Nr. 254. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, nionatiio 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Big. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreus: band: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingers. in der Pont Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: 3mt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Endo Nasdi logus 2 Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Raffer und Praffer. $ 1907901 Sonnabend, den 28. Oktober 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Es fressen deren noch viele um sich unter dem Deckmantel da vorderhand noch nicht daran zu denken ist, sprechen wir bürgerlicher Respektabilität und hochwohlgeborener Noblesse. die sichere Erwartung aus, daß doch wenigstens zunächst Unter den Begünstigten der heute herrschenden wirth Die Gesellschaftsverfassung, die der Gaunergeschicklichkeit der der hannoversche Spieler- und Wucherprozeß wie seiner schaftlichen Ordnung, deren Existenz sich aufbaut auf der Raffer die Ausbeutung der Arbeit preisgiebt und das Zeit der Fall Heinze und neuerdings der Fall Kirchhof zu Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung, sondern sich, je Drohnendasein der Praffer als ornamentale Seite des einer Knebelung der Presse fruttifizirt werden möge. Bicl nachdem bei ihnen die wirthschaftliche Funktion des An- Nationallebens mit den höchsten Ehren prämiirt, dängt leicht läßt sich das mit der geplanten lex Kirchhof vercignens oder des Ausgebens mehr zur Geltung fommt, immer neue Glieder der Gesellschaft in die Extreme binden, die dann als lex Kirchhof Meyerink eine neue zrei extreme Gruppen aus, die der Raffer und die der der Raffer und der Prasser der Prasser hinein. Und als Schuhwehr bilden wird gegen Umsturzbestrebungen zur Prasser. Die Raffer sind die Virtuosen des mühelosen Er- ob nicht die Gesellschaftsverfassung an sich genügte, Freude aller Raffer und Prasser. werbs, die auch die gewagtesten Mittel nicht scheuen, damit um aus eigener Kraft solche Geschöpfe zu züchten, von dem zirkulirenden Metall möglichst viel an ihren impft der Staat noch fünstlich dem Volkskörper das Gift schmutzigen Fingern fleben bleibt; die Prasser lassen sich des Raff- und Praßtriebes ein durch Veranstaltung von angelegen sein, den meist von raffkundigen Vorfahren er Lotterien aller Art, Lotterien zur Füllung der Staatstaffe d Berlin, den 27. Oktober. Ueber die Aufgaben des Reichstags in seiner nächsten Sizungsperiode schreiben die„ Berliner Politischen Nachrichten": erbten Besitz wieder dem Zirkulationsprozeß zu überliefern. zur Verschönerung der Reſidenzen, zur Errichtung von Dent Politische teberlicht. Zwischen diesen extremen Gruppen bewegt sich er- mälern und Domen. raffend und verprassend, was so zu den be Es gehört auch als nothwendige Begleiterscheinung zu günftigten Zehntausend gehörig auf der Oberfläche die sem Treiben im modernen Babylonien, daß die Magier tes gesellschaftlichen Lebens schwimmt. Doch Extreme be- und Zeichendeuter in ihren Provinzialsynoden jammern oder rühren sich stets, und wie sich die Extreme der Ausbeuter- die Hohheit und Zuchtlosigkeit der Jugend, nicht der Raffer gesellschaft, die Raffer und Brasser, berühren, davon ent- und Prasser, sondern des arbeitenden Volkes. Denn die rollt ein anmuthiges Bild der große Hannover'sche Spieler- Magier und Zeichendeuter haben hübsch darauf zu achten, und Wuchererprozeß. Eine Bande von Bankiers, Lotteries daß die Achtung vor der Obrigkeit, die ihnen Brot giebt, händlern, Wucherern und Falschspielern auf der einen und vor den obrigkeitlichen Gesellschaftsklassen, deren AnSeite, auf der andern ein Hundert sporenklirrender Lebe- hängsel sie sind, nicht verloren geht bei den Unterdrückten. männer im bunten Rock oder schwarzen Frack; die einen Und doch ist die Rohheit, die sich bei den letzteren findet, jüdische Gauner und deren titelgeschmückte Schlepper, die die Rohheit der Unbildung und Unkultur, auch nur ein anderen Offiziersdienst thuende junge Roués, meist zu den nothwendiges Ergebniß der Gesellschaftseinrichtung, die auf sogenannten„ Edelsten der Nation" gehörig, die ersteren der einen Stelle des Volkskörpers die Blu tüberfüllung mit die Rupfer, die anderen die Gerupften. So fern ihren Krankheitserscheinungen, auf der andern den Blutsie sich ihrem Ursprunge nach stehen, so nahe mangel mit den ihren erzeugt. sind sie sich innerlich: ideallofe Genußmenschen, Und ebenso gehört es als nothwendige Begleiterscheinung je nach dem Milieu ihrer äußeren Lebensumstände nach der zu diesem Treiben, daß die Raffer, wenn sie sich verspekulirt, einen oder der anderen Richtung differenzirt, praßsüchtige und die Prasser, wenn ihr Erbtheil zu ebben beginnt, die Raffer und raffbegierige Braffer. Denn der wuchernde Klinke der Gesetzgebung in Bewegung zu sehen suchen, um Lotteriehändler und Falschspieler findet seine Befriedigung sich die Taschen zu füllen. Und zwischen diesen Klinkenim rohesten Sinnengenuß wie seine Opfer, und der ersehuteste drückern und den Magiren finden wir auch wieder die Zeitvertreib dieser Opfer, das Hazardspiel, beruht auf der nämliche erhebende Personalunion wie zwischen den Raffern Kultivirung der niedrigsten Raffgier. Und wie leicht der und Prassern. Drängte doch einer der nothleidenden LandUebergang von dem einen Gesellschaftsextrem, dem der wirthe, der als Zeuge in Sachen seines bewucherten PrasserPrasser, zu dem andern, dem der Raffer, das zeigen die jungen in Hannover Zeugniß abzulegen hatte, auf schleunige von Meyerind und von Zedlitz, die mit schloßgesessenem Erledigung seines Verhörs, da er zurückmußte in die Kam'rad von Garde oder Kavallerie auf Du und Du ver- Synode, um die Sündhaftigkeit dieser Welt zu bekämpfen. tehren, während sie bei dem zuchthausgesessenen PseudoKommerzienrath bereits Dienste als Schlepper und Reisefourier genommen haben. Ja, es ist eigentlich ein Kreuz mit der Deffentlichkeit des bürgerlichen Gerichtswesens! Es thut wahrlich nicht gut für das Ansehen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung, Deshalb finden wir es denn auch gänzlich unangebracht, daß solche Dinge wie der hannoversche Spieler- und daß sich bürgerliche Blätter darüber ereifern und entrüften, Wucherprozeß gegen Raffer und Prasser so ungenirt ans daß die als Offiziere eingekleideten Gutsbesitzersöhne sich Tageslicht gezerrt werden können. Ehe nicht der geniale zur Fröhnung ihrer Spielgelüfte in so schlechter Gesellschaft Einfall eines treugehorsamen Staatsretters zur Durchbewegt haben. Wir erkennen in diesen gesellschaftlichen führung gelangt ist, ausgediente Offiziere zu Richtern zu Beziehungen der Raffer und Praffer nur ein naturgemäßes ernennen, was dann ja jugendlichen Prassern ein recht unausrottbares Ergebniß unserer trefflichen Gesellschafts- würdevolles Lebensalter sichern würde, wird man nicht verfassung. Ünd man behaupte auch bitte nur ja nicht, daß die in Hannover aufgeschnittene Schwäre die einzige sei ihrer Art! Feuilleton. [ 45 darauf rechnen können, daß solche Dinge mit dem erforder lichen Verständniß für vornehme Lebensführung natürlich unter Ausschluß der Deffentlichkeit erledigt werden. Und Wenn gegenwärtig bereits eine Zusammenstellung aller derjenigen Gefeßentwürfe gegeben wird, welche dem Reichstage in seiner nächsten Tagung zugehen werden, so beruht ein solches Verfahren lediglich auf Kombination. Irgend welche endgiltigen Beschlüsse in weiterem Umfange sind nach dieser Richtung noch nicht gefaßt. Als sicher darf natürlich angesehen werden, daß dem Reichstage, und zwar wahrscheinlich sofort nach seinem Zusammentritt, neben dem Reichshaushalts Etat für 1894/95 die neuen Steuer- Gefeßentwürfe zugehen werden. Auch ist es durch die Verhältnisse bedingt, daß dem Reichstage die mit Spanien, Serbien und Rumänien abgeschlossenen Handelsverträge vorgelegt werden. Der letztere ist erft vor wenigen Tagen unterzeichnet worden, der spanische vor einiger Zeit, der Die serbische jedoch bereits vor länger als Jahresfrist. provisorischen Handelsabkommen mit diesen Ländern laufen in nächster Zeit ab. Darüber hinaus jedoch dürfte gegenwärtig nur als gewiß anzusehen sein, daß von den dem Reichstage bereits einmal zugegangenen Entwürfen diesmal wieder der Entwurf über den Schutz von Waarenbezeichnungen und die Novelle zum Unterstüßungswohnsitz Gesez zugestellt werden. Auf diesen beiden Gebieten liegen nicht nur Mißstände vor, welche einer baldigen Abhilfe bedürfen, sondern es ist auch durch die früheren Reichstags- Verhandlungen die Gewähr ges geben, daß sich eine Einigung der gesetzgebenden Faktoren über die Wege, die zu dieser Abhilfe führen tönnen, eine Verständigung leicht erzielen laffen wird. Dazu kommt die Viehseuchengesez- Novelle. = Wenn unter neuen Entwürfen, die dem Reichstage zugehen sollen, namentlich solche hervorgehoben werden, welche Aenderungen der Gewerbe- Ordnung betreffen, so ist es natürlich angesichts der vom preußischen Handelsminister über die veröffentlichten Vorschläge erst als kühn, angestellten Untersuchungen mehr von der bevorstehenden Einbringung einer Vorlage über die Organisation des Handwerks zu sprechen. Auch die Novelle zum Titel III der Gewerbe- Ordnung über den Gewerbebetrieb im Umherziehen bedarf erst noch eingehender Erörterungen im Bundesrathe. Gegenwärtig fann man es daher nur als ziemlich ficher bezeichnen, daß die kleine Novelle, welche die Aenderung des§ 35 der Gewerbe- Ordnung bezweckt und den Handel mit Droguen und chemischen Präparaten, sowie eine Aenderung Nerven tönnen sie nicht verbauen. Nun gelangen mir meinem Bruder, dem welt berühmten großen Doktor, dazuzum Schluß. Forte! Forte! Gehalten! Jmmer zu! Was mal noch in Paris und habe den einfältigen Bauersmann meint Ihr? Ei, nun tommt noch die schwerste Passage. selber gesehen, der solche Wunderthaten verrichten konnte. Das ist ein Satz, der verlangt Finger und Kunst. Das Mein Bruder, der ein sehr spekulativer Philosoph, machte Nun Der Aufruhr in den Cevennen. Springt rechts and links. Mult fahr ich mit der rechten sich damals über diese außerordentliche Entdeckung her und Eine Erzählung von Ludwig Zied. In dem kleinen Garten fanden fie unter der geflochtenen Laube Gottfried und den langen Dubois am eichenen Tische fizzen, die Frau war in der Küche beschäftigt. Sie setzten fich) zu den beiden, und der Musiker war eben in lebhafter Aftion begriffen. Hört Ihr, Gevatter", rief er, den Ton, menn ich hier drücke und anhalte, wißt Jhr, was ein solcher Ton zu bedeuten hat?" " Ja", sagte Gottfried, hübsch genug ist er." " Diun gebt acht", sagte Dubois, wie ich jetzt übergebe und den Triller schlage, der nachher noch in den tiefen Tönen fort tremulirt, und wie die Hand unterdes hier im Basse arbeitet. Versteht Ihr nun diesen vielſtimmigen Say? Hört zu! Seht, das nenne ich gründliche Komposition. " Ja, es ist artig", sagte Gottfried die Pfoten kann er nun alle bewegen." " Denkt nicht an Euren dummen Hund", rief Dubois, so gut wird es Euch nicht oft, eine Sonate von Lulli zu hören. Habt die Gedanken hübsch beisammen. St! nun gehen wir plöglich in Moll über, Cis! hört Jhr? Ach, die Passage ist hinreißend." Hand in den Baß; nun springt die linke in den Dis tant stellte allerhand merkwürdige Versuche an, sogenannte hinüber. Seht, nun arbeite ich immer kreuzweise; nun Experimente, sogar in Gegenwart hoher Herrschaften, mit allen zehn Fingern! Und wieder! Und wieder! Es und sie fielen glücklich aus. Die Ruthe muß aber thäte noth, daß ich die Ellenbogen mit zu Hilfe nähme. vom Haselzweig gerade um Mitternacht beim VollAus! aus! Fertig! Aber vortrefflich geschrieben ist es. mond, und ohne etwas dabei zu sprechen, geschnitten werden." Nicht, Gevatter?" " „ Er wird doch im Anfang mit Vorsicht laufen müssen," sagte Gottfried," " Immer noch die Hundegrillen?" schmollte Dubois, schlagt Euch doch die vierbeinigen Gedanken aus dem Sinn und lebt einmal ganz der Kunst!" " Ich muß nachher noch die Wünschelruthe schneiden", sagte Gottfried still vor sich hin. en T Das ist Aberglauben", sagte Gottfried;„ jede Ruthe ist gut dazu, wenn die Hand die Gabe hat." Was wißt Ihr", rief jener eifernd, von philosophia occulta? Ihr seid einmal in allen Dingen den Stepa tikern zugethan. Meint Ihr, daß Mose's Stab etwas anders als eine solche Wünschelruthe war? Gold muß fie finden ebenso leicht als Wasser; ja die Gedanken muß sie errathen tönnen und dadurch künftigen Verbrechen vorbeugen. Jede Stadt, jedes Dorf sollte in einem vernünftigen Staate seinen privilegirten Ruthengänger haben." " Halt!" rief der lange Musikus, indem er aufsprang, da bringt Ihr mich auf einen Gedanken, den ich Euch schon lange habe mittheilen wollen. Wißt Ihr mit solchen Sachen umzugehen?" ,, Gottlosigkeit", sagte Gottfried, es geschieht schon ohne So, so", sagte Gottfried, ich habe mir meinen Brunnen diesen Aberglauben des Uuheils genug. Allen solchen Ge damit aufgefunden und auch einigen Nachbarsleuten gesellen thäte die einfache Haselruthe auf dem Rücken gut." holfen." Der Musikus zog ein schiefes Gesicht und wollte zornig Und Schätze?" rief Dubois. anworten, als Eveline ein lautes, freudiges Ach! ausrief. " Wasser", sagte der Chirurgus, ist kostbar genug, das Ein alter Bauer ging vorüber, dem ein großer Hund folgte. Der Herr von Beauvais war aufgestanden, Eveline andere habe ich nie probirt." " Ihr wißt vielleicht", fuhr der Gevatter fort ,,, es sind erröthete blieb auf einen Wint ihres Vaters noch nicht zehn Jahre her, als der Jakob Aymar aus der zurück. Der alte Bauer warf einen forschenden Blick aber mit den Reissuppe muß er hent' Abend essen", sagte Gottfried. Dauphiné durch seine Wünschelruthe einen weitentlaufenen in die Laube, der Rath verneinte Könnt Ihr Musit vertragen, Peter Florval?" rief der Mörder entdeckte. Die Geschichte hat damals in Lyon und Augen, ohne daß es die Umstehenden bemerken, konnten, Mufifer begeistert zum Parlamentsrath hinüber; manche Paris das allergrößte Auffehen gemacht. Ich war mit und so schritt, ohne von der Gesellschaft Kenntniß zu nehmen, el und um durch Protesterhebung das eenbeste aller Wahlgefege hinwegzufegen. Tas die Arbeiterschaft auf diesem Wege schon in anderer Ländern errungen, wird auch in Preußen möglich sein und or dem Willen des souveränen Voltes werden sich die Junker und Pfaffen des preußischen Landtages beugen und die Regierung geneigt sein müssen, mit dem gegenwärtigen Systeme zu brechen. Deshalv brauchen wir nicht Umwege zu machen, um zu unserem Recht zu gelangen, sondern den geraden Weg zu gehen, und das ist Stimmenthaltung unter dem jezigen Wahlsystem und Protestbewegung gegen dasselbe. Wenn das Bolt durch seine Stärke alle Hindernisse aus dem Wege geräumt, dann wird es sich an der Wahl betheiligen. Darum kein Vertrauen auf andere, sondern auf die eigene Kraft und wir werden erreichen, was wir anstreben: Gleiches Recht für Alle! der Bestimmungen über die Wiederzulassung zu den im§ 35| Mit nichten. Das wäre blos dann der Fall, wenn] genannten Gewerben behandelt, dem Reichstage in der nächsten sie von Handlungen spräche, die nach dem Tagung vorgelegt werden wird. Militär Strafgeset buch strafbar find. Die seit Jahren versprochene Reform des Unfall- und in den Worten: Gradnauer habe als Unteroffizier versicherungsgesetzes findet sich ebensowenig auf dieser dazu beigetragen, den Sozialismus unter die Leute zu Speisekarte wie irgend ein anderer im Interesse der bringen, welche die Bajonnette tragen", liegt doch wahrbreiten Schichten des Volkes liegender Gesezentwurf. Die haftig nicht das Eingeständniß nicht das Eingeständniß strafbarer and. fozialdemokratischen Abgeordneten werden alle Hände voll lungen. Die bloße Thatsache, daß ein notorischer zu thun haben, um neue Lasten und Bedrückungen vom Sozialdemokrat sich im Dienst als musterhafter UnterBolte abzuivehren. offizier zeigt und bewährt, trägt" in hervorragendster Weise dazu bei, den Sozialismus unter die Leute zu Zur Tabaksteuerfrage bringt heute die Kreuz bringen, welche die Bajonnette tragen". Ist es nicht eine Zeitung" einen längeren Artikel, in welchem sie die Rechensprichwörtliche Wahrheit, daß die Propaganda des exempelchen, mit denen die Offiziösen die geplante Tabak: Beispiels die wirksamste und mächtigste Propaganda steuer beschönigen, richtig stellt. Freilich wünscht die Kreuz- Zeitung" die Tabalsteuer auch nur durch eine andere ist? Eine andere Propaganda ist unter ter Fahne überhaupt gar nicht möglich. Eine Propaganda der Die Landtagswahl in Mannheim ist entschieden. die Bolksmassen belastende Steuer ersetzt, und es fällt ihr hat, d. h. durch Handlungen, Bekehrungsversuche u. s. w. Der Nationalliberale Ladenburg fiegte mit 198 Stimmen nicht im Traume ein, die Liebesgabe für die Schnaps ist in der Armee einfach unsinnig und hoffnungslos, und über unseren Genossen Geck, auf dessen Namen sich die brenner zur Vermeidung der Tabaksteuer preiszugeben. Bonniemand hat das besser gewußt, und bei Stimmen von 196 Wahlmännern vereinigten. Das Wahlder Tabaksteuer sagt sie im übrigen sehr treffend, daß die Dutzenden von Gelegenheiten- entschiedener aus resultat kam blos durch die Machinationen der nationalSteuererhöhung bei einem Artikel, wie dem Tabak, dessen gesprochen, als Grabnauer. liberalen Stadtvertretung zu stande. Wie wir ferner einer Verbrauch nicht mehr die Tendenz zeigt, zuzunehmen, eine Bon der unabhängigen Presse aller Parteien aber er- uns zugegangenen Privatdepesche entnehmen, wird gegen wahre Berheerung für das von ihm abhängige Wirthschafts- warten wir, daß sie uns in dieser Angelegenheit nachdrück- diese Wahl sofort Protest erhoben werden. Da die Nationalgebiet hervorrufen" müsse und daß die finanziellen Erträge lichst unterstütze, die keine Partei- Angelegenheit ist, sondern liberalen in der badischen Kammer nicht mehr die Majorität sich leicht als überraschend ungünstige herausstellen könnten. ein Angriff auf die gesammte Zivilbevölkerung, dem die besigen, wird vielleicht doch das unseren Genossen angethane Bei der Rechnung, welche die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" über die Vertheuerung der 5 und 6 Pfennig gesammte Zivilbevölkerung entgegentreten muß, wenn sie Unrecht wieder gut gemacht werden. Bigarre bringt, laffe sie außer Ausatz das höhere Kapital, nicht unter die eisernen Sohlen des Militarismus platt gewelches der Fabrikant nach der Steuererhöhung anzulegen quetscht werden will. Die Frage, ob die Militärbehörde das Recht hat, gegen hat, und den verringerten Konsum, der ihn zur Berechnung einen Zivilisten wegen Handlungen, die er als Militär beeines höheren Verdienstes zwingt. Die heutige 5 PfennigZigarre werde sich um mehr als 1 Pfennig vertheuern und gangen, militärgesetzlich vorzugehen, lassen wir hier undie 6 Pfennig- Bigarre feinen niedrigeren Preis als 8 Pf. behaupten können. Diese beiden Sorten umfassen aber mehr als drei Viertel des gesammten Konsums. Ein Druck auf die Konservativen und die Zentrumspartei im Interesse der Steuervorlagen scheint der Reichsregierung erforderlich zu sein. Sie droht den fatholischen und evangelischen Junkern mit Verkürzung der Branntweinliebesgabe, falls fie nicht die Besteuerung des Weins und des Tabaks in der von der Regierung ge wünschten Weise zulassen sollten. " Das Berliner Tageblatt" erfährt nämlich: Wie verlautet, hat sich Finanzminister Dr. Miquel in einer Privatunterhaltung dahin geäußert, daß das Reich, welches fich nicht mehr auf die Erhöhung der Matrikularbeiträge verlaſſen dürfe, vielmehr auf die Erschließung eigener Diretter Einnahmequellen bedacht sein müsse auf eine Berkürzung der Branntweinliebesgabe angewiesen sei. In politischen Kreisen nimmt man an, daß auch Reichskanzler Graf Caprivi diese Ansicht theile.Der Fall Gradnauer. Trotz des dichten Schleiers, mit welchem die Militärbehörden ihr Vorgegen gegen Gradnauer zu verhüllen bemüht sind, ist die eine That sache, doch über jeden Zweifel erhaben; daß das Vorgehen durch die von uns in der 1. Beilage des Vorwärts" vom 10. Oftober mitgetheilte Notiz der Sächsischen Arbeiter Beitung" veranlaßt worden ist. Die Notiz lautete: " Unser Genosse Gradnauer( welcher als Unteroffizier der Reserve eingezogen war) erfreute sich bei seiner ganzen Kompagnie allgemeiner Anhänglichkeit und hat, soweit es unter den schwierigen Verhältnissen möglich war, dazu beigetragen, den Sozialismus unter die Leute zu bringen, welche die Bajonnette tragen." Diese Notiz wurde von dem bem Zentralorgan der sächsischen Konservativen, dem Vaterlaud" begierig aufgegriffen und zu einer nichtswürdigen Denunziation benußt, die, wie die Folge gezeigt hat, auf fruchtbaren Boden fiel. Betrachten wir die Notiz. Daß sie von Gradnauer selbst geschrieben sei, ist mehr als unwahrscheinlich, da Gradnauer wie jeder seiner Freunde bezeugen kann sich über sein militärisches Verhältniß nur mit Wider streben und mit größter Reserve und Vorsicht zu äußern, und jeden Versuch der sogenannten Rafernenpropaganda auf's schärffte zu verurtheilen pflegte. Und ist die Notiz nicht von Gradnauer geschrieben, so bietet sie selbstverständlich keine Handhabe zu einem Vorgehen gegen Gradnauer. Doch nehmen wir an, die Notiz sei wirklich von Gradnauer geschrieben. Bietet sie in diesem Fall eine juristische auch militärjuristische gegen ihn? Handhabe " Den Mangel idealen Strebens hat jetzt auch der neue Rektor der Universität Berlin, Professor Weinbold bei der akademischen Jugend beklagt. Ein Streben findet sich wohl bei ihr, aber nur das öde Streben nach Amt und Brot und Ehrenstellen. Die idealeren Naturen bilden eine Ausnahme. Wenn solch ein paufenAus den Ferienkolonien. Unser südbayerisches der, saufender und Kollegien schwänzender Streber aber Parteiorgan, die Münchener Bost", hat seit den legten später, nachdem er mit Ach und Krach das Examen beRammerverhandlungen über Soldatenmißhandlung mehrere standen, in Amt und Würden gekommen ist, dann sorgt er Buschriften über neue Mißhandlungsfälle veröffentlicht. So mit unnachsichtiger Strenge dafür, daß dem ihn nährenerzählt sie von einem Trainunteroffizier, der einen Soldaten den Staate kein Schaden geschieht durch die Kritik von Leuten, im Stall anbinden und von der zum Unterricht angetretenen die fich ein Ideal geschaffen und bewahrt haben. Ueber dieſes Mannschaft anspuden ließ. Zukunftswirken der ideallosen Streber drückt sich Professor Weinhold sehr schön und zutreffend aus in den Worten: Eine lex Kirchhof wird jeht auch von den Grenz- Kommen solche Männer ohne Achtung vor echter Bildung boten" verlangt, nicht etwa ein Gesez, das die Handlung und vor den Wissenschaften, denen sie scheu auswichen, später des famosen Generals, der in die Wohnung eines Bürgers burch irgend welche Mittel in einflußreiche Stellen, so drücken dringt und eine Pistole auf ihn abschießt, einer schärferen sie verderblich auf Schichten von Leben, die unter ihnen verStrafe unterziehen soll, sondern ein Gesetz, welches den tümmern müssen. Strict, den die Preßfreiheit heute bereits um den Hals Wenn er aber an einer anderen Stelle seiner Nede trägt, noch strammer zuzieht. Wenn es sich um einen von von den idealeren Studenten aus früherer Zeit sagt:„ Sie der guten" Presse beschimpften Arbeiter und Sozial- waren von dem Geiste eines Goethe und Schiller berührt. demokraten handelte, der den Beleidiger mit der Faust die in nie ermattendem Ringen die höchste und edelste mensch niederschlüge, würde es den Grenzboten" gewiß nicht ein- liche Bidung zu gewinnen strebten, die nach den Höhen auf, fallen, für den Arbeiter seine Stimme zu erheben. Die stiegen mit weiter Aussicht über die Gesetze der Natur und gesammte gute" Presse würde ein Zetergeschrei über den die Geschichte der Menschheit", und dann bange fragt: Terrorismus der Arbeiter erheben. Der Fall Kirchhof ist Sollte dieser Geist ganz von der deutschen Jugend gewichen für uns nur ein Beweis mehr für das, was der Militarismus fein? Wir wollen, wir können es nicht glauben, denn sich erdreiften zu können glaubt, und der Artikel der Grenz wir glauben an eine große Sendung unseres Voltes!" boten" zeigt nur, wie man in der gebildeten" Presse gegen fo tönnen wir ihm die tröstliche Antwort geben: Nein, über den Ausschreitungen des Militarismus jedes Gefühl dieser Geist ist nicht gewichen aus unserem Volke. Findet von bürgerlichem Selbstbewußtsein verloren hat. er fich selten nur noch in den Zöglingen unserer Hochschulen, so hat er dafür Tausende ergriffen im arbeitenden Bolte. Und alle die idealbegeisterten Jünglinge werden in der Zukunft die große Sendung unseres Volkes zur Verwirklichung bringen." Zur Breslauer Landtagswahl schreibt unser ParteiDrgan, die Breslauer Bolkswacht": Wir wollen an dieser Stelle nur noch darauf hinweisen, daß diejenigen, welche sich im Namen der Partei an die Genoffen wenden, feine find. Denn wir haben es hier durchaus nicht mit Parteigen offen, sondern einem Konsortium von Leuten zu thun, die im Dienste der freifinnigen Partei stehen. Um petuniärer Vortheile willen lassen sie sich zum Gimpelfang gebrauchen, wollen der Arbeiterschaft porreden, daß sie aus eigener Initiative sich an der Wahl betheiligen. Wahrlich, dieser Fall gereicht den Herren nicht zur Ehre, Täßt aber auch erkennen, au was für niedrigen Mitteln die Freifinnigen greifen, um den Sieg zu erringen, und die Arbeiterschaft an der Nase herumzuführen. " Dies fennzeichnet die sogen. Wahlbewegung" genügend und Jeder, der sich zu den politisch Reifen und Anständigen zählt und unsere Prinzipien tenut, wird sich angeetelt von diesem Treiben abwenden. Die Breslauer Parteigenossen werben sich den Teufel um die Voltsparteiler scheeren. Wir brauchen nicht die Lehtgenannten, um durch ihre Guade eine Aenderung im Wahlmodus herbeizuführen, sondern die foztaldemokratische Partei wird start genug werden, Zur Situation in Oesterreich wird dem Berliner Herold aus Wien telegraphirt: Das Gerücht von einem unmittelbar bevorstehenden Rücktritt des Grafen Taaffe tritt neuerdings mit größter Bestimmtheit auf. Das jür gewöhnlich gut informirte„ Vaterland" will schon in der Lage fein, als fünftigen Ministerpräsidenten den czechisch- tonservativen böhmischen Statthalter Grafen Thun oder den polnisch- konservativen Statthalter Galiziens Grafen Badeni bezeichnen zu tönnen. Als Minister des Innern wird gerüchtweise der klerikale Vizepräsident des Abgeordnetenbaufes Kathrein genannt. In dem heute stattgefundenen Ministerrath sollen verschiedene Beschlüsse gefaßt worden sein. Folgen der Ansnahmezustandspolitik. Trotz des Ausnahmezustandes gewannen die Jungezechen bei der Prager Gemeindewahl am 25. Ottober fünf neue Size. Siegen die Jungczechen auch bei den vier Stichwahlen, dann haben sie die Mehrheit im Stadtrath. Die deutschen Liberalen betheiligten sich entsprechend dem Parteibeschlusse nicht an den Wahlen. Zum Streit der französischen Grubenarbeiter. Aus der Bauer weiter. Aber nicht so der große Sund, der, Herr, kann kein Mensch über die Grenze, die Wachen und sowie er nur die Witterung gespürt hatte, augenblicklich die Vorsicht sind verdoppelt; jeder ist schon im Lande Paris wird uns unterm 25. Oktober geschrieben: Wie sehr der moderne Staat, gleichgiltig ob er sich Republik oder konüber das Stafet des Gartens jekte und mit Heulen und verdächtig, wieviel mehr, wenn er es verlassen will, ftitutionelle Monarchie nenne, nichts als die Erekutivgewalt der Freudewinseln um den Rath und die Tochter in hundert und selbst die Päffe der Regierung werden nicht mehr Bourgeoisie ist, alle Behörden nichts als die Mägde der herrscheninuntern Sägen sprang und sich dann niederlegte, sich an respektivt." den Klasse sind, davon zeugt nichts flarer als das Verhalten der den Personen aufrichtete und sein Spiel immer wieder von Es wurde verabredet, daß Franz nach St.