Nr. 74. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post: Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 29. März 1891. Expedition: Benth- Straße 3. Die Gewerbegerichte. richtung der Gewerbegerichte, welcher Antrag aber abgelehnt wurde. Zum bevorstehenden Quartalswechsel eröffnen wir ein neues gerichte auf Grund des neuen Gesetzes in Thätigkeit. Der Seite beantragt, auch die HandlungsgeAbonnement auf den Vorwärts „ Sonntagsblatt" Berliner Volksblaff mit dem als Gratisbeilage. In wenigen Tagen, am 1. April, treten die Gewerbe- Zu den§§ 2 und 3 des Gesetzes wurde von unserer Entwurf desselben stammt noch aus der Zeit des alten hilfen, Handlungslehrlinge und HausKurses, verbösert wurde es unterm neuen Kurs". Den industriellen dem Geseze zu unterLesern unseres Blattes wird es noch nicht aus der stellen, was mit allen gegen unsere Stimmen abErinnerung geschwunden sein, daß unsere Vertreter im gelehnt wurde. Reichstage sich bei Berathung jedes Paragraphen die Unser Verlangen, das Gewerbegericht aus 10 Pergrößte Mühe gaben, das Gesetz für die Arbeiter annehm- sonen bestehen zu lassen, wurde abgelehnt, ebenso der bar zu gestalten. Leider blieben diese Bemühungen fast Antrag, das Wahlrecht mit 25 Jahren eintreten zu lassen ohne jeden Erfolg. und die Beschränkungen infolge der Armenunterstützung Findet man es auch begreiflich, daß bei der Be- fallen zu lassen. Die Sozialdemokraten forderten auch, Unser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozial- rathung tief einschneidender Gesetzentwürfe zum Schutze daß die Wahl an einem Sonntag stattfinden müsse, daß demokratie, es vertritt durchaus den Standpunkt der modernen der Arbeiter die Koalition aller Bourgeoisparteien, das die Beisitzer auf zwei Jahre gewählt werden sollen, daß proletarischen Arbeiterbewegung sowohl in sozialer wie in politischer, neue Kartell", wie es der Abg. Singer treffend bezeichnet die Frauen ebenfalls das Wahlrecht besitzen sollen, daß hat, unserer Partei geschlossen gegenübersteht, weil diese die Ausübung des Amtes eines Vorsitzenden und StellBeziehung. Für den denkenden und aufgeklärten Arbeiter brauchen wir Erscheinung eben aus dem Klassengegensage zwischen be- vertreters unabhängig sei von der Bestätigung durch die diesen Standpunkt des Näheren nicht zu erläutern. Für Jeden, sitzenden und arbeitenden Klassen entspringt, so lag doch höhere Verwaltungsbehörde, daß die Innungen von der der die Spannung, welche auf unseren gesammten Verhältnissen bei Berathung der Regierungsvorlage über die Gewerbe- Ausübung der gewerblichen Gerichtsbarkeit ausgeschlossen liegt, beobachtet, tritt derselbe klar zu Tage. Aber der gebildete gerichte dieser Anlaß absolut nicht vor. Die Gewerbe- werden. Alle diese Anträge wurden mit großer Majound aufgeklärte Arbeiter muß stets darauf bedacht sein, fein gerichte gehören unserem Grachten nach überhaupt nicht in rität verworfen, was eine glänzende Illustration für den Organ immer weiteren Kreisen seiner Klassengenossen zugänglich das Gebiet des Arbeiterschutzes und streifen die Sozial- Geist bildet, der unseren Reichstag beherrscht. Das neue Gewerbegerichts- Gesetz bedeutet in vielen zu machen, für sein Organ stets neue Streiter zu suchen, die dazu politik nur ganz wenig, sie haben keinen anderen Zweck, beitragen, daß die arbeitende Bevölkerung ihrem Ziele, der end- als die Gerichte von einer Beurtheilung sogenannter Punkten einen wesentlichen Rückschritt in der Organisation Bagatellfälle zu entlasten und dem Rechtsuchenden einen gegen die bisnun auf Grund des Gesetzes von 1878 in Wirkgiltigen Befreiung der Menschheit, im Sturmschritt zueilt. billigen, einfachen und rasch zum Ziele führenden Weg zu samkeit gewesenen Gewerbegerichte, die Einheitlichkeit der öffnen. Die Einrichtung der Gewerbegerichte liegt nicht gewerblichen Rechtspflege fehlt wie vorher, da die Inminder im Interesse der Unternehmer als in dem der nungsgerichte und die Gewerbegerichte weiter nebeneinander Arbeiter. Wenn man aber vorgab, dieses Gesetz im Interesse bestehen werden. Die Garantien fehlen, um das Verder Arbeiter gemacht zu haben, so entsprach dies trauen der Arbeiter zu dieser Institution zu sichern, denn nicht den Thatsachen. Mußte doch die sozialdemokratische das Wahlrecht ist nach vielen Seiten ein beschränktes und Fraktion bei der dritten Lesung des Gesetzes geschlossen die Bestätigung des Vorsitzenden durch die oberen Vergegen dasselbe stimmen, und dies mit vollem Rechte, da waltungsbehörden, die Möglichkeit der Absetzung derdoch ihre auf das geringste Maß reduzirten Verselben, wird wohl den Fabrikanten und nicht den befferungsanträge von der Majorität konsequent abgelehnt Arbeitern gefallen. Der einzige Fortschritt des Gesetzes gegenüber dem Entwurf besteht in der Schaffung eines Neu hinzutretende Abonnenten erhalten den bisher erschienenen Theil des spannenden Romans Die Falkner von St. Vigil von Robert Schweichel, gratis und franto nachgeliefert. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen, zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei in's Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mk. für das Quartal entgegen.. Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes teine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feuilleton. Nachdruck verboten.] [ 23 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sameichel. Du hast mir vorgeworfen, daß ich statt des Bruders den wurden. Wir wollen in Kürze hier die Forderungen der neuen§ 70, durch welchen die Gewerbegerichte verpflichtet Sozialdemokraten bei den von ihnen bekämpften Punkten werden, auf Ansuchen von Staatsbehörden und Kommunaldes Entwurfes nochmals zusammenstellen, um Jedermann verbänden Gutachten über gewerbliche Fragen abzugeben. Gelegenheit zu geben, den Werth des Gesetzes und die Ob aber diese Bestimmung jemals von praktischer BedeuHaltung unserer Vertreter bei demselben beurtheilen zu tung sein wird, kann erst die Folge zeigen. Freilich bezweifeln wir sehr, daß dies der Fall sein wird, denn die können. Vor allem drehte sich der Kampf um die Frage, ob alten französischen Gewerbegerichte, die in den RheinGewerbegerichte überall errichtet werden landen bestehen, wurden seit Menschengedenken von der sollen, oder ob ihre Einrichtung von dem durch die Regierung mit Anfragen nicht behelligt. Landes- Zentralbehörden konstatirten Bedürfnisse abhängen Das Gesetz über die Gewerbegerichte entspricht absolut solle. Unſere Vertreter forderten die obligatorische Ein- nicht den Wünschen, welche wir in Bezug auf die gewerbEr ging an das nächste Fenster, schaute hinaus und be- erweiche und Dich und Stasi in seinen gnädigen Schutz gann zu pfeifen. Hannes ging auf und nieder und Klein- nehme," sagte Hannes, dem Bruder die Hand reichend. muth war in seinem Herzen. Ift Recht," versette Ambros. Und grüßen Gie Auf Eines will ich Dich doch noch aufmerksam den Vater und die Lisei von mir, und die Lisei soll mal machen," begann er endlich. Du glaubst Deiner Sache herkommen." bei Stasi so gewiß zu sein. Aber Du kennst sie nicht so Niedergedrückt verließ Hannes das Gefängniß. genau wie ich. Sie ist stets eine gehorsame Tochter gewesen fühlte sich klein gegen Ambros, dessen Leidenschaft und und Du kannst Dich darauf verlassen, daß sie nie gegen den Willensstärke ihm unwillkürlich Achtung einflößte. Darüber vergaß er die unangenehmen und harten Dinge, die er zu hören bekommen hatte. Ach, wenn er nur einen Theil Willen ihrer Mutter handeln wird." Das wird sich ja ausweisen," antwortete Ambros über Er mit hatte. Du irrſt! Ich der Bruder auf il von habe als Bruder und Stafi's Freund zu Dir gesprochen. fennen sich gut aus unter all' dem Kraut und Unkraut, was Willen beharrte, dann würde er nicht genöthigt gewesen Jetzt soll der Geistliche zu Dir reden. Deine Begriffe von da wächst auf Erden. Aber unter dem Kräutlein, was da sein, sich zu jener höheren Liebe aufzuschwingen, mit der Blick ahnen nichts von der Heiligkeit des Standes, in den iſt Gitsche geheißen, da weiß ich halt besser Bescheid." Er söhbros nichts anzustellen wußte! Und verlieh ihm diese The Getaft treten möchtest. Erwartest Du von Deiner lachte." Ich hab' die Stafi nicht gezwungen, daß fie mich höhere Liebe, die aus dem Herzen quellende Zapferzeit, diese lieb haben soll, und wenn sie jetzt eine gehorsame Tochter der Ambros für die feinige eingetreten war? War es nicht ihn rauh, indem er sich das Haar aus der Stirn strich und glauben, als ihr selbst, nicht Ihnen und nicht ihrer einer höheren Liebe zu reden, während er bei den Worten " Es ist schon gut, Herr Kurat," unterbrach Ambros sein kann, dann ist's ja gut. Aber ich werd's Reinem Selbsttäuschung oder gar priesterliche Scheinheiligkeit, von des Bruders nur zu sehr empfunden hatte, daß er noch keineswegs auf dem Gipfel der Entsagung stand, den er mit Segen" aufstand." Was Sie da sagen wollen, hat Zeit bis zum Mutter." Cannes der Leber weg geredet und Sie wissen jetzt, wie es steht. Wärter, der auf dem Gange hatte warten wollen, das Bruder nicht zugerufen, daß auch er die Liebe kenne, daß Brautexamen vor dem Herrn Pfarrer. Ich habe frei von Entweder dürften, wie Unsereins, dann würden Sie verstehen, wie mir oder! Wenn Sie lieben könnten und heirathen Beichen zu geben, daß er öffne. Zu Ambros sagte er: um's Herz ist. So find's doch blos Worte." " Und Du bildest Dir ein, Verblendeter, daß es keine " sehen." auch er nur ein Mensch sei? War es denn unmöglich, daß rette? Oder kann man ein wahrer Priester sein, wenn Es wird wohl eine Zeit währen, bis wir uns wieder- der Priester den Menschen auf die Höhe der Entsagung Gr theilte Menschenthums nicht in der eigenen höhere Liebe giebt, als diejenige, welche Du fühlst?" rief bereits in sein Amt einträte. Der Pfarrer von St. Martin Brust erfahren hat? Ambros aber zuckte mit den Achseln. war auf eine bessere Stelle berufen worden und hatte uzern dazu verstanden, Hannes sofort ſeine Heerde und fein Teirel mir die Stasi streitig machen soll. Nichts „ Das weiß ich nicht. Ich weiß blos, daß kein Gott übergeben. für ungut; aber mit einer höheren Lieb' wüßt' ich nichts der Thür. anzufangen." zu Der Gefängnißwärter rafselte mit seinen Schlüsseln an Ich will Gott bitten, daß er Deinen ſtarren Sinn Beges, den er eingeschlagen, zu achten. Der Gesang zweier vor seinen Füßen zu erheben. Die Kinder, ein Knabe und In solchen Gedanken war er fortgegangen, ohne des Kinderstimmen veranlaßte ihn, die Blicke von dem Geröll ein Mädchen, waren durch eine Hecke von ihm getrennt. Der Knabe lag auf dem Rücken im Graſe, hatte sich das liche Gerichtsbarkeit haben, es ist auch nicht, soll freilich auch nach unserer Ansicht nicht sein, eine Waffe im sozialen Kampfe. Aber trotz aller Mängel meinen wir, sollen die Arbeiter die neue Institution nicht unbeachtet lassen, sondern sie voll und ganz ausmützen; ist es auch ein schlechtes Mittel um zu seinem Rechte zu gelangen, so wird es desto besser werden, je entschiedener die Arbeiter bei demselben ihre Forderungen aus dem Arbeitsvertrag vertreten. Jedenfalls dürfen wir die Gewerbegerichte nicht nur von ben Unternehmern gegen die Arbeiter ausnügen laffen und trotz aller ihrer Mängel sind sie noch immer etwas besser wie die ordentlichen Gerichte, bei denen die Arbeiter bisnun alltäglich gezwungen waren, ihr Recht zu suchen.") Eine aktuelle Betrachtung.**) des Welfenfonds in einer ganz wunderbar Faustischen Weise beigetragen haben. Wenn einmal-wer weiß wie bald das Wirken des Staatsmannes, der den Welfenfonds in Händen hatte, von welchem die Atten verbrannt sein sollen, für das allgemeinere Wissen er fennbar ist, so wird das zusammenfassende Urtheil über diesen Staatsmann gerechtfertigt erscheinen: Er hat dreißig Jahre lang contre le roi de Prusse" gearbeitet. 13 Junkerkreisen hierüber und sie helfen sich mit antisemitischert Schimpfereien. Die ganze Geschichte soll nur den ungarischen Getreidejuden nützen. Wenn das aber auch wahr wäre, so vergessen die Kreuzzeitungs- Ritter ganz, daß das deutsche Volt den Hauptprofit davon hätte, wenn die Bölle ganz abgeschafft wären. Freilich davon sind wir noch weit entfernt, mit 3,50 Mark Eingangszoll bleiben wir noch immer ein Land mit der größten Vertheuerung des wichtigsten Volksnahrungsmittels. Brief des Herrn von Schorlemer Alst Politische Lebericht.priberselbe sich dahin aus, daß,„ tros des unerfeßlichen Berlin, den 28. März. Verlustes", den das Zentrum durch den Tod Windthorst's Blätter phantasirt, findet sich in Deutschland heuer ebenso doch zu fest, die Grundlage, auf der fie ruht, zu bauerhaft, Die Feiertagsstille," von der ein Theil unserer erlitten, bas Band, welches die Zentrumspartei umschließt, wenig wie Feiertagsstimmung. Das deutsche Volk die Aufgaben, welche sie noch zu lösen habe, zu groß" feien, ift empört und von Ekel erfüllt über standalöse Bor- als daß eine Bersplitterung oder gar ein Berfall des Zur Geschichte des Welfenfonds., bilen Gejo, per Moral und dem Anstand ins Ge- nicht, daß das Zentrum infolge des Todes von Windthorſt den höchsten Regierungskreisen Vorkomm- Bentrums zu besorgen wäre". Nun auch wir glauben dem Gesez, sicht schlagen; und das Volk wartet in äußerster Spannung aus dem Leim gehen wird. Wir wissen aber, daß es, auch " Die Bernunft geht liftig zu Werke," fagt Segel. Sie auf den Ausgang. Werden die Schuldigen, namentlich wird wenn Windthorst noch lebte, und ewig lebte, der Ber geh. aber auch luftig zu Werke, und bedient sich mit Vorliebe der Hauptschuldige, wird Fürst Bismarck zur splitterung" und dem„ Berfall" nicht entgehen würde. und mit einer unnachahmlichen Anmuth in eigenartiger Fronie Verantwortung gezogen werden? Wird dem Mann, der Wer nicht weiß, was gesunder Sozialismus" ist, als ihrer Werkzeuge ebenderfelben Personen, die das Gegentheil Jahrzehnte lang seinen Willen und seine Laune als einziges dem wollen wir's verrathen. Gesunder Sozialismus ist deffen, was die Vernunft erreichen will, mit aller Macht und Gesetz kannte, die flagrante Gefeßesverlegung, deren er sich Stöcker. Er selbst sagt es uns in einem„ teisebrief" an mit allen ihren Naturgaben erstreben. Ein solches Werkzeug in den Händen des Vernunftgeistes, der die geschichtliche Entwicke- schuldig gemacht hat, ruhig hingehen? Ift in Deutschland das„ Volk", und was der Stöcker sagt, das ist wahr, wie auch wenn es nicht be- eidet ist. lung führt, war der verflossene Reichskanzler. Seine ihm von das Gesetz bloß da gegen die kleinen, und stehen die männiglich bekannt der Vernunft cabefohlene Aufgabe war: die Herrschaft der Großen über dem Gesetz? Und steht das offizielle öffentliche Eine Anzahl Herrenhaus Mitglieder kam zusammen, Bourgeoisie durch Korrumpirung widerstandsunfähiger zu machen Leben Deutschlands außerhalb des Moralkoder, der für die gegen die Epoche der Entwickelung, welche den Bourgeois- Staat gesitteten Völker und Staaten Geltung hat? um die Pläne der deutschen Volks- Baugenossenschaft zur abzulösen bestimmt ist. Und er hat diese Aufgabe- natürlich Und das ist nicht die einzige Frage, die uns in dieser Milderung der Wohnungsnoth und zur Vermehrung der gegen sein Wollen und ohne sein Wissen zur Zufriedenheit Osterzeit bewegt. Zahl der kleinen Grundbesizer zu besprechen. Bei dieser feiner Aufgeberin erfüllt. Ein mittelbares Werkzeug, ein InDer im März vorigen Jahres aus seinem Hausmeier- Sozialreform" handelt es sich um die„ Seßhaftmachung der ftrument in zweiter Linie in seiner eigenen Hand, war der thum entfernte„ Basall" hat sich an die Spitze der Oppo- Landbevölkerung". Die Art, wie es gemacht werden soll, Welfenfonds, ein wahrer Schat, in jeder Bedeutung des fition, ja einer Fronde" gegen seinen Souverain gestellt, ist wieder ein Beweis, daß die Wohnungsfrage in unserer Wortes, für die mächtige Förderung dieser Aufgabe. Die Rölnische Zeitung", welche einst Herr Ludwig und sucht sich diesem wieder aufzudrängen. Es hieße Blinde- Gesellschaft nicht gelöst werden kann. Bamberger und er muß es ja wissen zur Beit der kuh spielen, dies leugnen zu wollen. Jedermann sieht es. bulgarischen Erregung in der Nation" nannte:" Das vor Jedermann weiß es. Der Er- Hausmeier will den Kaiser nehmste Rieselfeld der Cloaca maxima Deutschlands," schreibt zwingen, ihn wieder zum Hausmeier zu machen, und er hat heute: Allfährlich legt er persönlich dem Könige Rechnung ab das gesammte Großkapital hinter sich. über die Verwendung der Einkünfte des Welfenfonds und allWird der Er- Hausmeier siegen? Wird sein Wort wahr jährlich erbittet er sich vom Könige eine Rabinetsordre, werben: le roi me reverra!? Ober- wird der Staatswelche die nachgewiesene Verwendung gut heißt. Sobald dieserbre ergangen ist, werben sofort anwalt ihm und seiner Fronde ein Ende machen? alle Belege der Rechnungslegung verbrannt." Inzwischen läßt der Urheber dieses Riesenstandals Das Hamburger Blatt, das heute aus der Nähe berieselt wird, schweigt. Aber ihr Schwesterlein in derselben Anwendung, die durch eins seiner Reptilien anzeigen, daß er das Mandat Münchener Allgemeine", macht sich mit einem wahren Jubel für den 19. hannoverschen Wahlkreis annehmen werde. Ei, Das eidgenössische Kommissariat, das infolge der revobiefe Worte der Kölnischen Zeitung" au eigen, und zumal ihren wie gnädig! Aber er muß doch erst gewählt werden. Und Schlußsah: Diese Kabinetsordre wird zu den Aften genommen und wenn die Wähler des 19. Wahlkreises einen Funken von lutionären Bewegung im Kanton Teffin eingerichtet wurde, so allein ist es möglich, daß die Einzelaufwendungen Ehrgefühl im Leib haben, dann lassen sie den traurigen ist jetzt aufgehoben worden. Behufs weiterer Beruhigung des in Ziel und Herkommen durchaus geheim bleiben können." Durchaus geheim die Einzelaufwendungen"? G3 ibut uns eros" des Welfenfonds mit Schimpf und Schande durch Landes sind neue Ausgleichverhandlungen zwischen der Es thut durch- Landes liberalen und ultramontanen Partei seitens der Bundes Teid, daß wir diesem innerlich gewiß berechtigten Jubel der„ Allgemeinen Zeitung" einen fleinen Dämpfer auffeßen müssen. Sollte er aber dennoch gewählt werden, nun so wird regierung eröffnet worden. Der kennt die menschliche Natur schlecht, der da meint, sie lasse es zu, daß er vielleicht in die Lage kommen, den Reichstag zu bitten, Wieder soll eine päpstliche Encyclica veröffentlicht so allerliebste Sachen, wie sie die Verwendung des Welfen- daß dieser ihm gegen Strafverfolgung die Indemnität werden, welche die Arbeiterfrage zum Gegenstand der fonds enthält, vor der Kenntniß des menschlichen Geschlechts für gewähren möge, um welche er die Abgeordneten so gerne Besprechung nimmt. Wir fürchten, daß auch durch die Auf die Gefahr hin, einer hübschen gebracht hätte. Und da er keiner Partei angehören will, Anzahl von Menschen in Deutschland, die zum Theil noch heute so müßte er den betreffenden Antrag wohl selbst stellen, Encyclica die soziale Frage ihre Lösung nicht finden wird, recht eifrig thätig sind, eine unruhige Stunde zu bereiten, müssen was allerdings den Humor der tragikomischen Situation obgleich man das bei der Unfehlbarkeit des Papstes anwir erklären: Die Kenntnißgabe der Einzelaufwendungen" des Welfenfonds ist nicht verbrannt, und sie wird zur Erscheinung noch wesentlich steigern würde. → immer verschwinden. " fallen. Die Liberalen in Oesterreich sind Fleisch vom Fleische, Bein vom Beine unserer Nationalliberalen. Sie hatten jetzt die Macht in Händen, die Regierung zu übernehmen, begnügen sich aber, im Gefolge des Ministers Taaffe zu marschiren, der über ein Jahrzehnt eine ihnen feindliche Politik betreibt und schon vor fast einem Vierteljahrhundert das erste liberale Ministerium gespalten und verrathen hat. Die Liberalen in Desterreich küssen jetzt die Hand, welche sie geschlagen hat. nehmen müßte. Der Antrag betreffend die Versehung des früheren tommen, wenn's Zeit ist. Der verflossene Reichskanzler ist von