Nr. 243. Ericheint täglich außer Montags. Prets pranumerando Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt. roochentlich, Big fret In's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerz. in der Boft Bettungs: Breisliste für 1993 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden, Die Ervedition ist an Wochens tagen bis 7 uur Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteitag in Köln. Die Delegirten zum Parteitag in Köln werden ersucht, behufs ihrer Empfangnahme durch die hiesigen Genossen, nur die Bahnhöfe Köln- Zentral und Köln- Deus als Ankunftsftationen zu benußen. Soweit die Delegirten sich noch nicht bei dem unterzeichneten Bokalfomitee gemeldet haben, werden sie dringend ersucht, dies umgehend zu thun, damit in bezug auf die Beschaffung von Wohnungen das Nöthige geschehen kann. Die Adresse des Lokalkomitee's lautet: Hermann Zeising, Köln a. Rh., Rudolfsplay 2, 3 Tr. Für die Berichterstatter der Presse sind vom Mittwoch, den 18. Oktober, ab in der Expedition der Rhein. Zeitung", Köln, Gr. Griechenmarkt 115, auf die Person und das vertretene Blatt lautende Eintrittskarten für den Parteitag tostenlos in Empfang zu nehmen. Röln, den 13. Oktober 1898. Sonntag, den 15. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. alt geworden und wird auch einmal in den Keller geschickt, heimrath und Professor darauf aufmerksam machen, daß um Wein zu holen da kann ihm ja das Beil auf den Merito und selbst das Transvaal, um nur in der allerKopf fallen und dann ist er mausetodt Jesses, Jesses, jüngsten Vergangenheit zu bleiben, eroberungssüchtigen was ist das für'n Unglück! Da fingen auch der Vater europäischen Großmächten die blutige Lehre ertheilt haben, daß tunft ihres Geschlechts, aber der Wein war mittlerweile unterjochen, geschweige denn aus ihrer gegenwärtigen Heimath und die Mutter an zu weinen und bejammerten die Zu- Kolonialvölker europäischen Ursprungs fich nicht einmal mehr ausgelaufen und das Faß war leer. heraustreiben lassen. Wenn der Herr Geheimrath sich ferner einDie Empfangskomitee Mitglieder tragen als ErkennungsWeshalb wir diese sinnreiche Geschichte hier erzählen? mal einen Geographie- Atlas anschaut( es genügt einer für zeichen rothe Halbrosetten mit Metallnummern. Nun, weil sie noch eine Fortsetzung hat, die nicht die reifere Jugend), so wird er entdecken, daß in NordDas Zentral Empfangsbureau befindet sich: Hotel Durst so allgemein zu finden ist in den Fabelbüchern. Die kluge amerita es einen mächtigen Staat giebt von 63 Millionen ( früher Gasthof zur Post"), Marzellenstr. 5, in der Nähe des Else heirathete wirklich ihren Friedrich und bekam einen Einwohnern, der es sich zum Grundsatz gemacht hat, die Zentral- Bahnhofes und des Domes. Jungen. Ob dem das gefährliche Beil auf den Kopf ge- Festsetzung europäischer Mächte auf amerikanischem Boden mit fallen ist, wissen wir nicht; jedenfalls hat's ihm nicht todt- Gewalt zu verhindern.( Näheres nachzulesen in jedem Staatsgeschlagen. Er wurde ein Geistlicher der englischen Hoch- handwörterbuch oder auch Konversations- Leriton unter der firche, zeugte viele Kinder und da er den finnreichen Geist Spigmarke Monroe- Doktrin.) Diese überraschende Eröffnung der flugen Else geerbt hatte, spintisirte und sinnirte er so wird den Herrn Geheimrath wohl zu der Einsicht bringen, lange, bis er eine neue Lehre erfand; die nannte man nach daß der Conquistador Adolph Wagner, wenn er auszieht, ihm die Malthusianische Theorie, denn Malthus hieß der um 4 Millionen spanischer Kolonisten aus den LaplataSohn der klugen Else mit Familienamen. ftaaten zu vertreiben, vorher erst mit 63 Millionen AngloDie Nachkommen aber der klugen Else, die Malthusianer, und Deutsch- Amerikanern fertig werden muß. Vielleicht findet man heutzutage in allen Landen; in Deutschland überlegt er sich also die Sache noch einmal. fißen sie auf den nationalökonomischen Lehrstühlen der Doch nun zu der fürsichtigen Vorbeugungspolitik Universitäten. Sie spintisiren und sinniren in der ererbten unseres professoralen Elsenenkels! urgroßmütterlicher Weise drauf los; wo sie Zuhörer finden, Das Beispiel Frankreichs hätte ihn belehren können, da laufen sie umber wie fakelnde Hühner und jammern: daß die Befolgung des Zweitindersystems auch nicht die Jesses, Jesses! Wenn das Volk nun fortfährt so viele soziale Frage löst, auch nicht Noth und Elend aus der Welt Kinder zu erzeugen wie bisher, und die Kinder erzeugen schafft, wohl aber bewirkt, daß ein Volk hinter den Nachbarwieder Kinder und so fort, Hunderte von Jahren völkern zunächst numerisch zurückbleibt. Es ist der schwere hindurch, und wenn dann alle unbesiedelten Länder der Erde Irrthum der Malthusianer, daß sie die Einschränkung der offupirt und bebaut find, und wenn keine neuen Produktions- Kindererzeugung bei der einzelnen Familie, die aus Gesundweisen entdeckt werden sollten, und wenn und wenn und heitsrücksichten und auch aus ethischen Gründen unter wenn..., dann fann ja einmal die Zeit kommen, daß die Umständen geboten erscheinen fann, aus ökonomischen Vermehrung der Unterhaltsmittel nicht mehr gleichen Schritt Gründen zu einer sozialen Pflicht für die Gesammtheit halten kann mit der Menschenvermehrung. Dann müssen machen wollen. Die Gesammtheit hat vielmehr das Intereffe, Es gab einmal eine überaus sittsame und Kluge Jung- ja die Menschen verhungern. Jesses, Jesses, was ist das daß gesunde und kräftige Eltern viele Kinder, schwache deren frau. Die spintisirte und sinnirte oft stundenlang den für'n Unglück! wenige erzeugen. Die durch die Besigvertheilung erzwungene Folgen der Dinge nach, so daß sie darüber Zeit und Gegen- Dieses malthufianische Jammerlied hat jetzt wieder der Regulirung der Kindererzeugung führt, da sie häufig die wart vergaß. Alle Leute verwunderten sich baß ob ihrer streitbarste der deutschen Elsenenkel, Professor Adolf Schwachen auf Kosten der Starken bevorzugt, wie die ganze Einfälle und nannten sie nicht anders denn die kluge Elfe. Wagner, im Jeremiastone angestimmt: Das deutsche Volt kapitalistische Mißwirthschaft zur Schwächung und Entartung Einst war die kluge Elfe von ihren Eltern in den Keller fönne jezt schon nicht zu wirthschaftlichem Gedeihen kommen, eines Volles. So lange noch der größte Theil der Erde geschickt, um einen Krug Wein zu holen. Eine Stunde weil es zu viele Kinder in die Welt setze. Deshalb müßten unkultivirt ist, braucht kein Volk die Bermehrung zu scheuen, verging, aber sie kam nicht wieder. Da ward Friedrich, entweder die Deutschen nach französischem Vorbild ihre das deutsche am allerwenigften. Die Auswanderung steht ihr Bräutigam, bange und er ging ihr nach, fam aber auch Kindererzeugung einschränken oder sie müßten fremde ihm offen, auch ohne daß es fremde Völker zu verjagen nicht wieder. Da schickte der Vater die Magd hinterher, Länder erobern, nach denen die überschüssige Be- braucht. Daß es feine eigenen Siedelungskolonien befißt, dann den Knecht doch auch die blieben fort. Dann ging völkerung auswandern könnte. In Europa zwar sei nichts fann bedauert werden, ist aber nicht mehr zu ändern. Bisher er selbst mit der Mutter in den Keller hinab. Da saß die mehr zu holen; ringsumber sei alles ebenso vollgepfropft hat überdem die Produktion noch immer Schritt gehalten fluge Else und der Bräutigam und der Knecht und die mit Menschen, wie bei uns zu Hause. Aber Südamerika, mit der Menschheitsvermehrung. Die ganze bisherige WirthMagd, weinten alle Laplatastaaten, Uruguay da könne sicheren gettäjämmerlich und schrien immer die Raprataste ten, ringjagen. Greinan ja Sie faulen schaftsgeschichte giebt uns das Recht zu ber fierer im wartung, daß ungeahnte Produktionsverbesserungen von Zeit zu Zeit: Jeffes, Jesses, was für'n Unglück!" Spanier zum Lande hinausjagen. Er sei ganz dabei. Als Vater und Mutter erschreckt fragten, was denn Das also ist nach langen Jahren des Studirens und Zukunftsschooße schlummern, die zur richtigen Zeit schon Ios wäre, da jammerte die kluge Else: Wie ich hier so vor Sinnirens über die soziale Frage dieser geheimräth- geboren werden. Um der gegenwärtigen Noth abzuhelfen, bedarf dem Faß saß und den Wein einlaufen ließ, da sah ich über lichen Weisheit letzter Schluß: Entweder Zweikindersystem es der Umgestaltung der heutigen Wirthschaftsordnung, die der Thür das scharfe Beil da hängen und da dachte und oder Massenausrottung fremder Volker. die Noth verschuldet. Für mögliche Mißstände einer dachte ich: Wenn ich nun den Friedrich geheirathet habe, Um mit der letzteren Kannegießeridee zunächst auf- späteren Zukunft lassen wir die späteren Geschlechter sorgen. und wir friegen einen Jungen, und der ist zwölf Jahre zuräumen, möchten wir den geschätzten christlich- sozialen Ge- Aber jammern wir nicht mit der klugen Else und ihren Das Lotalfomitee. Die Nachkommen der klugen Else. Feuilleton. [ 84 Der Aufruhr in den Cevennen. hattet, Gevatter. Eine Erzählung von Ludwig Tied. froh entgegen und schüttelte mit Herzlichkeit die dürre Hand, diese Uniform trage, und dann ist Friede im Lande, denn so daß sich der lange Arm zitternd bewegte und das blaffe ohne meine übermenschlichen Riesenkräfte können die Rebellen Gesicht unter dem großen Hute, den der Alte aufbehielt, nichts anfangen, und sie müssen sich ergeben.". Denkt in ein verzerrtes Grinsen der Freundlichkeit überging. an Gherard Dubois, mein guter Peter, wenn die Sache Jetzt sah der Eingetretene den Rath und nahm den Hut eintrifft." ab, indem er sagte:" Ich wußte nicht, daß Ihr Fremde Ohne auf den Redner sonderlich zu achten, hatte sich der Chirurg wieder mit dem Kranken zu thun gemacht, dem Keine Fremde eigentlich," nahm Frau Barbe ihrem er auch schon eine Schlafstelle auf dem Heuboden eingerichtet Manne gleich das Wort vorweg, sondern ein lieber Better hatte. Auch nach dem Spit sah er noch einmal, gab dann von uns, der Herr Peter Florval, der ein hübsches Haus dem Rathe die Hand und suchte Hut und Stock. Ich gehe Der Parlamentsrath hörte nach dem Geschwätze nicht und Gärtchen da unten in der fruchtbaren Camargue ge- mit Euch", sagte Gerhard, im Fall Ihr nur nicht botanisirt, hin, sondern betrachtete nur mit der größten Aufmerksam habt hat. Das haben ihm nun alles die Antichristen, die denn das verfluchte Bücken und Bergeklettern kann ich nicht feit das schöne Gesicht und den edlen Ausdruck des rebellischen Kamisards, weggeplündert und-gebrennt, und vertragen." Da er erfuhr, daß der Gang nur zum nächsten Fremden, der fast noch ein Knabe schien. Dieser Anblick er hat sich kaum mit dem kleinen Mühmchen retten können; Marktflecken war, nahm er Abschied und freute sich, seinen feffelte ihn um so mehr, weil sich ihm die Vermuthung nun will er hier bis auf bessere Zeiten mit unserer Armuth Gevatter begleiten zu können. Sieh, lieber Better", fing die Alte sogleich wieder an, aufdrängte, daß dieser Verwundete wohl jener Martin sein vorlieb nehmen." möchte, von dessen wundersamer Unerschrockenheit ihm der Der Fremde kam näher und sagte feierlich, indem er der große Schlagetodt ist auch mit schuld, daß aus unserm Doktor erzählt hatte. Rührung und Dankbarkeit mischten dem Rathe mit einer gewissen Majestät die Hand reichte: Alten zeitlebens nichts wird. Der verführt ihn erschrecklich sich daher in jenes Gefühl der Theilnahme, das ihn zu dem Alter Herr Peter Florval, gebt Euch nur zufrieden und zum Müßiggange, weil er selber gar nichts zu thun hat. Leidenden zog, und er wollte nur die Entfernung der laßt nicht ganz die Flügel hängen, diese Zeit wird auch vor- Er ist nämlich ehemals in der königlichen Garde ein sogeanderen abwarten, um ihn zu befragen. übergehen, und in weniger als einem Jahr seid Ihr wieder nannter Traumpeter gewesen, weil er aber schwach auf der Der Chirurgus Gottfried schien bei dem Anblick der im Glück. Ich habe einen Traum gehabt, der mir dies und Brust wurde, so kriegte er Abschied und Gnadengehalt, und Wunden nicht zufrieden, er tröstete den Jüngling, er ver- noch mehr vorhergesagt hat, und meine Träume lügen nie- mit einem kleinen Vermögen spielt er hier den Edelmann, so schnitt ihm die furzen braunen Haare noch mehr und mals, da ich ihnen die rechte Ausdeutung zu geben weiß. daß er sich auch ein so erschreckliches Er giebt, daß er die meisten streichelte seinen schönen Kopf mit zärtlicher Theilnahme. Der abscheuliche Kavalier ist mir erschienen, ich wollte ihn Leute deshalb mit Du anredet. Er ist auf das Blasen so ver Hat uns doch der Herr mit Geld gesegnet," rief er aus, malen; seht: ein Kerl noch einen Kopf höher als ich selbst, sessen gewesen, daß sie ihm seine Traumpete mit Gewalt das soll Ihnen, Dir da, wollt' ich sagen, alter lieber breit, fräftig, Muskeln wie ein Herkules, einen Schnauz von dem Maule haben wegbrechen müssen, denn er hat die Better, zu gute fommen, aber auch dem jungen Patienten bart, den er sich zweimal um den ganzen Kopf wickeln Schwindsucht, eigentlich die Hictücke, wie es mein Alter hier. Ich will auch gleich in den Flecken laufen und bessere konnte, was er auch manchmal that, um desto gräßlicher nennt, denn boshaft sieht er genug dazu aus. Nahrung einholen, denn die Wunde darf beileibe nicht ver- auszusehen. Der fam auf mich zu, er hatte eine Garde- wunschelt das große Thier hier herum, und kein Mensch nachlässigt werden." Uniform in der Hand, und sagte: Sergeant, werd' ich kann ihn ausstehen, weil er so sehr hoffärtig und dazu noch " Nun Ein großer, abgemagerter Mann in einer ganz ab- uoch einmal unter den Fahnen der töniglichen Garde, und langweilig, recht ahnenjant ist, wenn er von seinen Bor getragenen Uniform trat herein, der Chirurgus sprang ihm das soll das Wahrzeichen sein, daß ich heut' übers Jahr fahren hererzählt. Doch ist da mein gutes Schaf für ihn professoralen Enkelkindern darüber, daß cinem neugeborenen| ständniß ihrer Klassenbornirtheit abzupressen. Niemals, so viel Rinde einmal in späteren Jahren ein Beil auf den Kopf fallen könnte. Sonst möchte uns der Wein auslaufen, mit dem wir uns zu stärken haben für die Kämpfe der Gegenwart. Die das auch sagen mag, waren die Liberalen so tief in der öffentlichen Meinung gefunken, wie eben nun. Der Liberalismus hatte sich so prostituirt, daß seine Liebe dem Grafen Taaffe recht wenig werth geworden war. Politische Leberlicht. Berlin, den 14. Oktober. Der Bundesrath nahm in der am 13. d. M. unter Graf Taaffe ist der Mann der politischen Kleinkunst, oder dem Vorsiz des Vize- Präsidenten des Staatsministeriums, beffer, der politischen Taschenspielerei. Es ist aber ein anderer, Staatssekretärs des Innern Dr. v. Bötticher, abgehaltenen der ihm soufflirt hat, er tönnte auch einmal ein Stückchen à la Plenarsizung zunächst die erforderlichen Neuwahlen für die Bismard aufführen. Sein Kollege, der Finanzininifter österreichische Wahlrechtsvorlage. jogar etwas flexital, ist ein weit modernerer Mann als Graf dehnung der Unfallversicherung 2c., wurden dem ReichsUns wird unterm 12. Oktober von unserem Wiener Korrespondenten geschrieben: Das elendefte Wahlgeset. In bezug auf die neue Drittelung nach Urwahl- Bezirken hat die National- 3tg." aus den soeben veröffentlichten Abtheilungslisten für Berlin schon folgende Ungeheuerlichkeiten herausgefunden: Jm 59. Urwahl- Bezirk( Kaiserhofstraße 2c.) schließt die erste Abtheilung mit einem Steuerbetrage von 73 450 M. ab, die zweite mit einem solchen von 2468 M. Jm 385. UrwahlBezirk derselben Stadt Berlin( Forsterstraße 2c.) schließt die erste Abtheilung ab mit einem Steuerbetrage von 20 M., die zweite mit einem solchen von 6 M.! Dies sind die extremiten Unterschiede; aber die ganze Liste ist nur eine einzige Sammlung nicht durchweg so folossaler, aber durchweg sinnloser Vers schiedenheiten, wodurch nicht blos die Bewohner derselben sein. Da kam der Kampf und Sieg unserer belgischen Stüße der Freiheit in Desterreich, zu ſein fich zühmte, in den Stadt, sondern die desselben Stadtbezirks, zuweilen derselben Die Straße in den Wählerabtheilungen herauf- oder heruntergesetzt werden. Dazu genügt es, daß man um die nächste Ecke zieht, oder daß ein hochbesteuerter Wähler seinen Wohnsiz aus dem betreffenden Urwahlbezirk fort oder in ihn hinein verlegt. Wähler, deren Steuerzuschlag sich infolge der Selbsteinschätzung verdoppelt hat, find gleichzeitig aus der zweiten in die dritte Abtheilung verseht." erhalten sein. Es wird an der Theilnahmslosigkeit der Dieses Wahlgefez wird nicht auf die Dauer aufrecht zu Wähler und an dem sich stets vermindernden Ansehen des Landtages zu Grunde gehen. Steinbach, ein sehr begabter, aber sehr verwendbarer Stellen eines nichtständigen Mitgliedes des Reichs- VerBeamter, feiner politischen Richtung nach ein wenig fonservativ, ficherungsamts und eines Mitgliedes der Reichsschuldenein wenig sozial", in letzter Zeit auf besonderes Verlangen Kommission vor. Mehrere Eingaben, betreffend die AusTaaffe. Ihm schreibt man auch allgemein, und offenbar tanzler überwiesen. mit Recht, den Gedanken zu, den gordischen Knoten zu durchhaiten. Die Ueberraschung, welche Graf Taaffe dieser Tage Als Graf Taaffe am Dienstag ein geschlossenes Kouvert der Welt bereitet hat, ist eine ungemeine. Das allgemeine in der Hand das Wort zu einer Mittheilung verlangte, ahnte Wahlrecht hat in Desterreich nie aufgehört, eine Forderung fein Mensch, worum es sich handle. Das Geheimniß war ängit der Arbeiterschaft zu sein, aber ihre Verwirklichung galt lich gehütet worden. Er verkündete, die Regierung habe es als bis vor kurzem für eine Utopie. Mit dem Anschwellen der nothwendig" erkannt, die Frage der Wahlreform nicht sozialdemokratischen Bewegung in den letzten Jahren, mit dem länger aufzuschieben und allen jenen die Theilnahme am poliüberraschenden Erwachen der Arbeiterklasse zu politischem Leben tischen Leben durch Ansübung des Wahlrechtes einzuräumen, wurde die Forderung nicht nur dringender gestellt, sondern es welche ihre staatsbürgerlichen Pflichten in vorgeschriebener Weise fam endlich so weit, daß ernstlich nur die eigentlichen feudalen erfüllten". Das bedeutete das allgemeine Wahlrecht für alle, Parteien für das geltende ständische System einzutreten wagten. Die nicht Verbrecher oder Deserteure waren. Die Ver Das allgemeine Wahlrecht wurde immer mehr als eine sehr blüffung war eine grenzenlose; überall Erstaunen und schöne Sache betrachtet, welche freilich leider nur äußerste Rathlosigkeit bei den Liberalen. Hilflos stöhnend mit akademisch und durchaus nicht aktuell zu behandeln verzerrten Gesichtern irrten die Häupter jener Partei, welche die Genossen, und der erste Mai 1893 gestaltete fich Couloirs herum, denn die Regierung hatte einen Antrag ein zu einer in Desterreich noch niemals dagewesenen Demon gebracht, welcher in der That für politische Freiheit von Werth stration für das allgemeine Wahlrecht. Von da an griff ist. Und die liberale Presse der letzten zwei Tage bildet eine Die Bewegung um sich wie fressendes Fener. Wien an der Spize, unversiegbare Quelle unaufhörlicher Heiterfeit und, wir gestehen aber auch die Provinzen bis in die entlegensten Orte wurden es mit berechtigter Schadenfreude. davon ergriffen; die österreichische Sozialdemokratie hatte, wie Was Graf