- Hippolite öffentlichen Gewalten dem Grubenstreit gegenüber. Selbst die neuem trieb. Eveline rief vergeblich: Fort! fort! was zu Bila gehen und nach einiger Zeit mit Nachrichten richterlichen Behörden, die man sonst stets als über den Parteien will der frembe garftige Hund hier?" Sie wollte zornig wiederkehren sollte, niemals aber, wie schon früher unter stehend bezeichnet und als unabhängig preift, zeigt sich bei diesem thun und mußte doch über die pofsirliche Behendigkeit des den Freunden war ausgemacht worden, Briefe oder Ge- Streit als eine ganz getreue, um nicht zu sagen, ganz gemeine wohlbekannten Hektor endlich laut lachen. schriebenes bringen. Als der Rath mit dem Kinde nach Magd der Bourgeoisie, wie dies der Gerichtshof von Béthune Peter Florval", sagte Dubois, dem Hunde müßt Ihr feiner Wohnung zurückkehrte, fagte dieses:" Ich hätte arbeiter vorgeführt, welcher der Aussage eines Gendarmen zucubiertage offer en mees Burde ein Bergeine bekannte Berson sein." unsern Hettor tu meinem Leben nicht für so dumm gefolge, der ihn verhaftet hatte, in Witte einer Gruppe von " Daß ich nicht wüßte," sagte der Rath etwas verlegen; halten; er merkte doch auch gar nichts, ich mochte ihm winten, Streifenden: Nieder mit den Gendarmen!" Nieder mit der ,, er müßte denn von irgend einem Hofe meiner ehemaligen so viel ich wollte. Und doch kann er auf der Jagd und Dupuy'schen Klique!" gerufen und gleichzeitig seinen hinteren Nachbarschaft kommen." sonst Kunststücke, die ich niemals hätte lernen können; aber Rückentheil gezeigt haben. Zwei Bergarbeiter, die Zeugen dieser So wird es sein," antwortete der Musikus; der freilich, so oft ich ihm auch nur den allerkleinsten Spaß Berhaftung waren, fagten unter ihrem Eide aus, daß der AngeBauersmann hätte nur hereintreten sollen; was scheut er habe vorerzählen wollen, oder wenn der Bruder ausgegangen, flagte weber die ihm zugeschobene Geberde gemacht noch die sich denn vor uns? Wir sind ja doch so vornehme Leute und daß er bald wiederkommen würde, hat er mich niemals beiden Rufe ausgestoßen habe; es half nichts, der Angeklagte wurde 31 einein Monat Gefängniß verurtheilt. Was verstanden. Wenn es nur nicht mit uns Menschen auch aber noch schlimmer, was geradezu infam ist: der Gerichtsnicht." auf eine ähnliche Art ist. Vielleicht laufen wir auch nur so wie Sündchen neben den Engeln hin, die uns manches bei bringen, und deren Sprache und rechten Verstand wir doch nimmermehr begreifen fönnen." Hektor, der jetzt den alten Franz aus der Ferne pfeifen hörte, stand unentschloffen auf dem Sprunge, fah den Rath fragend an und schien dann Franz zu erwarten, worauf er wieder um Eveline tanzte; doch rief ihn endlich ein zweites lauteres Pfeifen ab. Der Rath fagte: Ich muß boch einmal nachsehen, ob ich den Alten kennen sollte, tomm mit mir meine Tochter." Beide verließen den Garten. " " hof hatte gleichzeitig die beiden Beugen, ohne irgend eine Untersuchung, blos weil sie der Aussage des Gendarmen widersprachen, wegen falscher Beugenschaft verhaften lassen und zu je einem Monat Gefängniß und 50 Frants Strafe verurtheilt! Wenigstens," sagte der Vater, soll der Mensch das nicht Der Vertheidiger, Arg. Millerand, hat sich denn auch mit aller Ste mit Gewalt ergrübeln oder mit troßigem Enthusiasmus fich Energie gegen ein folches standalöses Vorgehen erhoben. herunter zwingen wollen, was ihm von feinem Schöpfer des Streits" unterdrückt, nun wollen Sie auch die Freiheit der haben," apostrophirte er den Gerichtshof, bereits die Freiheit versagt ist. Doch das verstehst Du bis jetzt noch nicht, mein Vertheidigung unterdrücken. Alle Regierungsgewalten stehen im Man ist leicht zu vorsichtig," bemerkte er, nachdem er Mädchen." Dienste der Unternehmer. Geführt von den Angestellten der seinen treuen Diener bewillkommit hatte; wußtest Du nur, Es muß herrlich sein", erwiderte die Kleine, alle stohlentompagnien gehen die Gendarmen von Thür zu Thür, um wofür wir hier galten, so wäre es besser gewesen, gerade Gedanken, die uns von Gott erlaubt find, zu begreifen. Arbeiter zu suchen und Schuldige zu finden. Die Offiziere fizen hereinzutreten. Aber Du hast Herrn Vila noch nicht ge- Das beschert er uns wohl alles so nach und nach, wenn wir bei den Grubendirektoren zu Tische. Und wenn die verfolgten sprochent?" fromm und artig sind? Was ich Dich immer mit Freuden Streifenden ihre Kameraden hierher berufen lassen, um gegen Unmöglich," sagte Franz, konnte ich ihn schon auf- angesehen habe, mein Vater, wenn Du so stundenlang bei die Gendarmen auszusagen, was ste gethan haben, erhebt sich der suchen, denn meine Reise hat mich zu lange aufgehalten: Deinen großen Büchern saßest, von denen ich kein Wörtchen Staatsanwalt und behandelt sie als falsche Beugen, blos weil fie der Aussage eines beeideten Agenten widersprochen haben. Wenn ein Ohngefähr führt mich durch dieses Dorf, wo ich Sie verstand, und Du das Auge manchmal so freudig aufhobst ich teine Zeugen rufen lassen kann, ohne sie, weil sie den Muth wahrlich nicht vermuthete; die Königlichen, die in großen oder weiter nachdachtest; Du glaubst nicht, wie gut das gehabt hätten, den Agenten der Behörde zu widersprechen, dem Echaaren das Gebirge belagert halten, zwangen mich, von läßt, und wie hübsch es sich einem gescheiten Manne zufieht, Gefängniß auszusehen, dann werde ich nicht mehr an einem ( Forts. f.) Werte mitarbeiten, für das ich keine Verantwortung tragen will." der großen Straße abzugehen. Aber ieht, mein theurer wenn er recht tiefsinnige Gedanken bekommt." Millerand atte noch mehrere Grubenarbeiter zu vertheidigen und zu dieſem 3 ede ca. 50 Zeugen verzeichnet; aber unter solchen mit der Berurtheilung eines Mebatteurs au einer Gelbftrafe Der Spieler- und Wuchererprozeß 1mständen elärte er, fönne er feiner Aufgabe nicht nach tomm und küsse sich zurückziehen, was er denn auch zur Verblüffung des Gerichtshofes gethan hat. zu Der Fall erinnert uns lebhaft an einen Preßprozeß, welcher endigte, weil er nämlich behauptet hatte, ein Arbeiter sei von feinem Meister in dessen Zimmer geschlagen worden, während bei der Verhandlung erwiesen wurde, daß der Arbeiter die Prügel außerhalb des Zimmers erhalten hatte. * in Hannover. ( Fortsehung.) = 112 Bei solchem Vorgehen kann es darum auch nicht Wunder In der Donnerstags Sigung wurde zunächst der Rechtsnehmen, daß zur Stunde bereits über 120 Personen, Frauen wie Männer, wegen Streifangelegenheiten zu fürzerer oder längerer Das preußische Prekgesetz und die Vertheilung von anwalt Dr. Timmendorfer Berlin als Zeuge vernommen. Freiheitsstrafe verurtheilt worden sind. Es braucht wohl kaum Druckschriften. Bisher wurde angenommen, daß der§ 10 des Derselbe erklärt, er habe, da Abter die Schierstädt'schen Wechsel hinzugefügt zu werden, daß bei keinem der Verurtheilten die früheren preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 1851, wonach in sein Bureau gekommen, wo der anwesende Lieutenant von nicht eingelöst, gegen Schierstädt Klage erhoben. Abter sei darauf lex Béranger zur Anwendung gelangte, die den Richtern er auch zum nicht gewerbsmäßigen Ausrufen, Verkaufen, Vertheilen, Schierstädt dem Abter die heftigften Vorwürfe machte, daß er laubt, das Urtheil, wenn es einen bis dahin Unbescholtenen trifft, Anheften oder Anschlagen von Druckschriften und dergleichen an das zur Bezahlung der Wechsel empfangene Geld unterschlagen unvollstreckt zu lassen. Nach der bisher gepflogenen Pragis öffentlichen Orten die Erlaubniß der Ortspolizeibehörde erſcheint dieses Gesetz überhaupt nur für höhere Gauner, für Leute forderlich ist, noch zu Recht besteht, und demzufolge hat die habe. Abter habe zugegeben, daß er das Geld für sich verwandt habe. Abter habe auch noch einige Male seinem( Timmerdorfer's) aus den besseren" Ständen geschaffen worden zu sein. Polizeiverwaltung zu Neurode gegen den Schneidermeister August Bureauvorsteher zugestanden, daß er die 1250 M. augenblicklich Die Erbitterung nimmt denn auch überall über das seitens Kühn zu Langenbielau, weil dieser in einer öffentlichen sozial- nicht habe. Am 19. November 1891 habe Abter ein Schriftstück der Regierungsgewalt den Streitenden gegenüber beobachtete demokratischen Versammlung die Reichstagsrede Bebels über die Berfahren immer mehr zu, wie das u. a. auch ein am verflossenen Militärvorlage vertheilen ließ, ohne hierzu eine polizeiliche Grunterschrieben, in welchem er bekannte, die 1250 M. verbraucht Montag im Hippodrom zu Lille abgehaltenes Entrüftungsmeeting laubniß beseffen zu haben, eine Polizeistrafe festgesetzt. Kühn Staatsanwaltschaft angezeigt werden, so habe er am 22. No8u haben. Da ihm nun gedroht wurde, er werde bei der zeigt, an welchem sich die Abgeordneten Avez, Cazes, Coutant, hat dagegen Einspruch erhoben; von seiten des Schöffengerichts vember 1891 die 1250 Mart per Post von Hannover aus ein Jules Guesde, Jaurés, Mirman, Sembat und Viviani als ist auf Verurtheilung erkannt worden, dagegen hat ihn die Redner betheiligten, die das Verhalten der Regierung unter dem Straflammer zu Glaz auf die eingelegte Berufung freigesprochen, Beifall von mehr als 4000 Zuhörern in ebenso scharfer als ver- weil die erwähnte Gesezesbestimmung nur insoweit in Straft gedienter Weise geißelten und das mit der Annahme einer Re- blieben ist, als sie das Plakatwesen betrifft und das Verbreiten solution schloß, die eine Brandmarkung der Regierung, der von Druckschriften an öffentlichen Orten nur noch in dem Falle Magistratur wie der Bourgeoispreffe war und nebst der Sym- von einer Erlaubniß abhängig ist, wenn solches gewerbsmäßig pathie für die Streifenden die Nothwendigkeit aussprach, die geschieht(§ 43 Gew.- Ordn. und§ 5 Reichs- Preß- Gesetz vom Bourgeoisrepublik durch die soziale zu ersehen. Es flingt dies 7. Mai 1874). wohl ganz anders als das Vive le Czar!" womit sich die Bourgeoisie gegenwärtig heifer schreit, ohne indeffen die Blicke des Broletariats von den Vorgängen im Pas de Calais ablenten zu können. 99 Mir Sachsen sein helle! Eine eigenartige Auslegung des fächsischen Vereinsgesetzes hat sich die Amtshauptmannschaft Baugen in nachfolgendem, vom 20. Oktober datirten Schriftstück geleistet: gesandt. Es wird hierauf in der Verhandlung wegen Wuchers fortgefahren. Lieutenant a. D., Rittergutsbesitzer Heeremann von Anzahl Loose empfangen zu haben; für die gesammten Baarzuidwyk bekundet, von Abter etwa 2000 m. baar und eine beträge, Loose, Zinsen, Provision und Prolongationskosten habe er einen Wechsel von 11 200 m. unterschreiben müssen. Premierlieutenant v. u dh Nordhoff vom 19. DragonerZu der Anklage gegen Julius Rosenberg bekundet Regiment in Oldenburg, daß er von Rosenberg 8000 m. baares Geld zu 6 pet. Zinsen, sowie 1/2 pet. Provision als Darlehen Nene Militärforderungen in Schweden. Die empfangen und außerdem 100 Stück braunschweigische Loose geAuf Ihre heute hier eingegangene Anmeldung der von Ihnen kauft habe, für die er gleichfalls einen Wechsel ausstellt. Rosenschwedische Regierung wird, wie aus Stockholm telegraphirt auf Sonntag, ben 22. d. M., einberufenen Boltsversammlung, berg habe ihm, ehe er das Geld gegeben, gesagt:" Ich mache wird, in der nächsten Reichstagstagung die Vorlage wegen welche in der Amselschänke zu Kynißsch stattfinden soll, werden eigentlich nicht Darlehnsgeschäfte, ich habe hauptsächlich einen fester jährlicher Bewilligungen für die Verstärkung der Sie hiermit beschieden, daß Sie allein zur Einberufung der Looshandel; Sie müssen mir daher schon eine Anzahl Loose Kriegsflotte wieder einbringen. Der Marineminister fordert Versammlung nach§ 3 des Landesgesetzes vom 22. November abkaufen. Als Fuchs eine Prolongation des Wechsels zu diesem Zwecke 2½½ Millionen Kronen jährlich oder die 1850, das Vereins- und Bersammlungsgesetz betreffend, nicht be- und ein neues Darlehen verlangte, habe er das Gefühl gehabt, fofortige Beschaffung einer größeren Summe durch An- rechtigt sind, weil sie nicht Gemeindeglied von Kynitsch sind. Das bloße Wohnen an dem Orte genügt nicht zur Gr- daß ohne einem neuen Looskauf seinem Verlangen nicht entLeihe. füllung der in vorgedachtem Gesetzesparagraphen gestellten Be- sprochen werden würde und ohne besondere Aufforderung Loose getauft. bingung. Die Königliche Amtshauptmannschaft hat hiervon erst nach 1887 bei einem Besuche in Hannover 5000 m. im Spiel verloren. Regierungsaffeffor Dr. Stephan Schleswig hat im Jahre Ausfertigung der Bescheinigung über Anmeldung der letzten Gr bekundet, von Rosenberg 5000 m. baar und für 1500 m. Volksversammlung vom 17. vorigen Monats Kenntniß erhalten. Loose erhalten zu haben, für die er einen Wechsel von 16 500 M. Die Abhaltung der Versammlung wird daher wegen gefeß- unterschrieben habe. Bei der Prolongation des Wechsels habe er widriger Ginberufung derselben hiermit untersagt. wieder für 1575 M. braunschweigische Loose gekauft und dafür Daß derjenige nicht als Gemeindeglied zu betrachten ist, einen Wechsel ausgestellt. welcher bereits lange Zeit am Orte wohnt Fall ist- ist eine Auffaffung, welche auch nur ein sächsischer Beamter haben fonnte. " wie es hier der Beschwerde eingereicht wird, den betreffenden Beamten über das Uns foll verlangen, ob die Kreishauptmannschaft, an welche fächsische Vereinsgesez aufklärt. Menschenjagd. In dem Annoncentheil der Londoner " Times" findet sich folgende Ankündigung:„ Krieg in SüdAfrika. Organifirung einer Expedition nach der Front. Herren von Stellung, die reiten und schießen, können sich anschließen. Roften 4000 M. Führer besorgt. African G. 915. Adreß- und Nachfragebureau Times" EC. Die Aufforderung ist charakteristisch für die Auffassung, die man in den sports: Fuchs und Stephan'schen Fällen Rosenberg an den Wechsel- und Bücherrevisor Preiser Hannover befundet, daß in den männischen Kreisen Englands von dem kleinen Krieg" in Afrika hat: Schöne Gelegenheit für Sport! Eine Jagd, bei der statt Elephanten und Tiger die schwarzen Matabele Zeuge Kaufmann Konrad Reuter Berlin erschienen. Der oosgeschäften zusammen 9-10 pet. verdient habe. Inzwischen ist der zu dem Abter'schen Betrugsfalle geladene das Wild find. Da sind 4000 m. kein Geld. Es ist das felbe ist mehrfach wegen gewerbsmäßigen Spiels bestraft. Er feineswegs etwas Neues. Bei jedem englischen Kolonialfriege fanden sich Freiwillige ein, die dem aufregenden Aus New- York wird uns geschrieben: Wie seinerzeit mit bekundet, daß er im Frühjahr 1891 von Meyer- Wandsbed einen Sport, potting the Natives", die Gingeborenen wegpuzen, getheilt, war auf der Konvention der Sozialistischen Arbeiter von Georg von Schierstädt afgeptirten Wechsel für 1000 Mart gekauft habe. Meyer habe ihm gesagt: Abter in Hannover huldigten. Was anderes als solche Menschenjagd erstreben Partei die Frage über den Siz der Partei- Exekutive zu feiner werde den Wechsel einlösen. Als er( Neuter) im Juni 1891 nach denn auch wohl die meisten unserer eigenen Kolonial- Entscheidung gekommen und daher der Urabstimmung überlaffen Hannover zum Wettrennen kam, fei ihm von Meyer der ihm bis worden. Diese ist nun beendet und find 3/5 der abgegebenen Sabin unbekannte Abter auf dem Rennplatz gezeigt worden. Er fege? Stimmen auf New- York, die andern auf St. Louis gefallen. Ob nun die andere Fraktion sich zufrieden geben und endlich habe den Abter aufgefordert, den Wechsel zu bezahlen. Abter Ob nun die andere Fraktion sich zufrieden geben und endlich habe gesagt: er folle am folgenden Tage in sein Bureau kommen, eine Wiedervereinigung erfolgen wird, ist sehr fraglich. Die dann werde der Wechsel bezahlt werden. Als er nun am foljenigen Genoffen, welche für St. Louis gestimmt, haben dies fast genden Tage in das Abter'sche Bureau tam, wurde im mitgetheilt, ausschließlich gethan, um jenen eine goldene Brücke" zu bauen; da fie aber in der Minorität geblieben sind, so ist die Daß Abter ausgegangen sei. Er habe deshalb den Wechsel an Man wird auf Meyer gegen Rückerstattung der 1000 m. wiedergegeben. Situation um nichts besser geworden. Die Verhandlung wird auf Freitag vertagt. der anderen Seite jezt einwenden, daß, wenn deren Ein Nachspiel von der Tölcke Wahl. Ein die Rechtse Stimmen mit auf die Wagschale gelegt würden, New- York nicht anschauungen preußischer Richter scharf charakterisirender Prozeß die Majorität hätte. Somit wäre es besser gewesen, wenn eine ein spielte fich am 25. Ottober vor den Schranken der Straffammer müthige Entscheidung für New- Dort erfolgt wäre, da doch vorauszu Dortmund ab. In Nr. 108 der Rhein- Westf. Arbeiterzeitung" zusehen war, daß diefes obenauf blieb. Die zugleich der Entvom 10. Mai waren einige Vorgänge bei der Ersagwahl am scheidung durch die Urabstimmung unterbreiteten 29 Beschlüsse der 3. Mai in Wickede mitgetheilt. Unsere nach dort gesandten Konvention wurden fämmtlich gutgeheißen. Die Sektion New- York Der Verein der Zimmerer Berlius und Umgegend Stimmzettel Vertheiler feien durch nationalliberale Ordnungs- hat schon die Wahl der Exekutivbehörde vorgenommen; zum hielt am Sonntag, den 22. Oftober, in Norbert's Sälen feine helden aus dem Wahllokal geworfen, mißhandelt und von bem arteijekretär ist Genosse$. Kuhn gewählt worden, welcher regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in der Konrad Jacobi anwesenden Sicherheitsbeamten anstatt in Schuß genommen, theil Siefen Posten schon seit der Bestimmung Brooklyn's als Sig der als Bibliothekar einstimmig gewählt wurde. Es wurde auf Anmeife gefchlagen oder mit Drohungen bedacht worden. Der Grefutive bekleidete; dessen Adresse ist jegt 64 E. 4 st. Sew- trag des Kameraden Adolph Schulze beschlossen, im Interesse der Sicherheitsbeamte war in diesem Artikel irrthümlich als York. Organisation für den Verein Morgensprache in den Bezirken abGendarm bezeichnet, während es thatsächlich der Polizeidiener Neuhaus aus Widede gewesen war. Dieser zufällige und ohne tischen Superiorrichter- Kandidaten an indoffiren, Die Sozialisten Chicago's haben beschlossen, die demokra zuhalten. Hierauf referirte Herr Dr. Bruno Wille über das 2111 die Thema: Die Veredelung der Menschheit." Reicher Beifall jegliche böse Absicht herbeigeführte Umstand hatte zur Folge, daß wiederwahl Gary's, der von den Republikanern nominirt lohnte den Redner für seinen lehrreichen Vortrag. Vor Schluß der die VII. Gendarmeriebrigade sich beleidigt fühlte und Strafist, zu verhindern. Es wurde dieses Vorgehen besonders Versammlung wurde das Verhalten des Herrn May Brinkmann antrag stellte. Die Verhandlung entrollte ein Bild der gröblichsten Bergewaltigungen unserer Genoffen beshalb für geboten erachtet, weil anzunehmen ist, daß viele zu unserm Verein fritifirt. demokratischen Wähler für die republikanischen Richter- Kandidaten barli?! Parteinachrichten. Die Krise will noch immer nicht weichen; man hört auch nicht viel mehr von Betriebseröffnungen, die sich, wie schon früher erwähnt, überhaupt größtentheils auf fleine Plätze bezogen, in denen der Schornstein einer einzelnen Fabrit, gleich dem Thurm einer Raubburg des Mittelalters, als Wahrzeichen der Silaverei emporragt. " Versammlungen. Nach stattgefundener Bureauwahl erhielt zum ersten Punkt der Tagesordnung Fräulein Baader aus Berlin das Wort zu dem von ihr angemeldeten Vortrag über das Thema: Die Frau und die heutige Gesellschaft. Der einstündige Vortrag wirkte sehr lehrreich für die erschienenen Genossen und Genossinnen, wie das lebhafte Bravorufen ergab. Bu bedauern war nur, daß sich zur Diskussion niemand zum Wort meldete. durch die nationalliberalen Agitatoren und deren Anhang. ftimmen werden. Es sei noch erwähnt, daß die Advokaten- Ge Steglit. Eine von mindestens 200 Personen besuchte öffentDie Zeugen Wienke und und Schulz bekundeten, daß sie sellschaft von Chicago den Beschluß gefaßt hatte, der demokrati- liche Versammlung von Männern und Frauen fand im Gasthaus in dem Vorraum des Wahllofals, das fie ruhig betreten, mit Büffen und Fußtritten bedacht, an die Zuft gesetzt schen Partei die Indoffirung Gary's zu empfehlen; auch soll die zuin Gambrinus in Stegliz, Ahornftr. 15a, am Mittwoch, den und von dem zu Hilfe gerufenen Polizeidiener geschlagen worden Stimmung in der demokratischen Parteiorganisation erst fehr zu 25. Oktober, statt. Die Anmeldung war rechtzeitig erstattet, die feien. Fast daffelbe gab der Beuge Waldeck an, ben der Beamte, gunsten derselben gewesen und es lediglich dem persönlichen Genehmigung enthielt aber den Vermerk, daß die Versammlung trotzdem ihn der Beuge auf das Gesetzwidrige seines Handelns Ginfluß des Gouverneurs Altgeld zuzuschreiben sein, daß davon um 10 Uhr gefchloffen sein muß. Abstand genommen wurde. wiederholt aufmerksam machte und ihm sogar die Paragraphen des Wahlreglements vorhielt, durch fortivährendes Stoßen vor die Brust zwang, den Schulhof zu verlassen. Beuge Spirt be kundete, daß er mit 5 Dortmundern in die Schule gegangen, wo man sie in oben genannter Weise empfangen habe. Noch auf der Straße habe man sie durch ein Steinbombardement vers folgt. Beuge Siebel bekundet, daß ihn der Beamte, als er im Vorraum des Wahllotals Stimingettel nieberlegte, zum Berlassen der Schule aufgefordert habe unter Ausstoßen einer Drohung, die er bahin verstanden habe, man würde ihn andernfalls binaus werfen und durchprügeln. Demgegenüber waren die Aussagen ber vom Staatsanwalt geladenen Belastungszeugen, unter denen sich merkwürdiger Weise der Polizeibeamte nicht befand, mehr oder weniger belanglos; fast alle batten nichts gesehen, da sie nicht stets beim oder in Wahllokal gewesen; andererseits haben sie nur ein Gebränge bemerkt, wodurch einige Fremde zur Thür hinausgepreßt wurden. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Herr Assessor Kater, hielt es für die Be urtheilung des Artikels belanglos, ob sich am 3. Mai ein Polizei beamter in Wickede Uebergriffe erlaubt habe; jedenfalls fei von einem Gendarm die Rede, so daß sich die Gendarmeriebrigade beleidigt fühlen müffe. Er beantrage gegen den verantwortlichen Redakteur C. Block eine Geldstrafe von 200 W. event. 40 Tage Gefängniß. Der Bertheidiger Kohn führte in längerer Rede aus, daß aus juristischen Gründen die Gendarmeriebrigade nicht beleidigt sein könne. Des weiteren sei aber erwiesen, daß der" Bolizeibeamte die in dem Artikel mitgetheilten Verstöße gegen bas Gefeß begangen habe, so daß deren Veröffentlichung im Intereffe des öffentlichen Rechts und der sozialdentokratischen Partei ge gegangen ist. boten gewefen. Er beantrage daher Freisprechung. Der Ge richtshof erkannte auf 100 M. Geldstrafe ev. 10 Tage Gefängniß. Arbeiter Bildungsschule. Der Unterricht in der Nationalökonomie muß am nächsten Sonntag wegen Verhinderung des Lehrers ausfallen. Aus Pennsylvanien wird die massenhafte Rückwanderung Genosse Casper forderte schließlich im Punkt 3 der Tagesvon Hunnen" gemeldet, die das Land deshalb wieder verordnung( Verschiedenes) die Mitglieder der sozialdemokratischen laffen, weil keine Aussicht auf Beschäftigung ist und die Orts Barter auf, sich bei den bevorstehenden Landtagswahlen ihrer einheimischen Arbeitern zuzuwenden. Recht klug wird man behörden überall beschlossen haben, Rothstandsarbeiten nur Stimme zu enthalten. Auf eine weitere Anfrage hinsichtlich der„ Bokalfrage" fonnte aus den Schilderungen übrigens nicht; während es nämlich nicht mehr eingegangen werden, da der Vorsitzende Punkt 10 Uhr einestheils heißt, daß die dortigen Arbeiter an die Scholle ge= die Versammlung schließen mußte. feffelt sind, weil sie feine Mittel zum Wegzug besigen, indem sie baares Geld faum zu sehen bekommen, sondern ihren Lohn in waaren ausbezahlt erhalten, wird anderentheils mitgetheilt, die Hunnen" nähmen zum Theil ganz bedeutende Ersparnisse mit. Es soll durch den plötzlichen Andrang eine Bank in Connellsville( Cokegebiet) zur Bahlungseinstellung resp. zur Geltend machung der bedungenen Kündigungsfrist gewungen worden sein. Auch die von Carnegie aus den Südstaaten eingeführten Neger fangen an auszureißen, weil sie die Schinderei in dessen Eisenwerken nicht aushalten können. Die felben scheinen im material" zur Ausquetschung in den industriellen Etablisse: allgemeinen fein besonders geeignetes ments zu fein; ist doch konstatirt, daß seit ihrer Verwendung in der Industrie ihre Vermehrung gegen früher bedeutend zurück bis 2000 Doll. # Polizeiliches, Gerichtliches: c. Auch ein Vergehen. Mittwoch, den 25. d. Mts. Eine Berurtheilung müsse erfolgen, da in bezug auf einen ftand Genoffe P. Kühn vor den Schranken des Breslauer Gendarm Unwahres und Beleidigendes behauptet jei, wodurch fich die Brigade beleidigt fühlen müsse. Mildernd für den An- Schöffengerichts. Er war beschuldigt, in der Nacht vom 14. geklagten fomme jedoch in Betracht, daß nur eine unabfichtliche um 15. Juni, also vor der Reichstagswahl, an verschiedene Berwechselung mit einem Bolizeidiener vorliege, in bezug auf Häuser der Kurze Gaffe die Worte:" Wählt Schoenlant" anwelchen die angeführten Thatsachen annähernd erwiesen feien. Schablonirt zu haben. Mehrere Hausbefizer hatten Strafantrag Der Beamte habe jedenfalls unter Außerachtlassung gefeßlicher gestellt und Kühn wurde zu 51 M. Geldstrafe oder 17 Tagen Borschriften gehandelt, vielleicht, ward hinzugefekt, habe der be- Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt. Der Staatstreffende Beamte gemeint, daß unsere Genossen Unruhe stiften einer Geldstrafe abzusehen und 1 Monat Gefängniß zu beanwalt glaubte Beranlassung nehmen zu müssen, überhaupt von würden und glaubte sich zu ihrer Entfernung verpflichtet, jedenfalls habe er aber nicht forrett gehandelt. Da die in dem antragen. Artikel gebrauchten Ausdrücke zudem nicht so arg beleidigender Natur seien, so sei unter Berücksichtigung aller dieser Gründe nur auf eine Geldstrafe von 100 m. erkannt. Große öffentliche Frauen- und Männerversammlung der Drechsler und Berufsgenoffen Berlins am Sonnabend, den 28. Oktober cr., Abends uhr, bet Ehrenberg, Annenſtr. 16. Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, ben 28. b. Mts., abends s uhr, Vereinsversammlung im Restaurant Philipp, Rofenthalerstr. 88. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Barlamentsftenographen Fr. Spahr über: 28. Ottober, Familienkränzchen in Stemund's Festfäle, Linienftr. 8. Anfang Die Entwickelung der Stenographie. Theater- und Vergnügungsverein Fritillavia. Sonnabend, den 8% hr. Sumoristischer Bortrag. ben 39. Oftober, Bormittags 10 Uhr, bei Grünber, stopnicterstr. 100: Große Sane-, Geschäftodirner, Wader und Berufsgenossen. Am Sonntag, öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann( früher Setz) über: Stellungnahme zum nächsten Kongreß aller im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands." Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 29. Ottober, Abends 7 Uhr, zwei Bersammlungen. Die erste Kommandantenstr. 79, Bortrag des Herrn Dr. Joel über Moderne Naturanschauung"; bie zwette Rofenthalerstr. 88, Vortrag des Fl. Altmann über„ Der religiöse ursprung des Staates." Sozialdemokratischer Agitationehtub für den Often Berlins. Sonntag, ben 29. Oftober, Abends 6½ Uhr, um Botale des„ Freischüß". Fruchtftraße 36a( oberer Gaal): Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Bortrag des Genoffen Dr. Beyl über:„ Beirath und Ge Berufogenoffen, E. S. 86, Filiale Berlin B. Sonntag, den 39. Oftober cr., Bormittags 10 thr, Mitglieder- Bersammlung bei Dobberstein, Mariannens uhr, Bersammlung bei Dahme, Grüner Weg 68b. Nach der Bersammlung fraße 31-33. Tagesordnung: Geschäftliches, Kaffenbericht, Vorstandswahl. Verein der Gemüthlichkeit. Sonntag, den 29. Oftober, Nachmittags Allgemeine Kranken- und Sterbehiaffe der deutschen Drechsler und s Tanz. Vergnügungsverein Glückstern 2. Sonntag, den 39. Ortober, Nachmitttags 5 Uhr, in den Germania- Prachtsälen, Chauffeeftr. 103: Sigung mit Damen. Nachher: Fidelitas. Vergnügungsverein„ Eintracht". Sonntag, den 29. Oktober, Nach mittags 5 Uhr, Raupachir. 6: Sigung und Fidelitas. Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 28. Oktober. Opernhaus. Mara. Gringoire. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Ein nachtstraum. Sommer: Deutsches Theater. Man sagt. Berliner Theater. Hamlet. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Freund Felix. Wallner- Theater. Jägerblut. Residenz- Theater. System Ribadier. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berliner Vollblut. Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illusionen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Präuscher's MUSEUM Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Geschlossen. anatomisches Alexanderplatz Theater. Die Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. Räuber. 0 darunter der Schußkanal der National Theater. Lehmann auf iel Neues, Kugeln des der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten= Borftellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Borstellung. deutschen Militärs, fünf Körper gehend durchfünf Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Spezialitäten. Dienstag u. Freitag: Damentag. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Entree 50 Pfg. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Unserm Genoffen Boywitt ein donnerndes Hoch zu seinem heutigen Wiegenfefte. Julius, stehe mit 7 Mann auf. D. K. Qu. R. W. F. Todes- Anzeige. Allen Denen, die mich kennen, die traurige Nachricht, daß am 26. d. Mts., Morgens 41/2 Uhr, unser einziges Kind nach dreitägigem sehr schweren Krankenlager im bald vollendeten zweiten Lebensjahre verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. d. Mts., Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Faldensteinstraße 7 aus, nach dem EmmausKirchhof in Brit statt. Um stilles Beileid bittet 28016 Karl Trittelwik nebst Frau. Todes- Anzeige. Am 27. d. M. entschlief sanft nach furzem Krankenlager mein vielgeliebter Mann, unser Vater und Schwager, der Gastwirth Heinrich Niedergesäss. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Montag, den 30. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der St. Bartholomäus- Gemeinde in Weißensee aus statt. Danksagung. Allen Kollegen, Genossen und FreunAchtung! Bauhandwerker. Ahtung! Am Sonntag, den 29. Oktober, Vormittags 10 Uhr: Oeffentliche Versammlung für Maurer, Zimmerer, Töpfer, Maler, Stuckateure u. s. w. in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße 64. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sparfeldt über: Alters- und Invalidenversiche rung". 2. Diskussion. 3. Bericht der Preßkommission. 4. Verschiedenes. Sämmtliche Bauarbeiter sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Bauhandwerkers, zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Maurer Berlins. 243/19 W. Ueckert, Thurmstraße 28. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 30. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Volk, Alte Jakobstraße 75: Mitglieder- Derlammlung. 14 Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn A. Hoffmann( früher Beiß) über: Das moderne Raubritterthum. 2. Wahl eines Vertrauensmanns der Buchbinder. 3. Mitgliedschaftsangelegenheiten.- Die Rechnungslegung vom Sommerfest erfolgt in nächster Versammlung, es werden daher alle diejenigen, die noch mit Billets ausstehen, um schleunige Abrechnung ersucht. 120/17 Der Vorstand. Achtung! Chirurgische Branche. Achtung! Sonntag, den 29. Oktober, Abends 6 hr: Große öffentliche Versammlung mit Damen im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: Die Gründung Roms den meines mir unvergeßlichen Mannes heutigen Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag der Genoffin Frl. Ottilie Baader über: Die Frau in der in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! für die zahlreichen Kranzspenden und Betheiligung bei dessen Begräbniß, insbesondere der Liedertafel der Maler für deren Gefänge am Grabe, sage ich hiermit meinen innigsten Dant. Die trauernde Wittwe M. Hohlwegler. 211/20 Danksagung. Allen Freunden u. Bekannten meinen Auftr. sämmtl. Spezialitäten. herzlichsten Dank für die zahlreiche BeDie futen Flinten oder: Hirsch in Anf. Wchtg. 7/2 Uhr. Sonnt. 612 Uhr. der Tanzstunde. Poffe in 1 Att von R. J. Anders. Mufit von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Mittags 12 Uhr: Bolts vorstellungs- Matinee zu bedeutend ermäßigten Preisen: Der Trompeter von Säkkingen. Romantisches Zaubermärchen. SOOO Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Affen v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefekt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Vorlehte Sonntags- Aufführung. Berliner Vollblut. Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Atte: Bajazzi- Parodie, vorgetragen von Josephine Dora und Herrn Carl Meissner. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. Wallner- Theater. Bon Mittwoch, d. 1. Novbr. ab: Gastspiel- Cyclus des EdenTheater Direktion: B. Schenk. Die Märchen u. Wunder des Weltalls, Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich Gross. Concert. Specialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges. Dinus Truppe, Elite- Afrobaten ( 6 Personen). Familie Kraeusel, russisches Orchester( 6 Personen). Fräulein Hedwig Marga, KostümSoubrette. Paul Krugeler, GefangHumorist. Fratelli Bozza, italien. mufitalische Steinfeger und Röche. Signorita Luisade Siro, italienische Kostüm- Soubrette. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bi. A. Zimmermann. Kottbuserstr. 4 a. theiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Mechaniters Willy Ullrich. Die tiefbetrübte Wittwe nebst Kindern. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! Neu! Novität! Neu! Kneipp II, Anfang:{ oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Neues Club- Haus 130/16 Nach der Versammlung: Tanzkränzchen. Zur Deckung der Untoften Entree nach Belieben. Der Vertrauensmann: G. Hanke, Acerftr. 49. I Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 29. Oktober, Vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung der Kernmacher im Lokale des Herrn Röllig, Nene Friedrichstr. 44. Tages Drdnung: 1. Vortrag des Herrn C. Hoffmann über: Beitlohn und Stücklohn". 2. Diskussion. 3. Vorschläge zur Wahl eines Beisitzers zum Vorstand. 4. Aufnahme neuer Mitglieder, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 230/18 Der Vorstand. Achtung! Filzschuharbeiter. Achtung! Sonnabend, den 28. Oktober 1893: 4. Stiftungs- Feft= in den Festsälen von Nieft, Weberstraße 17, verbunden mit großem Ball, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins der Kürschuer,( Mitgl. des A.-S.-B.). Prolog. Festrede. Während der Kaffeepause Vorträge des Gen. Osang. Billets sind bei den Komiteemitgliedern und den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Sanssouci, torgen, Sonntag: 72. Kommandantenstr. 72. bei Stettiner Sänger. Herren- Billet inkl. Tanz 50 Pf. Damen- Billet 30 Pf. Um regen Besuch bittet Freunde und Genoffen 166/19 Anfang 8 Uhr. Das Komitee. Die General- Versammlung findet am 30. Oktober, Abends 8 Uhr, Seefeldt, Grenadierſtraße 33, ſtatt Der Vorstand. Empfehle meine 4 hocheleganten Orts- Krankenkasse d. Schneider Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Festsäle ( 50-400 Pers.) den 2c. Vereinen zu jeder Art. 2534b Habe noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Anfang Versammlungen und Festlichkeiten 7 Uhr. Zum Schluß: Adele, die kalte Mamsell. Ensemble von Mensel. Entree 50 Pf. ratweil'sche G. Brochnow's Festsäle 39. Sebastianstraße 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Sonnabend großer Ball. Em pfehle meine Säle zu allen Festlichkeiten u. Versammlungen. 46752 Restaurant zu Berlin. Die Vertreter der Orts- Krankenkasse der Schneider zu Berlin werden hierdurch zu der ordentlichen General- Versammlung am Sonntag, den 5. November cr., im Lokale des Herrn Bolk, Alte Jakobstraße 75, ergebenst eingeladen. In getrennter Versammlung: Borm. 9 Uhr für die Arbeitgeber. Tagesordnung: 1. Wahl von 2 Arbeitgebern zur Vorprüfung der Jahresrechnung pro 1893. 2. Neuwahl von 3 Vorstandsder Tischler n.s.w. Oertliche Verwaltung Berlin G. Montag, den 30. Oftober, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im totale des Herrn Bolzmann, " Lichtenbergerstr. 16. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Vortrag des Herrn Dr. med. Böhm faße zur Arzneibehandlung." 3. Disüber: Die Naturheilkunde im Gegenfussion. 4. Verschiedene Kaffen- Angelegenheiten. Der Wichtigkeit des Bortrages wegen Bender. mitgliedern und deren Stellvertreter. sind die Mitglieder mit ihren Frauen Treptow. M. Bender. Sonntag, den 29. Oktober: Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Großes Wurstensen. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Valaft. " Anf. Wochent. 72 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle dargestellt in prachtvoll ausge- für Festlichkeiten u. Versammlungen. statteten Pantomimen, geinter- 8 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. haften Bauberdramen, Feerien, Programm unentgeltlich. Carl Koch. lebenden Bildern von 30 Damen. Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Elektrisches Orchester. Original- Spezialitäten: Der Diamanten- Palast, Hydraulische Ausstattungs Feerie. Die Riesenschatten- Pantomime. Der Blitzzug um die Erde. Das Teufels- Septennat.( Die Phoites.) Morit Play. Etablissement Buggenhagen. 5053L] Jeden Sonntag: Tanz. Große Wohlthätigkeits- Matinee Sonntag, den 29. Ott., Mittags 12 Uhr, Friedrichstr. 236. Billets à 30 Pf. das. Diskowski's Fest- Säle. Heute, Sonnabend, großes Kanariens vögel- Ausspielen. Herm. Diskowski, Eichkazen- Wirth, Holzmarktstr. 44a. Orts- Krankenkasse der Klempner. Am Sonntag, den 5. November d. J., Moritz Vorm. 10 Uhr, findet bei Mundt, Play. Röpenickerstr. 100, eine Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. General- Versammlung Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. der Vertreter der Arbeitgeber und Spezial- Ausschank von Pabenhofer Arbeitnehmer mit der Tagesord Lagerbier, hell und dunkel. nung: 1. Berlesung der Protokolle; Bormittags 10 Uhr für die Kaffenmitglieder. Zagesordnung: 1. Wahl von 4 Kassenmitgliedern zur Vorprüfung der Jahresrechnung pro 1893. 2. Neuwahl von 6 Vorstandsmitgliedern und deren Stellvertreter. und Angehörigen zu dieser Versamm lung eingeladen, und bitten wir, recht zahlreich zu erscheinen. Die Sprechstunden des Bevollmächtigten und Kassirers finden an dieſent Abend nicht statt. 305/5 Die Ortsverwaltung. 3. Ergänzungswahl von 7 Vorstands- Bentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler 1. s. w. mitgliedern. Vormittags 11 Uhr: Gemeinschaftliche Generalversammlung. Zagesordnung: Verschiedenes. Der Vorstand. 2792b J. A.: F. Mathis, Vorsitzender. An der Jerufalemerkirche 3. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Vortrag Oertliche Verwaltung Berlin A. Sonntag, den 29. Oftober 1893, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Hrn. Roll, Adalbertstr. 21: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Wahl eines Revisors. 3. Verschiedenes. 300/10 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Oranienstr. 184 einen 50382 4 An den Wochentagen findet das 2. Wahl von drei Vorstandsmitgliedern Konzert in den unteren Reſtaurations( ein Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer); von Hrn. Waldeck Manasse: Bazenhofer 10 Ausschauk räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in 3. Wahl des Rechnungs- Ausschusses; Das Christenthum und der eröffnet habe und bitte um gütigen dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. 4. die Arztfrage und Erhöhung der Säle für Versammlungen, Kommerse, Beiträge; 5. Verschiedenes" statt. Friede. Zuspruch. Festlichkeiten 2c. Der Vorstand. Gäste sind sehr willkommen.[ 417/9] Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Die Luftwandlerin, Miss Edith. 2802b Hermann Aepler. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 254. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. gefahren. Fünfter Verhandlungstag. Köln, den 27. Ottober. Vormittags- Sihung. Sonnabend, den 28. den 28. Oktober 1893. 10. Jahrg. von allen Rednern der Vorwurf gemacht worden, daß ich nicht die Arbeiter in den Staatsbetrieben sich nicht organisiren können. das gebracht habe, was allgemein erwartet wurde. Der Die Resolution ist ja auch gar nicht für die Kreise bestimmt, eigentlich schuldige Theil ist Schippel, der mir vor wenigen die sich nicht organisiren fönnen, sie ist für die Genossen in Tagen erklärt hatte, er wolle das Referat übernehmen und hier, den Industriezentren bestimmt und wird, was uns recht sein ich weiß nicht aus welchen Gründen, darauf verzichtet hat. tann, höchstens die landwirthschaftlichen Arbeiter anreizen, Dann wäre die Gewerkschaftsbewegung wahrscheinlich von für sich Koalitionsfreiheit zu fordern. Redner bittet, höheren Gesichtspunkten aus beleuchtet worden, als ich es nach sich der Resolution Arons anzuschließen, die der MeinungsLage der Dinge halten konnte. War nun das, was ich vorge- ausdruck von Männern wäre, die besonders vertraut mit der bracht habe, etwas so Unrechtes, daß Auer in dieser Weise gegen Gewerkschaftsbewegung wären und wünscht zum Schluß nochSinger eröffnet die Sigung nach 9 1/4 Uhr mit einer An- mich zu Felde ziehen mußte? Die Auer'sche Korrespondenz habe mals, man möge fich fünftig Mühe geben, Differenzen anständig zahl geschäftlicher Mittheilungen. ich nur deshalb verlesen, um zu zeigen, wie abweichende Meinungen zu begleichen. Eine Partei wie wir, eine Kampfpartei, braucht In der Debatte über Punkt 6 der Tagesordnung wird fort- niedergeschlagen werden. Die jungen Kräfte ersucht man immer selbst eine straffe Bentralisation, eine Unterordnung unter die Willen ständig zu werden und eine eigene Meinung zu haben; wenn man sie einzelner Personen, weil sie nur so den Kampf mit der ganzen Dr. Aron 3 beantragt folgende andere Fassung des Schluß aber jo behandelt, wie ich behandelt wurde, dann ermuthigt bürgerlichen Welt führen kann. Wenn wir diese Unterordnung fates seiner Resolution: man nicht gerade die eigene Meinung.( Rufe: Sehr gut.) Das auch brauchen, so darf sie doch nicht zu weit gehen. Zwischent Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, wenn in dem ist nicht der Weg, um weitere Kräfte für unsere Bewegung zu dem Unterordnen unter dem Willen der Zentralgewalt und der Berufe, dem er angehört, eine gewerkschaftliche Organisation erziehen.( Sehr richtig.) Mich trifft das persönlich nicht so unterdrückung jeder anderen Meinung besteht dann doch noch besteht, derfelben anzugehören, wenn nicht zwingende Gründe schwer: schwer: aber es berührt mich tief im Interesse der ein großer Unterschied. Wir brauchen Leute, die selbständig zu es verhindern." Partei, daß von feinem Redner, außer Ströbel, in denken und zu handeln vermögen; und dazu müssen sie von uns Günther Braunschweig: Auf dem Halberstädter Kongreß der Diskussion dagegen protestirt worden ist. An An- erzogen werden. Das geschieht aber nicht, indem man die sachhätte der Streit um die Form der Organisation vermieden griffe bin ich von Seiten der Gegner gewöhnt; von einem liche Erörterung fo pflegt, wie es gestern hier geschehen ist.( Beifall.) werden müssen. Die Hauptsache sei, daß die Arbeiter überhaupt Genossen sind sie unangenehmer. Aber für die ganze Partei Korreferent Auer: Wenn einer froh gewesen wäre, zu gewerkschaftlich organisirt feien. Die Form sei Nebensache. felbst war es fehr nachtheilig, daß die Frage so leber den Frankfurter Rongreß möchte Redner nicht ein so Auer hier behandelt wurde. von dieser Frage nicht sprechen zu müssen, so wäre ich es. Ich wußte Denn wenn er mich für vorher, daß nicht allzu viel Sachliches bei der Debatte herausscharfes Urtheil fällen wie Bebel. Er habe das Gute gehabt, urtheilsunfähig erklärt, was sollen dann die Genoffen kommen würde. Zwischen Legien und mir besteht sachlich keine daß Gegner und Behörden mit Sozialdemokraten über die soziale dazu sagen, die mich in Hamburg zum Delegirten ge- wesentliche Meinungsdifferenz, alle die unangenehmen Dinge Frage verhandelt hätten. Die Stadt Braunschweig habe auf wählt haben? Das Urtheil fällt auf fie zurück. hängen mit seinen Gefühlen, seinen Vorurtheilen zusammen. ihre Kosten einen Sozialdemokraten zum Rongreß gesandt. Das geschmacklose Wort von der Zentralfonne" und der ge- Diese Vorurtheile auf Seiten der Gewerkschaftler sind auch Stroebel Kiel: Die gestrige Debatte habe keinen fränkten Leberwurst" gehört nicht auf den Kongreß. Aber Ihr schuld daran, daß unser alter bewährter Genosse Paul günstigen Eindruck auf ihn ihn gemacht. Eine derartige Gelächter ging mir nahe. Auch der Genosse Bebel hat meine ganz falsch verstanden verstanden hat, hat, was Bebel gesagt hat. Stärke der Ausdrücke verhindere eine fachliche Klärung Urtheilsfähigkeit bestritten. Was er vor Jahren für die Gewert Es wäre doch ein elendes Heuchlerspiel, wenn wir Die Abschlachtung Legiens sei zu arg gewesen. Legien fchaftsbewegung gethan hat, habe ich gewußt; aber von anderer den Arbeitern fortwährend zurufen, organisirt euch auch habe behauptet, daß die Gewerkschaften größere Opfer verlangten Seite wurde behauptet, daß er seine Stellung geändert habe; des gewerkschaftlich und nicht davon überzeugt wären, daß als der politische Kampf. Der politische Kampf sei gewiß nicht halb wies ich auf sein Wort auf dem Pariser Kongreß die Gewerkschaftsbewegung nüßlich sei. Aber wir können nicht gefahrlos; das habe Legien auch gar nicht sagen wollen. Nur hin. Der Genosse Auer kann höflich sein, wenn er will. mehr, als unsere ehrliche Sympathie erklären. Legien sagt, wir diejenigen, die sich im politischen Stampfe hervorthun, haben Ver- Ich wünsche, daß man fünftig anders diskutirt. Auer hat meine müssen aktiv thätig sein, Propaganda machen. Liest er denn folgungen der Gegner zu erwarten, während bei einem Lohn- Ausführungen umgekehrt, als ich von der Erisienzgefahren sprach, teine Beitungen? Zur Parteileitung gehört doch auch die kampf alle, auch die letzten, von der Hungerpeitsche getroffen die mit der Theilnahme an der gewerkschaftlichen Organisation Fraktion. Ist nicht von der Parteileitung in diesem erweiterten würden. Die Masse der Genossen betheilige sich nicht im noth verbunden waren. In der politischen Bewegung setzen immer Sinne viel in Versammlungen gethan worden? Kennt er nicht wendigen Maße an den politischen Vereinen; für sie nur einzelne Personen, die direkten Agitatoren, ihre Existenz ein, die Thätigkeit Bebel's für die Bäcker? Ist das nur fühle Symbeschränke sich in der That die politische Thätigkeit auf bei einem Lohnkampfe der Gewerkschaft jedes einzelne Mitglied. pathie it das nicht positive Thätigkeit, die den Vergleich die Abgabe des Stimmzettels. Geschulte Genossen lassen mit der Thätigkeit der Generalfommission nicht zu scheuen fich am besten in den Gewerkschaften erziehen. Jnnerhalb Ueber den weiteren Verlauf der heutigen Verhandlungen braucht? Wenn wir etwas gegen Legien's Bestrebungen hätten, der Parteileitung bestehe selber die größte Meinungsverschiedens gingen uns die folgenden Privatdepeschen zu: würden wir doch seine Wahl in den Reichstag nicht unterſtüßt heit über den Augen der Gewerkschaften. Genosse Bebel meinte, Legien fortfahrend: Es trifft zu, wäre die General- haben. Sihen nicht Bock, Meister, Reißhaus, Metzger in der daß die fozialpolitische Gesetzgebung und die Tendenz der wirth fommission in einer Zeit wirthschaftlichen Aufschwungs eingeseßt Fraktion, die doch alle Führer in der Gewerkschaftsbewegung schaftlichen Entwickelung der Gewerkschaften den Wind aus den worden, so hätte sie Großes leisten können. Das war nicht der sind? Fischer, der bei Legien ebenso schwarz angeschrieben steht, Segeln nehmen und sie unmöglich machen würde. Genoffe Fall. Darüber ist sich auch die Generalkommission vollkommen wie ich, und ich selber haben mehr Artikel für die Gewerkschaften Molkenbuhr habe das Gegentheil behauptet. Eingehende Erflar. Die Kommission hat verschiedene Broschüren heraus geschrieben als Legien bis jetzt. Ich bedauere nicht, daß ich örterungen in der Presse, besonders in Sentral- Wochenblatt", gegeben, unterstützt die Genossen in fleinen Städten mit Rath gestern unhöflich war. Ich mag ja auch meine höfliche Seite feten darüber zur Klärung erforderlich. An dieser Debatte werde und That, verbreitet Hunderttausende von Flugblättern in Dit haben; sie tommt bei mir nur selten zum Ausdruck. fich hoffentlich auch Legien betheiligen, aber nicht im„ Sozialpoli- und Westpreußen und sie dient nicht nur der Gewerkschafts-( Stürmische Heiterfeit.) Heute aber will ich so höflich als tischen Zentralblatt". Millarg Berlin schließt sich dem Bedauern über den bewegung, sondern auch der Partei. Nur hängt sie ihre Thätig möglich sein. Die Parteileitung muß neutral bleiben, sonst wird feit nicht an die große Glocke. Was meine Mitarbeit der Streit der Gewerkschaften in die Partei getragen. Keßler's Ton der Debatte an und polemifirt gegen Fischer, der die Beam Sozialpolitischen Zentralblatt" betrifft, so habe ich Auffassung über die Zentralverbände theile ich nicht. Ich habe gründung des Flugblattes der Berliner Gewerkschaftler als sich bis jetzt immer geglaubt, daß das„ Sozialpolitische Zentral- auch Seßler oft gesagt, daß seine Waffen nicht immer so scharf vom Boden des Parteiprogramms entfernend bezeichnet hatte; blatt" ein Blatt wäre, das von der Partei protegirt werde. geschliffen zu sein brauchten. Die Parteileitung muß genug Tatt sie seien Sozialdemokraten. Die Organisation der Arbeiter in Wie sympathisch äußert sich zum Beispiel der Artikel in Nr. 225 haben, um durch einen solchen Streit hindurchzulawiren. Legien Staatswerkstätten fei zwar schwer, aber nicht unmöglich; die des Vorwärts" über das Blatt. Ich habe für das Blatt ge hat an die bekannte Sentimentalität der deutschen Arbeiter Bewegung mache Fortschritte. appellirt; der Wolf Auer hätte das unschuldige Lämmchen Legien nicht so zerzausen sollen. Ich habe mich nicht in der Rolle des Wolfes gefühlt, sondern in der des Angegriffenen, und zwar des feit langer Zeit angegriffenen. Lange ist das Pulver zufammengetragen worden, bei dessen Explosion allerdings nicht ich sondern Legien in die Luft geflogen ist. Das gegenseitige Kopfwaschen schadet uns nichts.( Heiterkeit). Wenn jemand mich anIch mustere nicht die Parteipresse ängstlich darauf, ob fie greift, so breche ich deshalb die Beziehungen mit ihm nicht ab, etwas gegen die Gewerkschaften schreibt. Ich brachte nur die wie Legien es mir angesagt hat. Das ist nun seine Sache. Ich Antrid Berlin: Schippel habe die Stellung der jenigen Artikel zur Sprache, die mir aus der Provinz zugegangen foll Legien den Vorzug der Jugend vorgeworfen haben. Ich politischen Partei einerseits und der gewerkschaftlichen Dr- find. Ich bestreite gar nicht, daß die Parteipresse Sympathie wünschte, ich wäre 20 Jahre jünger! Dann sollten sie mal einen ganisation andererseits am richtigsten geschildert. Es für die Gewerkschaftsbewegung zeigt, aber zwischen Sympathie Kerl kennen lernen.