age. errei atlic fg. frei Mummer ummer mit etlage Neue -Abonnement: artal. Unter Kreuzchland u. Defterreich2 Mt., für das übrige and 3 Mt.pr.Monat. Eingerr. der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Norwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochen: tagen bis 7 Uür Abends, an Gonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Statistik Mittwoch, den 1. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der polnischen sowohl als antisemitischen Wähler notorisch Ein Ueberblick über das Ergebniß der preußischen gegen die Militärvorlage waren und stimmten. Des wei Landtagswahlen ist zur Stunde nicht möglich. In Berlin unbedingt für die Militärvorlage gerechnet, obgleich die ihr selbst anscheinend unerwartet gekommenen Erfolg zu Die Statistik der Reichstagswahlen, aus der wir in Wähler und Kandidaten nur bedingt, unter gewiffen, verzeichnen. unserer gestrigen Nummer das die sozialistischen Wahlen meist unerfüllt gebliebenen Voraussetzungen für die Militär- In Berlin war der Stand der Wahlen um 2 Uhr betreffende Material mitgetheilt haben, bestätigt vollauf, vorlage eintraten. folgender: der Reichstagswahlen. teren haben wir die Wähler der Freifinnigen Vereinigung hat die sogenannte Freifinnige Boltspartei einen großen, daß unsere Annahme bezüglich der sozialistischen Stimmen Die unbestimmten" und zersplitterten" Stimmen der Wahrheit sehr nahe gekommen ist. Die drei Millionen", haben wir nicht aufgeführt, weil jeder feste Anhaltspunkt die wir erwartet haben sollen, sind ebensowohl eine fehlt, und wir die beiden Ziffern höchstens willkürlich in Dichtung unserer Gegner, wie die angeblich von uns ev- zwei Hälften theilen könnten. hofften 15 neue Landtagssite in Sachsen. Was wir er- Jedenfalls ist die verspätete Herausgabe der amtlichen warteten, waren 2 Millionen, und erhalten haben wir Wahlstatistik jezt zur Genüge erklärt. 1786 738 Stimmen was nicht weit von 2 Millionen Die Sprache, die diese Wahlziffern sprechen, ist eine entfernt ist. Die Differenz erklärt sich zur Genüge durch sehr beredte und was sie sagen, ist wahrlich für die Reichsdie von uns schon wiederholt dargelegten Ursachen. regierung nicht angenehm. In imposanter Mehrheit hat Die Zahl der Stimmen, die wir am 15. Juni 1893 das deutsche Volt am 15. Juni 1893 die Militärvorlage erhielten, übersteigt die Zahl unserer Stimmen bei der verworfen und gegen den Militarismus sein Votum in Dorlegten Wahl( 1427 298) um rund 360 000, und die Urne legt. Und die Abgeordneten, die im Reichstag die der zweitstärksten Partei, des Zentrums, das am für die Vorlage stimmten und der Regierung den Sieg 15. Juni 1468501 Stimmen erhielt, um 318237 Stimmen, gaben, vertreten nur eine Minderheit der deutschen was ein sehr ansehnlicher Vorsprung ist, während bei der Wählerschaft. Februarwahl 1890 unser Vorsprung blos 126 388( 1468501 sozialistische gegen 1342 113 8entrumsstimmen) betragen hatte, also nicht viel mehr als ein Drittel. Wenn wir die Stimmen aller Parteien der Größe nach ordnen, so ergiebt sich folgende Reihe: 1. Sozialdemokraten 1786 738, 2. Bentrum 1468 501, 3. DeutschKonservative 1038 353, 4. Nationalliberale 996 980, 5. Freisinnige Volkspartei 666 439, 6. Deutsche Reichspartei 438 435, 7. Deutsche Reformpartei( Antisemiten) 263 861, 8. Freisinnige Vereinigung 258 481, 9.„ Andere Parteien"( Dänen, Welfen, Rechtspartei, Elsässer), 234 927, 10. Polen 229 531, 11. Süddeutsche Volkspartei 166 757, 12. Unbestimmt" 110 998. Die zersplitterten" Stimmen ( 13 972) rechnen wir nicht." Ungiltig" waren 28 292 " Stimmen, gegen 7 673 973 giltige". Gruppiren wir die Zahlen nach dem Verhältniß zu der Militärvorlage, um welche der Wahlkampf in erster Linie geführt ward, so ist das Ergebniß: Gegen die Militärvorlage: Für die Militärvorlage: 1. 1786 738 Sozialdemokraten. 1. 1 038 353 Deutschkonservative. 2. 1 468 501 Bentrum. 3. 2. 996 980 Nationalliberale. 438 435 Reichspartei. 666 439 Freis. Volkspartei. 3. 4. 234 927) Günen, Welfen, 5. Elsasser 2c. 166 757 füdd. Volkspartei. 4823 362 gegen 4. 5. 263 861 Antisemiten. 258 481 Freis. Vereinigung. 6. 229 531 Polen. 3 225 641 für. Das heißt: es haben 1097 721- in runder Summe 1 100 000 deutsche Wähler mehr gegen die Militärvorlage geftimmt, als für dieselbe. Und dabei haben wir noch sämmtliche antisemitischen und polnischen Stimmen als für die Militärvorlage abgegeben angenommen, was mit den Thatsachen bekanntlich nicht stimmt, da viele und um Feuilleton. Eine Erzählung von Ludwig Tied. [ 48 So lehren die Ziffern uns zweierlei: Daß wir gegen den Militarismus die Mehrheit des Voltes hinter uns haben; und daß unser System der Volksvertretung ein äußerst mangelhaftes ist. Der Wille des Volkes ist das oberste Gesetz. Und auch im Reichstag muß der Wille des Volkes zur Geltung gebracht werden. Noch eine Kraftanstrengung, wie die des 15. Juni 1893, und der Militarismus muß fallen. Nieder mit demi Militarismus! Politische tebersicht. Berlin, den 31. Oktober. Beredtes Schweigen. Vorigen Sonnabend wurde die Statistik der lezten Reichstagswahl für den Buchhandel ausgegeben. Und bis heute Abend hat der„ NeichsAnzeiger" und die„ Nord deutsche Allgemeine Zeitung für dieses hochwichtige Aftenstück kein Wort der Erwähnung gehabt. Auch die gesammte Presse der bürgerlichen Parteien hat die so lange erwartete und so lange hinausgeschobene Veröffentlichung der amtlichen Wahlstatistik bis zum Augenblick, wo wir dies schreiben, ihren Lesern vorenthalten. Nur wir Sozialdemokraten, für die das Ergebniß ein nach jeder Richtung hin so befriedigendes und erfreuliches ist, haben die uns zunächst interessirenden Ziffern unseren Lesern schon gestern mitgetheilt. Die allgemeinen politischen Folgerungen finden unsere Leser zum Theil schon im heutigen Leitartikel erörtert, und dieselben werden von uns noch weiter behandelt werden. I. Wahlkreis: 780 Freis. Volkspartei, 42 Vereinigung, 62 Nationalliberale, 196 Konfervative. II. Wahlkreis: 956 Freis. Volkspartei, 5 Vereinigung, 6 Nationalliberale, 168 Ronservative. III. Wahlkreis: 713 Freis. Volkspartei, 2 Vereinigung, 492 Konservative. IV. Wahlkreis: 575 Freis. Volkspartei, 5 Vereinigung, 1 Nationalliberaler, 127 Konservative. Danach waren bis 2 Uhr im Ganzen folgende Wahlmänner gewählt: 2974 Freifinnige Volkspartei, 54 Freisinnige Vereinigung, 69 Nationalliberale, 983 Konservative. Außerdem liegen folgende Depeschen vor: Elberfeld Barmen, 31. Oftober.( D.-B. H.) Die Wiederwahl der bisherigen Abgeordneten Weyerbusch( kons.) und Dr. Graf( natl.) scheint gesichert. Köln, 31. Oktober.( D.-B.$.) Der Sieg des Zentrums ist zweifellos. Die Wahlbetheiligung ist gering. Sagan, 81. Ottober. Bei Wahlenthaltung der freifinnigen Partei wurden sämmtliche Wahlmänner der Konfervativen im Kreise Sagan gewählt. Die Sozialdemokraten sollten mit allen Mitteln zur Wahlbetheiligung gezwungen werden. Die Wahlmacher haben sich nicht gescheut, bekannte Sozialdemokraten als Wahlmänner aufzustellen, ohne sie zu befragen. Aus den uns vorliegenden Schreiben der betheiligten Parteigenoffen geben wir die folgenden hier wieder: Beiliegender Zettel zur Landtagswahl ist mir heute über fendet worden und da sehe ich zu meinem Erstaunen, daß ich als freisinniger Kandidat ohne mein Wissen und Willen aufgestellt bin, diese Frechheit geht doch über alle Grenzen, dazu einen Sozialdemokraten zu gebrauchen, wo ich nicht mal ge= sonnen bin, bei dieser Wahl meine Stimme abzugeben. " Sollte im Vorwärts" für diese Frechheit Raum sein, so möchte ich Sie bitten, dieses meines Interesses halber zu veröffentlichen. Wilhelm Tausendfreund, Wrangelstraße 18. Zu meiner großen Verwunderung erhielt ich gestern, also am Tage vor der Wahl, eine Kandidatenliste der freisinnigen Volkspartei zugesandt, in welcher auch mein Name als Kandidat in der dritten Abtheilung aufgestellt war. Da nie mand zuvor von der betreffenden Partei mich darum befragt hat, ob ich gewillt bin, ein solches Amt anzunehmen, ich mich auch durchaus nicht zu obiger Partei gehörig betrachten kann, so finde ich dieses Gebahren der genannten Partei höchst sonderbar. Selbstverständlich findet eine Betheiligung meinerseits, wie es unserem Prinzip nach geschieht, bei der heutigen Wahl nicht statt. P. W., Lithograph. sam sein," sagte Mazel. Clary erinnerte an Rolands auss sprich noch von guter Behandlung!"- Er drang auf den drücklichen Befehl, der Priester zu schonen, der beredte Jüngling ein, ließ einen Augenblick den Degen sinken und Marion ermahnte und überredete die Murrenden, und es ward feuerte sein Pistol nach Edmund, er verfehlte ihn, und beschlossen, daß man den Priester, indem die begleitenden Edmund schoß ihm in demselben Augenblick die Kugel durch Uniformen " " Der Aufruhr in den Cevennen. angin der Grschlagenen anzögen, bis nach dem ziemlich die Brust, daß er todt niederſtürzte. Florac geleiten wollte, damit er dort den Schuß Im Getümmel wurden die übrigen erschlagen, der feiner Obrigkeit ansprechen könne. Edmund erbot sich zu Sergeant, der noch beritten war, stürzte auf übereilter diesem, Dienste, und Eustach und verschiedene Brüder wollten Flucht mit dem Pferde von der Höhe des Felsens hinab. ihn auf diesem Zuge geleiten. Mazel und die Seinigen waren schon weit entfernt, den Er wollte sich auf den Geistlichen stürzen, aber Edmund Gespräch und Streit wurde unterbrochen, indem jene Feind verfolgend. unterlief ihn mit Bligesschnelligkeit und warf ihn mit versprengten und abgeschnittenen Truppen heranzogen, deren Edmund stieg mit denjenigen, die ihn begleiten wollsolcher Riesenkraft auf den Felsenboden, daß ihm alle Vereinigung mit den geschlagenen Soldaten Cavalier hatte ten, hinab. In einem Weinberge genossen sie der Ruhe Glieder erkrachten und er gleich besinnungslos liegen blieb. verhindern wollen. Die wenige Kavallerie ging ihnen ent- und der kärglichen Speise, die ihnen geschafft werden konnte. Tas sah der alte Favart mit Grimm, auch Eustach, der gegen, die Infanterie stellte sich in Ordnung, und es be- Der Alte erquickte sich nur an einigen Tropfen Weins. Kohlenbrenner, wurde zornig, Bertrand trat wild herzu, gann auf der Höhe ein neues, blutiges Gefecht. Mazel Beauvais also bist Du, mein Sohn?" fing er an, als er Edmund und den Geistlichen drängte sich führte sie an, und die Tapferkeit der Rebellen brachte die sich mit Edmund allein sah.-" Ich heiße", sagte dieser, eine Gruppe durcheinander schreiender Kamisards. Wer Soldaten, die schon entmuthigt waren, zum Weichen. nach Ihrem Taufnamen Edmund"; zum Beichen, wie mein bist Du?" rief Favart, daß Du hier so den Herrn spielen Edmund und sein Gefolge war mit dem jungen Kapitän Vater Sie immerdar geliebt hat." darfst? Willst Du hier noch den Edelmann geltend und seinen leichten Jägern, die am weitesten vorgedrungen Ach Du lieber Jugendfreund", sagte der Greis mit machen?" Er faßte den Geistlichen, und auch Eustach waren, in hartnäckigen Kampf gerathen. Das Pferd des dem tiefsten Seufzer, warum muß ich denn Deinen Sohn legte Hand an ihn. Doch sowie Edmund auf sie zuschritt, jungen Mannes war schon getödtet, aber er focht mit unter solchen Umständen kennen lernen? Also auf ließ Eustach aus altgewohntem Gehorsam los, und unerschrockenheit und unermüdet, so wenig er sich auch diese Weise haben sich die Träume Deiner Liebe, unsere Favart ward von dem kräftigen Jüngling zurückgeriffen. einen glücklichen Erfolg versprechen konnte. Edmund trat religiöse Begeisterung verkörpert? Auf solche Art find " Herr Edmund Beauvais!" schrie dieser, unser König!" vor und rief:" Ergeben Sie sich, junger Mann; Ihr Be- unsere schwärmenden Ahndungen in Erfüllung gegangen? Sie rangen mit einander, und Edmund schleuderte ihn den tragen ist brav, es thäte mir leid, wenn Sie hier fruchtlos Bu diesem Mord und Brand, zu dieser entsetzlichen GrauBerg hinunter. Unser Bruder hat den Hals gebrochen!" erliegen müßten. Ich verspreche Ihnen Schutz und die beste samkeit müssen wir erwachen und unsere ganze Jugend schrieen alle wild durcheinander und stürmten mit den ge- Behandlung, bis Sie gegen unsere Gefangenen ausgewechselt Thorheit und Phantasie nennen? Jawohl, Du arme zückten Waffen auf Edmund ein, der in diesem Augen- sind." Louison, ist Dir deine Liebe zu Deiner Beschüterin schlecht blick verloren war, wenn nicht Abraham Mazel mit einem Elender Rebell!" rief der Kapitän; meinst Du, daß vergolten worden. Du hattest wohl recht, unglücklicher neuen Trupp erschienen wäre: Clary, Castanet, Marion ich von einem Schurken, wie Du bist, Bardon annehmen Kaspar, daß ihr es nicht wußtet, zu welchem Augenblick und und Vila waren unter diesen. Aus Ehrfurcht für Mazel werde? Ich kenne Dich, Beauvais, Meineidiger, Ab- um welches Leidens willen ihr Euer Glück aufschobt. Nun waren sie still, und Edmund konnte den Freunden die Sache trünniger, und die Henkersknechte in Nismes warten Deiner liegt ihr beisammen in blutiger Umarmung. Warum kann vortragen. Wir wollen gegen die Wehrlosen nicht grau- schon. Schau hinunter in das Thal, Mordbrenner, und ich nicht zu mir sagen: Nein, dies ist nur ein Traum! Er" " " Anarchistisch- Spikelisches. In der letzten Nummer der Elberfelder Freien Presse" findet sich folgende Notiz: " Duisburg, 26. Ott. Schwurgericht. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde am 25. Oktbr. gegen den in hiesigen Genossenkreisen bekannten Joseph Oerter ver handelt. Derselbe war angeklagt wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten 2c., Vergeben gegen das Dynamitgefeß und Betheiligung an dem Londoner Klub Antonomie". Nach achtstündiger Verhandlung wurde der Angeklagte vom Gerichtshof zu 8 Jahren Zucht= haus, 10jährigem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurtheilt und unter Polizeiaufsicht gestellt. Der Erste Staatsanwalt hatte 5 Jahre 9 Monate Zuchthaus beantragt. Bemerkenswerth ist noch, daß sich unter den Zeugen der bekannte Polizeispiel ,, Schürmann" befand. " Das Ansehen der freisinnigen Volkspartei" wird durch| gierungsthätigkeit eigentlich ausschließenden Alters des Vaillant, Guesde, Lafargue und d diese Machenschaften sicher nicht gesteigert werden. verwundeten Monarchen das Natürlichste gewesen wäre. Frankreich. Wir hatten recht- ur Die Züricher Poſt" kam vor kurzem auf die Sache zu Brüder haben uns ihre Zustimm Sozialist tann nicht Chauvinist, sprechen und erzählte, ,, daß damals in Frage gestanden hätte nicht blos die Stell- Sozialist sein. vertretung des Kronprinzen, sondern die Niederlegung der Krone feitens des Kaisers Wilhelm I. und die Er Vom englischen Bergarbeiter bebung des Kronprinzen zum Regenten. Fürst unser Londoner Korrespondent schreibt, Bismard habe die Frage vor einen Ministerrath gebracht melden, daß schon wieder einige Grubenb. und habe in demfelben geäußert:" Der Kaiser darf band losgebröckelt sind, und daß der Sekret. nicht abdanten, ich branche ihn noch."" nehmer- Verbandes die Leiter der Arbeu Das Münchener Bismarckblatt, die Allgemeine Bei zu einer Konferenz eingeladen hat, auf der du tung", sieht sich jetzt gezwungen, zuzugeben, der Wiederaufnahme der Arbeit ohne Präjudiz daß, bevor Fürst Bismarck bei der ersten Begegnung nach dem rathen werden soll. Ohne Präjudiz", d. h. Sie Un Attentat mit dem Kaiser am 4. Juli Nachmittags die Ordre nehmer verzichten darauf, daß die Nothwendigke. über die Stellvertretung vorlegte, ein Ministerrath stattgefun- einer Lohnreduktion die prinzipielle Grundlage der Konden hat, und zwar um 2 Uhr Nachmittags. Dort möge" auch die Frage, ob Regentschaft oder Stellvertretung, zur am t= ferenz bilden, diese sich nur um die Frage der Größe 2 lichen Grörterung gestanden haben. Sei dort eine Aeußerug derselben drehen soll. Das ist noch nicht die Kapitulation, gefallen, wie ich brauche ihn noch" oder„ wir brauchen ihn aber doch ein gutes Vorzeichen derselben. noch", so sei dies angesichts des nach Berlin berufenen Leider lauten die sonstigen Berichte vom Gebiete des Friedenskongresses und in bezug auf die Aufgaben Kaiser Wil- ökonomisch geführten Klassenkampfes ziemlich ungünstig. helms in betreff der inneren Feftigung des deutschen Die besser situirten der älteren Gewerkschaften sind durch Ginigungswerkes durchaus erklärlich und durchaus zutreffend die Pflicht der Unterstüßung ihrer Beschäftigungslosen so gewesen," gut wie lahm gelegt und von den neueren Unionen stehen Man sieht, das ich brauche ihn noch" wird, redigirt" einige jeden Augenblick vor dem Zusammenbruch. Die wie weiland die Emser Depesche. Arbeitslosigkeit ist sehr groß und noch kein Zeichen, das Kommentar überflüssig. So lange es Halbverrückte giebt, die sich durch einige radikale" Phrasen von