Jetzt behauptet die Potsdam. Corr." aus angeblich griechischen Ministerpräsidenten Trikupis in den Anklage feinen Schmeichlern abgesehen von anderen Widersinnigkeiten, zuverlässiger Quelle, daß auch der frühere Polizeirath zustand ist der Kammer gestern zugegangen. Derselbe ift die solche Leute vorbringen auch mit Faust verglichen worden. So ungereimt im Uebrigen dieser Vergleich ist, so ist Krüger, Chef der geheimen politischen Polizei, welcher nach von zwanzig Deputirten der ministeriellen Partei unterdoch eine merkwürdige Aehnlichkeit darin vorhanden, daß dieser dem Abgang des Fürsten Bismarck in den Ruhestand gezeichnet. fogenannte Fauft einen Mephisto gehabt hat, der mit flarem treten ist, aus dem Welfenfonds eine große Summe, Ja, Griechenland ist ein wildes Land, da können die Bewußtsein dessen, was er that, und mit innerem Schmunzeln wie es heißt, 50 000 M., zum Geschenk erhalten hat, und Minister angeklagt werden, bei uns verfügt man über ihm Gedanken eingab und ihm half nach dem Rezept: zwar zur Beit, als Fürst Bismarck noch Reichskanzler war! Staatsgelder unverantwortlich, denn in Preußen giebt es kein Verachte nur Vernunft und Wissenschaft, Das wird immer netter. Bald wird man wohl noch Ministerverantwortlichkeits- Gesetz! Des Menschen allerhöchste Kraft." Dieser Silfe ist es auch vor Allem zu danken, daß heute das weiteres über die Verwendung dieses Korruptionsfonds hören, obgleich die Belege verbrannt sind. 99 Als der bulgarische Ministerpräsident Stambulow und der Wort Mallinckrodts aller Welt sichtbar zur Wahrheit geFinanzminister Beltschew gestern Abend 734 Uhr im Begriff worden ist: Nicht gehen nach Kanossa, nein triechen werden Herbert Bismarck soll nach einem Berichte des freilich waren in ihre Wohnungen zurückzukehren, feuerte ein Indisie nach Kanossa." Es ist von geschichtlichem Werth mitzutheilen, nicht überaus zuverlässigen Echo de Paris" de Paris" über viduum drei Revolverschüsse auf dieselben ab. Der Finanzdaß zur Erreichung dieses Erfolges die„ Einzelaufwendungen" 200 000 Franks in Monaco im Baccarat, einem Hazard- minister Beltscher blieb auf der Stelle todt. Der Attentäter entfloh. Umfassende Maßregeln sind getroffen, um merten wollen, in unserem Berlage eine Ausgabe des Gewerbe- Nachricht sich bestätigt, in Friedrichsruh denken, daß wir den Mörder zu verhaften, der, wie es heißt, von drei anderen In nächster Zeit wird, wie wir bei dieser Gelegenheit be- spiele, verloren haben. Jammerschade, wird man, falls die minister Beltschew blieb auf der Stelle todt. Der Attengerichts- Gesetzes erscheinen, welchem eine Erklärung aller wichtigen nicht mehr Kanzler und Staatssekretär sind, denn da wäre Puntte und eine Anleitung zur Ausnüßung des Gesezes bei ein prächtiger Fall, einem nothleidenden Staatssekretär mit Individuen begleitet war. In Sofia herrscht allgemeine Entrüstung. gegeben sein wird. dem Welfenfonds unter die Arme zu greifen. ** Obiger Artikel ist uns von hochgeschäßter Hand zuge gangen und wird, obgleich wir das Thema schon behandelt haben, unsern Lesern gewiß willkommen sein. Red. d.„ V.". Von 5 auf 3/2 Mark sollen die Getreidezölle herab gesetzt worden sein. Große Entrüstung herrscht in den Ihr Busen hob sich erleichtert und ihre hübschen braunen Augen suchten dankend den Himmel. Man kann aus dieser Meldung nicht ersehen, ob es sich um die That eines Verrückten, einen privaten Nacheakt, oder, was das Wahrscheinlichste ist, um einen von Rußhalbe Gesicht zum Schutz gegen die Sonne mit seinem Hütwinnen können, und war der näher und näher drohende lein bedeckt und darüber die Hände verschlungen. Das Verlust der Mutter nicht schon Leids genug für sie? Ein Mädchen hockte mit hochaufgezogenen Knieen neben ihm und Hannes sah fort. Ach, wie liebte fie seinen Bruder! Arzt muß starke Nerven haben, und Hannes war bisher vor ihr stand eine Biege und fraß ihr die Feldblumen, die" Und dennoch sind Sie so traurig, lieber Herr Hannes?" nur gewöhnt, selber zu leiden, nicht Diejenigen, sie gepflückt hatte, aus der Hand. Es war ein fragte sie mit ihrer sanften Stimme. Diese letzten Tage, die er liebte, leiden zu sehen. Marienliedchen, das die Kinder aus voller voller Kehle Seine förperlichen Verlegungen sind ohne Be- die er noch in der Heimath zubrachte, lehrten ihn Aber die Wolfust der Schmerzen kennen. Selbst Lisei ahnte sangen. Hannes aber gewahrte, daß er kaum fünfzig deutung," sagte er mit einem tiefen Athemzuge. Schritte von dem Ansitz der Wittwe Larseit entfernt wohin soll es zwischen Euch führen? Gedenke doch Deiner nicht, was er litt. Nur seine Sorge um das Verhältniß war, und vor dem Hause stand Stasi, aber sie sah Mutter!" ihn nicht. Sie hatte Wäsche zum Trocknen über die Schleh Stafi ließ den Kopf sinken. zwischen dem Bruder und Stafi ließ er sie theilen. Wie in seiner Schülerzeit, wann die großen Ferien zu Ende, so schied er auch jezt mit einem Ränzel auf dem Rücken, geräuschlos von dem Klosterhofe. Wegen der ErnteArbeiten konnte man auf dem Hofe weder Pferd noch Knecht entbehren. Lisei versprach, ihm seinen Sache nachGiebentes RapiteL dornhecke gebreitet und blickte nun, ganz in sich versunken, Ach, schelten Sie mich doch nicht auch," bat sie und auf das Gerichtshaus hinunter. Sie wußte bereits um mit Thränen an den Wimpern zu ihm aufschauend, fügte sie Ambros' Verhaftung und auch um den heftigen Widerstand, hinzu:" Ich kann ja nichts dafür, daß ich immer an ihn den er dabei geleistet. Dieser neue Zuwachs ihres Herz- denken muß, und er ist ja so unglücklich jest." " Und wenn er unglücklich ist, so hat er es sich selbst zuschicken. leids trug jedoch eher dazu bei, ihre Liebe zu stärken als Was man zu schwächen. Jetzt bedurfte er ja ihres Mitleids. Der zuzuschreiben, versetzte Hannes entschlossen. Ueberall santen im Thale unter den Sicheln die goldenen wilde Mensch, nun lag er gefangen und verwundet in jenem verschuldet hat, das muß man büßen. Aber Ambros dünket Hause unten, von dem sie nur den First sehen konnte, der sich im Recht, er bereut sein Thun nicht, er troßt. Die Ge- Halme. Ambros schaute aus den Fenstern seines Ge über die Kronen von zwei großen Alpenweiden im seze gelten ihm nichts, nichts der Willen Deiner sterbenden fängnisses auf die fleißigen Schnitter und Binderinnen und Vorhofe anfragte. Die Bögel zwitscherten wohl in den Mutter. Auf seinen Willen allein steift er sich und die nagte verdroffen an seiner Unterlippe. Es reute ihn jetzt, Laubkronen, sie waren frei und lustig, und er war ein Gewalt. Und aus den Händen eines solchen Menschen er- daß er dem Landrichter nicht sein Wort hatte geben sam und krank. Er hatte auf der Welt keinen mehr außer wartest Du das Glück Deines Lebens? Stasi! Stasi!" wollen, nach Beendigung der Ernte- Arbeiten freiwillig zur ihr, und sie durfte nicht zu ihm, ihn nicht pflegen und Die Augen des Mädchens öffneten sich weiter und Verbüßung seiner Strafe sich zu stellen. Zuweilen überkam trösten. ihn wohl der Gedanke, daß Herr Zengerl vielleicht noch Auch Sie brechen den Stab über ihn und er ist doch bereit wäre, ihn unter jener Bedingung freizulaffen, allein Ihr leiblicher Bruder?" sagte sie mit leise zitternden Lippen. er gewann es sich nicht ab, nun um das zu bitten, was ihm D, Du armer Brosi!" früher entgegenkommend angeboten worden war. Es war Staft," Stotterte er." Ich wäre nicht Dein teine geringe Pein für den kräftigen, gesunden Burschen aufrichtiger Freund, wenn mir Dein Wohl nicht höher seine Armwunde heilte schnell zur Ünthätigkeit und Ein stände als die Rücksicht selbst auf den eigenen Bruder, famkeit gezwungen zu sein, während draußen an den Glaube mir, ich beurtheile ihn richtig." sonnigen Abhängen überall die Menschen emsig schafften. Aber Stafi wendete sich schmollend von ihm ab und Wohl war es diejenige Arbeit, bei der von den Stirnen begann wieder mit der Wäsche sich zu beschäftigen, von der noch ein Theil in einer Wanne lag. Der junge Geistliche stand bei ihrem Anblick wie eingewurzelt und das Herz bebte ihm in der Brust. Seinen ganzen Muth zusammenraffend, ging er weiter, langsam Langsam. Das Knirschen seiner Sohlen auf dem Kies weckte Stafi aus ihrer Versunkenheit. Ach, Sie sind wieder da?" rief sie, indem ein heller Schein über ihr liebliches Gesicht sich verbreitete, und lief ihm entgegen. Sie kommen von ihm? Ach, sagen Sie doch, wie es ihm geht?" Um seinetwillen also freute sie sich seiner Rückkehr, zog es fröstelnd durch das Gemüth des armen Hannes und da er nicht sofort antwortete, rief sie ängstlich:" Steht es so schlecht mit ihm, daß Sie es mir nicht sagen wollen?" " Nein, nein, es geht ihm gut," antwortete er jetzt haftig. weiter. Hannes ging gesenkten Hauptes in das Haus. der Schweiß am reichlichsten tropfte; aber es war auch die munterste, denn sie brachte den Lohn für alle Mühen und Sorgen eines ganzen Jahres. Ambros glaubte die Stimmen Er wiederholte seinen Versuch nicht, als Arzt der Seele der Leute und die Scherzreden, die zwischen den Schnittern nach Eisen und Feuer zu greifen, um Ambros aus dem und Binderinnen hin- und herflogen, zu hören, und von Herzen Stasi's auszuschneiden und auszubrennen. Wie hätte Unmuth und Ungeduld verzehrt, rüttelte er wohl an dem er ihren traurigen Augen gegenüber den Muth dazu ge- Gitter, um seiner inneren Pein sich zu entledigen.(*. f.) Tand bezahlten Meuchelmord handelt. Die nächsten Tage werden wohl genauere Nachrichten bringen. Auch gegen die türkische Grenze soll Rußland neue Truppenmaffen dirigiren. Eine gute Ofterbotschaft haben wir doch den Lesern zu verkünden: Die schweizerische und die ameritanische Regierung haben einen Vertrag mit einander abgeschlossen, durch welchen sie sich gegenseitig verpflichten, etwaige Streitigkeiten, die zwischen beiden Staaten entstehen könnten, schiedsrichterlich zu erledigen. Zu diesem Behuf wird ein ständiges Schiedsgericht niedergesetzt. er folgendermaßen formuliren könnte: Wir beschließen hiermit,| plak, wo Punkt 4 Uhr auch der Maffengesang ertönen soll. Hier daß für alle Arbeiter die achtstündige Arbeitszeit zum Gesetz auf wird der Umzug durch die Stadt bis zum Festlokal gemacht, und ferner, daß es sofort wieder aufgehoben werde! Johannisberg" erfolgen, wo dann Ansprachen gehalten und In Montana, welcher Staat fast nur Bergarbeiter hat, Resolutionen gefaßt werden. Zur weiteren Ausgestaltung des Festes ist eine aus 27 Perwurde das Verschwörungsgesetz", welches die Verabredung von Streits zum Vergehen machte, beseitigt, dagegen ein An- fonen bestehende Rommission gewählt worden. Wahrscheinlich trag auf Einführung der gesetzlichen achtstündigen Arbeitszeit wird hier aber zum 1. Mai ein Flugblatt verbreitet werden. Auf für Bergwerke abgelehnt. Die Einführung bezüglicher Gefeßze jeden Fall werden die Elberfelder Parteigenoffen am 8. Mai am in den diversen Staaten wird übrigens, wenn sie auch gegen- Plaze sein und die Maifeier in imposanter und würdiger Weise wärtig feinen praktischen Werth haben, für die Zukunft von begehen. agitatorischer Bedeutung sein, sobald die Dinge so weit gediehen sind, daß die Arbeitermassen sich von der Leitung " politischer Drahtzieher" befreit haben und selbständig in politische Attion treten. 200 Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Elmshorn, 26. März. Der Schuhmacher Johann Heinrich Gosch aus Elmshorn hatte sich am Dienstag, den 24. ds. Mts., von dem Landgericht zu Altona wegen Majestätsbeleidigung, Vergehen gegen§ 95 des Str. G.-B. zu verantworten. Nach der Anklage soll Gosch nach Angabe eines Rittmeisters a. D. Ottens in Jhehoe am 29. Dezember vor. Js. auf der Eisenbahnfahrt von Neumünster nach Elmshorn kurz vor der Station Wrist u. A. geäußert haben, daß dem Kaiser vor den äußeren Feinden nicht bange, vor den inneren Feinden aber 2c. 2c. Der Rittmeister a. D. Ottens war der einzige Beuge. Er hatte auch die Denunziation * 0 Das ist ein Schritt, der in dieser eisigen Nacht des Militarismus und der Gewaltpolitik fast wie das Grauen eines nahenden Tages erscheint. Die erste Anregung ist ist von Amerika ausgegangen: in der Präsidenten- Botschaft Dom 4. Dezember 1882 erklärte die Regierung der Vereinigten Staaten ihre Be- Eine Warnung. Unsere Parteigenossen haben die Agitation veranlaßt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der reitwilligkeit zu allen auf Herbeiführung des Weltfriedens, im 19. Hannoverschen Wahlkreise im vollen Umfange aufgenommen Deffentlichkeit statt. Der Angeklagte wurde zu sechs d. h. auf Verhinderung der Kriege hinzielenden Maßnahmen, und natürlich seht es dabei auch wieder mancherlei Abenteuer Monaten Gefängniß verurtheilt. Derselbe beabdie Hand zu reichen. Die schweizerische Regierung der mit uniformirten und nichtuniformirten Staatsrettern. Die letz- fichtigt gegen das Urtheil Berufung einzulegen. auch das Verdienst gebührt, in der Frage des inter- teren betreiben besonders das Saalabjagen mit großer Virtuosität, Flörsheim, 22. März 1891. Am 25. Februar fand gegen nationalen Arbeiterschutzes allen übrigen europäischen und es hat sich aus diesem Anlasse im Kreife Neuhaus eine Staaten vorangegangen zu sein,-war die einzige, welche Szene abgespielt, an deren Ausgang wir eine Warnung knüpfen den Genoffen Nauheimer eine Verhandlung wegen Religionsmöchten. Nachdem nämlich eine Versammlung, in der unser beschimpfung statt, welches Vergehen in einer Boltsversammlung auf den Vorschlag einging. Es erfolgten Verhandlungen, Kandidat Schmalfeldt sprechen sollte, nicht stattfinden konnte, weil in Rüsselsheim am 28. Eeptember 1890 begangen worden sein die sich aber, infolge des Bauderns einiger Regierungen, der Wirth in letter Minute den Saal verweigerte, da ihm, wie sollte. Der Redner hatte die Zentrumspartei angegriffen und an die man in sich noch wandte, die Länge er sagte, im anderen Falle die Entziehung der Tanzkonzession in gesagt: wenn diefelbe es mit der Heilighaltung der Ehe ernst zogen, bis beide republikanische Regierungen auf eigene Aussicht gestellt sei, begaben sich unsere Genossen in ein anderes meine, so müsse sie durch den Umstand, daß die Ausweisung auf Faust, ohne Rücksicht auf andere Staaten, die Verhandlungen Lokal, woraus sie aber von den Gendarmen ebenfalls vertrieben Grund des Sozialistengesetzes öfter die Eheleute von einander führten. Der Vertrag ist nun abgeschlossen und soll vor wurden. Ueber diesen Vorgang schreibt nun der Korrespondent trenne, zur Opposition gegen dieses Gesetz bewogen werden. dem 1. Mai in Washington und Bern ratisizirt werden. des„ Echo":" In der nächsten Wirthschaft wurde eingekehrt; N. hatte ferner auf die Berliner Kirchenaustritts- Agitation und Das Schiedsgericht, welches der Vertrag feftsegt, ist so ein- taum hatten wir da zehn Minuten zugebracht, kam der Gendarm die Rede eines damals plötzlich in die Deffentlichkeit getretenen Seebode und erwiderte: Das ist hier eine Fortsetzung der Ver- cand. theol. Regeli Bezug genommen, der erklärt habe, daß in fach und praktisch, wie möglich jeder der beiden Staaten fammlung, und verlangte, daß sämmtliche Anwesende das Lokal der Bibel nicht eine einzige unfittliche Stelle enthalten sei. N. bewählt je einen Schiedsrichter, und die beiden Schiedsrichter verlassen sollten. Schmalfeldt erwiderte, es sei nicht seine Sache, stritt dies( u. a. die Stelle von Loth's Töchtern anführend) und wählen ihrerseits einen Obmann. Können sie sich betreffs was Alles der Gendarm als eine Versammlung erkläre, im fügte hinzu, man solle doch nicht mit solchen Lehren das Volk der Person nicht einigen, so haben sie einen neutralen Staat Uebrigen sei es hübsch, wenn die Wächter der öffentlichen Ord- verdummen. In der Gerichtsverhandlung handelte es sich hauptnung Leute auffordern, Krakehl zu machen". Der Gendarm sächlich darum, ob die lettere Aeußerung sich auf die Lehren der zu bestimmen, der die Wahl vorzunehmen hat.. Der letzte Artikel des Vertrags- und dies ist von bestritt, zum„ Strakehlmachen" aufgefordert zu haben; es mel Bibel oder auf die Lehren des Kandidaten Regeli bezogen habe. und dies ist vondeten sich zwei Zeugen und diese wurden Der Gerichtshof nahm letzteres an, bezeichnete andererseits die von hervorragender Bedeutung setzt fest, daß jeder bann, ebenso wie Schmalfeldt, notirt." dem Angeklagten an einzelnen Säßen der Bibel geübte Kritik gemäß Reichsgerichts- Erkenntniß als erlaubt und erkannte So der Korrespondent des Echo". andere Staat diesem Vertrage beitreten tann, und ladet die anderen Staaten Natürlich wird es nun eine Anklage wegen Beleidigung des hiernach auf Freisprechung. Gendarmen geben und Schmalfeldt und die beiden Beugen" hierzu ein. Konstanz, 24. März. Der große Meineids Prozeß, über Vorläufig ist allerdings keine Aussicht, daß die Ein- neben ihm werden auf der Anklagebant Plaz nehmen. Wir Tabung angenommen wird. Indeß ein Anfang ist gewissen nicht, ob Schmalfeldt noch weitere Zeugen für die be- welchen wir seinerzeit ausführlich berichtet haben, hat dieser Tage macht, und das Beispiel der zwei„ wilden" Staaten wird hauptete Aeußerung des Gendarmen beibringen kann. Wenn noch ein kleines Nachspiel vor dem Schöffengericht gefunden. schließlich auch auf die zahmen"" Militär- und Polizei- nicht, ist er durch die ganz überflüssige Meldung der Beugen um unser Genoffe Arnold machte sich nämlich am legten Fastnachtssein bestes Vertheidigungs- und Beweismittel gebracht. Aber Dienstag den Spaß, eine ausgestopfte Figur mit der Inschrift: staaten, wenigstens auf die Völker derselben nicht ohne selbst, wenn noch weitere Zeugen da sind, so war es ganz Der größte Schuft im ganzen Land, ist und bleibt der DenunEinfluß bleiben. unnöthig, die Zahl der Angeklagten zu vermehren. Daß es aber ziant", herum zu tragen. Darüber fühlte sich nun der Haupteine alte Praris ist, in solchen Fällen die Zeugen in die Anklage benunziant beim Meineids- Prozeß, Kellner Bauer, beleidigt und Die amerikanischen Arbeiterzeitungen schreiben dem mit einzubeziehen, sollten unsere Genoffen nach und nach doch strengte eine Klage an. Schließlich fam es aber nicht zur Verhandlung, da Genosse Arnold sich bereit erklärte, 8,50 m. für verflossenen Rongreß sehr wenig schmeichelhafte Grab wiffen. reden. Und mit Recht. Denn der Rongreß hat einseitig und Ein recht bezeichnender und interessanter Fall dieser Art wohlthätige Zwecke zu zahlen, worauf der Kläger auf die Verrücksichtslos die Klasseninteressen der Bourgeoisie gefördert, spielte sich seinerzeit ab, als der Abgeordnete Singer den Fall folgung der Angelegenheit verzichtete. Vor vier Wochen bedie der arbeitenden Klassen hintangesetzt und geschädigt. Ihring- Mahlow im Reichstag vorbrachte. Unser Genoffe stellte ehrte der ehemalige Demokrat, Rechtsanwalt Muser, unsere SeeAber im Kongreß ſizen nun einmal Vertreter der Bour- damals die Zeugen zur Verfügung, welche die bekannten stadt mit seinem Besuche und hielt bei der Gelegenheit einen VorAeußerungen des Buttkamer'schen Schühlings gehört hatten. trag. Im Verlaufe desselben kam er auch auf unsere Partei zu geoisie, und daß die Bourgeoisie ihre Klasseninteressen Der sittenstrenge Minister erbat sich die Namen derfelben. sprechen und erging er sich dabei in so ordinären Angriffen auf fördert, mag zwar unmoralisch sein, ist aber natürlich und Auf den Bänken der sozialdemokratischen Fraktion saßen alte uns, wie sie nur ein Renegat fertig bringen kann. Von unserer sich deshalb entrüsten zeugt von großer Naivetät. Die Ent- Brattiker, welche verhinderten, daß Singer dem Herrn von Butt- Seite traten die Genossen Arnold und Krohn den Ausführungen rüstung, wenn anders Entrüstung am Play ist, hat sich an famer die Namen der sämmtlichen Zeugen nannte. Es wurden des Pseudo- Demokraten entgegen. Da Herr Mufer bei der Geeine andere Adresse zu richten. Warum sien blos nur zwei genannt; und das trug seine guten Früchte. Denn, legenheit, wo er sein Damastus gefunden, die Bedingung einVertreter der Bourgeoisie im amerikani- wie sich