N-. 204. nbonnementS'RedlndOn�li: TOonncmentä. Preis DtSnumerantO! «ierteljährl. 330 m., monatl. 1,10 SKt, wöchentlich 28 Psg. frei ins Hau». Einzelne Nummer ö Psg, SonntagS- Nummer mit illustrierter Sonntags» Beilage.Die Neue Well' 10 Psg, Post» Abonnement: 1.10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungS» Preisliste, Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. PofwbonnementS nehmen an: Belgien. DSnemarl, Holland, Italien. Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. VIchtiDl«3114 außtr nontagt. Vevlinev VolksblAtk. 29. Jahrg. Die TnicrHons-Gebflljr beträgt für die scchsgespaltene Kolonel» geile oder deren Raum«0 Psg,, sür politische und gewerlschastliche Vereins- und Vcrsamnilungs-Anzeigen 30 Psg. „Klelne Hnzefgen", das fettgedruckte Wort 20 Psg.(zulässig 2sctlgedriickte Worte), jedes weitere Wort lO Psg. Stellengesuche und Schlasstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg„ jedes weitere Wort 5 Psg, Worte über 16 Buchstaben zählen sür zwei Worte, Inserate für die nächste Nuninier müssen bis 6 Uhr nachmittags», ver Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adress« „Sozialduseiirat Btrliu" Zentralorgan der fdztaldemokratfrcben parte» Deutfcblands. Redaktion: SM. 68, Lindcnstrassc 69. Ferusprecher: Amt Morttzplatz, Nr. IS8Z. Expedition: 8Äl. 68» I�-indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritiplast, Nr. 1384. ViIKqiroieÄ gegen Me Regierung cker Aushungerung. Nicht nur seine Ochsen, sondern auch seine Minister kommen dem deutschen Volke verdammt teuer zu stehen. Würde das deutsche Volk sich andere Minister wählen können, so könnte es billigeres Fleisch und Brot haben. Denn die Preise der Lebensmittel sind abhängig von der Politik und daß die Ochsen so teuer, ist nicht ihre Schuld und nicht ihr Interesse, sondern Schuld und Interesse der Regierenden. Unsere Wirtschaftspolitik hat sich glänzend bewährt. Das ist nicht etwa die Meinung von Ochsen, die durch die hohen Preise, die sie erreichen, übermütig geworden sind. Es ist die Meinung der Herrschenden, die mit der kolossalen Steigerung der Bodenpreise und der Renten unserer Großgrundbesitzer offenbar überaus zufrieden sind. Denn das agrarische Interesse ist neben dem der Kartellmagnaten das einzige, das die Politik der Regierung bestimmt. Alle übrigen Volksschichten werden diesem Interesse erbarmungslos ge- opfert. Man nennt das mit Vorliebe nationale Politik. Die offene, ehrliche Hörigkeit mit ihrer unentgeltlichen Fronarbeit im Dienste der Großgrundbesitzer existiert nicht mehr. Aber das deutsche Volk in seiner Gesamtheit ist durch die Lebeusmittelzölle zirka 25(XX) Großgrundbesitzern tribut- pflichtig gemacht worden in einem Grade, der zu den Zeiten der Hörigkeit unbekannt war. Denn daß alljährlich ein Volk von 65 Millionen den Großgrundbesitzern weit mehr als eine Milliarde jährlich, zirka 17'/« M. pro Kopf, allein an Brot- steucr werde abliefern müssen, daß dazu weitere Hunderte Millionen an Fleischsteuern kommen werden, das hätte sich damals kein Mensch träumen lassen. Zuerst und am schwersten sind durch diese nationale Politik natürlich die Arbeiter betroffen. Deutschland bleibt das Land mit der höchsten Säuglingssterblichkeit unter allen westeuropäischen Ländern. Blicken wir auf die Länder, die die Herbeiführung des agrarischen Preiswuchers nicht zum Inhalt ihrer Regierungspolitik haben, so finden wir, daß von 106 lebendgeborenen Säuglingen im ersten Lebens- jähr sterben in Belgien 13,2, in den Niederlanden 12,5, England und Wales 12,1, Schottland 11. Dänemark 10.8. Schweden 7.7, Norwegen 6.7; in Deutschland aber 17,8! Und unsere Regierung konstatiert hochbefriedigt, daß die Er- nährung des Volkes nichts zu wünschen übrig lasse und ihre Wirtschaftspolitik nur erfreuliche Ergebnisse auf- Weisel Die letzten Jahre zeigen, daß auch in Deutschland die Geburtenzahl zurückgeht. Die Patrioten jammern, daß damit die Macht der Nation in ihrer Wurzel bedroht werde, daß die Wehrkraft Delitschlands in der Zukunft gefährdet sei. Erhöhung der' Säuglingssterblichkeit. Verminderung der Geburtenzahl sind natürliche Begleiterscheinungen jeder Ver- elendungsperiode. Die deutsche Regierung nennt es nationale Politik, wenn sie die Volksmasse zugunsten einer Handvoll Großgrundbesitzer, die allerdings Preußen und seine Regierung vermöge des Dreiklassenwahlrechts unumschränkt beherrschen, noch mehr aushungert. Die Arbeiter aber sind nicht die einzigen, denen diese Regierung der schlimmste Feind ist. Den A n- gestellten und B e a ni t e n geht es um nichts besser. Auch diese liefert die Regierung den Großgrundbesitzern ebenso aus wie die Arbeiter. Kein Wunder, daß gerade in diesen Schichten die Verminderung der Kinderzahl rapid um sich greift, Ihnen gegenüber preist dann die Regierung ihre Politik mit Vorliebe als Mittelstandspolitik an l Zum Mittelstand gehören auch die Fleischer. Mit einiger Verwunderung sieht man zu, wie trefflich die Regierung dieser Schicht gegenüber die Aufteizung zum Klassenhaß zu betreiben iveiß. Wir sind wahrlich keine Verteidiger des oft sibertriebenen Zwischenhandelsgewinns und unsere Konsum- vereine sind das beste und sicherste Gegenmittel gegen diese Blüte der kapitalistischen Distributton. Aber eine Regierung. die die Koittumvereine bekämpft und schadigt. wo sie kann,. hat kein Recht, sich plötzlich als Feindin des Zwischenhandels aufzuspielen. Aber sie braucht die Fleischer als Sündenböcke für ihre Agrarier und deshalb denunziert sie sie unaufhörlich als die allein Schuldigen, obwohl sie wissen muß. daß es nicht ivahr ist. Abxx was gilt Wahrheit, wenn sie agrarische Interessen schädigt I Schließlich hat die Regierung auch die bäuerlichen Interessen denen der Großgrundbesitzer wissentlich und absichtlich aufgeopfert. Von den Getreidezöllen haben bc- kanntlich erst die Betriebe über 20 Hektar, besonders aber die über 100 Hcttar Vorteil, das heißt nur 282 737 von 4 904 762 Ackerbaubetrieben, also- nur der 17. T e i l. Der Getreidebau aber begünstigt vor allem den Großbetrieb. Es ist etm bekannte Tatsache, daß in Zeiten steigender Getreide- Die»»stag abend: die Teuerunn und di preise der Großgrundbesitz rasch zunimmt. Und in der Tat häufen sich in den letzten Jahren in Deutschland die Nachrichten über das Bauernlegen und die ständige Vergrößerung der Fideikomniisse. Unmittelbarer noch werden die Bauern geschädigt durch die Futtermittelzölle, die ihnen die Viehzucht erschwert. Dieselbe Politik, die die unerschwinglichen Fleisch- preise künstlich schafft, verschlechtert auch die Konkurrenz- bedingungen des bäuerlichen Betriebes zugunsten der Groß- grundbesitzer. Preisgabe der Arbeiter, der Ange- stellten, der Beamten, der Bauern, kurz fast des ganzen deutschen Volkes zugunsten einer Handvoll von Großgrundbesitzern, das ist die nationale Politik u n s er e r �R e g i e r u n g! Diese Regierung ist eben nichts als das gefügige Werkzeug der Agratter, und sie kann das sein, so lange das deutsche Volk es sich eben geduldig gefallen läßt. Konsequent freilich ist diese Regierungspolitik. Sie will die Teuerung, weil diese ihren Auftraggebern nützlich ist. Des- wegen verweigert die Regierung jede Milderungsmaßregel. Im vorigen Sommer war jedem klar, daß eintreten werde, was nun eingetreten ist. Damals hätten sofort die Maß- regeln getroffen werden müssen, die die Sozialdemokratie ge- fordert hat. Es mußten die Futtermittel zölle be- s e i t i g t werden, damit die Bauernschaft ihr Vieh trotz der Mißernte durchhalten könne. Es mußte das Eiufuhrschein- system aufgehoben, die Grenzen für Fleischeinfuhr geöffnet werden. Nichts geschah; die Bauern mußten an Gerstenzoll etwa 40 Millionen, an Maiszoll 28 Millionen Mark zahlen und zudem ihr Vieh vorzeitig auf den Markt tverfen. Die Weigerung der Regierung, die Futterzölle aufzuheben, weil das die Profite einiger Großagrarier senken hätte können, hat die Fleischnot dieses Jahres erzeugt. Aber eingreifen will die Regierung jetzt auch nicht. Sie dekretiert, daß die hohen Fleischpreise eine Folge der gestiegenen Kaufkraft der Bevölkerung sind! Höher geht die Kühnheit nicht mehr. Das Volk hungert, weil es, sagt die Regierung, zu viel Fleisch kaufen kann! Der lederne Bethmann ist witzig geworden, Ob er es lange bleiben, oder ob diese neue Eigenschaft ihm nicht bald wieder vergehen wird? Wir wissen es nicht. Wir sehen nur das eine, daß diese Regierung keine Ahnung von der Sttmmung im Volke hat. Sie scheint zu meinen, daß auch dieser„Fleischnotrummel" rasch vorübergehen wird. Deshalb ist es die erste Aufgabe der stetig anschwellenden Protestbewegung, die Stimmung der Empörung und Erbitterung im deutschen Volke zum deutlichen Ausdruck zu bringen. Aber damit ist natürlich der Not nicht abgeholfen. Es mutz aber diesmal etwas geschehen und rasch geschehen. Deshalb brauchen wir den Reichstag. Er muß die Grenzen für die Einfuhr von Vieh und Fleisch öffnen. Er muß die empörende, niederträchtige Tatsache aus der Welt schaffen, daß den Agrariern für die Entblößung Deutschlands an Getreide alljährlich über 100 Millionen Mark Steuer- gelber hingeworfen werden. Er muß es tun, und er wird es tun, wenn die Massen nur die nötige Energie und die nötige Ausdauer zeigen. Der Railer ift zufrieden! Wilhelm II. hat heute bei der Tafel auf einem F e st- mahl für diK Provinz Brandenburg, bei dessen Bereitung auf die hohen Fleischpreise keine Rücksicht genommen zu werden brauchte, eine Rede gehalten, in der es heißt: „Ich hoffe, Sie sind gern und leichten Herzens ge- gekommen und nicht, irnc jene Abgeordneten der Mark zu Kaiser Sigismund, mit begründeten Klagen und Bitten um durchgreifende Abhilfie. Denn ich meine, wir können mit den heutigen Ver- h ä l t n i s s e n trotz der Unvollkommenheiten, die einmal allem Irdischen anhafte», zufrieden sein. Vor feindlichem Uebcrmut und kriegerischen Uebersällcn durch ein schlagfertiges Heer und eine wachsende Flotte geschützt, kann in unferni geordneten Staatswesen der Landmann seinen Acker bestellen, der Kaufmann, Fabrikant und Handwerker seinen Geschäften nachgehen und der Arbeiter seines wohlverdienten Lohnes gewiß(!) sein; sie alle(?) können sich der Früchte ihrer Arbeit und der Gaben unserer Kultur erfreuen.(!!) Wer aber glaubt, Grund zu Klagen zu haben, oder wer neue Kraft und Freudigkeit zu weiterer Arbeit— sei es für den eigenen Herd, sei es für das Gcsamtwohl— sucht, der mache mit mir hin und wieder auf seinem Wege Halt und schaue zurück auf die Zeiten, wo es nicht so wie jetzt in unserem Vaterlande aussah. Zn solchem Rückblick bietet das Jahr 1912 mit seinen Gedenktagen gute Gelegenheit" usw. usw. M.in muß schon sagen: Wilhelm II. scheint über die Stimmung des deutschen Volkes sehr merkwürdig in- formiert zu sein, wenn er meint, seine Klagen mit einem seiner phantasievollen Exkurse in die altpreußische Geschichte befriedigen zu können. Z«n1ierrezier«nz! Ver Rungertrlbut. Wieviel Fleisch soll der gesunde, ausgewachsene, kräftige Arbeiter essen? Die deutsche Regierung weiß eS sehr gut I Hat sie doch seit Jahrzehnten bis auf das einzelne Gramm ausgerechnete Ernährungstabellen für Armee- und Marinesoldaten. ES ist für sie von größtem Interesse, das ihr zur Ver- fügung stehende Menschenmaterial gesund zu erhalten, wenn auch auf der anderen Seite das gedrillte Proletenpack sich beim Kasernen- essen natürlich nicht im Paradiese fühlen soll. Die w ö ch e n t- lichen Normalfleischrationen des Marinesoldaten, die er bekommt, wenn er in heimischen Häfen stationiert ist, geben aus all diesen Gründen einen guten Maßstab für daS Normalquantum an Fleisch ab, welches zur Erhaltung eines jungen kräftigen ManneS- körpers notwendig ist. Die Bestimmung selbst lautet: Pro Woche 899 Gramm Rindfleisch, 769„ Schweinefleisch, 890, Hammelfleisch zus. 2 350 Gramm Fleisch. Zweiundsünfzig mal 2,36 Kilogramm Fleisch ergibt eine JahreS» ration von 122,2 Kilogramm oder 244� Pfund. ES kosteten in der ersten Hälfte deS August 1 Kilogramm Rind- fleisch im Kleinverkausspreis 139 Pfennige. 1 Kilogramm Schweine- fleisch 136 Pfennige und 1 Kilogramm Hammelfleisch 196 Pfennige. Wollte nun ein erwachsener Arbeiter einmal dasselbe Jabres- quantum Fleisch verzehren, wie es dem Marinesoldaten gewährt wird, so hätte er nach dem jetzigen Stande der Kleinverkaufspreise auszugeben für, 41,6 Kilogr. Rindfleisch.. 41.6X189 Pf.— 78,62 M. 89,0, Schweinefleisch 89,0X166,-= 64,74 m 41,6, Hammelfleisch 41,6X196,--- 81,64„ zasammen 122,2 Kilogramm Fleisch---- 226,99 M. Eine Arbeiter familie muß natürlich noch wesentlich mehr ver» zehren als ein Mann. Der Reichsduichschnitt der Familiengröße er» gibt eine Kopfzahl von 4,79 pro Familie. Wenn wir für den Mann eine und sür Frau und drei Kinder eine weitere Marinesoldaten» ration rechnen, so müßte ein Arbeiter für sich und seine Angehörigen, wenn er auch nur so. lebe» wollte wie der Staat seine Soldaten er- nährt, im Jahre rnnd 246 Kilogramm Fleisch kaufen, die jetzt einen Einkaufswert im Kleinkonsum von 469 M. haben I In Preiißen besitzen neunundachtzig Prozent aller Steuer- Pflichtigen ein Einkommen von unter 3000 M. Familienväter, die wöchentlich 25 M. und weniger verdiene», gibt eS Hunderttausende. Sie haben ein JahreSeinlommen von rund 1399 M. Wer glaubt daran, daß diese Familien von ihrem Jahreseinkommen rund 469 M. allein für Fleisch ausgeben können? Nun aber noch weiter. Enthüllen wir die ganze Schamlosigkeit des durch die Gesetzgebung unterstützten Fleischwuchers noch gründ- licher. Das Kaiserliche Statistische Amt veröffentlichte im Juni 1999 eine große Arbeit über den Haushalt unbemittelter Familien. Ein Sonderabschnitt betraf dabei die 1997 erfolgten Nahrungsmittel- ausgaben von 169 Arbeiter- und 69 Beamtenfamilien. Dabei wurde festgestellt, daß der Fleischkonsum dieser 210 Familien im Durchschnitt— Familieneinheit 4,76 Köpfe, also ganz nahe dem Reichsdurchschnitt von 4,79 Köpfen— im Jahre 139, S Kilo» gramm Fleisch betrug! Mit anderen Worten: im Jahre 1997 verzehrte eine ganze Arbeiterfamilie nur eine Kleinigkeit mehr Fleisch alS dem einzelnen deutschen Marinesoldaten durch die Regierung zugebilligt ist. Jetzt ist der Fleischverzehr für die Arbeiterfamilie aber viel un» günstiger geworden. Man kaim deshalb ruhig feststellen: in Deutsch» land ist der Fleischwucher so außerordentlich, daß Hunderttausende von Proletarier familie n gerade so viel Fleisch essen, wie ein Soldat. Oder anders: Die Fleischernährung ist für die deutsche Arbeiterfamilie um hundert und mehr Prozent schlechter als die des Soldaten! Dabei muß festgestellt werden, daß diese Unterernährung nicht nur für das Fleisch, sondern wie wir vor einiger Zeit schon einmal feststellten, für die gesamte Ernährung der Arbeiterfamilie zutrifft. Unter solchen Umständen schafft nur der Gewissenlose und der- jenige. der am Hungern des Volkes seine Geschäfte macht, keine Abhilfe! Festgestellt muß aber noch werden, wieviel der Staat durch seine indirekten Steuern(Zölle usw.) an jedem Kilogramm Fleisch, daS sich die Arbeiterfamilie leistet, noch extra wuchert. An indirekten Steuern entfallen auf 1 Kilogramm Fleisch..... 35 Pfennig, 1, Speck..... 36 1, Schmalz.... 19„ 1„ Butter..... 20 1„ Marganne..-... 20„ 1„ Käse...... 15 1„ Eier(20-25 Stück) 2 So wird in Deutschland der-Hungernde behandelt l ' Fleischpreise und Grenzbevölkerung. Die unweit der elsässisch-franKösischen Grenze erscheinende, politisch farblose„Thann er Zeitung" meldet: „In den benachbarten Grenzdörfern von Sulzbach bis Rhadern(Thann) und bis hinauf nach Pfetterhausen ist von einer Fleischteuevung nichts zu bemerken. Die Leute decken ihren Be- darf zum großen Teil in La Chapelle, Suarce. Petit-Ereix und wie die französischen Grenzdörfer alle heißen mögen. Da erhalten sie das Pfund Ochsen fleischzu£>0 Centi. m e s oder 48 Pfennig, dabei erstklassige Ware! Es wiminelt darum auf den Grenz st raßen nur so von Radfahrern, die mit den Körbchen der Haus- frau über die Grenze fahren, besonders an Samstagabenden und Sonntagmorgen; die ent- fernter liegenden Dörfer erfreuen sich dieser Begünstigung nicht, weil die Erlaubnis, vier Pfund Fleisch zollfrei einzuführen, sich bloß aus die Bewohner des Grenzbezirks erstreckt. Der Metzger in La Chapelle soll oft an einem Tage mehrere Stück Großvieh schlachten." In Mülhausen i. Elf., der nächsten größeren deutschen Stadt an der Grenze, kostet Ochsenfleisch erster Qualität genau d a s D o p p e l t e als in den französischen- Grengorten, nämlich 96PfennigdasPfund!... Trotz dieser offenkundigen Tat- fache treibt die elsässische Zentrumspresse die Verhöhnung der Not des arbeitenden Volkes so weit, daß sie schamlos den Einfluß der Zoll- und Grenzsperrpoliti! auf die Lebensmittelpreise Tag für Tag leugnet, Milchsperre durch Agrarier. Schon lange besteht in Stuttgart ein Kampf zwischen! den Konsuimeniten und dem von Händlern und Produzenten gebildeten Ring. Da in der letzten Zeit das Angebot an Milch reichlicher ist und der seit Jahren künstlich heraufgesetzte Milchpreis nicht zu halten wäre, empfiehlt der bündlerische Abgeordnete Körner den Produzenten, die Milchlieferung einzustellen. Jetzt machte der Ring, den Körner leitet, den Lieferanten zur Pflicht, am Frei .tag und Sonnabend so wenig wie irgend möglich Milch nach Stuttgart zu liefern. Mit Recht bemerkt die„Franks. Ztg." dazu: „Und die wnservativ-bündlerische Presse, die ihren Lesern dauernd über Zurückhaltung von Vieh durch Händler auf auswärtigen Märkten berichtet, schweigt sich über dieses ihr �o naheliegende Ana- logon in Stuttgart aus." Gefrierfleisch aus der Mmigolei und Sibirien. Um der auch in der sächsischen Hauptstadt immer mehr fühl» barer werdenden Fleischteuerung zu steuern, wurde nach dem.Berk. Tageblatt" in der Fleischerinnung beschlossen, Gefrierfleisch aus der Mongolei und Mandschurei einzuführen. Ein Hamburger Grobgeschäft will den Import vermitteln, und die städtischen Behörden wollen der Innung Kühlräume zur Verfügung stellen. Der Bezug soll solange fortgesetzt werden, als das Gefrier- fleisch sich billiger im Preise stellt als daS heimische Fleisch. Die Fleischerinnung will cS zum Selbstkostenpreise an ihre Mitglieder verlaufen. Behördliche Festsetzung der Fleischpreise. In Wiesbaden ist die Einrichtung getroffen worden, daß eine Konvmission, bestehend aus vier Fleischermeistevn und vier Mit- gliedern des Magistrats, jeden Monat die Preise für Fleischwaren festfetzt. Zugrunde gelegt werden die auf dem Markt gezahlten Viehpreise unter Hinzurechnung der den Metzgern entstehenden Spesen umb eines Verdienstes, von etwa 14 Proz. Bei Nichtinne- Haltung der festgesetzten Preise verpflichtet sich die Innung, jedes Mitglied in Konventionalstrafe zu nehmen, während die Innung selbst dem Magistrat bei Nichterfüllung der Verpflichtungen, wie sie im Vertrag stipu-lievt find, eine Konventionalstrafe zahlen muß. Der Magistrat dagegen wird auf die Dauer des Vertrages, der vor- läufig auf ein Jahv festgesetzt ist, von der Errichtung einer Ge- meindeschlächterei und der Einrichtung eines städtischen Fleisch- Verkaufes Abstand nehmen. Der Stadtrat in Chemnitz gegen die Fleischnot. Zur Linderung der Teuerung werden von dem Teuernngs» ousfchuß, der im vorigen Jahre von den städtischen Kollegien in Chemnitz eingesetzt worden, ist, in dieser Woche wieder Fischverkäuf« veranstaltet werden, dergestalt, daß unter Kontrolle der Stadt Fisch- cinkauf im großen erfolgt, und daß dann zu behördlich festgesetzten Preisen die Abgabe der Fische mit geringem Aufschlage an die Be- völkerung erfolgt. Matznahmen zum Bezug von billigem auslänbi- schcm Fleisch sind in Vorbereitung; wahrscheinlich wird man darauf zurückkoinmen, Versuche mit australischem.Gefrierfleisch, die im letzten Winter gemacht wurden, zu erneuern. Eingabe der Stadt Frankfurt a. M. an die Regierung. Der Stadimagistrat in Frankfurt a. M. hat an die Regierung eine umfangreiche Eingabe gerichtet, in der darauf hingewiesen wird, daß die Preise für sämtliche Viehsorten höher stnd als je. Demgemäß sind auch die Fleischpreise gestiegen. In der Begründung heißt es dann: Die Erregung der Bevölkerung war seither bereits eine sehr große. Nach der erneut eingetretenen Verschärfung der Verhältnisse bei aller Rücksicht auf die Landwirtschaft wird nicht mehr verstanden werden, wesbalb den nicht minderberechtigten Interessen der nicht Landwirtschaft treibenden Bevölkerung jedes Entgegenkommen versagt bleibt. Mit weiten Kreisen der Bevölke- rung sind wir der Ansicht, daß ohne Schädigung der Landwirtschaft den Verhältnissen in der Weise Rechnung getragen werden könnte. wie die? vom deutschen Städtetag und anderen Jnst-anzen schon vorgeschlagen worden ist. Zum Schluß wird in der Eingabe energisch gefordert, zunächst die Grenzen für lebendes Sckstachtvieh zu öffnen. die Erschwerungen für die Einfuhr von frischem Fleisch zu beseitigen und ferner die Einfuhr von gefrorenem Flejsch zu ermöglichen und endlich die Zölle auf Vieh und Fleisch zu ermäßigen oder vorüber- gehend aufzuheben. Diese Eingabe ist bemerkenswert, weil bisher der Magistrat auf einem ziemlich reaktionären Standpunkt in dieser Frage ge- standen Hätz « Die städtischen Kollegien Flensburgs beschloffen die Einsetzung einer Kommission zur Ermittelung von Maßnahmen gegen die Fleischteuerung. U. a. soll die Kommission sich an die ReichSregierung umOeffnung derGrenzen für die Einführung von Schlacht- vich und um Herabsetzung bezw. Aufhebung der Futter- mittel, und Kornzölle wenden. « In der Zentrumsdomänc Aachen ließ sich der Oberbürgermeister Vcltmann in der letzten Stadtverordnetcnfitzung über die Fleisch- teuerung aus, die er als eine Kalamität bezeichnete, zu deren Be- kämpfurig im Interesse der VolkSpesundheit radikale Mittel angewandt werden müssen. In erster Linie käme die Vicheinfuhr aus dem Auslände und unseren Kolonien ,n Frage. Protestversammlung in Magdeburg. Vor etwa 2000 Personen sprach am Freitag der Schriftsteller Nestriepke aus Berlin in einer von Partei und Gewerkschaften ein- berufenen öffentlichen Versammlung über:„W,e sielten sich die Konsumenten zur Teuerung?" �e Versammlung beschloß. e.ne Deputation an den Magistrat der Stadt zu senden, die Wesen auf- fordern soll, bei Regierung und Reichstag wegen Oefwimg der Grenzen vorstellig zu werden Außerdem ,°ll der Magisw-t den Seefischverkauf besser organisieren und den Versuch machm d.e Fteischzufuhr und den Verkauf, in eigene Regie zu ubernehmen. Ferner wurde das Bureau beauftragt,"n Namen der Vc�a�ung von der Reichsregierurig die Aufhebumg der Zolle � NahrUigs. und Futtermittel zu fovdern. Der Vertreter Magdeburg ,m Reichstage. Rechtsanwalt Dr. Lands her«. wieS umter swrm- scheu Neifall Darauf hin, daß die Macht des Junkertums im preußi- scheu Landtage gekrochen werken müsse durch die Beseitigung de? Dreiklassenwahlvechts. Schutz gegen dentscheS Lieh. Die„Wiener Zeitung* veröffentlicht eine Kundmachung des Ackerbauministeriums über die infolge der Maul- und Klauenseuche im Deutschen Reiche erlassenen Verbote der Einsuhr von Klauentieren zu Nutz- und Zuchtzwecken nach Oesterreich. » AuS Fleischerkreisen werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß schon vor einigen Jahren Fleisch aus Westsibirien aus dem Bahnwege nach Berlin befördert worden ist. Die Tiere wurde» an dem betreffenden Orte im Schlachthaus unter Aufsicht eines in Deutschland ausgebildeten Tierarztes ge- schlachtet und dabei so strenge Kontrolle ausgeübt, daß Tiere, von denen auch nur einzelne Teile krank waren, gänzlich verworfen wurden. Der Transport des gesalzenen und gefrorenen Fleisches nahm auf dem Bahnwege etwa sechs bis acht Tage in An- spruch. Durch die mannigfachen Erschwerungen an der Grenze mußte der Händler die Einsuhr wieder aufgeben.— Schon heule laufen Kühlwagen mit Butter in nicht geringer Zahl von Sibirien nach Europa. Eine Erweiterung der Einrichiungen für Kühlfleisch wäre leicht möglich, zumal die russische Regierung sicher noch zur Ermäßigung der Transportgebühren schreiten würde. VeteranenekDd. Während daS Deutsche Reich jährlich Milliarden für RüstungS- zwecke ausgibt und während frivole Kriegshetzer täglich durch un- verfrorene Verunglimpfungen der Nachbarnationen und„patrio- tische" Ruhmredigkeiten den Völkerfrieden zu untergraben und neuen Massenmord, neues Völkerelend heraufzubeschwören suchen, befinden sich Tausende und Abertausende von alten Kriegsveteranen im bittersten Elend. WaS das LoS der proletarischen Mafien sein würde, wenn es wirklich einmal zu einem furchtbaren internatio- nalen Aufeinanderschlagen käme, das beweist der Notruf, den die „Veteranen-Fürsorge" ergehen läßt. Sie teilt mit, daß ihr zurzeit über 300 Gesuche um Unterstützung vorlägen und daß sowohl N o t wie„Würdigkeit" der Petenten von amtlicher Seite be- stätigt worden seien. Im einzelnen führt sie dann folgende Fälle vor: Nr. 13. Neukölln b. Berlin. Feldzugteilnehmer 186S und 1870/71, 76 Jahre alt, infolge Altersschwäche vollkommen erwerbsunfähig. Einkommen") monatl. 21 M. Nr. 15. Lyck in Ostpr. Feldzugteilnehmer 1866 und 1870/71, diente im Jnsant.-Reg. Nr. 43, Eisernes Kreuz 2. Klasse, 76 Jahre alt, völlig erwerbsunfähig. Frau gänzlich gelähmt, braucht oft fremde Hilfe. Einkommen monatl. 20,75 M. Nr. 21. Allenburg in Ostpr. Feldzugteilnehmer 1866 und 1870/71, diente im Jnfant.-Rcg. Nr. 20, erhielt L. D. A. 2. Klasse. 76 Jahre alt, erwerbsunfähig, Frau ebenfalls. Nur monatl. Veteranenbeihi-lf« 10 M. als Einkommen. Nr. 41. Buddern in Ostpr. Feldzugteilnehmer 1866 und 1870/71, diente im Jnfant.-Neg. Nr. 3. 79 Jahre alt, vollständig taub und erwerbsunfähig. Frau oft krank. Einkommen monat- lich 20 M. Nr. 62. Königsberg i. Pr. Feldzuateiluehmer 1870/71, diente im Jnfant.-Neg. Nr. 43. Jetzt 77 Jahr« alt, fast völlig gelähmt, deshalb erwerbsunfähig. Einziger Sohn lernt und verdient kein Geld. Eink. monatl. 22,10 M. Nr. 68. Leipzig(Stadt). Feldzugteilnehmer 1870/71, diente im Husarenregimen>t Nr. 20. Infolge Ohrenleiden und Rheumatismus und doppelten Leistenbruches erwerbsunfähig. Einnahmen für den Monat 31 M. Nr. 77. Reucndorf(Kr. Jnsterburg). Jeldzugteilnehmer 1866, diente im Garde-Gren.-Reg. Nr. 2. 76 Jahre alt, er- werbsunfähig, kranke Frau, 2 unerzogene Kinder. Einkommen monatl. 10 M. Nr. 108. Polchow a. Rügen. Feldzugteilnehmer 1866 und 1870/71, diente im Gren.-Reg. Nr. 2. besitzt die L. D. A. 2. Klasse. 79 Jahre alt, erwerbsunfähig, hat alte, kranke Frau. Einkommen monatl. 10 M. Nr. 116. Bremen. Feldzugteilnehmer 1870/71, diente im Jnfant.-Rcg. Nr. 57, Eisernes Kreuz 2. Klasse. Infolge Sehnen- Zerreißung am Knie arbeitsunfähig. Einkommen monatl. 10 M. Nr. 119. Leipzig(Stadt). Feldzugteilnehmer 1864, 1866 und 1370/71, diente im Infant.-Reg. Nr. 31. 79 Jahre alt, voll- kommen erwerbsunfähig. Einkommen monatlich 10 M. Nr. 140. Leipzig Stött. Feldzugsteilnehmer 1866. 75 Jahre alt, Augen- und Beinleiden. Einnahme monatl. 28 M. Nr. 152. Saarbrücken. Feldzuateiluehmer 1849, 1864, 1866 und 1870/71 als Marketender im Feindesland. 85 Jahre alt, völlig erwerbsunfähig. Einkommen monatl. 23,45 M. Nr. 158. Leipztg-Reudnitz. Feldzugsteilnehmer 1866 und 1870/71, L. D. A. 2. Klasse. 77 Jahre alt, schwerhörig, hat eine Anzahl Brüche und ist daher erwerbsunfähig. Seine Einnahmen find ungefähr 30 M. pro Monat. Nr. 183. Bielefeld. FeldzugSteilehmer 1864, 1866 und 1870/71, diente im Infant.-Reg. Nr. 15. 75 Jahre alt, völlig erwerbsunfähig, Frau oft krank. Einkommen 38 M. monatlich. Nr. 185. Mehlis i. Thür. Feldzugsteilnehmer 1870/71. In- folge Gicht und Lähmung der Glieder vollkommen erwerbs- unfähig. Frau kann nichts verdienen, da sie ihren Mann pflegen muß. Einkommen 10 M. monatlich. Nr. 198. Neichau(KrriS Wehlau). Feldzugsteilnehmer 1870/71. Jetzt 79 Jahre alt, erwerbsunfähig, bezieht er nur 19,50 M, monatlich Invalidenrente. Nr. 213. Bad Blankenburg i. Thür. Freiwilliger Feldzugs- teilnebmer 1870/71, wurde zum Unteroffizier befördert. Jetzt 66 Jahre alt, an period. Wahnsinn leidend, ist er erwerbsunfähig. Seime Frau hat nur eine monatliche Beihilfe von 23 M. Nr. 242. Langenau i. Sa. Feldzugsteilnehmer 1864, 1866 und 1870/71, diente im'3. Garde-Gren.-Reg., hat außer den üb- lichen Denkmünzen das Düppeler Sturm-Kreuz und die Silberne Medaille zum AlbrechtSorden. Jetzt 72 Jahi� alt, erwerbsunfähig; er hat ein monatl. Einkommen von 27,05 M. Nr. 248. Plauen i. B. Feldzugsteilnehmer 1849, übliche Denkmünze, 84 Jahre alt, Lungen- und Rheumatismus leidend. gänzlich erwerbsunfähig. Einkommen 28,35 M. den Monat. Nr. 266. Klcin-Jägersdorf i. Ostpr. Feldzugsteilnehmer 1866 und 1879/71, diente im Gren.-Reg. Nr. 3. 76 Jahre alt, erwerbsunfähig. Frau gleichfalls. Einkommen monatl. 35 M. Rr. 267. Neukölln bei Berlin. Feldzugsteilnehmer 1879/71, diente beim Dragoner-Reg. Nr. 6. hat außer üblichen Denk- münzen die L. D. A. 2. Klasse. 75 Jahre alt, völlig crwerbS- unfähig. Einkommen 19 M. monatlich. Nr. 279. Tawellningken i. Ostpr. Feldzugsteilnehmer 1866 und 1870/71, besitzt L. D. A. 2. Klasse, 80 Jahre alt, erwcrbS. unfähig. Frau vollständig verkrüppelt. Einkommen besteht aus 10 M. Veteranenbeihilfe monatlich. Nr. 280. Nogan-Rosenau i. Schlesien. Feldzugsteilnehmer 1848/49, diente im Jnfant.-Reg. Nr. 19. Er besitzt außer Kriegs- denkmünze die L. D. A. 2. Klasse und das Allgemeine Ehren. zeichen. Jetzt 87 Jahre alt, ist fein Körper verkrüppelt, fein Verstand nicht mehr normal. Frau ist ebenfalls erwerbsunfähig. Einnahmen 21 M. für den Monat. Nr. 281. Richtaw» i. Ostpr. Feldzugsteilnehmer 1870/71, diente im Jnfant.-Reg. Nr. 8. Jetzt 76 Jahre alt, Doppelbruch, Rheumatismus, daher erwerbsunfähig. Frau desgleichen. Ein- kommen 24.70 M. den Monat. Nr. 293. Winkhausen b. Mühlheim a. d. Ruhr. FeldzugS- Teilnehmer 1870/71. Jetzt 68 Jahre alt, hat oft Schlaganfälle, vollkommen erwerbsunfähig. Einkommen 33,10 M. monatlich, ») Bedeutet in allen Fällen.festes, zugesichertes" Einfsmznen. Nr. 294. Wandsbeck. FePzugSteiktieMkr 1848/49, sie sitzt daS„Erinnerungs-Kreuz", ist bei feinem Alter von 83 Jahren völlig erwerbsunfähig und hat ein monatliches Einkommen von nur 16 M. Nr. 300. Hamburg. Feldzugsteilnehmer 1848/49, diente im Dragoner-Reg. Nr. 2. Jetzt 84 Jahre alt, vollkommen erwerbs- unfähig, hat Tochter zu ernähren, da Krüppel. Einkommen 69 M. monatlich. Nr. 306. Magdeburg. Feldzugsteilnehmer 1866 und 1870/71, wo er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erwarb; außerdem 1863 Aufstand in Polen, diente im 1. Garde-Reg. zu Fuß. 76 Jahre alt, infolge Hodenbruchs erwerbsunfähig. Eink. monatl. 10 M. Nr. 309. Schönwiese i. Ostpr. Feldzugsteilnehmer 1366 und 1870/71, diente im Füsilier-Reg. Nr. 33. 77 Jahre alt. kann nur noch wenig schaffen. Frau vollkommen erwerbsunfähig, oft krank. Einkommen 10 M. monatlich. Nr. 310. Wildeshausen i. Oldenb. Feldzugsteilnehmer 1866 und 1870/71, zum Unteroffizier befördert. Jetzt im Alter von 76 Jahren stehend, ist er gänzlich erwerbsunfähig. Ein- kommen 18,25 M. für den Monat. Nr. 311. Klein-Po meiste i. Pom. Feldzugsteilnehmer 1866 und 1370/71, besitzt die L. D. A. 2. Klasse. Diente im Gren.-Reg. Nr. 5. Jetzt 72 Jahre alt, erwerbsunfähig. Frau oft krank, Sohn gänzlich gelähmt. Einkommen 10 M. für den Monat. Nr. 313. Giefcrven i. Ostpr. Feldzugsteilnehmer 1366 und 1870/71, diente im Gren.-Reg. Nr 3. Jetzt 75 Jahre alt, er- werbsunfähig, Frau ebenfalls. Einkommen 15,40 M. monatlich. Nr. 324. Groh-KrySzahnen. Feldzugsteilnehmer 1866. diente im Garde-Gren.-Reg. Nr. 1. Jetzt 79 Jahre alt. völlig er- werbsunfähig, Frau ebenfalls. Einkommen 10 M. für den . Monat. Nr. 345. Thale a. Harz. Feldzugsteilnehmer 1870/71. Be- sitzt L. D. A. 2. Klasse. Vollkommen gelähmt, kann sich infolge- dessen nicht mehr allein fortbewegen und braucht ständig Hilfe. Einkommen ungefähr 70 M. pro Monat, wovon 2 Töchter, die Haushalt usw. besorgen, zu unterhalten sind. Wir brauchen dieser Liste deS Jammers keinen Kommentar bei- zusügenl_ politische(leberlicht. Berlin, den 31. August 1912. Staatliche Liebesgaben auf Volkskosten. Als in den, Jahren 1900/1902 der Kampf um den neuen, Zolltarif tobte, haben wir verschiedentlich vorausgesagt, daß der Zoll die Preise der Landprodukte beträchtlich erhöhen� und diese Preis- steigerung ganz naturgemäß zu einem bedenklichen Hinaufschnellen der ländlichen Bodenpreise und der Grundrente führen werde. Tie Grundstücksbesitzer würden, wie alte Erfahrungen gezeigt hätten, teils neue Hypotheken auf ihre Güter eintragen lassen, teils die gute Gelegenheit zum Verkauf ihrer Güter benutzen— und schon nach 10 bis 20 Jahren würde der Teil der Besitzer, der Güter zu den, neuen hohen Preisen erworben ober neue Hypothekenschulden gemacht hätte, wieder unter den gleichen Bedingungen wirtschaften. wie vor der Zollerhöhung. Der Landwirtschaft wäre nun nichts geholfen, nur hätten die alten Besitzer auf Volkskojten eine schöne „Liebesgabe" in die weiten Taschen gesteckt. Die Voraussage ist in allen Teilen eingetroffen. Die Boden» werte find enorm gestiegen, und täglich werden Verkäufe großer Güter zu enorm hohen Preisen gemeldet. Der Bodenschacher steht in höchster Blüte, so daß selbst konservative und rechtsnational- liberale Blätter sich zu„Ermahnungen" veranlaßt fühlen. So schreibt die„Rheiiu-Westf. Ztg.": „ES ist jedenfalls eine unangenehme Nebenwirkung de» zum Schutze der Landwirtschaft an sich so notwendigen ZolltarifeS, daß er die VerbaufSlust in hohem Grade gefördert hat. Man sieht, die Sucht des schnellen PluSmachens auch die 4veiS- heitsvollfte gesetzliche Maßnahme in das Umgekehrte ihrer'icht verdrehen kann. Die Preissteigerung für den Grund und■!