Hallunken zu Tollheiten verleiten lassen, werden solche Fälle sich wiederholen. Wie aber die Richter zu einem so monftrösen Urtheil gegenüber einem geistig höchst beschränkten Menschen, wie Derter es ist, gelangen konnten, der offenbar das Opfer eines Spitzels war, darüber erwarten wir noch Aufklärung. Wie fümmerlich ,, Edelste und Beste der Nation" sich oft durchs Leben schlagen, wie mancherlei Entbehrungen sie erdulden müssen, das zeigt recht deutlich der gegenwärtig vor der Straftammer des Landgerichts Hannover verhandelte Spielerund Wucherprozeß, auf den zurückzukommen wir uns vorbehalten. Ter hannoversche Volkswille" schreibt: Wir wollen heute nur eins herausgreifen aus der Fülle von Material, das uns der Prozeß bietet, ungeachtet der Jeremiaden, die bereits von gegnerischer Seite darüber angestellt werden, daß die Sozial. demokratie Kapital aus diesen Verhandlungen zu einer Aufhehung" der Maffen schmieden wird. 11 " Ein ergreifendes Bild von der Nothlage der Landwirth fchaft" entrollte in der Sigung am Dienstag der Angeklagte von Meyerint. Dieser nothleidende Landwirth hatte sich vor Jahren bei Bresa zwei Güter getauft für 870 000 m. und Darauf 600 000 m. angezahlt. Durch Spielverluste und seinen großen Haushalt" ist er dann in Vermögensverfall gerathen, so daß er die Güter verkaufen mußte. Er erhielt dafür wieder 1 215 000 m., verdiente also daran 345 000 M. Er war also gewiß sehr nothleidend. Bereits im Jahre 1879 leistete er den Manifestationseid, war er bereits völlig mittellos. Seit 1885 lebte er mit seiner Schwiegermutter, welche eine nur geringe" Rente 22 000 m. bezieht, in Hannover zusammen. Wie fümmerlich es v. M. erging, zeigte der Umstand, daß fein jährlicher Fleischbedarf sich nur auf die„ winzige" Summe von 5000-6000 m. beläuft, ganz abgesehen von der Be schränkung, die er sich in den übrigen Nahrungsmitteln auferlegen mußte! " Fivien vis. auf Besserung deutet. jehr groß und noch fein 3 Daß das ganze Dichten und Trachten des Fürsten Bis mard dahin ging, den mißliebigen Kronprinzen von der Regierung fern zu halten, ist übrigens allen„ Eingeweihten" Die spanische Regierung verfiel jüngst wieder einbekannt, ebenso wie die Thatsache, daß der„ treue Vasall", mal auf das bekannte Despotenmittel, die Aufmerksamkeit als der Kronprinz nun endlich doch an die Stufe des des Volkes durch eine" ruhmreiche" Aktion nach Außen von Throns gelangte, die Thronbesteigung durch das in dem den faulen Zuständen im Innern abzulenken und brach den und brach Reichsanzeiger" veröffentlichte Todesurtheil der Aerzte und einen Krieg mit dem Sultan von Marokko vom durch das Messer der Chirurgen zu verhindern suchte.-Baun. Die Sache scheint aber schief gehen zu wollen. In der ersten Schlacht sind die Spanier gründlich geschlagen Zur Ministerkrise in Oesterreich liegen blos un worden der kommandirende General selbst wurde gefontrollirbare Rombinationen vor. Sicher scheint nur, daß tödtet und nun müssen rasch Verstärkungen nach Afrika Graf Taaffe's Stellung von der koalirten Reaktion so gefchickt werden, wo schon vor Jahrhunderten so viele untergraben ist, daß sein Rücktritt unausbleiblich scheint. Spanier ihr Grab gefunden haben. Natürlich wird durch Doch im Lande der Unwahrscheinlichkeiten, wie Desterreich den unglücklichen Verlauf des Krieges die Lage der mit Recht bezeichnet wird, ist das Voraussagen politischer spanischen Regierung vollends kritisch gemacht. Ereignisse noch weniger statthaft, als sonst irgendwo. Es heißt also abwarten. Die nächsten Tage müssen Klärung der Situation bringen. Phia tier afst nachträglich gemeldet, daß Genosse Wullschleger Zu den schweizerischen Nationalrathswahlen wird in Basel( Stadt) in Stichwahl steht. Die franzöfifchen Kammern sind auf den 14. November einberufen. Der Naubzug gegen Matabeleland scheint für die Engländer nicht so glatt verlaufen zu wollen, als nach dem bie Gier englischer Abenteurer erweckt haben. Begonnen ersten Siege" vielfach geglaubt wurde. Es handelt sich dort bekanntlich um Gold- und Diamantenfelder, welche wurde der Krieg von einer unter Reichsschutz stehenden Brivatgesellschaft, ähnlich der alten Ostindischen Kompagnie", die nach und nach ganz Indien eroberte. Die Zeiten haben sich jedoch geändert, und die Gesellschaft sieht Die Pariser Münzkonferenz hat nach der Köl- fich nach wenigen Wochen des Krieges, der von ihr mit Wie glücklich werden sich jetzt die Arbeiter preisen, daß nischen Zeitung" folgendes Ergebniß: Der lateinische Münz- unmenschlichster Barbarei geführt wird, schon so in die fie teine„ nothleidenden Landwirthe" geworden find. Sie haben verband wird fortbestehen; eine einzige Bestimmung ist dem Enge getrieben, daß sie die Hilfe der englischen Regierung bislang immer geglaubt, die Noth der Landwirthe sei eine Wunſche Italiens gemäß abgeändert worden. nur erheuchelte, um sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung sollen die italienischen Scheidemünzen von 2 Franken, Buren( Boers) Miene, den Matabele- Leuten zu Hilfe zu Danach angerufen hat. Nun Nun machen aber die holländischen au bereichern und jest ſehen sie ein, daß fie fich geirrt haben Franken und 1/2 Franken in den Vertragsstaaten feinen kommen, und die Buren, die vor 15 Jahren die Engländer Nur 5-6000 M. bleiben den armen Grundbesitzern über, um sich dafür Fleisch zu kaufen! Kein Wunder, daß sie dabei elendiglich Kurs mehr haben und werden nach Maßgabe ihrer Ein- in offener Feldschlacht schlugen und zum Frieden zwangen, zu Grunde gehen und den Staat um Hilfe anrufen müssen, damit zahlung durch das Publikum bei den öffentlichen Kassen sind sehr gefährliche Gegner. Ein Konflikt mit ihnen er ihnen durch Kornzölle ze. ein wenig unter die Arme greift talien überwiesen werden, das die jeweiligen Beträge den würde günstigstenfalls das Behnfache dessen kosten, was die Der Arbeiter weiß aus Erfahrung, wie jemandem zu Muthe ist, betreffenden Staaten binnen 10 Tagen in Gold erstatten Gold- und Diamantenfelder werth sind. der nicht die Mittel befizt, um seinen Sunger zu stillen und vor wird. Der einzige Punkt, der in der Konferenz noch zur Einer Ordnung ihres Geldwefens sind die Verallem fanm darar denken kann, sich Fleisch zu kaufen; sie wissen Grörterung steht, betrifft die Sonderstellung, welche die auch, wie eine Suppe schmeckt, in der das Fleisch durch Knochen Schweiz bezüglich der Auslieferung und der Zahlungen vereinigten Staaten heute durch Annahme eines Antrages auf oder Fleischabfälle im Gesammtbetrage von 20-30 Pfg. erfett wird, und deshalb haben sie Mitleid mit allen denen, die das langt. Wenn Italien für die Schei demünzen nicht inner- Aufhebung der Sherman Bill im Senate näher gekommen. Fleisch ganz oder theilweise entbehren müssen. Was wollen auch halb der festgesezten Zeit Bahlung leistet, soll es Zinsen Der Auftauf von Silbermassen, welche troß Ausprägung 16 M. täglich für Fleisch sagen!? bezahlen, die für Frankreich nach dem Zinsfuße der fran- nicht in den Verkehr kommen können und blos die Besitzer Freilich ist 16 Mart ein Betrag, wie ihn Hunderttausende zösischen Schaßscheine berechnet werden. der Silberbergwerke auf Rosten der Staatskasse bereichern, von Familienvätern nicht einmal wöchentlich verdienen. Welch' wird dadurch eingeschränkt und bald ganz aufhören. Der Geschrei wird erhoben über ihre Begehrlichkeit, wenn die Arbeiter Der Pariser Gemeinderath bewilligte heute einen Preis des Silbers wird nun wegen der gesunkenen Nacheine Erhöhung ihres fargen Lohnes verlangen! Ja, man verlangt Kredit von 10 000 Franks für die streitenden Berg- frage noch tiefer sinken und damit die Entwerthung des von ihnen noch gar, daß sie davon sparen sollen! Und ein Leute und beschloß, eine Am ne stie für alle während Geldes in den Staaten mit Doppel- und Silberwährung nothleidender Landwirth" braucht täglich 16 Mark und darüber, des Streits begangenen Ausschreitungen und politischen weitere Fortschritte machen. um seinen Fleischbedarf zu decken! Merkt Euch das, Ihr Arbeiter! Erinnert Euch täglich daran, Bergehen zu verlangen. Bravo! wie so ein„ nothleidender Landwirth" lebt. Erzählt es allen Aus dem franzöfifchen Norddepartement wird ein Guren Leidensgefährten in Stadt und Land, damit sie wissen, was von der Phrase" Nothlage der Landwirthchaft" zu halten ist. blutiger Konflikt zwischen Streikenden und der Gendarmerie Und wenn dann die nothleidenden Landwirthe" fommen und gemeldet. Ein junger Mann sei getödtet, ein Gendarm verlangen, daß Ihr theureres Brot effen sollt, damit der Noth- schwer verwundet. Jedenfalls ist die Sache sehr aufgebauscht. Tage der Landwirthschaft" abgeholfen wird, dann wird ein u manchen Gegenden Deutschlands gilt eine firmeß Sturm der Entrüstung durch Deutschlands Auen gehen, der den für langweilig, auf der nicht mindestens Einer todtgeschlagen Hunger der„ nothleidenden Landwirthe" gewiß ein für allemal befriedigt. wird. " Parteinachrichten. lungsrecht? In der Revisions- Verhandlung, die am 27. Oktober Was heißt in Mecklenburg Bereins- und Versamm vor dem Ober- Landesgericht zu Rostock in Sachen des Genossen Garber- Boizenburg wegen sogenannter Uebertretung der mecklen= Eine Erinnerung. Nach der Verwundung des Kaisers Eine Bernunftehe" nennt Paul Brousse, der burgischen Verordnung vom 27. Januar 1851 und deren ErWilhelm I. durch Nobiling wurde der damalige Kron- Pariser Possibilist, das französisch russische gänzungs- Bestimmungen vom 2. Mai 1877, betreffend( öffentliche) pring, später Kaiser Friedrich III, blos mit der Stell. Bündniß, und vertheidigt es als politische Nothwendig Versammlungen und Vereine zu politischen Zwecken, wurde für vertretung des Kaisers betraut, statt mit der Regent- feit gegenüber dem Dreibund. In sofern hat Brousse recht, Recht erkannt, daß der Revisionskläger abzuweisen und in schaft, was doch, in anbetracht des sehr hohen, die Re- als das französisch- russische Verhältniß"- denn weder die Kosten des Verfahrens zu verurtheilen ist. Die Klagefache zum„ Bund" noch zur Ehe" ist die Sache bisher gelangt, bat ganz merkwürdige Schicksale erlebt. Als Garber seiner Zeit was jedoch ganz unwesentlich eine geschlossene Versammlung abzuhalten gedachte, wandte Durch die Bismard'sche er fich an wache, Du unglüldjeliger Greis, und finde Deine Gemeinde, Dreibundspolitik hervorgerufen ist. Und auch in sofern hat derfelben. er fich an den Boizenburger Magistrat wegen Gestattung Und auch in sofern hat derfelben. Dieser hielt für die Abhaltung einer geschlossenen Deine Kinder, die vorige stille Ruhe, den sanften Frieden Brousse recht, als er dem Dreibund einen aggressiven Bersammlung die ministerielle Erlaubniß für unnöthig und ge und Deine geliebte Kirche wieder! Web! weh! um Euch, Charafter beilegt und ihn für den Versuch einer heiligen stattete die Abhaltung. Darauf wurde gegen Garber von der ihr Armen, ihr Unschuldigen! Und dreimal wehe über die Allianz" erklärt. Es ist aber bei dem Versuch ge- Boizenburger Staatsanwaltschaft Strafantrag gestellt wegen Unglückseligen, die dieses Entsetzen in diese abgelegenen blieben. Tie Bismarc'sche Politik hat es nicht Uebertretung der obengenannten Verordnung, und das Schöffen Thäler trugen."- Er verhüllte sein Haupt und weinte fertig gebracht, Rußland, dessen Dbmacht sie ja selber gericht verurtheilte ihn am 28. Februar d. I. in eine Geldstrafe bitterlich. Die Dämmerung verbreitete sich. Der Pfarrer wünschte hatte, in ihr Schlepptau zu nehmen; und so ist die heilige gelegenheit zu befassen hatte, sprach ihn am 17. April 1893 frei. durch den Krieg gegen Defterreich und Frankreich begründet von 10 M., aushilflich 2 Tage Haft. Garber legte Berufung ein, und das Schweriner Landgericht, welches sich mit der Annoch einmal die Trümmer seiner Kirche zu besuchen, und Allianz ein frommer Wunsch geblieben. Und der Nachfolger Gegen das freisprechende Grfenntniß beschritt der Schweriner sie stiegen den Berg hinunter. Edmund und der Pfarrer Bismard's hat auch ganz gewiß feine kriegerischen Absichten Staatsanwalt die Revisionsinstanz. Der Landesstraffenat, dem gingen allein in die verfallenen Mauern. Alles war zu gegen Frankreich. Trotzdem wollen wir zugeben, daß der nunmehr die Angelegenheit unterstand, verwies nach verhandelter sammengestürzt, nur der Altar stand noch, und das Marien- Dreibund durch seinen Ursprung und die bloße Thatsache Sache unter Aufrechterhaltung der dem Berufungsurtheil zu bild war geschwärzt, aber doch ziemlich erhalten. Der feines Fortbestehens wenn auch nicht eine Bedrohung, doch Grunde liegenden thatsächlichen Feststellungen dieselbe Greis nahm es herunter und vergrub es seufzend in einiger eine Herausforderung Frankreichs ist. Und wir wundern an das Schweriner Landgericht zur nochmaligen Verhand aus dieser ging Garber als VerEntfernung. Weshalb?" fragte Edmund. Würde die uns deshalb gar nicht, wenn nervöse französische Politiker, lung zurück, und Menge nicht," sagte der Alte, wenn sie dies Bild faft die in die Macht ihres Landes und in die Kraft der demo- Rechtsmittel der Revision ein, und das Ergebniß derselben urtheilter hervor. Hiermit nicht zufrieden, legte Garber das noch erhalten fände, das einzige in diesem Aschenhaufen, fratischen Friedensidee nicht genügendes Vertrauen haben, theilten wir vorstehend mit. Das Ober- Landesgericht, welches wieder Mirakel schreien? Wer weiß, welch gräßlicher Blut es für nothwendig oder wenigstens zweckmäßig halten, dem am 27. Oftober gegen Garber und am 21. Oftober gegen durst sich durch diesen Zufall entzünden, welche ungeheuere, von Bismarck gegründeten Dreibund einen russisch- Güstrower und Warener Genossen verurtheilende Erkenntnisse in unerjättliche Nache sich an dieses Zeichen von Holz im französischen Zweibund entgegenzusetzen. Und kein Mensch der vielumschriebenen geschlossenen Versammlungsangelegenheit Namen Gottes wieder knüpfen würde, um mit dem Vor- in Deutschland, der an die Nüßlichkeit des Dreibunds glaubt, fällte, ist in der ihm zur richterlichen Entscheidung vorliegenden wand der ewigen Liebe und der heiligen Religion die un- hat das Recht, über die französischen Zweibund- Schwärmereien ersten Sache gleichen Charakters am 25. März d. J. zu einem geheuren Triebe zu sättigen, die in der Brust des Menschen zu spotten. Aber wer sich Sozialist nennt und die inter- Freispruch gelangt, unter dem ausdrücklichen Hervorheben, daß niemals erwachen follten. Nein, was in Zeiten der Ruhe nationale Verbrüderung der Völker erstrebt, kann weder sprechung sich rechtfertigt) Umgebungen der Verordnung erbei Zugrundelegung dieser Auffassung( nach welcher die Freiund des Glücks ein unschuldiges Spiel sein, als erbauliche, in dem Zweibund noch in dem Dreibund eine Verwirklichung leichtert werden, dieselbe( die Auffassung) nicht zu erschüttern fromme Anstalt dienen und erheben kann, das wird des Friedensgedankens, eine Kulturthat erblicken- sondern vermag, sondern der Gesetzgebung höchstens eine Veranlassung dem Menschengeist, wenn ihn die wilde Empörung ein- nur das Gegentheil. Wir heben dies deshalb hervor, weil sein tann, durch eine Aenderung der Verordnung Abhilfe zu mal fortgeriffen hat, oft zum Banier, dem alle Greuel der uns in Privatbriefen wiederholt ein Vorwurf daraus ge- fchaffen. So steht es in Mecklenburg mit dem Vereins- und Hölle frohlockend folgen. Ich würde mich für einen Mörder macht worden ist, daß wir die Haltung des französischen Versammlungsrecht. halten, wenn ich nicht diese Beschüßerin heut' begrübe, wie Possibilisten Brousse als chauvinistisch bezeichnet haben. unsere Nachbaru morgen die armen Unbeschütten begraben Da hat Brousse's langjähriger Freund, Allemane, werden. Will es der ewige Rathschluß anders, so wird er der ihm indeß den Rücken gewandt hat, den Internationalis leicht meine Bemühung ur.nüß machen können." mus richtiger verstanden. Er hat den Russenschwindel mit mebenso viel Nachdruck und Schärfe bekämpft, wie die " ( chluß folgt.) " Bureau Herold, daß der Arbeiterführer Brock wegen MajestäteDas freie Wort in Ungarn. Aus Budapest meldet das beleidigung verhaftet und an das Strafgericht abgeliefert ist. Ungarn tritt in die Reihe der modernen Kulturmonarchien ein. Die sozialdemo ratische Parteibewegung in Desterreich, die infolge der Wahlrechtsfrage aufs regfte in Fluß gekommen iit, giebt ihr Fortschreiten auch in ihrer Presse zu erkennen. das Organ Fortan wird die Wiener Arbeiter Zeitung" Wir Soziale Ueberlicht: während zum Kirchenbesuch 2c. monatlich an zwei Tagen Vertretung durch die Verwaltung gestellt wird. Gotha, den 4. Ottober 1893, 2741. II. 10. An die Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Königliche Eisenbahn Bau- Inspektion II. Am Donnerstag, den 2. November, Abends 8 Uhr, findet im Also zur Zeit einer unerhörten Krise, wo schon vor Beginn Freitag ftatt wie bisher einmal wöchentlich erscheinen. öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt, die sich des Winters Hunderte beschäftigungslos herumlaufen, sucht die begrüßen diesen Fortschritt aufs freudigste und ganz ohne wenn wir bei der Meldung dieser Nachricht einem Tabel mit der Angelegenheit zubasch" beschäftigen, und in welcher 3weifel billiger zu haben sind als männliche, denn sonst wir der geschäftsführende" Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- würde man sich hüten, weibliche Personen einzustellen. Be Ausdruck geben, so ist es der, daß nicht schon früher dieser Kommission über seine leider erfolglos geweſenen Einigungszeichnend für den Wind, der heute in den oberen Streifen weht, Schritt, der längst eine Nothwendigkeit war, vollzogen worden ift. Doch einmal im Fluß, wird auch die sozialistische Presse in versuche Bericht erstatten wird. Arbeiter und Arbeiterinnen, erscheint deshalb ist die Zusicherung einer Vertretung durch die Verwaltung beim Desterreich die Fortschritte machen, die nothwendig sind, um der alle in dieser Versammlung, um durch Gure Beschlüsse zu be- Rirchen besuch, während in Krankheitsfällen„ die antheilige öffentlichen Bedeutung der Partei den gebührenden Ausdruck zu funden, wie ihr gesonnen seid bei dem Verhalten des Herrn Lubasch Vergütung", wie es in dem Kanzleiſtil der Bekanntmachung heißt, geben, und wir hoffen, bald aus Wien zu hören, daß die öfter- funden, wegfällt. Reib be reichischen Parteigenossen die Arbeiter- Zeitung" in den Stand gegenüber seinen ehemaligen Angestellten. gefezt haben, alltäglich zu erscheinen. . Polizeiliches, Gerichtliches 2c. am 30. Oktober wegen Beleidigung des Architekten Schmidt zu Bom Schöffengericht Wurzen wurde Redakteur Diehl 75 M. Strafe und wegen Beleidigung des Grafen von Könneris zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt; Berufung wird in beiden Fällen eingelegt werden. In ve' wonder Good Se Cna na Riz A Der geschäftsführende Ausschuß ber Berliner Gewerkschafts- Kommission. Achtung, Töpfer! Auf den Bauten des Töpfermeisters allee 12, haben von 21 Kollegen 19 die Arbeit niedergelegt, da Karl Roch in Charlottenburg, Krummestr. 