( Stürmische Heiterkeit). Wir haben im giebt feinen Parteigenossen, der die Gewerkschaftsbewegung nicht und Propaganda ist ein Unterschied. Ich wünsche die Propaganda. Sturm und Wetter gestanden, und verlangen nur, für wichtig hält; es giebt aber enragirte Gewerkschaftler, die Der Pilgergang nach Frankfurt ist als Beweis für die Gefahr daß sich die jüngeren darüber unterrichten, was das die gewertschaftliche Organisation über die politische zu stellen. Der Verflachung der Partei durch die Gewerkschaftsbewegung be- mals war. So unschuldig wie fich Legien stellt, ist In der Offensive würden die Gewerkschaften wohl tünftig nicht zeichnet worden. Will man den Gewerkschaften die Möglichkeit er nicht. Er hat mir den Vorwurf gemacht, ich dächte nicht so, mehr viel erreichen; aber der Defensive wegen seien sie außer- laffen, auf dem Boden der heutigen Gesellschaft für die Besser- wie ich spreche. Er spielt die Rolle Marc Antons an der Leiche ordentlich wichtig. stellung der Lage der Arbeiter zu wirken, so muß man ihr das Zäsars, der fortwährend angreift, aber jeden seiner Säge mit Keßler Berlin. Als ich 1884 in die Gewerkschaftsbewegung Recht zuerkennen, dahin zu gehen, wo man wirken kann. Der den Worten schließt: doch Brutus ist ein ehrenwerther Mann." eintrat und die Redaktion des„ Bauhandwerkers" übernahm, war Arbeitsnachweis wird von der Parteipreffe als wichtig bezeichnet, Legien will anders behandelt sein, ich will ihn anders behandeln, ich noch fein überzeugter Parteigenosse. Ich wurde es aber bald, es war also ganz natürlich, daß wir in Frankfurt über die aber er gehe in sich und sage nicht mehr:" Herr ich danke dir, als ich mich näher mit der Sache beschäftigte. Der Bauhandwerker" Frage diskutirten. Wir haben nicht freundschaftlich mit den daß ich nicht so bin wie jene. Genosse Paul sagte, der hatte Erfolg und mir wurden Anerbietungen vonHamburg aus gemacht, Gegnern und Beamten verkehrt, sondern ihnen unsere Meinung Gewerkschaftsbewegung sei hier das Grab gegraben worden, dorthin übezusiedeln. Dabei wurden mir die Pläne enthüllt, die sehr deutlich gesagt. Die Betheiligung an dem Ratheder er mag die Versicherung hinnehmen, die Partei wird die man dort verfolgte. Man wollte aus der Gewerkschaftsbewegung Sozialistentongreß wäre vielleicht viel schlechter gewesen, als es Gewerkschaften ebensowenig in Zukunft im Stiche lassen, wie sic einen Hammerschmieden, dessen Stiel in einer Hand sein und die Betheiligung an dem Frankfurter Rongreß gewesen ist. sie bisher nicht im Stiche gelassen hat. Sind die 100 000 M., womit die tapitalistische Gesellschaftsordnung zerschlagen werden Der Streit um die Form der Organisation ist nicht von so die aus der Zentralfasse der Partei gegeben worden sind, um sollte. Von den Männern der gewerkschaftlichen Organisation hoher Bedeutung, wie er hier dargestellt wurde. Der eigentliche die Wunden zu heilen, welche verunglückte Streifs geschlagen wurde mir aber bald flar, daß sie die kräftige Hand nicht befäßen, Streit liegt in der Zentralisation der Maurer and tonzentrirt hatten, etwa feine Unterstützung der Gewerkschaften? Abgesehen diesen Hammer zu schwingen. Und woher sollte er genommen sich auf einzelne Orte. Er ist nicht so groß. Bei 48 von 52 von den tausenden Thalern, die deutsche Arbeiter aufgebracht werden? Doch aus derselben Eisenmasse, dem Proletariat, aus dem zentral organisirten Gewerkschaften herrscht Frieden. Genoffe haben, hat auch die Parteileitung immer das Solidaritätsgefühl auch der Hammer der politischen Macht geschmiedet werden muß; Reßler sei gegen die alten Zentralisationen zu Felde gezogen hochgehalten: Es sei denn, daß man ihr vorwirft, daß sich die denn die Trennung der gewerkschaftlichen Bewegung von der und habe den Bankapfel in die Gewerkschaften geworfen. Trotz- Parteikasse gelegentlich der Zigarrenmacher- und Buchdruckerstreits politischen ist eine rein äußerliche, verschuldet durch die That- dem ist er Redakteur eines Parteiblattes geworden. Bebel sagte, nicht verblutet habe. Die Kaffe wäre schon bei dem Zigarren fache des Vereinsgefeßes. Ich wußte, daß die beiden Hämmer die soziale Gesetzgebung des Reiches nimmt den Gewerkschaften den macherstreit Pleite gegangen, wir waren der Ueberzeugung, daß schließlich aufeinander loshämmern würden. Ich trat den größten Theil ihres Bodens weg und die Konzentration des der Streit nicht mehr zu retten sei, selbst wenn wir unser ganzes Zentralisations Bestrebungen entgegen, weil ich erkannte, Rapitals verurtheilt sie immer mehr zur Erfolglosigkeit. Eine Vermögen hergeben würden und hielten deshalb die Taschen zu. δαβ in ihnen der Same der Zwietracht mit der solche Aeußerung, von mehreren bedeutendsten Parteiführern gemacht, Das war unsere Pflicht, wir haben dabei nach bestem Wissen politischen Partei liege. Ich kam auf Anregung Schippel's ist nicht geeignet, Profelyten für die Gewerkschaftsbewegung zu und Gewissen gehandelt. Wenn wir nicht mehr thun konnten, in der Volks- Tribüne" zum Wort, das mir dann plötzlich werben. Ich bestreite die Richtigkeit dieser Anschauung, denn so liegt das am Umfange des Parteisäckels und da wiederhole abgeschnitten wurde. Der Streit war aber entbrannt und wurde erstens ist die Arbeiterschuh- Gefeßgebung so minimal, daß sie ich meine Mahnung, die Parteikasse nicht zu vergessen. Nun Wir können von beiden Seiten persönlich geführt. Meinen Theil der Schuld faum in Betracht zu ziehen ist, der zehustündige Marimal zu der Resolution: den Genossen nur die nehme ich auf mich. Der Krieg ist nun einmal der Krieg. Arbeitstag ist von der Gefeßgebung nicht zu erreichen, während moralische Verpflichtung zum Eintritt in die Gewerkschaften aufUnd der Streit ist heute noch nicht beigelegt, weil zwei Schieds- manche Gewerkschaften bereits den 91/2 stündigen Arbeitstag haben. erlegen. Ein Zwangsmittel haben wir nicht. Arons sagt in gerichte von der Gegenseite abgelehnt wurden; auch der Halber- Die Arbeiterschuß- Gesetzgebung nimmt den Gewerkschaften nichts seiner Resolution: Nur zwingende Gründe dürften von der städter Kongreß hat den Ausgleich nicht gebracht. Es fällt mir von ihrer Bedeutung, sie erhöhe sie vielmehr, weil die Verpflichtung zum Eintritt in die Gewerkschaften befreien. Was und meinen Freunden nicht ein, einen 3wang auszusprechen, Organisationen die Ueberwachung der Ausführung der Be- find aber zwingende Gründe? Rufen Sie sich die Rede Schoendaß jede Gewerkschaft lokal organisirt sein müßte. ftimmungen des Arbeiterschutzes zu übernehmen haben. Die lant's ins Gedächtniß zurück, er wies zwingend nach, daß hundertHoffmeister Köln: Die Gewerkschaftsbewegung führt zuweilen zur Verflachung der politischen. Redner tritt für Lotal organisation ein. Die Arons'sche Resolution sei unannehmbar. Bedmann Höchst- Usingen theilt den Standpunkt Bebel's, daß es in dem Maße mit den Gewerkschaften zurückgehen würde, wie das Großfapital sich entwickele. Holzhäuser Flensburg empfiehlt die Annahme der Resolution Aron's. g schrieben, wenn es sich um Fragen handelte, die auch Interesse bei Leuten außerhalb der Partei im engeren Sinne des Wortes erregen konnten. Die Generalkommission hat in der Parteipreffe die Erörterung gewertschaftlicher Fragen beständig angeregt. Das Korrespondenzblatt" geht der Parteipreffe regelmäßig zu. Ich schreibe darin für die gesammte Parteipreffe, werden die Bei träge nicht abgedruckt, so ist das nicht meine Schuld. Die Resolution Auer wird nunmehr einstim mig angenommen. Alle anderen Anträge sind damit erledigt. Nur das Recht verlangten wir, daß jede Gewerkschaft sich Gewerkschaftsbewegung wird so lange dauern, als es einen tausende von Proletariern sich gar nicht organisiren fönnten. so organisiren dürfe, wie es ihren Verhältnissen entspricht. Ich Streit um den Antheil am Produkt zwischen Arbeitern und Ueber die zwingenden Gründe wird überall der Streit entbrennen. bin fiets gegen das Schablonisiren gewesen. Mechanische Av Kapitalisten giebt, also so lange, als die bürgerliche Sprechen wir die moralische Verpflichtung aus, lassen wir die heuti sägungsversuche, die an mir vorgenommen wurden, besserten Gesellschaft währt. Das Streben, seine Lage zu verbessern, gen Zwischenfälle vergessen sein und gehen wir als muthige Männer meine Stimmung auch nicht gerade. Zu Auer habe ich keine wohnt in der Bruft eines jeden Arbeiters. Dieses Streren hinaus in den Kampf zum Wohle der Partei und der Gewerkpersönlichen Beziehungen, lasse mir nicht gefallen, daß mich zu organisiren, ist die unvermeidliche Pflicht der ist die unvermeidliche Pflicht der Ge- schaften.( Beifall.) jemand protegirt und bin für Achselhöhlen zu stachlig. Gewiß werkschaften. Nun zu den Resolutionen, die uns vorliegen. Die Ueber die Resolution Arons wird namentlich abgefreue ich mich, daß andere mit mir die Gefahr erkannt haben, Resolution Auer und Genossen sagt, wenn man es richtig auf- stimmt. Sie wird mit 168 gegen 29 Stimmen abgelehnt. die aus dem zweiten Hammer" besteht. fassen will, ungefähr dasselbe, wie die Resolution Arons, die, von Raue Iserlohn ist gegen die Arons'sche Resolution. dem Schlußsaz abgesehen, dasselbe nur in präziserer Form sagt. Ein Schlußantrag wird jezt angenommen. Was den Schlußsas betrifft, so wird die Meinung, daß es Pflicht Berjönlich bemerkt Bebel, daß es ein schweres Mißver- der Genossen ist, sich ihrer Gewerkschaft anzuschließen, in manchen ständniß sei, aus seinen Worten herauszuhören, daß er sich gegen Kreisen getheilt, ihnen fönnte Rechnung getragen werden, wenn Sie Gewerkschaftsbewegung an sich erklärt habe. Die Gewerk von Streitigkeiten die Rede sein kann, dann werden sie durch Anschaftsbewegung habe seine wärmste Sympathie. Er habe nichts nahme der Resolution Arons gewiß nicht größer werden. Man wird anderes gesagt, als die ungeheuren Schwierigkeiten zu bezeichnen, sagen, die Resolution Auer ist blos eine Sympathieerklärung. Jeder die sich der Gewerkschaftsbewegung in zahlreichen Arbeiterkreisen Redner hat hier versichert, es sei ja Pflicht der Genossen, sich auch geheute entgegenstellen und vor ihrer Ueberschäßung warnen. werkschaftlich zu organisiren. Warum wollen Sie das nicht durch Das Schlußwort erhält der die Annahme der Resolution Arons auch ausdrücklich aus Berichterstatter& egien: In der geftrigen Debatte ift mir sprechen? Schoenfant griff sie an, weil die Landarbeiter und Ein Antrag, in Zukunft Parteigelder nicht mehr für Streits, sondern nur für Parteizwecke auszugeben, wird ab gelehnt. Schluß der Vormittags- Sigung. Nachmittags- Signng. Bebel: Parteigenoffen! Als wir vor einem Jahre den Punkt„ Antisemitismus und Sozialdemokratie" auf die Tagesordnung unseres Parteitages segten, war es besonders die anti semitische Presse, die mit Genugthuung davon Aft nahm. Sie hebung blieb zunächst auf dem Papier und 1833 ver- Joest Mainz und Rabenstein Gießen hatten biergegen behauptete, die Thatsache, daß die Sozialdemokratie offiziell langten Provinzialstände sogar von neuem Beschränkungen. widersprochen, da sie mit Einzelheiten in der Rede Bebel nicht Stellung zum Antisemitismus nehme, beweise, welche Bedeutung Erst das Jahr 1848 brachte bedeutende Verbesserungen einverstanden waren. M Auch der Antrag, diese Anträge auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu sehen, wird abgelehnt. Ein Antrag, den Parteitag in der Zeit zwischen Neujahr und Weihnachten einzuberufen, wird abgelehnt, ebenso ein Antrag, ihn in die Pfingsttage zu verlegen. Dagegen wird ein Antrag Auer angenommen, wonach einzelne Genossen nur Anträge für den Parteitag stellen dürfen, wenn sie durch eine Bescheinigung der Vertrauensperson ihre Ein Antrag, den Parteitag nur alle zwei Jahre zu berufen, wird abgelehnt. Es bleibt bei der alljährlichen Berufung des Kongresses. Eine große Anzahl Städte streitet sich um die Ehre, den nächsten Parteitag im nächsten Jahre beherbergen zu dürfen. Bochum, Breslau, Nürnberg, eine noch zu bestimmende Stadt in Süddeutschland werden vorgeschlagen. Nürnberg wird gea wählt. Oertel Nürnberg dankt für diesen Beschluß. Auf Antrag Schoenlant's wurde beschlossen, auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages die Landarbeiter, die Kleinarbeiter und die Sozialdemokratie" zu setzen. Schluß der Sitzung 714 Uhr. Tokales. die antisemitische Bewegung in Deutschland erlangt habe. Gewiß in der Lage der Juden, und ihre rechtliche Gleich- Es tommen noch die zum Programm und zur Organisation mußte der Antisemitismus erit eine gewiffe Bedeutung erlangt ftellung wurde erreicht. In den ersten Jahren des Deutschen gestellten Anträge zur Verhandlung, die meisten finden aber keine haben, bevor die Sozialdemokratie sich entschloß, sich mit ihm zu be- Reiches war von einer antisemitischen Bewegung noch feine Unterstützung. Schäftigen. Deshalb weisen wir ihm aber noch feine große Rede. Erft 1877 organisirte sich der Antisemitismus. Stöcker Eine Anzahl Anträge, welche sich auf Biffer 6 des ProBedeutung bei, wie die heutigen Verhandlungen ergeben werden. warf sich zum Wortführer der Bewegung auf. gramms Religion ist Privatsache" beziehen und die Streichung Wir haben dem Antisemitismus gegenüber nur gethan, was Wie kam die Bewegung zustande? Sie war die natürliche dieses Passus verlangen, werden durch Uebergang zur Tagesord wir gegenüber allen neuen Erscheinungen thun werden, die sich Folge der ökonomischen Zustände, in die wir nach dem Krach nung erledigt. auf sozialem und politischem Gebiet zeigen. Vor solchen Er von 1878 gelangten. Nach dem plöglichen Zusammenbruch und scheinungen hat die Sozialdemokratie nie die Augen geschlossen, dem Abschluß der glänzendsten Periode, die die deutsche Industrie fondern sie geprüft, kritisirt und ihre Ursachen festzustellen ver- je gehabt hat und je haben wird, machte sich zum ersten Male fucht. Wenn ich sagte, der Antisemitismus ist eine neue Er- bei den Handwerkern das Gefühl bemerkbar, daß es mit dem scheinung, so muß ich das in gewissem Sinne einschränken. Als Handwerk abwärts gehe. Die Mittelschichten fahen sich nach der Judenfeindschaft besteht der Antisemitismus seit anderthalb Ursache ihrer beginnenden Bedrängnis um. Die Juden waren als Jahrtausenden, als neue soziale Erscheinung, als eine politische Stapitalisten in den Vordergrund getreten. Dazu kamen die vorher Partei, in der sich die feindseligen Bestrebungen gegen das charakterisirten Eigenschaften des Juden und gegen ihn richtete sich Judenthum konzentriren, besteht er erst feit andert das Gefühl des Hasses in den Kreisen der Handwerker und Ge- Parteizugehörigkeit beweisen. halb Jahrzehnten Ueber die Bedeutung der antisemitischen werbetreibenden, weil er ihnen als Konkurrent im Handel entBestrebungen besteht auch in unseren Kreisen eine ge- gegentrat. Und er war ein sehr unbequemer und überlegener wiffe Untlarheit. Als ich in Berlin vor dem Parteitag im Konkurrent. Gerade im Handelsgewerbe ist die Zahl der Juden fechsten Wahlkreise sprach und auch den Antisemitismus be- sehr groß, fie beherrschen zum Beispiel den Handel mit Agrihandelte, meinte in der Debatte ein Genosse: Diese Frage habe tulturprodukten in Thüringen, Franfen, Nordbayern. Kapitalist für den Parteitag feine Bedeutung, in Wahrheit sei der Anti- und Jude sind den hessischen Bauern identische Begriffe, schrieb femitismis nur ein Produkt von Schlagworten. Der Beifall, jüngst mit Recht ein Genoffe. Der Kleine Bauernstand glaubt den diese Anficht fand, war zwar klein, aber er bewies mir doch, heute nicht mehr an die schönen Versprechungen der Konser daß in den Kreifen der Parteigenossen noch Unklarheit über die vativen und Ultramontanen, er sieht ein, daß, wenn ihm nicht Frage vorhanden ist. Wäre der Antisemitismus wirklich nur in Bälde geholfen wird, er unrettbar verloren ift. ein Produkt von Schlagwörtern, dann hätten wir uns hier nicht Er ist in die Hände der antisemitischen Demagogen gemit ihm zu beschäftigen.( Zustimmung.) Auch unsere Gegner fallen, die ihm fagen: Schafft die Juden aus der Welt, die euch behaupteten ja früher, die Sozialdemokratie sei blos von einigen aussaugen, dann beginnt für euch die Periode des allgemeinen Agitatoren erfunden. Jetzt haben die allermeisten das total Wohlstandes! Wir können als ehrliche Männer den Bauern Frrige dieser Anschauung erkannt. Auch der Antisemitismus nichts anderes sagen als: Wir können euch nicht helfen in der ist aus der sozialen Entwicklung hervorgewachsen, und er tann, heutigen Gesellschaft. Und trotzdem haben wir auch unter den das will ich hervorheben, nur verschwinden, wenn seine Ursachen, Bauern Anhänger gefunden, die einfichtig genug sind, den Gang die sozialen Uebel der heutigen Gesellschaft beseitigt werden. der wirthschaftlichen Entwickelung zu begreifen. Im Sinne des Judenhasses ist der Antisemitismus eine sehr Die Wahl Fusangel's in einem bäuerlichen Kreise resultirt alte Erscheinung. Seit der Vernichtung des alten jüdischen aus dem Gefühl dieser Bauern, daß ihnen tros Getreidezölle Zur Kommunalwahl. Die Wählerlisten liegen vom Reiches und der Berstreuung der Juden hat es eine anti- nicht zu helfen ist. Damit ist der Beweis erbracht, daß auch die Sonnabend, den 28. Ottober, an folgenden Stellen zu Jedersemitische Strömung durch die Jahrhunderte gegeben. Man lese Erfolge des Zentrums auf ökonomischen Ursachen beruhen. Wenn mann's Einsicht aus: für den 29. Bezirk bei Gumpel, Barnim nur Tacitus! Die Juden waren in alter Beit ein ackerbau- der Bauer Kartoffeln, Getreide, Hopfen und Wein verfaust, wer straße 42, für den 31. Bezirk bei Wittchow, Kl. Hamburger- und treibendes Volk, im Gegensatz zu ihren Stammesgenossen, den find die Käufer? Juden. Wer sind diejenigen, die Kapitalien leihen, Elsasserstraßen- Ecke. handeltreibenden Phöniziern und Gartagern. Die geogra- Vieh taufen und verkaufen? Juden. Der Engros- Handel mit phische Lage Judäas schloß die Entwickelung des Handels aus. Vieh ist überall in den Händen der Juden. Nur zu natürlich, Für die Kommunal- Wahlbezirke I, III und IV findet Sobald aber die Juden auseinandergesprengt waren, wandten daß antisemitische Erscheinungen zu tage treten. Die fapita- Sonntag früh 8 Uhr die Verbreitung eines Flugblattes statt. fie fich charakteristischer Weise dem Handel zu. Die alte liftische Entwickelung bei uns wird nur noch von theiligen und sich präzise 8 Uhr an folgenden Stellen einzu noch von der Die Genossen werden aufgefordert, sich zahlreich daran zu be Kulturivelt beruht auf der Sklavenarbeit und infolge ihrer amerikanischen übertroffen. Sie ist heut so weit, daß cigenthümlichen Organisation war es für außen stehenden das Kapital schon Kapitalisten zu fressen beginnt. Je finden: Für den 1. Bezirk im Restaurant Frieschmann, JüdenElemente außerordentlich schwer, in diese Organisation einzu- größer die Konzentration des Kapitals, um so mehr straße 55; für den 3. Bezirk im Restaurant Seidenstücker, Ecke dringen. Die Juden mußten sich dem Handelsgewerbe zuwenden, kann die Schutzzoll Gesetzgebung, die den Bauern und Nanonier- und Jägerstraße; für den 4. Bezirk im Restaurant wozu sie die nationale Anlage der semitischen Race befähigte den fleinen Handwerker angeblich retten soll, nur das Freygang, Schüßenjtr. 18-19. Und dabei sind sie bis zur Gegenwart überall dort geblieben, wo Rapital fördern. Der Mittelstand wird aufgezehrt, die SchuhDer Urwahlen wegen bleibt die fgl. Gerichtskasse I zu Berlin fie vereinzelt faßen. Wo sie aber in dichter Anzahl neben ein macherei und Schneiderei wird fast ganz von den Juden beherrscht. am 31. Oftober für den öffentlichen Verkehr geschlossen. ander leben, da beschäftigen sie sich mit dem Gewerbebetrieb, so Ganz natürlich, daß der Jude, der die kleinen Schuhmacher und am 31. Oktober für den öffentlichen Verkehr geschlossen. in Polen, Galizien und Ungarn. Dort bilden auch die handel Schneider tausendfach beschäftigt, als Ausbeuter den Antisemitismus Prinzipielle Entscheidungen des Berliner Gewerbes treibenden Juden nur einen fleinen Theil der übrigen jüdischen schafft, und wenn nun einer sagt: schafft die Juden weg, fo ist es ebenso gerichts. Gin Mitarbeiter schreibt uns: Vom hiesigen GewerbeBevölkerung. Die anderen aber find Protetarier, die von natürlich, daß die bornirten Gewerbetreibenden darauf herein gericht sind mehrfach sogenannte prinzipielle Entscheidungen gejüdischen Kapitalisten in genau so fchamlofer Weise ausgebeutet fallen. In dem Bestreben, um jeden Preis gerettet zu werden, fällt worden, welche sich direkt widersprachen; eine Rammer werden, wie die christlichen Kapitalisten ihre Arbeiter ausbeuten. folgen sie den Antisemiten gedankenlos und blind. Wenn jemand mit entschied entgegengesetzt einer andern in wesensgleicher Klagefache. Wo die Juden sporadisch leben, und unter den 50 Millionen unverschämtheit vor jene Leute hintritt, so ist es der Antisemit. Natürlich fann eine solche widerspruchsvolle Praxis in keiner Deutschen befinden sich nur 500 000 Juden, also 1 pct. Wo würde das ein Sozialdemokrat wagen? Mit dem Besen würde Hinsicht wünschenswerth sein und das Gericht gewinnt durch sie der Gesammibevölkerung, ist ihre wesentliche Beschäftigung er von den eigenen Genossen hinausgetrieben werde. Der Staat nicht an Ansehen. Besonderes Aufsehen erregten drei Entſcheider Handel. Es gab teine Geschichtsperiode in Europa, vergiebt große Lieferungen an die Juden, weil diefe billig liefern Dungen, welche die Kündigungsfrist mit bezug auf Hausindustrielle unit Ausnahme der muhamedanisch- arabischen, wo nicht die fönnen. Wenn nun die Juden die Handwerker drücken, so kommt oder Heimarbeiter betrafen; zwei Entscheidungen verneinten die Juden gefliffentlich und systematisch von jeder anderen Be- die natürliche Abneigung hinzu, un bei den ungebildeten Men Kündigungspflicht, die dritte sprach den Hausindustriellen unter fajäftigung ausgeschlossen worden wären. Obwohl Judäa die schen den Haß auf das Höchste zu treiben. Unsere Beamtenwelt gewissen Bedingungen das Recht der vierzehntägigen KündigungsWiege des Christenthums bildete, stand das Christenthum sehr ist antisemitisch. Der Grund liegt darin, daß ein großer Theil frist zu, die Begründungen aller drei aber waren von einbald in Feindschaft zum Judenthum, und andererseits waren der Beamten schlecht bezahlt wird und jüdischen Wucherern in die ander verschieden, was man eigentlich nur sollte von zweien auch die Juden von tiefem Haß gegen die Abtrünnigen, als die Hände geräth. Weshalb giebt es unter den Wucherern viele sagen können. Bemerkt sei, daß ein und dieselbe Kammer, so= ihnen die Christen galten, erfüllt. Nimmt man die Lehre der Juden? Weil ihr Unternehmungsgeist sie gern riskante Gelange derfelbe Affeffor den Borsib hatte, ihre chriftlichen Kirche von den Verfolgungen und dem Kreuzestode schäfte machen läßt. Das Wort: mit steigendem Risiko muß grundlegenden Entscheidungen immer auf gleichartige Fälle anChristi durch die Juden hinzu, so ist ein religiöses Moment für auch die Misikoprämie steigen. Dies Wort hat nicht einmal wandte. Besonders die Kammer III unter Assessor Cuno und den Haß gegen die Juden gegeben, das namentlich im Mittel- ein Jude, sondern Schulze- Delitzsch erfunden. Den Antisemitismus die Rammer VI und VIII unter Assessor Dr. Freund alter die Juden beherrschte. Hierzu kommt die Abneigung befördert beim Beamtenthum auch der unklare Drang zurzeichneten sich hierin aus. Ein Theil der Arbeitnehmerbeifitzer zwischen Angehörigen verschiedener Rassen, die besonders bei Oppofition. Der Antisemitismus ist die staatlich erlaubte hat wiederholt, wie Schreiber dieses bekannt ist, versucht, Menschen auf niedriger Kulturstufe vorhanden ist. Jeht wird der Opposition. Der Beamte hat nur die Wahl zwischen fon- auf eine gleichmäßige, widerspruchslose Praxis des Gerichts hinNationalitätenhaß in Europa von der Bourgeoisie besonders geschürt. fervativen und antisemitischen Versammlungen. Da die fon zuwirken, bisher vergeblich. In der Ende September stattJedenfalls tommt bei dem Judenhaß mit in Betracht, daß es fervativen langweilig sind, giebt er dem antisemitischen Radau den gefundenen Versammlung der Arbeitnehmer Beifizer tam dies fich dabei um den Haß gegen eine Raffe handelt, die Grund Vorzug. Aus ähnlichen Gründen sind Offiziere und Feudaladel anti- aur Sprache. Genosse Kör sten, welcher im Ausschuß ſizt, verschiedenheiten im Wesen und Charatter noch bis heute troy semitisch. Die Werschwendungssucht dieser Klasse überliefert fie dem antwortete in der Versammlung auf mehrere Anregungen. Bon zweier Jahrtausende aufrecht erhalten hat. Hat man außerdem Wucher. Freilich hindert das unferen Adel nicht, einen jüdischen feiten des Ausschusses seien wiederholt Beschwerden über die noch das Malheur, durch die äußere Erscheinung aufzufallen, so Goldfisch zu heirathen. Auch von den Studenten ist der größte Ungleichmäßigkeit allgemeiner Entscheidungen an den Vorsitzenden, daß man jeden Juden an der Nase erkennen kann, so begünstigt Theil antisemitisch. Der Koufurtenzkampf macht sich eben auch Dr. Freund, gebracht worden. Assessor Freund habe dieselben das die Feindschaft und den Haß. Bis in die neueste Beit sind innerhalb der gelehrten Kreise geltend. Alles ist überfüllt, selbst furz abgethan mit den Worten, über die Thätigkeit des Gerichts die Juden gezwungen gewesen, getrennt von der übrigen Be- der frühere Mangel an Theologen ist verschwunden. Der Noth feien dem Ausschuß feinerlei Einwendungen zu gestatten.