Nr. 242. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Saus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit Illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Wit., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingerz. In der Poft Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Beritzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Groedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund gefttagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Hamburger Sonnabend, den 14. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Verfassungsfrage. Genossen die Augen darüber geöffnet, was auf dem Furcht vor der Sozialdemokratie. Sah boch II. Mehr noch als die Gesetzgeber bleibt aber die Regierung Hamburgs, der 18 töpfige Senat von der Berührung mit den Massen verschont. Seine Mitglieder wandeln selbst für das gewöhnliche Bürgerpack auf so unnahbarer Höhe, daß die Klagetöne, die aus den leidenden und duldenden Massen ertönen, garnicht oder nur sehr abgeschwächt an ihr Ohr dringen. Kein Wunder. Der Senat ist eine Domäne einer engbegrenzten Zahl von Patrizierfamilien. Auf seine Zusammensetzung ist selbst die Bürgerschaft, die Vertretung der fiebenmalgefiebten Wählerschaft, fast ohne Einfluß, obwohl sie nominell die Senatoren wählt". läufe. Die fabelhafte Mißwirthschaft, welche die Cholera zu gern herumdrücken möchten. Das Motiv dazu hat man Epidemie aufgedeckt hat, hat auch den Hamburger in der Bürgerschaft offen ausgesprochen; es ist die Spiele steht, wenn sie die kleinen bevorrechteten Kliquen so ein ängstlicher Boltsvertreter" bereits im Geifte einen in der alten Weise fortwursteln lassen. Die Sozial- sozialdemokratischen Bürgermeister Hamburg im Bundesdemokraten Hamburgs haben sich daher energisch der rath vertreten. Sache bemächtigt und eine nachhaltige Agitation für das Gar zu viel Hoffnung ist deshalb für eine durchReformwerk entfaltet. greifende Aenderung im Sinne der Demokratie nicht vorGanz selbstverständlich muß ihr Bestreben darauf ge- handen. Selbst die für die Verfassungsrevision einrichtet sein, zunächst der politischen Rechtlosigkeit tretenden Bürgerschaftsmitglieder bringen aus den oben beder Masse der Hamburger Bevölkerung ein Ende zu zeichneten Gründen der Angelegenheit nicht viel Herzensmachen, ihr den gebührenden Einfluß auf die Gesetzgebung wärme entgegen. Ja, wenn die Sozialdemokratie nur nicht zu verschaffen. Denn nichts ist deutlicher geworden, als daß das so start wäre in Hamburg! Die lieben Seffelwärmer, ganze System der bisherigen Privilegienwirthschaft das die bisher so herrlich unbehindert ihr Klasseninteresse wahren Grundübel ist, daß also hier der Hebel angesetzt wer- fonnten, möchten nicht gerne ihren Platz den+++ Sozialden muß. So lange die bisherige Kliquenwirthschaft fort- demokraten einräumen. Sind die Privilegirten zäh im Widerstand, so find Diese Wahl" ist nämlich nichts anderes als ein staats- besteht, wird in Hamburg auf den wichtigsten Gebieten eine rechtliches Feigenblatt für die reinste Selbstergänzung. Der Gesundung nicht erzielt werden können. Bedürfte es dafür aber die Sozialdemokraten wenigstens ebenso beharrlich im Kuriosität halber, weil so etwas wohl nicht zum zweiten Male noch des Beweises, so wäre er durch das Verhalten der Angriff. Nachdem die Sache einmal aufgenommen, werden auf der Welt selbst in China nicht vorkommt, sei diese Grundeigenthümer zu den beabsichtigten Maßnahmen in die Genossen sie so schnell nicht zur Ruhe kommen lassen. famose Wahl" hier kurz stizzirt. Bürgerschaft und Senat bezug auf die Sanirung des Wohnwesens, durch den zähen Erzwingen läßt sich in dieser Beziehung ja freilich so leicht Es ist eine schlimme Erbschaft der deutschen wählen je vier Vertrauensleute, die, nachdem sie auf Ver- Widerstand derselben hiergegen und gegen die vom Senat nichts. schwiegenheit beeidigt find, einen Wahlaufsatz von vier vorgeschlagene Einschränkung des unbedingten Retentions- Kleinstaaterei, daß sich die reaktionären Einrichtungen Personen aufzustellen haben. Fünf Stimmen genügen, um rechts des grausamsten Unrechts, das sich denken läßt- in den Einzelstaaten einer Zählebigkeit erfreuen, wie auf den Wahlaufsatz zu kommen. Gelingt es der ersten geliefert. fie in einem großen geschlossenen Gemeinwesen kaum denkbar Kommission nicht, einen Wahlaufsatz zu stande zu bringen, Die Sozialdemokratie Hamburgs hat deshalb als wäre. Der Kleinstaat wahrt seine überlebten Institutionen, so wird eine zweite, aus anderen Personen bestehende, er- Grundforderung aufgestellt: das allgemeine gleich e indem er auf die Macht des Reichs sich stützt, viel länger nannt; scheitert auch diese, so müssen beide zusammen und direkte Wahlrecht zur Bürgerschaft für alle als es im Reiche selbst möglich wäre, weil sie hier eher den Wahlaufsatz fertig bringen. Von den vier auf den Staatsangehörigen vom vollendeten 20. Jahre an und zwar dem allgemeinen Widerspruche zum Opfer fallen Wahlaufsatz gebrachten Personen wählt dann man lache für die Wahl der gesammten Bürgerschaft nach diesem würden. Beharrlichkeit hat aber schon oft zum Ziel geführt. uicht der Senat zwei aus. Da immer wenigstens System. Sowohl die Vorrechte der Grundeigenthümer, wie zwei ihm genehme Personen dabei sind, natürlich diese, die der Notabeln müssen fallen. Letztere sind eine Kasten- Wird zunächst nur ein Schritt aus der absoluten Rechtund die Bürgerschaft hat dann das Recht, sich von diesen vertretung schlimmster Art, ein nie versagender reaktionärer losigkeit der Maffen hinaus gethan, so werden die HamZweien einen auszusuchen und ihn zu wählen". Hemmischuh für jeden Fortschritt. Ist ihr Klassenegoismus burger Genossen ihn als Basis benutzen, weiter vorzuVon den 18 Senatssigen find 9 den Juristen bezw. nicht so brutal fapitalistisch, wie derjenige der Grundbesitzer, dringen, bis das Ganze erreicht ist. Versagt man in engKameralisten, 7 dem Kaufmannsstande reservirt. Bisher so ist ihre dünkelhafte Standesüberhebung, ihre Verachtung herzigster Beschränktheit und Klassenbornirtheit auch den hat aber der Senat noch immer aus 9 Juristen und für den Plebs, ihr Nichtverstehen der Interessen der Massen kleinsten Schritt zur Besserung, nun so werden die Ham9 Kaufleuten bestanden. Noch nie ist ein Angehöriger um so schlimmer und um so gemeingefährlicher. burger Sozialdemokraten sich auch zu trösten wissen, bis eines anderen Berufes gewählt" worden. Wie weit die Forderungen der Hamburger Genossen von der Stelle aus, wo die großen Fragen der MenschEs erhellt aus allem, daß recht uralte mittelalterliche realisirt werden, ob überhaupt etwas Gescheidtes aus den heitsentwickelung entschieden werden, auch der Hamburger Zöpfe nicht nur bei der Gesetzgebung, sondern auch bei der Berathungen der gemischten Senats- und Bürgerschafts- mittelalterliche Kehrichthaufen hinweggefegt wird. Regierung Hamburgs abzuschneiden sind. Die Cholera hat Kommission, die in aller Stille über dem Reformwerk wenigstens das eine Gute gehabt, die ungeheulre Schädlich- brütet, herauskommen wird, und was schließlich die feit der Hamburgischen Privilegienwirthschaft klar vor aller Bürgerschaft dazu sagen wird, das läßt sich vorläufig nicht Politische teberlicht. Augen zu drängen. Wenigstens in der ersten Zeit nach absehen. Die Widerstände der Privilegirten in der den schlimmsten Monaten des Vorjahres zeigte sich die Ein- plutokratischen Hanseaten- Republik sind ganz gewaltige Berlin, den 13. Oktober. wirkung bis in die höchsten Kreise Hamburgs. Nachdem und so leicht werden die heute Bevorrechteten das Spiel Gegen den Reichskanzler hetzt der Bund der Lands die schlimmste Gefahr überstanden, ist freilich der Reform- nicht verloren geben. In der althergebrachten Praxis der wirthe, gegen den preußischen Ministerpräsidenten die eifer bereits gar merkwürdig erkaltet und speziell die dilatorischen" Behandlung unbequemer und unangenehmer Nationalliberalen. Treten die Parlamente zusammen, dann privilegirten Grundeigenthümer sehen sich mit aller Bähig Dinge haben sie schon früher manches zur Nacheiferung sind sie alle wieder die guten, braven, folgsamen feit zur Wehr; sie wollen sich in ihrer Ausbeutungsfreiheit anspornende Beispiel geliefert. Nicht unmöglich ist es, daß Kinder. durchaus nicht stören lassen. die ganze Angelegenheit lediglich in einer Reform Die Bewegung für die Reform des mittelalterlichen der Verwaltung, deren völliger Schiffbruch Die Einführung der Sonntagsruhe für die InStaatswesens wird aber voraussichtlich nicht wieder so nicht mehr zu verbergen war, ausläuft. Es giebt genug duftrie wird immer wieder hinausgeschoben. Während schnell zur Ruhe kommen, wie frühere ähnliche An- Leute, die sich um die Verfassungsrevision gar man bis vor Kurzem annahm, daß die Bestimmungen zu Feuilleton. [ 33 ihm auf seinen alten Tagen wird. Denken Sie, als sie in läßt ihn nicht herumgehen, bindet dann das Kissen über Florac vor sechs Wochen die vielen armen Sünder hin- ihn fest, macht ihm eine Art Maskineri ans Bein, weil er richteten, da ist er vorher noch hingelaufen und hat die spricht, zu Hause würde der Hund doch nicht gehörig in Kranken verbunden und ihnen die gebrochenen Glieder ein- Dbacht genommen, er müßte ihn selber unter Augen haben. gerentt." Mann," sagt ich, sie werden ja doch ge- So wird denn auch mein guter Schmiedshund wieder ge Der Aufruhr in den Cevennen.bert und aufgehenkt, an denen ist ja nichts mehr fund und geht davon ohne guten Tag und guten Weg. Das Eine Erzählung von Ludwig Zied. zu korrigiren." Da sagt der einfältige Mensch, Gott oder mochte so zwei Monat her sein, da kratzt vorige Woche was die Natur hätten sich so viele Mühe gegeben, die Ge- in der Abendstunde an unsere Stubenthür. Herein!" kein lenke, Beine und Mustlatur, und was weiß ich alles, Mensch macht auf; aber es fragt und scharrt wieder; so wachsen zu lassen, daß man es aus Liebe schonen und geht meine Gottfriede selber hin, macht auf und sieht nach, Wie ist er denn so in die Frre gerathen?" fragte pflegen müsse, solange es nur noch vorhalten wolle. Sehen da springt unser alter Schmiedshund wie ein Narr herein, und der Alte. Sie, solchen Enthaften- Mus hat er im Kopfe, wie man zu hinter ihm humpelt der Köter, der Spit da, mit einem ,, Das weiß der Herr am besten", antwortete sie, der sagen pflegt, daß er der Hans an allen Ecken ist, wo nur gebrochenen Bein, das ihm nachschleppt, und der Schmiedsihn so tonfuse geschaffen hat. Er wird sich auch noch um was zu kuriren da ist, und wären's auch die größten Misse- hund tanzt und springt um meinen Mann, als wenn er den Hals furiren. Sehen Sie, nicht allein seinen Glaubens- thäter. ihn bitten und sozusagen suppenfiflieren thäte, daß er den genossen, den katholischen Christen, hilft er umsonst, wenn Ich werde ihm den Text darüber lesen", sagte Vila. Kameraden auch in die Kur nehmen möchte. In der Bosfie nur irgend ein Bischen von Armuth im vorlügen:" Recht so!" rief sie erfreut, schelten Sie ihm die heit erwisch ich meinem Alten seinen Botanijierſtock, um nein, auch Gott steh' uns bei den Hugenotten Haut recht voll, denn er fagt immer, ich wär' nur zu die Röters aus der Stube zu prügeln. Der aber ist wie und sogar den Kamisards hilft er wie unsereinem, wenn dumm; so hilft mein Einreden nichts." gerührt, fagt, er hätte sich von einem Hunde niemals so er nur irgend dazu kommen fann. Die Frau war schon einigemal aufgestanden, um nach viel Verstand und Dankbarkeit vorstellen können, und Hier hatten fich Blessirte verzettelt, von den Rebellen welche, fie hatten einem kleinen Bette zu sehen. Habt Ihr da ein krantes nimmt ihn auch gleich in die Arme, sieht nach dem Fuß, Kind!" antwortete verbindet und markelt sich mit dem Vieh herum. Dankbarnach Florac mitgenommen werden sollen, sehen Sie, Kind vielleicht?" fragte der Arzt. die Gottvergessenen hat er einquartirt und verbunden, sie etwas schnippisch; hat sich wohl! sehen Sie nur die keit!" schrie ich, das nenust Du so, wenn der Bullenbeißer verköstigt und sich mit ihnen so viel abgegeben, daß sie nach Bescheerung!". Als sie das Kissen wegnahm, lag Dich an den Spitz rückinkommodirt, der nachher die Geschichte ,, Die Ge- unter alle Hunde im ganzen Lande herumbringen wird, her gesund davon laufen konnten, und ich will nicht dafür ein Spitz mit verbundener Pfote da. die fing gutsagen, daß er ihnen nicht noch Geld und Geldeswerth schichte," ,, korrektirijirt daß vor lauter Hundepragis nicht mehr wirst gehen und Sie haben ihn oft stehen können?" Aber alles umsonst! da liegt das Vieh, mit auf den Weg gegeben hat. Bewahre, kein Funke von den einfältigen Menschen gar. echtem wahren Glauben und vom rechten Christenthume in zum Narren, die Leute im Orte, weil er solche gutwillige und ich muß es pflegen, wenn der alte Narr nicht zu dem Mann." Nachtmüze ist; und so giebt ihm der Schmied, letzt seinen Hause ist." Der Mann fant jetzt an, den Arm voll Kräuter, die er Er wird wohl," sagte Bila gerührt, so eine Art Sa- Hund in die Kur, dem er in der Bosheit mit dem Hammer mariter sein." die Hinterpfoten entzweigeschlagen hatte. Wein Gottfriede sogleich in die Kammer trug; dann begrüßte er anständig, Recht, bester Herr," fuhr Barbe fort, Samriter oder wickelt den Hund ein und bringt ihn mir ins Haus ge- aber still seine Gäste, und bevor er sich noch niedergesezt Samojede, und wenn nur nicht gar noch ein Anbaptift aus schleppt, verbindet ihn selbst, legt ihn nieder, hebt ihn auf, hatte, sah er nach seinem vierbeinigen Patienten, der ihm " Erzählerin all, Neujahr in Kraft treten sollen, wird nun das nächste Früh- jähr als frühester Termin bezeichnet.— Zur Organisation des Handwerks. Der deutsche Ge werbekammer tag, der gestern zu Eisenach zu- sanimentrat und auf dem 16 Gewerbe- bez. Handels- und Geiverbekammcrn vertreten waren, sprach sich fast einmüthig gegen die Vorschläge des Herrn von Berlepsch aus. Jnter- essant war die Mittheilung dcS preußischen iSeheimrathes Sieffert. daß der viel besprochene Entwurf als eine Privat- arbeit des Herrn von Berlepsch zu betrachten ist, daß das preußische Ministerium sich mit demselben noch nicht beschäftigt habe. Demnach scheint Herr von Berlepsch die Hoffnung schon aufgegeben zu haben, daß seine Pläne je Gesetzeskraft erhalten werden. Bemerkenswerth ist, daß mehrere Vertreter von Gewerbekammern schon jetzt fürchten, daß die Fachgcnossenschaften, also die Meister- o r g a n i s a t i o n e n, in die Hände der Sozialdemokraten fallen werden. Auch der Jnnungsverband deutscher Baugewerks- meister und der Gewerbeverein von Karlsruhe, derbe- deutendste Badens, sprach sich gegen den Entwurf aus. In Harburg fand auf dem Rathhause eine Besprechung statt, die gleichfalls das Berlepsch'sche Projekt verwarf. An diese Besprechung schloß sich eine Befragung der Gewerbegerichts- Beisitzer. Die Fabrikanten, die von dem Entwurf des Handelsministers nicht berührt werden, sprachen sich für den- selben, die Handwerksmeister gegen denselben aus. Ueber die Stellung der Vertreter der Arbeiter beim Geiverbcgerichte wird folgendes gemeldet: Zunächst erklärten sie, daß sie der ganzen Angelegenheit irgend ein Interesse überhaupt nicht entgegen bringen könnten. Die Regieruugsvorschläge über die Organisation des Handwerks würden ebensowenig dem Handwerk nützen, wie die früheren gesetzlichen Bestimmungen zur Hebung des- selben. Nach ihrer Ansicht sei das Handwerk"infolge der kapitalistischen Produktionsweise unrettbar verloren. Da- gegen stimmten sie den Vorschlägen über die Regelung des Lchrlingswesens zu, wesentlich jedoch nur deshalb, weil dadurch die Vorrechte der Innungen beseitigt würden und die Befugniß zum Halten von Lehrlingen erweitert werde.— Zur Börseusteuerfragc. Offiziös wird dem„Hamb. Korr." aus Berlin folgendes mitgetheilt: „Abgesehen davon, daß Erhebungen, die dieserhalb wie überhaupt in allen Richtungen des Börsenverkehrs stattgesunden haben, ein Ergebniß hatten, welches rächt zu der Erwartung berechtigt, es werde ein großer Betrag bei einer Emissions- steuer herausspringen, machen sich gegen eine solche auch sonstige Bedenken geltend. Ganz besonders aber spricht auch die Erwägung dagegen, daß minder zahlungsfähige Staaten, wenn sie ihre Werthe auf dem deutschen Markt unterbringen wollen, sich hiervon nur in den seltensten Fällen durch eine hohe Steuer werden abhalten lasse». Die zahlungskrüstigen Staaten aber werden sich durch eine in Deutschland eingeführte hohe Emissionssteuer nur veranlaßt sehen, den deutschen Markt zu meide» und sich anders wohin zu wenden. Die Annahme dürste sich als eine richtige erweisen, daß, wenn der Gedanke der Einführung einer Eniissionssteuer auch jetzt noch gehegt werden sollte, sein völliges Fallenlassen sehr bald zu erwarten stehe." Warum schweigt sich der Offiziosus über die Emission von Industrie- Aktien, Bank-Antheilscheinen, Pfand- bliesen:c.:c. ans, die doch in den allermeisten Fällen auf den heimischen Markt angewiesen sind. Da ließe sich doch noch ein Stück Geld herholen? Aber man will den Kapitalismus nach jeder Richtung schonen und blos von der breiten Masse des Volkes, das den Militarismus be- kämpft, die Deckung der Militärkosten herauspressen. Tie großen Banqniers dagegen, welche die Agitation für die Militärvorlage moralisch und finanziell gefördert haben, die belegt man nicht mit neuen Steuern.— Zur Jrrenfrage. Ueber die Ergebnisse kommissa- rischer Berathungen über das Jrrenwesen erfährt die „Vossische Zeitung" das Folgende: Es wird beabsichtigt, die Vorschriften über die Aufnahme von Personen in Jnenanstallen zu verschärfen, eine eingehendere Aufsicht über diese Anstalten einzuführen und eine Besuchs- kommission einzurichten, die nicht nur die Einrichtungen der Anstalten prüfen, sondern auch de» einzelnen Personen ihre aus Dankbarkeit die Hände leckte und ihm freundlich ins Auge sah. Mit der größten Ruhe, und ohne als wenn es etwas Auffallendes wäre, band er den Fuß wieder fest, legte den Kranken wieder in sein Bett, welches er auch befestigte, dann drückte er ihm den Kopf in die Kissen, als wenn er ihm damit sagen wollte, daß er nun schlafen müsse. Dieser schien es auch zu verstehen und blinzelte nur noch einige Mal zu seinem Wohlthäter hinüber, worauf er sich dem Schlummer ergab. „Eure Frau hier", fing der Doktor an,„klagt über Euch, Ihr haltet das Eurige nicht zu Rathe, Ihr kuriert jedermann, bis auf Hund und Katze, und habt nichts davon: nicht wahr, dieser Hund so wenig ivie der vorige haben Euch Cure Rechnung noch nicht bezahlt?" „Ich habe Ihnen keine gemacht," sagte der Alte mit der trockensten Ernsthaftigkeit. „So muß ich sie Euch machen, Ihr Nachlässiger!" rief Vila heftig aus:„was? Rezepte umsonst verschreiben. Ihr bringt ja unsere ganze Kunst herunter. So nehmt also dies hier auf Abschlag dessen, was die armen Sünder, die Blessirten, das Bettelgesindel und der preß hafte Vichstand Euch noch bis jetzt schuldig geblieben sind."— Er zwang dem Erstaunten und Verlegenen einen schweren Beutel mit Gold ans, und ohne seinen Dank zu erwarten, eilte er hinaus und saß schon im Wage», che der ländliche Prak- tikant sich nur besonnen hatte. Gerührt sah dem Fort- eilenden Herr v. Beanvais nach. *» Der Vater ging zur Tochter hinauf, die jetzt von ihrem erquickenden Schlummer erwacht war. Die Kleine warf sich mit einem Thränenstrom in die Arme des Eintretenden und konnte es nicht müde werden, ihm Hände und Wangen zu küssen; es schien, als wäre es ihr Bedürfniß, sich einmal ganz im Ausdruck und der Darstellung ihrer Liebe zu sättigen.