•,cn hat natürlich zur Folge, daß eine Rentabilität des Grundbejr-eZ trotz intensiver Bewirtschaftungsweise ausgeschlossen wird und im Falle erheblicher Verschuldung in ungünstigen Wirt- schaftSjahren sehr leicht Zwangsverkäufe herbeigeführt werden. Die Statistik der Hypothekendewegung läßt unzweifelhaft er- kennen, daß die Verschuldung landwirtschaftlichen Grundbesitzes in neuerer Zeit gewaltige Fortschritte gemacht hat; während die Hypothekenschulden im Jahresdurckschnitt 1900 bis 1904 um etwa 400 Millionen Mark zunahmen, steigerten sie sich 1907 bis 1909 auf 556 beziehungsweise 584 und 640 Millionen Mark. Diese hypothekarische Mchrverfchul- dung würde völlig unbedenklich erscheinen� wenn sie durch Meli- orationen verursacht wäre. Das ist aber nur zu einem ge- ringeren Teile der Fall, hauptsächlich ist sie auf erhöhte Ausnutzung des RealkreditS zurückzuführen. der infolge der gebesserten Lage der Landwirtschaft eine erhebliche Stärkung erfahren hat." Noch ein paar Jahre, und trotz der hohen Zölle wiich erneut der Klageruf von der notleidenden Landwirtschast ertönen� Ein präch- tiger Erfolg der Wucherzollpolitik. Fortschrittler und Nationalliberale in Schleswig- Holstein. Kürzlich wurde in der fortschrittlichen Presse diel Wesens davon gemacht, daß die Nationalliberalen in Schleswig-Holstein es abge« lehnt haben, mit den Fortschrittlern ein Wahlbündnis für die bevor stehenden LandtagSwahlen einzugehen. Die fortschrittliche Press- stellte es so hin. als ob die Fortschrittler in SchleSwig-Holpeiu geradezu daraus brennen, einen energischen, zielbewußten Kampf gegen die, Reaktion zu führen und nun durch die Weigerung der Nationalliberalen, mit ihnen ein Bündnis einzugehen, in diesem Kampfe gehemmt werden. Wer Fortschrittler und Nationalliberale in Schleswig-Holstein kennt, lacht darüber. Schon daS von Reichs- ragSwahl zu ReichstagSwahl und von Landtagswahl zu Landtags. Wahl sich wiederholende fortwährende Liebeswerben der Freisinnigen um die Gunst der Nationalliberalen zeigt dem Freisinn in Schleswig-Holstein. wie wenig ernst es den Fortschrittlern mit ihrem Kamps ist. Gehört doch der Nationalliberalismus in Schleswig zum reaktionärsten Flügel der nationalliberalen Partei. Der Führer der ichleSwig-holsteinschen nationalliberalen Richtung. Herr Dr. Schiffer er. ist ein waschechter Agrarier und warmer Be» 'ürworter eines LrbeitSwilligenschutzgeseyeS. Und die national» liberalen Parteigänger sind fast durch die Bank fteikonservative .Landtagöwähler. Von den 19 Wahlkreisen der Provinz sind im Landtag Altona. Kiel und Flensburg freisinnig. Hadersleben und Spenrade» Sonderburg dänisch, Tondern, Husum und Norderdithmarschen nationaltiberal. Schleswig. Eckernförde, Pinneberg. Steinburg, Süder- dithmarschen. Rendsburg. Segeberg. Wandsbeck- Stormarn. Plön und Lauenburg freikonservativ, Oldenburg deutschkonservativ vertreten. Wie sieht nun daS von den Fortschrittlern vorgeschlagene Wahlabkommen aus? Die Fort- schrittliche Volkspartei wollte als ihr Kampffeld beanspruchen die «reise Kiel. Altona, Pinneberg. Süderdith. morschen, Steinburg und Rendsburg, mit Aus» nähme des Kreises Hadersleben, der unbestrittener Besitz der Dänen ist, sollen die übrigen«reise daS Kampf» fcld der Nationalliberalen werden. Der Freisinn will also don seinem Besitz den Kreis Flensburg abgeben an die National- liberalen. Dieser Kreis wird ihm aber wohl sowieso verloren gehen. Er ist dem Freisinn nur zugefallen durch das berüchtigte Wahl- abkommen mit dem Bund der Landwirte, wonach der Bund der Landwirte für den Kandidaten des Freisinns bei der LandtagSwahl ftimnit, und der Freisinn sich verpflichtet, bei der ReichstagSwahl für den bündlerischen Kandidaten zu stimmen, wenn dieser in die Stichwahl komnien sollte. Bei der Landtagswahl im Jahre 1908 standen die Bnndler mit ihrer Wahlmännerzahl an erster Stelle, dann folgten die Nationalliberalen, an dritter Stelle kamen die Freisinnigen und zum Schlug kamen die Sozialdemokraten. Der erste Wa hlganghätte Stichwahl zwischen dxm bündlerischen Kandidaten und dem Kandidaten der Nationalliberalen ergeben müssen. Die bündlerischen Wahlmänner stimmten aber gleich im ersten Wahtgange für den freisinnigen Kandi- baten, so dasi der nationalliberale Kandidat ausfiel und der frei- sinnige gleich im ersten Wahlgang gewählt wurde. Da bei der letzten Reichstagswahl der bündlerische Kandidat gar nicht in Stichwahl gekommen ist, der Freisinn seine Verpflichtung also nicht gegen die Bündler erfüllen konnte, werden die Bündler den Freisinn bei der nächsten Landtagswahl wohl kaum wieder heraushauen. Auch der Altonaer Kreis ist für den Freifinn in Gefahr. Es wurden 1908 Wahlmännerstimmen abgegeben: 234 sozialdemokratische, 177 freisinnige, 80 freikonservative, 66 nationalliberale. Bei rühriger Agitation und Wahlarbeit ist ein sozial- demokratischer Sieg nicht ausgeschlossen. Die Spekulation, dag die Kreise Pinneberg. Süderdithmarschen und Steinburg durch ein nationalliberal-freisinniges Abkommen für den Freifinn gewonnen werden können, ist verfehlt, 1908 wurden in diesen Kreisen gar keine nationalliberalen WahlmannSkandidaten aufgestellt, eine Aufstellung solcher bei der nächsten Wahl würde die Folge beben, daß die Freikonservativen in den Kreisen Husum. Tondern und Norderdithmarschen eigene Wahl» männer ausstellen und hier die nationalliberalen Mandate gefährden. Kann so den Freisinnigen durch die Nationalliberalen nickt viel ge- Holsen werden, so ist die Aussicht, dag der Freisinn den National- liberalen neue Mandate verschafft, noch geringer. Ein Mittel aber gibt es, der Reaktion einige Mandate zu ent- reißen. Das will der Freisinn aber anscheinend nicht anwenden. Eine zielbewußte, kräftige WahlrechtSbewegung, verbunden mit energischer, wohlorganisierter Wahlarbeit, könnte es möglich machen, daß der Freisinn der Reaktion mit sozialdemokratischer Hilfe Mandate abnimmt. Die Verhältnisse liegen in den Kreisen Pinneberg, Süderdithmarschen und Sleinburg so, daß eine großzügige, wirklich fortschrittliche Agitation so viel freisinnige Wahlmänncr durchbringt, daß mit Hilfe der sozialdemokratischen Wahlmänner treisinnige Ab- geordnete gewählt werden. Eine solche Agitation ist aber dem Freisinn nicht möglich. Dazu hat er alles versäumt. Die große Masse des freisinnigen PfahlbürgertumS lasten Dinge wie Wahl« rechrskampf und LandtagSwahl ganz kalt. Die freisinnige Parteileitung und die freisinnige Presse in SchleSwig-Holstein haben fast gar nichts getan, um die freisinnigen Anhänger über die Frage des Preußenwahlrechts aufzuklären. Bei solcher Sachlage soll die Fortschrittpartei in SchleSwig-Holstein sich wirklich nicht so anstellen, als ob eS Schuld der Nationalliberalen sei, wenn in Schleswig- Holstein der Kampf gegen die Reaktion nicht energisch geführt werden könne. Von den Nationalliberalen ist ein solcher Kampf nicht zu erwarten. Aber die freisinnige Waschlappigkeit will sich nur hinler die Nationalliberalen verstecken. Das Ministerium Hertling. Liberale Blätter wußten jüngst, zu melden, daß der Prinzregent oon Bayern mit der einseitigen klerikalen Jnteressenpolitik deS "'tinisteriumS Hertling nicht einverstanden sei und daß ferner der bayerische Gesandte in Berlin, Graf Lerchenfeld, eine Trübung der Beziehungen zwischen Bayern und der Reichsregierung nicht zu ver- hindern vermocht habe. Diese Meldung läßt Freiherr v. Hertl ng jetzt durch folgende Aeußerung des Münchener offiziösen Preßbureaus, der»Korrespondenz Hoffmann', energisch dementieren: ».Berliner Blätter bringen Artikel, die sich mit den an Mit- glieder des stüheren Ministeriums ergangenen allerhöchsten Ein- lodnngen und mit dem Erscheinen der derzeitigen Minister am königlichen Hoflager befassen. Diese Artikel stellen sowohl hinsichtlich ihrer tatsächlichen Mitteilungen als der daraus gezogenen Schluß- folg. Zungen eine Reihe dreister Erfindungen dar. Sämtliche der- ze.�e Ressortminister sind wiederholt am königlichen Hoflager so- wo l in Berchtesgaden wie in Hohenschwangau zu allerunter- r ä n i g st e n Vorträgen empfangen worden. Der Vors i� ende im Ministerrat bisher dreimal. Als geradezu ungeheuerlich nmß bezeichnet werden, was diese Auslassungen über den bäuerischen Gesandten am Berliner Hose zu erzählen wissen. Den Grafen Lerchenfcld schützt seine allbekannte vornehme Gesinnung davor, daß Erzählungen, wie sie hier über Berlin verbreitet werden, Glauben finden. Wirkliche Kenner der Verhältniste wissen zudem, daß Gras Lerckenfeld seit Dezennien mit Freiherrn u. Hertling befreundet ist, so daß, wenn er Wahrnehmungen über eine Störung der Beziehungen Bayerns zum Reiche machen würde, er davon wohl von Anfang an den Vorsitzenden im Ministerrat in Kenntnis setzen würde. Endlich sei festgestellt, daß Graf Lerchenseld Berlin am 24. Juli, am Tage seines Urlaubs- antritts, verlassen und seither weder ein Niicklrittsgeiuch noch einen Bericht unterbreitet hat. All das zeigt, wie hinfällig und schlecht erfunden die weiteren Kombinationen sind, in denen sich olle angeblich auf zuverlässigen Informationen beruhenden Artikel ergehen. Schließlich, möge noch daran erinnert werden, daß e« außer der bis zum Ueberdruß aufgebauschten Jesuitenfrage iehr viele andere und wichtigere Dinge gibt, in denen sich die Jnter- essen Bayern« mit denen des Reiches berühren. Von einer Störung des guten Einvernehmens zwischen dem Reiche und Bayern kann nicht die Rede sein, aber auch von der Jesuilenfrage ist eine solche nicht zu befürchten, nachdem die bayerische Regierung die- selbe dem Bundesrat unterbreitet hat.' Ter„Notstand" der Agrarier. In den Ruf deS hungernden arbeitenden Volkes nach billigen Lebens, nitteln mischt sich jetzt auch das N c.. stand s g e s ch r e i der Junker Die ostelbischcn Blatter der Agrarier, dre den Hunger deS arbeitenden Volkes stech leugnen, bringen.Notschreie' der Junker. die der Oeffentlichkeit einzureden versuchen, daß sie allein eS seien. die Not litten und die weitgehendste staatliche Unterstützung nötig hätten. Es hat nämlich zeitweilig in letzterer Zeit sehr stark geregnet. wodurch naturgemäß die Kornernte, insbesondere die Weizen-, Gerste- und Hascrrrnte beeinträchtigt worden ist. Diese Getreidesorten haben nämlich während des RegenS auf dem Felde lagern müssen und eine andere Farbe bekommen weShalb die Händler den Agrariern weniger für das Getreide zahlen wollen. Darob große» Geschrei. Ein Agrarier schreibt dem Junkerblatt. der.Ostpreußischen Zeitung', daß sich die Landwirte tatsächlich in einer wirklichen Notlage befänden eine Rotlage, die in ihren Folgen unabsehbar sei. wenn nicht beizeiten Maßnahmen die Behörden ergriffen würden die Erleichterungen brächten. Ein Noislandstarif allein würve die Landwirte nicht retten. Vielleicht erleben wir es in den nächsten Wochen, daß die ««gierung, die für das hungernde Volk nur Hohn übrig hat. sich der notleidenden Agrarier höchst liebevoll annimmt. Tatsächlich kann von einem Notstand der Agrarier keine Rede sein. Die Roggenernte war beim Einsetzen der Regenperiode nahezu unter Dach und Fach gebracht. Weizen, Hafer und Gerste haben zwar etwas gelitten, dafür ist aber ver zweite Schnitt gut gewachsen; zudem steht eine prächtige Rübenernte in Aussicht und das Gedeihen der Kartoffeln hat der Regen ebenfalls begünstigt. Bon Fäulnis ist wenig zu spüren. Die Heuernte war quanitativ und qualitativ so vorzüglich wie selten. Das Getreide war ausgezeichnet gewachsen. Noch kurz vor der Regenperiode pries man dieses Jahr wieder als ein reich gesegnetesll Und jetzt auf einmal leiden die Agrarier„Not' I Diejenigen, die genügend Leute hatten. haben übrigens auch die Gerste, den Weizen und Hafer ohne schweren Schaden untergebracht. Doch geschrien muß werden, sei eS auch nur, um die Regierung zu beeinflussen und sie von irgend welchen Maßregeln zur Linderung der Flcischnot zurückzuhalten._ Konservative Vornehmheit. Wegen Beleidigung eines konservativen LandratS, aus dein letzten Wahlkampfe stammend, ist in Pommern ein fortschrittlicher Redakteur zu 500 M. Geldstrafe verurteilt worden. Mit der ihr eigenen Selbstgefälligkeit bemerkt dazu die„Konservative Korre- spondenz': „Wir haben es während des ganzen Wahlkampfes erlebt, daß der Liberalismus überall da, wo er nichts mehr sachlich zu sagen wußte, durch persönliche Angriffe auf angesehene konservative Männer und vor allem durch unbeweisbare Verdächtigungen konservativer Beamter gegen die Konservativen und für sich selbst Stimmung zu machen versucht hat. Wir buchen auch diesen Prozeß als ein weiteres Glied in der langen Kette dieser» n- vornehmen Handlungen, die uns im übrigen nicht weiter berühren. Denn wir haben zuviel Zutrauen zu dem gesunden Sinn unserer Bevölkerung, daß sie solche vergifteten Pieile zurück- senden wird auf die, welche sie leichtfertig oder böswillig aus- gciandt haben.' Di«„Konservative Korrespondenz' als Verfechterin journalistischer Vornehmheit I Man sollte es kaum für möglich halten. Eine ganz besonders fette Zeitungsente machte vor reichlich vier Wochen die Runde durch die amerikanische Presse. Ein New Dorker Blatt brachte sie in folgender Form am Freitag, den 26. Juli, an der Spitze deS Blattes: „London, 25. Juli. Englische, französische und deutsche Arbeiterführer unterhandeln gegenwärtig, um den wahnsinnigen Rüstungen der Großmächte einen Damm entgegeuzusetzeu und den allgemeinen Frieden durch einmütiges Handeln der organisierlen Arbeiter vorzubereiten. Es wurde vorgeschlagen, zuerst politischen Druck auszuüben, und wenn dies keinen Erfolg hat, einen inter- nationalen Generalstreik zu erklären. Der Plan ist zwar noch nicht reif, doch find gute Anzeichen vorhanden, daß derselbe bald definitive Gestalt annehmen wird.' Jetzt, Ende August, ist diese Ente glücklich auch in Berlin ge- landet; bei den ausgezeichneten Verkchrsverbindungen, die wir haben, hat sie reichlich lange Zeit gebraucht, um den Weg von New Kork über Köln zur„V o f f i f ch« n Zeitung' in Berlin zurückzulegen. Das sonst nicht schlecht unterrichtete ForlschrittSblatt bringt die in London gezüchtete Ente in dieser Form: „Köln, 81. August.(Eigener Drahtbericht unseres Kor- refpondenten.) Die internationale Sozialdemokratie unternimmt zur Stärkung ihres Ansehens einen mächtigen Feldzug. Gegen- wärtig finden Besprechungen zwischen den Führern der größten europäischen Staaten statt, um bei Ausbruch eines Krieges den General st reik zu erklären.' Die Vossin ist zwar die„königlich privilegierte Berlinische Zei- tung von Staats- und gelehrten Sachen', das berechtigt sie aber doch noch lange nicht, auf solche Dummheiten hereinzufallen. Weil er sich nicht für eine Ohrfeige bedankte. Was sich manche„Vorgesetzte' immer noch.Untergebenen' gegenüber herauszunehmen belieben, dafür lieferte, wie man uns auö Halle a. S. berichtet, die Kriegsgerichlsverhandlung gegen den Sergeant Max Naumann von dem Infanterieregiment Nr. 153 in Altenburg einen drastischen Beweis. Der wegen Mißhandlung eines Untergebenen angeklagte Mann kam am Mittag des 29. Juli auf die Kasernenstube Nr. 23 und ersuchte, man möge ihn mal ab- bürsten— sauber machen. Die am Tische sitzenden Mannschaften waren dazu sofort bereit und überschlugen sich bald im Diensteifer bei dem Suchen nach einer besonders guten breiten Bürste. Da es dabei etwas laut herging, schnauzte der Sergeant den hilfsbereiten Musketier Schuster an und verabileichte ihm eine k r ä f t i Ohrfeige. SchusterS Backe, auf der die Fingerabdrücke des Sergeanten zu sehen waren,.brannte' eine Stunde lang. Gleichwohl besaß der Vorgesetzte noch die Dreistigkeit, Sch. zu fragen, ob er vielleicht„noch eine haben möchte.' Wenn schon, dann sollte er auf die Regimentskammer in eine dunkle Eck e kommen. Im übrigen sollte er sich aber er st bedanken. Der Geschlagene entgegneie erregt:„Nein, Herr Sergeant, ich be- danke mich nicht!'— Der Angeklagte wollte den Mißhandelten beim Umdrehen nur so versehentlich mit der Hand am Unterkiefer entlang gestrichen haben. Die Beweis- aufnähme ergab aber, daß«s sich um eine„richtiggehende Ohrfeige' handelte. Der Verhandlungöfübrer meinte, der Sergeant lObe dem Musketier eine.geklebt'. Gleichwohl ließ man den Angeklagten— man nahm einen minder schweren Fall als vorliegend an— mit vierzehn Tagen Mittelarrest davonkommen. WaS wäre wohl dem geduldigen Musketier passiert, wenn der in seiner Erregung als Gegenleistung dem Sergeanten„eine geklebt' hätte?_ Die Ereignisse in der Ciirhei. Saloniki, 31. August. Die Mitteilungen der Pforte, wo- nach in Albanien Ruhe herrsche, entbehren jeglicher Grund- läge. Ganz Albanien befindet sich in Anarchie. Die Ausschreitungen nehmen immer schlimmere Formen an. Ein aus Jpek einlangendes Schreiben bezeichnet die dortigen Zustände als schlimmer denn je.— Ein Teil der ausständischen M a l i s s o r e n ist wieder über den Matiflust zurückgedrängt worden und hat sich in nördlicher Richtung verzogen. Die geflüchtete Bevölkerung beginnt, wieder in die Dörfer zurückzukehren. Die Behörden von K a f a d a r melden. daß in zwei be- nachbarten Ortschaften große Mengen von Bomben und Spreng st offen angehäuft. sind. EL sind zwei Gendarmerie- abteilungen dorthin entsandt worden. Vom bulgarisch-revolutionären Komitee wird allgemein Stimmung für die Autonomie gemacht. Das Komitee sucht durch Verteilung zahlreicher Drohbriefe an die wohlhabende Bevölkerung Mittel für die Banden- beweglmg aufzubringen. Ein abgeschlagener Angriff. Rom, 81. August. Die„Agenzia Stefaui' meldet aus MiS» ratah vom 30. August: Heute früh hat der Feind, während er die Befestigungswerke der Italiener angriff, den Versuch gemacht, die Karawanen der Italiener, welche von Misratab nach der italienischen OpcrationSbasiS und zurück zogen, aufzuheben� Die italienischen Truppen, welche die Karawanen eskortierten, schlugen nach heftigem Kampf die Feinde zurück und brachten ihnen erhebliche Verluste bei. Die Feinde hatten über hundert Tote und Verwundete, die Italiener einen Toten und zehn Verwundete. Italien. Neue Zirkulare über die Wahlreform. Rom, 29. August.(Eig. Ber.) Die Unzufriedenheit, die sich in der gesamten Arbeiterschaft gegen die Handhabung der Regierung bei der Zusammenstellung, der Wählerlisten geltend gemacht hat, hat nun endlich die Regierung bewogen, wenigstens etwas zu tun, um dem beklagten Mißstand ab- zuhelfen. Das Ministerium bleibt dabei, daß die alten Listen ungültig sind, und daß der bisherige Besitz des Wahl- rechts als solcher nicht dazu berechtigt, von Amts wegen in die Wählerlisten eingetragen zu werden. Die Eintragung von Amts wegen behält das Gesetz den Personen über 39 Jahren vor, weiter denen, die das Wahlrecht durch den Militärdienst erwerben, und schließlich allen, die die Volks- schule in dem Ort absolviert haben, in dem sie durch ein- jährigen Wohnsitz wahlberechtigt sind. Alle anderen, so namentlich die Wähler, die nachträglich ein Schlußexamen abgelegt haben, oder die die Volksschule an einem anderen Ort als ihrem heutigen Wohnort besuchten, müssen, soweit sie unter 39 Jahre alt sind, einen neuen Antrag stellen. Das einzige Zugeständnis, was Giolitti macht, ist, daß all den Wählern, die in den früheren Listen standen und nicht von Amts wegen eingetragen werden- können, eine schriftliche Aufforderung zugehen soll, bis zum 4. Oktober ihre Doku- mcnte der städtischen Wahlkommission, oder bis zum 4. Januar 1913 der Wahlkommission der Provinz zu übermitteln. Das Zugeständnis hat zweifellos Wert, da es alle Wähler auf die Gefahr aufmerksam macht, durch die„Erweiterung des Wahl- rechts" ihr Wahlrecht zu verlieren. England. Der Geist der Verträge. London, 29. August.(Eig. Ber.) In der englischen Presse tobt augenblicklich ein Sturm der Entrüstung über den offenkundigen und zynischen Treubruch der Vereinigten Staaten in der Angelegenheit des Panamakanals. Nach einem feierlichst abgeschlossenen Vertrage, dem Hay- Pauncefote-Vertrage, verpflichteten sich die Vereinigten Staaten, keinen Unterschied in der Behandlung der Schiffe aller Nationen, die den Panamakanal benutzen sollten, zu machen, und England, das seine Rechte durch diesen Vertrag gesichert glaubte, gab darauf einen beträchtlichen Teil seiner früheren Ansprüche auf. Der Artikel(III, Abt. I) lautet: „Der Kanal soll den Handels»- und Kriegsschifisen, aller Nationen, die diese Satzungen beobachten, unter vollständig gleich- mäßigen Bedingungen frei und offen stehen, so daß kein Unter- schieb zwischen irgendeiner dieser Nationen oder ihren Bürgern oder Untertanen in bezug aus die Bedingungen oder Verkehrs» gebühren oder anderweitig gemacht werden soll. Diese Be- dingungen und Verkehrsgebuhren sollen gerecht und billig sein." Trotz dieser klaren Verpflichtung hat der Kongreß der Vereinigten Staaten ein Gesetz angenommen, das den Präsidenten der Vedeinigten Staaten ermächtigt, Zölle bis zur Höhe von 1% Dollar pro Registertonne von den den Kanal benützenden Schiffen zu erheben, das aber alle in der amerikanischen Küstenschiffahrt tätigen Schiffe(und das können nach einem anderen Gesetze der Vereinigten Staaten nur amerikanische Schiffe sein) von diesen Zöllen befreit. Die amerikanische Regierung stellt sich auf den unglaublich klingenden Standpunkt, daß die Worte des Hay-Pauncefote- Vertrages„alle Nationen" sich nur auf andere Nationen, nicht aber auf die Vereinigten Staaten beziehen. Amerika betrachtet den Panamakanal augenscheinlich als eine rein amerikanische Affäre, die keine andere Nation etwas angeht. In einer Botschaft an den Kongreß schlägt der Präsident Taft vor, der Kongreß möchte durch eine gemeinsame Re- solution oder durch einen Zusatz zu dem Panamagesetz be» stimmen, daß nichts in dem Gesetz den Bestimmungen des Hay-Pauncefote-Vertrags oder den Rechten irgendwelcher anderer Nationen Abbruch tue und daß irgendein Ausländer. der sich über die Verwaltung des Kanals zu beklagen habe. bei den amerikanischen Gerichten sein Recht suchen könne. Es ist sonnenklar, daß die Regierung der Vereinigten Staaten einer Auslegung des Vertrages durch ein inter« nationales Schiedsgericht aus dem Wege gehen will. Ein Schiedsspruch dürfte, so weit es der gesunde Menschenverstand fassen kann, auch keinesfalls für sie günstig ausfallen. Die englische Regierung hat schon gegen den Bruch des Hay- Pauncefote-Vertrags energisch protestiert. Der englische Be». vollmächtigte hat in einem zweiten Protest der Washingtoner Regierung den Vorschlag gemacht, die Angelegenheit durch das Haager Schiedsgericht erledigen zu lassen, sollte man auf diplomatischem Wege zu keiner Verständigung gelangen. Die Angelegenheit ist aber auch für alle europäischen Handelsstaaten von äußerster Wichtigkeft; denn die Bevor- zugung der amerikanischen Schiffe kann nur dazu führen, daß der Handel der europäischen Staaten mit der Westküste Amerikas immer mehr in die Hände der Vereinigten Staaten übergeht. Die Sache Englands ist hier ohne Zweifel die Sache ganz Europas. Und wie verhält sich die deutsche Regierung und die von ihr inspirierte chauvinistische Presse in dieser Streitfrage? Man freut sich offen über den„angel« sächsischen Bruderstreit" und verzichtet im Interesse der Auf« rechtsrhalfting des englisch-deutschen Zwistes auf die Ver» teidigung des deutschen Handels. Hat man je etwas Blöderes erlebt I Der deutsche Handel mag zum Teufel gehen. wenn nur dem„perfiden Albion" eins ausgewischt wird. Die Angelegenheit gewährt aber auch einen tiefen Ein> blick in die ganze Unmoral, mit der in unserer kapitalistischen Welt die Beziehungen zwischen den Völkern geregelt werden. Da ist der Herr T a f t, der noch vor weniger als zwei Jahren dem ewigen Völkerfrieden ein stürmisches Loblied sang, der feierlich erklärte, einen Vertrag eingehen zu wollen, der die Parteien verpflichte,„den Spruch eines internationalen Ge- richtshofes in jeder Frage anzuerkennen, die nicht durch Ver- Handlungen geregelt werden kann, ganz gleich, was die Frage ist, ob sie die Ehre, Gebiet oder Geld betrifft". Nun, da er die Probe aufs Exempel machen soll, stellt es sich heraus, daß seine Rede dummes Zeug war. Ueber die Unmoral der Transaktion wird sich England jedoch am allerwenigsten zu beklagen haben. Es ist noch nicht ein Jahr her, als Sir Edward Grey in schlotternder Angst entgegen dem be- stehenden Vertrag Persien und seine junge Verfassung dem russischen Henkersknechte auslieferte, seine eigenen Interessen und seine eigenen Untertanen preisgab und das ganze schmutzige Geschäft mit einem Appell an den„Geist"; der englisch-russischen Konvention entschuldigte. Nun hat- auch die amerikanische Regierung diesen„Geist" entdeckt, der in den Worten der Verträge sein Unwesen treibt. Es ist der Geist Macchiavellis. der Geist der Lüge und des Betruges, der die Kunst der Diplomaten inspiriert. Wie lange werden sich die Völker dieses ftevelhafte Spiel mit ihren Interessen und ihrer Ehre noch gefallen lassen? Gewerfefchafrlicbea. üntemebtnerterrommus. Seier Streik ist ein Kampf, in dem Arbeiter und Unter- nehmer um bestimmte Forderungen miteinander ringen. Wenn in der Hitze des Kampfes hier und da einmal über die Schnur gehauen wird, so ist das begreiflich und ka'nn mit Nachsicht beurteilt werden. Wenn aber eine der Kampf- Parteien Mittel gegen ihren Gegner anwendet, die jeder recht- lich denkende Mensch als unanständig bezeichnen muß, so verdient das die schärfste Verurteilung, besonders dann, wenn ein Unternehmer, der ja ohnehin der wirtschaftlich Stärkere ist, sich derartiger Mittel bedient, um ausständige Arbeiter unter seinen Willen zu zwingen. An anderer Stelle teilen wir mit, daß die Arbeiter der Firma Paul Zirchow Nachfolger im Streik stehen. Eine charakteristische Episode aus diesem Streik verdient be- sonders hervorgehoben zu werden. Einer der Streikenden, ein Ausländer, erhielt von der Firma ein vom 30. August datiertes Schreiben folgenden Inhalts: Wenn Sie sich nach Empfang dieses nicht sofort im Betriebe einfinden, werden Sie als Ausländer die Konsequenzen zu tragen haben. Hochachtungsvoll Paul Firchow, Nachfolger. (Unterschrift.) Weiche Konsequenzen sind das, die dem streikenden Aus- länder in Aussicht gestellt werden. Niemand kann darüber im Zweifel sein, daß die Firma dem Ausländer droht, sie werde seine polizeiliche Ausweisung veranlassen, falls er nicht die Interessen seiner Arbeitsbrüder verraten und zur Arbeit zurückkehren will. Es ist ja bekannt, daß ausländische Ar- bester schon öfter diele Konsequenz tragen mußten. Ein Unternehmer, der mit solchen Mitteln einen streikenden Ar- heiter gefügig zu machen sucht, verdient selbstverständlich die schärfste moralische Verurteilung, denn er führt den wirt- schaftlichen Kampf mit unlauteren Mitteln. Wenn die juristi- scheu Grundsätze, welche nicht selten zur Verurteilung gewerk- schaftlich tätiger Arbeiter führten, allgemein gelten sollen, dann muß der Verfasser des zitierten Schreibens wegen ver- suchter Erpressung bestraft werden. Toch das wollen wir ihm nicht wünschen. Das aber muß angesichts dieses Terrorismus- falles wieder verlangt werden, daß die Sckarfmacher, welche fortgesetzt über den Terrorismus jammern, der angeblich von Arbeitern verübt wird, an den terroristischen Handlungen von Unternehmern gegen Arbeiter nicht achtlos vorübergehen, wenn sie gesetzgeberische Maßnahmen gegen- den Terrorismus im wirtschaftlichen Kampf fordern. Verlin und Qmqcqcnd. Metallarbeiterstrelt. Bei der Firma Paul Firchow, Bellealliancestraße 3. sind samt- liche bisher beschäftigt Gewesenen in den Streik getreten. Die Firma fabriziert Schaltuhren für Lichtreklame. Seit längerer Jeit wurden in dem Betriebe die Arbeiter wegen ihrer Srganisations- Zugehörigkeit von den Meistern, besonders aber von dem Betriebs- leiter Kobis schikaniert, und erfokgten auch eine Reihe von Maß. regelungcn. Dieses gab Veranlassung, daß die Arbeiter durch eine Kommission vorstellig wurden, und es wurde jedesmal versichert, daß erstens keine Matzregelungen von der Firma vorgenommen würden und auch in Zukunft nicht vorgenommen werden sollten. Kurz nach den Verhandlungen erfolgten trotzdem wieder Eni- lassungen. Tarauf beschlossen nunmehr die Arbeiter den Streik. Die Vertreter des Metallarbeiter-, sowie des Transportarbeiter- Verbandes wurden von den Streikenben beauftragt, zwecks Regelung vorstellig zu werben. Diesen erklärte jedoch Herr Kobis, daß die Firma diese Vermittelung ablehne. Da die Firma für ihre Arbeiter nur gute eingearbeitete Leute brauchen kann, solche aber durch die Gelben, an welche sie sich gewandt hat, nicht vermittelt werden können, wird sie wohl oder übel, wenn sie den Frieden wünscht, ihren Maßregelungscifer dämpfen müssen. Auch daß sie fort- während nach der Polizei läuft und sich über die bösen Streik- Posten beschwert, sowie dieselben den vor dem Betriebe postierten Schutzleuten bezeichnet, wird ihr nichts nutzen. Die Streikenden werden ihr gesetzliches Recht ruhig ausüben. Daß die Polizei, wie b«i jedem Streik, den Streikposten alle möglichen Hindernisse be- reitet, sind die Arbeiter längst gewöhnt. So verbietet auch hier die Polizei den Streikenden das Betreten der Bellealliancestratze von der Blücher- bis zur Teltowcr Strasse. Für Metallarbeiter aller Branchen ist der Betrieb gesperrt. Deutscher Metallarbeiter-Verband. Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Töpfer! Di« Sperre über die Firma K. Müller (Magdeburger) hat sich erledigt, da die Firma nun wieder den Tarif bezahlt und VerbandSkollegen beschäftigt. Die Verbandsleitung. Der Kampf im Safehausgewerbe. Unter dieser Ueberschrift— so schreibt man unS aus dem Bureau des GastwirtsgehilfenverbandeS — bringt das„Berliner Tageblatt" in Nr. 443 einen Bericht von einer stattgefundenen Versammlung der Gelben mit den Unter- nehmern, in welcher Stellung genommen worden ist gegen den „Terrovismus des sozialdemokratischen Verbandes", der den„ge- meinsamen Arbeitsnachweis der Gelben und der Unternehmer" aus- zuschalten versuchte. In einer Resolution einigte man sich. dahin, „Mittel und Wege zu suchen, um den Schutz der Behörden und die Unterstützung der nationalen Oeffcntlichkeit zu gewinnen, da- mit die A r b e i t s w i l l i g k e i t der auf nationalem Boden stehenden Caf�hauögehilfcn geschützt wird". Weder Quantität(es waren 86 Gelbe und S Cafetiers anwesend) noch Qualität können der gelben Garde eine Existenzberechtigung verschaffen. Nun muß die Arbeitswilligkeit auf nationalem Boden dazu herhalten, um den„Schwimmenden Sarg" vor dem Untergang zu retten. Polizei und Kriegervereine werden als Rettungsmann- schaften angeworben und das„Berliner Tageblatt" hat Lotsendienste übernommen. Das führend« Organ des Berliner Kommunal- freisinns geniert sich nicht, vom Terrorismus der sozialdcmokrati- scheu Cafean,wstcllten Behauptungen aufzustellen, ohne in der Lage zu sein, dafür den geringsten Beweis zu erbringen, n u r um die Gelben damit, zu unterstützen. Von den großen öffentlichen Ver- sammlungen der Berliner Cafeangestellten, in denen 860 bis 1666 Cafekellner gegen die Bedrohung ihrer Existenz durch ein kleines Häuflein Gelber, die meist aus der freien Gewerkschaft aus- geschlossen sind, protestieren, nimmt das �Berliner Tageblatt" keinerlei Kenntnis. Aber eine, unter Ausschluß der Oesfentlicbkeit tagende Versammlung der Gelben wird beleuchtet und ins n a t i o- nale Licht gerückt. Soll das etwa„freisinnig" sein? Wenn sich die Cafeangestellten gegen d,e Versuche der Gelben. sich in den durch die Organisation bisher besetzten Betrieben ein- zunistcn, wehren, so ist dies ihr gutes Recht, das sie um so mehr verteidigen müssen, weil die Gelben Nur durch Verleumdungen sich Eingang verschaffen können. Von dieser Tatsache mutzte der Be- richterstattcr des„B. T." Kenntnis haben, weil er in der Versammlung der Gelben durch einen Cafeticr auf dieses Treiben aufmerksam gemacht worden ist und dor gelbe Häuptling dies reumütig cinge- standen hat, nachdem er vorher, dem Berichte zufolge,„kriegerische Töne" angeschlagen hatte. Deutsche» Kelch. Kämpfe der Schiffszimmerer. Vor einiger Zeit wurde zwischen den Mitgliedern der Boot- und Kahnbauerinnung von Pölitz und Jasenitz in Pommern einerseits und dem Verband der Schiffszimmerer Deutschlands andererseits ein Tarifvertrag abgeschlossen, der eine Verkürzung der bisherigen täglichen Arbeitszeit von 11 auf 16 Stunden, eine Erhöhung der Stundenlöhne, sowie eine bessere Entlohnung für Ueberstunden und Sonntagsarbeit vorsieht. Der Kahnbaumeister Schultz in Pölitz konnte sich bisher nicht entschließen, diesem Ver- trage beizutreten. Alle Schiffszimmerer und Kahnbauer werden deshalb ersucht, den Zuzug nach dieser Werft fernzuhalten. Auch nach H a v e l b e r g, wo die Schiffszimmerer auf sämt- lichen drei Werften seit dem 1. Januar d. I. ausgesperrt sind, möge der Zuzug nach wie vor streng ferngehalten werden. Das unbillige Verlangen der Werftbesitzer, jeden einzelnen der bei ihnen fand die Bestätigung deS damaligen Landrat» v. Wilm» in Nauen, auch wurde dem Neugewählten die Uebertragung der Amtsvorsteher- geschäfte in Aussicht gestellt. Auf dem Landratsamt hat nun ein Personenwechsel stattgefunden, auch wurde der Amtsvorsteherpostcn durch den Tod des Herrn v. Bredow vakant. In Hennigsdorf machen sich inzwischen gute Anzeichen einer industriellen Entwicke- lung bemerkbar. Die A. E. G. hat bereits Fabriken mit zirka 1666 Beschäftigten hier errichtet und weitere Neuanlagen sind im Bau. Schon über ein Jahr werden die Amtsvorstehergeschäfte von Velten aus in Vertretung geführt. Da Henningsdorf das Be- dürfnis hat, den Sitz des?lmtsvorstehers zu bekommen, wurden Schritte unternommen, dieses Ziel zu erreichen. Der Gemeinde- Vorsteher wurde dem jetzigen Landrat v. Hahnke als Amtsvorsteher präsentiert und dieser an das Versprechen seines Vorgängers er- innert. Die Uebertragung der Amtsvorstehcrgeschäfte an den hiesigen Gemeindevorsteher wurde abgelehnt, weil dieser nach Aus- sage des Landrats entgegen allen gesetzlichen Bestimmungen seines beschäftigten Schiffszimmerer durch Namensunterschrist zu ver- � Amtes waltet(Hennigsdorf hat erst 2866 Einwohner) und zum pflichten, keine Lohnerhöhung für dieses Jahr zu verlangen, hat i Amtsvorsteher nicht geeignet sei. Er soll nicht in der Lage sein, die mit Recht die schärst'te Zurückweisung seitens der Arbeiterschaft � Geschäfte einer in der Entwickclung begriffenen Gemeinde erfahren. Acht Monate sind die Arbeiter jetzt bereits ausgesperrt.' zu führen. Aus dem Amtsvorsteherkonflikt entwickelte sich nun noch Alle möglichen Mittel haben die Unternehmer angewendet, um den ein Gcmeindevorsteherkonfliit, der am 1. August dieses Jahres vor- Leuten ihren Willen aufzuzwingen. Wer anderswo Stellung und; läufig sein Ende erreichte. Gemeindevorsteher Knappe ist gegen eine Ok„ u f. 1„ T X i..... M � a.. r Ol � x �: V. � S. 4. �' f v. S. Ss � v- rt V....... c'..... o.■____________ a f\f\r\ cm___ r.:._. CO' r.... Arbeit erhielt, wurde auf Betreiben der Arbeitgeber und deren Organisation wieder entlassen. Als die Hungerpeitsche nicht half, wurde durch Lockungen, Drohungen und leere Versprechungen ver- sucht, Uneinigkeit in die Reihen der Ausgesperrten hineinzutragen. Alles hat nichts genützt, fest und unerschütterlich sind die Schiffs- zimmerer bereit, in diesem aufgezwungenen Kampfe auszuharren, bis zum Aeußersten. Werde keiner zum Verräter an der Arbeiter- fache! Husland. Ter Ausstand in Carrara. Rom, 26. August.(Eig. Sei.) Der Streik in den Marmor- brächen von Carrara, dessen Ausbruch schon telegraphrsch gemeldet wurde, geht auf die seit Jahren umstrittene Frag« der Altersver- sicherung zurück. Die Stadt Carrara, deren wirtschaftlicher Wohl- stand ausschließlich von den Marmorbrüchen stammt, hat den Ver- such gemacht, die vom italienischen Staat bekanntlich ungelöst ge- lassen« Frage der Altersversick>erung in kommunaler Regie zu lösen, und hat zu diesem Zweck vom Parlament die Berechtigung erlangt, eine Ausfuhrabgabe vom Marmor zu erheben. Von dem Ertrag dieser Abgabe will nun die konservative Stadwerwaltung nur 156 666 Lire jährlich der Altersversicherung zuführen und den Rest für öffentliche Arbeiten verwenden. Der heutige Streik ver- tritt die Forderungen der Arbeiter, den kommunalen Beitrag zu erhöhen. Räch dem Projekt der Gemeinde sollen die Arbeiter einen Versicherungsbeitrag von 12 Lire jährlich zahlen und die Unternehmer ebensoviel für jeden von ihnen beschäftigten Arbeiter. Bon 566 Unternehmern haben sich aber nur 14 dazu verstanden, bestimmte Verpflichtungen einzugchen, und in der Tat gibt es kein gesetzliches Mittel, um sie zu diefer Leistung zu zwingen. Die Alters- Pensionen, die' der heutige Entwurf gewährt, setzen mit dem 65. Jahre ein und betragen 186 Lire jährlich. Mit dem Bestehen der Versicherung wachsen sie, so daß die heute im Alter von 26 Jahren der Versicherung beitretenden Arbeiter dereinst mit 66 Jahren pcnsionsberechtigt werden und dann 536 Lire im Jahre bekommen. Bemerkenswert ist. daß heute bei einem Arbeiterstand von beinahe 16 666 nur 464 Arbeiter über 65 Jahre alt sind. Wer in den Marmorbrüchen arbeitet, ist nicht langlebig. Auch deshalb halten die Arbeiter die ihnen heute angebotene Versicherung für unzulänglich. Ter Streik wird mit großer Solidarität durch- geführt. Dem„Avanti" zufolge haben sich nur 45 Streikbrecher gefunden. Nachrichten. Ter irrsinnige schweizerische Soldat ergriffen. Romanßhorn, 31. August.(W. T. B.) Der Geistesgestörte Soldat Hermann Schwarz, der aus seiner Wohnung auf Passanten schoß und dann flüchtete, ist von der Polizei überwältigt worden, nachdem er noch einen Verfolger, den' Küfer Enderli, er- schössen hatte. Schwarz, der selbst durch Schüsse schwer verletzt ist. hat insgesamt sieben Personen getötet und mehrere schwer verletzt.(Vergl.„Aus aller Welt".) Opfer der Arbeit. HelsingforS, 31. August.