Ur. 203. übonnementS'BedlnsQftgtnt «bonncrnntt«- Preis ttänumcrani«! BiertcljShrl. 330 Mb, monoiL 1,10 Mb. wöchcnllich 23 Pffl- frei ins HauS, Einzciiie Nummer S Pfg, SonnlagS. iiumnier mit Mufirierler Sonntags- Beilage„Die Neue Wein 10 Psg, Post. Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post.ZciiungZ. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, sür das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Postabonnements nehmen am Belgien, Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. pitunänien. Schweden und die Schweiz. CrfchM tSfllidi asEer montagt. Nevlinev Volksblerkk. 29. Iahrg? lile snstttlonz-eebilhi' tekZgt für die sechsgespaltene Kolonel» gelle �der deren Raum 60 Psg., für und Vers ,, Uteine Wort 20 Psg. szulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Psg., jedes weitere Wort 5 Pjg. Worte über 15 Buch- Ilaben zählen für zwei Worte. Inserate ür die nächste Nummer müssen bis » Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden Die Erpcdition ist bis 7 Uhr abends geössnet. Telegramm. Adresse: «5»ÄaItl«w»il»i ktlssit". Zentralorgan der rozialdemokrattfchen Partei Deutfcbtands. Redaktton: SRI. 68, Lindenetrasee 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Freitag, den 80. August 1913. Expedition: SRI. 68» Lindenstrasse 69« Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Parteigenossen! Agitiert für eine massenhafte Beteiligung an den Protestversammwnge« gegen die Teuerung! Sie Novelle zum einkornmen- lteuergeletz. Eine der wichtigsten Vorlagen, mit denen sich der preu Gische Landtag im Herbst zu beschäftigen haben wird, ist die Novelle zum Einkommensteuergesetz. Bekanntlich hatten die gesetzgebenden Körperschaften zur Deckung der durch die Be> ioldungsaufbesserung erforderlichen Mittel für die Zeit vom 1. April 1909 bis zum 31. März 1912 die Erhebung von Steuerzuschlägen zwischen 5 und 25 Proz. für alle Ew kommen von mehr als 1200 M. beschlofsen. Die Erhebung der Steuerzuschläge war als eine vorübergehende Mastregel gedacht, die nur so lange in Gültigkeit bleiben sollte, bis eine organische Neuordnung der direkten Staatssteuern erfolgt ist. Eine entsprechende Gesetzesvorlage sollte die Regierung inner halb drei Jahren einbringen. Wir haben die Regierungsvorlage, die im wesentlichen 'auf eine Hineinarbeitung der Zuschläge in den Steuertarif Iii»auslief, bei ihrem Erscheinen eingehend gewürdigt und hervorgehoben, dast sie, weit entfernt davon, die Steuern organisch zu ordnen, sich mit der Ausmerzung einiger Schön- heitsjehler und mit dex ischaffnng von schärferen Strafbestim mungen für Steuerdefraudanten begnügt, im übrigen aber den Minderbemittelten statt Erleichterungen sogar noch eine weitere Belastung bringt. hat sich auch die Kom- Mission, die über die erste Lesung der Vorlage einen ein- gehenden Bericht erstattet, in dieser Beziehung völlig auf den Standpunkt der Regierung gestellt und alle Verbesserungs- anträge rundweg abgelehnt. Den Besitzenden nicht wehe tun, der Ar- beiterklasse nicht das gering st e Entgegen- kommen zeigen! Das war der Gesichtspunkt, von dem die Mehrheit der Kommission sich leiten lieh. Einig war sie sich mit der Regierung darin, dast der Staat auf die 60 Mil- lionen, die die Zuschläge jährlich einbringen nicht verzichten, dast nian diese Summe auch nicht etwa den stets wachsenden Cisenbahnüberschüssen entnehmen könne. Einigkeit herrschte auch darüber, dast es ein Verbrechen wider preustische Tradi- tionen und preustischen Geist sei, die 60 Millionen aus dem Einkommen und Vermögen der Besitzenden aufzubringen. Wenn jeeine Zeit die Entlastung der grasten Masse des Volkes dringend erforderlich macht, so ist es die jetzige Zeit der Teuerung und der Schröpfung des Volkes durch in- direkte Steuern. Aber dafür haben die gesetzgebenden Jaktoren Preußens, dafür hat das Dreiklassenparlament und die Regierung, die Sachwalterin der Besitzenden, kein Ver- ständnis. Besonders krast trat diese Verständnislosigkeit. um keinen schärferen Ausdruck zu gebrauchen, zutage gegenüber den Be- strebungen, die Grenze für das steuerfreie Exi st enz Minimum heraufzusetzen. Heute beginnt die Steuerpflicht bei einem Einkommen von mehr als 900 M. Früher hat die Regierung selbst den Standpunkt vertreten, dast die Steuerpflicht erst bei einem Einkommen von 1200 M. zu beginnen habe. Eine solche Bestinimung sah der Regierungs- entwurf vor, durch de» zu Anfang der achtziger Jahre die Klassensteuer abgeschafft wurde, aber das Abgeordnetenhaus setzte das steuerfreie Eristenzminimum auf 900 M. herab. Noch einmal versuchte die Regierung in der Session 1883/84 die Freistellung der Einkommen unter 1200 M. durchzusetzen. In der Denkschrift, welche sie damals dem Landtage vorlegte, bezeichnete sie die Befreiung bis zu 900 M. ausdrücklich als unzureichend. Seitdem ist ein Menschenalter ins Land gc- gangen die Preise für Lebensmittel,»für Wohnungen und für alle sonstigen Bedarfsgegenstände sind unendlich ge- stiegen, der Wert des Geldes ist um mindestens 25 Proz. ge- funken. Man hätte also erwarten diirfen, dast eine Regie- ruiig. die auch nur einigermaßen sozial empfindet, die Herauf- fetzung der Grenze des steuerfreien Existenzminimums auf 1500 M.. wie sie von sozialdemokratischer Seite in der Kom- Mission beantragt wurde, als berechtigt anerkannt Hatto Aber weit entfernt davon, bekänipfte der Finanzminister nicht nur diesen, sondern auch einen fortschrittlichen Antrag. der die Grenze auf 1200 M. heraufsetzen wollte. Die Regie- rung kann angeblich die 40.3 Millionen, die die Zensiteu bis zu 1500 M. aufbringen, ebensowenig entbehren, wie di» l8,6 Millionen der Zensiten bis zu 1200 M. Darüber, ob der Ausfall auf andere Weise weit gemacht werden kann, zer- brechen sich die Herren von der Finanzverwaltung nicht erst ihre erlauchten Schädel. Wozu auch? Der Unterstützung threr antisozialen Bestrebungen durch die übergroße Mehr.- heit des Landtages sind sie sich sicher. Ja. der Minister ver- stieg sich sogar zu der Behauptung, eine innere Berechtigung für die beiden Anträge liege überhaupt nicht vor.„Es sei auch prinzipiell nicht richtig, eine so weitgehende Steuer- freiheit eintreten zu lassen. Möglichst weite Kreise des Volkes müßten durch Pflichten mit dem Staate verbunden werden: es werde ein wichtiges ethisches Band zwischen Staat und Bürgern zerschnitten, wenn man die Steuerfreiheit weiter ausdehne. Wer Rechte im Staate haben wolle, müsse auch Pflichten gegen ihn über- nehme n." Diese Phrasen, die sich besonders nett aus- nehmen angesichts der Tatsache, dast die große Masse der Steue»zahler nur Pflichten hat. daß man ihnen aber ihre �Rechte, vor allem das Wahlrecht, vorenthält, genügten, um nicht nur die beiden Anträge, sondern auch einen sozialdemo- kratischen Eventualantrag zu Falle zu bringen, wonach wenigstens die Zuschläge für Einkommen bis zu 1500 M. beseitigt werden follten. Das letztere ist um so bemerkens- werter, als die Regierung in ihrer urfpsünglichen Vorlage, die die Zuschläge in den Tarif hineingearbeitet wissen wollte, aus freien Stücken die Zuschläge bis zu 1500 M. be- seitigt hatte. Aber der Appetit kommt beim Essen, und so erklärte denn der Minister, daß die Regierung, nachdem die Kommission ihren Tarif abgelehnt habe, die Konsequenzen ziehen und die Zuschläge in ihrer gegenwärtigen Höhe beb behalten müsse........ Einige Gegner einer Heraufsetzung der Grenzen für das steuerfreie Existenzminimum, vor allem die Vertreter des Zentrums, begründeten ihre ablehnende Haltung damit, daß es weit wichtiger und wertvoller sei, statt dessen das Kinderprivileg auszudehnen, d. h. die Bestimmungen, nach denen je nach der vorhandenen Zahl von Kindern Steuerermäßigungen gewährt werden. Es liefen denn auch eine größere Reihe von Anträgen auf Erweiterung des Kinderprivilegs ein. die aber samt und sonders von der Regierung aus finanziellen Gründen bekämpft wurden. Auch die Kommission verhielt sich in ihrer Mehrheit diesen An- trägen gegenüber ablehnend, sie erklärte sich lediglich mit der recht bedeutungslosen Abänderung einverstanden, dast bei Zensiten mit nicht niehr als 1200 M. die Ermäßigung um eine Stufe bereits bei dem Vorhandensein eines(anstatt wie bisher zweier) Kinder oder unterhaltungspflichtiger Fannlienangehörigen eintritt. So wurden denn mit wechseln- den Mehrheiten alle Anträge auf Steuererleichterungen für die Minderbemittelten abgelehnt. Die Hauptschuld ist hier wieder einmal dem Zentrum beizumessen, das es in der Hand gehabt hatte, die Grenze für das steuerfreie Existenzminimum wenigstens auf 1200 M. zu erhöhen. Macht es seinen Fehler in der zweiten Lesung nicht gut, so wird man mit Recht be- haupten können, dast es dasselbe zweideutige Spiel getrieben hat, wie seinerzeit bei der Wahlrcchtsvorlage. Ueberhanpt scheint die Taktik des Zentrums weniger auf eine soziale Ausgestaltung des Steuergesetzes als vielmehr darauf gerichtet gewesen zu sein, der Masse, die ihm noch Ge- folgschaft leistet, Sand in die Augen zu streuen. Von diesem Gesichtspunkt aus ist der Antrag des Zentrums auf Schaffung eines»neuen 8 17b zu beurteilen, der nicht etwa dem Ein- komniensteuergesetz, sondern dem Gesetz betr. Aenderung des Wahlverfahrens folgenden Absatz 3 zu 8 1 hinzufügen wollte: „Uebersteigt der Gesamt steuerbetrag eines Wählers die:Suntme von 5000 M., f 0 wird der Ueberschust nicht an gerechne t." An sich zweifellos ein vernünftiger Antrag, dazu angetan, in einigen Großstädten gewisse Auswüchse des plutokratischen Dreiklassenwahlunrechts zu beseitigen. Das Wesen des Drei- klassenwahlsystems selbst aber wird davon nicht berührt, und vor allem dürfte der Zusammenhang dieses Antrages mit dem Gesetzentwurf, der der Kommission zur Beratung über- wiesen war, nicht ganz einwandfrei sein. Doch mag dem sein, wie ihm wolle, das eine stand von vornherein fest, dast die Mehrheit ihn ablehnen würde, und es hätte wirklich nicht erst des„Unannehmbar" der Regierung bedurft, um den Antrag zu Falle zu bringen. Das Zentrum aber hat sich durch dies Manöver einen billigen Agitationsstoff verschafft, um die Massen über seinen Verrat in der Steuerfrage und zugleich in der Wahlrechtsfrage hinwegtäuschen zu können. In einer recht unangenehmen Situation befand sich das Zentruni gegenüber dem Antrag der Regierung auf schärfere Besteuerung der Konsumvereine. Nach diesem Vorschlage, der schließlich zur Annahme gelangt ist, gehören bei ßionsumvereinen auch jede den Mitgliedern als Rabatt, Kundengewinn oder unter ähnlichen Bezeichnungen gewährte Rückvergütungen zu den steuerpflichtigen Ueberschüssen. Von welch großer finanzieller Tragweite das ist. ersieht man daraus, daß. wenn diese Bestimmung Gesetzeskraft erlangt, z. B. die.Göwsl'enschaft Brandenburger Konsumveieine jährlich 487 000 M. mehr Steuern zahlen muß. Das Zentrum war in einer Zwickmühle. Als Partei, die sich als Retterin des Mittelstandes aufspielt, durfte es seine Wähler aus dem Mittelstand, als Partei, die sich als arbeiterfreundlich auf- spielt, durfte es seine Wähler aus der Arbeiterklasse nicht vor den Kopf stoßen. Aber es wustte sich zu helfen. In der Vor» aussicht, dast ein Teil seiner Vertreter der Ausnahme- bestcuerung der Konsumvereine zustimmen würde, hielt der andere Teil geharnischte Reden gegen die steuerliche Ungerechtigkeit, und als es zur Abstimmung kam, stimmten gerade so viel Zentrumsleute für die Regierungsvorlage, wie zu ihrer Annahme erforderlich waren. Wenn wir dies unehrliche Verhalten des Zentrums be» sonders festnageln, so soll damit nicht etwa den konservativen Parteien oder den Nationalliberalen ein Lob gespendet sein. Im Gegenteil, diese Parteien zeigten sich völlig bar jeden sozialen Verständnisses. Was sie vor dem Zentrum aus- zeichnet, ist nur die Offenheit, mit der sie gegen jeden Fort» schritt stimniten. Unter solchen Umständen bedarf es keiner besonderes Hervorhebung, daß der 8 23, jenes Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter, beibehalten ist. Ebensowenig wird man sich bei der Zusammensetzung der Kommission wundern über die Ablehnung eines Antrages, wonach d i e nach der Reich sversichernngsordnung den Versicherten zustehenden Leistungen st euer- frei sein sollten, oder eines anderen Antrages, der die A b» zugsfähigkeit der Beiträge zu Berufs ver» einen festgelegt wissen wollte— ein Antrag, gegen den unter anderem ins Feld geführt wurde, daß die Berufs- vereine„vornehmlich auch Streikfonds ansammeHen und überhaupt ein Mittel des Klassenkampfes der Arbeiter gegen das Unternehmertum" seien. Abgelehnt wurden ferner alle Anträge, die Steuererleichterungen für den Fall verlangen, dast auch die Ehefrau beruf- l i ch t ä t i g i st. In diesen Fällen wird das Einkommen der Ehefrau dem des Mannes hinzugerechnet. Angenommen, der Mann verdient 1000, die Frau 700 M., so wird nicht etwa der Mann von einem Einkommen von 1000 M. mit 6 M. jährlich zur Steuer herangezogen, während die Ehefrau, da ihr Ein- kommen unter 900 M. bleibt, steuerfrei ist, sondern die 700 Mark werden den 1000 M. zugezählt und d�r Mann wird von einem Einkommen von 1700 M. mit 27 M., wozu noch ein Zuschlag von 5 Proz. kommt, veranlagt. Eine ganz enorme Belastung, die gerade die Allerärmsten trifft, die. um überhaupt existieren zu können, ihre Frauen mit erwerben lassen müssen. Daß für den Fall, dast das Einkommen von Mann und Frau zusammen 3000 M. nicht übersteigt, für be- sondere Aufwendungen im Haushalt infolge einer Arbeits- tätigkeit der Ehefrau eine Ermäßigung um 1 bis 2 Steuerstufen gewährt werden kann(nicht gewährt werden m u st)» ist bei weitem kein genügender Ausgleich für diese Häxte. , Zu diesem mangelnden Entgegenkommen gegen die berechtigten Forderungen der Arbeiter steht die Bereitwillig- keit, auf gewisse Wünsche der Besitzenden einzugehen, in scharfem Kontrast. So sollen fortab austerordentliche Einnahmen aus dem nicht gewerbsmäßig unternommenen Verkaufe von Grund- stücken nicht'als steuerpflichtiges Einkom- men gelten, ein Geschenk an die Grundstücksspekulanten. die natürlich niemals„gewerbsmäßig" ein Grundstück ver- kaufen, sondern nur durch Zufall ihre Millionengeschäste machen. Den Hausagrariern wurde ein hübsches Geschenk da» durch gemacht, daß sie in Zukunft die direkten Kom» munal st euern in voller Höhe von ihrem Ein- kommen abziehen dürfen: das kostet den Staat freilich 4% Millionen, aber was fragt die Kommission danach? Ar- beiter haben davon ja keinen Vorteil. Daß der L a n d r a t nachwievordenVorsitzindenVer anlag ungs- kommissionen führen soll, ist ein Beschluß, für den die Agrarier sich dankbar erweisen werden. Ueber die A b l e h- nung der Einführung des allgemeinen Deklarationszwanges für Vermögen werden sich die Besitzenden in Stadt und Land freuen, und den Schmerz darüber, daß absichtliche Steuerhinterziehungen unter Umständen mit Gefängnis geahndet werden können. wird man bald überwinden. Es gibt ja so inanche Straf» bestimmung, die nur auf dem Papier steht. Genau so wie die Vorlage der Regierung Flickwerk war, sind auch die bisherigen Beschlüsse der Kommission Flickwerk. Ob es im Laufe der weiteren Beratungen gelingen wird, Verbesserungen zu erzielen, ist fraglich. Je mehr sich aber Landtag und Regierung über die Forderungen der Minder- bemittelten hinwegsetzen, um so deutlicher wird die Antwort sein müssen, die den reaktionären Gewalten bei den nächsten Wahlen erteilt wird, voriibergehenile ericljdnung oder bleibende Frivolität? 1905. (Reichstagssitzung vom 30. November.) Scheide- niann begründet eine sozialdemokratische Interpellation über die Fleischtenerung. Er fordert freie Einfuhr von Futtermitteln, Aufhebung der Vieh- und Fleischfperre..>W Landwirtschaftsminister v. Podbielski antwortet (Stenograph. Bericht 1. Band 1905/00, Seite 25): Er schildert den Zustand als einen vorübergehenden und sagt dann wörtliche„Ist er dauernd, dann muß er beseitigt werden. Was ich zu sagen habe, geht darauf hinaus, daß ich darlege: die Teuerung und ihre Ursachen sind vorüber- gehend und deshalb in kurzer Zeit eine Aenderung der augenblicklichen, wenig er- ßreicklichen Verhältnisse zu erwarten i st." 1906. (Reichstagssitzung vom 11. Dezember.) Scheide- m a n n begründet eine sozialdemokratische Interpellation über die Fleischteuerung und führt u. a. nach dem Steno- gramni aus:„Herr von Podbielski hat damals(1905) von einer voriibergehenden Erscheinung gesprochen.... Das hat ihn allerdings nicht abgehalten, an anderer Stelle öffent- lich zu erklären, daß er diese seine Behauptung s e l b st nicht geglaubt habe." Zur Beantwortung Landwirtschaftsminister v. A r n i m: ,,.... Welches sind nun die Aussichten für die Preise der Zu- kunft?... Die Schweinepreise sind in den letzten Tagen um 15 bis 20 M. gefallen.... Daß dieser Preisfall von Bestand sein wird, dafür spricht der ganz außerordentlich vermehrte Auftrieb.... Damit wo r e eigentlich die ganze Fleischnotfrage gelöst. M. H.! Ich bin, w i e ich schon gesagt habe, der Ueber- zeugung, daß die Vrehnot und F l e i s ch n o t gelöst ist. Trotzdem haben es die beteiligten Regierungen für ihre Pflicht gehalten zu untersuchen,'wie eine Milderung der Kalamität...."