„Hat der Mensch," dachte der Herr von Beanvais bei sich selbst,„doch nichts anderes, als diese armen Zeichen oder die That, Schmerzen zu lindern, Nahrung zu reichen, die Blöße zu kleiden, dem Frierenden Wärme zu geben: vielleicht daß in Zukunft Geist in Geist in Liebe übergeht." Als beide mehr beruhigt waren, sagte der Vater: „Eveline, Du bist immer ein kluges Kind gewesen, aber jetzt kannst Du es mir mit der That zu meinem Heil und auch dem Deinigen beweisen. Niemals muß hier ein Wort von un- Fürsorge zuwenden soll. Es entspricht dies einem Vorschlage des Professors Medem in Greisswald, wonach aus höheren Beamten des Kirchen», Schul-, Medizinal-, Verwaltungs- und Jnstizdienstes Fürsorge-Aemter zu bilden sind, denen über jede Unterbringung einer Person in Erziehungshaft, Zwangs- erziehung oder Sicherungshast sofort und demnächst von Jahr zu Jahr Bericht zu erstatten ist. Diese Fürsorge-Aemter sollen über Art, Fortdauer und Aufhebung der Unterbringung jeder- zeit Beschluß fassen, sowohl auf Antrag Betheiligter. als von Amtswegen. Dasselbe findet'Anwendung auf die Unter- bringung entmündigter Personen. Wahrscheinlich wird auch der§ 598 der Zivil-Prozeßordnung abgeändert werden. Dieser lautet:„Der zu Entmündigende ist persönlich, unter Zuziehung eines oder mehrerer Sachverständigen zu vernehmen. Die Vernehmung kann unterbleiben, wenn sie nach Ansicht des Gerichts schwer ausführbar, oder für die Entscheidung un- erheblich, oder für den Gesundheitszustand des zu Ent- wündigenden nachtheilig ist." Auch die Einführung des Rechtsmittels der Revision im Entmündigungsverfahren ist in Vorschlag gebracht worden. Di« Tabakarbeiter zahlen die Zeche bei der Tabak- fabrikatssteuer. Eine große Zahl minder Bemittelter wird iveniger rauchen oder das Rauchen aufgeben, so daß der Konsum und damit die Produktion der Zigarren und des Rauchtabaks stark zurückgehen wird. Die Fabrikanten werden sich durch erhöhte Preise entschädigen, man sucht ihnen nun auch die Tabakfabrikatssteuer damit schmackhaft zu machen, daß man ihnen, wie den Branntweinbrennern, Liebesgaben verspricht. Wenn diese ausreichend sind, dann werden die Großindustriellen für die Fabrikatssteuer ein- treten und die Arbeiter und Hausindustriellen werden die einzigen sein, die neben den Konsumenten von dem neuen Steuergesetze getroffen werden.— Ter ehemalige Kriegsminister V. Kameke ist gestern gestorben. Wegen mangelhafter Schneidigkeit im Parlamente wurde er nach IVjähriger Ministerthätigkeit ent- lassen.— Deutsche 5?riedensgesellschaft. Eine Anzahl Herren, von denen wir Geheimrath Förster, Dr. Harmening, Spiel- Hägen, Schräder und Dr. Mühling nennen wollen, ver- sendet einen Ausruf an das deutsche Volk zum Zwecke der Gründung einer Friedensgesellschast.„Sie soll," so heißt es in dem Ausrufe,„einen Vereinigungspunkt für alle bilden, denen es wünschenswerth erscheint, daß die aufeinander angewiesenen Staaten sich durch Verträge verpflichten, alle unter ihnen entstehenden Streitigkeiten durch internationale Schiedsgerichte zu entscheiden. Ihre Selbständigkeit und der gegenwärtige Stand ihres Besitzes soll durch diese Verträge nicht angetastet werden. Daß dieses Ziel nicht unerreichbar und mit der Würde jedes souveränen Staates wohl vereinbar ist, beweist die wachsende Zahl der Fälle, in denen Streitigkeiten selbst zwischen den größten Mächten der Kulturwelt durch Schiedsgerichte geschlichtet worden sind. Wir verfolgen diese Ziele mir praktischen Mitteln; von allen diesen Mitteln ist das mächtigste die öffentliche Meinung: wenn die Zahl der Mitglieder der Fricdcnsgesellschasten erst so groß geworden ist, daß der Ausdruck ihres Willens der Ausdruck des Volkswillens ist, dann wird keine Macht im stände sein, einen Krieg zu entfesseln, dann, und nur dann wird auch die Furcht vor dem Kriege und mit ihr die Ursache der zur unerträglichen Last gewordenen Rüstungen verschwinden,� unter der Europa seufzt." Unsere Partei- genossen haben es nicht nöthig, dieser Friedensgesellschaft beizutreten, denn was sie fordert, fordern wir viel schärfer in unserem Programme und so ist die Sozialdemokratie die größte, in allen Ländern von Jahr zu Jahr wachsende Friedensgesellschaft der Welt. Wir können sagen, die Sozialdemokratie ist der Friede. Je stärker unsere Partei ist, desto schwerer wird es Kriege zu führen, desto eher ist das Zeitalter des Militarisnius abgeschloffen. Wir betrachten die Propaganda gegen den Militaris- mus als eine ernste Sache und nicht als einen Sport, wie anscheinend die deutsche Friedensgesellschaft, die ihren Ans- ruf von Herrn Schräder unterzeichnen ließ, der für alle Militärvorlagen der Regierung, so auch für die letzte stimmte. Es fällt uns schwer zu glauben,! daß ernste serem vorigen Wohnsitz, von meinen Freunden, von Deinen: Bruder über Deine Lippen kommen. Sind wir beide ganz allein, so magst Du von allen diesen Dingen sprechen, aber unten, oder wenn Leute zugegen sind, bist Du immer die kleine Muhme unserer guten Wirthe. Sei daher in Ge- sellschast lieber ganz still, oder suche Dir das Betragen dieser Leute auf kurze Zeit anzueignen; denn das Leben Deines Vaters hängt davon ab, daß wir in dieser Verborgenheit nicht entdeckt und ausgekundschaftet werden." „Mein lieber, armer Vater," sagte Eveline,„da? alles soll mir nicht schwer werden, nun Du wieder bei mir bist. Du weißt ja wohl, wie unser großer Hektar dem Bruder oder Franz immer nach den Augen sah und auf den Wink verstand, wenn er gehen, bleiben, kuschen oder fressen sollte; kein einziges Mal hat das Thier einen Fehlgriff gclhan: sieh, Väterchen, so wird Dein kleines Schooßhündchen auf jeden noch so kleineu Wink Deiner lieben Augen Acht geben und alles verstehen und fassen. Durst' ich ja auch in des Bruders Gegenwart über viele Dinge nicht reden; Dir könnt' ich vieles nicht sagen, was mir Martha erzählte, weil Du sonst über die Alte böse wurdest, und so muß nian es wohl von Kindesbeinen an lernen, sich in die Welt zu schicken. Aber wir werden doch Franz und Hektar einmal wiedersehen? Auch den Bruder? Ach, das hat mir immer geschwant, daß der noch einmal recht gottlos werden würde; denn das kann nicht gut ablaufen, wenn der Mensch sich wie mit Grobheit gar zu dicht an Gott hinandrängen will." Ter Vater ging wieder hinunter und war sehr ver- wundert, in der Stube seines Wirthes einen neu angekom- menen Gast zu finden. Der alte Gottfried war eben damit beschäftigt, einem jungen Menschen, der kaum vierzehn Jahre att schien, zwei tiefe und gefährliche Kopfwunden zu verbinden.„Scehst Du, Vetter ," rief ihm die ge- schwätzige Barbe entgegen,„wie ich gesagt habe, da hat unser Samritius, wie ihn der alte Herr vorher nannte, wieder eine Schwindelei aufgegriffen, einen echten Vogel- bund, wie sie solche Ausreißer nennen; der fragt hier im Dorf nach dem und dem, nach einer Kutsche und nach fremden Reisenden, und gleich nimmt ihn da unser Kräutcrsabrikant ins Haus, weil er was zu kuriren hat, was einmal seine größre Passivität ist." (Fortsetzung folgt.) Männer an den Nutzen einer zur Bekämpfung deZ Militarismus geschaffenen Organisation glauben können, die zu ihren Gründern Herrn Schräder zählt.— Lieutenant Hofmeister soll sofort nach dem Urtheils- spruche in Freiheil gesetzt worden sein.— Pater peceavi(Vater, ich habe gefehlt). Von einem Theilnehmer der Versammlung, in der Pastor Schall über seine Stellung zur Sozialdemokratie sich äußerte, wird uns mitgetheilt— zugleich im Namen von Herrn Schall selbst—, daß das Wort Schall's:„ich selbst habe am meisten gefehlt", sich nicht darauf bezog, daß er mit seinem Ein- treten für die Sozialdemokratie gefehlt habe, sondern daß er selbst darin am meisten gefehlt, daß er sich so spät mit der Sozialwissenschaft beschäftigt und den Ursachen der Volksnoth so spät erst nachgegangen sei. Pastor Schall ist nach wie vor Kollektivist, aber Vertreter des Monarchismus und verlangt von der Sozialdemokratie, daß sie die Be- deutung des Christenthums anerkennen solle. Das kann sie aber nicht, da sie als wirthschaftlich- politische Partei in allen Fragen der Religion sich neutral verhalten und den Kampf gegen das Christenthum wie die Vertheidigung des Christenthums jedem als Privatsache frei lassen muß.-» Die Zahl der Slnalphabeten unter den im Etats- jähr 1892/93 beim deutschen Heer eingestellten Rekruten betrug 680 oder 0,60 pCt. Den größten Prozentsatz stellte Westprenßen mit 4,0 pCt. der in das Heer und 4,ö pCt. der in die Marine eingestellten Rekruten, oann folgte Posen mit 1,71 bezw. 2,44 pCt. und Ostpreußen mit 0,83 pCt. bezw. 3,58 pCt. Im Rheinland hatten nur 13, in Pom- mern 11, in Sachsen und Hessen-Nassan 7, in Westfalen 6, in Schlcswig-Holstein 3 und in Hannover 2 Rekruten keine Schulbildung." Im Jahre 1874/75 waren noch 3,70 pCt. der Rekruten ohne Schulbildung, so daß die Zahl in 18 Jahren also auf den sechsten Theil gesunken ist. Ein Leipziger Antisemitenblatt, die„Leipziger Neuesten Nachrichten", hat anläßlich des Berliner General- Attentates die Frechheit zu behaupten, die sozialistische Presse habe die Spezialität, die Vorgänge des intimsten Familienlebens in die Oeffentlichkeit zu zerren. Die An- klage widerlegen zu wollen, hieße den Burschen, die sie er- hoben haben, zu viel Ehre anthun. Wir haben der Sache nur erwähnt, weil dieser Vorwurf ein neuer Beweis dafür isl, daß unsere Gegner, wenn sie die Sozialdemokratie be- schimpfen wollen, stets in den Spiegel blicken, und ihr eigenes Bild für das der Sozialdemokratie ausgeben. Nähme man der Antisemitenpresse den Privatskandal, so würde gar nichts übrig bleiben. Der Skandal, zu dem die Herren„Führer" selbst allerdings großmüthcgst den Löwen- antheil hergeben, ist das Lebenselement, ohne das sie, in Ermangelung von Prinzipien und einer ernsthaften Welt- anjchauung, gar nicht bestehen kann.— DaS Ende des Liberalismus ist in Oesterreich zu erwarten. Denn eine Partei, die sich gegen das allgemeine Wahlrecht erklärt, kann eine Klassenvertretung der Bourgeoisie, niemals aber eine wirklich liberale Partei sein. Die Spaltung der liberalen Partei in Oesterreich scheint bevor- zustehen, da die Stellung der Abgeordneten zur Wahlrechts- frage eine sehr verschiedene ist. Die Majorität des liberalen oder wie er offiziell heißt, deutsch-öfterreichischen Klubs wird sich gegen den Taaffe'schen Vorschlag erklären und sich für den Vorschlag Bärnreither aussprechen, wonach die in der Kranken- und Unfallversicherung versicherten Arbeiter das Recht bekommen sollen, 20 Abgeordnete zu wählen, einige wollen den Grafen Taaffe übertrumpfen und das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht fordern, aber blos deshalb, weil alle gesetzgeberischen Faktoren, jedenfalls aber das Herrenhaus und die Krone denselben ablehnen werden, theils ist man für schroffe Opposition gegen das Ministerium in allen Vorlagen, theils für die Annahme der Prager Ansnahmeoerordnungen, weil bei deren Ablehnung die sofortige Auflösung des Par- laments zu gewärtigen ist. Von der Aufregung, welche die Taaffe'sche Ueberraschung bereitet hat, kann man sich kaum eine Vorstellung machen, die ganze Presse wird dadurch beherrscht, alle anderen Interessen sind in den Hintergrund gedrängt. Die„Neue Freie Presse", das leitende Blatt der österreichischen Bourgeoisie, beginnt, wenig geschmackvoll, ihren letzten Leitartikel mit folgendem Satze: „Graf Taaffe hat auf sein ergrauendes Haar die phrygische Mütze gesetzt und lanzt vor den erstaunten Völkern Oesterreichs die Earmagnole." Das Blatt schreibt dann weiter: „Jeser reife Mann wird wissen, daß der 10. Oktober ein trauriger Denttag für die innere Entwickelung, den wahren Fortschritt und den gesellschaftlichen Frieden sein wird." Und so geht es weiter viel Spalten lang.— „Die Eigenthumsklassen sind das Hinderniß des nationalen Fortschritts", sagte vor etwa einem halben Jahre der alte G la d st o n e zu einer Deputation von Millionären, die ihn durch das Gewicht ihrer Gcldsäcke zur Rücknahme der Homenllebill bestimmen wollten. Wie richtig das Wort ist, zeigt sich jetzt wieder so recht deutlich in O e st e r r e i ch, wo die Wahlreform- Vorlage des Herrn Taaffe ans die Eigcnthumsklassen, d. h. die Herren Bourgeois-Kapitalisten die nämliche Wirkung hervorgebracht hat, wie die Homernle- bill auf die englischen„Eigenthumsklassen". Es sei ein ungeheuerliches Gesetz, es vernichte den Einfluß des Mittel- standes, es zerstöre das Deutschthum:c. Was die ans dem faulen Sumpf ihrer Philister- und Jnteressenpolitik auf- gescheuchten Heulmeier erst schreien würden, wenn das unverfälschte allgemeine Wahlrecht eingeführt würde! Thatsache ist, daß Herr Taaffe nur die Wahl hatte, entweder den Belagerungszustand zu verkündigen und in der alten Weise„weiter zu wursteln" oder das Staats- gebäude durch Einführung des allgemeinen Wahlrechts statt aus die kapitalistischen Interessengruppen auf die breiten Volksmassen zu stützen. Er war zu klug, das erstere zu wählen, aber nicht muthig genug, sich rückhaltlos für das zweite zu entscheiden, und so kam denn der Kompromiß, ivelcher in dem neuen Wahlgesetz vorliegt. Jndcß der Damm ist durchbrochen, und wie in Belgien lange bevor, werden auch die letzten Schranken hinweggefegt werden. In Italien wird die Regierung bald zu ähnlichem Vorgehen gezwungen sein. Die„Eigenthumsklassen" haben sich in allen modernen Staaten zu schwach erwiesen, das Staatsgebäude auf ihren Schultern zu tragen. Nur das Volk in seiner Gesammtheit bietet eine hmreichend jscste Grundlage.— Für die Altersversicherung der Arbeiter sprach fich der französische Ministerpräsident Dupuy in einer zu Jllefurtet gehaltenen Rede aus. Zum englischen Bergarbeiterstreit liegen folgende Meldungen vor: Birmingham, 12. Oktober. Gine heute abgehaltene Versammlung der Bergarbeiter nahm eine Resolution an, in welcher den Bemühungen der Bürgermeister, den Streit beizu Legen, Anerkennung gezollt, zugleich aber auch die Erklärung abgegeben wird, daß eine Herabſegung der Löhne nicht nothwendig und daher unannehmbar sei. London, 13. Oktober. Die Zahl der Grubenarbeiter, welche die Arbeit zu den alten Lohnfäßen wieder aufnahmen, beläuft sich auf 52 000.16 Volksversammlungen berufen unsere Wiener| fungen gebe, den Sozialdemokraten aber daffelbe verweigere, und fein Parteigenosse namens Ruppin, beffen Tochter den Drohbrief Barteigenoffen auf nächsten Sonntag zum Zwecke der das gleiche vom Wirth von Stadt Leipzig" in Bieschen geschehe. gefchrieben, während er selbst das Attentat verübt haben follte. Stellungnahme der Arbeiter zur Wahlreform ein.- Gestern Vormittag mußte wegen dieses Vergehens der ver- Nach kurzer Haft wurde Ruppin wieder entlassen. Durch die antwortliche Redakteur der Arbeiter- Zeitung", Genosse Knöfel, Verhaftung brotlos geworden, hätte man meinen sollen, daß die Der Angeklagte Firma Haniel und Lueg, bei der R. vorher in Arbeit stand, so vor dem Dresdener Amtsgericht erscheinen. erklärte in der Verhandlung, er habe feinen Bontott be anständig sein würde, denselben, als seine Unschuld erwiesen absichtigt, sondern nur die Thatsache den Arbeitern be- war, sofort wieder einzustellen. fannt geben wollen. Daß der Inhalt der beiden In- Aber weit gefehlt. R. suchte vergebens nach Arbeit. Gr ferate auf Wahrheit beruht, wurde durch mehrere Zeugen wandte sich an die Rheinische Patronenfabrit, wo ihm so halb Als er bereits anfangen festgestellt; bezüglich des Wirthes zu Stadt Leipzig", der und halb Arbeit zugesagt wurde. er jedoch von dem Meister abgewiesen. jezt sein Lokal den Arbeitern giebt, wurde mitgetheilt, daß er wollte, wurde fein Lokal gern den Sozialdemokraten von Anfang an gegeben Es regte sich nun in R. der Verdacht, daß hier die Affäre Haniel hätte, daß er es aber aus Furcht vor polizeilichen Maßnahmen im Spiel sei und dies wurde ihm auch von andern Arbeitern nicht habe thun tönnen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft bestätigt. Wenn man nun bedenkt, daß der Mann schon lange führte aus, der Sinn der beiden Inserate gehe dahin, daß Beit arbeitslos und Vater mehrerer Kinder ist, so tann es be ein Druck auf die Besitzer der betreffenden Lokale geübt greiflich erscheinen, daß sich Frau Ruppin an Herrn Haniel werden solle, daß die Mitglieder der sozialdemokratischen Partei dirett wandte. Kurz darauf fam ein Herr Lindemann( auf eben diefelben nicht besuchen sollen. Dies sei unzulässig; die Presse biefen Herrn, der Hauslehrer bei Herrn Queg sein soll, bezieht habe nicht das Recht, auf solche Weise auf ganze Gesellschafts- sich unsere Andeutung betr. des geistigen Proletariats) zu Ruppin, flaffen einzuwirken(!??). Er beantrage, den Angeklagten zu der in Abrede stellte, daß Herr Haniel in seiner Angst um sein bestrafen. Die gute Vertheidiguug half nichts; nach turzer Be- tostbares Leben und noch foftbareren Geldfact sich so weit habe sprechung verkündete der Vorsitzende das Urtheil, daß der An- hinreißen lassen, dem Herrn Ruppin nicht nur nicht wieder geklagte des Vergehens gegen§ 360, 11 in zwei Fällen schuldig Arbeit zu geben, sondern auch noch das ferne Fortkommen ab ei und jeden Fall mit 8 Tagen Haft, zusammen mit 14 Tagen, zuschneiden. Er, Lindemann, behauptete aber, sich für Ruppin zu büßen habe. Der Sinn der Inserate gehe dahin, daß die und dessen Familie zu interessiren und ihm behilflich sein zu Intereffirenden die Lokale nicht mehr besuchen sollen, bieſes aber wollen. Ruppin ließ natürlich die Sache nicht ruhen. Er rufe eine Beunruhigung eines großen Theiles des Publikums schrieb mehrmals an Herrn Lindemann, den er selbstredend nicht hervor und sei daher als grober Unfug anzusehen und demgemäß um Geld anbettelte, sondern nur bat, ihm behilflich zu sein, daß 8 bestrafen. Auf die übrigen Ausführungen der Bertheidigung er wieder Arbeit beläme, ging der Gerichtshof nicht ein. Die russischen Kriegsschiffe find in Toulon ein getroffen. In unwürdigster, servilſter Weise werden sie von der französischen Bourgeoispreffe begrüßt, je weiter rechts sie steht, desto weniger schämt sie sich, den Stiefel des Baren abzulecken. Nur die sozialistische Presse und Partei wahrt die Würde Frankreichs. Unser Dresdener Bruderblatt ist harmlos genug, an dieses Urtheil folgende Bemerkungen zu knüpfen: zu Eine Berichtigung in der Angelegenheit Bark. Der Vorwärts" veröffentlicht in den Nummern 236 und 238 eine Korrespondenz aus Spanien unter dem Titel Auch ein Sozialdemokrat", in der ein Vorwurf gegen die Redaktion der Neuen Zeit" erhoben wird. Es sei uns daher gestattet, darauf zu erwidern. Der Korrespondent theilt mit, daß Herr E. Bark zu Anfang des Jahres 1891 in der Neuen Zeit"( IX, 1, S. 411 ff.) einen Artikel über die spanische Arbeiterpartei veröffentlichte, der von Unwahrheiten stroßte. Bark hatte die bodenlose Kühnheit", diesen Artikel ins Spanische zu übersetzen und als das Urtheil der deutschen sozialdemokratischen Preffe in einer spanischen Beitung erscheinen zu lassen. Die spanischen Genossen seien davon wenig erbaut gewesen und hätten das Vorgehen der Redaktion der Neuen Zeit" auf dem Kongreß zu Mialaga gemißbilligt. 