Nr. 251. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Big. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuz band: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. In der Boir Beitungs: Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder Deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müfen bis 4 Uhr Nachmittags in de: Erpedition abgegeben werden. Die Expedition in an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund gefttagen bis 9 Uhr Vore mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das widerfinnigste Wahlsystem. = Mittwoch, den 25. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. barbiert wurde, so daß statt der geplanten Eintheilung 31. Oktober 1893 aber werden zur ersten Abtheilung 1323, der Wähler in drei Gruppen, die je 5/12, 4/12 und 3/12 des zur zweiten 5900 und zur dritten 74 052 Wähler gehören. Seit Wochen befindet sich Preußen in einer Wahl- Gesammtsteuerbetrages aufbringen, die alte gleichmäßige Während die erste Abtheilung um einige hundert Wähler bewegung, oder sagen wir vielmehr, würde Preußen sich in Drittelung von Neuem Gesezeskraft erlangt hat, wurde von gewachsen ist, zählt die dritte deren nahezu 9000 mehr als einer Wahlbewegung befinden, wenn die großen Massen des uns früher ausführlich largelegt. Aber auch die bei der bei der früheren Wahl. Im dritten Wahlkreise liegen die Volkes Antheil nähmen an der Wahl, wenn die Sozial- Drittelung vorgeschriebene Anrechnung nomineller Steuern Verhältnisse ähnlich. Die Zahl der Gesammtwähler ist hier demokratie nicht wegen des widersinnigen Dreiklassen- Wahl- für die jetzt steuerfreien Wähler hat einen so unmerklichen von 95 434 auf 126 355 gestiegen. Der Hauptantheil entsystems sich der Wahl enthalten müßte. Was jetzt an Einfluß auf die Abgrenzung der Klassen ausgeübt, daß das fällt wiederum auf die dritte Abtheilung, deren Zahl von Agitation zu spüren ist, das rippelt kaum die Oberfläche durch nicht diejenige plutokratische Verschiebung der Wähler: 86 184 auf 112 787 geivachsen ist, während sich die zweite der Wasser, es wühlt sie nicht auf bis zum Grunde, wie gruppen wett gemacht worden ist, die durch die neuerdings Abtheilung von 7713 auf 11 561 und die erste von 1537 das eine Reichstagswahl, die alle zur gleichberechtigten Be- vermittelst der Deklarationszweige bewirkte stärkere Heran- auf 2007 vermehrt hat. Der vierte Wahlkreis endlich zählt theiligung aufruft, zu thun vermag. ziehung der großen Einkommen verursacht wurde. 71 745 ftimmberechtigte Urwähler gegen 63 077 bei der Niemals zwar ist das Unrecht des Dreiklassen Wahl- Welche Ungerechtigkeit das preußische Wahlgesetz in vorigen Wahl. Die dritte Abtheilung ist von 57 621 auf systems so zu Tage getreten, wie bei dieser Wahl, das Un- seinem Schooße birgt und wie sehr diese Ungerechtigkeit gegen 64 800, die zweite von 4535 auf 5799 und die erste von recht, das einer kleinen bevorzugten Minderheit von früher, gegen die Wahl vom 30. Ottober 1888 zugenommen 921 auf 1146 gestiegen. Ueberall also ist vorwiegend eine Kapitalisten die Entscheidung über die Geschicke hat, tritt deutlich aus den jetzt veröffentlichten Wählerlisten für Vermehrung der Wähler dritter Abtheilung eingetreten. des Volkes in die Hand legt und dieses Privilegium Berlin zu Tage. Rechnet man die sämmtlichen vier Berliner Land- Der Widersinn dieses ganzen Systems zeigt sich ferner dann noch mit dem heuchlerischen Mantel der all- tags- Wahlkreise zusammen, so werden in Berlin insgesammt noch besonders, wenn man die Klassenabgrenzung in den gemeinen Stimmberechtigung umkleidet. Daß dieses bei den bevorstehenden Wahlen 5929 Urwähler der er sten einzelnen Urwahlbezirken vergleicht. Während früher nämWahlsystem ungerecht ist durch und durch, wird allgemein Abtheilung gegen 5491 vom 30. Oktober 1888, 28 232 lich die Klaffeneintheilung für den ganzen Wahlkreis vorempfunden. Nicht nur der abgewirthschaftete Reichskanzler Wähler der zweiten Abtheilung gegen 23 784 und 313 286 genommen wurde, geschieht sie jetzt für die einzelnen Urhat es seinerzeit das elendeste aller Systeme genannt, kein Wähler der dritten Abtheilung gegen 264 103 gezählt. wahlbezirke, in denen die drei Klassen je ein bis zwei Beamter, tein Mitglied der Bourgeoisie verhehlt sich den Während vor fünf Jahren schon auf 48 Wähler der dritten Wahlmänner zu wählen haben, gesondert. Da kommt es Widersinn dieser plumpen Eintheilung der gesammten Abtheilung ein Wähler der ersten Abtheilung tam, hat jest denn vor, daß in einem Bezirk jemand in die dritte Klasse Wählerschaft in drei Klassen, der Höchstbesteuerten, der ein Wähler der ersten Abtheilung durchschnittlich so viel gehört, der seinem Einkommen nach in einem anderen in Mindestbesteuerten und der zweiten zwischen ihnen liegenden Stimmrecht wie 53 Wähler der dritten Klasse. der ersten Klasse wählen müßte. Häufig genug kommt es Klasse. Aber kein besseres Wahrzeichen auch für die un- Wenden wir uns den einzelnen Berliner Wahlkreisen natürlich auch vor, daß in einem Wahlbezirk nur ein schöpferische Verfallsperiode der herrschenden Klassen, des zu, so ist zu bemerken, daß dieselben je 2 bis 3, insgesammt einziger Wähler ebensoviel Steuern zu zahlen hat, wie die Beamtenthums und Großbürgerthums, daß ihren vereinten 9 Abgeordnete wählen. Die Eintheilung ist so vorgenommen, ganze dritte Klasse und deshalb für sich allein die erste Bemühungen es nicht gelungen ist, dieses Wahlsystem zu daß der Lauf der Spree die beiden nördlichen von den Klasse bildet. Dann hat er auf eigene Faust einen Wahlreformiren, sondern daß sie durch die sogenannte Wahl- beiden südlichen Kreisen trennt. 3wischen dem 1., südwest- mann, oder gar deren zwei zu wählen". reform des Vorjahres seine plutokratischen Wirkungen nur lichen und dem 2., südöstlichen bildet etwa die Linden- Mit bebender Entrüstung verzeichnen die freisinnigen verschärft haben. straße und dann die Schleiermacherstraße die Grenze, Blätter allerhand solcher Wahlfuriosa. Selbst Geheimräthe Der Grundgedanke des preußischen Dreiklassenwahl zwischen dem 3., nordwestlichen und dem 4., nordöstlichen müssen im Westen in der dritten Abtheilung wählen, Systems ist der, daß eine jede der drei Klassen der großen, bilden die Hamburgerstraße und dann die Prenzlauer während einer ihrer Untergebenen in einem entlegeneren der mittleren und der kleinen Einkommen eine gleiche Allee die Grenze. Die schlimmste Verschiebung der Wähler- Stadtviertel des Ostens vielleicht in der zweiten oder gar Gesammt- Steuersumme in den Staatssäckel zahle und dafür massen zu gunsten der Wohlhabenden hat in dem 1. Wahl in der ersten Klasse wahlberechtigt ist. Schrecklich! Aber dann als Entgelt den gleichen Einfluß auf die Auswahl treise stattgefunden. Hier beträgt die Zahl der eingeschrie- für uns doch höchst nebensächlich! Sobald einmal die der Abgeordneten erhalte. Wie man sieht, hat der echt benen Wähler 68 072, gegen 64 078 bei den Urwahlen vom großen Massen des arbeitenden Volkes durch die Einfapitalistische Grundsay, daß der Geldbesitz über alles ent- 30. Oftober 1888. Die Gesammtziffer ist mithin um rund theilung nach Vermögensklassen entrechtet sind, ist es gleichscheide und daß alles verschachert werden müsse, in feinem 4000 gewachsen. Dagegen ist die Wählerzahl in der ersten giltig für uns, ob die wenigen in den beiden oberen Wahlsystem zivilisirter Staaten sich solche unbedingte Gel- Abtheilung von 2150 auf 1453, in der zweiten Abtheilung Klassen dominirenden Geldfacksproken mit einem mehr oder tung verschafft, wie in dem Junker- und Militärstaate von 6756 auf 4972 gefallen, während die Zahl der stimm- minder starken Prozentsatz von Geheimräthen durchsezt Preußen. Da die größeren Einkommen von Jahr zu Jahr berechtigten Urwähler in der dritten Abtheilung von find. Für uns ist das Dreiklassen- Wahlsystem, das 90 pCt. stärker zunehmen im Verhältniß zum Gesammteinkommen 55 173 auf 61 647 gestiegen ist. Während vor fünf Jahren der Bevölkerung, die Wähler der dritten Klasse, durch der Nation, muß natürlich auch von Jahr zu Jahr der schon auf 26 Wähler der dritten Abtheilung ein Wähler 10 pCt. Bevorrechtete majorisirt, volt sfeindlich und gemeinEinfluß der Höherbesteuerten auf die Entscheidung der Ab- der ersten Abtheilung fam, hat jetzt ein Wähler der ersten schädlich an sich. Aber es bietet sich für uns auch jetzt wieder geordnetenwahlen wachsen. Das wurde dann doch selbst der Abtheilung so viel Stimmrecht wie 43 Wähler der dritten die Gelegenheit, laut und vernehmlich Protest dagegen zu Regierung zu unbehaglich und den Parteien, die sich auf Abtheilung. erheben, daß ein solches System noch länger dazu ausdas Kleinbürgerthum stüßen, wie die Freisinnigen und das Zentrum. In der letzten Session wurde der Versuch gemacht, der plutokratischen Verschiebung durch eine Abänderung des Gesezes entgegenzuwirken. Wie dabei das Zentrum durch die Konservativen und Nationalliberalen über den Löffel Feuilleton. [ 42 Der Aufruhr in den Cevennen. Eine Erzählung von Ludwig Tied. Die Bevorrechtung der Reichen auf Kosten der genutzt werde, die wichtigen Boltsintereffen, die der Kompetenz Mermeren tritt auch in den drei übrigen Wahlkreisen zu des preußischen Landtages unterstehen, dem Einfluß der Tage. Im zweiten Wahlkreise betrug am 30. Ottober 1888 großen Masse des Volkes in Preußen zu entziehen. Diesem die Zahl der eingeschriebenen Wähler 70 789, jett 81 275; System gegenüber kennen wir nur die eine Politit, nicht fie vertheilte sich damals mit 883 auf die erste, 4780 auf eher zu ruhen, als bis es vernichtet ist. Unsere belgischen die zweite und 65 126 auf die dritte Abtheilung. Am und österreichischen Genossen haben bewiesen, welchen Ahndungen Körper und Gegenwart. Ja, mein Freund, Eltern zusammen, die, wie es so oft geschieht, dem Sohne diese wundersame Rosenzeit meiner Jugend war wie das ganze Vermögen zuwenden wollten damit er in das Hochzeitsfest meiner Seele, und Qualen, unnennbare, der Welt einen um so bedeutenderen Platz einnehmen bereiteten sich schon in dieser Lust, um mich zu lehren, wie könnte. schwach, wie gebrechlich der Mensch sei und bleibe." Und dieser Abbé," rief Edmund, der die letzten Worte faum gehört hatte, wird Aubigny geheißen haben." ,, Richtig," erwiderte der Pfarrer mit großem Erstaunen, es scheint ja, Sie kennen alle meine JugendAber fahren Sie, Um ganz verwandelt zu werden, hatte meinem tief bewegten Gemüthe nur noch gefehlt, die Liebe kennen zu lernen. Euphemia und ich tamen uns näher, wir wurden so schnell miteinander vertraut, als wenn unser Wesen seit vielen Jahren nur auf diese Bekanntschaft gewartet hätte. Wir waren wie Bruder und Schwester, noch ehe wir uns nur über die Schnelligkeit dieses gegenseitigen Vertrauens hatten verwundern können. Bald waren wir einander unentbehrlich, fie fonnte mir leichter und inniger alle ihre Gedanken und Gefühle sagen, als sie es gegen ihre Eltern vermochte, ja wie sie es selbst nicht zu ihren Freundinnen wagte. Mein „ Der Arme," sagte der Geistliche, der schon so ver- Stimme, beim Blick ihres sanften Auges, wenn ich sie Herz schwebte in der süßesten Ruhe; beim Ton ihrer Mysterium der Liebe anzusehen, erschien mir die Feier der traulich mit uns geworden war, zog sich mit jedem Tage kommen hörte, wenn sie durch den Garten wandelt, ja wenn Messe erhaben und göttlich, als Offenbarung und Kunst mehr von uns zurück, obgleich er das Haus der Eltern noch ich sie nur dachte, war mein Gemüth wie in Seligkeit gewert, als Andeutung und Bollendung zugleich, und jedes oft besuchte. Nahmen wir uns auch vor, milde zu sein, so taucht. Die reinen Geister schweben wohl so verklärt gesprochene oder gesungene Wort, indem es in der ganzen erzürnte uns doch sein Spott, und in seiner Kälte war er ihrer heiligen Bestimmung entgegen, aller Leidenschaft und Kraft seiner Bedeutsamkeit auf mich zutrat, schob einen unangreifbar. Es war überhaupt nicht vorbestimmt, daß Unruhe, allen heftigen Trieben so völlig entfremdet. Und Riegel von meinem Herzen zurück. Kunst und Natur unsere Tage in Ruhe und ungetrübter Heiterkeit dahinfließen doch wußte ich nicht, daß ich liebte. Ich hatte mir dies verwandelten sich vor meinen Augen, das Element des sollten. Waffers ward verklärt, im Feuer, im Kerzenlicht der" Unter den jungen Mädchen, die das Haus meines Wort noch nie in den Sinn kommen lassen. Kirche wie des Hauses sah und erkannte ich den ganzen Freundes besuchten, war seiner Braut zunächst die schönste Wir sprachen über das fünftige Klosterleben, über die Inbegriff des Naturgeheimnisses. Die Nächte wurden uns eine Euphemia, die zarteste und holdeste Erscheinung, die Heiligen und ihre Wunder, und Euphemia hatte an mir zu kurz, um uns alles, was sich in unserem Gemüthe auf meine Augen noch jemals gesehen hatten. Sie glänzte den gläubigsten Schüler. Sie lieh meiner Begeisterung ein that, einander mittheilen zu können. Ein junger Abbé, weniger als Lucie, aber sie war noch demüthiger, noch feiner ebenso aufmerksames Ohr, und Tage und Wochen verein sanfter, wundergläubiger Schwärmer, war oft der und überirdischer. Auch war ihr Sinn dieser Erde schon gingen im vergnüglichen Traum. Daß Italien in der Welt Dritte bei unseren Berathungen im Felde oder Zimmer, ganz entrückt, ihre Wünsche waren auf das Kloster gerichtet, fei, wohin ich eigentlich unterwegs war, hatte ich völlig verund seine Gelehrsamkeit, seine Belesenheit in alten Legenden der Stand einer Nonne schien ihr der beneidenswerthefte. gessen. und Geschichten der Kirche gab allen unseren geistigen Diese Neigung traf glücklicherweise mit den Absichten ihrer Beauvais bezog ein Landhaus, das in der schönsten Schon hochgestimmt besuchte ich jetzt mit meinem be- gespielen." geisterten Freunde die Tempel. Diese Feierlichkeit des Durch den Parlamentsrath," antwortete Edmund, der Gottesdienstes, die Stille, der liebliche Gesang, die schauernde sich auch gern seiner Jugend erinnert. Ahndung, die über allen Geheimnissen schwebte, die sich hier ich bitte, in Ihrer Geschichte fort. Ich fürchte, jener Lacoste in sichtlicher Gegenwart den bedürftigen, schmachtenden wird nicht den vierten Mann in Ihrem Collegio haben Sinnen darstellen wollten, entzückten mein Herz. Schon abgeben wollen." gewohnt, alles in der Natur als Räthsel, als verschlossenes wuchtigen Eindruck selbst auf eine gegnerisch: Mehrheit und| Bestimmungen, die es erlauben, Beurlaubte militärRegierung eine große Protestbewegung der Arbeiterschaft gerichtlich zu verfolgen wegen Vergehen, die vor dem Ueberzu erzielen vermag. Also fort mit dem elendesten aller tritt in den Beurlaubtenstand begangen sind.(§§ 14 u. 15.) Wahlsysteme aus unserem öffentlichen Leben! Nicht aber giebt es eine ähnliche Bestimmung, die erlaubt, Dienstvergehen eines Beurlaubten zu verfolgen, die er als zum Dienst eingezogener Beurlaubter begangen haben soll. Vielmehr ist in§ 7 der Militär- Gerichtsordnung ausdrücklich der Militärgerichts Die Militär- Untersuchungshaft stand ber Beurlaubten beschränkt auf die Dr. Graduaner's. " Wie wir schon kurz gemeldet haben, ist der Chefredakteur der Sächsischen Arbeiter Zeitung", Genosse Dr. Gradnauer, am 20. Oftober, Abends, und zwar als er sich eben in eine öffentliche Versammlung begeben wollte, auf Antrag des Dresdener Divisionsgerichts auf der Straße verhaftet, in Militärkleidung gesteckt und ins" Militär gefängniß gebracht worden, wo er sich noch gegen wärtig befindet. Am Sonnabend Mittag, als seine Kollegen noch keine Kenntniß von dem Grunde des Ausbleibens Graduauer's in der Redaktion hatten, wurde von Kriminalpolizei- Beamten in der Redaktion und in der Wohnung Gradnauer's gehaussucht erfolglos und uns bierbei auf die Frage nach dem Verbleiben Dr. Gradnauer's deffen Ablieferung ans Militärgericht mitgetheilt. Gradnauer ist Reservist, ist vor vier Wochen bereits aus der achtwöchentlichen lebung wieder entlassen und hat sich mit besonderer Auszeichnung in der Uebung geführt. Alle Welt bestürmt uns mit der Frage: Wie kann das Militärgericht einen Zivilisten nach Absol= Zeit während der Einberufung zu dienstlichen Zwecken"; und ausdrücklich ist ferner gesagt, daß dieser Gerichtsstand mit dem Ablauf des Tages der Wiederentlassung aufhört." bleiblich veranlaßten Störungen der Fabrikation eine start Einschränkung derselben und zwar in allen Brauchen der Tabakindustrie herbeiführen. Dies wäre aber unvermeidlich verknüpft mit dem Ruin zahlreicher kleinerer und weniges tapitalfräftiger Unternehmen, mit Arbeiter- Massenentlassungen, nicht nur in den Tabak- und Zigarrenfabriken, sondern auch in den vielen Hilfsgewerben der Tabakindustrie und dadurch bedingter Brotlosigkeit vieler Tausender von Familien. O Die Versammlung spricht die Erwartung aus, daß die föniglich preußische Regierung im Bundesrath ihren Einfluß dahin geltend macht, daß von der geplanten Tabak- Fabritat steuer wie überhaupt jeder Mehrbelastung des Tabaks Abstand genommen, vielmehr die Aufbringung der erforderlichen Mehreinnahmen des Reichs durch eine stärkere Heranziehung der wohlhabenderen Bevölkerungskreise herbeigeführt werde." Hiernach bleibt bei Gradnauer's militärischer Abführung, wenn nicht die Militärbehörde das Gesetz Zur Tabak Fabrikatsteuer meldet der„ Badische ganz anders auslegt, vernünftigerweise nur die Er- Landesbote", daß soweit bis jetzt bekannt sei, im Heidelklärung übrig, daß die Militärbehörde irrthümlich berger und Schwetzinger Bezirk die Petition gegen die ihre Zuständigkeit gegen den Beurlaubten Gradnaner an- Steuer, welche dem Reichstage unterbreitet werden soll, genommen hat wegen eines angeblichen Dienstvergehens Grad- schon 10 668 Unterschriften gefunden hat, und zwar in nauer's während seiner Uebungszeit. Heidelberg 99, Kirchheim 128, Stohrbach 314, Leimen 497, Hockenheim 974, Reilingen 371, Sandhofen 773, St. Jlgen 174, Walldorf 840, Roth 395, St. Leon 354, Waldaugel loch 132, Michelfeld 173, Eschelbach 175, Mühlhausen 557, Mingolsheim 105, Malich 514, Malschenberg 272, Rettig heim 226, Thaimbach 152, Rauenberg 325, Dielheim 630, Baierthal 551, Schattenhausen 26, Alt- Wiesloch 159, Wiesloch 174, Nußloch 998. Wird alles nichts helfen! Die Stener fommt doch, und wenn Hunderttausende von Wir hoffen daher auf eine baldige Aufklärung, wenig stens über die erste Voraussetzung des militärischen Verfahrens gegen den Zivilisten Gradnauer: den Grund seiner militärischen Verhaftung. Politische teberlicht. Berlin, den 24. Oktober. virung feines Dienstes noch einstecken und Die„ Norddeutsche" und unser Parteitag. Das gegen ihn prozessiren? itis fangreiche Gratisreklame" " Existenzen dadurch vernichtet werden! Moloch Militarismus braucht Geld und die nationalliberalen und agrarischen Reichstags- Abgeordneten werden die Steuer bewilligen. 1 Die Dresdener Genossen haben sich beim Militärgerichtliche Bresse von unserem Parteitage fo ausführlich be- den Offiziösen des Herrn Miquel wird in den„ Berliner Organ des Reichskanzlers bedauert schr, daß die bürger- Keine Aufbefferung der Beamtengehälter. Von erfundigt, welcherlei Anschuldigung gegen Gradnauer vor liegt. Über ihrem Rechtsanwalte ist jede Auskunft ver- richtet, als handle es sich um das wichtigste kulturhistorische Politischen Nachrichten" mitgetheilt, daß der Finanzminister weigert worden, trotz des Hinweises darauf, daß vermuthlich fratie todt, da sie sich nicht todtschlagen läßt. Aber auch direkt oder indirekt auf Verbesserung des Dienſteinkommens Ereigniß." Lieber wäre ihr, man schwiege die Sozialdemo- alle Vorschläge für den nächsten Etat abgelehnt, welche Gradnauer mangels Kenntniß der einschlagenden Bestim mungen der Militär- Prozeßordnung gar nicht in der Lage die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" kann nicht um von Beamtenstellen abzielen, ohne daß deren Geschäftskreis ist, mit Beschwerden sich gegen die militärgerichtliche Ver- hin, von ihrem Prinzip abzuweichen, und für uns um sich ändert. Ferner sei die Errichtung neuer etatsmäßiger haftung und Prozessirung selbst zu wehren. machen, fie bringt Stellen auf das unbedingt nothwendige Maß zu beschränken. Dieser Fall von Militärjustiz gegen einen Zivilisten über den Parteitag einen Leitartikel im Abendblatt, nach Ebenso erscheine jede Verstärkung von Remunerationen aus wird um so bedenklicher, wenn man erivägt, daß nach den dem sie im Morgenblatt über die Sozialdemokratie einen Dispositionsfonds ausgeschlossen. Bestimmungen der jetzt geltenden( Preußischen) Militär- leitenden Artikel gebracht hat. Sie schweigt uns demnach auch gerichts Ordnung der Angeschuldigte sich nur durch nicht todt, dafür verleumdet sie nach alten Noten, indem sie Eine lex Kirchhof steht nun als Seitenstück zur lex eine Militärperson vertheidigen lassen kann, und die abgelagertesten Verläumdungen über unsere Partei bringt, Heinze sicher in Aussicht. Zwar verschämt noch, aber auch durch eine solche nur dann, wenn ihm mehr a 13 sie trompetet wieder in die Welt, daß die Sozialdemokratie unzweideutig reden die offiziosen Blätter erneuten Breß10 Jahre Strafe oder Tod droht!!(§ 117.) die Erfindung einiger geldsüchtiger Leute sei, welche sich beschränkungen das Wort. Es heißt sogar schon, daß eine Allerdings aber find die Strafandrohungen des Militär- auf Kosten der Massen bereichern wollen. Dies dumme Gesetzesvorlage mit der äußersten Sorgfalt" ausgearbeitet Strafgesetzbuches so drakonisch und so dehnbar abgefaßt, Beug widerlegt sich schon durch den Umstand, daß das werde, um sie sicher durch den Reichstag bugfiren zu können. daß es einem sozialdemokratischen Wehrpflichtigen leicht leitende Blatt der Partei es seinen Lesern zur Erheiterung Weshalb auch nicht? Die Reaktion weiß aus allen Blüthen passiren kann, Anklage mit Aussicht auf so hohe vorſetzt. Honig zu saugen. Ob ein Zuhälter einen Nachtwächter erStrafen zu erhalten. Zum Beispiel droht§ 100 des die Autorität eines Jules Simon beruft, heben wir blos Journalisten macht vor allem muß die Presse geschuhriegelt, Aus dem Leitartikel des Morgenblattes, der sich auf mordet oder ein General einen Mordversuch auf einen Militär Strafgesetzbuches im Falle der Aufwiegelung" den von bodenloser Unwissenheit zeugenden Satz hervor: das Recht der freien Meinungsäußerung noch mehr be(„ wer mehrere Personen des Soldatenstandes blos aureizt, Die Gozialdemokratie ist demnach reiner und absoluter schränkt werden. Wundern soll's uns nur, wie scharf dem gemeinschaftlich dem Vorgesetzten den Gehorsam zu vers weigern") Gefängniß von mindestens 5 bis zu Anarchismus." Wer die Sozialdemokratie so wenig deutschen Michel der Mundfnebel angezogen werden darf, ehe 15 Jahren an, ohne Rücksicht darauf, ob ein Erfolg erleben. tennt, wird nur Mißerfol ge bei ihrer Bekämpfung er anfängt, zu trampeln. eingetreten ist. M Manche Genossen haben gemeint, gegen Gradnauer sei Verdacht eines ähnlichen Vergehens entstanden, das er während seiner Uebungszeit begangen haben solle. Allein, wenn nicht die Militärbehörde etwa das Gesch anders aus Legen sollte, so ist eine solche Annahme durch die Bestim mungen der Militärgerichts- Ordnung ausgeschlossen. Nach denselben(§ 6 regelt die Zulässigkeit militärischer Untersuchung gegen Beurlaubte) kommen nur folgende Fälle in Betracht: 1. Ungehorsam gegen Befehle, die Beurlaubten außer Dienst ertheilt werden dürfen; 2. Desertion; 3. wenu Beurlaubte sich ganz bestimmte Vergehen außer Dienst in Uniform zu schulden kommen lassen; 4. Jusubordination bei Gesuchen und Beschwerden in militärischen Dienstsachen; 5. Duelle beurlaubter LandwehrOffiziere. Und auch die sonst einschlagenden Militärgesetze sprechen theils nur von Vergehen Beurlaubter, die sie sich außer Dienst in Uniform zu Schulden kommen lassen, theils von Dingen, die bei Dr. Gradnauer nicht vorkommen tonnten. Gradnauer war aber selbstverständlich froh, den Dienſtrock nach Ableistung seines Uebungsdienstes wieder ausziehen zu können und hat seitdem ihn nicht wieder getragen. " Die Militärftrafprozeßordnung mit ihrem geheimen Berfahren dürfte uns noch recht lange erhalten werden. Die Konferenz der Finanzminister über die Frage der Weinsteuer hat, wie die„ Kreuz- Zeitung" erfährt, gestern Der neue Kriegsminister General Bronsart v. Schelleneingehend berathen, aber noch keinen Abschluß gefunden. dorff hat sich nämlich, wie die„ Saale- 3tg." hört, bei einer Die Schwierigkeit der Materie hat auch diese Berathung seiner Berufung vorausgegangenen Verständigung mit dem beeinflußt und die Einigung noch hinausgeschoben. Die Reichskanzler als unbedingter Anhänger des heutigen Berathungen sind heute Mittag fortgesetzt worden. Man Militärstrafprozeß- Verfahrens und entschiedener Gegner hofft, daß heute ein befriedigendes Endergebniß erzielt namentlich der Einführung der Deffentlichkeit bezeichnet. werden wird. Es wird an der Absicht festgehalten, sowohl Es bleibt demnach alles beim alten. das Weinsteuergesetz als auch das Tabaksteuergesetz dem Reichstag sofort beim Zusammentritt zugehen zu lassen. Gegen die Tabak- Fabrikatsteuer liegt folgende neue Resolution aus Fabrikantenkreisen vor: 1 Die am 22. Oftober 1893 in Rassel versammelten Tabakund Bigarrenfabrikanten der Provinz Hessen- Nassau und umliegenden Bezirke erklären die beabsichtigte Fakturenwerthsteuer, wie überhaupt eine Fabrikatsteuer auf Tabak und jede andere Mehrbelastung deffelben für undurchführbar ohne schwere Echädigung der Tabakindustrie und zwar aller Zweige der selben, namentlich auch der Rauchtabat Fabrikation. Die geplante Stenermaßnahme würde eine starke Mehrbelastung des Konsums und damit erfahrungsgemäß großen Winderverbrauch an Tabatfabrikaten zur Folge haben und dieser, im Verein mit sonstigen, durch die Neuerung unaus Zur Handwerkerfrage. Der Verbandstag bayerischer Gewerbevereinigungen sprach sich einstimmig gegen die Berlepsch'schen Borschläge über die Handwerksorganisation aus und schlug fakultative Lehrlingsprüfungen vor. Der Bruderzwist in der freisinnigen Partei ist wieder hell emporgeflackert, seitdem die Herren von der Volkspartei" und von der Vereinigung" sich zu rüsten haben für die preußischen Landtagswahlen. Zwar hat Theodor Barth, einst der gefürchtetste Nebenbuhler Eugen Richter's, des Muthes besseren Theil erwählt und ist zu Schiff nach Amerita, aber Rickert und Hinze, Mommisen der Jüngere pochen an die Thore der Berliner Bezirksvereine, um Einlaß zu verlangen für die Kandidaten Dagegen giebt es in der Militär- Gerichtsordnung wohl Gegend lag. Jch folgte der Familie, und auch meine an Euphemien an einem Morgen, einige Kapitel der Heiligen obgleich die Hölle schon unter ihm liegt) zwischen Tugend gebetete Euphemia begleitete ihre Freunde, denn die Mutter Schrift waren eben beschlossen worden. In der einsamsten und Laster, zwischen Weisheit und Aberwitz, der aus der fou ohl wie die fünftige Frau des Sohnes verehrten das Gegend des Gartens warf ich mich nieder, um meinen Liebe und Freundlichkeit zu Haß und Mord führt, und wunderbare Mädchen. Welche sonderbaren Gespräche und stürzenden Thränen ihren freien Lauf zu lassen. Die ich hatte nun erfahren, welch unseliger Geist die WiderHerzensergießungen! Die Erde und unsere Umgebung, ganze Welt erbarmte mic, ich empfand eine solche Ueber- täufer und Adamiten erregte und vielleicht jetzt in manchem alles, was wir wirklich nennen müssen, verschwand fülle von Liebe in meinem drängenden Herzen, daß es fast Herzen der Empörer glüht und wüthet. Ach! mein Sohn, uns völlig, und wie in einer paradiesischen Unschuld in sich selbst aus Wonne zerbrach; ich las im Lukas noch der Mensch ist ein höchst armes, gebrechliches Wesen, und wiegte sich unser Geist, ohne Bedürfniß, aber von der einmal die Stelle, wie Christus der armen Wittwe und der je mehr ihm verliehen ist, je mehr hat er zu verantworten, innigften, seligsten Liebe durchdrungen, wir verstanden Leiche ihres Sohnes begegnet und mitleidig den Jüngling je heller sich der Liebesgeist in ihm entzündet, je dunkler uns ohne Worte, und wie alles Frdische dahin war, vom Tode erweckt. Worte giebt es nicht, meinen Zustand brennt auch das Verworfene in ihm; seine Gaben, vom so regte sich auch kein Gefühl von Eifersucht, Argwohn oder zu bezeichnen. Da kam der alte Beauvais mit einem Ge- Himmel ihm gegönnt, tönnen feine bösen Feinde werden, Mißtrauen in unserer Seele. folge von Dienern von der Jagd zurück. Er mochte sich und feiner steht so fest, daß er nicht fallen könnte. Die Legenden, von denen viele einen himmlischen Geist verwundern, mich in diesem Zustande zu finden, ging aber Das hatten mir meine Legenden schon gelehrt, aber ich der Hingebung in den geheimnißvollen Willen des Höchsten, mit einem stummen Gruße vorüber. Ich war aufgestanden, mußte es erst selbst in diesem schlimmen Sturze erleben." ein Verschwinden, ja fast Selbstvernichten in inbrünstiger und wie eine ungeheure Gewalt ergriff es mich jezt." Ja", Also doch Hölle und Teufel?" rief Edmund nach einer Liebe zu Chriftus aussprechen, ein tiefes, sterbendes Mits sprach ich zu mir selbst, so wie du hat noch kein Mensch langen Bause." So milde Sie früher sprachen und urleid in der liebenden Verehrung, diese vorzüglich waren es, geliebt; der Geist Gottes, des Vaters selbst, ist es, der sich theiten, so folgt denn die priesterliche Verdammung doch die unsere trunkene Begeisterung erweckten und nährten. in dir regt, alles zu beglücken, zu lieben, zu bemitleiden; am Ende, Du armer Cavalier und Marion! und ihr Manche dieser Erzählungen sind widerlich und jenem Ge- in diesem, diesem hohen Momente fühl ich es als ewige unglückseligen Kinder, denen der Satan selbst den Namen fühl entgegen, diese umgingen wir mit künstlichen und Wahrheit, ich selbst, ich bin der Sohn, der Gott vom Gott, des Herrn und die Erweckung zur Buße auf die stammelnden wißigen Auslegungen, um ihnen einen mildernden Sinn und was hindert mich, diese Bäume, diese Steine Zungen legt.". " unterzulegen. Aber das Schönste, was uns die Sage von hier mit dem Worte des Lebens zu berühren, daß sie in" Wie sollen wir denn," sagte der Alte mild, das Wir dieser Art aufbehalten hat, ist es doch auch zugleich, was eine andere Gestalt übergehen und meine Macht beurkunden? nennen, was Gott unmittelbar entgegenwirkt? von dem unerweckten Menschenfinn am meisten mißkannt, Soll ich den Engeln, die mich umschweben, winken, daß sie brauchen ja die Greuelgestalt nicht, die die Verkehrtheit von dem Weltverstande immer lächerlich und anstößig sichtbar zu meinen Diensten herantreten?