56, sowie Kirschender Herr Koch nach dem Lohntarif nicht bezahlt; es handelt sich bei den Maschinen Jum 5 M., ebenso bei den Defen ohne Medaillon um 2 M. 50 Pf., die in Abzug gebracht werden sollen. Wir ersuchen nun die Kollegen streng den Buzug nach den oben genannten Bauten fernzuhalten. Richard Zopf, Gipsstr. 3. Möge der Leib verderben, wenn nur die Seele gerettet wird. Das ist praktisches Christenthum". thums 1 Das alte Lied von dem Verhalten der staatlichen ere bereichert werden. Unser Parteiblatt für Unterfranken Musterbetriebe Musterbetriebe im Sinne des Fabrikantenden Arbeitern gegenüber tann wieder um einen neuen berichtet, daß die Telegraphenarbeiter schon Wochen lang feiern müssen, angeblich weil feine Mittel mehr vorhanden sind. Unbegreiflich, schreibt es, ist es allerdings, wenn 45 Millionen Ueberschüsse da sind, daß die Arbeiter, die im Sommer in staatlichen Betrieben gearbeitet haben, im Herbst und Winter, wo der Arbeitsmangel besonders start ist, gezwungen werden, das Heer An Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands! der Arbeitslosen auch noch zu vermehren. Hat man doch Deffentlichkeit bekannt zu geben: Da wir fortwährend der Will- allein für den Arbeiter, der so schon mit den schlechten Lohnfür der hiesigen Meister ausgesetzt sind, beschlossen die Töpfer verhältnissen zu kämpfen hat, hat man nicht einmal mehr Arbeit. und Berufsgenossen von Wilhelmshaven und Umgegend in ihrer Der Landtag hat vor einigen Tagen anerkannt, daß unter der Die Zeugenvernehmung in der Spielaffäre wird fortgesetzt. letzten Mitgliederversammlung einen einheitlichen Lohntarif ins Landwirthschaft Nothstand herrscht, wir wissen aber ganz genau, Leben zu rufen. daß der Nothstand unter den Arbeitern noch viel größer ist, als Lieutenant v. Heine, Adjutant bei der ersten InfanterieBrigade in Königsberg befundet, beim Wettrennen in Frank- Es wurde zu diesem Behufe eine Kommission gewählt, die bei der Landwirthschaft. Wird er auch so einmüthig für eine mit den Meistern darüber Rücksprache nehmen sollte. Die Kom- Besserung eintreten, wenn unsere Abgeordneten denselben zur furt a. M. im Frühjahr 1891 von Meyerinck zum Roulettespiel mission glaubte, diese berechtigte Forderung würde bei den Sprache bringen? Vorerft haben wir noch einen gelinden in das Hotel Schwan" eingeladen zu sein, und dabei 2700 M. Meistern auf feinen Widerstand stoßen, doch sollte sie sich Zweifel und es soll uns freuen, wenn wir uns geirrt haben. verloren zu haben. Von Seemann habe er, nachdem er seinen hierin gewaltig täuschen. Der Töpfermeister Dähn, dessen Name Als Land der Sozialreform läßt sich Preußen Deutschland Baarbestand von 1500 m. verloren, 1200 M. in Spielmarken man zur Zeit sogar unter nationalliberalen Wahlaufrufen ver- bei alledem von den Offiziösen lobpreisen. entlehnt, und dafür drei Wechsel à 400 M. ausgestellt. Der Spieler- und Wuchererprozek Kollegen! Mitarbeiter! Wir fübler uns veranlaßt, Folgendes der Geld gehabt, bie Miniſter und hohen Beamten aufzubeffern, gunimin Hannover. " ( Fortsetzung). zeichnet sieht, fühlte sich nämlich durch die Forderung seiner " mie die An die Eisenbahnarbeiter Oesterreichs hat der Parteis Zeuge Lieutenant Georg v. Schierstädt fuhr im Frühjahr Arbeiter in seinem Unternehmerstolze sehr gekränkt. Im genosse Joseph Tomschick, Wien XIV/ 1, Preyfinggaffe 3, II. Stock, mit seinem Bruder Hans, den Kameraden v. Bomsdorf, v. Gilln- Brustton eines eines menschenfreundlichen" Arbeitgebers erklärte bausen und v. Löffel zum Wettrennen nach Hamburg. Auf dem er dem Vertrauensmanne der Kommission auf dessen Vorhalt, des Exekutivkomitees fordere ich hiermit die sämmtlichen WerkTh. 13 einen Aufruf folgenden Inhalts gerichtet: Im Auftrage Bahnhofe in Hannover trafen sie v. Meyerind und Lichtner. den Tarif doch durch Unterschrift anzuerkennen, daß er sichstätten, Silfs- und Heizhausarbeiter der Südbahn, Nordbahn, Unterwegs wurde Matao gespielt, wobei nur Lichtner gewann. von seinen Arbeitern keine Vorschriften machen lasse. Einiget. t. Staatsbahnen, priv. Staatseisenbahn, Nordwest- und SüdIn Hamburg wurde das Spiel im Hotel Pfordte" fortgesetzt. Briefe, meinte der menschenfreundliche" Herr Dähn weiter, norddeutsche Verbindungsbahn, böhmischen Westbahn, KremsZeuge spielte nicht, weil er tein Geld hatte. würde genügen, um unzählige anderweitige Arbeitskräfte zur thalbahn 2c., überhaupt die Bahnarbeiter sämmtlicher Bahnen Fährle will auf Einladung der beiden Schierstädt's nach Verfügung zu haben. Außerdem erklärte er, daß er sämmtliche Desterreichs auf, mir über jede Ausbeutung, wie jede ungerechtHamburg mitgefahren sein. Die Herren wollten ihn mithaben, Leute, die bei ihm arbeiten und Mitglieder des Deutschen um Geld von ihm zu leihen. Dem jungen Schiesstädt habe er Töpferverbandes" seien, entlassen würde. Diesen Worten ist fertigte übermäßige Abzüge und Akkordreduzirungen, Lange Anlehen verweigert, weil er ihm zu jung war und er auch schon denn auch wirklich am Sonnabend die That gefolgt. Sämmt: Dienst- oder Arbeitszeit, geringe Löhne und Gehälter, grobe Bevon ihm Wechsel hatte. liche Arbeiter, worunter eine Anzahl Familienväter, sind gehandlungen, wenn man euch nicht erlaubt in Versammlungen zu Die beiden Lieutenants v. Schier städ wollen ihn nicht fündigt und somit auf's Straßenpflaster gesetzt worden. Kollegen gehen oder unseren Vereinen beizutreten 2c. 2c., überhaupt mir daß ich im stande bin, über das Elend der direkt aufgefordert haben, halten es aber für möglich, zu ihm ge- und Berufsgenossen! Wollt Ihr nicht, daß wir elend vor solchem über alles nennenswerthe, Mittheilungen zu machen, so Unternehmer- Hochmuth zu Kreuze friechen, wollt Ihr, daß wir sagt zu haben: RKommen Sie doch mit nach Hamburg. aus diesem uns aufgedrängten Kampfe fiegreich hervorgehen Eisenbahnarbeiter ausreichende, wahrheitsgetreue Beweise in Lieutenant Georg v. Schierstädt bekundet noch, im sollen, dann haltet vor allen Dingen den Zuzug nach Wilhelms- betreffenden Bahnverwaltungen öffentlich an den Pranger zu größerer Menge bisher zu sammeln und Hotel de Ruffie an drei Abenden Roulette gespielt und verloren haven ftrenge fern. Last Guch nicht durch Briefe, Annoncen stellen, nicht nur allein in den Versammlungen, sondern auch in zu haben. Seemann, der das Roulette mitgebracht, habe das- oder Versprechungen nach hier locken. felbe stets mit einem Pappdeckel zugehalten, was ihm auf- Alle Anfragen und Briefe sind zu richten an den Vertrauens- die Mittheilungen," die mir gemacht werden, auf vollständiger dem Fachblatt der Eisenbahner". Nur muß ich ersuchen, daß gefallen fei.it ein 181 Rittergutsbesiger Graf v. d. Recke bekundet, daß er immann Julius Magnus, Bant Wilhelmshaven, Kanalweg 1. Wahrheit beruhen und mit dem Namen und der Adresse des Sommer 1891 in Norderney gewesen, wo er mit Fährle bekannt Rathenow baben sämmtliche Wertstuben- Arbeiter, 6 Sims Mittheilers versehen sind, andererseits aber gebe ich jedem Mittheiler die Versicherung, daß über seinen Namen und Adreſſe geworden. Durch diesen wurde ihm Lichtner als ein Baron von macher und 8 Rachelimacher, die Arbeit niedergelegt und zwar die vollste Verschwiegenheit bewahrt wird, als auch die einSohn eines Großindustriellen aus Wien, vorgestellt. Deshalb, weil den Simsmachern vorher schon auf Medaillons Es wurde Makao gespielt. In furzer Beit habe Beuge und Untergesimse der Sohn gekürzt war und am 2. September gesandten Manuskripte in keine unrechten Hände kommen werden. Gegenseitiges Vertrauen muß bei dieser Angelegenheit sein. Ich 6-7000 M. und der Baron von Steinecker 12-15 000 m. ver- noch 10 pet. abgezogen wurde. Da eine Ginigung auf güt forber Sie hiermit nochmals auf, über alles, und sei es auch das loren. Die Karten hatte Fährle beschafft. lichem Wege an dem Verhalten des Herrn Janicke scheiterte, Bentralvorstand, der sich an Ort und Stelle näher erindigte, arbeiter Desterreichs geht und der sich erst vor Kurzem durch An dem frischen Zug, der in letter Zeit durch die Eisenbahnblieb weiter nichts übrig, als die Arbeit niederzulegen, was der Geringste, mir Mittheilung zu machen. hiermit ausdrücklich billigt. Wie die Streifenden und andere die Gründung eines eigenen Organs befundete, könnten auch Rathenower Kolleg en bestätigen, ist ber von Herrn Jänicke auf die deutschen Eisenbahnarbeiter sich ein Beispiel nehmen. Ihr Simszeug gezahlte Arbeislohn ca. 35-40 pet. niedriger, als in Glend ist das gleiche. o gobaned bar rol dann der Der Zentralvorstand. adell ish bun Sprechlaal. glob geschäfte gemacht. In Frankfurt a. M. habe er den Heß ersucht, Rittergutsbesitzer Graf v. Raltreuth hat mit Heß Geld ein Spiel zu arrangiren. An diesem hätten außer ihm Lichtner, Samuel Seemann und Lieutenant v. Calve theilgenommen. Er M. verloren. habenen Spielabend in sein( des Heß) Wohnung arrangirt; anderen Fabriken dort. Auf Anregen des Zeugen habe Heß dort hätten am Spiel Lichtner, v. Meyerind und Generalmajor Der Zuzug ist für dieses Geschäft für Osenseßer und WerkLinfinger theilgenommen. Zeuge habe dabei 9000 m. verloren. Stuben- Arbeiter fern zu halten, Lieutenant von Gersdorf im Dragoner= Regiment in Guesen war zum Wettrennen nach Gotha mit Lieutenant An die Lohgerber, Lederzurichter und Berufsgenossen von Reiche gefahren. Sie spielten beide mit Samuel Seemann Berlins! Kollegen! Der Kampf unserer Berufsgenossen in Wien Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür auf dem von diesem aufgestellten Roulette. Im Nebenzimmer gegen das Unternehmerthum dauert unverändert fort und ist noch abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen spielte Meyerinck mit dem Grafen Kalkreuth Inhalt desselben identifizirt zu werden. und Major gesteigert dadurch, daß die Unternehmer angedroht haben, wenn Intereffes zur Verfügung; fle wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem v. Saldern Mafao. Sie wurden von Meyerinck aufgefordert, bis zum 30. Oftober unsere Kollegen die Arbeit nicht wieder auf- Bezugnehmend auf die Erklärung des Herrn Otto Rasche, nach Friedrichsrode zur Reunion zu kommen. Dort forderte sie nehmen, das heißt, wenn sie sich bis zu genannter Frist nicht auf ersten Schriftführers des Arbeiter Sängerbundes, im Sprechfeat Meyerinck auf, nach dem Hotel zu kommen und ein Jeu zu Gnade oder Ungnade ergeben, sämmtliche Lederfabriken Wiens der letzten Sonnabend- Nummer bemerke ich: Der letzte Ausschußmachen. Ein sehr reicher Herr, der in Linden eine Sammetfabrik und Umgebung geschlossen werden. Nun, unsere Wiener Kollegen bericht des obigen Herrn enthielt nicht nur eine, sondern zwei habe, sei dort angekommen. Im Hotel spielten sie mit diesem haben diese Drohung nicht gefürchtet. Sie halten gegenseitig ihr grobe unwahrheiten. Die eine hat Herr Rasche zugestanden, Herrn, der als Lichtner vorgestellt wurde, Makao. Abwechselnd gegebenes Wort:" Komme was da wolle!" Die Forderungen aber leider zu spät, erst die öffentliche Auflage der unwahrheit hielt Beuge und v. Reiche die Bant. Lichtner fragte, ob er unserer Wiener Berufskollegen sind folgende: hat ihn dazu gebracht. Dafür setzt er am letzten Sonnabend während des Spiels zusehen dürfe; als dieses genehmigt wurde, 1. Einführung der zehnstündigen Arbeitszeit und vollständiger seine Verleumdungsversuche in wahrhaft kunst drechslerischer Form machte dieser einen großen Gewinnst. Ihm tam es vor, als Sonntagsruhe. fort und macht aus dem bescheidenen Wochenblättchen spiele Lichtner falsch und Meyerind wäre der Schlepper. 2. Minimallohn für Hofarbeiter 17 M., für Werkstätten- Ar- bes Gesundbrunnen3 Die Quelle", welche bis jetzt ihre beiter 20 M. pro Woche. Aufgabe nur in lokalnoti vor und 3. Durchschnittliche Lohnausbesserung von 1,60 M., bei Stück arbeit 20 pCt." 4. Die Arbeitgeber verpflichten sich, innerhalb 6 Monate teinen der Streitenden ohne genügende Ursache zu entlassen. 5. Der 1. Mai soll ein Feiertag sein. hatte, ein gegnerisches Blatt, vor welchem der 5000 Mitglieder zählende Arbeiter- Sängerbund, besonders der Ausschuß beffelben erzittern muß. Um nun den Sängern einen flaren Einblick zu gewähren, gebe ich hiermit den Sachverhalt wahrheitsgetreu wieder: Am 15. Juli d. J. brachte die Quelle" einen von mir gelieferten Artikel über das im benachbarten Schönholz am Lieutenant v. Galvé vom Husarenregiment in Braunschweig wurde von Samuel Seemann in Braunschweig zum Spiel eingeladen. Von diesem wurde Lichtner als Sammetfabrikant aus Wien vorgestellt. Am Spiel( Makao) betheiligten sich noch Heß und Lieutenant v. Bettendorf. Er hielt die Bant und da er der Gesellschaft nicht traute, hielt er die Karten verdeckt. Er gewann zunächst 10 000 M.; um seinen Kameraden Kollegen! Dieſen gewiß befcheibenen Forderungen gegenüber v. Bettendorf, der mit 18 000 m. brin faß, herauszureißen, haben sich sämmtliche Arbeitgeber Wiens und der Umgebung spielte er weiter und verlor nun 10 000 m. Auch vereinigt, nichts weiter zu bewilligen, als die 10ftündige Arbeits- 9. Juli stattgefundene Sommerfest des Arbeiter Sängerhier wieder sehte Lichtner während des Spieles zu und that nun seit. Die Aussicht auf einen Sieg unserer Kollegen ist ziemlich bundes. In diesem Artikel wurde aber nicht geschimpft, 08 ficher, wenn die Noth sie nicht im Ausharren erlahmen läßt. sondern das Fest humoristisch geschildert und stellenweiſe„ anden großen Schlag.is Seemann bestreitet Lichtner als Goldschmidt vorgestellt zu haben. Doch wird fonstatirt, daß Zeuge selbst an Goldschmidt nach Hannover, Theaterplay 4, einen Brief gefchickt habe, in welchem Hause Seemann u. Ko.