Ur. 156. Nbonnementz-Ikcklngllnsen: Wonnemeiits> Preis ttänumeranbo: Sictlcfläfitl. 330 SRI., monoll 1,10 HRt, wöchentlich 28 Pffl. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. SonnIagS- nmnmcr mit illustrierter Sonntags- Zellagc.Die Neue Seit' 10 Psa, Post- Wonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungS- Preisliste, Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. PostadonnementS nehmen am Belgien. Dänemark, folland, Italien, Luxemburg, Portugal. 'nicn, Schweden und die Schweiz. 39. Jahrg. VIe fnIerNonz-eebilht beträgt für die sechsgespaltene Kolonel» geile oder deren Raum«0 Pfg,, für politische und gewerkschaftliche Vereins- und Versammlungs-Anzeigen 30 Psg. „Alrlne Hnieigen", das settgedruliie Wort 20 Psg, szulassig 2 settgedruikte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen da« erste Wort 10 Pfg,, jedes wettere Wort ö Pfg. Worte über IS Buch. staben zählen für zwei Worte. Inserate kür die nächste Numnw» müsse!"" BT"......' _i Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Vithkllt 133114 ülifitr HIODtagt. Verlinev VolktsblNtk. Zentralorgan der rozialdernokratifcbcn Partei Deutfcblands. Telegramm-Adresi« „Sozialdkinelirai Btrlln", Redaktion: 881. 68. Lindenötrasse 69. Fernsprecher: Amt Morttzplatz, Nr. ISSS. Expedition: 88l. 68» Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984._ Der Kampf um die preuSifchen volksrechte. Seitdem die drei Dutzend unentschuldigt fehlenden Zen trumsabgeordncten am 21. Mai den Eventualantrag auf Ein führung des geheimen und direkten Wahlrechts für Preußen verfidertveise zu Fall gebracht haben, scheint für die preußi» fchen Mehrheitsparteien die Frage der Wahlresarm für einige Jährchen abgetan zu sein. Sie wähnen erreicht zu haben, was sie erreichen wollten: die Verschleppung der Wahlreform über die im Jahre 1913 bevorstehenden Neuwahlen hinaus. Nach ihrem festen Willen soll auch im Frühjahr oder Sommer 1913 wieder nach dem elendesten aller Wahlsysteme gewählt werden, Und wenn dann das neue Dreiklassenhaus abermals mit dem Wcchselbalg einer Wahlrechtsvorlage beglückt wird, wird die reaktionäre Mehrheit wiederum ihren rücksichtslosen Will bekunden, keine Wahlrechtsänderung zuzulassen, die H schmachvollen agrarischen und plutokratischen Privilegien irgendwie erheblich beeinträchtigen könnte. Die so lange und durch so frivole Tricks hinausgeschleppte Wahlreform soll dann nichts sein, als eine erbärmlickfe Flickerei zur E r h a l t u n g des unerhörten Wahlunrechts, eine V 0 l k s v e r» höhn un g brutalster Art! Das plaudert der Ober fcharfmacher Octavio von Zedlitz in der vorletzten Nummer des„Tag" mit dem ihm eigenen Zynismus ganz offen aus. Und da der olle ehrliche Seehandlungsmann ustd Kanalrebell nicht nur selbst der Führer der 6V Mann starken freikonserva- tiven Fraktion ist, sondern auch seine ultramontanen ,Nach- barn zu seiner Linken nicht minder gut kennt,� wie die „Pappenheimer" zu seiner Rechten, so verdienen seine Aus führungcn alle Beachtung. Sehr hübsch ist zunächst, was der kundige Thebaner, dessen Prophezeiungen für die Verhandlungen der Wahlrechtsvor lagen des Jahres 1919 so buchstäblich eingetroffen sind, über die obstruierende» Mitglieder des Zentrums und der Nationalliberalen zum Besten gibt. Er behauptet nämlich, das Abstimmungsresultat würde auch kein anderes gewesen sein, das heißt die Forderung des direkten und ge- Heimen 3Lahlrechts wäre auch abgelehnt worden, wenn die schwänzenden Zentrums- und nationalliberalen Abgeordneten anwesend gewesen wären! Daß das wenigstens für einen Teil der nationalliberalen Abgeordneten zutrifft, bestätigt die„F r e i s i n n i g e Z t g.", die es dagegen für eine Ungeheuerlichkeit erklärt, daß in einer Partei wie dem Zen- trum, das doch einen von a l l e n Mitgliedern unterschriebenen Antrag auf Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen eingebracht habe, nicht einmal sämtliche Mitglieder auch nur für die Einführung des direkten und geheimen Wahl- rechts zu haben seien. Nun, die„Freisinnige Ztg." irrt, wenn sie von einem von sämtlichen Fraktionsmitgliedern des Zentrums unterschriebenen Zentrumsantrag spricht. Weder 1912, noch 1999, noch sonst während der letzten Legislatur- Periode hat das Zentrum einen solchen Antrag eingebracht! Die„Freisinnige Ztg." hat wohl jenen Zentrun�antrag aus dem Jahre 1997 im Auge, dem aber bekanntlich 14 Zentrums- abgeordnete ihre Unterschrift verweigerten! Der Wahl» aufruf des Vorstandes der preußischen Zentrumsfraktion vom 7. April 19» sprach denn auch bezeichnenderweise nicht von der UebertrcMing des Reichstagswahlrechts auf Preußen, son- dern nur vM der„so notwendigen gründlichen Aenderung des WahlrecW". Diese Feststellungen ändern aber natürlich nichts an der Ungeheuerlichkeit des Faktums, daß mehrere Dutzend Zcntrumsabgeordnete nicht nur der so eminent wichtigen Abstimmung über den Wahlrechtsantrag vom 21. Januar 1912 fernblieben, sondern nach dem Zeug- nis des Herrn von Zedlitz deshalb fehlten, weil sie G e g» n e r sogar des direkten und geheimen Wahl» rechts sind! Nicht minder kennzeichnend für die Volksverhöhnungs- absichten der blauschwarzen Mehrheit aber ist die Ansicht des Herrn von Zedlitz, daß die künftige Wahlresorm in der Haupt- fache in einer(obendrein noch verhunzken, weil nur für die Städte einzuführenden)„Minimierung" bestehen dürfte, das heißt der Festsetzung einer Mindestzahl der Wähler der ersten und zweiten Klasse, durch die an der totalen E n t- rechtung der proletarischen Wähler auch nicht das allergeringste geändert wäre! Und wenn es sich dabei noch lediglich um die liebenswürdigen Absichten des biedern Octavio und seiner engeren Parieigänger handelte: aber die infame Haltung des Zentrums in der ganzen Wahlrechtsfrage und die reaktionäre Jämmerlichkeit der preußischen Nationallibe- ralen bürgen dafür, daß auch diesmal Herr von Zedlitz keines» Wegs ins Blaue hinein prophezeit! Angesichts eines so entschlossenen Willens, der in der un- geheuren Mehrheit befindlichen� Reaktion der preußischen Duma— votj der Kammer der Erblichen gar nicht einmal zu rden—. ist es begreiflich, wenn sich innerhalb der Sozial- demokratie von neuem die Frage erhebt: was haben wir zu tun, um den preußischen Block der Reaktion und damit das Dreiklassenwahlsystem selbst zu sprengen. Diese Erwägung liegt auch einem Vorschlage zugrunde, den kürzlich Genosse E i s n e r gemacht hat. Daß dieser Vorschlag eine ganz un» gewöhnliche Taktik empfiehlt, würde ihn für uns angesichts der ungemein schwierigen Situation noch keineswegs un- diskutabel machen, wenn wir uns nur von der von Eisner empfohlenen Taktik irgendwelchen Erfolg versprechen könn ten. Worin aber besteht Eisners Vorschlag? Darin, daß wir? da auf ein förmliches Wahlbündnis mit dem Freisinn entsprechend dem Abkommen bei den Reichstagswahlen wegen des zweifelhasten Charakters des preußischen Freisinns doch nicht zu rechnen sei. alle nicht blauschwarzen Parteien be dingungslos und mit aller Energie unterstützen sollten, und zwar schon bei den U r w a h l e n. mit Ausnahme jener Wahlkreise, wo die Sozialdemokratie begründete Aussicht auf eigene Mandatserfolge habe. Eisner erwartet von einer solchen Taktik eine beträchtliche Schwächung der blauschwarzen Reaktion. Auf irgendwelche wahlstatistischen Berechnungen und Kalkulationen verzichtet er, da unser« bisherige selb ständige Wahlbeteiligung wegen der öffentlichen Abstimmung und �er Aufstellung eigener Wahl männer ja doch keinerlei Schlüsse auf das Gewicht der sozialdemokratischen Stimmen zulasse, sofern sie sofort für liberale Wahlmänner abgegeben würden. Trete aber eine erhebliche Schwächung der Blauschwarzen ein, so werde den Junkern dadurch das gegenwärtige Wahlrecht derart ver ekelt werden, daß sie sich selbst nicht länger gegen eine Wahl reform sträuben würden. X Der Notwendigkeit, die allzu phantastische Argumen tation Eisners zu widerlegen, hat uns inzwischen ein Mit glied der preußischen Landtagsfraktion selbst, Genosse Hirsch, durch eine Entgegnung überhoben. Der Wider sinn und die Lächerlichkeit des Wahlsystems, so führt Hirsch aus, seien längst derart für alle Welt erwiesen, daß es zu diesem Zwecke des von Eisner empfohlenen Experiments wahrhastig nicht mehr bedürfe. Aber leider töte in Preußen die Lächerlichkeit und der Widersinn noch lange nicht. Zw mal Eisner die Chancen einer Schwächung der Blauschwarzen durch sein taktisches Manöver überschätzte. Denn wie lägen die Dinge in Wirklichkeit? „Die Wahlen des Jahres 1308 haben den Konservativen 152, dem Zentrum 104, beiden-Parteien also zusammen 256 Mandate, h. h. mehr als die Hälfte der 443 Mandate, gebracht. � Die Freikonservativen mit ihren 60 Mandaten sollen vorläufig einmal außer Beträcht bleiben. 53 ihrer Sitze haben die Konservativen „erobert", ohne daß ein Gegenkandidat aufgestellt war; weitere 41 im„Kampfe" gegen Zählkandidaten oder auch gegen Kandi baten des Zentrums. Beim Zentrum stellen sich die entsprechenden Zahlen auf 39 bezw. 31. Das sind zusammen 94 kon- servative und 70 Z e n t r u m s s i tz e, die man als festen, unerschütterlichen Besitz st and des schwarzblauen Blocks zu betrachten hat. Man kann diese Tatsache bedauern, aber ändern läßt sich daran nichts. Unter dem Dreiklassenwahlunrecht mit seiner veralteten Wahlkreis- «inteilung verfügen die Schwarzblauen nun einmal über eine an- sehnliche Zahl von- Mandaten, die ihnen zu entreißen einstweilen unmöglich ist. Daher der offene Widerstand des einen und der verkappte Widerstand des anderen Flügels dieses volksfeindlichen Gebildes gegen jede Wahlrechtsreform." Weiter kämen zu dem eisernen Bestand der Konser- vativen und des Zentrums die F r e i k 0 n s e r v a t i v e n, die bisher über 69 Mandate verfügten. Zur Wahlrechts- feindlichen Reaktion feien aber auch die Nationalliberalen zu rechnen, denen wir nach Eisners Vorschlag unsere Unterstützung leihen sollten. Denn: „Die preußischen Nationalliberaleu unterscheiden sich aber fast in nichts von den preußischen Freikonscrvativen, und es dürfte auch dem feinsten Beobachter nicht leicht sein, zwischen denen um Friedberg und Schiffer auf der einen und denen um Zedlitz auf der anderen Seite einen Unterschied zu entdecken.* Es gibt kaum eine Materie, deren Regelung der preußischen Landes- gesetzgebung unterliegt, bei der Freikonservative und National- jiberale nicht zusammengehen. Eine innige Harmonie zwischen beiden besteht auf dem Gebiete des Volksschulwesens. Da ist schwer zu sagen, ob Herr v. Zedlitz oder ob Herr Schiffer sich größere„Verdienste" um das famose Volksschulunterhaltungs- gesctz mit seiner Festlegung der konfessionellen Volksschule er- warben hat. Arm in Arm marschieren beide Parteien bei allen Versuchen, die Arbeiter zu knebeln, insbesondere bei Verstößen gegen das Koalitionsrccht, in inniger Waffenbrüderschaft wider- fetzen sie sich dein Ausbau der Gewerbeinspcktion, gestalten sie die Stcuergcsetze zum Schaden der Arbeiterklasse und zum Vor- teil der Großindustrie, kämpfen sie gegen eine Reform der Städte- und Landgemeindeordnungen, suchen sie die Staats- arbeiter zu Heloten zu machen, ja sogar in der Wahlrechtsfrage gehen sie bis zu einer gewissen Grenze zusammen. Hier ist es vor allem die Frage der Dritte lung, für die sich beide mit gleicher Emergie ins Zeug legen, eine Frage, deren Bc- deutung für die Sozialdemokratie leider nicht immer mit der genügenden Schärfe betont wird. Zu den vielen Unsinnigkeiten des preußischen Wahlsystems gehört auch die Drittelung in Ur- Wahlbezirken. Früher erfolgte die Drittelung Wer die ganze Gemeinde.� erst durch die Einführung der Drittelung in Urwahl- bezirken ist es der Sozialdemokratie überhaupt möglich ge- worden, einige Mandate zu erobern. Mit einem Schlage würde sie ihre paar Mandate verlieren, wenn der frühere Zustand, die Drittelung über die Gemeinde, wieder eingeführt würde." Mit diesen Darlegungen dürfte Eisners Projekt für alle, die nicht einer abenteuerlichen Phantastik zuliebe allen realpolitischen Erwägungen un- zugänglich sind, endgültig erledigt sein. Denn die Tatsachen, daß einerseits selbst durch die hingebend naivste Unterstützung des unterschiedslosen„Liberalismus" keine wesentliche Schwächung des blauschwarzen Blocks möglich wäre, und daß andererseits der Ersatz der Blauschwarzen durch Nationalliberale obendrein nur die Austreibung des Teufels durch Beelzebub bedeckten würde, kann nur jemand bestreiten, dem das Wesen des preußischen Drei» klassenwahlsystems ebenso total unbekannt ist, wie der Cha- rakter der preußischen Nationalliberalen. Genosse Hirsch selbst, der erklärt,„daß von einem Ein- treten der Sozialdemokraten für die Nationalliberalen unter keinen Umständen die Rede sein kann", empfiehlt schließlich eine Unterstützung der Fortschrittlichen Volkspartei, für die die Sozialdemokratie ja schon bei der letzten Landtagswahl zu haben gewesen sei. Ein solch taktisches Zusammengehen mit dem Freisinn böte zwar keinerlei Mög- lichkeit, den blauschwarzen Block zu brechen, wohl aber die, ihm möglichste Verluste zuzufügen. Auch wir können dieser Auffassung zustimmen. Ist es dem Freisinn mit seiner Bekämpfung der Reaktion wirklich e r n st, so bietet sick ihm in einer Reihe von Wahlkreisen unter der Vorckus» setzung der gegenseitigen Unterstützung die Möglichkeit, mit der Sozialdemokratie zusammenzugehen. Wenn jedoch Genosse Hirsch meint, daß dies Zusammen- gehen schon bei den U r w a h l e n möglich sei, so müssen wir dieser Auffassung entschieden widersprechen! Denn für uns ist, genau wie bei den früheren Wahlen, die völlige Selbständigkeit der Wahlaktion, also auch die Ausstellung eigener Wahlmänner in allen preußi- schen Wahlkreisen, die Vorbedingung jeder Wahl- beteiligung überhaupt! Selbst die(von uns zu- dem bestrittene) Möglichkeit, der Reaktion einige wenige Mandate mehr dadurch abzujagen, daß wir in einer Reihe von Wahlkreisen direkt für fortschrittliche Wahlmänner stimmten, vermag unseres Dafürhaltens die sch w e r e n Nachteile für eine rücksichtslose und p r i n- z i p i e l l e Wahlagitation nicht aufzuwiegen, die ein! solches Vorgehen unfehlbar nach sich ziehen müßte! Für die Sprengung deS preußischen Dreiklassensystems — dessen müssen wir uns jederzeit bewußt sein— fällt ein mehr oder minder bescheidener Mandatsgewinn der Sozial- demokratie und des Freisinns überhaupt nicht ins Gewicht. Denn nicht von innen heraus, sondern nur durch den Ansturm der Massen von außen läßt sich die preußische Junker- und Geldsacksfeste brechen! Und zum Massensturni gibt die Neuwahl des Jahres 1913 die beste Ge- legenheit. Je wuchtiger zumal der Proteststurm des ent- rechteten Volkes in der Zahl der fozialdemokra- tischen Stimmen zum Ausdruck kommt, desto kärglicher werden die Tage des elendesten aller Wahlsysteme gezählt sein! Um aber die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen, die sich von 1993 auf 1998 verdoppelten, abermals gewaltig anschwellen zu lassen, ist es auch notwendig, daß alle die in Preußen wohnenden Proletarier, die noch nicht die preußische Staatsangehörigkeit besitzen. die Aufnahme inlien preußischen Staatsverband umgehend bewirken! Schon jetzt ist es an der Zeit, eine großzügige Agitation für diesen Zweck allenthalben in Preußen zu entfalten! poUtilcke GcberHcbt. Berlin, den 6. Juli 1912, verwandte Geisteskinder. Früher war der jetzt von Herrn Gerhard 5kropatscheck re- digicrte„Reichsbote", das Blatt der„positiven" pro- testantischen Pastoren, ein Freund der christlichen Gewerk- schaften. Da diese aber trotz aller christlichen Sanftmütigkeit sich dennoch manchmal zu einem scharfen Auftreten gegen das Unternehmertum hinreißen lassen, hat das ehrsame Pastoren- blatt seine hohe Gunst mehr und mehr den„Wirt- schaftsfriedlichen" nationalen Arbeiterverbänden, den gelben Werkvcreinen, zugewandt, die nicht in frevelhafter Vermessenheit Gottes heilige Welt- und Gesellschaftsordnung durch Streiks zu stören trachten. Es ist deshalb auch ganz begreiflich, wenn der„Reichsbote" mit der jüngsten Tagung der Gelben recht zufrieden ist und sie den christlichen Gewerkschaften als Muster vorhält. Wörtlich schreibt das fromme, für die„Einfältigen im Geiste" be- stimmte Blatt: Nicht weniger gut versteht man. daß die übrigen— sagen wir einmal—„ungemischten" Arbeitervereinigungen, die freien, christ- lichen, Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften, auch die konfessionellen Arbeitervereine das Emporkommen der nationalen Werkvereins- bewegnng nicht als erwünscht ansehen. Es ist in dieser Hinsicht von besonderem Interesse, unserer Ansicht nach freilich zu be- dauern, daß der Gegensatz zwischen christlichen Gewerkschaften und Werkvereinen zu großer Schärfe gediehen ist. DaS hat sich bei der Essener Tagung diesmal deutlich gezeigt, wo sich der Groll der .Gelben" eigentlich weit heftiger gegen die„Christlichen" als gegen die„Roten" richtete. Wir bedauern diese Zuspitzung, und wir haben den dringenden Wunsch, man möchte auf beiden Seiten wenig st enS von der verbitterten gegen- seitigen Bekämpfung absehen, möge einander nach Kräften in Ruhe lassen. Die christlich-natiouale Gewerkschaftsbewegung möge noch auS der Essener Tagung lernen, daß sie si�h auch vor dem Scheine hüten mutz, als suche sie es in Vertretung der Arbeiterinteressen derSozial- demokratie gleich- oder zuvorzutun. Andererseits ist aber die junge Werkvereinsbewegung vor Selbstüberhebunss und— namentlich den konfessionellen Arbeitervereinen gegeNl über— bor Grenzüberschreitungen zu warnen, die bisher nicht immer vermieden wurden und die sich unter Umständen empfind- lich rächen könnten. Wir wünschen den Verbänden, die auf dem gemeinsamen nationalen Boden stehen. Maßhalten in der gegen- seitigen Kritik, damit nicht durch gegenseitige Verärgerung und Verbitterung die Möglichkeit eines gelegentlichen Zusammengehens unnötig erschwert wird. Einen Fehler haben allerdings die„Gelben" oft noch— sie gleichen leider noch gar zu häufig den Vlutapfel s i n e n, das heißt, sie sind nur außen gelb, innen aber mehr oder weniger rot. Das ist, wie der„Neichsbote" nieint, eine große Charakterschwäche der Gelben; aber hoffent- lich verflüchtigt sich mit der Zeit dieser„böse Geist", damit die schöne Jnteressensolidariät zwischen Arbeiterschaft und Unternehmerschaft in aller Schönheit zum Ausdruck gelangt. Schutzzölle sind Prämien ans die Trägheit. Nicht ganz so grob, aber ungefähr in diesem Sinne, wieS der preußische Handelsminister v. Sydow die Wünsche der schutzzöll- uerischen Industriellen zurück. Gelegentlich einer Besichtigungsreise im Rheinland gaben ihm die Jndnstriellen ein Festmahl, auf dem Shdow die ihm vorgetragenen Wünsche also beantwortete: „Ich habe auf meiner Reise durch deutsche Industriestädte die Wünsche von zahlreichen Industriellen entgegengenommen und dabei erfahren, daß es zumeist Wünsche auf handelspolitischem Gebiete waren, und daß dabei diese Wünsche fast immer darauf hinausgingen, daß die Zölle auf die Einfuhr der Erzeugnifie der Konkurrenz möglichst hoch und die Zölle für die Ausfuhr der heimischen Erzeugnisse inS Ausland möglichst niedrig sein möchten. sHeiterkeit.) Ich bin überzeugt, daß, wenn ein Minister eines anderen, mit Deutschland konkurrierenden Staates eine Reise in die Industriegebiete macht, ihm dieselben Wünsche nur in umgekehrter Art vorgebracht werden.(Heiterkeit.) Ich verkenne gar nicht, welchen großen Einfluß diese Dinge auf das Fortschreiten oder die Hebung der gewerblichen Arbeiten haben, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß die Tüchtigkeit der leitenden Männer und die Fähigkeit, die neuesten wissenschaftlichen und tech irischen Erfahrungen sich zunutze zn machen, vo� allen Dingen eine Industrie vorwärts treiben und ihre Existenz sichern."