- Ja, es sei ihm ersonnen hat, um ihn persönlich darzustellen; wir gesunden wird. Das Leben und die Geschichte der alten versucht, gewagt Da überfiel mich Zittern und haben ja nicht nöthig, ihm jene ungeheuren Kräfte zu Einsiedler, mag manches auch spätere Erfindung sein, Angst, ich stockte, und in Verzweiflung, in zerknirschter zuschreiben, die die Wundersucht ziemlich märchenhaft sind dem Geifte, der einmal vom Göttlichen bewegt ist, ein Demuth stürzte ich vor meinen Schöpfer hin, in mir selbst erfunden hat; aber um so schlimmer für uns, je schwächer, rührendes Wunder. Was soll ich von der Sinnesweise des zerbrach ich, der ich nun meinen teuflischen Hochmuth ge je ohnmächtiger er an sich selbst ist: wie schwach sind wir heiligen Franziskus, von seiner Feuerliebe und den Er- sehen, der aus der lautern Demuth und Liebe empor dann, uns von diesem Schatten, diesem Ungrund, der scheinungen sagen, die diesem ganz in Demuth, Erbarmen gestiegen war; den fürchterlichsten Abfall von Gott hatte Unfraft, dem Nichts so schmählich besiegen zu lassen? Wie und Inbrunft aufgelöften Herzen aufgingen und gegen- ich erlebt in demselben Augenblick, da ich mich ihm mit unsere Priester jene Gingebungen schmähen, lästern und wärtig wurden? Nur wer den Glanz der Welt, die eigene allen meinen Kräften am allernächsten fühlte. teuflisch schildern mögen, weiß ich nicht, aber mir genügt, übermüthige Kraft einmal recht erkannt hat, versteht wohl Dieser Moment, in welchem mein Geist an dem Ab- daß ich an mir erfahren habe, daß es eine solche Bewegung dieses Gemüth. Oft lafen wir auch das Evangelium, und grund des Wahnsinns und der Raserei schwindelte, ist mir aller Kräfte in uns in göttlicher Liebe geben kann, die denn dann befiel ein Bittern, wie man an vielen Schwärmern seitdem immer als der gräßlichste meines Lebens erschienen. doch nicht von Gott, sondern von seinem verächtlichen Wideres gesehen hat, vorzüglich in der Einsamkeit meinen ganzen Ich verstand mich nun und die menschliche Natur sowie facher herrührt, den wir nur deswegen fürchten müssen, Körper, denn Schen und Scham hielten mich in der Ge- die Gefahr der begeisterten Liebesentzückungen. Hätte ich weil wir, das Ebenbild Gottes, durch unsere Schuld doch sellschaft zurück, meine Thränen und meine tiefe Er doch die Brücke selbst betreten, über welche alle Schwärmer nur Schatten gleichsam von Schatten sind." ichütterung bemerken zu lassen. So verließ ich auch gegangen sind, den schmalen Steig( noch glänzend immer, ( Fortsetzung folgt.) 著 der Freisinnigen Vereinigung. Das hat natürlich vielleicht noch Polen und Konservative und bringt dann die seinen Bericht, den die„ Elsaß- Lothringische Volkszeitung vom den ganzen Grimm Eugen Richter's erregt. Auf die Ausnahmeverordnung und Wahlrechtsvorlage durch. Sein verflossenen Sonntag bringt. Agitation im Lande hat er verzichtet, um sich ganz oft bewiesenes tattisches Geschick in der Behandlung parla- Die Nichterfüllung der Formalitäten beim Druck des fozialden Berlinern widmen zu können. Bis jetzt indeß sind die mentarischer Parteien wird ihm vielleicht auch diesmal aus demokratischen Wahlaufrufes zur letzten Reichstagswahl beschäftigte am legten Donnerstag die Mülhauser StrafVereinigungsmänner noch nicht zum Schweigen gebracht. der verworrenen Situation heraushelfen. tammer. Angeklagt waren ber Herausgeber des MülSie wollen mit den Brüdern von der Voltspartei zut hauser Tagblattes", Herr Buchdruckereibefizer J. Brinkmann, sammengehen, wenn diese ihnen einige Wahlsize in Berlin einräumen, die Volksparteiler indeß versteifen sich auf ihre große Mehrheit und die demokratischen Traditionen Berlins und wollen feinen Siz berausrücken, nicht einmal den, der bisher durch Herrn Alexander Meyer geziert wurde. Wollen die Vereinigungsmänner irgend einen Erfolg haben in Berlin, so werden sie schließlich noch gemeinschaftlich mit den Nationalliberalen vorgehen müssen, und damit wären sie an ihrem Ausgangspunkte angelangt; der Kreis der Entwickelung wäre geschlossen. oder nicht. Die Verhandlungen der Wahlrechtsvorlage. Aus Wien wird telegraphirt: einem 4( schreibe widersprach das Gericht dem staatsund der Redakteur unseres Blattes, Herr J. Martin. Die Antlage bezichtigte Brinkmann 1. der Zuwiderhandlung Bei der heute fortgesetzten ersten Lesung der Wahlreform gegen Artikel 17 des Gesetzes betreffend die Freiheit" der Presse Vorlage trat der Abg. Kronawetter für die Regierungsvorlage vom 21. Oktober 1814( Unterlassen der Angabe von Namen und lamentarismus schädige. Kronawetter nennt die gegenwärtige und einer falschen Wohnung), 2. der Zuwiderhandlung gegen ein und bekämpfte die Wirksamkeit der Klubs, welche den Bar Wohnung des Druckers bezw. Angabe eines falschen Namens Koalition Plener- Hohenwart- Jaworsti einen neuen Dreibund. Artikel 14 desselben Gesetzes( Nichtabgabe einer vorherigen ErGraf Hohenwart erklärte in der heutigen Reichsraths flärung von der Absicht des Druckes und Nichthinterlegung der fizung, daß seine Partei die Wahlreform- Borlage unter feinen vorgeschriebenen Pflichteɣemplare); Martin endlich war beUmständen akzeptiren könne, selbst die gestrige Erklärung des schuldigt, gegen den Artikel 283 des französischen Strafgesetzbuches Grafen Taaffe übe feinen Einfluß auf deren Meinung. Die( wissentliches Beitragen zu der Bekanntmachung oder Bertheilung Regierung habe sich die Erfolge der von ihr veranlaßten Be- einer Druckschrift, worin die Namen, das Gewerbe und der Die Reichstags Abgeordneten aus Elsaß Loth- wegung selbst zu konzediren. Wohnort des Verfassers oder des Druckers nicht wahrhaft an ringen hatten bisher mannigfache Formen des Protestes Das Urtheil lautete, gemäß den Anträgen der Staats= den Reichstag in der Regel blos, wenn ihre Landesinteressen vereine richteten, wie dem Berliner Tageblatt" aus Bern anwaltschaft, auf zusammen 1600 M. Geldstrafe gegen die Angliederung an das Deutsche Reich, sie besuchten Friedensbureau in Bern. Die schweizerischen Friedens- gegeben sind) sich vergangen zu haben. in Spiel tamen und schlossen sich den" altdeutschen" telegraphirt wird, eine 54 000 Unterschriften tragende gegen Brintmann und auf Parteien nicht an. Seit 1890 aber gehören Abgeordnete Petition an die Bundesversammlung, worin fie verlangen, vter) Monate Gefängniß gegen Martin. Nur daß der schweizerischen Delegation an der interparla- in Ser Reichslande der nationalliberalen, freitonservativen mentarischen Friedenskonferenz ein offizieller Charakter ver- anwaltlichen Antrage: nämlich im Punkte der" sofortigen Unterorizamentarischen und sozialdemokratischen Partei an. gebliebenen Elsässern" scheint sich nun eine Spaltung vorliehen werde und daß an das internationale Friedensbureau Berhaftung" des Angeklagten Martin, die von der Staatsin Bern ein Bundesbeitrag verabfolgt werde. anwaltschaft zu allem andern verlangt worden war unter zubereiten, welche veranlaßt wird durch die aufgeworfene dem Hinweis darauf, daß Martin, wenn das Gericht auf vier Frage, ob sie sich der Zentrumspartei anschließen sollen Frische Taktik. Es ist das eifrigste Bestreben des Monate ertenne, mit den schon früher gegen ihn erkannten acht liberalen englischen Ministeriums, die Herbstsession des Monaten nun insgesammt zwölf Monate Gefängniß in Aussicht Kürzlich trat nämlich das Volksblatt", das Drgan Parlaments ausschließlich der Berathung britischer Gesetz- nahme trat das Gericht nicht bei, was uns im Hinblick auf die hätte, was ihn zur Flucht" bewegen könne. Der letzteren Andes oberelsässischen Kierus, gegen den Eintritt in jene entwürfe und Maßregeln besonders zur Förderung der sonstige Einhelligkeit zwischen staatsanwaltschaftlichem Antrag Fraktion auf, die den Elsaß- Lothringern doch nur wenig Arbeiterinteressen zu widmen, um vor der bevorstehenden und Richterspruch einigermaßen in Verwunderung feßte." nügen könne; die elsässische Gruppe dürfe sich nicht mit Auflösung des Unterhauses die reformeifrigen Anhänger der Zum näheren Verständniß sei bemerkt, daß es nach dem in tem Zentrum verschmelzen, sondern müsse ihre Selbständig- Partei an deren Fahnen zu fetten. Frische Angelegenheiten Elsaß- Lothringen geltenden Preßgefez in das Belieben der Befeit bewahren, und zwar so lange, bis alle Ausnahmegeseze sollten möglichst ganz aus dem Spiele bleiben, da die Eng- hörde gestellt ist, einem Zeitungsdrucker die Annahme von Akzidenzim Reichslande beseitigt sein werden. Demgegenüber hebt der länder mit der Durchberathung der Homerule- Bill denn und andern Arbeiten für Privaten zu gestatten. Der Drucker der Elsässer", das Blait des Straßburger Geistlichen Dr. doch zu sehr überfüttert worden waren, um nicht Ueberdruß Els.- Lothr. Bolts- 3tg." hatte diese Erlaubniß natürlich nicht und so Müller- Simonis, hervor, von einer eigentlichen elsässischen an allem Frischen zu empfinden. Man gab sich der Hoff- anderen Druckereibesitzer wenden. Wie es möglich war, für ein mußte man sich denn wegen Herstellung des Flugblattes an einen Partei könne jeztschon nicht mehr die Rede sein, da bereits mehr nung hin, daß die Irländer selbst sich einer solchen Be- Bergehen, das selbst an uns Altdeutschen", die wir unter als ein Drittel der elsaß- lothringischen Abgeordneten sich schränkung im Interesse der gemeinschaftlich mit den eng- preußischem Regiment und reichsdeutschen Preßgefeh doch gewiß verschiedenen Fraktionen angeschlossen habe. Wenn die lischen Liberalen zu erkämpfenden Ziele fügen würden. Das nicht verwöhnt sind, nur verhältnißmäßig geringfügig gefühnt klerikalen Abgeordneten, die für sich keine Anträge stellen wäre vielleicht auch geschehen, wenn nicht die irische Homerule- wird, eine so horrende Strafe festzusehen, das bleibt ein können, nicht diesem Beispiele folgen, so laufen sie Gefahr, Partei seit dem Parnell- Skandal in zwei sich befehdende Geheimniß. Das in Elsaß- Lothringen geltende Preßgesetz hat daß sie als Protestler angeschen werden und daß das Zen Gruppen gespalten wäre. Da prinzipielle Gegensätze die nämlich die famose Bestimmung, daß über Preßprozesse in Bei trum sein bisheriges Interesse an den reichsländischen An- Barnelliten von den Antiparnelliten nicht trennen, müssen sie tungen nicht berichtet werden darf. An die Berurtheilung fnüpft die Elsaß Lothringische Bolts Zeitung" folgende Begelegenheiten verliert. Man darf einigermaßen gespannt versuchen durch irgend welche taktische Mäßchen sich gegenseitig nüpft die" Elsaß. Lothringische Bolts- Zeitung" folgende Bedarauf sein, welchen Verlauf die Angelegenheit in der den Wind der Volksgunst aus den Segeln zu nehmen. Nachdem Diese offenbare Absicht" Martin's, das Preßgesetz zu umnächsten Session des Reichstags nehmen wird. deshalb die Antiparnelliten sich für den Gladstone'schen gehen, die ihm von einem servilen Blatt unterschoben wird, beDas Interesse an dieser Frage kann nicht groß sein, Plan erklärt haben, kommen die Parnelliten mit einem steht darin, daß Martin sich dieselbe Freiheit der Voraussetzung weil die ultramontanen Eljäffer den Krebsgang gehen, da Schachzuge, der die Regierung nöthigen soll, in der nächsten erlaubte, die das Gericht sich am Donnerstag erlaubt hat. Wenn die Sozialdemokratie immer größere Fortschritte in den Session doch wieder irische Angelegenheiten in Angriff zu das Gericht dem Angeklagten Brinkmann gegenüber annahm, er Reichslanden macht und begründete Aussicht hat, schon bei nehmen. Ihr Führer John Redmond hielt vorgestern in bätte die ihm als Drucker vorgeschriebenen Formalitäten tennen den nächsten Wahlen einen großen Theil Elsaß- Lothringens Cork eine Rede, in welcher er erklärte, daß seine Partei, und erfüllen müssen und man könne ihn deshalb nicht freisprechen zu erobern. Suiors apni menn die ge nicht wenn das Gericht ſich auf diesen Standpunkt ſtellte und Brinkwenn die Frage der ermittirten Bächter nicht in der dies: wenn er glaubte, Martin würde diese Formalitäten erfüllen Herr Nichter flunkert weiter. Nachdem alle bis- jährigen Herbstſeſſion und die Somerule- Frage nicht im mann zu der gewiß nicht„ milden" Strafe von 1600 m. verherigen Meldungen der Freisinnigen Zeitung" von beab- Jahre 1894 geregelt würden, der Regierung die bisher geurtheilte, warum durfte dann der Angeklagte Martin nicht ebenfichtigter Betheiligung von Sozialdemokraten an den Land- währte Unterſtüßung entziehen und bei der ersten Gelegen- falls annehmen, es sei Sache Brinkmanns, jene Formalitäten zu tagswahlen sich als unrichtig herausstellten, weiß heute das heit gegen sie stimmen werde. Bei der geringen Mehrheit erfüllen? Schreibt das Gefeß dem Besteller vor, für die Grfreifinnige Blatt aus Breslau zu melden, daß dort Sozial- von etwa 40 Stimmen, über die die Regierung im Unter- füllung der Druckvorschriften zu sorgen, oder dem Drucker? Thatsächlich ist Martin wegen Mitschuld an der Nichtdemokraten die Freifinnigen bei den Landtagswahlen unter: hause verfügt, kann das Abschwenken der kleinen parnelliIn stüßen wollen. So weit wir die Breslauer Parteiverhält- tischen Gruppe von 10 Mann immerhin die Regierung der erfüllung von Vorschriften verurtheilt worden, die gesetzlich einem Anderen oblagen. Denn eine Theilnahme an der späteren nisse kennen, ist davon sicherlich keine Rede, wenn auch der Gefahr einer gelegentlichen Abstimmungsniederlage näher Wertheilung des Wahlaufrufes fonnte ihm nicht nachgewiesen eine oder andere Sozialdemokrat eine dahin lautende Aeuße- bringen. Die Konservativen werden dem eifrigen John Bertheilung des Wahlaufrufes fonnte ihm nicht nachgewieſen Redmond wohl demnächst eine Dantadresse widmen. rung gethan haben mag. " mertung: " Kommen wir nun zum zweiten Punkt. Wie schon erwähnt, erfolgte die Verurtheilung Martin's auf grund des Artikels 283 Code pénal. Der folgende Artikel( 284) lautet: beschränkt in Ansehung eines jeden, der den Drucker angiebt." Diese Bestimmung wird auf Strafen der einfachen Polizei Vom englischen Kohlengräber- Streif. Herr Stöcker, der Begründer der chriftlich- sozialen erste bürgermeisterliche Vermittelungsversuch bisher nur Da der Arbeiter" partei, hat sich auf der brandenburgischen Synode schwache Wirkung ausgeübt hat, soll ein neuer inszenirt gegen das allgemeine Wahlrecht erklärt. So lange er von politisch zurückgebliebenen Wählermassen in den Reichstag werden. Gestern traten unter dem Vorsitze des Bürgermeisters von Sheffield in lezter Stadt die Bürgermeister Wann der Drucker angegeben werden soll, wird nirgends entjendet wurde, hatte er am Wahlrechte nichts auszusehen. der von dem Ausstand betroffenen Distrikte von neuem zu- gesagt. Martin hat nun, allerdings nachdem schon vorher der Nun aber der Reichstag Stöckerlos ist, ist Stöcker ein Gegden Druck bereits eingestanden hatte, in der vorgestrigen ner des allgemeinen Wahlrechts. Herr Stöcker ist politisch sammen. Hernach wird abermals eine Konferenz zwischen Drucker gerichtlich festgestellt worden war und Herr Brinkmann Verhandlung den Drucker angegeben". Das Gericht aber abgethan, er kann sich daher solche Scherze ohne weitere Ge- den Vertretern der streitenden Parteien veranstaltet werden. fahr leisten. Zum Kohlenstreik in England. Sparsamkeit" nahm an, daß die Fassung: faire connaître l'imprimeur", muter and side nur im französischen Originaltere heißt, auf Aus der bayerischen Kammer. Wolff's Bureau wird stets den Arbeitern empfohlen, gelingt ihnen aber nur Denjenigen angewandt werden tonne, der bem Gerichte den schlecht: warum? ist bekannt. Die Sparsamkeit der eng- Drucker verräth bevor es denselben fennt(), und wies demgemäß telegraphirt aus München: Die Kammer der Abgeordneten genehmigte nach kurzer lischen Behörden hat beim Kohlenstreit Schiffbruch erlitten. Die Berurtheilung zu einfachen Polizeistrafen-6 bis 10 Fr3.Debatte die Regierungsvorlage betreffend die gegen den Futter- Die Sache verhält sich folgendermaßen: Da infolge des zurück. Gegen diese Auslegung, sowie gegen die grundsätzliche Anegen h nothstand zu ergreifenden Maßregeln. Alsdann begründete Streits die Preise der Schiffstohlen erheblich gestiegen der Abgeordnete Jäger die Anträge des Zentrums betreffend waren, wurde den Kohlen- Vorrathsmagazinen der englischen wendung des Artitel 288 Code pénal wird von feiten Martins die Agrarreform. Der Abgeordnete von Bollmar motivirte Marine die Weisung zu theil, mit dem Ankauf von Kohlen Revision an das Reichsgericht eingelegt werden. die sozialistischen Abänderungsanträge betreffs des bäuerlichen zurückzuhalten. Aber die Hoffnung der Marineverwaltung, Realkredits und der progressiven Ginkommensteuer. " wie es Todtenliste der Partei. In Arnstadt starb am 28. Of Abgeordnete Freiherr von Stauffenberg stimmte der Steuer. daß die Kohlenpreise sinken würden, erwies sich als eitel tober der Genosse Fr. Sauer im Alter von 35 Jahren. Die aus zurück Nothstande im Volte. Der Finanzminister hob hervor, daß reform zu und beftritt die Schilderungen Jägers von dem gefehrten Fahrzeuge acht Tage lang unthätig vor Anker die Einlagen in die Sparkassen in den legten Jahren an gelegen, faben sich die Behörden denn doch gezwungen, gewachsen seien, daß die Zahl der Subhastationen von Jahr Kohlen zu einem nunmehr noch weit beträchtlicheren Preise zu Jahr erheblich zurückginge und die Rückstände an Steuern anzukaufen. Wieder ein Beweis, wie leicht die Gruben und Zinsen fehr geringfügige blieben. Der Minister des besiger nachgeben könnten, hoffentlich auch ein Beweis, daß Junern erklärte die Schilderungen von dem Nothstande für sie bald nachgeben müssen. übertrieben; man solle doch dafür sorgen, daß die bayrischen Verhältnisse nicht dem inländischen Pessimismus gegenüber vom Auslande allein gelobt würden. Worgen wird die De batte fortgefest.Das amtliche Resultat der Mannheimer Landtagswahl liegt endlich vor. Nach der bürgermeisteramt. lichen Bekanntmachung des Wahlresultats hat die Sozialdemokratie 198, die nationalliberale Partei 197 Wahlmänner, wobei der in Konkurs gerathene Wahlmann noch mit auf geführt ist, so daß sich das Endresultat auf 199 für die Sozialdemokratie, 196 für die Nationalliberalen stellen dürfte. Demnach dürften dem badischen Landtage in der nächsten Sizungsperiode vier sozialdemokratische Abgeordnete angehören, so daß sich die Zahl unserer Vertreter verdoppelt hätte. Zur Lage in Desterreich. Aus Wien wird telegraphirt: bag The Gituation bezüglich der inneren Politik ist auf das allerhöchste gespannt. Die Entscheidung kann in jedem Augenblick fallen. Man ist der Unsicht, daß die Regierung bezüglich ihrer Anträge die Majorität gegen sich haben wird und daß alsdann noch in dieser Woche die Auflösung des Parlaments erfolgen dürfte. Die Etatsberathungen in Dänemark sind in diesem Jahre stürmisch wie immer, seit das System Estrup's, des dänischen Bismarck existirt. Ueber die letzten Berhandlungen des Folkethings( Abgeordnetenhauses) meldet eine Herold- Depesche das Folgende: " Polizeiliches, Gerichtliches ze. Gegen den Reichstags Abgeordneten Genossen Wilhelm Schmidt in Frankfurt a. M. ist in feiner Eigenschaft als Redakteur der Volksstimme" ein polizeiliches Strafmandat in Höhe von 320 M. für 16 Fälle groben Unfugs"( à 20 M.) ergangen, der durch Boykott- Erklärungen von Brauereien und Wirthschaften verübt sein soll. Genosse Schmidt hat gerichtliche Entscheidung angerufen. Vom Schöffengericht Arnstadt wurde am 20. d. M. der Genosse K. Hägerich zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt, weil in einem von ihm verantworteten Wahlflugblatt ein politischer " Gegner feige genannt war. Bei der gestrigen erften Lesung des provisorischen FinanzGine Haussuchung mußte die Redaktion der Mannheimer gefeßes für gegenwärtiges Jahr bezeichnete Abgeordneter Volksstimme" am Sonnabend Mittag über sich ergehen lassen. Es Christensen Stabil( radikal) den Inhalt des Gesezes als handelte sich um das Manuskript zu einem Artikel, der die Rede verfassungswidrig und die Vorlage des Gefeßentwurfes des Großherzogs bei seiner neulichen Anwesenheit in Neckarau durch die Regierung als eine Mißachtung des Thinges, befpricht. Dieser Artikel soll gegen die§§ 95 und 181 St.-G.-B. da das Gesetz nach privater Vorlage schon verworfen verstoßen. Das gleiche Loos betraf die Sedaktion des Pfalzgau worden sei; der Uebergang zur zweiten Lesung müsse ver- Echo". Es ist doch ein herrliches Ding um das Recht der freien weigert werden. Abg. N. J. Larsen( moderat) bemerkt, Meinungsäußerung. daß das Thing wie in den Vorjahren durch die Verwerfung-In einer zu Neumünster in Holstein abgehaltenen das provisorische Finanzgesetz ungiltig gemacht habe, es sei Versammlung soll der Maler Blodhaus einen Polizeibeamten jetzt aber eine vorläufige Bewilligungsvorlage, die wie alle beleidigt haben. Der Staatsanwalt beantragte in der in Neuanderen Gesetze behandelt werden müsse. Der Finanzminister münster am 18. Oftober ftattgefundenen Schöffengerichtsbetheiligte sich nicht an den Verhandlungen. Ju namentlicher verhandlung 10 Tage Gefängniß; das Gericht ging jedoch über Abstimmung wurde der Uebergang des Gesetzes zur zweiten diesen Antrag weit hinaus und bestrafte Blockhaus mit einem Lesung mit 48 gegen 23 Stimmen und die Verweisung an den Monat, ohne ihm die Untersuchungshaft anzurechnen, in der er Finanzausschuß beschlossen. bisher wegen der Bagatellsache gehalten war. Zu erwähnen ist noch, daß der Vertheidiger vorläufige Haftentlassung gegen Stellung von 200 M. Kaution beantragt hatte; der Gerichtshof verlangte jedoch 300 M. Kaution! Parteinachrichten. Elfak- Lothringische Preßfreiheit. Napoleon der Dritte leyli Nach anderen Meldungen wird die lieberale Partei, um sich der Krone gefällig zu zeigen, das neueLandwehr- Gesetz bewilligen, obgleich dasselbe große Lasten dem Bolte aufbürdet und die Briefkaffen der Redaktion. Rechte des Parlaments beschneidet. Das Parlament soll und seine Vorgänger haben in Frankreich zur Knebelung der Presse eine Reihe Gefeße erlaffen, die von der französischen Aug. Lange. Nach der Gesinde Ordnung sind Diensts nämlich auf die Bestimmung verzichten, wonach die Ver- Republik allerdings längst beseitigt find, vom preußischen Regiment mädchen ihren sogenannten Herrschaften so ziemlich auf Gnade wendung der Landwehr außerhalb der Landesgrenzen von in Elsaß- Lothringen aber unentwegt aufrecht erhalten und selbst- und Ungnade überantwortet und können von diesen auch„ geder parlamentarischen Genehmigung abhängt. Die nette redend nach Kräften gegen die mächtig emporwachsende Sozialdemo- züchtigt werden. Gesellschaft, die in Desterreich sich liberal nennt, will dies fratie angewendet werden. Von der Preßfreiheit im Lande der Kahn, Nordhausen. Leider ist uns nichts von dem Empfang bewilligen. Bis dahin gewinnt Taaffe Beit und kauft sich wiedergewonnenen Brüder bekommt man einen Begriff durch eines Briefes Jhrerseits bekannt. Für den Inhalt der Inierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 25. Oktober. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Die Walküre. Schauspielhaus. Der neue Herr. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Chic. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Freund Felix. Wallner Theater. Der Herrgott schniger. Rehdenz- Theater. System Ribadier. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Frau Venus. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein mir unvergeßlicher Mann, der Cigarren- Fabrikant Castan's adid Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Juustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Maun. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Präuscher's anatomisches MUSEUM August Lechner, von seinem langen Leiden an einer Operation am 23. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26. d. M., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Städt. Krankenhauses am Friedrichshain aus nach dem St. Georgen- Kirchhof statt. Die tiefbetrübte Wwe. Luise Lechner 2751b nebst Kindern. Danksagung. en Verwandten, Kollegen und Genossen für die rege Theilnahme und Kranzspende bei der Beerdigung meines heißgeliebten Mannes, unseres guten der Deffentliche Versammlung Kommunal- Wähler des 18. Kommunalwahl- Bezirks im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. heute, Mittwoch, den 25. Oktober, Abends 8 Uhr, Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. Referent: Stadtvers ordneter B. Bruns. 2. Diskussion. 3. Ansprache des Kandidaten. F Frauen haben Zutritt. B Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Wähler- Versammlung für den 29. Kommunal- Wahlbezirk Bruders und Schwagers Gustav am Donnerstag, den 26. Oktober er., Abends 8% Uhr, in den Zastrow fagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. Die tiefbetrübte Wwe. Anna Zastrow Feßfälen des Herrn Bolymann, Lichtenbergerstraße Nr. 16. Tagesordnung: Die bevorstehenden Kommunalwahlen. Referent Genosse Gumpel. nebst Geschwistern.[ 2765b Es ist Pflicht eines jeden Wählers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Das Wahlkomitee. Orts- Krankenkasse 394/10 Alexanderplak- Theater. Kean, Friedrichſtraße 65a, Ede Mohrenstraße. der Kürschuer u. verw. Gewerbe Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des National Theater. Lehmann der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten= Vorftellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. darunter der Schußkanal der Kugeln Viel Neues, des zu Berlin. Berlin, den 19. Oftober 1893. Bekanntmachung. Laut Beschluß der General- Versammdeutschen Militärz, fünf Körper lung vom 20. Februar 1993 with gre Spezialitäten. Dienstag u. Freitag: Damentag. beitrag wie folgt feſtgeſezt worden: Banfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzkunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Mufit von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Samft. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Mittags 12 Uhr: Volksvorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen: Der Trompeter von Säkkingen. Romantisches Zaubermärchen. Wallner- Theater. Gastspiel der Schliersee'r Bauern. Jägerblut. HUF Wegen des großen Erfolges von Jägerblut wurde das BauernGastspiel auf turze Zeit verlängert. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Pofje mit Gesang in 1 Aft v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Vorlekte Sonntags- Aufführung. Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 8. Afte: Bajazzi- Parodie, vorgetragen von Josephine Dora und Herrn Carl Meissner. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Bollblut. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Mödernstraße, oder: Die Nache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends Genehmigung der vorgesezten Behörde für erwachsene Herren. vom 14. Oktober 1893 ist der Kaffen1. für erwachsene männliche Kaffenmitglieder, über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrlinge Entree 50 Pfg. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Elite- Afrobaten ( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Fräulein Hedwig Marga, RostümSoubrette. Paul Krugeler, GefangHumorist. Fratelli Bozza, italien. musikalische Steinsetzer und Köche. Signorita Luisade Siro, italienische Kostüm- Soubrette. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Sanssouci", Kotibuserstr. 4a. Jeden Donnerstag und Sonntag: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Zum Schluß: Adele, die kalte Mamsell. 2. für erwachsene weibliche Kassenmitglieder über 16 Jahre · 8. für männliche Kassenmitglieder unter 16Jahren und für Lehrlinge 48 Pf., 33 Pf., • 21 Pf., 4. für weibliche Kaffenmitglieder von 14-16 Jahren 15 Pi.. und tritt vom Montag, den 23. Oftober 1893 ab in Kraft. Der Vorstand: 2750c arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Mittwoch, den 25. d. M., Abends 8 Uhr, im Viktoriagarten, Badstrasse 12: Versammlung der Filiale Gesundbrunnen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:„ Heirath und Ehe". 2. Diskussion. 3. Wahl einer Schriftführerin. 4. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste willkommen. Der Vorstand. 412/7 Achtung! Ethische Gesellschaft. Achtung! Am Sonnabend, den 28. Oktober cr., Abends 8 Uhr, 4. Stiftungs- Feft= in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57, verbunden mit Theater und Ball. Die Festrede hält Herr Peus. Billets, Herren à 50 Pf.( inkl. Tanz), Damen 25 Pf. find zu haben be Donath, Saarbrückerstr. 11; Bortz, Oberbergerstr. 51-52, Seitenfl. 4 Tr. Radatz, Elsasserstr. 11. Um regen Besuch bittet 149/3 Der Vorkand. C. Dobronz, Borsitzender. Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Der letzte Ausschuß- Bericht enthält in der Angabe, ich hätte Berichte Sonnabend, den 28. Oktober 1893: Stiftungs- Fest an gegnerische Blätter gesandt, eine des Gesangvereins Kreuzberger Harmonie. grobe Unwahrheit. 0. 2. Wir protestiren deshalb gegen den Beschluß des Ausschusses und werden teinen andern Delegirten entfenden. 2753b Suchsdorf'scher Männerchor. Morih Play. Etablissement Buggenhagen. MorigPlay. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Grosses Vocal- und Instrumental- Concert. F Anfang 8 Uhr. Billets à 20 Pfg. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Nach dem Concert: Grosser Ball. Um recht zahlreichen Besuch bittet 159/20 Neu! Das Komitee. Neu! Im unterzeichneten Verlage ist erschienen: Ensemble von Meysel. Donnerstag gr. Gänse- Ausschieben onnerſtag gr. Gänse- Ausschieben Der kleine Pfaffenlpiegel" Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Freitag, den 27. Oftober: Soiree in der Victoria- Brauerei. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Neu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhaufen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. ratweil straße 55. 2756b Vereinszimmer( 50 Personen) mit Piano, einige Tage frei, Kleine Markus straße 10. 2759b Für Weißbiertrinker! 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Zweiter Verhandlungstag. Dienstag, den 24. Oktober. Vormittags- Sihung. Singer eröffnet die Sigung um 94 Uhr mit der Verlefung einiger Begrüßungsdepeschen. Engels danft telegraphisch für den Gruß des Kongresses. Es wird in die Tagesordnung eingetreten und die Debatte über die ersten drei Punkte fortgesezt. 9 " Vor Mittwoch, den 25. Oktober 1893. " 10. Jahrg. wahl sich in Solingen zwei Kandidaten derselben Partei gegen überstanden. Das Lehmann Dortmund ist der Meinung, daß Beschlüsse des Parteitages im Solinger Streit nichts nügen. Die beiden Parteien dort müssen sich gegenseitig auffreffen, wie die beiden Löwen in der Fabel. Leßner London: Die Londoner Genossen wünschen ein wöchentliches Zentralorgan. Der Vorwärts"" sei zu theuer und biete auch zuviel Lektüre δας für Ausland. wöchentliche Zentralorgan müsse im Sinne des Sozial demokrat" gehalten sein. Es sei auch für Deutschland eine Nothwendigkeit. Die Lokalblätter würden nicht darunter leiden. Die Landagitation hätte schon viel früher energisch in die Hand genommen werden müssen. Auch in England hätte man jetzt Damit begonnen. Vom Mai bis September schicke die„ Landschliefen in den Wagen. Ueberall hielten sie Meetings ab. liga" rothe Wagen" ins Land. Die Redner wohnten und Bielleicht ließe es sich in Deutschland ähnlich machen.( Bravo.) Frau Eichhorn- Dresden tritt für das Zentral- Wochen die Neue Welt" müsse für die Frauen mehr bieten. blatt ein, das sie aus dem Vorwärts" zusammengestellt wünscht. = " = Kazenstein Gießen wünscht die Ueberweisung an eine Kommission und debattelose Annahme der Beschlüsse derselben. Runtel Solingen: Die Solinger Angelegenheit müsse den Redner versichert, daß die Schuld am Streit nicht er und seine Genossen in der That zum Etel geworden sein.( Bustimmung.) Freunde tragen, der Ausschluß der Solinger Parteigenossen sei in einer Volksversammlung erfolgt, die in gegnerischen Zeitungen annoncirt worden sei. D Hülle Erfurt: Der Solinger Streit ist ein Geschwür, das noch nicht reif sei. Man müsse es sich selbst überlassen. Schumacher Solingen bittet, die Angelegenheit an eine Kommission zu verweisen, ihm werde von der Gegenseite vors damit er für die Dampfer- Subvention stimme, die ehrenMit bloßen Ver- geworfen, daß er von Hamburger Rhedern bestochen worden sei, persönlichen Vorwürfe und Beschuldigungen werden erhoben, die, wenn sie wahr wären, seinen Ausaus der Partei nothwendig machen würden. Lehmann Dortmund: Es war gut, daß der Vorstand schluß sich bei der Unterstützung der Presse nicht von den fleinlichen Der Streit habe auch einen prinzipiellen Grund, er habe nie mit Gesichtspunkten leiten ließ, die in dem Verhalten der Kontrolleure den Anarchisten und Unabhängigen tokettirt, er bitte dringend ihren Ausdruck fanden. Redner empfiehlt die Errichtung eines um Untersuchung durch eine Kommission. Rorrespondenz Bureaus seitens der Partei. zu Bemerkungen. = # " Blatte, das direkt der Partei gehört, sich überarbeitet hat. Ueber den weiteren Verlauf der heutigen Verhandlungen gingen uns die folgenden Privatdepeschen zu: und Fischer Berlin: Im Laufe der gestrigen Verhandlung sind von verschiedenen Seite allerhand Einwände gegen den 2 wärts" erhoben worden, die es zur Pflicht für den Parteivorstand bei der Landagitation gemacht worden sind, nicht verantwortlich. Harm Elberfeld: Der Vorstand ist für die Fehler, die machen, auch seine Stellung hierzu auszusprechen. Schoenlant hob Die Landagitation sei Sache der Provinzialkomitees. Die„ Neue hervor, daß der Redaktionsstab des Blattes zu klein sei, daß es ihm an Welt" müsse besser ausgestattet werden. der Attualität fehle. Darin sind wir seiner Meinung: Nament- sprechungen dürfe man sich nicht abspeisen lassen. In der jetzigen lich der Vorwurf Schoenlant's, daß die Kräfte der Redaktion von Form dürfe sie nicht mehr weitergehen, da sie zum Gespött der rührigsten der parlamentarischen Thätigkeit der Redakteure absorbirt würden, kann vom Vorstand nur unterstützt werden. Freilich ist es Gegner diene. wunderbar, daß Schoenlank dies alles theoretisch vortrefflich auseinandergesetzt hat, während er in der Praxis selber das gerade Gegentheil that. Das hat zu heftigen Auseinander fetzungen mit Schoenfant geführt. Wir glaubten verlangen 8 müssen, daß ein Redakteur seine ganze Kraft dem„ Vorwärts" Beschlossen wird vorläufig, alle 6 Solinger Mandate zu bezur Verfügung stellt. Schal München Gladbach theilt seine Erfahrungen über anstanden und den Streit einer Siebener- Kommission zu unterEin solcher Vertrauensposten er die Landagitation im Rheinlande mit. Die bimmlische Gen- breiten. Die Wahl der Kommission erfolgt morgen. hebt so hehe Ansprüche an die Leistungsfähigkeit, daß er darmerie" hege die Bauern auf, so daß unsere Erfolge sehr ge- Beschwerde aus Neisse über den Vorstand wird der Kommission Auch eine unvereinbar ist mit anderen Ehrenämtern. Das zeigte sich denn auch, als Schoenlant ein Reichstags- Mandat übernahm. Da ring find. überwiesen. Die übrigen Mandate werden für giltig erklärt. stellte sich denn für ihn heraus, daß noch ein zweiter politischer Schumann- Bielefeld, Heilmann Offenbach, Genossin ordnung wieder eingegangen und das Schlußwort dem RefeAn der weiteren Debatte betheiligen fich Wilde: Neuß, Es wird in die Berathung der Punkte 1-3 der Tages Redakteur nothwendig wäre. Als wir nicht sofort auf sein Ver- Schneider Köln, Schmidt Krefeld, Eberle Barmen, renten ertheilt. Tangen eingingen, fündigte er sofort. Bei seinem Rücktritt Spü cf el- Essen, Rutsche Hannover, Hoffrichter Köln, vom„ Vorwärts" tommt seine individuelle Art, seine Neigung. Rallenbach Offenbach u. a. häufig den Sattel zu wechseln, in Betracht. Wenn Arons gemeint Die Diskussion dreht sich 4000 m. sei abgelehnt worden, weil die Parteigelder nur für Auer: Das Darlehen für die Barmer Textilarbeiter von um die Neue Welt" Den Vorwärts" habe, die Haltung des Parteivorstandes lasse auf einen Mangel an Wochenblatt und die gandagitation, ohne daß wesentliche Parteizwecke da sind. Genosse Huber hat den Wunsch geäußert, das ZentralRücksicht gegen Schoenlank schließen, so spricht er dabei doch von neue Gesichtspunkte dabei entwickelt werden. Die Grörterung daß man bei der Massenherstellung der Flugblätter nicht blos Dingen, deren engeren Zusammenhang er nicht kennt. Ueber der Landagitation bringt die Mittheilung der Erfahrungen, die die bekannten Druckereien berücksichtigt, sondern auch andere Schoenlunt's Arbeitsluft und Arbeitsfähigkeit besteht nur eine die einzelnen Redner in ihren Provinzen dabei gemacht haben. Parteidruckereien berücksichtigen mögen. Wollen wir allen Meinung im Vorstande. Schoenlank war innerhalb der achtzehn Gin Schlußantrag wird angenommen. Es folgen persönliche Druckereien etwas geben, dann bekommen wir ein arges Durch Monate, die er im Vorwärts" war, sechs Monate nicht arbeitsfähig. Niemand hat ihm einen Vorwurf daraus gemacht. einander. Wir müßten auf das gleiche Format verzichten. Ein Wenn er aber damals zusammenbrach, so war es nicht die Er halte es für gleich, ob jemand im Dienst eines Privat- auch finanziell sei es richtiger, Schoenlant erklärt, nicht pro domo gesprochen zu haben. großer Wirrwarr würde bei der Versendung einreißen, die Massenherstellung Folge seiner Thätigkeit im Vorwärts", sondern von Schmalarbeitung, die zum Theil mit der Partei und eigentlicher Partei- verlegers, der ein Parteiblatt herausgiebt, oder bei einem der Broschüren einer Druckerei zu überlassen. feld thätigkeit nichts zu thun hatte. Schoenlant meinte, der Fehler andere verlangen, daß vom Parteivorstande Liege am Syftem, der Vorstand betrachte die Presse als milchende die Tabaksteuerfrage zum Gegenstand einer großen Agitation Kuh. Das widerspricht vollständig den Thatsachen. Im vorigen gemacht werde. Diese mechanische Art der Agitation, wo die Buppen am Schnürchen sind, macht einen schlechten Eindruck. Jahr gaben wir 66 000 M. für die Parteipresse aus und hatten vom Vorwärts" einen Ueberschuß von 36 000 M.; in Da ist die Initiative aus den Reihen der Genossen besser, das diesem Jahre find die entsprechenden Zahlen 55 000 und Denselben erstattet Mehner- Berlin: 180 Mandate sind für die von den Tabatarbeitern jetzt sehr intensiv betrieben wird, ist Bericht der Mandats Prüfungskommission. ist jetzt auch bei der Tabaksteuerfrage der Fall. Die Agitation, 40 000. Das Verlangen, das man an den Vorstand giltig erklärt worden, für ungiltig erklärt wurde ein Mandat viel wirtjamer, als wenn die Genoffen gleichsam auf Kommando stellt, ist von ihm also erfüllt worden. Oder meint man etwa, aus Friedeberg- Arnswalde, das nicht aus dem Kreise sondern die Hände für eine gemeinsame Resolution erhoben hätten. für einzelne am Vorwärts" beschäftigte Journalisten seien aus von Friedeberg- Arnswalder Genossen, die jetzt in Berlin wohnen, Türt hat behauptet, der angeblich erhebliche Rückgang unserer nahmsweis hoch bezahlte Redaktionsposten aus den Ueberschüssen herrührt, und ein von Frauen und Mädchen Münchens aus- Stimmen in den Handelsstädten sei veranlaßt, weil man die des Blattes zu schaffen? Darauf wird kein Parteivorstand ein- gestelltes Mandat für Frau Urban, da dieses Mandat den Dr Handlungsgehilfen nicht zu packen verstanden habe, die Aufgehen.( Beifall.) Immerfort treten neue Anforderungen an ganisations bestimmungen nicht entspricht. Gegen das Mandat faffung sei doch wohl zu fanguinisch; der 3. und 5. Berliner die Parteitasse heran, und gering sind die Geldleistungen von Antrict, den Delegirten des zweiten Berliner Wahlkreises, Wahlkreis find nicht erobert worden, weil dort Handlungs mancher Bezirke. Wie fönnen die vielen Wünsche ist ein Protest aus Berlin eingelaufen, in dem behauptet wird, gehilfen für uns stimmten und Lübeck und Bremen sind nicht befriedigt werden, die beständig laut werden? beweist ein bloßer Blick auf das Budget des Bor- höriger einer Gewerkschaftsorganisation. Nun liegt aber ein anderes Bustände beim Vorwärts" sind ausführlich erörtert worden. Uebrigens daß er sein Mandat der Vorspiegelung verdanke, er sei Ange- verloren gegangen, weil sie dort nicht für uns stimmten. Die wärts", daß der Vorstand sich durchaus nicht von fleinlichen, Schreiben vor, in dem erklärt wird, daß Antric schon vor län- Genosse Schmidt habe behauptet, daß der Vorgänger Schoenlant's filzigen Gesichtspuntften leiten läßt. Das Redaktions- Konto be gerer Zeit der Freien Vereinigung der Kaufleute beigetreten sei wegen Ueberarbeit fortgegangen sei, er muß falsch berichtet sein, läuft sich auf 61 000 m. Davon wird ausgegeben: für fünf und nur vergessen habe, sich die nöthigen Papiere zu verschaffen, denn derselbe Mann ist jest wieder Schoenlant's Nachfolger geworden, ständige Redakteure 22 500 M., für Mitarbeiter am politischen was wahr sei. Dies genau festzustellen, hielt die Mandats- und wenn er früher wegen lleberarbeit weggegangen wäre, würde er Theil 16 540 M., für parlamentarische Berichte und Depeschen Prüfungskom mission nicht für ihre Sache, sondern für eine An- jezt diefelbe Stelle nicht wieder angenommen haben. Nun zu ver 3000 M. und für Berichterstatter 11 000 M. Das Redaktionsfonto gelegenheit des Kreises. Das Organisationsstatut verlange nur, fchiedenen anderen Dingen: In bezug auf die Organisation sind wir des Echo" beträgt noch nicht die Hälfte. Die Frage des Aus- daß der Delegirte Parteigenosse sei und regelrecht gewählt werde. einig, es tommt auch weniger auf ihre Form an, als daß tüchtige baues des Vorwärts" in redaktioneller Hinsicht ist für den Es lag daher feine Veranlassung vor, das Mandat Antricks für Kerls darin sind. Urd tüchtige Kerls sind ja die Sozialdemo Vorstand nie eine finanzielle, sondern immer eine persönliche ungiltig zu erklären. Aus Solingen liegen 6 Mandate vor, traten. Ueber unseren alten Genossen Rokosty hat ein jüngerer gewesen. Keine irgendwie begründete Mehrforderung für Mit- während nach dem Statut nur höchstens 3 für jeden Kreis zu Genosse ein sehr weitgehendes Urtheil gefällt: er soll nicht fähig arbeiter ist der Redaktion jemals abgelehnt worden. Wir haben lässig sind. Diese Mandate beantragt die Kommission der be- dazu sein, die Neue Welt" zu redigiren. Genosse Kotosty hat aber die Auffassung, daß der Zuwachs an geistigen Kräften nicht tannten Streitigkeiten wegen sämmtlich zu beanstanden und eine auf schwierigen Posten gestanden und sie mit großer Pflichttreue gleichen Schritt mit der Entwickelung der Partei gehalten hat. Es Kommission zu wählen, die die Angelegenheit des Ausschlusses verwaltet. Wir haben die feste Zuversicht, daß er so brav, treu hieße die Provinzial- Parteipreffe zur geistigen Verwahrlosung von 9 Solinger Genossen, worunter sich auch drei Delegirten be- und zuverlässig, wie sonst, auch im neuen Amte ist. Das Archiv verurtheilen, wenn wir alle guten Kräfte nach Berlin ziehen finden, näher untersuchen solle. ist jetzt untergebracht und wollten. Wir laffen sie an dem Posten, wo sie sich bewährt ausgepackt und der Katalog haben.( Beifall.) An tüchtigen Redakteuren ist Mangel: Ent- Heymann aus dem 4. Berliner Wahlkreise an die Kommission schriftstellerischen Kräften der Partei zur Verfügung. Allerlei Stadthagen beantragt, das Mandat des Delegirten Dr. wird im Laufe des Jahres fertig, dann steht es den weder befindet sich ein geeigneter Mann schon im Dienst der zur nochmaligen Prüfung zu verweisen, da Heymann bei seiner Umstände haben die Verzögerung der Aufstellung verschuldet. Parteipreffe, oder wir stehen Leuten gegenüber, die in Wahl verschwiegen habe, daß er nicht politisch organisirt sei, erst Inbezug auf die Agitation sind die alten Bekannten in neuem feiner Hinsicht den Anforderungen genügen, die an einen Redak- nachher sei er dem Wahlverein beigetreten. Anzug wieder vorgestellt worden. Die meisten Redner haben sich teur des Vorwärts" zu Stellen find. Oder aber Dr. Heymann erklärt, daß an ihn die Frage, ob er Mit- damit begnügt, die Reden zu halten, die auf den vorigen Parteies find Leute, deren persönlicher Charakter nicht er- glied des Wahlvereins sei, gar nicht gestellt worden wäre. Der tagen andere gehalten haben.( Heiterkeit.) Auch in Bezug auf die probt ist, die gestern im Dienst des Gegners standen und betreffende Antrag habe die Wahl der Delegirten nur von ihrer Landagitation find folossale Fortschritte gemacht worden, wenn morgen wieder zu ihm gehen. Gerade mit dem verbummelten Bugehörigkeit zur Gewerkschaftsorganisation abhängig gemacht. auch noch große Schwierigkeiten zu überwinden seien. Schon Studententhum, mit dem verlumpten Journalistenthum haben Er habe betont, daß er als Arzt nicht gewerkschaftlich organisirt werde auch in den Kreisen der Landarbeiter die Sozialdemokratie wir in letter Beit böse Erfahrungen gemacht.( Beifall.) Redner sein tönne. als Retterin aus der Noth betrachtet, wenn man sich auch muß abbrechen, da seine Redezeit um ist. Nach längerer Debatte, in der Bebel erklärte, daß Doktor verschiedene Vorstellungen noch von ihren Prinzipien Bilz Pankow beschwert sich, daß die Redaktion des Vor- Heymann seit Jahren als Genosse bekannt sei, und daß nach seiner machen mag. Darin irre sich also der alte Leßner, wärts" Beiträge und Einsendungen von Parteigenossen un- Auffassung die Genossen in den einzelnen Orten gar nicht das wenn er glaube, wir stünden da noch vor dem ersten freundlich abgelehnt habe. Recht hätten, die Wahl zum Delegirten an weitere Bedingungen Schritt. Unnöthig sei das Verlangen, daß immer neue Redner Stolten Hamburg: Eine ganze Reihe wichtiger Anträge zu knüpfen, als sie im Organisationsstatut enthalten waren, aufs Land geschickt werden. Der Pfarrer auf dem Dorfe bletbe ist in der Debatte noch nicht berührt, die besprochen werden wird das Mandat des Delegirten Dr. Heymann gegen wenige ja auch immer derselbe.( Heiterkeit.) Man müsse es nur richtig müssen, damit wir furz gesagt bei der Abstimmung feine Stimmen für giltig erklärt, ebenso nach weiterer Diskussion das anfangen und das lernen wir nur allmälig. Nun zur Presse. Dummheiten machen. Redner wendet fich gegen einen Mandat des Delegirten Antrick. Genosse Meister hat im Auftrag einen kleinen Tadel ausgesprochen, Antrag aus Altona, eine besondere Rubrik für Soldatenweil wir zu viel Geld für die Presse ausgegeben hätten. Die schindereien in der Presse einzurichten und allen arbeitslosen Abonnenten die Parteizeitungen gratis zu liefern. Beides fei eigentlich neue Unterstützung der Presse belaufe sich nur auf 16 000 Mart, die weitere Unterstüßung sei die Folge früherer unannehmbar. Ebenso der Antrag Hoffmann in Berlin, überall Singer eröffnet die Verhandlungen um 3/4 Uhr. In der Beschlüsse vorhergehender Parteitage. Wir sind durchaus nicht der Presse Ueberwachungskommissionen bestehend aus den Vor- Debatte über den Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission wird dahinter her, der Provinzialpresse Geld in die Tasche zu stecken. ständen der politischen Wahlvereine und der Gewerkschaften zu fortgefahren. Zunächst wird das Friedberg- Arnswaider Mandat( Heiterkeit.) Filzig freilich sei der Vorstand auch nicht, feßen; das sei in Preußen vereinsgefeßlich unmöglich. Ein weiterer für den Delegirten Bogasch, das die Kommission aus formalen wie andere ihm vorwerfen. Freilich, ins Blaue hinein, Antrag verlange die Beseitigung der Kriminal- und Liebesromane Gründen bestritten hatte, für giltig erklärt. Frau Urban- fei nicht gewirthschaftet worden. Was das Zentral aus dem Feuilleton der Zeitungen. Gutes Material sei theuer, München hat ihr Mandat zurückgezogen, das sie nur irrthümlich Wochenblatt betrifft, fo ift die Auffassung falsch, da werde zu dem gegriffen, was billig sei. Lieber einen guten abgegeben hat, es war für die Frauenkonferenz bestimmt, die daß das Organ für uns propagandistisch bei den Bauern wirken tendenzlosen Roman, als einen schlechten Tendenzroman. Die während des Parteitages stattfinden soll. Singer bittet unter folle. In dem Blatte sollten Parteifragen erörtert werden, wie Neue Welt" war in ihrem Anfang zu gründeutsch". Das allseitiger Zustimmung die Genossin, den Verhandlungen als im„ Bolksstaat" oder im alten„ Sozialdemokrat". Es fehle an fei etwas für Feinschmecker, aber nicht für das breite Lesepublikum, Gast beizuwohnen. einem Blatte, das Situationsberichte aus den verschiedenen dem sich nicht ein besonderer Geschmack aufdrängen lasse. Die Solinger Angelegenheit wird nunmehr be- Gegenden bringt. Der kleinen Presse werde das Organ teinen Die Lobeserhebungen, die dem Echo" zu theil geworden sprochen. Beantragt ist, den Streit einer Kommission von Schaden thun. Von der Nothwendigkeit des Blattes ist der find, bittet Redner zu unterlassen. Er habe den Eindruck 7 Delegirten und 2 Mitgliedern des Vorstandes zu unterbreiten. Referent überzeugt, aber es ist außerordentlich schwer, den richgewonnen, als wenn es sich dabei mehr um negative Bosheiten Hülle Erfurt beantragt alle 6 Mandate für giltig zu er- tigen Redakteur zu finden. Die Frage, wo ist er? sei nicht gegen den Vorwärts" handelte.( Heiterkeit.) Hier haben Sie flären. beantwortet worden trotz der langen Leporelloliste des Genossen uns gelobt, in Hamburg ist man nicht so mit uns zufrieden. Bebel bittet, die Kommission aus sechs Delegirten und Fuchs. Mit dem Moment, wo das Blatt geschaffen wird, Bären wir Zentralorgan, ständen wir unter der Kontrolle von einem Mitgliede des Vorstandes zu bilden, er nimmt die Ge- haben wir zwei Bentralorgane. Wird nicht die richtige Person ganz Deutschland, so würde es auch an Klagen über uns nicht legenheit wahr, sich einmal hier gegen beide Solinger Parteien gefunden, so tommt es zu Friktionen zwischen ihnen. Deshalb fehlen. auszusprechen( sehr richtig!). Vor einem Jahre schon tofteten ist die Personenfrage so wichtig. Die Anschneidung der Prinz Frankfurt a. M. billigt es, daß der Vorstand uns die Solinger foftbare Zeit, damals versprachen beide Parteien Redaktionsfrage des Vorwärts" sei ungeschickt gewesen. Schoenlant die Provinzialpresse unterstützt habe. Wäre die Unter Frieden zu schließen, jetzt ist der Skandal in Solingen größer und Arons hätten so gethan, als wenn der Vorstand aus bornirten stügung unterblieben, so hätte die Frankfurter Volksstimme" als er je gewesen ist. Auf beiden Seiten liegt die Schuld. Und Geschäftsleuten bestände. Auch wir wissen, daß jeder Groschen, eingehen müssen, während sie jetzt sich decke und einen dieser Parteitag muß die Streitenden energisch zur Ruhe verder zur Verbesserung des Blattes angewendet wird, Wucherzinsen fleinen Ueberschuß erwarten lasse. weisen. Die Kommission muß ein Mißbilligungsvotum vor trägt, nie ist es eine Geldfrage, immer eine Personenfrage ge Stubenrein Oppenheim wünscht bei der Massenher- schlagen, in dem wir den Solingern deutlich unsere Meinung wejen. Geld fann man auftreiben, Geld haben wir, aber de stellung von Flugblättern für ganz Deutschland die Inanspruch sagen und ihrem Treiben halt gebieten.( Lebhafte Zustimmung.) rechte Mann, am rechten Ort, zur rechten Zeit, der kann ni nahme verschiedener Parteidruckereien, um an Portis zu sparen. Es war ein unerhörter Zustand, daß bei der letzten Reichstags- durch Beschlüsse aufgetrieben werden. Eine Erschöpfung " $ Nachmittags- Sihung. H " " " " Schluß 63/4 Uhr. dotal hout Lokales. Jedenfalls zahlt die Firma Neidlinger ihren Angestellten so hohe Gehälter, daß jene durch dieses famose Sparsystem nicht beeinträchtigt werden? Und da wagt man von dem sozialdemokra tischen Zukunftsstaate" als von einem Zwangsjaäte zu reden! zu machen. " Menschenmaterials ist eingetreten. Auf Experimente hin einen[ ,, Reichslanden" die Spize abgebrochen werden kann. An- des Geschäftsinhabers auf jedes Sparkassenbuch eingezahlt. Genossen anzustellen, um ihm vier Wochen später sagen zu genommen wird der Antrag: Der Parteitag beauftragt den müffen, er passe nicht, fönnen wir uns nicht einlassen. Deshalb Parteivorstand, in die ultramontanen Wahlkreise Rheinlands und ist es noch nicht gelungen, die Redaktion so zu besetzen, wie wir Westfalens einige befähigte Redner, die insbesondere das Wesen es wünschen. Die Redaktion und der Vorstand empfindet die des Zentrums und des Katholizismus genau kennen, zu entfenden. Mängel felber. Schoenlant's Kritik war überraschend, gerade er habe die Ordnung der Verhältnisse im Vorwärts" gestört, er Wichtig für Budiker. Bezüglich Ertheilung der Schank habe zuerst die Redaktionsstelle beim Vorwärts" abgelehnt und fonzession an Kellerlokale wurde im Grundbesitzer- Verein Südſei Privatdot fei zu einem halb kathederfozialiſtiſchen, halb sozialiſtiſchen Brivate weit und Süd" die Mittheilung gemacht, daß nach privaten blatte gegangen. Seine Artikel dort seien natürlich sozialdemoMeldungen im Ministerium Berathungen über die Frage ge pflogen werden sollen, welche darauf abzielen, von der Befratische gewesen, dann sei er nach einiger Zeit zum Vorwärts" gekommen, nun hofften wir auf stabile Verhältnisse. Dem Vorwärts" dingung, daß der Fußboden nicht tiefer als 0,50 Meter unter fehlt die Leitung, der Mann, der der Chefredakteur sein soll. Unser Stöcker ist aufs äußerste indignirt, daß die Berliner Polizei dem Straßenniveau liegen dürfe, abzusehen und die Ertheilung alter Genosse Liebknecht ist gleichzeitig unser bester Agitator. eine nicht angemeldete Versammlung verboten hat, in der der Stonzession künftig allein von der Höhe der Räume abhängig Können sie sich einen internationalen Kongreß ohne Liebknecht er über seine Erlebnisse in Amerifa sprechen wollte. Dies sollte denken? Fortwährend muß Liebknecht auf Agitationsreisen sein. nun nicht besonders auffallen, da Arbeiterversammlungen unter Berlin geht bankrott! Aus Mittenwalde meldet ein ReDer leitende Redakteur des Blattes fehlt von 12 Monaten fünf dem heutigen Polizeiregime überhaupt nicht denkbar find, ohne porter folgende Sensationsnachricht: Der Bürgermeister des Nun wünschen wir, daß unserem Liebknecht die Arbeit er daß die Bescheinigung über Die erfolgte Anmeldung in Städtchens ist damit beschäftigt, eine Chronik zu schreiben; vor leichtert wird, daß die Last auf andere Schultern mitgelegt wird, der Westentasche des Einberufers fteckt, um jederzeit einigen Tagen fand er bei der Suche nach alten Atten hinter die er um seiner Stellung in der Partei willen nicht tragen dem überwachenden Beamten vorgelegt werden zu können einem Regal, das seit ewigen Zeiten nicht fortgerückt war, ein kann. Nun dachten wir, wir haben Schoenlant, er wurde aber und Stöcker hätte in Erinnerung an dem Grundsah: Was dem Backet, welches Schuldurkunden vom Großen Kurfürsten und vom Reichstags- Abgeordneter, obwohl wir alles aufgeboten haben, einen recht, das ist dem anderen billig, feinen Zorn bezähmen Magistrat und Rath der Stadt Berlin enthielt. Die Summe der ihn zur Ablehnung des Mandats zu bringen. Mit aufgehobenen und in chriftlicher Demuth die Verfügungen der hohen Obrig- Schuldverschreibungen ist eine so große, daß Mittenwalde eine Händen haben wir ihn gleichsam gebeten. Schoenlant feit unbesehen hinnehmen sollen. Ebenso unchristlich ist es, wenn sehr wohlhabende Stadt werden würde, falls die Schuld als noch aber erklärte, er wolle fich nicht in den Redaktions- Stöcker in der Anwesenheit des Vertreters der Polizeibehörde in jezt zu Recht bestehend anerkannt wird, um so mehr, als der winkel stellen lassen, er wolle dort stehen, wo ihn die einer von ihm angemeldeten Versammlung gar so etwas wie Große Kurfürst in den Verschreibungen ausdrücklich betont haben Genossen sehen. Der Vorzug des Echo" besteht in der eine Beleidigung seiner werthen Person sieht. Was will er? soll, daß auch seine Nachkominen für dieses Darlehen aufkommen Stabilität der Arbeit, so sollte es auch im Vorwärts" werden. Ohne Polizeikommissar ist auch eine Arbeiterversammlung müssen. Ein alter Einwohner des Städtchens erinnert sich von Schoenlant ruft: einer tann es nicht machen!) Ja, Schoenlant taum denkbar und Stöcker schlägt sich überdies aur feinem Vater gehört zu haben, daß schon einmal, aber vergeblich, fonnte es bei seiner literarischen Bedeutung machen, er hat kein den eigenen Rücken, wenn er ob der Anwesenheit des nach diesen Urfunden gesucht worden ist." Recht, den Stein auf uns zu werfen, im Vorwärts" werden Beamten in einer dieser Tage abgehaltenen Versammlung die anständige Gehälter gezahlt, man muß sie vergleichen mit denen, die Nase rümpft und gleichzeitig schildert, wie nothwendig unter in unserer Provinzialpresse gezahlt werden, nicht mit dem höchsten Umständen die liebe Polizei ist. Gehalte, das in der Bourgeoispresse gezahlt wird. Neber den Doch zur Erbauung unserer Leser seien die beiden Szeneit, zweiten Redakteur hätte sich reden lassen, aber die Sachen hatten die er einander gegenüberstellt, hier wiedergegeben. Wie find die auf der Stettiner Bahn verübten fich zugespitzt. Bei Schoenlant's Temperament ging es nicht Gestern, schreibt er im Volt", fand die nunmehr polizeilich Schwindeleien zu erklären? Im Anschluß an die Meldung, anders. Wir ließen ihn in Frieden ziehen; da sollte er jetzt angemeldete Versammlung statt, in der Stöcker über seine Er- betreffend die bei der Stettiner und Nordbahn vorgekommenen nicht herkommen und uns Geizknüppel schelten( Heiter- lebnisse in Amerifa sprach. Dem aufreizenden Thema ent- Betrügereien wird uns heute mitgetheilt, daß es sich zumeist um Teit). Noch einmal, es war beim Vorwärts" nie sprechend war für ausreichende polizeiliche Ueberwachung geforgt. fleine Beamte handelt, die ein Gehalt von 800 bis 900 m. jähr eine Geld- es war immer eine Personenfrage. Den Gifrigit machte sich der Herr Polizeilieutenant Notizen, lich beziehen und große Familien zu ernähren haben. 