Mr. 250. Erscheint täglich außer Montage. Breis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big fret In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Big. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. In der Boit Zeitungs- Breisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bourgeoismoral. Es ist häufig gesagt worden, daß es unmöglich sei, die Grenzlinie zwischen Betrug und legitimem" Geschäft, zwischen Diebstahl und ehrlichem" Erwerb zu ziehen. Und die pfiffigen alten Griechen, die schon beinahe so weltklug waren wie die neuen, von denen man sagt, ein jeder stecke zehn Juden in die Tasche gaben ihrer Ansicht vom Wesen des Handels klassisch- künstlerischen Ausdruck, indem sie Merkur, den Gott der Kaufleute, zugleich zum Gott der Spitzbuben machten oder umgekehrt. Die Weisheit, welche die alten Griechen hiermit an den Tag legten, wird uns durch einen Artikel des Konfektionär", eines faufmännischen Fachblattes, recht eindringlich zu Gemüthe geführt. Der Artikel hat die Billigung zahlreicher größerer Bourgeoiszeitungen erhalten, die ihn ohne Verwahrung abdrucken wir selbst entnehmen ihn dem Leipziger Tagebl.", dem ersten Geschäftsblatt Sachsens und einem der ersten Deutschlands und wir können ihn daher als typie, nicht blos vereinzelt individuelle Ansicht, sondern die Klassenauffassung der bürgerlichen Geschäftswelt widerspiegelude Meinungsäußerung betrachten. Der Artikel trägt den vielverheißenden Titel: Sind ,, Lügen im Geschäft" erlaubt? Er Iaubte und unerlaubte Lügen. Kons ventionelle und Gewohnheitslügen." Die Worte: Lügen im Geschäft" sind im Original mit Gänsefüßchen versehen, offenbar um anzudeuten, daß der Ausdruck Geschäftslägen"," Lügen im Geschäft", ein gebräuchlicher, im Geschäftsleben anerkannter ist. Und nun der Artikel ohne irgend eine Streichung oder Abänderung, und sogar der Druck genau wie im Original, so daß wir auch nicht durch Sperren 2c. den Sinn irgend modifiziren. Also: erLügen im Geschäft! Es ist das ein heifles Thema, welches wir heute berühren, schreibt der Konfektionär". Nirgends wird so viel gelogen, als im geschäftlichen Verkehr", ist eine stereotype Redensart. Dennoch würde man sich gewiß großen Unannehmlichkeiten aussehen, wollte man irgend einen Geschäftsmann, der bewußt der bewußt die Unwahrheit gesprochen hat, einen Lügner nennen. Es giebt eben laubte Lügen", die sich im Handelsverkehr herausgebildet haben. Ob das nun in Deutschland, Frankreich, England oder Amerifa ist, gelogen wird überall, denn es ist doch eigentlich eine Lüge, wenn man behauptet, eine Waare fostet 3 M., während man weiß, daß sie 3,20 m. fostet, und diesen Preis nur deshalb angiebt, um sie von dem betreffenden Fabrikanten für 3 M. oder noch billiger zu erhalten. Oder ist es nicht etwa eine Lüge, wenn man jemandem sagt, von dieser Waare habe ich schon 500 Stück verkauft", während man vielleicht nur zehn Stück davon verkaufte. Man nennt das tonventionelle Lügen", und die größten Ehrenmänner, vor denen wir alle den Hut ziehen, deren bürgerliche Ehre unantastbar ist, die sich der größten Hochachtung erfreuen, bedienen sich dieser tonventionellen Lügen. Erlaubte Geschäftsvortheile"," Wahrnehmung berechtigter Interessen", nennt man diese falschen Vorspiegelungen". Muß im Geschäftsverkehr gelogen werden, muß man zu dergleichen Lügen, oder sagen wir lieber Ausreden, seine Feuilleton. Eine Erzählung von Ludwig Tied. [ 41 Dienstag, den 24. Oktober 1893. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Zuflucht nehmen? Der sich seines Werthes und seiner Recht- ist ein Laster vor der Sittenlehre, allein, aber, indessen schaffenheit bewußte Leser wird vielleicht mit größter Geschäft ist auch Geschäft", das Geschäft verträgt nicht die Entrüstung jeden Zweifel an seine Wahrheitsliebe zurückweisen reine Wahrheit, es erheischt mitunter- und sehr oft und ausrufen: es braucht nicht gelogen zu werden". Aus ein Verhüllen der Wahrheit und sogar das positive Gegenfittlichen Rücksichten stellen wir uns selbstverständlich auf seine Seite. Nun machen wir einmal die Probe mit dieser Be- theil der Wahrheit; und das nennt man die erlaubte hauptung. Man offerirt uns eine Waare zu 3,30 M., man be- Lüge", die" konventionelle Lüge". Eine erlaubte Lüge" hauptet, der Konturrent liefert sie für 3 M., der Lieferant ist es, wenn dem Kauflustigen, um seine Kaufluft zu steigern, sträubt sich zuerst, aber um seinem Konkurrenten das Geschäft vorgelogen wird, die Waare sei so gut, daß sie fast nicht zu gönnen, erläßt er sie nun auch für 3 M. Man fauft ausverkauft sei. Und die uns so anlügen, sind die eine Waare netto, fagt aber, daß der Konkurrent 4 pet. größten Ehrenmänner, vor denen wir alle den Stonto bewilligt, obgleich man weiß, daß das nicht wahr ist. Hut ziehen"." Falsche Vorspiegelungen" sind das freilich, Man erhält nachträglich diese 4 pet. Stonto auch bewilligt. jedoch erlaubte Geschäftsvortheile", ohne die das Geschäft Der Konkurrent genießt vielleicht diese Vortheile, man weiß es zwar nicht, man probirt es aber. Muß man nicht in diesem überhaupt nicht möglich, Falle seine Vortheile wahrnehmen? Wird irgend Jemand im Und wo ist nun die Grenze zwischen erlaubter" und geschäftlichen Verkehr die Ausbeutung dieser Vortheile unerlaubter Lüge", welch lettere mit etwas häßlicherem Lügen nennen? Nehmen wir nun einmal an, man hat von Namen„ Betrug"? Ja wo? Das ist die Frage. Und kein einer Qualität 500 Stück am Lager, aber erst zehn davon verkauft. Man empfiehlt diese Waare mit dem besonderen juristischer oder unjuristischer Schlauberger hat bis zum Hinweis darauf, daß fast Alles ausverkauft ist, daß heutigen Tage die Grenze entdeckt, und keiner wird sie entnur noch ein kleiner Bestand davon vorhanden ist, den man decken bis zum Ende der Tage des kapitalistischen Wirthbillig abgeben will. Der Käufer wird sich vielleicht durch diese schaftssystems. Aber nein! Unser Artikelschreiber hat sie Worte verleiten lassen, die betreffenden Waaren zu kaufen. entdeckt: Wer Halb leinen für Ganz leinen verkauft, Sagt man ihm aber, von dieser Qualität hatte ich 500 Stück der betrügt", wohingegen der, welcher das erbärmlichste am Lager, ich habe aber bis jezt erst 10 Stück davon ver- schundigste Halbleinen als vorzüglichste, dauerhafteste Waare faufen fönnen, fo fann man schon im voraus sicher sein, daß verkauft, fein Betrüger ist, sondern sich einer erlaubten der Käufer auf diese Waare nicht reflektirt, oder aber doch Lüge" bedient. Und wohl gemerkt, wenn er Halbnur einen geringeren Preis bieten würde. Solcher Fälle ließen leinen muß er für Ganzleinen verkauft, sich Hunderte anführen. Nothlügen", wird man uns antworten, die sind erlaubt! Lüge bleibt 2üge. Selbst halb und ganz noch betonen, um sich zum die strengsten Moralprediger werden zu diesem Entschlusse Betrüger zu stempeln. Mit anderen Worten, man darf tommen, daß sich im geschäftlichen Verkehr diese Nothlügen nicht weiter gehen, als das Strafgefehbuch ers nicht vermeiden laffen. Wer weiß sich frei davon? Man Iaubt. Und den thatsächlichen Unterschied zwischen hält sie für erlaubt, und wer sie gebraucht, weiß sich frei von erlaubten" und" unerlaubten Lügen"( oder„ Betrug") giebt Schuld. Unsere Kaufleute können sich übrigens beruhigen, es wird nicht die Moral,- denn für das Geschäft giebt es Unsere Kaufleute können sich übrigens beruhigen, es wird nicht nur im geschäftlichen Verkehr gelogen, wo es oft noth- feine Moral, ihn giebt das Strafgeset. Was das wendig ist, sondern vielmehr in anderen Berufs- und Gefell- Strafgesetz nicht mit Strafe belegt, das ist erlaubt, und was es mit Strafe belegt, das ist unerlaubt" aus schaftsklassen. " das Nun möchten wir aber auf einen andern Fall aufmerksam Nützlichkeits- nicht aus Sittlichkeitsgründen, unerlaubt", machen.„ Erlaubte Lüge" und" Betrug" ist ein großer weil es in's Zuchthaus bringen kann. Und so fällt denn Unterschied! Wer Jemanden halb wollene Waare für rein die bürgerliche Geschäftsmoral aufs Genaueste mit der wollene verkauft, wer Halbleinen für Ganz leinen ver- bürgerlichen Diebsmoral zusammen. fauft, oder wer gar Baumwolle für Leinen verkauft, die Wir sagen bürgerliche Diebsmoral, weil das der betrügt. Dergleichen Fälle werden im soliden geschäft Diebshandwerk ein echt bürgerliches ist, und außerhalb lichen Verkehr ebenso verdammt und verurtheilt, wie in jedem anderen Beruf. Wer zu solchen Mitteln seine Zuflucht der bürgerlichen Gesellschaft nicht bestehen kann- weder vor nimmt, ist ein Betrüger, der die ganze Echwere des Gesetzes ihr noch nach ihr. fühlen sollte. Mit den„ Geschäftslugen" ist es wie mit den Nicht, daß wir in fittliche Entrüstung geriethen ,, konventionellen Lügen"; wie oft sagt man Jemandem, wie Geschäftsmoral, oder richtiger die Geschäfts- N i ch t moral, ist freue ich mich, Sie zu sehen", obgleich man ihm am liebsten nur Ausfluß und Theil der herrschenden Gesellschaftsmoral. aus dem Wege gehen möchte. Niemand wird an diesen Rede- Von einer Gesellschaft, die sich christlich nennt, und den wendungen einen Anstoß nehmen. Es giebt Lebenslagen, in Schwachen in rohester Weise durch den Starken unterdrücken denen man mit der Wahrheit das größte Unheil anstiften und ausbeuten läßt; von einer Gesellschaft, die ihre HauptTönnte, deshalb wählt man das fleinere Uebel und muß " vielleicht oft wider Willen zur Unwahrheit die Zuflucht aufgabe in der Organisation des Massenmords, d. h. der nehmen. Ebenso ist es mit den Geschäftslügen. Das sind höchsten Barbarei erblickt; von einer Gesellschaft, die teine Lügen, sondern, seien wir milde, Ausreden", die er- Lügner, Fälscher, jenseits von Gut und Böse" stehende laubt sind. Gewaltmenschen als Gößen anbetet und nur einen ehrDa haben wir in der Nußschale das Moral- Gesetzbuch lichen Kultus kennt: den Ichkultus von einer der Bourgeoisie. Lige bleibt zwar Lüge," und das Lügen solchen Gesellschaft können wir keine Moral, im idealen den ich in meiner schwärmenden Naturbetrachtung oder in ihre Fähigkeiten zu Kräften erhöhen und neue Lichter und meiner Poesiebegeisterung hatte finden und im Taumel des Flammen in ihrem Geiste anzünden. Ohne ihn, den Leichtsinns erkennen wollen. offenbarten Christus, kein Sinn im Tiefsinn, kein Geist Mein bewegtes Gemüth sehnte sich nach einigen Wochen in der Geschichte, kein Trost in der Natur und keine Der Aufruhr in den Cevennen. zu lesen. Keiner meiner vielen Betannten, auch Bücher ſind dem, der ihn besißt, erſt freie Spielgenoffen. Wie der Angst und des Grübelns gewaltig, die Heilige Schrift Eigenthümlichkeit in unserem Sein. Kunst, Liebe, Scherz fammler, die große Bibliotheken besaßen, batte dies Buch heiter, süß, ja taumelnd und muthwillig, fröhlich und lachend in seinem Haushalt. Ich schämte mich, daß auch ich es scheint das Christenthum durch alle echten Werke der neueren nie bedurft. Seitdem war dieser Schatz mein treuer Ge- Kunst, wie selig und wohlbehaglich sind sie, wenn in der Alles dies leuchtete mir sehr ein, und ich half, soviel fährte auf der Reise. Ich las in einsamen und geweihten Großheit und Fülle der alten Welt doch wie ein Geist nur meine geringen Kräfte vermochten. Ich war mündig Stunden, und mir geschah, was jedem Durstenden begegnen sanfter Schwermuth über die Luft der Begeisterung hin geworden, und mein Sinn hatte nur noch feste Wurzeln in wird, der noch der Demuth fähig, in dem jene Hingebung streicht wie die kalte Wolte auf Augenblicke über die schöne mir geschlagen. Ich reifte, ich sah die Welt, aber nur von noch nicht ganz abgestorben ist, die freilich nicht fehlen Landschaft im Frühlingsglanze." der Seite, die mir meine Vorurtheile bestätigte. Traf ich darf, damit das geistige Wort nur erst im brachliegenden Der Alte hielt inne und Edmund sagte:„ D wie auf Fromme, auf erleuchtete Christen, so erschienen sie mir Herzen Wurzel fassen tann. Glauben! dies oft angefochtene, gerne höre ich Ihnen zu und erinnere mich dabei nur als seltsame Geisteszerrüttete, merkwürdig vielleicht, zu bestrittene, vielfach erklärte Wort. Dwer ihn erlebt hat, aller Empfindungen und Erfahrungen meiner stürmenden bedauern gewiß. In einer deutschen Stadt nahm ich aus in wem er mit seiner Kraft aufgegangen ist, der wird Jugend." Uebermuth das Buch eines deutschen Mystikers aus nicht darüber streiten. Ich konnte mich der Offenbarung, Was ich früher von mir gestoßen hatte", fuhr der Alte dem Buchladen in meine Wohnung, um in Ermangelung dem Glauben nicht entziehen, so siegend zogen die Worte, fort, war jetzt das nächste Bedürfniß meiner Seele, denn einer wißigen Posse mich hier am Wahnsinn, dem Ab- Bilder, Reden aus dem aufgeschlagenen Evangelio im ich fühlte, wie eine christliche Gemeine in gesammter Ergeschmackten und der Tollheit spottend, zu ergößen. Ohne Waffenschmuck unüberwindlich glänzend durch meine Seele, bauung den Einzelnen stärken und erheben müsse. So es zu wissen, hatte ich den Feuerbrand in mein Haus ge- und alle meine Kräfte wurden die Gefangenen der ewigen besuchte ich die Kirchen und wollte mich dem Gottesdienste tragen, der bald alle diese Gebäude des Hochmuths und Liebe und waren nun im Dienst, in der süßen Sklaverei meiner Partei anschließen. Aber, sei es nun, daß mein weltlichen Frevelfinns in Flammen sette. Ich blätterte, glücklich und selig. Arm und geringe dünkte mir meine Gemüth zu sehr aufgeregt war, oder daß ich immerdar an las und lachte, las wieder und fand die Albernheit frühere Empörung gegen den Herrn, und meine abgewendete die Unrechten gerieth, mir schien, daß allenthalben die Kirche wenigstens poetisch. Das Buch ließ mir feine Ruhe, es 30g Berachtung verstand nicht mehr das Alberne meiner aus der Kirche hinausgepredigt würde. War doch allen mich zu sich, es quälte mich, und ich mußte mir bald zu früheren Weisheit. Meinen doch so viele, Glauben, Demuth, ihre Aufklärung und knappe Philosophie lieber als das meiner Beschämung gestehen, daß es Zusammenhang, Kraft das Bergehen im Herrn sei Ertödtung unserer Kräfte, ja Wort des Herrn, schämten sie sich doch alle Chrifti und und Geist enthalte, daß es mich belehre, und daß dort der Denkfähigkeit; und zürnend oder zitternd entziehen sie verleugneten ihn in fünstlich gesponnenen Phrasen, deuteten Gärten, Blumen und Bäume der Liebe blühten, wo ich nur sich deshalb jenem Werke der Wiedergeburt, das sich auch ihn um, um ihn sich und ihren schwachen Bedürfnissen näher eine dürre Wüste gesehen hatte. Die Ahndung ergriff mich, wohl zuweilen ihren tauben Herzen aus der Ferne ansagen zu bringen, als müßten er und die Jünger etwa als Kirchendaß doch wohl ein anderer Gott die Welt regiere als der, läßt. Die Armen! dieser gefürchtete Glaube würde erst diener und Küster ihrer erleuchteten Zeit untergeben sein. Sinne des Wortes, verlangen. Ob diese Gesell| schaft im Namen Gottes auf Menschen schießt, die fich mit ihren Praktiken nicht einverstanden er klären oder eine unrichtige Uniform tragen ob fie im Namen der Vaterlandsliebe und der nationalen" Interessen das Vaterland verstückelt, Chamaden in Fanfaren umredigirt, Millionäre züchtet und zu diesem Behufe das Volt ausraubt oder ob sie unter den Giftbaum der Börse und unter dem Merkurstab des bürgerlichen Geschäfts und Verkehrs mit erlaubten Lügen" den Mitmenschen über vortheilt, ausplündert es ist immer dieselbe Moral, welche Morallosigkeit ist die Moral der kapitalistischen Gesellschaft, die Moral des Individualismus, der das Jch auf den Thron hebt, und dem Jch alles andere- Meuscheu und Dinge unterthan macht. Was die heutige Welt in ihren Schulen als Moral lehrt: das Aufgehen des Jch im Ganzen, Menschlichkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit das ist nur für die Theorie, nicht für die Praxis. Wer es in Handlungen umsehen will, der stößt bald mit dem Kopf an die Mauer der Verhältnisse, oder an die Zellemvand des Gefängnisses, wo nicht des Jrrenhauses. Der Kapitalismus muß fallen, ehe die Moral auf hören kann entweder zynische Heuchelei zu fein oder gemeine Spitzbubenmoral. empus istn C Politische Zteberlicht. Berlin, den 23. Oktober. Der Reichstag. Ein Beschluß über den Termin der Einberufung des Reichstages ist nach der Kreuz- 3tg." noch nicht gefaßt. Man nehme jedoch an, daß dem in den aller nächsten Tagen des Novembers zusammentretenden Reichstage noch vor dem Etat die Handelsverträge mit Spanien, Rumänien und Serbien zur Beschlußfassung unterbreitet werden sollen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt offiziös, daß eine spätere Einberufung des Reichstags, als sonst üblich, nicht zu gewärtigen ist. Friktionen. Gerüchte gehen um und werden dementirt, daß der preußische Ministerpräsident wegen Differenzen mit dem Reichskanzler zurückzutreten beabsichtige. Miag dies auch für den Moment nicht der Fall sein, so wird doch früher oder später einer von beiden weichen müssen, da auf die Dauer auf eine volle Einigkeit zwischen Eulenburg und Caprivi nicht gerechnet werden kann und ein Gegenarbeiten der Leiter der preußischen und Reichspolitik das Staatsschiff ins Schwanken bringen würde, was jedenfalls zu argen Differenzen betreffs der Instruirung der preußischen Bevollmächtigten im Bundesrath führen muß. " Der Weinsteuer Gefehentwurf wird von der Frankf. Btg." veröffentlicht. Der Text ist als richtig zu betrachten, da weder der Reichs- Anzeiger" noch die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" der Frankf. 8tg." ein Dementi entgegensetzen. Wir heben aus dem Entwurf das Folgende hervor: Gegenstand der Besteuerung ist der zum Verbrauch im Bollgebiet bestimmte Naturwein, Schaumwein und Kunstwein. their dem Steuerpflichtig ist der Kleinbändler ober der Verbraucher. Die Steuerpflicht tritt ein, wenn der Wein vom Auslande oder vom inländischen Hersteller Produzenten oder von dem Großhändler an den Kleinhändler oder Verbraucher übergeht. Kleinhändler ist, wer Wein auch in Mengen von weniger als 10 Liter verkauft oder wer Wein zum Ausschank bringt. Von der Weinsieuer sollen befreit sein: der Verbrauch der Produzenten im eigenen Haushalt, sowie für die von ihnen im landwirthschaftlichen, nicht auch im gewerblichen Betrieb beschäftigten Personen, a) an felbfterzeugten Weinen aus Trauben, Trestern, Obst oder Beeren, welche von ihnen auf eigenem oder gepachtetem Boden gewonnen sind, b) an selbsterzeugtem Schaumwein und Kunstwein, sofern die Herstellung auf diesen Gebrauch beschränkt bleibt und der Hersteller nicht Weinhändler ist. Meß- und Kommunionwein, Wein zu Effigund Branntweinbereitung, unentgeltliche Weinproben von Ileiner Menge. Die Weinsteuer foll in Prozenten des Werthes des Weines festgestellt werden und soll betragen: Bei Naturwein vom Werth, bei Schaumwein vom Werth, bei Kunstwein... vom Werth, mindestens aber Mark... vom Hektoliter. 1. Als Werth gift der Kaufpreis, welchen der Kleinhändler oder Verbraucher zu zahlen hat. Bei ausländischen Weinen ist der Zoll, nicht aber auch Fracht und Spesen zuzurechnen. Wenn der Werth der Fässer oder Flaschen unter dem Kaufpreis begriffen ist, diese Umhüllungen aber zurückgegeben werden, so fann der Werth in Abzug gebracht werden. 2. Zur Angabe des Kaufpreises eventuell zur Vorlage der Fakturen ist der Steuerpflichtige verpflichtet. Beim Bezug aus dem Julande hat auch der Verkäufer in der Versendungsanzeige den Kaufpreis anzugeben. Auch von dem Vermittler des Kaufgeschäftes kann die Angabe der Kaufpreise gefordert werden. 3. Liegt ein Kaufgeschäft nicht vor, so hat der Abgeber des Weines als Werth denjenigen Preis anzugeben, welchen er beim Verkauf desselben Weines in Mengen von 10 Biter aufwärts erzielt, oder mangels eines solchen Preises denjenigen Preis, welcher für gleichartigen Wein im Großverfauf erzielt wird. 4. Hat die Steuerbehörde gegen die Richtigkeit der Angaben Bedenken oder werden die Angaben unterlassen, so ist der der Steuerberechnung zu Grunde zu legende Breis und Werth durch die Steuerbehörde, forderlichen Falles nach Anhörung von Sachverständigen festzusetzen. er= von Wein sich beziehenden Geschäfts- und Handlungsbücher und Geschäftspapiere sind auf Verlangen den Oberbeamten der Steuerverwaltung vorzulegen. 5. Wollen Hersteller oder Großhändler den Verkauf in Mengen von weniger als sehn Liter betreiben, so müssen sie zuvor ihre unversteuerten Weinvorräthe, demnächst auch den an sie übergehenden unversteuerten Wein, sowie den von ihnen hergestellten Wein versteuern. Wenn Kleinhändler Wein herstellen, haben sie den hergestellten Wein binnen 48 Stunden nach beendeter Herstellung zur Versteuerung anzumelden. Für gewisse Fälle, sodann ganz allgemein für den Ausschant und Kleinverkauf der Weinproduzenten sind Erleichterungen zulässig. Die Kleinhändler einschließlich der Wirthe haben beim Inkrafttreten des Gesetzes der Steuerbehörde des Bezirkes die Menge und den Werth ihrer im freien Verkehr befindlichen Vorräthe zum Zwecke der Nachversteuerung anzumelden. Die Vorräthe der Verbraucher unterliegen der Nachsteuer nicht, müssen aber versteuert werden, wenn solche später an einen Kleinhändler oder Verbraucher abgegeben werden. Die Höhe der Besteuerung wird nicht mitgetheilt, 1. Die Steuer ist von dem Steuerpflichtigen binnen darüber dürfte sich die heute zusammentretende Konferenz drei Tagen nach Mittheilung des Betrages zu entrichten. Für den von dem Kleinhändler oder Verbraucher der Finanzminister der weinbauenden Staaten erst einigen. aus dem Auslande bezogenen Wein ist die Steuer bei der EinBu einem abschließenden Urtheile über die Weinsteuer gangsverzollung oder bei der Anschreibung des Weines auf genügen die vorliegenden Angaben nicht. Aber daß Reich, eigenen Boukredit zu entrichten. 2. Hersteller und Großhändler Staat und Gemeinden zum Theil nebeneinander den Wein haben denjenigen Wein, welchen sie aus ihren unversteuerten in Zukunft besteuern können, zeigt, daß große Vertheuerungen Weinvorräthen zum Verbrauche in ihrem Hause entnehmen, des Weines durch die neue Steuer zu gewärtigen sind. fofern sie nicht Steuerfreiheit des Haustruntes genießen, Unseren prinzipiellen Standpunkt den Steuerprojekten gegenvor der Entnahme in einem nach andem Muster über feniten unsere Leser. zu führenden Buch anzuschreiben und am Schlusse eines jeden Vierteljahres zur Besteuerung anzumelden. Nach UebereinOffiziöse Schönfärberei. Die„ Norddeutsche All, tominen mit der Steuerbehörde kann die Versteuerung auch im gemeine Beitung" stellt in ihrer Sonntags Nummer eine Wege der Abfindung erfolgen. 3. Für den von anderen Her Berechnung an, wonach die Zigarrenpreise nach ihrer Meistellern oder Großhändlern zum Hausverbrauch bezogenen Wein haben sie haben Wein haben sie die Steuer beim Empfang zu entrichten. nung nicht wesentlich erhöht werden, ihr scheint es nämlich 4. Wer Wein aus nicht selbsterzeugten Trauben ausschließlich gleichgiltig zu sein, ob die bisherige 4 Pfennig- Bigarre für den Verbrauch in seinem Hause herstellt, hat den her- fünftighin zu mindestens 5 Pf., die bisherige 5 Pfenniggestellten Wein binnen 48 Stunden nach beendeter Herstellung Bigarre zu 6 oder 7 Pf. verkauft werden wird. Die Aranzumelden. 5. Bei Kleinhändlern ist bei Sicherheitsleistung beiter, welche entweder billige Bigarren oder gar keine Stundung zulässig. 6. So lange der Wein auf einer öffent rauchen können, werden dadurch nicht getröstet, daß die lichen Niederlage oder einer unter Mitverschluß der Steuer- bisherige 10 Pfennig Bigarre in Zukunft 13 Pf. toften behörde stehenden Privatniederlage sich befindet, braucht die Steuer weder bezahlt, noch sichergestellt zu werden. 7. Die wird. Wir sind durch die Veröffentlichungen der Nordnäheren Bestimmungen über diese Niederlagen trifft der deutschen Allgemeinen Zeitung" nicht beruhigt, sondern in Bundesrath. unseren Befürchtungen auf's entschiedenste bestärkt. Sicherlich 1. Naturwein, dessen Werth beim Eintritt der Steuer- ist die Rechnung des offiziösen Blattes von Schönfärberei pflichtigkeit. M. für den Hektoliter nicht übersteigt, wird nicht frei und somit eine noch stärkere Bertheuerung zu gezwar für Rechnung des Reiches nicht besteuert, unterliegt wärtigen. aber den in diesem Geseze gegebenen Vorschristen über Die Tabatarbeiter und Tabakhändler haben daher die steuerliche Kontrolle und Werthermittelung. Bundesstaaten bleibt es überlassen, den baran zu sehen, daß die ganze öffentliche Meinung sich da2. Den allen Aulaß in der Agitation nicht zu erlahmen und alles vom Reiche nicht besteuerten Naturwein, : soweit derselbe innerhalb ihres Gebietes an den Kleinhändler gegen wehrt, daß Zehntausende fleißige Hände zur Unoder Verkäufer übergeht, mit einer Landessteuer zu belegen, thätigkeit verurtheilt werden und daß Millionen der Genuß welche 15 pet. vom Werth des Weines oder... Pf. für das des Rauchens unmöglich gemacht werde. Liter nicht übersteigen darf. 3. Der von dem Reiche besteuerte Wein darf seitens der Bundesstaaten in keiner Form mit weiteren Steuern belegt werden. Doch ist es zulässig, Wein, welchen ein Kleinhändler oder Verbraucher von einem Kleinhändler bezieht, der Landessteuer dann zu unterwerfen, wenn der vom Bezieher zu zahlende Kaufpreis... Mark nicht übersteigt. 4. Die Erhebung einer örtlichen Ver= brauchsabgabe von Wein kann den Gemeinden gestattet werden. Diese Abgaben dürfen für den der Reichs besteuerung unterliegenden Wein im Falle der Besteuerung nach dem Werthe ein Fünftel der Steuersäge, andernfalls den Betrag von 3 Pf. für das Liter nicht übersteigen. Für den der Reichsbesteuerung nicht unterliegenden Wein können diese Abgaben bis zur Höhe von 15 pet. des Werthes oder Pi. für das Liter erhoben werden, sofern unter Hinzurechnung der Landessteuer die Belastung des Weines 18 pet. vom Werthe Soweit oder Pfg. für den Liter nicht übersteigt. von den Gemeinden höhere Abgaben bereits gegenwärtig erhoben werden, dürfen die felben bis zum 31. Dezember 1898 erhoben werden. Neue Militärforderungen. Die„ Berliner Neuesten Nachrichten" schreiben: 1. Wer Weinhandel betreiben, Schaumwein abgesehen von dem oben unter Biffer 5, 1b berührten Fall Kunstwein oder Wein aus nicht selbst erzeugten Trauben, Trestern, Weinhefe, Obst oder Beeren herstellen will, hat vor Beginn des Betriebes denselben schriftlich bei der Steuerbehörde anzumelden. 2. Für den Weinhändler und Hersteller von Schaum- und Kunstweinen sind in Absicht auf Betrieb und Lagerraum noch weitergehende Bestimmungen vorgesehen. 