Nr. 244. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Bost- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. in der Post- Zeitungs- Breislifte für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Mummer mussen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Tie Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. 190 Blädtische Arbeitsvermiffelung. Dienstag, den 17. Oktober 1893. иза потре Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Frankfurter Kongreß legte besonderen Werth auf ihr Fort- Politische tebersicht. best ehen, sobald etwas Besseres geboten werde. Von einem unserer Mitarbeiter wird uns geschrieben: weder Die zwischen beiden Extremen stehenden VereinsTagen in Frankfurt a. M. unter lebhafter Betheiligung der Stellenlosen, daß ihnen kein Mensch eine Berlin, den 16. Oktober. int und Privatbureaus für Arbeitsvermittelung sind ent- Es bleibt beim alten Kurse. Der Reichskanzler von den Unternehmern beherrscht, oder sie Graf von Caprivi hat, wie das Depeschenbureau" Herold" Der sozialwissenschaftliche Kongreß, welcher vor einigen leben von einer solch' solch ungeheuerlichen Ausbeutung in Erfahrung bringt, unter dem 30. September von Karlsder städtischen Behörden wie der Arbeiter stattgefunden hat, Thräne nachweint. Besonders über die Aussaugung der bad aus bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag gestellt konzentrirte seine Verhandlungen, so umfassend dieselben Arbeitslosen durch die Heuerbasen in Scestädten, durch gegen Maximilian Harden, den Herausgeber der Zukunft", anfangs geplant waren, je länger je mehr auf einen Punkt: Dienstbotenvermittler und Zeitungen brachten die Frankfurter wegen Beleidigung in bezug auf seine Amtsthätigkeit, be auf die städtische Regelung der Arbeitsvermittelung. Dieser Verhandlungen Einzelheiten, die in dem zu veröffentlichen- gangen durch die Artikel„ Das Caprivi- Denkmal" Nr. 41 und„ Die Bilanz des neuen Kurses" in Nr. 45 Verlauf war ganz bezeichnend für die Richtung, in welcher den Bericht erbaulich zu lesen sein werden. Kein Wunder, des ersten Jahrganges. Das Vorverfahren ist bereits einfich soziale Arbeit, wenn sie auf die Praxis reflektirt, immer daß die Mitte, auf der man sich von beiden Seiten traf, geleitet. wohl oder übel bewegen wird. Von den offenen Wunden die unabhängige städtische Arbeitsvermittelung war. Selbst Der Vorzug des neuen Rurses" vor dem alten be der gegenwärtigen Wirthschaftsordnung, von der ungeregelten diejenigen Gewerkschaftsvertreter, die grundsätzlich dabei stehen stand einzig und allein in dem nobleren Wesen des Produktionsweise, der übermäßigen Arbeitszeit und der blieben, daß die Arbeitsvermittelung Sache der Arbeiter Reichskanzlers gegenüber politischen Angriffen. Nun Graf stand einzig und allein in dem nobleren Wesen des schlechten Bezahlung der Arbeiter ging man aus; und bleiben und selbst unter städtischer Negie von diesen im Auftrag Caprivi sich auch so leicht„ beleidigt" fühlt, wie Bismard, so viele Vertreter nichtsozialistischer Anschauungen auch zu- allein besorgt werden müsse, erklärten, ein Vermittelungsfällt die Caprivi gezollte Anerkennung seiner staatsgegen waren, fein Einziger konnte das Vorhandensein dieser institut auf städtische Kosten, das sich an die gewerbegericht männischen Auffassung der gegen ihn gerichteten Angriffe fällt die Caprivi gezollte Anerkennung seiner staatsGrundübel bestreiten. Man erörterte dann aber, wie ge- liche Organisation( Arbeiter- und Unternehmerbeisitzer mit männischen Auffassung der gegen ihn gerichteten Angriffe sagt, hauptsächlich die städtische Arbeitsvermittlung, und einem Beamten als Vorsitzenden) anschließt, als Abschlags- wir es nennen, daß gerade an Harden, dem Bismarckin nichts zusammen. Ironie der Weltgeschichte möchten damit ist denn wieder einmal der Beweis geliefert, daß die zahlung begrüßen zu können. Schade, daß dem Frankfurter schwärmer, das Bismarc'sche Verfahren geübt wird! ir es nennen, daß gerade an Harden, dem BismarckArbeiter sehr gern praktische Vorschläge zur Abhilfe augen Kongreß noch keine Nachricht darüber vorlag, wie man jetzt schwärmer, das Bismarck'sche Verfahren geübt wird! blicklicher Uebel, wenn sie ernst gemeint sind, mit verwirt in Stuttgart den so gestalteten Plan von arbeiterfeindlicher Deutsche Rechtszustände. In Sachsen, obgleich es lichen helfen. Indem die Führer der gewerkschaftlichen Seite zu denunziren sucht. Da wimmelt es in der Stutt ein Musterstaat ist und durchaus nicht übermäßig groß, Arbeiterbewegung in Deutschland, die fast vollzählig ver- garter Bresse von Einsendungen, die das gewerbegerichtliche herrscht doch in Behandlung" der Sozialdemokraten die treten waren, ihre grundsägliche Stellung in jeder Beziehung Arbeitsamt als sozialdemokratisches Institut" bezeichnen zu verschiedenartigste Praris. Die Leipziger Polizei z. B., die wahrten, geben sie den städtischen Behörden manchen nüz müssen glauben, das in der Folge heute noch nicht genannte früher sehr scharf und schneidig" war, legt jetzt sozialistischen lichen Wink. Die Vertreter der letzteren erwiderten ihrer- Biele verfolgen würde". Es muß doch keine schlechte Frucht Versammlungen nur selten Hindernisse in den Weg und seits ohne Scheu vor einer Auseinandersetzung mit Leuten, sein, an der die kapitalistischen Wespen so nagen. Sollte gestattet" ohne Anstand Tellersammlungen zur Deckung die man sonst so gern politisch anrüchig macht. es aber zu Kämpfen zwischen Unternehmern und Arbeitern der Kosten. Anders in Chemniz, wo den Antisemiten ErIn welchem Zustand sich die Arbeitsvermittlung( jekt innerhalb des städtischen Justituts kommen, dann werden die hebung von Eintrittsgeldern und Tellersammlungen gestattet befindet- darüber waren sich alle Theilnehmer des Frank Arbeiter schon ihren Mann stellen. Daß ein städtisches Arbeits- sind, den Sozialdemokraten aber die Erlaubniß dazu hartfurter Kongresses einig: in einem völlig zerfahrenen und vermittelungsamt keine neue Arbeit schaffen kann, darüber war nädig verweigert wird. Aufmerksam gemacht auf diese, unbefriedigenden. Arbeitsnachweise der Unternehmer fungiren und ist sich Jeder klar. Es kann die vorhandene nur schneller allen Rechtsbegriffen zuwiderlaufende Verschiedenheit der nur für ganz wenige Branchen und werden von Arbeitern und billiger vertheilen, und es wird deshalb, wie einer der Behandlung, erwiderte vor einigen Tagen die Polizeiso gut wie nicht in Anspruch genommen, weil die letzteren Frankfurter Redner richtig hervorhob, zu seinem kleinen direktion Chemniz, die Sozialdemokratie sei eine auf recht gut wissen, zu welchem Zwecke sie nebenbei eingerichtet Theile nur mitwirken an der kapitalistischen Zuspizzung der den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsfind. In dieser Beziehung bewies der Widerspruch, der in Verhältnisse; diese aber kann niemandem willkommener verhältnisse hinarbeitende Partei, und wenn Frankfurt dem Vorschlage des Fabrikanten Dr. Möller ent- sein, als den Arbeitern, denn für sie heißt es: je schneller, gehörige dieser Partei Geldmittel sammelten, so liege gegengebracht wurde, wie tief eingewurzelt das Vorurtheil desto besser! Freilich unabhängig muß das städtische der Verdacht nahe, daß die gesammelten Geldmittel zu gegen jede Auskunftsthätigkeit der Arbeitsnachweisestellen Arbeitsamt sein, die Arbeiter müssen in demselben gleiche Zwecken des Umsturzes verwandt würden. Diese wunderter Fabrikanten ist. Die Arbeiter vermutheten sofort hinter Rechte wie die Unternehmer haben und absolute Selbst bare Polizeilogit ist beiläufig fein Chemnitzer Gewächs, ben diesbezüglichen Plänen des genannten Unternehmers verwaltung ist zu garantiren, wie beim Gewerbegericht. sondern stammt direkt aus der Residenzstadt Dresden, und Spionagegedanken, und die Erinnerung an die schwarzen Listen Sonst stimmen wir ein in den Ruf: lieber kein städtisches ist von dem neuen Minister des Innern, Herrn der Metallindustriellen geben ihnen ja nicht Unrecht, zumal Arbeitsamt und lieber die jetzigen Verhältnisse, so un- von Metsch, dem würdigen Nachfolger des Nostizaus einer ganzen Reihe weiterer Berufe, von den Schiffs erträglich sie find, als eine abhängige, bureaukratische Ein- Wallwig, in der letzten Landtagssession mit den denk lenten, den Friseuren u. f. w., auf dem Frankfurter Kongreß richtung. Diesen Standpunkt haben unsere Genossen in würdigen Worten verkündet worden, daß die Regierung neue Belege für den Mißbrauch beigebracht wurden, den die Stuttgart in die Praxis übersetzt, als sie dieser Tage das seit Aufhebung des Sozialistengesetzes zwar nur ein Gesez Unternehmer mit ihrem Arbeitsnachweis und ihren Zeugnissen vom Gemeinderath verborbene Statut über ein Arbeitsamt, für alle Parteien anerkenne, daß sie aber im Intereffe der treiben. Aber auch die von den Arbeitern eingerichteten aus welchem die Unentgeltlichkeit der Vermittlung und die Gesellschaftsordnung die Pflicht habe, gegen eine Vermittelungsstellen der Fachvereine gedeihen keineswegs in Unabhängigkeit der Verwaltung gestrichen war, einfach ab- Partei, die auf den Umsturz der Gesellschaftsder Weise, wie es im Interesse der Arbeiter zu wünschen lehnten. Entweder etwas Ordentliches, oder gar nichts! ordnung hinarbeite, das Gesetz schärfer und schneidiger wäre. Rein einziger Vertreter der Gewerkschaften auf dem zu handhaben, als gegen Parteien, die solchen Umsturz Feuilleton. [ 35 An sei Ihnen geweiht. Zurück kann und darf ich nicht, man und ließ ihn nichts von den Speisen genießen, welche er würde mich fangen und schmählich hinrichten; auch meine ihm für schädlich hielt. Gottfried sprach wenig, er schien Brüder, die Kamisards, sind gegen mich mißtrauisch ge- sich die Sache in der Gesellschaft seiner zu redseligen Gattin worden und halten mich für einen Verräther. Warum fast ganz abgewöhnt zu haben, dafür aber hatte er die meinen armen Eltern die Schmach anthun, daß ich sie Eigenheit angenommen, daß er, wenn einmal eine Pause jetzt schon nenne? Sie haben mich zärtlich und eintrat, oft das laut aussprach, was soeben in seiner Ges Der Aufruhr in den Cevennen.voll erzogen, um ſo herber muß ihr Schmerz sein, mich dankenfolge auftrat, weil er nur selten nach Barbens wunderEine Erzählung von Ludwig Tied. so entartet zu sehen und dem Hochgericht verfallen. Sie lichen Redensarten hinhörte. find wohlhabend, aber nicht von so hohem Stande, daß" Nun wird das Fieber wohl ausbleiben," sagte er jetzt mein demüthiger Dienst in der Nähe des edelsten Mannes eben. Der Rath sah dem Jüngling lange in die dunkel ihren Namen schänden könnte." Martin sah, daß von ihm die Rede war, und der glänzenden Augen. Mein theurer, lieber Sohn", sagte er" Ich will Dir glauben, junger Mensch!" rief Herr von Herr von Beauvais hätte sich gern näher über den Zus Dunn, ich bin Dir ja durch die teuersten Bande verbunden; Beauvais; könnte denn auch ein solches Auge lügen? Sei stand des Kranten unterrichtet, wenn die Alte nicht wieder ach! muß ich es nicht Blutsfreundschaft nennen? Wie soll mir an Kindes, an Sohnes Statt, wenn vielleicht bald" in Erzählungen und weit ausgesponnene Gedanken gerathen ich Dir befehlen, da Du hier der Gast unsers wohlthätigen Er konnte vor Bewegung nicht endigen, und auch Martin wäre. Wirthes bist? Ich darf jetzt keine Diener haben, ich muß schien erschüttert. Ein bischen tiefer," sagte Gottfried wieder, so war mich verbergen und als armer, als geringer Mann auf- Das Essen ward aufgetragen, und auch Gottfried kam es aus". Wolltest Du mir aber zugehören, so daß ich von seiner Wanderung zurück, mit Geflügel und feineren Nach dem Essen legte sich Martin nieder, dem jetzt wahres Vertrauen zu Dir fassen tönnte, so müßtest Du Gemüsen beladen. Eveline tam herunter, die sich in ihrem eine Kammer neben dem Parlamentsrath zurecht gemacht Dich mir näher zu erkennen geben. Wer bist Du? Woher? bäuerlichen Anzuge recht gut ausnahm; der Rath stellte war. Der Landarzt, der den Spiz schon gefüttert hatte, Dein Wesen ist feiner und zarter, als daß Dienen Deine selbst für Martin einen Stuhl neben Evelinen, indem er sah nun nach dessen Wunde; Eveline und ihr Vater gingen Bestimmung sein könnte; diese feine, edelgeformte Hand fagte: ,, Lieber Better und werthe Muhme, der junge nach dem oberen Gemach. ist noch durch keine Anstrengung gehärtet, Dein blasses Mensch gehört mir an, er ist mir verwandt, und was er Habe ich es wohl recht gemacht?" fragte die Kleine. Gesicht ist noch nie der Jahreszeit preisgegeben worden; Euch für Auslagen verursacht, werde ich Euch wieder er-" Recht gut, mein Kind," antwortete der Vater,„ ich darum sage mir, wie ist Deine Herkunft, Dein Name, wie seßen: nur thut mir die Liebe, nennt ihn auch Better Martin bin mit Dir zufrieden." bist Du ein Mitglied dieser unglücklichen Empörer ge- und seid ihm freundlich." Das ist eine schöne Einrichtung," fing Eveline wieder worden?" Ei! ei!" schmunzelte Barbe, den Segen hätte ich mir an, vor und nach Tische zu beten. Warum haben wir Lieber, theurer, väterlicher Freund," sagte der blasse noch vergangene Woche nicht vermuthet, daß mit einem das nicht auch zu Hause gethan?" Martin unter Vergießung vieler Thränen, wüßten Sie, Male meine Familie so zunehmen sollte. Also setz Dich," Du hast nicht unrecht, meine Tochter," antwortete der welche Folterschmerzen Sie durch diese Fragen in mein Herz Vetter Martin, und Du, Gottfried, schieß nur vor Fremden Rath; aus Furcht, nicht kleinstädtisch oder gar heuchlerisch würfen, Sie würden mich verschonen. Genügt es Ihnen keinen Bock." zu erscheinen, wird manches Gute unterlassen." nicht, daß ich Ihre Familie verehre, daß es seit lange mein Man betete, und die kleine Eveline schlug ebenso an" Ach! und welches schöne Gebet sprach die alte Frau Wunsch war, in Ihre theure Nähe zu kommen? Sie können dächtig das Kreuz, wie sie es die Alten thun sah; Gottfried vor Tisch," schwatte Eveline weiter:" Aller Augen warten mich leiten, Sie tönnen mich beffern: mein ganzes Leben holte für seinen franken Martin eine eigen bereitete Suppe auf Dich!" Weißt Du noch, Vater, wie zu Hause, wenn 〃 " bestrebungen nicht huldigen. Man sieht, die Polizeilogit| wart, Dor dem Henker von Rußlands Freiheits- schaften Birkshire, Buckshire, Cambridgeshire, Cornwall, befindet sich im diametralsten Gegensatz zu dem obersten helden. Nicht an die Völkerbefreiung denkt es, es Devonshire, Herefordshire, Orfordshire und Shropshire ihren Grundprinzip aller Rechtspflege, daß bei Anwendung der finnt blos zu gefallen dem russischen Zaren. Gänzlich seiner Bericht veröffentlicht. Wir entnehmen demselben folgende Gesetze ohne Ansehen der Person und unparteilich verfahren Würde vergessend, berauscht es sich an dem Anblicke der Stellen: Die große Mehrheit der Leute verdient aber nur werden soll. Die Polizeilogit macht die Parteilichkeit in Bilder russischer Großfürsten und russischer Uniformen. das farge Leben und vermag nicht, für das Alter, wie für Anwendung der Gesetze zu einer Pflicht der Behörden.-Blind für die Treulosigkeit der russischen Politik wirft es die Zeit, wo sie außer Arbeit sind, einen Nothgroschen bei sich an den Hals dem großen Despotenreiche, unbekümmert Seite zu legen. Eine ungeheure Anzahl derselben befindet Politische Heuchelei. Die Entrüftung unserer natio- um den unvermeidlichen Katzenjammer. Es giebt kein sich in einem chronischen Zustand von Schulden und Benalliberalen und sonstigen Reaktionspresse über die widrigeres Bild als die Erben der französischen Revolution brängniß und fällt in beklagenswerthem Maßstabe der Beitungen, welche Privat- und Familienklatsch in die Deffent- sich herabwürdigen zu sehen zu Knechtseeligen Bewunderern öffentlichen Armenpflege oder der privaten Mildherzigkeit lichkeit zerren, ist eine der widerlichsten Komödien, die uns des russischen Despotismus. Das französische Proletariat anheim. Mehr und mehr zeigt der landwirthschaftliche in der Aera der politischen Heuchelei jemals vorgespielt erstarkt glücklicherweise, ihm ist es vorbehalten, die Ehre Arbeiter Liebe zur Unabhängigkeit, und das alte patriarchaworden sind. Dieselbe Presse, die diese Entrüstungskomödie feines Vaterlandes zu retten. lische Verhältniß zwischen Pächter und Arbeiter verschwindet allmälig. ertenntniß verbunden wäre! Der Kohlenarbeiter Streik ist in Belgien wieder ausgebrochen. Eine heute in Charleroi aufgegebene Depesche meldet: Infolge eines gestern von dem Komitee der Ritter der Arbeit gefaßten Beschlusses hat der Ausstand in Charleroi, Chatelineau, Gilly, Marchiennes und Montigny heute wiederum begonnen. 8000 Arbeiter feiern, Bei uns denkt man nicht an staatliche Erhebungen über die Lage der ländlichen Arbeiter. Ja, man hat der Reichsfommission für Arbeiterstatistik das Recht genommen, sich überhaupt mit den Verhältnissen auf dem Lande zu befassen. und die privaten Vereine, welche sich mit den Arbeiterverhältnissen auf dem Lande befassen, schöpfen ihre Kenntnisse aus den Mittheilungen der Unternehmer und Pastoren. 196 11 Der Kongreß in Szene gesetzt hat, verbreitet seit Jahren die albernsten und verlogensten Klatschereien über die„ Führer" der Sozialdemokratie. Die gestohlenen Arbeitergroschen", von denen sie sich mästen", zeugen sicherlich nicht von einer weniger niedrigen Gesinnung, als das Verhältniß zwischen einer Generalstochter und einem Offiziersburschen. Und die , 300 Mark- Kleider", die von den Frauen" sozialdemokratischer Führer" getragen, die Diners und Soupers, die bei Dressel Unter den Linden von sozialdemokratischen Führern" natürlich von gestohlenen Geldern verspeist werden, holländische Ausgabe des ersten Bandes in 12 Lieferungen Von Karl Marg Kapital beginnt soeben eine sind ein stehender Artikel dieser entrüsteten Blätter, die seit Jahren den geistigen Kampf" gegen die Sozialdemokratie zu erscheinen. Das erste Heft dieses grundlegenden Werkes fast ausschließlich mit dieser, jetzt endlich von ihnen richtig Tagen ausgegeben, das Erscheinen des letzten Heftes ist für des wissenschaftlichen Sozialismus wird in den nächsten beurtheilten Waffe des„ Privat- und Familienklatsches Hauptgeführt haben. Wenn die Scham doch nur auch mit Selbst- Gnde 1894 angekündigt. Wir freuen uns, daß bassat der französischen Arbeiterpartei. werk des Sozialismus nun auch den holländischen Genossen zugänglich gemacht wird. Es wird zur Klärung des Paris, 12. Oftober. Geistes und zur Verdrängung der Phrase viel beitragen. Was die Behandlung der Tagesordnung anbelangt, haben Genoffe Keir Hardie veröffentlicht im Labour zum 1. Punkt: Die Arbeiterpartei und die letzten Wahlen", zahlLeader" einen Artikel über den englischen Bergarbeiter- reiche Delegirte das Wort ergriffen und ein flares Bild von der Ausstand unter der Spigmarke: Heldenmuth, Mord, in ihren Wahlkreisen geführten Wahlkampagne gegeben. Es wurde Räuberei". Er sagt darin u. A.," daß der Nutzen der dabei allgemein konstatirt, daß trotz aller Niedertracht des UnterKohlenbarone im Jahre 1892, nach ihren eigenen Angaben, nehmerthums, der Präfekten zc. die Partei überall, selbst dort, 220 Millionen Mark betrug. Ferner empfingen die Grund- in Lille und Ferroul in Narbonne, durchzubringen, sie einen bewo es ihr nicht gelang, ihre früheren Abgeordneten, wie Lafargue und Bodenbefizer 120 Millionen Mark für Grundzins und deutenden Stimmenzuwachs zu verzeichnen hat. Wenn Ferroul andere Bergwerksabgaben. 3000 Grundeigenthümer und durchfiel, der nur mit faum 200 Stimmen in der Minorität Rapitalisten theilen sich in die Bergwerks- Industrie. blieb, so ist das einzig und allein den Machinationen des Aude Indem Keir Hardie die Zahlen zusammenstellt, kommt Bräfetten zuzuschreiben, und was Lafargue anbelangt, hat er den Verlust seines Mandats in erster Linie der von der Regierung er zu folgendem Resultat: betriebenen Wahlgeometrie zu verdanken, indem bei der NeuEintheilung Lilles seinem Wahlbezirke eine ersreaktionäre Landgemeinde zugeschoben wurde. Pindter flunkert wieder einmal, er behauptet nämlich, daß die Sozialdemokraten stets geholfen haben, den Demokraten ihre Wahlmänner durchzubringen. In sozial demokratischen Kreisen ist hiervon gar nichts bekannt. Wenn der Klempner Engler in einer Wählerversamm lung erklärt haben follte, daß die Sozialdemokraten die freifinnigen Kandidaten unterstützen würden, falls diese einen Antrag für das allgemeine Wahlrecht einzubringen versprechen wollten, so hat er nur in seinem eigenen Namen, nicht aber im Auftrage der Genossen seines Wahlkreises gesprochen. 9 Der Eisenacher Gewerbekammertag hat auch die Einzelbestimmungen des Entwurfes des Herrn v. Berlepsch weit mehr angegriffen als vertheidigt, blos in der ganz nebensächlichen Frage bei der Führung des Meistertitels stimmte die Versammlung Herrn v. Berlepsch zu. Wir tönnen nicht glauben, daß Herr v. Berlepsch mit seinem Entwurfe den Reichstag noch behelligen wird, da er fast überall auf Ablehnung seiner Borschläge gestoßen ist. 300 3000 Individuen, meistens faule Rerle( ible fellows), denen die Bergwerke und Mineralien des Landes gehören, erhalten... 