(W. T. B.) In den Steinbrüchen des Kirchspiels Juka im Gouvernement Kuopio sind durch eine niederstürzende Scholle sieben Arbeiter getötet worden. /Zug lnclufrrie und f>andd. Vom italienischen Tabakömonopol. Im Budgetjahr 1916/11 hat da? italienische Tabaksmonopol einen Bruttoertrag von 361 Millionen ergeben, 12 Millionen mehr als im vorigen Verwaltungsjahre. Ter industrielle Betrieb selbst brachte nur eine Jahresausgabe von wenig über 32 Millionen mit sich, aber die Regie des Tabakmonopols leistet einen Zuschuß vokl 6,4 Millionen für die Ueberwachung der Grenzen. Für die An- schaffung des Tabaks wurden 37,7 Millionen ausgegeben, so daß bei einer Gesamtausgabe von 76,1 Millionen der stattliche Reinertrag von 228 Millionen in einem Jahre erzielt wurde, fast 16 Millionen mehr als im vorixen Verwaliungsjahre. Es ist zu bemerken, daß das Personal der italienischen Tabakfabriken zwar keine idealen Arbeitsverhältnisse hat, aber doch in hygienisch günstigen Betrieben arbeitet, den Achtstundentag hat, höhere Löhne als die ortsüblichen, Pensionsberechtigung und in den meisten Städten mustergültige Krippen und Stillstuben für die Kinder der Arbeiterinnen bis zu dcren'3. Lebensjahre._ Zollasten und LebenSmittclsteuern iu Amerika. Der Führer der demokratischen Mehrheit deS Repräsentanten- Hauses, O. Underwood, gibt im.Kongreßbericht' ein Bild von der Belastung deS Konsums durch das herrschende Zoll- und Steuer- system. Cr schreibt:.Unter dem geltenden Aldrich Payne- Gesetz kommt der Arbeiter abends von seiner Arbeit nach Hause, gekleidet in«inen wollenen Anzug, der mit 7�Proz., in Schuhe, die mit 12 Pro?., in Wäsche, die mit 71 Proz., und einen Wollhut, der> t 78 Proz. belastet ist. Er trägt einen Eßnapf(45 Proz.) und grüß� seine Frau, die durchs Fenster<42 Proz.) sieht hinler einem Vor- hang, auf dem ein Zoll von 62 Proz. ruht. Nachdem er seine Schuhe an einem Fußkratzer<75 Proz.) abgeputzt hat, wischt er sie über eine Matte<56 Proz.), drückt auf die Türklinke(45 Proz.) und tritt auf einen Läufer(62 Proz.). Er küßt seine Frau, die ein Wollkleid mit 75 Proz. Zoll darauf trägt. Sie bessert einen Schirm(56 Proz.) mit Zwirn<36 Proz.) aus. Nun ist er fein Abendbrot, gekocht auf einem Herde, der mit 45 Proz. verzollt ist. Auf dem Tische steht grobes Steingut<55 Proz.) mit geringen Gläfern(45 Proz.). Der Zucker, den er in den Tee nimmt, ist mit 54 Proz. besteuert, der Löffel, mit dem er rührt, mit 45 Proz. Er braucht Messer und Gabel(56). Indem er gesalzenen Fisch ißt, zahlt er 16 Proz. Steuer, beim Brot 26. Kartoffel 22, Salz 36, Butter 24 und Reis 62 Proz. Er liest ein Buch(25) und legt sich am Ende in eine Eisenbettstelle(45) mit einer Matratze(26). Bettlaken(45). Decken(75) und einer Uebcrdecke zu 45 Proz. Zoll. Wird er krank, so verschreibt ihm ein Arzt Medizin<25 Proz.). Stirbt er. so wird sein Körper in den Sarg(35 Proz.) gelegt, zum Friedhof auf einem Wagen(35 Proz.) gefahren, und ein Grabmal wird ihm errichtet, das 56 Proz. Zoll trägt." „Volksfürsorge" in Belgien. Die von der belgischen Arbeiterpartei im Jahre 1967 gegründete I .Volksfürsorge", eine auf genossenschaf.Ucher Basis betriebene Vrc"' tourb«"fTfort"i n" Lebens- und Feuerversicherung, hatte am 1. Juli d. I.®er stellvertretende Direktor Makuich- � 0 in der Lebensmittelabteilung 112 637 Mitglieder mit einer Monats-'.---"-n-'-sabren emaewitet. E? einnähme von über 166 666 Frcs. und einer Versicherungssumme von weit über 21 Millionen. Bei der Feuerversicherung betrug die Zahl der Policen 11 819._ Soziales. Eine vernachlässigte Gemeinde. Aus Hennigsdorf a. H. wird uns geschrieben: Im Jahre 1967 wählte die Gemeindevertretung den Bürger- meister Knappe zum besoldeten Gemeindevorsteher. Die Wahl einmalige Abfindungssumme von 12 666 M. von seinem Posten zurückgetreten. Seit 1. August werden nun die Geschäfte des Ge- mcindevorstehcrs durch den Schöffen geleitet. Da der Landrat v. Hahnke nicht einwilligt, daß in Hennigsdorf ein Gemeindevor- steher amtiert, so muß eben gewartet werden, his Hennigsdorf die gesetzlich erforderlichen 3666 Einwohner hat. Merkwürdig ist jedoch, daß über 5 Jahre ein Gemeindevorsteher gesetzwidrig seines Amtes walten konnte und erst nach 5 Jahren auf dem Landrats- amte bekannt wurde, daß der Gemeindevorsteher„unfähig" sei, die Geschäfte einer in der EntWickelung begriffenen Gemeinde zu leiten. Bei der gegenwärtigen industriellen Entwickclung ist das Fehlen eines Gemeinde- und Amtsvorstehers sehr bedenklich und der jetzige Zustand auf die Dauer unhaltbar. Zeit wäre es, daß die Auf- sichtsbchörde hier gesunde Zustände schafft, damit Hennigsdorf die Entwickeluna nimmt, die durch die günstige Lage am Großschiff- fahrtswcge bedingt ist. Es erweckt fast den Anschein, als sollte die industrielle EntWickelung Hennigsdorfs künstlich gehemmt werden, denn die gegenwärtige Verwirrung ist nicht dazu angetan, gesunde Verhältnisse zu schaffen. Die Aufsichtsbehörde läßt bezüglich der in- dustriellen EntWickelung der Gemeinde nicht das geringste Wohl- wollen walten. Seit drei Jahren verhandelt die Gemeinde über den Bau einer Gemeindeablage mit den zuständigen Behörden ohne den geringsten Erfolg. Die Chausseestratze befindet sich in einem ganz unpassierbaren Zustande, so daß man glaubt, eher in einem Torfe in Wild-West als in der Nähe Berlins zu sein. Alle Verhandlungen auf Ucbereignung der Chaussecstraße an die Ge- meinde oder Pflasterung derselben sind bisher gescheitert. Die Fa- brikanlagcn der A. E. G. stehen teilweise auf Hennigsdorfer, teil- weise auf dem Gebiete des Gutsbczirks Nieder-Neuendorf. Tie Eingemeindungsfrage ist trotz des Einverständnisses des GutSvor- stehers wegen des Verbaltens der Behörde auf dem toten Punkte angelangt. Schon vor Jahren hatte Hennigsdorf einen Bebauungs- plan aufgestellt, der auch die behördliche Genehmigung erhielt. Jetzt wurde der genehmigte Bebauungsplan einfach für un- gültig erklärt und vom Kreisbauamte ein neuer Plan aufgestellt, der schon die Zustimmung der Behörde erhielt, ohne jedoch den Be- schluß der Gemeindevertretung. Bei der vorgenommenen Bau- klasseneinteilung wurde für Hennigsdorf Bauklasse L vorgesehen ohne Rücksicht auf die ungemein hohen Bodenpreise, die durch in- dustriclle Anlagen und die Lage am Großschiffahrtswege bedingt sind. Eine Kommission, die wegen Abänderung dieser Bauklasscn- eintcilung bei der Regierung in Potsdam vorstellig war, erhielt den wohlweisen Rat, nicht so viel Arbeiter nach Hennigsdorf zu ziehen. Wie sich dies bewerkstelligen läßt, bleibt der Gemeinde vor- behalten., Es ist in der Tat die höchste Zeit, daß die Behörde sich über ihr eigenartige» Verhalten unserer Gemeinde gegenüber einmal rechtfertigen würde. Das Gebaren zeigt in krasser Weise, wie es mit der Selbstverwaltung in Preußen bestellt ist. Tie Zustände werden nicht besser, bevor das elende Dreiklassenwahlrecht nicht beseitigt ist. Erst wenn die Sozialdemokratie genügend Einfluß im Landtage und den sonstigen Vertretungen hat, wird es möglich sein, bessere Zustände zu schaffen. Daher muß alles aufgeboten werden, die reaktionäre konservative Bevormundung niederzuringen. verantw. Aedakt.: Alfred Wirlepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: LH. Glocke, Birl-n. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. VerlagSanstalk Paul Singer s Co., Berlin SW. Typhus im Manöver. Olmütz, 31. August.(P.-C.) Auf dem Manöverfelde in 0«°. Nähe von Tetschen, wo zurzeit militärisch« Uebungen stattfinden. sind zahlreiche Typhuserkrankungen" vorgekommen. Ein« ganze Batterie mußte mittels Sonderzugcs ins Spital ge- bracht werden. c-pitzbnbische Staatsbeamte. Lemberg, 31. August.(P. C.) Hier erregt eine Diebstahls- affärc die größte Sensation. In die Affäre ist der stellvertretende Staatsbahndirektor Makusch sowie dessen Schwicger- söhn, der Baukommissar bei der galizischcn Statthalterei Sic- bau er, verwickelt. Seit drei Jahren liefen bei der Staats- bahndirektion und der Polizei Anzeigen über E i s c n b ah n d ie b- stähle ein, ohne daß es gelungen wäre, die Täter zu verhaften. Auf Grund der sortgesetzt einlaufenden Berichte an das Eisen- bahnministerium in Wien entschloß sich dieses, einen.--ektionsrat zur Untersuchung der Angelegenheit nach Lemberg zu entsenden. Diesem ist es nun durch Zufall gelungen, die Affäre aufzudecken. Bei einem Besuch, den er in Abwesenheit SiebauerS in dessesi Bureau machte, entdeckte er auf einen Tisch eine Porzellanschale, die er aus der Beschreibung der gestohlenen Gegenstände her kannte. Der stellvertretende Direktor Makusch wurde sofort in Haft ge- n o m m e n und das Disziplinarverfahren eingeleitet. Er wurde vom Dienste suspendiert. Auch der Vorstand des Frachtmagazins, CzarnoSzhnski, wurde in Disziplinaruntersuchung genommen. Trei Soldaten vom Blitz erschlagen. Sarajevo, 31. August. P-'Gä) Bei den Schlußmanövern des 15. und 16. Korps wurde eine Militärpatrouille des 51. Infanterie- regiments von einem Gewitter überrascht. Ter Bl.tz schlug in die Gruppe der Soldaten, von denen drei auf der Stelle getötet, einer schwer veHetzt wurde. Hierzu 5 Beilagen. ü. m 29.1*9«,. i|filn(jc des„Wmiilts" Kerlilltt NllldsdlM. Der(Patriotismus unterer Patrioten. Wer kennt nicht all die schönen Redensarten, mit denen unsere Patrioten bei jeder Gelegenheit ihre Vaterlandsliebe, ihre Treue zu Kaiser und Reich im Brusttone vollster Ueberzeugung versicherten. Im besonderen kommt dieser Patriotismus zum Ausdruck, wenn es sich handelt um Vermehrung von Heer und Flotte. Keine Militär- Vorlage, keine Flottenforderung ist hoch genug, um nicht im Fluge bewilligt zu werden. Nur die vermaledeiten Sozialdemokraten sind so unpatriotisch, solchen Forderungen für unprodultive Zwecke ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen und dabei besonders auf die großen Lasten hinzuweisen, die immer und immer wieder einzig und allein den breiten Massen des Volkes aufgehalst werden. Denn wenn es ans Zahlen geht, drücken sich »msere Patrioten und werden sehr ungemütlich, wenn durch etwaige Erhebung einer Erbschafts- und Vermögenssteuer auch den besitzenden Kreisen das Portemonnaie etwas leerer gemacht werden soll. Unsere Patrioten sind dann sogar bereit, leitende Staats- männer zu stürzen, die ihnen in dieser Frage nicht zu Willen sind. Dieser Tage haben die Patrioten von Süd ende ihren Patriotismus im hellsten Lichte erstrahlen lassen. Südende ist eine Villenkolonie, die politisch zu Mariendorf gehört. Sie ist in der Hauptsache von schwerreichen Leuten und bester gestellten Beamten bewohnt, also von Personen, an deren Patriotismus nicht gezweifelt werden kann. Vor etwa 1s Tagen wurde amtlich bekannt gegeben, daß Südende Einquartierung von Militär erhalten wird. Man hätte annehmen sollen, daß das patriotische Südende ob dieser Ankündigung vor lauter Freude aus dem Häuschen geraten wäre. Aber nichts regte sich. Im Gegenteil Es kümmerte sich niemand um die an der schwarzen Tafel aus gehängte Bekanntmachung und die meisten Grundbesitzer waren nicht wenig überrascht, als am Donnerstagabend durch einen amtlichen Boten die Einquartierung angesagt wurde mit dem Bemerken, daß bereits am anderen Tage, am Freitag, das Militär in Südende ein- treffen werde. Da verflog plötzlich aller Patriotismus. Mancher Grundbesitzer zerbrach sich den Kopf, wie er die ungebetenen mili- tärischen Gäste, die ihres Königs Stock trugen, abwimmeln könnte. Wie konnte man auch von ihnen verlangen, einfache Soldaten in ihren vornehmen Villen aufzunehmen! Das war doch eine unerhörte Zumutung. Die zur Aus nähme verpflichteten Grundbesitzer kamen aber in große Ver- legcuheit, weil sie nicht schnell genug Gelegenheit zu anderweitiger Unterbringung der ihnen zugedachten Einquartierung schaffen konnten. Und so kam, was vorausgesehen werden mußte. Als die Soldaten am Freitagabend einrückten, fehlte für Viele noch Luartier. Vollkommen erschöpft von einem langen Marsche, waren die Soldaten nicht mehr fähig, sich aufrecht zu erhalten; sie krochen buchstäblich nur noch weiter, an den Zäunen sich festhaltend. Und weil Viele nicht sofort inS Quartier konnten, kampierten sie vor- läufig im Straßengraben. Andere wieder konnten vor Erschöpfung ihre Quartiere nicht aufsuchen. Mitleidige Passanten versuchten den erschöpften Soldaten Hilfe zu leisten, so gut es ging. Ein Zeitungs- Händler leistete eine brave Tat. Er steckte seine Zeitungen in die Tasche und half dafür den armen Kerlen, die nicht weiter konnten, nahm ihnen Tornister und Gewehr ab. um ihnen Erleichterung zu schaffen, sorgte auch bei einigen für Unterkommen. Sympathisch berührte es auch, als ein noch recht junger Leuwant einem zusammengebrochenen Soldaten aushalf, ihm das Gewehr ab- nahm und es ihm nachtrug. Wo und ob alle die ausgesperrte» Soldaten schließlich noch untergekommen sind, konnte uns leider nicht mitgeteilt werden. Ein in Südende wohnender Arzt kam in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend gar nicht zur Ruhe, und hatte alle Hände voll zu tun, um denjenigen ärztliche Hilfe zu leisten, die solcher bedurften. Mit- geteilt wird, daß ein Soldat m der Nacht vom Freitag zum Sonn- abend gestorben sein soll. Unerwähnt soll nicht bleiben, daß eine Anzahl Mieter, die zur kleines feuilleton. �Die Festrede. Ein ungefährer Ueberschlag ergibt, daß am 2. September(mindestens! ISO Ol) Festreden in den dazugehörigen Sedanfeiern steigen werden. Wir alle kennen diese papiernen Sätze («ine Rede ist keine Schreibe, hat— für die Deutschen vergeblich— Th. Bischer gesagt), wir haben sie an unser Ohr schlagen hören, als wir träumend in Schulbänken saßen, und später, in Kasernen und Akademien, gab eS ähnliches... Werden nicht noch heute wie tocxsAli Schlangen die Köpfe zertreten, Banner entfaltet und ins Wanken gebrachte Altäre des Baterlandes dem gähnenden Schlund... oder so ähnlich. Es gibt aber auch Festredner, die wie seiltanzende Exzentriks die Feindschaft gegen die Welschen(nicht Franzosen— Welschen ist das Wort, mit„Tücke" ewiglich gepaart) in großen Händen verstecken, um dem verblüfften Publikum Deutschlands! Aufschwung vorzujonglieren. Hin— her, sie lügen alle. Fühlen sie es nicht, daß sie lügen?— Sie fühlen es nicht. Fühlen sie es nicht, daß es nur eines kleinen Spazierganges von 10 Minuten bedürfte, um der Festgesellschaft klar zu zeigen: hier sind Kinder, die esten nur alle drei Tage etwas Warmes, und hier find welche, die schlafen zu Dritt im Bett, und diese da müssen 14 Stunden Erntcarbeit verrichten, und hier ist einer, der weiß seit Monaten nicht mehr, wie Fleisch schmeckt.... Fühlen sie nicht, wie sie lügen, wenn sie ein Land preisen, dessen Einwohner über die Grenzen müssen, um drüben billige Nahrungsmittel einzu- ...? „„Und so bitte ich 2k, verehrte Festvcrsammlung, mit mir ein- zustimmen...".... Gewiß, stimmen sie ein. Denn sie b e r d i e n e n alle, alle. tu. Erpressionismus(Königin-Augusia-Straße 51). Die Zeit- schrift..Sturm" hat sieben Franzosen und zwei Deutsche zu einer Ausstellung vereinigt: Expren'onisten. Die Art.dieser Leute ist uns bereits so gewohnt, daß ein verstehendes, von irgendwclckem Erstaunen freies Urteil gesprochen werden kann. Weder erschrecken wir vor ihnen, noch können wir sie als das alleinig- Heil der Zu- kunft ausrufen- wir sind auch überzeugt, daß die Vokabel, die sie sich zum Panier wählten, genau so unzulänglich ist wie die meisten andern, durch die Kunst abgestempelt werden soll. Es ist eigentlich kein Gegensatz: Impressionismus und Expresstonismus. Es gibt kein Sehen, das nicht ein Eindruck sei, und keine Malerei, die nicht ein Ausdruck wäre Immerhin, wenn jemand Wert darauf legt. ein Ausdrückender genannt zu werden, so bleibt anzunehmen, daß er mehr die subjektive Art der Wiedergabe als die objektive Art des Elnsammelns meint(Wenngleich es natürlich keinen Maler gibt, ter wirklich objektiv' unter ilusschaltung seiner Persönlichkeit ein- /sammcln könnte. Selbst— Anton v. Werner ist in einem bestimmten Grade Expressionist.) Aber wir verstehen trotz alledem, was die Expressionisten für sich besonderes begehren, was sie sein und wie St beurteilt werden möchten. Zusammenfassung, vereinfachter htsthmuS, ornamentale Umprägung. so ungefähr, oder musika- lische Abstraktion, Flächenspjel, lineare Entladung sinnlicher Span- Aufnahme von Militär nicht verpflichtet sind, sich freiwillig bereit erklärten, hilflosen Soldaten Unterkommen zu gewähren. An Einzelheiten wird uns berichtet, daß eine Exzellenz H. in der Bahnstraße, der ebenfalls Hausbesitzer ist, gleichfalls zu denen gehört habe, die mit der Einquartierung von Soldaten in sein HauS nichts zu tun haben wollten. Herr H., der auswärts weilt, sei von seinem Portier telegraphisch von der Einquartierung in Kenntnis gesetzt worden, er habe aber einen ablehnenden Bescheid erteilt, so daß der Portier das bereits für die Soldaten beschaffte, zur Lager- stätte dienende Stroh wieder habe fortschaffen müssen. Nun ist es ja zulässig, daß zur Einquartierung Verpflichtete die Einquartierung nicht annehmen brauchen, wenn sie für anderweitige Unterbringung Sorge tragen; es ist natürlich sehr schwer, im letzten Augenblick diesen Ersatz zu finden. Der Besitzer des Hauses Bahnstr. 16 gehörte ebenfalls zu den- enigen Eigentümern, die Soldaten nicht im Hause haben wollten. Man konnte die abgematteten Menschen am Gitter des GartcnS vor dem Hause hocken sehen, ohne daß ihnen eine Erfrischung gereicht jworden wäre. Man will beobachtet haben, daß just zu der Zeit, in der die armen Teufel auf Nachricht für ihren weiteren Verbleib warteten, der in diesem Hause als Mieter wohnende Chefredakteur der„Deutschen Tageszeitung', Herr Dr. Oertel, im Garten promeniert habe, ohne das zu tun, was viele andere Mieter an dem Tage getan haben, nämlich auch seinerseits für Unterbringung der Soldaten etwas zu tun. Wohl bestand hierzu für ihn keine zwingende Verpflichtung: Wer aber sonst so sehr von Patriotismus trieft, wie Herr Oertel, hat doch auch moralische Pflichten. Durch die sofortige freiwillige Aufnahme des einen oder anderen Soldaten in seine Behausung, hätte er diese patriotische Pflicht ack ooulos demonstrieren können. Mag im Einzelnen auch die Sache liegen wie fie will, der Vorgang am Freitag in dem Villenort Südende zeigt wieder äugen- fällig, wie weit es mit dem Patriotismus unserer Patrioten her ist, wenn sie in die Lage kommen, denselben praktisch betätigen zu müssen. Zwei Meitertapngen. Stockholm, 30. August.(Eig. Ber.) Am 1. September tritt hier der achte Skandinavische Arbeiterkongreß zusammen. In dem für die Olympischen Spiele neuerbauten Stadion, ein offener Sporttempel mit 20 000 Sitzplätzen, sollen zu Ehren der Delegierten sportliche Veranstaltungen großen Stils stattfinden, an denen die besten Kräfte des schwedischen Sports mitwirken werden. Die Stockholmer Arbeiterschaft wünscht, den Vertretern der skan- dinavischen Sozialdemokratie einen großartigen Empfang zu bereiten. In der Metropole des nordischen Sports und im Jahre der Olympischen Spiele reifte die Idee eines großen Sportfestes... Tie skandinavischen Arbeitcrkongresse hatten ursprüng- lich eine niehr gewerkschaftliche als politische Beden- tung. In Skandinavien ist die gewerkschaftliche Bewegung seit jeher der Kern aller Arbeiterbewegung gewesen und die politische Organisation der Arbeiterklasse wurde auf Grund- läge gewerkschaftlicher Arbeiterorganisation aufgebaut. Als der erste Kongreß 1886 in Gothenburg zusammentrat, hatten nur die Dänen eine einigermaßen festgefügte Organisation aufzuweisen, während in Norwegen und Schweden die Be- wegung sich noch in den Anfangsstadien befand. Der Gothen- burger Kongreß erhielt seine große Bedeutung durch die An- erkennung des sozialdemokratischen Programms durch die skandinavischen Gewerkschaften. In dem hier an- genommenen„politischen Programm der Fachvereine" wurde die politische Gleichstellung der Arbeiterklasse mit den anderen Volksklassen gefordert und der Anschluß an den Sozialismus proklamiert. In dem„ökonomischen Programm" wurde die nungen. So ungefähr, das wissen wir, meint es der Expressionis- mus. Aber da es sich um Kunst handelt, ist es auch diesmal, wie stets, gleichgültig, was wir wissen. Es kommt nur darauf an, was wir sehen und was wir fühlend erleben. Es ist einerlei, ob da ein geistreiches Programm vorliegt, oder ob dies Programm erfüllt wurje; alles entscheidet sich daran, ob diese Bilder uns zu besiegen vermögen, dirett von Leinwand zu Mensch, ohne die Hilfe irgend- welcher Vokabel. Und da darf man nun sagen, daß einige dieser Expressionisten uns wirtlich etwas bedeuten können. Wir sehen Farben, die uns erregen, Linien, die uns interessieren, Massenver- teilungen, die aus uns beantwortet werden. Damit ist das Daseins- recht dieser Künstler erwiesen. Sie brauchen also gar nicht mehr in Schlachtreihen anzurücken. Worüber wir uns jetzt nur noch zu verständigen haben, das ist die Qualität. Die Qualität aber ist eigentlich das einzige, worüber der Kunstfreund zu sich selber spricht. Was nun die Künstler dieser Sturmausstellung betrifft, so ist da B r a q u e, der sehr wirksam das Gewinkel eines Schloßhofes von oben sehen macht, so etwas wie eine zerschlissene Tapisserie aus Grün und Braun. Da ist Her bin, der menschliche Körper im äußeren und inneren Kontur farbig modelliert, der zum Beispiel die Hände eines Gitarrenspielers zugleich musikalisch greifend und ergriffen zu gestalten weiß. Da ist V l a m i n ck, der mit dem Kopf einer Frau eine fesselnde Wirkung erreicht, einen Eindruck, der zwischen antiken Wandgemälden und gotischen Mysterien schwankt, der aber zugleich an die Koketterie des zweiten Kaiser- reichs mahnt. Von den Deutschen bleibt(was mich betrifft) Ka n- dinskh unverständlich. Schade; auf der Leinwand„Arabisches" hockt rechts unten ein Frauenkörpcr, der die malerische Begabung deutlich verrät. Aber was nützt das, wenn eine gräßliche Theorie sich wie eine Paralyse aus den Künstler legt. Franz Marc mag weniger geistreich sein; aber er malt, malt wirksam und lustig, und es bleibt nun einmal dabei, daß die Kunst sich an dem Sinnlichen entscheidet. A. Br. Theater. Deutsches Schauspielhaus:.Eximont', Trauer- spiel von Goethe. In die Räume der Komischen Oper, die sich infolge finanzieller Schwierigkeiten nicht länger halten konnte, ist das Drama eingezogen. Direktor Lantz eröffnete das Deutsche Schauspielhaus— so nennt sich das neue Unternehmen— mit einer sorgsam geseilten, vom Geiste ernsten künstlerischen Strcbens ge- tragenen Aufführung des„Egmont". Eine Reihe bewährter Kräfte wirkte» im Spiel zusammen, und um das Ganze rankte sich, vom Pbilharmonisckien Orchester vorgetragen, die seierlich-erhabene Klangdichtung. die Beethoven dem Werk gewidmet. Eine kostbare Zugabe, die freilich den Theaterabend weit über das gewohnte Maß auf an- näherud fünf Stunden dehnte. Das geladene Publikum spendete wärnisten Beifall. I Der geschichtliche Egmont, der Familienvater, der durch die Rücksichten ans Hab und Gut gebunden, keinen entscheidenden Schritt wagte und, statt auf Oraniens Warnungen zu hören, Albas Ankunft erwartet, bietet in diesem seinen Verhalten, das er mit dem Tode auf dem Schafott zu büßen hatte, nichts Bedeutsames, an dem sich Teilnahme und Sympathie entzünden könnte. Was die tarifvertragliche Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse als ein Mittel anerkannt, das eine gewisse Sicherstellung des Anteiles der Arbeit an dem Produktionsergebnis bringerr konnte. Ferner sprach sich dieses Programm für die ErrickK tung von Unterstützungskassen, gegen die Akkordarbeit und für hohe Gewerkschaftsbciträge aus. Auch die übrigen Ver-- Handlungspunkte waren im wesentlichen gewerkschaftlicher Natur. Das Zusammenwirken der skandinavischen GeWerk- schaften wurde begründet, die zentralisierte Organisations- form als die für die Arbeiterklasse zweckdienlichste proklamiert, der gesetzliche Achtstundentag und das Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit gefordert, die Errichtung von gewerblichen Schiedsgerichten empfohlen und die Organisation der Streiks besprochen. Die Organisation der Landarbeiter, die Auf- klärung der Landarbeiter, das allgemeine Stimmrecht, die Unternehmerorganifation standen zur Verhandlung und hatten durchweg gewerkschaftliches Interesse. In einem Moni- fest an die Arbeiter der nordischen Länder faßte der Kongreß seine Beschlüsse zusammen, die Errichtung und der Ausbau gewerkschaftlicher Organisationen wurde den Arbeitern drin- gend ans Herz gelegt. Auch die Kongresse in Kopenhagen 1888 und in Christmrnck 1890 hatten vorwiegend gewerkschaftlichen Charakter. In Christiania spielte der, Internationale Arbeiterkongreß in Paris von 1889 mit hinein und seine Beschlüsse wurden akzeptiert. Aber erst in Malmö 1892 begannen politische Fragen den Kongressen einen erweiterten Arbeitsplan auf- zudrängen. Zu den gewerkschaftlichen Fragen traten hier die Aufgaben der politischen Organisationen, die Schulfrage, die Gesindeordnung, Arbeiterversicherung, Parteiprogramm, der Parlamentarismus, der Staatssozialis- mus und schließlich die brennend gewordene schwedisch-nor- wegische Unionsfrage hinzu. Von da an sind die skandinavi- scheu Arbeiterkongresse für die nordischen Arbeiter das ge- worden, was die allgemeinen internationalen Arbciterkongresse für die gesamte sozialdemokratische Internationale sind. Zwar überwog noch lange das gewerkschaftliche Interesse, und in Stockholm 1897 wurde der bedeutsame Beschluß gefaßt, Landesorganisationen der Gewerkschaften in den Ländern zu errichten, die eine weitere Zentralisation der Gcwerkschafts- bewegung darstellen sollten, aber die reinen politischen Fragen beanspruchten seither einen weiten Spielraum auf den Kongressen. Der zusammentretende 8. Kongreß wird sich mit folgen- den wichtigen Fragen beschästigen: 1. Die Bedeutung derskandinavischenKongrcsse. Referent: Bürger- meister Jensen° Kopenhagen. 2. Organisations- formen und Taktik der Arbeiterbewegung, Referenten: Lian- Christiania, Madscn- 5kopenhagen und Lindquist-Stockholm. 3. Trustwesen und Teuerung. Referent: Palmstierna-Stockholm. Zum 12. Punkt der Tages- ordnung, Allgemeine Anträge, sind eine Anzahl Anträge ein- gelaufen, wovon vier ein größeres Interesse beanspruchen. So wünschen die Parteileitung der norwegischen Sozialdcmo- kratie und die Stockholmer Parteileitung eine Kundgebung hinsichtlich der M i l i t ä r f r a g e, der Vorstand der schwedi- scheu Partei wirst die Frage eines systematischen politischen- Zusammenwirkens der drei skandinavischen Nationen auf, die dänische Partei wünscht die Er r ich- tung einer gemeinsamen sozialdemokrati- scheu Zeitschrift f ü r Skandinavien, und schließ- lich beantragt der sozialdemokratische Frauenverband Nor- Wegens intensivere Maßnahmen zur Heranziehung der Frauen als organisierte Mitkämpferinnen der Arbeiterbewegung. Die Verhandlungen werden am Montag ihren Anfang nehmen, nachdem die Eröffnungsfeierlichkeiten am Sonntag- nachmittag ihre Erledigung gefunden haben. Eine Reihe Gestalt im Drama unvergeßlich macht, was ihr, bei allen morali- scheu Bedenklichkeiten, unser Herz und Geniüt gewinnt, das ist die dichterische Kraft, mit der der jugendliche Goethe freischaltend den Egmont der Ueberlieferung umgeschaffen, ihn mit dem Zauber seiner eigenen Jugendlust und strömenden Lebensfreude verklärt hat.„Ich verjüngte ihn in Gedanken— erzählt der Dichter—, band ihn los von allen einengenden Bedingungen der Familie, gab ihm die nn- gemessene Lebenslust, das grenzenlose Zutrauen zu sich selbst, die Gabe, alle Menschen an sich zu ziehen und so die Gmist des Volkes, die stille Neigung einer Fürstin, die ausgesprochene eines Natur- Mädchens, ja selbst den Sohn seines größten Widersachers für sich einzunehmen. So geht Egmont Goethes durch das Drama: Ei» Kind des Glücks, auf das Natur all ihre Schätze ausgeschüttet und das geblendet durch den Rausch des Glücksgefühls, vor der Gefahr. die jeder andere sieht, die Augen schließend, nach kurzer Herrlichkeit am Schicksal scheitert. Ein auserwähltes Individuum indes— obwohl von Alba als Rebell gerichtet— im höheren Sinne kein Kämpfer und kein Held der Freiheit. Die später von dem Dichter hinzugefügte Schlußapotheose, in welcher Klärchen dem im Gefängnis Schlummernden als Freiheitsgöttin erscheint, um ihm den Lorbeer- kränz zu reichen, paßt sich dem Wesen des Charakterbildes nicht organstch ein. K a y ß l e r s dlamkändisch blonder Egmont war mehr Mann als Jüngling, ruhiger, gedämpfter im Tone, als man den Liebhaber Klärcheus sich vorzustellen pflegt. Aber die Grundelemente der Per- sönlichkeit, das Sonnige des Temperaments, das schwellende Kraft- bewußtsein, die visionäre Sicherheit des Selbstvertrauens kamen mich in dieser Hülle zu lebendig überzeugendem Ausdruck. In dieser Männlichkeit war jeder Zug des Herben, das K a h ß l e r S Künstler- naturell sonst eigentümlich ist und die Wirkung des Schauspielers in wahlverwandten Rollen mächtig steigert, vollständig ausgelöscht. Fröhliche Anmut lag in Ton und Mienen. Nur da« Schaukeln des Oberkörpers— an eine Unmanier des großen Bassermann er- rnnernd— störte des Oesteren die Geschlossenheit des Bildes. Paula S o m a r y war in den Liebesszenen ein herziges Klärchen, der man freilich den flammend leidenschaftlichen Auftus an die Bürger zur Befreiung Egmonts nicht mehr glauben konnte. Neben NissenS emdrucksvollem Alba und Helene FehdmerS feinsinniger Mar- garete von Parma wäre insbesondere noch Abels melancholischer Brackenburg im ersten Akt, von den Figuren der Volksszenen, Alexander Ekerts temperamentvoller Schreiber Bansen zu erwähnen. Herrn H a r t a u S klug angelegter Oranien hätte durch eins etwas stimmungsvollere Maske noch gewonnen. St. Humor und Satire. Logik. Unter allseitigein, dreimaligem Hurra, sagte ein Professor zu Kalifornia, man solle den FriedenS-NobelpreiS dem deutschen Kaiser gehen, denn trotz seiner großen Armee lasse er alle Leute leben, Er hätte so unzählig viele Menschen zum Schießen— aber nichtsdestotrotz täte er kein Blut vergießen.., Und überhaupt sei er ein Friedenslicht: er könnte wohl, aber er tut es nicht. skandinavischer Berufs- usw. Konferenzen finden während der Tagung statt. Am Freitag beginnt sodann der 6. Kongreß der schwedischen Gewerkschaften. Für den GeWerk- schafter wird dieser Kongreß ein ungleich höheres Interesse haben. Hier handelt es sich vorwiegend um die Austragung einer Krisis, die als Folge der großen Kämpfe von 1909 ent- stand. Damals beantworteten die Gewerkschaften die großen Aussperrungen mit einem Generalstreik, dem sich außer den organisierten Arbeitern zirka 199 MV Unorganisierte an- schlössen. Der heldenhaft geführte Kampf konnte einen positiven Erfolg für die Arbeiter nicht erringen. Zwar gelang es, die jede gewerkschaftliche Aktion der Zukunft hemmende sogenannte„Verhandlungsordnung" des Schwedt- schen Arbeitgebervereins abzuwehren und insofern war der Erfolg der Arbeiter unbestritten. Allein die Bedeutung dieser Abwehr war Wohl jedem Gewerkschaftsführer klar, die gaoße, erst in den letzten Jahren gewonnene und noch un- aufgeKwrte Masse bewertete diese Tatsache weniger hoch. Für sie träte« die direkten Folgeerscheinungen des Kampfes mehr ins Gewicht. Bis dahin hatten die Gewerkschaften Sieg auf Sieg erfochten, die Niederlagen waren, zumal in den Zeiten guter Konjunktur, selten, und auch in den Zeiten Wirtschaft- licher Stagnation hatten die Gewerkschaften oft genug die Be- dingungen für die Wiederaufnahme der Arbeit diktiert. Nach Beendiguni? des Kampfes von 1999 kam es in vielen In- dustrien unrgekehrt. Ein formeller Friedensschluß war nicht erfolgt, die Unternehmer begannen daher ein förmliches Kesseltreiben gegen die organisierten Arbeiter und viele Taufende wurden, durch schwarze Listen usw. verfolgt, zur Auswanderung gezwungen. Das hat eine große Schwächung der Gewerkschaften zur Folge gehabt. Während sie am Schlüsse des Jahres 1997 eine Mitgliederzahl von 186 999 hatten, ist diefte bis zum Jahresschluß 1911 auf 81 VM zurück- gegangen. In den Gewerkschaften hat diese Erscheinung naturgemäß eine große Bewuruhigung hervorgerufen. Bereits auf dem Kongresse ini November 1999 nach dem großen Kampfe wurden Stimmeai laut, die zur Verhinderung der Sympathie- aussperrungen eine Dezentralisation der Gewerkschafts- zentrale wünschten. Auf denr Kongreß selbst kam es zu keiner definitiven Entscheidung, vielmehr wurde eine Kommission eingesetzt, mit der Aufgabe, bis zum diesjährigen Kongreß Vorschläge über das künftige Zusammenwirken der Gewerk- schaften auszuarbeiten. Das ist geschehen und der Kongreß wird nun feine Entscheidung zu treffen haben. Die Kommissiousmajorität schlägt vor, es im wesentlichen beim alten zu belassen. Demnach sollen wie bisher die ange- schlossenen Gewerkschaften die zentralisierte Unterstützung der Zentrale erhalten, wenn mindestens 3 Proz. ihrer Mitglieder ausgesperrt sind. Die Unterstützung foll jedoch von 8 auf 6 Kronen pro Woche und vollzahlendes Mitglied herabgesetzt werden und von 5 auf 4 Kronen für Halbzahler. Dadurch sollen die Verbände angehalten werden, ihre eigenen Finanzen zu stärken, also höhere regelmäßige Beiträge einzuführen. Eine kleine Minorität der Transportarbeiter schlägt dagegen vor. die Unterstützungspflicht der Zentrale auch auf die An- grifsskämpfe auszudehnen. Für eine solche weitergehende Zentralisation dürfte eine Majorität zurzeit überhaupt nicht zu finden sein. Schwerwiegender ist der Vorschlag einer zweiten, größeren Minorität, die die D e z e n t r a l i s a t i o n vertritt. Getragen wird sie vorwiegend von Metallarbeitern und Holzarbeitern, aber auch andere Gewerkschafter stehen ihr sympathisch gegen- über. Diese Strömung will der Landeszentrale sämtliche Auf- gaben auf dem Gebiete der gewerkschaftlichen Aktion nehmen und ihr ausschließlich propagandistifche und organisatorische Aufgaben zuweisen. Sie soll die bisher vernachlässigte Statistik Folgend diesen Ausführungen des geschätzten Gelehrten: Wie wär's, wenn wir mit dem Preis auch Jagown beehrten—? Denn schließlich könnte eS dieser Beamte»och weit blutiger treiben... aber er ist friedlich und freut sich, wenn die Witzblätter über ihn schreiben. Bliebe als dritter unser„großer" Minister—. Abgesehen von den beiden obenerwähnten Männern, ist er nicht friedlich?— Früher, war der eine hungrig, der andere satt. Heute ist dieser feindliche Gegensatz verschlounden, da niemand mehr etwas zu essen hat... Ihm gebührt der Preis!— Von wegen dem mangelnden Fleisch« gericht: Er könnte wohl, aber er tut es nicht. Kurt. Notizen. — Der Verein Freie Volksbühne setzt heute nach« mittag 3 Uhr mit seinen Vorstellungen ein. Nur im Deutschen Schauspielhause(an der Weidendammerbrücke), wo Egmont in Szene geht, wird bereits um 2l/a Uhr begonnen. — Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse beginnt seine Wintertätigkeit am Montag, den 2. September, abends S'/z Uhr, in Kellers Neue Philharmonie, Köpenicker Str. 96, mit einem Vortragszyklus aus der deutschen Literaturepoche des 18. Jahrhunderts:„Sturm und Drang". Referent: Dr. Nestriepke. — Gerhart Hauptmann, den gewisse Talglichter, die sich gern von seiner Nuhmessonne mitbescheinen lassen, insgeheim schon als Nobelpreisträger kolportieren, wollen ihn jetzt auch noch zun: künftigen Burgtheaterdirektor haben. Es ist aber wohl an« zunehmen, daß der Dichter allen diese» Machenschaften fernsteht. — Richard Strauß plädiert in einem Brief an den in Wien ansäßigen Musikkritiker Ludwig Karpath für ein Schutzgesetz zugunsten des Parsifal.