- In völkerung zu leben. Durch das ganze Wittelalter bis tief in gehorchend wird man Geistlicher. Ein Beweis, wie materiell der Versammlung wurde von verschieden Seiten angeregt, daß Dieses Jahrhundert hinein testanden Gesetze zur Unterdrückung auch die Vertreter der Religion denken. Bei ihrem Reichthum, alle Beisiger sich über die mehr oder minder prinzipiellen Urder Juden, die sie nöthigten, in der Bereinsamung zu leben. ihrem Streben nach Bildung, das soll nicht verkannt werden, über theile informiren und auf ihre Anwendung bei einschlägigen Dieser fortgefeßte 3wang und Druck auf die Raffe während schwemmen die Juden die Universitäten, sie studiren Jura und Fällen dringen sollten. Affeffor Dr. Freund hat sich jetzt vieler Jahrhunderte hat das Gefühl der Zusammengehörigkeit bei Medizin und die germanischen Musensöhne erblicken in ihnen eine un- dahin geäußert, daß der Einführung einer Maßregel zur Herbeijener vertieft und damit wieder den Abschluß von der übrigen leidliche Konkurrenz. Die Juden zeichnen sich im allgemeinen durchführung wesentlich prinzipieller Entscheidungen in GewerbegerichtsBevölkerung begünstigt. Besonders hat sich die Gesezgebung des Zähigkeit und Nüchternheit aus. Der jüdische Student ſtudiet fachen lediglich noch formelle Schwierigkeiten entgegenstehen, insofern, Mittelalters schwer gegen die Juden verfündigt und alle die Ereben, der germanische treibt sich in Kneipen und auf den Fecht- als es hierzu einer Abänderung des Gefeßes bezw. des Berliner Ortescheinungen begünstigt, die hente an den Juden getadelt werden, böden herum und wird dann beim Examen von Juden ge- statuts bedürfte. Nach der gegenwärtigen, durch das Gesetz bezw. objektiv betrachtet, mit großem Unrecht getadelt werden. Vom fchlagen. Weshalb ist in Sachsen, wo die wenigsten Juden das Ortsstatut geschaffenen Rechtslage fei die Einführung einer 12. bis zum 15. Jahrhundert fanden in Deutschland die gewalt- leben, der Antisemitismus am stärksten? Das liegt an den derartigen Maßregel und Verwaltungsregel jetzt noch nicht anthätigsten Judenverfolgungen statt. Vom Jahre 1198 bis 1881 fächsischen Konservativen, mit deren Speichelleckerei und gängig. Nicht ganz richtig ausgedrückt hat sich Herr Dr. Freund, fanden nicht weniger als 52 große Judenverfolgungen statt und Kriecherei die Bauern nicht mehr zufrieden sind. Wir kommen wenn er von einer Herbeiführung wesentlich prinzipieller Gutawar in allen großen Städten Deutschlands. Ihres Glaubens, an die Reihe, wenn die Antisemiten abgewirthschaftet haben. scheidungen" sprach;" jedenfalls ist eine allgemeine Anihrer Raffe und nicht zuletzt ihres Vermögens wegen wurden die Wir brauchen uns nicht zu fürchten, wenn der Antisemitismus wendung derartiger Entscheide gemeint worden. Denn Juden vertrieben, geplündert, gepeitscht und auf die scheußlichste in den nächsten Jahren noch wachsen wird; er muß über sich wesentlich prinzipielle Entscheidungen bestehen schon, sogar zum Art ermordet. Ich fann eine gewisse Bewunderung der selber hinauswachsen. Uhlwardtzieht schon jetzt auch gegen das Junker heil mit nachwirkender Kraft, wie oben dargelegt. Gerade Raffe nicht versagen, die fich trotz dieser furchtbaren thum los. Auch die hessischen Antisemiten müssen bereits gegen das die Dr. Freund unterstehenden Kammern konnte ich als solche Verfolgungen aufrecht erhalten hat. In der ganzen Kapital Front machen. Redner geht nunmehr zu einer Be- bezeichnen, in denen darauf gehalten wurde, daß prinzipiele Geschichte der Menschheit giebt es nur zwei Beispiele von sprechung des antisemitischen Programms über und zeigt, daß Urtheile auch praktisch als solche stets verwerthet wurden, zersplitterten und verstreuten Völkern, die die Reinheit ihrer darin konservative und reaktionäre Forderungen mit demokra d. h., daß spätere Urtheile sich auf sie stützten. Hoffentlich fest Race bewährt haben: Die Zigeuner und die Juden. Unter der tischen und sozialistischen abwechseln, so verlangen fie die progreffive Serr Assessor Freund jetzt alles daran, eine Beseitigung der Unterstüßung der weltlichen und geistlichen Obrigkeit wurden Ginkommensteuer unter Beibehaltung der Getreidezölle, die fie für formellen Schwierigkeiten" anzubahnen. Zum Schluß sei noch diese Gewaltthaten und Waffenheten gegen die Juden betrieben. den Bauernjang brauchen, so fordern sie auch die Verstaatlichung auf die Art und Weise verwiesen, in welcher das ReichsAndererseits gestanden diese Mächte den Juden wieder gewisse der Grundschuld, die auch im tommunistischen Manifeste ge- versicherungsamt dem gerügten Mißstande aus dem Wege geht. Begünstigungen zu, besonders thaten dies die Kaiser, deren Ge- fordert wird. Aber der Sinn der Forderung ist da anders. Werden dort Urtheile allgemeiner Natur, d. h. prinzipielle, gewalt die Juden als des römischen Reichs Kammerknechte unter Gs wird unter der Voraussetzung einer revolutionären Re- fällt, die nicht mit einander in Einklang zu bringen sind oder stellt waren. Die Juden zahlten ein Schußgeld an die kaiserliche gierung die Sozialificung der Gesellschaft verlangt. In der steht solche Urtheilssprechung zu befürchten, so werden sogenante Kaffe und verschiedene Kaiser benutzten die Gelegenheit, das Schuß- heutigen Gesellschaft muß eine solche Forderung schließ- Plenarsizungen anberaumt, in denen alle Richter und Beisitzer geld zu erhöhen. Noch ein anderer Grund kam hinzu. Bis ins späte lich nur dem Agrarierthum zit gute fommen, dem zusammen, soweit sie eben erscheinen, für die Zukunft die EinMittelalter hinein verpönte die Kirche den Wucher, wobei unter es fehr angenehni sein werde, feine Schulden mit heitlichkeit in der Rechtsprechung durch Berathungen und Beschlüsse Wucher das Zinsnehmen überhaupt verstanden wurde. Dieses B pet. zu verzinsen, während der Staat 3½ pet. bezahlen sichern. Dieselbe oder eine ähnliche Einrichtung ist auch deut Verbot gerieth in faroffen Widerspruch mit der Entwicklung des müsse. Die Differenz werde durch Steuern aufgebracht werden Gewerbegericht zu wünschen. Kapitalismus. Als auch die Kirche in den Besitz großer Geld- müssen, und wen die treffen, das wissen wir. Redner tabelt bei mittel gerieth, hatte sie tein Intereffe mehr an dem Berbot des dieser Gelegenheit, daß die bayerischen Genossen im Landtage Ein Kapitalstreich. In dem benachbarten Dorfe Tegel, Zinsnehmens überhaupt, da sie felber Geld auszuleihen begann. den Antrag auf Verstaatlichung der Hypothekenschulden gestellt fern von dem Geräusche der Weltstadt, hat ein mehrfacher Aber ein Maximalfatz für den erlaubten Zins wurde festgesetzt. haben. Solch bedenkliche Konzessionen dürfe man nicht machen. Millionär, Herr Veit, seinen Wohnsiz aufgefchlagen. Seine Villa Diese Binsbeschränkungen haben lange bestanden. Eine Aus- Von Bersumpfung hätten die Unabhängigen gerebet. Er gebe steht in der nach ihm benannten Beitstraße. Herr Veit ist der nahme aber wurde bei den Juden gemacht, sie durften höhere die Berechtigung dieser Behauptung nicht zu, aber man müffe derzeitige Inhaber des allbekannten Beit'schen Fuhrgeschäftes in Zinsen nehmen wie die Christen. Das gab den Kaisern, die auspaffen. Redner schließt mit der Bitte um Annahme feiner Berlin, Karlstr. 42, welches der alte Beit", der Vater des jetzigen es zu geftatten hatten, wieder Gelegenheit, das Judenschußgeld Resolution.( Stürmischer Beifall.) Inhabers, aus fleinen Anfängen heraus zu dem größten Berliner zu erhöhen. Unter folgenden Hauptbeschränkungen standen die Die Diskussion wird nicht benüßt. Fuhrgeschäfte zu entwickeln verstanden hat. Da der alte Beit Juden. Sie durften nicht Grundbesitz erwerben, waren also vom Bebel bemerkt zu seiner Rede berichtigend, baß felber ein Sohn des Volkes" war und seine Herkunft troß seines hauptsächlichsten Produktionsinstrument des Mittelalters aus seine Angaben über die im bayerischen Langtag von den vachfenden Reichthums nie ganz vergaß, so war das Arbeitsgeschlossen. Es war ihnen verboten ein Handwerk zu treiben, Sozialdemokraten eingebrachten Entwürfe nicht völlig richtig ge- verhältniß in seinem Fuhrbetriebe ein derartiges, daß die in dem fie waren rechtlos in Staat und Gemeinde. Sie zahlten be- wefen sind, worauf er eben aufmerksam gemacht worden sei. Beit'schen Fuhrgeschäfte thätigen Droschtenfutscher zumeist auf fondere Abgaben, sie mußten in bestimmten Stadttheilen, Der Schluß der Debatte mache eine weitere Distusfion leider eine langjährige Arbeit in bemfelben zurückblicken können. Die Ghettos, wohnen und äußere Kennzeichen tragen. Sie durften unmöglich. Millionen, die von dem Vater auf den Sohn übergegangen find, feine Christen ehelichen, chriftliche Aerzte durften teine Juden, haben also die Beit'schen Kutscher mit Fleiß und Mühe zusammenchriftliche Sebeammen feiner Jüdin helfen. Bis in die neueſte fahren helfen. Früher verdienten ja auch sie dabei wohl noch Geld, Zeit blieben diese Beschränkungen bestehen, die erst das Edikt doch bei dem ständigen Niedergange des Droschfenfuhrgewerbes hat 1812 für Preußen aufhob. Aber diese Aufbies schon lange aufgehört und die Noth des Lebens ist nun auch Don Auch Auer hebt hervor, daß von einem Verstoß der bayrischen Genoffen gegen Prinzip und Programm der Partei nicht im Entferntesten die Rede sein könne. Die Drucklegung der Nede Bebel's wird beschlossen. " Es zeigte ir ständiger Begleiter. Der Fuhrberr" allerdings verspürte von lift. Neber die Sonntage wird man da schwerlich hinauskommen das Gebäude in seinen Grundveften erbebte. das Packet eine Art Höllenmaschine entder steigenden ugunst der Verhältnisse nichts. Tagtäglich mußten tönnen. Darum läßt sich die Frage, wie dem arbeitenden Volke sich, daß die Droschkenutscher Morgens vor dem Anspannen 6 Mart die Kunst in größerem Umfange zurückgewonnen werden kann, halten hatte, die in furchtbarer Weise gewirkt hatte. Das in abladen", alles Andere kümmerte den Herrn" nichts. Mochten auf dem Boden der tapitalistischen Gesellschaftsordnung dem Eimer befindliche Wasser wurde gegen die Decke, der Gimer Die Kutscher sehen, wo sie die 6 M. herbefommen, um ihn zu überhaupt nicht lösen. Sie ist auch nicht zu trennen gegen die Wand geschleudert. Aus dem Packet war eine Feuerbefriedigen! Wovon die Kutscher lebten, ihre Familien ernährten, von der anderen der Verkürzung der Arbeitszeit und fäule mit folcher Gewalt emporgeschossen, daß die vier Meter darum kümmerte sich niemand. Lohn gab es nicht, mochten sie der Hebung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiterklasse. Auch hohe Decke geschwärzt worden war. Es waren drei Personen, sufchen, wie sie zurechtkommen. Und sie haben gesehen, wie sie die Freie Volksbühne" hat die Voltsbühnen- Frage noch nicht der Polizeikommissar Kliem, der Polizeisergeant Grabow und der zurechtkamen, so gut oder so schlecht, als es eben ging. Sie gelöst, und das dürfte sich auch kaum ein einziges ihrer Mit Schloffer Schwarck in dem Raume anwesend, sie kamen zum baben in erster Linie für die 6 M. für den Herrn" gesorgt, nur glieder jemals eingebildet haben, Sie hat bisher nur einem Glück alle mit einem gewaltigen Schrecken davon. Die Bruchun nicht den Dienst zu verlieren, sie selbst und ihre Familien geringen Theile der Aermeren unter der Berliner Bevölkerung stücke der Maschine wurden sorgfältig gesammelt. Es zeigte sich, mußten hintenanstehen. Und heute täglich 6 M. zu verdienen, in noch ziemlich bescheidenem Umfange den Besuch eines Theaters daß man es mit einer einfachen aber recht sinnreichen Einrichtung will schon etwas wissen! Wo bleibt da alles Andere? Seit dem ermöglicht. Wenn Herr 2. das für einen größeren Theil in zu thun hatte. Schwarck wußte nicht den geringsten AnhalteTode des alten Veit" ist es im Geschäft aber noch schlechter ge- größerem. Umfange möglich machen zu können glaubt, dann be punit dafür zu geben, wer der Feind sein könne, der ihm worden. Der Sohn fümmert sich wenig oder gar nicht ums wundern wir seine Zuversicht, aber wir glauben es nicht in so hinterliftiger Weise nach dem Leben getrachtet habe. Geschäft. Das besorgt der Geschäftsführer", Herr Wieste, ein mit ihm. Als der Polizei Inspektor Lindow die Adresse noch einmal ehemaliger Veit'scher Kutscher. Derselbe hat schon öfter seinen prüfte, fiel ihm auf, daß" Here" anstatt Herr" gefchrieben war. Das fann faum ein Deutscher gewesen sein", früheren Kollegen recht unangenehme Ueberraschungen bereitet, die unangenehmste aber durch die am vorigen Freitag diesen meinte er. Diese Aeußerung brachte Schwarck auf die Fährte gemachte Eröffnung, daß sie von nun an statt täglich 6 M. lumpige des Absenders. Es fiel ihm ein polnischer Arbeiter, Namens 7M. abzuladen" hätten. War es den Kutschern bisher nur auf Pitosti ein, der bei ihm in Schlafstelle gelegen hatte. Er war Soften ihrer Familien möglich gewesen, die unerläßlichen 6 m. in Unfrieden non ihm geschieden. Allerdings sei Pikosti dann für den Herrn" aufzubringen, wie sollten sie nun gar 7 Mart nach Stiel gegangen, er müsse aber nach Spandau zurückgekehrt herbeischaffen? Wem es nicht paßt, der fann gehen, so hieß es haben. Die Polizei fahndete sofort auf den Verdächtigen. Sie sein, denn Schwaret meinte, ihn vor wenigen Tagen gesehen zu auch hier. Und so haben denn am Montag dieser Woche in dem ermittelte balo, daß bei einer polnischen Frau ein Mann aus Veit'schen Fuhrgeschäfte 46 Droschkenkutscher ihre" Droschten stehen lassen! Alle Vermittelungsversuche sind bis jetzt erfolglos gewesen. Der Fuhrherr hält es ja aus, aber die Kutscher? BielKiel zugezogen fei, der gebeten habe, ihn bei der Polizei nicht zu leicht zwingt dieser Vorfall sie und Andere zur Erkenntniß der melden. Dies war der gesuchte Pikozki. Er wurde verhaften und dem Untersuchungsgefängnisse in Berlin überführt, nachdem fich fo viele Verdachtsmomente gegen ihn ergeben, daß trot feines Nothwendigkeit der geschlossenen gewerkschaftlichen Organisation. hartnäckigen Zeugnens an seiner Schuld kaum noch ein Zaveisel bestehen konnte. " Vom Schillertheater". Das Schillertheater", welches Klasse ron einer größeren Anzahl von Männern der bürgerlichen Staffe als Volkstheater" großen Stils begründet werden soll, ist trot der aufdringlichen Reklame, welche von bürgerlichen Blättern für diese Gründung gemacht worden ist, bisher nicht zu stande gekommen. Wir haben unsere vorläufig, abwartende Stellung gegenüber dem nach seinem Wesen und seiner Absicht noch ziem lich unklaren Unternehmen bereits früher, in Nummer 203, ausführlich dargelegt. Nachdem die schon für Anfang Oktober geplante geplante Eröffnung nicht stattgefunden hatte, weil das von hohen Gönnern zu erbittende Anlagekapital nicht rechtzeitig habe zusammengebracht werden können, schien es, als ob die Gründung schon im Entstehen wieder zusammen gefracht fei. Aber jetzt hat das Theater ein neues Lebenszeichen von sich gegeben. Ein neuer Aufruf ist erschienen, der sich wiederum an unsere wohlhabenden Mitbürger wendet mit der Bitte um Zeichnung von Antheilscheinen der zu begründenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung" à 500 M.", und der die Versicherung hinzufügt, daß den Antheilnehmern statutenmäßig ein Dividendenrecht und andere Vortheile eingeräumt" werden sollen. Zu gleicher Zeit ist der Hauptgründer, Herr Dr. Raphael Löwenfeld, mit einem öffentlichen Vortrage über die Volksbühne und das Schillertheater" aufgetreten, den er am Mittwoch im„ Kaufmännischen und gewerblichen Hilfsverein für weibliche Angestellte" gehalten hat. Wir haben erwartet, jetzt endlich etwas über die ungefähre Zusammensetzung des Spielplans und damit über den eigentlichen Charakter des Theaters zu erfahren. Aber Herr 2. sagte nur, was nicht gespielt werden folle, nichts dumm Poffenhaftes und vor allem nichts Anzügliches, wie im Refidenz- Theater". Im übrigen pries er die Jungfrau von Orleans", Kabale und Liebe" u. s. 1. Von der neueren Nichtung in der dramatischen Literatur sagte er nichts. Danach stellt bar. bereits bestehenden Volksbühnen nur, ob Die Cholera in Berlin. Ein Arbeiter Malinsky, der mit noch 10 Arbeitern am Bau der Friedrichs- Brücke beschäftigt wurde, ist an der Cholera erkrankt. Er wurde nach dem Koch'schen Institut gebracht. M. hat nach seiner Angabe Spreewasser getruufen; man nimmt an, daß er damit den Ansteckungsstoff zu sich genommen habe. = Der erste Unfall auf der nenerrichteten Bahuftrecke Berlin- Welten hat sich vorgestern auf dem Bahnhofe des letzteren Städtchens zugetragen. Der daselbst beschäftigte Arbeiter Voigt hatte sich Mittags, um zu schlafen, unter einen Güterwagen gelegt, plöglich setzte sich die Lowry in Bewegung, Streckenarbeiter hatten diefelbe fortgeschoben, und die Räder bes Waggons gingen über die Brust des Arbeiters fort und fügten dem Unglücklichen, welcher Frau und Kinder hinterläßt, so darauf verschied. furchtbare Verletzungen zu, daß der Aermste wenige Minuten Vom Ertrinken gerettet wurde am Donnerstag Nachmittag ein neunjähriges Mädchen, daß am Halle'schen Üfer in den Kanal gefallen war. Ein des Weges kommender Herr sprang muthig ins Wasser und brachte das Kind glücklich wieder ans Ufer. Dem Dank des Publikums entzog der Lebensretter sich dadurch, daß er eiligst in eine Droschte sprang. Berunglückt ist am 20. Oftober der Schuhmacher Emil Günzel dadurch, daß ihm, als er bei dem Abbruch Schönhauser Allee 50 vorbeiging, ein Mauerstein auf den Kopf fiel. Güngel wurde derart verlegt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte und voraussichtlich längere Zeit arbeitsunfähig sein wird. Um die Sache weiter verfolgen zu können, sucht Günzel Beugen, die bei dem Borfall zugegen waren und fordert namentlich eine Frau und diverse Kinder, die er während des Unglücksfalls um sich bemerkt hat, dringend auf, in seiner Wohnung, Schönhauser Allee 68, 4 Treppen bei Schulz, ihre Adresse abzu geben. zusammen. Or" Die Anflage gegen ihn lautet auf versuchten Mord. Den Vorsitz führt Landgerichtsrath Meyer, die Auflagebehörde vertritt Staatsanwalt Rhode, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Bernstein. Da der Angeklagte nur unvollkommen deutsch spricht, ist ein Dolmetscher geladen worden. Der Angeklagte giebt an, daß er Anton mit Vornamen heiße, im Jahre 1860 in Warschau geboren und russischer Unterthan sei. Er sei im Jahre 1890 nach Spandau gekommen und habe dort längere Zeit als Maurer gearbeitet. Im Januar d. J. fei er nach Kiel gegangen, habe dort auch Arbeit gefunden, bis er im August dieses Jahres nach Spandau zurückgekehrt sei, wm hier Fabritarbeit zu suchen. Bei seinem ersten Aufenthalt in Spandau habe er bei Schward gewohnt. Er habe längere Zeit im Krankenhause zugebracht. Als er zurückfehrte, habe er 20 M. vermißt, die in seinem verschlossenen Koffer aufbewahrt gewesen waren. Er habe die Schwarck'schen Eheleute im Verdacht gehabt, daß sie den Koffer, der in ihrer Verwahrung geblieben war, ge= öffnet und demselben das Geld entnommen hätten. Er habe Anzeige erstatten wollen, sei aber von Frau Schward überredet worden, es Als zu unterlassen. er nach vierzehn Tagen nach Kiel abreisen wollte, hätten die Die Untersuchung gegen den verhafteten Steuererheber Schwarc'schen Eheleute noch eine Forderung von 15 M. gegen Durold aus der Kesselstraße 15 nimmt einen größeren Umfang ihn geltend gemacht, er habe nicht zahlen können und hätten die an, als man anfangs erwartete. Allein in der Jerusalemerstraße Schwarch'schen Eheleute deshalb feine Uhr und mehrere Kleihat er die Summe von 3000 m. einkassirt und dann für sich dungsstücke als Pfand zurückbehalten. Von Kiel aus habe er verbraucht. Die Beruntreuungen reichen ziemlich weit zurück; fpäter die 15 M. einer Frau in Spandau gefchickt mit dem Aufdenn es steht bereits fest, daß D. furz vor seinen Abrechtrage, feine Sachen einzulösen und sie ihm zuzuschicken. Dies sei nungen an verschiedenen Stellen Geld entlichen und diese auch geschehen. Als er nach Spandau zurückgekehrt sei, habe er Darlehen immer bald darauf von neu vereinnahmten Summen bei einer Frau Radazewski' eine Schlafstelle gemiethet und ge wieder gedeckt hat. beten mit der polizeilichen Anmeldung zu warten, bis er Arbeit habe. Er sei nach einigen Tagen zufällig mit Schwarck zu150 Mark Belohnung sind auf einen entsprungenen ſich das Ganze als ein ziemlich faft- und kraftloses Unternehmen Mörder ausgesezt worden. Der am 24. Mai 1863 geborene ammengetroffen und habe mit ihm einen Wortwechsel wegen der 20 M. gehabt. Soviel scheint schon jetzt gewiß, daß bie Herren Stellmacher Anton Kopistecki hat Gelegenheit gefunden, aus dem zum Theil noch auf dem Zische liegt, an Schwarck abgeschickt? Vorf.: Haben Sie das Packet, das dort darauf verzichten werden, das Theater in den Dienst der geistigen Bors.: Angell: Ja, hab' ich geschickt das Packet. Kämpfe unserer Zeit zu stellen, D. h. es zu dem machen zu helfen, nannten Berbrechens zu lebenslänglicher Buchthausstrafe ver- Warum haben Sie es denn bisher geleugnet? Angeri.: Kämpfe unserer Zeit zu stellen, d. h. es zu dem machen zu helfen, Gefängniß in Thorn zu entkommen, nachdem er wegen des ge- zum Theil noch auf dem Tische liegt, an Schwarck abgeschickt? was das Theater vor seiner Knebelung durch die besitzende Klasse urtheilt worden war. Auf seine Ergreifung oder aber auf die Weil ich hab' geschworen, feinem Menschen etroas davon immer gewesen ist, und was ein Bolts theater, wenn es ein Vorsigender: Warum haben Sie denn echtes Bolkstheater fein will, wieder werden muß. Herr D. Anzeige solcher Thatsachen, die zur Festnahme des Flüchtigen zu sagen. führen, ist die Belohnung ausgefeßt, Besonders betent wird, nun den Schwur gebrochen? ließ auch ganz deutlich durchblicken, daß er anderen in Berlin baß der Werbrecher zu feffeln ist. Als besonderes Merkmal zu ich bin in Beichte gewesen und hat Pfarrer gefagt, ich sollte die den Schwur gebrochen? Angetlagter: Weil er fagte:„ den sogenannten Boltsbühnen"- Konkurrenz machen und ihnen diejenigen Be feiner Erkennung wird angegeben, daß der kleine Finger seiner Wahrheit fagen.- Borf.: Sagen Sie denn jetzt die Wahrheit? fucher abfpenftig machen wolle, welche jeht nur deshalb dorthin linken Hand infolge eines Schusses verkrüppelt ift. - Angell: Ja.- Bors.: Haben Sie die Adresse an gingen, weil sie nichts anderes geboten erhielten. Untlar blieb Der in Konkurs gerathene bisherige Besitzer des Dr. Schward geschrieben? Angefl: Nein, ich nicht, hat ein ob er sich gegen die Poffenbühnen oder, entgegen pheums, J. Jakobsohn, ist seit Mittwoch ipurlos verschwunden. Maurer in Kiel geschrieben. Borf.: Und dann haben Sie allen sonstigen Versicherungen, gegen die" Freien Voltsbühnen" Wian bringt dieses Verschwinden mit einer Konkursangelegenheit Ja. Borf.: Wie sind Sie denn nun zu dem Packet gekommen? die Adresse von Stfel mit nach Spandau genommen?- Angel.: richtete. Der interessanteste Theil seines Bortrages waren die jenigen Ausführungen, welche darauf abzielten, das noch fehlende -Angell.: Sat mir Schward gegeben, als ich noch bei ihm Anlagekapital und das ebenfalls noch fehlende Publikum zu- Wegen angeblich begangener Majestätsbeleidigung wohnte.- Borf.: Und das soll die Wahrheit sein?- Angeli.: fammenbringen zu helfen. Den Zuhörerinnen legte Herr 2. ans wurde vor einigen Tagen der zwanzigjährige Arbeiter Karl 3ft die Wahrheit. Borf.: Wußten Sie, was in dem Packet Ist Herz, nicht nur fich zum Besuch des Theaters su verpflichten, Sofstädt von seinem eigenen Großvater denunzirt. Seit den war? Angefl.: Ja. sondern auch die Bemittelten, mit denen sie doch auch in Be Beiten der römischen Kaiser her waren alle Perioden moralischer Die folgenden Angaben des Angeklagten sind so ungeheuerrührung fämen, er meinte wohl die Herren Chefs zu Bei Auflösung dadurch gekennzeichnet, daß das Denunziantenthum licher Natur, daß unter den Zuhörern die größte Stille herrscht. trägen zu veranlassen. Sie fönnten fagen, es handle sich um ein selbst vor der Familie kein Halt machte. Ju richtiges Deutsch übersetzt giebt der Angeklagte folganz gutes Geschäft, das immer feine 4-5 pt. Gewinn abwerfe, gendes an: und dafür, daß es auch ein sich eres Geschäft sei, würden sie selber Achtung, Johannisthat! Den Genossen wird hierdurch Bevor er nach dem Krankenhause gekommen sei, habe Schwarc forgen, indem sie das Theater recht oft besuchten. Herr L. machte bekannt gemacht, daß das Gesellschaftshaus von Hampsch gesperrt ihn eines Tages bei Seite genommen und ihm zu einem Schwarc dabei einen sehr hoffnungsfrohen Eindruck. Er erinnerte zwar ist, da uns die Lofalitäten nicht mehr zur Verfügung stehen. fürchterlichen Verbrechen zu überreden versucht. in seinem Vortrage an das ähnliche Unternehmen, welches der Näherer Bericht folgt morgen. habe thm die fleine Maschine gezeigt und erläutert Verein zur Begründung deutscher Volksbühnen" vor mehreren und ihn dann aufgefordert, damit ein Attentat gegen den deutJahren hier ins Werk sehen wollte. Die Sache sei aber an dem Neubau Köpenickerstr. 56/57 ein Theil einer Stangenrüstung zu Friedrichs- Denkmals nach Spandau tomme. Polizeibericht. Am 26. d. M. Nachmittags brach auf dem schen Kaiser zu unternehmen, wenn derselbe zur Einweihung des Der Angeklagte gänzlich unpraktischen Jdealismus des Herrn von Malhahn, von bem die Anregung ausging, gescheitert. Vielleicht wird es auch fammen. Infolge dessen fiel ein Putzer aus dem ersten Stod follte sich nach dem Strejow- Blaze begeben, das leine Säckchen dem durch Geschäftsflugheit gemilderten Idealismus des etwas auf den Hof hinab und erlitt eine bedeutende Verlegung der unter der Jacke verborgen halten und in den Wagen des Kaisers weniger unprattischen Herrn 2. nicht gelingen, das große Wert Schulter. Vor dem Hause Hochstr. 8 fiel ein Kutscher von werfen. Wenn das Packet auf die rechte Seite falle, werde der 3 zu vollenden, auch dann nicht, wenn er die 500 Mark seinem in der Fahrt befindlichen Arbeitswagen, gerieth unter die darin befindliche Schuß losgehen. Sobald der Wurf geschehen Spenden vollzählig zusammenbekommt. Herr 2. glaubt sich läder und erlitt außer bedeutenden Verlegungen an den Händen sei, sollte der Attentäter sich unter die Menge begeben und zu ein Publikum gesichert zu haben, indem mit vereine Quetschung der Rippen. Im Männer Siechenhause, entwischen suchen, werde er aber erwischt, so sei ihm allerdings schiedenen Vereinen Abmachungen getroffen hat. Die meisten Schönhauser Allee 59, wurde ein dort untergebrachter Mann er der Tob ficher, entkomme er aber, so folle er sich zu einer bediefer Vereine repräsentiren zwar nicht denjenigen Theil der hängt vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden drei stimmten Beit an einem genau bezeichneten Ort im Walde bei Gesellschaft, den man sonst Bolt" nennt, und an den gerade Brände stait. Sakenfelde einfinden, hier werde Schwart sein und ihm als Lohn der befizende Theil der Gesellschaft bei dem Worte Bolts für die That 300 mt. geben. Schwart würde auch dafür sorgen, Theater" bisher immer gedacht hat. Aber mehrere von ihnen daß er nach Amerita entkomme. Vors.: Das ist ja eine schredfeßen sich doch aus solchen Personen zusammen, die bis spät liche Geschichte. Was ist denn nun mit dem Packet weiter geAbends beschäftigt sind. Herr 2. fonnte bei seinem eigenen Vorschehen? Angetlagter: Jch sagte, ich wollte es thun und trage beobachten, wie spät z. B. die weiblichen Handelsangestellten mußte dann einen heiligen Eid leisten, daß ich Niemandem ein dazu kommen können, etwas für ihre Bildung und Erholung zu Wort wollte. davon sagen Wenn das thun. Er hatte den Anfang auf 1/29 feftgefeßt, aber erst um 3/49 Die Spandauer Höllenmaschine beschäftigte heute das Attentat glückte, so sagte Schwarck, werde es in der Welt besser begonnen und mußte sich noch um 1/410, eine Viertelstunde vor Schwurgericht des Landgerichts II. Dem geplanten Verbrechen, werden, die Fabrikarbeiter würden täglich 7 bis 8 m. verdienen. Beendigung seines Vortrages, durch Nachzüglerinnen stören laffen, welches derzeit großes Aufsehen erregte, liegt in Stürze folgender Vorf.: Hatte Schwarck denn Geld? Angetl: Dja, die sichtlich direkt aus dem Geschäft tamen. Herr L. wies auch Sachverhalt zu Grunde: Am Sonntag Vormittag, den 18. August ich habe viel Geld bei ihm gesehen. Ich sagte zu Schwarch, er felber, nicht ohne Verwunderung, darauf hin, fügte jedoch hinzu, dieses Jahres, erhielt der in der Schülerbergstraße 4 zu Spandau solle mir etwas Geld im Voraus geben, worauf er mir auch daß nach 1/29 die Theatervorstellungen trotzdem auf keinen Fall wohnhafte Schlosser Schwarck durch die Post ein fleines Packet. 30 M. gab. Dies war das Geld, welches ich in meinem Koffer anfangen fönnten, da die Polizei um 11 Schluß gebiete, und Da er ein solches nicht erwartete, so betrachtete er es genau, aufbewahrte und wovon mir 20 M. gestohlen wurden, während Streichungen am Texte nicht vorgenommen werden würden. Dann bevor er zum Deffnen desselben schritt. Die Adresse lautete ich mich im Krankenhause befand. Wors.: Was machten ist schon ein beträchtlicher Theil der Handlungsgehilfinnen und wörtlich: An Here Schlosser Schward, Schülerberg- Straße Sie nun mit dem Packet?