine große öffentliche Versammlung statt, in der Genoffe Wach über die Thätigkeit des Gewerbegerichts referiren wird. Außerdem werden die Revisoren Bericht erstatten über die Abrechnung vom Mauf'schen Streit. Sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuhwaarenindustrie werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Agitationstommission. J. A.: Wilhelm Schich.old, Grenadierstr. 42 III. " Gegen die Tabakfabrikatsteuer. Die Kommission der versammlungen gegen die Tabakfabrikatsteuer fanden ferner statt| Zügenflugblatt, welches unsere Gegner zur Landtagswahl gegen Tabatarbeiter Mannheims arrangirte am Sonntag, den 8. Oktober, in Biebrich( Ref.: Dreesbach- Mannheim), Frankfurt a. D.( Ref.: die Sozialdemokratie geschleudert haben, überanstrengt in der in folgenden Orten Protestversammlungen gegen die Faktura Butry- Berlin), Frankfurt a. M.( Ref.: Junge- Bremen), Erfurt Unterstüßung der Nothleidenden, ist troß dieser beredten Ziffern Steuer in Heidelberg, Neulußheim, Hochdorf, Rödersheim, Lorsch( Ref.: Gottlieb- Bremen). nicht über eine Almosenspende hinaus gekommen. Wie noth und Kleinhausen. Sämmtliche Versammlungen waren zahlreich ,, Es giebt keinen Nothstand". Die Jllustration, welche wendig es gewesen wäre, bestimmte Arbeiten in Angriff zit besucht und fanden die vorgeschlagenen Resolutionen einstimmige das Armenbudget der Stadt Leipzig zu diesem Ausspruch liefert, nehmen, als die Arbeitslosen im vorigen Jahre um Beschäftigung Annahme. Desgleichen fand Montag, den 9. Oktober, eine sehr schreibt der Wähler", ist zu überzeugend, als daß wir nicht baten, kann nicht begründeter nachgewiesen werden, als durch start besuchte Bersammlung der Tabakarbeiter in Mannheim mit einigen Worten darauf eingehen sollten. Im Jahre 1892 diese Ziffern.„ Principiis obsta",( Wehre den Anfängen), dachte statt, welche sich mit dem in Berlin stattfindenden Tabatarbeiter- stiegen die Ausgaben um 176 882 M. oder um 13,7 pct. Hierdie städtische Verwaltung und griff lieber in den Almosensäckel. Auch Kongreß beschäftigte. Sämmtliche Redner erklärten sich für den bei ist die außerordentliche Unterstüßung an Arbeitslose im Früh das ist ein Beweis für die Vernünftigkeit bürgerlicher OrdKongreß, weil sie darin ein Mittel finden, daß auch die Stimmen jahr 1892 nicht inbegriffen, dieselbe beträgt 33 541 M. ohne die nung"! Sorgte man für Beschäftigung der Arbeitslosen, dann der Arbeiter, welche bis daher noch nicht gehört wurden, weil in Naturalien erfolgten Gaben. Aus diesen Ziffern läßt sich konnten diese in ähnlichen Fällen es doch für ihr gutes Recht die Regierung zu ihren Kommissionssihungen nur Großkaufleute ein Schluß auf die Arbeitslosigkeit in den letzten beiden Wintern halten, beschäftigt zu werden und das eröffnete gefährliche Ausund Fabrikanten zugezogen hatte, zur Geltung kommen. Protest- ziehen. Die bürgerliche" Gesellschaft, die sich nach dem famosen sichten für die„ bürgerliche Ordnung". Achtung! Stuckateure Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Oktober 1893, Vormittags 10 Uhr, findet bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48, eine Deffentliche Versammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die heutige schlechte Baukonjunktur und wie stellen sich die Stuckateure Berlins, Charlottenburgs und Umgegend dazu? 2. Die üble Lage der Werkstattkollegen und wie beseitigen wir dieselbe? 3. Verschiedenes. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2494b Die Vertrauensleute: L. Kleinert. M. Müller. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands, Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 15. Oktober, Abends 5½ Uhr, in der„ Resource", Kommandantenstraße, Eingang von der Stallschreiberstr. 43: Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Außer in den jüngst veröffentlichten ist unser Brot noch in folgenden Niederlagen zu haben: Norden. Stephan Sassiak, Invalidenstr. 146. Beckmann, Schwarzkopffstr. 9a, Ales, Bionskirchstr. 11. Südosten. M. Reich, Ohmgasse 36. C. Kossatz, Oranienstr. 