das von selbst verstand, ergab die von Buttkamer ver- gegangen zu sein scheint, neben der Verleugnung der früher schen Kongreß? In Amerika bilden die arbeitenden anlaßte Untersuchung des Falles, daß Ihring- Mahlow ein un- bekannten demokratischen Grundsätze vor allem auch die SozialKlassen, wenn man die nichtkapitalistischen Farmer und bescholtener Beamter und durch und durch glaubwürdiger Mann demokratie zu bekämpfen und zu besudeln, so wird es vielleicht Kleingewerbetreibenden einschließt, die weitaus größere war, der nur einem teuflischen Komplott der Sozialdemokraten auch für uns bald an der Zeit sein, alle Rücksichten fallen zu zum Opfer fallen sollte. Diese Behauptung Puttkamers fand ja laffen und der Welt einmal ungeschminkt die wahren Gründe Hälfte, ja gut drei Viertel der Bevölkerung; und die Lohn- später die ihr gebührende Würdigung durch die gerichtliche Frei- vorzuführen, aus denen ein gewisser Jemand plötzlich aus einem arbeiter im engeren Sinne bilden über ein Drittel der arbeiter im engeren Sinne bilden über ein Drittel der sprechung der wegen Ihring- Mahlow- Beleidigung Angeklagten. demokratischen Saulus ein nationalliberaler Paulus wurde. Gesammtbevölkerung, jedenfalls sind sie zehnmal so zahl Was aber wäre geschehen, wenn Singer Herrn von Buttkamer reich als die Kapitalisten im des in die Falle gegangen und alle Zeugen genannt hätte? Dann Und in den Vereinigten Staaten herrscht das wären diese alle wegen Mahlow- Beleidigung angeflagt worden Worts. allgemeine Stimmrecht die Stimme des Arbeiters wiegt genau und da ihnen kein Beuge zu Gebote ſtand, der glaub: -so viel wie die des Kapitalisten. In den Vereinigten würdige" Mahlow aber Alles abſchwor, so hätte das Gericht die Staaten besteht Preßfreiheit und unbeschränktes Versamm: Beugen nennen, man spare sich diese Prozedur bis zum letzten Angeklagten verurtheilen müssen. Deshalb Vorsicht beim lungsrecht. Bon all den tausendfachen Hindernissen, die in zulässigen Augenblick und man wird dadurch dem Verlaufe so den europäischen Polizeistaaten, besonders in unserem Deutsch- manchen Beleidigungsprozesses ein anderes Gesicht geben. land, den Arbeiter an freier Bewegung hindern, ist in den Bochum, 24. März. Der Verbandskassirer Joh. Meyer zu Vereinigten Staaten nichts vorhanden. Kurz, die Arbeiter in Amerika haben weit günstigere Chancen an der Wahl- Bochum hat gegenwärtig 5 Anklagen: eine wegen Aufreizung zum urne, als die deutschen Arbeiter. Und doch ist nicht ein Klaffenhas; eine wegen Beleidigung von 5 Amtmännern; eine einziger Vertreter der Arbeiter im amerikanischen wegen Beleidigung der Bochumer Polizeibehörde und zwei wegen Rongreß. Das ist und bleibt eine tief beschämende That Uebertretung des Vereinsgefeßes. Genosse Böhm zu Bochum wurde Anfangs Januar wegen sache, welche der politischen Bildung der amerikanischen uebertretung des Vereinsgesetzes zu 30 M. bezw. 6 Tage Saft, Arbeiter das denkbar schlechteste Zeugniß ausstellt. Sage Ende Januar zu 150 M. beziv. 30 Tage Gefängniß wegen Be man nicht: drüben ist" bie Korruption" größer sie ist leidigung der Bochumer Polizei verurtheilt. Gegenwärtig hat wahrhaftig auch bei uns groß genug, und Fürst Bismarck Böhm eine Anklage wegen Aufreizung zum Klassenhaß, weil er am würde sogar unter den amerikanischen Geschäfts Politikern 5. Oftober 1890 in einer öffentlichen Versammlung wo Reichs( politicians") eine hervorragende Rolle einnehmen die tags- Abgeordneter Förster sprach in seiner Eigenschaft als amerikanischen Arbeiter sind leider, der ungeheuren Mehrzahl Borsigender eine Resolution, die gegen§ 130 verstoßen soll, vernach', noch nicht zu politischem und sozialem Klassen- leſen hat. Desgleichen hat Genoffe W. Wunderlich eine Antlage aus bei Heyland und Ungnade dauert fort. Buzug ist fernzuhalten. bewußtsein erwacht; sie sind geistig wie wirthschaftlich s 130 als Verfasser der fraglichen Resolution und in Verbindung Die Streit- Kommission der Former, Halle a. S. in den Ketten des Kapitals. hierauf eine zweite Anklage, weil er in einer öffentlichen Ver- Die Bäckerarbeiter Wiens und Umgebung haben bei Wohl macht der Sozialismus Fortschritte, aber es wäre sammlung am 2. November( Berichterstattung vom Parteitag) im der am 25. d. Mts. in Klein's Lotalitäten stattgefundenen freien nur Selbsttäuschung, wollten wir leugnen, daß er in den Laufe der Debatte ausführte:" Die Resolution, die wir vor Bäcker- Versammlung Forderungen aufgestellt, welche bis 16. april breiten Schichten der Bevölkerung noch nicht Wurzel gefaßt 4 Wochen hier annahmen, um das Bollwerk, die Herrschaft des bewilligt sein müssen, widrigenfalls ste in den Lohnkampf eintreten hat, im politischen Leben noch nicht zu einer Macht ge- Kapitalismus zu brechen, koste es was es wolle, darf keine Phrase werden; deshalb ist jeder Zuzug strenge fernzuhalten. Eventuelle worden ist, mit welcher der Kapitalismus ernsthaft zu sein für die Zukunft." rechnen hat. engeren Sinne * Elberfeld. Am verflossenen Sonntag wurde einer unserer " ,, Gazeta Robotnicza." Soeben ist erschienen Nr. 13 der Gazeta Robotnicza". Dieselbe enthält einen Leitartikel:" Die„ Gazeta Robotnicza" im preußischen Abgeordnetenbaufe", den Partei- Aufruf zur Maifeier. In der Rubrik:„ Wie und Staßfurt, wie auch Notizen über die Lage der Arbeiter entgeht es unseren Arbeitern?" sind Korrespondenzen aus Samter halten. Ferner enthält die Nummer eine Korrespondenz aus Lemberg, eine politische Uebersicht und Notizen über die Arbeiterbewegung. Diese Nummer ist die legte bes I. Quartals, und es wird um baldige Erneuerung des Abonnements ersucht. Den Genoffen, welche sich mit Verbreitung dieses Blattes befassen wollen, sei hiermit mitgetheilt, daß noch alte Nummern behufs Agitation unter den polnischen Arbeitern zur Verfügung stehen. Mögen sich die Genoffen an W1. Kurowski, Berlin SW, Beuthstraße 2, mit Angabe der Zahl der gewünschten Gremplare geft. wenden. Der Abonnementspreis bei der Post beträgt 90 Pf. per Quartal. Boziale Uebersicht. Salle a. S., 26. März. Der Streit der Former bei von ber Redaktion der BäckerZeitung", Wien, Fünfhaus, Neubaugürtel 44, bankend entgegengenommen. Druckfehlerberichtigung. Die Nummer 70 des„ Vorwärts" Gesetzgebung der Vereinigten Staaten entnehmen wir begängniß gestaltete sich zu einer großartigen Demonstration enthält einen Aufruf der Vertrauensmänner der Metallarbeiter, Ginige intereffante Aufschlüsse über die Arbeiterschutz thätigsten Genoffen, Hubert Bongars, beerdigt. Dieses Leichen einem Briefe unseres New- Yorker Korrespondenten. Derselbe nossen, welche als Redner in die Deffentlichkeit getreten, so hat welcher in dem Beiblatt, unter soziale Uebersicht, abgedruckt ist. theilt folgendes mit: er doch unermüdlich in seinen Kreisen gewirkt. Er wurde ge- Darin befinden sich in Absatz zwei finnstörende Druckfehler, Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Aus Pennsylvanien wurde gemeldet, daß die Legis- achtet von Allen, die ihn kannten. Seine Thätigkeit brachte es die wir zu berichtigen bitten. Es heißt nämlich in Beile 5, latur bie achtstündige Arbeitszeit zum Gesetz gemacht; auch mit sich, daß er in dem großen Elberfelder Geheimbunds: statt Vorgehen, umgehen, in Beile 6 anstatt Umständen, Borwie sich aber ergeben, bezieht sich basselbe nur auf Arbeiten prozeß verwickelt und mit einem Monat Gefängniß beglückt ſtänden. Ferner ist bei den Unterschriften Hillmer als Verin ben Staatsanstalten, tommt also fast nur für die Infassen wurde. War nun schon die Persönlichkeit Bongarz geeignet, ihm trauensmann der Schneider bezeichnet, während dieser Vertrauens von Gefängnissen und Zuchthäusern in Betracht. Im die Sympathie aller Parteifreunde zu sichern, so war aber sein mann der Schmiede ist, Uebrigen mußte wieder einmal die Freiheit" herhalten, tragischer Tod, der ihn in der Blüthe der Jahre binnen um ein solches Gesetz für das arbeitende Bolt als unthunlich 24 Stunden von den Seinen riß, Ursache, daß Taufende erſcheinen zu lassen; nach Ansicht der weisen Gesetzgeber würde ihm am Sonntag das letzte Geleit gaben. Nicht weniger es nämlich die" Kontraktfreiheit" alteriren! In Nebraska als 18 Kränze mit großen rothen Schleifen und entsprechenden hegte man diese Bedenken nicht; ob indessen die Bestimmungen Inschriften wurden dem Zuge vorauf getragen, ebenso die umHerrn O. P. in Charlottenburg. 1. Ja. Es hat ein des von der dortigen Legislatur' beschlossenen Gesetzes über die florte rothe Fahne des sozialdemokratischen Volksvereins. Am achtstündige Arbeitszeit flarere sind, wie in den diversen Grabe widmeten verschiedene Genossen dem Berstorbenen warme Schiedsgericht unter dem Vorsitz eines Reichstags- Abgeordneten anderen Staaten, welche die achtstündige Arbeitszeit( für von Nachrufe, und der hiesige Arbeiter- Gesangverein„ Liederlust" sang stattgefunden, welches in seinem Schiedsspruche dahin erkannt hat, daß die gegen Genossen Dr. 2. erhobenen groben Beder Regierung zu vergebende Arbeiten) eingeführt haben, ist Trauerlieder. So ehren wir unſere Todten. Die Versammlung des Sozialdemokratischen Volksvereins" schuldigungen( wie sie der Ausschnitt aus dem" 3." enthält) als nicht gesagt. Bekanntlich haben alle die betreffenden Gesetze teinen praktischen Werth, weil nicht zugleich bestimmt wurde, hat diese Woche beschloffen, sich in Betreff der Maifeier dem unrichtig erwiesen wurden. 2. Diese Frage ist buchhändlerischer daß die kontraktoren die Regierungsarbeiten nur dann Borschlag der Fraktion anzuschließen und die Maifeier am ersten Natur und wird Ihnen eventuell in der Expedition beantwor orhalten, wenn sie sich zur Einhaltung der achtstündigen Sonntag im Mai zu begehen. Es ist hier im Wupperthal am werden. Arbeitszeit verpflichten. In Ohio wurde, wie in 1. Mai auch rein unmöglich, eine Demonstration zu begehen, da schon mitgetheilt, ein Achtſtunden- Gefeß geschaffen, welches für alle Mr an diesem Tage der größte Theil der Arbeiter mit dem Wohnungs- straße 71, Köln a. th. abeter, selbst die in der Landwirthschaft thätigen, obligatorisch ist, wechsel beschästigt ist. Die Feier wird hier durch einen Maſſenund es versammeln sich die Theil- so haften Sie nicht für Schulden desselben. Erheben Sie gegen aber durch die Bestimmung, daß Kontratte das Gefeß aufheben, umzug begangen, total illuforisch gemacht wird, so daß man den betreffenden Beschluß nehmer zu diesem Zweck um 1/24 Uhr auf dem großen Exerzier- den Zahlungsbefeht Widerspruch. Frau Hedwig Wilhelmi, P. A.:. Gerling, Chareons B. 2. Da Sie der Erbschaft Ihres Mannes entsagt haben, Theater. Sonntag, den 29. März: Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Oberon, König der Elfen. Dienstag: Lohengrin. Schauspielhaus. Der neue Herr. Montag: Die Quizow's. Dienstag: Der neue Herr. Leffing- Theater. Thermidor. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Nachmittags 1/23 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends 1/28 Uhr: Rean. Montag: Nachmittags 1/23 Uhr: Goldfische.- Abends 1/28 Uhr Schuldig. Dienstag: Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Faust, 1. Theil. Montag: Die Kinder der Excellenz. Dienstag: Faust's Tod. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der felige Toupinel. Vorher: Die Schulreiterin. Montag: Der felige Toupinel. Viktoria Theater. Raben. 20 Die sieben Bellealliance- Theater. NachmitDienstag, den 31. März: Unserem Genossen und hochverehrten Abschieds- Vorstellung. Chefredakteur Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag und Montag, den 29. und 30. März je 2 Vorstellungen 2, Nachmittags 3/2 und Abends 7/2 Uhr. verschiedenen Programmen ausgestattet. Sämmtliche Vorstellungen sind mit In allen 4 Vorstellungen: Circus unter Wasser. Die Marionetten. Wilhelm Liebknecht zu seinem heutigen 65. Wiegenfeste ein donnerndes Lebehoch! Das Personal des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Unserem Mitgliede, dem alten Vater Theodor Metzner, zu seinem morgigen 61. Geburtstage fach donnerndes Hoch! die besten Glückwünsche und ein drei272/8 Der Verein deutscher Schuhmacher. Unserem Freunde und Genossen, dem Theodor Metzner, Vorsitzenden des I. Wahlvereins, Sensationelle Wasserpantomime. zu seinem morgigen Wiegenfeste ein Dienstag, 31. März, Abends 71ell: -BRAVERE FRIE DRICHSHAIN Actien- Brauerei Friedrichshain Am Königsthor. Sonntag, den 29. März 1891( 1. Ostertag), Nachmittags 4/2 Uhr: Concert Arnold. Montag, den 30. März 1891( 2. Ostertag), Nachmittags 41/2 Uhr: Concert Arnold. Dienstag, den 31. März 1891, Abends 6 Uhr Concert, Vorträge, Tanzkränzchen. An den drei Tagen jedesmal Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. 314L Neue Welt. Bergschlossbrauerei Hasenhaide. Am 1. und 2. Osterfeiertage: Musikdirektors Herrn A. Holz. wadelt und der Schusterhammer topft Militär- Konzert, ausgeführt on ver baustapelle unter going be Eröffnung der großen Vogelwiese. Dank- u. Abschieds- Vorstellung. wackelt und der Schusterhammer klopft? Thedor, klopp den I. Wahlkreis zusammen! Die Genossen von No. 3. PassagePanopticum. Dem Veteranen im Kampfe für Freiheit Unſerem lieben alten Kathedermann, Entree 20 Pf., Binder in Begleitung frei. Unter d. Linden 22/23. und Recht, Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. 436 Theodor Metzner, fenden zu seinem morgigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche I. Erwachsener find Sonntag, den 29. März( 1. Feiertag) im ,, Elysium", Landsberger Allee Nr. 39-41: Oster- Vergnügen Seine Freunde in Berlin L. des Vereins zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher, Es werden P. R. W. R. W. B. N. 1256b und T. Das Glas auf's Wohl erheben, Zum tags- Borstellung: Gavant, Minard Castan's Panopticum. un iegenfeſt braust's in die Höh, Abends: Montag: Dieselben Vorstellungeu. Dienstag: Streit! Ostend- Theater. Das Räthchen von Heilbronn. Montag: Die Ahnfrau. Dienstag: Drei Tage aus dem Leben eines Spielers. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Belle- Alliance- Theater. Sonntag, den 29. März 1891, Nachmittags 4 Uhr: Nachmittags- Vorstellung zu bedeutend herabgesezten Preisen. Balkon 50 f. Parquet 1 Mk. Zum 9. Male: Gavand, Minard& Co. Schwank in 3 Atten von G. Gondinet. Abends 7/2 Uhr: Zum 2. Male: Streik! Bolts- Schauspiel in 4 Aften von Carl Böttcher. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Montag: Nachmittags- Vorstellung. Gavant, Minard& Co. Abends: Zum 3. Male: Streik! Dienstag und folgende Tage: Streik! Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Jetzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. Am 1., 2. und 3. Osterfeiertag: Sieben Norddeutsche Sänger. Bersonen. Bolfshumorist Alberti Runkel. Hoch soll Max Remnitz leben. Seidel's fleiner Volts- Garten. Badstr. 60. Gesundbrunnen. Badstr. 60. Badstr. 60. Gesundbrunnen. Badstr. 60. Bei günstiger Witterung am 1., 2. u. 3. Osterfeiertage: Grand MilitärWe Promenaden- Konzert. I Im Saale: Ball. Feiertag Anfang 4 Uhr. [ 444L Geselliger Klub ,, Broletariat" ladet Freunde und Genoffen zum ersten eine gemütlich. Frühschoppen II. Saal: Auftreten der Konzert- im Neustädter Volksgarten, 1253 b Sängerinnen Frl. Elise König und Proskauerstr. 37/38, ein. Für Unterhaltung ist bestens gesorgt. der Geschwister Waldmann. Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. R. Sternecker. Schnegelsberg's Festsäle. Hasenhaide 21. Sonntag, 29. März( 1. Osterfeiertag): Gr. Vokal- n. Instrumental- Konzert, Achtung! Montag, den 30. März, Mittags 11/2 Uhr: veranstaltet v. Gesang- u. Musit- Verein Gr. Matinée " Firmitas", Mitgl. d. Arb.- Sängerb. Nach dem Konzert: Tang. Entree 30 Pf. Anfang 7 Uhr. veranstaltet vom 1272b Steinseher- Sängerchor Freunde und Genoffen ladet ergebenst in Kellers Gesellschaftshaus, ein[ 1287b] Der Vorstand. Berg- Straße 68. Es wäre uns sehr angenehm, Genossen Grosses Bockbierfest und Kollegen zusammen zu ſehen. während der Osterfeiertage, wozu die Genossen freundlichst einladet Otto Thierbach, 4192 Moabit! Allen Arbeitern, Freunden und Ge Schwedter Straße Nr. 44. nossen zur Nachricht, daß ich mein Empfehle allen Freunden u. Genossen, Geschäft vom 1. April d. J. nach Lübeckerstr. 8 wie meiner werthen Nachbarschaft mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. verlege. Gleichzeitig empfehle mich zur pünktlichsten und frühesten Lieferung Auch steht ein Vereinszimmer zur des Vorwärts" fowie sämmtlicher Verfügung. W. Sendtke, Arbeiterliteratur. 1157b bestehend in Konzert und Vorträgen unter freundlicher Mitwirkung des Gesangvereins ,, Freya". Von 12 Uhr ab Ball. Entree 20 Pig. Anfang 7 Uhr. Tanz 50 Pfg. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Bei günstiger Witterung von 4 Uhr Nachmittags Garten- Konzert. Billets sind zu haben bei Süßmeier, Kleine Mauerstraße 2, 3 Tr.; Adamschack, Auguststr. 6a; Menzel, Pallisadenstr. 7, v. 4 Tr.; Grünberg, Kl. Alexanderstr. 2, Keller; Fischer, Lottumstr. 4, Keller; Mehlberg, Wilhelmstr. Mr. 21, Hof 3 Tr.; Restauration Röhn, Naunynftr. 83; Niederauer, Lothringer straße 52, Hof 2 Tr.; Restaurateur Albrecht im Elysium. 277/4 Volks- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Montag, den 30. März( 2. Osterfeiertag): 442L Grosse Matinee, veranstaltet vom Unterhaltungs- Slub Schiller. Sämmtliche Leseklubs und Genossen sind hiermit eingeladen. Entree 30 Pfennig. Der Vorstand. Renz' Salon, Naunynstr. 27( Inh. A. Uebel). Sonntag, den 29. März( 1. Osterfeiertag): Grosses Konzert u. Ball arrangirt vom Arbeiter- Gesangverein ,, Vorwärts', Süd- Ost ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Anfang Nachmittags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie im Bereinslotal, Cuvryſtr. 16 bei Ziemer, zu haben. Freunde und Gönner ladet hierzu freundlichst ein 156/7 Das Komitee. Volksgarten Wilmersdorf. Sonntag, den 29. März( 1. Osterfeiertag): Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert, verbunden mit Theater- Vorstellung, We arrangirt vom Gesangverein ,, Dorfglöcklein" F ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Große Wohlthätigkeits- Matinee Wriezenerstrasse 6. Auf mein reichhaltiges Lager von am Montag, den 30. März 1891( 2. Osterfeiertag), in Joël's Cigarren, Cigarretten n. Tabaken Allen Freunden und Genossen mache besonders aufmerksam und verempfehle mein Salon, Andreasstrssse No. 21, arrangirt vom 366L spreche in jeder Preislage die größte Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umg. Unterhaltungs- Musik. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Leistungsfähigkeit. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. 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Osterfeiertage, Mittags 12 hr, haben Mitglieder der Freien Volksbühne, welche sich durch Karte legitimiren, gegen ein Entree von I Mark Zutritt zum II. Rang des Deutschen Theaters während der Vorstellung Doppel- Selbstmord, Bauernposse mit Gesang in 3 Atten von Anzengruber, Veranstaltet vom Verein Freie Bühne. Der Vorverkauf der Billets findet in den Buchhandlungen von Rosenberg ( Leipzigerstraße) und Lazarus( Friedrichstraße) statt. Evorabräu Der Vorstand. ( Fürth- Nürnberg) 30 Flafdjen für 3 M. in Gebinden von 17 Liter an, à Liter 30 Pf., empfiehlt Gust. Hering, Berliner 2agerhof. H. Schultze( mit'n z) Ha Berlin N., Elsasser- Strasse Nr. 73. An allen Festtagen Bockbier- Ausschank bei großem Konzert. [ 424L] Restaurant zum„ Bukunftsstaat" Adolph Scholz, 433 L Kastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotniczai liegt aus. Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarken. 382 L Empfehle allen Freunden mein Möbel auf Theilzahlung Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. Bigarren Geschäft. Eigene Fabrik. 1280 b H. Wibbing, Spreestr. 10. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. " 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 74. Lokales. " durchaus nicht wundern, " Auf die einzelnen Gewerbszweige fand folgende VertheiTung ftatt: Sonntag, den 29. März 1891. 