(folgt eine Berufung auf die voraus- gegangenen Ausführungen Posadowskys, über unwesentliche Maßnahmen, Frachtermäßigung usw.). 1907. (Reichstagssitzung vom 25. November.) Scheide- mann begründet eine sozialdemokratische Interpellation über die Fleischteuerung. Staatssekretär des Innern v. Bethmann Hollweg antwortet:„.... Mit dieser Steigerung der Löhne hat naturgemäß auch ein Mehrverbrauch von Lebensmitteln statt- gehabt und erfreulicherweise hat im allgemeinen auch die bresteste Schicht der Bevölkerung die Möglichkeit gehabt, ihren Lebenszuschnitt zu verbessern, wie dies die Zunahme des Fleischverkehrs zeigt.... Wir können nicht einer vor- ubergehenden Erscheinung wegen Maßnahmen er- greifen, wie sie der Herr Vorredner zuletzt vorschlug." 1911. (Reichstagssitzung vom 23. Oktober.) Scheide- mann begründet eine sozialdemokratische Interpellation über die Teuerung. Reichskanzler v. Bethmann Hollweg antwortet: .. Diesen Angriffen gegen unsere Wirtschaftspolitik werden die Regierungen einen entschiedenen Widerstand leisten. Wie ich wiederholt von dieser Stelle aus erklärt habe, ist für die Verbündeten Regierungen das zähe und entschiedene Fest- halten unserer Wirtschaftspolitik Sache wohlbegründeter Ueberzeugung, und wir können uns auch durch die Folgen der diesjährigen Dürre, so beklagenswert sie sind, nicht von einem Wirtschaftssystem abbringen lassen, von dem wir die Ueberzeugung haben, daß es dem Wirtschaftsleben der Nation zum Segen gereicht habe." 1912. („Norddeutsche Allgemeine Zeitung" vom 27. August): ...... Der Ausfall der gesamten Ernte läßt erwarten, daß die Futtermittel und damit die Vieherzeugung wieder billiger w� r d e n. Tie heißen Sommermonate sind bekanntlich für die Vieh- niast die ungünstigsten lind infolgedessen in der Regel auch die teuersten Monate. Wenn nun in diesem Jahre die Preis- steigerung unter der Nachwirkung der vorjährigen Mißernte ganz besonders groß ist, so gestattet andererseits die starke und rasche Vermehrungsfähigkeit der Schweineproduktion angesichts der diesjährigen guten Ernte die Hoffnung auf eine nicht allzu lang hinausgeschobene Rückkehr zu niedrigeren Preisen." .» Diese aktenmäßigen Feststellungen sprechen für sich selbst: 1905:„die Teuerung ist vorübergehend". 1906:„die Vieh- not ist gelöst". 1907:„eine vorübergehende Erscheinung". 1911:„Folgen der diesjährigen Dürre". 1912:„Hoffnung auf eine nicht allzu lang hinausgeschobene Rückkehr zu niedrigeren Preisen". Ein so zähes Festhalten an einem immer wieder wider- legten Irrtum ist einem normal gebauten menschlichen Denk- apparat überhaupt unmöglich. Man muß schon ein Minister im Dienste des Bundes der Landwirte sein, um mit solcher Zähigkeit bei einer xmal objektiven Unwahrheit beharren zu können. Läßt man die vorübergehenden Erscheinungen auf der Ministerhank Revue passieren, so erscheint der wackere Podbielski immer noch als die sympathischste. Denn dieser alte ehrliche Minister und Großschweinezüchter hat bald nach seiner Reichstagsrede in seiner burschikosen Weise lachend erklärt, daß er an die„vorübergehende Erscheinung" selbst- verständlich nicht geglaubt habe. Von Herrn v. Bethmann Hollweg muß man fast fürchten, daß er das, was er zwei Jahre später sagte, wirklich geglaubt hat. Aber ob diese leider noch nicht vorübergegangene Erscheinung gutgläubig oder böstqillig ist, ist höchst gleichgültig. Das deutsche Volk weiß, daß die Teuerung unerträglich geworden ist, und ist entschlossen, nach dieser Meinung zu h a n d e l n. 4-• « Ist australisches Fleisch gesundheitsschädlich? In einer Polemik gegen den Abgeordneten Arnstadt macht Dr. Müller im„Tag" folgende bemerkenswerte Ausführungen über die Verwendbarkeit australischen ftleisches: „Der deutsche Arbeiter kann dem unappetitlichen, faserigen, teils zu fetten Gefrierfleisch keinen Geschmack abgewinnen", sagt Arnstadt. Woher diese Wissenschaft? In Chemnitz ist eine Sendung von 1S7 gefrorene» Hammeln aus Lustralie» im Februar« I März d. I. nach dem unverdächtigen Bericht der Schlächterinnung daselbst unbeanstandet aufgenommen worden. In Berlin konnte ein Warenhaus 1des deutschen Rohtabaks scheint in der Zigarren» fabrikation mehr und mehr billiger ausländischer Rohtabak(Do« mingo usw.) zu treten, der durch den Wertzoll nur wenig belastet wird. Wenn durch den im Jahre 1999 eingeführten 49prozentigen Wertzoll auf ausländischen Rohtabak dem inländischen Tabakbau ein höherer Schutz gewährt werden sollte, so ist inzwischen, wie die „Süddeutsche Tabakzeitung" feststellt, genau das Gegenteil vondemerreichtworden.wasdie Väter des Wert- zolls bezweckt haben. Der einheimische Rohtabak hat heute unter einer viel schärferen Konkurrenz des ausländischen Ge» wächses zu leiden als vor 1999 und die Folge hiervon wird wahr» scheinlich ein anhaltender Rückgang des Tabakbaues ig Deutsch- laich sein, Hus aller Melt. Der funktionär. Wir lesen in unserem Stettiner Parteiblaik: ES loWffil gar nicht selten vor, daß bei Vornahme von Neuwahlen für die Aemter der Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre verschiedene der bisherigen Funktionäre resigniert erklären, daß sie auf eine Wieder- wähl verzichten, mit der Begründung, einmal eine Weile einem andern des Amtes Würde und Bürde zu überlassen. Aus diesen Worten spricht beredt gar mancherlei, am stärksten aber die Dat- fache, daß dem Partei, oder Gewerkschaftsgenossen, der nach-bestem Wissen und Gewissen seine Pflicht und Schuldigkeit getan, sein Amt als Funktionär verleidet worden ist. Und wieviel vereinigt sich nicht, dem Vertrauensmann oder Funktionär seine Tätigkeit zu verleiden. Vorgesetzte drohen mit Maßregelungen, Entlassungen und dergleichen. Allerlei kleine Nadelstiche von oben, gegen die man sich kaum wehren kann, Bespitzelungen, persönliche Kränkungen und Schädigungen müssen herhalten, um dem Vertrauensmann di« Lust an seiner Arbeit zu vertreiben. Rotgebeizt von Raucheswolken Soll deS Himmels Aug' sich trübet� Weil sie durften solchen Frevel Ihm ins Angesicht verüben. Interessant wäre eS, zu erfahren, wer diese schändliche Ver« stümmelung an LenauS Dichtung verübt hat, da sich die beiden Herausgeber schwerlich an ihr versündigt haben. Vielleicht über- schritt das Manuskript die ihm vom Verlag zugebilligte Bogenzahl. Ergo wurde von irgend jemand das, waS„zuviel" war. einfach herausgestrichen— so, als ob eS sich um ein Produkt obskurer Re- portage gehandelt hätte.... Dann aber ist'S eine doppelte Leichen» schändung. Die Zunahme d« Reisegeschwindigkeit von den Zeiten der Post« kutsche bis zu unseren Tagen des eleknischen Zuges wird durch eine französische Statistik in ein helles Licht gerückt. Sie geht zurück bis auf das Jahr 1599. da man im Wagen ungefähr 3,6 Kilometer ü, der Stunde zurücklegte. Ein Jahrhundert später, 1692, bewältigte man schon 4,6 Kilometer in der Stunde; dann kamen die Eilpost» wagen im Jahre 1786, die eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 5.5 Kilometer in der Stunde erreichten. 1816 machten die Post» wagen 6.8 Kilometer. 