( Inhaber Albert Heß) wohne. Rechtskandidat v. Klützow- Berlin befundet, in Frank Darum, Kollegen, thut Gure Schuldigkeit, fezt die Sammlungen ununterbrochen fort, damit die Kollegen nicht der Noth unterliegen, sondern zeigt, daß Ihr Euch solidarisch fühlt mit Euren Kollegen in Wien. Sammellisten sind bei G. Busse, Sophien straße 28/29, und bei den bekannten Vertrauensmännern zu haben. furt a. M. mit dem flüchtigen v. Zedlih- Neukirch, seinem entfernten Verwandten, gespielt zu haben. Durch diesen habe er Meyerinc fennen gelernt und von diesem sei ihm Lichtner als ein Herr v. Lindner vorgestellt. Auch dem Zeugen ging es beim Matao wie den anderen Offizieren. v. 3edlih habe ihn an einen Herrn Stamer in Homburg empfohlen und mit diesem habe er in Gemeinschaft mit dem Hauptmann v. Bodizka Makao gespielt. Blättern: Es wird alsdann eine Karte verlesen, die Stamer und Selbstmord eines Bierzehnjährigen. Am geftrigen Mittwoch v. Klüßow an v. Bedliß geschrieben haben. Darin heißt es: Bodizka heute nach allen Regeln der Kunst angeschossen. Heute Nacht volle zwei Stunden besoffen herumgebummelt. Bitte dem vollständig verkrachten v. Klubow zu telegraphiren, ob hierher tommst, es ist höchste Zeit, daß jezt der Blattschuß auf Friedländer gemacht wird." Unter Friedländer, erklärte Beuge, sei ein Rittergutsbesitzer Landfried gemeint. Ein Kellner Rigeberger bekundet, einmal beobachtet zu ŋaben, daß bei einem Spiel Karten, mit denen Fährle gespielt hatte, zwei Karten fehlten, die er bei Fährle in der Tasche gefunden habe. Lieutenant von Wolff befundet, in Gotha einmal mit Meyerinc, Lichtner, den Redakteur Fölzer und noch einigen Rameraden Makao gespielt zu haben. Das Spiel Lichtner's sei ihm verdächtig vorgekommen. Auf die Frage an den Oberkellner, wer bie Karten gegeben habe, wurde ihm die Antwort, Meyerinct habe sie mitgebracht. Die Verhandlung wird auf Dienstag vertagt. Nachmittag hat sich in seiner Wohnung in der Heinrichstraße in Leipzig- Neuschönefeld ein 14jähriger, aus Eutrißsch gebürtiger Arbeitsbursche durch Erhängen entleibt. Arbeitslosigkeit soll der Grund zum Selbstmord sein. Kaum in die Welt getreten, trieb den Knaben die Ungunst unserer Wirthschafts- und Eigenthumsverhältnisse in den Tod. Doch wir leben ja in der„ besten der Welten"! geultt". Das war mein und der„ Quelle" Berbrechen gegen ben Arbeiter- Sängerbund, der dabei natürlich in großer Gefahr schwebt; darum ist die Quelle" plöglich ein„ gegnerisches Blatt", von welchem jetzt in ganz Berlin gesprochen wird, während es vorher kaum auf dem Gesundbrunnen bekannt war. " Oder hat Herr Rasche auch andere, gegnerische" Leistungen der Quelle" Die Freie Vereinigung der Lohgerber, gederzurichter und Berufsgenossen Berlins. Die gegnerische" Quelle früher 1. einen Artikel über Christenthum erfahren, an denen ich auch etwas betheiligt bin? So hat z. B. J. A.: G. Busse, Sophienstr. 28/29. 19 und Sozialismus" gebracht, in welchem für das Wohl der Arbeiter Eine vernichtende Anklage gegen die bestehende Gesell- warm eingetreten wird, 2. bald nach Weihnachten eine wohlwollende Mittheilung über die Gründung einer Liedergemeinschaft der Arschaftsordnung enthält folgende lakonische Meldung in Leipziger beiter- Sängervereinigungen Deutschlands, 8. am Sonnabend vor dem Sommerfest einen Hinweis mit Aufforderung zum Besuch des Sängerfestes( ficherlich waren nur deshalb so abscheulich viele Menschen in Schönholz, aber ich kann doch nicht dafür), 4. hat die Druckerei der Quelle" am Reichstags- Wahltage Agitationszettel für die Wahl Stadthagen's in Niederbarnim laffen; gewiß eine schändliche Ausbeuterei( die Beläge fönnen gedruckt und sich sogar( pfui! pfui!) bezahlen noch eingesehen werden)!! Schließlich hat die„ Quelle" fogar noch gewagt, sich gegen die infolge des Size- und Staubartikels gefallenen brutalen Aeußerungen des Bundesvorsitzenden und einiger Ausschüsser" zu vertheidigen und speziell dem Herrn Neumann die Wahrheit zu geigen. So folgte ein Verbrechen auf das andere, das Urtheil wurde geprochefo nicht mehr der Vertreter Quelle" Die Bedienung der Schranken( Barrieren) an den Wegüber der ausgewiesen. Ich also gängen auf der Elsenbahnstrecke von Gotha bis Silberhausen zum Ausschuß und spreche meinen Dank dafür aus. Weib- Resultat des ganzen Klatsches" werden die, um mit Herrn soll fünftig weiblichen Personen übertragen werden. liche Personen unbescholtenen Russ und von guter Gesundheit Rasche zu reden, zielbewußten" Sänger gewiß einsehen, daß der wollen sich baldgefälligit unter Angabe ihrer Lohnansprüche bei Vorstand mit dieser Sache dem Arbeiter- Sängerbunde keine den betreffenden Herren Bahnmeistern melden. Ehren eingebracht. sondern sich selbst blamirt hat. Doch hoffe ich: Wenn das Gespenst der Quelle" nicht mehr droht, wird es mit dem Vorstande besser werden. Billige Arbeitskräfte her! Das ist der Schlachtruf, ber aus den deutschen Eisenbahn- Verwaltungen her durch die Lande tönt. Unser Gothaer Parteiblatt ist in der Lage, folgende Be tanntmachung" zu veröffentlichen: In Krantheits- und Urlaubsfällen, in denen die Bertretung nicht von Anverwandten der betreffenden Schrankenwärterin wahr genommen werden kann, kommt die antheilige Vergütung in Wegfall, " " D. Suchsdorf. Für den Inhalt der Inserate übertimmt die Redaktion dem Publikum jegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 1. November. Opernhaus. Fra Diavolo. Wallner- Theater. Heute, Mittwoch, d. 1. Novbr.: Eröffnungs- Vorstellung des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Schauspielhaus. Ein Sommernachts. Die Märchen u. Wunder traum. Deutsches Theater. Man sagt. Berliner Theater. Chic. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Unserm Kollegen und Genossen Karl Wagner 2951b zu feinem 25jährigen Arbeitsjubiläum die herzlichsten Glückwünsche. K. M. L. H. B. S. N. H. M. Todes- Anzeige. Den Kollegen des Verbandes der Buchbinder und Berufsgenossen zur Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung für den 16. Wahlbezirk am Mittwoch, den 1. November, Abends 8%, Uhr, in Hoffmann's Fettsälen, Oranienstraße 180. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Nachricht, daß unser Verbandsmitglied Referent: Stadtverordneter Theodor Metzner. 2. Diskussion. Das Wahlkomitee. Frauen haben Zutritt. Paul Hardt Maurer! in der Nacht vom 28./29. Oftober nach Achtung! des Weltalls, furzem, schwerem Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet heute, Mittdargestellt in prachtvoll ausgeRafteten Pantomimen, geister- woch, den 1. November, Nachmittags lebenden Bildern von 30 Damen. hauses am Friedrichshain aus, nach dem Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Kirchhofe in Wilhelmsberg statt. Versammlung Achtung! Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. haften Zauberdramen. Ferrien, 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kranken des Vereins zur Wahrung der Juteressen der Maurer Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Vorher: Illusionen. Wallner Theater, Gastspiel des Eden- Theaters. Nenes Theater. Jugend. Central- Theater. Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Wiktoria- Theater. Die sieben Raben. Alexanderplatz- Theater. BuckelHans. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. Elektrisches Orchester. Original- Spezialitäten: = Der Diamanten- Palast, Hydraulische Ausstattungs Feerie. Die Riesenschatten- Pantomime. Der Blitzzug um die Erde. Das Teufels- Septennat.( Die Phoites.) Die Luftwandlerin, Miss Edith. Anfang 71/2 Uhr. Preise der Pläge: Fremdenu. Orchesterloge 1. Reihe 5 M., 2. bis 3 Reichshallen- Theater.Spezialitäten 8. Reihe 4 M., 1. Rang Loge 8 M. Borstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoje mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedeck e. Regie: May Samst. Vorher: Die inten Flinten oder: Hirsch in der Tanzktunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musit von verschiedenen Komponisten. Regie: May Sam ft. Kaffeneröffnung 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen, Donnerstag, d. 2. Novbr.: Wohlthätigkeits- Vorstellung zum 1. Rang Balkon 1. Reihe 2 M., 2. bis 6. Reihe 1,50 M., Parqu. Faut. 3 M., 1. Parquet 2 M., 2. Parq. 1,50 M., 2. Rang Balton 1,50 u. 1 M., 2. Rang Loge 1 M., Galerie 50 Pf. Morgen: Große Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Cette Woche. Zum 64. Male: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Afte: Bajazzi- Parodie, vorgetragen von Josephine Dora und Cari Meissner. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. In Vorbereitung: Die eiserne Jungfrau. Castan's Panopticum. Besten des Pestalozzi- Frauen- Vereins. Weltberühmte Ausstellung Demetrius. Trauerspiel in 5 Att. v. Schiller- Gruppe. von Wachsfiguren und Gruppen. Sonntag, den 5. November, Mittags 12 Uhr: Wolfsvorstellungs- Matinee zu ermäßigten Preisen: Hero und Leander, oder: Des Meeres und der Liebe Wellen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefetzt von Adelph Ernst. Anfang 7/ 2- Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Breis: Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, RopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duettiftinnen. Herren Cordes und Zierath, Gesangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. mujital. Steinfeger. d Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. American- Theater. Juukonen. Irrgarten. Schreckenskammer Berlins und Umgegend. Um rege Betheiligung bittet 120/18 Donnerstag, den 2. November, Abends präcise 8 Uhr, in Der Vorstand des Verbandes der Buchbinder und Berufsgenossen Berlins. 0 Todes Anzeige. In der Nacht vom 28. zum 29. v. M. Derschied nach kurzem, schwerem Leiden unser Kollege Paul Hardt 2954b Brochnow's großem Saal, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann, früher in Zeit, über: Das moderne Raubritterthum. 2. Diskussion. 3. Abrechnung Des hoch vom Vergnügen. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. wichtigen Vortrages wegen bittet um pünktliches und zahlreiches Erscheinen Der Vorftand. J. A.: C. Blaurock. im Alter von 30 Jahren. Die Beerdi- der gung findet am Mittwoch, den 1. NoGroße öffentliche Versammlung Holz- u. Bretterträger Berlins u. Umgegend für Männer und Frauen. vember, Nachmittags 4 Uhr, von der Donnerstag, den 2. November, Abends 8 Uhr, Waldemarstr. 75, Leichenhalle des Krankenhauses am Friedrichshain aus nach dem Kirchhof in Wilhelmsberg statt. bei Ullricdy. Tages Ordnung: Die Kollegen und Kolleginnen der 2. Diskussion. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Ashelm'schen Kontobuch- Fabrik. Todes Anzeige. Montag, Mittags 12 Uhr, verschied 1. Vortrag des Genoffen Wilhelm Schwartz über Kapital und Arbeit. Tanz. Entree nach Belieben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. P. Karnal. 179/17 nach langem, ſchwerem Leiden mein lieber Achtung! Möbeltransport- Arbeiter! Achtung! Vater, der Maurer Wilhelm Pohl. 2955b Die Beerdigung findet Donnerstag, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichen: halle des Neuen St. Johannes- Kirchhofes aus, statt. Die Hinterbliebenen. Hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter 2961b Mann, der Schlosser August Becker am 30. Oftober fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am 2. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Halle des NazarethKirchhofes( Dalldorfer Chauffee) aus, statt. Frau Becker, geb. Albrecht. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Am 30. Oktober verstarb nach langem, schwerem Leiden unser Mitglied, der Schloffer 29605 Passage- August Becker im Alter von 40 Jahren. Ehre seinem Andenken! Panopticum. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 2. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Nazareth- Kirchhofes ( Dalldorfer Chauffee) aus, statt. Soeben aus Chicago eingetroffen: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Die Ortsverwaltung Berlin, Bezirk III. Danksagung. Freitag, den 3. November, Abends 8 Uhr: Große öffentl. Versammlung aller in der Möbeltransport- Branche beschäft. Arbeiter in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 2ages Ordnung: 1. Vortrag über: Gewerkschafts- Organisation. Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Stellungnahme zur Gewerkschaftsfommission. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen, zu erscheinen. 2957b Der Einberufer W. Bachmann, Wollinerstr. 14. Große Vereins- Versammlung des Vereins der Brauerei- und Bierverlags- Arbeiter Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 2. November, Abends 8 Uhr, in Cothmann's Salon, Brunnen- Straße Nr. 34. Tages- Ordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Vortrag.( Referent wird in der Versamm lung bekannt gemacht.) 3. Beschlußfassung über die Verleumdungen des Flaschenspülers Arety auf der Brauerei Schultheiß I. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder, die noch keine Beiträge entrichtet haben, werden aufgefordert, ihren Verpflichtungen bis zum 15. d. Mts. nachzukommen, 88/9 widrigenfalls dieselben gestrichen werden. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. der Große öffentliche Versammlung Steinsetzer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend am Freitag, den 3. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Invaliden- Straße Nr. 1. Tagesordnung: 1. Die Lohnverhältnisse und die Arbeitszeit für das Jahr 1894. Referent: Kollege Knoll. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes über seine Thätigkeit und Neuwahl desselben. 4. Bericht Hierdurch sagen wir allen Freunden der Revisoren. 5. Bericht des Delegirten von der Gewerkschaftskommission. und Bekannten, insbesondere dem Ge- 6. Wahl einer Lohnkommission. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Theilnahme bei der Beerdigung meines Steinfegers und Berufsgenossen in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. lieben Mannes, unseres Vaters, Sohnes, 2959b Bruders und Schwagers, des Zeugdarunter der Schußkanal der schmiedes Kugeln Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. Edusfancl be Viel Neues, deutschen Militärs, fünf Körper Geoffnet von früb 9-10 Uhr Abends gehend für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palatt. fangverein„ Deutſche Giche" für bie rege 2965b wilhelm Drömert Gauverein Berliner Bildhauer. Die trauernden Hinterbliebenen. unsern the Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Schönste und billigste Sehens würdigkeit der Residenz! Spezialitäten I. Ranges! New! Novität! Neu! Kneipp II, oder: Das Blumengretel von NiederSchönhausen. Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Nen! Zwerchfelberschütternd! Neu! refervitt 30 Bf. inf. Sonntags 6 ur ,, Sanssouci", Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Morit Etablissement Plas. Buggenhagen. MorigPlaz. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Auf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sount. 61/2 Uhr. Schmiedel's Festsäle, Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Stonzert in den unteren Reftaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Kottbuserstr. 4a. Sonnabend, den 11. November 1893, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße Nr. 4a: Herbst- Felt. Für ein reichhaltiges Programm ist Sorge getragen; besonders hervorzuheben ist die Aufführung: Die Harfenschenke". Eintrittspreis 30 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 7 Uhr, Anfang 8 Úhr Abends. Billets sind im Vereinslokal, Annenstr. 16, in den mit Plakaten belegten Geschäften und bei den Kollegen Otto Meyer, N. Streligerstraße 28 und Carl 147/12 Stötzer, SO. Waldemarstr. 65, 2 Tr., zu haben. Um rege Betheiligung bittet Der Vorkand. Friedrichsfelde. Donnerstag, den 2. November 1893, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Maikowski, Wilhelmstraße 11: Große öffentliche Volksversammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht vom Parteitag. Referent: Genosse Reinhardt. 2. Diskussion. Jeden Donnerstag und Sonntag: 3. Rechenschaftsbericht und Wahl des Vertrauensmannes. 4. Wahl der Revisoren. 5. Verschiedenes. Stettiner Sänger. Anfang Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 889/7 Achtung! Friedrichsberg! Friedrichsberg! Achtung! 8 Uhr. sonntag, den 5. November, Vormittags 11 Uhr, im Saale des Zum Schluß: grobe Herrn Spitig, Frankfurter Allee 193: Der Grosse öffentl. Volks- Versammlung. Gottlieb u. der sanfte Heinrich. Ensemble von Meysel. Entree 50 Pf. Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Blatate.) zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Säle für Versammlungen, Rommerse, Freitag, den 3. November: Soiree in der Victoria- Brauerei. Wwe E. Schmiedel. Festlichkeiten 2c. Tages Ordnung: W 1. Bericht über den Kölner Parteitag. Berichterstatter Genosse ReinhardtWeißenfee. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Wahl eines Vertrauensmannes. 5. Wahl einer Lokalkommission. 6. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen aller Parteigenossen erforderlich. Der Vertrauensmann. 339/6 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 257. Tokales. Zu den Stadtverordneten- Wahlen. Die Wählerlisten für den 41. Kommunal- Wahlbezirk liegen von heute an Fenn und Müllerstraßen- Ecke bei F. Gleinert zu jedermanns Ginficht aus. Die Vertrauensperson. M. Marten, Ackerstraße 45, v. II. Bur Stadtverordneten- Wahl. Die Wahlkomitee's werden ersucht, die Namen der Kandidaten, sowie Zeit und Ort der bereits festgestellten Versammlungen umgehend uns mitzutheilen. Gleichzeitig ersuchen wir die Genossen, bis zum 13. November möglichst sich auf Versammlungen, die sich mit den Stadtverordneten- Wahlen beschäftigen, zu beschränken. " Mittwoch, den 1. November 1893. 