000 Bergarbeiter, welche hart arbeiten und Leben und Glieder ristiren, indem sie uns mit Kohlen versehen Durchschnitt per Grundeigenthümer- Kapitalist per Jahr Dito per Woche Durchschnitt per Bergmann per Jahr Dito per Woche 340 000 000 m. " " 300 000 000 118 340 2180" 1000" 19" Bom ,, edlen Waidwerk". I. Jn Drachhausen( Kreis Rottbus) wurde am Sonntag Morgen bei einer Hirschjagd, während ein undurchdringlicher Nebel herrschte, ein Keir Hardie fügt hinzu:" Wenn die armen geschundejunger Bursche erschossen. Der Erschossene heißt nen Bergarbeiter sich weigern, ihre armseligen 19 m. pro Huppah und ist sechsundzwanzig Jahre alt. Drei Woche auf 14 M. reduziren zu lassen, damit die GrundBoften trafen ihn in die Brust. Wer den Schuß abgab, eigenthümer- Kapitalisten ihren Nutzen voll und ganz einfonnte bisher nicht ermittelt werden. II. Der Forstarbeiter stecken können, sendet die Regierung, anstatt sich auf die Malchert war am Sonnabend Morgen mit seiner Frau Seite der Arbeiter zu stellen und den Grubenbesitzern die bei der sogenannten Hesselkehle hinter dem Kirchhofe bei Wahl zu lassen, entweder ihre ungerechte Forderung zurück Freienwalde beschäftigt, Bäume auszupuzen, als ein Schuß zuziehen oder der nationalen Industrie nicht länger im fiel, der ihn tödtlich in den Leib traf. Der Schüße ist Wege zu stehen, ihre mit Lee- Mitford- Gewehren bewaffneten fürzlich vom Militär entlassen und beabsichtigte, auf Schwarz- Soldaten, um die Arbeiter niederzuschießen, weil sie wild zu pürschen. es wagen, der Forderung der Rohlenbarone zu wider stehen." Diese Nachrichten entnahmen wir nicht etwa einer sozialdemokratischen Zeitung, sondern dem Organ für edle Schinderei", der Deutschen Jäger- Beitung" vom 15. d. M.; dort werden diese Mittheilungen gemacht ohne ein Wort des Bedauerns! " " Zum englischen Bergarbeiterstreik liegen folgende Depeschen vor: London, 14. Oktober. Die Besizer der Steinkohlen Bergwerke im südlichen Derbyshire und in Leicestershire beschlossen, die Gruben unter Beibehaltung des früheren ArbeitsLohnes wieder zu eröffnen, vorbehaltlich der demnächstigen Regelung der Lohnfrage. II. Den allgemeinen Stimmenzuwachs hat auch Jules Guesde in seinem im Namen des Nationalsraths abgeftatteten Generalbericht konstatirt. Aus demselben geht nämlich hervor, daß die Arbeiterpartei bei den letzten Wahlen auf ihre Kandidaten rund 260 000 Stimmen vereinigte, was gegen die vorjährigen Gemeinderathswahlen einen Stimmenzuwachs von rund 90 000 Stimmen ergiebt, und daß sie selbst im Geinedepartement, wo die Partei bisher verhältnißmäßig nur wenig Anhänger zählte, einen Abgeordnetensitz St. Denis, wo Genosse Chauvin gewählt wurde- errang. Der 2. Punkt der Tagesordnung: Die Aufgaben der Gewählten der Partei in der Kammer und im Lande", fand feine Erledigung in der folgenden Resolution, die mit allen gegen eine Stimme angenommen wurde: Die Arbeiterpartei, die stets Anhängerin der weitestgehenden sozialistischen Einigung war, hält diese heute für nöthiger benn je. Zu diesem Zweck bevollmächtigt der Rongreß den Nationalrath, alle Anstrengungen zu machen, die mit dem Programm und der Existenzbedingung der Partei vereinbar sind. Der Rongreß bestimmt, daß seine Gewählten sich in der Rammer als Fraktion parlamentarische der Partei fonftituiren und sich betreffs ihrer Thätigkeit in der Kammer und im Lande mit dem Nationalrath in's Einvernehmen ſetzen. Die parlamentarische Fraktion der Partei hat sich als die Avantgarde des der Erringung der politischen macht entgegenschreitenden Proletariats zu betrachten und sich, allen politischen Fraktionen der Kapitalisten klaffe entgegen, auf dem Boden des Arbeiter- Klaffenkampfes zu stellen." Der 16. Oktober 1793 und 1893 in Paris. Am 16. Ottober 1793 endete Maria Antoinette von HabsburgLothringen, frühere Königin von Frankreich, ihr Leben unter Zum 3. Punkt der Tagesordnung: Die sozialistische Propa. der Guillotine. Frankreichs Boltsheer hatte die Angriffe London, 15. Oktober. Heute Nachmittag fand im Hyde- ganda und Organisation auf dem Lande", wurden vielfach Anpart mit Musik und Fahnen eine Kundgebung zu gunsten der träge gestellt, die jedoch sämmtlich dem Nationalrath überwiesen des monarchischen Europas zurückgeschlagen. Die Revolution. Bergarbeiter statt, an welcher gegen 20 000 Personen theil- wurden, um ihm als Unterlage zu den Vorarbeiten für den war auf ihrem Höhepunkt angelangt. Wieder herrscht in nahmen. Mehrere Barlamentsmitglieder und Führer der Ar- nächsten, in Nantes abzuhaltenden Kongreß zu dienen, der sich Frankreich die Republik. Wie gedenkt das bürgerliche beiterpartei hielten Reden, in welchen sie die Bergwerksbesitzer ausschließlich mit der Sandarbeiterfrage zu befassen haben wird. Frankreich des Tages, an dem vor 100 Jahren die frühere verurtheilten. Die Versammlung verlief ohne Zwischenfall. Selbstverständlich wird bis dahin die sozialistische Propaganda Trägerin der Krone schwer ihren Leichtsinn, ihre Verauf dem Lande in feiner Weise vernachlässigt und schwendungssucht und ihre Pflichtvergessenheit büßen mußte? Zur Lage der ländlichen Arbeiter in England. die Freifahrt der zur Partei gehörigen Abgeordneten Knechtisch uns würdelos wälzt es sich im Staube Dieser Tage hat die königliche Kommission zur Untersuchung hierzu ganz besonders ausgenügt werden. Das nimmt denn vor den Soldaten des größten Despoten der Gegen- der Lage der landwirthschaftlichen Arbeiter in den Graf- auch, wie hier nebenbei bemerkt sei, der„ Temps" aus Anlaß zu Roland und Edmund waren auch herzugetreten, und Elias Marion hielt eine kurze bewegliche Rede von ihrer Drangsal, von der Noth der Zeit, und wie es bei dem Verfall aller irdischen Güter und der immer wachsenden Gefahr wohl gut sei, sich im Namen des Herrn auf Tod und Leben zu verbinden, um in gemeinsamer Liebe Trost, im gegenseitigen Ausharren Erleichterung und Kraft zu finden. Ein einfaches Mahl war bereitet, und in stillem Genuß vertheilten sich die verschiedenen Gruppen, indem viele Psalmen sangen und andere fich der verlaufenen Geschichten erinnerten. Hektor und die übrigen Hunde einmal im Saal gefüttert faß neben Roland, um mit ihm von dem möglichen Aus- habe, da ich ohne Deine frühen Ermahnungen vielleicht noch wurden, sie alle so unverwandt mit den Augen nach den gange des Krieges zu sprechen. Cavalier lagerte gegenüber in der Frre wandeln würde, erlaube es Deinem dankAugen des alten Franz hinsahen? so wie der den Kopf an der Waldecke, von Clary, Marion und andern Frommen baren Schüler, Dich im Kreise der Brüder hier zu dem wandte, gingen alle die vielen Augen, wie so viele Laternen, umgeben, die sich von geistlichen Gegenständen unterhielten. neuen Stande unter des Allmächtigen Auge fromm und rechts und links, immer den alten Mann anguckend, ohne Auf der erhabensten Höhe standen Mazel, der Kohlenbrenner christlich einzusegnen." ado dir nur zu blinzeln, bis sie denn das ihrige bekommen hatten. Eustach, der junge Etienne und ein Schwarm junger Leute, Kein anderes Thier, tein Rind, Katze, Pferd, kann dem alle in der größten Spannung, denn sie erwarteten den Menschen so treu ins Auge sehen, wie der treue Hund. Führer Castanet, der an diesem Tage Mariette, seine Braut, Schon das kleinste Kind ist schamhaft, wenn es auch noch aus dem unten liegenden Dorfe heraufführen wollte, um so sehr bettelt. So sah auch der frante Spitz recht appetit fich ehelich mit ihr zu verbinden. voll nach dem alten Gottfried und machte gleich die Augen So hat der Liebesgott," sagte Lacoste spöttisch, doch zu, wenn die Frau Barbe hinblickte. Das ist ein gar zu auch in dieses einsame Gebirge und, was noch mehr ist, in herrlicher Gedante, daß hier und in allen Städten und in die erleuchteten Herzen so frommer Waldrebellen seinen ganz Frankreich und in allen Ländern und in der ganzen Weg gefunden? Wohl hatten die alten Heiden recht, ihn, Welt alle hungrigen Augen so fromm und vertrauungs- obgleich er ein Knabe ist, den größten unter allen Göttern voll, jung und alt, zu unserem himmlischen Vater hinauf zu nennen." schauen. Und ihm muß es doch auch gefallen, so mächtig Laßt Euren unnüßen Spott," sagte Marion, der auch und groß wie er ist, wenn er die Bitte und das Vertrauen zur Höhe hinaufgestiegen war, unser Bruder ist seit tam mit einer Schaar herbei, welche eine Anzahl Gefangener Es ward ein Bug gemeldet, und der bleiche kranke Duplant so allenthalben glänzen sieht, wohin er sich nur wendet. lange mit ihr verlobt; die Arme ist dort, weil man ihr führte: Clement und der Pfarrer unter diesen, welche Aber freilich find auch wohl nicht alle Menschen oder zu Verbündniß kennt, der täglichen Lebensgefahr ausgesetzt, führte: Clement und der Pfarrer unter diesen, welche allen Zeiten dankbar. Ach, liebster Vater, wie oft bin ich hier theilt sie wenigstens das Schicksal ihres Mannes und wiederum die Freiwilligen auf einer Streife gegen die Kamisards in meinem furzen kleinen Leben schon undankbar gegen wird von uns beschützt; und wenn die Ghe eine heilige angeführt hatten. Roland und die übrigen erhoben sich jetzt, Dich gewesen! fa, vergieb mir, Väterchen; wie oft hab' ich Stiftung ist, warum soll das Gebot des Herrn nicht auch und man bildete einen großen Kreis, um den Unglücklichen gemault, wenn Du mir ein Spielzeug nicht schenktest oder in der Einsamkeit des Gebirges, in Drangfal und Noth, ihr Urtheil zu sprechen. Der junge Clement zitterte heftig, mich zur Arbeit anhieltest, und dann vergaß ich es so mit frommen, bescheidenem Sinn und in christlicher Demuth jah, und der Pfarrer sah umher, ob er nicht einen Bekannten als er sich der Willtür seiner grausamen Feinde preisgegeben recht vorsäglich in Trotz und Bosheit, wieviel ich Dir erfüllt werden?" " Laßt Euch nicht stören", sagte Lacoste; wenigstens Besten und seiner Rettung dienen möchte. Endlich sah er entdeckte oder irgend etwas finden könnte, das zu seinem zu danken hätte, wie Du mich liebst und für mich sorgst. Daß Gott lebt und mir alles giebt, habe ich oft tage- wird feine Berschwendung und Pracht bei der Vermählung Cavalier, der mit den übrigen näher gekommen war, und lang vergeffen. Aber ich will besser und verständiger getrieben werden; ich denke auch, weder der Brautigant rief: Gi! bester junger Mensch, ich weiß zwar nicht, wer werden." noch einer der Gäste wird mit einem Rausche zu Bette hr sein mögt, aber Ihr habt bei uns, wie Ihr wißt, dagehen." Jest traten Caftanet, seine Braut und ein Gefolge zumal geholfen, legt auch jest ein gutes Wort für mich ein, seiner Freunde aus dem Walde heraus. Cavalier und alle denn ich sehe wohl, daß Ihr hier unter Euren Kameraden Roland hatte indeß durch einige glückliche Gefechte das übrigen gingen ihnen entgegen, fie freundlich zu begrüßen. ganz zu Hause sein müßt." höhere Gebirge ganz von den töniglichen Truppen gereinigt. Das Mädchen war braun und nicht sonderlich groß: eine Die Kamisards waren in den Wäldern und auf den hohen Bäuerin von gesundem, starkem Ansehen, die, anfangs verFlächen der Felsen mit Sicherheit gelagert, und alle er- legen, sich bald im Kreise der Brüder mit ruhigem und freuten sich der Hoffnung, bald wieder ihren Gottesdienst sicherm Auftand benahm. Der Vater nahm das Kind in die Arme, und sein Herz erfreute sich des Geschwäges der Einfalt. " und die Freiheit des Gewissens hergestellt zu sehen. Edmund Bruder Castanet", sagte der schlanke, große Marion, war im letzten Gefechte nur leicht verwundet worden und„ Du bist es gewesen, dem ich meine Bekehrung zu danken Habt Ihr und Euresgleichen," sagte Roland mit großem Ernst, nicht dasselbe wohlthätige Haus seitdem in Asche verwandelt, welches damals unser Bruder Cavalier sowie Dich und den greuelhaften Eremiten errettet hat?" „ Es ist nicht viel darauf zu antworten," sagte der Pfarrer, indem er die Augen weit aufriß, als daß ich mich b«n Ausfalle: daß die Wähler sie gewählt haben, um Gesetze zu machen und die Geschäfte des Landes zu vcrrickiten und nicht, um H a n® v kreisende der sozialisiischen Revolu- !iD l'infccrt das panamistisckie Regierungsblatt allerdings nicht die Bourgeoisabgeordneten aufzufordern, diesem Beispiele zu folgen und sich an die Spitze einer fortgesetzten 0 l.l® a lJ$ sn Propaganda zu stellen, ohne naturlich von Handelsreisenden der Reaktion und des Ausbeuter» thums zu sprechen; den» wenn der„Temps* gegen das Prole- tariat loszieht, nimmt er, wie auch diesmal, den Mund voll mit den„Prinzipien der Revolution von 1783-. � Was die Finanzen der Partei betrifft, die den v-?v, t1« Tagesordnung bildeten, läßt sich nur sagen, daß dieselben nichts weniger als glänzend sind. So standen dem �anonalrath ,m Vorjahre nur 540 Fr. und in diesem Jahre blos£71,60 Fr. für feine Arbeiten zur Verfügung. Dabei hat der Sekretär des Innern, Jules Guesde. 1163 Briefe und 168 Telegramme abzusenden gehabt. Allerdings muß hier an- gefugt werden, daß nur die regelmäßigen Einnahmen viel zu i,10 Iaffen' denn die letzten Wahlen hatten ungefähr 100 000 Fr. Kosten verursacht, die aber durch freiwillige Beiträge. Versammlungs-Eintrittsgelder zc. aufgebracht wurden. Um nun d'e regelmäßigen Einnahmen zu steigern, wurde beschlossen, nebst der Ausgabe von Parteikarten auch Marken auszugeben, die auf die Parteikarten zu kleben sind, und als Ausweis zu dienen haben, daß die betreffenden Inhaber ihre Parteibeiträge gezahlt haben. Die Neuwahl des Nationalrathes. dessen Mit- allkderzahl von 7 auf II erhöht wurde, gab folgendes Resultat: Es wurden ernannt: Jules Guesde. Paul Lafargue, Ferroul, Jourde, Crespin, Dereure, Chauvin. Pr-vost, Roussel, Zevaes und Frau Ballette, von welchen Guesde, Jourde und Chauvin Abgeordnete sind. Schließlich sei noch erwähnt, daß der Kongreß für die sireilenden Bergarbeiter von Pas de Calais eine Kollekte vor- genommen hat, die 113 Fr. 45 Cent, ergab, und der National- rath für denselben Zweck 50 Fr. bewilligte. VmvkeinArfmihken. Bernau. Am 7. Oktober fand hier eine Versammlung des sozialdemokratischen Wahl- und Bildungsvereins statt; nachdem eine Vorlesung aus der„Neuen Zeit- stattgesunden hatte, er» stattete der Kassirer den Kassenbericht vom letzten Quartal. Danach betrug die Einnahme, inkl. des Kassenbestandes vom I. April. 111,77 M.. die Ausgabe 103,65 M.. bleibt ein Bestand von 8,12 M. Zur bevorstehenden Stadtverordneten-Wahl wurde folgendes Kommunalwahl-Programm aufgestellt:„Die heutige kapitalistische Wirthschaftsweise fordert, daß die Kandidaten der sozialistischen Partei organisirte Genossen sein müssen und ein jeder Genosse bei allen öffentlichen Fragen das Ziel unseres Parteiprogramms im Auge haben muß. Die Genossen betrachten deshalb auch die Kom- munal-Angelegenheiten als Agitationsmittel und stellen die nachgenannten Punkte für die Bernauer Arbeiterschaft als vor- läufig nothwendiae auf: 1. Die Einstellung städtischer Arbeiter zur regelrechten Reinigung der Straßen und öffentlichen Plätze. 2. Die Aufbesserung der Löhne der städtischen Arbeiter auf mindestens zwei Mark tätlich. 3. Vermeidung des Submifsions- wesens, da wo dasselbe nicht zu umgehen ist, wird die Arbeits- zeit, sowie ein Mindestlohn von der Gemeindeverwaltung fest- geseht. 4. Regelrechte Durchführung der guten Passirbarkeit von Wegen und Plätzen, sowie deren Beleuchtung. 5. a) Unentgeltliche Verabfolgung von Lehrmitteln an Kinder in den Gemeindeschulen, sowie in Nothfällen Verab- reichung von Speisen, d) die Klassen dürfen nicht mehr wie 50 Schüler zählen, so daß auf je 50 Schüler eine Lehrkraft kommt, c) den Eltern schulpflichtiger Kinder ist der Lehrplan bekannt zu geben, 6) Abschaffung des Privatunterrichts bei den Volksschullehrern und Lehrerinnen. 6. a) Kinder, welche der Stadt zur Last fallen, sind von letzterer selbst in Verpflegung zu nehmen, b) für die erwachsenen Arbeitsunfähigen— Invaliden der Arbeit— sollen menschliche Wohnungen, auch für gute Ver- pflegung gesorgt werden. 7. Es ist eine Sanitäts- Kom- Mission einzusetzen, welche alle sanitären und hygienischen Mißstände zu beseitigen hat. 8. Errichtung eines allen sanitären Anforderungen entsprechenden Krankenhauses. Regel- rechter Aerztebesuch, sowie gute Verpflegung der Kranken, Anstellung eines geprüften Krankenwärters. Der Besuch der Kraulen muß täglich gestattet sein. Einführung des Tonnen- svstems im Krankenhaus, sowie in allen Gemeindehäusern. 3. Ver- einigung sämmtlicher Krankenkassen und Ausdehnung des Ver- sicherungszwanges. 10. Errichtung eines städtischen Zentral- schlachthauses. II. Errichtung eines Gewerbeschiedsgerichls. Die Kandidatenfrage wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Nachdem noch einige örtliche Angelegenheiten zur Sprache ge- bracht waren, wurde die Versammlung geschlossen. darüher verwundere, daß der kleine Schmächtige gerade der Cavalier sein muß." Duplant sagte:„Ter Herr hat sie in unsere Hände gegeben, indem sie eben eine Gemeine plünderten und viele von unseren Freunden erschlagen hatten. Wir kamen un- vermuthet den Bedrängten zu Hilfe, viele sind gefallen, einige entronnen, aber diese, vierzig an der Zahl, sind unsere Gefangene geworden." „Sollen sie sterben?" „Erbarmt Euch unser," wimmerte Clement, indem er sich vor Roland niederwarf. „Ich kann Euch nicht begnadigen", sagte dieser, indem er sich aus dem Kreise entfernte,„Ihr verschont keinen der Unsrigen und drängt Euch freiwillig zum Mord: erduldet denn Euer Schicksal." „Kleiner Mann", rief der Pfarrer,„weltberühmter Cavalier, nehmt Vernunft an und seid menschlich." „Ziemt es Euch wohl, diese Sprache zu führen?" antwortete der junge Anführer,„der Ihr in der Grausam- keit frohlockt? Wer hat Euch berufen. Eure Hände mit dem Blute der Unschuld zu färben?" Castanet trat vor:„Wollt Ihr, theure, verehrte Brüder, sie in meine Hand überliefern, die Bösewichter?" fragte er, indem er im Kreise umherschaute.„Ja! ja!" scholl es von allen Seiten,„Dein ist der heutige feierliche Tag! vernichte sie, befiehl, thu mit ihnen, was Du nur irgend willst, sie sind Dir geschenkt." „Da kommen wir aus dem Regen in die Traufe-, sagte der Pfarrer zu Clement,„denn der dicke stämmige Propheten- mensch wird ein böses Spiel mit uns treiben, da der zart- liche Cavalier uns nicht einmal hat begnadigen wollen. Frischauf! macht nur zum bösen Spiele gute Miene und laßt das Maul nicht so hängen." Castanet nahm Mariette bei der Hand, welche heftig weinte, da man vor nicht langer Zeit ihre Brüder erschlagen und hingerichtet hatte;„weine nicht!" sprach er mit unter- drückten: Schmerz;„laß uns mit diesen Elenden ein Beispiel geben, daß wir besser denken als sie; unser heiliges Bündniß sei nicht mit Blut befleckt. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Laude wird e« Licht. Zu der Bürgerausschuß- Wahl in B u l a ch, die bekanntlich nicht allein in der dritten, sondern auch in der zweiten Wählerklasse für die Sozial- demokratie günstig ausfiel, schreibt uns ein Karlsruher Partei- genösse, daß die sozialdemokratischen Wähler keineswegs aus- schließlich Jndustrie-Arbeiter gewesen, sondern daß unser Sieg zum großen Theil von Bauern erkämpft worden sei. So fällt ein Bollwerk der«Ilm Gesellschaft nach dem andern trotz geistiger und polizeilicher Waffen. -»« Die Freiheit der Presselin Elsafi-Lothringe«. Wegen Nichterfüllung der durch das alt-französische Preßgesetz vor- geschriebenen Formalitäten beim Druck des sozialdemokratischen Wahlmanifestes zur letzten Reichstagswahl in Mülhausen bezw. wegen Theilnahme an der Verbreitung und Vertheilung dieses Wahlaufrufes ist gegen den Buchdruckereibesitzer I. Brinkmann und gegen Redakteur I. Martin Anklage erhoben. Die Anklage stützt sich auf Artikel 17, 14 und 16 des Gesetzes betreffend die „Freiheit"(!) der Presse vom 21. Oktober 1814 und auf Artikel 233 des französischen Strafgesetzbuches. Die Sache kommt bereits nächsten Donnerstag vor die Strafkammer. Freiburg i. Schl. Die am Sonntag, den 8. Oktober, auf dem„Galgenberge" stattgefundene öffentliche Volksversammlung von zirka 600 Personen nahm einstimmig folgende Reso- lution an: Da es durch verschiedene Machination hier am Orte ge- lungen ist, uns sämmthche Lotale zu irgend einer Versamm- lung abzutreiben, spricht die heutige Versammlung ihre Ent- rüstung, namentlich über die Kampfesweise unserer Gegner aus und hält es für ihre Pflicht, daß ein jeder zielbewußter Arbeiter so lange sämmtliche Lokale, wo Säle vorbanden sind, zu meiden hat, und spricht einem jeden es ab, sich Partei- genösse zu nennen, sobald er dieser Resolution zuwider handelt. Eine Konferenz österreichischer Sozialdemokraten fand am 8. und 9. Oktober in Wien statt. Wichtige Fragen, so schreibt der Brünner„Volksfreund", standen zur Erledigung, Fragen, deren Diskusston nicht mehr länger hinausgeschoben werden konnte. Wir erwähnen hier nur die Frage der Wahlreform-Bewegung, die allein eine eingehende Erörterung nothwendig machte. An der Konserenz selbst nahmen folgende Genossen theil: Resel (Steiermark), Kiesewetter(Nordböhmen), Holzhammer(Tirol), Weiguny(Ober-Oesterreich), Große(Nieder-Oesterreich). Nitsche (West-Böhmen), Rieger(Mähren und Schlesien). Die slavischen Genossen waren vertreten durch Smetana(Wien), Krapka, Michula(Prag), Prokop(Brünn), Steiner(Pilsen), Rejcek (Budweis), Sturz(Aussig) und Schwarz(Königgrätz), die polnischen Genossen durch Diamand(Krakau), Von der Partei- Vertretung nahmen die Genossen Dr. Adler, Popp. Reumann, Schramme! und Dr. Ellenbogen an den Verhandlungen theil. Von der Kontrollkommission, die sich in Nordböhmen befindet, waren die Genossen Karl Schiller(Reichenberg) und Köhler (Haindors) erschienen. Nachdem die Genossen Reumann und Popp den Bericht der Parteivcrtretung erstattet, wurde sofort in die Verhandlungen eingetreten. Wir beschränken uns hier darauf, die gefaßten Beschlüsse wiederzugeben. In der Frage der Wahlreform-Bewegung wurde einstimmig folgender Antrag angenommen:„Die Partei Vertretung wird beauftragt, falls das Abgeordnetenhaus in der gegenwärtigen Sitzungsperiode den Antrag auf allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht ab- lehnen oder gar nicht in Berathung ziehen sollte, aus die Tagesordnung des nächsten Parteitages die Frage des Masienstreiks zu setzen. Bis dahin ist in der Presse und in Versammlungen die Diskussion über den Massenstreik als politisches Kampfmittel zu eröffnen und zu führen." In bezug der Einberufung des nächsten Parteitages ist beschlossen worden:„Die Ltonserenz beschließt, den nächsten Parteitag zn Ostern 1894 abzuhalten; sollte sich jedoch die Roth- wendigkeit erweisen, denselben früher einzuberusen, so wird die Parteivertretung mit der Ausführung dessen betraut." I» Sachen der Bergarbeiterbewegung einigte sich die Konferenz auf folgen- den Beschluß:„Die Parteivertretung wird aufgefordert, das größte Aug enmerk auf die Bergarbeiter-Organisation zu lenken. Zu diesem Beschlüsse sind in der nächsten Zeit Versammlungen in jenen Gegenden einzuberufen, wo die Organisation darniederliegt." Bei dem Punkt„Presse" wurde folgender Antrag angenommen: „Die Reichskonferenz fordert die demnächst zusammentretende niederösterreichische Landeskonferenz auf, die Frage, ob die„Arb.- Zeitung" von nun an redaktionell und finanziell, wie bisher der Vertretung der Gesammtpartei unterstellt werden soll, dem nächsten Parteitage zu überlassen." Alle diese Beschlüsse wurden nach langen, sehr eingehenden Debatten gefaßt und es wurden alle die zur Diskussion stehenden Fragen von allen Seiten be- leuchtet, ehe ein darauf Bezug habender Antrag zur Abstimmung gelangte. Von den gefaßten Beschlüssen springt besonders der erste rn's Auge. Ob die Herren Reichstags-Abgeordneten ihn berücksichtigen werden? Die Zeit wird es lehren. Aus dem Inhalt dieses Beschlusses wird Regierung und Parlament wohl erkennen lernen, daß das Proletariat ernst daran denkt, wie es seine laut erhobene Forderung verwirklichen kann. Und das Proletariat versteht keinen Spaß. »« Polizeiliches, Gerichtliches«. — Wegen Beleidigung des Leipziger Rechtsanwalts Hans Blum wurde der Redakteur der„Magdeburger Volksstimme", Beer am 12. Oktober zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Mit seinem Antrag aus Zahlung einer Buße wurde Blum vom Ge- richt abgewiesen. — In Breslau wurde am Sonnabend Genosse Schütz von der ersten Strafkammer wegen Beleidigung eines Polizei- kommissarius freigesprochen. Der Gerichtehof nahm an, daß die beleidigenden Aeußerungen des Angeklagten, die von diesem in einer Rede über Versammlungs- und Vereinsrecht ausgesprochen sein sollen, wegen der Länge der verflossenen Zeit, erwiesenermaßen nicht auf den Polizeikommissarius bezogen werden konnten.