3. Weinbauern, welche Wein in solcher Nähe von den Betriebs- oder Lager räumen eines Kleinhändlers herstellen oder lagern, daß der Wein ohne Beruhrung einer offenen Straße in diese Räume verbracht werden fann, tönnen von den Direktivbehörden besonderer Kontrolle unterworfen 4. Die Weinvorräthe der Hersteller und Weinhändler Großhändler und Kleinhändler stehen unter allgemeiner Steueraufsicht und können steueramtliche Revisionen der Läger vorgenommen werden. Die auf die Herstellung, Erwerbung und Beräußerung werden. Berfechter seiner katholischen Partei, den ich nur jemals habe Die Vertheidigung der Ost- und Nordseeküsten sowie die Besetzung der Küstenforts und Strandbatterien, welche bisher der Inspektion der Fußartillerie unterstanden, sollen in Zukunft der Inspektion der Marine- Artillerie unterstellt werden, wodurch der Vortheil erzielt wird, daß im Artilleriekampf diese Vertheidigungsobjekte gegen die feindlichen Kriegsschiffe als die ausschließlich in Frage kommenden Angreifer eine bessere und fichere Feuerleitung von den bei den Matrosenartillerie- Abthei lungen kommandirten See- Offizieren erwartet werden kann, als von den auf den Kampf zur See und die Beurtheilung der Distanz- und sonstigen Verhältnisse nicht eingeübten Offizieren der Fußartillerie. Da auch das Minenwesen in der kaiserlichen Marine der Inspektion der Marine Artillerie unterſtellt ist, und daher bei der Belegung von Küstenforts und Strandbatterien durch Mannschaften der Matrosenartillerie diese gleichzeitig in der Lage sind, die in der Nähe gelegenen Flußmündungen und sonstige geeignete Landungspläge für eine feindliche Flotte durch Anlegen von Minenneßen, Hafensperren u. f. w. zu schützen, so hat diese Anordnung einen weiteren in die Augen springenden Vorzug. Es hat bereits die Bermehrung der Matrofenartillerie um eine MatrosenartillerieAbtheilung stattgefunden und deren Vergrößerung ist für die nächste Zeit abermals zu erwarten. Zu den Ableugnungen der offiziösen Presse betreffs der mehrforderungen für den Marine Etat paffen diese MelDungen wie die Faust auf's Auge. " Der Fall Gradnauer. Die Sächsische ArbeiterBeitung" schreibt: Genosse Dr. Gradnauer ward Freitag Abend auf Antrag der Militärbehörde verhaftet und zur Untersuchung in das Militärgefängniß( Gericht der dritten Infanteriedivision Nr. 32) abgeliefert. Gradnauer wurde sofort wieder militärisch eingekleidet. Heute Mittag fand eine Haussuchung in der Redaktion unferes Blattes, speziell im Arbeitszimmer Gradnauer's, statt. Ich wußte wohl, daß jeder gläubige Zuhörer und Laie Es ist uns unerfindlich, wie ein Zivilist, ohne je eine selbst Priester sein müsse, um durch eigene Kraft das Un- Pennen lernen." Strafe in seinem militärischen Verhältnisse erlitten zu würdige in das Würdige zu verwandeln; aber alle meine" Himmel!" rief Edmund aus, so sind Sie, alter haben, plötzlich von der Militärbehörde verhaftet werden Lebensgeifter fanten in der Umgebung zu Boden, der Mann, der Edmund Watelet, von dem ich, als seinem fann. Seine Dresdener Freunde sind sich über den Anlaß schreiende Gesang betäubte mich, und das Ganze ließ mich lieben Jugendfreund, den Parlamentsrath so oft habe der Verhaftung auch vollständig im Untlaren. leer und brachte mich fast wieder einer ungläubigen reden hören?" In später Abendstunde geht uns noch folgender eigener Berzweiflung nahe. Unbillig von meiner Seite war es Es entstand eine lange Pause. Freilich wohl," Drahtbericht aus Dresden zu: gewiß, daß ich verlangte, alle follten die Trunkenheit meines fagte der alte Priester, indem er seine Thränen trocknete, Gradnauer ist noch nicht aus der Haft entlassen. In r ist noch nicht aus der neugepflanzten Weinbergs theilen. Ich mußte noch erft er wird der junge schwärmerische Beauvais jezt ein alter der Redaktion, sowie in der Wohnung Gradnauer's wurde fahren, daß Schwärmerei und über das Maß hinaus Mann sein; bin ich ja doch auch alt geworden! Jawohl, am Sonnabend seitens der Kriminalpolizei Haussuchung schreiten noch schlimmer fei, als talt und ohne Empfindung daß es eine Beit giebt, an die unser Herz immerdar nicht gehalten. Das Militärgericht verweigert auch dem Rechtsunter diesem Maße bleiben. glauben will, das ist es ja allein schon, was das Leben anwalte jede Auskunft über die Gründe, welche zur Vereines jeden von uns zum seltsamen Gedicht, zum wunder- haftung geführt haben. Es ist bisher unmöglich zu beurtheilen, samen Märchen erhebt. Also er lebt noch? Sie kennen ob das militärische Strafverfahren gegen Gradnauer gesezihn? Ach, theurer Ritter, Sie selbst sehen ihm sehr ähnlich. lich begründet werden kann. Das ist ja eben der Zauber, der mich gleich so unauflöslich an Sie gebunden hat." " Ich setzte meine Reise fort und zankte unterwegs viel mit meinem Begleiter, einem schon alten Bekannten, der alle meine Empfindungen weder theilen konnte noch mochte. So famen wir nach Nismes, und hier wollte mein Schicksal, daß ich lange dort bleiben, daß sich mein ganzes Leben be stimmen, völlig erwachen und beschließen sollte. Knobeln! Das elendeste aller Wahlsysteme führt zu Edmund erzählte von seinem Vater, aber so bewegt er denkenden Manne ein Mitwirken bei der Wahl unmöglich wirklich verächtlichen Konsequenzen, die jedem rechtlich Mein Begleiter, ein gewiffer Lacoste, machte mich in war, so war es ihm doch jetzt unmöglich, sich als dessen machen müssen. Ist es doch in Kiel schon soweit gekommen, einem Haufe bekannt, wo neue Gefühle meiner warteten, Sohn erkennen zu geben. um mich ebenso sehr zu quälen, als zu befeligen." daß um Landtagsmandate geknobelt wird, wie um eine " vielleicht." eine " Lacoste!" rief Edmund aus, sollte vielleicht derjenige Nach einer Weile, in welcher sich der alte Mann von Weiße. Die Konservativen und Nationalliberalen haben doch fahren Sie nur fort, alter Freund, ich irre mich seiner Erschütterung wieder hatte erholen müssen, fuhr er ein gemeinsames Vorgehen bei dem bevorstehenden Wahlgesammelter fort; Was das elterliche Haus meines jungen tampfe verabredet, beide möchten aber gerne ihren speziellen Mein damaliger Freund," sagte der Geistliche, war Freundes für mich zu einem wahren Zaubergarten um- Kandidaten durchgedrückt sehen. Da troß vieler Begroß und start, ein schöner Mann in jedem Sinne des bildete, war die Gesellschaft junger und reizender Frauen- mühungen Ginigung nicht gu stande kam, Wortes, gefühlvoll und gut, aber leichtsinnig und aller 3immer, die sich dort versammelten. Er selbst war mit machten die Nationalliberalen allen Grustes dessen fie einem schönen Mädchen versprochen und sah mit Sehnsucht fähig sind, den Vorschlag, zwischen den beiden aufgestellten Religion ebenso fern, als ich es noch vor kurzem gewesen der Vereinigung mit ihr entgegen. Seine Lucie war ebenso Boltsvertretern den Knobel becher entscheiden zu lassen. Die war. Dieser Freund machte mich in dem Hause einer würdigen Magistratsperson bekannt, welches balo, da der gestimmt wie er selber, und alles, was sich den beiden Konservativen haben dieses günstige Anerbieten zurückwürdige Mann und seine treffliche Gattin mich so freund näherte, floß mehr oder minder in the Wesen hinüber und gewiesen, wahrscheinlich weil sie wissen, daß beim Knobeln lich aufnahmen, mein täglicher Aufenthalt wurde. Gie tönte in ben begeisterten Hymnus ein. Der alte Beauvais des öftern auch gemogelt wird. Wie die amüsante Gehatten einen Sohn, einen trefflichen Jüngling, dessen lächelte nur über das hochgespannte Wesen der jungen schichte enden wird, weiß zur Zeit noch niemand. SchließSchwärmerei ihn bald zu meinem Vertrauten machte, denn Leute, denn ob er gleich felber fromm war, to batte er lich wird wohl doch der Knobelbecher die letzte Zuflucht so wie jener Lacoste alle religiösen Gefühle bestritt, so boch eine Furcht vor feber Uebertreibung. Und dieser sein. Vielleicht bescheert uns dann der glückliche Gewinner hegte fie der junge Beauvais leidenschaftlich und mochte fromme Taumel erschien ihm als solche. ( oder Gewonnene?) einen Antrag, das preußische Landtags( Fortsetzung folgt.) Wahlrecht durch eine allgemeine Lotterie oder Knobelund wollte nur in und für Religion leben: der eifrigste partie zu ersehen. Schlechter könnte der Landtag kaum dadurch werden. uns der Ein Landrath hatte sein Dienstmädchen wegen eines Wort- Denunzianten sind der Berliner Universitätsprofessor G. wechsels mit seiner Ghefrau mit einem Möbelausklopfer der Schmoller, Mitglied des preußischen Staatsrathes, artig geschlagen, daß diese acht blutunterlaufene Striemen auf Historiograph der Mark Brandenburg und Herausgeber des dem Rücken hatte und dieses auch durch einen Arzt atteſtirt Jahrbuches für Gesetzgebung 2c. und sein Assistent Dr. Oldenwurde. In der Verhandlung frug nun der Amtsanwalt den Zu den sächsischen Landtagswahlen sind noch einige Einzelheiten nachzutragen. An neuen Sigen erra ngen wir Dresden V( Gen. Gruner, Dresden); Leipzig IV( Gen. anwesenden Arzt, ob hierbei das Büchtigungsrecht überschritten berg, Privatdozent und Mitredakteur des Jahrbuches. Sie Pintau, Leipzig) und 3 wick a u- Land( Gen. Horn, Zwickau). sei. Hart an der Grenze", war die Antwort, dann bean- theilen sich standesgemäß in die Arbeit, der Professor denunzirt Den letzteren Sieg haben unsere Gegner garnicht vermuthet, das trage ich die Freisprechung, sagte hierauf der Herr Amtsanwalt, einen Professor, der Privatdozent einen Privatdozenten, der gestehen sie offen ein. Bei der vorigen Wahl waren 578 und der Gerichtshof erkannte demgemäß. Sympathie für sozialistische Anschauungen bekundet. Herrn sozialistische und 1243 Tonservative Stimmen abgegeben, jetzt Und diese Dienstboten- Ordnungen vertheidigt die Bour- Schmoller ist es trotz aller Anstrengungen nicht gelungen, den stehen den 1252 konservativen Stimmen 1863 sozialistische gegen- geoisie aller Richtungen. Blos die Sozialdemokratie be- Wirthschaftshistoriker und Sozialstatistiker Karl Bücher au über. Unsere Genossen haben insofern einen guten Griff gethan, als sie in dem fast ausschließlich aus Bergarbeitern bestehenden kämpft sie und fordert ihre vollständige Abschaffung. Statt Stellen dritten und vierten Ranges verkümmern zu lassen, obKreise den Bergarbeiter Horn aufstellten.- In Dresden über die Dienstboten zu schimpfen, thäten die Herrschaften" gleich gegen ihn mehr als einmal ausgespielt wurde, daß er wurde früher Redakteur der Frankfurter Zeitung" war und einmal daß die besser, vor ihrer eigenen Thüre zu kehren. Sieg erleichtert dadurch, Antisemiten den Konservativen verdrängen wollten. 1887 standen bei einem Hoch auf Bismarck als einziger sigen geblieben sein fich 749 sozialistische und 2026 fonservative Stimmen gegenüber; Anders wird nun geklebt. Die Minister des Innern, soll. Nachdem er von den größten Universitäten Preußens heut ist der Brei gerlaufen und haben wir 1487 antisemitische sowie für Handel und Gewerbe versenden soeben an die als Professor vorgeschlagen war, aber stets von dem und 749 tonservative Stimmen zu verzeichnen, denen 1540 sozia Oberpräsidenten das nach den Beschlüssen des Bundesraths Unterrichtsminister nicht ernannt wurde, ist er endlistische gegenüberstanden. Die Leipziger Resultate gaben vom 6. Juli d. J. abgeänderte Formular zur Quittungs- lich nach Bismard's Abgange von der Regierung an die wir bereits und erübrigt sich nur noch die Gegenüberstellung der tarte für die Invaliditäts- und Altersversicherung. Universität Leipzig berufen worden. Dies grämt den einflußvorigen Wahl. In den drei Leipziger Kreisen wurden bei der Dasselbe unterscheidet sich von dem bisher giltigen Formu reichen Professorenmacher Schmoller und um Bücher den vorigen Wahl 5591, sozialistische und 6624 Stimmen für das Iare in folgenden Punkten: 1. Unter der Bezeichnung der Aus- Weg nach Berlin wenigstens zu versperren und seine Kartell abgegeben; jetzt haben wir 10 585 sozialistische und gabestelle ist ein Vermerk vorgesehen, um den Ausgabestellen, Gleichstellung mit seinem nationalökonomischen Kollegen 8695 Stimmen für die Kartellparteien zu verzeichnen. In bei denen Liſten über die von ihnen ausgestellten Quittungs Chemnitz waren die Antisemiten im ersten Kreise insofern glüdlicher als in Dresden, da sie die Kandidatur allein be- nummer des Versicherten zu ermöglichen. Da, wo Listen nicht Hefte seines Jahrbuches, daß seine farten geführt werden, die Eintragung der entsprechenden Listen in Leipzig zu verhindern, schreibt er von ihm im letzten „ radikal. hielten. Die Nationalliberalen, Konservativen, Fortschrittler geführt, ist dieser Vermerk zu durchstreichen. 2. Unter dem demokratischen Prinzipien einer historischen Bezogen ihren zuerst aufgestellten Kandidaten zurück, als gegenüberstehen", dann бав feine Anbie Antisemiten feine Miene machten, zurückzuweichen. machten, zurückzuweichen. Ausgabedatum sind die Worte:„ Verwendbar für die Zeit bis trachtung " eingefügt worden. Hierdurch soll erreicht schauungen den von Marx und des ganzen Die Chemnitzer Ordnungsbrüder sind von je her große Helden werden, daß Marken an die Quittungskarte für einen Zeitraum Sozialismus entsprechen, er fährt dann im Retiriren gewesen. Bei der vorigen Wahl 1889 einigten sich aufgenommen werden können, der vor dem Datum der Aus- fort: Und wie Bücher überhaupt gern Marydie Konservativen und Nationalliberalen auf einen freisinnigstellung der Karte liegt. Die Nothwendigkeit, dies zu che Formeln fortschrittlichen Kandidaten, jetzt nimmt man zur Abwechselung Maryermöglichen, ergiebt sich z. B. in den Fällen, wo die Versiche einmal einen gemeinsamen" Antisemiten. 1889 wurden 4289 tartellistische und 3267 sozialistische Stimmen abgegeben. Jetzt stellt sich das Verhältniß 3574 zu 3270. Jm 2. Wahlkreise be haupteten wir unseren Sig mit 3682 gegen 1919 Stimmen, die auf denselben Antisemiten fielen. In Chemniz haben wir eine kleine Stimmenabnahme zu verzeichnen( in beiden Wahlkreisen einige hundert Stimmen), die Gegner verloren indeß ca. 900 Stimmen. Die abgegebenen freisinnigen Stinimen lassen wir hier außer als ich für und gebraucht rungspflicht erst nachträglich festgestellt, oder die Ausstellungchen Ideengängen mehr folgt, der Karte aus Nachlässigkeit verzögert, oder der Umtausch der richtig halte, so scheint er auch hier sich ihm zu sehr anKarte versäumt worden ist. Die Ausfüllung dieses Vermerts zuschließen." Dabei sendet dieser Herr, der freilich zur hat nur auf Antrag des Versicherten und nur dann zu er Zeit des Bismarck Buttkamer'schen Systems preußischer folgen, wenn in die Karte für die Zeit vor ihrer Ausstellung Staatsrath wurde, seinen illoyalen Denunziationen die BeMarken einzufleben sind. Das Vermerk ist, sofern er nicht merkung voraus, daß Bücher ihn loyal angegriffen habe. ausgefüllt werden soll, bei Ausstellung der Karte zur Verhütung All' diese unsauberen Denunziationen finden sich in einer Rechnung, weil sie sich nicht zum Kartellbrei verstanden und in Dauer der Razte hat der Befreien u be eitigkeit: Besprechung, worin das größte wissenschaftliche Lob auf Vermerk Einfluß; richtet beiden Kreisen eigene Kandidaten aufstellten, die einige hundert Stimmen erhielten. An wesentlicher Stimmenzunahme sind noch folgende städtische Wahlkreise zu bemerken: Sozialdemokraten Gesammtgegner Zwickau( Dschat) 1214 Wurzen- Oschatz Meerane 2c. Mylau 1893 vor. Wahl 1893 vor. Wahl 799 2729 2601 1476 322 1726 1499 1773 846 1873 1645 1147 447 1826 1342 In den ländlichen Wahlkreisen, der Hauptdomäne der Ronservativen, hatten wir, was vielfach gar nicht in Betracht gezogen wird, einen ganz besonderen Erfolg. In den zur Wahl ftehenden 15 Kreisen stieg unsere Stimmenzahl von 8863 auf 9095; die Konservativen, durch unsere Agitation angefeuert, brachten es von 18 201 auf 24 003 Stimmen. Bei der vorigen Wahl hatten wir nur in 5 ländlichen Kreisen Kandidaten aufgestellt und hier vermehrten sich dieselben in einigen Kreisen ganz gewaltig: ad Kartell 1893 vor. Wahl J Pegau- Markranstädt 2c. Leipzig- Land Zwidau- Land Glauchau- Land Meerane- Land. • Sozialdemokratie 1893 vor. Wahl 729 212 2034 1990 2553 2187 1217 1326 1863 578 1252 1248 1038 386 1827 1011 1228 500 1797 1529 In den übriged 10 Wahlkreisen, wo wir zum ersten Male mit Kandidaten in die Oeffentlichkeit traten, errangen wir den von Gegungserfolg po 1084 Stimmen. Und da fafeln unſere Gegner noch, daß die Agitation auf dem Lande nicht von Erfolg begleitet gewesen sei. Mögen sie in diesem Wahne verbleiben, bis das Dach zu brennen anfängt". Im Anschluß hieran wollen wir einen Fehler berichtigen, der sich in der Sonntagsnummer in der Notiz über die sächsischen Landtagswahlen eingeschlichen hat. In der erläuternden Fußnote 2. Seite, 1. Spalte müssen die letzten Worte umstellt werden und der( selbständige) Sazz folgendermaßen lauten: Alle zwei Jahre scheidet ein Drittel der Abgeordneten aus." Ueber unseren Wahlfieg in Lörrach liegt folgende Meldung vor: In Lörrach- Stadt sind 34 sozialdemokratische und 17 freisinnige Wahlmänner gewählt. Das Abgeordnetenmandat geht also an unseren Genossen Straßenmeister Stegmüller über. Der eifrige Nachbeter und sich in allen Fällen vielmehr nach dem Datum der Ausstellung. Bücher ausgesprochen wird. 3. Bur genaueren Bezeichnung des Inhabers der Karte soul Nachtreter Schmoller's, Herr Oldenberg, denunzirt im außer dem Vor- und Zunamen auch dessen Wohnort, und bei gleichen Hefte des Jahrbuches den Wiener Privatdozenten Frauen deren Geburtsname eingetragen werden. Die Außen Grünberg, daß er einmal Beiträge für die sozialdemoseite der Karte ist ferner durch einen Vermerk über die Ent- kratische Neue Zeit" geliefert hat. Diese unsauberen werthung der Marken vervollständigt, während die Anordnung Machenschaften gehören aus der Stille einer wenig gelesenen über das Ginkleben der Marken in anderer Form in die Innen- Zeitschrift an die breite Deffentlichkeit. feite der Karte übertragen ist. 4. Die Ziffern in den Feldern der Junenseite der Karte sind beseitigt, die Felder dagegen auf 56 vermehrt, um bei Kalenderjahren, in denen Marten für 53 Wochen zu verwenden sind, die Einklebung in eine Karte zu ermöglichen, und um die Vertheilung des Umtauschgefchäftes über das ganze Jahr thunlichst zu befördern. 5. Endlich ist der Vermerk in dem Kreise für den Stempelabdruck auf auf der Außen- und Innenseite der Karte als Umschrift angebracht, weil nach den bisherigen Erfahrungen in vielen Fällen die Erkennbarkeit des Stempels durch den Vermerk innerhalb des Kreises gefährdet worden ist. Uebrigens ist es gestattet, zunächst die bisherigen For mulare aufzubrauchen. Solch' nebensächliche Aenderungen werden die Gründ Sympathie für dieses Gesetz nicht heben. liche von Aenderung wird allseitig gewünscht, so Don einer großen öffentlichen Versammlung von Handwerksmeistern und Gewerbetreibenden, die Freitag Abend in Keller's Festsälen tagte. Diese hat, den in einer Versammnahes lung vom 14. Auguſt gegebenen Anregungen folgen, zu einstimmig beschlossen, den Reichstag zu ersuchen: 1. Das Alters: 1. Das Alters- und Invaliditätsversicherungsgesetz( durch das sich der Mittelstand, ohne für sich selbst gesorgt zu sehen, in schwerster Weise belastet fühlt) dahin abzuändern, daß die Beitragszahlungen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer ganz aufhören, dafür aber von jedem Staatsangehören, je nach der Höhe seines Giufommens progressiv gesteigert, eine allgemeine Staatsrentensteuer zu erheben sei, und jedem beDürftigen Staatsangehörigen das Recht eingeräumt werde, mit dem sechzigsten Lebensjahre eine Staatsrente von mindestens 1 M. pro Tag zu beziehen. 2. Eine Verstaatlichung der bestehenden Kranken- und Unfallversicherungstassen mit gleichmäßiger Berechtigung zum Bezuge des Kranken- und Unfallversicherungsbetrages durch alle Staatsangehörigen eintreten zu laffen." 7502 Die Verhandlungen der Wahlrechtsvorlage haben im österreichischen Abgeordnetenhause begonnen. Es liegen hierüber folgende Depeschen vor: Die Abgeordneten sind nahezu vollzählig erschienen. Nach Vornahme der Wahl eines Ausschusses für die AusnahmeVerordnungen begann die erste Lesung der Regierungsvorlage betr. die Wahlreform sowie der bezüglichen Initiativanträge Bernerstorfer, Slavit, Plener und Baernreither. Hierauf er griff der Ministerpräsident Graf Taaffe das Wort zu einer Erflärung. Die Erklärung des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe besagt: Als die Regierung sich mit dem Programm der derzeitigen Parlamentssession beschäftigte, konnte sie nicht übersehen, daß Sie zahlreichen aus der Initiative des Hauses hervorgegangenen Wahlreform Anträge voraussichtlich in der nächsten Zeit zur parlamentarischen Behandlung gelangen. Selbstverständlich war es an der Regierung, ihre eigene Stellung gegenüber der Wahlreform- Frage klar und unzweideutig zu präzisiren. Abgesehen von diesem äußeren Anlasse ließ die sorgfältige Be obachtung mannigfacher Vorgänge des öffent lichen Lebens während der lezten Jahre innerhalb des Staates wie im Auslande der Regierung pflichtgemäß erscheinen, in dieser ernsten und wichtigen Frage selbst die Initiative zu ergreifen, um durch einen formulirten Gesezentwurf ihre prinzipielle Auffassung zum Ausdruck zu bringen. Schon dieser Entstehungsgeschichte ist zu entnehmen, daß der Regierung eine feindselige Tendenz gegen irgend eine Bevölkerungsklasse oder politische Partei gänzlich fern lag und daß es nicht angeht, die Einbringung diefes lediglich durch Erwägungen allgemeiner staatlicher Natur veranlaßten Gefeßentwurfes als Maßregel zu bezeichnen, wozu die Regierung sich etwa unter dem Drucke äußerer Faktoren entschlossen hätte. Der Regierungsentwurf halte an den Grundlagen der bestehenden Verfassung fest und drücke den leitenden Gedanken aus, die Ausübung des Wahlrechts Allen einzuräumen, welche die staatsbürgerlichen Pflichten in Die Braunschweigischen Landtagswahlen sind auch die Personalverhältnisse der Reichs- Poſt- und Erweiterung des gabtrechtes abjicem, Dieſer auf mögliche " " gegenwärtig im Gange. Das braunschweigische Wahlgesetz Telegraphenverwaltung sind in der neuesten Nummer übertrifft noch das„ elendefte aller Wahlgesetze. Von den der Deutschen Postzeitung", Organ des Ver 46 Abgeordneten werden 21 durch die Höchstbesteuerten, bandes deutscher Post- und Telegraphen- Assistenten"( Nr. 20 und Telegraphen- Assistenten"( Nr. 20 3 durch die Geistlichkeit ernannt und nur 10 resp. 12 durch die vom 16. Oktober), einer scharfen Kritik unterzogen worden. Stadt und Landgemeinden in indirekter allgemeiner Wahl Bur Kennzeichnung der Stimmung, die in den Postnach dem Dreiklassen- System gewählt. Auf die Stadt assistenten- Kreisen herrscht, genügt die Anführung folgender Braunschweig fallen 4 Abgeordnete. Die Wahl erfolgt in Sage: folgender Weise. Die wahlberechtigten Bürger wählen nach dem Dreiklaffen- Wahlsystem 72 Wahlmänner und diese 72 wählen zusammen mit den 36 Stadtverordneten und den 8 Magistratsmitgliedern die Abgeordneten. Am letzten Sonnabend wurden die Wahlmänner- Wahlen beendet und die geringe Betheiligung an denselben zeigt, daß selbst unsere Gegner unsere Parteigenossen nahmen selbstverständlich nicht an der Wahl Theil diese Art Wahlsystem für ein Possenspiel betrachten. Es wählten 884 in der 1. Abtheilung von 163 Wahlberechtigten 18, 9235 9235 maja" 2. 3. 76. 19ndian 166, also insgesammt von 10 282 Wahlberechtigten übten nur 260 ihr Stimmrecht aus. Die Sozialdemokratie und die Religion. Unter diesem Titel veröffentlicht die Kölnische Bolts- Beitung" einen Leitartikel, aus dem wir hervorheben wollen, daß das Zentrumsorgan nun auch einsieht, daß die Bezeichnung der Sozialdemokratie als atheistisch nicht genügt, um ihre Werbekraft zu vermindern. Das Blatt schließt seine Ausführungen mit folgenden Säßen: a Die despektirlichen Bezeichnungen unseres Standes, gegen welche sich des Herrn Staatssekretärs Exzellenz im Reichstage entschieden verwahrte, sind längst gang und gäbe; ich tönnte sie um eine gute Zahl ebenso schmeichelhafter ergänzen. Dieselben zeigen im Grunde genommen doch nur, was dem aufmerksamen Beobachter schon lange nicht entgangen, daß man nämlich in weiten Kreisen den Postbeamtenstand, und durchaus nicht nur den niederen, über die Achsel anfieht". Der Abgeordnete Vollrath nannte den Prozeß, fo= weit er die Assistenten betrifft, eine fortschreitende Proletaeine" fortſchreitende Broletarifirung". Ich weiß recht wohl, daß manche Kollegen, die auf den äußeren Schein viel halten, so etwas nicht gern hören. Aber warum das Ding nicht beim richtigen Namen nennen? Wir tragen doch keine Schuld daran! Auf die Angabe, daß int legten Etatsjahre unter 57 000 angestellten Beamten und Unterbeamten 38 000 haben unterstügt werden müssen, kann ebenso wenig jemand von uns stolz sein. Und die Unterschlagungen so winziger Beträge, wie bei keiner anderen Kassenverwaltung, die fattfam bekannte Verschuldung in unseren Kreisen reden auch eine deutliche Sprache. Wären die Zustände nicht so, wie sie in Wirklichkeit sind, wir hätten weniger liebedienerische, friechende Elemente in unferen Reihen; bis auf den legten Mann ständen alle längit hinter dem Verbande." Mit dem Reden gegen die Sozialdemokratie und ihre Gotte Der Verband zählt bereits über 4000 Mitglieder. Iosigkeit ist es feineswegs gethan. Ganz besonders muß auf bas peinlichfte alles vermieden werden, was danach aussehen Akademisches Denunziantenthum. Die Klique und tönnte, als werde Glaube und Religion bemußt, um dem Klaque spielt nirgends eine größere Rolle als in den geKapitalismus Dienste gegen die Arbeiter zu lehrten Berufen, so in der Schriftstellerwelt und vor allem leisten. Gs geschieht ohne Zweifel recht häufig, wobei Die in den Universitätskreisen. Wer nicht zur Klique gehört, jenigen, welche es thun, sich dessen gar nicht bewußt sind, fondern allen Ernstes glauben, fie vertheidigten die Autorität den läßt man nicht aufkommen, dem versperrt man alle Wege zum Fortkommen, man bekämpft ihn durch Anschwärzen, und Ordnung. Alles Predigen wird aber nicht helfen, Bourgeois bleibt Verleumden und Denunziren, was nicht hindert, öffentlich Bourgeois und jedes Mittel, auch Religion und Glaube, Freundschaft und Anerkennung zu heucheln. Meist ist ihm gerade gut genug, die Sozialdemokratie zu bes handelt es sich um Schulstreitigkeiten, die uns nichts angehen, die wir daher die Herren vom Katheder tämpfen. Uangeben, ruhig selbst ausfechten lassen. Wenn wir ausnahmsweise Rechtlosigkeit der Dienstboten. Aus Wriezen wird von einem solchen Streite Notiz nehmen, so geschieht es, weil es sich um politisches Denunziantenthum handelt. Die uns geschrieben: a der Regierung als eine Forderung der Staatsraison, indem nur durch rechtzeitige und ausreichende Grweiterung des Wahlrechtes jene großen und schweren Gefahren wirksam und dauernd gewendet werden können, welche der bürgerlichen Gesellschaft und damit der gesammten staatlichen Ordnung seitens der bisher politisch rechtlosen Boltselemente droben. Die Regierung muß daher ungeachtet des von den drei großen Klubs erhobenen Widerspruches an dem Grundgedanken festhalten. Die Regierung spricht gleichzeitig die Ueberzeugung aus, daß, vorausgesezt die prinzipielle Einigung über die von der Regierung beabsichtigte Erweiterung des Wahlrechts selbst, es bei Schonung der bestehenden politischen Besißstandsverhältnisse gelingen wird, einen Weg zu dem be zeichneten Ziele unter Mitwirkung des Hauses zu finden. Auf biese Darlegung ihrer Anschauungen glaubt bie Regierung fich bei der ersten Lesung aller Wahlreformanträge beschränken zu sollen.( Algemeine, anhaltende Bewegung.) Die österreichischen Genossen haben in Rücksicht auf die anscheinend bevorstehende Auflösung des Abgeordnetenhauses folgenden Wahlaufruf erlassen: Parteigen offen und Genossinnen! Jhr wißt, daß wichtige Entscheidungen in Desterreich bes vorstehen. Durch das kräftige Gingreifen des tlassenbewußten Proletariats ist die Frage der Wahlreform zum Angelpunkt ber gesammten inneren Politik geworden, und die Regierungsvorlage giebt dem Ausdruck. Es geht endlich vorwärts; nicht lange mehr und die schneidige Waffe des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts wird in unseren Händen sein. Bis dahin aber gilt es noch harten Kampf. Es läßt sich mit Grund annehmen, daß das Abgeordnetenhaus vor seiner Auflösung steht, daß wir in Bälde Neuwahlen haben werden, diesmal noch, hoffentlich das letzte Mal, auf Grundlage des alten, beschränkten Wahlgesetzes. Daß wir eingreifen müssen, ist keinem zweifelhaft und ebenso sicher ist, daß diesmal das Eintreten der Sozialdemokratie in den Wahlkampf noch eine ganz andere Bedeutung haben werde als 1891. Diesmal gilt es Vorübung und Vorbereitung auf das allgemeine Wahlrecht. Unsere Drganisation muß vervollständigt und noch enger geschlossen werden; daran wird bereits überall gearbeitet. Aber ein zweites thut noth. Soll der Wahlkampf uns die erwünschte Frucht bringen, die Aufwühlung der indifferenten Massen, das Eindringen der sozialdemokratischen Agitation in' bisher fernstehende Kreise, dann muß in Wort und Schrift mit voller Straft gearbeitet werden. Dazu aber find Geldmittel nöthig.. Genossen, unsere Partei ist die der Armen und Aus gebeuteten, aber die Mittel für den Befreiungskampf habt Jhr stets aufgebracht, schneller, opferwilliger und mehr als alle Broßenparteien. Auch diesmal werdet Ihr zur Stelle sein. Wir thun nur unsere Pflicht, wenn wir Euch schon heute auffordern, die Sammlungen für den Zentral- Wahlfonds sofort einzuleiten. In allen Provinzen Oesterreichs werden Diesmal die Wahlen weit größere Mittel in Anspruch nehmen als 1891, denn ungleich weiter ist der Kampfplatz geworden und ungleich ernster der Kampf. Genossen und Genosfinnen, Ihr habt bisher gezeigt, daß Ihr Euere Zeit versteht, daß Ihr mißt, wie man sich sein Recht erobert Ihr werdet auch diesmal unserem Rufe folgen. Sammelt, wo Ihr könnt und bedenket: jeder Kreuzer, den die Tasche des Arbeiters für den Befreiungskampf spendet, wiegt einen vollen Gulden auf, den der Geldsack zur Erhaltung feiner Privilegien leistet. Und nun, an die Arbeit! Mit sozialdemokratischem Gruße Die Parteivertretung. Eine Gefahr für den Dreibund ist die WahlrechtsReform des Grafen Taaffe, haben nun die Liberalen in Desterreich herausgetüftelt. Nächstens werden sie den Beweis liefern, daß nach Einführung des allgemeinen Wahlrechtes die Erde erkalten und alle Menschen, Thiere und Pflanzen sterben werden. Bereits in der ersten Sizung, die unter ihrem( der Wahlreform- Vorlage) Eindrucke stattfand, war von der berühmten lex Trautenau keine Rede mehr, keine Rede ist mehr von den Parteinachrichten. nationalen Quertreibereien und Stänkereien, die bisher Die Kölner Parteigenoffen hielten am Vorabend der Erfür österreichische Politik ausgegeben worden sind. Auch eine öffnung des Parteitags eine Voltsversammlung ab, die glänzend andere Komödie von heute wird bald vorbei sein. Es lohnt verlief. Das Lokal Karl der Große" war, obgleich Tische und sich nicht mehr der Mühe, die Kleingewerbetreibenden, die Stühle entjernt waren, von Männern und Frauen zum erdrücken Fünfguldenmänner mit dem Befähigungsnachweis zu fangen; gefüllt und Tausende fanden feinen Platz mehr. Genosse Bebel die Stellung des Kleingewerbes ist ein Geschäft, dem viel hielt einen oft von stürmischem Beifall unterbrochenen zweiAbbruch gethan wird durch die Wahlreform. Sie ist zu stündigen Vortrag über das Thema:„ Das Zentrum und die Wahlzwecken betrieben worden. In dem Momente, wo das Sozialdemokratie". Gegner, obgleich anwesend, meldeten sich allgemeine Wahlrecht auf den Plan tritt, hören diese nicht zum Wort. Mit einem donnernden Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und dem Gesang der ArbeiterFaren auf. Marseillaise ging ge gen 212 Uhr die Versammlung ausDas sind die Folgen, die schon heute sich geltend machen; die wichtigsten Konsequenzen haben wir daraus zu ziehen, wir haben aus der Vorlage etwas Vernünftiges zu machen, so unvernünftig sie ist. Und wir haben vor allem dafür zu sorgen, daß sie Gesetz wird, und sie wird Gesetz werden, mögen ganze Ströme von Tinte dagegen vergossen werden. Auf jedes Tintenfaß, das da ausgeschrieben wird, stehen wir, wenn es nothwendig ist, gegen die Zinte mit unserem Blut.( Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) einander. Am Sonntag Vormittag 11 Uhr hielt Genosse Bebel in Aachen einen Vortrag über das gleiche Thema. Auch hier war die gegeben, um den Andrang zu hindern, aber viele mußten unVersammlung ausgezeichnet besucht. Man hatte Karten ausverrichteter Sache abziehen. Bebel's in Berlin bezugnehmend fürzlich meinte: fie begreife Die ultramontane Bolts- 3tg.", die auf eine Aeußerung nicht, warum Herr Bebel auf den Parteitag in Köln sich freue, wird wohl allmälig den Grund einsehen. Die anläßlich des Kommunale Arbeiten in London. Der radikale Parteitages stattfindenden Der radikale Parteitages stattfindenden anderweiten Versammlungen im Londoner Grafschaftsrath tritt von Amtswegen streng gegen Rheinland, welche die Delegirten abhalten dürften, werden ihr alle Unternehmer bei städtischen Kontrakten auf. Er kann sich das noch deutlicher zu Gemüthe führen. rühmen, bei dem Bau des Abzugskanals in York road, Lambeth, eine Ersparniß von 114 000 M. erzielt zu haben. Rein Unternehmer wollte den Bau unter 230 000 M. anfangen. Der Grafschaftsrath ließ darauf von ihm selbst bestellte Arbeiter Hand anlegen, und so stellten sich die Kosten auf 116 000 m. Die österreichische Nationalitätenfrage und die Taaffe'sche Wahlrechts Reform. Wie ein Spuk ist plöglich das Interesse an den nationalen Streitigkeiten in Desterreich verschwunden, alles, was politisch denken kann, beschäftigt sich ausschließlich mit der Frage der Wahlreform. Während noch vor 14 Tagen neben dem Prager Ausnahmezustand die sogenannte lex Trautenau, die Frage, ob dieser In Berlin aber wehrt sich das" freisinnige" Unter Gerichtsbezirk sprachlich geschieden werden soll, das poli- nehmerthum gegen jede Arbeit der Stadt in eigener Regie, tische Interesse ganz in Anspruch nahm, redet heute kein es ist ihr lieber, daß die Arbeiter tüchtig ausgebeutet Mensch mehr davon. Genosse Adler beleuchtete die geänderte werden, wenn dabei nur die Unternehmer auf Kosten der Situation in der Versammlung im Sophiensaale folgender- Steuerzahler kolossale Profite in ihre Taschen fließen lassen maßen auf's treffendste: Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 24. Oftober. Opernhaus. Der Ring des Nibe lungen. Vorabend: Das Rhein gold. Der ButtenSchauspielhaus. Maria Stuart. Deutsches Theater. Man sagt. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. Freund Felix. Wallner Theater. Der Progenbauer. Residenz- Theater. System Ribadier. Neues Theater. Jugend. fönnen. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Vorlehte Sonntags- Aufführung. Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Afte: Bajazzi- Parodie, vorgetragen von Josephine Dora und Herrn Carl Meissner. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. Neue freie Volksbühne. Zum leyten Male: Die Weber " Kaufmann's Variété W Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Elite Akrobaten ( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Fräulein Hedwig Marga, RostümSoubrette. Paul Krugeler, GefangHumorist. Fratelli Bozza, italien. musikalische Steinfeger und Köche. Signorita Luisade Siro, italienische Kostüm- Soubrette. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. von Gerhart Hauptmann. Sonntag, 29. Oftober, präzise 2 Uhr, 3. Abtheilung im Viktoria- Theater. Einschreibegeld 1 Mart, Monatsbeitrag 50 Pf. Mitglieder der 1. und 2. Abtheilung, welche die Vorstellung noch einmal sehen wollen, zahlen 1 M. nach. Billets à 1 M. sind im Theater Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! American- Theater. Central- Theater. Berliner Bollblut. und an folgenden Zahlstellen zu haben: Die Gründung Noms Adolph Ernst- Theater. Charley's N. E. Engel, Chorinerstr. 9. Zante. Vorher: Die Bajazzi. NO. A. Hüttrich, Gollnowstr. 5. Viktoria Theater. Frau Venus. NW. A. Schiefel, Gozkowêtistr. 8. Alexanderplatz- Theater. Hüttenbesitzer. Der S. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. V SO. Reichshallen- Theater.Spezialitäten- SW. Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. 0. Herm. Bobsien, Kommandanten: straße 62. 410/16 Wilhelm Hagemann, Oranienftraße 144. Th. Stampehl, Mariannenstr. 26. Heinr. Kaufhold, Melchiorstr. 3. Hugo Köhn, Naunynstr. 83. G. Berling, Belle- Alliancestr. 96. Georg Lamcke, Blumenstr. 4/5. Castan's Panopticum. National- Theater. Weltberühmte Mustelung Große Frankfurterstraße 132.a Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Aften von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Sam ft. von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. & Schreckenskammer. Passagein der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. fimmtl. Spezialitäten. Anf. Wchig. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. Morig Das Organisationskomitee Süd- Ungarns beruft für die nächste Zeit einen Parteitag der ungarischen Sozialdemokraten nach Arad ein. Hauptzweck dieses Parteitages soll sein, den inneren 3wistigkeiten, die seit geraumer Zeit entstanden, ein Ende zu bereiten. Wir wünschen, daß dies gelingen möge und daß die Genossen Ungarns sich bald mit vereinten Kräften ihrer schwierigen Agitations arbeit hingeben können. Polizeiliches, Gerichtliches ze. - Wegen Beleidigung des Magdeburger Arztes Dr. Hagen wurde der Redakteur der Voltsstimme", Genosse Löste, am 17. Oftober zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Moritz Etablissement Bla. Buggenhagen. Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Pabenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Neues Club- Haus " Die Geburt eines fräftigen Knaben zeigen hocherfreut an Berlin, 22. Oktober 1893. 27376 Adolf Adler u. Frau, Lothringerstr. 99. Durch die Geburt eines träftigen 50392 Knaben wurden hocherfreut Gustav Sabor u. Frau. Berlin, den 22. Oftober 1893. Am Sonnabend, den 21. Oktbr., verstarb nach jahrelangem Leiden unfer Mitglied, der Maler 374/18 Joseph Hohlwegler 72. Kommandantenstr. 72. den 25. Dttbr., von der Wohnung, Empfehle meine 4 hocheleganten Festsäle ( 50-400 Pers.) den 2c. Vereinen zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. 2534b Habe noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Louisenstädt. Klubhaus, Annenstraße 16. Saal zu Versammlungen und Ber4nügen sowie Vereinszimmer empfiehlt L. Ehrenberg. g8402* G. Brochnow's Festsäle 39. Sebastianstraße 39. 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Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Mittags 12 Uhr: Bolts vorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen: Der Trompeter von Säkkingen. Wallner- Theater. Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Jägerblut. W Wegen des großen Erfolges von Jägerblut wurde das BauernGastspiel auf kurze Zeit verlängert. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefegt von Adolph Ernst Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. anatomisches für Festlichkeiten u. Versammlungen. Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Bf. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. Dienstag, den 24. Oktober er.: Viel Neues, darunter der Schußkanal der Kugeln des deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Dameutag. Entree 50 Pfg. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City: Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Novität! Neu! Neu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pi. R. Winkler. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Zum Schluß: Adele, die kalte Mamsell. Geſangv., Rauchklups ze. Bergmannstr. 92. an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, Mittenwalderstraße 24, aus ftatt, und werden die Genossen aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand des soz. Wahlvereins Berlin III. Nachruf! Allen Kollegen mache ich hier durch die traurige Mittheilung daß unser treuer Kollege und Kampfgenosse Joseph Sohlwegler am Sonnabend, den 21. b. M., nach schwerem Leiden verstorben ist. Wir verlieren in ihm einen thätigen Mitkämpfer, der, durchdrungen von der Idee des Sozialismus, für die Befreiung des Proletariats mit all seinen Kräften tämpfte. Sein ruheloses Wirken für die Sache der Arbeiter sichert ihm ein ehrendes Andenken bei allen, die ihn fannten. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. Oftbr., Nachm. 3 Uhr, von der Wohnung, Mittenwalder ftraße 24, aus nach dem Michaelfirchhof in Rigdorf, Hermannstraße, statt, und bitte ich, dem Verschiedenen auf seinem letzten Wege möglichst zahlreich das Ge leit zu geben. 235/2 Berlin, den 22. Oftober 1893. Der Vertrauensmann d. Maleru. Anstreicher Berlins. Todes- Anzeige. Am Sonnabend, den 21. Oktober, 61/4 Uhr früh, verschied nach furgent, aber schwerem Leiden meine innigft geAllen Freunden und Bekannten zur liebte Frau, unsere gute Mutter, unfere 184 einen 50382 richt, daß ich Oranienſte. Je Bazenhofer Ausschaut 10 eröffnet habe und bitte um gütigen Zuspruch. Hermann Aepler. Großes schönes Vereinszimmer zu vergeben in Schöneberg, Kaiser 49682 Friedrichstr. 2. Ehrenerklärung! Ich nehme hiermit die ausgesprochene Beleidigung wider den Restaurateur Friz Schüler, Höchftestr. 38, zurück. A. Prange. Ensemble von Mensel. Jede Uhr Entree 50 Pf. Jm Borverkauf 40 Pf.( Siebe Plakate.) Donnerstag, den 26. Oftober: Soiree in Sanssouci. unter Garantie foftet bei mir 1,50 Mk. zu repariren ( außer Bruch) Rleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Naunynftr. 88, liebe Schweßler, meine gute Tochter, Frau Minna Hübner geb. Langenbecker im 38. Lebensjahre. Alle, die ihren edlen Charakter, ihr für alle Mitmenschen warm empfindendes Herz ge fannt haben, werden unseren tiefen Schmerz zu würdigen wissen. Sie ist uns allen unvergeßlich! Die trauernden Hinterbliebenen Sugo Hübner und Kinder, Mutter und die Geschwister. Beerdigung am Dienstag, 24. Oktober, Nachm. 3 Uhr, von d. Leichenhalle des St. Nikolai- u. Marienkirchh., Brenzlauer Allee 7, aus. 2732b Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein mir unvergeßlicher Mann, der Mechaniker 2744b Willy Ullrich Bon meiner Krankheit hergestellt, babe C. Wunsch, Dranienplas am Herzschlag gestorben ist.- Die ich die Praxis wieder aufgenommen. 513 Dr. Joseph Löwenstein, 27395 Kl. Frankfurterstr. 5. Als Zahlstelle 2c. empfehle mein Lokal. Noh- Tabak Alle Sorten 27306 P. Trenner, Grimmstr. 25. 47972* Max Jacoby, Streligerstraße 52 Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der St. Pauls- Gemeinde( Plößensee) aus, statt. Die tiefbetrübte Wittwe Emma Ullrich nebst Kindern. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 潤 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 250. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Köln, den 22. Oktober. Vorversammlung am Sonntag, den 22. Oktober 1893. In dem in der Nachenerstraße belegenen, für die Verhandlungen des diesmaligen Parteitages bestimmten Lokal„ Karl der Große" fanden sich zwischen fünf und sieben Uhr Abends die Delegirten ein. Der schöne Saal des Etablissements ist auf das Prächtigste geschmückt. Gleich im Vorraum heißt ein Gruß die eintretenden Genossen willkommen. Fest steht der Bau, Aeonen alt Schon seh' ich Pfeiler ragen, Das hochgewölbte schließt sich bald, Und schließen muß sich's sonder Fragen! Die Sprüche:„ Der Arbeit der Lohn!" Dienstag, den 24. Oktober 1893. Minorität sind die Junter ihrer Zahl nach, aber sie sind stark durch die öffentlichen Positionen, die sie im Heer und in der Verwaltung einnehmen, durch die soziale Position, die sie als Agrarier auf ökonomischem Gebiete besitzen. 10. Jahrg. Erster Verhandlungstag. Montag, den 23. Oktober. Vormittags- Sihung. So wird der deutschen Sozialdemokratie nichts weiter Um 914 Uhr eröffnet der Vorsitzende Singer die Verhandübrig bleiben, als auch in dieser Richtung die Ar- lungen des Parteitages. Als Schriftführer fungiren Hoffmannbeit der Bourgeoisie zu verrichten, die sie aus Angst vor der Köln und Oertel- Nürnberg. Eine Reihe Begrüßungsschreiben Sozialdemokratie unvollendet gelassen hat und endlich einmal mit ist eingelaufen, darunter eines von den bulgarischen Parteiden Junkern abzurechnen. Zurück zu den Ereignissen in Köln. 1847 war der kommunistische Arbeiterverein in London gegründet worden. genossen. Erster Punkt der Tagesordnung: Geschäftsbericht des VorSinger schlägt vor die Punkte 1, 2 und 3 der Tagesordnung für die Diskussion zu verbinden, nachdem vorher die Referenten Auer und Meister gesprochen haben und auch die hierzu ge stellten Anträge mit hineinzuziehen. Der Vorschlag wird gebilligt. Die Propaganda in Deutschland ließ sich nur durch standes. einen Geheimbund betreiben, und die Zentrale kam schließlich nach Köln, daß so zum dritten Male der Ort wurde, wo die Den Verhandlungsraum Fäden der sozialistischen Bewegung sich vereinigten. Aber mit selber schmücken zwei gewaltige rothe Banner, die von der Decke der Niederlage der Revolution kam auch das Ende dieses herabwallen. Das eine trägt in Goldbuchstaben den Schlachtruf Bundes. Im Oktober 1852 wurde der berüchtigte Kommunistender Partei:„ Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!"; das prozeß in Köln verhandelt und Strafen von 6, 5 und 3 Jahren sein. Was die Organisation der Partei betrifft, so ist eine Auer: Der Bericht liegt gedruckt vor, daher kann ich kurz andere die Worte: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!" Auf Gefängniß verhängt. Mitglieder des Kommunistenbundes spielten sein. Was die Organisation der Partei betrifft, so ist eine den oberen Fenstern der Glaswand, die den Saal vom Vor- später noch eine Rolle im öffentlichen Leben freilich in anderer Dezentralisation der Arbeiter beim Wahlkampfe herbeigeführt raum scheidet, stehen in rothen und weißen Buchstaben die Richtung. So Heinrich Bürgers, der fortschrittlicher Abgeordneter worden. Die Dezentralisation hat sich im großen und ganzen Verse: wurde, Dr. Herm. Becker, der Oberbürgermeister derselben Stadt, bewährt, wenn auch nach der einen oder anderen Richtung dies wo er zu fünf Jahren Gefängniß verurtheilt war; der Ober- oder jenes hätte geschehen können. Irrthümer und Mängel hefteten Sie sind zum Theil veranlaßt bürgermeister Wallach von Mainz und der frühere Oberbürger- eben jedem Menschenwerk an. meister von Frankfurt a. M., der jetzige Minister, Herr Miquel. durch die Summe von Schwierigkeiten, die durch die vorhande Die Provinzial( Große Heiterfeit.) Von den Verurtheilten in Köln aber nenne nen Kräfte nicht bewältigt werden konnten. ich als einen, der stets treu zur Fahne gehalten, stets sich ganz und Landeskomitee's stehen dem Gebiete, auf dem zu kämpfen der Kampf!" So schaffet neue Waffen für die alten Kämpen, London, der als Delegirter des Kommunistischen Arbeiter- schränken für Munition zu sorgen. Sie lieferte Geld dorthin " Zum Frieden in den Dienst des Proletariats gestellt hat, den alten Leßner aus war näher. Deshalb mußte sich die Zentralleitung darauf bedie stetig jung die Jugend lenken." Es bleibe Selbſtachtung Bildungsvereins in unserer Mitte weilt. Ihn heiße ich herzlich wo Ebbe war. Ferner mußte die Zentrale zum Theil wenigstens und Brudertreu Grundsay- die Stärke der Partei" schließen willkommen.( Stürmischer Beifall.) Geitdem hat Köln teine be auch die geistigen Waffen für den Wahlkampf liefern. Ich habe sich an. An dem Balfen gegenüber, der die Glaskuppel der fondere Rolle in der Bewegung gespielt, wohl aber das Rhein- die Ueberzeugung, daß die Parteileitung ihre Schuldigkeit gethan Decke trägt, zeigt ein Schild die Worte:" Gedacht sei Derer, die land in den sechziger Jahren, wo Lassalle sich die erſten poli- hat. Die Debatte wird zeigen, ob die Delegirten der gleichen für uns gelebt, gerungen, gelitten für der Menschheit heil'ge tischen Sporen verdiente. Dffen müssen wir aber auch ein- Meinung sind. In bezug auf die Agitation sind auf früheren Rechte, Vom Feind„ besiegt",„ vernichtet" und dennoch un gestehen, daß es seitdem hier nicht so ist, wie es sein sollte. Parteitagen stets die Aufforderungen laut geworden, mehr für bezwungen." Weitere Schilder an den Wänden tragen die Weshalb aber spielen die rheinisch- westfälischen Proletarier nicht die Landagitation zu thun. Auch die Parteileitung ist dieser Sprüche:" Durch Wissen zur Macht durch Macht zum Sieg." die Rolle in der Bewegung, die sie kraft ihrer Intelligenz und der Ansicht und glaubt alles gethan zu haben, was sich thun " Die Arbeiter sind der Fels, auf dem der Staat der Zukunft weit vorgeschrittenen induſtriellen Entwickelung des Rheinlandes verließ. Ohne Erfolge ist die Thätigkeit nicht geblieben. Der erbaut wird." Gewinde aus Tannenreisern an den Balkons dienen? Der Ultramontanismus hat es verhindert. Er, der den Fleiß ist eine Ernte, wenn auch eine bescheidene, gebracht. vollenden den Schmuck des Raumes. Für das Bureau, das die Arbeitern nicht nur das irdische, sondern auch das himmlische Paradies Das beweist das Resultat der letzten Reichstags- Wahlen. UeberVerhandlungen leiten wird, ist eine niedrige, breite Estrade er- versprach, nahm uns den Wind aus den Segeln. Geschickt be- raschende Erfolge brachten manche ländliche Wahlkreise, so in richtet, die unten mit rothem Stoff behangen ist. Roth ausnutzte er auch soziale Momente für feine Agitation. Aber seit Norddeutschland und in Bayern. Leider sind die führenden Ge geschlagen ist auch das Rednerpult, das sich unmittelbar davor dem Wegfall des Kulturkampfes sehen auch die Arbeiter und nossen in Süddeutschland nicht erschienen. Wir müssen wohl befindet, flankirt von den Büsten Mary und Lassalle's auf hohen Kleinbürger, die den ultramontanen Fahnen folgten, ein, daß sia annehmen, daß sie durch ihre Arbeiten verhindert sind. Hoffent Postamenten. Die Delegirten nehmen an Längstischen Play. Weiter im Hintergrunde befindet sich der Zuhörerraum, der an- genasführt werden. Sie schließen sich uns an. Der Parteitag lich ist es das nächste Mal anders. Vielleicht ist es angebracht, nähernd tausend Personen faßt. hier wird diesen Prozeß beschleunigen und die Stunde naht, wo mit unserem nächsten Parteitag mehr nach Süden zu gehen wir die Ernte einheimsen.( Stürmischer Beifall.) Redner schließt Wenn der Berg nicht zu Muhamed tommt, muß Muhamed er Die Versammlung wird um 74 Uhr eröffnet. Genoffe mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemo- zum Berge.( Heiterkeit.) Der Parteileitung war der Auf Hengstbach Köln heißt die Delegirten Namens der Kölner fratie und erklärt den Parteitag für eröffnet. geworden, für Flugschriften für die ländliche Bevölkerung Parteigenossen willkommen. Als vor einem Jahre in Berlin An Genossen Engels wurde auf Beschluß des Parteitages schwer erfüllen. Mit den Beschlüssen, das hat zu geschehen, i forgen. Ein solcher Auftrag läßt sich sehr einfach ertheilen, auf Anregung der Kölner Delegirten beschlossen wurde, den nächsten Parteitag in Köln stattfinden zu lassen, folgendes Telegramm abgesandt: ging man von dem Gedanken dabei aus, daß es von ungeheurer agitatorischer Bedeutung sei. einmal sei, hier den Parteitag abzuhalten. Wir wünschen, daß die Berathungen zum Besten der Partei ausschlagen, und daß sie auch in agitatorischer Beziehung von Erfolg begleitet sind. = " Friedrich Engels, 122 Regents Park Road London NW. Die an der Geburtsstätte des deutschen Sozialismus i zum Parteitag anwesenden Vertreter der deutschen SozialDemokratie senden dem Mitbegründer des Sozialismus und ihrem unentwegten Vorkämpfer herzlichen Gruß und dankende Anerkennung. Rongreß Bureau." Singer dankt für die Ehre und das Vertrauen, das ihm die Parteigenossen auch diesmal wieder erwiesen hätten, er erinnerte daran, daß auch Bebel ein Kölner fei, dem die Partei zu großem Dante verpflichtet sei.( Stürmischer Beifall.) = Die vorgeschlagene Geschäftsordnung wird debattelos geVon Bebel ist der Antrag gestellt worden, die Frage des allgemeinen Stimmrechts und der Betheiligung bei den Landtagswahlen mit auf die Tagesordnung zu sehen. Der Antrag wird angenommen. " Weg dahin noch nicht geebnet. Die Beschaffung der Landlitera ist außerordentlich schwierig. Troz aller Anregungen hat die Initiative, die gegeben wurde, nicht viel geholfen. Spontan aber entstanden in den ländlichen Bezirken Flugblätter, die sehr richtungen sind die Gewohnheiten der ländlichen Bevölkerung gut gewirkt haben. gut gewirkt haben. Je nach den Provinzen und Himmels außerordentlich verschieden. Es ist etwas ganz anderes, ob man Genoffe Bebel begrüßt die Delegirten gleichfalls im Namen des Parteivorstandes auf das Herzlichste und dankt im Namen für norddeutsche oder bayrische Bauern, für pommersche Hörige des Kongresses für die freundliche Aufnahme in Köln. In Berlin oder füddeutsche Kleinbauern schreiben muß. Allgemein gehaltene haben wir freudig zugestimmt, als Köln vorgeschlagen wurde, Zu Borfizenden werden per Attlamation Singer- Berlin Flugblätter von der Zentralleitung aus nüßen nichts. Doch die weil die agitatorischen Wirkungen, die nothwendig mit den Ber- und Fell- Leipzig gewählt; zu Schriftführern werden Antrick- Mittel wird sie den Provinzen für die Landagitation gern zur Verhandlungen verbunden sind, für Köln und den weiteren Umkreis Berlin, Fischer- Hamburg, Hoferichter- Köln, Bruhns- fügung stellen. Nun zur Presse. Da ist alles geblieben, wie es war. von größtem Werthe find. Für die älteren Parteigenossen und Bremen und Dertel- Nürnberg gewählt. Selbst die Aenderung, die der Druckfehlerteufel an der Zahl der alle, die mit der Geschichte der Entwicklung des Sozialismus in Wizblätter vorgenommen, ist falsch. Wir haben die beiden: den Deutschland vertraut sind, giebt es aber noch besondere Gründe, Wahren Jakob" und den Süddeutschen Postillon". Die Genugthuung darüber zu empfinden, daß wir hier in Köln tagen. materiellen Verhältnisse und der Inhalt der Parteipresse haben Wenn eine Stadt in Deutschland sich als Geburtsstätte des fich wesentlich gebessert, dank der politischen Erregung, die die deutschen Sozialismus betrachten tann, so ist es Köln. Genau In die Mandatsprüfungs- Kommission werden die folgenden Auflösung des Reichstages hervorgerufen hat. Unterstützungen 51 Jahre ist es her, daß der Hauptbegründer des wissenschaft. Delegirten gewählt: Metzner- Berlin, Erdbeer- Rostock, der Parteipresse aus der Zentraltasse werden aber auch in lichen Sozialismus, Karl Marr, hier in Köln Redakteur wurde. ete- Dresden, Dahlen Halberstadt, Bamberger Zukunft noch in manchen Fällen nöthig sein. Das SchwerEr hatte seine juristischen Studien beendet, hatte vergeb- Culmbach und Hoferichter Köln. gewicht der Agitation ruht nicht mehr so wie früher auf der lich in Bonn eine Dozentenstelle mündlichen Agitation, der allerlei Schwierigkeiten in den Weg gezu erhalten gesucht, als er die Einladung erhielt, die Chefredaktion der nehmigt. legt werden. Die Ansprüche, die an einen Redner gestellt Rheinischen Zeitung" zu übernehmen. Von besonderem Interesse werden, sind gestiegen. Bekannte Redner werden überall hin ist es angesichts der jetzigen Haltung der deutschen Bourgeoisie, verlangt, können aber nicht überall sein. Der A. muß es sein, daß es ausgesprochene Bourgeois waren, die die Zeitung ins den y. haben wir selber, schreiben die Genossen in der Provinz, Leben riefen. Ich nenne nur die beiden Namen der Gründer: wenn wir ihnen Y. vorschlagen.( Heiterkeit.) Früher war man Camphausen und Hansemann. Unter ihrer Aegide erschien das Im übrigen wird die vorgeschlagene Tagesordnung ange- mit den Ypsilons sehr zufrieden. Da tritt nun die Presse an die Blatt. Nachdem Mary eine Zeit lang Mitarbeiter gewesen war, nommen. Bei der Frage" Antisemitismus und Sozialdemokratie" Stelle. Sie hat eine Verbreitung gefunden, die zwar nicht das wurde er im Oktober 1842, also genau vor 51 Jahren, ihr Chef- bat Heymann, diesen Punkt nicht zu verhandeln. Die Partei Ende unserer Wünsche ausmacht, aber ihr bereits den Löwenredakteur. Innerhalb weniger Monate zog er sich in reichstem habe gar keinen Anlaß, die antisemitische Partei anders zu be- autheil der Agitation zuweist. Wenn hier und da Wünsche laut Maße den Zorn und den wüthenden Haß der Regierungsorgane handeln als andere Parteien. Die Sozialdemokratie fei dem geworden sind, daß dies und jenes in bezug auf die Parteipresse zu. Aber nicht nur politisch stand er in den ersten Reihen der Antisemitismus gegenüber in der Lage desjenigen, der sich die zu geschehen hat, so können wir eben nur mit den vorhandenen schärfsten Opposition, auch seine sozialen Studien nahmen hier Hände reibt, wenn die soziale Agitation und Revolution in Mitteln arbeiten. Das zeigte sich bei ihren Anfang. Er veröffentlichte eine Arbeit über den Holz- Kreise getragen wird, in die sonst der Sozialismus nur schwer literatur. Hier waren die Prospekte bereits gedruckt, und doch diebstahl und über die Lage der Winzer an der Mosel. Nachdem Eingang finden dürfte. mußte im letzten Augenblick das Projekt aus persönlichen die armen Zensoren, die zwei, ja drei Mal Zenfur lesen mußten, Bebel bittet dagegen um Belassung des Punktes auf der Umständen fallen. Seit dem Halle'schen Parteitag sind die voreingesehen hatten, daß sie die Wirkung der Zeitung nicht ver: Tagesordnung. Er habe die Frage auf dem legten Parteitage handenen Kräfte, die für die Leitung der Bresse vorhanden sind, hüten, daß sie mit dem jungen Marr nicht fertig werden nicht behandeln können, auch in der nachfolgenden Zeit nicht. bis auf den legten verfügbaren Mann beinahe in Anspruch ge fonnten, erfolgte am 1. Januar 1843 das Verbot des Das Schweigen in dieser Frage sei von den Antisemiten schon nommen worden. Den vielen Anforderungen gerecht zu werden Blattes. Die Zeitung fristete noch einige Monate ihr ist schwer. Eine ganze Reihe Anträge wünscht ein ZentralLeben nachdem die Herausgeber versprochen hatten, den Wochenblatt für die Partei. Die Gründe dafür mehren sich von Chefredakteur Marg zu entlassen. Wenige Zeit später ging das Jahr zu Jahr. Die deutschen Parteigenossen im Auslande Blatt aber doch zu Grunde. Hier in Köln war es aber auch, ( Referent bringen darauf, sie bezeichnen ein solches Organ als eine Lebenswo Mary Engels fennen lernte. Von dem Frühjahr des Jahres frage für sie. Für mich wäre die Frage gelöst, wenn ich wüßte, 1843 batirt jene intime Freundschaft zwischen den beiden Männern, wo der rechte Kerl für den Posten vorhanden ist. die das ganze Leben über dauerte und vom fruchtbarsten Einfluß diese Frage nicht gelöst werden, so wird es uns hiermit auf unsere ganze Bewegung war. Ruhig fann ich sagen: Mary gehen wie mit der Jugendliteratur. Es wär zu schön gewesen, wäre nicht geworden, was er geworden ist, wenn er nicht Engels es hat nicht sollen sein." Für das Ausland ist ein fennen gelernt hätte. Und auch umgekehrt, wäre Engels ohne Tageblatt zu theuer, die Genossen sind gezwungen, den ,, Sozialist" Marr nicht Engels geworden. Mary ging nach Paris und gab zu halten und das wünschen wir nun eigentlich nicht. Die gemit Ruge die Deutsch- französischen Jahrbücher" heraus. Häufig eigneten Kräfte für die Redaktion sollen erst gefunden werden. fam Engels nach Paris. Er war mit Mary in Brüssel, und als Es darf nicht heißen: Wenn wir nur erst den Sattel haben, Frucht seiner Studien erschien im Jahre 1844 Die Lage der findet sich auch der Gaul. In Bezug auf die Organisation und arbeitenden Klassen in England". Da fam 48. Die Revolution die Parteikasse tann das Eine geschehen, daß die Parteigenossen brach aus, und das erste Erzeugniß der gemeinsamen Arbeit von im Lande die gute Gewohnheit, ab und zu eine Postanweisung " sehr gegen die Sozialdemokratie ausgenutzt worden. Der Kongreß schließt sich der Ansicht Bebel's an. E3 gelangen also zur Verhandlung: 1. Der Geschäftsbericht des Parteivorstandes. J. Auer.) 2. Bericht der Kontroleure.