- Angell.: Zunächst bewahrte ich auch der Angehörigen noch mancher anderen Berufe von dem Nr. 4, 1 Treppe hoch hier Spandau." Das Packet war laut es in Wasser auf, dann brachte ich ste nach dem Walde in Besuche dieses Theaters ausgeschlossen. Und glaubt Herr 2. Poststempel Tags zuvor in Spandau aufgegeben worden, etwa Halenfelde, wo ich sie in einem hohlen Baume versteckte. Ich etwa, unter denen, die wirklich um 29 schon da sein können, 4 Meter lang und 15 Zentimeter breit. Als Schward es in ging wiederholt nach dem Walde, um die Maschine zu besichtigen, werden ihm alle treu bleiben? Wer den Tag über der Hand hin- und herdrehte, entdeckte er, daß aus als ich nach Riel ging, holte ich sie wieder aus dem Baume her= hat arbeiten müssen, hat nicht mehr Frische genug, einer fleinen Deffnung in einer Ecke ein schwarzes vor und legte sie in meinen Roffer. Als dieser mir nachgeschickt von 9 bis 11 ein beinahe ohne Pause durch Pulver hervorrieselte. Er erkannte es als Schießpulver wurde, gelangte ich auch wieder in den Befih der Maschine. gepeitschtes flaffisches Stück, das anderswo 3-3/ 2 Stunden und nun wurde ihm ängstlich. Er begab sich mit dem Bors.: Hatten Sie denn nun wirklich die Absicht, das Attentat bauert, über sich ergehen lassen zu können. Herr 2. hat sich Packet nach dem Polizeibureau. Hier wurde er auf seinen Wunsch auszuführen? Angetl.: Nein, ich wollte von Schwarc augenscheinlich durch das noch immer andauernde Wachsthum dem Bolizei- Inspektor Lindow vorgeführt, dem er das verdächtige nur die 30 M. haben. Borf.: Warum haben Sie denn nun des Vereins Freie Voltsbühne" verwirren lassen. Die Erfolge Packet übergab. Der Beamte befühlte das Packet, das aus einem die Maschine an Schwarck geschickt? Angefl.: Ich wollte dieses Bahnenvereins beruhen auf den Prinzipien, nach denen er vieredigen Brettchen, Pappe und Papier hergestellt schien, er mich an ihm rächen. Als ich bei ihm wohnte, hat er mich vergeleitet wird, und auf dem Geift, der seine Mitglieder beseelt. hielt es so, daß das Pulver herausrieseln konnte und entnahm hauen, und als ich nach Spandau zurückkehrte, drohte er mir, Außerdem ist auch der Umstand von nicht zu unterschäßendem demselben eine Menge von etwa 1/4 Pfund. Der Beamte glaubte er wolle mich noch mehr verhauen. Borf.: Wollten Sie den Einfluß, daß die Freie Voltsbühne" nur an den Sonn- ganz sicher zu gehen, als er einen Eimer voll Waffer bringen Schward denn tödten? AngetI.: Nein, ich wollte ihm nur tagen spielen läßt. Wollte sie, durch weiteren Zulauf von ließ und das verdächtige Packet darin versenkte. Eine Ecke des die Augen verderben. Vors.: Sie wußten ja aber doch, zu Aufnahme begehrenden Personen verleitet, anfangen, auch in felben ragte noch aus dem Waffer hervor, worauf der Beamte welchem Zweck die Maschine früher dienen sollte?- AngelL: der Woche spielen zu lassen, dann würde sie wahrschein einen Federhalter nahm und damit unter die Oberfläche drückte. Ja, damals war viel Pulver darin, vielleicht drei Pfund, und lich bald andere Erfahrungen machen. Es fehlt dem arbeitenden Sodann begab sich der Polizei- Inspektor in das nebenan be- als ich das Packet abschickte, war nur noch ein halbes Pfund Bolte ja nicht blos an Geld, um das Theater öfter zu besuchen, findliche Bureau, um die Sache zu Protokoll zu nehmen. Kaum darin. Vors.: Wenn nun aber ein anderes Mitglied der sondern auch an Zeit und, wenn diese abgeknappft werden kann, hatten beide Personen den Raum betreten, als ein heftiger Familie das Packet geöffnet hätte, was dann? Angetl.: immer noch an der Frische, die auch zum Genießen erforderlich Knall und damit verbunden eine Explosion erfolgte, daß Ich wußte, daß Schwarck am Sonntag Vormittag zu Hause war, um er " Gerichts- Beifung. ich hatte es deshalb am Sonnabend aufgegeben.- Vorf.: Und] was Sie hier ausgesagt haben, das soll die reine Wahrheit fein? Angefl.: Ist die reine Wahrheit. behalten worden waren. Der Gerichtshof hatte als erschwerend angesehen, daß der Angeklagte durch ein Lügengewebe der schlimmsten Art einen anderen Mann verdächtigt hatte. Ein Bolksbildner. Elberfeld, 26. Dttober. Die Straf fammer verurtheilte den Volksschullehrer Eugen Samuſch in Barmen wegen der Verbrechen gegen§ 176,3 und 183 zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. " Hiermit ist das Verhör des Angeklagten beendet und es beginnt die Beweisaufnahme mit der Vernehmung der Ehefrau Um einen bedanerlichen Schiffsunfall handelte es sich Abgestürzt. Aus Sachsen, 21. Oktober. In einer FelsenSchward. Dieselbe befundet, daß der Angeklagte bei feinem bei einer Anklage wegen fahrlässiger Tödtung, welche spalte des Uttewalder Grundes in der sächsischen Schweiz fand Buzuge angegeben habe, er sei als Schwarzkünstler gereift und gestern in vorgerückter Nachmittagsstunde den Schiffsführer Otto man eine zum Tode erschöpfte Frau, die abgestürzt war und habe seine Sprache dabei verstellt. Während seines Aufenthalts Ried, den Gärtnergehilfen Ernst Linde und den Ueberfahrer bereits 4 Nächte und 3 Tage ohne Nahrung zwischen den Felsen im Schward'schen Haushalte habe der Angeklagte recht gut und Gärtner Wilhelm Eck ner vor die Straffammer des Land- gelegen hatte. deutsch verstanden und gesprochen. Er habe sich viel mit kleinen gerichts II führte. Die drei Personen wurden beschuldigt, am Hebel angebrachte Bethätigung germanischen Geistes. Handarbeiten beschäftigt, wobei er besonders viel mit Schachteln 11. Mai v. J. bei Grünau durch Fahrlässigkeit den Tod des Aus Hessen- Nassau wissen die Fr. P. BI." folgendes zu er hantirte. Was er fertig gestellt hat, weiß die Zeugin nicht. Webers Robert Schneider verursacht zu haben. Eckner veran zählen: Vor Kurzem kam eines Abends ein älterer Herr in das Als der Angeklagte wegziehen wollte und in der Schuld der staltet auf der Dahme Vergnügungsfahrten mit Kähnen und Wirthshaus eines hessischen Dorfes, um dort zu übernachten. Zeugin blieb, verlangte diese u. A. auch, daß derselbe ihr einen Booten und versteht auch vom Restaurant Stein zu Grünau Die anwesenden Gäste, darunter auch ein Lehrer des Ortes, Ring, den er am Finger trug, als Pfand zurücklaffen sollte. aus das Uebersetzen von Personen über das Wasser. Er verfügt glaubten ihn seinem Gesichtstypus nach für einen Juden halten Der Angeklagte versprach es auch, versuchte aber einen Betrug, über vier große Kähne; an Wochentagen ist ein Mann zum zu müssen und begannen, ihn zu belästigen. Da es den Fremden indem er schnell einen ähnlichen unechten Ring für 50 Pf. Ueberfetzen beschäftigt; bei besonderen Gelegenheiten, zum offenbar anwiderte, sich in einen Disput einzulassen, so ließ er faufte und diesen als Pfand geben wollte. Von dem angeblichen Beispiel bei dem Besuch von Vereinen sind drei Fähr sich alsbald sein Zimmer anweisen. Hier sprach er nun dem Attentat wiffe die Zeugin nichts. leute in Thätigkeit. Am 11. Mai, dem Bußtage, hatte Wirth gegenüber sein Mißfallen über solche Gemeinheiten aus und Der zweite Zeuge, Schlosser Schward, trägt zunächst die That- der Ortsverein der Klempner und Metallarbeiter zu Berlin einen erkundigte sich nach den Namen der Gefellen. Der Wirth, fachen vor, die sich mit dem verhängnißvollen Packet in seiner Ausflug nach Köpenick unternommen. Gegen 3½½ Uhr Nach der durch das imponirende Wesen des Fremden neugierig Wohnung und dann im Polizeibureau zugetragen. Mit aller mittags wollten die Ausflügler vom Restaurant Wendenschloß geworden war, wollte seinerseits auch gern wissen, wen Entschiedenheit behauptet er, daß die ganze Geschichte von dem nach Grünau übersetzen. Zwölf oder dreizehn Personen bestiegen er vor sich habe vor sich habe, und fragte nach Namen und Stand angeblichen Attentat auf den Kaiser erfunden sei. Ebenso be- einen von dem Angeklagten Linde bedienten Kahn, welcher zwar feines Gastes." Doch dieser wollte seinen Namen nicht ftreitet der Zeuge unter seinem Gide, daß er den Angeklagten nach Bescheinigung der Abnahmebehörde eine Tragfähigkeit von nennen, so daß der Wirth jetzt unter Berufung auf das jemals geschlagen habe. Er könne die rachsüchtige Handlung nur 15 Personen besaß, aber doch nur für 10 Personen und den Polizeigesetz auf Eintragung ins Fremdenbuch bestand. Dieser darauf zurückführen, daß die Sachen des Angeklagten zurück- Fährmann Raum bot. Während des Beſteigens dieses Kahns Aufforderung mußte Folge geleistet werden, und es schrieb der Gin dritter Zeuge, der mit dem An- fuhr stromabwärts, geführt durch den Angeklagten Kieck, der Freinde seinen Namen in das ihm vorgelegte Buch, den aber geklagten eine gemeinsame Schlafstelle inne gehabt hat, weiß aus Schleppdampfer" Hohenzollern" heran. Er fuhr um die Ecke, so weder der Wirth noch ein anderer enträthseln konnte. Am Erfahrung, daß der Angeklagte deutsch schreiben kann, der Letztere daß er nicht gesehen werden konnte und auch selbst den Uebersetz anderen Morgen mit dem Glockenschlage fieben trat in das habe auch stets allerlei fleine sonderbare Apparate angefertigt Kahn nicht sehen konnte. Es wird behauptet, daß er, ohne Klassenzimmer des oben erwähnten Lehrers jener Fremde ein und auf Befragen erklärt, daß er die Sachen zu Kunststücken ge- Signale mit der Glocke oder mit der Dampfpfeife zu geben, und begann, ohne sich weiter vorzustellen, eine Schulvisitation. brauche. Nachdem noch der Polizei- Inspektor Lindow ver- an dem Kahne vorübergefahren sei. Er verursachte dabei Als der erstaunte Lehrer sich erkundigen wollte, mit wem er die nommen worden ist, dessen Aussage sich auf den mächtige Wellen und die Aufmerksamkeit des Schiffsführers war Ehre habe, erhielt er die beißende Antwort:„ Ich bin der Schulobjektiven Sachverhalt bezieht, hat der Mechaniker Schürmann so gering, daß er den Kahn gar nicht gewahrte und die Ge- rath Steinkopf aus Kassel; nach Ihnen brauche ich mich nicht als Sachverständiger sein Gutachten über die Höllenmaschine schwindigkeit auch nicht durch Stoppen verminderte. Die zu befragen, ich habe Sie gestern Abend schon im Gasthause abzugeben. Er setzt den Geschworenen an der Hand der vor- Brandungswellen schlugen von der äußeren Bordseite in den kennen gelernt!" Was noch weiter erfolgt ist, ist nicht bekannt hand enen Bruchstücke der Maschine deren sinnreiche Konstruktion Kahn ein geller Aufschrei der geängstigten Personen, unkluger geworden, auseinander. Die Pulverladung sei eine so starke gewesen, daß Weise standen die Infassen des Kahns auf, andere sprangen ins die herumfliegenden Metalltheile leicht einen Menschen hätten Wasser und der Kahn tenterte und fant 10 Meter vom Ufer entfernt. Sämmtliche Personen, welche ins Wasser gesprungen Hiermit wird die Beweisaufnahme geschlossen. Bevor dem oder gefallen waren, wurden gerettet, bis auf den Weber ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Staatsanwalte das Wort ertheilt wurde, erbat sich der An- Robert Schneider aus Berlin, welcher ertrant. Die Angeklagten Karlsruhe, 27. Oftober. geflagte noch einmal das Wort, um eine neue abenteuerliche wurden für den Unfall verantwortlich gemacht. Kieck, welcher nach Bei den heute stattgehabten Geschichte vorzubringen. Am Tage der Denkmals- Einweihung Am Tage der Denkmals- Einweihung dem Zeugniß des Polizeilieutenants Wischhausen als rücksichtsLandtagswahlen wurden gewählt: 12 Liberale, 12 ultrain Spandau habe er einen Brief erhalten, worin er aufgefordert loser Fahrer seit Jahren bekannt sein soll, foll dadurch gefehlt montane, 2 Freisinnige, 1 Konservativer und 1 Sozialdemokrat worden sei, sich an demselben Abende an einer bezeichneten Kirche verabsäumte und auf die Umgebung zu wenig Acht gab. Der( in Lörrach). haben, daß er übermäßig schnell fuhr, das Geben von Signalen einzufinden. Er sei der Aufforderung gefolgt, weil er geglaubt Angeklagte Eckner soll fahrlässig gehandelt haben, indem er den habe, s handle sich um ein Liebesabenteuer. An der Kirche sei Linde, der der ganzen Situation nicht gewachsen war und seines er von einem Herrn empfangen worden, der ihn gefragt habe, Beichens Gärtner ist, als Fährmann anstellte und Linde selbst er das Packet nicht in den Wagen des Kaisers ge- wird vorgeworfen, daß er dieses Amt übernommen, obgleich er in worfen. Er habe ihm erwidert, daß es ihm ins Wasser ge- der Kunst des Uebersetzens nicht erfahren war und daß er in unfallen sei. fluger Weise in schräger Richtung auf die Wellen losgefahren Tez: Gerichtshof legte dieser Geschichte kein Gewicht bei. sei. Die durch Rechtsanwalt Rosenbohm vertheidigten AnDer Staatsanwalt plaidirte für Schuldig im Sinne der Angeklagten bestritten durchweg ihre Schuld und behaupteten, daß flage. Das Bestreben des Angeklagten, feine That durch un- das ganze Unglück fich nicht ereignet hätte, wenn die Insassen geheuerliche Lügen mit dem Nimbus eines politischen Hinter des Kahnes ruhig siten geblieben wären. Ueber das Greigniß grundes zu versehen, müsse als völlig verfehlt angesehen werden, selbst wurden 11 Zeugen und ein Sachverständiger vernommen. die Erzählung des Angeklagten trage den Stempel der Lüge an Auf Grund der Beweisaufnahme erkannte der Gerichtshof die der Stirn. Schward sei ein sehr gut beleumundeter Mann, der drei Angeklagten der fahrlässigen Tödtung für schuldig und gegen ihn von dem Angeklagten erhobene Verdacht sei einfach verurtheilte Kieck und Linde zu je 4 Wochen, Eckner zu aus den Fingern gesogen. Es seien gar zu schwerwiegende Be- 1 Woche Gefängniß. weise dafür erbracht worden, daß der Angeklagte der Verfertiger. der Höllenmaschine sei. Man habe in seinem Koffer eine Feder aus Messing gefunden, welche genau von derselben Art war, wie die in den Apparat angewendete. Man habe Gummischnüre und anderes Material in seinem Koffer und in seiner Rocktasche Echießpulver gefunden, welches von derselben Sorte sei wie dasjenige, welches der Polizei- Inspektor aus dem Apparat schüttete. Der Staatsanwalt schloß sein Plaidoyer mit Ausdrücken der Erwartung, daß das schwere Verbrechen auf grund des Wahrspruches der Geschworenen entsprechend gesühnt werden tödten können. 1varum fönne. Dermischtes. Depeschen. in der Abteufung begriffenen dritten Schachtes der Zeche Bochum, 27. Ottober. Durch den theilweisen Einsturz des Monopol" wurden acht Bergleute verschüttet. Drei wurden fchiver verlegt gerettet, während fünf noch unter den Trümmern schwer verletzt gerettet, während fünf noch unter den Trümmern begraben sind. Wien, 26. Oktober. Abgeordnetenhaus. Bei der heute fortgesetzten Berathung über die Wahlreform sprachen Pattai, Kaizl und Romanczut für die Regierungsvorlage, Beschfa, Strepet vorlage bilde eine geeignete Grundlage für die Reform des und Bauer gegen diefelbe. Romanczuk erklärte, die Regierungsvorlage bilde eine geeignete Grundlage für die Reform des Wahlsystems, obwohl vieles an ihr auszusetzen sei. Die Erweiterung des Wahlrechts werde die Anhänglichkeit der Ruthenen an die Monarchie noch vermehren und die Möglichkeit der Wahlforruptionen verhindern. Die nächste Sigung findet morgen ftatt. Sofia, 27. Oftober. Die Session der Sobranje wurde heute Mittag mit einer Thronrede eröffnet. Alsdann wird eine Reihe von Gesezentwürfen angekündigt, darunter ein Wahlgesetz, ein Güter- und Eigenthumsgesetz und ein Gesez, betr. den Bau der Eisenbahnlinie Sofia- Roman. ( Deveichen des Bureau Herold.) Budapest, 27. Oktober. Gestern Nacht wurde im ungarischen Die Cholera. Stettin, 26. Oftober. Laut amtlicher Befanntmachung ist am 24. d. M. eine Person an Cholera erkrankt, Finanzministerium ein Einbruch verübt, es gelang, einen ber am 25. eine Person an Cholera gestorben.- Potsdam, Thäter zu verhaften. 27. Oktober. Am 25. d. M. starb eine halbe Stunde nach Ein- Karlskrona, 27. Oftober. Seit einigen Tagen tritt hier Der Bertheidiger führte aus, daß der Angeklagte sich nur lieferung in das hiesige Krankenhaus die Arbeiterfrau Bape. Die Influenza wieder in sehr heftiger Form auf. Viele Ereiner versuchten schweren Körperverletzung schuldig gemacht habe. Die in Berlin vom Geheimen Rath Professor Dr. Koch vor tranfungsfälle sind bereits gemeldet worden. ergab Cholera Sollten die Geschworenen zu der schwereren Auffassung kommen, genommene bakteriologische Untersuchung so bitte er doch, das Moment der Ueberlegung auszuschließen und asiatica als Todesursache.- Swinemünde, 27. Oftober. die hiesige Cholerabaracke aufgenommene Bagger- Briefkaffen der Redaktion. nur auf versuchten Todtschlag zu erkennen. In letzterem Falle Der in Kopen A. Hais. Wie lautet die Anfrage, die Sie an uns ges fönnten dem Angeklagten wegen seiner bisherigen Unbescholtenheit arbeiter aus Stettin ist gestern gestorben. noch mildernde Umstände bewilligt werden. Der Spruch der bagen, 25. Oktober. Privatmeldungen aus Riga zufolge wurde richtet haben? ... 1000. Ueber das betreffende Institut wissen Geschworenen lautete auf Schuldig des versuchten die Cholera dort amtlich festgestellt. Es tamen 12 Erkrankungen und 5 Todesfälle vor. Rom, 26. Oktober. In den letzten wir nichts. Vergnügungsverein ,, Lustig". An welchem Tage sind Der Staatsanwalt beantragte das höchste zulässige Straf: 24 Stunden sind in Palermo 16 Erkrankungen an Cholera und Sie luftig? Angabe fehlt. maaß, 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und 6 Todesfälle vorgekommen. Leseklub Heine, Rigdorf. Das Willkommen in der Frei Polizei- Aufsicht. heit fam zu früh. Peus verläßt erst nächste Woche das Gefängniß. Mordes. Das Urtheil lautete auf 10 Jahre Zuchthau 3, zehn jährigen Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. Heute Abend: Gr. Gänse- Ausspielen auf dem Billard, wozu ergebenst einladet A. Below, Waldemarstr. 64a. Empfehle den Genoſſen mein Weiß 1. Bairisch Bierlokal. Sonnabend Nachfuhl, gr.( Sänfe- Ausspielen. M. Rach Waldemarstr. 18. 804 Freunde u. Genossen ladet Sonnabend zum Gänse- Ausspielen freundl. ein. R. Maugsch, Brandenburgstr.20.[ 28086 17 Gänse, Ausspielen frem Freunden und Genossen empfehle mein Weiß und Bairisch Bier Vokal. Vereinszimmer zu vergeben. 48162* Anton Seidler, Ratibor str. 16, zwischen Wienerund Reichenbergerstraße. Neu eröffnet! Restauration mit Damenbedienung. Musikalische Unterhaltung. VereinsFalschmünzerbande. Belgrad, 25. Oktober. Die Polizei verhaftete eine Falschmünzer bande und beschlagnahmte Geräthschaften und falsche Münzen. Martin Klein, 25 Uhrmacher, 3544L Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Geschäfts- Verlegung. 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Rüders. 28256 dorferstraße 9. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. N 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 254. Sonnabend, den 28. Oktober 1893. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Sigung vom 25. Oftober. Rammer II. Vorsitzender: Affeffor von Schulz. Fräulein Szameit beansprucht vom Webereibesitzer Philipp Strelit 18 M. Lohnentschädigung, weil sie sich für unrechtmäßig entlassen hält; Klägerin war Spulerin beim Beklagten. Der Vertreter des Beklagten wendet in deffen Auftrag ein, im Arbeitsraum habe ein Plakat sichtbar ausgehangen, das den Satz enthielt: eine Kündigung findet nicht statt. Auf Befragen erklärt die Klägerin, nicht auf das Plakat verwiesen worden zu sein. Des Beklagten Vertreter weiß auch nichts davon. Der Beklagte selbst hat im ersten Termin nach dem vorhandenen Protokoll zugegeben, nicht besonders auf das Plakat verwiesen zu haben; außerdem hat er angegeben, daß die Platate erst wenige Tage vor der Lösung des Arbeitsverhältnisses mit der Klägerin ausgehängt wurden. Der Vorsitzende belehrte den jungen Mann" des Beklagten Streliß, der diesen zu vertreten berufen war, daß das Gewerbegericht prinzipiell mehrfach entschieden habe, ein einfaches Aushängen diesbezüglicher Schrift fäße genüge nicht, den Ausschluß der Kündigungsfrist festzulegen; es müsse eine besondere Verweisung auf sie und ihren Inhalt erfolgen. Hierauf wurde von der beklagten Partei der Klageanspruch anerkannt. 10. Jahrg. zubringen müsse. Infolge dessen vom Landgericht zu Hagen am unterwerfen, об aus deren Benutzung zum Wohnen 2. August d. J. wegen Beleidigung bestraft, legte er Revision oder Schlafen Nachtheile für die Gesundheit oder ein und behauptete, in Wahrnehmung berechtigter Interessen ge- Sittlichkeit nicht zu besorgen find; 2. den Vermiethern von handelt zu haben, wenn er es als Redakteur einer Arbeiter- Miethswohnungen, welche einschließlich der Küche und ausschließeitung den Beschwerden der Arbeiter öffentlich Ausdruck ver- lich solcher Räume, die in Aftermiethe gegeben sind oder von liehen. Das Reichsgericht verwarf die Revision, weil der anderen Personen regelmäßig mitbenutzt werden, aus drei oder Artikel formell beleidigend sei und die Absicht des Angeklagten, weniger Räumen bestehen, Kellergeschosse oder nicht unterkellerte Räume, deren Fußboden nicht mindestens 0,25 Meter über Erde den Fabrikanten Sprenger zu beleidigen außer Zweifel stehe. gelegt ist und unmittelbar unter Dach ohne Zwischendecke befind liche Räume, sodann möblirte Wohnungen, deren Miethspreis den Betrag von 8 M. pro Monat nicht überschreitet, die Verpflichtung auferlegt ist, bei der erstmaligen Vermiethung vor dem Einzug des Miethers und bei anderweitiger Vermiethung solcher Wohnungen innerhalb einer Woche, von eingetretener Aenderung Achtung, Kerumacher! Sonntag, den 29. Oktober, Vor- an gerechnet, Anzeige bei der Ortspolizeibehörde zu machen; mittags 10 Uhr, findet bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, eine 3. denjenigen, welche dritten nicht zur Familie gehörigen Per Branchenversammlung der Kernmacher statt. In anbetracht der sonen Schlafstellen vermiethen, die Verpflichtung auferlegt ist, wichtigen Tagesordnung( siehe Inserat im heutigen Vorwärts") vor Beginn der Miethbenuzung der Ortspolizei Anzeige zu werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Alle machen. Metallarbeiter, welche mit Kernmachern zusammen arbeiten, werden ersucht, dieselben auf die Versammlung aufmerksam zu machen. Der Vorstand Soziale teberlicht. bei Infrafttreten des ganzen Gesetzes( 1. April 1894) bereits Dabei ist weiter folgendes zu beachten. Die Vermiether der vermietheten Wohnungen der oben bezeichneten Art und der bereits vermietheten Schlafstellen haben der Ortspolizeibehörde innerhalb eines Monats vom 1. April t. J. an von dem bestehenden Miethsverhältniß Anzeige zu machen. Diese Vorschriften für die Vermiether von Wohnungen und Schlafstellen Anwendung, außerdem nur in solchen Gemeinden, für welche finden zunächst nur auf Gemeinden von 5000 und mehr Seelen diese Bestimmungen durch Polizeiverordnung eingeführt werden. auf die Nothwendigkeit der Beseitigung gesundheitsschädlicher Einflüsse für ihre zur Vermiethung bestimmten Räume, oder, insoweit hierdurch nicht geholfen werden kann, auf die Nothwendigkeit, die vorhandenen Gebäude durch Neubauten zu ers setzen, erscheint es nothwendig, alsbald von der durch Artikel 1 des Gesezes gegebenen Befugniß Gebrauch zu machen und demDer Streik der Lithographen und Steindrucker in gemäß mit der Untersuchung der Wohnungen, sowie der Brandenburg a. H. lautet das Thema einer Volksversammlung, der Schlafstellen und Schlafräume zu beginnen und die Erdie am 1. November in der Konkordia" stattfinden wird. Der gebnisse dieser Untersuchung nach Anleitung gegebener Formulare Einberufer der Versammlung, Steindrucker Albert Schulz, bittet aufzuzeichnen. Die gewonnenen Ergebnisse sollen in ihren Enduns, dies mit dem Ersuchen an die Gewerkschaftsvorstände bekannt resultaten öffentlich bekannt gegeben werden, damit zeitig Anzu geben, an diesem Tage möglichst teine Versammlungen ab- regung zur Erbauung von Arbeiterwohnungen gegeben und zuhalten. die Bauthätigkeit zur Herstellung derartiger Wohnungen gefördert wird. des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Der Weber N. verlangt 12 M. als Affordrest von seinem ehemaligen Arbeitgeber, einem Tücherfabrikanten. Für diesen Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Dem Verhatte er ein Stück Tuch zu weben übernommen, aus welchem langen vieler Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Schneider eine Reihe von Tüchern hergestellt werden sollten. Der Beklagte entsprechend, ist zum Montag, den 30. Oktober, in den Gratweilließ ihn das ganze Stüd nicht fertig machen und bezahlte ihm fchen Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79, eine öffentliche Ver- Um die Hauseigenthümer und Vermiether so früh als möglich nur soviel, als thatsächlich schon gewebt war. Der Kläger versammlung einberufen. Kollege Arthur Möhr referirt über das langt die 12 M. mit der Begründung, daß er das ganze, so und Thema:" Die Mißstände in der Orts- Krankenkasse und welche so viel Tücher enthaltende Stück Tuch, in Afford übernommen Pflicht erwächst den Mitgliedern?" Kollegen und Kolleginnen! gehabt habe, während der Beklagte einwendet, der Attordpreis Erscheint zahlreich, es gilt die Wahrung Eurer Rechte. fei nur mit Bezug auf jedes einzelne aus dem ganzen Stück zu Die Agitations Rommission schneidende Tuch vereinbart worden und habe er, Beklagter, dem nach ein Recht gehabt, einen anderen Weber nach Fertigstellung jeder Strecke, welche ein Tuch ausmacht, an den Webstuhl des Klägers zu stellen. Das Gericht fam nach erfolgter Beweiserhebung zu der Ansicht, daß der Akkord die ganze Bahn und nicht jedes einzelne Zuch betraf. Es verurtheilte den Beklagten zur Zahlung der 12 M., welche Kläger gewissermaßen durch die unfreiwillige Unterbrechung seines Affords, die als zu Unrecht erfolgt angesehen wurde, verloren hat. der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Das Gruselu. Zur Frage der geplanten ehilfen au 3 schüsse haben die Aeltesten der Magdeburger Kaufmannschaft sich in einem Gutachten wie folgt geäußert: Achtung, Töpfer! Ueber die Lage unseres diesjährigen Fensterstreits theilen wir folgendes mit: Von den 350 im Streif getretenen Kollegen waren am Sonnabend, den 21. d. M., 270 mit einer Kinderzahl von 275 zu unterstüßen, wozu die Summe von 4118,80 m. erforderlich war. Im Laufe dieser Woche hat" In großen Städten sei eine Bildung von Gesellenausschüssen sich die Zahl der Streifenden auf 125 verringert; die noch aus sehr leicht; aber es ist wohl in den meisten großen Städten fragständigen Kollegen in fürzerer Zeit unterzubringen, wird voraus- los, daß diese sich ausschließlich aus den Kreisen der Sozialsichtlich schwer halten, da eine größere Bahl sogenannter Bau- demokratie rekrutiren werden, der doch die überwiegende Mehrherren sich durchaus zu nichts verstehen wollen. Die gewöhnliche heit der Handwerksgesellen angehört. Es wird somit nur eine Antwort auf unsere Vorstellungen lautet: Wir werden ja sehen, neue Organisation geschaffen, welche die Sozialdemokratie zur wer es am längsten aushält; ich habe noch Zeit! An Gewinnung weiteren Einflusses in den Handwerkskreisen, zur unseren bereits arbeitenden Kollegen wird es nun zum Agitation anläßlich der Ausschußwahlen zc. ausnüßen wird. Daß großen Theil liegen, diesen Herren zu zeigen, daß auch wir übrigens auch ein gegenseitiges Verständniß und eine gemeinsame dann noch Zeit haben. Dies geschieht dadurch, daß sie Sorge Arbeit zu dem gemeinnüßigen Zwecke unter solchen Umständen tragen, daß die in der letzten Versammlung gefaßten Beschlüsse kaum zu erhoffen sein wird, bedarf feiner näheren Erörterung." Nach Empfang dieses Gutachtens wird die Regierung sicherlich betreffs Abführung der 5 pCt. auch von jedem einzelnen innegehalten werden, damit den noch weiter kämpfenden Kollegen ebenfalls von einem gelinden Grufeln erfaßt werden und ihre gedie beschlossene Unterstützung auch ferner gezahlt werden kann. planten Entwürfe in den Papierkorb versenken. Daß nach dem Ferner bitten wir die Kollegen, an Stellen, wo sich irgend Gutachten eine gemeinsame Arbeit" zu dem gemeinnützigen Arbeitsgelegenheit findet, dieses in unserem Arbeitsnachweis, 3wecke" mit fozialdemokratischen Gesellen„ taum zu erhoffen" ist, Gipsstr. 