1. Warum sieht die Königl. Staatsanwaltschaft nichts davon, wenn andere Parteien und Zeitungen in derselben Weise vorgehen, warum wendet sie sich mit ihrer Anklage nur gegen die Arbeiterpresse? " der nicht Vor uns liegen nun 9 Briefe und 2 Karten, welche Bände darüber sprechen, wie Herr Lindemann sein schriftlich gegebenes Wort eingelöst und wie die Polizei gearbeitet hat, um den Attentäter zu fassen. Um es kurz zu machen, Ruppin wurde zu 3 oder 4 Malen nach den hiesigen feinen und feinsten Restaurants bestellt, es wurde ihm ein Ingenieur" durch Lindemann vorgestellt, der dem Herrn Ruppin erst nach Hamburg und dann 2. Warum erhebt die Königl. Staatsanwaltschaft nicht An- nach Duisburg Arbeit verschaffen wollte. Aber merkwürdiger lage gegen Gastwirthe, welche durch Verweigern ihrer Säle an Weise tam fast regelmäßig bei jenem Rendez- vous das„ Attentat" Sozialdemokraten Beunruhigung bei einem großen Theil des zur Sprache. Es wurden dem Herrn Ruppin Geldsummen geBublifums erregen", mithin groben Unfug" verrichten? Oder boten, wenn es ihm nur möglich wäre, eine Spur von ist es etwa nur strafbar, wenn das staatserhaltende" Publikum jenem Attentäter anzugeben. Herr Ruppin, beunruhigt wird, nicht strafbar, wenn das arbeitende Bolt be- die geringste Kenntniß, mit Ausnahme des allgemein Be fannten, von jenem Vorfall hat, fonnte auch nichts unruhigt wird? verstoßen, indem sie nicht zur Rechenschaft gezogen wird, wenn entpuppte fich als ein 3. Warum darf die Militärbehörde ungenirt gegen§ 360,11 fagen. Was war das Ende vom Liede? Der Herr Ingenieur" fich als ein Kriminalbeamter Namens sie den Soldaten verbietet, folche Lokale zu besuchen, in welchen Schöneberg aus Berlin- und Herr Ruppin wurde von Arbeiterversammlungen stattfinden? Erst kürzlich wieder ist der neuem verhaftet!! Sechs Wochen hat Ruppin nun zum wirth von Stadt Leipzig", nachvem er den Sozialdemokraten zweiten Male in Untersuchung gesessen und wieder mußte er als nachgegeben, mit dem Militärverbot bedacht worden. Wenn das unschuldig entlassen werden, noch heute ist er arbeitslos!!! Inserat der Sächsischen Arbeiter- Zeitnng" strafbar ist, so muß Nun ziehe der Leser das Fazit: Monatelang haben Doppelposten der Erlaß dieses Militärverbots noch mehr strafbar sein. Es von Schußmännern das Schloß" des Millionärs bewacht, Vergehört also neben dem Redakteur Knöfel derjenige höhere Offizier haftungen über Verhaftungen, 3000 M. Belohnung, unfäglichen Rummer und Elend über die Familie eines derjenigen, die dem Mann in die Haftzelle, welcher das Militärverbot erlassen hat! Man kann übrigens im Zweifel sein, welchem Staat im seinen Reichthum haben verdienen helfen, Hilfe der Berliner Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte die Palme in der Polizei, die eigenartige Vermittlerrolle des Hauslehrers, der dem Anwendung des groben Unfugparagraphen gebührt. Hat doch Ruppin immer und immer wieder Arbeit versprach und wohl die Berliner Staatsanwaltschaft sich fürzlich allen Ernstes mit auf einen Theil der Belohnung gehofft haben mag, 6 Wochen dem verantwortlichen Redakteur des Vorwärts" beschäftigt, Haft für Herrn Ruppin, Unmöglichkeit für denselben, in Düssel Angesichts dieses Nachwortes war es aber von ihm eine weil dieser die Berliner Arbeiterschaft aufgefordert hatte, das dorf Arbeit zu bekommen, nicht die geringste Entschädigung fann doppelte Unverschämtheit, seinen von uns ange- Schließen der Wagenthüren auf der Stadtbahn nach wie vor derselbe fordern, also gleichbedeutend mit Ausweisung( durch die griffenen Artikel als ein Urtheil der deutschen Sozial- dem Bahnperforal zu überlassen natürlich alles grober Unfug! Hungerpeitsche) und das Alles wegen eines DummenjungenWas würden die braven liberalen Mannesseelen für Augen ge- ftreiches! Ja, ja, wir haben ein geschriebenes Recht! demokratie über die spanische hinzustellen. Wir bitten den Korrespondenten des Vorwärts", den macht haben, die am Beginn der neuen preußisch- deutschen Reichs- haben aber auch eine Polizei, die Mörder, Kindesmörder verfolgt, herrlichkeit zu dem so harmlos ausschauenden§ 360 ihren Segen einen Staatsanwalt, der einen Kindesmord, resp. die Ergreifung spanischen Genossen von dieser nichtswürdigen Fälschung gaben, wenn man ihnen damals die fulminante Wirkung dieses des Mörders auf 300 M. Belohnung taxirt, den Dummenjungendes Herrn Bark Mittheilung zu machen. Wir möchten noch verhältnißmäßig harmlosen Stückleins ihrer Gefeßgebungs- streich aber auf 1000 m. Nun denke jeder nach und bilde sich einen nicht in ihren Augen als seine Gesinnungsgenossen und tunst vorausgesagt hätte. Ja, wir haben's herrlich weit ge- Rommentar. Die freiheitlich gesinnte Presse wird um Nachbracht! Mitschuldigen gelten. druck des Vorstehenden gebeten. Wenn die spanischen Genossen das gethan haben, haben sie nur auf grund der Uebersehung des Herrn Bart, nicht auf grund des in der Neuen Zeit" erschienenen Originalartitels geurtheilt. Sie hätten sonst sehen müssen, daß wir den drei Seiten langen Artikel mit einem drei Seiten langen Nachwort versahen und daß wir den Artikel des Herrn Bart blos aufnahmen, um dagegen zu pole misiren und entschieden gegen die von ihm befürwortete Taktik Stellung zu nehmen. Dieses Nachwort hat Herr Bark jeden falls nicht übersetzt. Die Redaktion der Neuen Zeit". " Parteinachrichten. Zum Kölner Parteitag wurden in München die Barteigenoffen Eduard Schmid und Franz Schmitt als Delegirte gewählt. Der Wahlkreis Erfurt- Schleusingen 3iegenrüd entsendet den Redakteur Gustav Hülle nach Köln. * " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen eines Artikels, durch den sich ein Lehrer beleidigt fühlte, wurde der Redakteur der Freien Presse", Genosse Karl Haupt, vom Schöffengericht Apolda zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Berufung ist eingelegt. -Redakteur Tauscher von der„ Schwäbischen Tagwacht" wurde am 11. Oktober in Stuttgart von der Antlage wegen Majestätsbeleidigung, begangen durch einen Artikel über den Rothstand, nach wirksamer Vertheidigung durch den Rechts: anwalt Rapp freigesprochen. Genosse Paul war in Essen wegen groben Unfugs angeklagt, den er in einer Versammlungsrede begangen haben foll; er wurde am Dienstag von dieser Anklage freigesprochen. Soziale Ltebersicht. Wir Soll der von minderjährigen Arbeitern verbiente Arbeitslohn an die Eltern ausgezahlt werden? Bu einer gutachtlichen Aeußerung über diese Frage war vor einigen Tagen auch das Gewerbegericht in Hannover von dem Magiftrat aufgefordert worden. Das Gesammtgericht hat sich in feiner Freitagssigung, und zwar mit vollem Recht, gegen den Erlaß eines derartigen Ortsstatuts ausgesprochen, weil es sich davon auch nicht den mindesten Vortheil verspricht. Einführung dieser die jugendlichen Arbeiter beleidigenden Maßregel scheint man also, dank der Zusammensetzung der Gewerbegerichte, wenig Glück zu haben. Mit der Das Stuttgarter Arbeitsamt. Eine am Mittwoch Abend In der Parteikonferenz des 7. badischen Wahlkreises, in Stuttgart abgehaltene Volksversammlung nahm nach einem zu welcher Vertreter aus Kehl, Gengenbach und aus Nachbarinhaltsvollen Vortrage des Genossen Hildenbrand in dieser orten der Stadt Offenburg erschienen waren, referirte Genosse Frage folgende Resolution an: Die heutige Versammlung Willi im Namen der Agitationskommission über die sehr umfangspricht ihr lebhaftes Bedauern darüber aus, daß die Mehrheit reiche Agitation seit Jahresfrist. Es wurden etliche sehr prakdes Bürgerausschusses die Errichtung des städtischen Arbeitstische Fragen der fünftigen Taktik erörtert. Als Bertrauensamtes nach dem Entwurf des Gewerbegerichts- Vorsigenden ab= mann für den 7. Wahlkreis wurde wiederum Genosse J. F. AutenAn die zentralisirten Gewerkschaften Berlins! In gelehnt hat. Diese Mehrheit des Bürgerausschusses hat nach rieth gewählt. Die auf dem Kölner Parteitag geltend zu jedem Jahre bei Eintritt der rauhen Jahreszeit kämpfen die Meinung der Versammlung durch ihren Beschluß gezeigt, daß fie machenden Forderungen fanden eingehende Besprechung. Von Bauhandwerker gegen das Unternehmerthum, die Forderung fein ausgiebiges Verständniß für ihre wirkliche Aufgabe- die der Entsendung eines besonderen Delegirten für unseren Wahlstellend, durch Verglasen der Fenster eine Absperrung der Zug Vertretung der Interessen aller Gemeinde- Angehörigen, also insfreis sah man ab; man will sich mit einigen benachbarten Wahl- luft herbeizuführen. In betreff eines gemeinsamen Borgehens besondere auch der arbeitenden Klasse besigt. Die Anregung freifen zur gemeinsamen Delegation vereinigen. haben die Töpfer in diesem Jahre nicht den gewünschten Erfolg, des Bürgerausschusses, den Fallenstein'schen Arbeitsnachweis aus denn die Stuckateure und Maler mußten, in anbetracht ihrer städtischen Mitteln auszubauen, erachtet die Versammlung nur Aus Meferik wird uns geschrieben: Wie in den meisten schwachen Organisation, erklären, bei einem diesjährigen Kampfe als eine Berhöhnung der Stuttgarter Arbeiterschaft." Kleineren Orten, so haben auch die hiesigen Parteigenossen mit un- nicht mit eintreten zu können. Wir richten nun an alle Gewertaufhörlichen Schwierigkeiten zu fämpfen. Unserem Arbeiterschaften, und speziell an die Bauhandwerker, die Bitte, uns in die Bildhauer im Streit. Bei einer der hartnäckigsten Firmen, Modernes Brigantenthum. In Wien liegen bekanntlich Bildungsverein ist es infolge der bekannten Polizeischerereien unferent Vorgehen moralisch zu unterstüßen, desgleichen, wenn die von Portois und Fix, arbeiten nun, wie die„ Bildhauerunmöglich geworden, in einem öffentlichen Lokal seine Versamm der Kampf ein harter wird, uns petuniäre Unterſtüßungen zu Beitung" meldet, zwei Italiener, Tomassini und de Vigli, die lungen abzuhalten und so mußte denn am verfloffenen Sonntag gewähren. Wir Töpfer haben in jeder Weise unsere Schuldig fich bereits in Berlin ein Renommée als Streifbrecher erworben eine Versammlung des Vereins in der Privatwohnung eines feit gethan und glauben deshalb bestimmt, auch auf ein Ent haben. Diese Herren entblödeten sich nun nicht, den Streitenden Mitgliedes tagen. Doch haben gerade diese fleinlichen Maßdas Anerbieten zu machen, um den Vetrag von 120 Gulden die nahmen, durch die die Gegner uns zu vernichten trachten, bewirkt, gegenkommen der anderen Organisationen rechnen zu können. Arbeit liegen zu lassen! Die Wiener Bildhauer werden diesen daß auch die bisher theilnahmslosen Arbeiter zum Nachdenken des allgemeinen Unterstügungs- Vereins über die heutigen Zustände gekommen und tbeilweise be beiden Burschen schon den gebührenden Fußtritt gegeben haben. der Töpfer Deutschland 3. Für das Unternehmerthum ist es aber bezeichnend, daß es als reits tüchtige Parteigenossen geworden sind. Das SolidaritätsFiliale Berlin, Verkehrslokal: Wernau, Rosenstr. 30. patentirter Hüter der Moral und Sitte feiner" Arbeiter, als gefühl ist unter uns fräftig entwickelt und wir hoffen, daß wir, die wir sozusagen den Schlüssel zu den polnischen Landestheilen bilden, Gegen die Tabak- Fabrikatstener fand am Dienstag in den es sich mit Vorliebe aufspielt, den Teufel um etwaiger Spigbald noch festeren Fuß fassen und nachhaltig in dieser bis jetzt Dortmund eine gutbesuchte Volksversammlung statt, in der bubentalente kümmert, wenn diese nur geeignet sind, ihm aus noch dunkeln Gegend wirken können. Es ist hierzu aber auch G. H. Junge aus Bremen eine beifällig aufgenommene Rede der Patsche zu helfen. nothwendig, daß uns dies Parteigenossen in Berlin und anderwo hielt. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in der sie zur Hilfe kommen und die kann namentlich durch Zusendung sich gegen die projektirte Fabrikatsteuer sowie gegen jede andere von gelesenen Parteiblättern und sonstiger Arbeiterlettüre ge- Form der stärkeren Steuerbelastung des Tabats aussprach. schehen. Finden wir die erbetene Unterstüßung, so werden wir bald günstige Resultate aus unserer Gegend mittheilen können. ( Zu diesem Zweck ist es aber nothwendig, daß die Parteigen offen in Meseriß eine Adresse aufgeben, an die die verlangten Schriften event. gesandt werden können. Wir hoffen, daß dies bald nach geholt wird. D. R.) " " Der Vorstand Briefkaffen der Redaktion. Berichtigung. In dem Leitartikel in Nr. 240 Sumpfluft und Stlavenarbeit" muß es heißen( 2. Spalte, Eingang des dritten Absages): " Alle Kolonialstaaten sind längst durch den Zwang der Kulturentwickelung dahin gebracht worden, ihre Gebiete dem Handel aller Völker zu erschließen( nicht: verschließen). möglich. Staatsanwalt, Fabrikant und Arbeiter. Die Elber felder Freie Presse" veröffentlicht folgende für unsere heutigen Rechtszustände bezeichnende Affäre: Unser geschriebenes Recht wurde in diesen Tagen durch folgenden Fall wieder einmal recht drastisch beleuchtet, und nebenher die schon so oft besprochene Lage, in welcher sich die Vertreter des geistigen Proletariats beWieder einmal mußte in Sachfen der grobe finden, durch einen weiteren Fall erhärtet. Unsere Leser werden Unfug paragraph herhalten. Die Sächsische Arb.- sich erinnern, daß am 12. Mai d. J. in der Jägerhofstraße, im M. G. Ein derartiges Engagement ist zur Zeit leider nicht Beitung" hat wieder Wal etwas begangen, was aber gegen Hause des Herrn Haniel, Mitinhaber der Firma Haniel u. Lueg feinen besonderen Paragraphen des Reichs- Strafgesetzbuches ver- ein entfeßliches" Attentat verübt wurde. Irgend ein dummer Otto Wiffe. Sie werden es wohl begreiflich finden, daß stößt und deshalb von sächsischen Nichtern und Schöffen mit der Junge bat da ein Stückchen Messingrohr mit Pulver gefüllt, dessen wir nur einmal die Verfammlungsberichte bringen. Ruthe des§ 360, 11 gezüchtigt werden mußte. Es ist recht Explosion" einen Knalleffectt verursachte. Gleichzeitig, oder kurz Ebert. Bitte um Besuch noch heute, möglichst zwischen 12 intereffant, wozu alles dieser liebliche§ 860, 11 verwendet wird. vorher hatte Haniel einen Drohbrief erhalten. Ganz Düsseldorf" und 1 Uhr. Es liegt daran, Zuverlässiges über die Organisation Groben Unfug beging die Gächs. Arb. 3tg.", als sie zwei längst follte wegen dieser Geschichte in Aufregung sein, die Polizei war zu erfahren. verstorbene Fürsten, die sich gegen ihre Böiter verbunden hatten, in fieberhaiter Thätigteit. Schon nach wenigen Tagen wurden Schubert. Von den taufenden Fällen, in denen Hilfe mit einem etwas derben Worte belegte; groben Unfug beging 1000 M. Belohnung ausgesezt, von der föniglichen Staats- dringend nothwendig, können wir nicht Einen herausgreifen und Die„ Sächf. Arb.- 3tg.", als sie die friecherischen Lobhudeleien bei anwaltschaft die bald auf das Doppelte erhöht wurde, und an das Mitleid der Arbeiter appelliven. Vielleicht sprechen Sie der Geburt eines Prinzen kritisirte. Das waren feine zu der schließlich noch Haniel selbst 1000 Mart bazu versprachgelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. Majeftätsbeleidigungen, aber es mußte bestraft werden, es war für die Ergreifung des Attentatenthäters". So war, wenn wir Langenbielan. Nächstens: Ist übrigens im Zirkular eingrober Unfug! Jeht hat die böse Sächsische Arbeiter- Zeitung" nicht sehr irren, die Belohnung" auf 3000( Dreitaufend) Mart gehend besprochen. wieder groben Unfug" begangen und zwar durch Auf- gestiegen. Natürlich wurden Verhaftungen zahlreich vorgenommen, nahme zweier Juferate, welche besagten, daß der Wirth des namentlich unter den Arbeitern der Firma Haniel und Lueg, Gasthofes zu Leutewiß den Antisemiten sein Lokal zu Versamm- doch ohne jeden Erfolg. Unter den Verhafteten befand sich auch " " " A. E. S. Zu dem Parteitag wird, wie stets, Jeder- soweit der Raum reicht gegen Karte zugelassen. G. K. 105. Anmeldung ist erforderlich. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 14. Oktober. Opernhaus. Bajazzi. Djamileh. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Deutsches Theater. Man sagt. Berliner Theater. Die guten Freunde. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Wallner- Theater. Jägerblut. Friedrich- Wilhelmstädt.& heater. Freund Felix. Residenz- Theater. Syftem Ribadier. Neues Theater. Jugend. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Vollblut. Achtung! Castan's fieber Bernhard! Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Central- Theater. Berliner Boubut. Präuscher's MUSEUM Viktoria- Theater. Frau Venus. Mexanderplatz- Theater. Das anatomisches Damenbad. Vorher: Die Ballet- Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. National- Cheater. Lehmann auf Viel Neues, Vorher: Die juten Flinten. Gebrüder Richter- Theater. Luftige Friesacker. Wintergarten. Spezialitäten= Vordarunter der Schußkanal der Kugeln des deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Reichshallen- Theater.Spezialitäten- Dienstag u. Freitag: Damentag. Vorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Sanfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Entree 50 Pfg. American- Theater. Novität für Berlin! Novität für Berlin! Les deux Crenlets. unübertr. Verwandlungs- Instrumentalisten. Hugo Schulz als Trompeter von Bitfchewin", hochtomisches Intermezzo. ,, Der kleinste Husaren- Lieutenant". Lehmann auf der Weltaus- Neuester Original- Vortrag von Josefine Delcliseur. stellung in Chicago. Eugen Zocher, Sächs. Orig.- Humorist. Große Ausstattungspoffe mit Gefang Alfred Bender mit neuen Kouplets und Tanz in 5 Akten von Eugen Bruden 3. Kouplets v. 2inderer. eigener Dichtung. Grosser Erfolg! Musik von Adolph Wiedede Berliner in Chicago. Regie: May Sam ft. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Elfriede Eckmudt, hochint. Konzertfäng. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonntag Uhr. Kottbuserstr. 4 a. Boffe in 1 Alt von R. J. Anders. Sanssouci, morgen, Gonntag: Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffenöffn. 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Sonntag, den 15. Oftober, Mittags 12 Uhr: Voltsvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen: Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Vorlektes Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Jägerblut. Zangerl, Dorfbader( Hauptrolle): Xaver Terofal. Sonnabend, Sonntag: Jägerblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Affen v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In- Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Berliner Vollblut. Boffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Afte: Bajazzi- Parodie. Morgen: Berliner Vollblut. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- TanzTerzett. Paul Krugeler, GesangHumorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. A. Zimmermann. Stettiner Sozialdemokratischer Wahlverein tomme doch fofort zu Deiner fehr ge für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ängstigten Frau zurück oder gieb wenigstens ein Lebenszeichen.[ 2516b Marie. Todesanzeige. Den Mitgliedern des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den 2. Berliner Reichstagswahlfreis zur Nachricht, daß unser W Montag, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, bei Boltz( im Gartensa al), Alte Jakobstraße Nr. 75: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über: Wann beginnt die Revolution?" 2. Diskussion. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes, Abrechnung des Kassirers und Bericht der Revisoren. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. Die Mitgliedsbücher sind mitzubringen. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht treues Mitglied u. Mitbegründer Achtung! des Wahlvereins, der Tischler Paul Hellgermann am 11. Oftober an der Prole= tarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. d. M., Nachmittags 21/2 Uhr, vom Trauer: hause, Fürbringerstr. 22, aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel Allee statt. 373/2 Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todesanzeige. Den Parteigenossen des zweiten Wahlkreises hierdurch die traurige Nachricht, daß unser langjähriger und bewährter Genosse, Der Tischler 345/15 Paul Hellgermann am 11. d. M., Abends 7 Uhr, an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Der Verstorbene war einer von denjenigen, die während der Zeit des Sozialistengesetzes unermüdlich für unsere Sache thätig waren. Er war ferner 1889 der Mitbegründer des Wahlvereins unseres Kreises. Die Parteigenossen des 2. Wahlfreises werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. d. M., Nachmittags 21 Uhr, vom Trauerhause, Fürbringerstr. 22, aus nach demFriedhof der freireligiösen Gemeinde, Pappel Allee, statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Vertrauensperson. Sänger. Deutscher Holzarbeiterverband. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Auftreten von ( Zahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer langjähriger Vereinskollege Große öffentliche 370/15 Der Vorstand. Achtung! Kommunalwähler- Versammlung des 13. Kommunal- Wahlbezirks Montag, den 16. Oftbr., in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl und Aufstellung eines Kandidaten. 2. Diskussion. 394/3 Der Einbernfer. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, den 16. Oftober 1893, Vormittags 10 Uhr: Versammlung im Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße Nr. 21. Zages- Ordnung: Verkündigung des bisher eingegangenen Materials bezüglich unserer Fensterfrage und weitere Stellungnahme zu derselben. 4 Gäfte haben Zutritt. E Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser entscheidenden Versammlung zu erscheinen. 325/12 Der Vorstand. Achtung, Holzarbeiter! Dienstag, den 17. Oktober, Abends 82 Uhr: Große öffentliche Bersammlung der Holzarbeiter Berlins und Umgegend ( Tischler, Drechsler, Bürstenmacher, Stellmaher u. s. w.) in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64. a Tages Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe und wie find diefelben zu verbessern? 2. Wie stellen sich die Berliner Holzarbeiter zur Einführung des WerkstattVertrauensmänner- Systems; Referent: Theodor Glocke. 3. Diskussion. 319/8 4. Die Haltung der Berliner Stadtverordneten gegenüber den Forderungen der Arbeiter auf Errichtung einer Arbeitsbörse; Ref.: Bernhard Bruns. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um regen Besuch der Versammlung Der Vertrauensmanu. Paul Hellgermann Achtung, Töpfer Cöpenicks! am Mittwoch Abend an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. Oktober, Nachmittags 3 Uhr, Sonntag, den 15. Oktober, Nachmittags 1 Uhr: Oeffentl. Versammlung Neumann- Bliemchen nach dem freireligiösen Friedhof in der im Lokale des Herrn Gaul, Sieger- u. Grünstraßen- Ecke. und Fritz Steidl. Alcazar. 4 Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Hen! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. ratweil'sche Bierhallen vom Trauerhause, Fürbringerstr. 22, Bappel Allee, statt. 