( Referent Meister.) 3. Parteipreffe und Agitation mit besonderer Berücksichtigung der Landagitation. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit.( Referent Paul Singer.) 5. Maifeier 1894.( Referent W. Liebknecht.) 6. Antisemitismus und Sozialdemokratie.( Referent Bebel.) 7. Anträge zum Programm und Organisation. 8. Wahl der Parteileitung und Bestimmung des Ortes, sie ihren Sitz zu nehmen hat. wo Dazu komme noch der oben erwähnte Antrag Bebel und die " Rann Mary und Engels erschien, das Kommunistische Manifest". Beide jenigen später eingegangenen Anträge, die vom Kongreß befür an den Parteikassirer zu senden, nicht ganz einschlafen lassen. wortet werden. Dr. Arons= Berlin stellt den Antrag mit ( Seiterkeit.) nöthige Boden fehlte. In Deutschland selber wollten sie die Namens der Kontrolleure erstattet Genosse Meister Sache der Revolution fördern. Am 1. Januar 1848 erschien frage auf die Tagesordnung zu feßen. Ein großer Theil der Delegirten wünscht die Gewerkschafts- Bericht. Vier Beschwerden liefen ein. Eine davon war Ein anderer Theil die Neue Rheinische Zeitung". Es war ein ausgesprochen hält die Erörternng für überflüssig, da die Frage tlar sei. von gewisser Bedeutung. Die Königsberger verlangten sozialistisches, oder wie man damals sagte, fommunistisches ein täglich erscheinendes Blatt, das in Königsberg geOrgan. Sofort war den wüthendsten Verfolgungen es einer druckt werden sollte. Der Vorstand schlug ein gemeinsames Blatt ausgesetzt. Aber noch war die Revolution nicht niedergeschlagen Sympathie- Erklärung für die Gewerkschaften, die Frage nicht zu für Ost- und Westpreußen vor. Königsberg lehnte es ab. Auf und das Blatt konnte nicht unterdrückt werden. Doch mit dem diskutiren. Der Kongreß beschließt, die Gewerkschaftsfrage zu den Borschlag Königsbergs ging der Vorstand nicht ein, weil Sieg der Reaktion war auch das Schicksal der Beitung ent- verhandeln. Der Antrag Arons fällt damit. Zum Referenten ein jährlicher Zuschuß von 20 000 M. erforderlich gewesen wäre. schieden. Um 19. Mai 1849 wurde die„ N. Rh 3tg." verboten. war Schippel vorgeschlagen, er lehnt ab und Legien- Hamburg Die Kontrolleure schlossen sich dieser Ablehnung an. Zwei andere Wer fennt nicht Freiligraths Gedicht" Abschiedsworte an die wird das Referat übernehmen. Bum Korreferenten wird Auer Beschwerden betrafen Unterstützungsfachen, eine die Verweigerung Neue Rheinische Zeitung"? ernannt. Zum Referenten in der Frage des Allgemeinen Stimm der Erstattung von Gerichtskosten. Auch in diesen Fällen rechts und der Wahlbetheiligung bei den Landtagswahlen wird billigten die Kontrolleure das Verhalten des Vorstandes. Die Bebel ernannt. Der Antrag Bebel wird als vorlegter Punkt Kontrolleure können die Hoffnungen und Wünsche Auer's in behandelt worden. Die Gewerkschaftsfrage soll nach dem bezug auf die Presse nicht theilen. Der Vorstand hätte Punkt 6( Maifeier) verhandelt werden. der Bewilligung von Unterstützungsgeldern für die Presse halsstarriger sein können. Hierin befinden sich die Kontrolleure einmüthig im Gegensatz zum Vorstand. Die Blattgründungen in der Provinz werden im Hinblick auf die große Krippe zu leichtsinnig vorgenommen. Die Revisionen der Kasse, Kein offner Sieb in offner Schlacht Sie fällten die Nücken und Tücken Sie fällte die schleichende Niedertracht Der schmuzigen Westfalmücken!" Die schmußigen Westfalmücken" herrschen leider auch heute noch bei uns. Es ist das preußische Junkerthum, der Todfeind der Bourgeoisie. Doch im jahrzehntelangen Kampfe wurde sie nicht fertig mit ihm. Sie troch zu Kreuze. Eine winzige Die Sigungen werden von 9-1 Uhr und von 8-7 Uhr abgehalten werden. Hier wird die Sigung abgebrochen und auf Morgen vertagt. bei P " " " " worden. Sie giebt Bilder, die"." hat eine Auslage licher Chefredakteur. Liebknecht, der selber ja bedauert hat, daß er burger Druckerei das Wort. Er führt aus: Die Klagen über " " M " lich erscheinendes Zentralblatt. Die Druckaufträge der Partei will Redner auch anderen Parteigeschäften zugewendet sehen. Jochem Danzig ist gegen das Zentral- Wochenblatt. Der Vorwärts" folle besjer redigirt werden, das sei der beste Ersatz für das beabsichtigte Bentral- Wochenblatt. " " " 914 des Vorwärts" und der Buchhandlung sind regelmäßig alle unserer großen Jbeen, der der Vorwärts" sein soll, muß man nicht wesentlichen sind die Verhältnisse für die halbhörigen Rosjäthen, Vierteljahre vorgenommen. Alles wurde in bester Ordnung ge- nur verlangen, daß er unser Programm grundsäglich vertritt; der für die ganz leibeigenen landwirthschaftlichen Arbeiter diefelben, funden und nicht ein Monitum gezogen. Bei der Revision der Vorwärts" muß auch ein aktuelles Blatt sein. Die Anforderungen, auf dem leeren Raum aber könnte gut den lokalen Verhältnissen Buchhandlung trat hervor, daß manche Genossen fäumig im Die an ein modernes Blatt gestellt werden, haben sich gesteigert. Der Rechnung getragen werden. Zahlen sind. 150 Mahnbriefe mußten verfandt werden, die zum Vorwärts" ist nicht nur ein Parteiorgan, sondern auch ein Legien Hamburg entwickelt seine Anschauungen über die Theil auch Erfolg hatten. Möchten die Genossen an den ein- Blatt, das den Kampf nicht mit einer, sondern mit allen Partein Landagitation, er empfiehlt vierzehntägige Ausgaben der Provinzial zelnen Orten die Kontrolle mitausüben. Namens der Kontrolleure führen muß, er erscheint in Berlin, dort wo die redaktionelle presse für die Landbevölkerung zur Gratisvertheilung. Unberechtigt beantrage ich Decharge für den Kassirer und alle diejenigen, die Technik auf das raffinirteste ausgebildet ist. Der Vorwärts" feien die Vorwürfe gegen den Parteivorstand, er habe nicht genügend fich in Parteistellung befunden haben. soll nicht nach hinten, nicht spät und ungenügend berichten. Fünf agitirt, die Agitation fönne nicht von einer Zentralitelle aus geleitet Die Diskussion über Punkt 1, 2 und 3 der Tagesordnung Redakteure brauche er zum mindesten, sagte Bebel in Berlin, werden. Fehle es an der Zentrale an Arbeitskräften, so müsse ( 3: Parteipresse und Agitation mit besonderer Berücksichtigung aber er hat nie fünf Redakteure gehabt. Liebknecht ist unser die Zahl der Mitglieder des Parteivorstandes vermehrt werden. der Landagitation) wird eröffnet. bester Agitator, eine unerfeßliche Kraft eine unerfeßliche Kraft Fuchs München: Die„ Neue Welt" ist trotz der weit man fann nicht von ihm verlangen, dom Parlament, Redner ist für ein wöchentlich erscheinendes Zentralorgan. er so Chef- Stein Hanau theilt seine Erfahrungen in der Landagitagehendsten Klagen auf dem vorigen Kongresse nicht besser ge- redakteur ist, wie bürgerliche Blätter Chefredakteure tion mit. Gartenlaube" passen, haben, es muß ausgesprochen werden: dem ,, Vorwärts" fehlt ein wirk- Berard Hamburg erhält als Geschäftsführer der Hamaber nicht für ein Arbeiterblatt. von 200 000, da kann besseres geleistet werden. Der„ Süd nach Berlin verpflanzt, ist nicht der Bureaumensch, der sich hin- die Nene Welt" sind fast größer als im vorigen Jahre. Sie deutsche Postillon", dessen Redakteur ich bin, hat 40 000 feht und disponirt, er ist ein glänzender Journalist, ein genialer feien berechtigt aber doch übertrieben, das Blaue lasse sich nicht Abonnenten, und er ist besser, wie ich zu behaupten wage. Schriftsteller, doch es ist ihm unmöglich, dabei noch das zu vom Himmel holen. Fuchs habe in nicht gerade geschmackvoller Der jetzige Redakteur Rokosti ist nicht geeignet. Warum leisten, was von einem Chefredakteur verlangt werden muß. Weise seinen Postillon" gelobt; ein Wigblatt lasse sich nicht mit wendet sich der Vorstand nicht an wirkliche literarische Die anderen Redakteure find im äußersten Maße überlastet, so daß sie der Neuen Welt" vergleichen. Der Postillon" toite 10 Pfennige, Größen, an Carl Henckell, Leopold Jacobi, Edgar Steiger? unmöglich alles erfüllen können. Mag der Vorwärts" auch die Neue Welt" 1 Pfennig. Rokosty sei sehr unterrichtet auf Für die Redaktion des politischen Wochenblattes schlägt Redner statt 40 000 m. nur einige dreißigtausend abwerfen, das ist literarischem Gebiet, er arbeite pünktlich und gewissenhaft, von Dr. Lur- Magdeburg und May Schippel vor. Als Mitarbeiter gleich, er wird, wenn er einen vollzähligen Redaktionsstab seinem Vorgänger sei gewiffenlos gearbeitet worden; bei den nennt er Schoenlant, Wurm, Legien, Les Frankl, Aveling, besigt, um so mehr leisten fönnen. Die Mittel hierzu Bildern sei die„ Neue Welt" auf Clichees anderer Blätter an Waffilieff- Bern, Stect, Otto Lang- Zürich, Kloß- Stuttgart, Bern müssen vorhanden sein, dann wird er auch in Kreise eingewiesen. Ein Originalbild würde 3-400 Mart fosten, wo soll stein, Löwenfeld- München, Stern u. s. w. vor. Die Nicht dringen, die ihm jetzt verschlossen sind. Wer ist im stande, sich das Geld herkommen, wenn überall für unserer Parteipreffe 3uerwähnung des Süddeutschen Postillon" als Partei- Organ hat aus dem Vorwärts" allein zu informiren? Für jeden, der sich schüsse geleistet werden müssen? Sehen Sie sich die Abrechnung zu unangenehmen Anfragen Veranlassung gegeben. Redner lebhafter und eingehend mit Politit beschäftigt, ist das unmög- an, die frühere Neue Welt", die als umfangreiches Familienbittet um Richtigstellung. lich, er muß ein großes bürgerliches Blatt noch daneben halten. blatt erschien, war ein arger Defizitmacher, deshalb wurde die Singer stellt feft, daß der Süddeutsche Postillon" in dem Aus dem Zentralorgan der Partei soll sich aber jeder Partei- jezige Neue Welt" nur als Beilage unserer Zeitungen bestimmt. Verzeichniß der Parteipresse vom 10. Oftober genannt und der genosse vollständig unterrichten tönnen, ohne auf bürgerliche Borstand und Verlag werden alles thun, um berechtigten BeDruckfehler im Bericht berichtigt ist. Blätter angewiesen zu sein. Mehrfach sind sogar Provinzial- schwerden abzuhelfen. Dertel Nürnberg. Das Fernbleiben der bayrischen Ab- Parteiblätter dem Vorwärts" voraus. Das Zentralorgan aber Stroebel Kiel wünscht eine Enquete, eine Materialiengeordneten erklärt sich aus wichtigen Anträgen, die jetzt vor- muß zu allem Wichtigen sofort Stellung nehmen und den Ton sammlung für die Landagitation. Wenn der Umfang der„ Neuen liegen. Auer muß fich also mit uns armen Würmern zweiter gewissermaßen angeben, thatsächlich ist es oft umgekehrt. Dieser Welt" nicht vergrößert wird, so fann feine Abhilfe geschaffen Klaffe begnügen. Redner wünscht bessere Berichterstattung über Bustand gereicht uns nicht zum Vortheil, er darf nicht länger werden. Man vergesse nicht, daß das Blatt für die große Masse die Berhandlungen der bayrischen Kammer im Vorwärts". Bei geduldet werden.( Beifall.) bestimmt ist. der Landagitation find Gegenden in Angriff genommen worden, Gewehr Elberfeld ist mit der Dezentralisation der Agi- Lienau Neumünster und Dreyer: Raffel besprechen die wo ein Erfolg von vornherein ausgeschlossen war. Mögen zu tation sehr einverstanden. Er bittet, die Kopfblätter abzu- Landagitation. nächst diejenigen Bezirke in Angriff genommen werden, wo An- fchaffen. Liebknecht weist auf die Schwierigkeiten der Landfänge von Industrie vorhanden sind. Hedner wünscht Bermehrung Ibert: Düsseldorf empfiehlt die Herausgabe eines ein- agitation hin. Eine neue Sprache müsse da gewissermaßen geder Wahlkreiskonferenzen und Provinzialtage. Die Presse ist heitlichen Flugblattes bei wichtigen Fragen für das ganze Reich, lernt werden. Redner empfiehlt die Annahme des Antrages der besser geworden. Aber vor kopflosen Gründungen muß noch immer ein Preisausschreiben werde die geeignetste Form hierfür aus- Meter Genossen auf Herausgabe zweisprachiger Flugblätter für gewarnt werden. findig machen helfen. Lothringen. Für ein Zentralblatt, das wöchentlich erscheint, sei Herbert Stettin: Bei der Landagitation hätte mehr er- uth- Düffeldorf wünscht ein monatlich nicht ein wöchent er schon auf dem Halleschen Parteitage gewesen. Jekt fommen reicht werden können, wenn mehr Geld zur Verfügung gestellt wir alle darauf, daß wir ein Blatt, wie die Volts: Tribüne" worden wäre. Freilich sind die nothwendigen Mittel immer bewar, gebrauchen. Aber weshalb ging die, Tribüne" zu Grunde? reitwillig gegeben worden. Für die Förderung der Landagitation Man fand nach Schipper's Rücktritt feinen passenden Redakteur. wäre ein Monatsblatt besser, als ein Wochenblatt. Die Fänden wir ihn heute, so wäre ich sofort für die Gründung des Antisemiten hätten den Haupterfolg den Schlagwörtern zu Wochenblattes. Fuchs hat eine ganze Leporelloliste von angeblich banken, die sie dem Sozialismus entlehnten. In den größeren Schmalfeldt- Bremerhafen ist Schoenlank's Ansicht. Er geeigneten Männern vorgeführt, wir kennen diese Männer auch, Orten der Provinz müßte mindestens ein Genosse ständig unter- bet auert weiterhin, daß die Tabaksteuer- Vorlage nicht von der aber sie sind für diesen Posten nicht geeignet. Für diesen Posten ftützt werden, damit er vor Maßregelung geschützt ist. Die Parteileitung mehr in den Vordergrund der Agitation gerückt ist ein Mann erforderlich, der mit der ganzen ParteiMittel hierfür zu verwenden, wäre zweckdienlicher, als die Hin- worden ist. geschichte genau vertraut ist, der ein Politiker und ein begabe so vieler Tausende an die Provinzialpresse. Das Zentral Schulz- Wilhelmsburg tritt für, lees- Magdeburg gegen währter Charakter ist. In einer Person vereinigen sich diese Bochent latt würde der kleinen Provinzialpresse, die mit die Gründung eines Zentral- Wochenblattes ein. Eigenschaften selten. Statt ein neues Blatt zu gründen, sollte weren Sorgen zu kämpfen hat, außerordentliche Konkurrenz Günther Braunschweig will ein topfloses Wochenblatt man die vorhandenen besser machen. Der Redner geht nun auf eiten. Was auf der einen Seite gewonnen wird, geht auf für die Landagitation geschaffen haben. die einzelnen Vorwürfe, die gegen den Vorwärts" erhoben andern verloren. Auf die Verbreitung des„ Sozialist" im Ausworden sind, ein. Die Berichterstattung über die Partitularde haben wir gar nicht Rücksicht zu nehmen. Das hieße diesen Landtage müsse aus Raumrücksichten kurz sein. Wenn die ementen zu viel Ehre anthun. Redner bittet um Fortfall der Fremdwörter im Vorwärts". Die Nachmittags Sigung wird von Singer er bayrischen Genossen etwas besonderes auf dem Herzen haben, Eberle Barmen bringt eine spezielle Barmer Angelegen- öffnet, der die beiden holländischen Genossen Troelstra und mögen sie schreiben. Ueber den englischen Bergarbeiterstreit habe heit zur Sprache, die Ablehnung eines Gesuches, die streifenden van RoI, sowie den später eingetroffenen österreichischen Ge- der Vorwärts" die besten zusammenfassenden Berichte aus der Feder Bernstein's gebracht. Die brasilianische Revolution", eine Textilarbeiter in Barmen mit 4000 M. zu unterjüzen durch den noffen Neumann begrüßt. Neumann Wien hält eine Ansprache, in der er auf die Er- Razbalgerei zwischen Kliquen, bat weniger Bedeutung als irgend Parteivorstand. Bogasch Friedeberg- Arnswalde: Der Vorwurf, daß der folge hinweist, die die österreichische Sozialdemokratie in der letzten eine Gemeindewahl. Der Vorwärts" hat höhere GesichtsParteivorstand für die Landagitation nicht genug gethan hat, Beit aufzuweisen hat und die sie zum guten Theil auch der deutschen punkte verfolgt, aber nicht um höhere Gefichtspunkte handelt es besitzt einen berechtigten Kern. Die Landagitation darf nicht nur Sozialdemokratie zu verdanken habe. Das objektive Verfahren sich, sondern um ein höheres Maß von Kräften, wir werden vor den Wahlen betrieben werden. Die Agitationstouren mit gegen die Preſſe ſei zum Leidwesen der Herren Staatsanwälte uns diese Kräite, die in der jungen Partei erst heranwachsen, Pauken und Trompeten von Berlin und anderen großen Städten Einführung eines neuen Wahlgefeyes mit allgemeinem Stimm- und im nächsten Jahre wird es besser als heute sein. Der Pauken und Trompeten von Berlin und anderen großen Städten in feinen Konsequenzen durchbrochen worden, auch die endliche auch erziehen, heute steht es schon besser wie im vorigen Jahre aus tosten viel Geld und nutzen nicht entsprechend. Die Diskussionsredner aus den größeren Städten müssen an den werden das Volk so aufwühlen, daß keine der bürgerlichen feine Versorgungsanstalt für solche, die auf die Redaktionsposten Feiertagen aufs Land gehen. Bubeil Berlin verlangt, daß das Redaktionspersonal des Parteien wagen werde, sich der Wahlreform zu widersehen. nicht gehören. Ju bezug auf das, was dem Vorwärts" frommt, besteht keine Meinungsverschiedenheit mehr zwischen mir und dem Vorwärts" unbedingt vervollständigt wird. Drei Redakteure( Beifall.) find Neichstags Abgeordnete und durch parlamentarische und die Parteipresse und die Landagitation fortgefeßt. Es wird darauf die Diskussion über den Geschäftsbericht, Vorstand. Schoenlant verglich den Vorwärts" mit bürgerlichen Blättern. Der Vorwärts" hat eine ganz andere Mission als agitatorische Thätigkeit in Anspruch genommen, sodaß sie nicht Meist Köln hält es für nothwendig, möglichst viele diese. Lux warf ihm die ausschließliche Polemit vor. Er verihre ganze Kraft dem Blatte zur Verfügung stellen können. Parteiblätter zu gründen, die den speziellen Verhäft- gißt aber, daß der Vorwärts" das Zentralorgan einer kämpfenden Unfer alter Liebknecht ist für die Agitation unentbehrlich. Auch seine Thätigkeit ist zersplittert. Ein ständiger politischer Re- nissen der einzelnen Landestheile angepaßt sind. Nach Köln Partei ist. Die Polemik ist da die erste Aufgabe.( Beifall.) gehöre zum Beispiel unbedingt ein Blatt, das täglich den Kampf Türt Berlin empfiehlt fräftige Agitation unter den batteur, der der parlamentarischen Thätigkeit fernbleiben muß mit dem Zentrum und diesem ausschließlich zu führen habe. Handlungsgehilfen. ift einzustellen. Auch ein tüchtiger Lokalredakteur muß Bon Grillenberger ist ein Telegramm eingegangen, Antrit Berlin bemängelt die füßlichen, charakterlosen gefunden werden. Jezt ist der lokale Theil recht gut, aber indem er anzeigt, daß er wegen der morgen im bayerischen Bilder im letzten Jahrgange der Neuen Welt". Er empfiehlt der jehige Redakteur dieses Blattes bleibt nicht an diesem Poften. Landtage stattfindenden Agrardebatte nicht abkommen fönne, da Originalbilder in Holz schneiden zu lassen, die Klichees ließen sich Die Neue Welt" ist nicht geworden, was sie werden sollte. die Gesundheit Vollmar's zudem nicht ganz zuverlässig sei. Hoffentlich läßt sich auch hier eine tüchtige Kraft finden. Die Könen Hamburg ist gegen ein wöchentlich erscheinendes John Kassel schlägt zur Besserung des Vorwärts" vor, Frage des Zentral- Bochenblattes hält Redner noch nicht für Bentralorgan. Es fehle an den tüchtigen geistigen Kräften dafür, das Redaktionspersonal des" Echo" nach Berlin nehmen. spruchreif. diefe ziehen sich aus den Redaktionen als selbständige Schrift( Heiterfeit.) Der Vorwärts" müsse aktuell werden. Millarg Berlin: Unter den polnischen Arbeitern im Often muß die„ Gazeta Robotnicza" verbreitet werden, damit sie fteller zurück. Gerade die Schriftsteller Ecke hier im Saale soll man lernen, wie die Landagitation zu betreiben ist, dann müsse man bei den Antisemiten in die Schule gehen.( Widerspruch.) nicht als Lohndrücker nach dem Westen kommen. Die Gründung sich das ad notam nehmen.( Große Heiterkeit.) eines Zentral- Wochenblattes ist nothwendig. Die Berliner Breßlichen Distritte. Schulz Berlin wünscht mehr Flugblätter für die länd. Die Antisemiten haben Bauernagitatoren, die von Dorf zu Dorf ziehen. Mit alten Nummern unserer Parteiblätter richten wir tommission hat nur auf den lokalen Theil des Vorwärts" Gin- lichen Distrikte. fluß. Die Genossen des 6. Berliner Wahlkreises wünschen bei des Vorwärts" höhere Gesichtspunkte hineingetragen werden Lur Magdeburg führt aus, daß in die Geschäftsleitung bei den Bauern nichts aus. Fuelle Würzburg bespricht die Verhältnisse der Würzden Stichwahlen stritte Wahlenthaltung gemäß dem St. Gallener müssen. Es sei fein besonderer Erfolg, wenn 40 000 m. Ueber- burger Volkstribüne". Beschlusse. schüsse gemacht werden, das Blatt aber nicht besser wird; die Sustopf Hornberg führt aus, bei der Landagitation Schulhe Königsberg. Unser Streit mit dem Vorstand hat erste Bedingung ist, daß der„ Borwärts" eine Beitung wird müsse betont werden, daß wir eine politische und soziale Partei dadurch Erledigung gefunden, daß die Königsberger ein Wochen und nicht blos ein Drgan für die Polemit großen Stils, der sind, die sich um die Religion ihrer Mitglieder nicht fümmert. blatt gegründet haben, das viel besser geht, als ein Tageblatt Vorwurf bezüglich der Berichterstattung über den bayrischen Die Parteiliteratur muß zu viel billigerem Preise abgegeben gehen würde. Die Landagitation muß von den Provinzial- oder Landtag sei sehr berechtigt, aber diese Vorwürfe lassen sich noch Kreiskomitees ausgehen. Wochenblätter, die von dem in der häufen, so wurde über die Revolution in Brasilien, über die eng- Rabenstein Gießen fagt, in der Landagitation müsse Provinz erscheinenden Tageblatt ausgehen, würden die Agitation lische Bergarbeiterbewegung, über die französischen Wahlen 2c. Dezentralisirt und die Initiative in den einzelnen Provinzen ſelbſt fördern, ebenso die Vertheilung von fleinen Broschüren. Die nur höchft mangelhaft berichtet. Würde ein Kapitalist ein ergriffen werden, die Verbreitung der Bebel'schen Rede über den Gendarmen" Broschüre hat in Ost- und Westpreußen außer sozialdemokratisches Blatt gründen, so würde er es mit Leichtigkeit zukunftsstaat durch ganz Deutschland war, des Schlußzitates ordentlich gewirkt. Das nuht mehr wie Redner. Redner ist für auf 120 000 Abonnenten bringen, denn es würden von diesem im wegen: Den Himmel überlassen wir den Engeln und den die Gründung eines Zentralwochenblattes. Geschäftsinteresse die höheren Gesichtspunkte geltend gemacht werden. Spaßen, nicht angebracht. Nein, wir überlassen den Himmel Schrader Osnabrück: Die bekannten Genossen Bebel, Ein gut Theil Schuld daran, daß der„ Vorwärts" nicht auf der denen, die daran glauben, mancher Genosse konnte sich durch Siebknecht, Singer müßten ab und zu Landagitation betreiben, Höhe der Zeit steht, trägt der Umstand, daß 3 oder 4 Redakteure das Zitat in seinen berechtigten religiösen Empfindungen gekränkt da die gegnerische Presse immer behaupte, diese Genossen sprächen Abgeordnete sind, deren Arbeitskraft zum guten Theil der Re- fühlen.( Widerspruch.) Redner wünscht im Vorwärts" weniger ganz anders, wie unsere Landazitatoren. Huber= Ludwigshafen empfiehlt ein Zentral- Wochenblatt auch in der Provinz vernachlässigt. Auch hier geht das BeHuber Ludwigshafen empfiehlt ein Zentral- Wochenblatt battion verloren geht. Die höheren Gefichtspunkte werden aber Raisonnements und mehr thatsächliches Material. Arons und Schmidt- Berlin empfehlen dringend die zu schaffen. Mit der Neuen Welt" find die Genoffen unstreben darauf hinaus, Ueberschüsse zu machen". Sehr Verstärkung des Redaktionspersonals des Vorwärts". Besonders zufrieden. Redner schlägt vor, das Organ dem Genossen Die charakteristisch ist weiter die Behandlung der Redakteure, wie sie erörtert wird der Rücktritt Schoenlant's, der erfolgt sei, weil der in Etuttgart zu übergeben. Auf dem Lande muß mit dem ABC in den Ausführungen Koenen- Hamburg und in dem Antrag Vorstand aus Sparsamkeitsgründen die Einstellung eines zweiten des Sozialismus begonnen werden. Eggers- Altona zum Ausdruck fam. Man behandelt die politischen Redakteurs ablehnte, der Verlust der tüchtigen ArbeitsJournalisten hier wie bezahlte Tintenfulis. Dies wird zur traft ist bedauerlich. " " atiso Nachmittags- Sitzung. recht stehe in Aussicht. = n " " " dann weiter verkaufen. werden. " the " Tokales. " aber auch Wolle Ueber den weiteren Verlauf der Verhandlungen gehen uns Folge haben, daß sich dann die Redakteure in einem Nachdem noch Beckmann Höchst und Ziehe Breslau die folgenden Privat- Telegramme zu: Fachverein gegen die Unternehmer organisiren müssen. über die Provinzialpresse geklagt hatten, wird die Debatte verSchoenlant: Die Frage der Vermehrung des Redaktions- Rämen aber in der Behandlung der Presse höhere Gesichtspunkte tagt. Schluß 7 Uhr. stabes ist von grundsätzlicher Bedeutung, denken Sie an Auer's zum Ausdruck, so würde sich eine bedeutende propagandistische Aeußerung in Halle, unsere Zeitungen werden in Zukunft wesent- Wirkung erzielen lassen. Vielleicht würde es beim„ Vorwärts" lich dazu dienen, das Rückgrat der Partei in pekuniärer Hinsicht wesentlich besser werden, wenn er als reines Lotalblatt mit zu bilden", das mag praktisch sein, ich will es auch gelten lassen, anderen Beitungen fonfurrirte. Das Hamburger Echo" ist bei aber die Presse, die unsere wichtigste Waffe im Kampfe ist, darf bedeutend geringeren Redaktionskosten, wie mir Bebel zuruft, nicht zur milchenden Kub werden, darf nicht dazu benutzt werden, weit besser; es ist eine wirkliche Zeitung, gegenüber dem Vor- Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur möglichst hohe Ueberschüsse heraus zu quetschen, das Zentralorgan, wärts". Die Gründung eines Wochenblattes ist eine Noth- Vorberathung der Magistratsvorlage wegen Ankaufs von Grundder Vorwärts", das leitende Blatt der Partei, das die Gegner lesen, wendigkeit, wir müssen ein Organ zur Besprechung von reinen stücken in der Stralauerstraße und in der Kleinen Stralauerstraße daß in den Ministerhotels auf den grünen Tischen der Regierung liegt, Partei Angelegenheiten haben. Die Besprechung der Frage der behufs Errichtung eines neuen Rathhauses hielt am Montag es muß hieb- und schußfest gegen alle Angriffe fein. Ich, der preußischen Landtags Wahlen in der Neuen Zeit" war Abend unter Vorsitz des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Langerich Redakteur des Vorwärts" und jahrelang in der Parteipreffe durchaus deplacirt. Der Vorwärts" aber wird durch eine hans und in Anwesenheit der Magistratskommissare Kämmerer war, der ich als Fachmann gelten kann, muß sagen, der„ Vorwärts" Besprechung von reinen Parteisachen in eine Zwitter- Maaß und Stadtrath Borchardt seine dritte Sigung ab. In ift nicht hieb und schußfest, er verdient die schärfste Kritif. Aber ftellung hineingedrängt. Ein solches Wochenblatt würde unseren derselben wurde nunmehr die Magistratsvorlage unter Herabdas ist nicht Schuld der Nedakteure, sondern Schuld der Organi- Lotalblättern aber nur eine sehr geringe Konkurrenz machen. minderung des Kaufspreises um 10 000 m. auf 4 965 000 m. in jation, des Systems. Es ist für die vorhandenen Redakteure Der Antrag Günther Braunschweig, die Gründung eines halb der Voraussetzung endgiltig mit 11 gegen 2 Stimmen einfach unmöglich, die Arbeit zu leisten. Bon dem Bannerträger fertigen Wochenblattes für die Landagitation, ist sehr wichtig; im genehmigt, daß die bestehenden Miethsverträge dem recht. " zeitigen Beginn und der rechtzeitigen Fortsetzung des Strafrichter Bekanntschaft machen werden. Die Untersuchung ist| Freitag voriger Woche unter choleraverdächtigen Erscheinungen Baues nicht entgegenstehen auch die etwaigen Miethsentschädi- in vollem Gange und es empfiehlt sich daher für alle diejenigen, die 26jährige Ehefrau des daselbst wohnenden Holzarbeiters Gorre gungen für frühere Lösung der Verträge von den Verkäufern die durch diesen Schlußscheinschwindel" und ähnliche Manöver und verstarb schon nach zwölfftündigem Krantenlager. Der gezahlt und die Entschädigung von 50 000 M. für den Vermittler der Reisenden geschädigt worden sind, zur eventuellen Wieder fofort benachrichtigte Kreisphyfikus, Dr. Philipp, hat sich am Oswald Schneider nicht entrichtet werden. In Betreff des Ge- erlangung der ihnen abgeschwindelten Summen, umgehend der Sonnabend nach Berpenschleuse begeben. bäudes in der Jüdenstraße, in welchem sich das Amtsgericht Ij Staatsanwaltschaft des Landgerichts I Mittheilung zu machen Die Redaktion des Vorwärts". Schröder. und Landgericht I