Taaffe bietet, ist das allgemeine Wahlrecht, früher mit der Maifeier, so nun mit der Wahlrechtsbewegung eingeschränkt durch den Bildungszenfus( nicht aber durch geeinen Weg in die Maffen gefunden. Und als zur Feier der feisteten Militärdienst, sondern nur durch die erfüllte Stellungsdeutschen Reichstagswahlen im Juni zahllose Meetings und pflicht) und durch einige allerdings höchst zweideutige und zu Flugblattverbreitungen die vom Wahlrecht ausgeschlossenen zwei gefährlicher Auslegung geeignete Bestimmungen über Aufenthalt Trittel der Bevölkerung an ihre Rechtlosigkeit mahnten, als und dauernde Beschäftigung. Immerhin aber werden zu den dieser Sturm mit der den Behörden abgezwungenen Stathhaus 1700 000 Wählern etwa 3 Millionen neu hinzukommen. versammlung in Wien seinen Höhepunkt fand, war plöglich Gurien aber bleiben aufrecht. Von den 353 Sitzen des Amtliche Verurtheilung des Sozialistengesetzes zum ersten Male in, Desterreich die Frage des allgemeinen Abgeordnetenhauses werden nach wie vor 85 den fünftausend und der Praxis des neuen Kurses. Geh. OberWahlrechtes aktuell geworden. Zwei Anträge, einer vom Ab- Großgrundbesigern, und 21 den Handelskammern, d. h. dem Regierungsrath Dr. Sieffert, der Vertreter des geordneten Bernerstorfer, einer von dem Jungczechen großen Stapital überlassen bleiben. Die chinesische Verfassung preußischen Die chinesische Verfassung preußischen Handelsministers sagte auf dem Eisenacher Slavit gestellt, lagen dem Parlamente feit langem vor. Aber bleibt Desterreich erhalten, aber sie bekommt einen demokratischen Gewerbekammertage: alle Parteien, die entscheidenden Einfluß haben, ebenso wie die Bestandtheit. Für die Sozialdemokratie ist damit ein großer und Wir müssen uns doch alle schon überzeugt haben, daß Regierung ftanden einer gründlichen Lösung verneinend gegen wir dürfen sagen verdienter Erfolg gegeben. Die Arbeiterschaft über und erwogen Spielereien, wie Arbeiterkammern, Grrichtung erhält nicht das gleiche Wahlrecht, sie erlangt nicht die ihr durch strafgeseßliche Bestimmungen der Sozialdemokratie einer eigenen Arbeiterkurie u. dergl. Die Entschlossenheit der gebührende Stellung im gesetzgebenden Körper, aber sie erlangt nicht beizukommen ist. Unser Voltstörper ist frant, und da österreichischen Arbeiterschaft, das Wahlrecht zu erkämpfen, die Waffe für die Agitation und Organisation, deren fie bedarf; muß das Volk selbst Hand anlegen, wenn wir wieder ge schreckte vor diesem Hindernisse nicht zurück. Das Bewußt sie erlangt zum ersten Mal eine freie Tribüne in Desterreich. sunden sollen. Die geeignetsten Elemente in dieser Besein, das Wahlrecht müsse erkämpft werden, foste es, Die bürgerliche Presse ergeht sich bereits heute in Vermuthungen, ziehung sind die Arbeitgeber. was es wolle, es fei eine Lebensfrage für für die auf wie viel Mandate wir rechnen dürfen, und die Schätzungen Nun endlich sehen auch die Herren am RegierungsPartei, für das Proletariat, war erwacht. Alle Mittel schwanken zwischen 15 und 30. Wir sind nicht so optimistischtische ein, daß eine weltgeschichtliche Entwicklung durch wurden erwogen, ja sogar der Massenstreit, welcher und gestehen auch, daß diese Frage für uns in zweiter Linie Polizei und Staatsanwalt nicht aufgehalten werden tann. in der belgischen Bewegung eme gewisse Rolle gespielt hatte, steht. Aber daß die Kraft unserer Bewegung durchgesezt Leider merkt man von dieser endlichen Erleuchtung in der wurde troy mancher begründeter Zweifel an seinem Erfolg und bat, was als unerreichbar galt, daß ihr nunmehr feiner Wirksamkeit in Rechnung gezogen. An der Energie und die breite Bahn der der politischen Bethätigung eröffnet Praxis unserer Behörden gar nichts. Wie lange wird num an der Entschlossenheit der Arbeiterschaft, ihr Ziel zu erreichen, ist, das ist die Bedeutung des 10. Oktobers. Allerdings Herr Berlepsch zur weiteren Erkenntniß brauchen, daß auch zweifelte tein Mensch in Desterreich. Die Atmosphäre wurde hat er nicht die Ottronirung des allgemeinen Wahlrechtes, fon- das patriarchalische System und die Wohlfahrts- Einimmer gespannter. dern nur einen Regierungsentwurf gebracht. Aber in Desterreich richtungen" der Sozialdemokratie nicht Abbruch thun Die politischen Verhältnisse in Desterreich verwickelten sich aber bedeutet ein Regierungsentwurf beinahe so viel wie eine tönnen. nid gerade in den letzten Monaten zum schier unlöslichen gordifchen Ottroyirung, und bei feiner Vorlage so fehr wie bei dieser. Knoten. Die Nationalitätenhege, die brutale Niedertrampelung In vielen bürgerlichen Blättern wird es schon heute ausgesprochen, Regelung des Arbeitsverhältnisses im Musikerder czechischen Agitation führte zum Ausnahmszuftande in Böhmen, daß durch die Regierungsvorlage ein fait accompli geschaffen gewerbe. Im preußischen Handelsministerium sieht man welchem recht handgreifliche antidynastische Demonftrationen vor. wurde, daß die Diegierung nicht zurück kann, auch wenn sie nun endlich ein, daß gegen die Ausbeutung der Musikers hergingen, der aber nicht einmal mit Scheingründen zu recht wollte, und daß sie es nicht kann, weil die Arbeiterschaft es nicht lehrlinge etwas geschehen müsse. Der Geheimrath Sieffert fertigen war, wie der eben veröffentlichte Motivenbericht der zuläßt. Regierung bis zur vollsten Klarheit beweist. Der Ausnahme- Ohne Zweifel haben bei den Motiven der Vorlage allerlei fagte hierüber auf dem Eisenacher Gewerbekammertage: zustand galt mehr noch als den Jungczechen der czechischen cäsaristische Träume mitgespielt. erstens ist nicht Sozialdemokratie, die auch seine ersten Früchte zu tosten be- Gafar jeder, der will, und zweitens giebt es feinen Gäfarismus tommen. Aber der Ausnahmezustand machte die Lage der Re- gegenüber einem tlaffenbewußten Proletariate, wie das österreigierung nicht angenehmer. Die Jungczechen als einzige parla chische es heute ist. Daß die österreichische Bourgeoisie eine mentarische Gruppe, welche die Forderung des allgemeinen schmähliche Niederlage erleidet, ist wahr. Sie verdankt dieselbe Wahlrechts auf ihre Fahne geschrieben, gerade in dem Moment ihrer Feigheit in der Bekämpfung des Feudalismus. Aber der mit dem Ausnahmezustand zu bedrohen, wo sie sich die öffent- Feudalismus wird nicht besser fahren mit seinen neuen Gegnern; lichen Sympathien weit über ihre nationalen Kreise hinaus ge- und vor allem die feudale Verfassung Desterreichs mit dem allwannen, war fein angenehmes Stück Arbeit, und daß Graf Taaffe gemeinen Wahlrecht kann nicht lange dauern. Sie hat Gift für die Genehmigung des Ausnahmezustandes auf die Stimmen der im Leibe. auf seine Beerbung wartenden Deutschliberalen angewiesen war, Selbstverständlich ist, daß die Sozialdemokratie nicht etwa machte seine Lage nicht besser. Die Regierung war eingefeilt zwischen auf ihrem Erfolge ruhen wird, sondern daß dem Regierungsder mächtigen proletarischen Bewegung, dem nationalen Fana- antrag gegenüber wie ftets, ja mehr als jemals, träftiger als tismus und den parlamentarischen Fraktionen, von denen er jemals und deutlicher als jemals entgegengehalten werden wird allerdings alles haben kann, aber nichts umsonst. Die Liberalen unsere Forderung: Das allgemeine, allgemeine, gleiche und zeigten sich bereit, das Schandgesez gut zu heißen, aber sie dirette Wahlrecht. machten Wiene, ihre Ehre so theuer als möglich zu verkaufen. Bu gleicher Zeit beging diese nationalmiferabelste aller Parteien die unglaubliche Dummheit, gegen die Wahlreform aufs Entschiedenste Stellung zu nehmen, und unfere Parteigenossen wußten den Liberalen in öffentlichen Bersammlungen das schmähliche Ge Smith in sor ME Aber " Ich habe bereits mehrfach betont, daß meinem Chef in erster Linie die Regelung des Lehrlingswesens bei seinen Vorschlägen geleitet hat. Deshalb haben wir das Musifergewerbe, soweit es höhere tünstlerische Interessen nicht verfolgt, in die Fachgenossenschaften einreihen wollen, weil in diesem Gewerbe geradezu schreiende Zustände bestehen. Sowohl in Berlin, als auch in vielen Provinzstädten giebt es Musikbanden, die aus einem fogenannten Musikdirektor, und einigen 20 halbwüchsigen Jungen bestehen. Diese armen Burschen müssen bei Tag üben oder häusliche Arbeiten verrichten und des Abends von 7 Uhr ab oft bis in den hellen Morgen hinein in Lokalen von bisweilen sehr zweifelhaftem Rufe ihre musikalischen Künste vortragen. Es ist das eine Ausbeutung der jugendlichen Kräfte, die unmöglich länger geduldet werden kann und die die schlimmsten Gefahren, sowohl für die Sittlichkeit als auch für die förperliche Entwickelung dieser jungen Leute besorgen läßt. Mein Chef hat deshalb geglaubt, die Musiker der angedeuteten Kategorie in die Fachgenossenschaften einzureihen, um dadurch die Möglichkeit zu schaffen, der erwähnten Ausbeutung der Lehrlinge eine Grenze zu ziehen, und auch für die fittliche Wahrung dieser jungen Leute Gorge zu tragen. So erfreulich die Thatsache ist, daß endlich etwas für die Musikerlehrlinge geschehen solle, so verfehlt ist der vorgeschlagene Weg. Nicht durch die Fachgenossenschaften, sondern blos durch Ausdehnung des Arbeiterschutzgesetzes auf das Musikergewerbe und durch den Ausbau des Gegut genug, der spricht, in den Nebenstunden tönnte er ihn wurde mein Mann um dies und das gefragt, sah auch in ja leicht anhören, er dächte auch manchmal andere Sachen die Hände, ob sie reiche Männer kriegten und dergleichen; babei; das ist aber nicht wahr, er hat nichts zu denken und zog ihnen die Lebenslinie länger, stellte auch einmal einer freut sich, wenn der Großsprecher ihm seine Kastenasen an- gnädigen Frau sogar, drüben in Florac, weil er so fetes kann hier gebessert werden. dreht. Denke, Better, weil er nicht mehr blasen darf, so berühmt dazumal war, ihr Hurenstop zurecht; aber pfiffelt er oder lispelt so ein bißchen mit der Zunge alle feit der neumodische Aberglauben aufgekommen ist, Zur Tabak Fabrikatsteuer schreiben die Mitseine alten Traumpeterarien stundenlang meinem Manne fragt fast kein Mensch mehr nach ihm, alles wahrsagt theilungen zur Tabaksteuerfrage": ins Dhr; wenn er von Feldzügen erzählt, so macht sich selber oder rennt zu den ungläubigen Kindern hin, und er dazwischen dann mit den spizen Maule den Appell, was tömmen die Bälge doch von Viehsophie oder Gierden Retraitegefang, den Angriff, alles; oder er trommelt mantik wissen, vollends von Sternen? Als wenn man nur mit seinen langen Storchfingern auf den Tisch, der soll brauchte ein Horn ans Maul zu nehmen, um von der dann so ein Hackebrett oder Flügel vorstellen, und so spielt himmlischen Tutelogie und allen den abtrakten oder verer meinem Alten tagelang Kalvarie vor, wie sie's nennen, tracten Wissenschaften Kenntniß zu erlangen, wozu wohl und spricht dabei von X dur und 8 mol und Kreuzen und mehr erordert wird." Geschichten von Ausbeugungen und lebergängen und solchem Die Alte würde noch nicht geschwiegen haben, wenn sie Katerwelsch, daß man den Verstand verlieren möchte, wenn nicht geglaubt hätte, zu hören, daß in der Küche ein Topf man die beiden Narren so die Zeit verderben sieht. Manch überkoche. Sie rannte daher eiligst hinaus und ließ den Mein mal hilft der Lange dann auch Kräuter aussuchen, macht Parlamentsrath mit dem jungen Menschen allein. auch wohl aus alten Lappen Harpyen für die Blessuren Sohn", fing der Herr von Beauvais an, solltest Du der oder kocht eine Mixtur und Sirupsquacksalberei, aber da selbe sein, von dem mir ein Freund gesprochen hat? fie faft immer zusammen sind, verführt er mir den Alten. Solltest Du vielleicht Martin heißen?" In der Schenke haben sie den langen Urian gar nicht So ist es," sagte der Jüngling, indem er näher tam, mehr leiden wollen, weil er mit seinem Blasen und Kalvaries die Hand des Raths ergriff und sich mit Rührung über spielen alle Gäste vertrieben hat, so tlug ist selber der diese beugte. Böbelsmann hier, nur mein Gottfried läßt sich dazu Und jenes Blut-" gut genug finden. Aber ein rechter Schelm ist der first das meinige, mit dem Ihres Sohnes gemischt." fingrige Posaunenbläser. Er guckt meinem Alten das" So dant ich Dir", rief der Vater aus und umarmte Laboriren ab und fängt an, Patienten in die Kur gerührt den Jüngling. Du weißt also, wer ich bin?" zu nehmen, hauptsächlich aber macht er die Sachen" Ja", sagte Martin, im Gefecht zeigte Ihr Sohn mir mit der Symphonie, was auch viel leichter ist, wenn man es Sie; Vila sprach von Ihnen. Und jetzt, mein verehrter einmal weg hat, und die dummen Bauern fangen auch an, Herr, da ich Sie aufgefunden, da ich hier so guter Pflege dem Brotdieb zu glauben. Was weiß doch ein Musikant genieße, da ich bald gesund sein werde, vergönnen Sie mir, von Symphonie; da gehören Bücher und Studium zu, feine in Ihrer Nähe zu bleiben und Ihr Diener zu sein. Ihre Traumpeterstückchen. Aber von seinen dummen Traum Dienerschaft ist entfernt, geflohen, gestorben, Sie und Ihre geschichten erzählte er auch immer. Und doch, die Zeiten zarte Tochter bedürfen einer liebenden sanfteren Pflege, als sind schon an sich so sehr schlecht, weil jeht Kinder und alte diese Menschen hier mit allem guten Willen Ihnen schenken Leute und Weiber und Dienstmägde, alles fast im Lande, können. Ich bin elend, wenn Sie mir meine Bitte abwenn sie erst den Glauben verlassen haben, anfangen mit schlagen." Propziehereien und Wahrsagen Unheil anzurichten. Sonſt ( Fortsetzung folgt.) Gout: do In führenden nationalliberalen Zeitungen ist man sehr bemüht, die Prophezeiungen über den drohenden starken Konsumrüdgang in Tabal infolge der Einführung der geplanten Fakturen- Werthsteuer zu entkräften. Der famose Sach tundige der Kölnischen Zeitung" muß dazu das Material Tiefern; man meint mit ihm, das„ Quantum und Quale" des gelieferten Tabats würde alles ausgleichen. Daß die Zigarren fabrikation versuchen wird, durch Aenderung ihrer Typen einen Modus zu finden, welcher auch unter erhöhter Belaftung die Fabrikation, allerdings in beschränkterem Maße, ermöglicht, kann und soll nicht bestritten werden. Es sind aber damit angesichts der enormen Läger alter Typen, welchen die Nach= steuer auferlegt werden soll, und angesichts der unausbleiblichen Stockungen im Absah so enorme Störungen verknüpft, daß zunächst aus diesem Grunde Arbeiterentlassungen bis zu 50 Prozent und mehr unvermeidlich sind. Aber auch ein dauernder Konfumrüdgang ist unausbleiblich. Die Allgemeine Beitung" und der Hannoversche Courier" beweisen dies selbst, indem sie behufs Nachweises des Gegentheils behaupten, der Raucher werde, wenn er den Aufschlag von 1 Pfg. auf die Fünferzigarre nicht tragen wolle oder fönne, mit kleineren Bigarren verlieb nehmen, also quod erat demonstrandum weniger rauchen. Uebrigens braucht man sich auf solche Spitfindigteiten nicht einzulassen; der starke Konsumrüdgang nach der legten Steuererhöhung, welcher sich laut Nachweis einer ersten Schnupftabat Fabrik Deutschlands in Schnupftabat auf zirka 20 pst., laut Nachweis mehrerer ersten Schneidtabat- Fabriken in Rauchtabat auf 40-50 pet. und in der Bigarrenfabrikation ähnlich stellt, läßt es unzweifelhaft erscheinen, daß bei einer gegen damals stärkeren Steuererhöhung auch ein noch stärkerer Konsumrückgang zu erwarten steht. Das deutsche Volt, welches in fünfzehn Jahren durchschnittlich knapp 1 Pf. jährlich pro Kopf der Bevölkerung für seinen Tabakgenuß mehr ausgegeben hat, tann oder will eben über einen gewissen Betrag für diese Aufwendung nicht hinausgehen; dies beweist auch die Thatsache, daß mit dem Niedergang der Erwerbsverhältnisse in den gangen ist. zu werden. letzten Jahren lant Statistik der Tabak Berufsgenossenschaft solchen Glends aber anders sagen, als daß die preußisch- haupteten Thatbestand ein. Vorf: In der Versammlung hat eine Verminderung der Tabakbetriebe und der beschäftigten deutsche Reichsherrlichkeit trotz Gendarm und Pickelhaube Genosse Singer das Referat gehalten?" Angefl: Ja." Arbeitskräfte, also wohl eine auf Minderkonsum zurückzu- für den deutschen Philister gerade gut genug ist? Wer Vors: In dem Referat hat Genoffe Singer die Militär führende Einschränkung der Fabrikation Hand in Hand ge- fich als Hund beträgt, verdient auch hundemäßig behandelt vorlage bekämpft, das war wohl der zweck der Versammlung 2Angefl.: Nein, der Zweck der Bersammlung ging weiter, Schwindel. Die Freisinnige Zeitung" schreibt: Wie traurig stünde Deutschland in den Augen der sollte für die Wahl eines Sozialdemokraten gewirkt werden." Vors:„ Nach dem Genossen Singer haben Sie das Wort ges In Altona Ottensen hat die sozialdemokratische Partei Welt da, wenn es nicht auch einige Millionen Sozialdemo- nommen und ein Hoch auf die internationale Sozialdemokratie in einer von 500 Mitgliedern besuchten Versammlung be: traten erzeugt hätte. ausgebracht?" Angeti.: Ja." Vorf.: Waren nun schlossen, sich diesmal ausnahmsweise bei der Landtagswahl in der Versammlung nur Sozialdemokraten anwesend oder fräftig zu betheiligen im Interesse der Kandidatur eines Herrn Bom englischen Bergmannsstreik. Eine am waren nur Sozialden fraten eingeladen worden?" Angefl.: Mohr. Herr Mohr hat über seine Parteistellung keine Aus- 13. Oftober in Birmingham abgehaltene Versammlung von„ Nein, Jedermann hatte Zutritt, wie dies bei Ver funft gegeben." Berglenten wie ein Wolff'sches Telegramm meldet, sammlungen unserer Partei immer der Fall ist." Vors.: Natürlich ist auch an dieser Nachricht kein Wort wahr. einer Resolution zu gunsten der Wiederaufnahme der Arbeit Haben Sie sich für berechtigt gehalten,() das Hoch ausHerr Mohr ist ein reicher Margarine- Fabrikant, der, so- zu den früheren Löhnen an; ferner Resolutionen, in denen zubringen?" Anget:„ Gewiß, dies ist ja bei allen Parteien eals liberalen Rouleur gehört. Daß unsere Altonaer Genoffen Shilling täglich für die Streifenden abzugeben, sowie die Versammlung ungefähr Derfelbe gab an, daß in der sich für einen solchen Kandidaten nicht engagiren werden, Nothlage bedauert wird, in welche andere Berufszweige durch gewesen seien. Viele Anwesenden feien nicht Sozialdemokraten viertausend Personen anwesend das könnte nachgerade doch auch das Organ des Herrn das Vorgehen des Verbandes der Grubenbesiger gebracht gewesen und hätten in das Hoch nicht eingestimmt; so habe Richter schon wissen. worden seien. Eine der angenommenen Resolutionen giebt er auf der Gallerie den Pastor Aleri gesehen. AmtsanDie Landtagswahl- Agitation in Sachsen wird mit der Hoffnung Ausdruck, daß demnächst alle Bergleute die malt:, und, nicht wahr, das Ausbringen diefes Hochs hat nun auf Sie den allermiserabelsten großem Nachdruck betrieben. Die Wahl ist bekanntlich auf Arbeit wieder aufnehmen können. Den 19. b. M. anberaumt. Im Ganzen stehen 33 Kreise fammlung den Sheffielder Vermittelungsvorschlag D. Aus der Meldung geht nicht hervor, ob die Ver. Eindruck gemacht?" Beuge Bernhardt: Ja, gewiß." Die Beweisaufnahme war hiermit beendet. Amtsanwalt, zur Wahl, und in allen hat die Sozialdemokratie Kandidaten fammlung zweiter Bürgermeister Lange:" Ich beantrage gegen den Angeaufgestellt. Kein Tag, an dem nicht eine Anzahl Versamm genommen, oder die dauernde Beibehaltung der alten Löhne lagten fünfzehn Mark Geldstrafe, ev. 3 Tage Haft. Wesentlich lungen stattfinden. Die reaktionären Parteien sind voll- verlangt hat. Der Sheffielder Vorschlag lief darauf hin ist, daß Gegner der Sozialdemokratie anwesend waren. Wenn ständig demoralisirt. Die Nationalliberalen und Konser- aus, daß nach 6 Wochen eine Lohnkürzung um 10 pCt. ein- Sozialdemokraten unter sich find, so mag behauptet werden, treten soll. Diese 10 pCt. fommen, nebenbei bemerkt, nach daß die Sonne gestern vativen sind in die Ecke gedrängt und die Herren Antisemiten dem eigenthümlichen Berechnungsverfahren in den Kohlen- die Erde sich auf den Kopf gestellt habe, die Sonne gestern heruntergefallen sei, oder daß oder sonst haben die Fahne der vereinigten Ordnungsparteien" zu tragen. Besser als durch diese Thatsache, kann der Bankrott gegenden der mittelenglischen Bundesbezirke, auf eine that- irgendwelches Blech. Unter sich können die Sozialdemokraten unserer Gegner nicht zum Ausdruck gebracht werden. Im fächliche Kürzung um etwa 7 pCt. von den Löhnen im Juli behaupten, was sie wollen.