1334 kamen sie bis auf 9.7 Kilometer. Nun» mehr lösen die Eisenbahnen die Postwagen ab, und auch ihre Ge» schwind, gleit ist immer mehr gestiegen: 1867 legten sie 59 Kilometer in der Stunde zurück, 1887 waren sie auf 68 Kilometer gekommen und seit 1990 erreichen die Blitzzüge eine durchschnittliche Gcschwindig- keit von über 90 Kilometer. Mit den elektrischen Zügen hat man bei Versuchsfahrten sogar 200 Kilometer in der Stunde erzielt. Fleischpreise in Alt-Bcrlin. Nicht heute, sondern vor 50 Jahren zahlte man für das Pfund Rind-, Kalb- oder Schweinefleisch 25 bis 49 Pf. Vor 150 Jahren war es natürlich noch viel wohlfeiler; denn damals kostete daS Pfund bestes Rindfleisch 1 Groschen 6 Ps., Schweinefleisch 1 Groschen 6 Pf., Hammelfleisch 1 Groschen 4 Ps., Kalbfleisch 1 Groschen 2 Pf., laut der Markttaxe, die vom preußischen Polizeidirektorium Brandenburg genehmigt war. Notizen. — Die Verwaltung der Berliner Schiller« Theater hat mit Rücksicht auf die eingetretene und noch sich steigernde Lebensmittelteuerung dem technischen Personal eine fünf- prozentige Lohnerhöhung zugebilligt. — Das neue Schauspielhaus am Nollendorfplatz wurde an den Münchener Dreimaskenverlag verpachtet. Künstlerischer Leiter ist Gustav C h a r l ö. Ende September soll die neue Spiel- zeit beginnen. Damit dürfte wohl auch die Frage, ob die bisherige Direktton Halm das Heft in Händen behält oder nicht, endgültig er» ledigt seilt. Das ginge schließlich noch hin. Die kWnlich« Rache b«S Nnkrr- lnehmers mag vim einzelnen oft schmerzlich genug empfunden wer. den. sie ist es aber nicht allein, die dem Vertrauensmann die Arbeit im Dienste der Organisation erschwert. Welche Mühe, wieviel Ge- duld und Ueberreidung, wieviel von der jedem Funktionär so knapp zugemessenen Zeit erfordert die Anwerbung neuer Mitglieder, da? Kassieren der Beiträge, die Agitation für unsere Versammlungen und Veranstaltungen, die Entgegennajhme, Weiterleitung, fach» gemäße Erledigung all der vielen Wünsche, Fragen und Be- schwenden der Mitglieder, die Aktionen in der Werkstatt, für deren günstigen Ausgang der Vertrauensmann sich mitverantwortlich fühlt! Welch aufreibende Arbeit leistet nicht oft der Vertrauens- mann, dem mehrere Aemter übertragen wurden? Unseren Gegnern ist diese Hingabe für die Sache der Arbeiterschaft schon immer ein Rätsel gewesen.„Du schadest Deinem Fortkommen und Demer Familie, ruinierst Deine Gesundheit, Du setzt Dich unnütz Ge- fahren aus, Du wirst keinen Dank, keinen Erfolg davon haben", so wird der Vertrauensmann von den verschiedensten Seiten, oft auch in der eigenen Familie, dearbeitet. Oder ist eS nicht so? Aber der richtige Vertrauensmann fragt nicht danach, was ihm seine Tätigkeit nützt, wie eS ihm ergehen wird. Er steht auf einer höheren Warte. Er fragt nur, was feine Tätigkeit den Berufs- genossen, der Allgemeinheit nützt oder schadet. Man kann das ver- schieden nennen: Selbstlosigkeit, Hingabe, Eifer oder Nächstenliebe. Immer wird das die Erklärung dafür fein, daß der Vertrauens- mann stets ein guter und pflicytbewußter Mensch ist. Je stärker unsere Partei- und Gewerkschaftsbewegung wird. desto mehr wird die Tätigkeit der Funktionäre der zusammen- haltende Kitt. Wo die Freude und Hingabe durch kleine Ränke und Gehässigkeiten getrübt wird, vermindert sich der Fleiß und die Liebe zur Arbeit. Es entsteht Verdruß, und das Amt wird ab- gegeben. Die Angestellten haben unter ähnlichen Unzuträglichkeiten zu leiden. Es gibt Leute, denen eS gewissermaßen ein Sport ist, gegeN die„Beamten" zu hetzen. Das sind die ewigen Nörgler, die vor lauter Kritisieren nicht zu praktischer Tätigkeit kommen. Sind durch Versehen, Mißverständnisse usw. Differenzen entstanden, so schreien sie in der nächsten Versammlung über die„bösen Be- omten". Statt sich mit diesen in Verbindung zu fetzen, um in kollegialer Weise eine Verständigung anzustreben, bedienen sie sich kleinlicher Schikannen, die den Angestellten die notwendige Lust und Liebe zur Arbeit zu nehmen geeignet sind. In unseren Organisationen mutz gegenseitiges Ver- trauen herrschen. Wer dieses leichtfertig untergräbt, der handelt gegen die Interessen unserer Bewegung. Daher darf auch die notwendige und verantwortungsvolle Tätigkeit unserer An- gestellten Micht unnötig erschwert werden. Es handelt sich dabei natürlich nicht um die Ausschaltung jeder Kritik, fondern nur derjenigen, die nicht getragen ist von parteigenössischem Geiste und von der Absicht der Verständigung. Der„Luftkriegswagen" übertrumpft? Ein Depeschenbureau meldet aus Brüssel: Eine neue Erfindung auf dem Gebiete der Aviatik. Ein belgischer Ingenieur, Mitglied des Luftschiffersyndikats, hat nach längeren Versuchen einen neuen Schwebeapparat erfunden, der es gestaltet, sich direkt vom Boden in die Lüfte zu heben und sich schwebend in beliebiger Höhe ohne Ge- fahr zu halten. Der Apparat kann sich nach allen Richtungen hin fortbewegen. Dieser neuerfundene Mechanismus ist mit Leichtigkeit an jedem Flugapparat anzubringen. Kannten wir schon für die Richtigkeit der sensationellen Meldung der„TSgl. Rundschau" üb« de« von einem alten preußischen Offizier konstruierten.Lustkriegswagen" keinerlei Gewähr übernehmen, so müssen wir erst recht hinter diese nicht allzu wahrscheinliche Mel- dung ein Fragezeichen setzen. Diebische Wallfahrer. »Kinder, betet, die Schweden kommen I" hieß eS einmal in deutschen Landen. Diese Zeiten sind heute vorbei. Aber eS gibt immer noch Züge, bei deren Austauchen den Bauer gemischte Ge- fühle beschleichen. Der Bauer ist ein mißtrauischer Bursche, der sich durch heilige Gesänge und fromme Anstalten nicht blenden läßt. Er kennt seine Leute.»Schüttle die Bäume, die Wallfahrer kommen I" sagt denn auch der Bauer der'Rheinprovinz dem Nachbar, der etwa noch in dem Wahne leben sollte. Leute, die wallfahrten, nähmen einen übermäßigen Respekt vor dem Eigentumsprinzip mit nach dem Wallfahrtsorte oder brächten gar ein solches mit nach Hause. Alljährlich wird um diese Zeit in katholischen Gegenden über die Ob st dteb stähle der Wallfahrer geklagt. In diesem Jahre scheint eS besonders schlimm zu sein, denn ein katholisches Blatt, der»Trierische Volksfreund", das allerdings in bäuerlichen Kreisen viel gelesen wird, zieht in seiner Montags- nummer öffentlich gegen die frommen Wallfahrer vom Leder. Wir erfahren aus der Notiz allerhand erbauliche Dinge. Doch lassen wir den„Volksfreund" selber reden. Er sagt: »Jetzt beginnt die Hauptwallfahrtszeit nach Clausen sein Wall- fahrtsort im Pfälzischen) und somit e i n e schlimme Zeit für das Ob st an der Straße. Ein einzelner Apfel wird nicht vermißt, aber manche Wallfahrer sind unverschämt. Auf dem Heimwege werden Körbe, Taschen, Schirme, auf- geschürzte Röcke und dergleichen voll gemacht. Mit dem Fall- obst sind viele nicht zufrieden. Einer läuft voraus und stößt die Bäume an, die andern raffen. So geht's in jedem Herbste, trotzdem schon viele solcher Obstdiebe un° liebsame BekanntsSaft mit der Polizei machten und das gestohlene Obst schwer bezahlen mußten. Von Leuten, die nach Clausen wahlfahren, sollte man er« warten dürfen, daß sie nicht unterwegs stehlen, sonst bringen sie dem lieben Gott ein größeres Opfer, wenn sie zu Hause bleiben." Ei, eil Daß die stammen Wallfahrer ein gottgefälligeres Werk tun, wenn sie zu Hause bleiben, das hätte ihnen mal ein anderer sagen sollen! Da hätte eS geschnappt gehabt! Die New D orker„Obrigkeit". Der Verzweiflungskampf der New Forker PolizeigeKaltigen um ihre Existenz führt zu immer amüsanteren Situationen. Die Untersuchung wegen der den Polizeioffizieren gewährten Schmier» gelder hat den Verdacht aufkommen lassen, daß auch der jetzige New Dorker Polizeichef Waldow an der unglaublichen Korruption finanziell beteiligt ist. Größere Wahrschein. lichkeit gewinnt diese Vermutung durch die Tatsache, daß Waldow wiederholt versucht hat. die richterliche Untersuchung und Auf- hellung der Mordasfäre Rosenthal und ihrer Begleiterscheinungen zu durchkreuzen. Wie eine Telegramm meldet, bemüht sich der Bürgermeister Ga y ne r, den Chef der New Uorker Geheimpolizei F l y n n für den Posten des Polizeipräsidenten zu gewinnen._______ Polizeipräsident Waldow veröffentlicht nun als Antwort auf das� Hääwueg Vorgehen gegen ihn«kn« Liste alker Beflßer von Spiel. Höllen und Freudenhäusern, die er kennt. Die Ver- öffentlichung dieser Liste hat eine große Sensation in der New Darier Gesellschaft hervorgerufen, denn sie enthält die Namen sehr angesehener New Dorker Bürger, u. a. sogar solch« von M i l l i o. nären, Richtern, Offizieren und Börsenleuten, die als Besitzer von Spielhöllen und Freuden» Häusern bezeichnet werden. Eine Judenhetze. Laut BlSttermeldungen hat in Petrikau ein Pogrom gegen die Juden stattgefunden, weil ein Dienstmädchen die Lüge verbreitet hatte, daß ihre Dienstgeberin, die Frau des Kaufmanns Gerber, einen Ritualmordversuch anihrunternommen habe. Das Lokal Gerbers' wurde vonf der wütenden Volksmenge voll« st ä n d i g z e r st ö r t. Die Familie Gerber konnte von der Polizei nur mit Mühe vor dem Erschlagen gerettet werden. Sodann zog die Volksmenge in das Innere der Stadt und plünderte samt- liche jüdische Geschäftslokale. Die Ruhe konnte nur mit Hilfe von Militär, das von der Waffe Gebrauch machen mußte. wiederhergestellt werden. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vor« genommen. Unter den Juden herrscht große Erregung, da eine Wiederholung der Exzesse befürchtet wird. Kleine Notizen. Absturz in den Alpen. Der Sohn des bekannten Bergführers und Gastwirts Dong ist vom Teufelsgrat abgestürzt. Die Leiche konnte noch nicht gefunden werden. Furchtbares Unglück an der Mähmaschine. In Dreiähren bei Saarburg wurden zwei kleine Kinder, ein Junge und ein Mädchen, von einer Mähmaschine erfaßt, mit der ihr Vater im Hafer arbeitete. Dem Knaben wurde der Kopf vom Rumpfe ge» trennt, dem Mädchen ein Arm und ein Bein abge« schnitten. Infolge des großen Blutverlustes starb das Mädchen aber nach einer Viertelstunde ebenfalls. Di« Furcht vor dem Pulver. Wie wir seinerzeit berichteten, hatte bei einer Panik an Bord des französischen Kriegsschiffes „Vörtö" fast die ganze Besatzung daL Hasenpanier ergriffen. Jetzt sollen 60 Offiziere und 100 Matrosen wegen der Vorgänge bestraft worden sein. Auf der englische» Station Bauxhall ereignete sich gestern morgen ein Eiscnbahimnfall. Eine Maschine stieß auf das Hinter- teil eines Zuges, der von Aldershot gekommen war, auf. Sechs Wagen wurden vollständig zertrümmert. Eine Person soll getötet und 30 bis 40 verletzt worden sein. Eingegangene Vruchfdmtten. 9. Jahresbericht 1911 de« Soziale« Musenm. Herausgegeben vom Vorstand�„Soziales Museum", Franksurt a M. Brot oder Geld? Studie von W. Haedicke. 40 P. HephaestoS« Verlag, Homburg. Protokoll der 11. Generalversammlung des Dentschen Textil arbeiterverbandes. Stuttgart 1912. 2Sl S. B. Hübsch, Berlin, An- dreasstr. St. Die Alkoholgefahr, ihre Ursache«««» ihr« Bekämpf«»«, nebst» Die alkoholischen Getränke und ihre Besteuerung. Von Emanuel Wurm. Broschiert SV Ps.— Jahresbericht der Sandesorganisation und der 3 sozialdemokratischen Vereine in Hamburg 191/11». IL» S.— Geschäftsbericht 1911/1» der Zentraltommisfion für das Arbeiter» bildnngswese« von Hamburg-Altoua. SS E. Verlag E. Dubber in i e» vi/ V!/ vi/ (1) 9 v» te> <>> «»»»ssss Unserem lieben Freunde und Genossen, dem BezirkSsührer Karl Eck und Frau die herzlichsten Glückwünsche zur silbernen Hochzeit l vi« Ganoseen das Bezirks 365 I. Die Funktionare der 33. Abteilung. 36A «sssssssssseeHN »ak ad Todes-Anzeigen Zentralveriianil der Masebinisteo und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschi. Verwaltungsstelle GroB-Berlin. Todes- Anzeige, Am Mittwoch, den 2». August. verstarb plötzlich unser langjähriges Mitglied, Kollege l(3rl Nesse. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonn- labend, den t. September, nach» ! mittags 5 Uhr, von der Leichen- s halle des Neuen Jakobi-Kirch- ioses, Neutölln, Hermannstraßc, tcke Warlheilraße au» stall. Nege Beteiligung erwartet 'UO/? Die OrtSverwaltung deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stock- arbeit er krsn? Hartmann im Alter von 45 Jahren ge- jtorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 31. August, nach- mittags ö>/, Uhr, von der Halle des Äuserslehungs-Kirchhose» in Wrißensee aus statt. 83/16 Die Odsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes-Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Lmü Lange am 26. d. Ml«, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 30. August, nach- mittags i'l2 Uhr, von der Leichen- Halle des Kreuz. KtcchhoseS in Mariendors, Eisenacher Straße. aus statt. - 123/10 Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß am 26. d. Mts. unser Kollege, der Former Lrick Tetzlaff gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 31. August, nachmittags 6'/, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Fried- hoseS in der Seeftraße aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Max Möbis gestorben ist. Ehre ihrem«ndenren: » Unser Mitglied, der Kollege Ulbert Nielsen ist in Nikaragua(Amerika) er- morde! worden. Der Kollege Nielsen war in Berlin längere Zeit Mitglied der Ortsverwaltung und leitete einen Bezirk im Nor- den Berlins. Seine Zuschristen bewiesen uns, daß das Interesse des Kollegen Nielsen für unsere Organisation auch in der Ferne nicht erloschen war. Wir werden sein Andenken in Ehren hatten. Deutscher Mctallarbeiter-Berbanb. Ortsverwaltung Berlin. Iferiiand derHiit-ii.Filzwareii- Arbeiter und-Arbeiteriiinen Ortsverwaltung Berlin. Am 23. August verstarb nach kurzen Leiden unsere langjährige Kollegin Mtartba Sehonbeim an einer Operalion. Ehre ihrem Andenke«! 7S/0S Sie Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Julius Bibergehl sage ich allen Freunden und Bekannten, dem Deutschen Metallarbeltcrverband, dem sozialdemokratischen Wahwerein, dem Verein der Pächter„Kolonie teimai" sowie den Kollegen der irma Baum u. Sohn meinen lies- gesühlten Dank. 13A Weißensee, 28. August 1S12. Witwe«uua Bibergehl u. Sdrder. r** Achtung! Achtung! l. Zrptdr. ! Wittenau, findet in den Germania- Prachtsttlen> ; Grofle Prämiierung statt. Außerdem ist aus dem Platz vor dem Lokal für Kinder- bewftigungen, wie Karnfiell, Würfelbude, Hoppla Hopp-c. gesorgt. Außerdem ist sür Tonnabend, iU. August. und Sonntag. 1. September, vor dem Lokal. während des Rundfluges um? � Notiaudungssttlte eingerichtet. 43b Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, ÄTu 10—2. 5— 7. Sonntags 10— 12. 2—4 NiiliDl � 7" Riegenformat, frei Gelass jeder Etage, M. 8,25 pro 1000, ersten Seoftenberger Marken voll gleichwertig. 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Binde, Reichenberger Straße III Schulze, Forster Straße 17. Gaida, Wiener Straße 49. Mix, Skalitzer Straße 59 o. Engel, Oppelner Straße 47. Erundmann, Pücklerstr. 29. Lier, Naunynstr. 9. Merkowski, Andreasstr. 26. Boeker» Weberstr. 17. Wahlberechtigt ist nur das Mitglied, welches bis zum Mai d. I. seine Beiträge entrichtet hat. burea» Die >ie Wahlzeil beginnt um 8 Uhr vormittags und endet um 1» Uhr mittags. Da« Zentral-Wahl- befindet sich bei Paul Hoffmaun, KöutgSberger Straße»8. Der Vorstand. Königin von XABA Gamnlieii fiändarbell Die neue GeschmacKsrichtungt „RornlrancK" mit„Aecht F rancK" gibt ein intensiv dunKles Kaffeegetr&nK von sehr feinem und Kräftigem CeschmacK. 651 £einen?eber Verlw S, köllmscher Aischmartt 4-S-S Fora, tt« Fora IM Einsegnungs-Änzuge in schwärz und blau Fora: »»»»»,»»»»«», Blauer Cheviot.......... Blauer Cheviot, gute Qualit&t Schwarz Kammgarn Schwarz Ripakammgam Sehr haltbarer blauer Cheviot Schwarz Kammgarn Qualität I» Blauer Meltou.......... 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Mitgliedsbuch legsttmiert. lZlültts KSiiZö-AllssLiiiaLbiessI In« Mttdvn. 4üb* Täglich frische Gänse p.Psd. 80 Pf. GänsekleinSö Pf., Stüctcnflei jch 70 Pf., Gänsekeulen 70 PJ., Liesen 180 Pf., Hautsett 90 Ps., Rümpfe#. 3 M. an. Frau W. Schöning, AnDeflStr.22. B AAVcrlheun B Leipziger Str. 126— 30 132— 37 König. Str. Rosenthaler Strasse Solüeit Vorrat f Oranien-Strasse "Kakao 11. Schokolade Fleisch waren Billige Lebensmittel G* m. b« ti* �Zusendung ausgeschlossen! Versand-Abteilung: Berlin W. 66, Leipziger Strassa 132-137 Die Firma A. WERTHEIM hat zu ahnlich lautenden Finnen keinerlei Beziehung Deutscher Kakao 65, 83 pr. 1.00 Holland. Kakao prund 1.50, 2.00 Haush.-Schokolade 70,80,95 pc Block-Schokolade.. ptund 80 pt. * Fleisch Roastbeef m. 1.10, Khnnocch.l.40 Schmorfleisch...?». 95 pr. Rinderkamm.'m 85 pr. Pökelzunge... prund 1.25 Dicke Rippe... prund 85 pr. Schweinefilel.. prund 1.25 Frisch. Schinken'Sund 90pr. Schweine-Koteletts prd.95 pr. Schweinekamm, prund 90 pr. 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Gänse-Rümpfe stet 3.50 m« 4.50 Gänseleber....... stock 45 pr. Junge Hühner stet 45 pf. tu 1.85 Tauben........ 35 bis 75 pf. Junge Enten r.,. 1.45 bis 2.75 Rebhühner....... stock 73 pf. Wildenten.. stock 1.25 bis 1.75 Theater und Vergnügungen nun D00 □□□ Freitag, 30. August 1912. Ansang 7'/, Uhr. Kgl. Opernhaus. Der Waffenschmied. «gl. Schauspielhaus. Per grobe König. Prater. O diese Berliner. Ansang 8 Ubr. Urania. In den Dolomite«. Deutsches. Penthesilea. Leising. Nosenmoniag. Berliner. Giotze Rosinen. «öniggräher Strafte. Die siins Frantsurter. «leineS. Der Unverschämte. Der Arzt seiner Ehre. Lotlchens AebnrtStag. Neuro. Der liebe Augusttn. LnstipiolhanS. Sw Königreich m. b. H. Schiller v. Der Kompagnon. Schills,. itbariottenhura. Die Lokalbahn. Die Medaille. Friedr.