900 M. Tropfen jüdischen Blutes hat der Vorstand in feiner ob auch darüber, daß Stöcker und seine Berliner Reisegefährten jährlich bei einem anstrengenden theilweise mit Gefahr für Leben Mitte, daß er weiß, wie Geld anzulegen ist.( Stürmische von der Seekrankheit verschont blieben, oder wie hoch die Häuser und Gesundheit verbundenen Dienst! Nehmen wir eine Familie Heiterfeit.) Die Debatte über den Vorwärts" hat uns nicht in Chikago find und wie breit die Straßen, haben wir leider von 10 Personen an, so beträgt die Riefenfumme, die sie wöchent gefchadet, die Sache mußte tlargelegt werden. Aber es ist bedauer- nicht beobachten fönnen. lich zu verzehren haben, 17 M. und 50 Pf., das macht pro lich, daß gerade derjenige, der uns helfen sollte, Ordnung zu Im Juli sprach derselbe Stöcker bei Martens über die Wahl Tag 25 Pfennige auf den Kopf, also fo viel, wie schaffen und doch von uns fortgegangen ist, hier als erster Angreifer in Neustettin, also über einen Gegenstand, der, wenigstens in den jeder preußische Soldat als Löhnung täglich erhält, der feine aufgetreten ist. Hierauf bespricht Redner kurz die eingelaufenen Augen des Nichtsachverständigen, etwas mehr politischen Anstrich Abgaben für Wohnung und Kleidung, feine Steuern, tein SchulAnträge zu den ersten drei Punkten der Tagesordnung. Ein hatte als die Erzählungen über Reifeerlebnisse in Amerika. Die gelo zu entrichten bat, dem nicht bei jeder Gelegenheit, wenn er Korrespondenzbureau für die Parteipreffe laffe sich nicht schaffen, Bolizei war von berufener Seite darauf aufmerksam gemacht zu spät kommt, Strafgelder in Abzug gebracht werden, da unsere Presse allein nicht im stande ist, die Kosten eines worden, daß gewisse antisemitische Elemente eine Störung be- der zwar fein beneidenswerthes Dasein führt, aber doch Zelegraphenbureaus zu tragen. Gegen den Handel mit Bildern absichtigten. Trotzdem nicht ein Mann zur Ueberwachung im nur im Kriege sein Leben auf das Spiel fezt, während bekannter Parteigen offen laffe sich durch Beschlüsse nichts Eaale. Und als in der überfüllten Versammlung der wüsteſte der Eisenbahnbedienstete. besonders das Bugperfonal, ausrichten, fo lange noch gute Genossen einen be- Radau losbrach, der einen ordnungsmäßigen Verlauf fast zur täglich in Gefahr schwebt, fein Leben einzubüßen. währten Boltsmann in der Shlipsnadel, am Feuer: Unmöglichkeit machte, und deshalb Boten nach der Polizei mit zu verwerfen sind jene Mißgriffe der Beamten rechtlich in jedem zeuge oder ein Dugend gar im Gudloch des Spazierſtockes der Bitte um polizeilichen Schuß geschickt wurden, da lautete die Falle, betrachten wir die Sache aber von der rein menschlichen tragen.( Stürmische Heiterkeit.) Die Industriellen spekuliren Antwort: Sie haben ja den Saal gemiethet. Ihnen steht ja Seite, so fönnen wir getrost behaupten, aus Hang zur leppigkeit eben auf die Dummheit unserer lieben Mitbürger, daran können das Hausrecht zu." wir sie nicht hindern. Die Beseitigung der Juferate aus den und aus bloßer Geldgier haben wohl die wenigsten die Straf Man sieht also, Herr Stöcker weiß den Werth der Ver- thaten begangen. Parteiblättern ist unmöglich. Ohne Geld läßt sich nichts sammlungspolizei sehr wohl zu schätzen und er hätte, wie gesagt, machen. Oder wollen Sie Bons auf den Butunftsstaat ausgeben? wenig Ursache, sich zu beschweren, wenn er nicht, gleich uns Ich bin bereit, wenn sie jemand nimmt.( Stürmische Heiterkeit.) Sozialdemokraten, das Polizeiregiment überhaupt beseitigt wissen Redner schließt unter lebhaftem Beifall. will. Und bevor sein entsetztes Herz solch revolutionäres Beginnen billigt, wird er doch lieber unter die schützenden Fittiche der Polizei kriechen. Hoffentlich ist diese Geschichte nicht wahr, wo sollte anders hinfort das Geld zu städtischen Festessen in Berlin hergenommen werden? Die Betrügereien sind mindestens in der Weise verübt, daß die Schaffner Fahrkarten, deren Durchlochung sie unterließen, Fahrgästen abgenommen haben und sie später durch Mittelpersonen wieder verkaufen ließen. Namentlich kommen dabei Meister bestreitet, daß die Kontrolleure von kleinlichen Sommerfahrkarten von längerer Giltigkeitsdauer in Betracht, die Gefichtspunkten ausgingen, ihr Monitum follte eine Mahnung von den ersten Erstehern nicht voll ausgenutzt worden sind. Die an die Parteigenossen im Lande vor leichtsinnigen Blattgründungen sein, die oft nur schon bestehende Blätter ruinirten. Die städtische Armenpflege Berlins ist mit zahlreichen von der Kriminalpolizei vorgenommenen Haussuchungen haben, In seinen weiteren Ausführungen wendet sich Redner noch ein Mängeln behaftet, unter denen sich die außerordentliche Um- wie die„ Difee- Beitung" meloet, zur Verhaftung von 24 Schaffnern mal ausführlich gegen die Gründung eines Zentral- Wochen- ständlichkeit und Langjamkeit, mit der jede einzelne Unterſtügungs- und Silfsschaffnern geführt, davon 7 in Stettin, 13 in Berlin Ein hiesiger Gerichtsreferent sache bearbeitet wird, besonders unangenehm bemerkbar macht. und 4 in den Zwischenstationen. Das Haupterforderniß einer gut geordneten Armenpflege muß schreibt über den fenfationellen Fall noch folgendes: Auf der meindemitteln entschließen sich doch die meisten erst dann, wenn verhaftet worden, und noch bei jedem einlaufenden Buge werden Schnelligkeit jein. Zu einem Gefuch um Unterstützung aus Ge- Stettiner und der Nordbahn sind seit Sonnabend früh einige die Noth bereits aufs äußerste gestiegen ist. Aber dann muß bis zu dieser Stunde die Verhaftungen fortgesetzt. Es handelt Hilfesuchende erit noch eine sanze Anzahl von sich um Billetschiebereien im größten Stile. Wie erinnerlich, hat Scheerereien und Plackereien über fich ergehen Tassen, die Berliner Kriminalpolizei große Durchstechereien mit Fahr Zunächst wird dem Parteivorstand und dem Kaffirer einstimmig verwaltung noch einen Pfennig gereicht hat. Besonders trägt die scheinen seitens der Beamten auf der medflenburgischen Friedrich blattes. Schoenlant( persönlich): Aner's Darstellung, er habe dem weil er für das andere Blatt schon engagirt gewesen sei. Er fei nicht Vorwärts" einen Korb gegeben, sei falsch. Er habe ablehnen müffen, Chefredakteur am Vorwärts" gewesen, das sei Liebknecht; zwei Chefredakteure feien ein Unding. Es folgt die Abstimmung über die einzelnen Anträge. " Der ehe ihm die Armen= M Decharge ertheilt. mung wird mit 134 gegen 66 Stimmen die Herausgabe eines von der Armendirektion zur Verlangsamung des Geschäftsganges anfänglich 17 auf 50 gestiegen, bei der Hamburg- Büchener Bahn der erstgenannten Bahnstrecke ist die Zahl der Defraudanten von Antrag 29) wird angenommen. In namentlicher Abftim- zu weit getriebene Abhängigkeit der Armentommissions- Vorsteher Franz- Bahn und auf der Hamburg- Büchener Bahn entdeckt. Auf Zentral- Wochenblattes gemäß Antrag 110 befchroffen. bei. Die Armenkommissions Vorsteher haben sich früher wiederAngenommen werden die Anträge 38, 114, 58, 108, 115, holt in ihren Versammlungen darüber beklagt, daß bei dem viel ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen, die Zahl der Defraudanten also noch nicht zu übersehen; im 66, 113. Dem Vorstand zur Berücksichtigung überwiesen wird achen Aftenwechsel zwischen den Vorſtehern und der Direktion Direktionsbezirk Köln find bereits 60 Beamte in die unter116 und folgender Antrag: Der Parteitag wolle die Mittel zum von letterer nicht genug nach Beschleunigung und Vereinfachung fuchung verwickelt. C3 lag daher nahe, auch die Stettiner und die täglichen Erscheinen der„ Elsaß- Lothr. Volksztg." bewilligen, da nur des Verfahrens gestrebt wird. Aber die Direktion will von einer Nordbahn einer Beobachtung zu unterwerfen, und dem Kriminaldurch die Preffe den Unterdrückungsmaßregeln in den sogenannten Bereinfachung und von einer größeren Selbständigkeit der Bor- tommiffar Billmann ist es gelungen, eine ganze Gesellschaft von ſteher nichts wissen. In der leyten Vorsteher Versammlung wurde wieder in Erinnerung gebracht, daß Extra Unter- abend früh kurz vor 6 Uhr ein Zug nach Stargard abgehen Defraudanten auf dieser Bahn festzunehmen. Als am Sonn*) 29. Parteigenoffen des 4. Berliner und des Teltow- stügungen über 15 Mart ohne vorherige Genehmigung sollte, und das Fahrpersonal am Buffet des Wartepersonals ver Beeskower Wahlkreises: Die alljährlich beim Vor der Direktion nicht zu bewilligen sind. Die Mehrheit weilte, bemerkte einer von den Beamten: Was soll denn dus wärts" erzielten großen Ueberschüsse fünftig zum Theil zur der Vorsteher hat allerdings, wie es scheint, an diesem Bereicherung des Juhalts, insbesondere durch Verstärkung des bureaukratischen Schneckengang allmälig doch Gefallen finden bedeuten? Der ganze Bahnhof steht voller Kriminalbeamten!" Redaktionspersonals zu verwenden, damit der Vorwärts" feiner gelernt. Ein Antrag aus der Bersammlung, welcher Selbständig In" demselben Augenblick stürzte Kommissar Billmann, der sich entgegnete ein anderer uns fann Reiner!" Aufgabe, der Partei als Agitationsmittel und den sozialdemo- teit in der Gewährung von Unterstützungen bis 20 oder 25 Mart wohl etwas verspätet hatte, auf den Berron und verhaftete fo fratischen Provinzialpressen als Materialquelle zu dienen, in forderte, wurde abgelehnt. Man wird also auch in Zukunft viele Beamte bes Zuges, daß schleunigst Nothbremser befferer Weise genügen fann, als das bisher möglich war. immer hübsch langsam vorgehen, damit man oben bei der Direk38. Parteigenoffen in Köln: In der Haltung des Unter- tion Beit behält, zu prüfen, ob man einer armen Wittive, die requirirt werden mußten, um den Zug auf der Fahrt haltungsblattes Die Neue Welt" foll eine Befferung ein- um eine Unterstügung bittet, nicht noch ein paar Groschen ab- 3 bedienen. Von jenem Augenblick an haben sich treten; besonders auch dadurch, daß die Illustrationen mehr dem Charakter eines Parteiblattes angepaßt werden. 58. Parteigenoffe Nestler- Magdeburg: In der Partei preffe die Fremdworte, wo es angeht, zu vermeiden, eventuell die deutsche Uebersehung in Klammern beizufügen. Ach was", " ununter inappien tann. Zwar wird durch solche Langfamkeit der eigent liche Zweck der Armenunterstützungen und besonders der ExtraUnterstügungen, der doch wohl in augenblicklicher Hilfe bei augenblick licher Noth besteht, volständig vereitelt, doch was thut das der Direk tion? Wenn man schon die berechtigten Forderungen der Besiglojen 66. Parteigenoffen des 1. Berliner Reichstags Wahl- abweist und auf die Armenpflege als" Ersay" hinweist, dann freises: Die politisch wie gewerkschaftlich organisirten Genossen muß zum mindesten verlangt werden," daß diese Armenpflege müffen sich voll und ganz der Agitation zur Verfügung stellen wenigstens ihrer bescheidenen Aufgabe gerecht wird. Kann sie und sollen nicht durch Zugehörigkeit zu Landsmannschaften oder nicht einmal das, dann finkt die ganze Sache zu einer Komödie den ganzen Sommer über in den Seebädern der Ostsee thätig, Mitgliedschaften sogenannter Vergnügungsvereine, Klubs 2c. ihre herab, die die besitzende Klasse der besiglosen vormachen läßt, Parteipflicht vernachlässigen. damit dieser in etwas das Maul gestopft" wird. Natürlich bie, die ber mert 108. Der Sozialdemokratische Parteitag in Köln a. N. würde aber selbst die beste Armenpflege in der Hauptsache an wolle beschließen, auch diesmal wieder eine Vergleichende der wirthschaftlichen Lage der besiglosen Klasse nichts ändern. statistische Uebersicht der Wahlen zum Deutschen Reichstage" von Diese Aenderung ist nur von einer Umwandlung der fapitalisti1890-1893 herausgeben zu wollen als Broschüre. schen Gesellschaftsordnung in eine sozialistische zu erwarten. Ed. Klement, Raiserslautern. 113. Der Parteitag wolle beschließen, den Parteivorstand Ein Fest für Obdachlose? Der Magistrat hat die zu beauftragen, eine möglichst gemeinverständliche( Flugschrift) Stadtverordneten- Versammlung ersucht, sich damit einverstanden Broschüre über die Ursachen der Entstehung, Schädlichkeit und zu erklären, daß dem Berliner Asylverein für Obdachlose zur die für das ländliche Proletariat besonders nothwendige Be- bhaltung einer Feier aus Anlaß des fünfundzwanzigjährigen seitigung der Gesinde- Ordnung herstellen zu lassen und dieselbe Bestehens des Vereins für Donnerstag, 80. November, der Festsaal im Rathhause kostenlos überlassen werde. zum Selbitostenpreis an die Genossen zu verabfolgen. bis die Verhaftungen Moment zu diesem brochen fortgefegt. Kommissar Zillmann ist nicht allein als Viehhändler auf der Strecke gefahren, er hat auch, um die Täuschung vollkommen zu machen, Pferde und Rindvich verladen und begleitet; er hat mit den Bugbeamten gefneipt und deren Vertrauen erworben, so daß er für Trinkgelder halb umsonst fahren konnte. Die Erledigung der Aufgabe ist nicht leicht gewesen. Fünfzehn Kriminalbeamte waren unter Leitung des Kommiffars Billmann um den Durchstechereien auf die Spur zu kommen. Unter den Verhafteten befindet sich ein Schiffstapitän außer Diensten, der sum Eisenbahndienst übergegangen war, ein Beamter, der sich in Stargard ein werthvolles Grundstück erheirathet hat, ein Inhaber des eisernen Kreuzes erster Klasse und verschiedene andere sehr gut fituirte Beamte; die Mehrzahl der Verhafteten besteht aber aus solchen Beamten, welche fünf bis acht Kinder zu ernähren haben und 900 m. jährlich Gehalt beziehen. Bei der Verhaftung haben sich geradezu erschütternde Szenen abgespielt. Welchen Umfang die Untersuchung annehmen wird, läßt sich noch gar nicht absehen. Es frägt sich nun, wer ist mehr zu verurtheilen, die armen Schaffner, bei denen zum Theil die bittere Noth die Triebfeder zu den Durchstechereien gewesen sein mag, oder die meist wohl= habenden Viehhändler, die wohlgefällig schmunzelnd auch diesen " Handelsgewinn" eingesackt haben, um noch eine Flasche Rothspon mehr als gewöhnlich über den Durst trinten zu können. Auf die sozialen Verhältnisse der Subalternbeamten sowohl wie auf die Eisenbahn- Verwaltung werfen diese Borkommnisse aber ein grelles Schlaglicht. Das Agitations- Komitee für die Proving Brandenburg: Wer nimmt an der Feier theil? Die Vereinsmitglieder, die O. Antrick und Genossen. Obdachlosen oder beide Menschenfategorien miteinander? U. A. w. g. 114. Die Meger Genossen beantragen: Der Parteitag Die Spartheorie gilt bei gewissen Leuten noch immer als wolle beschließen, alljährlich mindestens ein Flugblatt heraus zugeben event. die Mittel dazu zu bewilligen. Dieses Flugblatt der Inbegriff aller nationalökonomischen Weisheit, und die Ar muß separat für Lothringen sein und zweisprachig gedruckt beiter aus Sparen zu gewöhnen" als das verdienstvollste Wert. werden, da nahezu zwei Drittel der Bevölkerung nur französisch Ein höchst probates Synem, welches die Angestellten zum Fleiß und zum Sparen anspornen" soll, hat, wie wir aus dem Konspricht. 115. Der Parteitag möge beschließen: sämmtliche vom jektionär" ersehen, die bekannte Nähmaschinen- Firma Neidlinger Ein Jagdliebhaber. Am 12. Oftober erschien bei einem Barteitage angenommene Anträge und Refolutionen an einer in ihren sämmtlichen über ganz Deutschland ausgebreiteten Zweig Büchsennacher in der Jägerstraße ein Mann, der fich für den Stelle in dem herauszugebenden Protokoll reihefolgend ab- geschäften zur Durchführung gebracht. Der Geschäftsinhaber ver Oberförster v. Nathufius aus Stralsund ausgab und eine Jagds zudrucken, um dadurch eine bessere Uebersicht derselben zu erpflichtet nämlich jeden Angestellten, nach Empfang seines Gehaltes flinte und Patronen für 250 M. faufte. Er bat, die Sachen Stein Hanau. 5 pet. desselben der städtischen Sparkasse zu übergeben! Das nach dem City Hotel zu senden, und da dem Büchsenmacher be= möglichen. wie gnädig! im Besitze des tannt war, daß es einen Oberförster v. Nathustus giebt, wurde 116. Beantragen, aus der in Köln als Kopfblatt der Sparkassenbuch verbleibt Elberfelder Freien Presse" dreimal wöchentlich erscheinenden Sparers, ist aber an jedem Vierteljahresschluß dem Geschäfts- von dem Käufer das Verlangen, für die Flinte baar zu bezahlen, Rheinischen" Beitung" ein selbständiges, täglich erscheinendes herrn oder dessen Vertreter vorzulegen! Um den Sparsinn anzu- nicht gestellt. Ein Hausdiener brachte die eingekauften Sachen Organ zu gestalten, da es zur Bekämpfung der Zentrumspartei regen und zu belohnen, werden im Neidlinger'schen Geschäft den in das City- Hotel, wo ihm von zum Personal gehörigen ine abfolute Nothwendigkeit ist. Angestellten am Jahresschluß 5 pet. der während des ver- Leuten über die Zahlungsfähigkeit des Käufers vertrauenCarl Meist und Genoffen. gangenen Jahres gesparten" Summe als freiwilliger Beitrag erweckende Mittheilungen gemacht wurden, so daß der Diener N nicht auf die Bezahlung der Rechnung drang. Wenige Tage furt kommende Schnellzug heranbrauste; der Unglückliche wurde| Abgeordneten Ahlwardt wegen Beleidigung des preußischen später war der angebliche Oberförster v. Nathufius aus dem von den Rädern der Maschine erfaßt und 200 Meter weit fort- Beamtenthums und preußischer Richter in einer in Essen a. d. N. Hotel verschwunden. Seine Rechnung hatte er nicht bezahlt. geschleift. Der entfeßlich verstümmelte Leichnam lag gestern noch gehaltenen Rede beantragte der Reichsanwalt die Aufhebung des Als einige Wochen vergangen waren, ohne daß der an der Unfallstelle. Büchsenmacher sein Geld erhalten hatte, fragte er brieflich bei dem Oberförster v. Nathusius an und erhielt die Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Montag Nachricht, daß dieser von dem Kauf einer Jagdflinte in Abend auf dem Alexanderplatz. Eine Dame wollte einen in der Berlin nichts wisse, wisse, wohl aber davon Kenntniß habe, Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen besteigen, trat fehl und daß in' letzter Zeit wiederholt Schwindeleien auf feinen Namen stürzte auf den Fahrdamm nieder. Ein hinzugezogener Arzt ausgeführt worden sind. Einige Tage später wurde der Käufer konstatirte schwere innere Verlegungen, so daß die Dame per der Flinte in dem Förster Robert Hahmann verhaftet. Er hat Droschte nach ihrer in der Prenzlauer Allee belegenen Wohnung viele Schwindeleien verübt und sich u. a. auch für den Ober- geschafft werden mußte. förster Falter in Alt- Platow bei Genthin ausgegeben. Die von ihm erschwindelten Gegenstände bestehen aus Flinten, Jagd geräthschaften und Goldsachen. Der Ein- und Ausbrecher Adolf Krüger, dessen Flucht aus der Frrenanstalt gemeldet wurde, hat schon ein Lebenszeichen von sich gegeben. Der Oberwärter der Anstalt, Glaser, erhielt : = " vorgestern der Steuererheber D. aus dem Norden der Stadt plötz Wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung ist lich verhaftet worden. Genauere Einzelheiten über den Umfang der begangenen Strafthaten, wie auch über die Höhe der veruntreuten Summen fehlen bislang. Gerichts- Beifung. vor etiva und Urtheils gegen Ahlwardt, weil die Verlesung des Leumundszeugnisses über Kommissar Gauck unzulässig sei. Ahlwardt war nicht erschienen. Das Reichsgericht erkannte dem Antrage des Reichsanwalts entsprechend auf Aufhebung des gegen Ahlwardt gefällten Urtheils. Soziale Uebersicht: An die Lagerhalter! Der angekündigte Situationsbericht wird durch Zirkular zur Versendung kommen. Dies kann umständehalber jedoch erst in etwa drei Wochen geschehen. Alle diejenigen Lagerhalter von Konsum- und ähnlichen Vereinen, die mit den organisirten Lagerhaltern noch nicht in Verbindung stehen, ersuchen wir, ihre Adresse an den Unterzeichneten bis Montag, den 6. November, einzusenden, damit ihnen der Bericht zugesandt werden kann und sie sich über die Bewegung der Lagerhalter informiren können. Soweit der Vorrath von Protokollen vom ersten Lagerhaltertag noch vorhanden, bekommen diejenigen, die ihre Adresse einsenden, ein solches fostenlos mit zugestellt. Ganz besonders richten wir nunmehr auch an die Kollegen außerhalb Sachsens die Aufforde rung, ihre Adressen einzusenden. stehendes zum Abdruck zu bringen. Alle arbeiterfreundlichen Zeitungen werden gebeten, VorDer Vertrauensmann der Lagerhalter. Ernst Grenz, Chemnitz, Louisenstr. 8, II. Die Töpfer der Ofenfabrik& issen Osterfeld haben die Arbeit niedergelegt und ersuchen ihre deutschen Kollegen, den Buzug streng fern zu halten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. J. A.: August Lehmann, Töpfer. Die Leichen des in Onkel Toms Hütte bei Zehlendorf heute früh folgenden auf Poſtamt 58 am 23. d. Mt3., 11 Uhr aufgefundenen Paares sind als diejenigen des wegen UnterVormittags aufgegebenen Brief:" Erlaube mir die höfliche Mittheilung, daß die noch fehlenden Kleidungsstücke, also Hose, schlagung verfolgten Kommis Nathanson aus Hamburg und der Unterhofe, Strümpfe und Hosenträger sich in der Bade- Anstalt Näherin Ebenez aus Ungarn refognoszirt worden. Schönhauser Allee zwischen Schwedter und Fehrbellinerstraße, Der erste Reif zeigte sich infolge des eingetretenen Frost unmittelbar an der Omnibus Haltestelle Schönhauser Thor- wetters in den Morgenstunden des gestrigen Tages auf Brücken, Hallesches Thor befinden. Ich habe sie gestern Vormittag zehn namentlich aber auf den an der Spree vor Anker liegenden Uhr dem Bademeister mit der Bitte um Aufbewahrung über- Kähnen. geben und fann sie, da sie gestempelt sind, aus leicht faßlichen Gründen doch selbst nicht abholen. Die Abholung tann ja auch Polizeibericht. Am 23. d. M. Morgens wurde eine Frau auf meine Roften erfolgen; denn es befinden sich in in ihrer Wohnung in der Stromstraße erschossen aufgefunden. fern stehenden Lagerhalter aus ihrer, wohl durch die Verhältnisse Die organisirten Kollegen werden aufgefordert, die uns noch der Kasse noch 16 Mart und einige Pfennige, die als Arbeits- Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Als Nachmittags eine erklärlichen, aber nicht zu billigenden Lethargie aufzurütteln, und verdienst eines Gefangenen laut Ministerial Resfript zu den Frau aus einem Fenster im zweiten Stock des Hauses Frieden: fie der Bewegung, welche schon recht gute Erfolge zu verSurfosten nicht verrechnet werden dürfen. Achtungsvoll Adolf traße 79 fich und ihr einjähriges Kind auf die Fensterbrüstung zeichnen hat, zuzuführen. Krüger." Krüger hat schon vor drei Wochen einen Flucht gesetzt hatte, stürzte dasselbe auf den Bürgersteig hinab und erversuch gemacht, nachdem er aus dem Draht des Patent- litt einen Schädelbruch, so daß es bald darauf starb.- Im Laufe verschlusses einer Bierflasche eine Dietrich gefertigt hatte, wurde des Tages fanden sechs Brände statt. aber in dem Augenblick abgefaßt, als er die Zellenthür damit öffnen wollte. Seitdem wurde er jeden Abend gänzlich entkleidet und in eine andere Belle gebracht. Wie er seine Zellenthür dennoch hat öffnen tönnen, bleibt räthselhaft. Nachdem er aus der Zelle heraus war, zog er die Wärterkleidung an, ging auf den Boden, dessen Thür er mittels Dietrichs geöffnet haben muß, nahm aus dem Hydrantenschrank den Schlauch aus Segeltuch, befestigte ihn am Fenster, stieg aus der Bodenluke und ließ sich des Landgerichts I fand gestern in mehr als einstündiger Sizung Ein Sozialistenprozeß. Vor der zweiten Straffammer An die Haus, Geschäftsdiener, Packer und Berufsan dem Schlauch drei Stock hinab. Er kam auf die Umfassungs- eine Berhandlung gegen 10 Angeklagte statt, welche sich sozial- genossen Berlins! Am Sonntag, den 29. Oktober, Vormittags mauer und ins Freie. demokratischer Umtriebe" schuldig gemacht haben sollten. Es 10 Uhr, findet im Lokale des Herrn Gründer, Köpnickerstr. 100, Mehrere schwere Verbrechen hat sich ein erst 15 Jahre waren zum größten Theile Vertrauensmänner der sozial- eine öffentliche Versammlung statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Ud. Hoffmann( früher Zeiz), sowie alter Knabe schuldig gemacht. Der Barbierlehrling Richard demokratischen Partei im sechsten Reichstags- Wahlkreise, Stellungnahme zum nächsten Kongreß aller im Handelsgewerbe Lubahn war vor vier Wochen bei dem Barbier Witte in Königs- welche Jahresfrist wegen der Verdachts beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands". Es ist nothwendig, Wusterhausen eingetreten und hatte sich in der kurzen Zeit schon Geheimbündelei verhaftet wurden. Nachdem sich bald heraus zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen, denn die traurigen wiederholte zurechtweisungen zugezogen. Dadurch war in dem itellte, daß sich die Anklage nach der angedeuteten Richtung hin Berhältnisse in unserem Berufe erfordern ein festes ZusammenKnaben das Gefühl nach Rache gegen die Familie seines Lehr- nicht aufrecht erhalten ließ, wurden die Verhafteten wieder auf arbeiten aller in einer guten, die Interessen der Geschäftsdiener 2c. herrn entstanden, die er in wirklich schreckenerregender freien Fuß gesetzt. Es blieben schließlich noch die Herstellung vertretenden Organisation. Kollegen erscheint daher am Sonntag Weise verwirklichte. switch und Berbreitung eines verbotenen sozialdemofratischen schen Eheleute vom Hause abwesend waren, erbrach Lubahn buchs, deffen Inhalt theilweise aufreizender Natur sein soll und Vormittag Mann für Mann in dieser Versammlung. Der Vertrauensmann. zunächst den Raften, in dem die Einnahmen aufbewahrt wurden die Abhaltung einer unangemeldeten Versammlung, worin öffentKarl Alboldt. und eignete sich den Inhalt an. Damit noch nicht genug, raubte liche Angelegenheiten erörtert worden seien, als strafbare Handter jugendliche Verbrecher die vier Jahre alte Tochter Lucie der lungen übrig. Des ersteren Vergehens waren Schlosser Das Häuflein der Steinmetzen in Rostock, das durch Witte'schen Eheleute aus dem Bette heraus und entfloh damit. Brigan, Schlosser Werle, Bergolder Hartmann, die Konsequenz" des Granit Industriellen Schraep in den Schankwirth Gieshoit, Das Kind nahm er bis an den Kanal mit sich und warf es dori Maurer Schulz, Schant Streit getrieben wurde, hält unentwegt Stand. Damit aber die in das Wasser, um es zu ermorden. Zum Glück bemerkten wirth wizel der Druckereibefizer Schrinner, Ausständigen ihre Solidarität gegenüber der Unternehmerwilltür Schiffer die Unthat und konnten die Kleine retten. Den er des letteren der Schankwirth Kuhlmey, Bigarren- auch ferner behaupten und nicht wankend werden, sich auch nicht brochenen Geldkasien fand man später hinter der sogenannten arbeiter Kiesel und Arbeiter Marten beschuldigt. Sämmt durch etwaige Drohungen oder Einschüchterungen von ihrem Luftmauer auf. Der Enabenhafte Mordbube und Einbrecher ist liche Angeklagten wurden vom Rechtsanwalt Heine vertheidigt. Rechtswege abbringen laffen, ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, flüchtig und bisher noch nicht wieder eingefangen. Auf Antrag des Staatsanwalts Ritzel wurde die Deffent nach Strätten die Lage derselben zu einer erträglichen zu gelichkeit während der Verhandlung ausgeschlossen. stalten helfen. Die Streikenden müßten muthlos werden, wenn Um ein Auge gekommen ist bei einem zufälligen ZuDie Angeklagten Giesboit und Marten wurden frei- fie nicht thatkräftig unterstützt würden, denn der Hunger, auf fammentreffen mit Rowdies der Metalldrücker Opitz aus der gesprochen, Stuhlmey und Kiesel wurden zu je 50 M., ben das Unternehmerthum seine ganze Hoffnung feht, ist ein Mustauerir. 