(??) Aber es sind andere und sogar Standespersonen(!) anwesend gewesen, und so weit sind wir denn Gauzen sind die Aussichten für uns sehr günstig. Nach dieses Jahres hinaus. Daraus erklärt sich der vorgestern Gott sei Dant noch nicht, daß jugendliche Leute wie der Analogie der früheren Wahlen können wir mit Bestimmtheit hervorgehobene Widerspruch in den Telegrammen über den Angeklagte oder seine Gesinnungsgenossen uns bethören wollen, auf mehr als ein Drittheil sämmtlicher abzugebenden Stimmen englischen Kohlengräberstreik. daß wir glauben sollen, daß....( Der Berichterstatter tonnte rechnen. nicht alle daß- Säße zu Papier bringen), was sie uns vor schwindeln. Deshalb beantrage ich die, genannte Strafe." Angell. König bemerkte noch, daß das Hoch auf die Sozialdemokratie in fast allen sozialdemokratischen Bersammlungen vorkomme. Wem das nicht passe, der brauche ja nicht hin zu gehen. Er glaube, daß er nach dem Grundsatze des gleichen Rechtes für Alle freigesprochen werden müsse. Der Gerichtshof beschloß, die Verhandlung zu vertagen, um festzustellen, ob Nichtsozialdemo traten zu der Versammlung eingeladen waren( was der Angeklagte, wie schon erwähnt, selbst zugestanden hatte). weit wir unterrichtet sind, politisch wohl zur konservativ- die arbeitenden Bergleute aufgefordert werden, einen Bernhardt vernommen. üblich." Hierauf wurde als Zeuge Polizei Kommissar bisher Die beiden zur Wahl stehenden Kreise, die uns bisher gehörtender Goldstein'sche und der Liebknecht'sche werden uns sicher wieder zufallen, allein wir werden aller Voraussicht nach weitere erobern.Herrn Hike haben wir Unrecht gethan, denn er hat an der Akademie von Münster noch nicht Bankrott ges macht, wie wir vermutheten. Da er im verflossenen Sommersemester noch keine Vorlesungen gehalten hat, er wird dieselben erst in den nächsten Wochen beginnen. Sicher ist aber, daß seine Ernennung mit dem Abgange des Professors von Ochentowsti zusammenfiel und daß davon die Rede war, die Professur für Nationalökonomie nicht mehr zu be setzen, da Hize's Vorlesungen dieselben unnöthig machen sollten. Daß man sich nun doch entschloffen hat, einen Nationalökonomen nach Münster zu berufen, berechtigt unseres Erachtens zu der Annahme, daß Herr Hitze nach Annahme des Kultusministers der ihm zugedachten Aufgabe nicht gewachsen ist. Daß uns Herr Hize, wie die„ Germania" bemerkt, unbequem sein soll, ist lächerlich. Herr Hize war uns nie gefährlich, auf einem Katheder der theologischen Fakultät zu Münster am allerwenigsten. Bachem und die Anarchisten. Der arme Zukunfts staats- Fragler ist ein sehr bescheidener Mann, wenigstens in der Wahl seiner Zeugen und Eideshelfer. So schreibt er jetzt in seiner Kölnischen Volks- Zeitung": Auf einer Berliner Anarchisten Versammlung wurde unter allgemeiner Zustimmung erklärt: Lieber im heutigen Staat verhungern als im Zukunftsstaat. Dieser würde ein Unglück sein wenn er überhaupt fäme." Es ist wirklich sehr schmeichelhaft für Herrn Bachem, daß die Berliner Anarchisten" sich für seinen Bukunfts ftaat" ins Beng gelegt haben. Bei weiterem Nachforschen würde sich vielleicht eine noch weitere Seelenverwandtschaft vielleicht eine noch metter herausstellen.an= Das Organ der englischen Bergarbeiter schreibt in seiner letzten Nummer über den Ausstand: " Die Führer der Bergarbeiter drücken unumwunden die Meinung aus, daß die Schlacht gewonnen ist. Die Kohlenbesizer fämpfen jetzt nicht mehr aus Nothwendigkeit, sondern einfach nur noch aus einem stolzen und eigensinnigen Entschluß, nicht geschlagen zu werden. Diese Thatsache wird, wenn sie erst zum allgemeinen Bewußtsein tommt, das Publikum in dem Entschluß bestärken, die Arbeiter unversehrt aus dem Kampfe hervorgehen zu sehen. Das Publikum hat die Bergarbeiter nobel und herzlich unterstützt. In der That, wenn der Sieg schließlich gesichert ist, so gebührt die Ehre hauptsächlich dem Publikum. Während wir sehnlich verlangen, den Frieden wiederhergestellt und die Kohlengruben der Arbeit zurückgegeben zu sehen, müssen wir doch Anstand nehmen, zu Ronzessionen zu rathen, wenn der Sieg in so naher Sicht ist. Wir hoffen zuversichtlich, daß in einigen wenigen Tagen ein ehrenvolles Ende des Kampjes gekommen sein wird, und die Wichtigkeit dem Prinzip zum Siege zu verhelfen, daß die Arbeitslöhne die Kohlen- Werkaufspreise reguliren müssen, ist so groß, daß wir hoffen, die Arbeiter werden noch für einige wenige Tage langer fest zusammenstehen. Dann hoffen wir cine allgemeine Wiedereröffnung der Gruben zu den alten Lohn sägen stattfinden zu sehen." Mit Ausnahme von Yorkshire und Lancashire ist nun in allen anderen Grafschaften die Arbeit zu den alten Lohnfäßen wieder aufgenommen worden, was einen entschiedenen Sieg der Bergarbeiter bedeutet. Die Angst des Zaren vor den Hochschulen. Immer mehr sucht die russische Regierung die Zahl der Studirenden auf den technischen Hochschulen zu beschränken. Folgende statistische Angaben veranschaulichen dies aufs deutlichste. Dieser Beschluß, bemerkt unser Bruderblatt, läßt den Standpunkt des Gerichts bereits unzweifelhaft erkennen. Wenn in der That das Schuldig ausgesprochen werden wird, so wissen wir nicht, was uns danach überhaupt noch gestattet sein wird. Ein gesprochenes Hoch auf die Sozialdemokratie ist strafbar- iſt dann ein gedrucktes Bekenntniß zur Sozialdemokratie noch zulässig? Sollte das Auge der Bochumer Patrioten" nicht ebenfo viel Schuß verlangen dürfen, wie ihr Ohr? Und wir vermögen nicht zu leugnen, daß ebenso, wie wir jedermann in unsere Ber sammlungen einladen, wir auch jedermann zum Lesen unserer Beitung werben wollen. Wird die„ Rhein.- Westf. Arb. 3tg." dann im Bereich des Bochumer Amtsgerichts noch erscheinen dürfen? Nun, wir werden den Kampf aufnehmen; zunächſt spricht das Bochumer Schöffengericht und dann erforderlichen Falls höhere Instanzen. legentlich der letzten Reichstagswahl in einer Wählerversammlung Und nochmals grober Unfug! Genosse Hülle hatte ge zu Goldlauter gesagt:" Auf Friedrich den Großen, den bedeu tendsten Monarchen, den die Hohenzollerndynastie aufzuweisen habe, sei Friedrich Wilhelm II. gefolgt, der ein Trottel gewesen sei". Durch das letztere Urtheil, das übrigens jeder Kenner der Geschichte als. ein außerordentlich schonendes und mildes be zeichnen wird, sollte Hülle groben Unfug verübt haben und erhielt Von den im Herbst dieses Jahres an dem Petersburger deshalb ein Strafmandat von 60 M. Der Einspruch gegen das Berginstitut eingegangenen, mit den nöthigen Schulzeugnissen felbe tam am Dienstag vor dem hiesigen Schöffengericht zur Verversehenen 280 Aufnahmegesuchen konnten wegen Mangels handlung. Hülle gab zu, die inkriminirte Aeußerung gethan zu haben, bestritt aber, daß durch das Aussprechen einer historischen an Plaz nur 30 aufgenommen werden. Für 600 Gesuche Wahrheit grober Unfug verübt werden könne. Bon ben Zeugen an das Ingenieurinstitut waren nur 75 vakante Plätze. Für erklärten die Herren Kantor Kilian und Schulze Walter, daß 300 Gesuche an das Institut der Zivilingenieure nur ihnen die Aeußerung des Angeklagten zwar aufgefallen fei, Zum Fall Hofmeister. Die Zeitungsnachrichten über 45 freie Plätze. Für 600 Gesuche an das technologische daß sie aber nichts Anstößiges darin gefunden. Nur der die Ursachen der Freisprechung Hofmeister's widersprechen Institut 120 freie Pläge. Für 100 Gesuche an das Gendarm hat dieselbe für bedenklich gehalten. Der Amtssich selbstverständlich, da blos Gerüchte über die geheim ge- elektrotechnische 50 freie Pläge und für 300 Gesuche anwalt beantragte Aufrechterhaltung des des Strafmandats, führten Verhandlungen in die Deffentlichkeit gedrungen an das Forstinstitut- 40 freie Plätze. Der Angeklagte Freisprechung. Der Gerichtshof Sprach sind und die Geschworenen die Gründe ihrer Abstimmung Hoffnungsvolle junge Leute, welche sich aus Lust und den Angeklagten frei, indem er von der Ansicht ausnicht abzugeben haben. Der Staatsanwalt hätte bei offen Liebe zur Wissenschaft, nachdem endlich die Schulfahre ver- ging, daß durch eine Neußerung, wie sie der Angeklagte gethan, fundiger Geistesgeftörtheit oder bei Gleichlauten der Gut- gangen sind, mit Freuden nach den Universitätsstädten be- nahme des Gendarmen niemand sich besonders darüber erregt der Staat noch nicht ins Wanken fomme, zumal mit Aus achten der Sachverständigen Freisprechung beantragen müssen. geben haben, um die Konkurrenz- Prüfung zu machen, habe. Dies ist nicht geschehen. Sicher ist, daß der Vorsteher der fehren enttäuscht, durch Ueberanstrengung physisch und geistig Frrenklinik Hofmeister für geistig gesund erklärt hat, ermüdet, betrübten Gemüths und nervös zurück ohne zu In Schwarzburg Rudolstadt haben am 12. Oftober die während die Militär ärzte, die keine Spezialisten der Frren wissen, was sie nun anfangen sollen. Von 2180 jungen Wahlen zum Landtag stattgefunden. Ueber den Ausfall derheilkunde waren, Störung der zurechnungsfähigkeit an- Leuten( blos in Petersburg) ist es nur 360 geglückt, felben schreibt der Schwarzburger Volksfreund": Die Betheilinahmen, was auf die Geschworenen ebensowenig Eindruck in den Hochschulen aufgenommen zu werden alle gung an der Wahl war diesmal eine bei weitem lebhaftere als übrigen wurden schonungslos zurückgewiesen. Dabei möchte früher. Hat uns dieselbe auch noch nicht die theilweise gehegten Hoffnungen erfüllt, so find wir doch im übrigen mit den Resul Entwickelung der inländischen Industrie zu befördern, ohne früher sozialistische Stimmen abgegeben wurden, wie in den die russische Regierung alles daran setzen, die taten recht zufrieden, denn unsere Stimmen haben dort, wo bereits daran zu denken, daß es teine Industrie ohne Chemiter, Kreisen Blankenburg, Rudolstadt u. f. w. eine fast 300 prozentige Techniker u.. s. w. giebt. Steigerung erfahren, sodaß das nun jedenfalls angestimmte Selbst die konservative Nowoje Wremja" bemerkt Siegesgeheul der Gegner durch viele Wermuthstropfen verbittert hierüber: wird. Unsern alten Kreis Frankenhausen Stadt erhielten wir uns abermals mit 408 gegen 257 gegnerische Stimmen. machte, wie auf den Staatsanwalt. um Polizeifecle auf Reisen. Die Polizeiseele, die zu weilen in den im übrigen trog ihres zum Theil wunderlichen Inhalts ganz passablen Grenzboten herumfriecht, hatte kürzlich das Unglück, auf sechs Wochen nach Genf, der Schweizerstadt, verschlagen zu werden. Polizeiseele erstattet gewissenhaft Rapport und schauert natürlich vor Frost ob der Gräuel, in die sie die Schweizerbürger versunken sah. " In feinem Lande werden junge Leute, welche praktische Wissenschaften studiren wollen, über Bord gem fen. Wollte Mit stillgetragener Wehmuth erfüllt es sie, daß die Genfer die russische Gesellschaft das bedenten, so hätte sie es begriffen, Republikaner so ganz und gar nichts von uns braven was für ein Unsinn es wäre, auf die Entwickelung der natürDeutschen wissen wollen, uns wegen unserer politischen Lichen Reichthümer Rußlands ohne technische Hochschulen zu Misère verspotten, boshafter Weise den Grad unserer hoffen, und es würden ihr die 1820 ihrer 3öglinge, welche bürgerlichen Selbständigkeit an der Hegemonie des Militarisdes Rechtes zu studiren beraubt werden, sehr leid thun." mus und an den alltäglichen Soldatenschindereien abschätzen Jährlich werden Tausende von jungen Leuten, welche und im übrigen Feuer und Flamme für Frankreich sind. zum Gedeihen der Industrie viel beitragen könnten, rücksichtslos Du lieber Himmel, was sollen die Schweizer denn anderes daran verhindert. Die russische Industrie wird zwar bei thun? Als ob zwischen Freiheit und Knechtseligkeit noch diesen Zuständen zweifellos feine Fortschritte machen, wohl Lange zu wählen wäre! Kennt der Grenzbotenmann etwa aber die sozialistische Bewegung, die gerade durch diese Beirgend ein Bolt auf der weiten Erde, das sich schon jemals schränkungen immer mehr Anhänger gewinnen wird, und für den preußischen Musterunterthan, der den Gendarm Bäterchen wird staunen: feine Hochschulen, woher denn die hochschäßen, Steuern zahlen, den Mund halten und als Attentate? Parkeinachrichten. Die Landtagswahl in Sachsen, die am nächsten Donnerstag stattfindet, hat die von unsern Parteigenossen seit Wochen rege betriebene Agitation jetzt zur höchsten Entfaltung gebracht. Im Leipziger Wähler" sind für Sonnabend und Sonntag nicht weniger als zwölf Wählerversammlungen angezeigt, in der bes fannte Parteigenossen über die Bedeutung der Wahl referiren Bebel und Liebknecht, die bereits in verschiedenen Städten gewerden. An der Agitation betheiligen sich auch unsere Genossen sprochen haben. Aber auch die Flugblattvertheilung wird nicht vergessen, so daß alles geschieht, um den auch diesmal wieder festgefügten Ordnungsbrei auseinander zu treiben. Polizeiliches, Gerichtliches ze. - Der Redakteur der Breslauer Boltswacht, Genosse Hennig, hatte sich am 12. Oftober vor dem Landgericht Breslau wegen einer Beleidigung zu verantworten, der unser Parteiorgan ge legentlich der Junitumulte sich dem Fleischermeister Eisebieth gegenüber schuldig gemacht haben soll. Von diesem Mann war in der Volkswacht" gesagt worden, daß er bei der Affäre am 27. Juni einen Landmann in unverantwortlicher höchst brutaler Weise zu Boden gerissen habe. Wegen dieser Stelle hatte der Staatsanwalt Antiage erhoben. Trogdem eine Reihe von Entwacht" geschilderten Weise wiedergaben, hielt der Gerichtshof lastungszeugen vor Gericht den Vorgang in der von der Volks= den Angeklagten für schuldig und verurtheilte ihn zu 300 m. Geldstrafe, eventuell für je drei Mark einen Tag Gefängniß. Der Staatsanwalt hatte drei Monat Gefängniß beantragt. Der Redakteur der Der Schleswig- Holsteinischen Boltsals Referent auftrat. Nach Singer sprach der Vorsitzende der Beitung", Heinrich Ströbel, stand am 11. Oktober vor dem Versammlung, May König, noch einige Worte, worauf er die Schöffengericht Kiel, um sich wegen Beleidigung eines Brauerei Bersammlung mit einem Hoch auf die internationale, vötler- befizers zu verantworten. Von diesem Herrn hatte Drews bebefreiende, reaolutionäre Sozialdemokratie" schloß. Er hatte sich richtet, daß das Essen, daß er den Arbeitern biete, für Thiere zu eußerst charakteristisch ist der Gang der Ver- befundeten, daß sie wiederholt Sped und Suppe mit Maden bes beshalb am 9. Oktober wegen groben Unfugs zu verantworten. schlecht sei. Trotzdem einige als Zeugen vorgeladene Arbeiter handlung, wie er von der Rhein- Westf. Arb.- 8tg." wieder- tommen haben, wurde der Redakteur au 60 Mart Geldstrafe gegeben wird. Der Angeklagte räumte den in der Anklage be- verurtheilt. Wähler" dritter Klasse alle fünf Jahre nach dem elendesten aller Wahlsysteme einen Mann bezeichnen darf, der für ihn einen Abgeordneten wählt, begeistert hätte? Soviel Ge schmacklosigkeit traut man doch selbst dem edlen Kaffernvolk nicht zu. Polizeiseele hat aber auch eine Versammlung der Schweizer Bürger und Bürgerinnen besucht. Da ging Abermals ist ein Parteigenosse vor Gericht zitirt worden, es natürlich hoch her, man hunzte Polizei und Justiz so weil er ein Hoch auf die internationale, völfer schrecklich herunter, daß Polizeiseele ganz schwindelig wurde Bochum, der Stadt bes großen Baare, gebührt der Ruhm, das befreiende Sozialdemotatie ausgebracht hat! und in ihrer Angst nach der Polizei schrie. Und was zweite Lorbeerblatt in diesem Kranz neuester preußischer Judikatur geschah? Nichts! In schweizerischen Versammlungen giebt geflochten zu haben. Am 1. Juni fand in der Stadt der Steueres, schrecklich, aber wahr, nicht einmal Polizisten! Aehnlich hinterzieher eine von sozialdemokratischer Seite einberufene Volts. schlimme Erfahrungen, wie in der Versammlung hat Polizei versammlung statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Singer seele auch im Theater zu Genf gemacht, nur daß sie hier bei den französischen Schäfereien, ob der Männlein und Weiblein herzhaft lachten, aus Leibeskräften nach der lex Heinze jammerte. So malt sich in einem polizeifromm dressirten Kopf das polizeifreie Ausland; unglücklich und hilflos ist der deutsche Normalphilister, sobald er dem Herrschbereiche seines Gendarmen entrückt ist. Was soll man angesichts Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 15. Oktober. Opernhaus. Der Freischüß. Montag: Gringoire. Mara. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Montag: Letzte Liebe. Deutsches Theater. Man sagt. Montag: Der Talisman. Berliner Theater. Cornelius Voß. Montag: Der Hüttenbesizer. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. Freund Felix. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Jägerblut. Montag: Diefelbe Borstellung. Castan's Panopticum. Den Genossen Edmund Beer und Ernst Schubrink eine herzliche Gra tulation zu ihrem Wiegenfeste wünschen 2583b die Genossen St. 2. 3. T. B. V. Br. Weltberühmte Ausstellung Dem Genossen Frik Krüger zu von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Hirten, Amalien- und Roblantstraße wackelt! 2553b Genosse L. H. Verein für ,, Volksthümliche Sun" Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Sigung im neuen Vereins lofal bei Wilfe, Andreasstr. 26, am Donnerstag, den 19. Oktober, Abends 9 Uhr, stattfindet. 364/11 Damen und Herren als Gäste willkommen. Auch neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. C. Krause, Landsberger Allee 8. Passage- Beutral- raufen- u. Sterbefaffe Louisenstädtisches Concerthaus Panopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Präuscher's MUSEUM anatomisches Residenz- Theater. System Ribadier. Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. Vorher: Illusionen. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berliner Vollblut. darunter der Schußkanal der Kugeln Viel Neues, es Adolph Gruff- Theater. Charley's deutschen Militär, fünf Körper Tante. Vorher: Die Bajazzt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplatz- Theater. gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Das Dienstag u. Freitag: Damentag. Damenbad. Vorher: Die Balletschule. Montag: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Abend- Vorstellung. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Bruden 3. Kouplets v.