_ Uhrmacher Walter und Herr v. Schuckmann. Auf die Aufforderung liberaler Blätter an Herrn v. Schuck mann, öffentlich zu erklären, ob er um die Stichwahlverhand- lungen des Herrn Uhrmacher Walter-Arnswalde gewußt hat, antwortet nicht Herr v. Schuckmann selbst, sondern die „Konservative Korrespondenz" mit folgender nichtssagenden Erklärung: Gegenuber Mitteilungen, die in den letzten Tagen in liberalen Blättern im Anschluß an den sozialdemokratischen Parteitag in Brandenburg am 30. Juni erschienen waren, find wir ermächtigt, folgendes zu erklären: Weder Herr v. Schuckmann noch irgendwelche Beauftragte der konservativen Partei haben den Uhrmacher Walter, noch irgend jemand anders beauftragt, mit der Sozialdemokratie zu verhandeln oder derselben irgendwelche Erklärungen abzugeben. Auch dem fraglichen Flugblatt stehen sowohl Herr v. Schuck- r marni wie die konservative Partei des Wahlkreises ArnSwalde- Friedeberg vollständig fern; von dem Erscheinen des Flugblatte« haben sie- überhaupt erst nach erfolgter Verbreitung Kenntnis erhalten.?■' Irgend einen Wert hat die Erklärung nicht; denn schwerlich hat jemand angenommen, Herr v. Schuckmann habe HArrn Walter direkt mit Verhandlungen beauftragt. Für so unvor- sichtig halten wir wenigstens Herrn v. Schuckmann nicht. Aber eine andere Frage ist, ob nicht Herr v. Schuckmann um die Mission des Herrn Walter gewußt und sie geduldet hat l Ein Wahlkampf-Nachspiel. Für den konservativen ReichstagSkandidaten v. Bolko agitierte bei der letzten ReichStagSwahl in Sagan auch der Stud. Phil. Rudolf Schneider aus Berlin. Der liberale Kandidat und Gegner deS Herrn v. Bolko war der Bürgermeister-Achilles au« Sagau. Schneider fühlte sich nun in einer Wahlversammlung durch Herrn Achilles persönlich verunglimpft. Er veröffentlichte deshalb in der Zeitung einen Artikel»nt der Uebcrschrift:„Die Kampfes« weise des Herrn AchiJleS und der liberalen Partei". Unterzeichnet war der Artikel.Schneider-Sagan". Achilles ant- wartete in einem Artikel, richtete aber zugleich auch als Polizei- Verwalter der Stadt Sagan ein amtliches Ersuchen an das Polizeipräsidium in Berlin, ihm Mitteilungen zu machen über die Personalien des Rudolf Schneider. Er erbat Angaben über Geburtstag, Geburtsort usw., sowie über die Vermögcnsverhältnisse des Schneider. Seinem Ersuchen wurde auch Folge geleistet. Schneider beschwerte sich nun beim Regierungspräsidenten in Licgmtz über Bürgermeister Achilles. Auf dessen Veranlassung sei in der Wohnung seiner Eltern ein Kriminalbeamter erschienen und habe sich nach seinen persönlichen Verhältnisien erkundigt, wodurch seine Eltern in große Erregung versetzt worden seien. Der Regierungspräsident nahm den Bürgermeister und Polizei- Verwalter Achille» darauf in«ine Disziplinarordnungsstrafe von 30 M., indem er ihm vorwarf, er hätte ohne ersichtlichen Grund durch das Polizeipräsidium in Berlin amtliche Ermittelungen an- gestellt und sich dadurch, weil es nur in seinem persönlichen Interesse geschehen sei, eines Mißbrauche» seines Amtes schuldig gemacht. Nachdem der Oberpräfident der Provinz Schlesien die hiergegen gerichtete Beschwerde de« Herrn Achilles zurückgewiesen hatte, klagte Achilles beim Oberverwaltungsgericht und machte geltend, die Unter- zeichmmg des Schneiderschen Artikel« mit.Schneider-Sagan", sowie daß in einem Hotel-Meldezettel.Schneider-BreSIau" gestanden habe, hätte ihn, den Bürgermeister, zu der Annahme veranlaßt, daß Schneider nicht richtig verfahren sei. Und zwar nicht nur wegen falscher Ortsangabe, sondern daß möglicherweise auch eine Urkunden- fälschung vorliege. Er habe also geglaubt, daß Inkorrektheiten vor- gekommen seien, denen er als Polizeiverwalter näher treten müsse. Auch habe er die Möglichkeit ins Auge gefaßt, daß der Schneidersche Artikel groben Unfug darstelle. Deshalb habe er sich al« Polizei- Verwalter zu dem amtlichen Ersuchen an das Berliner Polizeipräsidium berechtigt gehalten. Das Oberverwaltungsgericht wies jedoch die Klage de? Herrn Achilles mit folgender Begründung ab: Der Kläger sei Jurist. Es habe ibm deshalb nicht entgehen können, daß weder der Tatbestand der Urkunde»fälschung, noch der des gro.ben Unfugs vorliege. Es habe lediglich ein Wahlkampf zwischen ihm und dem konservativen Kandidaten bestanden, zu dessen Gunsten Schneider aufgetreten sei und wobei es zu persönlichen Differenzen kam. Was die Unterschrift deS Artikels.Schneider- Sagan" angehe, so liege eS auf der Hand, daß das keine Ur- künde fei. Urkunden wären nur Schriftstücke, die zum Beweise von Rechtsverhältnissen bestimmt und erheblich seien.... Wenn aber wirklich Zweifel bestanden hätten, so habe Schneider ihm doch die richtige Adresse in einem eingeschriebenen Brief angegeben. Worin der grobe Unfug liegen solle, sei also nicht klar. Aber selbst wenn Achilles der Ansicht gewesen wäre, daß ein strafbarer Tat- bestand vorläge, wäre cS hier, wo er im politischen Kampfe mit dem Manne stand, seine Pflicht gewejsn, die Verfolgung der Sache an seinen Stellvertreter abzutteten. So wie er gehandelt habe, er- wecke es den Eindruck, daß er aus persönlichen Rücksichten Recherchen angestellt habe. Er habe seine Befugnisse al§ Polizeiverwalter überschritten. Die Strafe sei demnach gerechtfertigt. Schmählicher Wortbruch des badischen Zentrums. Wie wir in unserer Nummer vom 7. Juni berichteten, hat das Zentrum in der Justizkommission gegen die Regierungsvorlage, wo- nach einem früheren Versprechen gemäß der größten Stadt des Landes, Mannheim, ein sechster Abgeordneter zugestanden werden, sollte, gestimmt. Jetzt hat diese verlogene Partei im Bunde mit seinen Busenfreunden, den Konservativen, auch im Plenum der Kammer einmütig denselben unmoralischen Standpunkt eingenommen und hat damit die Vorlage zu Fall gebracht, weil der Mehrheit fünf Stimmen an der zu einer Verfassungsänderung erforderlichen Zweidrittelmehrheit fehlten. Damit ist die Vorlage gefallen. Die Stadt Mannheim wird bis auf weiteres nur mit fünf statt mit sechs Abgeordneten im Landtage ver- treten sein. Seiner Bevölkerungsziffer nach hätte es eigentlich sieben Abgeordnete zu beanspruchen. Der Abgeordnete Fehren- b a ch, der auch im Vorstände des ReichStagSzentrumS eine hervorragende Rolle spielt, erklärte, daß seine Partei nur dann für die Vorlage stimmen könne, wenn für alle Städte der Proporz ein- geführt werde, da« Zentrum verlangte also eine Vertretung der Zentrumsminderheiten in den Städten, während es den Proporz für das ganze Land, wie unsere Genossen verlangten, und damit eine Vertretung der AntizentrumSparteien auf dem Lande strikte ablehnt._ Patriotische Luftreklame. Bis zu den Hirsch-Dunckerschen Heimarbeiterinnen, den Schul- lindern und den Kasernenbewohnern ist man schon gekommen mit dem grandiosen Fechtrummel um der Militäräroplane willen. Jetzt bat die ganze Sache wieder angefangen einen Zug ins Große zu bekommen wochenlang sah es ja so auS, al» wenn sich nur noch die Pfennigbrsttzer— Soldaten, Schulkinder usw. für die Sache pflichtschuldigst materiell begeistern müßten. Stolz meldet jetzt das Wölfische Telegraphen-Bureau, daß da? Stahlwerk ecker, Rheinland 25 000 Mark für einen Aeroplan gestiftet hat. allerdings mit der kleinen Bedingung, den Führersitz mit Becker- stahl zu umkleiden und dem«eroplan den Namen Becker zu geben. Mit dem Beckerstahl hat eS eine eigene Bewandtnis. Becker war Direktor bei einem der deutschen Montangewaltigen; als er auszog sein eigenes Werk zu gründen, kam ihm erst die Gerichtsbehörde auf Anzeige seines früheren Arbeitgebers auf den Buckel, eS nützte aber nichts. Danach bekam Herr Becker in ganz Deutsch- land auch von den größten Banken kein Geld! Er ging nach den, Auslande und holte sich von einer etwas anrüchigen schweizer Bank die nötigen Moneten. DaS technisch und praktisch glänzend geleitete Beckerstahlwerk ist als Außenseiter bei den Krupp, StinneS, Thyssen und Konsorten auch heute noch wenig gen» gesehen. Der Beckerstahl um den Führersitz eine? AeroplanL ist. so als weiterer kluger Versuch zu verstehen in» Geschäft zu kommen. So wenig die Jndustriegroßen da« moralische Recht haben, den Staat allein über den Löffel zu barbieren, so bezeichnend ist natürlich auch daS Bedürfnis-für derlei Aeroplanreklame. Damit aber noch nicht genug, jetzt hat die Industrie überhaup, den Geschmack an der Sache gewonnen. Die Ruberoidwerket Hamburg-Berlin haben 23 000 M. für einen.Ruberoid äroplan gestiftet. «eroplane.Stahlbecker' und.Ruberoid' haben wir nun schon; .Lanolin",„LiebigS Fleischextrakt",»KnorrS Hafermehlsuppen Mondamin' und.Urbin" werden nicht lange mehr auf sich Watten lassen. Dann die herrlichen Kommandos:.Luftzeugführer.KnorrS Hafermehlsuppe" fahren Sie mal..." oder.Lustzeugführer.Odol" meldet sich zur Stelle'— ja, der Patriotismus ist eben ein GeschSftI Die.Tägliche Rundschau" hat die Geschichte überdies im voraus geahnt;. sie schrieb, nachdem daS Geschenk deS Stahlwerks Becker an die Oeffentlichkeit gekommen war:.ES ist nicht nötig, daß rote Skribenten über. Panzerplatten- Patriotismus" zu schreiben zum ersten Male(?) tatsächlich Veranlassung erhalten." Zum ersten Male' ist bei der Sache das originellste! Kinder zu strafen, wenn fi« auf Veranlassung der Eltern dem Schülergottesdienst fernblieben". Nach dem Entscheide der Düsseldorfer Negrerung und den Aus- fllhrungen des bayrischen ZentrumsministcrS kann man es jetzt wohl für allgemein feststehend betrachten, daß ein Vater nicht ge- zwungen werden kann, seine Kinder in den Schülergottesdienst zu schicken._ Ein Zentrumsagitator wegen fahrlässigen Meineids bestraft. Ein Annoncenakquisiteur der.Tremonia" in Dortmund, B. Dick- mann, erhielt wegen fahrlässigen Meineids drei Monate, seine Frau zwei Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte die Bestrafung wegen wissentlichen Meineids beantragt. Dickmann war ein eistiger Zentrumsagitator, er wurde, wie die.Dortmunder Arbetter-Zeitung" schreibt, vor der ReichStagSwahl gerade in dem Augenblick verhaftet, als er eine fulminante Rede gegen die Sozialdemokratie hielt. Parlamentarier als Manöverbummler. Wie ein Berliner MittagSblatt erfährt, hat da« KttegSministerium die Abgeordneten GanS zu Putlitz und Erzberger zur Teilnahme am Kaisermanöver eingeladen. Diese beiden Abgeord- neten batten bei ver Beralung deS Militäretats in der Budget« lommission da« Referat resp. Korreferat. Während der Kaiser- Manöver soll ihnen ein Armee-Automobil zur Verfügung gestellt und ihnen außerdem ein Generalstabsoffizier als Begletter bei- gegeben werden. Da beide Herren sehr empfänglich für militärische Instruktionen sind, werden sie hoffentlich reichen geistigen Gewinn auS der Kampagne ziehen._ an- Religion in der Volksschule. In katholischen Schulen werden überall die Kinder dazu gehalten, mindestens einmal in der Woche an dem Frühgottesdienst teilzunehmen. Die Sache vollzieht sich so, daß morgen« 7 Uhr oder noch früher die Kinder klassenweise vom Lehrer zur Schulmesse ge- führt werden. Nach Beendigung desselben geht es dann wieder zum Schulunterricht, der um 8 Uhr beginnt. Nun ist es ja namentlich an die kleineren Kinder eine starke Zumutung, im Winter morgens 6 Uhr aufzustehen, nur um morgen««ine Stund« in der Kirche zu verbringen. Hatten Eltern ihre Kmder zurück, so werden die Kinder bestraf» und auch den Eltern droht man Schulstrafen an. In einer katholischen Mädchenschule in Elberfeld hat nun ein Arbeiter diesem Zwange einmal energischen Widerstand entgegen« gesetzt und einen prinzipiellen Regierungsentscheid erreicht. Als alle Schulstrasen und Schilaniereien einer Lehrerin dem Kinde gegen- über fruchtlos blieben, sah sich die Elberfelder Schulverwaltung ver- anlaßt, bei der Düsseldorfer Regierung einen prinzipiellen Entscheid herbeiznführen. Dem Bater wurde folgendes Schreiben zu- gestellt: Stadt Elberfeld, ffTTi so dem einzelnen Mitglieds wie den einzelnen Vereinen Zeit läßt, sich auf die neuen Verhältnisse einzurichten. In der Presse ist der Wunsch geäußert worden, statt des Monatsbeitrages ganz allgemein einen Wochenbeitrag von 10 Pfg. für Männer, 5 Pfg. für Frauen Die Kraftquellen der Natur. Der Bedarf an maschineller Kraft ist im 19. Jahrhundert so enorm gewachsen, daß der Mensch sich mit Recht eine Uebersicht über die Möglichkeiten zu verschaffen fucht, die einer weiteren Benutzung der Naturiräfte offen stehen. Die Kohlenlager der Erde reichen wohl noch auf einige Zeit aus, aber es müssen bereits die bedenklichsten Folgen entstehen, wenn die Länder, die heute in der Industrie die höchste Blüte erreicht haben, an Kohlcnmangel zu leiden beginnen. Mit den Wasser- kräften der Erde läßt sich auch nicht weit rechnen, wenigstens im Hinblick auf die des fließenden Wassers der Festländer nicht. Eine andere Frage wäre es, ob es gelingen wird, auch die Kräfte des Meeres in den Dienst des Menschen zu zwingen. Namentlich die Ausnutzung von Ebbe und Flut würde erhebliche Aussichten bieten. Nach der Theorie müßte es möglich sein, bei einer Flut- höhe von 6 Metern eine Kraft von etwa 670 Pferdestärken auf einen Quadratkilometer zu gewinnen. Die bisherigen Versuche aber haben ergeben, daß man wahrscheinlich nicht mehr als ein Drittel dieser Kraft wirklich zur Verwertung bringen kann. An der Ausnutznung des Windes hat man seit langem gearbeitet, aber der einzige Fall, in dem sie wirklich lange Zeit in Uebung gewesen ist, kommt jetzt fast gar nicht mehr in Betracht, nämlich der Gebrauch zum Treiben von Schiffen. Die Windkraft kann eben in dieser Hinsicht, auch abgesehen von ihrer Unzuverlässigkeit, mit der Dampfkraft nicht entfernt in Wettbewerb treten. Ein Wind von 15 Kilomeer Geschwindigkeit würde etwa 17 Quadratmeter Segelfläche erfordern, um nur eine Pferdestärke zu liefern. Wollte man mit demselben Wind eines der modernen Riesenschiffe treiben, so würde eine Segelfläche von mehr als 1 Million Quadratmetern nötig sein. Daß man jemals noch auf den Wind als bewegende Kraft auf dem Meere zurückgreifen sollte, ist aus diesem und anderen Gründen gänzlich unwahrscheinlich. Namentlich trifft auf den Wind dasselbe zu wie auf die Gezeiten, daß die Kraft nicht regelmäßig wirkt und daher nur dann eine zuverlässige Be- Nutzung ermöglichen würde, wenn sie eine Aufspeicherung unter günstigen Bedingungen erfahren könnte. Unter dieser Voraus- setzung wäre freilich auch damit zu rechnen, daß der Mensch künftig einmal die Kraft der Brandungswellen eines starken Sturmes in nutzbringender Energie verwandeln könnte. Am meisten haben in der letzten Zeit drei Vorschläge von sich reden gemacht, deren Ausführbarkeit freilich auch noch im weiten Felde zu liegen scheint. Das ist einmal die Ausnutzung der Erdwärme durch Schaffung eines tiefen Bohrloches; ein Unter- nehmen, das kein Geringerer als Charles Parsons, der Erfinder der Dampfturbine, empfohlen hat. An zweiter Stelle steht als ein Mittel allerersten Ranges die Ausnutzung der Sonnenstrahlen, die bei klarem Himmel rund 15 000 Pferdestärken auf 1 Hektar ergeben würden. Endlich ist von der Verwertung des Radium- Vorrats gesprochen worden; aber in dieser Hinsicht hat einer der hervorragendsten Sachverständigen, William Ramsah, die Hoffnung sehr herabgestimmt, Er schätzt nämlich tzen Aadiumgehalt der einzuführen. Das wäre zweifellos eine viel günstigere Lösung, da sich die einzelnen Raten bei Resten und dergleichen viel bequemer abteilen und abzahlen lassen, der Groschen als Beitrag überhaupt eine viel leichter kursierende Münze ist. Schwierigkeiten könnten sich höchstens bei der Einholung durch Hauskassierer ergeben, aber diese sind an anderen Orten, zum Beispiel in Magdeburg, bequem überwunden worden. An der Art der Einkassierung braucht wenig geändert werden, und es ist möglich, daß der Wochenbeitrag auf dem Parteitage die Mehrheit findet. Mit der Vertretung der Reichstagsabgeord- n e t e n auf den Parteitagen durch ein Drittel der Fraktion ist das Blatt einverstanden, ebenso mit der Schaffung des Parteiausschusses. Gegenüber dem Vorschlage L e d e- b o u r s, einen politischen Beirat für den Parteivorstaud, macht die„Volkswacht" folgende Bemerkungen: ... Immerhin mag es dahingestellt bleiben, ob es nicht viel- leicht praktisch ist, den politischen Richtungsweisern im Vorstande, den Genossen Bebel, Haase, Molke nbuhr und Scheidemaun, vielleicht noch die Genossen David und S ü d e k u m anzugliedern, deren scharfer Blick für die Ausnützung politischer Situationen allseitig anerkannt ist. Den Parteiausschust aber, der sich bei allen größeren Parteigebilden als nützlich erwiesen hat, den würde man damit nicht überflüssig machen. Es ist nämlich ein Märchen, dast es nur auf die größere Beweglichkeit, das schnellere Ersoffen einer Situation und einen geringeren Bureaukratismus an- komme, um große Aktionen der Partei durchzuführen. Was dazu nötig ist, scheint uns in erster Linie Kenntnis der Stimmung im Lande, Sicherheit über die Aktionsfähigkeit der Genossen zu sein. „Fränkische Tagespost". In einer solchen Körperschaft— dem Parteiausschuß lassen sich wichtige politische und taktische Fragen gründlicher und sachlicher behandeln als auf Parteitagen, wo es meist an Zeit und Ruhe fehlt, diese Dinge eingehend zu erörtern. Ein sachkundiger Beirat der Partei sollte diese Institution werden. Natürlich ist der Ausschuß dem Parteitag verantwortlich und hat dem Parteitag über seine Tätigkeit Bericht zu erstatten. Aber diese Institution müßte ganz unabhängig von der Verwaltung der Parteigeschäfte sein. Für die Verwaltung der Parteigeschäfts sind der Parteivorstand und die Kontrollkommission da, letztere hat die Geschäfte des Parteivorstandcs zu kontrollieren und Be- schwerden gegen den Vorstand zu entscheiden. Und ein weiteres erscheint notwendig: Die politische Leitung der Partei von den geschäftlichen Sln« gelegenheiten möglich st zu trennen. Die gewerblichen Unternehmungen der Partei, Druckereien, Hausbesitz ustv. haben einen bedeutenden Umfang angenommen, sie absorbieren zum großen Teil die Arbeitskräfte des Parleivorstandcs. Da braucht man eine neue Maschine, dort ist eine Hypothek zu beschaffe», hier wird ein Umbau unternommen oder ein Grundstück angekauft usw. Ueberall muß der Parteivorstand dabei sein, eine umfangreiche Korrespon- denz erwächst, Reisen sind notwendig, der Parteivorstand muß diesen Unternehmungen seine größte Aufmerksamkeit zuwenden, er muß überall mit Rat und Tat beistehen, denn Verluste sollen ver- mieden werden, die Geschäfte sollen prosperieren. Es ist ganz selbst« verständlich, dast darunter die politische Aufgabe des Parteivorstandcs leiden muß. Mitunter hört man die Klage: der Parteivorstand habe keine Initiative, dies und jenes sei versäumt worden. Ab- gesehen davon, ob die Vorwürfe begründet sind, wo sollen denn Parteigenossen, die mit den Sorgen umfangreicher geweiblichcr Be- triebe belastet sind, die Initiative zu allen notwendigen politischen Aktionen hernehmen, wie können sie überall und immer vorne dran sein, richtunggebend eingreifen, wenn sie meist mit Geschäften zu tun haben. Man verlangt da zuviel. In der Regel sind gute Politiker schlechte Geschäftsleute, gute Geschäftsleute haben nicht immer eine politische Ader. Politik und Geschäft sollten im Partei- vorstand getrennt werden: eine politische Abteilung, eine Abteilung für die geschäftliche» Angelegenheiten. Die politische Leitung braucht nicht aus voll besoldeten Genossen bestehen, die wfahrenstcn Parteigenossen, die in Berlin und Umgebung ihren Wolmsitz haben, können gewählt werden. Der Ausschust oder ständige Beirat, wie wir die neue Institution lieber nennen möchten, unterstützt die politische Leitung der Partei. Die politische Abteilung könnte aus 12 bis 15 Mitgliedern bestehen; da es nicht mehr besoldete Partei- genossen sind, kann man eine größere Zahl für diese Funktion be- stellen. Die geschäftliche Abteilung des Parteivorstandes untersteht der Aufsicht der Kontrollkommission, die wie bisher auch die Beschwerden über den Parteivorstand zu entscheiden hat. In der politischen Ab- teilung der Parteileitung haben wir als vollbesoldete Parteigenossen ganzen Erdkugel auf wenig mehr als 5 Zentner, die ihrer Energie nach mit etwa 115 000 Tonnen Kohle gleichzusetzen wären. Da diese Energie erst im Verlauf von 350 Jahren entwickelt werden könnte, so würde die gesamte Radiummenge fim Jahr nur 323 Tonnen Kohle oder 50 Pferdestärken ergeben. Das Radium würde also in dieser Zukunftsmusik keine Hauptstimme übernehmen können. StationerS Hall. Stationers Hall, die Londoner Büchhändler- börse, hat mit dem 1. Juli dieses Jahres aufgehört zu existieren, wenigstens als das, was sie bisher gewesen ist, als die Stelle bei der jedes in England erschienene Buch eingetragen werden mußte, um des gesetzlichen Schutzes zu genießen. Durch ein neues Ur- hcberschutzgesetz ist jetzt in England jedes Werk, das dort erscheint, automatisch bis 50 Jahre nach dem Tode des Autors geschützt. Die ragende Halle, die durch das neue Gesetz vollständig ihren welthistorischen Wert verliert, liegt an der Ave-Maria-Lane im Schatten der St. Pauls Cathedra!. Bereits 1553 war die ur- sprüngliche Buchhändlerbörs« gebaut und stand damals in CJljcapside in der Milchstraße. Ein recht bezeichnender Name, da Stern bei Stern in ihr erschien. Im Jahre 1611 wurde das Gebäude an der jetzigen Stelle gekauft, aber schon 1666 wurde es durch Feuer zerstört und das heutige 1670 errichtet. 