3 sofort zu melden, um die Zahl der zu Unterstützenden kann uns nicht in Erstaunen setzen. Sozialdemokraten lassen sich eben nicht so bereitwillig ausbeuten und sind darum sehr unmöglichst verringern zu können. Mit follegialent Gruß bequem! Der Vorstand. J. A.: Hagen, Gipsstr. 3. Warnung für Metallarbeiter! Gewerbegericht. Am 20. Oktober fand vor der dritten Rammer unter dem Vorsiz des Assessors Kuno eine Verhandlung statt, in welcher der Maurer Winzler gegen den Metallwaaren Fabrikanten Krüger auf Auszahlung einer 14tägigen Lohnentschädigung klagte. Kläger war bei dem Beklagten mit der Vermauerung von Dampffesseln beschäftigt und wurde ohne Innehaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist entlassen. Im Termine, der ohne Beisiger stattfand, fällte Herr Assessor Kuno folgenden Spruch: Der Metallwaaren- Fabrikant Krüger sei wohl der Arbeitgeber des Maurers Winzler; Kläger sei aber mit seiner Klage abzuweisen, weil der Beklagte die nicht zu feinem Gewerbebetrieb gehörige Bauarbeit für sich in eigener Regie ausgeführt habe. Die Bestimmung über die vierzehn tägige Kündigungsfrist träfe daher in diesem Falle nicht zu. Wie der Tapezirer Seifert um seine Nachtruhe kam, schilderte derselbe in drolliger Weise in einer Verhandlung, welche gestern gegen den Arbeiter Du3te vor der 129. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. Der Zeuge begann damit, daß er in einer schönen Juninacht von seiner Ehefrau aus füßem Schlummer aufgerüttelt worden fei. Sie habe ihm zugeflüstert, daß Einbrecher an ihrer Flurthür thätig seien. Thatsächlich habe er ein Tautes Klopfen gegen die Thür gehört. Gr sei aufgefprungen, auf den Flur geeilt, habe die Thür geöffnet, soweit es die schüßende Sicherheitsfette zulleß und habe dann, den Augen des draußen Stehenden verborgen, gefragt, wer da sei. Eine drohende Stimme habe ihn aufgefordert hinauszukommen und dabei mit einem Da in letzter Zeit von Hamburger Fabrikanten in Berliner schweren Instrument wuchtige Schläge gegen die Thür geführt. Aus Blättern Metallarbeiter nach Hamburg und besonders durch die verschiedenen Gründen sei er aber auf seinem Korridor verblieben und Firma„ Priebe" Gürtler nach hier gesucht wurden, diene den habe die Thür wieder zugemacht. Nachdem das Klopfen noch Berliner Kollegen zur Kenntniß, daß hier durchaus kein Mangel längere Zeit fortgesetzt worden sei, hatten die Ruheſtörer sich an Arbeitern obiger Branche ist, so daß wenn anders ein Arentfernt. Der Zeuge habe sich dann in seine Küche begeben und beiten bei obiger Firma möglich wäre, dieselbe genug Arbeitsauf den Hof hinausgesehen. Es seien bald darauf zwei Männer kräfte hier am Plaze bekommen könnte. Auch die auf diese aus dem Borderhause getreten, die sich in den Seitenflügel be- Annoncen nach Hamburg gekommenen Gürtler haben die Arbeit geben hätten. Nach einiger Zeit habe er gesehen, daß ein Zimmer bei der Firma" Priebe" wieder verlassen. Es ist deshalb den im dritten Stockwerk erleuchtet wurde und daraus geschlossen, Berliner Kollegen im eigenen Interesse zu rathen, ehe sie auf daß der Ruhestörer dort wohne. Frierend denn er habe nur derartige Annoncen nach Hamburg kommen, sich erst nach den ein einziges Kleidungsstück angehabt habe er sich wieder ins näheren Verhältnissen zu erkundigen. Bett gelegt. Kaum sei er wieder eingeschlafen gewesen, als er Die Ortsverwaltung Hamburg durch einen gewaltigen Krach gegen die Thür von Neuem auf- des deutschen Metallarbeiter Verbandes, geschreckt worden sei. Er habe gerade den Flur betreten, als Sektion aller in Gelbgießereien, Gürtlereien und Metalldrehereien von draußen ein zweiter, so gewaltiger Schlag gegen die Thür erfolgte, daß die Füllung nach innen fiel. Draußen habe der ihm unbekannte Angeklagte mit einem Beil in der Hand, Ein Glasarbeiter Streit scheint sich in Frankreich vorauf der Treppe ein zweifer Mann gestanden. Der Lettere habe zubereiten. Aus Saint Etienne wird gemeldet, daß in einer gehaltenen Reitgerte und schlug damit erst dem einen zweimal gerufen: Aber Aujust, Du hast Dir ja geirrt, det is ja die ver- Versammlung fämmtlicher Glasarbeiter Saint- Etiennes beschlossen ins Gesicht und auch auf den andern ein. Während der Eine fehrte Thür!" Beide Männer hätten dann schleunigft Kehrt ge- wurde, in der Glasfabrik Durif, in der drei Arbeiter entlassen feig genug war, die ertheilten Gaben unbesehens hinzunehmen, macht und der Zeuge habe den Nest der Nacht ungestört schlafen wurden, die Arbeit einzustellen. Die Arbeitseinstellung soll auf ging dem Andern denn doch die Galle über und zahlte dem können. Der Angeflagte Duste gab im Termine reuig zu, daß alle Glashütten des Bezirks ausgedehnt werden, welche die Aus- Brügelhelden nach Gebühr heim. er der Uebelthäter gewesen. Er sei mit einem anderen Haus- führung von Bestellungen übernehmen würden, die der Fabrik bewohner in einer benachbarten Kneipe gewesen und dort mit Durif übertragen waren. ihm in Streit gerathen. Später habe ihn die Wuth übermannt und er habe seinen Gegner im Schlafe stören wollen. Dabei fei er dann in ein falsches Stockwerk gerathen. Er bitte blos, ihn milde zu verurtheilen. Der Gerichtshof erkannte auf 30 M. Geldstrafe. beschäftigten Arbeiter. = Ein Verein der Arbeitervertreter für Halle a. G. und Umgegend hat sich vor kurzem gebildet. Zweck des Vereins ist es, alle die Arbeiterversicherung betr. Gesetze in den regelmäßig stattfindenden Sizungen zu besprechen, die in denfelben enthaltenen Lücken und Mängel, deren Beseitigung in Interesse der Arbeiter wünschenswerth erscheint, an zuständiger Stelle zur Sprache zu bringen und deren Abhilfe nachzusuchen, fowie Verlegten, deren Rentenansprüche aus irgend welchem Grunde ganz oder theilweise abgewiesen würden, Rath und Hilfe angedeihen zu lassen. fichts der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit bereits in die Praxis Die Prügelstrafe scheint bei einigen Fabrikpaschas ange übergegangen zu sein. Zwei Arbeiter einer Löbtauer Fabrit neckten sich dieser Tage mit einem dritten und dabei kam es zu einer sogenannten Schubberei. Der dritte beschwerte sich darauf beim Arbeitgeber und dieser ließ nun die zwei Arbeiter, die beide 20 Jahre und darüber alt sind, aber schon einige Jahre in der Fabrik arbeiten, in sein Komtoir rufen und stellte sie dort zur Rede. Nach wenigen Worten aber griff er zu einer bereit Wie Arbeiter um ihr Wahlrecht kommen können. In unserem Mannheimer Parteiblatt findet sich folgende Warnung: Französischer Textilarbeiter- Kongreß. Der National Nach dem„ Generalanzeiger" hat ein nicht genannt sein wollender rath der französischen Arbeiterpartei versendet an die Textil- Wohlthäter der hiesigen Armenkommission fünfhundert Zentner organisationen aller Länder einen Aufruf zur Betheiligung an Kartoffeln zur Vertheilung an hiesige Arme zur Verfügung ge dem 2. französischen Textilarbeiter- Rongreß, der am 20. November stellt. Die halben Zentner Kartoffeln" haben bei der letzten in Roubaix zusammentreten wird. Er wünscht die Vertretung Reichstagswahl bekanntlich eine große Rolle gespielt. Mancher Aus dem Reichsgericht. Leipzig, 23. Oftober.( Sozial- der Textilarbeiter der anderen Länder, damit die Grundlage für Arbeitslose, dem ohne fein zuthun durch Vermittelung der demokratische Redakteure.) Durch seine bekannten Aussprüche eine internationale Verbindung aller Textilarbeiter- Organisationen Armenkommission ein halber Zentner Kartoffeln geschickt wurde, über Sozialdemokratie und Meineid hat der frühere Hamburger geschaffen werden kann. Er erinnert daran, daß die französischen erfuhr bei Kontrolle der Wählerliste urplöglich, daß er seines Staatsanwalt Dr. Romen eine große Anzahl polemischer Artikel Kapitalisten, wie die der anderen Länder, sich fremder Arbeiter Wahlrechts verlustig sei, weil er Armenunterstüßung bezogen habe. in sozialdemokratischen Blättern hervorgerufen, die hauptsächlich bedienen, um die Löhne zum Weichen zu bringen und den sieg Auch den Arbeitern anderer Orten dürfte für den kommenden in der Forderung gipfelten, daß Dr. Romen von seinem Posten reichen Ausgang von Lohnkämpfen zu verhindern. Damit das Winter Vorsicht zu empfehlen sein, damit sie nicht unbewußt entfernt werde. Auch die Halberstädter Sonntags- Zeitung" Unternehmerthum verhindert werde, die Arbeiter eines Landes eines Rechtes verlustig gehen, für dessen Wahrung sie denn doch hatte zwei derartige Artikel gebracht. Diese wurden als be- gegen die eines anderen auszuspielen, sei die Schaffung eines lieber im Nothfall die Qualen des Hungers erdulden werden. leidigend für Dr. Romen erachtet, und das Landgericht Halber- internationalen Bundes erforderlich. Die Adresse des Organifladt verurtheilte deshalb am 1. Juli den früheren verantwort- fations- Komitees des Kongresses ist: Herr Detollenaere in Massenmord. Ein grauenhaftes Bild von den Folgen lichen Redakteur Christoph Martin zu 500 M. Geldstrafe. Roubaix, Boulevard de Belfort 73. gewiffenloser Ausnutzung der menschlichen Arbeitskraft wurde Seine Revision, welche wegen Versagung des Schutzes aus§ 193 am 25. Ditober in der in Wien abgehaltenen Plenarsizung der Beschwerde führte, wurde heute vom Reichsgerichte verworfen. Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer entrollt. Der verantwortliche Redakteur des lokalen Theils der Märkisch. In einem Bericht, den die„ Neue Freie Presse" bringt, heißt es: Arbeiter- Zeitung", Karl Raue in Iserlohn, brachte im März Die Thatsache, daß im Jahre 1891 von den verstorbenen Mitdieses Jahres in der erwähnten Zeitung einen Gemeine Roheiten" gliedern der genossenschaftlichen Krankenkasse der Tischler in überschriebenen Artikel, in welchem die Behandlung der Arbeiter Wien 741/2 pt. der Lungen- Tuberkulose erlegen durch den dortigen Fabrikbesitzer Sprenger einer herben Kritik Das Gesetz, dessen Artikel 1 bereits am 1. Oftober d. J. in waren, veranlaßte die niederösterreichische Statthalterei, dem unterzogen und u. a. folgendes gesagt wurde: Der Fabrikant Hessen in Kraft getieten ist, und welches seinem ganzen Inhalt Gewerbe- Juspektor für den Polizei- N you Wien auszutragen, Sprenger beschäftigte neben anderen einen Arbeiter Friedhoff, nach mit dem 1. April 1894 in Krajt tritt, sucht den aus dem über diese auffällige Erscheinung Erhebungen zu pflegen und der mit einem Magenleiden behaftet und infolge dessen oft außer Vermiethen ungeeigneter Wohnungen und Schlafstellen für die Vorkehrungen gegen die Verbreitung der Tuberkulose unter stande sei zu arbeiten. In der letzten Woche sei er nun mit Gesundheit und Sittlichkeit hervorgehenden Nachtheilen zu be- den Arbeitern des Tischlergewerbes in Vorschlag zu bringen. diesem Arbeiter in Wortwechsel gerathen und habe ihn schließlich gegnen, daß 1. den Gesundheitsbeamten des Staates und der Das Gewerbe Inspektorat hat die erwähnte Thatsache vorniedergestoffen. Eine solche Brutalität folle öfters vorkommen. Gemeinden die Befugniß eingeräumt wird, alle zum Vermiethen nehmlich in der häufigen Erkrankung der Lehrlinge be= Wenn dagegen dem Sprenger einmal die Jacke gehörig aus- bestimmten Wohnungen und Schlafstellen, sowie die von Arbeit- gründet, für welche namentlich für die aus der Fremde ges geflopft werde, daun rufe er sofort die Polizei. Es sei wünschens gebern ihren Arbeitern( Lehrlingen, Gehilfen, Dienstboten) zukommenen die geänderte Lebensweise, anstrengende Arbeit, einer Untersuchung dahin werth, daß auch er einmal einige Wochen bei Wasser und Brot gewiesenen Schlafräume zu Aufenthalt in stauberfüllter Luft, unzweckmäßige Schlafräume, " " Die polizeiliche Beaufsichtigung der Miethwohnungen und Schlafstellen betreffend hat das hessische Ministerium des Junern eine Dienstanweisung für die Kreisämter erlassen, welche Borschriften enthält, die in weiten Kreisen das Interesse in Anspruch nehmen dürften. O = eie nie jetzt da: au und herrschenden Daß eine für den aufwachsenden Organismus oft unzureichende Nahrung dem noch von mehreren Rednern den Versammelten die Noth: sehr segensreich gewirkt; aber jetzt fet ihre Wiffion erfüllt und und manche andere Momente für die tuberkulose Morbilität wendigkeit der Zugehörigkeit zur Organisation vor Augen geführt andere Strömungen Löfien sie ab. Durch gie sozialistische Be bilden, welcher die Lehrlinge selbst oder später die Gefellen häufig worden, gelangte folgende Resolution die Arbeiter der Ver- wegung der letzten Jahrzehnte ist ei te noch erliegen. Auch hat das Inspektorat eine Reihe von Vorkehrungen einsbrauerei enthielten sich aus naheliegenden Gründen der Abgewesene Bildung ins Volf getragen worden empfohlen. Diese Vorschläge wurden seitens der Tischler- stimmung zur Annahme: ihrem müßten die größten Merger Genossenschaft und des Gchilfen Ausschusses einer eingehenden Die 2c. Versammlung erkennt das Vorgehen der Kommission Klassen mit diefem gewichtigen Faktor rechnen. Kritik unterzogen und von den Meistern zum großen Theile als in Sachen der Vereinsbrauerei als ein berechtigtes an. Sie Sozialifirung der Gesellschaft sehr gut möglich sei, zeige der undurchführbar erklärt. Auch das Stadtphyfikat von erblickt in der Handlungsweise der Direktion eine Lohnbrüderei Umstand, daß jetzt schon zum Beispiel das Postwesen, Eisen Wien hat eine Aeußerung in dieser Angelegenheit abgegeben. den Brauerei Arbeitern gegenüber, deren Gründe in dem bahnen zc. in Staatsverwaltung übergegangen feien, auch bedingt Die Sektion empfiehlt zum Theile in Uebereinstimmung mit dem Schreiben an die Kommission durchaus nicht als stichhaltig an die durch den Militarismus hervorgerufene Finanznoth eine Inspektorate: das Verbot des Schlafens der Hilfskräfte im Arbeits- erkannt, sondern nur als eine Umgehung des wahren That: Monopolisirung verschiedener Produktionszweige. Die aus raume; Einführung von Staubabsaugungs- Vorrichtungen, wo dies bestandes hingestellt werden. Die Versammlung sieht sich darum bürgerlichen Kreisen hervorgegangene ethische Bewegung bes möglich ist; Verbot der Verwendung ungenügend gekleideter Lehrlinge veranlaßt, die Kommission, sowie die beiden Gewerkschafts- Ber- zwecke, die Arbeiter, welchen die Zeit und Luft fehlt, sich damit zum Laſtenziehen bei schlechter Jahreszeit, sowie andererseits des treter zu beauftragen, den Sachverhalt den Berliner Gewerk zu beschäftigen, in ethischer und fittlicher Beziehung zu heben. Rauchens halbwüchsiger Burschen in den Werkstätten; Ver- schaften, sowie der gesammten Berliner Arbeiterschaft zu unter- Politische und wirthschaftliche Parteien wollten erst die wirthschafts längerung der Unterstützungsdauer für an Lungentuberkulose breiten und diesen das weitere zu überlassen." lichen Verhältnisse bessern, während der Ethiker das Gegentheil will. erkrankte Arbeiter; insbesondere die Errichtung von Tuberkulosen- Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf das Böhmische In der sich anschließenden, äußerst anregenden Diskussion sprachen heimen, wodurch vornämlich der Infizirung Gesunder seitens der Brauhaus. Wie Lang ausführte, sei er dort entlaffen worden, Theodor v. Wächter, Rechtsanwalt Gerhard und Prof. Förster, Erkrankten Einhalt gethan würde. Hierzu sei aber unbedingt weil er infolge Krankheit seiner Frau zwei Tage gefehlt habe. fowie die Kollegen Schneider, Schmiedel, Dupont und König. die Mithilfe des Staates erforderlich, zu welcher derfelbe auch Die Kommission, welche die agitatorische Thätigkeit Lang's Sollege Schneider bezweifelt, daß die Bourgeoisie berufen ist, dem verpflichtet sei. als den eigentlichen Entlassungsgrund ansah und sich für ihn Volke Ethik zu bringen, da es in ihren eigenen Reihen in dieser Bezeichnend ist, daß das wesentlichste Vorbeugungsmittel, verwenden wollte, wurde vom Direktor kurz abgewiesen. Mehrere Beziehung noch sehr viel zu thun giebt. Weiter hebt er hervor, das es außer guter und genügender Nahrung giebt, nämlich eine Redner verwiesen auf die Thätigkeit Lang's als daß namentlich auch die Rechtsprechung sich in den Dienst der auf das zuträgliche Maß verkürzte Arbeitszeit, nicht in Vor- Vorsitzender der Krankenkasse, die wohl hauptsächlich herrschenden Klasse gestellt habe. Hierdurch wird der anwesende schlag gebracht ist. Der Profit könnte leiden, und das genügt, den Groll der Brauerei- Verwaltungen gegen ihn her- Jurist, Herr Gerhard, veranlaßt, seinen Stand in Schuß zu nehmen; um den Massenmord der Lehrlinge nach wie vor unbedenklich vorgerufen haben möge und führten aus, daß die Direktion freilich muß auch er zugeben, daß es leider sehr viele gebe, weiter zu üben. des Böhmischen Brauhauses längst eine günstige Gelegenheit zur bei welchen das Gefagte zuträfe. Herr Förster spricht im Sinne Entlassung des ihr unbequemen Gewerkschaftsführers gesucht des Referenten und hält es für wünschenswerth, daß auch Verhabe. Dieser Grund sei um so weniger stichhaltig, als ihnen treter der arbeitenden Klasse sich der ethischen Bewegung anbefannt wäre, daß Arbeiter dieser Brauerei acht Tage und länger schließen, damit durch gegenseitige Belehrung Aufklärung gefortgeblieben sind und doch nicht entlassen wurden. Ebenso pro- schaffen werde. Wächter tritt dem Referenten theilweise entteftirten einige Redner gegen die Mißachtung, die man feitens gegen und glaubt in den Ausführungen deffelben einen gewiffen der Brauerei- Direktion der Kommission entgegengebracht habe. Staatssozialismus zu erkennen, während doch die Arbeiterklasse Hierauf fand nachstehende Resolution einstimmige Annahme: eine demokratische Sozialisirung anstrebt. Die Kollegen Schmiedel, Die öffentliche Versammlung sämmtlicher in den Brauerei Dupont und König äußern fich in ähnlichem Sinne und sind betrieben Berlins und der Umgegend beschäftigten Arbeiter hat der Meinung, daß die moderne Arbeiterbewegung schon an und mit Staunen und Entrüstung von den Ausführungen des Re- für sich eine ethische sei, während die bürgerlichen Ideologen, ferenten Renntniß genommen. Sie urtheilt über den Fall Laug- ähnlich wie die Hirsch- Dunckerianer, für Harmonie, die doch ganz Böhmisches Brauhaus wie folgt: unmöglich sei, schwärmen und den Klassenkampf verwischen. In den Spalten der Arbeiterorgane sei sehr viel Ethit zu finden und im Verhältnisse zu der miserablen Lebenshaltung, zu der sie gezwungen seien, ist die Ethik und Sittlichkeit bei den Arbeitern größer, als bei der befißenden Klasse. In seinem Schlußwort giebt der Referent zu, daß noch verschiedene Mängel bestehen, was wohl bei einer so jungen Bewegung nicht anders möglich sei; daß aber die Bestrebungen darauf gerichtet feien, diefelben zu beseitigen, was ja die Zukunft lehren dürfte. Wegen der vorgerückten Zeit mußten die andern Punkte: Holzbildhauerabend," Reorganisation der Stellenvermittelung zc. auf nächsten Dienstag vertagt werden. Ein Antrag, den streikenden französischen Bergarbeitern die Summe von 50 M. zu überweisen, wurde angenommen. Dersammlungen. 1. Es ist erwiesen, daß der Brauer Lang nicht wegen der vorgeschobenen Arbeitsversäumniß, sondern wegen seines unerschrockenen Eintretens für die Arbeiterbewegung entlassen worden ist. Eine öffentliche Versammlung der Kommunalwähler des 18. Bezirks tagte am 25. Oktober im Louisenstädtischen Konzerthause und hörte zunächst ein Referat des Genossen Bruns über die Wirksamkeit der Sozialdemokraten in der Stadtverordneten- Versammlung und über die ablehnende Haltung, welche die freifinnige Majorität allen Verbesserungsvorschlägen unferer Genossen auf dem Gebiete des Schulwesens und der Für sorge für einigermaßen auskömmliche Löhnung und Lebenshaltung der für die Stadt beschäftigten Arbeiter gegenüber einnimmt. Ferner beleuchtete der Referent die Stellung der Freifinnigen gegenüber des sozialdemokratischen Antrages auf Ab. 2. Es steht fest, daß das Verhalten des Brauerei- Direktors schaffung der Miethssteuer, auf Beseitigung der Privat- A. Knoblauch in diesem Falle und seine schroffe Ablehnung jeder unternehmer aus dem Verkehrswesen u. s. w. Für alles dieses Verhandlung mit der Kommission seine offenbare Arbeiterhabe die Bourgeoismajorität nur Lachen oder faule Ausreden feindlichkeit enthüllt hat. Es ist zunächst Pflicht aller in gehabt. Freilich ganz ohne Einfluß seien unsere Genossen im rothen Brauereibetrieben beschäftigten Arbeiter, ihre Mißbilligung eines Hause nicht mehr, die Gegner beginnen auch hier uns zu fürchten. derartigen Verhaltens durch Wort und That, besonders durch Daß dies immer mehr geschehe, dafür sollten die Parteigenossen Eintreten für die Kommission und den Gemaßregelten in den burch Wahl neuer sozialdemokratischer Stadtverordneten sorgen. von Herrn Knoblauch verfolgten Organisationen zum Ausdruck In der Diskussion nahm, nachdem Gegner vergebens aufgefordert zu bringen. worden waren, ihre Ansicht darzulegen, zunächst der Kandidat Es ist Pflicht aller Berliner Arbeiter, an diesem Falle für die bevorstehende Wahl, Genosse Babel, das Wort und be- wieder einmal ihre oft bewährte Solidarität zu beweisen und Des Anmaßungen Teuchtete an eklatanten Beispielen aus der neuesten Zeit die die Brauerei- Direktor arbeiterfreundliche Gesinnung einzelner deutsch freisinniger Stadt A. Knoblauch vertretenen Arbeitgeberthums in den Brauereien verordneten. Des weiteren sprach Frau Palm über die Noth- in die gebührenden Schranken zu verweisen. Von diesem StandArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. wendigkeit der Abschaffung der Gesindevermiethungs Komptoirs punkt aus beauftragt die heutige Versammlung ihre beiden Ver- Neumann. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich und Errichtung eines unentgeltlichen Arbeitsnachweises auch für treter in der Gewerkschaftskommission, diese Angelegenheit der Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. bei Beyerle. Straßen- Ecke Lyrania, Landsbergerstraße 31 bei Dienstboten, ferner zeigte sie, wie unzureichend bisher die Be- Gewerkschaftskommission zur weiteren Veranlassung zu unter- Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Nixdorf, Hermann- u. KnefebedMusehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. dürfnißanstalten für Frauen sind. Genosse Börner wies darauf breiten." Glück zu, hin, wie sich die Haltung der deutschfreifinnigen Stadtverordneten Zum Schluß wurde von Steinert mitgetheilt, daß er Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollkühn. Bolt sgarten. Badstraße 56, Weimann's Esmeralda, Fruchtaus den Vortheilen erkläre, welche sie ihnen und ihren Vettern auf Listen für die seinerzeit streikenden Kürschner 59,40 m. ein- ftraße 70 bei Ritsche. Siebertranz in Brandenburg, Mengert's Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karleinbringe. Genosse Frizz beleuchtete an dem Inhalt eines frei- bekommen und an die Kommission der Kürschner abgeliefert habe. Boltsgarten. ftraße 11 Männerchor, bet Beinecke. finnigen Flugblattes zur Landtagswahl den Widerspruch zwischen Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Frisch auf" Friedrichsberg, Wort und That der Herren vom Richter'schen Gefolge. Die Rummelsburgerstraße bei Deckert. Borwärts 7" Rummelsburg, Gefangveretn Immergrün" Anwesenden stimmten dann einmüthig einer Resolution zu, in Goethe- und Kantstr.- Ecke bei Greinert. Freter Männerchor ben" welcher sie sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärten und sich verpflichteten, am Tage der Wahl Mann für Mann dem Genossen Babel ihre Stimme zu geben. durch den Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. DtSchule, Martusstraße 81 Unterricht in Rechnen. Süd- Ost- Schule, Steichen bergerftr. 133: Unterricht in: Voltsthümliche Medizin. In allen unterrichtsfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. U Gesundbrunner Eine öffentliche Versammlung der Form stecher, Tapeten., Linoleum, Wachstuch- Drucker und Hilfsarbeiter tagte am Sonntag, den 22. Oftober, bei eget, Schloßstraße bei Schulz. Fruchtstr. 69 bet Lehmann. Frisch auf 2", Schönwalde in der Mart Philipp, Rosenthalerstr. 38. Auf der Tagesordnung stand 1. Bor- bei Reftaurateur Schulz. 2orbeerzweig, Swinemünderstraße 35 bei trag über Das Bildungsmonopol der herrschenden Gesellschaft", Quettich. Referent Herr Dr. Pinn; 2. Bericht des Delegirten der Gewerk- ane Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Zu den Stadtverordneten- Wahlen fand am 26. d. Mts. schafts- Kommission und Neuwahl desselben; 3. Verschiedenes. find zu richten an: P. Sentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. SonnTambour Berein für den 29. Kommunal- Wahlbezirk eine öffentliche Kommunal- Nach der Bureauwahl und dem Referate erstattete Kollege Wey- abend: , Vorwärts" Rirdorf, Hermann- und Tambour wähler- Versammlung statt. In diesem Bezirke tritt die sozialdemo- topf Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschafts- Kommission, anglichstraßen- Ecke. Jeben Sonnabend nach dem 1. und 15. Theater verein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7. kratische Partei zum ersten Male in den Wahlkampf ein. Derfelbe worauf sich die Versammlung mit der Errichtung eines ständigen verein" Sphigenia", bet Kramer, Rigdorf, Sermannstraße Nr. 140. war feit ca. 12 Jahren durch einen Konservativen im rothen Hause Bureaus einverstanden erklärte und sich verpflichtete, zu den Theaterverein Aurelia", Mendelssohnſtr. 9 bet Miethe Abends& Uhr. vertreten. Genosse Gumpel beleuchtete in einem die Kosten desselben beizusteuern. Bei der Neuwahl des Delegirten Bergnügungsverein Helgoland", Stralauerstr. 67 bet tegel. Vergnügungsverein Ginigteit", Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Verhandlungen einleitenden Vortrage in furzen Zügen die bis- wurde Kollege Lunau gewählt. Paul Gefang-. Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. herige Thätigkeit der sozialdemokratischen Stadtverordneten im Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ecke Forsterstraße. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Turnverein& ich te ( Mitglied des Märkischen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Sonnabend von bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. 1 Etattlub orbischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bei Seichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglödchen", abends 29 Uhr bei Schulz, Brunnenſtr. 116. Theaterverein Berliner Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weick, Köpe niderstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat& Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautſtr. 6. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends s uhr, im Restaurant Vergnügungsverein Lustige Becher Abends Lautenbach, Cuvrystr. 3. 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Uhr im Reſtaurant von D. Wils, Martannen- Ufer 2.- Geselliger Bere in Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grawe, Brunnenstr. 147.- Ver= gnügungsverein armlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends& Uhr, Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich.- Theaterverein, Freundes= treis" 9 Uhr, im Reſtaurant Kaßorte, Solmsftr. 