38. Als er in der Nacht zum Sonntag mit einem Schrinner wurde zu 4 Monaten Gefängniß und 50 M., arger Feind und mit den Ausständigen darben die Familien Bekannten über die Oranienbrücke ging, wurden sie von einer igel zu 3 Monaten und die Angeklagten Brigan, derfelben. Deshalb appelliren wir an das Pflichtgefühl jedes thuen entgegenkommenden Schaar absichtlich angerannt. Obgleich Werle, Hartmann und Schulz wurden zu je 2 Monaten aufgeklärten Arbeiters und verbinden damit den Wunsch, daß beide ihren Weg ruhig fortsegten, kehrte einer der rohen Burschen Gefängniß verurtheilt. Bei den letzten vier Berurtheilten wurde die Steinmetzen von auswärts den Zuzug nach hier vermeiden, zurück und vertrat ihnen mit den Worten: Was wollt Ihr?" je ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft in Ab- damit die Ausständigen den Sieg erringen. den Weg. Gleich darauf erhielt Opiz, der auf einen Angriff rechnung gebracht. H. Tech, Steinmetz. nicht gefaßt war, mit dem aus einem Bleiknopf bestehenden Ende eines Stockes einen Schlag in das linte Auge, so daß er unter Ein Streit zwischen einem Hausverwalter und Miether Nicht allein das Mainzer Gewerkschaftstartell lautem Aufschrei zu Boden stürzte. Auf der Sanitätswache, hat für beide Theile höchst verhängnißvolle Folgen gehabt. An sondern auch der Verein selbständiger Gewerbe wohin er gebracht wurde, ergab sich, daß das Auge ausgelaufen einem Septembertage des vorigen Jahres stellte der Schuhmacher treibenden, mit andern Worten, die vereinigten Inwar. Der Thäter war in dem Gewühl unter dem Schutze der Sporn in seiner Eigenschaft als Vizewirth den Tischlermeister nungen, haben sich in einer Eingabe an die Stadtverordneten Rautenberg wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Haus- gewandt behufs Errichtung eines unentgeltlichen Ar Ordnung zur Rede. Rautenberg warf ihn die Treppe hinunter, beits nachweis- und Auskunfts Bureaus auf Sporn blieb hilflos liegen. Wie der Sanitätsrath Dr. Mitten- städtische Rechnung. Wir würden", so heißt es in der zweig im gestrigen Termine vor der 186. Abtheilung des Eingabe, nes als einen großen Vortheil für die hiesigen VerSchöffengerichts begutachtete, hat Sporn durch den Sturz eine hältnisse betrachten, wenn ein derartiges Institut zu stande Lähmung der rechten Hüfte erlitten, sein Gang ist gebückt täme. Im Interesse der Einigkeit zwischen Arbeitgebern und und hintend geworden und bedarf Sporn beim Gehen Arbeitnehmern würden wir es mit Freuden begrüßen, wenn zweier Stöcke. Da dieser Zustand voraussichtlich ein dauernder unsere Borschläge in Verwirklichung gehen würden." Mein bleiben wird, so erklärte das Schöffengericht sich für unzuständig Liebchen, was willst Du noch mehr? und verwies die Sache an die Straftammer. Zur Naturgeschichte dieser Eingabe sei mitgetheilt, daß dies Wegen Beamtenbeleidigung hatte sich heute Herr felbe flint, nachdem kaum die ersten Nachrichten von dem Vorauf deffen Posen Wechsel bis zum Betrage von 300 ml. zu ziehen. Berlin, vor der zweiten Straftammer am Landgericht II zu ver- rasch zusammengerufenen Versammlung beschlossen wurde und Diese Mittheilungen fanden Glauben und veranlaßten den antworten. Der Bau- Inspektor a. D. Diez hat seinerzeit den von der sicheren Voraussetzung ausging, daß die Arbeiter ein Herrn, dem sie gemacht waren, dem jungen Manne Geld zu großen Fehler begangen, seine Wirthschafterin zu heirathen, ob einseitiges Institut" ins Leben rufen wollten. Die Eingabe ber leiben. Durch ähnliche Vorspiegelungen hat der angebliche Bab wohl dieselbe vorher ohne sein Verschulden schon wiederholt Herren Arbeitgeber, darauf fußend, daß die Arbeiter die Bereinen Bahnarzt zur Sergabe eines Darlehns bestimmt. In Mutter geworden war. Diesen Schritt hat er schwer bereuen waltung dieses Instituts einseitig" eingerichtet wiffen wollten, ist Berlin hat er sich bei einem Dr. H. in der Annenstraße einge- müssen. Die Ghe wurde bald wieder getrennt. Gegen die Frau durch die Thatsache längst überholt. Denn da die Arbeiter den miethet. Nachdem der Schwindler dem Arzt einen Frack und wurde wegen verschiedener Delifte unter anderem wegen Ver- Borschlag gemacht haben, die Institution unter der Aegide eines Gebrock gestohlen hatte, verschwand er und verlegte sich darauf, brechen wider teimendes Leben, die Untersuchung eingeleitet, aus den Beifizern des Gewerbegerichts gewählten Ausschusses auf den Namen des Arztes einige Sturen zu versuchen. Bon während andererseits der Gatte die Ehescheidungsflage einge einzurichten, ist eigentlich den Herren Arbeitgebern der Wind einem Leibstallbesitzer hat sich der junge Mann Pferde und leitet hatte. Um nun aus dem Ehescheidungsprozejje als ob aus den Segeln genommen. Ist es ihnen aber wirklich ernst Wagen verschafft und angeordnet, daß die Rechnung feinen liegender Theil hervorzugehen, wandte sich die Frau an Herrn mit ihren Vorschlägen, dann können sie dies bethätigen und zwar Eltern überfandt werde. Eine Familie Bab wohnt auch in dem Caspari- Both- Boffi mit dem Auftrage, ihren Gatten auf Schritt am 30. Oktober, wo das Gutachten des Gewerbegerichts in der Hause, das der Schwindler als die Wohnung seiner Eltern an- und Tritt zu beobachten, um denselben wenn möglich bei einem erwähnten Angelegenheit stattfindet. gegeben hatte, doch steht sie in feinen Beziehungen zu dem Be- Ehebruche zu ertappen, wofür sie bedeutende Summen opferte. Diese trüger, über dessen Machenschaften, leider recht verspätet, auch Klientin tam nun eines Tages zu dem Angeklagten, weinte und andere Klagen eingelaufen find. lamentirte und erzählte ihm, der Kriminalkommissar Krause in 1) Charlottenburg habe ihr gesagt, daß das ganze Geld weggeworfen Für die Haftentlassung des Seifenfabrikanten Mosesmann sei, welches sie für die Detektivs ausgegeben habe, denn diesen find 120 000 wt. Kaution angeboten worden, doch hat das Gericht Leuten werde vor Gericht doch nicht geglaubt, weil es meist bediese Bürgschaft nicht angenommen. Die Untersuchung der strafte Subjekte seien. Diese auf seine Angestellten durchaus in 28 Geschäften Staatsanwaltschaft dehnt sich übrigens auch auf die Firmen der nicht zutreffende Charakteristik wollte der Angeklagte auf seinem Parfümerie- und Geifenbranche aus, deren Inhaber früher zum Inſtitut nicht ſizen laſſen, er schrieb an den Kommiſſar Krause", 30 Personal von Wissing und Komp. gehörten; es wird der Ver- einen geharnischten Brief, in welchem u. a. die Wendung vorbacht best on Ch Pem in Wirklichkeit nur Vorsteher der fam:" Ich warne Sie vor der Wiederholung derartiger Ver- in 148 Geschäften W.'schen Filialen find, die dem Publikum gegenüber als selbst- leumdungen und theile Ihnen zu Ihrer, Ihnen sehr nothwendigen ständige Fabrikgeschäfte gelten mußten. Es dürfte übrigens noch besseren Belehrung mit u. f. w." In dieser Wendung wurde in 24 Geschäften je 8 Arbeiter= 72 Arbeiter und 38 Lehrlinge längere Zeit dauern, ehe die Voruntersuchung in dieser höchst eine Beleidigung gefunden; die vorgesezte Behörde des Beleidigten Derwickelten Affäre abgeschlossen ist. loupelne tepli ftellte Strajantrag; der Angeklagte entschuldigte sich zwar bei Herrn Krause, nachdem er in Erfahrung gebracht, daß ihm Frau Diez nicht Wegen schwerer Urkundenfälschung, Unterschlagung von die Wahrheit gefagt, er fonnte aber damit das bereits einGeldsendungen zc. wurde am Sonntag der Landbriefträger geleitete Strafverfahren nicht aufhalten. Das Charlottenburger in 54 Geschäften Gerick aus Fahrland( Kreis Osthavelland) in Potsdam ver- Schöffengericht verurtheilte ihn zu 50 Mark Geldstrafe. E3 C. großen Geschäften: haftet. Das ist binnen furzer Zeit der dritte Postbeamte, welcher wurde zwar ein berechtigtes Interesse als vorliegend angenommen, in 5 Geschäften je 7 Arbeiter= 35 Arbeiter und 8 Lehrlinge in Potsdam wegen solcher Bergehen verhaftet werden mußte. jedoch wurde in der Form eine Beleidigung gefunden. Der An-" 20" je 9-117 118 Die alte Geschichte. So lange 2 Mart 25 Pf. für ein völlig geklagte legte Berufung ein, vor der Straffammer machte aber = 550" ausreichendes Gehalt gelten, wird es im Reiche des Herrn v. Stephan die als Beugin geladene Frau Dieß den Eindruck einer ebenso in 27 Geschäften 601 Arbeiter und 127 Lehrlinge. auch Beruntreuungen geben. exaltirten wie unklaren Frau, so daß der Gerichtshof Veran- Von den 224 Unternehmern gehören 74 der Berliner Goldlaffung fand, dem Angeklagten zu bemerken, daß er einer solchen schmiede- Innung an. Diese 74 Innungsmeister beschäftigten zuVon der Lokomotive überfahren und auf gräßliche Weise Buträgerin gegenüber besonders vorsichtig hätte sein sollen, be- fammen 142 Lehrlinge, die übrigen 150 Unternehmer nur getödtet wurde am Sonntag auf dem Geleise der Ostbahn vor er derselben Glauben schenkte. Daß die inkriminirten Aeuße: 204 Lehrlinge. unweit Bude 9 bei Sadowa ein alter Streckenarbeiter namens rungen für einen pflichttreuen Beamten beleidigend sein müßten, Maisch aus Friedrichsfelde. Derselbe war gegen 9 Uhr früh auf liege auf der Hand und da der erste Richter schon den Schutz dem Bahnkörper beschäftigt, als er bemerkte, daß ein Vorortszug des§ 193 zugebilligt habe, so sei die Berufung zu verwerfen. der Strecke Potsdam- Ertner herannahte. Vorschriftsmäßig trat Ahlwardt- Prozeß. Leipzig, 24. Oktober. Bei der heutigen Dunkelheit leider entkommen. Ein Hochstapler. Erst jetzt ist die Kriminalpolizei auf einen Hochstapler aufmerksam gemacht worden, der mit Erfolg während der Sommermonate in Berlin und Umgegend gearbeitet hat. So viel man weiß, tauchte er hier zuerst in Friedrichs hagen auf. Er gab sich dort für einen Korrespondenten des " Figaro" aus, behauptete Felix Bab zu heißen und den Schrift tellernamen„ Eugen Prudens" zu führen. Einem Herrn, mit bem er nachher bekannt geworden war, erzählte er, daß sein mütterliches Erbtheil im Betrage von 33 000 m. bei einer hiefigen Bank hinterlegt sei und daß sein Vater ihn ermächtigt Gaspari Both- Boffi, Inhaber eines Privat- Detektivinstituts in baben der Arbeiter in die Deffentlichkeit gelangt waren, in einer M. auf das Nebengeleife, bemerkte jedoch nicht, daß auf diesem In welcher Blüthe die Lehrlingezüchterei auch im sogenannten Kunstgewerbe steht, veranschaulicht eine vom„ Goldarbeiter" aufgestellte Arbeiter und Lehrlings- Statistik für das Goldschmiede- Gewerbe pro 1898. Nach dieser wurden be schäftigt in A. tleinen Geschäften: Arbeiter 17 " 8 5 2 Arbeiter und 37 Lehrlinge 47 " je 1 2 " " " 85 = 60 37 " " " " 145 Arbeiter und 121 Lehrlinge. B. mittleren Geschäften: 4 " " 56 8 68 37 " <<= 40 13 " " = 80 10 " " " 210 Arbeiter und 98 Lehrlinge. = 16 2 6 " Krankenversicherungswesen. Im Reichsanzeiger Nr. 225 wird bekannt gegeben: Auf Grund des§ 75 a des Krankenverficherungsgeseges ist folgenden Krankenkassen: 1. der nationalen Kranken- und Sterbekasse der Droschenkutscher und verwandten in entgegengesetzter Richtung von Köpenick her der aus Frant Revisionsverhandlung in der Prozeßfache gegen den Reichstags- Berufsgenossen( E. S.) zu Berlin, 2. der Kranken- und Begrä fo das Dom Verbande der Vermischtes. Depeschen. Schädigung der städtischen Wählerschaft involvire aber auch eine Schädigung des Staates. Die fonservative Partei tönne nicht zugeben, daß das politische Schwergewicht von den befizenden Klassen auf die besiglosen abgewälzt werde. Dadurch würde ein höchst bedenklicher Zustand herbeigeführt.( Lebhafter Beifall.) Nachdem Lienbacher seinen Wahlreformantrag begründet hatte, führte Stadnici( Pole) aus, das allgemeine Wahlrecht würde auch auf die nißlasse des Kaufmännischen Vereins zu Frankfurt a. M.( E. H.), I wirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gefeßes als forstwirthschaft-| 3. der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Bäcker und verlicher Betrieb anzusehen ist. Als Unternehmer dieses Betriebes wandten Berufsgenossen Deutschlands( E. H.) zu Dresden, 4. der hat derjenige zu gelten, für dessen Rechnung die Verkohlungs( Deveichen des Bureau Herold.) Lichterfelder Kranken- und Sterbekasse für sämmtliche Berufs- arbeiten im einzelnen Falle ausgeführt werden. Indem das zweige( E. H.) zu Groß- Lichterfelde von neuem die Bescheinigung Reichs- Versicherungsamt den Vorständen der land- und forstwirth Wien, 24. Oktober. Abgeordnetenhaus. Bei der fort ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, schaftlichen Berufsgenossenschaften von diesem Beschlusse Kenntniß gesetzten Berathung der Wahlreform- Vorlage führte Hohenwart den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungsgesetzes giebt, bemerkt daffelbe, wie dabei ausdrücklich anerkannt aus, der Klub der Konservativen habe in Erividerung des der genügen. sei, daß daß die Verkohlungsarbeiten allerdings mit den Regierung jederzeit entgegengebrachten Vertrauens gehofft, in Holzfällungsarbeiten und der Holzabfuhr( dem Rücken des einer so wichtigen Frage wenigstens vor Ueberraschungen geIst die Ausbentung der menschlichen Arbeitskraft in Solzes) nicht auf gleiche Stufe zu stellen feien, da sie sich nicht sichert zu ſein; leider sei diese Hoffnung nicht in Erfüllung der Großindustrie größer, als im Klein- als der nothwendige Abschluß der forstwirthschaftlichen Berufs- gegangen. Die gestrige Erklärung des Ministerpräsidenten Grafen gewerbe? Zu dieser Frage schreibt der Arbeiterschuh": thätigkeit darstellten. Die Berechnung der Versicherungsbeiträge Taaffe fei nicht zufriedenstellend. Durch die angeregte WahlBisher neigte man dazu, diese Frage zu bejahen; auch der für die Köhlereien habe hiernach je nach dem Statut der ein- reform werde der politische Einfluß des Mittelstandes in Stadt ministerielle Bericht über die Ergebnisse der österreichischen zelnen Berufsgenossenschaft nach Maßgabe des Arbeitsverdienstes und Land stark herabgedrückt. Es wäre ein Gebot der Klugheit Krankheitsstatistik im Jahre 1890 spricht die Vermuthung aus, oder einer fingirten Grundsteuer besonders zu erfolgen. Als gewesen, gerade den Bürger- und Bauernstand in der gegendaß die Fabritarbeiter einer größeren Morbidität und Mor: Theil oder Nebenbetrieb des forstwirthschaftlichen Betriebes des wärtigen Stellung eher zu stärken als zu schwächen. Die Retalität unterworfen sind, als die kleingewerblichen Arbeiter. Die Waldbesitzers seien die Köhlereien dann anzusehen, wenn sie von gierung sei nicht im stande die Konsequenzen hintanzuhalten. Es Sache ist gewiß sehr wahrscheinlich, aber wissenschaftlich nicht dem letzteren für eigene Rechnung betrieben würden und vorzugs- fei total unrichtig, daß die ländliche Bevölkerung von der Wahlabsolut feststehend. Die bisherigen Ergebnisse der Statistik der weise eigene Walderzeugnisse zur Verarbeitung gelangten. Die reform nichts zu befürchten habe. Die niedrigsten Schichten der österreichischen Krankenkassen sind zur Erforschung dieser außerhalb der Waldungen sich vollziehenden Kohlenbereitungs- Bevölkerung, welche der Politik apathisch gegenüberstehen, würden Frage nicht verwendbar. Verschiedene Thatsachen betriebe, insbesondere solche, welche auf eine fabritmäßige Bear- leicht eine Beute der sozialistischen Emissäre. Noch stärker sei das Genossenschafts Kranken- beitung oder Verarbeitung der Walderzeugnisse gerichtet sind, Wahlrecht der städtischen Bürgerschaft bedroht. Obwohl die Mehrkaffen Wiens gesammelte Material sprechen dafür, 3. B. in Verbindung mit Theer- und Kienrußgewinnung, zahl der städtischen Bevölkerung, liberalen Prinzipien huldige, daß speziell in Wien die Gesundheits- und Lebensverhält werden von dem Beschlusse des Reichs Versicherungsamts nicht müsse doch die konservative Partei für dieselbe eintreten. Eine niffe der kleingewerblichen Arbeiter ungünstiger find als die in berührt. großinduftriellen Betrieben beschäftigten Personen. Aber sei dem wie immer, hier wie dort sind die Ursachen im Wesentlichen gleich, nur ihre Wirkungen mögen örtlichen Schwankungen ausgefeßt sein. Ueber die Ursachen läßt sich die Wiener Medizinische Wochenschrift" vom 24. Juni folgendermaßen aus:... Sie scheinen in den ungenügenden oder nicht zweckentsprechend ge= wählten Ernährungsmitteln, die wieder durch ungünstige LohnDie Cholera. Stettin, 21. Oftober. Nachdem durch militärische Disziplin nachtheilig einwirken, da jeder Rekrut mit verhältnisse begründet sein dürften, nicht minder aber in den das Gutachten des Professor Koch festgestellt ist, daß die Ursache Klagen bei seinen Abgeordneten drohen könnte. In Galizien zumeist ungefunden, in ihrem ursprünglichen Baue für der hiesigen Cholerafälle allein auf die schlechte Beschaffenheit Regierungsvorlage durchdringen, dann könnte Rußland Einfluß ganz andere Zwecke bestimmten Betriebsstätten und in den oft der hiesigen Cholerafälle allein auf die schlechte Beschaffenheit würden die neuen Wählerklassen Anarchisten erzeugen; sollte die ganz andere Zwecke bestimmten Betriebsstätten und in den oft des hiesigen Leitungswassers zurückzuführen sei, ist eine auf die Massen in Galizien gewinnen. Nachdem Schlesinger aller Hygiene hohnsprechenden Wohnungsverhältnissen zu liegen, bakteriologische Untersuchung dieses Wassers vorgenommen wor- auf die Massen in Galizien gewinnen. Nachdem Schlesinger wie wir sie gelegentlich der vorjährigen Revision, als die In- den. Danach enthält in den hiesigen Wasserwerken 1 Rubikmeter( Antisemit) für und Demel( liberal) gegen die Vorlage gesprochen vasion der Cholera drohte, so häufig zu beobachten Gelegenheit Wasser: in Filter C 49, in Filter D 980, in Filter E 490, im hatte, wurde die Verhandlung abgebrochen. hatten. Alle gütlichen Versuche- Zwangsmaßregeln stehen ja Reinwasserbecken 307 entwicklungsfähige Keime. Da in 1 Rubik Debatte eine Erklärung abgeben, in welcher sie sich für die Die deutsche Nationalpartei wird in der WahlreformSen Revisionskommissionen nicht zu die bestgemeinten Vorschläge fruchteten zumeist nichts. Diesen allen Gesellschaftsklassen das Wasser als schlecht und höchst gefährlich zu bezeichnen und möglichst weitgehende Ausdehnung des Wahlrechtes mit direkten meter höchstens 100 solcher Keime enthalten sein sollen, so ist Debatte eine Erklärung abgeben, in welcher sie sich für die Gefahr drohenden ungesunden Zuständen in den Fabriksräumen und Arbeiterwohnungen kann theilweise durch private Wohl- warnt der Polizeipräsident durch Maueranschlag auf's dringendste daß gerade die deutschen Bürger und Bauern der Majorifirung dem Genuß und dem Gebrauch desselben in un durch die Massen preisgegeben werden. Die Entscheidung der fahrtseinrichtungen, gründlich aber nur auf dem Wege der Gesetzgetochtem Zustande. Die Schuld an dieser schlechten Be- durch die Massen preisgegeben werden. gebung abgeholfen werden. Es würde dies nicht nur heilsam auf die Arbeiterbevölkerung, sondern auch auf die Gesundheit schaffenheit des Waffers liegt nach dem Urtheil Sachverständiger Partei werde von der Aufnahme dieser Abänderung abhängen. zum größten Theil an der unnüßen und verwerflichen Vergeu aller Staatsbürger wirken." Stimmt. Troß alledem aber geschieht in Desterreich und dung des Leitungswassers, da gegenwärtig 134 Liter für den anderswo so gut wie nichts, um namentlich im Kleingewerbe Ropf der Bevölkerung täglich verbraucht werden, während 60 bis 70 Liter volkommen genügen würden. Ein ökonomischer VerBefferung in hygienischer Hinsicht zu schaffen. brau ch des Wassers würde ein langsameres Filtriren möglich Erhebungen betreffs des Handelsgewerbes. Der Verein machen und damit zugleich eine Verbesserung des Waffers her: Ministerium aufhöre, seine politische Rolle fortzuspielen, es wolle junger Raufleute in Görlitz veranstaltete behufs Beantwortung der beiführen. Um den Wasserverbrauch zu beschränken, ist bereits durch die Reichsrath- Auflösung nur seine eigene verdecken. Paris, 24. Oftober. Ein angeblich Deutscher wurde in der Fragebogen, betreffend die Verhältnisse im Handelsgewerbe, eine Zu- das Spülen der Rinnsteine u. s. w. eingestellt, dafür werden fammenkunft der Angestellten. Aus dem Vortrage des Referenten, Raltlösungen über alle Kanalöffnungen gegossen. Im all- Nähe der Festung Montrenay von Soldaten überrascht, als er des Kaufmanns Feldmann, seien die Angaben über das Ver- gemeinen tritt die Cholera in den letzten Tagen nicht die Gegend aufzeichnete. Er wurde als Spion verhaftet. aber täglich erfolgen doch doch Meldungen Serajewo, 24. Ottober. Heute früh 6 Uhr 10 Minuten hältniß der Gehilfen zu den Lehrlingen in Schlesien erwähnt, stärker auf, fand in Plevlje und Pripolje in der Richtung von Nordwest wo auf 64 pCt. Gehilfen 36 pCt. Lehrlinge fommen; im Reiche von Erkrankungen aus den verschiedensten Stadttheilen. stellen sich diese Zahlen auf 71 pet. und 29 pCt. Die Angestellten Stettin, 21. Oktober. Seit dem 23. September, dem Tage des nach Südost ein fünfzehn Sekunden dauerndes Erdbeben statt, bejahten die Frage, ob die gegenwärtige Arbeitszeit nachtheilig Ausbruchs der Cholera, find bis einschließlich heute 38 Personen welches von Getöse begleitet war. auf das Familienlieben einwirte, sprachen sich aber dahin aus, der Epidemie erlegen.- Königsberg, 22. Oktober. Bei daß eine Fenstellung, ob die jetzige Arbeitszeit auch der Gesund Schmalleningten ist ein Flößer an Cholera, in Danzig ein heit nachtheilig sei, nur mit Hilfe der Krankenkassen sich bewirken Weichselschiffer unter choleraverdächtigen Erscheinungen gestorben. - Rom, 23. Oktober. In den letzten Tagen sind in Livorno laffe. Die Ladenzeit soll auf 12 Stunden, die Arbeitszeit auf 10% Stunden festgesezt werden. Ausnahmen sollen vor den 2 Todesfälle an Cholera vorgekommen, in Palermo 12 Erdrei großen Kirchenfesten und zur Inventur eintreten. Mittags- frankungen und 7 Todesfälle. Hier sind 2 verdächtige Erpause foll 11/2 Stunden sein, und als Kündigungsfrist wird eine frankungen gemeldet worden. Frist von anderthalb Monaten für wünschenswerth bezeichnet. Unfallversicherung der Köhlereibetriebe. Das ReichsBersicherungsamt hat auf grund des§ 1 Abs. 6 des landwirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gesetzes unter dem 29. August cr. beschlossen, daß die Verkohlung von Holz in Meilern, soweit sie innerhalb der Waldungen ausgeführt wird, im Sinne des landvor Hamburg, 24. Oktober. Gustav Maurice, Direktor des Thalia- Theaters, ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Durch das Haberfeldtreiben kommt auch der Münchener Magistrat in Mitleidenschaft. Er muß, da er in Valley Grundbesitz hat, Nachtwachdienst stellen. Geschieht ihm gerade recht. Wie verlautet, soll jede Nacht ein anderer Herr Rath in Schiff hut und Degen losziehen, d. h. wenn's a Schneid' ham! Mechanische Weberei F. M. Merkel, Charlottenburg, Berlinerstraße 126. Eigene Fabrik von Kleiderstoffen aller Art. Grosses Lager in Herbst- und Winter- Neuheiten, Fabrik- Niederlage von Teppichen, Gardinen und Tischdecken. Budapest, 24. Oktober. An die österreichische Regierung ergeht seitens des Regierungsorgans die Aufforderung, mit den Parteien eine Verständigung zu bewirken, da andernfalls durch die Auflösung des Reichsrathes allgemeine Wirren unausbleiblich feien. " Briefkaffen der Redaktion. An die Gewerkschaftsvorstände 2c. In legter Zeit geben uns wieder öfters Mittheilungen zu, die nicht mit dem Stempel der Gewerkschaften versehen sind. Da uns häufig die Personen unbekannt sind, können wir dann nicht beurtheilen, ob es sich um offizielle oder private Mittheilungen handelt, wodurch häufig unliebsame Verzögerungen entstehen. Sozialistenmarsch( Schönebeck). 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Mittwoch. den 25. Oktober 1893. 10. Jahrg. einem ftets anwachsenden Haufen belagert geblieben. Auf interveniren, so muß sie für die Einen oder für die Andem Festlande hätte das wahrscheinlich schon genügt, die deren entscheiden, und dazu hat sie das Herz nicht. Masse mit Gewalt auseinander zu treiben und eventuell So kann sich der Streit doch noch länger hinziehen, scharf zu feuern, aber bis dahin ist der Vorgang in Feather- als man geglaubt. Allzuviel ist indeß auf die prahlerische stone wenig unterschieden von dem, was sich auf anderen Erklärung der Großhanse unter den Kohlenmagnaten, die Der Kampf der verbündeten Kohlengrubenbefizer gegen Gruben im Ausstandsrevier zugetragen. Von solchen Vor- Gruben eventuell bis Neujahr und noch länger außer Be die Föderation der Kohlenarbeiter zieht sich bedenklich in kommnissen macht man hier kein übermäßiges Auf- trieb zu lassen, nicht zu geben. Solche Erklärungen sind die Länge. Wohl hat in den Reihen der Ersteren die sehen, sondern sucht die Sache in der Stille beizulegen. schon wiederholt am Vorabend vollendeter Niederlagen hinausDesertion bereits eingesetzt; in einigen Grafschaften, deren So hat man denn auch nirgends gewagt, mit von Aus- posaunt worden. Tag für Tag bröckeln einzelne UnterFörderung sich allerdings mit der der Zentren des Kampfes wärts herbeigeholten Arbeitern den Betrieb aufzunehmen, nehmer vom Verbande ab. Eine Weile mögen das die Lancashire, Yorkshire und Derbyshire nicht messen weil das unfehlbar zu einem blutigen Zusammenstoße ge- Großen noch mitansehen können dank der schrecklichen fann, wird wieder flott gearbeitet, in der letztgenannten führt hätte. Und wie schon die Schüsse in Featherstone- Verluste", mit denen sie angeblich in der letzten Zeit geGrafschaft ist ein erheblicher Theil, in Yorkshire und Lanca- die doch erst Abends um 9 Uhr erfolgten, nachdem stunden- arbeitet. Aber wenn's nicht nachläßt, so stürzt in einem shire wenigstens eine Minderheit von Gruben wieder in lang vorher das Werk und die dasselbe besetzt haltenden schönen Moment der ganze Bau zusammen, und unter den Betrieb, aber zwei Drittel der Belegschaft des Föderations- Beamten und Soldaten mit Steinen bombardirt, die Holz- Großen bricht die Deroute ein. Das ist das wahrscheingebiets sind doch noch immer im Ausstand. Die Großen lager, Schuppen, Wagen 2c. in Brand gesetzt worden scheinliche und auch das wünschenswerthe Ende dieses Ausunter den Kohlengrubenbesitzern, die treibenden Geister des von der Arbeiterschaft des ganzen Landes mit einhelligem standes. Besiterverbandes, halten an der Forderung seiner wesent Protest aufgenommen wurden, unter dessen Druck die Relichen Herabsehung der Löhne fest und schwören Stein und gierung sich genöthigt sah, eine genaue Untersuchung darBein, lieber ihre Gruben ganz zu schließen, als in die Fort- über zu veranstalten, ob auch wirklich die Tumultuanten zahlung der alten Löhne zu willigen. Menschenleben bedroht, und keine anderen Möglichkeiten Aber ebenso fest wie die Herren halten die Arbeiter gegeben waren, die Ruhe wiederherzustellen, so würden an ihrer Erklärung fest, in teine Reduktion der bisherigen Flintenschüsse gegen ausständige Bergarbeiter, um die Löhne zu willigen, und ungleich den Meistern, haben sie Arbeit von Blacklegs zu beschützen, einen wahren Sturm im noch keine Deserteure in ihren Reihen zu verzeichnen. Troß- Lande erregen, gegen den die Entrüstung über Featherdem die größte Noth bereits bei ihnen eingekehrt ist, legen stone gering zu nennen wäre. Das weiß die Redie Arbeiter in den Föderationsdistrikten, sowohl diejenigen, gierung und wissen die Kohlenmagnaten, und ebenso die Mitglieder der Föderation find, als die ihr nicht an- wissen daß das Einstellen von herbeigeholten gehören, eine Ausdauer im Widerstand an den Tag, die Arbeitern von den Ausständigen mit Tumult und Zer wahrhaft bewundernswerth genannt werden muß und einen störungen beantwortet werden würde. Die Unternehmer Sieg auf der ganzen Linie zu erhoffen berechtigt. Zur Zeit beschränken ihre Versuche, den Widerstand der Arbeiter zu wäre es ja verfrüht, zu sagen, daß die Arbeiter schon ge- durchbrechen, darauf, daß sie ihren Belegschaften anbieten, siegt hätten; sie sind nur erst auf dem Wege dazu sie mit geringeren Lohnreduktionen den Betrieb aufnehmen zu haben nur erst einen Theil der gegnerischen Positionen ge- wollen, fie suchen sie zu verlocken, aber drohen ihnen nicht, nommen, sie sind im Vorrücken, aber noch nicht am Ziel. sie zu verdrängen.