240 Jahre lang wurde die Buchhändlerbörse für die berschie- densten Zwecke benutzt, sogar Gottesdienst wurde darin abgehalten im Jahre 1677; Lotterieziehungen fanden daselbst statt, sie war der Schauplatz eines musikalischen Festes, für das Dryden eine Ode schrieb und im Jahre 1745 wurde sie der Aerztcgescllschaft vermietet, allerdings unter der Bedingung, daß keine Obduktionen darin stattfänden. An der Westseite des Gebäudes ist ein kleinerer Garten, in dem feierlich ketzerische Schriften verbrannt wurden, die von den kirchlichen Behörden auf den Index gesetzt waren. Der Silberschatz der Buchhändlergcsellschaft, der in der Börse aufgestellt ist, est weit berühmt. Er ist zusammengebracht durch die merkwürdige Sitte, daß jeder Vorsteher, wenn er sein Amt verließ, ein Stück zu diesem Schatz, von mindestens 14 Unzen Gewicht, stiften mußte. Viel davon ist bei dem großen Brande zerstört worden, und die ältesten Stücke der gegenwärtigen Sammlung stammen hauptsächlich aus der Periode Karls I. und Karls II. Der intereffanteste Besitz ist natürlich das Register der einge- tragenen Wsrke. Dieses zeigt, daß u. a. Shakespeare seine Stücke dort eintragen ließ. Das Heuficbcr wird, wie Dr. Fürst in der„Umschau" aus- führt, in Europa durch einen in den Pollen von Gräsern enthaltenen Eiweißstoff hervorgerufen, ebenso der in Nordamerika vorkonimende Herbstkatarrh durch Eiweiß aus den Pollen von zwei Pflanzen- arten. Die Giftstoffe der Pollenarten scheinen nicht miteinander verwandt zu sein, sondern stellen offenbar selbständige Toxine (Giftkörpcr) dar. Diese Giftstoffe wirken unabhängig von Wärme und Wetten auch außerhalb, der kritischen Jahreszeit, von der nur noch die Sekretäre und den Kassierer; ein Neberwuchern der Bureaukratie ist nicht zu befürchten, da die unbesoldeten Vorstands- Mitglieder auf alle Fälle die Mehrheit haben. Zu dieser oder einer ähnlichen Organisation wjrd man greifen müssen, wenn das Mißbehagen über die Parteileitung vermieden werden will._ . Gerichts-Zeitung« Alkoholfolgen, Auf unrechten Pfaden war der auf dem städtischen Zenkral- Viehhof angestellte Obertrcibcr Richard K. gewandelt, der sich gestern unter der Anklage der Erpressung und Körperverletzung vor der 4. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. — Der Angeklagte hatte am 29. März d. I. mit mehreren Vieh- Händlern und Schlächtermeistern eine Biereise unternommen, die schließlich in ein systematisches Sichbetrinken ausartete. Als er dann im Zickzackkurs die Straßen entlangpendelte, erbarmte sich seiner eine„barmherzige Samariterin" in der Person der 36jährigen Maria Z., die ihm hilfreich unter die Arme griff und ihn mit einer in 20jährigcr Tätigkeit erworbenen Routine in ein nahe- gelegenes Hotel schleifte. Als K. am frühen Morgen mit wüstem Kopf erwachte, sah er, nach seiner Behauptung, daß sich seine Begleiterin, deren Herkunst und Existenz er längst vergessen hatte, an seinen Kleidern zu schaffen machte. Es folgte nun eine widerliche Szene, bei der der Angeklagte wie ein Unsinniger auf die Z. einschlug, sie mit Füßen trat und sie schließlich zwang, ihm ihr ganzes Geld, das sie bei sich trug, auszuhändigen. Diese Radauszene hatte zur Folge, daß die beiden den Gang zur Polizei- wache antreten mußten. Die Folge war die jetzige Anklage. Das Gericht nahm nur eine Körperverletzung an, da der schwer an- getrunkene Angeklagte vielleicht der Meinung gewesen sei, daß das der Z. abgenommene Geld sein Eigentum sei. Das Urteil lautete auf 560 M. Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte neun Monate Gefängnis beantragt.._ Vom Pfarrer zum Meineid verleitet. Der katholische Pfarrer Alois Höhenberger hatte vom Jahre 1896 bis 1967 die Pfarrei Bruck bei Grafing. Jnsolge seiner Auf- führung erregte er Mißfallen. Man munkelte verschiedenes über ihn und als die Klagen über ihn nicht verstummen wollten, wurde er als Expositus nach Peiß versetzt. Von dort aus strengte der „Hochwürdige" gegen eine Reihe seiner früheren Pfarrangehörigen Prozesse wegen Beleidigung und Kreditschädigung cm. Je nach der Vermögenslage seiner Gegner suchte Höhenberger von ihnen große Geldbeträge, 16 666, 26 666 bis zu 86 666 M. zu erlangen. Als Kronzeuge in diesen Prozessen trat jedesmal der 34 Jahre alte, ledige Maurer Robert Gitterer von Unter-Augustenfeld auf. Mit diesem pflog der Pfarrer einen auffallend freundschaftlichen Ver- kehr. Der Pfarrer und der Maurer zechten miteinander in ver- schiedenen Wirtschaften, wobei der Pfarrer stets die Zeche bezahlte. Sie standen miteinander aus dem Duzfuße. Unter anderem klagte Pfarrer Höhenberger auch gegen den AuStragbauer Johann Zäuner in Alxing. Als Zeuge wurde auch wieder Gittcrer von dem Pfarrer genannt und sollte am 26. Okto- ber vom Amtsgericht Dachau kommissarisch vernommen werden. Der Pfarrer reiste einen Tag vorher nach Dachau und lernte Gitterer an, was er zu sagen habe. Der Pfarrer begleitete den Zeugen zum Amtsgericht und wohnte dem Termine selber an. Gitterer beschwor dann, er könne sich bestimmt erinnern, daß der Bauer Zäuner im Jahre 1966 oder 1967 im Wirtshause zu Alxing von Pfarrer Höhen- berger behauptete, daß er nichts mehr habe und alles seiner Schwester habe verschreiben lassen, und daß er alle? verlumpt hat, wag ihm gehörte. Zäuner soll weiter damals behauptet haben: Den Bauer Obermeier hat niemand anders ins Armenhaus gebracht, als der Lump, der Höhenberger.— Diese Aussage soll wissentlich falsch sein und soll Gitterer zu ihr von Pfarrer Höhenberger ange- stiftet worden sein. Der Maurer und der Pfarrer wurden ver- haftet. Der Pfarrer wurde während der Untersuchungshaft geistes- krank, so daß daS Verfahren gegen ihn eingestellt und er als.Geistes- kranker in die Irrenanstalt eingewiesen wurde. In der Voruntersuchung war Gitterer geständig, daß er die Sleußerung von dem Bauern nicht gehört, sondern er nur nachgesagt habe, was ihm der Pfarrer vorsagte. In der vor dem Schwur- gericht München durchgeführten Verhandlung behauptete Gitterer wieder, daß er bei seiner Vernehmung vor dem Amtsgericht Dachau die Wahrheit beschworen habe. Nicht in dieser Sache, sondern in einem anderen Prozeß habe ihn der Pfarrer sogar geschrieben, er habe bei einem Münchener Geheimdetektiven 566 M. hinterlegt, die könne er sich verdienen, wenn er so aussage, daß er den Prozeß gewinne. Aus der Zeugenvernehmung ging u. a. hervor, daß der Pfarrer mit dem Maurer auch Verkehr nach§ 175 gehabt haben Schleimhaut des AtmungskanalS aus, aber nur bei Personen, die zum Heufieber disponiert sind, nicht bei normalen Menschen. Diese Disposition besteht wahrscheinlich in einer übermäßigen Durch- gängigkeit der Blutgefäßverzweigungen in der Schleimhaut. Nach Eindringen der Eiweißkörper in die Blutbahn entwickelt sich eine- heftige Gegenreaktion in Gestalt von Fieber und Kopfschmerz, die die Hauptsymptome des sog. Heufiebers bilden. Es lassen sich diese Erscheinungen als Abwehrreaktion gegen Einverleibung von artfremdem Eiweiß auffassen, wie wir sie unter dem Namen„Ueber- empfindlichkeit" zusammenfassen. Das Heufieber unterscheidet sich aber dadurch, daß man diese Ueberempfindlichkeit vorbeugend durch Pollenimmunserum bekämpfen kann, waS bei der Ueberempfindlich- keit gegen Eiweiß sonst nicht möglich ist. Durch den Gebrauch des Pollentins(getrockneten Jmmunserums), das in gepulvertem Zu- stand auf die Schleimhaut von Auge und Nase gebracht wird, kann man»dauernde Immunität bei Heufieberkranken erzielen. Jedoch muß das Mittel schon bei dem leisesten Reiz, nicht erst, wenn schon Entzündung der Schleimhäute eingetreten ist, angewandt werden. Dadurch wird allmählich die Empfindlichkeit gegen Pollentoxin herab- Jesetzt, so daß die Ansälle auch ohne weitere Behandlung ausbleiben, ogar bei Personen, die trotz Anwendung der sonstigen Maßregeln — Flucht vor der Gräserblüte, Schutz der Nase mit eingefetteten Wattebäuschchen—. immer wicher von der lästigen Erkrankung be- fallen worden sind.*,■ i m r■ mmt....**•_____. Der Einfluß der Witterung auf die schlagenden Wetter. Nach jedem Grubenunglück, bei dem schlagende Wetter mitgewirkt haben, taucht die Frage wieder auf, ob die Entwickelung der gefährlichen Grubengase in einem Zusammenhang mit dem Gang des Luftdrucks und dadurch also mit den Witterungsverhältnissen befitzt. Die Meinungen darüber sind geteilt, von der einen Seite wird behauptet, daß ein tiefer Barometerstand die Ausströmung schlagender Wetter auS den Kohlenschichten in hohem Maße begünstige, während andere Fachleute eine solche Annahme geradezu in das Gebiet der Fabel ver- weisen wollen. Die Gegner der Theorie stützen sich auf die Be- hauptung. daß die Luftdruckschwankungen viel zu unbedeutend seien, um eine.solche Folge herbeiführen zu können. Der französische Bergwerksingenieur Morin hat sich ein Verdienst dadurch erworben. daß er einmal eine Umfrage bei den bedeutendsten Sachverständigen nüt bezug auf diesen Punkt angestellt und dann selbst noch Ver- suche ausgeführt hat. Nach der Darstellung in den.AnnaleS des MineS' hat sich ergeben, daß jede Schwankung des Luftdruckes eine entsprechende Schwankung in der Entwickelung der schlagenden Wetter bedingt, indem diese mit sinkendem Luftdruck zunimmt, mit steigendem Luftdruck sich vermindert.-Die Unterschiede in dem Betrag der schlagenden Wetter können sehr erheblich sein. Be, einem Barometersturz um 86 Millimeter kann der Gehalt der Gruben- luft an schlagenden Wettern um 56 Proz. steigen. Diese Feststellung wird noch bedeutsamer dadurch, daß die Wechsel in den schlagenden MUß. Es wurde ferner konstafierk. Laß Pfarrer Höhenberger Vater mehrerer Kinder ist. Die Gemeinde Bruck hat ihn zum Ehren bürger ernannt und hat ihn. als er fortkam, eine Abschiedsfeier be reitet. Die Geschworenen sprachen Gitterer eines Verbrechens des Meineides schuldig, worauf er zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Ein Student als Bücherdieb. Wegen schweren Diebstahls in mehreren Fällen war der stu'cl. pbil. Paul M e r s ch e l vor der Strafkammer in Halle angeklagt. Der 22jährige Mensch hat gelegentlich seines Studiums in Halle der Universität gehörige Lehrbücher im Werte von 766 M. aus dem verschlossenen Seminar und von der Akademie in Posen Bibliotheksbücher im Werte von 172 M. entwendet. Der Ange- klagte ist ein Leichtfuß und brachte das Geld, das er für den Verkauf der Bücher löste, in Kneipen mit Damenbedienung durch. Vor Gericht meinte er, er habe sich bei den Taten den Begriff des Diebstahls nicht klargemacht, und nicht geglaubt, daß seine Taten als Diebstahl aufgefaßt würden. Der Staatsanwalt führte aus, in einer Zeit, in der man 12jährige Volksschüler wegen kleiner Diebereien zur Rechenschaft ziehe, erscheine es als ein starkes Stück, wenn ein Mann mit solch akademischer Vorbildung sage, er habe nicht geglaubt, daß die erheblichen Bücherentwendungen als Diebstahl aufgefaßt würden. Der Student wurde zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.-' )Zus aller Gleit* Wieder eine Eisenbahnkatastrophe in Nordamerika. Die Zahl der Eisenbahnkatastrophen in den Vereinigten Staaten nimmt in erschreckendem Maße zu. Dem furchtbaren Unglück bei Corning ist am Freitag ein neues Unglück im südlichen Pennsylvanien gefolgt, dem wieder eine große An- zahl von Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Bei Latrobe, einer kleinen Station in Südpennsylvanien, stieß ein mit Ausflüglern dicht besetzter Personenzug au�der Eisenbahnbrücke über den Layathanna in vollem Tempo mit einem Güterzug zusammen. Die Folgen des Anpralls waren furchtbar. Die Mehrzahl der Wagenabteile des Personen- zuges wurden total zertrümmert. Ein Waggon stürzte über-die Brücke in den Fluß. 21 Tote und 30 zum größten Teil lebensgefährlich Verletzte wurden aus den ineinander geschachtelten Waggons mit großer Mühe hervorgezogen. Die Leichen waren gräßlich verstümmelt. Die meisten Verwundeten haben Knochenbrüche und furchtbare Quetschungen davongetragen. In einem Abteil, in dem etwa 15 Passagiere sich befanden, waren sämtliche Insassen getötet. Stumme Volksvertreter. viele Wähler find der Anficht, daß rednerische Talente eine der ersten Vorbedingungen für die Qualifikation als Reichstags- abgeordneter sei. Denn— meinen sie— der Herr Abgeordnete müsse doch die Interessen seiner Wähler gegenüber den RegierungS- vorlagen vertreten und alle Angriffe auf Bolksrechte in flammender Rede zurückweisen. Daß dem nicht so ist, beweisen einige konservative und Zentrumsabgeordnete, die eS fertig bekommen haben, sich viele Jahre lang in allen Tonarten auSzuschweigen. Es sind dies die drei konservativen Abgeordneten Will(Stolp-Lauenburg), R o t h e r (Ohlaii-Nimptsch-Strehlen). die dem Reichstage seit 1893 angehören, aber in dieser langen Zeit von neun Jahren noch niemals gesprochen haben, und v. B o n i n, der Mitglied des Reichstages seit 1898 für Neustettin ist. ferner der freikonservative Abg. Witt für Marienwerder und die beiden Zentrumsabgeordneten Stamm für Lohr und Hu brich für Falkenberg-Grottkau, von denen der letztere seit 1893 als Volksvertreter stumm sein Mandat ausübt. Offenbar huldigen die Herren dem Grundsatz: Reden ist Blech, Schweigen bringt Gold I Denn sie alle haben bei dem Attentat aus die Taschen des Volkes, genannt Finanzreform vom Jahre 1969, für die erhöhte Steuerbelastung gestimmt. Eine neue Dreifaltigkeitserklärung. Wir lesen in der„Wiener Arbeitev-Zeitung": Weil sich der Dichter des„Faust" vor ungefähr hundert Jahren durch die Verse: Mein Freund, die Kunst ist ält und neu: Es war die Art zu allen Zeiten, Durch drei und eins und eins und drei Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten. eine Anspielung auf die christliche Glaubenslehre von der aller- heiligsten Dreifaltigkeit erlaubt hat", fand es das fürsterzbischöfliche Wettern fast gleichzeitig mit den Wechseln des Lustdrucks eintreten. Immerhin würde eS danach möglich erscheinen, die Vergrößerung der Gefahr durch schlagende Wetter bei schnell sinkendem Lustdruck im voraus zu erkennen, und vielleicht wird sich dadurch in Zukunft manchem Unglück vorbeugen lassen. Die Ansammlung der Gruben- gase geschieht ebensowohl in den Räumen verlassener Strecken, wie m den die Kohle durchsetzenden Spalten. DaS einfachste vorbeugende Mittel wäre nach Morin die Einstellung einer stärkeren Ventilation bei tiefem Barometerstand. Der größte Baupein der Welt. Zu Baalbec in Syrien, in der Nähe des alten Sonnentempels liegt ein riesiger Steinblock, der den Anspruch erheben darf, der größte Baustein zu sein, der jemals behauen worden ist. Der gewalttge Monolith, dessen Gewicht auf 1566 Tonnen geschätzt wird, ist 69 Fuß lang, 14 Fuß breit und 17 Fuß hoch. Die Archäologen nehmen an, daß dieser Riesenstein von den Baumeistern des Altertums dazu bestimmt war. den nun in Trüm- mern liegenden Sonnentempel zu zieren. In den mächttgen Mauer- werken des Baues befinden sich noch heute Steine von ähnlichen Dimensionen, die nach sorgfältigen Messungen 63 Fuß Länge und 13 Fuß Höhe haben. Freilich an den einsamen Steingiganten, der heute inmitten der großarttgen Trümmer als der stolzeste Zeuge antiken Baugeistes ruht, reicht keiner heran. Mit diesen Rlesensteinen sind merkwürdige Probleme der Technik deS Altertums verknüpft. Die Steine find in den Mauern in einer Höhe von 19 Fuß über dem Erdboden angebracht, aber keine Spur von irgendwelcher Zementierung kann man entdecken: die Steine find so sorgfältig behauen und geglättet, daß die Fugen erst nach einem minutenlangen Suchen entdeckt werden können; so eng liegen die Steine aufeinander, daß es nicht möglich ist, die Schneide eine« schmalen Messer dazwischen zu bringen. Wie diese Blöcke herausgeschafft, wie diese Bauten gefügt wurden. das ist ein noch ungeklärtes Geheimnis, das die Architektur der Antike der Gegenwart aufgibt. Humor und Satire. Anthropologensport. Die Professoren bohren ihre Riecher Nicht immer nur in« Fleisch der toten Viecher; Nein, auch von großen Dichtern, welche modern. Sieht man sie mancherlei Erllärung fodern. Wir sahen jenen Mann auf Schillers Beine» Die Freudenzähren des Entdeckers weinen. Und wie ein Wirbel seinen Kopf erfaßte. Als er Ihm stolz den richtigen.verpaßte". Oh. wie da alle guten alten Tanten Die starke Kraft ver Wissenschaft erkannten; Oh. wie da der Professor sich erregte, Als er den Fund m einem Werk belegte! Ordinariat am 2. Juni 1912 geraten, in dem von ihm gegängelten „Katholischen Sonntagsblatt"„die tiefe Bedeutung" des dunklen Glaubenssatzes von der Dreieinigkeit Gottes, den jedes Kind aus- wendig herplappern kann und den auch Goethe nicht inwendig zu verdauen verstand, zu„erörtern" und klarzulegen. Der mit�dieser Aufgabe betraute Theologe schuf, nun ohne Zweifel betrachtlich schwitzend, folgende„Erklärung" der Dreifaltigkeitslehre. Auf- gepaßt!:„Gott, der Ewige, Unendliche, ist nicht abhängig von dee Welt; er hat zur Erkenntnis, zum Selbstbewußtsein die Welt nicht nötig. Er schaut vielmehr in Ewigkeit sich selbst, begreift sich selbst in seiner ganzen göttlichen Unendlichkeit. Und dieses Selbstbe« greifen Gottes ist nicht etwa ein schattenhaftes Gedankenbild, wie wenn der Mensch sich selbst erkennt und denkt; er ist vielmehr Person, die Teil hat am ganzen göttlichen Wesen: die zweite Person in der Gottheit. Und nicht ein Liebcsbedürfnis hat Gott nach außen getrieben und zur Erschaffung der Welt gezwungen; denn auch das unendliche Wollen Gottes, mit dem er sich selbst umfaßt. ist Person, weil es lebendiges, göttliches Wollen ist. So vollendet sich das göttliche Leben in Gott selbst. Nicht das Bedürfnis, nicht Notwendigkeit hat Gott zum Schaffen der Welt getrieben. Den» Gott ist ewig in sich selbst unendlich glückselig und darum sich selbst genug." Zum Schluß meint der Gottesgelahrte, daß„so"(I> im Geheimnis der Dreifaltigkeit das tiefste Rätsel des göttlichen Seins ..geoffenbart" sei. � � Wer nun das innere Wesen der Dreieinigkelt noch mcht be- griffen hat, dem ist wirklich nicht zu helfen. Kleine Notizen. Unter BergiftungSerscheinungen erkrankt. Nach dem Genüsse von verdorbenem Schinken starben drei Mitglieder einer Familie in Wallersheim bei Trier. Drei andere Personen von derselben Familie liegen noch schwerkrank danieder. � �. 