8. Jahrg. geben einige Einzelfälle Aufschluß, die uns mitgetheilt worden aber, daß zur Fahrt vom Schlesischen Bahnhof über sind und in denen die Schuldner sich bereits beschwerdeführend Rummelsburg nach Niederschönweide berechtigt, kostet Zentralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin. II. an die Steuer- und Einquartierungs- Deputation gewendet haben. nur 60 Pfennige. Es ist danach vollkommen glaubhaft, wenn Schwierigkeiten", so fagt der Bericht weiter, ergaben sich hierbei Arbeitsstätte im Südosten der Stadt ein Paar neue Stiefeln in Niederschönweide beschäftigt sind, ihre gelegentliche AnwesenIn einem Falle wurde beispielsweise einem Maurer auf der uns mitgetheilt wird, daß die Rummelsburger Arbeiter, welche allerdings auch dadurch, daß den Arbeitern das Geld zur Uebersiedelung nach ihrem neuen Beschäftigungsorte fehlte und die wegen der rückständigen Steuern gepfändet. Wer keine Steuern heit in Berlin benutzen, um Billets zu kaufen, die für die weitere zahlen kann, mag in Holzpantinen gehen, schien der Steuererheber Tour Schlesischer Bahnhof- Rummelsburg- Niederschönweide Arbeitgeber nicht darauf eingehen wollten, das Reisegeld vorzustrecken, wiewohl der Verein die Beförderung zur Bahn und die zu meinen und nahm die ueuen Stiefeln, welche der Maurer auf gelten und pro Stück 20 Pfennige billiger sind. Die NothLösung des Billets übernimmt, damit nicht das Geld mißbräuch dem Bau ausgezogen hat, als Pfandobjekt mit sich. Der gewendigkeit der Umgestaltung unserer Tarifverhältnisse, namentlich mißbräuch- pfändete Maurer reklamirte sofort persönlich auf dem für den Vorortsverkehr, tann eigentlich garnicht dringender darlich verwendet wird." Es erinnert uns dies ungemein an die Rathhause das Pfandobjekt und zwar, was diefer Rekla- gethan werden, als durch dieses Beispiel. Stellenvermittlung des Vereins zur Besserung entlassener Straf- mation besonderen Nachdruck gab, indem er in seinen gefangener"! Die Frage der Abschiebung von überschüssigen Arbeitspantinen erschien, sich wegen dieser Fußbekleidung ent- Die Ermittelungen nach dem in Charlottenburg verArbeitskräften nach Orten, in denen diefelben gebraucht werden, schuldigte und dieselbe damit rechtfertigte, daß der Steuererheber schwundenen Kinde des Schiffers Babenderode haben, wie uns ist eine der wichtigsten Fragen, welche den Verein in Zukunft das einzige Paar Stiefeln gepfändet habe. Der Maurer er- von betheiligter Seite mitgetheilt wird, bisher zu keinem be= beschäftigen wird. Daß man bei dieser„ Abschiebung" vornehm wirkte denn auch sehr schnell die Freigabe der Stiefeln, mit friedigenden Ergebniß geführt und keine Aufklärung in diese lich das„ Land" im Auge hat, diese Annahme darf wohl als denen er vergnügt von dannen zog. Schwieriger scheint sich die dunkle Angelegenbeit gebracht. Am 2. März d. J. ist der etwa richtig betrachtet werden. Gleichzeitig kann man sich aber auch Erledigung einer anderen Steuerpfändungs- Geschichte zu ge- dreijährige Sohn des vorgenannten Schiffers B., welcher mit glück- ftalten. am Lüzow in Charlottenburg überwenn Arbeiter, die den glück- ftalten. Bei einem Handlungsgehilfen, der seit einiger Zeit seinem Fahrzeuge feligen ländlichen Arbeitsverhältnissen entflohen sind, durchaus stellungslos ist, pfändete der Steuererheber drei alte, schmußige winterte, plößlich verschwunden. Der Knabe ist noch zehn feine Neigung verspüren, dorthin zurückzukehren. Die vor- Oberhemden, die schon zum Theil geflict waren, ein Paar alte, Minuten, bevor sein Verschwinden bemerkt wurde, von seinem stehende Annahme, daß die Arbeiter vornehmlich auf das„ Land" bereits am Oberleder geflickte Stiefeln, einige alte, nicht mehr trag Vater am Ufer spielend gesehen worden. Daß der Knabe etwa abgeschoben" werden sollen, wird in ihrer Richtigkeit noch er- bare Westen, mehrere alte Schlipse und andere derartige unbrauch- ertrunken wäre, erschien unwahrscheinlich. Das Eis war überall härtet durch nachstehende Tabelle des Berichts: bare Kleinigkeiten. Der Gepfändete erklärte, daß er die Wäschestücke dicht und enthielt nirgends eine genügende Deffnung, die ein nicht entbehren könne, da er außer denselben nur noch das eine Verunglücken des Knaben hätte vermuthen lassen. Die sofort im Hemd auf dem Leibe besitze und wegen dessen nöthig werdender Wasser vorgenommenen Nachforschungen waren ergebnißlos. Als 1. Die stellensuchenden Arbeitnehmer vertheilen sich wie folgt: Wäsche einigermaßen in Verlegenheit sei; er hat an den daher wenige Tage nach dem Verschwinden des Knaben das Ungelernte Arbeiter 4548 gleich 46 pet.; Hausdiener 1721 Magistrat die Bitte gerichtet, ihm diese Sachen wieder zurück- Gerücht auftauchte, daß eine Zigeunerbande in der Gegend des gleich 17 pct.; Kutscher 998 gleich 10 pet.; Lauf- und Arbeits- zugeben, oder aber ihm Mittheilung zu machen, ob von der wohl- Ufers gesehen worden sei, dachte man, an die Möglichkeit eines burschen 2156 gleich 22 pet.; Handwerter( intl. Stalleute, löblichen Stadtverwaltung vielleicht in den städtischen Wasch- und Kindesraubes und als aus der Gegend von Bremerhaven die Zapfer, Portiers, Matrosen und Schreiber) der Rest von Badeanstalten die nöthigen Vorkehrungen getroffen sind, damit Nachricht kam, daß dort eine Zigeunerbande gesehen worden sich führte, auf welches die 9887 Arbeitsuchenden gleich 5 pCt. Man sieht, fast nur un- die auf solche Weise vom Steuererefuter Gepfändeten Gelegen- sei, die ein Kind mit gelernte" Arbeiter, die auf dem„ Lande" ein gesuchter Artikel heit finden, ihre Leibwäsche in geeigneter Weise reinigen zu lassen. Beschreibung des in Charlottenburg verschwundenen Knaben passe, find. Gleichzeitig erhellt hieraus, in wie ungeheurem Maße der Daß zahlreiche anderweite Klagen einlaufen, wonach die Ge- machte sich ein naher Verwandter des Kindes aus Berlin, der " Handwerker" immer mehr verschwindet und zum gewöhnlichen pfändeten sich durch das Vorgehen der Steuererheber gekränkt hierselbst in der Wasserthorstraße 17 wohnhafte SchuhArbeiter" wird. Es ist dies eine naturgemäße Folge der fühlen, brauchen wir kaum noch anzuführen. Wenn der Herr macher Friz Schröder, auf, um das Kind zu sehen. Es heutigen Produktionsweise, indem„ Handwerker" fast gar nicht, Oberbürgermeister aber wieder einmal Auskunft braucht, ob ein ist demselben dann auch gelungen, die Zigeunerbande in der Dagegen ungelernte" Arbeiter in viel größerem Maße verlangt Nothstand in Berlin vorhanden ist, so wird er sich am besten an Nähe von Bremervörde zu erreichen; das verdächtige Kind, das werden. Hierüber giebt deutlichen Aufschluß folgende Tabelle: seine Steuererheber wenden, die darüber viel zuverlässigere Aus- die Bande bei sich führte, ist indeß nicht der vermißte Knabe des 2. Die zu befehenden Stellen betrafen: am 6. März in der Nähe von Harburg gesehen worden und Ungelernte Arbeiter 3840 gleich 55 pet.; Sausdiener 891 funft geben können, als die Polizeireviere nach ihren rein formellen Schiffers Babenderode. Die betreffende Zigeunerbande ist bereits Umfragen. kann also, da sie sich nur langsam in ihren Fuhrwerken von Ort gleich 13 pet.; Rutscher 504 gleich 7 pCt.; Lauf- und Arbeitszu Ort bewegt, nicht wohl am 2. März in Charlottenburg geburschen 1644 gleich 23 pCt.; Handwerker zc. gleich 2 pet. Jm Einklang hiermit steht die Zahl der besetzten Stellen. Dieselben wesen sein. Herr Fritz Schröder, Wasserthorstr. 17, bittet betrafen: Ungelernte Arbeiter 3588 gleich 57 pet.( Angebot deshalb Alle, die aus Theilnahme für den Vater des verschwun46 pct., Nachfrage 55 pCt., besetzt 57 pCt.); Hausdiener 730 denen Kindes oder aus sonstigem Interesse für die Sache dergleich 12 pet.( Angebot 17 pct., Nachfrage 13 pGEt., besetzt selben ihre Aufmerksamkeit zuwenden, etwaige Mittheilungen, die 12 pCt.); Rutscher 407 gleich 6 pét.( Angebot 10 pCt., Nachzur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können, an ihn gefrage 7 pt., befeßt 6 pet.); Lauf- und Arbeitsburschen 1423 langen zu lassen. gleich 23 pt.( Angebot 22 pCt., Nachfrage 23 pCt., besetzt 23 pGt.); Sandwerker 2c. gleich 2 pet.( Angebot 5 pct., NachEine noch grellere Beleuchtung erfahren diese Verhältnisse burch eine vergleichende Uebersicht der Jahre 1889 und 1890. Danach betrugen: Angebot Nachfrage Besetzte Stellen pet. pCt. pet. frage 2 pet., besetzt 2 pet.)! Arbeiter Hausdiener. Kutscher Lauf und Arbeitsburschen Handwerker und sonstige Arbeiter 40/46 40/55 46/57 19/17 20/13 9/10 16/22 9/7 24/23 19/12 9/6 21/23 7/2 5/2 16/5 Der vollbeladene Steinkahn des Schiffers Wilhelm Für Diejenigen, denen unsere Lokalkommission ein Dorn im Auge ist, fann ein kleines Vorkommniß zur Belehrung dienen, das ein grelles Schlaglicht auf unsere Berliner Lokal verhältnisse wirft und deutlich zeigt, wie nöthig die Thätigkeit der Lokalkommission gewissen Gastwirthen gegenüber ist. Der Inhaber der Andreas- Gesellschaftsfäle, Herr Joel in der Andreas straße, hatte bereits vor längerer Zeit dem meist aus Arbeitern bestehenden Theaterverein„ Normannia" sein Lokal zum Zwecke Abhaltung eines Maskenballes zu überlassen versprochen. Bereits vor einem halben Jahre hatte der Verein das Lokal für Kuley aus Neu- Zittau ist heute Vormittag auf dem linken mehrere Vergnügungen bestellt und Herr Joël trug die Spreearm zwischen Schloß- und Schleusenbrücke in die Fluthen für diese Vergnügungen in Aussicht genommenen Tage in versunken. Der mit Ziegelsteinen beladene Kahn, der spreeaufGegenwart des Vereinsvorstandes in sein Buch ein. Unter wärts fuhr, hatte allem Anschein nach im hinteren Theil ein anderem war auch der 28. Februar d. J. notirt worden zur Ab- Leck erhalten; die Versuche der Schiffsmannschaft, den Kahn haltung eines Maskenballes. Am 24. v. M. aber bemerkten einige durch Pumpen flott zu erhalten, erwiesen sich als vergeblich. Das zufällig dort vorübergehende Mitglieder des Vereins ein Platat Schiff sant so schnell, daß der Schiffer mit seiner Frau und zwei an der Hausthür mit dem Inhalte: Der Maskenball des Bühnen- Schiffstnechten taum das nackte Leben retten konnten. Von der gesammten Habe der Schiffsmannschaft ist nur ein Strohsack, der verbandes Normannia findet am Sonnabend hier nicht statt. Dem Vereine oder dem Vereinsvorstande hatte der Wirth keinerlei Ofen, einige Waschfässer und eine Lade in Sicherheit gebracht, Benachrichtigung zukommen lassen. Als nun der Inhalt des alles Uebrige ist mit dem schweren Kahn untergegangen. Der Plakats bei den Mitgliebern des Vereins bekannt wurde, ver- Schiffer ist nicht versichert, so daß der Unfall ihn doppelt Der Bericht sagt wörtlich: anlaßten diese den Vorstand, sich mit dem Wirth in Verbindung schwer trifft. An den Ufern hatte sich bald eine zahlreiche Menge " Es überwiegt hier mit 40 pet.( 1890: 46 pt.), bei den be- zu feyzen; auf deren Vorhaltungen eröffnete ihnen der Wirth: angesammelt, welche sofort eine ertragsreiche Sammlung für den fetten Stellen fogar mit 46 pet.( 1890: 57 pct.) die Klasse Ich gebe Ihnen mein Lokal nicht, suchen Sie sich Ihr hochbetagten Schiffbrüchigen veranstalte. der Arbeiter ohne nähere Angabe. Stark vertreten sind auch die Recht!" Man bedenke: Eine große Zahl von Arbeitern Ein Leichenbegängniß unter polizeilicher Eskorte, wie Lauf- und Arbeitsburschen, besonders bei den zu besetzenden und deren Angehörigen, die wochenlang ihre Vorkehrungen Stellen, denen ein ebenso großes Angebot nicht gegenübersteht. getroffen haben, um ein Vergnügen zu arrangiren, müssen es sich fie merkwürdiger Weise auch nach Ablauf des Sozialistengesetes Es ist interessant, zu sehen, daß ein Theil der Hand- gefallen lassen, daß alle ihre Ausgaben weggeworfen sind, weil nicht aufhören wollen, hat am letzten Mittwoch wieder stattgewerker und anderer Arbeiter jedenfalls Laufburschenstellen an- es einem Gastwirth gefällt, fein geschäftlich gegebenes Wort zu funden. Der Genosse Germer, Schuhmacher, der sich in der polibrechen. Daß dabei„ patriotische" Beweggründe mitgewirkt tischen und gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung verdient gemacht genommen hat." Worin in dieser Thatsache das Interessante" liegt, ist nicht haben könnten, ist zwar nicht ausgeschlossen, macht die Sache hat, wurde durch zahlreiche Genossen und Kollegen zur letzten recht einzusehen. aber um nichts schöner. Herr Joël hatte an dem betreffenden Ruhe geleitet. Drei mächtige Kränze hatten rothe Schleifen, Tage fein Lokal einem Kriegerverein überlassen. Wir nehmen welche mit passenden Inschriften versehen waren; die Kränze Das Ergebnis der städtischen Steuer Einziehung für zu Ehren dieses Vereins an, daß er das Abkommen, welches waren gestiftet vom Verein deutscher Schuhmacher, vom Verein das erste Quartal des Jahres 1891 dürfte voraussichtlich den zwischen Herrn Joël und dem Theaterverein bestand, nicht ge zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher und von der Jänifestädtischen Behörden deutlicher als die polizeilichen Erhebungen kannt hat: denn unserer Krieger sind ja im Punkte der Ehrliebe fchen Fabrik. Mit den Kränzen, die hinter dem Leichenwagen her getragen wurden, tamen die Genossen aber nur von der Charitee davon Ueberzeugung verschaffen, daß während des vergangenen sehr zart besaitet. bis zum Weddingplay. Plöglich, man wußte nicht woher, war die Winters ein recht ernstlicher Nothstand auch unter dem seßhaften Theile der Berliner Arbeiterbevölkerung bestanden hat und zum Die Tarifverhältnisse bei der Berliner Stadt- und Ring- Polizei da und verlangte Entfernung der rothen Schleifen. bezw. verlangten zunächst Theil noch besteht. Die Zahl der Zwangsvollstreckungen wegen bahn und im Vorortsverkehr sind nun schon wirklich nicht mehr Die Genossen weigerten sich, nicht gezahlter Steuern ist in den hauptsächlich von Arbeitern schön. Je länger man Gelegenheit hat, die einzelnen Tarife mit Angabe des Gesetzesparagraphen, auf welchen das Verlangen fich bewohnten Stadtvierteln im letzten Quartale eine besonders große einander zu vergleichen, desto mehr Ungerechtigkeiten stellen sich stüße. Antwort: Machen Sie teine Geschichten, wir sind be gewesen und die sonst üblichen Fristen, welche der Steuer- Erheber heraus. Alles was bisher in dieser Richtung bekannt geworden auftragt!" Die Genossen wollten Unannehmlichkeiten vermeiden, zu gewähren im Stande ist, haben in zahlreichen Fällen nicht genügt, ist, dürfte jedoch übertroffen werden durch eine neue Entdeckung, da man weiß, wie rasch eine Anklage wegen Beamtenbeleidigung, um den Leuten die Herbeischaffung der Steuersumme zu ermöglichen, welche von denjenigen in Rummelsburg wohnenden Arbeitern Widerstandes gegen die Staatsgewalt u. f. w. erwirkt ist. Sie so daß- was der Steuer- Erheber immer nur höchst ungern thut gemacht worden ist, die in Niederschönweide arbeiten. Ein Ar- gaben also nach. Sie meinten damit das polizeiliche Geleit los In welcher beiter- Wochenbillet, das zur Fahrt von Rummelsburg nach zu fein, irrten aber hierin. Fünf oder sechs Kriminal- und ebenso zur Pfändung geschritten werden mußte. Weise bei diesen Pfändungen vorgegangen wurde, darüber Niederschönweide berechtigt, kostet 80 Pfennige: ein Wochenbillet viele uniformirte Polizeibeamte eskortirten die Leiche bis zum Sterblich ist jeder Einzelne, die Begrenztheit seines zu verspüren. Das arbeitende Volk wird, bis dies der Fall, seine Glieder zu recken und zu strecken; schneller kreist das Offern. vielleicht noch oft die Rolle des Donnergottes übernehmen Blut in seinen Adern; es beginnt, sich auf sich selbst zu beOstara nannten die alten Deutschen die Göttin des müssen. Aber die Anzeichen sind vorhanden, daß die lange sinnen und ringt sich durch zu der Erkenntniß, daß ihm das aufsteigenden Lichtes, der Morgenröthe und des Frühlings. eisige politische Winternacht, die das deutsche Volk bedrückte, Heil nur aus ihm selber kommen, daß nur kräftiges AufIhr weihten die alten Sachsen das Fest des Frühlings, das zu weichen beginnt, daß neue Kräfte. ihre Wirksamkeit ent- raffen zu eigenem Handeln ihm den Weg zu Glück und fie feierten, wenn die Erde sich neu belebte, wenn das junge falten und frische, junge Reime aus dem Boden des Völker Wohlergehen eröffnen kann und daß es seine Hoffnung nicht Grün hervorbrach, wenn die gefiederten Wanderer heim- Lebens emportreiben werden. Wer es versteht, dem Puls- auf die Hilfe von Oben sehen darf. heim- lebens kehrten zu der Stelle, die sie bei Anbruch des Herbstes ver- schlage des Völkerlebens zu lauschen, d. h. wer klaren Auges Laffen. An die Stelle jenes alten Ostara- Festes ist mit dem und ungetrübten Geistes die in demselben wirkenden und Lebens setzt auch seinem Handeln Schranken, sei er noch so Siege des Christenthums das christliche Osterfest, ungefähr treibenden Kräfte erkennt, der fühlt und sieht, wie eine neue wohlgesinnt; unsterblich ist nur das Volk und unbegrenzt in dieselbe Zeit fallend, getreten; die noch heute vielfach Beit sich emporzuringen anfängt aus dem ganz oder halb seine Handlungsfähigkeit, wenn weit und breit in Millionen Köpfen Klarheit darüber erwachsen ist, daß es selbst seines geübten Ostergebräuche, sie stammen noch aus jener alten vermoderten Alten. Noch ruht das, was werden wird, im dunkeln Schooße eigenen Glückes Schmied sein muß. Klaren Geistes und ein warm Seidenzeit, fußend auf der Bedeutung des Festes als Feier der Zukunft und keineswegs ist die Gefahr vorüber, daß fühlendes Herz in der Brust, empfänglich für alles Gute und des einziehenden Frühlings. das erste junge Grün neuen politischen Lebens einem aber Schöne, wird es das Ideal wahrer Nächstenliebe zu verkörpern Und als Frühlingsfest feiern wir auch heute noch das maligen Wintersturm zum Opfer fallen wird; aber wie suchen, dem eigenen Wohlergehen zu dienen, indem man dem Osterfest, begrüßen mit Jubel die ersten Knospen an Baum der beschnittene Baum nur stärkere Triebkraft entwickelt, Glücke der Gesammtheit sein Wirken widmet, nur mit dieser und Strauch und athmen erleichtert auf, da die Gewißheit so wird auch das erstarkende politische Leben nicht durch und durch diese, nicht auf Kosten derselben, das persönliche einzieht in des Menschen Herz, daß nun des Winters abermaliges Einsetzen der Reaktion mit allen ihren Hilfs- Wohlergehen zu fördern. eijige Strenge teine Macht mehr hat, daß unter den mitteln vernichtet werden, wie es die reaktionären Stürme Das ist das Ideal, um dessen Verwirklichung der Kampf Strahlen der täglich höher steigenden Sonne fich neues der verflossenen Jahrzehnte nicht haben vernichten können. der Geister entbrannt ist, nicht ein Kampf, in welchem die warm pulfirendes Leben überall in der weiten Mutter Natur Das Volk, unbewußt seiner Macht, hat lange in den rohe brutale Gewalt entscheidet, sondern die wachsende ErBanden politischer und sozialer Knechtschaft gelegen und kenntniß des Volkes, Veredelung des Herzens und des Welches Herz, das noch nicht durch Kummer und Sorge trägt diese Fesseln noch heute; aber es fühlt sie heute auch, Charakters. In der Verwirklichung dieses Jdeals, der verknöchert, dessen Gefühl nicht im Ringen der modernen es fühlt und weiß, daß die, welche einst seine Führer in langsamer aber stetiger Entwickelung unsere Gesellschaft Welt ertödtet ist, wird nicht von dem die Natur aufs Neue waren, die bürgerlichen Barteien, die einst auch die Frei- entgegenreift, werden Volk und Volksfreiheit ihre Aufdurchwehenden belebenden Hauch sich gehoben fühlen? Höher heit im Munde führten, diese Freiheit des Volkes verrathen erstehung feiern, um der Menschheit eine beglückte Zukunft aber noch schlägt das Herz, wenn es fühlt, daß nicht nur in haben, um die Freiheit", die sie meinen, die Freiheit der zu sichern. der Natur, sondern auch im Menschen-, im Völkerleben sich wirthschaftlichen Unterdrückung des arbeitenden Volkes, zu Das wird ein Auferstehungsfest sein, wie die Welt noch entwickelt. gewinnen. ein erfrischender Hauch geltend macht. Weit freilich noch sind wir davon entfernt, den wirklich Mehr und mehr erwacht das Volk aus dem tiefen belebenden Odem politischen Frühlingslebens fräftig, fühlbar Winterschlafe, der es lange umfangen hielt. Es beginnt feines sah! " Zu dem Versammlungsbericht aus Rigdorf in Nr. 70 unferes Blattes wird uns berichtigend mitgetheilt, daß die Namen der Lokalkommissions- Mitglieder nicht richtig angegeben sind. In die Lokalkommission wurden gewählt die Genossen: 3ier, Faltstr. 