*) Hinzu kommt freilich, daß die dreimalhunderttausend Bergarbeiter zugleich eine politische Macht sind. Mit kleineren Gruppen von Arbeitern macht man schon weniger Federlesen. Aber der Polizei- und Militärstaat wird doch auch da nicht erreicht. Versammlungen. Eine Volksversammlung, einberufen von der Arbeiter Sanitätskommiffion, nahm am 23. Ottober den ersten Jahres bericht derselben entgegen und beschäftigte sich des Weiteren mit dem Boytott der Charitee. In der Versammlung, zu der die Vorstände und Mitglieder der Krankenkassen ganz be sonders geladen waren, hatten sich viele Damen und auch eine den Bericht gab, erläuterte zunächst die Entstehungsgeschichte der Anzahl Aerzte eingefunden. Der Vorsitzende Dr. Zadet, der Berliner Arbeiter- Sanitätskommission. Der Opferwilligkeit der Arbeiter allein ist es zu danken, daß die Kommission das leisten fonnte, was sie geleistet hat. Die Einnahmen, worunter sich größere Summen von Wahlvereinen, Gewerkschaften, dem Sängerbund 2c. befinden, beliefen sich auf 1005,75 m., die Ausgaben betrugen 653,10 M., wovon 365,85 M. als Besoldung respektive Siegen sie, so haben sie formell eigentlich nur wenig Entschädigung an die Kontrolleure zur Auszahlung gelangten. erreicht; sie haben einen Lohnsah aufrecht erhalten, den sie Der Ueberschuß betrug bei der Revision 352,65 M. Der Bestand hat sich jedoch durch weitere Zuwendungen bereits wieder bein herben Kämpfen errungen, und der, wie sich jetzt herausstellt, deutend vermehrt. Eingegangen waren im Laufe des vorigen ihnen noch immer nur eine sehr bescheidene Existenz erJahres 680 Meldungen, zur Hälfte von Mitgliedern der Kommöglicht. Und sie haben ihn aufrechterhalten, indem sie sich mission und Kontrolleuren, sowie aus dem Publikum. Jeder und die Ihrigen durch lange Wochen hindurchgehungert. Während also die Arbeiter in der Lage sind, sich ganz Eingang sei durch zwei Kontrolleure gewissenhaft geprüft Aber es steckt mehr in dem jetzigen Kampf als nur die anders zur Wehr setzen zu können als ihre Kameraden worden; troß Drohungen und widersprechenden Berichtigungen bloße Lohnfrage. Der Sieg wird die Position des Unter- auf dem Festlande, wird ihnen ihnen auf der andern der davon Betroffenen ist in keinem einzigen Falle eine Klage an nehmerthums bis in die Grundfesten erschüttern machen. Seite auch aus den Kreisen des Publikums in viel hängig gemacht worden. Die Schwierigkeit der Kontrolle er helle Hier ist ein Ausstand, provozirt, wie fast alle großen Aus- höherem Grade Hilfe zu Theil als z. B. in Deutschland. beitern ausgeführt wurde, die am Tage schwer arbeiten mußten aus dem Umstand, daß sie freiwillig und unentgeltlich von Nrstände der letzten Zeit, von den Unternehmern, provozirt Es ist ja auch bei uns hier und da vorgekommen, daß in und dieselbe daher nur nach Feierabend oder des Sonntags vors zu einer von ihnen auserlesenen, zut der ihnen bürgerlichen Blättern für Streifende Geldsammlungen ver- nehmen konnten. Gin immerwährender Wechsel des Personals günstigsten Zeit, und dieser Ausstand, ausgedehnt auf anstaltet wurden, aber wie kläglich war gewöhnlich das wirft gleichfalls nicht zum Vortheil der Einrichtung, deshalb ein Gebiet von bisher unerhörter Weite- man denke, Resultat. Hier wird in dieser Hinsicht wirklich Außer habe die Kommission in ihrer letzten Sigung den Beschluß gea gegen dreimalhunderttausend Arbeiter mit ihren Familien ordentliches geleistet. Gewiß spielen da nicht immer ganz faßt, so weit es die Mittel gestatten, befoldete Kontrolleure, als sehr willkommen sind, anzustellen, wurden durch ihn betroffen beendet, nicht durch Unter- uneigennützige Motive mit. Die Blätter, die die Sache der welche auch Damen und diese mit Legitimationskarten auszustatten. Die werfung der von der Hungerpeitsche zurückgetriebenen Ar- Ausständigen aufgenommen haben, verbinden Damit zweite Schwierigkeit, die sich der Kommission entgegenstellte, beiter, nicht durch einen Kompromiß, der den Meistern, sei Reklamezwecke, die Politiker, die sich an den Sammlungen war die Bearbeitung des eingesandten Mate= es auch nur den Schein eines moralischen Erfolges gewährt, betheiligen, thun es meist aus Rücksicht auf ihre Wähler, rials. In vielen Fällen wurde nach Prüfung der Beschwerden sondern durch bedingungslosen Verzicht auf ihre Forderung, und die Geistlichen, die sich an die Spize der Hilfsvereine beim Hauswirth Abstellung der Mißstände erzielt; wo sich die das kann nicht anders als sich auch fürderhin bei allen für die Frauen und Kinder der Ausständigen gestellt, haben felben aber halsstarrig zeigten, wurden sie der Oeffentlichkeit Konflikten, bei allen Verhandlungen zwischen Unternehmer- bei diesem„ chriftlichen" Werk sicher auch die Zwecke ihrer preisgegeben. Im ganzen sind im Vorwärts" 40 derartige Verschaft und Arbeiterschaft weiterwirkend fühlbar machen. resp. Kirchen im Auge. Indeß es handelt sich nicht nur öffentlichungen erfolgt, und hatte die Kommission die Genug Neben sonstigen Rücksichten ist die Furcht vor dieser Unter- darum, daß etwas geschieht, sondern auch wie und in thuung, daß die Behörden nachforschen ließen und Remedur schafften. grabung ihres Ginflusses der Hauptgrund, der die Größten welchem Umfange es geschieht. Und da ist es keineswegs wolle man sich mit diesen Erfolgen brüsten, doch sollen sie jeden zur Nacheiferung anspornen. Für aufgeklärte Der Großen unter den Kohlengruben- Besitzern zum ver- wirklich hochinteressant, Sammellisten in der Arbeiter enthalten dieselben ein Agitationsmaterial, wie man es zweifelten Festhalten an ihrer, durch den Stand des Kohlen- Bresse zu studiren. Beiträge von 20, 50, ja 100 Pfund sich kaum besser denken kann. Wir haben zu zeigen, wie die marktes nicht mehr zu vertheidigenden Forderung antreibt. Sterling kommen fast täglich vor, dann liest man Dinge in der heutigen Gesellschaft liegen und wie leicht sich bei Wenn die Absicht, die Macht der Bergarbeiter- Föderation häufig: Opferstock der und der Kirche", oder„ Gesammelt einem vernunftgemäßen Wirthschaftssystem alle diese Uebelstände zu brechen, anfangs nur einer der Zwecke ihres Vorgehens nach der Predigt des Reverend So und so", Gesammelt in beseitigen ließen. Der Redner besprach sodann die seitens der Romwar, so ist er jetzt der vornehmste, der den Ausschlag der Sonntagsschule"( die Sonntagsschulen sind ebenfalls mission vorgenommene Untersuchung der Arbeiter wohgebende Zweck geworden. religiöse Institutionen), oder auch„ Gesammelt in der und nungen in der Sorauerstraße, über welche Dr. Braun Wenn die Arbeiterföderation siegreich bleibt, so dankt der Knaben- oder Mädchenschule", und selbst Gesammelt des Vorwärts" resp. bei allen Rolporteuren erhältlich sei, ind eine Broschüre geschrieben habe, die für 35 Pfennig im Verlag fie dies indeß nicht nur der Vortrefflichkeit ihrer vom Bürgermeister dieser oder jener Stadt". Mitglieder weiter die gleichfalls von der Kommission vorgenommene Organisation und dem ausgezeichneten Geist ihrer Mit- aller Gesellschaftsklassen, aller politischen und religiösen Bäder Enquete, über welche bekanntlich selbst der Steilglieder und der sonstigen mit in den Ausstand gezogenen Bekenntnisse, aller Altersklassen bethätigen sich an den vertreter des Polizeipräsidenten, Herr Friedheim, sich an Arbeiterschaft. Es kommen ihnen noch zwei Umstände Sammlungen, und in den Ausstandsdistrikten selbst sind erkennend aussprechen und den königl. Revier Sanitätszu gute, in bezug auf welche selbst bei der besten Dr Silfsstationen eingerichtet, als handele es sich nicht um tommissionen als Muster empfehlen mußte. Es soll versucht ganisation und dem trefflichsten Geiste die Arbeiter des Fest- einen Kampf zwischen Rapital und Arbeit, sondern um den werden, für diese offiziellen Sanitätstommiffionen geeignete landes ihnen gegenüber im Nachtheil sein würden. Rampf gegen ein nationales Unglück, einen Krieg, eine Best Arbeiter als Mitglieder in Vorschlag zu bringen. Dr. Babet Der eine ist, daß England fein Militär- und Polizei- oder dergleichen. Wir wollen uns nicht in den Streit sprach allen Mitarbeitern den Dank für ihre selbstlose Aufopferung aus und ermunterte fie, in gleicher Weise auch in staat ist und die organisirten Arbeiter infolge dessen eine selbst einmischen, wir wollen nur nicht, daß er durch den fernerer Zeit sich in den Dienst dieser guten Sache zu stellen. unendlich größere Möglichkeit haben, ihre Stimme geltend Hunger von Kindern und Frauen entschieden wird", ist im nächsten Jahr werde sich die Kommission eine Untersuchung zu machen als zur Zeit auf dem Festlande. Ich meine oft die Motivirung, unter der Hilfe gewährt wird. der Massenherbergen, der sog. Pennen und christlichen Heimdarunter nicht Reden und Beschlüsse in Versammlungen, Bei dem Einen vielleicht mehr Ausrede, um es nicht stätten und Vereinshäuser, sowie der Werkstuben und Fabriken mit Aufrufe in der Presse und dergleichen. Das ist ja mehr mit den Kapitalisten zu verderben, im Großen und Ganzen gesundheitsschädlichem Betriebe angelegen fein laffen. Hierbei werde oder minder auf dem Festlande auch gegeben. Aber mit aber doch der Ausdruck weiter Kreise der Bevölkerung. Reden, Aufrufen, Beschlüssen allein wird ein Kampf wie man hält für nicht fair", nicht recht und billig, daß die dieser nicht ausgefochten, da bedarf es- man mag darüber Bergarbeiter, weil ihre Kinder hungern, zum Nachgeben gezetern wie man will eines stärkeren Druckes, da ist auch zwungen werden sollen. Soweit ist eben das Publikum hier ein größerer oder geringerer 3 wang nothwendig. Die schon erzogen. die " ich nicht nur Material für die statistischen Erhebungen der Gewerkschaftskommission, sondern auch für die Reichskommission gemeinen Wohnungsenquete aufgefordert werden, da sie weit ergeben. Die Stadtverwaltung soll zur Vornahme einer allwirksamere Mittel als wir dazu besitze. Auf die Untersuchung staatlicher und städtischer Institute, wie Gasanstalten, Krankenhäuser, Schulen, Kasernen, Gefängnisse zc. werde man gleichfalls das Augenmerk lenken.( Beifall.) Unternehmer üben ihn dadurch in ihren eigenen Reihen Aber eine Armee von Hunderttausenden mit ihren aus, daß sie einander hohe Konventionalstrafen für Familien zu erhalten, erfordert enorme Mittel, und bei den Fall des Zuwiderhandelns gegen die gefaßten Beschlüsse dem allgemeinen Darniederliegen der Geschäfte geht doch Ohne Widerspruch hielt hierauf Dr. 3 adet auch das Reauferlegen und sich durch Kautionen der Zahlung ver Alles in Allem höchstens soviel ein, um den äußersten ferat, betreffend den Boykott der Charitee, nach dessen fichern. Für die Arbeiter fällt dieses Mittel weg, und Hunger abzuwenden. Es werden denn auch immer mehr Beendigung sich die Distusfion gleichzeitig über beide Punkte wenn es ihnen das Gesetz und dessen Handhabung unmög- Stimmen laut, die außergewöhnliche Maßregeln zu gunsten der Tagesordnung erstreckte. Der Redner führte aus: Die unausgesetzten Beschwerden über Mißhandlungen, vers lich machen, sich anderweitig zu helfen, dann sind sie von der Arbeiter verlangen. Unter anderem ist eine Kund- nachlässigte Pflege, schlechte Ernährung 2c. der in der Charitee vornherein den koalirten Meistern gegenüber im Nachtheil. gebung der Geistlichkeit aller Schattirungen in diesem Sinne Heilung suchenden Kranken haben die Vorstände der Krankenkasse Der Wortlaut des Gesetzes verbietet nun allerdings auch angeregt worden, und von den sektirerischen Verbindungen bisher leider vorübergehen lassen, ohne von der Direktion Abhilfe zu den englischen Arbeitern, durch Gewaltandrohung oder Ge- haben sogar einige schon ziemlich offen in diesem fordern. Niemals sei gegen die Charitee provokatorisch vorgegangen waltausübung andere am arbeiten zu verhindern, aber wie Sinne Stellung genommen. Andere fordern, nachdem worden, nur das, was die Patienten berichteten, sei veröffentlicht anders ist es gehandhabt worden als in ähnlichen Fällen der Vermittelungsversuch der Bürgermeister(" Mayors") worden und für die berechtigten Klagen der Patienten könne auf dem Festlande. Man nehme selbst das Beispiel von von fünf Städten fünf Städten des Nordens gescheitert, eine lediglich die Verwaltung verantwortlich gemacht werden. Den ersten Anlaß zur Beschwerde gab die Behandlung der Kranken Featherstone, das der Regierung und den örtlichen Be- Vermittlungsaktion der Regierung. Aber es ist da nicht in der sogenannten Neuen Charitee. Dort bestehe das wärterhörden so scharfe und von jedem in seiner Art auch ver- viel zu vermitteln. Die Unternehmer bestehen darauf, die personal aus früheren Unteroffizieren, welches der Direktor diente Angriffe zugezogen. Was ist da alles vorausgegangen, Löhne müßten sich nach den Preisen richten, die Arbeiter Spinola deshalb für das geeignete Wartepersonal halte, weil ehe die verhängnißvollen Schüsse fielen! Schon zwei Tage aber sagen: Der jetzt erreichte Status ist ein Minimum, nach seiner Meinung die Mehrzahl der Insassen Zuhälter sind. vorher hatten Arbeiterhaufen die Leute, die für die Kom- unter das wir nicht herabgehen. Will also die Regierung( Pfuirufe.) Gewöhnlich waren die Stationen der Geschlechtsfranken( 26 und 27) übervoll, da alle anderen Krankenhäuser pagnie den abgelagerten Rohlensand auf Wägen verluden, von der Arbeit verjagt, am nächsten Tage verlangte eine*) In Yorkshire haben einige Grubenbesizer Miene gemacht, Geschlechtskranke zurückwiesen. Infolge der schlechten Behand Deputation von Arbeitern vom Leiter der Grube das Versprechen, die Arbeiter, die natürlich jetzt feine Rente zahlen können, aus lung und Pflege verließen die meisten Patienten die Anstalt, den der Grubenverwaltung gehörenden Häusern zu ermittiren. sobald sie dazu irgendwie in der Lage waren, das heißt also, zunächst für einige Tage das Aufladen des Kohlensandes ganz Es scheint ihnen aber die Luft dazu vergangen zu sein. Die bevor sie vollständig geheilt waren. Eine Infizirung weiterer einzustellen, und am Tage des Zusammenstoßes selbst waren Führer der Bergarbeiter von Yorkshire haben offen erklärt, daß Personen konnte dabei naturgemäß nicht ausbleiben. Endlich schon Vormittag Arbeiter und Arbeiterfrauen auf den jedem derartigen Verfuch gewaltsamer Widerstand entgegengefeßt sei es gelungen, daß auch die drei städtischen Krankenhäuser Hof des Kohlenwerkes eingedrungen und hatten die dort werden würde, ob dann Blut fließen werde oder nicht, und die derartige Kranke aufnehmen. Allerdings hätten, wie er gehört stehenden Wagen umgestülpt und ihres Inhalts entledigt, Leute des Nordens find trotz ihrer Frömmigkeit von dem Stoff, habe, die städtischen Behörden beschlossen, solche Krante jetzt nur noch in Moabit aufzunehmen, da nicht genügend„ derartiges und von da ab war den ganzen Tag über das Werk von Wort zu halten. " war und Material" vorhanden wäre, um je eine Station in jedem der 1 1/26 Uhr Nachmittags waren schon gegen 80 Personen versammelt. I zehn Gebote und die besitzende Klasse" seine Ansichten. Nachdem drei Krankenhäuser zu füllen. An den Arbeitern und deren Kein Wunder, daß lange vor Eröffnung der Versammlung der Herr Hoffmann sämmtliche Gebote in ihrem Verhältniß zur Kaffenverwaltungen liege es nun, sich alle drei offen zu halten Saal trotz Entfernung der Tische aus demselben überfüllt und heutigen Gesellschaft und ihren Grundfäßen dargelegt hatte, erund es wird gelingen, wenn der Boykott speziell gegen die Ge- das Lokal polizeilich gesperrt war. Die in der vorhergegangenen griff das Wort Herr Prediger Bührom: Ich erkenne vollschlechtsstation der Charitee aufrecht erhalten wird. Der Redner Versammlung abgebrochene Diskussion wurde fortgesetzt. Als ständig an, daß der Vortragende in der Kritik der befizenden ging dann auf die Behandlung, anfangend bei der Aufnahme, erster Reiner erhielt Genosse Wächter das Wort, welcher Klassen sehr viel Wahres gesagt hat, aber dennoch fann ich nicht alle Stadien bis zur Entlassung der Kranken in der Charitee zunächst eine an ihn von außerhalb ergangene Anfrage dahin einstimmen in den Ton, in dem diese Erörterungen hier geWenn der Herr Vortragende auch behauptet durch und sprach seine Verwunderung aus, daß trotz der über- beantwortete, daß er der Meinung sei, daß in der zufünftigen pflegt werden. einstimmenden wiederholten Beschwerden bis zum heutigen Tage Gesellschaft bezüglich der Kindererziehung auch getheilte Arbeit hat, es fönne ihm nicht nachgesagt werden, daß er die alles beim alten geblieben sei. Er zog dann Vergleiche zwischen dieser am Plaze sein werde. Nicht alle Mütter würden befähigt sein, Bejglosen von allen Sünden freispreche, so muß ich doch Musteranſtalt" und anderen deutschen und englischen Kranken- ihre Kinder richtig zu erziehen. Deshalb würde es wohl am fagen, es giebt in der freien Rede gewisse Imponderabilien häusern, bei denen sowohl, was Verpflegung als auch fanitäre Plaze sein, daß, während die Mutter der ihr zufallenden wirth-( unwägbare Größen), d. h. es weht ein Geist durch diese VorEinrichtung betrifft, der Vergleich sehr zu ungunsten des alten schaftlichen Thätigkeit nachgehe, die Kinder in guten Erzieherhänden träge, der mindestens streift an das Predigen des Klassenhasses Kastens", wie der Redner die Charitee fehr richtig nannte, aus sich befänden. Dafür aber wollten die Sozialdemokraten sorgen, und in ihren Reden hört es sich immer so an, als ob die BeSie sagen, das ganze fiel. Bei der geringen Besoldung des Wärterpersonals- männ- daß Abends, nach Beendigung der Arbeit, das echte rechte Familien- fizenden allein die Sünder wären. liches fängt mit 18, weibliches mit 12 m. monatlichem Gehalt, leben zu seinem Rechte komme. Durch die wirthschaftliche Noth- System ist verwerflich, ich sage aber, es liegt nicht allein am natürlich bei freier Station, an find Unterschleife leicht er: lage oder durch Studium könnten viele zu der Erkenntniß tommen, System, sondern es liegt hauptsächlich an den Menschen und tlärlich. Da übrigens viel zu wenig Wärter vorhanden, so ist daß nur durch eine bestimmte Wirthschaftsordnung beffere Zu namentlich daran, daß der Glaube aus der Welt geschwunden die Aufwartung der Kranken eine mangelhafte. Die Ernährung stände geschaffen werden können. Von diesen Gleichgesinnten ist. Goethe hat gesagt, diejenigen Beiten, in denen der Glaube die fruchtbarsten gewesen, der Kranken, die durch ein Dekret der Direktion unter Hinweis fammle er sich einen Kreis um sich und mache für die politischen geherrscht hat, sind hat dasselbe gesagt. auf ein Reskript des Ministeriums noch mehr Sparsamkeit zu Biele Propaganda. Auf dem Gebiete der Weltanschauung könne der berühmte Engländer Carlyle sind sind auch abhängig von üben, vor einiger Zeit weitere Einschränkung erfuhr, man aber zu anderen Resultaten gelangen. Auch hier sammle Die wirthschaftlichen Systeme ist durchaus ungenügend. Die Aerzte sind bei Ver er sich einen Kreis von Gleichgesinnten und mache für seine den Glaubenssäßen, die in den Köpfen stecken. Ich lege den schreibung stärkender Speisen und Getränke allen mög- Weltanschauung Propaganda. Mit Vogtherr sei er völlig ein- Nachdruck des Kampfes auf die ideale Seite. Der Redner sprach lichen Beschränkungen unterworfen. Einige Stellen aus einem verstanden, soweit das organisirte Staatschristenthum in Frage um zu beweisen, daß Religion Privatsache des Einzelnen fei, Bericht des Dr. Croner veranschaulichte den Zuhörern den komme. Wenn derfelbe aber behaupte, daß der Sozialismus von einer Leiter. So lange die Leiter auf meinem Hofe liegt, Unterschied unserer und englischer Krankenhäuser. Die Aus- unsere Religion" fei, so sei das dessen Privatmeinung. Die hindert sie Niemand, sobald ich aber die Leiter quer über die nugung der Kranken zu Studienzwecken, wobei am Körper des Partei bekämpfe die Religion, soweit sie sich dem wirthschaftlichen Straße lege, meinte der Herr Vortragende, dann hindert sie den Proletariers dem jungen Arzt vordemonstrirt werde, wie er vor- Emanzipationskampfe und der Freiheit der Wissenschaft entgegen: freien Verkehr, dann kommt die Polizei und beseitigt sie. Ich kommenden Falles den Bourgeois zu behandeln habe, scheine der stelle. Falsch sei, zu verlangen, soweit sie sich der Wissenschaft nehme den Vergleich an, aber ich sage, wenn ein Haus brennt Hauptzweck der Charitee zu sein. Wohl sei eine Belehrung der entgegenstelle, denn die Partei als solche tönne nicht ent- oder in Gefahr steht, wo die Leiter liegt, dann ist es nicht mehr Studenten anders kaum möglich, dabei müsse aber eine rücksichts- scheiden, was Wissenschaft iſt. Die meisten der aus der meine Privatsache, die Leiter liegen zu lassen, dann wird So sehe ich die vollere Behandlung, als es jest häufig geschieht, Platz greifen. vorigen Versammlung eingezeichneten Redner waren nicht es meine Pflicht, die Menschen zu retten. Nicht nur Patienten und Wärter klagen, sondern auch die anwesend, einzelne derselben verzichteten auf das Wort. Religion als die Leiter an, die wir anlegen müssen, damit dirigirenden Aerzte. Es fehlt am Nöthigften. Sie sind jedoch Der erste Redner zur Diskussion Bösch, welcher die Menschen nicht untergehen. Ich gebe mich nicht der Hoffmachtlos, als Angestellte tönnen sie nur unterthänigste Wünsche Christenthum und Sozialdemokratie für unvereinbar und der nung hin, daß ich jemand von Ihnen zu meinen Ansichten beaussprechen, aber feine Forderungen stellen. Bei den Versammlung eine Vorlesung über Anarchismus hielt. Ebenso fehre, aber ich bin der Meinung, Sie könnten viel mehr leisten, heutigen Verhältnissen sei das erklärlich, man habe wohl wenig, so schloß Redner, wie ein Anarchist tönne ein Sozialist wenn Sie sich nicht so sehr in Gegensatz zur Religion stellen ungezählte Millionen für Kanonen, Bayonnette u. f. w., ein gläubiger Christ sein. Ebenso wenig fönne die Sozial- würden. Genosse Hoffmann widerlegte die Ausführungen des aber nicht einige Tausende für Zwecke der Linderung demokratie das Volt völlig befreien, denn die Sozialdemokratie menschlichen Elends übrig. Bisher war die Stadt Berlin der schließe Herrschaft in sich. Völlige Befreiung fönne nur der Herrn Pastor Bührow nicht blos mit Thatsachen aus der GegenHauptzahler für die Charitee. Bei einer Gesammteinnahme von Anarchismus bringen. Herr Wendisch vertrat den Stand- wart, sondern griff in das reiche Lager von Aeußerungen, die 1 197 000 Mart habe der Staat im vorigen Jahr nur einen Zu- punkt des echten, wahrhaftigen Christenthums im Gegensatze zu er im Laufe der Zeit von Amtsgenoffen des Herrn Pastor schuß von 201 000 Wart geleistet. Bei den drei städtischen dem sogenannten Christenthum und erregte zeitweise recht große Bührow gesammelt hatte. Alle diese Zitate flangen aus in dem Krankenhäusern, welche eine Einnahme von 466 000 Mart er- Seiterfeit. Pastor emer. Kendziora stellte sich die Aufgabe, Bugeständniß, wie traurig, wie unhaltbar, wie unbefriedigend bielten, zahlte die Kommune einen Zuschuß von 1 137 000 Mart. in längeren Ausführungen darzulegen, daß zwischen Religion, die heutigen Zustände sind. Der Herr Pastor hat hervorgehoben, Das Geheimniß der unerquicklichen Zustände in der Charitee d. h. christlicher Religion und Sozialismus kein Gegensatz bestehe, die Leiter höre auf Privatsache zu sein, wenn das Haus liegt also nur in der Knauferei der staatlichen Behörden. Hier wie zwischen Feuer und Wasser. Die Kirche sei eine menschliche brennt, und es fei unsere Pflicht, aufzubauen und betrage die Verpflegung pro Kopf 1,23 Mart, bei den städtischen Einrichtung und den Zeitverhältnissen unterworfen und sei nicht niederzureißen. Aber das Haus brennt ja gar Krankenhäusern 2,69 bis 8,74 Mart im Durchschnitt. Nach einem nicht zu identifiziren mit Christenthum. An vielen Beispielen nicht, sondern es ist so baufällig, daß es Rückblick auf die Entstehung und geschichtliche Entwickelung der wies Redner nach, daß die christliche Lehre sich in vielen Punkten dem Einsturz nahe ist, da kann vom Aufbauen feine Ein ungeheures Studium Rede mehr sein, sondern man muß das Alte erst beseitigen. Charitee, besonders deren militärischen Charakter betonend, be- mit dem Sozialismus decke. dazu, den Kern der Wahrheit aus handelte Dr. Zadek noch die vollständige Geistes- Unfreiheit der gehöre dem Herr Hoffmann hatte mit seinem Vortrag und seinen Er in derselben befindi chen Patienten betreffs der Beschaffung der heutigen Christenthum heraus zu schälen. In letter widerungen so viel schlagende Gesichtspunkte ins Feld geführt, ihnen geeignet erscheinenden Lektüre( Berbot des Vorwärts") Linie entscheide über das Christenthum die Wissenschaft, daß die Ausführungen vielfach mit lebhaftestem Beifall unterIndessen mußte sich der Vorsigende beund kam zu dem Schluß, die Zustände in der Gharitee seien der besonders die Philosophie. Zunächst gelte es, die wirthschaftliche brochen wurden. artige, daß jeder Arbeiter, der noch auf Ehre halte und nicht Frage zu lösen, die religiöse Frage werde nachdem die Wissen- mühen, die Heiterkeit und den Beifall abzuwehren, weil in wie ein Buhalter behandelt sein wolle, auf eine Aufnahme in schaft zu lösen haben. Grosse sprach als christlicher Arbeiter Rigdorf ein zu lebhafter Beifall leicht als eine Ursache der Gharitee unter allen Umständen verzichten müsse. Im und forderte Gedankenfreibeit. Engler hielt es allerdings mit zur Auflösung der Versammlung benutzt werden könnte.d " Rotheu Hause" werde ebenfalls der Antrag eingebracht werden, dem Standpunkte eines Sozialdemokraten für unvereinbar, der der Charitee feine Kranten mehr zu überweisen. Er empfahl Landeskirche anzugehören, wünschte aber, daß innerhalb der Der Verein Freie Volksbühne" hielt am 10. Oftober die Zusammensetzung einer Kommission aus den Vorständen der Partei Religion Privatsache bleibe. Herr von Egidy ant- feine ordentliche Generalversammlung ab. Der erste Vorsigende, Kaffen, die sich bisher für den Boykott der Charitee erklärt wortete zunächst den Rednern, die ihm in der vorigen Verfamm- Dr. Mehring, berichtete über die Thätigkeit des Vorstandes und haben( ca. 40), damit diese alle Berichte und Beschwerden lung entgegengetreten waren. Bei dieser Gelegenheit entwickelte des Ausschusses. Betreffs der Aufführung der Weber" von sammele und die Agitation für den Boykott der Charitee in derselbe nochmals eingehend seine Theorien. Wenn Vogtherr Gerhart Hauptmann erklärte derselbe, daß der Ausschuß beabimmer weitere Kreise trage. Mit einer Zusammenstellung von sagte, vor dem christlichen Staate habe er verflucht wenig Respekt, sichtige, dieses Schauspiel zur Aufführung zu bringen, jedoch Minimalforderungen werde man fich alsdann an die Verwaltung fo erkläre er, einen„ christlichen" Staat habe es überhaupt noch wäre dies nur unter der Bedingung möglich, daß sich die Mitder Charitee eventuell an den Minister wenden. Treten alle nicht gegeben. Sein Jdeal sei eine christliche Gemeinsamkeit. glieder, in anbetracht der großen Kosten der Ausführung verKaffen dem Boykott bei, dann muß die Charitee in furzer Zeit Sehr unfreundlich sei es, nicht zu glauben, daß auch viele Tausend pflichten, einen Extrazuschuß bis zur Höhe von 50 Biennig pro nachgeben. Bis jetzt habe erst eine Hilfskaffe sich dem Boykott Anderer, außer den Sozialdemokraten, rechtschaffen bemüht seien, Person zu zahlen. Nach dem vom Kassirer Türk gegebenen angeschlossen. Allerdings ließ der Referent teinen Zweifel auf Wandlung und Befferung der heutigen Zustände zu erstreben. Staffenbericht betrug im letzten Quartal die Einnahme 6479,27 M., kommen, daß derartige menschenunwürdige Zustände erst dann An ihren Früchten solle man sie erkennen. Redner ging so die Ausgabe 4486,89 M.; mit einem am 1. Juli vorhandenen auf verschiedene Vorredner des gänzlich beseitigt sein werden, wenn es feine Reichen und Armen dann Abends ein. Bestande von 2377 M. stellte sich also am 1. Oktober der Kaffenmehr gebe, das heißt, wenn wir eine andere, und zwar die von Er unterschied Religion und Konfession und war der bestand auf 4369,38 M. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. uns erstrebte Gesellschaftsform haben werden.- An den mit Meinung, Konfession solle Privatsache bleiben, nimmer Sodann wurde fast einstimmig die Ausführung der Weber" für lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine inter- mehr aber Religion. Frau Reißner sprach gegen das einen der nächsten Monate, sowie die Leistung von 50 Pjennig effante, lebhafte Debatte, die sich bis lange nach Mitternacht hin Christenthum. Herr Dr. Peters, welcher speziell zu dieser Extrazuschuß pro Person für den betreffenden Monat beschlossen. 