& inderer. Mufit von Adolph Wiebede. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in Der Tanzstunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Mufit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 7/2 Uhr. Mittags 12 Uhr: Entree 50 Pfg. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Afrobaten( 6 Perfonen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Geschw. Silviar, Gesang- Tanz Terzett. Paul Krugeler, Gefang Humorist. Ballet Excelsior, 8 Damen. Solotänzerin M. Kunschmann. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Nache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! der deutschen Wagenbauer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 11. Oktober, unser treues Mitglied, der Stellmacher H. Mettke, im 28. Lebensjahre verstorben ist. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 15. Dkt., Nachmittags 312 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Briz aus. 387/5 Die Ortsverwaltung Berlin 4. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.) Schönste und billigste Sehenswürdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Men! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. 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Der im Landtag von Grillenberger und Vollmar gehaltenen Reden folgt für Arbeiter in dem Rosenstraße 28, eine Verlegte mußte ebenfalls nach der Sanitätswache geschafft werden. drucken zu lassen und als Agitationsbroschüre zu vertreiben. Beisiger errichteten Bureau in der Zeit von Stronenstraße geschafft, wobei festgestellt wurde, daß er, obwohl auf Anregung der Arbeitnehmer- Der Schläger D. wurde verhaftet und zur Wache nach der Der billige Preis( 100 Exemplare etwa 5 M.) wird gewiß zur 9 bis 1 und 6 bis 8 Uhr. Nicht von den Arbeitnehmern, längere Zeit ohne Beschäftigung, doch im Besize ganz erheblicher regen Verbreitung derselben unter der Stadt- und Landbevölkerung sondern von den Arbeitgebern errichtet ist das Bureau Baarmittel war. beitragen. Bestellungen nimmt die Münchener Bost", Winden Stralauerstraße 42. Da trotz bestem Willen ein Arbeitgeber die PublikumsUnsere Polizei sorgt für Sicherheit des macherstr. 5 entgegen. vor dem Verkehr in anständigen Lokalen Interessen der Arbeiter zu vertreten selten im stande nach 11 Uhr Nachts. ist, so werden die Arbeiter gut thun, nur die unentgeltliche pilfe des Bureaus Rosenstraße 28 in Anspruch zu nehmen. Bei Räthselhafter Tod in einem Hotel. Am Donnerstag dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß häufig, wiewohl die Nachmittag kehrte im Hotel Pavillon in der Mittelstraße ein Sache für den Arbeiter günstig liegt, der Vorsigende einen Ver- junger Mann mit dunklem Haar und fleinem blonden Schnurrgleich herbeizuführen sich bemüht. Darum prüfe jeder Arbeiter bart ein, dem das Zimmer Nr. 12 angewiesen wurde. Er nannte Rechte verschenkt. Mit Recht ist in Versammlungen der Arbeit Kandidat sein. Als gestern Abend das Zimmermädchen Natalie fehr genau, ob er nicht durch Eingehen auf einen Vergleich seine sich Hans Kempfer und wollte ein aus Bromberg kommender nehmerbeisiger lebhaftes Bedauern darüber ausgesprochen, daß Maron gegen 10 Uhr das Zimmer für die Nacht zurechtmachen Arbeiter häufig leider durch Abschluß eines Vergleichs ihren wollte, fand es den Fremden als Zeiche auf dem Fußboden fauer verdienten Lohn dem säumigen Arbeitgeber geradezu liegend auf. Man benachrichtigte sofort das 2. Polizeirevier, das einen Arzt zu Hilfe rief. Die Todesursache hat aber nicht festgestellt werden können. Ein Verbrechen ist ausgeschlossen. Db Ein Minister für Vergnügungen. Auf welche Dinge der etwa 25jährige Mann einen Selbstmord begangen hat, oder die Leute kommen, die absolut nicht wissen, was sie mit ihrem wie er sonst um das Leben gekommen ist, bleibt der näheren Gelde anfangen sollen, zeigt eine Rede, die kürzlich ein Herr Feststellung vorbehalten. Merkwürdig erscheint, daß unter den Edwin Arnold im Midland Institut zu Birmingham hielt, in mitgeführten Sachen fein Ausweispapier vorhanden war. der er allen Ernstes beantragte, ein Ministerium für In einer Tasche des Todten steckte nur ein Fahrschein der Bres Vergnügungen zu bilden. In Berlin brauchen wir kein lauer Straßenbahn. solches Ministerium: die Stadtverwaltung übt diese Vergnügungsfunktionen aus freien Stücken aus. Der Verbrecher" Viktor Adler. Unser Parteigenosse Dr. Viktor Adler in Wien ist von der Staatsanwaltschaft in Reichenbach, Böhmen, wegen des Verbrechens" der Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung nach§ 65, des„ Verbrechens" der Religionsstörung nach§ 122, des Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung nach§ 300 St.-G.-B. und Artikel 3 des Gesetzes Dom 17. Dezember 1862, ferner des Vergehens nach§§ 392 und 305, sowie der Uebertretung gegen die Sicherheit der Ehre nach § 491 St.-G.-B. und Artikel 5 des Gesetzes vom 17. De zember 1862 angeklagt, begangen durch verschiedene Reden, welche er in den vom politischen Vereine Vorwärts" veranstalteten schenken. Versammlungen, und zwar in Deffendorf am 2. Januar in Grünwald im 9., in Reichenberg am 17., in Wiesenthal am 18. und in Schumburg am 20. deffelben Monats I. Js. gehalten hat. Dr. Adler dürfte sich voraussichtlich bereits in der am 6. November bei dem hiesigen Kreisgerichte beginnenden vierten Schwurgerichtsperiode vor den Geschworenen zu verantworten haben. Tokales. : Das Militär ist zu Allem zu gebrauchen. Am Freitag Nachmittag waren etwa 10 Mann des 4. Garderegiments zu Fuß damit beschäftigt, die Bäume auf der Leibnizstraße 17 Selbstmord. An einem Baum hängend wurde dieser Tage im Forst bei Nieder- Schönhausen die Leiche eines wahrscheinlich aus Berlin stammenden, etwa 35 Jahre alten Mannes aufge funden, der dem Kaufmannsstande angehört zu haben scheint. Der Lodte hat dunkles Haar und einen röthlichen Schnurrbart. Der Besitzer des bekannten ,, Weimanns Volksgarten", nicht unbedeutende Schulden und wird steckbrieflich verfolgt. May Weimann, Badstr. 54-56, ist verschwunden. Er hinterläßt Wo trinken wir kein Bier? Achtung, Genossen! auszugraben und die zur Beseitigung des dortigen Vorgartens In dem neben der Leiche befindlich gewesenen Filzhut ist die Die nochmaligen Verhandlungen mit dem Pächter des Fe enim Interesse des Grundstücks- Eigenthümers erforderlichen Ar- Firma Pusch, Brückenstr. 10b und Spandauer Brücke 18, ver Palast betreffs der Hergabe des Lokals zu Versammlungen find beiten vorzunehmen. Giebt es gar feine Zivilarbeiter und zeichnet. gescheitert. Die Lokalkommission hat deshalb in ihrer letzten Zivilarbeitslose, die mit Erdarbeiten Bescheid wissen? Sigung beschlossen, die Aufforderung an unsere Parteigenossen ergehen zu lassen, dieses Lokal strengstens zu meiden. Der Pächter probirt: einer der Gasmotoren versagte den Dienst, so daß es Der Wassersturz im Viktoriapark wurde Freitag ifrüh erklärte der Kommission: er wolle durch Aufführung der kriegerischen Schauspiele von 1870/71 bezweifelhaft ist, ob in der nächsten Woche bereits der Wassersturz aweden, insofern in Betrieb gesezt werden kann. Sozialdemokraten diese Daß der Magistrat beabsichtige den Wasserfall durch Wein-, Bier- und Schnapsspenden Schauspiele besuchen, dieselben zu guten Patrioten" zu erziehen; dieser 3wed aber würde u feiern, ist leeres Gerücht. Dereitelt werden, wenn er das Lokal den Sozialdemokraten zu Versammlungen gebe. Der Feen Palast ist somit von der Lokalliste gestrichen. Unterschrieben die Verpflichtung, ihre Lokale zu Versammlungen hergeben zu wollen, haben: H. Mehner( Königstadt- Kasino), Holzmarktstr. 72. Lewarkhusen, Defonom der Arends'schen Brauerei Moabit. Gestrichen von der Lokalliste ist 3immer mann( früher Pape), Gesundbrunnen, Badstr. 58. " Die Berliner Lotal Kommission. J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. " Charlottenburg. Parteigenossen! In der Nr. 242 des Vorwärts" unter Lotales muß es nicht heißen Sammelliste 89 zur Kommunalwahl" sondern Nr. 87, da fich 89 noch in meinen Händen befindet. J. A. W. Schulze, Krummestr. 27. Wegen Aufreizung zum Klaffenhaß ist am Freitag der Redakteur des Sozialist", Gust av Landauer aus Char: lottenburg, durch die politische Polizei verhaftet und in das Moabiter Untersuchungs- Gefängniß eingeliefert worden. Am Sonnabend Nachmittag fand die erste Vernehmung des Verhafteten vor dem Untersuchungsrichter statt. Preußen, Land der Freiheit für Generale! Leichenfledderer. Gestern Abend traf der 30 Jahre alte Bahnhof ein und wurde sofort beim Verlassen des Zuges als Goldarbeiter Lenfeit aus Stettin auf dem hiesigen Stettiner Provinziale erkannt. Ein junger Mann näherte sich ihm freund schaftlich, verwickelte ihn in ein Gespräch und hatte leichte Mühe, den Unerfahrenen in ein Wirthshaus nahe am Bahnhof zu ver schleppen. Wie aus reinem Bufall traf man dort einen etwa fechszig Jahre alten Greis, dessen mit einem Vollbart um= rahmtes Geficht den Eintretenden wohlwollend entgegenleuchtete. Man sezte sich zu ihm und war alsbald in der heitersten Unterhaltung. Der junge Mann wurde leider durch Geschäfte" abgerufen, konnte aber getrost seinen neuen Bekannten der Führung des erfahrenen alten Herrn anvertrauen. Dieser nahm sich denn auch des Stettiners in der zuvorkommendsten Weise an und erbot fich sogar, ihm ein passendes Unterkommen zu ver schaffen. Auf dem Wege dahin wurden aber noch verschiedene Zur Kritik der Stadtverwaltung. Die Bossische Empörende Mißhandlung in der Charitee! Am 24. Sept. und die vorgeschrittene Zeit den Weg nach der Schlafstelle aufWirthschaften besucht, bis man des Guten genug gethan hatte, Beitung", Organ für Wadenstrümpfler, giebt in einem Artikel wurde in der Charitee ein bewußtloser Arbeiter in unmensch- zusuchen gebot. mit dem hochtrabenden Titel" Berlin und die Sozialdemokratie" licher Weise Stufen herunter geschleift, dann in die Höhe ge: Bant am Koppenplatz ein Mann ohne Hut und Stiefel, der aus Heute Morgen gegen 6 Uhr faß auf einer im Hinblick auf die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl? riffen, mit dem Knie ins Kreuz gestoßen und auf eine Bank einem todesähnlichen Schlaf kaum zu wecken und von der herbstzu, es soll nicht behauptet werden, daß die Stadt Berlin gestuft". Schon manche Krankenkasse hat beschlossen, ihre Kranken lichen Nachtluft erstarrt war. Es war der Stettiner Goldfür die minder bemittelten Klassen mehr thue, als nicht in die Charitee zu schicken, um nicht fortdauernd Klagen arbeiter, der über sein Schicksal die folgenden Angaben machte: nöthig ist. Es kann sogar anerkannt werden, daß über schlechte Behandlung in der Charitee Aufgenommener nachher Auf der Suche nach einem Nachtquartier sei er mit dem Alten auch hier noch Manches zu thun übrig bleibt." Also doch? hören zu müssen. Selbst ein Gerichtsurtheil hat vor etwa einem auf den Platz gekommen, wo der Begleiter, angeblich infolge Aber nur Manches?!! Der weitere Theil des Artikels wieder- Jahre nicht gerade Schmeichelhaftes für die Humanität inner der genossenen Getränke ermüdet, eine kurze Raft vorgeschlagen holt im Wesentlichen die Aeußerungen des Stadtverordneten halb des Gebäudes, das die Inschrift caritas( Milde, Liebe, habe. Jacoby bei Gelegenheit der Tebatte über das Schloßplatz- Aufopferung) trägt, festgestellt. Wann endlich werden derartige habe der Alte ihm aus seinem Vorrath eine duftende Während sich Beide auf einer Bank niederließen, projekt. Demnach ist also nicht nur Herr Jakoby, sondern auch Brutalitäten aufhören? Verwaltungsdirektor ist das für Schloß Savanna dargeboten, durch die er nach wenigen Zügen bedie Boffin der Ansicht, der Arbeiter, der eine Familie mit zwei freiheits- Lotterien, Forckenbecken u. dergl. schwärmende Mitglied täubt worden sei. Der freundliche Greis hat nun seine Rolle schulpflichtigen Kindern besitzt und 11 Mart Steuern der Lotteriekollekteur- Fraktion, Stado. Spinola. mit des eines Diebes gewechselt und den Fremden vollständig zahlt, erhalte eigentlich schon durch die die Unterrichtsgewährung 89 Mark rund Unsicherheit im Herzen Berlins. In der Nähe der ausgeplündert. Außer den Kleidern fehlen dem Fremden die Es zeigt diese Darlegung in dem Herrn Zelle verwandten Blatt, ein wie Hauptbörsen für Menschenfleisch mehren sich in letzter Zeit brutale Börse mit etwa 48 M. und ein Bündel, das einen vollständigen enger, fapitalistisches Standpunkt die Herren Wadelstrümpfler Szenen. Als sich in der vorvergangenen Nacht der im Zigarren- Jacketanzug enthielt. Es unterliegt teinem Zweifel, daß der beherrscht: über die Anschauung, daß die Stadt ein Kramweib geschäft von S. in der Friedrichstraße beschäftigte Verkäufer Empfang nahm, dem alten Gauner als Schlepper dient.- Die junge Mann, der den Goldarbeiter 2. auf dem Bahnhofe in und der Bürger ihr Kunde sei, kommt sie nicht hinaus. Wenn Förster nach Schluß des Geschäfts auf dem Heimwege befand, Leichenfledderei scheint ungefähr um die Zeit begangen zu sein, die Herren darauf hinweisen, daß sie- denen außerordentlich erhielt er plöglich an der Ecke der Mittel- und Friedrichstraße wo unsere Berliner Polizei viele Kräfte dazu verwendet, um zu viel von der Stadt zugewendet wird: pro Kopf Eine 3 Kindes von einem ihm absolut unbekannten Menschen mit einem dicken sehen, ob nicht ein oder das andere von Arbeitern besuchte an= 3. B. über 100| Mart mehr Steuern zu zahlen in der Knotenstock zwei derartige Hiebe auf den Kopf, daß er blut ständige Lokal über 11 hinaus Bier verschenkt. Warum schenkt Lage sind als ein Arbeiter, so haben sie Recht. Wenn überströmt zusammenbrach und nach der Sanitätswache in der sie aber deduziren, weil sie mehr zahlen, so müßten fie Brüderstraße gebracht werden mußte. Der Schläger wurde nach sie sich nicht diese Biervormundschaft durch Aufhebung der auch mehr Rechte haben, so dokumentiren sie damit lediglich, dem Polizei= Bureau in der Bauhofstraße gebracht und Polizeistunde? daß fie die trasfesten, reaktionärsten egoistischsten Interessen des als ein in der Neuen Grünstraße wohnhafter Kommis Polizeibericht. In der Nacht zum 13. b3. Mts. wurde an Geldsades wahrnehmen. Wer hat denn den Reichen den Reich Doemisch refognoszirt. Eine zweite Schlägerei mit blu- der Ecke der Münz- und Kleinen Alexanderstraße ein Grüntramthum geschafft? Vielleicht erinnert sich die Bossin des Wortes: tigem Verlauf spielte sich etwa zwei Stunden früher in der händler durch einen Schlächterwagen überfahren und an beiden Nur die Armen sind daran schuld, daß es so reiche Leute giebt. Schankwirthschaft von L., Friedrich- und Jägerstraßen Ecke, ab. Unterschenkeln schwer verlegt. Am 13. b. M. Mittags fiel ein Die Herren um Belle sollten doch endlich mit ihrem geradezu Dort Verkehrende waren unter einander in Streit gerathen, so Arbeiter vor dem Hause Breitestr. 23 beim Besteigen eines in lächerlichen Selbstlob der städtischen Verwaltung aufhören fie daß der Wirth sich veranlaßt fah, die Ruhestörer hinaus: der Fahrt befindlichen Kohlenwagens zur Erde, gerieth unter die tönnen ja an die Berechtigung des Lobes doch schwerlich selbst zuweisen, wobei ihn andere Gäste unterstützen mußten. Hierbei Räder und wurde am Knie bedeutend verlegt. Auf dem Neuglauben. zog einer der Hinausgewiesenen, ein Hausdiener namens Ditt bau Claudiusstr. 15 stürzte Nachmittags ein Steinträger aus dem ansteckend ist, wie das Gähnen und das Lachen und daß jeder seinen Nachbar an Lungenkraft zu überbieten sucht, wenn der Reiz zum Spektakelmachen sie gemeinsam erfaßt Batuschka Avellan, Väterchen Admiral, ist außer sich hat. Batuschka Avellan also spielt den gnädigen, nachsich- Heeresmacht wird zur Erhaltung des Friedens gefordert; Dor Rührung und Freude. Seine Kerle", die russischen tigen Herrn, den wahren Soldatenvater. Und die Gewürz die Gößendienerei vor russischen Soldaten geschieht auch Matrosen, haben sich aber auch zu Toulon wacker gehalten. trämer von Toulon schwimmen in seligem Entzücken. Sie, feines anderen Zweckes wegen, als um des lieben Friedens Sie haben mehr gethan, als selbst ihre Pflicht ihnen gebot. die einst den polnischen Krakoviak tanzten, tanzen heute mit willen. geschenkt. Bonntagsplauderet. B zwei Merksteine, zwei leuchtende Inschriften, die den Frieden auf Erden verkünden. Wozu muß der arme Knabe Frieden überall herhalten? Jede Verstärkung der Mehrere Tage lang hat man sie im Hurrahgefchrei auf gleich überhigtem Enthusiasmus den nationalrussischen Es ist, als täme es dem verfallenden Bürgerthum Frankreich dressirt, das„ Vive la France!" floß ihnen bereits Kozaf. In einem aber blieben sie den Gewohnheiten allerorten darauf an, sich Vergessen zu trinken, sich in der glatt aus rauher Kehle und wie Statisten bei der früheren ihrer Klasse treu. Für sie giebt es einen Grundsaß und Gegenwart zu betäuben, um nicht sehen zu müssen, was Schauspielertruppe der Meininger hatten fie es glücklich der heißt: Handelschaft ist teine Freundschaft. Die Augen die Zukunft bringt. Seitab von den Schaumschlägern von heraus, wie man am wirksamsten den Jubel- und Be- mögen ihnen übergehen vor Rührung über die Ankunft der Toulon wächst in Frankreich ein Geschlecht heran, das nicht geisterungstaumel darstellt. russischen Brüder, aber darum geht das enthusiastische Gefühl mehr mit rückwärtsgewandten Blicken die Weltbegebenheiten Da brach der große Augenblick selber herein. Frant- nicht so weit mit ihnen durch, daß sie aus der flammenden verfolgt, wie die Leute, die heute Radschlagen vor Vergnügen reichs Erde wurde erblickt. Tausende von Augen spähten Begeisterung nicht auch ein Kapitälchen zu münzen verständen. bei Besuchen russischer Freunde. Der überschwängliche sehnsüchtig nach dem russischen Geschwader aus; und als Wozu die heißen Bemühungen, wozu die blendenden Festlich- Nationalismus ist von diesem Geschlecht gewichen; und in der die Schiffe, schwarz und weiß gestrichen, in den Hafen ein- teiten, wenn dabei nichts für die eigene Tasche abfiele. Groß- feinsten Blüthe, die das Volksleben zeitigt, im fünstlerischen fuhren, da vergaßen über all dem berauschenden Lärm, über müthig lädt man die ganze Welt zu Gaste, daß sie den und literarischen Schaffen offenbart sich die Abkehr von allem Festesrummel die russischen Matrosen den sorg glorreichen Schauspielen beiwohnte; aber warum follte man Herrn Chauvin, dem Schußheiligen der Spektakelmacher fältigen Drill und die eiserne Disziplin. Ihr Hurrah die werthen Gäste nicht ein wenig schröpfen. Warum sollte von Toulon und das Bekenntniß zu neuen weltbürgerlichen flang nicht vorschriftsmäßig mehr; das anbefohlene Forte man mit den Preisen nicht ums doppelte und dreifache Anschauungen. Das alte Geschlecht steht das neue aufverwandelte sich in ein Fortissimo. Mächtiger und aufschlagen und warum sollte der Mann, der gewürdigt steigen; und es trommelt und raffelt und rumort um so mächtiger schwoll das brausende Vive la France!" an, wird, die seltene Glorie durchs Fenster seiner Gasthofstube eifriger und gewaltsamer, als wollte es beweisen: Seht, wie und über die Wangen bärtiger Krieger rollte die Thräne. zu schauen, für dieses Fenster nicht einige hundert Franken lebendig ich noch bin. Dies Trommeln und Rasseln auf Batuschka Avellan aber, der Admiral, grollte