„Respekt vor dem Genie!" schreibt er. Schön. Aber dann wird Richard„politisch", zeiht die ReichStagSboten— „mit ganz wenigen Ausnahmen— neidenSwerter Unkenntnis", so- bald sie sich erlaubten, über die M«t»rie Urheberrecht und Schutzfrist zu„debattieren". Und dann schreit»VS hinaus, jawohl mit tausend Kontrabaßhörnern und zehntausend patriotisch auf den Ton der „Kreuzzeitung" gestimmten Hurra-krah-krah-Trompeten:„Ich habe selbst gehört, daß ein Herr Eugen Richter in unverschämtesten Lügen die Rechte von armseligen zweihundert deutschen Komponisten— die Erben Richard Wagners miteingeschlossen— zugunsten von zwei- hunderttausend deutschen Gastwirten zu Boden trat. Dies wird auch nicht anders werden, solange das blöde allgemeine Wahlrecht bestehen bleibt, und solange die Stimmen gezählt und nicht gewogen werden, solange nicht beispiels- weise die Stimme eines einzigen Richard Wagner hunderttausend und ungefähr zehntausend Hausknechte zusammen eine Stimme bedeuten..." Ein großer Komponist zu heißen, ist gewiß eine Sach'; aber den Politiker spielen zu wollen, ohne jedwede Befähigung, das heißt man: sich bis auf die Knochen blamieren. Wenn nun die aus- gerufenen„zehntausend Hausknechte"— wir glauben, ein einziger genügte schon! dem konservativen.KreuzzritungS"-Ritter Ricardo von Strauß die großprahlerischen Steißfedern ein wenig lüpfen wollten ob seiner bewiesenen Grobijanigkeit und„unbegreiflichen Dämlichkeit", mit Fritz ReuterS„Dörchleuchting" zu reden?? WaS bliebe noch von ihm? Nichts— aber rein gar nichts! und die theoretische Aufklärung fördern, ein Blatt zu diesem Zweck herausgeben und im übrigen organisatorisch den Ge- werkschaften mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hingegen soll sie mit der gewerkschaftlichen Aktion nichts zu tun haben, um den UnternehmerorganisaLonen dadurch die moralische Mög» lichkeit zu nehmen, zentralisierte Sympathieaussperrungen zu verhängen. Die Verbände sollen auf sich selbst gestellt werden, ihre Finanzen so einrichte«, daß sie ihre Kämpfe durch eigene Kraft führen können und soweit diese nicht ausreicht, sich durch internationale Verbindurygen mit den Bruderorganisationen des Auslandes schützen. Abgesehen von dem unterstützungswerten Versuch, die Gewerkschaften zur Stärkung ihrer Finanzkraft anzuhalten, hat diese Theorie zwei Grundfehler. Zunächst wird an der Aus- sperrungstaktik der Unte.'onehmerorganisation durch die Be- seitigung der zentralen Unterstützungspflicht der GeWerk- schaften nichts geändert. Die Opposition beweist wenig Ein- ficht in die treibenden Kräfte mancher Unternehmerorgani- sation, wenn sie deren Aussperrungstaktik mit„moralischen" Mitteln zu Leibe will. Die haben absolut keine Bedeutung. Solange die Ausdehnung der Kampfesfront im Interesse der schwedischen Unternehmer liegt, werden sie davon Gebrauch machen, sobald ihnen diese Taktik Erfolg verspricht, einerlei, welche Aufgaben die Arbeiterzentrale hat oder nicht hat. Ebensosehr ist der Hinweis auf internationale Verbin- düngen deplaciert. Die internationalen Verbindungen der Gewerkschaften sind notwendig zur Lösung gemeinsamer Auf- gaben internationalen Charakters. Auch die Inanspruchnahme der internationalen Solidarität bei großen Kämpfen, die über die Kraft der Arbeiterklasse eines Landes gehen, kann notwendig sein. Aber sie kann erst erfolgen, wenn die Ar- beiterschaft des eigenen Landes alles getan hat, was in ihrer Kraft stand, um selbst die nötigen Mittel zu einem Kampfe aufzubringen. Vor der internationalen Soli- darität steht ihre Voraussetzung, die nationale Solidari- tät der Arbeiter: die internationale Unterstützung kann mur ein letzter Notbehelf, nicht ein dauernder Bestandteil der ge- werkschaftlichen Aktion, sein. Von diesem Gesichtspunkt wird sich auch der schwedische Gewerkschaftskongreß zweifellos leiten lassen. Die Entscheidung in dieser Frage ist der wichtigste Ver- Handlungsgegenstand des Gewerkschaftskongresses. Daneben spielen sonstige Organisations- usw. Fragen eine geringere Bedeutung. Den beiden Kongressen, die in kommender Woche in der Hauptstadt Schwedens zusammentreten, bringt die Jnter- nationale der Arbeit ihr lebhaftes Interesse entgegen. Mögen die Verhandlungen auf die künftigen Kämpfe eines der stärksten Zweige der internationalen Sozialdemokratie befruchtend wirken.__ Mus der Partei. Ein Ausschluß. Der Vorstand der Sozialdemokratie Russisch- Polens und Litauen» hat dem deutschen Parteivorstand mitgeteilt, daß der Genosse K a r l R a d e k aus der Partei ausgeschlossen worden ist._ Verletzung der Immunität eiues ReichStagSabgeirdneten. Gegen den Reichstagsabgeordneten Genossen Edmund Fischer in Briesnitz bei Dresden wurde wegen einer Plaudere: in der „Zittaucr VollSzeitung", dessen Verfasser die Staatsanwaltschaft Bautzen in Fischer vermutete, ein gerichtliches Verfahren anhängig gemacht. In der Plauderei sollte eine Beleidigung der Kreishaupt- Mannschaft liegen. Die Staatsanwaltschaft ließ während der Ab- Wesenheit Fischers in dessen Wohnung Haussuchung halten, auch wurde die Briefsperre gegen ihn verfügt. Aus die Beschwerde des Genossen Fischer über diese Verletzung der Immunität hat nun die Bautzener Staatsanwaltschaft geant- wartet, daß sie keine Kenntnis von der Eigenschaft Fischers als Reichstagsabgeordneter gehabt habe. Das Verfahren fei nun bis zum Schluß des Reichstages eingestellt. Zur Charakteristik der Entschuldigung der Bauyner Staats- anwaltschaft, daß sie nichts von der Abgeordneteneigenschaft Fischerl gewußt habe, sei bemerkt, daß Genosse Fischer im Ztttauer Kreise, in der nächsten Nähe Bautzens, als NeichStagSabgeordneter ge« wählt ist._ Die Parteibewegung in Finnland, Unser finnländischer Mitarbeiter schreibt unS: Dieser Tag« ist der Bericht d«S finnischen Parteisekretariat» an die Parteipressc versandt worden. Er konstatiert erfreulicherweise, daß die Zahl der Mitglieder, die in den letzten Jahren ständig abgenommen hat, endlich wieder eine Zunahme aufweist. Am Jahresschluß belief sich die Mitgliederzahl auf 4 84 66, waS im zweiten Halb- jähr eine Zunahme von zirka 2666 bedeutet. Interessant ist, daß % der Parteimitglieder(3Ö681) ihren Wohnort auf dem flachen Lande haben, während bloß 12 825 in den Städten verzeichnet sind. Diese Tatsache erklärt sich daraus, daß die großen Jndustrieunter« nehmungen in Finnland außerhalb der Städte angelegt sind, ferner auch daraus, daß die Landproletarier und zahlreiche Zwerjamchter Mitglieder der sozialdemokratischen Organisationen sind. Von den Parteimitgliedern waren 37 696 Männer und 11 316 Frauen� Unsere Tote«. In SberS walde starb Genosse Töpfer Gustav Weiß, der seit dem Jahre 1884 in den Reihen unterer Partei nach besten Kräften gewirkt hat. Wohl bei keiner Arbeit, die im Interesse der ?Zartei zu verrichten war, hat er gefehlt und der letzte Wahllamps ah ihn bei allen Aktionen in den vordersten Reihen. Der örtliche Wahlverein, zu dessen Gründern er gehörte, wird am Montag um 4 Uhr den von einer schweren Lungenentzündung Dahingerafften zu Grabe geleiten. In Köln starb in der Nacht zum Sonnabend Genosse Nieger im Alter von 67 Jahren. Der Verstorbene hat sich um die Kölner Arbeiterbewegung sehr verdient gemacht. Er ist einer von den Alten, auf die die Partei in schweren Zeiten gestellt war und die unverzagt und mutig auShielten. Von Beruf Tischler, übernahm er später die Expedition unseres rheinischen Parteiorgans, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode geblieben ist. In der Partei« organisation nahm er eine Menge führender Stellungen ein. polfceUlches» Omchtllches utto. Eine große Aktion. Die„Nordhäuser BolkZzeitung" hatte im Juni die pädago- gischen Leistungen zweier Lehrer nach den ärztlichen Zeugnissen beurteilt, die davon sprachen, daß die Stockschläge„mit roher Ge- Walt" gegen die Kinder ausgeführt worden seien. Deshalb prompte Einleitung eine» Verfahrens gegen die„VolkSzeitung" wegen Be- leidigung dieser Lehrer. Am Donnerstag,>den 29. August, also reichlich acht Wochen später und nach verschiedenen inzwischen vor- fenommenen gerichtlichen Vernehmungen fand sich die Polizei drei ikann hoch ein, um in den Räumen der„Voltszeitung" eine Hau«- suchung vorzunehmen. In der Zwischenzeit hatte die Polizei aber auch schon die Privatwohnungen der beiden Redakteure besetzt, um auch dort nach Material zu fahnden, da» den Verfasser oder Ma- teriallieferer kenntlich machen soll. Gefunden wurde natürlich nichts» Besondere Bewunderung muß aber auch die GründlichksU der Justiz noch dadurch erregen, daß sie nicht nur gegen den für die Nummer verantwortlichen Redakteur, sondern auch gegen seinen Redaktionskollegen das Verfahren einleitete. Versammlungen. Deutscher Holzarbeiterverband'. Die Verwaltungsstelke Balm hielt am Freitag im Gewerkschaftshaus eine Genernlverfaminluing ab. Dem vom Vorsitzenden Glocke erstatteten Bericht der Orts-- Verwaltung für das 2. Quartal ist zu entnehmen, daß die Funk- tionöre auch in dieser Berichtsperiode wieder eine mühevoll« Tätig- keit im Interesse der Mitglieder entfaltet haben. Eine große Reihe von Sitzungen und Versammlungen wurde abgehalten, um die ein- zelnen, Angelegenheiten zur Erledigung zu bringen. Die Maifeier fand eine befriedigende Beteiligung. Die Unterstützung der wegen der Feier Ausgesperrten erforderte die Summe von rund 96 666 M., wovon die größere Hälfte aus dem Maifonds im 3. Quartal zurück- erstattet worden ist. Beklagt wird die Umgehung des Arbeiten ach- weises, insbesondere durch die Bautischler und Einsetzer. Diese Be schul diguing trifft sowohl die Unternehmer wie die Arbeit- suchenden» etwaige Verstöße sollen in Zukuuft rechtzeitig der Orts- verwolwng mitgeteilt werden, damit Abhilfe geschaffen werden kann. In 24 Betrieben kam es zum Streik, wobei 444 Personen die Arbeit niederlegten. Erfolg hatten 18 Streiks mit 351 Per- sonen» mit einem Vergleich endete ein Streik mit 16 Personen, verloren gingen 5 Streiks mit 77 Personen: Im allgemeinen herrschte im Holzgewerbe keine günstige Konjunktur. Die Arbeitslosigkeit war ganz enorm; sie stieg bis aus die Zahl 3666, ist jetzt aber erfreulicherweise wieder aus 1768 gesunken. Die Mitglieder- zahl ist die gleiche geblieben wie im vorigen Quartal; sie beträgt immer noch rund 29 966. In seinen Erläuterungen zu dem gedruckt vorliegenden Kassenbericht hob der Kassierer Miele hervor, daß das 2. Quartal bedeutend ungünstiger abschnitt als das erst«. In der Lokalkasse stand einer Einnahme von 176 652,61 M. eine Ausgabe von 223 169,83 M. gegenüber, das ist also eine Mehrausgabe von 53 117,22 M. Der Kassenbestand ist von 293 416,84 M. im ersten auf 246293,62 M. im 2. Quartal zurückgegangen. Unter den Aus- gaben befinden sich 7799,95 M. füv Streiks, 2761,65 M. für Gemäß- regelte. 66 312,41 M. für Arbeitslose. 26 417,46 M. für Kranke. 4876 M. für Ausgesteuerte und 73 486,35 M. für dieses Quartal gebuchte Unterstützung an die wegen der Maifeier Ausgesperrten. Die Hauptkasse schloß ab mit einer Einnahme von 188 591,16 M. und einer Ausgabe von 190 824,98 M. Die Ausgabe für Arbeits- losenunterstützung beliefen sich hier aus 81 538,44 M., für Kranken- Unterstützung aus 12 661,16 M. Die Beitrüge lieft» nicht so pünkl- lich ein. wie es nötig wäre. Den Bericht des Arbeitsnachweises erstattete F e ch n e r. Aus den von ihm vorgetragenen! Zahlenmaterial läßt sich ebenfalls erkennen» daß das Angebot an Arbeitskräften be- deutend größer war als die Nachfrage, Aus der nun vorgenommenen Stichwahl von zwei Mitgliedern zum Hauptvorstand gingen GeorgMaier(Tischler) und Willy Thielemann(Maschinenarbeiters als gewählt hervor. Die Ersatzwahl der Ortsverwaltung und der Angestellten ergab folgen- des Resultat: 2. Bevollmächtigter: Güth; 2. Kassierer: Jaeckh; 2. Schriftführer: Jhlau; Beisitzer: Schwarzmaier und Plautz; Revisor: O. Schmidt; Arbeitsvevmittler: Fechner und Hübner; Obmann der Schlichtungskommission: Maaß; Bezirksleiter für die westlichen Vororte: Renner; für die Krankenabtcilung: Nitschke; Bibliothekar: Späth«; Bureauangestellter:«Heß. Bon den vorliegenden Anträgen wurde zunächst der nach- stehende ohne wesentliche Debatte angenommen: „Die Unterstützung an ausgesteuerte arbeitslose und kranke Kollegen wird nur gezahlt, wenn mindesten» 52 Marken in der Zahlstelle Berlin geklebt worden sind. Zugereiste Kollegen» die weniger Marken in Berlin geklebt haben» bekommen zu der Unterstützung aus der Hauptkasse nur die Lokalzuschläge, soweit sie durch die auswärts gezahlten Beiträge Anrecht daraus be- sitzen." Eine längere Debatte rief die folgende, von der OrtSverwältung eingebrachte Resolution hervor: „Die Generalversammlung erkennt an. daß infolge der durch die seitherige und auch in Zukunft zu erwartende große Arbeits- losigkeit hervorgerufenen hohen Ausgaben fün Unterstützungs- zwecke, sowie in der weiteren Erwägung» daß bei der bevorstehen- den Vertragskündigung infolge der drohenden Stellungnahnw der Unternehmer mit einem großen Kampf zu rechnen ist und hier- für größere Mittel bereitgestellt werden müssen, eine Erhöhung der Beiträge ans mindestens 1,25 M. unvermeidlich ist. Die Generalversammlung beschließt deshalb, die Delegierten zu beauftragen, dafür Sorge zu tragen, daß diese Frage in allen Wcrfftellen eingehend diskutiert wird und ersucht die nächste GesamtvertrauenSmännerversammlung, einer Beitragserhöhung zuzustimmen." Der Vorsitzende Glocke wie» in längeren Ausführungen auf die absolute Notwendigkeit dieser Maßnahme hin und fand auch bei dem überwiegenden Teil der Versammlung volles Verständnis dafür. Einige Redner, welche die jetzige Zeit mit ihrer Teuerung für eine Beitragserhöhung nicht geeignet hielten, wurden von anderer Seite damit widerlegt, daß die Organisation der einzige Halt des Arbeiters sei, der ihn vor einer weiteren Verschlechterung der Existenzbedingungen bewahre. Die zur Stärkung der Organisa- tion notwendigen Mittel müßten deshalb auf jeden Fall, selbst unter Entbehrungen de» einzelnen, aufgebracht werden, um: dem verbündeten Unternehmertum gegenüber gerüstet zu sein.— Mit übergroßer Mehrheit entschied sich denn auch die Versammlung im Prinzip für eine Beitragserhöhung. Eine VertruuenSinänne':- Versammlung soll demnächst darüber Beschluß fassen. Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Am Freitag fand eine allgemein« Versammlung aller in den Betrieben der B. E. W,- Zentralen beschäftigten Berufsgenossen statt, die sich mit einer ein- zuleitenden Lohnbewegung befaßte. Max Galle referierte und begründete die zu stellenben Forderungen mit Rücksicht auf die außerordentlich gesteigerten Lebensbedingungen. Die Lohnerhöhun- gen. die auf Grund von eingereichten Forderungen erfolgten, hätten in den letzten beiden Jahren nur 12'ch Proz. betragen, während die Steigerung der Lebensbedinguugen in derselben! Zeit zirka 20 Proz. im Durchschnitt betrug. Nachdem nun die Teuerung mit erneuter Wucht hereinbreche, sei eine ausgleichende Aufbesserung der Löhne eine unumgängliche Notwendigkeit. An der Hand des Geschäfts- brichtes der B. E. W. wies der Redner nach, daß es der Gesell- schaft sehr wohl möglich sei, höhere Löhne zu zahlen, ohne ihr ge- schäftliches llnterneymen zu gefährden» 1911 betrug der Ueber- ichuß der B. E. W. 2614 Millionen Mark. Mit dem steigenden Auf-. schwung der genannten Werke hat auch die Antreiberei in deren Be- trieben zugenommen, so daß die Arbeiter unter einem wahren Hetz- system zu schuften gezwungen sind. Doch nicht nur die Forderung auf Lohnerhöhung sei gerechtfertigt, sondern auch das Verlangen nach dem Achtstundentag, den einzuführen den B. E. W. durchaus möglich wäre. In Anbetracht der augenblicklichen Verhältnisse lieh die Ver- sammlumg die Forderung auf eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung fallen und stimmte dann folgenden Vorschlägen zu: eine Lohn- erhähung von 5 Pf. pro Stunde, ein Ueberstundenzufchkag von 25 Proz. und für Kohlenplatzarbeiter die neunstündige ÄrbeitSHeit zu verlangen. Zu dem Bericht über die Generalversammlung de» sechsten Wahlkreise« in Nr. 261 des„Vonv." sendet uns Genosse Schie- mann ein Schreiben, dem wir entnehmen, daß er sich, abweichend von der Wiedergabc seiner Rede m unserem Bericht, dahingehend resümiert habe:„Wir haben keinen Anlaß, von der alten revolutio- nären Taktik der Partei abzugehen und Mischmaschpolitik zu treiben, sondern innerhalb und außerhalb des Parlament» die alte. radikale, sieggewohnte Taktik zu vertreten und zu besolgen haben." Gencbta- Zeitung« Der kleine Mann mit dem großen Bark.>, Der Gastwirt Kapplick in Lichtenberg war wegen Uebcrlrelung der Polizeiverordnung angeklagt worden, wonach am Butztag und am Totensonntag Schaustellungen von Personen usw. nicht statt- finden dürfen. Der Angeklagte, der ein sehr großer Mann ist, besitzt ein Lokal mit dem Namen„Zum Riesen". In den letzten Monaten des vergangenen Jahres hatte er ein Plakat ausgehängt, auf dem zu lesen war:„Der kleine Mann mit dem großen Bart." Dieser kleine Mann, den das Plakat anzeigte, saß gewöhnlich auf einer Fußbank vor einem Stuhl, der ihm als Tisch diente. Tann und wann ging er umher und verkaufte an die Gäste Ansichtskarten. Die Polizei eröffnete Herrn Kapplick, daß am Bußtag und am Totensonntag der kleine Mann nicht auftreten dürfe, worauf K. antwortete, daß er es dem Zwerg nicht verbieten könne, auch an diesen Tagen als Gast bei ihm zu weilen. Der kleine Mann war denn auch da. Ob er Ansichtskarten verkaufte, wie sonst, war nicht festzustellen. Das Landgericht Berlin als Berufungsinstanz verurteilte den Angeklagten wegen Uebertretung der angeführten Verordnung, in- dem es annahm, daß in der Anwesenheit des kleinen Mannes in Verbindung mit der Ankündigung durch das Plakat eine Schau- stcllung einer Person zu sehen sei, die den Zweck hatte, Gäste an- zulocken. Es sei auch anzunehmen, daß die„Schaustellung" am Bußtag und am Totensonntag ebenfalls stattgefunden habe. Für ein..Austreten" spreche schon, daß der kleine Mann öfter von seiner Fußbank aufstand und zu den Gästen ging, um sich mit ihnen zu unterhalten. Das Kammergericht verwarf die gegen das Urteil eingelegte Revision des Angeklagten und führte aus, daß der Begriff der Schaustellung einer Person nicht verkannt worden sei. Es habe eine solche Schaustellung stattgefunden, denn der Angeklagte habe die Absicht gehabt, durch das Verweilen des kleinen Mannes im Lokal Gäste anzulocken und ihnen den kleinen Mann vorzuführen, und zwar auch am Bußtag und am Totensonntag.'Das Lokal sei ein öffentliches, also liege auch eine öffentliche Schaustellung vor. Mit Recht sei Angeklagter verurteilt worden. Zu einer aufregenden Szene im Gerichtssaal kam es anläßlich einer Verhandlung gegen den Tischler Hermann Schmidt und den Schriftsetzer Karl Selle, welche die Ferienstraf- kammer des Landgerichts II beschäftigte. Beide Angeklagte, die „alte Bekannte" in den Strafanstalten Plötzensee und Tegel sind, hatten in der Nacht zum 2l. Mai d. I. in dem Goldwarengeschäft von Steinicke in Südende einen Einbruch verübt, bei welchem ihnen Uhren und Goldwaren im Werte von 600 M. in die Hände fielen. Beide wurden dann, als sie die gestohlenen Uhren ver- kaufen wollten, verhaftet.— Vor Gericht bestritten beide Ange- klagte, sich strafbar gemacht zu haben und tischten dem Gericht das alte Märchen von dem„Unbekannten" auf, von dem sie die Uhren gekauft haben wollten. Als der als Zeuge vernommene Uhrmacher Müller eine für Schmidt belastende Aussage machte, kam es in dem Gerichtssaal zu einer wüsten Szene. Unter den gemeinsten Schimpfereien schwang sich Schmidt blitzschnell über die Barriere der Anklagebank und stürzte sich auf den Zeugen. Zwischen dem Tobenden und den beiden Gerichtsdienern kam es nun zu einer wüsten Prügelei, bis es gelang, den Widerspenstigen an Händen und Füßen zu fesseln. Da er noch weiter tobte, nachdem die Sache auf eine halbe Stunde ausgesetzt worden war. mußte die Berhand- lung vertagt werden._ i Ein nächtliches Abenteuer in der Bar Riche, das für den Kavalier, einen Kaufmann K., sehr üble Folgen hatte, lag einer Anklagesache zugrunde, welche gestern die S. Ferienstrafkammer des Landgerichts I beschäftigte. Angeklagt wegen Diebstahls war eine junge Dame namens Anna Hellfort. Die Verhandlung gestattete recht interessante Einblicke in das nächt- lichc Leben und Treiben in jenen Stätten, an denen der Hundert- markschein als kleinstes Zahlungsmittel für zu leistende Liebes- dienste gilt. Ein junger Kaufmann hatte am 28. Januar d. I. eine kleine„Sektreise" unternommen und war schließlich in der «Bar Riche" gelandet. Nach dem alten Wort, daß es nicht gut sei, daß der Mensch allein sei, handelnd, sah er sich nur zwei-, drei- mal in dem Lokal um und hatte in der Person der jetzigen Ange- klagten bald den gewünschten„Anschluß" gesunden. Bei der nun- mehr einsetzenden lustigen Unterhaltung bei einer Flasche Sekt entdeckte die Angeklagte plötzlich, daß ihr Begleiter einen kostbaren Brillantring trug, der ihr so Alt gefiel, daß sie nicht mehr ruhte, bis K. ihr gestattete, ihre ohnehin schon mit Brillanten überladenen zarten Händchen noch mit jenem Ring zu schmücken. Kurze Zeit darauf verschwand sie mit dem Versprechen, sofort wieder zu kommen. Der etwas stark unter Alkoholdruck stehende Kavalier wartete jedoch vergeblich auf die Rückkehr seiner Begleiterin. Dies schmerzte ihn um so mehr, als er sich jetzt erst erinnerte, daß die holde Schöne sich schon vorher einen kleinen Vorschuß selbst genom- men hatte. Ihm war nämlich das Kleingeld ausgegangen und um wieder„flott" zu werde», hatte er dem Kellner seine goldene Uhr diskret in die Hand gedrückt, der ihm dafür 30 M. auf den Tisch legte. Die Angeklagte nahm mit dem liebenswürdigsten Lächeln das Geld an sich und ließ es in ihrem Decollete verschwin- den, so daß sich K. nochmals zu einer kleinen Anleihe bei dem Kellner verstehen mußte nach dem Grundsatze:«Jeder Kavalier pumpt den Kellner an."— Als K. dann in der nächsten Nacht mit einer anderen Dame in der Bar Riche erschien, bersteckte sich die dort gleichfalls anwesende Angeklagte erst hinter einer Säule, um dann schleunigst zu verschwinden. Er lief ihr ohne Kopfbedeckung nach und ersuchte auf der Straße einen Schutzmann um Fest- stellung der Angeklagten. Der Beamte lehnte dies jedoch ab. Schließlich gelang es dem Bestohlenen mit Hilfe eines anderen Schutzmannes die Persönlichkeit der Diebin feststellen zu lassen.— Das Schöffengericht hielt den Sachverhalt nicht für genügend auf- geklärt und erkannte auf Freisprechung der Angeklagten, welche be- hauptete, den 0'--1 v:- em- rufung der nunmehr vor ginnen" der Angeklagten bekundeten, daß sie jenen Ring bei ihr gesehen hatten, hielt das Gericht sie für überführt und erkannte auf 1 Woche Gefängnis._ Hud aller Ibedel A ti% ful Wlo Stationen £3 ß— taparanda eterSburg scilly Aberdeen Paris «Z 757 SO 761 S 767, NW 762! W 765NW Wetter iSA SX II 5� 4 Regen 2 bedeckt 2wollig 1 wolkenl 2 halb bd. s 13 12 7 14 Wetterprognose für Sonntag, den 1. September 1912. Vielfach heiter, nachts kühl, am Tage wieder wärmer bei mätzigen westlichen Winden: keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner W e t t e r b u r e a U. süd- zHßHHEHEHGtztzSOOG««» Unserem lieben Freunde und langjährigen Mitglied Emil Basner zu seinem, am Montag, den 2. Sevtcmber, stattfindenden KV. Ge- durtstage unsere herzlichsten Glückwünsche. 177/4 Möge es ihm noch recht lange vergönnt sein, in unserer Mitte als Freund und Berater mitzuarbeiten und in der Arbeiterbewegmig tätig zu|ein. Die Berliner Ortsverwaltung des Verbandes der Schmiede. Dem Mitbegründen des Thar- lottenburger Wahlvereins, Genossen August Schnell und seiner Lebensgesährtw die herzlichsten Glückwünsche zum 25 jährigen Ehejubiläum I ver VoII(»bau»-8t»mmt!»eK «»»SSSSHs Unjerm lieben Parteigenossenvare. ca. 13Ü cm breit..... Mtr.** Englische Tweedstoffe �Jfjit?. 5.50 Reinwollene Cheviots ca. no cm breit. Mtr. 1.10 Reinwollene Lastings ca. no cm breit. Mtr. 1.75 Rleiderstoffe reine Wolle. Spezial-Qualität. 1 Ali V-neviOI ca, no CIU breit....... Mtr. 1 Natte U. Cheviots stre�fen,0ciei 10 cmabr. l.35 Melierte Diagonale c�noombr.Mtr. 2.30 Engl. mel. Kleiderstoffe b�eitMt? 2.50 Popeline changeant, feftT. MetUr. 2.50 Whipcord ahicm0nberofti?dUn?n-Mtr. 2.60 Oofelf. zweifarbig gestreift, ca. 110 ein"1 OE v�oictc breit............. Mtr. Rockstoffe jj>re'i'te.ra.n.kar.ie.rt;!a;'fjitr! 3.40 Ppan rlp IsinA feiner,«infarb. Kleider- o ort reau ae latne Stoff, ca. 110 cm br. Mtr. feingestreift, bell- nnd mittel- A CA monair lai.b,g. ca.„g cm breit.__ Mtr 4.DU Mtr.' Besonders preiswerte Postens Bllisenstoi mit Bordüre............ Mtr. 80 Pf, Blau-grün kar. Cheviots ca no cm br Mtr. 1.60 Reinwollene Popeline M.0no%mrb«h0.r,!nMtn 1.80 Bieg. Voile-Bordüren früh! te Mtfago jetzt 1.95 Sammete Lindener Köper-Velvet d£™itr. 2.70 Velours-Chiffons bedruckt c�K cm 2.75 Hochflor-Velvet elegante Qual.. Mir. 3.75 Velours-Chiffons 3.40 F elbel für Hutbesüge, grosse Keoheft, Mtr. 4.50 Velours-Chiffons �lo�bMiuti*. 9.S5 Rippen-V elvet moderne Farben, ca. 55 cm breit Mtr. 1»60 Köper-Velvet Norfeat.............. Mtr. 1.85 Seidenstoffe Taffet mousseline modern6 Far�rn 1.25 Messaüne glänzende Kleiderseide Mtr. 2.40 Duchessemou8se!ineelefi:ant6 �ftrre 2.75 a ca' 60 cm breit für Besatz und O CA DTOKate vamenhüts......... Mtr. Satin-Grenadine ca. 105cm br. Mtr. 5.90 41 Verkeuf box Leipziger St». *Seiden-Crepon ca. i(»ombreit,Mt». 6.75 "Moire die gr. Neuheit, ca. 100 ein breit Mtr. 7.50 #R»ncrnlini. mit glänzender Kaekteite, Q OC �oengaune ca. j10 � breit.... Mtr o.zd �nizrrin»»>»'"»d zweifarbig, für Q EA Uivnne KoatUme.......... Mtr. ö-ö" *Cotele:'chwarz-- marin#- für Ko,t� 9.50 Besonders preiswerte Posten: Handschuh-Verkauf Damen- Handschuhe Glace-Handschuhe mit Druckverschluss Schwedische Handschuhe �chius« Waschleder-Handschuhe iKnSpf'e?4 Herren- Handschuhe Glace- Handschuhe iÄuf.".®?!k;' Schwed. Handschuhe mit Druckverschl. noch niedagewesene _ Vorteile== Wir liefern oolUtändigm Wohnungs' Ein» rlchtungen, wie auch zur Ergänzung einzelne HöbeU Kredit Anzahlung Besichtigen Sie bitte unsere Riesen Liger ohne Keutiaeng Anzahlung Achten Sie auf die alle Firma jius Gloimi G. m b. H. Kottbuser Str. 28, Ecke Reichenberger Str. direkt am Kottbuser Tor Hit ihnlidi laMennrineD nlöit ZQTerwedseln Anlässlich der ersten Herbetelmleen tn unserem neuerhauten Riesen- Waren• Haas bieten wir unseren verehrten Kunden sowie Allen, welche unser Kredit'Waren-Haus mit' ihrem Besuch beehren, t Dr.M. 39. Jahrgang 2. jitiliijt des JoriuärtD" ßctlintt PlksW. S«mkg, L Stpfmtti 1315. Nirtlchzftlicher Nochenbericht. Knochcntrnst. Die herrschende außerordentlich drückende Fleischteuerung und die dadurch verursachte Konsumminderung wird auch nicht ohne Ein- fluß auf die'Industrie der Neben« und Abfaltprodulte von Vieh und Fleisch bleiben. Neben dem Häute« und Ledermarkt wird sich die herrschende Vieh- und FleischprciSsteigerung vor allem in den Vcr« Wertungsindustrien der Knochen bemerkbar machen. Knochen werden außer ihrer Verwendung zu Düngezwecken, zu Drechsler« und Schnitzarbeiten hauptsächlich zur Fabrikation von L e i m und das Knochen« fett als Hauptrohprodukt für die Seifen« und Stearinindustrie be« nutzt. Für den vielseitigen Bedarf an Knochen reichte aber das Angebot seit langem schon nickt mehr aus, so daß ein regelrechter Kampf um dies Material zwischen den verarbeitenden Industrien, insbesondere zwischen den Leimfabrikanten, besteht. Wer das Roh- Material in Händen hat, dem fällt es leicht, die ganze Industrie in seine Hand zubekommen und damit auch den Preis der Produkte zu bestimmen. Bei dem beschränkten Angebot des Rohmaterials entstanden da« her leicht Versuche, die Knochenverwertung zu monopolisieren. Den ersten Schritt dazu bildet die Beherrschung des Knochenhandels. DaS ist allerdings keine so ganz einfache Sache, da nicht ein be« stimmter gleichartiger Kreis von Lieferanten für ihn in Frage kommt. Neben den Schlächtereien, Schlachthäusern und Abdeckereien, von denen die Fabriken direkt Knochen und für die Leimgewinnung ver- wendbare Abfallprodukte kaufe» können, gelangt ein großer Teil in den einzelnen Haushalt. Von dort wandert er in den Müllkasten, wenn nicht Lumpensammler die Familien zur Sammlung der Knochen bestimmen und sie gegen einige Pfennige erstehen. Der Lumpen- sammler gibt sie an den Zwischenhändler weiter. Aber auch aus dem Müll wird das Material herausgesucht und gelangt durch die Müllverwertungsanstalten zu den Großhändlern oder Fabriken. In« folge der vielen Zwischenglieder ist die Beherrschung des Handels keine leichte Sache. Eine große Zahl von Personen sind daran interessiert. Sie zu gewinnen, bedarf es zunächst höherer Preise, damit die vielen lokal begrenzten Märkte zentralisiert werden können. Ein großer Konzern verfolgt nun seit mehreren Jahren die Tendenz, Knochenhandel und Knochenverwertung innerhalb Europas in feine Hand zu bringen? Im Jahre 1895 wurde die Aktiengesellschaft für chemische Produkte vormals H. Scheidemandel in Berlin gegründet. Sie be« treibt vornehmlich die Erzeugung von Leim, Knochenfett und Knochen« mehl. Das ursprünglich aus 1,25 Millionen Mark bestehende Aktien- kapital ist inzwischen auf 11 Millionen Mark erhöht worden. Kein Jahr verging, in dem es der Gesellschaft nicht gelang, Fabriken auf« zusaugen, neue zu gründen, Interessengemeinschaften anzuknüpfen, Händler auszuschalten oder sich anzugliedern. Der in seiner Zu- sammensetzung äußerst komplizierte Konzern erstreckt sich heute über Deutschland, Oesterreich- Ungarn, Frankreich, Belgien, Spanien, Italien und hat bereits Fühlung mit Nord- und Südamerika. Ihm gehören sowohl Produktionsgesellschaften als auch große Handels- gesellschaften an. In diesem Frühjahr hat sich der Knochentrust auch eine besondere FinanzierungSgesellichaft angegliedert, die 8 o c i ö t ö ■AuxiHuiro de l'Industrie Chimique in Brüssel (Kapital 12 Millionen Frank). Bankhäuser in Wien, Budapest, Paris und Antwerpen sind an ihr beteiligt. Die Finanzgruppe wird die Beteiligung der Scheidemandelgesellschaft an Unternehmungen der chemischen Industrie in Europa und Amerika organisieren. lieber den Umfang des Konzerns hat die in Wien erscheinende Zeitschrift.Der Rohproduktenhändler" mehrfach Uebersichten ver« öffentlicht. Sie geben ein interessantes, aber noch nicht vollständiges Bild von den Schachtelungen. Die Stammfirma.Attiengesellschast für chemische Produkte' hat die Zentralgesellschaft für chemische Industrie(Berlin) neugegründet. Die Zentraigesellschaft selbst gründete zwei Gesellschaften in Ortrand (Sachsen) und in Brüssel. Die Brüsseler Gesellschaft rief wieder zwei Fabrikationen und eine Einkaufsfirma ins Leben(sämtlich in Brüssel). Weiter erwarb die Zentralgesellschaft Firmen in Hannover, Leipzig, Zeitz und Breslau. Sie ist ferner beteiligt an fünf Fabriken tn Oesterreich, Italien, Sachsen, Schweiz. Neben der Zentralgesellschaft gründete die Stammgesellschaft 10 Handels« und Fabrikationsinstitute in Natibor, Wien, Salzwedel, Paris, Aranjuez(Spanien), Berlin, Leipzig, Brüssel, von denen einige wieder Untergesellschaften gründeten. Die Hauptfirma erwarb ferner vier Fabriken in Altenburg, Ottern- dorf, Magdeburg, München. Eine weite« wurde gepachtet. Beteiligt ist die Scheidemandel-Aktienqesellschaft an sieben Firmen in Wien. Hamburg, Petit-Jvrh, Petersburg, Berlin. Die öfter« reichische Scheidemandel-Gruppe wird zunächst vertreten durch die Aktiengesellschaft für chemische Industrie(gen. Ossa) in Wien. Sie ist beteiligt an acht und gründeke selbst zwei Firmen. Zur ungari- schen Gruppe gehören endlich fünf Gesellschaften. Dein Scheidemandelkonzern gehören insgesamt etwa 50 Fabriken an. Die Rohproduktenhändler Deutschlands sind in der Rohpro« dukten-Handels-G. m. b. H. Berlin(Rohag) vereinigt. Ihr sollen heute bereits etwa t00 Mitglieder angeschlossen sein. Die fteien Händler, deren Tätigkeit durch die Monopolgesellschast arg eingeengt wird, führen zwar einen heftigen Kampf gegen Scheidemandel. Aber ein großer Teil wird natürlich von dem Konzern eingefangen. Hohe Preise oder Einkreisung dienen als Zwangsmittel zum Anschluß. So be- richtet die erwähnke Zeitschrift, daß Firmen, die sich erst nach und nach bezwingen ließen, bedeutend günstigere Verträge erzielten als die anderen, die sofort nachgaben. Besondere Provisionen, das Recht des Wiederaustritts nach kurzer Frist, sogar Minimaleinkommen sind einzelnen Händlern zugesichert worden. Das zeigt, daß der Scheidemandel-Gesell« schaft der Kampf nicht leicht wird. Dazu kommt, daß ein Teil der bürger« lichen Presse die Händler in ihren Selbständigkeitsbestrebungen unter- stützt. Vor einiger Zeit wurde auch von vier französischen Firmen eine neue Gesellschaft in Paris gegründet, die als.Kampfgesellschaft' gegen Scheidemandel von den freien Händlern begrüßt wurde. Auch in Deutschland und Oesterreich gibt es noch eine Anzahl von selb- ständigen Händlern und Fabrikanten, die. sich energisch gegen eine Bedrückung wehren. Gerade Scheidemandel« A.-G. nach Amerika europäischen Händlern unabhängig ihren Bedarf voll decken zu können. An nügende Kapital für so weit ausschauende Pläne zu beschaffen und mit diesem Machtmittel seine Konkurrenten auszuhungern, hängt der Erfolg. Durch das momentan schwächer werdende Angebot an Knochen wird die Lage des Konzerns verbessert. Er hat leichter die Möglichkeit, das notwendige Material aus überseeischen Ländern herzuschaffen, während den freien Händlern diese Verbindung fehlt. Em der frauenbewegun� Die österreichische Arbeiterinnenbeweguug. Die österreichische Arbeiterinnenbewegung ist im langsamen, aber steten Wachsen. Vor einiger Zeit haben wir über die Zunahme der Arbeiterinnen in den österreichischen Gewerkschaften berichtet, heute können wir dasselbe von der polttischen Arbeiterinnenorgani- sation berichten. 19 000 Frauen gehörten am 81. Dezember 1911 den freien politischen Organisationen an. Zwei Monate vorher in Innsbruck konnte erst über 17 000 berichtet werden, was eine deshalb hat sich die gewckndt, um von den werden und doch der Möglichkeit, daS gel f der Steigerung von 2000 für die Zeit vom 1. Juli bis Dezember er« gibt. Die größte Zahl politisch organisierter Arbeiterinnen in Oester- reich kommt auf Deutsch-Böhmen. 8200 Frauen gehören da der Frauenorganisation an, die sich auf 00 Orte verteilen, wie der am Sonntag, den 26. August, in Teplitz stattgefundenen dritten deutsch-böhmischen Frauenkonferenz berichtet wurde. 05 Ge- nossinen waren als Delegierte anwesend. 2000 Kronen haben die Genossinnen in der Berichtsperiode, die zwei Jahre umfaßt, aus eigenen Mitteln für die Agitation ausgegeben. Dazu kommen noch die Summen, die von den Bezirken selbst und vom Frauenrechtskomitee aufgewendet werden. Leioer kann toegen Knappheit der Mittel noch immer nicht soviel geschehen, als not« wendig wäre um in Böhmen alle Arbeiterinnen die uns zugänglich sind, der Agitation zuzuführen. Das Frauenlandeskomitee legte daher der Konferenz einen An« trag vor, der vorschlägt, vom 1. Januar 1913 an in allen Organi« fationen einen Beitrag von 40 Heller per Monat zu erheben. Da« von sotlen dem Landeskomitee der Frauen(statt wie bisher 2 Heller) 8 Heller gegeben werden. Auch der Landes« Parteivertretung sollen von den Genossinnen mehr Mittel zugeführt werden und zwar statt wie bisher Vs Heller, 2 Heller. 2 Heller sollen die Genossinnen für den Wahlfonds an das Reich ab« führen. Mit zwei Drittel Mehrheit gelangten diese Anträge zur An» nähme. Ein Flugblatt soll die weiblichen Parteimitglieder über die Bedeutung des Wahlfonds unterrichten. Bemerkt sei, daß die Ge« nossin Popp bei der Konferenz hervorhob, daß die Parier von den Frauen keinen Beitrag für den Wahlfonds verlangt, jedoch haben die Genossinnen bisher überall beschlossen, die Hälfte des Beitrages, den die Genossen einzahlen, ebenfalls aufzubringen. Die Genossinnen gehen von der Anschauung au?, daß sie, auch wenn sie noch kein Wahlrecht haben, an den Wahlkämpfen der Sozialdemokratie ebenso stark interessiert seien wie die Genossen. Auch die deutsch-böhmische Frauenkonferenz hat dieser Anschauung zugestimmt. Ein Handbuch, das das Frauenlandeskomitee heraus« zugeben hat, soll die Funktiouärinnen mit allen Bestimmungen be« kannt machen, die für die Tätigkeit in den Organisationen wichtig sind. Bezirke, in welchen mehrere Frauenovganisationen sind, sollen zu Bezirksorganisationen zusammengeschlossen werden, von welchen dann die Delegierungen zu den Konferenzen vorzunehmen sind. Ueber die Aufgaben der Frauen im polttischen Kampf erstattete Genossin Popp ein Referat, da» dahin aus- klang, die Genossinnen mögen alle Kräfte aufwenden, damit die internationale sozialisttsche Frauenkonferenz, die 1018 in Wien stattfinden werde, von einer starken sozialisttsche« Frauenorganisation in Oesterreich begrüßt werde. Ueber organisatorische Kleinarbeit referierte Genossin Elsa Kurschke-Reichenberg. Besonder» warm fetzte sich die Genossin für die Verbreitung der sozialistischen Frauen- literatur ein und vnwieS auf das Beispiel Deutschlands. Zum Schluß erfolgte die Wahl eine» Landeskomitees, da» au» jenen Kreisen zusammengesetzt wurde, in welchen die Frauen« organifation derzeit die größte Bedeutung zukommt. Mit einem Hoch auf die internationale, revolutionäre Sozialdemokratte schloß die Borsitzende die dritte Tagung der deutsch-böhmischen Genossinnen. August 191»,«ach Ermittelung Markt ha l l e n p reise. Meinhandel) Marktbericht von Berlin am 8V deS lönigl. Polizeipräfidim 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Koche» 80,00—50,00. weiße, 30,00—50,00. Linsen 85.00—80,00. Kartoffel—' 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,80—2,40. 