befinden, hat der Magistratskommissar mit- resp. Anzeige zu erstatten. Gin lukratives Geschäft ist der Erlkärung. Auf Grund schöffengerichtlichen Vergleichs getheilt, daß sich in bezug auf die Bedingungen für den Erwerb Schlußscheinschwindel auf alle Fälle; der Erfinder dieses vom 12. Oktober 1893 bringen wir nun auch wie bereits in dieser Grundstücke seit dem Jahre 1886 nichts geändert habe, Systems ist, wie uns berichtet wird, jezt mehrfacher Millionär unserer Nummer vom 13. Juli 1893 zur Kenntniß unserer Leser, diese Bedingungen aber der Art sind, daß die Stadtgemeinde auf und besitzt eine Villa am Rhein und eine in der daß die in unserer Nr. 156 vom 6. Juli 1893 in bezug auf Dieselben einzugehen nicht im Stande sei. Nähe Berlins. Auch er dürfte in seiner behaglichen Herrn Gärtnereibefizer Bluth in Groß- Lichterfelde von der MißLebensweise jetzt etwas unsanft geitört werden. Die gedruckten handlung eines Mädchens gebrachten Meldung auf einem thatDer Vorstand der Invaliditäts- und Alters Schlußscheine enthalten auch den Vermerk: Erfüllungsort fächlich unrichtigten Bericht zurückzuführen ist. versicherungs- Anstalt Berlin soll auf Antrag des Magistrats Berlin. Derselbe wird von den jovialen Provinzialen meist Wir geben hierdurch unserem Bedauern erneuten Ausdruck, um zwei Gemeindebeamten vergrößert werden. Diese Gemeinde- nicht verstanden und die Reisenden hüten sich, den wahren Sinn daß diese Meldung in unserer Zeitung Aufnahme gefunden hat beamten sollen lebenslänglich mit Pensionsberechtigung und einem des Wortes zu erklären. Doch gerade das ist es, worauf es den und bedauern insbesondere auch die Fassung des Artikels. Anfangsgehalte von 5400 M., das sich von drei zu drei Jahren Betrügern ankommt. Es bezeichnet den Gerichtsort. Die Firmen Berlin, den 12. Oftober 1893. um 300 m. bis zum Höchstbetrage von 6600 M. steigert, an- lagen und müssen eventuell ebenfalls in Berlin verflagt werden. gestellt werden. Dem Magistrat soll nach dem Beschlusse des Die etwas umständlichen Kleinstädter lassen sich hierzu nicht so vorberathenden Ausschusses das Recht vorbehalten bleiben, diese leicht bewegen und um Scheerereien aus dem Wege zu gehen, Borstandsmitglieder, sofern sie aus der Bahl der Magistrats- zahlten sie lieber. Von dem Reifenden einer der 5 Firmen, die Assessoren entnommen sind, wieder abzuberufen und als Ma- nächster Tage veröffentlicht werden sollen, wurde einem Händler gistrats- Assessoren weiter zu beschäftigen, und zwar in derjenigen in Mecklenburg gesagt, er bekomme die Waare in Kommission, Gehaltsstufe, welche sie inne haben würden, wenn fie ohne Unter- und was er nicht verkaufe, nehme die Firma zurück. Er erschrat brechung als Magistrats- Assessoren beschäftigt gewesen wären. nicht wenig, als er noch 3 Monat unter Hinweis auf den Die lebenslängliche Anstellung und die Pensionsberechtigung wird durch die Rückberufung nicht aufgehoben. Der Versicherungsanstalt fällt aber der entsprechende Antheil an der Pension zur Last, welche sie bei den Beamten, die nicht Magistrats Affefforen waren, voll zu tragen hat. Wir werden diefer Angelegenheit, die wir voläufig registriren, noch in nächster Zeit einer Erörterung unterziehen. und hat jetzt theuren Schund allein in der elterlichen Wohnung Linien 219 befindlicher fünfPolizeibericht. Am 21. b. M. stürzte gegen Mittag ein jähriger Knabe, nachdem er das zugewirbelte und außerdem mit jähriger Knabe, nachdem er das zugewirbelte und außerdem mit einer Schnur zugebundene Fenster geöffnet hatte, aus dem zweiten Stock auf den Hof hinab und erlitt schwere VerSchlußschein die Aufforderung erhielt, endlich( 180 M.) zu dem Fremdenzimmer eines Hotels ein Kaufmann den Versuch, legungen, insbesondere am Kopfe. Gegen Abend machte in zahlen, fein Biel fei um. Der Mann wußte sich nicht zu helfen sich zu vergiften. Er wurde noch lebend nach der Charitee geer lieh sich das Geld, zahlte auf dem Halse. Hoffentlich wird den Betrügern das Hand: bracht. In der Gartenstraße fiel ein Tischler beim Absteigen wert gründlich gelegt und den Geschädigten das Geld zurück artige Verlegung am Hinterkopfe zu, daß er die Hilfe der Sanitätsvon einem fahrenden Omnibus zu Boden und zog sich eine dererstattet. wache in Anspruch nehmen mußte. In der Rosenthalerstraße Ein neuer Eisenbahn- Billetschwindel. Erinnerlich sein verunglückte eine obdachlose Frau, indem sie von der BordVon den Jnnungen. Der Bericht der Gewerbedeputation dürften noch die vor einiger Zeit in Hamburg erfolgten Ver- schwelle des Bürgersteiges fiel und fich dabei den linken Oberdes Berliner Magistrates für 1892/93 bringt eine Nachweisung haftungen von Eisenbahnbeamten, durch welche gleichzeitig zahl- schenkel brach. Sie wurde nach der Charitee gebracht.- Am über die Verhältnisse der hiesigen Innungen. Dieselbe führt reiche Reisende belastet wurden. Gin ähnlicher Fall ist dieser 22. b. M. Morgens versuchte ein Kaufmann in seiner Wohnung 69 Junungen auf, denen am 1. Dezember 1892 zusammen rund Tage auch in Berlin aufgedeckt worden. Es wird darüber in der Andreasstraße sich zu erschießen und verletzte sich schwer 17 500 Mitglieder angehörten. Die stärksten Innungen waren: berichtet: am Kopfe. Beim Abbruch des Hauses Friedrichstr. 43 fielen die Schuhmacher mit 2226, die Schneider mit 1480, die Tischler Umfangreiche Verhaftungen wurden am Sonnabend Abend Vormittags drei Arbeiter, die mit der Entfernung eines Anters mit 1418, die Weber mit 1088 Mitgliedern; die schwächsten: die und Sonntag Morgen bei Angestellten der Stettiner und Nord beschäftigt waren, infolge einer plöglichen Drehung desselben Binngießer mit 6 und die gewerbsmäßigen Beirather in fremden bahn vorgenommen, welche durch Verkauf gefälschter Fahrkarten etwa 81% Meter hoch herab. Sierbei wurde einer von ihnen Rechtsangelegenheiten" mit 5 Mitgliedern. 36 Jnnungen, also fich einen unredlichen Nebenverdienst geschaffen haben. Wie ver- innerlich schwer verlegt, während die beiden anderen anscheinend mehr als die Hälfte, hatten noch feine 100 Mitglieder. Neue lautet, befindet sich der Anstister und Leiter dieser Unternehmungen nur leichte äußere Verlegungen davontrugen. Innungen haben sich im Jahre 1892/93 nicht gebildet, dagegen in Stettin, von wo aus er einen großen Theil seiner Kollegen Hause Potsdamerstr. 123b fiel gegen Abend ein Schuhmacher haben sich zwei aufgelöst. Ueberflüssig sind sie alle; denn die mit in das Verderben zog. Die Betrügereien sollen sich auf eine infolge eines Fehltritts zu Boden und verlegte sich nicht unAufsaugung des Kleinhandwerks durch den Großbetrieb vermag lange Beit zurückführen lassen. Die Untersuchung ist bereits erheblich an der Stirn. Am 21. und 22. d. m. fanden im Gange und wird voraussichtlich noch weitere Aufschlüsse er- 11 fleine Brände statt. geben. teine von ihnen auch nur einen Schritt aufzuhalten. " Derartige Betrügereien find, wenn sie auch keinen Vergleich mit den Bant- und Wechselschwindlern Wolf, Sommerfeld und Konsorten aushalten, selbstredend in hohem Grade verwerflich. Gine Parallele wäre aber erst zu ziehen, wenn man näheres über die Gehaltsverhältnisse der verhafteten Eisenbahnangestellten erführe und sich darüber informiren könnte, ob diese Fälle ähnlich zu besoldeten Postbeamten. Vielleicht theilt uns einer unserer Leser beurtheilen sind, wie die typisch gewordenen Vergehen der elend näheres mit. Vor dem Gerichts- Beitung: denen der eine nichts, der Die Einweihung der an der Prenzlauer Allee neu erbauten Immanuelkirche, welche am Sonnabend Mittag in Gegenwart des Kaisers, nach den Berichten bürgerlicher Blätter unter Entfaltung außergewöhnlichen Pompes", stattgefunden hat, hat wieder einmal den Beweis geliefert, daß es in Berlin viel zu viel Polizei giebt. Die Feststraße", welche vom BahnWegen eines gegen die Orts Krankenkasse verübten hof Alexanderplaz bis zur Kirche reichte, war schon lange vor Betruges war der Zimmermann August Schulz vom Schöffen Beginn der Feier mit einem wahren Heer von Schuyleuten, Wacht: erlitt in diesem Frühjahr eine Verlegung der rechten Hand, die gericht zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Schulz meistern, Polizeileutenants u. s. m. besetzt. Dabei war die Theilnahme der umwohnenden Bevölkerung eine verhältnißmäßig unbeihn erwerbsunfähig machte. Er erhielt wöchentlich 12 Mark deutende. Die Polizei hätte es auch sehr wohl vorher wissen können, Neue Gründung. Nachdem der absonderliche Plan einer Krankengeld. Bald nach dem Unglücksfall erhielt Schulz von daß das Schauspiel nicht allzu viel Neugierige anlocken würde. Berquickung des Vegetarismus mit der Sozialdemokratie an dem einem Unternehmer das Anerbieten, dessen Bau zu beauf Die Kircheneinweihungen haben in Berlin Nord" von vorn gefunden Sinn unserer Berliner Parteigenoffen fläglich gescheitert fichtigen. Er nahm die Stellung an und verdiente dabei herein keine besonders große Anziehungskraft besessen, und das ist( siehe Bersammlungsbericht), soll, wie verlautet, die Gründung wöchentlich 42 Mark. Ferner ließ er seine beiden bei ihm bischen Reiz, welches sie auf einen gewiffen, aber geringen Theil einer vegetarisch- anarchistischen Partei unter dem Namen" Partei andere die Schlosserei erlernt hatte, auf dem Bau als Zimmerwohnenden Söhne, von der dortigen Bevölkerung ausübten, haben sie auch bereits zum für Kohl jeder Art" in Aussicht genommen worden sein. andere die Schlosserei erlernt hatte, auf dem Bau als ZimmerKohljeder leute arbeiten, wodurch er ihnen einen Wochenlohn von je 30 M. größeren Theile eingebüßt. Diese Kircheneinweihungen haben sich unfern Segen hat sie. denn nachgerade zu oft wiederholt und sind besonders in den verschaffte. Die drei Personen hatten somit einen Gesammtletzten Monaten in zu furzen Zwischenräumen auf einander ge= Aus der besseren Gesellschaft. Biel Aufsehen macht der Wochenlohn von 102 M. Troß dieses auskömmlichen Verdienstes folgt. Die Immanuelfirche ist die 10. der Kirchen, welche in Selbstmord des 62 Jahre alten Kaufmanns Adolf v. Lepel, der fuhr Schulz fort, die Krankenkasse in Anspruch zu nehmen. Im genau einem einzigen Jahre in oder um Berlin eingeweiht feit Jahren das Grundstück Unter den Linden 9 verwaltete und gestrigen Termine vor der zweiten Instanz machte Schulz die worden sind. Da muß auch der müssigste Gaffer schließlich in Charlottenburg wohnte. Er gehörte einer sehr begüterten thörichte Ausrede, daß er als Aufsichtsmann nur mit dem Kopfe einweihungsmüde werden. Wenn die Polizei trotz dieser Er Familie an und war noch Ende der siebziger Jahre Besizer des gearbeitet habe, das Krankengeld habe er doch wegen der vers mattung der Theilnahme des Publikums, die auch ihr bereits Schlosses Schönholz. v. 2. fam in seinen Verhältnissen zurück letzten Hand erhalten. Das Gericht würdigte diesen Einwand ausgefallen sein muß, und sogar ungeachtet des besonderen, die und übernahm schließlich die Verwaltung des genannten Hauses, nicht, sondern verwarf die Berufung. Bahl der Neugierigen noch vermindernden Umstandes, daß am in dem sich das Hotel Bauer befindet. Die Vertreter der EigenSonnabend schlechtes Wetter war, wiederum so zahlreich auf thümer( Boigt'sche Erben) waren nun am Sonnabend in einer Gegen den Professor Dr. Paul Förster zu Friedenau, dem Plane erschienen ist, so muß man annehmen, daß sie im Beisein eines Rechtsanwaltes abgehaltenen Konferenz bahin sowie gegen den Redakteur Dedo Müller von der Staatsbürgeranderswo abkömmlich war. Die andere Erfärung, daß man aus übereingekommen, eine Durchsicht der von dem Verwalter ge- Beitung" stand gestern vor der ersten Strafkammer des LandAnlaß der Einweihung andere Theile der Stadt zeitweilig ihres führten Bücher vorzunehmen. Dabei ergab sich zunächst, daß gerichts I Termin wegen Beleidigung durch die Presse an. Es polizeilichen Schutzes" beraubt habe, muß zurückgewiesen werden, v. 2. die Bücher entfernt und in der Nachbarschaft versteckt hatte. handelte sich um eine Kritik des Buschoff- Prozesses, den Professor weil es ja gerade die Polizei ist, welche meint, daß überall Da ihm dies aber nichts nügte, so rannte er gegen 6 Uhr Nach- Förster gelegentlich eines öffentlichen Vortrags ausübte und die da, wo sie nicht aufpaßt, Sicherheit und Ordnung" ge- mittags in ein im dritten Stock belegenes Fremdenzimmer des in einem Bericht in der Staatsbürger- Zeitung" wiedergegeben fährdet sind. Gasthofes und versuchte sich durch den Genuß von Schwefelsäure wurde. In Theilen dieser Kritik findet die Anklage Beleidigungen zu vergiften. Das 3. Polizeirevier wurde von dem Geschehniß des Ersten Staatsanwalts Baumgart und des Landgerichtsraths Neumann u. Ko. ver- fofort benachrichtigt und ließ den Todtkranten mittels Kranken- Brigius zu Cleve. Es kam nicht zur Verhandlung, da Profeffor wahrt sich in einer Zuschrist an uns streng dagegen, unreelle wagens einem Hospital zuführen. Dort ist er noch an demselben Förster ein Krankheitsattest eingereicht hatte. Die Vertheidigung Geschäfte zu betreiben, wie folche zur Juustration im Artikel Geschäfte zu betreiben, wie solche zur Illustration im Artikel Abend um 8/4 Uhr gestorben, ohne zum Bewußtsein zurückgekehrt liegt in den Händen der Rechtsanwälte Dr. Schwindt und vom 21. Oftober 1893 im Vorwärts" unter der Ueberschrift zu fein. Num futsch behauptet worden. Die Firma schreibt uns: " Num futsch! Die Firma Eugen N " Lattermann. Soziale Uebersicht: Ter verurtheilte Destillateur hat Imitation oder künstlich Ein Feuer entstand am Sonnabend Nachmittag 4 Uhr in hergestellten Rum unter der Etiquette Echten Jamaita- Rum ver- der vierten Etage des Hauses Münchebergerstr. 29 dadurch, daß fauft und darauf hin ist derselbe auch bestraft worden. Die Kinder mit Streichhölzern spielten. Verbrannt sind verschiedene Firma Eugen Neumann u. Ko. verkauft laut ihrem Preis- Mobilien und Bücher. Die Ursache war die alte, Mann und verzeichnisse genau ihre Rums, Aracs und Kognats Frau mußten auf die Fabrik gehen und ihre Kinder unbeauf- Invaliditäts oder Altersversicherung? Das Reichs unter dem Etiquette resp. Namen, welcher den Waaren geb. brt: fichtigt zurücklassen. An der Zerstörung der Familie und der Versicherungsamt hat entschieden, daß, wenn die Invalidenrente Jamaika Rum Nr. 2 und 3 Imitation als Kunstwaare, diese ist Verwahrlofung der Jugend ist aber trotz alledem der tugendreine geringer ausfällt als die Altersrente, der Rentenberechtigte den aus bestem Sprit hergestellt und erhält ihren Rumgeschmack Kapitalismus unschuldig alle diese Sünden hat die Sozial- Anspruch erheben tann auf Auszahlung der Altersrente. Es sei durch Rumessenz. Jamaita- Rum, Echt Verschnitt, ist echter demokratie auf dem Gewissen. zwar eine Lücke im Gesez; aber dieselbe müsse im Geiste des Hum mit Sprit und Wasser in den Prozenten niedriger gestellt. Gesetzgebers ausgefüllt werden, welcher denjenigen, der bereits Endlich Original Jamaika Num, unvermischt. = Ueber drei vermißte ingendliche Personen wird be- die Altersrente beziehe, durch wie zubilligung der InvalidenBon einer Fälschung der Waare tann also absolut teine richtet: Seit dem 19. d. Mts. ist das 15 Jahre alte Mädchen rente nicht schlechter gestellt wissen mollte. Rede sein, ebenso wenig von einer Täuschung des tausenden Hedwig Falt, das aus Prenzlau stammt, spurlos verschwunden. Publikums. Letteres erfährt schon aus den Etiquetten ganz Die Vermißte hat graue Augen, dunkles Haar und besonders Allgemeine deutsche Zuschuß- Kranken- und Sterbekaffe, genau, ob es unverfälschte Originalwaare, Verschnittwaare oder große abstehende Ohren. Sie trug dunkle Kleidung und einen Siz Mainz. Zur Richtigstellung wird uns von dem hiesigen Kunstwaare erhält, wird also durchaus reell bedient. braunen Hut. Ferner ist der schwachsinnige 13 Jahre alte Bevollmächtigten der Kasse, Herrn H. Schulz, MemelerWas Herr Neumann nun eigentlich in dieser Zuschrift be- Knabe Willi Bielefeld, der sich am Sonnabend aus der elterlichen straße 60 a, 3 Tr., mitgetheilt, daß, entgegen einer von uns früher richtigt hat, ist uns unerfindlich. Wir haben an den Waaren, Wohnung, Brückenſtr. 4, entfernte, dorthin nicht zurückgekehrt. gemachten irrthümlichen Angabe die Kasse nur männliche die er in seinem Preiskourant empfohlen, gezeigt, mit welchem Der Knabe hat hellblondes Haar und trug eine graue Hose und Personen im Alter von 15 bis 45 Jahren aufnimmt. Das EinBeug der Arbeiter, der nicht im stande ist, sich„ echte" Waare zu eine Schirmmüte. An demselben Abend um 8 Uhr ist das schreibe- Beld beträgt 1,30 M.; die Leistungen betragen für 40 Pf. laufen, vorlieb nehmen muß, wenn er sich einen sogenannten 14jährige Mädchen Anna Keitner aus der mütterlichen Wohnung, wöchentlichen Beitrag 12 M., für 30 Pf. Beitrag 9 M. und für Genuß verschaffen will. Daß Herr Neumann flug genug war, Thärstr. 43, verschwunden. Das klein und schwächlich gebaute 20 Pf. Beitrag 6 M. pro Woche. die Jimitations- und Verschnittwaare, die er feilbietet, als solche sind hat blaue Augen, dunkles Haar, trug einen grünlichen Fürstliche Löhne. Unserm Gothaer Bruderorgan zufolge zu verkaufen, das ist es ja eben, was wir in unserer neulichen Rock, blaue Schürze und Holzpantoffeln. Als besonderes Merk- find die Holzhauer der Koburger Oberförsterei unter dem verNotiz als bezeichnend hervorgehoben haben. mal wird das Fehlen eines Schneidezahnes angegeben. In storbenen Herzog Ernst II. mit einer Mark und zwanzig Pfennig, allen drei Fällen wird vorläufig Unglück vermuthet. Zum Kapitel der Milchrevisionen theilt die Berliner sowie einer Kanne einfach Bier pro Tag entlohnt worden, wenn Milchzeitung" folgenden bemerkenswerthen Fall mit: Bei dem Entwichen aus der Irrenanstalt in Herzberge ist vor- sie bei den jeweiligen Jagden als Treiber fungirten. Dieselbe Milch händler Schulz in der Zimmerstraße wurde an einem gestern der frühere Schreiber Adolf Krüger, der der Kriminal- Bezahlung erhalten sie auch unter dem neuen Herzog. Juli Vormittage ein Faß Milch als nicht marktfähig versiegelt. polizei lange Zeit zu schaffen gemacht hat, indem er sie mit vielen Der schweizerische Arbeiterbund hat zum 5. November Am Nachmittag desselben Tages erhielt Sch. den Bescheid, daß Kleinigkeiten beschäftigte, aber auch Ginbrüche verübte, die ebenso einen außerordentlichen Arbeitertag nach Zürich einberufen. die Milch freigegeben worden sei. Sch. war natürlich der Mei- verwegen waren, wie seine Ausbrüche aus den Strafanstalten. Zur Berathung steht folgende Tagesordnung: 1. Die unentgeltnung, daß die Sache damit ihr Ende gefunden habe. Allein vier Er spielt regelmäßig den wilden Mann und hatte in Berlin auch liche Krankenpflege als Vorbedingung einer freien Organisation Wochen später wurde er ganz unerwartet zur Polizei zitirt, wo- ftets Erfolg, weil die Gerichtsärzte ihn für unzurechnungsfähig der Krankenkassen. Referenten: Prof. Dr. Beck, Freiburg, und selbst er wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- Gefeß ver- erklärten. Die Kriminalpolizei war immer anderer Ansicht, da Héritier, Großrath in Genf. 2. Vorlage eines Entwurfes zur nommen werden solte und zwar auf grund des oben angeführten Krüger's Strafthaten mit außerordentlichem Geschick vorbereitet Boltsinitiative für unentgeltliche Krankenpflege. Referenten: Falles. Als Sch. sich darauf berief, daß die Milch ja sofort und ausgeführt wurden, und weil er den Beamten offen erklärt Arbeitersekretär Greulich und Schwizguébel, rom. Adjunkt. wieder freigegeben worden sei, erwiderte man ihm, es habe ein hatte, daß er lieber in eine Jrrenanstalt, als in das Zuchthaus Irrthum des Chemikers vorgelegen, die Milch sei thatsächlich gebracht werden wolle, weil er aus der ersten leichter entweichen nicht marktfähig gewesen. Am letzten Freitag erhielt Sch. ein fönne. Strafmandat, auf zehn Mark lautend, zugestellt. Außerdem soll Bezüglich der cholerakranken Fran Dürkop wird ge er noch 1,20 m. Kosten bezahlen. Schulz ist aber nicht willens, Strafe und Kosten schweigend zu entrichten, vielmehr entschlossen, richterliche Entscheidung zu beantragen. OP Versammlungen. meldet, daß nunmehr auch die Begleiterscheinungen der Seuche, die Krampfanfälle, aufgehört haben. Bei dem Ehemann, einer Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen erwachsenen Tochter, einem fünfzehnjährigen Sohn der Erkrankten, Brauche beschäftigten Berufsgenossen hielt am 17. Oktober eine Zu dem Schwindel in der Seifen- und Parfümerie sowie bei der Frau, die sie zuerst gepflegt hat, sind verdächtige Generalversammlung ab, in welcher zunächst der Kassenbericht brauche, über welchen der Vorwärts" in der Mittwoch- und Erscheinungen bis jetzt nicht zu Tage getreten. Alle vier Per vom 3. Quartal gegeben werden sollte. Derselbe mußte aber Freitag- Nummer berichtete, erfahren wir noch aus Fachkreisen, fonen befinden sich aber noch zur Beobachtung im Krankenhause, wegen Erkrankung des Kassirers ausbleiben. Darauf hielt Gedaß außer den Kaufleuten issing und Mosesmann, dürften aber heute entlassen werden. id noffe Stöster einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die bekanntlich bereits hinter Schloß und Riegel ſizen, noch Ein weiter Cholerafall aus der Umgebung Religion und die Errungenschaften der Astronomie. Nachdem weitere 5 Berliner Firmen in dieser Angelegenheit mit dem Berlins wird aus Berpenschleuse gemeldet. Dort erfrantte am den streitenden Steindruckern und Lithographen in Brandenburg " pitian Vermischkes. " 50 m. bewilligt waren, entspann sich eine lebhafte Diskussion| interessanten Vortrag über das Thema: Wird die Sozialdemo-| aus Ungarn, von denen in der Versammlung die Rede war, über die Lohnverhältnisse in der eigenen Branche. Sämmtliche fratie fiegen?" Ueber den von der Filiale dem Vorstand unter- keineswegs wie gesagt worden ist, unter dem Versprechen, daß sie Redner waren der Meinung, daß den fortwährenden Abzügen breiteten Antrag eine Urabstimmung in sämmtlichen Filialen das Doppelte bei ihm verdienen können hergelockt habe. Bielendlich ein Damm entgegengesetzt werden müsse, bedauerlich sei Deutschlands über die Form der Organisation zu veranstalten, mehr verdienten die betr. Arbeiter gegenwärtig im Durchschnitt es indeß, daß die Kollegen der Kettner'schen Fabrit, in welcher liegt bis heute noch keine Antwort des Vorstandes vor. Redner mehr als ihnen zugesagt worden sei. Auch dächten die Arbeiter die Verhältnisse äußerst schlechte sein sollen, kein Ginziger dem bemerkt, es sei an der Zeit, zu der Frage Stellung zu nehmen, gar nicht daran, wieder nach ihrer Heimath zurückzukehren. Fachverein angehört. In ein nettes Licht wurde die Fabrik des schließen wir uns dem Holzarbeiter- Verband an, da die GeneralHerrn Hauptner gestellt; dort werden den Arbeitern, außer versammlung zu Weihnachten stattfindet. schlechter Bezahlung, auch noch für unpünktliches Erscheinen Strafen bis zur Höhe von 3 M. abgezogen. Hierauf wurde beDie Freie Vereinigung der Blumen und Putfedernschlossen, im nächsten Monat eine öffentliche Versammlung ein- Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 16. Oktober ihre Die Cholera. Stettin, 21. Oftober. Seit dem 23. Seps auberufen, welche sich mit diesen Angelegenheiten zu befassen habe. Generalversammlung ab. Zum Bericht des Vorstandes ist zu erwähnen, daß im Laufe des Jahres 19 Versammlungen mit acht tember, dem Tage des Ausbruchs der Cholera, sind bis einSeitens der Berliner vegetarischen Vereinigung war Vorträgen stattfanden. Vier Versammlungen fonnten wegen schließlich heute 38 Personen der Epidemie erlegen.- Rom, für den 20. d. M. eine Boltsversammlung einberufen, zu welcher schwachen Besuches nicht tagen. Aus der Neuwahl des Vor- 21. Oktober. In den letzten 24 Stunden sind in Palermo an Cholera und 6 Todesfälle vorge alle Begetarier und Anhänger der Naturheilkunde, die zugleich standes gingen hervor: 1. Vorsitzender, Müller; Stellvertreter, 12 Erkrankungen Sozialdemokraten find, eingeladen waren. Die Versammlung Winistädt; Raffirerin, Frau Goldacker; 1. Schriftführerin, Frau tommen, in Livorno 5 Erkrankungen und 1 Todesfall. Es wurde noch be- Petersburg, 21. Oktober. An Cholera erkrankten und war schwach besucht, trotzdem sich auch Nichtsozialdemokraten ein- Jäger; Stellvertreterin, Frau Germey. gefunden hatten. Der Zweck der Versammlung war eine Beschlossen, die regelmäßigen Monatsversammlungen fünftighin am starben vom 16. bis 19. d. M. in Petersburg 91 bezw. 39 Persprechung über die Nüßlichkeit der Begründung einer neuen Dienstag nach dem ersten im Lokale Annenstraße 16 stattfinden fonen, vom 13. bis 16. d. M. in Moskau 6 bezw. 4, vom 8. bis 14. d. M. in Warschau 23 bezw. 4, in Kronstadt 32 bezw. 15, naturgemäß- sozialen Partei bezw. Parteigruppe. Einleitend hielt zu lassen. in Dorpat 16 bezw. 8, in den Gouvernements: Orel 134 bezw. Herr Heidemann einen Vortrag über die Frage:" Kann die Aufgelöst, wie gewöhnlich, wurde auch die Sonnabend, den 44, Petersburg 84 bezw. 35, Simbirst 103 bezw. 50, Smolenst Sozialdemokratie ihrer Aufgabe allein gerecht werden?" Der 14. Oftober, in Pankow im Gesellschaftshaus von Störr tagende 11 bezw. 4, Sjedley 48 bezw. 24, Cherßon 116 bezw. 60, Referent, welcher rückhaltlos auf dem Boden des Erfurter öffentliche Bersammlung des Arbeitervereins für Bankow und vom 1. bis 7. b. M. in Kurst 129 bezw. 51, in Kassan 166 Programms stand, verneinte diese Frage. Das Programm weise umgegend. Der zum Barteitag als Delegirter gewählte Genosse bezw. 102, vom 7. bis 14. d. M. in Kowno 84 bezw. 30, noch verschiedene Lücken auf. Deshalb solle sich eine neue Partei- Bilz von hier hatte in längeren Ausführungen seinem Stand- vom 1. bis 14. d. M. in Moskau 222 beziv. 