nicht darob, als Tribut entrichten können? So weiß sich Begeisterung der breiten Heerstraße eines Landes kann das stumpfeste daß seine Leute feuriger demonstrirten, als mit ihnen ein bei dieser Rasse stets nuzbar zu machen. Ohr vernehmen, und so kommt es, daß hüben und drüben eingeübt wurde. Er war einmal guter Laune und Mitten im Lärm, den die alternde republikanische die wohlfeile Weisheit auftaucht: das ungeberdige Rasseln, gönnte ihnen eine doppelte Gabe von Alkohol Bourgeoisie aufführt, taucht abermals ihre Begleiterin auf, das ist das wahre Leben, die wirkliche Macht der Nation. und die Lust am verdoppelten Hurrahgeschrei; wußte die Heuchelei, die Tartüfferie. Sie ist es, die sich auf die So bearbeitet nian diesseits, so jenseits des Rheins die er doch aus Erfahrung, daß das Hurrahgezeter Brust klopft und ausruft: Kronstadt- Toulon, das sind„ öffentliche Meinung". Der lahme Beter schilt den buckligen Gerichts- Beitung. britten in den zweiten Stock hinab und erlitt außer einer Ver- habe und als sie erwiderte, daß ihn das gar nichts angehe, aufs schwerste beleidigt wird und er greift in der Erregun stauchung beider Füße anscheinend innere Verlegungen. Bei machte er ganz harmlos den Vorschlag, daß ihm Amalie eine darüber a uf der Stelle zur Waffe und schießt den Beleidige: einer Schlägerei, die Abends in der Schankwirthschaft Dragoner Tasse Kaffee tochen möge. Das Mädchen ging auch darauf nieder, so ist die That zweifellos ohne Ueberlegung, im Affet straße 8 stattfand, wurden der Wirth und deffen Mutter be- ein, fie tochte Staffee, er holte Zubrod und Beide segten sich geschehen. Geht aber ein anderer, der ebenfalls schwer in seiner deutend verletzt. Vor dem Hause Memelerstraße 44 fiel eine an den Kaffeetisch. Da tam der Angeflagte plöglich mit dem Ehre gekränkt ist, mit der Waffe in der Hand zu dem Beleidiger, Frau infolge eines Fehltritts zur Erde und brach den Ober- Vorschlage, sich doch wieder zu vertragen. Das Mädchen lehnte fordert ihn unter der Drohung, ihn im Weigerungsfalle zu er schenkel. Im Laufe des Tages fanden fünf kleine Brände ihn ab, holte die Geschenke hervor und bat wiederholt, diefelben schießen, auf, zu widerrufen und führt dann die Drohung auch statt. zurückzunehmen. Da sich der Angeklagte deffen entschieden weigerte, aus, so liegt zweifellos Ueberlegung vor." Der Vertheidiger packte das Mädchen die Geschenke wieder in das Spiegelspind. Kaum führte dagegen eine Reihe von Umständen an, woraus zu schließen hatte sie sich gebückt, als der Angeklagte von hinten mit einem fei, daß das erschwerende Moment der Ueberlegung nicht vorRevolver auf sie schoß und sie leicht am Ohr traf. Als das handen sei. Er bat die Geschworenen, im Sinne der mildernden Mädchen aus einer leichten Ohnmacht erwachte, war der Auslaffung zu entscheiden. das Blut Angeklagte um ſte abzuwaschen. Der Spruch der Geschworenen lautete auf Schuldig des ver Daun begleitete er seine Braut zu deren Schwester, Dann begleitete er seine Braut zu deren Schwester, er suchten Todtschlages unter Bubilligung von mildernden te er feinhäftigt, selbst aber ging zu seiner Mutter und sagte ihr, er habe einen Umstände. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängniß: Das Urtheil lautete auf That begangen, die nie wieder gut zu machen sei. Dann machte strafe von zwei Jahren. er sich aus dem Staube. Er fuhr erst zu seiner Großmutter nach 14, Jahre Gefängniß, wovon 3 Monate durch die UnterGuben, dann nach Sommerfeld zu seinem Schwager. Von da suchungshaft für verbüßt erachtet wurden. hat er dann rührende Briefe an seine Eltern geschrieben, in be weglichen Worten um Verzeihung gebeten und gleichzeitig die Hoffnung ausgesprochen, daß seine bis in den Tod geliebte Braut Amalie" ihm gleichfalls verzeihen werde. She er nach Guben abreifte, hatte er noch den vergeblichen Versuch gemacht, wieder in den Besiz seines Revolvers zu kommen. Seine Eltern forderten ihn ernstlich auf, zurückzukehren; das geschah auch am Den Versuch der Berliner Staatsanwaltschaft, den § 21 des Preßgefeßes zu erweitern, ist in der Verhandlung gegen den Buchdruckereibesitzer Wilhelm Werner sowohl beim Landgericht wie beim Reichsgericht( hier am 18. d. M.) gescheitert. Nach§ 21 bleibt die Bestrafang des Verlegers wegen Fahr. lässigkeit auf grund des§ 21 ausgeschlossen, wenn der Verleger den Verfasser oder Redakteur bis zur Verkündung des ersten Urtheils nachweist und der Verfasser oder Redakteur in dem Bereich der richterlichen Gewalt eines deutschen Bundesstaates sich befindet". Nachdem der Redakteur Prüfer London erreicht hatte, war dieser als Verfasser beziehentlich Redakteur namhaft gemacht. Er wurde daher freigesprochen. Die Staatsanwalt schaft vertrat nun die Ansicht, daß sich zur Zeit der Namhaft 3. Juni, er traf an diesem Tage hier wieder ein und stellte sich umschaut, so werdet Ihr sehen, daß in den meisten dieselben Soziale Leberlicht: An die Former und Berufsgenossen Berling! Kollegen! Wenn Ihr Euch in den verschiedenen Gießereien machung des Verfassers oder Redakteurs dieser im Bereich der Mißstände herrschen: brutale Behandlung, ungesunde, gegen die richterlichen Gewalt Deutschlands befinden müsse. Das Reich 3: selbst der Polizei. gericht konnte dieser( nach Wortlaut, Inhalt und Zweck des unumvundenes Geständniß abgelegt hat, trat in der Berhandlung überlange Arbeitszeit, Preisdrückeret, hervorgerufen durch die Der Angeklagte, der früher vor dem Untersuchungsrichter ein Hygiene und sanitären Vorschriften verstoßende Einrichtungen, Gesetzes unrichtigen Ansicht nicht beitreten und verwarf die von mit der Behauptung, auf, daß er die That in einem Zustande unsinnige Konkurrenz der Fabrikanten unter sich, die sich wohl der Staatsanwaltschaft eingelegte Revision. begangen haben müsse, der ihm jede Ueberlegung und sogar die vereinigen, um den Arbeiter zu unterdrücken, aber nicht um die Eine Liebestragödie. Vor dem Schwurgericht hiesigen Besinnung geraubt habe. Erst nachdem er den Schuß abgegeben Schundkonkurrenz zu beseitigen. Wenn wir sehen, daß die Landgerichts I begann heute Vormittag eine Anklage wegen ver- habe, fei er zu sich gekommen. Er habe mehrfach an eigenthüm- Rollegen vieler Gießereien mit 6, 8, 10 und 12 M. die Woche fuchten Mordes gegen den Schneidergesellen Paul Wilhelm. lichen Anfällen von Geistesabwesenheit zu leiden gehabt, die er nach Hause gehen, so frage ich Euch, ob Ihr Eurer Familie, Er sieht nicht aus wie ein blutdurstiger Verbrecher, dieser milch darauf zurück führe, daß er in seiner Jugend wiederholt start gegen Staat und Gesellschaft von solchen Hungerlöhnen gerecht werden bärtige, schmächtige junge Mann, der bis jetzt völlig unbescholten den Kopf geschlagen worden sei. Den Revolver habe er schon ge- 20 Jahre auf einer Stelle sist und Eure Kräfte den Unterfönnt? Glaubt nicht, Kollegen, daß Ihr, wenn Ihr 10 oder tönnt? Glaubt nicht, Kollegen, daß Ihr, wenn Ihr 10 oder war und nun mit einem Male der Held" einer unglücklichen habt, bevor er die Mattan kennen lernte. Schießaffäre geworden ist. Es ist die alte, ewig neue Geschichte, Die Beweisaufnahme begann mit der Vernehmung der Ver- nehmern opfert, Ihr dann gesichert seid; der Kapitalist wirft die sich da vor den Geschworenen abspielte. Der Angeklagte letten. Sie schilderte den Sachverhalt im Sinne der Anklage. Euch doch hinaus, wenn er Euch genügend ausgenutzt hat, oder hatte schon im Jahre 1889 mit einem Mädchen Amalie Mattan, Als sie den Schuß frachen hörte, habe sie sich umgedreht und man giebt Euch solche Arbeit, bei der Ihr langsam verhungern die in demselben Hause wohnte, ein Verhältniß angeknüpft. Sie„ ging" gesehen, daß der Angeklagte die Waffe noch gegen sie gerichtet könnt, bis daß Ihr allein geht, dann war man doch„ human" mit ihm. Das Verhältniß wurde mehrmals abgebrochen und wieder hielt. Er habe gesagt:„ Willst Du Dich nun mit mir vertragen? und hat Euch nicht entlassen. Solche Zustände können nur Denft zurück angefnüpft und nahm schließlich einen ernsten Charalter an. Sonst schieße ich noch einmal." Sie habe in ihrer Angst geant herrschen, weil Ihr keinen Hinterhalt habt. Im Januar 1893 hat er sich mit dem Mädchen verlobt. Er wortet: Ja! Ja!" dann sei sie bewußtlos geworden und hin- vor unserem Streit, wo wir Mann für Mann organisirt wußte, daß das Mädchen in der Zwischenzeit, in welcher sie mit gefallen." Als sie wieder zu sich gekommen sei, sei der Angeklagte waren; hat man es da gewagt, uns so zu behandeln, wie es ihm nicht mehr verkehrte, einen jungen Doktor tennen gelernt damit beschäftigt gewesen, ihr die blutende Wunde mit Wasser iet geschieht? Bedenkt, was wir damals alles errungen haben, hatte und mit ihm, der nach London verzogen war, noch in leb zu fühlen. Er habe dabei seiner Verwunderung Ausdruck ge- da traten die Kollegen noch vor, wenn es hieß, Mißstände zu bastem Briefverkehr stand. Das Verhältniß des Angeklagten zu geben, daß sie noch am Leben sei und hinzugefügt, daß er die beseitigen, und heute wagt es niemand mehr, für sich und feine feiner Braut war eine längere Zeit ein ungestörtes. Er schentte Absicht gehabt habe, erit sie und dann sich zu erschießen. Irgend Kollegen einzutreten. Warum? weil er feinen Hinterhalt hat, ihr den Verlobungsring, machte ihr auch sonst Geschenke, brachte welches förperliches oder geistiges Leiden sei ihr nie an den Un- und darum müßt Ihr Euch brutal behandeln und jede Lohnihr von seiner Mutter ein Stück Leinwand und bestellte bei geflagten aufgefallen. reduktion gefallen lassen. seinem Schwager, einem Tischlermeister in Sommerfeld, eine Ausstattung. Er wollte am 1. Oktober heirathen. Der Gedanke an den brieflichen Verkehr, den seine Braut mit dem jungen Arzt unterhielt, bedrückte aber seine Seele und beunruhigte mehr, als er Anfangs glaubte. Er hatte das dringende Verlangen, die Briefe tes Doftors zu lesen, seine Braut zeigte ihm auch eine ganze Anzahl Briefe und gab ihm anheim diese zu lesen, während sie ihm untersagte, Briefe, die in einem Kasten lagen, zu Tefen. Bei einem Besuche, den er seiner Braut abstattete, fonnte er jedoch der Neugierde nicht widerstehen, er nahm einige Briefe aus dem Kasten und ersah daraus, daß das Verhältniß seiner 1 Eine Schwester der Zeugin Mattan bekundet, daß der AnKollegen! Wem feine Familie, sich selbst und seine Gesundgeklagte ihr gegenüber die Aeußerung gethan, daß er ihre beit lieb bat, der wirke mit dafür, daß die vorstehend geSchwester und sich selbst erschießen würde, wenn das Berlöbniß schilderten Zustände ihr Ende erreichen und schließt Euch alle nicht wieder zu stande komme. Nachdem der Angeklagte das einer Organisation an. Ihr werdet fragen, welcher? Die Blut nothdürftig gestillt hatte, brachte er die Mattan zu ihrer Frage wird Euch beantwortet werden in der Versammlung, die Schwester, der Frau Zeiß. Diese bekundet, daß der Angeklagte ich zum Montag den 16. Oktober einberufe. Es werden dort fte gebeten habe, von der That feine Anzeige zu er Theodor Schwarz vom Zentralverband der deutschen Former, statten, er befomme sonst mindestens zehn Jahre Bucht. Dito Näther vom Berliner Metallarbeiter- Verband und ein Verhaus. Die Mattan wurde von ihren Verwandten nach treter vom Deutschen Metallarbeiter- Verband referiren und dem Lazarus- Krankenhause gebracht, wo sie zwei Wochen ver werdet Ihr ja dann am besten beurtheilen können, welches die bleiben mußte. Dr. Koch, welcher die Mattan behandelt hat, beste Organisation in 16. Ottober 1893, Abends 8 Uhr, stattist. Deshalb besucht Alle Mann für Mann als die Beugin Von der Bertheidigung, L Braut mit dem Doktor ein sehr intimes gewesen sein muß. schilder wie sie angebe, noch ab und zu an Kopfschmerzen und findende große öffentliche Versammlung der Former und BerufsEin Brief enthielt auch die des er segte sich hin und schrieb an diesen nach London einen Ohrensausen leide, so sei anzunehmen, daß diese Erscheinungen genossen, Johannisstr. 18/19 bei Müller. Der Vertrauensmann. fategorischen Brief, in welchen es u. A. hieß: Diene Ihnen sich nach und nach verlieren würden. Von der Vertheidigung, hiermit zur Nachricht, daß wenn Sie noch ferner einen Brief an die in den Händen des Rechtsanwalt Messow lag, war ein großer Vurg. Wie es bereits bekannt sein dürfte, sahen wir uns ge meine liebe Braut Amalie senden, so werde ich Sie dahin bringen, Entlastungsbeweis angetreten worden, um darzuthun, daß der nöthigt, im Sommer dieses Jahres an unsere Arbeitgeber die wohin Sie gehören. Ich will keinen Brief mehr von Ihnen an Angeklagte für die That nicht verantwortlich zu machen sei. Es Forderung einer zehnstündigen Arbeitszeit zu stellen, die uns meine liebe Braut Amalie antreffen." Der Brief ist später an wurde eine ganze Anzahl von Angehörigen des Angeklagten auch anstandslos bewilligt wurde. Sei es nun, weil die anderen den Angeklagten mit dem Bemerken zurückgekommen, daß der vernommen. Diefelben bekundeten, daß derselbe in seiner Industrie- Arbeiter, dadurch angefacht, auch ihre gerechte FordeAdressat nicht aufzufinden fei. A13 am 30. Mai der Angeklagte Jugend wiederholt heftige Stöße und Schläge gegen den Kopf rung in betreff Verkürzung der Arbeitszeit mehr zur Geltung zu seiner Braut fam, geriethen Beide wegen Herausgabe der von erhalten habe. Einmal fei er von einem Baum, ein anderes brachten oder daß die Zehnstundenbewegung größere Dimensionen dem Angeklagten genommenen Briefe hart aneinander. Die Szene Wal die Treppe heruntergefallen. Ein älterer Bruder habe den angenommen hatte, als den Fabrikanten hier lieb war, kurz, wurde so heftig, daß Amalie ein Stück der Leinwand zerriß Angeklagten einmal mit einem schweren Holzscheit gegen den anfang September stellte ein Gerbereibesitzer die Forderung an und der Angeklagte aus Wuth ein fleines Schnapsservice vom Kopf geschlagen. Wenn man den Angeklagten auch nicht für seine Leute, wieder 11 Stunden bei demselben Tagelohn zu Tisch auf den Boden warf. Es kam infolge dessen auf Wunsch geistesgestört gehalten habe, so habe man doch die häufig auf- arbeiten. Diese Zumuthung mußte im Interesse aller Arbeiter des Mädchens zur Auflösung der Verlobung. Sie gab ihm den tretenden und lang andauernden Kopfschmerzen, an denen der abgelehnt werden. Eine Woche später tamen auch alle anderen Ring zurück, er nahm denselben auch, verweigerte aber die Rück- Angeklagte später gelitten, auf alle diese Vorfälle zurückgeführt. Gerbereibesizer mit derselben Forderung. Leider stellte es sich rahme der Geschente. Der Angeklagte ging nun zunächst zu Der medizinische Sachverständige, Geheime Rath Dr. Lewin, nun heraus, daß in einer Lederfabrit viele indifferente Leute dem Goldarbeiter, bei welchem er die Verlobungsringe gefauft begutachtete, daß die mehrfachen Erschütterungen gegen waren, die nicht das Pflichtgefühl besaßen, das Errungene festhatte und verkaufte dieselben für 24 M. Die Nacht ging er den Kopf, die der Angeklagte erlitten, allerdings zuhalten. Dieser Indifferentismus wurde uns verhängnißvoll. durch; er besuchte ein Tanzlofal und zechte dann bis geeignet feien, seinen Berstand zu beeinträchtigen, wenn Denn dadurch sahen wir uns genöthigt, den Kampf als auszum frühen Morgen. Als er nach Hause gehen wollte, die Aussagen der Belastungszeugen aber wahr feien, fo liege tein fichtslos aufzugeben. Leider sind nun, wie es bei solchen Anfam ihm plöblich der Gedanke, zur Amalie Mattan gelegenheiten üblich ist, auch einige brave Arbeiter gemaßregelt zu gehen, um ihr einen Ring, den er von ihr erhalten hatte und worden. Mögen es die betreffenden Leute, die durch ihr un50 Bf., die er ihr noch schuldig war, zurückzubringen. Er traf verantwortliches Handeln die gerechte Sache zu Falle brachten, da eine Frau Kuhn, welche mit seiner Braut zusammen wohnte nie zu bereuen haben, daß sie mehrere wackere Arbeiter um Lohn und fragte sie, was denn die Amalie mache. Die Frau sagte ihm, daß sie gerade einen Brief an Dr. S. schreibe und entschieden erwarte, daß er seine Geschenke zurücknehmen werde. Er ging darauf zur Wohnung der Braut, die Thür stand offen und er trat mit der Frage ein, an wen sie soeben geschrieben Hans. Die heimlichen Wandlungen aber, die aus den Tiefen des Volts zum Lichte drängen, vermögen sie nicht zu beobachten und zu verstehen. Grund zu der Annahme vor, daß der Angeklagte sich bei Be gehung der That in einem Zustande von Geistesstörung befunden habe, wodurch seine freie Willensbestimmung ausgeschlossen sei. Sein ganzes Verhalten vor der That, sowie auch sein späteres Verhalten spreche gegen diese Annahme: Staatsanwalt Assessor und Brot brachten. Prätorius plädirte für Schuldig im Sinne der Anklage, da die Ueberlegung zweifellos erwiesen sei. Aus seinen Ausführungen war besonders folgende Stelle bemerkenswerth: Meine Herren Geschworenen, wenn ein Ehrenmann plößlich mürbe zu machen sind, wie die Plener und Genossen. Aber was scheert es ihn und sein System. Er ist vergnüglich. Weil er vergnüglich ist, ist er vergnüglich. Im Auftrage der Lohntommission. A. Walter, U.- Hagen Nr. 59. Versammlungen. 