群 Nr. 252. = Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Vfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Vfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in 1 der Grpedition abgegeben werden. Die Groedition ift an Wochen= tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn: und Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Tandproletariat Donnerstag, den 26. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. und Seelenverkäufer. die Makler die Bücher oder Zeugnisse der Dienstboten in Rein Wort wird mitgetheilt über etwaige Mißstände, auf " welchen arme Seelen in die Provinz verschachert worden beim Alten." Damit müssen sich alle Diejenigen begnügen, waren, ebenfalls schon öfter dargestellt hat. Häufig suchten die ein Interesse an der Lage der Landarbeiter haben. Händen zu behalten, um noch etwas aus ihnen heraus- die man stieß; es ist nicht thunlich", einzugreifen, und da Für den genauen Kenner der sozialpolitischen Vor- pressen zu können; ein sehr beliebter Weg hierzu sei auch mit hat sich der simple Unterthanenverstand zu begnügen. gänge, welche sich mehr hinter den Koulissen, als auf dem die Gewährung von Unterkunft unter der Vorspiegelung, Wer aber zwischen den Zeilen zu lesen versteht, der weiß lauten Markte abspielen, ist ein Vorkommniß der letzten daß sich dann leichter eine gute Stelle finden lassen werde. wohl, was das Ganze bedeutet. Trotz allem Jammer über die Woche recht interessant gewesen, das sich auf die Lage der Das geschehe nur immer bei solchen Stellesuchenden, bei Betrügereien der Gesindevermittler, denen der Agrarier ebenfalls Landwirthschaftlichen Arbeiter bezieht. Ein Offiziosus wußte denen der Vermittler merkt, daß sie etwas besitzen. Die dann und wann zum Opfer fällt, brauchen die Edelsten der zu melden, daß amtliche Vorarbeiten für eine Regelung des Leute würden dann so lange hingehalten, bis die Rech- Nation dringend jene Gauner, welche ihnen die nöthigen Gefinde- Maklerwesens und für Maßregeln zur Bekämpfung nung für Wohnung und Unterhalt den Werth ihrer Hände" für die harte Arbeit auf dem Lande zuweisen. des Kontraktbruches stattgefunden hätten, daß dieselben aber Sachen zu übersteigen droht, dann aber unter Zurückbehal- Gine geregelte Gesindevermittlung müßte den Arbeitsuchenden jezt eingestellt und aufgegeben seien, weil behördliche Ein- tung der Sachen auf die Straße gesezt. Endlich pflegten offen sagen, was ihrer unter der gutsherrlichen Fuchtel griffe in das ländliche Arbeitsverhältniß sich nicht als viele Makler durch schwindelhafte Zeitungsinserate( 200 wartet; dann blieben die Hände" aber aus. Und so haben thunlich erwiesen hätten. So unscheinbar nun diese Knechte werden gesucht und dergleichen) Leute an sich zu die Agrarier der Regierung offenbar abgewinkt. Sie wollen Nachricht aussieht, so klar beweist sie wieder locken, um sie dann durch Abforderung einer Voraus lieber das Gaunerthum der Gesindevermittler, das ja auch einmal, wie konsequent unsere sonst so hastig ar zahlung für Vermittelung zu prellen oder aber um An- hauptsächlich auf Kosten der Proletarier existirt, weiter mit beitende Gesetzgebungs Maschinerie agrarischen knüpfungen ebenso schwindelhafter Art mit Arbeitgebern zu in den Kauf nehmen, als sich selbst den so überaus werthInteressen Halt macht; der Landproletarier hat in abseh- suchen. Solche Dinge sehen dem Sklavenverkauf ähnlich, vollen Zufluß frischer" Arbeitskräfte abschneiden. Daher barer Zeit noch weniger als der städtische Arbeiter von ihr wie ein Ei dem anderen. auch die Klage der Vereine, die Arbeitsvermittlung für's etwas zu erwarten, er müßte sich denn entschließen, sich der Nun schien es im Mai d. J., als wenn die Schilderung Land eingerichtet haben, über die mangelhafte Betheiligung modernen Arbeiterbewegung rascher anzuschließen, als er es dieser Zustände Eindruck auf die Regierung gemacht der Landwirthe. So spielen Agrarier- und Gaunerthum bisher gethan hat. hätte. Der preußische Minister für Handel und Ge- unter einer Decke und so offenbart sich die Gemeinsamkeit Das ländliche Gefinde- Vermittelungswesen ist einer der werbe erließ eine Verfügung an die Regierungs- der Interessen in schönem Bunde. Ein erbauliches wundesten Punkte der Landarbeiterfrage. Daraus erklärt präsidenten, in welcher er folgende Vorschläge zur Ab- Schauspiel! fich wohl auch, daß die berühmte Enquete des Vereins für hilfe mittheilte: 1. Die Ankündigung offener Dienststellen Sozialpolitik" über die Landarbeiter- Verhältnisse in Deutsch- durch Zeitungen darf nur soweit geschehen, als nachweislich land so gut wie nichts darüber enthält. Dafür hat ein Aufträge vorliegen; 2. Die Beherbergung und Beköstigung enfant terrible der Agrarier, der Dekonomierath von dienstsuchender Personen durch Stellenvermittler ist zu ver = vor Mendel- Halle, auf der Versammlung des deutschen Land- bieten; 3. Der Abschluß bes Miethsvertrages hat schriftlich Politische Leberlicht. wirthschaftsrathes vom Anfang dieses Jahres ein wenig zu erfolgen; 4. Die Stellenvermittler sind zu verpflichten, den Schleier von den schauderhaften Zuständen gezogen, die sich bei jeder dienst- oder arbeitsuchenden Person zu verBerlin, den 25. Oktober. auf diesem Gebiete herrschen. Er theilte mit, daß die gewissern, daß sie nicht anderweitig kontraktlich gebunden Der Bundesrath beschloß in seiner heutigen Sigung großen Landwirthe ihr ländliches Gesinde in der Haupt- find, und in den Büchern einen Vermerk darüber auf- in bezug auf den Antrag, betreffend den Entwurf eines fache von Privatagenten und Maklern bezögen. Diese zunehmen, wie sie sich diese Ueberzeugung verschafft haben; Gesetzes wegen Abänderung des Gesetzes über die Abwehr Geschäftsleute" aber seien sehr eigenthümlichen Charakters. 5. Die Polizeibehörden haben die Bücher genau zu kon- und Unterdrückung von Viehseuchen, die im Reichstage in Gine Umfrage bei ca. 116 deutschen Städteverwaltungen trolliren und nöthigenfalls durch Rückfrage bei anderen Be- der Session 1892/93 unerledigt gebliebene Vorlage unhabe ergeben, daß nur achtunddreißig dieser Städte lauter hörden über die Richtigkeit der gemachten Eintragung verändert wieder vorgulegen. unbestrafte Gesindemakler besäßen. Die meisten dieser Herren Sicherheit zu verschaffen." Die Unterbehörden sollten seien schwer und wiederholt bestrafte Individuen, die meist Erhebungen über diese Dinge anstellen und darüber Synodenweisheit. Mit dem Herbstnebel haben sich weder die nöthige Bildung noch das nöthige Geld befäßen, an den Minifter berichten. Die Erhebungen waren für die auch einige preußische Provinzialsynoden zusammengeballt. um ein derartiges Gewerbe betreiben zu können. Aus dem Agrarier dadurch versüßt, daß sie ihre Spige mit gegen den Das Licht der Aufklärung sticht den Synodalen peinlich in gebildeten" Deutsch in das Gemeinverständliche übersetzt von den Landwirthen so viel bejammerten Kontrattbruch" die trüben Aeuglein, denn wie sie auch zwinkern und blinkern heißt das, daß diese Sorte von Unternehmern" im Wesent des ländlichen Gesindes kehrten. Namentlich die Vorschläge und geblendet die schweren Lider schließen, die Sonne lichen von dem Gelde lebt, welches sie aus den Arbeitern unter 4 und 5 hatten diesen Zweck; die behördliche Ueber- leuchtet weiter. Da haben sie sich denn das Hirn zermartert, herauspreßt. Es kommt auch vor, daß der Agrarier von wachung des Gesinde- Vermiethungswesens sollte eine Art um ein Heilmittel gegen Naturwissenschaft und Sozialdiesen Hallunken betrogen wird; so sollen nach Mit- von Polizeiaufsicht im Interesse der Agrarier werden und demokratie auszutifteln. Von ungeahnten dämonischen theilungen auf der Generalversammlung eines sächsischen dazu dienen, widerspenstige" Arbeiter sehr bald zum Ge- Mächten, welche den Volksgeist zerrütten", wimmerte in Agrariervereins vom Juni 1892 dortigen Guts horfam" und zur Unterwerfung unter den Gutsbesitzer zu Berlin der Hofprediger Stöcker. Er meint damit die Sozialbefizern Agenten mit 500 und 900 Mark durch- rückzuführen. Aber wenn man diese Spitze auch auf den demokratie. Wie man diese dämonischen Mächte wirksam gegangen sein, die versprochen hatten, das nöthige Aus- ersten Blick erkannte, so versprach doch das in Aussicht ge- beschwört, das hat die Magdeburger Synode herausgefunden. beutungsmaterial für die Besizungen jener Herren" franto" stellte Vorgehen gegen die Ausbeutung des Landproletariats Nicht mit dem Wort, weder mit dem" Wort Gottes", noch zu liefern. Der schon genannte Herr von Mendel- Halle durch Beherbergung und Beköstigung wenigstens Etwas im mit dem der Geistlichen glaubt sie das erreichen zu können, gab beim Deutschen Landwirthschaftsrath eine ganz beredte Interesse der Arbeiter, und man durfte dem Ergebniß der sondern mit der Polizei. Gegen die Einsprache des Schilderung des Geschäftsbetriebes" solcher Agenten, den amtlichen Erhebungen nicht ohne Interesse entgegensehen. Professors Beyschlag nahm die Synode eine Resolution an, übrigens der Vorwärts" an einzelnen Beispielen, bei Nun ist das Ergebniß da und es heißt: Alles bleibt die eine Erweiterung des§ 166 des Str.-G.-B. zum Schutz " " Feuilleton. [ 43 Der Aufruhr in den Cevennen. Eine Erzählung von Ludwig Tied. " geängstigt und über Lacoste ergrimmt, dem er bis Die verhüllte Sehnsucht, die bis jetzt im süßesten dahin mit vieler Liebe war zugethan gewesen, indem er Rausche geschlummert hatte, brach nun aus ihrer Knospe glaubte, daß dennoch eine geheime Neigung zu diesem los und blühte und glänzte in einer Wunderblume, die wilden Menschen seine Braut ihm so sichtlich entfremdete. tausend purpurne Blätter entfaltete. Ich empfand es zum In dieser Spannung vermieden sich die beiden Freunde ersten Mal recht innig, daß auch das, was ich bis dahin und mußten sich doch in der Gesellschaft immer wieder nur das Jrdische genannt hatte, himmlischen Ursprungs sei. treffen: eine heitere Mittheilung und gegenseitiges Ver- Ich schien mir berufen, in meiner reinen Liebe das hohe ständniß schien unmöglich, so daß der Groll, vorzüglich bei Bild der Ehe als ein echtes Sakrament zu erneuen, in einer Lacoste, immer tiefere Wurzel schlug, der sich auch nach so heiligen Vollendung, wie man es felten, vielleicht nie, Der Alte erhob sich und ging einigemal im Garten einiger Zeit nur wenig mehr bezwang, seinen Widerwillen auf Erden findet. Euphemia erschrat vor meinen Plänen, auf und ab, um die Rührung zu überwinden, die diese gegen Beauvais öffentlich kundzugeben. Bald aber war vor meiner feurigen Ueberredung, vor meinem UnterErinnerungen ihm erregt hatten. Edmund blieb tieffinnig meine eigene Stimmung von der Art, daß ich die anderen nehmungsgeiste. Je mehr ihr Baudern, ihre Aengstlichkeit zurück und maß die Erzählung des Pfarrers an seinen um mich her nicht mehr beobachten konnte. Euphemien's meine Leidenschaft erhöhte, um so mehr erschien ich ihr wie eigenen Erfahrungen. Sollte er diese jetzt schon in einem Bruder, der Stolz der Familie, versant in eine Krankheit, ein fremdes Wesen, das sie bis dahin noch gar nicht gefannt anderen Lichte sehen oder sie gar aus seinem Lebenslaufe die eine Auszehrung zu werden schien, und nun dachten hatte. Sie sollte aus ihrer gelassenen Ruhe erwachen, so hinweg wünschen? Am liebsten wär' es ihm gewesen, wenn die Eltern daran, die Tochter mit einem vornehmen verlangte es meine Liebe, aber sie erschrat vor dem Gedanken, er sich gegen den alten Mann recht herzlich hätte erbittern Manne zu vermählen, um durch sie ihren Namen und ihr ihre Eltern nur irgend zu kränken, sich ihnen zu widersetzen fönnen, zu welchem ihn aber sowohl eigene Neigung, als großes Vermögen in der Welt noch wirken zu lassen. war ihr unnatürliche Sünde, und alles, was ich ihr die Seelenverwandtschaft zog, in welcher jener die Jugend Als Euphemia mir das erste Mal über diesen Gegen- von Entführung, Gewalt und Tod vordeklamirte, betäubte mit seinen eigenen Eltern verlebt hatte. Der Pfarrer tam stand sprach, war sie fast ohne Verlegenheit; ihr Ton war nur ihren zarten Sinn, wie man beim Toben des lächelnd zurück und setzte sich wieder neben den Grübelnden. so sicher und ruhig, als wenn sie von einer Fremden er Wasserfalles keine Rede vernehmen kann. Meine gesteigerte " Im Leben kann es nicht anders sein", fing er wieder an, zählte. Ich hatte die Empfindung, als wenn sie mir ein Leidenschaft erwuchs fast zur Raserei. Sie liebe mich nicht, " jedes Gefühl, jede Gesellschaft, Stimmung und Freund- albernes, unmögliches Märchen vortrüge, so rein, hoch und ich sei ihr verhaßt, sie neige sich schon ihrem Bräutigam schaft hat ihre Geschichte, alles steigt, erreicht den höchsten unerreichbar stand sie in meiner Phantasie. Ich hätte zu, den ich eifersüchtig verfluchte, den ich und mich zu erGipfel und fällt wieder. So war denn auch die schönste mich fast ebenso leicht überreden lassen, daß man mit einem morden drohte: alle diese wahnsinnigen Worte hörte sie in Eintracht in unserer seltsamen Vereinigung schon ent- Heirathsprojekt für den Abendstern umginge. Aber in der leidender und liebender Geduld. So war mir denn auch schwunden, noch ehe wir eine Veränderung hatten be- Nacht auf meinem einsamen Lager gewann alles eine an- dieser Himmel zerbrochen, und schwarze Domänen grinsten merken können. Der heftige Lacoste hatte zu Lucien eine dere Gestalt. Ich sollte mich und die Welt wieder, und mir an denselben Stellen entgegen, wo mein trunkenes Ohr gewaltige Leidenschaft gefaßt, und das fromme, sanfte wie schmerzlich, feinen lernen. Soll sie der Erde ange- sonst den Flügelschlag der Engel vernahm, wo mir aus verWesen fühlte sich dadurch sehr unglücklich, ob sie sich hören?" fragte ich mich selbst, warum denn nicht am ersten klärtem Antlig ehedem ein süßes Lächeln entgegenblühte gleich auch von dem jungen Beauvais mehr zurück zunächst mir? Mir, dem sie schon eigen ist, so wie meine wie thauglänzende Rosen im Morgenroth. 30g. Darüber wurde dieser anfangs verlegen, dann Seele in der ihrigen wohnt?" " Freilich wird meine Seele wieder jung, wenn ich dieser " " gegen Flugblätter fordert, welche die heilige Schrift" ver-| dringende Empfehlung, auf das Kreisblatt zu abonniren. unglimpfen. Eine Kirchengemeinschaft, deren Lebenskraft Hat ihre Berebtsamkeit keinen günstigen Erfolg, so geben bereits so tief herabgekommen ist, daß sie nach Polizeihilfe fie an, man möge der Kreisdirektion schriftlich die Stöhnt, um den Gegnern den Garaus zu machen, tann nur Motive mittheilen, weshalb das Kreisblatt nicht Bedauern aber nicht mehr Besorgniß erregen. Solche gehalten werde!" Weiter läßt sich allerdings die amtliche Nebelmassen wird die siegreiche Sonne bald zerstreuen.- Stolportage kaum treiben, bemerkt hierzu die Frankfurter Zeitung". Wir glauben nicht, daß auf diesem Wege die rasche Angliederung an Deutschland sich vollziehen wird, mögen die Kreisblätter auch noch so gut aus dem Preßbureau informirt werden. Aus dem Eldorado der Junker! Vor uns liegt folgendes Schriftstück: abgelehnt würde, dem Durchbringen der Regierungsvorlage aus bornirtem Klassenegoismus Hindernisse zu bereiten. Die Versammlung erklärt schließlich, daß die sozialdemofratische Arbeiterschaft von nun an mit noch größerer Energie als bisher nicht nur für das allgemeine, sondern auch das gleiche und das direkte Wahlrecht eintreten und vor feinem zweckdienlichen Mittel zurückschrecken wird, bis dieses Ziel erreicht ist. Einen spezifischen Juden Prozeß möchte das Stöcker'sche Bolt" aus dem Hannoverschen Wucherer- und Spielerprozeß machen und zählt die Blätter auf, welche in ihren Berichten nicht speziell die Konfession der Angeklagten, die fast sämmtlich, mit Ausnahme des Rittmeisters von Mayerind und eines anderen Angeklagten, Juden sind. Der moralische Schlag trifft aber ganz wo anders hin, als wohin ihn das Stöcker'sche Blatt führen möchte. Die angefagten Bucherer, Gauner und Falschspieler nehmen keinerlei Glanzstellung in der Gesellschaft ein; sie sind meistens schon durch frühere richterliche Urtheile gebrandmarkt, sie haben an Ehre und Ansehen nichts zu verlieren. Daß aber es solchen gesellschaftlich und bürgerlich auf tiefster Stufe stehen- Grau, der 1829 in dem Dorfe geboren, hat sein ganzes Streifbrecher Verein nennt, hat dem Bürgermeister von den Juden noch gelingt, in gesellschaftliche Beziehungen, wenn Leben lang mit einer furzen Unterbrechung auf dem Gute London ein Schriftstück zugesandt, das der fraglichen Konauch nur am Spieltisch, zu Personen zu treten, die oft die in Adamsdorf gearbeitet, und da der Mann nun einige ferenz unterbreitet werden soll. Es wird darin die EinBerührung des achtbaren Bürgers von sich weisen, das 60 Jahre alt geworden, folgte der Herr Gutsbesitzer einer fegung von Schiedsgerichten verlangt, denen die Streitig= ist das Bezeichnende in diesem Prozeß. Diese Offiziere, edlen Eingebung seines Herzens und sagte zu Grau: feiten der Unternehmer mit den Arbeitern unterbreitet werden die am Spieltisch ererbtes oder erborgtes Geld vergeuden, Sieh', lieber Freund, Du bist mir viele Jahre ein sollen. Erfahrungsgemäß haben solche künstlich von dritter und später, wenn sie nicht vorher zu Grunde gehen, den treuer und redlicher Arbeiter gewesen und ba Seite ins Leben gerufenen Schiedsgerichte nie einen Erfolg nothleidenden" Grundbesitzer spielen, zeigen, daß die Ehre" Du nun alt und schwach geworden, so sollst gehabt. Die englischen Arbeiter werden sich jedenfalls dafür nicht hindert, um welchen Preis immer seinen Lüsten zu Du zum Lohne es in Deinen alten Tagen bedanken, eine Suppe auszuessen, die ihnen die Streitbrecher fröhnen. Und auch darin wirft der Prozeß auf die Ehre" auch gut haben"! und der Mann erhielt Vierzig Mart" eingebrockt haben. Der Bürgermeister Sozialismus ist jetzt in Englande Mode. Nachdem die mittelenglischen Mayors bisher vergeblich versucht haben, im Kohlengräber- Streit zu vers mitteln, hat der Bürgermeister von London die hauptstädtischen Parlamentsmitglieder zu einer Konferenz über Dem Wirthschaftsmeier Grau, der zum 1. Oftober meinen Arbeiterverhältnisse aufgefordert. Diese Vereinigung erDienst verläßt, beabsichtige ich bis auf weiteres eine jährliche scheint nun den von den Unternehmern ins Leben gerufenen Pension von 40 m.- Bierzig Mart- zu geben, was ich bemfelben für die Erwerbung einer Wohnung bei Streifbrecher Organisationen das geeignetste Forum, um ihre Wünsche vorzubringen. dem Gutsbesitzer Herrn August Jahnke hiermit mittheile. Adamsdorf, 29. Juni 1890. " Karbe." ein eigenes Licht, wenn uns gezeigt wird, wie junge hoffnungs- jährliche Rente zur Erwerbung einer Woh Die Free Labour Association, wie fich der volle Söhnchen, um einem„ Kameraden" seine Spielschuld nung! Zum Leben war ja frische Luft genug vorhanden. Wozu die Russenfeftlichkeiten in Frankreich gut zu zahlen, sich dem Juden auf Gnade und Ungnade über- Diese 40 M. wurden in halbjährlichen Raten à 20 M. ge- find. Der Korrespondent der" Times" in Toulon erzählt: liefern muß. Daß eine solche Beft, wie sie der Prozeß zahlt. Als am 1. Oftober d. J. der alte Mann abermals" Ich war in einer Buchhandlung fam Quai du Port, als schildert, so weit um sich greifen konnte, zeigt einen wunden sein Geld haben wollte, da wurde ihm von Herrn Karbe ein russischer Offizier eintrat und nach Büchern verlangte, Fleck an den Gewohnheiten und Ehrbegriffen in Kreisen, folgender Bescheid:" Gehe nur zu Deinem Sohne und deren Verkauf in Rußland verboten ist. Ich fand bald die sich vorzugsweise zur Blüthe der" Nation zählen lasse Dir was geben, denn der bekommt ja genug von möchten. den Sozialdemokraten." Somit waren zwei Fliegen mit eins ausgewischt und zugleich einem Schlage getroffen; man hatte dem politischen Gegner sein Geld gespart. Solche Vorkommnisse sind außerordentlich geeignet, die Arbeiter an ihren gnädigen" Herrn zu fesseln; so glaubt man sie den Lehren der Sozialdemokratie unzugänglich zu machen. Zum Fall Gradnauer. Am Schlusse einer längeren Ausführung schreibt die Vossische Zeitung": " " Daß ihm( Gradnauer) aber fein rechtskundiger Bertheidiger zur Seite stehen darf, ist eine Thatsache, die neuerlich die Aufmerksamkeit auf die Mangelhaftigkeit ber norddeutschen Militärgerichtsbarkeit lenkt. Was einem Sozialdemokraten aus dem einen Grunde geschieht, kann einem Mitgliede anderer Parteien, lange nachdem es seine Dienstpflicht erfüllt hat, aus anderem Grunde widerfahren. Wie lange noch soll ein Verfahren bestehen, über das die juristische Welt wie die öffentliche Meinung seit mehr als einem Menschenalter den Stab gebrochen haben?" Die Leipziger Neuesten Nachrichten" schreiben: Herr Karbe und seine Freunde werden noch die merkwürdigsten Erfahrungen hierin sammeln. heraus, daß die Buchhändler der Stadt oder zum wenigsten ein Theil von ihnen sich wohl vorbereitet hatten, ein solches Verlangen zu befriedigen. Sie hatten nicht nur einen Borrath der verbotenen französischen Werke angelegt, sondern sich auch von Genf und anderen revolutionären Bentren aus mit russischen politischen und sozialen Flugschriften versehen. Wie ich höre, gehen diese reißend ab. Während meines turzen Aufenthalts in dem Laden wurde das Verlangen zweimal wiederholt. Die Werke sind meift Pamphlete von 20 bis 150 Seiten, die demokratische, sozialistische und nihilistische Prinzipien predigen." Zur Situation in Oesterreich. Zwischen dem Grafen Das hätte sich Väterchen sicher auch nicht träumen Taaffe, dem Polenführer Jaworski und dem Führer der laffen, daß seine getreuen Offiziere die ersehnte Gelegenheit Konservativen, Grafen Hohenwart, fand, wie aus Wien eines Besuches in Frankreich benutzen würden, sich mit vertelegraphirt wird, gestern eine längere Konferenz statt. Man botener Lektüre zu verfehen. Nicht Roß nicht Reisige", „ Es scheint übrigens, als ob die betreffende Untersuchung glaubt, daß Graf Taaffe den beiden Parteiführern die nicht Schiffspanzer und Marineoffiziere find gefeit gegen das größere Dimensionen annehme. Sicherem Vernehmen nach wurde ein am Freibergerplay in Dresden wohnender Hand weitgehendsten Zugeständnisse gemacht habe, um dieselben neuzeitliche Aufklärungsgift. Es sickert überall durch, bis arbeiter, ein eifriger Sozialdemokrat, der kürzlich zu einer für die Regierung zu gewinnen. Jedenfalls dürfte sich die der Bar auf seiner steilen Höh" allein und unbewacht militärischen Uebung eingezogen war, durch Polizeibeamte in Situation morgen bei der ersten Sigung des Ausschusses übrig bleibt. Zivil aus dem Bette geholt und verhaftet. Man fonnte nur für die Ausnahmeverfügung wenigstens zum Theil klären. soviel erfahren, daß es sich gleichfalls um ein militärisches In Regierungskreisen ist man jetzt zuversichtlicher gestimmt Bergehen handelt. Außer diefer sollen noch weitere Verhaftungen und glaubt, daß es nicht zur Auflösung des Reichstages vorgekommen sein." tommen werde. Man spricht von dem Rücktritt des Finanzministers Dr. Steinbach, auf dessen Entfernung die Polen bestehen sollen. S Die„ Bolts Zeitung", die Freisinnige Zeitung" und die„ Germania" verlangen Klarlegung über die Ursachen der Verhaftung und drücken ihre Verwunderung über dieselbe aus. Merkwürdiges Verbrechen. Das preußische Staatsministerium hatte durch den Justizminister gegen den Redakteur der Breslauer Morgenzeitung", Dölle, einen Strafantrag gestellt, weil dieser den Wahlsieg der Breslauer Sozialdemokraten bei der letzten Reichstagswahl als eine Frucht des Regierungssystems" bezeichnet hatte.