256 666 Mark unterschlagen. Bei der Maschinenfabrik R.Wolf in Buckau bei Magdeburg sind größere Unterschlagungen eines Kassenbeamten entdeckt worden, der Spekulationsverluste erlitten und diese durch Kassenschicbungen verschleiert hatte. Wie gemeldet wird, soll die Unterschlagung 256 666 M. betragen. Zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht in Mannheim ver- urteilte nach zweitägiger Verhandlung den 21 Jahre alten Maler Albert H o f h e r r wegen Mordes zum Tode. Der Angeklagte hatte im März dieses Jahres in Heidelberg das Dienstmädchen Anna Büch«, mit der er ein Verhältnis hatte, bei einem Spaziergang abends in den Neckar geworfen, weil er ihrer überdrüssig war. Der Flieger Lcgagneux verbessert alle Weltrekorde mit Passagier. Wie ans Compiegne(Frankreich) gemeldet wird, hat der Flieger Lcgagneux gestern auf dem Flugplatze von Corbcaulieu alle Weltrekorde mit Passagier geschlagen. Er hat u. a. 16 Kilometer in 4 Minuten 45,4 Sekunden und 124 Kilometer 385 Meter in einer Stunde zurückgelegt. Der bisherige Stundenweltrekord betrug 161 Kilometer 256 Meter. BcrgmannSlos. Auf der Grube Friedrich bei Wissen(Sieg) wurden durch herabfallendes Gestein zwei Bergleute getötet und zwei schwer verletzt._ (Höchen-Spielplan der Berliner Cheater. Sessiiig-Theater. Allabendlich: Vergnügungsreise.(Ansang 81/, Mr.) Berliner Theater. Allabendlich: Krotze Rosinen.(Ansang 8 Mr.) Neues Schauspielhau«. Täglich: Sylvester Schässer. l. Klasse. (Ansang 8�/4 Uhr.) Kurfürsteu-Oper. Allabendlich: Der Tanzanwalt.(Ansang 8 Mr.) Neues Theater. Allabendlich: Der liebe Augustin.(Ansang 8 Uhr.) Kleines Theater. Allabendlich: Der Unverschämte. Der Arzt seiner Ehre. Der Herr mit der grünen Krawatte.(Ansang 8'/, Uhr.) Schiller. Theater Eharlottenburg. Allabendlich: DaS Konzert. (Ansang 8 Uhr.) Artedrich. WilhelmstädtisMeS Schauspielhaus. Allabendlich: Di* keusche Susanne.(Slnsang 8'/, Uhr.) Theater in der Königar-iocr Strafte. BIZ auf weiteres täglich abends 8 Uhr: Die süus Franljurter. Thalia-Theater. Allabendlich-. Autollebchen.(Anfang 8 Uhr.) jtuftspirlhaus. Allabendlich: Ein Königreich m. b. H.(Anfang Allabendlich: Parkettsitz Nr. 16. Die Tragödie einer Ehe.(Ansang S-,. Uhr.) Neues Opepetteu- Theater. (Ansang 8 Uhr.) Rose> Theater. Allabendlich: 8 Uhcj Metropol- Theater. Allabendlich: Schwindelmeier u. Co.(Ansang 8 Uhr.) Folies CTaPriee. Allabendlich: Parifiana-Ensembie.(Ans. 8'/. Uhr.) Apollo- Theater. Abends taglich: Spezialitäten.(Ansang 3 Uhr.) Wintergarte«. Täglich: Svezialiiätem(Ansang 8 Uhr.) Reichshallen-Theater. Täglich: Sanatorium Sonnenstich.(An- sang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr.) Köniastadt-Kastuo. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Berliner Praier-Theater. O diese Berliner.(Ansang?'/, Uhr.) Pasiagc-Theater. Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Admiralspalast. EtSballelt: Hvonne.(Ansang w Uhr.) Urania-Theater. Sonntag, Montag und Mittwoch: In den Dolo» mite». Dienstag und Donnerstag: Von Meran zum Ortler. Freitag: Der Grotzglockner. Gastcin und die Salzburger Alpen. Sonnabend: Die Insel Rügen. Sonntag: Bon Meran zum Ortler. Montag: Unbestimmt.(Anfang 8 Uhr.) Jedennoch: gar so leicht geht'S doch mit nichten— Auch andre Professoren fühlen Pflichten. Und schon beNettert mit gereizter Miene Ein zweiter Schädelforscher die Tribüne: Geehrtes Volk— die Wissenschaft in Ehren— Doch der Kollege kann mich nicht bekehren... Nicht, daß ich ihn der Flüchtigkeit bezicht'ge— Jedoch: der e r st e Schädel war der richtge l Oh. wie da alle guten alten Tanten Die kritische Verwegenheit erkannten, Mit welcher dieser scharfe Kopf nicht kargte, Als er den Fall in seinem Sinn beschnarchte. Der Schweiß der Wissenschaft zischt aus den Poren Der immer mehr erhitzten Professoren, Und wir entnehmen ihren ftohen Mienen- Daß große Dichter doch zu etwas dienen I _(Eft Ess. in der Jugend.) Notizen. — EinTuöerkulose-Wandermuseum für Thüringen. Die LandeSversicherungSanstalt in Weimar wird demnächst ein Tuberkulose-Wandermuseum für Thüringen ins Leben rufen. ES werden Gegenstände zusammengetragen werden die zur Verhütung und Bekämpfung der Tuberkulose dienen In Verbindung mit Statistiken. Bildern usw. sollen die Besucher über die Ursachen und den Verlauf der Tuberkulose aufgeklärt werden, wodurch sich die Landesversicherungsanstalt viel Erfolg verspricht. Zuerst wird die Ausstellung in Weimar dem Publikum zugänglich gemacht werden; eS folgen später Jena. Greiz, Altenburg Arnstadt. Eisenach. Gotha. Koburg, Sonneberg, Sondersbausen und Hildburghausen. — Eine absonderliche Pferdekur. DaS Roß des weltberühmten Marc-Surel-Denkmals. das unerreichte Vorbild so vieler anderer Denkmäler, das auf dem Kapitolsplatz in Rom steht, muß einer Kur unterzogen werden. Im Lauf der Jahr. hunderte sind einige Stützpunkte durch die WttterungScinflüsse be- schädigt worden. Man wird daher den Reiter herunternehmen und daS kraftvolle Tier ausbessern.. « Hofstaat des garenpaare« besteht, wie die .Now. Wrem,a" berichtet, zurzeit auS 1266 Personen beiderlei Ge- schlechts; eS befinden sich darunter 16 Staatsdamen. 4 Kammer- fräulem und 232 Hoffräulem; 12 obere oder erste.Chargen des HofeS(8 Oberhofmeister und 4 Jägermeister), 246 zweite Chargen (Hofmarschäle. Hofmeister. Jägermerster und Stallmeister). 2 Ober- zeremonienmeister. 37 Zeremonienmeister. 328 Kammerherren und 355 Kammerjunker. Zum Hofstaat gehören 42 Spezialärzte. Todes-Anzeigen|| Sozialdemokratischer Wahl™ für den 2. Berliner Reichstagswahlkrels. Äezirl 209. Slm Donnerstag, den 4. Juli. verstarb unser Mitglied, der Former Robert Lcdu!? Gitslbiner Str. kl. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 7. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des St. Simeon-Kirchhoses in Britz, Tempelhoser Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Borftand. velitschss Transportarbeiter-Verband. Bezirksverwaltung GroB-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Eisen- lagerarbeiter Ködert Sehulz am 4. d. Mts. im Alter von 42 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 7. d. Mts., nach- mittags S Uhr, von der Leichen. Halle des Simeon-Kirchhoses in Britz, Tempelhoser Weg, au» statt. Um rege Beteiligung ersucht KS/K Die Bezirksverwaltung. Deutscher Metallarbeiter-Verband ZjermaltnngSftelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drechsler Veorg Carstengerdes am 3. d. Mts. an Ohrenleiden gestorben ist. 120/10 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 8. Juli, nachmittags 4 Uhr. von der Leichenhalle de» Friedens- KirchhoseS in Nordend aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Werkzeugmacher Fritz Kuhlow Reinickendors, Sommerstraße 32, an Lungenleiden. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Juli, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des Gemeindesriedhofes in Reinickendors, Humboldtstrabe, aus statt. Rege BeteUtgung erwartet Di» OrtSverwaltuug. Maml der Lithopphen, SteiDdrueker u. verw. Bemle. (Chemlgraphen.) Am Freitag, den S. Juli, ver- starb unser Kollege, der Retoucheur Adolf Schilde im Alter von 37 Jahren an einem Lungfnleiden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Montag, den 8. Juli, nachmittags S Uhr/ aus dem Heilands- Kirchhos in Plötzensee statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ifö/lj����Ol�erwaltung� Zentralverband der Töpter u. Beruts genossen Deutsohl. Filiale GroB-Berlin. Am Freitag, den S. Juli, ver- starb unser Mitglied, der Kollege August Hirth (Bezirk Moabit) im Alter von K2 Jahre» an Rückenmarksleiden, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am DienStag, den S. Juli, nach- mittags'/,« Ubr. aus dem neuen St Johannis-Kirchhof am Plötzen- scc in der Jungsernheide statt. Um rege Beteiligun»ersucht 192/19 Der Borstand. Am 4. Juli er. entschlies nach angem, schwerem Leiden meme teb- Frau und Mutter Marie Maksvital. Die» zeigt tiesbetrübt an «mil.11 ak» vi tat und Sohn Die Beerdigung findet am 8 Juli, lachm 5'/» Ubr. von der Hall- les neuen Nazaretb- Friedhosc» Reinickendors- West. Kögelgratze. >us stan 6A Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manne» und Bater» 45a Alex tfonold sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Witwe Marie Honeld nebst Sohn. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Beel. Reichstags-Wahlkreises. Am 5. Juli verstarb unser Genosse, der Schmied August Tesch Kopenhagener Str. 6(Bezirk B77). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, nachmittags S Uhr. aus dem Gethsemane-ktrrchhos inNord« end-Niederschönhausen statt. Um rege Beteiligung ersucht 230/3 v«i» Vorstand. Verband der Schneider und Schveiderinntv. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß die Kollegin Frau Nowack am 3. Juli 1912 im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenke«! Die Beerdigung findet Montag, den 8. Juli, nachmtttagS 3'/, Uhr, auf dem städttschen Friedhof, See- ftrahe, Ecke Müllerstrabe, statt. 1(54/10 Die Ortsverwaltung. Nachruf. Freitag, den 5. d. M., verschied plötzlich nach kurzem Leiden unser hochverehrter Ehes, Herr IM Heinriolisdorff. Wir betrauern in ihm einen allzett türsorgenden Chef und persönlichen Berater. 2379b Ehre seinem Andenke«! Das gesamte Personal der Firma Anton Meenen SpezialHaus für Beleuchtung und Heizung. Danksagung. Für die herzlich« Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manne» Einist Dätweiler age ich allen Betelligten meinen herzlichsten Dank. Die trauernde Witwe nebst Kindern. E»tifo-./lktSUiin» 1 1. Gesch.; BerlinW., Mohren- 1 StraBe37a(2. Haus von der| Jerusalemer StraOe). |ll. Gesch.: Berlin NO., GroBel Frankfurt. Str. 1 1 S(2. Haus| von der AndreasstraBa). 1 Sehr gr.Ausw.fert. Kleider, I J Hüte, Handschuhe, Schleier I letc. v. einfachsten bis xum| ] hocheleganl.Genree.&aOerat J niedrigen Preisen. Sonder-Abteilung: naßuiifurtigaug in 10 bis 12 Stunden. Achtung! Da» Kassenlokal der Ortskranke»» lasse für den AmtsbezirkBlanken- felde befindet sich ab S. Juli 1012 in Kerlm-Rosenthnl l, Hauptstrafte v. Hochparterre links, und ist für da» Publikum werktäglich von 8 bis 1 Uhr geöffnet. Der Borstand. Gemeinsame Orts- Krankenkasse für SörUll-Vilmersäorl und Umgegend. IS. Nachtrag .um Statut der„Gemeinsamen Ortskrankenkaffe f.Dt.-WilmerS. dorf und Umgegend- vom 18. Juli und Ib. August 1894. Beschloffen in der ordentlichen Generalversammlung am 24. Mai �Jm S l Zeil« 2 ist für daS Wort .Deutsch' Berlin zu setzen. Der S 41 Nachlrag 11 wird dahin geändert, daß aus Zelle 3Iatt.1 Mark" a Mark und am Schlüsse statt ,120 Mari" 250 Mark zu setzen ist. Genehmigt. Potsdam, den 14. Jnni 1912. Stempel. Namens des BezirlsauSschuffeS. Der Borsitzende. In Berlreiung. ß. 7645. gez. Uulerschrist. Harn-, spez.chron Haut- u. Frauenleiden vorzeit. nervöse Scswäche usw. jSfEhrlieh-Hata-Kuren-Sü Sohnelle, grün dl. spezialäml Beb. mögl. o. Benusstörg. in OriraejerLbÄ'.iE untersuch. Fäden im Harn etc. Fried riolistr. 81, Spreohst. 10-2, 5-8, Sonnt. 11-2. Eonom maß. Teilzahl, ge statt. Frag' Deinen Freund nach Grimm& Triepe! Kautabak. Hokzarbeitertzerbaud. Für die ausgesteuerten Ritglieder gingen folgende Beiträge ein: Telegraphen-Apparates. Zwteiusch& Co. Mk. 15,25. Tischt. Szanto 9,05. Tisch!, g lato»& Priemer, 2. R. 60,—. Kollegen zur Aushilfe bei dem Hauptoorstand k,—. Möbels. GroschkuS 30,—. Tisch!. Kalmbach& Wolfs, 2. R. 15,—. Modellt. LucaS 5,—. Tischl. Stebert& Schmt finget 10,50. Polierer von Ntesel& Kämmer 12,—. Gen. Voran 6,20. Tischl. Lüdtke, Pankow. 9. R. 10.—. Tischl. Jacob& Braunfisch. 2. R. 11,65. Tischl. Hensel 6,60. Tischl. Grün& Hettwia 9,10. Gen. Phönix 15,—. Möbelf. Welnland 7,50. Oueues. Weih 8,65. Tischl. Müller-Weibensee 6,—. Möbels. Lochmann 6,-. Tischl. Libock& Stade 3,86. Tischl. Lüdtke 14,30. Tischl. Friedrich 15,—. Polierer von Gebr. Schuster 5.—. Tischl. Ball 7,95. Tischl. Starik, 6. R. 19,—. Tischt. Nickel, Kernicke& Lehmann, 3.«. 4. R. 21,35. Sechserk. Siebert& Aschenbach 20,—. Tischl. H.& 81. Schul, 20,36. Tischl. R. Schmidt 10.—. Tischl. Körner& Co. 8,70. Tischl. Hede& Krah 14,05. LuxuSmöbels. Morgenstern 10,—. Gen. Linde 10,—. Tischl. Schumann 3,40. Baut. Müller-Tegel 37,—. Stocks. Seligsohn 2,—. Stocks. Schütte Nchs. 13,20. Stocks. Groß& Ellinger 7,35. Stocks. Goldmann 4,75. Stocks. B. Noa 15,85. Stocks. Redlich. 2. R. 1,90. Tischt. Weitzhaupt 3,50. Tischl. Hyan 17,30. Tischt. Steinbock 7.50. Tischt. Lecijewstt 5,75. Tischl. 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Di» unter Sammlung der Ladenbranche auittterte Summe von 20,95 Mk. wurde betgesteuert von den Kollegen der Tischlerei Glokowtky. 86/8_ Die Ortsverwaltung. Den geehrten Strohwitwern empsehl« ich meinen bürgerlichen nittsswntlaeb, 4 Gänge 60 Pf., wie bei Muttern, ! w rnntlarler»setepeler. Abendkarte zu kleweo Preisen. Angenehmer Ausenthatt. 36012 43. I-antenbach. Die reellsten und billigsten Möbel and Pointerwaren erhält man zu Kassapreisen in der seit 33 Jahren bestehenden Möbelfabrik von A. Schals, Reichcnbergsr Straße 5. Größte Aua wähl in allen Holz- und Stilarten mit zehnjähriger Garantie.(6 Proz. Kassaskonto.) Ev. auf Ratenzahlung Keiihsplitkllt-Aitßlhts- WlMtkN. Solche müsse» an den Seiten den Titel führen D. R. P. so- wie Angabe de» offiziellen Standorte» Patent Jrrladen. Es wird mir von Berlin. Hamburg, München usw. vorgehalten, daß die R. P.-Ansichtspostkarten nicht überall hu haben seien. Dem gegen- über muh ich bemerken, dah bei einem solchen groben Unter- nehmen es doch geradezu unmöglich ist, ganz Deutschland, event. die Welt mit einem Schlage zu versehen. Zumal meine Postkarten nicht an fich in dem gewöhnlichen Sinne sind, denn fie find zu- gleich Wegweiser, Orientierung sowohl eine Erklärung des gegebenen Bildes. Sie beanspruchen daher mehr Zeit und Arbeit. Auch der übliche Konkurrenzneid spielt zur Verzögerung seine Rolle. Auch wird mir der Preis, a Karte 10 und 15 Pf., vorgehalten. Demgegenüber bemerke ich, daß nur das eine mich zu diesem Preis bestimmt: 1. die Arbeit, ob geistig oder handlich in Ehren zu erheben; 2. nicht zu unterbieten, und dadurch die Arbeit her- abzuwürdigen, denn nur der Arbeit verdankt der Mensch sein Leben. Demjenigen aber, der sich über alles das, ja dem ganzen Unternehmen gegenüber den Kops zerbricht, der lese mein Patent, da« wird ihn eines andern belehren. BorauSstchtlich werden die Karten nächsten August in verlin zur Susgabe gelangen. 204/20 Wilhelm Wmy. Preußische Klassen- Lotterie Lose in*/„'/.und'/,- Abschnitten sind zu haben bei NlOeblUS, Kgl. Lotterie- Einnehmer, * 78. Grofle Frnnkfnrter Str. 78. Zigarren. Rein überseeisch. Mk. 8«-tSO. Tarif ErstNasstge Ware. Preislage: Heinrich Holsing, Zigarrenfabrik Blashelm bei Lübbecke(Westfalen). Vertreter für G r o ff- B e rTi n und Brandenburg: Fr. Fehrensen, Berlin N., hohenhagener Straffe 15. 33782* fr. Siegel' feiMle Theaterbflhne Cr. Frankfurter Sfr. 30. 2 Kegelbahnen Empfehle den Gewerkschalten sowie Vereinen mein! Verein«- Pil fviuic■v--—— ■Inuner sowie Sftle(30 bi« 360 Personen fassend) zur Ab. , Sitzungen, Bersammlnrgen sowie Festlichkeiten .......-..I.......... ,11. Vi"------... iUSOO* Haltung von zu den kulantesten Bedingungen. 34322* KB. Sonnabende u. Sonntage itn Auguzt, September, Oktober noch frei. Möbelfabrik„Phönix". 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Neben dem allwöchenllich von der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats herausgegebenen Saatenstandsbericht ist im Laufe der vergangenen Woche auch die amtliche Uebersicht über den.Saaten» stand in Preußen zu Anfang Juli 1912" veröffentlicht worden. Die Berichte des Deutschen LandwirtschaftSratS sind privater Natur und beruhen auf Mitteilungen von etwa 300 Landwirten aus ganz Deutschland. Naturgemäß ergibt sich auS der geringen Zahl von Berichterstattern bei dem großen Gebiet, daß in ihren Urteilen nur eine sehr beschränkte Uebersicht über die wirkliche Lage zum Ausdruck kommt. Auch ist mit Recht darauf hingewiesen worden, daß subjektive Wünsche und Be- fürchtungen der betreffenden Landwirte das Bild erheblich trüben werden, zumal nicht nur von dem augenblicklichen Stand der Saaten. sondern viel mehr von den Aussichten der Ernte gesprochen wird. Nicht viel besser fallen auch die von dem Kgl. Preußischen Statistischen Amt veröffentlichen Monatsberichte aus. In ihnen werden Mit- teilungen von etwa 4400 landwirtschaftlichen Vertrauensmännern aus Preußen verarbeitet. Die Vertrauensmänner haben für ihren Bezirk die Güte der Saaten durch Zahlen(Noten) zu bezeichnen, und durch rechnerische Operationen wird dann das Mittel für die einzelnen Regierungsbezirke und den gesamten Staat festgestellt. Zu der Subjektivität der Einzelberichte kommt also hier noch eine rech- tierische Verallgemeinerung, die die Resultate nicht einwandfreier erscheinen läßt. Immerhin gibt dieser amtliche Bericht einigermaßen ein Bild von dem Saatenstand. Für den Anfang Juli wird darin angegeben, daß sich im allgemeinen der Stand über den Durchschnitt hält und daß infolge des überwiegend fruchtbaren Wetters fast überall eine befriedigende Weiterentwicklung der Saaten und Futterpflanzen zu verzeichnen sei. Der anfänglichen Trockenheit dieses Frühjahrs sind ausgibige Niederschläge gefolgt, die die Entwicklung des Brotgetreides und der Futterpflanzen begünstigt haben. Man erwartet deshalb eine ergiebige Ernte. Die Hoffnung geringerer Brot- und Fleischpreise für die breiten Massen wird allerdings durch diese Ansicht kaum größer. Durch die agrarischen Zollschutzmauern ist Deutschland von der übrigen Welt abgesperrt; den günstigen Einfluß guter Ernten im Jnlande und Auslande spürt der konsumierende Bürger überhaupt nicht mehr, er bekommt immer nur die schlechten Zeiten zu fühlen. Ein schlagendes Beispiel dafür ist der Ernteausfall deS vergangenen Jahres. Bekanntlich«ist die Getreideernte in Deutschland trotz der trockenen Witterung im Sommer 1911 nicht schlecht ausgefallen. Andere Staaten haben mehr darunter gelitten. Von einem Mangel oder auch nur von einem nennenswerten Rückgang der Ernte kann keine Rede sein. So ist zwar(vom 1. August 1911 bis 31. Mai 1912 ge- rechnet) die Gesamteinfuhr von Roggen von 4,896 Millionen Doppel- zentner auf 2,974 Millionen Doppelzentner gesunken. Aber auch die Ausfuhr ist forciert worden; sie stieg im gleichen Zeitraum von 7,212 Mill. Doppelzentner auf 8,116 Mill. Doppelzentner. Und das geschah, trotzdem die Preise im Inland stark gestiegen find(z. B. betragen sie in Berlin im Mai d. I. 199 M. gegen 169 M. im Bdr- jähr). Durch die Einfuhrscheine und die Ausnahinetarife wird im Inland das Angebot künstlich verkleinert, um die Preise hoch- schrauben zu Können. Trotzdem als NotstandSmaßregel Kaffee und Petroleum mcht mehr durch Einfuhrscheine beglichen werden dürfen, ist dennoch der mittels Einfuhrscheinen bezahlte Zollsatz ge- wachsen. Er betrug für die Monate Januar bis Mai 1911 46.4S9 Millionen Mark, stieg aber in den genannten Monaten dieses Jahres auf 63,197 Millionen Mark. Ueber 63 Millionen Mark sind somit vn«, der ReichSkasse an Zolleiimahmen glatt verloren gegangen. Von agrarischer Seite wird immer eingewandt, diese Begünsti- gung der deutschen Landwirtschaft sei nötig, um die Ernährung deS Volkes aus eigener Produktion zu gewährleisten. Dabei ist aber eine zweifache Frage zu beantworten: einmal ob sie heute und in den folgenden Jahren möglich ist, und dann mit welchen Opfern sie erkauft wird. Die Anbaufläche für Roggen ist zwar gestiegen. Sie beträgt jetzt etwa 6,18 Millionen Hektar. Die Gesanilroggenerzeugung stellt sich