46, 2 r.; Anhof, Bergstr. 137; Kleist, Julius straße 42a. Von diesen drei Mitgliedern werden alle Auskünfte, Die Bezug auf Lokalfragen haben, ertheilt. Ferner wurden gewählt: Böttcher, Meinz, Gelbke, Hirte, Schüz, Müller, Rosenbaum, Habura. Die lettgenannten Genossen werden ersucht, ihre Adressen bei Bier, Faltstr. 46, II abzugeben. Lokalliste folgt nächste Woche. In Nieder- Schönhausen ist nur der Gastwirth Großjean ( Elysium), Lindenstr. 25, welcher seinen Saal zu Versammlungen hergiebt. Ferner machen wir die Gastwirthe bekannt, welche ihre Säle nicht zu Versammlungen hergeben: Für Pankow: Krause, Wollantstr. 1; Rahn, Wollantstr. 113; Bärwald, Spandauerstr. 10; Anton Ringel( früher Deppe), Breitestr. 21; Linder( Schwarzer Adler) Breitestr.; Sello, Berlinerstr.; Ulbrich, Schloßstr. 4; Schloß Schönholz( Dümchen). Versammlungen. firaße 58. Tagesordnung: 1. Die Grundlagen der Erziehungsmethoden. Referent: Herr Sievers, Lehrer a. D. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Nach gebeten. der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Um zahlreichen Besuch wird Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Osterberger Allee 39-41. Sprechlaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. ein Friedhof, und ein Kollege, der hier am Grabe die Worte sprach:[ weil die Materie eine ganz andere set, als die, welche die Er hat gestritten, gelitten, wir wollen weiter fämpfen," wurde Gewerbe- Ordnung behandele. am Weitersprechen verhindert und seine Person festgestellt. Das Ober- Landesgericht hat die Revision zurückgewiesen, Selbstverständlich berührten die Vorgänge überaus unangenehm. indem es in seinen Erwägungsgründen u. A. ausführte: Das Ausnahmegesetz gegen die lebenden Sozialdemokraten hat neue Vereinbarung stand der früheren in keiner Weise im Wege, vergnügen am Sonntag, den 29. März( erſter Feiertag), im Elysium, Landsaufgehört, aber den todten die gleiche Ehre zu erweisen, wie es denn durch diese wurde das jedem Arbeitgeber und Arbeitnehmer Privat- Theatergesellschaft Fidelio". Große Theatervorstellung am den Todten anderer Parteien gegenüber geschieht, ist annoch nicht nach allgemeinen Rechtsprinzipien und insbesondere nach§§ 122 2c. 30. März( zweiten Osterfeiertag) bei Heinrich, Blücherstraße 61. Nachdem gestattet. der Gewerbe- Ordnung zustehende Recht zur Lösung seines Arbeits- tränzchen. Anfang präzise 7 Uhr. Billets intl Tanz zu 50 Pf. beim Rendant Robert Gausche, Lindenstraße 84, zu haben. verhältnisses nicht beseitigt und ebensowenig das zur Abänderung im Wege neuer Vereinbarung. Jedenfalls steht aber einem Arbeit 30. März( zweiten Feiertag), Vormittags 9½ Uhr, im Vereinstotal, Neue JakobVerein der Maschinisten und Heizer. Frühschoppen am Montag, den nehmer, der, weil er mit einer solchen Neuerung nicht einverstanden straße 24-25, war, seinen Dienstvertrag gelöst hat, nicht zu einer zwischen seinem seitherigen Arbeitgeber und einem anderen Arbeitnehmer über diese Neuerung getroffenen Bereinbarung zu hindern oder deren Ausführung dadurch unmöglich zu machen, daß er letteren mit Anwendung der in§ 153 der Gewerbe- Ordnung bezeichneten Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit Raum dafür abzus Mittel zum Rücktritt von dieser durch Verlassen der Arbeit zu geben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen bestimmen sucht. Indem der Angeklagte in dieser Weise verfuhr, intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem hat er die Wiedereinführung der früher vereinbarten Lohnbedingungen erstrebt und es liegt danach kein Rechtsirrthum der An die Arbeiter Berlins und Umgebung. Die Lokalkommission von Pankow und Nieder daß in diesen Erwägungsgründen der Kernpunkt der streitigen Volksversammlung als auch in zwei Sigungen der Delegirten der Entscheidung des Landgerichts Mainz zu Grunde". Uns scheint, Daß die in der Kellnerfrage sowohl in einer öffentlichen Schönhausen macht hiermit diejenigen Gastwirthe bekannt, Frage, ob der Angeklagte durch sein Thun bessere Lohn- und Berliner Streif- Kontrollkommission gefaßten Beschlüsse in diversen welche ihre Säle den Arbeitern unentgeltlich zur Verfügung Arbeitsbedingungen erstrebte, was nach dem Wortlaut des§ 153 Arbeiterversammlungen Staub aufwirbelten, ist die Veranlassung, stellen, eventuell wo Arbeiter- Zeitungen ausliegen. Es ist dies für Bankow: Gastwirth Hermann Sander, der Gewerbe- Ordnung nachzuweisen war, gar nicht berührt sei. daß wir uns nochmals an Euch wenden. Seit geraumer Beit Kaiser Friedrichstr. 50/51( nahe der Brauerei Willner). Der gaben wir uns alle erdenkliche Mühe, um die nicht oder schlecht Brüssel, 27. März. Eine Abordnung der streifenden Ar- organisirten Berufsgenossen zu uns heranzuziehen; nichtsdestoVorwärts" liegt aus bei Borchardt, Schulzestraße 27, an der beiter der Walzwerke des Zentralbeckens wurde heute von den weniger ist es uns bis jetzt noch nicht gelungen, einen Nordbahn, und im Restaurant Perkeo( Kunert), Schönholzer- Arbeitgebern empfangen. Dieselben weigerten sich, den Streifen- namhaften Erfolg zut erzielen. Wir Straße 10. gründeten den irgend ein Zugeständniß zu machen. Die Arbeiter beschlossen Fachorgan, wir daher die Arbeitseinstellung bis zum 10. April zu verlängern. errichteten ein für Arbeitnehmer und Arbeitgeber unentgeltliches Stellenvermittelungs- Bureau nebst Telephonanschluß( Amt IX Nr. 1116) u. s. w. Trotz alledem und alledem alledem erreichte unsere Mitgliederzahl erst die Zahl von 500, während uns auf der anderen Seite über 20 000 Berufsgenossen gegenüberstehen, welche behaupten, daß sie nicht von den Arbeitern abhängig seien und infolge dessen auch keine Veranlassung hätten, sich uns auzuschließen. Nun wir Die Berliner Streif- Kontrollkommission follte Donnerstag Abend ihre Sigung abhalten, die Leitung war baß die Arbeiterschaft wohl die in und bei Berlin belegenen find diesbezüglich einer anderen Meinung, indem wir behaupten, Für Nieder- Schönhausen: Donath( Schloß Schönhausen), den Genossen Hildebrandt, Wizke und Körſten übertragen Ortschaften, die unzähligen Etablissements, wo die Berliner Lindenstr.; Settekorn( Waldschlößchen), Lindenstr.; Café Thiele, worden. Bei Verlesung der Präsenzliste stellte sich jedoch heraus, Kellner serviren, frequentirt. Man frage nur einen Kellner, ob Bismarcftr.; Krebs( früher Liedemit); Gericke( Schwarzer Adler), daß die überwiegende Zahl der Delegirten sehr viele Gewenter einen Sohn( 1,30 m., 2 M. auch 8 M.) bekommt, mit dem Blankenburgerstr.; Klienas, Blankenburgerstr. schaften waren gar nicht vertreten nicht anwesend war. E3 Parteigenossen! Wir ersuchen Euch, speziell die Vereine und kam daher Seitens des Genossen Stein vor Eintritt in die eine Pflicht hat, miteinzutreten für eine soziale Besserstellung der er, ohne Trinkgeld zu bekommen, bestehen kann und ob er nicht Gewerkschaften, bei Ausflügen nach obengenannten Orten genau Tagesordnung der Geschäftsordnungs- Antrag, die Versammlung gesammten Angestellten im Gastwirths- Gewerbe, man frage ihn auf diese Liste zu achten. Alle Anfragen wolle man richten an des schwachen Besuches wegen zu vertagen und einen Appell an ferner, wer ihm das Trinkgeld giebt, der Prinzipal oder der Paul Wolff, Dameronstr. 21; W. Schockel, Schulzestr. 15; Otto die Gewerkschaften zu richten. Die Genossen Pfeifer( Bäcker), Gaft. Und wenn Ehlert, Kommunikationsweg 1; sämmtlich in Pankow wohnhaft. Linke( Bergolder) waren gegen diesen Antrag. Koopmann( Wäsche behaupten wir, der Arbeiter, der am Sonntage einen Ausflug der Gast es ist, so ist es, das arbeiter) wünschte Vertagung und die Einberufung einer öffentlichen macht. Einen Theil unserer Mitglieder verdanken wir derjenigen Die Lokalkommission von Tempelhof theilt uns Fol Bersammlung, in welcher die Gewerkschaften zur Streit- Kontroll- Arbeiterschaft, welche zielbewußt genug war, indem sie für Begendes mit: Säle geben zu Versammlungen nicht her und sind kommission Stellung nehmen sollen. R. Schmidt( Klavierarbeiter) folgung der fraglichen Beschlüsse eintrat, welche dahin gehen, daß war für Bertagung, aber gegen eine Volksversammlung, er brachte falls ein Arbeiter ein Trinkgeld giebt, er sich erst überzeugen soll, Restaurant Nieke, Berlinerstraße, hingegen in Anregung, ob es nicht empfehlenswerth fein würde, ob der Empfänger desselben auch würdig ist, ob er im Stande ist, ähnlich wie bei der Bauhandwerker- Konferenz, einen Kongreß von das an unsere Mitglieder verausgabte Erkennungszeichen vorDelegirten sämmtlicher Gewerkschaften einzuberufen, welche die zuzeigen und falls er es nicht fann, ihn darauf aufmerksam zu Organisation der Streik- Kontrollkommission erwägen und fest- machen, daß es des Kellners Pflicht ist, sich der modernen Arbeitersehen solle. Rörsten( Former) meinte, daß mit dem Antrag Koopmann Gastwirthsgehilfen wird. Es ist dies durchaus kein undemobewegung anzuschließen, indem er Mitglied des Vereins Berliner die Gristenz der Streit- Kontrollkommission überhaupt in Frage kratisches Agitationsmittel, wie man vielfach behauptet und nicht gestellt sein würde. Wenn die Gewerkschaften nicht mehr geeignet, ein„ Heuchlerthum" groß zu ziehen, sondern das gerade Dube, Dorfstr. 21, das genügende Interesse haben sollten, so möge man Gegentheil ist der Fall, indem derjenige zum Heuchler gemacht Wesenberg, Schönebergeriveg 1, Regelbahn. die Delegirten durch einen Aufruf zu einer letzten wird, der trotz des Bestehens des Beschlusses ein Trinkgeld be Müller, Berlinerstraße, KellerVersammlung zusammenberufen, in welcher sie eventuell kommt. Unsere Mitgliedschaft bezweckt die Aufklärung auf Wiegand, Ningbahnstraße, Lokale. Versammlung zusammenberufen, ) die Auflösung der Kommission beschließen mögen. Schmidt Wir bitten nochmals die Genossen, doch nur die fünf leht-( Bimmerer) schließt sich den Ausführungen Körstens an und be- politischem und wirthschaftlichem Gebiet, und Derjenige, der dazu genannten Lokale zu frequentiren. Die Lokalkommission: Zeitner. antragte, daß der Aufruf von dem Ausschuß ausgearbeitet werden nicht herangezogen wird, bleibt indifferent und als solcher ein solle. Seidel tadelte das Verhalten der Bauhandwerker. Die Gegner unserer Sache. selben hätten erst fürzlich bei der Neukonstituirung der Kommission daß bei Abmachung von Räumlichkeiten zu Versammlungen mitgewirkt und jetzt fehlten sie gänzlich. Der zweite Punkt der in Rede stehenden Beschlüsse lautet, und Festlichkeiten mie Stiftungsfesten, Land- und Wassers Es wurde hierauf beschlossen, die gegenwärtige Sigung zu vertagen und den Au 3- partien, der betr. Wirth veranlaßt werden foll, die dazu immer schuß zu beauftragen, durch einen Aufruf nöthigen Hilfs= Bedienungsmannschaften( Lohnkellner) dem Arfämmtliche Delegirte zu einer Berathung über beitsnachweis unseres Vereins zu entnehmen. Der Arbeitsnachweis befindet sich Annenstr. 14. Weder zu dem vergangenen Polizeibericht. Als am 25. d. M. Vormittags der Ar- die weiteren Schritte einzuladen. Weihnachts- noch zu dem gegenwärtigen Osterfeste dachte irgend beiter Freund mit einem anderen Arbeiter Holzplatten vom Sol Aufruf an alle geselligen Arbeitervereine Berlins und ein Mitglied der betreffenden Kommissionen an diesen Beschluß, platz Mühlenstr. 53-54 nach dem gegenüberliegenden Grundstücke imgegend! denn außer der Berliner Bockbrauerei, besetzten wir fein Mühlenstr. 38 trug, wurde er auf dem Damm von einem in Nachdem, in der letzten Versammlung der geselligen Vereine Etablissement, trotzdem viele Arbeiterfestlichkeiten stattfanden und schneller Fahrt befindlichen Geschäftswagen zu Boden gerissen Berlins beschlossen worden, einen Bund dieser Vereine zu grün- stattfinden werden. und erlitt eine schwere Verlegung am Hinterkopfe. Er wurde den, fordert der unterzeichnete Vorstand alle geselligen Arbeiter- Nun, Genossen! Arbeiter! E3 naht der 1. Mai( resp. der sofort nach seiner nahegelegenen Wohnung gebracht, wo er Abends Vereine auf, dem jetzt bestehenden Bunde beizutreten. Wohl 3. Mai), es naht der Sommer. Noch ist es Zeit, daß Ihr uns infolge der erlittenen Gehirnerschütterung verstarb. Vor dem mancher Genosse ist vor dem Eintritt in einen geselligen Verein zu in unseren Bestrebungen unterſtüßt. Die Verhältnisse werden es Hause Brandenburgstr. 6 fiel ein Schankwirth zur Erde und erlitt rückgeschreckt, wenn er sah, wie diese Vereine eine dem Klassen- unseren Berufsgenossen nicht gestatten, an der impoſanten einen Bruch des rechten Schienbeins. Im Louisenstädtischen Bewußtsein der Arbeiter durchaus entgegengesette Haltung ein- Arbeiterfeier als solcher theilzunehmen, denn die Massen werden Kanal, am Mariannen- üfer, wurde am 27. d. M. Morgens die nahmen. Dieses soll nun anders werden! Ein jeder Ge- essen und trinken und werden bedient" sein wollen. An Euch Leiche einer unbekannten, etwa 20 jährigen Frauensperson ange- noffe, der in einem geselligen Verein ist, suche den Anschluß ist es, daß Ihr agitatorisch thätig sind, ohne daß es finanzieller schwemmt. Am 27. d. M. fiel ein Bigarrenhändler beim AusLöschen der Laterne vor seinem Geschäft, Elsasserstr. 19, von der an unsern Bund zu bewerkstelligen- Ginigkeit macht Opfer bedarf.- Verlangt bei Gabe von einem Trinkgeld, von dem bedienenden Kellner das Erkennungszeichen, welches start! Stehleiter und erlitt dabei so schwere Verlegungen am Kopfe, Die unterzeichneten Vorstandsmitglieder sind zu mündlicher während der Ostertage bis 31. März gelb und von da bis daß er nach der Universitätsklinik gebracht werden mußte. Gin Auskunft gern bereit.- Schriftliche Anfragen und Mitglieds- 30. Juni roth aussieht, laßt Euch auch diesbezüglich nichts vor. Dienstmädchen wurde am 28. d. M. Morgens auf dem Boden Anmeldungen beliebe man an den 1. Schriftftführer und Gelder reden, indem man durch allerlei Ausreden die Arbeiter zu täuschen des Hauses Alexandrinenstr. 42 erhängt vorgefunden. Am 26. an den 1. Raffirer zu senden. und 27. b. M. fanden sieben kleine Brände statt. zu meiden: Kreideweiß, " " Noack, " " Zeichert, " " Zillmann, " Trinkaus, Birkenwäldchen. Boltsblätter liegen aus: Rest. Gerth, Dorfstr. 10, " " " " Schnella. Wolf. Garten und Die Lokalkommission von Groß- Lichterfelde und Lankwitz macht bekannt, daß zu Arbeiterversammlungen nur der Weichert'sche Salon zu haben ist. Der Vorwärts" liegt bei Weichert und Abraham in Groß- Lichterfelde und bei Hamm in Lankwiz aus. Gerichts- Beitung. Die Angelegenheit des Telegraphenarbeiters Hoffmann ist noch feinen Schritt vorwärts gekommen und so werden denn beide Brüder die Osterfeiertage im Gefängnisse zubringen müssen. Der Vertheidiger des Verurtheilten, Rechtsanwalt Apolant II, hatte schon gleich nach dem gefällten Erkenntniß den Antrag auf vorläufige Haftentlassung seines Klienten gestellt, war damit aber nicht durchgedrungen. Auch bei ihm hatte sich der Bruder des Verurtheilten am nächsten Morgen in aller Frühe eingefunden, um die bekannte Selbstanklage gegen sich zu erheben und auf Grund der ihm gemachten Angaben wird der Vertheidiger den Antrag auf vorläufige Haftentlassung wiederholen und gleichzeitig die nöthigen Schritte zur Wiederaufnahme des Verfahrens unternehmen. Auffallend bleibt es immerhin, daß der Verurtheilte, wie bereits gemeldet, sich zum Antritt der Strafe bereit erklärt hat, ohne vorher dazu den Rath seines Vertheidigers einzuholen. Arbeiterbewegung. Der Vorstand des Bundes der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Aug. Schmelzer, 1. Vorsitzender, Lübbenerstr. 26; Ulbrich, 2. Vorfigender, Schönleinstr. 6; 3epmeisel. 1. Schriftführer, Lindenstr. 9: Kaul, 2. Schriftführer, Calvinstr. 7; Kleist, 1. Rassirer, Waldemarstraße 48; Wadepohl, 2. Kassirer, Görliger Ufer 5; Schröter, Beisitzer, Manteuffelstr. 97; Abraham, Beisitzer, Wasserthorstr. 75; Thäter, Beisiger, Schönhauser Allee 46. sucht( auf Verlangen senden wir das Muster gratis) und fordert von dem Euch einen Saal, Garten u. s. w. vermiethen wollenden Wirth, daß er das Personal von unferem Arbeitsnachweis entnimmt, nicht aber von einem wucherartig betriebenen Privat- oder Vereins- Stellenvermittelungs- Bureau, da dieselben alle Hebel in Bewegung setzen, um uns aus dem Felde 8 schlagen. Malen an Guer Solidaritätsgefühl, agitirt für unseren Verein Deshalb, Parteigen offen, appelliren wir zu wiederholten und sorgt für für Unterbringung derjenigen Arbeitskräfte, Dienstag, den 31. März( britten Osterfeiertag), Abends 6 Uhr, in Schmiedels dann auch bei eventuellen Vorkommnissen, welche Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer ambie Feftfälen( Orpheum), Alte Jakobstraße 32. Tagesordnung: 1. Bortrag über gegen das Koalitionsrecht der Araeiter gerichtet sind, ihr ScherfNaturgesetz und Menschenrecht", Referentin Fräulein Wabniz. 2. Discussion. lein dazu beizutragen sich bereit erklären werden und sich mit werden zu recht zahlreichem Besuch eingeladen. Geselliges Beisammensein. Genossen und Genosstünen den Bestrebungen der modernen Arbeiterbewegung voll und ganz Große öffentliche Schuhmacherversammlung am Dienstag, den einverstanden erklären. Dresdenerstraße 96. Tagesordnung: 1. Dat die neue Mera an dem Mißver 31. März( britten Osterfeiertag), Vormittags 10 Uhr, in den Bürgerfälen, hältniß zwischen Armuth und Reichthum etwas geändert?" Referent: Mar Baginsti. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mat. 4. Berschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zu dieser Versammlung pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Agitations- Kommission. 3. Verschiedenes. Der gesellige Verein ,, Luftige 13", Mitglied des Bundes der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, ladet alle Genossen zu dem am ersten Diterfeiertag, Abends 7½ Uhr beginnenden, in Frädrich's oberem Saal, Alte Jakobstr. 89, stattfindenden gemüthlichen Unterhaltungsabend freundlichst ein. Für Abwechslung ist durch Vorträge aller Art genügend Sorge getragen. Einlaßtarten sind im Restaurant( parterre) zu haben. Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure hält am zweiten Osterfeiertag in Schmiedels Festfälen, Alte Jakobfir. 32, ein Vergnügen mit Damen ab. Anfang 6 Uhr. Billets zu 25 Pf. sind bei sämmtlichen Borstandsmitgliedern und den Kollegen Uhrbach, Grünauerstraße 1, 4 Tr., und Siedert, Prinzenstr. 28, 4 Tr., zu haben. Gäste sehr willkommen. die Mitglieder des Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen Louis Mit sozialdemokratischem und arbeiterbrüderlichem Gruß für Ebert, Nostizstr. 25( vom 1. April: Dresdenerstr. 114). Briefkaffen der Redaktion. Nance 64. 1. Kartenspielen vor Beginn der Versammlung ist nicht strafbar. 2. Dem überwachenden Polizeilieutenant, fo wie dem begleitenden Schuhmann steht es frei, während der Versammlung zu rauchen. F. H. Von einem solchen blos mündlich geschlossenen HausVerein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Amt zweiten Osterfetertag: Darmstadt, 27. März. Das hiesige Oberlandesgericht hat partie nach Botsdam, zum dritten Stiftungsfest der Filiale Potsdam. Treff reinigungskontrakt kann jeder Theil jederzeit zurücktreten, ohne dieser Tage eine Entscheidung gefällt, die bei den häufigen wirth- puntt: Potsdamer Bahnhof, rechts an den Wartesälen. Abfahrt Punkt 1 Uhr. daß es einer Kündigung bedarf und ohne daß dem anderen Theil schaftlichen Kämpfen zwischen Arbeit und Unternehmerthum eines Nachzügler tönnen sich einfinden im Lokale Henrict, Französischestr. 