1676,60 m. und eine Aus Der Verband der Geschäftsdiener, Packer nud Be Wie im Dasein des Bürgerthums die Sucht sich zu Während Paris und Wien öffentliche Sensationen rufsgenossen hielt am 10. Oftober feine ordentliche Generalverfammlung. Den Anwesenden wurde bekannt gegeben, daß betäuben und zu vergeffen vorherrscht, so geht es auch dem durchzukosten haben, blieb es in der Residenzstadt Berlin am 24. D. M. eine Wanderversammlung im Osten und am Einzelnen. Graf Taaffe, der Vortänzer der österreichischen in den letzten Tagen ruhig und ftill. Bin ich froh und 29. d. M. eine öffentliche Versammlung bei Mund, KöpenickerVölker, war niemals ein Mann der Strupel und Zweifel. heiter, daß ich noch von der Residenzstadt Berlin straße 100, stattfindet. Das Stiftungsfest wird 4. November Er gehört zu jener Gattung von Staatslenkern, die die sprechen darf. Wenn ängstliche Propheten Recht gehabt veranstaltet. Sodann, macht Kollege Müller auf die General100 atau Führung der schwierigsten Geschäfte übernehmen, wie man hätten, es wäre das Schrecklichste über Berlin herein versammlung der Ortskrankenkasse für den Gewerbetrieb der etwa zum fröhlichen Jagen geht, weil ihm's fein Herr gebrochen. Schon sah man die Residenz nach Potsdam ver- Raufleute aufmerksam und ersucht um recht rege Betheiligung. und Gönner aufgetragen hat". Auch anderswo, als in legt und das wegen fortgesetzt ungebührlichen Betragens Die vom Kassirer Grauer gegebene Vierteljahres- Abrechnung Defterreich foll's solche Staatsmänner geben. Ist ihm ein der Stadtverorbueten, die den Prinzenkindern nicht einmal ergab eine Ginnahme von Ist ihm ein der Stadtverordneten, die den Prinzenkindern nicht einmal gabe von 1613,20 m.; mit einem Bestand von 2612,69 WR. Stücklein mißglückt, je nun, Graf Taaffe vergißt rasch, er Raum zu Schmuckanlagen und Gartenterrassen vor dem vom letzten Quartal stellt sich der gegenwärtige Kassenbestand probirt's mit einer anderen Nummer. Er bleibt vergnügt Schloffe gönnen. Nun, es ist nicht zum äußersten ge- auf 2676,09 M. Das Sommerfest vom 11. Juni weist eine Ginbabei und macht sich keine Sorge um die Zukunft. Er fommen. Berlin bleibt Residenz und Oberbürgermeister nahme von 530,70 W. und eine Ausgabe von 403,55 M. auf, hält's mit dem klassischen Ausspruch des guten Kaiser Belle, der so sorgenschwere Anspielungen machte, kann be- mithin einen Ueberschuß von 127,15 M. Der Sommernachtsball Franz'l, der, als die ganze Entwicklung Desterreichs sich zu ruhigt zu Bette gehen. Wenn er des Morgens aufsteht, vom 5. August hat eine Einnahme von 800,90 m. und eine Ausden Ereignissen von 1848 zuspiste, in seinem Wiener tann er frohgemuth sich die Augen reiben und seinem gabe von 213,20 m. ergeben; bleibt ein Ueberschuß von 87,70 m. Jargon zu sagen pflegte: Ah wos, mi und den Metternich Schöpfer danten. Noch waltet er seines Amts in der Die Bibliothek wird nach dem Bericht von den Mitgliedern gut derhalts noch!" So denkt Graf Taaffe: Auch ich halt' Residenzstadt Bettin. Noch ist unser Berlin nicht hinter nachweis bedauert Kollege Barnewiß, daß so wenig Stellenlose benutzt. Im Anschluß an die Berichterstattung über den Arbeitses noch aus. Was nach mir tommt, was foll's Königsberg begradirt, trotzdem der Schloßplaz so aussieht, wie fich auf dem Arbeitsnachweis melden. Kollege Kramer fritisirt mich fümmern? Zwar der gute Kaiser Franz hatte sich er früher ausgesehen hat. Mit solchen Dingen ist aber immerhin nochmals die Vertheilung der Fragebogen der Reichskommission mit seiner Zuversicht geirrt gehabt; und in den Tagen, da nicht zu spaßen. Denn tüchtig muß der Schrecken in manche für Arbeitsstatistit, sowie einige Fragen, die für den Ferdinand Freiligrath sang: Wenn ich noch beten fönnte, arme Seele gefahren sein. Hat man doch in grauen Er- Beruf der Hausdiener Dor allen Dingen in Betracht ich betete für Wien", mußte der allgewaltige Metternich innerungen nachgespürt und in alten Geschichtbüchern nach tommen. Falls nun, nach dem Protest der Wanderjammerläppisch aus Desterreichs Hauptstadt fliehen. Von geblättert und richtig herausgefunden, daß es unserem versammlung für den Norden noch Fragebogen an den Verband dem Bürgerthum der Gegenwart braucht der ewig lächelnde theueren Berlin schon vor mehr als zweihundert Jahren Seite zu haben, die bei der Beantwortung der Fragen ihr Guteingehen fouten, ist es nothwendig, auch einige Rollegen zur Graf Taaffe feine Revolte zu fürchten. Er fennt seine hätte fast ebenso schlimm ergehen können. Damals gab es achten abgeben; deshalb beantragt Redner einen Ausschuß von Pappenheimer und bauernschlau war es, als er mit seiner Händel zwischen den Lutherischen und Katholischen. Die 12 Kollegen zu wählen. Diesem Antrag stimmt die VersammWahlreform die verschlafene österreichische Welt überraschte. Bürgerschaft vermeinte, daß die Katholischen bei Hofe heim- lung zu. Kollege Kaßler und Drees sprechen sich, falls bis zur Graf Taaffe gab den Ausgeschlossenen, die sich immer bes begünstigt würden und wurde unruhig und rebellisch. Bur öffentlichen Versammlung noch feine Fragebogen in Händen gehrlicher meldeten, einen Broden, um die zu ärgern, die Strafe dafür sollte der Hofstaat von Berlin nach Küftrin unserer Organisation find, für einen energischen Protest aus. ihn ärgerten, die heute im Besitz sind. Er dachte nicht verlegt werden. Aber schließlich beruhigte man sich auf In den Ausschuß wurden hierauf folgende Kollegen gewählt: daran, einen Theil der fürchterlichen Sünden der liberalen beiden Seiten und an Berlin ging die schwere Bitterniß Raßler, Drees, Chriftian, Dittmann, Schumann, Koch, Kaiser, Bourgeoisie Oesterreichs wett zu machen. Aber er denkt vorüber. Jedenfalls sollte das eine Mahnung an unsere Särtell, Utes, Kleemann, Vieß und Strato. Unter Geschäftlichem auch nicht daran, daß seine Vorlage ben Begehrlichen eine Bürger sein. Nicht zu mannhaft, nicht allzu mannhaft, bloße Abschlagszahlung bedeutet, daß die Gläubiger ihm wer der Ehre würdig fich befleißt, Residenzler zu heißen. unverrückt zur Seite stehen, daß sie nicht zu zerreiben und Alpha. über die Thätigkeit derselben und weist darauf hin, daß auch die berichtet Rollege Raßler im Namen der Agitationskommission Gewerkschaften diese Thätigkeit mit Geldmitteln beeinflussen müffen. Es wurde somit der Agitationstommission eine Summe Verein der Maschinißen und Heizer Berlins. Gonntag, den 15. Oftober, Nachmittags 5 Uhr, in den Schultheiß- Brauerei- Ausschant, Neue Jakobstr. 24-25: Versammlung. von 50 M. bewilligt. Bei der vorgenommenen Erfahwahl für| ristischer Berein Pipifar bet röfche, Fichtestraße 29. Theaterverein wo ein Orgelspieler seine Weise ertönen ließ, verschwunden. E3 Märkischer Hof, Admiralftr. 18c, Abends 9 Uhr. Vergnügungsden Norden wurde der Kollege Streitner gewählt. Nach Er- verein Fellenfe ft"," Rigdort, Hermannstraße 167 bei Fülleborn, wurde sofort als vermißt gemeldet, doch blieben bisher alle Nachledigung einzelner unwesentlichen Angelegenheiten und des Frage: Kartentlub uftige Brüder", Krautftr. 48 bet Rattle, Abends 8 uhr. forschungen nach ihm vergebens, bis es dann heute in so gräßtaftens wurde die Versammlung geschlossen. Gefang-, Gurs, and gefellige Vereine. Sonntag. Theaters and licher Weise aufgefunden wurde. Die Leiche des Kindes wurde Bergnügungsverein Sarletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofftr 8. Theaterverein Concordia Beugbofftraße 8 bei Stoch. Theaterverein zum Zwecke der Legalfektion nach dem Kurhause gebracht, wo sie Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: bereits von den Eheleuten Dechan als die ihres Kindes anerkannt Fidelitas. wurde. Der junge Mensch, der heute Nachmittags aus dem Keller Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 6 Uhr Fennstr. 6 bei Krüger. Vergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Linien- entflohen und muthmaßlich der Mörder ist, wurde von Nachbarn ftraße 150. Vergnügungsverein Deutsche Ginigteit, Nachm. 4-6 uhr, als ein Knecht erkannt, der bis vor kurzem bei einem Bäcker Blumenstraße 20 bet Bernice. Nachher: Fidelitas. Titania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeſtr. 65. Nachher: Fidelitas. dem Dienst sich entfernt hat. Derfelbe befindet sich bereits in Bergnügungsverein in der Nachbarschaft gedient hat und wegen Unterschlagung aus Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 ühr bei Keller. Theater Verein& uftige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann polizeilichem Gewahrsam und hat die That gestanden. Melchiorfir. 15. Bergnügungsverein Suftig, Sonntag, Stalizerftr. 54( S. Sente), 5% Uhr: Sigung, Tanz, Fidelitas. Theaterverein„ Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag& Uhr, bet Krebs, Ohmgasse 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Genffert, " Privat- Theater- Gesellschaft ,, Walhalla". Sonntag, den 15. Oftober, Vormittags 10 Uhr, Herrensizung im Restaurant Behlendorf, Beughofstr. 8. Vergnügungsverein Eintracht". Sonntag, den 15. Oftober, Abends 6 Uhr, Raupachftr. 6: Sigung. Vergnügungsverein Italia". Gonntag, den 15. Oftober, Abends 5 Uhr, bei Roland, Elsasserstr. 26, Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Um 6 Uhr: Fidelitas und Tanz. Entree frei. Vergnügungsklub Eichenlaub". Sonntag, den 15. Oftober, Abends 5 Uhr, im Restaurant Albert, Landsbergerstr. 83, rechtes Vereinszimmer. Sizung mit Damen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, den 15. Oftober, Abends 6 Uhr: Gemüthliches Beisammensein verbunden mit Vorträge und Tanz in Th. Boly' Fesisäle, Alte Jakobstr. 75. Landsleute fo= wie Gäste willkommen. Mittwoch, den 18. Oftober, im Rommandanten- Garten, Kommandanten ftraße 10-11: Große Versammlung. Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Montag, den 16. Ottober, Abends 8 Uhr, Dresdenerftr. 45. Vortrag des Genossen Wagner über: Direfte Gefeßgebung durch das Bolt. Schuhmacher. Montag, den 16. Ottober, Abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Aleranderstr. 27c: Bersammlung. Bortrag des Genoffen Wach über: „ Die Thätigkeit des Gewerbegerichts." Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E. H. 71) Bureau: Holzmarktftr. 67. Montag, den 16. Ottober, Abends 8½ Uhr, im Restaurant P Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11, Borstandssitzung. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Perrüdienmadjer Berlins und Umgegend. Montag, den 16. Oftober, Abends 10 Uhr, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig, Generalversammlung. Schuhmacher. Montag, den 16. Ottober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Serin Bolz, Alte Jatobstr. 75, Versammlung des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Schuhmacher. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Was lehrt uns die englische Chartistenbewegung. 2. Ausgabe der Billets zu dem am 22. Oftober stattfindenden Stiftungsfest Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, den 16. Oftober, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Außerordentliche Ausschußsizung. Bericht über eingelaufene Offerten zum Bundesdirigenten. Verband sämmtlicher in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter( Filiale Nirdorf). Dienstag, den 17. Oftober, Abends 8 Uhr, bet Schüße, Prinz- Handjernstr. 7: Mitglieder- Berfammlung. Achtung, Schneider und Schneiderinnen. Dienstag, den 17. Oftober, Abends 8% Uhr, bei Buggenhagen, am Morigplay: Deffentliche Bersammlung. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Auguft Bebel über: Die Organisation des Handwerts nach dem Entwurf des Handelsministeriums. Mitglieder- Versammlung der Zentral- Kranken- und Sterbekale der deutschen Wagenbauer( Bezirt 1), am Dienstag, den 17. d. M., Abends 8 Uhr, bei Tempel, Langeftr. 65. Oranienftr. 121. Von 4 Uhr an. Bergnügungsverein Nord", Gigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gesang- Turn- und gesellige Vereine. Mentag. Geselliger Verein 8miebelfische, Nixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner firaße 120. Bergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bet Möring, Admiralstr. 18c.- Geselliger Klub N a mentos, jeben Montag im Restaurant zum Bukunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Bergnügungsverein auf Helgoland Gizung jeden Montag 9 Uhr bei Linte, 54, Fidelitas. Bergnügungsverein& int greit 1890. Jeden Montag Gigung bei Ro, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. straße 8. Vergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5, Sigung 6 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b Sauermann, AdalbertPfeifentlub Felfen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bet Schabrodt Rauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernquerstr. 14 bei Henoch. Rauchklub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichse duhr ftraße 27. Kartenklub, ustige Brüder" Krautstr. 48, Abends 8½ bei Ernst Radtke. Rauchtlub Beronita", Sizung Montag Abends 9 Uhr bei Rennet, Liegnigerstr. 26. Stattlub Grand", Abends 9 Uhr bei R. Hubrich, Lübbenerstr. 22. Statflub Roth- Junge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielabend alle Dienstage von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bei Herrn Serrath. Frete Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüth liches Beisammensein im Restaurant Sur neuen Post", Beuthstr. 21. Vermischtes: Die Cholera. Arbeiter Bildungsschule. Sonntag Vormittag 9-11 Uhr Nord= Rom, 12. Oktober. In den Tekten Schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Dit- Schule, 24 Stunden find in Palermo 14 Personen an Cholera erkrankt Markusstraße 31: Unterricht in Buchführung. Für alle Unterricht in: Nationalötonomie im Reſtaurat Schöning, Stallschreiber 3 Personen erkrankt und B gestorben. Außerdem erkrankte an dret Schulen und 11 gestorben; in Patti Marina sind seit dem 10. d. M. straße 29, von 9-11 Uhr Vormittags. Montag, Abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Gesetzeskunde. im Laufe des Semesters, eintreten. Bord eines daselbst ankernden englischen Packetbootes ein Matrose. In Patti- Marina ist eine von den früher an Cholera ertrantten Personen gestorben. Außerdem starb ein Matrose daselbst, welcher an Bord eines englischen Packetbootes an Cholera erkrankt war. In Livorno tamen 7 Erkrankungen an Cholera und 1 Todesfall vor. Madrid, 13. Oktober. Die Herkünfte aus Altona werden der ärztlichen Beobachtung unterworfen. Eisenbahn- Zusammenstoß. New- York, 13. Oktober. Auf der Michigan Zentral- Eisenbahn fand heute früh ein Zusammenstoß zwischen zwei Vergnügungszügen bei Jackson( Missisippi) statt. Wie es heißt, sollen 17 Personen getödtet und etwa 50 verwundet worden sein. Ein Orkan. New- York, 14. Oktober. Gestern herrschte New- York, 14. Dtte hier ein heftiger Sturm, welcher große Störungen in dem PostTelegraphenverkehr besonders zwischen den Städten Philadelphia, New- York und Washington verursachte. und " Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Prag, 14. Oktober. Dr. Gregr, der Herausgeber des sind zum kommenden Dienstag vor das hiesige Strafgericht vorNarodni Listy", und Redakteur Ango von demselben Blatte geladen. Dieselben sind der Störung der öffentlichen Ruhe und Der Aufreizung angeklagt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Konstanz, 14. Ottober. Der Reichstags- Abgeordnete Freis herr von Hornstein ist gestorben. Len8, 14. Oktober. Die Lage im Ausstandsgebiet ist unverändert; Nachts giebt sich immer noch eine gewisse Erregung fund. Der Kongreß und das Syndikat der Grubenarbeiter waren heute versammelt, und man beschloß einstimmig den Streit bis aufs Aeußerste und bis zur völligen Zufriedenstellung der Arbeiter fortzusetzen. und bis 3 Briefkaffen der Redaktion. terrasse 2, 1. Gtage. Schfenditz. Frau W. Kähler wohnt Wandsbeck, Gartens Lambrecht. Sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. Honore 314, Café du Lion de Belfort". C. Siegel. Hamburg. B. B. Weimar. Die von Ihnen angeregte Sache ist von uns bereits erledigt. die Spediteure die Anzeigen in den ist verschieden. Meistens liefern Zwei Wettende. Das Expeditionen ab. A. B. Die katholische Kirche gehört zu den staatlich an erkannten Religionsgesellschaften. Das Gehalt der Pfarrer und Kapläne ist sehr verschiedenartig bemessen, bestimmte Normen giebt es nicht, Bet allen Unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jezt, Sozialdemokratische Lese- und Diskutieklubs. Mar Kayser, jeben Gonntag Bormittags 10% Uhr im Reftaur. Schömann, Heimstr. 16.Reimer", jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag. Alle Menderungen im Vereinstalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffel firaße 49, porn II. Abends a Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mit Luftmord. Am Abend des 10. ds. wurde die Bevölkerung glteber. Montag, Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 der Hamburger Vorstadt St. Pauli durch das Gerücht von einem bet Stehmann. Siebertafel ber Maler und verwandter Berufsgenossen Annenstraße 16 bei Ghrenberg. Harmonie 2 Wein- Morde, der in der Susannenstraße verübt sein sollte, in große firaße 11 bei Feindt. Zonblüthe, Görligerstraße 58 bei Tolts: Aufregung versetzt. Leider hat sich das Gerücht in vollem Umdorf. Blüthe, Weinstr. 23 bei Küchenmeister. Suchsdorf'scher Sängerchor, Nene Königsstraße 73 bei Jahns. Frob' Soffnung fange bestätigt. In einem unbewohnten Keller in der Susannen: Berlin West, Kulmſtr. 36 bet Raumann. Sängerbain, Reichenstraße bemerkten Nachbarn in den letzten Tagen mehrfach recht berger ftraße 16 bet Päßhold.-iedesfreiheit II, Straußberg, im zweifelhafte Gestalten, doch wenn man hineinkam und den Keller Refaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterstr. 15, bet Schneider. P. Qu. 9. Die Gastwirthstonzession ist an tein Mündig Gefangverein ieberzweig, Hermsdorf, Waidmannslust bet Fenner„ Sur untersuchte, waren die Menschen verschwunden. Nach dem Be- teitsalter gebunden; wenn sonst nichts im Wege liegt, kann also Fichte" Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelftr. 141 bet fund des Kellers mußte man darauf schließen, daß in dem auch ein 19 jähriger Mann dieselbe erhalten. Echmidt. Collegia 2 der Berufsmusiter, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig eller mehrfach Menschen genächtigt haben. Heute Nachmittag A. B. N. Ja: Sie müssen schleunigst zum nächsten Ersten -Frisch auf in Schönwalde t. d. Mart bei Schulz. Frisch zur Frei heit, Simeonftr. 23 bei Flick. Metallarbeiter Often, Pücklerstr. 49, bet sah man aus dem Keller einen jungen Menschen herauskommen, Etabernack.me? der schen um sich blickte und dann davonlief. Wiederum suchten Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Nachbarn den Keller durch. Als sie die Klosetthür öffneten, bot Wadelstrümpfen hatten versichert, daß die Lehrgeldmittel sofort Friedr. Dr. Die Herren mit der goldenen Kette und ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu raten an B. entel, Bergmanniir. Nr. 21, Sof 8 Treppen.) Sonntag: sich ihnen ein schrecklicher Anblick dar. Ein etwa fünf Jahre verabfolgt würden. Theilen Sie uns zur Uebermittelung an Freundschaftlicher Bartverein b. Hrn. Kyschty, Moftisftr. 12, Borm. 8-10 Uhr. altes Mädchen, dem die Beine zusammen gebunden waren, steckte unsere Genossen im rothen Hause den weiteren Verlauf der Nordtiub Geselligteit b. Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach todt mit dem Kopfe in der Klofetöffnung. Unzweifelhaft liegt ein Sache mit. dem 1. d. M. Theaterverein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr.- Bergnügungstlub stend, strautstr. 6 bei Rudolf d. 6-6 uhr. Lustmord vor. Die sofort benachrichtigte Polizei stellte gleich die Privat- Theatergesellschaft Walhalla, Nachm. 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bei eingehendsten Recherchen an. Es wurde dann festgestellt, daß das Bachmann, Sigung. Gefelliger Berein der Feilenhauer, Gartenfir. 162 ermordete Kind die Tochter eines in der Kampstraße wohnenden bet Meißner, jeden Sonntag v. d. 1. d. M. Geselliger Verein Brüder= Arbeiters Dechan ist. Das Kind ist am Sonntagabend, als die bund", Stralauerstr. 57, bet Miegel, alle 14 Tage Sihung. Pfeifentlub Felfenfest bei Schubordt, Königsbergerstr. 24. Eltern verreist waren und dasselbe auf die Straße gegangen war, " Montag: Sumo Möbel- Magazin. Eigene Tischleret. Fr. Janitzkow, NW., Thurmstr. 45. tündigen. Arbeitslos. Auch Arbeitslofe haben Anspruch auf Zeugen gebühr. Das Fordern derselben ist kein Betrug, sondern gutes Recht des Zeugen. Eilig. Ein Recht auf Gewährung von Ratenzahlungen hat leider ein Schuldner nicht. Polsterwaaren. 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Mouats- Versammlung am Montag, den 16. Oktober d. J., in„ Scheffer's Salon", Inselstraße 10. Tagesordnung: wahl des zweiten Borfizenden. 4. Ab1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Neurechnung vom III. Quartal. 5. Abrechnung vom Sommerfest. G. Verschiedenes. 356/1 Die Ortsverwaltung. NB. Ebenda gelangen noch Billets zur Matinee zur Ausgabe. Es wird dringend ersucht, die Bücher Die für heute den 15. d. Mts., im Swinemünder Gesellschaftshaus an der Bibliothek regelmäßig zu wechseln. gekündigte Versammlung = 394/2 findet für den 36. und 37. Kommunal- Wahlbezirk bei Nagel, Schwedterstraße 23, Ref.: Stadtvv. Gnadt und Borgmann; für den 41. Bezirk im Weddingpark, Müllerstraße 178, Ref.: Stadtv. Vogtherr, statt. Lages Ordnung: 1. Berichterstattung der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit. 2. Distuffion. 