auf 10 bis 11 Millionen Tonnen. Die Ausfuhr überstieg die Ein- fuhr 1910 um das Doppelte. Die Weizenanbaufläche dagegen ist seit drei Jahrzehnten unverändert geblieben; sie beträgt etwa 1,97 Millionen Hektar. Zwar ist die Weizenausfuhr seit den 90er Jahren auch gestiegen, aber der Import übersteigt mit 2'/, Millionen Tonnen pro Jahr den Export von 440 000 Tonnen um das Vielfache. Der Mehr- import hat so stark zugenommen, daß auch Agrarier die Hoffnung ausgeben, Deutschland könne jemals seinen Weizenbedarf aus eigener Erzeugung decken. Bei Gerste ist seit den 70er Jahren die Erntefläche stabil ge- blieben, der Ertrag hat nicht wesentlich zugenommen. Die Ausfuhr ist ganz erheblich zurückgegangen und heute kaum noch nennenswert. Die Einfuhr stieg dagegen 1872—1909 von 0,18 auf 2,57 Millionen Tonnen. Bei Hafer ist Erntefläche und Ernteertrag gestiegen. Der Bedarf wird ini wesentlichen noch auS dem Jnlande gedeckt. Aus- fuhr- und Einfuhrmengen schwanken von Jahr zu Jahr erheblich, und halten sich in den letzten Jahren etwa das Gleichgewicht. Von den vier wichtigsten Getreidearten produziert Deutschland zwar Roggen und Hafer genügende Quantitäten, bei Gerste und Weizen aber versagt seine eigene Erzeugung. Die absoluten Zahlen geben aber kein v.ollkommeneS Bfld von der Bedeutung des Getreidebaues für die deutsche Bevölkerung. Berücksichtigt man die BcvölkerungSverniehrung. so ergibt sich, daß trotz absoluten Wachstums die landwirtschaftlich, ienutzte Fläche, auf den Kops eines Einwohners berechnet, abnimmt. Und zwar gilt das für alle Getreidearten, auch für Weizen und Hafer. Während auf einen Einwohner des Deutschen Reichs i.J. 1878 noch 31 Ar Getreideland entfielen, war dieser Anteil im Jahre 1909 bis auf 22 Ar gesunken. Selbst die Steigerung der Erträge auf der gleichen Fläche infolge besserer landwirtschaftlicher Betriebstechnik kann diese Abnahme nicht auf- heben. So wird die jetzige Gctreideproduktion zwar künstlich hochgezogen, aber der vennehrte Anbau, der den ganzen Bedarf doch nicht decken kann, dient nicht zur Vcrbilligung der Preise. Trotz der Steigerung des Anbaues im Inland sinkt das Angebot für den Konsum. Erst bei Preisen, die durch keinen agrarischen Zoll belastet sind, würde sich der wirkliche Bedarf des Volkes, der weit höher ausfiele alS der augenblickliche, zeigen._ vom»ilntlerhznäel. Den AdoptionSschwindlern dürfte durch die Beleuchtung ihres Treibens, die in letzter Zeit vor Gericht erfolgt ist, ein bißchen das Handwerk gelegt worden sein. Wer Bescheid weiß, der wird Annoncen, in denen Kinder zur Adoption gegen Ab- findung angeboten werden, mit Vorsicht genießen. Leicht könnte hinter so einer Annonce ein gewisser Gauner stecken, dem cS nur darum zu tun ist, auf einlaufende Offerten sich mit der Empfehlung eines von ihm betriebenen„Adoptionsbureaus" zu melden und dem Adoptionslustigen zunächst mal bareS Geld für angeblich einzuholende .Auskünfte" abzufordern. Von Kinderhandcl kann man bei einem etwa nur auf Er- fchwindelung von„Auskiniftsgebühren" abzielenden„AdoptionS- bureau" nicht reden, da ja der Inhaber entweder überhaupt keine Kinder zu verschachern hat oder doch nur in ganz vereinzelten Fällen auch mal diese« Handwerk betreiben wird, um gegenüber der Polizei und dem Gericht sich den„Beweis" wirklicher„Adoptionsvermitte- lung" zu sichern. Der regelrechte Kinderhandel ist em— wenn man so sagen darf—„reelles" Gewerbe; denn bis jetzt ist keinem Menschen verboten, seine Kinder gegen Abfindung weg- zugeben beziehungsweise fremde Kinder gegen Abfindung zu über- nehmen, und auch das ist noch erlaubt, solche Kinderverschache« rung zu vermitteln. Nebenbei bemerkt: von gewöhnlichen Handels- geschäften unterscheidet der Kinderschacher sich dadurch, daß bei ihm für das wegzugebende Kind gewöhnlich derjenige, der es als„eigen" übernehmen soll, nicht einen Kaufpreis zahlen, sondern mit Rücksicht auf die UnterhaltSkosten noch ein tüchtiges Stück Geld haben will. In einem Gegensatz zu den Adoptionsbureaus, die durch Schwindler in Mißkredit gebracht worden sind, stellt sich ein Unter- nehmen, das auf andere Art gleichfalls die Vermittelung von Adoptionen, neben der Vermittelung von Pflegestellen, betreibt. Kennen lernen kann man dieses Unternehmen durch Annoncen, wie die folgende, die sich in einem Provinzblatt fand: Kind. Achtbare Leute, die solches gegen Kapitalabfindung oder Pflegegeld in treue Hände nehmen möchten, wollen Adresse senden: Lagerlarte 259, Postamt..., Berlin. Eine Frau, die ihre Adresse an das in der Annonce angegebene, von uns hier nicht näher bezeichnete Postamt einsandte, erhielt als Antwort einen gedruckten Brief auS einem Vorort Berlins. Am Kopf des Briefes präsentierte sich in stattlichen Buchstaben die Ueber- schrift„Die Kinderfürsorge", und unterzeichnet war„Die Geschäftsleitung der Kinderfürsorge, G. A. H i n r i ch s e n". Folgender- maßen lautete der Brief: Sehr geehrte Frau l Ihren Wunsch nak� einem Pflegekind dürften wir wohl am ersten erfüllen können. Durch die dankens- werte Energie und das überaus nötige Zugreifen der Polizei sind die meisten sogenannten„Adoptionsbüros", soweit sie nur den Leuten das Geld aus der Tasche stehlen, beseitigt worden, so daß ein reelles und voraussichtlich zum Ziel führendes Unternehmen, wie das unsrige, alsbald von allen interessierten Personen, sowohl von den Müttern, die ihr Kind nicht bei sich behalten wollen oder können, als auch von den achtbaren Familien, die ein Kind in treue Pflege nehmen möchten, in ausgiebigster Weise benutzt und dadurch der Erfolg für beide suchenden Parteisn mehr und mehr gesteigert werden wird. Die Statistik weist die Tatsache nach, daß in Deutschland Jahr für Jahr viele Tausende, besonders uneheliche Kinder gegen MonatSgeld oder gegen einmalige Kapitalabfindung an achtbare Familien vergeben werden. In erfterem Falle werden monatlich 16—100 M., im zweiten Falle von 1000 M. an gezahlt, je nach den Mitteln und dem Stande der Eltern. Jede Mutter, die eine solche Familie sucht, fragt sich nun: Wo bringe ich mein Kind unter? Wem vertraue ich mein Kind an? Darauf geben nun wir die Antwort, indem wir in unserer Kinderfürsorge einen Nachweis eingerichtet haben, den wir ftei den sämtlichen Entbindungsanstalten(auch den geheimen) in ganz Deutschland mit der Aufforderung zusenden, ihn allen jungen oder werdenden Müttern zu übergeben, damit sie aus diesem Nachweis die Familie sich aussuchen, der sie ihr Kind übergeben wollen. In unserem Nachweis geben wir auch gleich die Bedingungen be- kannt, unter denen Sie ein Kind aufnehmen wollen, ob gegen Monatsgeld oder gegen Kapitalabfindung, wie hoch Sie beides bemessen usw. usw. Wünschen Sie also ein Kind, so müssen Sie das den Müttern durch diesen Nachweis mitteilen. Zu diesem Zweck müssen Sie den umseitigen Fragebogen ausfüllen und uns mit der Gebühr von 4,— M. für den dreimaligen Nachweis einsenden. An uns haben Sie dafür nichts zu zahlen, wenn Sie ein Kind mit Pflegegeld oder Kapitalsabfindung durch unseren Nachweis erhalten haben. Im Gegenteil: wir lehnen jedes derartige ProvisionSangebot, wie sie uns täglich zugehen, von vornherein auch hiermit entschieden ab. Benutzen Sie also schleunigst den umseitigen Fragebogen und senden Sie uns den- selben baldigst zu, zugleich mit der Gebühr von 4,— M., da diese dazu dienen, unsere Kosten für Druck. Porto usw. usw. zu decken, und ohne diese verhältnismäßig geringe Gebühr selbstverständlich die Aufnahme in den Nachweis nicht erfolgen kann. Einen Nach- weis mit Ihrem Gesuch schicken wir Ihnen dann frei und kosten- los zu, damit Sie sich selbst davon überzeugen kömien, wofür Sie Ihre Gebühr von 4 M. ausgegeben haben. Also auch hier ging die Annonce nicht, wie man nach ihrem Wortlaut hätte annehmen können, von Leuten aus, die selber ein Kind weggeben wollten. Sie ging aus von einer Person, die nur die Herbeifchaffung von Adresien solcher Leute vermitteln wollte, wofür dann natürlich eine Gebühr gezahlt werden mußte. Die Ver- Mittelung wird dadurch bewirkt, daß eine von Hinrichsen heraus- gegebene Zeitschrift.Kinderfürsorge" in einer als Beilage ver- öffentlichten Liste die Personen, die sich zur Ueber nähme eines Kindes bereit erklärt und die 4 M. bezahlt haben, mit ihren Adressen samt den Bedingungen nennt. Wer die 4 M. zahlt, dem liefert Hinrichsen nicht selber Adressen von Eltern, die ihre Kinder weggeben wollen. Der in die Liste Auf- genommene hat abzuwarten, ob solche Eltern sich melden werden. Wir vermuten, daß nicht viele von denen, die die oben mitgeteilte Annonce gelesen haben, auf so etwas vorbereitet gewesen sein werden. AuS mehreren Nummern der„Kinderfürsorge", die uns vorliegen, gewinnen wir den Eindruck, daß bei Hinrichsen das Geschäft recht flott geht. Mäßig scheint allerdings die Ernte aus dem Abonnement der von G. A. Hinrichsen redigierten, von Frau Emmy Hinrichsen verlegten Zeitschrift zu sein, die im Oktober 1911 beim Erscheinen ihrer ersten Nummer sich zu 2,60 M. für sechs Nummern jedes Quartals anbot, aber eS dann für zweckmäßiger hielt, schon vom Januar 1912 ab für sechs Nummern jedes Ouarials nur noch — 40 Pfennig zu fordern. Wieviel zahlende Abonnenten durch diese rasche Ermäßigung schließlich zusammengebracht worden sind, darüber erfahren wir nichts aus den vorliegenden Nummern. Zu einem, recht stattlichen Umfang entwickelte sich aber im Laufe von wenigen Monaten die Liste der Hoffnungsfrcudigen, die ihre vier Mark hergegeben hatten. In der Liste von Mitte März zum Beispiel zählen wir bereits 134 Namen. Personen aller Art, von denen nur wenige in Berlin und Umgegend, die meisten in Provinzorten wohnen, erklären teils durch diese Nachweislisten, zum Teil auch noch durch besondere Annoncen in der „Kinderfürsorge" sich bereit zur Uebernahme von Kindern gegen monatliches Pflegegeld oder gegen einmalige Abfindung in Beträgen von verschiedenster Höhe. Nur ganz vereinzelt findet sich der Zusatz, daß man ein Kind umsonst nehmen wolle. Wir können nicht wissen, welchen Erfolg all diese Angebote zur Uebernahme gegen Abfindung haben. Wer nur nach den Angeboten und ihrer Menge urteilen will, mutz den Eindruck empfangen, daß durch die Hinrichsensche „Kinderfürsorge" in ganz außerordentlichem Umfang der leider durch Gesetz nicht verbotene Kinder- Handel vermittelt wird. Mancher wird höchst überrascht sein, wenn er hört, was für Leute bei solchem Handel die Rolle von Pflege- oder Adoptiv- eltern übernehmen wollen. Vertreten sind da Personen aus den verschiedensten Berufsgruppen und Gesellschaftsschichlen, und die ge- forderten Abfindungsbeträge schwanken zwischen einigen hundert Mark und vielen tausend Mark(bis zu 40 000'Mark in den uns vorliegenden Listen). Wir wollen hier nur einige der inreresjanteren Proben, so wie sie in den Listen und Annoncen sich bieten, wieder« geben. Ein Syndikus und Dr. med., der in Bayern seinen Wohnsitz hat, will für 10—20 000 M. adoptieren. Ein Apotheken- besitz er in Schlesien fordert für Adoption 10—15 000 M., während ein Lehrer«ms Westfalen es schon für 6—8000 M. macht. Durch eine Annonce mit der groß und dick ge« druckten Ueberschrift„Offiziersfamilie" wird für An« nähme an Kindesstatt und eventuelle spätere Adoption ein einmaliger Erziehungsbeitrag von 10 000 M. gefordert. Unterzeichnet ist ein in einem Vorort Berlins wohnender L e u t n a n t a. D., der sich auch durch die Liste anbietet. Aus einem anderen Vorort er- bietet sich ein„königl. Regierungssekretär", gegen einen einmaligen„Erziehungsbeitrag" von 5—6000 M. zu adoptieren. In den ersten Nummern der„Kinderfürsorge" finden wir auch Annoncen von Personen, die ihre Kinder weggeben wollen. Da haben wir nun das genaue G e g e n st ü ck zu den Annoncen der- jenigen, die solche Kinder übernehmen �wollten. Nicht nur Neu« geborene und Säuglinge, sondern auch ältere Kinder, selbst von 6 Jahren, 8 Jahren. 9 Jahren. 12 Jahren sollten da als„eigen" hingegeben werden. Meist war die Angabe beigefügt, daß ohne gegenseitige Abfindung das Kind gegeben und übernommen Iverden solle. Manche Mütter erklärten ausdrücklich, daß sie arm seien und ihre Kinder verschenken wollten. Das ist wohl nichts für die Herrschaften, die für 10 000 M., 15 000 M., 20 000 M. usw. sich zur Adoption anbieten? Es ist ein eigenarliges Kulturbild, das in der Hinrichsensche» „Kinderfürsorge" sich vor uns aufrollt. Dabei erscheint der Kinderhandel, der durch diese Kinderbörse vermittelt werden soll, fast in der Beleuchtung behördlichen Schutzes. G. A. Hinrichsen sagt, daß er seinen Nachweis„den sämtlichen Entbindungsanstalten(auch den geheimen) in ganz Deutschland" zuschickt.' Was für Anstalten mögen das sein, die seine Aufforderung, den Nachweis an die Mütter iveiterzugeben, wirklich befolgen? Die erste Nummer der„Kinderfürsorge" kündigte an: „Der gesamte Abonnementsertrag(wovon nur die reinen Selbst- kosten des Verlages abgezogen werden dürfen) dient zur Aufnahme, Pflege und Erziehung ganz mittelloser Kinder." Am Ende wollte die Sache gar als„W o h l t ä t i g k ei t s"- Veranstaltung sich emp- fehlen? Da möchten wir wissen, wieviel für den angegebenen Zweck drübergeblieben ist. Arbeltcr-Samaritcrbund, Kreis Brandenburg. Lchrahend haben in dieser Woche: Berlin. Am Montag, 1. Abteilung: in den Rlttersälen, Nltterstr. 76, abends 8'/. Uhr. Schöneberg. Am Donnerstag, Vorbergstraße 9, bei Haendel, abends 8'/, Uhr. Lichtenberg. Am Donnerstag, Scharnweberstr. 60, bei Picken- Hägen, abenW 8'/, Uhr. Wilhelmsruh. Am Donnerstag, Viktoriaftraße 7, bei Barth, abends 8 Uhr. FriedrichShagen. Am Donnerstag, Friedrichstr. 62, 2. Hos, abends 8 Uhr. N o w a w e S. Am Freitag in der Forlbildungsschule, abends 8 Uhr. _ Die Kreisleitung. Hilfskasse der Graveure, Ziseleure und verw. Berufsgenoffe« in Berlin tagt jeden zweiten Montag im Monat im Rcstauram Luisen- user 1, abends 8—10 Uhr._ eingegangene DruchFchriften. „Kommunale Praxis«. Wochenschrist für Kommunalpolitik und EemeindesozialismuS. Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. H., Berlin SW. 68. Preis pro Quartal 3 M. Einzel- Hefte 30 Ps. Da mit dem 1. Juli ein neues Slbonnement begann, halten wir eS für geboten, gerade zur jetzigen Zeit aus die Wichtigkeit der„Kommunalen Praxis" für alle diejenigen, die em besonderes Interesse an der Verwaltung der Gemeinden haben, hinzuweisen. Die �Kommunale Praxis" bietet in ihren Wochenhesten eine fort« dauernde Uebersicht über alle Vorgänge auf dem Gebiete deS deutschen Gcmcindctebens, soweit sie von allgemeinem Interesse find. Ein großer Stab geschulter Mitarbeiter berichtet aus allen Teilen des Reiches und auS dem Auslande für sie. Besondere Aufmerksamkeit wird auch den Bedürs- nissen der kleinen Gemeinden gewidmet. Im Briefkasten erhalten die Abonnenten aus Anfragen aus dem Ge- biete der Kommunalpolitik umgehend kostenlose Auskunft. Wer die„Kom- munnle Praxis" noch nicht kennt, verlange vom Verlag kostenlose Zusendung einer Probenummcr. Abonnements nehmen alle Postanstalten und Buch- Handlungen entgegen. Der neue HalbjahreSband der in unserem Berliner Parteiverlage erscheinenden Wochenschrift„In Freien Stunden" gelangte soeben zur Ausgabe. Als Hauptroman enthält der Band den besten der sozialen Ro- mrnie Zolas G ermt« al, den der Münchener Künstler I. Damberger illustriert hat. Aus dem übrigen Inhalt erwähnen wir noch: E i n L u c a della Robbia, Italienischer Kriminalroman von Cesare Cartellieri, sowie L i u d e i i n, eine Märchennovclle von Jonas Lie. Außerdem ent- hält der Band noch viele Abhandlungen auS den verschiedensten Wissens- gebieten und UnterhaltuugSstoff mannigfacher Art. Der Preis ist: in Leinen gebunden 3,50 M., Halbsranzband 4 M., Halbsranzband aus besonders gutem Papier 5 M. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. v Marktbericht von Berlin am S. Juli 1018, nach Ermittelung deS königl. Polizeipräsidiums. Markthalle«preise.(Kleinhandel) 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00—50,00. Speisebohnen, weiße, 30.00—50,00. Linsen 40,00-80,00. Kartoffeln(Kleinhdl.) 9,00—15,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,40—1,80. Schtveineslelsch 1,40-2,00. Kalbfleisch 1,50-2,40. Hammelfleisch 1,70— 2,40, Butter 2,40—3,00. 60 Stück Eier 3,20— 4,80. 1 Kilogrckmm Karpfen 1,40—2,20. Aale 1,00—3,20. Zander 1,60-3,60. Hechte 1,20—2,80. Barsche 0,80-2,40. Schleie 1,20-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stück Krebse 2,00-40,00._ WittermigSitbersicht vom 0. Juli 1918. Stationen Swinemde. Hamburg Berlin Franks.a.M. München Wien *Be la if 768 NNO 768OSO 76SSD IsöiSO 763O 7671920 «Setter 2he!ter Äwolkenl 1 halb bd. 2Dunst 4wollenl Isivolleiil »8S ti% S". i? H.O 18 18 19 17 15 15 Stotlonen c C Haparanda Petersburg Zcillh Abcrdccn Paris � S 10 757 O 756 320 76332 320 766 760 S Still «Lette, Oswolkenl Uwolkenl 3wölkig 3 halb bd bedeckt ** 1- äk 12 14 14 12 15 Wetterprognose für Sonntag, den 7. Jnli 1918. EtwaS wärmer, zunächst vorwiegend heiler bei ziemlich lebhatten südöstlichen Winden; später langsam zunehmende Bewölkung; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berliner Wetterburea«. Wnffrrftandö-Rachrichten der Landesanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. seit 4. 7. cm') —2 +2 +4 0 —2 +4 0 —2 —6 +1 +1 +5 0 ")+ bedeutet Wuchs,— Fall.—•) Unterpegel. Theater und Vergnügungen Schillei'-riKster Charlottenbnrg. Das Konzert. Luslspi«! in 3 Akten von Hevm Snftr. Ansang 8 Uhr. Ende 10'/. Uhr. Morgen und folgende Tagee v»» Konzert. Berliner Theater. AbendS 8 Uhr: Grotze Rosinen. AbendS'd Uhr: Die ö Frankfurter. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Der liebe Augustin. Operette von Leo Fall._ Metropol- Theater. SHdeWer Phantastisch mufikalische Komödie in 3»Uten ans dem Englischen völlig frei bearbeitet von I. Freund. Musik von R.Nelson. U. a. Tänze v. W. Bishop. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schultz. Ansang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Voigt-Theater. Äesundbrimnen Badstratze öS. Heute sowie täglich: Die Tochter der Hm Gr. rom. AuSslaltmigSstück m. Tanz und Aesang in S Bilder». Neue BeleuchtungSestckte usw. usw. U. d. grob« Spczialitätm-Programm. Kasseneröffnung 2 Uhr. Ans. 4 Uhr. Reieliskallsn-Tliealer. Stettiner Slinger Zum Schluß neu: Sanatorium Sonnenstich. Burleske von Mehfel. Ansang Wochent. 8, Sonntags 7-/. Uhr er Jfzuej tijiüiüuius KÖDigsiadt-Kasino. Ecke Holzmarkt- u. Alexanderstr. Täglich: VgtlStt UNll IltSStös. Vom 1.— 18. Juli: S Lpsrlaiitllton und„Sit» llsds", Lustspiel in 1 Akt,„0»» Mädchen aus der Fremde", Pofte mit Ges. in 1 Akt. 3 Kapellen 3. 30 Attraktionen 30. 8(Ihr] Ballon-Aufstieg Käte Paulus. Entree 50 Pf. Kinder den ganzen Tag frei!• ■ 9 P> ll s n □ M i i m Sechster 3erl Beichstagsvuahlkreis. Sonntag, den 14. Jali 1912, im ScfeioQ WelQensee: Großes Sommcrf est bestehend in Konzert, JMalTengcrang, Torträgen, feuerwerh, Spezialitäten fowie Volksbelustigungen rerfchicdener 3rt. ZlvUmuNker □ Hrbelter-Scbwimmtr 1 1 vi> Ir fc cn de: Sekangvereine des Hrbcittr-Sängerbundes □ Hrbeitcr-Hthleten □ Berliner Ulh-Crio □ Original Bill und Bull Ezeeentrix Lea Sands, Sport-Hht. Billett Im In den Sälen: Vorverkauf 20 Pf., an�der Kasse 25 Pf. Tanz, r Anfang mittags 12 Uhr. 9* Die Kaffeehttche Ist von nachmittags S Uhr an gettflTnet. Jedes Kind erhält 2 Bons, einer ist gegen eine Stooklateme umzutauschen, der andere berechtigt zur einmal. Benutzung d. Schaukel od. d. Karussells. Programmhefte am Eingang. Fahrverbindung mit den Straßenbahnlinien SS, 60, 61, 62, 72 und 73 sowie mit Stadt- und Nordring.[230/7* Das Komitee. [OHi OCISCHER> GARTEN Heute am 1. Sonntag im Monat Eintritt Q C DT die Person:•.0*1« Ab nachm. 