(!!) Die Straffammer erkannte indeß auf Einstellung des Verfahrens, weil nur die Reichsregierung gemeint sei, die Reichsbehörden aber keinen Strafantrag gestellt hätten. Was es doch im neuen Deutschen Reiche für merkwürdige " Verbrechen" giebt. Gendarmen als Kolporteure von Amtsblättern. Wozu im Reichslande mitunter Gendarmen gebraucht werden, geht aus folgender Darstellung des„ Elsässer" hervor: Aus dem Kreise Molsheim gehen uns mehrfache Berichte zu, daß dortselbst die Gendarmen in den Wirth schaften sich nach den Zeitungen erkundigen, die aufgelegt werden. Den Schluß der Inquisition bildet eine warme, Der Kongreß der finnländischen Arbeiter. Troh des barbarischen Unterdrückungssystems, welches jede Fortschrittsbewegung im Zarenreiche schon im Reime zu vernichten bestrebt ist, machen sich doch hie und da Bestrebungen der Arbeiterklasse, sich vom kapitalistischen Joche zu befreien, Die Wiener Arbeiter faßten in ihrer letzten großen bemerkbar. Und zwar ist es Finnland, wo gegenwärtig Versammlung, wie wir noch nachgetragen haben, folgende diese Freiheitsbestrebungen zum Ausdruck kommen. Vor Resolution über die Wahlrechts- Vorlage des Grafen Taaffe: furzem wurde in Helsingfors ein Kongreß der Delegirten Die heutige Versammlung sieht in der Wahlreform- Bor: sämmtlicher finnländischer Arbeitervereine zum Zwecke der Tage der Regierung das ihr endlich abgezwungene Bekenntniß, Ausarbeitung eines allgemeinen Programmes für die finndaß die heute bestehende Verfassung nicht nur eine schmähliche ländischen Arbeiter abgehalten. Dasselbe soll dem im November Ungerechtigkeit gegen zwei Drittel des Volkes ist, sondern auch, in Helsingfors zusammentretenden Landtage vorgelegt werden. daß es gegenüber der von der organisirten Arbeiterschaft ge- Den Vorsiz des Kongresses übernahm ein bekannter führten Bewegung unmöglich ist, fernerhin die politischen Fabrikant von Brigt, welcher die Versammlung mit einer Privilegien der Besitzenden aufrecht zu erhalten. Rede eröffnete, die dahin abzielte, die Arbeitervertreter von Die Bersammlung erklärt aber weiter, daß die Regierungs- der Nothwendigkeit der gemeinsamen Arbeit für das„ allvorlage gänzlich ungenügend ist; fie proteſtirt entschieden gegen gemeine Wohl zu überzeugen. Nach längeren Debatten die Aufrechterhaltung der Privilegien des Großgrundbesizes und der Handelskammern und verurtheilt das Festhalten an wurde folgendes Programm von der Versammlung angeden indirekten Wahlen in den Landgemeinden, sowie den so- nommen: genannten Bildungszenfus. Troßdem betrachtet die Versammlung die Regierungsvorlage als den allerersten Beginn einer Reform, die mit Nothwendigkeit zur gründlichen Umgestaltung der Verfassung führen muß. Die Versammlung fordert schließlich die Abgeordneten aller Parteien auf, in erster Linie für den jungczechischen Antrag im Sinne des allgemeinen, gleichen, direkten Wahlrechts zu stimmen, warnt sie aber ernstlich davor, falls dieser Antrag die ihr durchaus gottlos dünkten. auf, seine Starkgeisterei mizig, spottend oder mit heftiger Leidenschaft darzulegen, und sein Unglück hatte ihm ein so bitteres Gefühl gegeben, daß er zuweilen wie ein begeisterter Prophet des Atheismus unter uns stand und in so sonder baren Gleichnissen und Bildern, in so bewegter und er habener Sprache redete, daß die frommen Mädchen sich mit innigem Grauen von ihm abwendeten. 11 1. Die Abschaffung derjenigen Hindernisse, welche bei den Gemeindewahlen den Arbeitern häufig im Wege stehen. 2. Gleiches Wahlrecht für die Arbeiter bei den politischen Wahlen. 3. Festsetzung des zehnstündigen Normalarbeitstages durch Gesez für alle in der Industrie und im Gewerbe beschäftigten Arbeiter. Ausnahmen sollen nur in besonderen Fällen, z. B. in bestimmten Jahreszeiten bei den landwirthschaftlichen Arfinden sollten, daß uns Elend nachjage, daß Beauvais aus dieser Ehe nur Jammer und Gram ernten und an seinen liebsten Rindern Unheil, Kummer und Verbrechen erleben möchte." Und es ist wahr, je uns in diesem frommen Eifer beharren sah, ließ er seine Tage gedente. Ach! man wird nicht alt, wenn man so wie ich in der Einsamkeit nur seinen Erinnerungen lebt. Noch mehr wir schwärmten und nur in einer einzigen Gestalt Bitten und Demuth fahren, und ein ungeheurer Zorn be= schlimmer als mir ging es dem armen Lacoste. Er verzehrte die Wahrheit und das Göttliche erkennen wollten, um so meisterte sich des gekränkten Menschen. Seine Augen fich, er war frank und wünschte sich den Tod. Unter mehr benußte Lacoste jede Veranlassung, seinen Unglauben flammten wieder, und er verfluchte sich und uns alle mit gräßlichen Worten rief er ihn oft herbei. Sein Anblick auszusprechen. Ja, so elend er sich auch fühlte, so suchte den bittersten Verwünschungen: daß wir das Glück nie hatte etwas Herzzerreißendes. Auch mein Freund Beauvais er dennoch aus einer gewissen Eitelkeit jede Gelegenheit var blaß geworden, auch sein Jugendland zerrann in Nebel. Ach! es giebt nichts so Fürchterliches, als an dem Werth des geliebten Gegenstandes zweifeln zu müssen; das Edmund ſeufzte ſchwer.—„ So, fuhr der Prieſter thut weher als verschmähte Liebe. Und in diesen Schmerzen verging jetzt der Arme. Auch mir war Lucie räthselhaft, fort, verließ uns der Arme und stürzte wie ein Rasender wenn ich einmal meinen Blick auf sie richten konnte, und sie aus dem Hause. Es bedurfte nur weniger Zeit, um uns zu besinnen und von einer heißen Beschämung durchglüht sowohl wie Euphemia waren gespannt und ängstlich, suchten und vermieden die Einsamkeit, wollten ihr übervolles Herz Wir hatten uns alle recht ausgeweint, waren versöhnt zu sein. In der frommsten Stimmung, im Gefühl der gegen einander oder gegen die Geliebten ausschütten und und friedlichen stillen Herzens, als Lacoste in unsere reinsten Liebe, wie wir es wähnten, waren wir gegen einen Beauvais er Mitbruder, gegen einen Freund grausam gewesen, der konnten doch die Stunde, konnten vielleicht den Muth dazu Nührung und fromme Unterhaltung trat. nicht in sich auffinden. Alle dieselben Menschen, die, noch öffnete ihm, was er von Lucien erfahren, und wie er unsere Schonung und Mitleid verdiente, wenn er auch auf falschem vor furzem wie harmonische Töne befriedigend ineinander Gesellschaft meiden müsse, um das Glück der Liebenden und Wege verirrt war. Beauvais befann sich am frühesten und geflungen hatten, schrieen jetzt in gellenden Dissonanzen der nahen Ghe nicht zu stören, vielleicht unmöglich zu machen. zürnte über sich und uns alle am heftigsten; Inquisitoren Seine ganze schalt er uns, die denjenigen, der anderer Meinung ist als gegen einander: die scheinbare Heiligkeit hatte sich in Dieser Schlag tam dem Armen unerwartet. menschliche Thorheit umgesetzt und feiner verstand mehr den bleiche, gramzerstörte Gestalt zitterte heftig wie in sie, mit faltem Blute zum Scheiterhaufen verdammen. andern, so wenig, wie er sich selbst. Es war, als wenn der Krämpfen, er fonnte lange teine Worte finden, und als Es wurde schnell nach der Stadt in Lacostes Wohnung alte Beauvais von der ungeheuren Verwirrung etwas ahn- sie endlich seinen bleichen Lippen entströmten, suchte er uns gesendet, aber er war in der Wuth schon abgereist, dete, denn er betrachtete uns oft alle mit finstern und zu überreden, daß ein solches Verbannungsurtheil von niemand wußte wohin. Dort hatte er im Hause alles forschenden Blicken. bind and 16-19 ehemaligen Freunden mindestens zu hart sei, daß er für zerschlagen und einen jungen Aufwärter, der ihn Endlich lösete sich diese Verschlingung wieder. Der seine Leidenschaft sowie für seine Ueberzeugung nicht hatte beruhigen wollen, mil seinen Riesenkräften so Bruder Euphemias fing wieder an zu genesen, die vorigen so schnell alles vermöge, daß er aber beides bekämpft habe gemißhandelt, daß der Arme für todt den Wundärzten überProjekte traten wieder ein, und meine verwilderte Leiden- und in unserer Gesellschaft noch kräftiger dagegen streiten geben ward. Er hatte ihm den Kopf zerhauen, so daß man schaft mußte nach und nach einer stillen Resignation Raum werde. Aber Beauvais war an diesem Tage mit männ an seinem Aufkommen zweifelte, mit Tischen und Stühlen, geben. Doch war es auch nur diese, denn ich wollte erft lichem Muth und Entschluß gerüstet, sein bisheriges Ver- die er auf den Schwachen warf, ihm beide Beine zer noch meine geglaubten Rechte geltend machen, bis ich sah, hältniß zu Lucien hatte ihn zu unglücklich gemacht; er schmettert. Waren wir erst schon beschämt gewesen, so daß die zarte Euphemia in diesem Sturme untergehen brang auf die unmittelbare Entfernung des Frieden- hätten wir uns jetzt in den Klüften der Erde verbergen müsse. Lucie erklärte sich endlich für Beauvais, und es störers; der Abbé Aubigny vereinigte sich mit ihm, die mögen, als wir erfuhren, daß dieser junge Bursche, von fand sich, daß nur sein noch immer zu vertrauter Um- fromme Euphemia war eifrig und am entschiedensten Lucie der gemeinsten Erziehung und ohne alle Wissenschaft, sowie gang mit Lacoste sie von ihm entfernt hatte. Ihr war selbst, und ich schloß mich diesem Chore an, und wir alle er nur zur Besinnung gekommen war, während des Verdie Furcht nahe getreten, daß er wohl selbst zu den frei- erklärten bestimmt wie aus einem Munde: der Gottlose bandes unter Folterschmerzen für den Mann, der ihn so geisterischen Gesinnungen des Nebenbuhlers hinneigen möge. folle nicht ferner in unserer Nähe wandeln, es sei unsere beschädigt, zu Gott gebetet hatte, daß er dem Armen verGo groß war ihre Liebe zu ihrer Kirche, daß fie den Pflicht, die Liebe, Christus selbst verlangten von uns, ihn zeihen und helfen möge, der ja unaussprechlich, unendlich Entschluß gefaßt hatte, lieber den theuren Verlobten auf zu verbannen, weil durch seine Nähe unsere Religion be- unglücklich sein müßte, weil er in seinem Schmerze an einem Als Lacoste Unschuldigen dergleichen habe ausführen können.( F. f.) zuopfern, als in einer Nähe von Ueberzeugungen zu leben, schmußt, wenn nicht selbst gefährdet werde. 4. Die Einführung des allgemeinen Schulzwanges und des unentgeltlichen Unterrichts in den Volksschulen. 5. Erleichterung der Pachtverhältnisse und rechtmäßige Vertheilung der Grundstücke, um die acerlose ländliche Bevölkerung mit Land zu versehen. beiten gestattet werden, wobei jedoch die nothwendigen Ruhe-| Art fehlt es nicht. Man ist sogar so weit gegangen, die Straßen, I schiebenem Inhalt vorfämen. Auf Befragen erklärte der Kriminal stunden am Tage den Arbeitern gewährt werden müssen. die zu den Arbeiterhäusern führen, abzusperren und Schildwachen beamte, daß der Angeklagte ein ganz gewiegter Kolporteur sei; aufzustellen, die blos folchen Personen Einlaß gewähren, die eine man sehe ihn in allen Versammlungen. Der Staatsanwalt spezielle Erlaubniß vom Kommandanten haben. Militär und beantragte 50 M. Geldstrafe oder 10 Tage Gefängniß, der GeGendarmen hausen dort gerade so, als wäre das Streitgebiet in richtshof erkannte auf 30 M. event. 6 Tage Gefängniß und Belagerungszustand versetzt. Wenn es trotzdem noch zu teinen führte zur Begründung aus:" Der Angeklagte wußte, daß die ernsten Ausschreitungen fam, so ist dies einfach den sozialistischen Broschüre, welche ihm am 10. Juli abgetauft wurde, beschlag6. Den Arbeitervereinen die Betheiligung an der Betriebs- Abgeordneten zu verdanken, die, während die Bourgeois- nahmt war. Seinem Einwand, daß er ihren Inhalt nicht ge= fontrolle, welche durch die industriellen Inspektoren ausgeübt Abgeordneten sich zu den zu Ehren der Zarenvertreter arrangirten fannt habe, ist nicht geglaubt worden; denn der Kolporteur sieht wird, zu gestatten. Festen drängen, den Streifenden wacker zur Seite stehen und in fich die Titel ganz genau an und er weiß ganz genau, welchen Ferner sprachen die finnländischen Arbeiter den Wunsch jeder Weise ihre Rechte zu wahren suchen. Das ärgert aber auch Titel fie führen. nach einer vollständigen und neuen amtlichen Statistik der die Grubengesellschaften und ihre gesammten Preßlataien derAus Trier wird uns berichtet: Am 16. Juni fam Genoffe finnländischen Arbeiterverhältnisse aus. Ferner wolle der und ihnen die ganze Schuld an den Streit zuschieben. Es ist Görges in die Wirthschaft des M. Becker, bestellte sich ein Glas artig, daß sie nicht genug Gift und Galle gegen fie speien fönnen Staat die Errichtung von Arbeikerkasernen( 3) durch alle mög- wohl nicht nöthig, hier erst ausdrücklich zu erklären, daß die Bier und griff dann nach der dort liegenden Landeszeitung" lichen Mittel, besonders durch Geldanleihen unterstüßen, sozialistischen Abgeordneten weit entfernt waren, den Streit mit den Worten:" Dann will ich mal sehen, wie die Wahl die Arbeitersparkassen in ihrer Entwickelung befördern und in irgend einer Weise anzuregen. Aber dar er nun hier ausgefallen ist." Der Wirth, ein fromm Schwarzer, der überall, wo eine erhebliche Anzahl von Arbeitern vorhanden einmal ausgebrochen war und die ganze Regierungsgewalt sich den Genoffen Görges als Sozialdemocrat fannte, gerieth hierüber ist, die Bildung von Arbeitervereinen begünstigen, welche auf Seite der Grubengesellschaften gestellt hatte, deren Büttel so in Wuth, daß er auf G. sprang, ihm die Zeitung entriß und für die Hebung der Sittlichkeit und Bildung unter der Ar- sie macht, fonnten die sozialistischen Abgeordneten nichts weniger sich in allerlei Schimpfworten erging, als wie die Sozialdemo beiterklasse durch Ertheilung von Elementarunterricht, Ab- thun, als fich den Streifenden zur Verfügung zu stellen und sie traten sind Lumpen u. f. w.". Am 22. Oktober hatte sich der haltung von populären Vorträgen u. f. w. sorgen. Auch wenigstens, soweit es möglich, gegen jede allzu offene Ver- Wirth Becker wegen Beleidigung des Görges vor dem Schöffengewaltigung zu schüßen. Ob ihnen dies bis zur Beendigung gericht zu verantworten. Obschon Becker sich einen Anwalt hielt, verlangte man gleichen Lohn für die weiblichen und männ- des Streits gelingen wird, ist nach dem bisher von der Refonnte das Gericht nicht umhin, ihn mit 10 M. und Publikation lichen Arbeiter, Gründung von Fachvereinen, Einführung gierung beliebten Verfahren zu urtheilen, allerdings noch frag- an der Gerichtstafel zu bestrafen, weil der Wirth Becker nicht der Zwangsversicherung gegen Krankheit und Unfälle und lich. Die etwaigen Folgen würde sich aber in diesem Falle die beweisen konnte, daß Genosse G. oder überhaupt die SozialUmwandlung des gegenwärtigen Steuersystems in eine Ein- Regierung selber zuzuschreiben haben. Würde sie mehr als der Demokraten Lumpen u. f. w. feien. Interessant ist noch, daß der kommensteuer. Hausknecht des Kapitalismus sein, dann wäre der Streit binnen Vertheidiger des Becker alles vorzubringen suchte, nämlich daß Wenn es auch fraglich ist, ob diese Forderungen erfüllt 48 Stunden friedlich beendigt. Unterm 27. Dezember 1892 wurde G. Flugschriften während der Wahl verbreitet hätte, aber ach, werden, so läßt sich doch die Bedeutung solcher nämlich ein Gesetz erlassen, das für alle Lohnstreitigkeiten ein es half nichts. Kongresse in einem Lande, wo die Agitation unter Schiedsgericht vorschreibt. Die Grubengesellschaften allein wollten und wollen davon nichts wissen. Die Regierung brauchte aber den Arbeitern wegen des herrschenden Barismus nur anzudeuten, daß sie, falls die Grubendirektionen auf ihrer fast unmöglich ist, nicht unterschäßen. Wir wünschen den Weigerung verharren, den Auftrag ertheilen werde, von allen finnländischen Arbeitern viel Glück im Kampfe, den sie be- Streiforten die Truppen zurückzuziehen, und ehe 24 Stunden gonnen haben, wenn sie auch noch nicht vollständig auf dem vergingen, wäre das Schiedsgericht zusammengefeßt. Aber Hausknechte haben eben nichts anzuordnen, nichts zu befehlen, Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen. Der Streik der französischen Grubenarbeiter. Dersammlungen. liner Reichstags- Wahlkreis setzte am 24. d. M. die Diskussion Der fozialdemokratische Wahlverein für den 6. BerWagner gehaltenen Borsondern nur zu gehorchen, und so ist denn auch zur Stunde noch über einen f. 3. von dem Genolebung durch das Volk, fort. nicht abzusehen, wie der Streit endigen wird. Parteinachrichten. Ihren Höhepunkt hat die Sozialdemokratie nunmehr auch Unser Pariser Korrespondent schreibt uns am 20. Oktober: in Dänemark erreicht. Wenigstens läßt sich die KreuzDer„ Grelot", ein humoristisch- satirisches Wochenblatt, brachte Beitung" diese Freudenbotschaft aus Kopenhagen melden. Da jüngst ein Bild, das links den feisten Ministerpräsidenten Charles fie aber gleicherzeit registriren muß, daß das dänische Partei Dupuy zeigt, der gerade daran ist, Lampions und Fahnen zum organ Sozialdemokraten" einen Abonnentenstand von 25 000 Empfange der russischen Offiziere herzurichten, während rechts erreicht" hat, und daß auch sonst in Dänemark rührig agitirt ein Bergarbeiter in bittender Stellung steht, hinter welchem sich wird, so wird es mit der Erreichung des Böhepunktes" wohl der Hunger mit eingefallenem Gesicht zeigt und darunter aur ähnlich ausschauen wie daheim im Lande junterlicher Schnauzen: Erklärung: Du bist kein Rofat? Dann pad' Dich fort!" Diefes wüchsigkeit. Wort fennzeichnet so recht die gegenwärtige Situation: auf der einen Seite nichts als Feste für die Abgesandten des Baren, auf der andern schnöde Worte für die streikenden Grubenarbeiter. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. trag, die direkte Vor Eintritt in die Verhandlungen ehrte die Versammlung das Andenken an das verstorbene Bereinsmitglied 3 astrow durch einmüthiges Erheben von den Plätzen. Genosse Wagner, welcher sein Erscheinen zugesagt hatte, mußte an demselben Abende in einer Kommunalwähler- Bersammlung sprechen und fonnte demzufolge seiner Bufage erst später gerecht werden. Derfelbe hatte sich in seinem Vortrage für das Repräsentativ- System Parlament) und gegen die direkte Gesetzgebung durch das Volk ausgesprochen, so lange die Sozialdemokratie nicht die ausschlaggebende Bartei sei. Zur Verlesung gelangte ein dasselbe Thema behandelnder Artikel von Kautsky in der Neuen Zeit", meisten Redner sprachen sich im Sinne des Referenten aus. Im auf welchen sich die weitere Diskussion aufbaute. Die Weiteren schloß sich die Versammlung einem Antrage Dornbusch's meisten Redner sprachen sich im Sinne des Referenten aus. Im an, welcher den Parteigenossen empfahl, des Dienstags nur Verfammlungen von Wahlvereinen einzuberufen, um Kollisionen zu Gegen das letzte, Genossen Dr. Diederich in Dort- vermeiden. Auch erklärte sich die Versammlung damit einverUnd wenn es noch wenigstens bei den Worten bliebe. Es ist mund wegen Beleidigung der schlesischen Geistlichen zu zwei standen, daß der Vorstand den Genossen v. Wächter zu einem aber viel schlimmer. Wenn auch nicht die Flinte schießt was Monaten Gefängniß verurtheilende Erkenntniß ist jetzt nach Zu- Diskussionsabende einlade. Beschlossen wurde noch, während der übrigens noch werden kann- so haut doch der Säbel, wie dies stellung des schriftlichen Urtheils die Revision eingelegt worden. Kommunalwahlbewegung die Wahlvereinsversammlungen nur in Drocourt, Liévin und an anderen Streiforten der Fall war, Wegen der Uebersetzung der Broschüre„ Die Bibel" ist gegen die nach Bedürfniß abzuhalten. Zum Schlusse fand noch eine kleine wo zum Schuße der Freiheit der Arbeit" die Dragoner mit Genossen Diederich, Harders( Bünde)" und Glomte( Bielefeld) Stellnerbebatte statt, indem einer ber servirenden Kellner sich blanker Waffe auf die Streifenden einhieben. Seitens der Re- Anklage erhoben und Termin vor der Bielefelder Strafkammer barüber beschwerte, daß der Verein Berliner Gastwirthsgehilfen gierung, ihrer Präfekten, Soldaten, Gendarmen, Polizei- am 23. November angefekt worden. für drei Monate Vereinsbeiträge vorausbezahlt verlange, den kommissare zc ,, die alle zusammen so handeln, als wären sie -Freigesprochen wurde die Düsseldorfer Frauen- Agitations arbeitslosen Mitgliedern während dieser Zeit aber höchstens einAngestellte der Grubenkompagnien, wird überhaupt alles gethan, fommission von der Anklage wegen Vergehens gegen das Vereins- mal Arbeit nachweise und jeben als der Mitgliedschaft für verum die Streikenden zum Aeußersten zu treiben und so der gesetz. Die Anklage ftützte sich darauf, daß der Verein" sich mit luftig erkläre, der nicht in der Lage sei, für brei Monate VereinsArbeitseinstellung ein jähes Ende zu bereiten. Und da wehklagt der politischen Angelegenheiten befaßt habe, da die" Kommiffton in beiträge, d. i. 2,40 W., im Voraus zu entrichten. " Temps", der das Es lebe die soziale Republik!" der Streitenden einer Bersammlung gewählt sei, welche sich mit der Erringung gern in ein Gs lebe der Bar!" umgewandelt sähe, inmitten der von politischer Rechte für die Frauen beschäftigte und eine dies Der Bourgeoisie auf Kosten des Volkes arrangirten Feste in seiner bezügliche Resolution auch annahm, und die gewählten Mit heuchlerischen Weife:" Warum muß ein schwarzer Punkt schmerz- glieder mithin" mit diesbezüglicher Thätigkeit beauftragt habe. lich unsern Blick auf sich lenken? Der schwarze Punkt sind die Streits im Norden Frankreichs. Dort giebt es Taufende von Leuten, die anstatt, gleich dem Reste der Franzosen, ganz Freude, Versöhnung und Einklang zu sein, freiwillig das Glend zu er tragen und indem sie ihr Herz mit Haß erfüllen, mehr noch moralisch als materiell leiden." Selbstverständlich haben die Grubenarbeiter feine Ursache zur Unzufriedenheit. Wenn sie ftreifen, ist dies einfach die Schuld der Agenten der bürgerlichen und sozialen Zwietracht", d. i. der Sozialisten. Die Bergarbeiter gehorchen ganz einfach einigen politischen Personen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einen Zustand zu ver schlimmern, der, wie man annehmen kann, ohne ihre Einmischung von selbst schon geordnet wäre." " Danach" dürften in den Berein teine Frauen aufgenommen werden. Dieser monströsen Begründung, die bei dem Schöffengericht, wie noch erinnerlich sein dürfte, verfangen hatte, wurde von der Straftammer denn doch nicht beigepflichtet und so er folgte, wie gesagt, Freisprechung. Gerichts- Beitung. über welches der Genosse Adler den Rohrlegern und „ Gewerkschaften oder nicht?" war das interessante Thema, Selfern am 24. Ottober unter lebhaftem Beifall einen Bortrag elfern am 24. Oktober unter lebhaftem Beifall einen Vortrag hielt, der die unbedingte Nothwendigkeit der Organisation ganz hielt, der die unbedingte Nothwendigkeit der Organisation ganz besonders betonte. Die ausgedehnte Debatte, an welcher sich die und noch einige Redner betheiligten, drehte sich hauptsächlich um Rollgen Winter, Karpentiel, Hamin, Jutschte, Hanke, Sigalsky Rollgen Winter, Karpentiel, Samin, Jutschte, Hanke, Sigalsty