1,50—1,90. Schweinefleisch 1,50-2,40. Kalbfleisch 1,60-2,40, 1,70-2,40. Buww 2,40-8,00. 60 Stück Eier 8,60-6,00, Karpsen 1,60—2,10. Aale 1,60-3,20. Zander 1,40-3,60. Hechte 1,60—8,00. Barsche 1,00—2,40. Schleie 1,60—8,20. Bleie 0,80-1,60.------- 4,00-40,00. Speisebohnen, Kartoffeln(Kleinhdl.) 6,00—11,00. Rindfleisch, Vailchfldfch -2,40, Hammelfleisch 6,00. 1 Kilogramm *'"ie 1,60—8,00. Stück Krebs« 95jeui>xhß, engüLsdie und cunedkamsdiB 10 Neuheit; A Neuheit; B Neuheit; C Neuheit: D Mareugo-Jackett- Auing CuUway-Aniug Marengo-Jackett-Aniug Neuheit: E Neuheit: O Neuheit i: Hie tonangebenden Moden und die besten Erzeugnisse liefern unsere Kleider'Werke. Jackett-AnzOfie, 1- und 2 relhia Blaue und schwarze Mett-flnzüge Nr. 67. Pelngeachorener Cheviot, hevghrte Qnaütlt 27 M. verarbeitet '»»»»»»»»ivstX»'»»«»iiststA'astd 60 Cutaway- Anztlae Größte Neuheit 1 Schwan oder utarengo Rock und Weste mit g eatrelfter Hose. (Hose auch vom selben Stoff.) Nr. 86/S7. Marengo Cheviot gg M Nr. 88/89. Melton. Cheviot, cn.. gans dunkel..... 60.—,"• Nr. 90/91. Schwan oder Marengo- Cheviot, la. Zu- 7(1 Uten u. Verarbeitung SO.-, Sonntags nur von S'IO geöffnet BaervSohn Kleider-Werke. Deutschlands größte Fabrik dieser Art. Berlin.— Gegründet 1891. Chausseestraße 29-30 o n 11 Brückenstraße 11 Gr. Frankfurter Straße 20 nn Schöneberg, Hauptstr. 10 Harengo- Jackett-AnzDge Orößt« Neuheit I Aneh mit gestrclftei Hoac. N* 74(75.(Jaekatt u. Weste) DunkelgranerMar.- Cheviot,«JA (Hose) feingestrellt■ 86.—,>»4»«a. Nr. 7 6/ 7 7.(Jack. u. Weste) Fein. Meiton-Cheviot,(Hose)breite Kn und achmaie Streifen 60.—, wtl m. Nr. 78.(Jackett und Weste) Feinster Marengo■ Cheviot, (Hose)Feinst. gestreift. Kamm-�d„ garn, Ersatz f. guteMaflarbeit« f M* Jeglicher Nachdruck verboten- Der Haupt-Katalog Nr. 44(Letzte Moden) auf Wunsch kostenfrei. □CO □□□ Theater und Vergnügungen □□□ DDG □□□ Freie Volksbühne. Sonntag, den 1. September, 2'/, Uhr: Deutsches Schauspielhaus. 1. Abteilung (Gruppe 1—4): E g m o N t. 2 Uhr: Herrnseld. Theater. T.ß. Abteilung. (Gruppe 31—33): Der Vater. Montag, den 2. September, 8 Uhr: Deutsches Schauspielhaus. M.(1.) Abendabteiwng: E g m o n t. SehillerThealerO.IK: Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Zopf and Schwert. Sonntag, abends 8 Uhr: Xactarahm. Montrg, abends 8 Uhr: Die Gefährtin— Paracelsu». _ Der grüne Kakadu. Sehiller-Thealer Chabr1J,?;ten- Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld Sonntag, abends 8 Uhr: Die Lokalbahn.— Die Medaille. Montag, abends 8 Uhr: Die Hanbenlerche.• Dienstag, abend» 8 Uhr: Die Hanbenlerche. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Große Rosinen. Abend? 8 Uhr: Die 5 Frankfurter. Deutsches Schauspielhaus (Komische Oper). «gff? ijgli1KI1t. Kefideuz-Wattt. 8 Uhr: Der Herr ooa Kr. 19. Schwant in 3 Akten von Keroul und Barrs. Morgen und solgende Tage: Der Herr von Nr. IS. 10? i Montis Operretten-Theater (früher Keneo Theater) 8 Uhr: Der liebe Auaustin. Operette von Leo Fall. Sonnt. 3>/. Uhr: Per Vogeihiindler. Luisen Theater. Sonntag, den 1. September, nachm. 3 Uhr: Die Anna'Lise. AbendS 8 Uhr: Der Alpenkönig«nd der Menschenfeind. Montag und solgende Tag«: Der Alpenkönig und der Menschen- feind._ OSEsTHEATEI Große Frankfurter Str. 132. Zum erstenmal: Zapfenstreich. Drama in 4 Akten von Beverlew. Ansang 81/. Uhr. Nachm. 3 Uhr halbe Preise: Die goldne Eva. Aus der Kartenbühne zum gg. Male: Juhn! Es ist erreicht! Gr. Revue. ■Ad 8 Ukr Das vollständig neue phänomenale Programm Wllkens-Schnlhoir in ihrer O edipus-Helene-Parodie. Prolongiert: Wunderpapagei Lope und weitere 10 Novitäten. Metropol- Theater. SHgdelmeier&' Phant.-musik. Komödie in 3 AN. aus d. Engl, völlig frei bearb. von I. Freund. Musik von R. Nelson, u. a. Tänze von W. Blshop. In Szene äes. v. Dir.Schultz. Ansang 8 Uhr. Rauchen gestattet. WWW Vie man Männer bessert! Die Original- Klabrias-Partie Beide Sthcke mit Anton nnd Donat Herrnfeld In den Hauptrollen. « Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 11—2(Theaterkasse.) Borglhester- Kino und Festslle,1ÄT.fE«f. u. Vereinsvergnügen. 41ioch.olög. Kegelb aUnen. Tägl. Frei-Konzert und Frei-Kino im Garten. Rudolf merz. • iocischer GARTEN Heute am 1. Sonntag im Monat Eintritt Q C D? f] die Person; C O 1 1. Ab nachm. 4 Uhr: Große« Konzert (3 Kapellen). Morgen sowie täglich: Militär- Doppel-Konzerl._ Passage-Panoptikum I Prinz ATOM Das kleinste menschliehe Lebewesen. | Das Wunder aller Wander.| Lebern!! OhneEitra-Entree! Passage-Theater. Gaatpleb der Sieben Spaßmacher „Da tut sich was." QreBe Metroparodie-Revue nach dem Englischen aus dem Französischen ins Dämliche übersetzt von Schmolius Feind, Mnsik von Victus Limburger, in Szene gesetzt von Direktor Ricardo Shoultscz. Jean Pedro, Fratzi Masslevy, Laatseh Messing, Pepl Pepfpl, Kehn Erzbishop, Luide Quietscher. Pfeifen überall gestattet! ModC'Ausstellung der Bekleidungsindustrie u. Fachausstellung der einschlägigen Gewerbe vom 7. blsttz. Sept. 1912 In den Ausstellungshallen am Zoo QeSffneli von 10-8 Uhr TIgL Konzerl. Eintrlllt 1 Merk Morgen Honlag, 2. September; Anfang 2 Ohr. Kinder und Militär halbe Preise. ■■HDARK Heute Sonntag: Pfennig 0\ß folkstag! Alle Atlraktlonen bedeatend ermäßigt! St Rernueflllk-Trle Adr-Ncnkölln VP l�stinstr.? AL Sonntag, den 8. September 1912:. Großes Sommerfest in den Gesamträumen der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Konzert, x Gesang. X Turnerische Aufführungen X Kinemafograph. Ältwirkende: Slntonle-Oreheater, Dirigent: Maximilian Fischer. Krenaberger Harmonie(Mitglied des A.- S.- B.) ----——————-----————————. J BALL. Herren zahlen 50 PI nach.* ' f�Wwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww Adr- Neukölln §1 Casino-Theatep Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr Ein lustiges Stück a. d. SttL Leben Der Großfürst. Vorher ein auZerwählter Spczialiti. tentell, nur Künstler ersten Range». Vorverkaus an der Theaterkasse von 11—2 Uhr. Sonniag 3'/, Uhr: Der stMe See. ichthilder-Vorträge ■(Fritz Reuter, Wilh. Bäsch etc.) Grosche, Neukölln, Erlangerstl» Jedes Kind erhält einen Bon zur Stoeklatorno gratis.— Die Kaffeeküche ist von 2—6 geäffnet. sjtF Vorverkauf: Billett 20 Pf., an der Kasse 30 Ff. Her Vorstand. :■■■■■! Spar« und Kredit-Verein Süd. Sonnabend, den 14. September, Sophlen-Sßle: Kater Lampe* (Qenossenschaft deutscher BOhnen-AngehärlgeB)- Großer Ball. Billetts a 75 Pf. bei Herrn. Timpe, Nannynstr. 60. 676 Der Torstand. Verband i-, Laubenkolonisten Bsriins-. umg. Geschäftsstelle; Nenkölln, Renteratr. 34. Sonntag, den 8., nnd Montag, den 9. September 1912: X. Allgemeine Ausstellung von selbstgezogenen Blumen, Gemüsen, Früchten, Hühnern, Tauben, Kaninchen im Central-Theater, Alte Jakobstr. 30. = Eröffnung; mittags 12 Uhr.--------- Eintritt: Torverkanf 25 Pf., Kasse 30 Pf. Volkstümlicher Kunstabend Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Beginn 7'/, Uhr.— Leitung: Margarete Walkotte. Mitwikende: Arthur van Eweyk(Bariton). Julius Thomberg(Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters), Erwin Bnttner (Mitglied des deutschen Theaters), Erwin Fenstel(Kapellmeister), Margarete Walkotte(Sopran). 205/9* Entree SO Pf.(im Vorverk. beiHorsch, Engeluf er�S) Abendk. 60 Pf. AUmtllUNCiMAlLEN AM ZOO BERLINJ912-vom IT. AII6ÜST-1. SEPTEMBER . EINTRITT FREI GEÖFFNET v.10 8 UHR Exeelsior-Lichtspielhaus Meukölln SÄ'w'.'lr-" Passage | Vom 31. August bis 6. September inkl.» Va banque Sensationstragödie eines modernen Abenteurers| �_* In 3 Akten. Kastanienwaldchen Schönholz —— bisher Ramlow.——_____ Alle» Parteigenossen, Freunden und Bekannten zur gest. Kenntnis, daß ich das unter obigem Namen betannte Etablissement übernommen habe. Gr. Konzertgarten. Vereinsziuimer. 2 Kegelbahnen. * Großer Parkettsaal(800 Pers.) mit Dheaterdühae zur Abhaltnno von Berguügunge». nnd Versammlungen. Fahrverbindung: Linien 36 und 37. 1 Mtnute vom Borortbahnhos Echönholz-Reinickendors. Sonntags ab 4 Uhr nachmittags: Kavalier-Ball. Um gest. Unterstützung ersucht Karl UhHx früher Berlin N., Lychener Str. 2/3. NB. Den geehrten Vereinen von Reinickendorf, Pantow-Schönhaus en u. Wilhelmsruh emps. zur bevorst. Saison meine Räume uni. kulant. Beding. (iermania-praciit-8äie kl., Cbansseestr. 110 Karl Richter Sonntag, den 1. September( Gr. Eröffnungs» Soiree I der Paul Mantheys lustige Sänger ausgewähltes Programm Anfang ö1/, Uhr Eintritt 50 Pf _________J Nachdem Famlllenkränschcn Im weißen Saale ßMA0ow Om|| bei stark besetztem von 5 Uhr ah U* 0067 OttU Orchester Jeden Mittwoch Paul Mantheys lustige Singer, anschl. Froi-Tanz Im Frl cdrlch- Wilhelm« tÄdt. Konzert-Park, Qr. Militär-Konzert(Sedanf eler) Anlang s utr J Trianon- Theater. Ansang 8 Uhr.„Die Brieftasche�. »Ein peinlicher Zwischenfall*. »Der Dieb«. AämirsispÄlsst am Bahnhof Friedrichstraße, z. Z. einsiger Eispalast. Heute S Vorstellungen L. Nachmittags und abends; Das prachtvolle Eisballett Yvonne. Abends außerdem: Die kleine Charlotte. Einödshofer-Konzert. Bis 6 Uhr und von 10*/, Uhr abends halbe Kassenpraise. Restaurant 1. Ranges! Wein- und Bier-Abteilung. Folies Caprice. H8e°;# Premiere. Ver keusche Joses Post« von LoulS Tausstein. Ver Kehbock Posse mit Gesang von Theo Hallon. Mufit von Artur Steinke. Oer Linbreeker Schwant von Glingcr und Tausfig. 1 in» Am KönigStor Am FrtedrichShain ( Heute: i Große Wra-Vorstellung mit durchweg neuen Spezialitäten. i ( Im Saale von rv ,» ,, rr 4 Uhr an: A < Ans.: Konz. 4 Uhr, Borst. 5 Uhr, ß Boigt-Theater. Gesundbrunnen Badftraße 58 Sonntag, den 1. September 1912: Der rechte Weg. VolkSstück mit Ges. A.Tanz in 3 Akten. Kasscnerösfn. 10 Uhr. Ans. 4 Uhr. gm Saale: Croßer Hall. Voranzeige I Sonnabend, 7. Sept.: Zum Benestz s. d. technische Personal und die HauSIellner: Robert und Bertram._ Berliner Praler-Theater Kastanienallee 7-9. Täglich: Ansang»'/, Uhr. O, diese Berliner! AuSstatt.-Posie von Freund. Musik von EinödShoser. ZrstlcisLsjge LpefislitZtea. Konzert. X Ii A, C 1*. Reiehsballen-Theater Stettiner Sanp. Neu! Die Maebt der Töne. Burleske v. MeyseL Ansang 8 Uhr, Sonnlag» 7'/, Uhr. tilee Fest-Säle Dennewitzstrafic 13. Jeden Sanntag; Canzkränzcheo. Schöner Naturgarten. 626 C. Bflßle. Theater Königstadt-Casine, Holzmarltftr. 72, Ecke Alexanderftr. 1 Min. v. Bahnh. Jannowitzbrücke. Vom 1. bis 16. September: Das glanzvolle Spezialität«»» Programm nnd„Amsr", Operetten. Burleske in 1 Akt. Ansang 8 Uhr. Sonntag» 5'/, Uhr. 5 Säle sür 80-400 Personen und 2 Kegelbahnen zn vergeben. AHmmbra Lallner-Theaterstrabe 15. t:x Großer Bali Großes Orchester. Ansang Sonntagt 5 Uhr. A.. Zameitat. Markgrafen-Säle 34, Rarkgrafen-Hanim 34» = An der Stralauer Allee.- Täglich: GroOe Kino-Vorstellung. Im Reftauraut täglich mustkaltich« Unterhaltung. Vorzügliche Küche, st.Biere u. Weine, Billard u. Kegelbahn Slysium Landsberger Allee 40-4&. Dägl. herrliches Programm k ZpezisiilSlev Großer Sali, Ptim H Iv b gKsiRs Anfang S»/, Uhr. Entree 10 Ps. Orauerei Friedriedsliain , am Königstor i Morgen Montag nnd folgendoTag« nur bis Freitag: Doppel-Konzert von Johann Strauß aus vien mit seiner Kapelle and S» Translateur mit seiner Kapelle. Anfang 8 Uhr. Entree 60 Pf., reserv. 1 M. Gebr. Sehwarzer Arnhoidl Aitler Berlin-Lichtenberg, FrsnMsrtSf Chiutsss(, Tätlich: Konzert 19 nnd Spezialitäten- Vorstellung »16 TollBtßndig neuem Programm Jeden Mittwoch x BltteaTaS* Sonntag: TanzsReunlon. arrangiert vom Arbeiter-Wanderbund„Die Naturfreunde". Bei dem starken Andrang zu unserer letzten Spreewaldpartie mutzten wir die Teilnehmerliste vorzeitig schließen und konnten eine große Zahl von Meldungen nicht mehr annehmen. Wir geben daher nochmals bekannt, daß die�_ i;9 Oberspreewaldfahrt = am 8. September---------------- wiederholt wird und bitten um baldige Meldung. Teilnehmerkarten a 5,30 M., inkl. Mittagessen«,30 M., find bis zum Donnerstagabend bei P. Harsch, Engeluscr 15, H. Heyse, Bohen- straße 19, und G. Zepmeisel, Neukölln, Hermannstr. 175, zu haben. Das neue Tourenprogramm sllr September ist erschienen und kann kostenlos durch unsere Geschästsslelle, Boyenstr. 19, bezogen werden. Rosenthaler Hof Rosenthaler Str. 11/12. Jnh. Otto Schilling. Telephon: Amt N. 2438. Sämtliche Rimme renoviert. 9 VereinSzimmcr, Kegelbahn, 3 Säle mit Bühne bi« 400 Personen, noch einige Sonnabende und Soimtage frei. 3776L Qranmaims Testsäle SO. 26, Naunynstr. 27. Glänzend renoviert! Sonnabende und Sonntage n o c h frei! faul Obiglos Testsale, seMterstr.28-24, Sonnabend, der 5. Oktober, und einige Sonnabende im Dezember find frei geworden.____ /iflazzszzalzszz fr. Siegel feMale Theaterbtlhne fif. Ffällldllrtßr Stf. 96. 2 Kegelbahnen Empsehle den Gewerkschasten sowie Vereinen«eine Verein». »immer sowie Säle(30 bis 360 Personen fassend) zur Ab- Haltung von Sitzungen, Bersammlurgen sowie Festlichkeiten zu den kulantesten Bedingungen. 3432L* NB. Sonnabende u.Sonntage im August, September, Oktober noch frei. ixzrxxzzssxsgxxxxxzxxxxsxxxzszxaaacngi Karl Ewalds Festsäle, SchnlMtraBe SS. Sfrandjestartig dekoriert• Bar* Sonnabende sind noch z« haben."MS Erfrischend! Durststillend! Köstliche, 1 imnnarian mit wundervollem erfrischende MlllüIiaULIl Fruchtaroma kosten HUI« J pj pro BlaS bei einfachem Zu« Original atz einiger Eztraht zu einem en Hioa'» ilase Wasser mit etwas Zucker. 205/15 Noa't Original-Extrakte sind in jedem Fnfchtaroma erhältlich. Himbeere, Zitrone, Apfelsine, Erdbeere usw. Flasche SO Pf. Noa'S Original-Extrakte ergeben auch herrliche Sirupe als Zusatz zu Weißbier oder Seilers, für Puddings, Speisen, Cremes usw. «A! noa, FmcteaüprEsserei'SST RAt-ISn F-lcncGAt« Qti- � vom Rosenthaler Tor Dcrllu, Clhabbcr Oir. 0 rechte Seite, drittes Haus. Zur richtigen pflege de» Lvs«ndl»«t gehört in erster kinie eine rationelle Hautpflege mit einer neutralen Seife, und empfehlen wir als beste med. Seife die allein echte Steckenpferd'unenmticii-Sclft von Bergmann& Go., Aadeöeuk, ä St. 60 Pf., zur Erhaltung eines zarten, weißen Teints u. rostgen, jugendfrischen Aussehens. Ferner macht der tzrearn„Daö.a"(�iNenmilch-gream) rote u. spröde haut in einer Nacht weiß u. sammetweich. Tube 60 pf. IMs reellsten und billigsten Möbel und Polstcrwnren erhält man sn Kassapreisen in der seit 33 Jahren bestehenden Möbelfabrik von A. Scholz, Reichenberger StraBe 5. Größte Auswahl in allen Holz- und Stilarten mit zehnjähriger Garantie.(5 Proz. Kassaskonto.) Ev. auf Ratenzahlung Beftfedem Fabrik BERLIN S880 Prinzenstr. 46-47 Gustav Grösstes Spezialgeschäft Deutschlands Bettfedern «u 0.55, I.CO, 1.25, 1.50. 1.80, 2.00 2.60 3.00, 8.» bis 8.00 Mark per Pfund Daunen sa 2.85,».50. 5.00, 6.50 dl« 9.00 Hark per Pfund B.öO dl« 6.00 Mar* per � ertlge grosse Betten bestehend aus Oberbett, Unterbett, 2 Kissen «a 12, 16, 20, 24, 28, 31.50, SS. 45. 54, 51, 75, bi« 120 Mark Grösstes Lager In Bettinlatten, Metall- Bettstellen u. allen anderen Bettartikeln li* BettenIGIIune«(aeseuiish MOE inopol- Daunen Z.©3 3— 4 Pfand «am Ob erbefi. V olks-Theater Neukölln, Hermannstr. 20. Sonntag, 1. Sept.: Die Maschinenbauer von Berlin, Berk. Gesangs- Posse in 5 Bildern von Wehrauch. Ansang?>/, Uhr. Montag, 2. Sept.: Heimat, Schauspiel in 4 Akten v. Herm. Sudermann. Ansang 8'/, Uhr. Göslinei Fest-Säle Cösliner Strafte 8. Sonntag" Großer Ball. Saalbestellungen für die Wintersaison werden täglich unter den kulantesten Bedingungen entgegengenommen. Carl Schröder. 1 töiclitia kilf MöHeMaferll «■» Selten günstige Kaufgelegenheit s Wohnunts-Eintichtunsen~ »s» Herrenzimmer v. 368 an|Speisezimmer von 322 an «a» Schlafzimmer, 268„ Iwohnzimmer, 250,»>» ~ Bnnte Kttchen, modern, von M. 45 an?? —— Einzelne Möbelstücke enorm billig.----- __ gestattet I ü Selbiger 1 ff öbeikaufhaus™ 22 Brunnenstrasse 22 PsbrtkgBbdud« l.u, II.Etag«(neben Kauthsds d Indorf). �niliniliiiiliiigiuiiiiü� Oan jeaus schlachterei befindet sich jetzt II vrK- S tr» ß« 133. Karl Riedel. Kulant und reell Diskret<*. vornehm No. 13 RottHuser Damin No. 13 oBedeit auf Teilzahlung Einzel-Möbel und Ii sablung Ueber«! niedrigst � InHunft S Grosse Auswahl in llerren-finrtlerobe Damen-Gnrderalje Rintfer-Gardetobe lO O der geleisteten Anzahlung erhSIt — ein Jeder eofert gutgeschrieben, O der eich auf diee Inserat bezieht IO sprechen könnten würden wir Sie aloher Oberzeneen, das# Sie direkt ans nnsarer Fabrik Herren-AnzugrStoffe* Paletot-, Hoeen-, Joppen-, Westenetoffe und Dunentuche wirklich billig kaufen und noch andere Vorteile haben.— Stete letata Neuheiten nur beater, trag- (ühigater Qualitäten in grOseter Anawahl Lehmann& Assmy, Tuchfabrik Spremberg L. Postfach filr.67 Verlangen Sie aofort Muster, wir senden dleaelben an Jedermann franko ohne Kanfiwang. Holzarbeiterverband. Für die ausgesteuerten Mitglieder ginge« folgende Beiträge ein:._ Ttschl. Weise 4,-. Möbelsabr. Union, 2. R. 11,50. Tisch!. Osten 5,-. Tischt. Kießling 15,—. fflnt. Moder» 9,05. Tischt. Schnell». Co. 10,—. Sechserkafie Tischl. Lücke 4.—. Polierer von M.u. F. Berndt 10,—. Polierer von Klug 20.- Tischl. Ball 8,-. Tischl. Schessler 12,-. Tischl. Penkuhn. 2. R. 12,-. Tischl. Stern. Seliger u. Co. 10,-. Tischl.«auerwem 14,20. Tischl. Mittag 25.-. Tischl. Miles u. Neumann 18,75. Tischl. Konig 2.-. Drechsler u. Polierer I. C. Psaff 2�—. Tischl. Roch, 2. R. 11,25. Tischl. Becker 6,25. Schirrmeister. 2. R. 8.—. A. G. Schneider. 2. R. 12,—. Tisch!. Siroka 7,80. Tischl. Hansel, 3. R. 7,10. Tischt. Schul, u. Dittmcr 10,—. Tischlerei Nickel, Körnicke u. Lehmann, 5. u. 5. R. 16,60. Drechslern Müller, Weitzensee 3,—. Tischt. Gronau 4,40. Tischl. Startck. 7. R 7.05. Tischt. Emmeluth, 7. R. S.50. Knopfs, v. Kegler 20.-. Tischll Schwarz u. Fröhlich 54,55. Möbels. Müller 15,50. Mö bels. Behrendt 5,70. Tischl. Blankenburg u. Schnabel, 3. R. 15,—. Tischl. Unrauh Nachflg. 9.—. Tischl.- Bauer 20,—. Tischl. Lochow. Hering u. Co. 50,—. Tischl. Metzger u. Zwanzig 12,—. Möbels. Becker u. Pauer 4.—. Tischl. Schwarz. Donau- straße, 3. R. 20.—. Tischl. Kießling. 3. R. 13,35. Tischl. Grünthal Pastot u. Co. 9.50. Friedrich 15.—. Tischl. Ball 6,75. Sechserk. Tischt. Schack 3.—. Tischl. Baseler u. Co. 10,—. Tischl. Rötzler u. Schmidt 40.—. Tischl. Grün u. Hettwig, 3. R. 13.-. Tischl. M. u. F. Berndt. 4. R. 13.—. Tischl. H. u. A. Schulz 18.65. Tischl. Starick, 8. R. 7,20. Tischl. Heim u. Gerken 20.—. Treppeng.-F. Vogt u. Söhne, 2. R. 15,—. Tischl. Lübtke. Pankow, 9. R. 8,70. Tischl. Niesei u. Kämmer, 3. Rate 30,—. Möbels. Leider 10.—. Tischt. E. Meyer 5,50. Ti chl. Emmeluth. 8. R. 8,10. Tischl. Krause u. Co. 5,—' Tischl. Reich 10,—. Tischt. Ball 6,75. Tischl. Scheffler 6,50. Tischl. Seystart u. Oehlschläger 25,—. Tischl. Barowsli 10,—. Tischl. Ball 6,50. Schirms..Frey 3,30. Tischl. Müller u. Co.. Blücherstr. 35, 2. R. 21,—. Von den Angestellten der Zahlstelle Berlin inkl. Gauoorsteher 42,—. Schirms. Löwenstein 2,—. Schirms. Hellwig 1,—. Schirms. Gebr. Hammerschlag 1,80. Tischl. Beyer u. Kröning 20,—. Drechsler u. Polierer von I. C. Tischl. Kalmbach u. Wolff, 3. R. 12.-. Stocks. Brückmann 7,35 setzen von Henke 4,—. Tischl. Vanselow, 2. R. 5.—.- Tischl. Tischl. Gebr.- Schuster 10.-. Einsetzer Baut. Mittag 9,30. Schubert 9,70. Tischl. Lüdtke, 10. R. 26,—. Gerson, 2. R. 30,—. Tischt. Knittel u. Klar 3,—. Kuhn statt GeburtStagsseier 3.—. Polierer von Nürnberg 3.—. Tischl. A. H. Hossmann S.—. Treppengel-F. Hundt 13.—. Tischl. Schulze u. Hinsche 10.—. Tischl. Haserlorn d. Rauh 10.—. Polierer von Schuster 6,—. Tischl. Klink Nachflg., 2. R. 16,20. Baut. Miitag, 5. R. 70.—. Tischl. Lochow u. Hering 30,—. Luxusm.°F. Morgenstern, 3. R. 15.—. Tischt. M. u. F. Berndt, 5. N. 15.—. Tischl. Lüdtke, 11. R. 10,—. Treppengel.-F. F. Engel 0,50. Tischl. Westermann u. Hacker 10.—.— Summa 1321,90 M. Bereits quittiert 4637,55 M. Gesamtsumme 5959,45 M. Tie Ortsverwaltuug. � 20.—. ei Ein« Ball 6,—. Möbelf. A iiMiiar Mohr sches 53b Gonservatoriiini begründet 1870. I. Luisermfer 22 am Oranienplatz. Direktor Paul Step«. II. Kleiststr. 36, am Nollendorfplatz, Direktion Paul u Oora Slern. NeuerKursusf. Gesang, Sternsche Methode, Opern- Ensemble, Rollenstudium, Klavier, Violine, Cello, Kompositdon, Chor_ Orchester. Schnellfördemder gediegener Unterricht. In d. Klavier- n. Violin-Anf ängerklassen Honorar monatl. U C_ j Prospekte gratis und franko durch beide Institut«.! ....................... miwamr« Abendkurse Berlin NW., Rathenower Str. 3 Technikum, Bauschule. Kgl. Regierungs-Baumstr. a. D. "Wcriivr, Inhaber.* Prowette(tci. Abendkurse BerNn, Meanderatr. 8 Technikun}, Bauschule. Königl. Regierungs-Bau- meister a. D.• Werner, Inhaber. Prospekte kostenfrei. Möbel Hneisler. kauft man reell u am besten beim Größte Auswahl In allen Hoiss- und Stilartcn. Gustav Rentei/ni�;; Lantlslierger Str. 6, KÄ; L«« Querstraße an der! Mullerftraße 113 1. bis 1 > elektr. Rachtbeleuchtung, vorn und Gartenhaus, in neuen trockenen l ' Häusern sofort billig zu vermieten. Zu erfragen Nr. 37 beim' Verwalter Meyer. Heinrich Pranck Tel.: Amt Ndn 4352. BfUlinenStraQe 22. 8 bis 7 Uhr geöffnet. Sumatra-Decke Dell-Tabak, Vollbl. I. Länge M. verzollt. Holländ. Bestgut reines Umblast, reif, IL I|I5 verzollt Möbel jeder Art in jeder Preislage von den billigstenbis zu den allerfein ste n neu und gebraucht. Speditions-Speieber Nene Frledrlchstr. 5—8, alte Kaserne, Hof. Großdestillations-Ecke oermiete sofort an einen tüchtigen Mann, der 3000 M. Kaulion stellen fann. wtanegold, Litörsabrif, Geis- bergstraße 29._ 135/11 Anzug vis'"45 s n. Maß pr. Zutaten aus Roßhaar. Dentache und engl, lätoffe. Tadelloser Eitz garantiert. «er Stall liefert, v. 25 M. m. Zutaten. — Anfertigung im Hanse.- kr Uünko Prenzlauer Ltralo ac II. ri. ndllRB,(a. Alexanderp 1.) �0 2000 Mille Zigarren 18, 20, 30 bi« 200 3»., schneeweißer Brand, nur reelle Sachen. — Prvbezehntel.— Neue Friedriehstr. 7, Alte Kaserne. Hof. ** Briketts xx Wuclierfrei /n au» Senftenberg und Sachsen, S«-»z Lagerplatz»dlershaf, Hoffmannftrafte S, Gslg«. Ur Maschinenbauer etc. «uS dem In Llquldatton befind lichen Sentkerwert, Müllerstr. 35, sin! ein großer Posten Werkzeuge, wie Dreh. unb_ Hobefstädle, Kaliber ohrcr,.Feilen, Technikum Berlin ■ KfinlggrStzer Str. 90. Tacc«-, Abondkarsc. 1 Maschinenbau, Elektrotechnik, Hochbau, Tiefbau. Werk-, Jlaurcr-, Zlmmev- | llelaterknrae.— Dauer 1 Jahr, Tlerteljahrl. 20 M. 1 23421.* Dir. Matthe», Inh. J. Baen BadstrJS Ecke Prlnz.-Allee Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. Eieg. Paletots. Ulster. Großes Stofflager;; zur Anfertigung n. Maß. ElnsegnungsanzUge in jeder Preislage. AUierbilUgste, streng feste Preise. """■ Berlin, AlteJakobstr. 124.' Elektro-Tecbnikuml iitgr. 1874. Ela. Fabril. Elektro-, Maschinen«, Bau-, Ingenieur«, Techniker-, Werkmeister-, Mon« ieur-Ausbild., Maschinenlabora« torium.>sIgllgsAdgNlI>llls8U8.> | tteuefllüle: Chartoltenburg. tfeltringslr. 34, ftkeMagazinitr. atn frledridi-torl-piirtz Sensationell niedrige Preise! o Erstaunlich billige Gelegenheitskäufe! Herren'Stiefal Rlndboi-SchnaTstlelel, such C75 7ni* nnrl.�rhnalte.. rnr w. Oaman-Stlefel »chwirx.SchnfiritlefelJlerby O95 Lackk�amPiMons, letzt nur Damen-Halbschuh« Sobvena Sctmflnchuh« n.»7« Derbv. LacUc.. modern, nnr<3 Kinder-Stiefel Kndbox,»ehr dauerhaft; 2S— 36 37-30»1— 83 »S 3.45 3.75 Zug und Schnall».. nur-a• Roßcbevreaux-Schnfirstleftl<725 Derby, Lackkapp».. nur u Chevreaux- Schnürstiefel, Qfis üodyear- Welt. 1 L» Derby, Lackk� modem, nnr J RoDchevroanx. Derby, mit AOK Lackkappe, sehr schick.." Elegants Lackhalbschuhe, C7< sehr elegant....... J Roüchevreaux-Schnfirstlefel C75 mit Leckkanne, schick nur � 2.95 9.4S 9.75 RoQchevr«aux. Derby, Lackkappe 25—26 27—30 31—35 mit Lackkappe,»chlck nur � Qodyetr- Welt- Chevreaux- 795 SchnürsiiefeI,am.Fas5ons,n Theater. Wie man Männer bessert. Die Original- Klabrias-Partie.(Ansang 8 Uhr.) Metropol> Theater. Allabendlich: Schwindelmeier u. Co.(Ansang 8 Uhr.) Voigt-Tbeater. Allabendlich:'Der rechte Weg.(Anfang 4st, Uhr.) Panage-Theater. Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Admiralspalast. Eisballelt: Uvonne.(Ansang 10 Uhr.) Folies<5 apricc. Allabendlich: Parisiana-Ensenible.(Ans. 8st, Uhr.) Apollo> Theater. Llbends täglich: Spezialitäten. s'Ansang 8 Uhr.) Wintergarten. Täglich: Spezialiläten.('Ansang 8 Uhr.) Königstadl-Kasino. Täglich: Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr.) Reichshnllcu-Theatrr. 2lllabendlich: Die Macht der Töne.(«»- sang 8 llhr,� Sonntags 7st, Uhr.) Urania> Thealer. Sonnlag: Von der Zugspitze zum Watzman«. Montag: In den Dolomiten. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Von Meran zum Ortlcr. Freitag: Der Vierwaldstädter See und der Gotthard. Sonnabend: In den Dolomiten. Sonntag: Von Meran zum Ortler' Montag: Unbestimmt.(Ansang 8 Uhr.) ..ivo. wichtig für Brautleute und auch zum Umzug®! Ausstellung lS.ZSW.Wl»« In grosser Auswahl' Teppiche.Gnrdinen.Portieren, Tischdecken Bettdecken Steppdecken Cbaistiongne- decken, Betten Diskret üche„Trude )-chramOTisch,| i Hahm., 2 Stühle. I Kohlenkasten I Handtuchhalter{ {ompl. M.fio,—. tnz.M.lO.Ratepi VVoch.lfMon.4M. Küche„ J) se"| Ausführung: Beileb. farbig lackiert, mit Sterntrias. Porzellan- ahr usw. 1 Schrank. 1 Anrichte mit Rahmen und Uhr| 1 fisch, rwei Stühle. 1 Kohlenkasten, i Handtuchhalter kompl ICC. Mark§9&u Anzahlg. M. 15.—| I DiifnPr WocheM-2- | ilulo pro Mon. M.?.- Bninnensfr. 1 KA le 89 Einzimmer- Wohnung „Serlin" Ausführung: Nussbaura, imitiert, mit Schnitzerei 2 Bettstellen 2 Matratzen, staubfrei, la Dreli, mit Kellkissen 1 Kleiderschrank mit Hutboden und Stange 1 Wohnzimmerschrank mit Spiegel 1 Spiegelspind 1 Spiegel mit Pacetteglas i Ausziehtisch mit modernem Fusr 4 Stühle mit Bohrvits komplett M. 41{0.- Anzahlung M. 45.— Polo pro Woche M. 3.— Nwl« pro Monat M. 12.— . S-yy.v < iÄm1 Zweizimmer• Wohnung „Hamburg" Schlafzimmer Ausführung: Nue�baum fournlert, mit Messingverglasung und Schnitserei 2 Bettstellen. 2 Paientmatratzen 2 Auflegematratzen, la Dreli mit Keilkissen, i Kleiderschrank mit Hutboden und Stange. 2 Stühle mit Botarsitz komplett M SOOe" Wohnzimmer Ausführung wie Schlafzimmer 1 Wohnzimmersehrank mit Spiegel und Messingkapltälen, 1 Sola in la Gobelinstoff, 1 Ausziehtisch mit modernem Fuss, 2 Stuhle mtt Bohrsitz, 1 TrUroe mit Stufe a.Facettesplegel 2 Bilder komplett M. 300a— Anzahlung auf Wohn- und Schlafzimmer. M. Ö5.~ 0�4<-k pro Woche.. M. 4.50 naie pro Monat.. M. 18__ MM ■% iW "$'V «t Sctilafzliiinier,, Breslau" Ausführung i Elche, hellgewaohat, mit echten Intarsien oder Salin- nussbaum mit echten Intarsien 2 Bettstellen lX2m mit 2 Fat-Matratzen, 2 Auflegomatratzen, 2teillg, la Dreli mit Keilkissen 1 Waschkommode mit weisser Marmerpl., 94X57 cm, erhöht Eückwand n. GlaspL 1 Anschraubespiegel mit Facetteglas 2 Naohtsehränke m. weissen Marmorplatt. 1 Ankleiaeschrank mit n türiger Ansicht, Facettespiegel u.*/» Wisoheeinrlchlg. 2 Stühle mit Bohrsitz, 1 Hand uchstindtr komplett M Anzahlung M 65.— pio"Woche..... M. 4.50 pro Monat..... M. IH. Speisezimmer».Halle AusfühtunR: Eiche, beliebig gebeilt mit modern. Sohnltr.erel od sa»Bb. fouinlert I Billett mit KriRUllleoetteverglaeUDg und Kristallspiegel,»owlo Schieber unter dem Blatt t Anrlebtetltcb mit Zwiechenboden t ZwelzugtUoh mit Eueeele'-: TerbiodBag 4 Laderstlihle mit Spezialloder komplett M 400.' Herrenzimmer..Halle'* Ausführung wie Speisezimmer t Umbau mit kleinen Seitenschränkohen u.Kristall(aoetteBpiegel 1. d. Eüokwand 1 Sola In la kleingemustertem Moquette 1 Dlplomateniohreibtiioü, Blatt mit Tueh bezogen. S Kasten unter dem Blatt 1 Schroibspitol. 1 Postament 2 Lederstuhle mit Spezlalleder komplett M. 395aa| Anzahlung auf Speise- und Herrenzimmer.. M. 90.— D-a+ a pro Woche..... M. 6.— 1 ■•"l® pro Monat-..... M, 24.— W'fn UM ,*': 1« Oeffentliche politische V ersam Dienstag, den B. September, abends 8 Uhr l. Iii' vi«: Corona-Prachtfäle, Kommandantenstr. 72. S. Mvvi«: Ni�les Feftsäle, Dennewitzstr. 13. Bock-Brauerei, Tempelhofer Berg. Kliems Festsüle, Hasenheide 13/15. Z. Krei«: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Arminhallen, Kommandantenstr. 58/69. 4. Krei«: Graumann, Naunynstr. 27. Süd-Ost, Waldemarstr. 75. Boekers Gesellschaftshaus, Weberstr. 17. Audi eas-Festsäle, Andreasftr. 21. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Comenins-Säle, Memeler Str. 67. Lötveu-Brauerei, Frankfurter Allee 53. in folgenden Lokalen: 5. Krei« Sophien-Säle, Sophienstr. 17. Uniou-Festsäle, Greifswalder Str. 222. O. Krei«: Mila-Siile. Schönhauser Allee 13� Prater-Theater, Kastanien-Allee 7/9. Obiglos Festsäle, Sckwedter Str. 23/24. Swiuemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. 42. Borussia-Säle, Ackerstr. 6/7. Frankes Festsäle, Badstr. 19. Boigt-Theater, Badstr. 58. Kösliner Hof, Kösliner Str. 8. Pharus-Säle, Mlllerstr. 142.(Zwei Versammlungen.) Bock-Branerei, Abt. II, Chausseestr. 64. Moabiter Stadttheater, Alt-Moabit 47/49. Artnshof, Perleberger Str. 26. Referenten: Richard Barth, Robert Bahn» Dr. Bruno Borchardt, Otto Büchner, Dr. Alfred Bernstein, Emil Dittmer, Emil Eichhorn, flgsci Uahren- wald, Regina �riedländer, Johannes Hast, Otto Handle, Joseph Hartmann, Jr. Kämina, Wilhelmine Kähler, Wilhelm Kubig, Hellmuth Lehman«, Pank Lust», Martin Meyer, Max Sassen, Wilhelm Schenk» Robert Schmidt, Franz Schneider, Emil Unger, Dr. H. Wehl, Emil Wutzky, Mathilde Wurm» Lnise Zieh, Fritz ZnbetU Im Reichstagswahllreise Teltow-Beeskow in folgenden Orten: /'Adlershof. Lehmgrübner, Bismarckstr. 60. ' Alt-Glienicke. Terrassen-Restaurant, Rudower Str. 64. Banmschulenweg. Serpentins Festsäle, Baumschulenstr. 78. Bohitsdorf. Villa Kahl, Restaurant Falkenruh. Britz. Raddatz Festsäle, Chausseestr. 39. Charlottenbnrg. Volkshaus, Rosinenstr. 3.. Grotz-Lichterselde-Oft. Hohenzollerngarten, Berliner St5. 131. Grüna«. Duchaufour, Köpenicker Str. 79. Johannisthal. Lindenhof, Friedrichstr. 61. Köpenick. Stadtrheater. Königs-Wnsterhansen, Niederlehme, Senzig, Zernsdorf. Schützenhaus, Wwe. Wedhorn. Lankwitz. Dohn, Kaiser- Wilhelm-Str. 34. Lichtenrade. Wirtshaus Lichtenrade, am Bahnhof. Mariendorf. Restaurant Graßl, Chausseestraße. Mitteltlvalde. E. Neumann, Gasthof zum Kronprinzen. Neukölln. Hohenstaufeusäle, Kottbuser Damm 76; Bartsch Fest- säle, Hermannstr. 49; Deutsches Wirtshaus, Bergstr. 136/137; Petris Festsäle, Knesebeckstr. 113. Nieder-Schöneweide. Wirtshaus Loreley, Berliner Str. 101. Schmargendorf. Waldkater, Warnemünder Str. 14/15. Schöneberg. Neue Rathaussäle, Meininger Str. 8. Tempelhof. Wilhelmsgarten, Berliner Str. 9. Trebbin. Schützenhaus. Treptow. Neues Gesellschaftshaus, am Bahnhof. Wilmersdorf. Stadtpark, Kaiserallee 51/62. Zossen. Kurzner, Baruther Straße. Am 4. September finden Versammlungen statt in: Friedenau, Kaiser-Wilhelm-Garten, Rheinstraße 66; Nowawes, Singers Volksgarten, Priesterstraße 31; Steglitz, Birkenwäldchen, Schützenstraße. Referenten: Max Barth, Fritz Carl, Hermann Clajus, August Dietrich, Georg Exner, Ernst Gehrke, Max Groger, H. Grünzel, Marie Jnchaez, Erns. Klaar, Emil Kloth, Julius Kaliski, Fritz Kunert, H. Langhammer» Karl Melle, Rlbin Mohs, Wilhelm Paettel, Hngo Poebsch, O. Riedel, Adolf Ritter, Adolf Scholz. Paul Schwenk, H. Spicckerman», Franz Thurow, Georg Ucko, Adolf Wnschick, Karl Wücke, Frida Wulf, Wilhelm Zabel, Adolf Zeuner. Im Reichstagswahlkreise XtodSrtmrntH» in folgenden Lokalen: Bernau. Restaurant Bellevue, Jnh. Franz Salzmann. Borsigwalde. Borsigwalder Festsäle, Jnh. Hohn. Friedrichsselde, Neu-Lichtenberg. Restaurant Bürger, Prinzen- allee 30. Friedrichshagen. Eiskeller, Friedrichstr. 96/97. Lichtenberg. Arnold, Frankfurter Chaussee 5. Cafö Bellevue, Hauptstr. 2. Ilieder-Schönhansen. Lidemit, Jnh. Ferschke, am Kirchplatz. Ober-Schöneweide. Wilhelminenhof. Oranienburg. Waldhaus Sandhausen, Inhaber Frahm. Pankow. Zum Kurfürsten, Berliner Str. 102. Reinickendorf-Ost. Schützenhaus, Residenzstr. 1/2. Reinickendors-West. Eichbornsäle, Eichbornstr. 60. Rosenthal. O. Deutschmann, Wilhelmsruh, Hauptstr. t. Stralau. Markgrafensäle, Markgrafendamm 34. Tegel. Trapps Festsäle, Inhaber Gamm, Bahnhofftr. 1. Weitzensee. Bergbrauerei, Berliner Allee 211. H Referenten: Paul Barthel, Paul Brühl, Adolf Buhl, Martha Temning, Paul Dupont, Robert Fendel, Konrad Hänisch, Karl Iah«, HrrmgM» Zftzeck, . Jaeckel, H. Käppler, Berta Lungwitz, Elisabeth Röhl, Otto Sillier, Karl Wcrmuth, Walter Zimmermann. Tagesordnung in allen Versammlungen: Der Kampf gegen die Teuerung. Diskussio». MSnner und Frauen! Erscheint in Masten! Für die Einbernfer: Eugen Ernst, voelw, Stiftnft. 16. Sozialdemokratischer Vahiverein im 4. Berliner Reichstags-Vahlkreis. Am Sonntag, den 1, September findet per Urabstimmung die 219/12* Wahl der Delegierten zum Parteitag«nd eines Mitgliedes des Schiedsgerichts für Grotz-Berlin Lokalen statt: Deter» Palisadenstr. 52. Kluge, Langestr. 58. Huth, Warschauer Strohe 61. Felleuberg, Caprivistr. 20. Kempi«, Tilsiter Straße 83. Nothtroff, Rigaer Straße 95. Peter. Mirbachstr. 33, Ecke Voigtstraße. Drölse, Ebelingstr. 6. Weber, Ebertystr. 45. Glyfium, Landsberger Allee 40/41. Krause, Bötzowstr. 8. w folgenden Eichberg, Naunynstr. 67. Wählisch, Skalitzer Straße 22. Laaser, Lausitzer Straße 25. Binde, Reichenberger Straße III Schulze, Forster Straße 17. Gaida, Wiener Straße 49. Mix, Skalitzer Straße 59 o. Engel, Oppelner Straße 47. Grundmann, Pücklerstr. 29. Lier, Naunynstr. 9. Merkowski» AndreaSstr. 26. Boeker, Weberstr. 17. Wahlberechtigt ist nur da» Mitglied, welche» bi» zum Mai d. I. seine Beiträge entrichtet hat. Die Wahlzeit beginnt um 6 Uhr vormittag« und endet um tS Uhr mittag«. Da» Zentral-Wahl- bureau befindet sich bei Paul Hosfman»,«»nigobergrr Strafte 2». Der Borstamd. Ottsverwaitung Berlin. SO., Engelufer 14. Ardkilrr, Mmim mil AUW der ßiidtWeil Kktnebt Knlms! Montag, den A. September 1S1A, abends 8�/» Uhr pünktlich in den„Coneordia-Festsälen", Andreasstr. 64: liroso Vorsammluilg. Tagesordnung: ürbetteriHne mi Cebcnsmittclwuchcr. ünkre Carifanträgc an den fflagiftrat. Referent: Kollege Emil Wutzky. Freie Aussprache. lolltgfR und Knllcglmn! Meint in Massen zn dieser Rersaminlnnz! N»u«rtah]tcseiiOB Wardgeiänd« □-RQtev(ri5HQrH an »i> Lehrter Khhiihot In 30 Min DircWt»w Rahohnf SeeaBfulil, «b Cbftrlottoiibur,(Bihnbof Juu(f(«rnholde, in 20 Minuhta i'eritffeSoraiiierhfia»ebrB von U. 300. äOO. 7 Blllijcite und«ehönsle Kolonie 1 u ..».«wSrÜSoUSÄ ÄuÄSJSÄ Kleine Anuhlonc.- L»nr MlMrhfllV»% NittrHtt BERLIN NO 4», Nene KOnloetraMa I« Jtbr. Amortliat.-Hypothek niCSbliUlnC M nllHuC«(Ami Kdalictiitdi 8876). JUuilr. Proipekt«retl». Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut* und Harnleiden. Prinzenstr. 41, pÄJTu 10-2. 5—7. SonntAK» 10-12. 2—4 pisbel-Hngebot. Gollde» Möbelgeschäft liefert bürgerlich« Wohnungseinrichtungen sowie ein. zelne Röbel gegen mäßige Ztittvergütung bei Nemer Anzahlung u. geringen monatlichen Teilzahlungen. Anfragen unter Postiagerkarte 7», Postamt 28. Kein HbzaMungegerchäft sssiL- Verein fOrFrauen«.Mädchen der Arbeiterklasse Montag, de» S. September, abend« 8'/, Uhr, in Steiler«»Reue Philharmonie-.«Spenicker Str. V«,S7: Bortrag üb« da» Th-m-:„Sturm u. Drang". Eine deutsch« Literaturepoche des achtzehnten Jahrhundert». Referent: D,». VlvSlnivpK«. 53/11 Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Der Vorstand. Verband der Sattler und Portefeuiller. Ortaverwaltang Berlin. Branchen-Versammlungen Ktsltlirr-Sratliht: Donnerstag, den 5. Sept.. abends 8'/, Uhr. im Gewerkschaftöhause, Engelus« 15. Purtrsririlir«. unb Mkertidrldriiiichr:"ÄX4«®* bei Graumann, Naunynstraße 27. Mltltül°§litlllttt: Mittwoch, den 4. September, abends S Uhr, im »Gngltfchen Garten«, Alexanberstr. 