< Wilh. Schauspielhaus. Die feusche Susanne. Thalia. Autoliebchen. Herrnseld. Wie man Männer bessert. Die Original-KIabriaS» Partie. Trinno». Die Briestasche. Sin peinlicher Zwischensall. Der Dieb. Reichshallen. Stettiner Sänger. Die Macht der Töne. Mmun»,. Schwindelmeier u. To. Wintergarten. Spezialitäten. Apoll». Svezialitälen. Paffage. Spezialitäten. Easino. Der Großsürst. Aniang�Sss�Uhr. NrurS Schausvielvaus. Sylvester Schässer. Der ertaust� Gatie. Ein wenig Musit. Rose. Die goldene Eva. FolicS Caprice. Parisiana« Ensemble. Walhalla. Nur nicht drängeln. Ansang 8.20 Uhr. Luisen. Der oersloffene Reßdors. Ansanc 8'/, Uhr. «ammersptele. Mein Freund Tedby. Ansang 10 Uhr. Admiralspalast. Eisballett: Jvonne. »» Sternwarte. Jnvalidenstr. 67—62. Schiller-Thealer 0.1S: Freitag, abend» 8 Uhr: Der Kompagnon. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Zopf und Schwert. Sonntag, abends 8 Uhr: Kacbruhm. Schiller-Thealer Chabrü?r Freitag, abends 8 Uhr: Oia Lokalbahn.— Die Medaille. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Gefährtin— Paracelsua. Der grüne Kakadu. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld Sonntag, abends 8 Uhr: Die Lokalbahn.— Oia Medaille. EE Zeniralverband der Dachdecker und veno. Berujsgenossen Deutschlands Filiale Berlin. Sonnabend, den 31. Augnst 1912; 23. Stiftungsfest in Kliems Festsäle, Hasenheide 14/15 unter Mitwirkung des„Berliner Ulk-Trios", des Gesangvereins),Melodia"-Neukölln u. a. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Die Kaifeeküche ist von 4 Uhr nachmittags geöffnet. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Große Rosinen. Sil Abends 8 Uhr: Die 5 Frankfurler. Ktjidtiiz-Thküill. Wiedereröffnung Sennabend, den 31. August, 8 Uhr: Der Herr vou Dr. 19. Schwant in 3 Alten von Kcroul und Barrä. DsMsz Schauspielhaus (Komische Oper). Sonnabend, 31. Aug. u. folg. Tage; Egmont. Trianon Theater. Ansang 8 Uhr.»lvie Brieftasche". »Ein peinlicher Zwischenfall". »Der Dieb«. Nenes Theater. Abends 8 Uhr: Der liebe Augusti«. Operette von Leo Fall. Relchstmllen-Thesler Stettiner Sänger, «Küf I#eaI �JP Die Macht pM der Töne. SJvfl Burleske v. Mehsel. Ansang 8 Uhr, Sonntags?'/, Uhr. Tanz-Lchtile Richard Heinrich. Dewerhachaftshans, JEngelnfcr 15. Jeden Sonntag von 3—6 Uhr Jeden Dienstag von 8—11 Uhr Aufnahme neuer Schttler.== 38941, Telephon: Richard Heinrich Neukölln 406. Hochachtungsvoll ard Heim Wulchselstr. 8, vorn III. OSE=THEATE Kroge Franksurler Str. 132. Die goldne Eva. Ansang 3'/, Uhr. Aus der Garienbühne: Juhu! Es ist erreicht! Gr. Revue. Bereinen, Gewerkschaften und Schulen empfiehlt sich das ftestanrant Wald-3dyH ——— Schmöckwitz f. d. 9Iark.—— Ausschank von Schultheih-Bieren.— Anerkannt gute Küche. * Jnh.: Ernst Noact. Telephon: Zeuthen 31. rSonDAbcDd, den 51. Augiut er, •NM M Uk 1 Schüler- o-Miiil&rvor st dlun�cD •w•(Ar« Festvorttclhm�en lahmf des"--- rmfmnani IThcodor Körner K. hcjJxAc potriotüchca Kolou«!• Qcm&lde 1500 Darsteller danmler da» L GArde-Dratoner- Regiment in hUL UnNormienmtf >«ctMate Bertin er Prcw oad dk rtelOM». Meisterwerk der Inszcoicrun�skunal begeistertes Lob. Metropol-Theater. Imeler& Phant.-musif. Komödie in 3 Akt. aus d. Engl, völlig srei bearb. von I. Freund. Muiif von R. Nelson, u. a. Tänze von W. Bishop. In Szene ges. v. Dir.Schultz. Ansang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Vorletzter Tag des grandiosen Programms Tanzphänomer Pertino Der populäre Kunstschütze Bordeverrj-. Der IVnnderpapasrel Itora I und 8 weiter» grolle Attraktionen. Wie man Männer bessert! Die Original- Klabrias-Partie Beide Sttlcke mit Anton nnd Donat Herrnfeld In den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 11—2(Theaterkasse.) Voigt-Theater. Gesundbrunnen Badstrasie 53 Heute: Der rechte Weg. Volfsstück mit Ges. u.Tanz in 3 Akten. Kasieneröffn. 10 Uhr. Ans. 4 Uhr. Voranzeige! Sonnabend, 7. Sept.): Zum Benefiz s. d. technische Personal und die HauSkellner: Robert und Bertram. Passase-Theater. Wiedereröffnung Sonnabend, den 31. August. Gastspiel sieben SpaOmacher in ihrer Kevue „Da tut sich was." FpR« (�"lOCISCHER GARTEN Täglich: Großes Militär- Doppel-Konzert. t] Eintritt 1 Hark, von abends 6 Uhr ab 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. 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J«!)«)! 1912; Em Schädiger der Arbeiterfache ist jeder, der in der Zeit der Teuernng den agrarischen Räubern noch freiwillig Schnapstribut entrichtet! Partei- Angelegenkeiten. Erster Landtagswahlkreis. Für die an der Landtags- ersatzwahl im ersten Landtagswahlkreis beteiligten Bezirke des ersten und zweiten Reichstaqswahlkreises findet am Sonntag, den 1. September, um IOV3 Uhr bei Nißle, Dennewitzstr. 13, eine Besprechung statt. Das Erscheinen der Genossen aller be- teiligten Bezirke ist notwendig. Dritter Wahlkreis, dritte Abteilung. Die Mitglieder werden ersucht, sich Sonntag, de» 1. Sep:ember, früh 8 Uhr, in den Zahl- abcudlolalen zur Flugblattverbreiuing einzufinden. Zentral-Wahlverein für Teltow-Beeskow-Storkow- Charlottcnburg. Am Sontag, den t. September, haben folgende Orte des Kreises Flugblattverteilung: Adlershof, Alt>Glienicke, Bohnsdorf, Britz, Charlottenburg, Köpenick, Friedenau, Groß- Lichterfelde. Grünau, Johannisthal, Königs-Wusterhausen, Lankwitz. Lichtenrade. Mariendorf. Mittenwalde, Neukölln. Niederlehnie, Nieder-Schönewxide, Nowawes, Schöneberg, Senzig, Steglitz, Tcmpclhof, Trebbin, Trcptow-Baumschulen- weg, Wilmersdorf, Zernsdorf, Zossen. _ Der Zentralvorstand. Ober- Schöncweide. Sonntag, den 1. September, von morgens 8 Uhr ab: Flugblattverbreitung von den bekannten Stellen aus. Die Bezirksleitung. Reinickendorf-Ost. Sonntag, den 1. September, früh: Flugblatt- Verbreitung von den bekannten Stellen aus. Strausberg. Am Sonnabend, den 31. August, abends S'/a Uhr, im Lokale von Weiß, Wilhelmstraße: Ordentliche Mitgliederveriamm- Inng. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Berichs von der Kreisgeneralversamnilung in Ladeburg. 3. Die Bedeutung der Bildungsansschüsse. 4. Abrechnung vom Sommerfest. ö. Vereins- anzclegenheiten. Der Vorstand. Nöntgcntal. Sonnabendabend und Sonntag früh: Flugblatt- Verbreitung. Die Genossen weeden ersucht, sich hierzu beim Genossen Moritz Müller, Äaiser-Wilhelm-Straße öS, einzufinden. _ Die Bezirksleitung. Berliner JVacbricbten. Die Säuglingssterblichkeit hat in Berlin sich in diesem Sommer auf mäßigerer Höhe gehalten als im vorjährigen. In dem vorjährigen, ungeivöhnlich heißen und trockenen Sonimer war unter dem Einfluß dieser Witteruugsverhältnisse die Zahl der Säuglings- stcrbefälle sehr beträchtlich gestiegen. Der diesjährige Sommer, den man zu den kühleren rechnen muß, hat die Säuglings- sterblichkeit wieder jmf ihr„normales" Maß gebracht. Die alljährlich in den Sommermonaten wiederkehrende Mehrung der Säugliiigssterbefälle hatte im vorigen Jahr erst in der zweiten Hälfte des Juli begonnen, und ziemlich genau um dieselbe Zeit hat sie auch in diesem Jahre eingesetzt. Im Jahre 1911 kam es dann zu einer rapiden Aufwärts- bemegung, die um Mitte August ihren Höhepunkt erreichte. Den sonst so unerfreulichen Witterungs- Verhältnissen des Sommers 1912 haben wir wenigstens das zu danken, daß diesmal im Juli und August die Mehrung der Säuglingssterbefälle bei lveitem nicht so stark gewesen ist. Sehr viel iveniger reichlich ist diesmal des Todes fnrchtbare Ernte ausgefallen: bej Unterschied beträgt beispielsweise für den vierwöchigen Zeitraum von etwa Mitte Juli bis Mitte August rund ein Vierteltausend Säuglingssterbefälle. Von Kindern des ersten Lebensjahres starben in den vier Wochen dieses Jahres 639, während in demselben Zeittaum des vorigen Jahres 886 gestorben waren. Es ist zu wünschen, daß der Spätsommer und der Herbst uns trockenes und warmes Wetter bringen. Aber hoffen muß man, daß nicht in der Säuglingssterblichkeit der September zum Teil noch nachholt, was im Juli und im August uns erspart ge- blieben ist._ Das neue städtische Fürsorgeamt für entlassene Geisteskranke, für das die Stadtverordneten vor länger als Jahresfrist eine erste Rate von 20 000 M. bewilligt baben, ist vor mehreren Monaten