die Form der Organisation. Hierzu erklärte der Referent in feinem Schlußworte, daß es auf die Form weniger antomme, Bedingung sei, daß ein Jeder organifirt fet. Besonders legte Redner den Gewerkschaften die Eroberung der Krantentassen ans Herz. Denselben stehe das Recht einer Behörde zu, fie können auch politische Fragen erörtern, wie in allernächster Zeit die Krankenkasse der Handelsgehilfen und Gewerbegericht. Sigung vom 24. Oktober. Kammer III. Gehilfinnen in einer Versammlung darthun werde. Die Wahl des Vertrauensmannes und die Abrechnung des Borsigender: Aſſeſſor Cuno. Die Oesterreicher Herzog und abtretenden mußte zurückgestellt werden, da derfelbe bettlägerig Nun abgesehen davon, daß nur Jemand, der sich nicht in Tornow hatten einen Tag bei dem Malermeister Oppermann geist. In furzen Zügen erstattete sodann der Gewerbegerichts- Beiden Arbeitervierteln bewegt und nicht die sozialistischen Arbeiter- arbeitet und waren am anderen Morgen auf Veranlassung des blätter liest, davon sprechen kann, daß mit Ausnahme der Werkmeisters entlassen worden. streifenden Bergarbeiter alle Franzosen ganz Freude zc. find, so mann flagbar. Sie verlangen den Tag bezahlt, an welchem sie die organisirten Arbeiter fast ausnahmslos nicht zu Ginigungen Sie wurden nun gegen Opper- fiber Bericht über seine 1/ 2jährige Thätigkeit in Kammer 8. Derselben gehören 43 Beifizer an. Hervorzuheben sei, daß haben doch von der Versöhnung, von der im" Temps" gleich vergeblich zur Arbeitsstätte tamen, außerdem beanspruchen sie die organisirten Arbeiter fast ausnahmslos nicht zu Ginigungen zeitig die Rede ist, die Streikenden einen genugsamen Beweis statt 37 und 35 Pf. für jede für D. gearbeitete Stunde 45 Pf. geneigt seien, sondern strikte auf ihren gerechten Forderungen beinfofern geliefert, als sie gleich bei Beginn des ihnen auf Das Gericht billigte dem einen Kläger 40 Pf. als den üblichen harren, in dem Bewußtsein, durchaus nicht nöthig zu haben dem Wer sich aber ebenso einmüthig dagegen erflärt hatte, das Entlassungstag zu. Es sei mehrfach prinzipiell vom Gewerbe noffe Adler bewies dies durch ein Beispiel. gebrängten Streits sich für ein Schiedsgericht erklärt hatten. Stundenlohn für unstreicher und beiden Klägern je 4 M. für den Kapital etwas zu schenken. Die indifferenten, unorganisirten ArEs sei mehrfach prinzipiell vom Gewerbe- beiter hingegen seien sehr leicht zu Einigungen zu bewegen. Gewaren die Grubengesellschaften, die den Streit geradezu gericht entschieden worden, so begründete der Vorsitzende das nosse Adler bewies dies durch ein Beispiel. provozirt haben. Ohne den Streit wären fie nämlich infolge Urtheil, daß der Ausschluß jeder Kündigungsfrist nicht aufzu Die Stellmacher, welche( bei Innungsmeistern beschäftigt ber Markt Verhältnisse eingestandenermaßen gezwungen faffen fei, als ob die event. Entlassung eines Arbeiters zu find, waren vom Innungsvorstand zu einer Versammlung eingewesen, einen Theil ihrer Arbeiter zu entlassen bezw. ihre Pro- jeder Minute ohne jede Verpflichtung des Arbeitgebers er geladen einen Ausschuß zu wählen. Die Versammlung fand am zu the der bertan Die m Suktion einzuschränken, was aber bei weitem nicht die gleiche folgen könne. Wenn die Entlassung vor Ablauf der täg 23. Oftober in den Arminhallen statt, hatte aber nicht den von Wirkung wie ein Streif: eine plögliche und rasche Steigerung lichen Arbeitszeit erfolge, sei der ganze Arbeitstag den Innungshelden gewünschten Erfolg. Trotzdem Obermeister der Kohlenpreise, hervorgebracht hätte. Nur hatten fich die zu bezahlen. Die Kläger wären aber in dem Glauben am I be in den schönsten Farben die vermeintlichen Vortheile ausGrubengesellschaften insofern etwas verrechnet, als sie der festen betreffenden Tage zur Arbeitsstätte gefommen, arbeiten zu können, malte, welche die Gesellen bei einer Vertretung in der Innung Meinung waren, baß der Streit höchstens vierzehn Tage währen ihre Gutlaffung sei erst in der ersten Stunde des neuen Arbeits- genießen würden, waren diese undankbar genug, die guten Rathfönne, d. i. gerade die Zeit, die sie nöthig hatten, um ihre tages erfolgt, darum müsse dieser thuen bezahlt werden. Der schläge zu verschmähen. Hauptsächlich betonte Herr Elbe, wie Rohlenvorräthe zu erhöhten Preisen an den Mann zu bringen, Kläger Tornow hätte zugestandenermaßen nicht gegen die Be- schön es doch wäre, wenn die Jnnung ihr eigenes Schiedsgericht Als darum diese Zeit abgelaufen war und sie bereits den aus zahlung jeder gearbeiteten Stunde mit 35 Pfennig protestirt, wie und eine eigene Krankenkasse befäße. Letztere ist übrigens be= Streifelend ihrer Arbeiter geschmiedeten Extraprofit in der Herzog, und hätte deshalb mit seiner diesbezüglichen Mehr- fchloffene Sache und wird am 1. Januar 1894 bereits in Kraft Tasche hatten, ohne daß die Streitenden auch nur Miene forderung abgewiefen werden müssen. treten; hierbei sollte der Jnnungs- Gesellenausschuß die Funktionen gemacht hätten, zur Grube zurückzukehren, da hätten sie den Rammer IV. Borsitzender: Assessor Wel B. Die Aeuße eines Borstandes übernehmen. Die Gesellen wollten aber, da Streit wieder ebenso gern losgehabt, wie sie ihn vordem gerufen rung:„ Sehen Sie sich nach anderer Arbeit um, sie bereits früher üble Erfahrungen gemacht haben, sich hatten. Gaben sie sich früher alle Mühe, die Arbeiter zum fei einer Entlassung gleich zu erachten, entschied die Rammer IV. durchaus nicht von der Arbeiterfreundlichkeit der Herren Jnnungs Streit anzuspornen, so geben sie sich jetzt alle Mühe, biefelben in der Klagefache des Tischlers, jetzigen Soldaten Jonas gegen meister überzeugen lassen. Die Kollegen Brüß und Schwarz durch allerlei Meldungen, die blos den Wunsch zum Bater Herrn Röter und verurtheilte letzteren wegen unrechtmäßiger erflärten im Einverständniß mit ihren Berufsgenossen, daß sie hatten, zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen. So ließ sie Entlassung zur Zahlung von 48 M. Staff durch die Rede des Obermeisters teineswegs von der Noth in den fapitalistischen Blättern sagen, daß wenn man die Arbeiter einzeln befrage, feien sie alle gegen den Streit, in Ver- Während der Dauer der Beschlagnahme mit Kenntniß wendigkeit der Errichtung einer Krankenkasse der Innung überzeugt worden seien. fammlungen hätten sie aber nicht den Muth, für ihre Meinung derselben eine Druckschrift verbreitet zu haben, wurde heute in barum zu thun, um die in der Ortskaffe verlorene Macht auf Die Innungsmeister scheinen dies nur einzutreten und stimmten darum für den Streit. Dann kommen einer vor dem hiesigen Landgerichte verhandelten Anklage einer anderen Stelle wieder aufzurichten. Mit dem Schiedswieder Meldungen, daß dieser oder jener Grubendirektor eine dem Kolporteur Feist vorgeworfen. Es handelt sich um Betition von seinen Arbeitern erhalten hätte, in welcher diefe um die in ber Serie Getrönte Häupter" erschienene Broschüre gericht verhalte es sich ebenfo. Das Gewerbegericht funktionire Wiederaufnahme der Arbeit baten; daß die Kaufleute, Bäcker 2c. Katharina II." Auf dem Sommerfeste, welches der sozialdemo- zu aller Zufriedenheit, die gewählten Beifizer genießen das volle da oder dori beschloffen hätten, den Streifenden jeden weiteren fratische Wahlverein für den dritten Kreis am 10. Juli in der Einrichtung zu treffen, die von vornherein geeignet ist, das MißVertrauen ihrer Kollegen, so daß gar tein Anlaß vorliegt, eine Krebit zu versagen und Aehnliches mehr. Thatsache Neuen Welt" beging, taufte ein Kriminalbeamter dem Ange- trauen der Arbeiter hervorzurufen? Die anwesenden Gefellen hingegen ist es, daß die Gruben Gesellschaften die tlagten eine Druckschrift mit gelbem Papierumschlag ab, um, Streifenden gerne aushungern laffen möchten. So hat bei wie er heute bekundete, zu sehen, was das für eine Schrift war. lehnten hierauf einstimmig die Wahl des Ausschusses ab. spielsweise die Grubengesellschaft von Courrières allen Krämern Gs zeigte sich, daß es die Katharina II." war, bezüglich welcher Köpenick. Am Dienstag, den 24.d. M., tagte eine sehr gut beund Bädern, die in den ihr gehörigen Häusern wohnen, bei dem Angeklagten bereits am 30. Juni mitgetheilt worden war, fuchte Versammlung im„ Raiserhof", in welcher Genoffe HoffStrafe der Austreibung verboten, an Streitende Waaren ab daß dieselbe gerichtlich beschlagnahmt sei; die Polizei hatte da mann seinen Vortrag über die sehn Gebote beendete, wobei er mals auch ein Exemplar der Broschüre bei Feist vorgefunden öfters von stürmischem Beifall unterbrochen wurde. In der zugeben. Selbst die Nuhe der Streifenden wird gegen sie ausgenügt. und mitgenommen. Zu seiner Bertheidigung führte der Ange- Diskussion meldeten sich leider feine Gegner zum Wort. In an, das am bei So ließ sich der" Temps" aus Lens schreiben: Je länger man flagte 30. Juni ihm beschlag weiterem Verlaufe der Versammlung wurde auf den Werth der in den Kohlenbecken lebt, sich bewegt und plaudert, desto mehr nahmte Gremplar habe schwarzen Umschlag mit weißem Presse hingewiesen. In seinem Schlußworte forderte Genosse wird man sich flar, daß diejer Streit teine Berechtigung hat. Aufdruck gehabt. Er habe daher angenommen, daß das Hoffmann namentlich die Frauen und die Jugend auf, mehr als Die Ueberspanntheit und der Enthusiasmus Heft mit dem gelben Umschlage ohne Ausdruck, das er bisher und kräftiger für unsere Partei einzutreten. Unter Versind sichere Barometer für die Gerechtigkeit schon früher gehabt habe als das beschlagnahmte, eine andere fchiedenem wurde beschlossen, ein Telegramm an den Kölner einer Sache, und sie stehen beide sehr tief." Ja, Broschüre sei, deren Verkauf also freistehe. Gelesen habe er sie Parteitag zu senden. was gäben die Kohlentompagnien nicht dafür, wenn sich die nicht, und daß der Titel derfelbe wie bei jener war, fonnte ihn Streifenden zu Grzessen hinreißen ließen. An Provokationen aller nicht beirren, da öfters Broschüren mit gleichem Titel aber ver- 1 11 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum Wallner- Theater. gegenüber keinerlei Verantwortung Vor- Anzeige! Theater. Donnerstag, den 26. Ottober. Opernhaus. Der Freischütz. Schauspielhaus. Sapho. Deutsches Theater. Man sagt. Berliner Theater. Der Kaufmann von Venedig. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Freund Felir. Wallner Theater. Der Aus gestoßene. Residenz- Theater. System Ribadier. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Geschlossen. Alexanderplak Theater. Rean, oder Leidenschaft und Genie. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Borstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gastspiel des ContinentalEden- Theaters ( Direktion: F. W. B. Schenk). Eröffnung der Saison Mittwoch, 1. Novbr. cr. Zur Aufführung gelangen: Feerien, Pantomimen, lebende Bilder, Engl. Kolibri Theater, Zauber- Produktionen, Geister- Erscheinungen in effektvollster Ausstattung. Ein donnerndes Hoch zu seinem Wiegenfeste unserem Statbruder 2768b Ernst Hübel. Adolf und Gießer Wilhelm. Drts- Kranken- Kaffe der Nadler und Siebmacher. Generalversammlung am Sonnabend, den 4. Novbr., Abends 8/2 Uhr, bei Wollschläger, Blumenstr. 78. Tages- Ordnung: 1. Verlefung der Protokolle. 2. Neuwahl von drei Vorstandsmitgliedern ( ein Arbeitgeber und zwei Arbeitnehmer). 3. Wahl des RechnungsAusschusses. 4. Beschlußnahme über Deffentliche Wähler- Versammlung für den 9. Kommunal- Wahlbezirk WE( umfassend die Stadtbezirke 55-62) am Freitag, den 27. Oktober 1893, Abends 8% Uhr. Das Lokal wird morgen bekannt gemacht. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Badek. 2. Aufstellung des Kandidaten. 3. Wahl eines Wahlkomitees. Die Vertrauensperson. Achtung! Bauhandwerker. Achtung! Am Sonntag, den 29. Oktober, Vormittags 10 Uhr: Oeffentliche Versammlung Borschriften betreffend die Stranten für Maurer, Zimmerer, Töpfer, Maler, Stndateure u. f. w. meldung 2c.,(§ 24 des Statuts) sowie Vorschriften über das Mahnverfahren, (§ 55 Abs. 3 des Gesetzes). 5. Verschiedenes. Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sparfeldt über: Alters- und Invalidenversiche 27696 rung". 2. Diskussion. 3. Bericht der Preßkommission. 4. Verschiedenes. Die Herren Arbeitgeber, sowie Sämmtliche Bauarbeiter sind zu dieser Versammlung eingeladen. Raffenmitglieder sind hierzu eingeladen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Bauhandwerkers, Der Vorstand. zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Maurer Berlins. 243/19 W. Ueckert, Thurmstraße 28. G ratweil'sche Bierhallen Achtung! Stellmacher. Achtung! Am Freitag, den 27. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33: Versammlung Kommandantente.77-79. des Fachvereins der Stellmacher Berlins und Umgegend. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines neuen Vorstandes. 2. Abänderung der Statuten. Soiréen der Leipziger Sänger vom 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um Krystall- Palast. zahlreiches Erscheinen 285/11 Der Vorstand. Anf. Wochent. Entree 15 Pf., refervirt National- Theater. Castan's 30 Bf. Auf, Sonntags 6 uge. Allgem. Verein der Topfer und Berufsgenoſſen Deutſchlands. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam ft. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Poffe in 1 Aft von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Samst. Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Mittags 12 Uhr: Volts: Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Juustonen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine 4 hocheleganten Festsäle Der blaue Mann. feder Art. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. vorstellungs- Matinee zu bedeutend er Präuscher's MUSEUM mäßigten Preisen: anatomisches Der Trompeter von Säkkingen. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 252. Parkeitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Dritter Verhandlungstag. Vormittagsfitung. Köln, 25. Oktober. Donnerstag, den 26. Oktober 1893. Den Vorsitz führt Fell- Leipzig. Er eröffnet die Sigung um 9½ Uhr mit der Berlesung einer Reihe von Begrüßung telegrammen. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. frattion. Jetzt hat sie ihren Abschluß gefunden. Der Polizeipräsident Feichter ist feiner Die 10. Jahrg. Scheißler Dresden tritt für den Antrag unter Hinweis auf die vielen in Fabriken vorhandenen Schäden ein, denen die Polizeibehörden abzuhelfen oft nicht gewillt sind. Abg. Wurm Hannover meint, daß der§ 120d ganz forrekt gefaßt sei und daß Worte den Uebelständen nicht ab helfen könnten, die Arbeiter selbst müßten die Berichte der Fabrikinspektoren gründlicher kontrolliren. Becker- Hamburg hält den Antrag für zu kleinlich, die Partei habe Wichtigeres zu thun, sie habe doch die Kinderschuhe glücklich ausgezogen. Ueber den weiteren Verlauf der heutigen Verhandlungen Frage befassen, ob eine Beschleunigung der Arbeiten der Mandatsgingen uns die folgenden Privatdepeschen zu: Singer: Die Fraktion könne sich sehr gut einmal mit der prüfungs- Kommiſſion nicht doch auf dem Wege der Gesetzgebung zu erreichen sei dadurch, daß ihr das Recht verliehen wird, Zeugen selbst, eventuell auch eidlich zu vernehmen. Er bittet, den Antrag doch der Fraktion zur Erwägung zu überweisen. Die Majorität tritt dieser Ansicht bei. einen Gefeßentwurf einbringen, welcher die Anstellung weiblicher Fabritinspettoren verlangt. Es darf dadurch keinesfalls die Zahl der bereits angestellten männlichen Fabrifinspektoren vermindert werden. Es soll in dem Entwurf vielmehr gleichzeitig eine erhebliche, den Anforderungen der industriellen Entwicklung und der besseren Beaufsichtigung der Fabriken entsprechende Vermehrung dieser Beamten vorgesehen werden. Die Anstellung der männlichen sowohl als der weiblichen Fabrikinspektoren soll durch Zu dem Antrage auf schnellere Erledigung der Wahlgeheime, gleiche und direkte Wahl der Arbeiter, Arbeiterinnen prüfungen nimmt Auer das Wort. Er bemerkt, daß diefer der Anstellung ein anderer ist, durch den Staat zu erfolgen. Die träge auch von anderen Parteien, speziell von den Freijinnigen, und Arbeitgeber erfolgen. Die Besoldung hat, obwohl der Modus Antrag kein spezifisch sozialdemokratischer sei, daß ähnliche AnThätigkeit dieser Beamten hat sich nicht nur auf die Kontrolle gestellt würden. Er weist auf den weitschweifigen Weg der Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstagsgesetz- Bestimmungen, sondern auch auf die durch die Revision sich er- nicht und es sei das beste, die Fraktion nicht mit dieser Aufder Fabriken in bezug auf die Ausführungen aller Arbeiterschutz- Wahlerhebungen hin und meint, viel nühen würde der Antrag Berichterstatter Singer: Parteigenossen! G3 wäre ver- Schutz der Arbeiter als bisher, zu erstrecken. Auch ist den Be gebenden nothwendigen Erweiterungen derselben, zum besseren gabe zu behelligen. lockend, hier in Köln, im Mittelpunkt der heuchlerischen Thätig amten die Exekutivgewalt zu verleihen." muß im Auge behalten feit des Zentrums und des nationalliberalen Ausbeuterthums werden. Anders liegt es mit den Anträgen 98 und 99. Sie einen längeren Vortrag über die Arbeit unserer Fraktion zu lauten: halten. Trotzdem will ich in Rücksicht auf die kostbare Zeit des Kongreffes und da der Bericht gedruckt vorliegt, den ich wahl find Doppelfandidaturen gänzlich zu vermeiden." 98. Parteigenossen in Leipzig: Bei der nächsten Reichstagsim Auftrag der Fraktion schriftlich erstattet habe, mich kurz faffen. Wesentliches habe ich dem vorliegenden Bericht nicht Randidaturen zum Reichstage sind die Wahlkreise aufzufordern, 99. Parteigenosse Eckwerth in Rostock:„ Bei Aufstellung von hinzuzufügen. Nur eine Berichtigung ist nothwendig geworden. nur solche Personen zu nehmen, welche auch wirklich SozialIm Bericht heißt es, daß die Angelegenheit Feichter noch schwebe. Demokraten sind, b. h. fich auf dem politischen Gebiete ebenso bevorgesetzten Behörde abgesetzt währen wie in der wirthschaftlichen Bewegung." und die Privatklagen sind zurückgezogen worden. Ich nehme es den Leipziger Genossen, die bei der letzten Herren in Straßburg haben sich friedlich wieder die Hand feit fanden, nicht übel, daß sie das, was ihnen nicht zugestanden Wahl gerade in der Richtung ihres Antrages gewisse Schwierig gereicht, wahrscheinlich in der Erkenntniß, daß es der Für den Antrag 96 tritt Dr. Lütgenau ein. Er glaubt Bourgeoisie nicht angenehm fein kann, das Auftreten des Polizei den unbedingtesten Gegnern der Doppelfandidaturen, soweit sie würde. wurde, überall verboten haben wollen. Auch ich gehöre zu nicht, daß der bestehende Zustand noch verschlechtert werden präsidenten vor Gericht erörtert zu sehen, weil die Möglichkeit sich irgendwie vermeiden lassen. Gerade sie sind eine ergiebige bei allen Parteien beinahe gleichen Widerstand finden. Weitere Beschränkungen des Vereinsrechtes würden eines so brutalen Auftretens gegen die Gesellschaft spricht, die Quelle des schädlichen Personenkultus; und die Möglichkeit eines preußische Vereinsgesetz sei voller Lücken und Widersprüche, Das sich eine solche Behandlung gefallen lassen muß.( Sehr richtig.) Erfolges bei den Wahlen ist viel sicherer, wenn ein Wahlkreis auch herrsche über seine Bestimmungen vielfach unklarheit, Was die Gesammthaltung der Fraktion betrifft, so ist in ihr die prinzipielle Auffassung der Partei über den Palamentarismus Kandidaten bearbeitet wird. Dennoch giebt es Verhältnisse, wo vereinen nicht angehören. Der§ 8 des Versammlungsgesetzes von vornherein und dauernd von dem in Aussicht genommenen so habe Stadthagen ausdrücklich erklärt, Frauen dürften Wahlstets zum Ausdruck gelangt. Für uns ist der Parlamentarisumus nicht Selbstzweck, sondern ein allerdings wichtiges und bedeutendes man, man mag wollen oder nicht, aus Rücksicht auf das Partei- schließe die Mitgliedschaft von Frauenspersonen" bei politischen Mittel zum Zweck. Von diesem Gesichtspunkt find alle Fragen von uns interesse eine Ausnahme machen muß. Nehmen Sie die Reichs- Vereinen aus, der§ 21 aber bestimme, daß Wahlvereine diesen ausgenutzt und behandelt worden, die das Parlament beschäftigten. lande. Welchen Aufschwung hat unsere Partei da genommen! Die Beschränkungen nicht unterworfen seien. Am deutlichsten trat dies bei der Militärvorlage hervor. Mir Möglichkeit von Wahlerfolgen ist erreicht. Wenn wir nun einen Gect Offenburg ist gegen ein Reichsvereinsgeseh, das die bekämpften nicht blos die Heeresvermehrung, sondern wir jungfräulichen Boden zu bearbeiten haben, dann schicken wir die badischen Arbeiter nur drangsaliren würde. richteten unfere Angriffe darüber hinaus gegen das ganze Namen Bebel und Liebknecht den besten Klang. Unvergessen ist trages, nicht blos die Ueberweisung an die Fraktion zur Ergeeignetsten Ackerleute hin. In den Reichslanden haben die Legien Hamburg wünscht die direkte Annahme des AnSystem. Wir haben nachgewiesen, wie kultnrfeindlich und verderblich der Militarismus an fich ist und daß mit dem es, daß sie 1872 gegen die Annektion Elsaß- Lothringens gestimmt Militarismus auch seine Basis, die bürgerliche Gesellschaft haben, aus der Erwägung heraus, daß das SelbstbestimmungsLeiphardt Stuttgart wünscht das freie Vereins- und zu beseitigen ist.( Beifall.) Nun zu den Anträgen, die zu diesem recht eines Boltes gewahrt bleiben muß, daß die Menschen feine Versammlungsrecht Schwabens für ganz Deutschland. Punkte der Tagesordnung gestellt worden sind. Hier kann ich freilich wird( Sehr richtig). Daß an die Namen der beiden Genossen heitlichen Vereinsgesetzes für ganz Deutschland unter dem Druck Hammelheerde sind, die aus einem Stall in den andern getrieben Heymann Berlin IV wünscht die Erringung eines frei nur meine persönliche Anschauung aussprechen, doch hoffe ich in der Hauptsache auf Zustimmung des Parteitages. Der Antrag 90 der sich ein ganz besonders Vertrauen dort knüpft, ist selbstverständ- einer systematischen und im großen Stile betriebenen Agitation, Parteigenossen im 4. Berliner Wahlkreis und Genosse M. Harm lich. Deshalb war ihre Kandidatur dort ein Aft politischer die nicht ohne Eindruck auf die Regierung sein wird. in Altona:" Die Reichstage- Fraktion solle im Reichstag die Nothwendigkeit. Der Parteitag darf sich nicht durch An- Joest Mainz: Wenn die Süddeutschen ihre Vereinsgesetze Reichsregierung auffordern, eine Arbeitslosenstatistik aufnehmen nahme des Leipziger Antrages die Hände binden. Daß verlieren, dann sind sie der Willkür der Polizei auf grund der zu lassen", wird wohl die Billigung der Mehrheit finden. Der der Antrag 99 überhaupt gestellt werden konnte. Wenn wir allgemeinen Landes- Gesetzgebungen ausgesezt. Im Programm Antrag 91 lautet: Parteigenosse Harm in Altona:„ Die Reichs- so weit gekommen wären, daß der Kongreß durch einen aus- sind unsere Forderungen in bezug auf das Vereins- und Vertags- Fraktion solle darauf hinwirken, daß 1. eine vom Staate rücklichen Beschluß nichtsozialdemokratische Kandidaturen aus- fammlungsrecht bereits ausgesprochen. Die Ueberwachung der organisirte Versicherung gegen Arbeitslosigkeit eingeführt werde. schließen müßte, dann könnten wir alle abdanken und einpacken, Versammlungen durch die Polizei ist gar nicht so schlimm. 