67. gruppe bilden, welche ihre Forderungen dem Barteiprogramme punft zu den einzelnen auf dem Parteitag zur Berathung stehen- Ropenhagen, 22. Oftober. Die Influenza fritt hier ergänzend hinzufügen solle und hoffte der Redner, daß diese den Punkten den Genossen gegenüber flargelegt und war nach wieder in bedenklichem Umfange auf; in der Woche vom 8. bis Forderungen einst Gemeingut der ganzen Partei werden würde. einer lebhaften Besprechung bei seinem Schlußwort. Mitten in 14. b. wurden 91 Erkrankungen an dieser Krankheit geSchon heute hätte die Sozialdemokratie die Forderung der Naturheilkunde in ihr Programm aufnehmen müssen. Sozial- einer Rede, es war inzwischen ein paar Minuten nach 11 Uhr meldet. Die ärztlichen Kontrollstationen an der jütländischgeworden, unterbrach der überwachende Beamte, der Gendarm schleswigschen Landgrenze find sind aufgehoben worden. demokratie und Naturheilkunde feien eng zusammengehörig. Bosselt, derselbe, der bis jetzt regelmäßig unsere Versammlungen Konstantinopel, 23. Oftober. Die Meldung des Standard", beide bekämpften die Ursachen der Krankheiten am Bolt törper, bei eingetretener Polizeiſtunde aufgelöst hat, den Redner und daß die Cholera in Konstantinopel größere Verheerungen anrichte, wie am menschlichen Körper. Naturgemäß müßte jeder Sozial- löste die Versammlung auf, da dieselbe nicht bei Eintritt der wird hier als übertrieben bezeichnet. Seit dem ersten Auftreten mokrat Anhänger der Naturheilkunde sein und ebenso umgekehrt. Polizeistunde geschlossen worden ist. der Seuche feien insgesammt 349 Personen an Cholera erkrankt Die Sozialdemokratie, welche alle Verhältnisse umzugestalten beund 208 gestorben; in den jedermann zugänglichen fremden strebt sei, hätte die Pflicht, sich auch von der Staatsmedizin, In einer öffentlichen Versammlung der Zwicker und Spitälern sei tein Cholerafall vorgekommen. Stod: diesem Zopf aus dem Mittelalter, loszusagen. Die Naturheil Berufsgenoffen am 18. Oktober, zu der die Arbeiter und Ar- holm, 23. Oftober. Das Kommerzkollegium hat hat den funde habe heute noch unter der Herrschaft des Kapitalismus zu beiterinnen der mechanischen Schuhfabrik besonders geladen waren, Regierungsbezirk Stettin für choleraverseucht leiden und werde erst im freien Zukunftsstaate zur vollen Ent- sprach Kollege Krause in einem ausführlichen Vortrage über Untergang eines Dampfers. Bordeaux, 22. Oftober. faltung tommen können. Dem fozialdemokratischen Prodie Zustände in den Werkstätten der Schuhfabriken, sowie über Der französische Dampfer„ Ellen Isabelle", nach Buenos- Ayres gramm fehle die Forderung nach Selbstreform, die sich die äußerst traurige Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in unterwegs, ist gesunken; vierzehn Personen der Bemannung erauf Körper und Geist und auch auf das Herz er dieser Branche. In der Diskussion gab Kollege Rönig ver- tranten. ftrecke. Deshalb werde die Sozialdemokratie dereinst auch des schiedene Ergänzungen zum Vortrage und bemerkte, eine Unterethischen Vegetarismus dringend bedürfen und verlangte Redner, fuchung der Zustände in manchen Fabriken würde gewiß zur von New- Yort abgegangene und gestern hier eingetroffene Dampfer Feuer an Bord. Neapel, 22. Oft. Der am 7. d. M. schon jetzt so viel wie möglich Selbstreform zu üben. Redner Schließung vieler führen. So habe man sich nicht entblödet, die des Norddeutschen Lloyd München" hatte während der Reise behauptete, daß heute jeder Mensch ein wenig körperlich und Arbeiter einer Fabrik, 14 an der Zahl, in einen Feuer an Bord, wodurch ein Theil der Ladung beschädigt wurde. demzufolge auch geistig frank sei. Kranke Geister könnten die Ziegenstall( als Arbeitsraum) hineinzustecken. Die Kollegen 28 Ballen Baumwolle mußten über Bord geworfen werden, um soziale Frage nicht lösen. Deshalb hätte die Sozialdemokratie Niederauer, Büttner, Menzel, Hildebrandt, die Weiterverbreitung des Feuers zu verhindern. sich mit dem gesundmachenden ethischen Vegetarismus zu ver- fowie der Vorredner und Referent hoben die dringende Noth- Shanghai, 19. Oft. Eine große Baumwollfabrik binden und hätten alle ethischen Vegetarier Sozialdemokraten zu wendigkeit der Organisation hervor, um Besserung dieser durch welche dem Vizekönige Li Hung Tschang gehörte und als Vor, sein. Redner erblickte im Zukunftsstaate auch das Ideal für den aus menschenunwürdigen Zustände herbeizuführen. Um wirksame bild für die Entwickelung dieser Industrie in China dienen sollte, Vegetarismus, d. h. für den ethischen Vegetarismus. Herr Agitation entfalten zu können, wählte man eine fiebengliedrige ist abgebrannt. Die Gebäude waren nicht versichert und Recentien, Vorsitzender der Freien vegetarischen Vereini- Agitationskommission, bestehend aus den Kollegen Rosenbaum, der Schaden wird, dem" Standard" zufolge, auf 1/2 Million gung" bemühte sich, zu beweisen, daß die vegetarische Bewegung Sildebrandt, Stieger, Meyer, Bob, Pause Pfd. Sterl. geschätzt. Nach der„ Times" beträgt der Verlust nur und die Naturheilkunde parteilos bleiben müssen und protestirte und Demmler. Einstimmig nahm hierauf die Versamm 360 000 Pfd. Sterl. dagegen, diese ins Lager der Sozialdemokratie überzuführen, lung eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution an. Ein neuer Komet. Herr W. R. Brooks zu Geneva im begegnete indessen großem Widerspruch. Vegetarier Schweder zu dem schriftlichen Ersuchen, welches die Arbeiter und Ar- Staate New- York hat am 15. Oktober in den Morgenstunden äußerte sich in demselben Sinne. In anbetracht der beiterinnen der Schuhfabrit von Roche u. Komp. mit ihren Unter- einen neuen Kometen aufgefunden, und zwar im Sternbilde der ausgedehnten Rednerliste wurde für die folgenden Redner schriften versehen an die Juhaber derselben gesandt, des Inhalts, Jungfrau, rechts vor dem Stern 3. Größe. Auf der Stern die Redezeit auf zehn Minuten beschränkt. Magen- an den Sonnabenden nur bis 6 Uhr zu arbeiten, theilte der Vor- warte zu Hamburg wurde der Komet am 18. Oftober früh vegetarier" Seiler war gegen Berquickung der wissen sigende mit, daß darauf den Arbeitern und Arbeiterinnen kurzer 5 Uhr 6 Minuten beobachtet in 12 Stunden 22 Minuten 43 Seschaftlich noch nicht entschiedenen Fragen mit der Partei- abschläglicher Bescheid zugegangen sei. Schließlich erging funden Rectascension und 130 25 24" nördlicher Deklination. politik und demzufolge gegen die Neugründung einer die Aufforderung an alle, die nächsten Sonntag Vormittag Er zeigt einen Schweif und gleicht an Helligkeit einem Stern Partei und wies nach, daß die Sozialdemokratie mit der Be- tagende öffentliche Schuhmacher- Versammlung zahlreich zu be- 9. Größe. seitigung der kapitalistischen Ausbeutung gleichzeitig auch die fuchen. Grundursachen der individuellen Krankheiten beseitige. Die erklärt. Opfer der Arbeit. Wie täglich der Arbeiter bei vielen weitere Debatte zeitigte einen lebhaften Meinungsaustausch, in Die Schuhmacher hielten am 22. Oktober eine öffentliche in Emington, im Staate Illinois( Amerika), fünf brave Arbeiter Beschäftigungen sein Leben zu Markte trägt, so haben auch wieder welchem die Meinung die vorherrschende war, daß Vegetarier Versammlung ab. Des schwachen Besuchs wegen wurde vom ihr Leben eingebüßt, während fünf andere schwerverwundet vom und Anhänger der Naturheilmethode in erster Reihe in die angekündigten Vortrag Abstand genommen. Hammacher er Blaze getragen wurden. In selbiger Stadt follte ein Brunnen Reihen der Sozialdemokratie gehören, da diese nur sie ihren stattete als Revisor Bericht über die Abrechnung betreffs des ausgeschachtet werden, und schon waren die Arbeiter ungefähr Zielen nahe bringen fönne, daß aber jedes Settenwesen in der Mauff'schen Streits. Nach demselben steht eine Gesammteinnahme 70 Meter tief in den Erdboden gedrungen, als eine furchtbare Sozialdemokratie vermieden werden müsse Infolge einer Demon von 1101,48 M., eine Gesammtausgabe von 1083,96 m. gegen: Explosion des dabei verwendeten Lynamits sich ereignete, welche stration der anwesenden Mitglieder der Freien vegetarischen über. Es bleibt somit ein Bestand von 15,52 M. wieder verschiedenen Familien den Ernährer geraubt hat.- Wie Vereinigung", die in heftiger Fehde mit der Berliner vegetari- Streiffommission wurde Decharge ertheilt, nachdem man lange, gewaltig der Luftorud war, geht am besten daraus hervor, daß schen Vereinigung", die sich offen zur Sozialdemokratie bekannte, aber in unerquicklicher Weise über die Abrechnung diskutirt Erdreich und Steine emporgeschleudert wurden, welche selbst noch fich befindet, endete die Versammlung in unschöner Weise und hatte. Bezüglich der Schuldner regte man an, dieselben zahlreichen Häusern im verkehrsreichsten Theile der Stadt be ohne positives Ergebniß. nochmal zur Zahlung aufzufordern und falls dies fruchtlos, deutenden Schaden zufügten. dann ihre Namen zu veröffentlichen. Der Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Berlin, 23. Oktober. Wie wir vernehmen, hat die Staats anwaltschaft gegen den bekannten Vertheidiger Rechtsanwalt Frizz Amtsvergehen eingeleitet. Vor dem Untersuchungsrichter finden gegenwärtig Zeugenvernehmungen statt. Wien, 23. Oktober. Die Erklärung des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe im Abgeordnetenhause wird von der öffentlichen Meinung sehr fühl aufgenommen. Die unabhängigen Blätter betonen, daß die herrschende Aufregung durch die Rede Taaffe's nicht gemindert werde. Den Werth derselben müsse man erst praktisch erproben. Die offiziöse Presse hebt hervor, daß das Ausnahmeverordnung im Plenum und damit die Reichstags= Votum des Wahlausschusses nur eine Ablehnung der Prager Auflösung zur Folge haben werde. Der Allgemeine Verein der Töpfer Deutschlands, Mitgliedschaft Berlin, hielt am 20. Oktober eine Ver- Die lokalorganisirten Töpfer und Berufsgenossen sammlung ab, in der die Lage des Fensterstreits erörtert wurde. Berlins und Umgegend waren am 20. Oftober zahlreich Es hatten sich im Laufe der Woche 125 Streitende, die 132 Kinder in Joel's Saal versammelt, um den Situationsbericht über die haben, gemeldet, wovon inzwischen bereits 83 Kollegen mit Lage des Fensterstreits entgegenzunehmen und die Streifunter40 Kindern wieder die Arbeit aufnehmen konnten, so daß noch süßung zu regeln. Das Resultat ist nach den Mittheilungen 92 mit 92 Kindern zu unterstüßen sind. Beufert berichtete über des Vorsitzenden Hagen vom Dienstag( den 17. d. Mts.) ab einzelne Bauten und rieth, die Forderung des Treppenflur- folgendes: Es streitten 350 Töpfer resp. Berufsgenossen, Berschlusses fallen zu lassen; dann werde der Streit sich schneller worunter 34 Unorganisirte. Im Laufe der Woche haben Friedmann eine Disziplinaruntersuchung wegen verschiedener einschränken und zu Ende führen lassen. Der Vorsitzende theilte sich 50 Streifende abgemeldet, 14 sind erst am 19. d. M. hinzumit, daß die hiesige Mitgliedschaft nur 500 M. bejize und von gekommen, so daß am Sonnabend, den 21. Oktober, insgeden auswärtigen Kollegen nichts zu erwarten sei, da in den jammt 300 Streifende mit 310 Kindern zu unterstüßen sind. In meisten größeren Städten die Töpfer sich gleichfalls im Fenster der auf diesen Bericht folgenden Debatte wurden verschiedene streit befinden. Einige hiesige Gewerkschaften wären aber bereit, Unzuträglichkeiten und Reibereien mit den Kontrolleuren des Geld herzugeben, wenn es ihnen später zurückgezahlt werde. Bentralverbandes besprochen und behauptet, daß ihnen von Ueber die Höhe der Streifunterstüßung diskutirte die Ver- dieser Seite der Kampf mit den Unternehmern mehr erschwert sammlung längere Zeit, fie beschloß, in der ersten Woche werde, als von den Angehörigen des Innungsgesellen- Vereins. jedem Streifenden 15 M. und für jedes Kind außerdem 1 M. Nachstehende Resolution gelangte am Schluß der Diskussion zu zahlen. Die arbeitenden Kollegen, deren Verdienst höher als zur „ Die Versammlung erklärt nach wie die Unterstützung ist, werden verpflichtet, 10 pet. von ihrem Ver- vor in verschiedenen Versammlungen gefaßten dienst zu steuern. Unter Verschiedenem theilten die Kollegen von Beschlüssen festhalten. Jeder Kollege verpflichtet sich mit seiner Holz und Arnold mit, daß sie mit ihren Unternehmern wegen ganzen Kraft zur Durchführung derselben mit beizutragen." der Bezahlung in Differenzen gekommen seien. Nach Vortrag Die Streitunterſtüßung wurde durch folgende Beschlüsse geregelt: des Streitpunktes billigte die Versammlung die Haltung der be=" Jeder freifende Kollege und Berufsgenosse( Träger), welcher treffenden Kollegen. Bezüglich des Mitgliedes Ernst von der vom 16. Oftober ab die Arbeit niedergelegt hat und sich aus Zwinglistraße, der weiter arbeitet, obwohl seine Kollegen ftreifen, weisen kann, daß er unserer Organisation angehört, erhält pro wurde beschlossen, denselben in der nächsten Versammlung zur Woche 15 M. und für jedes Kind 1 M. Unterstützung. Verantwortung zu ziehen und hierzu besonders einzuladen. Ein Vom Sonnabend, den 21. Oktober, ab führt jeder arbeitende Kollege aus Hamburg ermahnte die Anwesenden, dafür zu Kollege 5 pGt. seines wöchentlichen Arbeitsverdienstes dem forgen, daß alle Mißstände im Baugewerbe öffentlich bekannt Unterstüßungsfonds zu. Kollegen, welche die ersten drei Tage werden. Kollege Barmann betonte gegenüber einer irrthümlichen nicht gearbeitet haben, sind von der Abführung der Prozente entAuffaffung im vorigen Bericht, daß der Verein seine Geschäfte bunden. Streifende, welche 3 Tage in der Woche gearbeitet nach wie vor bei Wernau in der Rosenstraße abwickelt. Nur haben, erhalten teine Unterstützung. als Herberge nicht als Verkehrslokal sei die Wirthschaft in der Neuen Friedrichstraße gewonnen. Annahme: an den rathes wurde der Antrag der Antisemiten, dem Bürgermeister Wien, 23. Oktober. In der heutigen Sigung des Stadtstädtischer Werthpapiere ein Weißtrauensvotum zu ertheilen, nachPrig wegen des eigenmächtigen Verkaufs einer Million Gulden dem der Bürgermeister sich gerechtfertigt, abgelehnt. trag Bernerstorfer's, die Ausschuß- Berathungen über den AusWien, 23. Oktober. Jm Abgeordnetenhause wurde der Annahmezustand öffentlich abzuhalten, angenommen, trotzdem die Regierung fich für Geheimhaltung ausgesprochen. Wien, 23. Oktober. Der Abgeordnete Plener kündigte in längerer Rede die schärffte Opposition der deutschliberalen Partei gegen die Regierung an. Wieu, 23. Oktober. Der bekannte Konvertit Paulus Meyer In anbetracht des Umstandes, daß die großen Opfer, welche der Verfasser zahlreicher Nachrichten über jüdische Ritualmorde) der Fensterstreit in jedem Jahr gekostet hat und die lediglich von ist heute wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten schweren Kerkers verurtheilt worden. denselben opjerwilligen Kouegen unter Auferlegung mancher EntLemberg, 23. Oftober. Von hiesigen Akademikern wurden behrungen aufgebracht werden mußten, man trotzdem den Wilden, die den Weg zur Organisation nicht finden wollten, bisher dieselben Rechte an die polnischen und czechischen Reichstags- Abgeordneten Telein bezug auf Unterstüßung angedeihen ließ, damit aber keines- gramme gerichtet, welche die Entrüftung über das Verhalten des wegs deren Anschluß an die Organisation erreichte, beschließt die Polenklubs zur Ausnahmeverordnung befunden. Versammlung, von einer Unterstüßung der Wilden in diesem Jahre abzusehen, jedoch der Kommission die Befugniß zu wer als unorganisirt zu be geben, genau zu erwägen, trachten ist." : Die Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder Deutschlands hatte am 16. Oftober eine Versammlung, in der zunächst W. Jung, Dragonerstr. 24, zum 2. Vorsitzenden gewählt wurde. Die darauf verlejene Abrechnung über das dritte Quartal ergab eine Einnahme von 154,93 m. und eine Ausgabe von 198,36 M. Ueber das Sommerfest fonnte das Komitee noch feine Abrechnung vorlegen, weil Paul Fischer, Wilh. Sternsdorf, Briefkaffen der Redaktion. Scholz, Reimer, Weinberg und Kraft noch mit Billets und Geldern Die in der am Montag stattgefundenen Versammrestiren. Bei Besprechung der zur Ürabstimmung vorliegenden AnWiener. Wegen Stoffandrauges können ihre Einsendungen träge empfahl die Filiale den Antrag des Hauptvorstandes, lung der zentralorganisirten Töpfer vorgebrachten Aeußerungen vor Beendigung des Kölner Parteitages faum veröffentlicht welcher besagt, daß den Filialkassen 40 pět. der Gelder verbleiben über die Beschaffenheit der Herberge Gipsstr. 3 wurden werden. sollen. Auch wurde die Verlängerung der Amtsdauer des Vor- von Hagen als unwahrheiten, zum mindesten aber als standes auf ein Jahr beantragt. Nach einer langen nnd resultat- Uebertreibungen zurückgewiesen. Eine Kommission habe eine lofen Debatte über die Organisationsfrage wurde zur Einschaltung Untersuchung der behaupteten Uebelstände vorgenommen und in das Streifreglement folgender Antrag angenommen: Streifsteinen Anhalt für diese Behauptungen gefunden. Zum Schluß werden von der Hauptkasse unterstützt, soweit Gelder vorhanden ersuchte David, Eisenbahnstr. 25 wohnhaft, um Meldung find. Nach Erledigung einiger kleineren Sachen erfolgte Schluß etwaiger Zeugen der Vorfälle in der Mittagstunde vom 6. Februar der Versammlung. während des Spandauer Töpferstreits auf dem Bau Eur- und Lutherstraßen- Ecke. Eine Verbandsverfammlung der in Holzbearbei tungsfabriken und auf Holzplägen beschäf= Herr Stockfabrikant Briese, Charlottenburg, theilt uns zu tigten Arbeiter und heiterinen( Filiale II) tagte dem im Vorwärts" vom 21. Oktober gebrachten Versammlungsam 17. Oftober. Genosse Augustin sprach in einem sehr bericht der Stockarbeiter berichtigend mit, daß er die Arbeiter Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Bureau Angestellte. Die Adresse lautet: Unterrichtsverband der Arbeitervereine Nieder- Desterreichs, Wien VI/ 1, Gumpendorferstr. 64. A. F. Sind wir dazu da, uns für den Besuch der Kirchen ins Beug zu legen? Wenn Ihrer Schwester bei dem Schaugepränge der Eintritt verwehrt wurde, so mögen sie sich das für die Zukunft ad notam nehmen. A. 53. Es giebt zwei Gesellschaften mit ähnlich lauten den Namen. Sehen Sie im Adreßkalender nach, welches die rechte ist. R. K., Langeftr. Formulare bekommen Sie bei Peege, Tischlermeister, Rudersdorferstr. 48. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 250. mälen 50 000 m. Dienstag, den 24. Oktober 1893. 10. Jahrg. Abtheilung des Magistrats Beschwerde geführt und erst am 29. Mai er habe keine andere Arbeit; wenn er, Kläger, den Akkord nicht " Gerichts- Beifung. habe er die lakonische Antwort erhalten, daß seine Auf- machen wolle, könne er ihm nicht helfen. Seine, Klägers, AntZwei Prekprozesse gegen bürgerliche Blätter standen lichen Anmeldung als amerikanischer Staatsbürger aufgeführt sei. gehen," was den Beklagten zur Gegenbemerkung veranlaßt hätte: nahme nicht habe erfolgen können, weil er in seiner polizei- wort sei gewesen:„ Na, dann werde ich auf Ihre Kosten spazieren am Sonnabend vor dem hiesigen Landgericht zur Verhandlung. Der Angeklagte Gbert knüpfte an diese Mittheilung noch eine„ Machen Sie, was sie wollen." Kläger verlangt vier Tage beIn dem einen, der vor der 9. Strafkammer gegen den Chef- Reihe von Bemerkungen, woraus zu folgern war, daß seine Nicht- sahlt; er war nach jenem Retontre solange ohne Beschäftigung. redakteur der„ Vossischen Zeitung", Friedrich Stephany, ver- aufnahme als Wähler auf seine fonservative Gesinnung, aus der Da in einem früheren Termin der Beklagte als Haupteinwand handelt wurde, handelte es sich um den ehemaligen Gouverneur er in seinem Viertel nie ein Hehl gemacht, zurückzuführen sei. den machte, der gebotene Affordpreis sei angemessen, wurde ein von Ostafrika, Freiherrn v. Soden. In der Nr. 77 der„ Voff. Er sei allerdings in Mexico geboren, habe sich aber schon vor gerichtlicher Sachverständiger damit betraut, sich über seine AnZeitung" erschien ein Artikel, in welcher die Abreise des vielen Jahren naturalisiren lassen und lange in Schlesien gelebt, gemessenheit oder Nichtangemessenheit zu informiren und ein GutGouverneurs von Deutsch- Ostafrika Freiherrn v. Soden aus bevor er im Jahre 1888 nach Berlin zog. Seit dieser Zeit habe achten abzugeben. Dieses lautete dahin, daß der Preis angeAfrika besprochen und die Ansicht ausgedrückt wurde, daß der er hier gelebt. felbe nicht mehr nach Afrika zurückkehren würde, da er die an drücke Spitfindigkeit“ und„ Kunststückchen" mit bezug auf die Maffe anzufertigen erhalte. Für einzelne Stücke aber, wie sie Er gebrauchte in dem Artikel die Aus- messen wäre, wenn der Arbeiter die bezüglichen Möbelstücke in ihn gestellten Aufgaben in befriedigender Weise zu lösen Behörde, welche ihn an der Ausübung seines Wahlrechts hindern dem Kläger überwiesen werden sollten, müsse ein höherer Sat nicht verstanden habe. In Nr. 89 der Zeitung wurde dann wolle. Wegen dieses Artikels stellte der Oberbürgermeister Belle gezahlt werden und zwar feien für beide Affordgegenstände statt in Anknüpfung an diesen Artikel die laut gegentheilige Ansicht bekämpft. Es wurde alsdann ausgeführt, wegen Beleidigung. Zum Termin war der Stadtrath Bohm als 18 M., welche eingeklagt wurden, und die mehr als 18 M. begewordene namens des Magistrats- Kollegiums den Strafverfolgungs- Antrag 25 M. 37 M. angemessen. Der Beklagte wurde verurtheilt, die daß Frhr. v. Soden auch in Kamerun ein wenig empfehlens- Beuge geladen, der in eingehender Weise den Geschäftsgang er- tragenden Kosten zu zahlen. werthes Andenken hinterlassen habe. Es sei bekannt geworden, läuterte, der bei der Eintragung in die Wählerlisten beobachtet daß er trotz seiner Stellung als höchster Regierungsbeamter es wurde. Für jeden Einwohner, der das wahlberechtigte Alter eine Sache muste trotzdem noch, mangels jeder Vorrichtung Die Sigung der Kammer IV dauerte bis Abends 1/26 Uhr; nicht unterlassen, auf eigene Rechnung Landankäufe zu machen. erreicht habe, besinde sich in dem Bureau des Magistrats ein zur fünftlichen Beleuchtung des Verhandlungszimmers", vertagt Wenn auch bei anderen Nationen, vor allem bei den Portugiesen, sog." Personenblatt". Bum Unterschiede von den einheimischen werden. solche Fälle nicht selten seien, daß Kolonialbeamte durch Kauf Bürgern würden für diejenigen Personen, welche als Ausländer und Verkauf von Landgebieten innerhalb ihrer Kolonie ihr Gin- angemeldet seien oder deren Wahlberechtigung erst zu prüfen Mit einem Mustervertrag", geschlossen mit der Firma Bolle kommen zu vermehren bestrebt sind, so sei dies doch bisher sei, rothe Bettel verwendet. Auf grund dieser Blätter wurden fassen. Es handelte sich um eine Klage auf Herausgabe von Klingel- Bolle", hatte sich die Rammer VII fürzlich zu bea im deutschen Beamtenstande nicht blos nicht Sitte, die Wählerlisten zusammengestellt. Die Angaben in den Personen- 104 M., die auf grund einer schriftlichen Abmachung dem Kläger, sondern geradezu verpönt gewesen. In diesen Aus- blättern beruhten wieder auf den polizeilichen Anmeldungen der dem„ Milchwagenbegleiter" Rinke einbehalten find, als er entführungen wurden Beleidigungen des Freiherrn von Soden er zugezogenen. In dem Personenblatt des Angeklagten sei der- lassen wurde. blickt und unter dem 26. Februar stellte der Reichskanzler felbe als amerikanischer Staatsbürger angegeben worden, der be- Namen seines Sohnes die Verpflichtung eingegangen, daß dieser auf Der Vater des etwa 16jährigen, Burscheu" war im den Strafantrag. Der Angeklagte, welcher entschieden bestritt, treffende Beamte habe also in vollem Recht gehandelt, wenn er die drei Jahre dem berühmten Bolle'schen Bläserchor angehöre und persönliche Beleidigungen beabsichtigt zu haben, hatte den Einzeichnung des Ebert in die Wählerliste unterließ. Zweifellos fich für seine Ausbildung" wöchentlich 1 M. abziehen laffe. Wahrheitsbeweis insoweit angetreten, als er behauptete, daß müsse der polizeiliche Anmeldeschein, der dem Beamten im Jahre Nach Ablauf der drei Jahre follte das in einer Sparkasse anzus Freiherr v. Soden in zwei Fällen Land angekauft und später 1888 vorgelegen habe, dahin gelautet haben, daß der Angeklagte legende Geld Eigenthum des Milchjungen" werden, wenn er mit Nugen an die Regierung weiter verkauft habe, daß er mit in Merito geboren sei und daher sei das rothe Personenblatt sich während der Zeit„ tadellos" geführt hätte. Würde er ohne der Firma C. Wörmann eine Plantage angelegt und mit der zur Verwendung gekommen. Nachdem der Angeklagte Ebert sich genügenden Grund entlassen werden, so bestimmte der Vertrag Firma Janken u. Thormälen in Hamburg in geschäftlicher Ver- beschwert, habe man ihm aufgegeben, die Naturalisationsurkunde weiter, erhalte er ebenfalls das bis dahin eingezahlte bezw. abbindung gestanden habe. E3 haben in dieser Beziehung kom einzusenden und nachdem dies geschehen, sei seine Aufnahme gezogene Geld heraus; werde er jedoch entlassen, weil ein Grund miffarische Bernehmungen stattgefunden. Die Auskunft des fofort erfolgt. Der Magistrat müsse sich entschieden gegen den zur sofortigen Entlassung vorhanden, dann gehe er des Geldes Inhabers der Firma Wörmann war eine negative. Die Firma Janken u. Thormälen hat allerdings behufs An- tische Rücksichten vorwalten lasse. Staatsanwalt Diet hielt ihrem Vertreter einen Beistand in der Person des Herrn Vorwurf verwahren, daß er bei Aufstellung der Wählerliste poli- verlustig. Gegen die Klage wandte die beklagte Firma, welche legung einer Plantage in Afrika eine Kommanditgesellschaft ge- beide Angeklagten für strafbar und beantragte gegen Ebert 300, Quiel vom Verein und Bureau der Arbeitgeber- Beisitzer gestellt gründet, welche in dem Firmenregister eingetragen ist. Die in gegen v. Hammerstein 150 M. Der Angeklagte Ebert wies darauf hatte, folgendes ein: Der Bursche sei, nachdem er zwei Jahre der Firma namentlich Aufgeführten sind die persönlich haftenden hin, daß er, in dem Bewußtsein, seine sämmtlichen Pflichten bei zur Zufriedenheit des Betriebsleiters bei Beklagtem thätig war, Gesellschafter und es bestehen 20 Antheilscheine zu 5000 m. feinem Zuzuge nach Berlin erfüllt zu haben, zu der An- nachlässig geworden, auch habe er eine große Ünaufmerksamkeit Außerdem hat die Gesellschaft und die Firma Janken u. Thor- nahme kommen mußte, daß er in seinen Rechten beein- im Bläserchor zur Schau getragen und sich gegenüber dext für Grundeigenthum ausgezahlt. Frhr. trächtigt werden sollte. Freiherr v. Hammerstein nahm zunächst Dirigenten" unhöflich" benommen. Dadurch sei mit der Ent v. Soden ist an dieser Baarzahlung insofern betheiligt, als er den Schutz des§ 193 des Str.-G.-B. für sich in Anspruch und lassung die Einbehaltung der 104 m. berechtigt gewesen. Das 10 000 m. zufchoß. Die Firma hat weiter ausgesagt, daß die führte außerdem aus, daß es ihm ganz unmöglich sei, jeden ein- Gericht war Plantage auf steinigem Boden errichtet sei und alsbaldigen zelnen Artikel eingehend zu prüfen, er müsse sich auf seine Mit gelangte es zu der Ueberzeugung, daß der Vertrag nur ein Vor anderer Meinung. Einstimmig Gewinn nicht verspreche. Der Vertreter der Anklage, Affeffor arbeiter verlassen. Wenn er nach der Auffassung des Staats wand gewesen sei, den betreffenden Burschen mindestens drei Strehler, gab zu, daß, wenn die Voraussetzungen des Artikels anwalts jeden Satz mit seiner Verantwortung decken solle, so Jahre an den Gewerbebetrieb des Herrn Bolle zu fesseln. richtig wären, auch die Schlußfolgerungen als richtig anerkannt fäme man schließlich dazu, sich einen Sigredakteur" zu halten, Anzeichen dafür, meinte der Vorsitzende, Assessor Dr. Freund, werden müßten. Die Voraussetzungen feien aber falsche. Man eine Unfitte, die gerade in letzterer Zeit in wenig schöner Weise zögen sich wie ein rother Faden" durch den ganzen Vertrag; müsse daran denken, daß in einem geordneten Staatswesen an in Erscheinung getreten sei. Außerdem könne er nicht finden, daß es sei gewissermaßen ein verkappter Arbeitsvertrag. Da der die Thätigkeit der Beamten ein anderer Maßstab zu legen sei, der fragliche Artikel auf das Magistrats- Kollegium gemünzt Kläger im Gewerbebetrieb des Beklagten thätig gewesen die Thätigkeit der Beamten ein anderer Maßstab zu legen sei, als in einer Rolonie. Wenn im preußischen Staate es zu versei, es könne der Vorwurf einer absichtlichen oder fahrlässigen sei, habe das Gericht den Vertrag als nicht bindend angesehen; urtheilen sei, wenn Beamte Land ankaufen, um es später mit Vortheil dem Staate zu verkaufen, so sei das doch in den Kolonieen Handlungsweise höchstens einen der Bureaubeamten treffen. die Dienstleistungen im Bläserchor hätten in keiner Beziehung Vortheil dem Staate zu verkaufen, so sei das doch in den Kolonieen Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Räbell, plädirte in erster Linie mit seiner gewerblichen Thätigkeit in Verbindung gebracht werden anders. Er könne sich wohl denken, daß ein Verwaltungsbeamter für Freisprechung beider Angeklagten, eventuell könne die Sache dürfen. Auf grund dieser Auffassung und in anbetracht, daß einer Plantagengesellschaft beitritt, um das Blühen und Gedeihen der doch durch eine gelinde Bestrafung des Angeklagten Ebert einen§ 119a der R.-G.-D.