— Der Staatsanwalt hatte 200 M. Geldstrafe event. 20 Tage Ge- sängniß beantragt. — Genosse Hennig in Breslau trat am Montag die ihm wegen Majestätsbeleidiguug zudiktirte sechsmonatliche Gesängniß- strafe an. Soztale MevevplÄit. An die Gewerkschaften Berlins. Die Gewerkschaften werden auf die Resolution der Delegrrten- Versammlung der Berliner Gewerkschafls-Kommission in Nr. 35 des„Vorwärts" vom Sonntag, den 23. April 1893, aufmerksam gemacht, laut welcher die öffentlichen Versammlungen, in denen Delegirte zur Gewerkschafls-Kommission gewählt werden, ver- pflichtet sind, diese Delegirten der Kommission mit Namen, Stand und Wohnung anzumelden. Die Delegirten zur Gewerkschafts- Kom- Mission werden ferner ersucht, sofern Wohnungsveränderungen seit dem 1. Oktober bei ihnen stattgefunden haben, behufs Korrektur dieser Präsenzliste diese Veränderungen bis späte- st ens Sonnabend, den 21. d. M., an das Gewerkschasts- Bureau, Rosenstr. 23, 1 Tr.. abzugeben. Der geschästsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts-Komniission. An die Holzarbeiter(Tischler. Drechsler. Stellmacher, Bürstenmacher) Berlins. Kollegen! Der Holzarbeiter-Kongreü zu Kassel beschloß in seiner über- wiegenden Majorität, alle Kräfte, welche innerhalb der Holz- industrie thätig, zusammen zu schließen, um dadurch dem von Jahr zu Jahr sich immer mehr entwickelnden Großkapital und seinen Verbänden in seinen kulturwidrigen Bestrebungen, did Löhne immer tiefer zu drücken, die Arbeitskraft bis zum Ruin auszubeuten, nachhaltiger entgegen wirken zu können. Viele Tausende von Arbeitern sind in unserer Industrie thAig und doch hat sich bis jetzt nur der kleinste Theil gemüßigt gefühlt, dem Holzarbeiter-Berbande anzuschließen. Unkenntniß über die eigene Klassenlage ist es nicht, die Tausende unserer Kollegen vom Anschluß an die Organisation fernhalten, da gerade unsere Industrie ein großes Kontingent von Arbeitern für die poli- tische Bewegung stellt. Es ist Gleichgiltigkeit, vielfach aber Zweifel in die Fähigkeit der Gewerkschaft, daß durch dieselbe ihre Lage pekuniär gebessert werden könnte. Aber wie soll eine Sebung unserer Lage stattfinden können, wenn nur eine kleine chaar immer und immer die Lasten und Opfer der Agitation, der Einrichtungen der Organisation tragen muß. Wie kann ver- langt werden, daß die Unternehmer nur bei Nennung des Namens einer Organisation schon ins Mauseloch kriechen? Nein, nur dann, wen» Mann für Mann in die Organisation und für ihre Interessen mit eigener Person eintreten, ist es möglich, das zu erringen, was von uns allen gewünscht wird, eine Besserung unserer Lage. Also vorwärts in Reih und Glied, thue jeder seine Pflicht und der Erfolg wird nicht ausbleiben. Heute Abend findet in den Konkordiasälen, Andreas- straße 64, eine öffentliche Versammlung der Tischler. Drechsler. Bürstenmacher, Stellmacher und aller derer statt, die in der Holzindustrie arbeiten. Erscheint Mann für Mann. Der Vertrauensmann. Der Arbeitsnachweis der Holzarbeiter aller Branchen be- findet sich Wallstr. 7/8 und ist täglich geöffnet von 8 Uhr Morgens bis Abends 7 Uhr mit Ausschluß der Mittagsstunden von 1—3 Uhr. Daselbst geschieht die Vcrmittelung der Arbeit unentgeltlich. Gleichzeitig wird Auskunft in ge- werblichen Streitfragen ertheilt. Achtung, Sattler! Der Streik der Sattler bei der Firma Jensen in Straßburg dauert fort. Die Firma, welche wegen ihrer schlechten Preise berühmt ist. hatte infolge der Heeres- Vermehrung größere Aufträge erhalten und benutzten die Sattler die Gelegenheit, wenigstens eine kleine Erhöhung der Akkordpreise zu erringen; nebenbei verlangt man zehnstündige Arbeitszeit und wöchentliche Lohnzahlung. Da ein sehr auter Geist unter den Streikenden herrscht, darf man auf Sieg hoffen, wenn nicht die Militärbehörden dem Fabrikanten beistehen und den Lieferungs- termin hinausschieben. Ausständig sind 46 Kollegen. Zuzug ist fernzuhalten. Der Verband der Sattler und Tapezirer. Die Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen zu Berlin(E. H. Nr. 24) ist eine Z u s ch u ß k a s s e, welche den versicherungspflichliaen Kollegen und verwandten Berussgenossen zur Erhöhung der Versicherung gegen Krankheit, und als Unterstützungskasse im Sterbefall zu empfehlen ist. Die Leistungen der Kasse sind gegen Zahlung von 30 Pf. wöchentlichem Beitrag 12 Mark, gegen Zahlung von 40 Pf. 15 Mark Kran kenunterstützung pro Woche, und zwar auf die Dauer von 26 Wochen für Mitglieder, welche der Kasse noch kein Jahr, und 39 Wochen für solche, welche der Kasse länger als ein Jahr angehören. Außerdem zahlt die Kasse beim Sterbe- fall 30 Mark gegen einen wöchentlichen Beitrag von 5 Pf. und 150 Mark gegen 10 Pf. wöchentlichen Beitrag. Alle Kollegen und verwandten Berufsgenossen, welche das 45. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und gewillt sind, sich einer durch Bei- tritt zur Hilsskasse zweiten Versicherung gegen Krankheit und Sterbefall zu verschaffen, finden Gelegenheit, sich bei einem der folgenden Vorstandsmitglieder zur Aufnahme zu melden: Karl Dingler, Manteusselstr. 58, 1 Tr., Robert Haase, Elisabethufer 40. 4 Tr., Bruno Gröblehner, Wasserthorstr. 14, prt., Max Heine, Manteusselstr. 103, 3 Tr., Ernst Henke, Gräfestr. 35, 4 Tr.. Julius Lochte, Boeckhstr. 21, H. 4 Tr., und beim Unterzeichneten. Das Eintrittsgeld beträgt 50 Pf. Fr. Freudenreich, Reichenbergerstr. 3. Der Oderberger Zimmererstreik hatte bekanntlich zur Folge, daß der Genosse Kllneke zu drei Tage Gesängniß verurtheilt wurde. Gegen dies Urtheil hat sowohl Küneke als auch die Amtsanwallschaft Berusuiig eingelegt. Küneke wird auch der zweiten Verhandlung mit Gelassenheit entgegen sehen. Zur Tabaksteuerfrage fand am Freitag in Verden eine Volksversammlung statt. Die größte Zahl der Anwesenden be- stand aus Zigarrenarbeitern; es waren aber auch Arbeiter anderer Branchen, einige Zigarrenfabrikanlen und mehrere Frauen an- wesend. Der auf Einladung erschienene Reichstags-Abgeordnete Baron von Arnswaldt-Hardenbostcl erhielt zunächst das Wort. Er erklärte, daß er, wie er vor 11 Jahren gegen das Monopol gestimnit habe, auch jetzt gegen die Tabakfabrikatssteuer stimmen werde. Hierauf sprach der Reichstags-Abgeordnete Molkenbuhr in etwa anderlhalbstündiger trefflicher Rede gegen die Tabak- fabrikatssteuer. Darauf wurde eine Resolution angenommen des Inhalts, daß sich die heutige Versammlung gegen die Einführung der Fabrikatssteuer erklärte. Sodann ward der Zigarrenarbeiter Wehrum als Delegirter zu dem am 26. November in Berlin stattfindenden Tabakarbeiter-Kongreß gewählt. Ferner wurde noch beschlossen, daß das gewählte Bureau eine Kommission wähle, bestehend aus Fabrikanten und Arbeitern, um eine Petition an den Reichstag gegen die Einführung der Steuer auszuarbeiten. Zum Schluß sprach noch der Zigarrenarbeiter Nagel aus Achim; er forderte den Reichstags-Abgeordneten Baron von Arnswaldt auf, mit aller Energie dahin zu wirken, daß die Tabakfabrikats« steuer im Reichstage nicht durchgehe. AnS Bildstock wird uns berichtet, daß von einigen Mit- gliedern des Rechtsschutzvereins zum 15. November, Nachmittags 5 Uhr, in Schütz' Saal zu Bildstock eine Vereinsversammlung einberufen werden wird. Internationales Schnhmacher-Sekretariat. DerOrgani- sationsplan für das am internationalen Schuhmacher-Kongreß geschaffene internationale Sekretariat ist ausgearbeitet und tritt niit dem I. Dezeinber in Kraft. Dieses Sekretariat hat bis zum nächsten internationalen Kongreß den Sitz in Zürich und besteht aus einem Komitee von sieben Personen, welches unter sich emen viergliedrigen Vorstand bestellt. Die Kosten des Instituts sind von allen auf dem Kongreß vertretenen Landesorganisationen je nach der Höhe ihrer Mitgliederzahl gemeinsam zu tragen. Nicht vertreten gewesene Nationen können sich dem Sekretariat anschließen. Dasselbe bezweckt: 1. Eine engere internationale Verbindung aller im Beruf beschäftigten und organisirten Arbeiter und Arbeiterinnen herbeizuführen. 2. Von allen Ländern Berichte ein- zufordern und Auskunft zu ertheilen über alle wesentlichen Vor- kommmsse, welche die Arbeiterschaft in der Schuhmacherbranche berühren. 3. Die Beschlüsse des Kongresses, soweit dieselben dem Sekretariat zugewiesen wurden, zur Ausführung zu bringen- 4. Bei Einforderung und Ertheilung von Berichten hat sich das Sekretariat an naiionale Sekretariate und wo solche nicht be- stehen, an die höchsten Organe der in den verschiedenen Ländern bestehenden Organisationen zu wenden und 5. der Fachpresse der verschiedenen Länder wichtige Mittheilungen zu machen und über die Thätigkeit Bericht zu erstatten und vor dem nächsten inter- nationalen Kongreß einen allgemeinen Situationsbericht auszu- arbeiten. Der Druck erfolgt in den drei Hauptsprachen. Internationale Solidarität. Das„Hamburger Echo" schreibt:„Für die ausständigen Bergarbeiter in England, Frankreich and Belgien eine Sammlung zu veranstalten, hat heute Abend das Gewerkschastskartell von Hamburg beschlossen. Die Sammellisten werden am Dienstag zur Ausgabe gelangen. Wir machen alle Arbeiter darauf aufmerksam und ersuchen im Jnto-resse der internationalen Solidarität, sich energisch die Aus- brülguug von Geldern angelegen sein zn lassen." Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 17. Oktober, Opernhaus. Tannhäuser, oder der Sängerkrieg auf der Wartburg. Schauspielhaus. Basantasena. Deutsches Theater. Die Kinder der Excellenz. Berliner Theater. Julius Cäsar. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. Freund Felir. Wallner- Theater. Jäger blut. Residenz- Theater. System Ribadier. Vorher: Illusionen. Neues Theater. Jugend. Vollblut. Charley's Unserm Genoffen und Kollegen August Herrmann zum heutigen 54. Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Sozialdemokratischer Wahlderein Auguſt raus mit der Bide in die für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Castan's Panopticum. Frühlingsluft. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. Passage50212 F. W. E. R. A. W. Dienstag, den 17. Oktober 1893, im Saale der Unions- Brauerei, Hafenhaide: Allen Berwandten, Freunden und Mitglieder- Derlammlung: Bekannten hierdurch die traurige Nach- Tagesordnung: Vortrag des Genossen Dr. Gustav Heymann richt, daß unser Bruder, Schwager und über: Staat und Gesellschaft. Diskussion. Verschiedenes. Onkel, der Schrifteter Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet 2588b Gustav Schönfeldt am 15. Oktober cr. an Zungenschwindsucht gestorben ist. Panopticum. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. den 18. Oftober cr., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen. Kirchhofes in Weißensee aus statt. Im Namen der Hinterbliebenen August Schönfeldt. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Die Beerdigung unseres verstorbenen Mitgliedes Central- Theater, Berliner More Präuscher's MUSEUM Heinrich Lamwerdt Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. Vorher: Die Balletschule. anatomisches findet Mittwoch, den 18. d. M., von Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. der Leichenhalle der Königl. Charitee um 3 Uhr Nachmittags statt. darunter der Schußkanal der Um pünktliches Erscheinen bittet 25926 Der Vorstand. Kugeln des Viel Neues, e National- Theater. Lehmann auf deutschen Militärs, fünf Körper Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Reichshallen Theater. Spezialitäten- Dienstag u. Freitag: Dameutag. Borstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Zanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam st. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Aft von R. J. Anders. Musit von verschiedenen Komponisten. Regie: Hugo Hummel. Rasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntag, den 22. Ottober, Mittags 12 Uhr: Boltsvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen: Der Trompeter von Jäkkingen. Wallner- Theater. Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Jägerblut. We Wegen des großen Erfolges von Jägerblut wurde das BauernGastspiel auf furze Zeit verlängert. Central- Theater. Alte Jakobftraße 30. Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Atte: Bajazzi- Parodie. Morgen: Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Entree 50 Pfg. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Paff.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Hen! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. ratweil' G sche Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Unterstützungsvereins deutscher Hutmacher( Filiale Berlin) zur Nachricht, daß der Kollege Carl Rzymann gestorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Markus: Kirchhofes( Wilhelmsberg, Landsberger Allee) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 175/6 Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend! In Driesen, wo er sich Erholungs halber aufhielt, starb am 15. d. M. an der Proletarierkrankheit in noch nicht Der Vorstand. 373/3 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genoffen zur Nachricht, daß die für Dienstag angesetzte Versammlung der Volksversammlung wegen, in der Genosse Wächter spricht, nicht stattfindet. Dieselbe findet Dienstag, den 24. d. Mts., im Colberger Salon statt. 241/7 Der Vorstand. Freitag, den 20. Oktober, Abends 9 Uhr: Volks- Versammlung im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstr. 37, für alle Anhänger der Naturheilkunde und Vegetarier, die zugleich Sozialdemokraten find. Zagesordnung: 1. Kann die Sozialdemokratie ihrer Aufgabe allein gerecht werden?" Referent: P. Heidemann. 2. Besprechung über die Nüglichkeit der Begründung einer neuen naturgemäß- sozialen Partei. Freie Diskussion gewährleistet. Die Versammlung wird von dem Einberufer geleitet und findet Bureauwahl nicht statt. Zur Deckung der Unkosten 10 Bi. Eintrittsgeld. vollendetem 25. Lebensjahre unser Mit im glied der Möbelpolirer Emil Gerke Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. d. M, in Driesen statt. 266/18 Der Vorstand. Bierhallen Bekanntmachung Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Soiréen der Leipziger Sänger vom Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., Kryftall- Palatt. reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. Delegirten- Ergänzungswahl. Behufs Vornahme der ErgänzungsSäle#wahl, welche auf grund der§§ 49 ff. Im Auftrage der Berliner vegetarischen Vereinigung: Der Einberufer: Arno Jaenicke, Rottbuser Damm 6a. Große öffentliche 2593b Kommunalwähler- Versammlung des 16., 18., 20. Kommunalwahl- Bezirks Donnerstag, den 19. Oktbr., Abends 8 Uhr, Etablissement Buggenhagen, Moritzplatz. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent: Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Vorschläge eventuell Aufstellung von Kandidaten für obige Bezirke. OF Frauen haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Achtung, Holzarbeiter! Dienstag, den 17. Oktober, Abends S/ 2 Uhr: Große öffentliche Versammlung der Holzarbeiter Berlins und Umgegend 8 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Bf. für Festlichkeiten u. Versammlungen. des neuen Statuts für die gemäß§ 46( Tischler, Drechsler, Bürstenmacher, Stellmacher u. s. w.) 3 Programm unentgeltlich. Carl Koch. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Don 0 Specialitäten- Vorstellung nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Elite Akrobaten ( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Fräulein Hedwig Marga, RostümSoubrette. Paul Krugeler, GefangHumorist. Fratelli Bozza, italien. musikalische Steinsetzer und Köche. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. A. Zimmermann. Parodistische Posse mit Gesang in 1 ft Böhmisches Brauhaus, D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner, Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. Moritz Landsberger Allee. Dienstag, den 17. Oktober cr.: Stettiner Sänger, Anfang 8 Uhr. bes früheren Statuts gewählten und im Laufe des Jahres ausgeschiedenen Vertreter stattzufinden hat, werden die Arbeitgeber, welche für die bei ihnen beschäftigten Personen Beiträge aus eigenen Mitteln zur obengenannten Kaffe zahlen, sowie die Kaffenmitglieder eingeladen, daß s dem Bemerken 8 Vertreter der Arbeitgeber und 54 Vertreter der Rassenmitglieder zu wählen find. Beide Versammlungen finden in dem Lokale von Deigmüller, Alte Jakobst. 48a am Dienstag, den 24. Oktober statt und zwar: 1. Für die Arbeitgeber in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64. Zages Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe und wie sind dieselben zu verbessern? 2. Wie stellen sich die Berliner Holzarbeiter zur Einführung des WerkstattBertrauensmänner- Systems; Referent: Theodor Glocke. 3. Diskussion. 319/8 4. Die Haltung der Berliner Stadtverordneten gegenüber den Forderungen der Arbeiter auf Errichtung einer Arbeitsbörse; Ref.: Bernhard Bruns. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um regen Besuch der Versammlung Der Vertrauensmann. Achtung, Stellmacher! Versammlung der Stellmacher Große öffentliche 236 40 Berlins und Umgegendad am Mittwoch, den 18. Oktober 1893, Abends 8½ Uhr, von Abends 8-9 Uhr in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184. ( um 81/2 Uhr beginnt der Wahlakt und werden während desselben die Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Stellmacher zu der von Thüren gemäß§ 38 Abfah 4 des der Innung in Aussicht genommenen Wahl eines Gesellenausschusses? Statuts geschlossen). 2. Verschiedenes. 2. Für die Kaffenmitglieder von Abends 9 Uhr an ( um 10 Uhr beginnt der Wahlaft und werden während desselben die Thüren gemäß§ 38 Absatz 4 des Statuts geoffen). Für die Kaffenmitglieder dient bas Quittungsbuch als Ausweis. Berlin, den 12. Ottober 1893. 189/7 Der Vorstand. Die Kollegen, welche bei Jnnungsmeistern arbeiten, sind ganz besonders Die Agitationskommission. eingeladen. 285/10 Unterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter. Filiale Berlin. Donnerstag, den 19. Oktober, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1893. 2. Stellungnahme zum Arbeitsnachweis resp. Aufhebung desselben. 3. Sonstige Vereins [ 321/6] m Der Bevollmächtigte. Bum Schluß: Verband der in Holzbearbeitungs- angelegenheiten. Adele, die kalte Mamsell. Ensemble von Mensel. Entree 50 Pf. Jm Borverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Fabriken und auf Holzplätzen Bentralkranken- u. Sterbekasse d. Zimmerer( E. 5.2 Hamburg) besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Nord). Oertliche Verwaltung Berlin. General- Versammlung Dienstag, den 17. b. M., Abd. 81/2 Uhr, am Mittwoch, den 18. Oktober cr., Abends 81/2 Uhr, im Lokale Bergstr. 12: 174/17 des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75( Garten- Saal). Tages- Ordnung: Donnerstag, den 19. Oktober: Soiree Versammlung. in Sanssouci. Altes Schüßenhaus, Etablissement Bla. Buggenhagen. Platz.( 560 Personen fassend) zu allen GelegenMoritz Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. heiten. 2065b Gr. Frühstücks- u. Mittagstift. G. Brochnow's Spezial- Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom 3. Quartal, 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragen. Zu dieser Versammlung werden die Mitglieder ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. Festsäle m Bur Anfertigung von Zahlungsmandaten, Klagen, Briefen, Bitt 1. Abrechnung pro 3. Quartal 1893. 2. Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein über:" Ansteckende Krankheiten". 3. Boschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht 866/14 Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimftr. 41a, v. 3 Tr. Dienstag, den 17. d. M., Abends 81/2 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26: Deffentlicher Vortrag des Herrn 0. Noack über: 39. Sebaſtianstraße 39. schriften, Gnadengeſuchen, Reklama Was ist Naturheilkraft und wie heilen wir An den Wochentagen findet dasKonzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Jeden Sonntag, Montag, Dienstag dem oberen Saal, Entree 25 Pf., ftatt. und Sonnabend großer Ball. EmSäle für Versammlungen, Rommerse, pfehle meine Säle zu allen FestlichFestlichkeiten 2c. tionen 2c. empfiehlt sich billigst W. Miersch, keiten u. Versammlungen. 46752 25826* Grüner Weg 44, 2 Treppen. Krankheiten ohne Medizin? Um zahlreiches Erscheinen bittet freundlich 2585b Der Vorstand des Berliner Naturheilvereins II. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 244. Tokales. Dor Dienstag, den 17. Oktober 1893. 