2. Wolle der Parteitag der Verstaatlichung der für die Er- dann wären wir nicht werth, Sozialdemokraten zu sein.( Bravo.) Polizeiproletarier hören da manches, was ihnen zu hören gut ist, nährung des Volkes hauptsächlich in Betracht kommenden Boden- Der würde des Parteitages entspricht es nicht, diesen Antrag( Deiterfeit.) erzeugnisse, insbesondere des Getreides, sowie des Handels mit anzunehmen. Redner schlägt vor, bie Anträge 90-97 der Es sprechen noch Huth Elberfeld, Stolten Hamburg, diesen seine Zustimmung geben. 3. Wolle der Parteitag auf Fraktion zur Erwägung zu unterbreiten, 98 und 99 aber abzu Stadthagen, Günther Braunschweig, Schmidt= Organisirung des Arbeitsnachweises, sei es durch den Staat lehnen. Namens der Fraktion versichert Redner, daß sie so, wie Zwickau und Bebel, der feine prinzipiellen Bedenken gegen oder durch die Gemeinden, hinwirken, refp. hierzu Stellung ihre bisherige Thätigkeit einzig und allein vom Interesse für die den Antrag hat und ihn warm befürwortet, dagegen den ZusatzPartei diktirt war, auch in Zukunft an den unwandelbaren Prinzipien der Partei und ihrem Programm festhalten wird. antrag Heymann abzulehnen bittet. ( Bravo!) Die Debatte wird eröffnet. nehmen." " Eichler Pirna verlangt, daß sofort bei Beginn der den Reichstags- Wahlen eingebracht werde, damit er auch ordentneuen Session der Antrag auf Schutz der geheimen Wahl bei lich verhandelt werden könne. wägung. = = = Die Auer beantragt, die Fraktion wird beauftragt, durch ent sprechende Anträge im Reichstag auf die Erfüllung der Forderung 4 des Parteiprogrammes hinzuwirken. Dieser Antrag wird nach Ablehnung der anderen angenommen. Antrag 98 wird abgelehnt, Antrag 99 wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Es folgt Antrag 101.*) Diefer Antrag betrifft so verschiedene Materien und ist von so weittragender Bedeutung, daß ich mich nur wundern kann, wie ein Genosse anzunehmen vermag, daß ein solcher Antrag vom Parteitag aus dem Handgelenk gewissermaßen angenommen wird. Jede Begründung, jedes Material fehlt dem Antrag, seine Folgen sind nicht zu übersehen. Die Parteigenoffen in Halle beantragen:( 92) Die Reichstags- Frattion foll seitens des Parteitags beauftragt werden, im Reichstag einen Antrag auf Beseitigung des Impfzwanges folgende Resolution zur Annahme: Sonst wird das Wort nicht verlangt. Es gelangt die zu stellen. Die Fraktion ist weiter zu beauftragen, in anbetracht folgende Resolution zur Annahme: Singer bittet den Antrag abzulehnen und diesen Dingen der wachsenden Arbeitslosigkeit im Reichstage einen Antrag ein: Grden Der Parteitag hat keine Veranlassung, gegen die verflossene endlich einmal ein Ende zu machen. Wir müssen mit der Liebäugelei mit zubringen auf obligatorische Einführung des Sstündigen Arbeitstage." innerungen zu erheben. Der Parteitag heißt daher die Thätig( Sehr richtig mit Vorschlägen wie dem, daß die Abgeord zubringen auf obligatorische Einführung des 8stündigen Arbeitstage." Thätigkeit der sozialdemokratischen Reichstags- Fraktion Er- den Unabhängigen aufhören, etwas anderes ist der Antrag nicht. Ich möchte denn doch davor warnen, die Dinge, die ihrer Natur nach nichts mit der politischen Stellung der Partei zu thun haben, ferner mit allen Kräften die Interessen des Proletariats zu ver- Reichstags- Sigungen ablösen sollten, machen wir uns nur lächerfeit gut und fordert die sozialdemokratische Fraktion auf, auch neten sich nach dem Alphabet in der Theilnahme an den so zu behandeln, als wenn davon die Zugehörigkeit zur Sozial- treten, geleitet von dem Grundsaß, daß die parlamentarische lich. Mit dem Unfuge, fich den radikal flingenden Redensarten demokratie abhängig gemacht werden müßte. Der wüthendste Feind der Partei tann Impfgegner, der treueste Genosse Au- Thätigkeit stets Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck sei. Der Antrag 90 wird debattelos der Fraktion zur Erwägung überwiesen. Der Antrag 91 giebt zu einer längeren Debatte Veran laffung. Heymann Berlin und Lesche Altona wenden sich gegen den Antrag, Heymann hält nur den 3. Punkt für disfutirbar, Lesche will auch diesen abgelehnt wiffen. F haupt zu befassen, muß endlich gebrochen werden.( Beifall.) Ueber der Herren Unabhängigen zu Liebe mit solchen Dingen überden Antrag geht man zur Tagesordnung über. gelaufen. Damit ist der Punft 4 der Tagesordnung erledigt. Eine große Reihe von Begrüßungs- Telegrammen ist eins Genosse Bruhns Bremen tann wegen Krankheit nicht auf im Berliner Geheimbundsprozeß wurde mit den Rufen: Der dem Parteitage erscheinen. Die Mittheilung der Verurtheilungen neue Kurs! aufgenommen. Schluß 1234 Uhr. Nachmittags- Sigung. hänger der Impfung sein. Die Frage muß nach ganz anderen Gesichtspunkten entschieden werden, als nach der Zugehörigkeit zu einer politischen Partei. Ich persönlich halte einen Impf3wang nicht für angemessen, aber diese Frage fann nicht vor Boltsversammlungen oder auf unserem Kongresse entschieden werden. Nur das genaueste Studium des Materials ermöglicht ein Urtheil. Falsch ist es auf jeden Fall, die Verelendung des Bebel: Der erste Punkt soll in einer neuen Form wieder heranwachsenden Geschlechts, die hohe Säuglingssterblichkeit auf einmal das Recht auf Arbeit vom Staate verlangen. Es gab die Zwangsimpfung zurückzuführen. Die Schuld hieran Mitte der 80er Jahre auch bei uns Leute, die an die Möglichtragen die elenden sozialen Verhältnisse, unter denen die Masse der Bevölkerung lebt. lebt.( Sehr richtig.) So feit des Rechtes auf Arbeit glaubten, auch jetzt noch in der wenig wie wir an die Wirksamkeit irgend eines Palliativmittel- Schweiz, wovon 50 000 Leute der gleichen Ansicht. Ich meine, Die Nachmittags- Sigung wird von Fell um 34 Uhr er chens hiergegen glauben, so wenig glauben wir daran, daß die im heutigen Staate ist das Recht auf Arbeit ein Unsinn. Die Noth des Proletariats durch die Aufhebung des Impfzwanges Grjüllung des zweiten Punktes würde nur dem Agrarierthum öffnet. Zur Behandlung gelangt Puuft 5: Die Maifeier. Berichterstatter Liebknecht: Ich will zunächst die Gezu beseitigen ist. Der Antrag 93 der Parteigenossen in Frank: Vorschub leisten. Der dritte Punkt wird uns bei den Gewerkfurt a. M.:„ Unsere Reichstage- Fraktion zu beauftragen, für eine schaften beschäftigen. Es ist mir zweifelhaft, welche Ansicht die schichte des ersten Mai geben. Auf dem ersten internationalen einheitliche Regelung der Gewerbe Inspektoren mittels eines Oberhand gewinnen wird. Der Bilgermarsch der Gewerkschafter Rongreß zu Paris wurde beschlossen, im Interesse des AchtReichsgefeges zu wirken", ist der Fraktion ganz aus dem Herzen zum fozialpolitischen Kongreß in Frankfurt zeigt nicht, daß die stundentages und anderer Forderungen der Arbeiterklasse am gesprochen. Auch über den Antrag 94 der Parteigenossen im Gewerkschaften nicht die Neigung haben, den Arbeitsnachweis 1. Mai nach den Sitten und Gewohnheiten der einzelnen Länder, 5. Sächsischen Wahlkreis: Die Reichstags Fraktion zu verselbst in die Hand zu nehmen. Vielleicht empfiehlt es sich, daß wo organisirte Arbeiter vorhanden sind, am 1. Mai eine Arbeitsanlassen, im Reichstag die Abänderung des§ 120d der die Fraktion den Theil des Arbeiterschußgefeh- Entwurfs, der von feier, ein Arbeiterfest zu begehen. Damals wurde nicht der Beschluß Gewerbe Ordnung dahingehend zu beantragen, daß die den Arbeitsämtern, Arbeitskammern und Reichs- Arbeitsämtern gefaßt, Arbeitsruhe überall eintreten zu lassen; dieser Gedanke ist erst nachträglich hinzugekommen. Ich selber habe dem Kongreß Behörden nicht wie bisher nur befugt sind, alle Maß handelte, wieder einzubringen. nahmen zu treffen, welche die Durchführung der§§ 120a- 120c Die Punkte 1 und 2 werden abgelehnt, Punkt 3 wird der vorgesessen und weiß, daß ich sofort protestirt hätte, wenn auch nur von einer Seite angedeutet worden wäre, daß allgemeine Arerforderlich machen, sondern daß ihnen die Verpflichtung hierzu Fraktion zur Berücksichtigung überwiesen. auferlegt wird, wird sich reden lassen. Der Antrag auf Aufhebung des Impfzwanges wird ab- beitsruhe eintreten solle. Ich bin überzeugt, daß mich die Mehrzahl gelehnt, nachdem Bebel sich dagegen erklärt, indem er darauf hin- der deutschen Delegirten in Paris in diesem Protest unterstützt hätte Antrag 95 lautet:" Parteigenossen in Lübeck: Die sozial- wies, daß im Falle der Annahme dann auch die Gegner der und ebenso alle diejenigen Länder, wo eine stark und fest organisirte demokratische Reichstagsfraktion soll im Reichstage den Antrag Vivisektion, des Vegetarismus, der Naturheilkunde mit Forde- Arbeiterschaft vorhanden ist. Daß es über die Frage der Arbeitsruhe stellen, daß der Mandatsprüfungs- Kommission Gelegenheit ge- rungen fommen tönnten. Ein Antrag, die Reichstagsfraktion au Streitigkeiten tam, daran war Schuld, daß durch eine geben wird, schneller arbeiten zu können wie bisher." Dieser aufzufordern, auf Einführung des Achtstundentages zu bringen, deutsche Spracheigenthümlichkeit das Wort Arbeitsfeier doppelt Wunsch ist außerordentlich berechtigt. Aber es handelt sich hier wird der Fraktion zur Erwägung überwiesen. verstanden werden kann, einmal als Feierlichkeit und ein anderum eine Frage der Macht, der Zahl. Die Sozialdemokraten Frau Rohrlack begründet den Antrag 97. Sie weist darsind in einer zwar stattlichen, aber doch kleinen Anzahl im Reichs- auf hin, daß Minister von Boetticher gesagt habe, die Arbeiter 101. Parteigenossen in Düsseldorf: In Erwägung, daß tage vertreten, und so fönnen wir nicht das durchsehen, was sollten solche Forderungen nur getrost stellen, die Regierung unsere Partei ihre Hauptaufgabe niemals in der parlamentarischen den Wünschen der Wähler entspricht. werde dann das Mögliche thun. Sie ergeht sich in Klage über Betheiligung suchen kann und suchen darf, sondern das Schwerdie laye Handhabung der jezigen Revisionen. Mancher Inspektor gewicht ihrer disponiblen Kräfte der unmittelbaren Propaganda käme gar nicht in die Räume, in denen die gefährlichsten zuzuwenden hat, sollen von jest ab außer bei ganz wichtigen Maschinen ohne jede Schußvorrichtung stehen. In Dresden Abstimmungen nur ein Bruchtheil unserer Abgeordneten, existire eine Blechwaarenfabrit mit einer Maschine, die Daumen d. h. nicht viel mehr, als nöthig sind, um eine Fraktion darGuillotine" heiße, aber noch nie von einem Fabrifinspektor bezustellen, an den Reichstagssigungen theilnehmen. Alle übrigen sichtigt worden sei. Abgeordneten aber, die sich mit ihren Fraktionsgenossen im Auch Frau Kaufmann Düsseldorf tritt für den An- Parlament jährlich( vielleicht nach alphabetischer Reihenfolge) abzulösen haben, sollen zur Zeit, wo sie den Reichstagssigungen nicht beiwohnen, in den verschiedenen Provinzen des Reiches große Volksversammlungen abhalten, in welchen fie vornehmlich die den Reichstag beschäftigende Materie zuni Gegenstand ihrer Beleuchtung und Kritik zu machen haben. " Der Antrag 96: Parteigenossen des Wahlkreises Teltow- Beesfow- Charlottenburg: Die sozialdemokratische Fraktion des Reichslages soll baldmöglichst einen Antrag auf Beseitigung der jetzt bestehenden Vereins- und Versammlungsgefeße einbringen."- Hat uns schon oft beschäftigt; er ist mir jedenfalls sympathischer, als der Antrag der sonst immer gestellt wurde, ein einheitliches Vereins- und Versammlungsrecht für ganz Deutschland zu verlangen. Dann fönnten wir mit tödtlicher Sicherheit darauf rechnen, daß trag ein. Mecklenburg oder auch Preußen zum Muster für ganz Der Antrag wird der Fraktion zur Erwägung überwiesen. Deutschland würde.( Lebhafte Zustimmung.) Auch der Antrag 97 Der Antrag 94 wird von Stolten Hamburg bekämpft, Parteigenossen in Düsseldorf und Frau Rohrlack- Berlin: man solle sich doch nicht auf solchen Kleintram einlassen, besser Die sozialdemokratische Fraktion soll im Deutschen Reichstage sei eine durchgreifende Aenderung der Gewerbeordnung. mal als Arbeitsruhe. Nach dem Pariser Kongreß fam bie den, die Reservearmee, die jeden Augenblick die Lücken füllt, die gefühl. Der Bergarbeiter, der hier gesprochen, habe so recht Reichstags- Wahl in Deutschland, die uns alle in Anspruch nahm. durch das Wegbleiben der organisirten Arbeiter entstehen, ist ge- bargethan, daß att eine Arbeitsruhe nicht zu denken ist. Joest Auf das Mißverständniß des Wortes wurden wir erst aufmerksam, wachsen. Gin Generalstreit wäre jest hoffnungslos, seit den habe gesagt, der Maibeschluß sei der unglücklichste Beschluß ge= als es schon zu spät war, als in vielen Orten sich die Genoffen legten zwei Jahren sind alle großen Streite, die wir in Europa wesen. Er sage, der Jubel, mit dem er überall in andern Lanbereits gebunden hatten. Als die Wahlen vorüber waren, war hatten, in der Erkenntniß der für die Bourgeoisie günstigen Lage dern aufgenommen wurde, habe bewiesen, daß er vielleicht der es eine der ersten Handlungen der neuen Fraktion, einen Aufruf und in der Hoffnung, die Arbeiterorganisationen zu schwächen glücklichste Beschluß gewesen ist. Die Resolution werde künftig zu erlassen, in dem hervorgehoben wurde, daß in Paris die und sie aufs Knie zu zwingen, durch das Unternehmerhin Reibungen mit den ausländischen Genossen vermeiden. Arbeitsruhe nicht beſchloſſen worden sei. Wie die Dinge lagen, tum propositt arbetsfentampf bas eft in Sänden seine Resolution laut geworden ſind, im einzelnen zurück. 28 eur, Die Bourgeoisie weiß, daß Redner weist die Ausstellungen, die im Laufe der Debatte gegen ließ sich die Arbeitsruhe nicht erzwingen. Wäre der Versuch ste zu diesem für die Gegner günstigen Zeitpunkt allgemein unter hat, der Instinkt, der schafft die Einsicht nommen worden, dann wäre es zu einer großen Schlacht ge- was für sie nüßlich ist. Dieser ist bei einer herrschenden Klasse die Konjunktur günstiger geworden ist, dann ist auch in der tommen, wo unfere sichere Niederlage bevorstand, und unser immer fräftiger entwickelt als bei einer emporstrebenden Klajje. heutigen Gesellschaft eine allgemeine Arbeitsruhe möglich. Daß gewaltiger Sieg bei den Wahlen in den Triumph der Bour- Wer hat am meisten zu den Streits am 1. Mai gehegt? Haben diese ein erstrebenswerthes Ziel ist, darin sind wir wohl alle einig. geoisie verwandelt worden wäre. Wir gaben in unserem da Sie nicht gesehen, wie die Fabrikantenblätter die Arbeiter Redner bittet um möglichst einstimmige Annahme der Resolution; maligen Aufruf den Gedanken der der Arbeitsruhe nicht höhnten, sie erbärmliche Feiglinge nannten, die nicht wagten, damit ist die Kluft überbrückt, die uns von manchen Das deutsche Proleprinzipiell auf, sondern riethen von ihr nur dort den Kampf anzunehmen? Sie wollten sie zum Kampfe in einem Genossen im Auslande noch trennt. Arbeitern der ab, wo schwere Konflikte mit dem Unternehmerthum für uns ungünstigen Augenblick reizen. Da mag man wohl tariat steht in Reis' und Glied mit den durch ste heraufbeschworen würden. In Deutschland auf die Zähne beißen. Aber wenn uns Feigheit vorgeworfen übrigen Länder. Die Annahme der Resolution würde selbst spielte noch eine andere Frage hinein, die nämlich, ob die Mai- wird von der feigsten aller Bourgeoisien, dann können wir eine Feier sein, denn sie ist eine Bethätigung des Gedankens internationalen Solidarität, der uns alle feier mit Nothwendigkeit am 1. Mai gefeiert werden müßte oder lachen!( Bravo! Den Moment der Schlacht und das Schlacht der erfüllt; den Arbeitern aller Länder daß am ersten Sonntag im Mai. In England, wo eine mächtige feld wählen wir selbst. Eine junge Armee kann man in die wir bekunden damit Gewerffchaftsorganisation besteht, faben die Arbeiter mit dem Falle locken, erprobte Truppen nicht. Spöttisch hat man gefagt, wir eins find mit ihnen in jeder Beziehung. In der Die AbJustinkt, den der Besitz der Macht giebt, ein, daß sich die Ar- wir wollten die Schlacht wohl nur dann annehmen, wenn wir Abstimmung werden alle Unteranträge abgelehnt. beitsruhe am 1. Mai nicht durchführen lasse und wählten den den Sieg in der Tasche hätten. Nein, so liegt die Sache nicht, ſtimmung über die Liebknecht'sche Resolution ist eine namentliche. ersten Sonntag im Mai. Die deutsche Fraktion trat mit einer wir wollen die Schlacht dann anbieten, wenn der Sieg nicht in Bebel und Hülle- Erfurt sind Versammlungen wegen, die sie in Ausnahme dieser Ansicht bei und schlug dem Brüsseler Kongreß der Tasche der Gegner ist, dann, wenn die Waffen gleich find. Nachbarstädten abhalten, an der Abstimmung verhindert. Sie vor, die Maifeier auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen. Die Frage der Arbeitsruhe fällt mit der des Generalstreite lassen erklären, daß fie für die Liebknecht'sche Resolution geftimmt Auf eine Kritit dieser Stellung lajje ich mich nicht ein, sie wurde jetzt in der That zusammen. Die Gegner würden den haben würden. Das Resultat der Abstimmung ist die Annahme jedenfalls von jener Mehrheit im Interesse der Partei ange- Kampf sofort zu einem allgemeinem machen, Welt der Resolution mit 195 gegen 3 Stimmen( Bravo). nommen, gab aber in Brüssel Anlaß, den Deutschen Lauheit streik, der Generalstreit aber ist ein Unsinn. Haben wir es in Ein Antrag, die Maifest- Zeitung in befferer Ausstattung vorzuwerfen. Jetzt ist der Gedanke, die Feier für immer auf der Hand alle Räder still stehen zu lassen, dann lassen wir sie als bisher erscheinen zu laffen, wird angenommen. Die Wahlen zur Siebener- Kommission, welche den Streitfall den Sonntag zu verlegen, fast von allen fallen gelaffen worden. nicht still stehen, dann sollen fie arbeiten, nicht mehr für einzelne Diese Frage ist jest also ausgeschieden, teine Differens besteht Ausbeuter, sondern für die Gesammntheit. Alle Räder stehen Schumacher zu erledigen hat, wird vollzogen. Es werden mehr hierin zwischen den einzelnen Nationen. Damals aber still, wenn dein starker Arm es will- ja- aber das Proletariat in die Kommission entfandt: Gerisch, Stolten- Hamburg, Geckerhoben die Franzosen, Desterreicher und Amerikaner den Vorhat Millionen Arme und sie sind noch nicht ein Arm! Taufende Offenburg, Stadthagen, Lehmann- Dortmund, Klees- Magdeburg wurf wider uns, wir Deutschen wollten mit unserem Vorschlage, find organifirt, Millionen unorganisirt. Die deutschen Arbeiter und Gewehr- Elberfeld. den ersten Sonntag im Mai zu wählen, einem Konflikt aus dem erfüllen ihre internationalen Verpflichtungen nicht lau, das Da Morgen Abend ein Kommers abgehalten werden soll. Wege gehen, wir wurden als Leisetreter bezeichnet. Dabei wurde nicht ist ein Vorwurf, der nur von denen erhoben wird die wird der Parteitag Morgen von 9 Uhr Vormittags bis 8 Uhr bedacht, daß die stärkste Arbeiterorganisation neben Deutschland, es selber an der Erfüllung dieser Pflichten fehlen lassen. Nachmittags tagen. die Englands, demselben Gedanken folgte. Der Brüffeler Kongreß So selbstlos, so international fühlt der deutsche Arbeiter, wie Schluß der Sigung 714 Uhr. beseitigte jedenfalls den Gedanken an den ersten Sonntag. In nur der Arbeiter irgend eines Landes. Sorgen Sie dafür, daß Berlin auf unserem Kongreß bestätigte die Abstimmung, daß der erste Mai großartig gefeiert wird. Mögen alle die Arbeit Folgende Resolutionen und Anträge wurden in auch wir ihn aufgegeben hatten. Der erste Mai ist nicht bl os ruhen lassen, die es können, ohne die Interessen unserer Sache den bisherigen Sigungen an die Mitglieder des Parteitages in allen germanischen, sondern auch in allen romanischen zu schädigen. Aber feine Aufforderung zu Tollheiten darf er vertheilt: Ländern von Alters her ein Volksfeiertag, in dem sich Ueberreste folgen, die die Partei zu hoffuungslosem Kampfe engagiren Resolution zu Punkt 7 der Tagesordnung: alter Sitten erhalten haben, die auf die Betonung der Souveränität würden. Wenn wir Beschlüsse fassen, so find wir gewohnt, daß Antisemitismus und Sozialdemokratie. des Volkes hinauslaufen. Nun tönnte man sagen, es sei eine ste nicht platonisch bleiben. Aber die Partei macht jeden Genossen Der Antisemitismus entspringt der Mißstimmung gewiffer Sentimentalität auf die Tradition und die vieltaufendjährige auf die Verantwortung aufmerksam, die er auf sich nimmt. Nicht bürgerlicher Schichten, die sich durch die kapitalistische EntGeschichte dieses Tages hinzuweisen. Aber diese Traditionen blos Adel auch Größe und Kraft verpflichten. find im Süden noch mächtig. Gine einheitliche Feier wäre un wickelung bedrückt finden und zum Theil durch diese EntEine Partei, die die Are bildet, um die sich das politische wickelung dem wirthschaftlichen Untergang geweiht find, aber in möglich geworden, wenn Deutschland und England aus Leben dreht, kann keine Defolutionen erlassen, die nicht ausge Berkennung der eigentlichen Ursache ihrer Lage den Kampf nicht Opportunitätsrücksichten auf dem ersten Sonntag im Mai be- führt werden. Sie würde dadurch beweisen, daß sie eine Partei Berkennung der eigentlichen Ursache ihrer Lage den Kampf nicht standen hätten. Wir würden dann in der That zwei Mai- von Phrasenhäufen ist, und von der Phrase haben wir uns zu gegen das kapitalistische Wirthschafts- System, sondern gegen eine feiern haben. Gerade das ist das Große, das Erhebende, emanzipiren. Auch die Aufforderung zur vollständigen Arbeits- demselben hervortretende Erscheinung richten, die ihnen im Konkurrenzkampfe besonders unbequem wird, gegen das jüdische gerade das ist die Kraft des Gedankens, daß an einem Tage in ruhe wäre nur eine tönende Phrase.( Lebhafter Beifall.) Ausbeuterthum. der ganzen Welt sich der Blick des Proletariats über die Die meisten eingelaufenen Anträge und Resolutionen über Dieser sein Ursprung zwingt den Antisemitismus zu FordeSchranken der Nation hinaus, über die ganze Erde wendet, des- die Maifeier decken sich mit derjenigen Liebknecht's. Ein Berliner halb ist von deutscher Seite auf dem Züricher Kongreß Antrag aber enthält die Forderung der Arbeitsruhe am rungen, die ebenso mit den wirthschaftlichen wie politischen Entgarnicht mehr der Versuch gemacht worden, für den ersten 1. Mai in denjenigen Orten, in denen Volksversammlungen dahin wickelungsgefeßen der bürgerlichen Gesellschaft in Widerspruch stehen, also fortschrittsfeindlich sind. Daher auch die UnterSonntag einzutreten. Wir stehen auf dem Boden des Brüffeler gehende Beschlüsse fassen. Andere Anträge verlangen die Verfügung, die der Antisemitismus vorzugsweise bei Junkern und Beschlusses, der in Zürich erneuert wurde. Der Züricher Beschluß tagung der Feier auf den ersten Sonntag im Mai. Pfaffen findet. ist, soweit die deutsche Fassung der Mairesolution in Betracht tomint, um etwas weiter gegangen, er lautet: Wir In der Diskussion verlangt Jost Berlin, daß die Feier Der einseitige Kampf des Antisemitismus gegen das jüdische überall gleichmäßig an einem Tage stattfindet und keine Rücksicht Ausbeuterthum muß nothwendig erfolglos sein, weil die AusDer Kongreß beschließt: die Sozialdemokratie eines jeden auf schlechtes Wetter und ähnliche Dinge genommen wird. Verbeutung der Menschen durch den Menschen keine speziell jüdische, Landes hat die Pflicht, die Durchführung der Arbeitsruhe am sammlungen müssen schon am Vormittag abgehalten werden. 