318 Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Verband d. Geschäftsdiener, Packer u. Berufsgenossen. Am 11. d. M. verstarb unser Mitglied Gustav Kasch, Borsigstr. 19, am Zungenkatarrh. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 14. d. M., Nachmittags 3( Uhr, von der Leichenhalle des ElisabethKirchhofes, Prinzen Allee( Gesundbrunnen) aus statt. 171/13 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Töpfer Cöpenicks zur Fenster- und Koatstorbfrage? 2. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 325/13 Der Einberufer. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags präc. 10 Uhr: Branchenversammlung der Rohrleger Rund Gehilfen NE in Bolt Festfälen, Alte Jokobstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein über: Berufskrankheiten im Rohrlegergewerbe. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Nichtmitglieder als Gäste willkommen. E Zur besonderen Beachtung! Der Wichtigkeit obiger Tagesordnung wegen ist es nothwendig, daß jeder Kollege in dieser Versammlung erscheint. Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß obige Versammlung punkt 10 Uhr eröffnet wird, da der Referent nach beendetem Vortrag über seine Zeit anderweitig verfügen muß; pünktliches Erscheinen ist daher unbedingt erforderlich. 230/17 Allen Freunden und Bekannten für die rege Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Gustav Kommandantenstr.77-79. Fuchs meinen herzlichsten Dant. Die Konferenz der Vertrauenslente des Südens findet am Sonntag, Täglich von 5 Uhr ab: 25136] Martha Fuchs geb. Stange. den 15. Oftober, Vorm. 10 Uhr, im Restaurant Rau, Staligerstr. 126, statt. Grosses Frei- Concert. Der Vorstand. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krytall- Palast. Anf. Wochent. 72 Uhr. Entree 15 Bf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine 4 hocheleganten IF Festsäle G. Brochnow's( 50-400 Perf.) den 2c. Vereinen zu Festsäle 39. Sebastianstraße 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Sonnabend großer Ball. Em pfehle meine Säle zu allen Festlichkeiten u. Versammlungen. 46752 2534b Versammlungen und Feßlichkeiten jeder Art. Habe noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Heute Abend gr. Gänse- Ausspielen a. d. Billard, wozu ergebenst einladet A. Böhlert, Waldemarstr. 64a. Moritz Play. Etablissement Buggenhagen. Morit Verein der Holz- und Bretterträger Berlins Play. und Umgegend. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Sonntag, den 15. Oktober, Vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn H. Ullrich, Waldemarstraße 75: Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Auschant von Pahenhofer Mitglieder- Versammlung. Lagerbier, hell und dunkel. Zages Ordnung: An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations1. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Aufräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Die Mitglieder werden ersucht, räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in nahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. 179/16 dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. ihren Verpflichtungen nachzukommen. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: P. Karnal. Festlichkeiten 2c. Aufgepaẞt! Inh. W. Brünning. Verband der in Buchbindereien, Rosenthaler Rosenthaler Club- Haus. der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Am Montag, den 16. Oktober, Alte Jakobstraße 75: Arbeiter und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Berlin. General- Versammlung. Rosenthalerst. 11/12. Meinen großen eleganten 300-500 Personen fassenden Saal für Festlichfeiten und Versammlungen habe ich noch Gonnabend und Sonntag zu vergeben. Solide Bedingungen, auch find große und kleine Vereinszimmer noch einige Tage in der Woche frei.[ 2510b| Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Sommerfest. 2. Geschäfts- und Kaffenbericht vom 3. Quartal 1893. 3. Ergänzungswahlen. 4. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Um schleunige Abrechnung der noch ausstehenden Billets vom Sanssouci- Vergnügen ersucht Der Varftand. Hierzu zwei Beilagen. 120/15 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 242. Tokales: Sonnabend, den 14. Oktober 1893. 10. Jahrg. Süßowplak, deren Wagen, statt wie jetzt über Jannowitz: wendig ist, um die Literatur zu prüfen, um die feine Welt in brücke- Holzmarktstraße, nunmehr über Andreasstraße- Schillings ihren Theaterzügen aus Sittlichkeitsrücksichten zu bewachen und Zum Charitee Boykott. Die Orts- Krankenkasse der Kon: brücke- Köpnickerstraße geführt werden. Bekanntlich war die Ber: fich dahin vorzubereiten, daß seinem wachsamen Auge es nicht ditoren und Pfefferküchler hat am 11. d. M. beschloffen, der plant, daß auf dem Alexanderplatz die Endstation errichtet wer- etwa über 11 Uhr Abends hinaus ausübt, so kann er da nicht fürzung der Linie Cüstriner Plaz- Rathenowerstraße dahin ge- entgeht, wenn ein anständiges Lokal Schanktonzeffion Charitee Kranke nicht mehr zu überweisen. Der Vorstand der ben sollte; wie der Winterfahrplan jedoch ergiebt, bleibt die sofort zur Stelle sein, wo er Nügliches wirken könnte. Orts- Krankenkasse der gewerblichen Arbeiter und Arbeiterinnen Endstation„ Cüftrinerplaz" dem öffentlichen Verkehr erhalten. Warnung vor einem Gasthofsschwindler. Ein etwa hat am 12. d. M. einen gleichen Beschluß gefaßt. Von Seiten der Mitglieder solcher Kassen, die ihre Mitglieder oder Kranken Haussuchung und Beschlagnahme. In der Expedition 42jähriger Gasthofsschwindler, der sich bald für einen Mühlennoch immer der Charitee überweisen, gehen uns fortgefeßt des Sozialist", Organ aller Revolutionäre, erschienen am legten besiger Schmidt, bald für einen Ingenieur Schmidt ausgiebt, ist Klagen zu. Ein Mitglied der Orts Krankenkasse der Furherrn, Mittwoch Vormittag einige Beamte der politischen Polizei und der hiesigen Polizei signalisirt worden. Nachdem seine RechKutscher und Berufsgenossen schildert uns z. B. wiederum die suchten nach der Nr. 40 des„ Sozialist" vom 30. September d. J. nungen ist Gasthäusern ziemlich hoch angewachsen sind, verdortigen Zustände in ähnlicher Weise, wie sie bereits wiederholt Die in den Expeditionsräumen vorgefundenen 165 Exemplare schwindet er plöglich. Ein besonderes Merkmal des Betrügers von uns dargelegt und von ärztlichen Autoritäten anerkannt sind. wurden auf grund des§ 130 R.-Str.-G.-B.( Aufreizung) be- besteht darin, daß er in allen Städten, die er mit seiner AnDie Art der Behandlung, das Essen, die Art der Ausnutzung der schlagnahmt. Beanstandet wird der Leitartikel mit der leber mesenheit„ beehrt" hat, Medizin aus Apotheken holen ließ, die Kranken als Lernobjekt für militärärztliche Lernbegierige laffen schrift: Morgen- Uebermorgen". Jeder Preuße hat das auf ein Nierenleiden schließen läßt. es begreiflich erscheinen, daß schließlich der noch schwerkranke Recht, seine Meinung frei zu äußern, so frei, daß die Polizei Batient unter Verzicht auf diese Art der Heilung die und Staatsanwaltschaft die freie Meinung festhalten und einCharitee unter eventueller Aufgabe seiner Rechte der Kasse sperren dürfen. gegenüber nach einigen Tagen verläßt. Wenn der Geheime " ein großer Juwelendiebstahl gemeldet worden, der dort in der Belohnung. Aus Hamburg ist der hiesigen Kriminalpolizei Nacht vom 11. zum 12. d. m. verübt worden ist. Unter den entwendeten Schmucksachen befinden sich ein aus 300 großen und kleinen Brillanten zusammengesetztes Halsband und ein aus 380 Perlen bestehendes Halsband. Lezteres ist mit vier kleinen Brillantspangen versehen. Auf die Wiederbeschaffung der ge stohlenen Sachen ist eine Belohnung von 500 m. ausgesetzt. Achtung vor Banten! Ein schwerer Unglücksfall trug Sanitätsrath Dr. Guttmann, wie wir ausführlich unter dem Ein entsetzlicher Beitrag zum Arbeiterrifiko und zur 25. 8. 1892 mittheilten, die hygienischen Einrichtungen der Profitgier. Das Brandunglück in der Militär- EffektenCharitee als„ für ein Krankenhaus geradezu verwerflich" be- und Lackfabrit von J. Becker am Spandauer Weg 6 in Reinickenzeichnete, wenn ein anderer nichtsozialdemokratischer Arzt, dorf, welches sich am Donnerstag früh gegen 7 Uhr ereignete und Dr. Groner, unter Berücksichtigung des Charitee- Krantenhauses den( Nachmittags 4 Uhr im Paul Gerhardstift erfolgten) Tod der eine für die Charitee vernichtende Kritik an diesem Krankenhause Arbeiterin Hedwig Becker zur Folge hatte, wird zu einer einübt( vergl. den Auszug im Vorwärts" vom 24. August 1893), gehenden richterlichen Untersuchung Beranlassung geben. Die wenn die aus der Charitee Entlassenen fast durchgehends ersten Schritte hierzu find bereits gethan. Das Unglüd sich gestern Abend gegen 7 Uhr in der Gräfestraße zu. Mehrere schwere Klagen über ihre Behandlung in der Charitee vorzu- scheint lediglich durch die Sparsamkeit des Arbeiter waren in dem Hause Nr. 32 damit beschäftigt, das bringen in der Lage sind, wenn gerichtliche Verhandlungen auf unternehmers verschuldet zu sein. Die fonzessions- Dach zu decken und hatten zu diesem Zwecke vorschriftsmäßig die Miß handlung Kranfer grelle Streiflichter geworfen haben, pflichtige Becker'sche Fabrikanlage ist seiner Zeit genehmigt worden den Bürgersteig abgesperrt. Trotzdem versuchte eine in derselben so ist es erfreulich, daß die besser verwalteten Krankenkassen sich ohne jedwede Rücksicht auf Feuergefährlichkeit und auf den Schuh Straße wohnende Frau Höfel den Bürgersteig zu pafsiren, unzu dem Entschluß aufraffen, ihre Mitglieder vor„ Behandlung" des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter. Wiederholte Be- glücklicher Weise in demselben Augenblick, als ein schwerer in der Charitee zu bewahren. Gewiß mag ein oder der andere triebsunfälle, Brände 2c., haben jedoch dazu geführt, daß dem Mauerstein aus der beträchtlichen Höhe herabfiel. Der Stein verwaltende Beamte der Charitee zunächst sich darüber freuen, daß eine Unternehmer nachträglich aufgegeben wurde, wenigstens insofern traf die Frau so unglücklich auf den Kopf, daß sie einen SchädelIleine Entlastung der fast vollgepfropften Krankensäle eintritt. einigen Schuß zu schaffen, daß die Kessel, in denen Lacke und bruch erlitt und im bewußtlosen Zustande nach ihrer Wohnung Aber, nicht um einen Beamten zu ärgern oder zu erfreuen, son- andere leicht brennbare oder gar explosible Materialien gekocht gebracht werden mußte. dern um den Arbeitern zweckdienlichere Pflege und angemessene wurden, mit selbstthätig schließenden Deckeln versehen werden Vergiftung durch giftige Beeren? Der räthselhafte Tod Behandlung zu theil werden zu lassen, ist die Boykottirung der sollten. Um Hundert oder wenig mehr Mark zu sparen, hat sich eines noch nicht 6 Jahre alten Kindes beschäftigt gegenwärtig Charitee für nothwendig erachtet. Bis dahin, wo die Charitee- der Unternehmer dagegen gesträubt, und durch schriftliche Vor- Die Polizei. Am Mittwoch Abend gegen 7 Uhr starb die Tochter verwaltung die Ueberzeugung endlich klar bethätigt und aus ftellungen erreicht, daß die amtliche Anordnung zurückgezogen meta des Bäckers Bergan aus der Elbingerstraße 14. Gin hinzu gesprochen haben wird, daß Arbeiter keine Zuhälter sind, daß wurde. An fich war diese Anordnung höchst unzulänglich, selbst Krante in erster Reihe Genesung in einem Krankenhause suchen, wenn sie ausgeführt worden wäre. Die ganze Feuerungsanlage anscheinend auf Vergiftung zurückzuführen sei. Da sich der Fall Die ganze Feuerungsanlage gezogener Arzt hat sein Gutachten dahin abgegeben, daß der Tod daß Prügel fein Heilmittel, daß die Charitee endlich troß ihrer war falsch angelegt, hätte jedoch mit verhältnißmäßig geringen auf andere Weise vorläufig nicht erklären läßt, so neigt man zu vielen Privilegien tein Recht hat, weit hinter den Leistungen Kosten geändert werden können. Die mit feuergefährlichem In- der Annahme, daß das Kind in den nahe belegenen Anlagen des städtischer Krankenhäuser zurückzubleiben, müßte eine Ueber- balte gefüllten Kessel standen auf direktem Feuer. Jeder sprigende Friedrichshains giftige Beeren gepflückt und gegessen habe. Die weisung Kranker an die Charitee seitens der Krankenkassen oder überschäumende Tropfen konnte die ganze Maffe in Flammen behördlicherseits eingeleitete Untersuchung wird wohl Klarheit durchweg abgelehnt werden. fehen. Ordnungsmäßig hätte die Feuerung eine indirekte sein schaffen. müssen. Entweder müßten die Materialien im Wasserbade geDer Arbeitsnachweis für Strafentlaffene soll in diesem focht oder die Kessel müßten so eingemauert werden, daß über- Vermißt. Der Gürtlerlehrling May Göbel, Dresdenerstr. 5 Jahre trotz der schlechten Erwerbsverhältnisse schon über 2000 fließende Masse mit dem offenen Feuer nicht in Berührung wohnhaft, bei Conrad, Gitschinerstr. 64, in Lehre, wird seit Personen in Arbeit gebracht haben, d. h. 80 pet. aller der kommen könnte. Thatsächlich ist der Tod der Hedwig Becker Dienstag Abend vermißt. Der Vater, der vermuthet, daß seinem jenigen, die die Vermittelung des Bureaus nachgesucht haben. Das auf diese verfehlte Anlage zurück zu führen. Dieselbe kochte Sohne ein Unglück zugestoßen sei, bittet, etwaige Nachrichten ihm, Hauptabnahmegebiet für die Arbeitskräfte, fo wird berichtet, bilde Helmput" und befand sich ganz allein in dem Feuerungsraume. Dem Metallarbeiter Göbel, Dresdenerstr. 5, 4 Tr., zukommen zu nach wie vor die Landwirthschaft. Dieser günstige Erfolg des it es schon eine unverzeihliche Fahrlässigkeit des Unternehmers, lassen. Die Nachforschungen bei der Polizeibehörde find fruchtlos Arbeits Nachweisebureaus scheint sehr begreiflich. Die Straf- ein selten mit besonderer Geistesgegenwart ausgerüstetes Mädchen ausgefallen. entlaffenen haben unter schlechten Erwerbsverhältnissen so zu einer so gefährlichen Arbeit zu verwenden, so ist dieselbe noch fehr man eigentlich das Gegentheil anzunehmen geneigt ist! um so auffälliger, wenn eine unqualifizirte Arbeiterin allein und Vom Ertrinken gerettet. Mit eigener Lebensgefahr volldeshalb weniger zu leiden, weil sie sich so billig hergeben müssen, ohne Aufsicht auf einem derart gefährlichen Poften steht. Der brachte gestern ein Lüßowstraße 11 wohnender Schlossermeister daß sie jede Konkurrenz der anderen Arbeiter aus dem Felde Vorfall hat sich bezeichnender Weise so abgespielt: Das König ein Rettungswert. Ein achtjähriger Knabe war über das schlagen. Aus diesem Grunde sind auch Mecklenburgs Groß- Mädchen bewachte den Kessel. Einzelne Tropfen der Geländer der Corneliusbrücke geklettert, hatte das Gleichgewicht grundbesitzer die Hauptabnehmer dieser Arbeitskräfte. Die Flüssigteit sprangen über und liefen seitlich herab. verloren und war in den Spandauer Schifffahrts- Kanal gestürzt. Thätigkeit des Vereins, der sich die Fürsorge für die entlassenen Sie wischte die Tropfen mit der Schürze ab, bevor dieselben das Der zufällig des Weges kommende R. entledigte sich seiner UnterStrafgefangenen zur Aufgabe gemacht hat, wird so lange nicht Feuer erreichen fonnten, doch plötzlich fing die Schürze Feuer, fleider und sprang ohne langen Sinnens dem mit dem Wellen auf unsere Zustimmung rechnen fönnen, als diefer Verein nicht sie schrie um Hilfe; der Werkmeister, kam hinzu, beide rissen nun tämpfenden Knaben nach. Glücklich gelang es ihm, das Kind zu bemüht ist, feinen Pfleglingen dieselben Löhne, wie andere Ar- schnell den Kessel vom Feuer; dabei mag wohl die Masse erst fassen und eine der Ausladetreppen zu erreichen. Zur Er beiter fie bekommen, zu erwirken. Freilich würden ihm, wenn er recht übergelaufen sein. Eine plöglich aufsteigende Feuergarbe mittelung der Eltern wurde das verunglückte Kind nach dem sich dazu entschließen wollte, zahlreiche Unternehmer, die sich zwang die beiden Leute dazu, den Kessel fallen zu lassen; der nächsten Polizeibureau geschafft, während sich der muthige heute als feine Gönner aufspielen, ihre Unterstügung, entziehen. Wertmeister eilte zur Thüre hinaus und war gerettet, das Lebensretter dem Danke der Umstehenden dadurch entzog, daß er Der genannte Verein weiß auch sehr wohl, daß er diese Unter- Mädchen flüchtete in den Hintergrund des Raumes, wurde vom sich in eine Droschte sette und nach Hause fuhr. stützung bei der Mehrzahl seiner Freunde nur deshalb findet, Feuer von der Außenwelt abgeschlossen, die Flammen und er weil ihnen die Nächstenliebe" Nußen bringt. Und eben darum stickende Dämpfe drangen auf sie ein, und sie hätte schon an Selbstmord. Als Leiche aufgefunden ist die als vermißt hütet er sich, sie zu wahrer Nächstenliebe anzuhalten. dieser Stelle ihren Tod gefunden, hätte sie nicht der zufällig gemeldete 31 Jahre alte Schneiderin Marie Müller aus der vorüberreitende Gendarm Hilgert mit Lebensgefahr gerettet. Spenerstraße. Sie wurde gestern Vormittag an der Moabiter Leider hat sich dadurch ihr Todeskampf um 9 Stunden ver- Brücke angeschwemmt und gelandet. Allem Anschein nach liegt längert. Um 4 Uhr Nachmittags starb sie unter entfeßlichen ein Selbstmord vor, den die Vermißte bald nach dem Verlassen Schmerzen. ihrer Wohnung verübt haben dürfte. Klage gegen Landrath v. Waldow. Die von der OrtsKrantentasse in Weißensee angestrengte Klage wider den Landrath des Niederbarnimer Kreises v. Waldow, sowie dessen Vorgänger Geheimen Regierungsrath Scharnweber auf Ersatz der von dem früheren Rendanten der Kasse unterschlagenen Summen Zum Arbeiterrifiko. Genosse Maurer Hugo Fröhlich Mordversuch eines Ehegatten. Der Schiffseigenthümer wird, wie in der gestrigen Generalversammlung der Kasse mit( Rostocerstr. 