80g. Mehr als zwölf Redner, zumeist frühere Patienten der Versammlung aus Prenzlau nach Berlin gekommen war, erhielt Zwei vom Mitgliede Laasch gestellte Anträge: a) Neuwahl des Charitee, bestätigten die von Dr. Zadek besprochenen Uebelstände als letzter Redner das Wort. Derselbe betonte, daß von den zweiten Vorsitzenden und des Kassirers, b) die Vereinsarbeiten in vollem Umfange. Dieselben betrafen sämmtliche Nationen; meisten Rednern, namentlich von den Arbeitern, das Christen- des bisherigen Kassirers auf den zweiten Vorsitzenden und den selbst die Beschaffenheit des Leichenkellers wurde in die Diskussion thum mit der organisirten Kirche verwechselt worden sei und Kassirer zu vertheilen und beide für ihre Thätigkeit zu besolden, mit hineingezogen. Die Herren Dr. Schiff und Dr. Becher empfahl Toleranz gegen das ideale Christenthum. Einem früher wurden durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Hierauf fuchten das Vorgebrachte abzufchwächen, wurden aber aufgefordert, gestellten und fast einstimmig angenommenen Antrage entsprechend wurde über die Gründung einer fünften Abtheilung berathen. Die Verhältnisse der Charitee nicht durch eine gefärbte Brille in wurde hierauf die Debatte geschlossen und Genosse Näther be- Türk legte die Nothwendigkeit der Gründung flar, indem er auf Augenschein zu nehmen, sondern den Versuch zu unternehmen, auftragt, zur Fortsetzung derselben eine neue Versammlung ein- die Ueberfüllung sämmtlicher vier Abtheilungen hinwies. Dr. gelegentlich Patienten dieser famosen Heilanstalt" zu werden zuberufen, um zu möglichst völliger Klärung zu gelangen. Diese Mehring äußerte dagegen seine Bedenken. Er ist der Meinung, und persönlich Erfahrungen zu sammeln. Dr. Be cher bestritt Versammlung findet voraussichtlich am fommenden Montage in daß im Interesse der Wirksamkeit des Vereins in bezug auf beispielsweise die allbekannte Thatsache, daß für vermögende demselben Lokale statt. Zur Annahme gelangte noch folgender feinen Zweck der darin besteht, den proletarischen EmanzipationsPersonen in der Charitee Gytrazimmer mit besonderer Ver- von Domfcheit eingebrachter Antrag: Die heutige in den fampf auf tünstlerischem und literarischem Gebiete zu fördern pflegung und Beköstigung existiren. Tischler König verwies auf Germania- Sälen tagende öffentliche Volfsversammlung spricht ihr eine Vergrößerung des Vereins nicht rathsam sei; denn je größer die Hautstation, der er fürzlich wiederholt einen Besuch abgestattet lebhaftes Bedauern darüber aus, daß die Mehrzahl der Partei- derselbe werde, desto weniger könnte er für seine Aufgabe wirken, durch die Gründung einer neuen Abtheilung dem und bemerkt habe, daß in einem Raum von etwa 14 Meter Länge genossen, welche die Entwickelungsstufe des religiösen Bewußt- da Clemente die Thür geöffnet 6 Meter Breite und 3 Meter Höhe 13 Betten stehen. Durch seins bereits überwunden haben, trotzdem einer fonfessionellen Eindringen bürgerlicher auch nur der Form den großen Kachelofen und eine eingebaute Ecke gehe obendrein Glaubensgemeinschaft, wenn nach, werde, die nicht zu haben seien, wenn es gelte, für den Sie erblickt darin ein bewußtes oder noch ein bedeutender Luftraum verloren. In diesem Raum sind angehören. un Verein Opfer zu bringen und mitzuarbeiten, denen aber im Gegen eines unter Männern jeden Alters auch einige Schulknaben unter: bewußtes Unterstüßen der Lebensfähigkeit Systems, theil nur darum zu thun sei, einem Verein anzugehören, der ihnen hemmend jeder freiheitlichen Entwickelung gebracht, auf die die Gespräche der ersteren jedenfalls nicht sehr welches in für wenig Geld Theatervorstellungen bietet. Es entwickelte sich erzieherischen Einfluß haben. Münchow flagte über Ver- den Weg tritt." Nachdem wurde die von wohl mehr als hiernach eine lebhafte Debatte, in der von fast allen Rednern legung des Briefgeheimnisses durch die Verwaltung und über 3000 Personen besuchte Volksversammlung mit brausenden Hochs betont wurde, daß die Zugehörigkeit bürgerlicher Elemente zum Verein für die prinzipielle Haltung desselben ohne Gefahr, dadie Klosetteinrichtungen in der Augenstation. Fuchs be- auf die Sozialdemokratie geschlossen. mängette die Sarglieferung der Chariteeverwaltung, den Leichengegen für erstere im Interesse der Aufklärung derselben von VorTauf und die wenig pietätvolle Behandlung der Todten, die im Für den ersten Kommunal, Wahlbezirk tagte am theil sei. Zur Vorbereitung eines im Winter zu veranstaltenden Leichenteller ohne jede Bekleidung, nur mit einem Zettel an der 23. Oftober eine öffentliche Kommunal- Wählerversammlung, in Künstlerkonzerts wurde eine Kommission gewählt; derselben ge= großen Behe versehen, daliegen. Eufrat führte an, daß man welcher Stadtverordneter Genosse B. Bruhus einen Vortrag hören an die Herren Golbrodt, Greßling und Kahl, Fräulein in der chirurgischen Station die Selbstanschaffung von Krüden über die bevorstehende Stadtverordnetenwahl hielt. Redner gab einen Löchelt und Frau Winkelmann. Unter Verschiedenem äußerten fordere mit der Begründung, die Charitee habe zu deren An- kurzen Ueberblick über die seitens der sozialdemokratischen mehrere Mitglieder ihre Unzufriedenheit über das Verhalten der schaffung fein Geld. Herrmnnn bestätigt, daß Bestrafungen Fraktion im Stadtverordneten Kollegium gestellten Anträge, Lofaltommiffion wegen des Boykotis der Kunstinstitute, wie Nach mittels Entziehung der ohnehin unzulänglichen Kost vorgekommen fritisirte die Motive der freisinnigen Majorität, welche alles, Philharmonie, Konzerthaus und Kroll's Etablissement. sind, weil sich Kranke weigerten, sich im Hörsaal der Klinik als was von unserer Seite fomnt, niederstimmt, beleuchtete besonders einer längeren Debatte hierüber beauftragte die Versammlung Studienobjekt hinzustellen. Es liege an der Arbeiterschaft, mit diesen die Ablehnung der Forderung, statt des in Aussicht genommenen den Vorstand, die Lokalkommission um Einberufung einer öffentUebelständen energisch aufzuräumen. Die Kommission für Zen- Sechstausendmart- Wiüggelsee- Essens die gauzen 7000 Mart unter lichen Volksversammlung, welche über diese Angelegenheit ent tralisation der Krankenkassen werde die Schritte beschleunigen, den Arbeitern, welche bisher an den Wasserwerken gearbeitet scheiden solle, zu ersuchen. Daß die Kaffen bald in den Besitz eines eigenen Krankenhauses haben, zu vertheilen, und erklärte unter allgemeinem Beifall, daß die Färber, Siffsarbeiter, Dekateure, Appreteure gelangen. Gürtler König, Rühl und ich ernig sprachen alle Anträge so oft von neuem zu stellen feien, bis dieselben im Sinne des Referenten. Barnewit, früherer Bärter der Annahme gefunden haben. Genone Täterow geißelte das Berufsgenossen und Berufsgens jinnen hatten sich zum zu den Kommunalwahlen und ersten Wiale, und gleich in stattlicher Zahl, in einer öffentlichen Charitee, fonstatirte gleichfalls, daß in derselben Extra- Zimmer erbärmliche Wahlsystem beständen, Degen gab seine Erlebnisse und Erfahrungen als schloß sich den Ausführungen des Referenten, diefelben ergänzend, Versammlung am 22. Oktober in den Konkordia- Fejtjälen zu um über ihre Lage, wie derselben abzuKontrolleur der Arbeiter- Sanitätsfommission zum Besten, die sowohl an. Er betonte, daß jegliches Sonderinteresse den Interessen der fammengefunden, sie zu organisiren sind, zu berathen. Heiterfeit, als auch zum Theil die Entrüstung der Zuhörer über Allgemeinheit zu weichen babe. Zum Puntt: Kandidatenwahl" helfen und Mit Freuden Einstimmig es ist 310 begrüßen, daß sich auch das Gebahren der Herren Hauspafchas hervorriefen. Nachstehende Sprachen die Genoffen 2uttig und Timm. Resolution gelangte gegen wenige Stimmen zur Annahme: wurde für den 1. Kommunal- Wahlbezirk( und weil Aussicht auf bei diesen mit am schlechtesten gestellten Arbeitern und ArbeiteDie öffentliche Versammlung der Arbeiter- Sanitätstommiffion Erfolg im 3. und 4. Wahlbezirk nicht sei, es sich bei beiden rinnen zu regen beginnt. Die ganze Verhandlung, welche dem erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Dr. 3 adet letteren nur um eine Zählfandidatur handeln könne), der Ge- trefflichen Vortrage des Genossen Faber folgte, über: Warum einverstanden und protestirt energisch gegen die Zustände in der noffe August Täterow als Kandidat für alle drei hier in organisiren sich die Arbeiter?" bewies durchschlagend, daß nur Charitee, insbesondere gegen die Ausnahmestellung der Geschlechts- Betracht kommenden Bezirke gewählt. Nachdem der Vorsitzende eine geschlossene, starte, feste Organisation dem profitwüthigen franken. Sie erklärt es für eine Ehrenpflicht jedes franten Ar- Timm auf die am nächsten Sonntag stattfindende Flugblatt- Unternehmerthum ein energisches Halt zu gebieten im stande sei. beiters, so lange die Charitee zu meiden, bis dieie unwürdigen Wertheilung und die diesbezügliche Bekanntmachung im Vor- Die ausgedehnte Diskussion entroute ein ergreifendes, schauriges Zustände beseitigt sind. Die Versammlung ersucht diejenigen wärts", sowie auf die in den nächsten Tagen zur Vertheilung Bild von brutaler Rüdüchtslosigkeit eines organisirten UnterKrantentassen, welche sich dem Boykott der Charitee angeschlossen gelangenden Saminellisten aufmerksam gemacht hatte, schloß er nehmernehmerthums gegenüber einer gänzlich unorganisirten Daher auch der laute und bringende haben, eine Kommission zur schleunigen Berfolgung der An- die Versammlung mit der Hoffnung, daß der emsigen Agita- Arbeitermasse. tion eine fiegreiche Wahl folgen werde. Ruf, der allen Ausführungen sämmtlicher Redner gelegenheit zu bilden." heraustönte: halten wir zusammen, organisiren wir uns! Ju die ausgelegten Listen zeichneten sich 32 Personen als Der Kollege Fiedler führte an, daß Arbeitern, welche bis zu Kontrolleure der Kommission ein. ihrem Eintritt in die Ferienkolonie 21 M. Wochenlohn erhielten, nach Rückkehr aus derselben 18 M. gegeben würden; Kollege = Eine fehr gut besuchte Volksverfammfnug für Männer und Frauen fand am vergangenen Sonntag in Die Volksversammlung, welche am 17. d. M. in den Rirdorf statt, wo Genosse Soffmann feinen Vortrag über die Germania- Sälen tagte, fand am 23, d. M. in demselben Lokale zehn Gebote hielt, zu den er Herrn Prediger Bührow wegen ihre Fortsetzung. Ter Besuch dieser Versammlung überwog noch eines Artikels in der„ Nigdorfer Zeitung" eingeladen hatte. Herr bei weitem denjenigen der ersten Versammlung. Bereits um Hoffmann entwickelte auf grund seiner bekannten Broschüre Die aus enkel, daß in verschiedenen Buben von früh bis Mittag ohne Frühstückpause gearbeitet werden muß, also das Brot in den dampfgejüüten Räumen bei der Arbeit gegessen wird, daß, wenn die Arbeit . die drängt, die Mittagspause verkürzt, und auch Abends über Feier. Doktor Wettstein- Adelt sich extra in einem der bürgerlichen Frau zuerst in die Fabrik und dann in die Hausindustrie ges abend gearbeitet wird, diefes alles für 13,50 M. Der Kollege Frauenvereine Deutschlands habe als Mitglied aufnehmen laffen, drängt werde, daß der Unternehmer die rechtlose Stellung der Krann weiß von äußerst schlechten Behandlungen zu be- um den Antrag stellen zu können, Sozialdemokratinnen dürften Frau ausnüßt und in ihr die Konkurrentin des Mannes großrichten, von Schimpfworten wie Schweinehunde, Ochsen u. s. m. nicht Mitglieder werden. Rednerin forderte dann noch die zieht, ferner wies Redner darauf hin, wie nothwendig es ist, bei 12 stündiger Arbeitszeit und 12 M. Lohn. In schlechten Zeiten Frauen und Mädchen auf, sich auch an den Kommunalwähler- daß die Frau im Gewerbegericht mit thätig sei, er erklärte es erhalten die ältesten Arbeiter 6-9 M. Die jüngst angestellten Versammlungen zu betheiligen. G3 gebe da so viel zu reden, für die Pflicht aller Genoffinnen und Genossen, dafür zu agitiren, fliegen gänzlich hinaus. Ferner wurde berichtet, der Unternehmer- was speziell die Weiber angehe. Gerade da könne z. B. die daß gerade die Organisation der Frauen energischer betrieben ring stehe bezüglich der Fabrikordnung auf dem Standpunkt Schaffung unentgeltlich benutzbarer Bedürfnißanstalten für Frauen werde, daß dieselben an allen Orten aufgeklärt werden, seines Mitgliedes Steinthal: Je mehr Strafparagraphen, je angeregt werden. Es sei eine Schande, daß solche nicht in der damit dieselben endlich verstehen lernen für ihr Recht besser ist es für uns." Die Arbeiter bei Steinthal und Kohn Weltstadt Berlin, oder doch fast nicht beständen. Die, welche zu kämpfen. Redner führte dann noch an, daß tönnen nicht mehr verdienen, wie wöchentlich 8 bis vorhanden sind, seien auch danach. Ein wahres Kunststück wäre Frau auch politisch rechtlos sei und die Frauen darauf hin 10 Mart. Solche Mißstände förderte die Diskussion eine ganze es, zunächst in dieselben hineinzukommen; jede Kunstfertigkeit arbeiten müssen, daß, wenn sie mit dem Mann gleiche Pflichten, Blüthenleese zu tage, an derselben betheiligten sich bis zum an- übersteige es aber, sie ihrem Zwecke gemäß zu benußen.( Biel auch gleiche Rechte haben müssen. In der Diskussion sprachen genommenen Schlußantrage die Kollegen: Arndt, Stiehler, fache Zustimmungsrufe aus der Versammlung.) Mit einem Hoch Frau Lange, Frau Leuschner und Frau Almacher. Es wurde Büchler, Schüler, Bindig, Riediger, Benyty, auf die Sozialdemokratie schloß die Versammlung. von denselben hervorgehoben, daß die Männer vielfach die Golassat, Braun, Braun, Pohl, Gohlte; etwa acht Frauen zurück halten, die Versammlungen zu besuchen. Frau bis neun Redner, laut Rednerliste, hatten Aehnliches Die Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen hielten am Wengel's trat dem energisch entgegen und betonte, daß nicht die vorzubringen. Verschiedentlich wurde der Kastengeist der Färber 23. Oftober eine öffentliche Versammlung ab, in der Kollege Männer die Schuld tragen, sondern dies der Interessenlosigkeit im allgemeinen und besonders der Spindlersfelder stark gerügt. Thal über die Thätigkeit der früheren 1891 gewählten der Frau zuzuschreiben ist; dann sprach dieselbe noch über die Hauptsächlich wurde letteren zum Vorwurf gemacht, daß sie sich Agitationskommission berichtete. Aus dem vorgetragenen Kaffen- Lage der Weber in Schlesien. Zum Schluß wurde bekannt gefurz vor den behördlicherseits gestellten Termin so ganz wider bericht sei erwähnt, daß die Einnahme 260,06 M. und die Aus- macht, daß die nächste Vereinsversammlung am 8. November standslos eine durchaus einseitige Fabrikordnung aufottroiren gabe 248,61 M. betragen hat, also ein Bestand von 11,45 m. ge- stattfindet und endlich wurde auf das Stiftungsfest des Vereins ließen, deren Kuren verschiedene Redner zum Schaden blieben ist, dem freilich noch eine Schuld von 24,80 M. gegen hingewiesen, welches am 18. November stattfindet. und Nachtheil am eigenen Leibe erfahren hatten. Nach dem übersteht. Die Versammlung wählte nach kurzer Diskussion drei nochmals aufrüttelnden Schlußwort Faber's nahm man fol- Kollegen zur Prüfung der Abrechnung und beschloß dann, nach- Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und gende Resolution an: dem Thal über die Errichtung und die rege Benutzung des Aus- auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Die heutige Versammlung beschließt, eine Organisation der kunftsbureaus der Gewerkschafts- Kommission berichtet hatte, die Arbeiterinnen( Filiale Rixdorf) hielt am 17. Oft. Färber, Berufsgenossen und Bernisgenoffinnen zu gründen, um Färber, Berufsgenossen und Bernisgenossinnen zu gründen, um Sorge für die Aufbringung des auf die Hilfsarbeiter entfallenden die sechste Verbandsversammlung ab. Kollege Kobold referirte eine Verschlechterung der Lebenshaltung der in den Färbereien Kostentheils dem Delegirten zu jener Kommission zu überlassen. über das Gewerbegericht und theilte den Kollegen mit, daß sich eine Verschlechterung der Lebenshaltung der in den Färbereien Sierauf hörte die Versammlung an stelle des Vortrags des am ein Auskunftsbureau für Arbeitnehmer in der Rosenstr. 21, 1 r., und verwandten Berufen beschäftigten Arbeiter und Arbeite: rinnen zu verhindern, und um Aufklärung und Wissen über die Erscheinen gehinderten Genossen Th. von Wächter ein inter- befindet, an das die Arbeitnehmer sich in Fällen von Klagen Klaffenlage der Arbeiter unter den Mitgliedern zu verbreiten." essantes Referat des Kollegen Thal über Geschichtsfälschung an. gegen die Arbeitgeber vertrauensvoll wenden können. Hiernach wählte man zur Statutenberathung eine fünfEin Branchenversammlung der Rohrleger und Ge- Der Verband der Möbelpolirer für Berlin und Umgliedrige Kommission bestehend aus den Kollegen Gloß, hilfen tagte Sonntag, den 15. Oftober, in Boly' Festsälen. gegend hielt am 16. Oktober seine Generalversammlung ab. Stieler, Riebe, Menzel und Schulz. Die Genosse Dr. Paul Bernstein referirte in derselben über Berufs- Vor Eintritt in die Verhandlungen ehrte die Versammlung das ebenfalls ausgedehnte Diskussion über Verschiedenes förderte frankheiten im Rohrlegergewerbe". Derselbe führte den Kollegen Andenken der verstorbenen Kollegen Streckler und Gerke in der gleichfalls schändliche Mißstände zu Tage, von denen einige die Entstehung des Typhus, der Cholera, Bleikolik und der üblichen Weise. Der vom Kassirer gebrachte Kassenbericht für hervorzuheben sich verlohnt. Die Zustände bei Barnewiß: Den rheumatischen Leiden vor Augen, diesen Krankheiten feien die das 3. Quartal 1893 ergab intl. des Bestandes vom 2. Quartal Sunden dieses Unternehmers wird Schabefleisch verabsolgt, die Berufskollegen am meisten ausgefeßt, auch zeigte der Referent, eine Einnahme von 284,90 m. und eine Ausgabe von 212,08 M., Arbeiter haben kaum das trockene Brot. Legterem abzu- in welcher Weise dieselben zu heilen seien. Betreffs der Blei so daß ein Bestand von 72,82 m. verbleibt. Die Einnahme der helfen errangen sich dieselben einen wöchentlichen Lohn- folik wurde den Kollegen angerathen, sich vor jeder einzunehmenden Fachkommission betrug 75,32 M., die Ausgabe 12,45 M., mithin zuschlag von 1,50 M. und Verkürzung der Arbeitszeit um eine mahlzeit gründlich die Hände und Fingernägel zu reinigen, wenn ist ein Bestand von 62,87 M. vorhanden. Der Bericht des Arhalbe Stunde, aber ste mußten jetzt in fünf Tagen daffelbe möglich mit warmem Wasser, nur dadurch sei es möglich, die beitsnachweises ergab zusammen 312 abgegebene Adressen und Arbeitspensum schaffen, wie vordem in sechs Tagen. Unter giftigen Bestandtheile des Bleies aus dem Körper fernzuhalten, 295 als arbeitslos eingetragene Kollegen. Von diesen 312 Stellen nehmer: Hetscheck hat den Wochenlohn von 15 M. auf 12 M. auch wurde empfohlen, bei flüssigem Blei sich möglichst vor Ein- konnten jedoch nur 191 besetzt werden. herabgefeht. Kalläne u. Meiling veranlaßten Urbeiter, denen athmen der sich entwickelnden Dämpfe zu hüten. Der Vortrag bisher 20 M. Wochenlohn gezahlt wurde, in Atford zu wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen und vom Referenten arbeiten, dieser war so niedrig berechnet, daß nur 16 M. ver in der Diskussion verschiedene Fragen beantwortet. Zu Verdient werden konnten; jene Unternehmer aber erklärten den Ar- bands- Angelegenheiten wurde auf§ 4 des Statuts auf beitern unumwunden: sehen Sie, die ganzen Jahre haben merkiam gemacht und den Mitgliedern empfohlen, bei etwa in Sie uns so viel Geld aus der Tasche gestohlen!" Aussicht stehenden oder vorkommenden Differenzen mit dem Es tam hier vor, daß in schlechten Zeiten auch nur 3,90 m. Unternehmerthum, diesen Paragraph auszuführen. Kollege Becker verdient werden konnte. Solche und ähnliche Mißstände wurden machte auf die am 24. Oktober, Alte Jakobstraße 75, stattfindende noch in großer Zahl zur Sprache gebracht, so über die Färbereien in öffentliche Versammlung der Rohrleger aufmerksam und ersuchte der Köpnickerstraße, in der Mühlenstraße, aus der Färberei Post: um rege Agitation für Besuch derselben. Beschlossen wurde, die straße 13. Der Verlesung der rigorosen Arbeitsordnung bei Morgensprache nach wie vor bei Radtke, Krautsstr. 48, ToltsKuhnert wurde entgegnet, fie sei unbedeutend gegenüber der dorf, Görlitzerstr. 58, und Schayer, Brunnen- und Rheinsberger jenigen bei Matterne. Bis zu später Nachmittagstunde straßen- Ecke, des Sonntags stattfinden zu lassen. Gerügt wurde zog fich unter diesen Erörterungen die Versammlung noch das Fernbleiben des Branchenbeisigers in dieser Versammlung. hin und hatte zum Schluffe das erfreuliche Resultat aufzuweisen, daß sich über 150 Kollegen und Kolleginnen als Mitglieder dieser zu gründenden Organisation leingeschrieben hatten. " Sodann wurden folgende Vorstandsmitglieder: Robert Weber als erster Vorsitzender, Hermann Kurze als zweiter Schriftführer und Richard Neumann als zweiter Raffirer wiedergewählt. In die Fachkommission wurden wieder- bezw. neugewählt die Kollegen: Kurth, Frohmann, Hermann Kluge, Hennig und Franz Müller, und zu Beitragssammlern 1. für Zahlstelle A: Herzer, 2. für Bahlstelle B: Jahn und 3. für Zahlitelle C: Sydner. Die Abrechnung vom Sommerfest ergab einen Ueberschuß von 112,80 M., wovon 50 M. der Bibliothek, 20 M. dem Ber trauensmann der Möbelpolirer, 10 M. der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands und 10 M. der HolzarbeiterBeitung" für Inserate überwiesen werden sollen, während der Rest in die Unterstützungskaffe, fließt. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. " Der Agitationsklub für den Osten Berlins hatte am 22. Oftober eine öffentliche Versammlung für Männer und Friedrichsfelde. Der Arbeiter- Bildungsverein hielt am Frauen Fruchtstr. 36a einberufen. Auf der Tagesordnung stand 19. Oktober seine regelmäßige Versammlung ab, in der Dr. Joel ein Vortrag des Genossen Th. Wächter über die Familie und einen wissenschaftlichen Vortrag über Chemie des alltäglichen Der Verband deutscher Korbmacher, Filiale Berlin, die Sozialdemokratie. Der Redner führte in einem sehr inter- Lebens hielt, in welchem der Referent die Zersetzungsprozesse, hielt am 16. Oftober seine Monatsversammlung ab, in welcher effanten Vortrage aus, wie die Ehe aus alter Zeit immer mehr welche in der Natur sowie im menschlichen Leben alltäglich vor die Lohnverhältnisse in den Werkstätten besprochen wurden. Die schwindet, wie sich alles neuen Formen anpaßt, daß die Familie fich gehen, der Versammlung durch viele Experimente klar und Lohnkommission berichtete, daß noch immer Werkstätten vorhanden in der heutigen Zeit nicht mehr das sein kann, was sie war, da deutlich vor Augen führte, die Versammlung folgte den Ausfind, wo nicht tarifmäßiger Lohn bezahlt wird und daß die Ver- die Frau aus der Familie herausgerissen und auf den Welt- führungen des Redners mit sichtlichem Intereffe. hältnisse in einzelnen Werkstätten dadurch sehr traurig sind, daß markt getrieben wurde, so daß es den Frauen nicht möglich ist, fehr schlechtes Material zur Verarbeitung fommt, und zwar ihren Kindern die richtige Erziehung zu geben, daß in der Vom Nürnberger Frauentag. Der Allgemeine deutsche hauptsächlich in der Grünbranche. Dort sind zum Beispiel heutigen Gesellschaftsordnung es den jungen Leuten unmöglich Frauenverein, der in der bürgerlichen Frauenbewegung zwar Kollegen in Friedrichsberg und Friedrichsfelde, welche nicht mehr ist, zur rechten Zeit in die Ehe zu treten, sie daher genöthigt find, nicht die Avantgarde, wohl aber den Gewalthaufen bildet, hält als 8 bis 9 M. pro Woche verdient haben. Ferner zur Prostitution ihre Zuflucht zu nehmen, und daß es Aufgabe in den Tagen vom 21. bis 24. Oktober seine 17. Generalwurde von der Starfe'schen Werkstatt berichtet, daß da der Sozialdemokratie ist, alle diese Uebelstände zu beseitigen, für versammlung in Nürnberg, verbunden mit dem üblichen allge= selbst schon wieder 40 Mann arbeiten, trotzdem alle wissen, daß bessere Schulbildung zu sorgen, der Frau in der Schwangerschaft meinen Frauentag ab. Am Sonnabend fand, nach einer kurzen diese Werkstatt noch vom vergangenen Winter gesperrt ist, und bessere Schutzmaßregeln zu verschaffen, den Kindern die Tugend Begrüßung der Mitglieder und Delegirten, im schön geschmückten Herr Starke sich nur solcher Leute bedient, welche dem Verband zu erhalten, damit sie nicht zu früh verderblichen Einflüssen aus Saal im Strauß" die erste öffentliche Versammlung statt. Als fern stehen. Von der Kempte'schen Werkstatt wurde berichtet, gesetzt sind. Auch die Dienstbotenfrage berührte der Redner, er erste Rednerin sprach Fri. Auguste Schmidt. Ihr Vortrag daß die dortigen Mißstände behoben sind und Herr Kempfe an führte aus, daß auch hier die Sozialdemokratie einzugreifen habe, war start sozialpolitisch angehaucht; er behandelte das Thema statt 45 jezt 46 Pf. für Kugelförbe bezahlt. Doch soll damit um aus den Dienstboten freie Gehilfen und Gehilfinnen zu machen. unverheiratheter Frauen, die nicht die Mittel besigen, ihr Leben nicht gesagt sein, daß diese Werkstatt zu besetzen ist, sondern Wenn all dies erreicht werde, dann haben wir eine frohe und zu fristen, weil sie keine genügende Borbildung erhalten haben. bitten wir vielmehr den Zuzug von außerhalb auf strengste fern alückliche Zukunft vor uns, dann wird die zukünftige Generation Rednerin vertritt das Recht auf Arbeit und den Grundsaß, daß zu halten, da Herr Kempte die Leute, welche sich gegen die dor- sich gesünder und kräftiger entwickeln. Lebhafter Beifall wurde jede Frau zu dem berechtigt, wozu fie befähigt ist. Sie sieht in tigen Mißstände auflegten, selbst ausgesperrt hat, worüber jetzt von der Kopf an Kopf gedrängten Versammlung dem Referenten dem Diensjahr der Mädchen nach Helene Lange's Methode das der Rechtsstreit beim Gewerbegericht anhängig gemacht ist. Daher zu theil. Heil des Frauengeschlechts, möchte jedoch dieses Jahr mehr der bitten wir nochmals den Zuzug von außerhalb streng fern In der Diskussion sprach Frau Reimann über die Er Erziehungs- als der Haushaltungsbranche gewidmet ſehen. Sie zu halten. ziehung der Kinder, daß die Frau allein dazu nicht ausreicht, beklagt lebhaft das unnatürliche Loos der alten Jungfer und für Erhaltung und Förderung der Familie Der Verein der Bureanangestellten und verwandten die Arbeiterfrau sich überhaupt nicht um die Kinder bekümmern tritt warm Berufsgenossen hielt am 17. d. nts. seine erste Generalver- fann; bei den oberen Zehntausend liege die Sache anders, da ein. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall von seiten der sammlung ab. Genosse Walter hielt einen Vortrag: Ver- giebt es Bonnen, Erzieher und Institute( die der Arbeiter fich Frauenrechtlerinnen aufgenommen, obgleich er sehr viel anfechtkürzung der Arbeitszeit und schilderte eingehend und nicht leisten kann). Die Frauen der Bourgeoisie bedauern es, fechtbare und sehr wenig neue Punkte enthielt. daß sie den unangenehmen Gebärsatt nicht auch noch bezahlten in verständiger Weise die Vortheile des achtstündigen Arbeits- Personen aufdränger können. Fräulein Baader sprach über über das Thema: Der Ausgangspunkt der Frauenbewegung. Frau Dr. Goldschmidt( Leipzig) hielt einen Vortrag tages; u. a. führte er aus, daß diesen die kapitalistische Gesell- Die Bedürfnißlosigkeit der Frauen und empfahl den Frauen Sie begann mit der historischen Entwickelung der Frauenbewegung schaft nicht einführen werde, fei flar, es sei dieses ganz und gar mehr für ihre Bedürfnisse auszugeben, dann müßten sie auch von Frankreich ausgehend und kam schließlich nach einer Reihe nur Aufgabe der Arbeiterschaft sich diese, zum Wohle des Proletariats gereichende Forderung selbst zu erobern, dazu seien mehr fordern, und würden dann nicht mehr die Konkurrentinnen angeführter Schlagworte und einer Fülle längst Gehörtem zu der starke, enggeschlossene Organisationen nöthig, welche energisch wies darauf hin, wie durch die Gesindeordnung von 1810 die wegung in Fluß gebracht habe. Die Sache machte einen stark des Mannes sein. Auch die Dienstbotenfrage berührte sie und Ueberzeugung, daß der allgemeine deutsche Frauenverein die BeFront gegen die Ausbeuter machen, es müsse jeder Arbeiter dafür selben aller Rechte beraubt sind. schönfärberischen Eindruck. eintreten, sich selbst und seinen Mitmenschen ein besseres Dasein selben aller Rechte beraubt sind. Genosse Lothar sprach über wegung in Fluß gebracht habe. Die Sache machte einen start die Verrohung der Jugend, die Ehe und das Familienleben und zu schaffen. Auch die Bureauangestellten müßten aus ihren über die Biele der Sozialdemokratie. Genoffe Baader be Schlaf erwecken und endlich daran denken, daß auch sie das Recht haben menschenwürdig zu leben und sich nicht für einen rührte den nachlässigen Schulunterricht und wies auf die Vortheile der Arbeiterbildungsschule hin. Frau Klauke und GeHungerlohn den letzten Blutstropjen aussaugen laffen brauchen. nosse Müller sprachen über die Kindererziehung auf religiöser GrundDie Bureauangestellten mögen den Dünkel bei Seite lassen und lage. Im Schlußwort ging der Referent auf alles in der Dis: nicht glauben sie seien mehr wie ein Arbeiter, sondern geschlossen fussion angeregte ein und forderte die Anwesenden auf, nicht auf mit denselben in den Kampf ums Dasein eintreten. Der zweite die Bourgeoisie hinzuhören, welche die Enthaltsamkeit nach den( Leipzig) Bericht über die Thätigkeit des Vereins. Am Nachmittag erstattete Frau Luise Otto Peters Punkt der Tagesordnung: Vorstandswahl wurde bis zur nächsten Borschlägen des Malthus predigt, sondern Freude an thren Bersammlung vertagt. Genoffe unfel befürwortete die Ein Kindern zu haben, da die Welt groß genug sei, um noch mehr fechterin des medizinischen Studiums für Frauen, hielt einen Frau Professor Weber( Tübingen), die bekannte Verberufung einer öffentlichen Versammlung betreff den Anschluß Menschen zu ernähren. Mit einem Hoch auf die internationale, Bortrag über das Diakonissinnenwesen. der Bureauangestellten Berlins und Umgegend an die Gewerf völkerbefreiende Sozialdemokratie schloß die gut besuchte Verschaftskommission. Dieser Punkt wurde ebenfalls vertagt. Nach Frau Löper( Housselle) hielt einen höchst geistreichen VorErledigung einiger innerer Angelegenheiten wurde die Versamm- sammlung. Gemüthliches Beiſammensein hielt die meisten Betrag über„ Die Erziehung des weiblichen Geschlechtes zur Selbbis nach Mitternacht zusammen. ständigkeit". Auch sie geht von dem Gedanken aus, daß richtige Der Verein Berliner Hausdiener hielt am 10. Oktober Werthschähung der Frau den Werth ihrer Person haben wird, Die Frauen- Agitationskommiffion hatte zum 23. Oktober b. J. in dem Louisenstädtischen Konzerthaus seine erste ordent- und daß das ganze Geschlecht erst dann einen anderen Standeine Voltsversammlung einberufen, um dem Genossen A. Hoff- liche Generalversammlung ab. Der vom Kassirer Kollege Runge punkt einnehmen wird, wenn die Frau die freie Berufswahl mann Gelegenheit zu geben, seinen in der letzten Frauen- bezw. gegebene Jahresbericht weist folgendes auf: An Dokumente vor sich hat und ihr Werth entsprechend ihren Leistungen taxirt Volksversammlung nur zur Hälfte gehaltenen Vortrag über: waren 1500 M. vorhanden, Einnahmen 7194,25 M., Ausgaben wird. Der Vortrag fand ungetheilten Beifall. Die zehn Gebote und die besitzenden Klassen," zu beenden. 