1. Mai anzustreben und jeden Versuch zu unterstützen, der in 3ubeil Berlin: Die wirthschaftlich Bessergestellten sollen sondern eine der bürgerlichen Gesellschaft eigenthümliche Erwerbs dieser Richtung an einzelnen Orten oder von einzelnen Dr mit der Arbeitsruhe anfangen, dann werden die wirthschaftlich form ist, die erst mit dem Untergang der bürgerlichen Gesellschaft ganisationen unternommen wird. Wir Deutsche konnten für Schwächeren schon; nachfolgen, er ist mit der Resolution Liebendigt. Da nun die Sozialdemokratie der entschiedenste Feind des diesen Zusatz nicht stimmen, weil wir die Verantwortung nicht tnecht's einverstanden. übernehmen konnten, jeden Versuch, jede Tollköpfigkeit zu unter- Millarg Berlin: Mit der Arbeitsruhe haben Rapitalismus ist, einerlei ob Juden oder Christen seine Träger find, und da sie das Ziel hat, die bürgerliche Gesellschaft zu be stützen, die ein enthusiastischer Parteigenosse begeht und wodurch die österreichischen Genossen gute Erfolge erzielt. die Partei in einen Generalkampf verwickelt werden würde. sollten dies berücksichtigen. Alle Kundgebungen müssen am 1. Mai feitigen, indem sie die Umwandlung derfelben in die sozialistische Gesellschaft herbeiführt, wodurch aller Herrschaft des Menschen Damit würden wir thatsächlich den Generalstreit proklamiren. stattfinden, jeder Klimbim, wie Spezialitäten Vorstellungen, über den Menschen, wie aller Ausbeutung des Menschen durch Das können wir nicht mit unserer Pflicht, unserem Gewissen und die der Feier den ernsten Charakter nehmen, haben zu unter den Menschen ein Ende bereitet wird, lehnt die Sozialdemokratie der thatsächlichen Sachlage vereinbaren. Denken wir an Ham- bleiben. Auch Geschäfte dürfen nicht mit der Maifeier gemacht burg, dort war die Arbeiterschaft durch einen Beschluß gebunden. werden, wie beim Unfug mit den allgemeineren Orden und es ab, ihre Kräfte im Kampfe gegen die bestehende Staats- und Haben wir siegen können? Es war unmöglich, obwohl es sich um Ehrenzeichen.( Heiterkeit.) Redner meint, das Unwesen mit den werdende Kämpfe gegen eine Grscheinung zu zersplittern, die mit Gesellschaftsordnung durch falsche und darum wirkungslos Die am besten organisirte Arbeiterschaft handelte und sie ganz Maifest- Abzeichen muß endlich aufhören. Deutschland im Rampf unterstützte. Gegenüber der ökonomischen der bürgerlichen Gesellschaft steht und fällt. Lage ließ sich nicht antämpfen. Eine Dummheit einmal zu begehen, ist erlaubt, aber beim zweiten Male verurtheilt sie sich. ( Lebhafte Zustimmung.) Gewissenlos würden die Führer handeln, wenn sie die Armee in die Karree's der Feinde hineintreiben wollten. Die deutsche Sozialdemokratie wurde deshalb von ihren Gegnern verspottet, aber den Spott können wir im Bewußtsein unserer Stärke leicht ertragen. Wir stehen nicht allein, auch die Engländer, die zum ersten Male dahin gelangt waren, im Interesse der internationalen Solidarität die Feier nicht am ersten Sonntag, sondern am ersten Mai zu begehen, haben erklärt: mit dem Gintreten für jeben Versuch ist der organisirten Partei nicht gedient. So hat es denn in Zürich zwei Fassungen der Resolution gegeben. Die Schwierigkeiten der sprachlichen Werständigung traten dabei hervor. Der Wortlaut der englischen Resolution lautet: Die Sozialdemokratie u. f. w. hat für eine Feier durch Arbeitsruhe am 1. Mai zu streben und die lokalen Organi sationen in ihren Bemühungen darin zu unterstützen. Zwischen Bemühung und Verfuch ist ein großer Unterschied. Bemühung das bedeutet soviel wie Agitation, wie arbeite darauf hin, Versuch aber ist eine tonfrete Handlung. In der englischen Fassung wären wir, das hob Singer schon in Zürich hervor, bereit gewesen, den Antrag anzunehmen; es wurde uns aber bemerkt, daß die deutsche Lesart die wörtliche Uebersetzung des französischen Originaltertes war. Wir schlagen nun diesem Parteitag folgende Resolution vor: Bur Resolution wird ein Unterantrag eingebracht, der die Die Sozialdemokratie bekämpft den Antisemitismus als eine Forderung aufstellt, die Feier nur am 1. Mai abzuhalten. Der Antrag der Berliner Genoffen wird durch Wenge13. gegen die natürliche Entwicklung der Gesellschaft gerichtete Be wegung, welche jedoch trotz ihres reaktionären Charakters und Berlin zu gunsten der Resolution Liebknecht's zurückgezogen. Sönen Hamburg: Troß der Resolution Liebknecht's were wider ihren Willen schließlich revolutionär wirkt, weil die von Könen Hamburg: Troß der Resolution Liebknecht's wer dem Antisemitismus gegen die jüdischen Kapitalisten aufgehegten den die Genossen doch hier und da ihren eigenen Weg gehen, fleinbürgerlichen und kleinbäuerlichen Schichten zu der Erkenntniß so wird es z. B. in Hamburg sein. Allerdings sind auch dort schon zwei kommen müssen, daß nicht bloß der jüdische Kapitalist, sondern Meinungen vorhanden. Die einen meinen, die Feier werde zu einem die Stapitalistenklasse überhaupt ihr Feind ist und daß nur die Jahrmarktströdel oder Fastnachtströdel ausarten, wir müssen in der That darauf achten, daß die Demonstration nicht ausartet. Berwirklichung des Sozialismus fie aus ihrem Elende befreien Jedenfalls werden es sich die Hamburger nicht verbieten lassen, eine Demonstration am Sonntag abzuhalten. Unter diesem Vor- betr. die Gewerkschaftsbewegung und ihre behalt mache er hier mit. Unterstützung durch die Parteigenossen. Auer, Bebel, Fischer, Gerisch, Liebknecht, Singer, Schippel, Schoenlant, Dertel beantragen: Bilz Pankow: Ich bin beauftragt, für die Arbeitsruhe am 1. Mai einzutreten, habe mich aber durch die Ausführungen Liebknecht's eines anderen belehren lassen. Die Gewerkschaften müssen sich die Feier mehr angelegen sein lassen. tann. Resolution, Reißhaus, Bock, Lutgenau, Ad. Geck, Raden, Stollten, Frohme, an Joest Mainz ist der Ansicht, daß die Liebknecht'sche Re- In Erwägung, daß der Parteitag in Halle sowohl in der solution nicht bestimmt genug ist. Sie läßt den verschiedenen Resolution Kloß- Grillenberger wie in der Resolution Glocke und Auffassungen zu weiten Spielraum und es wird auch diesmal Genossen die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation Beute geben, die sich stark genug zum Feiern fühlen und die wir zur Führung der wirthschaftlichen Kämpfe ausgesprochen und dann, wenn sie unterlegen sind, unterstützen müssen. Mir wäre die fräftigste Unterstützung der Gewerkschaftsbewegung, durch es am liebsten, wir sagten einmal flar, wir find genöthigt, so Anschluß die bestehenden Organisationen oder Neuan Drten, wo solche nicht bestehen, den lange die wirthschaftliche Lage eine so schlechte ist, von der gründung Arbeitsruhe abzusehen. Da aber feine beffere Resolution vor- Parteigenossen empfohlen hat; in weiterer Erwägung, daß handen ist, stimme ich für die Liebknecht'sche Resolution. feit jener Zeit fein Ereigniß eingetreten ist, das eine Aenderung der Stellung der Partei zur Gewerkschaftsbewegung sei es in prinzipieller oder taktischer Richtung nothwendig erscheinen läßt; in fernerer Erwägung, daß die Partei kein Mittel besigt, auf die Genossen anders als durch die moralische Verpflichtung einzuwirken, diese aber in jenen Beschlüssen rückhaltlos ausgesprochen ist, wiederholt der Parteitag den Ausdruck seiner Sympathie mit der Gewerkschaftsbewegung und legt den Parteigenossen von Neuem die Pflicht auf, unermüdlich für die Erkenntniß der Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisationen zu wirken und mit aller Kraft für deren Stärkung einzutreten. Opifizius Pforzheim glaubt, daß eine ganz einheitliche Gemäß den Beschlüssen der Internationalen Arbeiterkongreffe Maifeier nicht durchzuführen sei. In ländlichen Kreisen muß von Paris( 1889), Brüffel( 1891) und Zürich( 1893) begeht die man froh sein, wenn die Leute am Sonntag zur Feier tommen. deutsche Sozialdemokratie den 1. Mai als das Weltfest der Thiele Göppingen wünscht, daß die Parteigeschäfte am Arbeit, gewidmet den Klassenforderungen des Proletariats, der 1. Mai Arbeitsruhe halten. internationalen Verbrüderung, dem Weltfrieden. Zur würdigen Gewehr Elberfeld ist erfreut, daß Liebknecht heute die Feier des 1. Mai erstreben wir die allgemeine Arbeitsruhe. Maifeier nur am 1. Mai abgehalten wissen wollte, damit wird Da aber deren Durchführung bei der gegenwärtigen Wirth- eine einheitliche Feier angebahnt. Die Resolution hätte gleich schaftslage in Deutschland zur Zeit nicht möglich ist, so wohl etwas weitgehender sein fönnen, wir brauchen nicht immer empfiehlt der Parteitag, daß nur diejenigen Arbeiter und Ar- in der Defensive zu bleiben. Wir können als Kampfpartei auch beiterorganisationen, die ohne Schädigung der Arbeiterintereffen einmal in die Offensive treten. Genosse Joest hat hier wohl zu bazu im stande sind, neben den anderen Kundgebungen den 1. Mai graulich gemacht. Vor unüberlegten Arbeitseinstellungen ist auch durch die Arbeitsruhe feiern. gleichwohl zu warnen. = D = Arons beantragt folgende Resolution: Wenngleich sich auf dem Parteitag fein einziger Genoffe befindet, welcher nicht von der hohen Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation für die Arbeitersache durchdrungen ist, so weisen doch Beobachtungen zahlreicher Delegirter darauf hin, daß selbst in Kreisen vorgeschrittener Parteigenossen die Antheilnahme an der Gewerkschaftsbewegung nicht genügend rege ist. Veranlassung zu dieser Lässigkeit sind einmal die vielfach ungünstigsten Erfahrungen der letzten Jahre in den Kämpfen um die Arbeitsbedingungen, andererseits die noch in manchen Köpfen herrschende irrige Meinung, daß das mächtige Anwachsen der politischen Partei die Thätig= feit der gewerkschaftlichen Organisation überflüssig mache. Diese Resolution läßt die Frage, ob der erste Sonntag ge König Witten- Bochum: Jm Kohlenrevier ist Arbeitsruhe Er wählt werden soll, ganz links liegen. Diese Frage ist für uns am 1. Mai unmöglich. Der letzte Streit hat das gezeigt. abgethan, nicht einmal das erklären wir mehr darin, daß dort, bittet einen Beschluß zu fassen, der auch eine spätere Feier erwo die Feier am 1. Mai unmöglich ist, sie am ersten Sonntag möglicht. begangen werden soll. Eine solche Bestimmung würde ein Hofmeister Halle ist gegen die verschiedenzeitige Feier, Schlupfloch offen lassen und wie ein schwächliches Rompromiß er ist für die Resolution Liebknecht's. erscheinen, während wir keinen Zweifel darüber aufkommen lassen Legien Hamburg erklärt, daß die Genossen von Hamburg wollen, daß die Feier am 1. Mai begangen werden muß. schon daran denken, die Demonstration am Sonntag fallen zu Der Zweck der Arbeitsfeier ist ausgedehnt worden, das lassen. Wahrscheinlich werde diese Ansicht in ganz Hamburg Weltfest der Arbeit wird begangen nicht nur für den durchdringen. Jedenfalls möge sich der Parteitag durch Rück- Der Parteitag fspricht deshalb seine Anschauungen ausdrückAchtstundentag, sondern für alle Klassenforderungen des Pro- sicht auf Hamburg in seinen Entschließungen nicht beirren lassen. lich folgendermaßen aus: Die Gewerkschaften haben die doppelte letariats, für den Gedanken der internationalen Verbrüderung Nachdem noch mehrere Redner gesprochen, tritt Schluß der Aufgabe: 1. Die gefchloffenen Reihen zu bilden, welche sich der Verund für den Weltfrieden. Wir erkennen darin die Arbeitsruhe Diskussion ein. nicht nur als die würdigste Form der Feier an, wir sind weiter Liebknecht giebt im Schlußwort seiner Freude darüber schlechterung der Arbeitsbedingungen nach Kräften entgegenstemmen gegangen, wir sagen, daß wir sie erstreben. Das entspricht Ausdruck, daß seine Resolution fast allseitige Zustimmung ge- und um welche sich zu Zeiten des Nachlassens der Krisen die Massen genau dem englischen Text. Wenn wir vor 21/2 Jahren schon funden habe. Er wendet sich gegen die einzelnen Abänderungs- schaaren behufs Erringung besserer Arbeitsbedingungen. Jeder die theils eine Abschwächung, theils eine Erfolg hierbei bedeutet aber einen Fortschritt der sozialdemo in anbetracht der schlimmen Geschäftslage Grund hatten, den vorschläge, bedeuten! Auch der deutschen Arbeitern den Rath zu geben, nicht den Kampf mit dem Verschlechterung Unterantrag fei kratischen Bewegung, indem sie den Arbeitern Mittel und Zeit gefammten Unternehmerthum aufzunehmen, wenn damals schon die überflüssig. er fage, der 1. Mai folle gefeiert zur Beschäftigung mit den sozialdemokratischen Lehren schafft. 2. Die indifferenten Arbeitermassen heranzuziehen, das Nothwendigkeit dazu vorlag, so handelt es sich heute um eine doppelte werden, so sage er doch nicht, der erste Sonntag folle gefeiert Nothwendigkeit. Die Geschäftslage ist seitdem schlimmer gewors werden. Das sei doch gegen jede Grammatik, gegen jedes Sprach. Solidaritätsgefühl zu wecken und Aufklärung über die allgemeine Wenn Lage im Anschluß an die im engsten Kreise fühlbare Lage zu erwähnten Gemeindeschülerinnen überhaupt um Mädchen aus| Hilfsbeamten, Nothbremser 2c. wurden zur Führung der Züge in verbreiten. Damit hierbei nicht die von vielen Seiten befürchtete beffer fituirter Familie, die sich aus irgend einem Grunde Anspruch genommen. Wahrscheinlich werden von anderen Bahnen Verslachung der Bewegung eintritt, ist es nöthig, daß gerade in die Gemeindeschule verirrt haben. Wenn die„ Ber- Beamte an die Stettiner- und Nordbahn vorläufig aushilfsweise die vorgeschrittensten Parteigenossen allerorts sich an der Arbeit liner Zeitung" mit bezug auf diese Gemeindeschülerinnen überwiesen werden, um deren Mangel zu decken. betheiligen. bie Frage aufwirft, obwohl die efter nedeſchülerinnen Zu den Beruntreuungen selbst ist noch zu melden, daß nachDer Parteitag erklärt deshalb: Es ist Pflicht eines jeden Kenntniß haben mögen, so können wir ihr mit bezug auf träglich noch zwei Schaffner festgenommen worden sind, so daß Parteigenoffen, wenn nicht zwingende Gründe ihn hindern, einer die Schüler und Schülerinnen der höheren Lehranstalten die Ant- fich im ganzen 28 Personen hinter Schloß und Riegel befinden; der in seinem Gewerbe bestehenden gewerkschaftlichen Organisa- wort geben: Bei diesen wissen die Eltern nicht nur von den so weit bis jetzt ermittelt, reichen die Veruntreuungen auf tionen anzugehören. Karten, sondern sie gehen fogar, sie höchsteigenhändig bestellen. mindestens 4 Jahre zurück. 107. Der Parteitag wolle die Herausgabe eines Bentral Blattes für die ländliche Bevölkerung beschließen und den Partei vorstand mit der Ausführung beauftragen. Günther, Braunschweig. 109. Die Genossen des Prenzlau- Angermünder Wahlkreises beantragen, der Parteitag wolle befchließen, das Volksblatt für Teltow ev. beizubehalten, da sonst der Rückgang der Partei im Voraus zu sehen wäre. U. Wallström, Schwedt a. D. 110. Gründung eines wöchentlich erscheinenden offiziellen Partei Organs, welches einen Ueberblick in dem jedesmaligen politischen Fortschritt in der Partei, übersichtliche und wissenschaftliche Artifel und die wichtigsten Korrespondenzen vom Inund Auslande bringt. Im Interesse der deutschen Genossen im Ausland ist das Erscheinen des Blattes abfolut nöthig. Deutscher sozialdem. Leseklub in Paris. 111. Die Danziger Parteigenoffen beantragen, das, laut vorjährigem Parteibeschluß, herausgegebene Blatt Voltsblatt für Ost- und Westpreußen" so zu gestalten, daß es seinen Anforderungen entspricht. Unter Anforderungen wird verstanden, den Genossen der Hauptorte einen bestimmten Raum im Blatt für lokale Angelegenheiten zur Verfügung zu stellen. Otto Jochem, Danzig. " Genoffe Josef Hohlwegler, früherer Redakteur der Fach- Der Rigdorfer Galgen soll nun doch endlich abgebrochen seitung der Maler, des Vereins- Anzeigers", wurde am Mittwoch werden und zwar in nächster Zeit schon. Nachdem der UeberNachmittag auf dem Michael- Stirchhof in Rigdorf zur letzten rumpelungsverfuch gegen die Eisenbahn- Verwaltung mißglückt ist Ruhe gebettet. Wohl an 400 Genossen, meist Berufskollegen des und die Kanalisation unter Schonung des Galgens westlich von Verstorbenen und Mitglieder des Wahlvereins des dritten Kreises demselben unter die Geleise des Südringes hindurchgeführt ist, und auch viele Frauen befanden sich im Leichenzuge, der seinen scheint eine gütliche Verständigung zwischen der Rixdorfer OrtsWeg vom Trauerhause, Mittenwalderstraße Nr. 24, durch die behörde und der Eisenbahn- Verwaltung stattgefunden zu haben. Gneisenaustraße, die Hafenhaide, die Wismann, Karlsgarten- Einstweilen ist die Benugung des Ueberganges durch die Kanaund Hermannstraße nahm. An der Gruft wurde der Sarg von lisationsarbeiten sehr behindert und bis diese beendet sind, dürfte der Liedertafel der Maler mit einem Grablied empfangen und die Eisenbahn an dieser Stelle durch den Beginn des Umbaues ohne jedes Beremoniell beigesetzt. Gegen 30 große und diefelbe ber Station Rigdorf eine Gestalt angenommen ahben, welche den Bahl tleine Kränze gaben Beugniß von der Achtung, die sich der Galgen entbehrlich macht. Inzwischen ist derselbe im Laufe ini jugendlichen Alter von 30 Jahren nach jahrelangem Leiden des gestrigen Tages bereits abgebrochen. an der Lungenschwindfucht verstorbene treue Mittämpfer Arbeiterrifiko. Durch einen Unglücksfall ums Leben ge für die Sache des Proletariats erworben hatte. Prachtvolle Stränge mit rothen Widmungsschleifen ließen niederlommen ist am Montag Abend der Arbeiter Ignaz Hoppe, der legen: Der Wahlverein des dritten Berliner Reichstagswahlkreises, Schlesischestr. 41 wohnte und in der Anilinfabrit am Maibachdie Buchdruckerei von Maurer und Dimmik, der Hauptvorstand Ufer beschäftigt war. Er machte sich an einem Steffel zu schaffen, der Freien Vereinigung der deutschen Maler und Berufsgenossen, der komprimirte Luft enthielt. Dabei flog der Deckel plöglich die Anstreicher Berlins und Umgegend, die Filialen ber Ber- hoch und traf Hoppe an den Kopf. Der Verunglückte fiel betäubt einigung der Maler: Berlin I, Moabit, Often, Süd- West, um und wurde durch Mitarbeiter nach Bethanien gebracht. BeBerlin IV( Lackirer), Stettin, Leipzig, Bremen, Stralsund, Nürn vor man dort anlangte, war er bereits todt. berg, Rigdorf, Altona, Friedenau- Steglit, Stuttgart, Buckenwalde, Hannover, Dresden, Frankfurt a. M., München und Kiel, ferner die Kollegen Berlins", die Krankenkasse der Maler 2c., Frau Goldacker u. f. w. Sein unermüdliches Wirken für unsere Jbeen 1562 ausgestellt und lautet über 400 Gulden( mit 6 Prozent sichert ihm ein ehrendes Andenten bei allen, die ihn fannten. verzinsbar), aus einer anderen vom Jahre 1549 geht Der aus Mittenwalde gemeldete Fund alter Schulds urkunden bestätigt sich. Sie befanden sich in versiegelten BlechKapseln. Die eine ist von der Stadt Berlin im Jahre 122. Zur Aufklärung und Gewinnung der Landbevölkerung für die Sozialdemokratie sind zu 3eiten wichtiger polis tischer Tagesfragen Flugblätter auf dem Lande zu verbreiten. Die Ausarbeitung derselben foll den einzelnen Landesorganisationen überlassen werden. Die Kosten für Druck und Verbreitung übernimmt die Parteikasse. Antisemitischer Anstand. Ein Leser schreibt uns: Am hervor, daß Kurfürst Joachim sich von Mittenwalde 700 Gulden Dr. Rüdt und Genossen. vorigen Sonntag Abend besuchte ich mit meiner Braut das Bier- Brandenburgischer Landeswerung oder 18 Silbergroschen auf 123. 1. Es ist ein unentziehbares Recht eines jeden lokal von Damelang, Friedrichstr. 125. Die zahlreichen Gäste, einen Gulden" zum halben Binsfüße geliehen habe. Der MagiMenschen, in dem freien Gebrauch seiner Muttersprache und der Damen und Herren, sangen allerlei schöne Lieder, z. B. Wenn strat( Wir Burgemeister und Rathmannen beider Stedte Berlin Ausbildung in derselben nicht gehindert, sondern von der Staats: die Juden wiederkommen, die wern verhaun" u. 1. w. nach der und Göln an der Sprew" bekennen und thun kunt vor uns und verwaltung gefördert zu werden. Die gegenwärtigen Rechts- Melodie: Wenn die Schwalben wiederkommen". Unter end unfre nachkommen") verpflichtet sich jeder zeit", der Stadt verhältnisse der nichtdeutschen Nationalitäten des Deutschen lofem Gejohle kam dann auch das Lied: Heil Dir im Sieger- Mittenwalde auf beren Forderung das Geld zurückzuzahlen, und Reiches widersprechen diesem Grundsaye durchaus. Sie sind im franz" an die Reihe. Alle Gäste erhoben sich, und da meine falls sie die Schuld nicht bezahlen kann, sich der Stadt MittenIntereffe der ausgebeuteten Boltsmasse, sowie aus Gründen Braut und ich fizen blieben, tobten und schrieen die Sängerinnenwalde mit einer der Städte Berlin oder Göln zu eigen zu geben, politischer Natur dringend abhilfebedürftig. Der Parteitag ver- und Sänger wie eine Bande Tollhäusler uns an:„ Stehen Sie auf, mit aller beweglichen und unbeweglichen Habe der Einwohner langt daher: Daß das Recht auf den Gebrauch der Mutter- stehen Sie auf." Da wir dem Zuruf nicht Folge gaben, brang der Wirth und diese den Mittenwaldern als" hörig" zu unterstellen. Wie sprache allen Reichsangehörigen ungeschmälert zugestanden und mit den Gästen in bedrohlicher Weise auf uns mit höchft be- ein Berichterstatter schreibt, beabsichtigt der Magistrat und die verfassungsmäßig, unter Anerkennung des Deutschen als Amts- leidigenden Redensarten ein, wie: verfluchte Sozialdemokraten- Stadtvertretung von den beiden Schuldurkunden, die mit Zins sprache, die Sprache, deren sich die nichtdeutsche Bevölkerung Bande", und: schmeißt det Pack raus", laßt Gich hier nich und Binseszinsen etwa 3500 Milliarden(!) Mart betragen sollen, eines Bezirkes bedient, als gleichberechtigte Unterrichts- und Ge- wieder seh'n". vorwärts, raus, det Bier braucht er nich zu be- Gebrauch zu machen, d. h. das Hohenzollernhaus und die Stadi richtssprache anerkannt werde. Die Reichstags- Fraktion wird zahlen", bet iš ja de größte Schande, wenn sonne Luder nich Berlin auf angemessene Entschädigung zu verflagen. zum Gerichtsverfassungs- Gesetze zu stellen und eine dahin zielende Gewalt an die frische Luft befördert. beauftragt, die entsprechenden Anträge zur Reichsverfassung und mal uffstehen wollen, wenn so'n scheenet Lied gesungen wird." Unter Schieben und Drängen und Stoßen wurden wir mit Agitation zu entfalten. 2. Der Parteivorstand wird aufgefordert, die Frage einer Vorschläge zu machen. Rabenstein und Genossen. die Erwerbslosigkeit jeder Art betreffenden Reichsversicherung zu prüfen und dem nächsten Parteitage darüber zu berichten und 124. Der Parteitag wolle beschließen, den Parteivorstand zu beauftragen, bis zum nächsten Parteitag einen Organisationsplan auszuarbeiten der sich der Zentralisation mehrjanpaßt, als wie es bei der gegenwärtigen Organisation der Fall ist. H. Berthold, Darmstadt. 