4 Uhr: GroBos Militär-Konzert 3 Kapellen. Täglich: Hilitär-Doppel-Konzert, Ab 8 Uhr. Attraktionen Clown Alf. Daniels mit seinen Zirtusspähey. Paul Beckers als Angler usw..• Diellnfallgefahren in derHolzindustrie iimisiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiHiiiiuimiii Weßider- Ausstellung , des Deutschen ... Holzarbeiterverbandes iiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiin vom 23. Juni bis 21. Juli 1912 im Berliiver Gewerkschaftshaus, Saal III Engelufer 14-15 Gebffhet v. 9-1 u. 4-9 Uhr >•-• Sonntags von 9-1 Uhr ig i;■ Deutscher Holzarbeiter-Verband FREIER RUDER-BUND BERLIN. Nonntag, den 14. Jnll 1912, mittags IS Uhr: h RUDER-REGATTA» der dem Bund angeschlossenen Arheiter-Rudervereine„Collegia", -------„Freiheit" und„Vorwärt«" auf der Treptower Spree.-------- Start: An der Treptower Eisenbahnbrücke. 2366b* Ziel: Restaurant„Schwanenberg", Stralau, Tunnelstr. 20. Während der Regatta: Promenaden-Konaert. i i i Im Anschluß an die Regatta:,■ Gartenfest im Restaurant„Schwanenberg" Konzert det Berliner 8lnfonle-Oreheitere(Dirigent: N. Fischer). Im Saale: B AIiIj.— Bücherverlosung, Motorboot-Rundfahrten. -------------- Kinder-Fackelzug.--------------- Eintritt 20 Pf.— Anfang des Konzerts 4 Uhr.— Kinder frei. I pwwwwwwwwwwwdwwwwwwwww WWWWWWWWWI' Gebr. Schwarzer irnholdl Udler Berlln-Idchtenberg, Frankfurter Chaussee 8. Vom i. juii: Q«stspiel Karl Braun. Täglich Konzert u. Spezialitäten-Torstellang.! Tollstündlg nenes Programm. 1 Mittwochs Elitetag. Donnerstags Kinderfest. Sonntags Tanz'Reunion. OSE=THEATE Sonntag, den 14. Jult I91S. im amerikanische« Bergnügungspark.Neue Welt«, Hasenheide 108—114: Grojtes(laufest. Eröffnung 2 Uhr.— Eintritt 25 Ps. Konserte.' 3 Spezialitäten-VorstelluDnen, Kunst- und Reigenlabren. ■ IMS~ Ball In beiden Nftlen. IM Sensationelle Attraktionen und Volksbelustigungen aller Art. Präzioe 2 Uhr: Koroofahrt mit fflnslk. Semmolilart: t'/, Uhr Borgmannsir. 8— T(Habel« BrauereQ. Btntrittskarfen a LS Pf. find zu haben im Fahrrad- hauS«Frisch aus", Brunnenstr. 85 und Kostbuser Str. S; in den Restaurants Max Krüger, Hasenheide 11 und A. Mehner, Jahnstr. 12(beide Lotale sind gegenüber der „Neuen Weit"! sowie in allen mit Plakaten belegten»e- jchästen. Wir bitten unsere Freunde und Gönner, fich rechtzeitig mit Eintrittskarten zu versehen, da wir an der TagcStaffe keinen Anteil haben. Die Raffeeküche ist vo» S.UHr.«iu-ge»|f«et. Exeelsior-Liehtspielhaus MeuköIIn SfflSih'.'lr-« Passage noch einmal Wegen des enormen Erfolges wiederholen wir) auf vielseitiges Verlangen unserer werten Gäste, welche wegen det auBerordentliohen Andranges keine Billetts mehr erhalten konnten vom 6. bis IS. Jnll einschl. zum letzten Male dae sensationeUe Artisten- Drama in flsA A TniB'fchl u- d?ren Fortsetzung 3 Akten: M-«"■ ÖMulSI in 4 Akten: Grafensohn und Artistins Außerdem: Moritz and sein Orden. 0 diese Frauen (von Max Linder) etc. Beginn der ersten Voretellung'1,7 Uhr abends. An Wochentagen: vwd Restaurant Neu-Seeland, Stralau; am Rommelaburger See. Inh. Wwe. Schonert i Jeden Sonntag Spezialitäten-Vorstellung u. Konzert.' Im Vergnügungspark: 82 121-* i Oroßes Volksfest ä la Stralauer Plschzug.; Im Saal: Qr. Ball. Jeden Mittwoch; Or. Kinderfest.| Abends; Spree-Athener, Dir. M. Zerner.; iMMMtMMOMBMOOMMMfMMWMOMN Wroge Franfiurf er Str. 132. I Gastspiel Helene Stielte:| ! J1 Die franiidie einer Ehe. JJ Ansang 8% Uhr. Aus der Gartenbühnc:-MM Hut GS ist erreicht! Gr. Revue. Serllner Prater-Theater - KustssiilciissNcc 7-0. Täglich: Ansang 4'/, Uhr. O, diese Berliner! AuSstatt»Posse von Freund. Musik von EinödShoscr. Erstklassige Spezialitäten. Konsscct. X D A ti t* Admiralspalast am Bahnhof Friedriohstraße, s. X. einziger Eispalast. Angenehm kühler Aufenthalt. Heute 2 Vorstellungen! Nachmittags und abends: Das sensationeUe BisbaUett <• Vvonnc"... Abende außerdem de« greediose■ Kunsttaufprogramm. Die klolne Charlotte. Bis 6 Uhr und ven 19*/, Uhr abend» halbe Kassenpreis». Puhlmanns Theater Schttnhanser Allee 148. Heute sowie täglich: 1 Bollständig neues Programm. IliSStös Ufill 8pg!lsIiMöii. Im Saale: Ball. Eniree»O Ps. Ansang S'/, Uhr. i k Am Königstor Am �rtedrichShaiN', WUUglHnase,' Spezialitäten u. Lichtspiele. Im Saale täglich Taus. Jeden Mittwoch: Kinderfest. Sonntags 4 Uhr u:: Wochentag» 51/, Uhr. Yolksgarten-Theater Badstr. 8 und Bellermannstr. 20/25: Täglich: Konzert. Theater und SPezialtfäten'Borstclluna. MMT Neues Riescuprogram«! Die Nichte des MiDisnürs. Mit Gesang»und B- Schweitzer. Grohe Tanz von Dr. Lurgtheater- Kino und Fpctcälp Schönhauser Alloo 129. rcdianic, Säle füjjHoohioiten u.Vereinsvergnügen. 4 hocheleg. Kegelbahnen. Tagl. Frei-Konzert unu Frei-Kino im Garton. Rcdoir Kon. Telegramm Freie Fahrt vom Halleschen Tor nach Hagenbecks Indien! NB. Sie sollen sich nicht mehr beklagen über sehleohte Fahrverbindun* nach hier 1! I__»rm..... i67',5' Sonntag, den 7. ds., lasse ich rom Halleschen Tor, Haltestella Blücherplatz, Auto-Omnibusse ah 8 Uhr nachmittags bis 10 IJnr abends für meine Rechnung fahren, die Sie und Ihre Familie zur Ansstellnng gratis belOrdern und haben Sie nur zweck» freier Fahrt Ihre Entree-Billette ohne jeden Aufschlag beim Schaffner beim Besteigen des Wagens-u lösen. GUSTAV HAGBNBÜCK. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Kerl. Reichstagswahlkreis. Sonntag, den 14. Juli 1912: Großes Som merkest in den GesamtrSnmen der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Konzert, GeHang;, Klneniatogrspb, Ball(Herren zahlen 50'ff. nach). Jedes Kind erhält einen Bon zur Stocklatsaae gratis. Dir Kafieeküche ist r. 2— 6 geöffnet. Hihiitnkandfi• Sinfonie-Orchester. Dirig.; Maximilian fflUWirKcQuC. Fischer. liledertalel We8t(M. d. A.-S.-B.) Vorverkauf: Billett 20 Pf., an der Kasse 30. Pf. 208/7* Der Vorstand. P. Schmidts Sommer- Theater Landsberger Allee 7S/77. Täglich: Gr. Kon,ert u. Spezialitäten» Vorstellung. Im Saal: Gr. Ball. Jeden 1. und 16.: Neues Pro- aramm. Wochentags Entree irei. Anjang 6 Uhr. S24lL* KilölllW VckZggllöil Jnh.«sltsr SchrMer Telephon: Amt Lichtenberg Nr. 161, Lichtenberg. Roederftr. S8/8S Verlängerte Landsberger Allee. Vom Ale;anderplatz IS Minuten. Linie 04. 67, 7t. Linie Kurzestrabe— Hohenlchönhaulen. Jeden Sonntag: Ekll�tk§llü. Jeden Dirnstag und Donnerstag: Freiian;, Gratis-Verlosung. �Hiamdrs Wallner-Theaterstrabe IS. Grolier Bad Grobes Orchester. Anfang Sonntags 6 Uhr. A, Zauieltat. Jeden Sonntag; Bes. Krertn-FestsiiCrti 0. Ernert, Kreurbergstr. 48. soiSwtr.Siezialilil- lorstelln5<'i.,.'Ä)" Eintr. frei, Prgr. pr.Pers. 10 Pf.— Jeden Montag: Jeden Freitag: Paul Bantheys _ Lnstlce Sänger. Passepartouts u.Vorzugsk. gültig. Einige Sonnabende ont kul. Bedingungen an Vereine zu vergeh. Nißles Fest-Säle Dennewitzstraße 13* Jeden Sonntag: Canzkränzdien. Der Garten Ist eröffnet. 23896 C. MlBle. Markgrafen-Säle 84, narkgrafen-Damni 84 _ An der fc tralauer Allee.--------- Täglich: Lrels Xlno-Voratalluag. Im Restaurant täglich musttalische Unterhaltung. Vorzügliche Küche, ff.Biere u. Seine, Billard U.Kegelbahn kezIlIei>!Ztf. iS Seedsd keinicken�ork ,... Straßenbahnlinien 82, 85 nnd 41. Berrllcher Natur garten am grollen See gelegen Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: ♦ Theater, Spezialitäten und Konzert. ♦ im Saale; Großer Pamlllen'Ball. !>£,«». Kinder- n. FaniMesl Torstellung. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 5 Uhr. SPREE- A HAVEL- I I ri..J DAM PFSCH I FFf AH RT- ��-GESELLSCHAFT I/i.l" vv MV- Aueschneidcn, emetaeint nur einmal!-M> Billige Ferien-Dampferfahrlen. i. Ab Jannowitzbrücke(Restaurant Belveddre) und Brandenburger Ufer(Ab Schlesisehes Tor'1, Std. später): Täglich vorm. 9 Uhr und naehm. 2 Uhr 1 n Woltertdorfer Schleuse (Äußer Sonnabend u. Sonntag nachm.) j Jeden Dienstag n. Freitag vorm.• Uhr nachTeuplU n. Neue Mahle. . Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnnerstag, Freitag mm. 9.30 Uhr und Montag und Donnerstag nachmlttagi 2.10 Uhr nach Neue Mühle. Montag, Mittwoch nnd Freitag nachmittags 2.16 Uhr nach Rauehfangswerder. Dienstag und Donnerstag nachm. 2.16 Uhr nach Müggelheim Mittwoch und Freitag nachm. 2.10 Uhr nach Krampenburg, Seddinwall und Zwiebusch. Montag, Mittwoch, Donnerstag vorm. 9.30 Uhr und Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag nachm. 2.10 Uhr nach Freibad GrDnau. Fahrnrels: Hin und zurück vorm. 70 PI., nachm. 60 PI., nach Teupitz 2 M., Kinder die Hälfte. Sonntags- Sonilerfafirten vorm. 0.00 Uhr Woltertderler Schleuse(70 PI einfache Fahrt), 0.30 Uhr nach Rauehfangswerder(56 PI. einfache Fahrt), 10.00 Uhr nach Krampenburg nnd Schmöckwitz(50 Pf. einfache Fahrt). Billige Konzert'Promenadenfahrten. Jeden Dienstag und Freitag vorm. 9.30 Uhr nach Nene Httble. „ Mittwoch vorm. 10 Uhr nach Wcrnadorfep Schlenae. Fahrpreis: Hin und zurück 70 Pf., Kinder die Hälfte. II. Ab Weidendamnier Brücke(Bahnhof Friedrichstraße) vormittags 9.00 Uhr, Calb Gärtner(Bahnhof Bellevue) 9.26 Uhr, CharloltenDurg(Sohloßbr.) 9.50 Uhr, Spandau(Oharlottenbr.) 11 Uhr'. Täglich nach PfaUSDillSSl und PotSdafH. Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag naöh WeildCP, Sonnabend nach Ferch. Fahrpreis hin and zurück: Wochentag« 1 M., Sonntage'.00 M. Montan und Mittwoch vormittags 7.30 Uhr ab Weidendamnier Brücke, 7.55 Uhr Oaf4 Gärtner(Bahnhof Bellevue), 8.15 Uhr Oharlottenhurg, 8.16 Uhr Tegel, 9,25 Uhr Spandau, 11 Uhr Potsdam nach Brandenburg a. H.(2 M. hin und zurück), Rückfahrt 6.00 nur bis Spandau, Tegel._ Iii. Ab Potsdam, Kaiser Wilhelmbrucke(Eisonbahn-Hotei): Jeden Montag und Donnnerstag nachm. 2.80 Uhr nach Parct« (Donnerstag bis Ketsln). Dienstag und Freitag nachm. 8 Uhr nach Phöben. „ Mittwoch und. Sonnabend nachm. 8 Uhr nach Petiow and GUrstewer Alper. iv. Ab PIStzensee(Bahnhof BeusselsfraBe) vorm. o so Uhr. Jeden Sonntag nach HelllgcnSCe(einfache Fahrt SO PL). V. Ab Tegel vormittags 8.16 Uhr: Jeden Montag und Mittwoch nach Brandenburg a. H.(8 M. hin und zurück.) „ Montag und Donnerstag, naehm. 2 Uhr, nach Telten. Mittwoch nach Blrbenwerder. Freitag nach Hennigsdorf and Borgedorf. hin t (Fahrpreis hin and zurück 50 VT rwi 1 Sozialdemokratischer Wahlverein des 4. Berliner Beichstags-Wahlkreises. Aiknstag, dtu 9. Juli, abesds pünktlich 8 Uhr, in den„Konkordm-Sülen", Andrensjtr. kä: Ansterordentliche General- Uerjammlnng. Tagesordnung: 1. Weiterkerawng nnd vefchlublassung über die Anstellung eines dritten Angestellte««Nd Anträge. 2. Beratung und«e|chlub!assung über das Wahlregulatw und Antrage. 8. Vcreinsangelegenheiten.__.. 217/17' IM8~ Mitgliedsbuch legitimiert.-MW Der Vorstand._ Hoabiter Sehützenhaus Plötzensee. Mr. Fuß' Todessprung mit dem Zweirad und Automobil. Elj'sium Täglich herrliches Programm. mit Fran»«ebanzkf. lK»KK. Familien-Kaffeekochen. Ansang 3'/, Uhr. Entree 10 Ps. RerlHierfllK-Trlo Adr.: Neukölln A? LahnBtr.741. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Serliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 9. Juli 1912, abends 8'/, Uhr, in den„Germania-Prachtsälen", Chanffeestr. 119: Außerordentliche Generalversammlung Tagesordnung: Fsrtsetzllvg der Keratvng und Kkschlußfassuug über den Entwurf der Ausführungsbtstmmnngen sowie der nicht erledigte« Antrüge. Mitgliedsbuch legitimiert._ 230/» Der vorstand. Bon der Reise zurück Dr. stlaa Goldachmldt, * Warschauer®tr. 15._ Zenlialverband der Handlungsgehilfen _(Bezirk Berlin)._ Sonata?, den 7. Juli, Brauerei Friedrichshain, Am Kttnlgstor: SOMMERFEST€€€« Wnn7f*ri ausgeführt vom Berliner Sinfonie-Orchester. IlVUIUCrt Dirigent: Kapellmeister Maximilian Fischer. Spezialitäten: Kunstmaler Carlo Liebe, mit verbundenen Augen, assistiert von Bianca Kosseli— The Palmeriss, Komhinations-Äkt— La Graoiosa, Lady Elastik- Akt mit Lawinenstürzen Cabania Brothers, mit ihrer famosen. Orig.-Szene„An der Anschlagsäule", „Die drollig rntschenden.Menschen", Schluß:„Der großartige Kofferrntech". 293/3 KimterbeluetlguagsR. Tanz. Klnematogrsphlache VertOhruagen. Kasseneröflnnng 8 Uhr. Beginn 4 Uhr. Eintritt 80 Pf. n Hauptbureau: Hos ID. M- Zentralvnrband der freien Händler, Hausierer und verwandten BernfsgenosHcn DentkAhlandz. Sitz: Kssen-Bnhr. Ortsverwaltung Berlin. SSSZ(öffentliche Nrotrst-Versammlung SSSZ A« Dienstag, den v. Juli 1912, abends 0 Uhr tu den SönigSsälen, Reu» Sönigstraßr(Eingang Wadzeckstraße). Tagesordnung: 2378b Sll Jahre Hunger de« deutschen Händler«.—' Sin Antrag der Ion- Servanven deutschen Parier Rescrent: Verbands- Vorfitzender. Kollege s e I d m e t e r, Effen-Ruhr.- DiStulfion. Die OrtsveNvaslnng. » DonnerStag, den 11. INN 191%, abends 8 Uhr, im Lokal vo» Nowottnick, Langestr. 39, Ecke AndreaSstraße: Kenerelkersnimnlling dei Flliele Berlin. TageSnrdnuug: 1. Kafienberlcht. 2. Bertchterstattung über die Verhandlungen unseres BerbandStageS. 3. Neuwahl der unbesoldeten Mitglieder des Zentral- und Gauvorstandes. 4. Verschiedenes/...... 197/6 Mitgliedsbuch legitimiert! Dasselbe ist am Saaleingang vorzuzeigen. Mit Grub Die GrschastSleiiung. Verwaltung Berlin» DonnerStag, den 11. Juli, abends 8 Uhr: AnßttlirdkitNicht Gtnnnl-NcrjMililiing in den Concordia-Festsälen, AndreaSstraße 94. Tagesordnung: 1.' verlchterstattung cqm Verbandstag. 8.«ahl der nichtdesoldeien Mitglieder im Hauptvorstand. 3. Wahl der Revisoren. 4. Wahl der Preß- lommissto». 5. Wahl deS Gauvorstandes. Achtung! Die Bibliothek ist wegen Inventur geschloffen. Alle noch ausstehenden Bücher müssen umgehend ein- geliefert werden._ Rahmenvergolder. Dienstag, de« V. Juli, abends 8'/. Uhr, im Sewertschaftshause, Saat V: Versammlung. Tagesordnung: 1. Aussprache über die Arbeitsverhältnisse in bezug auf unseren Tansvertrag. 2. Wahl der Arbettnehmerbeisitzer zum Taris- schiedSgertcht._ Möbelpolierer. Svnntag. den 21. Juli 1�,2: DWsiftrpnrlik mit Mnfil! mchKeftnminlltl (Jnh. Gnlisch) bei Erkner. Abfahrt morgens 7 Uhr vom Brandenburger Ufer. villettS a 1,25 M. für Erwachsene und 0,60 M. lür Kinder im Alter von 6 biS 14 Jahren find zu baden bei: Albert Schreiber, Gräfestr. 86: Max Kuoll, Ueä-lmünder Str. gz Willi Wagenfnhr. Rigaer Str. 39: Fritz Eberl, Weitzensee, Gürtelstr. 10. 86/7 Dl« Drckdvsrvaltnn», Arteiwaa-hw.,.- kefli« Amt Norden, Nr. 1239. EharitAstraste 8. Ami Norden. Nr. 1937 Montag, den 8. In« 4012: KeÄrks- Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lofalen:---- Norden; PbamaaUle, Müllers, r. 142, abends 8'/, Uhr. Horden' 8VbV�l0a Feataftle'®<�tt'c>tct Strafte 23, abends Horden: Voigt-Theater, Badstr. 58, abends S'/, Uhr. lög öl: rrappa Featslllo, Bahnhofstr. I, abends S Uhr. Verlea agil Zcdögederg: ftm?'"' OStöD: Comenlnaallle, Memrler Strafte 87, abends 81/, Uhr. Uehtenberg: jbfSWf*• E"°u'"• Slralgo und Hummelsburg: SSfSÄlvÄ1"' Bortrag des Kollegen Graev«. 8l>degbeilch«:""w" � WeiOensee* �e"ä 8vtfilufe8ts,ile' 1SerH,,er Rnee Neukölln: Paaaage-FcBtsIHe, Bcrgstr. 1KO, abends S'/t Uhr. CbarlOUöDbNrg: ▼olkataana,«oflnrnstr. 8, abends S'f, Uhr. Zleglltt:»>«.»«..».>», »peglell a. Frledriehsliapea: Frtcdrichstrafte 70, abends 81/, Uhr. Ober-Sehönewelde; Wr' Spandau:° Tagesordnung in allen Versammlungen: Bericht von der ordentliche« Generalversammlung. IM- Mitgliedsbuch legitimiert.-MG 120/9 Die Bersammlungrn werden Pünktlich eröffnet. Dienstag, den 9. Juli, abend» 8'/, Uhr: BczirHsvcrlammlunfl für Moabit Im Lokal Kronenbrancrel, Alt-Moabit 47/49. Die Tagesordnung ist die gleiche wie in den oben angezeigten Bezirksvcrsainml, ingen. Zahlreichen Besuch erwartet__ Die Ortavenraltnng. Dciilschn Crlnispllkllirbcilkr- Utthnnd. Gcwerkschaftshans. Bezirk Groß-Berlin. Engeluser 14/1» II Achtung! Achtung! Nolleaen Kutlcfter, Iflltfaftrer, Stalleute und Arbeiter aus den Bau. u. Arbeits* Fuhrwcrhsbctriebcn von Groß- Berlin. Sonntag, den 7. Juli 1919, nachmittags 6 Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenicker Str. 99/97: vranoken-Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über die statt« gefundenen Verhandlungen mit den Vertreter« der Fuhrherren. 8. Diskussion und Beschluhsassuna. 3. Branchen- und verbanvSangelegenheltM. DaS BerbandSmitglledSduch muß am Eingang deS Saale»»nr _ Kontrolle vorgelegt«erden. WW Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt zur Versammlung."WE Vertrauensmänner= Versammlung • im selbe» Lokal nachmittags S Uhr. ES ist nun ganz besonders notwendig, daß alle In Frage kommenden Fuhrwerksbelrlebe durch zwei Vertrauensleute in dieser Sitzung ver» ireten find. 65/5 Mit fnüsotalpm(ftntfi Tfei A n« Kinder-Hausschuhe 1 Kinder-Stiefel 18/22. t Atlas-Steppschuhe für Damen- w> Reiseschuhe mit biegsam. Ledenohle j Leder-Reiseschuhe f. Dam u.Herr.\ Kinderstiefel welßGlac41ed.,Segelt.> Kinderstiefel schwarx Leder, 27—30 J Tennis-Stiefel Stoff-Pumps weiß, grau Kinder-Schnürstief. 27-35. nneort. j Chevreaux-Halbschuhe f. 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Juli, Familienausflug nach dem Restaurant Heidckrug m Kiekemal. Treffpunkt 10 Uhr da- selbst. Für Unterhaltung ist gesorgt. Friedrichshaaen. Heute Sonntag Familien-AuSflug nach Müggel schlöstchen. Treffpunkt 3 Uhr auf dem Marlkplatz. Für Nachzügler bis 4 Uhr im Restaurant. Niarienfrlde. Mittwoch, den 10. Juli, abends 8'/z Uhr, findet bei Schuster. Kirchstr. 68, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Die Genossen werden ersucht, die Mitgliedsbücher für Partei und Gewerkschaft mitzubringen. Franz. Buchholz: Mittwoch, den 10. Juli, abend», pünktlich 8>/, Uhr, findet bei Kähne, Berliner Strohe 39, die General- der s a m in l un g statt. Auf der Tagosordnung steht: 1. Bericht der Bezirksleitung. 2. Neuwahlen. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mahlsdorf Ostbahu. Die nächste Versammlung deS Wahlvereins findet am Mittwoch, den 10. Juli, abends 8'/, Uhr, im Lokal de» Herrn Ander«. Bahnhofftrahe, statt. Tagesordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung. 2. Neuwahl. 3. Vereinsangelegenheiten und Ver fchiedeneS. Die Bezirksleitung. �__- Spandau. Die ordentliche Generalversammlung de» Wahl verein« findet Dienstag, den 9. Juli, abend» 8l/j Uhr, im Lokal .Tivoli", Inhaber Gustav Borchardt, Seeburgerstrahe 26, statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und der Kam Missionen. 2. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 3. Beratung der ge stellten Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Der Vorstand. «Berliner JSachnchten. Ueber die Brotpreise in Berlin hat jetzt das Berliner Statistische Amt das Ergebnis der Fest stellungen bekanntgegeben, die es im Mai hierüber gemacht hat. Die erneute Aufwärtsbowegung der Brotpreise, die im Winter von 1910 zu 1911 eingesetzt und dann das ganze Jahr 1911 hindurch angedauert hatte, ist auch in den ersten Monaten des Jahres 1912 nicht zum S t�rl st a n d gekommen. Im Durchschnitt von 40 Bäckereien, aus denen das Statistische Amt allmonatlich zweimal Gebäck ankauft, war der aus dem Gewicht berechnete Preis pro Kilogramm Roggen b r o t im Dezember 1910 noch 26«/,» Pf., aber im Dezember 1911 schon wieder 29 Pfennige. Er stieg dann weiter, so daß er im Mai 1912 sich sogar auf 29»/,» Pfennig stellte, gegenüber 27«/,» Pf. im vorjährigen Mai. Das„Fünf- groschenbrot" wog im Mai 1912 durchschnittlich nur 8'/b Pfund. Von diesen Durchschnitten weichen natürlich die in den einzelnen Bäckereien ermittelten Zahlen, aus denen die Durchschnitte berechnet sind, mehr oder weniger weit ab, nach unten und nach oben. Noch beträchtlicher als beim Roggenbrot ist in der letzten Zeit beim Weißgebäck der Preis gestiegen. Die Ankäufe aus den Bäckereien ergaben als Durchschnittspreis pro Kilogramm Schrippen im Dezember 1910 noch 51'/,» Pf., im Dezenibcr 1911 schon wieder 53'/,» Pf., im Mai 1912 sogar 55»/,, Pf., gegenüber 53»/,» Pf. im Mai vorigen Jahres. Das Durchschnittsgewicht der mit 2'/, Pf. bezahlten„Dreierschrippe" war im Mai dieses Jahres nur 45 Gramm.