23) wurde vorgestern Abend auf dem Neubau in H. hat am 11. d. Mts. auf dem Wege von Tegel nach Berlin getheilt wurde, als aussichtslos zurückgenommen werden, weil vor Charlottenburg( Ecke Schillerstraße) während des Ausschachtens einen Mordangriff auf seine Frau verübt. Die Frau hatte sich allem die Regreßpflichtigkeit der früheren Vorstandsmitglieder der bis an den Hals dadurch verschüttet, daß die nicht abgefteiste von ihrem Mann getrennt, weil dieser intime Beziehungen mit Kaffe gerichtlich festgestellt werden müßte; erst wenn von den Wand auf dem emfig Arbeitenden plöglich mit voller Wucht einer anderen Frau angeknüpft hatte. Unlängst hat sich Frau früheren Vorstands- und Rechnungsausschuß- Mitgliedern nichts fiel. Fröhlich hat sehr schwere Verlegungen erlitten. Er wurde H. in Berlin eine Wohnung gemiethet. Am 11. d. Mts. wollte zu haben fei, tönne gegen die Landräthe vorgegangen werden. fofort nach dem Charlottenburger Krankenhaus überführt, wo sie ihre Sachen von Tegel nach Berlin schaffen lassen. Sie be Dagegen hat die Generalversammlung beschlossen, an das der Arzt einen sehr erheblichen Schulterblattbruch, sowie eine gleitete mit zwei Freundinnen den Wagen, auf dem sich ihre Habe Ministerium des Innern eine eingehende Beschwerde zu richten gefährliche Lungenverlegung fonstatirte. Die Hoffnung auf eine befand, und hatte die Schwarze Brücke erreicht, als sie von ihrem Mann eingeholt wurde. Frau H. suchte zu entfliehen, ihr wegen der unterlassenen Beaufsichtigung der Orts- Krankenkasse Genesung ist leider eine sehr geringe. durch die Landräthe. Der Grund des Fallenlaffens der Klage Gestern Vormittag waren an einem Neubau in der Mann verfolgte sie jedoch und feuerte aus einer Entfernung von ist um so weniger begreiflich, als das preußische Landrecht jeden Reinickendorferstraße mehrere Arbeiter mit dem Abladen von 30 Schritt aus einem Revolver zwei Schüsse auf sie ab. Beide Beamten zivilrechtlich für jedes von ihm begangene Ver- schweren Balken beschäftigt. Dabei fiel einem derselben ein Schüsse verfehlten ihr Ziel. H. warf sich darauf auf seine Frau sehen verantwortlich macht und das Reichsgericht erst unlängst mehrere Zentner schwerer Balken auf die Schulter und zer- und mißhandelte sie schwer. Mit großer Mühe gelang es der in der von uns mitgetheilten Schadensersaytlage wider einen fchmetterte dem Unglücklichen Schulterknochen und Schlüffelbein. Frau sich loszureißen und Zuflucht in einem vorüberfahrenden Pferdebahnwagen zu finden. preußischen Amtsrichter diesem Rechtssay Folge gegeben hatte. Der Berunglückte wurde nach einem Krankenhause gebracht. Indeß Beklagter ist ein Landrath. Der' Tumult auf dem Kaiser Franz Grenadierplat Zwei Leichen gefunden. Die Leichen zweier unbekannter Restegeschäfte". Der Konfektionär" weist darauf hin, bei Gelegenheit der Rekruteneinstellungen hat gestern troß der Frauenspersonen sind am 10. und 11. d. M. in dem Landwehrdaß die sogenannten„ Restegeschäfte" feit kurzem an allen Eden bedeutend verstärkten Polizeimacht eher zu als abgenommen. tanal gefunden worden. Die am 10. gefundene Frau muß unund Enden auftauchen. Die Inhaber dieser Geschäfte, sagt er, Seit 81/2 Uhr bewegten sich von Zeit zu Zeit größere Trupps gefähr 30 Jahre alt gewesen sein. Sie hat dunkelblondes Haar, spekuliren auf die Leichtgläubigkeit des Publikums, welches glaubt, von Refruten unter starter Bewachung aus den Höfen des Land- trug ein schwarz- roth und grau gemustertes Kleid, eine blaue übrig gebliebene Reste billig kaufen zu können. So viel Reste, wehr- Dienstgebäudes nach den Bahnhöfen. Natürlich drängten Schürze und graublaue Strümpfe. Die Frau, deren Leiche am wie jetzt angeboten würden, tönnten gar nicht existiren, sondern sich nun alle, welche Bekannte unter dem Transport fahen, zum 11. d. M. aus dem Kanal gezogen wurde, ist ungefähr 25 Jahre es hierbei zu alt gewesen. Sie trug einen schwarzen Mantel und einen blauen ganze Stücke würden zu„ Resten" verschnitten. Natürlich muß, legten Abschied an diese heran und fam als dies da der Preis für diese, Reste" bedeutend niedriger bemessen wird, ziemlich scharfen Auftritten, Transporteure" Hut und einen rothen schwarz und braun gestreiften Unterrock. die Qualität dieser Waaren eine sehr geringe sein. Daß ein und Theil den ebenfalls Trupp begleitende Auch sie hatte dunkelblondes Haar und auf dem Ringfinger zwei Um solches Treiben überhaupt möglich ist, liegt an der geringen Schußleute zu verhindern suchten. die Mittagszeit goldene Ringe, von denen der eine mit einem blauen Stein, der Kaufkraft der ärmeren Bevölkerung, die auf" billige" Einkäufe nahmen die berittenen Schuhleute, um einem größeren Trupp andere mit Granaten besetzt war. Beide Leichen sind nach dem angewiesen ist. Die unternehmenden Geschäftsleute, welche sich Refruten Durchgang zu verschaffen, an der Ecke des Louisen- Users Schauhause gebracht worden. diesen Umstand zu Nuze machen, fönnten den größten eine regelrechte Attake vor, wobei mehrere Personen umgeritten Schund als„ Reste", fie wurden. Charlottenburg. Parteigenossen! Nr. 89 der Sammel als Reste", Abfälle" u. s. m. verkaufen, Ein dem Arbeiterstand angehörender Mann versie! würden doch immer ihre Abnehmer finden. Man braucht dabei dabei in Krämpfe und blieb längere Zeit bewußtlos liegen, bis liflen zur Kommunalwahl nebit 8 Quittungsmacken für den gar nicht einmal an Kleiderstoffe und ähnliche Waaren, deren ihn einige Personen nach dem Hausflur trugen und ihm Hilfe Unterstützungsfonds der Maurer Charlottenburgs sind verloren Qualität schwer zu prüfen ist, zu denken. Auch im Handel mit leisteten. Wie meinte der bayrische Kriegsminister v. Asch? Das gegangen. Gezeichnet waren ungefähr 4 W. Wir ersuchen, die Nahrungsmitteln spielt der Verkauf von Resten" eine große Militärsystem ist immerhin noch nicht gerade beliebt, es beruh: Liste anzuhalten und einzuziehen. Rolle, und auch hier ist die Nachfrage nach diesem Abfall, d. h. auf dem Zwang. nach altgewordenen, halb verdorbenen oder auch von vornherein zum Das Kommunalwahl Romitee. J. A.: Otto Görte, Wilmersdorferstr. 46, 1V. gefälschten Waaren bei der ärmeren Bevölkerung sehr groß. Eine große Verkehrsstörung hat gestern Abend um 8 Uhr Polizeibericht. Am 12. d. Mts. Vormittags wurde ein Konstatirt doch selbst der Berliner Magistrat in den Berichten bei der Spandauerbrücke an der Stadtbahn stattgefunden, welche über die Verwaltung des städtischen Zentralviehhofes mit Genug- toloffale Dimensionen annahm und etwa eine Stunde hindurch Tischlermeister in seiner Wohnung, in der Friedenstraße, erhängt thuung, daß das als gesundheitsgefährlich tonfiszirte Fleisch, das Kouriren der zahlreichen Pferdebahnwagen an jener Stelle vorgefunden. In der Spree, bei der Moabiterbrücke, wurde welches dort gekocht und an Arme vertauft wird, willige Ab- unterbrach. An einem Möbelwagen war das Hinterrad gebrochen die Leiche einer etiva 25 jährigen Frauensperson angeschwemmt. und derselbe hatte umstürzend ein Geleise gesperrt. In langen An der Ecke der Straußberger- und Pallisadenstraße gerieth nehmer gefunden habe". Willige" Reihen hielten nun die Tramways vom Unfallorte bis zum Rath- Mittags ein 11 jähriger Knabe unter die Räder eines SchlächterDer Winterfahrplan der Großen Berliner Bierde hause, so daß, da das Aussehen und Umsteigen zu lange dauerte, wagens und erlitt anscheinend schwere innere Verlegungen. bahn- Gesellschaft tritt am Sonnabend, den 14. b. M., in die meisten Passagiere es trotz des strömenden Regens vorzogen, Abends sprang ein Arbeiter in das Wasserthorbecken. Er wurde Kraft. Von diesem Tage ab werden die Sommerwagen außer zu Fuß weiter zu gehen. Erst nachdem eine größere Anzahl noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenhause Betrieb gestellt. An Veränderungen find hauptsächlich zu ver- Schußleute zur Stelle, gelang es, gegen 10 Uhr, den Verkehr am Urban gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei fleine Allerdings, wenn der Schuhmann noth. Brände statt. zeichnen: Verlegung der Linie Schlesischer Bahnhof- wieder herzustellen. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Idie Mißhandlungen nicht länger mit ansehen, er lief auf die( ohne sich zu befinnen, nahm er die Stoffe, warf sie auf das Sopha Straße und warf mit seinen mustulojen Armen den Hartwig zu und fagte: Nun, dann nehmen Sie und geben Sie das Geld. Boden. Während er den Wütherich hier fefthielt, biß ihn der Er erhielt Bezahlung und beide Händler gingen. Sofort machte Die Heildarmee Gewerbetreibende. Eine die Heils: Hund wiederholt in die Lenden und das Gesäß, bis der Frau H. sich an die genauere Besichtigung der Stoffe und fah arinee berührende Frage beschäftigte gestern die III. Straf- Schlächtermeister Rothe mit seinem Gesellen zu Hilfe fam. Der nun, daß sie betrogen war. Es war durchweg ein schlechtes Ge Tammer hiesigen Landgerichts I als Berufungsinstanz. Der Geselle faßte den wüthenden Hund mit sicherem Griff am webe. Der Sohn der Frau H. begab sich auf die Straße um die Kapitän der Heilsarmee, früherer Bäcker Scheible, hatte die Salsbande und zerrte ihn fort in abgelegene Straßen hinein. Händler zu suchen. Er fand sie auch. Diesmal hatten die AnEntscheidung dieses Gerichtshofes angerufen, weil ihn das währenddem wurde auch Hartwig losgelassen, der nun schleunigt getlagten aber die Rollen vertauscht, Leiser stand mit Schöffengericht wegen Gewerbevergebens zu 140 M. Geldbuße seinem Hunde nachlief. Hamann und Palleschte mußten sofort einem Padet Dor der Thür und wartete Darauf, verurtheilt hatte. Kapitän Scheible ist Vorsteher der Heilsarmee er von Blumenthal, ber inzwischen bei Den Station im Grünen Weg. Jin vorigen Winter während der einem Arzte gehen und sich verbinden laffen, ersterer hatte daß vier Bißwunden an den Schultern und mehrere am Unterleibe, Bewohnern des Hauses Anfrage hielt, gerufen würde. grimmigen Kälte fammelten sich in dieser Station vielfach außerdem einen Wefferstich; letterer hatte mehrere Bißwunden Der junge H. eilte zum nächsten Polizeirevier und veranlaßte die Obdachlose an, welche sich dort erwärmten und für welche auf am untern Theile des Rückens. Beiden, sowie dem Schlächter: Festnahme der beiden Angeklagten. Zeiser gab sofort die 40 M. Wunsch mehrerer Wohlthäter große Kübel Kaffee gekocht und in meister Rothe waven von dem Hunde die Kleider buchstäblich zurück. Im gestrigen Termine gab der Sachverständige wiederum einzelnen Portionen vertheilt wurden. Die Kunde hiervon verbreitete sich sehr schnell und es entwickelte sich hieraus am 30. März d. Js. zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Dieselbe bestehe aus einem Gemisch von Baumwolle und Shoddy, von Leibe geriffen. Wegen dieses Vorganges wurde Hartwig ein höchst abfälliges Gutachten über die Güte der Waare ab. die während der falten Tage aufrecht erhaltene ständige Gin Auf seine Revision hin vernichtete das Reichsgericht das erste der Herrenstoff fei mit 3 M. und der Kleiderstoff mit richtung, daß in jener Station zur Erwärmung der Bedürftigen Urtheil wegen eines Formfehlers. In der gestrigen erneuten Meter bezahlt. Der Gesammtwerth der Waare betrage etwa auch Kaffeeportionen à 5 Pf. verkauft wurden. In den Heils Verhandlung mislang ein umfangreicher Entlastunge beweis voll 25 W. Er halte den Stoff des Macherlohns nicht werth. armee Versammlungen, welche der Angeklagte leitete, wurde auch ständig. Das Urtheil lautete wiederum auf sechs Monate Ge: zur Propaganda für die Heilsarmee- Sache die Zeitung Der fängniß. Der Gerichtshof gewann die Ueberzeugung, daß beide AnKriegsruf" theils umsonst vertheilt, theils zum Preise von 5 Pf. geflagte ein abgefartetes Spiel getrieben, die Berufung wurde verkauft. Etwaige Ueberschüsse aus allen diesen Veranstaltungen verworfen. Die feingekleidete Dame", welche in Potsdam, wie be floffen nicht in die Tasche des Angeklagten, sondern wurden an reits früher gemeldet, in feschem Kostüm viele Maskenbälle den Stabshauptmann der Heilsarmee Junker in der Friedrich- besucht, später aber auch im eleganten Damen- Promenadenanzuge ftraße abgeführt und für allgemeine Zwecke der Armee verwendet. in der Umgebung der Wildpart Station unerlaubten Verkehr mit Auf ergangene Anzeige hat das Schöffengericht den Angeklagten Herren gesucht und gefunden hatte, stand gestern in der Person nicht nur des unbefugten Kaffeefchants, sondern auch noch des Verdes Kellners Karl Röseler aus Berlin vor der gehens gegen§ 43 der Gewerbe- Ordnung für schuldig erachtet, weil Potsdamer Straffammer. Die Verhandlung fand unter Aus Der Fachverein der Uhrmacher und verwandten Be berselbe bei der Vertheilung von Druckschriften nicht den schluß der Deffentlichkeit statt. Der schmächtige, blasse Mensch rufsgenossen für Berlin und Umgegend hielt am 7. Oftober vorgeschriebenen Legitimationsschein bei sich führte. Der Ver- charakterisirte fich als ein gewohnheitsmäßiger Verbrecher in der feine ordentliche Generalversammlung ab, in der zunächst Kollege urtheilte legte Berufung ein und der Gerichtshof beließ es gestern Richtung der heute zur Anklage stehenden Fälle. Das Urtheiläisch den Kassenbericht vom verflossenen Quartal erstattete. nur bei einer Strafe von 10 M. wegen des mangelnden des Gerichtshofes lautete wegen wibernatürlicher Unzucht auf Danach beliefen sich die Einnahmen auf 120,50 M., die Ausgaben Legitimationsscheins. Im übrigen wurde der Angeklagte frei 1 Jahr 6 Monate Gefängniß und 2 Jahre Ghrverlust. Und auf 122,75 M., der Kassenbestand betrug am 30. Juni d. J. gesprochen, weil der Gerichtshof einen selbständigen Betrieb der bie attive feine Welt", ohne welche eine derartige Verirrung 152,49 M., am 30. September 150,24 M. Nachdem Lüderitz Gastwirthschaft nicht für vorliegend erachtete, zumal da der unmöglich ist? Ist nicht gefaßt. Erft jetzt obfervirt die Polizei über den Stand der Bibliothek berichtet hatte, giebt Näther über Stabshauptmann Junker für seine Person einen solchen Betrieb die Büge, welche die feine Welt" nach Schluß der Theater in die Thätigkeit des Arbeitsnachweises, der sich erfreulicher Weise angemeldet hatte. Kann man auch die Ziele und Bestrebungen die Bororte befördern soweit dies ihre gegen anständige Lokale bedeutend ausgedehnt hat, eine Uebersicht. Im verflossenen der Heilsarmee ebenso wenig wie den Inhalt ihrer sonderlichen nach 11 Uhr gerichtete Beobachtungsthätigkeit zuläßt. Quartal waren 78 offene Stellen und 79 Stellen suchende GeKriegsrufe billigen, so erscheint es doch als ein eben nur in hilfen angemeldet, gegen 26 und 29 im vorhergehenden Quartal, Deutschland möglicher Gedanke-, dem das Schöffengericht Ausvor der Umgestaltung des Arbeitsnachweises, der sich in den druck gab, daß diejenigen, die Hungernde speisen, dafür Ge- giffeuren oder Direktoren ruhig einstecken? Eine Be- lichen Benutzung für Gehilfen und Prinzipale befindet. Müffen Schauspielerinnen Beleidigungen seitens Re- Sänden des Kollegen Näther, Anklamerstr. 44, zur unentgeltwerbesteuer zahlen sollten. leidigungsflage, welche gestern vor der achten Straffammer des aus verschiedenen Gründen wurde sodann beschlossen, die ReiseSchauffonzessions Entziehung? Für das Schank- Landgericht 1 in zweiter Instanz verhandelt wurde, bewegte sich unterstützung für nicht organisirte Kollegen auf 75 Pf. herabtouzeffionswesen ist eine Entscheidung von Bedeutung, im Rahmen der Bühnenverhältnisse. Die Gängerin Milln die kürzlich vom Bezirksausschuß gefällt wurde. Der Schank- Walden war gegen den Direktor Arend vom Theater Unterzusetzen, für organisirte Kollegen bleibt dieselbe auf 3 M. bewirth N. war wegen Duldens von Glücksspielen verurtheilt den Linden flagbar geworden. Klägerin, welche an dieſem ſtehen. Sodann wurde an stelle des Kollegen Schnell Kollege worden und dadurch der Konzession verluftig gegangen. Seit Theater engagirt war, sollte am 30. April d. J. in einer Rolle Runge zum 2. Schriftführer einstimmig gewählt und als Revisor dieser Zeit verwalteten die N.'schen Cheleute ein Schantlokal für im„ Mikado" auftreten. An dem genannten Abende, etwa eine Kollege Reiter ernannt. Unter Verschiedenem wurde auf das den Brauereibefizer K., welcher der Behörde gegenüber die Che- Stunde vor Beginn der Vorstellung, erhielt der Regisseur Binder macht, Billets sind bei den Bergnügungs- Komiteemitgliedern, am 4. November stattfindende Wintervergnügen aufmerksam gefrau N. als seine Stellvertreterin angemeldet hatte. Das Polizei- ein Schreiben der Klägerin, worin site anzeigte, daß sie durch sowie im Arbeitsnachweiz- Bureau, Anklamerstr. 44 zu haben. präsidium untersagte dies mit der Begründung, daß die Ehe- Krankfein am Auftreten verhindert sei. Herr Binder gerieth da- Am Schluß der Versammlung las Räther einen von einem frau N. mit Rücksicht auf die Bestrafung ihres Ghemannes teine durch in Verlegenheit, er antwortete der Klägerin, daß er Verbannten geschriebenen Brief aus Sibirien der Versammlung geeignete Person fei. Der Bezirksausschuß entschied im Sinne nicht glaube, daß ihr Zustand ein derartig schlimmer vor, in dem das elende Leben der sich dort befindenden Menschen des Klägers. Er- ging, wie wiederholt früher, davon aus, daß fei, wie sie angegeben, sie würde dennoch wohl auftreten können. por, in dem das elende Leben der sich dort befindenden Menschen eingehend geschildert wird. Die nächste Versammlung findet am die Bestrafung des Schankwirths N. dessen Ehefrau doch nicht In einem Antwortschreiben kritisirte die Klägerin zunächst die Sonnabend den 21. Oktober bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, statt. berühre. Dieselbe müsse sich doch ernähren dürfen. äußere Gestalt des ihr zugesandten" Bettels", den der Absender wohl irrthümlich für einen Brief gehalten habe und verbat sich Die Berliner Steinfeger haben in einer, am 8. Oftober Versicherungs- Gesellschaft? Vor dem hiesigen Schöffen- sodann entschieden, daß ihr solche Unterstellungen gemacht würden, stattgehabten Versammlung den bisher von ihnen gewählten gericht hatten sich gestern der Agent Wachsner und die Di- als heuchle fie, anstatt wirklich trant zu sein. Sie habe ihrem Innungsgesellenausschuß aufgelöst und die fernere Wahl eines rektoren der Norddeutschen Versicherungs- Gesellschaft in Hamburg Schreiben doch ein Attest ihres Arztes beigelegt. Regiffeur solchen definitu abgelehnt. Die Veranlassung dazu gab das, den wegen Bergehens gegen§ 7 des Gesetzes vom 17. Mai 1853 Binder hielt ben ganzen Ton des Briefes für ungehörig, er Steinfegern gegen ihren wiederholt ausgesprochenen Willen auf betr. den Geschäftsbetrieb der Versicherungs- Gesellschaften bezw. unterbreitete die ingelegenheit dem Direktor Arend, der Betreiben der Innung aufgezwungene Statut der Innungswegen Anstiftung zu diesem Vergehen zu verantworten. Die fich seiner Anschauung anschloß und dies auch in frankenkasse. Die Steinfeger wollten wegen der vielen wirthqu. Gesellschaft hatte seit einiger Zeit eine Versicherung einem an die Klägerin gerichteten Schreiben zum Ausschaftlichen Nachtheile, welche eine derartige Kaffe für die Arbeit gegen Gehaltsverlust bei Stellenlofigteit in druck brachte. Die Sängerin wurde aufgefordert, ihren Vornehmer in sich birgt, von einer Innungstasse überhaupt nichts der Weise eingerichtet, daß die Versicherten einen Verein gefeßten, ben Regisseur Binder, um Entschul- mehr wissen. Auch fam es in derselben Versammlung zu einer bildeten, bei ihrem Eintritt auch nicht Policen, sondern Vereins- Digung zu bitten. Als dies nicht geschah, ließ Direktor scharfen Auseinandersetzung zwischen den Mitgliedern des Verquittungsbücher erhielten. Die Gesellschaft hatte in sächsischen, Arend der Sängerin anzeigen, daß ihr das Betreten des Theaters bandes und den Zunft- und Harmonieaposteln, welche neuerdings nicht preußischen Blättern Agenten für diesen Versicherungszweig wegen ungebührlichen Benehmens untersagt fet und am einen Gewerkverein der Steinsetzer" gegründet haben. Es wurde gesucht und dem Angeklagten war die Generalagentur für Branden- warzen Brett im Bühnenvorraum wurde ein Bettel mit durch eine Resolution diesen das Recht und die Fähigkeit abburg übertragen worden. Die Anklage legte nun dem Angell. demselben Wortlaut angebracht. Am folgenden Tage hatte der gesprochen, in der Gewerkschaft ein Vertrauens- oder Ehrenamt Wachsner zur Last, für die in den alten Provinzen Preußens nicht Inhalt der Bekanntmachung seinen Weg in die Presse gefunden, zu befleiden. Des weiteren gelangte eine Resolution zur Anfonzeffionirte Hamburger Gesellschaft Versicherungsabschlüsse in in einer der Zeitungen war die Bemerkung daran geknüpft, daßnahme, in welcher dem Obermeister der hiesigen SteinfegerBerlin und Umgegend vermittelt zu haben und von den Direktoren Frl. Walden doch etwas recht schlimmes begangen haben Jnnung das Recht zur Ausübung dieses Amtes solange abhierzu angestiftet zu sein. In der Hauptverhandlung führte der müsse. Die lettere stellte wegen der Bekanntmachung am gesprochen wird, als derselbe sich nicht von dem, auf ihm lastenden Vertreter der Hamburger Gesellschaft aus, daß das Gesetz von schwarzen Brett" gegen den Direktor Arend Strafantrag wegen Berdacht gereinigt, resp. gegen den Urheber der Beschuldigungen 1858 zwar ben Agenten mit Strafe bedrohe, welcher für eine in Beleidigung, das Schöffengericht wies bie Klägerin lagbar vorgegangen ist. Diese Beschuldigungen sind bereits vor Preußen nicht konzeffionirte Versicherungsanstalt arbeite, nicht aber ab mit der Begründung, daß sie thatsächlich die Achtung, längerer Zeit in einer öffentlichen, polizeilich überwachten Veraber den Unternehmer der Versicherung selbst. Wegen der Be- Diefie dem ihr vorgefesten Regisseur schulde, sammlung erhoben worden, ohne daß bisher irgend welche Schritte ftrafung des letteren müsse man auf den§ 360 Nr. 9 des Reichs- außer Augen gefebt habe. Hiergegen legte die Klägerin in dieser Sache geschehen sind. Strafgesetzbuches verweisen. Danach werde der Beginn eines Berufung ein. Die zweite Justang erblickte im Gegensatz zum Geschäftsbetriebes durch nicht konzessionirte Unternehmer als be- Vorderrichter in der von dem Kläger gewählten Form der Be- Die Bureau- Angestellten hielten am 10. d. M. eine außers Sonderes Delift und zwar als Uebertretung bestraft und kanntmachung eine Beleidigung. Wenn einfach gesagt werde, ordentlich start besuchte Versammlung ab, in welcher der Bureaufeine Klienten tönnten höchstens unter diesem Gesichtspunkte ein weibliches Bühnenmitglied sei wegen ungebührlichen Ver- Angestellte 2 st or einen Vortrag über: Schreiberelend" in amtzur Verantwortung gezogen werden. Hierauf gründe sich haltens vom Theater verbannt, so gebe dies den in den licher Beleuchtung unter Bekanntgabe einer in seinen Händen bie Anklage aber gar nicht. Das Gesetz von 1853 fönne aber Berhältnissen nicht Eingeweihten ben weitesten Spiel- befindlichen Statistit über 2200 Berliner Bureau- Angestellte hielt, außerdem gegen eine Versicherung gegen Stellenlosigkeit, wie sie raum, welcher Art die Ungebühr wohl gewesen sein wodurch wahrhaft grauenhafte Zustände von Aushier in Frage komme, gar nicht angewendet werden. G3 handle tönnte und es könnten leicht Vermuthungen aufgeworfen werden, beutung menschlicher Arbeitskräfte zu Tage gefördert wurden. sich vielmehr nur um eine Vereinigung von Personen einer be- wodurch die Ehre der Gemaßregelten berührt werde. Wenn der Anhaltende Entrüstungsstürme entstanden zeitweise bei Bekanntftimmten