2fc. liuolfBinlflift u. Teppichliäher: �'"'°a�nds''sh.u?��' bei ÜVeldnackt, Grünstr. 21. Mllgtk-AlllNltjt: Mittwoch, den 4. September, abends 8'/, Uhr, im Grwerkschnftshause, Engelufer 15. tifmöbtl' u. iebttfiulilfolßcm: Stpt- im Graphischen Vereinshause, Alexandrinenstr. 44. Zahlreichen Besuch dies« Versammlungen erwarten 158/3»1« Br»nct>enl«ltnngvi>. Verwaltung Berlin. Mittwoch, den 4. September 101Ä: Ifttocnemcttiif t- Ntrsmnilnnzcn. der Bezirke u»ed Branchen. Die Versammlungslokale werden am Dienstag bekannt gegeben. Mutlkinsti'umentenardeltei'! Montag, den Ä. September, abend« 8 Uhr, im»GcwerkschastShaus«, Engelufer IS(grofter Saal)» Außerordentliche Kronchen-Uersammlung. Tagesordnung: 1.»Die gegenwärtige Lage in der Mu!ittnftrumente>ttndustrieB. R«f«ent: Kollege F. Leopold. 2. DiSkufston. 3. Bericht von der General» Versammlung. 4. Btanchenangelegcnheiteii. Die in der Versammlung zur Beratung stehenden Angelegenheiten sind für die Gesamtkollegenschast von größtem Interesse. Jedes in der Mtlstktitsmimcntenbrtuiche beschäftigte BerbaudS- mitglied must deshalb erscheinen. 88/5 ,>. ZilltgsUeSadiied log/ltlmlvrt.. Eszlrk Okei'SvkKnSivelNv. Die am Dienstag, den 3. September fällige Mttgliederversamm- lung fällt wegen der Protestversammlima aus; sie findet statt am 10. Sep» temdcr 8 Uhr bei Warneke. Dilhelminenhofftr. 18. Orts- Krankenkasse der Tischler Spandaus. Montag. benS. September, abends 8 Uhr, im Lokal von Lmil Lvtmbei-t, Kurstraße 21: AnBerordentllche General-Versammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zur Verschmelzung der Kasse. 278/8 n«r Vorstand. Karl Marzilger, Vorsitzender. Brbelter'Samarlter'ßund Kolonne jO) Groß- Berlin. Der neue Lehrkursus �& in der Erste« Hilfeleistung bei Unglücksfälle««nd Erkrankungen beginnt in dieser Woche und zwar: 1. Abteilung Berti» Ritter- strafje 75 Restaurant Rittersäl« 2. Abteilung Berlin Brunnen- ftraße 154 Restaurant Das- 3. Abteilung Schöneberg Vorbcrg- straße 9 Restaurant Haendel 4. Abteilung Lichtenberg Scharnweber- straße 60 Restaurant Piikenbagen 5. Abteilung Neukölln Weichsel- straße 8 Jdealpassage Donnerstag Freitag 5. September 5. September Montag Montag Donnerstag' 2. September 9. September 12. September Der Kursus dauert bis April 1913.— Aerztliche Vorträge. — Reichhaltige Bibliothek.— Krirsusbeitrag 2 M. 295/19 Männer und Frauen, welche daran teilnehmen wollen, werden ersucht, sich in obigen Lokalen abends 1lid Uhr einzufinden. Nähere Auskunft erteilt P. Krause, 1. Vorsitzender, Neukölln, Okerstr. 46. vilanS. Kassenbestand am 1. Januar 1910..... 1775,91 M. Einnahme inkl. Bestand...... 11 417,10, Ausgabe............ 10 709,14„ Kassenbestand am 2«. Augnst 1912..... 707,96 M. Gemäß des§ 23 de» OrganifattonSstatutS bat der Vorstand de- schlössen, daS VeteinSvermögen dem Genossen tkurl Rosenseld zwecks Forderung der Jugendbeloegung zu überweise». Jür den Borftand: All» 8oft»Ir, Bors. Ecnit Wenrel, Kass. Georg HolzhGtter, Schrift). Die Revisoren: Gustav Depner. Adolf Meyer. Adolf Winkelmann. «erlin. den 1. September 1912. 295/28 Vledererhlfnung der Wiedereröffnung vollständig umgebauten und von Grund aus renovierten ehemaligen Vnasolsvkon fesis'äle Jetzt Carl Havarlands Fastsala«.Verainslokalitäten Neue Friedrichsir. 35, zwischen Alexanderplattn.HackescheD Markt i■ Fernspr. Norden 4054. Empfehle dein verehrten Publitum meinen großen Prunffaal, diverse hochelegante HochzeitSsäle mit schönen Nebenräumen und 11 Ge- sellschaftS. und Sitzungszimmer zur Abhaltung von Vereins- und Familienfestlichkettcn, Sitzungen und Kommersen usw. Basttemperierta hiesige, pilsenar und Münehener Giere. Weine aia ersten Hiusern. Exquisite KDche. Kulanteste Bedingimgaa. Carl Haverland, früher Kommandantenstr. 77/79. Nor noch kurze Zeitl ia die Hairase sein rege ist. f Angelegte Obstgärten. Wald- u.t Loarten-Grundstiicke flir Eigen- 1 fheirae und Ferienhäuser.— 1 ' Aeusserst billige und günstige I Knufgelegenheii. M Ifeu-Sadowal Stnt. Sadowa, a. d. Strasse u. Biesdorf. 5 Min. vom Bababoft Qu.-K ute voo 15 M. au. M Raulsüorf Ken erschlossenes Gelände,| 3 Minuten r. Balmbof. Quadr.- Kute von 12 M. an. Petershagen Station Fredersdorf a. d. Ost- bahn, Qu.-Rute von 6 M* an.1 |gr Biesdorf ßtatlon an der Oßtbalm, direkt am Bahnhof beginnend. Qu.-Rute von 20 M. an. | Kleinste A-nzahlung.— Sommei- | häuscheu von 300, 500* 700 1 Mairlc aufwärts.— Verkaufs- 1 stellen an den Bahnhöfen und | auf dem Gelflnde.— Prospekte kostenlos. iNleschalke& Hitsche [ Berlin NO«S, Neue Könlgstr. IS.. Fernspr.- Amt KSnlgst. 6876. 117 Gr. Frankfurter Straße 117. Sonnabende November bis Januar ISIS frei. Werte Bestellung erbittet Kurt Breuer, Amt Königstadt 1374. Den Vorwärts-Lesern gewähre Rabatt. ■■ -s Diese Woche! Ein Posten reichgestickter lösch» ortieren nnr soweit Vorrat! l,po ft 85 frccnlilrl Fenster 8 m.| 10®«) Viktoria-Tuchportiere 9�5 mit allerliebst. Stickerei Eine Partie reichgestickter Plttschdeeken a 6, 8, lOM.(bisher 8-1 SM.) Blenen-Anawahl Tüllbettdecken & 1,85, 8, 4,50 bis 75 M. Banfpersiscbe doppelseitige Divandecken M. 7,50-r 8,75(i|?15Ci5.) DivanrQckwSnde 3,85-18 IS. Teppich-Spezialhaus L BOT Emil effevre Berlins. SeiH882nur Oranienstr. 158 Unterhalte nirgends Filialen. Spezial-Katalog mit ca. 650 gM g. fMg. Abbildungen Heute nur von S— 10 Uhr geöffnet 4 ■■ WsM :■ praktisch wäscht gründlich billig! weil selbsttätig waschend, ohne Mühe und Hrbeil, in denkbar kürzester Zeit! Selbstwaschende Hausfrauen werden in ihrer sonstigen Tätigkeit fast nicht behindert, sparen also viel Zeit.— Äbcr auch für die Berufs- wäscherin ist Persil ein Segen, da es deren so überaus schwere und anstrengende Tätigkeit erheblich erleichtert!-— weil persil infolge seiner enormen Wasch- und Bleichkraft auch die schmutzigste Wäsche vollkommen und absolut gleich- mässig reinigt. Es gibt keine Stelle in der Wäsche, die, mit Pcrsillaugc in Berührung gebracht, nicht noch reiner wird, wie ehedem beim Waschen mit Bürste und Waschbrett. Ein Vorteil, der sich besonders bei den Rändern von Manschetten und Kragen etc., ebenso bei Kinder- oder sehr schmutziger Berufswäsche bemerkbar macht! Dabei ist Persil garantiert unschädlich, weil vollkommen frei von scharfen oder giftigen Stoffen! und zwar direkt wie indirekt! Direkt, durch Ersparnis jeglicher sonstiger Zutaten, wie Seife und andere Waschmittel, die überflüssig sind, durch verringerte Feucrungskosten und Waschlohn, wie überhaupt durch Ersparnis an Zeit, Arbeit und Geld. Indirekt durch grössere Schonung der Wäsche, die sonst durch Reiben und Bürsten, durch längeres und mehrmaliges Kochen bei aller Waschmelhodc rascher verschliss und schnellerer Erneuerung bedurfte. Wohl selten ist ein neues Waschmittel in Verkehr gekommen, dessen Vorzüge so vielseitig und augenscheinlich sind.— Daher erklärt sich auch die begeisterte Aufnahme von Persil und seine beispiellos rasche Verbreitung in allen Kreisen. Auch auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911 wurden die hervorragenden Eigenschaften von Persil als vorzügliches selbsttätiges Waschmittel und gründlich wirkendes Dcsinfcktions-Mittcl durch Verleihung der - goldenen Medaille- anerkannt und gewürdigt!— Erhältlich nur in Original-Pakelen, niemals lose. HENKEL& CO., DÜSSELDORF. KU«nig« Fabrikanten auch der aDbelicbten th-S Verkaufsstellen durch Plakate erkenntlich. Fabrik-X'Iederlagc für Berlin nn«l Vororte: Job. Schmalor, Berlin JH. 4, TieckittraBe 11. fM-lüM ■ I flCaC* s* Berg Nachf. * 4 Borchardt. Friedrlchstr 115 I, am Oranienb. Tor. Tel.: Nord 7402. 37142* Frack, Smoking. Äebrockanzüge, CHaPeau claque, für jede Figurpasi., vorrätig in verschiedenen Preislagen. Sehr groDe Auswahl, mäßige Preise. Konflmutlon Einsegnungs-Anzüge Einsegnungs- und Priifungs- Kleider Fertige Wäsche Kleiderstofte V Unterröcke usw. Gratis�! '•rbäit jeder Knabe elegasiMH«!' ledea Mädchen ff. ledern. Täschohea Herren- u. Damen- Garderoben mit Gratis- Zugaben k Herren: E'eg. Hui od. Stock � 1. Oamen: ff Lederwaren Answahl kolosaall Bflllgste Preise! i Niedrigste Anzahl M w �oenenrate nur■ ALLE TAGE ANDERS! grösstes Haus, direkt am Nettel beck platz Pank-« Gericht- m* B'tntekta* dorfer Ktraeeea-Kek« Parterre, I., IL, III., IT. Bta«e Einziges Abzahlungs-GeschSft� welches Mitglied der RabattmarKen- Gewährungs- Genossenschaft ist. 10 Mark monatliche Teilzahlung liesert elegant« Herrengarderabe nach Ras I T�».»»..—>.! Schneidermeister, Linden str. 110. verai twortlich» Alfred Wiclev«, Mulölln. Für de» Snieratenteti vercnMo.:Th.Vl,ite. Berlin. Druck ikBerlag; Borwarl» Buchöruckere,». B-riagsunimil Paul vinger u.*oH Bertm SVL (lt. 204. 29. ZchMg. 4. Seillige des Jotmätls" Lerlim WllisdlM Somtss, kute früh 8 Uhr: FIiiBlMndmtmg in Groß-Serlin. Partei-)Znge!egenKeiten. An die Parteigenossen Berlins und der Provinz Brandenbarg! Mitte September erscheint wiederum eine neue Lokalliste. Wir ersuchen daher, alle Aenderungen bezw. Neuaufnahmen bis spätestens Donnerstag, den 12. September, an die nachverzeichneten Kommissionsmitglieder gelangen zu lassen: Für den I. Wahlkreis an den Genossen Jalob Egs, C. 19, Rotzstrahe 31. Für den II. Wahlkreis an den Genossen R. Reinhardt, L. kg, Urbanstraße 67. Für den HI. Wahlkreis an den Genossen Gustav Müller, 80. 36 Grünauer Strasse 26, IV. Für den IV. Wahlkreis an den Genossen Franz Beyersdorf, D 34, Petersburger Strasse 59. Für den V. Wahlkreis an den Genossen Albert Hahnisch, 0. 54, Auguststrasse 51, Ouergeb. IV. Für den VI, Wahlkreis an den Genossen Wilhelm Dams, dl. 4, Schlegelstrasse 9. Für Nieder-Barnim an den Genossen Hermann Elias, 0. 112, Blumeuthalstrahe 24. Für Teltvw-Beeskow an den Genossen Karl Rohr, Rixdorf, Weisestrasse 33, IV. Für Potsdam- Osthavelland an den Genossen Emil Schubert, Spandau, Kurstrasse 21. Für Ober-Barnim an den Genossen Karl Schindhelm, Ebers- ivalde, Breite Strasse 59. Für alle übrigen Orte der Provinz sind Mitteilungen zur Lokal- liste durch die Borsibenden der Kreise an den unterzeichneten Ob- mann der Kommission zu richten. Um das rechtzeitige Erscheinen der Lokalliste zu ermöglichen, ersuchen wir die Parteigenossen dringend, alle Mit- teilungen in Lokalangelegenheiten für Gross- Berlin dem zu- ständigen Kommissionsmitgliede, für die übrigen Orte der Provinz dem Vorsitzenden des betreffenden K r e i f e S zu übermitteln.— Ferner weisen wir wiederholt auf den in den Lokalkonferenzen der Lokalkreise so oft gefahten Beschluss hin, wonach die örtlichen Kommissionsmitglieder unbedingt verpflichtet sind, vor dem Erscheinen jeder neuen Liste rechtzeitig an den Obmann, ihres KreiseS einen Bericht einzusenden, gleichgültig, ob Veränderungen vor- gekommen sind oder nicht. Orte, aus denen kein Bericht kommt, werden in der Liste nicht weiter aufgeführt und haben sich die betreffenden Genossen die etwa hieraus entstehenden unangenehmen Folgen selbst zuzu- schreiben. Alle nach dem 12. September einlaufenden Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden und ersuchen wir, dies zu beachten. DeS weiteren ersuchen wir wiederholt, alle Mitteilungen in Lokalangelegenheiten nur durch die oben genannten Kommissions- Mitglieder an den Obmann der Kommission zu richten und nicht direkt an den„Vorwärts". Es entstehen hierdurch nur unnötige Verzögerungen, und da die meisten Einsendungen immer erst in letzter Stüstde einlaufen, ist, wenn es sich um eine Sperrnotiz handelt sVergnügen in einem gesperrten Lokal), eine Publikation nicht mehr möglich. Der Obmann der Lokalkommission: Albert H a h n i s ch, C. 54, Auguststrasse 51. Zur Lokalliste. Wir machen darauf aufmerksam, dass das Lokal Neu- HevingSdorf an der Oberfpree, Jnh. Herr Bludschuß. für organisierte Arbeiter gesperrt ist. \ Die Lokalkommission. Charlottcnburg. Da in den Flugblättern das Versammlungslokal für die am Dienstag stattfindende Versammlung infolge eines Druckfehlers unrichtig angegeben ist, wollen die Genossen darauf aufmerksam machen, dass dieselbe im Volkshaus, Rofinen- strasse 3, tagt. Lichtenberg. Heute Sonntag früh S Uhr: Flugblatt- Verbreitung. Die Bezirksleitung. Steglitz-Friedenau. Am Dienstag, den 3. September, abends 3'/, Uhr. findet im„Birkenwäldchen". Steglitz, Schützenstrasse, ein Lichtbildervortrag deS Ingenieurs Genossen R. Woldt über: „Schiffbau und Schiffahrt" statt. Eintrittskarten a 20 Pf. find im Vortragslokal zu haben. Der BildungSausschuh. Berliner JVacbnchten. . Trara, bumbum... Hurra... Hosianna! „Berlin im Festschmuck, im Fahnenwald... Hundert- tausende auf den Beinen... elektrisch gespannte Stimmung... Deutschland in allen Gassen voran"— das ist morgen ganz sicher der Refrain der schwülstigen Sedanberichte des hurra« patriotischen Blätterwäldchens. Man fühlte eine Zeitlang selbst in höheren Regionen heraus, daß in vierzig Jubeljahren eigentlich des Guten genug geschehen sei. Dazu trug ein wenig vielleicht die Erkenntnis bei, daß in Berlin und anderen Großstädten die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung von kriegerischen Erinnerungsfeiern mehr als übersättigt ist. So wurden sogar die Schulfeiern eingeschränkt, und nur in solchen Kreisen, die aus der großen Krippe des Militarismus und verwandter Sinekuren ihr Heu beziehen, pflückte man nach wie vor neue Lorbeeren auf Vorschuß. Heute hat sich das Bild schon wieder verschoben. � Trotz aller Friedensflötentöne ist das Rüstungsfieber zum Rüstungswahnsinn gediehen, und gerade im Brennpunkt des deutschen Imperialismus, gleich- zeitig in der Hochburg politischer Gegner, sucht man künstlich eine Stimmung zu züchten, die mit der Stimmung der Masse nicht das mindeste gemein hat. Der erste oder zweite Sep- tember ist der Tag der Herbstparade. Daran hat man sich alleweil gewöhnt Der deutsche Michel kann so an dieser glanzerfüllten Spielerei doch in etwas nachrechnen, wo all fein ihm aus dem Knochenmark gesogenes koscheres Geld bleibt. Wie der betrübte Lohgerber steht er mit eingefallenem Bauch dabei und sieht sich nicht satt an den feisten Gesichtern der Betreßten und Besternten Aber in der leeren Tasche steckt wenigstens noch die geballte Faust. Morgen wird eö auf dem Tempelhofer Felde ganz besonders hoch hergehen. Zwei Armeekorps marschieren mit Trara und Bumbum ge- schniegelt und gestriegelt auf, um höchst überflüssigen Parade- drill zu zeigen. Hunderttausende kostet der Spaß, die Be- friedigung einer wertlosen militärischen Mode. Michel, dem die deutschen Fleischtöpfe eine Vision geworden sind, bezahlt ja dafür, darf er sich delektieren an den blitzenden Parade- � Uniformen, an den Kruppschen Milchkühen aus Gußstahl, an > dem Vergleich zwischen militärischem Wohlstand und pro- letarischem Hungerleid, und das frenetische Hurra in drei- maliger Auflage gellt ihm wie Hohn in die langen Ohren. Michel, wach auf und nimm die Faust aus der leeren Tasche! Sieh dir auch mal recht genau die hunderttausend„Veteranen" an, denen der alte Paradedrill mit untertänigstem Verstände wieder in den Knochen juckt und zuckt. Das sind, unbeschadet vorsintflutlicher Angströhren hier und da, die Krippenfresser in Zivil, die stubenreinen Kriegervereinler und Sozialisten- verspeiser, die meisten in Frack, Bügelfalte und Gipsverband, strotzend in der fettigen Körperfülle aller Stützen von Thron und Altar. Vergebens suchst du die Kriegsdenkmünze am Lumpenrock, vergebens jene Staatsbetreuten, denen man in Dankbarkeit den mageren Veteranenzuschuß allergnädigst um die Hälfte zu kürzen geruht. Veteranenpack nach dem Sinne der„Norddeutschen Allgemeinen" hat hier in Parade nichts zu wollen. Devote Klingelbeuteldämchen und Pfadfinderjung- blüter mit dem Knopflochpropeller und der prinzlichen Visiten- karte sind dem Herrn der Heerscharen ein wohlgefälligerer An- blick. Michel, tu die Augen auf! Siehst du sie da oben streiten in den Lüften, die zukünftigen Massenmordmaschinen über dem schimmernden Paradefelde? Großartig, prächtig— wenn die Goldbarren nicht gemünzt würden aus Volksgut, zur Volks- Vernichtung! Und wenn es morgen als allerneueste Paxade- zugäbe über das Aufmarschgelände schallt:„Helm ab, Zylinder- Hut ab zum Gebet!"— dann nimm Reißaus, Studienmichel. Du kannst nicht Hosianna rufen, und kannst nicht den großen Gott, der Eisen zum Massenschlachten wachsen ließ, mitloben. Des Pastors„Trost am Grabe" wird in Berlin so oft verschmäht, daß die Frommen und ihre Seelsorger mit schmerzlichem Bedauern' die hierüber ge- machten amtlichen Feststellungen betrachten. Lehrreiche Zahlen- angaben, durch die dieses Gebiet beleuchtet wird, finden sich in einer Statistik über die Begräbnisse von Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinden des Synodal- bezirks Berlin. Für das Jahr 1911 sind da 29 092 Verstorbene zusammen- gezählt worden, worunter 6678 Säuglinge(Kinder des ersten Lebensjahres einschl. Totgeborene), 3182 Kinder im Alter von 1—14 Jahren und 19232 Erwachsene waren. Diesen über- Haupt 29 092 Begräbnissen standen runb 18 161 Begräbnisse gegenüber, die unter Mitwirkung eines Pastors vollzogen wurden. Wohlgcmerkt: die Statistik berichtet nur über Mit- glieder der evangelischen Kirche, nicht etwa auch über die Ab- trünnigen, die aus der Kirche ausgeschieden waren. Unter 29 092 Begräbnissen nur 18 161, bei denen ein Pastor mit- wirkte— das bedeutet, daß bei nur 62.Proz., noch lange nicht zwei Dritteln aller, nach dem„Trost" verlangt worden war, den die Kirche spenden zu können meint. Selbst wenn hier die Totgeburten sowie die bald nach der Lebendgeburt eingetretenen Sterbefälle ausgeschieden würden, dürste für die Mitwirkung der Pastoren bei den Begräbnissen schwerlich eine Anteilziffer herauskommen, die über 66°/« Proz., zwei Drittel der Gesamtzahl, hinausginge. Interessant ist es, die einzelnen Kirchengemeinden ge- sondert zu betrachten. Hierbei kann man davon absehen, daß Verstorbene manchmal aus ihrer Gemeinde„ausgekauft" und auf den Friedhof einer anderen Gemeinde bestattet werden. Bei den meisten Gemeinden werden der„Verlust" und der „Gewinn" einander ungefähr aufheben, und im übrigen hau- delt es sich ja wohl bei diesen„Auskaufungen" überhaupt nicht- um so viele Fälle, daß sie die Gesamtzahl der Begräbnisse einer Gemeinde nennenswert beeinflussen könnten. Für die gesonderte Betrachtung der einzelnen Kirchcngemeinden ist zu berücksichtigen, daß es Ge- meinden gibt, in denen die Wohlhabenden stark vertreten sind, und andere, in denen die Minderbemittelten überwiegen. Da zeigt sich nun, daß im allgemeinen in den Gemeinden der von Arbeitern bewohnten Stadtteile Berlins sehr viel häufiger auf des Pastors „Trost am Grade" verzichtet wird als in den„vor- nehmeren" Kirchengcmeinden. Ein„Jdealzustand", an dem alle Pastoren ihre Freude haben iverden, besteht z. B. in der Dom- und Schloßgemeinde. wo im Jahre 1911 bei 87 Begräbnissen 87mal ein Pastor mitwirkte. Hinter diesem Rekord blieb die Garnisongemeinde nicht viel zurück: sie konnte bei 136 Begräbnissen 130mal Pastorenbeteiligung buchen, in rund 96 Proz. aller Fälle. Mit ähnlichen Ergebnissen schloffen mehrere Gemeinden von Berlin-West das Jahr 1911 ab. Die ganze Diözese Friedrichswerderl, die neun Gemeinden hauptsächlich des Westens umfaßt, hatte bei zusammen 1083 Begräbnissen 913 Pastoren- beteiligungen, das sind reichlich 84 Proz. Dagegen hatte zum Beispiel die Diözese Berlin IH, die zwölf Gemeinden Haupt- sächlich des Nordens umsaßt, bei zusammen 5414 Be- qräbnissen nur 3119 Pastorenbeteiligungen, knapp 58 Proz. In der Diözese Friedrichswerder I steht an der Spitze die Kaiser-Friedrich-Gemeinde(Nordrand des Tiergartens), in der 100 Proz.— 83 Pastorenbeteiligungen bei 83 Begräbnissen— erzielt wurden. Am nächsten kommt ihr die Matthäus- Gemeinde(Südrand des Tier- gartens) mit'OO Proz., 104 Pastorenbeteiligungen bei 115 Begräbnissen. Aehnliche Anteilziffern sehen wir in der Lukas- gemeinde, in der Dorotheenstadtgemeinde usw. Die Gegen- stücke, die den Pastoren zu denken geben werden, finden sich in den Arbeiterviierteln. im Nordwesten, Norden. Nordosten, Osten, Südosten und Süden der Stadt. Da gibt es Gemeinden, in denen der Prozentsatz der Mitwirkung von Pastoren bei Begräbnissen weit unter dem oben mit 62 Proz. angegebenen Durchschnitt des ganzen Synodalbezirkes Berlin zurückbleibt. In einzelnen Gemeinden haben die Pastoren sogar bei noch nicht 50 Prozent aller Begräbnisse Gelegenheit gefunden, sich als„Trostspender" zu versuchen. So sehen'wir in der Marthagemeinde, die zu der den Süden und Südosten umfassenden Diözese Kölln-stadt gehört, bei 219 Begräbnissen nur 103mal einen Pastor mitwirken, das macht nur 49 Prozent. In der Diözese Berlin I, dem Gebiet. von Berlin-Ost, bringt die Pfingstgemeinde es mit 217 Pastoren- beteiligungen bö! 441 Begräbnissen gleichfalls nur auf 49 Pro- zent. Zu derselben Diözese gehört t>ie in der Innenstadt liegende Mariengemeinde, die mit 100 Proz.— 24 Pastorenbeteiligungen bei 24 Begräbnissen— ein Gegenstück zur draußen im Viehhofsviertel liegenden Pfingstgemeinde ist. In der schon erwähnten Diözese Berlin III finden wir zwei Ge- meinden, deren Pastoren für ihre Heranziehung zu Begrab- nisten noch keine 50 Proz. zusammengekriegt haben. Da ist die Gethsemanegemeinde(Schönhauser Vorstadt), wo bei 616 Begräbnissen nur 296mal ein Pastor demüht wurde, in 48 Proz. der Begräbnisse. An der Spitze der proletarischen Gemeinden dieser Diözese steht die Stephanusgemeinde(Ge- sundbrunnen): hier haben die Pastoren sich gar nur 41 Proz. buchen können, nur 178 Beteiligungen- gegenüber 425 Begräbnissen. Wir wollen uns an der Wiedergabe dieser Proben ge» nügen lassen. Sie zeigen, daß es die Wohlhabenden sind, aus die die Kirche in ihrer Not sich noch stützen kann. Kriegsveteranenschicksal. In hilflosem Zustande aufgefunden wurde vorgestern abend der wohnungslose Invalide, frühere Schmied Franz Wuller vo» dem Hause Frankfurter Chaussee 117. Er wurde von einem Schutzmann zur Rettungswache gebracht, wo gänzliche Körperentkräftung festgestellt wurde. W. hat, wie er er« klärte, die Feldzüge von 1364, 1866 und 1370/71 mitgemacht. Ein.Sechzigjähriger. Morgen, am 2. September, vollendet Genosse Emil BaSner sein 60. Lebensjahr. Mit Recht und mit Stolz kann Emil BaSner von sich sagen, dass er von der Picke an ununterbrochen in der Arbeiterbewegung gewirlt hat: gewerkschaftlich und politisch. Kaum ausgelernt, ging Emil BaSner als Schmiedegeselle auf die Wanderschaft und kam bereits im Jahre 1872 nach Berlin und wirkte hier besonders unter seinen Berufskollegen, sie auf den Wert der Organisation hinweisend. Es hieße, die Geschichte des Schmiedeverbandes schreiben, die der Jubilar kürzlich selber herausgebracht hat, wollten wir die organi» fatorische Wirksamkeit Emil BaSners in Berlin und Hamburg, wo er besonders tätig war, eingehend schildern. Immer war Basner in den vordersten Reihen tätig. Zugleich aber schloß er sich auch der politischen Bewegung an. Ihn trieb eS schon älS noch nicht Zwanzigjährigen hinein in den politischen Kampf. Der Allgemeine deutsche Arbeiterverein war sein erstes Wirkungsfeld, und mochten die Kämpfe und die Verfolgungen, die unter dem Sozialistengesetz besonders heftig waren, noch so hart sein, Emil Basner wich und wankte nicht. Und deshalb gehörte auch er zu den AuSerwählten, die von der Fuchtel des Ausweisungsparagraphen getroffen wurden. Ihm, den zähen und kernigen Schmiedegesellen, focht das alles nicht an, auch nicht, als er genötigt wurde, sich die Räume des Gefängnisses Plötzensee von innen anzusehen. Und wenn mancher andere, deS Kampfes müde, beiseite trat, Emil BaSner blieb fest und unentwegt bei der Fahne. 1888 kehrte er von Hamburg nach Berlin zurück. 1901 wählten ihn die Genossen deS 4. Kreises in die Stadtverordnetenbersamm« lung, wo Basner in verschiedenen grösseren Deputationen nach aussen zwar weniger in die Erscheinung tretend, aber um so intensiver und eifriger die Interessen der Arbeiterklasse verfocht. Wenn wir heute uns zu den Gratulanten«gesellen, die dem sturmerprobten Kämpfer ihre Glückwünsche auf diesem etwa? unge- wöhnlichen Wege darbringen, so geschieht es in der Ueberzeugung, dem Genossen Emil BaSner, der sein ganzes Leben dem proleta« rischen Kampfe gewidmet hat, noch recht viele Jahre als Kämpfer in unserer Mitte zu sehen und ferner in dem Wunsche, dass recht viele Parteigenossen in solch eifriger und uneigennütziger Weise wie Emil Basner in der'Partei sich betätigen möchten. Vom Rnnbflug Berlin. Von elf Fliegern, die für den RumN- fluig Berlin gestartet sind, haben drei die ganze Strecke des gestrigen Tages zurückgelegt. Baierlein auf Ago-Zweidecker brauchte fast zwei Stunden; Leutnant Krüger auf Harlan-Eindecker etwa 1% Stunden; Caspar auf Rumpler-Taube SVi Stunden. Die anderen Bewerber sind unterwegs an verschiedenen Stellen ohne Zwischenfall gelandet.» j Ein Schutzmann erschossen. Das Opfer einer Unvorsichtigkeit ist gestern ein Schutzmann geworden. Auf dem 63. Polizeirevier in der Kurfllrstenstr. 156 wollte der Schutzmann W. seine Waffe entladen. Hierbei ging plötzlich der Schuß los. Die Kngel drang dem Schutz» mann W. durch die Hand und traf dann seinen Kollegen K. in den Unterleib, so dass er bald darauf starb. Todesstur» eines Kindes. Ein schwerer Unglücksfall hal sich am gestrigen Sonnabend früh in der Pappelallee 48 zugetragen. Die Frau fceS dort wohnhaften Töpfers Janetzki hatte sich, da sie bis 4 Uhr früh gearbeitet hatte und ermüdet war, auf kurze Zeit zur Ruhe gelegt. Während dieser Zeit kletterte das zwei Jahre alte Töchterchen auf einen am Küchenfenster stehenden Stuhl, öffnete das Fenster und lehnt« sich hinaus, um auf dem Hofe spielenden Kindern zuzusehen. Dabei verlor das Kind das Gleichgewicht unb stürzte kopfüber in die Tiefe, wo es blutüberströmt und besinnungs, loS liegen blieb. Die Kleine hatte schwere innere und äußere Ver« letzungen davongetragen und verstarb nach wenigen Minuten. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich am Freitag gegen ?U2 Uhr mittags in der Anhaltstrasse. Dort versuchte an der Ecke der Wilhelmstraße der 84jährigie Privatier Kqrl Oeburg aus der Antwerpener Strosse das Gleis zu überschreiten. Der Greis wurde von dem Bahnwagen erfaßt und uckigestossen und blieb bewußtlos neben dem Wagen liegen. O. erlitt eine schwere Verletzung der rechten Schulter und eine erhebliche Quetschung des rechten Ober» schenkels. Nach Anlegung von Notverbänden auf der Unfallstation wurde der Verunglückte nach dem Rubolf-Virchow-KrankenhauS ge« schafft. Zu einem Zustimmenstoß zwischen einem Last« und einem Straßenbahnwagen kam es gestern vormittag gegen 149 Uhr am Büschingplatz. Dort bog ein mit Brettern beladener Wagen der Firma Hemke u. Schade aus Treptow kurz vor einem Motorwagen der Linie 75 auf das Gleis und wurde angefahren. Infolge des Anpralls erlitten zwei Paffagiere deS Bahnwagens, ein Herr Merten aus der Thaerstrasse und ein Fräulein Sophie Becker aus der Wilhelm-Stoltze-Strasse Verletzungen an der rechten Hand. Beide konnten jedoch ihren Weg fortsetzen, ahne ärztliche Hilfe in Anspruch genommen zu haben. Bei dem Zusammenstoß wurde der Vorderperron de? Straßenbahnwagens staxf beschädigt, an dem Lajtwggen wund« die Lenkstange gebrochen. •«« 5er KSthentt Brücke i«» Wasier gesprungen ist gestern ein lunger Mann im Alter vm» 20 Jahren. Obgleich sofort RettungS- versuche gemacht wurden, an denen sich auch dW Feuerwehr beteiligte, konnte der jung« Mann nicht gerettet werden. Die Leiche wurde ers? nach längerem Kuchen geborgen und dann nach dem Kchauhause geschafft. „Menschenleben i» Gefahr!" Dieser Ruf alarmierte gestern früh um 9 Uhr die Berliner Feuerwehr nach der Ecke der Friedrich- und Besselstraß«. Dort war ein Rohr der städtischen Wasserwerke geplatzt. Der Bürgersteig vor dem Hause Besselstraße W und 23 hatte sich infolge der Unterspülung an zwei Stellen, an denen sich da» Wasser quellenartig sprudelnd einen Ausweg gesucht hatte, etwa» gesenkt. ES lag indes weder für Menschen noch für die ' Häuser eine Gefahr vor. Die Stellen, wo das hervorquellende Wasser in die Kanalisation abfloß, wurde» abgesperrt. Die Wasserwerke waren beiwchrichtigt und sorgten für die Absperrung der Leitung. Die Grundstücke in der Bessel. und Friedrichstraße usw. sind bis zur Auswechselung des schadhaften Wasserrohres ohne Wasser. Mit der Auswechselung soll sofort begonnen werden. Die billigen Spreetvaldfahrten des Arbeiterwanderbundes„Die Naturfreunde" erfreuen sich lebhaften Zuspruchs. Die nächste Oberspreewaldparti« findet.am Sonntag, den 8. September, statt. und ist e» ratsam, sich rechtzeitig zu melden.(Näheres siehe Heu- tigeS Inserat.) Die«rbeitersamariterkolenne Groß-Berlin veranstaltet auch in diesem Jahr einen LehrkursuS in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen und Erkrankungen. In allen 5 Abteilungen der Kolonne werden die teilnehmenden Männer und Frauen von den leitenden Aerzten unterrichtet in der ersten Hilfe bei Verletzungen und Erkrankungen und kann allen die Teilnahme am Lehrkursus nur bestens empfohlen werden. Näheres siehe Inserat in heutiger Nummer. J»h««tt Strauß u»5 S. TranSlateur in der Brauerei FriedrichShain. Di« populären Komponisten und Dirigenten werden von morgen, Montag, ab täglich bis Freitag außergewöhn. Xiche Doppelkonzert« veranstalten. Heute, Sonntag, gibt S. TranS- lateur allein mit seinem Orchester unter Mitwirkung des Gesang- Vereins„Neu Erwacht", M. d. A.-S.-W., ein populäres Konzert. Die Wintersaison in den Kammerlichtspieken am Potsdamer Platz wurde gestern eröffnet. Ein von Dr. Leo Leipziger verfaßter Prolog leitet die neue Saison em Unter den Bildern ist der historische Zyklus bemerkenswert, der die markatesten Momente aus dem Leben Theodor v. Körners bringt. ' Ei» Fahrrad, Marke.Frisch auf'r Nr. 370 168, mit Tourentasche und Torpedofreilaus, wurde Montagnachmittag zwischen 2 und 3 Uhr in der Grünstraße gestohlen. Es wird gebeten, das Rad anzuhalten und an Flatenmeher, Ober-Schöneweide, Deulstr. 17, gegen Belohnung Vorort- JVacbncbtcm Erbauliches aus einem Dorfparlament. Recht idyllische Zustände scheinen im Dorfparlament in Eich- Walde zu herrschen. Die Sitzungen der Gemeindevertretung en- digen, so berichtet man uns, meist vor Erledigung der Tagesord- nung. Am 26. Juli erklärte der Vertreter Nauninga, daß es ihm unmöglich sei. Mit dem Gemeindevorsteher zu verhandeln, da ihm derselbe das Wort zur Geschäftsordnung verweigert habe; er der- ließ darauf die Sitzung und alle übrigen folgten ihm, den Vorsteher allein sitzend lassend. Am letzten Freitag(den 30. 8.) fand die Sitzung wiederum ein vorzeitiges Ende. Diesmal schloß der Vor- sicher kurzerhand dieselbe, weil der Vertreter Nauninga nach Mei» nung des Vorstehers gegen ihn„persönlich" geworden sei.— Das kam so. Gleich bei Verlesung deS Protokolls der letzten Sitzung vermißte der Vertreter Nauninga in demselben die Einwände und Bedenken, die der Vorsteher gegen die Gültigkeit der Wahl des Vertreters Bürger geltend gemacht hatte. Die Berichtigung des Protokolls dauerte geraume Zeit. Vertreter Tietz stellte den An- krag, den Vertretern das Protokoll vorher in Abschrift zuzustellen. Der Vorsteher wie? den Antrag zurück, da er nicht auf der Tages- ordnung stehe. Tietz lacht und erhält daher einen Ordnungsruf. Gegen den Ordnungsruf wenden sich mehrere Vertreter. Der Vor- steher verweist die Herren auf den Weg der Beschwetde beim Kreis- ausschuß; inzwischen will er sich schlüssig werden, ob der Ordnungs- ruf zu Recht erfolgt ist.(Gelächter bei den Zuhörern!) Der Landrat hat eine Beschwerde gegen den Vorsteher, daß er die Tages- ordnung nach seinem Ermessen festsetze, als unbegründet zurück- gewiesen und die Bittsteller, welche persönlich bei ihm vorstellig werden wollten, um ihm die Eichwalder Dorfparlamentsverhältnisse zu schildern, auf den schriftlichen Beschwerdeweg verwiesen.' Bei Verlesung der Schriftstücke lacht der Vorsteher, erhält aber keinen Ordnungsruf, da über ihm niemand steht, der ihn hätte erteilen können. Endlich nach einer Stunde Zeitvertrödelung wird in die Tagesordnung eingetreten. Der Erledigung harren zunächst acht Baugesuche. Ein Ortsstatut für Einquartierungsleistuna geht an eine Kommission zurück, da der Landrat verschiedenes darin moniert hatte. Der Gemeindevorstand sucht dann die Erlaubnis zum Verkauf eines Grundstückes in der Bahnhofstraße nach, da ihm die Ouadratrute mit 86 M.«ls äußerst günstig erscheine. Alles ist fertig zur Auslassung an den Käufer; durch Vertreter Nauninga wird aber festgestellt, daß da» fragliche Grundstück gar nicht der politischen Gemeinde Eichwalde, sondern der evangelischen Kirchengemeinde gehört. Allgemeine Heiterkeit, als sich dieser Sachverhalt aus den Akten ergibt. So arbeitet das Gemeinde- bureau. Unser Genosse A l l r i tz beantragt bei dieser Gelegenheit, daß die Gemeinde überhaupt keinen Grundbesitz veräußern solle; er wird von den Vertretern Zahn und anderen unterstützt mit dem Erfolg, daß sein Antrag gegen die Stimme des Vorstehers und des Schöffen Benecke angenommen wird. Letztere Herren wollen zwar verkaufen, für den Erlös jedoch billigere Terrains wieder an- kaufen.— Beim nächsten Punkt: Rechnungslegung über die Jahre löl)g und 1916 rasseln die Herren wieder zusammen. Der Vor- steher hat ein Ansuchen der Revisionskommission, eine Kontrolle der Kasse und Beläge vornehmen zu wollen, abgelehnt und die Kommission als nicht gesetzmäßig bestehend erklärt. Uebrigens sei die Gemeindekasse im letzten Jahr zweimal von der vorgesetzten Behörde revidiert worden. Allritz beantragt die Ablehnung dieses Punktes der Tagesordnung, bis die Revisionskommission Bericht erstattet habe und auch Vertreter Nauninga wendet sich gegen die Auffassung des Vorstehers, alles für nicht gesetzmäßig anzusehen, was ihm nicht m den Kram passe. Als Redner die Frage auswirft, warum die Behörde die sicherlich ungesetzmätzige Wahl eines besoldeten Vorstehers für Eichwalde � mit 1500 Einwohnern geduldet habe, da sonst doch nur bei Orten von mindestens 3000 Einwohnern ein besoldeter Vorsteher zu wählen ist, springt der Vorsteher auf und entzieht dem Redne� das Wort. Und da dieser erklärt, trotzdem zum Kollegium weiter zu sprechen, schließt der Vorsteher die Sitzung und verläßt den Saal. Das sind er- bauliche Verhältnisse. Hoffentlich gelingt es den Gemeindever- tretern im Laufe der Zeit, ihr Ortsoberhaupt dahin zu belehren, daß er nicht die Gemeinde, sondern nur ein Beamter derselben ist, dem sogar die Förderung der Gemeindeinteressen obliegt. Neukölln. Massnahmen gegen die Fleischteuerung. Die sozialdemokratische Fraktion der hiesigen Stadtver- r'.dneteuversammlMg hat gleichfalls fijx die nächste Sitzyng einen Antrag eingebracht, worin der Magistrat um schleunige Maßnahmen gegen die herrschende Fleisch- teuerung ersucht wird. Inhaltlich deckt sich der Antrag mit dem, den.die sozialdemokratische Stadtverordneten- fraktion Berlins an die dortige Stadtverordnetenversammlung gerichtet hat._ Das zum Neubau einer Gemeindeboppelschule von der Grund- eigentumsdeputation angebotene Grundstück zwischen der Aller-, Oder-, Steinmetz- und Lichtenrader Straße hat die städtische Schul- deputation für geeignet erachtet. Das Hochbauamt soll ersucht wer- den, ein Bauprojekt auszuarbeiten und vorzulegen. Vom 1. November 1912 ab bis zum Schluß des WntersemesterS soll zunächst versuchsweise in der 3., 4., 11., 12., 13., 14., 15. und 16. Schule je ein Klassenraum wochentags von 3— 5 Uhr mit Ausnahme der schulf�ien Tage zur Anfertigung häus- licher Arbeiten durch ärmere Kinder bereit- gestellt werden. Lichtenberg. Zur Stadtverordnetenwahl 1912! Im November d. I. werden Rummelsburg und Lichtenberg zum ersten Male gemeinsam an Stelle der aufgelösten Gemeindevertretung bezw. Stadtverordneten- Versammlung eine Neuwahl der durch OrtSstatut auf 66 Mitglieder festgesetzten Stadtverordnetenversammlung vornehmen. Durch Orts- statut ist weiter festgesetzt, daß die Liste der wahlberechtigten Bürger vom 15. bis einschließlich 30. Sep- tember öffentlich ausliegt. Wer nicht in die Wählerliste eingetragen ist, geht seines Wahlrechts verlustig! In die Wählerliste eingetragen werden aber nur die Bürger, die neben den sonstigen Erfordernissen feit einem Jahre Einwohner deS Stadtbezirks find. Wer also kein volles Jahr in der Stadt Lichtenberg wohnt, findet keine Aufnahme in der Wählerliste. Die nächste Stadtverordnetenversammlung wird Beschluß fassen über die Sicherung des Wahlrechts derjenigen, die im letzten Jahre ihren Wohnsitz zwischen Rummelsburg und Lichtenberg gewechselt haben. Der§ 6 der Städteordnung besagt nun aber außerdem:»Ver- legt ein Bürger seinen Wohnsitz nach einer anderen Stadt auch aus einer Landgemeinde oder einem Gutsbezirk, so kann ihm das Bürgerrecht in seinem neuen Wohnort, wenn sonst die Erfordernisse zur Erlangung desselben vorhanden find, von dem Magistrat im Ein- Verständnis mit der Stadtverordnetenversammlung schon Vor Ab- lauf eine? Jahres verliehen werden." Wer also, ohne am 15. September ein Jahr am Orte zu wohnen, Wert auf die Ausübung des Wahlrechtes legt, muß sofort an den Magistrat den Antrag, um Ver- leihung des Bürgerrechts stellen. Sichere sich jeder fein Wahlrecht! Wilmersdorf. Künstler in der Untergrundbahndeputatio». Die Stadt WilmerS« darf baut bekanntlich eine Untergrundbahn, die sich an das Netz der Berliner Schnellbahnen anschließt. Der Bau der Bahn ist jetzt so weit vorgeschritten, daß mit der Ausgestaltung der Bahnhöfe vor- gegangen wird. Nach Ansicht deS Magistrats tauchen hierbei mancherlei Fragen auf, in denen ein besonderes künstlerisches Urteil erwünscht ist. Entsprechend einer nach dieser Richtung hin in der Untergrundbahndeputation gegebenen Anregung soll zu diesem Zweck die Deputation durch ein Magistratsmitglied und drei Bürger- deputierte verstärkt werden. Der Magistrat empfiehlt als Bürger- deputierte Wilmersdorfer Künstler zu wählen, während als Mitglied des Magistrats Stadtbaurat Herrnring vorgeschlagen ist. Britz. Der Fabriksaal als„Kinderhort". Wir haben zwar ein sogen. Kinderschutzgesetz, aber am rechten Schutz der Kinder fehlt es noch immer. Ein Fall, der fast unglaublich erscheinen muß, wird uns aus der Elektrochemischen Fabrik Hermann Oelze (Jahnstr. 