in Kraft getreten. Was über seine Tätigkeit in die Oeffentlichkeit dringt. ist wenig befriedigend, wenn auch von städtischer Seite angegeben wird, daß die bisher gemachten Erfahrungen, obwohl„nicht allzu reichlich", befriedigende seien. Es ist richtig, daß die neue Art der sozialen Fürsorge einen Versuch darstellt. Denkt man aber an die notorische hochgradige Notlage, in der sich außerordentlich viele che- malige Jrrenanstaltsinsasien unmittelbar nach der Entlassung be- finden, eine Notlage, die oft jahrelang anhält und durch das Vor- urteil gegen Geisteskranke genährt wird, so will es doch scheinen, als ob die leitenden Persönlichkeiten des FürsorgeamteS etwas zu vorsichtig und bureaukratisch verfahren. Es wird zugegeben, daß bisher nur eine ganz beschränkte Anzahl entlassener Patienten, die von dem Direktor der Irrenanstalt Herzberge ausgewählt wurden, dem Fürsorgeamt überwiesen worden sind. Schon diese Auswahl durch einen oberleitenden Psychiater ist eine recht bedenk« liche Sache. Psychiater haben trotz mancher Gelehrsamkeit gerade für die Anforderungen, die das praktische Leben stellt, sehr häufig nicht den besten Blick. Gewiß soll der Psychiater ein Wort mitreden. aber die Auswahl derjenigen Personen, die überhaupt zur Unter- stützung als geeignet angesehen werden, sollte nicht ihm allein über- lassen bleiben. Besonders starke Klage wird darüber geführt, daß das Fürsorgeamt vorläufig nur für solche Entlassenen eintritt, die aus der Anstalt Herzberge entlassen sind. Wir kennen Fälle, in denen unterstützungsuchende, schwer notleidende ehemalige Patienten aus anderen städtischen Irrenanstalten abgewiesen worden sind, weil sie nicht in Herzberge waren. Das ist denn doch eine Härte, die dem sozialen Gedanken widerspricht und mit der Bedeutung eines Versuches wohl schließlich nichts zu tun hat. Sie kann nur damit erklärt werden, daß sich eben der Direktor der Austalt Hcrzberge die Aus- wähl der zu Berücksichtigenden vorbehalten hat und diese Auswahl nicht treffen will bei Patienten, die nicht in seiner Anstalt waren. Für die Entlassenen ans Dalldorf und Buch besteht also die alte Misere nach wie vor. Im Gegensatz zur Anstalt Hcrzberge, die bei der Eutlaffung 2v Pf. Fahrgeld gibt, erhält der aus Dalldorf Entlassene allerdings drei Mark, aber auch ein Taler ist für solchen Menschen, der sehr häufig nicht mal Obdach hat, von Arbeit ganz zu schweigen, ein Tropfen auf den heißen Stein. Früher standen dem Leiter der Dalldorfer Anstalt, Geheimrat Sander, größere Unterstützungsfonds zur Verfügung, und es muß anerkannt werden, daß Geheimrat Sander hiermit ziemlich freigebig war. Während der letzten Jahre ist aber auch in dieser Beziehung eine erhebliche Aenderung eingetreten. Die Ver- waltung der Unterstützungsfonds ist auch auf Herzberge über- gegangen, und seitdem klagt man lebhaft, daß an dieser Stelle das Untcrstützungsrecht in der knauserigsten, unsozialsten Form gehand- habt wird. Gerade Herr Moeli hat in seiner Anstalt alljährlich mit Tausenden von Trinkern zu tun, und es besteht gegen diese Alkoholistenkreise eine gewisse und verständliche Voreingenommen- heit, die aber nicht so weit gehen darf, sich den Blick durch Ver- allgemeinerungen ttüben zu lassen. Viel wichtiger als Geld- Unterstützung ist natürlich der möglichst schnelle Nachweis von Wohnung und Arbeit. Weshalb auch mit dem Wohnungs- und Arbeitsnachweis zunächst nur die ans Herzberge entlassenen Patienten bedacht werden sollen, ist wirklich nicht einzusehen. Die Gedächtnisfeier für Emma Ihrer, die am Sonntag, den 1. September, auf dem städtischen Friedhofe in Friedrichsfelde statt- findet, muß in Ergänzung unserer Mitteilung vom Dienstag bereits um ö Uhr früy beendet sein. Die Teilnehmer werden des- halb um recht frühzeitiges Erscheinen gebeten. Vergiftung durch Methylalkohol. Obgleich die große Giftigkeit des Methylalkohols jetzt doch wohl überall genügend bekannt geworden ist, kommen immernoch tödliche Vergiftungen durch ihn vor. So verstarb kürzlich im Kreiskrankenhause in Neinickendorf ein dort aufgenommener Schriftsetzer, der als starker Trinker und Raucher bekannt war, zwei und eine halbe Stunde nach seiner Aufnahme. Das Er- gebnis der Obduktion war. wie Dr. v. Schlichting in der „Med. Klinik" mitteilt, daß schwere Veränderungen des Magens durch die Wirkungen des Giftes stattgefunden hatten, das im Magen gefunden wurde und das als Methylalkohol iden- tifiziert werden konnte. Es wurde festgestellt, daß der Mann an seinem Todestage in seiner Stammkneipe, nachdem er Hering gegessen„schlesischen Korn" getrunken hatte, in dem sich Methylalkohol nachweisen ließ. Im übrigen wich das Ergebnis der Sektion von den Scttionsergebnissen der nach den Weihnachtsfeiertagcn verstorbenen Asylisten nicht ab. Der Fall, zeigt, daß Methylalkohol auch für einen chronischen Alkoholisten ein tödliches Gift ist, und daß die Aufsicht über die Spirituosenhändler und-fabrikanten in dieser Hinsicht noch weiter nötig ist._ In der Säuglingsfürsvrgcsiellc l findet im September wieder unentgeltlicher Unterricht in Säuglingspflege mit praktischen Uebungen statt, wöchentlich einmal, Meldungen schriftlich pder mündlich von 2— 4 Uhr im Bureau des Kinderhauses, Blumenstr. 37. Horte für Hilfsschüler. Bei Eintritt in die kühlere Jahreszeit sei auf die vom Erziehungs- und Fürsorgeverein für geistig zurück- gebliebene 11 �halb bd.! 14 Svcttcrproguoie für Freilag. den 30. August 1912. Eitras wärmer, zunächst viclsach heiler bei lebhaften südlichen Winden, später zunehmende Bewölkung, ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wclierbureau. Wafirrstands-Nachrlchte» der Landesanfiall sür Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Wasserstand M e m e l. Tilsit P r e g e>. Jnslerburg Weichsel. Thorn Oder, Ratibor , Krassen . Frantiurl Warthe, Schrimm , Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Leihneritz . Dresden , Barby . Magdeburg ')+ bedeutet Wuchs.— Fall.—•) Unterpegel. mdtc Itii Ackerstr. 29, Slogner Ackerstr. 81, Welk Adalbertstr. 64, Eckert Sldalbcrtstr. 96, Grund Adalbcrlstr. 98, Schmalisch Slbmiraljli'. 36, SaioioraMi Amsterdamer Etr. 3, Seguwski Belsorler Str. 8, Lau Bellcrmannsir. 88, Diüllcr Bellermannstr. 95, du Maire Beramamislr. 112, Martini Berlichingenstr. 6, Reihe Berlichingenstr. N, Jobannsen Bernauer Str. 18, Kosch Beusselitr. 8», Bormann Bcussclilr. 47, Hasselbarth Beusjelftr. SV. PeterS Beussclslr. 84. Riiler Birtenstr. 44. Krüger Blumcnstr. 54, Töpser Bocckhslr. 50, Hanne Bödikerstr. 3, Stephan Böttgcrstr. 2, Münzbcrg Boppstr. 8, Liebenau Lornemannstr. 4. Dirschka Bornholmcr Str. 3, Dowe Boriiholmcr Str. 9a, Degncr Bo;bagener Str. 27, Berger Boxhagener Str. 31», Ändert Bo�hagencr Str. 42, Schuster Brcslauer Str. 11», Strock« Britzer Sir. 14, Schreiber Brunnenstr. 92. Wirih Brüsseler Str. 36, PaaS Brüsseler Str. 43, Klappftein Brüsseler Str. 46. Hepermann Bultmannstr. 8, Knuth Cadiner Str. 8. Scholz Cediuer Str. 17, Fröhlich Carmen-Sulvastr. 153, Döhrtng Choriner Str. 28, Bunge Ebrislianiastr. 124, Langner Cbriilincnstr. 26, Schilling Cbrislincnstr, 35, Schmidt Eulnislr. 26, Hagen Cuvryslr. 8, Böhm Cuvrystr, 23, Reinicke Cuvryitr, 34, Rosental Cuvrystr. 41, Schröder Danzigcr Str. 31, Zickert Dricicner Str. 4, Dommisch Dricsciicr Str. 7, Nissel Driescncr Str. 11, Dommisch Dronthclmer Str. 20, Manicwtki Tuiickcrstr. 11, Braatz Ebclingslr. 16, Bogel Ebertystr. 42, Scholle Ebcrtyslr. 47, Drechsler Elbinger Str. 6, Riedel Elbingcr Str. 18, Ncumcister Emdener Str. 19, Klatsch Emdener Str. 25. Burdack Engeluser 4», Krüger Eugelufcr 17, Prcnzcl Erasm usslr. 9, Hehn Ererzicrstr. 2», Jacob Exerzierstr. 11, Koch Exerzicrslr. 21». Leonbardt Falckensteilistr. 29, Zaebwci Falckenslcinstr. 45. Chmilewsk Fehrbclliner Str. 26, Moritz Fennsir. 16, Pose Fennstr. 52, Schmidt Fortlcrstr. 2, Witt Forslerslr. 43, Gand Frcicnwalder Str. 4, John Fricdcbe'.ger Str. 11, Janzen Fricdenilr. 38, Bcdnarcl Friedrichsberger Str. 5, Rocher Fricdricksscldcr Str. 18, Bölle Friedrichssclder Str. 31, Fleijchcr Fruäitslr. 31, Messerschmidl Fruchtstr. 43, Gcelhar Fruchtsir. 56, Wille Fürstenbcrgcr Str. 12, Stier Gabclsbergcrslr. 6, Puple Gartcnsir. 54, Kappe Gartenstr. 69, Kirchner Gaudyslr. 12, Kamvwsli Gcrichtstr. 19, Engel Gcrichtslr. 46, Freibube Gcrichtstr. 89, Schilling Gcrichtslr. 