Erwerbsflaffe zu dem Zweck, durch Ansammlung eines Kläger den Grund der Verbannung näher bezeichnet hätte, würde gabe der so traurigen Besoldung. An der Hand diefer Statistik Fonds Mittel zur Unterstützung bei Stellenlosigkeit zu schaffen Niemand etwas Beleidigendes in der Bekanntmachung finden wies der Referent nach, wie es einer starten Organisation und die Gesellschaft habe lediglich die geschäftliche Leitung dieser tönnen. So habe aber auf eine Strafe erkannt werden müssen, auf gesunder Grundlage möglich sei, diesen hohnsprechenden ZuVereinigung zu handhaben. Wären solche sogenannten Ver- die auf 30 MM. festgesetzt worden sei. Also Schauspielerinnen ständen wenigstens theilweise Ginhalt zu thun und empfahl sicherungen gegen Gehaltsverlust fonzessionspflichtige Versiche sind doch noch als Menschen zu erachten und stehen noch nicht schließlich folgende Resolution, der die Versammlung mit ans rungsanstalten, so würden die gleichartigen Einrichtungen, wie dem Gesinde" gleich, das sich in Preußen selbst leichte Büchti haltenden Beifalls bezeugungen zustimmte:" Die heute von zirka fie in den Kreisen der nicht selbständigen Kaufleute von Berlin gungen" seitens der zum Born gereizten Herrschaft" gefallen 400 Bureau- Angestellten besuchte Versammlung spricht ihre Entbestehen, sicher auch verpflichtet gewesen sein, die Konzeffionirung laffen muß. Wiel besser als ein Dienstbote hat es ja leider rüstung über die vom Referenten zu Tage geförderten Thatsachen, nachzusuchen. Die zuständigen Behörden hätten aber ausdrücklich an- manche Schauspielerin nicht. die Lohnzahlungen und die Arbeitszeit der bei Rechtsanwälten, Notaren und Gerichtsvollziehern angestellten Kollegen aus und er Ronzessionirung einzukommen. Der Gerichtshof sprach die Kniffe beim Haufirhandel kamen in einer Verhandlung mächtigt das Bureau, diese aller Menschlichkeit hohnsprechenden ZuDirektoren der Hamburger Gesellschaft von der Anklage der Anzur Sprache, die gestern vor der Berufungs- Straffammer des stände der Berliner Anwaltskammer, sowie dem Kammergerichtsfliftung frei, verurtheilte sie dagegen auf grund des§ 360, 9 des Landgerichts I stattfand. Die Handelsleute Adolf Leifer und präsidenten und eventuell dem Justizminister zur Kenntniß zu Reichs- Strafgesetzbuches zu je 30 m., indem er den fraglichen Samuel Blumenthal waren vom Schöffengericht des Be- bringen mit dem Ersuchen, für eine Besserung dieser empörenden Betrieb allerdings für einen fonzessionspflichtigen Versicherungs- truges bezw. der Beihilfe für schuldig befunden und ersterer war Berhältnisse Sorge tragen zu wollen, wenn nicht der Stand der betrieb erachtete. Der angeklagte Agent wurde mit 20 M. Geld zu einem Monat, lekterer zu einer Woche Gefängniß Arbeitgeber die Achtung aller ehrenhaften Menschen verlieren soll." strafe belegt. Der Vertreter der Gesellschaft legte gegen das verurtheilt worden. Sie hatten biergegen Berufung eingelegt. Die Diskussion bewegte sich zum Theil in persönlichen AusUrtheil sofort die Berufung ein, da die Angeklagten auf die Am 28. Februar d. J. erschien Leifer bei einer Frau H. in der einandersehungen der beiden feindlich gegenüberstehenden OrganiAenderung des rechtlichen Gesichtspunktes vorher nicht hin- Novalisstraße und fragte dieselbe, ob er einige Stoffe vorlegen fationen, sowie auch in der Befürwortung der Hirsch- Dunkerschen gewiesen worden waren und ihnen dadurch die Möglichkeit ent- dürfe. Bevor die Frau eine Antwort zu geben vermochte, eilte Gewertuereine von einigen Rednern. In seinem Schlußwort zogen wurde, die inzwischen eingetretene dreimonatige Berjährung Leiser die Treppe wieder hinunter und kam gleich darauf mit weist der Referent alle Angriffe gegen die Organisation zurück geltend zu machen. Uebertretungen verjähren bekanntlich in drei dem zweiten Angeklagten, den er als seinen jungen Mann" und bemerkt, daß er es sich zur Ehre rechne, Sozialdemokrat zu Monaten, falls in diese Zeit teine richterliche Verfolgungs- porstellte, wieder zurück. Frau H. rief ihren fiebzehn fein. Zum Schluß wird noch eine Resolution genehmigt, durch jährigen Sohn thätigkeit fällt. und nun begann der Handel. Leiser die das Bureau der Versammlung beauftragt wird, mit der entwickelte eine ungeheuere Beredsamkeit, er entrollte awei Reichskommission für Arbeiterstatistiten zwecks Anbahnung einer Wie ein Berserker gehauft hat der Büffetier, frühere Stücke Stoff, woraus je ein Herrenanzug zu fertigen sei und amtlichen Reichs- Berufsstatistik in Berbindung zu treten und die Kaufmann Julius Hartwig aus Berlin, der gestern vor der pries die Güte des Stoffes in allen Tonarten. Dabei erklärte Bersammlung in später Nachtstunde gefchloffen. 11. Straffammer am Landgericht II stand. Am 16. Oftober v. J. er, daß ihm das Messer an der Kehle size, er fönne geschäftlich trieb der 17jährige( jeht verstorbene) Sohn des Geflügelhändlers nicht länger bestehen und wolle nur noch etwas retten, die beiden Der Verband der deutschen Korbmacher( Filiale Berlin) Götsche eine Heerde Gänse durch Neu Weißensee, als der An- Herrenstoffe und der Kleiderstoff feien 160 m. werth, er wolle beschäftigte sich in seiner am 1. Ottober abgehaltenen Vergetlagte in Begleitung einer großen maulforblosen Dogge aus 100 M. Schaden leiden und die Waare für 60 m. verkaufen. fammlung mit der Tagesordnung: Die gegenwärtige Situation einer Kneipe heraus auf die Straße sprang und den jungen Fühlen Sie nur mal mit Ihrer Hand gegen meine Stirn, wie es in der Kugelkorb- Branche. Es wurde berichtet, daß die Kollegen Gänsehirten anherrschte: Die Gänse sind meine, treibe fie zu brinnen flopft, das ist die Aufregung über den Verlust, den ich er- aus der Werkstatt von Kempte seit dem 28. Auguft ausmir nach Hause!" Da dieser Weisung aus naheliegenden Grün- leide", meinte Leiser zur Frau H. Dieser war es mehr darum zu gesperrt sind, weil sie fich weigerten, das schlechte Material zu den nicht nachgekommen wurde, sprang Hartwig in die Heerde thun, den angepriesenen Stoff in die Finger zu bekommen, um verarbeiten. Bei der Entlassung fam es zu so eigenthümlichen hinein, ergriff eine Ganz nach der anderen am Halse, schlug ihn zu prüfen; aber jedesmal, wenn sie Miene machte, Auftritten, daß die Arbeiter genöthigt waren, erst polizeiliche den Treiber damit um den Kopf und warf sie alsdann ihn in die Hand zu nehmen, hatte Leiser den Stoff mit fabel- Hilfe in Anspruch zu nehmen, um ihre Kleider aus der verfeinem Hunde zu, der die Thiere nach besten Kräften zer- hafter Geschwindigkeit wieder zusammengerollt, und war einige fchloffenen Wertstatt zu bekommen. Nach längerer Debatte gefleischte. Der Schlächtermeister Hamann aus Friedrichs- Schritte zurückgetreten, um die Farben aus der Entfernung langt ein Antrag zur Annahme, der befagt, die Sachlage ber berg, der zufällig des Weges tam, hatte Mitleid mit dem in wirken zu lassen. Schließlich bot Frau H. für alle drei Stücke Kempfe'schen Werkstatt einer Kommission zu übertragen, die tausend Aengsten befindlichen Treiber, er trat an Hartwig heran 50 M. Boller Entrüftung erklärte Leiser: Nein, das ist un- Regelung in dieser Sache schaffen soll. Von der Werkstatt des und sagte begütigend: Mann, sind Sie denn von Sinnen?" möglich. Packen Sie die Sachen zusammen und tommen Sie!" Herrn Starte, Die feit bem vergangenen Winter Statt aller Antwort griff Hartwig den alten Mann an der Brust, befahl er seinem Begleiter. Dann ging er auf den Korridor gesperrt ist, wurde bekannt gegeben, daß daselbst warf ihn zu Boden und rief seinem Hunde zu:" Faß, Cäsar, hinaus. Der Angeklagte Blumenthal flusterte nun während des schon wieder 10 Mann arbeiten für einen Preis von 35 Pf. pro faß!" Der Hund riß dem alten Manne die Kleider vom Leibe Ginpackens der Frau H. zu: Bieten Sie ihm 40 M., Korb. Unter diesen Arbeitern befinden sich die der Vereinigung und zerfleischte ihm den Körper, während ihm Hartwig felbft er muß Geld haben." Gleich darauf trat Leifer schon länger bekannten Kollegen Schölzel, Rademacher noch einen Messerstich beibrachte. Der Schmiedemeister Balleschte, wieder herein mit der Frage: Nun, Blumenthal, tommen und Bökmann. Sodann soll der Hauptvorstand aufgefordert vor dessen Fenster sich der empörende Vorfall abspielte, tonnte Sie?" Frau. bot jest 40. für die Waare und werden, in betreff eines einheitlichen Preises für Rugeltörbe ein ertannt, daß diese Vereinigungen nicht verbunden seien, um V " Quartal. In allen 19319 U rabstimmung in kürzester Zeit vorzunehmen und den Zahlstellen| Jagowstraße 16: Bersammlung. Tagesordnung: Abrechnung vom dritten die Vorschläge Berlins und Hamburgs flarlegen. Die Sperre Arbeiter- Sildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Oft über die Werkstatt des Herrn Holze ist aufgehoben, da der alte schule, Martusstraße 31: Unterricht in Rechnen. Süd- Ost Schule, Lohn wieder gezahlt wird, gleichzeitig wurde es den Kollegen zur Reichenbergerstr. 133: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. Pflicht gemacht, überall für eine tarifmäßige Bezahlung zu wirken. Unterrichtsfächern können noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Am Sonntag, den 8. Oktober, hielten die Berliner Glaser, Glasarbeiter und Arbeiterinnen eine öffentliche Versammlung ab. Nach einem sehr interessanten Vortrage des Dr. Joel über„ Moderne Naturanschauung" machte der Vertrauensmann bekannt, daß Dr. Joel in der nächsten öffentlichen Versammlung über Darwinismus referiren werde. Von einer Diskussion des Vortrages wurde Abstand genommen. Von den Weatrauensmännern wurden hierauf die Listen zum Generalfonds ausgegeben und zum fleißigen Zeichnen derselben aufgefordert. Nach einer Anregung zum Beitritt in die Vereinigung schloß die Versammlung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann. Alle Nenberungen im Bereinetalender jino zu richten in Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. man Depeschen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Aufnahine neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Nixdorf, Serinann- u. Snesebeck: Form einstimmig zu verwerthen. straßen- Ecke bei Beyerle. Lyrania, Landsbergerstraße 31 bet inte betheiligte sich denn auch nicht an der heutigen Musehold. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, Freundschaft 2, Friebenfiraße Nr. 48 bei Tollfühn. Weimann's Bolt sgarten. 11 10. Wien, 13. Oftober. In der gestrigen Spezialfihung des Klubs der Vereinigten deutschen Linken, in welcher deffent Stellungnahme zu dem neuen Wahlgesetz berathen wurde, einigte fich dahin, die Regierungsvorlage in der jetzigen Die vereinigte deutsche bet bet, erſten Lefung, der Prager Ausnahme- Berordnung. In der nächsten Woche soll zu gleicher Zeit mit der Regierungsvorlage ein Abänderungsvorschlag zum Wahl- Gesehentwurf eingebracht werden. Derselbe soll den in der Fraktion gefaßten Entschlüssen entsprechen. Esmeralda, Frucht Badstraße 56, straße 70 bet Ritsche. Liebertrans in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich start Gesundbrunner bei seinecke. Männerchor, ftraße Prinzen- Allee Gesundbrunnen, Frisch auf" Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bei Deckert. Borwärts 7" Stummelsburg, Goethe- und Kantstr.- Ecke bei Greinert. Gesangverein Smmergrün", Tegel, Echloßstraße bet Echulz. Freier Männerchor Osten Fruchtstr. 69 bei Lehmann." Frisch auf 2", Schönwalde in der Mart Lorbeerzweig, Swinemünderstraße 85 bei bet Restaurateur Schulz. Queitsch. and TheaterWien, 13. Oktober. Nach einem in den Wandelgängen des Abgeordnetenhauses zirkulirenden Gerücht wurden die Landeschefs in den Provinzen angewiesen, alle Vorbereitungen zu einer eventuellen Neuwahl für das Abgeordnetenhaus zu treffen. Boltes, aus. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Der Fachverein der Stellmacher hielt am 6. Oktober eine Generalversammlung ab. Der zunächst zur Verlesung ge- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend langte Kaffenbericht weist eine Einnahme von 95 M. und eine Ane Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Wien, 13. Oktober. Abgeordnetenhaus. Jm weiteren Vers Ausgabe von 38,50 m. auf; mithin einen Kassenbestand von find zu richten an: P. Senter, Bergmannstr. 14, Sof 2 Tr. Sonnabend: Tambour Beretin Vorwärts" Rirborf, Hermann und laufe der Debatte sprachen die Jung czechen Eim und Slama und 56,50 M. Die weitere Debatte drehte sich wiederum um die anglichstraß en- Ecfe. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Tambour der Kroate Biankini gegen die Ausnahmeverfügungen. Im Frage: Wie organisiren wir uns am besten? Da nicht zwei Drittel verein Deutsche Etche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Namen der Deutschnationalen erklärte Bäreuther, daß diefelben der anwesenden Mitglieder für Anschluß an den Holzarbeiterverband verein" Iphigenia", bet Kramer, Rirdorf, Hermannstraße Nr. 140. waren, bleibt mithin der Verein bestehen. Kollege Kaiser schildert Theaterverein Aurelia", Mendelssohnſtr. 9 bei Miehe Abends uhr. gegen die Ausnahmeverfügungen stimmen würden. Heilsberg Bergnügungsverein Ginigteit", Manteuffelstr. 67, Abends 9% Uhr. gab auf grund eines einstimmigen Beschlusses der Deutschen die handgreifliche Behandlung, die ihm von seiten des Innungs- Bergnügungsverein„ Selgoland", Stralauerstr. 57 bet Miegel. Linken die Erklärung ab, die Partei werde die AufGefang-, Turngesellige Vereine. Sonnabend. Paul meisters Seeger( Lothringerstraße) in seiner Eigenschaft als nickel'scher Musttverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, flärungen der Regierung in der Ausschusse entgegen. Hilfskassirer zu theil wurde, so daß er sogar gezivungen wurde, Ecke Forsterstraße. nehmen, erkläre jedoch, daß sie die Regierung für die polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sich gegen die Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Liebenswürdigkeiten des Herrn zu schützen und sein Material von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39.- Turnverein& ich te beklagenswerthen Zustände in Böhmen verantwortlich mache. wieder zu erlangen. ( Mitglied des Märkischen Arbeiter Turnerbundes) turnt Sonnabend von 9 Die Partei spricht ferner die entschiedene Verurtheilung der Sodann wurde darauf aufmerksant ge- bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. jüngst bekundeten feindseligen Tendenzen der Regierung gegen macht, daß von den Meistern behufs Wahl eines Gesellen- Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bet die Interessen und den politischen Besitzftand der Bürger und ausschusses zum 22. Oftober eine Versammlung einberufen ist. abends ko uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Lelchnig, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft ,, Schneeglöckchen", Theaterverein Berliner des Bauernstandes im allgemeinen, insbesondere des deutschen Kollege Brüß tam noch einmal auf seine Entlassung bei Oswald Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weid, köpe: Berliner zurück. Bei der Erörterung jener Angelegenheit ent- niderftraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Conn Paris, 13. Oktober. Gine öffentliche Versammlung, welche stand eine so große Unruhe, daß die Versammlung vorzeitig ge- abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bet Rudolph, Krautstr. 6. Vergnügungsverein Az alta 9% uhr bei D. Seindorf, Barnimftr. 16. von den aus dem Ausstandsgebiet des Departements du Nord schlossen werden mußte. Bergnügungsverein Luftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant zurückgekehrten sozialistischen Deputirten einberufen war, sprach Lautenbach, Cuvryftr. 3. Bergnügungsverein Luftige Becher Abends Der deutsche Metallarbeiter Verband( Filiale Berlin) 9% uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung sich, nachdem die Deputirten heftige Reden gegen die Regierung Geselliger Verein und die Polizei gehalten hatten, für eine Ermuthigung der Austagte am 9. Oftober in der Müllerstr. 178. Der vom Kassirer Uhr im teftaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2. Linde" jeben Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Hussitenstraße 9.-gegebene Kassenbericht ergab für die Monate August- September gnügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, ständigen und für den Erlaß einer Amnestie aus. London, 18. Oktober. In dem Armen- Asyl zu Greenwich Theaterverein, Freundes eine Einnahme von 89,40 M. und eine Ausgabe von 19,45. M.; Blumenftr. 46 bet Went. Mitglieder pünktlich. Vergnügungsverein find 150 Personen von einer Epidemie mit gastrischen und mithin einen Bestand von 69,95 M. Hierauf wählte die Vertreis" 9 Uhr, im Restaurant Razorte, Solmsstr. 1. Suftig", Sigung Abends 8% Uhr, bei Sente, Staltgerstr. 54.- Rauchtlub Darmerkrankungs- Erscheinungen befallen. 2 Personen sind ge= fammlung den Kollegen Rindt als Kassirer und als Beitrags- Blaue auante, Sonnabend 9 Uhr bet Mücte, N., Wöhlertftr. 2.- Rauch- storben. fammler den Kollegen Frieß. Sodann wurde beschlossen, eine tiub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bet Krüger, Fennstr. 5. regere Agitation zu entfalten und zur Ausarbeitung eines Flug- Raucht 6 Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bet Henoch. Stattlub Gordischer enoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei kar blattes eine Kommission gewählt. Der vom Kollegen Busch ge- Schi ling, Büdlerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Freia), Lindenft caße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler haltene Vortrag fand allgemeine Zustimmung. der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, KoppenEine öffentliche Versammlung der Möbelpolirer, die Straße 58, Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerstr. 23. am 8. Oftober in Friedrichsberg tagte, beschäftigte sich mit der Statflub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22. Stattlub evolution Gründung einer Zahlstelle des Verbandes. Nach einem ein- Abends Reichenbergerstr. 78, bet Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder leitenden Referat hierzu nahm die Versammlung eine Resolution tette tagt jeden Gonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. an, in der die Anwesenden sich verpflichten, dem Verband bei- Kartentlub sulle tagt feben Sonnabend und Montag im Restaurant boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei zutreten. Behufs Gründung der Zahlstellen wurde eine Kom- Butite, Graudenzerstr. 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer mission von 5 Kollegen gewählt, der folgende Kollegen anSof, Admiralftr. 18c. gehören: Poſebeck, Peuckert, Gerke und Gebrüder Gursch. Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. 1 Wer= London, 18. Dftober. Die heute in Birmingham abgehaltene Versammlung von Bergleuten nahm eine Resolution zu Gunsten der Wiederaufnahme der Arbeit zu den früheren Löhnen an; ferner Resolutionen, in denen die arbeitenden Bergleute aufgefordert werden, einen Shilling täglich für die Streikenben abzugeben, in denen die Nothlage bedauert wird, in welche andere Berufszweige durch das Vorgehen des Verbandes der Grubenbefizer gebracht worden seien, und in denen der Hoffnung Ausbruck gegeben wird, daß demnächst alle Bergleute die Arbeit wieder aufnehmen werden können. Washington, 12. Ottober. Die permanente Sigung des Rue St. Senats, welche gestern Nachmittag um 5 Uhr begann, dauert Berichtigung. In Nr. 239 des Vorwärts" im Versammanning; reide to be Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- noch fort. Senator Allen sprach fünfzehn Stunden lang für lungsbericht Charlottenburg muß es heißen: Der Obmann des Londen. Der einzige hiesige sozialdemotraitsche Verein Londons, der die Abschaffung der Sherman- Alte. Ein Amendement zu gunsten Zentral- Wahlkomitees gab die Abrechnung. Ferner der Ueber- alte, Don Karl Marg und Friedrich Engels 1940 begründete der freien Silberprägung wurde verworfen. Rommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach schuß von 406,32 Mart wurde dein Genossen Sellin über- wie vor 19 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. wiesen. Vermischtes. Briefkaffen der Redaktion. 9. M. 1. Klagen Sie die Entschädigung nur dann( beim Gewerbegericht, Stralauerstr. 3-6, zwischen 8 und 9 Uhr) ein, wenn ein schriftlicher Lehrvertrag vorliegt. Sonst ist der Erfolg ein sehr zweifelhafter. 2. 