10. Jahrg. Eltern oder Vormünder der impfpflichtigen Schultinder auf rafter des Theaters zu erfahren. Aber Herr 2. sagte nur, was grund des§ 14 des angezogenen Impfgesezes Strafen bis zu nicht gespielt werden solle, nichts Dummpossenhaftes und vor 50 M. oder Haft bis zu drei Tagen zu gewärtigen. Gleichzeitig allem nichts Anzügliches der jungen Kinder, welche ihre Erstimpfung noch nicht nach- habe, wir wollen alles spielen. Wir wollen unser Publikum wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch die Eltern 2c. Das ist insofern nicht zutreffend, als ich ausdrücklich gesagt gewiesen haben, die Impf- oder Befreiungsscheine für dieselben zu der Höhe Schiller'scher Tragit emporführen, wir wollen es in bis zum Schlusse dieses Jahres demjenigen Polizeirevier vor die gute Stube L'Arronge's geleiten und mit ihm hinuntersteigen zulegen haben, in dessen Impfliste das impfpflichtige Kind ver- in die Niederungen der Berliner Reller. Unser Spielplan foll zeichnet ist und von welchem sie noch besondere schriftliche Auf- von feiner bestimmten Tendenz geleitet sein. Ich kann daher forderung erhalten werden. Wird dieser Aufforderung nicht bis nur sagen, was wir ausschließen.. zum 15. Januar t. J. pünktlich entsprochen, so haben die den Nachweis unterlassenen Eltern 2c. es sich selbst zuzuschreiben, wenn die in der Aufforderung angedrohte Strafe gegen sie zur Festseßung gelangt. Schließlich wird noch darauf hingewiesen, daß unentgeltliche Impfungen jeden Sonntag Mittag von 12 bis 1 Uhr im Impflokale Wilhelmstraße 117 stattfinden." " Es giebt keinen Nothstand schrieen Magiftrat und Stadtverordnete im Verein mit der bürgerlichen Presse, als unsere Adlige Art. Das Deutsche Adelsblatt, Wochenschrift für Genossen im vergangenen Winter zur Linderung der Noth von die Aufgaben des christlichen Adels", erörtert einen Vortrag den Behörden die Veranstaltung von Nothstandsarbeiten forderten. eines Freiherrn von Wrangel wiedergebend, die Frage, ob der Es giebt feinen Nothstand echoten die höheren Beamten der Adel noch einen Einfluß auf das Volksleben habe. Die AusStadt; die Sozialdemokratie male nur schwarz um für ihre führungen, welche diese Frage natürlich bejahten, gipfeln in dem Zwecke Nußen daraus zu schlagen u. f. w. und heute, nachdem Sage:" Mit wahrer christlicher, barmherziger nächstenliebe wir wieder vor einer Zeit stehen, in der die Arbeitslosigkeit nach überwindet man alles, auch die Mächte des Satans und die allen Anzeichen größere Dimensionen annehmen wird wie im Sozialdemokratie." Sehr schön gesagt. Aber wo soll der Adel vorigen Jahre, heute wird von einer ganzen Reihe von Magistrats- die christliche, barmherzige Nächstenliebe hernehmen und nicht beamten und Stadtverordneten zugegeben, daß unsere Genossen stehlen. Vorläufig haben die adeligen Großgrundbesitzer für die damals nicht übertrieben haben als sie behaupteten, daß der Arbeiter, die sie für sich arbeiten lassen, nur Hungerlöhne und Nothstand unter der ärmeren Bevölkerung ungeheure Berhältniffe eventuell die Peitsche. Da wird es also auch mit der Ueberangenommen habe. In einem Aufrufe zu einer Kollekte für die windung der Sozialdemokratie durch den christlichen Adel, die am Armen- Speisung", die von der„ Direktion der Armen- Speisungs- Kopfe des Blattes so schön als Ueberwindung des Drachens durch anstalt" zur Zeit veranstaltet wird, heißt es wörtlich: den heiligen Ritter Georg dargestellt ist, fürs erste noch nichts Mit Rücksicht auf die sehr lange anhaltende Kälte und den bei werden. Der Artikel schließt mit dem folgenden Wahlspruch, der der Bevölkerung dadurch hervorgerufenen Nothstand haben wir dem Adel empfohlen wird: unsere Thätigkeit bis Ultimo März d. J. ausdehnen müssen und in der Zeit vom 15. Dezember v. J. bis 31. März d. J. 759,190 Quart nahrhafter Suppen bereiten und unentgeltlich vertheilen lassen; die dafür aufgewendeten Kosten haben 78 179,19 M. betragen." Unterzeichnet ist dieser Aufruf von 1 Geheimen Regierungsrath, 2 Stadträthen, 3 Stadtverordneten, 3 Armenkommissions- Vorstehern, 2 Bezirksvorstehern, 1 Gemeinde- Den Armen ein Vater, das ist adlige Art," wer lacht Waisenraths- Vorsteher, 1 Servisverordneten, 1 Rektor, 5 Rentiers, da?! Wie meinte Grimm?: Der Abel gleicht einer Blume, 1 Bäckermeister und 1 Sattlermeister. Das sind gewiß keine die ihren Geruch verloren. Darum schmieren auch viele Gigerls Sozialdemokraten. Was gedenkt die städtische Verwaltung zur der adligen Welt so viel Pomade in ihr Haar. Linderung des jetzigen Rothstandes zu thun? Bauschlendrian weitertreiben? Augen und Ohren schließen? U. A. w. g. Polizeiverbot. Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen feiert am 4. November in den KonkordiaSälen fein zweites Stiftungsfest, bestehend in Konzert, GesangsAufführungen, Feftrede und Darstellung lebender Bilder. Nach Einsendung des Programms an das Polizeipräsidium erhielt der Vorsitzende des Verbandes folgendes behördliche Schreiben: Die für den 4. November d. J. in Aussicht genommene Aufführung der episch dramatischen Dichtung Bilder aus der großen Revolution" von A. Wiß wird hiermit verboten. Der Polizeipräsident. = v. Richthofen. " Schlicht und recht, Des Herren Knecht, Der Schwachen Berather, Den Armen ein Vater, Das ist adlige Art, Die Gott bewahrt. Ihr Herr Referent deutet ferner an, ich hätte eine Konfurrenz gegen die Volksbühne durchblicken lassen. Ich habe eher das Gegentheil gethan, denn es entspricht unseren Absichten und den Thatsachen. Mit beiden Voltsbühnen sind, wie Ihr Herr Referent an der betreffenden Stelle erfahren kann, Beziehungen angeknüpft, und wir haben Hoffnung, sie werden zu einem Resultate führen. Vor allem aber hätte Ihr Herr Referent doch sagen müssen, vor welchem Publikum ich gesprochen habe. Der weibliche Hilfsverein, der mich zu einem Vortrage eingeladen hatte, ist eine geschlossene Gruppe von Mädchen der jüngften Jahrgänge. Der gefüllte Saal des Dorotheenstädtischen Gymnasiums war ganz von den Mitgliedern dieses Vereins befeßt. Außer ihnen waren, den Vortragenden und Ihren Herrn Referenten mit einbegriffen, vielleicht fünf Herren da. Vor einem Publikum von jungen Mädchen, die den Tag über in ihren Geschäften arbeiten und nicht alle eine genügende Vorbildung mitbringen, kann eine so ernste Frage nicht erschöpfend und allseitig behandelt werden. Einen Vortrag vor einem ganz bestimmten Publikum zu einem ganz bestimmten Zweck durfte Ihr Herr Referent nicht als eine Art offiziöse Berichterstattung über das Schiller- Theater ansehen. Im übrigen danke ich Ihrem Herrn Referenten für die Wiedergabe meiner Ausführungen und zeichne mit vorzüglicher Hochachtung Dr. R. Löwenfeld. " Hierzu haben wir zu bemerken( bemerkt unser Referent): Wenn man will, fann man in den Worten:„ Wir wollen unser Publikum zu der Höhe Schiller'scher Tragik emporführen, wir wollen es in die gute Stube L'Arronge's geleiten und mit ihm hinuntersteigen in die Niederungen der Berliner Keller", aller bings eine Angabe über die ungefähre Zusammensetzung des Spielplanes erblicken. Bei der Untlarheit und Verschwommen heit, mit der das Schiller- Theater" Komitee bisher seine Pläne vor der Deffentlichkeit entwickelt hat, und mit der auch Herr Aus Johannisthal wird uns geschrieben: Mit welchen Löwenfeld in dem erwähnten Vortrage den Gegenstand erörtert zudrücken glaubt, davon geben die Handlungen des Amts- Aber über den eigentlichen Charakter eines Theaters entMitteln man das Entstehen von Arbeiter- Organisationen nieder hat, ist am Ende auch keine deutlichere Aussprache zu erwarten. vorstehers von Oppen zu Adlershof ein beredtes Zeugniß. scheidet die Tendenz, nach welcher aus dem an= Im August d. J. wurde der Arbeiter- Bildungsverein für gegebenen Spielplan die Auswahl getroffen werden soll. Johannisthal, Nieder- Schönweide und Umgegend gegründet, und Herr L. sagt freilich, des der Spielplan scheint sich unsere wohllöbliche Polizei das Ziel gesteckt zu haben, Theaters" folle von teiner bestimmten Tendenz beeinflußt Schiller das Bestehen dieses Vereins zu erschweren resp. unmöglich zu werden. Aber machen. Der Restaurateur Strecker in Nieder- Schönweide, bei geschlossen werden sollen, und das ist doch wohl auch eine er giebt zu, daß gewisse Stücke au 3dem wir unsere Versammlung abhielten, wurde auf die Polizei- Tendenz. Herr 2. hat auch gar keinen Zweifel darüber gelassen, stunde gesetzt, d. h. auf 10 Uhr, während er solange bis 1 Uhr daß außer den dummpossenhaften und anzüglichen Stücken die Schankkonzession hatte. Dagegen hat der Wirth Beschwerde auch solche dem Schicksal der Ausschließung verfallen werden, erhoben und bleibt das Resultat derselben noch abzuwarten. die die politischen und sozialen Kämpfe unferer Zeit behandeln. Daffelbe Schicksal traf den Besitzer des Gesellschaftshauses in Von diesem Standpunkt bis zur Aufführung solcher Stücke, die Bekanntlich hatte der Dichter auch eine Broschüre mit Johannisthal, Herrn Hampsch. die bestehende Gesellschaftsordnung in fapitalistischem und gleichem Titel, als Text zu den lebenden Bildern, geschrieben Der Herr Amtsvorsteher, damit noch nicht zufrieden, den nationalem und am Ende gar in christlich- germanischem Sinne und wurde nebst Drucker und Verleger wegen Aufreizung Wirth, uns seine Lokalitäten gänzlich zu verweigern, was zur verherrlichen, ist fein weiter Schritt. Daß das Schillerzum Klaffenhaß angeflagt aber freigesrochen. Die Folge hatte, daß wir sein Lokal sperrten. Es ist nur zu bedauer Theater" den sogenannten Voltsbühnen" Konkurrenz machen Broschüre darf also verkauft werden. Die Gründe für lich, daß keiner der hiesigen Wirthe den Muth hat, gegen Herrn wolle, hat Herr 2. vielleicht nicht wörtlich, aber doch verhältnißdas Verbot Verbot der Aufführung sind nicht angegeben. v. Oppen vorzugehen. Nun ein weiterer Beitrag zum Kapitel mäßig deutlich gesagt. Wenn das die" Freien Boltsbühnen" Als bei Gelegenheit des Stiftungsfestes der Arbeiter- Bildungs- Polizei- Willkür". nicht sind, schön! Aber welche meint er denn dann? Herr schule( am 21. Januar d. J.) das erste Verbot der Dichtung wegen Von seiten des Vertrauensmannes wurde am 1. Mai 1893 2. hat mit den beiden Freien Voltsbühnen" sogar Gefährdung der Sittlichkeit und der öffentlichen Ordnung" er eine Volksversammlung für Männer und Frauen einberufen, Beziehungen angeknüpft. Selbstverständlich ist ea aus folgte, wurde daffelbe mit dem Tag der Hinrichtung Ludwig XVI. welche in der Borussia- Brauerei zu Nieder- Schönweide stattfinden schließlich Sache der betreffenden beiden Vereine, darüber in Verbindung gebracht. Der 4. November ist jedoch kein Tag sollte. Der Dekonom, Herr Hanf, war jedoch nur im Besiz einer zu entscheiden, ob sie das„ Schiller- Theater" unterstüßen wollen. von besonderer historischer Bedeutung, also--. Das Ver Konzession mit Widerruf. Ehe der Amtsvorsteher die vorschrifts- Aber man denkt bei der Anknüpfung dieser Verhandlungen ungnügungskomitee, in Vorahnung des Verbots, war auf alle Fälle mäßige Bescheinigung über die Versammlung ertheilte, besuchte willkürlich an das Bestreben der befizenden Klasse, der Bewegung vorbereitet; die lebenden Blider bleiben auf dem Programm, an er den Dekonom und Herr Hanf verstand sich dahin, ein Schrift: des Proletariats durch gewisse Zugeständnisse, sei es durch Stelle der Bilder aus der großen Revolution" werden solche Stück zu unterzeichnen, dahin lautend, daß der Saal am 1. Mai Privatwohlthätigkeit", sei es durch staatliche Sozialreform", aus Sibirien" zur Aufführung gelangen. für uns nicht zu haben ist. Herr Hanf mochte erwartet haben, den Boden abzugraben. Das Rezept, nach welchem hier wie dort der Amtsvorsteher würde die vorläufige Ronzession zurückziehen, gearbeitet wird, ist jedenfalls dasselbe, wenngleich nicht geleugnet Was rennt das Volk? Einzelne Häuser in der Wasser- und wenn er im Besitze der ordentlichen Konzession sei, ihn auf werden soll, daß Herr L., der zu schieben glaubt, aber geschoben thorstraße waren heute von oben bis unten mit Kränzen, Polizeistunde zu sehen und ihm für den Sommer die Tanz- wird, die besten Absichten haben mag. In einem Punkte, Teppichen und Lappen bedeckt. Hunderte von Leuten, meist erlaubniß nicht zu ertheilen. von der Art, wie sie die Wachtparade des Mittags bedas geben wir gern zu, haben wir geirrt. Wir haben den VorWelcher Schaden dies für den Wirth ist, erklärt sich aus trag wirklich als eine Art offiziöse Berichterstattung angesehen. gletten, drängten sich nach der Wasserthorstraße hin, dem Umstande, daß sich in dem Etablissement zwei große Tanz- Wir meinten nämlich, auch Herr 2. werde eingesehen haben, daß Was gab's? Galt es ein Wunder zu sehen? Etwa einen fäle befinden und der Dekonom fast ausschließlich davon leben es dazu endlich an der Zeit sei. Wenn das Schiller- Theater" Fabrikanten, der nicht ausbeutet, oder einen Wirth, der nicht muß. Der Einberufer erwähnter Bersammlung erhielt darauf Komitee auf die Unterstützung durch das Proletariat und vollends steigert, oder einen Arbeiterrentier, der die 70 Jahre überfolgendes Schriftstück: schritten hat und aus Furcht vor der Weinsteuer die Altersrente zum Ankauf von Champagner verwandte? Nichts von alleDie von Ihnen für den 1./5. Abends 8 Uhr, unter dem dem. Zum Bau der St. Simeonstirche wurde im Beisein 26. d. M. rechtzeitig angemeldete Wolfsversammlung fann nicht einiger Equipagen mit Staatsbeamten, einem Prinzen und der stattfinden, da nach einer hier eingegangenen Anzeige die Säle Kaiserin der Grundstein gelegt. Man pflegt bei solchen Grund der Borussia- Brauerei Ihnen zur Abhaltung einer Boltsversammsteinen bedeutungsvolle Ereignisse der Gegenwart durch Dokument lung am gedachten Tage versagt worden sind. zu verewigen. Ob es wohl in einem der Dokumente z. B. hieß: in Berlin hungerte das Volt auch im Jahre 1893, seine Lasten wurden insbesondere durch eine Militärvorlage gesteigert, die Frechheit von Unternehmern nahm zu die Halbwelt- Café's blieben die ganze Nacht hindurch geöffnet, wogegen anständige Arbeiterlokale um 11 Uhr schließen müssen? " An Herrn Gustav Elze, Adlershof, den 27. April 1893. Johannisthal Friedrich- Straße 19. Der Amtsvorsteher v. Oppen. " durch das sozialdemokratisch gesinnte Proletariat ernsthaft rechnet, dann muß es sich endlich deutlicher aussprechen. Uebrigens war in unserem Referat feineswegs verschwiegen, vor welchem Publikum Herr 2. seinen Vortrag hielt. Uebel angebrachte Sparfamkeit. Standinhaber der Zentral- Markthalle senden uns folgenden Nothschrei: Wie es scheint aus Sparsamkeitsrücksichten hat die Verwaltung der Zentral- Markthalle die elektrische Beleuchtung unter den Gallerien eingestellt. Die Standinhaber sind nun, um ihren Handel übersehen zu tönnen, gezwungen, ihren Stand mit Petroleumlampen zu erhellen. Die Kellerräume mit offenem Licht, wozu auch Petroleumlampen gehören, zu betreten, ist streng verboten. Sie Auch während der Wahlbewegung hat uns Herr v. Oppen 54 nene Steuererheber sind, wie man uns schreibt, um Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Auf eine vom Einberufer einem längst gefühlten Bedürfnisse abzuhelfen und um die Arbeits- rechtzeitig angemeldte Versammlung erhielt derselbe vom AmtsOhnmächtig, von Hunger überwältigt. Vorgestern Abend last bei der schlechten Zeit zu bewältigen, vom 1. November ab vorsteher den Bescheid, daß die vorschriftsmäßige Bescheinigung brach in der fünften Stunde vor dem Hause Mohrenstraße 37 in Berlin angestellt worden. Diese Arbeitslaft der bisherigen nicht ertheilt werden könne, da dieselbe nicht rechtzeitig er die Stralsunderstr. 