10. Jahrg. Selbstentzündung durch Preßfohlen. Mehrfach in letzter werden. Demgemäß beabsichtigt der Magistrat zunächst je eine artiger Unterricht, dessen unentgeltliche Ertheilung an Arbeiter Boltsbadeanstalt: 1. für den Süden der Stadt und zwar dem Staat und Gemeinde leider nicht in die Hand genommen haben, Zur Schulnoth". In gemietheten Räumen befinden sich Wunsche der Stadtverordneten- Versammlung gemäß jenseits des fann von großem praktischen Werth für Jeden sein. Zum UnterEnde März 1893 13 Gemeindeschulen( darunter 2 Filialen) mit anals möglichst im 74. Stadtbezirke zwischen Tempelherren-, Urban- richt sollen sowohl Frauen und Mädchen wie Männer zuzusammen 200 Klassen. Daran waren die vorwiegend von Ar- 43. Stadtbezirk in der Gegend des Dennewißplates; 3. für die und Bärwaldstraße; 2. für den Südwesten der Stadt möglichst im gelassen werden. beitern bewohnten Stadttheile Moabit, Wedding, Gesundbrunnen Stadttheile Wedding und Gesundbrunnen in der Nähe des Lessing- Bum Chariteeboykott! Der Vorstand der Drts- Kranten und Rosenthaler Vorstadt mit allein 9 Schulen betheiligt. Welche Gymnasiums oder des Ringbahnhofes Wedding; 4. für die Schön- faffe für Weber und verwandte Gewerbe hat in seiner letzten Unzuträglichkeiten dieses zur Miethewohnen mit sich bringt und hauser Vorstadt im 243. Stadtbezirk zu errichten. Soweit möglich Borstandssitzung ausdrücklich beschloffen, Kranke der Charitee wie unangenehm es zuweilen für die betreffenden Schulen werden sollen bereits im städtischen Besig befindliche Grundstücke in erster nicht zu überweisen. Thatsächlich hatte er aus Anlaß der kann, hat im Sommer die 13. Gemeindeschule, welche durch den Linie für Errichtung der Anstalten Verwendung finden. Mit der Klagen mehrerer Mitglieder bereits seit 1½ Jahren Kranke der Abbruch ihres alten Heims in der Elisabethkirchstraße obdachlos geworden war, erfahren müssen. Nachdem sie Ende Avril 1893 von der Stadtverordneten- Versammlung gewünschten Errichtung Charitee nicht mehr überwiesen. in das Miethshaus Brunnenstraße 39 gezogen war, mußte on Dampfbädern im Interesse der Kranken hat sich der fie, wie mir bereits Magistrat im Prinzip einverstanden erklärt. Er will demnächst haben, diese Räume schon im Monat Auguſt wieder ver- welcher Form Dampfbäder am zweckmäßigsten einzuführen sind Hausen Preßkohlen lassen es, wie eine Bekanntmachung des PolizeiLängerer Zeit mitgetheilt Erhebungen darüber anstellen, in welchem Umfange und in Zeit vorgekommene Fälle von Selbstentzündung selbst kleinerer laffen, weil sich dieselben als feuergefährlich herausstellten. und bei Gelegenheit der Vorlegung des Projektes für eine dritte präsidenten hervorhebt, dringend geboten erscheinen, daß die Die Rücksicht auf Feuersgefahr oder auf die Gefahr einer infolge städtische Boltsbadeanstalt der Bersammlung Mittheilung machen. Breßkohlenstapel auf je zwei Meter Länge Ventilationstanäle in blinden Feuerlärms entstehenden Panik sollte den Megistrat veranlassen, von der Unterbringung von Schulen in Miethhäusern Demnach hat der Magistrat die Versammlung ersucht, sich mit ihrer ganzen Tiefe und Höhe erhalten. Diese Kanäle lassen sich grundsätzlich Abstand zu nehmen. Kein Berliner Miethshaus ist Stadttheile einverstanden zu erklären, indem sie einer Borlage metern zwischenraum als Läufer und über diesen gleichfalls der Errichtung je einer Voltsbadeanstalt für die oben angegebenen leicht dadurch herstellen, daß zwei Preßkohlen mit sechs Benti fo gebaut, daß tausend Kinder es in wenigen Minuten ohne darüber entgegensehen möge, auf welchen Grundstücken diese An- zwei Breßkohlen mit demselben zwischenraum als Binder, und Gedränge verlassen können; das ist faum in den Schulhäusern stalten erbaut werden sollen. in der gleichen Weise durch den ganzen Stapel flach hingelegt der Fall, zum mindesten nicht in den älteren. In den Berliner werden, und zwar dergestalt, daß dadurch nicht nur ein fentGemeindeschulen werden von Zeit zu Zeit fogenannte Feuerproben" vorgenommen, d. h. auf ein gegebenes Beichen werden mann. Trotz des schlechten Wetters hatten sich Sonntags Nach- Kanäle gebildet werden. Bestattung des Parteigenossen, Tischlers Paul Hellger- rechter Luftkanal, sondern auch zwei sich freuzende horizontale Die durch letztere stattfindende Luftalle Kinder mit möglichster Schnelligkeit und in mechster mittag am Trauerhause( Fürbringerstraße) etwa 2000 Freunde strömung erscheint geeignet, Selbstentzündungen der Preßkohlen Ordnung ins Freie geführt. Diese Proben find nearlich und Genossen des Verstorbenen eingefunden, um ihm das letzte au hindern. anders zu beurtheilen als ein Ernstfall. Im Ernstfalle nürde Geleit zu geben. Die Anzahl der Theilnehmer des Zuges, der infolge des Schreckens der Kinder wahrscheinlich ein all sich von der Fürbringerstraße durch die Prinzenstraße, über dem gemeines Drängen, Stoßen, Laufen und Stürzen Durch einen Schnellzug zu Tode geschleift wurde in ent: Alexanderplatz und Schönhauser Allee nach dem Friedhof der Frei- der letzten Nacht ein etwa 30 Jahre alter Mann. Der nach stehen, das die Schnelligkeit der Entleerung des Schul- religiösen Gemeinde bewegte, wuchs unterwegs auf etwa das Doppelte. Warschau bestimmte Zug, der um 11 Uhr 28 Minuten von der hauses nicht befördert, sondern behindert. Immerhin wäre es an der Grabstätte schilderte Genosse Theodor Megner in packen Station Boologischer Garten" abfuhr, durchlief auf dem Geinteressant, festzustellen, ob die Entleerung bei der ruhigen, un- ber, ergreifender, von liebevollem Gedanken an den Berstorbenen leise I awei Minuten später die Haltestelle Thiergarten". Hier behinderten Probe in den Miethshäusern ebenso schnell von burchbrungenen Rede die raftlose, opferbereite und aufopfernde sahen Eisenbahnbeamte durch die Räder hindurch, wie an der statten geht als in den der Stadt gehörigen Schulhäusern. Wir Thätigkeit des Genossen Hellgermann, insbesondere zur Zeit der dem Bahnsteig abgekehrten Seite des Zuges ein nicht erkennbarer vermuthen, daß das nicht der Fall ist. Und wenn es nicht der offenen Herrschaft des Schandgesetzes. Streng katholisch erzogen, Gegenstand mitgeschleppt wurde und bald auf dem Bahndamın Fall ist, dann müßte in diesen Miethshäusern eine Panik infolge trat Hellgerman aus innerster Ueberzeugung aus dem Schooß aufschlug, bald in die Höhe geschleudert wurde. Schon wollte von Feuerlärm doppelt verhängnißvoll werden. Die Klassen der Kirchengemeinde aus und ward Mitglied der freireligiösen man das Beichen zum Salten geben, als der Schnellzug eine der wegen Feuergefährlichkeit des Gebäudes ausquartirten 13. Ge- Gememde. In gewerkschaftlicher und politischer Hinsicht war er Kurve durcheilte, wo sich der Gegenstand in die Drähte eines meindeschule wurden übrigens dann als„ fliegende" Klassen auf unermüdlich, seine Kräfte der Allgemeinheit zu widmen und zur optischen Telegraphen verwickelte und vom Zuge losgelöst wurde. mehrere benachbarte Schulen vertheilt, obwohl die nahe gelegene, Beschleunigung des Sieges der Sozialdemokratie zielbewußt und Man fand jetzt einen fürchterlich zugerichteten Mann auf dem neu erbaute 8. Realschule in der Rheinsbergerstraße noch über energisch zu wirken. leere Klassenzimmer verfügte. Genosse Antrick gedachte gleichfalls in Bahntörper liegen und brachte ihn, da er noch lebte, nach dem Diese fliegenden" Klassen warmen Worten des Verstorbenen und forderte die Anwesenden Krankenhause in Charlottenburg. Unterwegs aber verschied find ein Schandfleck in dem Berliner Gemeinde- Schul- auf, das denken an den Dahingeschiedenen durch gleiche raft- der Verunglückte. Die Nachforschungen haben ergeben, daß der wesen. Sie verdanken ihre Existenz nicht blos außergewöhnlichen lose Thätigt it gegen das System zu ehren, das den leider zu Mann, dessen Persönlichkeit bis jetzt unbekannt geblieben ist, in Zufällen, wie es der oben erwähnte ist, sondern sind geradezu frühen Tod Les Berblichenen verschuldet. Den Gesang am Grabe einer Abtheilung der dritten Wagenklasse mitgefahren war und eine ständige Einrichtung, die mit der zu- oder abnehmenden führte der Gangverein Kreuzberger Harmonie" aus. Viele wahrscheinlich beim Hinaussehen aus dem Fenster durch die nicht Ueberfüllung der Gemeindeschulen zu- oder abnimmt. Ende Kränze mit rotin Schleifen, unter denen besonders der von dem fest verschlossene Thür aus dem Zuge gestürzt ist. Er ist mit den März gab es noch 49 fliegende" Klassen. Die Kinder dieser Holzarbeiter- Veland und der vom Wahlverein des zweiten linken Bein zwischen Wagen und Trittbrett hängen geblieben und Klassen müssen, da sie kein bestimmtes Klassenzimmer angewiesen Wahlkreises gewignete durch geschmackvolles Arrangement auf zu Tode geschleift worden. erhalten können, weil eben teines mehr in der betreffenden fielen, wurden zu ehren des Todten auf seinem Grabe niederSchule vorhanden ist, den ganzen Vormittag über von einem gelegt. Ehre dem Andenken des treuen, allzeit tampfbereiten gerade frei werdenden Zimmer zum anderen wandern. Ob das Genossen! dem Unterricht förderlich ist, mag dahingestellt bleiben, aber der Gesundheit ist es bestimmt nicht förderlich. Diese Zustände werden sich so lange erhalten, als der Berliner Magistrat mit dem Bau von Schulhäusern hinter der Zunahme der Bevölkerung und der schulpflichtigen Kinder immer erst mehrere Jahre hinterher gehintt kommt. Genoffe Richard halfter, Lübbenerstr. 22, ersucht uns um Mittheilung, daß die v R. Halfter für den Parteitag in Köln gestellten Anträge nich von ihm, sondern von einem seiner Namensvetter gestellt fint Todesursache. Als am Sonnabend Abend gegen 8 Uhr der Polier Huhn( Altonaerstr. 24 a) sein Zimmer betrat, fand er seine Frau als Leiche auf dem Fußboden liegen. Er benachrichtigte das 76. Polizeirevier, welches einen Arzt requirirte. Dieser konnte die Todesursache mit Bestimmtheit noch nicht feststellen. Die Leichen zweier etwa 20 Jahre alter Damen Achtung! Die für Berlin und Umgegend zu dem Rölner find gestern im Waffer aufgefunden und in beiden Fällen von Parteitag Delegirten werden ersucht, behufs Besprechung heute Schiffern gelandet worden. Die eine trug einen dunkelblauen Dienstag Abend 8½½2 Uhr, im Lotal Naunynftr. 86, zu erscheinen. Mantel mit Schnurbesat, ein dunkelgrünes Kleid und goldene Unentgeltliche Belehrung über Familienkrankenpflege ben Belten aus dem Wasser gezogen. Die andere, die gestern Ohrringe. Sie wurde am Sonntag Vormittag um 10 Uhr an werden vom 23. d. M. ab einige Aerzte in Rigdorf( im Deutschen früh gegen 8 Uhr am Engel- Ufer aus dem Kanal gefischt wurde, Wirthshaus, Bergstr. 120) erthesen. Für den Unterricht sind trug ein weißes Mieder, ein graugestreiftes Kleid, einen grauen 13 Bortragsabende in Aussicht enommen. Er soll sich auf Filzhut mit Federbesatz und eine goldene Broche. Beide Per folgende Gegenstände erstrecken: Bau und Verrichtungen des fönlichkeiten sind bisher unbekannt geblieben und im Schauhauſe menschlichen Körpers; Qualifikation Kleidung und Benehmen des öffentlich ausgestellt. Pflegers; Unterbringung des Kran en passende Herrichtung; Bei Gelegenheit der Berathung der Magistratsvorlage wegen Ankaufs des Grundstücks Wasserstr. 46 zum Zwecke der Errichtung einer dritten städtischen Volksbadeanstalt hatte die Stadtverordneten- Versammlung unter Ablehnung dieser Vorlage den Magistrat ersucht, 1. baldigst eine Vorlage zu machen, in welchen Stadtgegenden für die Folge der Bau von Voltsbadeanstalten beabsichtigt werde, u. A. bei der Erbauung einer neuen Boltsbadeanstalt auf die Errichtung von Dampfbädern im Intereffe der Kranten Bedacht zu nehmen. Diesem Ersuchen der Stadtverordneten- Bersammlung ist nunmehr der Magistrat nach gekommen und derselben einen generellen Plan für Erbauung Instandhaltung und Ordnung des Krankenzimmers; Kranken- Von seiner Hauswirthin überfallen und schwer vers weiterer solcher Anstalten vorgelegt. Bei der Aufstellung des wartung: Lager und Ortsveränderungen der Kranken, Dar- letzt wurde am Freitag Abend der dreißigjährige Arbeiter Planes ist der Magistrat hauptsächlich davon ausgegangen, reichung von Nahrung und Getränk, Hilfeleistung bei Ent- Otto Page, Ackerstraße 166 wohnhaft. Der im Hinterhause daß zunächst diejenigen dichtbevölkerten Stadttheile bedacht leerungen der Kranken, Bekleidung und Reinlichkeitspflege; zwei Treppen in Schlafstelle belegene P. ging zur ge werden müssen, in denen es bei der geringen Breite Verhütung von Ansteckung: Ifolirang und Desinfektion; nannten Zeit über den Hof und wurde dort von einem frei der vorhandenen Wasserstraßen oder gänzlichen Beobachtung der Kranken behufs Berichterstattung 2c.; Aus- umher laufenden dem Hauswirth Hrm. Tlackmann gehörigen Mangel derfelben an Gelegenheit zur Errichtung von Fluß- führung ärztlicher Verordnungen: innerliche und äußerliche An- Hunde angefallen und in das linke Bein gebissen. In Gegenbadeanstalten fehlt und weiterhin diejenigen, in denen der größere wendung der Arzneien, Anwendung des Wassers, Anwendung wart des 14 jährigen Sohnes des Hausbesitzers schimpfte nun P. Theil der Bevölkerung nicht bemittelt genug ist, die besseren der Verbandsmittel; die erste Hilfe bei plöglicher schwerer Er- über das freie Umherlaufen des Hundes und schlug, als der Knabe Privatanstalten zu benutzen bezw. in denen an solchen Anstalten frankung und Unglücksfall. Das Nähere fann bei Dr. die Partei des Vaters nahm, auf den ersteren ein. Nun tam Mangel ist oder die vorhandenen in nächster Zeit eingehen Tilartius, Rixdorf, Bergstraße 18, erfahren werden. Ein der Frau T. hinzu, es tam zwischen ihr und P. zu einem Streit, der Ein sozialdemokratischer Dichter. bis jetzt gemacht hat", äußerte Büchner zu einem Freunde, die ihn mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm Verhältnisse Deutschlands umzustoßen, beruhen auf einer durch die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Am 17. Oktober dieses Jahres sind es 80 Jahre, daß ein aus knabenhaften Berechnung, indem man, wem es wirklich zu Fremde verzehren seine Wecker vor seinen Augen, sein Leib ist gewaltiger Vorkämpfer der neuern Zeit, ein wahrer und ganzer einem Kampf, auf den man doch gefaßt sein müßte, ge- eine Schwiele, fein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Dichter, das Licht der Welt erblickte. In den meisten Literatur- tommen wäre, den deutschen Regierungen und ihren zahl- 3wingherrn. Im Namen des Staates wird das Geld erpreßt, geschichten wird er entweder todtgeschwiegen oder wie es reichen Armeen nichts hätte entgegenstellen können wie es reichen Armeen nichts hätte entgegenstellen tönnen, als eine dies ist der Blutzehnte, der vom Leibe des Volkes genommen freilich nicht anders zu erwartenstiefmütterlich behandelt. handvoll undisziplinirte Liberale. Soll jemals die Revolution wird, und man sagt, das sei nöthig, die Ordnung im Staate Politisch Liedein garstig Lied", selbstverständlich nur dann auf eine durchgreifende Art ausgeführt werden, so tam und darf zu erhalten. Was ist denn nun das für ein gewaltiges Ding, garstig, wenn es von demokratischem Geiste angefressen oder das blos durch die große Masse des Voltes geschehen, durch der Staat? Wohnt eine Anzahl Menschen in einem Land, und von revolutionärer Begeisterung durchglüht ist. Patriotische deren Ueberzahl und Gewicht die Soldaten gleichsan erdrückt es find Verordnungen oder Gesetze vorhanden, nach denen Bänkelsängerei, meist nach der Melodie: Ach Gott wie werden müssen. Es handelt sich also darum, diese große Masse jeder sich richten muß, so sagt man, sie bilden einen schlecht," gedichtet und zu fingen, ist dagegen immer werth zu gewinnen, was vorderhand nur durch Flugschriften geschehen Staat. Der Staat also find Alle; die Ordner im Staate als Musterstück in die Lesebücher aufgenommen und von Kadetten kann." find die Gesetze, durch welche das Wohl Aller gesichert und Gymnaſtaſten auswendig gelernt zu werden. Der Dichter Besonders empfiehlt er die Landagitation. An die Bauern wird, und die aus dem Wohl II er hervorgehen sollen u. s. w. aber, den wir meinen, entschied sich schon als Student der müsse man sich vorzüglich wenden, die in ihrem Stumpfsinn und Der Boden unter Euren Füßen, der Bissen zwischen Euren Medizin und Naturwissenschaften in der Politik für die Sozial- ihrer Gleichgiltigkeit durchaus keinen Sinn für die Ehre und Zähnen ist besteuert. Dafür fitzen die Herren in Fräcken beidemokratie. Georg Büchner ward am Schlachttage von Freiheit ihrer Nation, feinen Begriff von den Rechten des sammen, und das Volk steht nackt und gebückt vor ihnen, sie Leipzig( 17. Oftober 1813) in Goddelau, einem Dorfe bei Menschen hätten, fast an teiner Seite seien sie mehr zugänglich, als legen die Hände an seine Lenden und Schultern und zählen aus, Darmstadt, wo sein Vater Arzt war, geboren. Mit 18 Jahren gerade am Geldfack, dies müsse man benutzen, wenn man sie aus wie viel es noch tragen kann." Auch über die Militärlasten verließ er das Gymnasium und hielt auf dem in Darmstadt ihrer Erniedrigung hervorziehen wolle; man müsse ihnen vor- läßt er sich des weiteren aus. Dafür," schreibt er ,,, kriegen üblichen Rede- Attus eine Rede, welche die Vertheidigung des rechnen, welche Lasten fie tragen, während andere den Vortheil Eure Söhne einen bunten Rock auf den Leib, ein Gewehr oder Selbstmordes Cato's zum Gegenstand hatte und in ferniger davon beziehen, daß die Geseze, welche über ihr Leben und eine Trommel auf die Schulter und dürfen jeden Herbst einmal Sprache abgefaßt einen Beweis für seine damals schon Eigenthum verfügen, in den Händen des Adels, der Reichen und blind schießen und erzählen, wie die Herren vom Hof und die von politischem Enthusiasmus beseelte Geistesrichtung bietet. der Staatsdiener sich befinden. Der materielle Druck, unter dem Buben vom Adel allen Kindern ehrlicher Leute vorgehen und Er studirte in Straßburg Naturwissenschaften, namentlich Boologie ein großer Theil Deutschlands liege, sei ebenso traurig und mit ihnen in den Straßen herumziehen. Mit ihren Trommeln und vergleichende Anatomie und setzte seine medizinischen Studien schimpflich, als der geistige, und es sei bei weitem nicht so übertäuben sie Eure Seufzer; mit ihren Kolben zerschmettern sie auf der Landesuniversität Gießen fort. Es war zu derselben betrübt, daß diefer oder jener Liberale feine Gedanken nicht Euch den Schädel, wenn Ihr zu denken wagt, daß Ihr freie Zeit, wo ein neues geiftiges Leben das gebildete Deutschland zu drucken lassen dürfe, als daß viele Tausend Familien nicht im Menschen seid. Ihr seid nichts, Ihr habt nichts! Ihr seid burchzucken begann; die Zeit des Sturmes und Dranges schien stande wären, ihre Kartoffeln zu schmalzen. rechtlos. Ihr müffet geben, was Eure Presser fordern und tragen, wieder gekommen zu sein. Der Holsteiner Ludolf Wienbarg Die erste Nummer des Hessischen Landboten" vom Juli 1834 was fie Euch aufbürden." ftiftete das junge Deutschland, das den Kampf wider„ Tyrannen bietet trotz der Verstümmelung durch die Zensur des Merk- Wo Büchner die Rolle des Propheten für sich in Anspruch und Pfaffen", wider Adel und Kapital auf seine Fahne schrieb würdigen und Interessanten zu viel, daß wir es uns nicht ver- nimmt oder mit der Pythia auf den Dreifuß steigt, entlockt seine und eine Neugestaltung der politischen, religiösen und sozialen fagen tönnen, einiges daraus anzuführen. Im Jahr 1834," Bukunftsmusit doch ein bitteres Lächeln: Deutschland", fo Verhältnisse anstrebte. 1834 fing Büchner an sich an den politischen heißt es da sieht es so aus, als würde die Bibel Lügen träumt er, ist jetzt ein Leichenfeld, bald wird es ein Paradies Agitationen in seiner engern Heimath und an den Geheimbünden gestraft. Es sieht aus, als hätte Gott die Bauern und Hand- sein!" G3 ist nicht zu verwundern, daß der Verfasser dieser jener Jahre zu betheiligen. Er gründete eine Verbindung und gab werter am fünften Tage und die Fürsten und Vornehmen am Blätter der drohenden Verhaftung nur durch die Flucht entgehen ihr den Namen„ Gesellschaft der Menschenrechte", wahrscheinlich sechsten geschaffen und hätte zu diesen gesagt: Herrschet über fonnte. Zwei Mitglieder der Gesellschaft der Menschenrechte, hatte er die Idee hierzu aus dem damals schon sehr eifrig von alles Gethier, das auf Erden friecht und hätte die Bauern Schütz und Carl Minnigerode, versuchten den„ Landboten" mögihm betriebenen Studium der französischen Revolution geschöpft. und Bürger zum Gewürm gezählt. Das Leben der Vornehmen lichst zu verbreiten, indem sie die Exemplare" durch die Fenster Diese Gesellschaft hatte sich die Verbreitung sozial- revolutionärer ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern, sie warfen oder Nachts zwischen die Läden schoben. Infolge einer Flugschriften zum Zwede gesetzt. Die erste derselben:„ Der tragen zierliche Kleider, sie haben feifte Gesichter und reden an das Ministerium in Darmstadt gerichteten Denunziation wurde hessische Landbote", mit dem der französischen Revolution von eine eigene Sprache; das Volk aber liegt vor Bolt aber liegt vor ihnen Minnigerode, ein zwanzigjähriger, talentvoller Jüngling, 1789 entlehnten Motto: Friede den Hütten, Krieg den Palästen", wie Dünger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter Student der Medizin in Gießen, verhaftet, als er zu Wagen eine hatte Büchner selbst zum Verfaffer. Die Versuche, welche man dem Pflug, der Vornehme aber geht hinter dem Bauer und treibt Anzahl von ungefähr 150 jener Flugblätter bei sich hatte, um " Arbeiter Risiko. Von einem Gerüft abgestürzt ist heute Vormittag in der elften Stunde an einem Neubau in der Neuter straße in Rixdorf der 24jährige Maler Dominikofsky, wohnhait Prinz Handjernstraße; mit schweren Verlegungen am Hinterkopfe wurde er nach einem Krankenhause geschafft. Gesperrt ist für Fuhrwerk und Reiter die Burgstraße von der Burgstr. 5 ab bis zur Kurfürsten- Brücke. vor. ein mit Ohrfeigen endete und schließlich begab sich der Arbeiter nach| Männer nicht als diejenigen wiederzuerkennen, welche am Dieb.| lommen, fonnte aber nicht anfangen zu arbeit, ba teine Rüftung eit paar Mal sah er der Revierwache, um Anzeige zu machen. Als P. nun gegen stahlstage sich dort zu schaffen machten, die gerichtlich abgegebene aufgestellt war. Er ging zum Budiker, 1/211 Uhr von dort zurückkehrte und im Begriff war, die Hausthür Aussage des Vigilanten Kailing und die von den beiden Ver- dann nach, ob die Rüstung schon feclis fet. Da sie zwischen 9 zu schließen, erhielt er plöglich von hinterrücs mit einem Gummi- dächtigen eingeräumte Thatsache, daß sie am Himmelfahrtstage und 10 Uhr Vormittags noch nicht gaanb, verließ er ohne schläger einen wuchtigen Hieb auf den linken Arm, der dem 1892 im Dally'schen Lokale waren, auch Abends nach Hamburg weiteres den Bau und ging nach Hause. Als er am andern Morgen Ueberfallenen einen lauten Schrei des Schmerzes entlockte. Nun reisten und daß sie feinen Anhalt dafür geben fonnten, woher fie wiederfam, wurde ihm seine Entlassung mit der Bedingung drehte sich der Geschlagene um und will dort den Hauswirth T. die Mittel zur Reise genommen haben, reichten aus, um sie wegen mitgetheilt, daß er den angefangenen ford fertig machen möge. sowie dessen Frau und Sohn, welch letzterer mit einer Lampe des bei Winter stattgehabten Einbruchsdiebstahls unter Antlage zu Er flagte nunmehr auf Bahlung einer Lohnentschädigung. I h in leuchtete, erblickt haben. Dann ist Frau T. auf ihn zugetreten stellen. Die Angeklagten legten sich nunmehr aufs Leugnen, wurde eine solche nur für die drei Stunden und hat ihm mit dem Fuße einen Etoß gegen den Unterleib ver- als Kailing inzwischen verschwunden ist und somit als Zeuge zugebilligt, welche er auf dem Bau beziehungsfest, sodaß der Getroffene alsbald zusammenbrach. Auf die Hilfe- ihnen nicht gegenüber treten fann. Hinzu trat der auffallende weife unweit deffelben auf die Fertigstellung rufe des fläglich Stöhnenden famen Hausbewohner hinzu, welche Umstand, daß Tieße erklärte, er habe als Polizei der Rüstung gewartet hat. Gründe: Die Entscheidung P. am Boden liegend erblickten, während Frau T. die Lampe in vigilant dem Kriminalkommissar Braun die habe auf die Frage angespitzt werden müssen: Ist der Hand haltend, laut schalt und sich dann entfernte. Auf An- wichtigsten Dienste geleistet, und da werde er doch Stuckateur, wenn er feine Rüstung nicht nicht vorfindet, berechtigt, rathen eines sofort hinzugerufenen Arztes, wurde P. nach dem nicht selber einen Diebstahl begehen! Das sei ein schlechter Lohn, die Arbeitsstätte zu verlassen oder ist er verpflichtet, da zu St. Hedwigs- Krankenhause geschafft und hier wurden bei dem daß er nun eines Diebstahls bezichtigt werde, von dem er nichts bleiben? Das Gericht habe sich bei Klagen aus anderen Berufen, die nicht mehr Vernehmungsfähigen schwere innere Verlegungen und wisse. Ter Gerichtshof behalf sich mit der Verlesung der einen Entschädigungsanspruch aus dem Fehlen von Materialien, innere Blutung fonstatirt. Wie wir auf unfere heutige Anfrage Railing'schen Aussage und verurtheilte darauf den Baumann zu Rüstungen 2c. und aus der daraus erwachsenen unfreiwilligen im Krankenhause erfahren, ist es zweifelhaft, ob P. einem Jahr, den Tiege zu einem Jahr neun Zeitverfäumniß herleiteten, auf den Standpunkt gestellt, daß eine wird am Leben erhalten bleiben tönnen. Die Monaten Zuchthaus und erkannte außerdem auf je Berechtigung zum Verlassen der Werkstätte nicht ohne weiteres Untersuchung ist eingeleitet. 