3. Aufstellung der Kandidaten. 4. Verschiedenes. Die Wählerlisten liegen zur Einsicht aus. Die Vertrauenspersonen. Arbeiter- Bildungsschule Donnerstag, den 19. Oktober, Abends 8½½2 Uhr: D. D. Stralauerstr. 23, part., pratt. Arzt. Sprechstunden 8-10 und 4-5 Uhr. Bade- Anstalt. Achtung! Lieber Bernhard! tomme doch sofort zu Deiner sehr ge ängstigten Frau zurück oder gieb wenigstens ein Lebenszeichen.[ 2516b Marie. Sehr rentabel, ist sofort zu verkauf. Vereinszimmer z. vergeben Urbanstr. 33. Adressen abzug. u. B. A. in d. Exped. Rechtsbureau Holzmarktstr. 12. Charlottenburg. Zur Kenntniß nahme, daß ich mein Materialgeschäft mit Rolle und Genossenschafts- Brot Verkauf nach Potsdamerstr. 19 verlegt habe u. zur Lieferung ob. Brotes frei ins Haus mich empfehle. Emil Haack. = Destillations- Verkauf Chorinerstraße 30, bis 12 Uhr Nachts wegen Krankheit. 2556b Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. 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Um zahlreichen Besuch bittet Die Der Vorstand. An diesem Tage fällt der Unterricht in allen Schulen aus. Inhaber von Bons werden nochmals gebeten, mit dem Kassirer H. Königs, Dieffenbachstr. 30, abzurechnen. Diejenigen, welche noch mit Billets vom Volksfest in Schönholz im Rückstande sind, wollen baldigst mit dem früheren Kassirer 0. Gumpel, Barnimstr. 42, abrechnen. Achtung! Achtung! 394/5 Große öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung I am Dienstag, den 17. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Buggenhagen am Moriz- Play. empf. 1/2 Liter Bier 10 Pf., 1/4 Liter 5 Pf. Neu eröffnet: Stephanstr. 39! Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit großer Kegelbahn. 2568b GARN 50 G. Schröter. Dignowity's Garn ist das beste ronen garn Nähgarn! Presskohlen. Tagesordnung: 1. Die Organiſation des Handwerks nach dem Marke Centrum, anerkannt vorzüglichste Entwurf des Handelsministeriums. Referent: Reichstags- Abgeordneter August Beizkraft, wenig Asche gebend, 16 cm Bebel. 2. Diskussion. 392/19 Um zahlreiches Erscheinen aller Betheiligten ersucht Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Eck- Destillation schleunigst verkäuflich f. 1100 M. Zu erfragen Naunynstr. 43 b. Fröhlich. Feste Preise. Reisner's weltbekanntes Garderobenhaus Friedrichstr. 244 6 Häuser vom Belle- Allianceplak. 15000 Baletots v. 6-25 m. 12000 engl. Anzüge- 8-28lang pro Tausend 5,19 M., 18 cm lang 14000 Kammg.ge 10-33" Marie", 16 cm Ig. 5,50 M., 18 cm lang 8000 Hosen. Westen. 3-12. Backen, frei Boden 25 Pfg. mehr. Holz, 6000 Schlafröcke„ 6-20. Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. 6,50 M. frei Keller. Beste Senftenberger 7,00 M. frei Reller. Beide Sorten mit Morgen, Montag Abend präzise 8½ Uhr, im Lokal Andreasstr. 26: Steinkohle, Coaks billigit. Musterkohlen General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht, Revisionsbericht, Bericht vom Arbeitsnachweis. 2. Gr fahwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Neuwahl der Kommission und der Beitragsammler. 3. Abrechnung vom Sommerfest und der UraniaBillets. 4. Mittheilungen. Mitgliedsbuch legitimirt. 266/17 THE Die Kollegen, welche Uvania- Billets noch übrig haben, müssen dieselben in der Versammlung zurückgeben, andernfalls sie als verkauft angerechnet werden. Heute, Sonntag, Abends 7 Uhr, bei Henke, Blumenftraße 38: Gemüthliches Beisammensein, wozu die Kollegen einladet Der Vorstand. gratis frei Haus. 503M Frischeisen& Co., Wienerstr. 18, am Görlitzer Bahnhof. Bequeme Pferdebahn- Verbindung. von züge " " Strengste Reellität. 15 halbe Liter- Flaschen * Bitte bei Einkäufen von Hüten mit Kontrollmarken mich zu berücksichtigen. Wwe. M. Polvogt, Frobenstraße 28. Hellites Licht geben Domcke's Gasselbsterzeug. Lampen 4804L* für Schloßereien, Schmieden, Schlächtereien, Puher, Gas- und Wasserrohrleger, Bäckereien etc. Sturmbrenner für Arbeiten i. Freien. Gasäther billigst. E. 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Warum organisiren sich die Arbeiter? Referent: Goldarbeiter Faber. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Statutenberathungs- Kommission. 4. Berschiedenes. 2563b Die Kollegen und Kolleginnen von Göpenick, Rummelsburg, Nieder schönweide, Charlottenburg u. s. w. sind ganz besonders eingeladen. Der Einberufer: Karl Menzel, Fruchtfir. 60. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 21. Oktober 1893: Erstes Stiftungs- Fest in den Concordia- Fettsälen, Andreasstraße 64 und Krautstraße 38, bestehend in Vokal- und Instrumental- Concert, deklamatorischen Vorträgen von Herrn Paris( Mitglied des Viktoria- Theaters), und unter Mitwirkung des Gesangvereins Lorbeerkrany II. Feftrede. Nach dem Concert: Grosser Ball. Anfang 82 Uhr. Billets( Herren 50 Pf., Damen 25 Pf.) sind zu haben bei den Kollegen Hintze, Gräfestr. 32, Quergeb. part.; Mieke, Adalbertstr. 9, 4 Tr.; Arndt, Friedenstr. 63; Wiedemann, Wendenstr. 2, 4 Tr.; Zeise, Bartelstr. 3; Coblenzer, Adalbertstr. 96, Quergeb. 1 Zr.; im Arbeitsnachweis, Wallstr. 7/8, und auf sämmtlichen Zahlstellen. 430/20 Die Ortsverwaltung. Abrechnung vom Streit der Filzschuh- Arbeiter. Auf Listen. Zellersammlung. Einnahme: Mt. Ausgabe: . 1984,30 Unterstützung Mt. 2415,25 • 88,95 Druckfachen • 408 Agitationsmarken à 10 Pf.. 40,80 Inserate. • Best.der Agitationskommission 24,92 Säulenanschlag. Agitationsfommiss.d.Schneider. 150,- Porto, Schreibutensilien, Refe Dispositionsfonds d. Hutmacher 20,- renten und div. Ausgaben D. Westermann ges. in Leipzig. 6,80 Ausstehende Gelder.. 32, 62,40 24,50 159,91 25,23 Summa: 2719,29 " Metallarbeiter- Berband Weißgerber d. Adermann 100, 50, Verein d. Zivil- Berufsmusiker. 20, Verein der Töpfer 100, Ginnahme. Ausgabe • Verein der Filzschuh- Arbeiter 50, 2743,90 m. 2719,29 Bestand: 24,61 m. Filzschuh- Arbeiter Bord 3, . Berl. Wette durch Menzel . -, 50 Karl Willner. 4,63 Amerik. Auktion b. Buchholz Agitat. Rom. d. Schneider, Iw. Ver. d. Filzschuh- Arbeiter, Iw. • 49 Listen stehen noch aus. 166/18 50,- Sämmtliche Bücher und Belege revi 50,-dirt und für richtig befunden. Die Revisoren. stellt das unterzeichnete Institut der ,, Gold'uen Hundertzehn" ( Leipzigerstr. 110) in seinem Ausverkauf, da das überfüllte Lager absolut verringert werden 50129 muß; zum Beispiel: Heber 12000 Herbst- und Winter- Paletots, sowie Pelerinen Mäntel von 9, 10, 12, 15, 18, 20, 24, 27, 30 Mk. prima. 15000 englische Jaquet- und RockAnzüge, auch in Tuch und Kammgarn von 10, 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30, 36 Mark prima. 6000 Hofen in dauerhaften, reinwollenen Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 M. prima. 5000 Stoff- u. Piqué- Westen von 1,25 an. Havelocks und Hohenzollern- Mäntel von 15 bis 45 M. prima. 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Die Korbmacher, welche 58 Mann bei der Firma Remple, Krautstr. 5-6, entlaffen wurden, weil sie fich den empörenden Anmaßungen ihres Arbeitgebers nicht fügen konnten, und nun schon 3 Wochen beschäftigungslos sind, ersuchen die Arbeiterschaft, uns nach Kräften zu unterstüßen. Familienväter mit 4-6 Kindern sind von der Aussperrungsmaßregel betroffen worden. Anfragen und Unterstügungen sind zu richten an die Kommission, Krautstraße 36, Restauration Infinger. Schnelle Hilfe thut noth! J. A.: W. Arndt, Rügenerstr. 18, Sonntag, den 15. Oktober 1893. Versammlungen. 11 10. Jahrg 0 unfähig dem Willen der Arbeitgeber überliefert. Nur die ge- find 296 m. verbraucht worden. Faber erhält 30 M. pro schlossene Masse kann hier Schutz bieten. Deshalb vereinigt Woche, mithin jährlich 1560 M. Diese Ausgaben ergeben eine Euch! Organisirt Euch! Schon giebt es eine Organisation, Gesammtsumme von ungefähr 2400 m. jährlich, in deren AufAchtung, Gewerkschaften Berlins! In der Delegirten- welche Euch schüßen kann, wenn Ihr derselben beitretet. Es ist bringung sich sämmtliche ca. 80 Gewerkschaften zu theilen haben, Bersammlung der Berliner Gewerkschafts- Kommission vom der Verein deutscher Zigarren- Sortirer. In den sieben Jahren was je nach der Größe derselben nur eine jährliche Ausgabe von 13. Oftober wurde bezüglich des Streits der Litho feines Bestehens hat er bereits Bedeutendes geleistet und er 20-30 m. verursachen werde. graphen und Steindrucker erklärt: daß die Gewerk- hätte noch mehr thun können, wären ihm nicht so viele Auf Antrag Pfeiffer's wurde beschlossen, in allen Ver schaften Berlins mit dem Vorgehen der Ausständigen vollständig Kollegen in furzsichtiger Verblendung ferngeblieben. Allein fehrslokalen Platate auszuhängen, welche Angabe des Ortes, der einverstanden sind. Demzufolge fordert der Unterzeichnete die in den letzten drei Jahren wurden bei einem Beitrage Geschäftszeit und das Bureau betreffende Erläuterungen 2c. ent Arbeiter Berlins auf, in jeder Weise den Streikenden thatkräftigt von nur 25 Pf. wöchentlich mehr als 20000 M. an Arbeits- halten sollen. Einige Delegirte erklärten, daß, nachdem die Hilfe zu leisten, und das umsomehr, da die Steindrucker und losen- und Reisegeschenk verausgabt. Diese Zahlen sprechen Deckungsfrage in dieser Weise geregelt sei, sich auch ihre und Lithographen den Berliner Arbeitern gegenüber jederzeit bewiesen haben, daß auch sie in den gleichen Fällen die Gewerk- deutlich für jeden, der zu denken im stande ist. Sie beweisen die hoffentlich alle anderen Gewerkschaften jedenfalls an der Aufschaften Berlins unterstützt haben. Nothwendigkeit der Organisation. Nur sie vermag einigermaßen bringung der Gelder für das Bureau betheiligen werden. die schroffsten Mißstände im Arbeiterleben zu mildern. Sie hält Hildebrandt besprach nunmehr den Ausstand der LithoDie Gewerkschafts- Kommission wird Sammellisten, mit ihrem wenigstens das Gespenst des Hungers von der Thüre. Auch graphen und Steindrucker in Brandenburg, der bekanntlich auch Stempel versehen, anfertigen und sind dieselben an den bekannten jetzt kann sie allein es sein, welche das Schlimmste fernhält, ihren kleinere Arbeitsniederlegungen in Dresden, Berlin, Gera u. s. w. Stellen zu haben. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. Anhängern den Rücken deckt, wenn sie gezivungen sind, sich gegen im Gefolge hatte. Seit zehn Wochen sind ca. 280 Personen zu ihnen zugemuthete Lohnabzüge zu wehren. Aber dazu wird sie unterstützen, wozu wöchentlich wenigstens 2500 m. nothwendig J. A.: Ostar Bölfel, Hutmacher, um so mehr im stande sein, je größer ihre Mitgliederzahl wird. sind. Er ersuchte um Santtionirung des Streiks, fleißiges Berlin N., Dunderstr. 6 III. Deshalb schließt Euch zu Eurem und Eurer Angehörigen Besten Sammeln und wöchentliche Abrechnung der zirkulirenden Liften. Fort mit der Gleichgiltigkeit, der Ohne Debatte wurde die Berechtigung der Arbeitseinstellung der Organisation an! Trägheit, welche Euch Euren Gegnern wehrlos in die Hände anerkannt. Die Verlefung der Präsenzliste ergab die Anwesender philisterhaften Kurzsichtigkeit, die heit von 58 und das Fehlen von 18 Delegirten. Es fehlten die liefert! Fort mit der philisterhaften Kurzsichtigkeit, nur das Heute, nicht das Morgen das Morgen erblicken fann! Delegirten der Schlächter, Kornträger, Roll- und Lastfuhrwerts Werdet das, was Ihr sein sollt, aufgeklärte, zielbewußte Ar- Kutscher, Hausdiener, Glaser, Uhrmacher, Kupferschmiede, Metallbeiter und nicht nur mit dem Munde, sondern auch durch die arbeiter Bernißky und Trittelwik, Mufit Instrumentenmacher, That! Bon niemandem habt Ihr Hilfe zu erwarten, wenn Ihr Einsetzer, Stockarbeiter, Schuhmacher, Porzellan- und Steingutsie Euch nicht selber verschafft. Drum verschafft sie Euch durch arbeiter, Glasschleifer, Firmenschilderbranche und Schirmmacher. festen Busammenschluß! Auf zu dem Kampfe, der nicht aus Inzwischen war Genosse Kepler und einige Mitglieder vour bleiben wird, zum Rampfe um ein menschenwürdiges Dasein! Ausschuß des Bauarbeiter- Kartells erschienen, worauf die Affäre Th. Beithien. Reßler fontra Gewerkschaftskommission wieder auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Nochmals wurde Keßler's Brief verlesen und mit Pfuirufen begleitet. Faber's Antlagen, ausgehend von der Begründung der Streiffommission, bei der auch die Bauhandwerker und speziell die Maurer betheiligt gewesen wären, fam er auch auf die Kinderkrankheiten" dieser Gründung und auf das Zerwürfniß mit den Bauhandwerkern zu sprechen. Während der Gewerbegerichts- Wahlen, wo schon Reibereien zwischen Keßler und dem Bauarbeiter- Kartell einerseits und der Gewerkschaftskommission andererseits bestanden, habe er dennoch Reßler als Referenten genommen und überhaupt wiederholt versucht, die Maurer wieder zur Mitarbeit zu bewegen, allein vergebens, deshalb ließ man sie lints liegen. Keßler habe nach den Ges werbegerichts- Wahlen, durch welche die Kommission unzweifelhaft an Ansehen gewann, in einer Versammlung in den Arminhallen Die Gewerkschaftskommission hielt am 13. Oftober eine erklärt: Der Sieg sei hauptsächlich der unermüdlichen Thätigkeit öffentliche Delegirten- Versammlung ab. Bur Leitung der Ber- des Herrn Faber zuzuschreiben. Er( Faber) habe sofort BeSeine weiteren Aushandlungen wurden Völkel, Faber und Börner gewählt. denken geäußert, ob das nicht Fronie sei. ölkel nahm zunächst zur Angelegenheit Reßler fontra Faber führungen deckten sich mit den bereits zu Anfang dieses Bedas Wort. In einer am 31. August in Bößow's Brauerei statt- richts wiedergegebenen Aeußerungen Bölkel's. Reßler habe gegefundenen Versammlung der im Bauarbeiter- Kartell vereinigten wußt, er nicht gemeint fet, trotzdem habe Gewerkschaften habe nach einem Bericht des„ Berliner Intelligenz- er ihn weiter in Versammlungen beschimpft und dann Blatte" Reßler über die Reorganisation der Gewerkschaftskommission die Berichte aus bürgerlichen Blättern in ben referirt und hierbei eine Kritik an derselben geübt, die gleichzeitig werter" übernommen. So lange er unentgeltlich in der Kommission Beleidigungen enthielt und weit übers Ziel hinausgegangen fei. feinen Posten ausgefüllt habe, war er brauchbar und von den Faber wurde nun vom Ausschuß der Gewerkschaftskommission beauf- Bauarbeitern unbehelligt. Nun sein Amt bezahlt werde, feien tragt, diese Angriffe in der öffentlichen Sigung vom 1. September jedenfalls andere Leute lüstern danach. Reßler erhielt das zurückzuweisen. Faber sei diesem Auftrage nachgekommen und Wort zur Vertheidigung und bemerkte: Geschimpft hat Faber habe dabei die Personen, welche sich in der betreffenden Ver gut. Er finde nur Behauptungen, teine Thatsachen. Er, nicht fammlung beleidigende Aeußerungen gegen die Kommission und Faber, habe die Streit Kontrollkommission nach französischem den Ausschuß erlaubten, gebührend in die Schranken verwiesen. Muster gegründet, und nicht nur hier, sondern auch in Hierbei feien ihm einige 28orte unterlaufen, die er auf den Dach- Magdeburg und anderen Städten. Die Gründung des decker Rackwitz, der sich besonders bei Beschimpfung der Kom- Bauarbeiter Kartells ist Wernau zuzuschreiben. Er habe ein mission hervorgethan habe, gemünzt hatte, die jedoch vom Bericht Recht gehabt, die Kommission zu tritifiren. Sie leiste zu erstatter des Vorwärts" irrthümlich als auf Keßler gerichtet wenig, das habe Faber selbst zugestanden. Der Apparat muß aufgefaßt wurden. Faber habe sofort nach Erscheinen des Be- kleiner werden. Für Berichte in Zeitungen sei er nur dem Sinn, richtes Schritte unternommen, um dieses Mißverständniß auf nicht dem Wort nach verantwortlich. Der Berichterstatter habe zuklären; nichtsdestoweniger habe Keßler seine Angriffe gegen Faber ihm erklärt: die beschimpfende Aeußerung hat Faber gethan. in Versammlungen und im Bauhandwerker" fortgefeßt. Keßler Er wollte eine Berichtigung loslassen, habe es aber dann untersei deshalb zu der Sigung eingeladen, um sein Verhalten zu lassen, Faber könne ihn nicht beleidigen. Reßler stellte dann fest, rechtfertigen. Böltet verlas hierauf einen Brief Keßler's, daß er den Plan zu den Gewerbegerichts- Wahlen ausgearbeitet worin er mittheilte, daß er durch eine am selben Abend statt habe. Schließlich erklärte er sich bereit, die beleidigenden findende Sigung des geschäftsführenden Ausschusses des Bau- Aeußerungen gegen Faber zurückzunehmen, wenn dieser ein Gleiches arbetter- Kartells am Erscheinen verhindert sei und den Genossen thue; Ablengnungen nüßten nichts, er war berechtigt, auf einen Faber ersuchte, sich troß seiner Abwesenheit bei Beschäftigung Teufel deren zwei zu setzen. Wölfel stellt richtig, daß bei Gründung mit seiner Person durchaus feinen Zwang aufzuerlegen. Er der Kommission Reßler nicht befragt wurde. Er protestirte ( Völkel) sei der Meinung, daß sich die im Bauhandwerker" dagegen, daß Keßler der gesammten Kommission feinen Glauben gegen Faber gerichteten Beleidigungen der Sache beimessen will und ist der Meinung, daß in der Person ihres man Kommission identifiziren; deshalb solle der die gewählten Beamten die ganze Kommission beleidigt worden sei. Angelegenheit vertagen. Faber schloß sich dem an, König gab die Möglichkeit eines Jrrthums zu in der Berichtdesgleichen Thal und Hennig, welche den Antrag ein- erstattung, welche den Streit veranlaßte, doch habe Faber in brachten, die Sache auf den 1. Punkt der Tagesordnung der unmittelbarem Zusammenhange von Keßler, Rackwitz, Blaunächsten Versammlung zu sehen und den Genossen Keßler mittels rock u. s. w., und zwar so schnell und erregt gesprochen, daß An die Arbeiter und Arbeiterinnen der mechanischen eingeschriebenen Briefes einzuladen. Der Antrag fand einstimmige eine Verwechselung fehr leicht möglich war. Böswilligkeit liege Annahme. nicht vor. Schuhfabriken. Wie allen unseren Berufsgenossen bekannt ist, Millarg verlas hierauf den Kassenbericht. In der Zeit Habanz und Daudert bezeugten, daß sie dieselbe besteht in Berlin eine Vereinigung zur Besserung unserer Lage vom 29. Dezember 1892 bis 7. August 1893 betrugen die Gin- Auffassung von der fraglichen Aeußerung Faber's hatten, wie und unserer Erwerbsverhältnisse. Deshalb richten wir jetzt an Euch die Mahnung, Eure ganze Kraft und Opferfreudigkeit in 701,90 m., c) aus Einnahmen für die Gewerbegerichts- Wahlen Die Diskussion dauerte bis lange nach Mitternacht( 12 Uhr). nahmen a) aus Bons 863,85 W., b) aus Extra- Beiträgen König, und noch der Meinung sind, daß sie Keßler angehen sollte. dem fünftigen Kampfe, den wir gegen die Ausbeuter führen, 848,50 m., d) auf Listen für Gewerbegerichte 1521,03 W., Gin Antrag, eine Kommission, bestehend aus Delegirten und Mitdaran zu setzen, um der Profitgier und Ausbeutungswuth des e) auf Bergarbeiter Listen = 1391,25., f) für Berg- gliedern des Kartells, zur gründlichen Untersuchung des StreitKapitalismus einen erfolgreichen Widerstand zu bieten. Jeder arbeiter Extra Einnahmen 411,30 m. Bestand war falles, wurde abgelehnt und folgender Antrag angenommen: Die Kollege, der mit uns das Gleiche fühlt und denkt, wird mit uns 1007,28 m., fomit Gesammteinnahme 6745,11 M. Die Aus- Delegirten der Gewerkschaftskommission sprechen dem Genossen in dem Kampfe um unser Recht, um unsere gerechten Forderungen, gaben betrugen für Streits zc. 5384,12 M., mithin verblieb ein Faber nach wie vor ihr Vertrauen aus und weisen die Aeuße in unsere Reihen eintreten. Kollegen! In anbetracht der Verrungen, welche der Bauhandwerker" über Faber enthält, mit hältnisse in unserem Berufe kann es für uns nur heißen: Wir Entrüftung zurück. Alwin kör sten. Die übrigen Punkte haben nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen, und darum mußten vertagt werden. sucht durch Agitation und Aufklärung die Zahl unserer Anhänger zu vermehren und unsere Kräfte zu stärken. Besucht Mann für Mann die Versammlung am Mittwoch, den 18. Oktober, Abends 81/2 Uhr, Rosenthalerstr. 88. NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Wegen Aufnahme in den Verein deutscher Zigarrenfortirer" An die Arbeiterschaft Berlins! Arbeiter! Genoffen! wolle man sich Hamburg- Eimsbüttel, Schäferstr. 17-19, an den Die Jdeen des Sozialismus in immer weitere Streise der Be- Unterzeichneten wenden. Das Eintrittsgeld beträgt von jetzt ab völkerung zu tragen, muß Aufgabe eines jeden zielbewußten 50 Pf., wofür Statut, der Beitrag 35 Pf. wöchentlich. Arbeiters sein. Dieses haben auch die Barbiergehilfen begriffen Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. und besteht seit langem ein Zweigverein des Gehilfenverbandes in Berlin. Leider ist die Betheiligung eine sehr schwache. Der Achtung, Schuhmacher! Die nach dem Englischen Garten Grund dürfte hauptsächlich darin zu suchen sein, daß der zum Montag einberufene Versammlung ist aus baupolizeilichen Gründen untersagt. Barbiergehilfe meistentheils nur als Einzelarbeiter in den Barbiergeschäften thätig ist, mithin auch nicht genügend Anregung zum Nachdenken von Berufsgenossen bekommen kann. Da uns aber infolge der Einzelarbeit die Agitation sehr erschwert wird, ja wir fast gar keine Erfolge erzielen können, richten wir an die Arbeiterschaft das Anfinnen, überall in denjenigen Barbierstuben, wo Gehilfen beschäftigt werden, dafür zu sorgen, daß diefelben dem Gehilfenverbande angehören und vom Gehilfen Nachweise- Bureau, Rosenthalerstr. 38, entnommen werden, damit wird gleichzeitig den Innungsanhängern, die bedauerlicherweise in Berlin noch sehr stark vertreten sind, eine Waffe genommen, die aber den Gehilfen in der Agitation von sehr großem Nußen ist. Arbeiter! Parteigenossen! Unterstützt unser Unternehmen. Wir verlangen von Euch teine materielle Unterstützung. Die Versammlungen der Filiale Norden finden jeden Montag vor dem 1. und 15. eines jeden Monats, Abends 10 Uhr, bei Krüger, Fennstr. 5, statt. Die Filiale Norden der Barbier, Friseur und Perrückenmacher- Gehilfen, Zweigverein Otto Junte, Vorsitzender, Marienburgerstr. 24. An die Holzbildhauer Berlins! As Vorbereitung zum nächsten Holzbildhauer- Abend des Gauvereins Berliner Bildhauer find von der Delegirtenkommission behufs Einrichtung geregelter Werkstattvertretung, vor allem zur Verschaffung eines vollständigen Ueberblicks über die jetzigen Arbeitsverhältnisse in den Werkstätten, an alle Geschäfte statistische Formulare versendet worden, die von einem Kollegen jeder Werkstatt in allen Rubrifen auszufüllen, find. Dieselben werden vor dem Branchenabend ( 24. Oftober) zurückgewünscht, behuss Zusammenstellung aller Situationsberichte, und sind am Sonnabend den 21. Oftober ausgefertigt an unterzeichnete Kommission Annenftr. 16 Ehrenberg abzusenden. Den anderen Arbeitszweigen, Steinund Modellbildhauer, mag dieser Aufruf für ihre später stattfindenden Branchenabende gleichfalls zur Erinnerung dienen. Außerdem sind nochmals alle Kollegen aufmerksam zu machen auf die Nothwendigkeit, die streikenden Bildhauer Wiens zu unterstützen. Verbreite Jeder nach Kräften diesen Aufruf, damit unsere Gewerkschaftsangelegenheiten beffer gefördert werden wie bisher. Die Delegirten Kommission bes Gauvereins Berliner Bildhauer, i. A.: Blasig. Berlin. Der Einberufer. " mit daß = den BauhandBriefkaffen der Redaktion. Bestand von 1360,99 m. Nachträglich sind seit der Revision eingegangen für Bons 324,10 m, an Extrabeiträgen 2237,69 M. Der Revisor Hildebrandt stellte fest, daß die Musiker, Steinmetzen und Stellmacher mit ihrer Abrechnung noch im Rückstande sind; im übrigen bestätigte er die Richtigkeit der Abrechnung und den ordnungsmäßigen Zustand der Kasse und der Bücher. Dem Kassirer Millarg wurde Decharge ertheilt und für seine Bemühungen 50 M. Entschädigung Au die Zigarrenfortirer Deutschlands. zugebilligt. Faber gab die Abrechnung der Saminel- J. B. Ihre Frau hat Steuern nicht zu zahlen, muß aber Kollegen! Eine drohende Gefahr für unser Gewerbe naht! listen für die für die streikenden Pferdebahn- Angestellten bekannt. vorher die Verhältnisse der Steuerbehörde flarlegen. Echon seit langer Zeit durch Lohnreduktionen, Einführung Die Einnahmen betrugen inkl. einiger Extrabeiträge 782,99 M., G. B. Sie wollen zwischen 12 und 1 Uhr( mit dem billiger Arbeitskräfte u. f. w. auf das Schlimmste geschädigt, die Ausgaben 615 M. der Bestand mit einem inzwischen ein Vertrage) vorsprechen. wird es, sobald die Folgen der Tabatsteuer eintreten, völligem gelaufenen Restkonto von 3 M., 170,99 M. Eine Reihe Listen S. G., Trebbin. Nein. Verderben preisgegeben sein. Geben wir uns feiner Täuschung stehen noch aus. Sie befinden sich zumeist in den Händen von Paris. Bitte, gelegentlich mit den Akten zwischen 12 und hin; wird die Zabatsteuer in irgend einer der geplanten früheren Pferdebahn- Angestellten, welche sich, obgleich längst 1 Uhr vorzusprechen. Formen vom Reichstage angenommen, so wird dadurch der wieder in Beschäftigung stehend, nicht bewegen lassen, abzu- W. W. Daß die Innung den Ochsen im Feftzuge vorans Labatindustrie und ihren Arbeitern ein furchtbarer Schlag ver- rechnen, im Gegentheil noch mit einer Anzeige bei der Staats- marschieren ließ, war, wie Sie ganz richtig bemerken, nur fett. Vor allen den Arbeitern, sie werden zu bezahlen haben, anwaltschaft wegen Nöthigung drohen. Auf Antrag tonsequent gehandelt. Ihre zweite Frage ist uns nicht klar. was andere verschuldet. So war es ja ftets! Die weniger Schimansky's sollen die Betreffenden nochmals aufgefordert Wenn Sie in der Musikerfrage" Material von Werth zur Waare abseßenden Fabrikanten werden den Ausfall an Ein- werden, abzurechnen, und wenn fruchtlos, dann unnachsichtlich Hand haben, so können Sie es ja gelegentlich einem Reichstagsnahmen durch Verbilligung der Produktionskosten zu decken deren Namen und die Summen resp. die mitgliede oder auch der Redaktion zusenden. suchen. Mehr Lehrlinge, mehr Frauenarbeit und viel, Nummer der Listen veröffentlicht werden. Millarg führte Höscheidt. Die einem franken Hirn und der Phantaste sehr viel weniger Lohn! Das ist der natürliche Weg! noch an, daß er von dem Ueberschuß vom Vergnügen zum Besten eines fapitalistischen Preßlofacken entsprungenen Enthüllungen" Und womöglich wird man noch einen Profit dabei der Pferdebahn- Angestellten in den Konkordiasälen" nur noch der bezeichneten Sudelschrift sind s. 3. im Vorwärts" nach Ges herausschlagen, wie das so häufig der Fall ist. 64 Pf. besitzt. Das Uebrige, ca. 70 M. habe er an 4 Personen bühr auf ihren schmutzigen Ursprung zurückgeführt worden. Denn wer hat dem wird gegeben, und wird nicht gegeben, so vertheilt. Billets stehen ebenfalls noch aus. Das Verhalten der R. H. F. Maßgebend ist in erster Reihe das Testament. wird genommen. Der vereinzelte ohnmächtige Arbeiter aber, der früheren Pferdebahn- Angestellten in diesen Angelegenheiten wurde Ist solches nicht vorhanden, so richtet sich die Erbfolge u. f. w. sich nicht unbedingt fügt oder aus irgend einem Grunde miß- von Faber scharf verurtheilt. Millarg erstattete alsdann nach dem Gefeße des Ortes, der den letzten Wohnort des Verliebig ist, wird auf die Straße gesetzt für immer. Da kann Bericht über die Einrichtung des Gewerkschaftsbureaus. Der storbenen bildete. Die bezüglichen Angaben fehlen in Ihrer er sich einen Platz aussuchen, wo er in beschaulicher Ruhe ver- Ausschuß hat, wie schon bekannt sein dürfte, für Zwecke Anfrage. veruntreuten " hungert. Arbeitsfräfte zu seinem Ersatze werden ja im Ueber- dieses Bureaus Räume in der Rosenstraße 20 und zwar J. H. Entsagen Sie der Erbschaft durch ein an das Ges fluffe vorhanden sein. Kollegen! Gegen diese Gefahren gilt es vorläufig auf 1 Jahr gemiethet. Der Miethspreis be- richt gerichtetes Schreiben, so haften Sie für Schulden Ihrer geschlossene Front zu machen! Der Einzelne ist widerstands- trägt 350 M. Für Einrichtung, Utensilien, Bücher 2c. verstorbenen Ehefrau nicht. Möbel- Magazin Otto& Slotawa, ishlermeister. 1. Geschäft: NW. Bremerstr. 67. 2. 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Diskussion. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes, Abrechnung des Kassirers und Bericht der Revisoren. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. Die Mitgliedsbücher sind mitzubringen. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 870/15 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Maler- Fachschule. XI. Semester der Vereinigung d. Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Berufsgen. sämmtlicher Filialen Berlins. Der Kursus beginnt für das Wintersemester 1893/94 im Schullokal Mariannen- Ufer 1a( Aula der 37. Gemeindefür den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Schule). Dienstag, den 17. Oftober 1893, im Saale der Unions- Brauerei, Hafenhaide: Anmeldungen werden bis zum 27. Oktober in den Mitglieder- Versammlung. Filialen, vom 29. Oktober nur in der Fachschule bei der Tagesordnung: Vortrag des Genossen Dr. Gustav Heymann Stommission entgegengenommen. über: Stant und Gesellschaft. Diskussion. Verschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 373/3 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 17. Oktober cr., Abends 8, 1hr, in Pape's Salon, Kolbergerstraße 23: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über direkte Gesetzgebung durch das Bolt.( Genosse Wagner ist anwesend.) 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Ver schiedenes und Fragekasten. 081 Die Fachschul- Kommission. J. A. Albert Kube, Königsbergerstraße 18. Joel's Felträle, Andreasstraße 21. Sonntag, den 15. Oktober 1893: Herbst- Vergnügen der Schneider u. Schneiderinnen Berlins bestehend in 241/6 Vokal- und Instrumental- Concert Die Genossen werden ersucht, so schnell als möglich, die Broschüre 3u ausgeführt von der verstärkten Hauskapelle, Mitgliedern des Vereins der Schutz und Truh" sich abzuholen. Bivil- Berufsmusiker unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Blanschefski und des Gesangvereins ,, Vineta" unter Leitung des Dirig. Herrn Beutner. Zur Aufführung gelangt: Achtung! Große öffentliche Der Vorkand. Achtung! Kommunalwähler- Bersammlung des 13. Kommunal- Wahlbezirks Der Schneiderstreik. Satyrisches Zeitbild von C. M. Scävola. Bon 6 Uhr an beginnt das Tanzkränzchen im tleinen Gaal, nach 892/17 Billets à 30 P., Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. Eröffnung 42 Uhr. Anfang 51/2 Uhr. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Montag, den 16. Oftbr., in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Beendigung des Concerts im großen Saal Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl und Aufstellung eines Kandidaten. 2. Diskussion. 394/3 Achtung! Große öffentliche Der Einberufer. nach. Die Agitationskommission. Billets find zu haben: Im Zentral- Arbeitsnachweis und fannten Kollegen und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. [ Berband deutscher Korbmacher. 203/2 Filiale Berlin. Montag, den 16. Oftober, Abd. 81/2 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Versammlung. Freie Vereinigung Montag, den 16. Ottober, Ubb. 8 Uhr, der Graveure und Ziseleure. Dresdenerstr. 45. 168/12 Versammlung Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über Direkte Gesetzgebung durch das Bolt". Referent G. Wagner. 8. Diskussion. " 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Koll. C. Wunderlich, Neue Grünst. 20. Verband der in HolzbearbeitungsFabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Nord). Montag, den 16. b. M., Abb. 81/2 Uhr, Bergstr. 12: 174/17 Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom 3. Quartal. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragen. Zu dieser Versammlung werden die Mitglieder ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. Bekanntmachung. Die nach§54 Biffer 10 des Statuts in der Generalversammlung vom 23. April ds. Js. beschlossenen Vorschriften, betreff: die Krankenmeldung, das Verhalten der Kranten und die Krankenaufsicht, find von der Aufsichtsbehörde genehmigt worden. Achtung! ustunftsbureau, Schüßenstr. 18/19, Restaurant Frey gang, bei den beichen Kenntniß und machen noch bes Wir bringen dieses hiermit zur öffentsonders darauf aufmerksam, daß diese Verhaltungsmaßregeln dem Statut als Kommunalwähler- Versammlung Allgem. Berein der Töpfer und Berufsgenossen Deutſchlands. Nachtrag beigerd, and für den 29. und 31. Kommunalwahl- Bezirk 8, Mittwoch, den 18. Oktober, Abends 8 Uhr, im Schützenhause, Linienstr. 5. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent: Stadtv. Borgmann. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. 4. Verschiedenes. 394/4 Das Komitee. Filiale Berlin. Mitglieder- Versammlung Montag, den 16. Oktober, Vorm. 10 Uhr: 886/1 in Philipp's Saal, Rosenthalerstraße 88. Tages- Ordnung: 1. Die Lage des Fensterstreits. 2. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Vorstand 25716 der Orts- Krankenkasse der Gürtler. G. Kneiff, Vorsitzender. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der in der Generalversammlung vom 6. März 1893 befchloffene Nachtrag zum Statut Verein deutscher Schuhmacher. Bauarbeiterver. d. Rosenthaler Vorstadt. done to it fuld ven Filiale Berlin I. Versammlung Sonntag, 15. Oktober, Abends 6 Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26: am Sonntag, 22. Oftober, Borm. 11 Uhr, in Wilke's Lokal, Hochstraße 32a. Tages Ordnung: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Fräulein Baader über: Das Recht, das mit uns geboren ist". 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Abrechnung vom Maskenball. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. 277/12 = 123/11 1. Vereinsangelegenheiten( Abrechnung vom Monat August d. J.). 2. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: W. Genz. Aufsichtsbehörde genehmigt worden ist. Mitglieder, welche noch nicht im denselben in unserem Kaffenlokal in Besize dieses Nachtrages find, fönnen Empfang nehmen. Der Vorstand 2570b der Invalidenkasse der Gürtler. G. Kneiff, Vorsitzender. Sentralkranken- u. Sterbekaſſe d. Zimmerer( G. 6.2 Hamburg) Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Gründer's Festsäle Oertliche Verwaltung Berlin. General- Versammlung am Mittwoch, den 18. Oktober cr., Abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75( Garten- Saal). Tages- Ordnung: 1. Abrechnung pro 3. Quartal 1893. 2. Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein über: Ansteckende Krankheiten". 3. Verschiedenes. " Um pünktliches Erscheinen ersucht 866/14 Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimstr. 41a, v. 8 Tr. Sattler! Oeffentliche Versammlung Dienstag, den 17. Oktober, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Serrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassen- und Revisorenbericht. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 8. Vortrag über gewerkschaftliche Organisation. 4. Antrag oppe, die ausgeschloffenen Mitglieder betreffend. 5. Antrag Hildebrandt, 6. Verschiedenes. 893/11 Der Vorstand. Allg. deutscher Tapezirer- Verein, Filiale Berlin. Montag, den 16. Oktober, Abends 8 Uhr: General- Versammlung bei Boltz, Alte Jakobstraße 75. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Bernstein über: ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesellschaften 2c. bestens empfohlen. 4181L Fortuna- Säle 3. Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. am Montag, den 16. Oktober er., Abends 82 Uhr, Moderne Wundbehandlung." 2. Diskussion. 8. Abrechnung vom 8. Quartal. Jeden Donnerstag: Große Gesellbei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Der wirthschaftliche Kampf des Proletariats. Referent: 2 andauer. Tages- Ordnung: Diskussion und Berschiedenes. Gäste willkommen. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer: Gustav Aßmann, 290/14 im Auftrage des Vereins der Sattler und Fachgenoffen Berlins. Achtung! Achtung! Bilder- Rahmenmacher. Da die am 7. Oftober cr. anberaumte General- Versammlung nicht abgehalten werden konnte, findet diefelbe am Dienstag, den 17. d. M., Abends 8/2 Uhr, im Lotale des Herrn Rackow, Prinzenstr. 106, statt. Tages- Ordnung: 1. Borlesung des letzten Protokolls. 2. Berichterstattung über den neu ausgearbeiteten Breistarif. 3. Kaffen- und Geschäftsbericht. 4. Neuwahl des Gesammtsvorstandes. 5. Verschiedenes. 132/2 Der Vorstand. J. A.: M. Jeanneret, 2. Schriftführer. Achtung! Moabit. Achtung! 4. Ersatzwahl zur Ortsverwaltung. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 2565b Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Sonntag, den 15. Oktober 1893, Abends 62 Uhr, im Lokale gum Freischüh", Fruchtstraße 36a: 39 Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Joël über: Aus den Unschuldstagen der Menschheit. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. 2564b Der Einberufer. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 17. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33: Versammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht vom 3. Quartal. 2. Vortrag des Genossen Köster: Religion und die Errungenschaften der Aftronomie." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 130/15 Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Gr. Volksversammlung der Former und Berufsgen. Montag, den 16. Oktober, Abds. 8 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26-27. Zages Ordnung: 1. Die Biele der Sozialdemokratie. Referent Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann: Joh. Pfarr. 858/18 am Montag, den 16. Oktober 1893, Abends 8 Uhr, bei Müller, Johannisstraße Nr. 18/19. Tagesordnung: Welches ist die beste Organisation für die Former und Berufsgenossen Berlins. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. 154/10 Der Vertrauensmann. schaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen PrivatFestlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 3670L* Salon z... Freischütz" 2511b Fruchtstr. 36a. Täglich Spezialitäten Borstellung bei gänzlich freiem Entree an Wochentagen, Sonntags Entree 20 Pfennig. Säle für Festlichkeiten und Bersammlungen find unter den koulantesten Bedingungen zu vergeben. Frit Völkerling. Renz' Ball- Salon, Naunynstr. 27.[ 2416b Jeden Sonntag, Montag u. Donnerstag Großer Ball. Empfehle meine Säle zu allen Privat feftlichkeiten und Versammlungen. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Boltz' Festsäle, vorm. Feuerstein, S. Alte Jakobstraße 75. Gr. u. tl. 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