19 wohnhafte Wittwe Dreßler ohnmächtig Steuererheber soll eine ganz bedeutende sein. Sie mußten von folgt ist. zusammen. Passanten nahmen sich der Hilflosen an und riefen 8 Uhr früh bis 2 Uhr Nachmittags tafsiren und dann oft noch von Der Einberufer erkundigte sich beim zuständigen Poſtamte durch Belebungsmittel sowie Wasser die Bewußtlose ins Leben 5 Uhr Nachmittags bis 1 Uhr Nachts mit schriftlichen Arbeiten und darnach und erhielt zur Antwort, daß der Herr Amtsvorsteher zurück. Das erste Wort, welches die Neubelebte, nachdem sie Ordnen ihrer Listen zubringen. Durch diese neu eingestellten Beamten seine Postfachen jeden Morgen um 28 Uhr von der Post ab- bie Augen aufgeschlagen, hervorstieß, war" Hunger!" hofft man die Ueberbürdung einzelner zu beseitigen. Noch holen läßt, wir also gezwungen sind, Versammlungen schon wiederholte dieses Wort einigemale mit schwacher Stimme schneller würde die Arbeitsüberbürdung ein sprechendes Zeug48 Stunden vorher anzumelden. und fügte dann bittend Brot, Schrippe!" zu. Erst niß für die herrschende Noth sich beseitigen lassen, wenn weniger Ginem unserer Genossen gegenüber, welcher vom Vertrauens nachdem die Arme Speise und Trank zu sich genommen, war es fruchtlose Exekutionen versucht würden. mann beordert war, hat Herr von Oppen erklärt, daß er die ihr möglich, den kurzen Weg zum Omnibus, der sie nach Hause Bescheinigung über die rechtzeitig angemeldete Bersammlung noch bringen sollte, zurückzulegen. Auf Befragen des Schreibers dieser Die Sanitätskommission des Polizeipräsidiums erläßt ertheilt hätte, wenn nicht die Frauen zu derselben eingeladen Beilen erzählte die Bemitleidenswerthe, daß sie stellungslos feit folgende Bekanntmachung: Die Eltern, Pflegeeltern und Vor wären. Alles was in seiner Macht stehe, wird er thun, um die dem frühen Morgen von 6 Uhr an auf der Stellungssuche in münder derjenigen impfpflichtigen Schulkinder, welche bis zum Frauen von Versammlungen fern zu halten. Wir hegen die den Straßen umhergeirrt sei, bis sie der Hunger übermannte. Schluffe des laufenden Jahres das zwölfte Lebensjahr erreichen Hoffnung und machen es jedem Arbeiter zur Pflicht, nur bei Wer hilft der Nermiten? Ja, wenn die Wittwe keine Arbeiterin oder erreicht haben und sich zu den im Laufe des Sommers solchen Wirthen zu verkehren, welche unter den Maßregelungen wäre stattgefundenen öffentlichen Impfterminen nicht gestellt, auch des Amtsvorstehers zu leiden haben, damit wir nicht in die unsonst ihre anderweit erfolgte Wiederimpfung oder Be angenehme Lage kommen, tein Lofal für unsere Zwecke auffreiung von derselben durch Vorlage der bezüglichen weisen zu können. Attefte nicht nachgewiesen haben, werden auf grund des " Geehrter Herr Redakteur! Beine hoch! Die Besitzer der hiesigen öffentlichen Tanzlokale haben am Montag Abend in einer Versammlung be schlossen, eine Bittschrift an den Minister des Innern abzusenden, § 12 des Jmpfgesetzes vom 8. April 1874 aufgefordert, Das Schiller- Theater. Wir geben folgender Buschrift die eine Wiederausdehnung der Polizeistunde für ihre Lokale die Wiederimpfung ihrer impfpflichtigen Kinder, wozu Raum: von 2 auf 4 Uhr Nachts bezweckt. Ein Rechtsanwalt ist mit auch diejenigen gehören, welche bereits in früheren Jahren der Ausarbeitung und Begründung des Gesuches betraut worden, impfpflichtig waren, aber bisher nur ein oder zwei Mal ohne In Nr. 254 Ihres Blattes bringen Sie einen ausführlichen das später von einer Abordnung überreicht werden soll. Unter Erfolg geimpft, oder von der Wiederimpfung krankheitshalber Artikel über das Schiller Theater. Gestatten Sie mir, den Gründen spielt der Vergleich mit den Wiener Café's eine befreit waren, schleunigst vornehmen zu lassen und die Impf zwei wichtige Thatsachen, die Ihr Herr Referent nicht zutreffend Hauptrolle. Ferner wird der Herr Minister darauf hinatteste dem zuständigen Schulvorstande sobald als möglich, aufgefaßt hat, richtig zu stellen. Ihr Herr Referent sagt:" Wir gewiesen werden, daß die Umgehung des Verbots öffentspätestens aber bis zum Schlusse dieses Jahres vorzulegen. Wird haben erwartet, jezt endlich etwas über die ungefähre Zusammen- licher Tanzlustbarkeiten in Berlin gang und gäbe ist. Dazu Dieser Nachweis bis dahin nicht geführt, so haben die säumigen segung des Spielplans und damit über den eigentlichen Cha werden die zahllosen Privatvereine benutzt, denen die poli -O zeiliche Erlaubniß ungeschmälert zu Theil wird. Bei diesen den von dem Vater des Angeschuldigten gemietheten Arbeits-| Redakteur der Berg- und Hütten 3e ung", Genosse Alois handelt es sich eben meistens um öffentliche Veranstaltungen, die räumen wird eine Sonntagsschule abgehalten, die von dem Kuth in Gelsenkirchen vom Landgerichte Essen am 19. Juni zu nur der Form nach in den Augen der Polizei als Festlichkeiten Lehrer Jaenichen geleitet wird. Der legtere mußte im Monat 4 Wochen Gefängniß verurtheilt worden. In einer Versammunter Ausschluß der Deffentlichkeit gelten. Gewiß hat diese Mai eine Reise unternehmen und beauftragte feine Ehefrau, an- lung, in welcher Kuth auftrat, hatte D. einen jungen Menschen Tanzbein- Petition mehr Aussicht auf Erfolg, als das sehr be- statt seiner den Unterricht zu ertheilen. Frau Jaenichen wollte verhaftet. Kuth veröffentlichte darauf einen Artikel, in welchem rechtigte Verlangen, daß endlich die Polizeistunde für Arbeiter am 21. Mai gerade damit beginnen, als der Stadt er gegen den Beamten den Vorwurf erhob, derselbe sei„ schneidig" Totale aufgehoben wird. Aber da verkehrt ein anständiges missionar Weber erschien und erklärte, daß er vom Prediger aufgetreten, habe provozirt und den Arrestanten mishandelt, u. Publikum. Braun abgesandt sei, um die Sonntagsschule abzuhalten. Frau dergl. m. Die Revision des Angeklagten rügte die NichtRegrespflicht eines Bürgermeisters. Herr Justizrath Jaenschen erwiderte, daß weder die Sonntagsschule noch ihr zubilligung des Schutzes aus§ 193, da er, der Angeklagte, ale Feichtmayer in Berlin, früherer Bürgermeister von Lauban, Mann der Stadtmission unterstellt sei, sie werde sich ihr Recht, Redakteur eines Arbeiterblattes die Rechte derjenigen habe ist endlich soeben in erster Instanz zur Regreßpflicht verurtheilt Unterricht zu ertheilen nicht nehmen laffen. Es kam in Gegen wahren wollen, welche sozialdemokratische Versammlungen beDas Reichsgericht erkannte vorgestern auf Vers worden, gegenüber den unter seiner Verwaltung von dem wart der Kinder zu einem unerquicklichen Wortwechsel, den der suchen. früheren Steuerrezeptor Vogel in Lauban gemachten unter: Missionar Weber dadurch zu beendigen suchte, daß er die Kinder werfung der Revision, da die Absicht der Beleidigung schlagungen. Herr Feichtmayer wurde zum vollen Ersatz der aufforderte, nach Hause zu gehen. Nun legte sich der Angeklagte, festgestellt sei und somit eine Straffreiheit aus§ 193 nicht in unter feiner Amtirungszeit entstandenen Defette verpflichtet. der in der Schule die Orgel spielte, ins Mittel. Er forderte Anspruch genommen werden könne. den Missionar Weber auf, nunmehr den Saal zu verlassen. Obwohl vorauszusehen ist, daß die Angelegenheit nunmehr an dabei leise auf die Schulter, die nächste Instanz gehen und deshalb noch nicht abgeschlossen klopfte ihn dabei sein dürfte, so ist doch schon diese erste Entscheidung für die Stadt seinen Worten Nachdruck zu verleihen. In seiner Anzeige hatte Lauban wichtig und erfreulich. der Missionar Weber behauptet, er sei von dem Angeklagten geschüttelt" worden, im Termin gab er zu, daß es nur eine so leichte Berührung gewesen, daß er ein körperliches Unbehagen davon nicht gehabt. richten mußte. H. ist seitdem nicht aufzufinden. um Während der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 5 M. beantragte, fällte der Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil, da dem Angeklagten zu glauben sei, daß ihm eine beleidigende Absicht ferngelegen. und Versammlungen. Zweierlei Tuch. Zwei Zentner alte Militärhofen find hier im Haufirhandel an den Mann gebracht worden. Der Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs Produktenhändler D. hatte sie angekauft und als Buklappen bei einer Schleiferei wieder abgesetzt. Ein Herr Albert H. wurde genoffen hielt am Freitag, den 27. d. M., feine erste diesjährige Wanderversammlung für den Osten ab. Genosse F. Rein hielt beordert, die nicht mehr dienstfähigen Kleidungsstücke ihrer letzten einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Verwendung zuzuführen. Er fonnte es eben nicht über das " Die Handelshilfsarbeiter- Bewegung, ihre Entwicklung und Herz bringen, die einstmals so schmucken Uniformstücke so traurig Der Familientag der Müllfutscher Namens ,, Müller". Biele". Redner führte im Laufe seines Vortrages den Anenden zu sehen und verkaufte fie deswegen im Umherziehen als In anbetracht des Umstandes, daß fie Müllfutscher waren, wesenden, den Zweck und Nutzen einer gewerkschaftlichen noch brauchbare Hosen weiter. Als er ſein Lager ausverkauft fonnten die drei Angeklagten sich kaum besser empfehlen. Sie Organisation vor Augen. Zum Schluß kam Redner noch auf batte, schichte er den leeren Handwagen durch einen Fremden an machten in ihrer tadellos sauberen Kleidung und durch ihr die von der Reichstammer des Innern herausgegebenen Fragefeinen Auftraggeber zurück, der dafür noch ein Trinkgeld ent- ganzes Berhalten einen günstigen Eindruck und dies mochte den bogen zu sprechen. Da sich Niemand zur Diskussion meldete, Borsigenden wohl veranlassen, ein Auge zuzudrücken und den nahm die Versammlung folgende aus ihrer Mitte eingegangene Ein Ueberfall auf einen Gendarmen, der in seiner Aus- Angellagten bei ihrer Vertheidigung etwas weiteren Spielraum Resolution einstimmig an:" Die heut bei Säger tagende Ber führung lebhaft an den Mord des Nachtwächters Braun erinnert, zu lassen, als dies sonst zu geschehen pflegt. Uebrigens bot die Sammlung der Geschäftsdiener, Packer, und Berufsgenossen erklärt wird, schreibt ein Berichterstatter, aus Rigdorf gemeldet:" Als Verhandlung Momente von drastischem Humor und besonders die sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und ver der dort stationirte Fußgendarm Donath in der Nacht zum beiden Schöffen lachten häufig recht herzlich. Die drei Angeklagten spricht mit allen Kräften für eine Verkürzung der Arbeitszeit Sonntag in Zivilkleidung bei einem Patrouillengange gegen sellten sich des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs schuldig gemacht vollständige Sonntagsruhe für Engros-, Bank- und 1 Uhr Morgens die Prinz- Handjernstraße passirte, erhielt er haben. Borf.: Sie führen alle drei den Namen Müller, find Sie Agenturgeschäfte einzutreten. Ferner für Beantwortung plöglich hinterrücs einen wuchtigen, anscheinend mit einem Stock Verwandte?-Angeklagte:„ Nich in die jeringste Entfernung" der eingegangenen Fragebogen zu sorgen. Ferner ver geführten Sieb über den Kopf, und als sich der Ueberfallene Ich denke nich bran!"" In'n Jegendeel, wir fennen uns blos." pflichten bie die heute Anwesenden sich, mit allen Kräften umwandte, wurde ihm eine Hand voll Staub ins Gesicht ge- Vors.: Es ist genügend, wenn einer antwortet, wer will für den Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen schleudert, um ihn wehrlos zu machen. Dann riffen die Thäter, das Wort führen? Der mag sich hier als erster hinstellen. einzutreten, da selbiger die alleinige Vereinigung ist, welche auf deren es mehrere gewesen sein müssen, den D. zu Boden und Angeklagter Gottlieb Müller: Denn will ich mir man die dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht, und die Interschlugen mit Fäusten und stumpfen Instrumenten auf Freiheit nehmen, indem ich nu doch mal am besten reden kann. effen der Haus- und Geschäftsdiener, Packer, Martthelfer, Weinihn ein. Nur mit Mühe gelang es dem Angegriffenen, Vors.: Was wollen Sie denn mit dem Papier, womit Sie fellerarbeiter und verwandter Berufsgenossen vertritt." Nachdem fich wieder aufzurichten, er zog den Revolver, bei immer herumfuchteln. Angel.: Det ist dat Lied, wovon der Kollege Freude nochmals auf das am 4. November stattfindende deffen Anblick die Burschen die Flucht ergriffen. Es gelang Wirth sagt, det det unanständig is. Det will ick hernach vorlesen. Stiftungsfest des Verbandes aufmerksam gemacht, und drei Kollegen D. jedoch, einen der Fliehenden, und zwar den 19jährigen Maler- Vors.: Das werden Sie wohl gefälligst bleiben lassen. neu aufgenommen wurden, wurde die Versammlung gegen 1/212 gehilfen Julius Nittschalk einzuholen und zu verhaften, der als Das Lied geht uns garnichts an. Angefl.: Der Wirth geschlossen. feinen Komplizen den kaum 17jährigen Töpfer Lehrling Franz hat uns aber auf grund und Hinsicht dieses rausjeschmissen un Maltom bezeichnete. Obwohl die beiden in Rixdorf wohnenden wir behaupten, det der Mann en Laie un feen Sachverstän Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte am 23. Oktober. Thäter behaupten, daß der Ueberfall gegen eine andere Persön- dijer von een anständijet Lied is.- Borsigender: Wir Der Werth der Gewerkschaftsorganisation". Er schilderte die Genosse Keßler referirte über das Thema: lichkeit, deren Namen fie jedoch nicht fennen wollten, geplant wollen uns um das Lied einstweilen nicht fümmern. Erzählen Organisationen der Arbeiter in Deutschland in ihren Anfängen, gewesen sei, ist durch Zeugenvernehmungen bereits festgestellt, Sie mal kurz den Sachverhalt, wie er sich am Abende des die Bestrebungen der Arbeiter um Erringung des Koalitions daß das Attentat dem Gendarmen Donath gegolten habe, und 29. Juli zugetragen hat. Angeklagter: Denn muß ick ber Plan zu demselben in einem Vergnügungslokal in der Berg von zwee Dage vorher anfangen. An jenem Abend famen wir rechtes, das ihnen auch 1869 gewährt, aber doch wieder so bestraße entworfen worden war. Das Motiv zur That ist in dem alle fast zu dieselbe Zeit nach Hause, acht Wagen hielten mit schnitten wurde, daß es die Arbeiter nicht anwenden konnten, Umstand zu suchen, daß der Gendarm wegen feiner Strenge een Mal vor die" nasse Achte“ in der Müllerstraße un Der Referent führte der Versammlung die mächtigen englischen besonders war dies zur Zeit des Sozialistengesetzes der Fall. in gewissen Kreisen Rigdorf's gekannt, gefürchtet und gehaßt die jange Stube war voll Müllkutscher, indem doch wurde. Sowohl Nittschalk als Malkow find bereits nach dem immer givee bei Arbeitervereinigungen vor Augen, die aber, trotz ihrer straffen eenem Wagen sind. Wir freuten Organiſationen, Streits theilweise verloren hätten und betonte Untersuchungsgefängniß in Moabit geschafft, es wird gegen sie uns da ieber un dabei fam et nu raus, Det die Anflage wegen versuchten Mordes erhoben werden." nich weniger als sieben von dabei, daß Streits nur in dem Falle gut zu heißen seien, wenn die Müllfahrer Müller" Bei der Unzahl von Beschwerden über völlig unberechtigtes Vor- hießen. Da kriege ick die Idee un sage: Kollegen! sage ic, alle sie in einer Beit ausgeführt würden, die für die Arbeiter im gehen von Gendarmen in der Nähe Berlins wir wiefen die froßen adeligen Herrschaften halten Jeschlechts- un Familien- pornherein als günstig zu betrachten sei. In der Dis tussion äußerten fich wiederholt darauf hin für und einige einige Rollegen - ist eine derartige Erscheinung leider dage ab, warum sollten die Müllers det nich ooch mal machen? erklärlich, wenn auch keineswegs zu billigen. Weshalb geht das Wenn wir ooch nich verwandt sind, so sind wir doch Namens: Es wurden sodann in die Arbeitsvermittelungskommission 17 Rolzum Theil gegen die Ausführungen des Referenten. Verfahren gegen zur Anzeige gebrachte Gendarmen so sehr vettern un wenn wir Müllers alle bei't Mülljeschäft anjeſtellt legen gewählt. Ein Antrag des Kollegen Fischer:„ Die Arbeitslangfam vor sich? sind, denn is det jewissermaßen ooch' ne Verwandtschaft. Wir vermittelung haben die Mitglieder der Kommission ohne Anspruch Durch einen Revolverschuß in die linke Brust versuchte üßten so wie übermorjen mal alle zusammenkommen un en auf Behrgeldentschädigung auszuführen", wurde abgelehnt. Der fich gestern Nachmittag um 34 Uhr in einer Bedürfnißanstalt alljemein un als eener sagte, dann müßten wir die Zu Die Gelder des aufgelösten Musikinstrumentenarbeiter- Berbandes in jefiel nu beschließt: im Zoologischen Garten ein etwa zwanzig Jahre alter Jüngling alle die Müll- Müllers bei Müller zu erschießen. Er wurde noch lebend aufgesunden und nach in die Müllerstraße abhalten, da gab det en jroßen Jubel un arbeiter" auf einer Bank sicher gelegt und verwaltet. Dieses Geld Summa von 392 M. werden vom Fachverein der Musikinstrumenteneinem Krankenhause gebracht, wo er aber alsbald starb. Bu ich drei große von den Schnapsfabrikanten Adolf Müller zum darf nur zu Streits und Maßregelungsunterstützungen verwendet Feststellung der Persönlichkeit fehlt es mangels irgend welcher beften. Mit een Mal steht en Mann uf, der in eene Gcfe je werden", wurde angenommen. Ferner gab der Vorsitzende noch Ausweispapiere an jedem Anhalt. Der junge Mann scheint aus feffen hatte. Er hatte eenen schwarzen Anzug an, sah aber man bekannt, daß das Vereinsvermögen 465,30 Pf. beträgt, wovon wohlhabender Familie zu stammen, ist schmächtig, hat ein bart fehre herunterjekommen aus. Meine Herren," meente er, ie in den Händen des Kassirers sich 82,80 m. befinden. Auf Antrag loses Gesicht und trug einen dunklen Anzug. statten Sie, det ick voch an den Müllerbund mir anschließe, ich fasten- Müller", der für die Hauswirthe die Müllfästen liefert." der Bergleute". Der Kassirer G. Mahnte gab noch bekannt, daß heeße ooch Müller un bin Reisender für den sojenannten Müll- des Kollegen Dreyer beschloß die Versammlung, dem Pariser General- Streitkomitee 100 M. zu übersenden zur Unterstügung Ick fehe ihn denn so'n bisken von die Seite an un fage:" Det jich bis dato über 250 Kollegen als Mitglieder haben aufnehmen Jeschäft scheint für Sie nich recht inträglich zu sind," wobei er aber ich bis dato über 250 Kollegen als Mitglieder haben aufnehmen lacht un fagt:" Immer noch besser als frieher, als ick Fleisch- lassen. Nachdem der Vorsitzende noch bekannt gegeben, daß die beschauer ber die Vegetarianer war" un wir lachen und weenen: Afte Jakobstr. 