5jährigen Ehrverlust. Die Spigel, Vigilanten und dergleichen bestehe, besondere Fälle ausgenommen, z. B. wenn die Rüstung Gesindel sind für unsere heutige Staats- und Gesellschaftsordnung überhaupt nicht da war. Jm vorliegenden Falle sei die Rüstung unentbehrlich: wer von ihnen auf nicht politischem Felde im Bau begriffen gewesen und der Kläger hätte Nachmittags arbeitet, fällt manchmal mit einer Anklage und Verurtheilung arbeiten fönnen. Sein Verlassen der Arbeit sei nicht als gerechttrotzdem herrein. Die politischen" Spizel, Lockspiel und sonstigen fertigt angenommen worden. Er habe die Arbeit unberechtigt Hilfsbeamten der Polizei werden besser belohnt. Diese haben verlassen, wodurch seine Entlassung gerechtfertigt sei. Die Zeit das Stehlen nicht nöthig. jedoch, welche Affordarbeiter durch Warten auf bezw. in der Arbeitsstätte infolge Materialmangels verfäumen, sei zu ver Gewerbegericht. Rammer III. Vorsitzender: Assessor güten; demzufolge hätten dem Kläger 1,80 M. zugebilligt werden Guno. Sigung vom 13. Oftober. Gegen Schiebung müssen. und Bauschwindel, Vollad und Genossen gegen Die Entscheidung ist nicht zutreffend. Nach§ 124 Nr. 4 der Polizeibericht. Am 14. d. M. Vormittags wurde an der Hermann Haase, ist das Rubrum eines Prozesses, welchen Gewerbe- Ordnung haben Affordarbeiter das Recht, ohne AufPotsdamerbrücke die Leiche einer etwa 35 Jahre alten Frau aus 15 Bauarbeiter zwecks Erlangung von 452 M. rückständigen fündigung die Arbeit zu verlassen, wenn der Arbeitgeber nicht dem Wasser gezogen. Auf dem Werderschen Markt wurde ein Lohn angestrengt haben. Der Sohn des Beklagten, der Bau- für ihre ausreichende Beschäftigung sorgt. Kläger war danach Fournierschneider durch eine vorschriftswidrig fahrende Droschke architekt Mar Haase, hat im Vortermin die Forderung an berechtigt, die Arbeit an dem Tage, wo die Rüstung fehlte, umgestoßen und oberhalb des linken Auges verletzt. Nach erkannt, die Kläger fonnten aber fein Geld erhalten: wo nichts niederzulegen und Schadenersatz zu begehren. Von diesem Recht e mittags wurde in der Eichhornstraße das vor einen Geschäfts- ist, hat auch der Arbeiter fein Recht verloren. Um das Ver machte er durch Entfernung von der Arbeitsstätte Gebrauch. wagen der Firma Struwe u. Soltmann gespannte Pferd scheu, hältniß des Beklagten zu den klagenden Arbeitern festzustellen, Reine falls lag daher ein unbefugtes Verlassen der Arbeit lief die Schellingstraße entlang und stürzte mit dem sind zu diesem neuen Termin( 13. Oktober) der Tischlermeister Ein zweiter Grund tritt hinzu: von einem VerWagen in Den Landwehrkanal. Das Gefährt wurde ich nebst Frau und der Rechtsanwalt Liebling ge laffen der Arbeit kann deshalb keine feine Rede sein, durch die Feuerwehr wieder herausgezogen. In der Nachtladen. Herr Liebling fagt aus: Er habe das Grund- mel ja eben Beklagter Arbeit nicht gegeben hat: wie zum 15. d. M. geriethen in der Andreasstraße ein Kutscher und stück in der Subhastation erstanden, um eine Sypothet fall man eine Arbeit, die nicht vorhanden ist, verlassen ein Hausdiener in Streit und verlegten sich dabei durch nicht ausfallen zu lassen; der Rohbau sei ziemlich fertig önnen? Das im Urtheil angenommene Verlangen endlich, der Messerstiche gegenseitig derartig, daß sie nach der Sanitätswache gebracht werden mußten, von wo aus ersterer auf ärztliche An- gewesen. Frau Tietz habe das Grundstück allein kaufen wollen, Arbeiter habe warten sollen, ist ein durch das Gesez nicht ge= Der Arbeitsvertrag verlangt als Leistung des ordnung nach dem Krankenhause am Friedrichshain übergeführt habe ihm dann aber den Privatier H. Haase als Mitkäufer vor- rechtfertigtes. wurde, während letterer sich allein nach seiner Wohnung begeben gestellt. An Beide sei dann das Grundstück zu gleichen Rechter Arbeiters nicht ein Warten, sondern eine Arbeitsleistung. Schildverkauft worden. Im Kaufvertrag sei ausdrücklich die Beftimwache gewissermaßen stehen oder in der Kneipe herumliegen, bis fonnte. Am 15. d. M. Vormittags wurde in der Spree, gegen= über den Zelten, die Leiche einer etwa 20jährigen Frauensperson, mung getroffen worden, daß die Beiden alle Verpflichtungen ge- die Rüstung vollendet ist, die durch Saumseligkeit oder Ungeschick und im Landwehrkanal, am Garten- User, die Leiche eines etwa meinschaftlich zu tragen hätten, hauptsächlich die bezüglich des des Bauherrn zu spät angebracht war, braucht der Arbeiter Refttaufgeldes. Auf ihre Rechnung hätten sie gebaut und seit. Die dritte Kammer, die vorliegendes Urtheil gefällt 35 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Vor dem Hause der Bau neuerdings wieder liegen geblieben, der Rohbau sei hat, hat durch eine Reihe von Erkenntnissen, insbesondere gegen Botsdamerstr. 125 fiel ein Mädchen beim Absteigen von einem noch nicht ganz zu Ende geführt. Dem Zeugen ist betreffs des Bauschwindler, gezeigt, daß fie die Rechte des Arbeiters wahrPferdebahnwagen zu Boden und erlitt anscheinend innere VerHerrn Way Haase nur bekannt, daß er den Bau leiten sollte. zunehmen bestrebt ist. Wenn sie im vorliegenden Fall zu einer legungen. Am 14. und 15. d. M. fanden acht Brände statt. Frau Ties: Ich habe mit Herrn Herm. Haase das Grundstück durchaus hinfälligen Ansicht gelangt ist, so mag dies darauf gekauft. Sein Sohn war der praktische Leiter des aues, er beruhen, daß der Kläger die Verhältnisse vielleicht nicht führte im Interesse seines Vaters die Maurer- und Simmerer- hinreichend gewandt darstellte. Wir können denjenigen, arbeiten aus, ohne von uns etwas zu bekommen. besorgte die ihr Recht beim Gewerbegericht nachsuchen, die Steine und zahlte die Löhne. Mein tann hatte nur wiederbolt empfehlen, die unentgeltliche eine Tischlerwerkstatt, wir lieferten deshalb Boie Tischler- Silfe des von den Arbeitnehmerbeisigern ins Polizei- Hilfearbeiter. Eine Polizei- Bigilanten charakteri arbeiten. Wir haben haben die Anzahlung eistet. Herr eben gerufenen Bureaus, Rosenstraße 28, in firende Verhandlung fand gestern vor der zweiten Straffammer Haase( junior) und ich bewarben uns bei der Bant Anspruch zu nehmen. Sie erhalten dort zwischen 8-1 des Berliner Landgerichts I. statt. Am Nachmittag des Himmel- um Geld, erzielten jedoch am Sonnabend pät Abends eine und 6-8 Uhr unentgeltliche Auskunft, Aufnahme von Klagen, fahrtstages des vorigen Jahres wurde dem Sattlermeister abschlägige Antwort. Hätten wir Geld betammen, dann wäre Anträgen u. dgl. und auch, soweit möglich und nöthig, die Hilfe Winter, Kochstraße 62, während derselbe mit seiner Familie alles bezahlt worden. Es aus eigener Tasch zu zahlen, so reich eines Beistandes vor Gericht. Verkehrt wäre es, sich an das von einen Ausflug unternahm, die Ladenkaffe und ein Theil seines find wir nicht. Infolge des ablehnenden Verhaltens der Bank" den Arbeitgebern errichtete Bureau( Stralauerstraße 42) Waarenlagers u. a. einige hundert Portemonnaies-aus- mußte der Bau liegen bleiben. Der Maurerpolier Hübner zu wenden, da trotz alles Bemühens objektiv zu sein, der Arbeitgeräumt. Drei Männer waren gleich nach 5 Uhr in das Haus führte aus, er sei von M. Haase angenomen worden und habe geber die Sachlage im allgemeinen aber allein von dem Standgefommen; etwa nach einer halben Stunde haben andere Be- auch von ihm die Löhne erhalten, ausgefommen für die Arbeit, punkt eines Arbeitgebers aus beurtheilt. wohner gefehen, daß dieselben das Haus wieder verlassen haben. welche den andren Klägern er befindet sich unter den Klägern- Der Bauwächter Syramowati tlagt gegen die Nach dem Befunde waren die Diebe durch ein leicht zu öffnendes auch nicht bezahlt wurde. Das Gericht gewann die Ueberzeugung, Bauunternehmer lobsch und„ Bankvertreter" Stöder. Fenster vom Hofe aus in den Laden eingedrungen und daß der eigentliche Bauunternehmer Hermann Haafe gewesen Er verlangt 66,50 m. rädständigen Lohn. In einem hatten dort die Behältnisse gewaltsam eröffnet. Da die von den ist und verurtheilte ihn solidarisch w seinem Sohne, die 452,61 Gr verlangt 66,50 M. rückständigen Lohn. Polizeiorganen nach dem Verbleib der Portemonnaies angestellten Mart zu zahlen und die Kosten, sie die Versäummißgebühren früheren Termin wurde bereits klobsch durch Theilurtheil verpflichtet 45,50 M. zu zahlen. Der Kläger verlangt nun, daß Recherchen völlig refultatios waren, so lag der Gedante nabe, der Kläger zu tragen. daß dieselben nach außerhalb verschärft" worden waren. Diese Der Arbeiter Kurzhals tlagt egen den Maurerpolier Saling, Stöcker für die ganze Summe mit haftbar gemacht werde; er sei Annahme fand ihre Unterstützung durch Mittheilungen, welche der er verlangt rückständigen Lohn. Der Beklagte behauptet, nicht die Seele von't Janze", sei der Geldmann". Er, Kläger, wäre als Bigilant" verwendete Railing dem Kriminalwachtmeister Arbeitgeber des Klägers, sonder nur Bolier des Schlossermeisters bei Klobsch gewesen, ba fei„ nischt zu wollen". Betreffs der Dierbach machte. Hiernach hat K. am Nachmittag des Schulze gewesen zu sein. Er tube von diesem pro Woche 50 m. 21 M., welche von den verlangten 66,10 M. nach Fällung des Himmelfahrtstages 1892 in dem Daltenfchen Schantlokale in der Sohn bekommen sollen, wofer er fein eigenes Rüstzeug noch Theifurtheils noch blieben, hatte der Beklagte Klobsch im vorigen Artilleriestraße, in welchem ausschließlich Verbrecher verkehren brauchen sollte. Bum eigenlichen Arbeiten sei es nicht ge- Termin eingewendet, die hätte der Maurermeister Bahl zu follen, die Unterhaltung zweier Männer angehört, von denen der kommen, nur die Vorarbeite. Aufstellung der Rüstung u. s. w. zahlen, der habe den Kläger 7 Tage als Arbeiter beschäftigt. eine unter dem Spiznamenattermann" befannt ist. Die feien von ihm ausgeführt worden. Er selbst habe noch Lohn Herr Pahl behauptet, die Pflicht dazu nicht zu haben. Er felben besprachen einen in der Kochstraße auszuführenden Dieb für sieben Tage und 98 Mark baar von Schulze zu bekommen. babe für Klobfch Maurerarbeiten ausgeführt. Durch Schuld stahl und verließen nach 4 Uhr das Lokal. Railing folgte ihnen, Herr Schlossermeister Scha Iz erklärt, entgegen der Behauptung beffelben seien Monitas veranlaßt worden. Da habe Klobsch verlor die beiden Männer in der Krausenstraße aber aus Saling's, er habe mit demselben einen Baupreis von 3,80 m. ihm seinen Bauwächter, da dieser nichts zu thun hatte, zur Verden Augen. Später erfuhr er, daß bei Winter ein großer Dieb- pro Quadratruthe bebaute Fläche abgemacht. Saling befügung gestellt; er habe ein Bischen" helfen sollen. Der stahl ausgeführt worden und gleichzeitig, daß Lattermann" und streitet dies energisch. Der Kläger dehnt während der Verhand- Kläger bestätigt dies. Der Vertreter des" Bankvertreters" Stöcker wendet gegen ber Schlächterpaul" am Abend des Diebstahlstages nach Ham- lung seine Klage auf Schulze aus. Lesterer wird als Bauherr" burg abgereist seien. Erst im Juli d. J. gelang es, die beiden verurtheilt, während die Klage gegen Saling abgewiesen wird. Die gegen Stöcker gerichtete Klage ein, daß Gewerbegericht bezeichneten Mitglieder der Berhrecherzunft zu ermitteln. Es Der Gerichtshof nahm an, daß dieser nur Beauftragter und nicht sei nicht zuständig, Stöder sei Kaufmann(!!) Herr Klobsch sei der eingetragene Grundstücksbesiger, von ihm sei Herrn Stöcker find dies Franz Baumann und Paul Tietze. Letzterer selbständiger Arbeitgeber war. befand sich im Hamburger Gefängniß, wo er eine ihm wegen Folgendes Urtheil, das in der Klagefache des Stuckateurs Klofe das Baugeld zedirt. Derselbe habe die Lieferanten des Klobsch Diebstahls zudiktirte fünfzehnmonatige Strafe abbüßt. Die Be- gegen die Firma Weigt u. Beckers gefällt wurde, giebt zu großen nach dessen Angaben bezahlt. Die Löhne seien nicht von Stöcker wohner des Hauses Rochstraße 62 vermochten zwar die beiden Bedenken Anlaß. Klose war an einem Morgen zur Arbeit ge- gezahlt worden, das betreffende Geld erhielt vertragsmäßig Gerichts- Beitung. " Chikanen überhob, welche damals gegen die Refugies infolge Mit Anfang des auswärtiger Noten im Schwange waren. Jahres 1836 sollte die Deutsche Revue", das Organ des Jungen Deutschland" von Guytow und Wienberg gegründet, erscheinen. Für dieselbe hatte Büchner seine Novelle ,, Lenz" bestimmt. In Straßburg hatte er sich allerhand interessante Notizen über Lenz, einen unglücklichen Boeten, den Freund Goethes, verschafft. Diese Novelle blieb leider ein bloßes Fragment. Guytow begleitete den Abdruck mit der Bemerkung: Diese Probe von Büchner's Genie wird auf's neue beweisen, was wir mit seinem Zod an ihm verloren haben." Laune. Sie nach Gießen zu bringen. Jufolge dreijähriger Kerkerleiden ihn die Vorladung des Untersuchungsrichters traf, der er sich wurde der Unglückliche im Jahre 1887 wahnsinnig, später wieder nur mit knapper Noth durch eine schleunige Flucht nach Straß hergestellt und freigelassen ging er nach Amerifa. Das harte burg zu entziehen vermochte. So erschien benn„ Danton's Tod", Schicksal seines Freundes, an dessen Unglück er mitschuldig zu während sein Verfasser als Flüchtling in der Fremde lebte, im jein glaubte, machte einen gewaltigen Eindruck auf Büchner. Sommer 1835 im Druck und wurde durch Guzkow mit einer Minnigerode ift todt", schreibt er in einem Briefe vom 20. No- der glänzendsten Kritiken in die literarische Welt eingeführt. vember 1836, bas heißt, er ist drei Jahre lang todt gequält Diefe Kritik beginnt mit den Worten: Die Kritik ist immer worden. Drei Jahre! Die französischen Blutmänner brachten verlegen, wenn sie an die Werke des Genies herantritt; fie fann einen doch in ein paar Stunden um. Aber drei Jahre! Wir hier nicht mehr sein als der Kammerdiener, der die Thüre des haben eine gar menschliche Regierung, fie fann fein Blut sehen. Salons öffnet und in die versammelte Menge laut des EinUnd so fihen noch an vierzig Menschen, und das ist teine tretenden Namen hineinrust; das lebrige wird das Genie selbst Anarchie, das ist Drdnung und Recht, und die Herren vollbringen." In Zürich erwarb sich Büchner die philosophische Doktorfühlen sich empört, wenn sie an die anarchische Schweiz Auch Danton mußte fein geniales wirres Lockenhaupt unter würde und habilitirte sich als Privatdozent der vergleichenden denken! Bei Gott, die Leute nehmen ein großes Rapital auf, das Scheermesser der Delila Censur beugen, um halb tahlköpfig Anatomie. Am einheitlichsten abgeschlossen ist das politisch satirische das ihnen einmal mit schweren Zinsen kann abgetragen werden, wieder hervorzugehen, nachdem er wie Simson seine beste Kraft mit sehr schweren... verloren. Erst neuerdings hat Karl Emil Franzos in der Ge- Lustspiel Leonce und Lena", das Büchner furz vor seiner tödtSobald Büchner die Nachricht von der Verhaftung seiner fammtausgabe von Büchner's Werken das Original mit Iritischer lichen Krankheit in Zürich schrieb, voll Geist, Wiz und kecker Freunde empfangen hatte, eilte er von Gießen weg, tam in der Treue wieder hergestellt. Nacht vom 1. auf den 2. August nach Buzzbach und setzte auf In Straßburg wandte sich Büchner mit voller Energie den Am 2. Februar 1887 befiel ihm ein heftiges Unwohlfein. Anrathen seines Freundes Weidig fogleich seine Reise zu Fuß Naturwissenschaften zu. Hier fühlte er sich sicher vor den ge- Die aufopferndste Sorgfalt und liebevollste Pflege vermochte nicht weiter fort nach Frankfurt. Nach einiger Zeit ins Eltern fürchteten Leiden eines langwierigen Rerlers und manches freiere das dahinschwindende Leben zu erhalten. Seine Krankheit Der Gegenstand seiner haus zurückgekehrt, fuhr er mit den Agitationen fort. Für die 28ort fonnte er an feine Eltern und Freunde in der Heimath machte unaufhaltbare Fortschritte. Gesellschaft verfaßte er nach dem Muster der französischen eine richten. Weil wir im Rerker geboren und großgezogen sind", Phantasieen waren seine Braut, mit der er sich in Straßburg Erklärung der Menschenrechte, die als Programm der schreibt er, merten wir nicht mehr, daß wir im Loch ftecken verlobt hatte, und besonders das Schicksal feiner politischen revolutionären Partei gelten fonnte. Leider find diese mit angeschmiedeten Händen und Füßen und einem Jugendgenossen, die seit Jahren in den Kerfern seiner Schriftstücke in der Angst der Periode während der Knebel im Munde. Was nennt ihr denn gesetzlichen Heimath schinachteten. Am 21. Februar 1837 wurde Georg Büchner zu Zürich bes Untersuchungen mit anderen Papieren verbrannt worden. Zustand? Ein Gefeß, das die große Maffe der Staatsbürger Eine Woche vorher war In dieser für ihn höchst aufregenden Zeit faßt jede Woche zum frohnenden Vieh macht, um die unnatürlichen Bedürfnisse erdigt im Alter von 231/2 Jahren. hörte man von neuen Verhaftungen und die Straße in der er einer unbedeutenden und verdorbenen Minderzahl zu befriedigen sein Freund Ludwig Börne zu Paris zu Grabe getragen worden. wohnte, war täglich an beiden Enden von Polizisten bewacht und dies Gefeß, unterstützt durch eine robe Militärgewalt und Ein edler Charakter, ein Herz voller Mitgefühl für die Leiden fchrieb er feine erste literarische Schöpfung das Drama, Dantons durch die dumme Pfiffigkeit seiner Agenten, dies Gesetz ist eine des Boltes ward zu früh dahingestorben. Sein scharfes Auge Zod". Ein Wert, an dem er im Verborgenen unter mannig- ewige, rohe Gewalt, angethan dem Recht und der gesunden Ber: hatte die moralische Werderbtheit der höheren Klassen völlig fachen Störungen arbeitete; während an seinem Arbeitstische die nunft, und ich werde mit Mund und Hand dagegen fämpfen, wo durchblickt, die geschickte Hand des Anatomen hat mit unerbitt anatomischen Tafeln und Schriften obenauf lagen, 30g er furcht- ich fann." Jch tomme vom Christkindelmartt", schreibt er ein licher Schärfe die Schäden seiner Zeit blos gelegt. Herwegh singt von ihm: fam unter denselben die Papierbogen hervor, auf denen er seine ander Mal, überall Haufen zerlumpter, frierender Kinder, die Gedanken mit einer gewissen geistigen Haft niederwarf. Eine mit aufgerissenen Augen und traurigen Gesichtern vor den fieberhaft aufgeregte Darstellung einer fieberhaft aufgeregten Herrlichkeiten aus Wasser und Mehl, Dreck und Goldpapier Beit" nennt Rob. König dieses geistesmächtige Wert, voll standen. Der Gedanke, daß für die meisten Menschen auch die erschütternden Szenen. Junerhalb fünf Wochen hat Büchner armseligsten Genüsse und Freuden unerreichbare Kostbarkeiten bies Stück voller Phantasie, charakteristischer Kraft und ge- find, machte mich sehr bitter -waltiger historischer Wahrheit vollendet. Kaum hatte er daffelbe Im Oktober 1835 erhielt Büchner durch besondere Beran Gußkow mit der Bitte um seine Empfehlung abgeschickt, als günstigung eine franzöfifche Sicherheitskarte, die ihn aller Ein unvollendet Zied finkt er in's Grab, Der Verse schönsten nimmt er mit hinab," und am Schlusse dieses größeren Gedichtes, bas zu den schönsten Herwegh's gezählt werden darf, heißt es: Büchner und Börne, deutsche Diosturen, Weh, daß der Lorbeer nicht auf deutschen Fluren Für solch geweihte Häupter wachsen darf." Klobfch. Letzterer habe Herrn Stöcker ausdrücklich im Bau geldervertrag bescheinigt, daß dieser mit den Arbeitern und ihrer Bezahlung nichts zu thun habe. Für die Uebernahme der BauVerlaumulungen. die Fragen nicht als Sport zu betreiben, sondern sich praktisch zu bethätigen. Der Rückgang ihrer Organisation, In der allgemeinen Kutscherversammlung, welche am Ende der achtziger Jahre mit eine der besten war, resultire gelder habe Stöcker eine Proviſinn erhalten, die wohl nicht" zu 13. b. mts. tagte, referirte Reichstagsabgeordneter Robert aus den persönlichen Streitigkeiten theils um die Form der boch fei, bei dem Merger und der Plackerei, welche man Schmidt über die Lohnverhältnisse im Fuhrgewerbe, fpeziell Organisation, theils um die politische Meinung Einzelner. Folfolidarisch verurtheilt die volle eingeflagte Summe und eine der am schlechtesten gestellten Arbeiterkategorien, fowohl in bezug mit solchen Bauten" habe. Klobsch und Stöcker wurden der Droschkenfutscher. Derselbe bezeichnete bie Rutscher als eine gende Resolution gelangte zur Annahme: In Erwägung, daß durch die schlechte Baukonjunktur und Versäumnißgebühr für den Kläger zu zahlen. Stöcker wurde als auf die Schwere des Berufes, als auch auf die Länge der Arbeits- die Gleichgiltigkeit vieler Kollegen die Arbeiter von den Untereigentlicher Arbeitgeber angesehen. Kläger wird ja darnach seine sauer zeit und Niedrigkeit des Ginkommens. Wenn, troßdem man die nehmern immer maßlofer ausgebeutet werden, in weiterer Ergerdienten Groschen erhalten. Es ist von der dritten Kammer Mißstände täglich vor Augen habe, doch eigentlich wenig davon wägung, daß die Unternehmer gutwillig auch nicht ein Jota von in anerkenneverther Weise auch in diesem Falle Bauschwindlern in die Deffentlichkeit bringe, so liege das daran, daß die Kutscher der Ausbeutung laffen, im Gegentheil nur der Gewalt nachgeben, das Handwerk des Wucherns und Betrügens etwas erschwert. verhältnißmäßig noch sehr schwach organisirt feien. Redner beschließen die heut anwesenden Kollegen Mann für Mann der Uns scheint nunmehr hinreichendes Material liegen, Dorzu schilderte eingehend die Verhältnisse in den einzelnen Branchen Organisation beizutreten, um so mit vereinten Kräften den am um namens des Gewerbegerichts zu verlangen, ber Lohnbetriebe. Als eine geradezu unanständige Gepflogenheit schofelsten und gefährlichsten auftretenden Unternehmern im Stuckoaß diefer Sorte gemeinschädlicher Menschen in noch anderer ber Fuhrunternehmer bezeichnete der Vortragende bie, das ben gewerbe mit allen ihnen zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln Weise entgegengetreten wird. Vielleicht beschäftigen sich einma! Rutschern angerechnete Trinkgeld in die eigene Tasche zu stecken. entgegenzutreten." die Arbeitnehmer- Beifizer und die Gewerkschaften mit der Frage: In einer beklagenswerthen Lage befänden sich auch die Kutscher mächtigen, zwecks der in einer früheren Versammlung beschloffenen Kleinert beantragte hierauf, die Vertrauensleute zu erWas können wir von den Arbeitern, von den Behörden und von des öffentlichen Fuhrwesens. Eine der billigsten Forderungen Aufnahme einer Statistik über die fanitären Mißstände in den der Gesetzgebung verlangen, um den Bauwucherern und Bau sei, daß diesen in brutalfter Weise von den Aktiengesellschaften Aufnahme einer Statistik über die sanitären Mißstände in den schwindlern ihr Handwerk etwas zu legen? Daß diese Bande Ausgebeuteten eine angemessene Mittagspause gewährt werde. Werkstätten Fragebogen ausgeben zu dürfen. Der Antrag wurde auf dem Sumpfboden der heutigen Gesellschaft nicht auszurotten nicht beffer gehe es den Droschkentutschern, deren Einkommens- von Krebs, Schulz und S. Grünberg bekämpft und abift, ist ja zweifellos. Aber ein wenig unterbinden läßt sich schon verhältnisse von Jahr zu Jahr mehr heruntergegangen feien. gelehnt. Eine Angelegenheit Schuchard kontra prächtel jetzt die ausbeutende Thätigkeit dieser Schlingpflanzen. Ein näheres Wenn heute noch die Zarametertutscher etwas mehr verdienen, überwies die Versammlung den Vertrauenspersonen zur Regelung. Gingehen auf diese Frage behalten wir uns vor. Daß eine Be- weil sie gesucht seien, so würde dies im Laufe der Zeit, wenn der Beschlossen wurde noch, in den Vororten Wanderversammlungen einhandlung solcher Fragen in den Gewerkschaften diese, das Zayameter immer mehr zur Einführung gelangt, auch in Wegfall zuberufen. Zum Schluß forderte Kruse zur Solidarität den Klassenbewußtsein der Arbeiter mehr stärkt, als öde Bänkereien tommen. Hätten doch bereits jetzt schon diese Rutscher zu tlagen, was Zöpfern gegenüber auf, welche entschloffen feien, vom 16. Otdarüber, welche Form der Organisation die minder schlechte, in anbetracht der tonfurrirenden modernen Verkehrsmittel nicht tober ab auf keinem Bau mit unverglasten Fenstern zu arbeiten. und daß von der Diskussion über solche Fragen in Gewerkschafts- Wunder nehmen könne. Bei einer starken Organisation wäre Die lokalorganisirten Berliner Töpfergesellen find freisen ein gut Theil Aufklärung Indifferenter über die heutige der Tarameter das Mittel, den Kutschern einen festen ange- einem früher gefaßten Beschlusse entsprechend am 16. d. M. in herrliche Gesellschaftsordnung und die Berechtigung und Noth- messenen Lohnsatz zu zahlen. Hauptbedingung für die Kutscher den diesjährigen Fensterstreit eingetreten. Behufs Entgegennahme wendigkeit unserer Bestrebungen erreicht werden kann, wird von sei Organisation. Dieselben müßten viel lauter als bisher ihre des auf den Streit bezüglichen Materials hatte der Verein zun niemand bestritten. Stimme erschallen lassen und Einfluß auf die Gefeßgebung zu Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer und BerufsDie rothen Märznummern. Unter Ausschluß der Deffent- gewinnen suchen. Im Intereffe der Sicherheit des öffentlichen genossen Berlins und Umgegend zu Montag Vormittag eine Verlichkeit verhandelte die Straffammer des Landgerichts zu Königs- Verkehrs hätte die Gesetzgebung das höchste Interesse, daß die fammlung einberufen, die sehr zahlreich besucht war. Die Streifberg gegen den Reichstagsabgeordneten für Königsberg, Restau- Verkehrsbediensteten nicht in so grenzenloser Weise durch über- leitung war dem Vorstande des Vereins übertragen worden. rateur Karl Schulze, wegen Vergehen gegen die§§ 110, 130 und lange Arbeitszeit überangestrengt werden. Es wäre am Plaze, In anbetracht des Umstandes, daß der Verein 950 zahlende Mit131 Str.