125. Der Parteitag möge beschließen, daß der Parteivorstand, für die ländliche Bevölkerung je nach Bedürfniß, Flugblätter auf Kosten der Parteitasse brucken läßt, jedoch in anbetracht der verschiedenartigen Verhältnisse der ländlichen Distrikte die Redigirung den einzelnen Provinzen überläßt. Beckmann und Genossen. Tokales. " Wer hätte gedacht, daß von Mittenwalde folches Unheil drohen könnte. Vielleicht läßt Mittenwalde aber ein paar Milliarden ab. Es genügt dies wohl, uni das Betragen des Wirthes gegen Ein gefährlicher Brand suchte heute früh gegen 8 Uhr uns zu kennzeichnen, um unsere Genossen zu veranlassen, diese den Keller des Materialwaaren- Geschäfts, von Fink, FehrbellinerGesellschaft möglichst zu meiden. Bei Naturen, die etwas exzentrischer angelegt find als wir, tönnte es wohl sonst zu unstraße 1, heim. Dort war der Hausdiener mit Abfüllen beliebsamen Auftritten kommen. schäftigt und hat sich dabei wahrscheinlich eines offenen Lichtes Zur Kennzeichnung der antisemitischen Rowdies theilt uns bedient; denn plöglich erfolgte ein Knall und im Nu stand der ein Lefer noch einen Borfall mit, der sich am Dienstag Abend ganze Inhalt des Kellers, 2 Faß Petroleum, 3 Faß Spiritus und am Schlesischen Bahnhof zutrug. Nach dieser Station fuhr ein fleinere Tonnen mit Schnäpfen und Effig in Flaminen. Auch jüdischer Händler in einem Stadtbahnwagen dritter Klasse, in die Einrichtung des Kellers hatte schnell Feuer gefangen. Mitten bem fich einige antisemitische Rüpel befanden. Die Burschen in dem Flammenmeer war der arme Hausbiener gleichsam gefielen mit den Worten Lumpenhund, stänkeriger Jude, Blutfauger fangen, nur mit Mühe gelang es ihm zu entfommen, aber nicht, über den Mann her, was zur Folge hatte, daß einige Arbeiter, ohne daß er heftige Brandwunden am Kopfe davongetragen die sich im Wagen befanden, dem Unfug steuerten. Die Bengel hätte. Zunächst fanden daher die Samariter Arbeit, die die verhielten sich auch bis zum Anhalten des Zuges ruhig, doch Wunden verbanden und den Verunglückten nach dem Krankengleich nachdem der Händler aus dem Wagen gestiegen, haus am Friedrichshain schafften. Die Flammen wurden dann wurde er verfolgt und in der Koppenfiraße mit einem Stock zu bald gedämpft. Boden geschlagen. Nachdem die Heldenthat vollbracht war, nahmen die Rowdies natürlich Reißaus. Glücklicherweise blieb der Sieges. lohn nicht aus, denn einige Arbeiter, die die Affäre beobachtet hatten, verfolgten die Vertreter modernen Germanenthums und ertheilten ihnen, als sie in der Langenstraße eingeholt waren, eine derartige Lektion, daß sie zu fünftigen Bethätigungen ihres Teutschthums kaum noch Luft verspüren dürften. Zur Organisation des Handwerks. Eine Lokal Korrefpondenz meldet: Das Polizeipräsidium hierselbst hatte für Dienstag Vormittag 101/2 Uhr eine Anzahl Nichtinnungs- MitBum Chariteeboykott. Der Vorstand der Orts- Krankenglieder" der Gewerbetreibenden Berlins zu einer Konferenz ge- Raffe der Schneider hat in feiner Sigung am 19. d. Mts. laden, um die Ansichten und Meinungen derfelben über die ebenfalls beschlossen, der Charitee feine Kranken mehr zu über Vorschläge des Herrn Handelsministers von Berlepsch die Orweisen. Den gleichen Beschluß hat der Vorstand der Orts ganisation des Handwerks betreffend"" zu hören. Als Resultat obiger Konferenz wurde beschlossen, daß die durch Krankenkasse ber Lithographen und Steinbruder Herrn Wolff vertretene Freie Vereinigung selbständiger Fleischer meister Berlins und Umgegend" in der kommenden Woche eine allgemeine Versammlung sämmtlicher Gewerbetreibenden Berlins, welche Nichtinnungsmitglieder sind, einberufen solle. In dieser Versammlung soll die Stellungnahme zu den ministeriellen Vorschlägen eingehend erörtert und das Ergebniß dem Polizeipräsidium mitgetheilt werden. gefaßt. Eine Verbilligung der Poftanweisungs- Gebühren und des Poftauftrags- Portos war beim Staatssekretär im ReichsPostamt Herrn Dr. von Stephan von dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller erbeten worden. Auf die betreffende Eingabe ist ein ablehnender Befcheid erfolgt, der damit begründet wurde, daß mit diesen Verbilligungen ein jährlicher Ginnahme Ausfall von mehreren Millionen Mark eintreten würde. Die Herren Kaufleute und Industriellen hätten ihren Stephan rückwärts heißt heute die Parole. denn doch auch etwas gründlicher kennen sollen. Rückwärts, = Der aus der Jrrenanstalt Herzberge entwichene Schreiber Krüger hat thatsächlich die gestohlene Kleidung des Oberwärters Glaser, seinen Angaben gemäß, in der Bade Anstalt in der Schönhauser Allee Nr. 182 abgegeben! Am Sonntag Mittag erschien in der obigen Anstalt, dem Schönhauser Bad, ein etwa 30 jähriger Mann, mit einem langen dunklen Ueberzieher bekleidet, der sich eine Badezelle erster Klasse anweisen ließ als er die Badekabine nach etwa halbstündigem Aufenthalte verließ, übergab er dem Bademeister ein größeres zusammengeschnürtes Packet mit der Bitte, es bis zum folgenden Tage aufzubewahren, woselbst es ein anderer Herr abholen würde. Wie sich Tags darauf herausstellte, ist der Badegast der Verbrecher Krüger gewesen, der, um die Zivilkleidung und Geld zu erlangen, jedenfalls vorher einen Ginbruchsdiebstahl begangen haben muß. Eine furchtbare Aufregung rief gestern Abend gegen 9 Uhr auf dem Lehrter Stadtbahnhofe ein Entfezen verbreitender Vorgang hervor, welcher durch die außergewöhnliche Aufmerksamkeit des Lokomotivführers des nach dem Westen zu ausfahrenden Stadtbahnzuges in seinen Folgen glücklicher Weise sehr beschränkt wurde. Troß der zahlreichen Warnungen stieg auch hier ein alter, flappriger Mann erst aus, als der Zug sich zur Wiederabfahrt eben in Bewegung gefeht hatte. Hierbei blieb der Aussteigende mit dem linken Fuße am Trittbrett hängen und wurde auf dem Bahnsteige mit fortgeschleift. Ein rüftiger Wegen ansteckender Krankheiten mußten, dem Bericht schiedene Klaffen der Berliner Gemeindeschulen vollständig geder städtischen Schuldeputation zufolge, in Jahre 1892/93 ver schlossen werden, nämlich an 5 Schulen je 1 Klasse, an 1 Schule 2 Klassen und an 2 Schulen alle Klassen. Die Krankheiten, Schluß der Börse am Wahltage. Nach Bestimmung des junger Mann, Mann, welcher Hand anlegte, um den in welche die Schließung verursachten, waren besonders Masern, Meltestenkollegiums bleibt die hiesige Börse am 31. Oktober, dem großer Lebensgefahr befindlichen Passagier aus seiner üblen daneben Scharlach, Diphtherie und Windpocken. Die Dauer Tage der Urwahlen zum preußischen Landtag, geschlossen. Diese Lage zu befreien, stürzte über diesen hinweg aus dem der Unterbrechung des Unterrichts schwantte zwischen 6 und Rücksicht auf die Wähler vermissen wir bei den Reichstags- Rupee hinaus und wurde ebenfalls mit fortgeschleift. 16 Tagen.( In einem Falle dauerte die Unterbrechung 24 Tage, wahlen, um so mehr als es sich dort um Millionen von Wählern Das gleiche Schicksal traf einen Bahnhofarbeiter, welcher, Hilfe wobei aber die Weihnachtsferien 1892 mit eingerechnet sind.) aus dem Arbeiterstande handelt, die nicht über so viel Zeit ver- leiftend, herzusprang. Die lauten Rufe der geängstigten Menge Die Klaffe 6a der 20. Gemeindeschule mußte zweimal geschlossen fügen als die Börjianer, sodaß die Verlegung der Wahl auf waren glücklicher Weise von dem aufmerksamen Lokomotivführer werden, im Juni 1892 und im Februar 1893. Beide Male einen Sonntag fehr angebracht sein würde. gehört worden, und es gelang deffen Bemühungen, den Zug in waren Masern die Ursache der Schließung. Zur Beleuchtung wenigen Augenblicken zum Stehen zu bringen Der Bahnarbeiter. dieser Verhältnisse können die vor kurzem stattgefundenen Ver 23 000 neue Telephonapparate find in verschiedenen und der junge Mann, welcher infolge seiner Hilfsbereitschaft in handlungen des Berliner Lehrervereins über die gesundheitlichen mechanischen Werkstätten für die Berliner Theilnehmer bestellt so gefahrbrohende Mitleidenschaft gezogen war, vermochten gleich Verhältnisse in den Gemeindeschulen Berlins dienen. Der Lehrer worden. Seit einiger Zeit sind in Berlin und Umgegend so auszuspringen; ersterer hat sich nun einige Verlegungen an der W. Eiegert führte bei dieser Gelegenheit aus, Kinderepidemien, genannte Induktionsapparate probeweise aufgestellt, die sich vor- rechten Hand zugezogen, letzterer ist glücklicher Weise ganz unnamentlich Scharlach und Mafern, seien nachweislich durch schlecht züglich bewährt haben. Das Wecken findet mittels eines In verlegt geblieben. Auch bei dem alten Manne, in dem der in gelüftete Schulzimmer verbreitet und in zahlreiche Familien weiter bultors statt, der durch eine Kurbel in Thätigkeit gesetzt wird. Der Lehrterstraße wohnhafte Zimmerbohner Robert festgestellt getragen worden. Ueber die schlechte Lüftung und mangelhafte Bei der Neueinrichtung kommt eine große Anzahl Elemente in wurde, find nur Abschürfungen am Kopf und am Bein festgestellt, Reinigung der Klassenzimmer der Berliner Gemeindeschulen haben Wegfall, so daß nur deren drei in dem Batterieschrank ver- er war vollständig im stande, mit Hilfe anderer sich nach Hause die Lehrer, die hierüber besser unterrichtet sind als die Schul- bleiben. Dies sind zwei zur Erzeugung des Stroms beim beputation, und die verehrlichen Leiter des Berliner Gemeinde- Sprechen und eins für den Kontrolldraht. Durch die Einführung zu begeben. schulwesens, lebhaftefte Klage geführt. Dasselbe batten turz vorher des Induktors wird an Arbeitskräften zum Nachsehen der Zum Mordanfall des Generals Kirchhof. Einer Lokalbie Gemeindeschullehrerinnen in ihrem Verein gethan. Die auf Batterie erspart. Die Auswechselung der Apparate, die bis zum forrespondenz zufolge hat am letzten Sonnabend ein MilitärGrund dieser Berhandlungen gefaßten Resolutionen, welche eine 1. April 1894 beendigt sein soll, geht straßeniveise vor sich. Die gericht in Sachen Kirchhof verhandelt. Ueber das Ergebniß vergrößere Sauberkeit in den Schulzimmern forderten, ließen an Alte Jakobstraße hat bereits den Anfang gemacht. lautet natürlich, dant unserer herrlichen Militärstrafprozeßord= Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Ob's beshalb anders Die Lohuverhältnisse der Schaffner an der Stettinerung, nichts, werden wird? Wollen's abwarten! Bahn, die gestern von uns erörtert wurden, veranlaßten einige Ein wildgewordenes Droschkenpferd rannte am Mittwoch Gegen Visitenkarten für Kinder eifert die Berliner Hilfsbremser uns, das Glück zu schildern, dessen sie im Reiche Abend 9 Uhr am Kreuzungspunkt Ritterstraße- AlexandrinenZeitung" auf Grund der ihr zugegangenen Mittheilung, daß in des Herrn Thielen theilhaft werden. Der Lohn dieser Arbeiter straße spornstreichs in einen des Weges kommenden Omnibus einer Gemeindeschule in Berlin W. mehrere Schülerinnen im beträgt 1 M. 80 Pfg. bis 2 M. 30 Pfg. pro Tag. Fahrgelder hinein und kam dabei derartig zu Schaden, daß es nach wenigen Alter von 12-13 Jahren sich solche Karten geleistet und mit giebt es 30 M. für den Monat, Krankengeld 1 M. 40 Pf. und Minuten am Planufer verblutet war. Seider erlitt bei dem einander ausgetauscht haben. Dieser Unfug mag allerdings auf Miethsentschädigung gar nicht. Feiertage sind auch rare Dinge Borfall auch ein Passagier durch Glassplitter eine glücklicherdie Gemeindeschule neu sein, weil die fast ausschließlich von für uns", heißt es weiter, und falls einmal jemand sich freiweise nicht gefährliche Verwundung an der Stirn. Kindern besucht werden, deren Eltern für solche Kindereien tein machen muß, so zieht ihm der Vorsteher den Ausfall am Lohn ab. Geld übrig haben. Aber auf den höheren Lehranstalten sind die So gut, wie bei den Schaffnern, ist auch hier Besserung dringend Vermikt wird seit Montag, den 23. Oktober, der Schmied Visitenkarten auch in den unteren Klassen eine seit langem be- nöthig, aber auf Abhilfe hofft unter den heutigen Verhältnissen Karl Klaue, welcher an diesem Tage gegen 8 Uhr Abends seine stehende Erscheinung, und sie finden sich selbst bei Knaben und niemand." Zu den Verhaftungen wird weiter gemeldet: Wohnung in der Köpnickerstr. 43, vorn 3 Treppen, verließ, um Mädchen unter 9 Jahren, die knapp der Schiefertafel ent- Infolge der in den lezten Tagen vorgenommenen zahlreichen nicht wieder in dieselbe zurückzukehren. Seine Anverwandten wachsen sind, ziemlich allgemein. Von hier aus dürfte das Verhaftungen unter dem Personal der genannten Bahn, ist diese bitten hiermit jeden, der über seinen Verbleib Auskunft geben papierne Spielzeug auch seinen Weg in die Gemeindeschulen ge- in große Verlegenheit gefeßt worden, da für einige Büge so gut fann, dies doch recht bald- Adresse: Frau Klaue, Köpniderfunden haben, und wahrscheinlich handelt es sich bei den oben wie gar kein Fahrpersonal mehr vorhanden war. Sämmtliche Istraße 48 zu thun. Die näheren Umstände beim Weggange te3 Bermißten lassen die Absicht eines Selbstmordes vermuthen.| Sonntag, den 29. d. Mts., die Abrechnung für das 3. Quartal Er war bekleidet mit grauem Jacketanzuge, weißen Parchent- bei Meiter, Bergstr. 10, stattfindet, an welcher auch die übrigen Unterbeinkleidern, wollenem Hemd, weißem Hemid, gezeichnet Mitglieder theilnehmen können. G. K., grauen Strümpfen, Lederhausschuhen, schwarzem Lederleibriemen und schwarzem, steifem Filzhute. Bei sich hatte er ein weißes, rothgerändertes Taschentuch, gezeichnet C. R. Ein neuer Cholerafall ist in Moabit festgestellt. Der Schiffer Seedorf aus Himmelpfort ist am 18. d. M. von Bredereiche, Kreis Templin, ein nicht insigirter Ort, mit Holz abgefahren, fühlte sich am 22. d. M. noch wohl und as Kartoffel und Häring, ohne zu trinken. Am 23. ertranfte er auf seinem Kahne im Schifffahrtskanal. Sein Vater ist von dem Fahrzeuge zur Beobachtung eingeliefert. Wie er sich angesteckt hat, ist unbekannt. Herr Felix Bab, Schillingstr. 30, theilt uns in bezug auf die in Nr. 251 gebrachte Notiz mit, daß er mit dem Schwindler, dem die Polizei auf der Spur ist, keine Gemeinschaft hat. Polizeibericht. Am 23. d. M. Abends wurde ein Dienst. mann an der Ecke der Borsig- und Invalidenstraße durch einen Poftwagen überfahren und im Gesicht und am Unterschenkel bedeutend verletzt.. Am 24. d. M. Morgens wurde im Garten des Krankenhauses Friedrichshain die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. Vormittags stürzte ein einjähriges Mädchen aus einem Fenster der im 2. Stock des Hauses Annenstraße 21 belegenen Wohnung seiner Großmutter auf den Hof hinab und erlitt außer inneren Verlegungen einen Schädel bruch. Vor dem Hause Schönhauser Allee 10/11 wurde Nach mittags ein zehnjähriger Knabe von den durchgehenden Pferden eines Geschäftswagens zu Boden geriffen und durch einen Suf Huf: tritt am Kopfe schwer verletzt. In dem Laden des Hauses Königstr. 50 entstand Nachmittags Feuer, welches fast das ganze Waarenlager zerstörte. Außerdem fanden drei kleine Brände statt. Versammlungen. M " Sprechlaal. Literarisches. Der österreichischen Wahlrechtsbewegung ist die eben ers schienene Nr. 103 der„ Glühlichter" gewidmet. In Wort und Bild werden die Gegner der Vorlage verspottet. Auch sonst bietet das Blatt mannigfache ansprechende Beiträge voll Satyre und Humor. Wer sich aber erst über die Bedeutung der Wahlrechtsvorlage informiren will, dem empfehlen wir die im Inseratentheil unseres heutigen Blattes angezeigte Broschüre unferes österreichischen Genossen Victor Adler. Der Moralunterricht der Kinder. Von Felix Adler. Herausgegeben von Georg von Gizycki. Berlin. Verlag von Ferd. Dümmler. Glühlichter. Humoristisch- satyrisches Arbeiterblatt. Nr. 103. 4. Jahrgang. Genossenschafts- Buchdruckerei Wien IX., Alferstraße 32. Pasilingua( Nevanglic). Die Sprache von Pan- Amerika. 1. 1. 2. Heft. Von P. Steiner. In Kommission bei Louis Heuser in Neuwied. Vermischtes. Die Cholera. Rom, 24. Oktober. In Palermo erkrankten gekommen. Petersburg, 24. Oftober. An Cholera er Die Redaktion fiellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Auch die Militär- Juvaliden sind unzufrieden mit ihrer Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Lage und um sie zu bessern, wollen fie fich organisiren. Schon Inhalt desselben identifizirt zu werden. längst find die im Staatsdienste befindlichen Militär Jnvaliden Auf die Erklärung des Herrn Briese, Stodfabrikanten in darüber erbittert, daß die ihnen zugesprochene Invalidenpension Charlottenburg, Krummestr. 7, erklären wir auf eine thatsächliche in die Kaffe der sie beschäftigenden Behörde fließt. Jezt be- Erwiderung zu verzichten, da die Erledigung der Angelegenheit mühen sie sich, eine Abänderung des Militär Pensionsgesetzes einen zu großen Raum in Anspruch nehmen würde. Wir laden herbeizuführen und berufen zu diesem Zwecke in allen Städten vielmehr Herrn Briese zu einer in nächster Zeit stattfindenden des Reiches öffentliche Versammlungen ein. Eine öffentliche öffentlichen Versammlung ergebenst ein, in der diese Sache klar Versammlung der Militär- Invaliden Berlins, die am 24. Oftober gestellt und hoffentlich erledigt werden kann. stattfand, war von etwa 800 Personen besucht. Wie es in KriegerDie Agitationstommission vereinen und konservativen Versammlungen üblich ist, wurde die der Stockarbeiter Berlins und Umgegend. Versammlung mit einem Hoch auf den Kaiser eröffnet. Hätte man dieses nicht gehört, so hätten die übrigen Ausführungen des Vorsizenden sowie der Redner den Irrthum hervorrufen können, daß man sich in irgend einer anderen, sagen wir sozialdemokra tischen oder Gewerkschaftsversammlung befinde, wo man über die Wahrung seiner berechtigten Interessen spricht. Die Rednner gaben ihrem Groll unverhohlen Ausdruck und es muß jeder Unbefangene zu der Ueberzeugung kommen, daß ihre Beschwerden vollauf berechtigt sind. Die Versammlung lieferte den Beweis, daß es auch in Beamtenfreifen mit der Erkenntniß der Klassenlage vorwärts geht, nur können die Beamten infolge ihrer Stellung nicht so handeln, wie sie gerne möchten. Zur Berathung stand eine Petition der im Staatsdienst befindlichen Militär- Invaliden, vom Feldwebel abwärts, befindlichen Militär- Invaliden, an den Reichstag, um Belaffung der ihnen zugesprochenen Invaliden- Pension neben Zivildienst Einkommen". Begründet wurde dieselbe mit dem Hinweis darauf, daß der Reichskanzler schon bei Abänderung der§§ 103 und 106 des Gesetzes vom 27. Juni 1871 und 4. April 1874 vorgegeben habe, das Diensteinkommen der Offiziere sei zu niedrig bemessen und jede Bestimmung über Kürzung der Pension bei Anstellung im Zivildienst müsse aufgehoben werden. Bei den Militärinvaliden vom Feldwebel abwärts treffe das Gesagte in noch weit größerem Maße zu. Offiziere erhielten Pensionen bis zu 4000 M., damit Eine gutbesuchte Generalversammlung der hiesigen ließe es sich schon leben.( Zustimmung.) Dein ZivilversorgungsFiliale des Unterstügungsvereins der Kupferschein könne man heute nicht mehr die Bedeutung beilegen, wie schmiede Deutschlands fagte am 21. d. M. im Ver- in früheren Jahren. Pflicht des Vaterlandes wäre es, diejammlungslotal Weinstr. 11 bei Feindt. Die Tagesordnung umienigen, die im Dienste desselben ihre Gesundheit eingebüßt faßte folgende Punkte: 1. Kassenbericht vom 1. Juli bis haben, gegen Noth und Elend im Alter zu schüßen und nicht nur 1. Oktober d. J. 2. Bericht über den Stand des Dispositions- mit Almosen abzuspeisen.( Lebhaftes Bravo.) Im Kommunaldienst fonds. 3. Arbeitsnachweis und seine Durchführung im letzten befindliche Militärinvaliden stehen sich insofern besser, als ihnen Quartal. 4. Verschiedenes. Der Kassirer verliest den Kassen- ihre Militärpension nicht vom Gehalt in Abzug gebracht wird; in den letzten 24 Stunden 6 Personen an Cholera und starben 5. bericht; daraus ist zu entnehmen, daß in der Vereinskaffe die selbst Kommunen mit Staatszuschuß zahlen das Gehalt neben In Livorno, sowie in den übrigen von Cholera heimgesuchten Einstimmig wurde beschlossen, das Orten sind teine neuen Erkrankungs- oder Todesfälle vorGinnahme 821,30 M., die Ausgabe 288,60 m., der Gewinn der Pension voll aus. 532,70 m. betrug, davon wurden für den Reservefonds 19,77 M. Bureau zu beauftragen, die Petition dem Reichstag zu überverwendet, somit verblieben 512,93 M. Der Refervefonds betrug mitteln, gleichzeitig aber mit einigen Abgeordneten aller Parteien frankten bezw. starben: vom 20. bis 23. b. M. in Petersburg 84 am 1. Oftober 200 m. In der Filialkaffe stellt sich die Ein- persönliche Rücksprache zu nehmen. Zur Bestreitung der Un- bezw. 33, vom 17. bis 19. d. M. in Mostan 5 bezw. 3, vom 8. nahme auf 773,37 M., die Ausgabe auf 608,33 M., der Bestand kosten der Petition wurde sofort eine Kollekte veranstaltet. Ferner bis 14. b. M. in Sebastopol 20 bezw. 12, in den Gouvernements auf 165,04 m. Neu eingetreten sind 11, zugereift resp. vom wurde die Gründung eines Vereins der Kriegs- und Friedens Warschau 24 bezw. 11, Wolhynien 539 bezw. 213, Grodno 32 Militär entlassen 23, abgereist 32 Mitglieder, freiwillig aus: Invaliden für Berlin und Umgegend angeregt; derselbe soll mit bezw. 22, Kalisch 7 bezw. 8, Kursk 217 beziv. 46, Comsha 478 getreten ist je ein Mitglied, weil zu anderer Beschäftigung über- anderen derartigen Vereinen im ganzen Reich gemeinsam die bezw. 225, Lublin 2 bezw. 1, Mohilew 100 bezw. 38, Plozł 26 gegangen und weil selbständig geworden. Ein Mitglied Interessen seiner Mitglieder wahren und Einfluß auf die Gesetzwurde wegen rückständiger Beiträge ausgeschlossen, ein anderes gebung auszuüben suchen. Ein großer Theil der Versammlungs- bzw. 13, Suwalki 2 bezw. 1 und vom 24. September bis durch Filialbeschluß wegen Vergehens gegen§ 8. Die Mitglieder- besucher zeichnete sich sowohl in die Petitions- als auch VereinsWie fittlich sind wir! Aus Leipzig wird berichtet: Dem zahl betrug am 1. Oktober 231. Dem Kassirer wird Decharge ertheilt. listen ein; jedoch wurden bereits Bedenken laut, ob der Verein Zu Punkt 2 wird Bericht über den Stand des Dispositionsfonds die Genehmigung erhalten werde, da diese früher bei einer ähn- Grisettenwesen bei der hiesigen Studentenschaft will der„ Verein zur Hebung der Sittlichkeit" zu Leibe gehen und Rektor und erstattet. Demnach ist die Einnahme inkl. des Bestandes vom lichen Gründung versagt wurde. Senat haben ihre Mitwirkung zugesagt. Man hat bereits einen legten Quartal 572,24 M. Die Ausgaben betrugen 18 M. und In Charlottenburg tagte am 24. Oktober eine Studenten relegirt wegen unjittlichen Umganges mit einem Mädder Bestand 554,24 M. Beiträge zu dem Fonds haben nur General Bersammlung des sozialdemokrati chen und deren zeitweiser Unterbringung bei einer Logiswirthin“. es wäre keine Liste in der Werkstatt; denselben wird bedeutet, doch chen Wahlvereins für den Reichstags- Wahl- Der Wirthin ist die Aufnahme von Studenten untersagt worden. freis Teltow Beestow Charlottenburg, in Der Relegirte hat Beschwerde erhoben und es wird sich daher die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Zu Punkt 3 bringt der Vorsitzende in Erinnerung, daß am 15. Juli d. J. der Be- welcher unter lebhaftem Beifall Genosse Dr. Pinn einen Vor- das Kultusministerium damit zu beschäftigen haben. Wenn das Zusammenleben mit einer„ Grifette" das größte trag über: schluß gefaßt wurde, daß bezüglich der günstigen Geschäftslage Darauf berichtete Genosse Klick für den Vorstand über die aller Uebel bei unserer nach Bildung und Besiz maßgebenden der Arbeitsnachweis statutenmäßig durchgeführt wird. Trotzdem ist der Nachweis in der letzten Zeit mehrere Male umgangen Thätigkeit, deffelben während des letzten halben Jahres. Im goldenen Jugend wäre, dann könnten die Bourgeois von heute worden. Aus dem Bericht geht hervor, daß 12 hiesige Arbeit- Anschluß daran theilte er mit, daß erfreulicher Weise die Mit- in der That noch Hoffnung auf die Zukunft ihrer Nachkommengeber 21 Mal und 20 auswärtige den Nachweis 28 Mal benutzt gliederzahl des Vereins im genannten Zeitraum von 154 auf schaft setzen. Aber wir sind ja so sittlich! Marseille. Wunderliche Russen treiben sich, so haben. Arbeit nachgewiesen erhielten am Orte 33, nach Auswärts 251 angeschwollen sei. Bedauernd fügte er jedoch gleich hinzu, 42 Kollegen. Am Schlusse der langen und erregten Debatte wurde ein daß die meistens während der Wahlbewegung neu eingetretenen wird der Köln. 3tg." geschrieben, in Toulon und hier umber. Der Man zeigte mir einen, der den Leuten seine Besuchskarten mit Antrag angenommen, der dahin ging, daß die Kollegen, welche Mitglieder schon jetzt im Bezahlen lässig würden. Genosse Schnell, verlas dann den Kaffen der Bezeichnung journaliste franco- russe vertheilte. Ein anderer den Nachweis umgangen haben, nach§ 8 des Statuts zu be- Kassirer, dritte Quartal. Nach demselben be macht die hiesigen Restaurants unsicher, indem er sich weigert, handeln sind. Zu Punkt 4 wird ein Antrag angenommen, den bericht für das streifenden Lithographen, da die meisten Anwesenden gegen das trug einschließlich eines am Schluß des zweiten Quartals die Beche zu zahlen, da er als Russe Gast sei. Das verfänzt Listensystem waren, 20 M. zu bewilligen. Von einem Kollegen vorhanden geweſenen Bestandes von 131,48 M., die Einnahme denn doch nicht überall; in einem Hause bat man den russischen wird der Vorschlag gemacht, in jeder Werkstatt einen Vertrauens. 