6523,09 M., bleibt ein Baarvermögen von 2171,16 m. Der Frau Dr. von Forster( Nürnberg) behandelt in feiner Etwa 1000 Personen füllten den großen Marten'schen Saal in der Bericht des Stellennachweises des vorigen Jahres ist folgender: Weise das Thema:„ Die Frau die Gehilfin des Mannes". Ihre Friedrichstraße. Die" Moral" und" Sittlichkeit" der den Prole Stellen wurden 542 für fest und 33 zur Aushilfe gemeldet, da Ausführungen waren recht hübsche, doch gipfelte das Resultat in tariern Moral predigenden Besitzenden und ihrer christlichen" von wurden 292 fest, 29 zur Aushilfe und 9 Stellen von Nicht dem bekannten Refrain, daß nur die Frau durch gleiche BilBeistände erf hr durch die Ausführungen Hoffmann's die denkbar mitgliedern des Vereins besetzt. Die Bibliothek wurde in 564 dung des Mannes Gefährtin im wahren Sinne des Wortes schärfste Kritit. Großer Beifall folgte dem Vortrage, an den sich Bänden gelesen. Zu dem Bericht des Stellennachweises bemerkte werden fönne. eine furze Debatte tnüpfte. Ein Redner rügte den Bericht, Kollege Puzer, daß sich die stellenlosen Kollegen nicht rege genug welchen das Intelligenz- Blatts" über die letzte Frauenversamm daran betheiligen, sonst müßten viel mehr Stellen besezt wer Berichtigung. In dem Bericht über die Generalversamms lung brachte. Hoffmann dankte im Schlußwort dem betreffenden den, als wie bisher. Die Vorstandswahl ergab folgendes lung der Allgemeinen deutschen Kranken- Zuschuß- und BegräbnißBerichterstatter des" Intelligenz- Blatt" dafür, daß er ihn, wenn Resultat: 1. Vorsitzender Gustav Grauer, Stellvertreter üttech, Raffe in Nr. 245 muß es heißen: Der Kassirer Dachs ist bis auf auch versteckt, denunzirt habe, indem er schrieb: Redner verstand 1. Schriftführer Hildebrandt, Stellvertreter Wolter, Kassirer weiteres an Wochentagen nur Mittwochs, Abends von 71/ 2-81/ 2 es, die Klippe der Majestätsbeleidigung zu umschiffen. Im Ver- Runge, Stellvertreter Bandel. Die Wahl der Fahnenträger, und Sonnabends Abends von 7-9 Uhr im Restaurant schiedenen" richtetrrau M. Greifenberg an die anwesenden Revisoren, Ehrenrath und Festkomitee wurde vertagt. Poft, Reichenberger- und Dresdenerstraßen- Ecke, zu sprechen, also Frauen das Ersuchen, sich nicht das Buch der Frau Wettstein- Adelt nicht in seiner Wohnung; außerdem Sonntags von 9-11 Uhr mit dem vielversprechenden Titel:„ Macht Euch frei! Ein Mahnruf In der Wanderversammlung des Frauen und Mädchen Vormittags bei Tempel, Langestraße 65. Die Zahlstelle bei Post an die deutschen Frauen", zu kaufen, da die Verfasserin in dem Bildungsvereins, welche im Often am 18. d. Mts. ftattfand,( nicht in der Post) ist somit nicht aufgehoben. Ferner hat Buche nur das Freimachen vom Korsett behandele. Als aus gut sprach Genosse Timm über die rechtlose Stellung der Frau das Statut nach Mittheilung des Zentralvorstandes die behörd unterrichteter Quelle stammend, führt Rednerin an, daß die Frau und das Koaltionsrecht in Deutschland. Er führte aus, daß die fiche Genehmigung erhalten. Iung geschlossen. die Delegirten zu einer Privatsizung, in welcher Kassenbericht Am Sonntag Vormittag vereinigten sich die Mitglieder und tag Bonita die unt erstattet wurde, und in welcher von der Dresdener Ortsgruppe Bericht erstattet wurde. Es wurde beschlossen, im Interesse der Frauenfache in möglichst vielen Städten Vorträge zu halten und Ortsgruppen zu gründen. Gementers, eintreten. Briefkaffen der Redaktion. Rebeiter Bildungssch ule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nord: aller Entschiedenheit aber weisen wir den Vorwurf zurück, daß Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Oft- Schule, wir uns einen sozialdemokratischen Stempel aufgedrückt haben, Marfusftr. 31: Unterricht in Logit. Südost Schule, Reichenberger straße 133: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen Unter- um„ waschecht" zu erscheinen. Unser ganzes Verbrechen besteht An die Uebersender von Zeitungen und Zeitungss richtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des darin, daß wir die sozialdemokratischen Radfahrer aufgefordert Ausschnitten. Alltäglich gehen uns Dußende von Zeitungssefe- und Diskuti rklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Fris haben, sich zu organisiren. Ob wir nun dem Urtheile des Herrn nummern zu, welche Angriffe auf die Sozialdemokratie oder Liezke, Schwedterftr. 33. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. Timm nach waschecht" sind oder nicht, soll uns ganz gleich schiefe ökonomische Anschauungen enthalten. Die Einsender haben jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Refiaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesund bleiben. Wir werden troballedem den Weg gehen, den wir uns meist den Wunsch, daß wir uns mit den betreffenden Blättern brunnen, abends si uhr, bet Haferland, Bellermannſtr. 87.- leich selbst vorgeschrieben. Uns aber deshalb auf eine derartige Weise in eine Polemit einlassen. Dies ist aber nur in den seltenſten beit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Heine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjernstr. 60, parterre. Otto Reimer, bei anzugreifen, wie es von Seiten des Herrn Timm und Genossen Fällen wegen unseres ständigen Zeit- und Raummangels unA. Brosch, Wilhelmshavenerffr. 23. Einigkeit, Abends 8% Uhr, bei geschieht, halten wir für eine mindestens komische Taktik und möglich. Häufig lohnt sich auch eine Polemik nicht, da blos Beige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen überlassen es den Lesern des Vorwärts" selbst, ein Urtheil zu schon oft Gesagtes wiederholt werden müßte. Wir bitten, dies im Bereinskalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. fällen. War vielleicht nachstehendes Sprichwort leitender Grund- zur Kenntniß zu nehmen, bemerken aber, daß uns trotzdem die Arbeiter Sänger- Sund Berlins und Umgegend. Mittwody. uebungs: fat: Was man nicht verstehen kann, sieht man als groben Unfug Busendung derartiger Zeitungsnummern auch in Zukunft erStunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Piedesfreiheit 1, an"? Der Raum des„ Vorwärts" erscheint uns übrigens zu wünscht ist. Andreasstr. 26, bei Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauserftraße 22-23, Bözow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, bei fostbar, um uns mit derartigen Plänkeleien an dieser Stelle abDeutsche Eiche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Bantow, zugeben und betrachten wir somit die Angelegenheit für erledigt. Carl Müller, Pallisadenstr. 11. Wilte. 2 Schulzeftr. 27.- Gefangverein der Steinmegen, Flemmingstr. 6 bei Mann. Lyra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel.- Hand in hand 1, Reichenbergerstraße 16 bei Päholdt. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger: Kommunikation 16, bei Glaser. Unverd roffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26.- Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, b. Lerche.orbeertran 3, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Sudo ft 1. Köpniderstr. 191, Restaurant. Rothe Nelte, Schöneberg, GolzStraße 43, bei Siegeler. Gesangverein der Kupferschmiede, Wein: straße 11 bei Feind.. " Concordia". Gitschinerstraße 55 bei Haase. Deutscher, Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei Schneider. Gesangverein Freiheitsklänge, Alte Jakobstraße 68. Unverzagt Langestr. 65 bei Tempel.- Gefangverein orbeerkranz 2. Ceanienstraße 190 bei Katsch. Gesangverein Liedeslust in Fürstenwalde bei Haupt, Müncheberger Chauffee.- Sängerchor der Maler, Stallschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Busse. Gesangverein Soffnung 3", Brandenburg a. H. Wilhelmsdorferstraße Rest. Concordia. Gesangverein Sangesblüthen Blumenstr. 38 bei Sente.- Gesangverein Moa bit, Waldstr. 52 bei Gohr. Männergesangverein iederlust, Fichtestr. 29 bei St. Kröfche.- Gefangverein Gleichheit", Pappel- Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gesangverein yra 3, Briz, Bergstr. 65 in Rirdorf.- Gefangverein Freiheitsflänge 2 Eberswalderftraße 5.- Kaiser'scher Quartettverein, Krautftr. 6 bei Rudolf. - Arbeitergesangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Junge fche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bei Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bei Siewald. Einig, Straußbergerstr. 3 bei Birk. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bei Greinert. Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bet aprolatis. Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bei Strauſe. Süd- Ost 2, Faldensteinfir. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, Roppenftraße 43 c bei Lorenz. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bet Reichert Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3uchriften sind zu richten an B. Hentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Mittwoch: Pollack- klub u ft ige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Liewald. Gefelliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. So bei Wolff. Rauchflub Ciferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann Humo: ristischer Rauchklub, Görligerstraße 42 bei Picht. Gefelliger Verein Brüderlichkeit Georgentirchitraße 65 bet Müller. Musilverein Bautenschwengel Annenitraße 16 bei Ehrenberg. Verein Rhetorit Naunynstr. 86 bei Bubeil Abends 8½ Uhr. Geselliger Verein Hoffnung Lebuferstraße 5 bei Nemit( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgesinnter Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Theaterverein Broletariat, Naunynftr. 83 bet köhn. Bergnügungsverein Amor II, Brinzen- Allee 10 bei Bergemann.- Touristentlub Freiheit und Wohl= ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei egenberg. -OR Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gesangverein Knospe, Abends 9 Uhr, im Sestaurant Wahlstatt, Belle- Allianceftraße. Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% uhr, Langestraße 108 bei Nebelin. Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Restaurant Kanser, Staligerstr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciosa, Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecke. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9. Straftturnverein Jugendfraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Zeughofstr. 8. Turnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalberstraße 39.- Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenstraße 154, Lokal Konkordia. -Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9 Uhr bei Reed, Lothringerstr. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9 Uhr, bei Schulz, Beteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Theater- und Leseklub morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringeritr. 67. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr im Restaurant Commer, Grünftraße 21. Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenbergerstraße 149. Fidele Brüder, bet 5. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristenverein" Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Siedlukad, Manteuffelstraße 86. Arbeiter Bitherklub Freiheitstlänge", Abends von uhr, B 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof Großgörschenstraße. Bitberklub Alpenglöckchen Edelweiß Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler millkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. = = " 6. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Bichung vom 24. Oftober 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummera in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 287 308 404 606 39 707 1192 201 314[ 3000] 535[ 500] 40 52 790 822 2214 366 593 614 837 98 902 3113 43 51 79 283 474 624 77 79 780 885 4053 226 61 356 746 972 5008 240 79 83 303 409 546 708 63 822 55 914 79 6048 59 62 118 29 70 342 557 627 766 7056 89 407 667 68 80 759 988 8090 289 385 557 907 29 88[ 500) 9021 106 39 44 441 543 651 946 10070 139 213 442 590 692 737 818 926 11419 623 84 727 838 [ 1500] 939 12094 125 203 82 329 418 41 50 602 22[ 10000] 56 743 78 851 907 73 13117 97[ 500] 266 94 582 713 71 97 930 97 14058 231 335 42 60 472 87 514 773 826 1.022 64[ 3000] 490 670 817 16240 315( 300) 593 693 702 73 90 910 89 17020[ 30001 213 54 393 401 605 9 834 18071[ 3000) 87 115 55[ 500] 260 380 423[ 500] 684 95 870 929 19233 39 45 88 341[ 3000] 569 86 606 83 93 858 69 76 935 20085 116 220 338 763 840 989 21129 32 45 249 324 638 756 22259[ 3000] 322 98 483 516 70 702 22 884 999 23 11[ 3000] 133 70 359[ 1500] 660 701 56 60 88) 24176 257 79 817 25012 98[ 1500] 192 300 471 754 801 937 26008 122( 5000) 224 384 510 739 920[ 600] 23 64 27053 105 8 256 93 323 89 501 17 678 796 841 28003 303[ 1500] 42 563 641 91 886 952 29094 265 421 527 83 611 754 869 961 88 30080 146 357 68 587 816 95: 31083 140[ 1500] 238 78 382 912 96 32031 157 13000) 235 405 93 6:33 87 751 804 909 33022 46 96 309 11 14 577 933 34556 97 654 76[ 600] 849 933 98 35018 20-9 111 295 307 95 1500] 431 65 555 673 709 889 907 92 36096 117 76[ 300] 220 531 89 6-8 773 88( 5000] 895 906 37052 167 75 200 81[ 1500] 401 574 678 975 88 38254 346 435 90 829 37 38 39 02 155 99 267 414 718 33 867 85 98% 40055 201 30 44 677 722 807 24 902 41226 310 20 50 800[ 1500] 63 74 115001 82 915 42066 1500] 108 216 650 64 841 43024 55 331 403 36 831 968 44020 659 817 932 33 81 45296 329 45 417 590 638 71 740 46141 216 86 311 32 449 99 749 94 47585 973[ 500] 48016 59 173 211 319 67 474 519 734 49069 85 99 159 85 390 434 531 635 720 67[ 500] 873 77 922 68 50416[ 300] 27[ 1500] 51 690[ 300] 740 927 51016 36 150 53 67 227 366 642 60 1500] 64[ 30001 98 733 979 52184 92 451 534 642 701 [ 3000] 53008 69 249 410 612[ 1500] 738 931[ 500] 54193 207 380 115001 403 38 65 99 723[ 500] 78 954 55044 13000] 813 67 56020 76 95 120 588 899 927 57097 322 416 22 80 93 774 886 961 58103 208 359 74 5 1 748 59087 112 308 73 4-8 539 626 55 736 873 60120 80 468 550 58 626 718 820 960 61110 18 519 55[ 5001 68 744 873 62276 301 431 598 711 805 8 63204 61 481 527 621 45 721 26 823 64009 92[ 1500] 122 254 345 466 574 897 65399 428 546 75 701( 300) 79 841 51 56 937 66098 117 46 305 84 827 925 53 67082 116 253 661 754 894 68055 65 134 290 321 442 71[ 1500] 522 36 600 13 789 823 69129 207 94 333 62 433 590 774 809 70030 529 89 623 751 869 80 71375 458 811 977 72028 158 78 201 65[ 5000] 304 63 652 93 812 61 82.969 7115 256 378 462 585 726 71 74082 110 235 46 311 12 20 26 42 509 55 664 988[ 300] 70102 394 98 551 631 972 8076148 263 610 750 861[ 500] 77076 [ 300] 153 243 602 75 719 46 57 820 922 78309 65 491 97 720 805 79000( 500) 133 40 315 447 56 63 585 814 930 90 80050 83 276 333[ 3000] 83[ 300] 471 551 667 824 928 81281 398 595 712 51 80 852 82014 206 17 350 10001 558 63 86 99 951[ 5001 83084 120 410 51 583 628 66 754 59 978 84002 131 86 313[ 3000] 29 566 625 85039 43 169 956 88270 424 526[ 600] 94 651 89 929 47 72 83 87087 129 256 69 364 9 721[ 5001 61 69 88315 418 570 73 764 83 946 89146 74 366 487[ 3000] 543 715 822 79 90033 43 320 445 563 698 717 846 973 9 045 334 436 526 677 88 94 804 906 2001 83 96 1500] 140 297 371 609 99 750 813 42( 15001 93133[ 1500] 58 305 414 52 53 637 93[ 1500] 747 58 902 84 94222 30 317 65 115001 499 531[ 3000] 78 718 20 45 13001 909 93002 22 50 305 71 401 512 71 625 718 834 37 96116 66 234 328 88 518 22 663 768 962 97012 154 229 46 556 761 860 998 98217[ 10000) 30 587 672 719 39 68 885 924 41 99031 69 1300] 189 202 310 66 423 91 553 86 94 695.871 Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 38. Rauchflub Rothe Melte, bei Steuer, Beinstr. 22. Humoristischer 100031[ 3000] 213 31 56 323 502 68 635 78[ 300] 755 895 101132 Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerfir. 42. Rauchtlub[ 1500] 87 230 348 425 585 623 709 52 849 102232 13000) 61 396 573 Sanssouci, Boedhstraße 51.- Rauchklub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr 87 875 98 903[ 1500] 24 53 103016[ 1500] 127[ 500] 40 387 754 104161 bei Späth, Weinftr. 28. Rauchfluh Grüne Quaste, Abends 9 1hr, Bei 280 85 304 429 531 33 758 801 41 941 13000) 105335[ 500] 515[ 1500] Schlüter, Kleine Markusstr. 10. 33 71 933 97 106047 158 360 88 409 47 71 585 91 673 950 98 107052 Rauchtiub Vultan, Abends 9 Uhr bei Gittler, Mariannenstr. 48. 95 126 68 87 504 665 82 750 93 959 90 108019 34 98 104 330 470 Rauchklub Goldeneaua ste", Abends 9 Uhr bei Muß, Joftystraße 8. [ 3000) 530 783[ 300] 900 52 Nauchklub Schmotes Werte, Köpenicker 109087 141 57 253 411 20 90[ 600] 525 75 603 791 800 67 911 80 straße 121a bei Schöbel. Rauchklub Vorwärts Süd- Ost" Waldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifenbrüder Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Benoffen W. Salzwedel. Rauchklub Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchklub Lustige Brüber Abends 8 Uhr Manteuffelstr. 65 bei Möbius. Rauchtlub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Altdeutscher Rauchklub bei Gädede, Münchebergerstr. 5. Rauchklub Granada Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Tuguntte. Stattlub Treff. Abends 8% Uhr, bet Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. German American Club Uncle Sam. 8,30 p. m. at Restaurant 62 Königstrasse. Guests are welcome. " " = English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are welcome. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und mgegend.( Filiale Gesundbrunnen). Versammlung am Mittwoch, den 25. Oftober, Abends 8 1hr, im Bittoriagarten, Babstr. 12. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl. über: Heirath und Ehe Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 25. d. M., Abents 8% Uhr: Bersamnilung im kommandanten- Garten, Kommandantenftr. 10-11, Literarisches. Süddeutscher Postillon. Nr. 22, 12. Jahrgang. Jnhalt: Der Der Kampf um die Messe. Das Ende der Homerule. Löwenbändiger. Der Verführer. Erscheint alle 14 Tage. Expedition und Verlag M. Ernst, Senefelderstraße Nr. 4, München. Albert Dulk's sämmtliche Dramen. Erste Gesammtausgabe. Herausgegeben von Ernst 3iel. Die Gesammtausgabe wird drei Bände umfassen. Der zweite Band ist soeben erfchienen. 338 und IV Seiten. Preis broschirt 3 M., gebd. 4 M. Verlag von J. H. W. Diet in Stuttgart. Inhalt des zweiten Bandes: Jesus der Christ, ein Stück für die Volksbühne in neun Handlungen. Simson, ein Bühnenstück in fünf Handlungen. Kießling's Taschenplan von Berlin im Westentaschen- Format, mit rothen Pferdebahnlinien und Straßenverzeichniß mit Angabe der Postbezirke. Preis 20 Pf. Im Verlage von Alexius Kießling, Berlin SW., Kleinbeerenstr. 26. Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafü: abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung: sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Zwei Genossen. Wenn Sie das Bedürfniß empfinden, Gewissenszwang und Ketzerrichterei an den sozialdemokratischen Abgeordneten zu üben, so flopfen Sie bei jedem Einzelnen an die Thür. Ihnen wird dann schon heimgeleuchtet werden. A. B. 1877 in Berlin. 110007 164 407 549 56 689[ 5000] 111105 19 362 488 92 507 624 40 780 881 98 112052 53 111 200[ 300] 67 94[ 3000] 515 59 621 31 894 97[ 1500] 113200 37 59 346 588 635 67 74 854 114085 247 300 16 61 75[ 1500] 409 30 684 789 855 907 50 115474 548 88 690 703 [ 3000] 16[ 1500] 27 913 116076 190 207[ 1500] 16 70 424 521 906 59 [ 10000] 117000 88 162 88 229 410 513 17 96 759 838 65 966 118020 113 304 637 795 869 119035 80[ 300] 91 221 532[ 5001 615 813 17 120229 44 327 696 751 835 75[ 300] 930 121090 154 20 75 319 61 63 423 616 122153 213 488 635 59 768 71 01 42 940 123056 75 92 166 286 497 554 732 74 903 30 5000] 37 57 121121 47 212 1500] 27 1500 92 11500] 600 68 706 125438 130001 626 902 1300) 46 126050 196 315 51[ 3000] 465 559 837 928 127039 296 341 558 691 728 53 814 125193 454 521 609 787 129051 177 211[ 500] 26 473 97 578 622 96 1300] 97 773 806 79 917 63 130042 49 61 189 347 89 665 131244 621 703 858 132341 460 513 622 845 54 59 133161 86 272[ 300] 312 651 79 864 75 915 31 13404 405[ 1500] 708 135203 41 45 93[ 300] 98 342 406 623 778 873 920 27 136055 91 121 23 457 506 633 81 861 69( 1500) 912 137036 161 554 6 1 702 41 138008 79 146 80 95[ 1500] 382 600 69 798 929 31 139056[ 300] 243 316[ 500] 76 463 514 58 617[ 300] 49 51 815 970 97[ 300] 140 03 268 424 52 737 820 141206 329[ 1500] 89 447 523 66 668 143024 736 75 887 142112 61 205 33 380 535 72 621 836 923 13001 36 48 50 288 525 5 696[ 1500] 822 911 41 144076 78 128 95 307 66 69 414 25 760 836 45 991 145024 146 90[ 3000] 203 365 455 550 58 726 79 991 146119 34 206 340 60 406 49 538 967 147054 82 154 62 63 69 233 51 369 410 32 618 840 58 945 85 148210 321 51 526 872 149491 515 859 65 904 150036 46 18 319 795 151055 158 292 527 32[ 1500] 640 702 15 33 903 152398 447 91 636 153047 148 468 586 154025 272 335 420 593 602 45 90 155053 212 359 77 593 732 66 928 156281 87 471 79( 5000J 97 544 53 601 62 800 941 157082 113 32 789 21 33 906 23 158102 10[ 3000] 279 512 824 72 89 907 36 159136 269 376 636 66 95 721 872 160007 252 356 89 496 545 70 731 72 866 73 161118 273 93 376 99 498 690 746 855 162185 325 539 772[ 500] 163203 52 304 584 96 750 83 806 164196 249 453 685 708 894 165097 165 91 237 321 417 604 6 64 804 66 166079 124 239 549 608 759 895 952[ 500] 167068 88 96[ 300] 120 24[ 500] 99 45 505 760 901 168119 242 576 830 169146 347 505 692 722 49 894 170025 1500] 111 265 477 763 920 171027 28 59 135 309 57 592 781 86 836 52 979 96 172160 291 323 26 83 526 41 831 93 173105 36 288 90 391 972 85 174067 269 72 355 423 82 602 914 17 75 175105 8 214 93 397 454 550 79 87 691 706 906 25 176174 88 2 × 5 301 82 407 749 57 889 177071 108 242 355 85[ 5000] 702 843 983 178023 65 204 86 328 56 486 507 38 947 179034 124 86 314 72 486 678 737 64 926 91 180236 793 996 181156 203 89 358 418 43 44 628 61[ 300] 76 753 845 182035 223 65 349 603 64 787 995 183054 110 340 645 789 917 90 184065 97 319 437 572 632 41 730 31 185006 41 300[ 300] 20 50 447 514 692 705 186574 725 806 67[ 300] 96 187034 76 112 58 74 599 770 815 21 921 62 188118 84 13001 236 70 99 329 90 692 651 52 830 188017 47 92 128 202 414 659 190012 195 218 80 362 71 487 624 716 86 101170 478[ 1500] 623 ( 500) 72 768 865 192076 125 224 36 580 749 55 9 193096 165 15000) 81 288 515[ 300] 46 670 92-745 65( 500) 805 941 194108 71 92 96 268 434 97 700[ 500] 840 56 918 61 195062 127( 3000) 80 417 42 68 83 508 699 774 950 196319 466 69 76 99 589 90 677[ 1500] 785 92 905 91 197023 158 59[ 300] 98 200 370 511 701 73 883 198160 281 301 412 58 638 80 85 659 199239 312 26 405 94 632 815 46 66 903 38 58 200100 293 454 1500] 514[ 1500] 68[ 300] 201039 70 72 101 47 58 204 51 324 80 418 631( 1500) 786[ 300] 202041 64 190 319 705 16 115001 99 805 84 93303144 69 342 67 426 617 45 711[ 30001 47 846 57 90 204045 194 317 68 481 662[ 300] 66 836 901 40 205031 64 77 150 225 50 550 616 796 20603) 99 675 97[ 500] 729[ 300] 893 907 94 207049 297 365 405 82[ 1500] 628 40 760 862 916 20-096 203 62 393 581 608 87 859 76 955 209204 48 70 626[ 300] 46 841 974 210124 367( 500) 82[ 3000] 431 67 82 740[ 300] 841 83 211223 32 424 67 616 728 943 80 12196 611 780 822 25 937 213037 67 330 418 63 523[ 1500] 943 214168 389[ 5001 536 662 767 824 57 ( 10000) 97 215034 110 15 25 290 574 80 862 954 63 85 216164 68 274 437 516 708 852 217012 43 177 86 320 577 663 13001 703 90+ 52 215070 1.6 96[ 1500] 99 398 415 81 667 84 709 819 94 902 219000 106 66 239 67 91 342 48 563 91[ 500] 663 746 62 858 73 2: 20013 248 702 810 88 925 46 221126 38 228[ 500] 433 60 600 [ 300] 99 702 58 65[ 1500] 841 975[ 1500] 222082 773 853[ 3000] 905 35 98 223015 92 153 1500] 493 659 725 979 224231 79 411 66 595 633 718 905 99 225173 308 499 6. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie.[ 113301 586 620[ 300] 736 50 864 944 114004 42 105 48[ 1500] 344 Ziehung vom 24. Oftober 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 mart sind den betreffenden Nummert in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 240 307 37 459 539[ 300] 1047 59 129 95 227 391[ 500] 438 653 874 919 89 2166 298 435 721[ 1500] 901 3039 265 639 722 926 4026 1-6 308 407 534 95 673 710 99 941 5037 278 313 814 4015 93 253 325 431 524 1300] 611 736 15 57 97 948 7030 325 55 477 640 86 715 99 8057 65 113 66 220 427 545 87 728 86% 68 90[ 1500] 9078 79 88 187 279 307 12 77 482 620 1500] 54 68 73 742 802 922 83 10207 79 82[ 3000] 332 77 603 72 759 880 954 87 11346 514 720 26 914 53 80 12000 60 474 585 677 94 892 13096 150 239 359 497 782 8: 8 9-6[ 2001 14206 330[ 500] 55[ 5001 429 96 552 53 718 78 812 15204[ 1500] 425 550 629 732 802 19 22[ 1500] 996 16005 13 112 327 50 434 545 840 912 17087 95 18268 342 615[ 300] 703 23 36 855 901 19223 66 357 533 64 647 52[ 3000) 787 20117 213 483 730 74 823 992 99 21067 236 52 328 748 89 97 821 55 22192 99 242 75 303 42 429 631 777 83 860 945 47 23107 50% 37 72 681 714 83 24112 69( 1500) 302 61 449 85 534 800 25086 157 73 97 341 476 563 667 777 83 70 78 943 26015 57 264 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600 40 817 [ 1500] 55 935 218047 55 406 506 75 80 765 70 89 91 219052 135 208 17 31 395 403[ 10000] 4 18 585[ 15001 94 728 881 908 Unfug." Unter dieser Spigmarfe befindet sich in Nr. 236 d. Blattes ein von S. Zimm unterzeichneter Artikel, in dem derselbe von Bereinsspielerei, Unfug, waschechtem Stempel u. dergl. schönen Sachen mehr spricht. Herr Timm scheint sich hierbei aufs Glatteis begeben zu haben, denn er greift eine Sache an, deren Wesen er garnicht fennt und ist daher auch nicht berufen, in dieser Angelegenheit ein maßgebendes Urtheil zu fällen. Mit Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 100228 3-8 461 510 28 101003[ 500] 181[ 3000] 279 403 503 634 746 71 97 848 15001 96 982 94 102052 81 164 252 72 473 6-0 83 751 103133 251 350 504 625 773 92 104214 79 329 433 554 640 46 59 105019 38 130 232 37 650 642 843 106069 192 204 17 369 445 54 672 220025 107 95 277 490 97 630[ 1500] 738 47 808 221031 137 54 705 959 107010 33 222 53 108066 135 269 562 667 96 706 109129[ 500) 229[ 300] 505 22 751 987[ 600] 222008 21 25 32 55 58[ 500] 114 71 247[ 10000] 400 14 548 628[ 30 000] 852 76 250 97 98 351 475 801 223126 56 83 371[ 500] 557 662 827 902 110153 306 70 421 528 61 661 702 92 812 77 915 50 111249 655| 26 35 69 94 224133 80 420 65[ 300] 554 624 96 774 813 225027 53 819 112063 84 123[ 1500] 413 18 49 544[ 300] 65 75 610 62 747 66 395 469 84