-Gef.-B. Schulze ist beschuldigt, durch Verbreitung der die Reichskommission für Arbeiterstatistik auch zu Erhebungen im glieder zählt, war das bisher eingelaufene Resultat ein unNummer 33 des auf rothem Papier gedruckten Volksblattes", Rutschergewerbe zu veranlassen. Redner schloß mit der Mahnung, genügendes. Meldungen lagen vor im ganzen von 45 Bauten, Organ für die arbeitende Bevölkerung der Kreise Teltow, Bees: sich der bestehenden Organisation, welche sich zur Aufgabe gestellt auf welchen rund 550 Gesellen beschäftigt sind. Von diesen tow, Storkow, Charlottenburg, Ober- und Niederbarnim, zum habe, die traurigen Verhältnisse im Fuhrivesen zu bessern, anzu- 45 Bauten waren nur 6 Bauten verglast. Auf diesen Bauten Ungehorsam gegen Gesetze und gegen die Verfassung aufgefordert, schließen. In der folgenden Diskussion schilderte Plenze find indessen nur 40 Gesellen beschäftigt, welche demzufolge sofort sowie zu Gewaltthätigteiten öffentlich angereizt zu haben. Der Falkenberg) die überaus elenden Verhältnisse der nächtlichen weiter arbeiten können. Auf 20 Bauten mit 281 beschäftigten Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängniß, der Gerichtshof Viehtransporteure, welche bei Tage noch anderes Fuhrwerk Gesellen ist Aussicht vorhanden, daß in Kürze die Fenster vererkannte jedoch auf Freisprechung. Genau denselben Erfolg fahren müssen, also Tag und Nacht beschäftigt sind, für einen glaft werden; diese Aussicht ist nicht vorhanden auf 18 Bauten hatte bekanntlich in Berlin der Versuch, dem Genossen Keßler als Wochenlohn von 16,50 Mart. Alle Folgen hieraus fielen den mit 238 beschäftigten Gesellen. Im allgemeinen soll die Forderung verantwortlichen Redakteur der rothen Nummern einen Aufent- Rutschern zur Last. Die von dem Referenten berührten Miß- der Fensterverglasung bei den Unternehmern diesmal auf weniger halt in einem Staatsgebäude zu verschaffen. Wie wir hören stände im Fuhrwesen und die Ausbeutung der Kutscher wurde Widerstand gestoßen sein, als dies in früheren Jahren der Fall war. follen übrigens die tonfiszirten Nummern noch nicht heraus- von den folgenden Rednern durchaus bestätigt. Auch hielt Die Einzelheiten des Streits wurden in eingehendster Weise begegeben sein. Ja, das Eigenthumsrecht ist nicht immer un- Schulz dafür, daß der Taxameter den Droschkentutschern sprochen. Hagen beantragte, den Vorstand zu beauftragen, zum nur von Nugen sei. Die Kutscher hätten keinerlei Ursache, ihren Freitag Abend eine Versammlung einzuberufen behuss Regelung verletzlich. politischen Standpunkt zu verleugnen. Im Gegentheil hätten der Unterstützungsfrage. Die Streiffontrolle hat von Dienstag Körperverletzung mit tödtlichem Ausgang. Am Land- dieselben nur für die Sozialdemokratie Propaganda zu machen ab in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr stattzufinden. gericht II begann heute( Montag) Vormittag die vierte dies- und nur Arbeiterzeitungen zu lesen. A. Schulz hob hervor, Die Bureaustunden des Vorstandes sind von 8 bis 11 Uhr Vorjährige Schwurgerichts- Periode mit einer Verhandlung wegen daß die Taxameter- Fuhrherrn beschlossen hätten, vom 15. d. M. mittags und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags und hat in diesen Körperverlegung mit tödtlichem Erfolge. Auf der Anklagebant ab nur noch 1 M. Lohn und 25 pet. der täglichen Einnahme mindestens ein Vorstandsmitglied anwesend zu sein. Dieser Anstand der 35jährige Schantwirth Friedrich Wilhelm Mar ben Rutschern zu zahlen, bei welchem Verdienste die Rutscher trag wurde angenommen. Beschlossen wurde, zum diesjährigen Freund aus Rixdorf, der sich zur Zeit in Untersuchungshaft unmöglich existiren können, und empfahl den Taxameter- Kutschern, Fensterstreit die Quittungslegitimationstarte einzuführen. Die befindet. Der Angeklagte betreibt im Hause Hobrechtstraße 19 sich einer auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung Kollegen wurden verpflichtet, während des Fensterstreits Arbeitseine Schantwirthschaft, die in einem parterre belegenen Lokale stehenden Organisation anzuschließen. In nächster Beit werde gelegenheiten, wie auch Arbeiter durch den Vereins- Arbeitsnachliegt. Am 1. Juli d. J., Abends gegen 10/2 Uhr, fam der eine Versammlung nur für Zarameter Rutscher einberufen weis, Gipsstraße 3, woselbst sich auch das Streitbureau befindet, Former Friedrich Wilhelm Luhn in das Lokal des Angeklagten, werden. Ein weiterer Redner ging auf die schauderhaften Ver- zu beziehen. Ueber die Rathenower Firma Jänicke die Sperre allerdings in einem seltenen Aufzuge. Er war angetrunken und hältnisse der Arbeitskutscher- Brauche ein. Wegen Beleidigung der zu verhängen nahm die Versammlung teine Veranlassung, bis die saß auf dem Rücken des Maurers Kube, der ihn im Lokale leicht Polizei bei seinen Ausführungen wurde Plenze( Falkenberg) ver- Rathenower Kollegen selber die Arbeit niederlegen oder die Firma abwarf, so daß Luhn auf das Büffet fiel. Anfänglich betrug fich haftet. Schulz nahm noch Veranlassung, auf die bevorstehenden den Berliner Lohntarif nicht mehr bezahlt. Luhn ruhig, später gerieth er mit dem Schloffer Löfer in Streit, Stadtverordnetenwahlen hinzuweisen und aufzufordern, nur ArDie Zimmerer hatten am 15. Oktober eine Versammlung, schließlich fam es zu Thätlichkeiten. Zuletzt wurde Wilhelm beitervertretern die Stimme zu geben. Von allen Rednern wurde Luhn vom Wirth und anderen Gästen aus dem Lokal hinaus die Nothwendigkeit der Organisation betont. In seinem Schluß- in der König über das Resultat der gelegentlich des Wiener geworfen. Sein Bruder Georg folgte ihm und blieb auf der worte empfahl Redner, noch weitere Versammlungen einzuberufen Bimmererstreits unternommenen Liftensammlung berichtete. Es Thürschwelle stehen, um seinen Bruder Wilhelm zu verhindern, und allen Streit zu vermeiden. Nachdem sich auch der Vorsitzende war eine Gesammteinnahme von 590,67. zu verzeichnen. die Wiener Zimmerleute in das Lokal zurückzukehren. Wilhelm 2. blieb vor der Thür Rang in diesem Sinne geäußert und anfgefordert hatte, das Davon erhielten in drei Raten ſtehen und schimpfte. Freund, der Wirth, begab sich auf die Straße, Gehörte hinauszutragen in die Kollegenschaft und mit allen 320 M., die nach diesen in den Streit getretenen Oberberger um den Störenfried zu entfernen, erhielt aber von diesem mit Kräften für Organisation zu agitiren, erfolgte Schluß der leider Bimmerleute bekamen 120 M., im Ganzen wurden ausgegeben 464,45 M. worunter sich 8 M. Mankogelber und 2 M. für die einem Korb von Weidenruthen einen Schlag in das Gesicht, nur schwach besuchten Versammlung. Revision befinden, deren Mitverrechnung die Versammlung daß ihm die Nase blutete. Nun soll Freund in das Lokal Die Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Haus- billigte. Vorhanden ist noch ein Bestand von 126,22 M., jedoch zurückgesprungen sein, unter dem Büffet einen Gegenstand, nach Der einen Behauptung den unteren, bicken Theil eines Billard- diener E. H. 61, die den von der Behörde geforderten Reserve- stehen noch Listen aus. Angeregt wurde, das für Streifzwecke queus, nach der anderen einen leeren Zeitungshalter von Holz Monats nach Abhaltung von 5 Versammlungen dahin einig ge- in verschiedenen Orten ausstehenden Kollegen damit zu unterstützen. queus, nach der anderen einen leeren Zeitungshalter von Holz fonds über 5000 M. zu ergänzen hatte, ist sich Eude vorigen gesammelte Geld auch für solche Zwecke zu verwerthen und die ergriffen, wieder hinaus gestürzt sein und dem Wilhelm Luhn worden, die Beiträge zur Schaffung dieser Summe auf die König verlas hierauf die Abrechnung über die in den Monaten drei Schläge über den Kopf gegeben haben. Dabei soll Freund Dauer von 13 Wochen von 40 auf 80 Big. zu erhöhen, dieser April bis September einschließlich für öffentliche Zwecke eine noch gerufen haben:" Dir habe ich schon lange im Magen!" M. Von mehreren anderen Gästen wurden die Gebrüder Luhn als bis 24. Dezember der doppelte Beitrag zu zahlen ist, vom betrug die Einnahme 169,30 m., die Gesammtausgabe 166,90 m. Von mehreren anderen Gästen wurden die Gebrüder Luhn als- Beschluß ist sofort in Kraft getreten, so daß vom 25. September gegangenen Gelder. Einschließlich eines Bestandes von 55,10 m. dann verfolgt und Wilhelm Luhn wurde dabei mit Fäusten ge- 25. Dezember treten die alten Bedingungen( 40 Pfg. pro Woche) Einschließlich nachträglich eingegangener Beträge für Marken ist schlagen. Er blutete und sein Bruder wollte ihn zu einent Brunnen führen, um ihn abzuwaschen, bevor aber der Brunnen wieder ein. Die Kaffe, die eine der billigsten und bequemsten ist ein Bestand von 45,70 M. vorhanden. Man beschloß, wenn eine erreicht wurde, flagte Wilhelm Luhn:„ Mir thut der Kopf so der Beitrag von 40 Pfg. besteht erst seit dem 1. Januar 1893 vorherige Aufforderung nuhloß sein sollte, die Namen der bös mit einer Leistung von 10 M. Unterstüßung, frei Arzt und willigen Schuldner durch den Vorwärts" zu veröffentlichen. web!" und brach zusammen. Mit Hilfe eines unbekannt ge medikamente), beschloß in der ersten Versammlung das Weiter- Dem Bauarbeiter Kartell überwies die Versammlung 25 M. bliebenen Dritten wurde er wieder aufgerichtet, nach wenigen Schritten aber rief er:„ Du, Georg, ich kann nicht mehr!" Da- bestehen der Raffe, jedoch konnte feine Einigung erzielt werden, Weiter wurde der Beschluß gefaßt, die Regelung der öffentlichen in welcher Form der Fonds gedeckt werden sollte und kam es Agitation bis auf weiteres den bisherigen Vertrauensleuten zu mit wurde er bewußtlos; er wurde in seine Wohnung gebracht dabei fogar einige Male zu lebhaften Anträgen auf Auflösung überlassen. Am nächsten Sonntag findet bei Norbert, Beuthund der Obhut seiner Familie übergeben. Georg Luhn und der ber Kaffe, bis die letzte Bersammlung, nach reiflicher Ueberstraße 22, eine Versammlung des Vereins der Zimmerer statt; Unbekannte wollten nun das Haus wieder verlassen, trafen aber vor der Thür 16-18 Leute, meist Gäste des Freund'schen Lokals, legung, daß die Kaffe mit ungefähr 19 000 M. Vermögen sehr feder Berufsgenosse hat Bntritt, die ihnen gegenüber eine drohende Haltung einnahmen. Vors gut eristensfähig ist und außerdem alle annähernden Raffen bei Eine öffentliche Kommunalwähler- Versammlung für weitere Debatten der Sache am fichtig zogen sie sich wieder nach der Wilhelm Luhn'schen ein Ende machte. Im weiteren wurde das Statut dahin Wohnung zurück, wo fie bis früh 4 Uhr blieben und dem bewußtlofen geändert, daß als Publikationsorgan an Stelle des bisherigen Borgmann entgegen. In Kurzem veranschaulichte Gnadt 15. d. M. den Bericht der Stadtverordneten na dt und Wilh. Luhn falte Umschläge machten. Früh morgens suchte die Frau Handels- Angestellten" das„ Berliner Intelligengblatt" eingeführt Die Zweckdienlichkeit der Wahl von Parteigenossen in die Stadteinen Arzt, doch erst um 11 Uhr Vormittags gelang es ihr, den bedauerte verordneten- Versammlung und die geringe BeDr. Link herbeizuschaffen. Derselbe traf den Patienten völlig besinnungslos, sein Zustand war hoffnungslos und 3/4 Stunden Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Mantel- theiligung an der Einsichtnahme der ausgelegenen Wählerlisten. später trat der Tod ein. Bei der Obduktion stellte sich heraus, branche, der Herrenkonfektion und der Maß- Auf die Wirksamkeit der sozialdemokratischen Stadtverordneten daß der Tod infolge einer Bertrümmerung der Schädeldecke ein- branche hielten am 9. b. Mts. in Moabit im Vittoria- Salon in der Gemeindevertretung eingehend kritisirte der Berichterstatter getreten war. Diese tödtliche Verlegung wird nun auf die eine öffentliche Versammlung ab, in der Rollege Mähr über die prinzipielle Gegnerschaft gegen die Armenpflege, die aber vorSchläge zurückgeführt, die Freund dem Wilhelm Luhn mittels die Gewerkschaften und ihre Bedeutung referirte. In der Dis- läufig noch ein nothwendiges Uebel sei. Ebenso waren es des einen oder anderen Werkzeuges ertheilt haben soll. Der An- tussion ergänzte Kollege Schulz die Ausführungen des Referenten. unsere Genossen in der Stadtverordneten- Bersammlung, die für getlagte hat stets bestritten, daß er es war, welcher in der von Frau Techen brachte sodann noch verschiedene Fälle von Lohn- Beseitigung resp. einschneidende Reform der Miethssteuer einDer Anklage beschriebenen Weise geschlagen haben foll, und in drückerei in der Mäntelbranche zur Sprache. Nachdem dann getreten sind. Im Prinzip sind dieselben ebenso für Beseitigung der Untersuchung haben sich die Beugenaussagen schroff gegen noch der Vorsitzende darauf hingewiefen hatte, in allen solchen über gestanden. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage. Fällen das Gewerbegericht in Anspruch zu nehmen, wurde die Hierauf sprach das Gericht den Angeklagten frei und entließ ihn Versammlung geschlossen. aus der beinahe viermonatlichen Untersuchungshaft. Abend wurde. des Submissionswesens eingetreten, mindestens aber verlangten sie die Garantie des von der Gewerkschaft festgesetzten Tagelohns sowie geregelte Arbeitszeit bei Submissionen. Derartige Anträge wurden abgelehnt. Die Genossen im rothen Hause sind ferner Die Stuckateure hielten am 15. Oftober eine öffentliche eingetreten für Schaffung einer Arbeitsbörse auf GemeindeKrieg im Frieden. Der 33 Jahre alte Gutspächter Versammlung ab. Kollege Fr. Grüneberg referirte über die fosten. Auch die Schaffung eines Gewerbegerichtes ist Johann G. aus Hüls und der 36 Jahre alte Pferdeknecht Frage: Wie stellen sich die Stuckateure zur diesjährigen dem Drängen der Genossen zu verdanken. Für die UeberMathias M., ebendaselbst, waren beschuldigt, am 21. Mai d. I. schlechten Baukonjunktur und der daraus entspringenden Arbeits- nahme der Sanitätswachen auf Gemeindekosten, mindestens den Musketier Dietrich Cl. vom Infanterie- Regiment Nr. 53 Lofigteit?" Um der Arbeitslosigkeit zu begegnen, bemerkt Redner, aber für ausreichende Unterstützung der bestehenden privaten zu Hüls vorfäßlich mittels gefährlicher Werkzeuge mißhandelt gebe es nur ein Mittel die Verkürzung der Arbeitszeit. Dies Sanitätswachen haben die Stadtverordneten plädirt. Bezüglich zu haben. Wie die Beweisaufnahme ergab, hatte der Cl. am zu erreichen, sei jedoch nur eine starke Organisation im stande, des Schulwesens stellte die Fraktion im rothen Haufe wiederholt des genannten Zages in angetrunkenem Zustande die außer dieser Aufgabe noch die Regelung des Lehrlingswesens, Anträge, insbesondere auch betreffend die unentgeltliche Verabmehrere junge Burschen mit gezogenem Seitengewehr ver- die Abschaffung der Affordarbeit, die Leitung des Arbeitsnach folgung von Lehrmitteln in den Gemeindeschulen, bisher allerfolgt. Die Burschen flüchteten sich in das Haus des Hütten- weises, die Heranbildung der jüngeren Kollegen zu zielbewußten dings ohne Erfolg. Dieser ist bis jetzt auch ausgeblieben, bezügarbeiters Johann Martin T. El. versuchte durch den Garten Arbeitern und dergleichen gemeinnüßige Angelegenheiten in lich der gestellten Anträge auf Ûebernahme der Pferdebahnauch in dieses Haus zu gelangen, bedrohte den ihm dort ent- die Hand zu nehmen habe. Bei dem heutigen Indifferentis- linien in städtische Regie und Einführung eines allgegentretenden Z.( Vater) mit dem Seitengewehr und mißhandelte mus der großen Mehrheit der Kollegen sei man dem gemeinen Zehn Pfennigtarifs. Der Wahlkampf im 36. den seinem Vater zu Hilfe kommenden T. jr. Die beiden An- Drucke der Unternehmer widerstandslos preisgegeben. Selbst und 37. Kommunalwahl- Bezirk würde ein sehr schwieriger geflagten, welche dem Borfall zugesehen hatten, famen jest, mit der so brennenden Fenster- und Koatstorb Frage stehe man werden, weshalb Redner alle Genossen aufforderte, nach Kräften Stöcken versehen, herbei, und als der Gl. auch gegen sie mit dem in diesem Jahre wieder hilflos gegenüber. In der Diskussion dafür zu sorgen, daß am 13. November die von der Partei aufSeitengewehr losging, machten diese auch ihrerseits von ihren wurde der 2. Punkt der Tagesordnung: Wie beseitigen wir die gestellten Kandidaten gewählt werden. Auf Beschluß der Vera Waffen Gebrauch und brachten jenem mehrere Berlegungen am üble Lage der Werkstatt Kollegen?" gleich mit besprochen. An ammlung wurde von der Berichterstattung des Stadtverordneten Kopf und Rüden bei. Die Straffammer zu Aachen nahm am ber Debatte betheiligten sich Schulz, Koschinsky, M. Borgmann Abstand genommen. In der Diskussion bezeichnete 10. b. 3. nach dem Ergebniß der Beweisaufnahme an, daß die Müller, Kruje, 5. Grünberg und Kleinert. Die es Gies hoit als eine dringende Aufgabe, die Wähler über den Angeklagten sich in der Nothwehr befunden hätten, sprach dieselbe brehte sich hauptsächlich um die auch in ihrem Gewerbe wahren Charakter der gegnerischen Parteien, Liberale, Antisemiten, selben daher frei.- Weshalb war diese Anklage nöthig? 0 mit Schwung betriebene Lehrlingszüchterei. Die überlange Bürgerparteiler, aufzuflären und die Wahlagitation nach dieser Arbeitszeit in einzelnen Wertstuben und die in einer Werkstatt Richtung hin zu betreiben. Borgmann stellte einen hauptvorgekommene Mißhandlung der Kollegen durch den Arbeitgeber, fächlichen Kampf in den in Rede stehenden Wahlbezirken mit den welche Angelegenheit nach genauer Untersuchung der Deffentlich Antisemiten und Liberalen in Aussicht und legte an verschiedenen feit preisgegeben werden foll. Zöpfer hieme empfahl den Beispielen aus der Wirksamkeit dieser Parteien dar, daß die Stuckateuren, das nuglofe Debattiren um rein theoretische selben keinerlei Berechtigung haben, wieder in ber 0 " Rom, 15. Oktober. Nach einem Telegramm aus Florenz brach in der Seidenzeugfabrik von Häsler und Mayer in Prato um 2 Uhr Morgens Feuer aus, durch welches die Fabrit und das Waarenlager zerstört wurden. Der Schaden wird auf 1 500 000 Frants geschäßt. Der Feuerwehr vou Florenz und Prato gelang es, dem Feuer Einhalt zu thun. Brände. Newyort, 15. Oftober. Der Sturm, der am Stadtverordneten Versammlung vertreten zu werden. Redner angekommene Reisende der Beobachtung unterworfen werden ging im Verlaufe feiner Ausführungen auf die Mieths- sollen, wird die Observationsanstalt auf der Insel Hoen im Freitag Abend vom Golf von Merito bis Maine wüthete, war Steuer und die Gasfrage ein und wunderte sich über Sunde wieder in Thätigkeit treten. Christiania, besonders start in Baltimore, wo die Lichtdrähte brachen und die Blindheit der fleinen Gewerbetreibenden und Handwerker, 15. Oft. Der in Stavanger aus Stettin angekommene Dampfer die Gebäude der Bruſh- Elektrital- Kompany in Brand steckten. welche noch immer der antisemitischen Partei Gefolgschaft leisten, Norman" ist Norman" ist in Quarantäne gelegt worden, weil ein Matrose Das Feuer dehnte sich auf das in der Nähe befindliche Gefängniß trotzdem dieselbe ihre Interessen in feiner Weise vertrete. So unter choleraartigen Symptomen auf der Reise erkrankt ist. aus, in welchem 544 Sträflinge untergebracht ivaren. Einer der= sei z. B. Dr. Ballieu gegen die Einführung eines Zehnpfennig- Sofia, 14. Oftober. Nach einer Bekanntmachung des Sanitäts- felben fand dabei den Tod, zwanzig wurden verwundet, die Paris, tarifs für die Pferdebahn gewesen, weil dann ja jeder Arbeiter rathes sind in Tutracan 5 Cholerafälle vorgekommen, von denen Uebrigen konnten nur mit Mühe gerettet werden. Den Blättern zufolge brach Nachts in den fahren könnte und die Herren Bourgeois gezwungen wären, mit 2 tödtlich verliefen. Die Landverbindung ist unterbrochen, nur 16. Oktober. schmutzigen Arbeitern und Handwerkern zusammen zu fahren. der Donauweg ist offen. Provenienzen aus Tutracan unterliegen Werkstätten der Schlafwagen Gesellschaft zu Saint Denis aus, welches 60 Schlaf und Restaurationswagen Aufgabe der Wahlagitation müsse es sein, dahin zu wirken, die einer fünftägigen Quarantäne. Rom, 14. Oktober. In den Feuer Antisemiten aus dem rothen Hause zu verdrängen. Kiesel legten 24 Stunden sind in Livorno 47 Personen an Cholera er- zerstörte. Das Feuer war heute früh noch nicht gelöscht. Viele Schloß sich den Vorrednern an, übte Kritik an den gegnerischen tranft und 9 gestorben, in Patti Marina 3 bezw. 1, in Palermo Arbeiter sind brotlos geworden, der Schaden wird auf mehrere Parteien und forderte auf, nur Sozialdemokraten zu wählen. 