48a, stattfindet, wurde die Versammlung geschlossen. nächste VersammInng Montag, den 13. November, bei Deigmüller, der Junge is jut, der muß mit in den Müllerbund." Un der Die Adresse des 1. Vorsitzenden, P. Scholz, ist Ostbahnhof 7, III, Seifende meente, wenn det uns recht sind dhäte, denn wollte er die des 1. Kassirers, G. Mahnte, Reichenbergerstr. 120, Hof II. Von einem ernenten verheerenden Brande wurde uns zu' t Stiftungsfest een Müllfutscher Lied machen nach die wieder unfere Nachbarstadt Dranienburg heimgesucht. Es Melodie: Strömt herbei ihr Völkerschaaren" un er könnte det, scheint, als ob dieser Ort aus dem Feueralarm gar nicht mehr indem er mal eenen Bruder gehabt hätte, der für den Lehrer- Berlins einberufene Versammlung tagte am 28. Ottober. Kol Eine von dem Vertrauensmann der Drechsler herauskommen sollte. Diesmal handelte es sich um ein in der stand bestimmt jewesen sei. Wir jaben allgemeinen Beifall un lege Do st gab der Versammlung eine eingehende Nebersicht über Nähe der Kirche stehendes Grundstück einer Frau Grube, welches verabredeten uns in unser bestes Beich zum Sonnabend- Abend die Ursachen und den Verlauf der bei der Firma Kaufmann große Mengen von Stroh, Seu, Fellen, Dachpappe und Theer bei Müller in die Müllerstraße. Un wir tamen alle zusammen un( Lithographische Anstalt) in Brandenburg ausgebrochenen Arbeitsbeherbergte. Die freiwillige Feuerwehr von Oranienburg war det war mit eenem Wort gesagt een schönet Fest, von keenem Hauch von einstellung. Zum Schluß forderte Redner die Anwesenden auf, fofort zur Stelle, mußte aber ihre Thätigkeit zumeist auf die Sarmonie jetrübt. Vots.: Nun Tommen Sie aber zur Sache. recht tüchtig für die Unterstützung der Ausständigen zu sorgen. Erhaltung der umliegenden Grundstücke, die in großer Gefahr Anget I.: Um elfe rum brachten wir det legte Hoch uf die Sierauf hielt Mattutat einen beifällig aufgenommenen Borschwebten, beschränken. Welchen Umfang das Feuer angenommen vereinigten Müll- Müller aus un jingen nach Hause, so ordentlich trag über das Thema: Ein Zukunftsbild des Pessimismus. Um hatte, geht schon daraus hervor, daß auf das Dach der 50-60 wie wir jekommen waren. Schritte entfernt liegenden Oranienburger Kirche Brandstücke wieder uf'n Posten sind. Wir drei mußten noch an die„ nasse zu können, wurden die Kollegen Rarpe, Schneider und Wir müssen nämlich schon um viere über die Thätigkeit des Vertrauensmannes eine Kontrolle üben von der Größe eines Hühnereies niederfielen. Das Gebäude Achte" vorbei un jingen rin, um noch een Seidel zu trinken Wagner gewählt. Zum Schluß gab der Vertrauensmann be brannte in ganz kurzer Zeit bis auf die Fundamente nieder. Fet bestellte erst drei Bittere. Wir merkten ja, det der Wirth tannt, daß die nächste öffentliche Versammlung am 25. November, Bemerkt sei hierbei, daß die Besitzerin des abgebrannten Geum 11, Uhr wurde der 37 Jahre alte Müller Wilhelm WalsUuanfgeklärter Todesfall. Am Montag Vormittag etwa leben, Holzmarktstraße 43, in feinem Bett todt aufgefunden. Er war erst eine halbe Stunde vorher heimgekehrt und hatte sich hingelegt. Auf welche Ursache der plöbliche Tod zurückzuführen ist, hat sich noch nicht ermitteln lassen. Die Leiche ist daher mit Beschlag belegt worden. famment inft # H bäudes erft vor etwa 8 Monaten durch den Brand eines ihrer hatte, bet ir bet Stiftungsfest nich bei ihm abjehalten Annenſtr. 16, stattfindet. aber wir fümmerten uns nich darum, sondern Nach dem anderen Grundstücke schwer geschädigt worden ist. Die Ermitte- friegen unser Lied raus un singen det noch mal. Mit lung der Brandurfache ist auch in diesem wie in den vielen an: eenem Male springt mein Wirth uf un sagt, so'ne un ihre ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Bor Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am 21. Dft. deren vorhergegangenen Fällen trotz der von der Polizeibehörde anständige Lieder ließe er in sein Lokal nich singen und det chardt erstattete den Bericht über die Thätigkeit der Organisation ausgesetzten Belohnung nicht möglich gewesen, so daß immer dhäte außerdem 11 Uhr sind un det wäre Feierabend un wir im verflossenen vierten Jahre ihres Bestehens, in welchem er be mehr die Annahme gerechtfertigt erscheint, daß in Oranienburg sollten zum ersten, zum zweeten un zum dritten Male rausjehen. fonders die großen Anforderungen erwähnte, die während der eine Brandstifterbande thr Unwesen treibt und mit einer geradezu Ja sage, er hätte uns eben erst Bier injefchenkt un det müßten Wahlperiode an jedes Mitglied gestellt wurden, für welche wir bestialischen Rohheit so oft Feuer anlegt. wir erit ausdrinken. Hatte ich nu Recht oder hatte der Wirth aber die Genugthuung hätten, daß es zum größten Theil unserer Polizeibericht. Amt 30. v. M., Nachmittags, wurde im Unrecht, Herr Jerichtshof? Un dhun Sie mir blos den eenzigen Agitation unter den Handelsangestellten zu verdanken sei, daß Flur des Hauses Alte Jakobstr. 85 ein Schriftseger mit be- Gefallen und hören Sie det Lied an fingen will ic det der B. und 5. Berliner Wahlkreis erobert wurde. deutenden Verlegungen am Kopfe aufgefunden und nach der natierlich nich un ob det woll eenen Funken von Unanständig Kassenbericht wurde zur Berathung der neu entworfenen Statuten Charitee gebracht. Nach seiner Angabe ist er in der Trunken- feit hat. Bors.: Nun, dann meinetwegen den ersten Vers, geschritten, deren Paragraphen mit verschiedenen Abänderungen heit von einem Rollwagen gefallen. In den Berliner das wird wohl genügen. Angefl.( liest): unter theils sehr lebhafter Diskussion angenommen wurden. Elektrizitätswerten, Manerstr. 80, gerieth ein Arbeiter mit dem Hierauf wurde zur Neuwahl des nunmehr nur aus 5 Personen Kopfe in das Getriebe einer Maschine und wurde auf der Stella bestehenden Vorstandes geschritten und zwar wurden, zum Theil getödtet. An der Ecke der Zimmer- und Wilhelmstraße wurde per Altlamation, gewählt: Zum ersten Vorsitzenden A. Borchardt, zum zweiten Vorsigenden Otto Köppen, zum ersten Schriftführer Emil Mohr, zum zweiten Schriftführer Ferd. Kohn, sowie Gust. Hecht zum Kassirer. Lumpen, Glas, Papier und Knochen, Messing, Kupfer, Blei und Zinn, Stoppen wir janz unjerochen Allens in den Suck herin. Schinden müssen wir uns flobig, Darum ist ooch unsre Kluft Merschtendeels woll etwas stobig Un von janz apartem Duft. 1 Der Verein Berliner Hausdiener hielt am 24. Oftober ein Mann durch eine Droschte und gleich darauf durch einen unmittelbar hinter dieser fahrenden Arbeitswagen überfahren. Er erlitt außer einer Quetschung des Fußes einen Armbruch. Im Hause Bergstr. 63 zerschlug ein Tischler in der Trunkenheit die Scheibe der Eingangsthür eines Schuhmacherladens und verletzte sich dabei die Pulsader an der rechten Hand, so daß seine Ja det unanständig meine Herren? Vorf.: Nein, das eine außerordentliche Generalversammlung ab. Bor Eintritt in Ueberführung nach dem Krankenhause erforderlich wurde. In fann man nicht behaupten. Angel.: Un nu friegte die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des verder Bedürfnißanstalt am Garten- Ufer wurde ein etwa 20 jähriger id ooch so'n merkwürdijet Rumoren in'n Leib un hatte storbenen Kollegen Otto Stenzhorn durch Erheben von den Plätzen. junger Mann mit einer Schußwunde in der Brust auf den Wirth in Verdacht, det er mir aus Schadenfreude Hierauf wurde die Wahl der Festordner, Revisoren und Bannergefunden und nach der Charitee gebracht. Es liegt unzweifel en dollet Jemisch jejeben hädde un ick sagte ihm blos, träger vorgenommen und zum stellvertretenden Vorsitzenden Karl hajt Selbstmord vor. Im Laufe des Tages fanden drei wenn er uns wejen Hausfriedensbruch anklagen dhäte, Arndt gewählt. Die Kollegen Graminsty und Lewino Brände statt. denn zeigte ich ihn wegen Bauchfriedensbruch" an. In denn wurden nach längerer Debatte wieder in den Verein aufjingen wir raus und die janze Jeschichte hat feene 10 Minuten genommen. bedauert. Vors.: Nun, dann wollen wir mal den Wirth hören. Die Angeklagten hatten die Genugthuung, freigesprochen zu werden, da der Gerichtshof nicht zu der Ueberzeugung gelangt war, daß überhaupt ein Hausfriedensbruch vorlag. Gerichts- Beitung. " Die Handwerksmeister, welche nicht Mitglieder von Innungen sind, waren zum 30. Oktober zu einer Versammlung eingeladen, behufs Erörterung der von dem Minister v. Berlepsch geplanten Organisation des Handwerks. Welcher Stimmung dieses Projekt in den davon betroffenen Kreisen begegnet, das Aus der Sonntagsschule. Der Bildhauer Georg Jtrich sollte sich durch unsanfte Berührung des Stadtmissionars Konrad Schneidig" eine Beleidigung. Wegen Beleidigung Weter einer Beleidigung desselben schuldig gemacht haben. In des Gendarmerie- Oberwachtmeisters D. in Bochum ist der zeigte unter anderm schon der äußerst schwache Besuch dieser " Versammlung. Es erschienen, darunter DOV en aumlich im ganzen etwa 40 Personen| Broletariat, Naunynir. 83 bei Köhnt. Bergnügungsverein mor II, Touristentlub Freiheit und Wohl ehrere nicht eingeladene Innungsmeister. Prinzen- Allee 10 bet Bergemann. ergeben, Neuenburgerfir. 37 bet tegenberg. bei Mebelin. Vermischtes en testen Herr Wolf, der Vr hende der Freien Vereinigung Berliner Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein Die Cholera. Rom, 30. Oktober. Schlächtermeister, vers die bekannten Vorschläge des Ministers Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlftatt, Belle- Autancestraße. und knüpfte daran die Erklärung über die Stellung, welche die Mufitverein Borwärts Abends 8% bis 10% Uhr, Rangestraße 108 24 Stunden sind hier zwei choleraverdächtige Erkrankungen vorMänner- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, gekommen. Amsterdam, 30. Ottober. Innerhalb der letzten Freie Vereinigung der Berliner Schlächtermeister zu derselben Restaurant Kayser, Staligerstr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciofa, eingenommen hat. Danach verspricht sich die Vereinigung von Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geister's Restaurant, rent, as Woche find in 9 Orten 8 Choleraerkrankungen und 11 Todesfälle vorgefommen.- Trapezunt, 30. Ottober. In Samsun sind unter aus dem Zusammenschluß sämmtlicher Handwerksmeister in Fach- Tegelerstraßen- Ece. genossenschaften nichts, weil in diesen sich sofort zwei Parteien teuffelstr. 9.Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man- Konstantinopel zugereiften Urlaubern 2 Cholerafälle vorgekommen. Straftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn: Sofia, 30. Oktober. Innerhalb der letzten 48 Stunden erbilden würden, nämlich die Innungsschwärmer und die Gegner abend 9-11 Uhr Abends bet Lade, Beughoffir. 8. Turnverein Gesund des bisherigen Innungsrummels. Redner erachtete es daher für brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr abends frankten an Cholera in Tutracan 1, in Kaditivi 2 Personen, an Kraftturnverein Berolina, ersterem Orte tam ein Cholera- Todesfall vor. Kopenhagen, in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.besser, wenn die Innungen bestehen bleiben und nur diejenigen abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Handwerksmeister, welche nicht Mitglieder von Innungen find, Athletenverein Atlas, Abenos 19 Uhr, uebungsstunde, Brunnen- 31. Oktober. Aus Riga wurde gestern telegraphisch hierher gemeldet, daß die Cholera in Rußland eher zu als abzunehmen zu Fachgenossenschaften zusammengeschlossen werden; dann straße 154, Lokal Konkordia. müßten auch die jetzigen gesetzlichen Vorrechte der Innungen Reed, Lothringerstr. 94. Theater- und Vergnügungs- Verein Sumanitas abends 9% Uhr bet scheint. Von den Ostseestädten sind nur Libau und Reval zur Theaterverein Bultanta 2", Abends 9% uhr, Beit noch cholerafrei, während sowohl Petersburg wie Riga ana fallen. Des weiteren bemängelt Redner als zu weit gehend die bet Schulz, Beteranenfir. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Altersbeschränkungen, an welche das Wahlrecht der Meister und Restaurant Lothringerstraße 101. Theater- und Reſettub morgenroth, gegriffen sind. Die Gouvernements Wolhynien, Lomsha und der Gesellen, sowie das Recht, Lehrlinge zu halten, geknüpft ist. theaterverein erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Güzlaff, GroßKurst sind am stärksten infizirt. jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Die Weltausstellung in Chicago ist am 30. Oktober Die Gefellen sollen z. B. an den Wahlen zum Gesellenaus schuß görschenstr. 3. Gäste willkommen. erst wählen dürfen, wenn sie 30 Jahre alt find. Nun gebe es Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, tm Restaurant offiziell geschlossen worden. Sommer, Grünstraße 21. Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenberger aber Schlächtergesellen von 30 Jahren sehr wenig und ähnlich straße 149. Schiffsbrand. New York, 27. Oftober. Dem Bureau Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannftr. 5.- Touristen- Reuter zufolge hat es auf dem hier aus Hamburg eingetroffenen set es wohl auch noch in einzelnen anderen Gewerben. In der verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bet Steblutad, ManteuffelHauptsache schienen die Abends Dampfer„ Gellert" zwei Tage lang gebrannt. Das Feuer sei am Anwesenden Arbeiter Zitherflub Freiheitstlänge", mit diesen Aus- ftraße 86. Don 8-11 Uhr, bei R. Bommerente, führungen einverstanden fie brachen jedoch Großgörschenstraße. zu sein, Bahnstraße 23, am Bahnhof Sonntag unter dem Salon erster Klasse entdeckt worden und die Bitherflub Alpenglöckchen Edelweiß. die Besprechung ab und und wählten zunächst eine Rom- uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als mitspieler Passagiere seien zuerst sehr aufgeregt gewesen, doch sei es den mission von 15 Handwerksmeistern zur Vorberathung der wilkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung Offizieren gelungen, dieselben zu beruhigen. És feien alle mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. Bentilationen und Luken geschlossen, das Schiff zum Stillestehen Vorschläge und demnächstigen Einberufung einer neuen VersammRauchflub Ro o chloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralftr. 33. und alle Zwischendeckspassagiere nach dem Vordertheil des lung. Herr Wolf schlug noch vor, zu erwägen, ob nicht für das Rauchtiub Rothe Melfe, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer Handwerk eine öffentliche Kreditanstalt zu errichten bezw. zutaucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerstr. 42.- Rauch flub Schiffes gebracht worden. Am Dienstag sei das Feuer durch die Sanssouci, Boechstraße 51. Ein Schneidermeister regte Zusammenschluß bei Späth, Weinfir. 28. Derlangen sei. Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr Schiffssprizen soweit bewältigt gewesen, daß man ins ZwischenRauchtlub Grüne Quafte, Abends 9 Uhr, bei deck gehen und die brennende Ladung über Bord habe werfen Schlüter, Kleine Martusstr. 10. Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bei tönnen. Gittler, Mariannenstr. 48. Rauchtlub, GoldeneQua ft e", Abends 9 Uhr bei Muß, Jostystraße 8. Rauchflub Schmotes Werte, Röpenicker ftraße 121a bei Schöbel. Waldemarstraße 74 bet George. Humoristische Pfeifenbrüder Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Rauch flub Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchtlub Lustige Brüder Abends 8% Uhr Manteuffelstr. 65 bei Möbius. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bet Vogt. Altdeutscher Rauch flub bet Gädecke, Münchebergerstr. 5. Rauchtlub Granada Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. sämmtlicher Freien Vereinigungen von Handwerksmeistern an. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Mittwoch, den 1. November cr., Abends 8% Uhr, große Versammlung der SchleswigHolsteiner mit Frauen im Ro mmandanten Garten", Kommandanstraße 10-11. Tagesordnung: Geschäftliches.