7; weitere ein Recht auf Schadenersatz zusteht. Der Wirth hätte Sie daher allgemeinen Interesses nicht entbehrt. Ein Zimmermeister in 3üge fahren jebe halbe Stunde. Mitgliedsbuch legitimirt. Ethische Gesellschaft. Bersammlung am Sonntag, den 29. März, Abends mit sicherem Erfolg schon längst auf Räumung verklagen können. Mainz hatte ein, auf Grund einer Seitens des Zimmererverbandes 6% uhr, Grenadierstr. 33 bet Seefeldt. Bortrag des Herrn Peus über die Natur- Zivei Wettende. Swinemünderstr. 1. Eingebrachte übernommenen Garantie getroffenes Uebereinkommen, wonach er feindschaft des Christenthums. Nachdem gesellige Unterhaltung. Gäfte, Sachen der Ehefrau unterliegen nicht der Pfändung wegen rückallwöchentlich seine Leute auszahlte, gekündigt, und statt dessen Damen und Herren, willkommen. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutirklub„ Mas Kayser". ständiger Steuern des Mannes. 2. Nein, die Schweiz liefert bestimmt, daß immer am Donnerstag die Lohnlisten geschlossen Sonntag, den 29. März, Vormittags 10% Uhr, im Restaurant Paradegarten nicht aus. werden, mithin allwöchentlich je 2 Arbeitstage zu verrechnen( uhle) am Tempelhofer Felde: Vortrag des Genossen Albert Auerbach über Nr. 52. Bis zum 1. April des folgenden Jahres können blieben. Es wurde deshalb die Sperre über das Geschäft Mar Kaiser. verhängt und ein Zimmergeselle zu einer Gefängnißstraße von dem Sonntag, Oftervergnügen im Glyftum, Landsberger Allee 39-41. Raberes einmal eingefordert, so verjähren sie erst in 4 Jahren. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Heute, die vorjährigen Steuern noch eingefordert werden. Sind Steuern Landgericht zu Mainz verurtheilt, da das Gericht als erwiesen stehe Suferat. C. 2. Stralau. Wenn ein Fabrikarbeiter in der Fabrik angenommen hatte, daß der Mann unter Anwendung der im Osterfeiertag einen dieperabend, Konzert und Tanz, im Geſellſchaftshause, wohnt, und ausgemacht ist, fein Miethskontrakt solle fo § 153 der Gewerbe- Ordnung verpönten Mittel versucht habe, seine Basenhaide 57.( Genoffen, Sangesbrüder willkommen.) Programm für 30 Pf. lange dauern, wie das Arbeitsverhältniß, so muß er die Kollegen zur Niederlegung der Arbeit zu bewegen. Der Ver- au haben in den Restaurants von Fröhlich, Naunynstraße 43, Kungmann, Wohnung sofort räumen, sobald er entweder ohne Kündigung urtheilte legte gegen diese Sentenz Berufung ein, insbesondere Stalizer: und Manteuffelstraßen- Ecte, entier, Stiefel, Statierrae, entlassen wird oder sobald die Kündigungsfrist verstrichen ist. unter Hinweis darauf, daß es sich nicht um Herbeiführung Moster, Ritterstraße 97, Reichenberger- und Kottbuserstraßen- Ecke und Blücher: Im ersteren Fall muß er selbst dann sofort räumen, wenn ein besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen, sondern um Erfüllung firaße, Ecke der Hafenhaide, Melzer, Reichenbergerstraße 154, sowie beim rechtmäßiger Grund zur Entlassung nicht vorliegt, und fann dann eines gegebenen Versprechens gehandelt habe, ein Vergehen gegen Saffirer Gernte, Brizerstraße 31-32, 3 r. nur Schadensersatz verlangen. Eine ernstliche Bedrohung des Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am die Gewerbe- Ordnung also schon deswegen nicht vorliegen könne, sonntag, den 29. März( 1. Ostertag), Abends 6 Uhr, bet nebel, Bad- Meisters kann sehr wohl einen gesetzlichen Entlassungsgrund abs Gesangverein Männer- Chor St. Urban" veranstaltet am ersten Hahn, Liegniger- Reichenbergerstraßen- Ecke, Lausch, Wasserthorstraße 9, geben, doch müßten wir die näheren Umstände kennen, um ein ficheres Urtheil zu haben. A. L., Müllerstr. Ein Hausverwalter hat, wenn gar nichts barüber verabredet ist, überhaupt feinen Anspruch auf Innehaltung einer Kündigungsfrist, sondern kann jederzeit entlassen werden oder freiwillig gehen. 5. 7. Man braucht keine Alimente zu zahlen, wenn man nachweisen kann, daß die uneheliche Mutter während der entscheidenden Zeit noch mit einem Anderen verkehrt hat. 101. Oranienstr. 1. Die Gerichtskosten verjähren in vier Jahren. Die Frist beginnt mit dem 31. Dezember des Jahres, in welchem die Kosten zuerst fällig wurden. Wird wegen der Roften eine Zwangsvollstreckung versucht, oder leistet der Schuldner eine Abschlagszahlung, so beginnt von da ab eine neue Verjährungsfrist. 2. Monatlich 13,50 M. Alimente und 60 M. Entbindungskosten. E. B. Kl. M. 15. Wenn zwischen Dienstmädchen und Herrschaft nichts Anderes vereinbart ist, so fann jeder Theil nur 6 Wochen vor dem Quartalsersten, also z. B. vom 15. Februar Musik- Instrumente. Größte Auswahl in Blas-, Streich- und SchlagInstrumenten, Zithern, Violinen, Harmonikas, Musikwerke selbstspielend, mit Marseillaise. Aug. Kessler, Sausitzerstr. 51. Theilzahlung Goldwaaren gestattet. Schaller, Charlottenburg. Daß der Wirth nicht für zum 1. April tündigen. Ob der Sohn monatlich oder vierteljährlich gezahlt wird, ist dabei gleichgiltig. Darnach ist die trinkbares Brunnenwasser sorgt, berechtigt die Miether nicht, einen Kündigung nicht zu Recht erfolgt, wenn nicht etwa das Dienst- Theil der Miethe einzubehalten. Sie können nur die Polizei ersuchen, den Wirth im gesundheitspolizeilichen Interesse zur Bemädchen sich mit derselben einverstanden erklärt hat. K. H. Wenn durch einen Betriebsunfall Ihre Erwerbs- schaffung trinkbaren Wassers anzuhalten. fähigkeit vermindert ist, so haben Sie selbst dann Anspruch auf unfallrente, wenn Sie gegenwärtig beffer bezahlte Arbeit haben als vorher. ,, Stener". Ihr Artikel ist für uns nicht zu brauchen und Wir haben Ihnen längst dem Papierkorb übermittelt worden. das übrigens bereits vor Wochen mitgetheilt. Mit solchen Vorschlägen müssen Sie sich an die Kreuz- Zeitung" wenden. Sie haben sich wahrscheinlich in der Adresse geirrt. Karl E., 35. Hinterlegt." Briefkaffen der Expedition. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Rothglühende Arbeiter 1,30 M. Gesangverein Liedesfreiheit 100,-. 7 Mann von 2. 4,25. Schwittau, Berliner Schweiz 3,-. Beim Vergnügen der Porzellanmaler 4, Gießerei Bach und Mahlow 3,-. Berliner Schriftgießer und Schriftgießerei- ArbeiteA. X. 100. Uneheliche Kinder haben stets nur Anspruch rinnen 17,95. B., Schulzendorferstraße, Geburtstagsfeier 9,-. auf nothdürftigen Unterhalt gegen ihren Vater ohne Rücksicht Buchdruckerei Phönig d. Bromm 1,20. Ges. beim Geburtstage, auf dessen Vermögensverhältnisse. Zur Zahlung von mehr als Chausseestraße 2,20. monatlich 18,50 M. kann der Vater während der vier ersten Lebensjahre des Kindes nicht gezwungen werden. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich das Lokal des Herrn Robert Nürnberg übernommen habe und bitte, das mir bisher geschenkte Vertrauen auch ferner bewahren zu wollen. Es wird mein Bestreben sein, nur gute Speisen und Getränke zu soliden Preisen zu verabfolgen. Heute, am 1. Osterfeiertag: Concert und Bockbier- Ausschank. 177L Achtungsvoll Fr. 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Feiertag, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Krankenhauses am Friedrichshain nach dem Emmauskirchhof statt. Um zahlr. Betheiligung ersucht J. Henke, i. A. des Vorstandes. Allen Freunden und Genossen zeige hierdurch den am Donnerstag, den 26. März, erfolgten Tod meines Freundes, d. Restaurateurs A. Biesenthal ergebenst an. 1313 b J. A. der trauernd. Hinterblieb.: F. Mitan. Die Beerdigung findet am 2. Osterfeiertag, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des städt. Krankenhauses am Friedrichshain nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Die Beerdigung des Maurers August Lüke 441 findet am 1. Osterfeiertag, Nachm. 3 Uhr, von der Wohnung Kruppstr. 7 aus statt. Um rege Betheiligung bitten Die Moabiter Kollegen. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann und Vater, der Weichensteller Karl Wagner, am 26. März, Mittags 12/2 Uhr, an der Halsschwindsucht verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, am 1. Feiertag, Nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Rathenowerstr. 44, nach dem katholischen Kirchhof an der Dalldorfer Chauffee statt. 1275 b Die trauernde Wittwe und Sohn. Todes- Anzeige. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß der Maurer Ferdin. gen. August Krause, Mitglied untenbenannten Klubs, sowie Fach- und politischer Vereine, am MittUhr, Sozialdemokratischer Wahlverein Central- Kranken- u. Sterbekasse für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. der Tischler 1. s. w. Dertliche Verwaltungsstelle Berlin C. Den Mitgliedern sowie den örtlichen Verwaltungs- Mitgliedern Berlins zur Nachricht, daß die Wohnung des Bevollmächtigten Herm. Theurich vom 1. April ab Heimstr. 2, Hof 3 Tr. und die des Kassirers Herm. Reinhardt, Dennewithstraße 15, Quergeb. 2 Tr., sich befindet. 308/2 Die Ortsverwaltung. woch, den 25. März, Morgens 8/4 15 Kranken- u. Begräbnißkasse der an der Proletarierkrankheit ist. Mittwoch, den 1. April, Abends 8 Uhr, in Renz' Salon, Naunynstraße 27: Große Versammlung. Tages- Ordnung: 339/6 1. Vortrag über die Kulturfeindlichkeit der Lehre Jesu. Referent: Herr Sievers. 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes und Fragefaften. NB. Die nächste Versammlung findet am 13. April, im Saale Königsbant, Gr. Frankfurterstr. 117, statt. Auch werden in allen im April stattfindenden Versammlungen Programme zu der am 1. Mai stattfindenden Feier ausgegeben. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Er war einer Derjenigen, welche un Ball- u. Fabritarbeiter Berlins. für Frauen n. Männer entwegt für die Rechte Arbeit ein ( Eing. Hilfskasse Nr. 13.) General- Versammlung Die Beerdigung findet Sonntag, den Sonntag, 5. April, Vorm. 11 Uhr: 29. März, Nachm. 3 Uhr, vom städt. Krankenhause am Urban nach dem Neuen Jakobi- Kirchhof statt. [ 354/6 Um rege Betheiligung bittet Der Lese- Klub ,, Heine"( Berlin). Sozialdemokrat. Wahlverein Des 2. Berliner ReichstagsWahlkreises. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse August Krause am 25. März im Krankenhause am Urban, Grimmstr., verstorben und am Sonntag, den 29. März ( 1. Osterfeiertag), Nachm. 21/2 Uhr, von vorbenanntem Krankenhause aus beerdigt wird. Um rege Betheiligung ersucht 1292 b Der Vorstand. Allen Kollegen und Genossen zur Mittheilung, daß die beiden Mitglieder der Freien Vereinigung der Maurer Berlins und Umg., die Roll. Lieke und Krause, gestorben sind. Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. März( 1. Osterfeiertag), Nachm. 3 Uhr, und zwar des Koll. Lieke von der Perlebergerstr. 8 und Koll. Krause vom am Sonntag, den 29. März, Abends 6 Uhr, BF in ,, Knebel's Salon", Badstrasse No. 58. Tagesordnung: Die Grundlagen der natürlichen Erziehung. Referent 355/2 im Lokale des Hrn. Säger, Grüner Weg 29. Herr Sievers, Lehrer a. D. Gemüthliches Beiſammensein. Tagesordnung: Der Einberufer. Paul Heitmann. 1. Rassenbericht. 2. Innere Rassenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Das Kassenbuch legitimirt. 1259 b Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Gadegast, Borsitzender. in der Musikinstrumenten- Branche und verwandten Berufe Achtung, Perlmutter- Arbeiter! Montag, den 30. März( 2. Osterbeschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen feiertag), Abends: Gemüthliches Bei- Dienstag, den 31. März( 3. Osterfeiertag), Vorm. 9% Uhr, sammensein und Tanz bei Gründel, Dresdenerstr. 116. in ,, Orschel's Salon", Sebastian- Strasse No. 39. 431 L Achtung! Glaçéhandschuhmacher! Dienstag, 31. März, Vorm. 11 Uhr: Deffentliche Versammlung bei Fritz Zemter, Münzstr. 11. Alle Kollegen find hierzu eingeladen. Mitglieder anderer Gewerkschaften haben Zutritt. 1314b Der Einberufer. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters a. D. Herrn G. Kessler über: Organisation. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Streit in der PianoFabrik von May u. Ko. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. 186/25 Achtung Metallarbeiter! Große öffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäft. Arbeiter Berlins u. Umg. am Dienstag, den 31. März( 3. Feiertag), Vorm. 10 Uhr, im Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13. Tages Ordnung: 225/1 1. Stellungnahme zum 1. Mai. Referent Kollege A. Gerisch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Da das Lokal um 2 Uhr geräumt sein muß, ersuche um pünktliches Petzold. Kranken- u. Sterbekasse der Erscheinen. Strankenhaus am Urban aus statt. Berliner Hansdiener Um zahlreiche Betheiligung beim legten Geleit ersucht 234/13 Der Vorstand. Eingeschr. Hilfkaffe 61. Donnerstag, den 16. April, Abd. 9 Uhr, Beuthstr. 21-23 bei Norbert. Zweite ordentliche Bimmerlente! Mittwoch, den 1. April, Abends 8 Uhr, in ,, Feuerstein's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 75: Empfehle mein Geſchäft in friscaen General- Versammlung General- Versammlung des Verbandes deutscher Zimmerlente Blumen und Kränzen. 24 L Am 26. März starb unser alter, treuer Robert Meyer, Rollege August Ohnesorge. Alle, die den Verstorbenen fannten, werden ihm mit uns ein ehrendes Andenken bewahren. 1302 b Die Koll. d. Piano- Fabrik von J. Pfeifer. Kranzbinderei und Blumenhandlung Berlin SO., J.Meyer, Wienerstr. 1. in der Ecke bei der Manteuffelstraße, liefert Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbügel- Lorbeerkränze von 50 Pf. an. Zopfpflanzen wie Bouquets 2c. gut und billig. Cottillonbouquets pr. Dib. v. 1. M. an. Fernsprecher. Amt IX. 9482. Grabdenkmäler in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Tages- Ordnung: 1310b 1. Mittheilungen. 2. Vierteljahrsbericht. 3. Die große Krankenzahl ( Lokalverband Berlin). Tagesordnung: 1. Wahl des ersten Vorsitzenden. 2. Bericht der DeleNB. Um häufigen Frrthum zu ver- unserer Mitglieder, bezw. Erhöhung der girten von der Generalversammlung in Halle. 8. Wie stellen sich die Mitmeiden, erkläre ich meinen Freunden Beiträge. 4. Verschiedenes u. Fragekasten. glieder des Berbandes zur Feier des ersten Mai? NB.: Wir machen die Mitglieder auf das Beiblatt im Bimmerer be und Genoffen, daß ich mit J. Meyer, tritt. Mitgliedsbuch legitimirt. Bahl- sonders aufmerksam und ersuchen um zahlreiches Erscheinen. Wienerstr. 1, in keiner geschäftlichen oder verwandtschaftlichen Beziehung stehe. reiches Erscheinen erwartet DerVorstand. Hamann, Heiligegeiststr.12 351/ J. A.: Paul Schönfisch, Mauerstraße 27. Nur Mark Arbeiter- Sängerbund Grosse öffentl. Versammlung unter Garantie. Bei allen Berlins u. Umgegend. foftet jede Uhr zu reinigen für Frauen und Männer Reparaturen wird der Preis vorher gesagt. 22 L Sonntag, den 12. April( nicht 5. April), am Dienstag, den 31. Märs( 3. Osterfeiertag), Abends 61/2 Uhr, in Schmiedel's Fettsälen( Orpheum), Alte Jakobftr. 32. Großes Uhren- Lager. Tages- Ordnung: Neu! Regulatoren, Nußb., 14 Tg. gehend, Schlagw. 18 M. Silb. Rem.Uhren von 16 M. an. Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann), Naunynstr.15, pt., Ecke Mariannenstr. bei sauberster Ausführung, zu foliden Rohtabat A. 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Empfehle meine anerkannten guten Nähmaschinen, sowie Waschund Wringmaschinen zu den Werkstatt im Hause. Sämmtl. Hüte Vormittags 92 Uhr, Arminhallen, Rommandantenstr. 20, Garten- Saal. Ausschuss- Sitzung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Naturgesek und Menschenrecht". Referentin Frl. Wabuit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Geselliges Beisammensein. Genossen und Genossinnen laden zu recht zahlreichem Besuch 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Be ein Die Beauftragten. schlußfassung über Anschaffung von Grabgefängen. 3. Verschiedenes. 105/7 Der Vorstand. Bundeskarte legitimirt. NB. Es wird gebeten, die Billets vom Liederabend abzurechnen.- ¡ Alle Anfragen bitte an den Vorsitzenden Ad. Neumann, Brunnenstr. 101, zu richten. Bur Beachtung! Mit dieser Versammlung schließen wir die Saison der von uns einberufenen Versammlungen und erklären unser Mandat für erledigt. [ 355/3] D. O. Gr. öffentliche Müller- Versammlung mit Frauen Ethische Gesellschaft am Montag, den 30. März( 2. Osterfeiertag), Nachm. präz. 2 Uhr, in Krüger's Bierhallen, Grohe Frankfurterstraße 99. Zages Ordnung: Sonntag, den 29. März, Abd. 61/2 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 33. 1. Vortrag des Lehrers Herrn Sievers aus Neustadt in Holstein. 3. Versammlung. 2. Distuffton. 8. Rechenschaftsbericht der Agitations- Kommiſſion und ErsatzVortrag des Hrn. Peus über die wahl derselben. 4. Berichterstattung der Delegirten der Streit- KontrollVortrag des Hrn. Peus über die Rommission. 5. Verschiedenes.- G3 wird bringend gebeten, in dieser VerNaturfeindschaft des Christenthums. Nach dem gesellige Unterhaltung. ſammlung vollzählig zu erscheinen, um auch einmal den Frauen das VerGäste, Damen und Herren willkommen. gnügen zu bereiten, diese Versammlung zu besuchen. Gäste willkommen. Die Agitations- Kommission. Zur Deckung der Unkosten findet Teller: sammlung statt. 140/15 1264 b Verein deutscher Schuhmacher Genoffen nebst Familie des 2. und billigſten Preiſen bei Abz. Reparatur Sozialdemokr. Agitationsverein Am 2. Feiertag: Parthie( mit mit Kontrollmarke. 443L Hut- Fabrik Rud. Beisse, Chaufferstraße Nr. 70, parterre. Größte Auswahl. zu repariren kostet Beim bevorstehenden Quartalswechsel empfehle ich bei pünktlicher ,, Spinoza" 4. Wahlkreises sowie von Rixdorf, ( Filiale Berlin). welchen einen 156/9 harmonischen Abend Damen) nach Potsdam, zum 3. Stif- verleben wollen, werden zu heute, 1.Oster1274 b tungsfest des Vereins deutscher Schuh feiertag, Nachm. 5 Uhr, stattfindenden macher( Filiale Potsdam). Treffpunkt Wir laden hiermit alle Freunde, um 12 Uhr: Potsdamer Bahnhof, rechts Genoffen und Genossinnen am zweiten an den Wartesälen. Abfahrt Punkt Osterfeiertage, Nachmittags 4 Uhr, zu 1 Uhr. Nachzügler können sich im Lokale Henrici, Französischestr. 7, einfinden. Gemüthlichen Beisammensein Weitere Züge jede halbe Stunde. Mit unter Mitwirkung des Musik- Vereins gliedsbuch legitimirt. " Stern", im Lokale des Genossen Brandstahl, Oppelnerstr. 29, höfeinem lichst ein und bitten um zahlreichen Der Vorstand. Lieferung den Vorwärts( Berliner Jede Nähmaschine unter Garantie Volksblatt) und Volks- Tribüne, 2,50 M., Heine Reparaturen billiger. Besuch. fowie fämmtliche in Berlin erscheinende 56 P W. Maaske, Genosse, Zeitungen und Journale. Max Kirsch, Zeitungs- Spediteur, 425 Ritterstraße 107, Ece Prinzenstraße 28, Verkaufsstelle. Empfehle allen Freunden und Be1267 b kannten mein Christinen- Straße Nr. 34. Ausverkauf. Bäder- Kränzchen am 3. Osterfeiertag in Feuerstein's Salon, 272/7 Der Bevollmächtigte. Achtung! Lieder- Abend, Ronzert, sowie nachfolgenden Tanz, veranstaltet vom Männerchor St. Urban", ( Mitglied d. Arb.- Sängerbundes) gauz ergebenst eingeladen. Das Konzert findet statt im Gesellschaftshause, Hasenhaide 57( betreffendes Lokal steht auf der Liste). Anfang 5 Uhr. Programm 30 Pf. sind auch vorher zu haben.( Siehe redaktionellen Theil.) Militär- u. Lieferungsschneider. Montag( 2. Feiertag) Abends 5½ Uhr: Verein gewerbl. Hilfsarbeiter. Gemüthl. Beisammensein bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Den Kollegen zur Nachricht, daß am Freunde u. Kollegen sind willkommen. 2. Osterfeiertag eine 228/8 157/11 Da ich zum 1. April d. J. mein Geschäft nach Oranienstr. 202 verDer Vorstand. Fuss- Parthie lege, beabsichtige ich wegen Umzugs fosten meine Schuh- und Stiefel-, sowie nach Mariendorf stattfindet. Sämmt Freunden u. Genossen im Süd- Osten liche Kollegen mit ihren Damen sind zu Filzwaaren für Herren, Damen und Alte Jakob- Straße 75, 1 Treppe. und darüber hinaus empfehle ich mein dieser Parthie eingeladen. Treffpunkt Kinder von heute ab 10 pCt. billiger Anfang Nachm. 3 Uhr. zu verkaufen, was ich hierdurch meinen Billets für Herren 75 Bf., Damen 30 Pi. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal früh 8 Uhr bei Kollege Günther, Der Vorstand. Gitschinerstr. 87. Freunden und Gönnern aufs Beste Genossen und Genofsinnen höchst er zur recht regen Benutzung und gemüth260 L wünscht. 