396,93 M. Ausgegeben wurden 145,80 M., so daß ein Bestand Nassauer höflich, aber eindringlich, an dem hiesigen Festtage mann zu wählen, welcher Antrag der vorgeschrittenen Zeit halber von 251,13 M. am 1. Oktober verblieb. Die Versammlung er wieder vorsprechen zu wollen, vorläufig aber zu bezahlen. Da in dieser Versammlung nicht erledigt werden konnte. Hierauf theilte dem Rassirer Decharge. Die Neuwahi des Vorstandes der Ruffe dazu aber nicht im stande war, so wurde er wie ein ergab folgende Zusammenfeßung desselben: Beier, 1. Vor- ganz gewöhnlicher Franzose hinausgeworfen. erfolgt Schluß um 12 Uhr. fizzender; Bunge, 2. Vorsitzender; Schnell, 1. Kassirer; Im Verein deutscher Schuhmacher, Berlin II, hielt ajop, 2. Kassirer; Jäde, Schriftführer; Wolter, am Montag, den 23. Oktober, Kollege Hammacher einen Wernicke, H. Krause, Hilfskassirer. Als Revisoren wurden Vortrag über die kapitalistische Produktionsweise und die Krisen. die Genossen Schlenter, Berbel und Jänert und als Beim Punkte Verschiedenes machte Kollege Schichhold bekannt, Bibliothekar Genoffe Spremberg gewählt. Letzterer wohnt daß die Arbeiter der Fürstenheim'schen Schuhfabrit am Sonn- Krummestraße 85, v. 2 Tr. Er ist für die Mitglieder alle Abende Schließlich faßte man noch den abend, den 25. November, ein Familienkränzchen abhalten und von 6 bis 9 Uhr zu sprechen. forderte die Anwesenden auf, nach Möglichkeit daran theil- Beschluß, im Lokal des Genossen Krause, Bismarckshöhe, das zunehmen. Eine längere Debatte entstand über einen Vorschlag diesjährige Stiftungsfest des Wahlvereins abzuhalten. Näheres Germann's, welcher lautete, daß für die Zukunft jede der drei wird später bekannt gemacht. hier bestehenden Filialen im Monat nur je eine Versammlung abhalten solle und außerdem monatlich eine kombinirte Mitgliederversammlung stattzufinden habe. Auf Antrag wurde diese Sache für eine fombinirte Versammlung, welche in nächster Zeit stattfinden soll, vertagt. Der Kassirer machte bekannt, daß am !! Arbeiter!! Jeder Fuselschnaps untergräbt langsam aber sicher Euere Gesundheit. Trinkt deshalb nur fuselfreie, natürliche Branntweine. Solche sind die Cognacs, Marfe Léonce Gonzac& Co. der French Cognac- Brandy- Distillery in Germany, Centrale Berlin N., Oranienburgerstrasse 17. 3u haben wo Plakat aushängt und Standflasche mit Original- Etiquette vorhanden ist. 4962L* Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Nene Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr.54, Fruchtstr.30, Potsdamerstr. 57/58, empf. 1. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spitzen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! 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Später habe Abter den Wechsel für 1250 M. eingelöst. Stempelsteuer- Kontravention, gewerbsmäßigen Wuchers, Betrugs Lieutenant Georg Frhr. v. S chierstädt vom 2. Gardeund Lotterievergehens, Abter wegen Meineids und Beihilfe zum Dragoner- Regiment bekundet, von Abter 7-800 m. gegen betrügerischen Bankrott mit 4 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust. Wechsel geliehen nnd ihm auf sein Andrängen für 2200 M. Fährle wegen Diebstahls und Unterschlagung, Seemann wegen loose zur preußischen Lotterie abgenommer zu haben. Für diese Diebstahls, Betrugs und gewerbsmäßigen Glücksspiels bestraft. Loose und eine Anzahl Rechnungen habe er Abter einen Wechsel von Meyerinck ist Ritter des Rothen Adlerordens vierter Klasse über 4000 M. gegeben. Troy allen Drängens und obwohl er mit Schwertern am Ringe und des Sächsisch Ernestinischen alle 4 Klassen mit dem Wechsel bezahlt hatte, habe er die Loose Hausordens erster Klaffe. Der flüchtig gewordene Lichtner ist zur vierten Klasse nicht bekommen, Abter habe auch die Rechbereits wegen Veruntreuung, Hazardspiel und Wucher bestraft. nungen nur zum Theil beglichen. Er( Beuge) habe deshalb dem Die Verhandlungen begannen am Montag unter dem Vor- Abter geschrieben: wenn er die Loose zur vierten Klasse nicht size des Landgerichts- Direktors Heinrotb mit der Vernehmung erhalte, werde er den Wechsel nicht bezahlen. der Angeklagten. Die Verhandlung wird auf Mittwoch vertagt. B Loose der preußischen, braunschweigischen, sächsischen und hannoDer Angeklagte Sußmann erkennt an, daß er 25193/8 verschen Lotterie im regulären Planpreis von 221 758 M. für 11 593 M. 15 Pf. und an Heß genannt Seemann 585 Loose im regulären Planpreis von 88 310 M. für 2887 M. geliefert habe. Er selbst habe an jedem Loos etwa 50 Pf. verdient. Der seit Montag vor der Strafkammer des Landgerichts Hannover sich abspielende Prozeß enthüllt ein gutes Stück der Fäulniß unserer besten" Gesellschaft. Betrogene und Betrüger, Angeklagte wie Zeugen stehen gleichmäßig, wenn nicht vor dem Gesetz, so doch vor allem Bolte bloßgestellt da. Auf der Anflagebank befinden sich eine Anzahl meist schon vorbestrafter Bantiers", Wucherer, Gauner und Spieler, und zu ihnen gefellt ist ein hochadeliger Rittmeister a. D., der den Schlepper jener far beren Gesellschaft machte. Ein anderer gleichfalls adeliger Offizier ist vor der Anklage geflüchtet. Als Zeugen fungiren über 100 Offiziere vom Generalmajor bis zum Lieutenant, Studenten, Ritterautsbefizer u. s. w. Dieselben Personen, die so besonders auf Exklusivität halten und von oben herab auf den achtbaren Bürger sehen, fanden sich am Spieltisch zusammen mit gewerbe mäßigen Gaunern. Die Spielschuld warf fie wiederum den Wucherern in die Hand, und den verlorenen Tausenden wurden unbesehen andere Tausende nachgeworfen. Manches Muttersöhnchen wir finden unter den Beugen Offiziere von rührendster Unschuld und Unwissenheit opferte in dieser Weise ein ganzes Vermögen und vernichtete sein Leben. Ein wenig kameradschaftlicher Geist mit richtigem Ehrbegriff hätte solche Bestblasen, wie die in diesem Der Angeklagte Julius Rosenthal erklärt, daß er den Prozeß zur Erscheinung kommenden, gar nicht aufkommen lassen. Offizieren nur 5 bis 6 pet. Zinsen pro Jahr und 1/8 bis 1/4 pct. Angeklagt find: 1. Banquier May Rosenberg, für die Darlehne berechnet. Er habe stets Originalloose, niemals 2. Banquier Albert He ß, gen. Seemann, 3. Banquier Louis fogenannte Verzichtloose verkauft. Abter, 4. Banquier Julius Sußmann, 5. Rentier Johann Fährle, 6. Rittmeister a. D. v. Meyerincf, 7. Rentier Samuel Seemann, 8. Banquier Julius Rosenberg, 9. Geschäftsreisender Julius Heinrich Ludwig Stamer. Die Angeklagten May Rosenberg und Heß erkennen an, den Darlehn suchenden Offizieren die Lotterieloose für den regulären Planpreis geliefert zu haben. Sie wollen aber den 2ooshandel von dem Darlehnshandel vollständig getrennt gehalten haben. Es wird hierauf die Spieleraffäre erörtert. Der Angeklagte Fährle erkennt auf Befragen an, daß er 17 Jahre in Desterreich, Ungarn, Deutschland, Belgien u. s. w. als Roulette Bankhalter umgezogen und sich dadurch ein VerDie Angeklagten May Rosenberg, Abter, Albert Heß und mögen erworben habe. Wegen Diebstahls fei er unschuldig ver ein Rentier Arnold Herbert Lichtner betrieben in Hannover ein urtheilt. 1887 sei er nach Harnover gekommen und habe sich sogenanntes Bankgeschäft. In Wahrheit machten diefelben aber von Meyerind und dessen Bekannten zum Spiele überreden teine Bankgeschäfte, sondern offerirten den Difizieren der lassen. Seine Thätigkeit habe er nun nicht nur auf Hannover dortigen Garnison und denen des Militär- Reit- Instituts in beschränkt, sondern auch auf Wiesbaden, Homburg, Frant Hannover durch Zirkuläre Gelddarlehen. Wollte nun ein Offizier furt a. M., Hamburg, Aachen, Oftende u. 1. w. ausgedehnt. Geld geliehen haben, so trugen die" Banquiers" anfänglich Be- Immer will er zum Spiel überredet sein. Falsch gespielt zu denken; schließlich erklärten sie sich aber bereit, die verlangte Summe haben bestreitet er. auf Wechsel und gegen 5-6 pet. Zinsen und 1-2 pCt. Provision, Die Angeklagten Mar Rosenberg und Heß geben zu, die stets sofort in Abzug gebracht wurden, zu leihen. Nunmehr sich wiederholt am Spiel betheiligt zu haben. erhielten die Offiziere einen Theil baaren Geldes, den größten Der Angeklagte v. Meyerin cf befundet: Er habe bei Bresa Betrag erhielten sie aber in Geftalt von braunschweigischen, zwei Güter besessen. Das eine hatte einen Kaufpreis von 180 000 sächsischen und Hamburgischen Loosen, und zwar nicht in Original- Thalern, das andere von 110 000 Thalern. Für das eine lofen, sondern in Antheilscheinen, sogenannten Verzichtloofen, habe er 120 000 Thaler, für das andere 80 000 Thaler d. h. die Offiziere hatten nur auf die Klasse, auf die der Antheil angezahlt. Im Jahre 1880 fei er genöthigt gewesen, beide Güter schein lautete, ein Anrecht, aber auch nur bis zu einem Gewinn von zu verkaufen. Für das eine habe er 855 000 m., für das andere 2000 M. Kam das Loos mit einem höheren Gewinn heraus, 360 000 m. erhalten. Er sei alsdann mit seiner Familie nach so fiel derselbe den Darleihern zu. Auf die folgende Klasse Koburg und 1885 nach Hannover gezogen. Nachdem er seine hatten die Difiziere in den meisten Fällen kein Anrecht. Jeden Güter verkauft, habe er noch mit seiner Schwiegermutter zusammen falls aber erhielten sie blos Antheilscheine zu den Vorklassen; eine Rente von jährlich 22 000. gehabt, auch noch den Rest für die letzte Klaffe, bie bekanntlich die meiſten Chancen feines väterlichen Grbtheils von 42 000' M. bekommen. Durch bietet, hatten die Verzichtloose, die von den Angeklagten Spielverlust und seinen großen Haushalt sei er in Vermögens in großen Parthien ranyschweise" von dem Mitangeklagten verfall gekommen. Im Jahre 1879 hat er bereits den ManiSußmann bezogen wurden, tein Anrecht. Nicht felten festationseid geleistet. Wie groß sein Aufwand gewesen, geht hatte ein Offizier Verzichtloose im Betrage von 10 000 m. fchon daraus hervor, daß sein jährlicher Fleischbedarf allein sich und darüber im Besitz. Konnte nun der gegebene Wechsel am auf 5-6000 m. belief. Er bestreitet das Spiel gewerbsmäßig Berfalltage nicht eingelöst werden, so war, um eine Prolongation betrieben zu haben. des Wechsels zu bewirken, ein neuer Loostauf erforderlich, und zwar in noch höherem Betrage als bei der ersten Ausstellung des Wechsels. So tam es, daß ein Offizier, der sich einige hundert Mart geliehen hatte, in kurzer Zeit viele tausend Mart Lieutenant v. d. Decken- Ringelheim wollte von May Rosenschuldig war. Bei einer Prolongation des Wechsels oder einem berg ein Darlehn von 10 000 m. aufnehmen. Geld habe er nicht 3iveiten Darlehen erhielten diejenigen, welche für bestimmte erhalten, sondern nur Loose, für die er Wechsel gegeben habe. Loosnummern die erste oder mehrere der Vorklassen be- Lieutenant v. Förster vom Garde- Küraffierregiment hatte erzahlt hatten, andere Loosnummern, wofür sie wiederum fahren, daß man von Rosenberg Geld bekommen könne, wenn die Borklassen bezahlen mußten. Deren bisherige Num- man bei ihm Loose kaufe. Er begab sich deshalb zu diesem und mern erhielten andere Offiziere, welche die Vorklassen sagte ihm, er wolle ein Darlehen von 2000 m. haben und gleichauch noch einmal bezahlen mußten. Bisweilen erhielten die zeitig Loose kaufen. Rosenberg legte ihm ein großes NummernOffiziere auch bereits gezogene, also Loose ohne Werth. Ein verzeichniß von Loosen vor und gab ihm 2000 m. baar. Ueber Dfizier, der sich von Abter 2500 m. lieh, mußte für 8500 M. die Loose und die 2000 m. baar mußte Förster einen Wechsel Verzichtloose entnehmen, so daß der zu unterschreibende Wechsel von 5000 M. ausstellen. Rosenberg brachte davon sofort 6 pet. auf 11 000 m. lautete. Diesem selben Abter übergab der Vater Zinsen und 1 pet. Provision in Abzug. eines Difiziers, ein Rittergutsbesizer, 2000 M., um Schulden Der Bücherrevisor Töpfer befundet, daß nach Ausweis feines Sohnes zu bezahlen. Abter rechnete sich für seine Be- der Bücher die von Rosenberg verkauften Loose ihm selbst mühungen 300 m., hat aber die Schulden nicht bezahlt, sondern 275 M. fosteten, während er sie dem Zeugen mit 2100 m. bedas Geld behalten. Am Dienstag erfolgte die Zeugenvernehmung. Etwa 35 Offiziere, die für diesen Tag als Zeugen geladen sind, werden in den Saal gerufen. Fast alle erscheinen in Uniform. rechnete. müssen. Soziale Ueberlicht. An die Gewerkschaften Berlins! Es braucht nicht nochmals hervorgehoben zu werden, daß der Streit bei der Kunst- und Verlagsanstalt vormals A. u. E. Kaufmann in Brandenburg a. H. von der Berliner Gewerkschafts tommission sanktionirt wurde. Wir benöthigen wöchentlich 2500 M. zur Unterstützung der Streifenden. Den Delegirten sind bereits die Listen zugegangen. Wir bitten dieselben eifrig zirkuliren zu lassen. Die Abrechnung sowie der Empfang neuer Listen findet statt bei B. Simonsohn, Buchhandlung, N Invalidenstr. 5; Oskar Luhmann, Bigarrengeschäft, C 3wirngraben, an der Spandauer Brücke, Stadtbahnbogen 5; W. Brall, Zigarrengeschäft, N Swinemünderstr. 4; Dansch, SO Schinkestr. 1. Das Komitee. Nachstehendes Wieder eine schwarze Liste erwischt! lithographirtes Schriftstück fiel der Redaktion des hannoverschen Bolkswillen" in die Hände: Geheim! Hannover, den 4. Juni 1890. Nr. 778. I 5. Wegen agitatorischer Thätigkeit mit Beziehung auf die Feier des 1. Mai sind im Eisenbahn Lirektionsbezirke Berlin entlaffen: 1. Der Lackirer Dstar S. geboren am 28. Jas nuar 1856 zu Berlin, zuletzt beschäftigt in der Hauptwerkstätte Grunewald: • " 2. der Rangirer Otto H... 25 Jahre alt, geboren zu Görlitz; 3. der Rangirer Friedrich u.... 25 Jahre alt, geboren zu Görlig, beide zuletzt auf dem Bahnhofe Görlig beschäftigt. Die vorgenannten Arbeiter sind bei etwaiger Meldung nicht zur Beschäftigung zuzulassen. Königl. Eisenbahn- Betriebsamt( H.-Nh.) Schulze. An fämmtliche Herren DienststellenVorstände. Nr. 211 S. I. Gje besonders.) Die Namen, die wir nur andeuten, sind in dem Schriftstück voll angegeben. " Wie man sieht, ist die Verfehmung ehrlicher Arbeiter in ganz empörender Weise betrieben worden! Und was war das Verbrechen" der Brotlosgemachten? Weshalb sollten sie durch Hunger turirt" werden? " " Wegen agitatorischer Thätigkeit mit Beziehung auf die Feier des 1. Mai 1890!" Arbeiter! Merkt's Euch, wie man gegen Euch vorgeht! Gebt dieses Blatt von Hand zu Hand, und wenn Euch dabei gerechter Unwille das Blut rascher durch die Adern treibt, dann gedenkt, daß es in Eurer Macht liegt, diese unwürdigen Zu ſtände zu beseitigen! Agitirt, organisirt! Seid unermüdlich für Eure Befreiung thätig und die ehrliche Arbeit wird sich nicht mehr mit der Hungerpeitsche schlagen zu lassen brauchen! Unfallrente in Wer profitirt von der Sozialgesetzgebung? Und wird Die Angeflagten Mag Rosenberg, Heß, Fährle, Samuel Lieutenant v. Bohlen vom 21. Dragoner Regiment in geschrieben: Im Betriebe der Glasfabrit Bagenburg in Hans Seemann, v. Meyerind, Stamer, Abter, der bereits erwähnte Bruchsal batte Spielschulden zu bezahlen und wandte sich an nover zog sich vor etwa zwei Jahren ein fünzehnjähriger Flaschen. Rentier Lichtner und ein Lieutenant a. D. Freiherr von Bedlig- May Rosenberg. Nachdem dieser sich über die Verhältnisse des einträger eine Verlegung zu, welche die Lähmung eines MittelNeukirch werden außerdem des gewerbsmäßigen betrügerischen Beugen erfundigt, fam er zu ihm nach Bruchsal. Der Zeuge er fingers zur Folge hatte. Der damalige Direktor ber Fabrik hatte Glückspiels beschuldigt. Sie sollen alle größeren Badeorte, Renn hielt 7-8000 m. baar und eine große Anzahl Loose, worüber dem Berletzten kategorisch mitgetheilt, daß es für eine Schädigung pläge und auch sonstige große Städte in Deutschland besucht er einen Wechsel von 12 000 m. unterschreiben mußte. Bald dieser Art teine Invalidenrente gäbe, und dabei blieb es. Raum haben, in denen sie durch Falichspiel eine ganze Reihe von Offizieren, nach Ausstellung des Wechsels sei der Vater des Zeugen gestorben glück, den Daumen der linken Hand im Betriebe zu verlieren; ein Jahr nach diesem Vorfall hatte derselbe Arbeiter das Unund zwar vom Generalmajor bis zum Sefondelieutenant abwärts, und da er behufs Grbregulirung Geld brauchte, habe ihm Rosen- nunmehr wurde eine ihm schließlich sowie Rittergutsbesitzer, Studenten u. s. w. in des Wortes vollster berg einen Kredit von 50 000 m. angeboten. 28-29 000 m. der stattlichen von Höhe 3 Mart Bedeutung ausplünderten. v. Meyerinck und v. Zedlig spielten habe er ihm baar gegeben, außerdem eine große Anzahl Loose, 75 Pfennig pro gewöhnlich die Rolle der Schlepper. Bermöge ihrer gesellschaft bezw. ein Nummernverzeichniß. Darüber habe er einen Wechsel denn als der Verlegte die Arbeit Monat zuerkannt. Doch das dicke Ende fam nach, lichen Stellung und ihres schneidigen Auftretens fanden sie in über 50 000 m. auf ein ein Jahr unterschreiben wieder aufgenommen den Kreisen der Offiziere u s. m. Leicht Eingang. Sie stellten Nach Verlauf eines halben Jahres habe er dem Rosenberg, hatte, wurden ihm ohne weiteres 20 Pf. täglich vom Lohn abihre Kumpane unter falschen Namen als Großfabrikanten oder unter Ruckgabe der nicht gezogenen Loose, 37 000 m. für den gezogen! Die segensreiche Wirkung des UnfallversicherungsGroßindustrielle vor und flüfterten den Offizieren ins Ohr, daß Wechsel bezahlt. Bücherrevisor Töpfer bekundet, daß Rosenberg exempel. Die Unfallrente beträgt 3,75 M. monatlich oder 45 m. Gesetzes zeigt sich also drastisch an folgendem einfachen Rechendiese Großindustriellen viel Geld haben, leidenschaftliche Spieler an den Loosen 8 bis 9000 m. verdient have. feien, aber fein Glück im Spiel haben. Es sei mithin ein Lieutenant v. Bohse vom 26. Infanterie- Regiment hat von Leichtes, diesen Leuten 50 bis 80 000 Mark abzunehmen. Wenn May Rosenberg Kleine Darlehen in Raten von 30, 40, 60 M., sich nun die herangeschleppten Opfer zum Spiel verleiten ließen, im ganzen etwa 800 M. geliehen. Dazu habe er Loose für etwa so wendete sich stets das Blättchen. Die„ Großindustriellen" waren 600 M. erhalten und einen Wechsel über 1300 M. ausstellen ausnahmsweise" vom Glück begünstigt; denn sie spielten mittels müssen. Durch Prolongationen sei diese Summe auf 12 000 m. Doppelten Rouletts, gezeichneter Karten und wußten auch durch gewachsen. Winte aller Art das Glück stets an sich zu fesseln, sodaß die Auf die Bernehmung einer Reihe weiterer Zeugen, die ähnOffiziere 2c. vielfach in einer Nacht Tausende von Mart ver- liche Fälle befunden, wird verzichtet. Max Rosenberg steht loren. Hatten nun die Gerupften nicht das genügende Baargeld wegen Wuchers nicht unter Anklage, da derselbe nach Holland Nach§ 109 des Geseges betreffend die Invaliditäts- und Bei Lohn- Abschlagszahlungen find Marken zu leben. bei sich, so mußten sie für den Reitbetrag einen Wechsel geben. flüchtig, von der dortigen Regierung zwar ausgeliefert sei, diese Altersversicherung sind die Beitragsmarten bei der Lohnzahlung Wenn Samuel Seemann, der in Berlin wohnte, nach Hannover Auslieferung aber nicht wegen Wuchers erfolgt sei. Dasselbe ist in die Quittungstarten einzukleben. Abschlagszahlungen, welche fam, so bestellte v. Meyerind die geeigneten Zimmer im Hotel der Fall betreffs Heß genannt Seemann. Es handelt sich also vor dem Fälligkeitstermin geleistet werden, gelten als Lohne de Russie" daselbst, forgte dafür, daß zahlreiche Offiziere ins nur um die Anlage gegen Sußmann wegen Beihilfe zum zahlungen im Sinne des§ 108, wie das Reichsversicherungsamt Hotel tamen und daß beim Spiel teine Störung eintrat. Den Wucher. beitgeber alle bis dahin rückständigen Marken einfleben, wenn sie entschieden hat. Bei jeder Abschlagszahlung müssen also die Are aufwartenden Kellnern nahm v. Meyerind die bestellten Speisen und Getränke vor der Thür ab. sich vor Strafe schüßen wollen. Die Zeugen Lieutenant v. Schulenburg, Premier Lieutenant v. Lüttichau befunden gleiche Darlehnsgeschäfte, wie die oben erwähnten, mit Heß abgeschlossen zu haben. pro Jahr; der Ausfall an Arbeitsverdienst pro Tag 20 Pf., pro Sitte der Sonntagsarbeit gepflegt) und pro Jahr 72,80 M. Als Woche 1,40 M.( in der Fabrik wird nämlich mit Eifer die schöne der Verletzte 15 Jahre alt war, verdiente er 1,20 m. pro Tag, jeßt, da er ins achtzehnte Jahr geht und noch bei der nämlichen Arbeit beschäftigt ist, bekommt er nur eine Mart täglich. Wer profitirt von der Sozialgesetzgebung? Es haben sich deshalb Max Rosenberg, Albert Heß genannt Seemann und Abter wegen gewerbsmäßigen Wuchers, unter Aus Der Rittergutsbesizer Frhr. v. Schierstädt hat ersucht, ihn Ein Aerzteftreik droht auf Neujahr in dem frommen beutung der Nothlage, des Leichtfinns und der Unerjahrenheit noch heute zu vernehmen, da er als Mitglied der Branden Schweizerkanton Luzern auszubrechen. Es find die Aerzte ber anderer, sowie wegen gewerbsmäßigen Glückspieles, Betruges und burgischen Provinzialsynode schwer abkömmlich sei. Dem Er- Aemter Sursee und Willisau, welche in einer Eingabe an den Lotterievergehens, Samuel Seemann, v. Meyerind, v. Bedlig, suchen wird entsprochen. Regierungsrath Abschaffung der sog. Armentreise verlangen, von Stamer und Fährle wegen gewerbsmäßigen Glückspiels und Be- Frhr. v. Schier städt befundet, daß er dem Angeklagten der humanen Ansicht ausgehend, daß es auch dem Armengenössigen truges, Abter außerdem noch wegen Untreue und Unterschlagung, Abter 19 700 M. gegeben, um die Schulden seines Sohnes zu erlaubt sein solle, denjenigen Arzt zu wählen, zu dem er BerJulius Rosenberg wegen gewerbsmäßigen Wuchers und Lotterie- reguliren und ihm des Abends die Quittungen zu bringen. trauen befißt. Ferner wollen sie das armenärztliche Fixum wegvergehens und Sußmann wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Abter habe ihm auch einen Theil beglichener Rechnungen ge- dekretirt und ihre Leistungen nach einem festzusehenden mäßigen Wucher und Betruge, sowie ebenfalls wegen Lotterievergehens vor bracht, die übrigen Gläubiger, so bemerkte Abter, habe er nicht Tarife honorirt wissen. Das Armengefeh vom Jahre 1890 eingangs bezeichnetem Gerichtshofe zu verantworten. getroffen, diese seien angeblich beim Rennen gewesen. Einige theilt nämlich den Kanton in Armenarzttreise ein und zwar so merkwürdig, daß der dürftige Hilfefuchende manchmal tundenlang zu einem Armenarzt gehen muß, während der Arzt feiner eigenen Wahl ganz in der Nähe wohnt. Als Honorar" bestimmt das betreffende Gefes einem Arménarzt für je 1000 Max Rosenberg, Heß Abter, Fährle, von Meyerind und Beit darauf sei er wegen nicht bezahlter Schulden seines Sohnes, Julius Rosenberg sind fämmtlich aus Hannover, Sußmann aus die Abter reguliren foute, verklagt worden.