23 bezw. 12. Rom, 15. Oftober. In den letzten 24 Stunden Millionen Franks geschäßt. Nachdem noch Weiß in demselben Sinne sich geäußert, nahm sind in Livorno 26 Personen an Cholera erkrankt und 30 geGnadt das Schlußwort und erfolgte hierauf die Aufstellung storben, in Palermo 8 Personen erfrankt und 7 gestorben. der Kandidaten für die bevorstehende Stadtverordneten Wahl. London, 16. Oftober. Der amtliche Medizinalbericht stellt Nominirt wurden als solche für den 36. Kommunal- Wahlbezirk fest, daß in Greenwich seit gestern 11 Erkrankungen an Cholera Genoffe Gies hoit, für den 37. Kommunal- Wahlbezirk Genosse vorgekommen sind, aber fein Todesfall. Petersburg, Franz Gleinert. Genosse Gnadt lehnte eine Wieder- 14. Oftober. Vom 9. bis 12. d. M. find in Petersburg 89 Erwahl ab. Zur Leitung der Wahlbewegung wurden den Ver- frankungen an Cholera und 42 Todesfälle vorgekommen, vom 6. trauensmännern die Genossen Löwenstein, Babiel, Holz- bis 10. d. M. in Moskau 9 beziehungsweise 5, vom 1 bis nagel, Weiß, Hertwig, 2iegte, Gnadt, Manthe 7. d. M. in Warschau 7 bezw. 3, in Dorpat 11 bezw. 5, in und Schwede beigeordnet. den Gouvernements Bessarabien 25 beziehungsweise 12, Lomscha 381 bezm. 190, Minst 39 bezw. 17, Plott 4 bezw. 3, Eine Volksversammlung für den Kreis Ost- Havelland Radom 2 bezw. 4, Smolenst 16 bezw. 9, vom Lens, 16. Oftober. Die letzte Nacht ist ziemlich unruhig tagte am 15. Oftober in der Spandauer Bergbrauerei behuss 30. September in dem Gouvernement Warschau 14 beziv. 7, verlaufen. Die Ausständigen zertrümmerten zahlreiche FensterStellungnahme zum Kölner Parteitag. Nachdem Wernau- vom 24. September bis 7. Oktober in Woronesh 116 bezw. 54. scheiben an den Häusern solcher Arbeiter, welche die Arbeit fort. Berlin eingehend sämmtliche Punkte der Tagesordnung desselben besprochen, wurde der Vertrauensmann von Spandau, Töpfern Schwarze Pocken. Halle a. d. S., 14. Oftober. Wie die sehen. In Liévin warfen die Ausständigen Steine auf die eldein und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor. meister Schröer, als Delegirter gewählt. Anträge wurden Sallische Zeitung" meldet, ist gestern hier ein Fall schwarzer Kürassiere. Diese gaben Feuer, verfolgten die Aufständigen quernicht gestellt. Bur Ueberwachung der Versammlung waren sieben der vor 14 Tagen hier zugezogen ist. Er wurde in die UniverſitätsBocken festgestellt worden. Der Erfrankte ist ein junger Russe, Gendarmen aufgeboten. flinit aufgenommen. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen. Gothenburg, 16. Ottober. Die Pocken sind hier aufs Neue ausgebrochen, die Aerzte wissen nicht, woher die Ansteckung ge= tommen ist. Verein der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen Dienstag, den 17. Oftober, bet Philipp, Rosenthalerstr. 38: Generalversamm: lung. Bortrag: Bertürzung der Arbeitszeit. Borstandswahl. Pankow. Arbeiterverein für Pankow und Umgegend. Die Leseabende des Vereins finden von jett an in Störrs Gesellschaftshaus, Mühlenftraße 24, statt. Der erste Leseabend heute, Dienstag, Abends 8% Uhr; der Diphtheritis. Kaschau, 16. Oktober. In der hiesigen nächste Dienstag nach dem 15. d. M. Militär- Unterrealschule wüthet die Diphtheritis so start, daß die Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 17. Oftober, Abends 8% Uhr, bet Ehrenberg, Annenstr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: Ge Schule geschlossen werden mußte. fchäftliches. Steinbildhauer- Abend. Der Stadtmiffionar Weil ist vorgestern in Wiesbaden, Deutscher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Bertabend wo er sich bei seiner Familie aufhielt, verhaftet und gestern 8 Uhr im Restaurant Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Bersammlung Morgen mittels Extratransportes in das Gerichtsgefängniß einArbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8-10% Uhr. Nord- geliefert worden. In den ersten Tagen voriger Woche haben umSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in: Raufm. Rechnen. Korrefpondens. fangreiche Vernehmungen von Schülern des evangelischen NordSchule, Reichenbergerstraße 133. Unterricht in: math( unt.). Südost- oftvereins u. f. w.s stattgefunden. Das dadurch gewonnene Material Bei allen Unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jezt, soll sehr belastend für Weil sein. im Laufe des Semesters, eintreten. und Vorstandssitung. Mathematit. Vermischttes: Wer begnadigt wird. Die 14 tägige Gefängnißstrafe, zu der kürzlich der Deggendorfer Bürgermeister Menzinger wegen Untreue verurtheilt wurde, ist im Gnadenweg in eine Geldstrafe von 300 M. umgewandelt. Zusammenstoß. Crefeld, 15. Oktober. Das EisenbahnDie Cholera. Stettin, 15. Oftober. Laut polizeilicher Betriebsamt macht bekannt: Gestern Abend 10/2 Uhr fuhr Bekanntmachung sind hier weitere 8 Erkrankungs- und 3 Todes Personenzug 245 durch falsche Weichenstellung im unrichtigen fälle an Cholera vorgekommen. Insgesammt sind vom 1. bis Geleise von Crefeld in Richtung Kempen ab und stieß infolge 14. Ottober hier 33 Personen an der Cholera erkrankt und 11 ge- dessen mit dem von Kempen kommenden Schnellzug 244 unweit storben. In Grabow find, wie die dortige Polizeiverwaltung des Bahnhofes Crefeld zusammen. Sechs Bugbeamte und ein bekannt macht, weitere zwei Personen an der Cholera Reisender anscheinend leicht verlegt. Zwei Lokomotiven, zwei geftorben. Stettin, 16. Oktober. Das Polizei Packwagen und drei Personenwagen start beschädigt. Betrieb präsidium macht bekannt, das vier neue Erkrankungen nicht gestört. und fünf Todesfälle an Cholera festgestellt worden sind. Unglück zur See. Malmö, 16. Oftober. An der OstStodholm, 15. Oftober. Nachdem Stettin für choleraver- füfte der Insel Deland sind infolge des vorwöchentlichen Sturmes seucht erklärt und alle aus einem Hafen in Mecklenburg- und des nachfolgenden nebeligen Wetters fieben Schiffe geSchwerin oder einem anderen Hafen in Pommern oder Stettin strandet. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Mittwody, den 18. d. M., Abends 8% Uhr, im Lokal ,, Sum Freischük", Fruchtstraße 36a: Wander- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Timm über: Die rechtlose Stellung der Frau und das Koalitionsrecht in Deutschland. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Herren als Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch ersucht Schöneberg. Der Vorstand. 412/5 Große öffentliche Volksversammlung für Männer u. Frauen am Mittwoch, den 18. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Saale der Schloßbrauerei. Zagesordnung: 1. Die zehn Gebote und die besitzende Klasse. Referent: Hofmann( früher in Zeit). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Im Interesse des Referenten und des Themas wird die Versammlung präzise 8 Uhr eröffnet. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Der Einberufer. 422/18 Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Sonntag, den 22. Oktober er., Vormittags 10 Uhr, bei Böhow, Prenzlauer Allee 242-247: K Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die Tabak- Fabrikatßtener; der Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands und Wahl der Kongreß- Delegirten. 321/ 7* Die Kommission. O welche Lust, Soldat zu sein! 10. bis 20. Tausend. Eine neue Agitationsbroschüre: Inhalt: Einleitung. Brot- und Blutsteuer. Molochs Kultur. Krieg im Frieden. Soldatenfutter. Schneidig. SchimpfwörterLeriton. Mißhandlungen. Molochs Justiz. Selbstmord. Schlußbetrachtungen. Preis 20 Pfg. Bei Partiebezug hoher Rabatt. Verlag der Münchener Past", München, Windenmacherstraße Nr. 5. Zu beziehen وو Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkasten der Redaktion. Karl R., Wedding. Wir hatten zu der Versammlung feinen eigenen Berichterstatter gesandt und waren somit auf die Berichte der bürgerlichen Presse angewiesen, welche tendenziös gefälscht waren. Pastor Schall steht auch jetzt auf dem in seinem Buche über die Sozialdemokratie dargelegten Standpuntt; ob gleich ein Gegner unserer Partei, schreckt er vor Annahme auch weitgehender Forderungen unseres Programms nicht zurück. Gr traut uns aber nicht recht in bezug auf den Programmpunkt Religion ist Privatsache. Er meint, daß das Gros der Partei aus lediglich taktischen Gesichtspunkten den Atheismus nicht in das Parteiprogramm aufnimmt. Auch in bezug auf unsere Stellung zur Frage der Staatsform ist er ein schroffer Gegner. G. H. 1. Der Artikel bezieht sich auf eine Rede und nicht auf ein Druckwerk. 2. Kautsky, Einfluß der Boltvermehrung. Wien 1880. Das Buch ist vergriffen und der Verfasser steht nicht mehr auf dem dort eingenommenen Standpunkte. Zu vergleichen ist die Schrift des Antisozialisten H. Soetbeer jun.: Die Stellung der Sozialisten zur Malthus'schen Bevölkerungslehre. Berlin 1886. 3. Wollen Sie sich an unsere Verlagsbuchhandlung wenden. O. M. Bis Schluß des Tages. Lehmann, Schützenstraße. Die Beschäftigung in der Zeit von 7-9 Uhr ist nicht verboten. A. E., Sedanstr. 3. Eine Uebertretung verjährt inner. halb drei Monate vom Tage der That abgerechnet. Nicht erst die Zustellung, sondern bereits die Verfügung, daß Strafbefehl festzusetzen sei, unterbricht die Verjährung. Die Angabe dieses Datums fehlt bei Ihrer Nachfrage. G. K. Weder 10 noch 25 Pf., sondern nichts. ,, Zum Prophet" Grösstes Konfektionshaus Deutschlands 1. Etage. Am Dönhoffsplatz. 1. Etage. 0000 Ecke Leipziger: u. Kommandantenstraße. 0000 5020L*] Um zu räumen Cheviot- Anzug. von 9 M. an| Double- Schlafrodt von 8 M. an Cheviot- Anzug. Diagonal- Anzug Velour- Anzug Satin- Anzug. Kammgarn- Anzug Kammgarn- Anzug Salon- Anzug Satin- Schlafrock 13 9 • " " " " " " 15 " " " Belour- Schlafrock. 13 " " 18 " 19 " Dble. 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Antlage aus§ 110( Anfforderung zum Ungehorsam gegen die Das unvermeidliche Schicksal des Handwerks wird Gesetze), während ein dritter Angeklagter Namens Heubel auf mit seltener Anschaulichkeit in einer von der Fränkischen TagesGewerbegericht. Kammer III. Der Terminszettel dieser grund des§ 110 zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt worden poſt" gebrachten Notiz geschildert. In Nürnberg lebt, so schreibt Kammer wies am 12. Oktober die Namen von acht Bauarbeitern ist. Alle drei Angeklagten waren am 8. Januar d. I. in einer unser Bruderblatt, ein angesehener Bürger, ehemals fanatischer verschiedener Branchen auf, welche allesammt flagen gegen die Bolksversammlung auf Ludwigsluft bei Berghof als Redner auf Gegner der Umstürzler" und" Theiler", der sich durch Kenntnisse, Herren Reimann Unsere Reimann's" bezw. die Auftrag getreten. Das Thema, über welches gesprochen werden sollte, Fleiß und Sparsamkeit zum Fabrikanten emporgeschwungen und geberin derselben, die Immobilien- und Verkehrsbank in Berlin, war die neue Militärvorlage. Boigt äußerte sich u. a. dahin, jetzt durch die Konkurrenz des Großtapitals auf die Stufe des angestrengt hatten, um den Versuch zu machen, theils rückständigen das Militär sei nur dazu da, um das Volk in seinem freien Broletariats herabgedrückt wurde. Fünfzig Jahre mag er sein Lohn, theils zu einer Lohnentschädigung zu kommen. Die Be Willen niederzudrücken, um die Freiheit des Volkes zu er- Geschäft betrieben haben, anfangs mit der hölzernen Drehbank Ilagten hatten es vorgezogen, ihre geschäft drücken. Das Landgericht nahm zwar an, daß diese Behaup- wie alle Drechsler, später mit dem Support und dem Rad an lichen Gepflogenheiten vor einer nochmaligen tung unwahr und dem Angeklagten( 26 Jahre alt, dem Land- der Decke mit Wasserkraft, als der Fußbetrieb der anfchwellenden öffentlich n Durchnahme zu bewahren und haben Sturm angehörig) als solche bekannt gewesen sei, daß aber von Konkurrenz nicht mehr Stand halten fonnte, dann mit Dampfdurch Zahlung der geforderten Beträge alle feiner erdichteten oder entstellten Thatsache im Sinne des und schließlich wieder mit Wasserkraft. Vor zwanzig Jahren, Kläger bis auf einen zur Klage zurücknahme be§ 131 die Rede sein könne, da der Angeklagte nur von dem als der Mann eben seinen Dampfbetrieb eröffnete, unterhielten wegt. Herr Agathon Reimann legte vor Eintritt in die Verwecke des Militärs gesprochen habe. Deshalb wurde auf wir uns mit ihm über die Veränderung unserer Produktionsweise handlungen dem Vorsitzenden, Assessor Euno, die bezüglichen Freisprechung erkannt. Nüchtern hatte in seiner Rede von den und ließen unter anderem die Bemerkung fallen: Nicht nur die Schriftstücke vor, soweit sie nicht an das Gericht selbst schon ein- Ergebnissen einer Bergarbeiterversammlung gesprochen, die am Handwerker, sondern auch die kleinen Fabrikanten werden nach selben Vormittage in Dortmund stattgefunden hatte. Seine und nach durch das Großkapital zu Grunde gerichtet werden. gegangen waren. Geklagt hatten die Herren Seger( 51 M.), Worte, welche die Aufforderung zum Streik betrafen, wurden Lebhaft entgegnete uns der Mann: Das sind sozialdemokratische Koch( 90 M.), Drobrin( 72 M.), Rüdiger( 85,65 M.), deshalb nicht für strafbar erachtet, weil der Angeklagte nur die Redensarten; mit solchen Phrasen wollen die Sozialdemokraten Pröbrod( 46,60 m.) Strömann( 58,50 M.) und Venz Polier Thatsache berichtet habe, daß zum Streit aufgefordert worden den Handwerker verheßen; wer sein Geschäft versteht, seine ( 475,20 m. und 100 M., letzteres Grasei, nicht aber selbst dazu aufgefordert hatte. Dagegen wurde Sachen zusammenhält und teine über seine Berhältnisse gehenden tifitation für Junehaltung der Ausführungs Bedingungen). Seubel für schuldig befunden, weil er nach verschiedenen ent- Ansprüche ans Leben macht, werde stets seine Selbständigkeit er Uebrig blieb noch Puhträger Rutohl, dessen Klage infolge Nichterscheinens des Beklagten, Herrn Johannes sprechenden Ausführungen gerufen hatte:" Kameraden, was halten u. s. w. An diese Unterhaltung wurden wir unwillkürlich Reimann- Pankow, durch ein Versäumnißurtheil bis auf weiteres machen wir jetzt?" Die Zuhörer hatten ihn verstanden und erinnert, als wir dieser Tage, unter der Führung des Massenerledigt wurde. J. Reimann wurde verurtheilt, 180 M. Ent riefen von allen Seiten:" Streit!" Schließlich hatte er verwalters, die Räume durchschritten, in denen ein ehrsamer Geschädigung dem Kläger zu zahlen, weil dieser sechs Wochen lang die Anwesenden noch aufgefordert, den letzten Blutstropfen werbsmann 50 Jahre gewaltet und geschafft und nun im hohen feine Arbeit bekommen founte, da er bei der Entlassung seine 3 opfern wie er selbst, Die Revision Heubel's, welche Alter durch seinen Fleiß und seine Mühen sich die Anwartschaft sich nur gegen die Auslegung des§ 110 richtete, wurde heute auf das Pfründnerhaus erworben hat. Der alte braune „ Klebekarte" nicht erhielt und erst nach sechs Wochen durch den vom Reichsgerichte verworfen, ebenso die Revision des Lehnfeffel, in welchem der geübte, kunstsinnige Handwerker all Beklagten in die Lage versetzt wurde, sich eine neue Karte zu Staatsanwalts gegen die Freisprechung des Nüchtern, dagegen die hübschen Muster erdacht und gezeichnet hat, die massenhaft besorgen. Als zweiter Punkt" standen auf der Tagesordnung" Klagen freisprechende Erkenntniß gegen Voigt aufgeben, baß ihr Schöpfer nicht etwa ein Pfuscher, sondern eine wurde auf die Revision des Staatsanwalts da 3 in den Musterschränken jetzt noch vorhanden sind und Zeugniß der Herren Howaldt, Niemeier, Gerlach und Possin gegen den Bau- Unternehmer Riemer und den Ziegeleibesitzer gehoben, weil es eine rechtsirrthümliche Ansicht des Land- der besten Kräfte in seinem Berufe war, steht noch vor dem Tisch gegen den Bau- Unternehmer Riemer und den Biegeleibesitzer gerichts sei, daß Motive( 3wed) niemals als Thatsachen an in der Werkstätte. Die schweren Drehbänke, eingerichtet für die Behne. Wie in einem früheren Prozeß gegen diese Herren, zusehen seien. Das Reichsgericht ist damit auf der Bahn, neben größte und kleinste Arbeit, mit den besten Werkzeugen, sind verhandelte es sich auch diesmal vornehmlich um die Feststellung äußerlich wahrnehmbaren Thatsachen innere Thatsachen" zu lassen, in furzer Frist wird der Gerichtsvollzieher Alles unter des für die Löhne 2c. haftbaren Arbeitgebers. Die Kläger verlaugen den rückständigen Lohn für zwei Wochen, eine den Hammer bringen. Welche Gedanken mögen den Mann wohl beschlichen haben, als er vor einigen Wochen, sozusagen nact Juni und eine Augustwoche. Herr Behne bestreitet und blos, nach 50 jährigem emfigen Schaffen und Wirken diese energisch, für die Bezahlung der Juniwoche aufkommen zu brauchen. Er habe wohl, da ihm die Baugelder vom Grundstücs. Stätte verlassen hat. Wird er auch jetzt noch an die Unbesiegbarkeit DON Fleiß, und Kenntnissen Sparbesitzer und Bau- Unternehmer Riemer zedirt waren, die Löhne famkeit" glauben? Wird er auch jetzt noch die den Poliren Michaelis und Possin übermittelt, und habe auch auf ihre Auszahlung geachtet von uns vor 20 Jahren aufgestellte Behauptung, daß die Kleindies nur, damit die Arbeiter betriebe durch das Großkapital vernichtet werden, für sozialauch das für sie bestimmte Geld bekamen fei aber nie Arbeitam dugoj demokratische Rebensarten", für Phrasen" halten? Jetzt noch, geber gewesen. Die Zedirung des Baugeldes an ihn sei erfolgt, weil er nicht mehr an Riemer Steine liefern wollte, als dieser wo sich unsere Prophezeiung an ihm buchstäblich erfüllt hat? ihm 7000 M. für solche schuldete; er habe nur sein Geld retten Wird er auch jetzt noch über die Umstürzler" und" Theiler" wollen, sonst wäre er nicht darauf eingegangen. Statt etwas zu fchimpfen, nachdem mit ihm so gründlich getheilt" wurde? retten, sei er nun erst recht hineingefallen. Die Baugelder feien Zum Stellenvermittlungsschwindel in Berlin schreibt Wir bezweifeln es? In der Entwickelung der Verhältnisse wurzelt fehr geringe gewesen, hätten lange nicht gereicht, er habe sich man uns: Der Stellenvermittlungsschwindel artet in Berlin die Macht und die unbesiegbarkeit der Sozialdemokratie. Der feine Steine nicht mal davon bezahlen können, sondern habe immer mehr aus. Besonders leiden darunter die Hausdiener, geschilderte Vorfall ist charakteristisch für den Untergang des Handunter Transehung eigenen baaren Geldes nur immer andere Kellner, Köche, Diener, Portiers, Schlächtergesellen und Mam werks und der kleinen Fabrikanten. Mancher Unternehmer, der Lieferanten und die Arbeiter zu befriedigen gehabt. 48 846 M. fell. In Berlin giebt es allein 24 Stommissionäre für Kellner heute noch die Situation beherrscht und mit Händen und Füßen habe er hineingeftedt gehabt in die Bauten es sind zwei und mindestens ebenso viele für Hausdiener, Schlächter, Bäder, gegen die sozialdemokratischen Umsturzbestrebungen arbeitet, wird Häuser, als die Subhastation erfolgte. Das Geld sei für ihn Diener 2c. Die Frechheit, mit welcher Stommissionäre, Agenten u. f. w. über kurz oder lang genau so weit sein wie der Kunstdrechsler, verloren. Zu einem Zehntel ihres Werthes seien Grundstücke ihre Opfer ausbeuten, ist im Vorwärts" wiederholt beleuchtet der uns Veranlassung zu dieser Skizze gegeben hat. Handwerker und Gebäude von der Baugeldgeberin, der Preußischen worden. Die Vermittelungsgebühren schwanken zwischen 5 und und kleine Kapitalisten können der Konturrenz des Großtapitals Sypotheten Attien bant" aufgetauft worden. Für 25 M. bei den Kellnern und Hausbienern; bei Köchen und keinen dauernden Widerstand leisten. Dieser Einsicht sollte sich die Auguftwoche werde er wohl, bezw. die Firma Behne Dienern wird gewöhnlich eine andere Praxis geübt. Diese tein Handwerter und Detaillist verschließen, sondern vereinigt den Lohn zahlen müssen, wenn die noch zu be- müssen ähnlich wie Schauspieler- häufig vor Antritt einer mit dem Arbeiter gegen den gemeinsamen Feind, das Großkapital, weisende Behauptung wahr sei, nach der in seiner Ab- Stelle eine bestimmte Summe und dann von jedem Monats- Stellung nehmen. Die Handwerker, welche im Bunde mit den wesenheit sein Bruder die große Dummheit gemacht gehalt und das oft Jahre hindurch einen bestimmten herrschenden Parteien für die Aufrechterhaltung der gegenwärtigen und zu den Klägern gesagt haben solle: Arbeiten Sie nur weiter, Prozentfab abführen. Neben den Kommissionären giebt Bustände kämpfen, sind ihre eigenen Todtengräber; fie stärken die wir haben zu viel in dem Bau stecken, für Ihre Löhne werden es Gastwirthsvereine, die sich mit Stellenvermittlung Macht des Kapitals, dessen Tendenz doch ist: die Kleinproduzenten wir sorgen. Der Baustellenverkäufer Adolf Auerbach führt, befassen, deren Kontrolleure" jedoch gleich hohe Ge- zu vernichten. als Zeuge gehört, aus, daß es zu dem Krach Niemer" garnicht bühren wie die Kommissionäre erheben. Biele Rommissionäre die„ Sonntagsruhe" bei der fächsischen StaatseifenDie gekommen wäre, wenn die Bant ihren Verpflichtungen nachfam. jegeln unter der Flagge von Vereinen". Der Vorwärts" war Sie hätte sich verpflichtet gehabt, nach der ersten Statenzahlung schon einmal in der Lage, den Auszug eines sogenannten„ Statuts" bahn. Durch einen Erlaß der Betriebs- Oberinspektion in Leipzig Hypotheken von den Grundstücken abzulösen, welche aus der Zeit eines derartigen Vereins veröffentlichen zu können, das in bezug" Sächsische Arbeiter- Zeitung", wurde für die Hauptlinie Leipzigund der Transport- Oberinspektion in Dresden, so schreibt die tammen, in welcher die Grundstücke Niemer noch nicht verkauft auf Vergewaltigung der Mitglieder" taum Glaubliches leistet. Dresden verfügt, daß von jetzt an bis auf Weiteres Sonntags waren. Das habe sie nicht gethan und diese Hypotheken be- Häufig sind diese Vereine" mit einer Schule" zur Ausbildung die Buggabfertigung genau so stattfinden wird wie Wochentags, ziehungsweise ihre Besitzer hätten die frühzeitige Subhastation von Lehrlingen" verbunden und führen dann den hochtrabenden veranlaßt. Auch er sei reingefallen dabei, das sehr beträchtliche Namen„ Diener- Akademie" oder dergleichen. Der Herr Direktor", wieder beseitigt ist. Das Fahrpersonal ist übrigens froh, daß es das heißt also, daß die vielberühmte Sonntagsruhe glücklich Restkaufgeld der drei an Niemer von ihm verkauften Grund- wie sich dann die Kommissionäre gern anreden lassen, ist dann wieder beseitigt ist. Das Fahrpersonal ist übrigens froh, daß es stücke fei ebenfalls ausgefallen". Riemer sei vor dem noch Vorsitzender des Vereins, Geschäftsführer u. s. w., mit einem so ist, denn an der bisher beliebten Ausführung der SonntagsVerkauf der Grundstücke als fleißiger, strebsamer Mann Wort: alleiniger Unternehmer. Die Mitglieder sind ruhe hat das Personal wenig Freude gehabt. Dadurch, daß die mit eigenem Bermögen durch ein Auskunfsbureau be nur zum Ausbeuten da ausbeuten", nicht aus. Leute während der Herrschaft der Sonntagsruhe" in Bubenfio es in Reserven" herangezogen wurden, find sie nicht nur zeichnet worden. Riemer will Herrn Behne als Arbeitgeber bilden", wie es in den„ Statuten" häufig heißt. Denn mit in der Verfügung über ihre Gonntage viel ungewisser betrachtet wissen. Polier Michaelis sagt aus, Behne habe seit den Kenntnissen dieser Herren„ Akademie- Direktoren" sieht es böse März die Löhne ihm und Possin zur Weitergabe gezahlt; im aus. Einige Beispiele genügen." Beabsichtigt da ein Inhaber eines, gewefen, fondern haben auch thatfächlich weniger Ruhe als gehabt, Die ohne Sonntagsrube". August, in der angezogenen Woche, habe der eine Herr Behne wie er in seinen Avisen, die er bisher an Herrschaften ver- fratischen Abgeordneten" im Landtage werden sicher Berfozialdemo erklärt, für die Löhne aufkommen zu wollen, damit die Kollegen sandte, selbstbewußt erklärt, auf staatstreuem" und auf dem anlassung nehmen, den Gegenstand zur Sprache zu bringen und weiter arbeiteten. Während der Gerichtshof sich im Berathungs- Boden wahrer Nächstenliebe stehenden Diener- Vermittelungszimmer befand, einigten sich Possin und Gerlach mit Behne, daß Bureaus", dieses Bureau, verbunden mit einer„ Akademie" und für eine geregelte größere Ruhezeit der Beamten und Arbeiter er ihnen die Hälfte ihrer Forderungen innerhalb 24 Stunden einem Verein" zu verkaufen(!). Der Brief legt Zeugniß ab der Staatseisenbahn energisch einzutreten. zahle. Herr Riemer, der allerdings bis auf weiteres" nichts von der Intelligenz des Herrn Akademie- Direttors". Er ist an Revolverkugeln statt des Arbeitslohnes. Ein sauberes zum Bahlen hat, erkannte den Rest der Forderung Poffins an. eine Person gerichtet, die sich Rath suchend an ihn wandte, weil Exemplar von einem Wertmeister hatte sich am 13. Oktober vor Die beiden anderen Kläger waren nicht anwesend; es wurde ein sie mit der Absicht umging, einen ähnlichen Verein" zu gründen. der Elberfelder Straskammer zu verantworten. Wie unser dorneuer Termin auberaumi, ber ausfallen wird, wenn bis dahin Ein einträgliches Geschäft muß es sein, solch„ Diener- Berein", tiges Parteiblatt berichtet, hatte der Gasmeiſter G.