( handelt von den zulässigen Abzügen und Kolonie zu fördern. So sei es bei dem Frhrn. v. Soden der Fall geDer Gerichtshof erkannte zwar der zulässigen Einbehaltung solcher Gelder bei der Entlassung) wesen. Derselbe habe keineswegs in gewinnsüchtiger Absicht genügenden Abschluß finden. sich an der Plantagengesellschaft betheiligt, sondern um sein an, daß die Angeklagten in Wahrnehmung berechtigter Interessen im vorliegenden Falle nicht Anwendung finden konnte, sei der Interesse für deutsche Anlagen in Afrika zu zeigen, er habe das gehandelt hätten, aber wegen der beleidigenden und wie fich Beklagte zur Auszahlung von 104 M. an den Kläger verurtheilt Geld aus seiner eigenen Tasche hergegeben, ohne Aussicht auf herausgestellt habe, ungerechtfertigten Unterstellungen bestraft worden. Erfolg und sei seines Geldes verlustig gegangen. Richtig sei es, Kammer III. Vorsitzender: Assessor Euno. Sigung Es ist auf eine Geldstrafe von je 300 m. erkannt worden. daß Freiherr von Soden Land, welches er gekauft, 5 Jahre vom 21. Oktober. Der Maurer Geil hatte im verflossene später, als er nicht mehr im Ainte war, der Regierung anbot, Kammer III. Vorsitzender: Assessor auszuführen. Als Sommer für den Maurermeister Gutsche einige Arbeiten Gewerbegericht. Kammer III. daraus lasse sich aber kein Schuß auf die Absicht ziehen, die uno. Sigung vom 19. Oktober. er eines Tages mehrere zur Arbeit er bei Erwerbung des Landes gehabt. Der Arbeiter Braun nothwendige Gegenstände nicht zur Hand hatte und danach Es stehe viel flagt auf Zahlung von 42 M. gegen den Bauunternehmer fuchte, kam der Meister dazu und trattirte ihn mit der mehr fest, daß Freiherr von Soden das Geld zur Golberg; er hält sich für unrechtmäßig entlassen. Das Ge- Bemerkung:" Was machen Förderung der kulturellen Zwede in Kamerun hingegeben richt wies ihn fostenpflichtig ab; drei Beugen fagten nämlich herum wie ein" Wahnsinniger." Geil hielt sich für berechtigt, die ,, Was machen Sie denn, Sie laufen ja habe. Der Staatsanwalt erachtete die Beleidigungen für so schwere, aus, der Kläger sei gar nicht entlassen worden, sondern wie an- Arbeit niederzulegen und auf Bahlung einer Lohnentschädigung zu daß er einen Monat Gefängniß beantragte. Er ver- deren Arbeitern habe auch ihm der Polier am in Betracht klagen; sechs Tage lang war er nach jenem Vorfall ohne Arbeit. wies als erschwerenden Umstand auch auf die Thatsache, daß kommenden Sonnabend freigestellt, sich nach anderer Arbeit um- Das Gericht wies ihn kostenpflichtig ab. Die Aeußerung: Sie laufen Die auswärtige Presse, insbesondere" La petite Presse" aus diesem zusehen und wenn er solche nicht bekomme, am Montag wieder ja herum wie ein Wahnsinniger", sei wohl beleidigend, sie Artikel Kapital geschlagen habe. Rechtsanwalt Dr. Paul zu tommen. Kläger sei am Montag aber einfach fortgeblieben. charakterisire sich aber nicht als grobe Beleidigung, wobei in Krause hält diesen Hinweis für verfehlt. Die Ausländer Unter diesen bei der Lohnzahlung zugegen ge- Betracht zu ziehen wäre, daß im Baugewerbe bekannterweise könnten im Gegentheil aus dem Artikel höchstens die Thatsache wesenen Zeugen befand sich auch, bemerkenswerther Weise, der fein so feiner Ton" herrsche, der solche hingeworfene Redens entnehmen, daß in Deutschland die öffentliche Meinung in bezug Restaurateur"( Baubudiker). auf das Kolonialwesen bezw. die Verwaltungsbeamten auf einem Der Töpfer Schmidt wurde mit einer Lohnentschädigungs- fcheinen lasse. arten den betreffenden Arbeitern, als grob beleidigend" era sehr hohen Standpunkt stehen. Was die Parallele betrifft, die flage gegen den Töpfermeister Wolf abgewiesen, weil festDer Staatsanwalt zwischen den Verhältnissen in Preußen und gestellt wurde, daß er am Montag und Dienstag Mittwoch heizungs- Anlagen, Fieliz, wurde verurtheilt, dem Rohrleger Der Unternehmer für Wasserrohr, Gas- und für Dampfdenen in Kolonien zieht, so sei auch diese verfehlt. Gerade in fand seine Entlassung statt- des Morgens sich wohl zur Arbeit Helfer Kurt 36 Mark Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger einer Kolonie, wo die Kontrolle des Rechts, der Verwaltung und einfand, aber an beiden Tagen gleich wieder die Arbeitsstätte Entlassung zu zahlen. der öffentlichen Meinung durchaus nicht so Platz greift, wie in verließ. Er machte blau". Die langwierige Beweiserhebung der Heimath, wo der Gouverneur eine fast unbeschränkte Macht Bu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien des Beklagten nicht so betrunken am Entlassungstage hatte ergeben, daß der Kläger entgegen dem Einwande besitzt, seien hohe Anforderungen an das Verhalten der Ver- führte die Verhandlung einer Klage des Tirolers Erd gegen den war, um zur Arbeit unfähig zu sein, und daß er sich nicht, wie waltungsbeamten geboten. Wenn der Gouverneur ein Grund- Italiener Accerio. Erd hatte als Stuckateur für die Firma behauptet worden, beharrlich geweigert hatte, den Anordnungen stück kause und mit Nugen wieder verkaufe, und sich dann an. u. Ko. gearbeitet und behauptete, bei der Auszahlung zweier des Vertreters des Beklagten Folge zu leisten. Der Kläger hatte einem faufmännischen Unternehmen betheilige, so sei der An- Atkorde übervortheilt zu sein. In einem Falle hatte ein gericht am betreffenden Tage die Weisung erhalten, einem bestimmten getlagte wohl berechtigt, anzunehmen, daß dies inlicher Sachverständiger, welcher die Arbeit des Klägers in seinem Rohrleger zu helfen, was nicht ging, weil letterer Werkstatte gewinnsüchtiger Absicht geschehe. Lehrreich seien doch Beisein ausgemessen hat, begutachtet, daß ihm ev. eine Kleinig- Arbeiten zunächst zu verrichten hatte und dann sich seinen tägsicher die Vorgänge mit der Firma Jantzen u. Thor feit mehr gezahlt werden müsse, aber nicht seine ganze Forderung lichen Helfer mit„ auf den Bau" nahm. Kläger war deshalb zu mälen. Dieselben haben doch zweifellos die Absicht des anzuerkennen fei. In dem anderen Falle handelte es sich um verschiedenen Rohrlegern des Beklagten, welche auf mehreren Gewinns gehabt, v. Goden habe sich betheiligt und es sei doch Streitigkeiten über den vereinbarten Akkordsatz. 4,50 M. für Bauten in Friedrichsfelde arbeiteten, gegangen, um zu sehen, wo auffallend, daß derselbe sich ausdrücklich als Kommanditist nicht den Quadratmeter verlangte der Kläger als ausgemacht und der er helfen könne. Unterwegs hatte er hier und dort„ mal Einen habe ausführen lassen. Durch solche Betheiligung werde jede Bruder des in Italien weilenden Beklagten wollte, weil er Konkurrenz, welche gerade in Kolonien so nöthig sei, zurück Die Vollmacht seines Bruders habe", beschwören, getrunken", so daß er in angeheiterter Stimmung in die Werkgeschreckt. Was der Angeklagte behauptete, sei erwiesen worden, daß diefer Bruder mit Kläger nur 3 m. vereinbart habe. Bei statt zurückkam, worauf seine Entlassung erfolgte. der Angeklagte habe sich außerdem unter dem Schutze des§ 193 dem Affordabschluß war er nicht zugegen. Um nicht die VerSt.-G.-B. befunden, da die öffentliche Meinung zweifellos dies handlung bis nach Neujahr wegen der erst dann möglichen Verfelben Anforderungen an den Verwaltungsbeamten stellt, wie nehmung des Beklagten vertagen zu müssen, wurde vom Assessor der Artikel. Es rechtfertige fich deshalb die Freisprechung ein Vergleich angebahnt. E3 fam ein folcher auf des Angeklagten. Der Gerichtshof( Borsigender: Landgerichts 50 Mart zu stande, während auf die erste Klage Herrn rath Rothering) erkannte auf Freisprechung. Der Angeklagte, Erd 25 Mart zugebilligt wurden. Die 75 Mark erhielt so verkündete der Vorsitzende, habe nach Ansicht des Gerichts er sofort ausgezahlt. Bei obsiegendem Urtheil in der zweiten Jahre in einer recht eigenthümlichen Lage, man tönnte wohl in der guten und löblichen Absicht gehandelt, die Interessen der Sache hätte er im Januar 1894 besten Falles auf beide mit Recht sagen, in einem fortwährenden Kampfe mit dem UnterRolonialverwaltung wahrzunehmen. Der Schuß des§ 193 Rlagen 100 m. erhalten, es lag aber die große Wahrscheinlich nehmerthum, und zwar augenblicklich mit zwei Unternehmern. Str.-G.-B. stehe ihm durchaus zur Seite, wenn er Sachen zur feit vor, daß er den Prozeß verlieren würde. Es tam nur auf Dieser Kampf ist insofern eigenthümlich für uns, als noch nie Sprache bringe, die nach seiner Ansicht unser Kolonialwesen die Gidesleistung oder Nichtleistung durch den Beklagten an. in unserer Branche derartige Verhältnisse existirt haben. schädigen müssen. Ueber die Schußgrenzen des§ 193 sei nicht Trozdem hielt es schwer, den energisch auftretenden Sohn Während in der Lurus, Gestell- und Grünbranche eine hinausgegangen. Dazu stehe noch fest, daß Frhr. v. Soden ein des Alpenländchens zu dem für ihn günstigen Vergleiche zu be- bedauerliche Flauheit vorhanden ist, werden in der RohrGrundstück in Kamerun für 840 M. angekauft und für 2000 M. branche die Arbeitskräfte fortwährend verlangt. Man sollte wieder verkauft, also einen hohen Gewinn erzielt habe. Der Rammer VI. Vorsitzender Assessor Me I t. Sigung vom nun meinen, daß also dadurch in der Korbmacherei gegenAngeklagte konnte deshalb von seinem Standpunkte aus sehr 20. Oktober. wärtig feinerlei Arbeitslosigkeit herrschte. Dem ist jedoch nicht wohl zu dem Schlusse tommen, daß der Gouverneur von vornDer Tischler Voltmann verlangt 18 M. Schadenersay so. In Berlin werden seit ungefähr einem Jahre ununterbrochen herein das Grundstück erworben, um Gewinn zu erzielen. vom Tischlermeister Wegner mit folgender Begründung: Er die sogenannten Geschoßtransport- Körbe angefertigt. Diese ArEbenfalls wurde gegen den Chefredakteur der Kreuz habe einen Akkord vollendet gehabt, da sei ihm ein neuer vom beiten werden in kürzeren oder längeren Zeiträumen von der Beitung", Freiherrn von Hammerstein, und den Rentner Meister angeboten worden. Der angebotene Preis von 25 M. Militärverwaltung auf dem Submissionswege an den MindestCarl Ebert heute vor der zweiten Straffammer des Land- sei so gering gewesen, daß er auf den Gedanken gekommen sei fordernden vergeben. Vor einem Jahre, als diese Arbeiten das gerichts I unter dem Vorsitze des Landgerichts- Direktors Brause- und dem auch Ausdruck verliehen hätte, Wegner wolle ihn damit erste Mal in solchen großen Posten vergeben wurden, wetter eine Anklage wegen Beleidigung verhandelt. In der aus der Werkstatt hinausgraulen. Er habe 45 M. dann für die waren verhältnißmäßig wenig Unternehmer, welche sich Nr. 248 der„ Kreuz- Zeitung" vom 30. Mai d. J. wurde ein Arbeit als angemessen verlangt und sich auch erboten, sie event. darum bewarben, sodaß zirka 1000 000 Mart nach Berlin und Artikel veröffentlicht, worin der Angeklagte Ebert sich beschwerte, im 2ohn zu machen, mit dem beiläufigen Ersuchen an W., ebenso viel nach Hamburg und einigen kleinen Städten vergeben daß er nicht in der Wählerliste für die Reichstagswahlen ver- ihm doch andere Arbeit zu geben, wenn er das Vorgeschlagene wurden. Die Berliner Korbmacher stellten nun ihren bestimmten zeichnet sei. Er habe bereits am 20. Mai bei der betreffenden nicht wolle. Daraufhin sei vom Meister behauptet worden, Tarif als Arbeitslohn auf und wurden gezwungen, durch die werden müßten. " spegen. Soziale Uebersicht. Die Berliner Korbmachergehilfen befinden sich seit einem Halsstarrigfeit der Unternehmer, und trotzdem dieselben Taufende Auf der Tagesordnung stehen 14 Punkte, wir heben folgende| Dr. 3 adet referirte über die bevorstehenden Stadtverordnetenvon Mart nach ihren eigenen Aussagen dabei verdienten, ihren hervor: Wahlen. Durch eine an der freisinnigen Majorität der Stadtfauer verdienten Lohn im Wege des Streits zu erringen, was Gründung eines Fachorgans; Schaffung eines internationalen verwaltung geübten Kritik bewies Redner, daß ebenso wie im ihnen auch zum allergrößten Theil nach fiebenwöchentlichem Verbandes; Der Achtstundentag: Streittaffe; Lohntarife; Ge- Reichstage auch hier die blaffe Furcht vor der Sozialdemokratie Kampfe gelungen ist. Bei den nun folgenden Vergebungen fundheitspolizei und Fabrikinspektion. Der Gesetzentwurf über die Taktik bestimmt. Diese Furcht dränge die Mehrheit der Stadtvon Geschoß Transportkörben in fleineren Posten( 50 000, die Gewerbegerichte und Besprechung über einen internationalen vertreter von Jahr zu Jahr immer mehr nach rechts, so daß sie 40 000 Stück 1. f. f.) fanden sich eine Menge Unter- Textilarbeiter- Kongreß. tommen. Augenblicklich herrsche bei den Vertretern der bürgerlichen Klaffen eine gewisse Zurückhaltung, die sich mit den bevorstehenden Wahlen sehr leicht erklären lasse, bald aber nach der Wahl werden Schloßfreiheit- und Ententeich- Projekte, hinter denen die nehmer, welche sich nun wieder gegenseitig durch möglichst Die Organisationen, welche an dem Kongresse nicht theilniedrige Forderungen zu unterbieten suchen, und es traten Ver- nehmen können, werden um Zusendung von Zustimmungshältnisse ein, die sich auf die Dauer nicht halten können. Der erklärungen ersucht. Mindestfordernde, der nun die Arbeit erhielt, sucht jetzt den allbekannten Ausweg und findet ihn auch, nämlich er drückt am Verband deutscher Gewerbegerichte. Vor einigen Tagen Herren Kunze und seine Oberleute stehen, wiederum um so dreister Arbeitslohn, also aus den Knochen der Arbeiter muß jetzt der hat in Frankfurt a. M. unter dem Vorsitze des Herrn hervortreten. Deshalb sollten die Arbeiter die Augen offen verlorene Reingewinn wieder herausgeschunden werden. Die Adjunkten Dr. Gaßner Mainz eine Ausschußfihung des Verhalten und nur Männer ins rothe Haus wählen, die ein steifes Verhältnisse in Berlin sind nun folgende. Zwei Werkstätten bandes deutscher Gewerbegerichte stattgefunden, worin die Ge- Rückgrat und Verständniß für die Leiden der Bürgerschaft befind hier, wo augenblicklich Geschoßtransport- Körbe angefertigt fchäftsordnung festgesetzt wurde. Der Verband hat den Zweck, figen. Diese hätten alsdann die Errichtung eines Arbeitsamtes, werden, es find dies die Firma Kemptes, Martusstr. 18/19, und eine Verbindung zwischen den deutschen Gewerbegerichten her die Anstellung von Schulärzten, die Unentgeltlichkeit der LehrStarte, Moabit, Waldstr. 43. Herr Kempfes entließ vor 3 Wochen zustellen behufs Austausch gemachter Erfahrungen, sowie zur mittel, die Uebernahme städtischer Arbeiten in eigene Regie der fämmtliche Arbeiter( 58 Mann), als diefelben bei ihm vorstellig gegenseitigen Bekanntgabe wichtiger Urtheile, Gutachten, An- Kommune, die Verwaltung und Vervollkommnung aller Wohlwurden wegen zu schlechten Materials und wegen Erringung des träge 2c. Der Erreichung dieses Zweckes soll dienen: Herausfahrtseinrichtungen, überhaupt alles das zu fordern, was fich tarifmäßigen Lohnes von 45 Pig. pro Stück; bisher bezahlte gabe eines eignen Organs, Sammlung alter auf die Thätigkeit mit den Forderungen unseres Programmes irgend wie verträgt. derfelbe 3 Pfg. weniger. Troz eindringlichen Vorstellungen blieb der Gewerbegerichte bezüglichen Gutachten u. f. w. Alle drei Die Uebernahme der Pferdebahnen, des Anschlagwesens, Elektrizitätswerke 2C. Herr Kemples auf seinem Standpunkt stehen: Reiner von ihnen Jahre soll eine Generalversammlung stattfinden, während außer der würden enorme Einnahme Sarf weiter arbeiten!" und beide Theile werden sich am 1. Nov. ordentliche Versammlungen nach Bedarf abgehalten werden. Das quellen eröffnen und die Steuerzahler bedeutend entlasten. auf dem Gewerbegerichte wiedersehen. Die Firma Starte beschäftigt Rechnungsjahr des Verbandes beginnt mit dem Januar 1894 Stimm- Wir haben also feine Vertretung der Gesammtintereffen der ca. 40 Mann, welche 5 Pfg. unter dem tarifmäßigen Lohn arbeiten. berechtigt in den Versammlungen find die Vertreter der dem Verbande Bürgerschaft, sondern nur Vertreter ihrer Klaffen- und SonderHerr Starke ist auch derjenige, welcher im vorigen Jahre unter angehörigen Gewerbegerichte und der Ausschuß, der mindestens interessen im rothen Hause sowohl, wie in den übrigen gesetzbem Tarif bezahlte. Freilich ist es zu bedauern, daß sich stets aus fünf Personen bestebt, die aber Vorsitzende von Gewerbe- gebenden Körperschaften. Eine Aenderung dieses Systems Kollegen finden, welche noch nicht die Macht einer guten Or- gerichten sein müssen. Berathende Stimme haben die Beisiger anzustreben ist die Aufgabe der Arbeitervertreter, ganisation erkannt haben und nur ihren eigenen augenblicklichen der Gewerbegerichte, sowie sonstige Herren, welche amtlich oder unausgesetzt an alle Maßnahmen dieser Klassenvertretung Bortheil im Auge haben, ohne daß sie sehen, daß sie sich selbst schriftstellerisch für die Entwickelung der Gewerbegerichte gewirkt die Sonde der Kritik einzusetzen haben.( Lebhafter Bei Die Diskussion und die Gefammtheit dadurch ungeheuer fchädigen. Herr Starfe haben. Bu den Kosten des Verbandes haben Gewerbegerichte, fall.) war lebhaft, meldeten Gegner ist sehr wohl in der Lage, troß seiner Mindestforderung, den welche ihm beitreten, jährlich 20 M. zu bezahlen. Nach der vor sich aber nicht zum Wort. Babel meinte, eine Stritit tarifmäßigen Preis von 40 Pf. für diese Größe zu zahlen, wenn genommenen Geschäftstheilung übernimmt Herr Stadtrath der Maßnahmen der Stadtverwaltung sei schier unerschöpflich. fich die Kollegen zufammenraffen und energisch ihr Recht fordern, Dr. Flesch- Frankfurt die Redaktion der Verbandsmittheilungen, Er äußerte sich hauptsächlich zur Verschleuderung der Gemeindeaber sie müssen eben alle fordern, von selbst tommt der Herr Lautenschläger- Stuttgart die Statistit sowie die Bearbeitung gelder für Festlichkeiten 2c. Während man an nothwendigen Arbeitgeber nicht. Dies ist die augenblickliche Situation in Berlin der Jahresberichte und Herr Dr. Gaßner- Mainz die Ktorrespondenz Wohlfahrtseinrichtungen( Unentgeltlichkeit der Lehrmittel zc.) eine für die Korbmacherei. in Verbandsangelegenheiten. Beigetreten sind bis jetzt dem fast schmutzige Knauferei übe, werfe man einem Häuferschacheter Verband deutscher Gewerbegerichte" der am ohne Bedenken 50 000 m. in den Schooß. Diesen Häuser11. Juni in Mainz gegründet wurde, 27. Gewerbegerichte. Da nun noch 28 Mann der ausgesperrten Kollegen von Remptes arbeitslos find, und über die Werkstatt von Starte die Sperre verhängt ist, ersuchen wit die aus wärtigen Kollegen, Berlin unbedingt so lange zu meiden, bis alles wieder geregelt ift. Wegen Lohndifferenzen ist der Zuzug nach Berlin streng fern zu halten. Alle Arbeiterblätter werden gebeten, die letzte Notiz aufzu= nehmen. Derfantilungen. " die antauf könne feiner Meinung nach auch ebenso gut ein beauftragter Magistratssekretär vornehmen. Tolksdorf erging sich in eine Schilderung der Sigungen der Schulkommissionen und des Waisenraths, wo wohl viel debattirt, jedoch desto weniger Positives geleistet werde. Im übrigen trat er für unentgeltlichkeit der Lehrmittel und für eine einheitliche Boltsschule ein. 8eiste lenfte bas Augenmerk der Zuhörer auf die elenden Verhältnisse der Köche, Eine öffentliche Versammlung der Tabakarbeiter und Reliner und Dienstmädchen im Rathsfeller, der seitens des MaDer Vorstand der Filiale Berlin Arbeiterinnen beschäftigte sich am 22. Oftober wiederum mit gistrats ebenfalls wie die Restaurants der Markthallen als erbes Verbandes deutscher Rorbmacher. der Tabak Fabrikatsteuer und dent geplanten Kongreß der Tabat- giebige Geldquellen gelte, feineswegs aber eine Musteranſtalt" arbeiter Deutschlands. De ch and hatte das Referat übernommen. fei. Eine Petition der Kellner um Abänderung der Uebelstände J. A.: P. Brückner, Prinzenstraße Nr. 111, bei Berbe. Der Reichskanzler habe bei Annahme der Militärvorlage erflärt, habe der Magistrat bisher unbeantwortet gelaffen, dafür aber Achtung, Steinarbeiter! In Halle a. G. haben bei der daß die Unkosten derselben auf die Schultern der leistungsfähigen mit Freuden eine freiwillig bedeutend erhöhte Pachtſumme Firma Schober 15 Steinmeßen wegen Wohndifferenzen die Arbeit Bevölkerungsschichten gelegt werden sollen. Die Miquel'schen des jezigen Dekonomen entgegengenommen. If chernig, Friz niedergelegt. Herr Schober hat die Lieferung der Steinmetz Steuerprojekte bewiesen jedoch zur Genlige, wie sehr unsere Ver- und Greiffenberg sprachen ebenfalls im Sinne des Referenten. arbeiten am Postneubau in Halle, wo Arensberger Kalfstein vertreter, die sozialdemokratischen Abgeordneten, Recht hatten, als Fris gab alsdann bekannt, daß im 16. und 20. Bezirk der wendet wird. Dieser Stein ist im Hallenser Tarif nicht vor sie davor warnten, den Reden vom Bundesrathstische Glauben Kandidat ein Hausbesitzer sein müsse. Da wir aber in unseren gesehen; Herr Echober wollte denselben so bezahlen, wie Sebraer su fchenken. Die in Frankfurt konferirenden deutschen Finanz- Reihen sehr wenige derartige glückliche Menschen befäßen, so Sandflein. Die Kollegen würden dann bei angestrengter Arbeit minister beschlossen ungeachtet der Versprechungen im Reichstag, empfahl er für beide Bezirke einen gemeinsamen Kandidaten, und täglich blos 1 m. 50 Pf. verdient haben. Zur Unterhandlung an dem indirekten Steuersystem festzuhalten. Nur die Form foll zwar den Restaurateur Toltsdorf, Görliger- und Sorauermit Herrn Schober wurde eine Kommission von 4 Mann ge eine fleine Alenderung erfahren. Der Tabak war von jeher ein ftraßen Ecke. Die Versammlung gab hierzu ihr Ginverständniß. wählt, welche der menschenfreundliche Unternehmer mit fofortiger Gegenstand der Besteuerungsgelüfte der Regierungen. Jetzt werfe Für den 18. Bezirk wurde von Pielite der Restaurateur Entlassung antwortete mit der Erklärung, er ließe sich überhaupt er ungefähr 50 Millionen Steuern ab, nach den neuen Plänen abel, Frankfurter Allee 90, als Kandidat in Vorschlag geauf nichts ein und wem's nicht passe, der könnte gehen, was bracht und von der Versammlung ebenfalls afzeptirt. Nach Bezur Folge hatte, daß alle bort beschäftigten Kollegen die Arbeit kanntgabe einiger Resultate der sächsischen Landtagswahlen etnieberlegten. Unterstütung wird sich bald nothwendig machen. folgte mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie der Schluß der Der Zuzug nach Halle ist streng fernzuhalten. Alle Sendungen Bersammlung. find an den Vertrauensmann F. Rauchbach, Halle a. G., Mansfelderstr. 29, Hof 2 Trpp., zu richten. Der Streit in Rostock dauert unverändert fort und machen wir hiermit auf drei Italiener aufmerksam, welche zur Anwerbung von Streitbrechern abgefandt sein sollen; wir bitten die Kollegen, welche mit den Seelenverkäufern in Berührung kommen sollten, die gebührende Antwort zu geben. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Mit tollegialischem Gruß Die Geschäftsleitung ber Steinarbeiter Deutschland 3. J. A.: Ph. Thomas Miquel's will man den doppelten Betrag aus ihm herauspressen. um die bittere Pille dent Volte etwas schmackhafter zu machen, soll der Eingangszoll auf die Hälfte ermäßigt werden. Davon hätten nur die Großhändler Vortheil, während die Einführung der Fabrikat steuer namenloses Glend über alle in der Tabakbranche beschäf tigten Personen bringen würde. Mindestens 50 000 Arbeiter Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung aller im würden durch die ganz bedeutende Abnahme des Konsums graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen arbeitslos und dem noch verbleibenden Theil die ohnehin schon fand am 19. Oftober im alten Schützenhause, Linienstr. 5, statt. äußerst ungünstigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse durch das als- Rollege Seiler referirte über die Klaffenlage des Proletariats. dann in noch schärferer Weise hervortretende Neberangebot von Er schilderte an der Hand reichen statistischen Materials die Arbeitsfräften geradezu unerträglich. Um das Uebel abzuwenden, heutigen elenden Ernährungs-, Wohnungs- und Bildungsverhält sei ein Kongreß und zwar nach Berlin einberufen worden. Der nisse der Arbeiter und führte als Gegenfas hierzu die hohen Plan habe in allen Gauen Deutschlands Anklang gefunden. Bei Tantiemen und Dividenden, welche die Berliner Bantinstitute Busammentritt des Reichstages soll den Regierungs- und Volts" ihren Aktionären zahlen ins Feld. Nur auf dem Boden des vertretern in die Ohren geschrieen werden, daß sie fein Recht Klaffenkampfes sei eine Befreiung der Arbeiter aus den Feffeln haben, immer größeren Schichten des Volts den Bettelsack auf des Kapitalismus möglich. Alle Versuche dem Proletariate zu ole Schultern hängen. Die Die Parole dürfe nicht helfen ohne die heutige Gesellschaftsordnung anzutaften, sei nur nur Iauten: Fort mit der Fabrikatsteuer, sondern auf Quadsalbereien. Schon die Kinder auf der Schulbant müßten der ganzen Linie muß der Ruf ertönen: Fort mit dem mit revolutionärem Geist erfüllt werden und mit überlegenem Militarismus und dem indirekten Steuersystem.( Lebhafter Beifall.) Lächeln ihrer Lehrer begegnen, wenn diese ihnen von der Heilig. Gegen die Tabak- Fabrikatftener. Am legten Mittwoch In der Diskussion gaben verschiebene Hedner threm Unmuth feit der gegenwärtigen Gesellschaft und ihrer Einrichtungen bat in Leipzig eine gut besuchte Versammlung stattgefunden, gegen die Fabrikatsteuer wie überhaupt gegen unsere heutigen predigen. Dem Referenten zollte die Versammlung für seinen zu der die beiden Abgeordneten Leipzig- Stadt( Seffe) und Leipzig gesellschaftlichen Zustände, die dem wirthschaftlich Schwachen nur sehr lehrreichen Vortrag reichen Beifall. Kollege Sillier erstattet Land( Geyer) eingelaben und erschienen waren. Herr Ulbricht bie Laften aufladen, aber feine Rechte gewähren, in scharfen dann Bericht über die Lage des Streits in Brandenburg. Die hielt einen einleitenden, instruktiven Vortrag und lehnte ent- Worten Ausdruck. Mehrere warnten vor einem gemeinsamen Lage hat sich sehr geändert. Herr Goldstücker hat einen Aufruf fchieden jebe neue Belastung des Tabats ab. Ein Großfabritant Vorgehen mit den Fabrikanten in dieser Frage, das doch nur erlassen und in alle Welt gesandt, worin er behauptet, der Streif bezeichnete die Tabatwerthfteuer als ein Ausnahmegefeß gegen soweit gehe, als es diesen Vortheil brächte. Die Fabritat- wäre gescheitert, alles in der Fabrik sei besetzt." Dies ist eine bie Tabalindustrie. Genoffe Geyer legte die gegenwärtige miß- teuer fei übrigens nur der Vorbote des Monopols. Gegen wissentliche Lüge. Nicht, wie behauptet, BO, sondern nur liche Situation dar, die durch die Annahme der Militärvorlage einen weiteren Rückgang in den Erwerbsverhältniffen empfahlen 19 Drucker arbeiten in der Firma an stelle ber 54 früheren geschaffen sei und legt jenen die Schuld dafür auf, die für die alle Redner als einzig wirksames Mittel den Anschluß an die Drucker, von 19 Maschinen sind nur 6 bis 7 im Gange. Militärvorlage stimmten und denjenigen, die diesen Jasager bei Organisation: den, Unterstübungsverein deutscher Auch sonst strotze das Flugblatt von Unwahrheiten und Verber legten Reichstagswahl ihre Stimme gaben. Herr Hesse, Tabatarbeiter und Arbeiterinnen", und die dächtigungen der Streifenden. Es wird da behauptet, feitens der Grforene der Leipziger Nationalliberalen, Konfervativen, eiftige Sammlung für den Fonds. Butry berichtete hierauf der Arbeiter wäre feine Ginigung versucht worden. Das ganze Antifemtiten, fuchte sich um eine bündige Beantwortung berumzu über die Vorarbeiten der am 1. Oktober im selben Lofal ge- Machwert, das sofort in einem Abwehr" Artikel widerlegt drücken. Er meinte, er müsse sich vorbehalten, welche Stellung wählten fünfzehngliedrigen Kongreßfommission. Dieselbe unter- wurde, bezweckt nur, die Arbeiterschaft, die hinter den Streifener einnehmen, bis er den Wortlaut des neuen Gefeßentwurfes breite der Versammlung folgende Beschlüsse zur Begutachtung: den steht, wankend zu machen und sie zur Einstellung der Untervor sich habe. Gin allseitiges Ahhh!" machte ihn aber darauf Der Kongres foll am 26. November in Berlin zusammentreten, ftüßung zu veranlassen. Ferner will man nebenbei im Trüben aufmerksam, daß die Anwesenden anders dachten als er, und so zu welchem Zweck die Konkordiafäle auf die Dauer einer Woche fischen und neue Streifbrecher anwerben. Alle Redner sprachen Tentte er denn ein. Später versprach er sogar, den Tabaksteuer- gemiethet sind. Für schnelle Anfertigung von Drucksachen wird sich in der Diskussion für Fortsetzung des Streits aus, bis der Gefebentwurf abzulehnen. Genoffe Geyer nagelte feinen Buchdrucker Schrinner im Lotal selbst eine fleine Druckerei vollständige Sieg erreicht sei. Folgende Resolution wird einStollegen unter allfeltiger Zustimmung feft, worauf die Versamma errichten. Die Unterkunft der Delegirten, deren man gegen 200 ftimmig angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit dem Tung einftiminig folgende Resolution annahm:" Die am 18. Ot- erwarte, soll soweit möglich in Privatlogis erfolgen und will Referat des Kollegen Seiler vollständig einverstanden und sieht tober 1898 in der Zentralballe" zu Leipzig tagende öffentliche Genosse 3ubeil die Vermittelung der Quartire übernehmen. nur in einer starten Organisation das Mittel, den UeberVersammlung erklärt: Da giffernmäßig festgestellt ist, daß der zur Uebernahme des Post- ze. Dienstes müssen etwa 20 Personen griffen des Kapitalismus Einhalt zu gebieten und das Grtrag der Tabatfabrikat- Werthsteuer in feinent Verhältniß zu herangezogen werden, welche mit 6 M. pro Tag entschädigt Proletariat aus seiner gedrückten wirthschaftlichen Lage zu den Bedürfnissen des Reiches steht, dieselbe jedoch voltswirth- werden sollen. Für Berlin empfehle die Kommission, der Zahl befreien und verpflichte sich, dahin zu wirken, daß alle uns noch schaftlich zerstörend wirken muß, indem Hunderttaufende Deutsche der Tabatarbeiter am Ort entsprechend, die Wahl von zwei fernstehenden Berufsgenossen sich der Organisation anschließen. bem Hunger überliefert werden, daß die Fabrikatsteuer zu ver- Delegirten, für deren Spesen pro Tag je 7,50 M. in Ansay zu In betreff des Streifs erklärt die Versammlung, daß das von werfen ist, protestist aber auch gegen jede weitere Belastung des bringen wären. Von einer Wahlkreis Eintheilung habe die der Geschäftsleitung der Firma vorm. A. und G. Kaufmann in Tabats, indem diese in der Hauptsache die wirthschaftlich schwachen Stommission Abstand genommen; der Wahlmodus und die Auf- Brandenburg in die Welt versandte Birtular des Branden Schultern treffen muß und somit gegen die Absichten und Verbringung der Unkosten bleibt jebem Ort überlassen. Die Kisten- burg er Anzeigers" vollständig die Thatsachen auf den Kopf stellt sprechungen der hohen Reichsregierung verstößt, spricht aber noch macher Hamburgs und Bremens habe man auf Anfrage mit- und nur bewirken soll, die Kollegenschaft Deutschlands irre zu führen. ferner die Erwartung aus, daß der deutsche Reichstanzler seine getheilt, daß auch sie zu dem Kongreß Delegirte enisenden können. Die Versammlung erklärt nach wie vor den Streit hoch zu halten Ertlärung vom 19. November 1892, dahingehend, daß eine weiter set beschlossen worden, zu Ehren der Delegirten am und den Streifenden mit allen Mitteln zum Siege zu verhelfen. weitere Belastung des Tabaks nicht in Aussicht stehe, ernstlich Montag, den 27. November, einen Kommers zu veranstalten, Ebenso spricht sie den Streifenden sowohl als auch der Streikgemeint habe und die Reichstage- Abgeordneten unter allen Um aus welchem Grunde an an diesem Tage die Kassenstunden leitung ihren Dant aus für ihr muthiges Aushalten und die tänben gegen jede solche ungeheuren Nachtheile erzeugende auf allen Zahlstellen ausfallen. Schließlich fei man taktvolle Führung des Streits in diesem Kampfe. Die Sperre Gefeßesvorlage stimmen." einig geworden, zur Deckung der Kongreßunkosten für über die Firma Hohenstein u. Lange ist aufgehoben. Am 17. Oftober hielt der Fachverein der Legitimationstarten für die Delegirten anfertigen zu lassen. An dem " Franzöfifchee Textilarbeiter Kongreft. Der National Berlin 5000 Sammelbons à 10 Pfennige, sowie Logis- und O M " rath der franzöfifchen Arbeiterpartei versendet an die Textil- fämmtliche Orte, welche Delegirte wählen, werden Mandats- Bilderrahmenmacher seine halbjährige General- Verorganisationen aller Länder einen Aufruf zur Betheiligung an formulate versendet. Anfangs November werden in allen Stadt- fammlung ab. Nachdem Kollege Goft den Geschäftsbericht erbein 2. franzöfifchen Textilarbeiter- Kongreß, der am 20. November gegenden Berlins öffentliche Boltsversammlungen einberufen, in stattet hatte, folgte der Bericht des Kassirers. Derfelbe gab be in Roubaix zusammentreten wird. Er wünscht die Vertretung benen gegen die Tabak Fabrikatsteuer und eine weitere Be- fannt, daß nach Abzug aller Ausgaben der Bestand sich auf der Textilarbeiter der anderen Länder, damit die Grundlagen für brückung durch indirekte Steuern Protest eingelegt werden foll.