__ Aus dem Monatsbericht des städtischen statistischen AmteS für Mai 1912: Die Bevölkerung Berlins belies sich Anfang Juni 1912 aus 2 079 428 gegen 2068 899 im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Lebendgeborenen betrug 3S0l, darunter 839 uneheliche (23,96 Proz.) ES fanden 1941 Eheschlietzungen statt, darunter 353 Mischehen. Gestorben sind im Monat Mai 2545 Personen. Unter den Krankheiten mit tödlichem Ausgange stehen an der Spitze Lungen- und Halsschwindsucht mit 355, Krebs mit 208, Krankheiten dds Herzens mit 280 und Lungenentzündung mit 220 Fällen. Im Alter bis zu einem Jahre starben im ganzen 491 Kinder, das sind 19,29 Proz. aller Sterbefälle. Auf das Jahr und Tausend der mittleren Bevölkerung berechnet, betrug die allgemeine Sterblichkeits- ziffer 14.45. Zugezogen sind 26 021 Personen, fortgezogen 26 619. 939 Baugesuche sind eingereicht worden. 1205 Brände kamen zup Meldung, davon 163 mit und 1042 ohne Alarmierung der Wehr. Der Besitz Wechsel von Grundstücken betrug nach den Meldungen im Mai 131. Kauf lag vor bei 66 bebauten mit 24 601 367 M. Kaufpreis und 10 unbebauten mit 881 023 M. Kauf- preis. Zwangsversteigerung bei 11 bebauten mit 5 512 000 M. und 1 unbebauten mit 320 000 M. Kaufpreis. Durch Vererbung gingen in anderen Besitz über 37 mit 7 128 035 M. Wert und 6 ohne Wertangabe. Die der Stadt Berlin(mit den Voroten Weihensee, Stralau, Treptow. Nieder-Schöneweide und Pankow) zugesührte Trinkwasser- menge betrug 6 368 741 Kubikmeter, d. h. pro Tag 205 443 Kubik- meter., Befördert wurden durch die S t r a ß e n b a h n e n 51 375 872 Personen, davon kamen 33 876 412 auf die Große Berliner Straßen- bahn, ans die Hoch- und Untergrundbahnen 5 906 153, auf die OnnlibuSIinien mit Pferdebetrieb 9 280576 Personen, davon zu 5 Pf. 7 983 680. Ferner wurden durch die KrafromnibuSlinien 4 000 465 Personen befördert. Die Zahl der in den hiesigen Hotels, Gast- Höfen usw abgestiegenen Fremden betrug 114 274 Personen, darunter 22 143 Ausländer. Von diesen kamen 7604 aus Rußland. 3336 aus Oesterreich. 2404 aus Amerika, 1433 aus Eng- land, 1865 aus Schweden. In den öffentlichen Schlachthäusern wurden 9399 Rinder, 15 987 Kälber. 34 224 Schafe und 119 296 Schweine ge- schlachtet.. Zum Konsum und zur Tierfutterung wurden in der Zentralrog- schlächterei und in der Neulöllner Roßschlächterei zusammen 1101 Pferde geichlachlet..« Bei der st ä d t r s ch e n Sparkasse betrugen die Emzahlungen 5 666 618 M., die Rückzahlungen 6 332 629 M.. demnach ein Mehr an Rückzahlungen von 666 011 M., in demselben Monat deS Vor- jahreS ein Mehr an Rückzahlungen von 80 844 M. Im städtischen Obdach nächtigten in, Mai 79 304 männliche und 712 weibliche Personen, im Männerasyl deS AsylvcreinS 15 341. im Frauenasyl 2426 Personen. In den sechs st ädti scheu Krankenhäusern befanden sich Ende Mai 4158 Patienten, während als belegungsfähig in dielen Anstalten 5085 Betten angegeben tvaren. Die Berlmer Jrlen anstalten einschließlich der Epileptikeranstalt Wuhlgarten hatten am 1. Juni 5250 Insassen, in Privalpflege waren 3211 Personen unter- gebracht. In den Siechenhäusern befanden sich am 1. Juni ,2926 Personen, in den Hospitälern des Arbeitshauses 760. In I Fürsorge- und Zwangserziehungspflege befanden sich 254 Kinder, in der städtischen Waisenpflege 8339 Kinder. Für die Berliner Armen- pflege wurden im Mai an Almosen, Pflegegeldern und Sonder- Unterstützungen inSgesanit 855 417 M. aufgewendet. Berliner Asyl-Bcrein für Obdachlose. Im Monat Juni nächtigten im Männerasyl 14 966 Personen, wovon 7983 badeten, im Frauen- asyl 2013 Personen, wovon 771 badeten. Arbeitsnachweis wird er- beten für Männer: Wicsenftr. 55/59, für Frauen: Colberger Str. 30. Die Straßenbahnlinie 64 wird durch die Landsberger Allee, Röder- und Herzbergstraße eine Verlängerung erhalten, zunächst bis zur Irrenanstalt Herzbcrge. Später soll sie nach erfolgtem Ausbau der Siegfriedftraße in Lichtenberg südlich durch diese weiter geführt werden. Selbststellung des Defraudanten Haase. Einer der drei Kassenboten, die durch ihre Riesenunter- schlagungen so großes Aufsehen erregten, der 22 Jahre alte Kassen- böte Max Haase aus der Schivelbeinerstr. 44, hat sich gestern selbst der Polizei zur Verfügung gestellt. Haase war der erste von den drei Durchbrennern. Er unterschlug am 20. Mai d. I. der American Expreß Compagnie m. b. H. aus der Charlottenstr. 55, bei der er 1)6 Jahre beschäftigt war, 100 000 M., die er mit einem älteren Kollegen zusammen bei der Dresdner Bank erhoben hatte. Bei der Erledigung anderer Aufträge auf der Reichsbank ver- schwand er plötzlich mit dem Gelde. Gestern morgen stlhr er um 6 Uhr mit einem Kraftwagen vor dem Polizeipräsidium vor, fragte dort nach dem diensthabenden Kommissar und gab sich diesem gegenüber als der Defraudant Haase zu erkennen. Von dem ver- untreuten Gelde hatte er nichts bei sich. Er gab an, auch nichts mehr davon zu besitzen. Er wurde gleich nachdem er sich gestellt hatte nach dem Bezirksamt Mitte gebracht und hier von Kommissar Fritsch vernommen. Ueber sein Tun und Treiben nach der Unter. schlagung gibt er eine Darstellung, die in einigen Punkten wahr, aber in der Hauptsache unzweifelhaft erlogen ist. Haase erzählt mit größter Ruhe, daß er sich nach der Defraudation mit seinem Freunde Alex Thomas getroffen und, wie von der Kriminalpolizei ermittelt, nach der Hamburgerstraße gegangen sei. Er gibt auch zu, daß er Thomas 5000 M. von hpr Beute abgegeben habe. Am Abend sei er allein weiter gegangen und habe sich in der König- grätzer Straße ein Mädchen„gekauft" und sei mit diesem nach einem in der Nähe gelegenen Fremdenlogis gegangen. 94 000 M. von dem erbeuteten Gelde habe er in einem Couvert gehabt, das er auf einen Stuhl gelegt habe. Er sei dann eingeschlafen, und als er wach geworden sei, wäre das Mädchen mit dem Gelde ver- schwunden gewesen. Weil das Mädchen ihm erzählt habe, daß es von seinem auf dem Anhalter Bahnhof ankommenden„Freunde" Geld erhalte, so habe er sich gleich nach dort begeben, um daS Mädchen eventuell zu treffen. Er habe es aber doch nicht gesehen. Nunmehr sei er zum Wedding gefahren, wo er sich um 9 Uhr mit Thomas habe treffen wollen. Er sei jedoch zu früh dort ge- Wesen, habe deshalb in der nahegelegenen Badeanstalt ein Bad genommen, und dann, weil eS noch immer nicht an der Zeit war, mit einem Automobil eine Lustfahrt durch Berlin gemacht. Um 9 Uhr sei er wieder in der Gerichtstraße gewesen, um auf seinen Freund zu warten. Dieser sei aber nicht erschienen. Ungefähr drei Wochen lang habe er sich dann in Berlin aufgehalten und jede Nacht in einem anderen Fremdenlogis gewohnt. Er habe alle Logis am Stettiner, Schlesischen und Görlitzer Bahnhof auf. gesucht, bis er sich doch nicht mehr vor" den Nachstellungen der Kri. mmalpolizei sicher gefühlt und sich auf die Reise gemacht habe. Zu. erst sei er nach Königswusterhausen gefahren, wo er unter falschem Namen in einem Fremdenlogis gewohnt habe. Am andern Tage sei er dann einige Stationen weit gelaufen und dann weiter nach Teupitz gefahren. Dort habe er sich 14 Tage aufgehalten, dann nach- einander die verschiedenen Städte wie KottbuS, Halle, Leipzig, Frankfurt a. M. und Köln aufgesucht. In Frankfurt a. M. habe er sich von seinem ihm noch übriggebliebenen Gelde von 1500 M. wieder vollständig neu eingekleidet und neue Neisekoffer gekauft. Von dort sei er dann nach Köln gefahren, wo er sein Geld bis auf 40 M. aufgebraucht habe. Gestern habe er sich dann ein Billett gekauft und sei nach Berlin abgereist. Er bedauerte es, so spät angekommen zu sein, daß eS ihm nicht mehr möglich gewesen sei, einen Kientopp zu besuchen. Mit Vorliebe hätte er hier stets sein Bild gesehen. Dieses weicht von seinem jetzigen Aussehen ganz gewaltig ab. Haase hat sich den Schnurrbart abnehmen lassen und durch seine„Erholungsreisen" ein volleres, braungebranntes Gesicht bekommen. Auch seine Haare hat er sich ganz kurz schneiden lassen. Selbst seine Vorgesetzten von der American Compagnie kannten ihren früheren Angestellten kaum noch wieder. Auf der Reise habe er zwei Briefe geschrieben, einen an seinen in der Untersuchungshaft sitzenden Freund Alex Thomas und einen zweiten an die„Große Glocke". Er beabsichtigte zuerst den Brief an Thomas, den er an die Polizei adressiert hatte, von Köln abzu- senden, nahm ihn abev mit hierher und übergab ihn der Polizei. Den zweiten Brief an die„Große Glocke" sandte er von Magde- bürg aus ab. Er beschreibt darin sein Tun und Treiben nach der Flucht und legte außerdem einen von ihm verfaßten„Schwanen- gesang" bei. den er mit seinem in den Kreisen Homosexueller be- kannten Namen„Theo Max Haase" unterzeichnete. So unter- schrieb er auch den Brief an seinen„Freund". In diesem bat er ThomaS um Entschuldigung für die Ungelegenheiten, die er«hm bereitet habe und stellte Erwägungen darüber an, wie eS wohl möglich sei, daß er. Thomas, sichrin den Besitz der 4000 M. setzen könne, die doch auf sein« Ergreifung gesetzt worden seien. Daß Haase in Königswusterhausen gewesen ist, stimmt, auch seine An- gaben über die Reise durch das Reich mögen zutreffen, doch wird die Mitteilung, daß er von dem Mädchen in der Königgrätzer Straße bestohlen worden ist, angezweifelt. Wie ermittelt würbe, hatte Haase schon vor seiner Flucht mit seinem„Freunde" Thomas den Plan ausgearbeitet, das Geld irgendwo sicherzustellen, sich dann nach einigen Wochen zu stellen, seine Strafe zu verbüßen und dann mit ihm davon herrlich und in Freuden zu leben. Bei der eingehenden Vernehmung des Defraudanten durch den Kommissar fragte ihn dieser auch, was ihn zu der Unterschlagung veranlaßt habe und ob er nicht schon öfter größere Beträge in Händen gehabt habe. Haase gab darauf an, daß er früher schon einmal 200 000 M. gehabt habe, damals habe er aber noch kein „Verhältnis" gehabt. Jetzt habe er gefürchtet, daß sich sein „Freund" Alex von ihm abwenden werde, um dies zu verhinoern habe er die Tat begangen. Er bestreitet entschieden, daß Thomas irgendetwas von seiner Unterschlagung gewußt habe. Ueberhaupt sucht er diesen, an den er immer noch mit„großer Liebe" hängt. möglichst reinzuwaschen. Auf die Frage, ob er sich während seine» dreiwöchigen Aufenthaltes in Berlin nicht gefürchtet habe ergriffen zu werden, antwortete er, daß er ständig geglaubt habe, am Kragen gefaßt zu werden. Er habe sich während der Zeit drei neue Anzüge gekauft, jeden Morgen den Bart rasieren und die Haare schneiden lassen und sich tagsüber, nachdem er am frühen Morgen die Hotels verlassen habe, in den Vororten Berlins, vor- nehmlich in Mariendorf und den anderen südlichen Vororten auf- gehalten. Seine alten Kleider habe er immer weggeworfen, eben- so seine Wäsche. Besondere Furcht habe er vor den zahlreichen „Tanten" gehabt, die ihn kennen, er glaubte bestimmt, daß diese ihn gegen die Belohnung von 4000 M. der Polizei ausliesern würden. Um die Straßen, in denen diese zu verkehren pflegen. habe er immer einen großen Bogen gemacht. Besonders peinlich, gibt er gn, wäre ihm gewesen, wenn er auf der Straße verhaftet und abgeführt worden sei. Die Angaben darüber, daß er Unter den Linden und an sonstigen verkehrsreichen Stellen gesehen worden sei, seien nicht richtig. Er gibt an, Männerbekanntschaft gemacht zu haben und mit einem„Freunde", der ihn nicht gekannt, die 14 Tage in Teupitz' verlebt habe. Auf feinen Reisen sei es ihn» aufgefallen, daß in allen Hotels Nachfragen nach ihm angestellt worden seien. Er habe wahrgenommen, daß sich txsS Netz der Kriminalpolizei immer mehr und mehr verdichtete und eS für am vorteilhaftesten gehalten, sich selbst zu stellen. Als er vorgestern hier angekommen sei, habe er sich am anderen Morgen in aller Frühe auf den Weg nach dem Tempelhofer Felde gemacht. Hier habe er in der Angst, gefaßt zu werden, ein Automobil genommen und sei damit nach dem Polizeipräsidium gefahren. Die Fahrt kostete ihm 3,50 M. Weil er aber nur 2,50 M. hatte, übergab er dem Chauffeur für die restliche 1 M. seine Uhr, die, wie er fiagt, nicht mehr gegangen sei, aber immerhin noch einen Wert von 1 M. gehabt habe. Die TotschlagSaffSre in der Patzenhofer Brauerei hat für den seinerzeit verhafteten Mitfahrer Karl Prussock bezw. für dessen Familie sehr traurige Folgen gehabt. Wie seinerzeit berichtet, war am 14. Mai d. I. der Mitfahrer Otto Klostermeyer durch einen Schlag mit einem Bierseidel auf der Stelle getötet worden. Der jetzt in Haft befindliche Prussock und Klostermeyer saßen an jenem Tag« in der Kantine der Patzenhofer Brauerei. Klostermeyer, der in direktem Gegensatz zu Prussock als ein sehr streit- und händelsüchtiger Charakter geschildert wird, fing ohne jeden Grund mit P. einen Streit an. bei dem er ihm grobe Beleidigungen ins Gesicht schleuderte. Prussock blieb lange Zeit ruhig, nachdem er sich die Beschimpfungen wiederholt verbeten hatte. Älostermeyer, dem es nach Angabe der Zeugen offensichtlich darauf ankam, den P. wütend zu machen, ärgerte sich über dessen Ruhe noch mehr und begann von neuem zn schimpfen. Als er dem P. das Wort.Ludewig" zurief, forderte ihn dieser auf, diese Beleidigung zurückzunehmen. Als K. dies nicht tat. sondern hohnlachend daS Schimpfwort von neuem wiederholte. schlug P. in einer plötzlichen Aufwallung mit einem Bierglase, das er zufällig in der Zeit hatte, den K. seitlich gegen den Kopf. Klostermeyer stürzte zu Boden und war in wenigen Minuten eine Leiche, da ein Scherben des Glase» die Drosselvene durchschnitten hatte.— Prussock stellte sich selbst der Polizei. Die Verhaftung hat für seine Frau und seine Kinder die denkbar schlimmsten Folgen gehabt, da sie durch die Verhaftung ihres Ernährers beraubt wurden. Da sich die Familie in bitterster Not befindet, außerdem der Angeklagte keinerlei Mittel zu einer etwaigen Flucht besitzt, ist von Rechtsanwalt Dr. Schwindt der An» trag auf Haftentlassung beim Gericht gestellt worden. Diesem An» trage dürfte schon mit Rücksicht darauf, daß P. sonst bis nach den Gerichtsserien, also bis nach dem 15. September in Hast sitze« stattgegeben werden._ Verzweiflungstat einer Mutter. Eine neue Familientragödie wird aus dem Norden Berlins ge» meldet. Dort versuchte die Schliemannstr. 29 wohnende 25jährige Arbeiterfrau Berta S e h l i n g mit ihren beiden Knaben im Alter von 2>/z und l'/g Jahren durch Leuchtgas aus dem Leben zu scheiden. AlS man die Tat entdeckte, war das jüngste Kind bereit» tot, während die Frau sowie das ältere Kind durch Sauerstoff wieder ins Leben zurückgerufen werden konnten. Die Frau und das Kind wurden später nach der Charitü gebracht. Der Arbeiter Karl Sehling, der längeke Zeit kränklich war, bewohnte mit seiner Frau und den zwei Kindern eine aus Stube und Küche be» stehende Wohnung deS Hauses Schliemannstr. 29. Beide lebten sehr zurückgezogen und werden als brave, arbeitsame Leute geschildert. Der Mann war ausgegangen und als er gegen 6 Uhr abends nach Hause kam, mußte er sich gewaltsam Einlaß in die Wohnung ver« schaffen. In der Küche lagen die Frau und beiden Kinder bewußtlos am Boden. Sofort hinzugerufene Aerzte brachten die Frau sowie den ältesten Sohn zum Leben zurück. Frau S. litt in letzter Zeit unter einer starken GemütSdepression und hat die Tat jedenfalls in einem Augenblick geistiger Umnachtung verübt. Mit- dem Kopf durch die Fensterscheiben zu gehen versuchte gestern früh ein Einbrecher, der auf frischer Tat ertappt und fest» genommen wurde. Zwei Diebe hatten es in der vergangenen Nacht auf das Fleischwarengeschäft von Hermann Kühn in der Straß« mannstr. 12 abgesehen. Gegen 3 Uhr morgens stiegen beide durch ein Oberlichtfenster vom Hof aus in den Laden, packten eine Menge Würste und Schinken zusammen und schleppten sie nach dem Boden des Vorderhauses. Dann gingen sie wieder hinunter, um noch eine„Ladung" zu nehmen. Hierbei wurden sie von einem Bewohner des Vorderhauses gehört. Dieser nahm seinen Haus» schlüssel, schloß die Tür von außen ab und ließ den Schlüssel stecken. Er benachrichtigte dann zwei Schutzleute, die die Einbrecher auf dem Boden des Vorderhauses fanden. Während sich der eine ruhig abführen ließ, fing der zweite, ein gewisser Penkalle aus der Straßmannstraße, gleich an zu toben. Unten im Hausflur riß er sich plötzlich los, zerschlug die Fensterscheibe mit der Hand und sprang dann mit dem Kopfe durch das Loch. Er wurde jedoch noch rechtzeitig zurückgehalten. Durch die Glasscherben hatte er sich eine Verletzung an der Hand und eine schwere Schnittwunde am Kopfe zugezogen. Auf der Straß« riß er sich trotz der Ver- lctzungen nochmals los und lief in der Richtung nach der Peters» burgcr Straße zu davon. Es gelang den nachsetzenden Schutzleuten und Vorübergehenden ihn wieder einzuholen und nach der Wache zu bringen. Von hier wurde er dann nach der Charite gebracht, wo ihm die Wunden zugenäht wurden. Entmündigung wegen fortgesetzter Angriffe gegen die Staats- anwaltschaft. In der schon seit 1909 schwebenden Beleidigungsklage de» Rechtsanwalts Riesenfeld gegen den Redakteur eines ausländischen Blattes, G. Halbach. ist jetzt daS Urteil ergangen, welches auf Freisprechung de» Beklagten auf Grund§ 51 St. G. B.(krank- Hafter Störung der Geistestätigkeit) kautet. Der Kläger, dessen Strafantrag die Staatsanwaltschaft Folge gegeben, hatte seiner- zeit die Untersuchung des Nedakteurs£>. aus seinen geistigen Zu- stand verlangt, unter Hinweis auf die von H. seit Jahren gegen die Staatsanwaltschaft erhobenen und in den stärksten Ausdrücken dargebrachten schweren Anschuldigungen, während Redakteur H. jede Stellungnahme zu der Frage seines Geisteszustandes ablehnte, da hierzu kein Grund vorliege. Höchstens hätte für die Staatsan- Waltschaft Grund vorgelegen, ihn wegen Beleidigung zu verfolgen. In der durch das Gericht beschlossenen Untersuchung kam Medi- zinalrat Dr. Hoffmann zunächst zu dem Resultat,.daß die Voraus- schungcn des§ 51 nicht zuträfen, änderte dann aber sein Gut- achten ab, als Redakteur H. ein von ihm entwendetes staatsanwalt- liches Aktenstück von der ersten bis zur letzten Seite mit einer Kritik in«oter Tinte versehen hatte, in welcher er der Staats- anwaltschaft wiederum Rechtsbeugung in den stärksten Ausdrücken vorwarf, um es dann zurückzuschicken. Das Gericht kam infolge- dessen— z lnächst in einer anderen Beleidigungsklage gegen Re- dakteur H.— zu einem freisprechenden Erkenntnis auf Grund des � 51 St. G. B., andere Klagen wurden aus demselben Grunde kurzerhand eingestellt und die Staatsanwaltschaft erhob nach einem besonderen vom Medizinalrat Hosfmann eingeholten Gutachten wegen der in die Akten geschriebenen Kritik erst gar keine Anklage. Die letzte noch schwebende Klage, die des Rechtsanwalts R., mußte, da öffentlich, in öffentlicher Verhandlung erledigt werden, und nachdem das Angebot der Zurücknahme der Klage seitens des jede Verfolgung ausdrücklich ablehnenden Rechtsanwalts R. an der Kostenfrage gescheitert, kam das Gericht auch hier ohne weiteres zu einem einstimmigen Freispruch auf Grund des 8 51 St. G. B. Sämtliche gegen Redakteur H. schwebenden gerichtlichen Streitig- leiten sind jetzt auf Grund des§ 51.St. A. B. mit Freisprechung beendet und die Staatsanwaltschaft hat nunmehr ein Entmün- digungsverfahren gegen' Redakteur H. eingeleitet, zugleich aber gegen das letzte freisprechende Erkenntnis Berufung eingelegt und seine Bestrafting verlangt._ Ein Offizier wegen PalctotdicistnhkS verhaftet. Der Sohn eines hohen aktiven Stabsoffiziers, der Leutnant v. Z., ist nach der.VpIkSztg.