10-12 gehört zu der gesetzlichen Sonntagsruhezeit. N. 100 D. Nicht ob jemand Militär gewesen, sondern ob und welches Einkommen er hat, ist für seine Besteuerung maßgebend. Ihn vom ersten Tage nach seiner Entlassung an zu besteuern ist daher nicht ungesetzlich. Dahme. Hier tagte am 9. Oftober eine öffentliche Versammlung der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen, in der May Kiesel aus Berlin über die Tabak Fabrikatsteuer und den Kongreß der Tabatarbeiter sprach. Referent legte in eingehend flarer Weise den Anwesenden die Folgen einer weiteren Ve Die Cholera. Hamburg, 18. Oftober. Gestern erkrankte fieuerung des Tabaks tlar und bemerkte, daß die Interessenten in der Vorstadt St. Pauli eine Frau an Cholera. Stettin, alle Veranlassung haben, mit allem Eifer diesem für sie so ver- 13. Oktober. Laut Bekanntmachung der hiesigen Polizeiverwaltung derblichen Beginnen entgegen zu arbeiten. Die Versammlung sind hier weitere Reben Cholerafälle vorgekommen, von denen nahm hierauf folgende Resolution an:" Die Versammlung der zwei tödtlich verlaufen sind. Aus Grabow werden ebenfalls Tabatarbeiter und Arbeiterinnen erklärt sich gegen jede weitere zwei weitere Erkrankungen gemeldet, von denen eine tödtlich verK. St. Der Einwand der Verjährung greift durch. Besteuerung des Tabaks und gegen jede indirekte Steuer über- lief. Außer den heute früh gemeldeten 7 Cholerafällen werden Stöckel. Sie wollen die Sache der Lokalfommission vora haupt, da alle Steuern dieser Art eine immer größere Belastung von dem hiesigen Polizeipräsidenten noch 7 neue Fälle bekannt des arbeitenden Volkes nach sich ziehen und dadurch die Lebens- gemacht. Rom, 12. Oktober. In den letten 24 Stunden sind tragen: ihr allein steht die Prüfung solcher Sachen zu. Charlottenburg, Dienstmädchen. Leider ist bank unferer haltung immer tiefer herab gedrückt wird." Hierauf wählte die in Palermo 14 Personen an Cholera ertranft und 11 gestorben, Versammlung zum Delegirten für den Berliner Kongreß den in Patti- Marina find seit dem 10. d. M. 3 Personen erkrankt fast vorsintfluthlichen Gesinde- Ordnung von 1810 die Herrschaft Kollegen Rudolf Müller. und 8 gestorben. Außerdem erkrankte an Bord eines daselbst nicht verpflichtet, Entschädigung zu zahlen, wenn sie die Erantern den englischen Packetboots ein Matrose. laubniß, hinreichende Zeit zum Aufsuchen einer neuen Stelle Reinickendorf. Am Sonntag den 8. Oktober hielt der Eisenbahnunglück. Aus Köln wird berichtet: Als am zu gewähren, nicht ertheilt hat. Laienrichter würden aller hiesige Arbeiter- Bildungsverein eine Versammlung ab, in der 18. bs. früh ein von Walbenberg fommender Bauernwagen mit bings mit Recht trotz der Gesinde- Ordnung anders urtheilen, Genosse Millarg über das Thema:" Die wirthschaftlichen Um- mehreren Insassen das Geleise bei Brühl passiren wollte, braufte weil folche Verpflichtung der Herrschaft aus dem Recht, fich wälzungen", sprach. Redner behandelt eingehend den Werth der der Frühzug Köln Bonn heran und zerschmetterte den Wagen Arbeit zu suchen, folgt. politischen als auch gewerkschaftlichen Organisationen, besonders vollständig. 3wei Personen, die fich auf dem Wagen befanden, A. B. Mädchen bedürfen bis zum vollendeten 24., Männer Den Werth der letteren den Anwesenden ausführlich klarlegend. waren sofort todt, zwei weitere wurden tödtlich verlegt. Die bis zum vollendeten 25. Lebensjahre der Einwilligung zur Die Diskussion über den Vortrag wurde bis zur nächsten Ber- Barrière war beim Passiren des Wagens nicht geschlossen. Heirath. fammlung vertagt. Ein übereifriger Geistlicher. Eine bewegte Szene er- D. 2. Der Zeuge muß die etwa vor Gericht an ihn geAllgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. 8. 29) eignete sich, wie die Münchener Neuesten Nachrichten" berichten, stellte Frage, ob er bestraft sei, beantworten. Bei Weigerung Hamburg, Filiale 4, Berlin. Sonnabend, ben 14. Ottober, Abends 8½ uhr, am Sonntag Nachmittag auf der Oktoberfestwiese. Ein Geist- fann er mit Haftstrafe bis zu 6 Monaten belegt werden. bet Schlüter, Kleine Martusste 10: Versammlung. Tagesordnung: Kaffenlicher im Talar bestieg das Podium vor der Negerkarawane des G. 2. 34. 1. Die Pfändung darf in fremden Räumen( also bericht. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Herrn Urbach und hielt eine Ansprache an das Publikum, worin in Ihrer und Ihrer Mutter Wohnung) nur mit Zustimmung Sonntag, den 15. Ottober, Bormittags 10 Uhr, in ben Arminhallen, som er letzteres vor dem Besuch der Ausstellung warnte, da die der Inhaber vorgenommen werden. Verpflichtet, anzugeben, ob mandantenftr. 20: Große Versammlung. Vortrag des Genoffen Hansen. Neuer Berliner Bandwerker- Verein. Sonnabend, den 14. Oftober, Meger nicht echt, sondern nur angestrichen seien und der der Sohn, bezüglich der Bruder etwas besize, ist Niemand. Abends 9 Uhr, im Restanrant Philipp, Rosenthalerstr. 88: Vereinsverfamm gleichen mehr. Der Befizer der Schaubude ließ ihn ruhig Ebenso wenig sind Sie oder Ihre Mutter zu irgend einer Unters lung. Mufilalisch- deklamatorische Abendunterhaltung. Eintritt für Mitglieder aussprechen, schickte aber inzwischen nach Gendarmerie. Als schrift nach der von Ihnen angegebenen Richtung hin verbunden. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin 1). Sonntag, den der Geiftliche tig war, machte der Befizer ihm Vorhalt, 2. Auf dem Parteitag. F. N. 131. Wenn der Anzug nothwendig war, muß der 15. Oftober, Abenbs 6 Uhr, bei Wiite, Andreasftr. 26: Bersammlung. Zages: worauf der Geistliche uoch mehr in Hihe gerieth; er bot boren is. 2. Ergänzungswahl des Borstandes. Nachher geselliges Belſammen nicht echt seien, er habe schon mehr dergleichen Schwindel, bestellten Anzug bezahlen, sonst nicht. ordnung: 1. Bortrag der Genoffin Baader über: Das Recht, daß mit uns ge- schließlich eine Wette um 100 Mart an, daß die Neger Vater dem den minderjährigen Sohn gelieferten vom Vater nicht fein und Zang. W. B. 12. Die Steuer müssen Sie zahlen. Vergnügungsverein Morgenstern". Sonntag, den 15. Oftober, zulegt in Lyon, beobachtet. Die Wette wurde angenommen und Abends 5 Uhr, im Alexandergarten, Alexanderstraße 30: Sigung und in der Bodega das Geld deponirt; ein Arzt und mehrere andere Nr. 100. Junger Abonnent. Der Anspruch des Kindes Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 15. Oftober, Vormittags 10% uhr, Sachverständige wurden zugezogen, worauf die Untersuchung ist noch gerechtfertigt; nur wird die Beweisführung eine schwieRosenthalerfir. 88: Bortrag des Frl. J. Altmann über:" Der religiöfe ur einiger Meger begann. Es stellte sich heraus, daß die Neger rige werden. E. Dreips. Wenn Ihr Mann einverstanden ist, ist eine fprung des Staates." Montag, den 16. Oftober, Abends 8 Uhr, beschließenbe waschecht" waren. Als der Geistliche seine Wette verloren fah, Bersammlung. Eröffnung der bat er den Schaubudenbesitzer, ihm doch wenigstens einen Theil Trennung der kinderlofen Ehe auf grund gegenseitiger Abneigung Theater- und Vergnügungsverein Alpenrose". Winterfatfon am Sonnabend, den 14. Ottober, Abends 9 Uhr, Sigung und des Geldes zu laffen, was diefer jedoch mit dem Hinweis auf zulässig. 5. 23. Sie müssen die Klage bei dem Gewerbegericht Fidelitas im Restaurant Fürft Bückler, Bücklerstr. 2. die schwere Geschäftsschädigung zurückwies. Weiter machte er Mitglieder- Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 16. Oktober. Vormittags 10 Uhr, Waldemar den unvorsichtigen Prediger darauf aufmerksam, welche Folgen( Stralauerstr. 3-6, Morgens zwischen 8 und 9 Uhr) anhängig hätten entstehen können, wenn die tausendköpfig angesammelte machen. H. D., Tresckowftr. 12. Sprechen Sie gelegentlich zwischen Menge sich hätte aufregen lassen und Stellung gegen den Buden12 und 1 Uhr vor. befizer genommen hätte. Chriftiania, 13. Ott. Jn Bärbal hat sich die abgerutschte 21. Kl. Setzen Sie sich mit dem Rektor in Verbindung; an große Erdmaffe in Bewegung gesetzt und befürchtet man eine fich findet eine Entlaffung nur zu Ostern und Michaeli statt. M. B. 100. Nicht nach dem Werthe des im SparkassenKatastrophe. buch Eingetragenen, sondern nach dem Werth des Sparkaffenbuchs( das eventuell ersetzt werden könnte), richtet sich die Höhe des Finderlohns. 1 M. ist darnach hinreichend. N. 37. Sie wollen die Anfrage wiederholen. und Damen 10 Bf., Gäite 20 f. Fidelitas. ftraße 75. Rixdorf. Sosialdemokratischer Verein Norwärts. Sonntag, den 15. Oftober, Bormittags 10 Uhr, im totale des Herrn Nitschte, Steinme ftraße 45: Stenographischer Stursus. In der humanistischen Gemeinde Kommandantenstr. 79, hält ant nächsten Sonntag, Bormittags 10 Uhr, Herr G. Schäfer ben Bortrag über Die natürliche und tuftürliche Organisation der menschlichen Gesellschaft. Gäfte willkommen, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 15. Oktober, Abends 8% Uhr, Kom mandantenstr. 79: Vortrag des Fräulein Babnig über: Andere Völker andere Sitten." Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein und Tanz. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Wagenbauer( Filiale Moabit). Sonntag, ben 15, Oftober, Bormittags 10 Uhr, bet Drendel, J. Semmel, Oranienste. 55, am Morigplay, pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Sonnt. 9-1. Arzt Dr. Hösch, LinienHomeopath. frase 149, 8-10, 5 bis ftraße 7, Sonntags 8-10 Uhr. Arbeiter! Genossen! Empfehle preiswerthe 5 u. 6 Pf.Cigarren, Hüte mit Rontrollm., Mützen, Schirme, Handsohuhe. Kravatten etc. Otto Gerhold, Dresdenerstr. 2( a. Kottb. Plak). 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Mis. 2 Uhr, vom Trauerhause, Feldstraße 10, aus nach dem Elifabeth- Kirchhof verstorben. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Ottober, Nachmittags ( Gesundbrunnen, Prinzen- Allee) statt. Um zahlreiche Theilnahme bittet 250/20 der Orts- Krankenkasse für den Die Vorstellung für die II. Abtheilung beginnt um 3 Uhr Nachmittags. Die Verloosung beginnt um 2 Uhr. Die Mitglieder werden gebeten, Der Vorstand der Freien Volksbühne. Gewerbebetrieb der Kaufleute, nicht vor 2 und nicht nach 3 Uhr zu kommen. Handelsleute und Apotheker. 396/9 J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Der Vorkand. Delegirten- Ergänzungswahl. waht, welche auf grund der§§ 49 ff. Allgem. Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Berlin. Montag, den 16. Oktober, Vorm. 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung 386/1 in Philipp's Saal, Rosenthalerstraße 38. Tages- Ordnung: 1. Die Lage des Fensterstreits. 2. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 15. d. M., Abds. 67 Uhr, Kommandantenstr. 79: Vortrag des Frl. Wabniz: ,, Andere Völker andere Sitten" Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste haben Zutritt. 149/1 Arbeiterverein für Rummelsburg n. Umg. Sonntag, 15. Oftober, in Reischach's Brauerei, Stralau: 3. Stiftungsfest bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Bernismusiker unter freundlicher Mitwirkung der Gesangv. Vorwärts, Frohsinn u. Morgenroth. Feftrede, gehalten vom Genofen Th. Wächter aus Stuttgart. Nach dem Konzert: Ball. Entree 20 Pf. Anfang Nachmitt. 4 Uhr. Hierzu ladet alle Genossen und deren Familien freundlichst ein Das Komitee. Kolbergerstraße 23. Pape's Salon. Solbergerstraße 23. Sonntag, den 15. Oktober 1893: Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt vom Gesangverein ,, Glück zu", ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Anfang 4 Uhr. Herren, welche am Tang theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Behufs Vornahme der Ergänzungs des neuen Statuts für die gemäß§ 46 des früheren Statuts gewählten und im Laufe des Jahres ausgeschiedenen Vertreter stattzufinden hat, werden die welche für die bei ihnen Arbeitgeber, beschäftigten Personen Beiträge aus eigenen Mitteln zur obengenannten Kasse zahlen, sowie die mit dem Bemerken Kaffenmitglieder eingeladen, daß 8 Vertreter der Arbeitgeber und 54 Vertreter der Kaffenmitglieder zu wählen find. Beide Versammlungen finden in dem Lokale von Deigmüller, Alte Jakobst. 48a am Dienstag, den 24. Oktober statt und zwar: 1. Für die Arbeitgeber von Abends 8-9 Uhr ( um 81/2 Uhr beginnt der Wahlakt und werden während desselben die Thüren gemäß§ 38 Absatz 4 des Statuts geschlossen). 2. Für die Kaffenmitglieder von Abends 9 Uhr an ( um 10 Uhr beginnt der Wahlatt und werden während desselben die Thüren gemäß§ 38 Absatz 4 des Statuts gefchloffen). Für die Kassenmitglieder dient das Quittungsbuch als Ausweis. Berlin, den 12. Oktober 1893. Der Vorstand. 1/7 Verein z. Wahrung d.Interessen der Berliner Kuspfarbeiter. Sonntag, den 15. Oktober, Vorm. 102 Uhr, bei Benno Stabernack, 2509b Pücklerstr. 49, Bekanntmachung. Dem geehrten Publikum zur geft. Nachricht, daß außer dem Detail Verkauf zu Engros- Preisen auch die Wurstfabrikation eröffnet ist und verfaute zu folgenden Preifen: Rindfleisch à Pfd. 50 und 60 Pf. " Schweinefleisch.. à Pfd. 60 Carbonade 70 " Casseler Rippesper Rückenfett Eisbeine " 70 " " 55 " " 80 " à Pfd. 30 bis 50 ff. Wurst: Thüringer à Pfd. 60 Braunschweiger Schlackwurst. Leberwurst Zungenwurst Preßwurst Boln. Bratwurst Zwiebelwurst Mettwurst Sächs. Blutwurst " 80. " " 80 " " 80 " " 60 " " 60 " " 50 . " " 50 " " 50 " Jeden Sonnabend: " Charlottenburg. Freunden und Bekannten zur Nach richt, daß ich Christstraße 5 ein Weiß- n. Bairisch- Bier- Lokal eröffnet habe und lade zum Besuch eröffnet habe und lade zum Besuch freundlichst ein. A. Röttger. Achtung! Sonnabends und Sonntags den ganzen Tag Eisbeine mit Sauerkohl. Abends von 6 Uhr: musikalische Unterhaltung, Familien- Rendezvous. Hierzu ladet ein Hugo Osang, Humorist, Reichenbergerstr. 47. 2534b " Frische Blut- und Leberwurst. Kalbfleisch& Pfd. 50 und 60 Pf. à Hammelfleisch. à Pfd. 45 Keule 60 29 Schlächterei M. Galicki, W., Stegliterstr. 3. Telephon: Amt VI No. 4162. Blücherstraße Nr. 11. vis- à- vis der Kreuz- Kirche 2529b Entree 10 f. Ordl. Generalversamml. Wilhelm Böhm. Zagesordnung: Rixdorf. Victoria- Säle. Rixdorf. 2. ie ftellen sich die Mitglieder zu Hermannstrasse 45, vis- à- vis der Vereinsbrauerei. Am Sonnabend, den 14. Oktober 1893, Abends 8 Uhr: andern Verein an? 3. Verschiedenes. 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. der Frage: Schließen wir uns einem In anbetracht der wichtigen Tagesda bereits zwei Verist Sämmtliche Süte mit Kontrollmarken. Großes Lager in Schirmen. 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Oktober, Abends 37 81/2 Uhr, Kommandantenstr. 20, Arminhallen, 237/17 Engros- Preisen. Cohn's Hosenfabrik Pallisadenstraße 7 hat auf Wunsch ihrer Kunden sich jetzt Herren- Anzüge u.Herren- Paletots Admiral- Straße 37 zugelegt u. verkauft dieſelben im Detail Versammlung!! Roh- Tabak!! wozu besonders die angemeldeten Bu schneideschüler und die am ZuschneideSurfus theilnehmen wollen, eingeladen sind. J. A.: H. Roloff, Mittenwalderstraße 56. Verein zur Wahrung d. Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, billighter Preislage, empfiehlt zu Engrospreifen; außerdem Verkauf zurückgesetzter Kinder- und BurschenAnzüge zu Spottpreisen. Auch einzelne Leibchen und Kniehosen von 1 M. an 4857L* find immer noch vorräthig. gute Qualität, tadelloser Brand, in Steinmetzstraße 40, Heinr. Franck, andlung RohtabakBrunnenstr. 185. Interessen der Stock- Arbeiteranzüge. arbeiter Berlins. Sonntag, den 15. d. M., i. d. KonkordiaSälen, Andreasstr. 64: Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag: Das Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft. Ref. Dr. Pinn. 2. Distusfion. 3. Raffenbericht. 4. Wahl eines neuen Vorstandes sowie eines Vergnügungskomitees. 5. Verschiedenes. Gäste willkommen. 288/15 Der Vorstand. Kranken- Unterfügungs- und Begräbnißkaffe d. Lederzurichter Berlins( E. H. Nr. 50). Sonntag, den 22. Ottober, Vormittags 11 Uhr, Weinstr. 11 bei Feind, 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Generalversammlung. Buge's Bankow. Vereinshaus Station Nordbahn. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung vom 3. Quartal ( früher Borchardt), Schule- Straße Nr. 28. 1893. 2. Revisorenwahl. 3. GeschäftJeden Sonntag: Ball. Garten und Kegelbahn liches. Altes Schüßenhaus, Martens Linienstraße 5, empfiehlt seine geftfäte Friedrichstädt. Casino, 2065b Friedrichstr. 236. ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. Empfehe allen Freunden u. Genossen Jeden Sonntag und Donnerstag: meine Destillation u. Restauration. Grosser Ball. 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Nr. 242. Sonnabend, den 14. Oktober 1893. geglaubt tischen Leben hätte, unbeirrt von im Lauf der Zeit gebrechmlloin 10. Jahrg. Die Töpfer haben von der Firma Lüthge in Wilhelms. haben die verlangte Tarifzahlung nach kurzem Kampf bewilligt bekommen. Die Sperre ist daher aufgehoben. eine entsprechende Quantität Schußgarn gelieferterade auf, daß das as Garn i hm, wenn nicht besonders vereinbart ist, liche( 15 weniger als 1892). Von den letteren kommen 16 auf wieder weiter veräußerte. on Versammlungen. Ein Beitrag zur Rechtsprechung. bt dies verneinen zu müffen, der Mann aus dem prat 19 Soziale Uebersicht. Ungeheures Aufsehen erregt weit über die in erster lich, schief und blind gewordenen Apparaten ohne alle Apparate", Achtung, Drechsler! Wegen ausgebrochener Differenzen Reihe baran betheiligten Weberkreise hinaus folgende Verhand- sich lediglich die Frage vorgelegt: ist nach der Natur des zwischen in der Möbelwerkstätte von Polster u. Fichtner in Hof wirt lung, die am 4. Oktober vor der Strastammer zu Görlig statt- konomischen Grundlage, ist nach Absicht der Parteien anzu- Anfragen find zu richten an Johann Andersen, Ludwigstr. 