- 97,60 m. belaufe. Hierzu fommen noch 20 M. für einen Extraeine internationale Verbindung aller Textilarbeiter Organisationen nach furzer Debatte wurden alle diese Punkte von der Ver- fonds, der vom ersten Vorsitzenden verwaltet wird, so daß das gefchaffen werden kann. Or erinnert daran, daß bie franzöfifchen fammlung genehmigt und ferner einem Antrage zugestimmt, der Vereinsvermögen 117,60 m. beträgt. Hierauf erfolgte Neuwahl Stapitalisten, wie die der anderen Länder sich fremder Arbeiter Kongreß möge die Berathung der Organisationsfrage in den des Vorstandes, aus derselben gingen hervor: Goſt erster bedienen, um die Löhne zum Weichen zu bringen und dent fieg tahmen seiner Tagesordnung einbeziehen. Die definitive Tagesreichen Ausgang von Lohnkämpfen zu verhindern. Damit das Unternehmerthum verhindert werde, die Arbeiter eines Landes ordnung des Kongresses festzusehen wurde diesem felbft über gegen die eines anderen auszuspielen, sei bie Schaffung eines laffen. Die Wahl zu Delegirten fiel auf die Genoffen Butry internationalen Bundes erforderlich. Die Adreffe des Organisationstomitees des Kongresses ist: Herr Detollenaere in Moubalg Boulevard de Belfort 78. und Börner. Vorfigenber, Witt zweiter Vorsitzender, Brandes erster und Nagott zweiter Schriftführer, Kellermann Kassirer. Als Revisoren wurden gewählt die Kollegen. Gim, Litsche und Schmidt. Die Versammlungen finden jeden Dienstag nach dem 1. und 15. jeden Monats Prinzenste. 106 bei Rackow statt. Der ArbeitsEine öffentliche Versammlung der Wähler des 16. nachweis befindet sich Wasserthorstr. 5 bei Pulz und ist Sonn18. und 20. Stommunal- Wahlbezirts tagte am 19. b. tag von 10-12 Uhr Vormittags und Montag, Dienstag, MittEtablissement Buggenhagen" am Moribplas. Stadtv.woch und Sonnabend von 1/ 29-10 Uhr Abends geöffnet. Nach im dem der Vorsitzende noch auf die Wichtigkeit der nächsten Vere fammlung hingewiesen, wurde die Versammlung geschlossen. Der Niedergang der Schifffahrt, die Mißstände im Schifffahrtsgewerbe und die Sozialdemo tratie, lautete das Thema, welches am 22. d. M. in einer hauptsächlich für Schiffer und im Schifffahrtsgewerbe beschäftigte Arbeiter bestimmten Volksversammlung erörtert wurde. Der Referent, Genosse E. Hoffmann, streifte eingangs seines Vortrages den Niedergang der Segelschifffahrt gegenüber der Dampfschifffahrt und kam sodann auf die Binnenschifffahrt zu sprechen. So unscheinbar dieselbe auch erscheine, so bedeutungsvoll sei fie gleichwohl für die Volkswirthschaft. Der Binnenschifffahrt falle auf dem Gebiete des Gütertransportes eine große Aufgabe zu. Doch habe sich auch hier das kapitalistische Ausbeutungssystem in bedauerlicher Weise eingenistet und hätten die kleinen Schiffs= eigenthümer unter dem Drucke dieses Systems in schwerster Weise zu leiden. Die Frachtlage, feten auf das Miebrigite herab gedrückt und den größten Theil des Gewinnes schluckten die Makler, die Geschäftsvermittler. Den Schiffern verbliebe für ihre harte Arbeit nur ein geringer Lohn, der ihnen noch streitig gemacht werde durch die großen Schifffahrtsgesellschaften mit ihren großen Hilfsmitteln. Wenn diese auch nicht beseitigt werden können und dürfen, so könne doch durch einen Eingriff des Staates des Matterunwesen beseitigt werden. Endgiltig hofer Ufer.- Theater- Gesellschaft Liberte, Rottbuser Damm 103 bei Meier.| Große Frankfurterstr. 133 bei Golds. Touristenklub Wanders Theaterverein Freie Kunst, Blumenstr. 46 bei Went, 8½ Uhr. Bither: Lust", Abends 9 Uhr, Fransectistr. und Schönhauser- Allee- Ece. flub Gemüthlichteit, Kreuzbergstr. 7, Restaurant Bittoria. Tambour| Geselliger Arbeiterverein Hoffnung. Vereinslotal( Süddeutscher BrauereiSchüzenverein Freituget, Staligerstr. 34 bei Hente. verein Borwärts in Nigdorf, Hermann- und Wanzlichstr.- Ecke bei Kober. Ausschant) Reichenbergerstr. 21. Ale 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. Geselliger Verein Regina Gtzung mit Damen Oranienstr. 153 bei SchönGesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein walder. Vergnügungsverein 2 una. Sigung bei Haberecht, Große Frant natreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Musttverein furterstr. 30, Fidelitas. Männerchor Waldesrausched im Restaurant Mord 8%-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. Hohenzollern", Sendelstraße. Bergnügungsverein Berolina 9 Uhr im Restaurant Proz, Annenstr. 9. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden a Abends Reichen bergerstraße 24, bet Schröder. Rauchklub Dämmerwolte, Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Böckhstr. 51.- Rauchtiub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bei Stabernack, Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Zägers, Gartenstr. 13-14. Pücklerstr. 49.--Rauchttub 3eitgeist, Abends 9 Uhr bet Kaspar, Restaurant Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnider zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub unverzagt bei G. Stuppin, ftraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Grescendo, Abends, bei Blumenstraße 49. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Gartenstraße 13-14. Nicolay, Elisabethtirchstr. 14. Theaterverein Bultania bet Täger, Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchflub Gemüthlich fett 2, Theaterverein Vulkania 2 Abends 9% Uhr Acker: Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchklub Blaue Luft, straße 144 Borstädtisches Kasino. Theaterverein Freundestreis", Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchklub Abguß, 8% Uhr, Sizung 9 Uhr, Restaurant Kazorte, Solmsstr. 1. bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchflub Abguß 1. Abends 8 Uhr bei Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. Nawrod Markusitraße 28. Rauchklub Grüne Qua ft e", Abends Vergnügungsverein Nordw a cht, Abends 9 Uhr, im Lokale Fennbräu- 9 Uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmetst. Nauchklub Eldo= Restaurant, Fennstraße Nr. 21. im rado RauchReft. Deutſcher Reichsadler, Beuſſelſer, 9.- Bergnügungsverein& a turnalia. lub Zabats blüthe, Gisung, Abends 9 Uhr, Blumenſtr. 19. RauchAbends 9 Uhr, Andreassir. 3, Sigung. Bergnügungsverein Fidelio, flub Columbus, Abends 8½ ühr, bei a. utte, Oppelnerstr. 28. Stattlub 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranien: Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Lausigerstr. 50. straße 21. Geselliger Berein Mehr Licht", Abends 9 Uhr, Abend " 5. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung bom 23. Oftober 1893, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 art find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 75 239 556 686 758 848 72 901 20 46 115048 152 273 382[ 5001 486 1300] 575 824 99 116152 231 376 99 452 66 98 565 95 615 976 117007 210 56 308 1500] 37 90 605 907 15 57 64 118030 268 377 94 516 798 119043 236 759 86 900 85[ 500] 95 würde bem fleinen Schiffecigner allerdings auch durch derartige 279 343 68 15001 96 461 649600 30001 17 1500] 753 827 67 90 1144 816 30 968 619 38 118 288 98 305 63 86 99 13001 432 503 636 70 81 96 Maßnahmen nicht geholfen werden, denn der Untergang des Kleingewerbes schreite unaushaltsam vorwärts. Nach Lage der Verhältnisse seien im Schiffergewerbe die größten Mißstände zu verzeichnen und unterschied der Referent zwischen solchen der Schiffs eiguer und derSchiffertnechte, sowie solchen, die innerhalb der heutigen Gesellschaft und solchen, die erst nach der Umgestaltung der heutigen Gesellschaft beseitigt werden können. Redner ging des Näheren auf das Schifferleben ein und entrollte ein lebenswahres Bild von dem elenden Dasein des fleinen Schiffseigners, der durchaus feine Ursache habe, auf sein Eigenthum stolz zu sein, sein Eigenthum, das er alle Tage verlieren könne, ohne daß ein Hahn danach trähe. Die Schiffseigner hätten alle Ursache, sich mit den Grundsägen der Sozialdemokratie zu befreunden, welche etffrebe, jedem für seine Arbeit eine ausfömmliche Existenz zu fichern. Die Jnteressen der fleinen Schiffseigner seien genau dieselben wie diejenigen der Schiffsarbeiter oder Bootsleute, deren soziale Lage allerdings noch trauriger gestaltet sei als selbst diejenige der Schiffseigner. Des Kapitalprofites wegen würden die Erfindungen der Neuzeit nicht in ich Dienst der Binnenschiffahrt gestellt, die Echiffer müßten sich vielmehr in fcheußlichster Weise abrackern. Redner erachtete es für unbedingt nothivendig, daß die Schiffer sich zusammenschaaren, sich organi firen, um eine bessere Lebenslage sich zu erringen, verkürzte Arbeitszeit, höhere Löhne und Beseitigung der im heutigen Staate abzuschaffen mögliche Mißstände. Wenn die Durchführung einer derartigen Organisation auch schwierig sei, unmöglich sei fie nicht. Auch die Schiffer hätten sich anzugliedern an die große Kette der Arbeiterorganisationen und ihrerseits mitzukämpfen an der Befreiung des Proletariats.( Beifall.) Schiffsältefter David Laacke aus Woltersdorf, Innungsvorstangel gab in von 58 314[ 300] 702 23 48[ 1500] 809 958 2115 377 464 775 804 36 3076 132 307 61 662 703 838[ 3000] 57 4116 239 406 1800) 6529 666 95 771 819 903[ 300] 5112 53 227 497 98 516 25 58 87 660 823 53 6060 133 90 272 471 638 57 74 808 912 27 7000 16 27[ 1500] 93 110 44 249 405 65 737 96 815 900 8096 268[ 3000] 76 364 87 444 50 690 755 887 970 75 9017 214 319 54 75 564[ 500] 728 10166 81 308 25 472 609[ 30001 99 713 67 11036 75 84 142 98 249 382 465 625 55 731 15001 920 12034 119 335 36 11500] 413[ 500] 23 552 940 99 13018 46 237 406 65 93 535 693 813 30 75 95 14:46 [ 500] 259 590 767 98 88 15356 99 752[ 300] 814 27 953 54 67 98 16163 424 630 747[ 500) 883 913 66 96 17065 127 303 418 67 532 52 728 39 53 801[ 1500] 4[ 500] 18 35 18009 258 62 478[ 500] 506 728 19015 71 467 520 25 75 734 77 97 903[ 3000] 20096 241 42[ 30001 569 650 917 21057 245 64 65 309 94 522 61 650 84 926 22053 78( 500) 339 1500] 67 467 115001 835 51 23067 169 75 215 44[ 1500] 340 608 47 817 49 975 24018 153 515 45 76 89 943 53 25046 368 464[ 3000] 643 78 711 38[ 3000] 26470 588 602 45 794 27049 172 502 734 71 844 28102 92 339 400 9 688 92 706 818 59 963 29101 59 76 208 36 468 756 930 30064 110 235 96 323 516 716[ 1500] 851 31059 61 80 212 32,70 412 683 900 32135 84 32 421 52 59 503 39 782 98 898 99 33178 261 378 492( 300) 656 771 34064 128 609 702 801 37 82 35315 36 409 54 590 616 27 46 15001 61 705 28 36066 130 552 612 81 734 49 96 824 70 910 37018 97 157[ 500] 98 202[ 300] 478 931 38016 110 71 235 39; 89018 45 152 36 68 365 403 687 726 64 8129 46 75 40134 262 366 88 563 67 716 30 65 874 80 81 929 46 75 41301 403 562 610 95[ 3000] 760 42072 149 330 400 75 513[ 5000] 697 718 800 65 98 924 43036 138 380 468 606 62 82 843 53 11500 911 44103 236 78 311 62 68 422[ 1500] 666 870[ 300] 45141 289 389 411 711 941 40048 109 40 95 210 307 79 87 600 753 888 97 935 74 47039 296 647 716 800 48123 260 88 384 493 744 890 928 49031 795 953 57 50000 18 21 496 553 72 82 675 750 94 967 51294 370 94 681 713 805 68 85[ 1800] 927 115001 53 92 52004 143 66 72 225 311 90 532 837 75 53267 625 824 72 54011 72 531 638 89 7.4 870 55080 335 86 414 538 52 65 97( 500) 723 56131 46 49 88 233 615 828 904 31 57006 99 381 467 13000] 512[ 1500] 18 821 930 58022 108 245 312 13 34 71 77 469 676 721 60 97 804 85 972 59183 269 416 72 596 650 932 60165 385 583 652 812 58 78 901 61 61043 239 349 437 554 882 975 62022 13000] 587 712 871 901 97 63021 35 72 78 162 511 39 63 64103 77[ 3000] 397 412 729 814 44 68 65182 300 36 65 793 66050 212 417 643 13001 13 850 966 130001 6734 401 75 871 68115 293 441 59 54 826 94 965 690 3 252 84 580 667 1300] 763 70028 269 345 581 753 822 183000) 74[ 300] 71013 140 77 244 88 [ 1500] 339 70 766 981 72191 286€ 58 734 78347 654 612 97 813 94 980 71432 585 850 75084 234 52 55 450 590 677 903 25 46 59 76171 254[ 1500) 74 92 354 438 534 642 813 9.8 54 72039 198 603 772 98 819 30 78081 331 38 463 535 621 843 70319 427 34 581 652 70 859 80124[ 500] 58 237 519 631 53 815 81123 41 476 543 660 78[ 300] 761 912 82132 367 76 130001 80 454 611 35 77 757 83027 36 38 339 513 22 1500 878 80 8400s 84 431 35 766 896[ 500] 946 85024 75 136 54 567 619 91 707 893 903 86064 88 313 1[ 1500] 563 89 617 771 87 121 100 259 73 591 780 855 901 88035 119[ 3000] 290 436 625 72 830 89055 184 374 411 893 94 95 900 51 90032 90 656 631 937 91010 150 65 86 462 590 613 739 92211 316 31 527[ 1500] 82 616 932[ 500] 65[ 1500] 93113 17[ 3000] 217 25 92 322 68 775 833 87( 3000) 91217 20[ 1500] 312 60 512 54 77 628 755 95197 241 897 528 708 16 23 96002 15 152 221 389 491 556 716 56 867 947 97001 27 51 203 64 90 94 63 96 702[ 300] 70 948 98195 [ 1500] 288 325 61[ 3000] 659 923 99076 181 322 58 73 467 556 611 732 816 912[ 3000) 100009[ 3000] 23 29 204 64 313 437 60 77 667 952 101038 251 554 678 727 910 13001 102149 294 301 676 796 850 935 73 103024 78 267 386[ 300] 697 735 90[ 500] 833 92 999 104148 79 88 256 352 $ 17 60 105074 421 63 699 878 84 1000.9 39 42 51 68 81 194 25 427 49 616 107009 81 86 391 459 537 739 57[ 300] 108452 509 42 [ 500] 650 75 705 31 56 800 15 901 109062 111[ 300] 27 282 84 307 39 406 17 32 45 635 727( 5001 895 914 umständlicher und ziemlich unverständlicher Weise seiner Unzufriedenheit mit den bestehenden, das Schiffer gewerbe benachtheiligenden und bedrückenden Zuständen Ausdruck. Genossenschaftsdirektor Guno hielt den der Sozialdemokratie in Vorschlag gebrachten Weg, der vielleicht in ferner Zukunft zum Ziele führe, nicht für den richtigen. Er fiand auf dem Standpunkte, daß schon in der Gegenwart Frichte gezeitigt werden sollen und dies werde ermöglicht durch das Genossenschaftswesen, was er in eingehender Weise zu beweisen bemüht war, als leuchtendes Beispiel die von ihm ins Leben gerufene Dampfer- Genossenschaft vor Augen führend. Genosse Wagner erläuterte seinerseits, den Referenten ergänzend, die internen Schifferverhältnisse und die gewerblichen lipstände und wies nach, daß gegen die Kapitalmacht der Eingelne machtlos fei und an Stelle deffen eine Organisation zu treten habe. Dem Genossenschaftsdirektor Cuno ließ Redner zwar volle Gerechtigkeit widerfahren, war aber der Ansicht, daß er ebenso wenig wie die Regierung im Stande sei, den Schiffern zu helfen in Rücksicht auf die gegenwärtige Herrschaft des Kapitalismus. Die Schiffer feien darauf angewiesen, alles zu thun, was in ihren Kräften stehe, dem. Kapitalismus entgegenzuarbeiten und hierzu gehöre in erster Linie Organisation. Durch eine solche könne wohl etwas erreicht werden für den Augenblick. Eine Besserung ihrer Lage könnten die Schiffer nur erreichen, wenn sie Hand in Hand mit dem 5. Zichung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. gejammten Proletariat gegen die herrschenden Zustände im Großen und Ganzen Front machen, sich der Sozialdemokratie anschließen und den Sieg dieser erkämpfen helfen.( Großer Feifall.) Es nahmen noch das Wort Frau Git bela, Direttor Guno, Genosse Doft, Schiffer Pfeiffer, Schiffseigner Fehlow, welcher das glänzende Fiasto der Dampfer- Genossenschaft des Herrn Generaldirektor Cuno vor Augen führte, was große Erregung verursachte, infolge deffen die Versammlung vorzeitig vertagt werden mußte. Fortsetzung derselben erfolgt über 14 Tage in Charlottenburg. Arbeiter- Bildungsschule. Dienfiag Abend von 8%-10% Uhr. NordSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in: Raufm Rechnen. Korrespondenz. Oft Schule, Martusst aße 31: Unterricht in: Deutsch( unt.). Südost Echule, Reichenbergerstraße 133. Unterricht in: Mathematit. Bet allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, im Laufe des Semesters, eintreten. Skatklub Roth- Junge. Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielabend alle Dienstage von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bet Herrn Heir ath. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Menderungen im Vereinstafender sind zu richten an Friedr. Stortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Dienstag. Abds. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1, bet Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Olympia, Adalbertstr. 8 bei Cauermann. 1 Allegro, Gilbhorn, Usedomsir. 33 bet mielte. Wrangelstr. 141, bet echmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. Bruderhers Andicasfir. 26 bei Wilte Ihn'scher Hut in or, Straußbergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Braueret. aldrapelle, Reichenbergerfir. 19 bei Moscher. Arbeiter Mai bund, Norawes, Walstraße bei Gärtner. Gängerfette, Rottbuser Damm 74 bei A. Hilfe. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bet Winter. Alte Binde, Reichenbergerftraße 39 bei Fürftei.au. Vorwärts 4 Rathenow, Restaurant zur Erholung bei W. Friesecke. Einigkeit 2 Weinstraße 11 bet Feind. Gefangverein der Böttcher Steineiche Jübenfit. 65 bei Triefchmann. 1 Vorwärts 8, Martin, bei Wilhelm Nölte. -1 ilaria, Frantfurterstr. 30 bet Saberecht.-Wiederha! I, Köpenickerfiraße 191 bei Boge.- Borib äris s, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 bet Momber. Gesangverein Rothe Melte 2, bei Mabe, Stuppiner- und Echönholzerstraßen Gce. Schneeglöckchen 1, Rirdorf, Karlsgartenfraße bei Hilpert. Gefangverein Eintracht, Nieder Schönwetde, Restaurant Hinz. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Gefangverein Frohsinn in Stralau, Gräft. Retschach'sche Braueret. Deutsche Liedertafel, Grüner Weg 29 bei Cäger.- Sängergruß, Friedrichshagen, Blant's teftaurant.- Gpheit, Ackerstr. 123 bei stumte, Gefangverein, cho 2" 9 Uhr abends Uebungsstunde bet Reimann, Alte Schönhauferstr.42. Gefangverein Gerechtigteit Westen, Bülowstr. 56 bei Werner. Gefang und Theaterverein Acacie"( gemisch. Chor). Beughoffir 8 bei Behlendorf. Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, Adlershof, Mestaurant Kuhle. Fretes Lied 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlftraße 11 bet Set ede. Wacht auf Wörther und Rytestraßen- Ecte bei Schmidt- Sunige Sänger in Potsdam, Brandenburger Kommuni tation 16. Freiheit 3 Blumenlef e, Sebafttanftr. 3, bet Meier. Bernau, im Schüßenhaus. Freie Gloden, Mariannenstraße 31-32 bet Doberstein.- Senefelder, Landsbergerstr. 31 bet Seehaufen. Zehlendorf, Karlstraße bet Regler. Nordstern", Müllerstr. 7 bei Meichard. Männergefangverein Wach Auf", Pantow, Wollantfir. 115 bet Hermann Sonntag. Männergefangverein, ich entrans", Brenzlau, im Kaifergarten. Männergesangperein ottbuser harmonie", Gräfeftraße 8 bei Schonheim. Weddinger Harmonie, Müllerfiraße 7.Gesangverein der Klempner. Stromstt. 28 bei Lange. Männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee bet Ferd. Krause. Harmonie, Mirdorf, Bergftraße 120 bei Bartha( Deutsches Wirthshaus). Heimath: Imenrausch, Mantlänge, Köpenick, Rosenfiraße bei 2roppens. teuffelstraße 9 bet Nowact. Sängerfreiheit Naunynftr. 43 bet Fröhlich. gun ber geselligen Arbeitervereine Serline und Umgegend. Atte Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an. Sentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr. Bienstag. Stattlub Kreuz: Solo bei Matte, Andreas fir. 18. Louisenftädtischer Theaterverein Frohsinn bei Möhring, Admiralstr. 18c. Musikverein Hoffnung, bei Dresler, Eifenbahnftraße 6.- Gefelliger Musikdilettanten Berein Münstermann, bei Witte, Hochstr. 82a. ebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, abends 9 Uhr beim Anhaltiner, Tempel110111 307 78 703 11 12 111079 2 9 56 324 491[ 3000] 558 65 92 613 18 750 85 914 112035 146 78[ 300] 411 75 511 616 762 98 936 89 113034 203 57 437 565 791 875 959[ 500] 62 63 92 13000] 114059 111 Ziehung vom 23. Oftober 1893, Nachmittage. Mur oie Gewinne über 210 Mart find bet betreffenden Nummern tu Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 06 153 278 315 410 561 63 644 55 750 922 1014 174[ 3000] 210 20 35 309 67 86 130001 512 77[ 1500] 0 950 2045 327 469 80[ 1500] 554 86 611 30 704 26 65 92 809 914 8001 7 165 27+ 84 315 482 822 940 52 75 4017 131 71 40 540 699 762 983 99 5010 157 61 263 647 737 60: 6 193 437 43 1 513 45 737 42 1[ 1500] 7068 220 95 433[ 30001 75+4 x50 71 8040 53.98 12; 355 479 607 42 74 0 775 820 9052 10009 170 84[ 300] 351 448 510[ 30001 70 649 [ 1500] 176 314 34 414679 89 235 783 808 131901903 77 11293 397 43 508 64 71[ 1500 636 53[ 600] 741 814 93 932 12140 222 303 56 617 715 825 75 936 38 43 13062 104 201 23 376 79 8x 96 473 81 [ 1500] 572[ 500] 624 64 723 30 810 14198 451 742 934 1.264 561 713 886[ 1500] 92 80 91 16142 64 471 72 637 856 17086 297 647 943 89 1500) 18107 608[ 500] 748 82 92 867 19011 111 61 238 320 490 92 513 731 801 16 21( 300) 909 20 2018 22 581 691 9 841 44 21024 233 37 379 86 576 718 39 83 91 836 11501 54 22212 709 825 94 23012 25 130001 157 80 84,96 260 740 24034 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[ 500) 965 222194 692 705 15[ 0001 67 814 74 228414 662 69 704 80 802 958 224067 767 886 77 79 946 280226 59 617 Wähler- Versammlung für den 31. Kommunal- Wahlbezirk am Dienstag, den 24. Oftober 1893, Abends 8% Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstr. 38. Referent Genoffe Wagner. 894/9 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß auf Beschluß des Vorstandes bis zur beendigten Stadtverordnetenwahl die Versammlungen des Vereins ausfallen. Die Genossen werden ersucht, sich den gewählten Wahlkomitees zahlreich für den Sieg unserer Genossen zur Verfügung zu stellen. Aufnahme neuer Mitglieder sowie die Entgegennahme der Beiträge findet nach wie vor auf den bekannten Zahlstellen im Süden und Südosten statt. 377/250 Der Vorkand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 24. d. M., Abends 81/2 Uhr, im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstrasse No. 23: Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über:" Direkte Gesetzgebung durch das Volt". Genoffe Wagner ist anwesend. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Grosse Versammlung des 241/8 Schneider- u. Schneiderinnenverbandes Mittwoch, den 25. Oktober, Abends 82 Uhr, in ,, Martens Festsäle", Friedrichstraße 236. Tages Ordnung: 1. Ist der Kampf ums Dasein auch für den Menschen eine Naturnothwendigkeit? Referent Theodor v. Wächter aus Stutt gart. 2. Diskussion. 398/1 Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. We Gäste sehr willkommen. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 50 und damit das Schlußheft der 405/ 1* Reden und Schriften Ferd. Lassalle's Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplas, größtes Lager Berlins. MusterKinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte F. Metzner. Kinderwagen- Lager Berlins habe. Volkszither dürfte in feiner Familie fehlen, ist in einer Stunde zu erlernen, tostet mit Schule nur 14 Mark und ist die angenehmste Musit. 4945L Aug. Kessler, Zitherfabrik, Lausitzerstr. 51. Die Lokalverwaltung. 6a Arbeiter- Bildungsschule Mittwoch, den 25. Oktober, Abends 82 Uhr: !! Arbeiter!! Jeder Fuselschnaps untergräbt langsam aber sicher Euere Gesundheit. Trinkt deshalb nur fuselfreie, natürliche Branntweine. Solche sind die Cognacs, Marfe Léonce Gonzac& Co. der French Cognac- Brandy- Distillery in Germany, Centrale Berlin N., Oranienburgerstrasse 17. 3u haben wo Plakat aushängt und Standflasche mit Original- Etiquette vorhanden ist. 441M Jamaica- Rum, 4962L* echt u faç. Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Eugen Neumann& Co., Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. O welche Ordentliche General- Versammlung Lust, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Raffenbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Statutenänderung. 5. Wahl zweier Revisoren. 6. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vornand. An diesem Tage fällt der Unterricht in allen Schulen aus. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in den Brauereibetrieben Berlins und Umgebung beschäftigten Arbeiter ( Brauer, Böttcher, Maschinisten, Hilfsarbeiter, Fahrer, Mitfahrer, Flaschenbierarbeiter u. s. w.) am Donnerstag, den 26. Oktober, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Schnegelsberg, Hafenhaide 21. Soldat zu sein! 10. bis 20. Tausend. Eine neue Agitationsbroschüre: Inhalt: Einleitung. Brot- und Blutsteuer. Molochs Kultur. Krieg im Frieden. Soldatenfutter. Schneidig. SchimpfwörterLexikon. Mißhandlungen. Molochs Justiz. Selbstmord. Schlußbetrachtungen. Preis 20 Pfg. B Bei Partiebezug hoher Rabatt. Verlag der ,, ünchener Post", München, Windenmacherstraße Nr. 5. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Kolporteure. Ortskrankenkasse der Maler. Versammlung der Mitglieder und Arbeitgeber, welche Beiträge zur Kasse zahlen, am Freitag, den 27. Oftbr., Abends 8 Uhr, bei Deigmüller, 2727b Alte Jafobftr. 48 a. Tagesordnung: Erfahwahlen für die ausgeschiedenen Delegirten. Verschiedenes. Der Vorkand. Das Vergnügungs- Romitee des Arbeiter Bildungsvereins zu Friedrichsfelde, welches das Weihnachtsvergnügen 1892 in Friedrichsberg, Kronprinzens Garten, arrangirt hat, wird aufgefordert, mit dem Arbeiter Bildungsverein abzurechnen. Das Vergnügungs- Komitee bestand aus den Herren Priem, Arnold und Baum. 115/3 Die beauftragte Kommission. 4964L* Allen Genossen empfehle Genossenschafts- Brot fowie Backwaare, pro Stück 2 Pf., fende auch frei ins Haus. H. Wörner, Dieffenbach- Straße Nr. 58a. Billigste Berliner Reparatur- Werkstatt für Uhren und optische Waaren von H. Schneider aus Rathenow, Uhrmacher und Optiker, Berlin N., Brunnenstraße Nr. 40. Feiner Uhrschlüssel 5 Pf. sonst 10 Bf. Feiner Stahlzeiger 10 Pi. sonst 20 f. 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Verschiedenes. We Auf besonderen Wunsch des Vortragenden, des Herrn G. Meier, wird die Versammlung pünktlich( 8/2 Uhr) beginnen und ersucht um zahlreiches, pünktliches Erscheinen Der Vorstand. Achtung! Ethische Gesellschaft. Achtung! Am Sonnabend, den 28. Oktober cr., Abends 8 Uhr, 4. Stiftungs- Fest in der Berliner Ressource, Kommandantenkraße 57, verbunden mit Theater und Ball. Die Festrede hält Herr Peus. Billets, Herren à 50 Pf.( inkl. Tanz), Damen 25 Pf. sind zu haben bei Donath, Saarbrückerstr. 11; Bortz, Oderbergerstr. 51-52, Seitenfl. 4 Tr.; Radatz, Elsasserstr. 11. Um regen Besuch bittet 149/3 Der Vorstand. Gefärbt wird für 2,50 bis 3,00 Mark in allen Farben: Damenkleider, Ueberzieher, Röcke, im Ganzen oder getrennt. Möbelstoffe à M. 1,-. Auch Betten und Tischdecken à Stück 1,25 Mart. Steppdecken à Stück 2 bis 2,50 M. Damenkleider, hemisch gereinigt 2,50-3 Mt. Herren- Anzüge gereinigt und gebügelt 2,50 M. Abholung u. Zustellg. tostenfrei. Gegründet A. Pergandé. 1875. 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Fernsprecher: Amt IV, Nr. 895. bei Rudolf Mosse, Prinzenstr. 41.[ 512M Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.