1.- Bergnügungsverein Rauchklub RauchBlaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücte, N., Wöhlertstr. 2. Rauchtlub Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bet Henoch. Geselliger Klub flub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bei Krüger, Fennftr. 5. der alten Moabiter, Sonnabend 8 Uhr bei Güttler, Jago ostraße 18. Sigung mit Damen jeden Sonnabend nach dent 15. jeden Monats. scht lling. Püdlerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Freia), Lindenst caße 106 bei Boppe. Berein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, KoppenGeselliger Berein Italia, jeben Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerstr. 23. Sta ttlub reuzbube bei Steuer, Weinftr. 22.- Statflub Revolution Schaftopf- Klub Bruder= Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann. tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. Kartentlub Nulle tagt jeben Sonnabend und Montag im Restaurant Hums boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Buttte, Graudenzerstr. 2. sof, Admiralstr. 18c städtischen Parlamente und die Stellungnahme der gegnerischen Die Schneider und Schneiderinnen hatten zum 25. Of Parteien zu den von den ersteren sowohl im allgemeinen Inter- tober eine Verbandsversammlung einberufen, zu der auch Gäste esse wie auch im besonderen der Berliner Arbeiterschaft gestellten geladen waren. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag Anträgen, die fast ausnahmsweise eine ablehnende war. Zur Theodor Wächter's über das Thema: Ist der Kampf Charakterisirung des Freisinns" führte derselbe u. a. an, daß ums Dasein auch für den Menschen eine Naturnothwendigkeit?" derselbe zu den Landtagswahlen ein Flugblatt verbreite, in Nachdem der Referent den Kampf ums Dasein in der Thierwelchem er sich gegen das übermäßige Kirchenbauen ausspreche, und Pflanzenwelt und die Entwickelung der Menschheit bis in und im rothen Hause in einem Beitraume von 1/2 Jahren nicht das Zeitalter des Kapitalismus beleuchtet hatte, führte er aus, weniger als 27 Kirchenbauten bewilligt und theilweise zu diesem daß die Geldwirthschaft dadurch aufzuheben sei, daß dem Volke Zwecke städtische Grundstücke unentgeltlich hergegeben habe. Der die Arbeitsmittel gegeben werden. Im Besitze derfelben läßt der Bortragende forderte zum Schluffe auf, mit aller Energie den Kampf ums Dasein die faule, charakterlose Rasse untergehen und Wahlkampf aufzunehmen, damit auch in diesem Wahlbezirke der erhebt die thätige Menschheit. Im heutigen Kampf ums Dasein sozialdemokratische Kandidat siegreich aus dem Wahlkampfe sind nicht die persönlichen Eigenschaften für die Existenz aushervorgehe.( Beifall.) In der folgenden Diskussion wurden die schlaggebend, sondern nur äußerliche Eigenschaften, das Geld, tommunalen Fragen auf das Lebhafteste erörtert und die gegne- weshalb so mancher Existenzberechtigte zu Grunde gehen muß, rischen Parteien scharf kritisirt. Es sprachen die Genossen während Dummheit, Faulheit, Charakterlosigkeit die Oberherr- ust tg", Sigung Abends s½ Uhr, bei Hente, Staligerstr. 54.Hergt, Griepentrog, Wagner und Andere. In einer schaft habe. Diese muß mit aller Macht in einem letzten großen Resolution versprach die Versammlung einstimmig, am Tage der Kampfe aufgehoben werden, der der arbeitenden Menschheit noch Wahl nur dem Genossen Zigarrenhändler Hermann Gumpel bevorstehe. Die Kerntruppen werden diejenigen bilden, die unter der ihre Stimme zu geben. Aufgefordert wurde zur regen Sammlung Kapitalsherrschaft am schwersten zu leiden haben. Dieser Kampf zum Wahlfonds, sowie zur regen Betheiligung bei Verbreitung ist eine Nothwehr gegen die Angriffe der Kapitalsherrschaft und der Flugblätter am Sonntag. nicht, wie jede Nothwehr nur erlaubt, sondern es ist Pflicht, sobald wir die Macht in Händen haben, uns ganz energisch zu Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher in den wehren. Unbedingte Pflicht jedes Arbeitenden und jeder Arbeiterin e 8. Brauereibetrieben Berlins und Umgegend beschäftigten Arbeiter ist es auch, in die Organisation einzutreten, am Kampfe theilaller Branchen tagte am 26. Ottober in Schnegelsberg's Saal, zunehmen, und die Erde uns unterthan machen zu helfen. Hafenhaide 21. Genosse Hilpert referirte zunächst über die Brausender Beifall). Auf eine Anfrage, wie Herr Wächter als Lohndrückerei in der Vereinsbrauerei in Rixdorf. Genannte Theologe Sozialdemokrat geworden sei, gab dieser dahin Be Brauerei hatte vor furzer Zeit gelernte Brauer entlassen und scheid, daß er ausführliche Antwort in einer Versammlung in Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer deren Stellen durch ungelernte Arbeiter ersetzt. Erstere erhielten Nixdorf ertheilen werde, in welcher die Beantwortung dieser 120 M. monatlichen Lohn, die jetzt eingestellten Hilfsarbeiter Frage als Thema auf der Tagesordnung stehe. Rue St. Kollege Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. bekommen nur 90 m. monatlich, woraus zu ersehen ist, daß ung hebt in längeren Ausführungen hervor, daß Honore 314 Cafe du Ston de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ver dieser Personalwechsel nur im Interesse der„ nothleidenden" die Religion die Menschheit verbumme. Kollege Timm fammiung; reiche Bibliother, Zeitungen, französischer Unterricht. London. Der einzige biefige fozialdemotraitsche Berein Londons, der Aktionäre inszenirt wurde. Die Agitationskommission der erkennt an, daß Genosse Wächter sich auf den Standpunkt der alte, von Karl Mary und Friedrich Engels 1840 begründete Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter wurde bei der Direktion vor Entwickelung stelle, weist auf den Standpunkt des evangelischen kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach stellig und verlangte, daß den Hilfsarbeitern für gleiche Arbeit Kongresses, daß es der Kirche und ihren Dienern nicht anstehe, wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. der gleiche Lohn zu theil werde, wie den Brauern. In einem der Lösung der sozialen Frage näher zu treten, hin. Er erklärt, Schreiben, welches Hilpert verlas, erklärte die Direktion hoch- daß ihm vieles im Vortrage Wächter's sehr sympathisch sei, doch müthig, daß sie sich in ihre Lohnzahlungs Angelegenheiten stehe er Leuten aus jenen Kreisen immer etwas steptisch gegenvon niemand hineinreden lasse. Es wäre Sache ihrer über. Nach einigen persönlichen Bemerkungen Timm's und Arbeiter, sich mit höheren Lohnforderungen an sie zu Wächter's wurde zum Schlusse auf das diesjährige Stiftungsfest wenden. Im weiteren suchte sie nachzuweisen, daß die Ver- des Verbaudes der Schneider und Schneiderinnen, welches SounDie Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechjaals, solveit der Raum dafü: hältnisse für die zur Zeit beschäftigten Arbeiter vollständig zu- tag, den 19, November, in der Ressource, Kommandantenstr. 57, abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen friedenstellende feien. Uebrigens beschäftige sie jetzt zwei Hilfs- stattfindet, aufmerksam gemacht, sowie zum regen Besuch der am Intereffes zur Verfügung; te wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. arbeiter mehr als sonst und solle man ihr eigentlich Dank wissen, Montag bei Gratieil stattfindenden Versammlung für Mit3um Charitee- Boytott. daß sie an stelle lediger Brauer verheirathete Hilfsarbeiter ein glieder der Ortstranten- Kasse der Schneider aufgefordert. Der ziemlich ausführliche und wahrheitsgetreue Bericht des gestellt habe u. s. w. Der Redner ersuchte die Hilfsarbeiter am Der Gauverein Berliner Bildhauer hielt am Dienstag, Vorwärts" über den Verlauf der Versammlung der ArbeiterSchluffe feines Vortrages, durch den schmeichelnden Ton, der im Briefe gegen sie angeschlagen sei, sich nicht irre führen zu lassen, den 24. d. M., eine sehr gut besuchte Vereinsversammlung ab, Sanitätskommission erübrigt es, auf die gegentheiligen weitindem damit nur versucht werde, einen Keil in ihre gemeinsame in welcher Herr Gustav Maier einen sehr interessanten Bortrag schweifigen Ausführungen des Herrn Dr. Emil Schiff noch des „ Ethische und wirthschaftliche Bewegung längeren einzugehen. Nur einige gravirende Bunite feien hervor Bewegung zu treiben. Die Forderung der Brauer: Gleichen über das Thema: Lohn für gleiche Arbeit" zu unterstützen sei Ehrenpflicht. In unserer Zeit" hielt. Redner zog eine Parallele zwischen den gehoben. Herr Dr. Schiff giebt zu, diverse Abtheilungen der der Diskussion wandten sich mehrere Brauer und Hilfsarbeiter ethischen und wirthschaftlichen Fragen, welche namentlich jetzt Sharitee, besonders die in den oberen Stockwerken, garnicht au scharf gegen die Praktiken der Vereinsbrauerei- Direktion. Mit alle Bevölkerungsschichten beschäftigen und betonte, daß ein tennen, und behauptet trotzdem: Die Uebelstände seien nicht getheilt wurde ferner, daß Heizer und Maschinisten alle zwei Hand in Handgehen beider eine unbedingte Nothwendigkeit sei. derart, daß sie den Charakter der Charitee als Heilanstalt In gleichem Athemzuge folgt Bochen 24 Stunden hintereinander arbeiten müssen und daß Im tlassischen Alterthum wurde in dieser Hinsicht bedeutend ernstlich beeinträchtigten. die Bemerkung, daß alle seine Ausführungen außerdem von allen Arbeitern viel Ueberstundenarbeit geleistet mehr geleistet und auch das Christenthum sei auf der Basis der dann soweit thatsächliche seien, als er„ felbst werden muß, wofür jedoch der Lohn nicht zur Auszahlung ge- Gleichheit aller Menschen gegründet worden. Im Mittelalter natürlich nur bracht, sondern mit väterlicher Fürsorge aufgespart werde. Nach habe die katholische Kirche in ethischer und sittlicher Beziehung zu beobachten Gelegenheit hatte". Diese Gelegenheit sod Sprecisaal. bann barn bestanden haben, daß Herr Dr. Dr. Schiff zeitweise ergen Kursus auf der Frauen Abtheilung der Charitee durmachte. Demgegenüber wurde Herr Dr. Schiff von allen Rednern, hauptsächlich früheren Patienten der Charitee, bezüglich seiner, thatsächlichen Darstellungen widerlegt. Bringt man diese Ausführungen und Beschwerden früherer Patienten in Zusammenhang mit der Mittheilung des Herrn Dr. Schiff, baß er bedauert habe, daß weder von der Verwaltung, noch von den Aerzten der Charitee jemand in der Versammlung anwefend war, um auf die vorgebrachten Angriffe zu antworten, so legt dies den Gedanken nahe, daß die Verwaltung der Charitee wohl doch zu so vielen Klagen Veranlassung gegeben haben muß, daß ihr eine wirkliche Bertheidigung unmöglich war. Dies findet auch eine indirekte Bestätigung da= durch, daß der einzige Vertheidiger der Charitee, Herr Dr. Schiff, zugeftand, das innere Getriebe der Verwaltung überhaupt nicht zu fennen. Herr Dr. Schiff befürwortete, nicht Sozialdemokrat zu sein, und dies bestätigte sich in seinen Anschauungen. Würde Der Herr Doktor sich bis zur Selbstlosigkeit eines Sozialdemo traten aufgeschwungen haben, was wir ja bei vielen seiner Herren Kollegen rühmen können, so würde auch er einen offeneren Blick für viele Mißstände haben, unter welchen das Proletariat leidet und würde, ganz besonders in seiner Eigenschaft als Arzt, nicht nur manchen Mangel erkennen, ber ihm bis jetzt verschlossen blieb, sondern würde sich nicht auch noch berufen fühlen, in dem Maße Propaganda für ein Institut zu machen, von welchem er selbst zugestand, daß er nur einen begrenzten Raum desselben in persönlichen Augenschein genommen hat. Er gesteht, in feinen Ausführungen von dem Gefühl der Dankbarkeit für das Institut, an welchem er seine Ausbildung genossen habe, geleitet zu sein, und nimmt an, daß dasselbe auch Herrn Dr. Zadek nicht fremd sein wird, daß dessen zum Theil übertriebenen, zum Theil tendenziös gehässigen Ausführungen wohl auch nur auf die Besserung der Charitee abzielten. Der 3weifel über die Gesinnung und Motive des Herrn Dr. Zadek, welcher aus diefen Auslassungen spricht, hat in der Versammlung augenscheinlich, außer bei Herrn Dr. Schiff, nicht bestanden. Ich gebe ja gern zu, daß beide Herren ihre ehrliche Ueberzeugung zum Ausdruck brachten, der Unterschied zwischen beiden ist lediglich darauf zurückzuführen, daß Herr Dr. Schiff sich von seinem Dankbarkeitsgefühl leiten ließ, während Herr Dr. Sadek Rückgrat genug besaß, um sich über derartige Sentimentalitäten hinwegzusehen und seine Anschauungen lediglich und rücksichtslos dem Bedürfniß des leidenden Proletariats anzupassen. Ob der Boykott über die Charitee durchführbar ist, kann, nachdem derselbe bereits zur Thatsache geworden, heute nicht mehr erörtert werden. Für das Proletariat fann nur noch die Frage in Betracht kommen, wie Ersaß geschaffen werden soll, falls sich die städtischen Krankenhäuser wirklich als unzureichend erweisen sollten, und dafür sind die ersten Schritte eingeleitet. Jebenfalls ist das Proletariat hochherzig genug, um für seine leidenden Brüder, so weit dies irgend möglich ist, einzutreten, und neben der Förderung der Wissenschaft, welche Herr Dr. Schiff an der Sozialdemokratie rühmt, wird derselbe nunmehr Gelegenheit haben, auch das Solidaritätsgefühl bes Proletariats kennen und würdigen zu lernen. " Georg Wagner, Uhrmacher, Oranienstr. 65. Das Mitglied der Arbeiter Radfahrer- Union", Herr Karl Müller, bringt in Nr. 251 des Vorwärts" eine Sprechsaalnotiz, in ber er sich mit meinen Auffassungen über Vereinsspielerei be= faßt. Als Entgegnung tann diese Notiz wohl faum gelten, weil fie sich mit der eigentlichen Sache garnicht befaßt. Es sind einige allgemeine Glossen, die man Leuten, die wenigstens zu glauben scheinen, durch derartige Vereine der Arbeiterfache zu dienen, schließlich nicht übel nehmen kann. Zur Sache selbst erkläre ich nochmals, daß nach meiner Ueberzeugung durch derartige Vereine die Arbeiterfache mehr geschädigt wie genügt wird. Die Kräfte der Genossen gehen vollftändig in der Bethätigung in diesen Vereinen auf. Die Mitglieder der Radfahrer Union" zahlen pro Kopf im Monat 10 Pfg., alljährlich foll ein Kongreß tagen, dann die Sportübungen; wo soll da noch die Zeit herkommen, auf dem politischen und gewerkschaftlichen Kampffelde seine Pflicht zu thun? Nicht scharf genug kann daher gegen derartige Vereins. spielereien vorgegangen werden, denn sie bilden das größte Hemmniß der politischen und gewerkschaftlichen Organisation. Wenn diese Zeilen etiva dazu beitragen, den eingerissenen Unfug ber Vereinsspielerei, die wahrlich augenblicklich die wunderlichsten Blüthen treibt, in etwas zu steuern, so bin ich befriedigt. Damit ist für mich im Sprechsaal die Angelegenheit vorläufig erledigt. J. Timm. " 9. Ziehung der 4. Rlaffe 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 27. Oftober 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 58 96 321 487 689[ 500] 727 852 953 90 1328 533 55 631 65 750 864[ 3000] 987[ 300] 2026 196 252 73 497 508 31 42 668 92 706 52 811 60 70 78 80 3112 228[ 300] 411 665 732 81 4193 275 84 344 74 425 801 984 5013 60 216[ 1500] 80 379[ 3000] 538 793 830 197 263 98 463[ 800] 555 638 40 726 74 4 7167 336 597 620[ 3000] 35 785 954 8137[ 1500] 395 467 572[ 1500] 86 713 947 9215 92 358 68 411[ 300] 526 670 713 38 953 10047 217 387 621 851 901 5 25 81 11119 388 574 788 830 37 52 12076 138 206 29 373 572 13306 80 419 660 61 14022 228 454 579 [ 300] 716 15018 93 434 45 593 616 700 3 925[ 300] 39 87 16021 157 301 606 47 56 62 814 93 17372 96 406 52 715 871 79 81 18304 8 402 35 85 536 623 83 737 812 19026 57[ 1500] 80 202 347 88 562 72 766 807 984 20012 45[ 3000] 92 101 4 278 408 544 688 901 60 95 21154 65 311 402 1500] 581 802 73 22060 117 448 865 950[ 5000] 23271 522 734 38 41 994 24096 131 73 99 227 491 671 73 95 620 99 714 844 25159 293 479[ 500) 81 541 62 607 79 719 22 819 26021 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606[ 500] 9. Ziehung der 4. Klaffe 189. Königl. Preuß. Lotterie. 868 85 451 94 518 740 921 114244 380 572 604 930 115000 41 187 Blehung vom 27. Oftober 1898, Nachmittags. Nur die Geivinne über 210 Mart find bet betreffenden Nummer: in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 346 454 57 15001 61 897 110530 611 59 728 950 117028 248 338[ 1500] 53 71 459 534 662 724 37 812 15.47 118003 316[ 300] 477 619[ 300] 620 26 49 702 42 975[ 600] 110064 188[ 800] 435 578 646 702 27 819 [ 800 1 953 64 120010 90 406 784 47 64 832 121009 71 135 61 71 268 398 407 503 632 980 122 157 666 50[ 3000] 62 918 123025 48 260 418 71 544 47 50( 500) 834 921 124082 395 604 941 125057 264 381 533 710 830 95 963 120027 235 386 518 52 617 50( 10 0001 703 127178 278 387 482 589 618 56 741 803 939 128 44 73[ 600] 1 196 274 619 65 610 830 129032 168 306 465[ 300] 628 150 30 708 36 94 826 102 511 31 601 30 713 28 895 1011 95 286 531[ 500] 92 673 79 796 880 938 2095 236 409 32 526 74 659 88 784 819 50 3110 243 76 398 481 540 711 36 816[ 500] 39 43 44 94 4007 56 100 304 22 604 36 712 804 5 925 5070 237 66 339 431 506 63 79 767 902 20 6229 433 576 96[ 1500] 644 45 53 88 862[ 300] 713 84 549 666 761 66 801 923 81 8296 346 418 43 51 86 510 93 609 783 874 9186 451 546 627 180029 168 85 115001 92 711 35 89 96 817 47 55 181019[ 300] 35 757 861 88 [ 300] 107 29 37 321 33 69 767 902 132465[ 300] 511 65 663 7 97 948 10095 221 46 57[ 300] 96 311 557 655 733 820 11077 113 63 64 82 133262[ 5000] 310 49 525 616 57 867( 3000] 940 79 134005 28 80[ 500] 435 594 649 884 12156 412[ 500] 64 921 13128 7 216 80 133 40 363 482 563 70 99 603 43 90 836 135129 375 441 613 767 928 441[ 150] 675 7: 1 51 93 862 14038 34+ 61 63 413 524 792 97 849 186156 411 33 60 670 729 906 137098 165 287 616 873 944 50 64 043 74 84 15300 407 583 787 89 847( 1500) 986 16029 154 81 595 188014 17 47 141 210 43 324 26 61 408 583( 5001 685[ 500] 827 139058 164 939 17036 305 652 748 910 21 18036 97 337 97 464 65 579 628 91[ 1500] 550 622 713 82 97 849 65 903 62 893[ 10000] 912 190 7 117 213 447 51 20023 66 81 1300) 269( 500) 386[ 30] 467 84[ 500] 629 83 702 86 822 21150 79 825 442003 129 217 23 484 623 858 85[ 300] 907 23050 86 172 282 429 31[ 300] 72 504 30 41 700 813 48 21039 136 209 461 554 812 39 95 25147 203 390 448 617 747 840 28029 74 134 201 33 413 80 723 856[ 600] 27265 301[ 300] 94 618 787 826 28075 452 1500] 608 85 735 29194 623 66 731 860[ 1500] 80111 241 347 429 99 618 850 951 31082 868 535 80 615 32146 C3 793 815 981 83511 636 807 36[ 50] 914 96 34011 111 257 303 429 511 773 93 850 911[ 300] 46 66 85206 71 302[ 1500] 687 715-891 88005 10 28 151 61 93 556 751 977 87081 127 227 303 17 97 409 89 520 895 35069 200 11500 23 31 350 431 65 83 520 1300] 757 846 976 39216 456 637 732 947 93 40020 34 143 62 87 257 649 831 87 90[ 300] 908 41019[ 300] 24 137 42 2 6 12 423[ 1500] 81 88 508 15( 500) 916 22[ 300] 42027 133 43058 343 404 96 565 627 358 459 78 617[ 300] 788 807 923 64 44000[ 1500] 412 598 625 63 705 37 821 37 95 929 58 65 45008 29 513 54 649 40013 113 64 227[ 8000] 422 47073 89 91 258 347 638 78+ 8-0 910 48128 416 66 503 808[ 300] 10 16 49219 85 362[ 300] 50007 46[ 1500] 131 241 642 90 896 51219 32 61 92 305 44 405 18 564 616 57 855 79 900 47 52033[ 50] 237 392 437[ 500] 509 689 751 68 53094 190 217 31 62 677[ 300] 975 54174 315 526 69 613 961 62 91 55030 69 141( 15.0) 61 215 67 445 49 67 71 637 732 817 68 975 56180 475 523 82 832 57227 388 414 62 76 77 602 38 815 74 933 58102 253 322 610 46 67 857 919 59613 43[ 3000] 47 64 886 985 60011 20 28 203 23 26 1300] 74 370 93 483 639 982 61071 275 689 861 933 46 62050 699 820 900 92 63010 258 331[ 1500] 400 68 98 625 64421 24 39 15001 63 72 89 526[ 1500] 741 803 92 918 05053 [ 1500 68 114 396 450 93 513 723 44[ 5000] 859 66209 33 317 44 478 616 7 620 771[ 0000] 800 917 79 67014 438 557 713 31 950[ 3000] 6 120 253 99[ 500] 314 94 50 56[ 300] 678 783 915[ 300] 41 70 69019 [ 3000] 53 60 124 253 388 470 723 52 818 70152 61 352 403 72 626 702 926[ 3001 87 1022 47 147[ 300] 203 27 443 691 877 72080 121 301 1500] 480 538 624 722 32 78424 506 47 683 821 35 977 74080 121 26 88 228 33 64 310 98 517 42[ 500] 698 903 66 75209 47 1500] 343 88 449 76 552 68 669 783 868 76045 46 311 62 461 570 619 23 58( 3000] 62 69 710 92 936 77432[ 500] 78( 3000) 613 72 040 893 78177( 300) 94 366 406 46 84 565 645[ 1500] 65 881 907 79264[ 1500] 79 451 97 549 968[ 500] Bezugnehmend auf die Annonce des Herrn Suchsdorf im 67 480 Vorwärts" am 25. Ottober habe ich folgende Erklärung abzugeben. Herr Suchsdorf hat insofern Recht, den Bericht der außerordentlichen Ausschußsihung des Arbeiter- Sängerbundes der Unwahrheit zu zeihen, als derselbe durch einen Fehler entstellt ist. Es soll nicht heißen Bericht an gegnerische Zeitungen", fondern 3eitung". Es ändert dies jedoch nichts an der Thatsache, welche den Ausschuß veranlaßte, Herrn Suchsdorf das Recht abzusprechen, ferner als Ausschußmitglied zu fungiren. Oder meint der arbeiterfreundliche" Herr Suchsdorf, das Winkelblättchen, welchem er seine Berichte einschickt, wäre fein gegne risches Blatt? Nun, die zielbewußten Arbeiter, welche dem Bund vorstehen und angehören, werden ihm dies schwerlich glauben. Uebrigens ist Herr Suchsdorf, welcher wie ein Schulknabe erklärt hat, es nicht wieder zu thun, wieder unartig gewesen, indem er über die letzte Ausschußsizung wieder an das weltberühmte Winkelblatt einen Bericht eingesandt hat. Nun, da Herr Suchsdorf als Ausschußmitglied nicht mehr zugelassen werden wird, interessiren uns seine Berichte nicht mehr. Mag er immerhin berichten, wir werden ihm in seinem Broterwerb nicht stören. Der Suchsdorf'sche Männerchor", welcher erflärt, feinen anderen Bertreter zu entsenden, mag die Folgen seines Ente schlusses tragen. Otto Rasche, erster Schriftführer des Arbeiter- Sängerbundes, SO. Mariannenstr. 34. Briefhaften der Redaktion. Sprenger. Von dem Zehnmillionen- Mart- Rohl nährt sich die gesammte bürgerliche Presse schon den ganzen Sommer hindurch. Wozu sollen wir ihn da noch auftischen? F. 2. Holzindustrie- Anzeiger Frankfurt a. M. 80101 66 225 407 80 503 13000] 68 854 61 81096 191 229 33 355 608 714 36 873 94[ 300] 944 1300] 53 84 82030 295 308 30 75 523 636 [ 500] 703 54 999 83026 56 199 207 315 51 426 49 604 32 733 88 952 1028 60 130 43 251 550 909 85079 128 35 98 416 78 951 80060 1.6 93 228 371 571 801 9: 2 87152 271 821 27 417( 3000] 64 88115 65 245 330 92[ 300] 543 72 647 82[ 300] 770 80007 34 62 71 168 69 365[ 600] 438 59 7.0 915 19 41 56 0 ite 140276 90 347 441 595 633 718 862 938 141055 107 11 351 86 87 431 813 37 916 142198 359 604 24 645 829 82 1430-3 88 96 132 394 446 52 534 49 690 799 815 144082 194 693 768 95 936 145460 760 95 811 950 73 146014 248 322 13000] 48[ 1500] 423( 1500) 55 532 617 32 724[ 5001 42 49 964 85 1500] 147242 63 97 433 706 68 148194 236 307 39 473 74 541 676 809 43 140028 119 33 330 32 408[ 300] 26 53 515 87 625[ 1500] 96 726 892 943 150 150 62 511 151214 32 300[ 800] 477 665 844 915[ 1500] 152043 44 64 90[ 600] 104 223( 3000) 38 384 452 598 741 954 168076 94 181 245 99 768 69 72 903 13:00] 32[ 600] 154089( 500) 149 392 523 605 155000( 3000] 52 80 146 275 386 413 567 602 150653 60 [ 300] 746 59 871 83 157023[ 300] 220 47 92 3u3 19 28 94 474[ 600] 501 26( 3000) 49 765 831 978 97 158007 21 47 140 256[ 3000] 60 496 561 64[ 1500] 636 713 867 159010 154 228 322 486 93[ 15001 768 916 70 160349 86 424 88 568 88 624 83 862 911 54 161017 60 105 232 42 341 675 700 866 918 162061 117 229 42 338 46 459 530[ 300] 602 17 94 825 48 163028 197 284 809 923 164 85 180 243[ 300] 363 669 683 89 762 165641 67 99( 6001 842 58 166141 439 512 63 762 167129 406[ 6001 730 963 108224 302 9 519 1500] 655 62 74 781 974 95 169103 224 69 354 871 959 62 170000 122 315 513 610 48 761 988 171039[ 300] 132 90 263 [ 500] 401 505 645 872 172021 104 22 214 17 18 25 52 766 975 178175 242 334 434 549 88 679 939174017 33 65 83 18000] 84 329 65 443 70 78 614 52 717 46 99 175228( 3000) 31 325[ 1500] 70 533 53 624 725 952 170098 126 232[ 8000] 330 81 414 24 74 100 000) 623 805 21 177152 224[ 3000] 90 390 418 6-8 719 93 98 808 949 71 95 178122 246 422 25 564[ 10 000] 612 44 715 34 53 913 39 94 179146 89 95 567( 30001 698 794 883 9.0 180195 262 486 559 948 65 181160 83 335[ 500] 41 589 800 72 76 907 47 182256 62 369 534 685 827 36 935 188022 126 744 72 942 184035 112 38 670 680 99 778 93 887[ 3000] 969 1500] 185221 43 695 712 800 71 186022 136 94 503[ 500] 44 93 802 187000[ 3000] 92 105 49 65 281 740[ 30] 812[ 1500] 47 69 924 97 188065 85 198 405 31 904 9 48 189026 134 511 603 37 808 190082 85[ 800] 234 49[ 300] 73 320 58[ 3000] 429 550 51 622[ 500] 191368 434 557 743 55 92 877 84 88 192039 843 66 79 92[ 1500] 193081 143 209[ 500] 1950.9 38 66 SJ 196 ( 3000] 116 253 346 531[ 500] 42 50 827 72 981 26 98 420 84191012 156 13000] 203 844 912 217 58 611 12 783 814 58 196229 624 665[ 300] 721 46 57 830 43 988 198210 16 33 35 77 197028 67 324 425 75 664 68 730 896 969 94 721 858 926 199042 69 87 217[ 600] 38 41 70 322 99 567 693 790 801 31 912 81 200017 39 97 284 340 53 4: 0 68 95 776 896 201347 470 516 610 791 809[ 1500] 350 202016 59 219 336 44 421 1500] 95 759 851[ 3000] 03179 213 36 341 78 88 401 10 571 755 67 94 901 204025 171 226 90 JOS( 1500) 139 407 583 615 2) 1500] 889 924 01012 254 358 535 27( 1500] 303 700 44 954 64[ 1500] 206006 80 81 123 49 98 256 71 91 711 808 910 92136 55 68 292 731 36 13001 77 942 93039 109 242 324 86 429 655 94 803 972 13001 20607 255 545 71 75 858 991 337 602[ 00] 26 54 728 37 94084 213 384 672 898[ 300] 918 95016207053 144 47 50 305 99 1500] 414 54 71 508 57[ 3000] 68 811 34 978 1500: 116 275 673 748 802 50 919 96006 284 343 641 711 15 89 872 2016 169 417 67[ 500) 533 670 89 90 877 976 85 1150009305 951 97077 121 66 601 894 98124 410 52 532 703[ 1500] 804 15 26 65 1150) 59 76 405 24 96 1300) 518 27 72 75 627 71 863 957 98 76 932 90 99007 225 335 408 535 43 656 733[ 300] 830 90 963 1000 8 36 369 95 508 56 626 832 101222 28 332 57 82 822 34 102122 21( 3.0) 324 583 706 91 950 103099 144 392 627 41 920 84 1040121500] 71 260 318 48 95 834 105020 102 37 274 308( 500) 86 451 [ 300] 76 502 64[ 5000] 706( 5000) 8 849 59 909 106138 84 302 50 58 36 751 866 915 107124 234 82 533 64 837 108073 3 10 70 81 410 16 34 26 83 94 702 829 956 109084 228 60 402 87 501 71 654 65 93 703.893 110023 78[ 30001 260 570 99[ 500] 111276 88 338 440 62 623 112161 299[ 3001 328 513 18[ 500] 62 620[ 300] 811 923 113048 216 210096 205 7 641 733 211085 104 48 60 90 202 327 79 442 92 813 19 12240 322 13000] 408 522 28 213001 45 121[ 3000] 26 70 464 554 941 214167 274 343 435 539 693 715 860 982 215067 71 200 8 352 477 729 79 10102 83 251 367 470 831 41 217120 94 446 560 721 837 994[ 1500] 215014 44 54 69 23 42 78 861[ 300] 70 219467 733 843 220002 83 457 94 501 764 80 860 65 221440 723 985 98 222017 133 89 235 65 6u1 14 21 709 908[ 15000] 13 25 94 228118 30 275 83 478( 300) 683 797[ 1500] 887 24194 651 79 711 995 225033 292 448 86 531 .Lazarus Damen- und Mädchenmäntel- Fabrik von Siegfr. 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