- Aufnahme neuer Mitglieder. Ausgabe der Billets zum 18. November 1893.- Verschiedenes und Fragetasten. Landsleute, Damen und Herren, auch Gäste willkommen. = 1 : 1 Rauchklub Borwärts Süd- Ost" " Arbeiter-- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord Rauchtiub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Dft- Schule, Martusstr. 81: Unterricht in Logit. Südost- Schule, Reichenberger: straße 133: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen unter richtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, im Laufe des Gemefters, eintreten. " Großfeuer. New York, 28. Ottober. In Pittsburg sind drei siebenstöckige Häuser, welche der Pittsburg Storage Company" und der Chantauqua Late Jce Company" gehören, sammt ihrem Inhalte abgebrannt. Der Schaden wird auf 1 250 000 Dollars geschätzt. Eisenbahn- Zusammenstoß. Novara, 30. Oktober. Heute Abend stieß ein Zug der Eisenbahn Novara Mailand mit einem Wagen der Dampftramway- Linie Novara- Vigevano zusammen. Der Heizer der Tramway wurde getödtet, der Maschinist verwundet. Der Eisenbahnzug entgleiste, ohne daß jemand verlegt Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. German American Club Uncle Sam. 8,30 p.m. at Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet grib Restaurant 62 Königstrasse. Guests are welcome. Stegte, Schwedterfir. 33. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. wurde. English Conversational Club Shakespeare. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesund brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannftr. 87. Gietch Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at heit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Seine, Rigdorf Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are Abends 8% Uhr, Prinz- Handjernstr. 60, parterre. Otto Reimer, bet A. Brosch, Wilhelmshavenerfir. 23. Einigkeit, Abends 8½ Uhr, bei welcome. Beige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. UebungsStunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Stebesfreiheit 1, Literarisches. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 31. Oktober. Aus Mährisch- Ostrau wird gemeldet, Andreasstr. 26, bet Wilfe.- Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser: Der wahre Jacob beleuchtet in seiner eben erschienenen daß infolge der wegen gefährlicher Drohung vorgenommenen BerNummer 190 die Fragen der auswärtigen und inneren haftung eines Bergarbeiters des Tiefbauschachtes Politik in wißigen Worten und Bildern. Prächtig sind die wegen Dienstvergehens entlassen worden war, Abends vor dem Bilder über den Russenbesuch in Paris, über das Volk in Schachte eine Zusammenrottung stattfand, welche von dem BeWaffen 2c. Doch auch der Ernst kommt zu Wort in einer zirkshauptmanne mit Hilfe von Gendarmerie und Polizei zervon Ed. Bernstein herrührenden Biographie des zu früh verstreut wurde. Die Nacht verlief ruhig. Zur Frühschicht fuhren storbenen Benoit Malon, dessen Bild der Nummer zur Zierde neunzig Prozent der Belegschaft an. gereicht. " ftraße 22-23, Böhow's Braueret. Silaritas, Hochstraße 32 a, bei Wilfe.- Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Pankow, Schulzefir. 27.- Gefangverein der Steinm egen, Flemmingftr. 6 bei Mann. 2yra 1, Raupachstr. 6, bet Stachel.- hand in hand i, Reichenberger straße 16 bei Päzoldt. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger: Kommunikation 16, bei Glaser. Unverd roffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26.- Rütli, Friedenau im Kurhaus.. Vorwärts 5, Friedrichs hagen, Rundtheil, b. Lerche. 2orbeertran 3, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Sudo ft 1. Ropnice str. 191, Restaurant.- Rothe Melte, Schöneberg, Golzstraße 43, bet Siegeler. Gesangverein der Kupferschmiede. Weinstraße 11 bei Feind. ,, Concordia". Gitschinerstraße 55 bei Saase. Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei Schneider. Gefangverein Freiheitstlänge, Alte Jakobstraße 68. Unverzagt gangestr. 65 bet Tempel.- Gefangverein 2 orbeertrang 2. Oranienstraße 190 bei Katsch. Gefangverein Stebestust in Fürstenwalde bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Stallschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bet Busse. Gefangverein Hoffnung 3", Brandenburg a. H. Wilhelmsdorferstraße Reft. Concordia. Gesangverein Gangesblüthen Blumenftr. 38 bet Hente. Gesangverein Moabit, Waldstr. 52 bet Gohr. Männergesangverein 2iederlust, Fichtestr. 29 bei St. Strösche.- Gesangverein Gleichheit", Pappel- Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gefangverein 2yra 3, Brig, Bergstr. 65 in Rigdorf.- Gesangverein Freiheitstlänge 2 Eberswalderstraße 5. Raiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. - Arbeitergefangverein von Brih in Briz, Bürgerstr. 4 bet Dorn.- Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bet Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bei Liewald. Einig, Straußbergerstr. 8 bei Birt. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bei Greinert. Geeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bei Kaprolatis. Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bei Strauſe. Süd- Ost 2, Faldensteinstr. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, Stoppenftraße 43 c bei Lorenz. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bei 1 Neichert. 1 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu fchriften sind zu richten an P. Hentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Mittwoch: Pollac- klub u stige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Siewald. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Rauchflub Eiserne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann Humo ristischer Rauchklub, Görligerstraße 42 bei Picht. Geselliger Verein Brüderlichteit Georgenfirchstraße 65 bet Müller. Mufitverein Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg.- Verein Rhetorit Naunynstr. 86 bei Bubeil bends 8 Uhr. Geselliger Verein Hoffnung Lebuferstraße 5 bei Nemit( alle 14 Tage). Rauchklub Gutgesinnter Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Theaterverein .02 Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 5 hat folgenden In- Briefkaffen der Redaktion. halt: Die Arbeiterverbände in Sizilien. Von Dr. R. Schöner. F. K. Sie fragen, wer das große Loos gewonnen hat? Soziale Wirthschaftspolitik und Wirth- Das ist uns sehr gleichgiltig; von den Redakteuren und Mitschaftsstatistit: Die Sozialpolitik der Reichs- Poftarbeitern des Vorwärts" hat niemand daran Theil. Unterlassen verwaltung. Bon Dr. Heinrich Braun. Städtische Arbeits- Sie doch derartige Fragen. " ämter für Leipzig, München, Mainz und Berlin. Land- Junge Sozialdemokratin. Leider giebt es einen auswirthschaft: Die Verschuldung des landwirthschaftlichen fichtsvollen Weg zur Rückerlangung Ihrer Photographie nicht; Grundbesizes in Desterreich. Von Dr. Moritz Ertl, Ministerial- feien Sie fünftighin mit dem Verschenken Ihres Konterfeis vorVize- Sekretär im Ackerbau- Ministerium. Soziale 3ufichtiger, wenn Ihnen dasselbe so lieb ist. stande: Belgische Arbeiterverhältnisse. Von Dr. Emil Löw. E. J. 100. Gin Gesez oder eine gefeßliche BePolitische Arbeiterbewegung: Rongreß der Stimmung, die einen Juden hindert, Offizier zu werden existirt deutschen Sozialdemokratie. Arbeiterkongreß in Finnland. nicht. Das Offizierkorps pflegt thatsächlich im allgemeinen, Gewerkschaftliche Arbeiterbewegung: Inter Juden nicht zu Offizieren zu ernennen. Indessen zählt das nationales Schuhmacher Sekretariat. Lohnbewegung der preußische Offizierstorps seit der Zeit, in der Juden Soldaten Berliner Droschtentutscher. Der Streik der englischen Kohlen zu sein gestattet wurde( Anfang dieses Jahrhunderts), eine Anzahl gräber. Die deutschen Gewerkschaftsorganisationen im Jahre ungetaufter wie getaufter Juden zu seinen Mitgliedern. 1892. Arbeiter Versicherung: Berufsgenossenschaftliche Zugehörigkeit der Arbeiter der Abfuhr von Holz aus dem Walde. Aerztezwang und Aerztewahl. Gewerbe gerichte: Gewerbe- Schiedsgerichte in England. Krimi- 1 Uhr vor. nalität: Zur Frage der Sträflingsarbeit. = Abgewiesener Eisenbahner. Ob und inwieweit Ihnen ein Pensionsanspruch zusteht, ergiebt sich aus Ihrer Darlegung nicht; sprechen Sie nach dem 2. November zwischen 12 und St. 1. Falls er rechtzeitig in der Wählerliste Aufnahme ge Jüdische Moral und Christlicher Staat. Von Dr. Ed. funden hat: ja. 2. Die Bestrafung wegen Hausfriedensbruchs Friedemann. Berlin. Verlag von Siegfried Cronbach. steht der Ertheilung der Schankkonzession nicht entgegen. JULIUS LINDENBAUM im Jahre 1879. 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Für den Allgemeinen Arbeiter- und Arbeiterinnenverein Luzern. stian Der Vorstand. 427/7 Erwiderung. 50852 Unter Bezugnahme auf die Erklärung in Nr. 255 des Vorwärts", bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß ich das Kleine Journal" vom 1. November cr. ab den Abonnenten deffelben en deffelb nicht mehr zustellen lasse. Von den bisherigen Abonnenten habe ich übrigens für die Lieferung des„ Kl. Journals" einen entsprechend höheren Betrag eingefordert. Zeitungs- Spedition Matthefins, Brandenburgstr. 18. " Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Gine große Stube u. Küche ist sofort Etablissement ,, Süd- Ost", nur eigene Fabritation, 25 Bigarren billig zu verm. bei Ressel, Klempner, Rummelsburg, Rantstr. 3, v. 2 Tr. Sep. Schlafft. Dranienstr. 187, Seiten28566* Arbeitsmarkt. Waldemarstr. 75. Jeden Sonnabend und Sonntag: Grosser Ball. 5051L Empfehle meinen Saal sowie zwei Vereinszimmer, 60 und 20 Perf. fassend, auch mit Pianino, zu allen Gelegen heiten paffend. C. Ulrich. Den geehrten Gesangvereinen zur Nachricht, daß ich augenblicklich einen 1 Mart. Garantie rein ameritanische Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 fg. 3561 L 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Stempel Vereins- Abzeichen 2c. H. Guttmann, Brunnenstr. 9.* des Königlichen Amtsunt. Ladenpr. fauft man Uhren Farbigmacher verlangt Wienerstr. 9. Tag fret habe und möchte denselben, Rechtsbureau richters a. D. Alte JakobGoldsachen, Brillanten 2c. im 10Bethhaus H. Graff, Beuthstr.5, 1. 1 tücht. Zinkschleifer verl. Lampenfabrit Louisen- Ufer 18. 2962h wenn möglich, wieder besehen. 29586 Franz Apel, Gesanglehrer, Frankfurterstr. 110, 4 c. straße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Uubemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags. 49228* Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. chung, Töpfer! Sonntag, den 5. November, Vorm. 9 Uhr, Auf den Bauten Umge im Saale der Aktien- Brauerei Friedrichshain, am Königsthor: " Uebungsstunde. Direktion die Herren Bleil, Primmel und Friedrichs. Geübt werden die Lieder Bundeslied"," Wir glauben an der Freiheit Sieg" und Die drei Ehrengrüße". Wir ersuchen die Vereine auch in dieser Uebungs Stunde pünktlich und vollzählig am Blaze zu sein. Die Ausgabe der Noten zu dem Liede Sommer- Sonnenwende" von Thle( von der ,, Liebergemeinschaft 2c.") findet in dieser Uebungsstunde statt. Sonntag, den 12. November, Vorm. 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Ausschuß- Sizung. Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Wahl des BundesDirigenten. 3. Ausloosung der Vereine, welche sich programmmäßig zum Stiftungsfest betheiligen. 4. Verschiedenes. 106/18 ( Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Winterhalbjahr 1893/1894. Uhr Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von 8 bis 10 Uhr Abends, Sonntags von 9 bis 11 Vormittags. Montag Dienstag. Mittwoch Donnerstag Freitag. do. Sonnabend Sonntag . Nord- Schule. Müllerstr. 179a. . Gefeßeskunde. Ost- Schule. Markusstr. 31, " Kaufm. Rechnen, Korres Deutsch( unt.), spondenz. Geschichte( mittl.). Deutsch( unt.). • Gesundheitslehre. * Buchführung. Montag Dienstag. Mathematik. do. Deutsch( ob.). Südost- Schule. • Deutsch( unt.). Mittwoch..* Rechnen. Do. .. Deutsch( ob.). Räume ertheilt. Reichenbergerstr. 188. Logit. Gesundheitslehre. Geschichte( mistl.). Rechnen( unt.). Buchführung. Karl Koch, Krummestr. 56 u. KirschenAllee 12 in Charlottenburg haben wegen Nichtbezahlen des Lohntarifs sämmtliche Kollegen die Arbeit niedergelegt und ist bis auf weiteres die Sperre verhängt. 386/4 Der Vorstand d. Pil. der zentralisirten Töpfer Berlins. Ordentliche General- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Hutmacher, Hutfourniturenund Filzwaarenverfertiger zu Berlin am Sonntag, den 12. November 1893, Vormittags 10 Uhr, im Restaurant des Herrn Oskar Röllig, Neue Friedrichstraße 44, wozu die Delegirten hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über eine Er weiterung der Fürsorge für geschlechtlich erfrankte Raffenmitglieder, beziehungs weise diesbezügliche Abänderung des Statuts. 2. Rassenbericht. 3. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnungen pro 1893(§ 47 Abs. 1 der Statuten). 4. Wahl eines Vorstandsmitgliedes der Arbeitnehmer. 5. Wer haltungsregeln für erfrankte Mitglieder und Vorschriften über die Krankenmeldung und Krankenaufsicht, sowie Strafbestimmungen für Krante. 6. Vorfchriften über das Mahnverfahren bez. Festsetzung der Mahngebühren. 7. An trag des Vorstandes auf Ermäßigung der Krankenkassenbeiträge. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Bostkarte gestattet. Der Vorstand. gez. H. Rieck, Anhaltstraße 14. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen. Donnerstag, den 9. Nov. cr., Abends 2952b Donnerstag.* Kaufm. Rechnen, Kor- 6 Uhr, findet im oberen Saale des do. Freitag . respondenz. . Geschichte( alte). " Gesetzeskunde. do..* Buchführung( doppelte). Sonnabend. Gesundheitslehre. Die mit* bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelFür alle drei Schulen an jedem Sonntag von 9-11 Uhr: NationalOekonomie in Schöning's Restaurant, Stallschreiberstraße 29. Die Theilnahme an dem Unterricht der ersten Woche im Semester steht Jedem, auch Nichtmitgliedern, unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrfächer werden neue Schüler und Schülerinnen aufgenommen. Vereinshauses, Sophienstraße 15, die Wahlversammlung der Arbeitgeber statt. Tagesordnung: Wahl von 160 Vertretern der Arbeitgeber. Um 8 Uhr Abends im unteren Saale: WahlSe un Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. Nicht zu verwechseln mit geringwerthigen Nachahmungen, die in neuerer Zeit unter den Namen ,, Seifen- Extract" 2c. angeboten werden. Soeben erschien: 480M* Klaus Kraus, An der Wende. Humoresken und Satiren. Geschichten aus dem Leben. Preis 75 Pf. Verlag von Joh. Saffenbady, Berlin N. 4, Invaliden- Straße 145. 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NormalWahl von 250 Vertretern der Kassenmitglieder. Sonntag, den 5. NoSchlafdecken 150 x 200 cm. vember cr., Vorm. 10 Uhr, findet in mit kleinen Maschinenflecken, in Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt demselben Lokale eine Vorversamm reizenden Jacquard- Mustern, Grösse an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist. lung der Rassenmitglieder zur AufBeitrag 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Bf. An den mit bestellung der Kandidatenliste statt, zu zeichneten Bahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 Pf.( welch' letztere welcher ergebenst einladet dann nur eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Börner, Ritterstr. 108. Schöning, Stallschreiberstr. 29. So. Südostschule, Reichenbergerstr. 183. * Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. * Ostschule, Markussir. 31. Ungering, Breslauerstr. 27. 403/ 14* Streng feste Wernau, Rosenstr. 30. C. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Swinemünderstr. 120. * Gleinert, Müllerstr. 174. NO. " Gumpel, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. DamenDer Vorstand. Streng feste Verkaufspreise. Mäntel- Fabrik Verkaufspreise. Leopold Cohnreich Berlin C., König- Straße 30. Ecke der Neuen Friedrichstrasse, schrägüber dem Bahnhof Alexanderplatz. = Größte Auswahl Winter- Jaquets, Neuheiten ,! . 6, 8, 10, 15-40 Mark. 15, 20, 30-90 Mark. Winter- Capes in Plüsch, Seide, Matelaffe und glattem Eskimo, durchweg mit Seide gesteppt Winter- Trauer- Mäntel mit langem Kragen zum Abknöpfen, in Plüsch, Estimo, Matelasse und Seide, durchweg wattirt, 15, 20, 30-90 Mark. Abend- Mäntel, alle Farben, mit den schwersten Pelzbefäßen, 10, 12, 15-50 Mart. aus Prima gutem, echtem Seiden- Plüsch- Jaquets Seiden- Seals, durchweg gefüttert, für jede Figur passend, 24, 30, 40-90 Mart. 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