73) bekannt. Seit einiger Zeit bringt hier Tag für Tag eine Arbeiterin ihr noch nicht schulpflichtiges Kind mit nach der Fabrik, in der es dann vom Morgen bis zum Abend ver- weilt. Das anscheinend fünfjährige Mädchen hält sich in den Be- triebsräumen auf und hat Gelegenheit, an den Arbeiten der Mutter teilzunehmen, die bei der Anfertigung elektrischer Taschenlampen als Wicklerin beschäftigt ist. Wie emsig sich die Kleine betätigt, dabo» kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man sie in der Mittagspause mal an der Hand ihrer Mutter auf die Straße hin- austreten sieht. Der Anblick, der sich da den Vorübergehenden bietet, ist so, daß eS Aufsehen erregt. Das Kind ist geschwärzt an Händen und im Gesicht, ja selbst das sonst hellblonde Haar präsen- tiert sich in mißfarbigem Grau. Schwerlich kann das Kind in diesen Zustand geraten, wenn es nur aus„Spielerei" dann und wann mal die Arbeit der Mutter anfaßt. Aufs bestimmteste wird versichert, daß«s sich um regelrechte Mitarbeit handelt. Wie etwas Derartiges in dem Betrieb geduldet werden kann, ist uns unbegreiflich Man muß doch annehmen, daß die Beschäfti- gung des Kindes dem Betriebsleiter nicht verborgen geblieben sein wird. Die Mu tter soll erklärt haben, sie wisse nicht, wo sie das Kind lassen solle. Danach scheint ihr und den sonst noch verantwortlichen Personen der Fabriksaal als eine Art Ersatz für einen Kinderhort zu gelten. Daß«s Horte für Kinder gibt, in denen sie besser als in einem Fabriksaal aufgehoben sind, das wird doch wohl in der Elektrochemischen Fabrik Hermann Oelze bekannt sein, selbst wenn die Mutter des Kindes das nicht wissen sollt«. Ganz in der Nähe der Jahnstraße, im Hause Werderstraße 54, hält die Gemeinde Britz eine„Spiel schule", in der Kinder vom Morgen bis zum Abend unter Aufsicht einer Gemeindeschwester eine Zuflucht finden. Die Kinder können am Morgen so früh hin- gebracht und am Abend so spät wieder abgeholt werden, daß es auch einer Fabrikarbeiterin möglich ist, diese Einrichtung zu benutzen. Die Arbeiterin, die ihr Kind in Hermann Oelzes Elektrochemische Fabrik mitnimmt, wohnt zwar nicht in Britz, sondern in Neukölln. Aber auch Kinder von Einwohnern Neuköllns werden, wenn es sein muß, in der„Spielschule" für Britz aufgenommen. Als Ver- gütung ist für den ganzen Monat nicht mehr als 1 M. zu zahlen. Die Beköstigung kann von den Eltern den Kindern mitgegeben werden, doch wird auf Wunsch auch ein Mittagessen für 10 Pf. dar- gereicht. Man kann also in diesem Fall nicht sagqt, daß die Mutter tatsächlich„gezwungen" wäre, das Kind mit in die Fabrik zu bringen. Zweifellos würde gegen diesen Unfug die Auf. sichtsbehörde einschreiten müssen, wenn mal einer ihrer Vertreter in die Fabrik käme und das Kind dort bemerkte. Aber vielleicht wird nunmehr der Unternehmer dafür sorgen, daß das Kind aus seinen Betriebsräumen verschwindet. Adlershof. Gegen die Lebcnsmitteltcuerung. Von unseren Genossen in der Gemeindevertretung ist folgender dringender Antrag einge- bracht worden:„Die Gemeindevertretung ersucht den Gemeinde. vorstand, allein oder in Gemeinschaft mit anderen Gemeinden, bei den gesetzgebenden Körperschaften Schritte zur Beseitigung der herrschenden Lebensmittclleuerung zu unternehmen.»Um der am Orte herrschenden Fleischteuerung entgegenzutreten, beschließt die Gemeindevertretung: Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, den Verkauf Den Seefischen i» eigener Regie sofort wieder zu kirWell." vm der Errichtung eine» Freibades an der Spree bei J(tp tunshain" näher zu treten, wurde von unseren Genoffen folgend« Antrag gestellt:„Die Gemeindevertretung ersucht den Gemeinde« vorstand, bei den in Frage kommenden Körperschaften geeignete Schritte zu unternehmen, um die Errichtung eines Freibades knn „Neptunshain" zu sichern. Für das zu errichtende Freibad sind im nächstjährigen Etat 1500 M, bereitszustellen." Spandau. Das Borgehen der Heeresvertealtua« gegen de« Militär» arbeiterverband erregt weit übet die Grenzen Spandaus hinaus Aufsehen. Hängt doch die ganze Existenz deS Militär»# arbeiterverbandes in gewissem Sinne von der Haltung der hiesigen Mitgliedschaft ab. In Spandau gehören über 4000 Mitglieder dem Verbände an. Wenn auch die Partei und die freien Gewerkschaften nicht das geringste mit dem Militärarbeiterverband gemein haben, so muß doch der schärfste Protest gegen die Unterdrückung des Koalitionsrechtes eingelegt werden. Bisher haben die Vertreter der Militärverwaltung im Reichstage immer behauptet, daß sie ihren Zivilarbeitern, wenn' sie sich wirtschaftlich organisieren wollen, nichts in den Weg legen; eS scheint aber, daß jetzt ganz systematisch gegen alle jene Arbeiter vorgegangen werden soll, die von dem ihnen gesetzlich gewährleisteten Recht der Koalition Ge- brauch machen wollen. Im Reichstag wird der Heeresverwaltung Gelegenheit gegeben werden, über ihr arbeiterfeindliches Vorgehen sich zu äußern.' Wie zu erwarten war. erklärt daS hiesige konservative Blätt- chen, das.Spandauer Tageblatt", sich mit den Matznahmen der Militärverwaltung einverstanden. Das Blatt bringt solgende Notiz: Die Hetzereien de? OrgSnS des Militärarbeiterverbandc» „Der Militärarbeiter" gegen staatliche Behörden und Beamte haben das Kriegsministerium veranlaßt, eine Verfügung zu erlassen, in welcher die Arbeiter der StaatSwerkstätten davor gewarnt werden, die Bestrebungen diese? Verbandes zu unter- . stützen. Es heißt in der Verfügung ausdrücklich, daß die Ar- beiter aus den staatlichen Werkstätten entlassen werden, wenn sie den Militärarbeiterverband in irgendeiner Weise unterstützen. Da die Beitragsleistung zum Verbände gleichbedeutend mit einer Unterstützung ist, dann dürfte den Arbeitern der Staatswerk. statten nichts weiter übrig bleiben, alS ihren Austritt auS dem Verbände zu erklären. Sache der Staatswerkstättenarbeiter wird eS fem müssen. daS schnöde Ansinnen auf Verzicht der Koalitionsfreiheit mit Ent» schiedenheit zurückzuweisen. Heute Sonntag, mittags 11 Uhr. findet in der Pichelsdorfer Brauerei eine öffentliche Militärwerkstättenarbeiter-Versammlung statt mit dem Thema:„Die Maßnahmen deS KriegSministeriumS gegen den Militärarbeiter-Verband." Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Freikayvormsiläg um 10 Uhr in der Geschützgießerci. Beim KohlenauSladen riß ein Seil der Kohlentransportbahn und der Förderkasten traf einen dabei beschäftigten Schiffer so unglücklich in die Seite, daß derselbe in schwerverletztem Zustande fortgeschafft werden mußte. Am Tage vorher sollen die Kohlenarbeiter den Wiegemeister darauf aufmerk- sam gemacht haben, daß das Förderseil schadhaft ist. ohne daß Ab» Hilfe erfolgte. Potsdam. Neun Tage als Leiche in der W-hnuitS. Im Hause Sporw, stratze 1 drang gestern aus einem Zimmer ein penetranter Leichen- geruch. Man verständigte die Polizei, die die Wohnung öffnen ließ. Den Eintretenden bot sich ein entsetzlicher Anblick. In völlig verwestem Zustand fand man die Leiche deS 185? geborenen Stein» setzers Max Schnell, der dort schon länger ein Zimmer bewohnt. Der Befund der Leiche gestattete keinen Rückschluß mehr auf die Todesursache. Wie ermittelt wurde, hörten in der Nacht zum 22. d. M. Hausbewohner zum letzten Mal den Sch. husten. Sch. war Junggeselle. Die Leiche und die Wohnung wurden auf be» hordliche Anordnung desinfiziert. Arbeiter-Gamariterbnnd, KretS Brandenburg. Beginn de» Winterwrfu» in den Kolonnen « e r l t n. Am Montag in den Rittersälen, Ritterstrah« 76, aimd» 8 � 2 ich t e n d e r g. Am Donnerstag bei Pickenhagen, Scharnweber- Krake 6(1, abends 8 Vi Uhr. Neukölln. Am Freitag. Delchselstratze«. abend»«'/, Uhr. Spandau. Am Mittwoch bei Peezlle», Pichel»dorler Stratze b, abends S'/, Uhr. Mariendors. Am Montag bei Löwenhagen, Chaujscestr. 27, abend» 3'/, Uhr. N o w a w e». Am Montag bei Schmidt, Friedrich-, Ecke Wilhelm- stratze, abend» 8 Uhr. Schöneweid«. Am Montag Siemenistr. IL, abend» 8V. Uhr. FriedrichShagen. Am Donnerttag, Friedrichftr. 12, 2. Hof, abends 8Vi Uhr. Wilhelmsruh. Am Donnerstag' bei Barth. Biktoriastratze 7, abend» 8'/, Uhr. Thema: Aufbau de» menschlichen Körper». Gäste haben Zutritt und Aufnahme neuer Mitglieder. � Die Kreisleitung. Paul Hackelbusch, Berlin 0. 112. -Deutscher Arbe itcr. Abstinentcnbnnd. Ortsgruppe Grotz-Berlin- Montag, den 2. September, abend» 8-/, Uhr: Versammlung im VolkShauje Charlottenburg. Rosinenstr. 3. Vortrag. Gäste willkommen. Hus der f raucnbewegung« Leseabende. Lankwitz. Hm Montag, den 2. September, bei Schub, Mühkenstr. 21. Vortrag der Genossin Demning über:»Sozialistische Erziehung des Kindes im Hause". ßriefkatten der Redahtfon. Wiewiorkcn. 1. Nur dann, wenn die Gemeinde davon erfährt. Die Gesellschaft erteilt erst nach ersolgter Beschlagnahme Auskunft. 2 Wenn die Geisteskrankheit drei Jahre angedauert hat und sllr unheilbar erklärt wird. 3. Ja. innerhalb zwei Jahre. 4. Wenn die Rente aus Grund de» Jnvalidenv-rficherungsaesebe» gezahlt wird, ist Erhöhung nicht möglich.— M. B. Nr. 58. Die Witwe soll, bevor 8 Wochen nach dem Tode de» Manne» verstrichen find, der Erbschast zu notariellem oder gerichtlichem Protokoll entsagen, dann 1. bi» 3. Nein.— Sch. 71. Nein. Den Namen erfahren Sie aus Nachsrage beim Amtsgericht, Grundbuchabteilung.— — M. B. 26. Ja.— iF. 8.|8. Sie haben leider keine Ansprüche.— F. 166. Cs hastet nur daS GesellschastSoermögen. also nicht daS Privat- vermögen.— O. H. 16». Sie persönlich sind nicht zahlungspflichtig.— «SasferstandS-Nachrtchte» der LandeSanstalt sllr Gewässerlunde, mitgeteill vom Berliner Wttterbureau Wasserstand Memel. Tilsit P r e g e l, Jnsterburg W e i ch s e i, Thorn Oder, Nattbor , Kroffen , Frankfurt Warthe, Schrimm , Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Lcitmeritz , Dresden , Barby . Magdeburg Wasserstand Saal«,»rochlitz Havel, Spandau') , Rathenow') Spree. Spremberg») , BeeStow Weser, Münden. , Minden Rhein. Maximilian» au , Kaub „* Köln Neckar. Hetlbron» Main, Hanau Mosel, Trier am 30.8. om ISS') 24 IS 84 78 286 «02 S71 324 S3S 112 202 ISS seit 29,8. cm1) +4 —4 +1« —4 0 -42 +12 +15 +16 +10 —20 0 +» ')+ bedeutet Wuchs, ze Falk z»*) Untttpkgkl,**) CM 29. höchster Wasserstand 176 cm. BrUfftaften der Redaktion. Sic totiiHMe Sprechstunde findet Lindenstraste S9, dorn die» Treppen -— G»> rD» h l—, wochentlglich von bi? 7� Uhr abend?, Sonnabend», Po» bi» S Uhr abend» statt. Jeder für de» Briefkasten bestimmten Anfrage ist et» Buchstabe nnd eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Aniwort wird nicht ertefli. Anfragen, denen keine Abonnrmenisgniitnng beigefügt ist, Werde» nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. SSV Tauben. 1. und 2. Nein.— A. W. 54. Nein.— A. K. 1884. 1. Ja, losern nicht weitervervlietet war. 2. Für den Fall der Pfändung kann Ihre Frau mit Erfolg intervenieren. 3. Der 28,85 M. wöchentlich übersteigende Betrag ist beschlagnahmesähig. 4. Das kann der Vermieter tun, ist dazu aber nicht verpflichtet.— R. 3000. 1. Ihr Kollege ist für den Ihnen entgangenen Gewinn ersatzpflichtig. 2. Nein.—!iS. N. 13. 1. Ja. 2. Allgemeine Ortskrankenkasse. 3. Dritte Lohnklafle— 32 Ps.— O. T. 28." 1. Ja. 2. A. Ja. B. Zivilklage ist ebenfalls zulässig. 3. bis S. Nein. ES müssen sämtliche Mitglieder klagen oder eine Person, der die Rechte von sämtlichen Mitgliedern abgetreten sind.— E. N. 400. Holen Sie die Wäsche ab.— Sch. 2. 18. 1. Ja. 2. Ihre Angaben reichen nicht aus. Kommen Sie in die Sprechstunde.— R. D. Läßt sich nur nach Einsicht tu den Mietsvertrag bcanworten.— S. 01. Ja, je nach dem Stand des Zeugin.— P. R. 45. Angabepflicht besteht nur dann, wenn Sie— da Sie unter 2000 M. Einkommen versteuern, mehr als 20 000 M. Vermögen besitzen.— H. SS. 100. 1. und 2. Das Einkommen des voraus« gegangenen Kalenderjahres ist zugrunde zu legen, falls die Frau dieselbe Einkommenquelle Hai, andernfalls dasjenige nach der Verheiratung. S. Eventuell Reklamation.— K.®. 81. 1. Da» genügt. S. Notar oder Gericht. 3. Kosten richten sich nach dem Objekt.— M. M. 299. Nein. — I. T. 100. 1. u. 2. Das ist zulässig. Durch die österreichische ExekuttonSbehörde. S. Ja. 4. Der erste Besitzer. Falls er Gesellschafter ist, kann durch Beschluß des Amtsgerichts sein Gesellschaftsanteil gepfändet werden. Ob der Schuldner Gesellschaster ist»der nicht, erfahrest Sie beim Amtsgericht, Registerabteilung.— L. A. 9. Nein, erst bei Eintritt der Großjahrigkeit.— Gothacr 5. VersicherungS Pflicht besteht nicht.— R. B. 101. Durch Handbeil, in der Rheinprovinz und Hannover»durch Fallbeil.— H. 4. Die Genehmigung ist möglich. Das Gesuch ist etwa sechs Wochen vorher an den Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission zu richten.— R. H. Entschädigungsanspruch besteht nicht. Der Order»st Folge zu leisten.— E. L. 100. Ja, spätestens am lb. mit Wirkung zum 1., falls der Antritt am 1. erjolgt ist.— L. B. 10O. Die Firma ist zur Klage auf Zahlung oder Herausgabe berechtigt.— M. 37. Die Klage, die Aussicht aus Ersolg hat, ist beim G-werbcgericht Neukölln anzubringen. — K. R. H. 84. 1. Die Bahnfahrt ist zu bezahlen. 2. Oestcrreichische Botschaft.— O. St. 35. Ja.— I. B. 1. Der Antrag bei der V-r« sichcruugsanstalt. Am Köllnischen Park 8, genügt. 2. 1 bis 3 Monate. Familicuunterstützung mindestens die Hälfte de? Krankengeldes.— 0. 1. Ja. — Revolver. Wenn Erpressungen versucht oder begangen werden.— N. 21. V. 100. 1. und 2. Es ist die Zustimmung de» Vormundes er- forderlich. 3. Der Vormund kann das Buch bis zur Großjährigkeit im Besitz behalten.— Sch. 11. Polizeipräsidium.— F. D. 1. Nicht zu empfehlen. 2. bis 4. Die Angaben reichen nicht aus. Kommen Sie in die Sprechstunde.— R. K. 11. 1. Aus Besragen ja. 2. Eine solche Eingabe hat in der Regel Erfolg,— ft. C. 80. Ja.— Irma 88. 1. Die Oess- nung beim erstmaligen Erscheinen ist zulässig, 2. Ja. 8. Da» liegt am Pfarrer.— K. W. 10. ES wird in einem solchen Falle das mutmaßliche Einkommen deS Steuerjahrei nach dem jetzigen Verdienst geschätzt.— 21. L. 8> DaS ist zutrestend.— Ol. P. 100. Amtsgericht.— 4430. In der Aufforderung können Sie die Verstetgerung androhen und nach Ablauf der Frist big der Verteilungsstelle de» Amtsgerichts die Versteige- rung beantragen.— C. D. 400. 1. Nicht verständlich. 2. Ja, falls er verurteilt wird. 3. Ja.— H. S. 15. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja, soscru der Vergleich seinerzeit nicht vom VormundschastSgericht genehmigt worden ist; ist dies geschehen, nein. 4. Die Ehefrau kann alsdann intervenieren. — 100 W. K. Ja.— B. 40. 1. Bis zu 600 M. einschließlich. 2. Bei einein Objekt von mehr als 150 M. 3..Ja.— K. T. KK. In beiden Fällen etwa 3,50 M.— M. I. 10. Sie sind sür die Dauer eines Jahres haftbar, so lange nicht anderweit vermietet ist.— P. 37. 1. und 2. Leider nicht.. 3. Es empfiehlt sich, den Einspruch zurückzuziehen! 4. Erinnern Sie an Erledigung.— Hayna». 1. und 2. Sie sind wahlberechtigt. Falls Sie nicht in die Wählerliste eingetragen sind, legen Sie beim Magistrat Ein- spruch»in. 3. Allgemeine SHivächlichkeit oder zurückgebliebene Schwäche nach unlängst überstandener Krankheit.— 100 K. R. Ja.— 21. SS. 15. Sie können bei der Aufsichtsbehörde, Stralauer Str. 3/6, Beschwerde ein- leijen und sich aus Gutachten des behandelnden Arztes berufen.— P. K. 6. Die Steuer kann noch nachgefordert werden.— A. M. 100. Der Eigen- tümer des Hauses.— H. B. 14. Sie find Im Recht. : Tauentefentf r. 20 Oroniensfrdßc: 34 : Leipzi�enrfr; 65 rTdllerbfmße:3a :: Kom'tjäfrdßc; 34 rnedema,RhdD5M4 oraniensfr: 47a Kcukolln.Der�fr;� tfrwq-e Kmdentiefel verbinden bei auffallend billigen Preisen größte Haltbarkeit mit rationellen Formen, JaSd-iPürnliStielel■ Relf-iSpjrtsüefel- Jnsd-iMspasdien Unser neuer HeuptkeieJot wird tut Wunsch portotrel sugessndt V,< s> nt. HACKEN BERQCR j£'4, m „.'y. v, SKW'Mi-?■ f-,'«• l ifl-s frW ■■■ JLji rYsVyiuflWWSr- Das bekannt streng reelle Die Firma Büiowstraßc 24(a. d. Hochbahn) liefert an Jedermann Bülo wstraße 24(a. d. Hochbahnstation) liefert«n Jedermann anf bequeme Teilzahlung E�SKIGS mt-lelg-Betligaigu: Einfache hh Bessere Einrichtung: Einrichtung; 1 Bettstelle z Bettstellen 1 Matratze 2 Matratzen I Tisch, 3 Stühle 1 Tisch, 4 Stöhle 1 Sple�elsplnd 1 Kleiderschrank 1 Spiegel, i Sofa f Kleiderschrank,«asehllsnaeds Äheaiügf. Ansahig. 30 Woche 1 Mk. Woche a»Mk. Herren- Anzöge- Ulster Damen-Costöme- Kleider Pelzwaren- Paletots auf bequeme Teilzahlung. Anzahlong von 5 Mk. an. pnH««ninHnn.. 1 Strahlendorff _ Handelsakademie| | GrSsstw oaö reraeluistes ImstUat Berti*».—(Jegrflndet USD. Ej Beiiln SW19, Beuthstrasse 10-11. gj H Kab« Splttelmarkt. I., II, III. Etage. Femspr.; Zentrum, 1750. j Am 3. Oktober ng befriimen die neuen Handolskurse(vormittags 9 Ms 2 Uhr) mr™ BBE gründlichen Ausbildung für den kanfminnischen Beruf. 1 1. Handelshurse für Damen 1 HalbJahN*- und Jabraikone, Terbondea mit praktltdum OtMng*. ksator(Musterkontor) mr ffrQndlichen Ansblldunz al» Buchhalterin Geechäftsstonographln, Buroaubeamtln, Korreepondentln, Kassiererin. Lehrplan für den Jahreskursus. betragt die 1 Kleiderschrank 1 Bettstelle 1 Matratze 1 Küchenschrank 1 Küchentisch und 2 Stühle 1 Sofatisch 1 Ausziehtisch 1 Chaiselongue 1 Sofa 0 Btaf. und dopp. Buchfühnmg Amerikanisch« Buchführung Kaufmännisches Rechuem Kaufmännischer Briefwechsel Kaufmännische Recbtskund« Handels-,"Wechsel- and Scheck- kund« Muaterkoqtor Wöchentlich M Sfandfi Monatshonorar Dsutech, Engllach und franaösisch M. 28,—. Kaufmännische Handschrift Stenographie(Verkehrsachrift) Stenographie, Debattenschrift mit DiktatQbungen Maechinenschreibendastsystem) Deutsch Englisch Französisch 28,— i etoschtlesiUch Für Erlernung des 1 Spiegel* 1 Waschtisch W Mark be- trägt die Anzahlung I HP Dg Maocbteeoechnelbeoe nach dem Tastsystem keine Hooorarerhöhung. Jährlich« Kurte für Damen, die«ine höhure Töchterschule mi, sur gründliche» Ausbildung als Oesohiitssteoo- nhio und Korrespoodentin für fremd« Sprachen. Wöchentlich tunden. Monatshonorar M. 28,— einschliesslich Fremdsprachen, englischer und französischer Stenographie und Maschinenschreiben (Taataystem). Korreepondaatlrnen und Oeechlfteatenographlooen, die 200 Silben In der Minute stenographieren, befähigt sind, in jedem grösseren Kontor die deuteebe, englische und französische Korrespondem und alle anderen kaufmännischen Arbeiten au erledigen, werden stets geauebt und erhalten bevorzugt« Stellungen und höheres Gehalt. Die Mäher«usgeOfldete* Damen haben alle, oft schon vor Bo- endigung dm Kurtut gut tonlilts Stellungen gefunden. ILHandelskarserarHerren i 1 Bettstelle 1 Matratze 1 Kleiderschrank 4 Stühle 1 Tisch 1 Spiegel 1 Küchenschrank 1 Küchentisch 2 KüchenstUhle 1 Rahmen Wochenrate I.SO M. Anzahlung auf Je 1 Vertiko 1 Spiegeisplnd 1 eiserne Bettstelle 6 Stühle 1 Serviertisch 1 Nähtisch 2 Fenster Portleren 2 Steppdecken 1 Chaiselonguedecks 1 Pfüschdecke 1 Teppich 1 Nachttisch Mark beträgt die Anzahlung 1 Kleiderschrank 1 Vertiko, 1 Sofa 1 Sofatisch, 4 Stühle 1 Spiegel, 1 Konsole 2 Bettstellen 1 Küchenschrank 1 Küchenfisch 2 Küchenstühle 1 Rahmen, 1 Kohlenkast, 1 Handtuchhalter Wochenrate 2.50 M. tr Jnof. Lwrt«,««»o» der VolkMehxü. oätt «faur unter.« KIum«loer Mb«« Schal, komm« and du ta (W Schal. Erlcmt* wiederhol« and befestig« od» Torbzodone LOek«*u»füll« and siefa für dw kaafmärntlMb« oder«Inen ilhnlich« Beruf yorbcreltoe wo»«. Wöchentlich M Stunden. MonatNionorar U. elnechfleeriloh Deutsch, RngUsoh und KnunSsiwsh. Für Bfkenauc de« M«achln«iichrelb«a nach dem Tasteystem Mac HoaorarerhShanf. II. Halbichreekurt« für Herren, dl« eich Mm Buebh.lt», K sselcrcr, Kontorieten oder Oe- »chäi'tsetenograph«.nablld« woll«. III. Höh»» Halbjahre,. kurtua für Herr«, die lee Beett, des Elnjilhrigen-Zeuirnisses sind od»«toe gute gemein« VorWldi», und praktische Erfahrung heb«. IV. Drehnonatekur»« für Herr«, die bereit« praktisch gearbeitet hab« aod sieh k> den kanfmkonlseh« Wlsseoecbaften Terrnllkommnen wollen, am mit besserem Erfolge In einem öe achöft als Kontorist, Boehhalt», Kassier» oder Korresp«d«t tätig m sein. Lahrplan fOr den höheren Halbjahrashursus. Elnf. und dopp. Buchfühnmg AmerikzDlecbe Buchführung Handel»-, Wechicl- und Scheck- kund« KAufmÄnnltcbe« Rechne» KzufmlttuUcher Brief wechzel Kzufmlnnlacbe Handzchrift Steoogrsphi« Vc�kzfwirfcöchaitflahreCVerträf«) Recht.sk und«, Bürgerknade (Vorträge) Haodelsgeographto und Warenkunde Höh. kaufm. Rechnen(Bank- rechnen) Musterkon toc Baak- und Börseckund« MzechiDenschreibeoCTazteyatem) Zettnngs-AttsgabesteUen «nd Jnseraten-Annahme. Zentrum:«ttert Hahnisch,«uguststr, 60,«ingang J<�chw»straßs. ». TTahlhi-vKB, W.: Gust. Schmidt, Mrchbachftr. 14. Hochparterre. 8. und SW.: Hermann Werner, Gnelsenaustr. 72. ». HVali'lkr«!»! St, Fritz, Prinzenstr. St, Hos rech» V«t. 4. TVahlkrels: Ost e n: Robert Wenge IS,«er Vorstadt: Karl MarS. Dretsenhage»««tr. L7 dstlersiioT: Karl Schwarzlose, Hoffmannstr. 9. �It-tÜIenirlre: Wilhelm Dürre, Köpenickerftr. 6. Wilhelm «ehBn» Heinrich Brost, Dlühlenstr. 6, Laden. Bohnsdorf und Falkenberg: Alois Laus, Bohntdors,««» nossenschastShauS.ParadieS'. Oharlottenhnrg: Gustav Echarnbera, SesenHeimerltrasi« 1 Fredersdork-Fetershagen:«.Hiselbarth, PeterShagen. Frleden»,>-i4teglltz-b»tjdeiide-«r«!>0-Ftehterfetde-Faikk- „ itz: H. B e r u s e i, Alsenstr. 5 in Sieglitz. Friedrichshagen: Ernst Werf mann, Köpenicker«trab» IS. «rhnan: Franz Klein. Friedrickstr. 10. .lohannlsthal: P i e l i a e, Kaiser-Z Karlshorst,: Richard S ü U t, Rödeistr. 9, IS. Königs- Wnsterhansen5! Friedrich B a u m a» n, Blchnhofstr. Köpehlek: Emil Wikler.»ietzerstr. 6, Laden. Lichtenberg, Frledrichsfelde, IlohensehBahansen: Cito S e i t e l, Wartenbergftrahe 1(Laden). nahlsdorf, Kanlsdorf: P. Heßberg, K-uISdors, Ferdinand- straße 17. Bariendorf: August Leip,«hausseestr. L9S. Hos. Xlcder-lSehÖnevelde: Sehrt, Brltzerstr, 6. Vota atacs: Wilhelm I a p P e, Friedrichstr, 7. «her-«ehönetvelde: Alfred Bader, Wilhelminenhosstr. 17 Ik I'ankote-Vledersehönhansen: Riß manu, MüHIenstr. SO. Belnlekcndorf-«st, IVlIhelntsrnh und«ehönholBi P. E u r j ch, Provinzstr. 66, Laden. Nlxdorf: M. H e i n r i ch, Neckarstr. L, im Lade»! R« hr,«iegsrteh. straße 28/29. Bn>nn>elshnrg, Boychagen:A.Ros«»lran� All-Vorhagen 66. Sehönederg: Wilhelm Bäumler. Martin Lutherftr. 69, im Laden. Spandan, Konnendamm, Staaken, Seegefeld und Falkenhagen: Koppen, Bretteftr. 64. Tegel, Borsigw alde, Wittenau. Waldmannslnst, Hernisdorf und Keinlckendorf• West t Paul Ritnaft, Borsigwalde, Räujchstraße 10. Teltow: Wilhelm B o n o w-, Teltow, Berliner Str. IS. Tcmpclhof: JoH. Krohn, Borusfiastr. 62. Treptow: Rob. Gramenz, idiesholzstraße 418, Lade». Wefliensee: K. Fuhr ni an», Sedanstr. 106, parter«. Wllniersdorf-Halensee-Schmargendorf l Paul Schttlcrl, WihelmSaue 27. llarienfeldc: Emil W e i n e r t, Dorsstr. 14. h'enenhagen: Gustav L e y, Wolterltraße. Fichwalde: Cätar Mahle, Slubemauchstr. 99. Erkner: Ernst Hossmann,»riedrichshagener Ehausse«, ltienthen, Zllersdorf: Ernst Hütt ig, Zeuthen, Dorsstr. IL Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Wert«»»erden gellesex Engllech, Frsnxöslsch, Grammatik od» Korreepooden« md ÜB KooTeraatlon. g.J AusfOhrllche LehrplSna | osft Angab« d» Dofoirlobtshonofsje, d» Lehrf&chw and Dan» gg der Ter schied«icn Kars« kostenlos. isHBUlinmnnBBBBDHBIBISElM + Magerkeit+ Bohwindet durch Haufe's NShr- pulver„Thilotsla". freisgekrönt BorlinlWH. In 6 Wochen 24 Pftmd ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unaohSdl. Viele Anerk. Karton 2 M., bei Postversand Porto und Nachnahmespesen extra. H. Haufe, Berlin- Waidinannslnst 801. Depots in folgenden_ Apotheken: Lothr" theke. burgerstr, Köpeniokerstr. 119, Bemburger- straße 3, Frankfurter Allee 74, Ro- sonthalerstr.Sl, Reinickendorf er- efsraßel. Charlottenburg: Bismaruk- straße 81. Spandau: Potsdamer Straße 40. Wer-Stoff-hal! Fertige Anzug oder Paletot«ach Maß, von S0 M. a», gute Zutaten, auf Rosthaar, L Anpr. Garantiert tadelloser List. 136/6 Ü Vvli meinem 8tofk!! Auz. od. Paletot, neueste gute Stoffe von 40 M. an. 1 Prenzlauer Sir. OQ II _"»(AlexanderpL)*t' Gegründet 189S. Äevantwsrtlicher Redakteirr: Alfrch Prozent Emäuimi gewihre bis 1. Oktober � auf MSbel u. Einrlch- tui gen, wenn Sie dies. Inserat mltbrin- gen Wieleppr Neukölln, Für den Inseratenteil verantw,: Th. Glocke. Berlin, Druck u. Verlag; Porwärttz ßSuchdruckeiet».Verlagsanstalt Alödel-Lokn S8 B e r t i n und«raudeub«»g: k�r. k�ekrensen, kerlin Kopenhdgener Ttrafte 15. SS7Slk» 444 4 Gneisen anstraße 10. J S. Grs«, billigste«. beste{ Beeugsqumlo för* �Jftdbel jeder Art � K Kassa und TeUsahlung. J [chailplalten _ Verfeih- Institut. Auch nach«uswlrto. Pn»p«kt seil,. Karl Borbs, Berlla tl N«u« Kanl�tim»«« Jg. ' Reste � Damentuehe, schwarz a. fn Kosfümstolfe.neuefi.sJhjft, z Sammeto, Besätze, Futtor») Plüsche zu Mänteln, Che»-Kc gar na ,u Knaben-Anzüg Konfektloi Paletot», Kostüms, Riol Kinder-Konfektion, inoh dfegane MaB-Anfertlgunf wtet« GelrgenheitSkä, Paul Karl Warschauerftr. 18. Saul Singer ji. Co., löetltn SM Ar. 204> 29. Iahrgavg. 5. Skillige des.AmSck" Anlim WKsdlck Sovvtllg. t. Stpimder 1912. Passende ILinsegniings-Geschenke Jßg/fftQfl fg. Juwelen, Uhren, Gold-u. Silberwaren....." Grössle Auswahl in Kolliers mit modern. Anfafinaern, Edelsteinen gotasst •9"B Mark an bis zu den I# I neueste Hode: Uhr-Armbänder.°n 20 7. vorzügliche Werke mit dehnbarem Armband(Qr jeden Arm pateend. Reizende Muster in gröseter Auswahl in 14 karätigem Gold mit Edelsteinen verziert. Tulasilber und Silber Ton| g höchsten Preislagen InGold pla:tlertybi5� g M_ Inhab.: Adolf u. Gustav ßelmonte Lelpzi$erStr.97oiiiiR6nlsstrflsse46 An der Charlottenstrasse. Ecke Hoher Steinweg M0m lilSg. gestempelt, la der Mitte Saphir oder Rubin, an der Seito je ein 40 echter Diamant M. Im Ein Meisterwerk vollendeter ührenfabrikation; Pateal-Mir-tosloii- M KaTalln-Biu 10 MurH Sjähr. sehr iftliohe Garantie I GröBtes leger in Uhren- Armbändern und Damenuhren. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckle Wort 20 PI<.(zulassig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen B Pfg.t das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Llndenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Teppiche. Prachtstücke(Forden- sedier), für Halben Preis. Vorwärt«- leser 10 Prozent I Mauerboft, Grotze Franfjurierstratze S, parterre. Kein Laden! 189651* Gardinen. Fabrikrcste, Franksurterstratze 9 parterre. Grave Steppdecken, billig, Fabrik Große Franijurterstraße 9 parterre. 189751* Milch, 1000 Liter, Stallsüttcrung. gibt an Abnehmer ab. Liter 17 Pj. Ernst Specht, Putlitzstraße 2. 134/1* Monatsanzüge. Sommerpaletots, Ulster, Joppen, Gebrockanzüge, Frack- anzügc, Smolinganzüge, Holen Ipott. billig Rojenthalerstraße tö, eine Treppe._ tUllO ttorivnrtoleiec erkalten tum Vrozeni Erlrarabatt, ielbst bei Ge. legenhcjisfäujen. Teppich- Thomas, Roienlhaterstraße b4 und Lranien- Paße 196. 176451* In Freien Stunden. Wochen- schrijt jür das arbcitendeVolf. Romane und Erzählungen. Abonnements wöchentlich 10 Ps. nehmen alle AuS. gabcstellen des.Vorwärts* entgegen. Probebette gratis. Es lohnt nur bei Map Weiß, 87, Große Franfjurtcritraße 87, alt« befannte Firma, zu faulen. Man wird am reellsten und billigsten be- dient. Wenig getragene, teilweise aul Seide, von Kavaiieien nur furze Zeil getragene Jackettanzüge, Rock. anzuge, Gebrockanzüge, Frackanziiac, Lünofinganzüge, Paletots, Ultler. Hosen, cinzcliie Fracks und SmofingS werden zu oilligiten Preisen verfällst. Die elegantesten Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 87. Große Franlsurtctsiraße 87. Bstie tm eigenen Interesse aus die Firma zu achten._ 134/19* Teppiche!(sebierbailei m allen Größen, jait iür die Hälste des Wertes Tevvubiliger Brünn, Hacfeicber Mark! 4. Badnbo! Börse. iLeier de« ,Porn»iris' erkalten 5 Prozent Änbntl.i Lonnlags gi�öiinet! Sohlledor. Schäsie, Leisten. Rühl, Schöneberg. Babnstraße 43.-slZ Berten, Stand 11,00. zweischläfrig 16.00 bochseine 21,00. Damcnfleider. Anzüge, Uhre». Ketten, spottbillig. LeibbauS Ollen, Kömgsbergerstr. 19. Gaskronen ohne Anzahlung, Woche 1,00(bis 70,00 Ransiumme). Rieten- lagert Louis Böttcher(selbst), t�ron. leuchtcr— Speziathäuser. Mein Doppetbetricb bewältigt den grogien Eaisonandraug. Bctncbsleiwng: Box* bagenerstraße 32, 1. Etage(fein Laden). (Fahrvcrbinduna bis Warschauer- straße.) Filiale. Franksurter Allee 124. I�Eiage(lein Laden, 193451* «.�"""�""�"ür.Patelols.grav S hiNiatlen n taust mau am g,?" beiui Fachmann: jede Werfttnft k"!®uni4 in eigener TOnrmörtÄr.1. �u»tnl billiger für �?"oneii,ett, Schnei- dermeistcr, Roierilbalerttraße 10 Zrbn Prozent Rabatt Vorwärts- lcscrn. Tcppiche, Farbensehler, jetzt sabelhasl billig. Große Franksurter- straße 12S, im Hause der Möbel- sabrik. Gardinen. Fabrikreste, Fenster 1.65, 2.35, 2.85. 3.50, 4.50, 6.25 usw. Totalausvertaus von angc- schmutzten Gardinen, EtoreS, Bett. decken, staunend billig. Große Frank- surtcrstraße 125._ Künstlergardinen, Garnitur 3,85, 4.75, 5.95, 6.65 usw.__ Seinen. Tuchportieren, Garnitur 2.85, 3.65, 4.95, 5.50, 6.75, 7.85 usw. Piüschporttcren. 5.65, 6.7S, 7.85, 9.85 bis 30 Mark. Fabriklager Große Franksiirterstraße 125, im Hause der Möbclsabrit. Steppdecken, Purpur 2.85, 3,75, 4.25, Simili, Seide 3.75, 4.25, 5.65, 7.50, 8.35, 9.75, 11.50. Schlafdecken 0.95, 1.25, 1.65,2.25, 2.85 bis 35 Mark. Steppdecken 3.75, 4.25, 5.65, 7.50, 8.35, 9.75 usw. Tuch- und Plüschdecken mit kleinen Fehlern, in allen Farben, unglaublich unier Preis. Tiwaiidccken 3.75, 4.50, 5,45, 6.85, 8.50 bis 30 Mark._ Mödelstosf, Säufer, Linoleumreste fabelhaft billig. E. Weißenbergs Gar- dinen- und TeppichhauS, Große Frauksurterstratze 125, im Hause der Möbclsabrik. 20621,1* Teppiche, unbedeutende Farben- schier, für die Hälste des Wertes. Gclcgenhcitskäiise. Portieren, Gar- dinen. Steppdecken, Tischdecken, Schlasdeckcn zu Schleuderpreisen. TcppickibauS Adler, Königstraßc 50, gegenüber Rathaus. 1957K* Gardinen! Steppdecken! Parlieren I Tischdecken I außergewöhnlich billig I Vorwärtslcser 5 Prozent Rabatt ertra l Gardincnhaus Brünn, Hacke- scher Marli 4(Bahnhos Börse). Sonntags geöffnet._* Por, übrige cleganlcHerrcnanzüge und Paletots aus seinstcn Matzstotien 20—40 Mark. Hosen 6—14 Mar!. Beriandbaus Germania, Unter den Linden 21. 1288K* Taschenbuch für Garlentreunde Ein Ratgeber sür die Pflege und sachgemäße Bewirtschailung dcS häns- lichen Zier-, Gemüse- und Obst- garlens von Map HeSdörjer. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 Text- abbildungen. Preis 3.50 Mark. Eppe- dition Vorwärts. Lindenstr. 69. Hermannvlau s. PsandieibhauS. Eptrabllltge Jackettanzügi.«.brock- anzöge. Sommervaletots. Herren» boten. Damenmanlel. Allerbilliaster Vettenvertauf. Betmietunasbelt AuSslenerbetten. Aussieuerwäsche Reichhaltige Gardin-nauswaht. z.v- dickiauswabl. Plüichttichdecken. Stepp- Decken. Goldjacheu. Taschcimbren. Wanduhren. Wandbilder,©aien- veriauj ebenjalls Sonntag»..» Adeisinicrpniiipe 6,75, Sauget 2.50, Rohre, Flügeipumpen, Garten. spritzen, gebrauchte Gummischläuche, Meter 0,50. Pumpensabrik Schroeder, Hochstraße 43. NähmaschinenhanS Bellmann, Gollnowstraße 26, empfiehlt Asrana, Adler, Zenlralbobbin, Ziingschiff.Lang- schiff, Holeme"-� Tambourir, Wi-si-v- u. Wilion, Elastik Sänlen-Maschinen usw. Prima, Preise billig, Abzahlung günstig, Garantie. Alte Maschinen nehme in Zahlung._ 205551* �Hemdentuch, 10 Meter 3,50—8,50, Bezüge, Inlette, Bettsedcrn, Sticke- reien Tischwäsche. Damenwäsche §abiikpreise! Wäschesabrik Langen u. o.. Zimmerstraße 49(Hos)/ nahe 51erttsalemerslratze._* Herren- Garderobe nach Maß, laichcre Arbeit, großes Siofflager, Paletot. Anzug 40 Mark an. Kaust beim Handwerker, lasset den Hand- werkerverdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdenerstraße 109.» Leihhaus.Schöneberg', gegenüber Bahnhot, Sedanstraße 1, Telephon Ami 6, 15687, bietet stets Gelegen- heilSkäuse in verpsändet gewesenen und neuen Anzügen, Sommer- und Winterpaletots, einzelnen Hosen, goldenen, silbernen Herren- und Damen- Remontoire< Uhren, Ketten 3,50 an, serner goldene Ringe, Broschen, Ohrringe, PianinoS, Fahrräder, Frei- jchwinger 10 Mark an. Richard Eichelmann. S00K Schönhauser Allee 114(Ring- bahnhos). PsandieihbauS. Grog- Berlins spottbilligste EintautSguelle! Extrabilliger Bcttenverkaus, Frei- schwinger, Taschenuhren, Gotdwaren, MonalSgarderobe, Gardinenverkaus, Plüschportieren, Steppdeckenlager. Spottpreise!__ 1018S1* Leibhans»Brnunen" und Ver. tausgeschäst. Betten, Stand 9,—, Brunncnstraße 118, Ecke Usedomstraße Berte», Stand 9,—. Brunnen- straße 70, im Keller. 120051* GaSkronen, drciflammig, komplett 7,50, Gaszuglampen 6,00, Gaslyren 2,40, Gaswandarme l,50. staunend billig.— Vier Geschäste— Große Franlsurtcrstraße 92— Ravensstr. 6 (Wcdding)— Schönhauser Allee 121 (Gleimftiahe)— Neukölln, Berliner. straße 102._ 200851* Moiiataaiizügc und Sommer. p alelots von 5 Marl sowie Hosen von 1.50, Gcbrockanzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie süi torvnlente Figuren. Neue Garderobe zu stauneud billigen Preisen, aus Pfandleihen ver- sallcnc Sacke» laust man am billigsten bei Naß. Mnlackstraße 14.* Zinftvaschsäsier, Zober, Sitz- wannen, Badewannen. Svezialsabrit Reicheiibergcritraßc 47. Lesern 5 Proz. Auktionsannahme, Versteige- rungsiotal Blumenstraße 7. Zahle auch Vorschuß. Lasla, Auktionator. Bekanntiitachniig! Kausen Sie Logisbelicn, Aussleucrbetten, Pracht- teppiche, Prachtgardinen, Portieren- wähl. Steppdecken, Pliischdeckcn, Hcrrengarderobe, Damengardcroben, UhrenauSwahl nur im Beleihungs- Haus Chausseestraße sechzig! Welt- renommiert. 1918K GaSkronen, Zugtampen, Teil- Zahlungen 1,00 wöchentlich— billige Preise! Montage kostenlos! 