( leider wird fich die Parteien ebenfalls geeinigt haben sollten. Herr Behne denn das beweist die geforderte Verkaufssumme. Diese Summe der Name nicht genannt) von der Langenberger Aktiengesellschaft, schien einer Einigung geneigt zu sein. ist aber erklärlich, wenn man die horrenden Beiträge" und deren Generaldirektor Ritter in Köln wohnt, den Arbeiter Rud. Gegen den Bauunternehmer Romanowati lagen drei Gebühren", welche die„ Mitglieder" zu entrichten haben, sich ver- B. vorsätzlich mit dem Revolver mißhandelt, auch in der Nähe Bauarbeiter auf Zahlung von rückständigen Lohn im Be- gegenwärtigt. Wo ist die berühmte Nächstenliebe? die Herren von Gebäuden mit dem Revolver geschossen. Genannter Artrage von 16,57., 31,75 m. und 32,55 M. Der Beklagte sind sich jedenfalls selbst die Nächsten. Sie sind alle gleich beiter war in der Gasanstalt Heizer und richtete im Juni bestreitet, der Arbeitgeber der Kläger zu sein; das wäre der im Rupfen derer, die nicht alle werden. Die Diener, welche eine Beschwerde an den Generaldirektor, worin er um GrMaurer, meister" David gewesen. Diesem hätte er alle Maurer- folche Akademie besuchen, sind aufrichtig zu bedauern. Der Brief höhung des 2 Mark 60 Pf. betragenden Tagelohns für lautet im Original: arbeiten übertragen gehabt, hätte ihn aber auf Wunsch des Mein lieber Kollege! Den Statuten zwölf stündige Arbeitszeit bat und es besonders rügte, daß Baugelb- Ratengebers, Maurermeister Sturz, in der dritten Woche Entwurf von heutigen Lage habe ich erhalten. Das Statut von bie Aktiengesellschaft für den 31. Tag des Monats schon entlassen müssen. David hätte bis zur Fertigstellung des mir herausgeben halt ich für rechtsträstig, der Vorschlach§ 23 Der Monat wurde nur zu 30 Tagen gerechnet, die sieben Tage onats nich is gable. Stellers arbeiten sollen, ohne von Sturz Geld zu bekommen, das wird nach dem Allgemein Landes Gesetz nicht genehmigt, des Jahres, welche auf den 31. fallen, werden nicht bezahlt, habe er nicht mal vermocht. Er, Ramanowski, hätte ihm schon ferner kann auf Grund meiner Unternehmen keine Renderung da muß umsonst gearbeitet werden. Der Generaldirektor wieś in der zweiten Woche 500 m. geben müssen, die er selbst sich nach Ihren Entwurf geschehn das dies den Algemein Vereine aber das Gesuch ab, worauf der Arbeiter fündigte. Als er erst geborgt habe. Aus dieser Woche stamme der Lohnrückstand; gefeß entspricht, aber nicht des Landes Gesetz und würde passen seinen letzten Lohn holen wollte, bestellte ihn der Angeklagte jene Summe habe„ nicht gelangt", er, Beklagter, fei nicht ver- jein für ein Vergnügungs Verein, aber wollen Sie für meine dreimal auf eine andere Zeit und als der Arbeiter die Lohnliste pflichtet, den Leuten das Fehlende zu geben; die Verpflichtung Berson und Unternehmen 3000 Mark stellen, oder mir hier, nicht vor der Ausfüllung quittiren wollte, schoß der Gasmeister dazu befize David. Der Zenge David wendet gegen diese Aus- mir ein Abstand von 10 000 Mart geben, dann trete ich zweimal mit dem Revolver auf den Arbeiter. Die eine Kugel führungen ein, daß er 3000. eigenes Geld beim Beginne des zurück von Alles wenn ich Sie nicht auszahlen kann, und die traf nicht, die andere prallte an der Rippe ab. Da eine LohnBaues verbraucht habe. Er habe die Rüstungen anschaffen und eingegangene Gelder sind da, dann verklagen mir die Leute und auszahlung mit Revolverfugeln bis jetzt noch nicht patentirt ist, die ersten Löhne zahlen müssen. Als er vom Bau gejagt wurde, nicht Sie. Im übrigen will ich Sie sagen das der Entwurf so stand der Fabrifmeister heute vor den Schranken. Nachdem habe Romanowski sich alle diejenigen nennen lassen, welche aus wohl für ein Geselligen Verein pasen würden, aber nicht für etwa zwölf Zeugen vernommen worden waren, beantragte die Der Woche vorher noch Geld zu friegen hatten, und habe sich ein Unterstützungsverein wo personen voreinstehen können, Staatsanwaltschaft gegen den Angeklagten ein Jahr Gefängniß. to iegade an unkenntniß. Also mit Gruß. Das Gericht verpflichtet, ihnen dasselbe zu geben. Ein Maurer bestätigt die foliegt die Sache Richtigkeit dieser Aussage und führt an, daß sie, feine Kollegen 13 vor einem halben Jahr dem Polizeipräsidium von einem der That auf 1/2 Jahr Gefängniß und ließ den Inquifiten und ihn, Romanowsti tomandirt" habe. Der Bellagte wurde ausdiener das" Statut" eines solchen Bereins eingereicht und sofort verhaften. welche unter dieser Flagge betrieben werde, hingewiesen wurde, erklärte der betreffende Wie fie fich zerren und zieren! Den Stuttgarter StadtDezernent nicht mit Unrecht: Die Polizei ist doch nicht nur dazu vätern liegt ein schwerer Brocken, die Errichtung eines städtischen ba, die Dummen zu schüßen? Leicht wäre es, dieſent Krebs- Arbeitsamtes im Magen. Da dies eine Angelegenheit iſt, bie schaden zu begegnen, wenn fich die Arbeitgeber nicht nicht ausschließlich den Intereffen der Bourgeoisie dient, und da dieser Vampyre bedienen würden, fondern sich an die ein Arbeitsamt auch nicht so gnadenvoll wirkt, wie etwa die Nene Beschränkung der freien Kritik. Vom Landgericht unentgeltlichen Arbeitsvermittelnngen Arbeiter Stiftung einer neuen Kirche, so suchen die Vertreter des braven Dortmund sind am 22. März der Schaufensterreiniger Paul Organisationen wendeten. Für alle Arbeiter ohne Unterschied Bürgerthums sich derart um die neue Aufgabe herumzudrücken, Voigt und ein Mitangeklagter Namens Müchtern frei des Berufs ergiebt sich aus diesen schreienden Uebelständen die daß in der letzten Gemeinderathssigung selbst der Oberbürger gesprochen worden und zwar ersterer von der Antlage aus§ 181 Nothwerbigkeit zum Anschluß an ihre Organisation. Armeister schonend den Wink mit dem Baunpfahl gab, daß bereits ( Becächtlichmachung von Staatseinrichtungen), letterer von der heiter, organisirt Guch! 199 in sechzehn schlesischen Städten die Errichtung städtischer Arbeits " " " 7 " gemäß den Klage- Ansprüchen verurtheilt. Der Gerichtshof hatte dabei auf die schamlose Ausbeutung, lärte der betreffende den Eindruck gewonnen, daß Beklagter fich auf dem Bau als Bauherr gerirt hat und daß er durch die Aeußerung:„ Ich werde schon zahlen, gehen Sie nur", die Verpflichtung zur Bahlung des Lohnrückstandes übernahm. der als ertannte in anbetracht der großen Frivolität nachweise nach dem Prinzip der Unentgeltlichkeit ernsthaft in Rückgang der Löhne und Rückwanderung von Einwanderern| Verhältnisse, ganz gut, indem er so nach und nach statt Angriff genominen sei. Doch ein echter und rechter Unternehmer- war die Folge. vertreter läßt sich so leicht nicht aus der Fassung bringen. Das Gemeinderathsmitglied Kuhn, ein großer Industrieller vor dem Herrn, meinte, daß dies nur um so angenehmer für Stutt gart sein könne, und daß dies den Gemeinderath um so müsse, zuzuwarten, legenheit habe, zuvor die ma ten, als man alsdann doch Ge- Berlammlungen. an andern gemacheen Zur Frauenarbeit in England. Aus der englischen Berufsstatistik für das Jahr 1890, die eben publizirt wird, er fehen wir, daß die Frauenarbeit stark zugenommen hat. Im Vergleiche zum Ergebnisse der beiden legten Bolkszählungen gestalten sich diese Hauptsummen folgendermaßen: Beschäftigte männliche Gesammt bevölkerung Personen 1891 1881 1871 29 002 525 25 974 439 12 898 484 8 883 254 11 187 564 7 783 646 8 270 186 22 712 266 10 593 466 weibliche 4016 230 3 403 918 3 323 280 Eine bemerkenswerthe Thatsache bildet die unverhältnißmäßige Steigerung der Arbeitsthätigkeit der weiblichen Bevölte. rung. Wie aus der Einzelstatistik hervorgeht, weitet sich das Feld weiblicher Berufsthätigkeit stetig aus, sowohl in Landwirth schaft, als Handel und Industrie. Auch die Kinderarbeit hat sehr großen Umfang in England, denn es wurden 681 404 Perfonen unter zehn Jahren, und zwar 419 209 Knaben und 262 194 Mädchen, und 2480 111 10-15 jährige Personen, und zwar 1 395 244 Knaben und 1 084 867 Mädchen beschäftigt. Religion Glauben sehte und dann statt Glauben an Gott Glauben an Ideale, an alles Schöne, Gute, Wahre. In diesem Sinne ließ er alle Sozialreformer( auch die Sozialdemokraten) sich als Glaubensgenossen" die Hand reichen. Noch einige andere Perlen von ähnlichem ernster Miene gehaltenen Vortrage. So hielt, um nur noch zu " Die geen so frete fonden sich in dieſem mit emer sich eine unbedeutende Diskussion. Reihe. rungen kennen zu lernen! Dieſe in hämiſchem Ton gemachten Sonnabend, 14. Ottober, hier de befit fi chultheiß fin nung einzuschärfen, daß die Arbeiter nicht Kinder in die Welt Bemerkungen wurden denn auch von der Mehrheit des Gemeinde- der Neuen Jakobstraße seine Generalversammlung ab. Es wird unterhalt zu haben. Er sprach im Anschluß daran eine zeitlang Der deutsche Bund für Bodenbefit- Reform hielt am erwähnen, der Redner es für nöthig, seinen Zuhöhrern die Mahraths mit der gebührenden Beifallssalve begrüßt und trotz des fehen sollten, ohne einigermaßen genügende Sicherheit für deren Drängens der sozialdemokratischen Hechte im Karpfenteich blieb wohl nur Zufall sein, daß diese Generalversammlung in dieselbe von der„ lebervölkerung", ganz im Malthus'schen Sinne, und es vorläufig beim Alten. Es werden noch eine Reihe Wochen Beit gelegt ist, wo der evangelisch- soziale Kongreß hier seinen schloß diesen Theil seiner Betrachtungen dann mit der ebenso vorübergehen, bis eine definitive Entscheidung folgt. Wer will zehntägigen sozialen Kursus für evangelische Geistliche, Lehrer, einfachen wie nach dem Vorangegangenen verblüffenden Beauch Feigen von den Disteln lesen? affefforen und andere Herren, die als Stützen des heutigen Staates gebraucht werden, abhält. Aber aus diesem Zusammen- merkung:„ Andere Nationalökonomen behaupten, die Erde könnte nachweises haben auch die Arbeitnehmer Beisiger des Lei peinem wenigstens oberflächlichen Vergleiche der beiden Bourgeois- eine ganz gesunde Anschauung hatte durchblicken lassen, schloß Einen Antrag auf Errichtung eines städtischen Arbeits- treffen ergeben sich einige interessante Berührungspunkte, die zu noch viel mehr Menschen als jetzt ernähren." An den Vortrag, der übrigens hin und wieder auch einmal ziger Gewerbegerichts eingebracht. Bewegungen anreizen. Von denjenigen Angehörigen der Bourgeoisie, welche gemerkt haben, daß das gegenwärtige verkehrte Wirthschaftssystem nicht mehr lange beſtehen kann, haben die mittags um 4%, Uhr der Vorsitzende, Fabrikbefizer Freese, mit Die Hauptversammlung am Sonnabend eröffnete Nacheinen, die Reaktionären, sich als Christlichsoziale zusammen einer Begrüßung der erschienenen Herren, die ohne die an geschlossen, die anderen, die sortschrittlich Gesinnten, als Bodenbesitz wesenden Journalisten etwa ein Biertelhundert start waren. einer Begrüßung der erschienenen Herren, die Reformer. Die Christlichsozialen machen ihre Bettelsuppen zurecht, Rechtsanwalt Berg gab für den Vorstand den Geschäftsbericht, um das Volk, d. h. das Proletariat zu besänftigen; die Bodenbesitz- Reformer, die ebenso wenig wie Jene es mit der Bourgeoisie des Bundes und den geringen Erfolgen desselben athmete. Das der volle Zufriedenheit mit der mäßigen Wirksamkeit verderben möchten, pflegen ihre Berathungen 2c. nur, um ihr Einzige, was dem Bunde fehle, sei, so äußerte sich der Referent, eigenes, angesichts des vielen gesellschaftlichen Glends unruhig das Geld. Aus der Diskussion hierzu ist erwähnenswerth die gewordenes Gewissen zu beruhigen. Auf dem evangelisch- sozialen Kongreß in der Hauptsache nur die runden Gesichter der Dunkel- Neigung, welche Adolf Damaschte und Rittmeister Reinice, ohne männer hier, auf der Generalversammlung der Bodenbesitz- Widerspruch zu finden, für den Bund der Landwirthe kundgaben. - Rittmeister Reinicke rieth außerdem ein Hinaustragen der BeReformer, fast ausschließlich die wohlgenährten Gestalten von Rittmeister Reinicke rieth außerdem ein Hinaustragen der BeFabrikbesizern, Rentiers; und Rechtsanwälten. Der evangelisch- wegung auf das Land, wo allein sie zu einer Macht werden soziale Kongreß beginnt seine Verhandlungen des„ guten Bei- önne. Nachdem der Schahmeister den Kaffenbericht gegeben, spiels" wegen mit einem Gebet- die Bodenbesitz Reformer famen die auf der Tagesordnung befindlichen Vorträge an die lassen sich am Abend vor der Generalversammlung von einem Pastor Bollmann- Agendorf, der dem letzten evangelisch- jozialen 5. Wehberg aus Düsseldorf halten sollte, fiel aus, weil dieser Der erste über die Ursachen der Arbeitslosigkeit", den Dr. Kongreß angehört hat und auch Vorstandsmitglied des deutschen Herr nicht erschienen war. Bundes für Bodenbesitz Reform ist, einen sogenannten wissen Rechtsanwalt C. Heyder aus Metz über den Als erster Redner sprach daher schaftlichen Vortrag über„ Religion und Sozialreform" halten. arbeiter- Ausstand". G. Heyder ist der bekannte Rechtsbeistand letzten BergDer Fabriksstaat Massachusetts. Der neueste Ausweis Bu diesem Vortrage, für den der Vorstand sich den Rathhaussaal des Rechtsschutzvereins der Bergarbeiter, er schwankte, wie der des statistischen Arbeitsbureaus von Massachusetts für das erbeten, aber diesen aus politischen und religiösen Bedenken" nicht Leser weiß, lange zwischen verschiedenen politischen Par Jahr 1892 enthält Berichte von nahezu fünftausend Fabriken im gewährt erhalten hatte, waren auch Damen eingeladen und in Leser weiß, lange zwischen verschiedenen politischen ParStaate, welche alle größeren Etablissements der Hauptindustrien gewählter Toilette erschienen. Zu der Hauptversammlung am teien hin und her, ohne fich über feinen An umfassen. Danach steht Boston nach wie vor an der Spige der Sonnabend und den während derselben gehaltenen Vorträgen fönnen. Redner befürwortet schließlich die Verstaatlichung der schluß auf länger als einige Monate enfcheiden zu Fabriksstädte des Staates, denn es beschäftigt in den hauptsäch hatten die Damen feinen Zutritt, sie dürfen erst am Sonntag Gruben bei einer Entschädigung der Besitzer für das, was sie lichen Industrien 90 108 Personen, und der Werth der von diesen Abend zu der geselligen Zusammenkunft und der Hauptsache selbst hineingelegt, nicht für das, was die Sonne hineingelegt hergestellten Waaren beträgt 208 000 000 Ltr.(= 432 Millionen dabei, zum Tanze, wiederkommen. Außer den Damen waren am habe. In der Diskussion hob Fabrikbefizer Freese hervor, daß Mart). Die Stadt Lowell behauptet den zweiten Platz; sie be- Freitag Abend auch einige männliche Gäste erschienen, darunter habe. In der Diskussion hob Fabrikbesitzer Freese hervor, daß schäftigt 28 086 Personen und verfertigt Waaren im Werthe namentlich eine Anzahl von wißbegierigen Glaubensgenossen des einzelne Bergbau- Aktiengesellschaften sich den Werth der GrubenFall River mit 22 822 Angestellten und einer Produktion im Werthe Geistliche, bei denen der Besuch dieses Vortrages vielleicht zum Resolution wurde angenommen: von fast 40 000 000 str.(= 160 Mill. Mart) per Jahr. Dann kommt Bortragenden, wie Pastor Naumann, Pastor Schall und andere gerechtsame, für die seiner Zeit nur 1,50 M. Stempelgebühr bezahlt ist, mit drei und vier Millionen Mark berechnen. Folgende von 31 Millionen Lstr.(= 124 Mill. Mark), Worcester beschäftigt vangelisch- sozialen Rursus gehörte. 21 478 Personen und fabrizirt Waaren im Werthe von über Was nun die Ausführungen des Pastors Bollmann betrifft, Die Erfahrungen des letzten Bergarbeiter- Ausstandes haben 39 Millionen Lftr.(= 156 Millionen Mart). Es folgen Lynn, so sei bemerkt, daß sie nicht ganz so viel Unsinn ent- gezeigt, daß der Staatsbetrieb nur dann zum Wohle der GeLawrence, Haverhill, und Cambridge. Das durchschnittliche hielten, wie diejenigen, welche der Theologie- Professor fammtheit gereicht, wenn er nicht in Konkurrenz mit den PrivatJahreseinkommen der Arbeiter ohne Rücksicht auf Geschlecht oder Kaftan zu demselben Thema auf dem letzten evangelisch- sozialen betrieben die Praxis dieser Betriebe sich anzueignen gezwungen Alter betrug im Jahre 1892 452,21 str.(= 1809 M.) gegen Kongresse machte. Bei dem Berufe des Vortragenden ist es lation und Ausbeutung entzogen und für die Gesammtheit (= 1809 iſt. Wir verlangen daher, daß die Bergwerke der Privatspeku ist. Wir verlangen daher, daß die Bergwerke der Privatspeku 445,49 str.( 1782 M.) im Vorjahre, was einer Zunahme um selbstverständlich, daß er erklären mußte, wer nicht Religion im lation und Ausbeutung entzogen und für die Gesammtheit 1,51 pet. gleichkommt. Lohnerhöhungen erfolgten durchwegs in Leibe habe, könne teine vernünftige Sozialreform oder, wie er es verwerthet werden. Bei der Enteignung der Bergwerke ist nur den Industrien, welche größere Geschicklichkeit erheifchen und in enger zu bezeichnen beliebte, Wirthschaftsreform zu stande bringen. Das wirklich aufgewendete Rapital zu berücksichtigen. Die im denen hauptsächlich männliche Personen beschäftigt werden. In Indessen war er ehrlich genug, von vorne herein wenigstens ein- Besitze der Gesammtheit befindlichen Bergwerke sind zu Musterden Hauptindustrien erfuhren die Löhne folgende Steigerung: in zugestehen, daß das größere Interesse an dem Bündniß zwischen werkstätten" zu gestalten und ist den Bergarbeitern selbst ein waaren 7,76, Papierwaaren 8,40, Metallwaaren 4,06 und Baum- Redner gab sich dann alle erdenkliche Mühe, die Nothwendigkeit Stand der Freilandbewegung in der Schweiz, worauf noch eine der Lederindustrie 12 pCt., Stiefel und Schuhe 10,81, Wollen- Religion und Wirthschaftsreform die erstere von beiden habe. mitbestimmender Einfluß einzuräumen." Es sprach sodann Prof. J. F. Schär aus Basel über den jenes Bündnisses zu erweisen; da er sich jedoch noch eine ziemSeit Ende 1892 hat die Arbeitslosigkeit in ganz Amerika liche Portion gefunden Menschenverstandes bewahrt hatte, so Reihe geschäftlicher Angelegenheiten erledigt wurde. infolge der Krise toloffal zugenommen und ein allgemeiner wurde ihm das recht schwer. Er half sich schließlich, für seine wollwaaren 3,83 pŒt. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Denjenigen Genossen, welche sich über die Geschichte unserer Partei orientiren wollen, empfehlen wir die Protokolle der seitens derselben abgehaltenen Partei- Kongresse, soweit dieselben noch vorräthig sind. Parteitage in Deutschland: Protokoll des Kongresses der Deutschen Sozialdemokratie. Abgehalten auf Schloßz Wyden in der Schweiz vom 20. bis 23. August 1880. 51 Seiten. mt.-, 20 Protokoll über den Kongreß der Deutschen Sozialdemokratie in Kopenhagen. Abgehalten vom 29. März bis 2. April 1883. 38 Seiten. Mt. 20 des Parteitags der Deutschen SozialVerhandlungen demokratie in St. Gallen. Abgehalten vom 2. bis 6. Oftober 1887. 50 Geiten. Mt.-, 25 Protokoll über die Berhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Halle a. S. vom 12. bis 18. Ottober 1890. 318 Seit. Mt.-, 50 Protokoll über die Berhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14. bis 20. Oktober 1891. 368 Seit. Mr.-, 50 Protokoll über die Berhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Berlin vom 14. bis 21. November 1892. 304 Geit. Mt.-, 50 Defterreichische Parteitage: Verhandlungen demokratie in Hainicid vom 30. Dedes Parteitags der österreich. Sozialzember 1888 bis 1. Januar 1889. Nach dem stenographischen Protokoll, herausgeg. v. J. Popp u. G. Häfner., 112 S. Mt.-, 20 des zweiten österreichischen sozialdemoVerhandlungen tratischen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 28. bis 30. Juni 1890. 184 Seiten. t.-, 30 des dritten österreichischen sozialdemo Verhandlungen fratischen Barteitags. Abgehalten zu int.-, 30 Wien vom 5. bis 9. Juni 1892. 176 Seiten. Internationale Arbeiterkongresse: Protokoll des Internationalen Arbeiterfongresses zu Paris. Abgehalten vom 14. bis 20. Juli 1889. Deutsche Uebersetzung. Mit einem Vorwort von Wilhelm Liebknecht. 133 Seiten. Mt.-, 25 Verhandlungen und Beschlüsse des interArbeiterfongresses zu Brüssel. Abgehalten vom 16. bis 22. August 1891. 36 Seiten. Mt.-, 20 Protokoll der Berhandlungen des ersten Kongresses der Gewerkschaften Deutschlands. Abgehalten zu Halberstadt vom 14. bis 18. März 1892. 96 Seit. Mt.-, 20 Wiederverkäufern Rabatt. Bei Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra). " Gefärbt wird 65 Herren- 65 für 2,50 bis 3,00 Mark Knaben- Garderobe. in allen Farben: Damenkleider, Ueberzieher, Röcke, im Gauzen oder getrennt. Möbelstoffe à M. 1,-. 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