- Abter bemerkt Hamburg, Samuel Seemann aus Berlin. von Bedlig und Schulden von 46 000 W. tönne man nicht so im Handumdrehen mit Lichtner find flüchtig. Lezterer ist anfangs Juni d. J. aus der 19 700 m. reguliren. ail ni gaida nou gels en batas a assembl " Einwohner eines Kreises jährlich 200 Frts. Damit sollten nicht Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer: Walbesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Mebelin, Langeftraße 108. 3itherflub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bet H. Reimann, Alte Schöns nur die ärztlichen Verrichtungen, Konsultationen u. f. m. ent- Sejangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Privat Theaterverein Crescendo bet Maißner, Gartenschädigt sein, sondern auch die vom Arzt selbst zu verabfolgenden weißensee und Umgegend. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für hauferstr. 42. Donnerstags und Sonnabends Abend; straße 162: Sigung mit Damen. Theaterverein Maiglödchen, EngMedizinen, das Verbandsmaterial u. s. w. Weiter verpflichtet bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein lischer Hof, Neue Roßftr. 3. das überhaupt gegen den armen Patienten wie gegen den Arzt Gesangverein íodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr straße 78. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant wenig menschenfreundliche Gesetz jeden Arzt, zu solch schäbigen bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Bedingungen eine Wahl als Armenarzt anzunehmen. Die Rauchtlub Kernipige, Abends Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchflub Arabi Pascha, Aerzte drohen nun mit Streit, falls ihren wie uns scheint, Rajino, Aderstr. 144.Sof, Admiralftr. 18.- Theater- Verein Vultania 2" 9% Uhr, Vorstädtisches 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. - Klub Ohne streit, Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restau- Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Rauchklub Durchaus gerechtfertigten Forderungen nicht entsprochen wird. rant Bräuer, Solmsstr. 47. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchflub Brüder= Den Armen soll nicht geholfen werden auf Kosten des Arztes, Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flict. Geselliger Klub Blau- Veilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, Lichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernact, Bucklerstraße 49. Rauch= der auch nicht von der Luft allein leben kann, sondern auf Kosten Naunynſtr. 44. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punft des großen Geldsacks. 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends flub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet Rauchtlub Su= 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonftr. 5. Rauch Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, E. Heinicke, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Abends im Restaurant Göz, Dranienſtr. 153. Gesangverein Proletariat matra, Abends 8% Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. flub Fidelta Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23. State ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böckhfir. 8.Statklub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Geselliger Verein universum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Ballisadenſtr. 47. Stat bet Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger Verein üniverfum, Gigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Ilub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Linienstr. 19: Vorträge, Fidelitas.. Verein Gemüthlichkeit und Klub Bumor, abends 9% üht, Lothringerstr. 105: Geselliges Beiſammensein mit, Tambour- Berein Ginigkeit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. Das Verhängniß der schwarzen Kunst, die amerikanische Setinaschine, droht, sich nunmehr auch in Europa festzusetzen. Der Berner Bund" wird seit Kurzem mit einer solchen Maschine hergestellt. Hoffentlich stehen die Setzer dem Ungethüm gewappnet gegenüber, und leiden nicht, daß es ihnen gar zu viele Brocken Speck fortfrißt. Versammlungen. Eine Kommunalwähler- Versammlung für den 31. Be zirk tagte am 24. Oktober im Philipp'schen Saale. Der Kandidat für die Stadtverordnetenwahl, Genosse Wagner, beleuchtete das arbeiterfeindliche Verhalten der städtischen Verwaltung, wie es sich auf den verschiedensten Gebieten kundgiebt. Die Ausbeutung der Arbeiter auf städtischen Bauten und in städtischen Betrieben, die miserable Verpflegung der Kranken in den städtischen Krankenhäusern, die Weigerung die Sanitätswachen auf städtische Kosten zu erhalten, der Ueberfüllung der Voltsschulen abzuhelfen, die Lehrmittel in denselben kostenlos abzugeben, Schulärzte anzustellen oder Schulküchen zu errichten, lauter Dinge, die von den sozialdemokratischen Stadtverordneten wiederholt beantragt worden find. Alles das zeige, wie nothwendig es ist, dafür zu dafür zu sorgen, sorgen, daß ſtatt der freisinnigen und antisemitischen Stadtverordneten, welche lettere sich dem volksfeindlichen Verhalten des" Freisinns" wiederholt angeschlossen haben, Sozialdemokraten gewählt wer den. Mit der Mahnung, hierfür fräftig in allen Bezirken zu wirken, schloß Redner seine mit Beifall aufgenommenen Ausführungen. Gegner meldeten sich troß Aufforderung nicht zum Wort. Die Genossen sahen infolge dessen von einer Diskussion ab. Unter Verschiedenem theilte ein Genosse, der dieser Tage zu einer deutschfreisinnigen Versammlung eingeladen war, seine Gr lebnisse in dieser mit. Er habe dort auch das Wort genommen; sobald aber der Vorsitzende gemerkt habe, daß er Sozialdemokrat war, wurde ihm bedeutet, die Versammlung sei nicht gewillt, einen sozialdemokratischen Vortrag zu hören. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher in Holzbearbeitungsfabriken und aufholzpläßen beschäftigten Arbeiter tagte am Sonntag, den 22. Oft., bei Seeger, Grüner Weg 29. Auf der Tagesordnung stand Bericht und Abrechnung der Agitationskommission, Neuwahl der Agitations- und Ueberwachungskommission, des Delegirten zur Gewerkschaftskommission und eines Stellvertreters, sowie Stellung nahme zum ständigen Bureau der Gewerkschaftskommission. Kollege Ziempel stellte den Antrag, den ersten Punkt der Tagesordnung zu streichen, da die Ueberwachungskommission nicht Gelegenheit gehabt hätte, die Abrechnung zu prüfen; der Antrag wurde angenommen, wodurch der zweite Punkt von selbst fiel. Die Kommission wurde beauftragt, in türzester Zeit eine Versammlung mit den ersten beiden Punkten der Tagesordnung einzuberufen, und die Abrechnungen erst prüfen zu lassen. Dann erstattete Kollege Stein Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission, worauf sich die Versammlung mit der Errichtung eines ständigen Bureaus einverstanden erklärte, und sich verpflichtete, zu den Kosten beizusteuern. Darauf wurde von der Versammlung beschlossen, teine Streiflisten für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Kunstund Verlagsdruckerei, vormals Kaufmann, in Brandenburg, auszugeben, sondern 25 M. aus dem Agitationsfonds zu bewilligen. Darauf ermahnte der Vorsitzende die Anwesenden, recht rege für den Agitationsfonds zu agitiren. Verband der deutschen Barbiere, Friseure und PerrückenmacherGehilfen. Zweigverein Berlin Filiale Südost. Donnerstag, den 26. Oftober, Abends 10 Uhr, bei Herschlep, Adalbertstr. 4. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 26. Oftober, Abends 8½ Uhr, bet Bolz, Alle Jakobftr. 75. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Uebungs- und Lehrstunde. Arbeiter- Radfahrerverein Berlin". Donnerstag, den 26. Oftober, Abends 8% Uhr, im Restaurant Philipp, Rosenthalerstr. 38: Außerordentlich General- Bersammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Nord: Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Gesundheitslehre. Südost Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alt). " 1 Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Tele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dietgen, Abends s½ Uhr, bet Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Bonenftr. 40, bei Gieshoit.- Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub der Freunde" bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. Hafenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow. Sozialistischer Lese: und Distutirtlub Abends 8% Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Distutirklub, Beitgeist" jeben Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Abends 8% Uhr. Brüderlichkeit" Abends 9 Uhr, tm Restaurant Bernau, Rosenstr. 30.- Diskutirtlub ,, leichheit"( Weißensee) bei Hannemann, zur Flora, Abends 8% Uhr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. Kornblume, Blumeniir. 54, bei Wuttte. Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bei Werner. Brezelschluß, Annenstr. 16, bet Ehrenberg.- Weiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Friejecte.. Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz. Ginigteit( Butmacher), Pappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt.- Harmonie, Tempelhof, Dorffir. 10, bei Gerth.- Ost- und Westpreußischer Männer= Gesangverein, Holzmarttstr. 3, bet Deter. Edelweiß, Potsdam, Brandenburger Kommunitation 16 bei Glaser. Borar, Grünauerftr. 31 bei Drüggemüller. Frete Sänger, Krautstraße 6, bet Rudolf. 8utunft 3, Belten, bei W. Grunow. Kreuzberger Har monie, Fichtestraße 29, bet Krösche. Morgengrauen,( Bäcker), 4-5 Uhr Nachm, Gipsfir 3 bei Pyrtec. Steinfeger- Sängerchor Kastanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, ReichenbergerBlumenthal Liedertafel Westend, Straße Nr. 145-146 bei Brandt. straße 5 bet Behrendt. Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismarck traße 80. Gesangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bet Mölter. Gefangverein der Studateure Berlins und Umgegend, Seydel Straße 30 bei Preußer.- Arbeiter- Gesangv. Spandau Lynarstraße Restaurant Rieters. Gesangverein, Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Wallstraße 54. Gefangverein Felfenfest( Gemischter Ghor), Badstr. 12, Victoriagarten. Gefangverein der Kürschner, Landsbergerstraße 31 bei Seehausen. Gesangverein in Wittenberge, bei Goring. Gefangverein Arion Gesangverein Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee Nr. 95/96. Steinnette, Röslinerstraße 17. Sängerrunde, Kottouferstraße 6 Frohsinn 2, bei Braun. Alpenrose, Grenzstr. 16 bei Setdel. Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. Treu und Fest, Lebuferstraße 5 bei Nemiz.- Gefangverein Brüderschaft Stallschreiberstraße 29" Bum eichenen Stab". Gefangverein Freundes Gefangverein Eintreue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. Iris" Naunyn tracht 2, Neu- Glienicke, Nudowerstraße bet Hasdorf. straße 86, bei Friz Zubeil. Waldesgrün"( gem. Chor) Böchstr. 8 bei A. Moewes. Arbeiter- Gesangverein Oranienburger Vorstadt, Hochstraße 32a, bei Wire. Gesangverein Feldblume Lübbenerstr. 30, bei Wilhelm Meyer. Gesangverein Libertee 1, Guvrystraße 24, bei Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Roppenstr. 43 c bei Lorenz. Glühlicht( gemischter Chor), Perlebergerstraße 28, bei Hermerschmidt. Zitania, Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Düball. Cuvryfir. 48 bet Zielsch).. Morgenroth 4 in Köpenick, Müggelheimerftraße 4 bei Seld. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Pentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder bund, Andreasftr. 3 bei Moll. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Verein Grüne Miufitverein Osiris, Adalbert Straße 21. VerEiche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. Rauchklub gnügungsverein Jugendlust, Dhmgaffe 2 bei Krebs. Rauchtlub Dezimalwaage, Frisch auf, Roppenstr. 43 bei Lorenz. Krautstraße 86 bei Infinger. Rauchflub Erholung, Wienerstr. 13 bei Driesener. " Berein 7. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 25. Oftober 1893, Vormittags. Nur die Bewime über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 12[ 1500] 173 203 21 434 756 839 1352 92 529 59 627 66 909 2018 [ 5000] 477 830 87 3292 93 98 545 631 60 716 33 48 934 77 4118 [ 1500] 77 90 542 662 98 772 78 909 38 77[ 500] 5078 297[ 300] 360 40%[ 1500] 522 61 626 6002 74 155[ 1500] 92 239 430 553 71 603 12 704 97 844 901 7 37 7003 67 130 400 579 945 8076 111 93 251 365 430[ 300] 5.6 671 843 81 998 9012 93 427 31 38 43 506 95 660 724 43[ 3000] 929 43 55 10147 85 318 63 66 538 58 736 859 63 916 53 11000 9 295[ 300] 331 39 57 70 629 38 85 951 12316 428 597 887 924 13394 404 14 502 17 41 669 775 92 807 31 71 980 14041 208 583 644 64[ 1500] 825 959 15256 376 476 519 90 92 722 55 82 95 881[ 300] 915 58 13001 16237[ 3000 437 75 525 683 95 853 17103 580 636 737 18012 17 317 416 732 913 55 19014 48 66 173 284 450 557 84 732 20090 125 363 89 648 706 855 21125 260 467 518 22093 248 418 528 48 643 72 1500] 909 2021 120 23[ 300] 415 60 585 99 601[ 30 000] 50 720 70 874 974 24107 86 259 13000] 81 492 501 96 729 25131 211 [ 1500] 26 62 304 681 852 968 74 26112 304 40 42 425 509 24 611 78 765 92 800 914[ 300] 52 27103 436 542 90 758 927 28002 71 98 227 306 40 715 79 832 77 29034 98 161 67 96 249 79 443 53 538[ 1500] 831 917 34 30167 98 237 534 701 852 31091 189[ 3000] 356 741[ 500] 32073 76 96 298 328 535 62[ 300] 692 839 70 977 33089 409 518 632 755 75 [ 3000 895[ 500] 87 34208 65 385 739 866 910 57[ 30001 35119 267 382 512 23 651 733 820 36275 390 920 99 37131[ 10000] 43 96 236 395 745 94[ 30] 98 909 88 42[ 1500] 178 278 307 404 538 609[ 300] 916 39022 266 98 523 75 94 645 56 832 991[ 500] 50 40330 81 546 868 920 91 41085 384 412 730 851 918 42196 251 54 77 769 99 984 96 43025 107 47 597 641 812 68[ 300] 901 44130 261 93 433 73 77 588 636 779 13000] 816 915 16 87[ 300] 45 97 320 75 410 523 713 46586 605 69 702 79 91 47034 219 367 447 571 77 755 02 1500 46 58 936 74 48177 208 420 592 778 972 49100 200 90 329 494 967 20318 487 801 58 960 51098[ 300] 166 70 268 322 524 45 661 741 94 969 76 97 52434 503 25 710 869 94( 3000) 95 908 25 53023 6.) 1500] 81 321 693[ 500] 870 963 54096 470 693 776 810 30 41 906 55002 129 253 318 400 78 656 784 92 8.6 963 56169 283 547 753 853 900 65 78 57.20 48 908 58015 46 89 310 431 58 110 000] 78 569 706 15000] 56 938 59016 27 107 24 96 210 48 83 548 60 750[ 300] 852 2480 61031 81 307 572 614 846 57 948 62356 414 699 761[ 1500] 63060 180 231 371 523 988 64062 225 41 598 758 59[ 300] 909 12 51[ 300] 65466 799 811 907 86 66011 115[ 300] 60 426 97 599 1500] 726 67028 68 95 115 56 68 234 97 358 63 425[ 3000) 654 82 87 781 823 68006 38 184 237 36 417 64[ 1500] 229 940 69089 94 140 41 90 275 318 49 427 96 878 972[ 3000] 70470 522 38 650 57 71093 183 329 419 610 797 929[ 500] 36 39 72001 89 118[ 3000] 28 689 788 839 996 73202 517 613 35 88 733 866 75390 617 20 964 65( 300) 74095 216 379 431 48 552 675 910 80 57 87 98 747 837 95 916 68 76074 398 677 76 77114 306 10 58 410 40 551 615 742 51[ 500] 919 78027 61 196[ 1500]-64 504 766 93 874 7908[ 600] 22 3: 6 568 697 705 873 960 77( 3000] 60033 39 95 141 293 78 346 407 130001 607 26 69 722 28 863 900 80057 80[ 3000) 90 351 575 678[ 300] 91 770 860 81257 75 330 49 782 829 990 82012 29[ 3000) 129 230 79 323 447 80[ 3000] 88 98 550 719 22 838 66 925 8301s 41[ 500] 99 119 500[ 300] 631 777 922 [ 300] 84200 19 88 327 64 794 862 953 85114[ 300] 18 85 227[ 3000] 93 189 537 633 741 85 812 86087 97 171 288 354 92 409 512 817 53 87045 70 205 1500] 314 423 82 775 827 919 89 88162 285 376 417 29 602 706 53 87 920 65 89073 121 81 442 66 519 51 78 80 605 25 31 819 23 00283 90 303 95 525 46 632[ 3000] 849 01049 128 453 569 71 81 94008 300 11 [ 500] 600 716[ 300] 91 92 839 48 52 84 11500) 970 89 94205 336 91 13 14 716 82 948 93099 369 523 663 96 729 98 869 410[ 3000 22 38 40 656 82 13000] 9.149 51 276( 15 0] 726 51 809 903 9036 143 48 3000] 78 329 571 668 890 180[ 300] 224 312 592 896 951 98074 434 511 792( 10 000] 835 58 98 99084 139 74 273 468 79 510 96 735 810 65 908 62 100028 15000 303 5 444 607 878 917 101001 84 87 257 506 766 103013 47 831 38 9.5 78 102017 45 63 90 299 344 458 628 48 73 131 307 37 575[ 3000) 98 639 752 804 981 83 104003 97 171 317 42 403 42 89 919[ 500] 77 85 105079 15001 278 509 34 678 900 81[ 3000) 100070[ 500] 71 266 402[ 300] 550 93 793 906 107132 51 214 79 402 7. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 25. Oftober 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 14[ 3000] 289 311 400 538 812 26 31 51 77 1063 387[ 300] 496 783 [ 3000] 2016 94 215 88 573 712 63 850 3038[ 50] 93 266 782 860 918 [ 1500] 4233 412 591 682[ 150] 773 962 5092 250 98 369 417 735 45 861 90 6175[ 300 78 280 465 536 663 93 791 43 953 84 7152 96 [ 1500] 253 393 476 831 8017 283 334 9175 206 362 569 657 846 10125 431 711 92 801 66 91) 11017( 3000] 53 124 671 780 855 [ 30001 67 906 65 75 12062 3.8 631 721 37 13176 211 321 36 522 31 92 629 97 804 24 67 934 14149 279 92 519 97 717 15036 141 342 527 607( 5000] 906 16182 316 419 91 563 705 30 89 841 905 84 17268 355 436 537 49 776 934 18015 201 9 347 71 465 500 24 903 64 81 87 19063 274( 3000) 317 42 61 72 456 99 623 925 20040 349 93 597 615 28 21101 69 221 352 98 444 536 791 948 22176 438 541 65 681 744 56[ 300] 63 23015 144 279 387 406 69 75 [ 3000] 560 668 705 93 891 968 2029 175 84 287 426 63 580 866 25019 92 237 385 88 444 621[ 1500] 818 35 26166 301 565 607 762 838 46 27029 144 359 458 70 609 787 964 28:20 54 312[ 1500] 24 598 684 93 811[ 500: 82 930 87 29006 11 47 80 359 762 887 928 67 30007 192 243 380[ 500] 588 900 31013 293 467 81[ 500) 628 32 785 32014 108 31 95 457 92 96 13000] 530 722 805 33171 75[ 1500] 97 389[ 3000] 403 51[ 1500] 727 34005 16 88[ 1500] 210 40 3.3 416 25 35 534 13.01 60 6: 5 813 961 35031 310 803 52 912 51 65 13001 36020 99 1.9 21 331 470 97 654 711 21 815 955( 150 000) 37192 390 545 62 633 58 960 38096 257 83 453 583 92 610 701 39085 92[ 300] 107 445 508[ 1500] 630 40 46 64 76 889 40068 237 93 570 866 93 95[ 600] 41033 125 31 55 74 351 88 479 645 832 84 42140 94 439 58 662 707 897 43181 228 519 61 90[ 300] 44006 239 424 45[ 1500] 83[ 1500] 623 722 69 887 904 82 45020 215 570 626 78 46031 158 115001 234 74 470 90 91 579 707 904 20[ 3000] 47012 164 83 90 317 523 94 705 851 930 48034 127 80[ 1500] 283 86 340 51 414 57 801 67 968 49006 281 346 561 865 938 50060 76 83 135 350 448 74 76 557 721 973 51114 99 299 333 523 71( 3000) 685 1500] 52027 31 107 219 30 340 416 68 98 557 674 851 90 953 80 53118 97 28. 312 32 13000] 430 638 49 716 89 813 946 56 54094 143 377 130001 635 72[ 300] 747[ 500] 5523+[ 1500] 57 98 305( 3000] 403 46 938 562.0 374 474 91 741 852[ 3000) 918 37 57162 13001 88 91 568 641 64 817 64 58076[ 300] 115 99 203 98 440 610 873 902 59097 154 538 45 738 887( 300) G0053 312[ 15 000) 51 74 500 34 61121 337 422 31 590 742 50 896 6: 2055 131 54[ 500] 82 236[ 1500] 58 523 678 97 752 69 888 63043 18 255 69 407 41 544 626 77 769 976 64018 321 52 417 510 33 [ 1500] 611 98 720 21 802 970[ 500] 65298 341[ 300] 4+ 2[ 300] 765 96 6805 60118 208 62 70 660 759 986 67012( 3000] 268 427 583 882 217 6: 335[ 3000] 52 645 878[ 300] 69069 106 311 93 505 617 744 835 959 70115 41 348 975 71002 156 81 215[ 500] 344 91 452[ 30001 669 712[ 1500] 72124 40 225 32[ 5000] 94 420 572 612 848 95 977 99 73002 163 335 65 465[ 1500] 940 741-2 222 41[ 1500] 456 553 629 62 782 75033 41 243 376 78 81 422 543 627 90 708 858 69 70 82 76196 98 352 661 65 94 905 13 62 77112 65 271 398+71 587 912 78158 414 684 761 79236 300 11500] 35 37 692 77 823 67 905 80576 649 784 85 836 81131 48 81[ 1500] 225 397 442 620 30 915 34 82036 205 67 303[ 1500] 99 461 640 72 766 821 83117 15001 85 327[ 1500] 404 760 855 930 84135 269 419[ 1500] 83 560 840 115001 51 85002 57 144 78[ 500] 88 95 356 468 598 676 806 54[ 1500) 63 910 76 83 94 86006 92 113 331 94 690 757 87019 44 127 310 500 ( 300) 75( 15001 85 672 890 965 78 88178 415 660 768 806 83 977 89185 1300] 281 490 524 87 94 683 708 944 00132 56 344 580 628 834 93 91035 119 93 355 508 92264 306 29 417 815 93074 319 470 806 29 94067 208 64 429 66 541 67 679 764 943 55 62 1500] 82 81 95173 242 61 356 460 648 99 742 46 47 902 66 96079 113 374 628 81 97086 96 239 472 562 656 732 45 818 59 98202 9 310 430 65 859 922 92 99137 291 302 34 458 629 62 726 100063 13000] 138 332 531 81 623 91 790 848 75 921 89 101011 85[ 300] 123 324 56 482 637 51 714 21 925 86 102054 95 158 297 319 103212( 1500] 13 72 367[ 300] 435 648 104013 167 435 79 537 85 313[ 1500] 64 422 551 607 31 105115 97 364 73 93 724 43 924 106065 76 150 85 234 42 324 733 826 34 107115 327 649 610 87 91 735 69 952 108076 193 250 89 320 561[ 500) 773 837 982 109024 119 66 92 206 407 78[ 300] 679 725 47 954 110086 105 94 588 606 111121 325 65 413 70 508 17 54 737 67 957 112050( 1500] 87 171 321 40 608 803 118083 100 47 271 372 508 Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23. Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. 586 714 60 833 108226 39 73 384 453 73 716 912 53 109033 131 [ 300] 95 245 99 4: 8 767 110017 49 187 98 343 433[ 1500] 82 774 810 919 111083 154 250 452[ 3000] 596 75+ 59 939 112057[ 30001 441 504 37 724 826 95 113077 213 60 342 531 889 114003 121 368 93 511 64 769 88 115337 61 506 32 55[ 300] 604[ 1500] 32 91 930 116085[ 500] 88 412 41 639 [ 1500] 96 826 93 117323 86 408 572 97 613 67 78 861 69 940 118031 260 483 524 651 841 904 7 119183 86[ 3001 643 758 822 36 120: 47 299 632 777 852 959 63 69[ 1500] 121148 274 84 415 91 652 82 805 122360 78 510 55 760 809 54 920 70 123106 201 43 47 306 39[ 00 68 96 540 763 124156 354 460 555 657 125189 320 535 126031 67 73[ 500] 112 221 59 597[ 3000] 747 127008 228 415 96 518 798 884 901 89 90 128005 23 99 123 297 340 417 42 703 129190 94 96 201 10 71 337 536 709 840 948 51 130021 95 206 98 419 48 73 681 807 181032 326 74 592 690 964 133 66 201 46 65 132088 200 16 69 417 80 547 645 64 723 88 857 88 301[ 500] 7 435 623 43 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Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.