48 Fabrikant und Weber geschlossenen Vertrages, ist nach seiner dringend ersucht, den Zuzug dorthin strengstens fernzuhalten. fand. Uns geht darüber folgender Bericht zu: nehmen: 1. daß die Garnreste dem Weber gehören sollen, 2. wenn Hof( Bayern). Auch nach Plauen i. V., wo die Firma Bach Neun Personen find angeklagt: fünf von ihnen( Weber) nein, hat der Weber wenigstens glauben tönnen, Gigenthümer gesperrt ist, ist der Zuzug fernzuhalten. wegen angeblich fortgesetter Unterschlagung der Garn der Garnreste geworden zu sein? Zur Beantwortung dieser reste, die sie bei der Lohnweberei erübrigt hatten, vier der Fragen hätte er allerdings nicht nur den Buchstaben, sondern Hehlerei, das bejahrte Weber Seibt'fche Ehepaar gar der ge- den Sinn und Zweck des Gesetzes berücksichtigt, fich dabei im werbsmäßigen und gewohnheitsmäßigen Hehlerei. Auf den An- Einvernehmen mit den wissenschaftlich anerkannten Regeln der geklagten Seibt richtete sich das Hauptinteresse; er war fast ein Interpretation befunden und hätte unbedingt zu einer den AnMenschenalter hindurch der Aufläufer der Garnreste, welche die geklagten günftigen Antwort gelangen müssen. Wenn, wie Bergmannsloo8. Bei der in 3 widau ihren Sitz habenden Taschentuch- Weber im Kreise tauban bei ihrer Arbeit erspart festgestellt, ein Weber die Fertigstellung von einem Stück Leinen Sektion VII der Knappschafts- Berufsgenossenschaft wurden hatten und die sie stillschweigend als ihr Eigenthum zu betrachten aus geliefertem Garn übernimmt, wenn er durch Sparsamkeit, während der Zeit vom 1. Januar bis 30. September d. J. aus gewohnt waren. Die Weber erhalten nämlich von den be- also durch längeren Zeitaufwand, auf und durch Verwendung den sächsischen Bergrevieren 4918 Betriebsunfälle gemeldet, treffenden Faktoren zur Anfertigung von Taschentüchern stets größerer Geschicklichkeit es ermöglicht, daß er etwas Garn erübrigt, darunter 194 entschädigungspflichtige und unter diesen 22 tödt in der Regel so gehört das geht das Garn in dem zu webenden Stück Garn zurückgeliefert werden müsse. Der Vertrag ging den Steinkohlen-, 6 auf den Erzbergbau. Beim Braunkohlenbau bei besonders sparsamer und gleichmäßiger dahin, aus geliefertem Garn ein Stück Leinen von bestimmter Größe ereigneten sich Todesfälle nicht. Arbeit tommt es aber vor, daß die die Weber und Qualität herzustellen, nicht aber alles Garn zu verwenden; einen Garnrest erübrigen. Findet der Faktor die diefer Vertrag ist mit Ablieferung des dem Vertrag entsprechenden Der vor drei Tagen in Marseille ausgebrochene Ausstand der Ein Sieg der Pferdebahn- Angestellten in Marseille. Taschentücher bei der Ablieferung vorschriftsmäßig, so fragt er Leinens erfüllt; und ein Thor wäre der, der lediglich im Der vor drei Tagen in Marseille ausgebrochene Ausstand der niemals danach, ob der Weber ein Strähnchen gespart hat oder Interesse des Bestellers versuchen würde, durch mühevollere, lang- Schaffner und Kutscher der Pferdebahnen ist durch Vermittlung nicht; nur bei zu dünn gewebter Waare wird famere Arbeit einige Strähnchen Garn zu gunsten des Bedes Präfekten und Bürgermeisters mit einer Lohnzulage aller dem Weber, falls er das übrige Garn nicht zurückbringt, ftellers ohne jegliches Entgelt zu erübrigen. Das Garn ist Angestellten von täglich zehn Gentimes, Verringerung der Arbeit ein Sohnabzug gemacht. Durch diese Praxis hat sich von dem Augenblick ab, wo es dem Weber übergeben ist, nach seit auf zehn Stunden und Feststellung von monatlich zwei Urbei den Webern ganz allgemein im Laufe der Jahre die Meinung dem Willen der Parteien dessen dessen Eigenthum mit ber laubstagen beigelegt worden. Außerdem treten nach einem Jahre festgesetzt, sie seien berechtigt, die Garnreste als ihr Eigenthum Beschränkung geworden, daß er ein Stück Leinen von Dienstzeit die als Beihilfe verwandten Kutscher in die Rechte der zu betrachten. Als Auffäufer derfelben galt, wie bemerkt, der einer bestimmten Größe aus dieser Art Garn gewebt gewöhnlichen Angestellten ein. Angeflagte Seibt, welcher die Weberei selbständig betreibt und fertigen muß. Daß dies der Wille der Parteien gewesen, er- Ob die deutschen Verkehrsbeamten durch diesen Sieg ihrer der die zu einem sehr billigen Preise erworbenen Garnreste auch giebt sich auch schlagend daraus, daß die Fabrikanten Sach- französischen Brüder aus dem trostlosen Dufel, der sie bis jetzt Er soll damit ein glänzendes Ge- verständige als Faktoren anstellten, die zu tariren hatten, wie noch gefangen hält, ein wenig aufgerüttelt werden? Schwerlich. fchäft gemacht und für Tausende abgesetzt haben; wenigstens viel Garn ein Durchschnittsweber wohl zur Anfertigung des Die geradezu gemeingefährlich lange Arbeitszeit, die diese Armen hatte er nach seinen eigenen Angaben noch Außenstände für ver- Leinens gebrauchen und die diese Menge Garn dem Weber zu fie meistens daran, etwas anderes zu fapiren, als die drei sich geduldig von ihren Direktionen aufottroniren lassen, hindert fauftes Garn, die sich in die Taufende von Mark beliefen. übergeben hatten, ferner daraus, daß der Faktor niemals danach Dußend Strasbestimmungen, die ihnen bei jedesmaliger Fahrt Diese Angaben hatte Seibt nämlich sehr unvorsichtig den gefragt hat, ob ein Stückchen Strähne erübrigt ist, daß aber mit auf den Weg gegeben werden. Kaum anderswo sieht es mit Privat Detettive Boigt und Fuchs gegenüber ge- andererseits bei zu dünn gewebter Waare, selbst wenn der Selbständigkeit troftloser aus, als bei den Pferdebahnangemacht, welche man von auswärts requirirt hatte, um endlich alles Garn verwendet war, ein Lohnabzug Klarheit in die Angelegenheit zu bringen, und die Ermittelungen gemacht ist. Bu der entgegengesezten, mit richtiger Auffassung stellten der deutschen Großstädte. der Detektivs über den Geschäftsverkehr des Seibt führten des der Gesege unvereinbaren Ansicht gelangt man auch zur Erhebung der Anklage. Die in Interessenkreisen sofort, sobald man im Sinne des Unternehmers den bisher zweifelhafte Frage, ob die Weber das ersparte Garn Umstand berücksichtigt, daß der Weberarm, sobald man ferner vom als ihr Eigenthum betrachten dürfen, ist nun in einer Standpunkt des Rapitalisten aus deduzirt: ich für die Weber nachtheiligen Art entschieden worden. habe, damit auch nicht ein Strähnchen Garn ungenußt bleibt Zweifelhaft war die Frage infolge der feit Jahrzehnten und damit die Webersklaven möglichst vortheilhaft für mich Volksversammlung tagte am 12. Oftober in der Bockbrauerei. geltenden Praxis der Aneignung der Garnreste aller weben, sachverständige Faktoren meist selbst ehemalige Weber Sings, stellten sich die Weber- Faktoren sogar angestellt, die Weber tönnen nur etwas erübrigen, wenn sie in Frau Palm hielt unter allgemeinem lebhaften Beifall einen felbst in einem gerichtlich eingeforderten Gut der Geschicklichkeit des Arbeitens meinen Faktoren über sind, die nur so Vortrag über: 3weck und Nußen der Konsumvereine." Rednerin a chten über diese Frage auf die Seite der Weber; viel Garn geben, als zur Fertigstellung ihrer Ansicht nach un- erklärte zunächst das Wesen dieses Sparsystems, nach welchem später, nachdem bas Gutachten zur Kenntniß bedingt erforderlich ist: mein Unternehmergewinn wird ver- die Konsumenten, fast durchweg Frauen der Arbeiterklasse und der betreffenden Fabrikanten gelangt war, ringert, wenn ich mich in dieser Voraussetzung getäuscht habe, der unteren Beamtenschicht, ihr baares Geld gegen Papp oder wurden die Fattoren freilich anderer Ansicht die Autorität gegen die Höherstehenden" wird untergraben, Blechmarken an bestimmten Stellen hinterlegen, angeregt durch und erklärten heute als Sachverständige, daß sie sich damals wenn der arme Weber mehr von der Ausnutzungsmöglichkeit die Aussicht 5 pet. Rabatt zu bekommen, die ihnen alljährlich zu geirrt hätten; selbstverständlich" seien die Weber verpflichtet, feiner Arbeitskraft versteht, als der Geldgeber und seine zur Weihnachten ausgezahlt werden. Gerade letter Umstand sei auf das ersparte" Garn zurückzubringen. besseren Ausnutzung der Arbeitskraft des Webers angenommenen die Unwissenheit der Konsumenten gebaut und werde von den Seit 30 Jahren ist noch kein Weber bestraft worden, wenn Gehilfen. Nimmt man diesen nackten Ausbeuterstandpuntt ein, Anhängern zu einem humanen Unternehmen gestempelt. Thater die erübrigten Garnreste verkauft", meinte der Angeklagte dann gelangt man allerdings zu dem Schluß: der Arbeitgeber" fache jedoch sei, daß die Leiter dieser Unternehmen jährlich ein Seibt. Nach den Bekundungen der beiden Detektivs(!) ist sich hat nicht gewollt, daß das Eigenthumsrecht an irgend einem ganz hübsches Sümmchen an Salair beziehen, welches die Konderfelbe der Unredlichkeit feines Thuns aber bewußt gewesen; Strähnchen Garn von ihm aufgegeben wird. Dann bitte, sei sumenten mit ihrem eingebildeten Sparen mit aufbringen müssen. der Weberin Queiffer, welche ihm einmal verstohlen unter der man aber auch fonsequent: dann muß der Fabrikant Diese Armenbeglücker" refrutiren sich aus Pleite gemachten Schürze Garne brachte, hatte er eingeschärft, dem Faftor nichts und fein Faktor, die Lohnabzüge gemacht haben, wiewohl alles Staufleuten, pensionirten Beamten, ja sogar ein Eisenbahn- Bedavon zu sagen. Auch in seinem sonstigen Geschäftsbetrieb hatte gelieferte Garn verwendet wurde, sich zweifelsohne des gewerbs- triebssekretär gehöre zu ihnen. An verschiedenen Beispielen, die Seibt die Detektivs ahnungslos eingeweiht und ihnen bedeutet, mäßigen Wuchers und der Erpressung schuldig gemacht Rednerin aus eigener Erfahrung giebt, beweist sie den Andaß er sich fürchte, seine bedeutenden Außenstände für verkaufte haben. Sie haben sich des Vergehens der Erpressung in jedem wesenden, daß sie von dieser Art Sparen direkten Nachtheil Garne einzuflagen. Die Angeklagten Trauschte und Pranse, Fall fchuldig gemacht, gemacht, sobald die bekannte, Arbeitern haben. In den meisten Geschäften, in denen die Firma solcher zwei Leinenwaaren Haustrer, = waren angeklagt, insofern gegenüber bei Gelegenheit einer Sperre vom Reichsgericht aus Spar- und Konsumvereine prangt fei erwiesenermaßen die Waare Webern aufgetauften" Samne wieder an Geibt weiter ver- fanten gegenüber sur Anwendung zu gelangen hat. Sie haben lomme man für 50 Bf. 4/2 Bfund im Gegensaß zu Nichtkonsumfie die von den gesprochene Interpretation des Begriffs Erpressung auch Fabri- geringwerthiger wie in anderen Geschäften. Bei Brot z. B. be äußerten. Die angeklagten Hartmann'schen Eheleute wollen fich des Wuchers, der gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Aus- vereins- Geschäften, in denen man 5 Pfund dafür erhalte; ein ähnnur einmal für 3,60 m. Garnreste, an welchen fie lange Beit beutung der Nothlage der armen Weber schuldig gemacht. Warum gespart, an Seibt verkauft haben. Das Gericht verurtheilte find fie nicht angeklagt? Darum. nach fünfftündiger Verhandlung die Queisser, sowie die Hart: mann'schen Eheleute wegen Garn- Unterschlagung zu je 15 Wiart Geldstrafe, den Angeklagten Seibt, einen betagten, bisher völlig unbestraften Mann, wegen gewerbs und gewohnheitsmäßiger Hehlerei zu 1 Jahr 3uchthaus, 2 Jahren Ghrverlust und zulässig feit von Polizei- Aufsicht, dessen Ehefrau wegen Bei hilfe zu diesem Vergehen zu 1 Monat Gefängniß. Die übrigen vier Angeklagten wurden freigesprochen. Nach allgemeinen Rechtslich angenommen werden, daß die Weber an dem übrig daß, die onun mög gebliebenen Garne Eigenthumsrechte erworben hätten; es läge lediglich ein Arbeitsvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeit nehmer, zwecks Fertigstellung von Leinen, vor und das dazu gelieferte Barn bliebe daher() Eigenthum der Auftraggeber. Aus dem Verhalten des Seibt gehe klar hervor, daß er von der Unrechtmäßigkeit seines Thuns überzeugt gewesen ist. Seibt wurde fofort in Haft genommen. Der Vertheidiger Seibt's hatte auf Freisprechung plädirt. " zu Eine von zirka 1500( vorwiegend Frauen) besuchte liches Verhältniß waltet in allen berartigen Handlungen. Erstaunenswerth sei, was für Geschäfte alles Konsummarten führen. Gin helles Licht wirft die Gerichtsverhandlung auch auf den Nicht nur sämmtliche Nahrungs-, Bekleidungs-, auch BlumenWechsel in der Auffaffung seitens beeideter Gutachter: die Fat- und sonstige Bedarfsartikel Geschäfte gehören zu den Allerweltstoren werden vernommen, sagen nach ihrem besten Wissen zunächst Sparvereinen, sogar Mastenverleiher und Zahnkünstler haben sich 3u gunsten der Weber aus. Daraufhin sprechen die Herren dem edlen Streben angeschlossen. Vor kurzem haben zwei Frauen verFabrikanten mit ihnen. Kein Wunder, daß der Interessenstand. sucht, ihrer armen Wasch- und Reinmachefrau mit Ronsummarfen punkt der Arbeitgeber ihnen bald so flar wird, so sehr ihnen in auszuzahlen. Rednerin richtet zum Schluß an alle Hausfrauen Fleisch und Blut übergeht, daß sie bei ihrer zweiten Bernehmung erklären: wir hatten uns geirrt: die Angeklagten sind ja nach Ansicht ihrer Herren" zuchthauswürdige Verbrecher. " die bringende Aufforderung, nicht in solchen Geschäften zu kaufen, die einem Konsum- oder Rabatt- Sparverein angehören. In der Diskussion bemerkt Haupt, das Kleinbeamtenthum und Kleinthätige Beihilfe der Juftitution der„ Spigel" sich abspielen? diesem Uebel entgegenzutreten, nicht aber dasselbe unterstüßen. aber wie tann ein moderner Arbeiterprozeß ohne die werk- bürgerthum habe seinen Plaß beim Proletariat und müſſe helfen, wohl Herr Dochow erflärt des längeren die Entstehung der Konsum Staatlich besoldete" Spigel" konnten allerdings weil sie mit" Staatsgeschäften" überhäuft sind den Fabrikanten vereine, die jedoch heut auf ganz anderem Boden stehen, wie bei nicht geliefert werden. Gedungen wurden Privatdetektivs", ihrer Gründung. Herr Sauer will außer der Beseitigung der deren Aufgabe war man glaubt seinen Augen nicht zu Konsum und Sparvereine auch die Aufhebung der Offizier das rechtswidrige Bewußtsein" der Weber festzustellen und Beamtenvereine hinzugefügt wissen, trauen und bedauert, und auf ihren Gid als Ehrenmann zu nehmen. Diese Aufgabe daß es unter den Kaufleuten feine Einigung giebt. Herr lösten sie. Selbstverständlich und durchaus natürlich ist es, daß die Mansfeld verspricht Abhilfe durch Petitionen. Las Urtheil ist von gelehrten Juristen gefällt und entspricht übrigten und zwecks Verkaufs der sorgsam gesammelten er Ronfumvereine zu erklären und die bisherigen Ausführungen zu ficherlich ihrer innersten Ueberzeugung, widerspricht aber ebenso übrigten Garnreste sich zufammengethan und einen Nebenverdienst widerlegen. Herr Scheuermann behauptet, daß die Vorsehr dem Rechtsbewußtsein des Boltes, einem allgemein geübten sich geschaffen hatten. Selbstverständlich und natürlich, denn die stände der Vereine genau davon überzeugt seien, daß nur durch Gebrauch, den Verhältnissen des praktischen Lebens und richtiger Faktoren waren ja zu dem Zweck angestellt, um auf grund ihrer höhere Preise die Rabatte erzielt würden, da auch eine große Auffassung derselben. Ein ganz ähnlicher Prozeß wurde vor Sachkenntniß den Webern nicht mehr Garn zu geben, als diese Anzahl von Hauswirthen den Konsumvereinen angehören, macht zwei Jahren etwa 14 Handschuhmachern aus Friedrichshagen unbedingt zur Fertigung des Leinens gebrauchten. Wurden der Redner unter großer Heiterkeit der Zuhörer den Vorschlag, ihren Wirthen die Miethe ebenfalls in Konsummarken zu be gegenüber versucht, die durch Verwerthung der durch ihre Ge- die Faktoren inne, daß einzelne- das heißt die geschicktesten schicklichkeit erübrigten Felltheile und Felle sich strafbar gemacht Weber durch mühevollere Arbeit dennoch hier und da ein Strähn- sahlen. Hierauf nahm man folgende Resolution an:" Die Boltshaben sollten: fie wurden fämmtlich freigesprochen. Die Ver- chen Garn erübrigten, so hätten sie das Garn noch knapper versammlung erflärt fich mit den Ausführungen der Referentin urtheilung in Görlitz beruht in allererster Reihe auf der zugemessen, so hätte die Anzahl und Höhe der Lohnabzüge sich vollständig einverstanden und verpflichtet sich, nur in solchen Geformalistischen römischrechtlichen Auffassung der Zunftjuristen. gesteigert. Das Berheimlichen vor den Faktoren" ward zum schäften zu kaufen, welche nicht Lieferanten eines Konsum- oder Das Gesez soll der Ausdruck der Art der für richtig erachteten Beweis der Bewußtseins" der Unredlichkeit seitens der Weber. Sparvereins sind." Nach einer Vertagung von 5 Minuten wegen der Unruhe in der Versammlung, die über die Haltung einiger ergrauten Regelung der Berhältnisse des praktischen Lebens sein. Es soll Hatten die gelehrten Richter, die über den der Spiegel, soll eine Photographie der Verhältnisse des realen weber Seibt ein Jahr Zuchthaus und Ehrverlust Konsumvereins- Anhänger entstand, wurde schließlich einem Schluß uger entstand, wu Lebens sein. Die Rechtsregeln sind aus den faktischen Verhältnissen ab- verhängten, auch nur eine Woche lang selbst als Weber ihr antrage zugestimmt. zuleiten, nicht umgekehrt. Nun ist es aber eine alltägliche Erscheinung Brot verdient, hätten sie bei Interpretation gerade des Arbeitsbei zünftigen Juristen, die dem Werktagsleben ja fern stehen, daß sie vertrages die ökonomisch völlig veränderte Lage zwischen heute ( getreu der ideologischen Schule) von den Verhältnissen des Lebens und dem Mittelalter auf grund praktischer Lebenserfahrung hinverlangen, diese sollen sich nach den aus diesen Verhältnissen reichend berücksichtigen können nimmer hätten sie eine Verabgeleiteten Regeln richten. Ist ihr Spiegel blind und urtheilung aussprechen können, die sie ohne genaue Kenntniß mit Sprüngen versehen, so kann er nur ein blaffes, verzerrtes, der Verhältnisse des praktischen Lebens ihrer Ueberzeugung ententstelltes Bild wiedergeben. Statt nun den Spiegel zu säubern, sprechend wenn wohl auch mit schwerem Herzen aus zu reinigen, zu repariren, soll der doch ohne seine Schuld schlecht gesprochen haben. Fort mit den gelehrten Richtern! An ihre abgefpiegelte Gegenstand sich eine Korrektur gejallen lassen. Der Stelle: durch das Bolt und aus dem Bolt gewählte Richter, die zi nftige Stockjurist gleicht dem Photographen, der dem Besteller im praktischen Leben Erfahrung besitzen! Dann werden nicht einen Vorwurf macht, wenn die Photographie infolge mangel ergraute Familienväter, die in fummervoller, mühseliger Arbeit hajter Upparate oder infolge schlechter Behandlung der Apparate ihr Leben lang sich abgequält haben, ins Buchthaus wandern dem Original unähnlich geworden ist. Diese Erscheinung führt müssen, weil sie den Arbeitsvertrag aus ihrer praktischen Ernothwendig zu der Forderung auf Einführung von Laienfahrung heraus in einem Puntt anders interpretirt haben als richtern. Zunftjuristen mögen in dem vorliegenden Fall an gelehrte Richter, die in ihrem Leben noch nie arbeitend an einem der Hand der juristischen Formeln mittelbarer", unmittelbarer" Webstuhl gestanden, einen Webstuhl vielleicht noch nicht einmal Erwerb von Eigenthum, occupatio, derelictio, modus et gesehen haben. titulus acquirendi, emtio, venditio, locatio, conductio locatio sim conductio operis, operarum u. f. w. geprüft haben, liegt die Boraussetzung zur Anwendung einer dieser Formeln vor und Weber den Faktoren gegenüber verschwiegen, daß sie Garn er- Herr Wolff verspricht seinen Darlegungen den Nugen der " EM S nov Literarisches. Die Souder- Messe in Berlin und ihr Verhältniß zur Leipziger Messe. Von Gustav Steinbrecht. Preis 50 Pf. Kinkerligfeus. Berliner Jrüne, Jrips, Jeist un Jammer von Alb. Voigtländer. Berlin. Deutsche SchriftstellerGenossenschaft( Berlagsabtheilung). von alotnimated " der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Verlag) ist soeben das 2. Heft des 12. Jahrgangs er schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Das dicke Ende. Die preußischen Landtagswahlen.- Chicagoer Weltausstellungs- Briefe. Von Adolf Hepner( St. Louis). Der Kampf um das allgemeine Wahlrecht und die politischen Parteien in Desterreich. Von Dr. W. Ellenbogen. Die Unruhen in Italien. Von Adam Maurizio. Notizen: Unsere Agrarier und der Heinzeprozeß. Feuilleton: Der Doktor auf Provision. Eine Satire von Gyp. Uebersetzt von Klara Heller.( Schluß.) DER PABAKINDUSTE Arbeiter! Genossen! Kauft uur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Kontroll- Schutzmarke der Tabakarbeiter. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schuhmarte führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung. S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. H. F. Dinslage, Kottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böckhstr. 4. Otto Ley, Schönleinstr. 17. = Rosenthaler Vorstadt. Reinhold Anders, Strelitzerstr. 45. Karl Basemann, Prinzen Allee 57. W. Baumgarten, Stettinerstr. 59. 5. Baumgarten, Swinemünderstr. 48. Gustav Hennig, Colonieftr. 147. August Sirte, Swinemünderstr. 67. Emil Höhne, Ackerstr. 89. Gust. Lochmann, Brandenburgstr. 82. ranz Döring, Ruppinerstr. 21. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. H. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. Julius Start, Schönleinstr. 10. SO. Carl Abert, Bücklerstr. 6. Behuke u. Kinkel, Schmidstr. 21. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. G. Fischer, Staligerstr. 128. George, Mariannenstr. 35. E. Getschmann, Görligerstr. 68. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. A. Kunze, Forsterstr. 2. Lobbes, Adalbertstr. 58. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 34. Otto Röhl, Sorauerstr. 10. Carl Schindler, Görligerstr. 58-54. Christ. Schneider, Köpniderstr. 26a. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Stübner, Reichenbergerstr. 157. Hernt. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. W. Kinzel, Alexandrinenstr. 103. * Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. E. Schulze, Friesenstr. 23. 0. Louis Anders, Krautstr. 16. August Dahufe, Roppenstr. 98. A. Gräff, Holzmarktstr. 42. Auguft Heck, Gr. Frankfurterstr. 4. deegl. Weidenweg 96. Erhard Hoffmann, Memelerstr. 82. Johann Liebich, Memelerstr. 8. Julius Malin, Mühlenstr. 49 a. * August Motes, Pofenerstr. 11. August Neumann, Markusstr. 1. Fr. Peters, Roppenstr. 94. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21. Otto linierberg, Roppenſtr. 8-9. B. Unterlauff, Frankfurter Allee 117. Gustav Vogel, Koppenſtr. 83, W. Wolf, Andreasstr. 60. P. Wotschke, Andreasstr. 3. C. * Robert Drescher, Linienstr. 50. Mag Flatauer, Landsbergerstr. 72. Hermann Gumpel, Barnimstr. 42. Oranienburger Vorstadt. Adolf Adelt, Reinickendorferstr. 64b. * Louis Dechaud, Ruheplasstr. 24. Franz Frank, Köslinerstr. 2. Baul Franke, Eichendorffstr. 15. Wilhelm Göppner, Fennstr. 1a. Jakob Götting, Lindowerstr. 9. August Hinte, Pantstr. 14a. Oskar Klose, Reinickendorferstr. 20. Paul Müller, Hochstr. 2a. Franz Nofffe, Borsigstr. 28. Paul Pflug, Reinickendorferstr. 89. Wilh. Steinbach, Antonstr. 1, A. Tich, Invalidenstr. 124. Carl Werner, Gerichtstr. 25. Mag Weidner, Hochstr. 46. Joseph Susam, Grünthalerstr. 9. Louis Knoch, Grünthalerstr. 5. Löffler, Badftr. 42-43. B. Moritz, Bernauerstr. 18. 7. Stern, Putbuserstr. 42. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 23. Hermann Vogel, Demninerstr. 62. C. Walter, Huffitenstr. 35. May Winkelmann, Ackerstr. 153. Georg Wolter, Ackerstr. 58. H. Zechert, Putbuserstr. 37. Schönhauser Vorstadt. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. C. Herm. Diet, Pappel- Allee 2. 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