* vor einigen Tagen verhaftet worden, als er in der Garderobe der Berliner Universität einen Paletot stehlen wollte. Einige Studenten, die den Diebstahl beobachteten, ließen den Offizier, der sich in Zivilkleidung befand, festnehmen. Dem Offizier.werden iifccrdies noch andere Fälle zur Last gelegt. So soll er. sich durch eine gefälschte Unterschrift goldene Uhren im Werte von mehreren tausend Mark verschafft haben? auch gefälschte Wechsel von nicht unbeträchtlicher Höhe hat der Offizier in Umlauf gebracht, Der Offizier ist inzwischen auf Antrag seines Verteidigers, Rechts- anwalt Fontheim, aus der Haft entlassen worden(II), da er»nicht fluchtverdächtig* erscheint. Der volle Name des Offiziers war nicht zu ermitteln, da sich die in Frage kommenden Behörden in tiefes Schweigen hüllen._ Der Sergeant als Hochstapler. Der fahnenflüchtige Sergeant Gcntz vom Gardc-Fußartillerieregiment in Spandau, der feit einkjen Tagen verschwunden ist, hat, wie sich jetzt herausstellt, zahlreiche Spandauer Firmen um recht erhebliche Beträge zu schädigen verstanden. Er nahm in allen großen Geschäften Waren auf Kredit und verkaufte diese dann unter der Hand weiter. So haben mehrere Geschäftsleute ihm Waren im Betrage von 800 bis 1000 M. geliefert. G. hat ferner fast alle feine Kameraden, und namentlich die Avancierten, angeborgt und verstand es, einem Berliner Juwelier um 1200 M. zu betrügen, indem er sich für den Sohn eines Regierungsrats a. D. Gentz ausgab. Die bei dem Juwelier entnommenen Schmucksachen schenkte er dann seinen Btäuten, von denen einige den Verluß ihres Sparkassenbuches zu beklagen haben. Als seine Gläubiger ihn allzuhart bedrängten, entschloß sich Gentz zu sterben und versuchte eins der Mädchen zu überreden, gemeinsam mit ihm in den Tod zu gehen. Die de- treffende Braut lehnte den Vorschlag des G. jedoch ab und so zog cS der Sergeant denn vor, am Leben zu bleiben und sein Heil in der Flucht zu suchen. Wer sind die Toten? Gestern abend gegen 10 Uhr sprang an der Lutherbrücke eine Frau in die Spree, die jedoch bald wieder aus dem Wasser gezogen werden konnte. Die Lebensmüde hatte bereits das Bewußtsein verloren, gab aber noch Lebenszeichen von sich. Man brachte sie deshalb zur Charite, wo die Aerzte bei ihrer Ankunft jedoch nur den Tod der Frau feststellen konnten. Die Tote, deren Persönlichkeit sich nicht feststellen ließ, ist ungefähr 52 bis 55 Jahre alt und etwa 1,55 Meter groß, hat dunkles Haar und trug einen braunen Rock und Bluse, eine blauweiß gestreifte Unterbluse, ein weißleincnes Hemd, einen schwarzen Strohhut, hohe Schnürstiefel und einen Regenschirm. Ihr Taschentuch ist E. K. gezeichnet.— Am Kupfergraben, in der Nähe der Monbijou- brücke, wurde gestern die Leiche einer Frauensperson gelandet, die schon stark in Verwesung übergegangen war. Auch die konnte nicht erkannt werden. Dte Tote ist ungefähr 20 bis 25 Jahre alt ' und 1,55 Meter groß, hat volles dunkles Haar und trug ein weißleineneS Spitzenhemd, einen gestreiften Unterrock, einen dunkel- blauen Humpelrock, eine durchbrochene Spitzenbluse und lange, schivarze Schnürschuhe. Die Leichen ivurden beide nach dem Schau- hause gebracht.- Auf nach Velten zum großen Volksfest! Diese Aufforderung war dieser Tajje an den Litfaßläulen zu lesen. Mancher Leser dieser Zeilen konnte in den Glauben versetzt werden, daß dieses Fest von der Arbeiterschaft Veltens veranstaltet wird. Sieht man aber diese Plakate genauer an, so findet man, daß das nicht der Fall ist. Dieses Fest, lvelches durcki Plakatanschlag bekannt gemacht ist, ist das Fest des Kriegervereins Vellen. Entweder der Kriegervei?ein schämt sich, seinen Namen zu nennen, oder aber er rechnet auf Zulauf von allen Seiten, um möglichst große Volksmassen nach Velten zu locken. Die Vellener Arbeiterschaft hat mit dieser Veranstaltung natürlich nichts gemein. Sollte ein Teil der Berliner Arbeiter am heutigen 7. Juli in Velten an einein wirklichen Volksfest, welches von samt- lichen Arbeitervereinen Vellens veranstaltet ist, teilnehmen wollen, so sind sie der Veltener Arbeiterschaft herzlich willkommen. Das Fest findet im Restaurant Heidekrug, Lindenstraße(direkt am Walde) Jnh O. Oertel, statt. Der Zoologische Garten besitzt jetzt unter den Säugetieren reiche Nachzucht. Eine Hundeamme mit drei jungen Löwen und einen kleinen schtvarzen Panther tummelt sich bei gutem Wetter auf dem Rasen vor dem Raubtierhause. Im alten Affenhause übt ein reizender, wenige Wochen alter Mischling vom chinesischen Schwanzaffen Rhesus und der gewöhnlichen Form seine Kletter- ' künste, und nicht weniger als lljunge Hirsche der verschiedensten Arten bevölkern mit ihren Müttern die Gehege. Auch beim podo- - tischen Steppenrind steht ein ganz junges Kälbchen, und das den Kindern wohbekannte Schetland-Rcitpony ist Mutter eines reizen- den Fohlens geworden, dessen Vater ein javanischer Ponyhengst ist. An diesem ersten Julisonntag kostet der Eintritt für Er- wachsene und Kinder nur 25 Pf. die Person. Von 4 Uhr nach- ' mittags ab findet großes Konzert von drei Militärkapellen statt. Lcffcntliiye Bibliothek und Lesehalle zur unentgeltliche» Bc- %u(juiig für jedermann, SO., Adalbcrtstr. 41. Geöffnet werktäglich • von ö'A 10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 1 und 3 bis 0 Uhr. In den Lesesälen liege» zurzeit 541 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Vorort- l�acbrickten. Ferienspiele und Ausflüge. Die BildungSauSschllsse. Kinderschutzkommissioil-n und Arbeiter- vereine der einzelnen Bororte veranstalten wie alljährlich während der Schulferien Ausflüge und Kinderspiele. Die Arveiter- eitern werden ersucht, ihre Kinder auf diese Veranstaltungen auf- merksam zu machen und recht rege daran teilnehmen zu lassen. Für Beaufsichtigung der Kinder ist in genügendem Maße gesorgt, da sich in allen Orten eine große Zahl Frauen als Helferinnen zur Verfügung gestellt haben. Die Eltern werden aber gebeten, ihre Kinder mit den nötigen Mundvorräten zu versehen, auch sind sie selbst zur Teilnahme eingeladen. Aus einer Reihe Orte haben wir den Zeitpunkt der Veranstpl« tungen bereits bekannt gegeben und tragen heute noch die fol- genden nach: Groß- Lichterfelde. Die Ferienspiele beginnen am nächsten Donnerstagnachmittag im Fritz Wasendorfschen Gesellschaftshaus.— Als Beginn der Spiele ist am.D i e n s t a g nachmittag im Lokale von Erpel, Berliner Str. 129, ein gemeinsames Kaffeekochen geplant. Marienfelde. Die freie Turnerschaft veranstaltet jeden Sonntag, nachmittags S Uhr. auf dem Turnplatz am Bahnhof Kinder- spiele. Adlcrshof. Die Ausflüge finden Dienstags und Freitags statt. Der Abmarsch erfolgt nachmittags 2 Uhr vom Jugendheim, Bis- marckstraße 11. Rückkehr gegen 7 Uhr abends. Erster Ausflug Dienstag, den 9. Juli. Köpenick. Ein Ferienausflug für Frauen und Kinder findet Donnerstag, den 11. Juli, nach Wendenschloß statt. Abmarsch nach- mittags 2 Uhr vom Schloßplatz. Lankwitz. Die Kinderspiele und Ausflüge werden regelmäßig jeden Montag und Donnerstag veranstaltet. Am Montag, den 8. Juli, findet der erste Spaziergang nach dem Karpfenteich statt. Dortselbst Spiele im Freien. Treffpunkt 2 Uhr auf dem Spielplatz an der neuen Schule Seydlitzstraße. Borsigwalde. Die Kinderspiele beginnen Dienstag, den 9. Juli, und finden regelmäßig Dienstag und Freitag statt. Treff- punkt um 2 Uhr Ecke Schubart- und Erstststraße. Weißensee. Die Kinderspiele finden Mittwochs und Sonn- tags auf dem Turnplatz des Arbeiter-Turnvereins in der Fallen- berger Straße statt. Mit dem heutigen Sonntag soll der Anfang der Spiele erfolgen. Die Kinder versammeln sich pünktlich um 2 Uhr mittags am Anton platz. Abends 8 Uhr werden sie wieder zur selben Stelle zurückgebracht und können von den Eltern dort erwartet werden. Charlottenburg. Der tägliche Dachstuhlbrand. Auch am gestrigen Tage ist Char- lottenburg von einem großen Dachstuhlbrand heimgesucht worden. Diesmal stand gegen S Uhr nachmittags der Dachstuhl des großen Eckhauses Leibniz st ratze 7S— Pestalozzistraße— in ganzer Ausdehnung in Flammen. Als �er Automobillöschzug auf der Brand- stelle eintraf, war die Situation schon so kritisch, daß sofort noch die beiden anderen Wachen alarmiert wurden. Ueber mechanische Leitern wurde von beiden Straßenfronten aus mit über sieben Schlauchleitungen Wasser gegeben. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, daß der größte Teil des Dachstuhles eingeäschert wurde. Die Entstehung des FeuerS wird wieder auf Brandstiftung zurück- geführt. Wie erinnerlich, brannte vor einigen Tagen erst der Dachstuhl des Eckhauses Pestalozzistraße 92— Leibnizstraße— nieder. Schöneberg. Aus der Stadtverordnetenversammlung. Obwohl ein Teil des Magistrats und der Stadtverordneten bereits in die Ferien waren, so war die Vorlage doch wichtig genug, um die Herren zu veran- lassen, noch einmal zur Beratung zu erscheinen. Es galt ein Abkommen zu treffen mit der Berlinischen Bodengesellschaft wegen Regulierung des Baugeländes zwischen dem neuen Rathaus, Beamtenwohnhaus, der Wartburg- und JnnSbrucker Straße. Dieser Baublock ist 800 QuadratrUten groß. Eine Lebens-, Haft- Pflicht- und Unfallversicherungsgesellschaft, die mehr denn 500 Beamte beschäftigt, beabsichtigt diesen Komplex zu erwerben. Er soll teilweise bebaut werden. Ein kleiner Park soll angelegt werden, dessen Unterhaltungskosten die Stadt unter der Bedingung über- nimmt, daß der Park der Oeffentlichkeit zugänglich ist. Der bis- herige Plan zeigte zwei kleine Grünflächen, diese sollen vereinigt werden. In der Mitte des Geländes soll auf der höchsten Stelle des neuen Wohnviertels als Bekrönung des alten Mühlenberges eine vornehme einheitliche Gebäudegruppe über ansteigenden, öffentlichen Terrassengärten sich erheben. Quergebäuds dürfen nicht gebaut werden, nur an der Wilmersdorfer Grenze entlang der Kufsteiner Straße sind die Bauparzellen so angeordnet, daß halbe Ouergebäude angebracht werden können, um die auf Wilmers- dorfer Gebiet liegenden Fabrikgebäude zu verdecken. Läden sind zugelassen, wo keine provisorischen Vorgärten bestehen, außerdem an allen Eckbaustellen. Die Einrichtung von Schank- statten jeder Art ist ausgeschlossen. In der Freiherr vom Steinstraße dürfen Gast- und Schankwirtschaften irgendwelcher Art nur mit Genehmigung der städtischen Körperschaften angelegt werden. Eine Wohnungsgröße wie in den Verträgen mit anderen Gesellschaften ist in dem neuen Regulierungsvertrag nicht vor- gesehen. Die mit der Berlinischen Bodengesellschaft schwebenden beiden Prozesse werden zurückgezogen und finden durch Rückzahlung sowie Austausch von Gelände ihre Erledigung. Damit auch das Beamten- Wohnhaus sich dem neuen Gebilde würdig erweist, soll es in der Salzburger Straße einen passenden architektonischen Anstrich er- zu dessen Kosten die Stadt nichts beiträgt. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß einstimmig: Den mit der Berlinischen Bodengesellschaft verein- karten Abmachungen zuzustimmen und den ab- geänderten Fluchtlinienplan zu genehmigen. Mit der Annahme dieser Vorlage sind alle Differenzen mit der Bodengesellschaft erledigt und dürfte die Streitaxt mit Herrn Georg Haberland und der Stadtgemeinde bis auf weiteres de- graben sein. �- Das 23. Stiftungsfest des WahlvereinS findet heute, Sonntag, in den RathauSsälen, Meininger Straße 8. statt. Das Konzert wird von der..H o l l f e l d e r*- K a p e l le ausgeführt und den fahren zeigen wird. Für die Erwachsenen findet eine Verlosung statt und für die Kinder ein Fackelzug. Die Kaffeelüche ist von 2 Uhr ab geöffnet, während das Konzert um 4 Uhr beginnt. Im Saale ist Tanz und zahlen Herren, die daran teilnehmen, 50 Pf. nach. Am Eingang werden Programme verabfolgt, die mit 3 0 P f. zu vergüten sind. Neukölln. Beraubung eineS KindeS. Gestern nachmittag scknckte eine Frau Krüger aus der Sanderstraße ihren sechsjährigen Sohn zum Ein- holen. Sie gab ihm deshalb ein Portemonnaie mit 6 M. Inhalt. Der Knabe bolte auch die Waren und erhielt 2 M. zurück. Als er auf dem Rückwege begriffen war, trat ein junger Mann an ihn heran, der den Kleinen bat, ihm das Portemonnaie einmal zu zeigen. Als sich der Knabe aber weigerte, sondern vielmehr die Börse krampfhaft in seinem Händchen hielt, entriß ihm der rohe Bursche daS Portemonnaie mit Gewalt und lief davon. Ein Baubudcn-Eiilbrccher wurde gestern hier unschädlich gemacht. Der 20 Jahre alte Gelegenbeitsarbeiter Wilhelm Rathenow be- trieb seit längerer Zeit als Spezialität die Ausplünderung von Bau- buden. Wenn die Arheiter auf den Neubauten beschältigt waren, erbrach er deren Buden, in denen diese ihre Kleider und Wertsachen zu liegen hatten und stahl alles, was ihm in die Finger kam. In der letzten Zeit hat er eine große Reihe dieier Buden erbrochen, nicht nur in Neukölln, sondern auch in einer Reihe anderer Orte. Gestern hatte er es auf einen Neubau in der Hybrcchtstraße abgesehen, wo er schon vor drei Wochen einmal einen Diebstahl ver- sucht hatte. Damals wurde er überrascht, entkam jedoch seinen Ver- folgern. Auch diesmal wurde er hier wieder bei seiner»Arbeit* gestört und jetzt auch festgenommen. Eine große Anzahl von Kleidungstücken, die er erbeutet hatte, wurde noch bei ihm vor- gefunden. Johannisthal. Die Generalversammlung deS WahlvereinS nahm den Bericht des Vorsitzenden, Genossen Karl Schmidt, entgegen. Im Geschäftsjahr haben 9 Mitglieder-, 2 General- und 6 öffentliche Versammlungen sowie 11 Flugblattverbreitungen stattgefunden. Außerdem wurden 6 Landagilationstouren unternommen. Die Mitgliederzahl beträgt 160 inkl. 80 weiblichen.»Vorwärts*leser sind 240 am Ort. Den Kassenbericht erstattete Genosse P. Schmidt. Den Bericht der Lokal- kommission gab Genosse Pieleke, den der Bibliothek Genosse Palm; im letzten Jahre wurden nur 188 Bände entliehen. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat; 1. Vorsitzender: Erich Steuer, 2. Vor» sitzender: P. Rudolf, Kassierer: P. Schmidt, Schriftführer: Büttner. Revisoren: Frost, Winkelrau und Gonschur. Bibliothekare: Palm und Werther. Lokalkommission: Pieleke und Engelmann. Bildungs- ausschuß: Steuer, Senf und Seifert. Jugendausschuß: Frost, Rütz, Stumpf, Kuhnert, Wagner und Falk. Kinderschutzkommission: Ge- nossin Radunke. Kaulsdorf» Die Generalversammlung des Bezirkswahlvereins nahm zu» nächst den Geschäftsbericht entgegen. Die Zahl der Mitglieder be- trägt 76 einschließlich 14 weiblichen. ,,Vorwärts"leser sind 102 vorhanden. Die Gesamteinnahmen betragen 551,21 M., die Ge- samtausgaben 556,52 M., mithin verbleibt ein Defizit von 5,31 M.. Die Neuwahl der Bezirksleitung ergab folgendes Resnstat: Arnolo, 1., Beyer, 2. Bezirksleiter; Seifert, Kassierer; Reetz, Schriftführer; Kunze und Genossin Buchmann, Beisitzer; Herrmann, Himpel und Loffler, Revisoren. Genosse Heinrich Schmidt, der bei der letzten Wahl als erster sozialistischer Vertreter seinen Einzug in das Gemeindeparlament hielt, berichtete über seine Tätigkeit. Infolge schwerer, nunmehr überslandener Krankheit konnte er nur den beiden letzten Sitzungen beiwohnen, in denen er es jedoch an posi- tivem Arbeiten nicht fehlen ließ und besonders für die Gemeinde- beamten und Arbeiter eine Lanze brach. Als Mitglied von vier Kommissionen, und zwar der Finanz-, Revisions-, Friedhofs- und «eleuchtungskommission nahm Genosse Schmidt an sechs Sitzungen dieser Kommissionen teil. In den einzelnen Kommissionen werden bekanntlich neben Gemeindevertretcrn auch Bürgerdeputierte zu- gelassen. Unsere Genossen hatten hierzu mehrere Vorschläge ge- macht, doch wurde nur Genosse Himpel in die Armenkommission gewählt.— Unter„Verschiedenes" wurde noch beschlossen, xin Sommerfest abzuhalten. Orani«»hurg. In der außerordentlichen Stadtverordnetensitmng wurde zunächst das Pensionierungsgesuch des Bürgermeisters mitgeteilt. Mit der Leitung der Amtsgeschäfte ist gegenwärtig der Regiernngsreferendar v. Loebcll beauftragt worden. Die Uebernahme der Lützowstraße in die Unterhaltungspflicht der Stadtgemeinde wurde beschlossen. Ein Initiativantrag aics Pflasterung der Wvldstraße wurde ab- gelehnt, da verschiedene Haus- und Grundbesitzer an der Waldstraße ihr Land noch nicht aufgelassen haben. In der sich anschließenden geheimen Sitzung wurde das Gehalt des neuen Bürgermeisters festgesetzt. Die diesbezügliche Beschlußfassung wurde dem Regierungspräsidenten zur Bestätigung unterbreitet. Wenn diese erfolgt ist, soll die neue Stelle aus- geschrieben werden, und man hofft, den Bürgerm'eisterpost.en bis zum 1. Oktober neu zu besetzen. Potsdam. In der Generalversammlung des Wahlvereins gab der Kassierer die Abrechnung vom 2. Quartal. Einer Einnahme von 432,48 M. stand eine Ausgabe von 217,60 M. gegenüber. Der Rest der Ein- nähme wurde der Kreiskasse überwiesen. Genosse Staad gab hierauf einen kurzen Bericht über das abgelaufene Geschäfts- jähr, hiernach zählt der Wahlverein gegenwärtig 402 männ- liche und 100 weibliche Mitglieder. Da diese Zahl mit der Zahl der sozialdemokratischen ReichStagSwähler recht wenig im Einklang steht, soll in Zukunft für den Wahlverein eine größere Agitation als bisher entfaltet werden. Das- selbe gilt auch von der P a r t e i p r e s s e. Im Berichtsjahre fanden 16 öffentliche Volksversammlungen statt, darunter zwei für die Frauen. Sieben dieser Versammlungen wurden unter freiein Himmel abgehalten. Die Wahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Georg Sie mann, Kassierer Weißkopf, Schriftführer Lemm, Beisitzer Groll und Genossin Lenke. Zu Revisoren wurden die Genoffen Dien.er, Wesen- berg und Hein sch ke gewählt. Genosse Lange kommt in die Preßkommission und die Genossin Lange in den Bildungs- ausschuß. Die Lokalkommission verlritt Genosse Stresow. So- dann wurde bekanntgegeben, daß die Kreisgeneralversammlung am 18. August stattfindet und daß die Namen der Delegierten und eventuelle Anträge bis 1. August eingereicht sein sollen. Ohne große Debatte nahm die Versammlung einstimmig einen Antrag an, wonach zu Bei- sitzern des Kreisvorstandes Genossen aus verschiedenen Orten zu wählen sind. Bisher wurden diese von dem Ort gestellt, wo der Kreisvorstand seinen Sitz hatte. Ein anderer Antrag, der die Wahl der Delegierten zur Kreisgeneralversammlung entsprechend dem Proporrionalwahlsystem vorsieht, entfesselte eine längere Debatte, die schließlich wegen vorgerückter Zeit bis zur nächsten Ver- sammlung vertagt werden inußte. Der Arbcitcrbauvcrein, über dessen haarsträubenden neuen MetsvcrtragSbestimmungen wir kürzlich berichteten, hat in feiner vor kurzem abgehaltenen Generalversammlung diesen neuen Vertrag' abgelehnt. Nach diesem Vertrag sollten diejenigen Bewohner der Kolonie, die einem Konsumverein angehören, zu der Miete deS Koloniekaufmannes einen monatlichen Beitrag leisten. In dieser Versammlung soll es ziemlich lebhaft hergegangen sein. Auch ist man arg verschnupft gewesen, daß der„Vorwärts* uyd die„Branden- burger Zeitung* den neuen Vertrag bereits vor Bekanntgabe in daS richtige Licht stellte. Da die Leser der„Brandenburger Zeitung* und des„Vorwärts* in der Kolonie nicht mehr geduldet werden sollen, haben einige Abbestellungen in den Koloniehäuser» statt- gefunden. Die Leute haben dem Zwang gehorche» müssen, um sich nicht zu schädigen. Die Verärgerung, die schon seit Jahren in der Kolonie zu einem großen Teil besteht, wird man dadurch noch ver« stärkt haben. Deutscher Arbeiter-Sängerbund. _ Gau Berlin und Umgegend._ Sonntag, den 14. Juli 1912, vormittags pünktilcb 10 Uhr, im Gewerkschaftshause(Saal 1); i Auheim ß-tSUznng.: Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bundesangelegenheiten. 17/7 Der Vorstand. i ca. DO Blusen Nur sov/eit Vorrat! "i> aus Batist, Stickerei, WaschsVoüe, WaschsStolfen, Wolle und Seide« BIom aus Wasch- Voile mit reicher Stickerei... M. >25 SdioB- Bluse aus hübsch. Stickerei- Stoff..... M. Bluse aus Wasch- Voile mit breiter Stickerei-Passe M, Bluse aus Wasch- Voile ra.eleg.Motiv. und reich garniert Bluse aus Wasch- Voile, apart garniert...... M. 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