1260 b lichen Unterhaltung. empfehle. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Der Vorstand des Bäckerverbandes. Chr. Geher, Dranienstr. 4. Fritz Ebel, kalikerstr. 43. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal und täglichen Frühstücks-, Mittagsu. Abendtisch. Fritz Giessel, Schönebergerstr. 4. 1097b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 74. Gerichts- Beitung. Sonntag, den 29. März 1891. fönnen. Soziale teberlicht. " 8. Jahrg. " Freya", Danzig 4,75. Von den Freunden Großenhains 15,-. Sammlung vom " mangel sechsstündige Schicht beansprucht wird. Es muß vom Vergnügen des Lokalvereins der Manrer und Zimmerer, ihnen die Entscheidung über unreine und zu leichte Wagen zu- Glückstadt 21,40. Arbeiter- Gesangverein Frühlingsluft" im Vor der zweiten Strafkammer hiesigen Landgerichts I stehen, bezw. die Anordnung, in welcher Weise ohne ihre Mit Westen, Berlin 50,-. Bigarren- Konsum von S. u. S., Charbegann heute im fleinen Schwurgerichtssaale ein umfangreicher wirkung die Wagen als unrein oder zu leicht genullt werden lottenburg 8,05. Amerif. Auktion b. Maskenball der Metallarb. in Gas, Wasser 2c., Berlin 32,60. Wucherprozeß. Auf der Anklagebant befanden sich der Agent C. Koch, Hamburg 2,-. Christian Friedrich Eduard Borchert wegen gewerbs- Zustimmung des Grubenausschusses verlegt, pensionirt oder aus durch Raschke 84,-. Expedition der Volksstimme", Magdeburg Mitglieder der Grubenausschüsse dürfen unfreiwillig nur mit Ueberschuß der Matinée des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises mäßigen Wuchers und Betruges und der Schriftsteller dem Grubendienst entlassen werden. Durch diese Forderung soll 47,45. Kommission der Tabakarbeiter Berlins, durch Motes Gustav Emil Christian Ehlert wegen Beihilfe zum Wucher. verhütet werden, daß ein Mitglied unter irgend einem Vorwand 400,-. Vertrauensmann Becker, Linden- Hannover 41,87. Orts Der erste Angeklagte betreibt gewerbsmäßig ein Geschäft mit der wegen seiner Thätigkeit im Grubenausschuß geschädigt wird. Das verein der Weißgerber, Karlsruhe- Mühlburg 20,-. St. Herbig, Gewährung von Darlehnen, seine diesbezüglichen Anzeigen er Bedenken, daß diese Forderung zu weit geht, ist unbegründet. Rolporteur, Würzburg 10,-. Fachverein der Lederarbeiter, scheinen häufig in den Zeitungen und er ist gewissermaßen der Denn wenn ein Mitglied wegen Handlungen, welche mit seiner Berlin 50,-. Vereinigung der Drechsler, Filiale Berlin 10,-. Finanzmann für zahlreiche kleine Leute", welche in Noth ge- Thätigkeit im Grubenausschuß nichts zu thun haben, von der Vertrauensmann der chirurg. Branche, Berlin 80,-. Stiftungsrathen sind und sich nicht anders zu helfen wissen, als indem sie Grube entfernt werden muß, so wird der Grubenausschuß schon fest d. Fachvereins der in Buchbindereien 2c. beschäftigten Arbeiter, einem solchen Retter" in die Hände fallen. Das Geschäft des zustimmen. Berlin 24, Zigarrenarbeiter Bahnsen, Nyborg 5,32. Weißersten Angeklagten ist ein sehr umfangreiches; es begann da mit, daß die betreffenden Geldsuchenden, welche sich meldeten, gerber, Berlin, 2. Rate 100,-. Freie Vereinigung der Bau- und 3 Mart Einschreibegebühr und 3 Mark für den Rechercheur gewerblichen Hilfsarbeiter Rigdorf und Amgegend 70,-. Ge werkschaftskommission Mindens 58,25. Aufgelöste Tischler,„ Einzu zahlen hatten, dann mußte ein Wechsel unterschrieben werden, dessen Höhe den als Darlehn hergegebenen Betrag weit übertracht", Burg- Magdeburg 2,60. Kommission der Kistenmacher, schritt und somit einen außerordentlich hohen wucherischen ZinsBerlin 40,- Durch Schidlowski, Brandenburg 220,-. Verein sah darstellte. Als Rechercheur stand dem Angeklagten Borchert Zum Ausstand der Schreiner von Mainz. Der Aus der Gummi- Arbeiter, Berlin und Umgegend 10,-. Zentralfrüher ein Baron von Hochberg zur Seite und als derselbe diese stand der Schreiner von Mainz dauert nun ein Vierteljahr und verein deutscher Böttcher, Fil. Berlin 100,-. Amerik. Auktion Beschäftigung aufgab, trat der Angeklagte Ehlert in dessen Stelle. bisher ist noch von keiner Seite versucht worden, die Sache zu bei Fick, Moabit 11,-. Expedition des„ Vorwärts", Berlin 400,-. Wie in allen solchen Fällen, behauptete auch hier der Ange- schlichten. Die Fabrikanten sind zu stolz, um zuzugeben, daß ihre Gesammelt von Hutmachern, Luckenwalde 37,-. Aug. Fleischer, flagte Borchert, daß er von einer Nothlage der betr. Personen Forderungen, bei dem schlechten Geschäftsgange die Arbeitszeit Marburg 6, Zuschneideschüler des Vereins der Schneider Amerik. Auktion des Gesangvereins nichts gewußt und außerdem nur 6 pCt. Zinsen festgesetzt habe, zu verlängern, eine ungerechte war. Sie geben nicht nach, in der Dresdens 4,10,-. Bremer Bürger- Zeitung 370,-. während er den Mehrbetrag als Provision, Recherchen, Unkosten Meinung, die Arbeiter würden schon, vom Hunger getrieben, verrechnet wissen wollte. Der Angeklagte behauptete ferner, daß kommen. Die Arbeiter selbst halten es angesichts der von überall er die Darlehen aus eigenen Mitteln nicht habe gewähren gemeldeten Arbeitslosigkeit mit ihrer Ueberzeugung nicht für ver- Stiftungsfest der Zimmerer Dresdens und Umgegend 5,- VerVon den Arbeitern können, die Wechsel vielmehr erst bei ihm bekannten Geld- einbar, auf eine Verlängerung der Arbeitszeit einzugehen, und so band der Gold- und Silberarbeiter 46,-. männern habe unterbringen müssen und in vielen Fällen statt wird der Kampf mit täglich wachsender Erbitterung weiter ge- Geras 26,-. Parteigenossen in Greiz 50,-. Kontrollkommission, Bremen 150,- Verein der Schmiede Dresdens und Umeines Vortheils Verluste erlitten habe. Unter den 58 zur Stelle führt. Wohl wissend, was ihnen im Falle einer Niederlage begekommenen Zeugen befänden sich viele kleine Geschäftsfrauen, vorsteht, hüten sich die Arbeiter wohl, das einmal Errungene gegend 25,- Statklub Tournée", Wrangelstr. 84, Berlin 31, welche aus Wechselverbindlichkeiten in Verlegenheiten gerathen preiszugeben und sich auf Gnade und Ungnade dem Unternehmer Einstand, Kürschner Wachtel, Hamburg 2,50. Gr.- Borsteler Lederwaren, Handwerker und Gewerbetreibende, welche dringende Rech- zu überliefern. Wenn uns die Solidarität der Arbeiter allerorts fabrit 16,-. Sparklub" Ameise" 1889, Hamburg 10,50. Verein nungen zu bezahlen hatten, fleine Beamte und andere Personen, zur Seite steht, wird der Kampf zu unseren Gunsten beendet der in Hamburg beschäftigten Speicherarbeiter 84,10. Allgem. welche durch Krankheit in eine schwierige Finanzlage gekommen werden. Wir bitten deshalb, uns auch ferner zu unterstützen und Sattlerverein, Fil. Hamburg 15,60. Von den lustigen Klempnern waren. Wie in allen derartigen Prozessen, war es auch hier sehr vor Allem den Zuzug fernzuhalten. Gelder sind zu senden an Riels 8,- Von den Diamantschleifern Hanaus 9,80. Tabakschwierig, den Thatbestand des Wuchers zu konstruiren, da in den die Zentral- Streit- Kommission: Herrn B. Kloß, Stuttgart- arbeiter Hanaus d. Dasbach 14,43. Lese- und Diskutirklub meisten Fällen eine wirkliche„ Nothlage" der Darlehnssucher nicht Heslach, Böblingerstr. 127. Die Lohn- Kommission der Schreiner von Nord", Berlin 5,-. Unterstützungsverein der Former Leipzigs Goldvorhanden, in anderen Fällen eine solche dem Geldgeber gegen Mainz.- Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck 10,- Von Tabakarb., Bischofswerda, Sachsen 11,15. schläger Dresdens 10,75. Kupferschmiede Dresdens 30,-. Bildüber direkt verschwiegen wurde. In über 50 Fällen soll sich der Angell. gebeten. hauerverein, Bremen 18,-. Gesammelt durch Goldarbeiter, Borchert aber des Betruges dadurch schuldig gemacht haben, daß und Folgenden Situationsbericht erstattet die General- Rom- Former Bigarrenarbeiter, Gmünd- Würzburg 15,-. er den vielen Leuten, welche sich wegen Hergabe eines Darlehns an ihn Von den Weißgerbern Durlachs 21,-. Kommission der Tabakwandten, eine Einschreibegebühr von 3 M. abnahm, die Leute mission: Die sämmtlichen Ausstände scheinen ihrem Ende entgegen arbeiter Berlins, durch Motes 300,-. Verband der Glaçéalsdann hinzog und ihnen nur das Vergnügen ließ, das Bewußtsein mit sich herumzutragen, für ein Nichts 3 M. geopfert zu zugehen. Nachdem die Textilarbeiter in Bühl durch das eigen- handschuhmacher Osterwiec 23,-. Lokalverein der Bürsten- und haben. Borchert behauptet dagegen, die 3 M. für seine Aus- thümliche Vorgehen der Polizeibehörde gezwungen wurden, den Pinselmacher Dresdens 20,-. Genossen Berlins„ Glühlicht" 16,55. funft und seine Bemühungen ehrlich verdient zu haben. Die Rampf aufzugeben, sahen auch die Wirker in Thalheim im Erz- Durch J. von den Ethischen, Berlin 11, Unterstüßungsfonds über diesen Punkt der Anklage vernommenen Zeugen sangen fast gebirge ein, daß bei dem enormen zuzug, der zu verzeichnen war, der Lithographen Berlins 50,-. Verband deutscher Müllergesellen, alle dasselbe Klagelied: ihnen war von dem Angefl. Borchert in dem Unternehmerthum nicht mehr gemeinsam Widerstand geleistet Filiale Schkeudig 10,-. Ertrag einer Bigarrenspitze, amerikanische Aussicht gestellt worden, das von ihnen gewünschte Geld in werden konnte. Es war demnach geboten, den Ausstand für Auktion, von Butzern, Wallstraße, Berlin 10,07. Ueberschuß einer ganz furzer Zeit zu beschaffen; sie wurden dann von beendet zu erklären. Wer die Noth der Textilarbeiter kennt, silbernen Hochzeit, Sümmerspiel 3,10. Allgemeiner Arbeiter- Berein Woche zu Woche vertröstet und das Endergebniß das Endergebniß war wird nicht gerade erstaunt sein, wenn er sieht, daß eine so große Bug, Schweiz 10,- Bigarrenarbeiter- Berband, Kl. Hüniugen fast immer, daß sie Geld nicht erhielten, aber ihre Einschreibe- Bahl der Arbeitsgenossen bereit ist, zum Schaden ihrer Brüder 28,-. Vom Bau, Ecke Born- und Rappstraße, Hamburg 4,20. gebühr, welche sich zwischen 3 und 6 M. hielt, los waren. und Schwestern die Arbeit aufzunehmen, zu Streitbrechern zu Von den Maurern Potsdams 50,-. Vereinigte Arbeiter Ginbecks 12,70. Von den Tischlern Elberfelds durch Gobel 200,-. Staatsanwalt Dr. Benedig schied einige Fälle als nicht hinreichend werden. erwiesen aus und beantragte in einigen anderen Fällen, in denen Auch die Tabalarbeiter in Hamburg haben vorgezogen, den Expedition des„ Vorwärts", Berlin 600,-. Von Arbeitern Potsdams 16,30. die Zeugen nicht erschienen waren, die Vertagung. Sodann sprach Stampf zu beendigen. der Staatsanwalt fein Bedauern darüber aus, daß er aus recht- in Bergedorf beschlossen haben, den Ausstand zu beenden und den Desgleichen haben wir zu berichten, daß auch die Glasarbeiter A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Fürstenplatz 2, 1. Etg. lichen Gründen die Anklage wegen Wuchers nicht aufrecht erhalten könne und deshalb wegen dieses Vergehens die Frei- Forderungen der Fabrikanten nachzugeben. An allen Pläzen aber bleibt noch ein großer Theil von sprechung beider Angeklagten beantragen müsse. Da gegen halte er gegen Borchert die Anklage wegen Betruges Gemaßregelten zu unterstützen, wie dies bei allen ungünstigen, wie auch günstig verlaufenen Kämpfen der Fall ist. aufrecht und ihn in Bei 48 Fällen für überführt. Deshalb darf auch die fernere Sammlung von Unterstützung der Strafabmessung sei zu berücksichtigen, daß Borchert Der Verband deutscher Mechaniker und verwandten die sogenannten„ fleinen Leute" in der unverschämtesten nicht unterbleiben. Nur die Steinmetzen in Neusalza und die Klavierarbeiter Berufsgenossen hielt am 18. März eine Generalversammlung Weise ausgesogen habe, er beantrage gegen denselben zwei und Vergolder in Berlin führen den Kampf in der bisherigen ab. Nachdem das Andenken der Freiheitskämpfer geehrt worden, Jahre Gefängniß, fünfjährigen Ehrverlust und eine ent- Weise fort und glauben nach dem Stand der Sache des Erfolges sicher führte Kollege Becker zum ersten Punkt der Tagesordnung:„ Wie sprechende Geldstrafe. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Borchert zu zu sein. Die geführten Kämpfe zeigen uns zweierlei: erstens, daß die stellen wir uns zur neugegründeten Metallarbeiter- Organisation?" zwei Jahren Gefängniß, 1440 M. Geldstrafe ev. für gegenwärtige Geschäftslage eine so ungünstige ist, daß jeder von ungefähr folgendes aus: Man hat sehr oft Meinungsverschiedenje 15 Mt. 1 Tag Gefängniß und dreijährigem Ehrver ust. Ehlers den Arbeitgebern aufgedrungene Kampf erst nach reiflicher Ueber- heiten gehört, ob lokale oder zentrale Organisationen die besten wurde freigesprochen, der Verurtheilte dagegen sofort in Saft legung und Prüfung aller Berhältnisse aufgenommen werden sind. Thatsache ist nun, daß unter den Metallarbeitern allgemeine darf; daß hierbei nicht allein den Neigungen der betroffenen Sympathie für lokale Sentralisation besteht; den Beweis liefert Arbeiter zu folgen ist, sondern daß an den Erwägungen auch uns der einmüthige Beschluß der großen Versammlung bei Lips. andere, nicht direkt betheiligte Personen, wie Vorstände und Ob nun diese neue Organisation dem Zweck entspricht, welcher Rommissionen theilzunehmen haben." Sodann aber zeigen sie auf dem Halleschen Kongreß angestrebt wurde, ist schwer zu entuns deutlich, daß wir mit aller Energie den Ausbau unserer scheiden. Der gute Wille, etwas Neues und Besseres zu fann nicht bestritten werden. Gewerkschaften zu betreiben haben. Es wird dieser Ausbau sich schaffen, Durch die fortnicht in wenigen Monaten vollziehen, man wird nicht durch schreitende Produktionsweise ist es dabi gekommen, daß einen Kongreßbeschluß die Organisation aus dem Boden stampfen in den Werkstätten nicht mehr Arbeiter einzelner, fondern können, sondern sie muß von innen heraus, aus den jetzt bestehenden verschiedener Branchen zu finden sind. Die Neuorganisation soll Vereinen hervorgehen. Hieran haben nicht nur die Führer der nun das Klassenbewußtsein wecken. Die Arbeiter, gleichviel welcher 1. Achtstündige Schicht einschließlich Ein- und Ausfahrt. resp. Organisationen zu arbeiten, sondern jedes einzelne Mitglied Branche angehörig, sollen erkennen lernen, daß sie weiter nichts Sechsstündige Schicht einschließlich Ein- und Ausfahrt bei nasser muß im Kreise seiner Arbeitsgenossen thätig sein und zeigen, wie wie Zohnstlaven find, daß Alle unter dem Drucke des Kapitals Arbeit, Hige oder Wettermangel; gerade die stattgehabten Kämpje uns die Lehre geben müssen, daß ein zu leiden haben und daß das Interesse zur Verbesserung ihrer 2. zu verbieten, daß Ueberschichten zur Kohlengewinnung festerer Zusammenschluß aller Arbeiter nothwendig, daß hierzu traurigen Lage ein gemeinsames ist. In Ihrer Hand liegt es gemacht werden. Bei Menschengefährdung oder Betriebsstockung aber zunächst eine Zentralisation der Arbeiter gleicher Berufe er- nun, sich daruber auszusprechen und zu entscheiden, ob wir die sollen solche nur gegen doppelten Lohn erlaubt sein; forderlich ist und daß dann alle Berufs- Organisationen so ver- Bahlstelle Berlin auflösen und zur neuen Organisation über3. Gewinnbetheiligung der Belegschaft mit wenigstens einem bunden werben, daß sie gemeinsam in allen weitgehenderen An- treten wollen. In der Diskussion sprach zunächst Kollege Pfeifer Viertel des Reingewinns; dieser Theil des Reingewinns soll gelegenheiten handeln und dennoch die einzelnen Berufsinteressen für den Uebertritt. Kollege Pinn hält es für verfrüht, in die Neuauf Gedinglöhner nach Verhältniß der von den einzelnen ge- berücksichtigt werden. Eine solche Organisationsform ist zu finden, organisation einzutreten; bei dem Indifferentismus wäre es förderten Kohlen, auf Schichtlöhner nach Verhältniß der Durch- nur muß hier wie in allen die Gesammtheit berührenden Fragen leichter, die Kollegen für die Fachorganisation zu gewinnen. frühere Metallarbeiter- Berein sehr schnittsförderung der Gedinglöhner vertheilt werden; jeder fleinliche Egoismus schwinden. Dies die Lehre, welche jeder Ueberhaupt hätte der Anmerkung: Die Gewinnbetheiligung soll den geordneten Ver einzelne Arbeiter aus den Vorgängen der letzten Monate zu ziehen wenig geleistet. Kollege Schlenker ist der Ansicht, daß, wenn tretungen der bergleute( Grubenausschüssen Biff. 6) eine Einsicht hat und möge ein Jeder in seinem Kreise in diesem Sinne die Zahlstelle Berlin aufgelöst wird, der ganze Verband in die Gewinnverhältnisse der Unternehmungen bieten. Sie soll handeln: alles Schlechte und Gemeine, jeden Egoismus aus den Todesstoß erhält. Für den Uebertritt sprachen noch die ferner ermöglichen, daß die Vertretungen dem Vorurtheil, als unseren Reihen bannen, das Gute aber bis aufs Aeußerste ver- Kollegen Voreiter, Pfeifer, Trittelwiß, Weinert und Thomae; es würden die Kohlen durch hohe Arbeitslöhne vertheuert, entgegen- treten, dann werden wir dem vereinigten Unternehmerthum gegen- wird noch hervorgehoben, daß der alte Metallarbeiter- Verein barum nichts besonderes leisten konnte, weil neben ihm alle treten können. Sie soll es endlich den Vertretungen in die über Stand halten. Branchenorganisationen existirten. Bei der Großartigkeit der Hand geben, bei der Regelung des Kohlenpreises mitzuwirken, Suittung über eingegangene Gelder bei der General- neuen Sache könnten die Nachtheile, welche sich vielleicht ergeben 4. Gin Minimallohn, welcher einschließlich der Einnahme kommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom würden, von untergeordneter Bedeutung sein. Wir haben eg aus der Gewinnbetheiligung beträgt für: Hauer 4,50 M., 5. bis 18. März: Kupferschmiede, Filiale Frankfurt a. M. 10,- auch heute nicht mehr mit den Kapitalisten einer Branche zu Bimmerhauer 4 M., Ed lepper 3 M. Diese Beträge sollen auch Vom Wintervergnügen der Metallarbeiter Harburgs 100,- thun, sondern mit denselben verschiedener Branchen. in den schlechtesten Zeiten rein zur Auszahlung gelangen, Steinbrügger und verw. Berufsgenossen Wandsbeck 20,- Metall- Beweis liefert uns der„ Verein der Metallinduſtriellen". weil bei geringerem Lohn die Bergleute ihre Lebens- arbeiter Bernburgs, d. C. B. 16,10. Ortsverein der Handschuh- Wenn wir den Feind bekämpfen wollen, müssen wir deſſen da wir dieselbe nun erkannt haltung nicht bestreiten können. Den Schleppern sollen macher Friedrichshagen 61,60. Expedition des„ Vorwärts" Berlin Position genau tennen, wir für die neue Organisation stimmen. monatlich 4 Schichten, vom Beginn des 4. Jahres ab aber- 100,-. Regelklub ,, Unverdrossen", Berlin 20,- Fachverein der haben, werden wenn sie bis dahin nicht Hauer sind keine Schichten mehr Maurer, Boizenburg 10, Maurer, Neumünster d. Böll. 4. R. Gegen drei Stimmen wurde nun folgende Resolution an35,-. Kommission der Tabakarbeiter Berlins( inkl. 22,20 M. genommen: Die heutige Generalversammlung der Zahlstelle 5. Einstellung der gemaßregelten Arbeitslosen auf denjenigen Ertrag eines Bildes von Mary) 300,-. Deffentliche Versamm: Berlin des Verbandes deutscher Mechaniker und verwandten Belung der Berliner Rauchwaaren- Zurichter 6, Gesammelt von rufsgenossen ist der Meinung, daß die heutige OrganisationsGruben, auf welchen sie entlassen sind; genommen. • Arbeiterbewegung. Aus dem Saarrevier, 26. März. Die Forderungen, welche die Bergleute des Saarreviers erheben, und welche von deren Abgeordneten auf dem Pariser Bergmannstag vertreten werden sollen, find folgende: d. h. auf einen thunlichst niedrigen Stand desselben einzuwirken. abgesezt werden; Versammlungen. Den 6. Arbeiterausschüsse auf jede Inspektion. Die Arbeiter- Tabakarb., Köpenick 4,80. Fachverein der Maurer Schwerins form nicht mehr im Stande ist, den Anforderungen gerecht zu ausschüsse müssen so gestellt sein, daß sie die Rechte der Berg- 200,- 23. Bezirk, Hamburg 8,35. Berufsgenossen der Hut- werden, welche eine freie Arbeiterorganisation erfüllen muß. Sie leute erfolgreich wahren und schüßen können. Arbeiter, welche branche, Breslau 15,- Metallarbeiter- Fachverein, Höchst a. M. beschließt deshalb, ihre Form zu ändern und sich der gegründeten 10 Jahre bergmännische Berufsarbeit verrichtet haben, sollen 16,-. W. W., Hausdorf, Kr. Waldenburg 35,- Fachverein lokalen Zentralorganisation allen in der Metallindustrie bes wählbar sein. Jeder Arbeiter, der 1 Jahr auf der Grube der Lithographen, Berlin 50,-. Weißgerber- Verein, Ilmenau schäftigten Arbeiter anzuschließen und beauftragt deshalb den gearbeitet hat, soll wahlberechtigt sein. Die Mitglieder der 30,- Fachverein der Lithogr. und Steindr., Chemniz 12,- Vorstand, bis Ende dieses Quartals alle Pflichten und Rechte der die Mitglieder eine AufGrubenausschüsse müssen die regelmäßige Anlegung die regelmäßige Anlegung der Amerit. Auktion d. I. v. d. Ethischen 11,-. Drechsler, Bahl- Bahlstelle zu regeln, damit Bergmannsfinder überwachen fönnen. E3 muß ihnen stelle Liegnitz 40,- Fachverein der Maurerarbeitsleute, Wands- lösung der Zahlstelle beschließen können. Zu dieser außerdas Recht zustehen, den Ort zu befahren, für welchen beck 39,75. Arbeiter- Gesangverein" Lyra", Charlottenburg inkl. ordentlichen Generalversammlung sind alle Mitglieder mittelst ein Hilfsgeding oder wegen Hize, Nässe oder Wetter- 1,60 vom Geburtstagsfest einiger" Rothen" 16,60. Ueberschuß Karte einzuladen. Arbeifer Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! In Betreff des Arbeitsnachweises wurde noch folgende Resolution angenommen: Die heutige Generalversammlung der Mechaniker und Verufsgenossen der Zahlstelle Berlin beschließt Die 12. Kommission so lange bestehen zu lassen, bis der große Arbeitsnachweis der neuen Organisation voll und ganz funktionirt." Beim dritten Punkt der Tagesordnung, Erfahwahlen, wurden die Kollegen Gußmann in den Ausschuß, Schlenker und Wiesener in den Arbeitsnachweis gewählt. Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen Mitglieder, welche ihre Beiträge voll bezahlt haben, kein Eintrittsgeld für die Neu- Organisation entrichten brauchen. = Hierauf erhielt Herr Peus zu seinem Vortrage über die englischen Trades- Unions und die englische Arbeiterbewegung das Wort und führte in demselben aus: = hin, daß die am ersten Osterfeiertage in Kaufmann's Variété| im Widerspruch mit der ganzen Versammlung sah, sein Mandat stattfindende Matinee nicht vom Fachverein ausgeht, sondern nieder. An seiner Stelle wurde Genosse Krüger, welcher sich von den bei der Firma Friedberg und Silberstein Beschäftigten. ebenfalls für Lokal- Organisation erklärt hatte, gewählt und ferner Um nicht dem Vorwurf des Indifferentismus ausgesetzt zu sein, auch noch als dritter Delegirter Genosse Willy Schmidt. und um zu zeigen, daß der Verein solche Lokale, die nicht auf der Liste der Lokal- Kommission stehen, ignorirt, wird folgende, von Freitag, den 20. b. Mts., sich in den Armin- Hallen versammelte, In der Freien Vereinigung der Rauffente, die am Kollege Mescha gestellte Resolution angenommen: Die heute d. tagende Versammlung des Fachvereins der Steindrucker" und Litho- hielt Herr Karfunkel einen Vortrag über den Nugen des graphen verwahrt sich ganz entschieden dagegen, mit dem auf den Eisenbahn 3onentarifs. Redner unterwarf die in Umlauf gesetzten Matineebillets enthaltenen Passus: ver- heutigen Tarife Deutschlands einer schneidenden Kritik und legte anstaltet von den Steindruckern und Lithographen Berlins", in an zahlreichen Beispielen dar, wie unklar und widersprechend Zusammenhang gebracht zu werden, da der Fachverein keine dieselben seien, besonders wie für jede Reise die verschiedensten Matinee in Lofalen abhält, die nicht auf der Lokalliste stehen. Fahrpreise zu Recht bestehen. Dabei würde durch die Höhe dieser Kollege Zonke macht bekannt, daß 22 Kollegen als hilfsbedürftig, Preise das Reisen, eines der wichtigsten Kulturelemente, der Der Fachverein der Steindrucker und Lithographen insgesammt mit 186 M. unterstützt wurden. Das Mitglied Bär großen Masse des Volkes unmöglich gemacht. Die Verhältnisse hielt am 19. d. Mts. eine außerordentliche Generalversammlung wurde ausgeschlossen. Zum Schluß ermahnte Kollege Obier noch, gleichen denen der Zeit des theuren Briefportos auf's Haar; der ab. Zunächst lag die Frage vor: Wie stellen sich die Mitglieder die im Streit befindlichen Kollegen auch ferner thatkräftig zu Seiche fann reisen, ganz nach Laune, wohin er will, der Mans zur eventuellen Auflösung des Vereins zu Gunsten der Zentrali unterstützen und nicht in der Unterstützung nachzulassen. des Mittelstandes reist nur, wenn es durchaus nöthig ist, und sation? Der Vorsitzende, Kollege Friedewald, führte der Verder Arme ist fast ausgeschlossen von der Benuzung der fammlung das Entstehen des Fachvereins vor Augen, der Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher in Anilin Bahn. Wie durch das 10 Pf. Porto beim Briefschreiben gegründet worden sei, um der Schmußkonkurrenz entgegen zu Fabriken, Färbereien, Gummi- und Filzschuh dieser Unterschied fortgefallen, so wird der Zonentarif wirken und für die Kollegen Verhältnisse zu schaffen, welche ihnen abriten, auf Holzplägen, sowie beim Möbel- dieselbe Wirkung beim Reisen haben. Daß er ausführbar ist, ein menschenwürdiges Dasein gestatten. Die Statistik hat er- und Instrumenten Transport beschäftigten dafür sind Ungarn und Desterreich sprechende Beweise, in welchen geben, daß die Kollegen in der großen Mehrzahl nicht einmal Arbeiter fand Mittwoch Abend unter dem Vorsitz des Genossen Ländern er bisher eine Steigerung des Verkehrs bis 280 pct. soviel an Lohn erhalten, als zum Leben unbedingt nothwendig Krüger statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung bemerkte der und eine Gewinnzunahme bis 22 pet. schon im ersten Jahre ist. Da sich aber das Kapital fort und fort konzentrirt, so weisen Vorsitzende, daß bereits am 8. März eine Versammlung gewerb- erzielt hat, Nach amtlicher Feststellung werden auf deutschen die ganzen Verhältnisse darauf hin, mit den Hilfsarbeitern licher Hilfsarbeiter stattgefunden habe und daß in derselben zwei Bahnen von 100 Plätzen durchschnittlich nur 25 besetzt, die Hand in Hand zu gehen. Der letzte, in Magdeburg abgehaltene Delegirte zu dem Kongreß gewerblicher Hilfsarbeiter in Halle übrigen 75 sind todter Ballast. Könnte man auch diese durch Kongreß beschloß nun, eine einzige große Organisation über ganz gewählt seien. Die erste Versammlung wäre jedoch sehr schwach eine Verkehrserleichterung befeßen, so würden sich die Nettokosten Deutschland zu bilden, und deshalb möge ein Jeder seine besucht gewesen. außerdem seien verschiedene Branchen nicht ver- des Transports gegen heute nur ganz unwesentlich erhöhen. Meinung aussprechen, ob der Fachverein aufgelöst werden soll. treten gewesen, weshalb er von den Gummi- Arbeitern und von Andererseits wären durch radikale Vereinfachung des Billetsystems, Kollege Alb. Schulz erinnert an die Schwierigkeiten, unter den auf Holzplätzen beschäftigten Arbeitern beauftragt sei, eine und des ganzen Betriebes ungeheure Ersparnisse zu erreichen. So welchen der Fachverein gebildet wurde, und weist ferner auf die neue Versammlung einzuberufen, welche eventuell noch einige wünschenswerth der Zonentaris an sich sei, seine Einführung sei Standhaftigkeit hin, welche derselbe als Bollwerk gegenüber Delegirte wählen sollte. nur eine Frage der nächsten Zeit, da die Konkurrenz mit den Angriffen des Kapitals bewiesen hat. Nicht als Gegner trete den Bahnen Desterreichs teine andere Wahl laffe. Die wohler der Zentralisation gegenüber, jedoch wir wissen nicht, thätigen Wirkungen desselben für die Arbeiterschaft bestehe in welche Gefahren die Zentralisation für uns enthalten wird. deren größerer Beweglichkeit, in der Möglichkeit, sich bessere Die Zentralorganisation soll ein Band für die Provinzialstädte Er könne betreffs der Organisationsform feinen bestimmten Arbeitsbedingungen zu suchen. Die Arbeiter fönnten sich von sein, aber Berlin, welches das Zentrum der ganzen Arbeiter Weg angeben, vielmehr nur einige allgemeine Anleitungen dazu der Scholle losmachen, in entwickelteren Landestheilen würden sie bewegung sei, müsse noch eine eigene Festung besigen, fest genug, geben; das Andere müßte er ihrem praktischen Sinn überlassen. höhere Bedürfnisse kennen lernen, durch das Reisen, das sie sich auch allen ferneren Sturmangriffen des Kapitals zu widerstehen, Bon großer Wichtigkeit hierbei sei die Entwicklung der englischen bis jetzt versagen mußten, würde sich ihr Gesichtskreis erweitern und deshalb hält Redner es für die richtigste Taktik, den Fach- Arbeiterbewegung. England sei das Land, in dem der Kapita- und das allgemeine Bildungsniveau erhöhen. Die Frage sei verein nicht aufzulösen, sondern ihn fortbestehen zu lassen. lismus zuerst festen Fuß gefaßt habe und hier habe er, wenn die nicht als Parteifrage aufzufassen, da jede Partei ihr zustimmen Kollege Gent fann sich dieser Ansicht nicht anschließen, schon bevorzugte Stellung auch immer mehr verloren gehe, die höchste müsse und am meisten die arme Bevölkerung. Redner forderte wegen petuniärer Rücksichten. Fast alle Gewerbe ftreben Entwicklung erlangt. Redner geht nun näher auf die englische zum Schluß auf, die Bestrebungen des Vereins Bonentarif" zu heute danach ein Ganzes zu bilden. Wir würden sechs Arbeiterbewegung ein, schildert die Ziele der Chartistenbewegung, unterstützen. Vereinigungen haben, alle vernachlässigt und schwach, bespricht die Trades- Unions und führt aus, daß neuerdings die In der Diskussion sorgte ein Herr Bormas für allgemeine und hätten dann nur Berrissenheit, deshalb ist Redner für Bewegung durch das Eintreten der ungelernten Arbeiter in die Heiterkeit, indem er aus dem Zonentarif einen Damm gegen die Auflösung des Vereins zu Gunsten der Zentralorganisation. Trades- Unions ins sozialistische Fahrwasser geleitet worden. Zum Sozialdemokratie zurecht konstruirte, da durch ihn die Menschen Kollege Preus: Bedenken wir, welche Kämpfe uns noch bevor Schluß kommt der Referent dann zu dem Resultat, daß die zufrieden gemacht würden. Die Herren Schreyer und Simonsohn stehen, so müssen wir die Lokalorganisation verlassen und zur Politik von den gewerkschaftlichen Fragen nicht getrennt werden widerlegten ihn und traten ferner warm für die Bewegung ein. Bentralisation übergehen. Kollege Schädlich weist darauf hin, dürfe. Gleichzeitig aber ständen bei uns einem von diesen Herr Auerbach warnte vor Zersplitterung der Kräfte, wenn daß ein Uebergangsstadium stattfinden muß. Würden die Kollegen Gesichtspunkten aus geleiteten Bestreben, große Massen zu- man sich so einseitigen Bestrebungen hingebe. Die Sozialheute in die Zentralisation eintreten, so wären sie rechtlos und sammen zu bringen, unsere Vereinsgefege Vereinsgesetze entgegen. Da demokratie würde ohnehin die energischste Vertreterin das Kapital würde triumphiren. Um die Schlagfertigteit zu be- wäre er nun in einer großen Ungewißheit; flar sei es wie jedes kulturellen Fortschritts, so auch dieses Gedankens wahren, soll der Verein vorläufig noch weiter bestehen. Kollege ihm aber, daß es nicht ohne große Verbände gehe, ebenso flar im Reichstage sein; die Herren vom 3onentarif" Liebig erklärt sich aus petuniären Rücksichten gegen den Fort- fei er sich aber auch darüber, daß eine Gewerkschaftsbewegung sollten nur nicht so zimperlich in Bezug auf Politik sein. Ohne bestand des Vereins. Kollege Sillier führte an, daß, wenn ohne Politik nicht möglich sei. Die Zentralorganisationen dürften die Unterstützung politischer Parteien sei nun einmal in dieser Berlin ein Bollwerk gegen das Kapital bilden soll, demgemäß in Deutschland einen ziemlich schweren Stand haben, Welt nichts zu erreichen. Herr Karfunkel vertheidigte seine Under Fachverein aus petuniären Rücksichten nicht fortbestehen und er müsse, wie nun einmal die Dinge bei uns liegen, sagen, sicht, daß auch die anderen Parteien die Sache unterstützen fann. Es würde nur eine Zersplitterung hervorrufen, wenn man daß die Lokalorganisationen doch wohl das Bessere semn dürften. tönnten und müßten und der Verein jedenfalls die Hilfe nimmt, den Kollegen das Eine für das Richtige anpreist, und zu gleicher In Deutschland habe sich in Anbetracht des beschränkten Ver- wo sie ihm geboten wird. Zeit auch das Andere. Ferner müssen wir gerade die Provinzial- einigungsrechts der Schwerpunkt mehr auf das politische Gebiet Unter Verschiedenes wurde dann noch die Preßkommission städte ins Auge faffen, denn woran hat die Streifbrecherei ge- verlegt, während er umgekehrt in England, wo die politischen durch Wahl des Herrn May Hirsch an Stelle des ausgetretenen legen? Die Kollegen in den Provinzstädten sind den Angriffen Rechte der Arbeiter geringer, dagegen ihr Vereinigungsrecht be- Herrn Schreyer vervollständigt und hierauf die Versammlung des Kapitals am meisten ausgesetzt, und hören sie dann etwas deutend freier sei, mehr auf der gewerkschaftlichen, wirthschaft mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie gevon Berlin, so denken sie, hier ist es besser. Wir haben stets den lichen Seite liege. Vor allen Dingen müßten wir deshalb zu schlossen. Lithographen den Vorwurf gemacht, daß sie eine Sonderstellung sehen, daß wir überall politische Aufklärung verbreiten.( Beifall.) einnehmen, nun liegt es an uns, daß wir zeigen, wir wollen Der Fachverein der Lederarbeiter hielt am 23. d. M. Die Diskussion, welche sich fast ausschließlich um die Frage eine außerordentliche Generalversammlung ab. Herr Kepler hielt feine solche einnehmen. Wäre es möglich, beide Organisationen Lokal- und Zentralorganisation drehte, gestaltete sich zu einem sehr einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Die start und lebensfräftig zu erhalten, dann wäre Redner mit regen Meinungsaustausch. Es sprach Gen. Schönstein für Lokal- ießige kapitalistische Produktionsweise mit Berücksichtigung der Freuden dazu bereit, aber die Wirklichkeit verbietet uns, diesen organisation; Thal- Reinickendorf, welcher in letzter Versammlung zum Hausindustrie." Weg zu beschreiten. Die Unternehmer werden nicht über uns Delegirten gewählt war, erklärte, daß die damalige Versammlung Zur Frage des Lohntarifs beantragte Rollege Richter jubeln können, denn die Zentralorganisation kann ein ganz zwar sich entschieden für Lokal- Organisation ausgesprochen, ihm im Namen des Vorstandes, indem er auf die für den Verein daanderes Bollwerk bieten, eine ganz andere Macht entfalten, als jedoch kein gebundenes Mandat mitgegeben habe. Er selbst halte durch eventuell entstehenden Nachtheile hinwies, denselben nicht die Lokalorganisation. Die Kollegen Dommhorn, Müller, Mescha die Zentralisation für das Richtigere. und Schönke erklären sich gleichfalls für Zentralorganisation. Es sprachen weiter W. Schmidt( Lokal) Frize, Arndt, anzunehmen, sondern der Oeffentlichkeit zurückzugeben. Nachdem noch einige oben genannte Redner erwidert, wird Krüger( Lokal). der von Kollege Ad. Neumann gestellte Antrag angenommen, Bei einer hierauf vorgenommenen Abstimmung erklärten sich den Fachverein noch drei Monate bestehen zu lassen, und sich nur zwei Anwesende für Zentral- Drganisation, während die innerhalb dieser Zeit der Zentral- Organisation anzuschließen".- anderen für lokale Zentralisation stimmten. anderen für lokale Zentralisation stimmten. Genosse Vogel, Ob noch ferner im Fachverein Beiträge erhoben werden, wird welcher ebenfalls als Delegirter gewählt war, erklärte, daß er die nächste Versammlung, welche eine General- Versammlung ist, auf alle Fälle für lokale Organisation eingetreten sein würde. beschließen. Unter Verschiedenem weist Kollege Mescha darauf Genosse Thal hingegen legte nun, da er sich mit seinen Ansichten = Sozialdemokratischer Nach längerer Diskussion wurde dieser Antrag angenommen, desgleichen ein vom Kollegen Zander gestellter Antrag, den ersten tafsirer 3 M., den ersten Vorsitzenden und Schriftführer je 2 M. monatlich als Entschädigung zu gewähren. Abgelehnt wurde ein Antrag Rohr, die Bibliothek auch Sonntags Vormittags zu öffnen. Ecke Sophienstraße.] für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Freireligiöse Gemeinde. Salbe Breiſe! Montag, den 30. März( 2. Grosse Matinée bestehend in 837/5 Vokal- und Instrumental- Konzert und komischen Vorträgen in Keller's Hofjäger, Hafenhaide, Bergmannstr. 51. Billets à 20 Pf. sind zu haben bei ben Vorstandsmitgliedern und in den Zahlstellen bei: Otto Klein, Zigarrengeschäft, Rottbuser Damm Nr. 14; Ernst Wilschke, Bigarrengeschäft, Kazbachstr. 1 und Junkerstr. 1; Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Haugt, Restaurant, Boechstr. 12; 2uhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Riesel, Restaurant, Schüßenstr. 58; Scheyer, Restaurant, Gneisenaustr. 35; Schmid, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Schönfeld, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Böhland, Restaurant, Bülowstr. 52; Grafunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Der Vorstand. Achtung! Sonntag, den 29. März( 1. Osterfeiertag), in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenste. 77-79: Vokal- und Instrumental- Konzert arrangirt vom Sozialdemokrat. Lese- und Diskutir- Verein ,, Herwegh" unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Liederlust" Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Anfang 7 Uhr. Nach dem Konzert: Tanz. Billets 25 Pf. Billets sind im Vereinslokal bei Otto Linke, Forsterstr. 45 und beim Genossen D. Mette, Sorauerstr. 5, 1 Tr., zu haben. Das Komitee. Achtung! Achtung! Verein der Eisen- und Metalldreher Berlins und Umgegend. Den Billetinhabern zur gefl. Nachricht, daß gegen das Verbot des Polizei- Präsidiums Beschwerde beim Ministerium des Innern erhoben worden ist und die Matinee wahrscheinlich freigegeben werden wird. 144/5 Der Vorstand. J. A.: W. Machatzky. Vier Fest- Vorträge Vormittags 10 Uhr: am Sonntag in der Viktoria- Brauerei, Lühowfrahr 111/112: Herr H. Peus und in der Rosenthalerstr. 38: Herr Dr. Völkel aus Magdeburg.- Am Montag im Eiskeller, ChauffeeStraße 88: Herr E. Vogtherr und in der Rosenthalerstraße 38: Herr Dr. Bruno Wille.- Gäste sehr willkommen. 12183 b Große Gesang- Matinee verbunden Instrumental- Concert mit zum Besten arbeitsloser Sangesbrüder am 2. Osterfeiertag Din Knebel's Salon, Badstraße Nr. 58, Gesundbrunnen. E veranstaltet von den Männer- Gesangvereinen Hilaritas, Esmeralda und Hand in Hand, ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) Wir laden hierzu Freunde und Genossen, sowie deren Familien ergebenst ein. Billets à 30 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie am Eingang zu haben. Eröffnung Vormittags 11 Uhr, Anfang präcise 12 Uhr. Das Comité. J. A.: Carl Wallenthin, Liebenwalderstraße 20. Allg. Arbeiter- Bildungsschule. 156/8 Am Freitag, den 3. April, Abends 8 Uhr, im Feen- Palast, Burgstraße 22, neben der Börse: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht der Kassenrevisoren. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Neuwahl der Kaffenrevisoren. 5. Verschiedenes. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt vor der Versammlung. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Quittungsbuches. in Jetzt zum Fest hat das RiesenUnternehmen des Kleider- Pascha, um der Konkurrenz die Spitze zu bieten, zu halben Preifen zum Ausverkauf gestellt: Stop 10 000 entzückende Sommer- Paletots, Mode 1891 ( deren reeller Werth das Dreifache), jezt nur 8, 10, 12, 15, 18, 20, 21, 24 M. hochfein. 15 000 elegante, Schneidige Jacketn. Rock- Anzüge( darunter die feinsten Kammgarn- GesellschaftsAnzüge) jetzt zu halben Preisen nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30, 33, 35 m. 8000 Hofen, einzelne Röcke, Jackets und 即 6000 naben- und Burschen- Anzüge jezt halb um366 L sonst. Kleider- Bascha genannt: Der billige Mann. 32 Rosenthalerstraße 32. Ecke Sophienstr., Eckladen. Man achte genau auf 32 u. Eckladen. Don 24 Eckladen! Hut- Fabrik Neue KönigC. Stark, Strasse Nr. 73. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.