51roneii- lag er Große Frankfurt erstraße 92, I. Etage, Ravenäftraße 6(Wcdding), Schönhauser Allee 121(Gleimstraße), Neutölln, Bcrliucrstraße 102. 201 IK Kinderwagen verkauft billig Timm, Lichtenberg, Friedrich-Karl- straße 24._.+61 Bier Milchziegen verkäuslich beim Kesängnis Tegel.+150 Stiefelangebot k Staunend billig. trotzdem reell und gut. Kinder- fticfel, Mädchenstiesel. KnabensticscI. Dameiisticfel, Herrenstiesel. 2,90, 3,90, 4,90, 5,90, 6,90. Struck, Engros- lager, Alcx�nderstraße 32, I. 207851 Ohne Änzablung Bilder. Spiegel, wöchentlich 50 Psennig, Steppdecken, Tischdecken. Portieren, Bezüge. Uhren, GaSkronen, Teppiche und Herren- Garderobe. Ferner komplette Woh- nungscinrichtungen und einzelne Möbelstücke mit den kleinsten An- und Abzahlungen. Besuch eventuell Post- karte. Weber, Neue Königstraßc 34. TLundervolle Tültgardinen, Fenster 1.75. 2.50, 3,75 bis 10,50. Elamin-Künsllergardlnen mitLambre- quiu 5,50 bis 12,00. Stores, Rouleaux spottbillig nur in Wolss Teppichhaus, Dresdenerstraße 8(tlotlbusertor). Abonnenten 10 Prozent Rabatt.* ZufaNSsache, Stores, Bettdecken (Reiscmuster), alles Eibstüll mit Volant, hochmodern, spottbillig, privat verkäuslich. Stern, Charlottenburg. Schillerstraße 93, I._ 65b Skunksstolas, Skunksmuffen, ver- schiedene Pelzgarnituren, spottbillig. Pintus. Charlottenburg, Leibniz- straße 69, I. 83b Zigarren, überseeische Tabake, Tausend 32,—. Koelpin, Admiral- straße 9. 67b Kanaricnhähne Urbanstraße 185, Restaurant. 8lb Seisertkanarien, tiestonrenreiche Vorschläger, spottbillig. Müller, Osten, Wühlischstraße 29, IV. 696 Stoffe sür Anzüge, Kostüme, Paleiots, unter Engrospreis. Rester- Handlung Becker, Scydelstraße 1, Spittclmarkt. 198951 Geld! Geld! Sparen Sie, wenn Sie im Leihhaus»Rosentbaler Tor', Lmienstraße 203/4. Ecke Rosenthaier- straße kaufen. Anzüge von 9,00 Mari an; Paletots von 5,00 an! Damengarderobe, Betten, Wäsche, Gardinen, Parlieren, Freischwinger, Bilder, Uhren, Gold-, Silberwaren, Fahrrädel. Alles spottbillig. Anzüge werden verliehen. Sonntags geöffnet. Damenhemdcn mit gestickter Passe 1,15, Herrenhemden 1,15, Bett- bezug nebst zwei Kopfkissen 3,95, Bettlaken 1,25, drei Handtücher 0,70, zehn Meter Hemdentuch 3,00, hochelegante einzelne Mustersachen, passend zu Ausstattungen, bis zurHälste des Wertes. Mittwoch Stoffrestever- kauf. Wäschesabrik Salomonsth, Dircksenftraße 21, Alexanderplatz. Federbetten 12,50, zwei Stand gebrauchte billig. Katzterstraße 16, II, Betten, Stand von 9 Mark an, Federn, Inletts billigst. Bettsedcrn- reinigung, Müllerstrahe 25. 788 Littaner Nähmaschinen ohne An- zahlung, gebrauchte, spottbillig, Skalitzerstraßc 99. Warschauerstr. 65.* Lieferwagen und alle Räder Paiisadenstratze t01. «.orten 97b Kinderwagen, Klappsportwagen, hochelegant, spottbillig. Exerzier- straße 21b, II links. 136/2 jlinderwagen, gut erhalten, ver- käuflich. Barbiergeschäst, Oppelner- straße 11.-s-IOO Berleilttmus feinster Gesellschasts- Anzüge. Wenig verliehene Herren- modcn spottbillig. Maßanserttgnng, Teilzahlung. Andreasstraße 42, I. Landparzelle, herrliche Lage, nahe Berlin, sofort, 9,50 per Ouadratrnte, zu verkaufen. Schulz, Kürassier. straße 10. 13b Kinderwagen. zusammenlegbar. Kamralh, Wallnerlheaterstraße 32. Hobelbank, Stcllmachcrbank.Hand- wagen, Birkenstraße 11, Ueckert.+79 Ladelie+!»?ichtung. große Auswahl. Slelzner, Panlstrave 51.+51* Teilzahlungen 0,50 wöchentlich: Gardinen, Portieren, Teppiche, Decken, Uhren, Bilder, Möbel, Polstcrwaren, Betten, Wäsche, Kinderwagen, Herren- gardcrobe. Sende Vertreter. Melsels Kachsolger, Warschauerstrave 80.* Gescbäftsverkfiufe. Restauration, passend sür An- länger, 11 Jahre in letzter Hand, ist besonderer Umstände halber zu ver- kaufen. Alexandrinenstraße 122.» Milchgeschäft wegen Ausgabe zu verlausen Neukölln. Weiganduser 9,* Zigarreiigefchast, ansprechendes, gute Lage, mit auch ohne Wohnung, billigst Gürtelstraße 23.+6l Obstgeschäft wegen Krankheit vcr- kaust Jablonskiftraße 8.+15 Restauraut vorkaust Landsberger- allee 48. 88b Restaurant, Vereinszimmer, Tanz- saal, gutes Winter- und Sommer- gcschäst in verkehrsreichem Vorort, altershalber zu verkaufen, Post- lagernd Z. 80 Postamt 36. 846 hell, viel Weißbier, Brnuereihilse� passend für Anfänger und Schlächter. Osterhagen, Vritzerstraße 41. 63b Zigarren- Geichäst, gutgehend, Umstände halber zu verkaufen. Neu- kölln, Steinmetzftraße 52. 9lb Tischlerwerkstatt, kleine, mit Arbeit, verkaust billig wegen Todes- falls Bux, Pappel-Allee 27.+105 Lokal. Parteivcrkehr, Norden, für Anfänger sicheres Brot. Monats- miete 100,—. Guter Umsatz, große Braucreihilse. Wegen Ausgabe billig Hanuschke, Verwalter, Christianiw straße 10. f57 Seifeugeschäft, Nolle, Wohnung, Miete 45,00, Charlottenburg, Grün straße 2. f-76 Seifengeschäft Nigaerstraße 75. Seifengeschäft, billig, GlaSgower- straße 33. 135/10 Restauration zu verkaufen, sieben Jahre bestehend, notlocndig 900 M., Maiplaguetstraße 10._+88 Grünkramgeschäft. Broterwerb, krankheitshalber billig zu verkaufen. Offerten A. 100, Vorwärts, Lansitzcr Platz 14/15._+110 Materialwaren, Obst, Gemüse, Milch. Backivare; Milch, Backware bringt nachweislich Miete, verknust Cbristianiastraße 101._ 135/ 1 5 Obst-, Gcmüsegeschäst. fünf Jahre in einer Hand, verkauft Dieffenbach- straße 39. 95b Koufitüren-Geschäst, 5 Jahre be- stehend, Torfstraße 19, Virchow- Krankenhaus.+79 Frühstückbude mit Kolonialwaren zu verkaufen. Baier, Tbornerstraße 6. Model. Mövelverkauf und Möbeltausch. VorwärtSleser erhalten Möbel aus Teilzahlung. Acltere Möbel werden in Zahlung genommen. Postlager. karte 12, Postamt 22. 194551* Möbel- Lechner, Brunnenstr.<, Rosentbaler' Tor, Spezial- Möbelhaus, Kredit und bar. Anzahlungen Stuben und Küchen 20.—, 35,—, SS'.T'.I&T' Mark usw. Einzelne Möbelstücke von 5,— Anzahlung an Bequeme Abzahlung. Kunden, deren Konto beglichen, eventuell ohne An- zahlung. Herrenzimmer, Speise- Zimmer. Schlaszimmcr, bunte Küchen, RiesenauSwahl. Vorzeiger dieses er- balt beim Kauf von 50 Mark an 5 Mark gutgeschrieben. Aus Wunsch Vertreter. Sonntags: Geschäftszeit 8-10 Jetzt Getauftes, erst Ottober Lieferbares kann bis dahin kostenlos lagern. Beim Kauf braucht nur kleiner Teil angezahlt. Anzahlungs- rest kann bis Lieferung in Teil- Zahlungen beglichen werden. 1862K* Villigste Gelegenheiiskäuse: Ma hagonibüsetts, Schreibtische, Ankleide- schränke, Bettstellen, komplette speise-, Herren-, Schlafzimmer, Piano, Küchenmöbel, weiße Dielenmöbel Andreasstraße 30, geradeüber Markt- halle, Dwlnatztt. 189951* Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Möbel in großer Auswahl reell und billig liefert ans Teilzahlung bei mäßiger Anzahlung die seit 50 Jahren bestehende Möbelfabrik Her» mann Nolle, Tischlermeister, Zioiis« kirchstraße 38/39. Verliehen gewesene Möbel billigst. 396 Schleunigster Verkauf einer noch neuen Nußbaumwirlschast mit bild- schönen Kücheiimöbein, einige Wand« bilder, sämtliche Wirtschastsgegen- stände. 195,00. Nene Königstr. 66 I. Metallbetten, zwei, michrt;». Plüschtcppich spottbillig verkäuslich Zosscnerstr. 10, Hutgeschäst. 129/1* Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung. KassenpreiS, geringe Anzahlung. Nachweis von Kunden wird gut honoriert. Offerten unter .Tischlermeister', Postamt 90 249/16* Seltene Gelegenheit! Moderne Nußbaumwirtschast, Prachtküchen- möhel. Küchengeschirr. Wandbilder 197,00, llmbausosa, Büfett. Easper, Lottumstraße 2. 134/4* Kleiderspind 26,00, Plüschsofa 25,00, Nußbaummöbel, Stube, und Kücheiicinrichtung, spottbillig Walde- marstraße 76, I, Severin. 134/18* Einladung zur Besichtigung meiner ständigen Wöbelausstellung. Bevor Sie Ihre Einrichtung kaufen, be- sichtigen Sie, ganz zwanglos, meine jetzt lomplcttierten Läger in Wohn-, Schlaf-, Herren- und Speisezimmern. Sämtliche Neuheiten sind nunmehr eingetroffen. Unerreichte Auswahl. Billigste Preise. Langjährige Garantie sür gediegenste Arbeit. Möbelbaus Ostrowski. Große Franksnrterstraße 1, am Franksurter Tor. 193351 Möbel-Gelegenheitskäufe, gut gearbeitet, viele Gelegenheitsmöb-l, welche bedeutend unterm Preis sind. Bücherspind 63,—, Schreibtisch 48,—, Bettstelle 33,—, Trumeau mit Stufe 34,—, Sosa 45,—, Kleiderspind 46,—, Kücheneinrichiung 68,—. Ehrlich, Alte Schönhauserstraße 32. 1344K* Nköbei obne Geld! Bei kleiner Anzabinng geben Wirtschaften und einzelne Stücke aus Kredit unter äußerster Preisnotierung, auch Karen aller Art. Der ganze Osten kaust bei uns. Krctschmaiin u. Co.. Koppln- straße 4.(Schlcsijchcr Bahnbas.)* Einrichtungen» Einzelstücke liefert billig und gut, Teilzahlung gestattet. Lange, Schwedterstraße 26. 1916K* Moderne Zlrbeiterwöbek in zeit- gemäßer Ausführung, in Eiche(alle Farben) und Nußbaum, unerreichte Auswahl, zu den allerbilligsten Fabrik- preisen, in solider Arbeit. ohne Zwischenhandel, direkt vom Tischler- meister Julius Apett, Adalbertsir. 6. am Kottbusertor. 1961K* Miibelhandlung Mariannen- straße 25, billige Preise. Teilzahlung gestaltet..Vorwärts'leser L Prozent Rabatt.__ 3951* Einrichtungen, Spez., zu 556 M., 473 Mark. Großes Lager Sofas, Matratzen, auch zurückgesetzte. Reellste ist das billigste. Andreasstraße 12, Keller, 1 Treppe, Fiebig, Tapezier- meister._+41 Kaufen Sie direkt beim Tischler» meister. Komplette Wohnungs-Ein- richtungen in allen Preislagen. Be- sichtigen Sie meine Ausstellung. Harnack, Stallschreiberstr. 57(Moritz. platz). Verkauf nur im Fabrikgebäude. Zahlungserleichterung.» Dessl» Möbel. N., Roscnlhaler flvnjjc 39, Babnhos Börse(Hackescher ?.>larkt), ssabrikgcbälidc, gegründet 1842, christliches Geschäft, anerkannt billig und reell. Brautleute besichtigen stets mit Erstaunen die RiesenISger und Zpeicherräunie. Eigenes GeschäjtS- hauS, drei Höse, Fahrstuhl durch mehrere Etagen, Lager. Schriftliche Garantie. Teilzahlung gestaltet.— Ein Zinnner und Küche 173,—, 215,—, 297,—. 434 bis 890,—. Zwei Zimmer und Küche 492,—, 510,—, 580,—, 840,—. 760,—, 860,—, 970,— bis 2000 Marl. Schlaszimmer«190,—, 259,—. echt Eiche 292.—, 316,-, weißlackiert mit Gold 276,—. Eiche. Schlaszimmer, auch mit Umbauten, 345,—! Birlcn-Schlafzimmer, mebrere Musler, 400,—, Kirschbaum 481,—. Wohnzimmer, sehenswerte Auswahl, hochmoderne Muster, 180,—, 260,—, 310,-, 335,—. 408,— bis 553 Mark. Speisezimmer, eigener AuSitellungS. saal, Nußbaunr-Büsetts und Sosas einzeln. Echt eichene Speisezimmer 279,—, 349,-, 360,—. 402,—, 463,— bis in die höchsten Preislagen. Herren- ziinnrer, spottbillige Lureaumöbel, englische Bettstellen und Matratzen, TrumeartS, geschliffen, mit Stuse 38,—, Plüschsosa 50,—, Umbaue zirka 60 verschiedene Muster, von 50 Mark an. Chaisclonguelager, Garnituren, Gelegenheitskäufe, auch in eichenen Möbeln. Transport frei durch eigene Gelpanne mit großem Firmenschild. Geöffnet 8— 8, SonntagS 12— 2. Kein Laden. C., Nofentbalerstraße 39. gelbes HauS. Große Umsätze, daher billigster Einkauf. 1950K' Arbeiter.ivtufterwohiiungeii.Fur jedermann leicht erwerbbar, sehr billig, auch gebrauchte Möbel, gut erhalten, große Auswahl, Teilzahlung gern gestattet. KaffenpreiS ZurSvergülung, kleine Anzahlung, bequeme Abzah- lung nach Wunsch der Käuser. Gabbert Tischlermeister, Acker- straße 54. Kein Abzahlungsgeschäst. Möbel l Für Brautleute guiiiligfte Gclcgenbcit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleinftcr Anzahlung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. Uebervorteilung daber auSgelchloffc». Bei KrankbeitS- fällen und Arbeilslofigkeit anerkannt größte Rückfichl. Möbelgeschäft M. Goldslaub, Zossenerstraße 38. Eck- Giieiienaustraß�_ 2901ft* Rehfeld. Badstrafte 49. Wohnungseinrichtungen 165,— an, auch außerhalb.* Rehfeld,«abstrafte 49, Umbau. PlüschsosaS 45.-.__• Rehfeld,«abstrafte 49, englische Bettstellen, Matratze 39,—, gebrauchte 12,—. 15.-. 18,— usw.______• Rrhfcld,«abstrafte 49, Kleiderschränke 25,—, gebrauchte, große «iiswahl. 282IK' Grosicr Möbelverkanf k Möbel- sabrik Gneiienaustraße 15, nahe dem Halleschen Tore, 32 Jahre bestehend, vertäust zu außerordentlich billigen Preisen: Wohnungseinrichtungen 120 Mark an. Herrenzimmer. Speise- zinmier, Schlafzimmer 180 Mark an Teilzahlung gestattet. Kleiderspind, Lertilo 20,—, Bettstelle 12,—, Wachs- tuchttsche 7,—, Umbauten, Sosas, Küchen, BüsettS 60,—, Schreibtüche 22,—, Garnitur«» 65,—. Zurückgesetzte. oerliehen gewesene Möbel befoudcrs preiswert, Lieserung. Aus- bewahrung frei. Stein Laden. Hausnummer 15 genau beachten. lORSft* "Äiöbel-Cohu, Große Frantsurier� ftrage 58, nalic Kaiserslraße. Wvh- nungs-Einrichtungen auj bequeme Teilzahlung,«tnbe und Küche An- zablung von 15 Mark an. Einzelne Möbelstücke Anzahlung von 5 Marl an. Modern« Schlafzimmer. Sveise- zimmer, Herrenzimmer. In bunten Küchen riesengroße Auswahl. Licsere auch nach auswärts. Abzahlung wöchentlich, monatlich, ganz nach Wunsch. Größte Rücksicht bei Krank- bei! und Arbeitslofiakeit. Borzciger dieses Inserats erhält beim Kauf tMark guigeschrieben. SonniagS 10 geöffnet.____ 2086K» " Wirtschaft, hochmodern, passend für Brautpaar, darunter entzückendes Schlaszimmer, Plüschsosa, Umbau, Chaiselongue, Gaskronen, Wandbilder, mehrere«, nur Privatleuten, spollbillig verkäuslich. Hirichcl, Elsasscrftr. 70 I. ' Kleiderspind, Beriiko. zwei Bett- stellen, Plüschsosa, Ehaisciongne, Kom- modc 10.—, AilSziebttsch, Küchen- einrichtung. Obstgeschäst, Christ- burgerstraße 20.____ flö Brailtlcuten moderne bildschöne Stuben- und Kücheneinrichtung. Kleiderschrank, Bertiko, Plüschsosa, Umbau. Englischbetten, Ausziehtisch, spollbillig vertäustich, Bauer, Waß- maiinstraßc 13 I. 134/17 .59 Schlafzimmer, hell und dunkelbirte, birnbaum, Mahagoni, ahorn, eiche, sali». Nußbaum, weiß- poliert, zu Fabritpreisen an Private. Skalitzcrslraße 25, an der Hochbahn. � Wohnungsriurichtunge», einzelne Möbelstücke preiswert, Kleiderschränke 30,00, 40,00, 50,00, Berliks 30,00, 40,00, 50,00, TrumcauS. PlüschsosaS 50,00, 55,00, 65,00, englische Bett- stellen. Küchenmöbel billigst. Drcs- bcncrstraße 14, Hös-r U. Co Teil- zablung gestattet! Jedoch kein Ab. zahlungsgeschäst._ 208!.K "'Möbelfabrik, Georg Tcnnigkeit, Oranienstraße 172/173. Wenn Sic gediegene Möbel kaufen wollen, ver- säumen Sie nicht, mein großes Lager zu besichtigen. Wohnzimmer und Küche 246,00, 430.00,.elegante 586.60, zwei Zimmer und Stäche 620,00 bis 850,00, englische» Schlafzimmer 272,00, moderne in Eiche oder Birke g95'00. 425,00, 500,00. Eichene Speisezimmer. Herrenzimmer m aparicn Mustern. Tascheiisosa 58,00, Ruhebett 26,00, Kleiderschrank. Ber- tiko 35,00. KoliiPlcttc farbige Kiichen 60,00 biS 200.00. Auch T-il- Zahlung._ '«indorbetistelle, Kloppsportwagen Joa chstn, Frank s urler Allee 1 28 III. Wirtschaftsinöbel. Zu ganz spottbilligen Preisen als Gelegenheits- kauj sind wieder prachivollc, sehr wert- volle Herrenzimmer, Salons, Speise- zimmer, moderne Küchen, Wohnzim- mer, Schlafzimmer in allen Holz- arten, einzelue Büfette, Schreibtische, Bücherschränke 40. Spiegclschränke. Kleiderschränke, Vertikos, Wasch- toiletten, Klubsessel, Lederslühle, sosas, Chaiselongue mit ichöner Decke 22,50, Plüschgarniluren, Auszichiische, Tru- meaus 30,00 an, Bettstellen, Rohr- slühle, Sosatischc, Nöhlische, Flurgar- derobcn, über 500 Prachttcppiche ertra billig. Tischdecken, Steppdecken, Plüsch- Portieren 7,50 an, Gaslrouen, Gardinen, Erbsiüllflorcs 3,50 an, Tüll- bcttdccken, Chaiselonguedecke», Stand- uhrcn, Freischwinger l2,00, eine Partie Bilder mit Prachtrahmen sowie an- dere Gelegenheitskäuse in meinem bekannten großen Möbelipeicher, An- baller Lahnspeicher, Eingang nur Möckernstraße 25, Hochbabnstaston Möckernbrücke. Gekauste Möbel tön- nen unentgelllich lagern. Otto Lideke, Warenspeicher für Gelegenheitskäufe. Für Braullculc. Pensionate, Hotels extra billige Preise. 2058K* 2 Bettstellen, 1 Kinderbett, 2 Tische, l Kleiderspind, 1 Stand Betten. Chrislianinstraße 126, Ouergebäudc 4 Treppen geradezu._ tdJ Plüschsosa, hochelegant, 35,—, Englischbcllen. Säulentrumeau, AuS- zuglisch, GaSkrone, Lützowstraße 74, 1, Pensionat. 229/10 Seltene Gelegenheit, umzugshalber 2 Zimmer Nußbaummöbel, Pracht- lüchc mit Zubehör, Teppich, Bilder, Federbetten, Gardinen, sehr billig, nur Privatleuten. Weinmeisterstr. 2 I. Prachtvolles Plüschsosa, Umbau, Hcrieufchrelbtisch, säst neue Nußbaum- Wirtschaft, auch einzeln, verkaust Zorn- dorjcrslraße 4, vorn I, Liese. 135/19 Spottbillig! Fast neu, 2 Bett- stellen, Kleiderschrank, Vertiko, Tru» mcau, Sosa, Tisch, Stühle, komplelte Küche. Bötzowslraße 30, I rechts. Wirtschaft, aparlmodern, Pracht- küche verkäuslich.(Händler zwecklos l) Elegantes Plüschsosa, Umhau, Büsett, Herrenschi cibtisch, Ankleideschrank, Engliichbclten,Cbaiselongue,T>unleau, Wandbilder,(ffaSkrone, MehrcrcS. Königsbcrgcrstraße 11, vorn I links, bei Fischer. 136/10 Bertaustich Muschelschrank, Muschel� vertiko 26,00, Plüschsosa 35,00, Trumeau 32,00, Stühle 1,25, Nähmaschine, AuSziebtisch, Stäche, Kleider- lchrank 12,00, Englischbeiten 33,00. Brautleuten Gelegenheit. Auch Sonntag. Neue Königstraße 79 II. Stloidcrichrank, Messingbetlftclle, Kinderwagen und Garnitur, billig. Neinickendorserstr. 39, Schuhmacherei. Wölüiilisgscinrichtnng Auslandsreise billig. Sedanstraße 5. Zahl. wegen Steglitz, 94b Umständehalber, selbst angcsertig- ier dreiicUiger Garderobcnschrank, Ausziehtisch, englische BcitstcUcn mit Malratze, zwälsarmige Pelroleum- kröne, verschiedenes anderes. Händler verbeten. Slcichcnbcrgcrstraße 120, linker Seitenflügel IV rechts. Lennerts Möbel-Gelegenheits- käuse. Enorm große Auswahl in bürgerlichen Ein- bis Drei-Zinimer- einrichtuiigen, ganz bedeutend unter regulärem Preise. Nur neue gediegene Möbel. Für Lrauticute bedeutende Ersparnis. ErgänzungSiiiübel jeder Art, Büsetle, Standuhren 70,—, Umbaue 65,—, Schrcibtilche«5—, Sojas 45,—, Garnituren, Bettstellen, Truinenlis 33,—. Teppiche,«tider. Klubsessel, Ledersosas. Kronen, Pianos usw. Die Möbel sind in 4 Etagen aufgestellt. Lo!dr»igcr. straße 55, Rosentbaler Platz. 2044K' Musikinstrumente. Planin-, hohes 100.—(Garantie) Zander, Turmstraße 9 II. 134/15 Pianino» modcrnsterKonstruktion, jeder Holz- und Stilart. in jeder Preislage, große Auswahl, Zahlung »ach Wunsch. Ferdinand Manthey, Potsdamerstratz« 27L. vorn I. 1631ft* Piaiiiilo«. Harmoniums. Flügel jeder Preislage, gebrauchte 120.00 an. Teilzablung. Scherer, Ehauslee. straße 105._____ 534SI*. Pianokäufer kaufen ohne Zwischen. Handel neue 300,00 auswärts, ge- brauchte, tadellos, 180,00. Neukölln«: Pianojnbvit, Juliusslraße 59. t23* Elektrisches Klavier, fast neu, zu verlausen Forsterstraße 22, Lauber. "Edison-Phoiiogravh, auch für Bier, miiuileiiwalze». verkauft Licbig. Müggelslraße 8. tzl22 Prachtgrammophon verkauslDrewS. Schliemannstraße 19. 135/12 Bandonion-Fabrikalion. unoer- wüsllicheSpiralsedcrgelcnltaslen. Stark, Neukölln, Kailer- Friebrichstraße 76! Notcnlagcr. Teilzahlung. �32 Sprrchniaschineu-, Schallplatte»- SpezialHaus, Neue Königstraße 38, Borteilhajlesle Bezugsquelle. Sprech- Maschine» 5,00 bis 300,00, Schall- platten von 5.00 an. Teilzahlung gestattet. Abgespielte Platten nehme in Zahlung._ 2079SG «andonious, Chemnitzer, verkauft, unterrichtet, Kappehl, Rummcldburg, Glatzerstraße 7.(-61 viltler. Sie kaufen Bilder nirgends billiger als direkt Fabrik bei Bilder-Bogban. Weinmeistei straße 2. 1005k' Oclgemälde 2,00 verkäuslich Piechozli, Warschauerstraße 84. K9b pskrrStler» GeschöftSdreirad, äußerst stabil 50.00 au. Holz, Blumenitraß« 44.» Herrenfahrrad 25,00,»agelueucs Freilausrad. sowie Damensahrrad, Garantieschesn, 38,00. Frau Brandt, Große Franksurterstroße 12l, Seiten. stügcl. 124/0» « Herrenfahrrad, wie neu. 3ö,—. straße 44. Damensahrrad, Holz, Blumen- 1093«' Brennnborrad, Herrenfahrrad 25,00, Damensahrrad, sofort, Schräder, Weberstrnße 42, Ouergebäudc.' Brennabor-Damenrad 25,—.Frei- lauirad, nagelneu, Herrenrad. Kraus, Andreasl'ttaße 54._ 133/16* Fahrrader. Teilzahlmigen, größte Auswahl, billigste Preise. Lothringer- straße 40. Filialen: Steglitz, Schloß- straße 116. Wilmersdorf, Uhland- straße 100. Charlottenburg, Kant- straße 57. 1203K' Erstklassige Fahrräder, Monatsrate 10 Mark. Louis Barth, Brücken. straße lOi. Kein Laden. 2060«* Fortzugshalber Damenrad 28,—, Herrenrad 18,—, Junker, Königin- Äisabethstraße 53. Vormittags. 666 Herrenfahrrad, Freilausrad, ckagel- iieu, spottbillig, dringend. Frau Brau- »ack. Große Franksurterstraße 137, Seitenflügel. 135/20 «rennaborrad. gutes, 30,00, fast unbenutztes Freilausrad schnellstens, Garantieschein, Franlsurter Allee 104, Grosser._ 136/8» Herrenfahrrad, Damensahirad. spottbillig. Kämmereit, Große Frank- jurterstraße 14, Hos. 136/5 Kguf�esucke. Platinabfälle. Gramm5,65, Gold, Silber, Zahngebifse, Staniiioi. Queck- filbcr kaust Blümel. Augustftratze 19. Platina, alle Goldsachen. Silber, Gebisse, alte Uhren, Kebrgold, Gold- watten, Tressen, Ouecksilber, sowie iäintliche gold-, filber«, platinbaltigen Rückstände laust Edelmclallschmelz« Broh, Kövenickerftraß« 29. Telephon Moritzplatz 6958._ 2040« Höchstzahlend, Metalle, Zahn- qedtsse, Platinabsall, Gold, Silber, Quecksilber. Metallichmelze Ntcver. Köpenickerstraße 20».(gegenüber Manlcuffels'raße)._ Zahngebisse. Zahn bis t,00, Pia- ttnabsälle. Goidankaus. böchstzahlend, .Geldkontor", Hollmannftraße 30. Zahngebiffc. Zahn bi» l.25Mark, Bruchgold, Stanniol, höchstzahlend. Kobn. Neue Königstraße 76. 229/3' Kaufe Kupfer, Kilogramm 1.15 bis t,20, Messing 76, Spähne 60, Zink 34, Lötzinn 90. Schermer, Rüdersdorserstratze 21._ j42 Zahngebisse, ZahnbiS 1,25, Platin- absalle, Goldsachen, Silbersache», Blattgold. Goldwatten, Staimiol- Papier, Ouecksilber 3,00, Zinn 3,20, Kupscr bis 1,25, alle.Metalle" höchst- zahlend. Edelmetall-EmlausSbureau Weberstr. 31. 1894K' Kanfe Franenbaare, auSge- käiiimte. Zahle höchste Preise. Kajka. Zöpsesabrik. Rixdors. Erkstraßc 3. Zahngebiffc in kaulschnk, Gold, Silber und Platina kaust pro Zahn bis 50 Pfennig und für Platin zahli (den höchsten Preis Blumenreich Brunnenstraße 3, am Rosenthaler Tor (Telephon.) �_ 763ft* Kaufe Kupfer 1,10, 1,25 Kilogramm, Messing 75— 85, Zink 35, Lötzinn 95, Zinn 3,00, Ouecksilber 2,50. Andreasstraße 41, Hof Keller. Höchste Preise für alle Arten Schinelzmetalle zahlt Meyer, Elisa- betbstraße 56.__ 1 35/6 Futterrefte kaust Loewinsohn, Golliiowstraße 36. 136/7' lMemckt. Unterricht in ber englischen Sprache. Für Anfänger und Fort« geschrittene,»inzeln oder im Zirtel, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebersetzungen an- aesertigt. G. Swienty- Liebknecht Charloltenburg, Stuttgarterplatz 9 Gartenbaus III.«4K' Po lt> technisches Gewerbe-Jnililut, Inhaber Ludwig Barlh, Jngenielir, Berlin, Ehauffeestraß« I. Maschinen- bau, Slekirotechnik, Eisenkonstrultioii, Ausbildung von Ingenieuren, Technikern, Maschinen- und Werkmeistern, Monteuren, Eiektromonteuren, In- genieur- und Maschinisten-Anwärter der Marine. Sturze Studienzeit, TageS- und Abendkurse, Schülerzahl über 400, beste Reserenzcn, Prospekte Montcurkurse. Elektrotechnik, Maschinenbau. Vwrteljäbrlich 25 Mark. Technikum Hoppe, Malhicuslraße t3.' Klavier-, Violine-, Gesang-(Stimm- bildung), Bioloueello-, BlaSinstru- mente-, Muiidolinen-. Gitarre-, Zitheruiitmichl. MonatShonorar 4,00 au. Höchste Ausbildung. schnellsö»dernd, Tageskurse, Abeiidturse. lvormann- slraße 1(Roseiilhalerstraßc).> 'Maurermeister', Zimmcrmeisler- Nbclldkurse, Dauer 5 Monate, Königl, RegierungS- Baumeister Werner, Be: Ii». Moabit, Raihenowerslraße 3. Techiiikui», Moabit- Rathenower« straße 3. Königl. Regierungs-Bau- iileister a. D. Werner, Direltor und Inhaber. Maschinenbau, Elektrotech- uik. Gak, Waffer, Werkmeister-, Techniker-, Jiigeilieurkurs«, Abendkurse, Tageskurse. Bauschnle. Königl. RegierringS» Baumeister a. D. Werner, Berlin NW., Rathenowerstraße 3, Polier. lurffe. Meislerkurse. T-chnik-rkurs«, Architekten. Hochbau, Ti-sbau, Ver. meisuiigS-Tcchnikcr, Steinmetzsach, Abcndlurse. Tageskurse. Abendkurse- Technikum. Bauschule, Berlin NW., Rathenowerstraße 3, Köiitgl. Rezierungs-Banmeister a. D. Werner. 1832K' Gntempfohlenc Klavierlehrerin. Sttogali, Junkerstraße l4. SSb Hüttcnfach- Wies eret. Vollstän- dige Ausdckdung. Jakobstraße 124 II, Technische Gewerbeschule, In- baber Diplomingenieur Stellmacher, Lehranstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik. Ausbildung zum Werkmeister, Techniker, Maschinen- mcister, Ingenieur. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Laboratorium. Scmcfterbeginn Oktober. Prospekte. Friedrichstraße 118._ K* Maurermeister-, Zimmermeistcr- Abendkurse. Dauer 5 Monate. Kü> niglicher Regierungs- Baumeister Werner, Berlin, Neanderftratze 3. Technikum, Berlin, Neander- straße 3(Schinkel.Zlkademie), König- licher NegicrungS-Baumeister Werner a. D., Direktor und Inhaber, Wa- schincnbau, Elektrotechnik, GaS, Wasser, Werkmeister, Techniker, Ingenieur- kurse, Abendkurse, Tageskurse._ Bauschule, Königlicher Regierungs- Baumeifter a. D. Werner, Berlin, Neanderslraße 3, Schinkel-Akademie, Polierkursc, Meisterkurse, Techniker- kurse, Archilekten. Hochbau, Tiesbau, Vermessungstechniker,«teinmetzsach, Abendkurse, Tageskurse._ 1836K' Slbendkurse, Technikum, Bauschule, Berlin, Neanderslraße 3, Königlicher RegicrungS-Baumeiner a. D. Werner. Violinuntcrricht nach doppelt fördernder Methobe erteilt erfahrener Künstler. Eine Stunde Einzeluntcr- richt 1,25,'/.Stunde 75 Psennig, für 2 Schüler pro Stunde 2 Mark, linier- Weisungen zum Zweck des Solospiels vor großem Publikum pro stunde 3 Mark. Offerten unter Z. 2, Haupt- expedition des.Vorwärts". 184lK* Tamenfrisieren. Brunnensir. 184, Rosenthalerlor, Frau Elger, lang- jährige Frisierlehrcrin. Fachgemäße gnindliche Ausbildung modernster Frisuren(nachweislich). Nagelpflege, Schönheitspflege, auch Abendkurssc. AcltesteS Technikum Berlins, ?llte Jakobstraße 124, II. Inhaber seit 1874 E. Schramm. Archilekten-, Ingenieur-, Techniker-, Verkmeistcr-, Monteur-Ausbildung, Elektrotechnik, Maschinenbau. Hochbau, Tiesbau, Gassach, Wassersach. Lehrsabrik, Maschincn-Laboratorium. 1966« Bauschule. Eisenbeton. Polier-, Meisterkurse. Techniker-, Vermessung«- Techniker-, Architekten-, Hochbau-, Ticsbaukurse, Steinmetzsach. Jakob- straße 124. KlavierknrsuS. Erwachsenen Schncllinethode. MonatZpreis 3.00. Klavierüben frei. 20 Klaviere. Musik- akademie Oranienstraße 147. Moritz- platz. Uniontheater. 135/13 Zither-, Geigenspiel lehrt Schneider, Urbanstraße 66. 135/14 Versdiiedenes. Ich nehme hiermit die Beleidigulig gegen Frau Reiche und Sohn zurück und erkläre beide für ehrenwerte Personen. Stephan, Köpenickcr, straße 148._ fOS* Patentanwalt Müller, Gstschincr- straße 31. 2439K' Patentanwalt Wessel, Silschmer. straße 94». Kuilstftopferei von Frau Kokosky schlachtensee, Kurstraße 8 III. Gängergcscllschaft.Anke", Swine- münderstraße 75._+23* Gesellschaft Ouitzow Lewandowsky- straße 105. Festdichtungen. surterftraß« 67. +79' Große Fre.nk. 1973K' Trnctsachen fertigt schnell und preiswert Druckeret»Süd- Ost", Wrangelslraße 86. 1943«' .Friedrich-Wilhelm*. General- agentur-Zahlstelle O. 112, Mainzer- straße 24. Leben»-, Arbeiter-, Kinder-, Aussteuerversicherung. Wöchentliche, monulliche Zahlung. Ausnahme bis 65. Lebensjahr. 1961«» Jede Uhr zu reparieren 1,25 (außer Bruch), kleinere Reparaturen billiger. Rariel. Uhrmacher und Ii, melier, Brunnenstraße 118, Ecke Usedomstraße._ 1026«* '«unjtslopfcrei Große graiiksurler- straße 67. 2399K' BereinSzimmer mit Pianino, VereinShauS Romintenerstraßc 28, Ecke Simon-Dachstraße. 2041K' �Pfandleihe MarluSstraß� 27.___' Handwäscherei Frau Bläske, Köpenick, Müggelheimerslraße 44, iieiert sauber, schonendst Laken, Leib, Wäsche, vier Handtücher, vier Taschen- tücher 0,10. Abholung DienSlagS, Mittwochs. 8eb "Waschaustalt MarMaatz, Köpenick, Lutsenstraße 11, wascht Leibwäsche, Laken, vier Handtücher, süns Taschen- tücher 0,10. Abholung. Lieserung täglich. 87b Mnsitdilettanten. Zither-, Äan doline-, Gitarre-, Violine-, Ecllo spielcr können einer Vereinigung kostenlos beitreten. Näheres Knaack, Ueckermündn slraße�_ 1 Fertige An. Tadel- Wer- Stosf- hat � züge. Paletot, billige Preise. loser Sitz. Roßhaar. Bon meinem«toff Anzüge von 40 Mark an. Franke. Ackerstraße 143, Ecke Jnvaildenstiaße. fertige Wer Sloff hat, 16,00. KaczynSki, straße 9. iüel»rocka»ziige )»K sf rzflt* � � Anzug Lichtenberger. 1-42 verleiht, auch Küchenmöbel streicht billig MatheS. Lhchencrstratzc 9._+105 Slufpolfterung. Bettmatratzen, Sosas, spottbillig. Hoffmann. Elsasjer- straße 31._ 229/11 Äiifpolfteriing, Sosa. Watratzen spottbillig im, außerm Hause. Schäfer, Chaujicestraße 74._ 136/1 Julius Wernau, Weinbergs- weg 26, Restaurant, Vereinszimmer, Famillenvcrkchr empfohlen. 136/8 Humorist und Soubrette frei, auch einzeln. Holz, Schulstraße 52. 136/11 Rheinisch« Singer und Humoristen (E. Herzberg), Reinickcndor+, Thuner- straße 45._+88 Fesidichtungeu! Arünthalerstr. 31. 2 Treppen rechts.+13 Vermietungen. Werkstatt zu vermieten Oranien- straße 2A. f73' Pferdestall und Remise zu ver- mieten Oranienstraße 2-�.+73' Bäckerei, cingerichlci, mieten Liebigstraße 15. zu ver- +42' VVotinunxen. und Küche. 129/7' Freundliche Stube Schönhauser Allee 97. Zoldincrstrafte 16, Zweizimmer- Vorderwohnungcn, Kammer, Balkon, Zubehör�_ 29626* Stube und Küche zum 1. Oktober, früher beziehbar, Oranienstraße 2-1.' Schöne Wohnungen im Vorder- und Hinterhause mit Gas zum 1. Oktober zu vermieten, Butttnann. straße 15 beim Wirt. 1817K' Reinickendorf. Billige Woh- nungen, 2 Stuben 20 Mark, 1 stube 16 Mark monatlich zu vermiete» Augusta-Piktona-Allee 21._ 856* MirtSentschädigung. tzeirnts- h alber. Vorderzimmer, große Küche, Alkoven, Gas. BelsoAerstraße 5, vorn IV._+15 Stube und Küche, viel Neben- aelaß billig Soimeiiburgeritraße 4, Portier, Gartenhan?._ 706 Schöne Wohnungen im Vorder- und Hinterhaus per 1. Oktober Uittzsch, Hcrrnanilstraße 13._ 516 Prachtwobnungen, 1,2, 3 Zimmer, Loggia, Bad, Mädchenzimmer, 19,00, 25.00, 45,00. Kolonieftraße 69.+32* Spottbillige, schöne, kleine Woh- nungen. Steglitz, Herberstraße 5. Paukftrafte 5?, Stube, Küche billig. Brumicnpark, +51* Limmer. Möbliertes Zimmer, 22 Mark inklusive, bei Ernst, Bernauerstr. 14.' tviöblierte» Erkerzimmer(großes) Baumlchiilenweg, Trojanitraße 6, l! links. Aussicht: Sportplätze. 2928b Möbliertes Zimiiier, allein, 15 Mark, vermietet sofort Frau Hosf- mann, Carmen» Syloastraße 162. Ouergebäudc IV._+105 Möbliertes Zimmer für Herrn Pücklerstraße 19, Langhammer.+110 Balkonzimmer, sauber, möbliert, Gas, Badegelegenheit. Bölkel, Neu- kölln, Tellstraße 6 II.+32 Möbliertes Vorderzimmer, se» parat, 18 Mark, Nähe Sllexanderplatz, bei Ski, och, Georgenkirchstraße 12. Schlafstellen. Freundliche Schlafstelle vermietet Romatzki, DreSdenerstraße 107/8, vorn II. 134/12* Schlafstelle vermietet Scheeler, vautzenerstraße 6.__* Melle Freundliche Schlafs Waldeniarslraße 58. Jahnke. 1ÖW, +110* Freundliche möblierte Schlasstelle an zwei Parteigenossen zu vermieten, Gölte. Gleimstraße 41, vorn II. Ein oder zwei anständige Hand- werker sinden bessere Schlasstelle, Wollny, Nauitynslraße 36._ 616 Schlafstelle, sauber, möbliert, SolmSstraße 19. Fräulein Morawitz_ "Möblierte Schlasstelle, 1 Herr oder Dam«, bei Dickmaiin, Lhchener- straße 29. Hos II.__+105 Möblierte Schlasstelle. vor». Mei ßner, Greffenhagenerstraße 84. '"Möblierte Schlasstelle, 13 Mark, vermictel Popenda. Neue Hochstr. 37. vorn. 4 Treppen links.+51 Schläfst«!!« Dretdenersir. 107/108, Liercnte, 135/15 Möblierte Schlasstelle, Herrn, Naunynstraße 73, vorn II, Wollen- b-rg.____+110 Möblierte Schlasstelle Dresdener- straße III, vom I, Landgraf,+120 Möblierte Schlasstelle. Neübächer' Manleufielstraße 120. vorn III.+110 Alleinige Schlasstelle Charlöttem burger User 64. Witive Mack.+76 Schlasstelle. 1 oder 2 Hemn. Moabit, Lübcckcrstraße 38, III recht«. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. «Hordirlgent Miesch, Lychene» straße 30. einige Abende frei,+106 Monalsgarderobe LandSbeigerstr. VI» eine Trevve. 98b*. Wir suchen sur unsere Fabrik, ekirufxiBeker Noltlnatleli, 2 Rohrzleher, Spitzcnanzieher, Gläuzer, Schmirgler und 1 sin» aus- gebildeten Kanmenmachcr sowie la bewAhvte Krast als Deister. Nur absolut firm eingearbeitete Leute, welche in dieser Branche langsährig tätig warm, belieben sich zu melde». Gute Löhne. Von allswärt» Reiscvergütung. Offerten vorerst mit Angabe der bisherigen Tätigkeit. 134/11 Kanülcntabrlk Pochwadt* Kcmpncr, verlin W. 35. Tleglitzer Straße 82. Reuteneuipfönger sucht?e» schästigung als Portier oder irgeno welche andere Arbeit. Unter W. 7 an die Spedition Rcichenbergerstr. 67. Handwerker, deffen Berus über- süllt sucht Beschästigung, irgend welche, Gesällize Angebote Ii. L., Vorwärtsausgabe Neukölln, Sieg- jriedslraße. Stellenangebote. Nebenverdienst sinden Genossen durch Berkaus von Arbeitcrlsteratur. Beißwanger, Nürnberg, Schwepper- mannstraße.._ 406 Griindicrer. geübter, gesucht. Goldkeistensabl-ik Ruldenberg Nach- solger, Weißensce, LItiighansstr. 128.' Schlosserlchrling verlangtLinden- straße 104._ 746 �Selbständige. Schloffer verlangt Heinrich«, Tempelhos, Ringbahn- straße 42._ 906 �Fafsädcnpufter mit Kolonne sucht Arbeit, auch außerhalb. Offerten erbetev an H. Meißner, Wannsce, Friedenstraße 6. 2939b Goldschmiede- Lehrling gesucht. Talent zum Zeichnen, gute--chul- bildung erforderlich. Emtritt Oktober. Offerten D. 3 Hauptexpedition des .Vorwärts". ���82b Bergolder-Lchrling verlangt Gold- leistcnsabrik Köpenickerstraße 21. Schlofferlehrling verlanet Liste- mann, Schönhauser Allee 72b.+105 Lelirliiig sofort oder 1. Oktober gesucht. Slehr, Bäckermeister. Herms- dors bei Berlin, Bahnhosstraße 5. Zwei Former verlangt Broncc- warensabrik Prinzenstr. 96, I. Hos. Lehrlinge verlangt Schlosserei und Kunstschmiede Kroen u. Zielasto. Ul-Hanstraße 103.+32» Kleiiipner-Lehrlina aus Apvarate für Klaiikenhaus- und Laboratoriums- Einrichtungen oerlangt Küster, Kraut- straße 4/5._ 136/9 Lehrmädchen aus achtbarer Famstie, im Aster von 14—16 Jahren, welche mindestens die erste Klaffe einer Gemeindeschule besucht haben, bei monailicher Vergütung geiucht. Meldungen mst Schulabgangszeug« nis nur In Begleitung der Eltern oder dcS Vormunde» in unserer Personalverwaltung III. Ekage.«aus- Haus des Westens. G. M. b. fc., Tauentzienstraße 21/24. 1972rt* Lehrmädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren, aus achtbarer Familie, gegen monatliche Vergütung sofort gesucht. Meldiingen nur in Be- glcitung der Eltern oder deS Vor- mundes 10—2 Uhr vormittags. A. Jandors u.«»., Bell«- Alliance- straße 1-2.;_ 20SlSt.j Tüchtige Schriftteileri» sowie Hilssarbeiter sür Schristgießcrei sofort gesucht. Steinlanip, Sarniinstrasw!3. tvoldvoltereri» verlangen Lel- Monte n. No.. Leipzigerswnße 97. Lehrmädche« für Goldpolleren (nach Ausbildung gutes Einkommen) verlangen Belmonte u. Ko., Leipzig«!- slraße 97. 2085K CessDivemii Li8ilerIreunilslfs.,bä. Pankow, zirka 50 Mann stark, sucht UebuiigSslunde DoimerSwg. 59/15 2 tüllitige Metallfomer nach Riga(Ruftland) gewlliischt aut 6 Monate, auch länger, bei freier Reis« hin und zurück. Näheres am Montag von 12—2 Uhr Bödicker- straße 32, vom 3 Tr. bei Wieöner. Verkäuferinnen für Tapifferie. Weiftwaren. Schreibware», Tamenkonfektlon. GlaS und Porzellan sofort gesucht. Meldungen v. 11— IL Uhr vormittags. feuftaisW*«. BERLIN W, Tuenizienttr. 21-24 Packerinnen. Junge Mädchen zum Ein- packe» und Kontrollieren von Waren an unsere» Kassen sosort ge- sucht. Meldungen von 11�12 Uhr vormittags, MaoJhalK-Vi'ftoft. «EBUN W, T«uentzien«tr. 21-24 Aclitung! Holzarbeiter. Wegen Streik«der Lohn» distcrenze» ii»d»dsperrt: Tischlerei»lerreuann, Lichte«. Vera. Wilhelmstr. Lt. «Ic-r Nerttner . Char- lottc«burg. llhlandstrafte. Da« Berliner ArbeitStoillige«, ' verinittelungsburean d. gelbe» .Ha»»werter>chunde?dandeS«. Arbeitsnachweis d. Stellmacher» innung und der Wagenfabri» kanten, Kaiser-Fran'-GrenaSler- Platz. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Ortmrwattnctz Berlin de« Pentscben Holtarbelterverbandea. Fst* den Bezirk Norden unserer heutigen Nummer liegen Prospekte folgender Firme» bei: llonelelijaeitaiv Gesund- brnnnon, Berlin N., Badstrafte 67 1 Albert Zclnmnn, Schuh- Warenhaus, Berllu