189. Plutte, Moritstr. 6. Südwesten. Haupt, Planufer 19. Südwesten. Karl Herrmann, Mariendorferstr. 20. 0. Hübner, Simeonſtr. 24. Rixdorf. Klose, Schönweiderstraße. Charlottenburg. E. Haak, Potsdamerstr. 19. Schöneberg. Bruskowitz, Ryffhäuserstr. 16. Milchgeschäft, Ryffhäuserstr. 1. Wir machen die Genossen wiederholt darauf aufmerksam, daß die Qualität unseres aus bestem Roggenmehl hergestellten Brotes in bezug auf Sauberkeit und Schmackhaftigkeit von wenigen Bäckereien Berlins erreicht wird. Die Kontrollmarke leistet Gewähr, daß das Brot unter Bedingungen hergestellt wird, welche den Anforderungen der Agitationskommission entspricht, und werden diese Bedingungen von unserem Institut sogar weit übertroffen, weshalb wir bitten, bei Broteinkäufen zu berücksichtigen, daß sich auf dem 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Alte und neue Moral". Nachdem gemüthliches Beisammensein mit" Tanz und Gesangsvor- Brot der Stempel G. B. B.& U. sowie die Kontrollmarke befindet. trägen. Gäste haben Zutritt. 249/4 Verband der Sattler und Tapezirer. Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den 14. Oktober, Abds. 8 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung des 3. Quartals. 2. Wahl eines Beisitzers. 3. Ber: schiedenes und Fragekasten. Cohn, Beuthitr. 22: Gemüthliches Beisammensein nebst Tanz. Sonntag, den 22. d. M., Abends 6 Uhr, bei Der Vorstand. 26/4 Freie Vereinigung der Kaufleute Berlins. Sonnabend, den 14. Oktober 1893, in den Feßtsälen des Industrie- Gebändes( Verein junger Kaufleute), SW. Beuthstraße 20/21: 2 IV. Stiftungsfest.= Aufführung des Theaterstückes: Eine Reffung. Voltsstück mit Gesang in 1 Att von Julius Türt. von V. Dillenberger. von Targestellt von Mitgliedern des National Theaters". 11 Billets find bei M. Steffen, Rochstraße 4, 3 Tr. lints; Gottfried Schulz, Admiralstraße 40a; 2. Börner, Ritterstraße 108; H. Baate City- Passage; A. Ochs, Lindenstraße 59, zu haben. 189/ 6* Weissensee. Der Vorstand. Deffentl. Holzarbeiter- Versammlung ( Tischler, Drechsler, Bürstenmacher u. s. w.) am Sonnabend, den 14. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hähling, Langhansstraße 105. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Gustav Heymann über:" Staat und Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um rege Betheiligung aller Holzarbeiter ersucht Ma Grünau. Lese- und Diskutirklub Der Einberufer. Tallalle". Deffentliche Vereins- Versammlung am Sonntag, den 15. Oktober, Nachm. 2½½ Uhr, in Gedier's Saal. Tages Ordnung: Verein Felsenfest Rigdorf. Theilt hierdurch Freunden und Be fannten mit, daß das am 14. Oftober anberaumte Vergnügen Umstände halber erst am 4. November stattfindet. Die ausgegebenen Billets behalten ihre Giltigkeit. 2503b Das Romitee. Ich habe die Praxis der Herren Dr. E. Joseph und Dr. Max Cohn, Naunynstr. 8, übernommen und bin tägl. von 8-11 Uhr Vorm. und 3 bis 6 Uhr daselbst zu sprechen. 25016 Dr. med. Max Hirsch, Naunynftr. 8, 2 Tr. Sprechst. 8-11 u. 3-6. Bock- Brauerei Der vorgekommenen Einwendung seitens der werthen Rundschaft,„ die Kontrollmarte sei unappetitlich", tönnen wir insofern widersprechen, als das Aufkleben derselben bei uns ohne jedes Klebemittel bewerkstelligt, sondern troden auf den Teig gelegt wird, auf welchem die Marke ohne weiteres zu haftet, wie ja auch die Hausfrauen in ähnlicher Weise den selbstbereiteten Ruchen, welchen sie beim Bäcker backen lassen, durch ein aufgelegtes Stückchen Papier zeichnen; die Marke an und für sich ist durchaus nicht unappetitlich. Bäderei ein, um sich von der hierin herrschenden Sauberkeit persönlich zu Wir laden die Konsumenten unseres Brotes zu einer Besichtigung unserer überzeugen. In Straßen oder Gegenden, woſelbſt ſich Niederlagen unſeres Brotes noch nicht befinden, können solche noch eingerichtet werden, und ersuchen wir, diesbezügliche Anträge an den Vorstand, Müllerstr. 34, zu richten.[ 97/6 Wegen gänzlicher Aufgabe der Kleiderstoffe, Leinen- u. 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