82. Eickhoff Glcimslr. 2, Anktam. Glctmstr. 5, Nowotny Glogautr Str. 18, Nchrke Glogaucr Str. 24, Handro Glogauer Str. 32, Krause Görlitzer Str. 34, Klose Körlltzcr Str. 41, Scholz Görlitzer User 1, Grade Gormannstr. 12, Schönke Go'mrannstr. 25, Lorbeer Kotzlerstr. 17, Katzera Gräsestr, 9, Katben Grcisenhagener Str. 33, Neye Grünauer Str. 4, Kohle Grünauer Str. 34. Schulz« Grünthaler Str. 13, Kolberg Grünthalcr Str. 35, Koch Guineaslr. 7, Münchow Gubener Str. 48. Pretz Grotze Hamburger Str. 16, Meifert Hausburgstr. 3, Dammick Hausburgstr. 15, Fenzlaff Heidenscldstr. 16, Marx Hennigsdorfer Str. 1, Brauns Hochstr. 33. Lotb Neue Hochstr. 16, Janitzki Hochstädter Str. 17, Krctschmer Höchstestr. 41, Zacharski Holzmarktstr. 66, Hoyotza Hussitenstr. 45, Henke Hussitenstr. 79, Ebell Huttenstr. 25, Wolgast Huttenstr. 36, Miehlke Huttenstr. 62, Grosch> Hübnerstr. 8, Beil slagowslr. 22, Voigt Iabnstr. 21, Heise Kameruner Str. 53, Barthel Kastanienallee 15, Busse Kochhannsir. 16, Zipprtch Kochhannstr, 28, CieslinsN Kochhannstr. 49, Wölfling Koloniestr. 36, Börtel Koloniestr. 68, Weber Kopenhagener Str. 76, Warney Kopernikusftr. 2, Peters Köpenicker Str. 48. Robbe Koppenslr. 39, Gellbrecht Korsörer Str. 5. Jde Korsörer Str. 15, Göde Kotibuscr Str. 21. Makowskt Krautstr. 33. Seifert Küstrwer Platz 5, Dienst Kuglerstr. 44s Müller Landsberger Allee 131, Loeck Landsberger Alle« 134, Nenn Landsberger Alle« 148, Nögeli» Landwehrstr, 3, Schrolle Langestr, 89. Bärwinkel Langeitr. 192, Reinbolz Lausitzer Str. 21, Psützcnreuter Lausitzcr Str. 32. Pricmann Lausitzer Platz 12». Fielitz Libaucr Str. 14, Bonin Libauer Str. 21, Barth Lichtenberg«! Str. 15, V ergin Liebenwaldcr Str. 35/36, Prochnow Liebigstr. 2, Gendolla Licbigstr. 14, Hopmann Lindcnstr. 79, Kochmann Linienslr. 18, Maa, Lortzingftr. 8, Wittkops Lortzingjtr. 41, Witt Löweslr. 17, Fritz Löwesir. 28. Pust Lübbener Str. 23, Kellenthin Lhchener Str. 12, Potrykus Lychener Sir. 199, Schiebel Lychener Sir. 196, König Lynarstr. 15, Papensuh Maimöer Sir. 12. Kieinseldt Malplaguetstr. 23. Völler Manteustelstr. 5. Mücke Manteustcistr. 9, Fabian Manteustelstr. 16, Dieckmann Manteustelstr. 69. Röhle Manteustelstr. 68, Wolf Mauleiistelstr. 75, Cardinal Manieuffelftr. 89, Metz Mariannenslr. 53, Schober Rtarkgrascndamm 34, Jurisch Markgrasenstr. 9, Jantke Marsiliusstr. 23, Lutsche Matternstr. 4, Schwand! Memeler Str. 6. Manigk Mcmeler Sir. 23, Striepling Memeler Str. 36/37, Buchholz Memeler Str. 81, Patzer Moabit(Alt) 54. Gaedicke Moritzstr. 2, Bethge Mühlenstr. 47», Rudols Mulackstr. 26, Fröhlich Müllerflr. 58, Brandt Müllerstr. 62. Lücke Müll-rstr. 129, Dcniaer Muskauer Str. 22, Bellgardt Naugarder Sir. 3, Andersch Naugardcr Str. 9, Specht Naunynstr. 27, Mohwinkel Naunynstr. 34, Nitschke Naunynstr. 75, Beyer Norweger Str. 3, Marlin Noslizstr. 53, Schmidt Oderberger Str. 56, Grabenschroer Oppelner Str. 11, Bungel Oudcnarderstr. 36. Feuerherd Oudcnarderstr. 42, Strauß Pantstr. 7. Tbicse Pankstr. 62, Schmidt Pappelallee 9, Leuschner Pappelallec 33, Daunert Pcrleberger Str. 39, Artelt Petersburger Str. 5. Buchholz Petersburger Str. 65, Fijars» Pillauer Str. 6. Nowack Pintschstr. 29. Geelbaar Prenzlauer Allee 174, Witzig Prinzcnallee 11, Hohmann Prinzenallee 26, Zochert Prostauer Str. 3, Gomoll Proskaucr Str. 33, GniatzinSki Pücklerstr. 45, Prenzler Putbuser Str. 2, Lowack Putbuier Str. 19, Villerdeck Putbuser Str. 46, Kühn Putbuier Str. 47». Beccardt Ramlerstr. 16, Kellner Ramlerstr. 83. Dahlke Reichenbergcr Str. 51, Weniger Rdchenberger Str. 90, Kachel Reichenbergcr Str. 122, Merkel Rdchenberger Str. 162, DcIS Reuchlinstr. 7, Thiele Rhinomer Str. 5, Beck Rigaer Str. 4, Laute Rigaer Sir. 57, Baumhammel Rigacr Str. 91, Schmidt Rigaer Str. 98, Gärmer Romintener Str. 7. Westert Rominlener Str. 22. Götze Rostocker Str. 1, Tcichcrt Rostocker Str. 19, Lange Rostockcr Str. 42, BIcnke Rostocker Str. 48, KiertS Rüdersdorscr Str. 28. Schneider Rügcncr Str. 16, Köhler Rügener Str. 25, Badtke Ruhcplatzftr. 18. Boy Ruppiner Str. 24, Borowski Saarbrücker Str. 6, Gebauer Samoastr. 29, Forkel, Scheringftr. 8, Heinrich schlesilche Str. 3, v. Resten Schlesische Str. 15, Malchereck Schiiemannstr. 29, Teischow Schliemannstr. 33, Dziuba Schiiemannstr. 45, Fleischer Schrödcrstr. 1, Zeugiicr Schivelbeiner Str. 39, Saalmann Schivelbeiner Str. 44, Steinhoff Schönhauser Allee 59», Flügel Schönbolzer Str. 12, Neugebaucr Schönleinstr. 18, llngcr Schänleinftr. 28. Ebel Schönleinstr. 29, Wdgt Schönwalder Str. 2. Wisocli Schreinerstr. 8, Schlechter Schreinerstr. 29, Folleher Schreinerstr. 52, Karge Seelower Str. 12, Mehl Senefekdcrstr. 13. Niendors Sickingenslr. 7. Arlt Simeoustr. 28, Rode Simon-Dachstr. 8, Alex Simon-Dachstr. 27, Keim Skalitzer Str. 54o, Kottwald Tkalitzer Str. 73, Pongel Skalitzer Str. 89, Taubert Skalitzer Sir, 141», Blumenhagen Soldlncr Str. 17, Müller Toldiner Str. 66. Grast Soldiner Str. 76. Zacharias Soldlncr Str. 112, Vieth Sonncnburger Str. 27, Krundmann Soraucr Str. 16, Heinrich Stallschreiberstr. 59, Rinke Stargnrder Str. 14, Klafki Stargarder Str. 18. Krri Sl-itincr Str. 23. Ott« Stolpische Str. 37, Langer Strajzmannftr. 27, Weit Strausberger Str. 26, Rittenbach Strauibergcr Etr. 35, Wegcner Sirclitzer Str. 12, Jäckei Swinemünder Str. 7. Reuschcl Swtnemtindcr Sir 77, Braune Swincmündcr Str. 84, Säger Tegeler Str. 25, Reichel Tegeler Str. 33, Gebrke Templiner Str. 12, Kosjmund Thaerstr. 32. Görlitz Tilsiler Str. 12, Bcnk Togostr. 74, Baarsch Torsstr. 29, kläre Transoaalstr, 11. Seeburg Tresckowstr. 12, Lindenberg Triststr. 1. Peckel Tristslr, 49, Behrendt Ueckermünder Str. 1, Linke Usedomstr. 2, Lang« Usedomstr, 9, Lorenz Utrcchlcr Str. 19, Brockel Veteranenstr. 6, Kroll Veterancnstr, 23, PIcw Waldstr. 15, Fuhrmann Waldstr. 24, Rybicki Waldstr, 38, Achenbach Waldemarstr. 36, Gogolla Waldemarstr. 65, Schurig Waldenserstr. 12, Kinder Warschauer Str. 63, Restel Wassertorstr. 38, Kuhrmann Weberstr. 11, Brandt Weberstr. 13, Knoblauch Weidcnweg 73, Siüipner Wendcnstr. 6, Schulz Wichertstr. 154, Belhke Wiener Str. 16, Heinrich Wiener Str. 29, Salzwedel Wiener Str. 53, Lipsli Wiener Str. 56, Adler Wiener Str. 58», Okupnick Wilhelm-Stolzc-Str. 16. Bürkner Wiitstocker Str. 2, Oehlle Wittstocker Str. 8, Lück Witlstocker Str. 29, Hostmann Wörther Str. 26, Lublow Wrastgelstr. 2l, Rütz Wrangelstr. 67, Schinke Wrangclstr, 89, Pattloch Wrangelstr. 135, Luplow Istader Str. 15, Dahlenburg ionskirchstr. 11, Marz! ionSlirchslr. 46, Berkncr orndorser Str. 17, Regenbcrg orndorjer Str. 63, Pantzke .wmglistr. 11, Melhner Adlcrshof. Bismarckstr. 3, Dehme! Bismarckstr. 18, Tombrowskt Bismarckstr. 53, Tschirschke §ackenbergstr. 7, Müller andjerystr. 18, Rechlin Alt-Strslaa. Alt.Stralau 17, Linke Hidtz. Chausteestr. 67, Beuth Rudowcr Str. 99, Meißner Cliarlottonburg. Kantstr. 60, Hinzmann Knobclsdorffstr. 14, Mesterknecht Kruvimestr. 42, Borchmann OSnabrücker Sir. 3, Schmidt Sesenheimer Str. 39, Wartmann Sprecstr. 7, Senger Usnaustr. 9, Hollltcin Usnaustr. 15, Hoffmann CUpeulcIe. Elisabethstr. 8, Mädler Grünauer Str. 71, Rother Kaiserin-Auguste-Viktoria-Straße 23, Kubisch. Kietzer Sir. 3, Freund! 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Eine Verteidigungsrede vor dem Berliner jj Kriminalgericht ge�en die Anklage: die besitzlosen Klassen zum Haß und zur Verachtung j» gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. M. 1,—(Vereinsausgabe M. 0,40) il Meine Ansinen-Redc, gehalten vor den Geschworenen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 gegen:: , die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die königl. Gewalt aufgereizt zu haben. M. 0,40 jj Arbeiterprugrainni. üeber den Zusammenhang der* gegenwärtigen Geschichtsperiodo jj mit der Idee des Arbeiterstandes. M. 0,75(\ ereinsausgabe M. 0,30) jj Die indirekte Stener und die liage der arbeitenden Klassen. Eine Verteidi- jj gungsrede vor dem Königlichen Kammergericht zu Berlin gegen die Anklage: die besitz-" losen Klassen zum Haß und zur Voraohtuug gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu jj haben. M. 1,50(Vereinsansgabe M. 0,60) jj Offenes Antwortschreiben an das Zentralkomitee znr Beruf ung eines AH- jj gemeinen deutschen Arbeiter-Kongresses zu Leipzig. Neue Auflage. 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